diff options
| author | nfenwick <nfenwick@pglaf.org> | 2025-03-09 08:08:49 -0700 |
|---|---|---|
| committer | nfenwick <nfenwick@pglaf.org> | 2025-03-09 08:08:49 -0700 |
| commit | 81eb85860ce31d2dfa45148c645e30ac6a633d3e (patch) | |
| tree | c154f4f76d58cf6a50341d60e21862cba5b65dfd | |
| parent | 905986ec01e4d6581bf2ce89ce2c29d4630572ec (diff) | |
| -rw-r--r-- | 40117-0.txt | 574 | ||||
| -rw-r--r-- | 40117-8.txt | 962 | ||||
| -rw-r--r-- | 40117-8.zip | bin | 14211 -> 0 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 40117-h.zip | bin | 89715 -> 0 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 40117-h/40117-h.htm | 834 |
5 files changed, 785 insertions, 1585 deletions
diff --git a/40117-0.txt b/40117-0.txt new file mode 100644 index 0000000..15a38f1 --- /dev/null +++ b/40117-0.txt @@ -0,0 +1,574 @@ +*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 40117 *** + + Rainer Maria Rilke + + + Das Marien-Leben + + + [Illustration] + + [Griechich: zalên endothen echôn] + + * * * * * + + Im Insel-Verlag zu Leipzig + + + + + Duino, Januar 1912 + + + + + _Heinrich Vogeler_ + dankbar + für alten und neuen Anlaß + zu diesen Versen + + + * * * * * + + + + + Inhalt + + + Geburt Mariä 7 + + Die Darstellung Mariä im Tempel 8 + + Mariä Verkündigung 10 + + Mariä Heimsuchung 11 + + Argwohn Josephs 12 + + Verkündigung über den Hirten 13 + + Geburt Christi 15 + + Rast auf der Flucht in Ägypten 16 + + Von der Hochzeit zu Kana 17 + + Vor der Passion 19 + + Pietà 20 + + Stillung Mariä mit dem Auferstandenen 21 + + Vom Tode Mariä (Drei Stücke) 22 + + + * * * * * + + + + + Geburt Mariä + + + O was muß es die Engel gekostet haben, + nicht aufzusingen plötzlich, wie man aufweint, + da sie doch wußten: in dieser Nacht wird dem Knaben + die Mutter geboren, dem Einen, der bald erscheint. + + Schwingend verschwiegen sie sich und zeigten die Richtung, + wo, allein, das Gehöft lag des Joachim, + ach, sie fühlten in sich und im Raum die reine Verdichtung, + aber es durfte keiner nieder zu ihm. + + Denn die beiden waren schon so außer sich vor Getue. + Eine Nachbarin kam und klugte und wußte nicht wie, + und der Alte, vorsichtig, ging und verhielt das Gemuhe + einer dunkelen Kuh. Denn so war es noch nie. + + + + + Die Darstellung Mariä im Tempel + + + Um zu begreifen, wie sie damals war, + mußt du dich erst an eine Stelle rufen, + wo Säulen in dir wirken; wo du Stufen + nachfühlen kannst; wo Bogen voll Gefahr + den Abgrund eines Raumes überbrücken, + der in dir blieb, weil er aus solchen Stücken + getürmt war, daß du sie nicht mehr aus dir + ausheben kannst: du rissest dich denn ein. + Bist du so weit, ist alles in dir Stein, + Wand, Aufgang, Durchblick, Wölbung --, so probier, + den großen Vorhang, den du vor dir hast, + ein wenig wegzuzerrn mit beiden Händen: + Da glänzt es von ganz hohen Gegenständen + und übertrifft dir Atem und Getast. + Hinauf, hinab, Palast steht auf Palast, + Geländer strömen breiter aus Geländern + und tauchen oben auf an solchen Rändern, + daß dich, wie du sie siehst, der Schwindel faßt. + Dabei macht ein Gewölk aus Räucherständern + die Nähe trüb; aber das Fernste zielt + in dich hinein mit seinen graden Strahlen --, + und wenn jetzt Schein aus klaren Flammenschalen + auf langsam nahenden Gewändern spielt: + wie hältst du's aus? + + Sie aber kam und hob + den Blick, um dieses alles anzuschauen. + (Ein Kind, ein kleines Mädchen zwischen Frauen.) + Dann stieg sie ruhig, voller Selbstvertrauen, + dem Aufwand zu, der sich verwöhnt verschob: + So sehr war alles, was die Menschen bauen, + schon überwogen von dem Lob + + in ihrem Herzen. Von der Lust + sich hinzugeben an die innern Zeichen: + Die Eltern meinten, sie hinaufzureichen, + der Drohende mit der Juwelenbrust + empfing sie scheinbar: Doch sie ging durch alle, + klein wie sie war, aus jeder Hand hinaus + und in ihr Los, das, höher als die Halle, + schon fertig war, und schwerer als das Haus. + + + + + Mariä Verkündigung + + + Nicht daß ein Engel eintrat (das erkenn), + erschreckte sie. So wenig andre, wenn + ein Sonnenstrahl oder der Mond bei Nacht + in ihrem Zimmer sich zu schaffen macht, + auffahren --, pflegte sie an der Gestalt, + in der ein Engel ging, sich zu entrüsten; + sie ahnte kaum, daß dieser Aufenthalt + mühsam für Engel ist. (O wenn wir wüßten, + wie rein sie war. Hat eine Hirschkuh nicht, + die, liegend, einmal sie im Wald eräugte, + sich so in sie versehn, daß sich in ihr, + ganz ohne Paarigen, das Einhorn zeugte, + das Tier aus Licht, das reine Tier --.) + Nicht, daß er eintrat, aber daß er dicht, + der Engel, eines Jünglings Angesicht + so zu ihr neigte, daß sein Blick und der, + mit dem sie aufsah, so zusammenschlugen, + als wäre draußen plötzlich alles leer + und, was Millionen schauten, trieben, trugen, + hineingedrängt in sie: nur sie und er; + Schaun und Geschautes, Aug und Augenweide + sonst nirgends als an dieser Stelle --: sieh, + dieses erschreckt. Und sie erschraken beide. + + Dann sang der Engel seine Melodie. + + + + + Mariä Heimsuchung + + + Noch erging sie's leicht im Anbeginne, + doch im Steigen manchmal ward sie schon + ihres wunderbaren Leibes inne, -- + und dann stand sie, atmend, auf den hohn + + Judenbergen. Aber nicht das Land, + ihre Fülle war um sie gebreitet; + gehend fühlte sie: man überschreitet + nie die Größe, die sie jetzt empfand. + + Und es drängte sie, die Hand zu legen + auf den andern Leib, der weiter war. + Und die Frauen schwankten sich entgegen + und berührten sich Gewand und Haar. + + Jede, voll von ihrem Heiligtume, + schützte sich mit der Gevatterin. + Ach der Heiland in ihr war noch Blume, + doch den Täufer in dem Schoß der Muhme + riß die Freude schon zum Hüpfen hin. + + + + + Argwohn Josephs + + + Und der Engel sprach und gab sich Müh + an dem Mann, der seine Fäuste ballte: + aber siehst du nicht an jeder Falte, + daß sie kühl ist wie die Gottesfrüh. + + Doch der andre sah ihn finster an, + murmelnd nur: Was hat sie so verwandelt? + Doch da schrie der Engel: Zimmermann, + merkst du's noch nicht, daß der Herrgott handelt? + + Weil du Bretter machst, in deinem Stolze, + willst du wirklich den zur Rede stelln, + der bescheiden aus dem gleichen Holze + Blätter treiben macht und Knospen schwelln? + + Er begriff. Und wie er jetzt die Blicke, + recht erschrocken, zu dem Engel hob + war der fort. Da schob er seine dicke + Mütze langsam ab. Dann sang er lob. + + + + + Verkündigung über den Hirten + + + Seht auf, ihr Männer. Männer dort am Feuer, + die ihr den grenzenlosen Himmel kennt, + Sterndeuter, hierher! Seht, ich bin ein neuer + steigender Stern. Mein ganzes Wesen brennt + und strahlt so stark und ist so ungeheuer + voll Licht, daß mir das tiefe Firmament + nicht mehr genügt. Laßt meinen Glanz hinein + in euer Dasein: o, die dunklen Blicke, + die dunklen Herzen, nächtige Geschicke, + die euch erfüllen. Hirten, wie allein + bin ich in euch. Auf einmal wird mir Raum. + Stauntet ihr nicht: der große Brotfruchtbaum + warf einen Schatten. Ja, das kam von mir. + Ihr Unerschrockenen, o wüßtet ihr, + wie jetzt auf eurem schauenden Gesichte + die Zukunft scheint. In diesem starken Lichte + wird viel geschehen. Euch vertrau ich's, denn + ihr seid verschwiegen; euch Gradgläubigen + redet hier alles. Glut und Regen spricht, + der Vögel Zug, der Wind und was ihr seid, + keins überwiegt und wächst zur Eitelkeit + sich mästend an. Ihr haltet nicht + die Dinge auf im Zwischenraum der Brust, + um sie zu quälen. So wie seine Lust + durch einen Engel strömt, so treibt durch euch + das Irdische. Und wenn ein Dorngesträuch + aufflammte plötzlich, dürfte noch aus ihm + der Ewige euch rufen, Cherubim, + wenn sie geruhten neben eurer Herde + einherzuschreiten, wunderten euch nicht: + ihr stürztet euch auf euer Angesicht, + betetet an und nenntet dies die Erde. + + Doch dieses war. Nun soll ein Neues sein, + von dem der Erdkreis ringender sich weitet. + Was ist ein Dörnicht uns: Gott fühlt sich ein + in einer Jungfrau Schoß. Ich bin der Schein + von ihrer Innigkeit, der euch geleitet. + + + + + Geburt Christi + + + Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte + dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt? + Sieh, der Gott, der über Völkern grollte, + macht sich mild und kommt in dir zur Welt. + + Hast du dir ihn größer vorgestellt? + + Was ist Größe? Quer durch alle Maße, + die er durchstreicht, geht sein grades Los. + Selbst ein Stern hat keine solche Straße. + Siehst du, diese Könige sind groß, + + und sie schleppen dir vor deinen Schoß + + Schätze, die sie für die größten halten, + und du staunst vielleicht bei dieser Gift --: + aber schau in deines Tuches Falten, + wie er jetzt schon alles übertrifft. + + Aller Amber, den man weit verschifft, + + jeder Goldschmuck und das Luftgewürze, + das sich trübend in die Sinne streut: + alles dieses war von rascher Kürze, + und am Ende hat man es bereut. + + Aber (du wirst sehen): Er erfreut. + + + + + Rast auf der Flucht in Ägypten + + + Diese, die noch eben atemlos + flohen mitten aus dem Kindermorden: + o, wie waren sie unmerklich groß + über ihrer Wanderschaft geworden. + + Kaum noch daß im scheuen Rückwärtsschauen + ihres Schreckens Not zergangen war, + und schon brachten sie auf ihrem grauen + Maultier ganze Städte in Gefahr; + + denn sowie sie, klein im großen Land, + -- fast ein Nichts -- den starken Tempeln nahten, + platzten alle Götzen wie verraten + und verloren völlig den Verstand. + + Ist es denkbar, daß von ihrem Gange + alles so verzweifelt sich erbost? + und sie wurden vor sich selber bange, + nur das Kind war namenlos getrost. + + Immerhin, sie mußten sich darüber + eine Weile setzen. Doch da ging -- + sieh: der Baum, der still sie überhing, + wie ein Dienender zu ihnen über: + + er verneigte sich. Derselbe Baum, + dessen Kränze toten Pharaonen + für das Ewige die Stirnen schonen, + neigte sich. Er fühlte neue Kronen + blühen. Und sie saßen wie im Traum. + + + + + Von der Hochzeit zu Kana + + + Konnte sie denn anders, als auf ihn + stolz sein, der ihr Schlichtestes verschönte? + War nicht selbst die hohe, großgewöhnte + Nacht wie außer sich, da er erschien? + + Ging nicht auch, daß er sich einst verloren, + unerhört zu seiner Glorie aus? + Hatten nicht die Weisesten die Ohren + mit dem Mund vertauscht? Und war das Haus + + nicht wie neu von seiner Stimme? Ach + sicher hatte sie zu hundert Malen + ihre Freude an ihm auszustrahlen + sich verwehrt. Sie ging ihm staunend nach. + + Aber da bei jenem Hochzeitsfeste, + als es unversehns an Wein gebrach, -- + sah sie hin und bat um eine Geste + und begriff nicht, daß er widersprach. + + Und dann tat er's. Sie verstand es später, + wie sie ihn in seinen Weg gedrängt: + denn jetzt war er wirklich Wundertäter, + und das ganze Opfer war verhängt, + + unaufhaltsam. Ja, es stand geschrieben. + Aber war es damals schon bereit? + Sie: sie hatte es herbeigetrieben + in der Blindheit ihrer Eitelkeit. + + An dem Tisch voll Früchten und Gemüsen + freute sie sich mit und sah nicht ein, + daß das Wasser ihrer Tränendrüsen + Blut geworden war mit diesem Wein. + + + + + Vor der Passion + + + O hast du dies gewollt, du hättest nicht + durch eines Weibes Leib entspringen dürfen: + Heilande muß man in den Bergen schürfen, + wo man das Harte aus dem Harten bricht. + + Tut dir's nicht selber leid, dein liebes Tal + so zu verwüsten? Siehe meine Schwäche; + ich habe nichts als Milch- und Tränenbäche, + und du warst immer in der Überzahl. + + Mit solchem Aufwand wardst du mir verheißen. + Was tratst du nicht gleich wild aus mir hinaus? + Wenn du nur Tiger brauchst, dich zu zerreißen, + warum erzog man mich im Frauenhaus, + + ein weiches reines Kleid für dich zu weben, + darin nicht einmal die geringste Spur + von Naht dich drückt --: so war mein ganzes Leben + und jetzt verkehrst du plötzlich die Natur. + + + + + Pietà + + + Jetzt wird mein Elend voll, und namenlos + erfüllt es mich. Ich starre wie des Steins + Inneres starrt. + Hart wie ich bin, weiß ich nur Eins: + Du wurdest groß -- + .... und wurdest groß, + um als zu großer Schmerz + ganz über meines Herzens Fassung + hinauszustehn. + Jetzt liegst du quer durch meinen Schoß, + jetzt kann ich dich nicht mehr + gebären. + + + + + Stillung Mariä mit dem Auferstandenen + + + Was sie damals empfanden: ist es nicht + vor allen Geheimnissen süß + und immer noch irdisch: + da er, ein wenig blaß noch vom Grab, + erleichtert zu ihr trat: + an allen Stellen erstanden. + O zu ihr zuerst. Wie waren sie da + unaussprechlich in Heilung. + Ja sie heilten, das war's. Sie hatten nicht nötig, + sich stark zu berühren. + Er legte ihr eine Sekunde + kaum seine nächstens + ewige Hand an die frauliche Schulter. + Und sie begannen + still wie die Bäume im Frühling, + unendlich