diff options
| author | nfenwick <nfenwick@pglaf.org> | 2025-02-07 20:55:25 -0800 |
|---|---|---|
| committer | nfenwick <nfenwick@pglaf.org> | 2025-02-07 20:55:25 -0800 |
| commit | 94256d14c732f50b466922135bfaa8ede89bd851 (patch) | |
| tree | c552a60b1e17fa8d852b5752fa44809b3e8984a9 | |
| parent | d51e3e73b6b4bdedc443df3ea96bfc5618308af2 (diff) | |
| -rw-r--r-- | .gitattributes | 4 | ||||
| -rw-r--r-- | LICENSE.txt | 11 | ||||
| -rw-r--r-- | README.md | 2 | ||||
| -rw-r--r-- | old/56214-0.txt | 2198 | ||||
| -rw-r--r-- | old/56214-0.zip | bin | 27273 -> 0 bytes | |||
| -rw-r--r-- | old/56214-h.zip | bin | 114410 -> 0 bytes | |||
| -rw-r--r-- | old/56214-h/56214-h.htm | 2551 | ||||
| -rw-r--r-- | old/56214-h/images/cover.jpg | bin | 80678 -> 0 bytes | |||
| -rw-r--r-- | old/56214-h/images/signet.png | bin | 1982 -> 0 bytes |
9 files changed, 17 insertions, 4749 deletions
diff --git a/.gitattributes b/.gitattributes new file mode 100644 index 0000000..d7b82bc --- /dev/null +++ b/.gitattributes @@ -0,0 +1,4 @@ +*.txt text eol=lf +*.htm text eol=lf +*.html text eol=lf +*.md text eol=lf diff --git a/LICENSE.txt b/LICENSE.txt new file mode 100644 index 0000000..6312041 --- /dev/null +++ b/LICENSE.txt @@ -0,0 +1,11 @@ +This eBook, including all associated images, markup, improvements, +metadata, and any other content or labor, has been confirmed to be +in the PUBLIC DOMAIN IN THE UNITED STATES. + +Procedures for determining public domain status are described in +the "Copyright How-To" at https://www.gutenberg.org. + +No investigation has been made concerning possible copyrights in +jurisdictions other than the United States. Anyone seeking to utilize +this eBook outside of the United States should confirm copyright +status under the laws that apply to them. diff --git a/README.md b/README.md new file mode 100644 index 0000000..3b75d4f --- /dev/null +++ b/README.md @@ -0,0 +1,2 @@ +Project Gutenberg (https://www.gutenberg.org) public repository for +eBook #56214 (https://www.gutenberg.org/ebooks/56214) diff --git a/old/56214-0.txt b/old/56214-0.txt deleted file mode 100644 index e51c7e9..0000000 --- a/old/56214-0.txt +++ /dev/null @@ -1,2198 +0,0 @@ -The Project Gutenberg EBook of Im schwarzen Walfisch zu Askalon, by -Joseph Victor von Scheffel - -This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most -other parts of the world at no cost and with almost no restrictions -whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of -the Project Gutenberg License included with this eBook or online at -www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have -to check the laws of the country where you are located before using this ebook. - -Title: Im schwarzen Walfisch zu Askalon - Rastlieder - -Author: Joseph Victor von Scheffel - -Editor: Walter Jerven - -Release Date: December 20, 2017 [EBook #56214] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK IM SCHWARZEN WALFISCH ZU ASKALON *** - - - - -Produced by The Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - - - - - - - - - - Anmerkungen zur Transkription - - - Das Original ist in Fraktur gesetzt. Im Original gesperrter Text - ist _so markiert_. Im Original in Antiqua gesetzter Text ist ~so - ausgezeichnet~. - - Das tironische etc. wird so dargestellt: ⁊c. - - Weitere Anmerkungen zur Transkription befinden sich am Ende des - Buches. - - - - - Im schwarzen Walfisch zu Askalon - - Die Zeitbücher, Band 72 - - - - - Im schwarzen Walfisch - zu Askalon - - Rastlieder von - Joseph Victor v. Scheffel - - Ausgewählt von - Walter Jerven - - [Illustration] - - Reuß & Itta, Verlagsanstalt, Konstanz a. B. - - - - - Alle Rechte vorbehalten - Einbandentwurf von _Kasia von Szadurska_ - Copyright 1917 by Reuß & Itta, Konstanz (Baden) - - - - -Altassyrisch - - - Im schwarzen Walfisch zu Askalon - da trank ein Mann drei Tag, - bis daß er steif wie ein Besenstiel - am Marmortische lag. - - Im schwarzen Walfisch zu Askalon - da sprach der Wirt: »Halt an! - der trinkt von meinem Dattelsaft - mehr als er zahlen kann.« - - Im schwarzen Walfisch zu Askalon - da bracht' der Kellner Schar - in Keilschrift auf sechs Ziegelstein - dem Gast die Rechnung dar. - - Im schwarzen Walfisch zu Askalon - da sprach der Gast: »O weh! - mein bares Geld ging alles drauf - im Lamm zu Niniveh!« - - Im schwarzen Walfisch zu Askalon - da schlug die Uhr halb vier, - da warf der Hausknecht aus Nubierland - den Fremden vor die Tür. - - Im schwarzen Walfisch zu Askalon - wird kein Prophet geehrt, - und wer vergnügt dort leben will, - zahlt bar, was er verzehrt. - - - - -Der Fünfundsechziger - - - In luftiger Trinkkemenaten - -- den Ort gesteht man nicht ein -- - da prüften drei späte Nomaden - den edelsten pfälzischen Wein. - Aus rötlichen Römern erblinkte - des Rieslings feinperlendes Gold, - des Höhensaums Rebgeländ' winkte - im Mondschein den Trinkenden hold. - - Der Erste, ein weitum gereister - Philologus spitzte den Mund: - »_Das_ kochten uns Erdfeuergeister - mit Aether und Sonne im Bund. - Drum flutet's und glutet im Becher - geistfunkelnd, sanft rhythmisch und voll, - als sängen homerische Zecher - ein jonisches Kneiplied in Moll.« - - Der Zweite, ein trockener Kenner - und Denker des römischen Rechts: - »Proficiat,« sprach er, »ihr Männer, - wir läppern allhiero nichts Schlechts. - Wer schaut nicht, wenn bacchisches Donum - so goldklar im Kelchglase scheint, - das Justum, Aequum et Bonum - in diesem Römer vereint?« - - Der Dritte, der putzte die Lichter, - die mächtig heruntergebrannt, - und sprach: »Zwar bin ich kein Dichter - und kunstlos und schlicht von Verstand; - doch nähert sich solch' einem Schoppen - mein Herz ... dann überwallt's ... - 's ist halt e verflucht feiner Troppen, - ich segne die Hügel der Pfalz!« - - Derweilen ging draus auf dem Damme - spießtragend ein Vierter vorbei, - der blies eine wundersame - gewaltige Melodei: - »Ihr Herren, und lasset Euch sagen, - die Stadtgemeinde braucht Schlaf, - die Glocke hat eilf Uhr geschlagen, - wer jetzt nicht zu Bett geht, zahlt Straf'.« - - - - -Perkêo - - - Das war der Zwerg Perkêo - im Heidelberger Schloß, - an Wuchse klein und winzig, - an Durste riesengroß. - - Man schalt ihn einen Narren, - er dachte: »Liebe Leut', - wärt' Ihr wie ich doch alle - feuchtfröhlich und gescheut!« - - Und als das Faß, das große, - mit Wein bestellet war, - da ward sein künftiger Standpunkt - dem Zwergen völlig klar. - - »Fahr wohl,« sprach er, »o Welt, - du Katzenjammertal, - was sie auf dir hantieren - ist wurst mir und egal! - - Um lederne Ideen - rauft man manch heißen Kampf, - es ist im Grund doch alles - nur Nebel, Rauch und Dampf. - - Die Wahrheit liegt im Weine. - Beim Weinschlurf sonder End - erklär' ich alter Narre - fortan mich permanent.« - - Perkêo stieg zum Keller; - er kam nicht mehr herfür - und sog bei fünfzehn Jahre - am rheinischen Malvasier. - - War's drunten auch stichdunkel, - ihm strahlte inneres Licht, - und wankten auch die Beine, - er trank und murrte nicht. - - Als er zum Faß gestiegen, - stand's wohlgefüllt und schwer, - doch als er kam zu sterben, - klang's ausgesaugt und leer. - - Da sprach er fromm: »Nun preiset, - ihr Leute, des Herren Macht, - die in mir schwachem Knirpse - so Starkes hat vollbracht: - - Wie es dem kleinen David - gen Goliath einst gelang, - also ich arm' Gezwerge - den Riesen Durst bezwang. - - Nun singt ein De Profundis, - daß das Gewölb' erdröhnt, - das Faß steht auf der Neige, - ich falle sieggekrönt.« - - ... Perkêo ward begraben. -- - Um seine Kellergruft - beim leeren Riesenfasse - weht heut noch feuchte Luft. - - Und wer als frommer Pilger - frühmorgens ihr genaht: - Weh' ihm! Als Weinvertilger - durchtobt er Nachts die Stadt. - - - - -Die Herberge am See - - - Dich feiern die freudigsten Lieder, - Taberne zum lachenden Hecht, - sind auch deine Hallen nur nieder, - uns Fahrenden sind sie gerecht. - - Hier trink' ich bekümmersnisledig - Lenzlüfte und sonnigen Schein, - und wär' ich der Fürst von Venedig, - mir könnt' nicht wohliger sein. - - Eine enge Dachkemenate - herbergt mich als Dogenpalast, - und eine bretterne Lade - mein Hab' und Besitztum umfaßt. - - Ein Bänklein im Schatten der Linde - ist mein heiliger Markusplatz, - dort spielen die Fischerkinde - mit der scheckigen Klosterkatz'. - - Mir lagert als Kreuzzugsgaleere - ein Einbaum im Arsenal, - den steur' ich in friedliche Meere - als mein eigner Admiral. - - Ein Schaumtrunk braunrötlichen Bieres - erquickt mich statt kyprischem Wein ... - Wen lustet des Malvasieres, - wo Malz und Hopfen noch rein? - - So horst' ich, von Frühlingsgnaden - ein glücklicher Meermann, allhier; - hoch weht ob den weißen Gestaden - der fahrenden Schüler Panier. - - Nicht neid' ich der Welt ihre Wonnen, - noch allen neunfarbigen Dunst: - Still liegen und einsam sich sonnen, - ist auch eine tapfere Kunst. - - - - -Dem aufgehenden Mond - - - Heute schwirren Schelmenlieder, - niemand bleibt verschont: - Ja, woher denn du schon wieder, - bleicher Pilgram Mond? - - Kaum ist uns die Sonn' entschwunden - im verschilften Rohr, - reckst du schon am Bergwald drunten - dein Gesicht empor. - - Willst du deinen Treuen helfen? - Heia, strahl nur zu! - Schwärmern, Minnern, Füchsen, Wölfen, - giltst als Sonne du! - - Und wir brauchen Kraft zum Trinken - und noch viel -- viel Wein ... - Laß dem Wirt als Zahlung blinken - deinen Silberschein. - - Füll der Nönnlein Zellen drüben - mit sehnsücht'gem Glanz ... - Melde: bei den Linden hüben - tost der Ringeltanz! - - Strebst du aber, uns zu tauchen - in geheimes Weh, - Mond, dann bist du nicht zu brauchen, - lösch dein Licht und geh. - - Geh mit deinem zarten Flittern - nach der Seufzer Land ... - Schwermutbleich im Knie zu zittern, - sind wir nicht imstand. - - - - -In den Alpen - - - Heia, das Schneegebirg ha'n wir erklommen, - schau'n in der Täler vielfurchig Gewind ... - Schweben wie Adler, von Aether umschwommen, - über den Wolken und über dem Wind. - - Hier blitzt ein Städtlein und dort ein Gefilde, - dort eines Stromes sich schlängelnder Lauf, - dort auch ein See, wie ein Menschenaug' milde, - aus der vernebelten Ferne herauf. - - Flüchtig nur winkt es und flüchtig versinkt es - in das umflorende Dunstmeer zurück ... - So ist das Leben -- sternschnuppig, kaum blinkt es ... - So ist die Minne, die Hoffnung, das Glück. - - Wir aber lagern am prasselnden Herde, - wärmen den Leichnam und strecken ihn aus ... - Fragen nicht mehr nach der Erde Beschwerde, - füllen mit Jubel das winzige Haus. - - Hochlandluft zehret, doch Rebensaft nähret, - heia, wer reicht mir das Trinkhorn geschwind? - ... Dreifacher Durst ist dem Sänger bescheret - über den Wolken und über dem Wind. - - - - -Die Maulbronner Fuge - - - Im Winterrefektorium - zu Maulbronn in dem Kloster - da geht 'was um den Tisch herum, - klingt nicht wie Paternoster: - Die Martinsgans hat wohlgetan, - Eilfinger blinkt im Kruge, - nun hebt die nasse Andacht an - und alles singt die Fuge: - All Voll, Keiner Leer, Wein Her! - ~Complete pocula!~ - - Der Abt Johannes Entenfuß - kam unwirsch hergewatschelt: - »Was wird so spät als Festtagsschluß - beim Geigenschall gefratschelt? - Laßt ab, Ihr stört den Doktor Faust - im Gartenturm dahinten; - wenn solch ein Singsang zu ihm braust, - kann er kein Gold nicht finden: - All Voll, Keiner Leer, Wein Her! - ~Cavete scandala!~« - - Derweilen bracht der Zellerar, - Herr Godefrit von Niefern, - den Sankt Martinuszuspitz dar - vom Keller mit den Küfern. - Der rief: »Herr Abbas, was Ihr sagt, - soll man in Züchten ehren, - doch wenn kein andrer Schmerz Euch plagt, - so mögt Ihr uns nicht wehren: - All Voll, Keiner Leer, Wein Her! - Der Faust sitzt selbst schon da!« - - Der Faust saß rückwärts an der Wand - und trank vergnügt im Dunkeln, - nun ließ der blasse Nekromant - sein Glas am Licht karfunkeln - und sprach: »Ich brüt schon Tag und Jahr - am schwarzen Zauberbuche - und merk' erst heut, ich bin ein Narr, - daß ich das Gold dort suche; - All Voll, Keiner Leer, Wein Her! - Das echte Gold ist da!« - - »Mit Hermes Trismegistos List - wird keins erlaborieret, - die Sonne ist der Alchymist, - der's flüssig destillieret: - Wenn's durch die Adern glüht und rollt - mit des Eilfingers Wonnen, - dann habt Ihr Gold, habt echtes Gold, - und ehrlich selbst gewonnen. - All Voll, Keiner Leer, Wein Her! - ~Haec vera practica!~« - - Da lacht der Abt: »Mit solcher Lehr - zwingt Ihr auch mich zum Kruge, - denn: All Voll, Keiner Leer, Wein Her - ist eine feuchte Fuge. - Als Fausti Goldspruch laß ich sie - jetzt in den Kreuzgang malen, - man kennt die ganze Melodie - schon an den Initialen: - ~A. V. K. L. W. H. - Sit vino gloria!~« - - -- -- Wem das Kloster Maulbronn bekandt, der hat's können - mit seinen Augen sehen, wie in dem Vorhoff selbiger schönen - erbauten Kirchen oben im Schwibbogen unter anderen Gemälden - auch eine Gans abgemahlt steht, an welcher eine Fläsch, - Bratwürst, Bratspiß und dergleichen hangen, neben einer zur - nassen Andacht gar wohl komponirten Fuga folgenden Tenors mit - ihrem unterlegten Text gleichwohl nur den ~initialibus literis - A. V. K. L. W. H. = All Voll, Keiner Leer, Wein Her~, welches - vielleicht dieser durstigen Münch und Religiosen Comentarius - gewest über das Hohelied Salomonis: ~Comedite amici et bibite - et inebriamini charisimi &c. &c.~ - - _Tob. Wagner_, Evangel. Censur der Besoldischen - Motiven etc. Tübingen 1640, p. 652. - - - - -Der Enderle von Ketsch - - -Chorus: - - Jetzt weicht, jetzt flieht! Jetzt weicht, jetzt flieht - mit Zittern und Zähnegefletsch: - Jetzt weicht, jetzt flieht! Wir singen das Lied - Vom Enderle von Ketsch! - - -Solo: - - Ott' Heinrich, der Pfalzgraf bei Rheine, - der sprach eines Morgens: »Rem blemm! - Ich pfeif' auf die saueren Weine, - ich geh' nach Jerusalem! - - Viel schöner und lilienweißer - schau'n dort die Jungfrauen drein: - O Kanzler, o Mückenhäuser, - fünftausend Dukaten pack ein!« - - Und als sie lagen vor Joppen, - da faltet der Kanzler die Händ: - »Jetzt langt's noch zu _einem_ Schoppen, - dann sind die Dukaten zu End!« - - Ott' Heinrich, der Pfalzgraf, sprach munter: - »Rem blemm! Was ficht uns das an? - Wir fahren nach Cyprus hinunter - und pumpen die Königin an.« - - ... Schon tanzte die alte Galeere - vor Cyprus in funkelnder Nacht, - da hub sich ein Sturm auf dem Meere - und rollender Donner erkracht. - - Umzuckt von gespenstigem Glaste - ein schwarzes Schiff braust vorbei, - hemdärmlich ein Geist steht am Maste - und furchtbar gellet sein Schrei: - - -Chorus: - - »Jetzt weicht, jetzt flieht! Jetzt weicht, jetzt flieht - mit Zittern und Zähnegefletsch: - Jetzt weicht, jetzt flieht! im Sturm herzieht - der Enderle von Ketsch!« - - -Solo: - - Der Donner klang leise und leiser - und glatt wie Oel lag die See, - dem tapferen Mückenhäuser, - dem Kanzler, war's wind und weh. - - Der Pfalzgraf stund an dem Steuer - und schaut' in die Wogen hinaus: - »Rem blemm! 's ist nimmer geheuer, - o Cyprus, wir müssen nach Haus! - - Gott sei meiner Seele gnädig, - ich bin ein gewitzigter Mann: - Zurück, zurück nach Venedig! - Wir pumpen niemand mehr an. - - Und wer bei den Türken und Heiden - sein Geld wie ich verschlampampt, - der verzieh sich geräuschlos beizeiten, - es klingt doch höllenverdammt: - - -Chorus: - - Jetzt weicht, jetzt flieht! Jetzt weicht, jetzt flieht - mit Zittern und Zähnegefletsch: - Jetzt weicht, jetzt flieht! im Sturm herzieht - der Enderle von Ketsch!« - - In der Beschreibung der Pfalz von Merian (1645) wird bei - Erwähnung des Dorfes Ketsch erzählt: - - »Pfaltzgraf Oth Heinrich, nachmals Churfürst, fuhr vmb das Jahr - 1530 ins gelobte Land, nach Jerusalem. In seiner zurück Reyse - kam er vber die Offenbahre See herauß, da jhme dann ein Schiff, - nach Nordwegen zu, begegnete, darinn diß Geschrey gehört wurde: - - »Weichet, weichet, der dick Enderlein von Ketsch kompt.« - - »Der Pfaltzgraf vnd sein Cammermeister Mückenhäuser kennten den - gottlosen Schuldtheiß allhie zu Ketsch vnnd auch den Orth wol; - daher als sie heimbkamen, sie nach dem dicken Enderle, vnnd - vmb die Zeit seines todts gefragt vnd vermerckt haben, daß es - mit der Zeit vberein gestimmt, da sie das Geschrey auff dem - Meer gehört hatten; wie Weyland ein Professor zu Heydelberg in - seinen Schriften auffgezeichneten hinderlassen hat.« - - - - -Am Grenzwall - - - Ein Römer stand in finstrer Nacht - am deutschen Grenzwall Posten, - fern vom Kastell war seine Wacht, - das Antlitz gegen Osten ... - Da regt sich feindlich 'was am Fluß, - da schleicht und hallt 'was leise ... - Kein Paean von Horazius, - ganz wildfremd war die Weise: - »Ha' ... hamm' ... hammer dich emol, emol, emol - an dei'm verrissene' Kamisol, - du schlechter Kerl!« - - An eine Jungfrau Chattenstamms - hatt' er sein Herz vertandelt - und war ihr oft im Lederwams - als Kaufmann zugewandelt. - Jetzt kam die Rache ... eins, zwei, drei! - Jetzt war der Damm erklettert ... - Jetzt kam's wie wilder Katzen Schrei - und Keulenschlag geschmettert: - »Ha' ... hamm' ... hammer dich ⁊c. - - Er zog sein Schwert, er blies sein Horn, - focht als geschulter Krieger, - fruchtlos war Mut und Römerzorn, - die Wilden blieben Sieger. - Sie banden ihn und trugen ihn - wie einen Sack von dannen; - als die Kohort' am Platz erschien, - scholls fern schon durch die Tannen: - »Ha' ... hamm' ... hammer dich ⁊c. - - Versammelt war im heiligen Hain - der Chatten Landsgemeinde, - ihr Odinsjulfest einzuweih'n - mit Opferblut vom Feinde. - Der fühlt sich schon als Bratenschmor - in der Barbaren Zähnen, - da sprang sein blonder Schatz hervor - und rief mit heißen Tränen: - »Ha' ... hamm' ... hammer dich ⁊c. - - Und alles Volk sprach tiefgerührt - ob solcher Wiederfindung: - »Man geb' ihn frei und losgeschnürt - der Freundin zur Verbindung! - Nimmt sie ihn hier vom Fleck als Frau, - sei alle Schuld verziehen. - Und heut noch wird im ganzen Gau - als Festbardit geschrien: - »Ha' ... hamm' ... hammer dich ⁊c. - - - - -Numero acht - -im Holländer Hof zu Heidelberg - - - Zwei Schatten seh ich schweben - in später, später Nacht; - wißt Ihr, wohin sie streben? -- - -- Beide auf Numero acht! - - Der Hausknecht, als es läutet, - mit einem Fluch erwacht; - er weiß schon, was es bedeutet: - Beide auf Numero acht! - - »Alt Holland steht in Nöten, - weh' uns, die wilde Jagd! - Weh' uns, die alten Schweden - beide auf Numero acht! - - Heißt das als fleißiger Schreiber - ein neues Buch gemacht, - ihr grausamen Ueberkneiper - beide auf Numero acht? - - heißt das als frommer Paster - an die Gemeinde gedacht? - Ihr sündenharte Laster - beide auf Numero acht?!« - - Der Hausknecht, ungewaschen - murrt er's und ungeschlacht, - da lärmt's: »He! noch zwei Flaschen, - beide auf Numero acht!« - - Und weiter singt es und klingt es - und jubiliert und lacht, - und bis zum Hausherrn dringt es: - »Beide auf Numero acht!« - - Der spitzt betrübt die Füße, - die Bettstatt seufzt und kracht; - stumm nimmt er eine Prise: - »Beide auf Numero acht!!« - - - - -Die letzte Hose - - - Letzte Hose, die mich schmückte, - fahre wohl! dein Amt ist aus, - ach auch dich, die mich entzückte, - schleppt ein andrer nun nach Haus. - - Selten hat an solchen Paares - Anblick sich ein Aug erquickt; - feinster Winterbuxking war es, - groß kariert -- und nie geflickt! - - Mit Gesang und vollen Flaschen - grüßt ich einst in dir die Welt; - zum Hausschlüssel in der Taschen - klang noch froh das bare Geld. - - Aber längst kam das Verhängnis, - die Sechsbätzner zogen fort, - und das Brückentorgefängnis - ist ein dunkler stiller Ort ... - - Längst verschwand, was sonst versetzlich, - Frack -- und Rock -- und Mantels Pracht. - Nun auch du! es ist entsetzlich! ... - Letzte Hose, gute Nacht! - - Tag der Prüfung, o wie bänglich - schlägt mein Herz und fühlt es hell: - Alles Irdische ist vergänglich - und das Pfandrecht schreitet schnell! - - Nirgends winkt uns ein Erlöser, - letzte Hose! ... es muß sein! ... - Elkan Levi, dunkler, böser - Trödler, nimm sie! ... Sie sei dein! - - Stiefelfuchs, du alter treuer, - komm und stütz mein Dulderhaupt! - Noch ein einziger Schoppen Neuer - sei dem Trauernden erlaubt. - - Dann will ich zu Bett mich legen - und nicht aufstehn, wenn's auch klopft, - bis ein schwerer goldner Regen - unverhofft durchs Dach mir tropft. - - Zeuch denn hin, die ich beweine, - grüß den Rock und 's Kamisol! - Weh! schon friert's mich an die Beine! ... - Letzte Hose, fahre wohl!! - - - - -Das Hildebrandlied - - - Hildebrand und sein Sohn Hadubrand, Hadubrand, - ritten selbander in Wut entbrannt, Wut entbrannt - gegen die Seestadt Venedig. - - Hildebrand und sein Sohn Hadubrand, Hadubrand, - keiner die Seestadt Venedig fand, Venedig fand, - da schimpften die beiden unflätig. - - Hildebrand und sein Sohn Hadubrand, Hadubrand, - ritten bis da, wo ein Wirtshaus stand, Wirtshaus stand, - Wirtshaus mit kühlen Bieren. - - Hildebrand und sein Sohn Hadubrand, Hadubrand, - trunken sich beid' einen Riesenbrand, Riesenbrand, - krochen heim auf allen Vieren. - - - - -Die Heimkehr - - - Der Pfarrer von Assmannshausen sprach: - »Die Welt steckt tief in Sünden, - doch wo der Meister Josephus steckt, - weiß keiner mir zu künden.