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index 0000000..6ed4652
--- /dev/null
+++ b/75312-0.txt
@@ -0,0 +1,45651 @@
+
+*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 75312 ***
+
+
+
+
+
+Anmerkungen zur Transkription 1:
+
+
+Im Original ¡kursiv¡ gesetzter Text wurde mit ¡ markiert.
+
+Im Original ~gesperrt~ gesetzter Text wurde mit ~ markiert.
+
+Im Original #fett# gesetzter Text wurde mit # markiert.
+
+Im Original +griechischer+ gesetzter Text wurde mit + markiert.
+
+Im Original ¿gesperrter und kursiver¿ Text wurde mit ¿ markiert.
+
+Zahnformeln werden als §Zähler§/§Nenner§ formatiert.
+
+Kreuze um den Todeszeitpunkt anzuzeigen werden durch [dagger] ersetzt.
+
+V-förmig als Beschreibung verschiedener Zähne/Zahndifferenzierungen
+oder Rippen wird durch ¥V-förmig¥ markiert. In der Textversion wurde
+Vförmig zu V-förmig verändert in der html-Version wird kein Bindestrich
+verwendet.
+
+Das Zeichen für männlich wird Text als [male] dargestellt.
+
+Brüche werden folgendermaßen dargestellt: 1 Viertel = 1/4, 1 Achtel =
+1/8 u. s. w., die volle Zahl wird durch - vom Bruch separiert, d. h.
+eineinhalb = 1-1/2.
+
+Exponenten werden folgendermaßen dargestellt: x² wird zu x^2 bzw. x²
+wird zu x^{2} sobald mehr als 1 Exponent vorhanden ist.
+
+Tiefergestellter Text wird durch _{text} dargestellt beispielsweise
+Wasser als H_{2}O
+
+
+
+ GRUNDZÜGE
+
+ DER
+
+ PALÄONTOLOGIE
+
+ (PALÄOZOOLOGIE)
+
+
+ VON
+
+
+ KARL A. VON ZITTEL
+
+
+ NEUBEARBEITET VON
+ F. BROILI E. KOKEN M. SCHLOSSER
+
+
+
+ II. ABTEILUNG
+ VERTEBRATA
+
+
+
+ ZWEITE VERMEHRTE UND VERBESSERTE AUFLAGE
+
+ MIT 749 IN DEN TEXT GEDRUCKTEN ABBILDUNGEN
+
+
+
+ [Illustration: Dekoration]
+
+
+ MÜNCHEN UND BERLIN
+ DRUCK UND VERLAG VON R. OLDENBOURG
+ 1911
+
+
+
+
+ALLE RECHTE VORBEHALTEN
+
+
+
+
+Vorwort zur ersten Auflage.
+
+
+Als ich mich vor zwanzig Jahren mit dem Gedanken beschäftigte,
+ein auf dem Boden der neueren Anschauungen stehendes Lehrbuch der
+Paläontologie zu schreiben, lag es zunächst in meiner Absicht,
+Studierenden und Freunden dieser Wissenschaft eine kurze und
+übersichtliche Darstellung des Inhaltes der Versteinerungskunde zu
+bieten. Allein der damalige Mangel eines zusammenfassenden Kompendiums
+und die Schwierigkeit, aus der überaus umfangreichen, vielsprachigen
+und ungleichwertigen Literatur das Wichtigere herauszugreifen,
+veranlaßte schon nach dem Erscheinen der ersten Lieferung eine
+Änderung des ursprünglichen Plans, und an Stelle eines Lehrbuchs
+entstand das 5 Bände starke Handbuch der Paläontologie.
+
+Was nun anfänglich beabsichtigt war, soll das vorliegende Werk
+bringen. Es folgt, wie fast alle neueren Lehrbücher der Paläontologie,
+der im Handbuch eingeschlagenen Methode der Darstellung und Anordnung
+des Stoffes; aber nur wenige Abschnitte konnten in einfachem Auszug
+wiedergegeben werden. Die Entwicklung der Paläontologie ist eine so
+rasche, daß sich seit dem Erscheinen des Handbuchs in den meisten
+Gruppen, namentlich bei den Wirbellosen, tiefgreifende Veränderungen
+vollzogen haben, welche eine vollständige Umarbeitung der betreffenden
+Teile erheischten, und auch bei den Wirbeltieren haben die letzten
+Jahre eine Anzahl wichtiger und unerwarteter Entdeckungen geliefert.
+
+Eine Hauptaufgabe der Paläontologie wird stets die Erzielung einer
+natürlichen, den morphologischen und phylogenetischen Erfahrungen
+entsprechenden Systematik bilden, derselben wurde darum auch besondere
+Aufmerksamkeit gewidmet. Da jedoch der gebotene Raum nur eine
+äußerst knappe Behandlung und lediglich eine Auswahl des Wichtigeren
+gestattete, so wurde auf den vorhandenen Formenreichtum innerhalb der
+verschiedenen Gruppen häufig nur durch einfache Anführung von Namen
+ohne jede Beschreibung hingewiesen. Dadurch werden die Grundzüge auch
+für die Besitzer des Handbuchs einen gewissen Wert erhalten, indem sie
+wenigstens andeutungsweise die neueren Fortschritte und die jetzige
+Gestaltung des Systems zur Anschauung bringen.
+
+Ausführlichere phylogenetische Erörterungen mußten im Hinblick auf den
+beschränkten Raum ausgeschlossen werden, auch wurde auf Wiedergabe
+oder Aufstellung von Stammbäumen verzichtet, da deren Begründung
+eine Fülle von Detail beansprucht, welches hier nicht gegeben
+werden konnte. Da jedoch eine natürliche Systematik zugleich die
+Verwandtschaftsbeziehungen der Organismen zum Ausdruck bringen muß,
+so konnte der Stammesgeschichte durch geeignete Anordnung des Stoffes
+und durch kurze Andeutungen über die genetischen Beziehungen der
+Angehörigen verschiedener Gruppen gebührende Rechnung getragen werden.
+
+Die Versteinerungen sind in diesem Werke vorzugsweise als fossile
+Organismen behandelt, während ihre Bedeutung als historische
+Dokumente zur Altersbestimmung der Erdschichten nur in zweiter Linie
+Berücksichtigung finden konnte. Auf die Aufzählung oder Beschreibung
+einzelner geologisch wichtiger Leitfossilien wurde darum verzichtet,
+doch sind dieselben bei Auswahl der Abbildung nach Möglichkeit
+bevorzugt.
+
+Durch Verwendung des ungemein reichen Materials an Klischees aus dem
+Handbuch sowie durch Herstellung einer Anzahl neuer Abbildungen,
+konnten die Grundzüge in ungewöhnlich reichem Maße mit Illustrationen
+ausgestattet werden. Der Umfang des Werkes ist dadurch allerdings,
+obwohl der botanische Teil ausgeschlossen wurde, in unerwünschter
+Weise angeschwollen; um so dankbarer muß es anerkannt werden, daß
+die Verlagsbuchhandlung den Preis desselben so niedrig als möglich
+angesetzt hat.
+
+Zu besonderem Danke bin ich auch Herrn Privatdozent Dr. ~Pompeckj~
+verpflichtet, welcher mich bei Durchsicht der Korrekturbogen
+bereitwilligst unterstützte.
+
+ ~München~ im März 1895.
+
+ #Dr. Karl A. v. Zittel.#
+
+
+
+
+Vorwort zur zweiten Auflage.
+
+
+Auf Wunsch von Frau Geheimrat v. Zittel haben wir im Frühjahr 1910
+die Neuauflage der II. Abteilung: »Vertebrata« der »Grundzüge der
+Paläontologie« von ~Karl von Zittel~ übernommen, die in erster Auflage
+vor über 15 Jahren erschienen war, und zwar hat ~E. Koken~ die Fische,
+~F. Broili~ die Amphibien und Reptilien und ~M. Schlosser~ die Vögel
+und Säugetiere durchgearbeitet.
+
+Die Aufgabe war keine leichte, da es sich darum handelte, das viele
+Neue, was gerade in diesem Zeitraum über die fossilen Wirbeltiere
+bekannt geworden ist, in kurzer Form zusammenzufassen und mit dem
+früheren Material zu verschmelzen, ohne dabei jene klare Übersicht
+und Kürze zu verlieren, durch welche hervorragende Eigenschaft K. von
+Zittel in seinen Grundzügen bahnbrechend und vorbildlich die ganze
+Entwicklung der Lehrmethode in der Paläontologie beeinflußte.
+
+Die der ersten Auflage beigefügten Abbildungen wurden einer
+weitgehenden Revision unterzogen, dabei mußte eine große Reihe
+veralteter Klischees durch andere ersetzt werden, und außerdem wurde
+eine ansehnliche Zahl neuer Figuren aufgenommen, so daß die Gesamtzahl
+derselben nun 749 beträgt gegen 662 in der ersten Auflage.
+
+Bei diesen kostspieligen Mehrungen fanden wir die weitgehendste
+Unterstützung der Verlagshandlung R. Oldenbourg, die überhaupt alles
+getan hat, um dem Buch eine vollendete Ausstattung zu geben und die
+Drucklegung desselben möglichst zu beschleunigen; ihr sei unser
+besonderer Dank ausgesprochen.
+
+ ~Tübingen und München~ im März 1911.
+
+ #Die Herausgeber.#
+
+
+
+
+ Inhalt.
+
+
+ VIII. Stamm. #Vertebrata.# Wirbeltiere S. 1.
+
+ 1. Klasse. #Pisces.# #Fische.# (~Bearbeitet von E. Koken~) S. 3.
+ Unterklasse ~Placodermi~ S. 26. Ordnung Anaspida S. 27. Ordnung
+ Heterostraci S. 28. Ordnung Osteostraci S. 33. Ordnung Antiarchi
+ S. 35. Unterklasse ~Elasmobranchii~ S. 39. Ordnung Ichthyotomi
+ S. 41. Ordnung Acanthodi S. 46. Ordnung Selachii S. 48.
+ Unterklasse ~Holocephali~ S. 69. Unterklasse ~Dipnoi~ S. 73.
+ Unterklasse ~Arthrodira~ S. 78. Unterklasse ~Teleostomi~ S. 84.
+ Ordnung Crossopterygii S. 85. Abteilung Actinopterygii S. 89.
+ 4. Ordnung Ganoidei S. 90. Unterordnung Chondrostei S. 94.
+ Unterordnung Belonorhynchidae S. 96. Unterordnung Heterocerci
+ S. 97. Unterordnung Pycnodonti S. 102. Unterordnung Orthoganoidei
+ S. 105. Unterordnung Lepidosteidae S. 112. Unterordnung Amioidei
+ S. 113. Unterklasse ~Teleostei~ S. 117. Ordnung Physostomi
+ S. 118. Ordnung Physoclysti S. 127. Unterordnung Anacanthini
+ S. 127. Unterordnung Acanthopterygii S. 128. Unterordnung
+ Lophobranchii S. 141. Unterordnung Plectognathi S. 142.
+
+ 2. Klasse. #Amphibia.# #Amphibien.# #Lurche.# (~Bearbeitet von
+ F. Broili.~) S. 143. 1. Ordnung Stegocephali S. 147.
+ 1. Unterordnung Phyllospondyli S. 160. 2. Unterordnung
+ Lepospondyli S. 162. 3. Unterordnung Temnospondyli S. 166.
+ 4. Unterordnung Stereospondyli S. 171. 2. Ordnung Coeciliae
+ S. 174. 3. Ordnung Urodela S. 174. 1. Unterordnung Ichthyoidea
+ S. 176. 2. Unterordnung Salamandrina S. 176. 4. Ordnung Anura
+ S. 177.
+
+ 3. Klasse. #Reptilia.# #Reptilien.# #Kriechtiere.# (~Bearbeitet von
+ F. Broili.~) S. 179. 1. Ordnung Theromora S. 188. 1. Unterordnung
+ Cotylosauria S. 188. 2. Unterordnung Pelycosauria S. 193.
+ 3. Unterordnung Theriodontia S. 196. 4. Unterordnung Anomodontia
+ S. 198. 2. Ordnung Rhynchocephalia S. 201. 3. Ordnung
+ Lepidosauria (¡Squamata¡) S. 207. 1. Unterordnung Lacertilia
+ (¡Saurii¡) S. 207. 2. Unterordnung Ophidia S. 218. 4. Ordnung
+ Ichthyosauria S. 220. 5. Ordnung Sauropterygia S. 229. 6. Ordnung
+ Testudinata S. 241. 1. Unterordnung Pleurodira S. 247.
+ 2. Unterordnung Cryptodira S. 250. 3. Unterordnung Cheloniidea
+ S. 252. 4. Unterordnung Trionychia S. 256. 7. Ordnung Parasuchia
+ S. 257. 8. Ordnung Crocodilia S. 261. 9. Ordnung Dinosauria
+ S. 273. 1. Unterordnung Theropoda S. 278. 2. Unterordnung
+ Sauropoda S. 283. 3. Unterordnung Praedentata S. 288. 10. Ordnung
+ Pterosauria S. 298. 1. Unterordnung Rhamphorhynchoidea S. 303.
+ 2. Unterordnung Pterodactyloidea S. 305.
+
+ 4. Klasse. #Aves.# #Vögel.# (~Bearbeitet von M. Schlosser~) S. 308.
+ 1. Subklasse ~Saururae~ S. 316. Ordnung Archaeornithes S. 316.
+ 2. Subklasse ~Ornithurae~ S. 317. 1. Überordnung Odontolcae
+ S. 317. Ordnung Hesperornithes S. 318. 2. Überordnung Odontormae
+ S. 318. 3. Überordnung Dromaeognathae S. 319. 1. Ordnung
+ Struthiones S. 319. 2. Ordnung Apteryges S. 321. 3. Ordnung
+ Crypturi S. 321. 4. Überordnung Euornithes S. 322. 1. Ordnung
+ Impennes S. 322. 2. Ordnung Cecomorphae S. 322. 3. Ordnung
+ Grallae S. 322. 4. Ordnung Chenomorphae S. 323. 5. Ordnung
+ Herodii S. 323. 6. Ordnung Steganopodes S. 323. 7. Ordnung
+ Opisthocomi S. 324. 8. Ordnung Gallinae S. 324. 9. Ordnung
+ Columbae S. 324. 10. Ordnung Accipitres S. 324. 11. Ordnung
+ Psittaci S. 324. 12. Ordnung Picariae S. 324. 13. Ordnung
+ Passeres S. 325.
+
+ 5. Klasse. #Mammalia.# #Säugetiere.# (~Bearbeitet von M. Schlosser~
+ S. 325. A. Unterklasse ~Eplacentalia~ S. 349. 1. Ordnung
+ Monotremata S. 349. 2. Ordnung Marsupialia S. 350.
+ 1. Unterordnung Allotheria S. 351. 2. Unterordnung Diprotodontia
+ S. 355. 3. Unterordnung Polyprotodontia S. 358. B. Unterklasse
+ ~Placentalia~ S. 364. 1. Ordnung Insectivora S. 364.
+ 1. Unterordnung Zalambdodonta S. 366. 2. Unterordnung
+ Dilambdodonta S. 366. 2. Ordnung Chiroptera S. 373. 3. Ordnung
+ Carnivora S. 374. 1. Unterordnung Creodontia S. 375. 1. Tribus
+ Acreodi S. 376. 2. Tribus Pseudocreodi S. 378. 3. Tribus Eucreodi
+ S. 382. 2. Unterordnung Fissipedia S. 384. 3. Unterordnung
+ Pinnipedia S. 399. 4. Ordnung Cetacea S. 401. 1. Unterordnung
+ Archeoceti S. 405. 2. Unterordnung Odontoceti S. 406.
+ 3. Unterordnung Mystacoceti S. 409. 5. Ordnung Edentata S. 410.
+ 1. Unterordnung Nomarthra S. 412. 2. Unterordnung Xenarthra
+ S. 413. 1. Tribus. Anicanodonta S. 413. 2. Tribus Hicanodonta
+ S. 418. 6. Ordnung Rodentia S. 422. 1. Unterordnung
+ Simplicidentata S. 425. 2. Unterordnung Duplicidentata S. 433.
+ 7. Ordnung Ungulata S. 435. 1. Unterordnung Condylarthra S. 437.
+ 2. Unterordnung Litopterna S. 440. 3. Unterordnung Perissodactyla
+ S. 444. 4. Unterordnung Artiodactyla S. 468. A. Bunodontia
+ S. 472. B. Bunoselenodontia S. 476. C. Selenodontia S. 480.
+ 5. Unterordnung Amblypoda S. 506. 8. Ordnung Notoungulata S. 511.
+ 1. Unterordnung Typotheria S. 513. 2. Unterordnung Toxodontia
+ S. 518. 3. Unterordnung Entelonychia S. 521. 4. Unterordnung
+ Astrapotherioidea S. 524. 5. Unterordnung Pyrotheria S. 526.
+ 9. Ordnung Subungulata S. 528. 1. Unterordnung Embrithopoda
+ S. 529. 2. Unterordnung Hyracoidea S. 530. 3. Unterordnung
+ Proboscidea S. 532. 4. Unterordnung Sirenia S. 540. 10. Ordnung
+ Primates S. 544. 1. Unterordnung Lemuroidea S. 544.
+ 2. Unterordnung Anthropoidea S. 550.
+
+
+
+
+VIII. Stamm.
+
+#Vertebrata.# Wirbeltiere.[1]
+
+
+~Bilateral symmetrische Tiere mit einem meist metamer gegliederten,
+aus gleichwertigen Abschnitten zusammengesetzten Achsenskelett,
+welches dorsal das zentrale Nervensystem trägt. Die Anhänge des
+Achsenskeletts umschließen als obere Bögen das Rückenmark, als untere
+die Aorta. Nie mehr als zwei Paar Gliedmaßen vorhanden.~
+
+Ausscheidung von phosphorsaurem Kalk führt zur Verkalkung oder
+Verknöcherung des knorpligen Skeletts und zur Bildung von Skeletteilen
+in der Haut. ~Knochen und Dentin sind dem Wirbeltierstamm eigene
+Gewebeformen.~
+
+Die wichtigsten Grundlagen des Achsenskeletts sind die stabförmige
+~Chorda dorsalis~, ein zelliges Gebilde von gallertartiger
+Beschaffenheit, und das ~perichordale Bindegewebe~, welches mit seinen
+Fortsätzen das Rückenmark und ventral die Aorta und die Coelomwand
+umgreift (öfter als skeletogenes Gewebe bezeichnet).
+
+Die ~Chorda~ scheidet sehr bald nach ihrer Anlage eine dünne
+cuticulare Hülle, die Elastica externa, ab; unter dieser bildet sich
+eine dickere, zellenfreie Faserscheide, die ~Chordascheide~. Sie kann
+sich nach innen durch eine Elastica interna abgrenzen.
+
+Die Stützgebilde des ~perichordalen Bindegewebes~ entstehen
+hauptsächlich dort, wo die Myosepten sich mit diesem Bindegewebe
+vereinigen; sie sind wohl durch den Reiz des Muskelzugs hervorgerufen
+und dienen zunächst dazu, diesen Zug auf die elastische Chorda zu
+übertragen. Bei stärkerer Entwicklung und besonders nach ihrer
+Verkalkung oder Verknöcherung tritt die Bedeutung für den Schutz des
+Rückenmarks, für die Festigung des Coeloms und als Insertionsstützen
+der mächtiger und komplizierter sich entwickelnden Muskulatur in den
+Vordergrund. Die Entstehung dieser Bögen geht der Segmentierung der
+Chordascheide voran und übt meist einen bestimmenden Einfluß auf die
+Abschnitte, die sich in dieser bilden, aus.
+
+Die Segmente können durch Aufnahme von phosphorsaurem Kalk ~verkalken~
+oder ~verknöchern~, indem (seltener) das Knorpelgewebe hernes
+~umgewandelt~ oder (häufiger) zerstört und durch knöchernes ~ersetzt~
+wird. Von außen (vom bindegeweblichen Perichondrium) dringen
+blutgefäßführende Kanäle in den Knorpel, auf denen Zellen (die
+~Osteoblasten~) einwandern, von denen die Abscheidung des Knochens
+ausgeht. Die Osteoblasten werden zum Teil von dem abgeschiedenen
+Knochen umhüllt (~Knochenkörperchen~, Lacunen), bleiben aber durch
+sehr feine Röhrchen (~Primitivröhrchen~) mit den Kanälen (~Haversschen
+Kanälen~) in Verbindung. Bei manchen Teleostiern fehlen die Lacunen,
+weil die Osteoblasten nicht in den von ihnen gebildeten Knochen
+hineingeraten. Nur ihre Fortsätze lassen sich in diesen hinein
+verfolgen, die demnach von den Haversschen Kanälen direkt auszugehen
+scheinen. Derartiger Knochen ist nicht prinzipiell von ~Dentin~
+(s. unten) verschieden.
+
+Am vorderen Ende der Wirbelsäule befindet sich bei Cranioten die das
+Gehirn umschließende ~Schädelkapsel~ nebst dem ~Visceralskelett~. Das
+~Skelett der Extremitäten~ besteht aus mehreren, gelenkig verbundenen
+Abschnitten, die je nach der Funktion der Gliedmaßen außerordentlich
+verschiedene Ausbildung erlangen. Es ist knorplig in der Anlage und
+wandelt sich bei den höheren Wirbeltieren meist vollständig in Knochen
+um.
+
+Das ~Nervensystem~ besteht aus einem in Gehirn und Rückenmark
+gegliederten Zentralorgan, von welchem zahlreiche Nervenäste
+entspringen und in sämtliche Körperteile verlaufen. Das ~Blut~ wird
+von dem mit ein oder zwei Vorkammern versehenen Herzen zuerst nach den
+Respirationsorganen (Kiemen oder Lungen) getrieben, durchzieht nach
+vollzogenem Gasaustausch den Körper und kehrt als venöses Blut wieder
+zum Herzen zurück. Speiseröhre, Magen, Darm, Leber, Nieren, Milz und
+Generationsorgane liegen im ~ventralen~ Teil des Körpers.
+
+Die ~Haut~ ist häufig mit Haaren, Stacheln, Schuppen, Federn oder
+Knochenplatten versehen.
+
+Man unterscheidet gewöhnlich bei den Wirbeltieren 5 Klassen: ¡Pisces¡,
+¡Amphibia¡, ¡Reptilia¡, ¡Aves¡ und ¡Mammalia¡.
+
+Die früher allgemein zu den Fischen gerechneten Amphioxiden werden
+jetzt als ¡Acrania¡ oder ¡Leptocardii¡, die weder ein Cranium noch
+ein muskulöses Herz besitzen, in eine besondere Klasse und allen
+übrigen, den ¡Pachycardiern¡ mit Cranium und mit muskulösem Herz
+gegenübergestellt.
+
+Unter den ¡Pachycardiern¡ nehmen aber wiederum die ¿Cyclostomen¿ eine
+ganz besondere Stellung ein, die in verschiedener Weise systematisch
+zum Ausdruck gebracht ist. Wegen des unvollkommen ausgebildeten und
+sehr eigenartigen Primordialcraniums und des Kiemenskeletts, das mit
+den Kiemenbögen der übrigen Vertebraten nur wenig Ähnlichkeit hat,
+werden sie besser nicht als Unterklasse der Fische, sondern als eine
+besondere Klasse geführt, die sich selbständig zwischen Leptocardier
+und die übrigen Wirbeltiere einschiebt. Dann gruppieren sich die
+Vertebraten in folgender Weise:
+
+ I. ¿Leptocardii¿oder ¡Acrania¡. Nur mit Chorda, ohne Schädelanlage.
+ Kein muskulöses Herz. Klasse: ¡Leptocardii¡.
+
+ II. ¿Pachycardii¿ oder ¡Craniota¡. Mit knorpligem oder ossifiziertem
+ Schädel. Mit muskulösem Herzen.
+
+ A. ¡Cyclostomi.¡ Schädelanlage unvollkommen und nicht über den Nervus
+ vagus zurückgreifend. Klasse: ¡Marsipobranchii¡.
+
+ B. ¡Eucrania.¡ Schädel vollständig, auch die Region des N. vagus
+ umschließend.
+
+ Anamnia { Klasse: ¡Pisces¡.
+ { " ¡Amphibia¡.
+
+ { " ¡Reptilia¡.
+ Amniota { " ¡Aves¡.
+ { " ¡Mammalia¡.
+
+Eine Chorda dorsalis, das für die Definition der Wirbeltiere
+wichtigste Organ, kommt auch den Tunicaten zu, allerdings meist nur
+den Jugendformen. Indessen besitzen die Appendicularien auch als
+erwachsene Tiere eine Chorda. Hieraus leitet man die Berechtigung ab,
+die Tunicaten mit den Wirbeltieren als ¡Chordata¡ zusammenzufassen.
+Über die Entstehung der Wirbeltiere gewährt die Paläontologie keine
+Auskunft, auch nicht über ihr Verhältnis zu den Tunicaten.
+
+
+
+
+1. Klasse. #Pisces.#[2] Fische. (Bearbeitet von ~E. Koken~.)
+
+
+~Kaltblütige, meist ausschließlich durch Kiemen atmende
+Wasserbewohner. Gliedmaßen als Flossen ausgebildet. Haut mit Schuppen,
+Hautzähnen oder Knochenplatten, selten nackt. Wirbelsäule meist in
+einer vertikalen Schwanzflosse endigend. Herz mit einfacher Kammer und
+Vorkammer. Entwickelung ohne Amnion und Allantois.~
+
+[Illustration: Fig. 1.
+
+¡a¡ Schuppe von ¡Scyllium canicula¡. Rezent. 50/1.
+
+¡b¡ Schuppen von ¡Carcharias (Prionodon) gangeticus¡. Rezent. Vergr.]
+
+[Illustration: Fig. 2.
+
+¡Raja antiqua.¡ Große Placoidschuppe mit Stachel. Nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 3.
+
+Sagittalschnitt durch eine Schuppe von ¡Scymnus Lichia¡ in 60facher
+Vergr. (Nach ~O. Hertwig~.) ¡S¡ Schmelz, ¡D¡ Dentin, ¡B¡ Basalplatte,
+¡p¡ Pulpa, ¡c¡ Lederhaut, ¡h¡ starker, nach oben verlaufender
+Hauptzahnkanal, ¡d¡ horizontale Dentinkanäle, ¡o¡ Odontoblasten, ¡f¡
+Bindegewebfasern.]
+
+Zu den Hautgebilden gehören die ~Schuppen~, ~Hautknochen~, ~Stacheln~,
+~Flossenstrahlen~ und ~Zähne~.
+
+1. ~Schuppen.~ ~L. Agassiz~ unterschied 4 Arten von Schuppen, denen in
+seinem System ebenso viele Ordnungen von Fischen entsprechen.
+
+a) Die ~Placoidschuppen~ der Selachier und Holocephalen. Es sind
+meist kleine rhombische Plättchen, stern-, blatt-, pfeilspitzen-,
+schaufelförmige oder auch konische Gebilde, die dicht nebeneinander
+liegen und ein rauhes Mosaikpflaster (Chagrin) bilden. Häufig haben
+sie auf verschiedenen Körperteilen verschiedene Form und zuweilen
+zeichnen sich (so bei Rochen) einzelne durch beträchtliche Größe aus
+und erscheinen als dicke, außen rauhe oder mit Stacheln bewehrte
+Platten. Die Placoidschuppen entstehen aus Papillen des Corium, über
+welche sich die basale Schicht der Epidermis hinwegzieht. Die letztere
+lagert Schmelz ab, während die Zellen im Innern der Papille Zahnbein
+(Dentin) entstehen lassen. Dazu tritt die in der Lederhaut selbst
+gebildete Basalplatte. Die Placoidschuppen (Fig. 1-3) haben demnach
+die Struktur der Zähne. Die in die Haut eingesenkte ~Basalplatte~
+besteht aus dichtem phosphorsaurem Kalk, der von senkrechten Bündeln
+von Bindegewebsfasern durchzogen ist; der sich frei erhebende
+~Oberteil~ ist aus ~Dentin~ zusammengesetzt und von gröberen und
+feineren Kanälen durchzogen. Die dünne glänzende ~Rinde~, welche
+den Dentinkern überzieht, entspricht histologisch und chemisch dem
+~Schmelz~, ist sehr hart und strukturlos.
+
+Die Kanäle des Dentins entspringen aus einer mit Bindegewebe (des
+Coriums) und Zahnzellen (Odontoblasten) erfüllten Höhle (Pulpa ¡p¡)
+und vergabeln sich nach außen in immer feinere Äste. Die einfache
+Pulpa kann auch durch ein Bündel größerer Kanäle ersetzt werden. Die
+Substanz des Dentins ist phosphorsaurer Kalk mit kleinen Mengen von
+Fluorcalcium und kohlensaurem Kalk.
+
+Die Placoidschuppen fallen öfters aus und werden wie die Zähne durch
+Ersatzplättchen verdrängt.
+
+b) ~Ganoidschuppen~ (Fig. 4, 5) haben durchschnittlich ansehnlichere
+Größe als die Placoidschuppen und bedecken meist den ganzen Rumpf.
+Wo sie gedrängt vorkommen, stehen sie in diagonalen Reihen, welche
+den sich kreuzenden Faserrichtungen des Corium entsprechen.
+Rhombische Ganoidschuppen sind meist durch vorspringende Zapfen am
+Vorderrand, welche in eine Rinne auf der Innenseite der benachbarten
+Schuppe eingreifen, beweglich verbunden; rundliche Schuppen liegen
+dachziegelartig, mit imbrizierenden Rändern, übereinander. Die
+knöcherne, von zahlreichen Kanälen durchzogene Basalplatte ist meist
+dick mit einer glänzenden, schmelzartigen Schicht (Ganoin) überzogen,
+welche verschiedenartig verziert sein kann.
+
+[Illustration: Fig. 4.
+
+Schuppen von ¡Polypterus Bichir¡ Bonap. Rezent. (Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 5.
+
+Schuppe von ¡Cosmoptychius striatus¡ Ag. sp. Steinkohlenformation. ¡a¡
+von außen, ¡b¡ von innen. 3/1.]
+
+Nach ~Gegenbaur~ und ~Klaatsch~ ist der Ganoinbelag nicht eigentlicher
+Schmelz, sondern entstanden durch Konkreszenz von kleinen Hautzähnchen
+über der vorher angelegten Basalplatte. Er entspricht also auch dem
+Dentin der Placoidschüppchen. Indessen grenzt sich der Schmelzbelag
+häufig deutlich und charakteristisch ab (~Scupin~, l. c.) und kann
+auch wiederum ganz fehlen (¡Pycnodonten¡, ¡Rhynchodontiden¡ zum Teil).
+
+Die Basalplatte zeigt namentlich bei paläozoischen Gattungen große
+Mannigfaltigkeit (Fig. 6, 7). Die tieferen Lagen enthalten zahlreiche
+Knochenkörperchen und Haversische Kanäle, die oberen sind häufig nur
+von feinen Dentinröhrchen durchzogen (Ostein, Osteinkanäle Scupins).
+
+c) Die ~Cycloid~- und ~Ctenoid~schuppen (Fig. 8, 9) stimmen in ihrer
+Zusammensetzung miteinander überein. Beide sind dünn, elastisch, von
+rundlicher, elliptischer, vier-, fünf- oder sechsseitiger Gestalt. Sie
+bestehen aus einer homogenen glasigen Deckschicht aus phosphorsaurem
+Kalk und aus einer in Alkalien löslichen, lamellar geschichteten
+Basis von Bindegewebesubstanz. Die Deckschicht (Hyalodentin Hofers)
+ist ein modifiziertes Dentin.
+
+Die Schuppen entwickeln sich in besonderen Taschen des Corium und
+greifen meist dachziegelartig übereinander. Die ~Cycloidschuppen~
+haben rundliche Form und einfachen Hinterrand. Bei den
+~Ctenoidschuppen~ ragen am Hinterrand kleine Zacken und Zähnchen
+hervor, welche zuweilen in mehreren Reihen hintereinander stehen
+und einen ansehnlichen Teil des hinteren Feldes bedecken können.
+Sie haben die Zusammensetzung der Oberflächenschicht. Von dem sog.
+~Primitivfeld~ strahlen meist nach vorn und nach hinten divergierende,
+zuweilen auch anastomosierende Linien aus, die nichts anderes als
+rißartige Unterbrechungen der Deckschicht sind. Durch Verstärkung und
+Zerteilung des Leistenreliefs der Schuppen können kleine und größere
+Stacheln entstehen. Zuweilen ist nur ein einziger Stachel auf kleiner
+Basalplatte vorhanden, so daß die Form des Placoidzahns resultiert,
+indessen sind diese anderer Entstehung und nicht direkt homolog.
+
+[Illustration: Fig. 6.
+
+Vertikalschnitt durch die Schuppe von ¡Lepidosteus¡. 300/1. (Nach ~O.
+Hertwig~.) ¡S¡ Schmelz, ¡h¡ Haversischer Kanal, ¡d¡ Dentinröhrchen.]
+
+[Illustration: Fig. 7.
+
+Vertikalschnitt durch eine Schuppe von ¡Glyptolepis¡, stark vergr.
+(Nach ~Pander~.) ¡a¡, ¡b¡ Isopedinschicht mit spindelförmigen
+Knochenzellen, ¡c¡ Knochenschicht mit Haversischen Kanälen, ¡d¡
+Schicht mit fein verästelten Dentinröhrchen (Kosmin), ¡e¡ Schmelz.]
+
+Zwischen den oberen Lamellen der Basis sind oft Knochenkörperchen
+nachweisbar; die tieferen sind von fibrillärer Beschaffenheit
+(sklerosiertes Bindegewebe) und enthalten Knochenkörperchen nur selten
+und nur in den untersten Lagen. Derartige Schuppen unterscheiden sich
+nicht wesentlich von dünnen Ganoidschuppen.
+
+Große Knochenplatten bei Cataphracten, Plectognathen, Lopthobranchiern
+beruhen wahrscheinlich auf Konkreszenz schuppenartiger Anlagen.
+
+Die Schuppen der Seitenlinie sind bei Ganoiden und Teleostiern
+durchbohrt und oft von etwas abweichender Form.
+
+Die größeren ~Platten~, ~Schilder~, ~Stacheln~ etc., welche teils
+den Rumpf, teils den Kopf vieler Fische (¡Placodermi¡, ¡Siluridae¡,
+¡Accipenseridae¡) bedecken, bestehen entweder aus gleichmäßiger
+Knochensubstanz oder aus Lagen von Ostein, Dentin und Schmelz. Bei den
+Accipenseriden lassen sie sich von normalen Ganoidschuppen ableiten,
+in die sie am Schwanz oft direkt übergehen. Bei den Panzerwelsen sind
+Zähnchen, welche den Placoidschüppchen vergleichbar sind, mit einer
+solchen Knochenplatte verbunden aber nicht verwachsen.
+
+[Illustration: Fig. 8.
+
+ Cycloidschuppe von
+ ¡a¡ ¡Leuciscus¡,
+ ¡b¡ ¡Mormyrus¡,
+ ¡c¡ ¡Naucrates¡,
+
+ Ctenoidschuppe von
+ ¡d¡ ¡Solea¡,
+ ¡e¡ ¡Holacanthus¡ (stark vergrößert.)]
+
+[Illustration: Fig. 9.
+
+Oberfläche einer ¡Pleuronectes¡-Schuppe, um die Lücken (¡x¡) zwischen
+den erhabenen konzentrischen Leistchen zu zeigen. Sehr stark vergr.
+(Nach ~Baudelot~.)]
+
+[Illustration: Fig. 10.
+
+Rückenflossenstachel von ¡Hybodus reticulatus¡ Ag. aus dem oberen Lias
+von Boll.]
+
+Größere ~Stacheln~ (~Ichthyodorylithen~) (Fig. 10) kommen am
+Vorderrande der Flossen oder am Kopf bei Fischen mit knorpligem
+Innenskelett vor (Selachier, Holocephalen). Sie stecken meist mit
+einer verlängerten Basis im Fleisch und treten gern mit einer
+knorpligen Platte oder Unterlage in Verbindung. Sie bestehen,
+wie die Zahngebilde der Placoidfische, aus Dentin mit Pulpa oder
+aus Vasodentin. Sie zeichnen sich oft durch reiche Verzierung
+(Längsrippen, Höcker, Randzähnchen etc.) aus.
+
+Hautgebilde mesodermalen Ursprungs sind auch die ~äußeren Teile der
+Flossen~ (~Hornfäden~, ~Strahlen~). Die ~Hornfäden~ (Ceratotrichia)
+sind bei den Haien elastische Fasern, bei den Dipnoern zellenhaltig.
+Bei den Ganoiden und Teleostiern werden die embryonalen Hornfäden
+später von knöchernen ~Flossenstrahlen~ verdrängt, die sich von
+Knochenschuppen ableiten. Sie sind aus zwei dicht aneinanderliegenden
+Hälften zusammengesetzt, die bei den Weichflossen durch Querteilung in
+zahlreiche Stückchen gegliedert werden, nach außen häufig fächerförmig
+zerteilt sind. Kommen harte und weiche Strahlen in ~einer~ Flosse vor,
+so stehen die ungegliederten voran.
+
+Die Flossenstrahlen der unpaaren Flossen werden in der Regel von
+flachen, knorpligen oder knöchernen Trägern gestützt, mit denen sie
+gelenkig verbunden sind. Die ~Träger~ (~Axonoste~) (Fig. 11) gehören
+dem ~Innenskelett~ an. Sie schieben sich zwischen die Dornfortsätze
+der Wirbel und werden je nach ihrer Lage (dorsal oder ventral) als
+Interneuralia oder Interhämalia bezeichnet.
+
+[Illustration: Fig. 11.
+
+¡a¡, ¡b¡ Flossenstrahlen aus der Rückenflosse eines Hartflossers, ¡c¡
+Flossenträger.]
+
+Bei manchen Selachiern (¡Pristiophorus¡, ¡Raja¡) findet zwischen den
+Placoidschuppen der äußeren Haut und den ~Zähnen~ ein allmählicher
+Übergang statt, und da beide im wesentlichen dieselbe histiologische
+Zusammensetzung aufweisen und die Zähne nur bei den höheren Fischen
+in feste Verbindung mit den Kopfknochen treten, so müssen die Zähne
+ebenfalls den Hautgebilden zugezählt werden.
+
+Bei den Fischen können sämtliche Knorpel oder Deckknochen, welche an
+der Mund- und Kiemenhöhle teilnehmen, Zähne tragen. Sie gehen aus
+der Verkalkung von Hautpapillen hervor und bestehen aus einer frei
+vorragenden Krone und einer von Bindegewebe umgebenen oder mit dem
+Kopfskelett verbundenen Wurzel. Form und Größe sind je nach ihrer
+Funktion außerordentlich verschieden. Von den winzigen »Sammtzähnchen«
+des Barsches zu den langen Bürstenzähnen des Wallers, zu den kräftigen
+Hechelzähnen des Hechtes und den gewaltigen Kegel- oder Dolchzähnen
+von ¡Dendrodus¡ oder ¡Portheus¡ existieren alle Übergänge. Bei
+den Haien kommen Zähne von der Form einer einseitig abgeplatteten
+Dolchklinge mit oder ohne Nebenzacken häufig vor. Zum Zermalmen der
+Nahrung dienen teils stumpfkonische, teils bohnenförmige, kugelige
+oder pflastersteinartige Zähne, und bei gewissen Selachiern fügen sich
+die Zähne zu einem geschlossenen Mosaik aneinander. Eigentümliche
+schneidende Zahnplatten von ansehnlicher Größe finden sich bei
+¡Diodon¡ und ¡Chimaera¡.
+
+Ebenso mannigfaltig wie die Form ist auch die Zahl der Zähne bei den
+Fischen. Während die Dipnoer, Chimaeriden und Gymnodonten im ganzen
+nur 4 bis 6 Zähne besitzen, zählen dieselben bei vielen Haien und
+Knochenfischen nach Hunderten.
+
+Die Befestigung auf der knorpeligen oder knöchernen Unterlage wird
+in der Jugend bei fast allen Fischen durch faseriges Bindegewebe
+bewerkstelligt, und bei Haien und vielen Knochenfischen bleibt diese
+Art der Befestigung zeitlebens, so daß die Zähne nach längerem Kochen
+leicht von der Basis abgestreift werden können. Bei Knochenfischen und
+vielen Ganoiden tritt eine Verwachsung der Zahnwurzel mit dem Knochen
+ein, wobei auf letzterem meist eine sockelartige Erhöhung dem Zahne
+entgegenwächst. Ausnahmsweise findet man auch in Höhlungen (Alveolen)
+eingefügte Zähne. In der Regel entwickeln sich die Ersatzzähne neben
+den fungierenden Zähnen und schieben dieselben nach und nach aus.
+
+Mit wenigen Ausnahmen besteht die Zahnkrone aus Dentin, Vasodentin und
+Schmelz, die Wurzel aus Vasodentin oder Osteodentin. Der ~Schmelz~
+(Placoinschmelz) bildet eine sehr dünne, glasharte, glänzende,
+homogene Deckschicht, welche unter polarisiertem Licht Doppelbrechung
+erkennen läßt. Die Schmelzschicht schließt zuweilen noch die äußersten
+Ausläufer der Dentinröhrchen ein. Sie ist aus phosphorsaurem Kalk mit
+etwas Fluorcalcium, wenig kohlensaurem Kalk, phosphorsaurer Magnesia
+und sehr geringen Mengen organischer Substanz zusammengesetzt. Das
+~Dentin~ (Elfenbeinsubstanz) enthält kein Fluorcalcium, viel mehr
+organische Beimengung als der Schmelz, ist weniger hart und löst
+sich in Säure langsamer auf. Das eigentliche Dentin (Fig. 12) wird
+lediglich von sehr feinen, nach außen verästelten Röhrchen durchzogen,
+die von der Pulpa oder deren Verzweigungen ausgehen und fadenförmige
+Verlängerungen der Zahnzellen (Odontoblasten) enthalten. Sehr häufig
+wird die Dentinsubstanz auch von groben, anastomosierenden Kanälen
+(Haversische Kanäle) durchzogen, in welchen Blutgefäße verlaufen und
+deren Wände mit Odontoblasten ausgekleidet sind. Von diesen groben
+Kanälen gehen alsdann in peripherischer Richtung feine Dentinröhrchen
+aus. Diese gefäßreiche Modifikation der Zahnsubstanz heißt
+~Vasodentin~ (Fig. 13, 14).
+
+[Illustration: Fig. 12.
+
+Vertikalschnitt durch den Zahn von ¡Lepidotus (Sphaerodus) gigas¡ Ag.
+aus Dentin und Schmelz bestehend (stark vergrößert.)]
+
+Die ~Wurzel~ der Fischzähne unterscheidet sich von der Krone durch
+Mangel eines Schmelzüberzuges. Sie besteht entweder gänzlich aus
+Vasodentin, oder es kommen noch Knochenzellen mit ausstrahlenden
+Primitivröhrchen hinzu (Osteodentin).
+
+Das ~innere Skelett~ der Fische (Fig. 15) zeigt, daß in den
+verschiedenen Ordnungen dieser Klasse fast alle Entwickelungsstadien,
+welche bei den höheren Wirbeltieren nur vorübergehend durchlaufen
+werden, als dauernde Einrichtungen im ausgewachsenen Zustand
+fortbestehen. Der ganze Prozeß der allmählichen Gliederung,
+Verknorplung und Verknöcherung der Wirbelsäule und des übrigen
+Skeletts ist in den verschiedenen Abteilungen der Fische
+veranschaulicht, und namentlich die fossilen Formen aus paläozoischen
+und mesozoischen Ablagerungen gewähren in dieser Hinsicht die
+bemerkenswertesten Aufschlüsse.
+
+[Illustration: Fig. 13.
+
+Vertikalschnitt durch einen Teil eines Hechtzahnes. (Nach
+~Sternberg~.) Stark vergr. ¡S¡ Schmelz, ¡D¡ Dentin, ¡VD¡ Vasodentin,
+¡W¡ Zahnwurzel.]
+
+[Illustration: Fig. 14.
+
+Vertikalschnitt durch einen ¡Otodus¡-Zahn. Vergr. ¡VD¡ Vasodentin, ¡D¡
+Dentin, ¡S¡ Schmelz.]
+
+
+Wirbelsäule.
+
+Die erste Anlage des inneren Skeletts beschränkt sich auf die
+Chorda dorsalis. Schon bei Amphioxus tritt hierzu ein membranöses
+Skelettsystem, in dem sich die in der Längsrichtung noch
+zusammenhängenden oberen und unteren Bogen und die myocommatischen
+Querlamellen unterscheiden lassen, bzw. die an den Bogenlamellen durch
+ihren Ansatz hervorgerufenen Gewebsverstärkungen.
+
+Bei den Cyclostomen entwickeln sich dorsal im Anschluß an die
+austretenden Spinalnerven kleine Knorpelstücke (je zwei jederseits
+in jedem Metamer), die im Schwanz zu einer Längsleiste verschmelzen.
+Entsprechende ventrale Bildungen sind nur im Schwanz beobachtet.
+
+Diese schon bei den Cyclostomen nachweisbaren oberen und unteren
+Bögen lassen bei den typischen Fischen die metamere Gliederung
+der Wirbelsäule entstehen, wobei die Chorda selbst noch häufig
+ungegliedert verharrt. Die Chordascheide ist verstärkt, die
+ursprüngliche Elastica nach außen gedrängt. Von den Knorpelstücken
+der Bogen geht eine Zerstörung der Elastica aus und Knorpelzellen
+wandern in die Scheide ein. Damit ist die metamere Sonderung auch
+der Wirbelkörper angebahnt, deren Ausarbeitung im einzelnen sehr
+verschiedene Wege geht.
+
+[Illustration: Fig. 15.
+
+Skelett vom Barsch (¡Perca fluviatilis¡).
+
+I. ~Kopf~: ¡Fr¡ Frontale (Stirnbein), ¡Eth¡ Ethmoideum, ¡Prf¡
+Präfrontale, ¡Pfr¡ Postfrontale, ¡Pa¡ Parietale, ¡Sq¡ Squamosum,
+¡OS¡ Occipitale superius, ¡EpO¡ Epioticum, ¡PrO¡ Prooticum, ¡SOr¡
+Suborbitalia, ¡HyM¡ Hyomandibulare, ¡Sy¡ Symplecticum, ¡Qu¡ Quadratum,
+¡Mtpt¡ Metapterygoid, ¡Enpt¡ Entopterygoid (Mesopterygoid), ¡Ekpt¡
+Ektopterygoid, ¡Mx¡ Maxilla, ¡Pmx¡ Prämaxilla, ¡Ar¡ Articulare,
+¡Ang¡ Angulare, ¡D¡ Dentale, ¡POp¡ Präoperculum, ¡Op¡ Operculum,
+¡Sop¡ Suboperculum, ¡IOp¡ Interoperculum, ¡Hy¡ Hyoideum,
+(Ceratohyale), ¡GHy¡ Glossohyale (Zungenbein), ¡UHy¡ Urohyale, ¡Brs¡
+Kiemenhautstrahlen.
+
+II. ~Extremitäten~: ¡Pt¡ Posttemporale, ¡Scl¡ Supraclavicula, ¡Cl¡
+Clavicula, ¡Cor¡ Coracoid, ¡Sc¡ Scapula, ¡Pcl¡ Postclavicula, ¡P¡
+Brustflosse (Pectoralis), ¡Mt¡ Metapterygium, ¡V¡ Bauchflosse
+(Ventralis), ¡D¡ u. ¡D'¡ erste und zweite Rückenflosse (Dorsalis),
+¡C¡ Schwanzflosse (Caudalis), ¡A¡ Afterflosse (Analis), ¡in¡
+Interneuralia, ¡ih¡ Interhämalia, ¡hyp¡ Hypurale.
+
+III. ~Wirbelsäule~: ¡w¡ Wirbelkörper, ¡a¡ Parapophysen, ¡b¡
+Hämapophysen, ¡c¡ Neurapophysen, ¡r¡ Rippen, ¡x¡ Gräten.]
+
+Ein vollständiger ~Wirbel~ besteht aus einem ~Wirbelkörper~ (Zentrum),
+zwei oberen, den Rückenmarkkanal umgebenden Bogenhälften (obere Bögen,
+~Neurapophysen~) und zwei unteren Bogenstücken (~Hämapophysen~).
+Die oberen Bogen vereinigen sich zu einem dorsalen ~Dornfortsatz~
+(processus spinosus oder spina dorsalis), die unteren können entweder
+in der Schwanzregion durch Vereinigung einen ventralen Dornfortsatz
+(spina ventralis) bilden (Fig. 18) oder sie bleiben als untere
+Querfortsätze (~Parapophysen~) getrennt.
+
+Bei vielen mit knorpeliger Wirbelsäule versehenen Fischen (Selachier,
+Accipenseriden) schieben sich zwischen die oberen und unteren Bögen
+knorpelige Schaltstücke (~Intercalaria~) ein, welche die Bögen
+zuweilen an Größe übertreffen (Fig. 16). Es entspricht dies vielleicht
+dem Auftreten doppelter oberer und unterer Bogen in jedem Segment bei
+Petromyzon.
+
+[Illustration: Fig. 16.
+
+Drei Schwanzwirbel von ¡Centrophorus¡ von der Seite. (Nach ~Hasse~.)
+
+¡w¡ Wirbelkörper, ¡na¡ oberer Bogen, ¡i¡ Intercalarstück, ¡ha¡ unterer
+Bogen.]
+
+[Illustration: Fig. 17.
+
+Wirbel aus der Rumpfregion des Stör. ¡A¡ von der Seite, ¡B¡ in
+vertikalem Querschnitt.
+
+¡sp. d.¡ oberer Dornfortsatz, ¡n¡ oberer Bogen (Neurapophyse), ¡p¡
+Parapophyse, ¡ha¡ unterer Bogen (Hämapophyse), ¡m¡ Rückenmarks-
+(Medullar-) Kanal, ¡ch¡ Chorda dorsalis, ¡s¡ Chordascheide, ¡i¡
+Intercalaria, ¡r¡ Rippen, ¡f¡ Durchtrittsöffnungen der Nerven. (Der
+Knorpel ist punktiert, der Knochen weiß.) (Nach ~R. Hertwig.~)]
+
+Die ~Wirbelcentra~ oder Wirbelkörper enthalten bei den Knorpelfischen
+meist noch einen Teil der Chorda, welche als weicher zentraler Strang
+die ganze Wirbelsäule durchsetzt und die Zwischenräume zwischen den
+einzelnen Wirbeln teilweise ausfüllt. Die knorpeligen, verkalkten
+oder verknöcherten Vorder- und Hinterwände der Wirbelkörper sind
+wie Doppelkegel tief ausgehöhlt (~amphicöl~) und verleihen dem
+Wirbelzentrum dadurch sanduhrähnliche Gestalt. Bei den Selachiern
+tritt meist eine teilweise Verkalkung, bei den Ganoiden und
+Knochenfischen eine Verknöcherung des ursprünglichen Knorpelzentrums
+ein. Während aber die Knochenfische meist eine vollständige Umwandlung
+des ganzen Wirbels mit all seinen Fortsätzen in kompakte, dentinartige
+Knochensubstanz aufweisen, lassen die Ganoiden, namentlich der
+paläozoischen und mesozoischen Ablagerungen, die verschiedensten
+Stadien des Verknöcherungsprozesses erkennen. Bei vollkommen
+verknöcherten Wirbeln legen sich die vorderen und hinteren Ränder der
+amphicölen Wirbelzentren dicht aneinander und sind überdies durch
+Ligamente verbunden, die Chorda füllt nur noch die intervertebralen
+Zwischenräume aus und bildet keinen kontinuierlichen Strang. Die
+Bögen verwachsen fest mit dem Zentrum, und am Vorderrand der oberen
+Bögen ragt häufig ein kurzer Fortsatz (~Zygapophyse~) vor, welcher
+sich jederseits über einen ähnlichen hinteren Fortsatz des Zentrums
+legt und so die Verbindung benachbarter Wirbel verstärkt (Fig. 18).
+In der hinteren oder ~Schwanzregion~ vereinigen sich die unteren
+Bogen zu einem ventralen Dornfortsatz (Fig. 18); in der vorderen
+~Rumpfregion~ ragen die unteren Bogen als kurze Parapophysen vor und
+dienen beweglichen ~Rippen~ als Träger. Eigentliche ~Querfortsätze~
+(~Diapophysen~, processus transversi), an welche sich bei den höheren
+Wirbeltieren die Rippen anlegen, und welche von den oberen Bogen
+ausgehen, kommen nur ganz ausnahmsweise (¡Polypterus¡, ¡Pleuronectes¡)
+neben den Parapophysen vor. Bei den Cyclostomen und Chimären fehlen
+~Rippen~ vollständig, bei den Selachiern und Knorpelganoiden sind sie
+meist schwach entwickelt oder rudimentär. In keinem Fall vereinigen
+sich die Rippen auf der Ventralseite miteinander, weder direkt,
+noch durch das Zwischentreten eines Sternums. Nicht zu verwechseln
+mit Rippen sind die aus verknöcherten Sehnen entstehenden ~Gräten~;
+dünne, an einem Ende häufig vergabelte Knochenfäden, welche zwischen
+den Muskeln liegen und sich an die Wirbelzentren, Bogen oder Rippen
+anheften.
+
+[Illustration: Fig. 18.
+
+Schwanzwirbel vom Karpfen. ¡A¡ der Länge nach in sagittaler Richtung
+durchschnitten, ¡B¡ ein einzelner Wirbel in halb seitlicher Ansicht.
+¡C¡ letzter Rumpf- und erster Schwanzwirbel. ¡sp. d¡ oberer
+Dornfortsatz, ¡n¡ oberer Bogen, ¡ch¡ Chorda dorsalis, ¡c¡ Zentrum,
+¡za¡ Zygapophysen, ¡ha¡ Hämapophyse. (Nach ~R. Hertwig~.)]
+
+Die Zahl der Fischwirbel schwankt je nach den verschiedenen Gruppen
+ganz außerordentlich. Bei gewissen Knochenfischen (¡Ostracion¡) zählt
+man nur 15, bei anderen 70 bis 80, beim Aal etwa 200, bei manchen
+Haien 350 bis 400.
+
+Das hintere Ende der Wirbelsäule ist bei allen Fischen im
+Embryonalzustand ~diphycerk~ oder ~heterocerk~. Im ersteren Fall
+verlängert sich die Wirbelsäule geradlinig bis zum Körperende und
+ist oben und unten symmetrisch von der Schwanzflosse umgeben. In
+diesem embryonalen Stadium verharren zeitlebens die Cyclostomen,
+Dipnoer und viele Crossopterygier (Fig. 19). Bei den ~heterocerken~
+Fischen (Haien, Rochen, vielen Ganoiden) krümmt sich die Wirbelsäule
+hinten aufwärts und tritt vollständig in den oberen Lappen der
+Schwanzflosse ein, welcher sich meist verlängert und den unteren an
+Größe übertrifft (Fig. 20). Zwischen diphycerker und heterocerker
+Schwanzbildung gibt es vielfache Übergänge. So verlängert sich beim
+~hetero-diphycerken~ Schwanz die Wirbelsäule mit schwacher Aufbiegung
+bis zum Körperende und ist oben und unten von Strahlen umgeben; aber
+die Strahlen des oberen Lappen bleiben erheblich an Stärke hinter
+denen des unteren zurück. Zuweilen ist auch die äußere Schwanzflosse
+aus zwei gleichen Lappen zusammengesetzt, während sich die Wirbelsäule
+aufwärts biegt und eine Strecke weit in den oberen Lappen eindringt
+(Fig. 21). Derartige Flossen sind äußerlich homocerk, ~innerlich
+heterocerk~. Beim ~hemi-heterocerken~ Schwanz ist der obere Lappen der
+äußerlich gleichlappigen Schwanzflosse noch eine Strecke weit oder
+auch bis zur Spitze beschuppt.
+
+[Illustration: Fig. 19.
+
+Diphycerke Schwanzflosse von ¡Polypterus Bichir¡. (Nach ~Kölliker~.)
+
+¡ch¡ hinteres Ende der Wirbelsäule.]
+
+[Illustration: Fig. 20.
+
+Äußerlich und innerlich heterocerke Schwanzflosse vom Stör.]
+
+[Illustration: Fig. 21.
+
+Innerlich heterocerke Schwanzflosse von ¡Amia¡. (Nach ~Kölliker~.)
+¡ch¡ verknorpeltes Hinterende der Wirbelsäule mit dem Chordastrang.]
+
+[Illustration: Fig. 22.
+
+Äußerlich homocerke (stegure) Schwanzflosse vom Lachs (¡Salmo Salar¡).
+(Nach ~Kölliker~.)
+
+¡ch¡ Ende der Chorda (Schwanzfaden), ¡a¡, ¡b¡, ¡c¡ obere Deckknochen
+des Schwanzfadens.]
+
+Bei sämtlichen Cycloid- und Ctenoidfischen ist die Schwanzflosse
+äußerlich ~homocerk~ (Fig. 22). Die Wirbelsäule endigt meist vor der
+Flosse mit einem Wirbel, an welchen sich eine breite, vertikale,
+fächerförmige Schlußplatte (~Hypurale~) anschließt, die aus der
+Verschmelzung mehrerer Flossenträger und Hämapophysen entsteht. Über
+dieser Schlußplatte liegt meist ein kurzer, knorpeliger, aufwärts
+gerichteter Fortsatz der Chorda oder ein schräg aufwärts gerichtetes,
+griffelartiges Knochenstück (~Urostyl~). Den homocerken Schwanzflossen
+liegt somit eine ~innerliche Heterocerkie~ zugrunde.
+
+Sämtliche paläozoischen Fische haben diphycerke oder heterocerke
+Schwänze, hemiheterocerke Formen beginnen im Jura. Die cretaceischen,
+tertiären und lebenden Knochenfische haben im ausgewachsenen Zustand
+homocerke Schwanzflossen, durchlaufen aber in der Jugend ein
+diphycerkes oder heterocerkes Stadium.
+
+
+Schädel.
+
+Das embryonale ~Primordialcranium~ der Fische ist ~knorpelig~ und
+entwickelt sich aus der Chorda dorsalis, die eine Strecke weit in die
+Schädelbasis eindringt.
+
+[Illustration: Fig. 23.
+
+Schädel und Kiemenkorb von ¡Squatina vulgaris¡. (Nach ~Gegenbaur~.)
+¡Eth¡ Ethmoidalregion (¡Rostrum¡), ¡Po¡ Postorbitalfortsatz, ¡Occ¡
+Occipitalregion, ¡PQ¡ Palatoquadratum, ¡L¡ vorderer, ¡L'¡ hinterer,
+¡L''¡ unterer Labialknorpel, ¡Md¡ Unterkiefer (¡Mandibula¡), ¡HyM¡
+Hyomandibulare, ¡Hy¡ Hyoideum, ¡Co¡ Copula des Zungenbeinbogens,
+¡III¡-¡VII¡ Kiemenbögen (¡Branchialia¡), ¡EBr¡ Epibranchiale, ¡CBr¡
+Ceratobranchiale, ¡HBr¡ Hypobranchiale, ¡Co'¡ hinterste Copula der
+Kiemenbögen, ¡BR¡ Kiemenstrahlen des Hyoideum.]
+
+Bei den ~Selachiern~ (Fig. 23) besteht das Kopfskelett dauernd
+aus einheitlichem Knorpel, der oberflächlich mit Plättchen aus
+phosphorsaurem Kalk inkrustiert, seltener eine auch in die Tiefe
+greifende Verkalkung aufweist. Die Schädelkapsel enthält das
+Zentralnervensystem und zwar hinten die Hemisphären des großen und
+kleinen Gehirns, in der Mitte die Sehhügel (lobi optici), im vorderen
+Teil die Riechnerven; mit der Schädelkapsel vereinigen sich sehr früh
+die in der Anlage selbständigen Gehörorgane, Augen und Nasengruben.
+Das ~Visceralskelett~ besteht aus einer Anzahl verschiedenartig
+ausgebildeter knorpeliger Bögen, von denen der vorderste, der sog.
+~Mandibularbogen~, die Mundhöhle umrandet und sich durch Größe und
+Bezahnung auszeichnet. Der obere Teil, das ~Palatoquadratum~, ist
+mit dem unteren, dem ~Unterkiefer~, gelenkig verbunden; bei den
+meisten Haifischen ist er durch Bänder, die von seinem niedrigen,
+vorderen Fortsatze ausgehen, an den Schädel geheftet. Bei den
+primitiven Haien (Notidanus, Hybodus) erhebt sich das Palatoquadratum
+hinten zu einem viel breiteren Fortsatz, der mit dem postorbitalen
+Vorsprung des Schädels in gelenkartiger Fläche zusammenstößt. Der
+zweite Visceralbogen oder ~Hyoidbogen~ berührt ebenfalls mit seinem
+oberen Abschnitt, ~Hyomandibulare~, die Gehörregion des Schädels,
+während sein unterer als Zungenbein, ~Hyoid~, ausgebildet ist. Das
+Hyomandibulare ist bei Notidanus, Hybodus etc. ein langer, schmaler
+Knorpel, der sich ganz dem Hinterrand des Palatoquadratum anschmiegt;
+bei den meisten Haien ist es aber verkürzt und verbreitert und weiter
+nach hinten geschoben.
+
+Die sog. ~Lippenknorpel~ (Fig. 23) werden häufig als präorale
+Kiemenbögen bezeichnet, oder als die knorpeligen Äquivalente des
+Maxillare bzw. Prämaxillare (unter Bezug auf Beobachtungen bei
+Polyodon) oder auch als neue Erwerbungen bezw. Abgliederungen.
+Ihr Auftreten bei älteren fossilen Formen läßt sich zu Beweisen
+einstweilen nicht verwerten, es ist immerhin beachtenswert, daß
+sie zuweilen selbst alten Formen fehlen oder sehr klein sind.
+Ontogenetisch treten sie später auf als die eigentlichen Visceralbogen.
+
+Hinter den Zungenbeinbogen folgen noch fünf (selten sechs oder sieben)
+~Visceralbögen~, welche als Stützen der Respirationsorgane dienen,
+aus mehreren Stücken zusammengesetzt sind und ventral durch mediane
+Zwischenknorpel (~Copulae~) verbunden werden. Sowohl die Kiemenbögen
+als auch das Hyoideum, bei alten Formen auch das Hyomandibulare,
+tragen knorpelige ~Kiemenstrahlen~. Bei den Holocephalen verschmelzen
+Palatoquadratum und Hyomandibulare miteinander und mit der
+Schädelkapsel. Der Unterkiefer wird dadurch ~autostyl~, d. h. direkt
+an den Schädel eingelenkt.
+
+Bei den ~Knorpelganoiden~ (¡Accipenser¡, ¡Spatularia¡) nehmen
+bereits knöcherne Elemente an der Zusammensetzung des Kopfes teil.
+Die Schädelkapsel bleibt zwar der Hauptsache nach knorpelig, aber
+außen entstehen eine Anzahl Knochenplatten, welche das Cranium oben
+und auf den Seiten bedecken, und ebenso entwickelt sich an der
+Schädelbasis ein langer schmaler Hautknochen (~Parasphenoid~), welcher
+vorne bis zur Ethmoidalregion, hinten bis zum Hinterhaupt reicht.
+Auch am Palatoquadratum, Hyomandibulare und Unterkiefer stellen
+sich Knochenbelege ein, und ebenso ossifiert eine die Kiemenspalten
+deckende Hautfalte zu einem einfachen ~Kiemendeckel~ (Operculum).
+Palatoquadratum und Hyomandibulare bilden den frei beweglichen
+(~hyostylen~) Träger des Unterkiefers.
+
+Ähnlich wie die Knorpelganoiden verhalten sich auch die ~Dipnoer~,
+bei denen jedoch Palatoquadratum und Hyomandibulare mit dem Cranium
+verschmolzen sind (Autostylie).
+
+Bei den ~Schuppenganoiden~ und ~Knochenfischen~ findet eine mehr
+oder weniger vollständige Ossifikation der Schädelkapsel und des
+Visceralskelettes statt. Die ~Verknöcherung beginnt~, wie bei den
+Knorpelganoiden, zuerst ~mit Hautknochen~, welche anfänglich (durch
+eine Bindegewebsschicht) vom Knorpelcranium getrennt bleiben. Die
+Bildung der Ersatzknochen erfolgt phylogenetisch später und geht vom
+Perichondrium des Primordialschädels aus. Der Knorpel wird durch
+Knochen ersetzt (Ersatzknochen, zu diesen gehören z. B. immer die
+unteren und seitlichen Hinterhauptsbeine). Eine klare Scheidung
+beider Knochenarten ist aber dadurch erschwert, daß die Bildung
+von Hautknochen oft in größerer Tiefe vor sich geht und selbst den
+unten liegenden Knorpel ergreifen kann. Es kann auch ein Knochen
+gemischter Entstehung sein, indem ein Deckknochen mit der gleichfalls
+verknöchernden Knorpelunterlage verschmilzt. Das gilt z. B. öfters für
+das Supraoccipitale, auch für das Opisthoticum.
+
+Am eigentlichen Cranium (Fig. 24) unterscheidet man drei Regionen
+(Occipital- und Gehör-Abschnitt, Orbital- und Ethmoidal-Region).
+Die ~Hinterhaupts~- oder ~Occipital-Region~ besteht aus vier
+Knorpelknochen: dem ~unteren Hinterhauptsbein~ (Occipitale basilare,
+Basioccipitale), welches meist noch Reste der Chorda dorsalis
+enthält und mit seinem tief ausgehöhlten Hinterende die Verbindung
+mit der Wirbelsäule herstellt, einem rechten und linken ~seitlichen
+Hinterhauptsbein~ (Occipitalia lateralia, Exoccipitalia), welche den
+größeren Teil des Hinterhauptsloches umgrenzen, oft oben mit dem
+Supraoccipitale sich vereinigen, und einem ~oberen Hinterhauptsbein~
+(Occipitale superius, Supraoccipitale), das zum Schädeldach gehört,
+sich zwischen die davor liegenden Scheitelbeine einschiebt und häufig
+mit einer vertikalen Medianleiste oder einem hohen Kamm versehen ist.
+
+[Illustration: Fig. 24.
+
+Schädelkapsel von ¡Cyprinus carpio¡ Lin. (Karpfen). (Nach ~R. Owen~.)
+¡BO¡ Occipitale basilare, ¡Exo¡ Exoccipitale, ¡SO¡ Occipitale
+superius, ¡OpO¡ Opisthoticum, ¡Ep¡ Epioticum, ¡PrO¡ Prooticum,
+¡Sq¡ Squamosum, ¡AlS¡ Alisphenoid, ¡BSph¡ Basisphenoid, ¡OSph¡
+Orbitosphenoid, ¡Pa¡ Parietale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Fr¡ Frontale,
+¡Prf¡ Präfrontale, ¡Eth¡ Ethmoideum, ¡Vo¡ Vomer, ¡io¡ Interorbitale.]
+
+Die ~Gehörkapseln~ werden seitlich von mehreren, unter den
+Gesichtsknochen vollkommen versteckten Knochenpaaren umschlossen.
+Man unterscheidet hier das unmittelbar vor den Occipitalia lateralia
+gelegene ~Opisthoticum~ (¡OpO¡)[3], das im hinteren oberen Teil an das
+Opisthoticum angrenzende ~Epioticum~ ¡EpO¡, und das ~Prooticum~ ¡PrO¡,
+welches gewöhnlich die Öffnung des Nervus trigeminus umschließt. Mit
+diesen die eigentliche Gehörkapsel bildenden Knochen verbindet sich
+jederseits eine über und vor dem Opisthoticum gelegene, teils aus
+Hautknochen, teils aus Knorpel hervorgegangene Knochenplatte, das
+~Squamosum~ ¡Sq¡ (Pteroticum Park., Schläfenbein), unter der sich der
+Kieferstiel (~Hyomandibulare~) einlenkt.
+
+Die seitliche Umgebung der mittleren orbitalen Schädelregion, welche
+bald knorpelig oder häutig bleibt, bald mehr oder weniger vollständig
+verknöchert, ist äußerlich vollkommen von den Gesichtsknochen bedeckt.
+Man unterscheidet hier zwei Knochenpaare: das hintere unmittelbar vor
+dem Prooticum gelegene ~Alisphenoid~ und das vordere ~Orbitosphenoid~;
+in der Mitte wachsen beide Knochenpaare, namentlich aber die beiden
+Orbitosphenoide, häufig zusammen und verschmelzen vollständig
+miteinander. Die Orbitosphenoide können auch ganz in einem häutigen
+Interorbitalseptum aufgehen. Die Grundfläche des Schädels wird durch
+einen Hautknochen, das lange, spanförmige ~Parasphenoid~ gebildet,
+welches hinten an das Basioccipitale, vorne an den Vomer anstößt.
+
+Das Dach der beiden hinteren Schädelabschnitte wird wesentlich
+von Deckknochen gebildet. So schalten sich zwischen das obere
+Hinterhauptsbein und die beiden Squamosa zwei ~Parietalia~
+(Scheitelbeine) ein, auf welche nach vorn die zwei ~Frontalia~
+(Stirnbeine) folgen, die öfters zu einem einfachen großen
+Hauptstirnbein verschmelzen. Seitlich davon liegt vor dem Squamosum
+das ~Postfrontale~ (Hinterstirnbein, Sphenoticum Parker), das beiden
+Ganoiden zu den Haut-, bei den Teleostiern zu den Knorpelknochen
+gehört. Über den Augenhöhlen kommt zuweilen ein kleines
+~Supraorbitale~ vor.
+
+Die vordere ~Ethmoidalregion~ besitzt als Basis das ~Pflugscharbein~
+¡Vo¡ (Vomer), das gleichzeitig die vordere Decke des harten
+Gaumens bildet. Von Vomer steigt schräg nach hinten und oben
+jederseits ein z. T. knorpelig präformiertes, oben dermal angelegtes
+~Vorderstirnbein~ (~Präfrontale~, Ethmoidale laterale Parker) auf,
+das sich mit dem Stirnbein und mit dem die Nasenkapsel oben, vorn und
+teilweise seitlich umschließenden ~Ethmoidale~ ¡Eth¡ verbindet. Eine
+oder mehrere kleine Deckknochen über jedem Nasenloch, welche sich
+zuweilen außen an das Ethmoidale anheften, werden Nasenbeine ¡Na¡
+(Nasalia) genannt; das Ethmoid ist ein Ersatzknochen.
+
+Zum ~Visceralskelett~ gehören der Kieferapparat, die Gesichtsknochen
+und das Kiemengerüst. Das ~Hyomandibulare~ tritt in enge Verbindung
+mit dem hinteren Teil des Palatoquadratum, d. h. dem Quadratum.
+Daraus geht der sog. Kieferstiel (Hyomandibulare und Symplecticum und
+Quadratum) hervor, welcher als Träger des Unterkiefers am Schädel
+durch Bänder beweglich befestigt ist. Das ~Quadratum~ articuliert
+unten mit dem Unterkiefer und ist nach oben innig mit dem aus dem
+unteren Ende des Hyomandibulare hervorgegangenen ~Symplecticum~
+verbunden. An das Quadratbein fügen sich nach vorn das winklig
+gebogene Ectopterygoid (ein Deckknochen), nach oben das Metapterygoid,
+nach vorne das Mesopterygoid an, dessen vorderes Ende sich mit dem
+Palatinum (Gaumenbein) verbindet. Letzteres ist mit seinem Vorderrand
+durch Knorpelbänder am Vomer und der Ethmoidalregion angeheftet, es
+ist ein Mischknochen, in dem ein Deckknochen und ein Ersatzknochen
+vereinigt sind.
+
+Vor dem Gaumenbein liegen jederseits zwei ziemlich große, meist
+mit Zähnen besetzte Deckknochenpaare; das vordere derselben, die
+~Prämaxilla~ (Zwischenkiefer), stößt vor der Ethmoidalregion durch
+eine Symphyse mit dem korrespondierenden Knochen der anderen Seite
+zusammen; das hintere, die ~Maxilla~ (Oberkiefer), tritt zuweilen
+durch ein schmales, eingeschaltetes ~Jugale~ (Jochbein) mit dem
+Quadratum in Verbindung.
+
+Der ~Unterkiefer~ (Mandibula) besteht aus dem Gelenkstück
+(~Articulare~, einem Ersatzknochen), einem hinteren unteren Eckstück
+~Angulare~, das öfters knorpelig bleibt und dem großen, mit
+Zähnen besetzten Hauptstück ~Dentale~, welches als Deckknochen den
+Meckelschen Knochen umhüllt. Auf der Innenseite kommt hierzu noch ein
+Belegknochen, das ~Operculare~ oder ~Spleniale~, das nicht selten
+Zähne trägt und zuweilen (namentlich bei den Crossopterygiern) durch
+zwei oder mehr Knochenstücke ersetzt ist.
+
+Eine ungewöhnlich starke Entwicklung erlangen sowohl bei Ganoiden
+als Teleostiern mehrere aus einer Hautfalte hervorgehende
+~Opercularknochen~. Der vorderste, das ~Präoperculum~, ist meist eine
+ziemlich lange, schmale, etwas gebogene Knochenplatte, welche sich
+oben an das Hyomandibulare, unten an das Quadratum anheftet; dahinter
+liegt oben ein ~Operculum~ von meist ansehnlicher Größe, ferner ein
+Suboperculum und als unterstes Stück ein öfters mit dem Unterkiefer
+zusammenhängendes ~Interoperculum~.
+
+Eine wechselnde Anzahl kleiner Hautknochen begrenzen als
+~Suborbitalia~ bogenförmig den hinteren und unteren Rand der
+Augenhöhle. Das über derselben gelegene ~Supraorbitale~ (¡S Or¡),
+sowie das ~Lacrimale~ ¡L¡ (Tränenbein) sind kleine Hautknochen, welche
+in enger Verbindung mit dem Cranium stehen, aber nur selten entwickelt
+sind. Das schon erwähnte Präfrontale ist ein Mischknochen.
+
+[Illustration: Fig. 25.
+
+Rechte Hälfte des Zungenbeins und der Kiemenbögen vom Barsch (¡Perca
+fluviatilis¡). (Nach ~Cuvier~.) ¡II¡ Zungenbeinbogen, ¡III¡-¡VI¡
+Kiemenbögen, ¡IHy¡ Interhyale, ¡EHy¡ Epihyale, ¡HHy¡ Hypohyale, ¡GHy¡
+Glossohyale (Zungenbein), ¡UHy¡ Urohyale. ¡Co¡ Copulae d. Kiemenbögen,
+¡Phs¡ obere Schlundknochen, ¡BrR¡ Kiemenhautstrahlen.]
+
+Das ~Kiemengerüst~ (Fig. 25) der Ganoiden und Teleostier unterscheidet
+sich nicht unerheblich von jenem der Selachier. Abgesehen davon, daß
+die bei letzteren dem Hyomandibulare anhaftenden Kiemenhautstrahlen
+hier zu ~Opercularplatten~ umgewandelt sind, und daß hinter dem
+Hyoideum nie mehr als fünf (selten vier) knöcherne Bögen auftreten,
+sind die ~Kiemenhautstrahlen des Zungenbogens~ als kräftige
+Knochenstücke oder Blätter ausgebildet. Das ~Hyoideum~ zerfällt
+in ein oberes Epihyale, ein mittleres Ceratohyale und ein kleines
+aus zwei Stücken bestehendes Hypohyale (Basihyale); das mediane
+Verbindungsstück (~Copula~) verlängert sich mehr oder weniger weit
+nach vorn als ~Glossohyale~ (Zungenbein) in die Zunge und ist bald mit
+Zähnen bedeckt, bald zahnlos; ein zweites nach hinten gerichtetes,
+zur Copula gehöriges Knochenstück heißt ~Urohyale~. Die ~Kiemenbögen~
+(Branchialia) sind gleichfalls aus je drei Stücken (Epi-, Cerato- und
+Hypo-Branchiale) zusammengesetzt, durch Copulae in der Mitte verbunden
+und ihrer ganzen Länge nach mit feinen knorpeligen Strahlen, auf der
+Innenseite zuweilen mit zahnähnlichen Höckern oder Stacheln besetzt.
+An die Epibranchialia schließen sich noch kurze, häufig Zähne tragende
+obere ~Schlundknochen~ an. Von dem Epibranchiale des 1. Bogens
+aus bildet sich bei den Labyrinthfischen die knöcherne Unterlage
+des akzessorischen Respirationsorgans. Der letzte (5.) Kiemenbogen
+ist meist mehr oder weniger modifiziert und bildet die unteren
+Schlundknochen.
+
+Die ~paarigen Flossen~ entsprechen den ~Extremitäten~ der höheren
+Wirbeltiere und zwar die ~Brustflossen~ den vorderen, die
+~Bauchflossen~ den hinteren.
+
+Sowohl die Brust- als auch die Bauchflossen heften sich an
+ursprünglich knorpelige Bogen (Schulter- und Beckengürtel) an, die
+durch Ossifikation in eine verschiedene Anzahl einzelner Knochenstücke
+zerfallen können. Mit Ausnahme der Selachier befestigt sich der
+~Schultergürtel~ am oberen Hinterhauptsbein oder am Squamosum. Er
+bildet bei den Selachiern (Fig. 28 A) einen ventral geschlossenen
+einfachen, selten, bei paläozoischen Formen, mehrteiligen, hinter
+den Kiemen gelegenen Knorpelbogen, dessen dorsale Enden entweder
+frei endigen oder sich an die Wirbelsäule anheften (Rochen); an der
+Insertionsstelle der Flosse ist er aufgetrieben und von Nervenlöchern
+durchbohrt. Bei manchen Ganoiden (¡Chondrostei¡, ¡Crossopterygii¡,
+¡Heterocerci¡) lagern sich dem primären knorpeligen, aus zwei auch
+ventral gesonderten Hälften bestehenden Schultergürtel jederseits
+drei Deckknochen an, wovon der mittlere größte von Gegenbaur
+als ~Cleithrum~, der untere als ~Claviculare~, der obere als
+~Supraclavicula~ bezeichnet werden. Letztere zerfällt zuweilen in zwei
+Stücke, wovon das obere Posttemporale genannt wird. Bei den übrigen
+Ganoiden und den Knochenfischen wird der primäre Schultergürtel sehr
+verkleinert. Zwei, durch Zackennähte an der inneren und hinteren
+Seite der sehr großen Clavicula befestigte Knochen, wovon der hintere
+der ~Scapula~ (Schulterblatt), der vordere mehr nach innen gelagerte
+dem ~Coracoid~ entspricht, bilden hier den Brustgürtel. Bei mehreren
+Familien (~Physostomen~) kommt hierzu noch ein drittes, schmales,
+brückenförmig gegen die Clavicula sich wölbendes Spangenstück.
+
+Der Hauptknochen des Schultergürtels der Teleostier ist immer die
+~Clavicula~, deren Größe und Form außerordentlich variiert.
+
+Er ist nach ~Bütschli~ aus der Vereinigung von Clavicula und Cleithrum
+hervorgegangen, nach ~Gegenbaur~ entspricht er nur dem Cleithrum,
+während die Clavicula zurückgebildet ist.
+
+Nach oben schließen sich als Belegknochen eine Supraclavicula und
+ein Posttemporale (¡Pt¡) an, hinten lagert sich ein meist schmaler
+akzessorischer Hautknochen, die Postclavicula an.
+
+[Illustration: Fig. 26.
+
+Brustflosse von ¡Ceratodus Forsteri¡. Queensland.]
+
+[Illustration: Fig. 27.
+
+Brustflosse von ¡Squatina¡ (ohne die äußeren Hornfäden). ¡p¡
+Propterygium, ¡ms¡ Mesopterygium, ¡mt¡ Metapterygium, ¡r¡ Radien.]
+
+Die ~Brustflossen~ selbst lassen sich im einzelnen schwer mit dem
+Bau der vorderen Extremitäten der höheren Vertebraten vergleichen.
+Nimmt man mit ~Gegenbaur~ die biseriale Flosse des ¡Ceratodus¡ als
+die der Urflosse (Archipterygium) am nächsten stehende Grundform
+an, so sieht man auf den größtenteils knorpeligen Brustgürtel zwei
+größere Knorpelstücke folgen, an welche sich dann eine lange Kette
+kleinerer zylindrischer oder quadratischer Glieder anreiht, von
+denen nach beiden Seiten Knorpelstrahlen ausgehen. Eine zentrale
+Achse der Brustflosse besaß auch die erloschene Selachier-Gattung
+¡Pleuracanthus¡, dagegen sind die Knorpelstrahlen bei allen übrigen
+Selachiern vorwiegend einreihig angeordnet. Hier verbinden sich drei
+größere, nebeneinander gelegene Knorpel, das ~Pro-~, ~Meso-~ und
+~Metapterygium~, mit dem Brustgürtel und an jedes derselben fügen sich
+mehrere aus Knorpelstücken zusammengesetzte Radien an (Fig. 27). Am
+stärksten ist immer das Metapterygium ausgebildet, die beiden anderen
+sind häufig stark reduziert oder können sogar vollständig fehlen. Die
+häutige Flosse selbst ist von zahlreichen, stets paarig auftretenden
+Hornfäden durchzogen.
+
+Bei den Ganoiden und noch mehr bei den Teleostiern findet eine
+ziemlich weitgehende Rückbildung der von den Basalstücken
+ausstrahlenden Radienglieder statt. ¡Polypterus¡ besitzt noch drei
+Basalstücke (Figur 28 B), bei den meisten übrigen Ganoiden dagegen
+bildet das Metapterygium fast allein die Stütze für die Flosse; Meso-
+und Propterygium verkümmern. Dafür treten aber zwei bis drei Radien
+in gleiche Reihe mit den Basalstücken und verbinden sich mit dem
+Brustgürtel.
+
+[Illustration: Fig. 28.
+
+Schultergürtel und Brustflosse von ¡A¡ ¡Heptanchus¡ (Selachier), ¡B¡
+¡Polypterus¡ (Ganoid), ¡C¡ ¡Salmo¡ (Teleostier). ¡cl¡ Clavicula, ¡co¡
+Coracoid, ¡sc¡ Scapula, ¡pcl¡ Postclavicula, ¡scl¡ Supraclavicula,
+¡pt¡ Posttemporale, ¡p¡ Propterygium, ¡ms¡ Mesopterygium, ¡mt¡
+Metapterygium, ¡r¡ Radien der Flossenstrahlen, ¡fs¡ äußere
+Flossenstrahlen.]
+
+In gleicher Weise besteht die Basis der Brustflosse bei den
+Teleostiern stets aus vier bis fünf gleichartigen, abgeplatteten
+Knochenstücken, denen eine wechselnde Anzahl kurzer Knorpelstückchen
+angefügt ist. In gleichem Maße als die peripheren Teile des primären
+Flossenskeletts zurückgehen, entwickeln sich auf beiden Flächen der
+häutigen Flosse ossifizierte Flossenstrahlen als sekundäre Bildungen.
+
+Wesentlich einfacher als der Brustgürtel ist der sog. ~Beckengürtel~
+der hinteren Extremität zusammengesetzt. Er erscheint bei den
+Selachiern als eine paarige oder unpaare, von Nervenlöchern
+durchbohrte Spange, die entweder quer zur Längsachse des Körpers liegt
+oder einen nach vorn konvexen oder konkaven Bogen bildet. An diesen
+Gürtel lenken sich die zwei Basalstücke (Pro- und Metapterygium)
+der Bauchflosse ein, die ihrerseits wieder eine Reihe uniserialer
+knorpeliger Radien aussenden. Unter den Ganoiden haben sich nur
+noch bei ¡Polypterus¡ zwei kleine Knorpelstücke als Überreste eines
+Beckengürtels erhalten; bei allen übrigen, sowie bei den Teleostiern
+fehlt der Beckengürtel vollständig, dagegen erlangt das Metapterygium
+jederseits eine ansehnliche Größe und bildet bald als einfacher,
+länglicher Knochen, bald als eine in zwei Stücke vergabelte Platte den
+ganzen Flossenträger. Bei den Ganoiden sind die zum Flossenskelett
+gehörigen Radien zuweilen knöchern, bei den Teleostiern dagegen meist
+knorpelig, stark verkümmert, zuweilen sogar gänzlich geschwunden. Die
+Hautflosse selbst enthält zahlreiche gegliederte Knochenstrahlen. Eine
+eigentümliche Entwicklung zeigt der Beckengürtel bei den Dipnoern.
+Er stellt eine unpaare, vierseitige, vorn in einen langen Fortsatz
+auslaufende Knorpelplatte dar, an welche sich die knorpelige Achse der
+biserialen Flosse anheftet.
+
+Während die Bauchflossen bei Selachiern, Ganoiden und Dipnoern stets
+am Bauchende stehen, rücken sie bei den Teleostiern häufig weit nach
+vorn und treten sogar mit dem Schultergürtel in Verbindung. Durch
+diese Vorwärtswanderung der Bauchflossen ergeben sich auffällige
+Modifikationen in der Gesamterscheinung der Knochenfische, die in der
+Systematik weitgehende Verwertung finden.
+
+[Illustration: Fig. 29.
+
+Gehörknöchelchen (Otolith) eines Knochenfisches. Oligocän. Lattdorf.
+Nat. Gr.
+
+¡a¡ von außen, ¡b¡ von innen.]
+
+Neben den festen Hautgebilden und Skelettresten finden sich in
+gewissen Ablagerungen oft reichlich fossile ~Otolithen~[4])
+(Gehörsteine) (Fig. 29); es sind Ausscheidungen von ~kohlensaurem
+Kalk~ innerhalb des Labyrinths, die bei höheren Fischen, besonders
+im sog. Sacculus, im Utriculus und in der Lagena des Labyrinths fest
+umschriebene, charakteristische Gestalt annehmen. Der Otolith des
+~Sacculus~ heißt ~Sagitta~, der in der ~Lagena Asteriscus~, nach
+der Form, die sie bei Cypriniden haben. Bei diesen ist die Lagena
+auffallend verlängert und nebst dem Sacculus in die Schädelbasis
+eingesenkt; bei Panzerwelsen enthält der Utriculus den weitaus
+größten Otolithen, der besonders bei Arius massig ist und sich häufig
+findet. Bei allen anderen Teleostiern sind diese Otolithen klein,
+und der umfangreiche Sacculus enthält den größten Otolithen. Die
+der Labyrinthwand zugekehrte, dieser anliegende Seite weist einen
+sehr verschieden geformten Eindruck auf, den Sulcus acusticus; er
+ist nach den Umrissen der Macula acustica geformt, jener Stelle der
+Labyrinthwand, in der die letzten Ausstrahlungen des Gehörnervenastes
+sich vollziehen, und das wichtigste und beständigste Merkmal am
+Otolithen. Durch die Arbeiten von ~Koken~, ~Schubert~, ~Priem~ u. a.
+ist aus dem Studium der Otolithen besonders für die Statistik der
+Teleostier wertvolles Material gewonnen. Die weite Verbreitung und das
+hohe Alter der fossilen Gadiden, Sciaeniden u. a. ließ sich erst aus
+der Bestimmung der tertiären Otolithen erweisen. Auch über die Fische
+großer Meerestiefen (Macruriden etc.), von denen sich die Otolithen
+oft allein erhalten, sind Anhaltspunkte gewonnen.
+
+Die ~Systematik~ der Fische hat sich seit ~Aristoteles~ vorzüglich auf
+Merkmale des inneren und äußeren Skelettes, auf die Beschaffenheit
+und Stellung der Flossen und auf die Respirationsorgane gestützt.
+Schon ~Artedi~, ~Bonaparte~, ~Lacépède~, ~Cuvier~ und ~Valenciennes~
+stellten die Knorpelfische den mit knöchernem Skelett versehenen
+Formen gegenüber und zerlegten beide Abteilungen wieder in
+verschiedener Weise in mehrere Gruppen. Auf die fossilen Fische wurde
+hierbei keine Rücksicht genommen, obwohl namentlich Haifischzähne,
+Zähne von verschiedenen Knochenfischen (Bufoniten, Cheloniten,
+Krötensteine, Schlangenaugen), sowie ganze Skelette aus verschiedenen
+Lokalitäten (Kupferschiefer von Eisleben, Solnhofen, Oeningen,
+Monte Bolca, Glarus) schon im 18. Jahrhundert bekannt und mehrfach
+beschrieben waren. Das epochemachende Werk von ~L. Agassiz~ lieferte
+(1833-1834) eine vollständige Übersicht aller bis dahin bekannten
+fossilen Fische und suchte zugleich eine neue auf das Hautskelett
+begründete Einteilung der Fische in 4 Hauptgruppen: ¡Placoidei¡,
+¡Ganoidei¡, ¡Cycloidei¡ und ¡Ctenoidei¡ einzuführen. ~Joh. Müller~
+vereinigte die zwei letzten Gruppen unter der Bezeichnung ¡Teleostei¡
+(Knochenfische), begrenzte die Ganoiden schärfer und zerlegte die
+Knorpelfische in 4 Unterklassen: ¡Leptocardii¡, ¡Cyclostomi¡,
+¡Selachii¡ und ¡Dipnoi¡. Die neueren, wichtigeren Veränderungen in der
+Systematik knüpfen besonders an die Arbeiten von ~Cope~, ~Jordan~,
+~Gill~, ~Traquair~, ~A. Smith Woodward~ u. a. an.
+
+Die bisher unter der Bezeichnung Fische zusammengefaßten Formen wurden
+auf 3 ~Klassen~ verteilt, die weit geschieden sind: ¡Leptocardii¡,
+¡Marsipobranchii¡, ¡Pisces¡.[5]
+
+Eine kurze, nur auf die allgemeinen Eigenschaften beschränkte Diagnose
+führt zu der Gruppierung:
+
+I. Kein Schädel. Chorda bis zum Beginn des Kopfes reichend. Gehirn
+nicht deutlich differenziert. Ohne zentrales, muskulöses Herz; mehrere
+kontraktile Strecken der Gefäßwände ersetzen das Herz.
+
+
+Leptocardii.
+
+II. Schädel mehr oder weniger entwickelt. Chorda nicht über die
+Hypophysenregion hinausreichend. Herz musculös entwickelt (mindestens
+eine Kammer und eine Vorkammer), Gehirn deutlich entwickelt.
+
+ A. Schädel unvollkommen, kein Unterkiefer. Kein Becken, kein
+ Schultergürtel, keine paarigen Extremitäten. Kiemen beutelförmig.
+
+
+Marsipobranchii.
+
+ B. Schädel gut entwickelt, mit Unterkiefer. Schulter- und Beckengürtel
+ vorhanden. Paarige Extremitäten vorhanden (bzw. ~wieder~
+ atrophiert). Schultergürtel beider Seiten ventral vereinigt.
+ Kiemen nicht beutelförmig.
+
+
+Pisces.
+
+Man muß aber über die hier vorgenommene Trennung noch hinausgreifen
+und die ¡Leptocardier¡ nicht nur als eine den Fischen gleichwerte
+Klasse hinstellen, sondern als eine Klasse, welche ~allen~ anderen
+Wirbeltieren isoliert gegenübersteht und zu der weder ontogenetisch
+noch paläontologisch eine Brücke hinüberführt.
+
+Prinzipielle Fragen knüpfen sich auch an die Stellung der
+¡Marsipobranchier¡. Es ist nicht allein der Mangel des Unterkiefers
+und der Extremitäten, der sie so weit von anderen Vertebraten
+scheidet, sondern die fundamental abweichende Bildung des
+Knorpelschädels und des Kiemenskeletts. Sie stehen jedenfalls den
+eigentlichen Fischen als Klasse selbständig gegenüber und eine
+Zusammenordnung mit paläozoischen Fischen ist damit, daß diese keine
+paarigen Extremitäten haben und den Unterkiefer vermissen lassen, noch
+nicht gerechtfertigt.
+
+Nach Ausscheidung auch der ¡Marsipobranchier¡ (¡Cycliae¡), die fossil
+nicht sicher[6] bekannt sind, lassen sich dann die Fische in folgender
+Weise teilen:
+
+ I. Unterklasse: ¡Placodermi¡ (Agnatha). Ohne paarige Extremitäten.
+ Ohne Unterkiefer. Mit Hautzähnchen, welche durch Verbindung mit
+ einer sklerosierten Unterlage oft zu Platten vereinigt sind.
+
+ 1. Ordnung: ¡Anaspida.¡ Spindelförmig, heterocerk. Hautzähnchen am
+ Kopf isoliert, am Rumpf zu Schuppen vereinigt.
+
+ 2. Ordnung: ¡Heterostraci.¡ Flach, mit breiter Kopfregion und
+ schlankem Schwanz; ohne Knochenzellen. Heterocerk.
+
+ Unterordnungen oder Familien: ¡Coelolepidae¡, ¡Pteraspidae¡,
+ ¡Psammosteidae¡.
+
+ 3. Ordnung: ¡Osteostraci.¡ Kopfregion mit großen Platten. Die untere
+ Lage der Platten mit Knochenzellen. Augen genähert.
+
+ 4. Ordnung: ¡Antiarchi.¡ Kopf und vorderer Rumpf mit Platten
+ bedeckt, welche Knochenzellen enthalten.
+
+ II. ~Unterklasse~: ¡Elasmobranchii.¡
+
+ III. ~Unterklasse~: ¡Holocephali.¡
+
+ IV. ~Unterklasse~: ¡Dipnoi.¡
+
+ V. ~Unterklasse~: ¡Arthrodira.¡
+
+ VI. ~Unterklasse~: ¡Teleostomi.¡
+
+Diesen ~letztgenannten~ 5 Abteilungen kommt sämtlich der Besitz
+von paarigen Extremitäten und Unterkiefer zu. Man könnte sie
+also als ¡Gnathostomata¡ ~oder~ ¡Eupterygia¡ zusammenfassen.
+Die ¡Elasmobranchier¡ und ¡Holocephalen¡ sind durch knorpliges
+Innenskelett, Entwicklung von Placoidschuppen, Mangel dermaler
+Knochen, Besitz von Pterygopodien miteinander verwandt, ¡Holocephalen¡
+und ¡Dipnoer¡ durch die autostyle Angliederung des Kieferbogens, das
+Gebiß und einige andere Eigenschaften. Die ¡Dipnoer¡ treten aber auch
+in Beziehung zu den ¡Teleostomen¡, wie durch einen Vergleich der
+älteren ¡Dipnoer¡ und ¡Crossopterygier¡ erhellt, und sind anderseits
+auch den ¡Arthrodira¡ (¡Coccosteus¡ u. a.) näher verwandt. Dagegen
+ist die Verwandtschaft der ¡Arthrodira¡ mit den ¡Placodermen¡
+(¡Antiarchi¡) nicht so nah, wie früher angenommen.
+
+Die ¡Anaspida¡, ¡Heterostraci¡, ¡Osteostraci¡, ¡Antiarchi¡ haben
+weder paarige Extremitäten noch Extremitätengürtel (die vorderen
+Anhänge der ¡Antiarchi¡ sind den Extremitäten anderer Wirbeltiere
+nicht homolog). Über den Schädel (d. h. dessen knorpelige Grundlage)
+der ¡Anaspida¡ und der ¡Coelolepiden¡ ist nichts bekannt; bei den
+¡Heterostraci¡ sehen wir die in der Haut durch Konkreszenz der
+Hautkörner entwickelten Platten, aber nichts vom Schädel. Die
+Bezeichnung ¡Agnatha¡ für Placodermi kann nur aussagen, daß in
+normaler Form entwickelte, am Schädel articulierende Unterkiefer
+nicht beobachtet sind; morphologische Äquivalente der Unterkiefer
+können trotzdem vorhanden gewesen sein. Bei ¡Pterichthys¡ sind die
+zwei vor den Semilunarplatten des Ventralschildes gelegenen Stücke
+schon auf den knöchernen Belag eines Unterkieferknorpels beziehbar.
+Bei ¡Tremataspis¡ ist die entsprechende Region von zahlreichen
+Platten bedeckt, bei ¡Drepanaspis¡ ist weitgehende Konkreszenz
+in der mittleren Lage eingetreten. ~Auf die Ausdehnung und
+Einschränkung~ dieser ~Hautgebilde~ hat die Beweglichkeit der Region
+~unmittelbaren und formativen Einfluß~. Wir sind noch nicht in der
+Lage, hier die progressiven Reihen von den regressiven zu sondern.
+Bringt man ¡Coccosteus¡ (und Verwandte) in enge Beziehung zu den
+¡Antiarchi¡, wie dies wieder versucht wird (~Jaekel~), so ist, da
+¡Coccosteus¡ isolierte, gelenkig dem Schädel angehängte, bezahnte
+Unterkiefer hat, die Stellung der ~Agnatha~ abseits des Weges und
+ihre Kieferlosigkeit ein regressives Merkmal. Ist der Vergleich des
+Palatoquadratum-Mandibular-Bogens mit Kiemenbogen berechtigt, so
+ist schon hieraus gegeben, daß Agnathie (Mangel eines Unterkiefers)
+entweder nur auf den Mangel von erkennbaren Deckknochen bezogen werden
+kann, was einen Rückschluß auf die nicht fossilisierbare knorplige
+Unterlage nicht zuläßt, oder ein unbedingt regressives Merkmal ist.
+
+
+Unterklasse. #Placodermi.#
+
+¡Die Haut ist mit kleinen Schuppen versehen, welche bei den meisten
+Gruppen sich mit großen basalen, oft blättrig gebauten Platten zu
+umfangreichen Hautgebilden vereinigen. Ohne paarige Extremitäten. Ohne
+Unterkiefer.¡
+
+Die ~Placodermen~ umfassen auffallend gestaltete Fische des Silurs
+und Devons, die zum ersten Male von Agassiz zusammengefaßt und in
+der Nähe der Ganoiden eingereiht wurden. Der Umfang der Abteilung
+ist dadurch verringert, daß die an Coccosteus sich anschließenden
+Formen abgetrennt und als ¡Arthrodira¡ neben die Dipnoer gestellt
+sind, nach anderer Richtung hin aber durch die Einfügung der
+besonders von Traquair untersuchten ¡Anaspida¡ und ¡Coelolepidae¡
+erweitert. Die ursprünglich auf die starr gepanzerten Formen
+angewendete Bezeichnung Placodermen trägt zwar dem Aussehen eines
+¡Thelodus¡ etc. nicht Rechnung, aber dasselbe läßt sich auch gegen die
+Benennung ¡Ostracodermi¡ anführen, die sich auch nur auf eigentliche
+Panzerfische bezog. Sie wurde von ~Cope~ und ~A. Sm. Woodward~
+eingeführt, als die Coccosteiden zu den Dipnoern gestellt und damit
+den Placodermen eine ihrer bekanntesten Abteilungen genommen wurde.
+Es empfiehlt sich, die eingebürgerte Bezeichnung Placodermen auch
+nach den notwendigen Veränderungen am Umfang der Gruppe nicht fallen
+zu lassen, denn nach wie vor umschließen sie den Kern der alten
+Agassizschen Abteilung: die ¡Heterostraci¡ (¡Pteraspis¡ und Verw.),
+¡Osteostraci¡ (¡Cephalaspis¡ und Verw.) und ¡Antiarchi¡ (¡Pterichthys¡
+und Verw.), zu denen noch Traquairs ¡Anaspida¡ kommen.
+
+Die Stellung der ¡Placodermen¡[7] bei den Fischen scheint trotz
+der neueren Arbeiten ~Pattens~, der sie als ¡Peltocephalata¡ mit
+Arthropoden in Beziehung bringt, gesichert. Die Frage, ob die
+Coccosteiden (¡Arthrodira¡) scharf von den Antiarchi getrennt
+werden dürfen, ist wieder zur Diskussion gestellt, besonders durch
+Hinweise von ~Jaekel~, dessen ausführliche Untersuchungen noch nicht
+veröffentlicht sind.
+
+Die ¡Placodermen¡ umfassen die merkwürdigsten und zugleich ältesten
+Formen unter den Fischen. Sie treten schon im Silur auf. Der ~Mangel
+an paarigen Flossen~ ist noch wichtiger als die Agnathie, denn
+das Fehlen harter Unterkiefer beweist nicht den Mangel knorpelig
+angelegter Mandibularbögen. Wenn aus dem Alter dieser Formen gefolgert
+wird, daß die ältesten Fische noch keine paarigen Flossen besaßen, der
+Erwerb solcher sich demnach erst in der Weiterentwickelung der Fische
+vollzog, so muß beachtet werden, daß auch die Selachier bis zum Silur
+zurückreichen (¡Onchus¡) und demnach die Ausbildung der Extremitäten
+bei Fischen älter sein muß als die bisher gefundenen Placodermen.
+
+
+Ordnung. #Anaspida.# Traquair.[8]
+
+~Spindelförmige Fische ohne Kiefer, Zähne, Extremitäten und
+Extremitätengürtel. Innenskelett ohne Ossifikationen. Schuppen der
+Haut homogen oder etwas faserig (ohne Dentin oder Knochenzellen),
+jedoch läßt der Erhaltungszustand keine sichere Entscheidung zu.~
+
+
+Familie: #Birkeniidae.# Traquair.
+
+¡Klein, spindelförmig, mit tief ausgeschnittenem, heterocerkem
+Schwanz. Dorsalis weit hinten. Ohne Augen.¡
+
+[Illustration: Fig. 31.
+
+¡Birkenia elegans¡ Traq. Nat. Gr. Rekonstruktion von Traquair.]
+
+¡Birkenia¡ Traqu. Schuppen des Rumpfes schmal und hoch, in mehreren
+Längsreihen und so angeordnet, daß die Vertikalreihen schräg von oben
+nach unten vorn ziehen. Der vorn breit gerundete Kopf mit kleineren
+Schuppen, die sich in mehrere Komplexe ordnen. Am Hinterrande des
+Kopfes 8 kleine, runde Löcher (? Kiemenlöcher). Bauch mit größeren
+Stachelschuppen. ¡B. elegans¡ Tr. Obersilur (Ludlow, häufig im
+Downtonian von Lanarkshire).
+
+¡Lasanius¡ Traqu. Lang spindelförmig. Bauch mit einer medianen Reihe
+großer Stachelschuppen besetzt, sonst keine Schuppen. Hinter dem Kopf
+8 längliche, nach vorn und unten gerichtete Knochenstäbe, die oben
+scharf geknickt sind (? Kiemenkorb). ¡L. armatus¡ Traqu. Obersilur
+(Downtonian) von Lanarkshire.
+
+[Illustration: Fig. 32.
+
+¡Lasanius problematicus¡ Traquair. Rekonstruierter Umriß nach
+Traquair. Eingetragen sind auch die hinter dem Kopf liegenden
+Knochenstäbe.]
+
+
+Ordnung. #Heterostraci.#
+
+~Fische mit breitem, deprimiertem Vorderkörper und schlankem,
+verschmälerten Schwanz, der in eine heterocerke, öfter tief
+ausgeschnittene Flosse ausläuft. Augen weit voneinander getrennt
+an den Seiten des Kopfes. Mundspalte meist auf der Unterseite.
+Kiemenöffnungen unbekannt. Haut mit harten, dentinösen Schüppchen oder
+mit größeren Schuppen und Platten, die aus der Vereinigung der kleinen
+Hautschüppchen auf basalen Platten entstehen. Keine Knochenkörperchen
+in den Platten.~
+
+Die schärfer umschriebene, auf die Pteraspiden allein gegründete
+Diagnose der ¡Heterostraci¡ mußte nach der Entdeckung von ¡Thelodus¡
+und ¡Drepanaspis¡ beträchtlich erweitert werden. Es ist aber
+ersichtlich, daß die drei Familien: ¡Coelolepidae¡, ¡Drepanaspidae¡
+und ¡Pteraspidae¡ in engerem Zusammenhange stehen. Obersilur, Devon.
+
+
+Familie: #Coelolepidae.# Pander.[9]
+
+¡Gestalt rochenartig, mit breitem, rundem Vorderteil und schmalem
+Körper. Der vordere Teil von flossenartigen Lappen begleitet, die nach
+hinten weiter heraustreten. Schwanz tief ausgeschnitten, heterocerk.
+Augen (?) klein, weit voneinander getrennt. Haut mit zahlreichen
+kleinen Chagrinschuppen, aus Dentin mit Ganoinbelag.¡
+
+[Illustration: Fig. 33.
+
+¡A Lanarkia spinosa¡ Traquair. ¡B Thelodus scoticus¡ Traquair. Beide
+rekonstruiert von Traquair.]
+
+¡Thelodus¡ Ag., (¡Turinia¡ Traquair, ¡Coelolepis¡, ¡Thelolepis¡,
+¡Pachylepis¡, ¡Nostolepis¡ Pander). Schuppen mit Basis und einer durch
+eine Einschnürung abgetrennten Krone, rund, oval oder vierseitig,
+zuweilen nach hinten spitzig. Unterseite meist mit einer Höhlung,
+die in die Pulpa führt. Kleine Dorsalis. Bei ¡Thelodus Pagei¡
+zeichnen sich auf der dorsalen Fläche des Stückes jederseits einer
+medianen Einsenkung 8 flache, rippenartige Schwellen ab, welche dem
+Kiemengerüst entsprechen werden. ¡Thelodus scoticus¡ und ¡planus¡
+Traqu., Obersilur, Schottland. ¡Th. Pagei¡ Powrie sp. Unteres Oldred.
+Die Schuppen häufig im obersilurischen Beyrichienkalk und der oberen
+Oeselschen Stufe.
+
+¡Lanarkia¡ Traqu. Die Schuppen bestehen aus hohlen Kegeln ohne Basis.
+Keine Dorsalflosse. ¡L. horrida¡ Traqu., ¡spinosa¡ Traqu., ¡spinulosa¡
+Traqu., Obersilur, Schottland.
+
+[Illustration: Fig. 34.
+
+¡A¡ ¡Thelodus Pagei¡ Powrie. c. 1:5.
+
+¡B¡ Schuppen des Vorderrandes.
+
+¡C¡ Schuppen (¡Coelolepis¡-Typus) aus dem Ludlow. (Nach ~Traquair~.)]
+
+
+Familie: #Gemündenidae.#
+
+¡Form rochenartig, mit schmalem Schwanz und breiter vorderer Scheibe.
+Haut mit zahlreichen Höckerchen (? Chagrin). Ein inneres Skelett der
+Kopfregion undeutlich unter der Haut erkennbar; segmentierte Achse.¡
+
+Die Stellung dieser Familie ist unsicher; wenn das Vorhandensein eines
+inneren segmentierten Skeletts sich bestätigt, dürfte es sich um einen
+Selachier handeln.
+
+¡Gemündenia¡ Traqu. Unterdevon.
+
+
+Familie: #Drepanaspidae.# Traquair[10].
+
+¡Kopf äußerlich nicht vom Rumpf geschieden, beide in einen Panzer
+geschlossen, dessen Oberfläche zierliche Tuberkel trägt. Mund
+terminal, ohne Zähne, ohne erkennbare Kiefer. Schwanz beschuppt,
+dorsal und ventral mit gekielten, imbrizierenden Fulcren.
+Schwanzflosse heterocerk, aber nicht stark ausgerandet, mit
+kleinen Schuppen bedeckt, ohne sichtbare Strahlen. Keine Dorsalis.
+Seitenlinien nicht beobachtet. Dorsal und ventral je eine große
+Platte, vor der ventralen eine kleinere, welche die Mundspalte nach
+hinten begrenzt. An eine lange, seitliche, nach vorn zugespitzte und
+relativ schmale Platte legen sich vorn und hinten (ventral) noch je
+einige größere. Die Zwischenräume zwischen den großen unpaaren Platten
+der Dorsal- und Ventralseite und dem Zuge der Seitenplatten sind durch
+kleine, unregelmäßige Plättchen gefüllt. Die kleinen Augenlöcher (?)
+etwas ventral gerückt. Anus am Ende der großen Ventralplatte. (Durch
+die Lage von Mund und After ist diese Seite als ventrale deutlich
+gekennzeichnet.)¡ Die breite flache Form wird sich etwas ändern, wenn
+man die Entstellung durch Zusammenpressung korrigiert. Dann rücken
+auch die »Augen« auf die Seiten selbst.
+
+[Illustration: Fig. 35.
+
+¡Drepanaspis gemündenensis¡ Schlüter. Rekonstruktion von Traquair.
+Etwa 1:3. Die Ornamente der Platten sind fortgelassen; der Schwanz
+ist etwas gedreht, um die Schwanzflosse im Profil zu zeigen. ¡A.¡
+¡r¡ Rostralplatten, ¡c¡ mittlere Dorsalplatte, ¡p. l¡ hintere
+Lateralplatten, ¡x¡ wahrscheinlich Augenöffnungen. ¡B.¡ ¡m¡, ¡m v¡
+die großen mittleren Platten. ¡a v l¡, ¡p v l¡ vordere und hintere
+Ventrolateralplatten. ¡pl¡ Seitenplatten (Cornua), ¡r¡ Rostralplatten,
+¡e l¡ äußere Labialplatten, ¡x¡ Stelle der Augen.]
+
+¡Drepanaspis¡ Schlüter.
+
+¡Dr. gemündenensis¡ Schlüter. Unterdevon, Hunsrück.
+
+¡Psammosteus¡ Ag. Devon. Livland, Schottland, Spitzbergen.
+
+
+Familie: #Pteraspidae#.[11]
+
+¡Hautschüppchen zu größeren Platten und Schuppen zusammengezogen.
+Kopf und vorderer Teil des Rumpfes mit einem aus mehreren Stücken
+zusammengesetzten, selten einfachen Rückenschild und einer einfachen
+Ventralplatte bedeckt. Jede Platte aus 3 Schichten ohne Knochenzellen
+bestehend. Die Mittelschicht mit maschigen Hohlräumen und Kanälen,
+die außen in einer Doppelreihe von Poren münden. Die Platten sind mit
+zarten, emaillierten Leisten verziert, die sich den Rändern parallel
+ziehen. Augen klein, am Außenrand des Rückenschildes. Hinterer Teil
+des Rumpfes mit rhombischen Schuppen bedeckt. Schwanz unbekannt.¡
+Oberes Silur, Devon.
+
+Von diesen sonderbaren Formen finden sich meist nur isolierte
+Kopfplatten, die sich durch den Mangel an Knochenzellen[12] von den
+übrigen Placodermen unterscheiden. Die äußere Schalenlage besteht aus
+Dentin, die innere aus parallelen Lagen phosphorsauren Kalkes.
+
+[Illustration: Fig. 36.
+
+¡Pteraspis rostrata¡ Ag., von oben, Schwanz etwas gedreht. Nach A. Sm.
+Woodward, Traquair und Andreae. c. 1:3.]
+
+[Illustration: Fig. 37.
+
+¡Pteraspis rostrata¡ Ag., von der Seite, c. 1:3. Unt. Oldred
+(Passagebeds) von Herefordshire. Nach A. Sm. Woodward. Aus dem »Guide
+to the fossil Reptilia etc.«, mit Genehmigung der Trustees des British
+Museum of Nat. Hist.]
+
+¿Pteraspis¿ Kner (¡Palaeoteuthis¡, ¡Archaeoteuthis¡ Roemer,
+¡Scaphaspis¡ R. Lank.) Rückenschild vorn in eine schmale Schnauze
+verlängert, hinten mit einem (gelenkig befestigten) Medianstachel,
+aus 7 fest verbundenen Stücken bestehend. Bauchschild einfach
+(¡Scaphaspis¡). Die Zusammensetzung des Rückenschildes ist: ein großes
+~Mittelschild~, mit einem dreiseitigen ~Rostralschild~ vorn und dem
+~Dorsalstachel~ hinten; zwei ~Orbitalschilder~, welche die Augen ganz
+einschließen und sich zum Teil zwischen Mittelschild und Rostralschild
+einschieben, zwei sog. Cornua, welche die hinteren Seitenecken bilden
+und von einem großen Loch (? Kiemenloch) durchbohrt sind. Die kleinen
+Augen sind von einem Augenring umgeben. Auf der Unterseite des
+Dorsalschildes liegt zwischen den Augen eine Grube, welche auf die
+Epiphyse bezogen wird. Die durch Poren nach außen mündenden maschigen
+Kanäle der Mittelschicht sollen dermale Sinnesorgane (den Seitenlinien
+entsprechend) enthalten haben. Obersilur; England, Podolien, Galizien,
+Schweden, Petschoraland, Spitzbergen, Nordamerika. Unteres Oldred bzw.
+Gédinnien von Schottland, England, Nordfrankreich, Belgien, Galizien,
+Eifel.
+
+[Illustration: Fig. 38.
+
+¡a¡, ¡b¡ ¡Pteraspis rostrata¡ Ag. Unt. Devon, (Cornstones).
+Herefordshire. ¡a¡ Rückenschild, 1/2 nat. Gr., restauriert. ¡b¡
+Bauchschild (¡Scaphaspis Lloydii¡ Ag.) 2/3 nat. Gr. (Nach ~R.
+Lankaster~.) ¡c¡ ¡Pteraspis¡ Rücken- und Bauchschild, restauriert nach
+einem in Galizien gefundenen Exemplar. (Nach ~Alth~.)]
+
+[Illustration: Fig. 39.
+
+¡Pteraspis Lloydii¡ Ag. sp. Ein Stück der Schale, stark vergr. ¡a¡
+obere. ¡b¡ mittlere, ¡c¡ untere Schicht. (Nach ~Ray Lankaster~.)]
+
+[Illustration: Fig. 40.
+
+¡Pteraspis rostrata¡ Ag. Vertikalschnitt durch das Kopfschild parallel
+einer Längsleiste. Stark vergr. (Nach ~Ray Lankaster~.)]
+
+[Illustration: Fig. 41.
+
+¡Cyathaspis integer¡ Kunth. 1/2 nat. Gr. Nach ~Jaekel~. Die
+Innenfläche des Rückenpanzers eines ¡Cyathaspis integer¡ Kunth
+(Orig.-Mus. Berlin) aus obersilurischem Wenlockkalk (sog.
+Graptolithengestein) von Erkner bei Berlin. Vorn seitlich die
+Ausschnitte der Augen, median die Grube für die Epiphyse, dahinter
+seitlich die paarigen Eindrücke von Kiemenbögen und medianen Narben,
+die der rautenförmigen Grube von Cephalaspiden und ¡Tremataspis¡
+entsprechen könnten.]
+
+¿Palaeaspis¿ Claypole (¡Holaspis¡ R. Lank.). Rückenschild einfach,
+ohne Dorsalstachel. Orbita nicht ganz von der Orbitalplatte
+umschlossen. Unteres Oldred, Schottland. Devon, Nordamerika.
+
+¿Cyathaspis¿ Lank. (¡Diplaspis¡ Matthew). Rückenschild vierteilig,
+aus einem großen Mittelstück, zwei schmalen Seitenstücken und einem
+unpaaren, vorn abgerundeten Rostralstück bestehend. Ob. Silur;
+England, Gotland. Unteres Oldred, Schottland.
+
+
+Ordnung. #Osteostraci.#[13]
+
+~Kopf durch ein großes, am Rande umgeschlagenes Knochenschild und
+meist auch durch ventrale Knochenbildungen oder Platten geschützt.
+Augen einander sehr genähert. Eine Dorsalflosse, Schwanz heterocerk.
+Rumpf mit Schuppen, von denen die auf den Flanken stehenden meist sehr
+hoch, die des Rückens häufig gekielt, die der Bauchseite ¥V-förmig¥
+geknickt (oder durch ebenso verlaufende Reihen kleiner Schuppen
+ersetzt) sind.~
+
+Die Kopfplatten bestehen aus einer dünnen Schmelzschicht, einer
+darunter liegenden Osteodentinschicht (mit Knochenkörperchen oder mit
+Dentinröhrchen), einer mit groben Kanälen und maschigen Hohlräumen
+erfüllten mittleren Lage, und der basalen, an langgestreckten,
+spindelförmigen Knochenkörperchen reichen Isopedinschicht. Obersilur
+bis Oberdevon.
+
+
+Familie: #Cephalaspidae# Ag.
+
+¡Kopfschild vorn gerundet oder leicht verschmälert, hinten abgestutzt,
+an den Ecken in lange Stacheln (Hörner, Cornua) ausgezogen, mit
+sternförmigen Höckern oder Körnchen. Die knöcherne Brücke zwischen
+den Augen fest mit dem Kopfschild verschmolzen. Die dorsolateralen
+Schuppen sehr hoch, imbrizierend, in 3 Reihen.¡ Obersilur bis Devon.
+
+[Illustration: Fig. 42.
+
+¡Cephalaspis Murchisoni¡, etwa 1:2. Unt. Oldred (Passagebeds),
+Herefordshire.
+
+Nach A. Sm. ~Woodward~. Aus dem »Guide to the fossil Reptilia etc.«,
+mit Genehmigung der Trustees des British Museum of Nat. Hist.]
+
+[Illustration: Fig. 43.
+
+¡Cephalaspis Lyelli¡ Ag. Old red. Arbroath, Forfarshire. 1/2 nat. Gr.
+(Nach ~Lankaster~.)]
+
+¿Cephalaspis¿ Ag. (¡Eucephalaspis¡, ¡Hemicyclaspis¡, ¡Zenaspis¡ R.
+Lank.). Hinterecken des Kopfschildes mit mäßig langen Hörnern. Im
+Ausschnitt des Kopfrandes über ihnen tritt ein lappenartiges Gebilde
+auf. Es hängt mit der Mittellage des Kopfschildes zusammen[14] und
+ist von gleicher zelliger Struktur, aber lockerer gebaut, daher wohl
+biegsam. Die äußeren Lagen (Osteodentin, Isopedin) fehlen ihm.
+
+Nach dieser Darstellung handelt es sich nicht um eine Flosse; die
+Deutung als eine Art Kiemendeckel kann wohl nur auf die Funktion
+abstellen, nicht auf die morphologische Äquivalenz. Dorsalflosse ohne
+eigentliche Strahlen, aber mit zahlreichen aneinandergefügten und in
+Reihen stehenden Plättchen.
+
+¿C. Lyelli¿ Ag., ¡C. Murchisoni¡ Egerton. Unteres Oldred.
+
+[Illustration: Fig. 44.
+
+Horizontalschnitt durch die innere Schalenschicht des Kopfschildes von
+¡Cephalaspis Lyelli¡ mit Knochenkörperchen. (Nach ~Huxley~.)]
+
+[Illustration: Fig. 45.
+
+Kopfschild von ¡Cephalaspis Agassizi¡ Lank. Devon. Herefordshire.
+(Nach ~Lankaster~.)]
+
+[Illustration: Fig. 46.
+
+¡Ateleaspis tessellate¡ Traquair. Umriß nach ~R. H. Traquair~. ca. 1/5
+der nat. Gr.]
+
+¿Ateleaspis¿ Traquair. Mit flachem runden Kopf, der mit sehr vielen
+kleinen polygonalen Plättchen bedeckt ist. Die hinteren gerundeten
+Ecken des Kopfes erinnern an Thelodus, die Augenhöhlen aber liegen
+wie bei Cephalaspiden. Seiten mit hohen rhombischen Schuppen. ¡A.
+tesselata¡ Traqu. Downtonian, Schottland.
+
+¿Eukeraspis¿ Lankaster. Hörner des Kopfschildes länger als dieses, am
+Außenrand gezähnt. Zwischen den beiden Lagen des Seitenrandes befinden
+sich jederseits sechs längliche Höhlungen (? zum Kiemenapparat
+gehörig). Obersilur.
+
+¿Thyestes¿ Eichw. (¡Auchenaspis¡ Egerton.) Hörner des Kopfschildes
+mäßig lang. Hinter dem Kopfschild sind 3-4 Reihen dorsolateraler
+Schuppen fest verschmolzen zu einer dem vorderen Schild angelagerten
+oder mit ihm vereinigten Platte. Orbitae sehr genähert; vor ihnen
+liegt eine kleine frontale, hinter ihnen eine größere, flach
+eingesenkte Parietalgrube, mit spongiösem Boden. Die Randregion des
+Kopfschilds ist ähnlich gegliedert wie bei ¡Eukeraspis¡; die Hohlräume
+waren gegen die Mittellinie offen, wie von Rohon beschriebene
+Steinkerne zeigen. ¡Th. verrucosus¡ Eichw. Obersilur, Oesel. ¡Th.
+Egertoni¡ Lank. sp. Tiefstes Oldred bzw. Passagebeds, Schottland.
+
+¿Didymaspis¿ Egerton. Hörner des Kopfschilds sehr schwach, die hintere
+Platte ebenso groß wie das Kopfschild, mit diesem zu einem ovalen
+Schild vereinigt. Unteres Oldred.
+
+
+Familie: #Tremataspidae.#
+
+¡Der vordere Teil des Körpers mit einem großen Dorsalschild, das den
+beiden von Didymaspis entspricht. Mit ihm verbindet sich ein ventrales
+Schild und bedeckt etwa zwei Drittel der ventralen Fläche; davor liegt
+ein Mosaik kleiner Platten, Oralplatten, bis zur Mundspalte hin. Auf
+der Grenze der beiden Regionen sind eine Anzahl Löcher angeordnet,
+die man als Kiemenöffnungen auffaßt. Die Augen sehr genähert;
+zwischen ihnen ein kleines loses Mittelstück, nach Jaekel durchbohrt
+(Epiphyse). Davor eine »Frontalgrube« (mit geschlitztem Boden) und
+dahinter eine größere, flache »Parietalgrube« mit spongiösem Boden,
+deren Bedeutung ebenso strittig ist, wie die der beiden Gruben, die
+jederseits am Rande auftreten (mit spongiösem Boden).¡
+
+~Jaekel~ denkt an Tentakeldurchbrüche; von diesen würde aber das eine
+Paar hinter dem vermutlichen Kiemenapparat stehen, was diese Annahme
+sehr erschwert. Vermutlich handelt es sich um Haut-Sinnesorgane,
+die vielleicht mit dem reichverzweigten Kanalsystem innerhalb der
+Knochenplatten in Verbindung stehen; dies dürfte dann auch für das
+sog. Parietalorgan gelten. (Vgl. die Bemerkung über die internen
+Kanäle bei ¡Pteraspis¡, die durch Poren nach außen münden.) ~Patten~
+hat ¡Tremataspis¡ nach dem Material von Oesel (Obersilur) vorzüglich
+rekonstruiert, aber mit seiner Interpretation Widerspruch gefunden.
+Die Kiemenöffnungen der Ventralseite sind von ihm als Ansatzstellen
+von Beinen gedeutet, die denen des Molukkenkrebses, ¡Limulus¡,
+entsprechen sollen.[15] Die Reste vermutlicher, innerer Kiemenbögen
+sind von Jaekel bei ¡Cephalaspis Murchisoni¡ beobachtet, die Eindrücke
+solcher auch bei ¡Cyathaspis¡ (vgl. Fig. 41), auf der Innenfläche
+des Dorsalpanzers. Hier reihen sich die älteren Beobachtungen über
+die inneren Hohlräume bei ¡Eukeraspis¡ (A. Sm. Woodward) und die
+angebliche Segmentierung des Primordialcranium bei ¡Thyestes¡ (Rohon)
+an.
+
+¿Tremataspis¿ Schmidt, Obersilur, Rotziküll auf der Insel Oesel. ¡Tr.
+Schrencki¡ Pander sp.
+
+[Illustration: Fig. 47.
+
+¡Tremataspis Schmidti¡ Schrenck. Rekonstruktion des Kopfschildes nach
+~Patten~. Obersilur, Oesel.]
+
+
+Ordnung. #Antiarchi.#[16]
+
+~Kopf und Rumpf durch einen geschlossenen Panzer von symmetrisch
+angeordneten, mit schrägen Rändern übereinander greifenden und
+sternförmig oder höckerig verzierten Knochenplatten bedeckt.
+Kopfabschnitt als Ganzes am Rumpf beweglich. Augenhöhlen auf der
+Oberseite sehr genähert. Kopf- und Seitenplatten des Rumpfes mit
+dermalen Sinneskanälen. Hohle, mit Knochenplatten gepanzerte und
+durch ein Quergelenk geteilte Anhänge sind mit dem vorderen Teil des
+Bauchpanzers durch ein Sperrgelenk verbunden. Bauchflossen fehlen. Der
+hinter dem Panzer liegende Teil des Körpers beschuppt oder nackt. Eine
+Dorsalflosse, mit Fulcren. Schwanz heterocerk.~
+
+Die Knochenplatten bestehen aus drei mit Knochenzellen erfüllten
+Schichten, von denen die mittlere von groben Kanälen und Hohlräumen
+durchzogen ist, während die innere und äußere dichtere Struktur
+besitzen.
+
+Zwei kleine, am Vorderrand des Ventralschildes gelegenen Plättchen
+(Mentalia) werden als dermale Bedeckung des Unterkiefers gedeutet
+(nicht ohne Widerspruch).
+
+[Illustration: Fig. 48.
+
+¡Pterichthys Milleri¡, Mittleres Oldred. Schottland, etwa 1:2.
+Nach ~Traquair~. Aus dem »Guide to the fossil Reptilia etc.« mit
+Genehmigung der Trustees des British Museum of Nat. Hist.
+
+¡m.occ¡ mittl. Occipitalplatte, ¡ptm¡ postmediane Platte, ¡pm¡
+prämediane Platte, ¡e.l¡ Extralateralplatte, ¡l.occ¡ seitl.
+Hinterhauptsplatte, ¡l¡ Lateralplatte, ¡ag¡ Angularplatte, ¡s.l¡
+Semilunarplatte, ¡mn¡ Mentalplatte, ¡amd¡, ¡pmd¡ vordere und hintere
+dorsale Mittelplatte, ¡adl¡, ¡pdl¡ vordere und hintere dorsale
+Seitenplatte, ¡avl¡, ¡pvl¡ vordere und hintere ventrale Seitenplatte,
+¡mv¡ mittlere Ventralplatte, ¡a¡, ¡c¡, ¡ar¡, ¡m¡ Platten des
+»Ruderorgans«. Seitenlinien punktiert.]
+
+~Die systematische Stellung der Antiarchi~, deren wichtigste
+Gattungen, Pterichthys und Bothriolepis, gut bekannt sind, wird
+sehr verschieden aufgefaßt. Noch ~Cope~ verglich sie mit Tunicaten
+wie Chelyosoma. Für ihre Stellung bei den Fischen ist maßgebend
+die histologische Struktur der Knochenplatten und Schuppen. Für
+die Stellung ~innerhalb~ der Klasse der Fische ist sie es weniger,
+und man kann sie nicht zum Beweis der Ansicht heranziehen, daß die
+Asterolepiden etc. Ganoiden seien. Die »flügelartigen« Anhänge sind
+nur von Wenigen mit ~echten~ Extremitäten verglichen, die sie nach
+der morphologischen Anlage auch gar nicht sein können. ~Jaekel~, der
+eine nähere Verwandtschaft der Antiarchi mit Coccosteus annimmt,
+vergleicht sie mit den »Ruderorganen« bei diesen, und läßt sie aus
+den Hinterecken bezw. Stacheln des Kopfschildes von Cephalaspiden
+hervorgehen. Indem er aber zugleich mit den Pectoralstacheln der Störe
+vergleicht, die aus Strahlen der Brustflosse entstehen, sind sehr
+verschiedene Organe in die Diskussion hineingezogen.