zugleich, + diese Jahreszeit + ihres äußersten Umgangs. + + + + + Vom Tode Mariä + + (Drei Stücke) + + + 1 + + Derselbe große Engel, welcher einst + ihr der Gebärung Botschaft niederbrachte, + stand da, abwartend daß sie ihn beachte, + und sprach: Jetzt wird es Zeit, daß du erscheinst. + Und sie erschrak wie damals und erwies + sich wieder als die Magd, ihn tief bejahend. + Er aber strahlte, und unendlich nahend, + schwand er wie in ihr Angesicht -- und hieß + die weithin ausgegangenen Bekehrer + zusammenkommen in das Haus am Hang, + das Haus des Abendmahls. Sie kamen schwerer + und traten bange ein: Da lag, entlang + die schmale Bettstatt, die in Untergang + und Auserwählung rätselhaft Getauchte, + ganz unversehrt, wie eine Ungebrauchte, + und achtete auf englischen Gesang. + Nun da sie alle hinter ihren Kerzen + abwarten sah, riß sie vom Übermaß + der Stimmen sich und schenkte noch von Herzen + die beiden Kleider fort, die sie besaß, + und hob ihr Antlitz auf zu dem und dem ... + (o Ursprung namenloser Tränen-Bäche). + + Sie aber legte sich in ihre Schwäche + und zog die Himmel an Jerusalem + so nah heran, daß ihre Seele nur, + austretend, sich ein wenig strecken mußte: + schon hob er sie, der alles von ihr wußte, + hinein in ihre göttliche Natur. + + + 2 + + Wer hat bedacht, daß bis zu ihrem Kommen + der viele Himmel unvollständig war? + Der Auferstandne hatte Platz genommen, + doch neben ihm, durch vierundzwanzig Jahr, + war leer der Sitz. Und sie begannen schon + sich an die reine Lücke zu gewöhnen, + die wie verheilt war, denn mit seinem schönen + Hinüberscheinen füllte sie der Sohn. + + So ging auch sie, die in die Himmel trat, + nicht auf ihn zu, so sehr es sie verlangte; + dort war kein Platz, nur Er war dort und prangte + mit einer Strahlung, die ihr wehe tat. + Doch da sie jetzt, die rührende Gestalt, + sich zu den neuen Seligen gesellte + und unauffällig, licht zu licht, sich stellte, + da brach aus ihrem Sein ein Hinterhalt + von solchem Glanz, daß der von ihr erhellte + Engel geblendet aufschrie: Wer ist die? + Ein Staunen war. Dann sahn sie alle, wie + Gott-Vater oben unsern Herrn verhielt, + so daß, von milder Dämmerung umspielt, + die leere Stelle wie ein wenig Leid + sich zeigte, eine Spur von Einsamkeit, + wie etwas, was er noch ertrug, ein Rest + irdischer Zeit, ein trockenes Gebrest --. + Man sah nach ihr: sie schaute ängstlich hin, + weit vorgeneigt, als fühlte sie: ich bin + sein längster Schmerz --: und stürzte plötzlich vor. + Die Engel aber nahmen sie zu sich + und stützten sie und sangen seliglich + und trugen sie das letzte Stück empor. + + + 3 + + Doch vor dem Apostel Thomas, der + kam da es zu spät war, trat der schnelle + längst darauf gefaßte Engel her + und befahl an der Begräbnisstelle: + + Dräng den Stein beiseite. Willst du wissen, + wo die ist, die dir das Herz bewegt: + Sieh: sie ward wie ein Lavendelkissen + eine Weile da hineingelegt, + + daß die Erde künftig nach ihr rieche + in den Falten wie ein feines Tuch. + Alles Tote (fühlst du), alles Sieche + ist betäubt von ihrem Wohlgeruch. + + Schau den Leinwand: wo ist eine Bleiche, + wo er blendend wird und geht nicht ein? + Dieses Licht aus dieser reinen Leiche + war ihm klärender als Sonnenschein. + + Staunst du nicht, wie sanft sie ihm entging? + Fast als wär sie's noch, nichts ist verschoben. + Doch die Himmel sind erschüttert oben: + Mann, knie hin und sieh mir nach und sing. + + + + + 41. bis 50. Tausend + Druck der Offizin W. Drugulin, Leipzig + + + + + Anmerkung zur Transkription: + + Das Inhaltsverzeichnis befindet sich im Original + am Ende des Buches und wurde an den Anfang verschoben. + + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of Das Marien-Leben, by Rainer Maria Rilke + +*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 40117 *** diff --git a/40117-8.txt b/40117-8.txt deleted file mode 100644 index bc60d34..0000000 --- a/40117-8.txt +++ /dev/null @@ -1,962 +0,0 @@ -The Project Gutenberg EBook of Das Marien-Leben, by Rainer Maria Rilke - -This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with -almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or -re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included -with this eBook or online at www.gutenberg.org - - -Title: Das Marien-Leben - -Author: Rainer Maria Rilke - -Release Date: July 1, 2012 [EBook #40117] - -Language: German - -Character set encoding: ISO-8859-1 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS MARIEN-LEBEN *** - - - - -Produced by Norbert H. Langkau and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net - - - - - - - - - - Rainer Maria Rilke - - - Das Marien-Leben - - - [Illustration] - - [Griechich: zalên endothen echôn] - - * * * * * - - Im Insel-Verlag zu Leipzig - - - - - Duino, Januar 1912 - - - - - _Heinrich Vogeler_ - dankbar - für alten und neuen Anlaß - zu diesen Versen - - - * * * * * - - - - - Inhalt - - - Geburt Mariä 7 - - Die Darstellung Mariä im Tempel 8 - - Mariä Verkündigung 10 - - Mariä Heimsuchung 11 - - Argwohn Josephs 12 - - Verkündigung über den Hirten 13 - - Geburt Christi 15 - - Rast auf der Flucht in Ägypten 16 - - Von der Hochzeit zu Kana 17 - - Vor der Passion 19 - - Pietà 20 - - Stillung Mariä mit dem Auferstandenen 21 - - Vom Tode Mariä (Drei Stücke) 22 - - - * * * * * - - - - - Geburt Mariä - - - O was muß es die Engel gekostet haben, - nicht aufzusingen plötzlich, wie man aufweint, - da sie doch wußten: in dieser Nacht wird dem Knaben - die Mutter geboren, dem Einen, der bald erscheint. - - Schwingend verschwiegen sie sich und zeigten die Richtung, - wo, allein, das Gehöft lag des Joachim, - ach, sie fühlten in sich und im Raum die reine Verdichtung, - aber es durfte keiner nieder zu ihm. - - Denn die beiden waren schon so außer sich vor Getue. - Eine Nachbarin kam und klugte und wußte nicht wie, - und der Alte, vorsichtig, ging und verhielt das Gemuhe - einer dunkelen Kuh. Denn so war es noch nie. - - - - - Die Darstellung Mariä im Tempel - - - Um zu begreifen, wie sie damals war, - mußt du dich erst an eine Stelle rufen, - wo Säulen in dir wirken; wo du Stufen - nachfühlen kannst; wo Bogen voll Gefahr - den Abgrund eines Raumes überbrücken, - der in dir blieb, weil er aus solchen Stücken - getürmt war, daß du sie nicht mehr aus dir - ausheben kannst: du rissest dich denn ein. - Bist du so weit, ist alles in dir Stein, - Wand, Aufgang, Durchblick, Wölbung --, so probier, - den großen Vorhang, den du vor dir hast, - ein wenig wegzuzerrn mit beiden Händen: - Da glänzt es von ganz hohen Gegenständen - und übertrifft dir Atem und Getast. - Hinauf, hinab, Palast steht auf Palast, - Geländer strömen breiter aus Geländern - und tauchen oben auf an solchen Rändern, - daß dich, wie du sie siehst, der Schwindel faßt. - Dabei macht ein Gewölk aus Räucherständern - die Nähe trüb; aber das Fernste zielt - in dich hinein mit seinen graden Strahlen --, - und wenn jetzt Schein aus klaren Flammenschalen - auf langsam nahenden Gewändern spielt: - wie hältst du's aus? - - Sie aber kam und hob - den Blick, um dieses alles anzuschauen. - (Ein Kind, ein kleines Mädchen zwischen Frauen.) - Dann stieg sie ruhig, voller Selbstvertrauen, - dem Aufwand zu, der sich verwöhnt verschob: - So sehr war alles, was die Menschen bauen, - schon überwogen von dem Lob - - in ihrem Herzen. Von der Lust - sich hinzugeben an die innern Zeichen: - Die Eltern meinten, sie hinaufzureichen, - der Drohende mit der Juwelenbrust - empfing sie scheinbar: Doch sie ging durch alle, - klein wie sie war, aus jeder Hand hinaus - und in ihr Los, das, höher als die Halle, - schon fertig war, und schwerer als das Haus. - - - - - Mariä Verkündigung - - - Nicht daß ein Engel eintrat (das erkenn), - erschreckte sie. So wenig andre, wenn - ein Sonnenstrahl oder der Mond bei Nacht - in ihrem Zimmer sich zu schaffen macht, - auffahren --, pflegte sie an der Gestalt, - in der ein Engel ging, sich zu entrüsten; - sie ahnte kaum, daß dieser Aufenthalt - mühsam für Engel ist. (O wenn wir wüßten, - wie rein sie war. Hat eine Hirschkuh nicht, - die, liegend, einmal sie im Wald eräugte, - sich so in sie versehn, daß sich in ihr, - ganz ohne Paarigen, das Einhorn zeugte, - das Tier aus Licht, das reine Tier --.) - Nicht, daß er eintrat, aber daß er dicht, - der Engel, eines Jünglings Angesicht - so zu ihr neigte, daß sein Blick und der, - mit dem sie aufsah, so zusammenschlugen, - als wäre draußen plötzlich alles leer - und, was Millionen schauten, trieben, trugen, - hineingedrängt in sie: nur sie und er; - Schaun und Geschautes, Aug und Augenweide - sonst nirgends als an dieser Stelle --: sieh, - dieses erschreckt. Und sie erschraken beide. - - Dann sang der Engel seine Melodie. - - - - - Mariä Heimsuchung - - - Noch erging sie's leicht im Anbeginne, - doch im Steigen manchmal ward sie schon - ihres wunderbaren Leibes inne, -- - und dann stand sie, atmend, auf den hohn - - Judenbergen. Aber nicht das Land, - ihre Fülle war um sie gebreitet; - gehend fühlte sie: man überschreitet - nie die Größe, die sie jetzt empfand. - - Und es drängte sie, die Hand zu legen - auf den andern Leib, der weiter war. - Und die Frauen schwankten sich entgegen - und berührten sich Gewand und Haar. - - Jede, voll von ihrem Heiligtume, - schützte sich mit der Gevatterin. - Ach der Heiland in ihr war noch Blume, - doch den Täufer in dem Schoß der Muhme - riß die Freude schon zum Hüpfen hin. - - - - - Argwohn Josephs - - - Und der Engel sprach und gab sich Müh - an dem Mann, der seine Fäuste ballte: - aber siehst du nicht an jeder Falte, - daß sie kühl ist wie die Gottesfrüh. - - Doch der andre sah ihn finster an, - murmelnd nur: Was hat sie so verwandelt? - Doch da schrie der Engel: Zimmermann, - merkst du's noch nicht, daß der Herrgott handelt? - - Weil du Bretter machst, in deinem Stolze, - willst du wirklich den zur Rede stelln, - der bescheiden aus dem gleichen Holze - Blätter treiben macht und Knospen schwelln? - - Er begriff. Und wie er jetzt die Blicke, - recht erschrocken, zu dem Engel hob - war der fort. Da schob er seine dicke - Mütze langsam ab. Dann sang er lob. - - - - - Verkündigung über den Hirten - - - Seht auf, ihr Männer. Männer dort am Feuer, - die ihr den grenzenlosen Himmel kennt, - Sterndeuter, hierher! Seht, ich bin ein neuer - steigender Stern. Mein ganzes Wesen brennt - und strahlt so stark und ist so ungeheuer - voll Licht, daß mir das tiefe Firmament - nicht mehr genügt. Laßt meinen Glanz hinein - in euer Dasein: o, die dunklen Blicke, - die dunklen Herzen, nächtige Geschicke, - die euch erfüllen. Hirten, wie allein - bin ich in euch. Auf einmal wird mir Raum. - Stauntet ihr nicht: der große Brotfruchtbaum - warf einen Schatten. Ja, das kam von mir. - Ihr Unerschrockenen, o wüßtet ihr, - wie jetzt auf eurem schauenden Gesichte - die Zukunft scheint. In diesem starken Lichte - wird viel geschehen. Euch vertrau ich's, denn - ihr seid verschwiegen; euch Gradgläubigen - redet hier alles. Glut und Regen spricht, - der Vögel Zug, der Wind und was ihr seid, - keins überwiegt und wächst zur Eitelkeit - sich mästend an. Ihr haltet nicht - die Dinge auf im Zwischenraum der Brust, - um sie zu quälen. So wie seine Lust - durch einen Engel strömt, so treibt durch euch - das Irdische. Und wenn ein Dorngesträuch - aufflammte plötzlich, dürfte noch aus ihm - der Ewige euch rufen, Cherubim, - wenn sie geruhten neben eurer Herde - einherzuschreiten, wunderten euch nicht: - ihr stürztet euch auf euer Angesicht, - betetet an und nenntet dies die Erde. - - Doch dieses war. Nun soll ein Neues sein, - von dem der Erdkreis ringender sich weitet. - Was ist ein Dörnicht uns: Gott fühlt sich ein - in einer Jungfrau Schoß. Ich bin der Schein - von ihrer Innigkeit, der euch geleitet. - - - - - Geburt Christi - - - Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte - dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt? - Sieh, der Gott, der über Völkern grollte, - macht sich mild und kommt in dir zur Welt. - - Hast du dir ihn größer vorgestellt? - - Was ist Größe? Quer durch alle Maße, - die er durchstreicht, geht sein grades Los. - Selbst ein Stern hat keine solche Straße. - Siehst du, diese Könige sind groß, - - und sie schleppen dir vor deinen Schoß - - Schätze, die sie für die größten halten, - und du staunst vielleicht bei dieser Gift --: - aber schau in deines Tuches Falten, - wie er jetzt schon alles übertrifft. - - Aller Amber, den man weit verschifft, - - jeder Goldschmuck und das Luftgewürze, - das sich trübend in die Sinne streut: - alles dieses war von rascher Kürze, - und am Ende hat man es bereut. - - Aber (du wirst sehen): Er erfreut. - - - - - Rast auf der Flucht in Ägypten - - - Diese, die noch eben atemlos - flohen mitten aus dem