« - - Und als man rüstet auf Weihnachtszeit, - da war der Rhein gefroren, - da stund ein Mann in Pilgramskleid - wohl vor des Pfarrhofs Toren: - - »Herr Pfarr', Ihr sollt mir Indulgenz - und sollt mir Ablaß spenden, - daß sich mein arm trübtraurig Herz - zu neuer Freud' mag wenden. - - Herr Pfarr', es war nicht wohlgetan, - vom rheinischen Land zu scheiden, - man trifft halt doch kein zweites an, - so weit man auch mag reiten. - - Bis hundert Stunden hinter Lyon - bin ich ins Frankreich kommen, - manch gutes Frühstück von Austern und Sekt - hab' ich zu mir genommen. - - Ich hab' zu Marseille im Café Türk - unter Heiden und Mohren gesessen, - ich hab' am Pyrenäengebirg - Lauch und Garbanzos gegessen. - - Noch saust der Kopf mir, wenn ich gedenk - der Seealpenmaid Filumene: - Zigeunerbraun Antlitz, kohlschwarzkraus Haar, - wie Elfenbein glänzend die Zähne. - - Doch verpecht und verschwefelt ist alles Land - ohne Freunde und Lieder der Liebe; - vom Fieber geschüttelt und abgebrannt - kehr ich heim aus dem fremden Getriebe.« - - Der Pfarr' von Assmannshausen sprach: - »Wohlauf, bußfertige Seele, - mit unserm altheiligen Purpurwein - salbe Dir Lippen und Kehle. - - Zu demselbigen Wein drei Tag, drei Nacht - im dunkelen Keller Dich schließe - und halt bei den Fässern trinkend Wacht, - daß Gnade sich über Dich gieße. - - In Krone und Anker ergib Dich sodann - den geistlichen Uebungen fleißig, - und erst bei des nächtlichen Wächters Nahn - dem Chorgesange entreiß Dich. - - Dann wird der Himmel ein Zeichen tun, - er läßt keinen Büßer verderben: - Ein lichtes Weingrün, ein dunkles Rot - wird Nase und Stirn Dir färben. - - Und prangt Dein Gesicht in solchem Ton, - dann wird Dein Trübsinn sich hellen, - dann magst Du, o lang verlorener Sohn, - den alten Freunden Dich stellen. - - Wir sind die Alten; noch klingen beim Wein - die Lieder von damals zu Berge, - vom »Spatzen« und vom »Stieglitz fein« - und der »sommerverkündenden Lerche«. - - Wir sind die Alten, wir haben Dich gern; - laß das Herz nicht von Kummer umnachten: - Und hätt'st Du noch ärger geschwärmt in der Fern', - ein Kalb auch würden wir schlachten.« - - Da seufzte der Pilgram mit Tränen im Aug': - »O Pfarr' von Assmannshausen, - wie Ihr, gottwohlgefälliger Mann, - sprach keiner mit mir da draußen. - - Nun stoß' ich meinen dürren Stab - in diese geweihte Erde, - daß er in neuem Blatt und Laub - ein Schattendach mir werde. - - Nun ströme, du rheinisch Traubenblut, - du Hort unsäglicher Gnaden; - in deiner verjüngenden Feuerflut - will ich gesund mich baden.« - - - - -Asphalt - - - Bestreuet die Häupter mit Asche, - verhaltet die Nasen Euch bang, - heut gibt's bei trübfließender Flasche - einen bituminösen Gesang. - - -- Schwül strahlet die Sonne der Wüste, - am toten Meere macht's warm; - ein Derwisch spaziert an der Küste, - eine Maid aus Engeddi am Arm. - - Nicht Luftzug noch Wellenschlag kräuselt - den zähen, bleifarbenen See, - nur Naphthageruch kommt gesäuselt - und dunstig umflort sich die Höh'. - - 's ist eine versalzene Gegend - und niemand ringsum ist gerecht. - Zu Loths Zeit hat's Schwefel geregnet - und heut noch ist alles verpecht. - - Keine Wäscherin naht mit dem Kübel, - kein Durstiger naht mit dem Krug - und dem Durstigsten selber wird übel, - wagt er aus der Flut einen Zug. - - Zwei schwarzbraune Klumpen lagen - am Ufer faulbrenzlich und schwer; - drauf setzte mit stillem Behagen - das Paar sich und liebte sich sehr. - - Doch wehe! sie saßen auf Naphtha, - und das läßt keinen mehr weg, - wer harmlos sich dreinsetzt, der haft't da - und steckt im gediegensten Pech. - - Sie konnten sich nimmer erheben, - sie jammerten: »Allah ist groß! - Wir kleben -- wir kleben -- wir kleben! - Wir kleben und kommen nicht los!« - - Umsonst hat ihr Klagen und Weinen - die schweigende Wüste durchhallt, - sie mußten zu Mumien versteinen - und wurden, ach! selbst zu Asphalt. - - Ein Vögelein wollte um Hilfe - hinüber zum Städtlein Zoar, - betäubt fiel's herab ins Geschilfe, - es stank, daß zu fliegen nicht war. - - Und blaß, mit erschaudernden Seelen - sah man einen Walfahrtzug fliehn -- - den Pilgern sowie den Kamelen - war's benzoësauer zu Sinn. - - So geht's, wenn ein Derwisch will minnen - und hat das Terrain nicht erkannt ... - O Jüngling, fleuch eiligst von hinnen, - wo Erdpech entquillet dem Land. - - - - -Das Megatherium - - - Was hangt denn dort bewegungslos - zum Knaul zusammengeballt, - so riesenfaul und riesengroß - im Ururururwald? - Dreifach so wuchtig als ein Stier, - dreifach so schwer und dumm -- - ein Klettertier, ein Krallentier: - Das Megatherium! - - Träg glotzt es in die Welt hinein - und gähnt, als wie im Traum, - und krallt die scharfen Krallen ein - am Embahubabaum. - Die Früchte und das saftige Blatt - verzehrt es und sagt: »_Ai!_« - Und wenns ihn leergefressen hat - sagts auch zuweilen: »_Wai!_« - - Dann aber steigt es nicht herab, - es kennt den kürzern Weg: - Gleich einem Kürbis fällt es ab - und rührt sich nicht vom Fleck. - Mit rundem Eulenangesicht - nickts sanft und lächelt brav: - Denn nach gelungener Fütterung kommt - als Hauptarbeit der Schlaf. - - ... O Mensch, dem solch ein Riesentier - nicht glaublich scheinen will, - geh nach Madrid! dort zeigt man dir - sein ganz Skelett fossil. - Doch bist du staunend ihm genaht, - Verliere nicht den Mut: - So ungeheure Faulheit tat - nur _vor_ der Sündflut gut. - - Du bist kein Megatherium, - dein Geist kennt höhere Pflicht, - drum schwänze kein Kollegium - und überfriß dich nicht. - Nütz' deine Zeit, sie gilt statt Gelds, - sei fleißig bis zum Grab, - und steckst du doch im faulen Pelz, - so fall' mit Vorsicht ab! - - - - -Die Lieder vom Rodenstein - - - - -Die drei Dörfer - - -I. - - Wer reit't mit zwanzig Knappen ein - zu Heidelberg im Hirschen? - Das ist der Herr von Rodenstein, - auf Rheinwein will er pirschen. - - »Hollaheh! den Hahn ins Faß! schenkt ein, - ich fürcht' die Kehlen rosten. - Wir wöll'n ein Jahr lang lustig sein, - und sollt's ein Dorf auch kosten! - - Ein Dorf, was ist's ... Nur Mist und Rauch, - ich hab' ja ihrer dreie ... - Gersprenz und Pfaffenbeerfurt auch - und Reichelsheim, das treue.« - - Trommeten klangen mit Schalmein - und Pauken um die Wette, - zwölf Monden saß der Rodenstein - beim fürstlichen Bankette. - - Und als er sich nach Jahr und Tag - die Rechnung hergewunken, - da sprach er: »Blitz und Donnerschlag! - Jetzt ist Gersprenz vertrunken! - Gersprenz ist hin! - Gersprenz ist fort! - Gersprenz, der fromme, der züchtige Ort, - Gersprenz ... ist ... veritrunken. - - Hollaheh! doch wie man's treibt, so geht's, - was liegt an dem Verlurste? - Man spricht vom vielen Trinken stets, - doch nie vom vielen Durste. - Gersprenz ist hin! - Gersprenz ist fort! - Gersprenz, der fromme, der züchtige Ort, - Gersprenz ... ist ... veritrunken.« - - -II. - - Wer reit't mit sieben Knappen ein - zu Heidelberg im Hirschen? - Das ist der Herr von Rodenstein, - auf Rheinwein will er pirschen. - - »Hollaheh! den Hahn ins Faß! schenkt ein, - ich fürcht', die Kehlen rosten. - Wir wöll'n ein halb Jahr lustig sein, - und sollt's ein Dorf auch kosten! - - Ein Dorf, was ist's? ... Ein rußig Loch, - und ich hab' ihrer zweie, - ich hab' ja Pfaffenbeerfurt noch - und Reichelsheim, das treue.« - - Trommeten klangen mit Schalmein, - die Pauken täten schweigen ... - Sechs Monden saß der Rodenstein - beim süßen Rheinweinreigen. - - Und als nach halber Jahresfrist - der Rechnung er gewunken, - da sprach er: »Hollaheh! jetzt ist - auch Reichelsheim vertrunken! - Reichelsheim ist hin! - Reichelsheim ist fort! - Reichelsheim der treue, schnapsbrennende Ort, - Reichelsheim ... ist ... veritrunken. - - Hollaheh! doch wie man's treibt, so geht's! - Was liegt an dem Verlurste? - Man spricht vom vielen Trinken stets, - doch nie vom vielen Durste. - Reichelsheim ist hin! - Reichelsheim ist fort! - Reichelsheim der treue, schnapsbrennende Ort, - Reichelsheim ... ist ... veritrunken.« - - -III. - - Wer wankt zu Fuße ganz allein - gen Heidelberg zum Hirschen? - Das ist der Herr von Rodenstein, - vorbei ist's mit dem Pirschen. - - »Herr Wirt, ein Kännlein dünnes Bier - und einen Harung im Salze! - Ich hab' vom vielen Malvasier - das Zipperlein am Halse. - - Der schönste, größte Durst der Pfalz - muß früh in Ruhstand sinken; - das letzte Dorf des Odenwalds - kann ich nicht mehr vertrinken. - - Einen Notary ruft herein, - der schreib' die Testamenten: - Pfaffenbeerfurt soll der Hochschul' sein, - mein Durst den Herrn Studenten! - - Stets bin ich alter Mann gerührt, - seh' ich die wackern Jungen. - Und schlucken sie wie ich, so wird - dereinstmals doch gesungen: - Pfaffenbeerfurt ist hin! - Pfaffenbeerfurt ist fort! - Pfaffenbeerfurt, die duftige Mistfinkenhöhl', - Pfaffenbeerfurt des Odenwalds Kronjuwel, - Pfaffenbeerfurt ... ist ... veritrunken! - - Hollaheh! doch wie man's treibt, so geht's! - Was liegt an dem Verlurste? - Man spricht vom vielen Trinken stets, - doch nie vom vielen Durste. - Pfaffenbeerfurt ist hin! - Pfaffenbeerfurt ist fort! - Pfaffenbeerfurt, die duftige Mistfinkenhöhl', - Pfaffenbeerfurt, des Odenwalds Kronjuwel, - Pfaffenbeerfurt ... ist ... veritrunken!« - - - - -Der Willekumm - - - Und als der Herr von Rodenstein - zum Frankenstein sich wandte, - empfing er seinen Ehrenwein, - so wie es Brauch im Lande. - In Beerbach vor dem Rathaus bracht' - der Zentgraf mit den Bauern - den Kauzenkrug. Der Alte lacht: - »Nur her mit Euerm Sauern! - Ihr Mannen, macht das Armbein krumm, - der Willekumm gaht um, gaht um, - holliro, das Bauernkäuzlein - gaht um, gaht um!« - - Als er von dort sich durchgezerrt, - zur Frankensteiner Linde, - stand Weg und Durchpaß dicht gesperrt - vom jungen Burggesinde: - Ein Reiterstiefel lebensgroß - von Ton, ein feinbemalter, - ward ihm gefüllt kredenzt auf's Roß - und alles sang den Psalter: - »Ihr Mannen, macht das Armbein krumm, - der Willekumm gaht um, gaht um, - holliro, der große Stiefel - gaht um, gaht um!« - - Im Burghof grüßt' ein zweiter Schwarm - ihn mit Karthaunenzündung, - da schwang der Burgherr selbst im Arm - des zweiten Stiefels Ründung. - Des Schloßbergs Feinsten goß man ein - und würdig sprach der Ritter: - »Herr Nachbar, nit auf eynem Bein! - Der hier schmeckt auch nicht bitter. - Ihr Mannen, macht das Armbein krumm, - der Willekumm gaht um, gaht um, - holliro, der große Stiefel - gaht um, gaht um!« - - Der Rodenstein trank aus und rief: - »Gott segne deine Nase! - Die meine bog sich beinah schief - Von solchem Strom im Glase. - Jetzt wöll'n wir in dem Rittersaal - ausruhn vom ersten Tosen; - mir ahnt, dort füllt dein Ehgemahl - das Trinkhorn Karls des Großen. - Und nochmals heißt's: das Armbein krumm, - der Willekumm gaht um, gaht um, - holliro, des Kaisers Hörnlein - gaht um, gaht um.« - - ... Beim Abschied andern Morgens war - ein Nebel weit und breite, - da bracht man ihm das Stammbuch dar - zum Eintrag, eh' er scheide. - Und zittrig schrieb er: »Kund soll sein, - daß ich hie eingeritten - und lob' das Haus zum Frankenstein - als Haus von guten Sitten: - Der Willkumm hat mir so gemund't, - daß ich das Bett nicht finden kunnt', - holliro, nicht nur der Stiefel - _'s ging alles um_!« - - - - -Die Pfändung - - - Und wieder saß beim Weine - im Waldhorn ob der Bruck - der Herr vom Rodensteine - mit schwerem Schluck und Gluck. - - Der Wirt sprach tief in Trauer: - »Daß Gott sich mein erbarm'! - Der sitzt wie eine Mauer - und trinkt mich nächstens arm. - - Wie soll das all noch enden? - Kein' Pfennig gibt er her ... - Ich glaub', ich laß ihn pfänden, - sonst weicht er mir nicht mehr!« - - Der Fronvogt samt dem Büttel - kam handfest an im Horn: - »Heraus den Sammetkittel, - die Stiefel und die Sporn. - - Heraus des Mantels Zirde, - Handschuh und Zobelhut! - Verfallen diesem Wirte - ist all Eu'r Hab und Gut!« - - Da lacht der Rodensteiner: - »Nur zu! ... wie wird mir wohl! - 's trinkt leichter sich und feiner - im Unterkamisol! - - Und bis Ihr mir die Kehlen - könnt pfänden aus dem Hals, - werd' ich noch manchen quälen, - der Wein schenkt in Kurpfalz!« - - - - -Der Knapp - - - Der Herr vom Rodensteine - sprach fiebrig und schabab: - »Ungern duld' ich alleine, - wo steckt mein treuer Knapp? - - Ich spür' in Haupt und Magen - ein Stechen und Geschlapp ... - Diesmal geht mir's an Kragen, - wo steckt mein treuer Knapp?« - - Der Reitersjungen viere - durchsuchten Weg und Steg: - Der Knapp saß fest beim Biere, - juhei! im Bremeneck. - - Er trank und sprach mit Trauern: - »Du braver Rodenstein! - Allein ich muß bedauern, - ich kann nicht bei dir sein! - - Ist _dir_ 'was zugestoßen -- - auch _ich_ hab 'was erlebt: - Ich bin mit Rock und Hosen - hier völlig festgeklebt.« - - Die Jungen meld'ten traurig - dem Kranken, was gescheh'n, - da sprach er fieberschaurig: - »O Knapp, das ist nicht schön! - - Lässest du dein'n Herren schwitzen - in solcher Not und Plag', - so sollst du übersitzen - bis an den jüngsten Tag!« - - Er sprach's und starb im Fieber, - sein letztes Wort traf zu, - der Knapp sitzt heut noch über, - es läßt ihm keine Ruh. - - Und Nachts wie Sturmgewitter - jagt's oft straßauf, straßab, - das ist der alte Ritter, - er ruft: »Wo steckt mein Knapp?!« - - - - -Das wilde Heer - - - Das war der Herr von Rodenstein, - der sprach: »Daß Gott mir helf, - gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein - des Nachts um halber Zwölf? - 'Raus da! 'Raus aus dem Haus da! - Herr Wirt, daß Gott mir helf, - gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein - des Nachts um halber Zwölf?« - - Er ritt landauf, landab im Trab, - kein Wirt ließ ihn ins Haus; - todkrank noch seufzt vom Gaul herab - er in die Nacht hinaus: - »'Raus da! 'Raus aus dem Haus da! - Herr Wirt, daß Gott mir helf, - gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein - des Nachts um halber Zwölf?« - - Und als mit Spieß und Jägersrock - sie ihn zu Grab getan, - hub selbst die alte Lumpenglock - betrübt zu läuten an: - »'Raus da! 'Raus aus dem Haus da! - Herr Wirt, daß Gott mir helf, - gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein - des Nachts um halber Zwölf?« - - Doch wem der letzte Schoppen fehlt, - den duld't kein Erdreich nicht; - drum tobt er jetzt, vom Durst gequält, - als Geist umher und spricht: - »'Raus da! 'Raus aus dem Haus da! - Herr Wirt, daß Gott mir helf, - gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein - des Nachts um halber Zwölf?« - - Und alles, was im Odenwald - sein' Durst noch nicht gestillt, - das folgt ihm bald, das schallt und knallt, - das klafft und stampft und brüllt: - »'Raus da! 'Raus aus dem Haus da! - Herr Wirt, daß Gott mir helf, - gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein - des Nachts um halber Zwölf?« - - ... Dies Lied singt man, wenn's auch verdrießt, - gestrengem Wirt zur Lehr'; - wer zu genau die Herberg schließt, - den straft das wilde Heer: - »'Raus da! 'Raus aus dem Haus da! - Rumdiridi! Freijagd! - Hoidirido, Freinacht! - Hausknecht hervor! - Oeffne das Tor! - 'Raus! 'raus! 'raus!« - - - - -Der Ueberfall - - - Und wieder sprach der Rodenstein: - »Hallo! mein wildes Heer! - In Tiefschluckhausen fall' ich ein - und trink' den Pfarrer leer. - 'Raus da! 'Raus aus dem Haus da! - Herr Pfarr, daß Gott Euch helf! - Gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein - des Nachts um halber Zwölf?« - - Der Pfarr, ein tapfrer Gottesmann, - trat streitbar vor sein Tor, - mit Weihbrunn, Skapulier und Bann - die Geister er beschwor: - »'Raus da! 'Raus aus dem Haus da! - Daß Euch der Satan helf, - kriegt Ihr kein' einzigen Tropfen Wein - des Nachts um halber Zwölf!« - - Doch fröhlich brummt der Rodenstein! - »O Pfarr, ich fang dich doch! - Ein Geist, der nicht zum Tor kommt 'rein, - probiert's am Kellerloch! - 'Nein da! ... 'Nein zu dem Wein da! - Hurra! schon sind wir drin! - Sein Keller ist nicht schlecht besetzt, - Hurra! wir trinken ihn!« - - O armes, frommes Pfarrerherz, - heut hat der Böse Macht! - Vergeblich rief er kellerwärts, - daß das Gewölbe kracht: - »Schwein' da ... Schwein' da ... bei dem Wein da! - Heißt das sich aufgeführt? - So laßt mir doch die Kompetenz, - die einem Pfarr gebührt!« - - Und als die Glocke Ein Uhr schlug, - das Heer sang dumpf und hohl: - »Herr Pfarr, Herr Pfarr, jetzt ha'n wir gnug, - Herr Pfarr, jetzt lebet wohl! - 'Raus jetzt! 'Raus aus dem Haus jetzt! - Herr Pfarr, und bleibt gesund! - 's fließt nirgends mehr ein Tropfen Wein - aus Krug und Hahn und Spund.« - - Da flucht der Pfarr: »Ich dank recht sehr, - Schwernot! Ist alles hin, - so will ich selbst im wilden Heer - als Feldkaplan mitzieh'n! - 'Naus jetzt! 'Naus aus dem Haus jetzt! - Herr Ritter, ich schlag' ein: - Ist all mein Wein zum Teufel, soll - ein and'rer Pfarrherr sein! - Hussa, hallo! - Jo, hihaho! - Rumdiridi, langt's nit, - Hoidirido, selbst mit! - Höllischer Chor, - heut reit' ich vor: - 'Naus! 'naus! 'naus!!« - - - - -Die Fahndung - - - Und wieder sprach der Rodenstein: - »Pelzkappenschwerenot! - Hans Breuning, Stabstrompeter mein, - bist untreu oder tot? - Lebst noch? ... Lebst noch und hebst noch? - Man g'spürt dich nirgend mehr ... - Schon naht die durstige Maiweinzeit, - du mußt mir wieder her!« - - Er ritt, bis er gen Darmstadt kam, - kein Fahnden war geglückt; - da lacht' er, als am schwarzen Lamm - durchs Fenster er geblickt: - »Er lebt noch! ... Lebt noch und hebt noch! - Doch frag' mich keiner: wie? - Wie kommt mein alter Flügelmann - in solche Kompagnie?« - - In Züchten saß die Stammgastschar - nach Rang und Würden dort, - Dünnbier ihr Vespertrünklein war, - es klang kein lautes Wort. - »Sacht stets! ... Sacht und bedacht stets - ist Lebens Hochgenuß,« - so flüstert ein Kanzleimann just - zum Kreisamtssyndikus. - - In dieser Schöppleinschlürfer Reih' - saß auch ein stilles Gast, - und als es acht Uhr war vorbei, - nahm's Stock und Hut mit Hast. - »Acht jetzt! ... acht jetzt ... gut Nacht jetzt! - Einst war ich nicht so brav, - doch ehrbar wandeln ist das Best'! - Ich geh ins Bett und schlaf'.« - - Der Rodenstein in grimmem Zorn - hub grau'nhaft sich empor; - dreimal stieß er ins Jägerhorn - und blies mit Macht den Chor: - »'Raus da! 'Raus aus dem Haus da! - 'Raus mit dem Deserteur! - Das lahme, zahme Gast da drin - gehört zum wilden Heer!« - - Da faßt das Gast ein Schreck und Graus, - erst sank es tief ins Knie, - dann stürzt es einen Maßkrug aus, - schlug's Fenster ein und schrie: - »'Naus da! 'Naus aus dem Haus da! - O Horn und Sporn und Zorn! - O Rodenstein! O Maienwein! - Noch bin ich nicht verlor'n. - Rumdiridi, Freijagd! - Hoidirido, Freinacht! - Alter Patron, - empfah' deinen Sohn! - Hussa, Hallo! - Jo, hihaho! - 'Naus, 'naus, 'naus!« - - - - -Aus dem »Trompeter von Säkkingen« - - -I. - - O Ponte molle, du treffliche Bruck, - bei der ich geschlürft schon manch tapfern Schluck - aus strohumflochtener Flaschen, - o Ponte molle, was ist mit dir? - Als einsamer Trinker sitz' ich allhier, - kaum mag ich des Weines naschen. - - O Ponte molle, 's war seltsam heut, - die süße verklungene Jugendzeit - und die alte Liebe kam wieder, - es zieht ein heißer Scirocco durchs Land, - im Herzen lodert der alte Brand, - es regt sich wie Sänge und Lieder. - - O Tibrisstrom, o Sankt Peters Dom! - O du ganzes gewaltig allmächtiges Rom! - -- Mögt allsamt gestohlen mir werden. - Wohin auch die unstäte Fahrt mich trieb, - die stille, holdselige Schwarzwaldlieb - bleibt doch das Schönste auf Erden. - - O Ponte molle, -- wie war sie schön! - Und müßt' ich viel tausend Fräulein noch sehn, - ich priese doch stets nur die Eine. - Und käme sie jetzo des Wegs vorbei, - dir selbst, du solides Quadergebäu, - durchzuckte es Mark und Gebeine. - - Doch vergeblich die Sehnsucht, vergeblich das Leid, - die Sonn' ist zu glühend, der Weg zu weit - und das Fliegen noch nicht erfunden. - Padrone, noch eine Flasche herein! - Der perlenreiche Orvietowein - mag auch dem Traurigen munden. - - O Ponte molle, du treffliche Bruck, - ich glaube, du lohnest mit bösem Spuk, - daß ich mich in Träume verloren! - Es wirbelt ein Staub an der Heerstraß' auf; - jetzt sperrt mir ein Ochsen- und Büffelhauf' - den Heimweg zu Romas Toren! - - -II. - - Ich weiß nicht, was da noch werden soll? - Schon dämmert's im feuchten Grunde, - die Fledermaus macht ahnungsvoll - um den alten Stadtwall die Runde, - am Scherbenberg wird's öd und still, - ich glaub', die alte Wirtin will - bereits die Schenke verschließen. - - Ein Käuzlein hör' ich drüben schrei'n, - wo die Grabzypressen trauern, - Campagnanebel ziehen herein, - verhüllt stehn Tor und Mauern; - es wogt und wallt wie ein Geisterheer - um Cestius' Pyramide her, - was mögen die Toten wollen? - - Jetzt zuckt und flammt um den Berg ein Licht, - die grauen Wolken verfliegen; - es kommt mit neidisch gelbem Gesicht - der Vollmond aufgestiegen, - er scheint so grell, er scheint so fahl, - er scheint mir mitten in Weinpokal, - das kann nichts Gutes bedeuten. - - Und wer von der Liebsten scheiden gemüßt, - dem wird sie nur um so lieber, - und wer zu lang in der Nachtluft sitzt, - bekommt in Rom das Fieber. - Schon löscht die Wirtin die Lampe aus -- - ~Felice notte!