+
+Die Bildung der Anhänge und die Art des Gelenkes machen sie als
+Ruderorgane untauglich. Ihre Funktion mag die einer Schreckwaffe
+gewesen sein.[17] Es scheint aber auch nicht ausgeschlossen, daß sie
+zur Anklammerung an größeren Kadavern, oder zum Festklemmen kleinerer
+Nahrungsobjekte gebraucht wurden.
+
+
+Familie: #Asterolepidae.#
+
+¿Pterichthys¿ Ag. (¡Physichthys¡ Meyer.) 3-20 cm lange Fische. Der
+vorn gerundete Kopfpanzer ist vom Rumpfpanzer durch zusammenhängende
+Fugen getrennt und gegen letzteren beweglich. In der Mitte des
+Kopfes eine brillenförmige Öffnung für die ~Augen~, welche durch
+eine kleine, aber dicke, isolierte Platte (¡os dubium¡ Panders)
+getrennt werden. Auf der Unterseite dieser Platte wird eine tiefe
+Grube beobachtet, in welcher die Epiphyse lagerte (pineal plate
+A. Sm. Woodward). Die Platten des Kopfes können nicht genau mit
+denen anderer Fische homologisiert werden.[18] Man unterscheidet
+eine mittlere Reihe mit der mittleren Occipitalplatte und der
+postmedianen Platte ~hinter~, und der prämedianen Platte vor den
+Augen. Letztere Platte begrenzt dorsal die Mundspalte. Seitlich liegen
+die Lateral- und Occipitolateralplatten und, den äußeren Winkel
+zwischen beiden füllend, die kleine Angularplatte. Die Seitenwand wird
+aber hauptsächlich gebildet von der Extralateralplatte, die A. Sm.
+~Woodward~ als ~Operculum~ deutet.
+
+Der ~Rumpfpanzer~ besteht aus viel größeren Platten. Dorsal können
+ein vorderes und ein hinteres Rückenschild unterschieden werden,
+denen sich seitlich je eine vordere und hintere Seitenplatte
+anschließen. Ventral decken vier Platten, die sich um eine kleine
+mittlere symmetrisch gruppieren, den Körper. Vor den großen vorderen
+Ventralschildern liegen, einen breiten Ausschnitt füllend, die kleinen
+Semilunarplatten und vor diesen die nur locker verbundenen kleinen
+Mentalplatten.
+
+An den vorderen Ventralplatten articulieren die Ruderorgane in einer
+ausgeprägten Gelenkgrube, welche sich in der Mitte zapfenförmig erhebt
+und durchbohrt ist. Der Schwanz ist mit rundlichen, imbrizierenden
+Schuppen bedeckt; vor der kurzen, steilen Rückenflosse decken einige
+größere gekielte Schuppen den Rücken. Hinter dieser liegen die
+Schuppen der Rückenlinie wie dicht gepackte Fulcra aufeinander.
+
+Eine besondere Erwähnung verdienen die Kanäle der Haut-Sinnesorgane.
+Eine deutliche Seitenlinie läuft als offener Kanal über die Mitte der
+beiden Seitenplatten, die sich in dieser Linie öfters teilen (Jaekel),
+tritt in die seitliche Hinterhauptsplatte ein, gabelt sich hier und
+umkreist die Augenhöhle.
+
+Kiemen sind bisher nicht nachgewiesen; A. Sm. ~Woodward~ deutet die
+äußere Seitenplatte des Kopfpanzers als Operculum und nimmt damit auch
+eine bestimmte Lage der Kiemen an.
+
+Hinter dem Kopf liegende Platten des Rumpfes sind mit den Deckknochen
+des Schultergürtels in Verbindung gebracht. So bezeichnet ~Jaekel~ die
+vordere Ventralplatte, an der die Anhänge gelenken, als ~Clavicula~,
+die hintere als ~Postclavicula~, die hintere Seitenplatte (nach ihm
+zweiteilig) als ~Cleithrum~ und ~Supracleithrum~. Demnach wäre auch
+erst hinter diesen letzteren die Brustflosse zu suchen, wenn sie
+überhaupt entwickelt war.
+
+[Illustration: Fig. 49.
+
+Ruderorgan von ¡Asterolepis¡. Nach ~Hoffmann~. 1/2.]
+
+[Illustration: Fig. 50.
+
+¡Pterichthys quadratus¡ Egert. Old red Sandstone (Devon), Gamrie.
+Schottland. ¡a¡ Exemplar in 1/2 nat. Gr., ¡b¡ eine Schuppe vergr.
+(Nach ~Egerton~.)]
+
+Die vorderen Seitenplatten, zwischen Nackenschild und Clavicula
+gelegen, gelten als Operculum und Suboperculum. Von einer
+Kiemenspalte, die sie decken sollten, ist allerdings nichts zu sehen.
+Man wird diese wohl besser innerhalb der Fuge zu suchen haben, die
+den eigentlichen Kopf vom Rumpfpanzer scheidet. Unteres Oldred. ¡Pt.
+Milleri¡ Ag. Mitteldevon der Eifel, ¡Pt. rhenanus¡ Beyr.
+
+¿Asterolepis¿ Eichw. (¡Chelonichthys¡ Ag., ¡Odontacanthus¡ Ag.) Größer
+als Pterichthys. Die vordere mediane Rückenplatte bedeckt mit ihren
+schrägen Rändern die seitlichen Platten, während sie bei Pterichthys
+von den dorsolateralen Platten bedeckt wird. ¡A. ornata¡ Eichw. Devon,
+Rußland. ¡A. maxima¡ Ag. Oberes Oldred.
+
+¿Bothriolepis¿ Eichw. Die Anhänge sind länger als der Panzer
+oder mindestens ebensolang und der distale, durch das Quergelenk
+abgegrenzte Teil viel kürzer als der proximale. Schwanz wahrscheinlich
+ohne Schuppen. Devon, Rußland. Oberes Oldred, Schottland. Oberdevon,
+Kanada. (¡B. canadensis¡ Whiteaves, in ausgezeichneter Erhaltung.)
+
+¿Microbrachium¿ Traquair. Unteres Oldred, Schottland.
+
+[Illustration: Fig. 51.
+
+¡Asterolepis ornatus¡ Eichw. aus dem alten roten Sandstein von
+Livland. ¡A¡ von der Rückenseite. ¡B¡ von der Bauchseite. 1 os
+terminale. 2 os medium anticum. 3 os dubium. 4 os medium posterius.
+5 os occipitale medium. 6 os posterius laterale. 7 os occipitale
+laterale. 8 os operculare. 9 os angulare. ¡mx¡ Oberkiefer. ¡a¡
+vordere, ¡b¡ hintere Rückenplatte, ¡c¡ vordere, ¡d¡ hintere
+Seitenplatte. ¡md¡ Unterkiefer. ¡i¡ Thoracalplatte (os semilunare).
+¡e¡ vordere, ¡f¡ hintere, ¡g¡ mittlere Bauchplatte. 1/2 nat. Gr. (Nach
+~Pander~.)]
+
+
+Unterklasse. #Elasmobranchii.#[19]
+
+¡Fische mit knorpeligem Innenskelett, Schädel ohne dermale
+Belagplatten. Haut mit Placoidschuppen. Oberkieferbogen
+(Pterygopalatinum) nicht mit dem Schädel verschmolzen, Hyomandibulare
+frei. Die Kiementaschen münden frei nach außen, ohne Kiemendeckel.
+Zähne in mehreren Reihen hintereinander auf den Kieferrändern.
+Sehnervenfasern nicht gekreuzt, der Conus arteriosus des Herzens mit
+drei Reihen Klappen, Darm mit Spiralfalte, Ovarien mit nur wenigen
+großen Eiern. Männchen mit Pterygopodien.¡
+
+Das knorpelige Skelett der Haifische zeigt häufig eine corticale,
+seltener in größere Tiefe dringende Verkalkung, indem die colloide
+Intercellularsubstanz Kalk aufnimmt und sich Kalkplatten bilden,
+deren jede ein strahliges Gefüge zeigt. Die Wirbel verkalken in sehr
+mannigfaltiger Weise und gewähren nach Hasse gute Anhaltspunkte für
+die Systematik. Ihre Zahl ist bei Haien sehr hoch (bis 365).
+
+[Illustration: Fig. 52.
+
+Längsschnitt durch den vorderen Teil der Wirbelsäule von ¡Heptanchus¡.
+¡w¡ Einschnürung der Chordascheide, ¡d¡ Anlage eines verkalkten
+Doppelkegels, ¡iv¡ Intervertebraler mit Chorda erfüllter Raum,
+¡ch¡ Chorda. (Nach ~Kölliker~.)]
+
+[Illustration: Fig. 53.
+
+Längsschnitt durch die tectispondyle Wirbelsäule von ¡Squatina¡.
+¡w¡ Wirbelkörper mit konzentrischen Verkalkungsringen, ¡d¡ verkalkter
+Doppelkegel, ¡iv¡ Intervertebralraum, ¡ch¡ Chorda. (Nach ~Hasse~.)]
+
+[Illustration: Fig. 54.
+
+Schematischer Querschnitt durch die Mitte eines ¡a¡ ¡Cyclospondylen¡-,
+¡b¡ ¡Tectispondylen¡- und ¡c¡ ¡Asterospondylen¡-Wirbels. ¡C¡
+Chordahöhle, ¡D¡ zentrale Kalkringe, ¡E¡ ¡Elastica externa¡, ¡N¡
+Neurapophyse, ¡H¡ Hämapophyse. (Nach ~Hasse~.)]
+
+Unter den lebenden Haien haben die ~Notidaniden~ die primitivste
+~Wirbelsäule~. In regelmäßigen Abständen dringen Verdickungen der
+Chordascheide gegen das Zellgewebe der Chorda vor und bilden in der
+Mitte durchbohrte Scheidewände (¡Diplospondylie¡).
+
+Die Chorda erscheint vertebral eingeschnürt, intervertebral
+erweitert. Durch das Auftreten der Bogenteile und ihr Eingreifen
+in die Chordascheide (s. o.) wurde an diesen Stellen ein weiteres
+Dickewachstum der Chorda verhindert. Indem die Wirbel sich auch
+in longitudinalem Sinn ausdehnen, greift auch die Hemmung des
+Chordawachstums weiter aus. Auf diese Weise müssen amphicöle
+Wirbelanlagen und intervertebrale Chordaverdickungen entstehen.
+
+Als ~Cyclospondyli~ bezeichnete Hasse diejenigen Wirbel, bei denen
+rings um die Chorda im Zentrum des Wirbelkörpers, in einer faserigen
+Zone innerhalb des Knorpels, ein verkalkter Ring entsteht, der sich
+mit der verkalkten konkaven Vorder- und Hinterwand des Wirbels
+verbindet.
+
+Entwickeln sich innerhalb des Wirbels noch weitere Kalkhülsen,
+die sich konzentrisch um die ersteren legen, so entstehen
+~tectispondylische~ Wirbel, gehen von dem inneren Ringe radiale
+Kalkblätter oder keilförmige Verkalkungen gegen die Peripherie, so
+heißen die Wirbel ~asterospondylisch~.
+
+Neben den Wirbeln kommen am häufigsten die ~Hautgebilde~
+(~Placoidschuppen~), Flossenstachel und Zähne vor (s. S. 4, Fig. 1 bis
+3). Haifischzähne gehören zu den am längsten bekannten Versteinerungen
+und sind als ¡Glossopetrae¡, Vogelzungen, Schlangenzungen etc. in der
+älteren Literatur vielfach erwähnt.
+
+Die Form der Zähne ist sehr verschieden, häufig scharf zugespitzt
+mit schneidenden Seitenrändern, ein- oder mehrspitzig, öfters aber
+auch pflasterartig mit ebener, stumpfkonischer Krone. Sie bestehen im
+wesentlichen aus Vasodentin oder Dentin und Schmelz (Placoidschmelz)
+(s. Fig. 14) und sind stets nur durch Ligament befestigt, niemals
+festgewachsen.
+
+Die Elasmobranchier zerfallen in drei Ordnungen: ¡Ichthyotomi¡,
+¡Acanthodi¡, ¡Selachii¡. Die ¡Holocephali¡ stehen ihnen unter allen
+Fischen am nächsten, sind aber doch so scharf geschieden, daß wir sie
+nicht als den Genannten gleichwertige Ordnung einreihen können.
+
+
+Ordnung. #Ichthyotomi Cope# (¡Proselachii¡ Döderlein, Koken).
+
+~Paarige Flossen mit langer, segmentierter Achse. Wirbelsäule
+ungegliedert oder nur kleine Ausscheidungen in der Chordascheide.
+Bogenteile wohl entwickelt, lang, flatterig. Keine Intercalarstücke.
+Außer der prismatischen äußeren auch noch in die Tiefe des
+Innenskelettes dringende Verkalkungen. Zähne mehrspitzig. Fünf
+Kiemenbögen.~
+
+In dem hier gegebenen Umfang umfaßt die Ordnung zwei Familien: die
+¡Pleuracanthiden¡ und die ¡Cladodontiden¡. Eine Sonderstellung
+der ¡Cladodonten¡ als Ordnung der ¡Pleuropterygier¡ erwies sich
+als unhaltbar. Manche Züge näherer Verwandtschaft scheinen die
+¡Cladodontiden¡ auch mit den ¡Hybodontiden¡ zu verbinden, aber die
+¡Cladodontiden¡ sind stark spezialisiert, wenn auch weniger als
+die ¡Pleuracanthiden¡, deren anscheinend primitive Eigenschaften
+(archipterygiale paarige Flossen, diphycerke Schwanzflosse) sich als
+sekundäre Anpassungen auffassen lassen.
+
+
+Familie: #Pleuracanthidae.#[20]
+
+¡Skelettknorpel kalkig inkrustiert, wie bei anderen Haifischen;
+auch wohl mit tiefer dringenden Verkalkungen. Haut ohne
+Placoidzähnchen. Obere und untere Bögen lang, flattrig, verkalkt.
+Chorda persistent, ohne Wirbelanlagen[21], gradlinig in die
+diphycerke Schwanzflosse auslaufend. Brustflossen mit langer,
+gegliederter Achse (Metapterygium), mit zahlreichen, knorpeligen
+Strahlen, die am distalen Ende der Achse auch auf die mediale Seite
+übertreten (biseriales Archipterygium), während einige direkt an
+dem Schultergürtel inserieren (Propterygium). Der Schultergürtel
+besteht aus 2 getrennten Spangen, von denen ein Infrascapulare
+sich meist deutlich, ein Suprascapulare seltener absondert.
+Es liegt wohl zum Teil daran, daß an diesen Stellen stärkster
+Biegung die Kalkinkrustation aussetzt. Zwei weit getrennte,
+dreiseitige Beckenknorpel, mit denen distal die basalen Stücke der
+Knorpelstrahlen articulieren; medial ist, ähnlich der Brustflosse,
+eine lange, gegliederte Achse ausgebildet (Metapterygium), welche bei
+Männchen zu den Pterygopodien hinführt. Schädel flach, deprimiert,
+Mundspalte fast terminal, das Palatoquadratum in den Ausschnitt
+zwischen den Postorbitalfortsätzen und den epiotischen Vorsprüngen
+(opistharthrisch) eingefügt, aber isoliert. Hyomandibulare
+lang, am Processus pteroticus gelenkig inseriert, mit langen
+Kiemenstrahlen besetzt. 5 Kiemenbögen, von vorn nach hinten an
+Größe stark abnehmend. Am Schädel articuliert hinten ein kräftiger,
+abgeflachter, beiderseits mit Zähnen besetzter Nackenstachel.
+Zähne in zahlreichen Bändern, mit zwei langen, außen zugeschärften
+Spitzen, zwischen denen eine kleine mittlere steht. Die Spitzen
+erheben sich am Vorderrande einer dickplattigen, rundlichen Wurzel.
+Hybodusähnliche Streifung tritt öfter auf. Der Rücken ist ganz von der
+langen Dorsalflosse eingenommen, die allmählich in die zugespitzte
+Schwanzflosse übergeht, von der sie nur durch eine kleine Einkerbung
+geschieden ist; knorpelige Flossenträger stützen in 2 Reihen die
+dorsalen Flossenstrahlen. Im allgemeinen kommen 2 Flossenträger
+auf 1 Bogenpaar der Wirbelsäule. Zwei vor der Caudalflosse sich
+heraushebende Gruppen knorpeliger Strahlen dienten zur Stütze etwas
+stärker heraustretender Flossenlappen, die man als vordere und hintere
+Analflosse oder als Analflosse und vordere Caudalflosse bezeichnen
+kann. Es liegt kein Grund vor, ihnen eine Bedeutung für die Genese der
+Extremitäten zuzuschreiben.¡
+
+[Illustration: Fig. 55.
+
+¡Pleuracanthus sessilis¡ Jordan sp. Abgeänderte Rekonstruktion von
+Jaekel. Rotliegendes, Lebach. Etwa 1/6 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 56.
+
+¡Pleuracanthus¡ (¡Xenacanthus¡) ¡Decheni¡ Goldf. Braunau, Böhmen. ¡a¡
+Vorderer Teil des Körpers, 1/2 nat. Gr. ¡b¡ Einzelne Zähnchen vergr.
+(Nach F. ~Roemer~.)]
+
+[Illustration: Fig. 57.
+
+¡Pleuracanthus¡ (¡Orthacanthus¡) ¡Bohemicus¡ Fritsch. Gaskohle.
+Krotschow, Böhmen. Nat. Gr. ¡a¡ von der Seite, ¡b¡ von hinten,
+¡c¡ Querschnitt.]
+
+[Illustration: Fig. 58.
+
+Zähne von ¡Pleuracanthus¡ (¡Diplodus¡) ¡Bohemicus¡ Quenst. Gaskohle.
+Nyrschan bei Pilsen, Böhmen.]
+
+Die wichtigste Gattung, auf die sich die Diagnose der Gruppe gründet,
+ist ¿Pleuracanthus¿ Ag., ¡Triodus¡ Jord., ¡Xenacanthus¡ Beyr.,
+¡Didymodus¡ Cope, ¡Triacranodus¡ Garm. Gute Skelettreste aus dem
+Rotliegenden von Lebach (bei Saarbrücken), Braunau und Ruppersdorf
+in Schlesien; ¡Pl. sessilis¡ Jordan sp., ¡Decheni¡ Gf. Gaskohle
+von Nyrschan (Böhmen); oberes Karbon von Commentry (Frankreich),
+Northumberland. Perm von Texas (¡Didymodus¡).
+
+¿Diplodus¿ Ag. Provisorisch beibehaltene Bezeichnung für isolierte
+Zähne. Ziemlich große Zähne mit reduzierter Mittelspitze. ¡D.
+bohemicus¡ Qu. Gaskohle, Böhmen etc.
+
+¿Anodontacanthus¿ Davis. Nackenstachel ohne gezähnelte Ränder. Karbon,
+England.
+
+Die Namen ¡Dittodus¡, ¡Ochlodus¡, ¡Aganodus¡, ¡Pternodus¡ R.
+Owen, ¡Thrinacodus¡ St. John beziehen sich auf isolierte Zähne,
+¡Compsacanthus¡ Newberry, ¡Orthacanthus¡ Ag., ¡Lophacanthus¡ Stock,
+¡Anodontacanthus¡ Davis auf Stacheln, die zu ¡Pleuracanthiden¡ bzw. zu
+¡Pleuracanthus¡ selbst gehören.
+
+¿Chondrenchelys¿ Traqu.[22] Kein Dorsalstachel. Flossenträger unter
+der Dorsalis in nur einer Reihe. Paarige Flossen nicht bekannt (?
+fehlend; Scapula vorhanden). Unterkarbon (Calciferous sandstone),
+Schottland.
+
+
+Familie: #Cladodontidae.#
+
+¡Haut mit Placoidschüppchen, Innenskelett reich an Verkalkungen,
+Gliederung der Wirbelsäule aber nicht nachweisbar. Schwanzflosse
+heterocerk. Paarige Flossen mit langer, gegliederter Achse
+(Metapterygium) vor der mehrere kräftige Strahlen direkt dem
+Schultergürtel (bzw. dem Beckengürtel) inseriert sind. Ihre basalen
+Teile sind abgegliedert, aber nicht seitlich verschmolzen. Das erste
+große Segment der Achse läßt (in der Brustflosse) die Konkreszenz aus
+Strahlenteilen noch erkennen. Nur spärliche Strahlen gehen noch vom 2.
+und 3. Segment aus, alle anderen sind frei von Strahlen. Männchen mit
+Pterygopodien. Zähne in zahlreichen Reihen mit schlanker Hauptspitze,
+oft mit Nebenspitzen, längs gestreift oder gerippt, an der Basis
+abgestutzt. Fünf Kiemenspalten. Augen mit einem oder mehreren
+Kreisen dünner, unregelmäßig vierseitiger Plättchen.¡ Devon bis
+Perm, wahrscheinlich Süß- und Brackwasserbewohner, aber auch in echt
+marinen Schichten. Sie schließen sich näher an die Pleuracanthiden an,
+als nach den verbreiteten Rekonstruktionsbildern angenommen werden
+konnte.[23]
+
+[Illustration: Fig. 59.
+
+¡Cladodus Neilsoni¡ Traquair. Unterkarbon. Brustflossen nach
+~Traquair~. ¡e.Sc¡ linke, ¡r.Sc¡ rechte Scapula, ¡mt¡ Metapterygium,
+1-10 dessen knorpelige Segmente.]
+
+[Illustration: Fig. 60.
+
+¡Cladoselache Fyleri¡, Rekonstruktion von O. ~Jaekel~.]
+
+[Illustration: Fig. 61.
+
+¡Cladoselache Fyleri.¡ Cleveland shales. Ohio. Beckenflossen
+nach ~Jaekel~. ¡Ppt¡ Propterygium, ¡Mpt¡ Metapterygium, ¡Ptp¡
+Pterygopodien, ¡P¡ Becken.]
+
+¿Cladodus¿ Ag. (¡Cladoselache¡ Dean). Spindelförmig, mit fast
+terminaler Mundspalte. Zwei Rückenflossen. Brustflossen groß,
+dreiseitig, nur die Radien außerhalb des Körpers, die lange,
+gegliederte Achse im Körper gelegen. Die vorderen Strahlen sehr
+kräftig. Oberdevon (Rußland), Kohlenkalk und produktives Karbon;
+England, Irland, Belgien, Rußland, Nordamerika.
+
+Die Gattungen ¡Dicentrodus¡ Traquair, ¡Phoebodus¡, ¡Lambdodus¡,
+¡Hybocladodus¡ St. John & Worthen, ¡Dicrenodus¡ Romanowsky
+(¡Carchariopsis¡ Ag., ¡Pristicladodus¡ M. Coy) aus dem Kohlenkalk sind
+auf isolierte Zähne dieser Gruppe errichtet.
+
+
+Ordnung. #Acanthodi.# Ag.[24]
+
+~Körper spindelförmig, Chorda persistent; die Skelettknorpel des
+Kopfes auch innerlich stark verkalkt, zuweilen mit körneliger
+Oberfläche. Augen mit einem einfachen Ring dünner dentinöser
+Sklerotikalplatten. Zähne fehlen. Brust- und Bauchflossen mit sehr
+schwachen, selten verkalkten äußeren Strahlen. Vor sämtlichen
+Flossen mit Ausnahme der heterocerken Schwanzflosse stehen kräftige
+Dentinstacheln. 5 Kiemenbögen. Körper und ein Teil der Flossen
+mit einem mosaikartigen Pflaster kleiner, dicker, quadratischer
+Dentinschuppen bedeckt; die deutliche Seitenlinie zwischen
+2 Schuppenreihen auf der Mitte der Flanken. Schädeldach mit
+unregelmäßigen Hautplättchen. Beckenflosse ohne sexuale Klammerorgane
+(Pterygopodien).~
+
+Die ¡Acanthodi¡ wurden von Agassiz zu den Ganoiden gestellt,
+Huxley betrachtet sie als Mittelformen zwischen Ganoiden und
+Selachiern, Lütken und Fritsch reihten sie bei den Selachiern ein.
+Die Untersuchungen von Traquair, A. Smith Woodward, Reis und Jaekel
+haben die Richtigkeit dieser Stellung bestätigt, aber in manchen
+Einzelheiten sind wir leider noch immer nicht genügend unterrichtet.
+
+[Illustration: Fig. 62.
+
+¡Acanthodes¡ Wardi, Oberkarbon von Staffordshire, ca. 1:3. Nach A.
+Sm. ~Woodward~. Aus dem »Guide to the fossil Reptilia etc.« Mit
+Genehmigung des Trustees des British Mus. of Nat. Hist.]
+
+Nach A. Smith Woodward kann man die Ordnung in 3 Familien
+(¡Acanthodidae¡, ¡Ischnacanthidae¡, ¡Diplacanthidae¡) zerlegen.
+
+Die aus dem Obersilur und Devon als ¡Onchus¡ (Fig. 63) beschriebenen
+Stacheln stimmen so sehr mit Climatiusstacheln, daß man sie zum
+Teil auf Acanthodier zurückführen darf. Dasselbe gilt für andere
+paläozoische Gattungen, die auf fossile Flossenstacheln errichtet
+wurden, wie ¡Haplacanthus¡, ¡Byssacanthus¡, ¡Homacanthus¡,
+¡Machairacanthus¡, ¡Gyracanthus¡, ¡Ptychacanthus¡.
+
+
+Familie: #Acanthodidae.#
+
+¡Nur eine weit nach hinten gerückte Dorsalflosse. Brustflosse mit
+mächtigem Stachel.¡
+
+¿Acanthodes¿ Ag. (¡Acanthoessus¡ Ag., ¡Holacanthodes¡ Beyr.,
+¡Traquairia¡ Frtsch). Körper spindelförmig, Kopf kurz, Maul groß,
+terminal. Augenring mit 4 bis 5 dünnen, außen rauhen Platten. Das
+Palatoquadratum besteht aus drei Teilen; der Unterkiefer ist in eine
+Mandibula und einen prämandibularen Teil zerlegt, an die sich auf
+der Unterseite ein schmaler dermaler Knochen (Spleniale nach Jaekel,
+bei Reis als extramandibularer Stachel bezeichnet, Ceratohyale nach
+A. Sm. Woodward) anlegt. Seine Struktur ist dentinartig; eine Anzahl
+Kiemenstrahlen reihen sich ihm an. Die ~Hyoide~ (jederseits ein Hyoid
+und ein Prähyoid, durch ein Copula vorn verbunden) sind frei von
+Kiemenstrahlen, dagegen trägt das Hyomandibulare solche. Die Basis
+der Brustflosse besteht aus einigen (3) kurzen Knorpeln, die auch
+verschmelzen können (Reis). Vom Schultergürtel fällt ein großes,
+rechtwinklig gegen den säbelförmigen Stachel gerichtetes Stück auf,
+das Reis wegen seiner äußerlich sehr dichten, dentinartigen Struktur
+als Claviculoid bezeichnet. Nach O. Jaekel ist es ein Hautknochen,
+dem Cleithrum vergleichbar, der die knorpelige Scapula einhüllt.
+Außer diesem nimmt er noch eine Suprascapula, ein Coracoid und ein
+Präcoracoid an. Rückenflosse gegenüber der Afterflosse. Bauchflossen
+bei den devonischen Arten fast so groß wie die Brustflossen, später
+mehr und mehr verkleinert und nach vorne gerückt. Häufig im Devon (Old
+red sandstone) von Schottland und Rußland, im Karbon von Schottland
+und Böhmen, im Rotliegenden des Saargebiets (Lebach), von Schlesien
+(Klein-Neundorf), Sachsen (Oschatz), Böhmen (Braunau). Typus: ¡Ac.
+Bronni¡ Ag. (¡gracilis¡). Rotliegendes.
+
+[Illustration: Fig. 63.
+
+Flossenstachel von ¡Onchus tenuistriatus¡ Ag. Aus dem obersten Silur
+von Ludlow, England.]
+
+[Illustration: Fig. 64.
+
+¡Acanthodes Mitchelli¡ Egerton. Old red Sandstone. Farnell,
+Schottland. Nat. Gr. (Nach ~Egerton~.)]
+
+[Illustration: Fig. 65.
+
+Schuppen von ¡Acanthodes gracilis¡ Beyr. ¡a¡ von außen, ¡b¡ von innen,
+¡c¡ eine isolierte Schuppe vergr.]
+
+¿Cheiracanthus¿ Ag. Die Rückenflosse steht vor der Analflosse. ¡Ch.
+Murchisoni¡ Ag. Unteres Oldred.
+
+¿Acanthodopsis¿ Hancock u. Atthey. Mit 6 bis 8 kräftigen Zähnen im
+Ober- und Unterkiefer. ¡A. Wardi¡ Hanc. u. Att. Steinkohlenformation,
+Northumberland.
+
+
+Familie: #Ischnacanthidae.#
+
+¡Zwei Rückenflossen. Die Brustflosse mit großem äußerem aber ohne
+medianen Stachel.¡
+
+¿Ischnacanthus¿ Powrie (Traquair) (¡Ictinocephalus¡ Page). Mit wenigen
+großen konischen Zähnen, zwischen denen kleinere stehen. Stacheln
+längsgerippt. ¡I. gracilis¡ Egerton. Unteres Old red.
+
+
+Familie: #Diplacanthidae.#
+
+¡Zwei Rückenflossen. Die Brustflosse mit großem äußerem und kürzerem
+medianem Stachel. Zwischen Brust- und Bauchflosse überzählige
+Stachelpaare.¡
+
+¿Diplacanthus¿ Ag. (¡Rhadinacanthus¡) Traqu. Bauchflossen kaum halb so
+lang wie die Brustflossen. Nur ein Paar überzähliger, kurzer Stacheln.
+¡D. striatus¡ Ag. Unteres Oldred, England; Devon, Canada.
+
+¿Climatius¿ Ag. (¡Brachyacanthus¡ Egerton, ¡Euthacanthus¡ Egerton).
+Mehrere Paare kurzer, überzähliger Stacheln. Die Stacheln der
+Rückenflossen gleich lang, alle sehr kräftig, längsgerippt. ¡Cl.
+reticulatus¡ Ag. Unteres Oldred.
+
+¿Parexus¿ Ag. Mehrere überzählige Stachelpaare. Stachel der vorderen
+Rückenflosse weit höher als die zweite; Stacheln längsgerippt, hinten
+gezähnelt. ¡P. incurvus¡ Ag. Unteres Oldred.
+
+[Illustration: Fig. 66.
+
+¡Climatius scutiger¡ Egerton. Old red Sandstone. Forfarshire,
+Schottland. Nat. Gr. (Nach ~Powrie~.)]
+
+[Illustration: Fig. 67.
+
+Schultergürtel von ¡Diplacanthus crassispinus¡ Ag. Old red. Caithness,
+Schottland. Nat. Gr. (Nach ~Agassiz~.)]
+
+
+Ordnung. #Selachii.#
+
+~Brust- und Bauchflossen mit kurzen Basalknorpeln (nicht
+archipterygial). Wirbelsäule meist deutlich gegliedert, die oberen
+Bogen mit Intercalarien wechselnd, kurz und gedrungen (exkl.
+Hybodontidae).~
+
+Die Selachier wurden von Hasse nach der Beschaffenheit ihrer
+Wirbel in vier Unterordnungen (¡Diplospondyli¡, ¡Cyclospondyli¡,
+¡Asterospondyli¡, ¡Tectispondyli¡) eingeteilt. Diese Gruppierung trägt
+den natürlichen Verwandtschaftsverhältnissen nicht immer genügend
+Rechnung und ist hier aufgegeben. Bei älteren fossilen Formen ist auch
+die Beschaffenheit der Wirbel schwer zu prüfen. Es ist aber immerhin
+für die Systematik und die Beurteilung der Verwandtschaften von
+Bedeutung, daß alle Rochen tectispondylische, die großen Familien der
+¡Lamniden¡, ¡Carchariiden¡ und ¡Scylliiden¡ astrospondylische Wirbel
+haben. Die ¡Cestracioniden¡ weichen von diesem Bau schon beträchtlich
+ab.
+
+
+Familie: #Notidanidae.#
+
+¡Wirbelsäule unvollkommen gegliedert, Chorda größtenteils persistent.
+Gelegentlich treten im Schwanz schwach astrospondylische Wirbel auf.
+Sechs bis sieben ungedeckte Kiemenspalten. Zähne mit mehreren schief
+gestellten, parallelen Spitzen. Nur eine Rückenflosse und Analflosse,
+keine Flossenstacheln.¡ Seit dem Jura.
+
+¿Notidanus¿ Cuv., (¡Hexanchus¡, ¡Heptanchus¡ Müller und Henle).
+Maul auf der Unterseite. Bezahnung oben und unten verschieden.
+Oberkieferzähne schmäler als die des Unterkiefers, in der Nähe der
+Symphyse hakenförmig, Symphysenzahn einspitzig. Seitliche Zähne des
+Unterkiefers kammförmig gezackt, mit mehreren von vorne nach hinten
+an Höhe abnehmenden Spitzen. In der Symphyse symmetrisch gebildete
+Zähne, mit mehreren Spitzen jederseits. Im lithographischen Schiefer
+von Solnhofen ein vollständiges Skelett von ¡Notidanus Münsteri¡ Ag.
+Häufig im Tertiär.
+
+[Illustration: Fig. 68.
+
+Rachen vom indischen Grauhai ¡Notidanus¡ (¡Heptanchus¡) ¡indicus¡.
+Rezent.]
+
+[Illustration: Fig. 69.
+
+¡Notidanus primigenius¡ Ag. Oligocän. Weinheim bei Alzey.]
+
+
+Familie: #Chlamydoselachidae.#
+
+¡Wirbelsäule unvollkommen gegliedert, Chorda größtenteils persistent.
+Im Schwanz sind einige Wirbelkörper abgegliedert, mit schwach
+cyclospondylischer Anlage. Zähne von cladodontem Typus. Sechs
+Kiemenspalten, von einem vorderen Hautlappen zum Teil gedeckt. Mund
+terminal. Eine Rückenflosse ohne Stachel.¡
+
+¿Chlamydoselache Garm.¿ Zähne mit breitem Sockel, an dessen Vorderrand
+sich drei schlanke, zurückgebogene Spitzen erheben, zwischen denen
+schwache Zwischenspitzchen stehen. Unterkiefer nur mit symphysialen
+Zähnen. Lebend Pliocän, Toscana.
+
+
+Familie: #Spinacidae.# Dornhaie.
+
+¡Körper spindelförmig bis dreikantig, etwas niedergedrückt. Schnauze
+stumpf. Die zwei Rückenflossen häufig mit Stacheln. Kiemenspalten
+5, klein, seitlich in eine Höhe mit der Brustflosse gelegen. Wirbel
+cyclospondylisch (bzw. tectospondylisch). Brustflosse ohne Ausschnitt
+an der Basis.¡
+
+¿Centrophorus¿ M. u. H. Dorsalstacheln vorhanden. Obere Zähne
+aufrecht, dreieckig oder lanzettförmig, einspitzig; unten
+zusammengedrückt, mit seitwärts gerichteter Spitze. Obere Kreide,
+Libanon (¡Spinax primaevus¡ Pictet). Tertiär. Rezent.
+
+¿Acanthias¿ Bonap. (¡Centrophoroides¡ Davis.) Wie vorige, aber Zähne
+oben und unten gleich, mit seitwärts gewendeter Spitze. Obere Kreide,
+Libanon. Tertiär. Rezent.
+
+¿Centrina¿ Cuv. (¡Oxynotus¡ Rafin.) Sehr starke Dorsalstacheln.
+Neogen. Rezent.
+
+¿Spinax¿ Cuv. (¡Acanthidium¡ Lowe). Mit Dorsalstacheln. Pliocän.
+Rezent.
+
+¿Scymnus¿ Cuv. (Fig. 72.) Ohne Dorsalstacheln. Ob. Zähne klein,
+zugespitzt; unt. groß, breit, dreieckig, komprimiert, aufrecht oder
+nur schwach seitwärts geneigt. Neogen, lebend.
+
+¿Echinorhinus¿ Blv. (¡Goniodus¡ Ag.) Pliocän, lebend.
+
+[Illustration: Fig. 70.
+
+Wirbel (zentraler Doppelkegel) von ¡Centrophorus¡. Ob. Kreide.
+Maestricht. (Nach ~Hasse~.)]
+
+[Illustration: Fig. 71.
+
+¡Acanthias radicans¡ Probst. Miocän. Molasse. Baltringen. 2/1.
+(Nach ~Probst~.)]
+
+[Illustration: Fig  72.
+
+¡Scymnus triangulus¡ Probst. Miocän. Molasse. Baltringen. 3/1.
+(Nach ~Probst~.)]
+
+
+Familie: #Pristiophoridae.#[25]
+
+¡Körper spindelförmig, die Brustflossen nicht bis zur Schnauze
+ausgedehnt. Rostrum stark verlängert, abgeplattet, jederseits mit
+starken Zähnen (Hautzähnen) besetzt. Die zwei Rückenflossen ohne
+Stachel. Kiemenspalten seitlich. Wirbel cyclospondylisch.¡ Kreide bis
+jetzt.
+
+¿Sclerorhynchus¿ A. Sm. Woodw. Obere Kreide, Libanon. (Nach A. Sm.
+Woodward vielleicht besser zu den ¡Pristiden¡ zu stellen.)
+
+¿Pristiophorus¿ M. u. H. Miocän, lebend.
+
+
+Familie: #Scylliidae.#
+
+¡Zwei Rückenflossen ohne Stacheln, die vordere über oder hinter
+den Bauchflossen. Wirbel astrospondylisch, mit acht starken
+Radialstrahlen. Zähne klein, zahlreich, zugespitzt, meist mit
+Mittelspitze und einem Paar Nebenspitzen.¡ Jura bis jetzt, aber fossil
+wenig verbreitet.
+
+¿Palaeoscyllium¿ Wagn. Erste Dorsalis über der Bauchflosse, zweite vor
+der Afterflosse. Brustflosse sehr breit. Zähne unbekannt, aber wohl
+sehr klein. Wirbel verkalkt, aber ohne Längsleisten. ¡P. minus¡ A. Sm.
+Woodw. Ob. weißer Jura, Solnhofen.
+
+¿Scyllium¿ Cuv. (¡Thyellina¡, ¡Scylliodus¡ Ag.) (Fig. 73.) Erste
+Dorsalis etwas hinter der Bauchflosse. Zähne klein, mit hoher
+Mittelspitze und zwei kleinen Nebenspitzen. Kreide, tertiär, lebend.
+
+¿Pristiurus¿ Bonap. Wie ¡Scyllium¡, aber Schwanzflosse jederseits am
+Oberrand mit einer Reihe kleiner Stacheln. Zähne klein, dreispitzig.
+¡Pr. Hassei¡ A. Sm. Woodw. Oberer weißer Jura, Solnhofen.
+
+¿Mesiteia¿ Kramberger. Schwanz außerordentlich verlängert,
+Schwanzflosse ohne dermale Stacheln. Obere Kreide, Libanon. Eocän,
+Monte Bolca.
+
+¿Chiloscyllium¿ M. u. H., ¿Ginglymostoma¿ M. u. H. (¡Plicodus¡ Winkl.,
+¡Acrodobatis¡ Leidy). Tertiär u. lebend.
+
+¿Cantioscyllium¿ A. Sm. Woodw. (¡Scylliodus¡ Ag. z. T.). Obere Kreide.
+
+[Illustration: Fig. 73.
+
+¡Scyllium distans¡ Probst. Miocäne Molasse. Baltringen. 2/1.
+(Nach ~Probst~.)]
+
+[Illustration: Fig. 74.
+
+¡Hemipristis serra¡ Ag. Miocän. Neudörfl, Ungarn.]
+
+
+Familie: #Carchariidae.#
+
+¡Zwei Rückenflossen ohne Stacheln, die vordere vor der Bauchflosse.
+Zähne hohl, dreieckig, zugespitzt, Seitenränder scharf oder gezähnelt.
+Wirbel astrospondylisch mit vier nach außen verbreiterten, verkalkten
+Radialkeilen.¡ Kreide bis jetzt.
+
+¿Hemipristis¿ Ag. (¡Dirhizodon¡ Klunzinger). (Fig. 74.) Zähne
+dreieckig, mit grobgezackten Seitenrändern. Tertiär, lebend.
+
+¿Galeocerdo¿ M. u. H. Vorderrand der Zähne fein gezackt, Hinterrand
+ausgebuchtet und unten gezähnelt. Miocän bis jetzt.
+
+¿Alopiopsis¿ Lioy, ¿Pseudogaleus¿ Jaekel. Eocän, Monte Bolca.
+
+¿Galeus¿ Ag. (¡Protogaleus¡ Molin). Zähne klein, schief dreieckig, die
+Ränder nur über der Basis gezackt. Eocän bis jetzt.
+
+¿Carcharias¿ Cuv. Zähne meist schief dreieckig, ohne Nebenspitzen,
+oben und unten verschieden. Seitenränder bis zur Spitze (¡Prionodon¡
+M. u. H.), oder nur über der Basis gezackt (¡Hypoprion¡ M. u. H.),
+oder scharfrandig (¡Scoliodon¡, ¡Physodon¡ M. u. H.), zuweilen auch
+aufrecht und scharfrandig (¡Aprionodon¡ Günther). Tertiär, lebend.
+¡C.¡ (¡Scoliodon¡) ¡Cuvieri¡ Ag. sp. Eocän, Monte Bolca.
+
+[Illustration: Fig. 75.
+
+¡a¡ Zahn von ¡Galeocerdo aduncus¡ Ag. Miocäne Molasse. Pfullendorf.
+¡b¡ Wirbel von ¡Galeocerdo¡. Miocäne Molasse. Baltringen.
+(Nach ~Hasse~.)]
+
+[Illustration: Fig. 76.
+
+¡Galeus affinis¡ Probst. Miocän. Baltringen, Württemberg.
+(Nach ~Probst~.)]
+
+[Illustration: Fig. 77.
+
+¡a¡ ¡Aprionodon frequens¡ Dames. Eocän. Birket-el-Qurun, Ägypten.
+(Nach ~Dames~.)
+
+¡b¡ ¡Hypoprion singularis¡ Probst. ¡c¡ ¡Scoliodon Kraussi¡ Probst.
+¡d¡ ¡Prionodon similis¡ Probst. ¡b-d¡ aus der miocänen Molasse von
+Baltringen, Württemberg. (Nach ~Probst~.)]
+
+¿Sphyrna¿ Rafin. (¡Zygaena¡ Cuv.). Tertiär, lebend.
+
+¿Mustelus¿ Cuv. Pliocän, lebend. Wirbel nach ~Hasse~ im Danien von
+Ciply. ¡Triaenodon¡, ¡Triacis¡ M. u. H. Rezent.
+
+
+Familie: #Lamnidae.#
+
+¡Zwei Rückenflossen ohne Stacheln, die vordere vor der Beckenflosse.
+Zähne groß, zugespitzt, mit oder ohne Nebenzacken, mit Vasodentin
+fest ausgefüllt. Wirbel astrospondylisch, mit nach außen gegabelten
+Radialstrahlen bzw. 4 Gruppen von Strahlen.¡
+
+[Illustration: Fig. 78.
+
+¡Orthacodus longidens¡ Ag. Weißer Jura +g+. Böllert, Württemberg.]
+
+[Illustration: Fig. 79.
+
+¡Lamna cuspidata¡ Ag. Oligocän. Weinheim bei Alzey.]
+
+[Illustration: Fig. 80.
+
+¡Lamna¡ (¡Otodus¡) ¡appendiculata¡ Ag. Pläner. Quedlinburg.]
+
+[Illustration: Fig. 81.
+
+¡Lamna¡ (¡Otodus¡) ¡obliqua¡ Ag. (Außenseite) Eocän. Sheppy.]
+
+¿Orthacodus¿ A. Sm. Woodw. (¡Sphenodus¡ Ag.) Sehr schlanke, aufrechte
+Zähne ohne Nebenspitzen. Wurzel abgestutzt, einfach. Jura, untere
+Kreide.
+
+¿Odontaspis¿ Ag. (¡Triglochis¡ M. u. H., ¡Rhinognathus¡ Davis). Zähne
+mit schlanker, seitlich zugeschärfter, vorne abgeplatteter, hinten
+gewölbter Hauptspitze und 1-2 kleinen Nebenspitzen. Wurzel groß,
+zweilappig. Kreide bis jetzt. ¡O. Hopei¡ Ag., Monte Bolca. Eocän.
+
+[Illustration: Fig. 82.
+
+¡a¡-¡b¡ ¡Lamna¡-Wirbel aus dem Oligocän von Flonheim, von vorne und
+von der Seite, ¡c¡ vertikaler Medianschnitt aus dem Londonthon von
+Sheppey. Nat. Gr. (Nach ~Hasse~.)]
+
+¿Scapanorhynchus¿ A. Sm. Woodw. (¡Miksurina¡ Jord.) Rostrum sehr
+verlängert, Kiefer mehr oder weniger vorstreckbar, unter dem Rostrum.
+Obere Kreide, Libanon. Lebend (japan. Meer).
+
+¿Lamna¿ Ag. (¡Otodus¡ Ag.) Zweite Dorsalis und Analis sehr klein.
+Schwanz seitlich mit Kiel, Zähne wie bei ¡Odontaspis¡, aber
+Mittelspitze meist etwas breiter und Nebenspitzen größer. Kreide,
+Tertiär, lebend, sehr verbreitet.
+
+¿Oxyrhina¿ Ag. Zähne wie ¡Lamna¡, aber ohne Nebenzacken. Kreide bis
+jetzt. ¡O. Mantelli¡ Ag. Kreide.
+
+¿Alopecias¿ M. H. Tertiär, lebend.
+
+[Illustration: Fig. 83.
+
+¡Oxyrhina plicatilis¡ Ag. Miocän. Neudörfl, Ungarn.]
+
+[Illustration: Fig. 84.
+
+¡Corax pristodontus¡ Ag. Ob. Kreide. Oase Dachel. Libysche Wüste.]
+
+[Illustration: Fig. 85.
+
+¡Carcharodon megalodon¡ Ag. Pliocän, Malta.]
+
+¿Corax¿ Ag. Nur kurz dreieckige, an den scharfen Seitenrändern
+gezackte Zähne mit großer Wurzel bekannt. Mittlere und obere Kreide,
+häufig.
+
+¿Carcharodon¿ M. H. Zweite Dorsalis und Analis sehr klein, Schwanz
+ohne seitlichen Kiel. Zähne sehr groß, dreieckig, vorne flach, hinten
+gewölbt, die Seitenränder gezähnelt. ¡C. Rondeletii¡ M. H. Lebend
+(auch Neogen). Andere Arten von der oberen Kreide an. ¡C. megalodon¡
+Ag. Eocän bis Pliocän. Zähne bis 15 cm hoch.
+
+¿Cetorhinus¿ Blv. (¡Selache¡ Cuv.) Zähne sehr klein, konisch, ohne
+Seitenzacken. Pliocän, lebend.
+
+
+Familie: #Hybodontidae.#
+
+¡Chordascheide ohne Verkalkung etwa vorhandener Knorpelbildungen.
+Neuralbögen lang, flattrig, im Schwanz reduziert. Thoracalregion
+mit langen Rippen, von der ersten Dorsalflosse an viel kürzere, den
+Rippen homologe Hämalspangen. Schwanzflosse ausgeprägt heterocerk,
+mit starken, breiten Hämapophysen, reduzierten oberen Bögen.
+Analflosse niedrig, nahe der Schwanzflosse, mit Knorpelplatten. Zwei
+Dorsalflossen, jede mit starkem Stachel, der bis zur Spitze der
+Flosse reicht, mit ihr in Verbindung bleibt und von einer breiten
+Knorpelplatte gestützt wird. Mehrere akzessorische Flossenstützen.
+Stachel mit Längsrippen und Marginaldornen. Brustflosse mit kleinem
+Propterygium und stark entwickeltem Mesopterygium. Beckenflosse mit
+dreiseitigem Basalstück. Hyomandibulare derb, vertikal verlängert,
+unten verschmälert und verdickt, in einer deutlichen Gelenkgrube dem
+Processus postorbitalis anliegend. In die unmittelbar davor liegenden
+Grube faßt der aufsteigende Teil des Palatoquadratum, das aber auch
+vorn einen Fortsatz gegen den Processus präorbitalis entsendet.
+Lippenknorpel vorhanden. 5 Kiemenbögen. Männchen mit Pterygopodien
+und hakenförmigen Kopfstacheln (Sphenonchus). Diese Charakteristik
+der Familie gründet sich im wesentlichen auf die gut gekannte Gattung
+Hybodus¡ Ag. Unterkarbon bis Kreide.
+
+[Illustration: Fig. 86.
+
+¡Orodus ramosus¡ Ag. Kohlenkalk. Armagh, Irland. (Nach ~Davis~.)]
+
+[Illustration: Fig. 87.
+
+Zähne von ¡a¡ ¡Hybodus plicatilis¡ Ag. Muschelkalk. Laineck bei
+Bayreuth. ¡b¡ ¡Hybodus reticulatus¡ Ag. Unt. Lias. Lyme Regis,
+England. ¡c¡ ¡Hybodus polyprion¡ Ag. Dogger. Stonesfield, England.]
+
+¿Orodus¿ Ag. (Fig. 86). Nur quer verlängerte, gekielte Zähne bekannt;
+der Kiel bildet eine stumpfe niedrige Mittelspitze und mehrere
+Nebenspitzen, von denen derbe Runzeln nach der Basis laufen. Wurzel
+sehr stark. ¡O. cinctus¡ Ag. (Typus). ¡O. ramosus¡ Ag. Kohlenkalk.
+
+¿Ctenacanthus¿ Ag. (¡Sphenacanthus¡ Ag.) Zwei Dorsalflossen, jede
+mit starkem Stachel, dessen Längsrippen Knötchen tragen. Schnauze
+stumpf, Schwanz heterocerk. Bauchflossen der zweiten Dorsalis
+gegenüber. Neuralbögen lang, flattrig; im unteren Schwanzlappen lange
+Hämalia als Stützen. Zähne mit schlanker mittlerer Spitze und einigen
+Nebenspitzen. Placoidschüppchen mit strahligen Rippen.
+
+¿Ct. costellatus¿ Traquair. Unterkarbon, Schottland (ganzer Fisch).
+
+¿Hybodus¿ Ag.[26] (¡Meristodon¡ Ag., ¡Orthybodus¡ Jaek., ¡Polyacrodus¡
+Jaek. pr. p.) Zähne quer verlängert, mit hervortretender Mittelspitze
+und mehreren Nebenspitzen (Fig. 87), der Schmelz mit vertikalen
+Fältchen. Zähne der Symphysengegend verhältnismäßig groß. Vasodentin
+bildet den Hauptbestandteil des Zahns und zieht sich hoch in die
+Mittelspitze hinauf. Placoidschüppchen konisch, mit radialen Rippen.
+Kopfstachel des Männchens (¡Sphenonchus¡) hakenförmig, jederseits
+hinter den Augenhöhlen. Rückenflossenstachel am ganzen Hinterrand mit
+Marginaldornen. Untere Trias bis Kreide, zahlreiche Arten, besonders
+in Muschelkalk, Keuper, oberen Karrooschichten, Lias, Jura, Wealden
+und Kreide. ¡H. reticulatus¡ Ag. Typus der Gattung. Unterer Lias. ¡H.
+Hauffianus¡ E. Fraas. Oberer Lias, Schwaben, in mehreren Skeletten
+bekannt. ¡H. Fraasi¡ Brown. Oberer weißer Jura, Solnhofen. ¡H.
+basanus¡ A. Sm. Woodw. Wealden.
+
+¿Tristychius¿ Ag. (¡Ptychacanthus¡ Ag.) Stacheln distal mit drei
+Rippen, davon eine am Vorderrand; hinten zwei Reihen Marginalzähnchen.
+Karbon.
+
+¿Acrodus¿ Ag. (¡Thectodus¡ Plieninger, ¡Leiacanthus¡ Ag.) Zähne der
+Symphysenregion mit Mittel- und Nebenhöckern, sonst nur einfach
+gekielt. Schmelz fein gefältelt; Zahnkörper wesentlich aus Vasodentin
+bestehend. Dorsalstacheln und Kopfstacheln wie bei ¡Hybodus¡. Trias,
+Jura, Kreide ¡Acr. lateralis¡ Ag. (vgl. Jaekel). Muschelkalk etc. ¡A.
+Anningiae¡ Ag. Unterer Lias (Fig. 94).
+
+[Illustration: Fig. 88.
+
+¡Ctenacanthus denticulatus¡ M'Coy. Kohlenkalk. Monaduff, Irland.
+1/2 nat. Größe.]
+
+[Illustration: Fig. 89.
+
+¡Hybodus Hauffianus E. Fraas.¡ Ganzes, mit Haut erhaltenes Exemplar.
+Ob. Lias, Holzmaden. Geolog. Museum, Tübingen. (Nach E. ~Koken~.) Etwa
+1/10 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 90.
+
+¡Tristychius arcuatus¡ Ag. Steinkohlenformation. Gilmerton b.
+Edinburgh. ¡a¡ Flossenstachel, ¡b¡ Chagrinschuppen. ¡c¡ Zahn.
+(Nach ~Stock~.)]
+
+[Illustration: Fig. 91.
+
+¡Acrodus Anningiae¡ Ag. Unt. Lias. Lyme Regis, England. ¡a¡
+Unterkiefer 1/3 nat. Gr., ¡b¡ ein einzelner Zahn nat. Gr. von der
+Seite und von oben.]
+
+[Illustration: Fig. 92.
+
+¡Asteracanthus ornatissimus¡ Ag. Portlandkalk. Solothurn. ¡a¡ von der
+Seite, ¡b¡ von hinten, ¡c¡ ein Oberflächenkorn vergr.]
+
+[Illustration: Fig. 93.
+
+¡Strophodus reticulatus¡ Ag. Coralrag. Tonnerre. Yonne.]
+
+[Illustration: Fig. 94.
+
+¡Strophodus medius¡ Owen. Unterkiefer. Großoolith. Caen-Calvados. 1/2
+nat. Gr. (Nach ~Owen~.)]
+
+¿Polyacrodus¿ Jaek. Nach Abtrennung der liassischen Formen (¡Hybodus¡)
+lassen sich Zähne, welche eine bedeutend stärkere Dentinbildung zeigen
+als ¡Acrodus¡ und ¡Hybodus¡, mit diesem Gattungsnamen zusammenfassen.
+¡P. polycyphus¡ Ag. Untere und mittlere Trias.
+
+¿Asteracanthus¿ Ag. (¡Strophodus¡ Ag., ¡Curtodus¡ Sauvage). Zähne
+sehr verlängert vierseitig bis quadratisch, mit leicht gewölbter,
+fein netzförmig gerunzelter Krone und starker Basis. Symphysenzähne
+wenig, kleiner als die seitlichen Zähne, stark gewölbt, gekielt, aber
+ohne Nebenspitzen oder seitliche Höcker. Flossenstacheln mit relativ
+großen sternförmigen Höckern, von ungleicher Größe, am Hinterrand mit
+medianer Leiste und mit zwei seitlichen Zähnchenreihen. Männchen mit
+großen, hakenförmigen Kopfstacheln (¡Sphenonchus¡). Mittlerer und
+oberer Jura. Wealden. ¡Ast. ornatissimus¡ Ag. Brauner und weißer Jura.
+
+¿Wodnika¿ Mstr. Große, leicht gerundete Pflasterzähne in mehreren
+Reihen. Nur wenige Symphysialzähne. Rückenstachel mit breiten
+Längsleisten. ¡W. Althausi¡ Mstr. Kupferschiefer.
+
+
+Familie: #Cestracionidae.#
+
+¡Wirbelkörper verkalkt (meist deutlich astrospondylisch), Neuralbögen
+niedrig, gedrängt. Flossenstachel kürzer als die dorsalen Flossen,
+mit freien Spitzen, glatt oder mit Höckern. Schwanzflosse weniger
+heterocerk als bei Hybodonten. Männchen ohne Kopfstacheln.¡
+
+¿Cestracion¿ Cuv. (¡Heterodontus¡ Bl., ¡Drepanephorus¡ Egerton).
+Symphysenzähne zahlreich, klein, mit Nebenspitzen. Seitliche Zähne
+länger, schwach gekielt, fein gerunzelt. Flossenstachel glatt, ohne
+Zähnchen am Hinterrand. Kreide. Lebend, westl. Pazifik.
+
+¿Paracestracion¿ Koken. Flossenstachel auf den Seiten fein gekörnt.
+Zähne mit Mittelkante, auch in der Symphyse ohne Nebenspitzen. Oberer
+weißer Jura, Solnhofen, Nusplingen.
+
+¿Palaeospinax¿ Egerton. Vordere Zähne höher als die hinteren,
+mit mehreren, Symphysenzähne mit jederseits einem Nebenhöcker.
+Keine Kopfstacheln. Pterygopodien mit großen hakenförmigen oder
+gegabelten Stacheln. Flossenstachel glatt mit dickem Ganoin, über
+der Insertionsmarke zuweilen mit kleinen Höckerchen, kürzer als
+die Dorsalflosse, oben frei. Feines, dichtes Chagrin. ¡P. priscus¡
+Egerton. Unterer Lias. ¡P. Egertoni¡ A. Sm. Woodw. Oberer Lias,
+Württemberg.
+
+[Illustration: Fig. 95.
+
+Unterkiefer von ¡Cestracion Philippii¡ Cuv. (Rezent.)]
+
+¿Synechodus¿ A. Sm. Woodw. Ähnlich ¡Palaeospinax¡; alle Zähne mit
+zahlreichen Nebenspitzen, fein gestreift. Wirbel astrospondylisch.
+Untere und obere Kreide. ¡S. dubrisiensis¡ Macki sp.
+
+¿Bdellodus¿ Quenst. Zähne vierseitig; leicht gebogen, flach,
+die vorderen aufgetrieben, aber nicht gekielt, die der vierten
+(hinteren) Querreihe sehr lang und groß. ¡Bd. bollensis¡ Qu. Lias E.,
+Württemberg.
+
+¿Palaeobates¿ H. v. Meyer. Zähne flach, gerundet, nicht gekielt;
+Krone fast ausschließlich aus Dentin gebildet; Wurzel mit Vasodentin,
+Placoinschmelz dünn. ¡P. angustissimus¡ Ag. sp. Muschelkalk.
+
+[Illustration: Fig. 96.
+
+¡Paracestracion falcifer¡ A. Wagner. sp. Lithographischer Schiefer.
+Solnhofen, Bayern. Ganzes Skelett 1/3 nat. Gr. ¡a¡ vorderer, ¡b¡
+hinterer Flossenstachel, ¡p¡ Brustflosse, ¡d¡ Zähne, ¡y¡ Schuppen, ¡x¡
+Zähne nat. Gr.]
+
+¿Campodus¿ Kon.[27] Zähne schmal, mit gleichmäßig gegen die Mitte
+ansteigenden Höckern, die durch tiefe Einschnitte getrennt sind.
+Diese Zähne stehen in zahlreichen Binden auf dem Kiefer. In der
+Symphysenregion eine spiral entwickelte Reihe winklig gebogener Zähne,
+mit höherer Mittelspitze. Missourian, Kansas.
+
+[Illustration: Fig. 97.
+
+1. ¡Campodus variabilis¡ Newb. u. Worth. Oberkarbon, Nebraska.
+Symphysialzähne zwischen die Äste des Unterkiefers eingefügt. 1:2.
+
+2. ¡Cestracion Francisci Girard.¡ Zum Vergleich mit Campodus.
+(Nach ~Eastman~.)]
+
+[Illustration: Fig. 98.
+
+¡Campodus variabilis¡ Newb. u. Worthen. Oberkarbon, Nebraska. 2:5.
+Symphysenbezahnung, wahrscheinlich des Unterkiefers. (Nach C. R.
+~Eastman~.)]
+
+
+Familie: #Edestidae.#
+
+¡Bekannt sind nur die zahn- oder stachelartigen Organe, die durch
+partielle oder totale Verschmelzung einzelner Segmente zustandekommen.
+Jedes Segment ist zahnartig, mit schmelzbedeckter Krone und einer
+langen Wurzel, aus Vasodentin aufgebaut. Die scharfen Seitenkanten der
+etwa an Carcharias erinnernden Zähne liegen aber in der Sagittalebene,
+sind also nach vorn und hinten, nicht seitlich gerichtet.¡
+
+[Illustration: Fig. 99.
+
+¡Edestus crenulatus Hay.¡ Oberkarbon, Illinois. 2:5. (Nach ~Hay~.)]
+
+¿Edestus¿ Leidy. Die großen Stachel bestehen aus verwachsenen bzw.
+ineinander gefalzten Zähnen, deren Kronen sich vom Ober- oder
+Vorderrand des Organs frei erheben. Die Grenzen der einzelnen Zähne
+sind durch tiefe Furchen auf der Seite des Organs markiert.
+
+[Illustration: Fig. 100.
+
+¡Helicoprion Bessonowi¡ Karpinsky. Unteres Perm (Artinskische Stufe).
+Spiralorgan, 1:2. (Nach ~Karpinsky~.)]
+
+¿Toxoprion¿ Hay (¡Campyloprion¡ Eastm.). Gekrümmte, aber nicht spiral
+gewundene Stachelorgane. ¡T. Lecontei¡ Dean. Oberkarbon, Nordamerika.
+
+¿Helicoprion¿ Karpinsky. Das Organ bildet eine enggezogene Spirale,
+die aus einzelnen Segmenten zusammengewachsen ist. Die Zahnkronen
+scharf crenuliert. Der Schaft ist, wie andere Selachierknorpel, mit
+Kalkplättchen überzogen (nicht mit Placoidschüppchen, wie ~Karpinsky~
+angibt). Nach ~Karpinsky~ am wahrscheinlichsten als verwachsene
+Symphysenzähne des Oberkiefers zu deuten, nach ~Eastman~ als solche
+des Unterkiefers. Nach ~Hay~ eine verschmolzene Folge von Stacheln,
+die sich vor oder an der Stelle einer Dorsalflosse entwickelten; die
+frei herausgedrängte Spirale mochte sich auf die eine Seite der Flosse
+geschoben haben.
+
+¿Lissoprion¿ Hay. Gekrümmt wie ¡Helicoprion¡. Zähne am Rande glatt
+oder nur schwach crenuliert, die Wurzeln ohne Trennungsmarke
+verwachsen.
+
+[Illustration: Fig. 101.
+
+¡Helicoprion Bessonowi¡ Karpinsky. Restaurierter Teil des
+Spiralorgans. (Nach ~Karpinsky~.)]
+
+[Illustration: Fig. 102.
+
+¡Cochliodus contortus¡ Ag. Kohlenkalk. Armagh, Irland. 3/4 nat. Gr.
+¡a¡ Großer Hinterzahn, ¡b¡ Mittelzahn. (Die Vorderzähne fehlen.)]
+
+
+Familie: #Cochliodontidae#.
+
+¡Paläozoische Fische mit wenigen gewölbten, an der Basis ausgehöhlten,
+mehr oder weniger gebogenen Zähnen, die nicht gewechselt werden.
+Die Kronen sind fein punktiert und häufig mit stumpfen, schrägen
+Querfalten oder Furchen versehen. Jederseits (oben und unten) ein
+großer Hauptzahn, und vor diesem meist zwei oder mehr kleinere
+Vorderzähne.¡
+
+Die Kenntnis dieser eigentümlichen, auf Karbon und Perm beschränkten
+Familie ist noch sehr ungenügend; meist liegen nur Zähne oder
+Flossenstacheln vor. A. Smith Woodward (und früher schon R. Owen)
+vergleicht die ¡Cochliodonten¡ mit den ¡Cestracioniden¡ und faßt die
+gekrümmten Zahnplatten als Verschmelzungsprodukte von Einzelzähnen
+einer Querbinde auf. Jaekel gibt ihnen eine besondere Stellung als
+¡Trachyacanthidae¡ (unter Bezugnahme auf den Befund bei Menaspis)
+und rechnet hieher unsymmetrische, wurzellose, rauh skulptierte
+Stacheln, die als ¡Oracanthus¡, ¡Pnigeacanthus¡, ¡Cladacanthus¡,
+¡Platyacanthus¡, ¡Gampsacanthus¡, ¡Physonemus¡, ¡Stichacanthus¡ ¡etc.¡
+beschrieben wurden.
+
+¿Cochliodus¿ Ag. Auf jedem Unterkieferast drei stark gebogene
+(eingerollte), gewölbte Zähne; der hintere sehr groß, mit breitem,
+vorn und hinten durch eine schiefe Querfurche begrenztem Mittelfeld;
+der zweite von rhomboidischer, der vordere von dreieckiger Gestalt.
+Wahrscheinlich mit kleinen Symphysenzähnen. ¡C. contortus¡ A. u. a.
+Kohlenkalk.
+
+¿Streblodus¿ Ag. Wie ¡Cochliodus¡, aber Hauptzahn mit 2-3 breiten,
+schrägen Querfalten. Kohlenkalk.
+
+¿Tomodus¿ Davis. Unterkarbon. ¿Diplacodus¿ Davis. Oberkarbon.
+
+¿Xystrodus¿ Ag. ¿Cyrtonodus¿ Davis. Oberkarbon.
+
+¿Sandalodus¿ Newb. u. W. (¡Trigonodus¡, ¡Vaticinodus¡ Newb. W.,
+¡Orthopleurodus¡ St. John u. W.) Obere Zähne dick, dreieckig, schwach
+eingerollt. Im Unterkiefer 2 Zähne, davon der hintere subtriangulär
+oder keulenförmig, vorne zugespitzt, etwas eingerollt, mit 1-2
+Diagonalwülsten; der vordere kurz, vorn abgestutzt, stark eingerollt.
+Kohlenkalk, Europa, Nordamerika. ¡S. Morrisi¡ Dav. Unterkarbon.
+
+[Illustration: Fig. 103.
+
+¡Psephodus magnus¡ Ag. ¡A¡ Drei zusammenhängende Zähne in nat. Gr. aus
+dem Kohlenkalk von Armagh, Irland. (Nach ~Davis~.)
+
+¡B¡ ¡Psephodus magnus¡ Ag. Zusammenhängende obere Zähne aus
+einem Schädelfragment von Kilbridge, Lankashire. ¡b¡ Großer Zahn
+etwas gebrochen, ¡c¡ kleiner Zahn, identisch mit ¡Helodus rudis¡
+M'Coy, ¡d¡ schmale Zähne, identisch mit ¡Helodus planus¡ Ag., ¡e¡
+Helodontenzähne, ¡f¡, ¡g¡ Zähne, identisch mit ¡Lophodus didymus¡ und
+¡laevissimus¡. (Nach ~Traquair~.)]
+
+¿Deltophychius¿ Ag., ¿Chitinodus¿ St. John u. W., ¿Poecilodus¿ Ag.,
+¿Deltodus¿ Ag., ¿Xystrodus¿ Ag., Kohlenkalk.
+
+¿Psephodus¿ Ag. Große rhombische oder rhomboidische, schwach gebogene,
+konvexe Zähne mit gekerbten Rändern. Mit diesen großen Zähnen sind
+zuweilen eine größere Anzahl kleiner, quer verlängerter Zähne
+verbunden, die isoliert als ¡Helodus¡, ¡Lophodus¡, ¡Aspidodus¡ und
+¡Taeniodus¡ beschrieben wurden. Kohlenkalk, Europa, Nordamerika. ¡Ps.
+magnus¡ Mc Coy sp.
+
+[Illustration: Fig. 104.
+
+¡Menaspis armata¡ Ewald. 2:3. Kupferschiefer. 2-4 und ¡I¡
+Kopfstacheln, ¡E¡, ¡Z¡ zapfenartige Stachelschuppen, ¡P¡
+Brustflossenteile, ¡V¡ Beckenflossenteile. (Nach ~Jaekel~.)]
+
+¿Pleuroplax¿ A. Sm. Woodw. (¡Pleurodus¡ Hanc. Atthey). Kieferäste
+in spitzem Winkel vereinigt. Zahnplatten gekielt, mit Furchen und
+seitlichen Kerben, welche die Zahl der Komponenten andeuten. Dorsaler
+Flossenstachel komprimiert, breit, glatt oder fein gestreift. Körper
+flach. Karbon, England.
+
+¿Menaspis¿ Ewald[28] (Fig. 104.) (¡Dichelodus¡ Gieb., ¡Chalcodus¡
+Zitt.). Kopf und Rücken mit Längsreihen von knochigen oder dornigen,
+teilweise gekielten Placoidschuppen und kleinen Chagrinkörnchen
+bedeckt. Zwei Längsreihen der größeren Schuppen enden nach hinten
+mit zwei scharf zugespitzten Zapfen. Am vorderen Teil des Kopfes
+jederseits ein dreieckiger, mit breiter hohler Basis versehener,
+gekörnelter Stachel, hinter ihm jederseits drei glatte, dünne, nach
+innen gebogene Stacheln, die mit einem vorspringenden Basalfortsatz
+auf der Kopfhaut befestigt sind. Nach Jaekel bestehen sie aus
+Vasodentin. Das mittlere Paar ist mehr als doppelt so lang als die
+beiden anderen. Gebiß cochliodont, an ¡Deltoptychius¡ erinnernd. ¡M.
+armata¡ Ewald. Kupferschiefer.
+
+
+Familie: #Psammodontidae.# De Koninck.
+
+¡Zähne in 1, 2 oder mehr Längsreihen, pflasterartig angeordnet, groß,
+eben oder schwach gebogen, aus Vasodentin, mit punktierter oder fein
+runzliger Oberfläche. Umriß quadratisch oder oblong.¡ Kohlenkalk
+Europa, Nordamerika.
+
+¿Copodus¿ Davis (¡Mesogomphus¡, ¡Rhymodus¡, ¡Characodus¡, ¡Pinacodus¡
+Ag.). Zähne vorn verschmälert, durch eine Quernaht in zwei ungleiche
+Teile zerlegt.
+
+¿Psammodus¿ Ag. (¡Homalodus¡, ¡Astrabodus¡ Davis) (Fig. 106.) Zähne
+groß, flach, viereckig, mit dicker platter Wurzel.
+
+¿Lagarodus¿ Jaekel. Zähne schmal rectangulär, scharf geknickt.
+Kohlenkalk. ¡L.¡ (¡Psammodus¡) ¡angustus¡ Tr.
+
+¿Archaeobatis¿ Newb. Kohlenkalk, Nordamerika.
+
+
+Familie: #Petalodontidae.# Newberry und Worthen.[29]
+
+¡Zähne zusammengedrückt, quer verlängert, pflasterartig in Längs- und
+Querreihen geordnet. Krone aus Vasodentin, mit Schmelz bedeckt, häufig
+durch eine Querschneide in eine vordere konvexe und eine hintere
+konkave Hälfte geteilt, und meist mehr oder weniger stark rückwärts
+gebogen. Wurzel durch Schmelzfalten oder durch eine Kante von der
+Krone scharf abgesetzt, vertikal verlängert. Zähne persistent, beim
+Wachstum schuppenartig aufeinandergeschoben.¡ Karbon. Perm.
+
+[Illustration: Fig. 105.
+
+¡Petalodus destructor¡ Newberry und Worthen. Steinkohlenformation.
+Springfield. Illinois. ¡a¡ Zahn von vorn, 1/2 nat. Gr., ¡b¡
+Querschnitt. (Nach ~Newberry~.)]
+
+[Illustration: Fig. 106.
+
+¡Psammodus rugosus¡ Ag. Kohlenkalk. Armagh, Irland. Nat. Gr.]
+
+Der Körper nur von ¿Janassa¿ (zum Teil) bekannt. Er ist rochenartig;
+die großen Brustflossen sind am Kopf angewachsen, von den Bauchflossen
+aber durch einen Zwischenraum getrennt. Der hintere Abschnitt mit zwei
+Dorsalflossen, der Schwanz schmal. Glatte, rundliche Chagrinkörperchen.
+
+¿Petalodus¿ Owen (¡Sicarius¡ Leidy, ¡Antliodus¡ Newb., ¡Chomatodus¡
+Ag., ¡Lisgodus¡ St. John u. W.) Zähne stark zusammengedrückt,
+quer verlängert; Krone blattförmig, mit Querschneide und scharfem
+Basalrand, vorn konvex, hinten konkav. Wurzel lang, dünn, stumpf
+abgestutzt. Kohlenkalk. Europa, Nordamerika.
+
+¿Petalorhynchus¿ Newb. u. W. Gebiß aus sechs Querreihen von je drei
+zugeschärften schneidenden Zähnen mit ungeteilter Wurzel bestehend.
+Nach ~Jaekel~ wäre ¡Petalorhynchus¡ auf obere Symphysenzähne von
+¡Petalodus¡ gegründet, während ~Eastman~ an der Selbständigkeit der
+Gattung festhält.
+
+¿Janassa¿ Mstr. (¡Dictaea¡, ¡Byzenos¡ Mstr., ¡Climaxodus¡ Mc Coy,
+¡Peltodus¡ Newb., ¡Tanaodus¡ St. John u. W.) Brustflossen groß,
+halbkreisförmig, etwa bis in die halbe Länge des Kopfes reichend.
+Bauchflossen klein, halbkreisförmig, vorn mit einem abgegliederten
+Fortsatz (»Lauffinger« Jaekel). Wahrscheinlich zwei dorsale Flossen.
+Ein Paar Lippenknorpel dem Kieferbogen aufliegend. Gebiß gewölbt,
+vorn verschmälert, aus querverlängerten Zähnen mit punktierter ebener
+Krone zusammengesetzt, die in 5-7 Längsreihen und ca. 10 Querreihen
+angeordnet sind; die langen, unten verschmälerten Wurzeln sind in
+der Richtung von vorn nach hinten stark zusammengedrückt, etwas
+gebogen, auf der konvexen Vorderseite quergerunzelt, auf der konkaven
+Hinterseite glatt. Die neu in Funktion tretenden Zähne legen sich
+über die älteren, so daß diese als Unterlage dienen (Fig. 107) und
+nicht abgestoßen werden. Die fast ebene Kaufläche wird lediglich von
+der Vorderseite der Krone gebildet, welche sich so stark zurückbiegt,
+daß sie nahezu horizontal liegt und einen Teil des dahinterstehenden
+Zahnes bedeckt. Chagrinkörner oval bis vierseitig, glatt. Karbon,
+Europa, Nordamerika. Perm (Kupferschiefer) von Hessen und Thüringen.
+
+[Illustration: Fig. 107.
+
+Querschnitt durch das Gebiß von ¡Janassa bituminosa¡ Schl. ¡Ok¡
+Oberkiefer, ¡Uk¡ Unterkiefer, ¡Ez¡ Ersatzzähne der durchschnittenen
+Symphysenreihe, ¡Ukg¡ Unterkiefergelenk, ¡Qug¡ Quadratgelenk, ¡iUk¡
+Innenrand des Unterkiefers in der Symphysenebene. (Nach ~Jaekel~.)]
+
+[Illustration: Fig. 108.
+
+¡Janassa bituminosa¡ Schloth. 1:2. ¡L¡ Lippenknorpel, ¡Uk¡
+Unterkiefer, ¡Okg¡ Oberkiefergebiß, ¡Ukg¡ Unterkiefergebiß, ¡K¡
+Kiemenspalten, ¡Ppt¡ Propterygien, ¡P¡ Brustflosse, ¡V¡ Beckenflosse,
+¡Lf¡ Lauffinger, ¡A¡ After, ¡B¡ Basalknorpel d. Bauchflosse,
+¡y¡ Ilearprozeß (?). (Rekonstruktion nach ~Jaekel~.)]
+
+¿Fissodus¿ Newb. u. W. Kohlenkalk, Nordamerika. Zähne wie ¡Janassa¡,
+aber die Schneide durch 1-2 Ausbiegungen geteilt.
+
+¿Polyrhizodus¿ Mc Coy (¡Dactylodus¡ Newb., ¡Gyracanthus¡ Ag.)
+Zähne dick, mit gewölbter, der Quere nach schneidender Krone und
+lappiger, vielfach geteilter Wurzel. Mit diesen Zähnen sind in
+Rußland Flossenstachel gefunden, die sich durch ihre Krümmung nach
+vorn auszeichnen. (¡Gyracanthus¡ Ag.) Vielleicht gehören ¡Petrodus¡
+Mc Coy = ¡Ostinaspis¡ Trautschold als Hautdornen zu derselben
+Gattung. Unteres und mittleres Karbon. ¡Stichacanthus¡ Davis umfaßt
+gleiche Stachel aus dem irischen Kohlenkalk, ¡Xystracanthus¡ Leidy
+(¡Drepanacanthus¡ Newb. u. W.) ähnliche, ebenfalls nach vorn gekrümmte
+Stacheln aus amerikanischem Kohlenkalk.
+
+¿Ctenoptychius¿ Ag. (¡Ctenopetalus¡, ¡Harpacodus¡, ¡Petalodopsis¡
+Davis, ¡Serratodus¡ Kon., ¡Peripristis¡ St. John u. W.) Wird von
+~Jaekel~ mit Petalodus vereinigt, während ~Eastman~ eine besondere
+Familie ¡Peripristidae¡ für berechtigt hält. Kleine, von vorn nach
+hinten stark zusammengedrückte Zähne, mit zugeschärfter gezackter
+Krone.
+
+¿Callopristodus¿ Traquair. Wie vorige, aber Wurzel geteilt. Nach
+~Jaekel~ Schuppen. Karbon, Schottland.
+
+¿Glossodus¿ Mc Coy, ¿Mesolophodus¿ A. Sm. Woodw. Kohlenkalk.
+
+[Illustration: Fig. 109.
+
+¡Janassa bituminosa¡ Schloth. ¡A¡ Orig. Universitäts-Sammlung
+in Halle. ¡Ukg¡ Unterkiefergebiß, ¡Mz¡ mittlere Querreihe des
+Oberkiefergebisses, ¡Uk¡ Unterkiefer, ¡L¡ Lippenknorpel, ¡Ppt¡
+Propterygien der Brustflosse. 2/3 nat. Gr. (Nach ~Jaekel~.)
+
+¡B¡ Hautschuppen (vergr.)]
+
+[Illustration: Fig. 110.
+
+¡Polyrhizodus magnus¡ M'Coy. Kohlenkalk. Armagh, Irland. 1/2 nat. Gr.
+¡a¡ von vorn, ¡b¡ Querschnitt. (Nach ~M'Coy~.)]
+
+[Illustration: Fig. 111.
+
+¡Callopristodus pectinatus¡ Ag. Kohlenkalk. Schottland.]
+
+¿Pristodus¿ Davis. Symmetrische, ziemlich kleine Zähne mit niederer
+Wurzel. Krone halbkreisförmig, mit steil aufsteigender Schneide, nach
+hinten konkav abfallend, in eine Platte verbreitert. Wurzel durch
+eine Einschnürung abgetrennt. Kohlenkalk. Nach A. Smith ~Woodward~
+Typus einer besonderen Familie, die vermutlich nur je einen Zahn in
+jedem Kiefer besaß. Nach ~Jaekel~ sind auch bei ¡Pristodus¡ zahlreiche
+Querreihen von Zähnen auf den Kiefern anzunehmen.
+
+
+Familie: #Squatinidae# M. u. H. Meerengel.
+
+¡Körper breit, platt. Brustflossen groß, aber durch eine Spalte
+vom Kopf getrennt, so daß die Kiemenöffnungen noch auf den Seiten
+ausmünden können. Keine Afterflosse. Zwei Rückenflossen, ohne Dornen.
+Haut mit kleinen Placoidschuppen bedeckt. Zähne spitz, kegelförmig,
+ohne Nebenzacken, mit breiter Wurzel, aus Pulpodentin bestehend.
+Tectispondylische Wirbel.¡
+
+¿Squatina¿ Aldrovandi (¡Rhina¡ Klein, ¡Thaumas¡ Mstr., ¡Phorcys¡
+Thioll., ¡Scaldia¡ Le Hon, ¡Trigonodus¡ Winkler z. T.). Jura
+bis jetzt. Vollständige Skelette von ¡Squ. alifera¡ Mstr. sp.
+(¡acanthoderma¡ O. Fraas) und ¡Squ. speciosa¡ Meyer aus dem
+oberen weißen Jura (+z+-Platten, lithographischer Kalkstein) von
+Württemberg (Nusplingen) und Bayern, sowie von Cirin (Ain), vgl.
+aber ¡Pseudorhina¡. Ganze Skelette ferner in der oberen Kreide des
+Libanon[30] und der Baumberge (Sendenhorst) in Westfalen.
+
+[Illustration: Fig. 112.
+
+Zahn von ¡a¡ ¡Squatina alifera¡ Münst. sp. Lithographischer Schiefer.
+Solnhofen. 2/1. ¡b¡ ¡Squatina Fraasi¡ Probst. Miocäne Molasse.
+Baltringen. 2/1.]
+
+[Illustration: Fig. 113.
+
+Medianer Längsschnitt durch die Wirbelsäule von ¡Squatina angelus¡ Lin.
+
+(Nach ~Hasse~.) ¡ch¡ Chorda, ¡d¡ verkalkter Doppelkegel, ¡w¡
+konzentrische Verkalkungsringe, ¡iv¡ intervertebraler, mit
+Chordasubstanz erfüllter Zwischenraum.]
+
+[Illustration: Fig. 114.
+
+¡Squatina alifera¡ Münst. sp. (= ¡Squatina acanthoderma¡ Fraas). Ob.
+Jura. Eichstätt, Mittelfranken. (Original im paläontolog. Museum in
+München.)]
+
+¿Pseudorhina¿ Jaekel. Zähne mit höckerförmiger Krone. Keine
+Lippenknorpel. Schwanz länger als bei ¡Squatina¡, sehr allmählich
+verdünnt, oben mit größerem, unten mit schwächerem Segel. Nur sehr
+kleine Dorsalflossen. ? 6 Kiemenbögen. ¡Squ. alifera¡ Mstr. (s. o.)
+Die Berechtigung dieser Gattung, in die wohl auch die anderen
+Squatinen des oberen Jura einzureihen wären, bedarf noch näherer
+Prüfung.
+
+
+Familie: #Pristidae# Günther. ~Sägefische.~
+
+¡Körper gleichmäßig gestreckt, wenig niedergedrückt. Brustflossen
+mäßig groß, mit dem Kopf verwachsen, aber nicht bis zu der
+abgeplatteten, schwertartigen Schnauze (Rostrum) verlängert, welche
+jederseits mit einer Reihe großer, meist in Alveolen steckender Zähne
+(Vasodentin = Placoidschuppen) besetzt ist. Zähne der Mundspalte
+klein, stumpf, aus Pulpodentin bestehend. Kiemenspalten auf der
+Unterseite. Tectispondylische Wirbel. Die Pristiden sind nach Jaekel
+von Rhinobatiden abgezweigt und haben sekundär eine haiartige Gestalt
+erlangt.¡ Obere Kreide bis jetzt.
+
+¿Pristis¿ Latham. Tertiär, lebend.
+
+¿Propristis¿ Dames (¡Amblypristis¡ Dames, ¡Eopristis¡ Stromer). Zähne
+stehen nur im vorderen Drittel der sehr großen (bis 2 m langen)
+Säge[31]; sie sind kurz, breit, dicht gedrängt, etwas schräg nach vorn
+gerichtet. ¡Pr. Schweinfurthi¡ Dames. Eocän. Ägypten.
+
+¿Sclerorhynchus¿ A. Sm. Woodw. Zähne der Säge nicht in Alveolen.
+Der mittlere Rostralknorpel geht bis zum Ende der Schnauze. Die
+Brustflossen reichen bis dicht an die Beckenflossen. Zähne der
+Mundspalte klein, spitzig. ¡Scl. atavus¡ A. Sm. W. Obere Kreide,
+Libanon.
+
+
+Familie: #Rhinorajidae# Jaekel.
+
+¡Die großen Brustflossen sind seitlich an das Rostrum angelehnt,
+treffen aber nicht vor der Schnauze zusammen. Kiemenspalten auf der
+Unterseite. Schwanz allmählich in den vorderen Körper übergehend,
+mit Seitenkielen. Zähne aus Pulpodentin, mit zweiflügeliger Wurzel.
+Tectispondylische Wirbel.¡
+
+~Jaekel~ faßt als ~Rhinorajiden~ die ¡Rhinobatinae¡, ¡Torpedininae¡,
+¡Rajinae¡ zusammen. Ähnlich umgrenzt ist ~Gills~ Abteilung ¡Pachyura¡,
+die aber auch die ¡Pristiden¡ noch umschließt. Ihnen gegenüber stehen
+die ¡Centrobatidae¡ Jaekels, mit den ¡Trygoninae¡, ¡Ptychodontinae¡,
+¡Myliobatinae¡ und ¡Ceratopterinae¡ als Unterfamilien, den ¡Masticura¡
+~Gills~ entsprechend. Die fossilen ¡Ptychodonten¡ sind allerdings
+bei ~Gill~ nicht berücksichtigt, können aber auch keineswegs mit
+Sicherheit hier untergebracht werden.
+
+[Illustration: Fig. 115.
+
+¡Rhinobatus mirabilis¡ Wagn. Lithographischer Schiefer. Eichstätt,
+Bayern. (Nach einem 1,7 m langen Exemplar im Münchener paläontolog.
+Museum.)]
+
+
+Unterfamilie: #Rhinobatinae# M. u. H.
+
+¡Körper flach, aber lang gestreckt. Radien der großen Brustflossen
+nicht bis zu dem verlängerten Schnauzenende reichend. Schwanz (hintere
+Hälfte des Körpers) kräftig, mit zwei Rückenflossen. Zähne klein,
+stumpf gekielt.¡
+
+¿Rhinobatis¿ Bloch (¡Euryarthra¡ Ag., ¡Spathobatis¡ Thiollière).
+Rückenflossen ohne Stacheln. Die vordere weit hinter den
+Beckenflossen. Haut mit kleinen Chagrinkörnchen. Schwanzflossen ohne
+unteren Lappen. Oberer Jura bis jetzt. ¡Rh. bugesiacus¡ Thioll.
+(¡mirabilis¡ Wagn.) Oberer weißer Jura, Cirin, Eichstätt.
+
+¿Rh. Zignii¿ Heckel. Eocän. Monte Bolca. ¿Rh. maronita¿ Pictet u.
+Humb. Obere Kreide. Libanon.
+
+¿Asterodermus¿ Ag. (¡Belemnobatis¡ Thiollière). Rückenflossen mit
+kleinen Stacheln. Mit deutlich abgesetztem unteren Schwanzlappen.
+Chagrinschuppen ziemlich groß, sternförmig gestrahlt. Oberer weißer
+Jura, Cirin.
+
+¡Trigonorhina¡ M. u. H. Eocän (Monte Bolca) und lebend.
+
+¡Rhynchobatus¡ M. u. H. Tertiär, lebend. Vordere Rückenflosse
+gegenüber den Beckenflossen. Schwanzflosse mit unterem Lappen.
+
+
+Unterfamilie: #Rajinae# Müller und Henle. ~Rochen.~
+
+¡Körper flach, breit scheibenförmig oder rhombisch. Brustflossen von
+der Schnauze bis zu den Bauchflossen reichend. Bauchflossen vorn mit
+kräftigem, gegliedertem Knorpelstrahl. Schwanz schmal, aber allmählich
+aus dem Vorderkörper entwickelt, ohne Stacheln. Schwanzflosse meist
+reduziert. Haut mit kleinen spitzen und vereinzelten größeren,
+stacheligen Placoidschuppen. Zähne klein, zweiwurzelig, mit
+rhombischer Krone aus Pulpodentin, zu einem Pflaster angeordnet. Bei
+einigen Arten haben die Männchen spitze, die Weibchen stumpfe Zähne.¡
+Kreide bis jetzt.
+
+¿Cyclobatis¿ Egerton. Obere Kreide. Libanon.
+
+¿Raja¿ Cuv. (¡Actinobatis¡ Ag.) ¡R. expansa¡ Davis. Obere Kreide,
+Libanon. Eocän, England. Pliocän. Lebend.
+
+¿Platyrhina¿ M. u. H. Eocän. Monte Bolca. Lebend.
+
+
+Unterfamilie: #Torpedininae# Müller und Henle. ~Zitterrochen.~
+
+¡Körper flach, vorn gerundet, scheibenförmig. Brustflossen nicht
+bis zu dem breiten Vorderrande des Kopfes reichend. Schwanz breit,
+fleischig, mit Rückenflossen. Haut nackt.¡ Eocän bis jetzt.
+
+¿Torpedo¿ Dum. (¡Narcobates¡ Blainv.) Eocän, Monte Bolca.
+
+¿Astrape¿ M. u. H. Oligocän. Nur eine Rückenflosse.
+
+¿Narcine¿ Henle. Mit zwei Rückenflossen. Eocän, lebend. ¡N. Molini¡
+Jaekel, Monte Bolca.
+
+
+Familie: #Masticura.# Gill (¡Centrobatidae¡ Jaekel).
+
+¡Schwanz lang und schmal, scharf von der Körperscheibe abgesetzt.
+Tectispondylische Wirbel.¡
+
+
+Unterfamilie: #Trygoninae.# Müller u. Henle. ~Stechrochen.~
+
+¡Körper flach, Brustflossen vor der Schnauze zusammenstoßend. Schwanz
+lang und schlank, die dorsalen Flossen oft peitschenförmig, sehr
+reduziert oder durch hintereinanderliegende, abgeplattete, randlich
+gezähnelte Stacheln (aus Vasodentin) ersetzt. Haut ohne Chagrin, aber
+mit großen, zuweilen gruppenweise vereinigten Hautplatten. Zähne
+klein, zu einem Pflaster vereinigt, mit zweiteiliger Wurzel.¡ Tertiär
+bis jetzt.
+
+¿Trygon¿ Adanson (¡Trygonobatus¡ Blv., ¡Alexandrium¡ Molin.) Skelette
+im Eocän des Monte Bolca: ¡Tr. muricatus¡ (Volta), ¡Tr. Zignoi¡
+Molin. Isolierte Hautplatten wurden teils als ¡Raja¡, teils als
+¡Accipenser¡, teils als ¡Dynobatis¡ und ¡Acanthobatis¡ beschrieben
+(Fig. 117).
+
+¿Urolophus¿ M. u. H. ¡U. princeps¡ Heckel, Eocän, Monte Postale.
+¡Xiphotrygon¡ Cope (¡Heliobatis¡ Marsh), Eocän, Wyoming. ¡Oncobatis¡
+Leidy. Pliocän, Idaho. ¡Rhombodus¡ Dames. Kreide. ¡Ptychotrygon¡
+Jaekel. Kreide. (¡Anacanthus¡ Ehrenberg.)
+
+[Illustration: Fig. 116.
+
+¡Trygon rugosus¡ Probst. Zahn ¡a¡ von vorn, ¡b¡ von hinten und ¡c¡
+von der Seite. Vergr. ¡d¡. nat. Gr. Miocäne Molasse. Baltringen,
+Württemberg. (Nach ~Probst~.)]
+
+[Illustration: Fig. 117.
+
+¡Trygon¡ (¡Acanthobatis¡) ¡tuberculosus¡ Probst sp. Miocäne Molasse.
+Baltringen. Hautschild in nat. Gr.]
+
+¿Urogymnus¿ M. u. H. Ohne Schwanzstacheln, aber mit scharfen,
+konischen Hautzähnen.
+
+¿Cyclobatis¿ Egerton. Schwanz sehr kurz. Beckengürtel mit auffallend
+großen Präpubis- und Ileal-Fortsätzen. ¡C. oligodactylus¡ Eg. Skelette
+aus der oberen Kreide, Libanon.
+
+
+Unterfamilie: #Myliobatinae.# Müller u. Henle. ~Meeradler.~
+
+¡Vorderkörper glatt, Schwanz extrem verlängert, peitschenförmig, mit
+einem (oder mehr) abgeplatteten Stachel (spezialisierte Hautschuppe)
+hinter der Rückenflosse. Brustflossen zu beiden Seiten des Kopfes
+unterbrochen, aber am fleischigen Vorderende als unpaare oder paarige
+durch Flossenstrahlen gestützte Verlängerung wieder auftretend. Zähne
+ziemlich groß, zu einem Pflaster angeordnet. Haut nackt.¡
+
+Die meisten lebenden Gattungen sind auch tertiär nachweisbar.
+
+[Illustration: Fig. 118.
+
+Gebiß von ¡Myliobatis aquila¡ Cuv. Rezent. Mittelmeer. (Nach
+~Agassiz~.)]
+
+[Illustration: Fig. 119.
+
+Zahnpflaster von ¡Myliobatis toliapicus¡ Ag. Eocän. Braklesham Bay,
+England.]
+
+¿Myliobatis¿ Cuv. (¡Pastinaca¡ Gronov.) (Fig. 118, 119.) Die
+Zahnpflaster sind aus mehreren Reihen sechseckiger, flacher Zähne
+mosaikartig zusammengesetzt. An jungen Exemplaren haben alle
+Zähne gleiche Form und Größe, an ausgewachsenen zeichnet sich die
+Mittelreihe durch fast sechsfache Breite aus. Die Wurzeln auf der
+Unterseite und den steilen Seitenrändern mit parallelen Furchen.
+Flossenstachel flach, seitlich mit Zähnchen. (Fig. 120.) Sehr
+zahlreiche fossile Arten von Eocän an.
+
+¿M. toliapicus¿ Ag. Eocän. England. ¡M. Pentoni¡ A. Sm. Woodward.
+Eocän. Ägypten.
+
+¿Hypolophites¿ Stromer. Statt der einen Reihe großer Mittelzähne bei
+¡Myliobatis¡ mit 4 Querreihen größerer Zähne. Eocän. Togo.
+
+[Illustration: Fig. 120.
+
+Stachel von ¡Myliobatis serratus¡ H. v. Meyer. Oligocän. Weinheim bei
+Alzey.]
+
+¿Rhinoptera¿ Müller (¡Zygobates¡ Ag., ¡Mylorhina¡ Gill). Zähne quer
+verlängert, hexagonal, in 5-7 Reihen, die nach außen an Breite
+abnehmen. Eocän bis lebend.
+
+¿Aëtobatis¿ Müller u. Henle. (¡Goniobatis¡ le Hon) Zähne sehr breit,
+in einer einzigen Reihe. Tertiär, lebend. ¡A. giganteus¡ Schaffh.
+Mitteleocän, Bayern. ¡A. irregularis¡ Ag. Eocän, England.
+
+¿Promyliobatis¿ Jaek. ¡P. Gazolae¡ Zigno sp. Eocän, M. Bolca.
+
+
+Unterfamilie: #Ptychodontinae.#
+
+¡Zähne mit gewölbten, stark gerunzelten Kronen, in zahlreichen Reihen
+(13-14); im vermutlichen Unterkiefer sind die Zähne der mittleren
+Reihe die größten, im Oberkiefer schiebt sich eine symphysale
+Reihe kleiner Zähne zwischen zwei Reihen großer Zähne ein. Wirbel
+cyclospondylisch.¡
+
+¿Ptychodus¿ Ag. (¡Aulodus¡ Dixon). Zähne quadratisch, mit gewölbter,
+gerunzelter Krone, die ungeteilte, sockelartige Krone durch eine
+Einschnürung scharf abgetrennt. Mittlere und obere Kreide.
+
+¿Hemiptychodus¿ Jaekel. Kreide.
+
+[Illustration: Fig. 121.
+
+¡Ptychodus polygyrus Ag.¡ Grünsand. Regensburg. Nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 122.
+
+¡Ptychodus decurrens¡, Lower Chalk, Sussex. Unterkiefer nach A. Sm.
+~Woodward~. Aus »Guide to the fossil Reptilia etc.« mit Genehm. der
+Trustees des British Mus. Nat. Hist.]
+
+
+Unterklasse. #Holocephali.#
+
+¡Chorda von zahlreichen verkalkten Knorpelringen umgeben. Die
+oberen Bögen mit Intercalarien wechselnd, den unteren Bögen an
+Zahl nicht genau entsprechend. Die Wirbelringe zahlreicher als die
+Bogenteile. Die vorderen Bogen verschmolzen zu einer die Chordascheide
+umschließenden Hülse. Palatoquadratum und Hyomandibulare unbeweglich
+mit dem knorpligen Schädel verschmolzen (Autostylie). Nur ~eine~
+äußere Kiemenspalte, welche durch eine Hautfalte teilweise bedeckt
+wird. Unterkiefer jederseits mit einem großen Zahn, dem oben je zwei
+Zähne (auf Vomer und Pterygopalatinum) gegenüberstehen. Haut nackt
+oder mit Chagrin (bei fossilen Gattungen). Starke Schleimkanäle
+(Haut-Sinnesorgane) verlaufen am Kopf und als Seitenlinie am Rumpf,
+von zahlreichen verkalkten Ringen umgeben. Vor der Rückenflosse ein
+kräftiger, abgeplatteter Stachel, der mit einem knorpligen Träger
+gelenkig verbunden ist. Die Männchen mit Stirnstachel (bei Chimaera
+knorplig, vorn gerundet, mit Dornen besetzt), kleinen dornigen
+Stacheln vor den Bauchflossen und mit Pterygopodien, die durch
+dünne Kalkstäbe verstärkt sind; fossile Formen auch mit paarigen
+Stachelplatten am Kopf.¡
+
+Durch die unvollkommen gegliederte Wirbelsäule mit ihrer großen Zahl
+von Knorpelringen, durch die Verschmelzung des Palatoquadratum und
+Hyomandibulare mit dem Schädel und durch die Form und Struktur der
+Zähne nehmen die ¡Holocephalen¡ eine sehr isolierte Stellung neben
+den ¡Elasmobranchiern¡ ein, mit denen sie doch durch manche wichtige
+Merkmale verbunden sind. Die Autostylie des Unterkiefers teilen
+sie mit den ¡Dipnoern¡, die auch im Gebiß und in der Bildung des
+Labyrinths an sie erinnern.
+
+Die ¡Holocephalen¡ werden im Devon zuerst genannt, indessen gehören
+die devonischen ¡Ptyctodontiden¡ nach neueren Beobachtungen zu den
+Arthrodiren.
+
+[Illustration: Fig. 123.
+
+Gebiß einer jungen ¡Chimaera monstrosa¡ Lin. aus dem Mittelmeer.
+(Nat. Gr.)]
+
+Die von Jaekel beschriebene Gattung ¡Rhamphodus¡, mit der Bezahnung
+der Ptyctodontiden, besitzt einen aus knöchernen Hautplatten
+zusammengefügten Schulterapparat ähnlich Coccosteus. Darauf ist von
+Dollo die ganze Gruppe der Ptyctodonten zu den Arthrodiren gestellt
+(s. S. 83). Die ältesten sicheren Holocephalen gehören dann dem
+unteren Lias an.
+
+
+Familie: #Squalorajidae.# A. Smith Woodward.
+
+¡Körper niedergedrückt, verlängert. Kopf in ein flaches Rostrum
+auslaufend. Gebiß unten aus 1 Paar, oben aus 2 Paar dünnen, quer
+gekrümmten Zähnen ohne Reibfläche (vgl. Chimaera) bestehend.
+Rückenflosse ohne Stachel. Männchen mit langem, spießförmigen
+Frontalstachel. Dieser ist innen hohl, besteht aus verkalktem
+Faserknorpel und steht mit der Cutis, nicht mit dem knorpligen
+Innenskelett in Verbindung. Zahlreiche, verkalkte Wirbelringe, jeder
+aus konzentrischen Lamellen bestehend.¡
+
+¿Squaloraja¿ Riley (¡Spinacorhinus¡ Ag.), im unteren Lias von England.
+¡Squ. polyspondyla¡ Ag.
+
+
+Familie: #Myriacanthidae.# A. Sm. Woodw.
+
+¡Körper verlängert. Vordere Rückenflosse über der Brustflosse stehend,
+mit langem, geraden Stachel. Oben 2-3 Paar, unten 1 Paar Zahnplatten,
+außerdem 1 starker, unpaarer Symphysenzahn. Kopf mit einigen
+Hautplatten. Männchen mit großem Schnauzenstachel.¡ Lias, Jura.
+
+¿Myriacanthus¿ Agassiz ¡Metopacanthus¡ Zitt. (¡Prognathodus¡ Egerton,
+auf die Bezahnung bezogen). Der auf den Seiten mit Höckern bedeckte
+dorsale Flossenstachel trägt am Hinterrande jederseits scharfe Dornen,
+die distal in eine Reihe zusammenlaufen. Auch auf der Vorderseite
+stehen Dornen. Einige höckerige, seitlich in große Zähne auslaufende
+Hautplatten auf dem Kopfe. Die hinteren palatinalen Zähne größer als
+die vomerinen, vor der Symphyse des Unterkiefers ein meißelförmiger,
+unpaarer Zahn.
+
+¡M. paradoxus¡ Ag. Unt. Lias, England. ¡M. bollensis¡ E. Fraas
+(Stachel). Oberer Lias +e+, Schwaben.
+
+¿Acanthorhina¿ E. Fraas. Rostrum in einen festen, verkalkten Stachel
+auslaufend. Männchen mit schmelzbedecktem, kleinen Stirnstachel. Oben
+3 Paar flacher, gewellter Zahnplatten, im Unterkiefer nur 1 Paar.
+Flossenstachel sehr schlank, von einer großen Knorpelplatte getragen.
+¡A. Jaekeli¡ E. Fraas. Ob. Lias +e+, Holzmaden.
+
+¿Chimaeropsis¿ Zitt. Körper mit kleinen, konischen, radial gefurchten
+Placoidschuppen bedeckt. Unterkieferzähne schwach gebogen, mit
+großer Kaufläche; der Symphysenzahn außen (unten) konvex, innen
+(oben) flach oder konkav. Gaumenzähne (¡p¡) und Vorderzähne (¡v¡)
+dreieckig. Die ersteren hinten, die letzteren vorne zugespitzt.
+Dorsalstachel seitlich zusammengedrückt, mit sternförmigen Höckern und
+2 Zähnchenreihen am Hinterrand. Ob. weißer Jura (lithogr. Schiefer),
+Bayern.
+
+[Illustration: Fig. 124.
+
+¡Chimaeropsis paradoxa¡ Zitt. Lithographischer Schiefer. Eichstätt,
+Bayern. 1/2 nat. Gr. ¡md¡ Mandibularzahn, ¡p¡ hinterer Oberzahn, ¡v¡
+vorderer Oberzahn von der Seite, ¡v^1¡ derselbe von der Unterseite,
+¡x¡ schmaler vor dem Mandibularzahn liegender Zahn.]
+
+
+Familie: #Chimaeridae.#
+
+¡Körper verlängert; Brustflossen sehr groß, mit einfachen
+Hornstrahlen. Vordere Rückenflosse mit kräftigem, auf knorpeliger
+Basis eingelenktem Stachel, hintere Rückenflosse niedrig, sehr lang.
+Oben jederseits ein kleiner Vorderzahn und ein großer Hinterzahn,
+unten je ein sehr großer, Innenseite und Oberrand des Kiefers
+bedeckender Mandibularzahn, welche in der Symphyse zusammenstoßen.
+Mehrere Tritoren oder Reibhügel auf den Zähnen.¡ Jura bis jetzt.[32]
+
+¿Ischyodus¿ Egerton. (¡Leptacanthus¡ Ag., ¡Aulaxacanthus¡ Sauvage,
+¡Chimaeracanthus¡ Qu.). Unterkieferzähne rhomboidisch, dick, mit
+schmalem Symphysenrande, Oberrand zugeschärft. Aus einer dichten
+Dentindeckschicht erheben sich 4 rauhe, punktierte Tritoren.
+Gaumenzähne dreieckig, vorn zugespitzt, hinten nicht ausgeschnitten,
+mit 4 Tritoren (2 innen, 1 median, 1 außen). Vomerzähne vierseitig.
+Rückenstachel am Hinterrand mit zwei Reihen Zähnen. Kopfstachel
+des Männchens aus intensiv verkalktem Faserknorpel gebildet (O. M.
+Reis), am Ende mit Zähnchen besetzt, kurz und gebogen. ¡I. aalensis¡
+Qu. Brauner Jura. ¡I. Aalen.¡ Brauner Jura, weißer Jura, Kreide von
+Mitteleuropa.
+
+¿Ganodus¿ Ag. Gaumenzähne hinten tief ausgeschnitten, mit zahlreichen,
+in zwei Reihen stehenden Tritoren. Mittlerer brauner Jura,
+Stonesfield. Die als ¡Ganodus¡ bezeichneten Mandibularzähne scheinen
+besser zu ¡Ischyodus¡ zu passen.
+
+[Illustration: Fig. 125.
+
+¡Edaphodon Sedgwickii¡ Ag. sp. ¡v¡ vorderer Oberzahn von der
+Innenseite aus dem Grünsand von Cambridge, ¡v¡ vorderer, ¡p¡ hinterer
+Oberzahn, ¡md¡ Unterkieferzahn (beide von innen). Ob. Kreide von
+Lewes. ¡a¡ Reibhügel und Kauflächen. ¡sym¡ Symphysenrand. Sämtliche
+Figuren in 1/2 nat. Gr. (Nach ~Newton~.)]
+
+[Illustration: Fig. 126.
+
+¡Ischyodus avita¡ H. v. Meyer. Fast vollständiges Skelett 1/2 nat. Gr.
+Ob. Jura. Eichstätt, Bayern. (Nach ~H. v. Meyer~.)]
+
+¿Aletodus¿ Jaekel. Mandibularzähne mit 3 länglichen Tritoren, von
+denen der äußere, schmale hart am Seitenrand liegt. Brauner Jura +b+
+Württemberg. ¡A. ferrugineus¡ Qu. sp. Hierher gehören wohl auch die
+aus dem gleichen Lager bekannten Eikapseln.
+
+¿Edaphodon¿ Buckland (¡Passalodon¡ Buckl., ¡Eumylodus¡, ¡Mylognathus¡
+Leidy, ¡Dipristis¡ Marsh, ¡Leptomylus¡ Cope). Mandibularzähne mit
+breitem Symphysenrand, Gaumenzähne mit 3 Tritoren (2 innen, 1 außen),
+hinten abgestutzt. Kreide, Eocän, Oligocän.
+
+¿Pachymylus¿ A. Sm. Woodw. Mandibularzähne massig, mit sehr breiter
+Symphysenfacette. Eine mittlere bucklige Reibfläche. Die hintere,
+äußere Reibfläche ist auf kleine Höckerchen reduziert, die übrigen
+Tritoren fehlen. Oxfordclay. ¿Brachymylus¿ A. Sm. Woodward. Oberer
+Jura, England.
+
+¿Elasmodectes¿ Newton (¡Elasmognathus¡ Newton). Kimmeridgeclay.
+Kreide. ¡Elasmodus¡ Egerton. Eocän, England. Unteroligocän (Samland).
+Von den lebenden Gattungen ¡Callorhynchus¡ Gronow und ¡Chimaera¡ L.
+sind fossile Zähne aus dem jüngeren Tertiär von Neuseeland, Europa und
+Java bekannt.
+
+
+Ichthyodorylithen.
+
+¡Flossenstacheln finden sich häufig isoliert und lassen sich nur
+teilweise auf bekannte Genera beziehen. Sie werden dann mit besonderen
+Gattungsnamen geführt. Symmetrisch ausgebildete Stacheln gehören der
+Medianebene des Körpers, meist dem Rücken oder dem Hinterende des
+Kopfes an. Unsymmetrisch gebildete treten nur als paarige Stacheln
+auf, entweder vor den paarigen Flossen (Acanthodier) oder auf den
+Seiten des Kopfes (Cochliodontidae, Hybodontidae). Bei den einseitigen
+Stacheln ist die Basis in der Regel abgestutzt, bei den symmetrischen
+Rückenstacheln dagegen meist verlängert und am proximalen Ende
+verschmälert.¡
+
+[Illustration: Fig. 127.
+
+¡Machaeracanthus major¡ Newberry. Devon. Sandusky, Ohio. 1/2 nat. Gr.
+(Nach ~Newberry~.)]
+
+[Illustration: Fig. 128.
+
+¡Gampsacanthus typus¡ St. John und Worth. Kohlenkalk. St. Louis,
+Missouri.]
+
+Unter den nicht mit Sicherheit bei bestimmten Gattungen oder Familien
+unterzubringenden Stacheln mögen folgende erwähnt werden:
+
+a) Schlanke, bilateral symmetrische Stacheln mit glatter und
+deutlich vom übrigen Teil unterschiedener Basis. Zum Teil wohl zu
+¡Acanthodiern¡ und ¡Cestracioniden¡ gehörig:
+
+¿Onchus¿ Ag. (vgl. S. 47). Silur, Devon, ¡Homacanthus¡ Devon,
+Karbon, ¡Acondylacanthus¡ St. John u. Worth., ¡Compsacanthus¡ Ag.,
+¡Lispacanthus¡ Davis, Karbon, ¡Nemacanthus¡ Ag., Trias, Jura,
+¡Pristacanthus¡ Ag., brauner Jura.
+
+b) Schlanke, symmetrische, hinten abgestutzte Stacheln; die innere
+Höhlung nur am unteren Ende offen: ¡Gnathacanthus¡ Davis, Karbon;
+¡Pristacanthus¡ Ag., brauner Jura.
+
+c) Paarige, asymmetrische Flossenstacheln. ¡Machaeracanthus¡ Newb.
+(Fig. 127), ¡Heteracanthus¡ Newb., ¡Haplacanthus¡ Ag., Devon.
+
+d) Asymmetrische Stacheln mit breiter, abgestutzter Basis und
+großer, innerer Höhlung, außen mit Körnern verziert. Wahrscheinlich
+seitliche Kopfstacheln (vgl. ¡Cochliodontidae¡): ¡Psammosteus¡ Ag.,
+Devon, ¡Oracanthus¡ Ag., ¡Physonemus¡ Mc Coy, ¡Erismacanthus¡ Mc
+Coy, ¡Gampsacanthus¡ (Fig. 128), ¡Lecracanthus¡ St. John u. W.,
+¡Dipriacanthus¡ Mc Coy.
+
+
+Unterklasse. #Dipnoi.#
+
+¡Wirbelsäule mit persistenter Chorda, Cranium überwiegend knorpelig,
+mit Hautplatten bedeckt. Palatoquadratum mit dem Schädel verwachsen
+(Autostylie des Unterkiefers). Gaumen (Pterygoide), Unterkiefer und
+Kiefer mit wenigen großen Zähnen mit erhabenen Kämmen. Paarige Flossen
+mit langer, gegliederter Achse (Archipterygium). Kiemenhautstrahlen
+fehlen. Schuppen cycloid, bei den älteren Formen mit dickem Schmelz.
+Bei den lebenden Formen: Arterienconus mit zahlreichen Klappen, Darm
+mit Spiralfalte, Augennerven nicht gekreuzt. Die Schwimmblase zu einem
+lungenartigen Organ umgebildet.¡
+
+Das innere Skelett ist überwiegend knorpelig, doch zeigen die
+Wirbelbögen, Rippen und Flossenträger Neigung zur Verknöcherung.
+
+Durch die Umbildung der Schwimmblase in einen verlängerten, einfachen
+oder doppelten Sack mit zahlreichen, zelligen Räumen, der als Lunge
+dient und mittels eines kurzen Ganges mit der vorderen Wand des
+Schlundes in Verbindung steht, unterscheiden sich die lebenden Dipnoer
+so sehr von anderen Fischen, daß sie anfänglich als fischähnliche
+Amphibien oder Schuppenlurche betrachtet wurden. Auch Einrichtungen im
+Herzbau (so die Anordnung der einen Längsreihe von Klappen zu einer
+Spiralfalte, durch welche der Conus arteriosus in 2 Bahnen geteilt
+wird) und das Auftreten innerer Nasenlöcher sind singuläre Merkmale.
+
+Die Entdeckung des »Barramundy« (¡Ceratodus Forsteri¡) in den Flüssen
+von Queensland bestätigte die schon von Huxley betonte Verwandtschaft
+mit den alten Crossopterygiern. Immerhin unterscheiden sie sich
+auch von diesen durch die autostyle Einlenkung des Unterkiefers
+und die Bezahnung. In beiden Eigenschaften nähern sie sich etwas
+den Holocephalen, interessanterweise auch in der Gestaltung des
+Gehörorgans. Auch die Coccosteiden (Arthrodira) werden bald mit ihnen,
+bald mit den Holocephalen in Verbindung gebracht. Wir teilen die
+Dipnoer in 4 ~Familien~.
+
+
+Familie: #Dipteridae.#
+
+¡Schädeldach mit zahlreichen, kleinen, glänzenden Hautschildern, Rumpf
+mit runden, imbricierenden Schmelzschuppen, Maxilla und Prämaxilla
+nicht differenziert, keine randlichen Zähne. Schwanzflosse heterocerk.
+Zwei weit nach hinten liegende Rückenflossen. Jugularplatten
+vorhanden.¡
+
+[Illustration: Fig. 129.
+
+¡Dipterus Valenciennesi¡, ca. 1:5. Mittl. Oldred. (Nach ~R.
+Traquair~.) Aus »Guide to the fossil Reptilia etc.« mit Genehmigung
+der Trustees des British Museum of Natural History.]
+
+¿Dipterus¿ Sedgw. u. Murch. (¡Catopterus¡ Ag., ¡Polyphractus¡ Ag.)
+Die Schuppen auf dem freien Teil gekörnelt. Vordere Rückenflosse viel
+kleiner als die hintere, gegenüber der Beckenflosse, die hintere
+Rückenflosse der Analis gegenüber. Die Kopfplatten dick, glatt und
+porös. An das breite rhombische Parasphenoid (¡PSph¡) legt sich
+jederseits ein Pterygopalatinum (¡P¡), das vorne in eine dreieckige
+Platte verläuft, welche einem ebenfalls dreieckigen, mit gekerbten
+Radialkämmen versehenen Zahne als Basis dient. Die zwei Gaumenbeine
+stoßen in der Mitte gradlinig zusammen. Unterkiefer solid verknöchert,
+jederseits mit einem einzigen großen Zahn auf dem Operculare,
+dessen erhabene Kämme vom Innenrand fächerförmig ausstrahlen.
+Vollständige, jedoch meist verdrückte Exemplare von Dipterus nicht
+selten im schottischen Oldred (besonders im unteren Teile). Generisch
+unsicher sind die aus russischem Devon angegebenen Reste. Zähne
+werden zahlreich erwähnt aus dem Devon von Pennsylvanien. Einzelne
+im mitteldevonischen Lenneschiefer (Crinoidenkalk-Einlagerung, also
+marin).
+
+¿Palaedaphus¿ Beneden (¡Heliodus¡ Newberry). Nur die Zähne bekannt.
+Die bis 17 cm großen Unterkieferzähne haben 4 stumpfe Kämme. ¡P.
+insignis¡ Beneden. Oberdevon, Belgien. Nordamerika (Chemung).
+
+¿Conchodus¿ Mc Coy (¡Cheirodus¡ Pander von Mc Coy). Dünne, kleine,
+dreiseitige, glatte Zähne mit wenigen Radialkämmen. Devon, Rußland und
+Oldred.
+
+¿Holodus¿ Pander. Devon, Orel.
+
+[Illustration: Fig. 130.
+
+¡Dipterus platycephalus¡ Ag. Old red Sandstone. Banniskirk.
+Schottland. ¡A¡ Schädeldach. ¡B¡ Unterseite des Schädels (¡PSph¡
+Parasphenoid, ¡P¡ Pterygo-Palatinum, durch eine zufällige Bruchlinie
+hinten in zwei Stücke geteilt, ¡d¡ Gaumenzahn). ¡C¡ Unterkiefer (¡d¡
+Zahn). (Nach ~Pander~.)]
+
+
+Familie: #Phaneropleuridae.#
+
+¡Mundrand mit konischen Zähnen. Caudalis diphycerk. Jugularplatten
+vorhanden. Schädel mit zahlreichen Deckplatten.¡
+
+¿Phaneropleuron¿ Huxley (Fig. 133). Gaumenzähne dreieckig, mit
+geraden, gekerbten Radialfalten. Die lange Dorsalis gleichmäßig in die
+Caudalis übergehend. Analis schmal, dicht vor der Caudalis. Oberes
+Oldred, Schottland. Oberdevon, Kanada.
+
+¿Scaumenacia¿ Whiteaves. Oberdevon, Kanada.
+
+¿Uronemus¿ Agassiz. Keine Analis. Eine sich isoliert erhebende, mit
+der Caudalis aber verbundene Dorsalis. Unterkarbon, Schottland.
+
+¡Holodus¡ Pander. Devon, Orel.
+
+
+Unbestimmte Stellung:
+
+¿Conchopoma¿ Kner. Rotliegendes, Lebach. Ein großes, muschelförmiges
+Operculum. Zahnplatten mit zahlreichen, unregelmäßig stehenden
+rundlichen Zähnen.
+
+
+Familie: #Ctenodontidae.#
+
+¡Maxilla und Prämaxilla sind nicht differenziert, randliche Zähne
+auf den Kiefern nicht entwickelt. Jugularplatten fehlen. Caudalis
+diphycerk. Dünne Cycloidschuppen.¡
+
+[Illustration: Fig. 131.
+
+¡Ctenodus tuberculatus¡ Atthey. Steinkohlenformation. Newsham,
+Northumberland. Pterygo-Palatinum mit Gaumenzähnen. 1/3 nat. Gr. (Nach
+~Atthey~ u. ~Hancock~.)]
+
+[Illustration: Fig. 132.
+
+¡Palaedaphus insignis¡ van Beneden und de Kon. Devon. Lüttich.
+Unterkiefer 1/4 nat. Gr. (Nach ~Traquair~.) ¡d¡ Dentale, ¡op¡
+Operculare, ¡c¡ Zahn, ¡y¡ seitliche Grube.]
+
+[Illustration: Fig. 133.
+
+¡Phaneropleuron Andersoni¡ Huxley. Old red Sandstone. Dura Den,
+Schottland. 1/3 nat. Gr. (Nach ~Nicholson~.)]
+
+¿Ctenodus¿ Ag. Größer als ¡Dipterus¡. Hinterhaupt mit einer
+Occipitalplatte. Zähne mit 12-14 gekerbten oder höckrigen
+Radialkämmen. Karbon. Perm von Europa, Nordamerika. ¡Ct. cristatus¡
+Ag. Oberkarbon, England.
+
+¿Sagenodus¿ Owen (¡Megapleuron¡ Gaudry, ¡Ptyonodus¡ Egerton,
+¡Hemictenodus¡ Jaekel p. p., ¡Petalodopsis¡ Barke.) Hinterhaupt mit
+zwei medianen Deckplatten. Zähne mit 3-10 einfachen oder gezähnten
+Falten. Verknöcherung stärker als bei ¡Ceratodus¡, aber die Schuppen
+dünn, ohne Ganoin. Karbon, Perm, Europa, Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 134.
+
+¡Sagenodus Copei¡ Will. 1. Unterkiefer. ¡sp¡ Spleniale, ¡art¡
+Articulare. 2. Oberkiefer. ¡Pt¡ Pterygopalatinum, ¡ps¡ Parasphenoid.
+(Nach ~Williston~.)]
+
+
+Familie: #Ceratodontidae.#[33]
+
+¡Schädeldach mit nur wenigen großen Hautknochen. Obere und untere
+Bögen regelmäßig entwickelt. Chordascheide zum Teil knorpelig,
+aber ohne Gliederung, Chorda persistent. Keine Intercalaria. Die
+untere Schicht der großen, dünnen, elastischen Schuppen, die wie
+bei Teleostiern in Taschen entstehen, ist fibrös, aber nicht
+gleichmäßig sklerosiert, die nicht sklerosierten Partien entsprechen
+den Rinnen der oberen Schicht. Die Faserlagen der unteren Schicht
+in drei Richtungen gekreuzt, denen auch die Knochenzellen folgen.
+Obere Schicht ohne Knochenzellen. Maxilla und Prämaxilla nicht
+differenziert, keine randlichen Kieferzähne. Keine Jugularplatten.
+Die Zähne entstehen ontogenetisch durch Konkreszenz von konischen
+Einzelzähnen (Hilgendorff, Semon), welche durch ein maschiges
+Knochengewebe basal verbunden werden. Rückenflosse sehr lang, über
+die hintere Hälfte des Körpers ausgedehnt ebenso wie die ebenfalls
+lange Analis in die diphycerke Schwanzflosse übergehend; Strahlen
+sehr fein, zahlreicher als die Träger, welche mit den Dornfortsätzen
+korrespondieren und artikulieren.¡
+
+¿Ceratodus¿ wird gewöhnlich mit ¡Lepidosiren¡ (Sümpfe des
+Amazonasgebiets) und ¡Protopterus¡ (tropisches Afrika) zu einer
+Abteilung zusammengefaßt (¡Sirenoidea¡). Es muß betont werden, daß es
+sich um drei durchaus geschiedene Familien handelt, von denen genauer
+nur die der ¡Ceratodontiden¡ fossil bekannt ist. Diese hängt mit den
+¡Ctenodontiden¡ genetisch unmittelbar zusammen und dürfte durch diese
+von den ¡Dipteriden¡ abstammen.
+
+[Illustration: Fig. 135.
+
+¡Ceratodus runcinatus¡ Plien. Obere Lettenkohle, Hoheneck bei
+Ludwigsburg. (Nat. Größe.)]
+
+[Illustration: Fig. 136.
+
+¡Ceratodus Forsteri¡ Krefft (Barramundi) aus Queensland. ¡A¡
+Seitenansicht des Fisches, verkleinert. ¡B¡ Unterseite des Schädels.
+¡C¡ Unterkiefer (nach ~Günther~).
+
+¡Qu¡ Quadratum, ¡PSph¡ Parasphenoid, ¡Pt¡ Pterygo-Palatinum, ¡Vo¡
+Vomer, ¡d¡ Zähne, ¡na¡ Nasenlöcher, ¡Br¡ Kiemenhöhle, ¡c¡ vorderste
+Rippe.
+
+¡D¡ ¡Ceratodus Kaupi¡ Ag. Lettenkohlensandstein. Hoheneck bei
+Ludwigsburg. Unterkieferzahn auf knöcherner Basis. 1/3 nat. Gr.]
+
+¿Ceratodus¿ Ag. (¡Hemictenodus¡ Jaekel p. p.) Das flache Schädeldach
+wird nur durch zwei große Medianplatten und 2 Paar Seitenplatten
+gebildet. An das lange, vorn rhombisch verbreiterte Parasphenoid legen
+sich seitlich die Pterygopalatina an, die vorn in einer Mediannaht
+gradlinig zusammentreffen. Sie tragen jederseits einen großen,
+mit Radialfalten versehenen Zahn, die knorpeligen Vomer je einen
+meißelförmigen Zahn. Auch der Unterkiefer trägt jederseits auf seinem,
+dem Spleniale (Operculare) entsprechenden inneren Teil einen Zahn mit
+hohen Radialkämmen. Verknöchert sind Operculum und Suboperculum, der
+Zungenbeinbogen, die Kiemenbögen, der Brustgürtel, die Rippen, obere
+und untere Bögen samt Dornfortsätzen und die Flossenträger, zum Teil
+in Form von knöchernen Hülsen. Das Quadratum bleibt knorpelig.
+
+Der Name ¿Ceratodus¿ ist ursprünglich den fossilen Zähnen beigelegt,
+die sich aber nur unwesentlich (bedeutende Größe, geringere Zahl der
+Kämme) von der lebenden Gattung unterscheiden. Die Zähne der lebenden
+Form haben 6 Kämme, bei den fossilen besitzen die Oberkieferzähne
+meist 5, die Unterkieferzähne 4 Kämme. An einem Schädel aus den
+Raibler-Schichten (unt. Keuper) von Lunz in Niederösterreich
+beobachtete ~Fr. Teller~, daß die Seitenlinie in tief eingesenkten
+Kanälen der Knochen verläuft, daß die Verknöcherung massiger ist, und
+daß die paarigen Lateralia des Schädeldaches ~hinter~einander liegen
+(¡C. Sturi¡ Teller). Er möchte hiernach den fossilen ¡Ceratodus¡ von
+dem lebenden ¡Epiceratodus¡ abgrenzen.
+
+Häufig in der Trias. Buntsandstein (¡C. arenaceus¡ Qu.), Muschelkalk,
+Lettenkohle (Hohenecker Kalk), Keuper, Rhät.; in den oberen
+Karruschichten Südafrikas (¡C. capensis¡ A. Sm. Woodw.), in der
+Kota-Maleri-Gruppe (unterer Keuper) Indiens. Seltener im braunen
+Jura (Stonesfield Slates), im oberen Jura von Colorado, in Fort
+Union-Schichten (obere Kreide) von Montana.
+
+
+Unterklasse. #Arthrodira.#
+
+¡Kopf und Rumpf mit symmetrisch angeordneten Platten bedeckt, der Kopf
+mit dem Rumpfpanzer gelenkig verbunden und hinter dem Kopfschild eine
+größere Lücke des Panzers, die eine verschiedene Stellung des Kopfes
+erlaubt. Augenhöhlen seitlich. Große Zähne am Unterkiefer und an zwei
+Belagknochen des Pterygopalatinum (Gaumenbein und Vomer), Maxilla
+und Prämaxilla zahnlos. Die Zähne sind mit den knöchernen Unterlagen
+meist verschmolzen und treten als Zacken an diesen auf. Offene dermale
+Kanäle in den Panzerknochen. Chorda persistent, Bogenteile verknöchert
+und wohl entwickelt. Brustflosse fehlt, Beckenflosse reduziert,
+aber mit schlankem, spatelförmigem Basipterygium und einigen
+Flossenstrahlen.¡
+
+[Illustration: Fig. 137.
+
+¡Coccosteus decipiens¡, nach A. Sm. ~Woodward~. Mittl. Oldred,
+Schottland. Ca. 1:4.
+
+Aus »Guide to the fossil Reptilia etc.« mit Genehmigung der Trustees
+des British Mus. of Nat. Hist.]
+
+Zum Schultergürtel rechnet A. Sm. ~Woodward~ die sich bei Coccosteus
+vor den ventralen Panzerplatten hinziehenden und in der Mitte
+zusammenstoßenden schmalen Interlateralplatten (Traquairs); ~Jaekel~
+nennt sie Jugularia und interpretiert den ganzen Ventralpanzer (d.
+h. die paarigen vorderen und hinteren Ventralplatten und die beiden
+in der Mediane liegenden Platten) als Schultergürtel. Die vorderen
+Platten nennt er Claviculae oder Deckknochen der Procoracoide, die
+hinteren Postclaviculae (Deckknochen der Coracoide), die mittlere
+Zentralplatte Interclavicula, die davor auftretende (unpaare)
+Präclavicula.
+
+Die bei einigen Formen nachgewiesenen »Ruderorgane« sind stabförmige
+oder verlängert dreieckige Hautknochen, die an der Grenze von
+~Jaekels~ Clavicula und Cleithrum sich anlegen.
+
+In einer späteren Notiz wird der über der Clavicula auf der Seite
+folgende Knochen als Cleithrum, der zwischen diesem und der großen
+Nackenplatte sich einschiebende, Collare genannt. Letzteres soll durch
+die Bahn der Seitenlinie gekennzeichnet und damit auch als derselbe
+Teil festgelegt sein, der bei Teleostomen gelegentlich Supraclavicula
+genannt ist[34]. Wenn diese Vergleichung richtig ist, so würde es
+sich empfehlen, die Bezeichnung Epioticum durch Squamosum zu ersetzen,
+da die sog. Epiotica der Stegocephalen ebenfalls als Homologa der
+Supraclavicula gelten.