Kindermorden: - o, wie waren sie unmerklich groß - über ihrer Wanderschaft geworden. - - Kaum noch daß im scheuen Rückwärtsschauen - ihres Schreckens Not zergangen war, - und schon brachten sie auf ihrem grauen - Maultier ganze Städte in Gefahr; - - denn sowie sie, klein im großen Land, - -- fast ein Nichts -- den starken Tempeln nahten, - platzten alle Götzen wie verraten - und verloren völlig den Verstand. - - Ist es denkbar, daß von ihrem Gange - alles so verzweifelt sich erbost? - und sie wurden vor sich selber bange, - nur das Kind war namenlos getrost. - - Immerhin, sie mußten sich darüber - eine Weile setzen. Doch da ging -- - sieh: der Baum, der still sie überhing, - wie ein Dienender zu ihnen über: - - er verneigte sich. Derselbe Baum, - dessen Kränze toten Pharaonen - für das Ewige die Stirnen schonen, - neigte sich. Er fühlte neue Kronen - blühen. Und sie saßen wie im Traum. - - - - - Von der Hochzeit zu Kana - - - Konnte sie denn anders, als auf ihn - stolz sein, der ihr Schlichtestes verschönte? - War nicht selbst die hohe, großgewöhnte - Nacht wie außer sich, da er erschien? - - Ging nicht auch, daß er sich einst verloren, - unerhört zu seiner Glorie aus? - Hatten nicht die Weisesten die Ohren - mit dem Mund vertauscht? Und war das Haus - - nicht wie neu von seiner Stimme? Ach - sicher hatte sie zu hundert Malen - ihre Freude an ihm auszustrahlen - sich verwehrt. Sie ging ihm staunend nach. - - Aber da bei jenem Hochzeitsfeste, - als es unversehns an Wein gebrach, -- - sah sie hin und bat um eine Geste - und begriff nicht, daß er widersprach. - - Und dann tat er's. Sie verstand es später, - wie sie ihn in seinen Weg gedrängt: - denn jetzt war er wirklich Wundertäter, - und das ganze Opfer war verhängt, - - unaufhaltsam. Ja, es stand geschrieben. - Aber war es damals schon bereit? - Sie: sie hatte es herbeigetrieben - in der Blindheit ihrer Eitelkeit. - - An dem Tisch voll Früchten und Gemüsen - freute sie sich mit und sah nicht ein, - daß das Wasser ihrer Tränendrüsen - Blut geworden war mit diesem Wein. - - - - - Vor der Passion - - - O hast du dies gewollt, du hättest nicht - durch eines Weibes Leib entspringen dürfen: - Heilande muß man in den Bergen schürfen, - wo man das Harte aus dem Harten bricht. - - Tut dir's nicht selber leid, dein liebes Tal - so zu verwüsten? Siehe meine Schwäche; - ich habe nichts als Milch- und Tränenbäche, - und du warst immer in der Überzahl. - - Mit solchem Aufwand wardst du mir verheißen. - Was tratst du nicht gleich wild aus mir hinaus? - Wenn du nur Tiger brauchst, dich zu zerreißen, - warum erzog man mich im Frauenhaus, - - ein weiches reines Kleid für dich zu weben, - darin nicht einmal die geringste Spur - von Naht dich drückt --: so war mein ganzes Leben - und jetzt verkehrst du plötzlich die Natur. - - - - - Pietà - - - Jetzt wird mein Elend voll, und namenlos - erfüllt es mich. Ich starre wie des Steins - Inneres starrt. - Hart wie ich bin, weiß ich nur Eins: - Du wurdest groß -- - .... und wurdest groß, - um als zu großer Schmerz - ganz über meines Herzens Fassung - hinauszustehn. - Jetzt liegst du quer durch meinen Schoß, - jetzt kann ich dich nicht mehr - gebären. - - - - - Stillung Mariä mit dem Auferstandenen - - - Was sie damals empfanden: ist es nicht - vor allen Geheimnissen süß - und immer noch irdisch: - da er, ein wenig blaß noch vom Grab, - erleichtert zu ihr trat: - an allen Stellen erstanden. - O zu ihr zuerst. Wie waren sie da - unaussprechlich in Heilung. - Ja sie heilten, das war's. Sie hatten nicht nötig, - sich stark zu berühren. - Er legte ihr eine Sekunde - kaum seine nächstens - ewige Hand an die frauliche Schulter. - Und sie begannen - still wie die Bäume im Frühling, - unendlich zugleich, - diese Jahreszeit - ihres äußersten Umgangs. - - - - - Vom Tode Mariä - - (Drei Stücke) - - - 1 - - Derselbe große Engel, welcher einst - ihr der Gebärung Botschaft niederbrachte, - stand da, abwartend daß sie ihn beachte, - und sprach: Jetzt wird es Zeit, daß du erscheinst. - Und sie erschrak wie damals und erwies - sich wieder als die Magd, ihn tief bejahend. - Er aber strahlte, und unendlich nahend, - schwand er wie in ihr Angesicht -- und hieß - die weithin ausgegangenen Bekehrer - zusammenkommen in das Haus am Hang, - das Haus des Abendmahls. Sie kamen schwerer - und traten bange ein: Da lag, entlang - die schmale Bettstatt, die in Untergang - und Auserwählung rätselhaft Getauchte, - ganz unversehrt, wie eine Ungebrauchte, - und achtete auf englischen Gesang. - Nun da sie alle hinter ihren Kerzen - abwarten sah, riß sie vom Übermaß - der Stimmen sich und schenkte noch von Herzen - die beiden Kleider fort, die sie besaß, - und hob ihr Antlitz auf zu dem und dem ... - (o Ursprung namenloser Tränen-Bäche). - - Sie aber legte sich in ihre Schwäche - und zog die Himmel an Jerusalem - so nah heran, daß ihre Seele nur, - austretend, sich ein wenig strecken mußte: - schon hob er sie, der alles von ihr wußte, - hinein in ihre göttliche Natur. - - - 2 - - Wer hat bedacht, daß bis zu ihrem Kommen - der viele Himmel unvollständig war? - Der Auferstandne hatte Platz genommen, - doch neben ihm, durch vierundzwanzig Jahr, - war leer der Sitz. Und sie begannen schon - sich an die reine Lücke zu gewöhnen, - die wie verheilt war, denn mit seinem schönen - Hinüberscheinen füllte sie der Sohn. - - So ging auch sie, die in die Himmel trat, - nicht auf ihn zu, so sehr es sie verlangte; - dort war kein Platz, nur Er war dort und prangte - mit einer Strahlung, die ihr wehe tat. - Doch da sie jetzt, die rührende Gestalt, - sich zu den neuen Seligen gesellte - und unauffällig, licht zu licht, sich stellte, - da brach aus ihrem Sein ein Hinterhalt - von solchem Glanz, daß der von ihr erhellte - Engel geblendet aufschrie: Wer ist die? - Ein Staunen war. Dann sahn sie alle, wie - Gott-Vater oben unsern Herrn verhielt, - so daß, von milder Dämmerung umspielt, - die leere Stelle wie ein wenig Leid - sich zeigte, eine Spur von Einsamkeit, - wie etwas, was er noch ertrug, ein Rest - irdischer Zeit, ein trockenes Gebrest --. - Man sah nach ihr: sie schaute ängstlich hin, - weit vorgeneigt, als fühlte sie: ich bin - sein längster Schmerz --: und stürzte plötzlich vor. - Die Engel aber nahmen sie zu sich - und stützten sie und sangen seliglich - und trugen sie das letzte Stück empor. - - - 3 - - Doch vor dem Apostel Thomas, der - kam da es zu spät war, trat der schnelle - längst darauf gefaßte Engel her - und befahl an der Begräbnisstelle: - - Dräng den Stein beiseite. Willst du wissen, - wo die ist, die dir das Herz bewegt: - Sieh: sie ward wie ein Lavendelkissen - eine Weile da hineingelegt, - - daß die Erde künftig nach ihr rieche - in den Falten wie ein feines Tuch. - Alles Tote (fühlst du), alles Sieche - ist betäubt von ihrem Wohlgeruch. - - Schau den Leinwand: wo ist eine Bleiche, - wo er blendend wird und geht nicht ein? - Dieses Licht aus dieser reinen Leiche - war ihm klärender als Sonnenschein. - - Staunst du nicht, wie sanft sie ihm entging? - Fast als wär sie's noch, nichts ist verschoben. - Doch die Himmel sind erschüttert oben: - Mann, knie hin und sieh mir nach und sing. - - - - - 41. bis 50. Tausend - Druck der Offizin W. Drugulin, Leipzig - - - - - Anmerkung zur Transkription: - - Das Inhaltsverzeichnis befindet sich im Original - am Ende des Buches und wurde an den Anfang verschoben. - - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Das Marien-Leben, by Rainer Maria Rilke - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS MARIEN-LEBEN *** - -***** This file should be named 40117-8.txt or 40117-8.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/4/0/1/1/40117/ - -Produced by Norbert H. Langkau and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net - - -Updated editions will replace the previous one--the old editions -will be renamed. - -Creating the works from public domain print editions means that no -one owns a United States copyright in these works, so the Foundation -(and you!) can copy and distribute it in the United States without -permission and without paying copyright royalties. Special rules, -set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to -copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to -protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project -Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you -charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you -do not charge anything for copies of this eBook, complying with the -rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose -such as creation of derivative works, reports, performances and -research. They may be modified and printed and given away--you may do -practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is -subject to the trademark license, especially commercial -redistribution. - - - -*** START: FULL LICENSE *** - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project -Gutenberg-tm License available with this file or online at - www.gutenberg.org/license. - - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm -electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy -all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession. -If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project -Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the -terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or -entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project -Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement -and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic -works. See paragraph 1.E below. - -1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" -or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project -Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the -collection are in the public domain in the United States. If an -individual work is in the public domain in the United States and you are -located in the United States, we do not claim a right to prevent you from -copying, distributing, performing, displaying or creating derivative -works based on the work as long as all references to Project Gutenberg -are removed. Of course, we hope that you will support the Project -Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by -freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of -this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with -the work. You can easily comply with the terms of this agreement by -keeping this work in the same format with its attached full Project -Gutenberg-tm License when you share it without charge with others. - -1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern -what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in -a constant state of change. If you are outside the United States, check -the laws of your country in addition to the terms of this agreement -before downloading, copying, displaying, performing, distributing or -creating derivative works based on this work or any other Project -Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning -the copyright status of any work in any country outside the United -States. - -1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: - -1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate -access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently -whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the -phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project -Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, -copied or distributed: - -This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with -almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or -re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included -with this eBook or online at www.gutenberg.org - -1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived -from the public domain (does not contain a notice indicating that it is -posted with permission of the copyright holder), the work can be copied -and distributed to anyone in the United States without paying any fees -or charges. If you are redistributing or providing access to a work -with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the -work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 -through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the -Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or -1.E.9. - -1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted -with the permission of the copyright holder, your use and distribution -must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional -terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked -to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the -permission of the copyright holder found at the beginning of this