~ ich geh' nach Haus, - die Zeche bezahl' ich morgen. - - - - -Nicht rasten und nicht rosten ... - - - Nicht rasten und nicht rosten, - Weisheit und Schönheit kosten, - Durst löschen, wenn er brennt, - die Sorgen versingen mit Scherzen: - -- Wer's kann, der bleibt im Herzen - zeitlebens ... ein Student! - - - - -Des Biedermanns Abendgemütlichkeit - - - Vor meinem Haus steht eine Linde, - in ihrem Schatten sitz ich gern, - ich dampf' mein Pfeiflein in die Winde - und lob' durch Nichtstun Gott, den Herrn. - - Die Bienen summen froh und friedlich - und saugen Blütenhonig ein, - und alles ist so urgemütlich, - daß ich vor innrer Rührung wein'. - - Und hätt' in Deutschland jeder Hitzko- - pf wie ich 'ne Linde vor der Tür - und rauchte seinen Portoriko - mit so beschaulichem Pläsir: - - So gäb' es nicht so viel Krakehler - in dieser schönen Gotteswelt, - die Sonne schien' nicht auf Skandäler, - und doch wär' alles wohl bestellt. - Amen. - - - - -Inhalt - - - Seite - - Altassyrisch 5 - - Der Fünfundsechziger 7 - - Perkêo 9 - - Die Herberge am See 12 - - Dem aufgehenden Mond 14 - - In den Alpen 16 - - Die Maulbronner Fuge 17 - - Der Enderle von Ketsch 20 - - Am Grenzwall 23 - - Numero acht 25 - - Die letzte Hose 27 - - Das Hildebrandlied 29 - - Die Heimkehr 30 - - Asphalt 34 - - Das Megatherium 37 - - Die Lieder vom Rodenstein: - - 1. Die drei Dörfer 39 - - 2. Der Willekumm 43 - - 3. Die Pfändung 46 - - 4. Der Knapp 47 - - 5. Das wilde Heer 49 - - 6. Der Ueberfall 51 - - 7. Die Fahndung 53 - - Aus dem Trompeter von Säkkingen: - - 1. O Ponte molle, du treffliche Bruck 56 - - 2. Ich weiß nicht, was da noch werden soll 57 - - Nicht rasten und nicht rosten 59 - - Des Biedermanns Abendgemütlichkeit 60 - - - - -Die »Zeitbücher« - -herausgegeben von Walter Jerven - - -Bis jetzt erschienen: - - 1 _Wilhelm Schussen_, Im großen Jahr. Erzählungen - - 2 _Kurt Münzer_, Der jüngste Tag. Kriegsnovellen - - 3 _1870/71_, Lieder und Gedichte. Herausg. v. W. Jerven - - 4 _Richard Sexau_, Siegesopfer. Kriegsnovellen - - 5 _Richard Rieß_, Krank am Kriege. Kriegsnovellen - - 6 _Heldinnen._ Erzählungen zu Ehren der Frauen - - 7 _Peter Scher_, Kampf und Lachen. Glossen - - 8 _Leonhard Adelt_, Der Ozeanflug. Novelle - - 9 _Jul. Bab_, Preußen und der deutsche Geist - - 10 _Th. Heuß_, Schwaben und der deutsche Geist - - 11 _W. Handl_, Oesterreich und der deutsche Geist - - 12 _Ludwig Finckh_, Seekönig. Erzählungen - - 13 _H. Lhotzky_, Vom Erleben des Glücks - - 14 _Kurt Münzer_, Der Wert des Lebens. Aufsätze - - 15 _Wilh. v. Scholz_, Fähnrich von Braunau. Novelle - - 16 _Carl Busse_, Ueber Zeit und Dichtung. Lit. Aufsätze - - 17 _R. Presber_, Der Weg zum Ruhm. Satiren - - 18 _Fritz Mauthner_, Vom armen Franischko. Erzählg. - - 19 _W. v. Molo_, Deutschland und Oesterreich - - 20 _Alte Kalendergeschichten._ Herausg. v. W. Jerven - - 21 _Leo Heller_, Gott erhalte ... Gedichte - - 22 _Alfred Huggenberger_, Der Hofbauer. Erzählung - - 23 _W. Schussen_, Der geadelte Steinschleifer. Erzählungen - - 24 _Hermann Hesse_, Am Weg. Erzählungen - - 25 _Otto Hörth_, Heimat, für die wir kämpfen - - 26 _R. Rieß_, Der trockene Fisch. Lustige Geschichten - - 27 _Heinrich Schäff_, Im Zeichen der Stunde - - 28 _A. Sexauer_, 6 Feldpredigten von einem Laien - - 29 _Aussaat!_ Prosa und Verse einer neuen Jugend mit Beiträgen - von René Schickele, Hans Franck, A. Holitscher, Fr. W. - Foerster usw., herausg. v. O. M. Fontana - - 30 _Müller-Guttenbrunn_, Oesterreichs Beschwerdebuch - - 31 _Hans Watzlik_, Von deutsch-böhmischer Erde. Erzählg. - - 32 _K. Münzer_, Seelchen. Erzählungen aus Kinderland - - 33 _A. Fendrich_, Wanderungen. Soziale Betrachtungen - - 34 _Cl. Brentano_, Fanferlieschen Schönefüßchen I - - 35 _Cl. Brentano_, Fanferlieschen Schönefüßchen II - - Beide Bände illustriert von Kasia von Szadurska - - 36 _Fritz Mauthner_, Der steinerne Riese. Erzählung - - 37 _Curt Moreck_, Der Gast. Drei Novellen - - 38 _H. Wiedebach-Woischützky_, Liselotte lacht - - 39 _Peter Scher_, Das Friedenssanatorium. Glossen - - 40 _Ludwig Finckh_, Graspfeifer. Erzählungen - - 41 _Die Bergschmiede_ -- Novellen schlesischer Dichter. Mit - Beiträgen von Paul Keller, Hermann Stehr, Paul Barsch u. a., - herausgegeben von Walter Meckauer - - 42 _Paul Enderling_, Zwölf Geschichten - - 43 _Arthur Schubart_, Tiere und Menschen. Skizzen - - 44 _Ungarische Erzählungen_, Band I, mit Beiträgen von Franz - Molnar, Ernst Szep u. a., herausgegeben v. St. J. Klein - - 45 _Oskar Walzel_, Zukunftsaufgaben deutscher Kultur - - 46 _Franz Karl Ginzkey_, Lieder - - 47 _W. v. Scholz_, Die Unwirklichen. Novellen - - 48 _Leo Heller_, Das schwarzgelbe Buch. Gedichte - - 49 _H. Falkenfeld_, Die Musik der Schlachten. Aufsätze - - 50 _Karl Stieler_, Ein Winter-Idyll - - 51 _Münchner Bilderbogen_, mit Beiträgen von A. de Nora, F. - Freksa, Karl Ettlinger, herausg. v. R. Rieß - - 52 _Hans Franck_, Glockenfranzl I. Märchennovelle - - 53 _Hans Franck_, Glockenfranzl II. Märchennovelle - - 54 _Müller-Guttenbrunn_, Wiener Historien - - 55 _Heinrich Schäff_, Eine Balkanfahrt I - - 56 _Heinrich Schäff_, Eine Balkanfahrt II - - 57 _A. v. Scanzoni_, Von Jagd und Jägern. Erzählgn. - - 58 _Karl Schede_, Schatten. Skizzen - - 59 _Karl Escher_, Die Halbstarken. Ein Skizzenbuch - - 60 _W. Jerven_, Der alten Kalendergeschichten zweiter Teil - - 61 _Leonhard Adelt_, Studie zu sechs Dichtern - - 62 _Ferd. Künzelmann_, Der Frühlingszaun. Erzählgn. - - 63 _Wilhelm Schmidtbonn_, Das kleine Kriegsbuch - - 64 _Anton Wildgans_, Dreißig Gedichte - - 65 _Siegfried Jacobsohn_, Die ersten Tage - - 66 _Hans Reinhart_, Bilderbuch ohne Bilder - - 67 _Carl Hagemann_, Der deutsche Feldsoldat - - 68 _Kurt Münzer_, Der Weg des Tobias Hug. Novelle - - 69 _Otto Ernst Sutter_, Der Mausmatthis. Geschichten - - 70 _Land an der Weichsel._ Novellen westpreuß. Dichter - - 71 _Scheffel_, Wohlauf, die Luft geht frisch und rein. - Wanderlieder. Zusammengest. v. W. Jerven - - 72 _Scheffel_, Im schwarzen Walfisch zu Askalon. Rastlieder. - Zusammengest. v. Walter Jerven - - 73 _Scheffel_, Waldeinsamkeit - - 74 _Scheffel_, Bergpsalmen - - 75 _Scheffel_, Juniperus - - 76 _Scheffel_, Hugideo (illustriert von K. V. Szadurska) - - _Die Sammlung wird fortgesetzt!_ - -Die Zeitbücher eignen sich ihres Formates und Gewichtes wegen, wie -kaum eine andere Bücherreihe zum Beilegen in Briefe und die Tasche. -Auch als Reisegruß, als Ersatz für geschmacklose Ansichtskarten, -möchten die Büchlein verwendet werden. Die Zeitbücher vermeiden die -uniformierte, gleichmäßige Aufmachung. Jeder Band erscheint in einem -eigens entworfenen künstlerischen Einband. Zu Mitarbeitern gehören die -besten und bekanntesten Namen. - - Jeder Band (in gezeichnetem Originaleinband) 50 Pf. - - _Verzeichnisse kostenlos durch die_ - - Verlagsanstalt Reuß & Itta, Konstanz - - - - - Weitere Anmerkungen zur Transkription - - - Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Die - Darstellung der Ellipsen wurde vereinheitlicht. - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Im schwarzen Walfisch zu Askalon, by -Joseph Victor von Scheffel - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK IM SCHWARZEN WALFISCH ZU ASKALON *** - -***** This file should be named 56214-0.txt or 56214-0.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/6/2/1/56214/ - -Produced by The Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part -of this license, apply to copying and distributing Project -Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm -concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark, -and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive -specific permission. If you do not charge anything for copies of this -eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook -for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports, -performances and research. They may be modified and printed and given -away--you may do practically ANYTHING in the United States with eBooks -not protected by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the -trademark license, especially commercial redistribution. - -START: FULL LICENSE - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full -Project Gutenberg-tm License available with this file or online at -www.gutenberg.org/license. - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project -Gutenberg-tm electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or -destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your -possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a -Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound -by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the -person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph -1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project -Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this -agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm -electronic works. See paragraph 1.E below. - -1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the -Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection -of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual -works in the collection are in the public domain in the United -States. If an individual work is unprotected by copyright law in the -United States and you are located in the United States, we do not -claim a right to prevent you from copying, distributing, performing, -displaying or creating derivative works based on the work as long as -all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope -that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting -free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm -works in compliance with the terms of this agreement for keeping the -Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily -comply with the terms of this agreement by keeping this work in the -same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when -you share it without charge with others. - -1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern -what you can do with this work. Copyright laws in most countries are -in a constant state of change. If you are outside the United States, -check the laws of your country in addition to the terms of this -agreement before downloading, copying, displaying, performing, -distributing or creating derivative works based on this work or any -other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no -representations concerning the copyright status of any work in any -country outside the United States. - -1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: - -1.E.1. The following sentence, with active links to, or other -immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear -prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work -on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the -phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, -performed, viewed, copied or distributed: - - This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and - most other parts of the world at no cost and with almost no - restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it - under the terms of the Project Gutenberg License included with this - eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the - United States, you'll have to check the laws of the country where you - are located before using this ebook. - -1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is -derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not -contain a notice indicating that it is posted with permission of the -copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in -the United States without paying any fees or charges. If you are -redistributing or providing access to a work with the phrase "Project -Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply -either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or -obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm -trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted -with the permission of the copyright holder, your use and distribution -must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any -additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms -will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works -posted with the permission of the copyright holder found at the -beginning of this work. - -1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm -License terms from this work, or any files containing a part of this -work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. - -1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this -electronic work, or any part of this electronic work, without -prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with -active links or immediate access to the full terms of the Project -Gutenberg-tm License. - -1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including -any word processing or hypertext form. However, if you provide access -to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format -other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official -version posted on the official Project Gutenberg-tm web site -(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense -to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means -of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain -Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the -full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing -access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works -provided that - -* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from - the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method - you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed - to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has - agreed to donate royalties under this paragraph to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid - within 60 days following each date on which you prepare (or are - legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty - payments should be clearly marked as such and sent to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in - Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg - Literary Archive Foundation." - -* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies - you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he - does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm - License. You must require such a user to return or destroy all - copies of the works possessed in a physical medium and discontinue - all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm - works. - -* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of - any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the - electronic work is discovered and reported to you within 90 days of - receipt of the work. - -* You comply with all other terms of this agreement for free - distribution of Project Gutenberg-tm works. - -1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project -Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than -are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing -from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and The -Project Gutenberg Trademark LLC, the owner of the Project Gutenberg-tm -trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below. - -1.F. - -1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable -effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread -works not protected by U.S. copyright law in creating the Project -Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm -electronic works, and the medium on which they may be stored, may -contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate -or corrupt data, transcription errors, a copyright or other -intellectual property infringement, a defective or damaged disk or -other medium, a computer virus, or computer codes that damage or -cannot be read by your equipment. - -1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right -of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project -Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project -Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all -liability to you for damages, costs and expenses, including legal -fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT -LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE -PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE -TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE -LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR -INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH -DAMAGE. - -1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a -defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can -receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a -written explanation to the person you received the work from. If you -received the work on a physical medium, you must return the medium -with your written explanation. The person or entity that provided you -with the defective work may elect to provide a replacement copy in -lieu of a refund. If you received the work electronically, the person -or entity providing it to you may choose to give you a second -opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If -the second copy is also defective, you may demand a refund in writing -without further opportunities to fix the problem. - -1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO -OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT -LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. - -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of -damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement -violates the law of the state applicable to this agreement, the -agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or -limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or -unenforceability of any provision of this agreement shall not void the -remaining provisions. - -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in -accordance with this agreement, and any volunteers associated with the -production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm -electronic works, harmless from all liability, costs and expenses, -including legal fees, that arise directly or indirectly from any of -the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this -or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or -additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any -Defect you cause. - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of -computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It -exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations -from people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future -generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see -Sections 3 and 4 and the Foundation information page at -www.gutenberg.org - - - -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the -mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its -volunteers and employees are scattered throughout numerous -locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt -Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to -date contact information can be found at the Foundation's web site and -official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To SEND -DONATIONS or determine the status of compliance for any particular -state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. To -donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project -Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be -freely shared with anyone. For forty years, he produced and -distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of -volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in -the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not -necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper -edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search -facility: www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - diff --git a/old/56214-0.zip b/old/56214-0.zip Binary files differdeleted file mode 100644 index 90ef813..0000000 --- a/old/56214-0.zip +++ /dev/null diff --git a/old/56214-h.zip b/old/56214-h.zip Binary files differdeleted file mode 100644 index 706ddb8..0000000 --- a/old/56214-h.zip +++ /dev/null diff --git a/old/56214-h/56214-h.htm b/old/56214-h/56214-h.htm deleted file mode 100644 index 40ea109..0000000 --- a/old/56214-h/56214-h.htm +++ /dev/null @@ -1,2551 +0,0 @@ -<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN" - "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd"> -<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="de" lang="de"> - <head> - <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html;charset=utf-8" /> - <meta http-equiv="Content-Style-Type" content="text/css" /> - <title> - The Project Gutenberg eBook of Im schwarzen Walfisch zu Askalon, by Joseph Victor von Scheffel. - </title> - <link rel="coverpage" href="images/cover.jpg" /> - <style type="text/css"> - -body { - margin-left: 10%; - margin-right: 10%; -} - -.chapter { - page-break-before: always; -} - -h1, h2, h3, h4 { - text-align: center; /* all headings centered */ - clear: both; -} - -.h2 { - text-indent: 0; - text-align: center; - font-size: x-large; -} - -.h3 { - text-indent: 0; - text-align: center; - font-size: large; - font-style: italic; -} - -p { - margin-top: 1ex; - margin-bottom: 1ex; - text-align: justify; - text-indent: 1em; -} - -.p2 {margin-top: 2em;} - -hr { - width: 33%; - margin-top: 2em; - margin-bottom: 2em; - margin-left: 33.5%; - margin-right: 33.5%; - clear: both; -} - -hr.chap {width: 65%; margin-left: 17.5%; margin-right: 17.5%; } - -table { - margin-left: auto; - margin-right: auto; -} - -.tdr {text-align: right; vertical-align: bottom;} -.tdh3 { - text-align: left; - padding-left: 1em; -} - -.pagenum { - position: absolute; - left: 90%; - width: 8%; - font-family: sans-serif; - font-style: normal; - font-weight: normal; - font-size: small; - text-align: right; -} /* page numbers */ - -.pagenum a { - color: gray; -} - -.note { - font-size: smaller; - margin-left: 10%; - margin-right: 10%; -} - -.hang { - margin-left: 10%; - margin-right: 10%; -} - -.hang p { - margin-left: 2em; - text-indent: -2em; -} - -.center { - text-align: center; - text-indent: 0; -} - -.larger { - font-size: larger; -} - -.smaller { - font-size: smaller; -} - -.antiqua { - font-family: sans-serif; - font-style: normal; - font-size: 95%; -} - -.gesperrt { - font-style: italic; -} - -/* Images */ -img { - max-width: 100%; - height: auto; -} - -.figcenter { - margin: auto; - text-align: center; -} - -/* Poetry */ -.poem { - margin-left:10%; - margin-right:10%; - text-align: left; -} - -.poem br {display: none;} - -.poem .stanza {margin: 1em 0em 1em 0em;} - -.poem span.i0 {display: block; margin-left: 0em; padding-left: 3em; text-indent: -3em;} -.poem span.i10 {display: block; margin-left: 5em; padding-left: 3em; text-indent: -3em;} -.poem span.i2 {display: block; margin-left: 1em; padding-left: 3em; text-indent: -3em;} -.poem span.i22 {display: block; margin-left: 11em; padding-left: 3em; text-indent: -3em;} -.poem span.i4 {display: block; margin-left: 2em; padding-left: 3em; text-indent: -3em;} -.poem span.i6 {display: block; margin-left: 3em; padding-left: 3em; text-indent: -3em;} - -/* Transcriber's notes */ -.transnote {background-color: #E6E6FA; - color: black; - font-size:smaller; - padding:0.5em; - margin-bottom:5em; -} - -.transnote p { - text-indent: 0; -} - -span.drop { - text-indent: 0; -} - -span.drop:first-letter { - font-size: 200%; - line-height:0.85em; -} - -@media handheld { - span.drop:first-letter { - font-size: 100%; - } -} - - </style> - </head> -<body> - - -<pre> - -The Project Gutenberg EBook of Im schwarzen Walfisch zu Askalon, by -Joseph Victor von Scheffel - -This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most -other parts of the world at no cost and with almost no restrictions -whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of -the Project Gutenberg License included with this eBook or online at -www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have -to check the laws of the country where you are located before using this ebook. - -Title: Im schwarzen Walfisch zu Askalon - Rastlieder - -Author: Joseph Victor von Scheffel - -Editor: Walter Jerven - -Release Date: December 20, 2017 [EBook #56214] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK IM SCHWARZEN WALFISCH ZU ASKALON *** - - - - -Produced by The Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - - - - - - -</pre> - -<div class="transnote"> -<p class="h2">Anmerkungen zur Transkription</p> - -<p>Das Original ist in Fraktur gesetzt. -Im Original gesperrter Text ist <em class="gesperrt">so markiert</em>. -Im Original in Antiqua gesetzter Text ist <em class="antiqua">so ausgezeichnet</em>.