+
+[Illustration: Fig. 138.
+
+¡Coccosteus decipiens¡ Ag. Kopf und Rumpf rekonstruiert nach ~Jaekel~.
+¡P¡ Lage der Brustflosse, ¡V¡ Lage der Bauchflosse.]
+
+[Illustration: Fig. 139.
+
+¡Coccosteus¡, restauriert von ~Pander~. Von der Unterseite; außer dem
+Ventralpanzer sieht man Teile des Kopfpanzers von der Unterseite.
+¡Cor¡ (22) Claviculae, ¡R¡ (20) Postclaviculae, ¡Uhy¡ (13)
+Interclavicula, ¡Uhy¡ (15) Präclavicula. (Benennungen nach ~Jaekel~.)]
+
+Die ~Stellung der Arthrodira im System~ ist eine recht selbständige,
+die weder durch die Einreihung bei den Dipnoern noch bei den
+Placodermen zum Ausdruck gebracht wird. Die Beziehungen zu den
+Accipenseroiden sind neuerdings wieder von ~Jaekel~ hervorgehoben.
+Daß das Gebiß der lebenden Störe mit den mächtigen Zahnplatten der
+Arthrodira im ganzen ähnliche Formverhältnisse zeigen soll, ist
+schwer verständlich, da bei den Stören die Bezahnung rückgebildet
+ist. Die Accipenseriden (und schon Chondrosteus) sind geradezu extrem
+hyostylisch, da der kleine Kieferbogen durch ein langes Symplecticum
+mit dem Hyomandibulare verbunden und von Primordialcranium abgerückt
+ist, während bei Dinichthys diese Verhältnisse an die Autostylie
+der Dipnoer erinnern (Verschmelzung der zahntragenden Platten mit
+dem Suborbitale oder Maxillare genannten Knochen). Der Vergleich
+der vorderen Panzerplatten des Rumpfes mit dem Schultergürtel der
+Accipenseriden läßt sich durchführen, jedoch ist zu beachten, daß bei
+Stören die Beteiligung des primären, knorpeligen Schultergürtels eine
+recht umfängliche ist und die Brustflosse gerade dem coracoidalen
+und scapularen Knorpel anhaftet, während bei Coccosteus eben die
+Panzerplatten lückenlos aneinanderschließen und echte dermale
+Bildungen sind. Der Pectoralstachel der Störe ist aus verschmolzenen
+Flossenstrahlen hervorgegangen und nicht homolog dem »Ruderorgan«
+der Coccosteus etc., in dem ~Jaekel~ auch zugleich das Homologon des
+»Ruderorgans« der Asterolepiden und der »Cornua« (seitliche hintere
+Verlängerungen des Kopfschildes) der Cephalaspiden erblickt.
+
+Sehr ähnlich wie bei den Placodermen ist die Anordnung der Platten
+im Ventralpanzer, aber die räumliche Anordnung großer Hautknochen in
+einer begrenzten Region des Körpers muß immer eine gewisse Ähnlichkeit
+zeigen, die durch Konvergenz zu auffallender Übereinstimmung
+gesteigert werden kann. Die Anlage des Kopfpanzers ist schon dadurch
+fundamental verschieden, daß den Kieferteilen bei Coccosteus etc. eine
+erhöhte Bedeutung zuerteilt ist. Das Ruderorgan ist ein einheitlicher
+Knochenstab, der mit dem kompliziert gebauten Anhang der Asterolepiden
+gar keine Ähnlichkeit hat; er ist eher mit den Präopercularstacheln
+gewisser Stachelflosser zu vergleichen, deren Abgliederung allerdings
+noch nicht beobachtet ist.
+
+Auch das Auftreten einer Beckenflosse bei Coccosteus ist ein
+wichtiges, die Grenze gegen die Asterolepiden festigendes Merkmal.
+Diese bilden eine Abteilung innerhalb eines größeren Kreises, in
+dem Bildung paariger Flossen überhaupt unbekannt ist. Die kleine,
+wenn auch rudimentäre Beckenflosse bezeichnet die Coccosteiden als
+eine Abteilung, die normal paarige Extremitäten entwickelt und bei
+der es schon zu einer starken ~Rückbildung~ gekommen ist, der die
+Brustflossen ganz verfielen.
+
+Die Ähnlichkeit mit den Dipnoern liegt besonders in der Bildung
+des Gebisses und in der vermutlichen Autostylie. Die Angabe von
+gelegentlichen Ossifikationen im Bereich des Primordialcraniums
+sind noch näher zu prüfen. Demgegenüber steht aber eine Anzahl
+wichtiger Unterschiede, vor allem die ganz abweichende Bepanzerung
+der Ventralseite des Rumpfes, während die Anordnung der Platten im
+Kopf eines devonischen Dipterus oder Phaneropleuron besonders in der
+mittleren Region sich wohl vergleichen läßt.
+
+Die Ordnung der Arthrodira[35] umfaßt die Familien der ~Coccosteidae~
+und der ~Ptyctodontidae~, welchen sich vielleicht noch die ungenügend
+bekannten ~Asterosteidae~ und ~Mylostomatidae~ anreihen.
+
+[Illustration: Fig. 140.
+
+¡Coccosteus decipiens¡ Ag. ¡a¡ Vordere Seitenplatte des Rückenschildes
+von innen, ¡b¡ von außen.]
+
+
+Familie: #Coccosteidae.#
+
+¡Kopfschild zusammengesetzt aus großen Deckplatten. Die mittlere
+Region wird gebildet von der unpaaren Occipitalplatte, den großen
+paarigen Parietalien, einem kleinen Frontale (mit Epiphysengrube; in
+der englischen Literatur Ethmoid genannt), einem größeren unpaaren
+Nasale bzw. Ethmoid, das sich unmittelbar anschließen kann oder
+durch die großen, paarigen Präfrontalien abgedrängt ist, wenn diese
+in der Mittellinie zum Kontakt kommen. Seitlich neben dem oberen
+Hinterhauptsbein liegen die sog. Epiotica, denen sich nach vorn
+ein Supratemporale, Postfrontale und Jugale (auch Suborbitale und
+Maxillare bezeichnet) anreihen. Nasenlöcher klein, weit vorne,
+zuweilen von selbständigen kleinen Knochen seitlich begrenzt, die
+als Septomaxillaria oder als Prämaxillen gedeutet werden können.
+Rumpf mit einer großen, hinten zugespitzten, dicken, innerlich mit
+Mediankiel versehenen Dorsalplatte, daneben zwei Paar Lateralplatten,
+wovon die vorderen mit Gelenkzapfen. Bauchpanzer aus jederseits zwei
+Seitenplatten und ein bis zwei unpaaren Medianplatten zusammengesetzt.
+Die Orbitae sind entweder knöchern umgrenzt (Homosteus u. a.) oder in
+der vorderen Seitenwand des Kopfschildes »eingeschnitten« (Coccosteus
+u. a.), wenn das Suborbitale, das die untere Begrenzung abgibt,
+zurückgebildet wird.¡
+
+[Illustration: Fig. 141.
+
+¡Pachyosteus bulla¡ Jaekel. Kopf von oben. (Nach ~Jaekel~.) ¡N¡
+Nasale, ¡F¡ Frontale, ¡P¡ Parietale, ¡os¡ Supraoccipitale, ¡E¡
+Epioticum, ¡St¡ Supratemporale, ¡J¡ Jugale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Prf
+L¡ Präfrontale und Lacrimale. Oberdevon, Wildungen.]
+
+[Illustration: Fig. 142.
+
+¡Dinichthys intermedius.¡ Kiefer der rechten Seite von außen. ¡so¡
+Suborbitalplatte mit Schleimkanal, ¡md¡ Unterkiefer, ¡a¡ vordere, ¡p¡
+hintere Zahnplatte. Oberdevon, Ohio 2:9. Nach A. Sm. ~Woodward~. Aus
+»Guide to the fossil Reptilia etc.« mit Genehmigung der Trustees des
+Brit. Mus. of Nat. Hist.]
+
+[Illustration: Fig. 143.
+
+¡Dinichthys Hertzeri¡ Newberry. Devon (Huron shales). Delaware.
+Ohio. Schematische Abbildung des Zwischenkiefers, Oberkiefers und
+Unterkiefers. 1/6 nat. Gr. (Nach ~Newberry~.)]
+
+¿Coccosteus¿ Ag. (¡Liognathus¡ Newb.) Kopf und Rumpf breit, die
+Panzerplatten mit runden Höckerchen bedeckt. Kopfplatten übergreifend.
+Orbita »eingeschnitten«, mit knöchernem Scleroticalring. Ventralschild
+mit einer rhombischen Medianplatte und einer keilförmigen, medianen
+Vorderplatte. Vor dem Bauchpanzer zwei schmale Platten, die A.
+Sm. ~Woodward~ zum Schultergürtel rechnet (s. o.). Dorsalflosse
+kurz. ¡C. decipiens¡ Ag. Die typische Art, aus dem unteren Oldred.
+Coccosteusarten sind sehr verbreitet im Oldred von Schottland und
+Irland und im Devon von Böhmen, der Eifel, von Nassau, Rußland.
+
+¿Pachyosteus¿ Jaekel. (Fig. 141.) Präfrontalia sehr groß, nicht
+im Kontakt; die Orbitae vollkommen umgrenzt, seitlich gestellt.
+Oberdevon, Wildungen.
+
+¿Brachydirus¿ v. Koenen. Kopfschild seitlich und unten mit einem
+schlanken Stachel (sog. Ruderorgan). Oberdevon, Nassau.
+
+[Illustration: Fig. 144.
+
+¡Dinichthys Hertzeri¡ Newb. Unterkieferast. Devon. Delaware. Ohio. 1/3
+nat. Gr. (Nach ~Newberry~.)]
+
+[Illustration: Fig. 145.
+
+¡Diplognathus mirabilis¡ Newberry. 1/6 nat. Gr. Unterkieferäste in
+verschiedener Stellung. (Nach ~Newberry~.)]
+
+[Illustration: Fig. 146.
+
+¡Homosteus Milleri¡, Mittl. Oldred, Caithness. 1:9. ¡A¡, ¡B¡, ¡C¡
+unbestimmte Knochen, ¡mo¡ oberes Hinterhauptsbein, ¡eo¡ sog. Epiotica
+bez. Exoccipitalia, ¡c¡ Parietalia, ¡pt.e¡ Frontale, Ethmoid oder
+Pineale, ¡ae¡ Nasale (Ethmoid), ¡po¡ Präfrontale (Präorbitale),
+¡pt.o¡ Postfrontale (Postorbitale), ¡m¡ Jugale (Marginale),
+¡md¡ Nackenschild, Nuchale, mittleres Dorsale. ¡a.d.l.¡ vordere
+Seitenplatte, ¡p.d.l.¡ hintere Seitenplatte, Schleimkanäle punktiert.
+(Nach R. ~Traquair~.) Entnommen aus »Guide to the fossil Reptilia
+etc.« mit Genehmigung der Trustees des British Museum for Nat. Hist.]
+
+¿Phlyctaenaspis¿ Traquair, Nordamerika (Oberdevon, Delaware, Ohio).
+¡Chelyophorus¡ Ag. Unterdevon, England, Nordamerika.
+
+¿Dinichthys¿ Newberry. Riesige Fische, deren Kopf bis 1 m lang wird.
+Die mittlere Hinterhauptsplatte dreiseitig mit hinten vorragendem
+medianem Fortsatz, die Squamosa oder Epiotica mit tiefen Gruben zur
+Aufnahme des Gelenkkopfes der vorderen Seitenschilder (Collare)
+des Rückenpanzers. Platten glatt oder fast glatt, die des Schädels
+im Alter verwachsen. Schwanzregion ohne Schuppen. Frontale sehr
+klein (Ethmoid) mit Durchbohrung. Orbitae außen nicht knöchern
+begrenzt. Ein Maxillare (Suborbitale) entwickelt, zahnlos; die oberen
+zahntragenden Platten werden dem Vomer und Palatinum zugeschrieben;
+sie verwachsen mit dem Maxillare (Suborbitale, Jugale) zu einem
+Komplex. Unterkieferäste in der Symphyse durch Naht vereinigt,
+vorn in einem scharfen, schnabelartigen Fortsatz auslaufend, mit
+einer Reihe dem Knochen fest aufgewachsener Zähne. Mittlere Platte
+des Rückenschildes massig, mit Mediankiel auf der Innenseite, am
+Vorderrand mit mittlerem Fortsatz, aber zugespitzt. Die Platten des
+Ventralpanzers sind wie bei Coccosteus angeordnet, aber die medianen
+Platten sind zu einem einzigen langen Stück verschmolzen. Kurze, derbe
+Pectoralstachel. Oberdevon, Nordamerika (Cleveland shales, Ohio und
+anderes). Unsichere Reste im Mitteldevon der Eifel.
+
+¿Titanichthys¿ Newberry. Noch größer als ¡Dinichthys¡. Unterkieferäste
+ohne Zahnzacken, vorn grubig. Oberdevon, Cleveland shales, Ohio.
+
+¿Macropetalichthys¿ Norwood u. Owen. Platten des Kopfes im Alter
+verschmolzen. Die Parachordalia sollen ossifiziert sein. Dermale
+Kanäle sehr entwickelt, mit schlauchförmigen Einsenkungen in die
+Knochen. Devon. Nordamerika, Eifel.
+
+¿Diplognathus¿ Newberry. Die Unterkieferäste gehen nach kurzer
+Symphyse wieder gabelförmig auseinander und sind hier auf der
+Innenseite mit scharfen, gekrümmten Zähnen besetzt. Ähnliche Zähne
+besetzen den Rand des Unterkiefers bis zur Hälfte seiner Länge.
+Oberdevon, Ohio. (Fig. 145.)
+
+¿Homosteus¿ Asmuss. Große Fische mit flachem Schädel. Orbita von
+Knochen umschlossen. Die Hinterhauptplatte sehr lang, die mittlere
+Rückenplatte breiter als lang, hinten nicht zugespitzt. Devon,
+Livland. Unteres Oldred, Schottland. (Fig. 146.)
+
+¿Heterosteus¿ Asmuss. Isolierte Panzerteile von riesiger Größe aus dem
+Devon von Dorpat. Die Gelenkfortsätze des Collare mehr als zweimal so
+lang als der Rest des Knochens.
+
+¿Aspidichthys¿ Newberry, ¡Glyptaspis¡ Newberry. ¡Anomalichthys¡ v.
+Koenen. Devon.
+
+[Illustration: Fig. 147.
+
+¡Dinichthys intermedius¡ Newb. Clevelandshale, Ohio. 1:6. ¡DM¡
+Mittlere Dorsalplatte, ¡ADl¡ vordere, ¡PDL¡ hintere dorsale
+Seitenplatte, ¡Mo¡ Supraoccipitale, ¡Eo¡ Epioticum, ¡P¡ Frontale
+(Pineale), ¡R¡ Nasale (Rostrale), ¡C^1¡ Parietalia, ¡C^2¡
+Postfrontalia, ¡PO¡ Präfrontalia, ¡PtO¡ Postorbitalia (Jugale Jaekel),
+¡M¡ Supratemporale (Marginale.) (Nach ~Eastman~.)]
+
+
+Familie: #Ptyctodontidae.# A. Sm. Woodward.
+
+¡Meist nur große, seitlich zusammengedrückte Zahnplatten bekannt,
+von denen je zwei, oben und unten, in der Symphyse schnabelartig
+zusammenstoßen.¡ Devon. Eifel, Rußland, Nordamerika.
+
+¿Ptyctodus¿ Newb. (¡Aulacosteus¡ Eichw.) Symphysenfläche schmal. Die
+Reibinseln (Tritoren) sind aus schrägen Lamellen zusammengesetzt und
+sehr hart. Mitteldevon (Hamilton), Nordamerika, Rußland.
+
+¿Rhynchodus¿ Newb. Symphysenfläche schmal. Tritoren nicht
+differenziert. Mitteldevon; Nordamerika, Eifel.
+
+¿Palaeomylus¿ A. Sm. Woodward. Symphysenfläche sehr breit. Eine
+unbestimmt umgrenzte Tritorenfläche, die nicht lamelliert, sondern
+punktiert ist. Mitteldevon, Nordamerika.
+
+¿Rhamphodus¿ Jaekel (Fig. 148). Belagknochen des Schultergürtels nach
+Jaekel aus Cleithrum, Clavicula, Collare und einem stachelartigen
+Spinale zusammengesetzt. Bezahnung ähnlich ¡Rhynchodus¡. Oberdevon,
+Wildungen.
+
+[Illustration: Fig. 148.
+
+¡Rhamphodus tetrodon¡ ~Jaekel~. Schulterapparat von vorn. In 2/3 nat.
+Gr. ¡C¡ Collare, ¡Ct¡ Cleithrum, ¡Cv¡ Clavicula, ¡S¡ Spinale. (Nach
+~Jaekel~.)]
+
+In die Nähe der Coccosteiden werden noch provisorisch gestellt:
+
+¿Asterosteidae.¿ Platten des Kopfschildes verschmolzen. Die paarigen
+Nasenlöcher zwischen den Orbiten. Klein. ¡Asterosteus stenocephalus¡
+Newberry. Oberdevon, Ohio.
+
+¿Phyllolepidae.¿ Dünne Hautplatten mit feinen, konzentrisch oder
+strahlig angeordneten Runzeln. ¡Phyllolepis¡ Ag. Oberes Oldred,
+Schottland. Devon, Belgien. ¡Holonema¡ Newberry. Oberdevon,
+Nordamerika.
+
+¿Mylostoma¿ Newberry. (Palaeozoic fishes of N. Amerika. 1889.) Dicke
+Zahnplatten von bedeutender Größe, welche wahrscheinlich zu mehreren
+im Unterkiefer und im Gaumendach standen. Das knochenartige Gewebe
+wird gegen die Oberfläche dicht und emailartig; die Oberfläche ist
+punktiert. Oberdevon, Ohio.
+
+
+Unterklasse. #Teleostomi.#
+
+¡Mundspalte von Kieferdeckknochen umrandet. Kiefer nicht autostylisch
+sondern durch einen Kieferstiel mit dem Schädel verbunden. Operculum
+knöchern. Innen- und Außenskelett mehr oder weniger verknöchert. Die
+Deckknochen des Schultergürtels mit denen des Hinterkopfes verbunden.¡
+
+Diese Unterklasse umfaßt als Ordnungen die ¡Crossopterygier¡, die
+¡Ganoiden¡ und die ¡Teleostier¡ und somit weitaus die meisten
+aller bekannten Fische. Man faßt die beiden letztgenannten als
+¡Actinopterygier¡ zusammen, deren Flossen durch eine verkürzte Achse
+und kräftige Strahlen sich vor denen der ¡Crossopterygier¡ auszeichnen.
+
+
+Ordnung. #Crossopterygii.#[36]
+
+~Paarige Flossen quastenförmig, mit beschuppter Achse. Zwei große
+Jugularplatten zwischen den Unterkiefern, daneben bei paläozoischen
+Formen oft noch kleinere Seitenplatten und eine mediane Vorderplatte.
+Schwanz diphycerk oder hetero-diphycerk. Devon bis jetzt~
+(¡Polypterus¡).
+
+[Illustration: Fig. 149.
+
+¡Holoptychius Flemingi¡. Oberes Oldred, Fifeshire. 1:8. Nach
+~Traquair~. Aus »Guide to the fossil Reptilia etc.« mit Genehm. d.
+Trustees des Brit. Mus. Nat. Hist.]
+
+[Illustration: Fig. 150.
+
+Schuppe von ¡Holoptychius¡ (¡Glyptolepis¡). Alter roter Sandstein.
+Wik, Rußland. (Nach ~Pander~.) ¡a¡ von außen. ¡b¡ von innen.]
+
+[Illustration: Fig. 151.
+
+¡Dendrodus biporcatus¡ Ag. Devon. Fluß Aa, Livland. ¡a¡ von der Seite,
+¡b¡ von unten. Nat. Gr. ¡c¡ Querschnitt, stark vergr. (Nach ~Pander~.)]
+
+
+Familie: #Holoptychiidae# Traquair.
+
+¡Körper mit runden, imbrizierenden Ganoidschuppen bedeckt. Chorda
+persistent. Brustflossen mit langer, beschuppter Achse, die in der
+Art eines Archipterygiums gegliedert ist. Schwanzflosse heterocerk,
+mit kleinem oberen Lappen. Die zwei Dorsalflossen und die Analflosse
+je durch einen einfachen, distal verbreiterten Träger (Axonost)
+gestützt, auf welchen 1 bis 2 Reihen kurzer Basalstücke (Basioste)
+folgen, welche die feinen äußeren Flossenstrahlen tragen bzw. sich
+zwischen sie schieben. Seitliche Jugularplatten. Infraclavicula. Kopf
+und Kiemenregion mit glänzenden Hautknochen bedeckt. Marginale Zähne
+klein, zahlreich, konisch, außerdem einzelne große, zweischneidige
+Fangzähne in einer inneren Reihe des Unterkiefers (auf mehreren
+isolierten Splenialknochen) und (ein Paar) im Oberkiefer. Dentin
+labyrinthisch gefaltet.¡
+
+¿Holoptychius¿ Ag., ¡Glyptolepis¡, ¡Platygnathus¡ Ag. (Fig. 149, 150),
+Devon; besonders im Oldred sandstone von Schottland, Irland, den
+russischen Ostseeprovinzen, Kanada, aber auch in marinen Schichten von
+Nordamerika, Belgien, Böhmen, der Eifel usw. Einzelne Arten erreichen
+bedeutende Größe.
+
+Isolierte Zähne sind als ¡Dendrodus¡ Owen (Fig. 151), ¡Lamnodus¡ Ag.
+und ¡Apedodus¡ Leidy beschrieben.
+
+
+Familie: #Rhizodontidae.#
+
+¡Von den Holoptychiden durch die kurze Achse der Brustflossen
+unterschieden. Dentin der Zähne nur im unteren Teil der Krone radial
+gefaltet. Devon, Karbon.¡
+
+¿Rhizodus¿ Owen (¡Megalichthys¡ Ag. pr. p.) (Fig. 152). Sehr große
+Fische mit runzligen cycloiden Ganoidschuppen. Infraclavicula
+mit einem langen Fortsatz nach oben. Zähne glatt, zweischneidig.
+Steinkohlenformation. Schottland, England, Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 152.
+
+Zahn von ¡Rhizodus Hibberti¡ Ag. Steinkohlenformation. Edinburgh.
+1/2 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 153.
+
+¡Rhizodopsis sauroides¡ Williamson sp. Steinkohlenformation.
+Manchester. Kopf restauriert. ¡A¡ von oben. ¡B¡ von unten. ¡C¡
+von der Seite. (Nach ~Traquair~.) ¡pa¡ Parietale. ¡f¡ Frontale.
+¡pf¡ Postfrontale. ¡sq¡ Squamosum. ¡st¡ Supratemporalia. ¡pmx¡
+Prämaxilla. ¡or¡ Orbita. ¡so¡ Suborbitalia. ¡mx¡ Maxilla. ¡x¡ und ¡x'¡
+Wangenknochen. ¡pop¡ Präoperculum. ¡op¡ Operculum. ¡sop¡ Suboperculum.
+¡md¡ Unterkiefer. ¡ag¡ Angulare mandibulae. ¡d¡ Dentale. ¡id¡
+Infradentalia. ¡j¡ Hauptkehlplatte. ¡lj¡ seitliche Kehlplatten.
+¡mj¡ mittlere Kehlplatte.]
+
+¿Strepsodus¿ Young (¡Dendroptychius¡ Young, ¡Archichthys¡ Hancock).
+Große und mittelgroße Fische. Zähne schlank, etwas gebogen, seitlich
+nicht zugeschärft. Steinkohlenformation. England, Kanada.
+
+¿Rhizodopsis¿ Young (¡Dittodus¡, ¡Ganolodus¡, ¡Characodus¡,
+¡Gastrodus¡ Owen, ¡Orthognathus¡ Barkas) (Fig. 153). Schuppen
+oval, mit dünnem Ganoidüberzug, auf der Innenseite mit einem
+Höcker in der Mitte. Zähne im Querschnitt rund, glatt. Wirbelsäule
+mit ~Hohlwirbeln~. Steinkohlenformation. England, Schlesien,
+Neu-Schottland.
+
+¿Gyroptychius¿ McCoy, sehr nahe mit ¡Rhizodopsis¡ verwandt. Schuppen
+auf der Innenseite mit einer Leiste. Unteres Oldred.
+
+¿Tristichopterus¿ Egerton. Im Abdomen mit Hohlwirbeln. Heterocerk.
+Unteres Oldred.
+
+¿Eusthenopteron¿ Whiteaves. Im Abdomen mit Hohlwirbeln. Diphycerk oder
+wenig heterocerk; Schwanzflosse sehr groß, ausgeschnitten, in der
+Richtung der Körperachse mit verlängerten Strahlen. Oberdevon, Kanada.
+
+¿Cricodus¿ Ag. (¡Polyplocodus¡ Pander), Devon, Rußland, Schottland,
+Belgien. ¡Sauripterus¡ Hall. Devon (Oldred und Catskill-Gruppe) von
+Europa und Nordamerika.
+
+
+Familie: #Osteolepidae.#[37]
+
+¡Schlank, mit rhombischen Ganoidschuppen. Ringwirbel in der
+Schwanzregion. Interopercula und seitliche Jugularplatten fehlen.
+Brustflossen mit kurzer Achse. Zähne nur an der Basis außen gefaltet,
+die innere Reihe mit einigen großen Fangzähnen.¡ Devon.
+
+[Illustration: Fig. 154.
+
+¡Osteolepis macrolepidotus.¡ Mittl. Oldred, Schottland. 1:3. Nach
+~Traquair~. Aus »Guide to the fossil Reptilia etc.« mit Genehmigung
+der Trustees d. British Mus. Nat. Hist.]
+
+¿Osteolepis¿ Ag. (¡Tripterus¡, ¡Triplopterus¡ McCoy). Die vor den
+Parietalien liegenden Knochen des Schädeldaches verschmolzen.
+Frontalloch vorhanden. Zähne im Querschnitt rund. Schuppen glatt oder
+punktiert. Schwanz ausgeprägt heterocerk. Erste Dorsalis vor den
+Bauchflossen. Oldred, Schottland.
+
+¿Thursius¿ Traquair. Wie ¡Osteolepis¡, aber 1. Dorsalis gegenüber den
+Bauchflossen. Oldred, Schottland.
+
+¿Diplopterus¿ Ag. Devon.
+
+¿Glyptopomus¿ Ag. (¡Glyptolaemus¡ Huxley). Knochen des Schädeldaches
+nicht verschmolzen und wie die Schuppen mit Runzeln und Körnern.
+Schwanz diphycerk. Oldred. Schottland.
+
+¿Megalichthys¿ Ag. (¡Centrodus¡ McCoy, ¡Rhomboptychius¡ Young,
+¡Ectosteorhachis¡ Cope, ¡Parabatrachus¡ Owen). Steinkohlenformation.
+
+[Illustration: Fig. 155.
+
+Schuppe von ¡Glyptopomus Kinnairdi¡ Huxley. Vergr. (Nach ~Huxley~.)]
+
+
+Familie: #Onychodontidae.#[38]
+
+¡Schuppen cycloid. Unterkiefer mit einem Präsymphysialknochen, der mit
+großen Zähnen besetzt und sigmoidal gebogen oder spiral eingerollt
+ist.¡
+
+¿Onychodus¿ Newberry. (Fig. 156, 157.) Unterdevon, Ohio. Unteres
+Oldred, England.
+
+[Illustration: Fig. 156.
+
+¡Onychodus sigmoides¡ Newb. In 1/3 nat. Gr. Mit den symphysealen
+Zähnen in situ. (Nach ~Newberry~.)]
+
+[Illustration: Fig. 157.
+
+¡Onychodus Ortoni¡ Newb. In 1/2 nat. Gr. Die intermandibulare
+(symphyseale) Zahnreihe. (Nach ~Newberry~.)]
+
+
+Familie: #Coelacanthidae# Huxley.
+
+¡Körper mit dünnen, cycloiden Ganoidschuppen bedeckt. Wirbelsäule
+nicht verknöchert. Bögen, Dornfortsätze und die Interspinalia der
+Schwanzflosse von Knochenscheiden umgeben. Chondrocranium zum Teil
+verknöchert. Paarige Flossen mit kurzer, stumpfer Achse. Die 2
+Dorsalflossen und die Afterflosse durch eine einfache, proximal
+meist gegabelte Platte getragen, auf welche bei der vorderen
+Dorsalis unmittelbar die äußeren Strahlen folgen. Schwanzflosse
+diphycerk, durch zahlreiche, einfache Träger gestützt, und in
+einer weit vorspringenden, kleineren Pinselflosse endigend. Träger
+der Beckenflosse einfach, nicht in der Mediane verbunden. Nur
+ein Operculum und ein paar Jugularplatten. Mehrere Splenialia.
+Schwimmblase verknöchert.¡ Perm bis Kreide.
+
+[Illustration: Fig. 158.
+
+¡Undina penicillata¡ Mstr. Ob. Jura. Zandt bei Eichstätt. 1/3 nat.
+Gr. ¡j¡ Jugularplatten. ¡b¡ Schuppen aus der oberen Rumpfregion von
+¡Undina acutidens¡. Reis. Ebendaher.]
+
+¿Coelacanthus¿ Ag. (¡Hoplopygus¡ Ag., ¡Conchiopsis¡ Cope,
+¡Rhabdoderma¡ Reis). Außenrand der Kiefer ohne Zähne, nur einige
+wenige der inneren Reihe vorhanden. Kopfknochen und Schuppen runzelig
+und körnelig; Flossenstrahlen nicht gezähnelt. Karbon, Perm. England,
+Deutschland (Kupferschiefer), Nordamerika. Fraglich Trias, falls
+¡Coel. lunzensis¡ Teller aus d. Raibler Sch. hierher gehört.
+
+¿Graphiurus¿ Kner, Obere Trias von Raibl. ¡Heptanema¡ Belloti, Oberer
+Muschelkalk, Perledo. ¡Diplurus¡ Newb. Trias, Nordamerika.
+
+¿Undina¿ Mstr. (¡Holophagus¡ Egerton). Sämtliche Flossenstrahlen
+breit, gegen außen fein gegliedert, mit feinen Zähnchen am vorderen
+Strahl der ersten Dorsalis und der Schwanzflosse. Kopfknochen und
+Schuppen runzelig und körnelig. Lias und oberer Jura. ¡U. gulo¡
+Ag. Lias von England. ¡U. penicillata¡ Mstr. Oberer weißer Jura,
+Süddeutschland. ¡Libys¡ Mstr., ¡Coccoderma¡ Quenst. Oberer weißer Jura.
+
+¿Macropoma¿ Ag. Maxilla, Vomer, Palatina mit konischen Zähnen.
+Flossenstrahlen kräftig, wenig gegliedert, distal nicht verbreitert.
+Strahlen der Dorsalis und Caudalis am Vorderrand gezähnelt.
+Pinselflosse nicht bekannt. Obere Kreide. England, Frankreich,
+Sachsen, Böhmen.
+
+
+Familie: #Polypteridae# Huxley.
+
+¡Dicke, rhombische Ganoidschuppen. Wirbelsäule und Innenskelett
+verknöchert. Zwei Jugularplatten. Brustflossen mit kurzer, stumpfer
+Achse; als Stütze der zahlreichen, kurzen Basalstücke dienen zwei
+divergierende Knochenspangen, die eine mittlere Platte einschließen
+(als Propterygium, Mesopterygium, Metapterygium bezeichnet).
+Rückenflosse sehr lang, bis zur Schwanzflosse reichend, mit
+zahlreichen Stacheln und ebensoviel Flossenträgern. Zähne mit
+einfacher Pulpa, Dentin nicht gefaltet. Tropisches Afrika, Flußfische.
+Polypterus, Calamoichthys.¡ Fossil selten im jüngeren Tertiär.
+
+Diese Familie steht den eigentlichen Crossopterygiern ~recht
+selbständig~ gegenüber, so daß man sie auch als besondere Unterordnung
+oder Ordnung auffassen kann. ~A. Sm. Woodward~ bezeichnet sie
+als Cladistia, die hier besprochenen älteren Crossopterygier als
+Rhipidistia und Actinistia.
+
+[Illustration: Fig. 159.
+
+¡Polypterus Bichir.¡ Geoffroy. Oberer Nil.]
+
+
+Abteilung: #Actinopterygii.#
+
+~Paarige Flossen mit verkürztem Achsenskelett und kräftigen
+Flossenstrahlen. Meist gelenken eine Anzahl basaler Radien (knorpelig
+oder verknöchert) direkt am Schultergürtel. Kiemenhaut zwischen den
+Unterkieferästen mit knöchernen, plattigen Strahlen.~
+
+~A. Smith Woodward~ teilt sie in 10 ~gleichartige Unterordnungen~, von
+den ¡Chondrostei¡, den Knorpelganoiden, bis zu den ¡Acanthopterygii¡,
+den in gegenwärtigen Meeren herrschenden Stachelflossern. Die Grenze
+zwischen Ganoiden und Teleostiern ist, wie genügend bekannt, keine
+scharfe, da Ganoiden wie ¡Pholidophorus¡, ¡Caturus¡ und ähnliche den
+¡Clupeiden¡ durch die fossilen ¡Leptolepiden¡ sehr nahekommen. Im
+ganzen wird man aber die beiden großen Gruppen der ¡Actinopterygier¡
+als Ordnungen beibehalten können. Die heute noch lebenden Ganoiden
+weichen von den Teleostiern in wichtigen inneren Eigenschaften ab;
+sie stellen die Ausläufer großer Stämme dar, die mit den lebenden
+Teleostiern nicht direkt genetische Beziehungen haben. Auch ¡Amia¡
+steht für sich. Die Linie der Abstammung führt von den jurassischen
+¡Leptolepis¡ und ¡Thrissops¡ zu den jurassischen Nebenzweigen der
+¡Amia¡ ähnlichen Ganoiden, zu den ¡Pholidophoriden¡ und ¡Caturiden¡
+hinüber; in dieser Linie muß der Schnitt willkürlich geführt werden.
+In anderen Fällen wird man kaum praktisch in Verlegenheit kommen.
+
+
+4. Ordnung. #Ganoidei.# Schmelzschupper.[39]
+
+¡Rumpf und Schwanz mit Ganoidschuppen bedeckt, selten nackt oder mit
+Knochenplatten. Wirbelsäule knorpelig oder in verschiedenem Grade
+verknöchert, Schwanzflosse diphycerk, heterocerk oder hemiheterocerk.
+Paarige Flossen wohl entwickelt. Flossenstrahlen gegliedert, häufig
+Fulcra vorhanden. Schädel mit Hautknochen bedeckt oder vollständig
+verknöchert. Kieferstiel durch Ligament am Schädel befestigt.
+Muskulöser Arterienstiel mit zahlreichen Klappen. Sehnerven nicht
+vollständig gekreuzt (Chiasma). Darm mit Spiralklappe. Schwimmblase
+mit Ausführungsgang.¡
+
+Bei Aufstellung der »Ordnung« der Ganoiden hatte ~L. Agassiz~
+ausschließlich das Hautskelett berücksichtigt und unter dieser
+Bezeichnung alle Fische mit Schuppen, die aus einer knöchernen
+Unterlage und einer Schmelzdecke zusammengesetzt sind, zusammengefaßt.
+
+Eine auf anatomische Merkmale begründete Definition der Ganoiden
+suchte ~Joh. Müller~ zu schaffen. Nach Entfernung der als echte
+Knochenfische erkannten Plectognathen, Lophobranchier und Siluroiden
+und nach Versetzung des Lepidosiren zu den Dipnoern blieben als
+echte Ganoiden noch immer eine große Menge fossiler und rezenter
+Fische übrig, welche nach ~Joh. Müller~ eine eigene Unterklasse
+zwischen den Selachiern und den Knochenfischen bilden. Während die
+Beschaffenheit des muskulösen Arterienstieles, die unvollständige
+Kreuzung der Sehnerven, der mit Spiralklappe versehene Darm mit den
+ersteren übereinstimmen, weist die Anordnung der Kopfknochen, der
+Bau der Flossen und häufig auch die Verknöcherung des Skelettes
+auf die Knochenfische hin. Ja nachdem ~C. Voigt~ in ¡Amia¡ einen
+im anatomischen Bau echten Ganoiden mit dünnen, elastischen
+Cycloidschuppen und vollkommen verknöchertem Skelett erkannt hatte,
+schien die Grenze nach den ¡Teleostei¡ gänzlich verwischt. ~Lütken~
+entfernte die Placodermen, Acanthodier, Dipnoer und ¡Chondrostei¡ aus
+der Unterklasse der Ganoiden und betonte die nahe Verwandtschaft der
+letzteren, mit den Knochenfischen (Physostomen). Noch entschiedener
+gingen ~Kner~, ~Thiollière~, ~Owen~ und neuerdings ~Cope~ und ~Sm.
+Woodward~ vor, indem sie die Ganoiden überhaupt als eine selbständige
+Gruppe unterdrücken und deren Angehörige, soweit sie nicht zu den
+Crossopterygiern gestellt werden, mit den ¡Teleostei¡ unter der
+gemeinsamen Bezeichnung ¡Teleostomi¡ vereinigen.
+
+Das auffallendste, wenn auch nicht ausschließliche Merkmal
+der Ganoiden beruht in den Schuppen, welche aus einer dicken
+knöchernen Unterlage und einer äußeren Schmelzschicht bestehen.
+Eine gelenkartige Verbindung der Schuppen ist wenigstens für die
+Rhombenschupper unter den Ganoiden charakteristisch. Freilich gibt
+es auch Ganoidschuppen von rundlicher Form, welche sich genau wie
+die Cycloid- und Ctenoidschuppen dachziegelartig decken, und welche
+zuweilen nicht wesentlich dicker sind als die letzteren, allein auch
+diese Kreisschuppen (¡Caturus¡, ¡Megalurus¡, ¡Macrorhipis¡, ¡Amia¡)
+zeigen unter der Schmelzdecke eine mit Knochenkörperchen ausgestattete
+Unterlage von zuweilen freilich nur minimaler Stärke. Durch starke
+Rückbildung der Schuppen, die sich nur im Schwanz erhalten, zeichnen
+sich die Spatulariden aus; bei den Stören ist der Rumpf mit großen
+Knochenplatten teilweise bedeckt.
+
+[Illustration: Fig. 160.
+
+Zwei Schwanzwirbel von ¡Pycnodus platessus¡ Ag. (Nach ~Heckel~.)]
+
+[Illustration: Fig. 161.
+
+¡a¡ Wirbel von ¡Euthynotus¡. ¡b¡ Wirbel von ¡Caturus furcatus¡.
+¡n¡ obere Bogen, ¡sp¡ der gespaltene obere Dornfortsatz, ¡hyc¡
+Hypozentrum. ¡plc¡ Pleurozentrum, ¡p¡ Parapophyse, ¡c¡ Rippe.]
+
+Von besonderem Interesse ist die Ausbildung des inneren Skeletts und
+namentlich der ~Wirbelsäule~ bei den Ganoiden. Vollkommen knorpelig
+bleibt die Wirbelsäule nebst ihren Bögen und Anhängen bei einigen
+¡Chondrostei¡ (¡Accipenser¡); aber schon bei ¡Spatularia¡, bei fast
+allen Heterocerken und Pycnodonten und einem Teil der ¡Lepidostei¡
+findet eine von außen nach innen vorschreitende teilweise oder
+vollständige Verknöcherung der Bogen, Dornfortsätze und gleichzeitig
+auch der unpaaren Flossenstützen statt, wobei jedoch häufig noch
+ein knorpeliger Kern von den hohlen Hülsen umgeben ist. Diesen
+»~Nacktwirbeln~« (Fig. 160) stehen die sog. »~Halbwirbel~« und
+»~Hohlwirbel~« gegenüber. Bei den ersteren (Fig. 161) tritt an der
+Basis der Chorda eine hufeisenförmige Knochenplatte (Hypocentrum,
+Intercentrum) auf, an welche sich in der Schwanzregion die unteren
+Bögen anlegen; die nach oben gerichteten Schenkel dieser Hypocentra
+sind meist verschmälert und zugespitzt. Das eigentliche Wirbelzentrum
+wird durch zwei seitliche, meist nach unten zugespitzte Knochenplatten
+(Pleurocentra) repräsentiert, welche häufig dorsal verwachsen und
+ebenfalls einen hufeisenförmigen Halbring bilden. Je nach ihrer
+Größe umschließen die Hypocentra und Pleurocentra die weiche
+ungegliederte Chorda mehr oder weniger vollständig, zuweilen bilden
+sie auch, indem sich ihre oberen und unteren Hörner nicht zuspitzen,
+sondern in gleicher Breite dorsal und ventral zusammenstoßen, zwei
+Halbringe, welche die Chorda vollständig umhüllen (Fig. 162). Bei
+manchen Gattungen (¡Eurycormus¡) besteht die vordere Rumpfregion aus
+Halbwirbeln, die Schwanzregion aus Hohlwirbeln, die aus zwei Hälften
+zusammengesetzt sind. Durch vollständige Verwachsung der beiden
+Halbringe entstehen einfache, hülsenartige Hohlwirbel (Fig. 163). Bei
+den Amiaden sind die Wirbelcentren in der Rumpfregion verknöchert,
+amphicöl, in der Schwanzregion aber noch in zwei Hälften geteilt,
+welche den Hypo- und Pleurocentren entsprechen (Fig. 162 b).
+
+[Illustration: Fig. 162.
+
+¡a¡ Schwanzwirbel von ¡Eurycormus speciosus¡. ¡b¡ Ein Stück der
+Wirbelsäule von ¡Amia calva¡ aus dem vorderen Abschnitt der
+Caudalregion.]
+
+[Illustration: Fig. 163.
+
+¡Aspidorhynchus.¡
+
+Ein Stück der Wirbelsäule aus der Schwanzregion mit aufsitzenden Bögen
+und Dornfortsätzen.]
+
+Eine gänzliche Verknöcherung der Wirbelsäule, beobachtet man nur bei
+den jüngsten Vertretern der Ganoiden. Bei den Lepidosteiden sind die
+Wirbelcentren hinten ausgehöhlt, vorne konvex (opisthocöl).
+
+Das hintere Ende der Wirbelsäule verlängert sich stets in die
+Schwanzflosse. Sehr häufig findet sich rein ~heterocerke~,
+~hemiheterocerke~ oder ~innerlich heterocerke~, nur äußerlich
+homocerke Schwanzbildung (vgl. S. 14).
+
+Bei vielen Ganoiden sind die unpaaren und zuweilen auch die paarigen
+Flossen am Vorderrand mit sog. ~Fulcra~, schuppenförmigen, mit
+Schmelz bedeckten Stacheln oder Platten besetzt, welche in einer
+Reihe aufeinanderfolgen und sich teilweise bedecken. Sämtliche
+Flossenstrahlen bestehen aus zwei Hälften, sind quer gegliedert und
+distal gespalten.
+
+Wie die Wirbelsäule, so bietet auch der Schädel sehr verschiedene
+Stadien der Verknöcherung dar. Bei den Knorpelganoiden beschränkt
+sich dieselbe auf eine Anzahl Belegknochen auf dem Schädeldach und
+der Schädelbasis. Pterygoid und Gaumenbeine sind noch verschmolzen,
+der Unterkiefer und ein Teil des Zungenbeinbogens verknöchert,
+der Opercularapparat schwach entwickelt. Bei den ¡Heterocerci¡,
+¡Lepidostei¡ und ¡Pycnodonti¡ steht die Verknöcherung jener der
+Teleostier ziemlich gleich und auch die Zahl und Anordnung der
+einzelnen Knochen stimmt im wesentlichen mit den letzteren überein.
+
+Im Bau des Brustgürtels und namentlich der vorderen Extremitäten
+zeigen die verschiedenen Ordnungen der Ganoiden große Abweichungen.
+Bei den ¡Chondrostei¡ und ¡Heterocerci¡ besteht die Clavicula noch
+aus drei gesonderten Belegknochen, während bei den ¡Orthoganoidei¡,
+¡Amioidei¡ und Pycnodonten der untere Abschnitt (Infraclavicula)
+vollständig mit der Clavicula verschmilzt. Die hinter der Clavicula
+folgenden, der Scapula, dem Coracoideum und Präcoracoideum
+entsprechenden kleinen Gebilde bleiben bei den ¡Chondrostei¡
+knorpelig, sind dagegen bei den übrigen Ganoiden genau wie bei
+den Teleostiern verknöchert. Auch bezüglich der Lage und Zahl der
+Basalstücke in den Brustflossen stimmen die meisten Ganoiden mit den
+Knochenfischen überein.
+
+Neben der Hautbedeckung und dem inneren Skelett gibt es noch einige
+anatomische Merkmale, wodurch sich die Ganoiden als eine selbständige
+Abteilung erweisen. So ist der muskulöse, etwas verlängerte
+Stiel der Hauptarterie (conus arteriosus) im Innern ähnlich wie
+bei den Selachiern mit mehreren Reihen von Klappen versehen,
+welche den Rücktritt des Blutes aus der Arterie in die vordere
+Herzkammer verhindern. Die Kiemen dagegen liegen stets, wie bei den
+Teleostiern, frei unter einem meist aus mehreren Knochenplatten
+bestehenden Deckel. Auch durch den Besitz einer Spiralklappe im
+Darme sowie in der Ausbildung des Urogenitalsystems nähern sich die
+Ganoiden mehr den Selachiern als den Teleostiern; dagegen besitzen
+alle eine Schwimmblase mit Luftgang und zahlreiche kleine Eier.
+Durch vollständige Kreuzung der Sehnerven unterscheiden sich die
+Knochenfische von den Ganoiden, bei denen die in Äste zerteilten
+Sehnerven ein sog. Chiasma bilden. Die aufgeführten Eigenschaften
+teilen die Ganoiden aber mit den Crossopterygiern, soweit man diese
+nach dem lebenden Polypterus beurteilen kann.
+
+Die Ganoiden haben ihre Hauptverbreitung in paläozoischen, triasischen
+und jurassischen Ablagerungen und werden mit Beginn des Kreidesystems
+mehr und mehr durch die Knochenfische verdrängt. Die wenigen noch
+jetzt existierenden Ganoiden leben entweder ausschließlich oder doch
+zeitweilig in süßem Wasser, während die fossilen vorwiegend in rein
+marinen Ablagerungen vorkommen. Nur die tertiären Ganoiden stammen aus
+Süßwasserabbildungen.
+
+Die Ganoiden sind hier eingeteilt in 7 Unterordnungen: ¡1.
+Chondrostei¡, ¡2. Belonorhynchidae¡, ¡3. Heterocerci¡, ¡4.
+Pycnodonti¡, ¡5. Orthoganoidei¡, ¡6. Lepidostei¡, ¡7. Amioidei¡.
+Es sind zum Teil die von Zittel angegebenen Abteilungen, jedoch
+sind die lebenden ¡Lepidostei¡ schärfer von den übrigen Ganoiden
+getrennt, die Zittels ¡Lepidostei¡ bilden, und damit ergab sich die
+Notwendigkeit, für die bedeutendste Abteilung der Ganoiden einen
+neuen Namen einzuführen. Sie sind als ¡Orthoganoidei¡ und damit auch
+gleichsam als Kern der ganzen Abteilung hingestellt. Sie decken sich
+fast mit der Abteilung ¡Protospondyli¡ bei A. Sm. ~Woodward~. Die
+¡Belonorhynchiden¡ sind eine kleine, aber sehr isolierte Gruppe,
+deren Aufführung bei den ¡Chondrostei¡ auf große Bedenken stößt; ihre
+morphologischen Eigentümlichkeiten rechtfertigen es, sie trotz des
+geringen Umfangs als Unterordnung gleichwertig neben die ¡Chondrostei¡
+zu stellen. Die ¡Aspidorhynchiden¡ habe ich zu den ¡Orthoganoiden¡
+gestellt und nicht zu den ¡Lepidosteiden¡, mit denen zusammen sie
+bei A. Sm. ~Woodward~ die Gruppe der ¡Aetheospondyli¡ ausmachen. Es
+ist kaum mehr als eine habituelle Ähnlichkeit vorhanden (die allen
+Ganoiden gemeinschaftlichen Züge vorausgesetzt). Sie stehen unter
+den ¡Orthoganoiden¡ wohl etwas für sich, aber wir haben in dieser
+Gruppe kaum mehr die Möglichkeit, weitere Teilungen oder Zusammenhänge
+systematisch anschaulich zu machen. Zittels ¡Amioidei¡ sind ungefähr
+in ihrem alten Umfange beibehalten; den größten Teil derselben findet
+man bei ~Woodward~ unter den ¡Protospondyli¡, wo die ¡Amiidae¡,
+¡Eugnathidae¡ und ¡Pachycormidae¡ als gleichwertige Familien
+erscheinen. Die ¡Pholidophoriden¡ und ¡Oligopleuriden¡ (hier bei den
+¡Orthoganoiden¡ geführt) eröffnen im System ~Woodwards~ die Abteilung
+der ¡Isospondyli¡, zu der weiter auch die ¡Clupeiden¡ und sich
+anschließende ¡Physostomen¡ gerechnet sind. Für meine Anschauung ist
+leitend gewesen, daß auch die ¡Clupeiden¡ und ihre Verwandten, trotz
+mancher mit Ganoidfischen gemeinsamer Züge (es kommen sogar Reste
+einer Spiralklappe im Darm vor) sich doch von den lebenden Ganoiden
+weit unterscheiden, und daß dies auch für ihre direkten Vorfahren
+im Jura gilt. Hiernach habe ich die Grenze zwischen ¡Ganoidei¡ und
+¡Teleostei¡ gezogen. Daß dabei genetische Linien geschnitten werden,
+ist zweifellos, wird aber in keiner Systematik sich vermeiden lassen,
+die nicht allein nach dem Prinzip nachweisbarer Deszendenz arbeitet.
+Unter den lebenden Ganoiden ist ¡Amia¡ diejenige Gattung, welche zu
+den ¡Clupeiden¡ die nächsten Beziehungen hat; unter den fossilen sind
+es meines Erachtens die ¡Caturiden¡ und ¡Pachycormiden¡. So sind sie
+bei den ¡Amioidei¡ verblieben, zu denen sie auch Zittel gestellt hatte.
+
+
+Unterordnung. #Chondrostei.#[40]
+
+¡Inneres Skelett und Schädel knorpelig, Kopf mit knöchernen
+Hautschildern bedeckt. Rumpf nackt oder mit Reihen von knöchernen
+Platten. Echte Ganoidschuppen im oberen Teil des Schwanzes.
+Kiemendeckel reduziert, Kiemenhautstrahlen häufig fehlend. Zähne klein
+oder fehlend. Schwanzflosse echt heterocerk. Der obere Lappen mit
+Fulcren. Bauchflossen mit einer Reihe knorpeliger Basilarstücke. Eine
+Rücken-, eine Afterflosse.¡
+
+
+Familie: #Chondrosteidae.# A. Sm. Woodw.
+
+¡Kopf mit verlängerter Schnauze, oberer Kiefer klein, zahnlos.
+Prämaxillen fehlen. Parietalia und Frontalia paarig; neben den
+Parietalien ein großes Squamosum. Kiemenhautstrahlen kräftig.
+Operculum klein, Suboperculum groß. Körper nackt, nur das in
+den oberen Lappen der Schwanzflosse verlängerte Ende mit derben
+Ganoidschuppen. Rückenflosse über der Bauchflosse.¡
+
+¿Chondrosteus¿ Egerton. Unterer Lias, England. Kopfdeckknochen
+teilweise mit Ganoin. Unterkiefer-Suspensorium sehr schief.
+Flossenstrahlen mit sehr dünnem Belag von Ganoin, sehr fein gegliedert
+(mit Ausnahme der vordersten in der Brustflosse). Hyomandibulare
+zum Teil ossifiziert, ebenso das Ceratohyale. Fulcra des oberen
+Schwanzlappens von besonderen Knorpelstücken gestützt. Keine
+Rippen. Obere Bögen- und Dornfortsätze etwas verkalkt. Im unteren
+Schwanzlappen kräftige untere Bögen. ¡Ch. accipenseroides¡ Eg.
+
+[Illustration: Fig. 164.
+
+¡Chondrosteus accipenseroides¡, Unt. Lias, Lyme Regis. 1:12.
+Rekonstruktion nach A. Sm. ~Woodward~. Aus »Guide to the fossil
+Reptilia etc.« mit Genehmigung der Trustees d. Brit. Mus. Nat. Hist.]
+
+
+Familie: #Accipenseroidei.# Störe.
+
+¡Große langgestreckte Fische mit verlängerter Schnauze; zahnlos.
+Parietalia und Frontalia unpaar, gekörnelt. Rumpf mit (5) Längsreihen
+von gekielten Schildern. Opercula unvollkommen entwickelt, die
+Kiemenöffnung nicht vollständig bedeckend; Kiemenhautstrahlen fehlen.
+Rücken- und Afterflosse mit 2 Reihen an Flossenträgern (Axonoste,
+Baseoste). Rückenflosse über der Analis. Chordascheide fibrillär,
+ungegliedert; Bogenteile mit Intercalarien, knorpelig. Ossifikationen
+in den Dornfortsätzen, seltener in den Bogenstücken.¡
+
+[Illustration: Fig. 165.
+
+Schwanz von ¡Polyodon (Spatularia) folium¡ L. Zeigt die ganoide
+Beschuppung des Schwanzes.
+
+¡Polyodon (Spatularia) folium¡ L. Knorpel sind dunkler im Ton. ¡n¡
+Nasentasche, dahinter das Auge. ¡sq¡ Squamosum, ¡h.m¡ Hyomandibulare,
+¡op sy¡ Symplecticum, ¡p.q¡ Palatoquadratknorpel, ¡M.¡ Meckelscher
+Knorpel, ¡pa¡ Palatopterygoid, ¡m.x¡ Maxilla, ¡d¡ Dentale, ¡c.h¡
+Ceratohyale, ¡o.p¡ Operculum, ¡br¡ Branchiostegalia (verwachsen),
+¡s.cl¡ Supraclavicula, ¡p.cl¡ Postclavicula, ¡cl¡ Clavicula, ¡i.cl¡
+Infraclavicula. (Nach ~Traquair~.)]
+
+Von den zwei lebenden Gattungen ¿Accipenser¿ (Fig. 17, 20) und
+¿Scaphirhynchus¿ leben die Störe in den Meeren der nördlichen
+Halbkugel, von wo sie in die Flüsse Europas, Asiens und Nordamerikas
+aufsteigen. Fossil nur in vereinzelten Resten vom Eocän an.
+
+¿Accipenser¿ ¡toliapicus¡ Ag. Eocän, Londonton.
+
+¿Gyrosteus¿ A. Sm. Woodw. Oberer Lias, Whitby. Sehr groß. Deckknochen
+ohne Ganoin. Hyomandibulare und Ceratohyale völlig verknöchert.
+Kleine, verknöcherte Rippen. ¡G. mirabilis¡ Ag. Ob. Lias, England.
+
+¿Pholidurus¿ A. Sm. Woodw. Obere Kreide, England. Unvollständig
+bekannt.
+
+
+Familie: #Polyodontidae.# Löffelstöre.
+
+¡Schnauze sehr lang, spatelförmig. Haut nackt, nur der obere
+Schwanzlappen beschuppt. Kiefer mit kleinen Zähnen. Parietalia und
+Frontalia unpaar. Kiemenhautstrahlen fehlen.¡
+
+Von den zwei lebenden Gattungen findet sich ¡Polyodon¡ (¡Spatularia¡)
+(Fig. 165) im Mississippi, ¡Psephurus¡ in chinesischen Flüssen.
+
+¿Crossopholis¿ Cope. Eocän Wyoming, Schnauze kürzer als bei Polyodon,
+Operculum größer. Kleine, dünne, hinten gezackte Schuppen, in
+Schrägreihen, aber nicht in Kontakt. ¡Cr. magnicaudatus¡ Cope.
+
+
+Unterordnung. #Belonorhynchidae.#
+
+Familie: #Belonorhynchidae.# A. Sm. Woodw.[41]
+
+¡Schädel mit verlängerter, zugespitzter Schnauze, in die ein langes
+Ethmoid eintritt. Die Deckknochen des Kopfes sind im Alter mehr oder
+weniger verschmolzen. Opercula reduziert, keine Branchiostegalia.
+Unterkiefer hinten sehr hoch. Bezahnung ungleich, zwischen großen
+Hechelzähnen stehen mehrere kleine. Die Beschuppung beschränkt auf
+eine dorsale, eine ventrale und je eine laterale Längsreihe, welche
+die Seitenlinie begleitet. Dorsalis und Analis kurz, aber hoch,
+opponiert, weit hinten. Caudalis abgestutzt, symmetrisch durch die
+Wirbelsäule geteilt. Paarige Flossen sehr klein. Chorda persistent,
+Chordascheide ohne Ossifikationen.¡
+
+Reis möchte die ¡Belonorhynchiden¡, die er von den ¡Chondrostei¡
+entfernt, zu den ¡Crossopterygiern¡ stellen. Er stützt sich
+besonders auf die diphycerke Bildung der Schwanzflosse, auf das
+coelacanthinenartige Ectopterygoid, das anscheinende Fehlen eines
+Symplecticum und die lappige Pectoralis. Letztere Angabe gründet sich
+auf die Abbildung des ¡Saurichthys macrocephalus¡ Deecke. Man kann
+aus ihr keine volle Sicherheit gewinnen, zu betonen ist aber, daß
+»lappige« Brustflossen solcher Art sich bei manchen Teleostiern, z. B.
+¡Periophthalmus¡, ¡Bostrichthys¡ finden.
+
+Die Grenze zwischen ¡Belonostomus¡ und ¡Belonorhynchus¡ ist hier mit
+Woodward gezogen. ¡Belonostomus¡ umfaßt Fische des oberen Jura mit
+verknöcherter Wirbelsäule, präsymphysialen Knochen im Unterkiefer und
+und innerlich heterocerker Schwanzflosse.
+
+¿Saurichthys¿ Ag.[42] Schädel ganz von Deckknochen umgeben, mit
+langer zugespitzter Schnauze (Rostrum) und entsprechend langem
+Unterkiefer. Das Rostrum wird von den Prämaxillen, zwischen die
+sich noch die Nasalia und wohl vor diesen das Ethmoid einschieben,
+gebildet, doch ist die Begrenzung der Knochen schwer zu verfolgen.
+Im eigentlichen Schädeldach erkennt man ein kleines Supraoccipitale,
+große paarige Parietalia, große, bucklige Frontalia, ein nach vorn
+lang zugespitztes Ethmoid und große Maxillaria. Auf der Unterseite
+zeichnet sich das große Paraphenoid aus, dem vorn ein ebenfalls
+langer Vomer angeschlossen ist. Der Unterkiefer besteht wesentlich
+aus dem einheitlichen langen Dentale, einem kleineren Spleniale
+und dem Angulare (mit dem das Articulare verschmolzen ist). Ein
+Coronoidfortsatz fehlt. Zähne auf schwach gefaltetem Sockel.
+Muschelkalk, Keuper, Rhät.
+
+¿Belonorhynchus¿ Bronn. In der Umgrenzung Woodwards = ¡Saurorhynchus¡
+Mstr., Reis; (¡Ichthyorhynchus¡ Bellotti, ¡Giffonus¡ Costa,
+¡Stylorhynchus¡ Martin). Typus: ¡B. striolatus¡ Bronn, Raibler Sch.
+Schädelknochen im Alter verschmolzen, daher im einzelnen nicht
+sicher bekannt. Der steile Hinterrand des Unterkiefers liegt in
+der Verlängerung des Hyomandibulare. Das ovale Operculum dicht
+dahinter. Das Supraoccipitale springt weit nach hinten vor. Die
+Orbitae im hinteren Drittel des Schädels, etwas vor ihnen jederseits
+ein Nasenloch. Im Unterkiefer ist das Articulo-Angulare ähnlich
+entwickelt wie bei ¡Saurichthys¡. Kein präsymphysialer Knochen. Chorda
+persistent, Bögen wohl entwickelt. Paarige Flossen klein, mit kurzem
+Stil. Die Träger der unpaaren Flossen derb, weniger zahlreich als
+die Strahlen; keine Fulcra. Schuppen auf dem Rücken, dem Bauch und
+in der Seitenlinie in imbrizierenden Reihen. Die Abgrenzung gegen
+¡Saurichthys¡ ist unsicher; Reis zieht sie zusammen, Hennig reserviert
+den Namen ¡Belonorhynchus¡ für Liasformen. ¡B. acutus¡ Ag. Unterer
+und oberer Lias. England. Württemberg. Hawkesbury-Sch., Neu-Südwales.
+Oberer Muschelkalk von Perledo. Raibler Sch., Seefelder Sch.
+
+[Illustration: Fig. 166.
+
+¡Belonorhynchus striolatus¡ Bronn. Karnische Sch. Raibl, Kärnthen.
+(Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 167.
+
+Zahn von ¡Saurichthys acuminatus¡ Ag. Rhätisches Bonebed. Württemberg.]
+
+
+Unterordnung. #Heterocerci.#[43]
+
+¡Mit dicht gestellten rhombischen oder rhomboidischen, selten
+cycloidischen Schuppen. Chorda persistent, Bögen, Dornfortsätze,
+Flossenträger und Rippen verknöchert. Schwanzflosse heterocerk.
+Kiemendeckel groß, Kiemenhautstrahlen zahlreich. Infraclavicula
+vorhanden. Unpaare, häufig auch paarige Flossen mit Fulcren besetzt.
+Flossenstrahlen der Dorsalis und Analis gegliedert, zahlreicher als
+ihre Träger.¡ Devon bis Jura.
+
+[Illustration: Fig. 168.
+
+¡Gonatodus punctatus¡ Ag. sp. Unterkarbon. Restaurierter Kopf schräg
+von unten. 5:4. (Nach ~Traquair~.)
+
+¡ag¡ Angulare, ¡mx¡ Maxillare, ¡d¡ Dentale, ¡br¡ Branchiostegalia,
+¡icl¡ Infraclaviculare, ¡cl¡ Clavicula, ¡op¡ Operculum, ¡po¡
+Präoperculum, ¡iop¡ Interoperculum, ¡so¡ Suborbitale.]
+
+Die ¡Heterocerci¡ wurden von Traquair mit den ¡Chondrostei¡ zu einer
+Ordnung ¿Accipenseroidei¿ vereinigt, und es ist auch wahrscheinlich,
+daß die Störe und ¡Chondrosteiden¡ von den ¡Palaeonisciden¡ oder ihnen
+nahestehenden Formen abstammen. Aber auch mit den ¡Lepidosteiden¡
+bestehen Ähnlichkeiten, besonders mit den ¡Stylodonten¡, so daß
+die Abtrennungen immer etwas Gezwungenes haben. A. Sm. Woodward
+zieht den Rahmen seiner Unterordnung ¡Chondrostei¡ so, daß in ihr
+¡Palaeoniscidae¡, ¡Platysomidae¡, ¡Catopteridae¡, ¡Chondrosteidae¡,
+¡Belonorhynchidae¡, ¡Accipenseridae¡ und ¡Polyodontidae¡ zu stehen
+kommen, während die ¡Semionotiden¡ neben den ¡Macrosemiiden¡,
+¡Pycnodontiden¡, ¡Eugnathiden¡, ¡Amiiden¡ und ¡Pachycormiden¡
+unter den ¡Protospondyli¡ stehen. Im wesentlichen ist der Grad der
+Verknöcherung der Wirbelsäule hierfür maßgebend, der aber bei Formen
+~verschiedener~ genetischer Verwandtschaft ein ~gleicher~ sein kann;
+schwache Verknöcherung ist auch als Merkmal regressiver Entwickelung
+denkbar.
+
+[Illustration: Fig. 169.
+
+¡Eurylepis tuberculatus¡ Newb. Karbon. Linton, Ohio.]
+
+
+Familie: #Palaeoniscidae.#
+
+¡Körper schlank, mit rhombischen Ganoidschuppen. Hautknochen des
+Kopfes mit Schmelz überzogen. Kräftige Fulcra. Zähne klein, konisch
+und griffelartig.¡ Devon bis oberer Jura.
+
+¿Cheirolepis¿ Ag. Schuppen winzig, rhombisch. Rückenflosse hinter der
+Afterflosse. Kiefersuspensorium schief. Flossenstrahlen dichotom.
+Kiefer mit einer äußeren Reihe winziger und einer inneren Reihe
+stärkerer Zähne. Mitteldevon (mittleres Oldred); Schottland, Rußland.
+Oberes Devon; Canada.
+
+¿Nematoptychius¿, ¡Rhadinichthys¡ Traqu., ¡Cycloptychius¡ Young.
+Karbon.
+
+¿Palaeoniscus¿, Blainv. emend. Traquair. (Fig. 170). Flossen klein,
+die Strahlen dichotom gespalten und gegliedert. Dorsalis vor der
+Analis, Caudalis tief ausgeschnitten. Unterkiefer-Suspensorium sehr
+schief. Zähne klein, ungleich. Schuppen rhombisch, mit unregelmäßigen
+schiefen Querfurchen, am Hinterrand gewöhnlich gezähnelt. Sehr häufig
+im Kupferschiefer von Thüringen und Hessen, sowie im oberen Perm von
+England, Frankreich, Rußland.
+
+¿Pygopterus¿ Ag. Analflosse sehr groß. Schuppen klein, glatt oder
+schwach verziert. Kupferschiefer.
+
+¿Elonichthys¿ Giebel (¡Rhabdolepis¡ Troschel, ¡Cosmoptychius¡ Traqu.)
+(Fig. 171, 172). Kieferzähne in zwei Reihen, die inneren groß,
+kegelförmig. Schuppen groß, schräg skulptiert, der überschobene
+Vorderrand sehr schmal. Flossen groß, mit Fulcren. Kein Suboperculum.
+Karbon, Rotliegendes; Europa, Nordamerika.
+
+¿Acrolepis¿ Ag. Karbon, England. Kupferschiefer, Deutschland. Mit
+dicken, weit übereinander fassenden, schräg skulptierten Schuppen.
+
+¿Canobius¿ Traquair, ¿Gonatodus¿ Traqu. (Fig. 168). Karbon, Schottland.
+
+¿Amblypterus¿ Ag. Unterkiefer-Suspensorium vertikal. Fulcren schwach.
+Schuppen glatt. Flossenstrahlen geteilt. Rotliegendes; Saargebiet,
+Böhmen, Frankreich etc. ¡A. latus¡ Ag., ¡A. Duvernoyi¡ Ag.
+
+¿Eurylepis¿ Newb. (Fig. 169). Unterkiefer-Suspensorium vertikal.
+Flossenstrahlen einfach, Caudalis schief abgestutzt. Schuppen
+verziert, am Hinterrande gezackt, in der vorderen Hälfte des Körpers
+auf den Seiten sehr hoch. Karbon; Ohio.
+
+[Illustration: Fig. 170.
+
+¡Palaeoniscus Freieslebeni¡ Blv. Aus dem Kupferschiefer von
+Riechelsdorf. ¡A¡ Kopf restauriert. ¡B¡ Schultergürtel restauriert
+(nach ~Traquair~). ¡pt¡ Posttemporale, ¡scl¡ Supraclavicula, ¡pcl¡
+Postclavicula, ¡cl¡ Clavicula, ¡icl¡ Infraclavicula. ¡C¡ Schwanzflosse
+(nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 171.
+
+¡Elonichthys (Cosmoptychius) striatus¡ Schuppe. Ag. sp. (Nach
+~Traquair~.)
+
+¡a¡ von außen, ¡b¡ von innen. 3/1.]
+
+[Illustration: Fig. 172.
+
+¡Elonichthys Robisoni¡ Hibbert sp. var. intermedia ~Traquair~.
+Unterkarbon, Wardie. 2:3. (Nach ~Traquair~.)]
+
+¿Gyrolepis¿ Ag. (Fig. 173.) Strahlen der Brustflosse ungegliedert, mit
+Ausnahme der distalen Enden. Operculum schmal und hoch. Schuppen dick,
+weit übereinander fassend, mit schiefen, welligen Runzeln. Analis sehr
+groß. Muschelkalk, Keuper.
+
+[Illustration: Fig. 173.
+
+Schuppen von ¡Gyrolepis ornatus¡ Gieb. Muschelkalk. Esperstädt,
+Braunschweig. (Vergr. nach ~Dames~.)]
+
+¿Myriolepis¿ Egerton. Trias, Australien.
+
+¿Atherstonia¿ A. Sm. Woodw. ¡Hydropesium¡ Broom. ¡Helichthys¡ Broom.
+Obere Karru-Schichten, Südafrika.
+
+¿Cleithrolepis¿ Ag. Körper sehr hoch oder rhombisch. Obere
+Karru-Schichten, Südafrika.
+
+¿Oxygnathus¿ Egerton (¡Thrissonotus¡ Ag., ¡Cosmolepis¡ Egert.) Flossen
+groß mit sehr kleinen Fulcren. Dorsalis vor der Analis. Strahlen
+der Pectoralis nur distal gegliedert. Schuppen klein, dick, schief
+skulptiert, wenig übergreifend. Unterer Lias, England.
+
+¿Platysiagum¿ Egerton. Unterer Lias, England. ¡Centrolepis¡ Egert.
+Unterer Lias, England.
+
+¿Coccolepis¿ Ag. Kleine Fische mit großen dünnen, cycloiden Schuppen,
+die sehr weit übereinander greifen und außen gekörnt sind. Flossen
+groß, Fulcra schwach oder fehlend. Dorsalis vor der Analis. Unterer
+Lias (England), oberer weißer Jura (Süddeutschland), Purbeck
+(England). Obere Hawkesbury-Schichten, Neu-Südwales.
+
+
+Familie: #Platysomidae.#
+
+¡Körper seitlich zusammengedrückt, hoch, oval oder rhombisch. Schuppen
+höher als breit, rhomboidisch, auf der Innenseite mit einem dem
+Vorderrand parallelen Kiel und einem Stachel am Oberrand. Rücken- und
+Afterflossen sehr lang. Mundöffnung klein, Unterkiefer-Suspensorium
+fast vertikal. Zähne niedriger als bei Palaeonisciden, stumpfkonisch.¡
+
+Die ¡Platysomiden¡ sind den ¡Palaeonisciden¡ nahe verwandt, von
+denen sie sich wesentlich nur durch die Körperform und die Bezahnung
+unterscheiden. Karbon, Perm.
+
+[Illustration: Fig. 174.
+
+¡Eurynotus crenatus¡ Ag. Steinkohlenformation. Edinburgh. Restauriert.
+(Nach ~Traquair~.)]
+
+¿Eurynotus¿ Ag. (¡Plectrolepis¡ Ag.) Körper hoch, spindelförmig.
+Brustflossen groß, aber auch die Beckenflossen noch normal entwickelt.
+Dorsalis sehr hoch über der Beckenflosse beginnend, dann rasch
+niederer werdend, bis zur Schwanzflosse ausgedehnt. Stumpfkonische bis
+kuglige Zähne. Unterkarbon, Schottland, Irland, Belgien. ¡E. crenatus¡
+Ag.
+
+¿Mesolepis¿ Young (¡Pododus¡ Ag.) Zähne derb, griffelförmig, einreihig
+auf dem Unterkiefer. Unterkarbon, Schottland.
+
+¿Globulodus¿ Mstr. Zähne niedriger; eine innere Reihe kleinerer
+Reibzähne. Kupferschiefer und Marlslate.
+
+¿Wardichthys¿ Traquair. Unterkarbon.
+
+¿Cheirodus¿ Mc. Coy (¡Amphicentrum¡ Young, ¡Hemicladodus¡ Davis).
+Körper hoch, rhombisch. Brustflossen sehr klein, Bauchflossen fehlend
+(? unbekannt). Rücken- und Afterflosse sehr lang, symmetrisch
+gestellt. Kieferränder zahnlos, innere Fläche von Maxilla und
+Pterygoid mit Häufchen kleiner Zähne. Orale Seite des Pterygoids und
+Spleniale mit gezackter Leiste. Karbon, England.
+
+¿Cheirodopsis¿ Traquair. Karbon, Schottland. Etwas länger, mit
+Beckenflossen.
+
+¿Platysomus¿ Ag. (Fig. 176, 177). Körper hoch, rhombisch oder
+gerundet. Kieferränder mit kleinen griffelförmigen Zähnen, nach innen
+noch kleine Höckerzähne. Paarige Flossen klein. Kupferschiefer,
+Deutschland. Karbon und Perm, England.
+
+[Illustration: Fig. 175.
+
+¡Cheirodus granulosus¡ Young sp. Steinkohlenformation.
+North-Staffordshire. Restauriert. (Nach ~Traquair~.)
+
+¡pmx¡ Prämaxilla, ¡mx¡ Maxilla, ¡e¡ Ethmoideum, ¡n¡ Nasenöffnung, ¡or¡
+Augenhöhle, ¡So¡ Suborbitalia, ¡af¡ Präfrontale, ¡pf¡ Postfrontale,
+¡f¡ Stirnbein, ¡p¡ Scheitelbein, ¡sq¡ Squamosum, ¡pt¡ Posttemporale,
+¡op¡ Operculum, ¡pop¡ Präoperculum, ¡iop¡ Interoperculum, ¡d¡ Dentale,
+¡ag¡ Angulare, ¡br¡ Branchiostegalia, ¡scl¡ Supraclavicula, ¡cl¡
+Clavicula, ¡icl¡ Infraclavicula.]
+
+[Illustration: Fig. 176.
+
+¡Platysomus striatus¡ Ag. Magnesian limestone. England. Restauriert
+nach ~Traquair~. (1/4 nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 177.
+
+Schuppe von ¡Platysomus parvulus¡ Ag. 2/1.
+
+¡a¡ von außen,
+
+¡b¡ von innen.]
+
+¿Dorypterus¿[44] Germ. Beschuppung auf wenige Bauchschuppen
+beschränkt, die sich nach oben fadenförmig ausziehen. Obere und
+untere Bögen kräftig, Chorda persistent. Flossenträger in zwei Reihen
+geordnet, von denen die baseostalen (proximalen) breite Platten sind.
+Analis fast so groß wie die Dorsalis, nur niedriger. Schwanz tief
+ausgeschnitten. Beckenflossen weit vorn, sehr klein. Kupferschiefer.
+
+
+Familie: #Catopteridae.#
+
+¡Schwanzflosse mit großem unteren Lappen, daher äußerlich fast
+homocerk. Kopfknochen gut entwickelt, mit Ganoin, keine mittlere
+Reihe im Schädeldach. Zähne schlank, kegelförmig. Kiefer-Suspensorium
+schief; Kiemenhautstrahlen vorhanden. Dorsalis kurz, weit
+zurückliegend. Rhombische Schmelzschuppen.¡
+
+¿Catopterus¿ Redfield. Die Dorsalis beginnt erst hinter der Analis.
+Trias, Connecticut.
+
+¿Dictyopyge¿ Egerton. Die Dorsalis beginnt vor oder über der Analis.
+Trias, Virginia. Buntsandstein, Basel; Keuper, Franken. Obere Karroo,
+Südafrika. Hawkesbury-Schichten, Neu-Südwales.
+
+
+Unterordnung. #Pycnodonti.#[45] Lütken.
+
+¡Körper seitlich zusammengepreßt, sehr hoch, oval. Schmelzschuppen
+rhomboidisch, höher als lang, zuweilen auf den vorderen Teil des
+Körpers beschränkt. Vorderrand innen leistenartig verdickt. Die
+Leisten treffen aufeinander und ordnen sich zu rippenartigen Zügen.
+Chordascheide ohne Verknöcherungen, Bogenteile, Dornfortsätze und
+Rippen verknöchert. Schwanzflosse tief ausgerandet, äußerlich
+homocerk, innerlich schwach heterocerk. Bauchflossen klein, unter
+die Brustflossen gerückt. Rücken- und Afterflosse hinter der Mitte,
+hoch und spitz beginnend, als schmaler Saum bis zur Caudalis
+verlängert. Keine Fulcra. Träger der unpaaren Flossen von gleicher
+Zahl wie die gegliederten Strahlen, die Bogenteile mit blattförmigen,
+imbrizierenden Fortsätzen. Operculum schmal und hoch (Supraclavicula
+autt.), das Präoperculum sehr groß (Operculum autt.), Suboperculum
+und Interoperculum fehlen. Kiemenbögen oft mit dicht gedrängten
+Knochenfäden besetzt. Nur 2 Kiemenhautstrahlen (bei Mesturus und
+Gyrodus beobachtet.) Gularplatte fehlt. Oberkiefer dünn, hinten
+ausgebreitet, zahnlos; Vomer mit 5 Reihen rundlicher oder ovaler
+Mahlzähne. Zwischenkiefer mit meißelförmigen Schneidezähnen.
+Unterkiefer massiv mit einem hohen Kronfortsatz und mehreren Reihen
+von runden Mahlzähnen. Die kurzen, nach hinten spitzigen und in einer
+Rinne des Unterkiefers gelagerten Dentalia (? Prädentalia) bilden die
+Schnauze und tragen vorn die meißelförmigen Schneidezähne. Clavicula
+vertikal gestellt, oben spitz, unten verbreitert. Infraclavicula
+fehlt. Coracoid und Scapula unbekannt. Die Pycnodonten sind vielleicht
+Abkömmlinge der Platysomiden, von denen sie sich durch die Bezahnung,
+die Beschaffenheit der Kiefer und den unvollständigen Opercularapparat
+unterscheiden.¡ Jura bis Eocän.
+
+¿Gyrodus¿ Ag. (Fig. 178-181.) Körper oval, gleichmäßig beschuppt.
+Schnauze steil abfallend. Caudalis tief gegabelt. Gaumen mit 5
+Reihen bohnenförmiger Zähne, deren gewölbte Krone einen runzlichen
+Rand und eine vertiefte Mitte besitzen. Die Mittelreihe ist viel
+stärker als die Nebenreihen. Operculare mit 4 Reihen von Mahlzähnen,
+Dentale (Prädentale) mit 3 meißelförmigen Schneidezähnen. Häufig im
+Jura vom Bathonien an, besonders im Oxford, Kimmeridge, Portland
+und lithographischem Kalkschiefer. Ferner im Tithon (Sizilien),
+Wealden, Neocom und in der oberen Kreide. Einzelne Arten aus dem
+lithographischen Schiefer (¡G. titanius¡ Wagn.) erreichen eine Länge
+und Höhe von 1 m.
+
+¿Microdon¿ Ag. (Fig. 182, 183, 185.) Schuppen in der hinteren
+Körperhälfte sehr dünn, oft fehlend. Schwanzflosse gegabelt. Gaumen
+mit 5 Reihen vierseitiger, flacher, glatter Zähne. Zwischen die
+großen Zähne der Mittelreihe schieben sich alternierend die kleineren
+Zähne der beiden Seitenreihen ein. Operculare mit einer Reihe großer,
+vierseitiger, quer verlängerter, glatter Zähne, welche nach innen von
+einer, nach außen von zwei Reihen kleinerer Zähnchen begrenzt ist.
+Weißer Jura, vom Oxford bis zum Purbeck.
+
+[Illustration: Fig. 178.
+
+Kopf von ¡Gyrodus macrophthalmus¡ Ag. aus dem lithographischen
+Schiefer von Kelheim, Bayern.
+
+¡fr¡ Stirnbein, ¡eth¡ Ethmoideum, ¡pfr¡ Hinterstirnbein, ¡sq¡
+Squamosum, ¡pa¡ Scheitelbein, ¡pt¡ Posttemporalia, ¡mx¡ Oberkiefer,
+¡pmx¡ Zwischenkiefer, ¡O¡ Augenhöhle, ¡sc¡ Scleroticaring, ¡md¡
+Unterkiefer, ¡op¡ Operculum, ¡scl¡ Supraclavicula, ¡cl¡ Clavicula, ¡c¡
+Schleimkanäle.]
+
+[Illustration: Fig. 179.
+
+¡a¡, ¡b¡ ¡Gyrodus titanius¡ Wagn. Ob. Jura. Kelheim. Eine Schuppe ¡a¡
+von innen, ¡b¡ von außen. (Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 180.
+
+¡Gyrodus titanius¡ Wagn. Ob. Jura. Kelheim. Gaumenplatte mit Zähnen.
+(Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 181.
+
+¡Gyrodus titanius¡ Wagn. Rechter Unterkieferast (Spleniale) mit vier
+Zahnreihen. Ob. Jura. Kelheim. (Nat. Gr.)]
+
+¿Mesodon¿ Wagner. (Fig. 184). Schwanzflosse gerundet. Zähne des
+Gaumens in 5 geschiedenen Reihen. Die große Zahnreihe des Unterkiefers
+von 3 bis 4 irregulären Reihen kleiner Zähnchen außen und 1 bis 2
+Reihen innen begrenzt. Lias (¡M. liassicus¡ Egert.) bis untere Kreide.
+
+¿Arthrodon¿ Sauvage. Mit tiefer Symphysialfacette; Zähne des
+Unterkiefers unregelmäßiger gestellt, sonst ähnlich ¡Mesodon¡.
+Oberster weißer Jura, Purbeck, Cenoman.
+
+¿Mesturus¿ Wagn. Die über den ganzen Körper verteilten Schuppen
+sind innerhalb der Vertikalreihen durch zackige Nähte verbunden.
+Vomer mit 3 Reihen größerer Zähne, die durch unregelmäßig gestellte
+kleinere getrennt werden. Unterkiefer mit 2 Reihen größerer Zähne;
+kleinere Zähne zwischen und neben diesen Reihen. ¡M. Leedsi¡ A. Sm.
+Woodw. Oxfordton. ¡M. verrucosus¡ Wagn. Ob. weißer Jura. Oxfordton.
+Solnhofener Schiefer.
+
+[Illustration: Fig. 182.
+
+¡Microdon Wagneri¡ Thiollière. Ob. Jura. Cerin, Ain-Dep. 1/3 nat. Gr.
+(Nach ~Thiollière~.)]
+
+[Illustration: Fig. 183.
+
+Gaumen und Unterkiefer von ¡Microdon elegans¡ Ag. Ob. Jura. Kelheim,
+Bayern. Nat. Gr. ¡a¡ Vomer-Palatinum, ¡b¡ Hauptzahnplatten des
+Unterkiefers (splenialia), ¡c¡ Vorderzähne des Unterkiefers von innen,
+¡d¡ dieselben von außen.]
+
+[Illustration: Fig. 184.
+
+Unterkiefer von ¡Mesodon macropterus¡ Ag. Ob. Jura. Kelheim. Nat. Gr.]
+
+¿Stemmatodus¿ Heckel. Kleiner Gaumen mit 5, Unterkiefer mit 3 Reihen
+rundlicher, fast gleicher Zähne. Untere Kreide, Castellamare und
+Neapel.
+
+¿Coelodus¿ Heckel. (Fig. 186.) Schwanzflosse seicht ausgerandet oder
+schwach konvex und jederseits der Mitte mit schwacher Ausbuchtung.
+Gaumen mit einer Mittelreihe großer, quer elliptischer Zähne und
+jederseits 2 Reihen kleiner Zähnchen. Unterkiefer mit 1 Reihe großer,
+quer verlängerter Zähne und Nebenreihen. Wealden. Untere Kreide
+(Istrien, Dalmatien, Süditalien, England). Cenoman, Jura und Senon von
+England und Nordamerika.
+
+¿Anomoeodus¿ Forir. Ob. Kreide.
+
+¿Coccodus¿ Pictet, ¡Xenopholis¡ Davis. Occipitale mit langem Stachel.
+Ob. Kreide, Libanon.
+
+¿Palaeobalistum¿ Blv. Obere Kreide, Libanon. Eocän, Mte. Bolca.
+
+¿Pycnodus¿ Ag. (¡Periodus¡ Ag.) (Fig. 187). Körper länglich, mäßig
+hoch. Rückenflosse viel länger als die Afterflosse. Schwanzflosse mit
+doppelter, seichter Ausbuchtung. Schuppen nur im vorderen Teil des
+Körpers, dünn. Gaumen mit 3 Zahnreihen, von denen die Außenreihen
+etwas größere, elliptische Zähne enthalten. Unterkiefer mit 3 Reihen
+Zähne, von denen die inneren größer und quer elliptisch sind.
+Die oberen und unteren Bögen umschließen mit ihren verbreiterten
+Basalteilen die Chorda. ¡P. platessa¡ Blv. sp. Obereocän, Mte. Bolca.
+
+[Illustration: Fig. 185.
+
+Ein Teil der Wirbelsäule von ¡Microdon Itieri¡ Thioll. unt. der
+Rückenflosse. Cerin. Ain. Nat. Gr. (~N. Thiollière.~)]
+
+[Illustration: Fig. 186.
+
+¡Coelodus Münsteri¡ Ag. Grünsand. Kelheim. ¡a¡ Unterkieferzähne, ¡b¡
+Vomerplatte, von unten, ¡c¡ von der Seite.]
+
+[Illustration: Fig. 187.
+
+¡Pycnodus.¡ ¡a¡ Gaumenzähne, ¡b¡ Unterkieferzähne. (Nach ~Heckel~.)]
+
+[Illustration: Fig. 188.
+
+¡Semionotus Kapffi¡ Fraas. Keuper (Stubensandstein). Stuttgart. 2/3
+nat. Gr. (Nach ~Fraas~.)]
+
+
+Unterordnung. #Orthoganoidei.#
+
+¡Mit rhombischen oder rhomboidischen, in schiefen Reihen geordneten
+Schmelzschuppen. Unpaare, zuweilen auch paarige Flossen mit
+Fulcren. Schwanzflosse hemiheterocerk, Chordascheide mit angelegten
+Pleurocentren und Hypocentrum, mit Halb- und Hohlwirbeln, oder ganz
+verknöchert (amphicöl).¡
+
+
+Familie: #Stylodontidae.# Wagner.
+
+¡Chorda persistent, die Chordascheide mit Halbwirbeln oder Ringen.
+Rhombische Schmelzschuppen, mit Stachelfortsatz ineinandergreifend.
+Schwanz innerlich stets heterocerk, äußerlich durch Vergrößerung
+des unteren Lappens oft fast homocerk. Alle Flossen mit Fulcren.
+Randbezahnung der Kiefer griffelförmig (Krone zuweilen gezackt), auf
+den inneren Knochen oft Mahlzähne (mit vertikalem Ersatz).¡
+
+[Illustration: Fig. 189.
+
+¡Dapedius pholidotus¡ Ag. Boll, Württemberg. 1/2 nat. Gr. (Nach
+~Quenstedt~.) ¡b¡, ¡c¡ Zähne nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 190.
+
+Kopf von ¡Dapedius¡. (Nach ~Traquair~.) ¡f¡ Stirnbein, ¡p¡
+Scheitelbein, ¡na¡ Nasenbein, ¡sq¡ Schuppenbein, ¡st¡ vordere
+Nackenplatten (Supratemporalia), ¡pt¡ hintere Nackenplatte
+(Posttemporale), ¡pmx¡ Zwischenkiefer, ¡mx¡ Oberkiefer, ¡co¡ innerer
+Augenring (Circumorbitalia), ¡so¡ äußerer Augenring (Wangenplatten,
+Postorbitalia), ¡op¡ Operculum, ¡sop¡ Suboperculum, ¡iop¡
+Interoperculum, ¡d¡ Zahnbein, ¡ag¡ Eckbein, ¡br¡ mittlere Kehlplatte,
+¡br'¡ Kiemenhautstrahlen, ¡cl¡ Clavicula, ¡scl¡ Supraclavicula.]
+
+¿Semionotus¿ Ag. (¡Ischypterus¡ Egerton). Körper länglich, mäßig
+hoch. Schuppen rhombisch, der Rücken mit großen, gekielten Schuppen,
+Rückenflosse hoch, ziemlich lang, vor der Analis stehend; die übrigen
+Flossen klein. Alle Zähne griffelförmig. Häufig im Keuper von Franken
+(Semionotus-Sandstein) und Thüringen. Bunter Sandstein, Vogesen.
+Oberer Muschelkalk der Alpen (Perledo), Raibler Schichten, Seefelder
+Schichten. Obere Trias von Nordamerika. Obere Karru-Schichten von
+Südafrika. Hawkesbury-Schichten, Neu-Südwales.
+
+¿Acentrophorus¿ Traquair. Perm, England.
+
+¿Dapedius¿ de la Bêche.[46] (¡Amblyurus¡ Ag., ¡Aechmodus¡ Egerton.
+¡Tetragonolepis¡ Ag. non Bronn. ¡Omalopleurus¡ Costa). Hohe, seitlich
+zusammengedrückte Fische, rhombisch bis oval. Schuppen auf den Flanken
+höher als breit, dorsale und ventrale Kielschuppen unauffällig. Fulcra
+uniserial, d. h. gegen die Spitze zu fest verwachsen. Dorsalflosse
+lang, in der Mitte des Rückens beginnend, Analis etwas kürzer, der
+hinteren Hälfte der Rückenflosse gegenüber. Schwanzflosse kaum
+ausgeschnitten. Paarige Flossen sehr klein, die Brustflossen hoch
+auf der Seite inseriert. Opercula vollständig bogenförmig angeordnet,
+aber Präoperculum fast oder ganz bedeckt von den Suborbitalien
+(Postorbitalien). Augen mit geschlossenem Ring von kleinen
+Circumorbitalplatten. Alle Deckknochen des Kopfes mit Ganoin und
+höckerig verziert. Auch die Supratemporalia und Posttemporalia sind
+in größerer Zahl vorhanden. Chordacranium verknöchert. Blattförmige
+Branchiostegalia (ca. 6), zwischen ihnen eine Jugularplatte. Die
+Ossifikation der Wirbelsäule beschränkt sich auf die Bogenteile.
+Kieferknochen außen mit keulenförmigen, innen mit kleinen, fast
+bürstenförmigen Zähnen besetzt. Verbreitet im unteren und oberen Lias
+von Mitteleuropa. ¡D. pholidotus¡ Ag., ¡caelatus¡ Qu., Lias +e+;
+doch auch in der alpinen Trias (St. Cassian, Seefeld) und in den
+Gondwana-Schichten Indiens (Kota-Maleri).
+
+¿Aphuelepis¿ A. Sm. Woodw. ¡Pristisomus¡ A. Sm. Woodw. Obere Trias
+(obere Hawkesbury-Sch.), Neu-Südwales.
+
+¿Serrolepis¿ Qu. Lettenkohle, Württemberg. ¡Crenilepis¡ Dames.
+Muschelkalk.
+
+¿Dollopterus¿ Abel. (¡Dolichopterus¡ Compter.) Mit außerordentlich
+großen Brustflossen. (Flugfisch.) Ob. Muschelkalk.
+
+¿Cleithrolepis¿ Egerton. Körper hoch, Umriß rhombisch,
+die dicken Schuppen höher als breit. Dorsale und ventrale
+Kielschuppen ausgeprägt. Ob. Trias, Stormberg beds, Südafrika.
+Hawkesbury-Schichten, Neu-Südwales.
+
+¿Aetheolepis¿ A. Sm. Woodw. Obere Trias (Hawkesbury-Sch.),
+Neu-Südwales.
+
+¿Tetragonolepis¿ Bronn (¡Pleurolepis¡ Qu., ¡Homoeolepis¡ Wagn.).
+Kleine, ovale oder fast kreisrunde Fische mit kleinen Brust- und
+Bauchflossen. Brustflosse hoch auf der Seite. Rücken- und Afterflossen
+sehr lang, die Strahlen durch Träger gestützt, von denen je 2
+zwischen 2 Dornfortsätzen eingeschaltet sind. Schuppen auf den
+Seiten sehr hoch, am Vorderrand verdickt und Hautrippen bildend.
+Chordascheide mit Pleurocentren und Hypocentren. Kopfknochen zum Teil
+mit Schmelzhöckern. Ob. Lias, Württemberg, Franken, England. ¡T.
+semicinctus¡ Br. Kota-Maleri-Schichten, Indien.
+
+
+Familie: #Sphaerodontidae.# Wagner.
+
+¡Dicke, rhombische Schuppen. Oberkiefer, Gaumenbein, Vomer und
+Unterkiefer mit mehreren Reihen halbkugeliger Zähne, Zwischenkiefer
+mit stumpf konischen oder meißelförmigen Schneidezähnen. Oberkiefer
+und Dentale noch mit schwächeren konischen Randzähnen. Keine
+Gularplatte. Chorda persistent.¡
+
+[Illustration: Fig. 191.
+
+Zähne von ¡Colobodus varius¡ Gieb. Muschelkalk. Bayreuth.]
+
+[Illustration: Fig. 192.
+
+Schuppen von ¡Colobodus¡ (¡Gyrolepis Alberti¡ p. p. Ag.) Muschelkalk.
+Bayreuth. (Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 193.
+
+¡Sargodon tomicus¡ Plien. Rhätisches Bonebed. Württemberg.]
+
+¿Colobodus¿ Ag. (¡Asterodon¡ Mstr., ¡Tholodus¡ Meyer, ¡Dactylolepis¡
+Kunisch, ¡Eupleurodus¡ Gürich, ¡Nephrotus¡ Meyer, ¡Omphalodus¡ Meyer.)
+Kopf etwas niedergedrückt, vorn gerundet. Zähne halbkugelig, in der
+Mitte der Krone zitzenartig erhöht. Schuppen mit parallelen Rippen,
+am Hinterrand gezähnt. Dorsalis und Analis sehr hoch. Muschelkalk,
+Lettenkohle; Cassianer Schichten, Seefelder Schichten der alpinen
+Trias.
+
+¿Hemilopas¿ Meyer, ¿Cenchrodus¿ Meyer. Auf einzelne Zähne aus dem
+Muschelkalk angewendet.
+
+¿Sargodon¿ Plien. (Fig. 193). Nur Schneidezähne bekannt. Rhät.
+
+¿Lepidotus¿ Ag. (¡Sphaerodus¡ Ag. p. p., ¡Plesiodus¡ Wagner,
+¡Prolepidotus¡ Michael. ¡Scrobodus¡ Mstr., ¡Lepidosaurus¡ Meyer).
+Körper länglich, gedrungen, mit dicken, glatten oder nur schwach
+verzierten Schuppen. Die imbrizierten Schuppenränder sind nach vorn
+verlängert. Rückenflosse vor der Analis, beide groß. Brustflossen
+groß, tief inseriert. Beckenflossen sehr klein. Schwanzflosse
+ausgeschnitten. Kopfknochen alle mit Schmelz überzogen, glatt oder
+gekörnelt. Häufig in Trias, Jura und unterer Kreide in Europa, Asien,
+Brasilien. ¡L. elvensis¡ Blv. Ob. Lias +e+. ¡L. Leedsi¡ A. Sm. Woodw.,
+Oxfordton. ¡L. maximus¡ Ag. Ob. weißer Jura. Solnhofen. ¡L. Mantelli¡
+Ag., Wealden. ¡L. Mawsoni¡ A. Sm. Woodw. Kreide. Bahia.
+
+[Illustration: Fig. 194.
+
+¡Lepidotus notopterus¡ Ag. Lithographischer Schiefer. Solnhofen.
+1/5 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 195.
+
+Lepidotus. ¡A¡ Kieferfragment mit Ersatzzähnen. ¡B¡ ein Zahn von der
+Seite und von oben. ¡C¡ Schuppe (nat. Gr.). ¡D¡ Fulcrenbesatz der
+Rückenflosse. ¡x¡ unpaare Rückenschuppe, ¡y¡ erste Basalschuppe der
+Rückenflosse, ¡f f¡ Fulcrenstücke, ¡z¡ und ¡z'¡ Seitenschuppen.]
+
+[Illustration: Fig. 196.
+
+Kopf von ¡Lepidotus Elvensis¡ Blv. aus dem oberen Lias von Boll. 1/3
+n. Gr. (Nach ~Quenstedt~.)]
+
+
+Familie: #Macrosemiidae.#
+
+¡Chorda persistent, Chordascheide mit Pleurocentren und
+Hypocentren oder entsprechenden Ringen. Bezahnung kräftig, auf
+Kiefern, Pterygopalatinum, Vomer, Dentale und Spleniale. Wenige
+Kiemenhautstrahlen. Schwanzflosse mit ziemlich gleichen Lappen,
+aber innerlich heterocerk. Dorsalis lang und hoch, alle Flossen mit
+gegliederten und geteilten Strahlen. Schuppen rhombisch.¡
+
+¿Macrosemius¿ Ag. (¡Disticholepis¡ Thioll.) Rückenflosse vom Nacken
+bis zum Schwanz reichend. Nur die gerundete Caudalis mit Fulcren.
+Schwanz ventral mit großen Kielschuppen; die übrigen Schuppen
+dünn, dorsal und ventral reduziert. ? Brauner Jura, Stonesfield.
+Lithographischer Schiefer von Bayern, Cerin.
+
+¿Histionotus¿ Egerton. (Fig. 198). Erster Strahl der langen
+Rückenflosse verlängert, mit Fulcren besetzt. Caudalis tief gegabelt.
+Fulcra an allen Flossen, Beschuppung vollständig. Ob. weißer Jura,
+Bayern, Cerin. Purbeck.
+
+¿Ophiopsis¿ Ag. Sehr schlank, Dorsalis die Hälfte bis zwei Drittel der
+Rückenlänge einnehmend. Caudalis gegabelt, der obere Lappen teilweise
+beschuppt. Fulcra an allen unpaaren Flossen. Beschuppung vollständig.
+Schuppen mit Zahngelenk. Dünne Ringwirbel. Vom oberen Muschelkalk
+(Perledo) an bis zum Purbeck. Besonders ob. weißer Jura von Bayern,
+Cerin. ¡O. tenuiserrata¡ Ag. sp.
+
+[Illustration: Fig. 197.
+
+Kopf von ¡Macrosemius latiusculus¡ Wagn. Ob. Jura. Kelheim. (Nat. Gr.)
+¡pa¡ Scheitelbein, ¡psph¡ Parasphenoid, ¡vo¡ Vomer, ¡pmx¡ Prämaxilla,
+¡mx¡ Oberkiefer, ¡pl¡ Gaumenbein, ¡qu¡ Quadratbein, ¡op¡ Operculum,
+¡sop¡ Suboperculum, ¡pop¡ Präoperculum, ¡d¡ Dentale, ¡spl¡ Spleniale
+des Unterkiefers, ¡hy¡ Zungenbeinbogen, ¡br¡ Kiemenhautstrahlen, ¡cl¡
+Clavicula.]
+
+[Illustration: Fig. 198.
+
+Wirbelsäule von ¡Histionotus Oberndorferi¡ Wagn. Ob. Jura. Kelheim.
+Bayern. (Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 199.
+
+¡Pholidophorus striolaris¡ Ag. Ob. Jura. Eichstätt. Schwanzflosse.]
+
+[Illustration: Fig. 200.
+
+¡Pholidophorus micronyx¡ Ag. Schuppen von der Innenseite.]
+
+¿Eusemius¿ Vetter. Flossenstrahlen nicht geteilt, sonst wie
+¡Ophiopsis¡. Ob. weißer Jura. Solnhofen.
+
+¿Legnonotus¿ Egerton. Rhät.
+
+¿Petalopteryx¿ Pictet (¡Aphanepygus¡ Bassani). Beschuppung kräftig,
+aber unregelmäßig, die vertikalen Reihen nach oben und unten zuweilen
+dichotom. Analis angeblich fehlend. Obere Kreide, Libanon, Dalmatien.
+
+¿Propterus¿ Ag. (¡Rhynchoncodes¡ Costa). Die große und hohe Dorsalis
+zweiteilig, der vordere Teil höher. Caudalis tief gegabelt.
+Paarige Flossen ohne Fulcra. Beschuppung vollständig regelmäßig.
+Verknöcherung der Chordascheide sehr zart, meist Ringwirbel. Ob.
+weißer Jura. Solnhofen.
+
+¿Notagogus¿ Ag. (¡Blenniomoeus¡ Costa, ¡Calignathus¡ Costa). Vordere
+Strahlen der geteilten Dorsalis nicht verlängert, Caudalis nicht
+gegabelt. Ringwirbel kräftiger. Ob. weißer Jura, Solnhofen, Cerin.
+Untere Kreide, Neapel.
+
+
+Familie: #Pholidophoridae.#
+
+¡Schlanke Fische mit rhombischen Ganoidschuppen. Zähne klein, spitzig.
+Flossen mit kleinen Fulcren. Dorsalis und Analis klein. Mundspalte
+oben von Prämaxilla und Maxilla begrenzt. Chorda persistent;
+Pleurocentra und Hypocentra zuweilen zu Ringwirbeln verschmolzen.¡
+(Fig. 199-202.)
+
+¿Pholidophorus¿ Ag. (¡Brachyichthys¡ Winkler). Schuppen dünn, aber
+glänzend, auf den Flanken etwas höher als lang; mit Zahnverbindung.
+Rückenflosse etwas vor der Analis. Paarige Flossen klein.
+Schwanzflosse tief ausgeschnitten, äußerlich homocerk; vor ihr öfter
+eine große unpaare Dorsalschuppe. Raibler Sch. (¡Ph. Bronni¡ Kner),
+Seefelder Sch. Unt. Lias, Lyme Regis (¡Ph. Bechei¡ Ag.). Ob. Lias
+(+e+) von Württemberg, Franken, Calvados (¡Ph. germanicus¡ Quenst.).
+Ob. weißer Jura; Süddeutschld., Cerin. Purbeck.
+
+[Illustration: Fig. 201.
+
+Kopf von ¡Pholidophorus striolaris¡ Ag. Ob. Jura. Eichstätt, Franken.]
+
+[Illustration: Fig. 202.
+
+¡Pholidophorus pusillus¡ Ag. Norische Sch. Seefeld, Tirol. (Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 203.
+
+¡Pholidopleurus typus¡ Bronn. Karnische Sch. Raibl, Kärnten. 2/3 nat.
+Gr. (Nach ~Kner~.)]
+
+[Illustration: Fig. 204.
+
+¡Thoracopterus Niederristi¡ Bronn. Raibler-Schichten. Rekonstr. von
+~O. Abel~.]
+
+¿Thoracopterus¿ Bronn (¡Pterygopterus¡ Kner). (Fig. 204.) Mit sehr
+großen Brustflossen, die 2/3 der Körperlänge erreichen. Raibler Sch.
+¡Gigantopterus¡ Abel. Raibler Sch. Beide Gattungen Flugfische.
+
+¿Pholidopleurus¿ Brown. (Fig. 203.) Klein, schlank. Schuppen dick,
+glatt, mit dünnem Ganoin, auf den Flanken sehr hoch und kurz,
+Seitenlinie deutlich. Dorsalis und Analis lang, weit nach hinten
+gerückt. Beckenflossen fehlen. Wirbel ringförmig. Raibler Sch.
+
+¿Peltopleurus¿ Kner. Dorsalis und Analis kurz. Mit Beckenflossen.
+Raibler Sch. Seefelder Sch.
+
+¿Pleuropholis¿ Egerton. Dorsalis und Analis lang, opponiert. Sehr
+hohe, kurze Schuppen auf den Flanken. Kleine Beckenflossen. Wirbel
+ringförmig. Ob. weißer Jura, Bayern, Cerin; ¡Pl. Egertoni¡ Wagn.
+Purbeck.
+
+¿Archaeomene¿ A. Sm. Woodw. Ob. Trias (Hawkesbury beds, Neuseeland).
+
+¿Ceramurus¿ Egerton. Purbeck.
+
+
+Familie: #Oligopleuridae.#
+
+¡Wirbelsäule vollständig verknöchert, in den oberen Schwanzlappen
+verlängert. Dorsalis kurz. Schwanzflosse groß, ausgeschnitten,
+äußerlich homocerk. Fulcra vorhanden. Schuppen dünn, cycloid.¡
+
+¿Oligopleurus¿ Thiollière. Schuppen groß, dünn, weit imbrizierend,
+cycloid. Caudalis mäßig ausgeschnitten. Ob. weißer Jura, Cerin.
+Wealden.
+
+[Illustration: Fig. 205.
+
+¡Oligopleurus esocinus¡ Thiollière. Ob. Jura. Cerin, Ain. 1/4 nat. Gr.
+(Nach ~Thiollière~.)]
+
+¿Oenoscopus¿ Costa (¡Attakeopsis¡ Thiollière, ¡Macrorhipis¡ Wagn.).
+Rückenflosse länger, zum Teil vor der Analis. Schwanzflosse tief
+ausgeschnitten. Ob. weißer Jura, Süddeutschland, Cerin. Untere Kreide,
+Italien (Pietraroja).
+
+¿Spathiurus¿ Davis (¡Amphilaphurus¡ Davis). Rückenflosse über den
+größten Teil des Rückens ausgedehnt. Caudalis mäßig ausgeschnitten.
+¡Sp. dorsalis¡ Davis. Ob. Kreide, Libanon.
+
+¿Opsigonus¿ Kramb. aus der unteren Kreide von Lesina ist ungenügend
+bekannt, vielleicht mit ¡Spathiurus¡ identisch.
+
+
+Familie: #Aspidorhynchidae.#
+
+¡Sehr schlanke, langgestreckte Fische, mit rhomboidischen
+Schmelzschuppen, deren Schmelzbelag bei einigen reduziert ist.
+Schnauze schnabelartig zugespitzt. Unterkiefer mit isoliertem
+Prädentale (Präsymphysale). Wirbel ringförmig oder amphicöl.
+Zähne schlank, spitz. Flossen klein, mit breiten Strahlen, Fulcra
+reduziert oder fehlend. Schwanzflosse äußerlich homocerk. Zahlreiche
+Branchiostegalia.¡
+
+¿Aspidorhynchus¿ Ag. Schlanke, dünne, bis 1 m lange Fische, mit mäßig
+dicken, auf den Flanken hohen, glänzenden, aber nicht mit eigentlichem
+Schmelz bedeckten Schuppen. Das lange, den Unterkiefer bedeutend
+überragende Rostrum ist besonders von Prämaxillen, Vomer und Ethmoiden
+gebildet. Die Maxilla ist isoliert, schlank. Zähne am größten auf
+Prämaxilla, Palatinen und Präsymphysale. Zwischen den Suborbitalien
+und Präoperculum ein Schaltknochen. Wirbelkörper ringförmig,
+zart. Bauchflosse hinter der halben Körperlänge, Afterflosse und
+Rückenflosse opponiert. Caudalis tief ausgeschnitten. Von braunem Jura
+an (Stonesfield slates). Besonders häufig im oberen weißen Jura von
+Solnhofen, Cerin. Purbeck.
+
+[Illustration: Fig. 206.
+
+¡Aspidorhynchus acutirostris¡ Ag. Ob. Jura. Solnhofen, Bayern.]
+
+[Illustration: Fig. 207.
+
+¡Aspidorhynchus.¡ ¡a¡ Hohlwirbel von vorn, ¡b¡ ein Stück der
+Wirbelsäule aus der Schwanzregion mit aufsitzenden Bogen und
+Dornfortsätzen.]
+
+¿Belonostomus¿ Ag. Unterkiefer fast ebensolang als die Schnauze.
+Schuppen mit Schmelz; die der Seitenlinie höher als die übrigen.
+Suborbitalia nicht durch eine Zwischenplatte vom Präoperculare
+getrennt. Wirbel amphicöl, aber durchbohrt. Oberer weißer Jura
+von Süddeutschland und Cerin; ¡B. tenuirostris¡ Ag. Untere Kreide
+(Italien) und obere Kreide (England, Brasilien, Queensland).
+
+[Illustration: Fig. 208.
+
+¡Lepidosteus osseus¡ Lin. ¡a¡ Schwanzflosse, ¡b¡ Schuppen. Rezent.
+Nordamerika.]
+
+
+Unterordnung. #Lepidosteidae.#
+
+¡Wirbel verknöchert, opisthocöl. Intercalaria zwischen den oberen
+Bögen. Kopf mit zahlreichen dicken, schmelzbedeckten Belagknochen,
+insbesondere um die Orbita und zwischen Squamosum und Opercularen.
+Maxilla in mehrere Teilstücke zerfallen. Unterkiefer mit großem
+Dentale, Spleniale, einem gesonderten Angulare und Complementare
+(Coronoideum); kein Prädentale oder Präsymphysale. Derbe
+Schmelzschuppen, festgefügt. Auf den Kieferrändern eine Anzahl
+großer spitzer Zähne, dazwischen bedeutend kleinere. Kleine Zähne
+auch auf dem Pterygopalatinum und auf der Innenseite des Dentale
+(Spleniale). Wenige Branchiostegalia, keine Gularplatten. Alle Flossen
+mit biserialen Fulcren, klein, Schwanzflosse gerundet, innerlich
+heterocerk.¡
+
+Die einzige Familie der ¿Lepidosteiden¿ (mit der lebenden Gattung
+¡Lepidosteus¡) steht ~sehr isoliert~. Ihre Beziehung zu fossilen
+Ganoidfischen bedarf weiterer Klärung. Die Zusammenstellung mit den
+Semionoten, Lepidoten, Pholidophoren etc. (zu einer Ordnung) ist hier
+aufgegeben.
+
+¿Lepidosteus¿ Lacépède. Vom Eocän an. ¿Clastes¿ Cope, Eocän von
+Nordamerika (Wyoming), ist wohl nicht wesentlich verschieden.
+
+
+Unterordnung. #Amioidei.#
+
+¡Schuppen sehr dünn, dachziegelartig übereinandergreifend, cycloid
+oder rhombisch. Schwanzflosse äußerlich homocerk oder gerundet,
+innerlich heterocerk. Wirbelsäule mit Nacktwirbeln, Halbwirbeln oder
+vollständig verknöchert. Kiemenhautstrahlen blattförmig, eine mediane
+Jugularplatte vorhanden. Zähne zugespitzt, konisch.¡ Lebend Amia, in
+Flüssen der südlichen Vereinigten Staaten und Zentralamerikas. Fossil
+vom Lias an.
+
+
+Familie: #Pachycormidae# Döderlein.
+
+(¡Microlepidoti¡ und ¡Cyclolepidoti¡ Zittel.)
+
+¡Ossifikationen der Chordascheide beschränkt; Nacktwirbel oder
+Halbwirbel. Schwanzflosse tief ausgeschnitten, kräftig, nur innerlich
+heterocerk. Vor der Rückenflosse meist einige blinde Flossenträger.
+Fulcra klein oder fehlend. Ethmoid und Vomer zu einem Rostrum
+verlängert. Kiemenhautstrahlen sehr zahlreich (30-40).¡ Lias bis
+untere Kreide.
+
+[Illustration: Fig. 209.
+
+¡Pachycormus macropterus¡ Ag. Ob. Lias. Ilminster. England. ¡a¡ von
+der Seite, ¡b¡ von unten.]
+
+¿Pachycormus¿ Ag. (¡Saurostomus¡ Ag., ¡Cephenoplosus¡ Sauv.). Große
+Fische, vorn mit Nacktwirbeln, hinten mit Halbwirbeln. Schuppen klein,
+rhombisch. Beide Lappen der tief ausgeschnittenen Schwanzflosse mit
+stabförmigen Fulcren. Bauchflossen sehr klein; Rückenflosse vor der
+Afterflosse beginnend. Flossenstrahlen sparsam gegliedert. Operculum,
+Suboperculum und Suborbitalia sehr groß. Lias und Jura. ¡P. bollensis¡
+Qu. Ob. Lias.
+
+¿Sauropsis¿ Ag. (¡Diplolepis¡ Vetter). Schuppen klein, die ventralen
+breiter als hoch. Chordascheide ohne Verknöcherungen. Fulcra fehlen.
+¡S. latus¡ Ag. Oberer Lias. ¡S. longimanus¡ Ag. Oberer weißer Jura.
+
+¿Prosauropsis¿ Sauvage. Oberer Lias.
+
+¿Euthynotus¿ Wagn. (¡Heterothrissops¡, ¡Pseudothrissops¡ Sauvage).
+Hypocentra und Pleurocentra als Halbwirbel entwickelt. Schuppen
+rhombisch, an den Ecken gerundet. Bauchflossen weit nach vorn gerückt.
+¡E. speciosus¡ Wagn. Oberer Lias.
+
+[Illustration: Fig. 210.
+
+¡a¡ Wirbel, ¡b¡ Schuppen von ¡Euthynotus micropodius¡ Ag. sp. aus dem
+oberen Lias von Boll, Württemberg.]
+
+[Illustration: Fig. 211.
+
+¡Hypsocormus insignis¡ Wagn. Lithographischer Schiefer von Eichstätt.
+Stück der Wirbelsäule.]
+
+¿Hypsocormus¿ Wagn. Große Fische mit winzig kleinen rhombischen
+Schuppen. Wirbelsäule nackt, nur Bogen und Dornfortsätze verknöchert.
+Schwanzflosse mächtig groß, tief ausgeschnitten, die vorderen Strahlen
+ungegliedert, durch stabförmige Fulcren getrennt. Weißer Jura. ¿H.
+Leedsi¿ A. Sm. Woodw. Oxfordton. ¡H. insignis¡ und ¡macrodon¡ Wagn.
+Oberer weißer Jura (lithogr. Schiefer) Bayerns.
+
+¿Asthenocormus¿ A. Sm. Woodw. (¡Agassizia¡ Vetter.) Ossifikationen
+der Chordascheide fehlen oder sind rudimentär. Kleine Fulcra. Keine
+Beckenflosse. Sehr groß. ¡A. titanius¡ Wagn. sp. Oberer weißer Jura,
+Solnhofen.
+
+
+Familie: #Caturidae.#
+
+¡Verknöcherung der Wirbel unvollkommen. Flossenstrahlen stark
+gegliedert, oben geteilt. Unpaare Flossen mit Fulcren. Schuppen der
+älteren Formen dick, rhombisch, später sehr dünn, fast oder ganz
+cycloid. Zähne kräftig. Schwanzflosse groß, ausgerandet, mit zwei fast
+gleichen Lappen, innerlich heterocerk. Dorsalis kurz, hoch.¡
+
+¿Caturus¿ Ag. (¡Uraeus¡ Ag.) Lachsartige Raubfische. Schuppen weit
+übereinandergreifend, abgerundet rhombisch, fast cycloid. Kleine
+Hypocentra und Pleurocentra oder gar keine Ossifikationen der
+Chordascheide. Kieferrand mit großen Zähnen, Zähne des Spleniale viel
+kleiner, in einer Reihe. Fulcra an allen Flossen, biserial. Unterer
+Lias (¡C. heterurus¡ Ag.) -- oberer weißer Jura (¡C. furcatus¡ Ag.,
+Bayern, Württemberg, Cerin). ¡C. insignis¡ Kner (¡Eugnathus¡), obere
+Trias von Seefeld, ist generisch unsicher. Hierher auch ¡Strobilodus¡
+Wagn., ¡Conodus¡ Ag., ¡Eudactis¡ Egert., ¡Thlattodus¡ Owen,
+¡Ditaxiodus¡ Owen) von denen einige sich vielleicht als Untergattungen
+halten ließen).
+
+[Illustration: Fig. 212.
+
+¡a¡ ¡Caturus maximus¡ Ag. Schwanz. ¡b¡-¡g¡ ¡Caturus furcatus¡ Ag. aus
+dem oberen Jura von Kelheim und Solnhofen, ¡b¡ Schuppen in nat. Gr.,
+¡c¡ Schuppe vergr. ¡d¡ Wirbel aus der Rumpfregion von der Seite. ¡e¡
+ein Rumpfwirbel von vorne. ¡f¡ Schwanzwirbel. ¡g¡ Dornfortsätze der
+Hämapophysen.]
+
+[Illustration: Fig. 213.
+
+¡Caturus elongatus¡ Ag. Ob. Jura. Cerin. Ain. 1/2 nat. Gr.]
+
+¿Callopterus¿ Thiollière. Sehr ähnlich Caturus; die Dorsalis steht
+über der Analis. Lithographischer Schiefer, Bayern, Cerin.
+
+¿Osteorhachis¿ Egerton. Hypocentra und Pleurocentra, aber keine
+Ringwirbel, Schuppen höckerig, dünn, aber mit Gelenkfortsätzen
+ineinandergreifend. Unterer Lias, England.
+
+¿Eurycormus¿ Ag. Hypocentra und Pleurocentra, im Schwanz zu
+ringförmigen Halbwirbeln entwickelt. Zähne des Oberkiefers
+und Spleniale klein, des Dentale groß. Schuppen dünn, ohne
+Gelenkfortsätze. Oberer weißer Jura, Bayern, Württemberg, England.
+
+[Illustration: Fig. 214.
+
+Wirbel von ¡Callopterus Agassizi¡ Thiollière. Ob. Jura. Kelheim.
+(Etwas verkleinert.)]
+
+[Illustration: Fig. 215.
+
+¡Eurycormus speciosus¡ Wagn. ¡a¡ Rumpfwirbel, ¡b¡ Schwanzwirbel.]
+
+¿Eugnathus¿ Ag. Schlanke Fische mit dicken, rhombischen
+Schmelzschuppen. Chordascheide meist ohne Ossificationen. Kieferränder
+mit großen Zähnen, auf der Innenseite sehr kleine Zähne in Häufchen.
+Die Kopfknochen stimmen im wesentlichen mit Caturus überein. Unterer
+Lias, England. (¡E. orthostomus¡ Ag.) Oberer weißer Jura, Bayern,
+Württemberg.
+
+Nahe verwandt ist ¡Heterolepidotus¡ Egert. Oberer Muschelkalk,
+Perledo. Oberer alp. Keuper (Seefeld), Unterer Lias (England), oberer
+weißer Jura (Solnhofen). Deutliche, ossifizierte Halbwirbel.
+
+¿Allolepidotus¿ Deecke. Plumpere Form. Keine oder nur schwache
+Ossificationen in der Chordascheide. Oberer Muschelkalk, Perledo.
+Oberer alp. Keuper, Seefeld.
+
+¿Ptycholepis¿ Ag. Sehr schlank. Deckknochen stark skulptiert,
+Schuppen dick, mit longitudinalen Falten. Randliche Zähne klein.
+¡Pt. bollensis¡ Ag. Oberer Lias etc., Württemberg. Außerdem Arten im
+unteren Lias (England) und in der oberen Trias (Connecticut, U. S. A.,
+Raibl in Kärnten).
+
+
+Familie: #Megaluridae# Zitt.
+
+(¡Halecomorphi¡ Cope, ¡Amiidae¡ A. Sm. Woodw.)
+
+¡Schuppen dünn, cycloid. Wirbelsäule verknöchert, hinten in den oberen
+Teil der abgerundeten Schwanzflosse verlängert. Die Caudalregion aus
+vertikal geteilten Halbwirbeln bestehend (diplospondylisch), wovon
+die hinteren Scheiben die oberen und unteren Bögen tragen. Fulcren
+meist ganz fehlend. Kiemenhautstrahlen breit, wenig zahlreich.
+Jugularplatte groß. Zähne konisch, kräftig.¡ Jura bis jetzt.
+
+[Illustration: Fig. 216.
+
+¡Megalurus elegantissimus¡ Wagn. Ob. Jura. Solnhofen. 2/3 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 217.
+
+¡Megalurus polyspondylus¡ Mstr. Ob. Jura. Kelheim. ¡a¡ ein Stück der
+Wirbelsäule (nat. Gr.), ¡b¡ Schuppen vergr.]
+
+¿Megalurus¿ Ag. Rückenflosse lang, über den Bauchflossen beginnend und
+bis zum hinteren Ende der Afterflosse reichend. Schwanzflosse hinten
+konvex, sehr kräftig; Wirbelsäule weit in den oberen Teil verlängert.
+Flossen ohne Fulcren. Caudalregion mit langgestreckten, aus zwei
+gleichen Hälften bestehenden Wirbeln. Oberer weißer Jura (lithogr.
+Schiefer) von Süddeutschland, Cerin; Purbeck.
+
+¿Amiopsis¿ Kner. Obere Kreide, Istrien. Ungenügend bekannt.
+
+¿Amia¿[47] L. (¡Cyclurus¡, ¡Notaeus¡ Ag.) Rückenflosse vor der
+ventralen beginnend, bis zur Schwanzflosse reichend. Fulcren fehlen.
+Lebend in Nordamerika; fossil in tertiären Süßwasserablagerungen
+Europas. ¡A. (Notaeus) longicauda¡ Ag. (Montmartre), ¡A. (Cyclurus)
+Valenciennesi¡ Ag. (Armissan), ¡A. Kehreri¡ Andreae (Messel bei
+Darmstadt).
+
+¿Pappichthys¿ Cope. Eocän. Nordamerika, Rheims, aus isolierten Resten
+ungenügend bekannt, ebenso ¡Protamia¡ Leidy und ¡Hypamia¡ Leidy
+(Eocän).
+
+¿Liodesmus¿ Wagn. (¡Lophiurus¡ Vetter). Chordascheide ohne
+Ossifikationen. Dorsalis kurz. Caudalis hinten konvex oder wenig
+ausgerandet. Keine Fulcra. Sehr kleine Schuppen. Oberer weißer Jura,
+Solnhofen. Durch die geringe Verknöcherung der Wirbelsäule steht die
+Gattung innerhalb der Familie isoliert.
+
+[Illustration: Fig. 218.
+
+Ein Stück der Wirbelsäule von ¡Amia calva¡.]
+
+[Illustration: Fig. 219.
+
+Kopf von ¡Amia calva¡ Bonap. von unten. Süd-Carolina. ¡h¡ Hyoideum,
+¡brs¡ Kiemenhautstrahlen, ¡jug¡ Jugularplatte, ¡md¡ Unterkiefer.]
+
+
+Unterklasse. #Teleostei.#[48]
+
+¡Haut mit dünnen Cycloid- oder Ctenoidschuppen, seltener mit
+knöchernen Platten. Wirbelsäule verknöchert, Schwanzflosse homocerk.
+Fulcren fehlen. Kiemendeckel wohl entwickelt. Gräten mehr oder weniger
+reichlich. Arterienstiel mit nur zwei Klappen. Sehnerven gekreuzt,
+ohne Chiasma. Darm ohne Spiralklappe.¡
+
+Der Unterschied zwischen Teleostiern und Ganoiden beruht teils im
+Hautskelett, teils in anatomischen Merkmalen. Beide Unterklassen sind
+auf das engste miteinander verknüpft und die Grenzlinie zwischen
+Amioidea und physostomen Teleostiern häufig nahezu verwischt. Dies
+gilt insbesondere von den Schuppen, welche bei den ersteren bereits
+dünn und elastisch geworden sind und sich in nichts von denen einiger
+Physostomen unterscheiden, bei denen unter der äußeren glänzenden
+Schicht eine fibrillär gebaute mit Knochenzellen zur Entwicklung
+gelangt.
+
+Bei den Teleostiern ist das innere Skelett sehr dicht und arm an
+Knochenzellen. Nach Kölliker entbehren fast alle Acanthopterygier
+(excl. Thynnus), Pharyngognathen, Anacanthinen, Plectognathen
+und Lophobranchier, auch mehrere Gruppen der Physostomen, der
+Knochenzellen im Innenskelett.
+
+Die Bildung der Wirbelkörper beginnt mit einer Sklerosierung
+(Verkalkung) eines Ringes der Chordascheide; intervertebral kann
+sich die Chorda noch verdicken. Die Bogen werden knorplig angelegt
+und durch das Wachstum des knöchernen Wirbelkörpers z. T. in diesen
+eingeschlossen (Knorpelkreuz auf Querschnitten).
+
+Die Schwanzflosse ist stets äußerlich homocerk, während innerlich
+meist eine starke Aufbiegung des Endes der Wirbelsäule beobachtet
+wird. Sie wird ausgeglichen durch die starke Entwicklung der ventralen
+Flossenträger (unteren Bögen). Im Bereich der letzten Wirbel und der
+unteren Bögen kommen Verwachsungen vor, bis zur Darstellung einer
+einheitlichen Platte.
+
+Die Bauchflossen rücken bei den differenzierteren Formen zuweilen weit
+nach vorn. Die Strahlen der Rückenflosse sind bald gegliedert, bald
+ungegliedert.
+
+Die Teleostier werden meist in die zwei Ordnungen der ~Physostomi~
+und ~Physoclysti~ zerlegt, je nachdem die Schwimmblase mit dem
+Ösophagus durch einen Gang in Verbindung steht oder nicht. Physostom
+sind auch die lebenden Ganoiden. In die Schwimmblase kann aus den
+Kapillaren der umgebenden Gewebe Sauerstoff abgesondert werden, der
+bei manchen im Schwimmblasengang wieder zur Atmung verwendet wird
+(Aale); der Schwimmblasengang dient also nicht dazu, Luft aus der
+Atmosphäre aufzunehmen. Die Diffusion von Gasen in die Schwimmblase
+kommt auch bei Physoclysten vor und ohne daß eine Beziehung zur Atmung
+nachweisbar wäre; sie kann dann aber als statisches Organ wirksam sein.
+
+Unter den ~Physoclysten~ sind hier die Unterordnungen der
+~Anacanthini~, ~Acanthopterygii~, der ~Lophobranchii~ und
+~Plectognathi~ beibehalten.
+
+
+Ordnung. #Physostomi.#
+
+~Schwimmblase mit Ausführungsgang. Bauchflossen stets abdominal;
+alle Flossenstrahlen gegliedert, nur die vorderste der Rücken- und
+Brustflossen zuweilen ungegliedert. Cycloidschuppen. Die Deckschicht
+der Schuppen enthält häufig eingeschlossene Knochenkörperchen. Die
+Basalplatte ist gewöhnlich zellenlos und durch Entwicklung von
+strahligen Kalkkörperchen verkalkt.~
+
+Die hier summierten Merkmale haben zur Zusammenstellung einer Reihe
+von Formen geführt, die sicherlich innerhalb des größeren Rahmens
+noch in Unterabteilungen zu zerlegen sind. Bei E. D. ~Cope~[49] und
+A. Smith ~Woodward~ sind die Leptolepiden, Elopiden, Albuliden,
+Osteoglossiden, Notopteriden, Chirocentriden, Ctenothrissiden,
+Clupeiden, Salmoniden, Halosauriden, Notacanthiden, Dercetiden,
+Enchodontiden, Scopeliden, Gonorhynchiden, Chirotrichiden, Esociden
+und Cyprinodontiden als ~Isopondyli~ geführt. Die Characiniden,
+Cypriniden und Siluriden bilden bei A. Sm. ~Woodward~ die
+Unterordnung der ~Ostariophysi~, die Muraenidae die der ~Apodes~.
+Die amerikanischen Autoren gehen weiter in der Teilung und Bewertung
+der Gruppen. Es ist anzunehmen, daß innerhalb der alten Physostomi
+mehrere genetisch ganz verschiedene Gruppen stehen, von denen einige
+sich recht gut abgrenzen lassen, so die Clupeiden (mit Leptolepiden
+und Salmoniden), die Esociden, die Muraeniden, die Cypriniden und
+Siluriden (welche auf Grund wichtiger anatomischer Übereinstimmungen
+trotz verschiedenen Aussehens nicht weit getrennt werden dürfen).