work. - -1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm -License terms from this work, or any files containing a part of this -work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. - -1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this -electronic work, or any part of this electronic work, without -prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with -active links or immediate access to the full terms of the Project -Gutenberg-tm License. - -1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any -word processing or hypertext form. However, if you provide access to or -distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than -"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version -posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org), -you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a -copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon -request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other -form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm -License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing -access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided -that - -- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from - the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method - you already use to calculate your applicable taxes. The fee is - owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he - has agreed to donate royalties under this paragraph to the - Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments - must be paid within 60 days following each date on which you - prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax - returns. Royalty payments should be clearly marked as such and - sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the - address specified in Section 4, "Information about donations to - the Project Gutenberg Literary Archive Foundation." - -- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies - you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he - does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm - License. You must require such a user to return or - destroy all copies of the works possessed in a physical medium - and discontinue all use of and all access to other copies of - Project Gutenberg-tm works. - -- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any - money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the - electronic work is discovered and reported to you within 90 days - of receipt of the work. - -- You comply with all other terms of this agreement for free - distribution of Project Gutenberg-tm works. - -1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm -electronic work or group of works on different terms than are set -forth in this agreement, you must obtain permission in writing from -both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael -Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the -Foundation as set forth in Section 3 below. - -1.F. - -1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable -effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread -public domain works in creating the Project Gutenberg-tm -collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic -works, and the medium on which they may be stored, may contain -"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or -corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual -property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a -computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by -your equipment. - -1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right -of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project -Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project -Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all -liability to you for damages, costs and expenses, including legal -fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT -LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE -PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE -TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE -LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR -INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH -DAMAGE. - -1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a -defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can -receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a -written explanation to the person you received the work from. If you -received the work on a physical medium, you must return the medium with -your written explanation. The person or entity that provided you with -the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a -refund. If you received the work electronically, the person or entity -providing it to you may choose to give you a second opportunity to -receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy -is also defective, you may demand a refund in writing without further -opportunities to fix the problem. - -1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO OTHER -WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO -WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. - -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. -If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the -law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be -interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by -the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any -provision of this agreement shall not void the remaining provisions. - -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance -with this agreement, and any volunteers associated with the production, -promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, -harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, -that arise directly or indirectly from any of the following which you do -or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm -work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any -Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause. - - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of computers -including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists -because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from -people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. -To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation -and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 -and the Foundation information page at www.gutenberg.org - - -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive -Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent -permitted by U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. -Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered -throughout numerous locations. Its business office is located at 809 -North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email -contact links and up to date contact information can be found at the -Foundation's web site and official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To -SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any -particular state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. -To donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic -works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project Gutenberg-tm -concept of a library of electronic works that could be freely shared -with anyone. For forty years, he produced and distributed Project -Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. -unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily -keep eBooks in compliance with any particular paper edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search facility: - - www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - diff --git a/40117-8.zip b/40117-8.zip Binary files differdeleted file mode 100644 index e11f622..0000000 --- a/40117-8.zip +++ /dev/null diff --git a/40117-h.zip b/40117-h.zip Binary files differdeleted file mode 100644 index 3754c85..0000000 --- a/40117-h.zip +++ /dev/null diff --git a/40117-h/40117-h.htm b/40117-h/40117-h.htm index 366d95c..0c70996 100644 --- a/40117-h/40117-h.htm +++ b/40117-h/40117-h.htm @@ -3,7 +3,7 @@ <html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head> - <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html;charset=iso-8859-1" /> + <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html;charset=UTF-8" /> <link rel="schema.DC" href="http://dublincore.org/documents/1998/09/dces/" /> <meta name="author" content="Rainer Maria Rilke" /> <meta name="DC.Creator" content="Rainer Maria Rilke" /> @@ -117,45 +117,8 @@ </head> - <body> - - -<pre> - -The Project Gutenberg EBook of Das Marien-Leben, by Rainer Maria Rilke - -This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with -almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or -re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included -with this eBook or online at www.gutenberg.org - - -Title: Das Marien-Leben - -Author: Rainer Maria Rilke - -Release Date: July 1, 2012 [EBook #40117] - -Language: German - -Character set encoding: ISO-8859-1 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS MARIEN-LEBEN *** - - - - -Produced by Norbert H. Langkau and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net - - - - - - -</pre> - - +<body> +<div>*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 40117 ***</div> <p class="titlepage big"><span class='pagenum'><a name="Page_4" id="Page_4">[Pg 4]</a></span>Rainer Maria Rilke</p> @@ -184,7 +147,7 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <p class="titlepage"><b>Heinrich Vogeler</b><br/> dankbar<br/> - für alten und neuen Anlaß<br/> + für alten und neuen Anlaß<br/> <span class='pagenum'><a name="Page_7" id="Page_7">[Pg 7]</a></span>zu diesen Versen<br/><br/></p> @@ -193,34 +156,34 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <table summary="Inhaltsverzeichnis"> <tr><th><a name="Inhalt" id="Inhalt"></a><h2>Inhalt</h2></th></tr> <tr><th> </th><th>Seite</th></tr> - <tr><td><a href="#Geburt_Maria">Geburt Mariä</a></td> <td style="text-align:right;">7</td></tr> - <tr><td><a href="#Die_Darstellung_Maria_im_Tempel">Die Darstellung Mariä im Tempel</a></td> <td style="text-align:right;">8</td></tr> - <tr><td><a href="#Maria_Verkundigung">Mariä Verkündigung</a></td> <td style="text-align:right;">10</td></tr> - <tr><td><a href="#Maria_Heimsuchung">Mariä Heimsuchung</a></td> <td style="text-align:right;">11</td></tr> + <tr><td><a href="#Geburt_Maria">Geburt Mariä</a></td> <td style="text-align:right;">7</td></tr> + <tr><td><a href="#Die_Darstellung_Maria_im_Tempel">Die Darstellung Mariä im Tempel</a></td> <td style="text-align:right;">8</td></tr> + <tr><td><a href="#Maria_Verkundigung">Mariä Verkündigung</a></td> <td style="text-align:right;">10</td></tr> + <tr><td><a href="#Maria_Heimsuchung">Mariä Heimsuchung</a></td> <td style="text-align:right;">11</td></tr> <tr><td><a href="#Argwohn_Josephs">Argwohn Josephs</a></td> <td style="text-align:right;">12</td></tr> - <tr><td><a href="#Verkundigung_uber_den_Hirten">Verkündigung über den Hirten</a></td> <td style="text-align:right;">13</td></tr> + <tr><td><a href="#Verkundigung_uber_den_Hirten">Verkündigung über den Hirten</a></td> <td style="text-align:right;">13</td></tr> <tr><td><a href="#Geburt_Christi">Geburt Christi</a></td> <td style="text-align:right;">15</td></tr> - <tr><td><a href="#Rast_auf_der_Flucht_in_Agypten">Rast auf der Flucht in ägypten</a></td> <td style="text-align:right;">16</td></tr> + <tr><td><a href="#Rast_auf_der_Flucht_in_Agypten">Rast auf der Flucht in ägypten</a></td> <td style="text-align:right;">16</td></tr> <tr><td><a href="#Von_der_Hochzeit_zu_Kana">Von der Hochzeit zu Kana</a></td> <td style="text-align:right;">17</td></tr> <tr><td><a href="#Vor_der_Passion">Vor der Passion</a></td> <td style="text-align:right;">19</td></tr> <tr><td><a href="#Pieta">Pietà</a></td> <td style="text-align:right;">20</td></tr> - <tr><td><a href="#Stillung_Maria_mit_dem_Auferstandenen">Stillung Mariä mit dem Auferstandenen</a> </td> <td style="text-align:right;">21</td></tr> - <tr><td><a href="#Vom_Tode_Maria">Vom Tode Mariä (Drei Stücke)</a></td> <td style="text-align:right;">22</td></tr> + <tr><td><a href="#Stillung_Maria_mit_dem_Auferstandenen">Stillung Mariä mit dem Auferstandenen</a> </td> <td style="text-align:right;">21</td></tr> + <tr><td><a href="#Vom_Tode_Maria">Vom Tode Mariä (Drei Stücke)</a></td> <td style="text-align:right;">22</td></tr> </table> <hr/> - <h2><a name="Geburt_Maria" id="Geburt_Maria"></a>Geburt Mariä</h2> + <h2><a name="Geburt_Maria" id="Geburt_Maria"></a>Geburt Mariä</h2> <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> - <div class="verse">O was muß es die Engel gekostet haben, + <div class="verse">O was muß es die Engel gekostet haben, </div> -<div class="verse"> nicht aufzusingen plötzlich, wie man aufweint, +<div class="verse"> nicht aufzusingen plötzlich, wie man aufweint, </div> -<div class="verse"> da sie doch wußten: in dieser Nacht wird dem Knaben +<div class="verse"> da sie doch wußten: in dieser Nacht wird dem Knaben </div> <div class="verse"> die Mutter geboren, dem Einen, der bald erscheint.