</p> - -<p>Das tironische etc. wird so dargestellt: ⁊c.</p> - -<p>Weitere Anmerkungen zur Transkription befinden sich -am <a href="#tnextra">Ende des Buches</a>.</p> -</div> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/cover.jpg" alt="Cover" /> -</div> - -<div class="chapter"> -<p class="center"> -Im schwarzen Walfisch zu Askalon -</p> -<p class="center p2"> -Die Zeitbücher, Band 72 -</p> -<hr class="chap" /> -</div> - -<div class="chapter"> -<h1> -Im schwarzen Walfisch<br /> -zu Askalon</h1> - -<p class="center"> -Rastlieder von<br /> -Joseph Victor v. Scheffel</p> -<p class="center smaller"> -Ausgewählt von<br /> -Walter Jerven</p> -<div class="figcenter"> -<img src="images/signet.png" alt="Signet" /> -</div> -<p class="center"> -Reuß & Itta, Verlagsanstalt, Konstanz a. B. -</p> -<hr class="chap" /> -</div> - -<div class="chapter"> -<p class="center"> -Alle Rechte vorbehalten<br /> -Einbandentwurf von <em class="gesperrt">Kasia von Szadurska</em><br /> -Copyright 1917 by Reuß & Itta, Konstanz (Baden) -</p> -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_5">[5]</a></span></p> - -<h2 id="Altassyrisch">Altassyrisch</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Im schwarzen Walfisch zu Askalon<br /></span> -<span class="i0">da trank ein Mann drei Tag,<br /></span> -<span class="i0">bis daß er steif wie ein Besenstiel<br /></span> -<span class="i0">am Marmortische lag.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Im schwarzen Walfisch zu Askalon<br /></span> -<span class="i0">da sprach der Wirt: »Halt an!<br /></span> -<span class="i0">der trinkt von meinem Dattelsaft<br /></span> -<span class="i0">mehr als er zahlen kann.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Im schwarzen Walfisch zu Askalon<br /></span> -<span class="i0">da bracht' der Kellner Schar<br /></span> -<span class="i0">in Keilschrift auf sechs Ziegelstein<br /></span> -<span class="i0">dem Gast die Rechnung dar.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Im schwarzen Walfisch zu Askalon<br /></span> -<span class="i0">da sprach der Gast: »O weh!<br /></span> -<span class="i0">mein bares Geld ging alles drauf<br /></span> -<span class="i0">im Lamm zu Niniveh!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Im schwarzen Walfisch zu Askalon<br /></span> -<span class="i0">da schlug die Uhr halb vier,<br /></span> -<span class="i0">da warf der Hausknecht aus Nubierland<br /></span> -<span class="i0">den Fremden vor die Tür.<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_6">[6]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Im schwarzen Walfisch zu Askalon<br /></span> -<span class="i0">wird kein Prophet geehrt,<br /></span> -<span class="i0">und wer vergnügt dort leben will,<br /></span> -<span class="i0">zahlt bar, was er verzehrt.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_7">[7]</a></span></p> - -<h2 id="Der_Fuenfundsechziger">Der Fünfundsechziger</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">In luftiger Trinkkemenaten<br /></span> -<span class="i0">– den Ort gesteht man nicht ein –<br /></span> -<span class="i0">da prüften drei späte Nomaden<br /></span> -<span class="i0">den edelsten pfälzischen Wein.<br /></span> -<span class="i0">Aus rötlichen Römern erblinkte<br /></span> -<span class="i0">des Rieslings feinperlendes Gold,<br /></span> -<span class="i0">des Höhensaums Rebgeländ' winkte<br /></span> -<span class="i0">im Mondschein den Trinkenden hold.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Erste, ein weitum gereister<br /></span> -<span class="i0">Philologus spitzte den Mund:<br /></span> -<span class="i0">»<em class="gesperrt">Das</em> kochten uns Erdfeuergeister<br /></span> -<span class="i0">mit Aether und Sonne im Bund.<br /></span> -<span class="i0">Drum flutet's und glutet im Becher<br /></span> -<span class="i0">geistfunkelnd, sanft rhythmisch und voll,<br /></span> -<span class="i0">als sängen homerische Zecher<br /></span> -<span class="i0">ein jonisches Kneiplied in Moll.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Zweite, ein trockener Kenner<br /></span> -<span class="i0">und Denker des römischen Rechts:<br /></span> -<span class="i0">»Proficiat,« sprach er, »ihr Männer,<br /></span> -<span class="i0">wir läppern allhiero nichts Schlechts.<br /></span> -<span class="i0">Wer schaut nicht, wenn bacchisches Donum<br /></span> -<span class="i0">so goldklar im Kelchglase scheint,<br /></span> -<span class="i0">das Justum, Aequum et Bonum<br /></span> -<span class="i0">in diesem Römer vereint?«<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_8">[8]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Dritte, der putzte die Lichter,<br /></span> -<span class="i0">die mächtig heruntergebrannt,<br /></span> -<span class="i0">und sprach: »Zwar bin ich kein Dichter<br /></span> -<span class="i0">und kunstlos und schlicht von Verstand;<br /></span> -<span class="i0">doch nähert sich solch' einem Schoppen<br /></span> -<span class="i0">mein Herz … dann überwallt's …<br /></span> -<span class="i0">'s ist halt e verflucht feiner Troppen,<br /></span> -<span class="i0">ich segne die Hügel der Pfalz!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Derweilen ging draus auf dem Damme<br /></span> -<span class="i0">spießtragend ein Vierter vorbei,<br /></span> -<span class="i0">der blies eine wundersame<br /></span> -<span class="i0">gewaltige Melodei:<br /></span> -<span class="i0">»Ihr Herren, und lasset Euch sagen,<br /></span> -<span class="i0">die Stadtgemeinde braucht Schlaf,<br /></span> -<span class="i0">die Glocke hat eilf Uhr geschlagen,<br /></span> -<span class="i0">wer jetzt nicht zu Bett geht, zahlt Straf'.«<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_9">[9]</a></span></p> - -<h2 id="Perkeo">Perkêo</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Das war der Zwerg Perkêo<br /></span> -<span class="i0">im Heidelberger Schloß,<br /></span> -<span class="i0">an Wuchse klein und winzig,<br /></span> -<span class="i0">an Durste riesengroß.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Man schalt ihn einen Narren,<br /></span> -<span class="i0">er dachte: »Liebe Leut',<br /></span> -<span class="i0">wärt' Ihr wie ich doch alle<br /></span> -<span class="i0">feuchtfröhlich und gescheut!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und als das Faß, das große,<br /></span> -<span class="i0">mit Wein bestellet war,<br /></span> -<span class="i0">da ward sein künftiger Standpunkt<br /></span> -<span class="i0">dem Zwergen völlig klar.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">»Fahr wohl,« sprach er, »o Welt,<br /></span> -<span class="i0">du Katzenjammertal,<br /></span> -<span class="i0">was sie auf dir hantieren<br /></span> -<span class="i0">ist wurst mir und egal!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Um lederne Ideen<br /></span> -<span class="i0">rauft man manch heißen Kampf,<br /></span> -<span class="i0">es ist im Grund doch alles<br /></span> -<span class="i0">nur Nebel, Rauch und Dampf.<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_10">[10]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Die Wahrheit liegt im Weine.<br /></span> -<span class="i0">Beim Weinschlurf sonder End<br /></span> -<span class="i0">erklär' ich alter Narre<br /></span> -<span class="i0">fortan mich permanent.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Perkêo stieg zum Keller;<br /></span> -<span class="i0">er kam nicht mehr herfür<br /></span> -<span class="i0">und sog bei fünfzehn Jahre<br /></span> -<span class="i0">am rheinischen Malvasier.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">War's drunten auch stichdunkel,<br /></span> -<span class="i0">ihm strahlte inneres Licht,<br /></span> -<span class="i0">und wankten auch die Beine,<br /></span> -<span class="i0">er trank und murrte nicht.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Als er zum Faß gestiegen,<br /></span> -<span class="i0">stand's wohlgefüllt und schwer,<br /></span> -<span class="i0">doch als er kam zu sterben,<br /></span> -<span class="i0">klang's ausgesaugt und leer.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Da sprach er fromm: »Nun preiset,<br /></span> -<span class="i0">ihr Leute, des Herren Macht,<br /></span> -<span class="i0">die in mir schwachem Knirpse<br /></span> -<span class="i0">so Starkes hat vollbracht:<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Wie es dem kleinen David<br /></span> -<span class="i0">gen Goliath einst gelang,<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_11">[11]</a></span> -<span class="i0">also ich arm' Gezwerge<br /></span> -<span class="i0">den Riesen Durst bezwang.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Nun singt ein De Profundis,<br /></span> -<span class="i0">daß das Gewölb' erdröhnt,<br /></span> -<span class="i0">das Faß steht auf der Neige,<br /></span> -<span class="i0">ich falle sieggekrönt.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">… Perkêo ward begraben. –<br /></span> -<span class="i0">Um seine Kellergruft<br /></span> -<span class="i0">beim leeren Riesenfasse<br /></span> -<span class="i0">weht heut noch feuchte Luft.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und wer als frommer Pilger<br /></span> -<span class="i0">frühmorgens ihr genaht:<br /></span> -<span class="i0">Weh' ihm! Als Weinvertilger<br /></span> -<span class="i0">durchtobt er Nachts die Stadt.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_12">[12]</a></span></p> - -<h2 id="Die_Herberge_am_See">Die Herberge am See</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Dich feiern die freudigsten Lieder,<br /></span> -<span class="i0">Taberne zum lachenden Hecht,<br /></span> -<span class="i0">sind auch deine Hallen nur nieder,<br /></span> -<span class="i0">uns Fahrenden sind sie gerecht.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Hier trink' ich bekümmersnisledig<br /></span> -<span class="i0">Lenzlüfte und sonnigen Schein,<br /></span> -<span class="i0">und wär' ich der Fürst von Venedig,<br /></span> -<span class="i0">mir könnt' nicht wohliger sein.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Eine enge Dachkemenate<br /></span> -<span class="i0">herbergt mich als Dogenpalast,<br /></span> -<span class="i0">und eine bretterne Lade<br /></span> -<span class="i0">mein Hab' und Besitztum umfaßt.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Ein Bänklein im Schatten der Linde<br /></span> -<span class="i0">ist mein heiliger Markusplatz,<br /></span> -<span class="i0">dort spielen die Fischerkinde<br /></span> -<span class="i0">mit der scheckigen Klosterkatz'.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Mir lagert als Kreuzzugsgaleere<br /></span> -<span class="i0">ein Einbaum im Arsenal,<br /></span> -<span class="i0">den steur' ich in friedliche Meere<br /></span> -<span class="i0">als mein eigner Admiral.<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_13">[13]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Ein Schaumtrunk braunrötlichen Bieres<br /></span> -<span class="i0">erquickt mich statt kyprischem Wein …<br /></span> -<span class="i0">Wen lustet des Malvasieres,<br /></span> -<span class="i0">wo Malz und Hopfen noch rein?<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">So horst' ich, von Frühlingsgnaden<br /></span> -<span class="i0">ein glücklicher Meermann, allhier;<br /></span> -<span class="i0">hoch weht ob den weißen Gestaden<br /></span> -<span class="i0">der fahrenden Schüler Panier.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Nicht neid' ich der Welt ihre Wonnen,<br /></span> -<span class="i0">noch allen neunfarbigen Dunst:<br /></span> -<span class="i0">Still liegen und einsam sich sonnen,<br /></span> -<span class="i0">ist auch eine tapfere Kunst.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_14">[14]</a></span></p> - -<h2 id="Dem_aufgehenden_Mond">Dem aufgehenden Mond</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Heute schwirren Schelmenlieder,<br /></span> -<span class="i0">niemand bleibt verschont:<br /></span> -<span class="i0">Ja, woher denn du schon wieder,<br /></span> -<span class="i0">bleicher Pilgram Mond?<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Kaum ist uns die Sonn' entschwunden<br /></span> -<span class="i0">im verschilften Rohr,<br /></span> -<span class="i0">reckst du schon am Bergwald drunten<br /></span> -<span class="i0">dein Gesicht empor.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Willst du deinen Treuen helfen?<br /></span> -<span class="i0">Heia, strahl nur zu!<br /></span> -<span class="i0">Schwärmern, Minnern, Füchsen, Wölfen,<br /></span> -<span class="i0">giltst als Sonne du!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und wir brauchen Kraft zum Trinken<br /></span> -<span class="i0">und noch viel – viel Wein …<br /></span> -<span class="i0">Laß dem Wirt als Zahlung blinken<br /></span> -<span class="i0">deinen Silberschein.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Füll der Nönnlein Zellen drüben<br /></span> -<span class="i0">mit sehnsücht'gem Glanz …<br /></span> -<span class="i0">Melde: bei den Linden hüben<br /></span> -<span class="i0">tost der Ringeltanz!<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_15">[15]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Strebst du aber, uns zu tauchen<br /></span> -<span class="i0">in geheimes Weh,<br /></span> -<span class="i0">Mond, dann bist du nicht zu brauchen,<br /></span> -<span class="i0">lösch dein Licht und geh.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Geh mit deinem zarten Flittern<br /></span> -<span class="i0">nach der Seufzer Land …<br /></span> -<span class="i0">Schwermutbleich im Knie zu zittern,<br /></span> -<span class="i0">sind wir nicht imstand.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_16">[16]</a></span></p> - -<h2 id="In_den_Alpen">In den Alpen</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Heia, das Schneegebirg ha'n wir erklommen,<br /></span> -<span class="i0">schau'n in der Täler vielfurchig Gewind …<br /></span> -<span class="i0">Schweben wie Adler, von Aether umschwommen,<br /></span> -<span class="i0">über den Wolken und über dem Wind.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Hier blitzt ein Städtlein und dort ein Gefilde,<br /></span> -<span class="i0">dort eines Stromes sich schlängelnder Lauf,<br /></span> -<span class="i0">dort auch ein See, wie ein Menschenaug' milde,<br /></span> -<span class="i0">aus der vernebelten Ferne herauf.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Flüchtig nur winkt es und flüchtig versinkt es<br /></span> -<span class="i0">in das umflorende Dunstmeer zurück …<br /></span> -<span class="i0">So ist das Leben – sternschnuppig, kaum blinkt es …<br /></span> -<span class="i0">So ist die Minne, die Hoffnung, das Glück.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Wir aber lagern am prasselnden Herde,<br /></span> -<span class="i0">wärmen den Leichnam und strecken ihn aus …<br /></span> -<span class="i0">Fragen nicht mehr nach der Erde Beschwerde,<br /></span> -<span class="i0">füllen mit Jubel das winzige Haus.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Hochlandluft zehret, doch Rebensaft nähret,<br /></span> -<span class="i0">heia, wer reicht mir das Trinkhorn geschwind?<br /></span> -<span class="i0">… Dreifacher Durst ist dem Sänger bescheret<br /></span> -<span class="i0">über den Wolken und über dem Wind.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_17">[17]</a></span></p> - -<h2 id="Die_Maulbronner_Fuge">Die Maulbronner Fuge</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Im Winterrefektorium<br /></span> -<span class="i0">zu Maulbronn in dem Kloster<br /></span> -<span class="i0">da geht 'was um den Tisch herum,<br /></span> -<span class="i0">klingt nicht wie Paternoster:<br /></span> -<span class="i0">Die Martinsgans hat wohlgetan,<br /></span> -<span class="i0">Eilfinger blinkt im Kruge,<br /></span> -<span class="i0">nun hebt die nasse Andacht an<br /></span> -<span class="i0">und alles singt die Fuge:<br /></span> -<span class="i6">All Voll, Keiner Leer, Wein Her!<br /></span> -<span class="i10"><em class="antiqua">Complete pocula!</em><br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Abt Johannes Entenfuß<br /></span> -<span class="i0">kam unwirsch hergewatschelt:<br /></span> -<span class="i0">»Was wird so spät als Festtagsschluß<br /></span> -<span class="i0">beim Geigenschall gefratschelt?<br /></span> -<span class="i0">Laßt ab, Ihr stört den Doktor Faust<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_18">[18]</a></span> -<span class="i0">im Gartenturm dahinten;<br /></span> -<span class="i0">wenn solch ein Singsang zu ihm braust,<br /></span> -<span class="i0">kann er kein Gold nicht finden:<br /></span> -<span class="i6">All Voll, Keiner Leer, Wein Her!<br /></span> -<span class="i10"><em class="antiqua">Cavete scandala!</em>«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Derweilen bracht der Zellerar,<br /></span> -<span class="i0">Herr Godefrit von Niefern,<br /></span> -<span class="i0">den Sankt Martinuszuspitz dar<br /></span> -<span class="i0">vom Keller mit den Küfern.<br /></span> -<span class="i0">Der rief: »Herr Abbas, was Ihr sagt,<br /></span> -<span class="i0">soll man in Züchten ehren,<br /></span> -<span class="i0">doch wenn kein andrer Schmerz Euch plagt,<br /></span> -<span class="i0">so mögt Ihr uns nicht wehren:<br /></span> -<span class="i6">All Voll, Keiner Leer, Wein Her!<br /></span> -<span class="i10">Der Faust sitzt selbst schon da!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Faust saß rückwärts an der Wand<br /></span> -<span class="i0">und trank vergnügt im Dunkeln,<br /></span> -<span class="i0">nun ließ der blasse Nekromant<br /></span> -<span class="i0">sein Glas am Licht karfunkeln<br /></span> -<span class="i0">und sprach: »Ich brüt schon Tag und Jahr<br /></span> -<span class="i0">am schwarzen Zauberbuche<br /></span> -<span class="i0">und merk' erst heut, ich bin ein Narr,<br /></span> -<span class="i0">daß ich das Gold dort suche;<br /></span> -<span class="i6">All Voll, Keiner Leer, Wein Her!<br /></span> -<span class="i10">Das echte Gold ist da!«<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_19">[19]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">»Mit Hermes Trismegistos List<br /></span> -<span class="i0">wird keins erlaborieret,<br /></span> -<span class="i0">die Sonne ist der Alchymist,<br /></span> -<span class="i0">der's flüssig destillieret:<br /></span> -<span class="i0">Wenn's durch die Adern glüht und rollt<br /></span> -<span class="i0">mit des Eilfingers Wonnen,<br /></span> -<span class="i0">dann habt Ihr Gold, habt echtes Gold,<br /></span> -<span class="i0">und ehrlich selbst gewonnen.<br /></span> -<span class="i6">All Voll, Keiner Leer, Wein Her!<br /></span> -<span class="i10"><em class="antiqua">Haec vera practica!</em>«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Da lacht der Abt: »Mit solcher Lehr<br /></span> -<span class="i0">zwingt Ihr auch mich zum Kruge,<br /></span> -<span class="i0">denn: All Voll, Keiner Leer, Wein Her<br /></span> -<span class="i0">ist eine feuchte Fuge.