+
+
+Familie: #Leptolepidae.#
+
+¡Wirbelkörper durchbohrt. Schwanzflosse ohne verschmolzene oder
+verbreiterte ventrale Flossenstützen. Keine Fulcra. Gräten vorhanden.
+Schuppen cycloid, imbrizierend, mit dünnem Schmelz. Parietalia in
+Berührung. Oberrand der Mundspalte von Oberkiefer und Zwischenkiefer
+gebildet.¡
+
+[Illustration: Fig. 220.
+
+Kopf von ¡Leptolepis Knorri¡ Ag. Ob. Jura. Kelheim.]
+
+[Illustration: Fig. 221.
+
+¡Leptolepis sprattiformis¡ Ag. Lithographischer Schiefer. Eichstätt,
+Franken. (Nat. Gr.)]
+
+¿Leptolepis¿ Ag. (¡Tharsis¡ Gieb., ¡Sarginites¡ Costa, ¡Megastoma¡
+Costa). Rückenflosse gegenüber der Bauchflosse. Afterflosse klein.
+Kopfknochen glatt; Zähne winzig. Dentale vorn mit steilem Fortsatz.
+Meist kleine, häringartige Fische. Lias bis untere Kreide. ¡A.
+sprattiformis¡ Ag. Oberer weißer Jura, Solnhofen etc.
+
+¿Tharsis¿ ist nach A. Sm. ~Woodward~ als Subgenus von ¡Leptolepis¡ zu
+führen, mit ¡Th. dubius¡ Ag. Solnhofen.
+
+[Illustration: Fig. 222.
+
+Die beiden Unterkiefer von ¡Thrissops formosus¡ Ag. Ob. Jura. Kelheim.
+(Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 223.
+
+Ein Stück der Wirbelsäule von ¡Thrissops formosus¡ Ag. Ob. Jura.
+Kelheim. Bayern.]
+
+¿Thrissops¿ Ag. Ziemlich groß, Zähne kräftig. Dentale ohne Fortsatz.
+Rückenflosse gegenüber der großen Afterflosse. Oberer Jura, untere
+Kreide. ¡Th. formosus¡ Ag. (Fig. 222, 223.) Oberer weißer Jura,
+Solnhofen etc.
+
+¿Aethalion¿ Mstr. Wie ¡Leptolepis¡, aber Dentale ohne Fortsatz. ¡A.
+Knorri¡ Ag. Oberer weißer Jura; Solnhofen etc.
+
+¿Lycoptera¿ J. Müll. Die Wirbelkörper breit durchbohrte Zylinder.
+Sonst ähnlich ¡Thrissops¡. Jura von Transbaikalien und China.
+
+¿Tharrias¿ Jordan und Branner. Operculum sehr viel größer als
+Suboperculum. Mehr Wirbel als ¡Leptolepis¡. Kreide von Brasilien.
+
+
+Familie: #Clupeidae.#
+
+¡Schlanke Fische mit cycloiden Schuppen. Wirbelkörper nicht
+durchbohrt, die abdominalen mit kurzen Querfortsätzen. Rückenflosse
+kurz, in der Mitte des Rückens, keine Fettflosse. Parietalia getrennt.
+Oberrand der Mundspalte vom Oberkiefer und Zwischenkiefer gebildet.
+Zähne spitzig, klein, seltener fehlend. Kiemendeckel vollständig.¡
+
+Die ¿Clupeiden¿ leben in Schwärmen in der Nähe der Küste, steigen
+aber zur Laichzeit auch in den Flüssen herauf. Von den ¡Salmoniden¡
+durch den Mangel einer Fettflosse unterschieden. Sie leiten sich von
+¡Leptolepiden¡ ab und treten von der unteren Kreide an auf.
+
+¿Clupea¿ Cuvier (inkl. ¡Alosa¡ Cuv.). Häring. (Fig. 224.) Auf der
+Ventralseite bilden gekielte Schuppen eine sägeartige Bauchkante.
+Auf Kiefer und Gaumen kleine, auf Vomer und Zungenbein stärkere
+Zähne. Neocom bis jetzt. Sehr häufig in der oberen Kreide des Libanon
+(¡Cl. Bottae¡ Pictet), Eocän des Monte Bolca, Miocän von Schwaben
+(Kirchberger Schichten), Österreich, Kroatien, Toskana, Sizilien.
+
+[Illustration: Fig. 224.
+
+¡Clupea rentricosa¡ H. v. Meyer. Unt. Miocän. Unterkirchberg bei Ulm.]
+
+[Illustration: Fig. 225.
+
+¡Meletta sardinites¡ Heckel. Unt. Oligocän. Radoboj, Kroatien. (Nach
+~Heckel~.)]
+
+¿Chatoessus¿ Cuv. Obermiocän, Österreich.
+
+¿Scombroclupea¿ Kner. Hinter der Analflosse einige vereinzelte
+Flossenstrahlen. Untere Kreide, Comen. Obere Kreide, Libanon.
+
+¿Diplomystus¿ Cope. Außer dem Bauchkiel eine Reihe von Rückenschildern
+vom Kopf bis zur Rückenflosse. Vollständige Skelette im Eocän von
+Wyoming. Obere Kreide des Libanon, Kreide von Brasilien, Oligocän von
+Wight.
+
+¿Meletta¿ Val. (Fig. 225). Kleine Fischchen mit dicken Schuppen, deren
+jede mit 3-6 Paar radialen Rippen verziert ist. Zahnlos. Bauchschuppen
+kräftig. Tertiär, lebend. Sehr häufig in den unteroligocänen
+Melettaschiefern der Karpaten, in Rumänien, Kroatien: im Unteroligocän
+des Elsaß, im Flysch (Fischschiefer) von Glarus.
+
+¿Engraulis¿ Cuv. Oberkiefer länger als der Unterkiefer. Lebend und
+tertiär vom Eocän an.
+
+Ohne die charakteristischen Bauchschuppen sind:
+
+¿Pseudoberyx¿ Pictet, obere Kreide. ¡Histiothrissa¡ A. Sm. Woodw.,
+obere Kreide. ¡Halecopsis¡ A. Sm. Woodw., Eocän.
+
+
+Familie: #Salmonidae.# Lachse.
+
+Wie die Clupeiden, aber mit einer Fettflosse hinter der Rückenflosse.
+Da diese sich fossil nicht erhält, ist die Unterscheidung der fossilen
+Funde von den ¡Clupeiden¡ eine unsichere.
+
+¿Salmo¿ L. Obermiocän, Kroatien. Vom lebenden ¡Mallotus villosus¡ Cuv.
+finden sich Skelette häufig in Konkretionen an der Küste Grönlands und
+in Glacialablagerungen Canadas.
+
+
+Familie: #Osteoglossidae.#
+
+Große Süßwasserfische von Südamerika, Indien und Afrika.
+
+¿Dapedoglossus¿ Cope, ¡Anaedopogon¡ Cope. Tertiär von Wyoming und
+Mexico.
+
+
+Familie: #Albulidae.#
+
+¡Schlanke, häringsartige Fische. Bauch gerundet, ohne Kielschuppen.
+Oberkiefer vorspringend. Keine Gularplatten. Opercularia vollzählig.
+Bezahnung schwach oder fehlend. Wenige Branchiostegalia.¡
+
+¿Albula¿ Bloch u. Schneider. Parasphenoid, Entopterygoid und Zunge
+mit rundlichen Zähnen; kleine, borstenförmige Zähne auf Prämaxilla,
+Vomer, Palatinen und Dentale. Maxillen unbezahnt. Tertiär und
+lebend. ¡A. Oweni¡ Ag. sp. (Owen) (¡Pisodus¡ Owen, die Bezahnung des
+Paraphenoids). Eocän.
+
+[Illustration: Fig. 226.
+
+¡Istieus mesospondylus¡ v. d. Marck. Ob. Kreide. Sendenhorst.
+Westfalen. (Nach ~v. d. Marck~.)]
+
+¿Istieus¿ Ag. Dorsalflosse über den größten Teil des Rückens
+ausgedehnt. Kleine Zähnchen am Kieferrand, größere im Munde. Gegen 100
+Wirbel. ¡I. grandis¡ Ag. Obere Kreide.
+
+¿Chanoides¿[50] A. Sm. Woodw., Eocän. ¡Chanos¡ Lacepède, tertiär und
+lebend. ¡Prochanos¡ Bass. Untere Kreide. ¡Ancylostylus¡ Kramb., obere
+Kreide.
+
+
+Familie: #Chirocentridae.#
+
+¡Sehr schlanke, komprimierte Fische, Dorsalflosse weit hinten,
+gegenüber der Analflosse. Bauch kantig, aber ohne sägezähnige
+Kielschuppen. Oberer Mundrand von Maxilla und Prämaxilla gebildet.
+Große Zähne auf den Kiefern, sehr kleine auf Palatinen, Pterygoiden
+und Zunge. Parietalia durch Supraoccipitale getrennt. Squamosum
+verkümmert, Pterotica vorstehend. Opercularia vollzählig, nur wenige
+Branchiostegalia (8). Keine Gularplatten. Abdominalwirbel mit
+Querfortsätzen. Knochenzellen im Innenskelett.¡
+
+Einzige lebende Gattung ¿Chirocentrus¿ Cuv., mit horizontal gestellten
+großen Zwischenkieferzähnen. Im Roten Meer, Indischen Ozean und
+malayischen Gewässern.
+
+A. Sm. Woodward stellt hierher auch die großen ¿Ichthyodectidae¿
+(siehe d.).
+
+¿Platinx¿ Ag., ¡Coelogaster¡ Ag., ¡Monopterus¡ Volta. Eocän, Monte
+Bolca.
+
+¿Chiromystus¿ Cope. Obere Kreide, Bahia.
+
+¿Chirocentrites¿ Heckel. Untere Kreide, Istrien.
+
+¿Spathodactylus¿ Pictet, Neocom.
+
+¿Cladocyclus¿ Ag. Obere Kreide; England, Brasilien.
+
+Die ¿Ctenothrissidae¿ umfassen die beiden Gattungen ¡Ctenothrissa¡
+A. Sm. Woodw. (mit Ctenoidschuppen) und ¡Aulolepis¡ Ag. (mit
+Cycloidschuppen), beide aus der oberen Kreide. Durch die lockere
+Verbindung der Maxillen nähern sie sich den ¡Clupeiden¡. Die
+Beckenflossen sind weit nach vorn gerückt.
+
+
+Familie: #Cyprinodontidae.# Zahnkarpfen.
+
+¡Kleine Fische mit Cycloidschuppen. Oberer Rand der Mundspalte nur
+vom bezahnten Zwischenkiefer gebildet. Unterkiefer und Schlundknochen
+mit spitzen Zähnen. Keine Fettflossen und Bartfäden. Meist
+Süßwasserfische, einige auch in Brackwasser und an den Küsten.¡
+
+¿Prolebias¿ Sauvage (¡Lebias¡ Cuv. z. T.). Sehr häufig im Oligocän und
+Miocän.
+
+[Illustration: Fig. 227.
+
+¡Lebias Meyeri¡ Ag. Litorinellenthon. Frankfurt a. M. (Nat. Gr.)]
+
+
+Familie: #Esocidae.#
+
+¡Körper gestreckt, mit großen Cycloidschuppen. Oberrand der
+Mundspalte von Zwischenkiefer und Oberkiefer gebildet. Maxilla
+zahnlos; Zwischenkiefer, Vomer, Gaumenbein, Unterkiefer mit starken
+Hechelzähnen. Rückenflosse weit zurück.¡
+
+¿Esox¿ L. vom Oberoligocän an nachweisbar.
+
+
+Familie: #Scombresocidae.#
+
+¡Körper mit Cycloidschuppen, außerdem jederseits am Bauch eine Reihe
+gekielter Schuppen. Oberrand der Mundspalte von Zwischenkiefer und
+Oberkiefer gebildet. Untere Schlundknochen zu einem Stück verwachsen.
+Rückenflosse weit hinten, der Afterflosse gegenüber. Bauchflossen
+abdominal. Flossenstrahlen gegliedert, weich.¡
+
+¿Scombresox¿ Cuv., ¡Belone¡ Cuv. Miocän, lebend.
+
+
+Familie: #Cyprinidae.# Weißfische, Karpfen.
+
+¡Schuppen cycloid. Oberrand der Mundspalte vom Zwischenkiefer
+gebildet. Kiefer, Gaumen- und Zungenbein zahnlos. Untere
+Schlundknochen mit 1 bis 3 Reihen griffelartiger, hohler Zähne
+besetzt. Meist nur 3 Kiemenhautstrahlen. Bartfäden meist vorhanden.
+Gehörorgan ausgezeichnet durch Größe und Lage des Asteriscus, wie bei
+Siluriden.¡
+
+Die Cypriniden bewohnen die süßen Gewässer der alten Welt und
+Nordamerikas. Fossil häufig im Tertiär, meist die noch existierenden
+Gattungen wie ¡Leuciscus¡ (Fig. 228), ¡Tinca¡, ¡Gobio¡, ¡Barbus¡ Cuv.,
+¡Rhodeus¡, ¡Aspius¡ (Fig. 229), ¡Cyprinus¡, ¡Thynnichthys¡ Günth.,
+¡Nemachilus¡ Cuv., an die sich einige nahestehende erloschene Genera
+wie ¡Amyzon¡, ¡Diastichus¡, ¡Oligobelus¡ Cope u. a. anschließen.
+Hierher auch ¡Capitodus¡ Mstr. z. T. und ¡Soricidens¡ Mstr.
+(Schlundzähne). Mittelmiocän, Österreich.
+
+[Illustration: Fig. 228.
+
+Schuppen von ¡Leuciscus Oeningensis¡ Ag. Ob. Miocän. Oeningen, Baden.
+(Vergr. nach ~Winkler~.)]
+
+[Illustration: Fig. 229.
+
+Schlundknochen und Schlundzähne von ¡Aspius rapax¡ Ag. Rezent. (Nach
+~Heckel~ und ~Kner~.)]
+
+
+Familie: #Characinidae.#
+
+¡Oberrand der Mundspalte teilweise auch vom Kiefer gebildet. Kiefer
+bezahnt. Untere Schlundknochen nicht sichelförmig. Keine Bartfäden;
+meist eine Fettflosse vorhanden.¡
+
+Die ¡Characiniden¡ vertreten die ¡Cypriniden¡ im tropischen
+Amerika und Afrika. Fossil im Tertiär von S. Paulo, Brasilien
+(¡Tetragonopterus¡).
+
+
+Familie: #Siluridae.# Welse. (¡Nematognathi¡ Cuvier).
+
+¡Nackt, schuppenlos oder mit Knochenschildern bepanzert. Kiefer stark
+bezahnt. Die Zwischenkiefer bilden meist allein den Oberrand der
+Mundspalte, die zahnlosen rudimentären Maxillen tragen Bartfäden.
+Subopercula (zuweilen auch Opercula) fehlen. Brustflosse vorn
+meist mit starkem Knochenstachel (verwachsene Strahlen). Webersche
+Knöchelchen vorhanden. Das Labyrinth stimmt in der Lage und Größe des
+Asteriscus, der Bogengänge etc. mit den Cypriniden überein.¡
+
+Die ~Panzerwelse~ besitzen Hautzähnchen (mit Dentin und Schmelz),
+welche selbständig oft zu mehreren auf einer knöchernen Unterlage
+stehen und beweglich durch Bindegewebe verbunden sind. Bei ¡Hypostoma¡
+sind kleine, in schrägen Reihen angeordnete Schüppchen zwischen den
+vorderen Flossen beobachtet (Kner).
+
+Fossile Reste dieser sehr formenreichen, über die gemäßigten
+und tropischen Breiten der ganzen Erde verbreiteten Familie von
+Süßwasserfischen (von denen einige auch die Meeresküsten aufsuchen
+und in Lagunen leben) sind selten. Sie sind im Eocän von England
+(¡Bucklandium¡, ¡Arius¡) von Ägypten (¡Fayumia¡ Stromer, ¡Socnopaea¡
+Stromer), von Nordamerika (¡Rhineastus¡, ¡Astephus¡), im Oligocän
+Deutschlands (¡Arius¡), im Miocän von Ungarn (¡Pimelodus¡), im
+oberen Miocän und Pliocän der Siwalik Hills (Indien) und von Padang
+(Sumatra) vertreten. Von Interesse ist das häufige Vorkommen der
+leicht kenntlichen Otolithen (Fig. 230) in echt marinen Ablagerungen
+Europas, von Paleocän an durch alle Stufen des Tertiärs.
+
+Die Clariasarten besitzen ein akzessorisches Atmungsorgan für
+atmosphärische Luft und können lange Zeit auf dem Lande leben. Bei
+¡Saccobranchus¡ ist das entsprechende Organ ein an die Kiemenhöhle
+angeschlossener Sack, der sich zwischen die Muskulatur schiebt (Day).
+
+
+Familie: #Plethodidae.# Hay.
+
+¡Auf dem Parasphenoid und korrespondierend auf dem Glossohyale
+bzw. den Branchiostegalien entwickeln sich unpaare Kauplatten,
+die gegeneinander reiben und mit kleinen Gruben bedeckt sind. Sie
+bestehen aus dichtem Knochen. Schwanzflosse tief ausgeschnitten,
+die Flossenstrahlen ungegliedert. Obere und untere Bögen nicht mit
+dem Wirbel verwachsen. Wirbel am Ende der Wirbelsäule verkürzt und
+zusammengedrängt, ein Hypurale vorhanden. Dorsalflosse lang.¡
+
+¿Anogmius¿ Cope. Obere Kreide, Kansas.
+
+¿Syntegmodus¿ Loomis, ¡Thryptodus¡ Loomis, ¡Pseudothryptodus¡ Loomis
+sind mit ¡Anogmius¡ nahe verwandt und wohl Synonyma.
+
+¿Plethodus¿ Cope. Prämaxillen und Ethmoide koossifiziert. Nur eine
+Kauplatte (die untere). Obere Kreide, Kansas.
+
+[Illustration: Fig. 230.
+
+¡Arius germanicus¡ Koken. Otolith Unteroligocän. Lattdorf. 2:1.]
+
+[Illustration: Fig. 231.
+
+¡Anogmius aratus¡ Cope. ¡A¡ Letzte sp. Schwanzwirbel. 1:2. ¡B¡
+Querschnitt durch die Mundhöhle. ¡pal¡ Palatinum, ¡par¡ Parietale,
+¡ec.pt¡ Ectopterygoid, ¡b.br¡ Basibranchiale. ¡C¡ 1:2. Basibranchiale
+und Glossohyale. ¡D¡ 1:2 Gaumendach. ¡eth¡ Ethmoid, ¡pal¡ Palatinum,
+¡par¡ Parasphenoid, vom Vomer. Nach ~O. P. Hay~.]
+
+
+Familie: #Elopidae.#
+
+¡Drei starke Suborbitalplatten, hinter und unter der Orbita; Squamosa
+mit den Parietalien durch Naht verbunden. Opercularapparat mit 20-30
+Kiemenhautstrahlen und einer Gularplatte zwischen den Mandibeln.
+Rückenflosse kurz, fast in der Mitte; keine Fettflosse. Dünne,
+imbrizierende Cycloidschuppen.¡
+
+Lebend ¡Elops¡, ¡Megalops¡, tropische Gewässer.
+
+Hierher werden zahlreiche ausgestorbene Gattungen, besonders aus der
+Kreide, gerechnet.
+
+¿Elopopsis¿ Heckel.[51] Parietalia in Berührung. Zähne groß. Untere
+und obere Kreide.
+
+¿Osmeroides¿ Ag. z. T., (A. Sm. Woodw.) Parietalia in der Mittellinie
+verbunden. Etwa 20 Branchiostegalia. Zähne klein. Obere Kreide von
+Europa, Kleinasien (Libanon), Turkestan. ¡O. lewisiensis¡ Mant., Turon
+und Senon.
+
+¿Rhacolepis¿ Ag. Parietalia durch das Supraoccipitale getrennt. Zähne
+klein. Schuppen hinten an den Ecken gezähnelt. Obere Kreide, Brasilien.
+
+¿Pachyrhizodus¿ Ag. Dixon.[52] Parietalia getrennt. Zähne derb,
+mit dem Knochen verschmolzen, pleurodont. Obere Kreide, Europa,
+Nordamerika.
+
+¿Spaniodon¿ Pictet. Parietalia getrennt. Unterkiefersymphyse mit zwei
+großen Zähnen. Obere Kreide. Libanon, Kansas.
+
+¿Thrissopteroides¿ v. d. Marck. Dorsalis nach hinten verschoben. Obere
+Kreide, Eocän.
+
+¿Enneles¿ Jordan u. Branner. Zähne noch weiter gestellt als bei
+¡Pachyrhizodus¡ und etwas ungleich. Kreide, Brasilien. ¡Calamopleurus¡
+A. Sm. Woodw., ¡Notelops¡ A. Sm. Woodw. Kreide, Brasilien.
+
+
+Familie: #Dercetidae.# (¡Hoplopleuridae¡ Pictet z. T.)
+
+¡Schlanke Raubfische mit großen Zähnen. Oberrand der Mundplatte ganz
+von den Prämaxillen gebildet. Parietalia vereinigt, Squamosa gut
+entwickelt. Kieferränder bezahnt. Mehrere Reihen großer, gekielter
+Schuppen.¡
+
+¿Dercetis¿ Ag. Eine Reihe Hautschilder längs der Seitenlinie, ventral
+und dorsal je 2 Reihen. Kleine Schuppen fehlen. Dorsalis fast über den
+ganzen Rücken ausgedehnt. Obere Kreide, Europa.
+
+¿Leptotrachelus¿ v. d. Marck. Dorsalis kürzer. Analis weiter nach
+hinten. Obere Kreide, Europa, Libanon, Kansas.
+
+¿Pelargorhynchus¿ v. d. Marck. Mit kleinen Schuppen zwischen den
+Schildern; zwei Reihen großer Schilder auf den Seiten. Obere Kreide,
+Westfalen.
+
+¿Stratodus¿ Cope. Obere Kreide, Kansas. ¡Triaenaspis¡ Cope. Obere
+Kreide, Kansas.
+
+Zittels ¡Hoplopleuriden¡ umfassen auch ¡Saurorhamphus¡, eine mit
+¡Eurypholis¡ Pictet idente und zu den ¡Enchodontiden¡ gehörende
+Gattung. Von den ¡Stratodontiden¡ gehört gerade ¡Stratodus¡
+wahrscheinlich zu den ¡Dercetiden¡ (Hay rechnet ihn allerdings zu den
+¡Enchodontiden¡).
+
+Zu den Tiefseefischen ¿Halosauridae¿ dürften ¡Echidnocephalus¡ v. d.
+Marck und ¡Enchelurus¡ v. d. Marck, obere Kreide Westfalens, Englands,
+vom Libanon gehören. Zu den ebenfalls abyssisch lebenden (physostomen)
+¡Notacanthiden¡ rechnet A. Sm. Woodward die Gattung ¡Pronotacanthus¡
+A. Sm. Woodw. Obere Kreide, Libanon.
+
+
+Familie: #Enchodontidae.#
+
+¡Schuppen cycloid, klein oder fehlend; einige Gattungen mit
+Längsreihen großer Knochenschilder. Zähne sehr kräftig, oben nicht
+nur auf den inneren Mundknochen, auf sockelförmigen Erhöhungen oder
+pleurodont. Maxilla etwas an der Bildung des oberen Mundrandes
+beteiligt. Parietalia getrennt, Squamosum reduziert, Pterotica
+vorstehend. Flossenstrahlen gegliedert.¡
+
+Ausgestorbene Raubfische, mit den abyssisch lebenden ¡Odontostomiden¡
+und ¡Alepisauriden¡ vielleicht verwandt. Kreide.
+
+¿Enchodus¿ Ag. (¡Tetheodus¡ Cope; ¡Holcodon¡ Kramb., ¡Solenodon¡
+Kramb.). Unterkiefer auf der Innenseite mit großen aufgewachsenen
+Zähnen, marginal mit sehr kleinen Zähnen. Maxilla mit sehr
+kleinen Zähnen oder zahnlos. Palatinum mit einem großen Fangzahn,
+Ectopterygoid mit einer Reihe hoher Zähne. Hautschilder zwischen
+Hinterhaupt und Dorsalis und längs der Seitenlinie.
+
+¿Eurypholis¿ Pictet (¡Saurorhamphus¡ Heckel). Hechtartig, Schnauze
+verlängert, Zwischenkiefer mit Fangzähnen. Die kleinen Bauchflossen
+weit vor der Rückenflosse. Rücken, Flanken, wahrscheinlich auch Bauch
+mit je einer Reihe großer Schuppen. Untere Kreide, Comen; obere
+Kreide, Libanon. ¡Pomognathus¡ Dixon, ¡Phylactocephalus¡ Davis. Mit
+kleinen Schuppen, ohne Schilder. Palatina mit einer Reihe Zähne.
+Untere und obere Kreide.
+
+[Illustration: Fig. 232.
+
+Unterkiefer von ¡Enchodus halocyon¡ Ag. Ob. Kreide. Lewes, England.
+(Nach ~Agassiz~.)]
+
+[Illustration: Fig. 233.
+
+¡Saurorhamphus Freyeri¡ Heckel. Neocom. Comen im Küstenland.
+(Restauriert, nach ~Heckel~.)]
+
+[Illustration: Fig. 234.
+
+¡Gigantichthys Pharao¡ Dames. Ob. Kreide. Wüste unfern der Pyramiden
+von Gizeh. (Nach ~Dames~.)]
+
+¿Halec¿ Ag. ¡Palaeolycus¡ v. d. Marck. Obere Kreide, Westfalen.
+
+¿Cimolichthys¿ Leidy (? ¡Empo¡ Cope). Ähnlich ¡Enchodus¡; Palatina mit
+zwei Längsreihen von Zähnen. Große Schilder auf dem Rücken bis zur
+Dorsalis; kleinere begleiten die Seitenlinie. Obere Kreide, England,
+Kansas.
+
+¿Prionolepis¿ Egerton. Obere Kreide; England. Kansas.
+
+¿Gigantichthys¿ Dames (Fig. 234).[53] Spitze der großen Zähne
+pfeilspitzenähnlich. Sockel mit starken Längsfurchen. Ob. Kreide,
+Gizeh.
+
+
+Familie: #Tomognathidae.# A. Sm. Woodw.
+
+¡Mundspalte sehr weit, Maxilla lose. Starke Bezahnung, Prämaxilla
+und Dentale mit langen Fangzähnen. Augenhöhlen sehr groß, weit vorn.
+Supraoccipitale sehr dick, die Parietalia trennend. Opercularia
+vollzählig; nur wenige Branchiostegalia, keine Gularplatte.¡
+
+Vielleicht verwandt mit den rezenten ¿Stomatiden¿ der Tiefsee.
+
+¿Tomognathus~ mordax¡ Dixon sp. Obere Kreide, England.
+
+
+Familie: #Muraenidae.# ~Aale~ (¡Apodes¡).
+
+¡Körper sehr stark verlängert, ohne Bauchflossen. Haut nackt oder
+mit rudimentären Cycloidschuppen. Rückenflosse lang, häufig in die
+Schwanzflosse verlaufend. Brustgürtel nicht mit dem Schädel verbunden.
+Zwischenkiefer mit Vomer und Ethmoid verschmolzen; Oberrand der
+Mundspalte durch die bezahnten Oberkiefer begrenzt. Chorda mehr oder
+weniger persistent.¡
+
+Meer- und Süßwasserfische; letztere wandern zur Fortpflanzungszeit
+in das Meer zurück und erlangen dort die Geschlechtsreife. Die
+junge Brut lebt anfänglich abyssisch im Meer und kehrt dann in die
+Flüsse zurück. Die ältesten Formen in der oberen Kreide des Libanon
+(¡Anguilla Sahel-Almae¡, ¡hakelensis¡ Davis; nach Storms ist die
+Gattungsbestimmung unsicher). ¡Anguilla¡, ¡Sphagebranchus¡ Cuv.,
+¡Ophisurus¡ Lacép., ¡Enchelops¡ Ag. Eocän, Monte Bolca.
+
+¿Eomyrus¿ Storms. Wenig verschieden von ¡Myrus¡. Eocän, Belgien.
+
+¿Urenchelys¿ A. Sm. Woodw., ¡Rhynchorhinus¡ A. Sm. Woodw.,
+¡Praeanguilla¡ Blecker, Eocän. ¡Anguilla¡ auch im Oligocän (Aix) und
+oberen Miocän (Oeningen).
+
+
+Familie: #Gonorhynchidae.#
+
+Lebend nur ¡Gonorhynchus Greyi¡, im indischen und pazifischen Ozean.
+Hierher werden gerechnet ¡Charitosomus¡ v. d. Marck. Obere Kreide,
+Westfalen, Libanon. ¡Notogoneus¡ Cope. Eocän, Oligocän. Europa.
+Nordamerika. ¡N. longiceps¡ v. Mayer. Oberoligocän, Mombach.
+
+
+Ordnung. #Physoclysti.#
+
+~Schwimmblase ohne Ausführungsgang. Bauchflossen nach vorn gerückt.~
+
+
+Unterordnung. #Anacanthini.# ~Weichflosser.~
+
+¡Sämtliche Flossenstrahlen gegliedert, weich. Bauchflossen kehl- oder
+brustständig.¡
+
+
+Familie: #Gadidae.# ~Schellfische.~
+
+¡Langgestreckt, mit kleinen, glatten, cycloiden Schuppen. Rückenflosse
+fast den ganzen Rücken einnehmend oder in 2-3 Teile zerlegt.
+Afterflosse ebenfalls lang oder zerlegt. Bauchflossen an der Kehle.
+Kopf breit, Oberrand der Mundspalte fast ganz von dem kräftig
+bezahnten Zwischenkiefer gebildet.¡
+
+Sehr verbreitet schon im älteren Tertiär, aber meist nur durch
+Otolithen bekannt. Paleocän von Kopenhagen, Eocän von Frankreich,
+England, Nordamerika. Oligocän, Deutschland. Miocän von Österreich,
+Kroatien, Bordeaux, Sizilien usw., in den Gattungen ¡Gadus¡,
+¡Brosmius¡, ¡Merluccius¡, ¡Strinsia¡, ¡Raniceps¡, ¡Phycis¡ (¡O.
+elegans¡ Koken). Andere Reste seltener; ¡Nematopteryx Troscheli¡ v.
+Rath, Unteroligocän, Glarus.
+
+[Illustration: Fig. 235.
+
+¡Merluccius emarginatus¡ Koken. Oberoligocän. Sternberger Gestein.
+4:1.]
+
+[Illustration: Fig. 236.
+
+¡Macrurus-Otolith.¡ Pliocän. Orciano von Pisa. 2:1.]
+
+
+Familie: #Macruridae.#
+
+Tiefseeformen der ¡Gadiden¡.
+
+¿Otolithen¿ zahlreich im norddeutschen Septarienton, im miocänen
+Regel von Baden, Monte Giozo, im Pliocän von Orciano und ähnlichen
+Sedimenten tiefen Wassers.
+
+
+Familie: #Ophidiidae.# ~Schlangenfische.~
+
+¡Bauchflossen fehlen oder sind rudimentär. Unpaare Flossen meist zu
+einem zusammenhängenden Saum vereinigt. Auch die Brustflossen fehlen
+zuweilen.¡
+
+¿Fierasfer¿ in tertiären Tonen nicht selten (¡Otolithen¡). ¡Ophidium¡
+L. Otolithen aus dem Miocän bekannt.
+
+
+Familie: #Pleuronectidae.# ~Schollen.~
+
+¡Scheibenförmige, seitlich stark zusammengedrückte asymmetrische
+Fische, mit einer gefärbten Oberseite und einer hellen Unterseite.
+Beide Augen wandern auf die Oberseite, wodurch die Lage der
+Kopfknochen, Zähne und Flossen verschoben wird. Schuppen ctenoid oder
+fehlend. Rücken- und Afterflosse fast den ganzen Rumpf umsäumend.
+Bauchflossen jugular, vor den Brustflossen. Schwimmblase fehlt.¡
+
+Die ¡Pleuronectiden¡ sind vermutlich weiter von den Gadiden zu trennen
+als gewöhnlich geschieht. Auch die inneren Organe weichen z. T.
+stark von den anderen ¡Anacanthinen¡ ab. An sandigen Küsten, auch in
+Flußmündungen.
+
+¿Rhombus¿ Blainv., ¡Pleuronectes¡ Cuv., ¡Solea¡ Cuv., ¡Citharus¡ Cuv.
+auch tertiär, vom Eocän an. Otolithen nicht selten.
+
+
+Unterordnung. #Acanthopterygii.#
+
+¡Flossenstrahlen, namentlich der unpaaren Flossen und der
+Beckenflossen, teilweise ungegliedert, stachelig. Bauchflossen meist
+weit nach vorn gerückt.¡
+
+
+Familie: #Ichthyodectidae.# ~Crook.~
+
+¡Große ausgestorbene Raubfische mit kräftigem Gebiß. Zähne der Kiefer
+in Alveolen; Vomer und Parasphenoid zahnlos. Mundrand oben aus der
+langen Maxilla und der kurzen dicken Prämaxilla gebildet. Unterkiefer
+massig, hoch, vorn steil abgestutzt. Brust- und Bauchflossen aus
+derben ungegliederten, paarigen Knochenstrahlen zusammengesetzt, die
+innen und außen ungleich ausgebildet sind und sich distal in parallele
+Stäbe zerteilen. Rückenflosse und die tief ausgeschnittene, mächtige
+Schwanzflosse mit ungegliederten, geraden, nur distal gespaltenen
+Strahlen. Parietalia vor dem Supraoccipitale median vereinigt.
+Innenskelett mit Knochenzellen.¡
+
+A. Sm. ~Woodward~ stellt diese Formen mit dem lebenden ¡Chirocentrus¡
+in eine Familie, ¡Chirocentridae¡.
+
+¿Portheus¿ Cope (¡Hypsodon¡ Ag.) (Fig. 237.) Sehr große Fische, bis
+2 m. Zähne verschieden groß, vorn einige als Fangzähne ausgebildet,
+von ovalem Durchschnitt mit zylindrischer Spitze. Ethmoideum und
+Postfrontale gelenkig verbunden. Palatinum mit hammerartiger
+Verdickung. Augen mit Scleroticalring und drei großen Suborbitalien.
+Kiemendeckel wohl entwickelt, groß. ¡P. molossus¡ Cope. Obere Kreide,
+Kansas. ¡P. Mantelli¡ Newton. Obere Kreide, Europa.
+
+¿Saurocephalus¿ Harlan (¡Saurodon¡ Harlan, ¡Daptinus¡ Cope). Obere
+Kreide, Kansas, England. Zähne von gleicher Größe, vorn und hinten
+zugeschärft. ¡Saurocephalus¡-Arten sind auch aus dem Mittelmiocän von
+Österreich angegeben. Einige Arten sind auf einzelne Zähne gegründet
+und ganz unsicher.
+
+¿Ichthyodectes¿ Cope. Wie ¡Portheus¡, aber kleiner. Zähne klein, alle
+von gleicher Länge. Obere Kreide, Kansas, England, Libanon.
+
+¿Gillicus¿ Hay. Maxilla sichelförmig. Bezahnung reduziert.
+Schädelknochen dünn. Obere Kreide, Kansas.
+
+
+Familie: #Protosphyraenidae.#
+
+¡Schädel mit langer, solider, zylindrisch-konischer Schnauze, welche
+von den verschmolzenen Ethmoiden und Vomer gebildet wird und weit
+über die dreieckigen vorn zugespitzten Zwischenkiefer vorragt. Vomer
+mit zwei langen, in Alveolen stehenden Fangzähnen. Oberkiefer und
+Unterkiefer schlank, mit einer inneren Reihe großer, in Alveolen
+stehender Zähne und zahlreichen äußeren aufgewachsenen Zähnchen.
+Dentale vorn verdickt mit zwei großen Fangzähnen. Suborbitalia
+vorhanden. Brustflossen sehr groß.¡
+
+[Illustration: Fig. 237.
+
+Schädel von ¡Portheus molossus¡ Cope. Ob. Kreide. Fox Cañon, Kansas.
+1/4 nat. Gr. (Nach ~Cope~.)]
+
+[Illustration: Fig. 238.
+
+¡Protosphyraena.¡ Nach A. Smith ~Woodward~. ¡a¡ Brustflosse. ¡r¡
+Vorderer Flossenstrahl, ¡I¡, ¡II¡, ¡VIII¡ Baseoste. ¡b¡ Brustgürtel
+von außen. ¡cor¡ Coracoid, ¡sc¡ Scapula, ¡pc¡ Präcoracoid, ¡I¡, ¡II¡,
+¡VIII¡ Gelenkfacetten für die Baseoste. ¡c¡ Teil der Brustflosse. 1:2.
+Obere Kreide. Surrey.]
+
+A. Sm. ~Woodward~ stellt sie zu den Pachycormiden, jedoch ist der Bau
+der Flossen sehr abweichend; die Wirbelsäule ist nicht sicher bekannt.
+
+¿Protosphyraena¿ Leidy (¡Erisichthe¡ Cope). Die Brustflossen von
+Agassiz als ¡Pelecopterus¡ beschrieben. Zähne in tiefen Gruben.
+Scapula und Coracoid knöchern. Brustflosse sehr lang, aus über 40,
+distal meist zerteilten, proximal flach komprimierten Strahlen
+zusammengesetzt, die nicht miteinander verschmelzen. Vorderrand der
+Flosse mit zahnartigen Hervorragungen, von denen in der proximalen
+Hälfte je einer auf einen Strahl kommt, während distal (wo die
+Strahlen zerteilt sind) in einer Vorragung je zwei Strahlenäste
+endigen. Von diesen Randhöckern laufen leistenartige Wülste quer über
+die Flossenbreite.
+
+Die Pectoralis gelenkt an Coracoid und Scapula mit acht Basalgliedern
+(Baseosten), von denen die beiden oberen sich übereinandergelagert
+haben. Die Angabe eines Prädentale (Felix) beruht auf irriger
+Beobachtung.
+
+¿Pr. ferox¿ Leidy. Obere Kreide von Kansas. Maastricht etc.
+
+[Illustration: Fig. 239.
+
+Zahn von ¡Protosphyraena ferox¡ Leidy. Ob. Kreide. Maestricht. (Nat.
+Gr.)]
+
+
+Familie: #Scopelidae.#
+
+¡Fische mit sehr weiter Kiemenöffnung. Oberrand der Mundspalte
+ausschließlich vom Zwischenkiefer gebildet. Schuppen meist vorhanden,
+aber keine Schilder. Zähne meist schwach, nur auf den Prämaxillen
+zuweilen groß. Mit Fettflosse.¡
+
+[Illustration: Fig. 240.
+
+¡Sardinioides Monasterii¡ v. d. Marck. Ob. Kreide. Sendenhorst.
+Westfalen. 1/2 nat. Gr.]
+
+Fossile Vertreter dieser pelagischen und abyssischen Meerfische
+beginnen in der unteren Kreide von Istrien. (¡Hemisaurida¡ Kner.)
+
+¿Sardinius¿ v. d. Mark. Schuppen ctenoid, Pectoralis mit gegen 18
+Strahlen, Analis mit zirka 20 Strahlen; zirka 45 Wirbel. Obere Kreide,
+Westfalen.
+
+¿Sardinioides¿ v. d. Marck. Prämaxilla zart. Analis sehr klein,
+ganz hinter der Dorsalis. Maxilla hinten breit. Brustflossen klein.
+Schuppen ctenoid. ¡S. Monasterii¡ v. d. Marck. Obere Kreide, Westfalen.
+
+¿Rhinellus¿ Ag. (¡Ichthyotringa¡ Cope). Kleine Fische. Prämaxillen und
+Unterkiefer zu einem derben, langen Rostrum verlängert. Große Zähne.
+Schuppen nicht gezackt. Rückenflosse hoch, Brustflosse sehr groß. ¡Rh.
+furcatus¡ Ag. Obere Kreide, Westfalen, Libanon, Kansas.
+
+¿Leptosomus¿ v. d. Marck. Pectoralis schmal, Analis kurz, gegen 30
+Wirbel. Schuppen cycloid (Unterschied von Sardinius). Obere Kreide,
+Westfalen, Libanon, Kansas.
+
+[Illustration: Fig. 241.
+
+¡Rhinellus furcatus¡ Ag. Ob. Kreide. Sendenhorst, Westfalen. (Nach ~v.
+d. Marck~.)]
+
+¿Dactylopogon¿ v. d. Marck, ¡Osmeroides¡ v. d. Marck, ¡Microcoelia¡
+v. d. Marck, ¡Acrognathus¡ Ag., ¡Nematonotus¡ A. Sm. Woodw.,
+¡Opisthopteryx¡ Pict. Humb., ¡Apateodus¡ A. Sm. Woodw. Obere Kreide.
+
+¿Holosteus.¿ Eocän. Monte Bolca.
+
+¿Scopeloides¿ Wettst. Unteroligocän, Glarus. Sehr verbreitet im
+österreichischen Mittelmiocän (Otolithen).
+
+
+Familie: #Berycidae.#
+
+¡Körper kurz, gedrungen, ziemlich hoch, mit Ctenoidschuppen,
+selten nackt; Seitenlinie deutlich. Orbitae groß, Mundspalte
+schief, Prämaxilla vorstreckbar. Kiefer, meist auch Gaumenbeine mit
+hechelförmigen Zähnen. Kopf mit großen Schleimhöhlen. Kiemendeckel
+mehr oder weniger gezackt oder gekerbt.¡
+
+Die lebenden Beryciden sind Meerfische und meist Bewohner größerer
+Tiefe. Fossil von der Kreide an.
+
+[Illustration: Fig. 242.
+
+¡Beryx Zippei¡ Reuss. Unt. Pläner. Wehlowitz, Böhmen. 1/3 nat. Gr.
+(Nach ~Fritsch~.)]
+
+¿Beryx¿ Cuvier (¡Hoplopteryx¡ Ag.). (Fig. 242.) Kopf kurz;
+Rückenflosse hoch mit mehreren Stacheln, Bauchflossen mit sieben oder
+mehr weichen Strahlen, unter der Brustflosse. Afterflosse mit vier
+Stacheln. Häufig in der oberen Kreide. ¡B. lewesiensis¡ Mont.
+
+¡Pycnosterinx¡ Heckel, ¡Acrogaster¡ Ag., ¡Hoplopteryx¡ Ag.,
+¡Dinopteryx¡ A. Sm. Woodward, ¡Homonotus¡ Dixon, ¡Sphenocephalus¡ Ag.,
+¡Macrolepis¡ v. d. Marck. Obere Kreide.
+
+¿Pristigenys¿ Ag. Eocän. Monte Bolca.
+
+¿Hoplostethus.¿ (Fig. 243.) Große Otolithen, vom Paleocän an,
+besonders häufig im Oligocän und Pliocän (Orciano).
+
+Die noch lebenden Gattungen ¡Holocentrum¡ Gron. und ¡Myripristis¡
+Cuv., bei denen der stacheltragende Teil der Dorsalis sich von dem
+weicheren getrennt hat, im Eocän des Monte Bolca, ¡Myripristis¡ auch
+im Miocän von Malta.
+
+¿Monocentris.¿ Otolithen nicht selten im Oligocän und jüngeren Tertiär
+(Fig. 244).
+
+[Illustration: Fig. 243.
+
+¡Hoplostethus Lawleyi¡ Koken. Pliocän. Orciano b. Pisa. 4:3.]
+
+[Illustration: Fig. 244.
+
+¡Monocentris subrotundus¡ Koken. Oligocän. Lattdorf. Nat. Gr. ¡a¡ von
+außen, ¡b¡ von innen.]
+
+
+Familie: #Aphreidoderidae.#
+
+¡Ausgestorbene, den Beryciden ähnliche Süßwasserfische. Prämaxilla
+nicht vorstreckbar, Seitenlinie nicht erkennbar.¡
+
+¿Amphiplaga¿ Cope, ¡Erismatopterus¡ Cope, ¡Trichophanes¡ Cope. Eocän.
+Nordamerika. Hierher auch die ¡Asineopidae¡, mit ¡Asineops¡ Cope.
+Eocän, Wyoming.
+
+
+Familie: #Cyttidae.#
+
+¡Schädel ohne Schleimhöhlen. Prämaxilla vorstreckbar, Seitenlinie
+nicht erkennbar. Fossil selten.¡ Hierher vielleicht ¡Cyttoides
+glaronensis¡ Wettst., Unteroligocän von Glarus. ¡Zeus¡ von
+Oberoligocän an (Steiermark). Pliocän, Orciano.
+
+
+Familie: #Sciaenidae.# Adlerfische, Umberfische.
+
+Im Tertiär häufig, aber meist nur durch Otolithen bekannt. Eocän,
+Nordamerika, Frankreich. Oligocän, Deutschland. Miocän, Österreich etc.
+
+[Illustration: Fig. 245.
+
+¡Sciaena holsatica¡ Koken. Otolith. Miocän von Langenfelde. Etwa um
+1/3 vergrößert.]
+
+
+Familie: #Percidae.# Barsche.
+
+¡Längliche Fische mit Ctenoidschuppen. Zwischenkiefer, Unterkiefer,
+Vomer und Gaumenbein mit Hechelzähnen. 6-7 Kiemenhautstrahlen. 1 oder
+2 große, mit langen Stacheln versehene Rückenflossen. Bauchflossen
+brustständig, mit einem Stachel vorn und 5 Strahlen.¡ Raubfische fast
+aller Meere und süßer Gewässer. (Fossil von der Kreide an.)
+
+¿Prolates¿ Priem. Ob. Kreide, Mont Aimé.
+
+¿Serranus¿ L. Eocän Belgiens, ¡Cyclopoma¡ Ag., ¡Enoplosus¡ Ag. Eocän,
+Monte Bolca.
+
+¿Centropristis¿ (Otolithen), ¡Dentex¡, Eocän Belgiens; Otolithen
+häufig.
+
+¿Krambergeria¿ Simionescu. Oligocän, Rumänien. ¡Properca¡ Sauvage.
+¡Percichthys¡ A. Sm. Woodw., ¡Pelates¡, ¡Dules¡, ¡Gerres¡, ¡Labrax¡,
+¡Lates¡ Cuv., ¡Acanus¡ Ag., ¡Mioplosus¡ Cope, ¡Perca¡ Art., ¡Smerdis¡
+Ag. (Fig. 246), in tertiären Ablagerungen bekannt.
+
+[Illustration: Fig. 246.
+
+¡Smerdis minutus¡ Ag. Oligocän. Aix, Provence.]
+
+
+Familie: #Pomacentridae.# (¡Glyphidodontidae.¡)
+
+¡Körper ziemlich kurz, komprimiert. Bezahnung der Kiefer schwach.
+Gaumenbein zahnlos. Rückenflosse lang, mit zahlreichen Stacheln,
+Afterflosse mit 2 bis 3 Stacheln. Bauchflossen brustständig mit einem
+Stachel und 5 weichen Strahlen. Untere Schlundknochen verwachsen.¡ In
+tropischen Meeren, wenige Arten in gemäßigten Breiten. Im Skelett von
+den ¡Chromiden¡ nicht sicher zu scheiden.
+
+¿Odonteus¿ Ag. Eocän. Monte Bolca.
+
+¿Priscacara¿ Cope. Eocän (Green River Shales), Wyoming.
+
+
+Familie: #Labridae.# Lippfische.
+
+¡Länglich, mit Cycloidschuppen und wulstigen, fleischigen Lippen.
+Rückenflosse lang, mit gewöhnlich so viel harten als weichen Strahlen.
+Bauchflossen an der Brust, mit einem Stachel und 5 gegliederten
+Strahlen. Kiefer kräftig bezahnt, Gaumenbein zahnlos. Untere
+Schlundknochen verwachsen, stark verdickt, mit derben Mahlzähnen
+besetzt. Auch die oberen Schlundknochen tragen ähnliche Zähne und
+stoßen in der Mittelebene zusammen.¡ Vorwiegend in tropischen Meeren,
+besonders an Riffen.
+
+Die ¿Labriden¿ (¡Scaroidei¡), ¡Chromiden¡ und ¡Pomacentriden¡
+bilden einen Teil der ¡Pharyngognathi¡, zu denen J. Müller auch
+die ¡Scombresociden¡ rechnet. Die Verschmelzung der unteren
+Schlundknochen, die auch bei einzelnen Arten der Percidengattung
+¡Gerres¡ vorkommt, kann allein diese Zusammenstellung nicht
+rechtfertigen. Die ¡Scombresociden¡ gehören in die Nähe der
+¡Cyprinodontiden¡.
+
+[Illustration: Fig. 247.
+
+¡Phyllodus medius¡ Ag. Londonthon. Sheppey. Nat. Gr. (Nach ~Cocchi~.)]
+
+[Illustration: Fig. 248.
+
+¡Nummopalatus multidens¡ Münst. sp. Miocän. Neudörfl a. d. March. ¡a¡
+Untere Schlundknochen mit Zahnpflaster, ¡b¡ ein oberer Schlundknochen.
+Nat. Gr.]
+
+¿Phyllodus¿ Ag. Schlundknochen mit glatten, ebenen Pflasterzähnen.
+Kaufläche der oberen Platte leicht konkav, die der unteren konvex.
+Zähne in Reihen, die der Mittelreihe sehr groß. Meist liegen mehrere
+Schichten Ersatzzähne unter den funktionierenden. Eocän. ¡Ph.
+toliapicus¡ Ag. Londonton. ¡Ph. cretaceus¡ Reuß, obere Kreide, ist
+generisch nicht bestimmbar.
+
+¿Labrodon¿ Gervais (¡Nummopalatus¡ Renault, ¡Pharyngodopilus¡ Cocchi).
+(Fig. 248.) Untere Schlundknochen dreieckig, mit einem Pflaster
+kleiner, rundlicher oder oblonger Mahlzähne bedeckt, von denen
+stets mehrere übereinander liegen (bei ¡Labrus¡ ist immer nur ~ein~
+Ersatzzahn vorhanden). Oberer Schlundknochen kleiner, dreieckig, mit
+Mahlzähnen. Miocän, Pliocän. ¡L. multidens¡ Mstr. sp.
+
+Die lebenden Gattungen ¡Labrus¡ Ag. und ¡Scarus¡ Forsk. (die in
+mehrere Untergattungen aufgeteilt werden), ¡Julis¡, ¡Crenilabrus¡ auch
+im Tertiär. Otolithen von ¡Crenilabrus¡ (¡Symphodus¡ Raf.) im Miocän
+Österreichs. ¡Labrus Valenciennesi¡ Ag. Eocän, Monte Bolca.
+
+¡Egertonia¡ Cocchi, Eocän. ¡Platylaemus¡ Dixon, Eocän.
+¡Pseudosphaerodon¡ Noetling, Unteroligocän, Samland. ¡Taurinichthys¡
+Cocchi, Miocän. ¡Crommyodus¡ Cope, ¡Protautoga¡ Leidy, Miocän.
+¡Stylodus¡ Sauvage, Miocän.
+
+
+Familie: #Chromidae.#
+
+¡Untere Schlundknochen vereinigt, mit erhaltener Naht. Süßwasserfische
+von Afrika, Amerika, Indien.¡
+
+Die Zugehörigkeit von ¡Pycnosterinx¡ Heckel und ¡Omosoma¡ Costa (obere
+Kreide, vgl. S. 138) zu dieser Familie ist sehr unsicher.
+
+
+Familie: #Chaetodontidae.#
+
+¡Körper hoch, zusammengedrückt. Mund klein, vorgestreckt, Kiefer
+mit Borstenzähnen. Vomer und Palatina unbezahnt. Weicher Teil der
+Dorsalflosse größer als der stacheltragende. Analis mit 3-4 scharfen
+Stacheln. Cycloide oder sehr feine ctenoide Schuppen, die sich auf
+einen Teil der unpaaren Flossen hinaufziehen.¡ Tropische Meere.
+
+Von den lebenden Gattungen ¿Ephippus¿ Cuv., ¿Scatophagus¿ Cuv., schon
+Arten im Eocän des Monte Bolca. Ferner ¡Pygaeus¡ Ag., ¡Pomacanthus¡ im
+Eocän des Monte Bolca.
+
+Die nahestehenden ¿Toxotiden¿, mit bezahnten Vomer und Palatinen, sind
+ebenfalls im Eocän des Monte Bolca gefunden. ¡Toxotes antiquus¡ Ag.
+
+¿Gobiidae¿ sind weit verbreitet in limnischen und brackischen
+Schichten, besonders des jüngeren Tertiärs (von Oligocän an), aber
+meist nur durch ihre leicht kenntlichen Otolithen nachgewiesen.
+
+Die nahestehenden ¿Trachiniden¿ sind im Eocän (Monte Bolca) durch
+¡Callipterix¡ Ag. vertreten. Otolithen schon im Eocän (Paleocän von
+Kopenhagen, ¡Tr. seelandicus¡ Koken).
+
+Die ¿Lophiiden¿ sind fossil selten. ¡Lophius brachysomus¡ Ag. Eocän,
+Monte Bolca, die älteste Art von ¡Lophius¡ selbst; ¡L. unicus¡
+Bassoli, ein Otolith aus dem Miocän. ¡Histionotopterus¡ Eastman
+(¡Histiocephalus¡ Zigno), Eocän, Monte Bolca.
+
+[Illustration: Fig. 249.
+
+¡Gobius francofurtanus¡ Koken. Otolith. Untermiocän, Frankfurt a. M.
+10:1.]
+
+
+Familie: #Chirotrichidae.#
+
+¡Ausgestorbene, pelagische, zum Teil fliegende Fische. Oberer Mundrand
+von der stabförmigen Prämaxilla gebildet. Bezahnung schwach. Paarige
+Flossen sehr groß; Bauchflossen weit vorn. Keine Gularplatten. Wirbel
+in der Abdominalregion mit derben Querfortsätzen.¡ Kreide.
+
+¿Chirothrix¿ Pictet. Mit enormen, dicht hinter den kleineren
+Brustflossen stehenden Bauchflossen. Der 5. Brustflossenstrahl ist
+fadenförmig verlängert. Ob. Kreide. Libanon, Westfalen.
+
+[Illustration: Fig. 250.
+
+¡Chirothrix libanicus¡ Pict. et Humb. Obere Kreide, Libanon.
+Rekonstruktion von A. Sm. ~Woodward~. Catalogue of the Fossil Fishes
+in the British Museum. IV. Mit Erlaubnis der Trustees des Brit.
+Museum.]
+
+¿Telepholis¿ v. d. Marck. Ob. Kreide, Westfalen. ¡Exocoetoides¡ Davis.
+Ob. Kreide, Libanon.
+
+Von den nahe verwandten Familien der ¿Mugiliden¿, ¿Sphyraeniden¿ und
+¿Atheriniden¿ kommen Vertreter schon in der oberen Kreide von Colorado
+und Neumexiko vor: ¡Syllaemus¡, ¡Apsopelix¡, ¡Pelycorapis¡ Cope. Im
+Eocän des Monte Bolca finden sich ¡Sphyraena¡, ¡Rhamphognathus¡,
+¡Mesogaster¡, ¡Atherina¡, im oberen Eocän von Aix ¡Mugil princeps¡
+Ag., im Obermiocän Kroatiens ¡Sphyraena¡.
+
+
+Familie: #Teuthiidae.#
+
+¡Perciden mit nur einem Zahn auf dem Kieferrand. Fossil selten.¡
+
+¿Archaeoteuthis¿ Wettst., Unteroligocän, Glarus.
+
+[Illustration: Fig. 251.
+
+Oberkiefer von ¡Chrysophrys aurata¡ Lin. Rezent. Mittelmeer.]
+
+[Illustration: Fig. 252.
+
+Oberkiefer eines rezenten ¡Sargus¡ aus dem Mittelmeer. ¡a¡ von außen,
+¡b¡ von innen. (Nat. Gr.)]
+
+
+Familie: #Sparidae.# ~Meerbrassen.~
+
+¡Bunte, ziemlich hohe Fische mit feingezackten Ctenoidschuppen.
+Opercularia ohne Stacheln. Kiefer vorn mit schneidenden oder
+kegelförmigen Zähnen, hinter welchen meist mehrere Reihen rundlicher
+oder ovaler Pflasterzähne folgen. Gaumenbeine und Vomer zahnlos.
+Rückenflosse ungeteilt, der stachlige Teil dem weichen ziemlich
+gleich. Analis mit 3 Stacheln. Bauchflossen brustständig, mit einem
+Stachel und 5 Strahlen.¡ Verbreitet besonders in tropischen Meeren,
+an muschelreichen Küsten und Riffen. Sie leben hauptsächlich von
+Mollusken und Krebsen (conchivore Bezahnung).
+
+¿Pagrus¿ Cuv. und ¿Pagellus¿ Cuv. Lebend und tertiär. ¡Pagellus¡
+besonders durch Otolithen nachgewiesen. ¡Pagellus leptosteus¡ Ag., ob.
+Kreide, Libanon, ist sehr zweifelhaft. ¡P. microdon¡ Ag. Eocän, Monte
+Bolca.
+
+¿Sparnodus¿ Ag., Eocän, Monte Bolca; ¡Chrysophrys¡ Cuv., ¡Sargus¡ Cuv.
+(¡Trigonodon¡ Sismonda, Fig. 252), ¡Box¡ (Otolithen), tertiär und
+lebend.
+
+Die nahestehenden ¿Pristipomatiden¿ sind schon aus dem Eocän des Monte
+Bolca bekannt (¡Pr. furcatum¡ Ag.), die ¡Apogonidae¡ ebenfalls aus
+dem Eocän (¡Apogon macrolepis¡ Storms, Eocän, Belgien). Otolithen von
+¡Apogon¡ von Paleocän an.
+
+
+Familie: #Palaeorhynchidae.#
+
+¡Langgestreckte, seitlich zusammengedrückte Fische. Schnauze in einen
+langen Schnabel ausgezogen. Kiefer zahnlos oder mit winzig kleinen
+Zähnchen. Rückenflosse vom Nacken bis zum Schwanz, Afterflosse vom
+After bis zur gespaltenen Schwanzflosse reichend. Bauchflossen
+brustständig, mit mehreren Strahlen. Wirbel lang, Fortsätze und Rippen
+dünn.¡
+
+¿Palaeorhynchus¿ Blv. (¡Hemirhynchus¡ Ag.) (Fig. 253.)
+
+[Illustration: Fig. 253.
+
+¡Palaeorhynchus Zitteli¡ Kramb. sp. Ob. Eocän. Rajcza, Galizien. 1/3
+nat. Gr.]
+
+¿P. Deshayesi¿ Ag. Lutétien von Paris. Buchsweiler im Elsaß. ¡P.
+Zitteli¡ Kramb., Obereocän von Galizien. ¡P. glarisianus¡ Blv.,
+Unteroligocän, Glarus.
+
+
+Familie: #Trichiuridae.# Degenfische.
+
+¡Fast bandförmige, zusammengedrückte Raubfische mit weiter Mundspalte.
+Kiefer und Gaumenbeine mit kräftigen, konischen Zähnen. Rückenflosse
+und Afterflosse sehr lang, mit ungegliederten Strahlen. Bauchflossen
+brustständig, zuweilen verkümmert, Schwanzflosse oft fehlend. In
+tropischen und subtropischen Meeren, in der Nähe der Küsten, aber auch
+abyssisch.¡
+
+¿Lepidopus¿ Gouan (¡Anenchelum¡ Blv., ¡Lepidopides¡ Heckel), aus
+den unteroligocänen Schiefern von Glarus, den Melinitschiefern der
+Karpathen (¡L. carpathicus¡ Kramb.) Obermiocän, Sizilien, Toskana.
+
+¿Trichiurichthys¿ Sauvage, ¡Hemithyrsites¡ Sauv., Miocän von Licata
+(Sizilien.)
+
+
+Familie: #Carangidae.# Bastard-Makrelen.
+
+¡Körper zusammengedrückt, meist hoch, nackt oder mit nur kleinen
+Schuppen. Mundspalte klein, Bauchflossen brustständig, zuweilen
+rudimentär oder fehlend. Stacheliger Teil der Rückenflosse kürzer
+als der weiche. Im Lauf der Seitenlinie, meist größere Schuppen oder
+Schilder. Raubfische in tropischen und gemäßigten Breiten.¡ Fossil von
+der Kreide an.
+
+¿Platax¿ Cuv. Körper sehr hoch und komprimiert, mit enormen Rücken-
+und Afterflossen. Keine Schilder in der Seitenlinie. Kleine
+Ctenoidschuppen. Zähne bürstenförmig, an der Spitze dreiteilig.
+Fraglich obere Kreide, Libanon. Eocän, Monte Bolca; Crag von Norfolk
+und lebend.
+
+[Illustration: Fig. 254.
+
+¡Lepidopus (Anenchelum) Glarisianus¡ Ag. Obereocäner Schiefer von
+Matt bei Glarus. ¡a¡ Kopf, ¡b¡ ein Stück des Rumpfes nat. Gr. (Nach
+~Wettstein~.)]
+
+¿Semiophorus¿ Ag. (Fig. 255). Stacheltragender Teil der Rückenflosse
+ausgedehnt und viel höher als der hintere Abschnitt. Eocän. ¡S.
+velifer¡ Ag., Eocän, Monte Bolca. Belgien.
+
+¿Proantigonia¿ Kramb. Oligocän, Rumänien. Obermiocän, Kroatien.
+Hierher auch ¡Amphistium¡ Ag.[54], ¡Vomer¡ Cuv., ¡Caranx¡ Cuv. (Eocän,
+Monte Bolca; Obermiocän, Österreich), ¡Carangopsis¡ Ag., ¡Lichia¡
+Cuv., ¡Ductor¡ Ag., ¡Trachynotus¡ Lacép., ¡Seriola¡, ¡Equula¡ Cuv.,
+¿Acanthonemus¿ Ag. (Fig. 256) u. a.
+
+
+Familie: #Acronuridae# (Acanthuridae).[55]
+
+¡Körper komprimiert, hoch, mit sehr kleinen Schuppen. Am Schwanz
+seitlich gewöhnlich 1-3 Hautschilder oder Stacheln. Afterflosse
+mit 2-3 Stacheln. Bauchflossen brustständig. Kieferzähne in einer
+einzigen Reihe, oft gelappt, vorn häufig als Schneidezähne entwickelt.
+Tropische Meere, besonders in der Nähe von Riffen.¡
+
+¿Aulorhamphus¿ Zigno (¡Calamostoma¡ Steind. non Ag.), Eocän, Monte
+Bolca. ¡Apostasis¡ Kramb., Oligocän, Miocän.
+
+Die rezenten Gattungen ¡Acanthurus¡ Lacép. und ¡Naseus¡ Commerson vom
+Eocän an (Monte Bolca, Lutétien). Miocän, Wiener Becken.
+
+[Illustration: Fig. 255.
+
+¡Semiophorus velifer¡ Ag. Eocän. Monte Bolca. 1/2 nat. Gr. (Nach
+~Agassiz~.)]
+
+[Illustration: Fig. 256.
+
+¡Acanthonemus filamentosus¡ Ag. Eocän. Monte Bolca. 2/3 nat. Gr. (Nach
+~Agassiz~.)]
+
+
+Familie: #Stromateidae.#
+
+¡Vor der langen Dorsalis und Analis einige verkürzte Stacheln. Körper
+hoch. In tropischen und gemäßigten Breiten.¡
+
+¿Omosoma¿ Costa. Obere Kreide Libanon. ¡Platycormus¡ v. d. Marck.
+Obere Kreide, Westfalen. ¡Berycopsis¡ Dixon, Obere Kreide, England.
+
+
+Familie: #Coryphaenidae.#
+
+¡Körper seitlich zusammengedrückt. Eine lange Dorsalis ohne Stacheln,
+auch die lange Analis ohne Stacheln. Kleine Cycloidschuppen. Pelagisch
+in tropischen und gemäßigten Breiten.¡
+
+¿Goniognathus¿ Ag. Eocän, Monte Bolca (auch als ¡Scorpaenide¡
+aufgeführt). ¿Mene¿ Lacép. Körper oval, sehr komprimiert, mit sehr
+entwickeltem, scharfkantigem Abdomen. Bauchflossen brustständig, vorn
+mit sehr langem Stachel. Vom Eocän an. ¡M. rhombus¡, Monte Bolca.
+
+[Illustration: Fig. 257.
+
+¡Mene (Gasteronemus) rhombeus¡ Ag. Eocän. Monte Bolca. 1/2 nat. Gr.]
+
+
+Familie: #Scombridae.# Makrelen.
+
+¡Körper gestreckt, nackt oder kleinschuppig. Zähne konisch. Zwei
+Rückenflossen, deren hintere meist aus getrennten Büscheln besteht.
+Bauchflossen brustständig.¡ Vom Eocän an.
+
+¿Thynnus¿ Cuv. (¡Orcynus¡ Cuv.) Thunfisch. Meist große, zylindrische
+Fische. Vordere Dorsalis mit 12-14 nicht sonderlich langen Stacheln;
+auf die sehr genäherte zweite Dorsalis folgen 6-9 getrennte
+Flossenbüschelchen. Zähne klein. Mehrere Arten im Eocän des Monte
+Bolca. Miocän, Pliocän (Crag).
+
+¿Cybium¿ Cuv. Eocän, Oligocän (Belgien), Miocän. Hierher auch
+¡Scomberodon¡.
+
+¿Pelamycybium¿ Toula, Kongerienschichten bei Wien.
+
+¿Sphyraenodus¿ Ag. (= ¡Dictyodus¡ Owen). Oligocän (Mainzer Becken),
+Miocän.
+
+¿Scomber¿ Art., ¡Auxis¡ Cuv. vom Miocän (Kroatien) an.
+
+¿Eothynnus¿ A. Sm. Woodw. (¡Coelocephalus¡ Ag.) Untereocän.
+
+¿Aeropoma¿ Owen, ¡Eocynodon¡ Owen, ¡Xiphopterus¡ Ag., Eocän, Monte
+Bolca.
+
+[Illustration: Fig. 258.
+
+¡Lepidocottus brevis¡ Ag. sp. Miocän. Oeningen. Baden. Nat. Gr. (Nach
+~Agassiz~.)]
+
+[Illustration: Fig. 259.
+
+¡Trigla elliptica¡ Koken. Otolith. Mitteloligocän, Söllingen. 7:1.]
+
+¿Palimphyes¿, ¡Isurichthys¡ A. Sm. Woodw. (¡Isurus¡ Ag.), ¡Echeneis¡
+Art. Unteroligocän, Glarus.
+
+
+Familie: #Xiphiidae.# Schwertfische.
+
+¡Langgestreckte Fische. Die Prämaxillen sind zu einem Rostrum
+entwickelt. Zähne schwach oder fehlend. Dorsalis sehr lang, mit
+wenigen Stacheln. In tropischen und subtropischen Meeren.¡
+
+Lebend ¡Histiophorus¡ Lac. (auch tertiär), ¡Tetrapterus¡ Cuv.,
+¡Xiphias¡ L., ¡Xiphiorhynchus¡ Beneden, ¡Brachyrhynchus¡ Ben., Eocän.
+
+
+Familie: #Scorpaenidae.#
+
+¡Präoperculum oder mehrere Knochen des Kopfes mit Stacheln.
+Circumorbitalia durch eine Knochenbrücke mit dem Präoperculum
+verbunden. Brustflosse mit breiter Basis. Beckenflosse brustständig,
+mit 1 Stachel und höchstens 5 Strahlen.¡
+
+¿Ampheristus¿ König. Eocän. ¡Histiocephalus¡ Zigno, ¡Scorpaenoides¡
+Priem, Eocän. ¡Scorpaenopterus¡ Steindachn., ¡Ctenopoma¡ Heckel,
+Miocän. ¡Scorpaena¡ von Miocän an.
+
+
+Familie: #Cottidae.#
+
+¡Kopf flach, breit. Posttemporale frei. Supraclavicula normal.¡
+
+¿Eocottus¿ A. Sm. Woodw. Eocän, Monte Bolca. ¡Lepidocottus¡ Sauvage,
+Oligocän, Miocän. (Fig. 258.) ¡Cottus¡ L., Mitteloligocän, Belgien.
+
+
+Familie: #Triglidae.#
+
+¡Wangen von den großen Suborbitalien bedeckt. Posttemporale mit dem
+Schädel verschmolzen, Supraclavicula rückwärts verlängert und mit dem
+Posttemporale im Kontakt.¡
+
+¿Trigla¿ L. (Fig. 259.) Otolithen vom Eocän an. Miocän. ¡Trigloides¡
+Beneden; Miocän, Pliocän. Auch ¡Podopteryx¡ Sauvage, Miocän, gehört
+wohl hierher.
+
+
+Familie: #Aulostomidae.#
+
+¡Langgestreckte Fische mit röhrenförmiger Schnauze und kleinem,
+endständigem Munde. Dorsalis weit nach hinten gerückt. Stacheln
+wenig entwickelt. Zähne klein. Schuppen fehlend oder klein.
+Hinterhaupt gelenkig mit der Wirbelsäule verbunden. In tropischen und
+subtropischen Meeren.¡
+
+¿Solenognathus¿ Pictet u. Humb. Obere Kreide, Libanon.
+
+¿Fistularia¿ L., ¡Aulostoma¡ Lacép., ¡Urosphen¡ Ag., ¡Rhamphosus¡ Ag.
+schon im Eocän, Monte Bolca.
+
+
+Familie: #Centriscidae.#
+
+¡Schnauze röhrenförmig, mit kleinem, endständigem Munde. Keine Zähne.
+Schuppen fehlend oder klein. Rücken mit einheitlichem Panzer oder
+einzelnen Hautschildern. Zwei Rückenflossen, weit zurückgeschoben, die
+vordere mit Stacheln. Bauchflossen reduziert.¡
+
+¿Amphisyle¿ (Klein) Cuv. Lang, seitlich zusammengedrückt. Rückenpanzer
+hinten mit langem Stachel. Ind. und passiv. Ozean. Obereocäne
+Menilitschiefer von Galizien (¡A. Heinrichi¡ Heck.); Melettaschichten
+im Ober-Elsaß und Wiener Becken.
+
+[Illustration: Fig. 260.
+
+¡Amphisyle Heinrichi¡ Heckel. Ob. Eocän. Krakowiza. Karpathen. Nat.
+Gr. (Nach ~Heckel~.)]
+
+
+Familie: #Blochiidae.#
+
+¡Langgestreckte Fische mit sehr langer, schnabelartiger Schnauze,
+welche von den gleichmäßig verlängerten, mit Bürstenzähnen besetzten
+Kiefern gebildet wird. Der ganze Körper mit herzförmigen oder
+rhombischen, meist gekielten, imbrizierenden Knochenschuppen bedeckt.
+Rückenflosse im Nacken beginnend und fast bis zum Schwanz reichend,
+aus entfernt stehenden langen Stacheln zusammengesetzt; Afterflosse
+ähnlich, in der Mitte des Rumpfes beginnend. Bauchflossen klein, unter
+den Brustflossen. Schwanzflosse groß.¡
+
+[Illustration: Fig. 261.
+
+¡Blochius longirostris¡ Volta. Eocän. Monte Bolca bei Verona. 1/6 nat.
+Gr. (Nach ~Agassiz~.)]
+
+Einzige Gattung ¿Blochius¿ Volta (Fig. 261), Eocän, Monte Bolca.
+
+¿Pterygocephalus¿ Ag. (Eocän, Monte Bolca) gehört vielleicht zu den
+¡Blenniiden¡.
+
+
+Familie: #Ophiocephalidae.#
+
+¡Körper lang, vorn rundlich. Dorsalflosse lang, ohne Stacheln;
+Afterflosse ebenso, aber kürzer. Bauchflossen brustständig oder
+fehlend. Schwanzflosse gerundet. Akzessorische Hohlräume neben der
+Kiemenhöhle. Suprabranchialorgan angeblich fehlend. In Flüssen und
+Sümpfen, oft am Lande. Afghanistan -- indische Inseln.¡
+
+
+Familie: #Labyrinthici.#
+
+¡Anal- und Dorsalflossen mit Stacheln. Körper kürzer als bei
+Ophiocephaliden. Unteres Suprabranchialorgan der Luftatmung angepaßt.
+Flüsse, Sümpfe und Brackwasser, oft lange auf dem Lande. Asien,
+Südafrika.¡
+
+¿Anabas¿ Cuv., ¡Polyacanthus¡ Cuv., ¡Osphromenus¡ Lacép.,
+¡Trichogaster¡ Bl. Selten tertiär.
+
+
+Unterordnung. #Lophobranchii.#
+
+¡Kiemen in Büscheln an den Kiemenbogen, durch einen einzigen Deckel
+geschützt (Opercularia zu einer Platte verschmolzen). Schnauze
+röhrenförmig verlängert, Mund klein, terminal, Kiefer zahnlos. Haut
+mit dünnen Knochenplatten. Brustflossen, häufig auch Schwanz- und
+Afterflossen verkümmert. Die Fische schwimmen in aufrechter Haltung
+mittels der Rückenflossen.¡
+
+Die langgestreckten ¿Solenostomiden¿ haben in ¡Solenorhynchus¡ Heckel
+einen eocänen Vorläufer (M. Postale); ¡Siphonostoma¡ (lebend im
+Mittelmeer) im Obermiocän von Licata (Sizilien) und Gabbro (Toskana).
+
+[Illustration: Fig. 262.
+
+¡Siphonostoma Albyi¡ Sauvage. Ob. Miocän. Licata, Sizilien. (Nach
+~Sauvage~.)]
+
+Auch die ¿Syngnathiden¿ treten schon eocän auf. ¡Syngnathus¡ im
+Eocän, Monte Bolca, Oligocän, Rumänien, und Obermiocän, Österreich.
+¡Pseudosyngnathus¡ und ¿Calamostoma¿, Eocän, Monte Bolca. Einige Arten
+der ¡Syngnathiden¡ (so von ¡Dorcichthys¡) gehen in die Flüsse.
+
+Die ¿Hippocampiden¿ (Seepferdchen), die sich mit ihrem Wickelschwanz
+an treibende Sachen klammern, sehr selten im Tertiär.
+
+
+Unterordnung. #Plectognathi.#
+
+¡Haut mit rauhen Schuppen, knöchernen Stacheln oder Schildern, selten
+nackt. Skelett unvollständig verknöchert. Wirbel wenig zahlreich.
+Kiemen kammförmig. Kiemenspalte eng und klein. Oberkiefer und
+Zwischenkiefer unbeweglich miteinander verwachsen. Rückenflosse
+gegliedert, der Afterflosse gegenüber; Bauchflosse fehlend oder durch
+Stacheln ersetzt.¡
+
+
+Familie: #Gymnodontidae.#
+
+¡Körper kurz, bauchig; Kiefer schnabelartig, oben und unten mit
+schneidender, ungeteilter oder aus zwei Hälften zusammengesetzter
+Zahnplatte. Keine Rückenstacheln. Körper mit Knochenstacheln.¡ Tertiär
+und lebend.
+
+~Portis~[56] unterdrückt alle für fossile ¡Gymnodonten¡
+vorgeschlagenen Gattungen (¡Heptadiodon¡, ¡Gymnodus¡, ¡Progymnodus¡)
+und unterscheidet nur drei Sektionen innerhalb ¡Diodon¡.
+
+¿Diodon¿ im Eocän, Oligocän, Miocän. ¡Progymnodus¡ Dames, Obereocän.
+Ägypten. ¡Heptadiodon¡, Eocän des Monte Postale. ¡Tetrodon¡ L. Eocän,
+Pliocän, Italien. ¡Orthagoriscus¡ L., Pliocän, Belgien.
+
+
+Familie: #Sclerodermidae.#
+
+¡Kiefer mit einer kleinen Anzahl getrennter Zähne. Haut mit Schuppen
+oder rauh. Meist Rückenstachel vorhanden.¡ Tertiär und lebend.
+
+[Illustration: Fig. 263.
+
+¡Calamostoma Canossae¡ Heckel sp. Eocän. Monte Bolca. (Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 264.
+
+Schlundzähne von ¡a¡ ¡Ancistrodon libycus¡ Zitt. Ob. Kreide. Gasr
+Dachl. Libysche Wüste. ¡b¡ ¡Ancistrodon armatus¡ Gervais sp. Eocän.
+Mokkatam bei Cairo. (Nach ~Dames~.)]
+
+¿Ostracion¿ L. und ¡Protobalistum¡ Massal. im Eocän, Monte Bolca.
+
+¿Acanthoderma¿ Ag., ¡Acanthopleurus¡ Ag., Unteroligocän, Glarus.
+
+Die als ¿Ancistrodon¿ Roemer (Fig. 264) beschriebenen Zähne aus der
+oberen Kreide, dem Eocän und Oligocän sind nach ~Dames~ Schlundzähne
+von ¡Sclerodermiden¡.
+
+
+Fußnoten:
+
+[1] ¡Gegenbaur¡, Vergleichende Anatomie der Wirbeltiere. I. II. --
+Grundriß der vergleichenden Anatomie. 2. Aufl. 1878. -- ¡Bütschli¡,
+C., Vorlesungen über die vergleichende Anatomie. I. Leipzig 1910.
+
+[2] ¡Cuvier¡ et ¡Valenciennes¡, Histoire natur. des Poissons. Paris
+1828-49. 22 Bde. -- ¡Agassiz L.¡, Recherches sur les poissons
+fossiles. 5 Bde. in 4^o mit Atlas. Neuchâtel 1833-43. -- ¡Müller
+Joh.¡, Über den Bau und die Grenzen der Ganoiden und das natürliche
+System der Fische. Abhandl. Berl. Akad. für 1844 (1846). -- ¡Cope
+Edw.¡, Classification of fishes. Trans. Amer. Philos. Soc. 1870. S.
+449, und Proceed. Amer. Assoc. Advancem. Sc. 1871. S. 326. -- ¡Günther
+Alb.¡, An introduction to the Study of fishes. Edinburgh 1880. --
+¡Woodward¡, ¡A. Smith¡, Catalogue of the fossil fishes in the British
+Museum. Part I-IV. 1889-1901. -- ¡Pander Chr. H.¡, Monographie der
+fossilen Fische des silurischen Systems des russisch-baltischen
+Gouvernements. St. Petersburg 1856. -- ¡Agassiz L.¡, Monographie des
+poissons fossiles du vieux grès rouge. Neuchâtel 1844. -- ¡Huxley
+Th.¡, Preliminary essay upon the systematic arrangement of the fishes
+of the devonian epoch. Mem. geol. Surv. Un. Kingdom 1861. -- ¡Newberry
+J. S.¡, Description of fossil fishes. Geol. Surv. Ohio. Palaeontology.
+vol. I u. II. Columbus 1873. -- ¡Newberry J. S.¡, ¡Worthen¡ and ¡St.
+John¡, Geol. Surv. Illinois. vol. II 1866, vol. IV 1870 u. vol. VII
+1873. -- ¡Newberry J. S.¡, Palaeozoic fishes of N. America. Washington
+1889. -- ¡Quenstedt F. A.¡, Der Jura. Tübingen 1858. -- ¡Wagner A.¡,
+Beiträge zur Kenntnis der in den lithogr. Schiefern abgelagerten
+urweltl. Fische. Abhandl. Bayer. Akad. Bd. VI 1851 und IX 1861-63. --
+¡Thiollière V.¡, Description des poiss. foss. provenants des gisements
+coralliens du Jura dans le Bugey. Lyon. I u. II. 1854 u. 1873. --
+¡Pictet E. J.¡, Description de quelques poiss. foss. du Mont-Liban.
+Genève 1850. -- ¡Pictet E. J.¡, et ¡Humbert A.¡, Nouv. rech. s. l.
+poiss. foss. du Mont-Liban. 1866. -- ¡Davis J. W.¡, Fossil fishes of
+the Chalk of Mount Libanon. Trans. Roy. Soc. Dublin 1887. 4^o. --
+¡Cope E. D.¡, Report of the U. S. geol. Survey of the Territories.
+vol. II. The Vertebrates of the cretaceous formations of the West.
+Washington 1875. -- ¡Marck W. v. d.¡, Fossile Fische etc. aus der
+jüngsten Kreide in Westfalen. Palaeontographica XI, XV, XXII, XXXI,
+XLI. 1863-94. -- ¡Volta S.¡, Ittiologia Veronese. Verona 1796. --
+¡Heckel J. J.¡, Beiträge zur Kenntnis der fossilen Fische Österreichs
+I 1849. II 1856. Denkschr. Wiener Akad. Bd. XI. -- ¡Heckel J. J.¡ und
+¡Kner¡, Neue Beiträge etc. ibid. 1861. Bd. XIX. -- ¡Zigno Ach. di¡,
+Catalogo ragionato dei pesci fossili di Monte Bolca. Atti R. Istit.
+Veneto di Sc. 1874. -- ¡Sauvage H. E.¡, Mem. sur la faune ichthyol.
+de la periode tertiaire. Ann. Sc. géol. IV u. IX. -- ¡Baudelet¡,
+Rech. s. l. structure et le dével. des écailles des poissons. Arch.
+Zool. expérimentale 1873. Bd. II. -- ¡Gegenbaur¡, Grundzüge d.
+vergleich. Anatomie. 1870. -- ¡Hertwig O.¡, Bau u. Entwickelung
+der Placoidschuppen und d. Zähne d. Selachier. Jenaer Zeitschr. f.
+Naturwiss. 1874. -- Über das Hautskelett d. Fische. Morpholog. Jahrb.
+Bd. II, V, VII. -- ¡Hofer Br.¡, Über den Bau und die Entw. d. Cycloid-
+und Ctenoidschuppen. Ges. f. Morphol. und Physiol. München 1889. --
+¡Klaatsch H.¡, Zur Morphol. d. Fischschuppen etc. Morphol. Jahrb. XVI.
+1890. -- ¡Kölliker¡, Über verschied. Typen in d. mikroskop. Struktur
+d. Skelettes d. Knochenfische. Verh. phys. medic. Ges. Würzburg.
+1858. -- ¡Nickerson¡, The development of the scales of Lepidosteus.
+Bull. Mus. Compar. Zool. 1893. XXIV. -- ¡Reißner¡, Über die Schuppen
+v. Polypterus u. Lepidosteus. Arch. f. Anatom. Physiol. 1859. --
+¡Williamson¡, On the microscop. structure of the scales and dermal
+teeth of some Ganoid and Placoidfishes. Phil. Transact. 1849. I.
+
+[3] Das Opisthoticum, auch Intercalare, ist bei Fischen meist ein
+Deckknochen.
+
+[4] ¡Bassoli G. G.¡, Otoliti fossili terziarii dell'Emilia. Riv.
+Italiana di Palaeontologia, 1906. -- ¡Koken E.¡, Über Fisch-Otolithen
+etc. (Zeitschr. d. geol. Ges. 1884). -- Neue Untersuchungen an
+tertiären Fischotolithen (ebenda 1889, 1891). -- ¡Priem F.¡, Sur
+les otolithes des poissons éocènes du bassin Parisien (Bull. soc.
+géol. France. 1906). -- ¡Schubert R. J.¡, Die Fischotolithen des
+österr.-ungar. Tertiärs. (Jahrb. geol. Reichsanst. 1903, 1905, 1906.)
+
+[5] Vgl. ¡Gill¡, Arrangement of the families of fishes.
+Smithson-Miscell. Coll. 247. 1872. S. IX.
+
+[6] Fossile Cyclostomen. Als ¡Palaeospondylus Gunni¡ sind von Traquair
+Reste aus den Übergangsschichten zwischen Silur und Devon (Passage
+beds) bekannt gegeben. Vgl. W. J. Sollas und J. B. J. Sollas: An
+account of the devonian fish Palaeosp. Gunni. Philos. Trans. Roy. Soc.
+London. Series B. Vol. 196. 1903. Die Rekonstruktion, die allein in
+die Lehrbücher übergegangen ist, erweckt aber eine falsche Vorstellung
+von dem wirklichen Erhaltungszustand, den Fig. 30 zum Ausdruck
+bringt; es sei auf die objektive Diskussion durch Sollas verwiesen.
+Die gefundenen Reste bestehen aus einer Art Kohle; fast dieselbe
+Zusammensetzung haben im gleichen Lager gefundene Coccosteus-Reste.
+Der Schluß, daß auch das Skelett von Palaeospondylus ursprünglich
+Knochen war, ist aber deswegen noch nicht berechtigt. Die Frage, wohin
+diese Reste zu stellen sind, ist nicht beantwortet.
+
+[Illustration: Fig. 30.
+
+¡Palaeospondylus Gunni¡ Traquair.
+
+¡A¡ Abbildung eines Vorkommenstücks. Unterer Old Red Sandstone,
+Caithness. 5:1. ¡B¡ Wachsmodell. 10:1. (Nach ~Sollas~.)]
+
+[7] ¡Jaekel O.¡, Über Tremataspis und Pattens Ableitung der
+Wirbeltiere. (Zeitschr. geol. Ges. 1903. Protoc. S. 84 ff. -- Über die
+Organisation und systematische Stellung der Asterolepiden. (Protok.
+Zeitschr. geol. Ges. 1903). -- Über Tremataspis und Pattens Ableitung
+der Wirbeltiere von Arthropoden. (Protok. Zeitschr. Geol. Ges. 1903).
+-- Neue Wirbeltierfunde a. d. Devon von Wildungen. (Sitz.-Ber. Ges.
+naturf. Freunde, Berlin. 1906). -- ¡Patten William¡, On the structure
+and classification of the Tremataspidae. (Mém. Acad. Impér. d. Sci.
+St.-Pétersbourg. XIII. Bd., Nr. 5. 1901.
+
+[8] ¡R. H. Traquair¡, Report on fossil Fishes collected by the Geol.
+Survey of Scotland in the Silurian Rocks of the South of Scotland
+(Trans. Roy. Soc. Edinburgh. XXXIX. Part III. No. 32. 1899) und Ders.,
+Supplementary Report. ibid. No. 33. 1900.
+
+[9] ¡R. H. Traquair¡. On Thelodus Pagei Powrie sp. from the Old Red
+Sandstone of Forfarshire. (Trans. Roy. Soc. Edinburgh. Vol. XXXIX.
+Part III. No. 21. 1899.)
+
+[10] ¡R. H. Traquair¡, The lower devonian fishes of Gemünden. Trans.
+Roy. Soc. Edinb. XL. 1903. Supplement. ibidem. XLI. 1905.
+
+[11] ¡Alth, Al. v.¡, Über Pteraspis, Cyathaspis und Scaphaspis.
+Beiträge zur Paläontologie Österreich-Ungarns von ~Mojsisovics~ und
+~Neumayr~. II. 1886. -- ¡Claypole, E. W.¡, Pteraspidian fishes in the
+upper Silurian Rocks of North-America. Quart. journ. geol. Soc. 1885.
+vol. XIII p. 48. -- ¡Dollo, L.¡, Le Pteraspis dans l'Ardenne. (Comptes
+Rendus. 1903). -- ¡Drevermann, F.¡, Über Pteraspis dunensis F. Roe.
+sp. (Zeitschr. d. geol. Ges. 56. Bd. 1904). -- ¡Huxley Th.¡, Über
+Cephalaspis und Pteraspis. Quart. journ. geol. Soc. 1856. vol. XII p.
+100, 1858 vol. XIV p. 267, 1861 vol. XVII p. 163. -- ¡Kner, R.¡, Über
+Cephalaspis Lloydii und Lewisii. ~Haidinger~, Naturw. Abhandl. 1847
+Bd. I. -- ¡Kunth, A.¡, Über Pteraspis. Zeitschr. d. deutsch. geol.
+Gesellsch. 1872 Bd. XXIV S. 1. -- ¡Lankaster, Ray¡, and ¡Powrie J.¡,
+A Monograph of the fishes of the old red Sandstone. I. Cephalaspidae.
+Palaeont. Soc. 1868. -- ¡Lériche, M.¡, Le Pteraspis de Liévin (Pas de
+Calais), Pt. Crouchi Lank. (Ann. Soc. géol. du Nord. XXXII. 1903). --
+¡Lindström, G.¡, On remains of a Cyathaspis from the Silurian strata
+of Gotland. (Svensk. Vet. Akad. Handl. Bihang. 21. 1895.) -- ¡Roemer,
+Ferd.¡, Über Palaeoteuthis Dunensis. Palaeontographica 1856 Bd. IV.
+-- ¡Woodward, Smith A.¡, Catalogue of the fossil fishes. II. 1891. --
+Guide to the fossil Reptiles etc. in the British Museum. 1905.
+
+[12] Pteraspis dunensis Drevermann zeigt nach ¡Drevermanns¡ Angaben
+Knochenzellen. Zeitschr. d. deutsch. geol. Ges. 1904. S. 205.
+
+[13] ¡Huxley Th.¡, Über Cephalaspis und Pteraspis. Quart. Journ.
+Geol. Soc. 1856. 1858. 1861. -- ¡Lankaster R.¡ u. ¡Powrie J.¡,
+Palaeontograph. Soc. 1868. A monograph of the fishes of the old red
+sandstone. -- ¡Rohon V.¡, Die obersilurischen Fische von Oesel. Mem.
+Acad. Imp. Pétersbourg. 1892. Bd. 38. No. 13. 1893. 40. Bd. No. 5. Zur
+Kenntnis der Tremataspiden. Mélanges géol. et paléont. Pétersbourg
+1893. Weitere Mitteil. über die Gattung Thyestes. Bull. Acad. Imp.
+Pétersbourg. (5. Ser.) Bd. IV. 1896. -- ¡Rohon V.¡, Die Segmentierung
+am Primordialcranium der obersilurischen Thyestiden. Verh. russ.
+mineral. Ges. Petersburg 1895. -- ¡Schmidt Fr.¡, Über Thyestes
+verrucosus und Cephalaspis Schrencki. Verh. russ. mineralog. Ges.
+Petersburg 1866.
+
+[14] ¡Woodward A. Sm.¡, Catalogue etc. II. 1891.
+
+[15] ¡Jaekel O.¡, Über Tremataspis und Pattens Ableitung der
+Wirbeltiere. (Zeitschr. geol. Ges. 1903.)
+
+[16] ¡Egerton Ph. Gr.¡, On Pterichthys. Quart. Journ. geol. Soc. 1848,
+1862. -- ¡Miller H.¡, Ann. Mag. Nat. Hist. 1849. S. 63. -- ¡Pander
+Chr. R.¡, Die Placodermen des devonischen Systems. Petersburg 1857.
+-- ¡Traquair R. H.¡, Ann. Mag. Nat. Hist. 1888. -- ¡Woodward A. Sm.¡,
+Catalogue etc. II. 1891. Guide etc. 1905. S. 59.
+
+[17] ¡Hoffmann.¡ Die Ruderorgane d. Asterolepiden. (Palaeontographica
+1911.) (Ausführliche Literatur über Placodermen.)
+
+[18] ~Jaekel~ hat die Ansicht ausgesprochen, daß die Platten bei
+Coccosteiden und bei Asterolepis dieselben Elemente darstellen und
+den gewöhnlichen Belagknochen im Fischschädel zu homologisieren sind.
+Dann enthält die mittlere Reihe das Occipitale superius, das Parietale
+(der kleine, die Orbita zerlegende Knochen) und das Präfrontale; die
+seitlichen werden Epioticum, Supratemporale, Jugale und Postfrontale
+genannt. (Zeitschr. geol. Ges. 1903.)
+
+[19] ¡Agassiz¡, Poissons fossiles. Vol. III. 1843. ¡Bonaparte C. L.¡,
+Selachorum tabula analytica. Mém. Soc. Sc. nat. Neuchâtel 1839. --
+¡Davis I. W.¡, On the fossil fishes of the carboniferous limestone
+of Great Britain. Transact. Roy. Soc. Dublin. Soc. 1883. Vol. I.
+ser. II. p. 327 bis 648. Taf. 42 bis 65. 4°. -- ¡Hasse C.¡, Das
+natürliche System der Elasmobranchier auf Grundlage des Baues und
+der Entwickelung ihrer Wirbelsäule. Jena 1879, Ergänzungsheft 1885.
+4°. -- ¡Müller Joh.¡ und ¡Henle J.¡, Systematische Beschreibung der
+Plagiostomen. Berlin. 1841. 60 Taf. gr. 4°. -- ¡Jaekel O.¡, Die
+eocänen Selachier von Monte Bolca. 1894. Berlin. -- ¡Nötling Fr.¡, Die
+Fauna des samländischen Tertiärs. Abh. geol. Spezialkarte v. Preußen.
+Berlin 1885. -- ¡Probst¡, Beiträge z. Kenntnis der fossilen Fische aus
+der Molasse von Baltringen. Jahreshefte Ver. f. Naturk. Württemberg.
+1874, 1877, 1878, 1879. -- ¡Fritsch A.¡, Reptilien und Fische d. böhm.
+Kreideformation. Prag. 1878. Fauna d. Gaskohle. 2. Bd. 1889. -- ¡A.
+Smith Woodward¡, Catalogue of the fossil fishes. Part. I. 1889. Part.
+II. 1891. Hier ausführliche Literaturangaben. -- ¡Priem E.¡, Étude des
+poissons fossiles du Bassin Parisien. Ann. de Paléontologie. Paris
+1908. -- ¡Leriche M.¡, Les poissons paléocènes de la Belgique. Mém.
+Mus. Hist. Nat. de Belgique. T. II. 1902.
+
+[20] ¡Agassiz, L.¡, Poiss. foss. vol. III. 1843. -- ¡Beyrich, E.¡,
+Über Xenacanthus. Monatsber. Akad. Berlin. 1848. -- ¡Brongniart, Ch.¡,
+Études s. l. terr. houiller de Commentry. Faune ichthyol. I. 1888. --
+Bull. soc. géol. France. 1888. S. 546. -- ¡Cope, E.¡, Amer. Philos.
+Soc. Philadelphia. 1884. -- ¡Davis, J.¡, On the fossil fish-remains
+of the Coal Measures. I. Pleuracanthidae. Trans. Roy. Soc. Dublin.
+1892. vol. IV. -- ¡Döderlein, L.¡, Zool. Anzeiger. 1889. XII. S. 123.
+-- Ders. in Steinmann, Elemente der Paläontologie. -- ¡Fritsch, A.¡,
+Die Fauna d. Gaskohle. II. 1888/89. III. 1890. -- ¡Goldfuß¡, Neues
+Jahrb. 1847. S. 404. -- Beitr. zur vorweltl. Fauna d. Steinkohlengeb.
+-- ¡Jaekel, O.¡, Über die Organisation der Pleuracanthiden. Sitz.-Ber.
+Ges. naturf. Freunde. Berlin. 1895. -- Neue Rekonstruktion von
+Pl. sessilis Jord. sp. und Polyacrodus (Hybodus) Hauffianus E.
+Fraas. ibid. 1906. -- ¡Jordan¡, N. Jahrb. 1849. -- ¡Koken E.¡, Über
+Pleuracanthus Ag. und Xenacanthus Beyr. Sitz.-Ber. Ges. naturf.
+Freunde Berlin. 1889. S. 77 ff. -- ¡Reis, O. M.¡, Das Skelett der
+Pleuracanthiden und ihre systemat. Bedeutung. Abh. Senckenb. Ges.
+Frankfurt a. M. 1897. -- ¡Woodwaard, A. Sm.¡, Catalogue of the
+fossil fishes. I. 1889. S. XV ff. S. 1 ff. Hier noch spezielle
+Literaturangaben.
+
+[21] Die unteren Bögen bestehen zwischen Becken und Brustgürtel aus
+einem rippenförmigen distalen und einem selbständigen proximalen
+Plättchen, das auch als Differenzierung innerhalb der Chordascheide
+gedeutet werden kann.
+
+[22] Geol. Mag. 1888. p. 103. A. Sm. Woodw. Catal. I. S. 15.
+
+[23] ¡Braus H.¡, Über neue Funde versteinerter Gliedmaßenknorpel und
+Muskeln von Selachiern. (Phys. Med. Ges. Würzburg. 1901. XXXIV. 177.)
+-- ¡Dean, Bashford¡, Contributions to the Morphology of Cladoselache.
+Journ. of Morphol. 1894. vol. IX. -- A new Cladodont from the Ohio
+Waverly. Trans. N. Y. Ac. Sc. 1894. XIII. -- ¡Jaekel, O.¡, Über die
+Beurteilung der paarigen Extremitäten. (Sitz.-Ber. Akad. Berlin. 1909.
+XXVI.) -- ¡Newberry, St.¡, Palaeoz. fishes of N. Amerika. U. S. Geol.
+Surv. Monogr. XVI. 1891. -- ¡Traquair, R. H.¡, Geol. Mag. 1888. S. 83.
+-- On Cladodus Neilsoni (Traqu.) from the Carboniferous limestone of
+East Kilbride. Trans. Geol. Soc. Glasgow. XI. 1897.
+
+[24] ¡Agassiz L.¡, Poiss. fossiles. II. 1833-35. -- ¡Fritsch, A.¡,
+Fauna der Gaskohle in Böhmen. Bd. II. 1889. -- ¡Huxley, Th.¡, Geol.
+Survey of the United Kingdom. Dec. X. 1861. -- ¡Kner, R.¡, Sitz.-Ber.
+Akad. Wien. math.-phys. Klasse. LVII. 1868. -- ¡Powrie J.¡, On the
+earliest known vestiges of vertebrate life. Edinburgh Trans. geol.
+Soc. 1869. I. 284-301. -- ¡Reis, O. M.¡, Zur Kenntnis des Skeletts
+der Acanthodinen. Geognost. Jahreshefte. München. 1890. 1891. --
+Illustrationen z. Kenntnis des Skeletts von Acanthodes Bronni Ag. Abh.
+Senckenberg. Ges. Frankfurt a. M. 1895. -- Über Acanthodes Bronni Ag.
+(Morphol. Arbeiten. Herausg. v. Schwalbe. VI. Bd. 143-218. -- ¡Roemer,
+F.¡, Über Acanthodes gracilis. Zeitschr. d. deutsch-geol. Ges. 1857.
+S. 65. -- ¡Woodward, A. Sm.¡, Catalogue of fossil fishes. II. S. 1-36.
+
+[25] O. Jaekel. Zeitschr. geol. Ges. 1890. S. 96.
+
+[26] Literatur vgl. E. Koken, Über Hybodus. Pal. Abhandl. V. (N. F.)
+1907.
+
+[27] ¡St. John u. Worthen¡, Palaeont. Illinois. VI. p. 318. -- ¡De
+Koninck¡, Descr. Anim. foss. terr. carbon. Belg. 1844. 617. --
+¡Lohest¡, Recherches s. l. terrains paléozoiques de Belgique. Ann.
+Soc. géol. Belg. XI. 1883. S. 314.
+
+[28] ¡Jaekel O.¡, Über ¡Menaspis armata¡. Sitz.-Ber. naturf. Freunde.
+Berlin 1891. -- ¡Reis O.¡, Über die Kopfstacheln von ¡M. armata.¡
+Geogn. Jahreshefte. München 1891.
+
+[29] ¡Jaekel O.¡, Über die Organisation der Petalodonten. Zeitschr.
+geol. Ges. 1899.
+
+[30] »Squatina« crassidens gehört indessen zu Sclerorhynchus und zu
+den Pristiden.
+
+[31] Bei jungen Exemplaren von Pristis cuspidatus Lath. ist der basale
+Teil der Säge ebenfalls unbezahnt.
+
+[32] ¡Newton E. T.¡, The Chimaeroid fishes of the British cretaceous
+rocks. Mem. Geolog. Survey. Monogr. IV. 1878. Quart. Journ. geol. Soc.
+1876. p. 326.
+
+[33] ¡Günther Alb.¡, Description of Ceratodus, a genus of Ganoid fish
+recently discovered in rivers of Queensland, Australia. Philosophical
+Transactions vol. CLXI 1871/72. -- ¡Huxley, Th.¡, On Ceratodus
+and the classification of fishes. Proceed. Zool. Soc. 1876 p. 24.
+-- ¡Miall, L. C.¡, Monograph of the Sirenoid and Crossopterygian
+Ganoids. Palaeontogr. Soc. Part. I 1878. -- ¡Pander Ch. H.¡, Über
+die Ctenodipterinen des devonischen Systems. St. Petersburg 1858.
+4^o mit Altas in Querfolio. -- ¡Traquair¡, On the genera Dipterus,
+Palaedaphus, Holodus, Cheirodus Ann. Mag. nat.-hist. 1878 4 ser. vol.
+XVII u. 5 ser. vol. II p. 1. -- ¡Zittel, K. A.¡, Über Ceratodus.
+Sitzungsber. der Bayer. Akad. d. Wissensch. mathem.-phys. Cl. 1886. --
+¡Teller Fr.¡, Über Ceratodus Sturi. Abhandl. geol. Reichsanstalt. Wien
+1891. Bd. XV.
+
+¡Dollo.¡ Sur la phylogénie des Dipneustes. (Bull. soc. belge de Géol.
+IX. 1895. 79-128). -- ¡E. Stromer¡, Über das Gebiß der Lepidosireniden
+und die Verbreitung tertiärer und mesozoischer Lungenfische
+(Hertwig-Festschrift II. 1910). -- ¡S. W. Williston¡, A new species of
+Sagenodus from the Kansas Coal measures (Kansas Univ. Quart. 1899, Nr.
+4).
+
+[34] ~Jaekel~, Zeitschr. geol. Gesellsch. 1903. Sitz.-Ber. Ges.
+naturforsch. Freunde. 1906.
+
+[35] ¡Dollo L.¡, Les Ptyctodontes sont des Arthrodères (Bull. Soc.
+belge de Géol. 1907). -- ¡Eastman Charles R.¡, Observations on the
+dorsal shields in the Dinichthyids (American Geologist. 1896. 222).
+-- ¡Hussakof L.¡, The systematic relationship of certain American
+Arthrodires (Bull. Amer. Mus.-Nat.-Hist. XXVI. 263-272). -- ¡Jaekel¡,
+Neue Wirbeltierfunde aus dem Devon von Wildungen. Sitz.-Ber. Ges.
+naturf. Freunde. 1906. -- ¡v. Koenen¡, Zeitschr. d. deutsch. geol.
+Ges. 1880. Abhandl. Ges. d. Wiss. Göttingen. 1883. -- ¡Rohon¡,
+Beitrag zur Kenntnis der Gattung Ptyctodus. Verh. russ. mineral. Ges.
+Petersburg 1895. XXXIII. S. 15.) -- ¡Traquair R. H.¡, On the structure
+of Coccosteus decipiens. Ann. Mag. nat. hist. 1890. -- ¡Woodward A.
+Sm.¡, Catalogue etc. II. S. 277.
+
+[36] ¡Huxley T. H.¡, Illustrations of the structure of the
+Crossopterygian Ganoids. Mem. Geol. Survey. Dec. XII. 1866. -- ¡Reis
+O. M.¡, Die Coelacanthinen mit besonderer Berücksicht. d. im weißen
+Jura Bayerns vorkommenden Gattungen. Palaeontographica. Bd. XXXV.
+1888. Geognost. Jahreshefte. 1892. -- ¡Woodward A. Sm.¡, Catalogue
+etc. II. 316 ff.
+
+[37] Außer ¡Agassiz¡, Poiss. foss. II. vgl. ¡Pander¡, Saurodipt.,
+Dendrodont. usw. des devonischen Systems. 1860. -- ¡Traquair R. H.¡,
+Geol. Mag. 1888. Ann. Mag. Nat. Hist. 1890. -- ¡Woodward A. Sm.¡,
+Catalogue II.
+
+[38] ¡Newberry J. S.¡, Bull. National Institute. 1857. Rep. Geol.
+Survey Ohio. Vol. I. pt. 2. 1873. Palaeozoic fishes of North America.
+Monogr. U. S. Geol. Surv. XVI. 1889.
+
+[39] ¡Cope Edw.¡, Trans. Amer. Philos. Soc. 1871, XIV S. 445-460 u.
+American Naturalist. XIX, XX, XXI, XXIII (1885-89). -- ¡Huxley Th.¡,
+Preliminary essay upon the systematic arrangements of the fishes of
+the Devonian Epoch. Mem. geol. Survey U. Kingdom 1861. Dec. X. --
+¡Kner Rud.¡, Betrachtungen über die Ganoiden als natürliche Ordnung.
+Sitzungsber. d. Wiener Akad. 1866. Bd. LIV. S. 519. -- ¡Lütken Chr.¡,
+Über die Begrenzung und Einteilung der Ganoiden. Palaeontographica Bd.
+XXII (übersetzt aus Videnskabel. Meddelelser fra den naturhistoriske
+forening; Kjöbenhavn 1868). -- ¡Müller Joh.¡, Über den Bau und
+die Grenzen der Ganoiden. Abhandl. d. Berl. Akad. d. Wissensch.
+1834 (1836). -- ¡Traquair R. H.¡, The Ganoid fishes of the British
+Carboniferous formations. Palaeontogr. Soc. 1877. -- ¡Vogt C.¡,
+Quelques observations qui servent à la classification des Ganoides.
+Ann. des scienc. nat. Zoologie 3 sér. IV. p. 53-68. -- ¡Koken E.¡,
+Über die natürl. Systematik der Fische. Zeitschr. deutsch. geol. Ges.
+1891. S. 154 ff.
+
+[40] ¡Browne M.¡, On a fossil fish (Chondrosteus) from Barrow-on-Soar.
+(Trans. Leicester Literary a. Phil. Soc. 1889). -- ¡Woodward A. Sm.¡,
+Catalogue etc. II, III.
+
+[41] ¡Reis O. M.¡, Zur Osteologie und Systematik der Belonorhynchiden
+und Tetragonolepiden. Geogn. Jahresh. München 1892. -- ¡Woodward A.
+Sm.¡, Catalogue etc. III.
+
+[42] ¡Frech¡, Lethaea mesoz. Deutsche Trias. S. 11. -- ¡Hennig E.¡,
+Saurichthys-Funde von Rüdersdorf. (Centralbl. f. Mineral. 1909.)
+
+[43] ¡Lambe L. L.¡, Palaeoniscid fishes from the Albert Shales of New
+Brunswick (Contrib. Canadian Palaeont. III. Part V. 1910) -- ¡Traquair
+R. H.¡, The Ganoid fishes of the British carboniferous formations.
+Monogr. Palaeont. Soc. 1877. Vol. I. Ferner: Quart. Journ. Geol. Soc.
+1877. Report on the fossil fishes collected in Eskdale. Trans. Roy.
+Soc. Edinburgh 1881. XXX. -- ¡Woodward A. Sm.¡, Catalogue. II, III.
+
+[44] ¡Reis¡, Geogn. Jahreshefte. 1892.
+
+[45] ¡Hennig, E.¡, Gyrodus und die Organisation der Pyknodontiden.
+(Palaeontographica. LIII. Bd. 1906.)
+
+[46] ¡M. Browne.¡ Revision of a genus of fossil fishes. Dapedius.
+(Trans. Leicester Literary and Phil. Soc. 1890.)
+
+[47] ¡Leriche, M.¡, Sur la présence du genre Amia dans les Hamstead
+Beds (Olig. inf.) de l'île de Wight (Bull. Soc. belge de Géol. XXII.
+1908).
+
+[48] ¡Jaekel, O.¡, Zeitschr. d. deutsch. geol. Gesellsch. 1890. S.
+86. -- ¡Reis M. O.¡, Paläohistol. Beitr. z. Stammesgeschichte d.
+Teleostier. Neues Jahrb. 1895. I. -- ¡Woodward A. Sm.¡, Catalogue etc.
+III.-IV. Teil.
+
+[49] Pr. Amer. Phil. Soc. XIV.
+
+[50] Chanoides, Chanos, Prochanos u. A. bilden bei Boulenger eine
+besondere Unterfamilie der Clupeiden. Auch Day trennt die unbezahnten
+Chaninae als besondere Gruppe ab.
+
+[51] Wird auch zu den ¡Enchodontiden¡ gestellt.
+
+[52] Hay hält die ursprünglich von Cope aufgestellte Familie der
+¡Pachyrhizodontiden¡ aufrecht, bis die hierher gerechneten Formen
+besser bekannt sind. Hierher auch ¡Oricardinus¡ Cope.
+
+[53] Sitz.-Ber. Naturf. Freunde Berlin. 1887.
+
+[54] Amphistiidae Easton.
+
+[55] Werden auch zu den Chaetodontiden gestellt.
+
+[56] Di alcuni gimnodonti fossili italiani. Boll. comit. Italia. 1889
+
+
+
+
+2. Klasse. #Amphibia. ~Amphibien.~ ~Lurche.~#[57] (Bearbeitet von ~F.
+Broili~.)
+
+
+~Wechselwarme, nackte, seltener mit hornigen Schuppen oder
+Hautverknöcherungen ausgestattete Wasser- oder Landtiere mit Lungen
+und vorübergehender oder persistenter Kiemenatmung. Entwicklung
+ohne Amnion und Allontois, in der Regel mit Metamorphose. Herz mit
+einer Kammer und zwei Vorkammern. Hinterhaupt mit zwei Gelenkköpfen.
+Ein Sacralwirbel. Extremitäten zum Gehen, Springen oder Schwimmen
+geeignet, selten fehlend.~
+
+Nur die äußere Gestalt der Amphibien erinnert -- einige Anuren
+ausgenommen -- in der Regel mehr an Reptilien als an Fische. Der
+meist walzenförmige Körper endigt häufig in einem stark entwickelten
+Ruderschwanz, doch gibt es auch völlig schwanzlose Formen von
+gedrungenem Bau (Anura). Bei den schlangenartigen, in feuchtem Boden
+lebenden Blindwühlern und einzelnen fossilen Stegocephalen fehlen die
+Extremitäten ganz, in anderen Fällen sind dieselben verkümmert oder
+reduziert, in der Regel aber sind zwei Paar Extremitäten vorhanden,
+die bei den geschwänzten Formen als Nachschieber zur Fortbewegung
+des langgestreckten Rumpfes dienen, während sie bei den schwanzlosen
+Amphibien zum Laufen, Springen, ja selbst zum Klettern gebraucht
+werden.
+
+Unter den lebenden Amphibien besitzen nur die Blindwühler (Coecilia)
+zwischen den Hautringen eingesprengte Schuppen, ferner entwickeln
+einige Anuren (z. B. Ceratophrys) in ihrer Rückenhaut Verknöcherungen,
+die in einem Falle (Brachycephalus ephippium) mit den Dornfortsätzen
+der Wirbel in Verbindung treten; unter den ausgestorbenen Formen
+zeichnen die Stegocephalen sich durch den Besitz eines in Form von
+knöchernen Schuppen und Stäbchen oder Knochenplatten ausgebildeten
+Hautskeletts aus, von denen letztere verschiedentlich auch hier sich
+mit den Dornfortsätzen vereinigen können.
+
+Die Wirbelsäule besteht je nach der Länge des Körpers und namentlich
+des Schwanzes aus einer sehr verschieden großen Anzahl von Wirbeln und
+differenziert sich in Hals-, Rumpf-, Becken- und Schwanzregion.
+
+Bei den meisten paläozoischen Stegocephalen verknöchert die
+Wirbelsäule unvollkommen, insofern die Chorda nur teilweise von
+den durchweg einen embryonalen Charakter tragenden Ossifikationen
+verdrängt wird. Bei den lebenden Amphibien wird aber, wenn auch die
+Chorda vielfach persistieren kann (Gymnophionen, Perennibranchiaten
+u. a.) stets ein ~knöcherner Wirbelkörper~ (~Wirbelzentrum~)
+ausgebildet. Derselbe wird ~amphicöl~ (auf der vorderen und hinteren
+Verbindungsfläche ausgehöhlt), wenn der zwischen zwei aufeinander
+folgenden Wirbelkörpern entwickelte Intervertebralknorpel reduziert
+wird; ein ~opisthocöler~ (vordere Verbindungsfläche konvex,
+hintere konkav) oder ~procöler~ (vordere Verbindungsfläche konkav,
+hintere konvex) Wirbelkörper und damit gleichzeitig eine gelenkige
+Intervertebralverbindung zweier aufeinander folgender Wirbelkörper
+entsteht, wenn der sich ausdehnende Intervertebralknorpel die Chorda
+verdrängt.
+
+Der ~Wirbelkörper~ ist mit dem das Rückenmark umschließenden ~oberen
+Bogen~ (Neurapophyse) entweder nur durch Nähte verbunden oder
+vollkommen zum eigentlichen Wirbel verschmolzen. Dieser meist früher
+und vollständiger als der Wirbelkörper verknöchernde, ursprünglich
+aus zwei getrennten Anlagen hervorgegangene ~obere Bogen~ verwächst
+dorsal in der Regel zu einem mehr oder weniger entwickelten
+~Dornfortsatz~ (spina dorsalis, processus spinosus). Der gegenseitige
+Zusammenschluß der oberen Bogen wird durch meist schräg gestellte
+vordere und hintere ~Gelenkfortsätze~ (Prä- und Postzygapophysen)
+derart vermittelt, daß die hinteren Fortsätze eines Wirbels die
+vorderen des nächsten Wirbels überlagern (Fig. 269). Neben dieser Art
+der Gelenkung kommt es noch in seltenen Fällen (Diplocaulidae) zu der
+bei den Reptilien häufiger auftretenden Artikulation von ~Zygosphen~
+und ~Zygantrum~, wobei ein zwischen den Präzygapophysen entwickelter
+keilförmiger Fortsatz (Zygosphen) in eine entsprechend geformte,
+zwischen den Postzygapophysen des vorausgehenden Wirbels liegende
+Vertiefung (Zygantrum) gelenkig eingreift (Fig. 268 b). In der Regel
+geht von den oberen Bögen auch ein ~Querfortsatz~ aus (processus
+transversus: ~Diapophyse~), welcher zur Anheftung der Rippen dient,
+da aber die letzteren häufig zweiköpfig sind, so entsendet in diesem
+Falle auch der Wirbelkörper einen meist kürzeren Querfortsatz die
+~Parapophyse~. ~Untere Bogen~ (Haemapophysen, chevron-bones, untere
+Rippen) sind in der Regel nur an den Schwanzwirbeln vorhanden, wo
+sie von den Wirbelkörpern ausgehend den Caudalkanal umschließen.
+Bei den Batrachiern verschmelzen sämtliche Schwanzwirbel zu einem
+langen dolchförmigen Knochen (Coccyx). Der ~Halsabschnitt~ wird
+durch den ersten ~Wirbel~, den ~Atlas~, repräsentiert, dessen mit
+zwei Gelenkfacetten versehene Vorderfläche (Fig. 274) mit den beiden
+verknöcherten oder verknorpelten Gelenkköpfen des Hinterhauptes
+einlenkt; häufig (Urodelen) ist sein Körper in einen vorderen,
+zwischen die Condylen hineinragenden Fortsatz ausgezogen. Am hinteren
+Ende des Rumpfes stützt ein ~einziger Sacralwirbel~ (nur bei einigen
+Anuren und Stegocephalen finden sich deren zwei) das Becken, das sich
+entweder direkt an eine ungewöhnlich starke Diapophyse oder an eine
+meist abweichend geformte Sacralrippe anheftet.
+
+Im Gegensatz zu den bei den meisten der Stegocephalen stark
+gekrümmten, zur Umschließung der Leibeshöhle dienenden und vielfach
+differenzierten ~Rippen~ sind dieselben bei den rezenten Amphibien,
+wo sie mit Ausnahme des ersten Wirbels an der gesamten Rumpfregion
+und den ersten Schwanzwirbeln entwickelt sein können, klein und
+unbedeutend und verbinden sich nie mit dem Sternum.
+
+[Illustration: Fig. 265.
+
+Froschschädel ¡A¡ von oben, ¡B¡ von unten, ¡C¡ von der Seite, ¡D¡ von
+hinten.
+
+In ¡A¡ und ¡B¡ sind von der rechten Hälfte des Schädels die
+Deckknochen entfernt, so daß das Primordialcranium mit seinen
+Ossifikationen vollständig sichtbar wird. Die primären Knochen sind
+punktiert, die Belegknochen weiß, der Knorpel schraffiert.
+
+~Knorpeliges Primordialcranium~: ¡GK¡ Gehörkapsel, ¡NN¡_{1}
+Nasenkapsel, ¡PP¡ Palatinspange, ¡As¡ Alisphenoidknorpel, ¡Qu¡
+Quadratknorpel, ¡ob¡, ¡os¡ Knorpel, aus dem sonst Basioccipitale u.
+Supraoccipitale hervorgehen. ~Primäre Knochen~: ¡Exo¡ Exoccipitale
+lat. mit Condyl. occip. C., ¡Pro¡ Prooticum mit dem Trigeminusloch
+¡T.¡, ¡Sph¡ Sphenethmoid, ¡os¡ en ceinture. ~Belegknochen~: ¡Pmx¡
+Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Jg¡ Jugale, ¡N¡ Nasale, ¡Sp¡
+Septomaxillare, ¡Vo¡ Vomer, ¡P¡ Palatinum, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡Fp¡
+Frontoparietale, ¡Ps¡ Parasphenoid, ¡Sq¡ Squamosum. Unterkiefer: ¡mk¡
+Meckelscher Knorpel, ¡d¡ Dentale, ¡an¡ Angulare. Zungenbeinbogen: ¡Co¡
+Columella, ¡h'¡ ¡h''¡ Hyoid u. Copula.
+
+(Nach Gegenbaur, Bütschli, Parker, Wiedersheim und R. Hertwig.)]
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 265) verknöchert nur unvollständig, indem
+nur einzelne Teile des ~knorpeligen Primordialcraniums~ in
+Ossificationen -- die sog. ~primären Knochen~ -- umgewandelt werden,
+während andere Teile zeitlebens ihre knorpelige Beschaffenheit
+beibehalten. An der Hinterhauptsregion verknöchern die ~Exoccipitalia
+lateralia~ (Pleuroccipitalia) in der Regel (mit Ausnahme eines
+Teiles der Stegocephalen), sie werden vom Nervus vagus durchsetzt,
+umschließen das Foramen occipitale größtenteils und bilden die
+Condyli occipitales; ein Occipitale superius und ein Basioccipitale
+kommt bei den Amphibien nicht zur Entwicklung, da beide Regionen
+knorpelig bleiben (das sog. Supraoccipitale der Stegocephalen ist
+ein Belegknochen). Die Ohrgegend wird vorne von dem an seinem
+Vorderrand vom Nervus trigeminus durchbohrten und die Ohröffnung
+(Fenestra ovalis) begrenzenden ~Prooticum~ (Petrosum) bedeckt,
+außerdem können noch ein Opisthoticum und ein Epioticum auftreten
+(das Epioticum der Stegocephalen ist ein Belegknochen). In der
+Augengegend der Urodelen kommt es zur Bildung eines paarigen
+Knochens des ~Sphenethmoids~ (Orbitosphenoid), welcher bei den
+Anuren in der Nasenregion sich durch mediane Verschmelzung zu
+einem ringförmigen ~Gürtelbein~ (os en ceinture) umgestalten kann.
+Zu diesen Verknöcherungen am Primordialcranium kommen noch als
+~sekundäre Belegknochen~, die Ossificationen des Hautskeletts:
+Am Schädeldach die paarigen ~Nasalia~ (Nasenbeine), ~Frontalia~
+(Stirnbeine) und ~Parietalia~ (Scheitelbeine) -- die bei den Anuren zu
+~Frontoparietalia~ verschmelzen -- ferner bei den meisten Urodelen
+und einigen Gymnophionen ein ~Praefrontale~ und in seltenen Fällen
+ein ~Lacrimale~, auf der Schädelunterseite entwickelt sich wie bei
+den Fischen ein großes ungeteiltes ~Parasphenoid~. Ein kleiner
+Deckknochen der Nasenhöhle wird ~Septomaxillare~ bezeichnet. Bei den
+Stegocephalen kommen außerdem noch verschiedene andere Belegknochen
+zur Ausbildung, so außer den obengenannten ein ~Postorbitale~,
+~Postfrontale~ und ~Supratemporale~. Hierzu treten als Ergänzung die
+~Verknöcherungen des Visceralskeletts~: Am hinteren, unteren Abschnitt
+des Palatoquadratums, dem Quadratknorpel, entsteht mehr oder weniger
+ossificiert das ~Quadratum~, während es oben durch einen Belegknochen
+vom Schädeldach her, das meist ausgedehnte ~Squamosum~ (Tympanicum)
+geschützt wird, nach vorne entwickeln sich auf der Palatinspange als
+Belegknochen ~Vomer~, ~Palatin~ und ~Pterygoid~ und vor denselben
+~Prämaxillare~ und ~Maxillare~. Die Verbindung zwischen letzterem
+Element und dem Quadratum kann durch eine meist ansehnliche, von
+~Jugale~ und ev. ~Quadratojugale~ gebildete Knochenspange hergestellt
+werden. Am Unterkieferknorpel, dem Mandibulare, können wie bei den
+Fischen 3-4 Belegknochen sich bilden: ein die Gelenkung mit dem
+Quadratum vermittelndes, selten verknöchertes ~Articulare~, das
+zahntragende und die Reste des Meckelschen Knorpels umschließende
+~Dentale~, das ~Angulare~ und manchmal ein ~Operculare~ (Spleniale).
+~Hyomandibulare~ und die ~Gehörknöchelchen~: ~Columella auris~ und
+~Operculum~, die bei den Gymnophionen sich zu einem einheitlichen
+Knochen, dem ~Stapes~, vereinigen können, werden von vielen Autoren in
+genetische Beziehung gebracht.
+
+Das übrige Visceralskelett wird aus 2 starken knöchernen, durch 1-2
+unpaare Copulae verbundene Hyoidea (Zungenbeinbögen) gebildet, auf
+welche bei den Kiemenatmern noch bis 4 teilweise verknöchert erhaltene
+Kiemenbögen folgen.
+
+Die ~Zähne~ sind spitzkonisch und stehen in der Regel auf
+Prämaxillare, Maxillare, Unterkiefer, Vomer und Palatinum.
+Ausnahmsweise können auch Parasphenoid und Pterygoid und manche
+andere, Zähnchen tragen. Vollkommen zahnlose Gattungen kommen nur bei
+den Fröschen vor. Der Zahnsockel befestigt sich bei den Amphibien
+entweder auf dem freien Kieferrand (~acrodonte Bezahnung~) oder
+seitlich an dem etwas erhöhten Außenrand des Kiefers (~pleurodonte
+Bezahnung~). Der Zahnwechsel erfolgt, wie bei den Ganoid- und
+Knochenfischen, nicht durch einen unter dem funktionierenden Zahn
+befindlichen Ersatzzahn, sondern der junge Zahn entwickelt sich
+neben dem vorhandenen und stellt sich, nachdem der Sockel und der
+Knochenfortsatz des letzteren resorbiert ist, allmählich an dessen
+Stelle. Die Amphibienzähne unterscheiden sich von den Fischzähnen
+hauptsächlich durch den Mangel an Vasodentin; ihre große Pulpa
+enthält zelliges Bindegewebe und ist an fossilen Zähnen entweder hohl
+oder durch fremde, infiltrierte Substanzen (am häufigsten Kalkspat)
+ausgefüllt. Die Stegocephalenzähne zeichnen sich vielfach durch eine
+starke, häufig labyrinthische Faltung der Dentinsubstanz aus, die an
+gewisse paläozoische Ganoiden erinnert. Nicht selten sind außerdem bei
+den Stegocephalen große Massen dicht gedrängter kleiner (Chagrin-)
+Zähnchen entweder in verschiedenen Gruppen oder ziemlich gleichmäßig
+auf der ganzen Schädelunterseite als Stachelpolster verteilt.
+
+Extremitäten fehlen nur wenigen Amphibien. Am Brustschultergürtel
+ist der dorsale Abschnitt, die ~Scapula~, wenigstens in seinem
+unteren Teil, wo er mit dem ventralen Abschnitt dem ~Coracoid~ und
+der ~Clavicula~ bzw. dem ~Procaroid~ zusammenstößt und mit dem
+ersteren die Gelenkpfanne für den Humerus bildet, ossificiert.
+Coracoid und Clavicula können mehr oder weniger verknöchert sein
+und ebenso erhält die weiterhin dorsal an die Scapula angegliederte
+knorpelige Suprascapula nicht selten einen Knochenbelag. Außerdem
+läßt sich bei einer Reihe von Stegocephalen in Verbindung mit der
+Clavicula ein ~Cleithrum~ nachweisen. Der ventrale Zusammenschluß des
+Brustschultergürtels bleibt bei den meisten Amphibien noch ein sehr
+lockerer, da die mit dem Coracoid bzw. mit der Clavicula in Verbindung
+tretenden Knorpel: ~Sternum~ und Episternum (Omosternum) nicht oder
+unvollständig verknöchern. Die vorderen Extremitäten selbst bestehen
+aus einem stämmigen langen ~Humerus~ (Oberarm), zwei Vorderarmknochen,
+Radius und Ulna, einem knorpeligen oder aus zwei Reihen kleiner
+Knöchelchen bestehenden ~Carpus~ (Handwurzel), 3-5 Metacarpalia
+(Mittelhandknochen), denen sich die aus 3-4 (? 5) Fingern (mit 1-3
+Phalangen) zusammengesetzten Hände anschließen. Cf. Fig. 313, 319.
+
+Am Beckengürtel heftet sich fast stets der dorsale Abschnitt, das
+in der Regel völlig verknöcherte ~Ilium~, an die Rippe oder den
+Querfortsatz des ~einen Sacralwirbels~ an; das Ilium bildet ferner
+mit dem hinteren Ast des ventralen Abschnittes, dem gleichfalls
+ossificierten ~Ischium~, bei den lebenden Amphibien die Gelenkpfanne
+(Acetabulum) für den Femur, an deren Umgrenzung sich auch der
+vordere Ast des ventralen Abschnittes: das bei den Stegocephalen
+meist verknöcherte ~Pubis~ beteiligen kann, welches bei den lebenden
+Amphibien gewöhnlich knorpelig bleibt. Der ~Femur~ (Oberschenkel) ist
+zumeist langgestreckt, der Vorderfuß besteht aus ~Tibia~ (Schienbein)
+und ~Fibula~ (Wadenbein), welche bei den Fröschen verschmelzen, ihre
+Gelenkenden bleiben wie diejenigen der entsprechenden Elemente der
+Vorderextremitäten häufig knorpelig. Der Tarsus (Fußwurzel) bleibt
+gleichfalls knorpelig oder ist mit einer Anzahl kleiner Knöchelchen
+versehen, der Hinterfuß dem Vorderfuß ähnlich, jedoch meist fünfzehig.
+
+Die Amphibien werden in vier Ordnungen eingeteilt: Stegocephali,
+Coecilia, Urodela und Anura.
+
+
+1. Ordnung. #Stegocephali.# ~Panzerlurche.~ ~Schuppenlurche.~[58]
+
+~Salamander- oder krokodilähnliche geschwänzte Amphibien, mit einem
+aus soliden Deckknochen bestehenden, nur von Augen- und Nasenlöchern
+und dem Foramen parietale und in seltenen Fällen von einer
+Facialgrube durchbrochenen Schädeldach. Zähne spitzkonisch, meist
+mit großer Pulpa und einfacher oder radial gefalteter Dentinsubstanz.