</div> </div> @@ -228,77 +191,77 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="stanza"> <div class="verse">Schwingend verschwiegen sie sich und zeigten die Richtung, </div> -<div class="verse"> wo, allein, das Gehöft lag des Joachim, +<div class="verse"> wo, allein, das Gehöft lag des Joachim, </div> -<div class="verse"> ach, sie fühlten in sich und im Raum die reine Verdichtung, +<div class="verse"> ach, sie fühlten in sich und im Raum die reine Verdichtung, </div> <div class="verse"> aber es durfte keiner nieder zu ihm.</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Denn die beiden waren schon so außer sich vor Getue. + <div class="verse">Denn die beiden waren schon so außer sich vor Getue. </div> -<div class="verse"> Eine Nachbarin kam und klugte und wußte nicht wie, +<div class="verse"> Eine Nachbarin kam und klugte und wußte nicht wie, </div> <div class="verse"> und der Alte, vorsichtig, ging und verhielt das Gemuhe </div> <div class="verse"> einer dunkelen Kuh. Denn so war es noch nie.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> - <h2><span class='pagenum'><a name="Page_8" id="Page_8">[Pg 8]</a></span><a name="Die_Darstellung_Maria_im_Tempel" id="Die_Darstellung_Maria_im_Tempel"></a>Die Darstellung Mariä im Tempel</h2> + <h2><span class='pagenum'><a name="Page_8" id="Page_8">[Pg 8]</a></span><a name="Die_Darstellung_Maria_im_Tempel" id="Die_Darstellung_Maria_im_Tempel"></a>Die Darstellung Mariä im Tempel</h2> <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> <div class="verse">Um zu begreifen, wie sie damals war, </div> -<div class="verse"> mußt du dich erst an eine Stelle rufen, +<div class="verse"> mußt du dich erst an eine Stelle rufen, </div> -<div class="verse"> wo Säulen in dir wirken; wo du Stufen +<div class="verse"> wo Säulen in dir wirken; wo du Stufen </div> -<div class="verse"> nachfühlen kannst; wo Bogen voll Gefahr +<div class="verse"> nachfühlen kannst; wo Bogen voll Gefahr </div> -<div class="verse"> den Abgrund eines Raumes überbrücken, +<div class="verse"> den Abgrund eines Raumes überbrücken, </div> -<div class="verse"> der in dir blieb, weil er aus solchen Stücken +<div class="verse"> der in dir blieb, weil er aus solchen Stücken </div> -<div class="verse"> getürmt war, daß du sie nicht mehr aus dir +<div class="verse"> getürmt war, daß du sie nicht mehr aus dir </div> <div class="verse"> ausheben kannst: du rissest dich denn ein. </div> <div class="verse"> Bist du so weit, ist alles in dir Stein, </div> -<div class="verse"> Wand, Aufgang, Durchblick, Wölbung —, so probier, +<div class="verse"> Wand, Aufgang, Durchblick, Wölbung —, so probier, </div> -<div class="verse"> den großen Vorhang, den du vor dir hast, +<div class="verse"> den großen Vorhang, den du vor dir hast, </div> -<div class="verse"> ein wenig wegzuzerrn mit beiden Händen: +<div class="verse"> ein wenig wegzuzerrn mit beiden Händen: </div> -<div class="verse"> Da glänzt es von ganz hohen Gegenständen +<div class="verse"> Da glänzt es von ganz hohen Gegenständen </div> -<div class="verse"> und übertrifft dir Atem und Getast. +<div class="verse"> und übertrifft dir Atem und Getast. </div> <div class="verse"> Hinauf, hinab, Palast steht auf Palast, </div> -<div class="verse"> Geländer strömen breiter aus Geländern +<div class="verse"> Geländer strömen breiter aus Geländern </div> -<div class="verse"> und tauchen oben auf an solchen Rändern, +<div class="verse"> und tauchen oben auf an solchen Rändern, </div> -<div class="verse"> daß dich, wie du sie siehst, der Schwindel faßt. +<div class="verse"> daß dich, wie du sie siehst, der Schwindel faßt. </div> -<div class="verse"> Dabei macht ein Gewölk aus Räucherständern +<div class="verse"> Dabei macht ein Gewölk aus Räucherständern </div> -<div class="verse"> die Nähe trüb; aber das Fernste zielt +<div class="verse"> die Nähe trüb; aber das Fernste zielt </div> <div class="verse"> in dich hinein mit seinen graden Strahlen —, </div> <div class="verse"> und wenn jetzt Schein aus klaren Flammenschalen </div> -<div class="verse"> auf langsam nahenden Gewändern spielt: +<div class="verse"> auf langsam nahenden Gewändern spielt: </div> -<div class="verse"> wie hältst du's aus?</div> +<div class="verse"> wie hältst du's aus?</div> </div> <div class="stanza"> @@ -306,15 +269,15 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> den Blick, um dieses alles anzuschauen. </div> -<div class="verse"> (Ein Kind, ein kleines Mädchen zwischen Frauen.) +<div class="verse"> (Ein Kind, ein kleines Mädchen zwischen Frauen.) </div> <div class="verse"> Dann stieg sie ruhig, voller Selbstvertrauen, </div> -<div class="verse"> <span class='pagenum'><a name="Page_9" id="Page_9">[Pg 9]</a></span>dem Aufwand zu, der sich verwöhnt verschob: +<div class="verse"> <span class='pagenum'><a name="Page_9" id="Page_9">[Pg 9]</a></span>dem Aufwand zu, der sich verwöhnt verschob: </div> <div class="verse"> So sehr war alles, was die Menschen bauen, </div> -<div class="verse"> schon überwogen von dem Lob</div> +<div class="verse"> schon überwogen von dem Lob</div> </div> <div class="stanza"> @@ -330,20 +293,20 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> klein wie sie war, aus jeder Hand hinaus </div> -<div class="verse"> und in ihr Los, das, höher als die Halle, +<div class="verse"> und in ihr Los, das, höher als die Halle, </div> <div class="verse"> schon fertig war, und schwerer als das Haus.</div> -<span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> +<span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> - <h2><span class='pagenum'><a name="Page_10" id="Page_10">[Pg 10]</a></span><a name="Maria_Verkundigung" id="Maria_Verkundigung"></a>Mariä Verkündigung</h2> + <h2><span class='pagenum'><a name="Page_10" id="Page_10">[Pg 10]</a></span><a name="Maria_Verkundigung" id="Maria_Verkundigung"></a>Mariä Verkündigung</h2> <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> - <div class="verse">Nicht daß ein Engel eintrat (das erkenn), + <div class="verse">Nicht daß ein Engel eintrat (das erkenn), </div> <div class="verse"> erschreckte sie. So wenig andre, wenn </div> @@ -353,35 +316,35 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> auffahren —, pflegte sie an der Gestalt, </div> -<div class="verse"> in der ein Engel ging, sich zu entrüsten; +<div class="verse"> in der ein Engel ging, sich zu entrüsten; </div> -<div class="verse"> sie ahnte kaum, daß dieser Aufenthalt +<div class="verse"> sie ahnte kaum, daß dieser Aufenthalt </div> -<div class="verse"> mühsam für Engel ist. (O wenn wir wüßten, +<div class="verse"> mühsam für Engel ist. (O wenn wir wüßten, </div> <div class="verse"> wie rein sie war. Hat eine Hirschkuh nicht, </div> -<div class="verse"> die, liegend, einmal sie im Wald eräugte, +<div class="verse"> die, liegend, einmal sie im Wald eräugte, </div> -<div class="verse"> sich so in sie versehn, daß sich in ihr, +<div class="verse"> sich so in sie versehn, daß sich in ihr, </div> <div class="verse"> ganz ohne Paarigen, das Einhorn zeugte, </div> <div class="verse"> das Tier aus Licht, das reine Tier —.) </div> -<div class="verse"> Nicht, daß er eintrat, aber daß er dicht, +<div class="verse"> Nicht, daß er eintrat, aber daß er dicht, </div> -<div class="verse"> der Engel, eines Jünglings Angesicht +<div class="verse"> der Engel, eines Jünglings Angesicht </div> -<div class="verse"> so zu ihr neigte, daß sein Blick und der, +<div class="verse"> so zu ihr neigte, daß sein Blick und der, </div> <div class="verse"> mit dem sie aufsah, so zusammenschlugen, </div> -<div class="verse"> als wäre draußen plötzlich alles leer +<div class="verse"> als wäre draußen plötzlich alles leer </div> <div class="verse"> und, was Millionen schauten, trieben, trugen, </div> -<div class="verse"> hineingedrängt in sie: nur sie und er; +<div class="verse"> hineingedrängt in sie: nur sie und er; </div> <div class="verse"> Schaun und Geschautes, Aug und Augenweide </div> @@ -392,13 +355,13 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="stanza"> <div class="verse">Dann sang der Engel seine Melodie.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> - <h2><span class='pagenum'><a name="Page_11" id="Page_11">[Pg 11]</a></span><a name="Maria_Heimsuchung" id="Maria_Heimsuchung"></a>Mariä Heimsuchung</h2> + <h2><span class='pagenum'><a name="Page_11" id="Page_11">[Pg 11]</a></span><a name="Maria_Heimsuchung" id="Maria_Heimsuchung"></a>Mariä Heimsuchung</h2> <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> @@ -414,34 +377,34 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="stanza"> <div class="verse">Judenbergen. Aber nicht das Land, </div> -<div class="verse"> ihre Fülle war um sie gebreitet; +<div class="verse"> ihre Fülle war um sie gebreitet; </div> -<div class="verse"> gehend fühlte sie: man überschreitet +<div class="verse"> gehend fühlte sie: man überschreitet </div> -<div class="verse"> nie die Größe, die sie jetzt empfand.</div> +<div class="verse"> nie die Größe, die sie jetzt empfand.</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Und es drängte sie, die Hand zu legen + <div class="verse">Und es drängte sie, die Hand zu legen </div> <div class="verse"> auf den andern Leib, der weiter war. </div> <div class="verse"> Und die Frauen schwankten sich entgegen </div> -<div class="verse"> und berührten sich Gewand und Haar.</div> +<div class="verse"> und berührten sich Gewand und Haar.</div> </div> <div class="stanza"> <div class="verse">Jede, voll von ihrem Heiligtume, </div> -<div class="verse"> schützte sich mit der Gevatterin. +<div class="verse"> schützte sich mit der Gevatterin. </div> <div class="verse"> Ach der Heiland in ihr war noch Blume, </div> -<div class="verse"> doch den Täufer in dem Schoß der Muhme +<div class="verse"> doch den Täufer in dem Schoß der Muhme </div> -<div class="verse"> riß die Freude schon zum Hüpfen hin.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> +<div class="verse"> riß die Freude schon zum Hüpfen hin.</div> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> @@ -452,13 +415,13 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> - <div class="verse">Und der Engel sprach und gab sich Müh + <div class="verse">Und der Engel sprach und gab sich Müh </div> -<div class="verse"> an dem Mann, der seine Fäuste ballte: +<div class="verse"> an dem Mann, der seine Fäuste ballte: </div> <div class="verse"> aber siehst du nicht an jeder Falte, </div> -<div class="verse"> daß sie kühl ist wie die Gottesfrüh.</div> +<div class="verse"> daß sie kühl ist wie die Gottesfrüh.</div> </div> <div class="stanza"> @@ -468,7 +431,7 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> Doch da schrie der Engel: Zimmermann, </div> -<div class="verse"> merkst du's noch nicht, daß der Herrgott handelt?</div> +<div class="verse"> merkst du's noch nicht, daß der Herrgott handelt?</div> </div> <div class="stanza"> @@ -478,7 +441,7 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> der bescheiden aus dem gleichen Holze </div> -<div class="verse"> Blätter treiben macht und Knospen schwelln?</div> +<div class="verse"> Blätter treiben macht und Knospen schwelln?</div> </div> <div class="stanza"> @@ -488,19 +451,19 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> war der fort. Da schob er seine dicke </div> -<div class="verse"> Mütze langsam ab. Dann sang er lob.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> +<div class="verse"> Mütze langsam ab. Dann sang er lob.