<br /></span> -<span class="i0">Als Fausti Goldspruch laß ich sie<br /></span> -<span class="i0">jetzt in den Kreuzgang malen,<br /></span> -<span class="i0">man kennt die ganze Melodie<br /></span> -<span class="i0">schon an den Initialen:<br /></span> -<span class="i6"><em class="antiqua">A. V. K. L. W. H.</em><br /></span> -<span class="i10"><em class="antiqua">Sit vino gloria!</em>«<br /></span> -</div></div> - -<div class="note"> - -<p>– – Wem das Kloster Maulbronn bekandt, der hat's -können mit seinen Augen sehen, wie in dem Vorhoff selbiger -schönen erbauten Kirchen oben im Schwibbogen unter -anderen Gemälden auch eine Gans abgemahlt steht, an -welcher eine Fläsch, Bratwürst, Bratspiß und dergleichen -hangen, neben einer zur nassen Andacht gar wohl komponirten -Fuga folgenden Tenors mit ihrem unterlegten Text -gleichwohl nur den <em class="antiqua">initialibus literis A. V. K. L. W. H. = -All Voll, Keiner Leer, Wein Her</em>, welches vielleicht -dieser durstigen Münch und Religiosen Comentarius gewest -über das Hohelied Salomonis: <em class="antiqua">Comedite amici et -bibite et inebriamini charisimi &c. &c.</em></p> - -<p class="center"> -<em class="gesperrt">Tob. Wagner</em>, Evangel. Censur der Besoldischen -Motiven etc. Tübingen 1640, p. 652. -</p></div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_20">[20]</a></span></p> - -<h2 id="Der_Enderle_von_Ketsch">Der Enderle von Ketsch</h2> -</div> - -<p class="h3">Chorus:</p> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Jetzt weicht, jetzt flieht! Jetzt weicht, jetzt flieht<br /></span> -<span class="i0">mit Zittern und Zähnegefletsch:<br /></span> -<span class="i0">Jetzt weicht, jetzt flieht! Wir singen das Lied<br /></span> -<span class="i0">Vom Enderle von Ketsch!<br /></span> -</div></div> - -<p class="h3">Solo:</p> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0">Ott' Heinrich, der Pfalzgraf bei Rheine,<br /></span> -<span class="i0">der sprach eines Morgens: »Rem blemm!<br /></span> -<span class="i0">Ich pfeif' auf die saueren Weine,<br /></span> -<span class="i0">ich geh' nach Jerusalem!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Viel schöner und lilienweißer<br /></span> -<span class="i0">schau'n dort die Jungfrauen drein:<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_21">[21]</a></span> -<span class="i0">O Kanzler, o Mückenhäuser,<br /></span> -<span class="i0">fünftausend Dukaten pack ein!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und als sie lagen vor Joppen,<br /></span> -<span class="i0">da faltet der Kanzler die Händ:<br /></span> -<span class="i0">»Jetzt langt's noch zu <em class="gesperrt">einem</em> Schoppen,<br /></span> -<span class="i0">dann sind die Dukaten zu End!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Ott' Heinrich, der Pfalzgraf, sprach munter:<br /></span> -<span class="i0">»Rem blemm! Was ficht uns das an?<br /></span> -<span class="i0">Wir fahren nach Cyprus hinunter<br /></span> -<span class="i0">und pumpen die Königin an.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">… Schon tanzte die alte Galeere<br /></span> -<span class="i0">vor Cyprus in funkelnder Nacht,<br /></span> -<span class="i0">da hub sich ein Sturm auf dem Meere<br /></span> -<span class="i0">und rollender Donner erkracht.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Umzuckt von gespenstigem Glaste<br /></span> -<span class="i0">ein schwarzes Schiff braust vorbei,<br /></span> -<span class="i0">hemdärmlich ein Geist steht am Maste<br /></span> -<span class="i0">und furchtbar gellet sein Schrei:<br /></span> -</div></div> - -<p class="h3">Chorus:</p> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0">»Jetzt weicht, jetzt flieht! Jetzt weicht, jetzt flieht<br /></span> -<span class="i0">mit Zittern und Zähnegefletsch:<br /></span> -<span class="i0">Jetzt weicht, jetzt flieht! im Sturm herzieht<br /></span> -<span class="i0">der Enderle von Ketsch!«<br /></span> -</div></div> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_22">[22]</a></span></p> - -<p class="h3">Solo:</p> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Donner klang leise und leiser<br /></span> -<span class="i0">und glatt wie Oel lag die See,<br /></span> -<span class="i0">dem tapferen Mückenhäuser,<br /></span> -<span class="i0">dem Kanzler, war's wind und weh.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Pfalzgraf stund an dem Steuer<br /></span> -<span class="i0">und schaut' in die Wogen hinaus:<br /></span> -<span class="i0">»Rem blemm! 's ist nimmer geheuer,<br /></span> -<span class="i0">o Cyprus, wir müssen nach Haus!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Gott sei meiner Seele gnädig,<br /></span> -<span class="i0">ich bin ein gewitzigter Mann:<br /></span> -<span class="i0">Zurück, zurück nach Venedig!<br /></span> -<span class="i0">Wir pumpen niemand mehr an.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und wer bei den Türken und Heiden<br /></span> -<span class="i0">sein Geld wie ich verschlampampt,<br /></span> -<span class="i0">der verzieh sich geräuschlos beizeiten,<br /></span> -<span class="i0">es klingt doch höllenverdammt:<br /></span> -</div></div> - -<p class="h3">Chorus:</p> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0">Jetzt weicht, jetzt flieht! Jetzt weicht, jetzt flieht<br /></span> -<span class="i0">mit Zittern und Zähnegefletsch:<br /></span> -<span class="i0">Jetzt weicht, jetzt flieht! im Sturm herzieht<br /></span> -<span class="i0">der Enderle von Ketsch!«<br /></span> -</div></div> - -<div class="note"> - -<p>In der Beschreibung der Pfalz von Merian (1645) wird -bei Erwähnung des Dorfes Ketsch erzählt:</p> - -<p>»Pfaltzgraf Oth Heinrich, nachmals Churfürst, fuhr vmb -das Jahr 1530 ins gelobte Land, nach Jerusalem. In seiner -zurück Reyse kam er vber die Offenbahre See herauß, da -jhme dann ein Schiff, nach Nordwegen zu, begegnete, darinn -diß Geschrey gehört wurde:</p> - -<p>»Weichet, weichet, der dick Enderlein von Ketsch kompt.«</p> - -<p>»Der Pfaltzgraf vnd sein Cammermeister Mückenhäuser -kennten den gottlosen Schuldtheiß allhie zu Ketsch vnnd auch -den Orth wol; daher als sie heimbkamen, sie nach dem -dicken Enderle, vnnd vmb die Zeit seines todts gefragt vnd -vermerckt haben, daß es mit der Zeit vberein gestimmt, da -sie das Geschrey auff dem Meer gehört hatten; wie Weyland -ein Professor zu Heydelberg in seinen Schriften auffgezeichneten -hinderlassen hat.«</p> - -<hr class="chap" /> -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_23">[23]</a></span></p></div> - -<h2 id="Am_Grenzwall">Am Grenzwall</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Ein Römer stand in finstrer Nacht<br /></span> -<span class="i0">am deutschen Grenzwall Posten,<br /></span> -<span class="i0">fern vom Kastell war seine Wacht,<br /></span> -<span class="i0">das Antlitz gegen Osten …<br /></span> -<span class="i0">Da regt sich feindlich 'was am Fluß,<br /></span> -<span class="i0">da schleicht und hallt 'was leise …<br /></span> -<span class="i0">Kein Paean von Horazius,<br /></span> -<span class="i0">ganz wildfremd war die Weise:<br /></span> -<span class="i0">»Ha' … hamm' … hammer dich emol, emol, emol<br /></span> -<span class="i0">an dei'm verrissene' Kamisol,<br /></span> -<span class="i0">du schlechter Kerl!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">An eine Jungfrau Chattenstamms<br /></span> -<span class="i0">hatt' er sein Herz vertandelt<br /></span> -<span class="i0">und war ihr oft im Lederwams<br /></span> -<span class="i0">als Kaufmann zugewandelt.<br /></span> -<span class="i0">Jetzt kam die Rache … eins, zwei, drei!<br /></span> -<span class="i0">Jetzt war der Damm erklettert …<br /></span> -<span class="i0">Jetzt kam's wie wilder Katzen Schrei<br /></span> -<span class="i0">und Keulenschlag geschmettert:<br /></span> -<span class="i0">»Ha' … hamm' … hammer dich ⁊c.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Er zog sein Schwert, er blies sein Horn,<br /></span> -<span class="i0">focht als geschulter Krieger,<br /></span> -<span class="i0">fruchtlos war Mut und Römerzorn,<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_24">[24]</a></span> -<span class="i0">die Wilden blieben Sieger.<br /></span> -<span class="i0">Sie banden ihn und trugen ihn<br /></span> -<span class="i0">wie einen Sack von dannen;<br /></span> -<span class="i0">als die Kohort' am Platz erschien,<br /></span> -<span class="i0">scholls fern schon durch die Tannen:<br /></span> -<span class="i0">»Ha' … hamm' … hammer dich ⁊c.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Versammelt war im heiligen Hain<br /></span> -<span class="i0">der Chatten Landsgemeinde,<br /></span> -<span class="i0">ihr Odinsjulfest einzuweih'n<br /></span> -<span class="i0">mit Opferblut vom Feinde.<br /></span> -<span class="i0">Der fühlt sich schon als Bratenschmor<br /></span> -<span class="i0">in der Barbaren Zähnen,<br /></span> -<span class="i0">da sprang sein blonder Schatz hervor<br /></span> -<span class="i0">und rief mit heißen Tränen:<br /></span> -<span class="i0">»Ha' … hamm' … hammer dich ⁊c.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und alles Volk sprach tiefgerührt<br /></span> -<span class="i0">ob solcher Wiederfindung:<br /></span> -<span class="i0">»Man geb' ihn frei und losgeschnürt<br /></span> -<span class="i0">der Freundin zur Verbindung!<br /></span> -<span class="i0">Nimmt sie ihn hier vom Fleck als Frau,<br /></span> -<span class="i0">sei alle Schuld verziehen.<br /></span> -<span class="i0">Und heut noch wird im ganzen Gau<br /></span> -<span class="i0">als Festbardit geschrien:<br /></span> -<span class="i0">»Ha' … hamm' … hammer dich ⁊c.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_25">[25]</a></span></p> - -<h2 id="Numero_acht">Numero acht</h2> - -<p class="center smaller">im Holländer Hof zu Heidelberg</p> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Zwei Schatten seh ich schweben<br /></span> -<span class="i0">in später, später Nacht;<br /></span> -<span class="i0">wißt Ihr, wohin sie streben? –<br /></span> -<span class="i0">– Beide auf Numero acht!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Hausknecht, als es läutet,<br /></span> -<span class="i0">mit einem Fluch erwacht;<br /></span> -<span class="i0">er weiß schon, was es bedeutet:<br /></span> -<span class="i0">Beide auf Numero acht!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">»Alt Holland steht in Nöten,<br /></span> -<span class="i0">weh' uns, die wilde Jagd!<br /></span> -<span class="i0">Weh' uns, die alten Schweden<br /></span> -<span class="i0">beide auf Numero acht!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Heißt das als fleißiger Schreiber<br /></span> -<span class="i0">ein neues Buch gemacht,<br /></span> -<span class="i0">ihr grausamen Ueberkneiper<br /></span> -<span class="i0">beide auf Numero acht?<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">heißt das als frommer Paster<br /></span> -<span class="i0">an die Gemeinde gedacht?<br /></span> -<span class="i0">Ihr sündenharte Laster<br /></span> -<span class="i0">beide auf Numero acht?!«<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_26">[26]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Hausknecht, ungewaschen<br /></span> -<span class="i0">murrt er's und ungeschlacht,<br /></span> -<span class="i0">da lärmt's: »He! noch zwei Flaschen,<br /></span> -<span class="i0">beide auf Numero acht!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und weiter singt es und klingt es<br /></span> -<span class="i0">und jubiliert und lacht,<br /></span> -<span class="i0">und bis zum Hausherrn dringt es:<br /></span> -<span class="i0">»Beide auf Numero acht!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der spitzt betrübt die Füße,<br /></span> -<span class="i0">die Bettstatt seufzt und kracht;<br /></span> -<span class="i0">stumm nimmt er eine Prise:<br /></span> -<span class="i0">»Beide auf Numero acht!!«<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_27">[27]</a></span></p> - -<h2 id="Die_letzte_Hose">Die letzte Hose</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Letzte Hose, die mich schmückte,<br /></span> -<span class="i0">fahre wohl! dein Amt ist aus,<br /></span> -<span class="i0">ach auch dich, die mich entzückte,<br /></span> -<span class="i0">schleppt ein andrer nun nach Haus.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Selten hat an solchen Paares<br /></span> -<span class="i0">Anblick sich ein Aug erquickt;<br /></span> -<span class="i0">feinster Winterbuxking war es,<br /></span> -<span class="i0">groß kariert – und nie geflickt!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Mit Gesang und vollen Flaschen<br /></span> -<span class="i0">grüßt ich einst in dir die Welt;<br /></span> -<span class="i0">zum Hausschlüssel in der Taschen<br /></span> -<span class="i0">klang noch froh das bare Geld.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Aber längst kam das Verhängnis,<br /></span> -<span class="i0">die Sechsbätzner zogen fort,<br /></span> -<span class="i0">und das Brückentorgefängnis<br /></span> -<span class="i0">ist ein dunkler stiller Ort …<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Längst verschwand, was sonst versetzlich,<br /></span> -<span class="i0">Frack – und Rock – und Mantels Pracht.<br /></span> -<span class="i0">Nun auch du! es ist entsetzlich! …<br /></span> -<span class="i0">Letzte Hose, gute Nacht!<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_28">[28]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Tag der Prüfung, o wie bänglich<br /></span> -<span class="i0">schlägt mein Herz und fühlt es hell:<br /></span> -<span class="i0">Alles Irdische ist vergänglich<br /></span> -<span class="i0">und das Pfandrecht schreitet schnell!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Nirgends winkt uns ein Erlöser,<br /></span> -<span class="i0">letzte Hose! … es muß sein! …<br /></span> -<span class="i0">Elkan Levi, dunkler, böser<br /></span> -<span class="i0">Trödler, nimm sie! … Sie sei dein!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Stiefelfuchs, du alter treuer,<br /></span> -<span class="i0">komm und stütz mein Dulderhaupt!<br /></span> -<span class="i0">Noch ein einziger Schoppen Neuer<br /></span> -<span class="i0">sei dem Trauernden erlaubt.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Dann will ich zu Bett mich legen<br /></span> -<span class="i0">und nicht aufstehn, wenn's auch klopft,<br /></span> -<span class="i0">bis ein schwerer goldner Regen<br /></span> -<span class="i0">unverhofft durchs Dach mir tropft.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Zeuch denn hin, die ich beweine,<br /></span> -<span class="i0">grüß den Rock und 's Kamisol!<br /></span> -<span class="i0">Weh! schon friert's mich an die Beine! …<br /></span> -<span class="i0">Letzte Hose, fahre wohl!!<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_29">[29]</a></span></p> - -<h2 id="Das_Hildebrandlied">Das Hildebrandlied</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Hildebrand und sein Sohn Hadubrand, Hadubrand,<br /></span> -<span class="i0">ritten selbander in Wut entbrannt, Wut entbrannt<br /></span> -<span class="i0">gegen die Seestadt Venedig.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Hildebrand und sein Sohn Hadubrand, Hadubrand,<br /></span> -<span class="i0">keiner die Seestadt Venedig fand, Venedig fand,<br /></span> -<span class="i0">da schimpften die beiden unflätig.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Hildebrand und sein Sohn Hadubrand, Hadubrand,<br /></span> -<span class="i0">ritten bis da, wo ein Wirtshaus stand, Wirtshaus stand,<br /></span> -<span class="i0">Wirtshaus mit kühlen Bieren.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Hildebrand und sein Sohn Hadubrand, Hadubrand,<br /></span> -<span class="i0">trunken sich beid' einen Riesenbrand, Riesenbrand,<br /></span> -<span class="i0">krochen heim auf allen Vieren.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_30">[30]</a></span></p> - -<h2 id="Die_Heimkehr">Die Heimkehr</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Der Pfarrer von Assmannshausen sprach:<br /></span> -<span class="i0">»Die Welt steckt tief in Sünden,<br /></span> -<span class="i0">doch wo der Meister Josephus steckt,<br /></span> -<span class="i0">weiß keiner mir zu künden.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und als man rüstet auf Weihnachtszeit,<br /></span> -<span class="i0">da war der Rhein gefroren,<br /></span> -<span class="i0">da stund ein Mann in Pilgramskleid<br /></span> -<span class="i0">wohl vor des Pfarrhofs Toren:<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">»Herr Pfarr', Ihr sollt mir Indulgenz<br /></span> -<span class="i0">und sollt mir Ablaß spenden,<br /></span> -<span class="i0">daß sich mein arm trübtraurig Herz<br /></span> -<span class="i0">zu neuer Freud' mag wenden.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Herr Pfarr', es war nicht wohlgetan,<br /></span> -<span class="i0">vom rheinischen Land zu scheiden,<br /></span> -<span class="i0">man trifft halt doch kein zweites an,<br /></span> -<span class="i0">so weit man auch mag reiten.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Bis hundert Stunden hinter Lyon<br /></span> -<span class="i0">bin ich ins Frankreich kommen,<br /></span> -<span class="i0">manch gutes Frühstück von Austern und Sekt<br /></span> -<span class="i0">hab' ich zu mir genommen.<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_31">[31]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Ich hab' zu Marseille im Café Türk<br /></span> -<span class="i0">unter Heiden und Mohren gesessen,<br /></span> -<span class="i0">ich hab' am Pyrenäengebirg<br /></span> -<span class="i0">Lauch und Garbanzos gegessen.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Noch saust der Kopf mir, wenn ich gedenk<br /></span> -<span class="i0">der Seealpenmaid Filumene:<br /></span> -<span class="i0">Zigeunerbraun Antlitz, kohlschwarzkraus Haar,<br /></span> -<span class="i0">wie Elfenbein glänzend die Zähne.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Doch verpecht und verschwefelt ist alles Land<br /></span> -<span class="i0">ohne Freunde und Lieder der Liebe;<br /></span> -<span class="i0">vom Fieber geschüttelt und abgebrannt<br /></span> -<span class="i0">kehr ich heim aus dem fremden Getriebe.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Pfarr' von Assmannshausen sprach:<br /></span> -<span class="i0">»Wohlauf, bußfertige Seele,<br /></span> -<span class="i0">mit unserm altheiligen Purpurwein<br /></span> -<span class="i0">salbe Dir Lippen und Kehle.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Zu demselbigen Wein drei Tag, drei Nacht<br /></span> -<span class="i0">im dunkelen Keller Dich schließe<br /></span> -<span class="i0">und halt bei den Fässern trinkend Wacht,<br /></span> -<span class="i0">daß Gnade sich über Dich gieße.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">In Krone und Anker ergib Dich sodann<br /></span> -<span class="i0">den geistlichen Uebungen fleißig,<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_32">[32]</a></span> -<span class="i0">und erst bei des nächtlichen Wächters Nahn<br /></span> -<span class="i0">dem Chorgesange entreiß Dich.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Dann wird der Himmel ein Zeichen tun,<br /></span> -<span class="i0">er läßt keinen Büßer verderben:<br /></span> -<span class="i0">Ein lichtes Weingrün, ein dunkles Rot<br /></span> -<span class="i0">wird Nase und Stirn Dir färben.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und prangt Dein Gesicht in solchem Ton,<br /></span> -<span class="i0">dann wird Dein Trübsinn sich hellen,<br /></span> -<span class="i0">dann magst Du, o lang verlorener Sohn,<br /></span> -<span class="i0">den alten Freunden Dich stellen.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Wir sind die Alten; noch klingen beim Wein<br /></span> -<span class="i0">die Lieder von damals zu Berge,<br /></span> -<span class="i0">vom »Spatzen« und vom »Stieglitz fein«<br /></span> -<span class="i0">und der »sommerverkündenden Lerche«.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Wir sind die Alten, wir haben Dich gern;<br /></span> -<span class="i0">laß das Herz nicht von Kummer umnachten:<br /></span> -<span class="i0">Und hätt'st Du noch ärger geschwärmt in der Fern',<br /></span> -<span class="i0">ein Kalb auch würden wir schlachten.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Da seufzte der Pilgram mit Tränen im Aug':<br /></span> -<span class="i0">»O Pfarr' von Assmannshausen,<br /></span> -<span class="i0">wie Ihr, gottwohlgefälliger Mann,<br /></span> -<span class="i0">sprach keiner mit mir da draußen.<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_33">[33]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Nun stoß' ich meinen dürren Stab<br /></span> -<span class="i0">in diese geweihte Erde,<br /></span> -<span class="i0">daß er in neuem Blatt und Laub<br /></span> -<span class="i0">ein Schattendach mir werde.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Nun ströme, du rheinisch Traubenblut,<br /></span> -<span class="i0">du Hort unsäglicher Gnaden;<br /></span> -<span class="i0">in deiner verjüngenden Feuerflut<br /></span> -<span class="i0">will ich gesund mich baden.