+Wirbelkörper mit Chordaresten, teils hülsenförmig, teils aus
+getrennten Stücken bestehend, oder solid verknöchert und amphicöl. An
+der Kehle drei außen kulptierte, dermale, zum Brustgürtel gehörige
+Platten. Häufig knöcherne Schuppen oder Stäbchen vorhanden.~ Oberes
+Devon.[59] Karbon-Trias.
+
+Im Gegensatz zu den lebenden Amphibien besitzen die Stegocephalen
+in der Regel ein wohlausgebildetes, aus verknöcherten Schuppen oder
+Stäbchen bestehendes ~Hautskelett~ (Fig. 266) das namentlich auf
+der Bauchseite zur Entwicklung kommt, zuweilen die Unterseite der
+Extremitäten bedeckt und vereinzelt auch auf der Dorsalseite des
+Körpers beobachtet wird. Die Bauchschuppen zeichnen sich gegenüber
+den meist dünneren Rückenschuppen zuweilen durch ansehnliche Stärke
+aus und bilden einen sehr dichten, schützenden Panzer, welcher aus
+schrägen, nach vorne konvergierenden und in der Mitte des Bauches
+winklig zusammenstoßenden Reihen gebildet wird. In der Hals- und
+Kehlregion, sowie unter dem Schwanz und den Extremitäten zeigen
+die Schuppen eine abweichende Anordnung. Die Form dieser aus
+Knochensubstanz bestehenden Bildungen ist oval, rhombisch, oblong,
+spindel-, haferkorn- oder sogar dünnstabförmig. Außer diesen kleineren
+Hautverknöcherungen können dorsal solide, kräftige, skulptierte
+Knochenplatten auftreten, die sich mit den distal verbreiterten
+Dornfortsätzen der Wirbel verbinden und so zur Bildung eines teilweise
+vollständig geschlossenen Rückenpanzers beitragen (z. B. Aspidosaurus,
+Dissorophus, Cacops).
+
+Als Kammplatten (clasping organs) werden kammförmige, gekrümmte
+Knochenstäbchen bezeichnet, die wahrscheinlich nur bei fußlosen
+Stegocephalen (¡Ophiderpeton¡, ¡Molgophis¡) in der Kloakengegend als
+Hilfsorgan bei der Paarung dienten.
+
+[Illustration: Fig. 266.
+
+¡a¡ Bauchpanzer von ¡Branchiosaurus¡, ¡b¡ Schuppen von
+¡Branchiosaurus¡, ¡c¡ von ¡Hylonomus¡, ¡d¡ von ¡Pelosaurus¡, ¡e¡ von
+¡Archegosaurus¡, ¡f¡ von ¡Sclerocephalus¡, ¡g¡ von ¡Discosaurus¡, ¡h¡
+von ¡Petrobates¡. (Nach ~Credner~.)]
+
+Die Wirbelsäule[60] der Stegocephalen bewahrt meist einen embryonalen
+Charakter und erinnert in vielem an diejenige der Ganoidfische, nur
+bei den höchststehenden Formen kommt es zur Bildung amphicöler,
+manchmal noch von der Chorda durchbohrter Wirbel, bei allen übrigen
+bleiben stets mehr oder weniger umfangreiche Chordareste neben
+unverkalkten knorpeligen Teilen am unvollkommen verknöcherten
+Wirbelkörper bestehen.
+
+Der unvollkommenste Wirbelbau kommt den ¿Phyllospondyli¿
+(Blattwirblern) zu. Ein phyllospondyler Wirbel (Fig. 267) besteht
+aus einer von vier zarten Knochenblättern gebildeten und sowohl
+Rückenmark wie Chorda umschließenden Röhre. Die zwei ~oberen~
+dieser Knochenblätter, welche, im Besitze vorderer und hinterer
+Gelenkfortsätze, dorsal zu einem median noch nicht verschmolzenen
+Dornfortsatz verlängert sind und mit ihren Seitenschenkeln die
+Oberfläche des meist sehr kräftigen knorpeligen Querfortsatzes
+bedecken, bilden den oberen Bogen; die zwei unteren Knochenblätter,
+welche die ventrale Hälfte der Chorda rinnenförmig umfassen, in der
+ventralen Mittellinie aneinander grenzen und sich seitlich auf die
+Unterseite der Querfortsätze erstrecken, sind als die Verknöcherungen
+des Wirbelkörpers selbst anzusehen.
+
+[Illustration: Fig. 267.
+
+Phyllospondyler Rumpfwirbel von ¡Branchiosaurus¡. ¡a¡ von der Seite,
+¡b¡ von vorne. (In ¡a¡ sind die 4 Teile voneinander getrennt).
+¡WK¡ Wirbelkörper, ¡OB¡ Ob. Bogen, ¡Pr¡ Präzygapophyse, ¡Ps¡
+Postzygapophyse, ¡Sp¡ Processus spinosus, ¡Pt¡ Processus transversus.
+Stark vergr. (Nach ~Credner~ und ~Thevenin~.)]
+
+[Illustration: Fig. 268.
+
+Lepospondyle Rumpfwirbel ¡a¡ von ¡Hylonomus¡ (von der Seite und im
+Vertikalschnitt) (nach ~Credner~); ¡b¡ von ¡Diplocaulus¡ von der Seite
+und von vorne. (Nach ~Broili~). ¡c¡ Schwanzwirbel von ¡Urocordylus¡
+(nach ~Schwarz~). ¡d¡ Diapophyse, ¡P¡ Parapophyse, ¡Zsp¡ Zygosphen,
+¡Za¡ Zygantrum, ¡UB¡ unterer (Bogen) Dornfortsatz, ¡Ch¡ Chorda, ¡N¡
+Neuralrohr. Sonstige Bezeichnungen wie früher. ¡a¡ u. ¡c¡ stark
+vergrößert, ¡b¡ ca. 1/2 nat. Gr.]
+
+Bei den Hülsenwirblern ¿Lepospondyli¿ (Fig. 268) umgibt der
+Wirbelkörper als kontinuierliche knöcherne Hülse die meist
+stets peristierende Chorda, die intervertebral sich erweitert,
+intravertebral hingegen etwas eingeschnürt zeigt, wodurch der
+gewöhnlich langgestreckte Wirbelkörper eine sanduhrähnliche -- tief
+amphicöle -- Gestalt erhält.
+
+Die gelenkige Verbindung wird außer den meist wohl entwickelten
+paarigen Prä- und Postzygapophysen des dem Wirbelkörper nur lose
+aufsitzenden oder mehr oder weniger mit ihm verschmolzenen oberen
+Bogens zuweilen durch Zygosphen und Zygantrum (s. o.) sowie durch
+unpaare, über den Prä- bzw. Postzygapophysen am Processus spinosus
+entwickelte Gelenkfortsätze vermittelt. (Nach ~H. Schwarz~ sollen
+auch vereinzelt am Wirbelkörper selbst untere Gelenkfortsätze zur
+Ausbildung gelangen. Dolichosoma.) Querfortsätze können sowohl am
+oberen Bogen wie am Wirbelkörper angelegt sein, außerdem kommt es an
+den Schwanzwirbeln einiger Formen, z. B. Urocordylus, zur Bildung
+besonders spezialisierter Haemapophysen sog. unterer Dornfortsätze.
+
+[Illustration: Fig. 269.
+
+Rhachitomer Rumpf Wirbel von ¡Eryops¡. ¡a¡ von der Seite. (Teilweise
+ergänzt). ¡H¡ Hypocentrum, ¡P¡ Pleurocentrum. (Sonstige Bezeichnungen
+wie früher.) ¡b¡ von hinten. (Der dorsale Abschnitt des ob. Bogens mit
+Dornfortsatz etc. nicht erhalten). Ca. 1/2 nat. Gr.
+
+(Nach ~Broili~.)]
+
+[Illustration: Fig. 270.
+
+Rhachitome Rumpfwirbel von ¡Archegosaurus¡.
+
+¡sp¡ Dornfortsatz, ¡z¡ ¡z'¡ Zygapophysen, ¡n¡ oberer Bogen, ¡hyc¡
+Hypocentrum, ¡plc¡ Pleurocentrum, ¡pla¡ unteres Stück desselben in der
+Schwanzregion, ¡ha¡ Hämapophysen.]
+
+[Illustration: Fig. 271.
+
+Rhachitome Schwanzwirbel von ¡Archegosaurus¡.
+
+¡sp¡ Dornfortsatz, ¡z¡ ¡z'¡ Zygapophysen, ¡n¡ oberer Bogen, ¡hyc¡
+Hypocentrum, ¡plc¡ Pleurocentrum, ¡pla¡ unteres Stück desselben in der
+Schwanzregion, ¡ha¡ Hämapophysen.]
+
+Einen anderen Bau besitzen die aus ~mehreren getrennten~ Stücken
+~zusammengesetzten Kranzwirbel~ (Schnittwirbel), die ¿Temnospondyli¿.
+Auch hier beginnt wie in den übrigen Fällen die Ossifikation mit
+dem oberen Bogen und zwar bleiben die beiden seitlichen Schenkel
+desselben anfänglich getrennt (Discosaurus) und wachsen erst später
+unter Bildung eines meist kräftigen, distal zuweilen verdickten
+Dornfortsatzes zusammen. Die Gelenkfortsätze zeigen sich gut
+ausgebildet. Der Wirbelkörper selbst weist entweder ~rhachitome~
+oder ~embolomere~ Beschaffenheit auf. Im ersteren Falle besteht
+er (Fig. 269-71) aus ~einem~ vorderen ventralen Knochenstück,
+dem ~Hypocentrum~ (Intercentrum) und ~zwei~ hinteren, lateralen
+Ossifikationszentren: ~Pleurocentra~. Ersteres hat bei nach oben
+zugespitzten Seiten im allgemeinen halbmondförmigen Umriß, ist
+dorsal median für die persistierende Chorda rinnenförmig vertieft
+und repräsentiert den ventralen Halbring des Wirbelkörpers; die
+Pleurocentra sind von keilförmiger Gestalt, können aber in der
+Schwanzregion (Archegosaurus) jederseits in ein oberes und unteres
+Stück zerfallen (das untere Paar soll bei Sphenosaurus[61] zu einem
+Hypocentrum pleurale verschmelzen), bei relativ höher entwickelten
+Formen (Eryops) vereinigen sich dieselben über der Chorda zum dorsalen
+Halbring des Wirbelkörpers. Unter Bögen (Hämapophysen) zeigen sich bei
+Archegosaurus mit den Hypocentra der Schwanzregion im Zusammenhang
+(¡ha¡). Die Rippen des rhachitomen Typus legen sich sowohl an die
+Diapophysen des oberen Bogens als auch, bei zweiköpfigen Rippen,
+an eine schwach konkave Vertiefung -- parapophyse Facette -- am
+oberen Hinterrand des Hypocentrums an. Der sehr seltene ~embolomere~
+(Cricotus, Diplovertebron, Nummulosaurus) Typus des Wirbelkörpers
+besteht darin, daß je zwei Knochenringe einem Körpersegment
+entsprechen (Fig. 273). Der vordere stützt den oberen Bogen, trägt die
+Hämapophysen in der Schwanzregion und ist Träger der Rippen. Dieser
+Typus scheint gewissermaßen eine Modifikation des rhachitomen Wirbels
+darzustellen, insofern der vordere Ring durch dorsales Zusammenwachsen
+des Hypocentrums, der hintere Ring durch dorsale sowie ventrale
+Verschmelzung der Pleurocentra entstanden sein dürfte, im Gegensatz
+zu dieser Anschauung betrachtet Götte die rhachitomen Wirbel als
+Übergangsstadium von embologeren zu Vollwirbeln.
+
+[Illustration: Fig. 272.
+
+Rückenwirbel von ¡Loxomma Allmani¡ Huxley. Schräg v. hinten.
+1/2 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 273.
+
+Embolomere Wirbel von ¡Diplovertebron punctatum¡ Fritsch. Aus der
+Gaskohle von Nürschan. Nat. Größe. (Nach ~Fritsch~.)]
+
+Ein noch weiter vorgeschrittenes Stadium in der Verknöcherung
+der Wirbelsäule zeigen die ~Stereospondyli~ (Vollwirbler). Der
+Wirbelkörper bildet hier eine solid verknöcherte, kurze, schwach
+amphicöle Scheibe, welche zuweilen im Zentrum durchbohrt ist
+(Fig. 272) (Loxomma) oder unter dem Medullarkanal einen ursprünglich
+von der Chorda erfüllten Ausschnitt erkennen läßt (Mastodonsaurus).
+Merkwürdigerweise begegnet uns ersteres auf die relativ höchste
+Entwicklungsstufe der Stegocephalen hinweisende Stadium unter den
+ältesten carbonischen Formen.
+
+Soweit der erste Halswirbel, der ~Atlas~ (Fig. 274) der Stegocephalen
+erhalten ist, besitzt er bei den Lepospondylen (¡Diplocaulus¡) und
+Stereospondylen (¡Mastodonsaurus¡) auf seiner Vorderseite zwei konkave
+Gelenkfacetten für den doppelten Condylus. Bei Diplocaulus ist der
+obere Bogen nach vorn in ein kurzes Rohr verlängert, durch welches
+das Rückenmark in das Foramen magnum eintritt. Bei den Temnospondyli
+(Eryops, Dissorophus) finden sich zwei große Articulationsflächen am
+stark verbreiterten Hypozentrum und die beiden Hälften des oberen
+Bogens sind median nicht miteinander verschmolzen und legen sich eng
+an die Seiten des Dornfortsatzes des zweiten Wirbels an. Rippen
+fehlen dem Atlas stets, hingegen sind die Postzygapophysen immer
+zur Ausbildung gelangt. Hinter dem Atlas folgen bis zum Becken die
+in der Regel nur wenig voneinander verschiedenen Rumpfwirbel, die
+gewöhnlich ein- oder zweiköpfige Rippen tragen. Zum Becken gehört
+ein einziger Sacralwirbel mit starkem Querfortsatz und kräftiger
+Sacralrippe. Ausnahmsweise können auch zwei Wirbel vorkommen (Cacops,
+die Microsaurier: Hylonomus und Petrobates).
+
+[Illustration: Fig. 274.
+
+Atlas ¡A¡ von ¡Diplocaulus¡ (nach ~Broili~) ¡a¡ von unten, ¡b¡ von
+vorne. Atlas ¡B¡ von ¡Dissorophus¡ (nach ~Williston~.) ¡a¡ von hinten,
+¡b¡ von vorne. ¡c¡ Gelenkfacetten für die Condyli, ¡R¡ rohrförmige
+Verlängerung des oberen Bogens für das Rückenmark, ¡Ch¡ Chorda. Ca.
+1/2 nat. Größe.]
+
+[Illustration: Fig. 275.
+
+¡Cochleosaurus bohemicus¡ Fritsch. Schädeldach verkleinert. (Nach
+~Broili~.) Bei unsicheren Stellen sind die Nähte und Begrenzungslinien
+punktiert eingezeichnet.
+
+¡O¡ Augen mit Scleroticaring, ¡Os¡ Ohrenschlitze, ¡Ch¡ Nasenlöcher,
+¡PP¡ Postparietale mit den löffelförmigen Fortsätzen, ¡Tb¡ Tabulare,
+¡P¡ Parietale, ¡F¡ Frontale, ¡N¡ Nasale, ¡Pm¡ Prämaxillare, ¡Mx¡
+Maxillare, ¡L¡ Lacrimale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Po¡
+Postorbitale, ¡J¡ Jugale, ¡It¡ Intertemporale, ¡St¡ Supratemporale,
+¡S¡ Squamosum, ¡Qj¡ Quadratojugale, ¡C¡ Condyli occipitales.]
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 275) besitzt die für die Amphibien
+charakteristische flache, breit dreiseitige Gestalt, ist jedoch oben
+durch ein ~solides Knochendach~ geschützt, dessen Zusammensetzung
+sich verschiedentlich von der Schädeldecke der übrigen Amphibien
+unterscheidet. Die, infolge eines Überzuges einer Modifikation von
+Osteodentin, oft schmelzartig glänzende Oberfläche der Kopfknochen ist
+entweder radial gestreift oder von rauher, grubiger, an Honigwaben
+erinnernder Beschaffenheit und zeigt ähnlich gewissen Ganoiden
+(Amia und Polypterus) häufig ein Furchensystem von ~Schleimkanälen~
+(Fig. 306), die in der mittleren Region des Schädeldaches zwischen
+Augen- und Nasenöffnungen eine sog. ~Lyra~ bilden können. Neuerdings
+glaubt ~Moodie~[62], die diesen Sinnesorganen ähnlichen, bei Fischen
+und Urodelen (Necturus) entwickelten »~Seitenlinien~« im Abdruck der
+fleischigen Teile eines Branchiosauriers (Micrerpeton) entdeckt zu
+haben.
+
+Außer den meist ziemlich großen Augenöffnungen und den in der Nähe
+des vorderen Schnauzenrandes befindlichen Nasenlöchern befindet sich
+eine unpaare, rundliche Öffnung innerhalb der Parietalia. Dieses
+auch bei lebenden Reptilien noch zur Ausbildung gelangte ~Foramen
+parietale~ (Fig. 306, 7) stellt die Epiphysenöffnung dar, in welche
+unter der Haut ein unpaares dorsales Sinnesorgan (? Auge) eingelagert
+ist. Die Augenhöhlen sind häufig mit einem von den Augäpfeln
+ausgeschiedenen, aus einem Kranze vierseitiger Knochentäfelchen
+bestehenden ~Scleroticaring~ versehen. In seltenen Fällen zeigt sich
+auch, wie bei vielen Urodelen, zwischen Praemaxillaria und Nasalia
+(resp. Frontalia) eine sog. »~Facialgrube~« (= Cavum internasale) cf.
+Fig. 289 (Dasyceps, Trematops, Acanthostoma, Microbrachis), in welcher
+sich bei den Urodelen eine schleimabsondernde Drüse findet. Eine
+Eigentümlichkeit verschiedener triadischer Stegocephalen sind ferner
+die ~Foramina intermaxillaria~, Durchbrüche in den Prämaxillaria, die
+bestimmt sind, bei geschlossenem Rachen die Fangzähne des Unterkiefers
+aufzunehmen. (Bezügl. der Ohrenschlitze s. w. unten!)
+
+Ausnahmsweise kommt es auch zur Bildung einer (sonst nur bei gewissen
+Sauropsiden entwickelten) ~Präorbitalöffnung~, die bei Trematops mit
+den Nasenlöchern und bei Loxomma anscheinend mit den Augendurchbrüchen
+verschmilzt.
+
+Die in der Regel wenig dicken, plattigen Schilder des Schädeldaches
+sind, wie bei den Ganoiden und vielen Teleostiern ~Verknöcherungen der
+Haut~; nur selten sind die Suturen bei stärkerer Ossifikation und bei
+älteren Individuen verwischt, bei der überwiegenden Mehrzahl aber kann
+man die einzelnen Knochenelemente auseinanderhalten. Demnach finden
+sich median paarweise: über dem Hinterhaupt die ~Postparietalia~[63]
+(= Supraoccipitalia = Dermosupraoccipitalia), über dem Gehirn die
+breiten, das Foramen parietale umschließenden ~Parietalia~, zwischen
+den Augen die langgestreckten ~Frontalia~, denen sich nach vorne die
+~Nasalia~ anschließen, die gewöhnlich mit den, den Schnauzenrand
+bildenden ~Prämaxillaria~ die Nasenöffnungen begrenzen. An die
+Supraoccipitalia legt sich jederseits das ~Tabulare~ (= Epioticum)
+an. An der Umrahmung der Augen nimmt das Frontale nur selten Anteil,
+gewöhnlich wird dasselbe innen und oben von ~Prä-~ und ~Postfrontale~,
+außen und unten von ~Jugale~ und ~Postorbitale~ und zuweilen
+durch das zwischen Jugale und Präfrontale sich zurückschiebende
+~Lacrimale~ eingefaßt. Die hintere untere Ecke des Schädels wird
+von dem nach vorne in das zahntragende ~Maxillare~ übergehenden
+Quadratojugale eingenommen, auf dessen Unterseite sich zuweilen
+ein kleines aber deutlich umgrenztes verknöchertes ~Quadratum~
+zeigt, welches die Gelenkung für den Unterkiefer vermittelt. Der
+Zwischenraum zwischen dem Quadratojugale, dem Tabulare und Parietale,
+sowie den die Umrahmung des Auges bildenden Elementen wird von
+2-3 Belegknochen ausgefüllt, von denen der untere als ~Squamosum~
+(Supratemporale aut, Prosquamosum Owen, Paraquadratum), der obere als
+~Supratemporale~ und das vor dem letzteren sich ev. einschaltende
+Element als ~Intertemporale~ (Intersquamosum) bezeichnet wird.
+Squamosum, Supratemporale und Tabulare (Epioticum) begrenzen sehr
+häufig einen buchtartigen Einschnitt am Hinterrand des Schädels,
+den ~Ohrenschlitz~; ausnahmsweise kann derselbe auch völlig von den
+genannten Elementen zu einer »falschen« Schläfenöffnung eingefaßt
+(¡Cyclotosaurus¡, ¡Cacops¡, ¡Trematops¡) oder völlig überwuchert
+werden (¡Diplocaulus¡) (Fig. 277, 278, 293, 300).
+
+[Illustration: Fig. 276.
+
+Hinterhaupt von ¡Mastodonsaurus giganteus¡ Jäger. (nach ~E. Fraas~
+u. ~A. S. Woodward~.) ¡Fm¡ Foramen magnum, ¡PP¡ Postparietale, ¡Tb¡
+Tabulare, ¡S¡ Squamosum, ¡Qj¡ Quadratojugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Pt¡
+Pterygoid, ¡Eo¡ Exoccipitale laterale, ¡C¡ Condyli occipitales,
+¡Eol¡ Seitlicher Flügel, ¡Eob¡ Basale Verschmelzung des Exoccipitale
+laterale. Stark verkl.]
+
+[Illustration: Fig. 277.
+
+¡Branchiosaurus.¡ Unterseite des Schädels. Restauriert. 2/1. (Nach
+~Credner~.) ¡Pmx¡ Zwischenkiefer (Prämaxillare), ¡Mx¡ Oberkiefer
+(Maxillare), ¡QuJ¡ Quadratjochbein, ¡Pt¡ Flügelbein (Pterygoideum),
+¡PSph¡ Parasphenoid, ¡Pl¡ Gaumenbein (Palatinum), ¡Vo¡ Pflugscharbein
+(Vomer).]
+
+[Illustration: Fig. 278.
+
+¡Cyclotosaurus robustus¡ H. v. Meyer. Schädelunterseite. ¡C¡ Condylus
+occipitalis, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡Ps¡ Parasphenoid, ¡V¡ Vomer, ¡Pa¡
+Palatinum, ¡M¡ Maxillare, ¡Pm¡ Prämaxillare, ¡G¡ Gaumengruben, ¡Gs¡
+Gaumenschläfengruben, ¡Os¡ hinten geschlossene Ohrenschlitze (falsche
+Schläfenöffnung). Schilfsandstein des unteren Keuper Stuttgart. (Stark
+verkleinert. Nach ~E. Fraas~).]
+
+Das Hinterhaupt (Fig. 276) bleibt bei vielen Stegocephalen
+noch knorpelig, bei einer großen Anzahl verknöchern aber die
+~Exoccipitalia lateralia~, und ihr basaler Teil bildet die zwei
+Condyli occipitales.[64] Die Unterseite des Schädels (Fig. 277,
+78) zeichnet sich durch ungemein große ~Gaumengruben~ aus. In der
+Mitte werden sie durch den vorderen, spanförmigen Teil des meist
+ansehnlichen ~Parasphenoids~ getrennt, dessen hinterer, an die
+Pterygoidea angrenzender Teil gewöhnlich sich verbreitert zeigt. Der
+vordere Teil des Parasphenoids (Processus cultriformis) fügt sich in
+den unmittelbar davor gelegenen, paarig angelegten, zuweilen aber zu
+einer einheitlichen Platte verschmolzenen ~Vomer~ ein; letzterer wird
+vorn und seitlich von den Prämaxillaria und Maxillaria begrenzt. Vom
+hinteren Teil des Parasphenoids geht jederseits ein sich teilendes
+~Pterygoid~ aus, der eine Ast desselben erstreckt sich nach rückwärts
+und aufwärts zum Quadratojugale, wobei ihm gleichzeitig die Aufgabe
+zufällt, den Schädel nach rückwärts abzuschließen. Der vordere Ast,
+welcher zugleich mit dem hinteren jene, die hintere Ecke des Schädels
+einnehmende, große Gaumenschläfengrube von innen begrenzt, bildet
+eine Brücke zum ~Maxillare~ bzw. auch zum ~Palatinum~. In einigen
+Fällen ist auch ein zwischen Pterygoid, Palatinum und Maxillare sich
+einschaltendes ~Os transversum~ nachgewiesen worden. Das ~Palatinum~,
+das in der Regel sich vom ~Vomer~ an ziemlich weit nach rückwärts
+an das ~Maxillare~ anlegt, umschließt gewöhnlich mit diesen beiden
+Elementen die innere Nasenöffnung, die Choane.
+
+Der ~Unterkiefer~ (Fig. 279, 308) besitzt fast bei allen Stegocephalen
+einige wenige Gattungen wie Diplocaulus, Diceratosaurus ausgenommen,
+die Länge des ganzen Kopfes. Von den drei Hauptstücken, aus welchen
+jede Hälfte besteht, bildet das ~Dentale~ den bezahnten Oberrand
+und den Vorderrand des Kiefers, das ~Angulare~ den Unterrand; die
+Verbindung mit dem Schädel wird durch das hinter dem Dentale und über
+dem Angulare liegende ~Articulare~ vermittelt, das nicht selten mit
+einer doppelten Gelenkpfanne ausgestattet ist. Außer diesen können
+noch weitere Belegknochen, ein ~Operculare~ (Spleniale) Complementare,
+Infradentale, Supraangulare entwickelt sein. Die zahlreichen spitzen
+~Zähne~ des Unterkiefers stehen in einer Reihe und nehmen von vorn
+nach hinten an Stärke ab; nur in der Symphysenregion, wo die beiden
+Äste in vielen Fällen offenbar nur durch Ligament verbunden waren,
+stehen zuweilen jederseits ein oder zwei große ~Fangzähne~, denen dann
+auf den Praemaxillaria ebensolche entsprechen. Ähnliche Fangzähne,
+häufig in paarweiser Entwicklung, begegnen uns auch auf dem Vomer und
+auf dem Palatinum in der Nähe der Choanen. Außerdem können sämtliche
+Knochen der Schädelunterseite mit kleinen (Chagrin) Zähnchen dicht
+besetzt sein.
+
+Die ~Zähne~[65] der kleineren paläozoischen Stegocephalen stellen
+glatte, schlanke Kegel mit großer Pulpa dar (Fig. 279) und sind
+entweder direkt oder durch eine Zementbasis mit den zahntragenden
+Knochen verwachsen. Sehr häufig sind die untere Hälfte oder zwei
+Drittel der Außenseite der Länge nach gefurcht oder gestreift, und
+in diesem Falle zeigt die Dentinsubstanz bis zur gleichen Höhe
+eine von der Pulpa ausgehende radiale Faltung (Fig. 280). Von den
+radialen Pulpaausstülpungen, welche diese Falten bilden, strahlen
+dichtgedrängte Dentinröhrchen nach den Seiten und nach der Peripherie
+aus. Die Ausbuchtungen der Pulpa können sich bei den komplizierter
+gebauten Zähnen noch verzweigen und die sekundären Äste wieder
+laterale Ausstülpungen aussenden; gleichzeitig dringen alsdann
+zwischen die radialen Dentinbündel von außen dünne Streifen von
+Zementsubstanz, welche die Oberfläche des Zahnes bedeckt, in das
+Innere ein und machen dabei wellige oder mäandrische Biegungen.
+Dadurch entsteht jene überaus charakteristische Labyrinthstruktur,
+welche vorzugsweise bei den geologisch jüngeren und größeren
+Vertretern der Stegocephalen vorkommt (Fig. 281). Da die Ausstülpungen
+der Pulpa nur so weit reichen, als äußerlich die Furchung oder
+Streifung vorhanden ist, so wird die Struktur der Zähne nach oben
+immer einfacher, und die eigentliche, mit Schmelz bedeckte Krone zeigt
+nur noch eine enge einfache Pulpa, von welcher radiale Dentinröhrchen
+nach außen ausstrahlen.
+
+[Illustration: Fig. 279.
+
+Unterkiefer von ¡Branchiosaurus¡ mit einfachen glatten Kegelzähnen.
+¡a¡ nat. Gr., ¡b¡ vergr. (Nach ~Credner~.)]
+
+[Illustration: Fig. 280.
+
+Zahn von ¡Archegosaurus¡. Vergr. ¡a¡ von außen, ¡b¡ untere Hälfte
+aufgebrochen, um die Faltung der Dentinsubstanz zu zeigen.]
+
+[Illustration: Fig. 281.
+
+Querschnitt durch einen Zahn von ¡Mastodonsaurus Jaegeri¡. 3/1. (Nach
+~R. Owen~.) ¡P¡ Pulpa, ¡c¡ Zement.]
+
+Neben acrodonter und pleurodonter Bezahnung (s. b. Amphibien) finden
+sich auch Formen, bei denen die Zähne in seichten Alveolen (oder in
+Alveolarrinnen) stehen[66], auf deren Boden sie festgewachsen sind
+(protothecodont).
+
+Der ~Brustgürtel~ (Fig. 282, 83) besitzt bei den Stegocephalen einen
+höchst charakteristischen, von dem der übrigen Amphibien erheblich
+abweichenden Bau. Die auffallendsten, größten und meist auch best
+erhaltenen Knochen liegen auf der Bauchseite und bilden unter der
+Kehle einen aus drei Platten zusammengesetzten, meist noch in der
+Haut gelegenen, äußerlich sichtbaren und in der Regel wie die
+Schädelknochen mit starken Skulpturen bedeckten ~Kehlbrustpanzer~.
+Die ~Mittelplatte~, das ~Episternum~ (Interclavicula, Entosternum)
+unterscheidet sich bei den verschiedenen Gattungen sehr erheblich
+nach Größe und Form; am häufigsten ist sie von rhombischer, zuweilen
+auch von quer ovaler Gestalt oder verlängert sich hinten in einen
+stielförmigen Fortsatz.
+
+Die beiden seitlichen, meist dreiseitigen Platten, die ~Claviculae~,
+lagern sich entweder nur den Seiten des Episternums an, oder sie
+legen sich teilweise auf dasselbe oder aber sie vereinigen sich
+gegenseitig vor seinem Vorderrand. Nach hinten und oben ist die
+Clavicula stielartig verlängert und tritt hier mit einem dünnen,
+spangen- oder löffelförmigen Knochen, dem ~Cleithrum~, in Verbindung.
+~Scapula~ und ~Coracoid~ verknöchern vielfach nicht oder nur als
+unvollständige Knochenkerne; so wird ein scheibenförmiger, an einem
+Ende bogenförmiger, abgerundeter, am anderen Ende abgestutzter oder
+auch ausgeschnittener Knochenkern gewöhnlich als Coracoid (Omoplate)
+gedeutet, in andern Fällen sind aber beide Elemente verknöchert und
+z. B. bei Eryops, Trematops, Cacops zu einem einheitlichen Knochen
+verschmolzen, der außer einem Foramen supracoracoideum und einem
+fensterartigen Durchbruch (Fenestra coraco-scapularis), auch eine
+von beiden gebildete Gelenkhöhle für den Humerus (Fossa glenoidalis)
+aufzuweisen hat.
+
+~Extremitäten~ fehlen nur in seltenen Fällen (Aistopodidae), die
+Knochen der Vorderextremitäten stimmen vielfach (Phyllospondyli,
+Lepospondyli) in Form, Zahl und Anordnung mit denen der jetzt lebenden
+Urodelen überein. Der ~Humerus~ (Fig. 284) besitzt nur ausnahmsweise
+Gelenkköpfe und bleibt in der Regel knorpelig. Bei den Temnospondyli
+dürfte bei der Mehrzahl der bekannten Formen der proximale Teil
+des Humerus um den distalen um 90° gedreht sein. Ein Foramen
+entepicondyloideum findet sich selten (Diplocaulus, Cochleosaurus).
+~Radius~ und ~Ulna~, die beiden Vorderarmknochen, sind stets getrennt
+und ohne Gelenkflächen. Der Carpus bleibt vielfach knorpelig, in
+anderen Fällen (z. B. Eryops) sind zwei Reihen von Knöchelchen
+nachgewiesen. Die Metacarpalia und die Phalangen der 4 oder 5 Finger
+sind längliche Knöchelchen.
+
+[Illustration: Fig. 282.
+
+¡A¡ Schultergürtel von ¡Branchiosaurus¡. ¡B¡ Schultergürtel von
+¡Melanerpeton¡. (Vergr. nach ~Credner~.)
+
+¡icl¡ Mittelplatte (Episternum) Interclavicula, ¡cl¡ Seitenplatte
+(Clavicula), ¡cl'¡ Cleithrum, ¡co¡ Coracoid.]
+
+[Illustration: Fig. 283.
+
+¡C¡ Schultergürtel von ¡Cacops aspidephorus¡ (nach Williston).
+Dorsalansicht. ¡icl¡ Episternum, ¡cl¡ Clavicula, ¡co¡ Coracoid, ¡Sc¡
+Scapula, ¡cl'¡ Cleithrum. 1/3 n. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 284.
+
+Humerus v. ¡Diplocaulus¡. (Dorsalansicht) mit Foramen
+entepicondyloideum ¡F.¡ n. ~Williston~. 1/2 nat. Gr.]
+
+Der ~Beckengürtel~ (Fig. 285) ist kräftig entwickelt, jedoch selten
+günstig erhalten. An die eine Sacralrippe heftet sich jederseits ein
+stämmiges, median gewöhnlich etwas verengtes Ilium (Hüftbein) an, der
+hintere Ast des ventralen Abschnittes das Ischium (Sitzbein) vereinigt
+sich zuweilen mit dem vorderen, häufig durch ein Foramen obturatorium
+charakterisierten Element, dem ~Pubis~ (Schambein) zu einer einzigen
+Platte (Eryops), die dann mit der entsprechenden Platte der Gegenseite
+in der Symphyse sich vereinigt. Häufig bleibt das Pubis, namentlich
+bei kleinen Formen überhaupt knorpelig, zuweilen bleiben auch die
+beiden Ossifikationen getrennt (Mastodonsaurus).
+
+[Illustration: Fig. 285.
+
+Becken von ¡Mastodonsaurus giganteus¡ Jaeg. (Nach Eb. ~Fraas~.) ¡Il¡
+(Ilium) Darmbein. ¡Isch¡ (Ischium) Sitzbein. ¡Pu¡ Schambein (Pubis).
+¡Ac¡ Pfanne (Acetabulum) für das Femur.]
+
+Die Hinterfüße übertreffen die Vorderfüße fast immer etwas an
+Länge. Der ~Femur~ (Oberschenkel) ist ein im Verhältnis zum Humerus
+kräftiger, schlanker Knochen ohne verknöcherten Gelenkkopf, aber nicht
+selten unterhalb der proximalen Gelenkfläche mit einer kräftigen
+Vorragung (Trochanter minor) ausgestattet, distal sind hingegen die
+Condylen häufig wohl ausgebildet. ~Tibia~ und ~Fibula~ sind getrennt
+und gleichen den homologen Vorderarmknochen. Der Tarsus ist knorpelig
+oder mit zwei (drei bei Trematops) Reihen von Knöchelchen versehen.
+Die Metatarsalia und Phalangen sind wenig verschieden von denen des
+Vorderfußes; von den fünf Zehen ist bald die zweite, bald die dritte
+am längsten.
+
+Die Stegocephalen bilden eine im oberen Devon schon durch Fußspuren
+nachgewiesene, im Karbon bereits verbreitete und in der oberen Trias
+aussterbende Ordnung, welche die größten Vertreter der Amphibien
+enthält. Sie durchlaufen wahrscheinlich alle ein Larvenstadium
+mit Kiemenatmung, deren Reste uns in den häufig erhaltenen
+~Kiemenbogenzähnchen~ jugendlicher Individuen vorliegen. Sämtliche
+genauer bekannte Gattungen sind mehr oder weniger geschwänzt, die
+meisten vierbeinig, einige wenige fußlos. Aus ihrem Vorkommen in
+den petrographisch verschiedenartigsten Sedimenten der genannten
+Zeitdauer ergibt sich, daß diese teils kleinen, salamandergleichen,
+teils mittelgroßen, plumpen und schwerfälligen, häufig an Krokodile
+erinnernden Lurche in süßen, brackischen, selbst in Küsten-Gewässern
+(Trias, von Spitzbergen), in sumpfigen Deltaniederungen (Texas) und
+auf dem Festland gelebt haben. Die kleineren Formen scheinen sich
+vielfach in hohlen Baumstämmen eingenistet zu haben, da ihre Reste in
+Neuschottland vorzugsweise in Sigillarien- und Lepidodendronstämmen
+vorkommen. Die größeren Stegocephalen waren meistens Raubtiere, die
+sich von kleineren Amphibien oder Reptilien, Fischen und Crustaceen
+nährten.
+
+Sie unterscheiden sich von den übrigen Amphibien, unter welchen
+die Gymnophionen mit ihrem solid verknöcherten Schädel und ihren
+verschiedentlich auftretenden Hautverknöcherungen eine gewisse
+Ähnlichkeit nicht verkennen lassen, durch die konstant größere Zahl
+der das geschlossene Schädeldach bildenden Belegknochen, ferner durch
+den Besitz des Foramen parietale, durch den charakteristischen Bau
+des Brustgürtels und die enorme Entwicklung eines Hautpanzers sowie
+vielfach noch durch die labyrinthische Struktur der Zähne.
+
+Das von Deckknochen gebildete Schädeldach mit seinen Schleimkanälen,
+die von ~Moodie~ nachgewiesene Seitenlinien, die Entwicklung der
+Wirbel, die Faltung der Zähne, der Besitz eines an zahlreichen
+Koprolithen konstatierten Spiraldarmes[67] sind Merkmale, die an die
+Fische, in ihrer Gesamtheit aber an Dipnoer, besonders die Ganoiden
+(Amia, Polypterus, Dendrodus, Caturus, Eurycormus) erinnern, ein
+wirklich vermittelndes Glied hat sich indessen noch nicht nachweisen
+lassen. Weit inniger gestalten sich aber die verwandtschaftlichen
+Beziehungen der temnospondylen Stegocephalen zu den Cotylosauriern
+unter den Reptilien, die, abgesehen vom Gesamthabitus, in der
+Anordnung der, die gleichfalls geschlossene Schädeldecke bildenden,
+Belegknochen (Seymouria), im Bau des Schultergürtels und Beckengürtels
+sich von höher entwickelten Stegocephalen kaum unterscheiden, so daß
+diese beiden Gruppen wohl im innigen genetischen Zusammenhange stehen
+dürften.
+
+
+1. Unterordnung. #Phyllospondyli# (Credner). ~Blattwirbler.~
+
+¡Wirbel tonnenförmig von zwei ventralen und zwei dorsalen zarten
+Knochenblättern gebildet, die Rückenmark und die nicht eingeschnürte
+Chorda umschließen. Prä- und Postzygapophysen und Processus spinosus
+an den zwei dorsalen Blättern entwickelt. Zähne einfach mit großer
+Pulpa.¡ Karbon und Perm.
+
+
+1. Familie. #Branchiosauridae.# Fritsch.
+
+¡Salamanderähnliche, kurzgeschwänzte Lurche, mit breitem, stumpfem
+Schädel. Hinterhaupt nicht verknöchert. Carpus und Tarsus knorpelig.
+Rippen kurz, dick, gerade. Keine verknöcherten Schambeine vorhanden.
+Bauchschuppen dünn, schmal und zugespitzt, in Reihen angeordnet.¡
+
+¿Branchiosaurus¿ Fritsch (= ¡Protriton¡ Gaudry[68], Syn. ¡Pleuronura¡
+Gaudry) Fig. 266, 67, 77, 82, 86, 87. Körper 15-120 mm lang, kurz
+geschwänzt. Schädel fast ebenso breit als lang, vorn stumpf
+abgerundet, hinten gerade abgestutzt. Neben den Tabularia ein
+seichter Ohrausschnitt. Kopfknochen dünn, radial gestreift und mit
+Grübchen bedeckt. Augenhöhlen sehr groß, rundlich-oval, mit einem
+aus ca. 30 Plättchen zusammengesetzten Scleroticaring und einem
+aus kleinen Plättchen bestehenden Augenlidpflaster. Schädelbasis
+(Fig. 277) hauptsächlich vom langgestielten Parasphenoid gebildet,
+an dessen hintere große schildförmige Platte sich jederseits ein in
+zwei Arme sich gabelndes Pterygoid anschließt. Vomer paarig, quer
+dreieckig. Palatin unsicher bekannt. Praemaxillare und Maxillare,
+Dentale (Fig. 279) mit je einer Reihe dichtstehender, schlanker,
+spitzkonischer ~Zähne~ besetzt. Episternum abgerundet vierseitig,
+gekrümmt. Ilia kräftig; Ischia dünn, dreiseitig; Hände mit vier, Füße
+mit fünf Zehen.
+
+[Illustration: Fig. 286.
+
+¡Branchiosaurus¡ (¡Protriton¡) ¡amblystomus¡ Credner. Rotliegendes.
+Niederhäßlich bei Dresden.
+
+¡A¡ Skelett eines ausgewachsenen Individuums (nat. Gr.). ¡B¡
+Restauration einer Larve mit Kiemenbogen.
+
+(Nach ~Credner~.)]
+
+[Illustration: Fig. 287.
+
+¡Branchiosaurus¡ (¡Protriton¡) ¡petrolei¡ Gaudry. Rotliegendes. Autun.
+Nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)]
+
+Zahl der präsacralen Wirbel (je nach dem Altersstadium) 20-26,
+15 Schwanzwirbel. Rumpf, Schwanz und Extremitäten ventral mit
+Reihen dachziegelartig sich deckender Schuppen von quer ovaler
+Gestalt bedeckt (Fig. 266 ¡a¡). Dieselben sind in fünf Systemen
+angeordnet: die auf der Kehle bilden horizontale Querreihen, die auf
+der Brust schiefe, nach ~hinten~ konvergierende und in der Mitte
+zusammenstoßende Reihen; die Bauchschuppen dagegen bestehen aus
+parallelen, schräg nach ~vorn~ gerichteten und in der Mitte winklig
+sich vereinigenden Fluren; Schwanz und Extremitäten werden von schwach
+gebogenen Querreihen bedeckt. Die Larven von ¡Branchiosaurus¡ besaßen
+knorpelige, mit verkalkten und infolgedessen fossil häufig erhaltenen
+Zähnchen besetzte Kiemenbögen.
+
+Neben ¡Archegosaurus¡ ist ¡Branchiosaurus¡ die häufigste und
+bestbekannte paläozoische Amphibiengattung. Sie findet sich häufig
+im grauen, dünnplattigen Kalkstein des mittleren Rotliegenden von
+Niederhäßlich im Plauenschen Grund unfern Dresden. Die Knochen
+der kleinen Skelette heben sich durch ihre weiße Farbe scharf
+von dem grauen Gesteine ab. ~Credner~ konnte seinen sorgfältigen
+Untersuchungen über die Anatomie und Entwicklung dieser Art mehr als
+1000 Exemplare zugrunde legen.
+
+¡Branchiosaurus¡ ist außerdem noch aus gleichalterigen Schichten von
+Oberhof und Friedrichsroda, dem Oberkarbon (Gaskohle) von Nürschan
+in Böhmen, aus dem unteren Rotliegenden von Braunau (Böhmen), aus
+den Lebacherschichten der Rheinpfalz und dem ? obersten Karbon
+(Stephanien) und dem unteren Perm von Autun (Frankreich) bekannt
+geworden.
+
+¿Micrerpeton¿ Moodie. ¡Branchiosaurus¡ sehr nahestehend. 17
+Schwanzwirbel. (Zähne und Scleroticaring nicht beobachtet.) In der
+Schwanzregion durch Moodie Seitenlinien nachgewiesen. Oberkarbon.
+(Allegheny Series) Illinois.
+
+¿Pelosaurus¿ Credner (Fig. 266 ¡d¡). 18-20 cm lang. Kopf sehr groß,
+vor der Augenhöhle ein Lacrimale vorhanden. Im Rotliegenden von
+Niederhäßlich bei Dresden. Im unteren Perm von Autun. ¡P. laticeps¡
+Credn.
+
+¿Melanerpeton¿ Fritsch. 25-130 mm lang. Schädeldach ähnlich
+¡Branchiosaurus¡, jedoch der hintere Teil desselben stark hinter die
+flügelartig ausgeschweiften Squamosa zurückspringend. Episternum
+hinten in einen stielförmigen Fortsatz auslaufend (vgl. Fig. 282 ¡B¡).
+Ein eigentlicher Bauchpanzer nicht bekannt, dagegen zuweilen winzige
+chagrinartige Kalkpünktchen in großer Menge vorhanden. Jugendliche
+Exemplare mit Kiemenbögen. Im Rotliegenden von Braunau (Böhmen),
+Niederhäßlich (Sachsen) und Lhotka in Mähren.
+
+¿Dawsonia¿ Fritsch. Sämtliche obere Mundknochen mit Zähnen besetzt.
+Ob. Karbon. Böhmen.
+
+
+2. Unterordnung. #Lepospondyli# (Zitt). ~Hülsenwirbler~ (=
+¡Microsauria¡ Dawson).
+
+¡Wirbelkörper aus einheitlichen, sanduhrähnlichen Knochenhülsen
+bestehend, welche Reste der Chorda umschließen. Ob. Bogen mit
+denselben fest verwachsen, durch Naht verbunden oder nur lose
+aufsitzend. Zähne einfach, mit großer Pulpa.¡ Karbon. Perm.
+
+
+1. Familie. #Microsauridae# Dawson.
+
+¡Salamander- oder eidechsenähnliche Stegocephalen mit
+wohlausgebildeten, zum Gehen oder Schwimmen brauchbaren Vorder- und
+Hinterextremitäten. Carpus und Tarsus verknöchert oder knorpelig.
+Rippen dünn, gebogen, häufig zweiköpfig. Schambeine meist verknöchert.
+Bauch (selten auch Rücken) mit rundlichen bis schmal spindelförmigen
+Schuppen bedeckt.¡
+
+Die Systematik der ¡Microsauridae¡, bei denen verschiedentlich ein
+verknöchertes Hinterhaupt und Schleimkanäle beobachtet werden, ist
+eine unbefriedigende. Manche Formen von noch wenig differenziertem
+Gesamthabitus (¡Hylonomus¡, ¡Petrobates¡) werden von verschiedenen
+Autoren zu den Reptilien gestellt[69].
+
+Einen ~relativ kurzen Schwanz~ besitzen folgende Vertreter
+(¡Hylonomidae¡, ¡Microbrachidae¡ Fr., ¡Limnerpetontidae¡ Fr.):
+
+¿Hylonomus¿ Dawson (¡Hyloplesion¡ Fritsch) (Fig. 268, 288).
+Schädelknochen glatt oder leicht skulptiert. Augenhöhlen klein, nach
+vorne gerückt. Tarsus, Carpus und Pubis verknöchert. 22-23 präsacrale
+Wirbel. Ob. Bogen dem Wirbelkörper nur lose aufsitzend. Rippen
+zweiköpfig. Schwanz halb so lang als der Rumpf. Rücken und Bauchseite
+nach Fritsch mit dachziegelartig sich deckenden ovalen Schuppen
+gepanzert. Ob. Karbon Neuschottland. Nürschan, Kounova. Mittl.
+Rotliegend. von Niederhäßlich.
+
+[Illustration: Fig. 288.
+
+¡a¡ Wirbel und ¡b¡ Rippe von ¡Hylonomus Lyelli¡ Dawson. Karbon.
+Joggins, Neuschottland. ¡c¡ Wirbelkörper, ¡n¡ Ob. Bogen, ¡z¡ Prä-,
+¡z'¡ Postzygapophyse, ¡sp¡ Dornfortsatz.]
+
+¿Petrobates¿, Credner (Fig. 266 ¡h¡). Schädel schlanker wie der von
+¡Hylonomus¡, ca. 19 präsacrale Wirbel. Ob. Bogen mit dem Wirbelkörper
+verwachsen. Schwanz fast so lang wie der Rumpf. »Bauchrippen« aus
+spitz-spindelförmigen Elementen zusammengesetzt. Mittl. Rotl. von
+Sachsen.
+
+¿Seeleya¿ Fritsch. Klein, eidechsenförmig, großköpfig, kurzschwänzig.
+Schädelunterseite stark bezahnt. Rippen zweiköpfig. Ganzer Körper
+beschuppt. Ob. Karb. Nürschan, Böhmen. ¿Orthocosta¿, ¿Ricnodon¿ Fr.
+Ob. Karbon. Nürschan. ¿Gephyrostegus¿ Jaekel. Schädeldach an Stelle
+der Schläfendurchbrüche verdünnt. Ob. Karbon. Nürschan. ¿Odonterpeton¿
+Moodie. Ob. Karb. Linton, Ohio.
+
+¿Limnerpeton¿ Fr. Schädel groß, breit, mit großen, in der vorderen
+Schädelhälfte gelegenen Augen. 24 präsacrale Wirbel. Schwanz mäßig
+lang. Rippen einköpfig. Pubis verknöchert. Nur ventral zwischen
+Vorder- und Hinterextremitäten beschuppt. Ob. Karb. Nürschan.
+
+¿Dendrerpeton¿ Dawson. Oberkarbon Neuschottland und Böhmen.
+
+¿Amphibamus¿ Cope. Im Gesamthabitus ähnlich ¡Limnerpeton¡, nur
+kürzerer Schwanz. Pubis unverknöchert. Ob. Karb. Illinois. ¿Pelion¿
+Wyman. Ob. Karb. Nordamerika. Die Gattungen: ¿Hylerpeton¿ Owen,
+¿Brachydectes¿ Cope, ¿Amblyodon¿, ¿Eoserpeton¿, ¿Erpetosaurus¿ Moodie,
+aus dem Oberkarbon von Neuschottland und Nordamerika sind ungenügend
+und unvollständig bekannt.
+
+¿Acanthostoma¿ Credner (Fig. 289). Schädel spitz parabolisch, grubig
+skulptiert. Facialgrube vorhanden. Augen mäßig groß, rund, in der
+hinteren Schädelhälfte. Elemente der Schädelunterseite mit einzelnen
+größeren Zähnen und Chagrinbezahnung dicht besetzt. Os transversum
+entwickelt. Rotliegendes. Niederhäßlich bei Dresden.
+
+¿Microbrachis¿ Fr. Schädel länglich dreieckig. Skulptiert.
+Facialgrube vorhanden. Augen mäßig groß, ca. 36 Rumpfwirbel.
+Vorderextremitäten bedeutend kleiner als die Hinterextremitäten. Ob.
+Bogen dem Wirbelkörper nur lose aufsitzend. Unt. Bogen zwischen den
+Schwanzwirbeln. Ob. Karb. Nürschan.
+
+Mit einem ~sehr langen, seitlich komprimierten Ruderschwanz~ sind in
+der Regel folgende Formen ausgestattet (¡Nectridae¡ Miall, ¡Ptyonidae¡
+Cope):
+
+¿Urocordylus¿ Huxley und Wright (Fig. 268, 290). Schädel dreieckig,
+hinten fast gerade abgestutzt. Kleine Augen in der vorderen
+Schädelhälfte. Schwanz fast doppelt so lang als der Körper, präsacrale
+Wirbel 20-27. Ob. Bogen mit dem Wirbelkörper fest verwachsen. An
+den hinteren Rückenwirbeln am Processus spinosus, unpaarer vorderer
+und hinterer Gelenkfortsatz. Schwanzwirbel mit oberen und unteren
+fächerförmig ausgebreiteten Dornfortsätzen, von denen die oberen
+durch Zygosphen und Zygantrum gelenken. Vordere Extremitäten kleiner
+als die Hinterfüße. Bauchseite mit knöchernen, spindelförmigen
+Stäbchen bedeckt. Ob. Karb. Kilkenny Irland, Nürschan Böhmen. Ähnlich:
+¿Oestocephalus¿, ¿Ptyonius¿ Cope. Ob. Karb. von Linton (Ohio) und
+Nürschan Böhmen.
+
+[Illustration: Fig. 289.
+
+Unterseite des Schädels von ¡Acanthostoma vorax¡. Restauriert in nat.
+Gr. (Nach ~Credner~.)
+
+¡A¡ Augenhöhle, ¡N¡ Cavum internasale (Facialgrube), ¡Pmx¡ Prämaxilla,
+¡Mx¡ Oberkiefer, ¡QuJ¡ Quadrato-Jugale, ¡PSph¡ Parasphenoid, ¡Pt¡
+Pterygoid, ¡Vo¡ Vomero-palatina mit d. Choanen.]
+
+[Illustration: Fig. 290.
+
+¡Urocordylus Wandesfordii¡ Huxley. Steinkohlenformation. Kilkenny,
+Irland. Schwanzwirbel. Nat. Gr. (Nach ~Huxley~.)]
+
+[Illustration: Fig. 291.
+
+¡Lepterpeton Dobbsii¡ Huxley. Steinkohlenformation. Kilkenny, Irland.
+3/4 nat. Gr. (Nach ~Huxley~.)]
+
+[Illustration: Fig. 292.
+
+¡Scincosaurus crassus.¡ Fritsch. Oberkarbon. Gaskohle. Nürschan. Nat.
+Gr. Restauriert. (Nach ~Fritsch~.) Die stachelartigen Fortsätze am
+Schädelhinterrand sind wahrscheinlich unrichtig.]
+
+¿Scincosaurus¿ Fritsch (Fig. 292). Schädel breit, dreiseitig gerundet.
+Augen klein, weit vorne liegend. Ob. Bogen mit dem Wirbelkörper
+verwachsen. Ob. und unt. Bogen der Schwanzwirbel als seitlich gekerbte
+Platten ausgebildet. Carpus und Tarsus verknöchert. Bauchseite
+zwischen Schultergürtel und Becken von vierseitigen kräftigen
+Knorpelschuppen bedeckt. Ob. Karbon Nürschan.
+
+¿Keraterpeton¿ Huxley. Schädel dreiseitig, vorne abgestutzt,
+rückwärts in zwei »supraoccipitale« (postparietale) stachelartige
+Fortsätze verlängert. Augen groß. Präsacralwirbel 15-20. Bis zu 75
+Schwanzwirbel, mit oberen und unteren Dornfortsätzen. Carpus und
+Tarsus unverknöchert. Füße gleich groß. Oberkarbon von Schottland und
+England.
+
+¿Diceratosaurus¿ Jaekel. Die hinteren seitlichen Belegknochen des
+grubigen Schädeldaches (Squamosum, Tabulare, Supratemporale und
+Intertemporale) zu einem großen, rückwärts stark verlängerten Knochen
+verschmolzen (Perisquamosum). Schädelunterseite mit Os transversum
+und verknöcherten Exoccipitalia lateralia. 12 präsacrale Wirbel.
+Bis zu 100 Schwanzwirbel. Rückenwirbel mit Zygosphen und Zygantrum.
+Dornfortsätze, distal verbreitert, in Verbindung mit grubigen
+Hautplatten. Ob. Karb. Linton, Ohio.
+
+¿Lepterpeton¿ Huxley (Fig. 291). Schädel länglich, dreieckig, Schnauze
+verschmälert. Augen in der Mitte der Schädellänge. Carpus und Tarsus
+nicht verknöchert. Hinterfüße etwas stärker als die vorderen,
+fünfzehig. Bauchschuppen länglich rhomboidisch. Ob. Karb. Kilkenny,
+Irland.
+
+¿Tuditanus¿, ¿Sauropleura¿, ¿Ctenerpeton¿, ¿Pleuroptyx¿ Cope,
+¿Stegops¿ Moodie etc. aus dem Karbon von Nordamerika, sind
+unvollständig bekannt.
+
+
+2. Familie. #Diplocaulidae.# Cope.
+
+¡Körper langgestreckt, Froschlarvenähnlich, mit unverhältnismäßig
+kleinen Vorder- und Hinterextremitäten. Rippen kräftig, zweiköpfig,
+Hinterhaupt verknöchert.¡
+
+¿Diplocaulus¿ Cope (Fig. 268, 274, 293). Schädel halbmondförmig,
+sehr flach, grubig skulptiert. Nähte und Foramen parietale bei
+jugendlichen Individuen wahrnehmbar. Augen sehr weit nach vorne
+gerückt. Belegknochen rückwärts der Frontalia und Postfrontalia abnorm
+vergrößert, die Ohrenschlitze überwuchernd und seitlich flügelartig
+verbreitert. Frontalia miteinander verschmolzen. Quadratum in der
+vorderen Schädelhälfte. Maxillarzahnreihe ca. 1/2-1/3 der ganzen
+Schädellänge einnehmend. Auf dem Palatin bzw. Vomer zweite Zahnreihe.
+Zähne klein, gleich groß. Wirbelkörper tief amphicöl, fest mit
+oberem Bogen verschmolzen. Zygosphen-Zygantrum. Dornfortsätze nicht
+verknöchert. Vorderextremitäten kleiner als die Hinterextremitäten.
+Humerus mit Foramen entepicondyloideum. Diplocaulus war wahrscheinlich
+nur ein Wasserbewohner. Perm. Nordamerika.
+
+¿Crossotelos¿ Case. Perm. Oklahoma.
+
+[Illustration: Fig. 293.
+
+¡Diplocaulus magnicornis.¡ Cope. Schädelunterseite. (Nach ~Broili~.)
+
+¡O¡ Augenöffnungen, ¡Ch¡ Choanen, ¡V¡ Vomerregion, ¡Pa¡ Palatinregion,
+¡M¡ Maxillarregion, ¡Pm¡ Prämaxillare, ¡Quj¡ Quadratojugale, ¡P¡
+Parasphenoid, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡Occ. lat.¡ Occipitalia lateralia, ¡G¡
+Gaumengruben, ¡Gs¡ Gaumenschläfengruben, ¡Os¡ Ohrenschlitzgruben
+(geschlossen). Perm. Seymour, Baylor Co. Texas. ca. 1/5 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 294.
+
+Kopf von ¡Dolichosoma longissimum¡ Fritsch. Ob. Karbon. Nürschan,
+Böhmen. Restauriert in dreifacher Vergr. ¡St¡ Supratemporale, ¡Sq¡
+Squamosum, ¡So¡ Postparietale, ¡Ep¡ Tabulare. Sonstige Bezeichnungen
+wie früher.]
+
+
+3. Familie. #Aistopodidae.# Miall.
+
+¡Körper sehr lang, schlangenartig, ohne Extremitäten und Brustgürtel.
+Rippen dünn, grätenartig.¡
+
+¿Dolichosoma¿ Huxley (Fig. 294). Schädel schmal, dreieckig, mit
+zugespitzter Schnauze; die Kopfknochen glatt. Scheitel-, Stirn-
+und Nasenbeine bei ¡D. longissimum¡ miteinander verschmolzen.
+Zwischenkiefer sehr klein. Wirbel sanduhrförmig. Oberer Bogen breit
+mit niederem Dornfortsatz. Rippen einköpfig, zart. Bauchpanzer scheint
+zu fehlen. Steinkohlenformation von Kilkenny, Irland und Gaskohle von
+Nürschan, Böhmen.
+
+¿Phlegethontia¿, Cope. Zygosphen zwischen den Postzygapophysen. Rippen
+und Schuppen kaum entwickelt. Oberes Karbon. Nordamerika.
+
+¿Ophiderpeton¿ Huxley (Fig. 295). Schädel unvollständig bekannt,
+kürzer und stumpfer als bei ¡Dolichosoma¡. Oberer Bogen fest mit dem
+Wirbelkörper verwachsen. Dornfortsatz nieder. Unterer Querfortsatz
+als breite Platte in der vorderen Hälfte des Wirbels entwickelt.
+Rippe zweiköpfig aus einem ventralen Abschnitt (Capitulum und langen
+Fortsatz) und einem dorsalen Teil (Tuberculum und kurzen Fortsatz)
+bestehend. Bauchschuppen haferkornförmig, schmal, lang, vorn und
+hinten zugespitzt; Rückenschuppen ähnlich Chagrinkörnern. ¡O.
+Brownriggi¡ Huxley aus Kilkenny in Irland wird 40-60 cm lang. Fünf
+kleinere Arten in der Gaskohle von Nürschan, Böhmen.
+
+¿Tyrsidium¿ Cope. Ähnlich den vorigen. Oberes Karbon. Nordamerika.
+
+¿Molgophis¿ Cope. Unterer Querfortsatz als kräftige Leiste
+ausgebildet, ohne Schuppen. Oberes Karbon. Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 295.
+
+¡Ophiderpeton granulosum¡ Fritsch. Rippe in sechsfacher Vergr. Ob.
+Karbon. Gaskohle, Nürschan. ¡c¡ Capitulum, ¡d¡ Tuberculum. (Nach
+~Fritsch~.)]
+
+
+3. Unterordnung. #Temnospondyli# (Zitt.) ~Kranz-~ oder
+~Schnittwirbler.~
+
+¡Wirbelkörper aus mehreren getrennten Knochenstücken bestehend,
+meist rhachitom, selten embolomer. Chorda persistierend. Hinterhaupt
+knorpelig oder verknöchert. Carpus und Tarsus verknöchert.
+Zahnsubstanz radial gefaltet.¡ Karbon, Perm und untere Trias.
+
+
+A. Rhachitomi.
+
+¿Archegosaurus¿ H. v. Meyer (Fig. 266, 270, 271, 296, 297). Körper
+bis 1,5 m lang, mit ziemlich langem, seitlich komprimiertem Schwanz.
+Schädel in der Jugend stumpf, dreieckig, wenig länger als breit, im
+Alter stark verlängert, mit schmaler, vorn abgerundeter Schnauze. Die
+Kopfknochen mit von Ossificationszentren ausstrahlenden Leisten und
+unregelmäßigen Gruben verziert. Augenhöhlen in der hinteren Hälfte,
+an jungen Individuen in der Mitte der Schädellänge; Scleroticaring
+aus 20-23 Plättchen bestehend. Nasenlöcher länglich. Hinterhaupt nur
+bei alten Individuen verknöchert, sonst knorpelig. Auf Palatin und
+Vomer einzelne größere Zähne vorhanden. Os transversum entwickelt.
+Kieferzähne bis zur halben Höhe mit tiefen Furchen, mit einfachen,
+radialen Einstülpungen der Zahnsubstanz (Fig. 280). Jugendliche
+Individuen besitzen Kiemenbögen mit Zähnchen. Ca. 25 Rumpfwirbel. In
+der Schwanzregion heften sich starke untere Bögen an die Hypocentra an
+und die Pleurocentra bestehen jederseits aus zwei Stücken. (Fig. 270,
+271 ¡plc¡, ¡pla¡).
+
+Die rhomboidische mittlere Kehlbrustplatte (Episternum) ist halb so
+lang als der Schädel, und wie die dreieckigen seitlichen Claviculae
+radiär skulptiert. Rippen sehr verschieden geformt. Pubis anscheinend
+nicht verknöchert. Vorderfüße vierzehig, viel schwächer als die
+fünfzehigen Hinterfüße. Bauchpanzer aus schmalen und langen gekielten,
+an einem Ende zugespitzten Schuppen gebildet, welche dachziegelartig
+übereinander liegen. (Fig. 266 ¡e¡.)
+
+Sehr häufig in den Sphärosideritknollen des Rotliegenden von Lebach
+bei Saarbrücken. Rotliegendes von Sachsen.
+
+Als ¡Archegosaurus ornatus¡ wird von A. S. Woodward ein Schädelrest
+eines Stegocephalen aus dem Permokarbon von Kashmir beschrieben.
+
+¿Sparagmites¿ Fritsch, ¿Discosaurus¿ Credner (Fig. 266 ¡g¡).
+Rotliegendes von Niederhäßlich und Böhmen.
+
+[Illustration: Fig. 296.
+
+¡Archegosaurus Decheni¡ H. v. Meyer. Aus dem Rotliegenden von Lebach
+bei Saarbrücken. Junges Exemplar mit Kiemenbögen in nat. Gr. (Nach ~H.
+v. Meyer~.)]
+
+[Illustration: Fig. 297.
+
+¡Archegosaurus Decheni¡ H. v. Meyer. Schädel eines ausgewachsenen
+Exemplars. Rotliegendes, Lebach bei Saarbrücken ca. 1/2 nat. Gr. nach
+~Jaeckel~. Bezeichnungen wie früher.]
+
+¿Cochleosaurus¿ Fritsch (Fig. 275) (? ¡Gaudrya¡ Fritsch).
+Postparietalia (Supraoccipitalia) löffelförmig verlängert. Condyli
+occipitales bei erwachsenen Individuen verknöchert. Palatin mit
+einigen größeren Zähnen und wie die meisten übrigen Knochen der
+Schädelunterseite dicht mit Chagrinzähnchen besetzt. Humerus
+mit Foramen entepiconyloideum. Bauchpanzer aus spindelförmigen
+Knochenstäbchen. Oberes Karbon. Nürschan. Böhmen.
+
+¿Chelydosaurus¿ Fritsch. Tabulare (Epioticum) nach hinten spitz
+ausgezogen. Unteres Rotliegendes. Braunau. Böhmen.
+
+¿Nyrania¿ Fritsch. Oberes Karbon. Nürschan. Böhmen.
+
+? ¿Sphenosaurus¿ von Meyer. Möglicherweise ein Cotylosaurier. Perm.
+Böhmen.
+
+¿Actinodon¿ Gaudry (¡Euchirosaurus¡ Gaudry) (Fig. 289). Vomer und
+Palatin mit je einem großen Zahn und zahlreichen Körnchenzähnen. Augen
+groß. Becken ähnlich dem von Eryops. Unteres Perm. Autun. Frankreich.
+
+¿Dasyceps¿ Lloyd em. v. Huene. Mit großer Facialgrube. Perm.
+Kenilworth b. Warwik.
+
+¿Sclerocephalus¿ Goldf. (¡Onchiodon¡ Gein., ¡Weissia¡ Branco,
+¡Osteophorus¡ H. v. M.) Für den auffallend breiten, stark skulptierten
+Schädel sind die kleinen, runden, im hinteren Drittel gelegenen Augen
+bezeichnend. Nasenlöcher weit vorn. Palatina mit kräftigen Fangzähnen.
+Bauchschuppen haferkornförmig. Die Gattung kann bedeutende Größe bis
+zu einem Meter erreichen. Oberes Karbon. Nürschan. Rotliegendes der
+Pfalz und Niederhäßlich, Sachsen.
+
+[Illustration: Fig. 298.
+
+¡Actinodon Frossardi¡ Gaudry. Schädel von oben. Ca. 1/3 nat. Gr. (nach
+~Thevenin~.) Perm von Autun. Frankreich.]
+
+[Illustration: Fig. 299.
+
+¡Eryops megacephalus¡ Cope. Perm. Texas. ¡A¡ Schädel von der Seite.
+1/5 nat. Gr. ¡B¡ Stück der Wirbelsäule. 1/4 nat. Gr. (Nach ~Cope~.)]
+
+¿Melosaurus¿, ¿Chalcosaurus¿, H. v. Meyer, ¿Zygosaurus¿ Eichw.,
+¿Platyops¿ Trautsch. Perm, Rußland.
+
+? ¿Pholidogaster¿ Huxley. Unteres Karbon. Edinburg. Schottland.
+
+¿Eryops¿ Cope. (¡Rhachitomus¡, ¡Epicordylus¡, ¡Parioxys¡) Cope
+(Fig. 269, 299). Größter bis jetzt in Nordamerika nachgewiesener
+Stegocephale. Schädel bis über 60 cm lang und hinten 30-46 cm
+breit. Nähte und Foramen parietale im Alter verwischt. Skulptur
+höckerig, grubig. Augen relativ klein, in der hinteren Schädelhälfte.
+Nasenlöcher groß. Zähne verhältnismäßig klein, auf Palatin und
+Vomer einige größere Zahnpaare. Quadratum und Condyli verknöchert.
+Parasphenoid dolchförmig. 25-26 präsacrale Wirbel. Schwanz kurz.
+Rippen stark differenziert. Sacralrippe blattförmig. Becken in der
+Symphyse verschmolzen, alle 3 Elemente verknöchert. Vorderfuß mit 5,
+Hinterextremität mit ? 4 Zehen. Perm, Nordamerika.
+
+¿Trimerorhachis¿, ¿Zatrachis¿, ¿Acheloma¿, ? ¿Anisodexis¿ Cope.
+¿Cardiocephalus¿ Broili. (¿Gymnarthrus¿ Case.) ¿Tersomius¿ Case. Perm.
+Texas und Neu-Mexico.
+
+[Illustration: Fig. 300.
+
+¡Trematops Milleri.¡ Williston. Schädeloberseite. Perm von Texas
+(nach ~Williston~). ¡Z¡ Facialdurchbruch, ¡AO¡ Präorbitalöffnung
+und Nasenloch, ¡O¡ Augen, ¡OS¡ hintere geschlossene Ohrenschlitze
+(falsches Schläfenloch). (Nach ~Williston~.) 3/10 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 301.
+
+¡Micropholis¡ (¡Petrophryne¡) ¡granulata¡ Owen. Trias. Tafelberg,
+Südafrika. Schädel ¡a¡ von oben, ¡b¡ von der Seite. In nat. Gr.
+(Nach ~Owen~.)]
+
+¿Cacops¿ Williston. (Fig. 283). Schädel rauh skulptiert. Nasenlöcher
+und Augen ziemlich groß, weit voneinander getrennt. Foramen parietale
+groß. Die großen Ohrenschlitze von rückwärts geschlossen, so daß eine
+»falsche« Schläfenöffnung entsteht. Quadratum und Condyli verknöchert.
+Parasphenoid in der Mitte spachtelförmig verbreitert. Vor und hinter
+der Choane ein größerer Zahn. 21 präsacrale Wirbel, zwei Sacralwirbel.
+Die distal verbreiterten Dornfortsätze bilden mit dazwischen sich
+einschiebenden Hautverknöcherungen einen Rückenpanzer. Die vorderen
+Rippen zweiköpfig. Am Schultergürtel Cleithrum auffallend groß.
+Vollständige Skelette beschreibt Williston aus dem Perm von Texas.
+
+¿Dissorophus¿ Cope. (Fig. 274 ¡B¡). Besitzt einen ähnlich gebildeten,
+aber viel mächtiger entwickelten, halb-tonnenförmigen Rückenpanzer.
+Perm. Texas.
+
+¿Otocoelus¿ Cope. Nahe verwandt, wenn nicht identisch mit Dissorophus.
+Perm. Texas.
+
+¿Aspidosaurus¿ Broili. Rückenpanzer dem First eines Daches ähnlich.
+Die Hautverknöcherungen grenzen aneinander. Perm. Texas.
+
+¿Trematops¿ Williston (Fig. 300). Schädel mit großem Facialdurchbruch,
+langgestreckte Präorbitallücken, deren vorderer Teil von den
+Nasenlöchern eingenommen wird. Ohrenschlitze wie bei Cacops von
+rückwärts geschlossen. Zwei Condyli occipitales. Basisphenoid
+vorhanden. Parasphenoid reduziert oder fehlend. Palatinum mit zwei
+Paar größeren Zähnen. Zirka 23 präsacrale rhachitome Wirbel. Nur ein
+Sacralwirbel. Rippen kurz. Perm. Texas.
+
+¿Micropholis¿ Huxley (¡Petrophryne¡ Owen) (Fig. 301). Nur der
+flache, niedrige Schädel erhalten; Augenhöhlen groß, vor der Mitte,
+Nasenlöcher weit vorne. Zwischen den Unterkiefern kleine polygonale
+Knochenschuppen (Gularplatten). Trias. Südafrika.
+
+¿Batrachosuchus¿ Broom. Trias Südafrika.
+
+[Illustration: Fig. 302.
+
+Querschnitt eines Zahnes von ¡Loxomma Allmanni¡ Huxley in der Nähe der
+Basis. Steinkohlenformation. Northumberland. Vergr. (Nach ~Embleton~
+u. ~Atthey~.) ¡k¡ Knochensubstanz des Kiefers, ¡c'¡ Zahnsockel aus
+Zement, ¡d¡ Dentin u. Zementeinstülpungen, ¡P¡ Pulpa.]
+
+[Illustration: Fig. 303.
+
+Schädel von ¡Trematosaurus Brauni¡ Burmeister, mit deutlicher Lyra aus
+dem Buntsandstein von Bernburg. 1/4 nat. Gr. (Nach ~Burmeister~.)]
+
+[Illustration: Fig. 304.
+
+¡Metopias diagnosticus.¡ H. v. Meyer. Skelettfragment von der
+Unterseite. Keupersandstein von Hahnweiler bei Stuttgart. 1/8 n. Gr.
+(Nach Eb. ~Fraas~.)]
+
+¿Brachyops¿ Owen, ¿Gondwanosaurus¿ Lydekker. Perm. ? Trias
+(Gondwana-Schichten). Ostindien.
+
+¿Bothriceps¿ Huxley. Schädel dreieckig; Kopfknochen rauh skulptiert.
+Nasenlöcher weit vorn. Parietalia sehr groß. Zähne spitzkonisch, außen
+gefurcht. Trias. Australien und Südafrika.
+
+
+B. Embolomeri.
+
+¿Cricotus¿ Cope. Körper langgestreckt, mit kurzen stämmigen
+Extremitäten. Schädel verlängert, dreieckig. Schnauze verschmälert.
+Augenhöhlen groß, länglich oval, etwa in der halben Länge des Schädels
+gelegen. Kopfknochen schwach skulptiert, Schleimkanäle vorhanden.
+Zähne spitz, von ungleicher Größe. Wirbel embolomer, aus zwei
+getrennten, in der Mitte durchbohrten Scheiben bestehend, wovon nur
+die vordere obere Bögen und Rippen trägt. Bauchschuppen rhomboidisch.
+Perm. Texas und Illinois.
+
+¿Diplovertebron¿ Fritsch (Fig. 273). Nur Fragmente vom Schädel und der
+Wirbelsäule bekannt. Ob. Karbon. Nürschan. Böhmen.
+
+¿Nummulosaurus¿ Fr. Wirbel anscheinend wie bei ¡Diplovertebron¡. Ob.
+Karb. Tremosna. Böhmen.
+
+
+4. Unterordnung. #Stereospondyli.# (Zitt.) ~Vollwirbler.~ (=
+¡Labyrinthodontidae¡ Owen, ¡Euglypta¡ Miall.)
+
+¡Wirbelkörper aus einer vorn und hinten etwas ausgehöhlten amphicölen,
+im Zentrum zuweilen durchbohrten Knochenscheibe bestehend. Hinterhaupt
+verknöchert. Dentinsubstanz der Zähne labyrinthisch gefaltet.
+Schleimkanäle häufig zwischen den Augenhöhlen und den Nasenlöchern
+eine Lyra bildend.¡ Unteres Karbon bis obere Trias.
+
+Die Stereospondyli sind in der Regel durch gewaltige Fangzähne
+auf Vomer und Palatinum ausgezeichnet und ihr Schädel ist stark
+skulptiert. Ein Scleroticaring und Bauchpanzer ist bis jetzt bei den
+triadischen Formen noch nicht beobachtet worden.
+
+¿Anthracosaurus¿ Huxley. Schädel breit, dreieckig, bis 1/2 m groß,
+grubig skulptiert. Augenhöhlen gerundet. Wirbelkörper amphicöle,
+leicht von der Chorda durchbohrte Scheibe. Bauchschuppen an einem Ende
+zugespitzt. Ob. Karbon. England. Schottland.
+
+¿Loxomma¿ Huxley (Fig. 272, 302). Schädel mit sehr gut entwickelten
+Schleimkanälen. Augenhöhle nach vorne in eine Präorbitalöffnung
+übergehend, wodurch seitlich am Schädel ein langgestreckter Durchbruch
+entsteht. Die ältesten Reste finden sich bereits im Eisenstein von
+Gilmerton (Unteres Karbon), Edinburg, Schottland. Oberes Karbon
+England.
+
+¿Eosaurus¿ Marsh. Nur große amphicöle Wirbelkörper bekannt, die auf
+ein sehr großes Tier schließen lassen. Oberes Karbon. Neuschottland.
+
+? ¿Baphetes¿ Owen. Unvollkommenes Schädelfragment. Oberes Karbon.
+Neuschottland. ? ¿Macrerpeton¿ Moodie. Oberes Karbon Linton, Ohio.
+
+¿Erpetosuchus¿ Moodie. Unt. Perm. Kansas.
+
+¿Anaschisma¿ Branson. Der über 1/2 m große Schädel fast dreieckig,
+skulptiert. Ohrenschlitze klein. Augen in der vorderen Schädelhälfte,
+klein. Die großen Nasenlöcher mit den Prämaxillardurchbrüchen der
+großen Vomerzähne zusammenfallend. Os transversum entwickelt.
+Wirbelkörper platycöl Trias (Lander region) Wyoming. Zu dieser Gattung
+dürfte auch ¿Metoposaurus~ Fraasi¡ Lucas aus der Trias von Arizona
+gehören.
+
+¿Dictyocephalus¿ Leidy. Ähnlich ¡Trematosaurus¡. Trias. Chatham Co.
+North Carolina. ¿Eupelor¿, ¿Pariostegus¿ Cope. Trias. Nordamerika.
+
+¿Aphaneramma¿ A. S. Woodward. Schädel sehr langgestreckt mit schlanker
+Schnauze. Schleimkanäle. Wirbelkörper amphicöl. Mit dieser Form
+zusammen findet sich der nahestehende
+
+¿Lonchorhynchus¿ Wiman, in Ablagerungen marinen Charakters in der
+Trias (Muschelkalk Spitzbergens).
+
+¿Trematosaurus¿ Braun (Fig. 303). Schädel länglich dreieckig mit
+vorn abgerundeter Schnauze. Augenhöhlen in der Mitte des Schädels.
+Lyra sehr deutlich. Auf dem Palatin eine zweite Zahnreihe,
+außerdem über den Choanen und dem Vomer einige größere Zähne.
+Unterkiefer mit großen Fangzähnen, denen am Schädel zwei getrennte
+Prämaxillardurchbrüche entsprechen. Episternum lang, gestielt.
+Buntsandstein. Bernburg. ? Trias (Burghersdorp beds, Südafrika).
+
+¿Metopias¿ H. v. M. (= ¡Metoposaurus¡ Lydekker)[70] (Fig. 304).
+Schädel breit, mit stumpfer Schnauze. Augen groß, in der vorderen
+Schädelhälfte, weit voneinander getrennt. Episternum hinten gerundet.
+Bezahnung verhältnismäßig schwach. Keuper. Württemberg.
+
+¿Capitosaurus¿ H. v. M. (Fig. 307, 308). Kopf vorne breit, gerundet.
+Augen klein, in der hinteren Schädelhälfte. Nasalia ungemein groß.
+Kleiner Ohrenschlitz. Buntsandstein. Bernburg. Muschelkalk. Schlesien;
+Keuper. Franken; ? Trias. Südafrika.
+
+[Illustration: Fig. 305.
+
+¡Cyclotosaurus robustus¡ H. v. Meyer. Schilfsandstein d. unt. Keuper.
+Bezeichnungen wie früher. (Nach E. ~Fraas~.)]
+
+[Illustration: Fig. 306.
+
+¡Mastodonsaurus giganteus¡ Jaeger. Mit deutlicher Lyra. Lettenkohle
+Gaildorf b. Stuttgart. Alle übrigen Bezeichnungen wie früher. Ca. 1/16
+nat. Gr. (Nach E. ~Fraas~.)]
+
+¿Cyclotosaurus¿ E. Fraas (Fig. 305). Schädel ähnlich ¡Capitosaurus¡,
+aber bedeutend größer und Ohrenschlitz von hinten zu einer »falschen«
+Schläfenöffnung geschlossen. Keuper. Württemberg. Hierher dürfte
+wegen der geschlossenen Ohrenschlitze auch ¡Capitos. stantonensis¡
+A. Woodward aus der mittleren Trias Spitzbergens zu stellen sein.
+? Trias. (Burghersdorp beds) Südafrika.
+
+¿Mastodonsaurus¿ Jaeger em. E. Fraas (Fig. 276, 281, 285, 306).
+Schädel bis 1 m lang. Frontalia, nehmen wie bei ¡Capitosaurus¡ und
+¡Cyclotosaurus¡ an der Begrenzung der Augen teil. Augenhöhlen sehr
+groß, mit ihrem Vorderrand bis in die Mitte der Schädellänge reichend.
+Vor den Nasenlöchern zwei Prämaxillardurchbrüche. Palatin mit zweiter
+Zahnreihe. Die Fangzähne des Vomer und Pa. auf der Innenseite von
+einer Reihe kleiner Zähnchen begrenzt. Episternum rhombisch und wie
+die dreieckigen Claviculae stark skulptiert. Ischium groß. Pubis
+klein, nicht miteinander verschmolzen. Wirbelkörper dorsal für die
+Chorda ausgebuchtet. Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper von
+Württemberg. Alaunschiefer Gaildorf und Franken. ? Buntsandstein
+Elsaß. ? Keuper England. ? Indien.
+
+¿Labyrinthodon¿ Owen. Keuper. Schwaben. England.
+
+¿Plagiosternum¿ E. Fraas. Muschelkalk und Lettenkohle. Schwaben.
+
+¿Rhytidosteus¿ Owen. Trias. Oranje Republik.
+
+¿Rhynesuchus¿ Broom. Perm. Südafrika.
+
+[Illustration: Fig. 307.
+
+¡Capitosaurus nasutus¡ H. v. Meyer. Wie oben. Verkl. Buntsandstein
+Bernburg. Bezeichnungen wie früher.]
+
+[Illustration: Fig. 308.
+
+Unterkiefer von ¡Capitosaurus nasutus¡ H. v. Meyer. Verkl. Von
+Bernburg. ¡art¡ Articulare, ¡ang¡ Angulare, ¡d¡ Dentale.]
+
+[Illustration: Fig. 309.
+
+Fährten von ¡Chirotherium Barthi¡. Kaup. Buntsandstein von Heßberg bei
+Hildburghausen. 1/6 nat. Gr. (Nach R. ~Owen~.)]
+
+Aus der Trias von Ostindien werden neben anderen unvollkommenen
+Resten, die vielfach mit einer der zuletzt genannten Genera
+identifiziert werden, ¿Pachygonia¿, ¿Gonioglyptus¿ Huxley beschrieben.
+
+Auch aus permokarbonischen (? triadischen) Ablagerungen von Australien
+werden verschiedentlich Reste von Labyrinthodonten angeführt.
+
+~Fußspuren~ (Fährten) von Stegocephalen finden sich bereits im
+obersten Devon ¿Thinopus antiquus¿ Marsh (Chemung-Stufe) von W.
+Pennsylvanien[71], nicht selten in der Steinkohlenformation von
+Neu-Schottland[72], Pensylvanien und Kansas, im Rotliegenden
+von Thüringen, Böhmen und Sachsen[73], im Karoo-Sandstein
+von Südafrika und namentlich im Buntsandstein von Thüringen
+(Fig. 309) und Franken (Chirotherium), sowie im Keupersandstein
+von Thüringen und England. Die vertieften Fährten befinden sich
+stets auf Schichtablösungsflächen; die darüber liegende Sandstein-
+oder Schieferschicht enthält auf der Unterseite den erhabenen
+Reliefabdruck der Fährten und meist auch ein Netzwerk unregelmäßig
+sich kreuzender, leistenförmiger Wülste, die offenbar den Ausfüllungen
+von Spalten entsprechen, welche sich beim Austrocknen des ursprünglich
+feuchten Bodens gebildet hatten. Die Tiere, von denen diese in Reihen
+auf einander folgenden Fährten hinterlassen wurden, besaßen meist
+fünfzehige, seltener vierzehige Extremitäten, wovon die vorderen meist
+kleiner als die hinteren sind.
+
+
+2. Ordnung. #Coeciliae# (¡Gymnophiona¡). ~Blindwühler.~[74]
+
+~Körper wurmförmig, mit in ringförmigen Hautfalten eingelagerten,
+kleinen Schuppen. Schädel solid verknöchert. Wirbel amphicöl mit
+Chordaresten. Kiefer, Palatinum und Vomer mit kleinen gekrümmten
+Zähnchen, Extremitäten sowie deren Gürtel fehlen.~
+
+Die infolge der unterirdisch grabenden Lebensweise mit kleinen unter
+der Haut gelegenen Augen ausgestatteten Blindwühler bilden eine
+kleine, auf die Tropen der Alten und Neuen Welt beschränkte Ordnung,
+von welcher sichere fossile Vertreter bis jetzt nicht bekannt sind.
+Der wie bei den Stegocephalen solid verknöcherte Schädel unterscheidet
+sich von diesen durch den Mangel eines Foramen par. sowie auch
+die geringe Anzahl der sich entwickelnden Belegknochen, von denen
+ihnen neben anderen stets die Postparietalia (Supraoccipitalia) und
+Supratemporalia fehlen.
+
+
+3. Ordnung. #Urodela.# ~Schwanzlurche.~[75]
+
+~Nackthäutige, langgestreckte, geschwänzte Lurche mit oder ohne äußere
+Kiemen und meist mit vier kurzen Extremitäten. Wirbelkörper gewöhnlich
+solid verknöchert. Foramen parietale fehlt.~
+
+Die Urodelen unterscheiden sich von den Stegocephalen hauptsächlich
+durch nackte Haut, durch verknöcherte (nur selten von der Chorda
+durchbohrte), gestreckte, amphicöle oder opisthocöle Wirbel mit
+schwach entwickelten Quer- und Dornfortsätzen, durch den Mangel eines
+Foramen parietale und durch den abweichenden Bau des Brustgürtels,
+sowie durch die wesentlich geringe Zahl der das Schädeldach bildenden
+Belegknochen.
+
+Der flache, breite, vorne abgerundete ~Schädel~ besteht auch im
+ausgewachsenen Zustande noch teilweise aus Knorpel, ist aber durch
+Deckknochen geschützt, oder aus Knorpelknochen zusammengesetzt. Am
+Schädel finden sich außer den Exoccipitalia lateralia, dem Prooticum
+und dem Sphenethmoid stets Parietalia, Frontalia und in der Regel
+auch Nasalia. Präfrontalia sind meist, Lacrimalia nur selten zur
+Ausbildung gelangt. Quadratum, Squamosum sind ebenso wie ein kleines
+Operculum verknöchert, während das Quadratojugale durch ein Ligament
+ersetzt ist. Auf der Schädelunterseite ossifiziert das Palatinum
+nur in seltenen Fällen, in der Regel zeigt es sich mit der Vomer
+verschmolzen, Parasphenoid und Pterygoid sind gewöhnlich durch ihre
+ansehnliche Größe ausgezeichnet; letztere können indessen ebenso auch
+wie die Maxillaria in seltenen Fällen nicht zur Ausbildung gelangen,
+während die Prämaxillaria stets entwickelt sind. Kleine spitzkonische
+Zähnchen können auf sämtliche Elemente der Schädelunterseite auftreten
+(Fig. 310).
+
+[Illustration: Fig. 310.
+
+Schädel von ¡Cryptobranchus japonicus¡ v. d. Hoeven. ¡A¡ von oben, ¡B¡
+von unten, ¡C¡ Unterkiefer.
+
+¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Na¡ Nasale, ¡Prf¡ Präfrontale,
+¡Fr¡ Frontale, ¡Pa¡ Parietale, ¡Osph¡ Sphenethmoid, ¡Exo¡ Exoccipitale
+laterale mit Condylus occipitalis, ¡Qu¡ Quadratum, ¡Sq¡ Squamosum,
+¡Pt¡ Pterygoid, ¡Psph¡ Parasphenoid, ¡Vo¡ Vomer, ¡G¡ Gaumenöffnung,
+¡N¡ Nasenloch, ¡d¡ Dentale, ¡ang¡ Angulare, ¡art¡ Articulare.
+
+Bei Fig. ¡B¡ ist zwischen ¡Exo¡ und ¡PSph¡ das kleine Operculum
+(Gehörknöchelchen) sichtbar (das andere Gehörknöchelchen, die
+Columella, ist auf der Abbildung undeutlich).]
+
+Der ~Schultergürtel~ bleibt zum größten Teil knorpelig. Nur am
+ventralen Teil der Scapula kann eine Ossifikation eintreten, welche
+auch auf Coracoid (und ? Procoracoid) übergreifen kann.
+
+Am Beckengürtel sind nur das Ischium und der mittlere Teil des Ilium
+verknöchert, das Pubis bleibt ebenso wie das sich gabelnde Epipubis
+gewisser Salamandrinen knorpelig.
+
+Die ~Extremitäten~ stimmen im wesentlichen mit den Stegocephalen
+überein. Carpus und Tarsus sind bald knorpelig, bald verknöchert.
+
+Die Urodelen leben in süßen Gewässern oder an feuchten, schattigen
+Plätzen und ernähren sich von Würmern, Schnecken, kleineren
+Wassertieren und Fischlaich. Fossile Überreste kommen nur in
+Süßwasserablagerungen vor, die ältesten in der Wälderstufe, die
+meisten im jüngeren Tertiär.
+
+
+1. Unterordnung. #Ichthyoidea.# ~Fischlurche, Kiemenlurche.~
+
+¡Wirbel amphicöl, mit Chordaresten. Drei Paar persistierende
+äußere Kiemen. 2-3 Kiemenspalten (Perennibranchiaten) oder ein
+Kiemenloch (Derotremen) vorhanden. Augen klein, ohne deutliche Lider.
+Wasserbewohner.¡
+
+Zu dieser Gruppe gehört wahrscheinlich ¿Hyaelobatrachus¿ Dollo aus dem
+Wälderton von Bernissart in Belgien, wovon nur ein einziges Exemplar
+bekannt ist; ferner der schon von ~J. J. Scheuchzer~ als ¡Homo diluvii
+tristis testis¡ beschriebene Riesensalamander (¡Andrias Scheuchzeri¡)
+von Oeningen in Baden (Fig. 311). Derselbe erreicht eine Länge
+von mehr als 1 m und unterscheidet sich von dem in Japan lebenden
+¿Cryptobranchus¿ v. d. Hoeven (¡Megalobatrachus¡ Tschudi) nur durch
+unerhebliche Differenzen im Skelettbau. Eine zweite kleinere Form
+(¡Andrias Tschudii¡ Meyer) findet sich in der Braunkohle von Rott bei
+Bonn, auch aus oberoligocänen Kohlenschichten von Böhmen wird durch
+Laube eine Art beschrieben.
+
+
+2. Unterordnung. #Salamandrina.# ~Molche.~
+
+¡Wirbel amphicöl, selten (Desmognathinae) opisthocöl, vollständig
+verknöchert. Kiemen oder Kiemenlöcher fehlen. Augenlider vorhanden.¡
+
+Verschiedene, den jetzt lebenden Salamandern nahestehende fossile
+Gattungen (¡Polysemia¡, ¡Heliarchon¡, ¡Archaeotriton¡ H. v. Meyer,
+¡Chelotriton¡ Pomel, ¡Heteroclitotriton¡ de Stef., ¡Megalotriton¡
+Zitt.) sind aus dem Tertiär (Quercy, Sansan; Rott und Erpel bei Bonn,
+Böhmen etc.) bekannt, jedoch überall selten.
+
+[Illustration: Fig. 311.
+
+¡Andrias Scheuchzeri¡ Tschudi. Miocän. Oeningen, Baden.
+
+Das Scheuchzersche Originalexemplar nach der Bearbeitung durch
+~Cuvier~. 1/6 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 312.
+
+Wirbelsäule von ¡Rana esculenta¡. ¡A¡ von oben, ¡B¡ von unten. (Nat.
+Gr.) ¡atl¡ Atlas, ¡d¡ Querfortsätze (Diapophysen), ¡z¡ vordere,
+¡z'¡ hintere Gelenkfortsätze (Zygapophysen), sc Sacralwirbel,
+¡coc¡ Coccyx.]
+
+
+4. Ordnung. #Anura.# ~Froschlurche.~[76]
+
+~Nackthäutige, schwanzlose Lurche von gedrungenem Körperbau. Wirbel
+meist procöl. Schwanzwirbel zu einem dolchförmigen Knochen (Coccyx)
+verwachsen. Foramen parietale fehlt. Entwicklung durch Metamorphose.~
+
+Der gedrungene Körperbau der Anuren wird durch die geringe Anzahl
+der meist procölen (selten opisthocölen: Aglossa, Discoglossidae,
+einige Pelobatidae) Wirbel veranlaßt, insofern bereits der 6.
+(Hymenochirus) meistens aber der 9. Wirbel als einziger Sacralwirbel
+mit dem Ilium sich verbindet. In seltenen Fällen (Pelobates, Pipa,
+Hymenochirus) sind als alleinige Ausnahme unter den lebenden Amphibien
+zwei Sacralwirbel entwickelt. Hinter dem Sacralwirbel folgt ein
+langer, dolchförmiger Knochen (Coccyx), welcher aus der Verschmelzung
+mehrerer Schwanzwirbel hervorgehen dürfte (Fig. 312). Kurze Rippen
+kommen nur bei den Discoglossiden vor, dagegen sind die Querfortsätze
+(Diapophysen) gewöhnlich als kräftige dornartige Gebilde entwickelt.
+
+Für den Schädel (Fig. 265) sind die zu einem Knochenpaar
+(Frontoparietalia) vereinigten Parietalia und Frontalia bezeichnend,
+ebenso wie das ringförmige, teilweise von den Nasalia bedeckte
+Gürtelbein (Os en ceinture), das durch mediane Verschmelzung der
+Sphenethmoidea hervorgegangen ist. Exoccipitalia lateralia und
+Prooticum sind verknöchert ebenso das #T#-förmige Parasphenoid, ferner
+Pterygoid, Palatin (kann fehlen), Squamosum und Jugale, welches den
+Quadratknorpel mit dem Maxillare verbindet. Kleine, bürstenförmige
+Zähnchen finden sich auf diesem wie auf den Prämaxillare und Vomer
+(sehr selten auf Parasphenoid und Palatin).
+
+[Illustration: Fig. 313.
+
+Brustschultergürtel von ¡Rana temporaria.¡ ¡Est¡ Episternum, ¡St¡
+Sternum, ¡S¡ Scapula, ¡SS¡ Suprascapula, ¡Cl¡ Clavicula, ¡Co¡
+Coracoid.]
+
+Der ~Brustgürtel~ (Fig. 313) besteht aus einer großen, meist mit
+einer unvollkommen oder gar nicht ossifizierten Suprascapula,
+beweglich verbundenen Scapula, mit welcher Clavicula und Coracoid
+auf die gleiche Weise in Zusammenhang treten. Das große, gewöhnlich
+knorpelige Brustbein enthält zwei verknöcherte Stücke, ein vorderes
+Episternum und ein hinteres Sternum, welches in einer knorpeligen,
+halbkreisförmigen Platte endigt. In der vorderen 4fingerigen
+Extremität (der 5. Finger bleibt rudimentär) verwachsen Ulna und
+Radius, die kleinen Carpalia liegen in zwei Reihen.
+
+Im Beckengürtel bilden das stark verlängerte Ilium mit dem kleinen
+Ischium die Gelenkpfanne für den Femur. Das unbedeutende Pubis
+verknöchert nur in Ausnahmefällen. Tibia und Fibula verwachsen,
+von den Tarsalia sind die zwei der proximalen Reihe (Astragalus
+und Calcaneus) stark verlängert und können gleichfalls miteinander
+verwachsen; die Füße fünfzehig.
+
+Fossile Frösche sind selten. Die ältesten sicher bestimmbaren Reste
+finden sich im ob. Jura (Kimmeridgien) von Montsech (Provinz Lerida,
+Spanien), wo ein Abdruck eines vollständigen Individuums entdeckt
+wurde (¡Palaeobatrachus Gaudryi¡ Vidal), im Eocän von Ostindien
+(¡Oxyglossus pusillus¡ Owen sp.) und Wyoming; sie werden zahlreicher
+im oberen Eocän, Oligocän und unteren Miocän von Südfrankreich,
+Oberitalien und Mitteleuropa, wo namentlich die Gattungen ¿Rana¿
+und ¿Palaeobatrachus¿ durch zahlreiche Arten vertreten sind. In
+den Phosphoriten von Quercy findet man Mumien von ¡Rana plicata¡
+Filhol., auch aus dem jüng. Tertiär Böhmens werden verschiedene Reste
+angeführt. In der Braunkohle des Siebengebirgs (Rott) und der Rhön
+(Sieblos) sind auch Larven von ¡Palaeobatrachus¡ (Fig. 314, 315)
+häufig. Von dem ersten Fundort wird auch ¿Discoglossus¿ genannt.
+Vollständige Skelette von großen Kröten (¡Latonia Seyfriedi¡ v.
+Meyer und ¡Pelophilus Agassizi¡ Tschudi) sind aus dem miocänen
+Süßwassermergel von Oeningen bekannt; auch die gleichalterigen
+Ablagerungen von Günzburg, Sansan und Sinigaglia enthalten Reste von
+Anuren. Die diluvialen Frösche rühren wie die daselbst vorkommenden
+Urodelen von noch jetzt lebenden Gattungen her.
+
+[Illustration: Fig. 314.
+
+¡Palaeobatrachus grandipes¡ Giebel. Braunkohle. Orsberg im
+Siebengebirge. 2/3 nat. Gr. (Nach ~Wolterstorff~).]
+
+[Illustration: Fig. 315.
+
+Larven von ¡Palaeobatrachus Fritschii¡ Wolterst. Miocäne Braunkohle
+von Kaltennordheim, Rhön. Nat. Gr. (Nach ~Wolterstorff~ u. ~Meyer~.)]
+
+ #Zeitliche Verbreitung der Amphibien.#
+
+ | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L
+ ---------------+---+---+----+----+----+----+----+----+----+----+----+----
+ ~Stegocephali~ | | | | | | | | | | | |
+ Phyllospondyli| | |=========| | | | | | | |
+ Lepospondyli | | |=========| | | | | | | |
+ Temnospondyli | | |==============| | | | | | |
+ Stereospondyli| | |==============| | | | | | |
+ | | | | | | | | | | | |
+ ~Coeciliae~ | | | | | | | | | | | |====
+ | | | | | | | | | | | |
+ ~Urodela~ | | | | | | | | | | | |
+ Ichthyoidea | | | | | | |== | | =================
+ Salamandrina | | | | | | | | ======================
+ | | | | | | | | | | | |
+ ~Anura~ | | | | | | ==| |========================
+ | | | | | | | | | | | |
+ ---------------+---+---+----+----+----+----+----+----+----+----+----+----
+
+ Legende:
+
+ A = Silur E = Trias I = Oligocän
+ B = Devon F = Jura J = Miocän
+ C = Karbon G = Kreide K = Pliocän und Pleistocän
+ D = Perm H = Eocän L = Jetzt
+
+
+Fußnoten:
+
+[57] ¡Bütschli O.¡, Vorlesungen über vergl. Anatomie 1. Leipzig 1910.
+-- ¡Claus-Grobben¡, Lehrbuch d. Zoologie, 7. Aufl. Marburg 1905. --
+¡Eastman-Zittel,¡ Text-Book of Palaeontology. vol. II. Vertebrata.
+London u. New York 1902. -- ¡Gegenbaur C.¡, Vergleichende Anatomie
+der Wirbeltiere. Leipzig 1898. -- ¡Gadow H.¡, Amphibia and Reptilia
+(Cambridge Nat. Hist. VIII). 1901. -- ¡Hertwig R.¡, Lehrbuch d.
+Zoologie, 9. Aufl. Jena 1910. -- ¡Hoffmann C. K.¡, Amphibien (Bronn's
+Klassen und Ordnungen etc. 1873 bis 1878). -- ¡Sedgwick A.¡, A
+students textbook of Zoology. Bd. 2. Amphioxus and Vertebrata.
+Cambridge 1905. -- ¡Steinmann G.¡ und ¡Döderlein L.¡, Elemente der
+Paläontologie. Leipzig 1890. -- ¡Steinmann G.¡, Einführung in die
+Paläontologie. 2. Aufl. Leipzig 1907. -- ¡Schimkewitsch W.¡, Lehrbuch
+d. vergl. Anat. d. Wirbelt. Stuttgart 1909. -- ¡Wiedersheim R.¡,
+Vergleichende Anatomie der Wirbeltiere. 7. Aufl. Jena 1909.
+
+[58] Literatur (vergleiche auch weiter unten):
+
+¡Ammon v.¡, Die permischen Amphibien der Rheinpfalz. München, Straub,
+1889. -- ¡Broili, F.¡, Permische Stegocephalen und Reptilien aus
+Texas. Palaeontographica, 51. Bd. 1904. ibid. Ausführliche Literatur
+bis 1904. Beobachtungen an Cochleosaurus bohemicus. ibid. 52. 1905.
+Über Sclerocephalus aus der Gaskohle etc. Jahrb. d. k. k. geol.
+Reichsanstalt. 58. 1908. -- ¡Burmeister, H.¡, Die Labyrinthodonten
+aus dem bunten Sandstein von Bernburg, zoologisch geschildert. Berlin
+1849. Labyrinthodonten aus dem Saarbrücker Kohlengebirge. Berlin
+1850. -- ¡Case, E. C.¡, The Vertebrates of the Permian Bonebed of
+Vermilion Co. III. Journ. of Geology. Vol. VIII. 1900. -- ¡Cope,
+E. D.¡, Synopsis of the extinct Batrachia and Reptilia of North
+America. Transact. Americ. Philos. Soc. XIV. 1869. Synopsis of the
+extinct Batrachia from the Coal Measures. Rep. of the Geol. Surv. of
+Ohio. Palaeontology II. 1875. Description of extinct Batrachia and
+Reptilia from the Permian formation of Texas. Proc. Americ. Philos.
+Soc. XVII. 1878. XIX. 1880. Pal. Bulletin. 32. XX. 1882. XXII.
+1884. The Batrachia of the Permian Period of North America. Americ.
+Naturalist 1884. -- ¡Credner, H.¡, Die Stegocephalen und Saurier aus
+dem Rotliegenden des Plauenschen Grundes bei Dresden. I-X, Zeitschr.
+d. d. geol. Gesellschaft. 33.-45. Bd. 1881-1893. -- ¡Fraas, E.¡,
+Die Labyrinthodonten der schwäbischen Trias. Palaeontographica. 35.
+1889. -- ¡Fritsch, A. v.¡, Fauna der Gaskohle und der Kalksteine der
+Permformation Böhmens. Prag, Bd. I. 1883. Bd. II. 1885. Bd. III. 1895.
+Bd. IV. 1901. -- ¡Fürbringer, M.¡, Zur vergleichenden Anatomie des
+Brustschulterapparates und der Schultermuskeln. Jenaische Zeitschr. f.
+Naturwissenschaft. 34. 1901. -- ¡Gaudry, A.¡, L'Actinodon. Paris 1887.
+Ferner: Les enchaînements du monde animal dans les temps géol. Foss.
+primaires. Paris 1883. -- ¡Hay, O. P.¡, Bibliography and Catalogue of
+the foss. Vertebr. of North America. Bull. U.S. geol. Surv. No. 79,
+1902. -- ¡Huene, F. v.¡, Neubeschreibung des permischen Stegocephalen
+Dasyceps Bucklandi aus Kenilworth. Geol. u. Pal. Abhandl. XII. 1910.
+-- ¡Huxley, Th. D.¡, Description of Vertebrate Remains from the Jarrow
+Colliery, Kilkenny. Trans. Roy. Irish. Soc. Dublin 1867. Vol. 24. --
+¡Jaekel, O.¡, Über die Klassen der Tetrapoden. Zool. Anzeiger, Bd.
+34, 1909. Die Labyrinthodonten der Trias, in Frechs Lethaea. Trias.
+1903. Über Ceraterpeton, Diceratosaurus und Diplocaulus. Neues Jahrb.
+für Mineralogie etc. 1903. Bd. I. -- ¡Lydekker, R.¡, Catalogue of the
+fossil Reptilia and Amphibia in the British Museum. 1888-90. ibid.
+weitere Literatur. -- ¡Maggi L.¡, Plache osteodermiche interparietali
+degli Stegocephali etc. Rendiconti R. Ist. Lombardo d. Sc. e Lett.
+Ser. 2. Vol. XXXI. Milano 1898. -- ¡Meyer, H. v.¡, und ~Plieninger,
+Th.~, Beiträge zur Paläontologie Württembergs. Stuttgart 1844. --
+¡Meyer, H. v.¡, Über d. Archegosaurus der Steinkohlenformation.
+Palaeontographica I. 1848. Weitere Arbeiten ibid. VI. VII. XV. --
+¡Miall, L. C.¡, Report on the Structure and classification of the
+Labyrinthodonts. Rept. of the 42. 43. meet. Brit. Assoc. f. the
+advanc. of Science. Bradford 1873. Belfast 1874. -- ¡Moodie, R. L.¡,
+The Lateral Line System in extinct Amphibia. Journ. of Morphol. Vol.
+XIX. 1908. A contribut. to a Monograph of the extinct Amphibia of
+North America etc. Journ. of Geol. Vol. XVII. 1909. Carboniferous
+air-breathing Vertebrates of the U. S. National Museum. Proc. U. S.
+Nat. Museum. No. 1696. 1909. -- ¡Thevenin, A.¡, Amphibiens et Reptile
+du terrain houiller de France. Ann. de Paleontologie T. I. 1906.
+Les plus anciens Quadrupèdes de France. ibid. T. V. 1910 (ibid.
+Literatur.) -- ¡Versluys, J.¡, Die Salamander und die ursprünglichsten
+vierbeinigen Landwirbeltiere. Naturwissensch. Wochenschrift. N.F.
+VIII. Bd. 3. 1909. -- ¡Williston, S. W.¡, The skull and extremities
+of Diplocaulus. Kans. Acad. of Science. Geol. Pap. (Separat.) 1910.
+New or little-known Permian Vertebrates. Trematops, Journ. of Geol.
+Vol. XVII. 1909. The Faunal relations of the early Vertebrates. ibid.
+Dissorophus Cope. ibid. Vol. XVIII. 1910. -- ¡Wintrebert, P.¡, Sur le
+Déterm. d. l. Métamorphose chez les batraciens. Comp. rend. des séanc.
+d. l. Soc. d. Biologie. Bd. 58 u. 59. 1910. Masson, Paris. -- ¡Wiman,
+C.¡, Ein paar Labyrinthodontenreste aus der Trias Spitzbergens. Bull.
+Geol.-Instit. Ups. Vol. IX. 1910. -- ¡Woodward, A. S.¡, On two new
+Labyrinthodont skulls of the genera Capitosaurus and Aphaneramma.
+Proc. Zool. Soc. London 1904. Vol. II.
+
+[59] Fußspuren, die mit ziemlicher Sicherheit auf Stegocephalen
+zurückzuführen sind, finden sich nach ~Marsh~ bereits im obersten
+Devon (Chemung Stufe) von W. Pennsylvanien.
+
+[60] Bezüglich der Literatur über den Wirbelbau der Stegocephalen und
+die Homologien derselben zu den Wirbeln der Ammoniten siehe: ¡Baur
+G.¡, Archegosaurus. Americ. Naturalist. XXXI. 1897. The Stegocephali:
+a phylogenetic study. Anat. Anzeiger XI. 1896. -- ¡Branson E. B.¡,
+Structure and Relationships of Americ. Labyrinthodontidae. Journ.
+of Geol. Vol. XIII. 1905. -- ¡Broili F.¡, Ein Beitrag zur Kenntnis
+von Eryops megacephalus. Paläontographica 44. Bd. 1899. Über die
+rhachitomen Wirbel der Stegocephalen. Zeitschrift d. d. geol.
+Gesellsch. Bd. 60. 1908. (Monatsberichte 8/10). -- ¡Cope¡, On the
+intercentrum of the Terrestrial Vertebrata Trans. Am. Philos. Soc. Bd.
+XVI. -- ¡Credner H.¡, Die Urvierfüßler (Eotetrapoda) des sächsischen
+Rotliegenden. Allgemein-verständl. naturwissenschaftl. Abhandl. Heft
+15. Berlin, Dümmlers Verlag 1891. -- ¡Gadow H.¡, Evolution of the
+vertebral Column of Amphibia and Amniota. Philos. Transact. of the
+Royal Soc. London. Vol. 187, 1897. -- ¡Gaudry¡, Les enchaînements
+du monde animal. I. Fossiles primaires. Paris 1883. -- ¡Götte A.¡,
+Über den Wirbelbau bei den Reptilien und einigen and. Wirbelt.
+Zeitschr. f. wissenschaftl. Zool. Vol. 62. 1897. -- ¡Jaekel O.¡, Die
+Organisation von Archegosaurus. Zeitschr. d. d. geol. Gesellsch. Vol.
+48. 1896. Über die Bildung der ersten Halswirbel u. die Wirbelbildung
+im allgemeinen. Ibid. Bd. 56. 1904. -- ¡Osborn H. F.¡, Intercentra
+and Hypapophysis in the cervical region of Mosasaurs, Lizards and
+Sphenodon. Americ. (Nat. 34; Nr. 397. 1900). -- ¡Schwarz A.¡, Über
+die Morphogenie der Wirbelsäule der Tetrapoden. Sitzungsbericht
+d. Gesellsch. naturforsch. Freunde. Berlin 1908. Nr. 10. Über die
+Wirbelsäule u. d. Rippen holospondyler Stegocephalen (¡Lepospondyli¡
+Zitt.), Beitr. z. Pal. u. Geol. Österreich-Ungarns u. d. Orients. Bd.
+XXI. 1908. Ibid. weitere Literatur. -- ¡Williston S. W.¡, Cacops,
+Desmospondylus, new genera of Permian Vertebrates. Bull. Geol. Soc.
+of Americ. Vol. 21. 1910. -- Rhachitomus Vertebrae. Journ. Geol. Vol.
+XVIII. 1910.
+
+[61] Sphenosaurus ist vielleicht ein Reptil.
+
+[62] ¡Moodie R. L.¡, The lateral line system in extinct Amphibia.
+Journ. of Morphology Vol. XIX. Nr. 2. 1908 u. A Contribution to a
+Monograph of the extinct Amphibia of North America. New forms from
+the Carboniferous. Journ. of Geol. 17. 1909. The clasping organs of
+extinct and recent Amphibia. Biological Bullet. 14. 1908.
+
+[63] Da die bisher in der Regel verwendeten Benennungen für die
+dermalen Elemente des Stegocephalenschädels: Supraoccipitale u.
+Epioticum im Vergleiche mit den ebenso bezeichneten primären
+Ossifikationen der Amnioten vielfach zu Mißdeutungen führten, wurde
+hier für das ~Supraoccipitale~ die von Broom gebrauchte und bereits
+in die Literatur übernommene Bezeichnung ~Postparietale~ und für das
+~Epioticum~ das Copesche ~Tabulare~ zur Verwendung gebracht.
+
+[64] Nach den Beobachtungen ¡Willistons¡ bei Cacops und Trematops soll
+hier ein verknöchertes Basisphenoid vorkommen.
+
+[65] ¡Credner Herm.¡, Zur Histologie der Faltenzähne paläozoischer
+Stegocephalen. Abhandl. k. sächs. Ges. Wissensch. math.-phys. Kl.
+1893. Bd. XX.
+
+[66] ¡C. Röse¡, Das Zahnsystem der Wirbeltiere. Ergebnisse d. Anat. u.
+Entwicklungsgesch. v. Merkel u. Bonnet. II. Abt. 1894.
+
+[67] ¡Neumayer L.¡, Die Koprolithen des Perms von Texas.
+Palaeontographica. 51. Bd. 1904.
+
+[68] Nach ¡Lydekker¡ u. ¡Thevenin¡ gebührt »Protriton« die Priorität.
+Aus Zweckmäßigkeitsgründen ist hier noch der alte allgemein gebrauchte
+Name vorangesetzt.
+
+[69] ¡Baur G.¡ (Anat. Anz. XIV, 1897, S. 148) schließt auf die
+Reptiliennatur von ¡Hylonomus¡ und ¡Petrobates¡ aus den Abbildungen
+bei Credner, daß bei diesen zwei Sacralwirbel vorhanden wären.
+Abgesehen davon, daß dies den tatsächlichen Beobachtungen Credners
+widerspricht, wäre der Besitz von zwei Sacralwirbeln nicht
+ausschlaggebend, da solche sowohl bei lebenden Anuren als bei
+temnospondylen Stegocephalen beobachtet werden.
+
+[70] Metopias ist nach ¡Lydekker¡ bereits 1842 für eine Coleoptere
+verwendet.
+
+[71] ¡Marsh¡, Americ. Journ. Science 1896. Vol. 2. S. 374.
+
+[72] ¡Matthew G. F.¡, An attempt to classify Palaeozoic Batrachian
+footprints Proc. and Transact. Roy. Soc. Canad. 2. Ser. Vol. IX. 1903.
+New Species and a new genus of Batrachian footprints of the Carb.
+Syst. in Canada. Ibid. Vol. X. 1904.
+
+[73] ¡Pabst W.¡, Beiträge zur Kenntnis der Tierfährten in dem
+Rotliegenden Deutschlands. Zeitschr. d. deutsch. geol. Gesellsch. 52.
+u. 57. Bd. (ibid. weitere Literatur). Siehe auch ¡Zittel¡, Handbuch
+III.
+
+[74] ¡Wiedersheim¡, Die Anatomie der Gymnophionen. Jena 1879.
+
+[75] ¡Dollo L.¡, Note s. l. Batracien (Hyaelobatrachus) de Bernissart.
+Bull. d. Mus. R. d'hist. nat. de Belg. 1884. III. -- ¡Laube G.¡,
+Andriasreste aus d. böhmischen Kreideformation. Abhandl. d. deutsch.
+naturwiss. Ver. f. Böhmen »Lotos«. Prag 1897. Amphibienreste aus dem
+Diatomaceenschiefer von Sullowitz im böhm. Mittelgebirge. Ibid. 1898.
+-- ¡Meyer H. v.¡, Zur Fauna der Vorwelt. Fossile Säugetiere, Vögel
+u. Reptilien aus dem Molassemergel von Oeningen 1845. S. 18-40. --
+Palaeontographica Bd. II p. 70, VII p. 46-73 und X p. 292. -- ¡Stefano
+G. de¡, Sui batraci urodeli delle fosforiti del Quercy. Boll. d.
+S. Geol. Ital. Vol. XII. 1903. -- ¡Wiedersheim Rob.¡, Salamandrina
+perspicillata. Versuch einer vergleichend. Anatomie d. Salamandrinen.
+Würzburg 1875. 8^o. -- Das Kopfskelett der Urodelen. Leipzig 1877.
+
+[76] ¡Dall W. H.¡, An historical and systematic review of the frog
+shells and tritons. (Smiths. Mix. Coll.) Vol. 47. 1904. -- ¡Meyer H.
+v.¡, Zur Fauna der Vorwelt. Fossile Wirbeltiere von Oeningen. 1845.
+-- N. Jahrb. f. Mineralogie 1843 S. 395, 580. 1845 S. 798. 1846 S.
+351. 1847 S. 192. 1851 S. 78. 1852 S. 57, 465. 1853 S. 162. 1858 S.
+202. 1863 S. 187 und Palaeontographica Bd. II u. VII. -- ¡Vidal L.
+M.¡, Sur la présence de l'étage kiméridgien au Montsech (etc.) et
+découverte d'un Batracien dans ses assises (Mém. de l. R. Acad. de
+Ciencas y Artes de Barcelona 4. Nr. 18. 1902). -- ¡Wolterstorff W.¡,
+Über fossile Frösche, insbesondere Palaeobatrachus. Jahresber. des
+naturw. Vereins in Magdeburg für 1885 und 1886 (mit vollständigem
+Literaturnachweis) I. II. 1886. 1887.
+
+
+
+
+3. Klasse. #Reptilia.# ~Reptilien. Kriechtiere.~[77] (Bearbeitet von
+F. ~Broili~.)
+
+
+~Wechselwarme, beschuppte, mit knöchernen Platten gepanzerte oder
+nackte Land- oder Wassertiere mit ausschließlicher Lungenatmung.
+Herz mit doppelter Vorkammer und meist unvollkommen zweigeteilter
+Kammer. Skelett vollständig verknöchert. Entwicklung der Embryonen
+ohne Metamorphose mit Amnion und Allantois. Hinterhaupt mit
+einem Gelenkkopf. Im allgemeinen herrscht ein langgestreckter,
+walzenförmiger Leib vor.~
+
+In der äußeren Erscheinung (Fig. 316) stehen die Reptilien in bezug
+auf den langgestreckten walzenförmigen Leib den Amphibien am nächsten,
+zeichnen sich aber zum Teil durch viel bedeutendere Dimensionen
+und verschiedentlich auch durch weit größere Mannigfaltigkeit
+aus, insofern manche von ihnen einen äußerst gedrungenen Bau
+(Schildkröten), andere eine an die Vögel erinnernde Gestaltungsform
+(Flugsaurier) besitzen. Außerordentlich verschieden gestaltet sind
+namentlich die Extremitäten. Bei den Pterosauriern fungieren die
+Vorderfüße als Schwingen und besitzen eine fein gefältelte Flughaut,
+bei gewissen Dinosauriern erlangen die Extremitätenknochen eine
+Länge und Stärke, wie sie sonst nur bei den größten Landsäugetieren
+vorkommen, bei den Meersauriern nehmen sie paddelartige Gestalt
+an, bei den meisten Eidechsen, Theromoren, Krokodilen u. a. sind
+es Gehfüße, und bei den Schlangen und manchen Eidechsen fehlen sie
+vollständig.
+
+Die ~Haut~ der Reptilien ist von derberer Beschaffenheit als bei den
+Amphibien und häufig durch Verknöcherung der Cutis und Verhornung der
+Epidermis zu einem förmlichen Hautskelett umgestaltet. In der Regel
+haben die Verhornungen und Verknöcherungen die Form von ~Schuppen~
+(squamae), ~Schildern~ (scuta) oder ~Platten~; erstere legen sich
+dachziegelförmig übereinander, die Schilder und Platten stoßen mit
+ihren Rändern häufig einfach aneinander und bilden zuweilen einen
+förmlichen Panzer.
+
+[Illustration: Fig. 316. Krokodilskelett.
+
+¡D¡ Rückenabschnitt, ¡L¡ Lendenabschnitt, ¡S¡ die 2 Sacralwirbel, ¡C¡
+der erste Schwanzwirbel, ¡Ri¡ Rippen, ¡Sc¡ Scapula, ¡H¡ Humerus, ¡R¡
+Radius, ¡U¡ Ulna, ¡J¡ Ischium, ¡Fe¡ Femur, ¡T¡ Tibia, ¡F¡ Fibula,
+¡Sta¡ Bauchrippen.]
+
+Die ~Wirbelsäule~ ist stets verknöchert, doch können teilweise noch
+Chordareste persistieren. Wo überhaupt Extremitäten vorhanden sind,
+unterscheidet man Hals-, Rumpf-, Becken- und Schwanzregion; ja in
+vielen Fällen läßt sich an der Rumpfregion noch ein Brust- und ein
+Lenden-Abschnitt unterscheiden. Die vorderen und hinteren Endflächen
+der Wirbelcentra sind entweder ausgehöhlt oder in verschiedener Weise
+gewölbt, so daß ~amphicöle~, ~platycöle~ (vorn und hinten schwach
+vertiefte), ~procöle~ und ~opisthocöle~ Wirbel vorkommen. Mit den
+oberen Bögen sind die Wirbelkörper entweder nur durch knorpelige
+Epiphysen und Sutur verbunden oder vollständig verwachsen. Die
+~Dornfortsätze~ sind stets solid verknöchert, zuweilen ungemein
+verlängert, zuweilen vergabelt oder horizontal ausgebreitet und
+mit Hautplatten verschmolzen (Schildkröten). Die etwas schiefen
+oder fast horizontalen, nach oben gerichteten Gelenkflächen der
+vorderen Präzygapophysen werden von den hinteren Postzygapophysen
+des vorhergehenden Wirbels bedeckt. Zuweilen sind die Wirbel
+auch noch durch einen medianen Fortsatz an der Vorderseite oder
+Hinterseite der oberen Bögen (Zygosphen, Hyposphen), welcher in
+eine Grube an der Hinterseite oder Vorderseite des vorhergehenden
+Wirbelbogens (Zygantrum, Hypantrum) paßt, miteinander verbunden.
+Die rippentragenden ~Querfortsätze~ (Processus transversus) gehen
+entweder vom Wirbelkörper selbst oder vom oberen Bogen an seiner
+Grenze gegen den letzteren aus. Der auf den ~Atlas~ folgende Wirbel
+wird bei den Reptilien zum ~Epistropheus~. Ihre von den übrigen
+Wirbeln abweichende Gestalt erhalten diese beiden dadurch, daß der
+knorpelige Wirbelkörper des Atlas mit demjenigen des Epistropheus
+frühzeitig verwächst und zum Zahnfortsatz -- Processus odontoides --
+desselben wird, der seinerseits in die selbständig gebliebenen und
+durch ventralen Zusammenschluß ringförmig verknöcherten Bogenhälften
+des Atlas eingreift. Auf diese Weise wird eine größere Beweglichkeit
+des Kopfes erreicht. Wie bei den Amphibien können auch hier an den
+Schwanzwirblern ~Untere Bogen~ (Chevron bones) zur Entwicklung
+gelangen. Am Sacralabschnitt nehmen bei den lebenden Reptilien
+nie mehr als zwei Wirbel teil, bei den fossilen schwankt die Zahl
+der Sacralwirbel zwischen 2 und 10. Sind mehr als drei vorhanden,
+so verschmelzen sie häufig zu einem beweglichen Heiligenbein.
+Durch den Mangel eines differenzierten Sacralabschnittes zeichnen
+sich die Schlangen, verschiedene Lacertilier, ¡Pythonomorpha¡ und
+¡Ichthyosauria¡ aus. Nicht selten schalten sich vom Epistropheus an
+bis in die Schwanzregion hinein, ventral, zwischen alle Wirbelkörper
+kleinere keilförmige Knochenscheiben, die ~Intercentra~, ein.
+
+[Illustration: Fig. 317.
+
+¡A¡ Vorderer, ¡B¡ hinterer, procöler Brustwirbel von ¡Alligator
+lucius¡. (Nach ~Gegenbaur~.)
+
+¡WK¡ Wirbelkörper, ¡OB¡ Ob. Bogen, ¡sp¡ (Dornfortsatz), Processus
+spinosus, ¡Pr¡ Vorderer Gelenkfortsatz (Präzygapophyse), ¡d¡ Ob.
+Querfortsatz (Processus transversus) = Diapophyse, ¡p¡ Unterer
+Querfortsatz = Parapophyse, ¡t¡ Tuberculum, ¡c¡ Capitulum der Rippe
+¡R¡, ¡M¡ Rückenmarkskanal.]
+
+Mit Ausnahme der letzten Schwanzwirbel können vom Epistropheus ab
+sämtliche Reptilienwirbel ~Rippen~ tragen. (Fig. 317). Die Halsrippen
+sind in der Regel kurz, am distalen Ende meist vorn und hinten
+verbreitert und beilförmig gestaltet. Ist ein Brustbein vorhanden,
+woran sich die in der Regel nur knorpeligen distalen Abschnitte
+(= ¡Sternocostalia¡) der Rippen (Sternalrippen) im Gegensatz zu
+den Amphibien anheften, so sind Hals und Rumpf scharf geschieden;
+fehlen jedoch Sternalrippen, so bleibt die Grenze zwischen Hals- und
+Rückenabschnitt etwas unsicher. Hinter den Sternalrippen folgen eine
+Anzahl freier, nicht am Brustbein befestigter Rippen, und gehen dem
+Sacralabschnitt rippenlose Wirbel (Lumbar, Lendenwirbel) voraus, so
+wird der Rumpf in eine Rücken- und Lendenregion zerlegt. Die Rippen
+sind entweder ein- oder zweiköpfig, im letzteren Fall unterscheidet
+man an den proximalen Gelenkköpfen ein unteres ~Capitulum~ und ein
+oberes Tuberculum, von denen das erstere durch die Parapophyse,
+das letztere durch die Diapophyse des Wirbels (unterer und oberer
+Querfortsatz) getragen wird. Vereinzelt (Rhynchocephalen) findet
+sich auch an der oberen hinteren Hälfte der Rippe ein nach hinten
+und aufwärts gerichteter Fortsatz (Processus uncinatus). Bei
+den Schildkröten verwachsen die Rippen gewöhnlich mit breiten
+Knochenplatten des Hautskelettes.
+
+In seltenen Fällen ist bei einigen paläozoischen Reptilien
+(Varanosaurus) ein ventrales Hautskelett in Gestalt verknöcherter
+Stäbchen beobachtet worden; bei anderen Formen (Sauropterygier,
+Crocodilier, Rhynchocephalen etc.) kommen auf der Bauchseite dünne,
+rippenartige Gebilde vor, welche in der Regel aus einem Mittelstück
+und zwei oder mehr Seitenteilen bestehen. Diese sog. ~Bauchrippen~
+sind Ossifikationen des Bindegewebes und entsprechen jenen
+Knochenstäbchen und den Bauchschuppen, die wir bei den Stegocephalen
+bereits kennen gelernt haben.
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 318) stimmt in den allgemeinen Verhältnissen
+seines Baues mehr mit den Vögeln als mit den Amphibien überein und
+namentlich die Verknöcherung des Primordialcraniums ist in der Regel
+viel vollständiger als bei letzteren. In der Hinterhauptsregion
+verknöchern außer den ~Exoccipitalia~ lateralia (Pleuroccipitalia),
+noch das ~Basioccipitale~ und das ~Supraoccipitale~, die sich entweder
+alle oder teilweise an der Umrahmung des Foramen magnum beteiligen
+können. ~Ein unpaarer, häufig dreigeteilter Condylus occipitalis~,
+der entweder vom Basioccipitale allein oder im Verein mit den
+Exoccipitalia lateralia gebildet wird, lenkt sich in die ringförmige
+Vertiefung des Atlas ein. An das Hinterhaupt schließen sich seitlich
+die Knochen der ~Gehörkapsel~ an und zwar ist das an seinem Vorderrand
+von dem 3. Ast des Trigeniums durchbohrte ~Prooticum~ (Petrosum),
+das neben der Fenestra ovalis noch eine weitere Durchbrechung, die
+Fenestra rotunda, begrenzt, stets ein gesonderter Knochen, während
+~Epioticum~ und ~Opisthoticum~ (Paroccipitale) häufig mit den
+Exoccipitalia lateralia verschmelzen. Wie bei den Amphibien findet
+sich auch hier ein besonderer Gehörknochen in die Fenestra ovalis
+eingefügt: Columella auris (Stapes). An der Schädelbasis folgt auf
+das Basioccipitale des ~Basisphenoid~, das nach vorne in einen
+zugespitzten Fortsatz (~Rostrum~, Präsphenoid aut.) -- das rudimentäre
+~Parasphenoid~ ausläuft. Ein selbständig ossifiziertes Parasphenoid
+findet sich bei den Reptilien als Seltenheit (Schildkröten:
+Dermochelys).