</div> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> - <h2><span class='pagenum'><a name="Page_13" id="Page_13">[Pg 13]</a></span><a name="Verkundigung_uber_den_Hirten" id="Verkundigung_uber_den_Hirten"></a>Verkündigung über den Hirten</h2> + <h2><span class='pagenum'><a name="Page_13" id="Page_13">[Pg 13]</a></span><a name="Verkundigung_uber_den_Hirten" id="Verkundigung_uber_den_Hirten"></a>Verkündigung über den Hirten</h2> <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> - <div class="verse">Seht auf, ihr Männer. Männer dort am Feuer, + <div class="verse">Seht auf, ihr Männer. Männer dort am Feuer, </div> <div class="verse"> die ihr den grenzenlosen Himmel kennt, </div> @@ -510,23 +473,23 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> und strahlt so stark und ist so ungeheuer </div> -<div class="verse"> voll Licht, daß mir das tiefe Firmament +<div class="verse"> voll Licht, daß mir das tiefe Firmament </div> -<div class="verse"> nicht mehr genügt. Laßt meinen Glanz hinein +<div class="verse"> nicht mehr genügt. Laßt meinen Glanz hinein </div> <div class="verse"> in euer Dasein: o, die dunklen Blicke, </div> -<div class="verse"> die dunklen Herzen, nächtige Geschicke, +<div class="verse"> die dunklen Herzen, nächtige Geschicke, </div> -<div class="verse"> die euch erfüllen. Hirten, wie allein +<div class="verse"> die euch erfüllen. Hirten, wie allein </div> <div class="verse"> bin ich in euch. Auf einmal wird mir Raum. </div> -<div class="verse"> Stauntet ihr nicht: der große Brotfruchtbaum +<div class="verse"> Stauntet ihr nicht: der große Brotfruchtbaum </div> <div class="verse"> warf einen Schatten. Ja, das kam von mir. </div> -<div class="verse"> Ihr Unerschrockenen, o wüßtet ihr, +<div class="verse"> Ihr Unerschrockenen, o wüßtet ihr, </div> <div class="verse"> wie jetzt auf eurem schauenden Gesichte </div> @@ -534,32 +497,32 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> wird viel geschehen. Euch vertrau ich's, denn </div> -<div class="verse"> ihr seid verschwiegen; euch Gradgläubigen +<div class="verse"> ihr seid verschwiegen; euch Gradgläubigen </div> <div class="verse"> redet hier alles. Glut und Regen spricht, </div> -<div class="verse"> der Vögel Zug, der Wind und was ihr seid, +<div class="verse"> der Vögel Zug, der Wind und was ihr seid, </div> -<div class="verse"> keins überwiegt und wächst zur Eitelkeit +<div class="verse"> keins überwiegt und wächst zur Eitelkeit </div> -<div class="verse"> sich mästend an. Ihr haltet nicht +<div class="verse"> sich mästend an. Ihr haltet nicht </div> <div class="verse"> die Dinge auf im Zwischenraum der Brust, </div> -<div class="verse"> um sie zu quälen. So wie seine Lust +<div class="verse"> um sie zu quälen. So wie seine Lust </div> -<div class="verse"> durch einen Engel strömt, so treibt durch euch +<div class="verse"> durch einen Engel strömt, so treibt durch euch </div> -<div class="verse"> das Irdische. Und wenn ein Dorngesträuch +<div class="verse"> das Irdische. Und wenn ein Dorngesträuch </div> -<div class="verse"> aufflammte plötzlich, dürfte noch aus ihm +<div class="verse"> aufflammte plötzlich, dürfte noch aus ihm </div> <div class="verse"> der Ewige euch rufen, Cherubim, </div> <div class="verse"> wenn sie geruhten neben eurer Herde</div> <div class="verse"> <span class='pagenum'><a name="Page_14" id="Page_14">[Pg 14]</a></span>einherzuschreiten, wunderten euch nicht: </div> -<div class="verse"> ihr stürztet euch auf euer Angesicht, +<div class="verse"> ihr stürztet euch auf euer Angesicht, </div> <div class="verse"> betetet an und nenntet dies die Erde.</div> </div> @@ -569,12 +532,12 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> von dem der Erdkreis ringender sich weitet. </div> -<div class="verse"> Was ist ein Dörnicht uns: Gott fühlt sich ein +<div class="verse"> Was ist ein Dörnicht uns: Gott fühlt sich ein </div> -<div class="verse"> in einer Jungfrau Schoß. Ich bin der Schein +<div class="verse"> in einer Jungfrau Schoß. Ich bin der Schein </div> <div class="verse"> von ihrer Innigkeit, der euch geleitet.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> @@ -585,41 +548,41 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> - <div class="verse">Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte + <div class="verse">Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte </div> <div class="verse"> dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt? </div> -<div class="verse"> Sieh, der Gott, der über Völkern grollte, +<div class="verse"> Sieh, der Gott, der über Völkern grollte, </div> <div class="verse"> macht sich mild und kommt in dir zur Welt.</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Hast du dir ihn größer vorgestellt?</div> + <div class="verse">Hast du dir ihn größer vorgestellt?</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Was ist Größe? Quer durch alle Maße, + <div class="verse">Was ist Größe? Quer durch alle Maße, </div> <div class="verse"> die er durchstreicht, geht sein grades Los. </div> -<div class="verse"> Selbst ein Stern hat keine solche Straße. +<div class="verse"> Selbst ein Stern hat keine solche Straße. </div> -<div class="verse"> Siehst du, diese Könige sind groß,</div> +<div class="verse"> Siehst du, diese Könige sind groß,</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">und sie schleppen dir vor deinen Schoß</div> + <div class="verse">und sie schleppen dir vor deinen Schoß</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Schätze, die sie für die größten halten, + <div class="verse">Schätze, die sie für die größten halten, </div> <div class="verse"> und du staunst vielleicht bei dieser Gift —: </div> <div class="verse"> aber schau in deines Tuches Falten, </div> -<div class="verse"> wie er jetzt schon alles übertrifft.</div> +<div class="verse"> wie er jetzt schon alles übertrifft.</div> </div> <div class="stanza"> @@ -627,24 +590,24 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">jeder Goldschmuck und das Luftgewürze, + <div class="verse">jeder Goldschmuck und das Luftgewürze, </div> -<div class="verse"> das sich trübend in die Sinne streut: +<div class="verse"> das sich trübend in die Sinne streut: </div> -<div class="verse"> alles dieses war von rascher Kürze, +<div class="verse"> alles dieses war von rascher Kürze, </div> <div class="verse"> und am Ende hat man es bereut.</div> </div> <div class="stanza"> <div class="verse">Aber (du wirst sehen): Er erfreut.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> - <h2><span class='pagenum'><a name="Page_16" id="Page_16">[Pg 16]</a></span><a name="Rast_auf_der_Flucht_in_Agypten" id="Rast_auf_der_Flucht_in_Agypten"></a>Rast auf der Flucht in ägypten</h2> + <h2><span class='pagenum'><a name="Page_16" id="Page_16">[Pg 16]</a></span><a name="Rast_auf_der_Flucht_in_Agypten" id="Rast_auf_der_Flucht_in_Agypten"></a>Rast auf der Flucht in ägypten</h2> <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> @@ -652,33 +615,33 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> flohen mitten aus dem Kindermorden: </div> -<div class="verse"> o, wie waren sie unmerklich groß +<div class="verse"> o, wie waren sie unmerklich groß </div> -<div class="verse"> über ihrer Wanderschaft geworden.</div> +<div class="verse"> über ihrer Wanderschaft geworden.</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Kaum noch daß im scheuen Rückwärtsschauen + <div class="verse">Kaum noch daß im scheuen Rückwärtsschauen </div> <div class="verse"> ihres Schreckens Not zergangen war, </div> <div class="verse"> und schon brachten sie auf ihrem grauen </div> -<div class="verse"> Maultier ganze Städte in Gefahr;</div> +<div class="verse"> Maultier ganze Städte in Gefahr;</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">denn sowie sie, klein im großen Land, + <div class="verse">denn sowie sie, klein im großen Land, </div> <div class="verse"> — fast ein Nichts — den starken Tempeln nahten, </div> -<div class="verse"> platzten alle Götzen wie verraten +<div class="verse"> platzten alle Götzen wie verraten </div> -<div class="verse"> und verloren völlig den Verstand.</div> +<div class="verse"> und verloren völlig den Verstand.</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Ist es denkbar, daß von ihrem Gange + <div class="verse">Ist es denkbar, daß von ihrem Gange </div> <div class="verse"> alles so verzweifelt sich erbost? </div> @@ -688,26 +651,26 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Immerhin, sie mußten sich darüber + <div class="verse">Immerhin, sie mußten sich darüber </div> <div class="verse"> eine Weile setzen. Doch da ging — </div> -<div class="verse"> sieh: der Baum, der still sie überhing, +<div class="verse"> sieh: der Baum, der still sie überhing, </div> -<div class="verse"> wie ein Dienender zu ihnen über:</div> +<div class="verse"> wie ein Dienender zu ihnen über:</div> </div> <div class="stanza"> <div class="verse">er verneigte sich. Derselbe Baum, </div> -<div class="verse"> dessen Kränze toten Pharaonen +<div class="verse"> dessen Kränze toten Pharaonen </div> -<div class="verse"> für das Ewige die Stirnen schonen, +<div class="verse"> für das Ewige die Stirnen schonen, </div> -<div class="verse"> neigte sich. Er fühlte neue Kronen +<div class="verse"> neigte sich. Er fühlte neue Kronen </div> -<div class="verse"> blühen. Und sie saßen wie im Traum.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> +<div class="verse"> blühen. Und sie saßen wie im Traum.</div> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> @@ -719,17 +682,17 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="stanza"> <div class="verse">Konnte sie denn anders, als auf ihn </div> -<div class="verse"> stolz sein, der ihr Schlichtestes verschönte? +<div class="verse"> stolz sein, der ihr Schlichtestes verschönte? </div> -<div class="verse"> War nicht selbst die hohe, großgewöhnte +<div class="verse"> War nicht selbst die hohe, großgewöhnte </div> -<div class="verse"> Nacht wie außer sich, da er erschien?</div> +<div class="verse"> Nacht wie außer sich, da er erschien?</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Ging nicht auch, daß er sich einst verloren, + <div class="verse">Ging nicht auch, daß er sich einst verloren, </div> -<div class="verse"> unerhört zu seiner Glorie aus? +<div class="verse"> unerhört zu seiner Glorie aus? </div> <div class="verse"> Hatten nicht die Weisesten die Ohren </div> @@ -753,17 +716,17 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> sah sie hin und bat um eine Geste </div> -<div class="verse"> und begriff nicht, daß er widersprach.</div> +<div class="verse"> und begriff nicht, daß er widersprach.</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Und dann tat er's. Sie verstand es später, + <div class="verse">Und dann tat er's. Sie verstand es später, </div> -<div class="verse"> wie sie ihn in seinen Weg gedrängt: +<div class="verse"> wie sie ihn in seinen Weg gedrängt: </div> -<div class="verse"> denn jetzt war er wirklich Wundertäter, +<div class="verse"> denn jetzt war er wirklich Wundertäter, </div> -<div class="verse"> und das ganze Opfer war verhängt,</div> +<div class="verse"> und das ganze Opfer war verhängt,</div> </div> <div class="stanza"> @@ -777,14 +740,14 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="stanza"> - <div class="verse"><span class='pagenum'><a name="Page_18" id="Page_18">[Pg 18]</a></span>An dem Tisch voll Früchten und Gemüsen + <div class="verse"><span class='pagenum'><a name="Page_18" id="Page_18">[Pg 18]</a></span>An dem Tisch voll Früchten und Gemüsen </div> <div class="verse"> freute sie sich mit und sah nicht ein, </div> -<div class="verse"> daß das Wasser ihrer Tränendrüsen +<div class="verse"> daß das Wasser ihrer Tränendrüsen </div> <div class="verse"> Blut geworden war mit diesem Wein.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> @@ -794,11 +757,11 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> - <div class="verse">O hast du dies gewollt, du hättest nicht + <div class="verse">O hast du dies gewollt, du hättest nicht </div> -<div class="verse"> durch eines Weibes Leib entspringen dürfen: +<div class="verse"> durch eines Weibes Leib entspringen dürfen: </div> -<div class="verse"> Heilande muß man in den Bergen schürfen, +<div class="verse"> Heilande muß man in den Bergen schürfen, </div> <div class="verse"> wo man das Harte aus dem Harten bricht.</div> </div> @@ -806,32 +769,32 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="stanza"> <div class="verse">Tut dir's nicht selber leid, dein liebes Tal </div> -<div class="verse"> so zu verwüsten? Siehe meine Schwäche; +<div class="verse"> so zu verwüsten? Siehe meine Schwäche; </div> -<div class="verse"> ich habe nichts als Milch- und Tränenbäche, +<div class="verse"> ich habe nichts als Milch- und Tränenbäche, </div> -<div class="verse"> und du warst immer in der überzahl.</div> +<div class="verse"> und du warst immer in der überzahl.</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Mit solchem Aufwand wardst du mir verheißen. + <div class="verse">Mit solchem Aufwand wardst du mir verheißen. </div> <div class="verse"> Was tratst du nicht gleich wild aus mir hinaus? </div> -<div class="verse"> Wenn du nur Tiger brauchst, dich zu zerreißen, +<div class="verse"> Wenn du nur Tiger brauchst, dich zu zerreißen, </div> <div class="verse"> warum erzog man mich im Frauenhaus,</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">ein weiches reines Kleid für dich zu weben, + <div class="verse">ein weiches reines Kleid für dich zu weben, </div> <div class="verse"> darin nicht einmal die geringste Spur </div> -<div class="verse"> von Naht dich drückt —: so war mein ganzes Leben +<div class="verse"> von Naht dich drückt —: so war mein ganzes Leben </div> -<div class="verse"> und jetzt verkehrst du plötzlich die Natur.