«<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_34">[34]</a></span></p> - -<h2 id="Asphalt">Asphalt</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Bestreuet die Häupter mit Asche,<br /></span> -<span class="i0">verhaltet die Nasen Euch bang,<br /></span> -<span class="i0">heut gibt's bei trübfließender Flasche<br /></span> -<span class="i0">einen bituminösen Gesang.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">– Schwül strahlet die Sonne der Wüste,<br /></span> -<span class="i0">am toten Meere macht's warm;<br /></span> -<span class="i0">ein Derwisch spaziert an der Küste,<br /></span> -<span class="i0">eine Maid aus Engeddi am Arm.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Nicht Luftzug noch Wellenschlag kräuselt<br /></span> -<span class="i0">den zähen, bleifarbenen See,<br /></span> -<span class="i0">nur Naphthageruch kommt gesäuselt<br /></span> -<span class="i0">und dunstig umflort sich die Höh'.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">'s ist eine versalzene Gegend<br /></span> -<span class="i0">und niemand ringsum ist gerecht.<br /></span> -<span class="i0">Zu Loths Zeit hat's Schwefel geregnet<br /></span> -<span class="i0">und heut noch ist alles verpecht.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Keine Wäscherin naht mit dem Kübel,<br /></span> -<span class="i0">kein Durstiger naht mit dem Krug<br /></span> -<span class="i0">und dem Durstigsten selber wird übel,<br /></span> -<span class="i0">wagt er aus der Flut einen Zug.<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_35">[35]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Zwei schwarzbraune Klumpen lagen<br /></span> -<span class="i0">am Ufer faulbrenzlich und schwer;<br /></span> -<span class="i0">drauf setzte mit stillem Behagen<br /></span> -<span class="i0">das Paar sich und liebte sich sehr.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Doch wehe! sie saßen auf Naphtha,<br /></span> -<span class="i0">und das läßt keinen mehr weg,<br /></span> -<span class="i0">wer harmlos sich dreinsetzt, der haft't da<br /></span> -<span class="i0">und steckt im gediegensten Pech.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Sie konnten sich nimmer erheben,<br /></span> -<span class="i0">sie jammerten: »Allah ist groß!<br /></span> -<span class="i0">Wir kleben – wir kleben – wir kleben!<br /></span> -<span class="i0">Wir kleben und kommen nicht los!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Umsonst hat ihr Klagen und Weinen<br /></span> -<span class="i0">die schweigende Wüste durchhallt,<br /></span> -<span class="i0">sie mußten zu Mumien versteinen<br /></span> -<span class="i0">und wurden, ach! selbst zu Asphalt.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Ein Vögelein wollte um Hilfe<br /></span> -<span class="i0">hinüber zum Städtlein Zoar,<br /></span> -<span class="i0">betäubt fiel's herab ins Geschilfe,<br /></span> -<span class="i0">es stank, daß zu fliegen nicht war.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und blaß, mit erschaudernden Seelen<br /></span> -<span class="i0">sah man einen Walfahrtzug fliehn –<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_36">[36]</a></span> -<span class="i0">den Pilgern sowie den Kamelen<br /></span> -<span class="i0">war's benzoësauer zu Sinn.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">So geht's, wenn ein Derwisch will minnen<br /></span> -<span class="i0">und hat das Terrain nicht erkannt …<br /></span> -<span class="i0">O Jüngling, fleuch eiligst von hinnen,<br /></span> -<span class="i0">wo Erdpech entquillet dem Land.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_37">[37]</a></span></p> - -<h2 id="Das_Megatherium">Das Megatherium</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Was hangt denn dort bewegungslos<br /></span> -<span class="i0">zum Knaul zusammengeballt,<br /></span> -<span class="i0">so riesenfaul und riesengroß<br /></span> -<span class="i0">im Ururururwald?<br /></span> -<span class="i0">Dreifach so wuchtig als ein Stier,<br /></span> -<span class="i0">dreifach so schwer und dumm –<br /></span> -<span class="i0">ein Klettertier, ein Krallentier:<br /></span> -<span class="i0">Das Megatherium!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Träg glotzt es in die Welt hinein<br /></span> -<span class="i0">und gähnt, als wie im Traum,<br /></span> -<span class="i0">und krallt die scharfen Krallen ein<br /></span> -<span class="i0">am Embahubabaum.<br /></span> -<span class="i0">Die Früchte und das saftige Blatt<br /></span> -<span class="i0">verzehrt es und sagt: »<em class="gesperrt">Ai!</em>«<br /></span> -<span class="i0">Und wenns ihn leergefressen hat<br /></span> -<span class="i0">sagts auch zuweilen: »<em class="gesperrt">Wai!</em>«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Dann aber steigt es nicht herab,<br /></span> -<span class="i0">es kennt den kürzern Weg:<br /></span> -<span class="i0">Gleich einem Kürbis fällt es ab<br /></span> -<span class="i0">und rührt sich nicht vom Fleck.<br /></span> -<span class="i0">Mit rundem Eulenangesicht<br /></span> -<span class="i0">nickts sanft und lächelt brav:<br /></span> -<span class="i0">Denn nach gelungener Fütterung kommt<br /></span> -<span class="i0">als Hauptarbeit der Schlaf.<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_38">[38]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">… O Mensch, dem solch ein Riesentier<br /></span> -<span class="i0">nicht glaublich scheinen will,<br /></span> -<span class="i0">geh nach Madrid! dort zeigt man dir<br /></span> -<span class="i0">sein ganz Skelett fossil.<br /></span> -<span class="i0">Doch bist du staunend ihm genaht,<br /></span> -<span class="i0">Verliere nicht den Mut:<br /></span> -<span class="i0">So ungeheure Faulheit tat<br /></span> -<span class="i0">nur <em class="gesperrt">vor</em> der Sündflut gut.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Du bist kein Megatherium,<br /></span> -<span class="i0">dein Geist kennt höhere Pflicht,<br /></span> -<span class="i0">drum schwänze kein Kollegium<br /></span> -<span class="i0">und überfriß dich nicht.<br /></span> -<span class="i0">Nütz' deine Zeit, sie gilt statt Gelds,<br /></span> -<span class="i0">sei fleißig bis zum Grab,<br /></span> -<span class="i0">und steckst du doch im faulen Pelz,<br /></span> -<span class="i0">so fall' mit Vorsicht ab!<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_39">[39]</a></span></p> - -<h2 id="Die_Lieder_vom_Rodenstein">Die Lieder vom Rodenstein</h2> - -<h3 id="Die_drei_Doerfer">Die drei Dörfer</h3> -</div> - -<h4>I.</h4> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Wer reit't mit zwanzig Knappen ein<br /></span> -<span class="i0">zu Heidelberg im Hirschen?<br /></span> -<span class="i0">Das ist der Herr von Rodenstein,<br /></span> -<span class="i0">auf Rheinwein will er pirschen.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">»Hollaheh! den Hahn ins Faß! schenkt ein,<br /></span> -<span class="i0">ich fürcht' die Kehlen rosten.<br /></span> -<span class="i0">Wir wöll'n ein Jahr lang lustig sein,<br /></span> -<span class="i0">und sollt's ein Dorf auch kosten!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Ein Dorf, was ist's … Nur Mist und Rauch,<br /></span> -<span class="i0">ich hab' ja ihrer dreie …<br /></span> -<span class="i0">Gersprenz und Pfaffenbeerfurt auch<br /></span> -<span class="i0">und Reichelsheim, das treue.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Trommeten klangen mit Schalmein<br /></span> -<span class="i0">und Pauken um die Wette,<br /></span> -<span class="i0">zwölf Monden saß der Rodenstein<br /></span> -<span class="i0">beim fürstlichen Bankette.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und als er sich nach Jahr und Tag<br /></span> -<span class="i0">die Rechnung hergewunken,<br /></span> -<span class="i0">da sprach er: »Blitz und Donnerschlag!<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_40">[40]</a></span> -<span class="i0">Jetzt ist Gersprenz vertrunken!<br /></span> -<span class="i2">Gersprenz ist hin!<br /></span> -<span class="i2">Gersprenz ist fort!<br /></span> -<span class="i2">Gersprenz, der fromme, der züchtige Ort,<br /></span> -<span class="i2">Gersprenz … ist … veritrunken.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Hollaheh! doch wie man's treibt, so geht's,<br /></span> -<span class="i0">was liegt an dem Verlurste?<br /></span> -<span class="i0">Man spricht vom vielen Trinken stets,<br /></span> -<span class="i0">doch nie vom vielen Durste.<br /></span> -<span class="i2">Gersprenz ist hin!<br /></span> -<span class="i2">Gersprenz ist fort!<br /></span> -<span class="i2">Gersprenz, der fromme, der züchtige Ort,<br /></span> -<span class="i2">Gersprenz … ist … veritrunken.«<br /></span> -</div></div> - -<h4>II.</h4> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Wer reit't mit sieben Knappen ein<br /></span> -<span class="i0">zu Heidelberg im Hirschen?<br /></span> -<span class="i0">Das ist der Herr von Rodenstein,<br /></span> -<span class="i0">auf Rheinwein will er pirschen.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">»Hollaheh! den Hahn ins Faß! schenkt ein,<br /></span> -<span class="i0">ich fürcht', die Kehlen rosten.<br /></span> -<span class="i0">Wir wöll'n ein halb Jahr lustig sein,<br /></span> -<span class="i0">und sollt's ein Dorf auch kosten!<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_41">[41]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Ein Dorf, was ist's? … Ein rußig Loch,<br /></span> -<span class="i0">und ich hab' ihrer zweie,<br /></span> -<span class="i0">ich hab' ja Pfaffenbeerfurt noch<br /></span> -<span class="i0">und Reichelsheim, das treue.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Trommeten klangen mit Schalmein,<br /></span> -<span class="i0">die Pauken täten schweigen …<br /></span> -<span class="i0">Sechs Monden saß der Rodenstein<br /></span> -<span class="i0">beim süßen Rheinweinreigen.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und als nach halber Jahresfrist<br /></span> -<span class="i0">der Rechnung er gewunken,<br /></span> -<span class="i0">da sprach er: »Hollaheh! jetzt ist<br /></span> -<span class="i0">auch Reichelsheim vertrunken!<br /></span> -<span class="i2">Reichelsheim ist hin!<br /></span> -<span class="i2">Reichelsheim ist fort!<br /></span> -<span class="i2">Reichelsheim der treue, schnapsbrennende Ort,<br /></span> -<span class="i2">Reichelsheim … ist … veritrunken.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Hollaheh! doch wie man's treibt, so geht's!<br /></span> -<span class="i0">Was liegt an dem Verlurste?<br /></span> -<span class="i0">Man spricht vom vielen Trinken stets,<br /></span> -<span class="i0">doch nie vom vielen Durste.<br /></span> -<span class="i2">Reichelsheim ist hin!<br /></span> -<span class="i2">Reichelsheim ist fort!<br /></span> -<span class="i2">Reichelsheim der treue, schnapsbrennende Ort,<br /></span> -<span class="i2">Reichelsheim … ist … veritrunken.«<br /></span> -</div></div> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_42">[42]</a></span></p> - -<h4>III.</h4> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Wer wankt zu Fuße ganz allein<br /></span> -<span class="i0">gen Heidelberg zum Hirschen?<br /></span> -<span class="i0">Das ist der Herr von Rodenstein,<br /></span> -<span class="i0">vorbei ist's mit dem Pirschen.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">»Herr Wirt, ein Kännlein dünnes Bier<br /></span> -<span class="i0">und einen Harung im Salze!<br /></span> -<span class="i0">Ich hab' vom vielen Malvasier<br /></span> -<span class="i0">das Zipperlein am Halse.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der schönste, größte Durst der Pfalz<br /></span> -<span class="i0">muß früh in Ruhstand sinken;<br /></span> -<span class="i0">das letzte Dorf des Odenwalds<br /></span> -<span class="i0">kann ich nicht mehr vertrinken.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Einen Notary ruft herein,<br /></span> -<span class="i0">der schreib' die Testamenten:<br /></span> -<span class="i0">Pfaffenbeerfurt soll der Hochschul' sein,<br /></span> -<span class="i0">mein Durst den Herrn Studenten!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Stets bin ich alter Mann gerührt,<br /></span> -<span class="i0">seh' ich die wackern Jungen.<br /></span> -<span class="i0">Und schlucken sie wie ich, so wird<br /></span> -<span class="i0">dereinstmals doch gesungen:<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_43">[43]</a></span> -<span class="i2">Pfaffenbeerfurt ist hin!<br /></span> -<span class="i2">Pfaffenbeerfurt ist fort!<br /></span> -<span class="i2">Pfaffenbeerfurt, die duftige Mistfinkenhöhl',<br /></span> -<span class="i2">Pfaffenbeerfurt des Odenwalds Kronjuwel,<br /></span> -<span class="i2">Pfaffenbeerfurt … ist … veritrunken!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Hollaheh! doch wie man's treibt, so geht's!<br /></span> -<span class="i0">Was liegt an dem Verlurste?<br /></span> -<span class="i0">Man spricht vom vielen Trinken stets,<br /></span> -<span class="i0">doch nie vom vielen Durste.<br /></span> -<span class="i2">Pfaffenbeerfurt ist hin!<br /></span> -<span class="i2">Pfaffenbeerfurt ist fort!<br /></span> -<span class="i2">Pfaffenbeerfurt, die duftige Mistfinkenhöhl',<br /></span> -<span class="i2">Pfaffenbeerfurt, des Odenwalds Kronjuwel,<br /></span> -<span class="i2">Pfaffenbeerfurt … ist … veritrunken!«<br /></span> -</div></div> - -<hr class="chap" /> - -<h3 id="Der_Willekumm">Der Willekumm</h3> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Und als der Herr von Rodenstein<br /></span> -<span class="i0">zum Frankenstein sich wandte,<br /></span> -<span class="i0">empfing er seinen Ehrenwein,<br /></span> -<span class="i0">so wie es Brauch im Lande.<br /></span> -<span class="i0">In Beerbach vor dem Rathaus bracht'<br /></span> -<span class="i0">der Zentgraf mit den Bauern<br /></span> -<span class="i0">den Kauzenkrug. Der Alte lacht:<br /></span> -<span class="i0">»Nur her mit Euerm Sauern!<br /></span> -<span class="i2">Ihr Mannen, macht das Armbein krumm,<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_44">[44]</a></span> -<span class="i2">der Willekumm gaht um, gaht um,<br /></span> -<span class="i2">holliro, das Bauernkäuzlein<br /></span> -<span class="i2">gaht um, gaht um!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Als er von dort sich durchgezerrt,<br /></span> -<span class="i0">zur Frankensteiner Linde,<br /></span> -<span class="i0">stand Weg und Durchpaß dicht gesperrt<br /></span> -<span class="i0">vom jungen Burggesinde:<br /></span> -<span class="i0">Ein Reiterstiefel lebensgroß<br /></span> -<span class="i0">von Ton, ein feinbemalter,<br /></span> -<span class="i0">ward ihm gefüllt kredenzt auf's Roß<br /></span> -<span class="i0">und alles sang den Psalter:<br /></span> -<span class="i2">»Ihr Mannen, macht das Armbein krumm,<br /></span> -<span class="i2">der Willekumm gaht um, gaht um,<br /></span> -<span class="i2">holliro, der große Stiefel<br /></span> -<span class="i2">gaht um, gaht um!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Im Burghof grüßt' ein zweiter Schwarm<br /></span> -<span class="i0">ihn mit Karthaunenzündung,<br /></span> -<span class="i0">da schwang der Burgherr selbst im Arm<br /></span> -<span class="i0">des zweiten Stiefels Ründung.<br /></span> -<span class="i0">Des Schloßbergs Feinsten goß man ein<br /></span> -<span class="i0">und würdig sprach der Ritter:<br /></span> -<span class="i0">»Herr Nachbar, nit auf eynem Bein!<br /></span> -<span class="i0">Der hier schmeckt auch nicht bitter.<br /></span> -<span class="i2">Ihr Mannen, macht das Armbein krumm,<br /></span> -<span class="i2">der Willekumm gaht um, gaht um,<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_45">[45]</a></span> -<span class="i2">holliro, der große Stiefel<br /></span> -<span class="i2">gaht um, gaht um!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Rodenstein trank aus und rief:<br /></span> -<span class="i0">»Gott segne deine Nase!<br /></span> -<span class="i0">Die meine bog sich beinah schief<br /></span> -<span class="i0">Von solchem Strom im Glase.<br /></span> -<span class="i0">Jetzt wöll'n wir in dem Rittersaal<br /></span> -<span class="i0">ausruhn vom ersten Tosen;<br /></span> -<span class="i0">mir ahnt, dort füllt dein Ehgemahl<br /></span> -<span class="i0">das Trinkhorn Karls des Großen.<br /></span> -<span class="i2">Und nochmals heißt's: das Armbein krumm,<br /></span> -<span class="i2">der Willekumm gaht um, gaht um,<br /></span> -<span class="i2">holliro, des Kaisers Hörnlein<br /></span> -<span class="i2">gaht um, gaht um.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">… Beim Abschied andern Morgens war<br /></span> -<span class="i0">ein Nebel weit und breite,<br /></span> -<span class="i0">da bracht man ihm das Stammbuch dar<br /></span> -<span class="i0">zum Eintrag, eh' er scheide.<br /></span> -<span class="i0">Und zittrig schrieb er: »Kund soll sein,<br /></span> -<span class="i0">daß ich hie eingeritten<br /></span> -<span class="i0">und lob' das Haus zum Frankenstein<br /></span> -<span class="i0">als Haus von guten Sitten:<br /></span> -<span class="i2">Der Willkumm hat mir so gemund't,<br /></span> -<span class="i2">daß ich das Bett nicht finden kunnt',<br /></span> -<span class="i2">holliro, nicht nur der Stiefel<br /></span> -<span class="i2"><em class="gesperrt">'s ging alles um</em>!«<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_46">[46]</a></span></p> - -<h3 id="Die_Pfaendung">Die Pfändung</h3> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Und wieder saß beim Weine<br /></span> -<span class="i0">im Waldhorn ob der Bruck<br /></span> -<span class="i0">der Herr vom Rodensteine<br /></span> -<span class="i0">mit schwerem Schluck und Gluck.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Wirt sprach tief in Trauer:<br /></span> -<span class="i0">»Daß Gott sich mein erbarm'!<br /></span> -<span class="i0">Der sitzt wie eine Mauer<br /></span> -<span class="i0">und trinkt mich nächstens arm.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Wie soll das all noch enden?<br /></span> -<span class="i0">Kein' Pfennig gibt er her …<br /></span> -<span class="i0">Ich glaub', ich laß ihn pfänden,<br /></span> -<span class="i0">sonst weicht er mir nicht mehr!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Fronvogt samt dem Büttel<br /></span> -<span class="i0">kam handfest an im Horn:<br /></span> -<span class="i0">»Heraus den Sammetkittel,<br /></span> -<span class="i0">die Stiefel und die Sporn.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Heraus des Mantels Zirde,<br /></span> -<span class="i0">Handschuh und Zobelhut!<br /></span> -<span class="i0">Verfallen diesem Wirte<br /></span> -<span class="i0">ist all Eu'r Hab und Gut!«<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_47">[47]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Da lacht der Rodensteiner:<br /></span> -<span class="i0">»Nur zu! … wie wird mir wohl!<br /></span> -<span class="i0">'s trinkt leichter sich und feiner<br /></span> -<span class="i0">im Unterkamisol!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und bis Ihr mir die Kehlen<br /></span> -<span class="i0">könnt pfänden aus dem Hals,<br /></span> -<span class="i0">werd' ich noch manchen quälen,<br /></span> -<span class="i0">der Wein schenkt in Kurpfalz!«<br /></span> -</div></div> - -<hr class="chap" /> - -<h3 id="Der_Knapp">Der Knapp</h3> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Der Herr vom Rodensteine<br /></span> -<span class="i0">sprach fiebrig und schabab:<br /></span> -<span class="i0">»Ungern duld' ich alleine,<br /></span> -<span class="i0">wo steckt mein treuer Knapp?<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Ich spür' in Haupt und Magen<br /></span> -<span class="i0">ein Stechen und Geschlapp …<br /></span> -<span class="i0">Diesmal geht mir's an Kragen,<br /></span> -<span class="i0">wo steckt mein treuer Knapp?«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Reitersjungen viere<br /></span> -<span class="i0">durchsuchten Weg und Steg:<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_48">[48]</a></span> -<span class="i0">Der Knapp saß fest beim Biere,<br /></span> -<span class="i0">juhei! im Bremeneck.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Er trank und sprach mit Trauern:<br /></span> -<span class="i0">»Du braver Rodenstein!<br /></span> -<span class="i0">Allein ich muß bedauern,<br /></span> -<span class="i0">ich kann nicht bei dir sein!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Ist <em class="gesperrt">dir</em> 'was zugestoßen –<br /></span> -<span class="i0">auch <em class="gesperrt">ich</em> hab 'was erlebt:<br /></span> -<span class="i0">Ich bin mit Rock und Hosen<br /></span> -<span class="i0">hier völlig festgeklebt.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Die Jungen meld'ten traurig<br /></span> -<span class="i0">dem Kranken, was gescheh'n,<br /></span> -<span class="i0">da sprach er fieberschaurig:<br /></span> -<span class="i0">»O Knapp, das ist nicht schön!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Lässest du dein'n Herren schwitzen<br /></span> -<span class="i0">in solcher Not und Plag',<br /></span> -<span class="i0">so sollst du übersitzen<br /></span> -<span class="i0">bis an den jüngsten Tag!