+
+[Illustration: Fig. 318.
+
+¡Sphenodon¡ (¡Hatteria¡) ¡punctatum¡ Gray von Neu-Seeland.[79]
+
+¡A¡ Schädel mit Unterkiefer v. d. Seite. ¡B¡ Schädel v. unten. ¡C¡
+Desgl. v. oben. ¡D¡ Desgl. v. hinten. ¡E¡ Unterkiefer von innen.
+
+¡Na¡ Äußere Nasenlöcher, ¡OSp¡ Augenöffnung mit Interorbitalseptum,
+¡Fp¡ Foramen parietale, ¡S¡_{1} ¡S¡_{2} obere und untere
+Schläfenöffnung, ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡N¡ Nasale, ¡Prf¡
+Präfrontale, ¡F¡ Frontale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Po¡ Postorbitale, ¡P¡
+Parietale, ¡So¡ Supraoccipitale, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Eo¡ Exoccipitale
+laterale, ¡Op¡ Opisthoticum, ¡Pro¡ Prooticum, ¡Ept¡ Epipterygoid,
+¡Co¡ Columella auris, ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡Bs¡ Basisphenoid mit dem
+dolchförmigen Rostrum, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡Pa¡ Palatin, ¡V¡ Vomer, ¡Ch¡
+innere Nasenlöcher (Choanen), ¡Tr¡ Transversum, ¡J¡ Jugale, ¡Qj¡
+Quadratojugale, ¡Qu¡ Quadratum, ¡A¡ Articulare, ¡Ag¡ Angulare, ¡Sp¡
+Spleniale (Operculare), ¡Sa¡ Supraangulare, ¡C¡ Complementare mit
+Coronoidfortsatz, ¡D¡ Dentale. 4/5 nat. Gr.]
+
+Die übrigen bei den Reptilien in seltenen Fällen entwickelten
+Sphenoidalia werden als ? ~Alisphenoid~ und ~Orbitosphenoid~
+(Crocodilia) gedeutet, an ihre Stelle tritt zuweilen (z. B. Hatteria)
+das häufig entwickelte, umfangreiche knorpelige, manchmal teilweise
+verknöcherte ~Interorbitalseptum~. Das Schädeldach wird vorzugsweise
+von Belegknochen gebildet; diese sind die paarigen, manchmal
+verschmolzenen ~Parietalia~ und ~Frontalia~, ferner ~Präfrontalia~ (=
+Lacrimalia) und ~Postfrontalia~, ~Postorbitalia~ und ~Nasalia~ und
+nicht selten auch ~Lacrimalia~ (Adlacrimalia, Gaupp)[78], manchmal
+auch Septomaxillaria. Wie bei den Amphibien bleibt bei den Reptilien
+vom Visceralskelett der hintere Abschnitt des Palatoquadratum,
+das hier stets verknöcherte ~Quadratum~ bestehen, das bei nahezu
+sämtlichen Eidechsen, Schlangen und Pythonomorphen mehr oder weniger
+~beweglich~ durch Bänder (¡Streptostylica¡), bei den übrigen Reptilien
+hingegen mehr oder weniger ~fest~ (¡Monimostylica¡) meist durch das
+~Squamosum~ (~Paraquadratum~) mit dem übrigen Schädel verbunden
+ist. Zwischen das letztere und das Parietale kann sich ein weiterer
+Belegknochen, das ~Supratemporale~ einschieben. Die Verbindung
+des Quadratum mit den Belegknochen der Maxillarreihe: ~Maxillare~
+und ~Prämaxillare~, wird durch das ~Quadratojugale~ und ~Jugale~
+hergestellt, innerhalb der Maxillarreihe begegnen uns wiederum die
+Elemente der Palatinreihe: ~Pterygoid~, ~Palatinum~ und ~Vomer~.
+Bezeichnend für die meisten Reptilien ist das aus einem Fortsatz des
+Quadratknorpels hervorgegangene ~Epipterygoid~ (~Columella aut.~),
+das in senkrechter Richtung sich als schlanker, säulenförmiger
+Knochen gewöhnlich vom Parietale zum Pterygoid erstreckt. Ebenso
+charakteristisch für die Mehrzahl der Reptilien ist ein, Pterygoid
+mit dem Maxillare verbindendes, bereits bei einigen Stegocephalen
+entwickeltes ~Os transversum~.
+
+Nur bei einer Gruppe den ~Cotylosauriern~ kommt es konstant durch
+Auftreten weiterer Belegknochen im dorsalen Abschnitt des Schädels
+noch zu ~einem vollkommen geschlossenen Schädeldach~ wie bei den
+Stegocephalen; sehr häufig finden sich bei den Reptilien hinter den
+Augen und von diesen durch Postfrontale, Postorbitale und einem
+Fortsatz des Jugale getrennt große Durchbrüche, die ~obere~ und
+~untere~ (seitliche) ~Schläfengrube~, die durch eine von Squamosum
+und Postfrontale bzw. Postorbitale gebildete Knochenspange (~ob.
+Schläfenbogen~) geschieden werden. Der untere Abschluß der auf diese
+Weise gebildeten unteren Schläfenlücke erfolgt durch die, Maxillare
+und Quadratum verbindende, Brücke (~unt. Schläfenbogen~) von Jugale
+und Quadratojugale. Die rückwärtige Begrenzung der Schläfengruben
+wird durch das Quadratojugale, Squamosum und eventuell noch durch
+das Supratemporale erreicht. Beide Schläfengruben finden sich z. B.
+bei den Rhynchocephalen und Crocodiliern wohl entwickelt, durch den
+Verlust bzw. die Reduktion des unteren bzw. des oberen Bogens begegnet
+uns dann nur eine Schläfengrube, Verhältnisse wie wir sie im ersten
+Falle z. B. bei vielen Lacertiliern, im zweiten Falle z. B. bei den
+Vögeln antreffen.[80] Eine Reduktion beider Bögen findet bei den
+Schlangen und einigen Lacertiliern und Schildkröten statt.
+
+An weiteren Schädeldurchbrüchen zeigt sich zwischen der Nasenöffnung
+und dem Augenloch bei Dinosauriern und Pterosauriern, Parasuchiern
+etc., eine sehr große Präorbitallücke, welche zuweilen mit der
+Nasenöffnung verschmilzt. Für die meisten Reptilien ist die
+Epiphysenöffnung, das ~große Foramen parietale~, bezeichnend, in
+welche unter der Haut ein dorsales unpaares Sinnesorgan (? Auge)
+eingelagert ist. Auch die ~Hypophyse~ tritt in einem weiten Kanal
+(can. cranio-pharyngeus, pituitary canal) z. B. auf der Ventralseite
+des Basisphenoids bei der Gattung Ichthyosaurus, Opthalmosaurus und
+einigen Sauropoden aus.
+
+Wie bei den Amphibien ist der Unterkiefer aus ~Dentale~, dem
+~Angulare~ und ~Articulare~, sowie in der Regel aus einem ~Operculare~
+(Spleniale) zusammengesetzt, zu denen meist noch ein ~Supraangulare~
+und innen das häufig in einen ~Coronoidfortsatz~ ausgezogenes
+~Complementare~ kommen.
+
+Ein vor dem Dentale entwickeltes ~Prädentale~ bei gewissen
+Dinosauriern kann im Oberkiefer mit einem vor den Prämaxillaren
+befindlichen ~Rostrale~ korrespondieren. Auch bei den Reptilien finden
+sich häufig noch Reste des Meckelschen Knorpels.
+
+Die ~je nach der Nahrung verschieden ausgebildeten Zähne~[81] fehlen
+nur bei Schildkröten und vereinzelten Vertretern anderer Ordnungen.
+In der Regel stehen sie in größerer Anzahl auf den Kiefern, können
+aber auch auf Palatinum, Pterygoid, Vomer und anderen Elementen der
+Schädelunterseite vorkommen. Im wesentlichen bestehen die Zähne aus
+dichtem ~Dentin~ und einem Überzug von ~Schmelz~. ~Zement~, d. h.
+dichteres Knochengewebe, nimmt nur in untergeordnetem Maß an ihrer
+Zusammensetzung teil; Vasodentin fehlt gänzlich. Vereinzelt lässt sich
+ähnlich wie bei den Stegocephalen eine Faltung des Dentins feststellen
+wie bei den Champsosauridae und Ichthyosauridae. Die Form ist in der
+Regel spitzkonisch oder hakenförmig, doch gibt es auch niedrige,
+halbkugelige oder pflasterförmige, seitlich zugeschärfte, blatt-
+oder schaufelförmige, zuweilen sogar mehrspitzige Zähne. Außer den
+schon von den Amphibien her bekannten ~acrodonten~, ~pleurodonten~
+und ~protothecodonten~ (z. B. Cotylosaurier, Pelycosaurier) ~Zähnen~
+finden sich bei den Reptilien auch in Alveolen eingelassene --
+~thecodonte~ Zähne, im letzteren Falle sind eine oder selten auch zwei
+Wurzeln ausgebildet.
+
+Abgesehen von den Schlangen und einigen Eidechsen besitzen alle
+Reptilien zwei paar Extremitäten[82]; (Fig. 316) die vorderen lenken
+sich in den Brust- oder Schultergürtel ein, welcher stets aus zwei
+Knochenpaaren (~Coracoideum~, ~Scapula~) besteht, von denen das
+Coracoid häufig eine größere Ausdehnung hat und entweder allein oder
+mit dem nach oben und hinten gerichteten Schulterblatt (Scapula)
+die Gelenkpfanne für den Humerus bildet. Hiezu treten meist noch
+~Clavicula~ und ~Episternum~ (~Interclavicula~). Während Coracoid
+und Scapula niemals fehlen, gehören Clavicula und Episternum zu
+den unbeständigeren Elementen. Ein nach vorne gerichteter, häufig
+knorpelig gebliebener Fortsatz, das Coracoid, wird als ~Procoracoid~
+(Praecoracoid) bezeichnet. Das Schlüsselbein (~Clavicula~) liegt dem
+vorderen Scapularrand an und verbindet ventral den Schultergürtel
+mit dem vorderen unpaaren Schlußstück ~Episternum~, das rhombische,
+kreuzförmige oder T-Gestalt besitzt. Vereinzelt ist außer der
+Clavicula das bei den Stegocephalen noch mehr verbreitete ~Cleithrum~
+nachweisbar (z. B. Pareiasaurus). Hinter dem Episternum und diesem
+sowie dem Coracoid als Träger dienend, folgt häufig ein flaches,
+rhomboidisches oder schildförmiges Brustbein, das ~Sternum~ (¡s.
+str.¡) (~Prosternum~), das von den vorderen Rumpfrippen getragen
+wird; nach hinten ist das Sternum meist in rippenartige Fortsätze
+ausgezogen oder stabförmig verlängert -- ~Xiphisternum~ (Metasternum).
+Ist das Sternum nicht entwickelt, so stoßen dann die Coracoidea in
+der ventralen Symphyse zusammen (z. B. Sauropterygier) oder sind
+durch Ligamente verbunden. Nicht selten bleibt das Sternum knorpelig;
+außerdem können am Schultergürtel noch weitere mehr oder weniger
+ausgedehnte Knorpelteile auftreten wie Suprascapula und Epicoracoid.
+
+Während Scapula, Coracoid und Procoracoid (primärer Schultergürtel)
+und Sternum (primäres Brustbein) knorpelig präformiert sind, sind
+Clavicula, Cleithrum (sekundärer Schultergürtel) sowie Episternum
+(sekundäres Brustbein) Deckknochen und dermaler Abkunft.
+
+[Illustration: Fig. 319.
+
+Schema der Gliederung von Hand oder Fuß (Nach ~Gegenbaur~.)]
+
+Die vorderen ~Extremitäten~ (Fig. 319) bestehen aus einem mehr oder
+weniger stämmigen Oberarm (~Humerus~) und zwei Vorderarmknochen
+(~Radius und Ulna~), welche in der Regel den entsprechenden Knochen
+bei Amphibien ähnlich sind. Der Humerus zeigt sich sowohl in seinem
+proximalen wie in seinem distalen Teile stark verbreitert und
+gewöhnlich ist der letztere um den ersteren in einem Winkel von 90°
+gedreht. Häufig findet sich auf seiner medialen (ulnaren) Seite
+ein Foramen entepicondyloideum, dem auf der lateralen (radialen)
+Seite ein Foramen ectepicondyloideum entsprechen kann. Nicht selten
+ist die Ulna etwas länger als der Radius und zuweilen mit einem
+proximalen olecranonartigen Vorsprung versehen. Der Carpus enthält
+stets zwei Reihen von Knöchelchen, wovon die proximale Reihe meist
+3 Elemente (ulnare, intermedium, radiale) zu denen noch am ulnaren
+Carpusrand ein Pisiforme (? Rudiment eines 6. Fingers) kommen kann,
+die distale aus 3-6 Knöchelchen besteht, dazwischen treten noch 1
+bis 2 Centralia; Metacarpus und Zehen sind je nach der Lebensweise
+außerordentlich verschieden. Die Zahl der Zehen schwankt zwischen 2
+und 5, überschreitet bei manchen Ichthyosauriern sogar die Fünfzahl.
+Am dritten und vierten Finger ist die Zahl der Phalangen meist am
+größten.
+
+Auch das ~Becken~ und die ~Hinterfüße~ bieten große Verschiedenheiten.
+Mit Ausnahme der ¡Ichthyosauria¡, ¡Pythonomorpha¡ und der ~Schlangen~
+besitzen alle Reptilien einen Sacralabschnitt, welcher aus 2-6 oder
+mehr Wirbeln besteht. Das Becken ist bei der Mehrzahl der ~Schlangen~
+und einigen fußlosen Lacertilien, zumeist bis auf geringe Rudimente
+reduziert. Bei den übrigen Reptilien sind überall drei Knochenpaare
+(Ilium, Pubis, Ischium) vorhanden, welche meist alle (ausgenommen die
+Crocodilia nur mit Ilium und Ischium) an der Bildung der in ihrem
+Grund (Crocodilia, Dinosauria) manchmal durchbohrten Gelenkpfanne
+(Acetabulum femoris) teilnehmen. Das Darm- oder Hüftbein (Ilium)
+ist dorsal häufig mehr oder weniger stark nach vorne und hinten
+verlängert; der Canalis obturatorius tritt durch das Foramen obturatum
+entweder im Pubis selbst aus, z. B. Cotylosaurier, Rhynchocephalen,
+Lacertilia oder unterhalb der Gelenkpfanne zwischen Pubis und Ischium
+(z. B. Anomodontia); häufig (Crocodilia, Schildkröten, Dinosauriern)
+fällt seine Mündung auch mit dem Pubis und Ischium trennenden
+Foramen pubo-ischiadicum zusammen; Pubis und Ischium sind in der
+Symphysenebene direkt oder durch Knorpel mit den entsprechenden
+Knochen der Gegenseite verbunden. Bei den Dinosauriern erhält das
+Becken durch das sehr stark nach hinten und unten gerichtete,
+langgestreckte Ischium und einem diesem parallel ebenso verlängerten
+Fortsatz des Pubis (Postpubis) sowie durch das dorsal nach vorne
+verlängerte Ilium ein vogelartiges Gepräge. Die ~Hinterextremitäten~
+ähneln in der Regel den vorderen und bestehen aus einem verlängerten
+~Femur~ (Oberschenkel), welcher proximal mit einem oder zwei
+vorragenden Trochantern versehen ist, zwei Vorderfußknochen (~Tibia~
+und ~Fibula~), einem aus einer oder zwei Knöchelchenreihen bestehenden
+~Tarsus~, den ~Metatarsalien~ und ~Phalangen~. Die proximale Reihe des
+Tarsus erfährt vielfach durch Verschmelzung der einzelnen Bestandteile
+eine Umgestaltung, so können bei verschiedenen Schildkröten und
+Lacertilien sich sämtliche Elemente zu einem Knochen vereinigen, bei
+den Crocodiliern geht aus der Concrescenz von Tibiale, Intermedium und
+Centrale der ~Astragalus~ hervor, während das mit einem Fersenhöcker
+ausgestattete Fibulare als ~Calcaneus~ bezeichnet wird. Auch im
+Hinterfuß bieten die verschiedenen Ordnungen der Reptilien große
+Verschiedenheiten, welche im speziellen Teil näher erörtert werden
+sollen.
+
+Als ausschließliche Lungenatmer sind die Reptilien vorzüglich auf
+terrestrische oder amphibische ~Lebensweise~ angewiesen. Die wenigen
+Schildkröten, Eidechsen und Krokodile, welche im Meere oder an der
+Meeresküste leben, kommen wenigstens zeitweilig ans Land und legen
+ihre Eier im Sande ab, nur einige wenige gebären lebende Junge wie
+die Ichthyosaurier, unter den Eidechsen die Blindschleiche und unter
+den Schlangen die Kreuzotter. Unter den fossilen Reptilien waren die
+¡Ichthyosauria¡, ¡Sauropterygia¡ und ¡Pythonomorpha¡ Meeresbewohner,
+deren paddelartige Extremitäten am Ufer keine oder nur eine höchst
+unbeholfene Fortbewegung gestatteten. Die Mehrzahl der fossilen
+Reptilien gehörte zu den Landbewohnern; ja die Pterosaurier konnten
+sich sogar mittels wohl ausgebildeter Flugorgane in die Luft erheben.
+
+Es sind über 4000 lebende Reptilien beschrieben, welche meist
+wärmere und heiße Klimate bevorzugen, denen eine zwar numerisch viel
+geringere Menge fossiler Formen gegenübersteht, die aber in der
+Organisation weit größere Mannigfaltigkeit aufweisen als die recenten,
+so daß ein volles Verständnis des Bauplanes der Reptilien nur durch
+Berücksichtigung der erloschenen Formen zu gewinnen ist. Die ersten
+Reptilien erscheinen im Oberkarbon; ihre Blütezeit fällt in das
+mesozoische Zeitalter und namentlich in die Trias- und Jurazeit.
+
+~Systematik.~ Die Reptilien wurden zuerst von ~Blainville~ (1816)
+und ~Merrem~ (1820) den Amphibien als gleichwertige Klasse
+gegenübergestellt. Eine befriedigende Systematik konnte jedoch erst
+begründet werden, nachdem durch ~R. Owen~, ~H. v. Meyer~, ~Huxley~,
+~Marsh~, ~Cope~ u. a. auch die fossilen Formen genauer untersucht
+worden waren. Nach dem Besitz von ein oder zwei Schläfenbogen teilt
+H. F. Osborn die Reptilien in zwei Unterklassen, die ~Synapsida~
+und ~Diapsida~. Eine völlige Übereinstimmung in der Abgrenzung
+der verschiedenen Ordnungen ist allerdings bis jetzt noch nicht
+erzielt, doch wird von den meisten neueren Autoren die Einteilung
+in 10 Ordnungen: ¡Theromora¡, ¡Rhynchocephalia¡, ¡Lepidosauria¡,
+¡Ichthyosauria¡, ¡Sauropterygia¡, ¡Testudinata¡, ¡Parasuchia¡,
+¡Crocodilia¡, ¡Dinosauria¡ und ¡Pterosauria¡ angenommen.
+
+
+1. Ordnung. #Theromora# Cope. (¡Theromorpha¡ Cope.)
+
+~Schädeldach geschlossen oder mit einem Paar (? selten zwei Paar)
+großer Schläfenöffnungen. Foramen parietale zumeist beobachtet.
+Quadratum fest mit dem Schädel verbunden. Zähne protothecodont oder
+acrodont. Foramen entepicondyloideum in der Regel nachgewiesen.
+Scapula, Coracoid und das große Procoracoid, ferner Ilium, Ischium und
+Pubis entweder vollständig miteinander verschmolzen oder durch Naht
+unbeweglich gegenseitig verbunden. Wirbel tief amphicöl. Gewöhnlich
+zwei oder vier, selten drei Sacralwirbel. Vorder- und Hinterextremität
+fünfzehig, meist mit Krallen.~ Ob. Karbon. Perm. Trias.
+
+Die Theromora, die in der Hauptsache land- oder küstenbewohnende
+Formen umfassen, zerfallen in mehrere Unterordnungen, die
+~Cotylosauria~, ~Pelycosauria~, ~Theriodontia~ und ~Anomodontia~.
+Unter diesen weisen die Pelycosaurier, trotz mancher Ähnlichkeit in
+der Zusammensetzung des Schädels mit den Rhynchocephalen, auf Grund
+vieler gemeinsamer Merkmale im Bau des Schulter- und Beckengürtels
+und der Extremitäten auf eine nahe Verwandtschaft zu den primitiven
+Cotylosauriern hin. Die Theriodontier und namentlich die Anomodontia
+erscheinen gegenüber den Pelycosauriern und Cotylosauriern als mehr
+differenzierte und spezialisierte Gruppen, die indessen unter sich
+auch eine große Reihe gemeinsamer Punkte aufzuweisen haben; immerhin
+scheint eine Verwandtschaft zwischen Theriodontiern und Pelycosauriern
+zu bestehen, die sich besonders in der Art der Bezahnung geltend
+macht. Es erscheint deshalb gerechtfertigt, Theriodontier und
+Anomodontier bei den Theromora zu belassen.
+
+
+1. Unterordnung. #Cotylosauria.# Cope.[83]
+
+¡Schädeldach vollkommen von soliden, meist skulptierten Deckknochen
+geschlossen. Foramen parietale groß. Nasenlöcher getrennt. Zähne
+entweder konisch oder quer verlängert mit Höckern, in einer oder
+mehr Reihen auf den Kiefern. Chagrinbezahnung häufig. Wirbel tief
+amphicöl. In der Regel zwei Sacralwirbel. Rippen ein- und zweiköpfig.
+Scapula, Coracoid und Procoracoid sowie Ilium, Ischium und Pubis bei
+ausgewachsenen Individuen gewöhnlich verschmolzen. Becken in der
+Symphyse zusammenstoßend. Pubis mit Foramen obturatorium. Humerus
+meist mit Foramen entepicondyloideum. Vorder- und Hinterextremität
+fünfzehig.¡ ? Ob. Karbon. Perm. Trias.
+
+Die Cotylosaurier bilden eine auf das Perm und die Trias von
+Nordamerika, Europa und Südafrika beschränkte Gruppe primitiver,
+altertümlicher Reptilien, die mit den ihnen sehr nahe verwandten
+Stegocephalen noch eine Reihe gemeinsamer Merkmale teilen, die
+sich im Bau des vollkommen geschlossenen Schädeldaches und der
+Extremitätengürtel sowie des verschiedentlichen Auftretens von
+Ohrenschlitzen (¡Conodectes¡, ¡Seymouria¡), eines Cleithrums
+(¡Pareiasaurus¡, ¡Propappus¡, ¡Stephanospondylus¡, ¡Diadectes¡), von
+Hautpanzerung (¡Pareiasaurus¡, ¡Sclerosaurus¡) und von Bauchrippen
+(¡Pariotichus¡, ¡Procolophon¡) dokumentieren. Ihre Bezahnung ist
+häufig wie bei manchen Stegocephalen eine protothecodonte, d. h.
+ein Übergang von acrodonter-pleurodonter zu thecodonter Bezahnung,
+insofern es zur Bildung von Alveolen kommt, an deren Boden aber der
+Zahnsockel ebenso wie an dem umwallenden Kieferknochen festgewachsen
+ist. Es sind kleine bis mittelgroße, vereinzelt (Pareiasaurus)
+auch sehr große Formen und zumeist plumpe, niedrig gestellte Tiere
+mit offenbar trägen, schwerfälligen Bewegungen. In der Hauptsache
+scheinen sie Strandbewohner gewesen zu sein. Ihr Gebiß weist teilweise
+wenigstens auf Pflanzennahrung hin (¡Diadectes¡), die überhängenden
+Prämaxillarzähne anderer (¡Labidosaurus¡ und ¡Pariotichus¡) lassen auf
+die Fähigkeit schließen, kleinere Tiere (wie ¡Lysorophus¡) aus ihrem
+Bau zu graben, die meist in Krallen endigenden Phalangen dürften außer
+als Waffe auch für letzteren Zweck gedient haben. Die mangelhafte
+und dürftige Erhaltung einiger Gattungen gestattet in systematischer
+Beziehung noch kein abschließendes Urteil. Auf Grund der Bezahnung
+lassen sich folgende Gruppen auseinanderhalten:
+
+
+1. ¡Kieferzähne in einer Reihe, transversal nicht verbreitert¡:
+
+#Pareiasauridae# Seeley.
+
+¿Seymouria¿ Broili (Fig. 320). Die mäßig großen Augen seitlich in der
+hinteren Hälfte des gerundet dreiseitigen, skulptierten, noch alle
+Belegknochen der Stegocephalen aufweisenden und mit Ohrenschlitzen
+ausgestatteten, ca. 12 cm langen Schädeldaches. Kehlbrustapparat wie
+bei den Stegocephalen aus einer mittleren rhomboidalen, nach hinten
+verlängerten Platte und zwei seitlichen Elementen zusammengesetzt.
+Basioccipitale mit Condylus. Basisphenoid mit kräftigen seitlichen
+Fortsätzen. Rostrum kurz, dolchförmig. 24 präsacrale Wirbel.[84] Perm.
+Texas.
+
+¿Desmospondylus¿ Williston. Perm. Texas.
+
+¿Labidosaurus¿ Cope. (Fig. 321-23). Skelett, ca. 70 cm lang, montiert
+in München. Schädel skulptiert, herzförmig, mit schnabelartig über
+die Unterkiefer übergreifenden Prämaxillen, von denen jedes drei
+rechenartig hervortretende Zähne besitzt. Maxillaria mit je 17
+ziemlich gleichartigen pleurodonten Zähnen. Transversum vorhanden.
+Außer den Postparietalia noch ein unpaares Supraoccipitale.
+Unterkiefer mit 16 Zähnen. Ca. 24 Präsacralwirbel. 2 Sacralwirbel. Ca.
+25 Schwanzwirbel. Intercentra vorhanden. Rippen einköpfig. Episternum
+T-förmig, mit den beiden seitlichen Platten verschmolzen. Humerus mit
+Foramen entepicondyloideum. Femur gedrungen, mit kräftigem Trochanter.
+Extremitäten fünfzehig. Perm. Texas.
+
+[Illustration: Fig. 320.
+
+¡Seymouria Baylorensis¡ Broili. (Ca. 1/3 n. Gr.) Perm. Texas. (Die
+punktierten Linien geben an beschädigten Stellen den vermutlichen
+Verlauf der Suturen an.) ¡Pm¡ Prämaxillare, ¡N¡ Nasale, ¡F¡ Frontale,
+¡P¡ Parietale, ¡Fp¡ Foramen parietale, ¡Po¡ Postparietale, ¡Prf¡
+Präfrontale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Po¡ Postorbitale, ¡L¡ Lacrimale, ¡J¡
+Jugale, ¡M¡ Maxillare, ¡It¡ Intertemporale, ¡St¡ Supratemporale, ¡Sq¡
+Squamosum, ¡Qj¡ Quadratojugale, ¡PP¡ Postparietale, ¡Tb¡ Tabulare.]
+
+[Illustration: Fig. 321.
+
+¡Labidosaurus hamatus¡ Cope. Perm. Texas. Becken ¡a¡ rechte Hälfte,
+¡b¡ von unten.
+
+¡Il¡ Ilium, ¡Is¡ Ischium, ¡Pb¡ Pubis, ¡A¡ Acetabulum femoris, ¡Fo¡
+Foramen obturatorium. Ca. 1/3 nat. Gr. (Nach ~Broili~.)]
+
+[Illustration: Fig. 322.
+
+¡Labidosaurus hamatus¡ Cope. (Ca. 1/5 nat. Gr.). Perm. Seymour. Baylor
+Co. Texas. Montiertes Skelett in der Münchner Sammlung.]
+
+? ¿Conodectes¿ Cope. Perm. Texas.
+
+¿Sclerosaurus¿ H. v. Meyer (¡Aristodesmus¡ Seeley). Schädeldach
+8 cm lang, mit Kopfstacheln, ähnlich Elginia. Die kegelförmigen
+Zähne in einer Reihe auf den Kiefern. Ca. 22-24 präsacrale Wirbel.
+Wahrscheinlich 2-3 Sacralwirbel. Rumpf geschwänzt. Intercentra
+vorhanden. Episternum T-förmig. Auf dem Rücken vom Sacrum bis
+zum Beginn des Halses 6 Längsreihen von Hautpanzerplatten. Oberer
+Hauptbuntsandstein von Riehen bei Basel.
+
+¿Pareiasaurus¿ Owen (Fig. 324, 25). Skelett (Britisches Museum,
+Capstadt, Petersburg) bis 3 m lang. Schädel niedergedrückt, breit und
+kurz, mit seitlichen, mäßig großen Augen, rauh oder mit kräftigen
+Höckern verziert, von denen einer, zapfenartig verlängert, für die
+mittlere Hälfte der Unterseite jedes Unterkieferastes charakteristisch
+ist. Bis 20 präsacrale Wirbel, 2 (4) Beckenwirbel, ca. 30
+Schwanzwirbel. Intercentra zwischen den Rumpfwirbeln. Schwanzwirbel
+mit Chevrons. Rippen, mit Ausnahme der 5-8 vorderen zweiköpfigen,
+einköpfig. Dem Vorderrand der Scapula ein stabförmiges Cleithrum
+aufliegend. Episternum T-förmig. Der stämmige Humerus mit Foramen
+entepicondyloideum. Die 5 Phalangen der Vorder- und Hinterextremität
+krallenartig zugeschärft. 1-3 Reihen plattiger Hautverknöcherungen
+auf dem Rücken. Untere Beaufort beds. Perm von Südafrika. Idente oder
+nahestehende Form von N. Rußland. Suchona. ? Obere Dyas oder Untere
+Trias.
+
+[Illustration: Fig. 323.
+
+¡Labidosaurus hamatus¡ Cope. Perm, Texas. Schädel von hinten, man
+sieht die überhängenden Zähne ¡T¡ der Prämaxillaria. ~N. Williston.~
+¡PP¡ Postparietale, ¡Tb¡ Tabulare, ¡So¡ Supraoccipitale, ¡Bo¡
+Basioccipitale, ¡Eo¡ Exoccipitale laterale, ¡Op¡ Opisthoticum,
+¡St¡ Stapes, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡Qu¡ Quadratum, ¡Ar¡ Articulare, ¡An¡
+Angulare. 1/2 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 324.
+
+¡Pareiasaurus Baini¡ Seeley (sehr verkleinert). Ob. Perm. Südafrika.
+Restauration des Brustschulterapparates nach Seeley u. Fürbringer.
+¡Cl¡ Clavicula, ¡Clth¡ Cleithrum, ¡Est¡ Episternum, ¡Gl¡ Fossa
+glenoidalis pro humero, ¡F¡ Foramen supracoracoideum, ¡J¡ Incisura
+(Fenestra?) coracoscapularis, ¡Co¡ Coracoid, ¡Pco¡ Procoracoid,
+¡Sc¡ Scapula.]
+
+[Illustration: Fig. 325.
+
+Skelett von ¡Pareiasaurus Baini¡ Seeley. Ob. Perm. Tambor Fontein,
+Kapkolonie. 1/20 nat. Gr. (Nach ~Seeley~.)]
+
+¿Placerias¿ Lucas. Obere Trias. Arizona.
+
+¿Brachibrachium¿ Williston. Trias. Wyoming.
+
+¿Propappus¿ Seeley. Ähnlich ¡Pareiasaurus¡, aber Rücken dicht mit
+Knochenplatten gepanzert. Perm. Südafrika.
+
+¿Anthodon¿ Owen. Perm. Südafrika.
+
+¿Elginia¿ Newton. Schädel dreieckig, vorne verschmälert, hinten breit,
+mit fast terminalen Nasenlöchern. Außer der rauhen Skulptur zeigt das
+Schädeldach, besonders an seinem Hinterrande verschiedene, hornartig
+verlängerte, konische Knochenzapfen. Zähne mit etwas eingeschnürtem
+Hals, die Krone kammförmig eingeschnitten. Unt. ob. Trias. Elgin.
+Schottland.
+
+
+2. ¡Kieferzähne in mehr als einer Reihe, transversal nicht
+verbreitert¡:
+
+#Pariotichidae# Cope.
+
+¿Pariotichus¿ Cope (¡Ectocynodon¡ Cope). Kleine Tiere mit bis 6 cm
+langem, unregelmäßig skulptiertem, dreiseitigem Schädel. Augen groß,
+ungefähr in der Mitte, Prämaxillare mit einer Reihe größerer Zähne und
+2-3 Reihen kleiner protothecodonter auf Sockeln stehender Zähnchen auf
+den Kiefern. Episternum T-förmig. 24 präsacrale Wirbel mit Rippen.
+Intercentra vorhanden. Zwei Sacralwirbel. Schwanzwirbel mit Chevrons.
+Vorder- und Hinterextremität fünfzehig mit Krallen. Nach Williston mit
+Bauchrippen. Perm. Texas.
+
+¿Captorhinus¿, ¿Pantylus¿, ¿Hypnopous¿ Cope. Perm. Texas.
+
+¿Stephanospondylus¿ Stappenbeck. Schädel gerundet dreiseitig,
+skulptiert, mit großem Scheitelloch. Zähne acrodont. Prämaxillarzähne
+einfach kegelfömig. Maxillare mit ? 2 Reihen kegelförmiger, unterhalb
+der Krone eingeschnürter, quer zur Kieferachse gestellter Zähne.
+Wirbelkörper mit oberem Bogen fest verwachsen. Die zwei Beckenwirbel
+miteinander verschmolzen. Intercentra nicht beobachtet. Episternum
+rhomboidal und wie die plattenförmigen Claviculae rauh skulptiert.
+Cleithrum sehr groß. Die Elemente des Schulter- und Beckengürtels
+nicht miteinander verschmolzen. Rippen ein- und zweiköpfig. Humerus
+mit Foramen entepicondyloideum. Phalangen mit Klauen. Mittleres
+Rotliegendes von Sachsen.
+
+¿Phanerosaurus¿ H. v. Meyer. Schädel unbekannt. Wirbelkörper von
+oberem Bogen durch Naht getrennt, Sacralwirbel nicht miteinander
+verschmolzen. Mittleres Rotliegendes von Sachsen.
+
+
+3. ¡Seitliche Kieferzähne mit den Kronen quer zur Kieferachse
+verbreitert¡:
+
+#Diadectidae# Cope.
+
+¿Diadectes¿ Cope (¡Nothodon¡ Marsh). Schädel zirka 20 cm lang,
+oberflächlich tief gefurcht. Augen klein, seitlich; Foramen
+parietale auffallend groß. Schläfengegend breit. Prämaxillare mit
+flach meißelförmigen Zähnen, auf dem Maxillare zirka 11 quer zur
+Kieferachse gestellte protothecodonte Zähne, mit zwei ungleich hohen
+Spitzen. Rostrum sehr reduziert. Episternum T-förmig. Cleithrum mit
+dem Vorderrand der Scapula verschmolzen. 22-24 präsacrale Wirbel,
+2 Sacralwirbel. Schwanzwirbel mit Chevrons. Die präsacralen Wirbel
+mit Hyposphen-Hypantrum-Articulation. Intercentra vorhanden. Die
+3.-5. Rippe distal verbreitert, die 6.-8. Rippe von schmalen, dünnen
+knöchernen Hautplatten überlagert. Extremitäten auffallend gedrungen
+und kurz. Oberes Karbon. Perm. Nordamerika.
+
+¿Empedias¿, ¡Chilonix¡ Cope. Perm. Texas.
+
+¿Diasparactus¿ Case. Perm. Neu-Mexico.
+
+¿Bolosaurus¿ Cope. Eine kleine Form. Schädel zum größten Teil
+ohne Skulptur. Kieferzähne quer gestellt mit einer Spitze auf der
+Außenseite am Oberkiefer, auf der Innenseite am Unterkiefer. Rostrum
+sehr lang. Perm. Texas.
+
+¿Desmatodon¿ Case. Perm. Pittsburg, Pa.
+
+¿Telerpeton¿ Mantell. Skelett ca. 24 cm lang, Schädel dreiseitig,
+platt. Schläfengegend schmal. Augen auffallend verlängert (nach Huene:
+Augen- und Schläfenöffnung). Maxillarzähne verbreitert, quer zur
+Kieferachse gestellt, zweihöckerig, acrodont auf Sockeln. Zirka 23
+Präsacralwirbel. 2 Sacralwirbel. Schwanz lang. Intercentra fehlen.
+Bauchrippen beobachtet. Untere obere Trias von Elgin. Schottland.
+
+¿Procolophon¿ Owen. Schädel und Bezahnung ähnlich wie bei
+¡Telerpeton¡. Einige Arten, bei ~einer~ ¡Pr. laticeps¡ Seeley, hinter
+den Augen ein sehr kleines als ? Schläfenöffnung gedeutetes Loch.
+Episternum T-förmig. Bauchrippen vorhanden. Trias. Südafrika.
+
+¿Koiloskiosaurus¿ v. Huene. Zähne anscheinend quer gestellt.
+Bauchrippen vorhanden. Oberer Buntsandstein. Koburg.
+
+Incertae sedis: ¿Sauravus¿ Thevenin. Schädel platt, zirka 25
+präsacrale Wirbel, mindestens 2 Sacralwirbel. Über 25 Schwanzwirbel.
+Bauchrippen vorhanden. Intercentra nicht beobachtet. Episternum
+T-förmig. Oberstes Karbon (Stephanien). Unterstes Perm. Autun.
+Frankreich.
+
+¿Isodectes¿ Cope.[85] Schädel unbekannt. Zwei Sacralwirbel. Oberes
+Karbon. Linton. Ohio.
+
+
+2. Unterordnung. #Pelycosauria.# Cope.[86]
+
+¡Schädeldach mit einem (selten zwei) Paar seitlicher
+Schläfenöffnungen. Foramen parietale vorhanden. Nasenlöcher
+getrennt. Zähne protothecodont, häufig die vordere und hintere Kante
+gezähnelt. Prämaxillar- und vordere Maxillarzähne in der Regel
+größer. Außerdem Körnchenzähne besonders auf Palatinum und Pterygoid.
+Wirbel amphicöl, Intercentra gewöhnlich vorhanden. Rippen ein- und
+zweiköpfig. Dornfortsätze bei den mehr spezialisierten Formen sehr
+hoch. Episternum gewöhnlich T-förmig. Coracoid und Procoracoid erst
+im Alter mit der Scapula verschmolzen. Cleithrum vorhanden. Pubis,
+Ilium und Ischium miteinander verschmolzen, Becken in der Symphyse
+zusammenstoßend. Pubis mit Foramen obturatorium. Humerus mit Foramen
+entepicondyloideum. Vorder- und Hinterextremität fünfzehig.¡ Oberstes
+Karbon. Perm. Trias.
+
+Die vor allem in Nordamerika, seltener in Mitteleuropa sich findenden
+Pelycosaurier sind teils schlanke, langgeschwänzte, in ihrem Habitus
+an gewisse Lacertilier (Varanus) erinnernde, wahrscheinlich ziemlich
+behende Tiere, teils sehr spezialisierte, infolge ihrer enorm
+verlängerten Dornfortsätze äußerst bizarre und plumpe Geschöpfe.
+Wie die Cotylosaurier dürften sie in der Hauptsache Strandbewohner
+gewesen sein; ihre teilweise furchtbare Bezahnung (Dimetrodon) läßt
+auf eine Raubtiernatur schließen, während das Gebiß anderer Formen
+(Edaphosaurus) eher auf Mollusken- oder Crustaceennahrung hinzuweisen
+scheint.
+
+
+1. Familie. #Poliosauridae.# Case.
+
+¡Schädel niedrig, langgestreckt und zugespitzt. Lücke zwischen
+Prämaxillar- und Maxillarzähnen nicht oder kaum entwickelt.
+Dornfortsätze nieder. 2 Sacralwirbel. Langgeschwänzt.¡ Perm. ? Trias.
+
+¿Poliosaurus¿ Case. Schädel unvollständig erhalten. Oberer Bogen nicht
+mit dem Wirbelkörper verschmolzen. Intercentra anscheinend fehlend.
+Hautverknöcherungen vorhanden. Zirka 70 cm langes Tier.
+
+¿Varanosaurus¿ Broili. Schädel langgestreckt, leicht skulptiert,
+mit spitzer, überhängender Schnauze, zirka 15 cm lang. Zirka 54
+meist gleichartige, kleine ungezähnelte Zähne auf Prämaxillare und
+Maxillare. Zwei größere vorne am Maxillare. Körnchenzähne auf dem
+Pterygoid. Eine große seitliche Schläfenöffnung beobachtet. Oberer
+Bogen mit dem Wirbelkörper verschmolzen. Intercentra vorhanden. Rippen
+einköpfig (Capitulum? rudimentär). 26 präsacrale Wirbel. Schwanz sehr
+lang. Schwanzwirbel mit Chevron bones und Intercentra. Endphalangen
+mit Klauen. Skelett 60 cm bis 1 m lang. Perm. Texas.
+
+¿Poecilospondylus¿ Case. Perm. Texas.
+
+¿Theropleura¿ Cope (¡Diopeus¡ Cope, ¡Ophiacodon¡ Marsh).[87] Schädel
+unvollständig erhalten. 5 Zähne auf dem Prämaxillare, zirka 30 auf
+dem Maxillare, von denen der 5. und event. 6. stärker sind. 30
+gleichartige, durch Intercentra getrennte Präsacralwirbel. Intercentra
+und Chevrons nicht an den Schwanzwirbel beobachtet. Skelett 2-5 m
+lang. Perm. Texas.
+
+¿Stereorhachis¿ Gaudry. Zirka 1,50 m lang, mit mäßig hohen
+Dornfortsätzen, Hautverknöcherungen und wohl entwickelten
+Gelenkflächen an den Extremitäten. Intercentra sind nicht beobachtet.
+Unteres Perm von Autun, Frankreich.
+
+¿Elcabrosaurus¿ Case. Perm. Neu-Mexiko.
+
+Incertae sedis: ¡Archaeobelus¡ Cope. Perm Illinois. ¡Pleuristion¡
+Cope. Perm Oklahoma.
+
+¿Dolichobrachium¿ Williston. Trias. Wyoming.
+
+¿Anomosaurus¿ v. Huene. Auf eine größere Anzahl pelycosaurierähnliche
+Wirbel hin begründet, aber mit Hyposphen. Deutscher Muschelkalk.
+
+¿Oxyodon¿ v. Huene. Perm. Kenilworth. England.
+
+
+2. Familie. #Clepsydropidae.# Cope.
+
+¡Schädel seitlich komprimiert mit erhöhter Gesichtsregion, Einschnitt
+zwischen Prämaxillare und Maxillare vorhanden. Dornfortsätze sehr
+hoch. 3 Sacralwirbel. Gelenkflächen der Extremitätenknochen gut
+ausgebildet.¡ Oberstes Karbon. Perm. Trias.
+
+¿Clepsydrops¿ Cope. Schädel unvollständig erhalten. Der Einschnitt
+zwischen Prämaxillare und Maxillare mit kleineren Zähnen ausgefüllt.
+1-2 sehr große Zähne auf dem Maxillare (insgesamt 21 Zähne).
+Prämaxillare mit 4 Zähnen. Alle Zähne mit schneidenden nicht
+gezähnelten Kanten. Oberer Bogen in der Jugend frei, im Alter
+verwachsen, Intercentra vorhanden. Hautverknöcherungen nicht
+beobachtet. Perm. Texas. Illinois.
+
+¿Dimetrodon¿ Cope (¡Embolophorus¡ p. p. Cope). (Fig. 326, 327).
+Der bis 45 cm lange hoch gebaute Schädel mit verhältnismäßig weit
+zurückliegenden mäßig großen Augen und einem Paar seitlicher
+ebensolcher Schläfenlöcher. Ein zweites Paar oberer kleinerer
+Schläfendurchbrüche kann außerdem zur Ausbildung gelangen, aber
+auch völlig fehlen. Prämaxillare mit einigen Fangzähnen. Hinter dem
+meist zahnfreien Einschnitt folgt das Maxillare mit ein bis zwei
+gewaltigen Fangzähnen, denen zirka 20 kleinere folgen. Oberer Bogen
+sehr frühzeitig mit dem Wirbelkörper verschmolzen. Dornfortsätze sehr
+groß. Intercentra vorhanden. Zirka 27 präsacrale Wirbel. Die vorderen
+Rippen zweiköpfig, vom 10. Wirbel ab einköpfig, vom 24. ab verschmilzt
+die Rippe mit der Diapophyse. Schwanz relativ kurz mit niederen
+Dornfortsätzen. Hautverknöcherungen nicht beobachtet. Endphalangen mit
+Krallen. Vorhandene Reste lassen auf Tiere bis 3 m Länge schließen.
+Perm. Texas, Neu-Mexiko. Ind. Territorium.
+
+[Illustration: Fig. 326.
+
+¡Dimetrodon incisivus¡ Cope. Perm. Texas. Schädel v. d. Seite.
+
+Hinter den Augen die große seitliche Schläfenöffnung. Der Einschnitt
+zwischen Prämaxillare ¡Pm¡ und Maxillare ¡M¡ tritt sehr deutlich
+hervor. ¡Na¡ Nasenöffnung, ¡O¡ Augen-, ¡S¡ seitl. Schläfenöffnung, ¡Q¡
+Quadratum. 1/5 nat. Gr. (Nach ~Case~.)]
+
+[Illustration: Fig. 327.
+
+¡Dimetrodon gigas¡ Cope. Perm. Texas. Schädel v. unten.
+
+Rekonstr. nach ~Case~. ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡V¡
+Vomer, ¡Pl¡ Palatinum, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡Bs¡ Basisphenoid, ¡Bo¡
+Basioccipitale, ¡St¡ Stapes, ¡Q¡ Quadratum, ¡Qi¡ Quadratojugale, ¡J¡
+Jugale, ¡Ch¡ Choanen. Die kleine obere Schläfenöffnung ¡S¡ kann bei
+anderen Arten geschlossen sein. Ca. 1/6 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 328.
+
+¡Naosaurus claviger¡ Cope. Aus permischen Ablagerungen von Texas.
+¡a¡ Wirbel von vorn, ¡b¡ zwei Wirbel von der Seite. 1/4 nat. Gr.
+(Nach ~Cope~.)]
+
+¿Ctenosaurus¿ v. Huene aus dem mittleren Buntsandstein von
+Reinhausen bei Göttingen dürfte auf Grund der mit zirka 60 cm hohen
+Dornfortsätzen ausgestatteten Wirbel auch hierher zu stellen sein.
+
+¿Naosaurus¿ Cope (Fig. 328). Schädelreste unsicher. 26
+Präsacralwirbel. Die hohen Dornfortsätze mit seitlichen Fortsätzen.
+Die Dornfortsätze der hinteren Lendenregion stark nach rückwärts
+gebogen, so daß der letzte lange Dornfortsatz über die plötzlich stark
+verkürzten Dornfortsätze der Sacral- und Schwanzwirbel übergreift.
+Bauchrippen vorhanden. Perm. Texas. Pennsylvanien. Oberstes Karbon
+(Grenzschicht) von Kounova (Böhmen), Rotliegendes von Sachsen.
+
+¿Edaphosaurus¿ Cope. Schädel nieder, mit kleinen Augen. Eine große
+seitliche Schläfenöffnung sicher nachweisbar. Prämaxillarzähne
+flach, meißelförmig. Von den 14 Maxillarzähnen die 5 vorderen
+dünne, dreiseitige, hinten und vorne zugeschärfte Platten, die
+hinteren konisch. Palatin und Pterygoid zum großen Teil mit plumpen
+kegelförmigen Zähnen besetzt. Möglicherweise der Schädel von
+Naosaurus. Perm. Texas.
+
+¿Tetraceratops¿ W. Matthew. Zahnfreie Lücke zwischen Maxillare
+und Prämaxillare sehr groß. Schädel mit 2 Paar »hornartigen«
+Knochenzapfen, die an den Prämaxillaria bzw. den Präfrontalia
+aufsitzen. Perm. Texas.
+
+Incertae sedis: ¿Bathygnathus¿ Leidy. Kieferreste aus dem Perm von
+Prince Edward Island, Kanada. Dürfte wahrscheinlich in die Nähe von
+Dimetrodon zu stellen sein.
+
+¿Tomicosaurus¿ Case, ¿Metamosaurus¿ Cope. ¿Casea¿ Williston. Perm.
+Texas. ¿Embolophorus¿ p. p. Cope. ¿Trispondylus¿ Williston. Perm.
+Texas. ¿Sphenacodon¿ Marsh. Perm. Neu-Mexiko. ? ¿Geosaurus cynodus¿
+Gervais aus dem Perm von Moisset (Departement Jura).
+
+
+Anhang.
+
+Im System vorläufig noch unsicher ist die auf unvollständige Reste
+hin begründete Familie der ¡Deuterosauridae¡ Seeley aus dem Perm
+von Rußland. ¡Deuterosaurus¡ Eichwald und ¡Rhophalodon¡ Fischer
+zeigen ähnliche große gezähnelte Fangzähne auf Prämaxillare und
+Maxillare wie Dimetrodon und anscheinend nur eine Schläfenöffnung. Bei
+Rhophalodon findet sich im Auge ein Scleroticaring. Wirbel amphicöl. 2
+Sacralwirbel. Schultergürtel und Beckenreste pelycosaurierähnlich. Die
+Gattungen ¡Brithopus¡, ¡Orthopus¡, ¡Syodon¡ Kutorga und ¡Dinosaurus¡
+und ¡Eurosaurus¡ Fischer sind auf vereinzelte Fragmente errichtet und
+gehören höchst wahrscheinlich zu Deuterosaurus und Rhophalodon. Ebenso
+zweifelhaft ist die Stellung von ¡Cliorhizodus¡ Twelvetrees.
+
+
+3. Unterordnung. #Theriodontia.# Owen.[88]
+
+¡Schädel unskulptiert, in der Regel mit einem Paar großer oberer
+Schläfenöffnungen. Prämaxillar- und Maxillarzähne ähnlich wie bei den
+Mammalia differenziert in Schneidezähne, Eckzähne und Molaren. Zähne
+auf dem Gaumen unbedeutend und selten. Die Elemente des Schulter- und
+des Beckengürtels durch Naht unbeweglich verbunden. 2-4 Sacralwirbel.
+Hinterhauptscondylus häufig zweigeteilt. Unterkiefer mit großem
+Processus coronoideus. Scapula meist mit ansehnlichem Fortsatz
+(Acromion). Wirbel amphicöl.¡ Perm. Trias. (Karooformation.)
+
+Die Theriodontia sind durchschnittlich mittelgroße Reptilien, von
+denen indessen einzelne (Cynognathus) die Größe eines Tigers erreichen
+können. Ihr teilweise furchtbares, raubtierartiges und ähnlich den
+Säugern in Schneidezähne, Eckzähne und Molaren differenziertes Gebiß,
+der Bau des Schädels mit seinem unbeweglichen, unbedeutenden Quadratum
+und seinem Doppelcondylus bei den höher stehenden Formen (Cynodontia),
+die Beschaffenheit des Schultergürtels und Beckens hat vielfach zu
+Vergleichen mit Säugetieren, besonders mit Marsupialiern Veranlassung
+gegeben, indessen erscheinen die uns bekannten Reste der Theriodontia
+bereits viel zu hoch differenziert, als daß sie in direkten
+genetischen Zusammenhang mit denselben gebracht werden könnten. Viele
+der unten genannten Gattungen werden als Vertreter selbständiger
+Familien wie der ¡Scylacosauridae¡, ¡Aelurosauridae¡, ¡Galesauridae¡,
+¡Gomphognathidae¡ etc. angesehen.
+
+[Illustration: Fig. 329.
+
+¡A¡ ¡Lycosuchus Vanderrieti¡ Broom. Schädel (primitiver Theriodontier)
+von der Seite. Perm. Südafrika.
+
+¡B¡ ¡Cynognathus platyceps¡ Seeley. Schädel (spezialisierter
+Theriodontier). Trias. Südafrika.
+
+¡O¡ Auge, ¡Pm¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Na¡ Nasale, ¡Prf¡
+Präfrontale, ¡L¡ Lacrimale, ¡J¡ Jugale, ¡Po¡ Postorbitale, ¡Sq¡
+Squamosum, ¡P¡ Parietale, ¡Qu¡ Quadratum, ¡F¡ Frontale, ¡Ag¡ Angulare,
+¡Ar¡ Articulare, ¡D¡ Dentale, bei ¡Lycosuchus¡ mit großer Proc.
+coronoideus.
+
+(Nach ~Broom~.) Ca. 1/4 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 330.
+
+¡Galesaurus planiceps¡ Owen. Karooformation (Trias). Theba-Mou,
+Basutoland.
+
+Schädel, ¡a¡ von der Seite, ¡b¡ von unten, ¡c¡ von oben. Etwas
+restauriert, 1/2 nat. Gr. ¡d¡ Backenzahn vergr. (Nach ~R. Owen~.)]
+
+Als #primitive Theriodontier# (= #Therocephalia# Broom) werden
+hauptsächlich aus dem Perm (Untere Beaufort beds) von Südafrika
+eine Reihe, vielfach auf mangelhafte Reste hin begründete
+Gattungen beschrieben, die im Gegensatz zu den jüngeren Gattungen
+in der Regel 1-3 Eckzähne, einfache konische »Molaren«, ein
+großes Quadratum, ebensolches Foramen parietale sowie einen ?
+einfachen Hinterhauptscondylus besitzen ferner eine Scapula ohne
+Acromion: ¡Cynodraco¡, ¡Cynochampsa¡, ¡Tigrisuchus¡, ¡Cynosuchus¡,
+¡Aelurosaurus¡ Owen, ¡Pristerognathus¡ Seeley, ¡Ictidosuchus¡,
+¡Lycosuchus¡ (Fig. 329 A), ¡Scylacosaurus¡, ¡Ictidosaurus¡,
+¡Scymnosaurus¡, ¡Alopecodon¡, ¡Hyaenosuchus¡, ¡Pardosuchus¡,
+¡Trochosuchus¡, ¡Arnognathus¡ Broom. Die noch permischen Formen
+¡Lycosaurus¡ Owen von Südafrika und ¡Inostranzewia¡ Amal. von
+Nordrußland sowie ¡Bauria¡ Broom aus der unt. Trias Südafrikas
+scheinen die vermittelnden Bindeglieder zu den #mehr spezialisierten
+jüngeren Formen# = #Cynodontia# Owen aus der Trias (ob. Beaufort,
+Burghersdorp beds) darzustellen.
+
+~Die wichtigsten Vertreter der letzteren~ sind:
+
+¿Galesaurus¿ Owen (= ¡Nythosaurus¡ Owen. Fig. 330). Der kleine Schädel
+mit vereinigten terminalen Nasenlöchern. 4 Paar Schneidezähne oben,
+3 Paar unten, ein Paar Eckzähne auf jedem Kiefer, denen die seitlich
+verschmälerten meist teilweise dreispitzigen Molaren folgen. Trias.
+Südafrika.
+
+¿Cynognathus¿ Seeley. Fig. 329 B. Bis 6 Fuß großes Raubtier. Schädel
+bis 40 cm lang, verhältnismäßig schmal und hoch mit terminalen
+getrennten Nasenlöchern. Eine kleine seitliche Schläfenöffnung
+vorhanden oder fehlend. Hinterhauptscondylus zweigeteilt.
+Unterkieferäste in der Symphyse miteinander verschmolzen.
+Coronoidfortsatz hoch. Prämaxillaria mit 4 Paar gezähnelten
+Schneidezähnen. Unterkiefer mit ? 3 Paar. Auf den oberen sehr
+kräftigen, teilweise gezähnelten Eckzahn, folgen auf dem Maxillare 9
+seitlich verschmälerte konische, teilweise dreispitzige Molaren. 29
+amphicöle präsacrale Wirbel, die vorderen mit Intercentren. Rippen
+zweiköpfig. 4 (2) Sacralwirbel. Zwischen Pubis und Ischium ein großes
+Foramen obturatorium. In der Symphyse ziemlich ansehnliches Foramen
+pubo-ischiadicum. Trias. Südafrika.
+
+? ¿Dicranozygoma¿ Seeley ? Trias. Südafrika.
+
+¿Gomphognathus¿ Seeley. Ähnlich Cynognathus, aber Schädel nieder
+und breit und Molarzähne verbreitert. Vermutlich herbivor.
+Hinterhauptscondylus doppelt. Trias. Südafrika.
+
+¿Microgomphodon¿ Seeley. 2 Sacralwirbel. ¡Triarchodon.¡ ¡Diademodon.¡
+? ¡Theriodesmus¡ Seeley. ¡Sesamodon¡, ¡Melinodon¡ Broom. Trias.
+Südafrika.
+
+? ¿Galechirus¿ Broom. Schädel unvollständig bekannt. Scapula, Coracoid
+und Procoracoid sowie Beckenelemente miteinander verschmolzen. Perm.
+Südafrika. Nach Broom Repräsentant der #Dromasauria# Broom.
+
+Die Gruppe der #Dinocephalia# Seeley mit ¡Tapinocephalus¡ Owen
+(¡Phocasaurus¡ Seeley) und ¡Delphinognathus¡, ¡Titanosuchus¡,
+? ¡Gorgonops¡ Owen ¿Eccasaurus¿, ¿Pelosuchus¿ Broom aus dem Perm
+Südafrikas und ? ¿Eubrachiosaurus¿ Williston Trias. Wyoming, die im
+Gegensatz zu den übrigen Theriodontiern mit einem Quadratojugale
+versehen ist scheint von der Therocephalia zu den Anomodontiern
+überzuleiten.
+
+
+4. Unterordnung. #Anomodontia.# Owen. (Dicynodontia.)
+
+¡Schädel unskulptiert mit einer weiten, oberen Schläfenöffnung.
+Foramen parietale vorhanden. Squamosum und Quadratum sehr groß.
+Prämaxillaria verschmolzen, zahnlos und weit ausgedehnt. Ein
+unvollständiger sekundärer Gaumen von den Maxillaria und Palatina
+gebildet. Condylus occipitalis einfach, dreigeteilt. Scapula mit
+Acromion. Scapula, Coracoid und Procoracoid sowie die Elemente des
+Beckens durch Naht unbeweglich verbunden. 4 oder ? mehr Sacralwirbel.
+Extremitäten fünfzehig mit Klauen. Wirbel amphicöl.¡ Perm. Trias.
+
+Die ¡Anomodontia¡ sind herbivore, kleine bis mittelgroße, die Größe
+eines kleinen Flußpferdes erreichende, Reptilien, dem sie auch in
+bezug auf ihre schwerfällige Gestalt und wahrscheinlich ebenso in den
+Lebensgewohnheiten am meisten geähnelt haben dürften. An dem meist
+plumpen Kopf fehlt die Bezahnung auf den verschmolzenen, ursprünglich
+wohl mit Hornscheiden besetzten Prämaxillaria ebenso auch auf den
+Maxillaria entweder gänzlich, oder sie ist an den letzteren auf
+kleine zahlreiche Molarzähnchen oder auf ~zwei mächtige Hauzähne
+reduziert~, welche in einer langen, durch eine Anschwellung des
+Kiefers auch äußerlich sichtbaren Alveole ruhen. Der Schädel ist
+häufig sehr solid verknöchert und die Suturen infolgedessen verwischt,
+die Nasenlöcher liegen wie die Augen, in welch letzteren gelegentlich
+ein Scleroticaring beobachtet wird, seitlich. ~Charakteristisch
+für die Anomodontier ist das Squamosum~, welches, meist mit dem
+Quadratum verschmolzen, ungewöhnlich vergrößert ist und nicht nur
+den größten Teil der Begrenzung des Schläfenlochs bildet, sondern
+auch abwärts in einen stielförmigen Fortsatz ausgezogen ist, dessen
+untere Seite von der Gelenkfläche des Quadratum eingenommen wird. Die
+Hinterhauptsregion bildet eine gerade, ebene Fläche, die gewöhnlich
+zwei kleine Durchbrüche (Gehöröffnungen) zeigt. Die zwei zahnlosen,
+offenbar auch mit Hornscheiden besetzt gewesenen Unterkiefer, sind in
+der Symphyse verschmolzen und weisen seitlich noch eine große Öffnung
+für den Meckelschen Knorpel auf. Die nur von wenigen Formen bekannte
+Beckengegend läßt 4 Sacralwirbel erkennen. Am Ilium findet sich eine
+vom Acetabulum ausgehende Incisur, zwischen Ischium und Pubis das
+Foramen obturatorium und in der Symphyse ein Foramen pubo-ischiadicum.
+
+[Illustration: Fig. 331.
+
+¡Dicynodon pardiceps¡ Owen. Perm (Karooformation). Fort Beaufort,
+Kapkolonie. Von unten. 1/4 nat. Gr. (Nach ~R. Owen~.) ¡Pmx¡
+Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Pl¡ Palatin, ¡Vo¡ Vomer, ¡Pt¡
+Pterygoid, ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡Qu¡ Quadratum, ¡c¡ Zahn.]
+
+[Illustration: Fig. 332.
+
+Oberarm von ¡Dicynodon pardiceps¡ Owen. 1/4 nat. Gr. Von vorn gesehen.
+¡b¡ crista deltopectoralis, ¡c¡ foramen entepicondyloideum. (Nach
+~Owen~.)]
+
+[Illustration: Fig. 333.
+
+Die 4 Sacralwirbel und Becken eines ¡Dicynodontiers ? Dicynodon
+Seeleyi¡. Broili. ? Perm Südafrika. ¡A¡ von oben und ¡B¡ von der Seite.
+
+¡Il¡ Ilium, ¡Is¡ Ischium, ¡Pb¡ Pubis, ¡J¡ Incisur am Ilium, ¡A¡
+Acetabulum femoris, ¡FO¡ Foramen obturatorium, ¡Fpi¡ Foramen
+pubo-ischiadicum, ¡S¡_{1} bis ¡S¡_{4} die 4 Sacralwirbel. Ca.
+1/3 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 334.
+
+Schultergürtel (rechte Seite) eines ¡Dicynodontiers¡. Perm Südafrika.
+¡Sc¡ Scapula mit Acromion ¡a¡, ¡C¡ Coracoid, ¡Pc¡ Procoracoid, ¡G¡
+Gelenkfläche für den Humerus. (Nach ~Lydekker~.) Ca. 1/4 nat. Gr.]
+
+¿Dicynodon¿ Owen (¡Keirognathus¡ Seeley. Fig. 331-334). Scheitel und
+Stirnregion allmählich mit mehr oder weniger starker Krümmung in
+Nasen- und Prämaxillarregion übergehend. Augen und Schläfenlöcher
+gewöhnlich groß. Jedes Maxillare mit einem kräftigen Hauzahn.
+Schultergürtel mit Cleithrum. Zahlreiche Formen im Perm und in der
+Trias von Südafrika von der Größe einer Ratte bis zu der eines kleinen
+Flußpferds (Schädellänge bis 0,5 m).
+
+[Illustration: Fig. 335.
+
+¡Gordonia Traquairi.¡ Newton. Unt. Keuper v. Elgin, Schottland.
+
+Schädel von der Seite.
+
+¡Pmx¡ das zahnlose Prämaxillare und der ebensolche Unterkiefer ¡D¡,
+¡Mx¡ Maxillare mit einem Zahn ¡t¡, ¡Na¡ Nasale, ¡Pr¡ Präfrontale,
+¡L¡ Lacrimale, ¡Pf¡ Postfrontale, ¡F¡ Frontale, ¡P¡ Parietale, ¡Sq¡
+Squamosum, ¡Sqp¡ Stielförmige Verlängerung derselben, ¡Qu¡ Quadratum,
+¡Pt¡ Pterygoid, ¡O¡ Augen-, ¡S¡ Schläfenloch. Nach ~Newton~ und ~A. S.
+Woodward~. Ca. 1/3 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 336.
+
+Schädel von ¡Lystrosaurus declivis¡ Owen. ¡A¡ von der Seite, ¡B¡
+von oben, ¡C¡ von hinten. 1/3 nat. Gr. Trias (Karooformation).
+Rhenosterberge, Kapkolonie. (Nach ~R. Owen~.)
+
+¡Bo¡ Basioccipitale mit dem dreigeteilten Condylus, ¡Exo¡
+Exoccipitale, ¡So¡ Supraoccipitale, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Qu¡ Quadratum,
+¡Pa¡ Parietale, ¡Fr¡ Frontale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Prf¡ Präfrontale,
+¡Ju¡ Jugale, ¡La¡ Lacrimale, ¡Na¡ Nasale, ¡Mx¡ Oberkiefer, ¡Pmx¡
+Zwischenkiefer, ¡A¡ Augenhöhle, ¡N¡ Nasenloch, ¡ang¡ Angulare, ¡d¡
+Dentale, ¡c¡ Eckzahn des Oberkiefers.]
+
+¿Oudenodon¿ Owen. (¡Platypodosaurus¡ Owen.) Sehr ähnlich Dicynodon,
+aber zahnlos oder nur Rudimente von Zähnen. Vielleicht die Weibchen
+von Dicynodon. Perm. Trias. Südafrika.
+
+¿Lystrosaurus¿ Cope. (Fig. 336.) (¡Ptychognathus¡ Owen, ¡Ptychosiagum¡
+Lydekker.) Prämaxillar -- Nasalgegend gegen die Frontal-Parietalregion
+und diese gegen das Hinterhaupt stark winklig abgesetzt. Augen sehr
+groß mit Scleroticaring, Nasenlöcher weit zurückliegend. Auf jedem
+Maxillare ein Hauzahn. Cleithrum nicht beobachtet. Extremitäten
+stämmig. Gelenkenden anscheinend nicht verknöchert. Perm. Südafrika,
+Indien.
+
+¿Gordonia¿ Newton. (Fig. 335.) Schädel bis 18 cm lang, ähnlich
+Dicynodon, nur schwächere Kopfknochen und die 2 Zähne bedeutend
+kleiner. Unt. ob. Trias. Elgin. Schottland. ? Perm. Nordrußland.
+¡Geikia¡ Newton. von ebendaher, völlig zahnlos.
+
+¿Kistecephalus¿ Owen. Perm. Südafrika.
+
+Diesen Formen, welche auch als ¿Dicynodontidae¿ und ¿Lystrosauridae¿
+auseinander gehalten werden, reihen sich noch die ¿Endothiontidae¿
+an, Gattungen, die auf den Maxillaria und auf den rückwärtigen Teilen
+des Unterkiefers eine oder mehrere Reihen von kleinen Zähnchen und
+außerdem ein gerundetes Episternum besitzen.
+
+¿Endothiodon¿ Owen. Kopf verhältnismäßig groß. Cleithrum vorhanden.
+4 Sacralwirbel. Perm. Südafrika. Von dort stammen auch ¡Esoterodon¡
+Owen, ¡Cryptocynodon¡ Seeley, ¡Prodicynodon¡ Broom, ¡Opisthoctenodon¡
+Broom, ¡Pristerodon¡ Huxley, ¡Chelyposaurus¡ Broom.
+
+
+2. Ordnung. #Rhynchocephalia.#[89]
+
+~Körper meist eidechsenähnlich. Wirbel in der Regel amphicöl, zuweilen
+mit Chordaresten. Intercentra gewöhnlich gut entwickelt. Fast stets
+nur zwei Sacralwirbel. Rumpfrippen einköpfig. Bauchrippen entwickelt.
+Quadratum unbeweglich. Oberer und unterer Schläfenbogen vorhanden.
+Unterkieferäste in der Symphyse durch Ligament verbunden. Zähne
+acrodont. Brustgürtel mit knorpeligem Sternum. Extremitäten fünfzehig,
+manchmal dem Wasserleben angepaßt. Haut mit hornigen Schuppen.~ Perm
+bis jetzt.
+
+Gleichzeitig mit den Theromora im Perm treten die ~Rhynchocephalen~
+auf, von denen gegenwärtig nur noch eine Gattung ~Sphenodon~
+(~Hatteria~) in Neu-Seeland lebt. Die Rhynchocephalen zeigen sich
+in der Hauptsache als Küstenbewohner, von denen die meisten
+wie Sphenodon befähigt gewesen sein dürften, stundenlang, ohne
+zu atmen, unter Wasser zu bleiben; einzelne von ihnen besitzen
+die Bauart vortrefflicher Schwimmer wie Pleurosaurus; einige wie
+die Thalattosauridae erscheinen endlich als marine, vollständig
+dem Wasserleben angepaßte Tiere. Ihr Körper ist in der Regel
+eidechsenähnlich, langgeschwänzt und wie bei dem lebenden Sphenodon
+finden sich bei einzelnen fossilen Formen Schuppen. Die ~Wirbel~
+mit ihren Fortsätzen zeigen sich wohl ausgebildet, die ~Rippen~ der
+Halsregion sind zumeist zweiköpfig, die der Rumpfregion einköpfig.
+~Intercentra~ können außer am Halse auch zwischen sämtlichen
+übrigen Wirbeln auftreten. Auf der Ventralseite liegen zwischen
+dem Brustgürtel und dem Becken zahlreiche, aus mehreren Stücken
+zusammengesetzte, gegen die Mitte zu konvergierende Bauchrippen.
+Der Schädel ist ausgezeichnet (Fig. 337) durch große, seitliche
+Augen, ein kleines selten fehlendes Foramen parietale, getrennte
+oder vereinigte Nasenlöcher und zwei große Schläfengruben, die
+durch eine bei Sphenodon von Postorbitale und Squamosum gebildete
+Knochenspange getrennt sind. Das Quadratum ist unbeweglich mit dem
+Schädel verbunden, die Pterygoidea bilden mit den beiden Palatina und
+Vomera zumeist einen festgeschlossenen harten Gaumen. Außer auf den
+Kiefern können auf Vomer, Palatin und Pterygoid acrodonte oder in ganz
+seichten Gruben stehende Zähne auftreten. Zahnlose Formen sind selten
+(Sauranodon).
+
+[Illustration: Fig. 337.
+
+¡Sphenodon¡ (¡Hatteria¡) ¡punctatum¡ Gray. Neuseeland rezent.
+Erklärung s. o.]
+
+Der ~Schultergürtel~ enthält noch ziemlich viel Knorpel. Die Scapula
+ist verknöchert, die Suprascapula bleibt knorpelig, das gleiche gilt
+auch für den medialen Teil des Coracoids; die schlanke, gebogene
+Clavicula verbindet die Scapula mit dem T-förmigen oder langgestielten
+rhombischen Episternum, das über dem großen knorpeligen Sternum liegt.
+Der Humerus kann neben dem Foramen entepicondyloideum auch ein Foramen
+ectepicondyloideum aufweisen, die Gelenkenden sind, wie auch die von
+Radius und Ulna, meist unvollständig ossifiziert, Carpus und Tarsus
+verknöchern.
+
+Die ~drei Beckenelemente~ beteiligen sich an der Gelenkpfanne für den
+Femur. Das Ilium ist ziemlich schlank, das scheibenförmige Pubis und
+Ischium werden durch ein Foramen getrennt.
+
+An die lebende Gattung Sphenodon schließen sich einige mesozoische
+Formen an, auch in paläozoischen Sedimenten kommen verwandte Formen
+vor; verschiedene unvollständig bekannte wie Protorosaurus bleiben
+freilich vorläufig im System unsicher und andere, wie die triadischen
+Thalattosauriden, erinnern vielfach an die Pythonomorphen.
+
+
+1. Familie. #Protorosauridae.#
+
+¡Wirbel amphicöl, Prämaxillare, Maxillare, Dentale und Palatinum mit
+kräftigen spitzkonischen protothecodonten oder acrodonten Zähnen.
+Vomer mit Chagrinzähnchen. Meist Bauchrippen beobachtet. Rippen
+einköpfig. Episternum quer rhombische Knochenplatte mit langem Stil.
+Humerus mit Foramen entepicondyloideum.¡ Perm.
+
+¿Palaeohatteria¿ Credner (Fig. 338). Körper 40-45 cm lang,
+rhynchocephalenartig, jedoch von primitiverem und mehr generalisiertem
+Gepräge. Wirbelcentra amphicöle Knochenhülsen mit persistierender
+Chorda, oberer Bogen durch Naht getrennt. Intercentra vorhanden, die
+der Schwanzregion zu Chevrons modifiziert. Zwei (? 3-4) Sacralwirbel,
+ca. 25-27 präsacrale Wirbel. Extremitäten fünfzehig, mit Krallen.
+Bauchrippen stabförmig. Mittleres Rotliegendes von Niederhäßlich bei
+Dresden.
+
+¿Haptodus¿ Gaudry. Sehr nahe verwandt, wenn nicht identisch mit
+Palaeohatteria. Unterstes Perm. Autun. Frankreich.
+
+¿Callibrachion¿ Boule et Glang. Ähnlich Palaeohatteria. Fundort wie
+vorige.
+
+¿Kadaliosaurus¿ Credner, mit außerordentlich starkem Abdominalskelett.
+Extremitäten sehr lang und schlank. Gelenkenden verknöchert.
+Lacertilierähnlich. Mittleres Rotliegendes von Niederhäßlich bei
+Dresden.
+
+? ¿Datheosaurus¿ Schröder. Schlecht erhaltenes, 90 cm langgeschwänztes
+Skelett. Im System unsicher. Unterstes Rotliegendes von Neurode,
+Schlesien.
+
+¿Protorosaurus¿ H. v. Meyer. Im System unsicher. Körper bis 1-1/2 m
+lang. Wirbelcentra vollständig verknöchert und mit dem oberen Bogen
+verschmolzen. Intercentra zwischen den präsacralen Wirbeln, Zahl der
+letzteren ca. 24. Sacralwirbel ? 3. Rippen einköpfig, die der langen
+(8) Halswirbel spießförmig. Kiefer mit starken protothecodonten
+spitzkonischen Zähnen. Vomer mit kleinen Zähnchen besetzt. Schädel
+sehr unvollkommen erhalten mit ? Präorbitaldurchbrüchen. Vorderfüße
+kürzer als die Hinterfüße. Bauchrippen vorhanden. Oberes Perm.
+Deutschland und England.
+
+¿Aphelosaurus.¿ Gervais. Ähnlich Protorosaurus. Unterstes Perm. Autun.
+Frankreich.
+
+[Illustration: Fig. 338.
+
+¡Palaeohatteria longicaudata¡ Credner. Rotliegendes. Niederhäßlich bei
+Dresden.
+
+¡A¡ Schädel (nat. Gr.). Einzelne Elemente sind dislociert. (¡Na¡
+Nasenbein, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡La¡ Lacrimale, ¡Por¡ Postorbitale,
+¡Sq¡ Squamosum, ¡Ju¡ Jugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Pmx¡
+Prämaxilla, ¡Vo¡ Vomer). ¡B¡ Schultergürtel (¡icl¡ Episternum
+(Interclavicula), ¡cl¡ Clavicula, ¡cor¡ Coracoideum, ¡sc¡ Scapula).
+¡C¡ Beckengürtel (¡il¡ Ilium, ¡pu¡ Pubis, ¡is¡ Ischium, ¡f¡ Femur, ¡c¡
+Foramen puboischiadicum). ¡o¡ Incisura obturatoria. ¡D¡ Rückenwirbel
+von der Seite, ¡v¡ Wirbelkörper, (¡n¡ Oberer Bogen, ¡h¡ Humerus,
+¡z¡ Präzygapophyse, ¡z'¡ Postzygapophyse, ¡sp¡ Processus spinosus,
+¡ic¡ Intercentrum). ¡E¡ Schwanzwirbel von vorn. ¡UB¡ Unterer Bogen
+(Chevron). Übrige Bezeichnungen wie bei ¡D¡. (Nach ~Credner~.)]
+
+
+2. Familie. #Champsosauridae.# (¡Choristodera¡ Cope.)
+
+¡Wirbel amphicöl. Intercentra nur in der Halsregion entwickelt.
+Schädel sehr verlängert, gavialähnlich. Äußere Nasenlöcher vereinigt,
+terminal. Zähne auf Ober- und Unterkiefer, spitzkonisch, acrodont.
+Dentin gefaltet. Außerdem kleine Zähnchen auf Vomer, Palatin,
+Pterygoid und Transversum. Halsrippen zweiköpfig, Rückenrippen
+einköpfig. Bauchrippen kräftig. Episternum T-förmig. Zwischen
+Pubis und Ischium kein Foramen. Foramen obturatorium im Pubis.
+Unterkieferäste in der Symphyse verschmolzen. Foramen parietale
+fehlt.¡ Obere Kreide. Eocän.
+
+¿Champsosaurus¿ Cope. Skelett bis 1-1/2 m lang. 26 präsacrale
+Wirbel, zwei Sacral- und ein Sacrocaudalwirbel. Äußere Nasenlöcher
+von Prämaxillaria und Nasalia begrenzt. Maxillare von der
+unteren Begrenzung des Auges ausgeschlossen. 40 Zähne auf jeder
+Unterkieferhälfte. Obere Kreide und unteres Eocän von Nordamerika.
+
+¿Simoedosaurus¿ Gervais. Skelett bis 2-1/2 m lang. Zwei Sacralwirbel.
+Maxillare die untere Begrenzung des Auges bildend. Äußere Nasenlöcher
+von Prämaxillaria, Maxillaria und Nasalia begrenzt. 60 Zähne auf jeder
+Unterkieferhälfte. Obere Kreide und Unteres Eocän von Nordfrankreich
+und Belgien.
+
+Hierher dürften auch die unvollständig bekannten ¿Dryosauridae¿ de
+Stefano (¡Dryosaurus¡) (Unt. Eocän. ? Kreide von Tunis) gehören.
+
+
+3. Familie. #Rhynchosauridae.#
+
+¡Wirbel amphicöl. Intercentra nicht beobachtet. Prämaxillare zahnlos,
+schnabelartig abwärts gekrümmt. Maxillare und Palatin mit je einer
+oder mehreren Reihen kleiner, pyramidaler Zähnchen besetzt. Kein
+Foramen parietale. Äußere Nasenlöcher vereinigt. Bauchrippen kräftig.
+Bauchschuppen polygonal.¡ Trias.
+
+¿Rhynchosaurus¿ Owen. Schädel mäßig breit mit großen Augen. Schnabel
+rückwärts gekrümmt zwischen kurzen Fortsätzen des Unterkiefers. Zähne
+auf Palatinum und Maxillare in einer Reihe. ? 23 präsacrale Wirbel.
+Keuper. England.
+
+¿Hyperodapedon¿ Huxley. (Fig. 339.) Skelett bis 2 m lang. Schädel sehr
+breit mit kleinen Augen. Schnabel zwischen divergierenden zugespitzten
+Fortsätzen des Unterkiefers. Zähne auf Palatinum und Maxillare in
+zwei und mehr Reihen. Ca. 22-23 präsacrale Wirbel, die der Halsgegend
+anscheinend opisthocöl. Unt. ob. Trias v. Schottland. Maleri Sandstein
+(? Trias) v. Indien.
+
+[Illustration: Fig. 339.
+
+¡Hyperodapedon Gordoni¡ Huxley. Unt. Keuper. Elgin, Schottland. ¡A¡
+Schädel von oben. ¡B¡ Gaumen. ¡C¡ vorderes Ende des Unterkiefers
+von unten. 1/4 nat. Gr. (Nach ~Huxley~.) (¡Pmx¡ Zwischenkiefer,
+¡Mx¡ Oberkiefer, ¡Pl¡ Gaumenbein, ¡A¡ Augenhöhle, ¡S¡ oberes, ¡S'¡
+seitliches Schläfenloch, ¡Md¡ Unterkiefer.)]
+
+¿Stenometopon¿ Boulenger. Schädel bis 18 cm lang, mäßig breit mit
+kleinen Augen. Schnabel nach vorwärts gerichtet, nicht umfaßt von
+den nach aufwärts gerichteten Fortsätzen des Unterkiefers. Zähne auf
+Palatinum und Maxillare in zwei und mehr Reihen. Unt. ob. Trias. Elgin.
+
+¿Howesia¿ Broom. Schädel fragmentär ohne Schnauze und Nasengegend.
+Mehrere Reihen von Zähnen auf der Schädelunterseite. Foramen parietale
+rudimentär. Episternum T-förmig. Trias. Südafrika.
+
+
+4. Familie. #Sauranodontidae.#
+
+¡Wirbel procöl. Zähne fehlen. Ober- und Unterkiefer schnabelartig
+gekrümmt, mit scharfen Rändern. Schädeldach mit kleinen oberen und
+seitlichen Schläfengruben. Postorbitale groß. Foramen parietale
+fehlt. Nasenlöcher getrennt. Zweite Sacralrippe distal gespalten.
+Bauchrippen kräftig. Schuppen gestreckt vierseitig. Vorderfüße kürzer
+als die Hinterfüße; beide fünfzehig.¡ Oberster Jura.
+
+Einzige Gattung der langgeschwänzte ¡Sauranodon¡ Jourdan
+(¡Sapheosaurus¡ H. v. Meyer) mit 22 präsacralen Wirbeln. Die
+prachtvollen Skelette von S. incisicus Jourdan aus dem obersten Jura
+von Cerin (Dpt. Ain) erreichen eine Länge von über 60 cm.
+
+
+5. Familie. #Sphenodontidae.#
+
+¡Wirbel amphicöl, mit Chordaresten. Intercentra vorhanden. Das
+überhängende Prämaxillare mit einem schneidenden Zahn oder ? zahnlos.
+Maxillare, Palatinum und Unterkiefer mit einer Reihe abgeplatteter,
+dreieckiger, acrodonter Zähne. Nasenlöcher getrennt. Vomer in der
+Regel zahnlos. Foramen parietale vorhanden. Episternum T-förmig.
+Bauchrippen kräftig. Bauchschuppen quer vierseitig. Halsrippen
+zweiköpfig, Rumpfrippen einköpfig.¡ Trias. Oberster Jura. Rezent.
+
+¿Eifelosaurus¿ Jaekel. Buntsandstein. Eifel.
+
+? ¿Polysphenodon¿ Jaekel. Keuper. Hannover.
+
+¿Palacrodon¿ Broom. Trias. Südafrika.
+
+¿Brachyrhinodon¿ v. Huene. Kurzschnauzig. Augen groß. Ca. 25
+Präsacralwirbel. Untere obere Trias. Elgin. Schottland.
+
+¿Homaeosaurus¿ H. v. M. (Fig. 340). Sehr ähnlich dem lebenden
+Sphenodon, aber kleiner (15-20 cm lang) und Intercentra nur in der
+Hals- und Schwanzregion. Ca. 23 Präsacralwirbel. Rippen ohne Processus
+uncinatus, die zweite Sacralrippe gegabelt. Bauchrippen kräftig.
+Scleroticaring. Oberster Jura (Tithon) von Mitteleuropa.
+
+[Illustration: Fig. 340.
+
+¡Homaeosaurus pulchellus¡ Zittel. Ob. Jura. Kelheim, Bayern. Von
+unten. 1/2 nat. Gr.]
+
+¿Ardeosaurus¿ H. v. Meyer. Oberster Jura. Solnhofen.
+
+¿Opisthias¿ Gilmore. Nur Kiefer bekannt. Oberer Jura. Wyoming.
+
+¿Sphenodon¿ Gray (Hatteria Gray). (Fig. 337). 25 präsacrale Wirbel.
+Intercentra auch in der Rumpfregion. Vomer in der Jugend bezahnt.
+Lebend. Neuseeland.
+
+¿Pleurosaurus¿ H. v. Meyer (¡Anguisaurus¡ Mstr., ¡Saurophidium¡
+Jourdan). Körper schlangenartig, bis 1-1/2 m lang. Schwanz 2/3 der
+Körperlänge einnehmend. Schnauze zugespitzt. Bauchrippen kräftig. Über
+45 Präsacralwirbel. Vorderfüße kürzer als die Hinterfüße. Oberster
+Jura von Bayern und Cerin (Ain).
+
+¿Acrosaurus¿ H. v. M. Mit Scleroticaring. Oberster Jura. Solnhofen.
+Wird mit ¡Pleurosaurus¡ auf Grund eines ? einfachen Schläfenbogens
+auch als Familie der ~Acrosauridae~ abgetrennt.
+
+
+6. Familie. #Thalattosauridae# (= ¡Thalattosauria¡ Merriam).
+
+¡Wirbel amphicöl. Schädel verlängert. Äußere Nasenlöcher getrennt,
+weit zurück vor den großen, mit Scleroticaring versehenen Augen
+liegend. Zwei Paar Schläfenöffnungen und Foramen parietale vorhanden.
+Quadratum unbeweglich. Vordere Kieferzähne leicht gekrümmt und
+konisch, hintere Kieferzähne abgeplattet. Vomer und Pterygoid dicht
+bezahnt. Rückenrippen einköpfig. Bauchrippen vorhanden.¡ Trias.
+
+Hierher gehören die in der mittleren und oberen marinen Trias des
+westlichen Nordamerika sich findenden bis 2 m großen Gattungen
+¿Thalattosaurus¿ und ¿Nectosaurus¿ Merriam mit mehr (¡Nectosaurus¡)
+oder weniger gestreckten (¡Thalattosaurus¡), flossenartigen
+Extremitäten. Die ¡Thalattosauridae¡, die namentlich in der Art der
+Bezahnung an Pythonomorphen erinnern, dürften nach Merriam vielleicht
+aus dem Formenkreis der ¡Protorosauridae¡ hervorgegangen sein und sich
+frühzeitig dem Aufenthalt im Wasser angepaßt haben.
+
+ #Zeitliche Verbreitung der Rhynchocephalia.#
+
+ +-------------------+------+------+------+------+------+------+------+
+ | | Perm | Trias| Jura |Kreide| Eocän|Neogen| Jetzt|
+ +-------------------+------+------+------+------+------+------+------+
+ |1. Protorosauridae |======| | | | | | |
+ |2. Champsosauridae | | | | ======= | | |
+ |3. Rhynchosauridae | | ===| | | | | |
+ |4. Sauranodontidae | | | ===| | | | |
+ |5. Sphenodontidae | | ===| ===| | | | ====|
+ |6. Thalattosauridae| | =====| | | | | |
+ +-------------------+------+------+------+------+------+------+------+
+
+
+3. Ordnung. #Lepidosauria# (¡Squamata¡). ~Schuppensaurier.~
+
+~Wirbel procöl, sehr selten amphicöl. Sacrum mit 2 Wirbeln oder
+fehlend. Rippen einköpfig. Bauchrippen fehlen. Quadratbein fast stets
+beweglich, nur proximal am Schädel befestigt. Gaumen von größeren
+oder kleineren Öffnungen durchbrochen. Nasenlöcher getrennt. Haut mit
+hornigen, seltener ossifizierten Schuppen bedeckt.~ Trias - jetzt.
+
+Zu den ~Lepidosauria~ gehören die ¡Lacertilia¡ und ¡Ophidia¡. Sie
+stehen den Rhynchocephalen in ihrem äußeren und ihrem anatomischen Bau
+verwandtschaftlich sehr nahe und lassen sich höchst wahrscheinlich auf
+eine gemeinsame Wurzel zurückführen.
+
+
+1. Unterordnung. #Lacertilia# (¡Saurii¡). ~Eidechsen.~[90]
+
+¡Körper beschuppt, langgeschwänzt zuweilen schlangenartig. Schädel
+meist mit stabförmigem Epipterygoid und in der Regel mit beweglichem
+Quadratum. Unterer Schläfenbogen stets, oberer Schläfenbogen zuweilen
+fehlend. Ali- und Orbitosphenoid nicht verknöchert. Unterkieferäste in
+der Symphyse gewöhnlich durch Sutur verbunden. Zähne zumeist acrodont
+oder pleurodont. Am Brustgürtel ein Sternum fast stets vorhanden.
+Gliedmaßen fünfzehig, zuweilen rudimentär oder fehlend.¡ Trias bis
+jetzt.
+
+[Illustration: Fig. 341.
+
+Schädel von ¡Varanus monitor¡.[91] ¡A¡ von unten, ¡B¡ schräg von
+der Seite, ¡C¡ von hinten. ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Sp¡
+Septomaxillare (Concha), ¡N¡ Nasale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡L¡ Lacrimale,
+¡Ao¡ Supraorbitale, ¡F¡ Frontale, ¡P¡ Parietale mit Foramen par., ¡So¡
+Supraoccipitale, ¡Eo¡ Exoccipitale laterale, ¡St¡ Supratemporale,
+¡Sq¡ Squamosum, ¡Po¡ Postfrontale (Postorbitale), ¡Co¡ Columella
+(Stapes), ¡Q¡ Quadratum, ¡Pro¡ Prooticum, ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡Bs¡
+Basisphenoid, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡Ept¡ Epipterygoid, ¡Tr¡ Transversum,
+¡Pa¡ Palatinum, ¡V¡ Vomer. 3/5 nat. Gr.]
+
+Die meisten Eidechsen besitzen ein aus hornigen, seltener aus
+verknöcherten Schuppen, Platten, Schildern oder Stacheln bestehendes
+Hautskelett, das sowohl den Kopf als auch den ganzen Körper bedecken
+kann. Die Wirbelsäule besteht aus zahlreichen procölen Wirbeln (nur
+die Geckonen und Uroplatiden besitzen amphicöle), deren obere Bögen
+fest mit dem Wirbelkörper verschmolzen sind. Die Halsregion enthält
+bei den lebenden Formen höchstens neun Wirbel, davon besteht der
+Atlas aus zwei dorsal getrennten oder vereinigten Bogenstücken und
+einem ventralen Mittelstück. Der Processus odontoideus ist fest
+mit dem Epistropheus verbunden. Am Sacrum beteiligen sich in der
+Regel zwei Wirbel. Außer den Zygapophen kann auch die Gelenkung
+mit Zygosphen-Zygantrum eintreten (z. B. Iguanodonten). Die
+Schwanzwirbel tragen statt der Rippen kräftige Querfortsätze und
+sind mit Haemapophysen (Sparrenknochen, chevron bones) versehen. Die
+Querfortsätze der Hals- und Rumpfregion sind schwach entwickelt,
+die Rippen selbst sind einköpfig und können an allen Wirbeln mit
+Ausnahme des Atlas und des letzten und vorletzten präsacralen Wirbels
+auftreten. Die vorderen Rumpfrippen befestigen sich mit einigen
+wenigen Ausnahmen (z. B. Amphisbaenidae und andere fußlose Formen) mit
+ihrem in der Regel nur knorpeligen ventralen Abschnitt am Sternum.
+
+Der Schädel (Fig. 341, 342) unterscheidet sich von dem der
+Rhynchocephalen vor allem durch das bewegliche, freistehende
+~Quadratum~ -- ausgenommen die Chamaeleontidae -- und durch den
+~Mangel~ eines ~unteren Schläfenbogens~. Das sehr schlanke vom
+Pterygoid zum Parietale bzw. dem Prooticum aufsteigende ~Epipterygoid~
+fehlt nur den Amphisbaenidae, Chamaeleontidae und Anniella. Die
+äußeren ~Nasenlöcher~ sind getrennt und meist in die Nähe der Augen
+gerückt. Das gewöhnlich unpaare Parietale besitzt fast stets ein
+Foramen parietale. Das Opisthoticum ist mit dem Exoccipitale laterale
+verschmolzen, der distale Fortsatz bildet mit dem Squamosum und
+Supratemporale die Stütze für das Quadratum. Das Supratemporale
+schiebt sich zwischen Parietale und dem mit dem Postfrontale
+(+ Postorbitale = Postorbitofrontale) den oberen Schläfenbogen
+bildende Squamosum ein. Zwischen Präfrontale und Lacrimale kann
+sich ein Supraorbitale einfügen. Der unpaare (selten doppelte: bei
+Amphibaena) Hinterhauptscondylus wird von Basioccipitale und den
+beiden Exoccipitalia lateralia gebildet. In der Nasenhöhle findet
+sich jederseits ein meist ansehnliches Septomaxillare (Concha). Die
+Unterkieferäste sind durch Sutur verbunden. Alle Eidechsen besitzen
+auf den Kiefern Zähne, seltener auf dem Palatinum, Pterygoid und
+Vomer; dieselben sind entweder spitz- oder stumpfkonisch, blattförmig,
+pfeilspitzenförmig mit gezackten oder zugeschärften vorderen und
+hinteren Rändern, zuweilen auch halbkugelig. Sie verwachsen meist im
+Alter an ihrer Basis vollständig mit dem anliegenden Knochen und sind
+entweder pleurodont oder acrodont. Die neuen Zähne entwickeln sich
+neben der Basis der alten auf der Innenseite.
+
+[Illustration: Fig. 342.
+
+Unterkiefer von ¡Iguana¡ mit pleurodonten Zähnen. (Nach ~Cuvier~.)
+¡d¡ Dentale, ¡op¡ Operculare (Spleniale), ¡ang¡ Angulare, ¡art¡
+Articulare, ¡s.ang¡ Supraangulare, ¡k¡ Coronoidfortsatz.]
+
+In der Regel sind die vier fünfzehigen Gliedmaßen entwickelt,
+zuweilen aber kann ein oder beide Paare reduziert werden oder
+gänzlich verschwinden (z. B. Anguis, Ophisaurus). Der Brustgürtel
+ist immer vorhanden, ein Sternum fehlt nur einigen Amphisbaenidae,
+die Clavicula und das T- oder [dagger]förmige Episternum fehlt nur
+den Chamaeleontidae und einigen fußlosen Formen. Die Scapula besteht
+aus zwei Stücken, einem ventralen mit dem Coracoid verschmolzenen,
+verknöcherten Abschnitt und einem dorsalen, meist knorpeligen,
+seltener verkalkten Teil.
+
+Die Knochen der Vorderextremität ähneln gewöhnlich den entsprechenden
+Elementen der Rhynchocephalen, doch findet sich im Humerus kein
+Foramen entepicondyloideum. Bei den fünfzehigen Formen zeigt der
+Carpus in der proximalen Reihe 3, in der distalen 5 kleine Knöchelchen
+auf. Der Daumen hat bei den lebenden Formen meist 2, der zweite 3,
+der dritte 4, der vierte 5 und der fünfte 3 Phalangen. Die letzten
+Zehenglieder tragen Krallen.
+
+Der Beckengürtel kann bei den fußlosen Formen stark reduziert werden,
+verschwindet indessen nie vollständig. Häufig ist ein knorpeliges oder
+verkalktes Epipubis vorhanden.
+
+Das Ilium gelenkt fast stets beweglich mit den knorpeligen Enden
+der Sacralrippen. Pubis und Ischium stoßen in der medianen Symphyse
+zusammen. Der Femur übertrifft den Humerus meist an Länge, Tibia und
+Fibula bleiben getrennt. Im Tarsus besteht die proximale Reihe aus
+zwei größeren Knöchelchen (dem tibialen Astragalus und dem fibularen
+Calcaneus); in der distalen Reihe findet sich häufig nur ein großes
+mit dem Calcaneus articulierendes Cuboideum IV und ein Tarsale III,
+die übrigen Tarsalia sind meist mit den Metatarsalia verschmolzen.
+Zahl der Phalangen an den fünf Zehen gewöhnlich 2, 3, 4, 5, 4.
+
+Die Eidechsen halten sich gegenwärtig hauptsächlich in den warmen und
+gemäßigten Zonen auf; man kennt über 1800 rezente Arten. Nach den
+Einteilungsprinzipien von ~M. Fürbringer~ und ~S. W. Williston~ läßt
+sich die Unterordnung der Lacertilier folgendermaßen gliedern in: 1.
+~Superfamilie~ ¡Platynota¡ (Familien: Varanidae, Dolichosauridae,
+Aigialosauridae). 2. ~Superfamilie~ ¡Mosasauria¡ (Familie
+Mosasauridae). 3. ~Superfamilie~ ¡Lacertilia vera¡ (Kionocrania).
+4. ~Superfamilie~ ¡Amphisbaenia¡. 5. ~Superfamilie~ ¡Chamaeleontia¡
+(Rhiptoglossa). Im Vergleich zu der großen Menge der lebenden
+Eidechsen gegenüber treten die ~fossilen Vertreter~ der ¿Lacertilia
+vera¿, ¿Amphisbaenia¿ und ¿Rhiptoglossa¿ relativ zurück:
+
+Eine auf einen nicht vollständig erhaltenen Schädel hin begründete
+Gattung ¡Paliguana¡ Broom, aus der ~südafrikanischen Trias~, wird von
+Broom zu den Iguaniden gestellt. Im obersten Jura (Tithon) von Cerin
+(Ain) findet sich ¡Euposaurus¡ Jourdan, welche zu den ~Anguiniden~
+gerechnet wird, während die systematische Stellung von ¡Macellodus¡
+Owen aus dem Purbeck unsicher scheint. Auch in der Kreide sind
+Lacertilier recht spärlich und meist infolge ihrer höchst ungenügenden
+Erhaltung im System schwankend. ¿Chamops¿ Marsh aus der ob. (Laramie)
+Kreide Nordamerikas dürfte vielleicht zu den ¡Teiidae¡ zu stellen
+sein. Im Eocän werden die Reste etwas häufiger, aus dem Untereocän von
+Wyoming werden an ¡Helodermatidae¡ (¡Thinosaurus¡), von ¡Anguinidae¡
+(¡Glyptosaurus¡, ¡Saniva¡, ¡Xestops¡), von ¡Iguanidae¡ (¡Iguanavus¡
+und ¡Chamaeleontidae¡ (¡Chamaeleo¡) genannt; in den obereocänen --
+bis miocänen Phosphoriten von Quercy und den obereocänen Mergeln
+von Apt in Frankreich finden sich Vertreter der ¡Agamidae¡ (Agama),
+¡Iguanidae¡ (Iguana) (Fig. 343), ¡Anguinidae¡ (¡Diploglossus¡,
+¡Propseudopus¡), ¡Helotermatidae¡ (¡Placosaurus¡), ¡Lacertidae¡
+(¡Lacerta¡), ¡Scincoidae¡ (¡Plestiodon¡) (Fig. 344) etc. Aus dem
+Oligocän von Nordamerika (Dakota) werden auch einige ¡Amphisbaenidae¡
+(¡Rhineura¡, ¡Aciprion¡, ¡Diacium¡, ¡Platyrachis¡ etc., Cope,
+¡Hyporhina¡ G. Baur) genannt.
+
+[Illustration: Fig. 343.
+
+¡Iguana europaea¡ Filhol. Phosphorit. Quercy. Dentale des Unterkiefers
+von außen und innen. (Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 344.
+
+¡Plestiodon Cadurcensis¡ Filhol. Phosphorit. Quercy. Unterkiefer von
+innen. (Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 345.
+
+¡Palaeovaranus Cayluxi¡ Filhol. Phosphorit. Labenque. Quercy.
+Oberkieferfragment. (Nat. Gr.)]
+
+Von Interesse ist, daß die jetzt auf die westliche Hemisphäre
+beschränkte Iguana auch im Tertiär von Europa auftritt. Die aus dem
+Miocän der Auvergne, der Braunkohle von Rott, den Süßwassermergeln
+von Steinheim, Haslach, Günzburg, Sansan und Colorado bekannten Reste
+gehören teils zu noch jetzt existierenden Gattungen oder gestatten
+keine genauere Feststellung ihrer systematischen Beziehungen. Das
+gleiche gilt für die aus pliocänen und pleistocänen Fundorten
+bekannten Formen.
+
+~Weit wichtiger sind die fossilen Vertreter der ¡Platynota¡ und
+¡Mosasauria¿:
+
+
+~Superfamilie~. #Platynota.#
+
+¡Terrestre, aber meist wasserliebende oder dem Wasserleben mehr oder
+weniger angepaßte procöle Lacertilia mit 7-13 Halswirbeln. Clavicula
+und Episternum wohl entwickelt.¡ Neocom bis jetzt.
+
+Von der 1. Familie der #Varanidae# finden sich die ältesten Vertreter
+(Palaeovaranus) (Fig. 345) in den obereocänen Phosphoriten von Quercy
+in Frankreich, ferner verdient eine Riesenform aus dem Pleistocän von
+Queensland, die eine Größe von 10 m erreicht haben soll, ¡Varanus¡
+(~Megalania~) ¡priscus¡ Owen, Beachtung.
+
+
+2. Familie. #Dolichosauridae.# ~Kramb. em. Nopcsa.~
+
+¡Wasserbewohnende Reptilien mit kleinem varanusähnlichem Kopf, langem,
+aus 13 Wirbeln bestehendem Hals, 26-27 Rumpf-, zwei Sacralwirbeln
+und einem aus über 60 Wirbeln zusammengesetztem mit kräftigen
+Hämapophysen versehenem Ruderschwanz. Rippen kurz, gleich lang. Keine
+Ventralrippen. Extremitäten reduziert. Ruderfüße. Vorderfuß etwa halb
+so lang als der hintere. Zähne pleurodont.¡ Untere bis Obere Kreide.
+
+Die hierher zu stellenden Formen sind kleine, dem Wasserleben
+angepaßte Lacertilia mit walzenförmig verlängertem, schlangenähnlichem
+Leib. Die Genera ¡Actaeosaurus¡ H. v. Meyer, ¡Adriosaurus¡ Seeley,
+¡Pontosaurus¡ G. Kramberger finden sich im Neocom von Dalmatien,
+¡Dolichosaurus¡ Owen, ? ¡Coniosaurus¡ Owen in der oberen Kreide
+Englands.
+
+
+3. Familie. #Aigialosauridae.# ~Kramb. em. Nopcsa.~
+
+¡Reptilien mit großem pythonomorphenartigem Schädel, kurzem, aus
+sieben Wirbeln bestehenden Hals, 21 Rückenwirbeln, zwei Sacralwirbeln
+und zahlreichen Schwanzwirbeln, Rippen lang und gebogen. Sechs
+Ventralrippen treten mit dem Sternum in Verbindung. Vorder- und
+Hinterfuß annähernd gleich groß und nur wenig reduziert.¡ Neocom.
+
+Die Aigialosauridae sind Küstenbewohner mit verhältnismäßig
+gedrungenem kurzen Rumpf; sie zeigen im Bau der Extremitäten bereits
+Anpassungserscheinungen an aquatische Lebensweise auf und erreichen
+eine Größe von 1-2-1/2 m. Ihr Schädel ähnelt ganz auffallend dem
+der Mosasauridae und unterscheidet sich eigentlich nur von diesem
+durch das Fehlen der Zähne auf dem Pterygoid. Sie nehmen eine
+Zwischenstellung ein zwischen den Varaniden und Mosasauridae,
+aus ihnen haben sich offenbar die letzteren entwickelt. Hierher
+gehören die Gattungen ¡Aigialosaurus¡ G. Kramberger, ¡Carsosaurus¡,
+¡Opetiosaurus¡ Kornhuber und ? ¡Mesoleptos¡ Cornaglia aus dem Neocom
+von Dalmatien.
+
+
+~Superfamilie~. #Mosasauria#.[92]
+
+
+Familie. #Mosasauridae# Gervais. (¡Pythonomorpha.¡)
+
+¡Große, langgestreckte, beschuppte Meersaurier mit paddelförmigen
+Extremitäten. Wirbel procöl. 7 Halswirbel. Halswirbel mit
+Hypapophysen. Ein Sacralwirbel. Schädel eidechsenartig. Nur der obere
+Schläfenbogen vorhanden. Nasalia zumeist mit den Prämaxillaria zu
+einem einzigen Knochen (Naso-Prämaxillare) verschmolzen. Quadratum
+groß, beweglich, durchbohrt. Ein Foramen parietale im unpaaren
+Parietale. Augen mit Scleroticaring. Unterkieferäste in der Symphyse
+durch Ligament verbunden, außerdem jeder Ast ungefähr in der Mitte
+durch gegenseitige Gelenkung der einzelnen Elemente beweglich
+gemacht. Zähne groß, konisch auf den Kiefern und den Pterygoidea,
+in Gruben stehend und mit den angrenzenden Knochen verwachsen.
+Brust- und Beckengürtel entwickelt. Extremitätenknochen kurz, mit
+5 aus schlanken, öfters überzähligen Phalangen zusammengesetzten,
+krallenlosen Fingern.¡ Obere Kreide. Marin.
+
+Die ¡Mosasauridae¡ sind eine völlig dem Leben im Meer angepaßte
+Gruppe langgestreckter, meist großer, ähnlich ¡Varanus¡ beschuppter
+Reptilien, die nach den Untersuchungen durch ~L. Dollo~ zumeist
+Oberflächenschwimmer (¡Mosasaurus¡), seltener Tauchtiere
+(¡Plioplatecarpus¡) gewesen sein mögen.
+
+[Illustration: Fig. 346.
+
+¡A¡ ¡Clidastes velox¡ Marsh, ca. 1/5 nat. Gr., Schädel von der
+Seite, ¡B¡ ¡Tylosaurus proriger¡ ~Cope~, ca. 1/7 nat. Gr., von
+oben, ¡C¡ von unten. Ob. Kreide von Kansas. (N. ~Williston~.) ¡Na¡
+Nasenöffnung, ¡O¡ Augenöffnung, ¡S¡ Schläfenloch, ¡Pmx¡ Prämaxillare,
+¡Mx¡ Maxillare, ¡F¡ Frontale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡Ptf¡ Postorbitale
+(Postorbitofrontale), ¡P¡ Parietale mit Foramen, ¡So¡ Supraoccipitale,
+¡L¡ Lacrimale, ¡J¡ Jugale, ¡St¡ Supratemporale, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Q¡
+Quadratum, ¡Pro¡ Prooticum, ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡Bs¡ Basisphenoid,
+¡Pt¡ Pterygoid (das Epipterygoid ist nicht erhalten!), ¡Tr¡
+Transversum, ¡Pa¡ Palatin, ¡V¡ Vomer, ¡D¡ Dentale, ¡Ag¡ Angulare, ¡Sp¡
+Spleniale, ¡C¡ Complementare, ¡A¡ Articulare.]
+
+Wie bei den Ichthyosauriern erscheint auch hier der lange Schwanz
+in der Hauptsache als der eigentliche Locomotionsapparat. Den
+Feststellungen von ~L. Dollo~, ~Kramberger~, ~Nopcsa~, ~Williston~
+u. a. zufolge stammen die ¡Mosasauridae¡ von den ¡Aigialosauridae¡,
+die ihrerseits zu landbewohnenden Lacertiliern überführen. Ihre
+Reste, deren kräftige Bezahnung auf gefährliche Raubtiere schließen
+läßt, finden sich in der marinen Oberkreide von Neuseeland, Nord- und
+Südamerika und Europa.
+
+Die ersten ¿Mosasauridae¿ wurden in der obersten Kreide von Maestricht
+gefunden (1780) und anfänglich für Cetaceen oder Krokodile gehalten.
+Erst ~Cuvier~ erkannte die große Übereinstimmung des Schädels mit der
+Eidechsengattung ¡Varanus¡.
+
+[Illustration: Fig. 347.
+
+¡Platecarpus coryphaeus¡ Cope. Ob. Kreide. Kansas. Von hinten
+(nach ~Williston~). 1/6 nat. Gr. ¡Eo¡ Exoccipitale laterale, ¡Pro¡
+Prooticum, ¡Co¡ Columella (Stapes), ¡So¡ Supraoccipitale; übrige
+Bezeichnungen wie früher.]
+
+[Illustration: Fig. 348.
+
+Quadratbein von ¡Mosasaurus Camperi¡ H. v. Meyer. ¡A¡ von innen, ¡B¡
+von außen. 1/4 nat. Gr. (Nach ~R. Owen~.)
+
+¡m¡ Oberrand, ¡n¡ Unterrand, ¡l¡ Meatus auditorius, ¡k¡
+Stapedialgrube, ¡al¡ flügelartiger Fortsatz des Oberrandes.]
+
+[Illustration: Fig. 349.
+
+Quadratbein von ¡Clidastes propython¡ Cope, von außen. 2/3 nat. Gr.
+(Nach ~Cope~.)
+
+¡m¡ Oberrand, ¡n¡ Unterrand, ¡l¡ Meatus auditorius, ¡k¡
+Stapedialgrube, ¡al¡ flügelartiger Fortsatz des Oberrandes.]
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 346 u. 347) weicht nicht erheblich von dem der
+Eidechsen, namentlich von ¡Varanus¡ ab. Parietale und Frontale
+sind ebenso wie das Prämaxillare unpaar. Selbständige Nasalia sind
+in der Regel nicht entwickelt. Die oberen Schläfenlöcher werden
+außen von den meist mit dem Postfrontale vereinigten Postorbitale
+(Postorbitofrontale) und dem Squamosum und Supratemporale -- welches
+Element zwischen Parietale und Squamosum eingeschaltet liegt --
+innen vom Parietale begrenzt. Das Jugale vereinigt sich mit einem
+absteigenden Ast des Postorbitale und umrahmt mit Lacrimale und
+dem ansehnlichen Präfrontale die großen, in der Regel seitlichen,
+von einem Scleroticaring eingefaßten Augen. Das Prooticum ist wohl
+entwickelt, während das Opisthoticum mit dem Exoccipitale verschmilzt.
+Das Quadratbein hat ansehnliche Größe, ist beweglich mit dem
+Squamosum und Supratemporale verbunden und für den Gehörgang (meatus
+auditorius) entweder gefenstert oder eingebuchtet. Das Quadratum
+(Fig. 348 u. 349) variiert erheblich bei den verschiedenen Gattungen
+und liefert gut systematische Merkmale. Neben der verknöcherten
+Columella (Stapes) kann auch noch eine teilweise oder vollständige
+ossificierte Extracolumella und ein calcifiziertes Trommelfell
+(operculum tympanicum) (Plioplatecarpus) auftreten. Das Transversum
+ist in der Regel klein, das Epipterygoid schlank. Die beiden Äste
+des Unterkiefers sind vorne nur durch Ligament verbunden, außerdem
+ist jeder Unterkieferast ungefähr in der Mitte durch eine quere,
+gegenseitige gelenkige Verbindung von Dentale und Supraangulare, und
+Operculare und Angulare beweglich gemacht, wodurch dem Rachen das
+Verschlingen größerer Bissen erleichtert wird.
+
+Ansehnlich große, spitzkonische Zähne stehen in einer Reihe auf den
+Kiefern und den Pterygoidea. Ihre glänzende, mit Schmelz bedeckte
+Krone ist meist vorn und hinten zugeschärft oder durch mehrere Kanten
+facettiert. Alle Zähne stehen in seichten Alveolen und sind mit den
+angrenzenden Knochen fest verwachsen. Die Ersatzzähne entwickeln sich
+auf der Innenseite der funktionierenden Zähne, um diese allmählich
+durch Druck zu verdrängen.
+
+In der Wirbelsäule (Fig. 350 u. 351) zählt man bis zu 130 und mehr
+Wirbel, welche sich als Hals-, Rücken- und Schwanzwirbel unterscheiden
+lassen. Die oberen Bögen sind fest mit den procölen Wirbelkörpern
+verschmolzen, die Dornfortsätze mäßig hoch, zuweilen aber in der
+hinteren Schwanzregion relativ ziemlich verlängert. Die Querfortsätze
+der präsacralen Wirbel sind kurz und dick, sie tragen ~einköpfige
+Rippen~, die der Schwanzwirbel erscheinen verlängert, ohne Rippen zu
+tragen. Die Zygapophysen sind in der Hals- und vorderen Rückengegend
+gut entwickelt, um nach rückwärts schwächer zu werden und in der
+Schwanzregion zuweilen völlig zu verschwinden. Zuweilen kommt zu
+denselben noch die bei den Schlangen und verschiedenen Eidechsen
+bekannte Verbindung der Wirbel durch Zygosphen und Zygantrum hinzu.
+Der Atlas besteht aus einem keilförmigen ventralen Mittelstück
+(Intercentrum, Hypapophyse), zwei seitlichen Bogenstücken und dem
+als Zentrum gedeuteten Zahnfortsatz (Processus odontoideus) des
+Epistropheus. Zwischen diesem und dem Atlas befindet sich ein
+zweites Intercentrum. Der Epistropheus und die folgenden fünf
+~Halswirbel~ besitzen ungewöhnlich große und verlängerte, mit dem
+Wirbelkörper verschmolzene Hypapophysen welche, ventral abgestutzt,
+mit einem freien, zapfenartigen Fortsatz (Epiphyse) gelenken, welcher
+das Intercentrum repräsentieren dürfte. Am letzten Halswirbel
+vermissen wir diesen Fortsatz. Mit Ausnahme der ersten auf den
+einen Sacralwirbel folgenden Wirbel (Pygalwirbel) besitzen alle
+Schwanzwirbel Y-förmige Hämapophysen (chevron bones), welche mit den
+zugehörigen Wirbelkörpern gelenken.
+
+[Illustration: Fig. 350.
+
+Restauriertes Skelett von ¡Platecarpus¡. Ca. 1/35 nat. Gr. (Nach
+~Merriam~.)]
+
+[Illustration: Fig. 351.
+
+¡Clidastes stenops¡ Cope. Halswirbel ¡A¡ von der Seite, ¡B¡ von
+vorn, ¡c¡ Zentrum, ¡sp¡ Dornfortsatz, ¡d¡ Querfortsatz, ¡prz¡
+Präzygapophyse, ¡hy¡ Hypapophyse, ¡h¡ zapfenartiges Endstück der
+Hypapophyse. 1/2 nat. Gr. (Nach ~Cope~.)]
+
+Im Brustgürtel (Fig. 352) zeichnet sich das ~Coracoid~ durch
+ansehnliche Größe aus; das verdickte Gelenkende zeigt zwei Facetten
+auf, während der gegenüberliegende flachere Innenrand bogenförmig
+und häufig mit einem tiefen Einschnitt versehen ist. Außerdem findet
+sich noch ein kleines Foramen supracoracoideum. Hinten grenzen
+die Coracoidea an das ~Sternum~ an, welches wahrscheinlich nicht
+verknöcherte, sondern ebenso wie die mit ihm in Verbindung tretenden
+Sternalrippen aus verkalktem Knorpel bestand. Die ~Scapula~ ist jener
+der Rhynchocephalen ähnlich. Zuweilen findet sich ein spanförmiges
+~Episternum~. ~Claviculae~ sind bis jetzt noch nicht nachgewiesen. Der
+~Humerus~ ist sehr kurz, gedrungen und an beiden Enden verbreitert und
+distal mit zwei Facetten für die gleichfalls sehr kurzen, getrennten
+~Vorderarmknochen~ versehen. Die Carpalia schwanken in der Zahl
+zwischen 7 (in zwei Reihen) bei Clidastes etc. und 1-2 rudimentären
+Knöchelchen bei Tylosaurus. Die fünf Metacarpalia tragen die aus einer
+wechselnden Anzahl von Gliedern zusammengesetzten Finger.
+
+[Illustration: Fig. 352.
+
+Brustgürtel von ¡Clidastes velox¡ Marsh. Von oben gesehen. 1/5 nat.
+Gr. (Nach ~Marsh~.) ¡c¡ Coracoideum, ¡sc¡ Scapula, ¡h¡ Humerus, ¡r¡
+Radius, ¡u¡ Ulna, ¡mc¡ Metacarpus, ¡I¡ erster, ¡V¡ fünfter Finger.]
+
+[Illustration: Fig. 353.
+
+¡Platecarpus simus¡ Marsh sp. Ob. Kreide. Smoky Hill, Kansas.
+Beckengürtel und Hinterextremitäten. ¡il¡ Ileum, ¡pb¡ Pubis, ¡is¡
+Ischium, ¡f¡ Femur, ¡t¡ Tibia, ¡f'¡ Fibula, ¡mt¡ Metatarsus, ¡I¡
+erste, ¡V¡ fünfte Zehe. 1/12 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+Der Beckengürtel (Fig. 353) ist schwächer als der Brustgürtel. Das
+Ilium ist ein stabförmiger Knochen, sein Oberrand war entweder frei
+oder durch lockeres Ligament leicht mit dem einen Sacralwirbel
+verbunden, Ischium und Pubis erinnern an Eidechsen. Femur, Tibia und
+Fibula ähneln den homologen Knochen der Vorderextremität, bleiben aber
+schmäler und schlanker. Am Tarsus sind 1-3 Knöchelchen beobachtet. Die
+4 oder 5 Zehen sind auf gleiche Weise wie die Finger zusammengesetzt.
+Im allgemeinen übertreffen die Vorderextremitäten die hinteren an
+Länge.
+
+¿Mosasaurus¿ Conyb. (¡Leiodon¡ Owen) (Fig. 348, 354, 356). Schädel
+1,2 m, Körper über 12 m lang. Rumpf langgestreckt. Wirbel ohne
+Zygosphen-Zygantrum. Über 130 Wirbel, davon 46 präsacral (7 Hals-,
+39 Rückenwirbel). Nasalia nicht mit den Prämaxillaria verschmolzen.
+Die mächtigen Zähne (auf dem Oberkiefer 14, auf dem Pterygoid 8)
+vorne und hinten kantig begrenzt. Quadratum klein, oben mit kurzem
+Fortsatz. Hinterextremität mit 4 Zehen. Höchstzahl der Phalangen 6.
+Tarsus und Carpus vollständig verknöchert. Chevrons der Schwanzwirbel
+mit den Wirbeln verwachsen. ? Cenoman. Neuseeland. Ober-Turon. Senon
+von Maestricht (Holland), Belgien, Norddeutschland, Frankreich,
+Norditalien[93] und Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 354.
+
+¡Mosasaurus Camperi¡ H. v. Meyer. Oberste Kreide. Petersberg bei
+Maestricht. Schädel im Brüsseler Museum, von der Seite. Ca. 1/12 nat.
+Gr. (Nach ~Dollo~.)]
+
+¿Clidastes¿ Cope (¡Edestosaurus¡ Marsh) (Fig. 346 A, 349, 351, 352).
+Schädel 40-70 cm lang, schmal, niedrig. Zähne, facettiert auf der
+Außen-, glatt auf der Innenseite, oder auf beiden Seiten glatt.
+Dentale mit ca. 17 Zähnen. Maxillare mit 15, Pterygoid mit 12-15.
+Präsacralwirbel ca. 43. Wirbel mit Zygosphen-Zygantrum. Dornfortsätze
+in der hinteren Schwanzregion verlängert. Chevrons und Extremitäten
+wie bei ¡Mosasaurus¡. Oberes Turon. Unteres Senon. Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 355.
+
+¡Platecarpus coryphaeus¡ Cope. Obere Kreide. Logan County Kansas.
+Schädel von oben und von der Seite. 1/7 nat. Gr. (Nach ~Merriam~.)
+¡Qj¡ Squamosum, ¡Sq¡ Supratemporale, ¡op¡ Spleniale, ¡Sang.¡
+Supraangulare, ¡K¡ Komplementare, ¡An¡ Angulare, ¡D¡ Dentale.]
+
+[Illustration: Fig. 356.
+
+Schädel von ¡Mosasaurus¡ (¡Liodon¡) restauriert (nach ~Owen~),
+von oben. ¡A¡ Augenhöhle, ¡S¡ Schläfenloch, ¡N¡ Nasenloch, ¡Pa¡
+Scheitelbein, ¡Fr¡ Stirnbein, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡Ptf¡ Postfrontale,
+¡La¡ Lacrimale, ¡Ju¡ Jochbein, ¡Mx¡ Oberkiefer, ¡Pmx¡ Zwischenkiefer,
+¡Na¡ Nasenbein, ¡St¡ Supratemporale, ¡Qu¡ Quadratbein, ¡Sq¡ Squamosum,
+¡Bo¡ Basioccipitale.]
+
+¿Platecarpus¿ Cope (¡Lestosaurus¡ Marsh) (Fig. 347, 350, 353,
+355). Körperlänge ca. 5 m, von welcher auf den Schädel 1/8 fällt.
+Scheitelloch groß, am Vorderrand des Parietale, Augen seitlich.
+Quadratum groß, oben mit langem Fortsatz. Öffnung für den Meatus
+auditorius groß, nicht vollständig umschlossen. Zähne schlank und
+leicht rückwärts gekrümmt, auf der Außenseite facettiert, auf der
+Innenseite gestreift. Rumpf gedrungen. Höchstens 30-32 präsacrale
+Wirbel (nach Williston 7 Halswirbel, 23 Rückenwirbel). Zygosphen
+rudimentär. Coracoid medial mit Ausschnitt. Episternum vorhanden. 4
+Carpalia und 3 Tarsalia. Hinterextremität fünfzehig. Chevrons groß,
+locker gelenkend. Häufig im oberen Turon und Untersenon von Kansas,
+Wyoming, Colorado, North Dakota, Texas und Frankreich.
+
+¿Holosaurus¿ Marsh. Ähnlich dem vorigen Genus, vielleicht ident nur
+Coracoidea medial ohne Ausschnitt. Obere Kreide. Kansas.
+
+¿Sironectes¿ Cope. Obere Kreide. Kansas.
+
+¿Plioplatecarpus¿ Dollo (¡Oterognathus¡, ¡Phosphorosaurus¡ Dollo).
+Ähnlich Platecarpus. Bezahnung reduziert, Augen nach oben gerichtet.
+Extracolumella verknöchert. Trommelfell calcifiziert. Foramen
+parietale sehr groß. Basioccipitale mit medianem Kanal. 38 präsacrale
+Wirbel. Senon. Maestricht und Belgien.
+
+? ¡Iserosaurus¡, ¡Hunosaurus¡ Fritsch. Turon. Böhmen.
+
+¿Prognathosaurus¿ Dollo. Schädel ca. 0,6 m lang. Pterygoidea fast
+ebenso groß wie die Maxillaria und mit sehr kräftigen Zähnen.
+Quadratum mit großem oberen Fortsatz, der sich mit einem von unten
+aufsteigenden Fortsatz vereinigt. Chevrons frei. Senon. Belgien.
+
+¿Brachysaurus¿ Williston. Ähnlich ¡Prognathosaurus¡, aber die Chevrons
+mit den zugehörigen Wirbelcentra verschmolzen. Obere Kreide. S. Dakota.
+
+¿Baptosaurus¿ Marsh. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Taniwhasaurus¿ Hektor. Verwandt mit Platecarpus. Cenoman. Neuseeland.
+
+¿Tylosaurus¿ Marsh (¡Liodon¡ Cope, ¡Macrosaurus¡ Owen, ¡Rhinosaurus¡
+Marsh). (Fig. 346 B). Schädel 70 cm bis 1,20 m. Skelett bis 8-1/2
+m lang. Zwischenkiefer schnabelartig verlängert; Quadratum dick,
+mit kurzem oberen Fortsatz. Maxillare mit ca. 13 Zähnen. Rumpf
+gedrungen. 7 Halswirbel, 22-23 Rückenwirbel. Kein Zygosphen. Über 70
+Schwanzwirbel. Chevrons leicht gelenkend. Coracoid ohne Einschnitt.
+Ein oder zwei Carpalia und Tarsalia vorhanden. Hinterextremität
+fünfzehig. Zahlreiche Phalangen. Oberes Turon. Unteres Senon.
+Nordamerika.
+
+¿Hainosaurus¿ Dollo. Schädel bis über 1,50 m lang. Prämaxillare
+schnabelartig verlängert. Zähne verschiedenartig. Weniger Phalangen
+als bei ¡Tylosaurus¡. Paddeln relativ größer. Femur länger als der
+Humerus. Oberes Turon. Oberes Senon. Belgien.
+
+
+Anhang. #Paterosauridae.#[94]
+
+¡Schädel solid verknöchert, langgestreckt, schmal, Lacertilier
+ähnlich mit unbeweglichem, nach vorne gerichtetem Quadratum. Foramen
+parietale fehlt. Hinterhaupt mit dreiteiliger, von Basioccipitale
+und Exoccipitale lateralia gebildeter Gelenkung. Interorbitalseptum
+verknöchert. Seitliche Schläfenlücke und Orbitalöffnung nicht
+voneinander durch eine knöcherne Spange getrennt. Erstere unten nicht
+knöchern begrenzt. Basioccipitale und Basisphenoid ähnlich wie bei
+Amphisbaena als breite Platten entwickelt. Unterkiefer sehr kurz,
+nicht zwei Drittel der Schädellänge betragend. Zähne gleichmäßig groß,
+spitz. Auf dem Vomer eine zweite Zahnreihe. Zwischen den Unterkiefern
+Hautverknöcherungen (Jugularplatten). Ein Paar verknöcherter
+Ceratobranchialia und drei Paar ebensolcher Epibranchialia. Körper
+langgestreckt. Wirbel amphicöl mit persistierender Chorda, oberer
+Bogen nicht mit Wirbelkörpern verwachsen und dorsal noch durch eine
+Sutur getrennt. Intercentra fehlen. Rippen lang, einköpfig.¡ Perm.
+Texas. Illinois.
+
+Die einzige hierhergehörige, mit den genannten Merkmalen aus
+gestattete Form ist ¿Lysorophus¿ Cope (Fig. 357) aus dem
+nordamerikanischen Perm. Mit der einspringenden Gelenkung des
+Hinterhauptes stand wahrscheinlich noch Knorpel in Verbindung.
+Extremitäten sehr klein. Bei seinem wurmförmigen Körper dürfte
+¡Lysorophus¡ ähnlich ¡Amphisbaena¡ ein unterirdisches, grabendes Leben
+geführt haben. Die systematische Stellung ist noch umstritten. S.
+Williston und Case stellen die Form zu den Urodelen.
+
+[Illustration: Fig. 357.
+
+¡Lysorophus tricarinatus¡ Cope. Perm. Texas. ¡A¡ von der Seite, n.
+~Case~. ¡B¡ von hinten, n. ~Broili~. ¡So¡ Supraoccipitale, ¡Exo¡
+Exoccipitale laterale, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Q¡ Quadratum, ¡L¡ Lacrimale,
+¡N¡ Nasenöffnung, ¡Osp¡ Interorbitalseptum (sonstige Bezeichnungen wie
+früher), ¡Bo¡ Basioccipitale.]
+
+
+2. Unterordnung. #Ophidia.# ~Schlangen.~[95]
+
+¡Körper mit Hornschuppen, stark verlängert, ohne Brustgürtel, fußlos.
+Parietale ohne Foramen. Wirbel procöl mit Zygosphen und Zygantrum; die
+vorderen mit starken ungegliederten Hypapophysen. Temporalbögen und
+Epipterygoid fehlen. Quadratbein ebenso wie Pterygoid, Maxillare und
+Palatinum beweglich und lose mit dem Schädel verbunden; Zwischenkiefer
+sehr klein; Unterkieferäste in der Symphyse durch Ligament verbunden.¡
+? Kreide. Eocän bis jetzt.
+
+Das Skelett besteht nur aus Schädel und Wirbelsäule mit ihren
+Anhängen. Brustgürtel und Vorderextremität fehlen stets, vom
+Beckengürtel und der Hinterextremität finden sich nur Rudimente
+(z. B. Boiden, Opoterodonten). Die Zahl der ~Wirbel~ ist eine sehr
+beträchtliche (zuweilen mehr als 400); sie sind procöl, hinten mit
+halbkugeligen Gelenkflächen versehen, und sowohl durch diese, als
+auch durch Zygapophysen, sowie durch Zygosphen und Zygantrum sehr
+fest miteinander verbunden, die oberen Bögen stets vollständig mit
+dem Centrum verschmolzen. Die vordersten (bis ca. 30) besitzen
+ungegliederte Hypapophysen auf der Unterseite (Fig. 358); die
+Querfortsätze sind kurz, knotig. Die langen, gebogenen, häufig
+hohlen Rippen, welche schon am dritten Wirbel beginnen, sind in der
+Schwanzregion durch verlängerte Querfortsätze ersetzt. Sie sind
+einköpfig und äußerst beweglich. Untere Bögen (Hämapophysen oder
+Chevrons bones) fehlen den Schlangen, dagegen vertreten deren Stelle
+kräftige absteigende Fortsätze der Diapophysen (Fig. 359).