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> +<div class="verse"> und jetzt verkehrst du plötzlich die Natur.</div> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> @@ -843,43 +806,43 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="stanza"> <div class="verse">Jetzt wird mein Elend voll, und namenlos </div> -<div class="verse"> erfüllt es mich. Ich starre wie des Steins +<div class="verse"> erfüllt es mich. Ich starre wie des Steins </div> <div class="verse"> Inneres starrt. </div> -<div class="verse"> Hart wie ich bin, weiß ich nur Eins: +<div class="verse"> Hart wie ich bin, weiß ich nur Eins: </div> -<div class="verse"> Du wurdest groß — +<div class="verse"> Du wurdest groß — </div> -<div class="verse"> .... und wurdest groß, +<div class="verse"> .... und wurdest groß, </div> -<div class="verse"> um als zu großer Schmerz +<div class="verse"> um als zu großer Schmerz </div> -<div class="verse"> ganz über meines Herzens Fassung +<div class="verse"> ganz über meines Herzens Fassung </div> <div class="verse"> hinauszustehn. </div> -<div class="verse"> Jetzt liegst du quer durch meinen Schoß, +<div class="verse"> Jetzt liegst du quer durch meinen Schoß, </div> <div class="verse"> jetzt kann ich dich nicht mehr </div> -<div class="verse"> gebären.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> +<div class="verse"> gebären.</div> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> - <h2><span class='pagenum'><a name="Page_21" id="Page_21">[Pg 21]</a></span><a name="Stillung_Maria_mit_dem_Auferstandenen" id="Stillung_Maria_mit_dem_Auferstandenen"></a>Stillung Mariä mit dem Auferstandenen</h2> + <h2><span class='pagenum'><a name="Page_21" id="Page_21">[Pg 21]</a></span><a name="Stillung_Maria_mit_dem_Auferstandenen" id="Stillung_Maria_mit_dem_Auferstandenen"></a>Stillung Mariä mit dem Auferstandenen</h2> <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> <div class="verse">Was sie damals empfanden: ist es nicht </div> -<div class="verse"> vor allen Geheimnissen süß +<div class="verse"> vor allen Geheimnissen süß </div> <div class="verse"> und immer noch irdisch: </div> -<div class="verse"> da er, ein wenig blaß noch vom Grab, +<div class="verse"> da er, ein wenig blaß noch vom Grab, </div> <div class="verse"> erleichtert zu ihr trat: </div> @@ -889,46 +852,46 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> unaussprechlich in Heilung. </div> -<div class="verse"> Ja sie heilten, das war's. Sie hatten nicht nötig, +<div class="verse"> Ja sie heilten, das war's. Sie hatten nicht nötig, </div> -<div class="verse"> sich stark zu berühren. +<div class="verse"> sich stark zu berühren. </div> <div class="verse"> Er legte ihr eine Sekunde </div> -<div class="verse"> kaum seine nächstens +<div class="verse"> kaum seine nächstens </div> <div class="verse"> ewige Hand an die frauliche Schulter. </div> <div class="verse"> Und sie begannen </div> -<div class="verse"> still wie die Bäume im Frühling, +<div class="verse"> still wie die Bäume im Frühling, </div> <div class="verse"> unendlich zugleich, </div> <div class="verse"> diese Jahreszeit </div> -<div class="verse"> ihres äußersten Umgangs.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> +<div class="verse"> ihres äußersten Umgangs.</div> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> - <h2><span class='pagenum'><a name="Page_22" id="Page_22">[Pg 22]</a></span><a name="Vom_Tode_Maria" id="Vom_Tode_Maria"></a>Vom Tode Mariä</h2> + <h2><span class='pagenum'><a name="Page_22" id="Page_22">[Pg 22]</a></span><a name="Vom_Tode_Maria" id="Vom_Tode_Maria"></a>Vom Tode Mariä</h2> - <p class="center">(Drei Stücke)</p> + <p class="center">(Drei Stücke)</p> <h3>1</h3> <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> - <div class="verse">Derselbe große Engel, welcher einst + <div class="verse">Derselbe große Engel, welcher einst </div> -<div class="verse"> ihr der Gebärung Botschaft niederbrachte, +<div class="verse"> ihr der Gebärung Botschaft niederbrachte, </div> -<div class="verse"> stand da, abwartend daß sie ihn beachte, +<div class="verse"> stand da, abwartend daß sie ihn beachte, </div> -<div class="verse"> und sprach: Jetzt wird es Zeit, daß du erscheinst. +<div class="verse"> und sprach: Jetzt wird es Zeit, daß du erscheinst. </div> <div class="verse"> Und sie erschrak wie damals und erwies </div> @@ -936,7 +899,7 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> Er aber strahlte, und unendlich nahend, </div> -<div class="verse"> schwand er wie in ihr Angesicht — und hieß +<div class="verse"> schwand er wie in ihr Angesicht — und hieß </div> <div class="verse"> die weithin ausgegangenen Bekehrer </div> @@ -948,7 +911,7 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> die schmale Bettstatt, die in Untergang </div> -<div class="verse"> und Auserwählung rätselhaft Getauchte, +<div class="verse"> und Auserwählung rätselhaft Getauchte, </div> <div class="verse"> ganz unversehrt, wie eine Ungebrauchte, </div> @@ -956,28 +919,28 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> Nun da sie alle hinter ihren Kerzen </div> -<div class="verse"> abwarten sah, riß sie vom übermaß +<div class="verse"> abwarten sah, riß sie vom übermaß </div> <div class="verse"> der Stimmen sich und schenkte noch von Herzen </div> -<div class="verse"> die beiden Kleider fort, die sie besaß, +<div class="verse"> die beiden Kleider fort, die sie besaß, </div> <div class="verse"> und hob ihr Antlitz auf zu dem und dem ... </div> -<div class="verse"> (o Ursprung namenloser Tränen-Bäche).</div> +<div class="verse"> (o Ursprung namenloser Tränen-Bäche).</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Sie aber legte sich in ihre Schwäche + <div class="verse">Sie aber legte sich in ihre Schwäche </div> <div class="verse"> und zog die Himmel an Jerusalem</div> -<div class="verse"> <span class='pagenum'><a name="Page_23" id="Page_23">[Pg 23]</a></span>so nah heran, daß ihre Seele nur, +<div class="verse"> <span class='pagenum'><a name="Page_23" id="Page_23">[Pg 23]</a></span>so nah heran, daß ihre Seele nur, </div> -<div class="verse"> austretend, sich ein wenig strecken mußte: +<div class="verse"> austretend, sich ein wenig strecken mußte: </div> -<div class="verse"> schon hob er sie, der alles von ihr wußte, +<div class="verse"> schon hob er sie, der alles von ihr wußte, </div> -<div class="verse"> hinein in ihre göttliche Natur.</div> +<div class="verse"> hinein in ihre göttliche Natur.</div> </div> </div></div> @@ -985,9 +948,9 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="poetry-container"><div class="poetry"> <div class="stanza"> - <div class="verse">Wer hat bedacht, daß bis zu ihrem Kommen + <div class="verse">Wer hat bedacht, daß bis zu ihrem Kommen </div> -<div class="verse"> der viele Himmel unvollständig war? +<div class="verse"> der viele Himmel unvollständig war? </div> <div class="verse"> Der Auferstandne hatte Platz genommen, </div> @@ -995,11 +958,11 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> war leer der Sitz. Und sie begannen schon </div> -<div class="verse"> sich an die reine Lücke zu gewöhnen, +<div class="verse"> sich an die reine Lücke zu gewöhnen, </div> -<div class="verse"> die wie verheilt war, denn mit seinem schönen +<div class="verse"> die wie verheilt war, denn mit seinem schönen </div> -<div class="verse"> Hinüberscheinen füllte sie der Sohn.</div> +<div class="verse"> Hinüberscheinen füllte sie der Sohn.</div> </div> <div class="stanza"> @@ -1011,15 +974,15 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> mit einer Strahlung, die ihr wehe tat. </div> -<div class="verse"> Doch da sie jetzt, die rührende Gestalt, +<div class="verse"> Doch da sie jetzt, die rührende Gestalt, </div> <div class="verse"> sich zu den neuen Seligen gesellte </div> -<div class="verse"> und unauffällig, licht zu licht, sich stellte, +<div class="verse"> und unauffällig, licht zu licht, sich stellte, </div> <div class="verse"> da brach aus ihrem Sein ein Hinterhalt </div> -<div class="verse"> von solchem Glanz, daß der von ihr erhellte +<div class="verse"> von solchem Glanz, daß der von ihr erhellte </div> <div class="verse"> Engel geblendet aufschrie: Wer ist die? </div> @@ -1027,7 +990,7 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> Gott-Vater oben unsern Herrn verhielt, </div> -<div class="verse"> so daß, von milder Dämmerung umspielt, +<div class="verse"> so daß, von milder Dämmerung umspielt, </div> <div class="verse"> die leere Stelle wie ein wenig Leid </div> @@ -1037,16 +1000,16 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> irdischer Zeit, ein trockenes Gebrest —. </div> -<div class="verse"> Man sah nach ihr: sie schaute ängstlich hin, +<div class="verse"> Man sah nach ihr: sie schaute ängstlich hin, </div> -<div class="verse"> weit vorgeneigt, als fühlte sie: ich bin +<div class="verse"> weit vorgeneigt, als fühlte sie: ich bin </div> -<div class="verse"> sein längster Schmerz —: und stürzte plötzlich vor.</div> +<div class="verse"> sein längster Schmerz —: und stürzte plötzlich vor.</div> <div class="verse"> <span class='pagenum'><a name="Page_25" id="Page_25">[Pg 25]</a></span>Die Engel aber nahmen sie zu sich </div> -<div class="verse"> und stützten sie und sangen seliglich +<div class="verse"> und stützten sie und sangen seliglich </div> -<div class="verse"> und trugen sie das letzte Stück empor.</div> +<div class="verse"> und trugen sie das letzte Stück empor.</div> </div> </div></div> @@ -1056,15 +1019,15 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <div class="stanza"> <div class="verse">Doch vor dem Apostel Thomas, der </div> -<div class="verse"> kam da es zu spät war, trat der schnelle +<div class="verse"> kam da es zu spät war, trat der schnelle </div> -<div class="verse"> längst darauf gefaßte Engel her +<div class="verse"> längst darauf gefaßte Engel her </div> -<div class="verse"> und befahl an der Begräbnisstelle:</div> +<div class="verse"> und befahl an der Begräbnisstelle:</div> </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">Dräng den Stein beiseite. Willst du wissen, + <div class="verse">Dräng den Stein beiseite. Willst du wissen, </div> <div class="verse"> wo die ist, die dir das Herz bewegt: </div> @@ -1074,13 +1037,13 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="stanza"> - <div class="verse">daß die Erde künftig nach ihr rieche + <div class="verse">daß die Erde künftig nach ihr rieche </div> <div class="verse"> in den Falten wie ein feines Tuch. </div> -<div class="verse"> Alles Tote (fühlst du), alles Sieche +<div class="verse"> Alles Tote (fühlst du), alles Sieche </div> -<div class="verse"> ist betäubt von ihrem Wohlgeruch.</div> +<div class="verse"> ist betäubt von ihrem Wohlgeruch.</div> </div> <div class="stanza"> @@ -1090,18 +1053,18 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net </div> <div class="verse"> Dieses Licht aus dieser reinen Leiche </div> -<div class="verse"> war ihm klärender als Sonnenschein.</div> +<div class="verse"> war ihm klärender als Sonnenschein.</div> </div> <div class="stanza"> <div class="verse">Staunst du nicht, wie sanft sie ihm entging? </div> -<div class="verse"> Fast als wär sie's noch, nichts ist verschoben. +<div class="verse"> Fast als wär sie's noch, nichts ist verschoben. </div> -<div class="verse"> Doch die Himmel sind erschüttert oben: +<div class="verse"> Doch die Himmel sind erschüttert oben: </div> <div class="verse"> Mann, knie hin und sieh mir nach und sing.</div> - <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> + <span class="content"><a href="#Inhalt">zurück zum<br/>Inhaltsverzeichnis</a></span> </div> </div></div> @@ -1110,381 +1073,6 @@ Proofreading Team at http://www.pgdp.net <p style="white-space:normal; margin-left:0;">Das Inhaltsverzeichnis befindet sich im Original am Ende des Buches und wurde an den Anfang verschoben. </p></div> - - - - - - - -<pre> - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Das Marien-Leben, by Rainer Maria Rilke - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS MARIEN-LEBEN *** - -***** This file should be named 40117-h.htm or 40117-h.