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Er sprach's und starb im Fieber,<br /></span> -<span class="i0">sein letztes Wort traf zu,<br /></span> -<span class="i0">der Knapp sitzt heut noch über,<br /></span> -<span class="i0">es läßt ihm keine Ruh.<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_49">[49]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und Nachts wie Sturmgewitter<br /></span> -<span class="i0">jagt's oft straßauf, straßab,<br /></span> -<span class="i0">das ist der alte Ritter,<br /></span> -<span class="i0">er ruft: »Wo steckt mein Knapp?!«<br /></span> -</div></div> - -<hr class="chap" /> - -<h3 id="Das_wilde_Heer">Das wilde Heer</h3> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Das war der Herr von Rodenstein,<br /></span> -<span class="i0">der sprach: »Daß Gott mir helf,<br /></span> -<span class="i0">gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein<br /></span> -<span class="i0">des Nachts um halber Zwölf?<br /></span> -<span class="i0">'Raus da! 'Raus aus dem Haus da!<br /></span> -<span class="i0">Herr Wirt, daß Gott mir helf,<br /></span> -<span class="i0">gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein<br /></span> -<span class="i0">des Nachts um halber Zwölf?«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Er ritt landauf, landab im Trab,<br /></span> -<span class="i0">kein Wirt ließ ihn ins Haus;<br /></span> -<span class="i0">todkrank noch seufzt vom Gaul herab<br /></span> -<span class="i0">er in die Nacht hinaus:<br /></span> -<span class="i0">»'Raus da! 'Raus aus dem Haus da!<br /></span> -<span class="i0">Herr Wirt, daß Gott mir helf,<br /></span> -<span class="i0">gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein<br /></span> -<span class="i0">des Nachts um halber Zwölf?«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und als mit Spieß und Jägersrock<br /></span> -<span class="i0">sie ihn zu Grab getan,<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_50">[50]</a></span> -<span class="i0">hub selbst die alte Lumpenglock<br /></span> -<span class="i0">betrübt zu läuten an:<br /></span> -<span class="i0">»'Raus da! 'Raus aus dem Haus da!<br /></span> -<span class="i0">Herr Wirt, daß Gott mir helf,<br /></span> -<span class="i0">gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein<br /></span> -<span class="i0">des Nachts um halber Zwölf?«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Doch wem der letzte Schoppen fehlt,<br /></span> -<span class="i0">den duld't kein Erdreich nicht;<br /></span> -<span class="i0">drum tobt er jetzt, vom Durst gequält,<br /></span> -<span class="i0">als Geist umher und spricht:<br /></span> -<span class="i0">»'Raus da! 'Raus aus dem Haus da!<br /></span> -<span class="i0">Herr Wirt, daß Gott mir helf,<br /></span> -<span class="i0">gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein<br /></span> -<span class="i0">des Nachts um halber Zwölf?«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und alles, was im Odenwald<br /></span> -<span class="i0">sein' Durst noch nicht gestillt,<br /></span> -<span class="i0">das folgt ihm bald, das schallt und knallt,<br /></span> -<span class="i0">das klafft und stampft und brüllt:<br /></span> -<span class="i0">»'Raus da! 'Raus aus dem Haus da!<br /></span> -<span class="i0">Herr Wirt, daß Gott mir helf,<br /></span> -<span class="i0">gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein<br /></span> -<span class="i0">des Nachts um halber Zwölf?«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">… Dies Lied singt man, wenn's auch verdrießt,<br /></span> -<span class="i0">gestrengem Wirt zur Lehr';<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_51">[51]</a></span> -<span class="i0">wer zu genau die Herberg schließt,<br /></span> -<span class="i0">den straft das wilde Heer:<br /></span> -<span class="i0">»'Raus da! 'Raus aus dem Haus da!<br /></span> -<span class="i0">Rumdiridi! Freijagd!<br /></span> -<span class="i0">Hoidirido, Freinacht!<br /></span> -<span class="i0">Hausknecht hervor!<br /></span> -<span class="i0">Oeffne das Tor!<br /></span> -<span class="i0">'Raus! 'raus! 'raus!«<br /></span> -</div></div> - -<hr class="chap" /> -<h3 id="Der_Ueberfall">Der Ueberfall</h3> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Und wieder sprach der Rodenstein:<br /></span> -<span class="i0">»Hallo! mein wildes Heer!<br /></span> -<span class="i0">In Tiefschluckhausen fall' ich ein<br /></span> -<span class="i0">und trink' den Pfarrer leer.<br /></span> -<span class="i0">'Raus da! 'Raus aus dem Haus da!<br /></span> -<span class="i0">Herr Pfarr, daß Gott Euch helf!<br /></span> -<span class="i0">Gibt's nirgends mehr 'nen Tropfen Wein<br /></span> -<span class="i0">des Nachts um halber Zwölf?«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Pfarr, ein tapfrer Gottesmann,<br /></span> -<span class="i0">trat streitbar vor sein Tor,<br /></span> -<span class="i0">mit Weihbrunn, Skapulier und Bann<br /></span> -<span class="i0">die Geister er beschwor:<br /></span> -<span class="i0">»'Raus da! 'Raus aus dem Haus da!<br /></span> -<span class="i0">Daß Euch der Satan helf,<br /></span> -<span class="i0">kriegt Ihr kein' einzigen Tropfen Wein<br /></span> -<span class="i0">des Nachts um halber Zwölf!«<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_52">[52]</a></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Doch fröhlich brummt der Rodenstein!<br /></span> -<span class="i0">»O Pfarr, ich fang dich doch!<br /></span> -<span class="i0">Ein Geist, der nicht zum Tor kommt 'rein,<br /></span> -<span class="i0">probiert's am Kellerloch!<br /></span> -<span class="i0">'Nein da! … 'Nein zu dem Wein da!<br /></span> -<span class="i0">Hurra! schon sind wir drin!<br /></span> -<span class="i0">Sein Keller ist nicht schlecht besetzt,<br /></span> -<span class="i0">Hurra! wir trinken ihn!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">O armes, frommes Pfarrerherz,<br /></span> -<span class="i0">heut hat der Böse Macht!<br /></span> -<span class="i0">Vergeblich rief er kellerwärts,<br /></span> -<span class="i0">daß das Gewölbe kracht:<br /></span> -<span class="i0">»Schwein' da … Schwein' da … bei dem Wein da!<br /></span> -<span class="i0">Heißt das sich aufgeführt?<br /></span> -<span class="i0">So laßt mir doch die Kompetenz,<br /></span> -<span class="i0">die einem Pfarr gebührt!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und als die Glocke Ein Uhr schlug,<br /></span> -<span class="i0">das Heer sang dumpf und hohl:<br /></span> -<span class="i0">»Herr Pfarr, Herr Pfarr, jetzt ha'n wir gnug,<br /></span> -<span class="i0">Herr Pfarr, jetzt lebet wohl!<br /></span> -<span class="i0">'Raus jetzt! 'Raus aus dem Haus jetzt!<br /></span> -<span class="i0">Herr Pfarr, und bleibt gesund!<br /></span> -<span class="i0">'s fließt nirgends mehr ein Tropfen Wein<br /></span> -<span class="i0">aus Krug und Hahn und Spund.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Da flucht der Pfarr: »Ich dank recht sehr,<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_53">[53]</a></span> -<span class="i0">Schwernot! Ist alles hin,<br /></span> -<span class="i0">so will ich selbst im wilden Heer<br /></span> -<span class="i0">als Feldkaplan mitzieh'n!<br /></span> -<span class="i0">'Naus jetzt! 'Naus aus dem Haus jetzt!<br /></span> -<span class="i0">Herr Ritter, ich schlag' ein:<br /></span> -<span class="i0">Ist all mein Wein zum Teufel, soll<br /></span> -<span class="i0">ein and'rer Pfarrherr sein!<br /></span> -<span class="i0">Hussa, hallo!<br /></span> -<span class="i0">Jo, hihaho!<br /></span> -<span class="i0">Rumdiridi, langt's nit,<br /></span> -<span class="i0">Hoidirido, selbst mit!<br /></span> -<span class="i0">Höllischer Chor,<br /></span> -<span class="i0">heut reit' ich vor:<br /></span> -<span class="i0">'Naus! 'naus! 'naus!!«<br /></span> -</div></div> - -<hr class="chap" /> -<h3 id="Die_Fahndung">Die Fahndung</h3> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Und wieder sprach der Rodenstein:<br /></span> -<span class="i0">»Pelzkappenschwerenot!<br /></span> -<span class="i0">Hans Breuning, Stabstrompeter mein,<br /></span> -<span class="i0">bist untreu oder tot?<br /></span> -<span class="i0">Lebst noch? … Lebst noch und hebst noch?<br /></span> -<span class="i0">Man g'spürt dich nirgend mehr …<br /></span> -<span class="i0">Schon naht die durstige Maiweinzeit,<br /></span> -<span class="i0">du mußt mir wieder her!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Er ritt, bis er gen Darmstadt kam,<br /></span> -<span class="i0">kein Fahnden war geglückt;<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_54">[54]</a></span> -<span class="i0">da lacht' er, als am schwarzen Lamm<br /></span> -<span class="i0">durchs Fenster er geblickt:<br /></span> -<span class="i0">»Er lebt noch! … Lebt noch und hebt noch!<br /></span> -<span class="i0">Doch frag' mich keiner: wie?<br /></span> -<span class="i0">Wie kommt mein alter Flügelmann<br /></span> -<span class="i0">in solche Kompagnie?«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">In Züchten saß die Stammgastschar<br /></span> -<span class="i0">nach Rang und Würden dort,<br /></span> -<span class="i0">Dünnbier ihr Vespertrünklein war,<br /></span> -<span class="i0">es klang kein lautes Wort.<br /></span> -<span class="i0">»Sacht stets! … Sacht und bedacht stets<br /></span> -<span class="i0">ist Lebens Hochgenuß,«<br /></span> -<span class="i0">so flüstert ein Kanzleimann just<br /></span> -<span class="i0">zum Kreisamtssyndikus.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">In dieser Schöppleinschlürfer Reih'<br /></span> -<span class="i0">saß auch ein stilles Gast,<br /></span> -<span class="i0">und als es acht Uhr war vorbei,<br /></span> -<span class="i0">nahm's Stock und Hut mit Hast.<br /></span> -<span class="i0">»Acht jetzt! … acht jetzt … gut Nacht jetzt!<br /></span> -<span class="i0">Einst war ich nicht so brav,<br /></span> -<span class="i0">doch ehrbar wandeln ist das Best'!<br /></span> -<span class="i0">Ich geh ins Bett und schlaf'.«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Der Rodenstein in grimmem Zorn<br /></span> -<span class="i0">hub grau'nhaft sich empor;<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_55">[55]</a></span> -<span class="i0">dreimal stieß er ins Jägerhorn<br /></span> -<span class="i0">und blies mit Macht den Chor:<br /></span> -<span class="i0">»'Raus da! 'Raus aus dem Haus da!<br /></span> -<span class="i0">'Raus mit dem Deserteur!<br /></span> -<span class="i0">Das lahme, zahme Gast da drin<br /></span> -<span class="i0">gehört zum wilden Heer!«<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Da faßt das Gast ein Schreck und Graus,<br /></span> -<span class="i0">erst sank es tief ins Knie,<br /></span> -<span class="i0">dann stürzt es einen Maßkrug aus,<br /></span> -<span class="i0">schlug's Fenster ein und schrie:<br /></span> -<span class="i0">»'Naus da! 'Naus aus dem Haus da!<br /></span> -<span class="i0">O Horn und Sporn und Zorn!<br /></span> -<span class="i0">O Rodenstein! O Maienwein!<br /></span> -<span class="i0">Noch bin ich nicht verlor'n.<br /></span> -<span class="i0">Rumdiridi, Freijagd!<br /></span> -<span class="i0">Hoidirido, Freinacht!<br /></span> -<span class="i0">Alter Patron,<br /></span> -<span class="i0">empfah' deinen Sohn!<br /></span> -<span class="i0">Hussa, Hallo!<br /></span> -<span class="i0">Jo, hihaho!<br /></span> -<span class="i0">'Naus, 'naus, 'naus!«<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_56">[56]</a></span></p> - -<h2 id="Aus_dem_Trompeter_von">Aus dem »Trompeter von -Säkkingen«</h2> -</div> - -<h3 id="O_Ponte_molle">I.</h3> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">O Ponte molle, du treffliche Bruck,<br /></span> -<span class="i0">bei der ich geschlürft schon manch tapfern Schluck<br /></span> -<span class="i2">aus strohumflochtener Flaschen,<br /></span> -<span class="i0">o Ponte molle, was ist mit dir?<br /></span> -<span class="i0">Als einsamer Trinker sitz' ich allhier,<br /></span> -<span class="i2">kaum mag ich des Weines naschen.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">O Ponte molle, 's war seltsam heut,<br /></span> -<span class="i0">die süße verklungene Jugendzeit<br /></span> -<span class="i2">und die alte Liebe kam wieder,<br /></span> -<span class="i0">es zieht ein heißer Scirocco durchs Land,<br /></span> -<span class="i0">im Herzen lodert der alte Brand,<br /></span> -<span class="i2">es regt sich wie Sänge und Lieder.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">O Tibrisstrom, o Sankt Peters Dom!<br /></span> -<span class="i0">O du ganzes gewaltig allmächtiges Rom!<br /></span> -<span class="i2">– Mögt allsamt gestohlen mir werden.<br /></span> -<span class="i0">Wohin auch die unstäte Fahrt mich trieb,<br /></span> -<span class="i0">die stille, holdselige Schwarzwaldlieb<br /></span> -<span class="i2">bleibt doch das Schönste auf Erden.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">O Ponte molle, – wie war sie schön!<br /></span> -<span class="i0">Und müßt' ich viel tausend Fräulein noch sehn,<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_57">[57]</a></span> -<span class="i2">ich priese doch stets nur die Eine.<br /></span> -<span class="i0">Und käme sie jetzo des Wegs vorbei,<br /></span> -<span class="i0">dir selbst, du solides Quadergebäu,<br /></span> -<span class="i2">durchzuckte es Mark und Gebeine.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Doch vergeblich die Sehnsucht, vergeblich das Leid,<br /></span> -<span class="i0">die Sonn' ist zu glühend, der Weg zu weit<br /></span> -<span class="i2">und das Fliegen noch nicht erfunden.<br /></span> -<span class="i0">Padrone, noch eine Flasche herein!<br /></span> -<span class="i0">Der perlenreiche Orvietowein<br /></span> -<span class="i2">mag auch dem Traurigen munden.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">O Ponte molle, du treffliche Bruck,<br /></span> -<span class="i0">ich glaube, du lohnest mit bösem Spuk,<br /></span> -<span class="i2">daß ich mich in Träume verloren!<br /></span> -<span class="i0">Es wirbelt ein Staub an der Heerstraß' auf;<br /></span> -<span class="i0">jetzt sperrt mir ein Ochsen- und Büffelhauf'<br /></span> -<span class="i2">den Heimweg zu Romas Toren!<br /></span> -</div></div> - -<h3 id="Ich_weiss_nicht">II.</h3> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0">Ich weiß nicht, was da noch werden soll?<br /></span> -<span class="i0">Schon dämmert's im feuchten Grunde,<br /></span> -<span class="i0">die Fledermaus macht ahnungsvoll<br /></span> -<span class="i0">um den alten Stadtwall die Runde,<br /></span> -<span class="i2">am Scherbenberg wird's öd und still,<br /></span><span class="pagenum"><a id="Seite_58">[58]</a></span> -<span class="i2">ich glaub', die alte Wirtin will<br /></span> -<span class="i4">bereits die Schenke verschließen.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Ein Käuzlein hör' ich drüben schrei'n,<br /></span> -<span class="i0">wo die Grabzypressen trauern,<br /></span> -<span class="i0">Campagnanebel ziehen herein,<br /></span> -<span class="i0">verhüllt stehn Tor und Mauern;<br /></span> -<span class="i2">es wogt und wallt wie ein Geisterheer<br /></span> -<span class="i2">um Cestius' Pyramide her,<br /></span> -<span class="i4">was mögen die Toten wollen?<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Jetzt zuckt und flammt um den Berg ein Licht,<br /></span> -<span class="i0">die grauen Wolken verfliegen;<br /></span> -<span class="i0">es kommt mit neidisch gelbem Gesicht<br /></span> -<span class="i0">der Vollmond aufgestiegen,<br /></span> -<span class="i2">er scheint so grell, er scheint so fahl,<br /></span> -<span class="i2">er scheint mir mitten in Weinpokal,<br /></span> -<span class="i4">das kann nichts Gutes bedeuten.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und wer von der Liebsten scheiden gemüßt,<br /></span> -<span class="i0">dem wird sie nur um so lieber,<br /></span> -<span class="i0">und wer zu lang in der Nachtluft sitzt,<br /></span> -<span class="i0">bekommt in Rom das Fieber.<br /></span> -<span class="i2">Schon löscht die Wirtin die Lampe aus –<br /></span> -<span class="i2"><em class="antiqua">Felice notte!</em> ich geh' nach Haus,<br /></span> -<span class="i4">die Zeche bezahl' ich morgen.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_59">[59]</a></span></p> - -<h2 id="Nicht_rasten_und_nicht_rosten">Nicht rasten und nicht rosten …</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Nicht rasten und nicht rosten,<br /></span> -<span class="i0">Weisheit und Schönheit kosten,<br /></span> -<span class="i0">Durst löschen, wenn er brennt,<br /></span> -<span class="i0">die Sorgen versingen mit Scherzen:<br /></span> -<span class="i0">– Wer's kann, der bleibt im Herzen<br /></span> -<span class="i0">zeitlebens … ein Student!<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_60">[60]</a></span></p> - -<h2 id="Des_Biedermanns_Abendgemuetlichkeit">Des Biedermanns Abendgemütlichkeit</h2> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0 drop">Vor meinem Haus steht eine Linde,<br /></span> -<span class="i0">in ihrem Schatten sitz ich gern,<br /></span> -<span class="i0">ich dampf' mein Pfeiflein in die Winde<br /></span> -<span class="i0">und lob' durch Nichtstun Gott, den Herrn.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Die Bienen summen froh und friedlich<br /></span> -<span class="i0">und saugen Blütenhonig ein,<br /></span> -<span class="i0">und alles ist so urgemütlich,<br /></span> -<span class="i0">daß ich vor innrer Rührung wein'.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und hätt' in Deutschland jeder Hitzko-<br /></span> -<span class="i0">pf wie ich 'ne Linde vor der Tür<br /></span> -<span class="i0">und rauchte seinen Portoriko<br /></span> -<span class="i0">mit so beschaulichem Pläsir:<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">So gäb' es nicht so viel Krakehler<br /></span> -<span class="i0">in dieser schönen Gotteswelt,<br /></span> -<span class="i0">die Sonne schien' nicht auf Skandäler,<br /></span> -<span class="i0">und doch wär' alles wohl bestellt.<br /></span> -<span class="i22">Amen.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_61">[61]</a></span></p> - -<h2 id="Inhalt">Inhalt</h2> -</div> - -<table summary="Inhalt"> -<tr> -<td></td><td class="tdr">Seite</td> -</tr> -<tr> -<td>Altassyrisch</td> - <td class="tdr"><a href="#Altassyrisch">5</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Der Fünfundsechziger</td> - <td class="tdr"><a href="#Der_Fuenfundsechziger">7</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Perkêo</td> - <td class="tdr"><a href="#Perkeo">9</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Die Herberge am See</td> - <td class="tdr"><a href="#Die_Herberge_am_See">12</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Dem aufgehenden Mond</td> - <td class="tdr"><a href="#Dem_aufgehenden_Mond">14</a></td> -</tr> -<tr> -<td>In den Alpen</td> - <td class="tdr"><a href="#In_den_Alpen">16</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Die Maulbronner Fuge</td> - <td class="tdr"><a href="#Die_Maulbronner_Fuge">17</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Der Enderle von Ketsch</td> - <td class="tdr"><a href="#Der_Enderle_von_Ketsch">20</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Am Grenzwall</td> - <td class="tdr"><a href="#Am_Grenzwall">23</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Numero acht</td> - <td class="tdr"><a href="#Numero_acht">25</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Die letzte Hose</td> - <td class="tdr"><a href="#Die_letzte_Hose">27</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Das Hildebrandlied</td> - <td class="tdr"><a href="#Das_Hildebrandlied">29</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Die Heimkehr</td> - <td class="tdr"><a href="#Die_Heimkehr">30</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Asphalt</td> - <td class="tdr"><a href="#Asphalt">34</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Das Megatherium</td> - <td class="tdr"><a href="#Das_Megatherium">37</a></td> -</tr> -<tr> -<td colspan="2" class="larger">Die Lieder vom Rodenstein:</td> -</tr> -<tr> -<td class="tdh3">1. Die drei Dörfer</td> - <td class="tdr"><a href="#Die_drei_Doerfer">39</a></td> -</tr> -<tr> -<td class="tdh3">2. Der Willekumm</td> - <td class="tdr"><a href="#Der_Willekumm">43</a></td> -</tr> -<tr> -<td class="tdh3">3. Die Pfändung</td> - <td class="tdr"><a href="#Die_Pfaendung">46</a></td> -</tr> -<tr> -<td class="tdh3">4. Der Knapp</td> - <td class="tdr"><a href="#Der_Knapp">47</a></td> -</tr> -<tr> -<td class="tdh3">5. Das wilde Heer</td> - <td class="tdr"><a href="#Das_wilde_Heer">49</a></td> -</tr> -<tr> -<td class="tdh3">6. Der Ueberfall</td> - <td class="tdr"><a href="#Der_Ueberfall">51</a></td> -</tr> -<tr> -<td class="tdh3">7. Die Fahndung</td> - <td class="tdr"><a href="#Die_Fahndung">53</a></td> -</tr> -<tr> -<td colspan="2" class="larger">Aus dem Trompeter von Säkkingen:</td> -</tr> -<tr> -<td class="tdh3">1. O Ponte molle, du treffliche Bruck</td> - <td class="tdr"><a href="#O_Ponte_molle">56</a></td> -</tr> -<tr> -<td class="tdh3">2. Ich weiß nicht, was da noch werden soll</td> - <td class="tdr"><a href="#Ich_weiss_nicht">57</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Nicht rasten und nicht rosten</td> - <td class="tdr"><a href="#Nicht_rasten_und_nicht_rosten">59</a></td> -</tr> -<tr> -<td>Des Biedermanns Abendgemütlichkeit</td> - <td class="tdr"><a href="#Des_Biedermanns_Abendgemuetlichkeit">60</a></td> -</tr> -</table> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p class="h2">Die »Zeitbücher«</p> - -<p class="center larger">herausgegeben von Walter Jerven</p> -</div> - -<p class="center">Bis jetzt erschienen:</p> - -<div class="hang"> - -<p>1 <em class="gesperrt">Wilhelm Schussen</em>, Im großen Jahr. Erzählungen</p> - -<p>2 <em class="gesperrt">Kurt Münzer</em>, Der jüngste Tag. Kriegsnovellen</p> - -<p>3 <em class="gesperrt">1870/71</em>, Lieder und Gedichte. Herausg. v. W. Jerven</p> - -<p>4 <em class="gesperrt">Richard Sexau</em>, Siegesopfer. Kriegsnovellen</p> - -<p>5 <em class="gesperrt">Richard Rieß</em>, Krank am Kriege. Kriegsnovellen</p> - -<p>6 <em class="gesperrt">Heldinnen.