+
+Der Schädel (Fig. 360) unterscheidet sich von dem der Lacertilier
+durch die solide Verknöcherung der Schädelkapsel -- was durch die
+Verschmelzung des Prooticums mit dem unpaaren Parietale und dadurch,
+daß die stark abgebogenen Seitenränder des letzteren und der paarigen
+Frontalia sich bis zum Basisphenoid erstrecken, erreicht wird, --
+ferner durch den Mangel der Schläfenbögen und des Epipterygoids sowie
+die geringe Entwicklung des Prämaxillare. Das große Quadratum und
+meist auch das Squamosum sind in der Regel beweglich mit dem Schädel
+verbunden, ferner zeigt das meist bezahnte Pterygoid wie Maxillare
+und Palatin, die durch ein langgestrecktes Transversum in Verbindung
+stehen, ebenso wie die in der Symphyse durch Ligament verknüpften
+Unterkieferäste große Verschiebbarkeit. Die Schädelknochen sind
+derb, fast elfenbeinartig und durch glatte Nähte verbunden, die
+Exoccipitalia mit den Opisthotica verwachsen.
+
+[Illustration: Fig. 358.
+
+Die 6 vordersten Wirbel von ¡Python bivittatus¡. Nat. Gr. (Nach
+~d'Alton~.) ¡a¡ Atlas, ¡ep¡ Epistropheus, ¡hyp¡ Hypapophysen, ¡r¡
+Rippen, ¡sp¡ Dornfortsätze.]
+
+[Illustration: Fig. 359.
+
+Ein Schwanzwirbel von ¡Python bivittatus¡ von hinten. ¡c¡ Gelenkkopf
+des Zentrum, ¡za¡ Zygantrum, ¡d¡ Querfortsatz mit absteigendem Ast
+(¡d'¡).]
+
+[Illustration: Fig. 360.
+
+Schädel der Klapperschlange (¡Crotalus horridus¡). (Nach ~Claus~.)
+¡Ocb¡ Basioccipitale, ¡Ocl¡ Exoccipitale laterale, ¡Osc¡
+Supraoccipitale, ¡Pr¡ Prooticum, ¡Bs¡ Basisphenoid, ¡Sq¡ Squamosum,
+¡P¡ Parietale, ¡F¡ Frontale, ¡Pf¡ Postfrontale, ¡Prf¡ Präfrontale,
+¡Et¡ Ethmoideum, ¡N¡ Nasale, ¡Qu¡ Quadratum, ¡Pt¡ Pterygoideum, ¡Pl¡
+Palatinum, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Tr¡ Transversum, ¡D¡
+Dentale, ¡Art¡ Articulare des Unterkiefers.]
+
+Die spitzkonischen, nach hinten gekrümmten, acrodonten ~Zähne~ können
+auf Oberkiefer, Zwischenkiefer, Palatina und Pterygoid und dem Dentale
+des Unterkiefers stehen. Sie fehlen zuweilen (¡Uropeltis¡ etc.) auf
+den Palatina, sehr häufig auf den rudimentären Zwischenkiefern,
+selten sind sie nur auf dem Oberkiefer bzw. Unterkiefer beschränkt.
+(Opoterodonten.) Bei den Giftschlangen sind einzelne der vorderen
+Maxillarzähne mit einem inneren Kanal versehen, welcher an der
+Zahnspitze mit einer schlitzförmigen Öffnung endigt oder sie sind mit
+einer Längsfurche ausgestattet.
+
+Die Bewegung der Schlangen erfolgt hauptsächlich durch seitliche
+Krümmung der Wirbelsäule, sowie durch die mit den Wirbeln gelenkig
+verbundenen Rippen, die vor- und zurückgeschoben werden können und so
+die Bewegung des Körpers unterstützen.
+
+Die Schlangen sind vorzugsweise in den wärmeren Zonen verbreitet
+und größtenteils Landbewohner. Man unterscheidet etwa 400 lebende
+Gattungen mit nahezu 1800 Arten. Im Vergleich damit haben die
+spärlichen fossilen Vertreter -- die aus der Kreide beschriebenen
+Reste sind alle mehr oder weniger problematisch, vielleicht mit
+Ausnahme der Gattung ¡Symoliophis¡ Sauvage aus dem Cenoman von der
+Charente und von Portugal -- welche aus tertiären oder diluvialen
+Ablagerungen stammen, nur geringe Bedeutung; auch lassen die
+überlieferten Reste meist nur unbedeutende Abweichungen von recenten
+Formen erkennen. Da von der Mehrzahl der fossilen Arten nur Wirbel
+bekannt sind, so bleibt die zoologische Bestimmung in manchen Fällen
+ziemlich zweifelhaft.
+
+Ganze Skelette wurden bis jetzt nur im Eocän des Monte Bolca bei
+Verona, im miocänen Süßwasserkalk von Oeningen und Euböa und in der
+Braunkohle von Rott im Siebengebirge aufgefunden. Die überwiegende
+Mehrzahl der fossilen Reste gehört zu den giftlosen Schlangen.
+
+Im älteren Tertiär von England und Cuise la Mothe, ferner in Belgien
+finden sich Wirbel von großen Pythoniden (¡Palaeophis¡ Owen), im
+Eocän von New Jersey eine vikarierende Gattung (? = ¡Palaeophis¡,
+¡Titanophis¡ Marsh), im Mitteleocän des Fayum in Ägypten neben
+anderen unvollständigen Schlangenresten und im Eocän von Alabama die
+¡Palaeophis¡ nahe stehende Gattung ¡Pterosphenus¡ Lucas. Aus der
+obersten Kreide (? Tertiär) Patagoniens beschreibt A. S. Woodward eine
+¡Ilysia¡ nahestehende Gattung: ¡Dinilysia¡. Die eocänen Ablagerungen
+von Neu-Mexiko liefern ¡Helagris¡ Cope, die von Wyoming ¡Boavus¡,
+¡Lithophis¡ und ¡Limnophis¡ Marsh. Im Eocän des Monte Bolca tritt eine
+hochspezialisierte Wasserschlange ¡Archaeophis¡ Mass. em. Janensch
+auf. Die Phosphorite von Quercy und die eocänen Ablagerungen in der
+Schweiz, im Pariser Becken und in England enthalten ¡Palaeopython¡
+(Fig. 361) ¡Paleryx¡ Owen und ¡Scytalophis¡ Rochbr.
+
+[Illustration: Fig. 361.
+
+¡Palaeopython Cadurcensis¡ Filhol sp. Ob. Eocän (Phosphorit). Escamps.
+Quercy. Wirbel in nat. Gr. ¡a¡ von vorn, ¡b¡ von der Seite, ¡c¡ von
+unten, ¡d¡ von hinten. (¡c¡ Gelenkkopf des Zentrum, ¡sp¡ Dornfortsatz,
+¡d¡ Querfortsatz (Diapophyse), ¡z¡ Zygapophyse, ¡zsp¡ Zygosphen, ¡za¡
+Zygantrum.)]
+
+Unter den miocänen Schlangen zeichnet sich das stattliche
+Skelettfragment von ¡Heteropython Euboeicus¡ Roem. von Kumi auf
+Euböa durch treffliche Erhaltung aus; verschiedene Gattungen,
+namentlich Colubriden (¡Elaphis¡) und Eryciden sind aus dem miocänen
+Süsswasserkalk von Oeningen, Steinheim, Mosbach-Biebrich (¡Provipera¡
+Kink., älteste Giftschlange), Günzburg, Haeder, Sansan, der Touraine
+u. a. O., sowie aus der intermiocänen Braunkohle von Rott und dem
+Süßwasserkalk von Weisenau bei Mainz und Ulm beschrieben. Im Miocän
+von Colorado und Oregon kommen mehrere ¡Erycidae¡ und eine ¡Crotalide¡
+vor. Die pleistocänen Schlangenreste gehören zu noch jetzt lebenden
+Gattungen.
+
+
+4. Ordnung. #Ichthyosauria.# ~Fischsaurier.~[96]
+
+~Marine, langgeschwänzte, nackthäutige Reptilien mit fischartigem
+Körper ohne ausgebildeten Hals. Extremitäten paddelförmig, zuweilen
+mit mehr als 5 Phalangenreihen, von Schwimmhaut umgeben. Der schmale,
+hohe Schädel mit stark verlängerter, zugespitzter Schnauze; die
+seitlichen meist großen Augen mit Scleroticaring. Die kleinen
+Nasenlöcher getrennt vor den Augen liegend. Ein Paar großer oberer
+Schläfenöffnungen. Außer dem hier zwischen Parietalia und Frontalia
+austretenden ansehnlichen Foramen parietale, im Basisphenoid (bei
+Ichthyosaurus, Ophthalmosaurus) ein Hypophysenloch. Quadratbein
+fest mit dem Schädel verbunden. Zähne spitzkonisch, gewöhnlich in
+gemeinsamen Alveolarrinnen auf dem sehr langen Prämaxillare, Maxillare
+und Dentale eingefügt, zuweilen in der Zahl reduziert. Wirbel
+zahlreich, sehr kurz, tief amphicöl. Bauchrippen vorhanden. Sternum
+nicht verknöchert. Schultergürtel aus dem T-förmigen Episternum, den
+Coracoidea, Scapulae und Claviculae zusammengesetzt. Nackthäutig.~
+Marin. Trias bis Kreide.
+
+Die nackthäutigen marinen Ichthyosaurier entfernen sich durch ihren
+zugespitzten, delphinähnlichen Kopf, durch ihren fischartigen Körper
+mit seinen kurzen amphicölen Wirbeln, durch ihre paddelförmigen aus
+Reihen polygonaler Knochenplättchen zusammengesetzten Extremitäten am
+weitesten von allen jetzt lebenden Reptilien; sie verhalten sich in
+bezug auf Körperformen, Extremitätenbildung und Lebensweise zu den
+typischen Reptilien wie die Cetaceen zu den übrigen Säugetieren und
+nehmen wie jene eine ganz isolierte Stellung ein. Die ~gestreckten
+Vorderarmknochen der älteren triadischen Formen~ (¡Mixosaurus¡ etc.),
+die relativ noch nicht in so hohem Grade dem Wasserleben angepaßt
+erscheinen wie die entsprechenden stark verkürzten plattenähnlichen
+Elemente der geologisch jüngeren Ichthyosaurier, sprechen für eine
+~Abstammung von landbewohnenden Vorfahren~.
+
+Daß die Ichthyosaurier durch Lungen atmeten, geht aus der Abwesenheit
+von Kiemenbögen und aus der Form der Zungenbeine hervor. Auch über
+Fortpflanzung und Ernährung geben günstige Funde sicheren Aufschluß.
+Die in den Leibern von Ichthyosauriern verschiedentlich aufgefundenen
+Jungen lassen darauf schließen, daß sie vivipare Tiere waren, oder daß
+die Jungen bei oder kurz nach der Geburt die Eihüllen zerrissen. Nach
+den Darlegungen Brancas scheinen andere Jungen von den Muttertieren
+gefressen worden zu sein, außerdem finden sich im Mageninhalt der
+äußerst gefräßigen Tiere Reste von Sepien, Belemniten sowie zahlreiche
+Gräten und Fischschuppen.
+
+[Illustration: Fig. 362.
+
+Schädel von ¡Ichthyosaurus longifrons¡ Owen. (Nach ~E.
+Deslongchamps~.) Ob. Lias. Curcy, Calvados. 1/2 nat. Gr. ¡A¡ Auge,
+¡Scl¡ Scleroticaring, ¡S¡ Schläfenloch, ¡N¡ Nasenloch, ¡Pa¡ Parietale,
+¡Sq¡ Squamosum, ¡Fr¡ Frontale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Prf¡ Präfrontale,
+¡La¡ Lacrimale, ¡J¡ Jugale, ¡Por¡ Postorbitale, ¡Qj¡ Quadratjugale,
+¡St¡ Supratemporale, ¡Na¡ Nasale, ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare,
+¡Md¡ Unterkiefer (¡d¡ Dentale, ¡op¡ Operculare, ¡ang¡ angulare, ¡k¡
+supraangulare).]
+
+Der mit einer langen delphinartigen Schnauze ausgestattete ~Schädel~
+(Fig. 362) zeichnet sich durch große bis riesige, seitliche, mit
+einem (je nach den Gattungen) aus 14-20 Knochenplatten bestehenden
+Scleroticaring versehene ~Augenhöhlen~ aus. Das ~Scheitelloch~ tritt
+zwischen der paarigen, ansehnlichen Parietalia und den kleinen
+Frontalia aus. Neben den ~Parietalia~ befindet sich jederseits ein
+elliptisches Schläfenloch, das außen und unten von ~Postfrontale~
+und ~Squamosum~ begrenzt ist. Die weit zurückliegenden, getrennten
+äußeren Nasenlöcher sind durch eine mehr oder weniger schmale, von
+Präfrontale und Lacrimale gebildete Knochenbrücke von den Orbiten
+getrennt. Das Lacrimale bildet auch mit dem schlanken spangenförmigen
+~Jugale~ die untere, das schmale, etwas gebogene ~Postorbitale~
+mit dem stattlichen ~Postfrontale~ die hintere und obere Begrenzung
+der Augen. Zwischen dem sich an das Jugale anschließenden und die
+äußere hintere Schädeldecke bildenden ~Quadratojugale~ und dem mit
+sehr kräftigen Gelenkteil ausgestatteten hakenförmigen ~Quadratum~
+liegt ein ansehnliches Fenster. Hinter dem Postorbitale befindet
+sich eingeschaltet zwischen diesem, dem Squamosum, Postfrontale und
+Quadratojugale ein unregelmäßig drei- oder vierseitiges Element,
+das gewöhnlich ~Supratemporale~ bezeichnet wird. Die vor den Augen
+sich verlängernde Schnauze besteht aus den ~Nasalia~ und den
+langgestreckten, durch eine gerade Naht miteinander verbundenen
+~Prämaxillaria~. Das Maxillare ist ein kleines, länglich dreieckiges,
+zwischen Prämaxillare, Lacrimale und Jugale eingeschaltetes
+Knochenstück.
+
+Am Hinterhaupt wird die Begrenzung des Foramen magnum durch
+das kleine, aber sehr kräftige, den runden Gelenkkopf bildende
+~Basioccipitale~, die beiden seitlichen Exoccipitalia lateralia
+und ein unpaares bogenförmiges Supraoccipitalia gebildet. Seitlich
+vom Basioccipitale bzw. teilweise noch vom Exoccipitale liegt die
+keulenförmige ~Columella~ (~Stapes~) und das ~Opisthoticum~, von denen
+erstere sich in eine rinnenförmige Vertiefung auf der Oberseite des
+Pterygoids einlegt und mit ihrem distalen Teil in eine runde Grube
+im Quadratum eingreift, während das letztere die Verbindung mit
+dem Squamosum anstrebt. Vor dem Opisthoticum liegt jederseits ein
+kleines Prooticum. Auf der Schädelunterseite (Fig. 363) folgt auf das
+Basioccipitale ein gedrungenes vierseitiges ~Basisphenoid~ das eine
+einfache oder durch eine crista geteilte ~Hypophysenöffnung~ aufzeigt,
+und das ein langes dolchförmiges, die großen Gaumenöffnungen teilendes
+Rostrum aussendet. Das Pterygoid ist langgestreckt und schmal. Auf
+seinem hinteren Ende steht dorsal das senkrechte ~Epipterygoid~.
+An der Begrenzung der inneren Nasenlöcher nehmen die ansehnlichen
+~Palatina~, ~Maxillaria~, ~Prämaxillaria~ und ~Vomera~ teil. Ein
+~Transversum~ ist wahrscheinlich entwickelt. In der Hinterregion des
+Schädels unter den Flügelbeinen bemerkt man zuweilen zwei rippenartige
+starke ~Zungenbeinhörner~, auch ein plattiges ~Hyoid~ ist beobachtet
+worden. Die beiden schlanken Äste des Unterkiefers vereinigen sich
+vorne in einer sehr langen Symphyse und besitzen keinen eigentlichen
+Coronoidfortsatz.
+
+[Illustration: Fig. 363.
+
+Unterseite von ¡Ichthyosaurus longifrons¡ Owen (schemat.) ¡Bs¡
+Basisphenoid, ¡Ps¡ Rostrum, ¡Hy¡ Hypophysenöffnung, ¡Pa¡ Palatinum,
+¡V¡ Vomer, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Pmx¡ Prämaxillare. Vor ¡V¡ die Choane
+(innere Nasenöffnung), ¡x¡ ? Ansatzstelle des nicht erhaltenen
+Transversum. 1/5 nat. Gr. (Nach ~A. S. Woodward~.)]
+
+~Zähne~ (Fig. 364 u. 365) von spitzkonischer Form mit rundlicher, oder
+vorne und hinten zugeschärfter Krone und gewöhnlich dicker Wurzel
+finden sich -- einige meist geologisch jüngere Formen ausgenommen --
+in der Regel in sehr großer Zahl auf den Kiefern. Sie sind gewöhnlich
+in eine gemeinsame tiefe Rinne, seltener in gesonderte Alveolen
+(Mixosaurus), eingelassen und wurden darin im ersten Falle lediglich
+vom Zahnfleisch gehalten. Die aus demselben hervortretende Krone
+ist sehr fest auf Dentin aufgebaut und mit einem zarten glänzenden
+Überzug von Schmelz versehen; der untere Teil, die Wurzel, zeigt eine
+rauhe, gefurchte Oberfläche und ist aus einer von starken Gefäßen
+durchzogenen und mit Knochenkörperchen erfüllten knochenähnlichen
+Zementmasse zusammengesetzt, die einen mehr oder weniger ~gefalteten
+Dentinring~ umgibt.
+
+[Illustration: Fig. 364.
+
+¡Ichthyosaurus platyodon¡ Conyb. Unt. Lias. Lyme Regis, England. Zahn
+von der Seite und von vorne. Nat. Gr. (Nach ~Lydekker~.)]
+
+[Illustration: Fig. 365.
+
+Schnauzenfragment von ¡I. Quenstedti¡ Zitt. aus dem oberen Jura
+(Bohnerz) von Melchingen (nach ~Quenstedt~). ¡Na¡ Nasenbein, ¡Pmx¡
+Zwischenkiefer, ¡Md¡ Unterkiefer.]
+
+[Illustration: Fig. 366.
+
+¡Ichthyosaurus trigonus¡ Owen. Zentrum eines hinteren Rumpfwirbels.
+¡a¡, ¡b¡ tuberkularer und capitularer Gelenkhöcker für die Rippe.
+Kimmeridge clay. Wootton-Bassett, England. 1/8 nat. Gr. (Nach
+~Lydekker~.)]
+
+[Illustration: Fig. 367.
+
+Schwanzwirbel von ¡Ichthyosaurus¡ aus dem oberen Lias von Banz,
+Franken. Nat. Gr.]
+
+Die ~Wirbelsäule~ (Fig. 366 u. 367) zerfällt, da ein größerer
+Halsabschnitt nicht entwickelt ist, in einen präcaudalen und
+caudalen Abschnitt. Die Zahl sämtlicher Wirbel ist stets eine sehr
+große und kann bei ~ausgewachsenen~ Formen 200 erreichen. (Bei
+verschiedenaltrigen Individuen derselben Art kann ein Unterschied
+bis über 30 Wirbeln bestehen.) Die Vermehrung der Wirbel erfolgt
+ausschließlich im caudalen Teile; ca. 2/3 aller Wirbel entfallen auf
+den Schwanz, 1/3 auf den Rumpf. Die ~Wirbelkörper~ (Zentra) sind
+ungemein kurz und tief amphicöle, fischwirbelähnliche Scheiben.
+Die der ersten Wirbel besitzen zumeist einen fünfseitigen, alle
+übrigen in der Regel nahezu einen kreisrunden, seltener einen
+sechseckigen Umriß. Die ~oberen Bogen~ waren nur durch Knorpel am
+Wirbelkörper befestigt und lösen sich beim Fossilisationsprozeß
+leicht ab; auf der Dorsalseite der infolgedessen häufig isolierten
+Wirbelkörper lassen sich daher neben der schwach vertieften Rinne
+für das Rückenmark unregelmäßig dreieckige oder länglich vertiefte
+rauhe Insertionsstellen für die oberen Bogen erkennen. Letztere
+vereinigen sich zu einem starken, seitlich zusammengedrückten
+Dornfortsatz. Die Prä- und Postzygapophysen sind schwach ausgebildet.
+Die zwei vordersten Wirbel bilden als ~Atlas~ und ~Epistropheus~
+den Halsabschnitt. Ihre Wirbelkörper sind -- abgesehen von den
+triadischen Formen -- bei ausgewachsenen Individuen miteinander
+fest verwachsen, jedes von ihnen läßt ventral vorn und hinten (bei
+sehr guter Erhaltung) ein kleines Intercentrum erkennen. ~Untere
+Bögen~ sind in der Schwanzregion bei den triasischen Gattungen,
+wo sie sich vereinigen, besonders wohl entwickelt, können aber
+auch bei den meisten jüngeren Formen auftreten, wo sie getrennt
+bleiben. Vom Atlas an besitzen die Wirbelkörper von Ichthyosaurus,
+Baptanodon, Ophthalmosaurus statt der ~Querfortsätze~ zwei getrennte
+Höcker zur Anheftung der zweiköpfigen, namentlich in der vorderen
+Rumpfregion besonders langer und stark gebogener, häufig mit einer
+tiefen Längsfurche versehenen Rippen. Gegen hinten rücken die beiden
+Höcker, unter gegenseitiger Annäherung immer tiefer an den Seiten
+des Wirbelkörpers herab, bis sie schließlich von der Beckengegend
+ab zu einer einzigen Protuberanz verschmelzen. Die Schwanzrippen
+selbst sind einköpfig, kurz und gerade und begleiten einen großen
+Teil des Schwanzes als kurze seitliche Fortsätze. Bei Cymbospondylus,
+Delphinosaurus, Shastasaurus tragen nur einige vordere Rückenwirbel
+zweiköpfige Rippen, alle hinteren sind einköpfig.
+
+[Illustration: Fig. 368.
+
+Brustgürtel und Vorderextremität des ¡latipinnaten Ichthyosaurus
+communis¡. Conyb. Unt. Lias England. ¡icl¡ Episternum, ¡cl¡
+Schlüsselbein (Clavicula), ¡cor¡ Coracoideum, ¡sc¡ Scapula, ¡h¡
+Humerus, ¡R¡ Radius, ¡U¡ Ulna, ¡r¡ Radiale, ¡i¡ Intermedium, ¡u¡
+Ulnare des Carpus. ¡c¡_{1} ¡c¡_{2} die beiden Centralia.]
+
+[Illustration: Fig. 369.
+
+Vorderfuß d. ¡longipinnaten Ichthyosaurus triscissus¡ Quenst. Ob. Lias
+von Boll, Württemberg. ¡H¡ Oberarm (Humerus). ¡R¡ Radius, ¡U¡ Ulna,
+¡r¡ Radiale, ¡u¡ Ulnare, ¡i¡ Intermedium des Carpus, ¡c'¡ Platten der
+distalen Carpusreihe. Das mittlere ¡c'¡ unter ¡i¡ = das eine Centrale.
+¡p¡ Pisiforme, ¡mc¡ Metacarpalia.]
+
+Der letzte Abschnitt des Schwanzes ist nach abwärts gebogen
+(Cymbospondylus, Mixosaurus) oder vollständig nach unten abgeknickt
+(Ichthyosaurus) und verläuft in den unteren Lappen einer gewaltigen
+vertikalen ~Schwanzflosse~, welche in der Hauptsache den eigentlichen
+Locomotionsapparat des Tieres darstellte. Dieselbe ist an Exemplaren
+aus dem Lias von Holzmaden und dem lithographischen Schiefer im
+deutlichen Abdruck erhalten. Die Paddeln dürften im Gegensatz zu
+Plesiosaurus zumeist nur als Balancemittel gedient haben. Zwischen
+den Extremitätengürteln liegen zahlreiche dünne grätenartig gebogene
+~Bauchrippen~.
+
+[Illustration: Fig. 370.
+
+Rechte Vorderextremität von ¡Mixosaurus cornalianus¡ Bassani. Ob. alp.
+Trias. Besano. Lombardei. ¡H¡ Humerus, ¡U¡ Ulna, ¡R¡ Radius, ¡U'¡
+Ulnare, ¡R'¡ Radiale, ¡i¡ Intermedium, ¡P¡ Pisiforme. N. ~Repossi~.]
+
+[Illustration: Fig. 371.
+
+¡a¡ Rechte Beckenhälfte von ¡Cymbospondylus petrinus¡ Leidy.
+Ventral-Ansicht. Mittl. Trias. Nevada. ¡Pb¡ Pubis mit Foramen obturat
+¡Eo¡; ¡Js¡ Ischium, ¡Jl¡ Ilium, ca. 1/7 nat. Gr. (nach ~Merriam~). ¡b¡
+Linke Beckenhälfte von ¡Ichthyosaurus communis¡ Conybeare. Unt. Lias.
+England. V. d. Seite, 2/9 nat. Gr. (Nach ~A. S. Woodward~.)]
+
+Für die Fähigkeit der Ichthyosauren, im Wasser sich energisch zu
+bewegen, spricht auch die Zusammensetzung des ungemein kräftigen
+Brustgürtels. (Fig. 368.) Ein knöchernes Sternum ist nicht
+erhalten, dagegen findet sich stets ein dreiseitiges, in der
+Regel aber T-förmiges ~Episternum~, welches den schlanken, leicht
+gebogenen ~Claviculae~ anliegt oder zwischen sie eingeschaltet
+ist. Die ~Coracoidea~ sind große breite, hinten abgerundet endende
+Knochenplatten, deren Innenränder sich gegenseitig berühren, ihr
+Vorderrand zeigt gewöhnlich einen mehr oder weniger tiefen Ausschnitt,
+am Außenrand ragt ein kurzer, stark verdickter, breiter Fortsatz
+mit zwei Gelenkflächen vor, wovon die vordere zur Aufnahme der
+länglichen, in der Mitte etwas eingeschnürten, proximal verdickten
+und verbreiterten ~Scapula~, die hintere für den kurzen stämmigen
+~Humerus~ bestimmt ist. Der proximal verdickte Humerus (Fig. 369,
+370) gelenkt zum größten Teil mit dem Coracoid zum kleineren mit der
+Scapula, distal ist er abgeplattet und mit zwei, seltener mit drei
+Facetten versehen, von denen die vordere den Radius, die hintere die
+Ulna und im letzteren Falle die mittlere, das Intermedium, aufnimmt.
+
+~Radius~ und ~Ulna~, die bei triasischen Gattungen noch relativ
+gestreckte median eingeschnürte Elemente darstellen, sind bei den
+späteren Formen polygonale oder rundliche Knochenplatten (Fig. 370,
+369). Die zwei folgenden Querreihen kleiner, meist polygonaler oder
+rundlicher Platten werden dem ~Carpus~ (in der proximalen Reihe häufig
+ein ulnares, seltener auch ein radiales Sesambein -- Pisiforme), die
+dritte dem ~Metacarpus~ zugeschrieben, an welchem 3-5 Längsreihen
+ebensolcher Knöchelchen beginnen, welche gegen das Ende der Paddel
+immer kleiner werden. Durch dichotome Spaltung einzelner Strahlen
+kann die Zahl der Finger auf 8-10 erhöht werden. Die Menge der
+eine solche Paddel zusammensetzenden Täfelchen ist sehr wechselnd,
+kann aber mehr als 100 betragen. Häufig bemerkt man am Radius und
+den folgenden Platten des Vorderrandes einen tiefen Einschnitt. Je
+nachdem in der distalen Reihe des Carpus mit dem Intermedium ~ein~
+oder ~zwei Centralia gelenken~ unterscheidet man ~Longipinnati~ oder
+~Latipinnati~ Ichthyosaurier.
+
+Am ~Beckengürtel~ (Fig. 371) sind bei den triasischen Formen
+(Mixosaurus, Cymbospondylus) Pubis und Ischium breite, ansehnliche
+Platten, von denen ersteres meist das Foramen obturatorium aufzeigt,
+bei den jüngeren Gattungen (Ichthyosaurus) hingegen sind diese
+beiden Elemente beträchtlich reduziert, und bei einigen Arten, z. B.
+Ophthalmosaurus, verschmelzen sie völlig miteinander. Das Ilium ist
+ein mehr oder weniger schlanker Knochen, der, da weder Sacralwirbel
+noch Sacralrippen existieren, frei im Fleisch steckt. Die Hinterpaddel
+ist ähnlich wie die vordere gebaut, nur bei den späteren Formen
+kleiner und schwächer (ausgenommen ¡I. longirostris¡).
+
+[Illustration: Fig. 372.
+
+Skelett von ¡Ichthyosaurus quadriscissus¡ Quenst. zeigt den Umriß der
+(etwas beschädigten) Rücken- und Schwanzflosse. Ob. Lias. Holzmaden,
+Württemberg. (Nach ~Eb. Fraas~.)]
+
+Die Ichthyosaurier waren nackthäutige Reptilien mit hoher, fleischiger
+Rückenflosse und bedeutend größerer Schwanzflosse (Fig. 372). Die
+polygonalen Knochenplatten der paarigen Paddeln lagen in sehr
+muskulöser Haut, welche, distal sich zuspitzend, ziemlich weit über
+das Skelett vorragte. Der Paddelvorderrand war mit Hornschuppen
+bekleidet.
+
+Die mehr oder weniger gesellig lebenden Ichthyosaurier finden sich
+im marinen Mesozoicum, sie treten zuerst im unteren Muschelkalk
+auf, finden sich im Lias (England, Süddeutschland) in erstaunlicher
+Fülle und Formenreichtum, wo einzelne Arten eine Länge von über 10 m
+erreichen, werden auffallend selten in Dogger, um dann gegen Schluß
+des oberen Jura und im Neocom-Gault erneuten Aufschwung zu nehmen.
+Die aus späteren cretaceischen oder dem Tertiär beschriebenen Reste
+sind teils, abgesehen von einem Schnauzenfragment aus der Scaglia
+(oberer Kreide) der Emilia (Italien), mangelhaft, teils unvollständig
+beschrieben, teils (Miocän von Malta) höchst problematisch.
+
+¿Mixosaurus¿ Baur (Fig. 370). Verhältnismäßig kleine (bis ca. 1
+m) Tiere mit leicht abgebogenem, nicht geknicktem Schwanzende.
+Schwanzwirbel mit Y-ähnlichen Chevrons. Episternum dreiseitig. Radius
+und Ulna, Tibia und Fibula verhältnismäßig gestreckt. Vorderextremität
+beträchtlich größer als die Hinterextremität. Pubis und Ischium
+plattenförmig. Schädel im Verhältnis zum Körper groß. Augen groß.
+Zähne mehr oder weniger dichtstehend in Alveolen. Rippen ? einköpfig
+(bei J. Nordenskiöldi die vorderen Wirbel zweiköpfig). Obere
+alpine Trias (? Wengener). Südalpen. Mittlere Trias, Spitzbergen.
+Hierher dürften auch die wenigen Reste aus dem unteren Muschelkalk
+Süddeutschlands (M. atavus Quenst.) gehören.
+
+¿Phalarodon¿ Merriam. Zähne in Alveolen. Vordere konisch, hintere
+zusammengepreßt. Verwandt mit M. atavus. Mittl. Trias. Nevada.
+
+¿Cymbospondylus¿ Leidy (Fig. 371 a), em. Merriam. Große Formen.
+Schädel über 1 m lang, Schwanzende nur leicht abgebogen.
+Vorderextremität kaum größer als die Hinterextremität. Humerus, Radius
+und Ulna gestreckt. Pubis und Ischium plattenförmig. Die vorderen
+Rückenrippen zweiköpfig, die hinteren einköpfig. Augen relativ klein.
+Zähne zahlreich, teilweise in Alveolen. Mittlere Trias. Nevada.
+
+¿Toretocnemus¿ Merriam. Rückenrippen zweiköpfig. Hinterextremität
+nahezu so groß wie die Vorderextremität. Radius und Ulna, Tibia und
+Fibula gestreckt. Obere Trias. Californien.
+
+¿Merriamia¿ Boulenger. Rückenrippen einköpfig. Coracoid ohne
+Einschnitt. Hinterextremität kleiner als die vordere. Obere Trias.
+Californien.
+
+¿Delphinosaurus¿ Merriam. Obere Trias. Nordamerika.
+
+¿Shastasaurus¿ Merriam. Nur die vorderen Rückenrippen zweiköpfig.
+Humerus, Radius und Ulna relativ stark verkürzt. Hinterextremität sehr
+klein. Obere Trias. Californien.
+
+¿Pessosaurus¿ Wiman. Mittlere Trias. Spitzbergen.
+
+? ¿Pessopteryx¿ Wiman. Zähne pflasterartig. Wurzel mit Schmelzfalten.
+Mittlere Trias. Spitzbergen.
+
+¿Ichthyosaurus¿ König (Fig. 362, 363-369, 372, 371 b). Rumpfrippen
+zweiköpfig, Schwanzrippen einköpfig. Schwanzende geknickt. Episternum
+T-förmig. Pubis und Ischium stark reduziert. Radius und Ulna, Tibia
+und Fibula gewöhnlich sehr klein, in gegenseitigem Kontakt. Augen sehr
+groß. Zähne zahlreich in einer gemeinsamen tiefen Rinne eingelassen.
+Obere Trias bis Kreide. Das Hauptlager für Ichthyosaurier ist der
+Lias, und zwar finden sich die schönsten Skelette im unteren Lias von
+England (Lyme Regis), im oberen Lias von Yorkshire (England), Calvados
+und ganz besonders im oberen Lias von Württemberg (Boll, Holzmaden)
+und Franken (Banz, Altdorf); ferner wird Ichthyosaurus aus oberen
+weißen Jura von Bayern, Frankreich, England, Südamerika angeführt. Die
+weiteste Verbreitung erreicht Ichthyosaurus in der Kreide (Neocom,
+Gault), wo er nicht nur aus Europa, sondern auch aus Indien, von
+Ceram, von Australien, Neuseeland, Patagonien genannt wird.
+
+¿Baptanodon¿ Marsh. Zähne in der Zahl reduziert, aber sich auf die
+ganze Kieferlänge erstreckend. Claviculae miteinander verschmolzen.
+Humerus distal mit drei Gelenkfacetten, welche mit drei unregelmäßig
+polygonalen Elementen gelenken. Alle übrigen Knöchelchen der Paddel
+mehr oder weniger gerundet und durch Knorpel zusammengehalten. Oberer
+Jura. Nordamerika.
+
+¿Opthalmosaurus¿ Seeley. Augen sehr groß. Zähne klein, leicht
+befestigt und nur auf die vorderen Teile der Kiefer beschränkt.
+Claviculae durch Sutur miteinander verbunden. Episternum T-förmig.
+Vorderextremität ähnlich Baptanodon. Hinterextremität klein, Femur mit
+zwei distalen Gelenkflächen. Das mit dem Ischium verschmolzene Pubis
+mit Foramen obturat. Oberer Jura bis untere Kreide. England.
+
+
+5. Ordnung. #Sauropterygia.# Owen.[97]
+
+~Der eidechsenähnliche Körper (ausgenommen die Placodontier) mit
+langem Hals und kurzem Schwanz. Extremitäten fünfzehig, mehr oder
+weniger paddelartig. Schädel klein mit Foramen parietale und einem
+Paar großer oberer Schläfenöffnungen. Äußere Nasenlöcher getrennt.
+Quadratum unbeweglich mit dem Schädel verbunden. Gaumendach mehr
+oder weniger geschlossen, Pterygoidea sehr groß, in der Mitte
+sich vereinigend. Zähne zugespitzt, in Alveolen. Wirbel mäßig
+amphicöl-platycöl. Halsrippen nur mit den Wirbelkörpern, nie mit den
+oberen Bogen gelenkend. Rückenrippen einköpfig. Bauchrippen zwischen
+den mächtigen Extremitätengürteln sehr kräftig entwickelt. Sacrum
+mit zwei bis sechs Wirbeln. Brustgürtel ohne knöchernes Sternum.
+Nackthäutig.~ Trias. -- Obere Kreide.
+
+Die geologische Verbreitung der Sauropterygier erstreckt sich über
+~Trias~, ~Jura~ und ~Kreide~. Aus dem Vorkommen ihrer Überreste in
+marinen Schichten und aus der ganzen Organisation läßt sich schließen,
+daß sie zumeist auf den Aufenthalt im Meere angewiesen waren. Die
+Sauropterygier ¡s. str.¡ zerfallen in 1. ~Nothosauridae~ und 2.
+~Plesiosauridae~, zu denen die in ihrem Skelett noch unvollständig
+bekannten Placodontidae kommen dürften. Die Nothosauridae gehören
+ausschließlich der Trias an; einige von ihnen scheinen, wie der
+zierliche Neusticosaurus, in der Hauptsache Landbewohner gewesen zu
+sein, andere, deren Extremitäten, wie z. B. bei Lariosaurus, nicht
+nur zum Schwimmen dienlich waren, sondern auch die Möglichkeit
+der Fortbewegung auf dem Lande gestatteten, dürften Bewohner des
+Strandes oder der Küste darstellen, während sich manche (Nothosaurus)
+schon bereits mehr dem Wasserleben angepaßt zeigen. Das letztere
+ist in weit höherem Maße bei den Plesiosauridae der Fall, ihre
+Extremitäten sind als kräftige Ruderpaddeln ausgebildet und dürften
+kaum mehr zu einer Bewegung auf dem Lande gedient haben. Die Reste
+der Sauropterygier sind von der oberen Trias an bis zur oberen
+Kreide aus allen Weltteilen bekannt geworden. Die mehr langlebigen
+Plesiosaurier und die nur auf die Trias beschränkten Nothosaurier sind
+einander nahe verwandt, in mancher Beziehung, wie z. B. im Bau der
+Schädelunterseite, sind aber die letzteren vollkommener organisiert
+als die Plesiosaurier. Aller Wahrscheinlichkeit nach lassen sich beide
+Familien auf eine gemeinsame Stammform zurückführen.
+
+Die hier als Anhang angeführten Mesosauridae sind infolge ihres
+ungenügend bekannten Schädels im System noch unsicher, der Bau
+der Wirbel und der Extremitätengürtel zeigt indessen mit gewissen
+Nothosauridae (Proneusticosaurus) viele gemeinsame Merkmale.
+
+
+1. Familie. #Nothosauridae.#
+
+¡Extremitäten noch mit den Merkmalen von Gehfüßen mit verlängertem
+Radius und Ulna, Tibia und Fibula; fünfzehig. Brustgürtel mit großen
+Claviculae. Coracoidea mäßig groß, nicht mit den Scapulae bzw. dem
+Episternum verbunden.¡ Trias.
+
+¿Nothosaurus¿ Münster (¡Opeosaurus¡ H. v. M.) (Fig. 373, 374, 375,
+376, 377). ~Schädel~ langgestreckt, vorne etwas verschmälert (bei
+N. mirabilis bis 35 cm, bei anderen Formen 65 cm bis 1 m lang),
+niedrig gebaut, mit einem Paar großer (oberer) Schläfenlöcher, die
+durch das schmale, unpaare vom Scheitelloch durchbohrte Parietale
+getrennt werden. Von den Schläfenlöchern durch Postorbitale und
+Postfrontale getrennt liegen etwas vor der Mitte die relativ kleinen,
+ovalen, durch das gleichfalls unpaare Frontale geschiedenen Augen
+(ohne Scleroticaring) und nicht weit vor denselben die Nasenlöcher.
+Die Nasalia sind paarig entwickelt, die beiden Prämaxillaria bilden
+die etwas verlängerte Schnauze. Dem Maxillare fällt mit dem kleinen
+Präfrontale die vordere Begrenzung der Augen und mit dem sich
+nach oben und rückwärts sich anschließenden Jugale auch die untere
+Begrenzung zu; nach rückwärts ist es in einen Fortsatz, den ? Rest
+des unteren Schläfenbogens, ausgezogen. Die den Schläfenbogen
+nach unten abschließende Knochenspange wird vom Postorbitale und
+einem Fortsatz des Squamosum gebildet, welch letzteres auch die
+äußere hintere Ecke des Schädels bildet und nach abwärts in das die
+Gelenkung mit dem Unterkiefer vermittelnde Quadratum übergeht. Auf
+der Unterseite erreichen Pterygoidea und Palatina eine stattliche
+Größe und bilden mit den kleinen Transversa und den beiden Vomera,
+die auch verschmelzen können, ein geschlossenes Gaumendach, das weit
+vorne von den getrennten Choanen durchbrochen wird. Die Kiefer sind
+mit konischen, etwas gekrümmten und gerieften, thecodonten Zähnen
+versehen, wovon sich die am vorderen Teile der Schnauze befindlichen
+und einige des Maxillare durch ansehnliche Größe auszeichnen.
+
+[Illustration: Fig. 373.
+
+¡Nothosaurus mirabilis¡ Münster. ob. Muschelkalk. Bayreuth. (Nach
+~Quenstedt~ u. ~H. v. Meyer~ ergänzt). ¡A¡ von oben. ¡B¡ von
+der Seite. ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡N¡ Nasale, ¡F¡
+Frontale, ¡P¡ Parietale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Po¡
+Postorbitale, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡PO¡ Pterygoid,
+¡Tr¡ Transversum, ¡Pa¡ Palatinum, ¡V¡ Vomer, ¡Na¡ Nasenlöcher, ¡O¡
+Augen, ¡S¡ Schläfenlöcher, ¡Ch¡ Choanen, ¡Fp¡ Foramen parietale.]
+
+[Illustration: Fig. 374.
+
+Zahn von ¡Nothosaurus mirabilis¡ H. v. Meyer. Muschelkalk. Bayreuth.
+(Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 375.
+
+Körper eines Halswirbels von ¡Nothosaurus¡. (nat. Gr.) ¡b¡ von der
+Seite, ¡a¡ von oben. Muschelkalk. Bayreuth.]
+
+Die platycölen, eingeschnürten Zentra der Wirbel sind mit den Bögen,
+die relativ hohe Dornfortsätze tragen, durch Naht verbunden, sie
+trennen sich leicht von denselben, wobei auf der Dorsalseite der
+Zentra eine kreuzförmige Zeichnung entsteht (Fig. 375). Der lange Hals
+enthält ca. 22 Wirbel, die mit Ausnahme des Atlas und Epistropheus
+kurze, hakenförmige, ~zweiköpfige~, nur mit dem Wirbelkörper
+gelenkende Rippen tragen, an den (20-?30) Rückenwirbeln gehen die
+~einköpfigen~ Rippen von kräftigen Diapophysen der oberen Bogen aus;
+an den Schwanzwirbeln, die außerdem ventral zwei Höcker zur Gelenkung
+mit den unteren Bogen besitzen, rücken die ~einfachen~ Querfortsätze
+wieder auf das Zentrum. Die Zahl der Beckenwirbel ist unsicher (? 2-3).
+
+[Illustration: Fig. 376.
+
+¡Nothosaurus mirabilis¡ Mst. Muschelkalk. Bayreuth. ¡a¡ die vier
+vordersten Halswirbel, ¡b¡ zwei Rückenwirbel, ¡c¡ drei Schwanzwirbel.
+1/2 nat. Gr. (Nach ~H. v. Meyer~.)]
+
+[Illustration: Fig. 377.
+
+Brustgürtel von ¡Nothosaurus mirabilis¡ Mstr. Dorsalansicht.
+Muschelkalk. Bayreuth. 1/4 nat. Gr. ¡icl¡ Episternum, ¡cl¡
+Schlüsselbein (Clavicula), ¡sc¡ Schulterblatt (Scapula), ¡cor¡
+Fortsatz des Coracoides.]
+
+Die kräftigen Bauchrippen bestehen aus einem winklig gebogenen
+Mittelstück, dessen Schenkel nach hinten spitz auslaufen, und je einem
+zwischen letztere sich einschaltenden Seitenstück. Im Brustgürtel
+schließen die inneren Enden (Fig. 377) der starken Claviculae das
+kleine ovale Episternum ein und heften sich mittels Naht an den
+stämmigen ventralen Abschnitt der Scapula, von deren verdicktem
+Gelenkende ein aufwärts und rückwärts gerichteter Dorsalfortsatz
+ausgeht. Die großen abgeplatteten Coracoidea senden am Vorderrand
+einen breiten abgestutzten Fortsatz aus. Zwischen den Coracoidea
+und dem Episternum befindet sich ein großer leerer Raum, welcher zu
+Lebzeiten des Tieres vielleicht von einem knorpeligen Procoracoid
+ausgefüllt war. Der gekrümmte, ziemlich lange Humerus ist von dem
+Foramen entepicondyloideum durchbohrt. Die beiden Vorderarmknochen
+sind ziemlich lang und schlank, die 4-5 Metacarpalia längliche, in der
+Mitte eingeschnürte Knochen. Zahl der Carpalia und Phalangen nicht
+genauer bekannt.
+
+Die ebenso wie der Schultergürtel sehr kräftigen, aber gegenseitig
+weniger fest verbundenen Elemente des Beckengürtels finden sich
+meist nicht mehr im Zusammenhang sondern isoliert, sie sind proximal
+ziemlich dicke, distal mehr oder weniger verbreiterte Elemente; das
+Pubis besitzt neben der proximalen Gelenkfläche am Vorderrand einen
+Ausschnitt oder ein Foramen. Der Femur ist länger und schlanker
+als der Humerus, fast gerade, an beiden Enden mäßig verdickt, mit
+gewölbten Endflächen. Von sonstigen Hinterfußknochen ist wenig
+bekannt.
+
+Die Gattung ¡Nothosaurus¡ ist auf die Trias beschränkt, die ältesten
+seltenen Reste finden sich im Buntsandstein von Sulzbad in den
+Vogesen, sie wird etwas häufiger im unteren Muschelkalk (¡subg.
+Eurysaurus¡ Frech) und erreicht im oberen Muschelkalk und der
+Lettenkohle ihre Hauptverbreitung. In der Hauptsache zeigt sie sich
+in der germanischen Trias. Die in gleichalterigen Ablagerungen der
+Alpen gefundenen Reste sind für eine exakte Identifizierung zu
+unvollständig. ¡N. mirabilis¡ Mstr. war mindestens 3 m lang.
+
+¿Cymatosaurus¿ v. Fritsch. Unterer Muschelkalk. Schlesien. Thüringen.
+
+¿Lamprosaurus.¿ ¡Conchiosaurus¡ H. v. M. Muschelkalk.
+
+¿Pistosaurus¿ H. v. Meyer. Nur der Schädel mit der spitz zulaufenden,
+von den Prämaxillaria gebildeten Schnauze bekannt. Nasenlöcher klein,
+von Maxillare und Prämaxillare eingeschlossen. Nasalia klein, nach
+hinten geschoben. Gaumendach mit einem unpaaren Foramen zwischen den
+Prämaxillaria und Vomera. Oberer Muschelkalk. Bayreuth.
+
+¿Simosaurus¿ H. v. Meyer. (Fig. 378) Schädel breit, niedrig, mit
+gerundeter Schnauze; Zähne kräftig, stumpfkonisch gerieft. Transversa
+sehr groß. Oberer Muschelkalk und Lettenkohle.
+
+[Illustration: Fig. 378.
+
+¡Simosaurus Gaillardoti¡ H. v. M. Ob. Muschelkalk. Crailsheim. ¡A¡
+Schädel von oben. ¡B¡ von unten. ¡Na¡ Nasenöffnungen, ¡O¡ Augen, ¡S¡
+Schläfenlöcher, ¡N¡ Nasale, ¡Pn¡ Postnasale, ¡Pmx¡ Prämaxillare,
+¡Mx¡ Maxillare, ¡F¡ Frontale, ¡P¡ Parietale mit Foram. par., ¡Fp.
+Prf.¡ Prae = ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡J¡ Jugale, ¡Po¡ Postorbitale, ¡Sq¡
+Squamosum, ¡Q¡ Quadratum, ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡Eo¡ Exoccipitale
+laterale, ¡So¡ Supraoccipitale, ¡Op¡ Opisthoticum, ¡V¡ Vomer, ¡Pa¡
+Palatin, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡Tr¡ Transversum. 1/6 nat. Gr. (Nach
+~Jaekel~.)]
+
+¿Partanosaurus¿, ¿Microleptosaurus¿ Skuphos. Alpine Trias
+(Partnachschichten) Vorarlberg.
+
+¿Anarosaurus¿ Dames. Schläfenlöcher sehr klein. Ca. 24 Halswirbel,
+ca. 26 Rückenwirbel. Mindestens 3 Sacralwirbel. Muschelkalk. Provinz
+Sachsen.
+
+¿Lariosaurus¿ Cur. (¡Macromerosaurus¡ Curioni) (Fig. 379). Kleine,
+20 bis 90 cm lange, eidechsenähnliche Saurier mit langem (ca. 20-21
+Wirbel) Hals, gedrungenem Rumpf (ca. 24-26 Wirbel) und kräftigen
+fünfzehigen Gehfüßen. 5 Sacralwirbel, ca. 40 Schwanzwirbel.
+Halsrippen kurz, beilförmig, zweiköpfig. Rumpfrippen einköpfig, stark
+gebogen. Die Dornfortsätze niedrig. Bauchrippen aus drei Elementen
+zusammengesetzt. Carpus in der proximalen Reihe mit zwei, in der
+distalen mit fünf kleinen Knöchelchen. Fünf längliche Metacarpalia.
+Phalangen kurz, eidechsenähnlich. Hinterextremität schlank, länger
+als die Vorderextremität. In der proximalen Reihe des Tarsus
+zwei querverlängerte, scheibenförmige Knochen besonders groß.
+¡Macromerosaurus¡ stellt offenbar die Jugendformen von ¡Lariosaurus¡
+dar. Die Unterseite eines solchen Exemplars zeigt das Gaumendach noch
+nicht in dem Maße geschlossen wie bei ¡Nothosaurus¡ und läßt die
+inneren Augenöffnungen noch unbedeckt. ¡Lariosaurus¡ dürfte deshalb
+und auf Grund der noch sehr eidechsenähnlichen Extremitäten einen
+ursprünglichen Vertreter der Nothosauriden darstellen. Alpine Trias (?
+Wengener). Lombardei.
+
+[Illustration: Fig. 379.
+
+¡Lariosaurus Balsami¡ Curioni. ? Wengener Schichten. Perledo am
+Comersee. 1/8 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 380.
+
+¡Plesiosaurus Hawkinsi¡ Owen. Nahezu vollständiges Skelett (von 5
+Fuß 8 Zoll Länge) aus dem unteren Lias von Lyme Regis. Dorset.
+(Nach ~Hawkins~.)]
+
+¿Proneusticosaurus¿ Volz. Die platycölen Wirbel tönnchenförmig, mit
+gedrungenem oberen Bogen, niederem Dornfortsatz und kurzer Diapophyse.
+Wahrscheinlich sechs Sacralwirbel. Bauchrippen aus einem Mittelstück
+und zwei Paar Seitenstücken bestehend. Extremitäten fünfzehig, dem
+Wasserleben angepaßt. Unterer Muschelkalk. Schlesien.
+
+¿Dactylosaurus¿ Gürich, ¿Doliovertebra¿ v. Huene. Unterer Muschelkalk.
+
+¿Neusticosaurus¿ Seeley (¿Pachypleura¿ Curioni). Eidechsenartig,
+klein, 16-35 cm groß, mit kurzem, 16 Wirbel zählendem Hals, 23
+präsacralen und 3 Sacralwirbeln. Lettenkohle. Schwaben. Alpine Trias
+(? Wengener Schichten). Lombardei.
+
+
+2. Familie. #Plesiosauridae.#
+
+¡Extremitäten paddelartig. Vorderarm und Vorderfußknochen stark
+verkürzt und die fünf Finger durch überzählige Plättchen vermehrt.
+Claviculae und Episternum auf Kosten der Scapulae reduziert,
+die eine gegenseitige Verbindung bzw. eine Vereinigung mit den
+vorderen Fortsätzen der großen plattenförmigen, in der Symphyse
+zusammenstoßenden Coracoidea erstreben, welch letztere außerdem auch
+noch mit den Claviculae und Episternum sich vereinigen können.¡ Trias
+bis Kreide.
+
+¿Plesiosaurus¿ Conybeare (Fig. 380 u. 381). ~Schädel~ klein mit kurzer
+Schnauze. Augen rundlich, ungefähr in der Mitte der Schädellänge. Die
+großen Schläfenlöcher unregelmäßig vierseitig. Äußere Nasenlöcher
+klein, dicht vor den Augen. Parietalia gering entwickelt, kammartig
+aneinander gefügt mit kleinem Foramen parietale. Squamosum sehr groß,
+unten von dem kleinen aber kräftigen Quadratum begrenzt, nach vorne
+mit dem Postorbitale die untere Begrenzung des Schläfenbogens bildend.
+Gaumen ~nicht~ vollständig geschlossen (im Gegensatz zu Nothosaurus)
+sondern einzelne Lücken freilassend. Unterkiefer in der kurzen
+Symphyse fest verschmolzen. Zähne zugespitzt, konisch, schlank, fein
+gestreift bis tief gefurcht, in tiefen Alveolen; oben und unten in
+einer Reihe, vorne meist einige größere.
+
+[Illustration: Fig. 381.
+
+¡Plesiosaurus macrocephalus¡, Buckland. Unt. Lias v. Lyme Regis.
+Schädel von der Seite. Nach ~Andrews~ u. ~A. S. Woodward~. ¡S¡
+Schläfenloch, ¡O¡ Augenöffnung, * Lage der äußeren Nasenlöcher, ¡Sq¡
+Squamosum, ¡Q¡ Quadratum, ¡P¡ Parietale, ¡Po¡ Postorbitale, ¡J¡
+Jugale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Ag¡
+Angulare. 1/6 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 382.
+
+Brustgürtel von ¡Plesiosaurus Hawkinsi¡ Owen. Unt. Lias von
+Dorsetshire. Von der Ventralseite nach ~Lydekker~ u. ~Fürbringer~.
+Verkl. ¡Est¡ Mittelstücke (Episternum Claviculae), ¡Sc¡ Scapula, ¡Co¡
+Coracoid. Stark verkleinert.]
+
+~Hals~ auffallend lang, zuweilen die Länge der ganzen übrigen
+Wirbelsäule erreichend, je nach den Arten aus ca. 30-40 Wirbeln
+zusammengesetzt. Wirbelkörper kurz, flach platycöl, seitlich
+eingeschnürt. Die oberen Bogen verhalten sich zu ihnen wie bei
+Nothosaurus. Zentrum des Atlas mit stumpfer dicker, Epistropheus
+mit etwas größerer Rippe, die übrigen Centra der Halswirbel mit
+zuerst beilförmigen, später gestreckten, zweiköpfigen Rippen. Bei
+den vorderen Rückenwirbeln (Brustwirbel) die Querfortsätze auf den
+Zentren allmählich zum oberen Bogen rückend. Hintere Rückenwirbel
+mit einköpfigen, vom oberen Bogen ausgehenden Rippen. Die zwei
+Sacralwirbel mit kürzeren Querfortsätzen und distal verbreiterten
+Rippen. Der relativ kurze gedrungene Schwanz kann bis über 40
+Wirbel erreichen, die mit Ausnahme der hinteren, kurze, vom Zentrum
+ausgehende einköpfige Rippen und ventral nicht verschmelzende
+Hämapophysen tragen. Bauchrippen sehr kräftig aus einem Mittelstück
+und jederseits aus ? 1, 2-5 Seitenstücken bestehend.
+
+Am ~Brustgürtel~ (Fig. 382) zeichnen sich die ~Coracoidea~ durch
+ansehnliche Größe aus; sie sind länger als breit, tafelförmig und
+stoßen in der Mittellinie geradlinig zusammen. Nach vorne sind sie in
+einen Fortsatz ausgezogen, der mit dem Mittelstück bezw. dem vorderen
+Schenkel der Scapula in Verbindung tritt. Ein eigentliches Brustbein
+fehlt, dagegen bildet ein einheitliches oder aus drei Elementen (ein
+mittleres und zwei seitliche) bestehendes ~Mittelstück~, das dem
+~Episternum~ und dem ~Claviculae~ entspricht, den vorderen Abschluß
+des Brustgürtels. Die anfänglich schwache, von oben und hinten, nach
+unten und vorne verlaufende ~Scapula~ teilt sich in einen hinteren mit
+dem Coracoid sich fest verbindenden Schenkel und bildet die Gelenkung
+für den Humerus, während ihr vorderer, medial gerichteter Schenkel (?
+Procoracoid) mit dem Mittelstück oder (bei Thaumatosaurus) mit dem
+vorderen Fortsatz des Coracoids sich vereinigt.
+
+Humerus stämmig, distal verbreitert und abgeplattet mit zwei winklig
+zusammenstoßenden Facetten für die kurze plattige Ulna und dem
+ebensolchen Radius. Die 7-10 Carpalia in zwei Reihen, sie tragen
+fünf schlanke, in der Mitte verdünnte Metacarpalia, die sich von den
+darauf folgenden, in ihrer Zahl sehr unkonstanten Phalangen wenig
+unterscheiden. Der dritte und vierte Finger ist stets der längste. Die
+Hinterfüße gleichen in jeder Hinsicht den Vorderfüßen. Wahrscheinlich
+waren die Extremitäten mit einer knorpeligen Schwimmhaut umgeben. Am
+Becken das plattenförmige Pubis und das in der Mitte eingeschnürte
+Ischium ein Foramen obturatorium umschließend und in der Symphyse
+vollständig oder größtenteils verwachsen. Ilium meist von der Bildung
+des Acetabulum femoris ausgeschlossen.
+
+Die Gattung ¡Plesiosaurus¡ läßt sich bis in das Rhät, vielleicht schon
+in den Muschelkalk zurückverfolgen und findet ihre Hauptverbreitung im
+~Lias~. Im unteren Lias von Lyme Regis in England kommen prachtvoll
+erhaltene Skelette von ¡P. dolichodeirus¡ Conyb. (3 m lang) und
+¡P. Congbeari¡ Sollas (5 m lang), vor. Auch im oberen Lias von
+Yorkshire, von Banz in Franken und Holzmaden in Württemberg finden
+sich Reste. Von letzterer Lokalität befindet sich im Berliner Museum
+für Naturkunde und im Naturalienkabinett in Stuttgart je ein ganzes
+Skelett von ¡P. Guilelmi imperatoris¡ Dames. Auch aus der unteren
+Kreide werden von verschiedenen Punkten Europas ¡Plesiosaurus¡
+genannt. Es handelt sich hier fast durchwegs um isolierte Wirbel, die
+teilweise zu anderen Gattungen der Familie gehören, teilweise aber
+auch wie ¡P. Degenhardti¡ Koken (Wealden) sich mit ¡Plesiosaurus¡
+identifizieren lassen.
+
+¿Thaumatosaurus¿ H. v. Meyer em. Lydekker (¡Rhomaleosaurus¡ Seeley)
+(Fig. 383). Sehr nahe verwandt mit ¡Plesiosaurus¡, aber Schädel
+relativ sehr groß, Unterkiefersymphyse kurz, Hals verhältnismäßig kurz
+(25-27 Wirbel). Unterer Lias bis Oberer Jura. Europa, Indien.
+
+[Illustration: Fig. 383.
+
+¡Thaumatosaurus victor¡ E. Fraas. Ob. Lias v. Holzmaden. Schädel
+von unten. ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡Ps¡ Rostrum, ¡Q¡ Quadratum, ¡Pt¡
+Pterygoid, ¡Tr¡ Transversum, ¡Pa¡ Palatinum, ¡V¡ Vomer, ¡Mx¡
+Maxillare, ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Ch¡ Choanen. 1/6 nat. Gr. Nach ~E.
+Fraas~.]
+
+¿Eretmosaurus¿ Seeley. Hinterer und vorderer Schenkel der Scapula mit
+dem Coracoid fest verwachsen. Unterer Lias. England.
+
+¿Colymbosaurus¿ Seeley. Oberer Jura von Frankreich und England.
+
+¿Muraenosaurus¿ Seeley. Schädel klein, kurz und breit. Der dritte,
+vierte und fünfte Maxillarzahn größer. Untersymphyse kurz. Ca.
+44 Halswirbel. Episternum wohl entwickelt. Claviculae reduziert.
+Vorderextremität etwas größer als die hintere. Unterer oberer Jura.
+England.
+
+¿Cryptocleidus¿ Seeley. Ähnlich ¡Plesiosaurus¡ aber durchaus nur mit
+einköpfigen Rippen. Ca. 32 Halswirbel und ca. 25 Rückenwirbel. ? 3-4
+Sacralwirbel. Bauchrippen aus einem mittleren und je drei seitlichen
+Stücken zusammengesetzt. Am Brustgürtel das Mittelstück aus zwei
+kleinen dreiseitigen (Claviculae) und zuweilen einem rudimentären
+Episternum bestehend, an ~ausgewachsenen~ Individuen der in der Jugend
+noch getrennte vordere Schenkel der Scapula den vorderen Fortsatz des
+Coracoids erreichend. Oxford. (Unterer oberer Jura.) England.
+
+¿Tricleidus¿ Andrews. Schädel kurz, breit. Zähne lang, schlank, scharf
+zugespitzt, 5 am Prämaxillare, 15 am Maxillare, am Maxillare größere,
+26 Präsacralwirbel mit konkaven Zentren. Am Schultergürtel Mittelstück
+aus großem Episternum und ebensolchen Claviculae bestehend. Humerus
+außer mit Radius und Ulna noch mit einem Pisiforme und einem kleinen
+akzessorischen Knochen gelenkend. Unterer oberer Jura. England.
+
+¿Picrocleidus¿ Andrews. Über 39 Halswirbel mit einköpfigen Rippen.
+Schultergürtel mit kleinem Episternum und dünnen blattartigen
+Claviculae. Humerus nur mit Radius und Ulna gelenkend. Unterer oberer
+Jura. England.
+
+¿Microcleidus¿ Watson. Schädel klein, Hals sehr lang aus 40
+Wirbeln mit zweiköpfigen Rippen. 32 Rückenwirbel mit sehr hohen
+Dornfortsätzen. Brustgürtel ähnlich ¡Cryptocleidus¡, ohne Episternum
+mit zwei kleinen Claviculae. Drei Sacralwirbel. Radius und Ulna lang.
+Oberer Lias. England.
+
+¿Stenarosaurus¿ Watson. Oberer Lias. England.
+
+¿Cimoliasaurus¿, ¿Oligosimus¿, ¿Piratosaurus¿, ¿Brimosaurus¿ Leidy,
+¿Piptomerus¿, ¿Orophosaurus¿, ¿Embaphias¿, ¿Taphrosaurus¿, ¿Uronautes¿
+Cope, ¿Manisaurus¿ Hector, sind meist nur auf ungenügende Reste
+hin aufgestellt und finden sich selten in der unteren, meist in
+der mittleren und oberen Kreide von Europa, Nord- und Südamerika,
+Australien und Neuseeland.
+
+[Illustration: Fig. 384.
+
+Brustgürtel von ¡Elasmosaurus platyurus¡ Cope. Kreide von Kansas.
+¡cor¡ Coracoid, ¡sc¡ Scapula. Die schattierten Teile sind nicht
+erhalten. Stark verkleinert. (Nach ~Cope~.)]
+
+[Illustration: Fig. 385.
+
+Zahn von ¡Polyptychodon interruptus¡ Owen. Grünsand. Kelheim. Nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 386.
+
+Zahn von ¡Pliosaurus grandis¡ Owen. 1/4 nat. Gr. Ob. Jura. Kimmeridge.
+Dorset. (Nach ~R. Owen~.)]
+
+¿Pliosaurus¿ Owen (¿Ischyrodon¿ H. v. M., ¿Peloneustes¿ Lydd.,
+¿Liopleurodon¿ Sauvage, ¿Spondylosaurus¿ Fischer) (Fig. 386). Saurier
+von riesenhaften Dimensionen mit verhältnismäßig großem niedrigem
+Kopf (bis 1,3 m lang), kurzem Hals und sehr langer Symphyse der
+Unterkiefer. Auf den Kiefern jederseits eine Reihe (bis 35) von
+mächtigen, in der oberen Hälfte häufig dreikantigen, bis 25 cm langen,
+in Alveolen stehenden Zähnen. Die ca. 20 kurzen, scheibenförmigen
+Wirbelkörper des Halses mit zwei Gelenkfacetten. Extremitätengürtel
+ähnlich ¡Plesiosaurus¡. Lias bis Oberster Jura. England, Frankreich,
+Schweiz, Bayern (Kelheim), Rußland, Indien.
+
+¿Simolestes¿ Andrews. Schädel breit, kurzschnauzig, Zähne ungekielt,
+ca. 26 auf jeder Seite; 5 oder 6 vordere auf der ausgedehnten Symphyse
+vergrößert. Hals aus 20 Wirbeln mit zweiköpfigen Rippen. Unterer
+oberer Jura. England.
+
+¿Megalneusaurus¿ Knight. Vorderextremität über 2 m lang, Radius
+und Ulna sowie die erste Reihe des Carpus polygonale miteinander
+gelenkende Platten. Oberer Jura. Wyoming.
+
+¿Elasmosaurus¿ Cope (Fig. 384). Ein Skelett im Museum von Philadelphia
+mißt über 13 m Länge. Unterkiefersymphyse kurz. Die oberen Bögen der
+Wirbel sind mit dem Zentrum verschmolzen, die 60-76 Halswirbel länger
+als hoch mit kurzen, einköpfigen Rippen. Die Chevrons gelenken mit den
+Schwanzwirbeln. Schultergürtel ähnlich Cryptocleidus. Obere Kreide.
+Nordamerika.
+
+¿Trinacromerum¿ Cragin (¿Dolichorhynchus¿ Williston). Kopf groß,
+langschnauzig. Augen mit Scleroticaring. Symphyse der Unterkiefer sehr
+lang. Zähne klein, zahlreich. Vomer sehr groß. Innere Nasenlöcher
+klein, von Vomer und Palatin eingeschlossen. Der 19 bis ca. 23
+Wirbel zählende Hals nur wenig länger als der Kopf mit einköpfigen
+Rippen, ca. 30 Rückenwirbel. 3 Sacralwirbel. Episternum und Clavicula
+selbständig, nicht miteinander verschmolzen, die Clavicula mit dem
+vorderen Fortsatz des Coracoids gelenkend. Obere Kreide von Kansas.
+
+¿Polycotylus¿ Cope. Nahe verwandt, wenn nicht identisch mit
+Trinacromerum. Kreide. Nordamerika.
+
+¿Brachauchenius¿ Willist. Über 1 m großer relativ breiter Schädel mit
+kurzer Unterkiefersymphyse. Pterygoid mit kräftiger Kante. Hals sehr
+kurz (13 Wirbel) mit einköpfigen Rippen. Kreide. Nordamerika.
+
+¿Polyptychodon¿ Owen (Fig. 385). Unvollständig bekannt. Zähne mit
+zahlreichen Schmelzleisten, wovon nur die stärksten die Spitze
+erreichen. Mittlere und Obere Kreide. Europa. ? Mexico.
+
+
+3. Familie. #Placodontidae.#[98]
+
+¡Schädel mehr oder weniger niedrig, mit Foramen parietale. Ein
+Paar von Schläfenlöchern groß, nach oben gerichtet. Augen- und die
+getrennten Nasenöffnungen seitlich. Prämaxillare und Symphyse des
+Unterkiefers mit prothecodonten, zylindrisch-konischen Schneidezähnen
+oder zahnlos. Palatinum mit großen, pflasterartigen Zähnen. Maxillare
+mit einer Reihe acrodonter rundlicher Backenzähne, Unterkiefer
+rückwärts mit großen Pflasterzähnen und ansehnlichem Processus
+coronoideus. Wirbel flach amphicöl. Gelenkenden der mäßig gestreckten
+Extremitäten nicht verknöchert.¡ Trias. Mitteleuropa.
+
+Da das Skelett der sehr spezialisierten Placodontier noch recht
+unvollständig bekannt ist, läßt sich ihre Stellung im System nicht
+völlig sicher präzisieren. Der Bau der Schädelunterseite sowie die
+platycölen Wirbel scheinen indessen für ihre Verwandtschaft zu den
+Sauropterygiern zu sprechen.
+
+Die Placodonten zeichnen sich in erster Linie durch ihre auffallende
+Bezahnung aus. Die acrodonten Zähne auf Gaumen und Unterkiefer
+erreichen zuweilen ansehnliche Größe, ihre Krone ist schwach gewölbt
+oder fast eben, glatt oder mit feinen Runzeln bedeckt, lebhaft
+glänzend und meist von tiefschwarzer oder dunkelbrauner Farbe. Unter
+denselben entwickeln sich die Ersatzzähne. Beachtenswert ist die
+Vereinigung der Pterygoidea, Palatina und des unpaaren Vomer zu einer
+fast die ganze Schädelunterseite einnehmenden Gaumenplatte. Die weit
+nach vorne gerückten Choanen werden durch einen Fortsatz des Vomer
+getrennt.
+
+Die ersten Reste von Placodontiern wurden von H. v. Meyer und Agassiz
+für Fische gehalten und erst R. Owen erkannte sie als Reptilien.
+
+[Illustration: Fig. 387.
+
+¡Placodus gigas¡ Ag. Muschelkalk. Bayreuth. ¡a¡ Schädel von der
+Unterseite, ¡b¡ von oben, ¡c¡ Unterkiefer von oben, ¡d¡ von der Seite.
+1/3 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 388.
+
+¡Placochelys placodonta¡ Jaekel. Unt. Keup. Veszprém. Ungarn. Schädel
+von der Seite. ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡L¡ Lacrimale,
+¡Prf¡ Präfrontale, ¡N¡ Nasale, ¡F¡ Frontale, ¡Ptf¡ Postfrontale,
+¡Po¡ Postorbitale, ¡J¡ Jugale, ¡P¡ Parietale, ¡Sq¡ Squamosum,
+¡Qj¡ Quadratojugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Na¡ Nasen-, ¡O¡ Augen-, ¡S¡
+Schläfenloch, ¡D¡ Dentale, ¡Pc¡ Processus coronoideus, ¡Ag¡ Angulare,
+¡Sag¡ Supraangulare, ¡Art¡ Articulare, ¡B¡ Knochenbuckeln.
+1/3 nat. Gr.]
+
+Sie waren wahrscheinlich auf seichte Uferlinien beschränkte
+Meeresbewohner und ihrem Gebiß nach in der Hauptsache Muschelfresser,
+zu deren Abstoßen von ihrem Standort bei Placodus und Cyamodus das
+Schneidegebiß, bei Placochelys ein mit Hornschutz versehener Schnabel
+gedient haben mag.
+
+¿Placodus¿ Ag. (Fig. 387). Schädel länger als breit, oben schwach
+gewölbt, Schnauze etwas verlängert. Zwischenkiefer und Symphyse des
+Unterkiefers mit zylindrisch-konischen Schneidezähnen. Palatinum und
+Unterkiefer jederseits mit drei großen, vierseitigen Pflasterzähnen,
+Oberkiefer mit kleineren, bohnenförmigen Zähnen besetzt. Isolierte
+Zähne häufig im Muschelkalk von Deutschland und Frankreich, selten im
+Keuper. Vereinzelte Zähne in der alp. Trias. (Kössener.) Ganze Schädel
+bei Bayreuth.
+
+¿Cyamodus¿ H. v. Meyer. Schädel dreieckig. Schnauze stark
+verschmälert. Schläfenlöcher bis dreimal so groß als die im vorderen
+Drittel der Schädellänge gelegenen Augenhöhlen. Nasenlöcher klein,
+nahe am Schnauzenende. Auf dem Palatinum jederseits 2-3 schwarze
+Pflasterzähne von elliptischer oder rundlicher Form, wovon der hintere
+mindestens doppelt so groß als der vordere ist. Sonstige Bezahnung
+ähnlich Placodus. Muschelkalk. Deutschland.
+
+¿Placochelys¿ Jaekel (Fig. 388). Schädelumriß spitzig herzförmig,
+der Hinterrand des Squamosum mit konischen Knochenbuckeln besetzt.
+Prämaxillaria und Symphyse der Unterkiefer zahnlos, ursprünglich wohl
+mit einem Hornschnabel versehen. Palatinum mit zwei, Maxillare mit
+drei, Unterkiefer mit zwei Pflasterzähnen. Von den flach amphicölen
+Wirbeln fallen 7-10 auf die Hals-, ca. 12 auf die Rumpf- und Becken-
+und ca. 10 bis 15 auf die Schwanzregion. Ein aus knöchernen Buckeln
+von wechselnder Größe zusammengesetzter geschlossener, von kräftigen
+Rippen gestützter Rückenpanzer und ein entsprechender kräftiger
+Bauchpanzer ist vorhanden. Extremitäten langgestreckt, ohne Epiphysen.
+Unterer Keuper. Veszprém, Ungarn.
+
+? ¿Psephoderma¿ H. v. M. (Fig. 389). Nur der aus ziemlich
+gleichmäßigen Platten gebildete Panzer bekannt. Rhät. Bayer. Alpen.
+Lombardei. England.
+
+[Illustration: Fig. 389.
+
+¡Psephoderma Alpinum¡ H. v. Meyer. 1/4 nat. Gr. Dachsteinkalk. Ob.
+Trias. Ruhpolding, Oberbayern.]
+
+
+Anhang. #Mesosauridae.#[99] (¡Proganosauria¡ Osborn.)
+
+~Wirbel plump, amphicöl. Schädel verlängert. Äußere Nasenlöcher
+getrennt, weit zurückliegend. Kieferzähne ungemein zart, lang,
+bürstenförmig, dicht gedrängt in Alveolen. Kleine Zähnchen am Vomer.
+Zwei Sacralwirbel. Humerus mit Foramen entepicondyloideum. Bauchrippen
+vorhanden. Brust- und Beckengürtel plattenförmig. Rippen einköpfig,
+beweglich, sehr dick, an allen Präsacralwirbeln mit Ausnahme des
+Atlas. Carpus und Tarsus verknöchert. Fünfzehig.~ Perm.
+
+Die ¡Mesosauridae¡ sind kleine (60-70 cm lange), Süßwasser bewohnende
+Reptilien. Von den beiden hierher gehörigen Gattungen findet sich
+der mit verknöcherten Schuppen ausgestattete ¿Mesosaurus¿ Gervais
+(¡Ditrochosaurus¡ Gürich) mit 11 Halswirbeln und 18 Rückenwirbeln im
+Perm von Südamerika und Südafrika.
+
+¿Stereosternum¿ Cope mit 12 Halswirbeln und 22 Rückenwirbeln im Perm
+von Südamerika.
+
+Infolge der ungenauen Kenntnis der rückwärtigen Schädelpartie (? nur
+ein oder zwei Schläfenlöcher) ist die Stellung der ¡Mesosauridae¡ im
+System unsicher. Trotz mancher Ähnlichkeit mit den Rhynchocephalen
+scheinen sie besonders auf Grund der Ähnlichkeit im Bau der
+Extremitätengürtel eher auf eine Verwandtschaft zu gewissen
+Sauropterygiern (¡Proneusticosaurus¡ Voltz) hinzuweisen.
+
+
+6. Ordnung. #Testudinata.# Schildkröten.[100]
+
+~Rumpf gedrungen und kurz, in eine knöcherne Kapsel (Theca)
+eingeschlossen, welche aus einem gewölbten Rücken- und einem flachen
+Bauchschild besteht. Kiefer zahnlos, von Hornscheiden umgeben.
+Quadratum unbeweglich. Nasenlöcher vereinigt am vorderen Ende der
+Schnauze gelegen. Nur ein Paar von Schläfenöffnungen vorhanden.
+Extremitäten fünfzehig, entweder Schwimmfüße oder Gehfüße.~ Trias bis
+jetzt.
+
+Die Schildkröten bilden durch ihre eigentümliche Organisation eine
+nach allen Seiten hin abgeschlossene Ordnung, deren Ursprung vorläufig
+noch völlig im dunkeln liegt. Die Morphologie ihres Schädels erinnert
+an Rhynchocephalen und Lacertilier, aber auch die Sauropterygier
+zeigen im Bau des Gaumens und Schultergürtels mit den Testudinaten
+gemeinsame Merkmale auf. Die Schildkröten treten schon in der Trias
+vollkommen fertig mit allen typischen Merkmalen auf und erleiden von
+da an bis in die Jetztzeit keinerlei durchgreifende Veränderung; erst
+verhältnismäßig spät, in der Kreide, erfolgt die vollkommene Anpassung
+einer Gruppe: der Cheloniidae an das Meerleben.
+
+Das auffallendste Merkmal der Schildkröten ist die Umkapselung des
+kurzen und gedrungenen Rumpfes durch einen festen knöchernen ~Panzer~
+(Theca), welcher teils aus Verbreiterungen der Dornfortsätze und
+Rippen, teils aus Hautknochen zusammengesetzt ist, die mit jenen
+in mehr oder weniger innige Verbindung treten. Diese ~knöcherne
+Kapsel~, in welche oft Kopf, Füße und Schwanz zurückgezogen werden
+können, ist von einer ~lederartigen Haut~ oder ~verhornten Epidermis~
+(~Schildpatt~) überzogen, welch letztere durch vertiefte Nähte in
+eine Anzahl Schilder (Scuta) zerlegt wird. (Siehe Fig. 398.) Auf dem
+Rückenpanzer zählt man 5 mittlere Vertebral-Scuta und je 4 (zuweilen
+5) seitliche Lateral- oder Costal-Scuta, zu denen noch 24 oder mehr
+kleiner Randschilder (Marginalscuta) kommen. Auch der Bauchschild
+(Plastron) ist in der Regel mit 6 (oder 5) Paar Hautschildern
+bedeckt, wovon die vordersten als Gular-Scuta, die andere als
+Humeral-Pectoral-Abdominal, Femoral und Anal (Caudal)-Scuta bezeichnet
+werden. Diese Epidermisverhornungen die in der Hauptsache nur den
+Trionychiidae und Dermochelidae fehlen und denen in systematischer
+Hinsicht eine erhebliche Bedeutung zukommt, entsprechen in ihrer
+Größe und Form keineswegs den darunter liegenden knöchernen Platten,
+auf deren Oberfläche ihre Grenzen vertiefte Nähte hinterlassen.
+Letztere sind bei fossilen Formen allein erhalten, da die eigentlichen
+Hornschilder durch den Fossilisationsprozeß meist vollständig
+zerstört werden. Bei den ~Dermochelyidae~ (Lederschildkröten) findet
+sich in der ~Lederhaut~ ein Pflaster polygonaler schuppenartiger
+Knochenplatten, das sich panzerartig (¡Carapace athèque¡) über den
+spärlichen Verknöcherungen des Rücken- und Bauchschildes zusammenfügt.
+
+Der knöcherne ~Rückenpanzer~ (Rückenschild, Carapace) (Fig. 390 A)
+verdankt seine Entstehung teils horizontalen Ausbreitungen der
+Dornfortsätze und Rippen, teils den damit in Verbindung tretenden,
+darüber gelagerten Hautverknöcherungen. Die Zahl und Anordnung
+der den Rückenpanzer bildenden Knochenplatten ist daher wesentlich
+bedingt durch die darin enthaltenen Wirbel und Rippen. Die acht
+rippenlosen ~Halswirbel~, die amphicöl, procöl und opisthocöl sein
+können, verschieben sich sehr leicht aneinander, während die ~zehn
+Rückenwirbel~ meist unbeweglich verbunden sind. Die oberen Bogen des
+verlängerten zweiten bis neunten Rückenwirbels breiten sich zu acht
+(selten mehr) medianen Knochenplatten, ~Neural~-(Vertebral)-~Platten~,
+aus, von denen einzelne zuweilen nicht zur Entwicklung gelangen,
+bei australischen Pleurodiren fehlen dieselben gänzlich. Auch die
+Rippen (zweite bis neunte) wandeln sich in breite Knochenplatten
+(~Costalplatten~) um, welche untereinander und mit den Neuralplatten
+in Verbindung treten. Die Rippen selbst bleiben auf der Innenseite der
+Costalplatten häufig mehr oder weniger deutlich sichtbar und ragen,
+wenn das Rückenschild keinen vollkommen geschlossenen Panzer bildet,
+mit ihren distalen Enden über die Costalplatten hinaus. Vor der
+vordersten Neuralplatte wird der erste Rückenwirbel und manchmal auch
+der letzte Halswirbel von einer quer verbreiterten Hautknochenplatte
+bedeckt (~Nuchal~- oder Nackenplatte), die entweder frei ist oder in
+Verbindung mit den Dornfortsätzen der beiden Wirbel treten kann. In
+gleicher Weise sind die letzten Wirbel in der Regel von einer bis drei
+~Suprapygal~-(Supraneural, Supracaudalia, Pygalia)-~Platten~ bedeckt,
+auf welche noch eine ~Pygalplatte~ folgt. Zur Vervollständigung des
+aus Neural- und Costalplatten zusammengesetzten »Diskus« (Scheibe)
+dienen gewöhnlich 11 (seltener 12) Paar nebst einer unpaaren hinteren
+Platte: Randplatten ~Marginalia~ (Peripheralia). Bei den Trionychia
+fehlen in der Regel die Randplatten.
+
+[Illustration: Fig. 390.
+
+¡Chelonia midas¡ Latr. Atlantischer Ozean.
+
+ ¡A¡ Rückenschild von außen,
+ ¡B¡ Querschnitt des Panzers,
+ ¡C¡ Bauchschild von unten.
+
+¡Nu¡ Nuchal- oder Nackenplatte, ¡N¡ und 1-8 Neuralplatten, ¡Py¡
+Pygalplatte, ¡C¡^1-¡C¡^8 Costalplatten, ¡M¡ Randplatten, ¡R¡ Rippen,
+¡W¡ Wirbel, ¡P¡ Plastron, ¡e¡ Entoplastron, ¡Ep¡ Epiplastron, ¡Hyp¡
+Hyoplastron, ¡Hpp¡ Hypoplastron, ¡Xp¡ Xiphiplastron.]
+
+Während den Neural- und Costalplatten Wirbel und Rippen, somit
+Teile der Wirbelsäule zugrunde liegen, sind die Nuchal-, Marginal-
+und Pygal-Platten reine Hautverknöcherungen. Auch das Bauchschild
+(~Plastron~) ist vollständig eine dermale Bildung. In der Regel
+besteht dasselbe aus neun Stücken, einem medianen unpaaren am
+Vorderrand gelegenen ~Entoplastron~ (Episternum, Interclavicula)
+und vier Paar seitlichen, die als ~Epiplastron~ (Claviculare),
+~Hyoplastron~, ~Hypoplastron~ und ~Xiphiplastron~ bezeichnet werden.
+Bei den Chelonidae sind Hyoplastron und Hypoplastron durch eine
+große Lücke (~Fontanelle~) getrennt (Fig. 390 B), bei anderen (z. B.
+Chersidae) (Fig. 398) vereinigen sich die Stücke gegenseitig und
+bilden so eine geschlossene Platte, zwischen diesen Extremen können
+alle Übergangsstufen vorkommen.
+
+[Illustration: Fig. 391.
+
+Schädel von ¡Trionyx Gangeticus¡ Cuv. ¡A¡ von oben. ¡B¡ von unten.
+¡N¡ Nasenlöcher, ¡S¡ Schläfenloch, ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡Exo¡
+Exoccipitale, ¡SO¡ Supraoccipitale, ¡Op¡ Opisthoticum, ¡Pro¡
+Prooticum, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Pa¡ Parietale, ¡Fr¡ Frontale, ¡Ptf¡
+Postfrontale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡Q¡ Quadratum, ¡QuJ¡ Quadrato-Jugale,
+¡J¡ Jugale, ¡Mx¡ Maxilla, ¡Pmx¡ Prämaxilla, ¡Ch¡ innere Nasenlöcher,
+¡Vo¡ Vomer, ¡Pl¡ Palatinum, ¡Pt¡ Pterygoideum, ¡BSph¡ Basisphenoid.
+(Nach ~Hoffmann~.)]
+
+Zuweilen fehlt das Entoplastron (z. B. Cinosternidae, Dermochelyidae)
+oder es schaltet sich zwischen Hyoplastron und Hypoplastron ein
+(bis 2) Mesoplastron ein. Die Verbindung zwischen Rücken- und
+Bauchschild ist entweder nur eine verhältnismäßig lockere, teils durch
+Ligamente, teils durch seitliche Fortsätze von Hyo- und Hypoplastron
+oder diese beiden sind mit den umgeknickten Marginalia fest durch
+Sutur verbunden. Es entsteht im letzteren Falle dann eine ~Brücke~
+(~Sternalbrücke~). Verlängern sich die vorderen und inneren Flügel
+der Sternalbrücke nach innen und heften sie sich an die Innenseite
+von Costalplatten an, so entstehen sogenannte ~Sternalkammern~.
+
+Am ~Sacrum~ nehmen in der Regel zwei (selten drei oder mehr) Wirbel
+teil, deren Rippen durch Sutur mit dem Wirbelkörper und dem oberen
+Bogen verbunden und distal -- namentlich die ersten -- verbreitert
+sind. Der biegsame kurze Schwanz besteht aus procölen (selten
+opisthocölen) sehr beweglichen Wirbeln mit nur sehr niederen oder
+völlig fehlenden Dornfortsätzen, deren kurze Rippen in der Regel
+mit den Wirbelkörpern und den ob. Bögen sich zu querfortsatzartigen
+Gebilden verschmelzen.
+
+Die Knochen des ~Schädels~, dem ein Foramen parietale fehlt
+(Fig. 391), bilden ein häufig verlängertes, breites gewölbtes Dach,
+welches sich in einen starken, supraoccipitalen Hinterhauptskamm
+fortsetzt. Die seitlichen Augenhöhlen (¡A¡) liegen vor der Mitte,
+die weiten, vereinigten, vertikalen Nasenöffnungen (¡N¡) vorn am
+Schnauzenende. Das paarig entwickelte ansehnliche Parietale sendet mit
+Ausnahme der Dermochelyidae einen von manchen Autoren in Beziehung
+zum Epipterygoid gebrachten breiten Fortsatz zum Pterygoid (an Stelle
+des fehlenden ? Alisphenoids), die Seitenwandungen der Schädelkapsel
+werden von dem meist ansehnlichen Prooticum und Opisthoticum
+eingenommen. Das Epioticum verschmilzt mit dem Supraoccipitale. Die
+paarigen Frontalia und Präfrontalia, welche die Augenhöhlen innen
+und vorne begrenzen, sind kräftig entwickelt, Nasalia kommen nur bei
+den meisten Chelyidae vor und Lacrimalia und Postorbitalia fehlen
+stets. Der Vorderrand der Schnauze wird von den kleinen und gewöhnlich
+getrennten Prämaxillaria gebildet. Das Squamosum begrenzt Prooticum
+und Opisthoticum und ruht auf dem Quadratum, das durch einen nach oben
+verlängerten Fortsatz sich fest in die Gehörgegend eingefügt und durch
+eine Naht vom Quadratojugale getrennt ist. Dieses letztere begrenzt
+als Jochbogen mit dem Jugale und den Fortsätzen des Squamosum und
+Postfrontale von unten die Schläfenöffnung, die aber durch seitliche
+plattige Ausbreitungen dieser Elemente und des Parietale, namentlich
+bei den Seeschildkröten, mehr oder weniger vollständig geschlossen
+werden kann. Ausnahmsweise kann der Jochbogen durch Reduktion des
+Quadratojugale auch vollständig fehlen (z. B. Terrapene, Cistudo).
+Ein hinterer Abschluß der Schläfenöffnung wird manchmal durch einen
+~Parieto-Squamosalbogen~ erzielt.
+
+An der Umgrenzung des Foramen magnum nehmen Supraoccipitale,
+Exoccipitalia und manchmal auch das Basioccipitale teil, das mit
+den letzteren den in der Regel dreiteiligen Condylus bildet. Bei
+Dermochelys bleibt derselbe knorpelig.
+
+Der knöcherne Gaumen wird von den ausgedehnten Maxillaria und den in
+der Regel ziemlich verbreiterten Palatina sowie dem unpaaren Vomer
+gebildet, der die einander sehr genäherten Choanen von innen begrenzt.
+Auch die Pterygoidea sind als breite Knochenplatten entwickelt.
+Der Stapes (Columellae auris) ist verknöchert. Am Unterkiefer
+unterscheidet man 6 Knochen (Dentale, Angulare, Complementare,
+Operculare, Supraangulare, Articulare), welche sich jedoch an
+ausgewachsene Individuen so fest aneinander schließen, daß der
+Kiefer wie aus einem Stück zusammengesetzt erscheint. Zähne fehlen
+vollständig, dagegen sind Ober- und Unterkiefer wie bei den Vögeln an
+ihren Rändern mit scharf schneidenden Hornplatten überkleidet.
+
+~Schulter- und Beckengürtel~ (Fig. 392) befinden sich
+auffallenderweise innerhalb des Panzers, da dieselben jedoch im Fötus
+vor und hinter sowie außerhalb der Rippen liegen, so erhalten sie ihre
+abnorme Lage erst bei fortschreitender Entwicklung. Der Schultergürtel
+ist ein dreischenkeliger Skelettkomplex. Der dorsale, stabförmige
+Schenkel, die ~Scapula~, wird durch Band oder Knorpel am Rückenschild
+in der Nähe des vordersten Wirbels befestigt, der vordere ventrale
+Schenkel das ~Procoracoid~ verbindet sich ebenso mit dem Entoplastron
+(Episternum), während der hintere ventrale Schenkel, das ~Coracoid~,
+sich unter distaler Verbreiterung nach innen erstreckt. Der häufig
+stark gekrümmte Humerus zeichnet sich durch seinen dicken, kugeligen
+Gelenkkopf aus, im Vorderarm bleibt die Ulna bei den Chelonidae
+gegenüber dem Radius an Länge zurück. Der Carpus enthält in der Regel
+in der proximalen Reihe 4, in der distalen 5 Knöchelchen -- doch
+kommen häufig Verschmelzungen vor. Die 5 Metacarpalia zeigen bei den
+verschiedenen Familien große Differenzen und auch die Fingerglieder
+weichen an Länge und Zahl stark voneinander ab.
+
+[Illustration: Fig. 392.
+
+¡Emys orbicularis Linné.¡ Skelett von unten gesehen, nach Entfernung
+des Bauchschildes. ¡Nu¡ Nuchalplatte, ¡C¡ Costalplatte, ¡M¡
+Marginalplatten, ¡Py¡ Pygalplatte, ¡e¡ Entoplastron, ¡Ep¡ Epiplastron,
+¡Hyp¡ Hyoplastron, ¡Hpp¡ Hypoplastron, ¡Xp¡ Xiphiplastron, ¡Co¡
+Coracoid, ¡PSc¡ Procoracoid, ¡Sc¡ Scapula, ¡H¡ Humerus, ¡R¡ Radius,
+¡U¡ Ulna, ¡Il¡ Ilium, ¡Pb¡ Pubis, ¡Is¡ Ischium, ¡Fe¡ Femur, ¡T¡ Tibia,
+¡F¡ Fibula.]
+
+An dem lacertilierähnlichen Beckengürtel heften sich die Ilia
+gewöhnlich an den Sacralrippen an, häufig sind sie auch mit den
+letzten Costalplatten knorpelig durch Naht verbunden. Bei den
+Pleurodiren sind auch Pubes und Ischia an dem Plastron unbeweglich
+befestigt. Der Femur ist ein gekrümmter, zylindrischer Knochen, Tibia
+und Fibula erreichen nahezu gleiche Länge. Im Tarsus treten in der
+Regel Konkreszenzen ein, so entsteht durch Verschmelzung des Tibiale
+und Intermedium ein Astragalus und aus dem Fibulare ein Calcaneus --
+bei den Emydae können beide Knochen oft zu einem einzigen Element
+verwachsen, die distale Reihe des Tarsus enthielt 4 (Chelonidae) oder
+5 Knöchelchen. Die 5 Metatarsalia und Zehen gleichen dem Vorderfuß.
+
+Die Schildkröten leben teils auf dem Festland, teils im süßen Wasser,
+teils im Meer. Gegenwärtig kennt man ca. 270 Arten, die größtenteils
+auf warme und tropische Zonen beschränkt sind. Sie pflanzen sich durch
+Eier fort, welche in der Erde oder bei den wasserbewohnenden Formen am
+Ufer im Sande eingescharrt werden. Ihre Nahrung besteht vorherrschend
+aus Pflanzen, viele von ihnen nähren sich aber auch von Fischen,
+Mollusken und Crustaceen.
+
+
+1. Unterordnung. #Pleurodira.# ~Lurchschildkröten.~
+
+¡Rücken- und Bauchschild vollständig verknöchert, Becken mit dem
+Rückenschild und gewöhnlich auch mit dem Plastron unbeweglich
+verbunden. Mesoplastra vorhanden oder fehlend. Hals und Kopf seitlich
+bewegbar. Halswirbel mit starken Querfortsätzen. Hornschilder
+vorhanden. Schwimmfüße mit 4-5 Krallen.¡ Trias bis jetzt.
+
+Sämtliche lebende Pleurodiren sind Süßwasserbewohner und finden sich
+in Afrika, Madagaskar, Südamerika, Australien und Neu-Guinea.
+
+
+1. Familie. #Amphichelydidae.#
+
+¡Mesoplastra vorhanden. Becken häufig noch nicht mit dem Plastron
+verwachsen. Intergulare Scuta wahrscheinlich immer entwickelt.
+Epiplastra in Kontakt mit dem Hypoplastra.¡ Trias bis ? Miocän.
+
+Die hier vereinigten fossilen Vertreter aus Trias, Jura und Kreide
+in Europa und Nordamerika, die sich vielleicht in ~Proganochelynae~,
+~Pleurosterninae~ und ~Baeninae~ gliedern lassen, vereinigen noch
+Merkmale der Cryptodira und Pleurodira; Lydekker, dem sich G. Baur und
+Hay[101] anschlossen, nannte sie darum ¿Amphichelydia¿ und betrachtete
+sie als eine den übrigen gleichwertige Unterordnung der Schildkröten.
+
+? ¿Chelyzoon¿ v. Huene. Wirbelkörper 3 cm hoch und 9 cm lang,
+opisthocöl. Muschelkalk. Bayern und Schwaben.
+
+¿Proganochelys¿ Baur em. E. Fraas. (¡Psammochelys¡ Quenstedt.
+? ¡Chelytherium¡ H. v. Meyer.) Sehr große (65 cm lange) Form. Plastron
+mit dem Rückenschild unter Bildung von Sternalkammern verwachsen.
+5 Vertebralscuta außerordentlich groß und breit auf Kosten der
+Lateralscuta, im vorderen und hinteren Winkel zahlreiche, mit Höckern
+versehene Supramarginalscuta. Rückenwirbel weit vom Rückenschild
+abstehend und mit ihm durch die dünnen Dornfortsätze verbunden.
+Becken mit dem Rückenschild und Bauchschild verwachsen. Keuper
+(Stubensandstein) Schwaben.
+
+¿Proterochersys¿ E. Fraas.[102] Halb so groß wie Proganochelys,
+hochgewölbt, mit mächtig entwickeltem, fest an Ober- und Unterschale
+verwachsenem Becken. Keuper (Stubensandstein) Schwaben.
+
+¿Pleurosternum¿ Owen. Rückenschild sehr flach, hinten gerundet,
+Neuralia mäßig verlängert; Nuchalscutum fehlt, Rückenschild mit
+Plastron durch eine große Brücke fest verbunden. Mesoplastron sehr
+breit. Oberer Jura und Wealden von England und Norddeutschland.
+? Miocän. Lausanne, Schweiz.
+
+¿Helochelys¿ v. Meyer. Cenoman. Kelheim.
+
+¿Platychelys¿ A. Wagner (¡Helemys¡ Rütimeyer). (Fig. 393.)
+Rückenschild schwach gewölbt, mit drei Längsreihen, starker
+kegelförmiger Höcker, von denen radiale Rippen ausstrahlen. Diese
+Höcker entsprechen den darüber liegenden Vertebral- und Costalscuta.
+Neuralplatten breit, ungleich groß. Plastron kreuzförmig, durch kurze
+Brücke mit dem Rückenschild verbunden. Becken nicht mit dem Plastron
+verwachsen. Oberst. Jura. Bayern, Frankreich, Engl.
+
+¿Glyptops¿ Marsh (¡Compsemys¡ Leidy). Rückenschild flach, mit dem
+Plastron durch Sutur fest verbunden. Becken nicht mit dem Bauchschild
+verwachsen. Halswirbel amphicöl. Oberer Jura bis Obere Kreide.
+Vereinigte Staaten von Nordamerika.
+
+¿Probaëna¿ Hay. Nahe verwandt mit Platychelys. Untere Kreide (Como
+beds). Nordamerika.
+
+¿Baëna¿ Leidy. Rückenschild flach, fest mit dem Plastron durch Sutur
+verbunden. Mesoplastron ansehnlich, mit ausgebreiteten äußeren Enden.
+Obere Kreide. Eocän. Nordamerika.
+
+¿Eubaëna¿ Hay. ¿Chisternon¿ Leidy. ¿Boremys¿, ? ¿Neurancylus¿ Lambe.
+? ¿Thescelus¿, ¿Charithemys¿ Hay. ? ¿Polythorax¿ Cope. ? ¿Naomichelys¿
+Hay. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 393.
+
+¡Platychelys Oberndorferi¡ Wagn. Ob. Jura. Kelheim, Bayern. 1/4 nat.
+Gr. ¡A¡ Rückenschild, ¡B¡ Bauchschild. ¡n¡ 1-8 Neuralplatten, ¡c¡ 1-8
+Costalplatten, ¡py¡ Pygalplatte, ¡NS¡ Vertebral- oder Neuralscuta,
+¡LS¡ Lateralscuta, ¡SmS¡ Supramarginalscuta, ¡MS¡ Marginalscuta, ¡e¡
+Entoplastron, ¡Ep¡ Epiplastron, ¡Hyp¡ Hyoplastron, ¡Mp¡ Mesoplastron,
+¡Hpp¡ Hypoplastron, ¡Xp¡ Xiphiplastron, ¡IGS¡ Intergularscutum, ¡GS¡
+Gularscutum, ¡BS¡ Brachialscutum, ¡x¡ Anheftstelle des Darmbeins,
+¡PS¡ Pectoralscutum, ¡AS¡ Abdominalscutum, ¡FS¡ Femoralscutum,
+¡AnS¡ Analscutum.]
+
+
+2. Familie. #Pelomedusidae.#
+
+¡Plastron aus 11 Elementen zusammengesetzt. Mesoplastron vorhanden,
+ein knöcherner Schläfenbogen, aber kein Parieto-Squamosalbogen
+vorhanden. Nasalia fehlen. Präfrontalia miteinander verbunden.¡
+? Gault. Obere Kreide bis jetzt.
+
+Die lebenden Gattungen ¿Sternothaerus¿ Bell, ¿Pelomedusa¿ Wagl.,
+¿Podocnemis¿ Wagl. finden sich in Afrika, Madagaskar und Südamerika,
+die beiden ersten fossil im Mittelpliocän von Ägypten, letztere schon
+im Mitteleocän, ¡Podocnemis¡ (Fig. 396) wird bereits aus dem Eocän
+von England, dem Mittel-Obereocän und Untermiocän von Ägypten und
+? Indien genannt. ¡Stereogenys¡ Andrews. Mittel-Obereocän Ägypten. Die
+systematische Stellung von ¡Rhinochelys¡ Seeley (Fig. 395) aus dem
+Gault von England ist unsicher.
+
+Die Gattungen ¿Bothremys¿ Leidy, ¿Taphrosphys¿ Cope, ¿Amblypeza¿,
+¿Naiadochelys¿ Hay aus der oberen Kreide Nordamerikas werden auch
+auf Grund eines wohl entwickelten Vomers als eigene Familie:
+¡Bothremydidae¡ betrachtet.
+
+
+3. Familie. #Chelyidae.#
+
+¡Plastron aus 9 Elementen zusammengesetzt. Keine Mesoplastra.
+Schläfenbogen in der Regel fehlend, dafür ein Parieto-Squamosalbogen
+vorhanden. Palatina durch den Vomer getrennt. Nasalia vorhanden.
+Präfrontalia von einander getrennt.¡ Eocän bis jetzt. Lebend (10
+Gattungen) in Südamerika, Australien, Neu-Guinea.
+
+¿Chelodina¿ Fitz. Pleistocän und rezent. ¡Hydraspis¡ Bell. Südamerika
+rezent und Eocän Indien. ¡Emydura¡ Bonap. Australien. ? Pleistocän.
+
+
+4. Familie. #Miolanidae.#
+
+¡Panzer unvollständig bekannt. Becken mit den Costalia verwachsen.
+Schädel mit vollkommen überwölbten Schläfenöffnungen und mit
+hornähnlichem Knochenzapfen skulptiert. Schwanz in einer aus
+Verschmelzung ähnlicher Hautossifikationen hervorgegangenen knöchernen
+Scheide angeschlossen.¡ ? Kreide. Pleistocän.
+
+Die einzige riesige Gattung ¿Miolania¿ Owen. (Schädel am hinteren
+Ende bis 0,58 m breit) wurde zuerst aus dem Pleistocän von Queensland
+(Australien) beschrieben. Neuerdings sind sehr vollkommene Reste aus
+der ? obersten Kreide (? Tertiär) von Patagonien bekannt geworden.
+
+
+5. Familie. #Plesiochelyidae.#
+
+¡Mesoplastra fehlen. Nur Pubis mit dem Plastron verwachsen.
+Schläfenregion überwölbt.¡ Oberer Jura bis Untere Kreide.
+
+¿Plesiochelys¿ Rütim. (Fig. 394). Rückenschild bis 1/2 m lang, massiv,
+kreis-herzförmig. 8 Neuralia, lang schmal, 3 Suprapygalplatten.
+11 Paar Marginalia mit einer unpaaren, in die Quere gestreckten
+Nuchalplatte. Sternalbrücke sehr groß. Entoplastron und Epiplastra
+sehr klein. Hyoplastra groß. Plastron mit oder ohne bleibende
+Fontanelle. Oberer Jura. Untere Kreide. Deutschland, Frankreich,
+Schweiz.
+
+¿Idiochelys¿ H. v. Meyer. (¡Chelonemys¡ Jourdan.) Höchstens 7 Neuralia
+und ein Suprapygale vorhanden. Oberster Jura. Bayern und Cerin. (Ain.)
+
+¿Hydropelta¿ H. v. Meyer. Oberer Jura. Von eben dort. ? ¡Chelonides¡
+Maack. Oberer Jura. Norddeutschland. ¡Hyaelochelys¡ Lyd. Oberer Jura
+und Wealden. Europa.
+
+? ¿Sontiochelys¿ G. Stache. Neuralia fehlen vollständig. Cenoman.
+Karst.
+
+[Illustration: Fig. 394.
+
+¡Plesiochelys Solodurensis¡ Rütimeyer. Ob. Jura (Kimmeridge.)
+Solothurn, Schweiz. 1/8 nat. Gr. (Nach ~Rütimeyer~.)]
+
+[Illustration: Fig. 395.
+
+¡Rhinochelys Cantabrigiensis¡ Lyd. Schädel in nat. Gr. aus dem
+Grünsand von Cambridge. (Nach ~Lydekker~.) ¡A¡ Augenhöhle, ¡N¡
+Nasenloch, ¡Pa¡ Parietale, ¡Fr¡ Frontale, ¡Prf¡ Prä-, ¡Ptf¡
+Postfrontale, ¡Na¡ Nasale, ¡Pmx¡ Zwischenkiefer.]
+
+[Illustration: Fig. 396.
+
+¡Podocnemis expansa¡ Wagl. Rezent. Brasilien. Hinteres Ende des
+Bauchschildes von innen; m. den Anheftstellen für Scham- u. Sitzbein
+(¡x¡, ¡y¡). (Nach ~Rütimeyer~.)]
+
+
+2. Unterordnung. #Cryptodira.#
+
+¡Rücken- und Bauchschild mehr oder weniger vollständig verknöchert,
+gegenseitig nur leicht verbunden. Epiplastra im Kontakt mit den
+Hyoplastra. Marginalia vorhanden. Kopf und Hals in vertikaler Richtung
+in die Schale zurückziehbar. Halswirbel ohne oder nur mit kurzen
+Querfortsätzen. Becken nicht mit dem Plastron verwachsen. Klump- oder
+Schwimmfüße mit 4-5 Krallen. Hornschilder.¡ Ob. Jura-jetzt.
+
+
+1. Familie. #Thalassemydidae.#
+
+¡Panzer mehr oder weniger unvollständig verknöchert. Plastron
+gewöhnlich mit großer Mittelfontanelle. Häufig Fontanellen zwischen
+Marginalia und Costalia. Plastron mit der Rückenschale durch seitliche
+Fortsätze verbunden. Schläfengegend mehr oder weniger überdacht. Hals
+kurz. 5 Krallen.¡ Jura bis Kreide. Eocän.
+
+Diese ausgestorbene Familie enthält Schildkröten aus marinen
+Ablagerungen, welche während der Jura-Eocänzeit die Meerküsten
+bewohnten und in ihrer ganzen Erscheinung eine Verbindung von
+Merkmalen der heutigen Cheloniidae (Meerschildkröten) und Emydidae
+(Sumpfschildkröten) zur Schau tragen. Die meist unvollständige
+Verknöcherung des Rückenschildes, sowie die bleibenden Fontanellen
+im Bauchschild drücken den Thalassemyden äußerlich den Stempel
+der Meerschildkröten auf; allein die Form der Plastronstücke, die
+stark verlängerten und etwas aufwärts gebogenen Flügel der Hyo-
+und Hypoplastra erinnern weit mehr an die Sumpfschildkröten als an
+die Cheloniidae. Ebenso ähnelt die Beschaffenheit der Extremitäten
+denen der Emydidae. Die fünf mäßig verlängerten, gelenkig
+verbundenen Zehenglieder endigten mit Krallen und waren ursprünglich
+wahrscheinlich durch eine Schwimmhaut vereinigt, konnten somit zum
+Gehen und Schwimmen gebraucht werden.
+
+[Illustration: Fig. 397.
+
+¡Eurysternum Wagleri¡ H. v. Meyer. Ob. Jura. Zandt bei Eichstätt.
+1/3 nat. Gr.]
+
+¿Eurysternum¿ Wagler (¡Aplax¡, ¡Acichelys¡, ¡Achelonia¡,
+¡Palaeomedusa¡ v. Meyer) (Fig. 397). Das Rückenschild verknöchert
+erst in hohem Alter vollständig, das Plastron bewahrt stets größere
+Fontanellen. Schläfengegend vollständig überdacht. Extremitäten mit 5
+kurzen Zehen. Im Lithographischen Schiefer von Solnhofen (Bayern) und
+Cerin (Dep. Ain).
+
+¿Thalassemys¿ Rütimeyer (¡Enaliochelys¡ Seeley). Ähnlich Eurysternum,
+aber hintere Neuralia mit dachähnlichem Rücken. ? Verwandt mit
+Glyptops. Ob. Jura. Purbeck. Schweiz. Schwaben. England.
+
+¿Chitracephalus¿ Dollo. Schädel stark verlängert, niedrig.
+Gesichtsteil kurz. Schläfengegend nicht überdacht. Wealden. Belgien.
+¿Tropidemys¿ Rütimeyer, ¿Pelobatochelys¿ Seeley. Ob. Jura und Wealden.
+Europa.
+
+In ihrer Stellung unsicher sind folgende Formen, die manche Autoren
+auch mit den Cheloniidae vereinigen.
+
+¿Osteopygis¿ Cope. Rückenpanzer nahezu geschlossen. 8 Paar Costalia,
+11 Paar Marginalia. Plastron relativ klein. Ob. Kreide. Nordamerika.
+Nahe verwandt, wahrscheinlich identisch ist ¿Propleura¿ Cope. Das
+gleiche gilt für ¿Catapleura¿ Cope. Ob. Kreide. Nordamerika.
+
+¿Lytoloma¿ Cope, (? ¡Euclastes¡ Cope, ? ¡Glossochelys¡ Seeley).
+Unvollständig bekannt. Ob. Kreide. Eocän. Europa, Nordamerika, Afrika
+(Tunis).
+
+¿Erquelinnesia¿ Dollo (¡Pachyrhynchus¡ Dollo). Ob. Kreide. Eocän.
+Nordamerika. Europa.
+
+¿Rhetechelys¿ Hay. Ob. Kreide Nordamerika.
+
+
+2. Familie. #Chelydridae.#
+
+¡Am Rückenschild Nuchale mit rippenartigen Fortsätzen. Sämtliche
+Neuralia vorhanden. 25 Marginalia. Plastron aus 9 Elementen bestehend,
+klein, kreuzförmig, mit dem Rückenschild locker (durch Gomphose)
+verbunden. Schläfenregion unvollständig überdeckt. Schwanz lang
+mit meist opisthocölen Wirbeln. Füße mit fünf mäßig langen, durch
+Schwimmhaut verbundenen Zehen, vorne fünf, hinten vier Krallen.¡ Ob.
+Jura bis jetzt.
+
+¿Tretosternum¿ Owen (¡Peltochelys¡ Dollo). Rückenschild mit grubiger
+Oberfläche, sein Vorderrand tief ausgeschnitten. Purbeck u. Wealden.
+England und Belgien.
+
+¿Gafsachelys¿ de Stefano. Unt. Eocän. (? Kreide). Tunis.
+
+? ¿Acherontemys¿ Hay. Miocän. Nordamerika.
+
+¿Macroclemys¿ Gray (¡Machochelys¡ Gray). Fossil im Pleistocän von
+Nordamerika. Lebend in Flüssen und Sümpfen von Nordamerika.
+
+¿Chelydra¿ Schweig. Lebend in Nord- und Zentralamerika. Fossil im
+Miocän von Europa, Pleistocän von Nordamerika.
+
+¿Devisia¿ D. Ogilby. Rezent. Neu-Guinea.
+
+
+3. Familie. #Testudinidae.#
+
+¡Nuchalplatte ohne rippenähnliche Fortsätze. Panzer vollständig
+geschlossen, Plastron mit dem Rückenschild in der Regel durch Sutur
+verbunden. Schläfengegend nicht überwölbt.¡
+
+
+Unterfamilie. #Emydinae.# (Sumpfschildkröten.)
+
+¡Rückenschild schwach gewölbt, Plastron in der Regel durch Sutur,
+selten durch Ligamente mit dem Rückenschild verbunden, aus 9 Elementen
+zusammengesetzt, Mesoplastron fehlt. Sternalkammern wohl entwickelt.
+Quadratum hinten offen. Zehen kurz, kräftig, die mittleren gewöhnlich
+mit drei Phalangen (Terrapene mit zwei), durch Schwimmhaut verbunden.
+4 bis 5 Krallen.¡ Eocän bis Jetzt.
+
+Im Bau der knöchernen Schale stehen die Emydinae den Testudininae
+(Landschildkröten) sehr nahe, mit denen sie von verschiedenen Autoren
+auch direkt vereinigt werden, unterscheiden sich von diesen aber
+hauptsächlich durch flachere Wölbung des Rückenschildes, tieferes
+Eingreifen der Sternalflügel nach innen und die dadurch bewirkte
+Ausbildung von Sternalkammern, sowie durch den Bau ihrer Extremitäten,
+denen überdies Hautverknöcherungen fehlen. Sie lassen sich als zwei
+deutlich getrennte Gruppen bis in das Eocän zurück verfolgen.
+
+Die Emydinae (20 Genera) leben gegenwärtig in Flüssen und Sümpfen in
+allen wärmeren Teilen der Erde mit Ausnahme des Australischen Gebiets,
+fossile Formen sind mit Sicherheit erst aus dem Tertiär bekannt.
+Die ältesten Reste in ~Europa~ stammen aus dem Eocän von England,
+ihre generische Stellung zu ¿Chrysemys¿ Gray erscheint fraglich. Die
+Gattung ¿Emys¿ Dum. (¡Cistudo¡) wird in Europa bis in das Obereocän
+zurück genannt. Die unter dem Namen ¿Emys¿ (Fig. 392) aus dem
+Oligocän und Miocän Europas beschriebenen zahlreichen Schildkröten
+scheinen fast alle eher auf ¿Clemmys¿ Wagl. und ¿Okadia¿ Gray
+hinzuweisen. ¿Ptychogaster¿ Pomel zeigt sich im Oligocän und Miocän
+in ziemlich weiter Verbreitung. In den Vereinigten Staaten ist im
+Eocän ¿Ectomatemys¿ Hay und ¿Clemmys¿ Wagl. häufig, im Oligocän findet
+sich ¿Graptemys¿ Agass. und im jüngeren Tertiär verteilen sich die
+Funde auf ¿Trachemys¿ Agass., ¿Terrapene¿ Merrem, ¿Chrysemys¿ Gray,
+¿Clemmys¿ Wagl. u. a.
+
+
+Unterfamilie. #Testudininae.# Landschildkröten. (¡Chersidae.¡)
+
+¡Rückenschild hoch gewölbt. Plastron durch Sutur mit dem Rückenschild
+verbunden, aus 9 Elementen zusammengesetzt. Sternalkammern kaum
+entwickelt. Quadratum hinten geschlossen. Kurze Klumpfüße mit
+Hautverknöcherungen, die Mittelzehen nur mit zwei Phalangen. Vorne
+gewöhnlich mit fünf, hinten mit vier geraden, dicken Nägeln. Ohne
+Schwimmhäute.¡ Eocän bis Jetzt.
+
+Die Verteilung der lebenden Testudininae (5 Genera) ist dieselbe wie
+der Emydinae. Im australischen Gebiet fehlen sie gleichfalls.
+
+[Illustration: Fig. 398.
+
+¡Stylemys Nebrascensis¡ Leidy. Miocän. Mauvaises terres des White
+River, Dakota. 1/3 nat. Gr. (Nach ~Leidy~.)]
+
+Die älteste und relativ häufig bekannte Landschildkröte ist
+¿Hadrianus¿ Cope aus dem Eocän der Vereinigten Staaten, seltener
+erscheint ¿Achilemys¿ Hay, im Oligocän und älteren Miocän findet
+sich neben ¿Stylemys¿ Leidy (Fig. 398) bereits ¿Testudo¿ Linné sehr
+verbreitet, welch letztere sich von da ab im Tertiär Nordamerikas
+allein findet. In dem Obereocän des Fajum in Ägypten zeigt sich neben
+kleineren Arten, die sehr ansehnliche ¡Testudo Ammoni¡ Andrews. Die
+oligocänen Reste dieser Gattung in Europa sind nicht völlig sicher,
+dagegen wird sie ziemlich häufig aus dem Miocän und Pliocän genannt.
+Eine Riesenform ¡T. Perpiniana¡ Gaudry aus dem Pliocän von Serrat
+(Ostpyrenäen) hat einen Rückenpanzer von 1,20 m und ¡T. Atlas¡ Falc.
+und Cantley aus dem ob. Miocän von Sivalik (Indien) sogar von 2 m
+Länge. Auch aus dem Pliocän von Malta sind Reste von gewaltigen
+Landschildkröten bekannt.
+
+
+3. Unterordnung. #Cheloniidea.#
+
+¡Rücken und Brustschild unvollkommen verknöchert. Hals unvollständig
+in die Schale zurückziehbar. Sehr kurze Querfortsätze an den
+Halswirbeln vorhanden. Becken mit dem Plastron nicht fest verbunden.
+Ruderfüße. Epidermis verhornt oder Haut lederartig und mit einem
+Pflaster polygonaler dünner Knochenplatten (Carapace athèque =
+mosaïque superficielle Dollo).¡ Obere Kreide bis jetzt.
+
+
+1. Familie. #Dermochelyidae.# (~Lederschildkröten.~) (¿Athecae¿ Cope.)
+
+¡Wirbel und Rippen frei. Vom Rückenschild nur die Nuchalplatte
+entwickelt. Plastron von 8 Knochen gebildet. Entoplastron fehlt.
+Der ganze Rumpf von einer lederartigen Haut überzogen, in welche
+ein dichtes Mosaikpflaster polygonaler, in Reihen angeordneter
+Knochenplättchen eingelagert ist. Parietalia ohne absteigende
+Fortsätze. Ruderfüße ohne Krallen.¡ Eocän bis Jetzt.
+
+Die einzige lebende Lederschildkröte ¿Dermochelys¿ Blainv.
+(¡Sphargis¡), deren Kopf nicht zurückziehbar ist, gehört zu den
+größten und weitverbreitetsten, aber auch seltensten Gattungen;
+sie findet sich im Atlantischen, Indischen und Stillen Ozean,
+gelegentlich auch im Mittelmeer. Kopf mit kleinen Schildern bedeckt.
+Der Hinterhauptscondylus soll unverknöchert bleiben, ein selbständig
+ossificiertes Parasphenoid ist vorhanden. Das dünne Mosaikplastron der
+Rückenseite mit 7 Reihen, das der Bauchseite mit 5 Reihen größerer
+als Kiele hervortretenden Plättchen. Die Elemente des Plastrons,
+Epiplastron, Hyoplastron, Hypoplastron und Xiphiplastron sind dünn und
+schlank und umschließen eine weite Fontanelle. Cope und Dollo stellen
+Dermochelys und Verwandte als ¿Athecae¿ allen übrigen Schildkröten
+den ¿Thecophora¿ gegenüber; jedenfalls stellen sie die meist
+spezialisierte Gruppe unter den Cheloniidea dar.
+
+[Illustration: Fig. 399.
+
+¡Archelon ischyros¡ Wieland. Ob. Kreide. Dakota. ¡A¡ von oben. ¡B¡ von
+unten. ¡N¡ Nuchalplatte, hinter derselben 11 ¡Sn¡ Supraneuralplatten
+und eine Pygalplatte, ¡R¡ Rippen, ¡M¡ Marginalia, ¡E¡ Entoplastron,
+¡H¡ Hyoplastron, ¡Hy¡ Hypoplastron. 1/48 nat. Gr. (Nach ~Wieland~.)]
+
+¿Psephophorus¿ v. Meyer. Schädel dicker, kürzer und relativ größer als
+bei Dermochelys. Rücken- und Bauchpflaster aus einem dichten Mosaik
+von kleinen, stets ungekielten Knochenplatten bestehend. Mitteleocän,
+Oligocän, Miocän, Pliocän. Europa. Miocän. Maryland. Obereocän.
+? Ägypten.
+
+
+2. Familie. #Protostegidae.#
+
+¡Rückenschild stark reduziert, Rippen mit ihrer größeren Hälfte
+über den Discus hervorragend. Marginalia vorhanden. Plastron
+kräftig, nur wenig reduziert. Entoplastron T-förmig. Epiplastra
+sehr klein; Hyoplastron und Hypoplastron sehr groß, fingerförmig
+gelappt. Xiphiplastron kurz. Eine Lederhaut mit eingelagerten Knochen
+wahrscheinlich vorhanden. Schläfenregion überdacht. Parietalia mit
+absteigenden Fortsätzen. Ruderfüße mit drei oder mehr Krallen.¡ Ob.
+Kreide. Oligocän.
+
+¿Protostega¿ Cope. Prämaxillare zu einem kurzen Schnabel ausgezogen.
+Unterkieferäste sehr frühzeitig miteinander verschmolzen. Neuralia
+normal, ohne Gruben. Ob. Kreide. Nordamerika.
+
+¿Archelon¿ Wieland. (Fig. 399.) Prämaxillare zu einem großen und
+stark gekrümmten Schnabel ausgezogen. Unterkieferäste erst in hohem
+Alter miteinander verschmolzen. Nuchale sehr groß und sehr dünn. Die
+Neuralia sehr dünn und reduziert, das vorderste anscheinend fehlend,
+über den Neuralia und den proximal plattenartig verbreiterten (9 Paar)
+Rippen, eine Reihe (11) dünner, median gekielter Supraneuralplatten,
+die offenbar wie bei Dermochelys in der inneren Lederhaut eingebettet
+waren. Entoplastron T-förmig. Ob. Kreide. S. Dakota. Nordamerika.
+
+¿Protosphargis¿ Cap. Ca. 3 m große Schildkröte, nicht vollständig
+erhalten. Plastron ähnlich dem von Protostega, aber Entoplastron nicht
+beobachtet. Marginalia vorhanden. Ob. Kreide. (Scaglia). Valpolicella
+bei Verona.
+
+¿Pseudosphargis¿ Dames. Schädelfragment groß, ca. 38 cm breit, 15
+cm hoch. Sehr ähnlich Dermochelys aber mit absteigenden Fortsätzen
+der Parietalia. Ob. Oligocän. Norddeutschland. Möglicherweise eine
+Dermochelide.
+
+
+3. Familie. #Cheloniidae.# ~Meerschildkröten.~
+
+¡Rückenschale gewöhnlich herzförmig, flach, in der Regel noch
+mit Fontanellen zwischen Marginalia und Costalia, Plastron mit 9
+Knochen, gewöhnlich mit mittlerer und seitlicher Fontanelle, nur
+durch Ligamente mit der Rückenschale in Verbindung. Schläfenregion
+vollständig überdacht. Parietalia mit absteigenden Fortsätzen. Der
+ganze Panzer von dichten Hornschildern bedeckt. Ruderfüße mit 1-2
+Krallen.¡ Obere Kreide bis jetzt.
+
+Die lebenden Meerschildkröten ¿Chelonia¿ Latr. (Fig. 390), (¡Chelone¡
+Brgt., ¡Eretmochelys¡) und ¿Caretta¿ Rafinesque (¡Thalassochelys¡
+Fitz.) (Fig. 400), von denen letztere in erwachsenem Zustand eine
+vollständig verknöcherte Rückenschale besitzt (5 Costalia), sind auf
+tropische und gemäßigte Meere beschränkt. ¡Chelonia¡ fossil: ? Eocän
+von Nordamerika (p. p. ¡Puppigerus¡ Cope). ? Mitteleocän von Europa
+und Ägypten. Mitteloligocän von Belgien. Unvollständige Reste, ebenso
+wie von ¡Caretta¡ im Miocän und Pliocän von Europa.
+
+¿Allopleuron¿ Baur. (Fig. 401.) Durch das langgestreckte, schmale
+Rückenschild und das vorne ausgeschnittene, große Nuchale
+ausgezeichnet. Obere Kreide von Belgien. Nahestehende, wenn nicht
+idente Reste sind aus gleichaltrigen Sedimenten von England bekannt.
+
+¿Argillochelys¿ Lyd. Ähnlich Caretta, aber nur mit Costalia. Eocän.
+England, Belgien.
+
+¿Eosphargis¿ Lyd.[103] Rückenpanzer sehr stark reduziert nur von
+Nuchale, Neuralia Costalia, Pygalia und Marginalia zusammengesetzt.
+Unteres Eocän. England, Belgien.
+
+¿Eochelone¿ Dollo. Schädel dick, niedrig. Choanen sehr weit vorne.
+Rückenpanzer gestreckter wie bei Chelonia, ungekielt. Mitteleocän.
+Belgien.
+
+¿Chelyopsis¿, Bened. Aus dem Oligocän von Belgien und Norddeutschland,
+¿Peritresius¿ Cope aus der oberen Kreide, ¿Lembonax¿ Cope aus dem
+Eocän, ¿Scyllomus¿ Cope aus dem Miocän, ¿Procolpochelys¿ Hay aus
+dem Miocän der Vereinigten Staaten sind alle auf mehr oder weniger
+dürftige Reste begründet und mit Ausnahme der letzteren im System
+unsicher.
+
+Nahe verwandt mit den Cheloniidae sind die auch von manchen Autoren
+als selbständige Familie betrachteten ¿Toxochelydae¿, deren
+Rückenpanzer mit dem Plastron leicht gelenkt, deren Vorderfuß zum
+mindesten 2 Krallen besitzt und noch nicht vollständig als Ruderfuß
+entwickelt ist. Hierher gehört ¿Toxochelys¿ Cope und ¿Porthochelys¿
+Williston aus der oberen Kreide von Nordamerika, von denen letztere
+wohl entwickelte Nasalia besitzt, die der ersteren fehlen.
+? ¿Cynocercus¿ Cope. Obere Kreide. Kansas.
+
+Auch die ¿Desmatochelydae¿ mit ¡Desmatochelys¡ Williston, die mit
+großen Nasalia ausgestattet sind, aus der Kreide von Kansas dürften
+hier mit ? ¿Neptunochelys¿ Wieland und ? ¿Atlantochelys¿ Agass.
+anzureihen sein.
+
+[Illustration: Fig. 400.
+
+Skelett von ¡Caretta¡ L. sp., aus dem Mittelmeer. Von unten gesehen.
+Das Plastron ist entfernt. ¡Cor¡ Coracoid, ¡PSc¡ Procoracoid, ¡Sc¡
+Scapula, ¡H¡ Humerus, ¡R¡ Radius, ¡U¡ Ulna.]
+
+[Illustration: Fig. 401.
+
+Rückenschild von ¡Allopleuron Hofmanni¡ Gray. Ob. Kreide. Petersberg
+bei Maestricht, Holland. 1/8 nat. Gr.]
+
+
+4. Familie. #Dermatemydidae.#
+
+¡Rückenschale und das große Plastron vollständig verknöchert und
+zumeist durch feste Naht miteinander verbunden. Nuchale mit oder ohne
+rippenähnliche Fortsätze. Neuralia in der Zahl gewöhnlich reduziert.
+11-12 Paare von Marginalia. Schläfengegend nicht überwölbt. Schwanz
+kurz, aus procölen Wirbeln.¡ Obere Kreide bis jetzt.
+
+Zu dieser gegenwärtig in Zentralamerika verbreiteten Familie
+(¿Dermatemys¿ Gray) wird eine ganze Anzahl fossiler Formen gestellt,
+so: ¿Basilemys¿ Hay, ¿Compsemys¿ Leidy, ¿Adocus¿, ¿Agomphus¿,
+¿Zygoramma¿, ¿Homorophus¿ Cope aus der oberen Kreide. ¿Alamosemys¿,
+¿Hoplochelys¿, ¿Kallistina¿ Hay, ¿Notomorpha¿, ¿Baptemys¿, ¿Anosteira¿
+Leidy aus dem Eocän. ¿Xenochelys¿ Hay aus dem Oligocän, sämtliche
+aus den Vereinigten Staaten. ¿Anosteira¿ auch aus dem Oligocän von
+England. ¿Trachyaspis¿ H. v. Meyer aus dem Oberen Mitteleocän. Miocän
+von Europa und Afrika.
+
+Von der Familie der ¿Cinosternidae¿ (¡Claudius¡ Cope, Mexiko,
+¡Staurotypus¡ Wagl. Zentralamerika, ¡Cinosternum¡ Spix (¡Aromochelys¡)
+Nord- und Südamerika) sowie von der Familie der ¿Platysternidae¿
+(¡Platysternum¡ Gray, Südchina, Birma, Siam, Philippinen) sind fossile
+Vertreter bis jetzt nicht mit Sicherheit nachgewiesen.