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/4/0/1/1/40117/ - -Produced by Norbert H. Langkau and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net - - -Updated editions will replace the previous one--the old editions -will be renamed. - -Creating the works from public domain print editions means that no -one owns a United States copyright in these works, so the Foundation -(and you!) can copy and distribute it in the United States without -permission and without paying copyright royalties. Special rules, -set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to -copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to -protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project -Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you -charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you -do not charge anything for copies of this eBook, complying with the -rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose -such as creation of derivative works, reports, performances and -research. They may be modified and printed and given away--you may do -practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is -subject to the trademark license, especially commercial -redistribution. - - - -*** START: FULL LICENSE *** - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project -Gutenberg-tm License available with this file or online at - www.gutenberg.org/license. - - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm -electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy -all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession. -If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project -Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the -terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or -entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project -Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement -and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic -works. See paragraph 1.E below. - -1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" -or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project -Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the -collection are in the public domain in the United States. If an -individual work is in the public domain in the United States and you are -located in the United States, we do not claim a right to prevent you from -copying, distributing, performing, displaying or creating derivative -works based on the work as long as all references to Project Gutenberg -are removed. Of course, we hope that you will support the Project -Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by -freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of -this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with -the work. You can easily comply with the terms of this agreement by -keeping this work in the same format with its attached full Project -Gutenberg-tm License when you share it without charge with others. - -1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern -what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in -a constant state of change. If you are outside the United States, check -the laws of your country in addition to the terms of this agreement -before downloading, copying, displaying, performing, distributing or -creating derivative works based on this work or any other Project -Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning -the copyright status of any work in any country outside the United -States. - -1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: - -1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate -access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently -whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the -phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project -Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, -copied or distributed: - -This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with -almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or -re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included -with this eBook or online at www.gutenberg.org - -1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived -from the public domain (does not contain a notice indicating that it is -posted with permission of the copyright holder), the work can be copied -and distributed to anyone in the United States without paying any fees -or charges. If you are redistributing or providing access to a work -with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the -work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 -through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the -Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or -1.E.9. - -1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted -with the permission of the copyright holder, your use and distribution -must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional -terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked -to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the -permission of the copyright holder found at the beginning of this work. - -1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm -License terms from this work, or any files containing a part of this -work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. - -1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this -electronic work, or any part of this electronic work, without -prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with -active links or immediate access to the full terms of the Project -Gutenberg-tm License. - -1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any -word processing or hypertext form. However, if you provide access to or -distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than -"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version -posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org), -you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a -copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon -request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other -form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm -License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing -access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided -that - -- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from - the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method - you already use to calculate your applicable taxes. The fee is - owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he - has agreed to donate royalties under this paragraph to the - Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments - must be paid within 60 days following each date on which you - prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax - returns. Royalty payments should be clearly marked as such and - sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the - address specified in Section 4, "Information about donations to - the Project Gutenberg Literary Archive Foundation." - -- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies - you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he - does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm - License. You must require such a user to return or - destroy all copies of the works possessed in a physical medium - and discontinue all use of and all access to other copies of - Project Gutenberg-tm works. - -- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any - money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the - electronic work is discovered and reported to you within 90 days - of receipt of the work. - -- You comply with all other terms of this agreement for free - distribution of Project Gutenberg-tm works. - -1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm -electronic work or group of works on different terms than are set -forth in this agreement, you must obtain permission in writing from -both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael -Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the -Foundation as set forth in Section 3 below. - -1.F. - -1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable -effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread -public domain works in creating the Project Gutenberg-tm -collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic -works, and the medium on which they may be stored, may contain -"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or -corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual -property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a -computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by -your equipment. - -1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right -of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project -Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project -Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all -liability to you for damages, costs and expenses, including legal -fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT -LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE -PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE -TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE -LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR -INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH -DAMAGE. - -1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a -defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can -receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a -written explanation to the person you received the work from. If you -received the work on a physical medium, you must return the medium with -your written explanation. The person or entity that provided you with -the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a -refund. If you received the work electronically, the person or entity -providing it to you may choose to give you a second opportunity to -receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy -is also defective, you may demand a refund in writing without further -opportunities to fix the problem. - -1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO OTHER -WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO -WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. - -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. -If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the -law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be -interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by -the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any -provision of this agreement shall not void the remaining provisions. - -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance -with this agreement, and any volunteers associated with the production, -promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, -harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, -that arise directly or indirectly from any of the following which you do -or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm -work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any -Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause. - - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of computers -including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists -because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from -people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. -To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation -and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 -and the Foundation information page at www.gutenberg.org - - -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive -Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent -permitted by U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. -Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered -throughout numerous locations. Its business office is located at 809 -North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email -contact links and up to date contact information can be found at the -Foundation's web site and official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To -SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any -particular state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. -To donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic -works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project Gutenberg-tm -concept of a library of electronic works that could be freely shared -with anyone. For forty years, he produced and distributed Project -Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. -unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily -keep eBooks in compliance with any particular paper edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search facility: - - www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - - - -</pre> - - </body> +<div>*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 40117 ***</div> +</body> </html> |