</em> Erzählungen zu Ehren der Frauen</p> - -<p>7 <em class="gesperrt">Peter Scher</em>, Kampf und Lachen. Glossen</p> - -<p>8 <em class="gesperrt">Leonhard Adelt</em>, Der Ozeanflug. Novelle</p> - -<p>9 <em class="gesperrt">Jul. Bab</em>, Preußen und der deutsche Geist</p> - -<p>10 <em class="gesperrt">Th. Heuß</em>, Schwaben und der deutsche Geist</p> - -<p>11 <em class="gesperrt">W. Handl</em>, Oesterreich und der deutsche Geist</p> - -<p>12 <em class="gesperrt">Ludwig Finckh</em>, Seekönig. Erzählungen</p> - -<p>13 <em class="gesperrt">H. Lhotzky</em>, Vom Erleben des Glücks</p> - -<p>14 <em class="gesperrt">Kurt Münzer</em>, Der Wert des Lebens. Aufsätze</p> - -<p>15 <em class="gesperrt">Wilh. v. Scholz</em>, Fähnrich von Braunau. Novelle</p> - -<p>16 <em class="gesperrt">Carl Busse</em>, Ueber Zeit und Dichtung. Lit. Aufsätze</p> - -<p>17 <em class="gesperrt">R. Presber</em>, Der Weg zum Ruhm. Satiren</p> - -<p>18 <em class="gesperrt">Fritz Mauthner</em>, Vom armen Franischko. Erzählg.</p> - -<p>19 <em class="gesperrt">W. v. Molo</em>, Deutschland und Oesterreich</p> - -<p>20 <em class="gesperrt">Alte Kalendergeschichten.</em> Herausg. v. W. Jerven</p> - -<p>21 <em class="gesperrt">Leo Heller</em>, Gott erhalte … Gedichte</p> - -<p>22 <em class="gesperrt">Alfred Huggenberger</em>, Der Hofbauer. Erzählung</p> - -<p>23 <em class="gesperrt">W. Schussen</em>, Der geadelte Steinschleifer. Erzählungen</p> - -<p>24 <em class="gesperrt">Hermann Hesse</em>, Am Weg. Erzählungen</p> - -<p>25 <em class="gesperrt">Otto Hörth</em>, Heimat, für die wir kämpfen</p> - -<p>26 <em class="gesperrt">R. Rieß</em>, Der trockene Fisch. Lustige Geschichten</p> - -<p>27 <em class="gesperrt">Heinrich Schäff</em>, Im Zeichen der Stunde</p> - -<p>28 <em class="gesperrt">A. Sexauer</em>, 6 Feldpredigten von einem Laien</p> - -<p>29 <em class="gesperrt">Aussaat!</em> Prosa und Verse einer neuen Jugend mit -Beiträgen von René Schickele, Hans Franck, A. Holitscher, -Fr. W. Foerster usw., herausg. v. O. M. Fontana</p> - -<p>30 <em class="gesperrt">Müller-Guttenbrunn</em>, Oesterreichs Beschwerdebuch</p> - -<p>31 <em class="gesperrt">Hans Watzlik</em>, Von deutsch-böhmischer Erde. Erzählg.</p> - -<p>32 <em class="gesperrt">K. Münzer</em>, Seelchen. Erzählungen aus Kinderland</p> - -<p>33 <em class="gesperrt">A. Fendrich</em>, Wanderungen. Soziale Betrachtungen</p> - -<p>34 <em class="gesperrt">Cl. Brentano</em>, Fanferlieschen Schönefüßchen I</p> - -<p>35 <em class="gesperrt">Cl. Brentano</em>, Fanferlieschen Schönefüßchen II</p> - -<p class="center">Beide Bände illustriert von Kasia von Szadurska</p> - -<p>36 <em class="gesperrt">Fritz Mauthner</em>, Der steinerne Riese. Erzählung</p> - -<p>37 <em class="gesperrt">Curt Moreck</em>, Der Gast. Drei Novellen</p> - -<p>38 <em class="gesperrt">H. Wiedebach-Woischützky</em>, Liselotte lacht</p> - -<p>39 <em class="gesperrt">Peter Scher</em>, Das Friedenssanatorium. Glossen</p> - -<p>40 <em class="gesperrt">Ludwig Finckh</em>, Graspfeifer. Erzählungen</p> - -<p>41 <em class="gesperrt">Die Bergschmiede</em> – Novellen schlesischer Dichter. -Mit Beiträgen von Paul Keller, Hermann Stehr, Paul -Barsch u. a., herausgegeben von Walter Meckauer</p> - -<p>42 <em class="gesperrt">Paul Enderling</em>, Zwölf Geschichten</p> - -<p>43 <em class="gesperrt">Arthur Schubart</em>, Tiere und Menschen. Skizzen</p> - -<p>44 <em class="gesperrt">Ungarische Erzählungen</em>, Band I, mit Beiträgen -von Franz Molnar, Ernst Szep u. a., herausgegeben -v. St. J. Klein</p> - -<p>45 <em class="gesperrt">Oskar Walzel</em>, Zukunftsaufgaben deutscher Kultur</p> - -<p>46 <em class="gesperrt">Franz Karl Ginzkey</em>, Lieder</p> - -<p>47 <em class="gesperrt">W. v. Scholz</em>, Die Unwirklichen. Novellen</p> - -<p>48 <em class="gesperrt">Leo Heller</em>, Das schwarzgelbe Buch. Gedichte</p> - -<p>49 <em class="gesperrt">H. Falkenfeld</em>, Die Musik der Schlachten. Aufsätze</p> - -<p>50 <em class="gesperrt">Karl Stieler</em>, Ein Winter-Idyll</p> - -<p>51 <em class="gesperrt">Münchner Bilderbogen</em>, mit Beiträgen von A. de -Nora, F. Freksa, Karl Ettlinger, herausg. v. R. Rieß</p> - -<p>52 <em class="gesperrt">Hans Franck</em>, Glockenfranzl I. Märchennovelle</p> - -<p>53 <em class="gesperrt">Hans Franck</em>, Glockenfranzl II. Märchennovelle</p> - -<p>54 <em class="gesperrt">Müller-Guttenbrunn</em>, Wiener Historien</p> - -<p>55 <em class="gesperrt">Heinrich Schäff</em>, Eine Balkanfahrt I</p> - -<p>56 <em class="gesperrt">Heinrich Schäff</em>, Eine Balkanfahrt II</p> - -<p>57 <em class="gesperrt">A. v. Scanzoni</em>, Von Jagd und Jägern. Erzählgn.</p> - -<p>58 <em class="gesperrt">Karl Schede</em>, Schatten. Skizzen</p> - -<p>59 <em class="gesperrt">Karl Escher</em>, Die Halbstarken. Ein Skizzenbuch</p> - -<p>60 <em class="gesperrt">W. Jerven</em>, Der alten Kalendergeschichten zweiter Teil</p> - -<p>61 <em class="gesperrt">Leonhard Adelt</em>, Studie zu sechs Dichtern</p> - -<p>62 <em class="gesperrt">Ferd. Künzelmann</em>, Der Frühlingszaun. Erzählgn.</p> - -<p>63 <em class="gesperrt">Wilhelm Schmidtbonn</em>, Das kleine Kriegsbuch</p> - -<p>64 <em class="gesperrt">Anton Wildgans</em>, Dreißig Gedichte</p> - -<p>65 <em class="gesperrt">Siegfried Jacobsohn</em>, Die ersten Tage</p> - -<p>66 <em class="gesperrt">Hans Reinhart</em>, Bilderbuch ohne Bilder</p> - -<p>67 <em class="gesperrt">Carl Hagemann</em>, Der deutsche Feldsoldat</p> - -<p>68 <em class="gesperrt">Kurt Münzer</em>, Der Weg des Tobias Hug. Novelle</p> - -<p>69 <em class="gesperrt">Otto Ernst Sutter</em>, Der Mausmatthis. Geschichten</p> - -<p>70 <em class="gesperrt">Land an der Weichsel.</em> Novellen westpreuß. Dichter</p> - -<p>71 <em class="gesperrt">Scheffel</em>, Wohlauf, die Luft geht frisch und rein. -Wanderlieder. Zusammengest. v. W. Jerven</p> - -<p>72 <em class="gesperrt">Scheffel</em>, Im schwarzen Walfisch zu Askalon. Rastlieder. -Zusammengest. v. Walter Jerven</p> - -<p>73 <em class="gesperrt">Scheffel</em>, Waldeinsamkeit</p> - -<p>74 <em class="gesperrt">Scheffel</em>, Bergpsalmen</p> - -<p>75 <em class="gesperrt">Scheffel</em>, Juniperus</p> - -<p>76 <em class="gesperrt">Scheffel</em>, Hugideo (illustriert von K. V. Szadurska)</p></div> - -<p class="center"> -<em class="gesperrt">Die Sammlung wird fortgesetzt!</em> -</p> - -<p>Die Zeitbücher eignen sich ihres Formates und Gewichtes -wegen, wie kaum eine andere Bücherreihe zum Beilegen -in Briefe und die Tasche. Auch als Reisegruß, als -Ersatz für geschmacklose Ansichtskarten, möchten die Büchlein -verwendet werden. Die Zeitbücher vermeiden die uniformierte, -gleichmäßige Aufmachung. Jeder Band erscheint -in einem eigens entworfenen künstlerischen Einband. Zu -Mitarbeitern gehören die besten und bekanntesten Namen.</p> - -<p class="center"> -<span class="larger">Jeder Band</span> <span class="smaller">(in gezeichnetem Originaleinband)</span> <span class="larger">50 Pf.</span> -</p> - -<p class="center"> -<em class="gesperrt">Verzeichnisse kostenlos durch die</em><br /> -<span class="larger">Verlagsanstalt Reuß & Itta, Konstanz</span> -</p> -<hr class="chap" /> - -<div class="transnote chapter" id="tnextra"> - -<p class="h2">Weitere Anmerkungen zur Transkription</p> - -<p>Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert. -Die Darstellung der Ellipsen wurde vereinheitlicht.</p></div> - - - - - - - -<pre> - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Im schwarzen Walfisch zu Askalon, by -Joseph Victor von Scheffel - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK IM SCHWARZEN WALFISCH ZU ASKALON *** - -***** This file should be named 56214-h.htm or 56214-h.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/6/2/1/56214/ - -Produced by The Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part -of this license, apply to copying and distributing Project -Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm -concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark, -and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive -specific permission. If you do not charge anything for copies of this -eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook -for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports, -performances and research. They may be modified and printed and given -away--you may do practically ANYTHING in the United States with eBooks -not protected by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the -trademark license, especially commercial redistribution. - -START: FULL LICENSE - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full -Project Gutenberg-tm License available with this file or online at -www.gutenberg.org/license. - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project -Gutenberg-tm electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or -destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your -possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a -Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound -by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the -person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph -1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project -Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this -agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm -electronic works. See paragraph 1.E below. - -1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the -Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection -of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual -works in the collection are in the public domain in the United -States. If an individual work is unprotected by copyright law in the -United States and you are located in the United States, we do not -claim a right to prevent you from copying, distributing, performing, -displaying or creating derivative works based on the work as long as -all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope -that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting -free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm -works in compliance with the terms of this agreement for keeping the -Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily -comply with the terms of this agreement by keeping this work in the -same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when -you share it without charge with others. - -1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern -what you can do with this work. Copyright laws in most countries are -in a constant state of change. If you are outside the United States, -check the laws of your country in addition to the terms of this -agreement before downloading, copying, displaying, performing, -distributing or creating derivative works based on this work or any -other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no -representations concerning the copyright status of any work in any -country outside the United States. - -1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: - -1.E.1. The following sentence, with active links to, or other -immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear -prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work -on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the -phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, -performed, viewed, copied or distributed: - - This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and - most other parts of the world at no cost and with almost no - restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it - under the terms of the Project Gutenberg License included with this - eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the - United States, you'll have to check the laws of the country where you - are located before using this ebook. - -1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is -derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not -contain a notice indicating that it is posted with permission of the -copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in -the United States without paying any fees or charges. If you are -redistributing or providing access to a work with the phrase "Project -Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply -either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or -obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm -trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted -with the permission of the copyright holder, your use and distribution -must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any -additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms -will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works -posted with the permission of the copyright holder found at the -beginning of this work. - -1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm -License terms from this work, or any files containing a part of this -work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. - -1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this -electronic work, or any part of this electronic work, without -prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with -active links or immediate access to the full terms of the Project -Gutenberg-tm License. - -1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including -any word processing or hypertext form. However, if you provide access -to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format -other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official -version posted on the official Project Gutenberg-tm web site -(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense -to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means -of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain -Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the -full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing -access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works -provided that - -* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from - the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method - you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed - to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has - agreed to donate royalties under this paragraph to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid - within 60 days following each date on which you prepare (or are - legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty - payments should be clearly marked as such and sent to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in - Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg - Literary Archive Foundation." - -* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies - you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he - does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm - License. You must require such a user to return or destroy all - copies of the works possessed in a physical medium and discontinue - all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm - works. - -* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of - any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the - electronic work is discovered and reported to you within 90 days of - receipt of the work. - -* You comply with all other terms of this agreement for free - distribution of Project Gutenberg-tm works. - -1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project -Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than -are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing -from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and The -Project Gutenberg Trademark LLC, the owner of the Project Gutenberg-tm -trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below. - -1.F. - -1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable -effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread -works not protected by U.S. copyright law in creating the Project -Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm -electronic works, and the medium on which they may be stored, may -contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate -or corrupt data, transcription errors, a copyright or other -intellectual property infringement, a defective or damaged disk or -other medium, a computer virus, or computer codes that damage or -cannot be read by your equipment. - -1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right -of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project -Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project -Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all -liability to you for damages, costs and expenses, including legal -fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT -LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE -PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE -TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE -LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR -INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH -DAMAGE. - -1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a -defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can -receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a -written explanation to the person you received the work from. If you -received the work on a physical medium, you must return the medium -with your written explanation. The person or entity that provided you -with the defective work may elect to provide a replacement copy in -lieu of a refund. If you received the work electronically, the person -or entity providing it to you may choose to give you a second -opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If -the second copy is also defective, you may demand a refund in writing -without further opportunities to fix the problem. - -1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO -OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT -LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. - -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of -damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement -violates the law of the state applicable to this agreement, the -agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or -limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or -unenforceability of any provision of this agreement shall not void the -remaining provisions. - -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in -accordance with this agreement, and any volunteers associated with the -production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm -electronic works, harmless from all liability, costs and expenses, -including legal fees, that arise directly or indirectly from any of -the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this -or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or -additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any -Defect you cause. - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of -computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It -exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations -from people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future -generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see -Sections 3 and 4 and the Foundation information page at -www.gutenberg.org - - - -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the -mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its -volunteers and employees are scattered throughout numerous -locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt -Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to -date contact information can be found at the Foundation's web site and -official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To SEND -DONATIONS or determine the status of compliance for any particular -state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. To -donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project -Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be -freely shared with anyone. For forty years, he produced and -distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of -volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in -the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not -necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper -edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search -facility: www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - - - -</pre> - -</body> -</html> diff --git a/old/56214-h/images/cover.jpg b/old/56214-h/images/cover.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 6559829..0000000 --- a/old/56214-h/images/cover.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56214-h/images/signet.png b/old/56214-h/images/signet.png Binary files differdeleted file mode 100644 index d3f2423..0000000 --- a/old/56214-h/images/signet.png +++ /dev/null |