+
+
+4. Unterordnung. #Trionychia.# ~Flußschildkröten.~
+
+¡Rücken und Bauchschild unvollständig verknöchert, mit rauher,
+wurmförmiger Oberfläche, nur von Haut bedeckt, ohne Hornschilder.
+Marginalia vorhanden (21) mit dem Discus durch Naht verbunden
+(Carettochelydae), oder nur eine unvollständige Reihe im Lederrand
+des Discus ohne festen Zusammenhang mit demselben oder fehlend.
+Entoplastron platten- (Carettochelys) oder stabförmig. Epiplastron
+von Hyplastra nur durch eine Naht (Carettochelys) oder durch das
+Entoplastron getrennt. Plastron in der Regel mit großer Fontanelle.
+Becken mit dem Plastron nicht fest verbunden. Hals in vertikaler
+Ebene in die Schale zurückziehbar, Halswirbel ohne oder nur mit
+kurzen Querfortsätzen. Zehen gelenkig verbunden und mit Schwimmhaut
+umgeben, vorn und hinten mit 2 (Carettochelydae) oder 3 Krallen
+(Trionychidae).¡ Obere Kreide bis jetzt.
+
+Unter den Schildkröten lassen die ¿Trionychia¿ den allgemeinen
+Organisationsplan dieser Reptilien noch deutlich erkennen. Der
+Panzer ist schwach ausgebildet, das Plastron zeigt in der Regel
+große Fontanellen und ist mit der Rückenschale durch Haut verbunden
+(ausgenommen ¡Carettochelys¡, wo eine feste Verbindung des soliden
+Plastron erfolgt). Das Rückenschild besteht gewöhnlich aus einer
+unvollständigen Decke von Verknöcherungen, aus welcher die Rippenenden
+meist frei herausragen.
+
+[Illustration: Fig. 402.
+
+Rückenpanzer von ¡Trionyx Styriacus¡ Peters. Miocäne
+Braunkohlenschichten von Eibiswald, Steiermark. 1/4 nat. Gr. (Nach
+~Peters~.) Die rauhen Hautknochen des Rückenpanzers haben sich auf der
+rechten Hälfte von den Rippen abgelöst.]
+
+Zu der durch die einzige auf Neu-Guinea vorkommenden Gattung
+¿Carettochelys¿ Ramsay repräsentierten und durch die obengenannten
+Merkmale von der ¡Trionychiidae¡ verschiedenen Familie der
+¡Carettochelyidae¡ dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach
+¡Pseudotrionyx¡ Dollo aus dem Mitteleocän von Belgien und England
+gehören.
+
+Die zahlreichen, noch jetzt lebenden ¿Trionychiidae¿ (ca. 26 Arten)
+halten sich in den größeren Flüssen der gemäßigten und heißen Zone
+in Asien, Afrika und Nordamerika auf, sie fehlen in Australien und
+Südamerika. Die fossilen Reste dürften zum größten Teil zu der noch
+lebenden Genus Gattung ¿Trionyx¿ Geoffr. (Fig. 402) gehören und sind
+als ¿Amyda¿ Oken, ¿Aspideretes¿, ¿Conchochelys¿, ¿Helopanoplia¿,
+¿Axestemys¿ (¡Axestus¡), ¿Temnotrionyx¿ Hay, ¿Platypeltis¿ Fitzinger,
+¿Castresia¿ de Stefano etc. beschrieben worden. Die ältesten Reste
+finden sich spärlich in der oberen Kreide von Nordamerika, zahlreiche
+Arten dagegen werden aus allen Abteilungen des Tertiärs von Europa,
+Afrika, Ostindien, Nordamerika genannt.
+
+
+7. Ordnung. #Parasuchia.#[104]
+
+~Körper eidechsenartig und in der Regel mehr oder weniger mit
+Knochenplatten gepanzert. Frontalia und Parietalia paarig. Zähne
+thecodont. Äußere Nasenlöcher getrennt. Zwischen Nasen- und
+Augenöffnungen ein großer präorbitaler Durchbruch. Zwei Paar
+Schläfenlöcher. Foramen parietale fehlt fast stets. Quadratbein
+unbeweglich. Kein harter Gaumen. Schultergürtel mit wohl entwickelter
+Clavicula. Augen ohne Scleroticaring. Gelenkpfanne des Beckens von
+Ilium, Ischium und Pubis gebildet. Wirbel platycöl bis amphicöl.
+Rippen zweiköpfig. Schwanzwirbel mit Chevron bones. Extremitäten
+fünfzehig. Femur meist S-förmig gekrümmt. Episternum dolchförmig.
+Außer dem Postfrontale ein Postorbitale vorhanden. Unterkiefer noch
+mit ansehnlichen Resten des Meckelschen Knorpel ebenso wie die
+Crocodilier.~ Trias.
+
+Die auf die Trias beschränkte, kurz- und langschnauzige Formen
+umfassende Gruppe der Parasuchia gleicht zwar durch ihren äußeren
+Habitus, die Panzerung des Rumpfes und die Bezahnung sehr den
+Crocodilia, allein ihr Skelettbau weicht doch so erheblich von diesen
+ab, daß eine direkte Vereinigung mit diesen nur eine gezwungene wäre.
+
+Die allgemeine Morphologie des Schädels erinnert ebenso wie
+der Schultergürtel sehr an die Rhynchocephalen, besonders an
+Protorosaurus; mit den Ichthyosauriern teilen die langschnauzigen
+Formen neben anderen gemeinsamen Merkmalen die von den Prämaxillarien
+gebildete lange Schnauze, die rückwärtige Stellung der durch die
+Nasalia getrennten äußeren Nasenlöcher sowie die Lage der durch
+die Vomeres geschiedenen Choanen. Größere Verwandtschaft scheint
+zu den Dinosauriern, speziell nach v. Huene zu den Theropoden
+(Thecodontosauridae, Plateosauridae) zu bestehen, was durch die
+gemeinsame charakteristische Präorbitalöffnung und namentlich durch
+die große Ähnlichkeit der Beckenelemente Pubis und Ischium, sowie den
+Bau der Extremitäten dokumentiert wird.
+
+Die Parasuchier sind in der Hauptsache wasserliebende Reptilien,
+welche die Flüsse, Seen und Sümpfe der Triaszeit bevölkerten. Die
+Bewegung im Wasser dürfte manchen von ihnen durch Schwimmhäute
+zwischen den Zehen sowie durch den langen als Ruder wirkenden Schwanz
+erleichtert worden sein. Die lange Schnauze verschiedener Vertreter
+dürfte außer zum Ergreifen der Nahrung auch zum Wühlen im Schlamm
+gedient haben. Sie finden sich in der Trias von Deutschland, England,
+Schottland, den Vereinigten Staaten von Nordamerika, in Indien und
+Südafrika.
+
+
+Familie. #Phytosauridae#. Mc. Gregor.
+
+¡Ansehnliche große Parasuchier mit sehr langer, beinahe vollständig
+von den Prämaxillaria gebildeter Schnauze. Äußere Nasenlöcher von den
+Nasalia begrenzt, weit zurück in der Nähe der nach oben gerichteten
+Augen gelegen, innere Nasenlöcher direkt darunter. Schädeldach rauh
+skulptiert. Seitliches Schläfenloch groß, die rückwärtige knöcherne
+Begrenzung des kleinen, oberen Schläfenloches (hinterer Schläfenbogen)
+in der Regel nach abwärts verlagert. Epipterygoid und Septomaxillare
+vorhanden. Wirbel platycöl. Zwei Sacralwirbel. Bauchrippen vorhanden.
+Hals, Rücken und Schwanz und manchmal auch der Bauch mit knöchernen
+Platten bedeckt.¡ Trias.
+
+¿Mesorhinus¿ Jaekel. Schädel 1/2 m lang. Obere Schläfenlöcher hinten
+vollständig knöchern von den Parietalia umgrenzt. Ein kleines Foramen
+parietale erhalten. Zähne ziemlich groß, spatelförmig komprimiert.
+Choanen hinter den Nasenlöchern in einer von den inneren Flügeln
+der Palatina und Pterygoidea gebildeten Rinne mündend. Mittlerer
+Buntsandstein. Bernburg.
+
+¿Staganolepis¿ Huxley. Rückenpanzer aus 2 Reihen schmaler stark
+skulptierter Mittelplatten und je einer Seitenreihe. Bauchpanzer aus 6
+bis 8 Reihen vierseitiger Platten gebildet. Pubis Theropoden ähnlich.
+Unt. Obere Trias. Elgin. Schottland.
+
+¿Phytosaurus¿ Jäger (¡Belodon¡ H. v. M.) (Fig. 403, 404). Der bis
+über 1 m große Schädel nach vorne in eine lange, allmählich sich
+verschmälernde, aber hohe Schnauze auslaufend; vordere Zähne mit
+rundlichem Querschnitt, hintere Zähne hinten und vorne zugeschärft,
+glatt. Rückenpanzer mit zwei Reihen ~großer Platten~, seitlich mit
+je einer Reihe kleinerer Randplatten. Vorderer Teil der Bauchseite
+gepanzert. Keuper Württemberg (Naturalienkabinett Stuttgart). Franken.
+Braunschweig. Trias. Vereinigte Staaten von Nordamerika.
+
+¿Mystriosuchus¿ E. Fraas. An dem bis 80 cm langen Schädel ist die
+2/3 der Länge einnehmende, schlanke, vorne löffelartig verbreiterte
+Schnauze von dem eigentlichen sehr hohen, schmalen Cranium scharf
+abgesetzt. Die zahlreichen Zähne, von denen 23-24 auf das Prämaxillare
+treffen, schwach gerieft meist mit rundem Querschnitt. Rückenpanzer
+aus vier Reihen gleichartiger Platten zusammengesetzt. Ventral ein
+aus ca. 35 kleinen Knochenplättchen zusammengesetztes Halsschild.
+Stubensandstein (mittl. Keuper) Württemberg.
+
+¿Rhytidodon¿ (¡Rutiodon¡) Emmons (Fig. 405). Nahe verwandt, wenn
+nicht identisch mit ¡Mystriosuchus¡. Ca. 26 präsacrale Wirbel. Trias.
+Vereinigte Staaten v. Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 403.
+
+¡Phytosaurus¡ (¡Belodon¡) ¡Kapffi¡ H. v. Meyer. ¡A¡ Schädel von oben,
+¡B¡ von unten, ¡C¡ Schädel und Unterkiefer aus dem oberen Keuper
+(Stubensandstein) von Stuttgart (ca. 1/7 nat. Gr.) ¡A¡ Augenhöhle, ¡N¡
+Nasenloch, ¡S¡ ¡S'¡ Schläfenöffnungen, ¡D¡ Präorbitalöffnung, ¡Pmx¡
+Zwischenkiefer, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Fr¡ Frontale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡L¡
+Lacrimale, ¡Pa¡ Parietale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Por¡ Postorbitale,
+¡Sq¡ Squamosum, ¡Quj¡ Quadratojugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Ju¡ Jugale,
+¡Vo¡ Vomer, ¡Pl¡ Palatin, ¡Pt¡ Transversum, das Pterygoid schließt
+sich nach innen an und ist beschattet. ¡Bo¡ Basioccipitale, davor das
+Basisphenoid, ¡Ch¡ Innere Nasenlöcher (Choanen), ¡d¡ Dentale, ¡ang¡
+Angulare, ¡art¡ Articulare, ¡D'¡ Meckelscher Knorpel.]
+
+[Illustration: Fig. 404.
+
+¡Phytosaurus¡ (¡Belodon¡) ¡Kapffi¡ H. v. Meyer. ¡a¡ Rückenplatte. 1/3
+nat. Gr. (Nach ~H. v. Meyer~.)]
+
+[Illustration: Fig. 405.
+
+Schultergürtel von ¡Rhytidodon¡ (? ¡Phytosaurus¡) ¡carolinensis¡
+Emmons. Trias. Nordcarolina (nach ~Mc. Gregor~). Ventralansicht.
+Linke Scapula in normaler Stellung. Die rechte verschoben, um die
+Verhältnisse klarer zu zeigen. ¡Est¡ Episternum, ¡Co¡ Coracoid, ¡Sc¡
+Scapula, ¡Cl¡ Clavicula.]
+
+¿Palaeorhinus¿ Williston. Schädel 73 cm lang. Nasenlöcher relativ weit
+voran. Obere Trias. Wyoming.
+
+¿Parasuchus¿ Huxley ? Trias. (Maleri Sandstein). Indien.
+
+? ¿Episcoposaurus¿ Cope. Trias. Texas. Neu-Mexiko.
+
+? ¿Clepsysaurus¿ Lea. Trias. Nordamerika.
+
+¿Rileya¿ v. Huene. Unt. ob. Trias. England.
+
+? ¿Erythrosuchus¿ Broom. em. Huene. Schädel Parasuchier ähnlich
+mit 2 Schläfenöffnungen und kleiner Präorbitalöffnung aber
+Prämaxillaria kurz und Nasenlöcher an der Schnauzenspitze. Femur
+pelycosaurierähnlich. Trias. Südafrika. Neuerdings betrachtet von
+Huene diese Form mit ¿Scaphonyx¿. A. S. Woodward aus der Trias von
+Rio Grande do Sul (Brasilien) als Vertreter einer eigenen Ordnung der
+¿Pelycosimia¿.
+
+
+Familie. #Aetosauridae#. (¡Pseudosuchia¡ ~Zittel~.)
+
+¡Meist kleine zierliche Parasuchier mit kurzer Schnauze. Äußere
+Nasenlöcher seitlich, weit vorne zwischen den kurzen Prämaxillaria
+und den großen Nasalia gelegen. Innere Nasenlöcher weit vorne gelegen
+oder nach rückwärts verschoben. Schädeldach meist glatt. Seitliche
+und obere Schläfenlöcher groß und normal ausgebildet (ausgenommen
+Aetosaurus). Augen sehr groß, seitlich. Wirbel amphicöl bis platycöl.
+2-4 Sacralwirbel. Vorderfüße kürzer als die hinteren. Rücken in der
+Regel mit zwei Reihen quer oblonger Knochenplatten bedeckt.¡ Trias.
+
+¿Aetosaurus¿ O. Fraas. (Fig. 406). Körper langgeschwänzt. (¡A.
+ferratus¡ bis 0,86 m, ¡A. crassicauda¡ ca. 1,50 m lang); der
+Rücken mit zwei Längsreihen von großen quer vierseitigen, strahlig
+verzierten Platten, Seiten und Bauch mit kleineren, fast quadratischen
+Platten gepanzert. Schädel dreieckig, zugespitzt. Zähne nur in
+der vorderen Kieferpartie. Zwischen den großen Augenöffnungen
+und den seitlichen fast am Schnauzenende gelegenen ansehnlichen
+Nasenlöchern eine weite Präorbitallücke. Anscheinend nur ein Paar
+kleine seitliche Schläfenöffnungen. Nasalia sehr groß. Prämaxillaria
+winzig. 28 präsacrale Wirbel, 2 Sacralwirbel. Zähne zugespitzt.
+Im Stubensandstein von Heslach bei Stuttgart auf einer Platte 24
+vollständige Individuen von verschiedener Größe. Naturalienkabinett
+Stuttgart.
+
+¿Dyoplax¿ O. Fraas. U. Keuper. Württemberg. ¡Typothorax¡ Cope. Trias.
+Neu-Mexiko. ¡Stegomus¡ Marsh. Obertrias. Connecticut.
+
+¿Erpetosuchus¿ Newton. Schädel vorne verschmälert und abgerundet,
+Augen oval nach oben und vorne gerichtet. Obere Schläfenlöcher
+rundlich, seitliche dreieckig. Präorbitalöffnung stark verlängert,
+niedrig. Innere Nasenlöcher getrennt, weit vorn gelegen. Zähne
+konisch, schlank und rückwärts gekrümmt, nur auf der vorderen
+Kieferhälfte. Wirbel amphicöl. Am Hals und Rücken zwei Reihen quer
+vierseitiger, rauh skulptierter Platten beobachtet. Unt. Obere Trias.
+Elgin.
+
+[Illustration: Fig. 406.
+
+¡Aetosaurus ferratus.¡ Fraas. Stubensandstein (Mittl. Keuper). Heslach
+bei Stuttgart. Kopf und vorderer Teil des Rumpfes. 1/2 nat. Gr.
+(Nach ~O. Fraas~.) ¡A¡ Augenhöhle, ¡S¡ seitliches Schläfenloch, ¡D¡
+präorbitale Öffnung, ¡N¡ Nasenloch.]
+
+¿Proterosuchus¿ Broom. Trias. Südafrika.
+
+¿Ornithosuchus¿ Newton. Schädel vorn zugespitzt, sehr ähnlich
+¡Aetosaurus¡ (11 cm lang). Präorbitalöffnung sehr groß. Obere
+Schläfenlöcher klein, rundlich, seitliche hoch, >-förmig. Innere
+Nasenöffnungen weit zurück gelegen. Zähne leicht gekrümmt, zugeschärft
+und fein gekerbt. Wirbelcentra amphicöl. Von den 3 Sacralwirbeln die 2
+hinteren anscheinend miteinander verschmolzen. Pubis lang und schmal.
+Panzerplatten rundlich. Unt. Obere Trias. Elgin.
+
+¿Scleromochlus¿ A. S. Woodward. Ca. 20 cm lang, große langgeschwänzte
+Form mit schlanken hohlen Extremitäten, von denen die hintere
+fast doppelt so groß als die vordere ist. Schädel verlängert,
+dreieckig. Präorbitalöffnung groß. Zähne nicht beobachtet. 21
+Präsacralwirbel, 4 Sacralwirbel. Becken mit dem schlanken gedrehten
+Pubis Theropoden-ähnlich. Rückenpanzer fehlt, Bauchpanzer von dicht
+liegenden Bauchrippen gebildet. Unt. Obere Trias. Elgin.
+
+? ¿Hallopus¿ Marsh. 3 Sacralwirbel. Obere Trias. Wyoming.
+
+
+8. Ordnung. #Crocodilia.#[105]
+
+(¡Mesosuchia¡ und ¡Eusuchia¡ Huxley. ¡Crocodilia vera¡ Koken.)
+
+~Körper eidechsenartig, langgeschwänzt, meist von ansehnlicher oder
+mittlerer Größe. Äußere Nasenlöcher am vorderen Ende der Schnauze
+vereinigt. Innere Nasenlöcher (Choanen) vereinigt, weit nach hinten
+gerückt. Maxillaria, Palatina und zuweilen auch Pterygoidea in
+der Mittellinie zusammenstoßend und ein geschlossenes Gaumendach
+(harter Gaumen) bildend. Das unpaare Parietale ohne Foramen. Zwei
+Paar Schläfenöffnungen. Quadratbein unbeweglich. Zähne thecodont.
+Augen meist ohne Scleroticaring. Wirbel platycöl oder procöl. Zwei
+Sacralwirbel. Bauchrippen vorhanden. Brustgürtel mit knorpeligem
+Sternum, aber ohne Clavicula. Pubis von der Gelenkpfanne für den Femur
+ausgeschlossen. Vorderfüße mit fünf, Hinterfüße mit vier Zehen und
+einem rudimentären Stummel, zum Gehen und durch Schwimmhäute zwischen
+den Zehen auch zum Schwimmen geeignet. Ganzer Körper mit hornigen
+Schuppen bedeckt, unter welchen sich meist auf Rücken und Bauch Reihen
+von Hautknochen befinden.~ Lias - jetzt.
+
+[Illustration: Fig. 407.
+
+Schädel von Caiman niger. ¡Spix. rezent.¡ Brasilien. ¡A¡ von unten,
+¡B¡ von oben, ¡C¡ von der Seite, ¡D¡ von hinten. ¡Na¡ Nasenlöcher,
+¡O¡ Augen, ¡S¡^1, ¡S¡^2 Obere und seitliche Schläfenlöcher, ¡Ch¡
+Choanen, ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡N¡ Nasale, ¡F¡
+Frontale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡L¡ Lacrimale, ¡P¡
+Parietale, ¡SO¡ Supraoccipitale, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Bo¡ Basioccipitale,
+¡Bs¡ Basisphenoid, ¡Eo¡ Exoccipitale laterale, ¡Al¡? Alisphenoid
+(Orbitosphenoid), ¡Qj¡ Quadratojugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Pt¡ Pterygoid,
+¡Tr¡ Transversum, ¡Pa¡ Palatin, ¡V¡ Vomer, ¡Fm¡ Foramen magnum.
+3/5 nat. Gr.]
+
+Die wasserliebenden Krokodile oder Panzerechsen nehmen durch ihre
+innere Organisation unter den lebenden Reptilien die höchste
+Rangstufe ein. Sie ähneln durch ihre äußere Erscheinung am meisten
+den Parasuchiern und Lacertiliern, unterscheiden sich aber von beiden
+durch fundamentale Unterschiede im anatomischen Bau.
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 407) ist oberflächlich, meist rauh skulptiert.
+Die rundlichen Augen sind bei den älteren Formen ringsum geschlossen
+und nach oben oder nach der Seite gerichtet, bei den jüngeren und
+den rezenten Krokodilen durch eine Ausbuchtung äußerlich mit den
+seitlichen Schläfenlöchern verbunden. ~Nasenlöcher vereinigt, am
+Schnauzenende gelegen~; ~beide Schläfenlöcher~ wohl entwickelt. Die
+Größe der seitlichen Schläfenlöcher steht gewöhnlich im umgekehrten
+Verhältnis zu jener der oberen. Das meist kleine Parietale und
+gewöhnlich auch das Frontale ist bei ausgewachsenen Individuen unpaar.
+Die obere Schläfenöffnung wird hinten und außen vom Squamosum, vorne
+vom Postfrontale begrenzt, das seinerseits zugleich als hintere
+Begrenzung des Auges mit seinem absteigenden Fortsatz nebst dem
+Jugale und Transversum die vordere bzw. untere Umrahmung des hinten
+und oben vom Quadratojugale umfaßten seitlichen Schläfenloches
+übernimmt. Am Vorderrande der Orbita beteiligen sich Präfrontalia und
+Lacrimalia von verschiedener Größe. Die langen, dreieckigen Nasalia
+erreichen mit ihrer Spitze bei den ~kurzschnauzigen~ und einem Teil
+der langschnauzigen Krokodile (z. B. Tomistoma) die Prämaxillaria,
+bei den ersteren sogar die Nasenlöcher, in welchen sie alsdann
+eine mediane knöcherne Scheidewand bilden können. Bei den übrigen
+~langschnauzigen~ Krokodilen sind die Nasalia durch einen ansehnlichen
+Zwischenraum von den Prämaxillaria geschieden und vorne vollständig
+von den ~sehr langgestreckten Maxillaria~ umschlossen, die kurzen
+paarigen Prämaxillaria umgeben hier ringsum die nach oben gerichteten
+Nasenlöcher. Auf Grund dieser Merkmale hat man unter den Krokodilen
+~Brevirostres~ und ~Longirostres~ unterschieden. Dieselben sind aber,
+wie aus den rezenten Formen hervorgeht, durch Übergänge miteinander
+verbunden, daß eine so scharfe Trennung nicht mehr gerechtfertigt
+erscheint.
+
+Die Unterseite des Schädels wird zum größten Teil von dem ~harten
+Gaumen~, einer die Nasenhöhle von der Mundhöhle abtrennenden
+knöchernen Scheidewand, bedeckt, welcher durch horizontale
+Ausbreitungen der Prämaxillaria, Maxillaria, ferner der Palatina
+und zuweilen der Pterygoidea gebildet wird und unter den Augen zwei
+Gaumenlöcher enthält. Durch das Zusammenstoßen der Maxillar- und
+Palatinlamellen wird der ~meist~ vom Gaumendach ausgeschlossene
+paarige ~Vomer~ nur selten sichtbar (z. B. Tomistoma, Caiman niger).
+Infolge dieses geschlossenen Gaumendaches münden die vorne von den
+Vomeres umgebenen inneren Nasengänge bei den älteren Formen hinter
+den Palatina aus = ¡Mesosuchia¡ ~Huxley~ (Fig. 408); bei einigen
+cretaceischen, den tertiären und rezenten Crocodiliern hingegen,
+bei welchen die ~Pterygoidea~ durch horizontale Verbreiterungen an
+der Ausbildung des harten Gaumens teilnehmen, liegen die inneren
+Nasenlöcher (Choanen = ¡Ch¡) innerhalb der Pterygoidea in ganz
+geringer Entfernung vom Hinterhaupt (¡Eusuchia¡ ~Huxley~ Fig. 409).
+Die bei den Crocodiliern verknöcherten Spenoidalia -- bisher
+allgemein als Alisphenoide bezeichnet -- sollen nach ~E. Gaupp~
+die Orbitosphenoide repräsentieren. Das Transversum ist stets wohl
+ausgebildet. Beim lebenden ausgewachsenen Gavial kommen neben den
+Palatina große halbkugelige Knochenblasen vor, die mit den über dem
+Gaumendach verlaufenden inneren Nasengängen kommunizieren und offenbar
+als Luftbehälter dienen (Fig. 409).
+
+Der ~Unterkiefer~ besteht jederseits aus den bekannten 6 Stücken.
+Das Articulare ist pneumatisch. Die im hinteren Drittel befindliche
+Öffnung für den Meckelschen Knorpel ist sehr groß. An der suturösen
+Symphyse der beiden Äste kann bei den langschnauzigen Formen auch das
+~Operculare~ teilnehmen.
+
+[Illustration: Fig. 408.
+
+¡Pelagosaurus temporalis¡ Blv. Ob. Lias Calvados. Unterseite des
+Schädels mit mesosuchen Choanen (¡Ch¡).]
+
+[Illustration: Fig. 409.
+
+Unterseite des hinteren Schädelteiles vom ¡Gavial¡ mit eusuchen
+Choanen. ¡Mx¡ Oberkiefer, ¡Pl¡ Palatinum, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡J¡ Jugale,
+¡T¡ Transversum, ¡Q¡ Quadratum, ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡Ch¡ Choanen, ¡x¡
+Öffnung des intertympanischen Kanals, ¡bu¡ knöcherne Luftblasen.]
+
+Die zahlreichen in tiefen Alveolen stehenden kegelförmigen, häufig
+vorne und hinten zugeschärften, glatten oder gestreiften ~Zähne~ sind
+auf die Kiefer beschränkt; die Zahl der in einer Reihe stehenden,
+häufig in Größe und Form verschiedenen Zähne, bleibt bei ein und
+derselben Art, zuweilen sogar bei einer ganzen Gattung, konstant.
+
+Die ~Wirbelsäule~ besteht aus 24-25 präsacralen, 2 Sacral- und 35
+oder mehr Schwanzwirbeln. Bei den lebenden Crocodiliern sind alle
+Wirbel mit Ausnahme von Atlas und Epistropheus, des 2. Sacralwirbels
+und des vordersten Schwanzwirbels procöl, bei den mesozoischen in der
+Regel platycöl, die oberen Bögen meist durch eine bleibende Sutur an
+dem Wirbelkörper befestigt und die Dornfortsätze kräftig entwickelt.
+Zum ~Hals~ werden die vorderen 7-9 Wirbel gerechnet. Der ~Atlas~
+(Fig. 410) besteht aus 4 Stücken: aus einem ventralen unpaaren,
+jederseits mit einer spießförmigen, einköpfigen Rippe versehenen
+Mittelstück, das bald für das Zentrum (Hypocentrum), bald für ein
+Intercentrum, bald für eine Hypapophyse angesehen wird, ferner aus
+zwei seitlichen, symmetrischen Bogenstücken und einem unpaaren
+dorsalen ~Dachstück~, welches meist als das Rudiment eines besonderen
+Wirbels (Proatlas), von manchen Autoren auch als Hautknochen,
+angesehen wird. Der Atlas ist mit dem großen Processus odontoideus
+des Epistropheus durch Sutur verbunden. Die 5-7 folgenden kürzeren
+Halswirbel besitzen wohlausgebildete Gelenk- und Dornfortsätze,
+auf der Ventralseite häufig eine Hypapophyse, außerdem am oberen
+Bogen jederseits einen Querfortsatz und in der vorderen Hälfte des
+Wirbelkörpers, ziemlich tief unten, einen zweiten Gelenkhöcker. Die
+kurzen zweiköpfigen Halsrippen sind distal beilförmig ausgebreitet. An
+den zwei vordersten Rückenwirbeln sind Diapophysen und Parapophysen
+nur noch wenig voneinander entfernt, und vom dritten Rückenwirbel
+an rückt der Capitularfortsatz auf den oberen Bogen, verbindet
+sich mit der stark verlängerten Diapophyse und bildet an der Basis
+derselben eine Art von Staffel, welche das Capitularende der langen
+zweiköpfigen, mit dem Brustbein verbundenen Rippen aufnimmt, während
+sich das Tuberculum an das verlängerte Ende der Diapophyse anfügt
+(Fig. 317). In den folgenden Rückenwirbeln rückt die Staffel immer
+weiter nach außen, bis sie schließlich die Gelenkfläche des Tuberculum
+erreicht und mit dieser verschmilzt, so daß die Rippen des hintersten
+Rückenwirbels einköpfig werden. Die (4-6) ~Lendenwirbel~ haben
+lange, von den oberen Bögen entspringende Querfortsätze aber keine
+Rippen. Die kurzen, kräftigen Sacralrippen sind in der Regel distal
+verbreitert und proximal durch Naht mit den oberen Bögen und den
+Wirbelkörpern verbunden. Der letzte Sacralwirbel ist opisthocöl, der
+erste Schwanzwirbel bikonvex. Die Wirbel der vorderen Schwanzhälfte
+tragen ziemlich lange, horizontal abstehende Fortsätze, welche wie
+die Sacralrippe durch Naht an der Vereinigung vom oberen Bogen und
+Zentrum befestigt sind. Hämapophysen, sog. Chevron bones, heften sich
+mit Ausnahme der vordersten und der hintersten Schwanzwirbel an den
+ventralen Hinterrändern der Wirbelkörper an.
+
+[Illustration: Fig. 410.
+
+Die vier vordersten Halswirbel von ¡Crocodilus vulgaris¡. ¡Pr¡
+Proatlas (Dachstück), ¡n¡ Seitenstück des Atlas, ¡x¡ Basalstück
+des Atlas, ¡p. od.¡ eigentliches Zentrum des Atlas (processus
+odontoideus), II. III. IV. zweiter bis vierter Halswirbel,
+¡r¡^1-¡r¡^4 Rippen.]
+
+[Illustration: Fig. 411.
+
+Vorderfuß vom Krokodil. ¡R¡ Radius, ¡U¡ Ulna, ¡r¡ Radiale, ¡u¡ Ulnare,
+¡p¡ Pisiforme, ¡c¡^{5-3} Carpalia der distalen Reihe, ¡I¡-¡V¡ erster
+bis fünfter Finger.]
+
+Mit dem knorpeligen, großen, rhombischen ~Sternum~ des ~Brustgürtels~
+treten 6-9 Brustrippen in Verbindung; dem Sternum aufgelagert ist
+das stabförmige Episternum. Eine ~Clavicula~ fehlt dem Brustgürtel.
+Die ~Scapula~ ist ziemlich lang, distal und proximal verbreitert,
+das Coracoid ebenfalls verlängert, der Scapula ähnlich und von
+einem Foramen (supracoracoideum) durchbohrt. Der schlanke, etwas
+gekrümmte ~Humerus~ besitzt wohlausgebildete Gelenke und einen
+ansehnlichen Processus lateralis. Die Ulna ist -- abgesehen von den
+Metriorhynchidae -- meist etwas länger als der Radius. Die proximale
+Reihe des Carpus (Fig. 411) besteht in der Regel aus einem Radiale und
+Ulnare, sowie einem kleinen an die Hinterseite der Ulna befestigten
+Pisiforme, das durch Bänder mit dem V. Metacarpus verbunden ist.
+Die distale Reihe ist nur sehr unvollständig verknöchert. Die drei
+radialen Zehen sind etwas stärker als die ulnaren.
+
+Hinter dem Brustbein liegen in der Bauchwand in der Regel 7 Querreihen
+von ~Bauchrippen~.
+
+[Illustration: Fig. 412.
+
+Rechte Beckenhälfte vom Krokodil. ¡il¡ Ilium, ¡is¡ Ischium, ¡pu¡
+Pubis.]
+
+[Illustration: Fig. 413.
+
+Eine aus zwei Stücken zusammengesetzte Bauchplatte von ¡Diplocynodon¡
+von außen.]
+
+Das ~Becken~ (Fig. 412) besteht aus 3 Knochen, wovon sich jedoch nur
+zwei (~Ilium~ und ~Ischium~) an der Bildung der in ihrem Grund von
+einem Foramen durchbohrten Gelenkpfanne beteiligen, während das nach
+vorne und innen gerichtete, distal mehr oder weniger spatelförmig
+verbreiterte ~Pubis~ davon ausgeschlossen ist. An diese Verbreiterung
+schließt sich ein knorpeliges Epipubis an, das sich mit dem der
+Gegenseite durch Band vereinigt. Mit dem kräftigen, am Oberrand bogig
+gerundeten und nach vorne und hinten verlängertem Ilium treten die
+2 ~distal verbreiterten~ Sacralrippen in Verbindung; die ventral
+beilartig verbreiterten Ischia stoßen in der Symphyse zusammen. Der
+Femur ist länger und schlanker als der Oberarm ohne vorspringenden
+inneren Trochanter. Tibia und Fibula sind schlanke, fast gleich lange
+und gleich starke Knochen. In der proximalen Reihe des Tarsus liegen
+2 größere Knöchelchen, ein Calcaneus oder Fibulare (nach hinten in
+einen ansehnlichen Fortsatz für die Sehne des Hauptstreckmuskels
+ausgezogen) und ein Astragalus (Tritibiale). Die distalen Tarsalia
+sind meist auf 2 Knöchelchen beschränkt, ebenso ist der 5. Finger bis
+auf das 5. Metatarsale reduziert. Die drei inneren Zehen der Vorder-
+und Hinterfüße sind mit spitzen Krallen bewehrt.
+
+Sämtliche rezente und fast alle Crocodilia besitzen auf dem Rücken,
+zuweilen auch auf dem Bauch, ein aus ~knöchernen Platten~ bestehendes
+(auf dem Rücken) rauh skulptiertes ~Hautskelett~ (Fig. 413), über
+welches noch stets Hornschilder gelagert liegen. Die ~lebenden~ Formen
+~leben in der Hauptsache im süßen~, einige auch im brackischen Wasser.
+
+
+1. Familie. #Teleosauridae.#
+
+¡Wirbel platycöl, Schnauze sehr lang, schmal. Zähne zahlreich,
+schlank. Nasalia durch einen weiten Zwischenraum von den kleinen
+Prämaxillaria getrennt. Choanen am hinteren Ende der Palatina
+ausmündend. Augen ringsum geschlossen, erheblich kleiner als die sehr
+großen, oberen unregelmäßig vierseitigen Schläfenlöcher. Zuweilen
+eine kleine Präorbitalöffnung vorhanden. Präfrontale klein, Lacrimale
+groß. Vorderfüße kaum halb so lang als die Hinterfüße. Rücken mit
+zwei Reihen von größeren, Bauch mit mehreren Reihen von kleineren
+Knochenschildern bedeckt.¡ Marin. Jura. ? Ob. Kreide.
+
+[Illustration: Fig. 414.
+
+¡Teleosaurus Cadomensis¡ Cuv. sp. Großoolith. Caen, Calvados. Schädel
+¡A¡ von oben, ¡B¡ von unten, ¡C¡ von der Seite. ¡D¡ Unterkiefer (nach
+Eug. ~Deslongchamps~.) ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡Qu¡ Quadratum, ¡QuJ¡
+Quadrato-Jugale, ¡Ju¡ Jugale, ¡Bsph¡ Basisphenoid, ¡Pl¡ Palatinum,
+¡Mx¡ Oberkiefer, ¡Pmx¡ Zwischenkiefer, ¡Na¡ Nasale, ¡Fr¡ Frontale,
+¡Prf¡ Präfrontale, ¡La¡ Lacrimale, ¡Pa¡ Parietale, ¡Sq¡ Squamosum,
+¡A¡ Augenhöhle, ¡Ch¡ innere Nasenlöcher (Choanen), ¡S¡ oberes, ¡S'¡
+seitliches Schläfenloch, ¡D¡ Durchbruch (Heckelscher Knorpel), ¡art¡
+Articulare, ¡op¡ Operculare, ¡d¡ Dentale, ¡x¡ Complementare des
+Unterkiefers.]
+
+Die ¿Teleosauridae¿ stehen in ihrer ganzen Erscheinung und Größe dem
+lebenden ¡Gavial¡ nahe, unterscheiden sich aber durch kleineren Kopf,
+kürzere und zierlichere Vorderfüße, starken Bauchpanzer, platycöle
+Wirbel, die Lage der Choanen, die sehr großen oberen Schläfenöffnungen
+und den Mangel von Hypapophysen an den Halswirbeln. Die fünfzehigen
+noch als Schreitfüße entwickelten Extremitäten dürften den in der
+Hauptsache wohl im Wasser sich aufhaltenden Tieren eine wenn auch
+schwerfällige, watschelnde Bewegung im Schlamm und im Seichtwasser
+gestattet haben.
+
+¿Stenosaurus¿ Geoffroy (¡Mystriosaurus¡ Kaup, ¡Leptocranius¡
+Bronn, ¡Sericodon¡ H. v. M.). Schädel sehr flach, Schnauze stark
+verlängert, vorne löffelförmig verbreitert. Bei manchen Formen
+kleine Präorbitalöffnung vorhanden. Augen und die sehr großen, lang
+gestreckten oberen Nasenlöcher nach oben gerichtet. Die zahlreichen
+Zähne zweikantig. Am hinteren Ende der Palatina die rundliche große
+Choanenöffnung. Nicht selten die verknöcherten Ringe der Luftröhre
+erhalten. Oberer Lias bis Malm. Europa. Madagaskar. Besonders schöne
+Reste finden sich im oberen Lias von Württemberg (Boll, Holzmaden),
+Franken (Banz) und den Oxford von England und Frankreich. ¿St.
+bollensis¿ Jäger aus dem oberen Lias wird 4 m und ¿St. Chapmanni¿ ca.
+6 m lang.
+
+[Illustration: Fig. 415.
+
+¡Teleosaurus Cadomensis¡ Cuv. sp. Ein Stück der Rücken-, Lenden- und
+Schwanzregion mit ¡a¡ Rücken- und ¡b¡ Bauchpanzer. Restauriert. (Nach
+~E. Deslongchamps~.)]
+
+¿Pelagosaurus¿ Bronn (Fig. 408) aus dem oberen Lias der Normandie,
+England und Württemberg bleibt erheblich kleiner als ¡Stenosaurus¡ und
+hat bei einem höheren Schädeldach die Augen statt nach oben nach den
+Seiten gerichtet, ferner breitere obere Schläfenlöcher. Die Choanen
+enden vorn in einer Spitze, die sich zwischen die Palatina einschiebt.
+
+¿Teleosaurus¿ Geoffroy (Fig. 414 u. 415). Schädel vor den Augen
+schroff zur langen, dünnen Schnauze verschmälert. Zähne abwechselnd
+höher und tiefer stehend, zahlreicher und schlanker als bei
+¡Stenosaurus¡. Dogger bis Malm.
+
+¿Teleidosaurus¿ Deslonch. ¿Suchodus¿ Lydd. ¿Aeolodon¿ v. Meyer.
+¿Crocodileimus¿ Jourd. ¿Gnathosaurus¿ Münster. Oberer Jura.
+
+? ¿Teleorhinus¿ Osborn. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+
+2. Familie. #Metriorhynchidae.# (¡Thalattosuchia¡ E. Fraas.)
+
+¡Wirbel platycöl, Schnauze mäßig lang, hinten breit. Nasalia groß,
+bei manchen Formen die Prämaxillaria erreichend. Choanen am hinteren
+Ende der Palatina. Präfrontalia sehr groß, dachartig über die Augen
+vorspringend. Lacrimalia klein. Augen vorn und hinten ausgebuchtet,
+mit Scleroticaring, kleiner als die oberen Schläfenlöcher. Haut ohne
+Knochenplatten.¡ Marin. Ob. Dogger-Neocom.
+
+Die Metriorhynchiden sind im hohen Grade dem Wasserleben angepaßte
+~nackthäutige Crocodilier~, ihre ~Vorderextremität~ zeigt die
+Umwandlung eines Schreitfußes zu einem Schwimmfuß -- einer Paddel in
+geradezu klassischer Weise, eine Erscheinung, die sich teilweise auch
+an der Hinterextremität (Tarsus von Geosaurus) geltend macht; ihre
+hintere, nach abwärts geknickte Schwanzpartie stand offenbar wie bei
+Ichthyosaurus mit einer vertikalen Schwanzflosse in Verbindung. Wie
+die Teleosauridae sind sie auf landbewohnende -- bisher unbekannte --
+Vorfahren zurückzuführen.
+
+¿Metriorhynchus¿ H. v. Meyer. Schnauze gedrungen, allmählich sich
+verschmälernd, mehr oder weniger lang. Bei manchen Formen erreichen
+die Nasalia die äußere Nasenöffnung. Zähne gewöhnlich zahlreich,
+gekielt mit 2 scharfen Kanten. Zahlreiche Arten im oberen Dogger und
+im Oxford von Nordfrankreich und England. Jura von Patagonien.
+
+¿Dacosaurus¿ Quenstedt. (¡Plesiosuchus¡ Owen, ¡Plerodon¡ H. v. M.)
+Schädel bis 1 m lang, 1/2 m breit. Schnauze mäßig lang, gedrungen,
+vorn gerundet. Zähne kräftig, leicht gekrümmt mit seitlicher Schneide.
+Nasengrube ausschließlich von den Prämaxillaria umschlossen. Ein fast
+vollständiges fast 6 m langes Skelett von D. maximus aus Staufen
+bei Giengen a. d. Br. im Stuttgarter Museum. Oberer Jura, Schwaben,
+Franken, Frankreich, England.
+
+¿Geosaurus¿ Cuvier (¡Cricosaurus¡ Wagner, ¡Rhacheosaurus¡ H. v.
+Meyer). (Fig. 416). Schädel fast glatt mit spitzer Schnauze und
+tiefliegenden kleinen Augen. Die Tarsalia in polygonale Scheiben
+umgewandelt. Oberer Jura. Franken und Schwaben.
+
+¿Neustosaurus¿ Raspail. Unteres Neocom. Vaucluse. ? ¡Enaliosuchus¡
+Koken. Neocom. Norddeutschland.
+
+[Illustration: Fig. 416.
+
+Vorderextremität von ¡Geosaurus suevicus¡ E. Fraas zeigt die Umbildung
+des Gehfußes zur Paddel. 1/3 nat. Gr. ¡H¡ Humerus, ¡R¡ Radius, ¡U¡
+Ulna, ¡r'¡ Radiale, ¡U'¡ Ulnare, ¡Mc¡ Metacarpalia. Nach ~E. Fraas~.]
+
+
+3. Familie. #Macrorhynchidae.#
+
+¡Wirbel platycöl. Schnauze stark verlängert, schmal, hinten scharf
+vom cranialen Teil absetzend. Zähne rundlich, längs gefurcht und
+gerippt. Nasalia schmal und lang, die nach hinten verlängerten,
+spitzen Fortsätze der Prämaxillaria erreichend. Choanen am hinteren
+Ende der Palatina, jedoch seitlich von den beträchtlich vergrößerten
+Pterygoiden begrenzt. Augen nach der Seite gerichtet, oval, hinten
+ausgebuchtet und äußerlich mit den seitlichen Schläfenöffnungen
+verbunden, wenig kleiner als die oberen Schläfenlöcher. Rücken- und
+Bauchpanzer vorhanden.¡ Oberer Jura bis untere Kreide.
+
+Die Macrorhynchiden, die sich nur fossil in brackischen und
+Süßwasserablagerungen des Purbeck, Wealden und der unteren Kreide
+finden, zeigen nahe verwandtschaftliche Beziehungen zu den Gavialidae.
+
+¡Pholidosaurus¡ H. v. M. (¡Macrorhynchus¡ Dunker). Wealden von
+Hannover und England.
+
+¡Petrosuchus¡ Owen. Purbeck. England. ¡Hylaeochampsa¡ Owen. Wealden
+England.
+
+
+4. Familie. #Atoposauridae.#
+
+¡Körper klein, eidechsenartig. Schnauze kurz. Wirbel amphicöl. Augen
+beträchtlich größer als die oberen Schläfenlöcher. Nasenlöcher durch
+die verlängerten Nasalia geteilt. Rücken mit zwei Längsreihen,
+unmittelbar hinter dem Kopf beginnender Platten von quer oblonger
+Form bedeckt. Bauchpanzer nicht beobachtet.¡ Fossil in marinen
+Seichtwasserbildungen des oberen Jura.
+
+¿Alligatorium¿ Jourd. 40 cm lang. Hinterextremität kräftiger und
+länger als die vordere. Oberer Jura. Frankreich (Cerin) und Painten
+(Oberpfalz).
+
+¿Alligatorellus¿ Jourd. (Fig. 417). Skelett 22 cm lang. Schädel
+dreieckig. Augen fast dreimal so groß als die oberen Schläfenlöcher.
+Schwanz sehr lang. Oberer Jura. Frankreich, Cerin (Ain).
+
+¿Atoposaurus¿ H. v. Meyer. Klein, eidechsenartig. Oberer Jura.
+Frankreich. Cerin (Ain) und Painten (Oberpfalz).
+
+[Illustration: Fig. 417.
+
+¡Alligatorellus Beaumonti¡ Jourdan. Ob. Jura. Cerin, Ain. 1/2 nat. Gr.]
+
+
+5. Familie. #Goniopholidae.#
+
+¡Körper mittelgroß. Wirbel platycöl. Schnauze breit, mäßig verlängert.
+Choanen weit zurückliegend, von den Palatina und Pterygoiden
+begrenzt. Rücken mit zwei oder mehr Reihen, vorne und hinten gelenkig
+verbundener Platten.¡ Jura. Kreide. Eocän. Zumeist im Purbeck und
+Wealden.
+
+¿Machimosaurus¿ H. v. Meyer (Fig. 419). Zähne stumpf konisch, längs
+gerieft. Dogger. Malm.
+
+¿Goniopholis¿ Owen (¡Diplosaurus¡ Marsh, ¡Amphicotylus¡ Cope).
+(Fig. 418). Skelett bis 2 m lang. Schnauze mäßig verlängert. Nasalia
+nicht vollständig die äußere Nasenöffnung erreichend. Augen kleiner
+als die Schläfengruben. Zähne (23 auf jedem Kiefer) dick, mit zwei
+Kanten und mit Längsfurchen. Bauchpanzer aus 7-10 Längsreihen
+allseitig durch Sutur verbundene Platten zusammengesetzt. Oberer Jura.
+Nordamerika. Purbeck und Wealden von Europa. Kreide von Brasilien und
+Nordamerika.
+
+¿Nannosuchus¿, ¿Theriosuchus¿ Owen. Purbeck. England.
+
+¿Hyposaurus¿ Owen, ¿Coelosuchus¿ Williston. Kreide. Nordamerika.
+
+¿Bernissartia¿ Dollo. Bis 1 m lang. Augen größer als obere
+Schläfenlöcher. Nasalia die äußere Schläfenöffnung nicht erreichend.
+20 Zähne auf jedem Kiefer. Vorderextremität beträchtlich kürzer als
+die hintere. Rückenpanzer mit mehr als 2 Reihen von Knochenplatten.
+Wealden. Belgien.
+
+¿Notosuchus¿ A. S. Woodward. Schädel ca. 18 cm lang. Kurzschnauzig.
+Nasalia die äußere Nasenöffnung erreichend. Eine kleine
+Präorbitalöffnung vorhanden. Obere Schläfenöffnung, kleiner als die
+großen Augen. Prämaxillare mit 4, Maxillare mit 7 Zähnen. Vorderfuß
+nicht viel kleiner als der hintere. Panzer nicht beobachtet. Obere
+Kreide. ? Eocän. Nord-Patagonien.
+
+¿Cynodontosuchus¿ A. S. Woodward. Von ebendort.
+
+[Illustration: Fig. 418.
+
+¡Goniopholis simus¡ Owen. Aus dem mittleren Purbeckkalk von Swanage.
+Dorset. Hinterer Teil des Gaumendachs. ¡Pl¡ Palatin, ¡Pt¡ Pterygoid,
+¡Bo¡ Basioccipitale, ¡Ch¡ Choanenöffnung. (Nach ~Hulke~.)]
+
+[Illustration: Fig. 419.
+
+Zahn von ¡Machimosaurus Hugi¡ H. v. Meyer. Kimmeridge. Lindnerberg bei
+Hannover. Nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 420.
+
+¡Tomistoma¡ (¡Gavialosuchus¡) ¡Eggenburgensis¡ Toula und Kail. Miocän.
+Eggenburg bei Horn. Niederösterreich. Schädel von oben. 1/10 nat. Gr.
+(Nach ~Toula~.)]
+
+
+6. Familie. #Gavialidae.#
+
+¡Wirbel procöl. Schnauze schmal, stark verlängert. Zähne zahlreich,
+gleichartig zugeschärft, glatt oder fein gestreift. Nasalia weit
+getrennt von der äußeren Nasenöffnung. Choanen weit nach hinten
+gerückt und vollständig von den Pterygoidea umgeben. Kanäle der
+Eustachischen Röhre ringsum geschlossen. Augen unregelmäßig oval, fast
+ebenso groß oder größer als die oberen Schläfenlöcher, äußerlich mit
+den seitlichen Schläfenlöchern verbunden. Bauchpanzer fehlt.¡
+
+Fossil in marinen Uferbildungen der oberen Kreide und im Tertiär.
+Lebend im Süßwasser.
+
+¿Thoracosaurus¿ Leidy. Zwischenkiefer spatelförmig erweitert, an
+die Nasalia angrenzend. Obere Schläfenlöcher quer vierseitig.
+Lacrimale sehr groß, davor eine ? Präorbitalöffnung. Obere Kreide von
+New-Jersey, Holland, Frankreich. Schonen.
+
+¿Holops¿ Cope. Obere Kreide bis Eocän. New-Jersey.
+
+¿Eosuchus¿ Dollo. Eocän. Belgien.
+
+¿Tomistoma¿ Müller (¡Rhynchosuchus¡ Huxley, ¡Gavialosuchus¡ Toula
+und Kail). (Fig. 420). Schnauze allmählich in den cranialen Teil
+übergehend. Nasalia an die Prämaxillaria angrenzend. Lacrimale nicht
+sehr groß. Parietale klein. Vomeres an der Bildung des Gaumendaches
+beteiligt. Lebend in Borneo, Sumatra und Malayischen Halbinsel.
+Fossil im Tertiär des Mittelmeergebietes und Ungarn.
+
+¿Gavialis¿ Oppel (¡Rhamphostoma¡ Wagl.). Schnauze scharf vom cranialen
+Teil abgesetzt. Nasalia durch einen weiten Zwischenraum von den
+Prämaxillaria getrennt. Lebend im südlichen Ostindien und in Birma,
+fossil im Pliocän der Sivalikschichten (Ostindien) mit dem riesigen
+(15 m lang) ¿Rhamphosuchus crassidens¿ Falc und Cantley zusammen.
+
+¿Leptorhamphus¿, ¿Oxydontosaurus¿ Amegh. Tertiär. Argentinien.
+
+
+7. Familie. #Crocodilidae.#
+
+¡Wirbel procöl. Schnauze in der Regel breit und mäßig verlängert.
+Augenhöhlen größer als die zuweilen rudimentären oberen
+Schläfenlöcher, mit den seitlichen Schläfenlöchern äußerlich
+verbunden. Nasalia in der Regel die äußere Nasenöffnung erreichend,
+bisweilen eine knöcherne Nasenscheidewand bildend. Der 4.
+Unterkieferzahn gewöhnlich in eine Grube des Oberkiefers eingefügt.
+Zähne stark differenziert. Die weit zurückliegenden Choanen
+vollständig von den Pterygoiden umschlossen. Rückenpanzer aus mehr
+als zwei Reihen gelenkig verbundenen oder frei in der Haut liegenden
+Knochenplatten bestehend. Bauchpanzer vorhanden oder fehlend.¡ Obere
+Kreide bis jetzt.
+
+[Illustration: Fig. 421.
+
+¡Diplocynodon Gervaisi¡ Aymard. Oligocän. Ronzon bei ¡Le¡ Puy. Schädel
+von oben und unten. 1/2 nat. Gr. ¡Sq¡ Squamosum, ¡Pa¡ Parietale, ¡F¡
+Frontale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡J¡ Jugale, ¡La¡
+Lacrimale, ¡Na¡ Nasale, ¡Mx¡ Oberkiefer, ¡Pmx¡ Zwischenkiefer, ¡A¡
+Augenhöhle, ¡S¡ oberes Schläfenloch, ¡N¡ Nasenloch.]
+
+¿Diplocynodon Pomel¿ (Fig. 421). Zähne ungleich groß, der erste
+Unterkieferzahn oben in eine Grube eingefügt, der 3. und 4. in einer
+Nische des Oberkiefers. Rücken- und Bauchpanzer stark entwickelt.
+Obereocän bis Miocän von Europa (besonders England, Frankreich,
+Deutschland). Eocän. Neu Mexico.
+
+¿Bottosaurus¿ Agass. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Alligator¿ Cuv. Zähne sehr ungleichmäßig, jederseits 17-20 Zähne oben
+und 18-20 unten. Mit knöcherner Nasenscheidewand. Rückenpanzerplatten
+nicht gegenseitig gelenkig. Nordamerika. China (Jangtse).
+
+¿Caiman¿ Spix (¡Jaccare¡ Gray). (Fig. 407). 18-20 Zähne oben und
+17-22 unten. Keine knöcherne Nasenscheidewand. Obere Schläfenöffnung
+klein oder fehlend. Rücken- und Bauchplatten gelenkig. Zentral- und
+Südamerika.
+
+¿Osteolaemus¿ Cope. Auf jeder Seite 16-17 Zähne oben und 14-15 unten.
+Nasalia eine knöcherne Nasenscheidewand bildend. Afrika.
+
+¿Leidyosuchus¿ Lambe. Eine Mittelform zwischen ¡Crocodilus¡ und
+¡Alligator¡. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Deinosuchus¿ Holland. 35-40 Fuß lang. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Crocodilus¿ Laur. (Fig. 410, 411). 17-19 Zähne oben, 17-15 Zähne
+unten auf jeder Seite. Kurz- bis sehr langschnauzig. Ohne knöcherne
+Nasenscheidewand. Bauchpanzer fehlt. Trop. Asien. Trop. Afrika. Trop.
+Amerika. Nordaustralien. Neuguinea. Polynesien. Die ältesten Reste
+kommen aus der oberen Kreide von Europa (Provence, Gosau, ? Italien).
+Zahlreiche Arten aus dem Tertiär von Europa, Nordafrika, Nordamerika
+und Ostindien.
+
+
+Zeitliche Verbreitung und Stammesgeschichte der Crocodilia.
+
+Sichere Anhaltspunkte für die Entstehung der Crocodilier fehlen bis
+jetzt noch völlig. Aller Wahrscheinlichkeit nach haben sie von bis
+jetzt noch unbekannten landbewohnenden Formen ihren Ursprung genommen.
+Die ~ältesten~ Crocodilier (¿Teleosauridae¿) mit platycölen Wirbeln
+und mesosuchen Choanen treten unvermittelt im ~oberen Lias~ von Europa
+auf und lassen sich bis zum oberen Jura (? Ob. Kreide) verfolgen.
+Etwas später im ~Dogger~ stellen sich die den ¡Teleosauridae¡ nahe
+verwandten, aber bereits weit mehr dem Wasserleben angepaßten
+¡Metriorhynchidae¡ ein, von denen einzelne Gattungen riesige Größe
+erlangen und von denen sich die jüngsten Vertreter im Neocom
+finden. Die Angehörigen dieser beiden Familien kommen in ~marinen
+Ablagerungen~ vor und haben anscheinend keine lebenden Nachkommen
+hinterlassen.
+
+Am Schluß des Jura und zu Beginn der Kreide in den brackisch-limnische
+Ablagerungen des ~Purbeck~ und den Süßwassersedimenten des ~Wealden~
+zeigen sich die platycölen ¿Macrorhynchidae¿ entwickelt, deren
+Choanen bereits seitlich von den Pterygoidea begrenzt werden;
+von ihnen leiten procöle, eusuche Formen wie ¡Thoracosaurus¡ und
+¡Holops¡ aus der oberen Kreide und dem Eocän zu ~Tomistoma~ und
+~Gavialis~ über. Ob die ¡Crocodilidae¡ (¡Alligatoridae¡) zu diesen
+letzteren in nähere Beziehungen zu bringen sind oder ob sie sich
+auf die mehr kurzschnauzigen ¡Goniopholidae¡ oder auf beide Gruppen
+zurückführen lassen, läßt sich noch nicht entscheiden. ~Gegenüber~
+der ~gegenwärtigen Verbreitung~ der einzelnen Gattungen (s. oben) ist
+zu beobachten, daß ¡Crocodilus¡ und der mit ¡Alligator¡ sehr nahe
+verwandte ¡Diplocynodon¡ sich zumeist im älteren und mittleren Tertiär
+besonders von Europa und Nordamerika finden, während von ¡Tomistoma¡
+bis jetzt nur Reste aus dem Tertiär des Mittelmeergebietes und Ungarns
+sich nachweisen ließen.
+
+
+9. Ordnung. #Dinosauria.# Owen.[106]
+
+~Körper langhalsig und langgeschwänzt, meist von ansehnlicher,
+zuweilen sogar von gigantischer Größe. Schädel ohne Foramen
+parietale. Obere und untere Schläfenöffnungen knöchern umgrenzt.
+Zähne thecodont. Sternum häufig teilweise verknöchert. Clavicula
+und Episternum unbekannt. Scapula sehr groß, zuweilen mit dem
+kleinen scheibenförmigen Coracoid verschmolzen. Procoracoid fehlt.
+Wirbel opisthocöl, amphicöl oder platycöl, cavernös hohl oder
+massiv. 3-10 Sacralwirbel. Rippen zweiköpfig. Ilium groß nach vorne
+und hinten verlängert. Ischium lang, schlank, gewöhnlich in der
+Symphyse verbunden. Pubis nach vorne und abwärts gerichtet, zuweilen
+mit einem dünnen, nach hinten gewendeten, dem Ischium parallelen
+Postpubis. Pubis, Ilium und Ischium an der Bildung des Acetabulum
+beteiligt. Vorderbeine kürzer als die Hinterbeine. Haut nackt oder mit
+Hautverknöcherungen.~ Trias bis Oberste Kreide (? Eocän).
+
+Zu den Dinosauriern gehören nur ausgestorbene Reptilien, von äußerst
+mannigfaltiger, bald an Parasuchier, bald an Rhynchocephalen und an
+Lacertilier, bald an Vögel erinnernder Gestalt. Sie beginnen zur Zeit
+des Niederganges der Stegocephalen und Theromoren in der Trias und
+dominieren von diesem Zeitpunkt an als hauptsächliche Landbewohner
+während des ganzen Mesozoicums um gegen Schluß der Kreide (? Beginn
+des Tertiärs) allmählich den Mammalia zu weichen.
+
+Sie nährten sich teils von Pflanzen, teils von Fleisch und
+hielten sich wahrscheinlich mit Vorliebe in sumpfigen Niederungen
+auf. Ihre Extremitäten waren entweder plantigrad (Sohlengänger)
+oder digitigrad (Zehenspitzengänger) oder in Verbindung beider
+Merkmale semiplantigrad. Ein großer Teil von ihnen benutzte alle 4
+Extremitäten zum Gehen (Quadrupedal), während andere ihre Fortbewegung
+ausschließlich auf den Hinterextremitäten bewerkstelligten (Bipedal).
+
+Ein verknöchertes ~Hautskelett~ besitzen verschiedene Prädentaten
+und einige Theropoden, bei den übrigen Dinosauriern war die Haut
+wahrscheinlich nackt oder verhornt. Das Hautskelett selbst besteht
+entweder aus isolierten, meist in Reihen angeordneten Knochenplatten
+und Stacheln oder aus einem geschlossenen, aus festen Platten
+zusammengesetzten Panzer, der größere Partien des Körpers vollkommen
+umhüllte (z. B. Polacanthus).
+
+Die ~Wirbel~ sind entweder opisthocöl, platycöl oder seltener
+amphicöl; die Zahl der Halswirbel schwankt zwischen 7 und 15, die der
+Rückenwirbel zwischen 10 und 19, die der mehr oder weniger miteinander
+verschmolzenen Sacralwirbel zwischen 3 und 10, und am Schwanz sind bis
+70 Wirbel beobachtet worden. Die oberen Bogen sind meist durch Sutur
+mit dem Wirbelkörper verbunden. Die Dornfortsätze der Halswirbel (und
+zuweilen auch der vorderen Rückenwirbel) sind häufig sehr niedrig
+und manchmal gegabelt und nehmen erst weiter nach hinten an Größe
+zu. Mit Ausnahme der beiden vordersten tragen die übrigen Halswirbel
+~zweiköpfige~ Rippen, deren Tuberculum an die Diapophyse des oberen
+Bogens, deren Capitulum an die Parapophyse des Wirbelkörpers sich
+einfügt. An den Rückenwirbeln rücken die Parapophysen von den Zentren
+auf die Bogen hinauf. Die Schwanzwirbel tragen in der Regel kräftige,
+manchmal sehr verschiedenartig gestaltete Hämapophysen (Chevrons).
+Verschiedentlich sind Bauchrippen beobachtet worden.
+
+Bei den Sauropoden und Theropoden kann die gelenkige Verbindung außer
+durch die Post- und Präzygapophysen auch durch einen keilförmigen,
+unterhalb der Postzygapophysen befindlichen Fortsatz das ~Hyposphen~,
+erfolgen, der in eine, unter den Präzygapophysen ausgebildete Grube,
+~Hypantrum~, eingreift.
+
+Der ~Schädel~ bildet bei den Theropoda und einem Teil der Prädentata
+einen rechten Winkel mit dem Hals, während bei den Sauropoden und den
+übrigen Prädentata (Ceratopsidae, Stegosauridae) seine Längsachse mehr
+oder weniger in die Verlängerung der Wirbelsäule fällt. Die großen
+Augen richten sich nach den Seiten, die Nasenöffnungen sind in der
+Regel getrennt und seitlich. Zwischen Orbita und Nasenlöchern befindet
+sich häufig, wie bei den Parasuchiern, Pterosauriern und Vögeln
+eine oder mehrere Präorbitalöffnungen. Die oberen und seitlichen
+Schläfenlöcher sind knöchern umgrenzt und von verschiedener Größe
+und Form. Das an das Squamosum und das Quadratojugale angrenzende
+Quadratum ragt häufig stielförmig vor und scheint nach Nopcsa und
+Versluys bei einigen Formen wie das Pterygoid (ähnlich wie bei den
+Vögeln) teilweise verschiebbar gewesen zu sein.
+
+Die paarigen Prämaxillaria sind ziemlich groß und entweder bezahnt
+oder zahnlos. Die beiden Äste des Unterkiefers sind in der Symphyse
+nur knorpelig verbunden, zuweilen entwickelt sich vor dem Dentale ein
+zahnloser, scharfrandiger, halbmondförmiger Knochen, das ~Prädentale~,
+welches wahrscheinlich mit Hornscheiden besetzt war. Ihm kann im
+Oberkiefer vor den Prämaxillaren ein ~Rostrale~ entsprechen. Nur die
+Kiefer tragen Zähne, die entweder in tiefe Gruben oder in nach innen
+offene Alveolarrinnen des Kieferrandes eingefügt sind.
+
+Eine bemerkenswerte Eigentümlichkeit der Dinosaurier bildet die
+geringe Größe der Gehirnhöhle. Marsh hat Ausgüsse derselben von
+verschiedenen Gattungen beschrieben und gezeigt, daß die relative
+Größe des Dinosauriergehirns hinter dem aller landbewohnenden
+Wirbeltiere zurückbleibt. Im Gegensatz zu dieser schwachen Entwicklung
+des Gehirns tritt zuweilen eine beträchtliche Anschwellung des
+Rückenmarks, namentlich in der Sacralregion ein, so ist z. B.
+der Sacralkanal von Morosaurus zwei- bis dreimal, derjenige von
+Stegosaurus aber mindestens zehnmal so weit als die Schädelhöhle.
+Diese merkwürdige Anschwellung des Rückenmarks bei den Stegosauridae
+steht offenbar im Zusammenhang mit der massiven Ausbildung der
+hinteren Extremitäten (cfr. Fig. 443).
+
+Das ~Sternum~ ist bei den meisten Dinosauriern nur unvollkommen
+in Gestalt einer oder zweier Platten verknöchert, Clavicula und
+Episternum sind bis jetzt noch nicht beobachtet. Der Schultergürtel
+besteht aus einer mächtig entwickelten und gewöhnlich stark
+verlängerten Scapula und einem nicht selten mit ihr verschmolzenen,
+mehr oder weniger gerundeten Coracoid, das in der Nähe des Gelenkes
+von einer Gefäßöffnung durchbohrt ist. Die langen Knochen der
+Extremitäten sind bald massiv, bald hohl. Die ~Vorderextremitäten~
+bleiben an Größe meist beträchtlich hinter den Hinterextremitäten
+zurück. Der Humerus ist gewöhnlich kürzer als die Scapula, Radius
+und Ulna sind kräftig und vollständig getrennt. Der Carpus ist oft
+unvollständig verknöchert und die Zahl der Metacarpalia häufig auf
+drei reduziert. Die Endphalangen sind entweder stark gekrümmt,
+krallenförmig oder breit hufähnlich.
+
+[Illustration: Fig. 422.
+
+Becken von ¡Iguanodon¡. Von links. 1/20 nat. Gr. ¡il¡ Ilium, ¡p¡
+Pubis, ¡p'¡ Postpubis, ¡is¡ Ischium, ¡o¡ processus obturatorius,
+¡a¡ Pfanne.]
+
+Sind die Vorderextremitäten der Dinosaurier im wesentlichen nach
+dem Typus der Reptilien gebaut, so zeigen ~Becken~ und Hinterbeine
+wenigstens bei den Ornithopodiden gewisse äußere Ähnlichkeit mit
+Vögeln. Das ~Ilium~ ist mehr oder weniger in der Richtung von vorne
+nach hinten verlängert und relativ niedrig, ein nach vorne und unten
+gerichteter Gelenkfortsatz dient zur Aufnahme des ~Pubis~, an einem
+entsprechenden hinteren Fortsatz befestigt sich das ~Ischium~. Das
+Acetabulum, an dessen Begrenzung sämtliche drei Knochen teilnehmen,
+ist teilweise durchbohrt. Die Ischia sind lange, schräg nach hinten,
+unten und innen gerichtete Knochen, welche zumeist in der Symphyse
+zusammenstoßen. Das ventral sich vereinigende Pubis der Sauropoden
+und Theropoden ist einander sehr ähnlich. Bei den meisten Prädentata
+(Fig. 422) teilt sich das Pubis in einen kürzeren und breiteren
+nach vorne gerichteten und einen schlanken nach hinten gewendeten,
+dem Ischium parallelen Ast. Die vorderen Äste ragen frei vor und
+vereinigen sich nicht in einer Symphyse. Sie entsprechen dem Pubis
+der übrigen Dinosaurier, während der hintere Fortsatz, den Marsh
+~Postpubis~ nannte, in Lage und Form an das Schambein der Vögel
+erinnert. Nach den embryologischen Untersuchungen von Bunge und
+Mehnert entspricht jedoch das Präpubis der Prädentata keineswegs dem
+Processus pectinalis der Vögel, es macht vielmehr das anfänglich nach
+vorne oder vertikal nach unten gerichtete Schambein der Vögel im
+Verlauf der Entwicklung eine Drehung nach hinten und ist somit dem
+eigentlichen Pubis der Reptilien homolog. Das Postpubis (Pubis) der
+Prädentata erscheint darum als eine besondere Differenzierung, welche
+in der Gewohnheit dieser Tiere, sich auf die Hinterbeine und den
+Schwanz zu stützen, ihre physiologische Erklärung findet. Der Femur
+übertrifft den Humerus gewöhnlich an Länge. Im Tarsus sind zwei Reihen
+von Knöchelchen vorhanden. Die proximale Reihe besteht aus einem
+niedrigen, oben konkaven, unten konvexen Astragalus (Tibiale) und
+einem kleineren Calcaneus (Fibulare). Bei den Stegosauridae verwächst
+der Astragalus mit der Tibia und bei den meisten Theropoden sendet
+er einen Fortsatz nach oben, der sich in eine seichte Vertiefung
+am distalen Ende der Tibia einlegt -- eine Erscheinung, die mit
+gewissen Pterosauriern und Embryonen von Ratiten übereinstimmt.
+Die distale Reihe enthält, wenn sie überhaupt verknöchert ist, 2-3
+flache, häufig zu einem einzigen Stück verschmolzene Knochen. Der
+Hinterfuß ist entweder fünf- oder dreizehig, doch pflegen gewöhnlich
+die Metatarsalia I und V, auch wenn sie keine funktionierenden Zehen
+tragen, wenigstens angedeutet zu sein.
+
+Dinosaurierreste finden sich von der Trias bis in die oberste Kreide
+(? Eocän); ihre Reste sind aus allen Weltteilen bekannt geworden,
+besonders häufig aus Nordamerika und Europa. Die ersten Überreste
+wurden im Anfang dieses Jahrhunderts im Großoolith und der Wälderstufe
+von England entdeckt und durch Buckland und Mantell beschrieben.
+R. Owen errichtete für dieselben die Ordnung der Dinosaurier. Eine
+richtige Vorstellung von der Eigentümlichkeit dieser Reptilien
+erlangte man jedoch erst, als in Nordamerika und Europa eine Fülle,
+zum Teil vorzüglich erhaltener Skelette entdeckt wurde. Die Einteilung
+der Dinosaurier in drei Unterordnungen: Theropoda, Sauropoda,
+Prädentata (Orthopoden) stützt sich auf die Untersuchungen von O.
+C. Marsh. Manche Autoren stellen auch die Vertreter der Theropoden
+und Orthopoden als ~Saurischia~ den Prädentaten als ~Ornithischia~
+gegenüber.
+
+
+1. Unterordnung. #Theropoda.# Marsh.
+
+¡Schädel klein, ungefähr einen rechten Winkel mit dem Hals bildend.
+Kieferrand in der Regel mit Zähnen besetzt. Zähne thecodont, seitlich
+zusammengedrückt, zugespitzt. Unterkiefer ohne Processus coronoideus
+mit seitlicher Öffnung (Meckelscher Knorpel). Wirbel massiv oder
+hohl. Die Halswirbel in der Regel opisthocöl, die übrigen platycöl
+oder amphicöl. Extremitätenknochen meist röhrenartig. Vorderbeine
+beträchtlich kürzer als die hinteren. Hinterfüße digitigrad. Zehen
+meist ungleich lang, mit spitzen gekrümmten Klauen. Sternum nicht
+verknöchert. Pubis schlank, nach vorne gerichtet, in der Symphyse --
+ähnlich wie die Ischia -- gewöhnlich verschmolzen und verbreitert.
+Femur mit innerem Trochanter. Fleischfresser.¡ Trias bis oberste
+Kreide (? Eocän).
+
+Die Theropoden sind fleischfressende Landbewohner mit spitzen, etwas
+rückwärts gekrümmten Zähnen, deren Dimensionen in weiten Grenzen,
+zwischen der Größe einer Katze (¡Compsognathus¡) und eines Elefanten
+schwanken (¡Megalosaurus¡). Ihre äußere Erscheinung erhält durch
+die hohen, geknickten Hinterbeine und die kurzen Vorderextremitäten
+ein absonderliches Gepräge. Ihre Bewegung war entweder, wie bei den
+Kängurus, eine sprungweise, hüpfende, oder sie konnten, wie die Vögel,
+auf den Hinterbeinen einherschreiten und die Vorderfüße zum Greifen
+benutzen. Bei einigen älteren Formen (Thecodontosaurus antiquus)
+scheint nach v. Huene auch noch eine vierfüßige Gangart möglich
+gewesen zu sein. Der enorm lange, überaus kräftige Schwanz diente den
+Tieren als Stütze des Körpers, wenn sie in hockender Stellung ruhten,
+wobei die in der Symphyse verbundenen Schambeine und Sitzbeine wohl
+den Boden berührten. Das Skelett der meisten Theropoden war überaus
+leicht gebaut, bei den meisten sind nicht nur die Extremitätenknochen
+hohl, sondern häufig sind auch die Wirbel mit Hohlräumen versehen.
+
+~Schädel~ sind nur von wenigen Gattungen (¡Anchisaurus¡,
+¡Thecodontosaurus¡, ¡Ceratosaurus¡ etc.) bekannt. Die Nähte der
+dünnen Kopfknochen sind meist undeutlich. Bei manchen Gattungen sind
+zwei (¡Ornitholestes¡), vielleicht sogar drei (¡Tyrannosaurus¡)
+Präorbitalöffnungen entwickelt. Die meist opisthocölen Halswirbel sind
+in der Regel länger als die platycölen oder amphicölen Rückenwirbel,
+ihre Gelenkfortsätze für die langen geraden zweiköpfigen Rippen
+befinden sich am Wirbelkörper und am oberen Bogen. Die zweiköpfigen
+langen Rumpfrippen hingegen artikulieren nur mit dem oberen Bogen; den
+hinteren Schwanzwirbeln fehlen Rippen, dagegen sind die Hämapophysen
+stark entwickelt. Die Verbindung der hinteren Rückenwirbel wird häufig
+durch Hyposphen-Hypantrumgelenkung verstärkt.
+
+Verschiedentlich sind Bauchrippen beobachtet worden. Am Brustgürtel
+bildet die Scapula meist eine schmale lange Platte und ist stärker
+und länger als der Humerus. Das Coracoid ist mehr oder weniger
+halbmond- oder halbkreisförmig, der Carpus in der Regel unvollständig
+verknöchert, die Zehen von mäßiger Länge und mit Krallen bewehrt.
+Im Beckengürtel zeichnet sich das Ilium durch seine niedrige
+langgestreckte Form aus, der präacetabulare Fortsatz ist kürzer
+und höher als der hintere Flügel. Charakteristisch ist eine mehr
+oder weniger horizontale, nach hinten gerichtete Verlängerung des
+distalen Endes der Schambeine. Die Hinterextremitäten zeichnen sich
+durch ansehnliche Länge aus. Die proximale Tarsusreihe besteht aus
+Astragalus und Calcaneus. Der Astragalus sendet sehr häufig einen
+Fortsatz nach oben, der sich unbeweglich an das distale Ende der Tibia
+anlegt.
+
+Die Theropoden zerfallen in sechs Familien ¡Plateosauridae¡,
+¡Anchisauridae¡, ¡Megalosauridae¡, ¡Labrosauridae¡, ¡Coeluridae¡,
+¡Compsognathidae¡ und lassen sich von der Trias bis zur obersten
+Kreide (? Eocän) verfolgen.
+
+
+1. Familie. #Plateosauridae.#
+
+¡Mittelgroße bis große Theropoden. Knochen hohl. Wirbel amphicöl, ? 13
+Halswirbel, 15 Rückenwirbel, 3 Sacralwirbel. Alle Rippen zweiköpfig.
+Bauchrippen vorhanden. Pubis breit, verlängert, distal coossifiziert.
+Ischium schaufelförmig, distal stielförmig verlängert, der S-förmige
+Femur länger als die Tibia. Astragalus ohne aufsteigenden Fortsatz.
+Vorderfuß mit rudimentärer 5. Zehe. Hinterfuß mit verkürzter 1. und 5.
+Zehe.¡ Trias. Jura.
+
+¿Plateosaurus¿ H. v. Meyer. (p. p. ¡Zanclodon¡.) Zähne vorn und hinten
+zugeschärft und gekerbt. Außer der oben angegebenen Zahl noch ca.
+42-45 Schwanzwirbel, die lange Hämapophysen tragen. Oberer Keuper.
+Rhät. Deutschland. Frankreich.
+
+¿Gresslyosaurus¿ Rütim. Keuper-Rhät. Mitteleuropa.
+
+¿Pachysaurus¿ v. Huene. Oberer Keuper. Deutschland.
+
+¿Poikilopleuron¿ Deslong. Callovien. Frankreich.
+
+¿Teratosaurus¿ H. v. M. Mittlerer Keuper. Deutschland.
+¿Euskelosaurus.¿ Huxley. Rhät. Kap-Kolonie.
+
+¿Zanclodon¿ Th. Plieninger (¡Z. laevis¡!) Zähne messerförmig, etwas
+rückwärts gekrümmt, glatt ohne Kerbung. Lettenkohle Deutschland.
+
+¿Sellosaurus¿ v. Huene. Mittlerer Keuper. Deutschland. v. Huene
+betrachtet ¡Zanclodon¡ und ¡Sellosaurus¡ als Repräsentanten
+selbständiger Familien.
+
+
+2. Familie. #Anchisauridae# (¡Thecodontosauridae¡).
+
+¡Kleine, schlank gebaute Theropoden. Wirbel platycöl oder amphicöl.
+Knochen hohl. Ilium hinter dem Acetabulum verbreitert. Pubis
+stabförmig, distal nicht verwachsen. Extremitäten kräftig. Zehen
+teilweise rudimentär. Astragalus ohne aufsteigenden Fortsatz.¡ Trias.
+
+¿Anchisaurus¿ Marsh. (Fig. 423.) Schädel vogelähnlich, mit sehr
+großen Augen- und Präorbitalöffnungen. Nasenlöcher relativ klein.
+Obere Schläfenlöcher gerundet dreiseitig, seitliche sehr hoch.
+Quadratum nach vorne gerichtet. Die Kiefer oben und unten bis zur
+Schnauzenspitze mit Zähnen mit schneidenden Kanten. 9 langgestreckte
+Halswirbel, 14 Rückenwirbel, ? 3 Sacralwirbel. Vorderfuß ungefähr
+2/3 der Größe der Hinterextremität, vorne die 4. und 5, hinten die 5.
+Zehe reduziert. Länge des Skeletts wenig mehr als 1 m. Rhät. Östliches
+Nordamerika.
+
+¿Thecodontosaurus¿ Riley und Stuchb. (¿Megadactylus¿ Hitc.)
+Muschelkalk-Rhät. Deutschland, England, östl. Nordamerika, Ostindien,
+Südafrika, Australien. ¿Massospondylus¿ Owen. Obere Trias Kap-Kolonie.
+¿Ammosaurus¿ Marsh. Rhät. Trias. Östliches Nordamerika. Alle meist nur
+in dürftigen Resten bekannt.
+
+[Illustration: Fig. 423.
+
+¡Anchisaurus major¡ Marsh. Rechter Hinterfuß von vorne. Ob. Trias.
+Manchester. Conn. 1/4 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.) ¡F¡ Fibula, ¡T¡ Tibia,
+¡a¡ Astragalus, ¡c¡ Calcaneus, ¡t¡ 2-4 Tarsalia der distalen Reihe,
+¡I¡ erste, ¡V¡ fünfte Zehe.]
+
+
+3. Familie. #Labrosauridae.#
+
+¡Unterkiefer vorne zahnlos. Hals- und Rückenwirbel opisthocöl, hohl
+oder cavernös, Pubis kräftig mit Interpubis. Femur länger als die
+Tibia. Astragalus mit aufsteigendem Fortsatz.¡ Unterste Kreide.
+
+¿Labrosaurus¿ Marsh, mit den Merkmalen der Familie. Unterste Kreide.
+(Como beds). Westliches Nordamerika. ? ¿Antrodemus¿ Leidy. Kreide.
+Westl. Nordamerika.
+
+
+4. Familie. #Coeluridae.#
+
+¡Kleine bis mittelgroße Theropoden. Halswirbel opisthocöl.
+Rückenwirbel platycöl. Neuralkanal stark erweitert. Wirbel und übrige
+Skelettknochen hohl. Halsrippen mit den Wirbelkörpern verschmolzen.
+Femur kürzer als die Tibia. Metatarsalia sehr lang und dünn.¡ Trias
+bis oberste Kreide (? Eocän).
+
+[Illustration: Fig. 424.
+
+¡Ceratosaurus nasicornis¡ Marsh. Unt. Kreide. Colorado. Schädel
+¡a¡ von vorne, ¡b¡ von der Seite. 1/9 nat. Gr. ¡N¡ Nasenloch, ¡D¡
+präorbitale Öffnung, ¡A¡ Augenhöhle, ¡S¡ seitliches Schläfenloch.
+(Nach ~Marsh~.)]
+
+¿Coelurus¿ Marsh (¿Aristosuchus¿ Seeley). Unvollständig bekannt.
+Sämtliche Wirbelkörper nebst ihren Bögen und Fortsätzen sind hohl. Die
+oberen Bogen durch Sutur mit dem Zentrum verbunden. 5 Sacralwirbel.
+Untere Kreide Nordamerika. Wealden. England.
+
+¿Coelophysis¿ Cope. Obere Trias. Westliches Nordamerika.
+¿Calamospondylus¿ Lyd. Wealden. England. ¿Thecospondylus¿ Seeley.
+Wealden. England.
+
+¿Tanystrophaeus¿ H. v. Meyer. Nur Schwanzwirbel mit kammartigem
+Dornfortsatz bekannt. Muschelkalk. Keuper Deutschland. ? ¿Saltopus¿ v.
+Huene. Untere obere Trias. Elgin. Schottland.
+
+¿Tyrannosaurus¿ Osborn (¡Dynamosaurus¡ Osborn.) Skelett über 5 m
+hoch. Schädel jederseits mit 2 (? 3) Präorbitalöffnungen. Ca. 23
+Präsacralwirbel, 5 Sacralwirbel. Pubis distal fußförmig verbreitert.
+Bauchrippen aus einem mittleren und 2 seitlichen Stücken bestehend.
+Obere Kreide. Westliches Nordamerika.
+
+¿Albertosaurus¿ Osborn. Obere Kreide. Kanada.
+
+¿Ceratosaurus¿ Marsh. (Fig. 424 u. 425). Skelett 4-5 m lang. Schädel
+auf dem hohen Nasenbein mit hoher rauher Crista. Präfrontalia
+dachartig über Augen, die kleiner als in seitlichen Schläfenöffnungen
+sind, vorspringend. Die Wirbel des langen Schwanzes mit starken
+Dornfortsätzen und Hämapophysen. 5 Sacralwirbel, Beckenelemente in der
+Pfanne fest verschmolzen. Vorderbeine sehr kurz mit 4 funktionierenden
+Fingern. Der Femur ist stark gekrümmt. Nur drei Zehen vorhanden.
+Die 3 Metatarsalia sind untereinander und mit den distalen Tarsalia
+verschmolzen (Pathologisch?). Hautverknöcherungen über dem Hals
+beobachtet. Unterste Kreide (Como beds.) Westl. Nordamerika.
+
+¿Deinodon¿, ¿Aublysodon¿ Leidy. Oberste Kreide. Nordamerika.
+
+? ¿Nuthetes¿ Owen. Purbeck. England.
+
+¿Loncosaurus¿ Ameghino, ¿Genyodectes¿ A. S. Woodward. Oberste Kreide
+(? Eocän).[107] Patagonien.
+
+[Illustration: Fig. 425.
+
+¡Ceratosaurus nasicornis¡ Marsh.
+
+Restauriertes Skelett aus der unteren Kreide von Colorado. 1/40 nat.
+Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+
+5. Familie. #Megalosauridae.#
+
+¡Meist große Theropoden. Halswirbel opisthocöl, Rückenwirbel amphicöl.
+Unterkiefer vorne zahnlos. ? 4-5 Sacralwirbel. Bauchrippen vorhanden.
+Ilium nach vorne verbreitert. Pubis schlank, distal coossificiert.
+Femur länger als die Tibia. Astragalus mit aufsteigendem Fortsatz.
+Vorderextremität mit 4-5, Hinterextremität mit 3-4 Zehen.¡ Lias bis
+oberste Kreide (? Eocän).
+
+¿Megalosaurus¿ Buckland (¡Streptospondylus¡ Cuvier). (Fig. 426).
+Schädel mit großer Präorbitalöffnung. Zähne vorn und hinten
+zugeschärft und gekerbt. Extremitätenknochen hohl. Femur 1 m, Scapula
+0,8 m lang. Meist isolierte, zu dieser Gattung gestellte Reste wurden
+aus dem unteren Lias bis oberste Kreide (? Eocän) von Mittel- und
+Südeuropa, Indien, Madagaskar, Australien und Südamerika beschrieben.
+
+[Illustration: Fig. 426.
+
+¡Megalosaurus Bucklandi¡ Meyer. Großoolith. Stonesfield. Zahn nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 427.
+
+¡Allosaurus agilis¡ Marsh. Unterste Kreide. Colorado. ¡a¡ Vorderfuß,
+¡b¡ Hinterfuß, restauriert. 1/20 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+¿Allosaurus¿ Marsh. (Fig. 427). Schädel jederseits mit 2
+Präorbitalöffnungen. Untere Kreide. (Como beds.)[108] Westliches
+Nordamerika. ¿Antrodemus.¿ Leidy.
+
+¿Creosaurus¿ Marsh. Von eben dort.
+
+¿Coelosaurus¿ Leidy. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Dryptosaurus¿ Marsh. Schädel und Femur je 0,60 m lang. Präfrontalia
+kammförmig angeschwollen. Augen ungemein groß, durch eine dünne
+Knochenbrücke von der Präorbitalöffnung getrennt. Zähne und Skelett
+ähnlich ¡Megalosaurus¡. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Laelaps¿ Cope. Von ebenda. Sehr ähnlich ¡Dryptosaurus¡.
+
+
+6. Familie. #Compsognathidae.#
+
+¡Wirbel und Extremitätenknochen hohl. Halswirbel leicht opisthocöl;
+die übrigen Wirbel platycöl. Hals lang, biegsam mit spießförmigen
+Halsrippen. Pubis kräftig, länger als das schlanke Ischium. Femur
+kürzer als die Tibia. Astragalus mit langem, aufsteigendem Fortsatz,
+dem distalen Ende der Tibia dicht anliegend. Metatarsalia lang. Hand
+und Fuß mit drei mit Krallen bewaffneten funktionierenden Zehen, die
+übrigen rudimentär.¡ Trias. Jura bis obere Kreide.
+
+¿Compsognathus¿ Wagner. (Fig. 428, 429). Ein im Münchener Museum
+befindliches Skelett gehört dem kleinsten bis jetzt bekannten
+Dinosaurier Europas an; dasselbe rührte von einem vollständig
+ausgewachsenen Individuum her, das in seiner Leibeshöhle Reste
+enthält, die nach Marsh ein Embryo darstellen, nach v. Nopcsa aber auf
+einen Lacertilier hindeuten. Der vogelähnliche Schädel ist 75 mm lang
+und bildet gegen den ungewöhnlich langen Hals einen rechten Winkel.
+Die Länge der 22 präsacralen Wirbel beträgt 0,20 m und fast ebenso
+lang sind die überlieferten 15 Schwanzwirbel. Vorderbeine nur halb so
+lang als die Hinterbeine. Distale Tarsalia drei kleine Knöchelchen.
+Oberster Jura von Kelheim in Bayern. Eine verwandte Form im Keuper
+(Stubensandstein) von Pfaffenhofen (Stromberg) Württemberg.
+
+¿Ornithomimus¿ Marsh. Untere Kreide (Como beds). Westl. Nordamerika.
+
+¿Ornitholestes¿ Osborn. 2,22 m lang. Schädel jederseits mit 2
+Präorbitalöffnungen. 4 verschmolzene Sacralwirbel. Finger stark
+verlängert, 4. Finger reduziert, 5. fehlend. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Halticosaurus¿ v. Huene. Keuper. Deutschland. ¿Incertae sedis¿:
+¿Craterosaurus¿ Seeley. Untere Kreide. England. ¿Diplotomodon¿ Leidy.
+Obere Kreide. Nordamerika. ¿Hypsirrhophus.¿ Oberer Jura und Kreide.
+Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 428.
+
+¡Compsognathus longipes¡ A. Wagn. Lithogr. Schiefer von Kelheim
+(Bayern). 1/4 nat. Gr. (Nach ~v. Nopcsa~.]
+
+[Illustration: Fig. 429.
+
+Linker Hinterfuß von ¡Compsognathus longipes¡ Wagn. Nat. Gr.
+¡T¡ Tibia, ¡F¡ Fibula, ¡t¡2-5 Tarsalia der zweiten Reihe, ¡mt¡
+Metatarsalia. (Nach ~Baur~.)]
+
+
+2. Unterordnung. #Sauropoda.# Marsh.
+
+¡Schädel klein. Kiefer ganz oder teilweise bezahnt. Zähne lang, dünn,
+spatel- oder stiftförmig. Vor den großen Augen eine (selten zwei)
+mehr oder weniger große Präorbitalöffnung. Hals und die meisten --
+selten auch alle -- Rückenwirbel opisthocöl. Die hinteren Rückenwirbel
+und die Schwanzwirbel gewöhnlich platycöl oder amphicöl (selten
+procöl). Die präsacralen, zuweilen auch die Sacral- und ersten
+Caudal-Wirbel mit seitlichen Hohlräumen oder cavernös. Neuralkanal
+in der Sacralregion sehr erweitert. Extremitätenknochen fast ganz
+massiv. Vorderextremitäten wenig kürzer oder ebensogroß als die
+Hinterextremitäten. Alle 4 Füße plantigrad (semiplantigrad), 5 zehig,
+mit teilweise reduzierten Phalangen.¡ Jura bis oberste Kreide (?
+Eocän).
+
+Die Sauropoden sind plumpe, schwerfällige Dinosaurier, die nahezu
+sämtliche mehr oder weniger gigantische Dimensionen (bis 20 m Länge)
+erreichen. Als Bewohner von mit langsam fließenden Gewässern und mit
+seichten versumpfenden Seen bedeckten Gegenden (z. B. Wealden) dürften
+sie fast alle mehr oder weniger wasserliebende Reptilien gewesen sein,
+die sich in der Hauptsache von Pflanzen und zum Teile wahrscheinlich
+auch von Fischen nährten.
+
+[Illustration: Fig. 430.
+
+¡Pelorosaurus¡ aus dem Wealden von Wight. Ein Rückenwirbel ¡A¡ von
+vorne, ¡B¡ von der Seite, ¡C¡ vertikaler Durchschnitt des Zentrums.
+1/8 nat. Gr. (Nach ~Hulke~.) ¡b¡ vordere, ¡c¡ hintere Gelenkfläche
+des Zentrums, ¡f¡ seitliche Öffnung zu dem inneren Hohlraum, ¡o¡
+Medianpfeiler, ¡n¡ Rückenmarkskanal, ¡z¡ vordere, ¡z'¡ hintere
+Zygapophysen, ¡za¡ Hypantrum, ¡hsp¡ Hyposphen, ¡d¡ Diapophyse, ¡p¡
+Capitulargelenk der Rippe, ¡s¡ Dornfortsätze.]
+
+Ganze Schädel sind von ¿Diplodocus¿, ¿Morosaurus¿ und ¿Brontosaurus¿
+bekannt, jedoch nur von den ersten beiden genauer beschrieben. Die
+paarigen Prämaxillaria und mindestens der vordere Teil der Maxillaria
+sind mit einfachen spatel- oder stiftförmigen Zähnen besetzt. Vor
+den großen seitlichen Augen befinden sich eine oder zwei präorbitale
+Öffnungen von verschiedener Form und Größe. Die großen Nasenlöcher
+liegen entweder getrennt seitlich (¡Morosaurus¡) oder vereinigt
+weit zurück auf das Schädeldach hinaufgerückt (¡Diplodocus¡). Die
+Halswirbel und die meisten Rückenwirbel (selten alle) sind opisthocöl
+und die zweiköpfigen Rippen teilweise mit ihren Wirbelkörpern bezw.
+oberen Bogen verschmolzen. Häufig zeigen sich die Dornfortsätze der
+Halswirbel und vorderen Rückenwirbel niedrig gebaut und gegabelt,
+die Gelenkung der einzelnen Wirbel kann außer den Zygapophysen
+auch durch Hyposphen-Hypantrum erfolgen. Die Wirbelkörper der
+Rumpfwirbel (Fig. 430) zuweilen auch noch anderer Regionen enthalten
+große Hohlräume, welche zu Lebzeiten des Tieres wahrscheinlich mit
+Luft erfüllt waren. Diese Hohlräume bilden in der Regel zwei große
+seitliche, durch eine mediane Längsscheidewand getrennte Kammern, die
+nach außen in einer rundlichen oder länglichen unter der Basis des
+oberen Bogens befindlichen Öffnung münden. Auch die oberen Bögen und
+Dornfortsätze der präcaudalen und zuweilen auch noch der vorderen
+Schwanzwirbel können cavernöse Beschaffenheit aufzeigen. Die 4-5
+Sacralwirbel können, teilweise nicht nur mit ihren Wirbelkörpern und
+Gelenkfortsätzen sondern auch mit ihren Dornfortsätzen gegenseitig
+verschmelzen. Die meist soliden Schwanzwirbel sind entweder amphicöl,
+seltener procöl, unten gewöhnlich mit langen, sehr variierenden
+Hämapophysen (Chevrons) ausgestattet. Rückenmarkkanal in der
+Sacralgegend erweitert, zwei- bis dreimal so groß als die Gehirnhöhle.
+
+Die Extremitätenknochen sind fast ganz solide gebaut. Das Sternum ist
+durch eine unpaare oder zwei Ossifikationen vertreten. Das Becken
+ist Theropoden ähnlich, aber das Ilium ohne hintere Spitze. Der
+gerade, mit dickem Gelenkkopf versehene Oberschenkel übertrifft den
+Unterschenkel beträchtlich an Länge. Der Astragalus besitzt keinen
+aufsteigenden Fortsatz. Die Phalangen sind kurz, und die Klauen waren
+wahrscheinlich mit Hornscheiden umgeben oder hufähnlich.
+
+Die Sauropoden finden sich in mittel- und oberjurassischen
+Ablagerungen und in der Kreide von Europa, Nordamerika, Afrika,
+Madagaskar, Indien. Die jüngsten Reste stammen aus der obersten Kreide
+(? Eocän) von Patagonien.
+
+
+1. Familie. #Cetiosauridae.#
+
+¡Halswirbel opisthocöl, vordere Rückenwirbel schwach opisthocöl,
+hintere Rückenwirbel amphicöl. Dornfortsätze nicht gegabelt. Alle
+Präsacralwirbel mit seitlichen Höhlungen. Sacral- und Schwanzwirbel
+solid. Eine unpaare Sternalplatte. Pubis plattenförmig. Foramen
+obturatorium groß. Scapula distal und proximal verbreitert.
+Vorderextremitäten nahezu ebensogroß oder gleichgroß wie die
+Hinterextremitäten.¡ Jura bis Kreide.
+
+¿Cetiosaurus¿ Owen (¡Cardiodon¡ Owen). Skelett zirka 12 m lang und 3 m
+hoch. Humerus und Femur fast gleichgroß, letzterer 1,7 m lang. Scapula
+1,85 m lang. Ischium schwächer als Pubis und distal verschmälert.
+Dogger bis unterer Malm, England.
+
+¿Brachiosaurus¿ Riggs. Humerus und Femur über 2 m lang, Centra der
+Rückenwirbel nicht verlängert. Hypantrum-Gelenkung sehr kräftig
+entwickelt, 5 Sacralwirbel, von denen 1-4 mit den Gelenkfortsätzen 2
+und 3 auch mit den Dornfortsätzen verschmolzen sind. Untere Kreide
+(Como beds). Westliches Nordamerika.
+
+¿Haplacanthosaurus¿ Hatcher. Centra der 14 Rückenwirbel verlängert.
+Oberer Bogen der hinteren Rückenwirbel sehr in die Höhe gezogen.
+Querfortsätze der Rückenwirbel nach oben und außen gerichtet. 5
+Sacralwirbel. Untere Kreide (Como beds). Westliches Nordamerika.
+
+¿Distrophaeus¿ Cope. Mittlerer Jura. Westliches Nordamerika.
+
+
+2. Familie. #Atlantosauridae.#
+
+¡Halswirbel und vordere Rückenwirbel opisthocöl. Hintere Rückenwirbel
+amphicöl. Präsacral-, Sacral- und vordere Schwanzwirbel cavernös.
+Halswirbel und vordere Rückenwirbel mit gegabelten Dornfortsätzen.
+Halsrippen mit sehr langem Capitulum und Tuberculum. Paarige
+verknöcherte Sternalplatten. Scapula distal nicht verbreitert.¡ Untere
+Kreide.
+
+¿Apatosaurus¿ Marsh. (¡Brontosaurus¡, ¡Titanosaurus¡ Marsh).
+(Fig. 431, 434). Skelett zirka 18 m lang. Schädel auffallend klein,
+Hirnhöhle winzig. Hals lang (13 Wirbel), Rumpf gedrungen (10
+Wirbel). 5 Sacralwirbel (von denen die 3 mittleren frühzeitig und
+vollständig, die 2 äußeren erst in hohem Alter mit diesen und nur
+teilweise verschmelzen). Die Halsrippen, von denen die vorderen mit
+den Wirbelkörpern verschmolzen sind, beilförmig. Sämtliche Wirbel mit
+Ausnahme der hinteren Caudalwirbel mit großen Hohlräumen. Das Ischium
+viel schlanker als das proximal und distal verbreiterte Pubis. Untere
+Kreide (Como beds). Westliches Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 431.
+
+¡Apatosaurus excelsus¡ Marsh. Ob. Jura. Wyoming. ¡A¡ sechster
+Halswirbel von hinten, ¡B¡ Rückenwirbel von der Seite. ¡b¡ vordere,
+¡c¡ hintere Gelenkfläche des Zentrums, ¡f¡ seitliche Öffnung des
+inneren Hohlraums, ¡n¡ Neuralkanal, ¡d¡ Diapophyse, ¡p¡ Parapophyse,
+¡s¡ Dornfortsatz, ¡z¡ vordere, ¡z'¡ hintere Zygapophyse, ¡r¡ Rippe.
+(Nach ~Marsh~.)]
+
+[Illustration: Fig. 432.
+
+¡Morosaurus grandis¡ Marsh. Ob. Jura. Wyoming. ¡A¡, ¡B¡ Zahn von der
+Seite und von vorn. 1/2 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 433.
+
+¡Morosaurus grandis¡ Marsh. ¡A¡, ¡B¡ vierter Halswirbel von der Seite
+und von hinten. 1/8 nat. Gr. ¡b¡ vordere, ¡c¡ hintere Gelenkfläche,
+¡z¡ vordere, ¡z'¡ hintere Zygapophyse, ¡d¡ Diapophyse, ¡p¡
+Parapophyse, ¡f¡ seitliche Öffnung, ¡nc¡ Neuralkanal.
+
+¡C¡ Becken von vorne. 1/16 nat. Gr. ¡a¡ erster, ¡p¡ letzter
+Sacralwirbel, ¡b¡, ¡c¡, ¡d¡, ¡e¡ Querfortsätze, ¡il¡ Ilium, ¡Pb¡
+Pubis, ¡is¡ Ischium. (Nach ~Marsh~.)]
+
+¿Atlantosaurus¿ Marsh. Von ebendort.
+
+¿Barosaurus¿ Marsh. Von ebendort.
+
+[Illustration: Fig. 434.
+
+¡Apatosaurus¡ (¡Brontosaurus¡) ¡excelsus¡ Marsh. Unt. Kreide. Wyoming.
+Ganzes Skelett, restauriert. 1/90 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+
+3. Familie. #Morosauridae.#
+
+¡Die (10) Hals- und (15) Rückenwirbel opisthocöl mit gegabelten
+Dornfortsätzen. Hals- und Rückenwirbel cavernös. Die 4-5 Beckenwirbel
+beinahe solid. Schwanzwirbel solid. Scapula proximal stark, distal
+wenig verbreitert. Vorderextremitäten wesentlich kürzer als die
+Hinterextremitäten.¡ Kreide (? Eocän).
+
+¿Morosaurus¿ Marsh. (Fig. 432 u. 433). Schädel mit großer Nasenöffnung
+und kleinem dreieckigen Präorbitaldurchbruch. Chevrons mit den
+Wirbelkörpern der Schwanzwirbel gelenkend. 4 Sacralwirbel. Pubis
+distal um 90° gedreht, so daß die Symphyse durch die Seitenflächen
+anstatt durch die Endflächen gebildet wird. Untere Kreide (Como beds).
+Westliches Nordamerika und Wealden, England.
+
+¿Camarosaurus¿ Cope, ¿Pleurocoelus¿ Marsh. Untere Kreide (Como beds).
+Westliches Nordamerika, letzterer auch Westeuropa.
+
+¿Gigantosaurus¿ E. Fraas, non Seeley. Zirka 14-15 m lang. 4
+Sacralwirbel. Vordere Schwanzwirbel procöl. Obere Kreide.
+Deutsch-Ostafrika.
+
+¿Titanosaurus¿ Lydekker. (non Marsh.) Wealden von Westeuropa, mittlere
+Kreide Indien, obere Kreide Madagaskar. Oberste Kreide ? Eocän
+Patagonien.
+
+¿Pelorosaurus¿ Mantell. ¡Bothriospondylus¡, ¡Chondrosteosaurus¡,
+¡Chondrosteus¡ Owen, ¡Gigantosaurus¡ Seeley non Fraas, ¡Eucamarotus
+Ischyrosaurus¡ Hulke, ¡Neosodon¡ Moussaye, ¡Oplosaurus¡ Gervais,
+¡Ornithopsis¡ Seeley. (Fig. 430). Rückenmarkskanal der Rumpfwirbel
+sehr weit. 4 Sacralwirbel. Zahlreiche Wirbel- und Skelettknochen von
+beträchtlicher Größe finden sich im obersten Jura und im Wealden v.
+England, außerdem im Jura und Wealden von Westeuropa und Madagaskar.
+
+
+4. Familie. #Diplodocidae.#
+
+¡Zähne zylindrisch, schlank, auf den vorderen Teil der Kiefer
+beschränkt. Nasenlöcher weit zurück und oben zwischen der hinteren
+Präorbitalöffnung und den Augen gelegen. Die 15 Halswirbel und die
+10 Rückenwirbel opisthocöl, Halswirbel und vordere Rückenwirbel
+mit gegabelten Dornfortsätzen. Präcaudal- und vordere Caudalwirbel
+cavernös. 2 paarige verknöcherte Sternalplatten. Pubis und Ischium
+distal verdickt. Scapula distal und besonders proximal stark
+verbreitert.¡ Untere Kreide.
+
+¿Diplodocus¿ Marsh. (Fig. 435). Mit den Merkmalen der Familie,
+erreichte eine Länge bis 20 m. Der 0,60 m lange Schädel jederseits
+mit 2 Präorbitalöffnungen und weit zurückliegenden, nach oben
+auf das Schädeldach geschobenen, vereinigten und durch einen
+Fortsatz der Nasalia teilweise geteilten (zwischen den großen
+hinteren Präorbitalöffnungen und den weiten Augenhöhlen gelegenen)
+Nasenlöchern. 5 Sacralwirbel. Über 70 Schwanzwirbel, von denen die
+vorderen mehr oder weniger procöl sind, mit sehr verschiedenartigen
+Chevrons. Untere Kreide (Como beds.) Westliches Nordamerika.
+
+¿Sauropoden incertae sedis¿: ¡Aepyosaurus¡ Gervais. Untere Kreide.
+Frankreich. ¡Algaosaurus¡ Broom. Kreide. Südafrika. ¡Argyrosaurus¡
+Lydekker. Oberste Kreide. ? Eocän Patagonien. ? ¡Astrodon¡ Leidy.
+Untere Kreide. Nordamerika. ¡Caulodon¡ Cope. Untere Kreide. Westliches
+Nordamerika. ¡Dinodocus¡ Owen. Kreide. England. ¡Elosaurus¡ Pet. und
+Gilm. Kreide Nordamerika. ¡Epanterias¡ Cope. Untere Kreide. Westliches
+Nordamerika. ¡Hypselosaurus¡ Mathér. Obere Kreide. Südfrankreich.
+¡Microcoelus¡ Lyd. Oberste Kreide. ? Eocän Patagonien. ¡Morinosaurus¡
+Sauv. Malm Frankreich. ¡Symphyrosaurus¡ Cope. Untere Kreide.
+Westliches Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 435.
+
+Schädel von ¡Diplodocus longus¡ Marsh. Unt. Kreide. Cañon City,
+Colorado. ca. 1/8 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)
+
+¡A¡ von der Seite. ¡B¡ von oben. Vor den rundlichen großen Augen die
+beiden Präorbitalöffnungen. Die vereinigten Nasenlöcher (Fig. B) auf
+dem Schädeldach zwischen Augen und hinterer Präorbitalöffnung.]
+
+
+3. Unterordnung. #Praedentata# Marsh. (¡Orthopoda¡ Cope.)
+
+¡Prämaxillaria meist zahnlos. Unterkiefer mit einem zahnlosen
+Symphysenbein (~Praedentale~). Zähne in einer oder mehreren
+funktionierenden Reihen angeordnet. Zähne blattförmig,
+zusammengedrückt, am Vorder- und Hinterrand gezackt, bei längerem
+Gebrauch abgekaut. Äußere Nasenlöcher sehr groß, weit vorn, seitlich.
+Wirbelcentra gewöhnlich solid, opisthocöl, amphicöl-platycöl. Pubis
+mit einem dem Ischium parallelen Postpubis von verschiedener Länge.
+Extremitätenknochen hohl oder massiv. Füße digitigrad oder plantigrad.
+Astragalus ohne aufsteigenden Fortsatz. Hautskelett sehr stark
+entwickelt oder fehlend.¡ Obere Trias bis obere Kreide.
+
+Zu den ¡Praedentata¡ gehören meist sehr große bipedale oder
+quadrupedale, herbivore Landtiere, die sich vor allem durch den
+Mangel an Zähnen am Vorderende der Schnauze und in der Symphyse des
+Unterkiefers, sowie den Besitz eines meist sehr langen Postpubis
+auszeichnen. Sie zerfallen in die Familie ¡Ornithopodidae¡,
+¡Stegosauridae¡ und ¡Ceratopsidae¡.
+
+
+1. Familie. #Ornithopodidae.#
+
+¡Schädel klein, ungefähr einen rechten Winkel mit dem Hals bildend.
+Prämaxillaria in der Regel zahnlos. Zähne blattförmig, am Vorder- und
+Hinterrand zugeschärft und gezackt, zuweilen mit Mittelkiel. Wirbel
+solid, Halswirbel in der Regel und zuweilen auch vordere Rückenwirbel
+opisthocöl. Präorbitalöffnung häufig sehr klein. Nasenlöcher getrennt,
+groß, weit vorne gelegen. Vorderbeine viel kürzer als die Hinterbeine.
+Hinterbein digitigrad, allein zum Gehen verwendet, mit Krallen oder
+mit Hufförmigen Endphalangen. Pubis mit langem, schlankem Postpubis.
+Hautskelett fehlt in der Regel.¡ Obere Trias bis Kreide.
+
+Die ¡Ornithopodidae¡ sind herbivore Dinosaurier, die sich in mehr oder
+weniger aufrechter Haltung ausschließlich auf ihren ungemein mächtigen
+Hinterbeinen fortbewegen.
+
+
+1. Unterfamilie. #Hypsilophontidae.#
+
+¡Prämaxillaria zahnlos. Zähne auf den Maxillaria in einer Reihe.
+Vordere Wirbel platycöl oder opisthocöl. Sacralwirbel verschmolzen.
+Femur kürzer als Tibia. Hand mit 5 Fingern, Fuß mit 4 Zehen.¡ Oberste
+Trias. Untere Kreide.
+
+¿Nannosaurus¿ Marsh. Ältester unvollständig bekannter kleiner
+Orthopodide. Oberste Trias. Westliches Nordamerika.
+
+¿Laosaurus¿ Marsh. 8-10 Fuß hoch. Untere Kreide. (Como beds.)
+Westliches Nordamerika. ¿Dryosaurus¿ Marsh. Von eben dort.
+
+¿Hypsilophodon¿ Hulke. Nach v. Nopcsa mit Hautverknöcherungen.
+Verknöcherte Sehnen in der Dorso-caudal-Region. Wealden. England.
+
+
+2. Unterfamilie. #Camptosauridae.#
+
+¡Prämaxillaria zahnlos. Vordere Wirbel opisthocöl. Sacralwirbel nicht
+verschmolzen. Ilium mit langem, präacetabularem Fortsatz. Postpubis
+schlank, ebenso lang wie das Ischium. Femur länger als die Tibia. Hand
+mit 5 Fingern, Fuß mit 4 (3 funktionierenden) Zehen.¡ Jura. Kreide.
+
+¿Camptosaurus¿ Marsh. (¡Camptonotus¡ Marsh, ¡Cumnoria¡ Seeley.) Bis 10
+m lang. Mit den Merkmalen der Unterfamilie. Zähne auf dem Maxillare
+groß, unregelmäßig. Pubis wohl entwickelt, mit breitem, vorderen
+Blatt. Femur gekrümmt. 4 (? 5) Sacralwirbel. Untere Kreide. (Como
+beds.) Westliches Nordamerika. ? Oberer Jura, England, Frankreich.
+Wealden in England.
+
+¿Mochlodon¿ Seeley. Obere Kreide. Österreich-Ungarn.
+
+¿Cryptosaurus¿ (¡Cynodraco¡). Seeley. Unterer Malm. England.
+
+? ¿Craspedodon¿ Dollo. Obere Kreide. Belgien.
+
+
+3. Unterfamilie. #Iguanodontidae.#
+
+¡Prämaxillaria zahnlos, vordere Wirbel opisthocöl. Sacralwirbel
+miteinander verschmolzen. Postpubis sehr schlank, nicht so lang wie
+das Ischium. Sternum verknöchert. Femur länger wie Tibia. Hand mit
+5 Fingern, Daumen stachelartig; Fuß mit 4 Zehen (von denen nur 3
+funktionieren).¡ Untere Kreide.
+
+[Illustration: Fig. 436.
+
+¡Iguanodon Bernissartensis¡ Boulenger. Wealden. Bernissart, Belgien.
+Schädel 1/8 nat. Gr. (Nach ~Dollo~.)
+
+¡A¡ Augenhöhle, ¡N¡ Nasenloch, ¡S¡ seitliche Schläfenöffnung, ¡Pmx¡
+Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Na¡ Nasale, ¡La¡ Lacrimale, ¡Fr¡
+Frontale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡x¡, ¡y¡ Supraorbitalia, ¡Ju¡ Jugale,
+¡Pa¡ Parietale, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Qu¡ Quadratum, ¡QuJ¡ Quadrato-Jugale,
+¡Pd¡ Prädentale, ¡d¡ Dentale, ¡art¡ Articulare.]
+
+[Illustration: Fig. 437.
+
+¡Iguanodon Bernissartensis¡ Boulenger. Wealden. Bernissart, Belgien.
+1/60 nat. Gr. (nach dem im Brüsseler Museum aufgestellten Skelett).
+¡sc¡ Scapula, ¡co¡ Coracoid, I erster, V fünfter Finger, ¡p¡ Pubis,
+¡pp¡ Postpubis, ¡is¡ Ischium, I-IV Zehen. Neben den Dornfortsätzen
+verknöcherte Sehnen. (Nach ~Dollo~.)]
+
+¿Iguanodon¿ Mantell (Fig. 436-438). Schädel verhältnismäßig
+klein mit verlängerter, seitlich zusammengedrückter Schnauze.
+Auge höher als lang, kleiner als die hohen, schlitzartigen oder
+unregelmäßig dreieckigen, seitlichen Schläfenlöcher und die ovalen,
+am Schnauzenende gelegenen seitlichen Nasenöffnungen. Obere
+Schläfenlöcher klein, durch einen schmalen Parietalkamm getrennt.
+Vor den Augen seitlich der kleine ovale Präorbitaldurchbruch.
+Frontale unpaar, sehr breit. Quadratum zu einem ungewöhnlich langen
+Gelenkfortsatz für den Unterkiefer ausgezogen, derselbe wird durch
+ein ansehnliches Quadratojugale mit dem halbmondförmigen, den
+Unterrand der Augenhöhle bildenden Jugale verbunden. Den Oberrand
+der Augenhöhle bilden 2 kleine Supraorbitalia. Lacrimale klein.
+Nasalia sehr lang. Prämaxillaria sehr lang, mit scharfen Rändern.
+Unterkiefer mit hohem Processus coronoideus, das Dentale vorne schräg
+abgestutzt und die Symphyse durch ein zahnloses scharfrandiges
+Prädentale gebildet. Auf Maxillare und Dentale in einer Reihe die
+zahlreichen, spatelförmigen Zähne, vorne und hinten gekerbt, nur außen
+in Alveolarrinnen eingefügt, nach innen freistehend. 10 Halswirbel,
+18 Rückenwirbel, 4-6 Sacralwirbel, 40 bis 50 Schwanzwirbel. Die
+Halswirbel und vorderen Rückenwirbel opisthocöl. Hintere Rückenwirbel
+platycöl. Fast alle präsacralen Wirbel tragen Rippen. Neben den hohen
+Dornfortsätzen der Rumpf- und Schwanzwirbel liegen häufig verknöcherte
+Sehnen (cf. Fig. 437). Scapula lang und schlank, Coracoid klein
+gerundet, Sternum von 2 verknöcherten gestielten Platten gebildet.
+Ilium vor und hinter der Pfanne stark verlängert.
+
+Iguanodon Mantelli Owen aus dem untern Grünsand von England und
+den Wealden von Bernissart (Belgien) erreicht eine Länge von 5-6
+m; I. Bernissartensis Bouleng. aus den Wealden von Bernissart und
+England eine solche von 18 m. Fragmentäre Reste finden sich bereits
+im Purbeck von England. (? Mittlerer Jura von Portugal.) Ziemlich
+häufig sind dreizehige Fährten im Wealdensandstein von England und
+Deutschland, welche sich auf Iguanodon zurückführen lassen. Im Wealden
+von Bernissart wurden 1873 nicht weniger als 23 meist vollständige
+Skelette ausgegraben, die jetzt im Museum von Brüssel aufgestellt
+sind. Die herbivoren Tiere schritten in aufrechter, leicht nach vorne
+gebeugter Haltung und benutzten lediglich die Hinterbeine zum Gehen
+und Laufen, in der Ruhe stützen sie sich auf den mächtigen Schwanz.
+
+[Illustration: Fig. 438.
+
+Unterkieferzahn von ¡Iguanodon Mantelli¡ Owen aus dem Wealden der
+Insel Wight. ¡A¡ von innen. ¡B¡ von hinten. Nat. Gr. (Nach ~Mantell~.)]
+
+
+4. Unterfamilie. #Trachodontidae.#
+
+¡Prämaxillaria zahnlos. Zähne in mehreren Reihen. Vordere Wirbel
+opisthocöl. Femur länger wie Tibia. Hand mit 4 Fingern. Fuß mit drei
+funktionierenden Zehen.¡ Obere Kreide.
+
+¿Trachodon¿ Leidy (¡Hadrosaurus¡, ¡Thespesius¡ Leidy, ¡Diclonius¡
+Cope). (Fig. 439-441.) Schädel verlängert, niedrig mit verbreiterter
+schnabelartiger Schnauze, großen Nasen- und Präorbitalöffnungen,
+vierseitigen Augenhöhlen und länglichen oberen und hohen seitlichen
+Schläfenöffnungen. Parietale sehr schmal. Unterkiefer mit Prädentale.
+Zähne dicht stehend, in einer nach innen offenen Alveolarrinne
+eingelassen, die Ersatzzähne in mehreren Reihen übereinanderstehend.
+An der Kaufläche nehmen stets mehrere Reihen verschieden alter Zähne
+teil. Rückenwirbel opisthocöl. Schwanzwirbel platycöl. Skelett ähnlich
+Iguanodon. Extremitätenknochen hohl. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Claosaurus¿ Marsh. Bis 9 m groß. Schädel ähnlich Trachodon, jedoch
+Schnauze vorne wenig verbreitert. Von den zahlreichen Zähnen
+anscheinend nur eine Reihe in Gebrauch. 30 (? 33) präsacrale Rippen
+tragende Wirbel. 9 miteinander verschmolzene Sacralwirbel und über 60
+mit langen Chevrons ausgestattete Schwanzwirbel. Die präsacralen und
+vorderen Schwanzwirbel opisthocöl. Sternum von 2 Knochen gebildet.
+Vorderextremitäten ungewöhnlich kurz, an der Hand ist der erste Finger
+rudimentär und fehlt der 5. Fuß mit 3 mächtigen hufförmigen Zehen.
+Extremitätenknochen massiv. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 439.
+
+¡Trachodon mirabilis¡ Leidy. Ob. Kreide (Laramie-Stufe). Dakota.
+Schädel von der Seite und von oben. 1/12 nat. Gr. (Nach ~Cope~.)
+¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Na¡ Nasale, ¡F¡ Frontale,
+¡P¡ Parietale, ¡So¡ Supraoccipitale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡La¡
+Lacrimale, ¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Ju¡ Jugale, ¡QJ¡ Quadratojugale, ¡Qu¡
+Quadratum, ¡N¡ Präorbitalöffnung, ¡A¡ Auge, ¡S¡ Seitliche, ¡S'¡ Obere
+Schläfenöffnung, ¡art¡ Articulare, ¡ang¡ Angulare, ¡Prd¡ Prädentale.]
+
+[Illustration: Fig. 440.
+
+¡Trachodon Foulkei¡ Leidy. Ob. Kreide. New-Jersey. Unterkieferzahn in
+nat. Gr. ¡a¡ von innen, ¡b¡ von außen (etwas abgekaut), ¡c¡ von der
+Seite. (Nach ~Leidy~.)]
+
+[Illustration: Fig. 441.
+
+¡Trachodon breviceps¡ Marsh. Ob. Kreide. Montana. ¡A¡ rechtes Dentale
+des Unterkiefers von innen, ¡B¡ von oben, 1/4 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+¿Telmatosaurus¿ v. Nopcsa (¡Limnosaurus¡ v. Nopcsa). Obere Kreide.
+Österreich-Ungarn. Hieher dürften vielleicht manche aus der oberen
+Kreide als ¡Titanosaurus¡ beschriebenen Reste zu stellen sein.
+¿Orthomerus¿ Seeley. Obere Kreide. Belgien. ¿Cionodon¿ Cope. Obere
+Kreide. Nordamerika.
+
+¿Sphenospondylus¿ Seeley. Wealden. England. Alle mit Telmatosaurus
+nahe verwandt, vielleicht teilweise identisch.
+
+¿Ornithotarsus¿ Cope (¡Pneumatoarthrus¡ Cope). Obere Kreide.
+Nordamerika.
+
+? ¿Claorhynchus¿, ¿Hypsibaema¿ Cope. Obere Kreide. Nordamerika.
+? ¿Rhabdodon¿ Mathéron. Obere Kreide. Südfrankreich.
+
+
+2. Familie. #Stegosauridae.# (¡Scelidosauridae.¡)
+
+¡Schädel klein. Prämaxillare und Prädentale zahnlos. Nasenlöcher groß,
+weit vorne gelegen. Keine Präorbitalöffnung. Wirbel amphicöl oder
+platycöl, und in der Regel wie die Extremitäten massiv. Schambein
+mit starkem Postpubis. Vorderbeine kürzer als die Hinterbeine. Füße
+plantigrad, 5-3 zehig mit kurzen hufartigen Endphalangen. Hautskelett
+sehr stark entwickelt.¡ Lias bis obere Kreide.
+
+Die Stegosauridae sind wie die Sauropoden quadrupedale Pflanzenfresser
+und teilweise von sehr stattlicher Größe. Sie zeichnen sich
+hauptsächlich durch das mächtig entwickelte Hautskelett aus, das
+bald aus getrennten mächtigen Hautplatten und Stacheln besteht, bald
+einen geschlossenen Panzer bildet. Die Wirbel sind in der Regel
+massiv und amphicöl oder platycöl, ferner zeigt der Rückenmarkskanal
+in der Beckenregion zuweilen eine ungemeine Erweiterung. Im Becken
+erinnert das starke Postpubis an die Ornithopodidae, mit denen die
+Stegosauridae auch die bedeutende Verlängerung der Hinterbeine teilen.
+
+[Illustration: Fig. 442.
+
+Schädel von ¡Stegosaurus stenops¡ Marsh. Untere Kreide. Colorado.
+1/6 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+[Illustration: Fig. 443.
+
+¡Stegosaurus ungulatus¡ Marsh. ¡A¡ Ausguß des Neuralkanals im Sacrum
+von oben. ¡a¡ vorderes, ¡p¡ hinteres Ende, ¡f¡ Öffnungen zwischen den
+Sacralwirbeln. 1/4 nat. Gr. ¡B¡ Ausguß der Gehirnhöhle von oben. 1/4
+nat. Gr. ¡ol¡ lobus olfactorius, ¡c¡ große Hemisphären, ¡op¡ Sehhügel,
+¡cb¡ Kleinhirn, ¡m¡ verlängertes Mark. (Nach ~Marsh~.)]
+
+¿Scelidosaurus¿ Owen. Schädel zirka 25 cm lang bei einer Länge des
+ganzen Tieres von zirka 4 m. Zähne spatelförmig und an den Kanten
+gezähnelt. Wirbel amphicöl, teilweise mit Höhlungen. 6-7 Halswirbel,
+17 Rückenwirbel, 4 Sacralwirbel und zirka 40 Schwanzwirbel. Femur,
+Tibia und Fibula sind hohl, Vorderfüße mit 4, Hinterfuß mit 3
+funktionierenden Zehen. Rückenmarkskanal nicht erweitert. Der Panzer
+scheint aus Längsreihen kleiner Knochenhöcker und dreiseitiger oder
+konischer Schilder zu bestehen. Unterer Lias. England.
+
+¿Stegosaurus¿ Marsh (Fig. 442-444). Schädel lang und niedrig. Gehirn
+winzig klein. Augen oval, seitlich; obere Schläfenlöcher klein,
+rundlich; seitliche länglich. Nasalia sehr lang, fast die Hälfte des
+Schädeldaches bildend. Unterkiefer hoch, mit zahnlosem Prädentale.
+Zähne zahlreich, spatelförmig, leicht befestigt, in einer einzigen
+funktionierenden Reihe. Wirbel amphicöl-platycöl. Halswirbel mit
+kurzen Rippen, Rückenwirbel mit sehr erhöhten oberen Bogen nebst
+langen Rippen und ansehnlichen Dornfortsätzen. 4 miteinander
+verschmolzene Sacralwirbel, deren Rückenmarkskanal an Volumen jenes
+der Gehirnhöhle um das Zehnfache übertrifft. Vordere Schwanzwirbel
+die größten der ganzen Reihe mit langen Chevrons. Vorderfüße mit
+5 Fingern, Hinterfüße mit drei funktionierenden Zehen. Astragalus
+mit der Tibia verschmolzen. Auf Hals, Rücken und dem größten Teil
+des Schwanzes standen 2 Reihen großer vertikaler, ursprünglich
+mit Horn überzogener Knochenplatten, auf welche am Hinterende des
+Schwanzes 4 Paar lange Stacheln folgten. Ein Pflaster von kleineren
+Verknöcherungen bedeckte die Kehle. Skelette bis 9 m lang. Untere
+Kreide (Como beds). Westliches Nordamerika. Oxford von England.
+
+[Illustration: Fig. 444.
+
+Skelett von ¡Stegosaurus ungulatus¡ Marsh. Untere Kreide. Colorado.
+1/60 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+¿Diracodon¿ Marsh. Vielleicht ein jugendliches Individuum von
+¡Stegosaurus¡. Untere Kreide. (Como beds.) Westliches Nordamerika.
+
+¿Omosaurus¿ Owen (¡Dacentrurus¡ Lukas) aus dem Dogger und Malm
+Englands ist mit ¡Stegosaurus¡ sehr nahe verwandt. 5 Sacralwirbel.
+
+¿Polacanthus¿ Hulke. Lenden und Sacralgegend von einem geschlossenen,
+aus skulptierten Knochenplatten bestehenden, Glyptodonten ähnlichen
+Panzer umhüllt. Hals, Rücken und Schwanz mit 2 Längsreihen knöcherner
+Stacheln. Wealden. England.
+
+¿Stegopelta¿ Williston. Obere Kreide. Nordamerika. Sehr ähnlich
+¡Polacanthus¡.
+
+¿Palaeoscincus¿ Leidy, ¿Stereocephalus¿ Lambe (¡Ankylosaurus¡ Brown).
+Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Hierosaurus¿ Wieland. ¿Nodosaurus¿ Marsh. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Echinodon¿ Owen. Purbeck England, ¿Stenopelix¿ H. v. Meyer.
+Wealden Deutschland. ¿Priconodon¿ Marsh. Untere Kreide. Westliches
+Nordamerika. ¿Hoplitosaurus¿ Lucas. Untere Kreide. Nordamerika.
+¿Hyaeolosaurus¿ Owen. Untere Kreide. England, Frankreich,
+? Deutschland. ¿Uestisaurus¿ Hulke. Wealden, ¿Acanthopholis¿
+(¡Macrurosaurus¡) Seeley. Mittlere Kreide. ¿Crataeomus¿ Seeley
+(¡Danubiosaurus¡ Bunzel). ¿Struthiosaurus¿ Bunzel. Obere Kreide.
+¿Oligosaurus¿, ¿Hoplosaurus¿ Seeley. Obere Kreide. Österreich,
+Frankreich, England.
+
+? ¿Sarcolestes¿ Lyd. Malm England. ? ¿Regnosaurus¿ Mantell.
+Wealden England. ¿Anoplosaurus¿, ¿Eucerosaurus¿, ¿Syngonosaurus¿,
+¿Priodontognathus¿ Seeley. Obere Kreide. England. ? ¡Apatodon¡,
+¿Brachyrophus¿, ¿Macelognathus¿ Marsh. Untere Kreide (Como beds).
+Westliches Nordamerika.
+
+
+3. Familie. #Ceratopsidae.#
+
+¡Schädel sehr groß, mit langen zugespitzten hornähnlichen
+Knochenzapfen und schirmförmigem, nach hinten vorspringendem Parietale
+und Squamosum. Keine Präorbitalöffnungen. Prämaxillaria zahnlos,
+miteinander verschmolzen, vor ihnen ein zugespitztes Schnauzenbein
+(Rostrale), welches dem zahnlosen Prädentale des Unterkiefers
+entspricht. Zähne anfangs mit einer, später mit 2 Wurzeln. 4 (3)
+Halswirbel miteinander verschmolzen. Wirbel platycöl und wie die
+Extremitäten solid. Postpubis sehr reduziert. Neuralkanal in der
+Beckengegend nicht erweitert. Vorderbeine den Hinterbeinen an Größe
+wenig nachstehend. Femur länger wie Tibia. Ulna mit Trochanter.
+Alle Zehen mit hufförmigen Endphalangen. Hautskelett äußerst
+unvollständig.¡ Obere Kreide. Nordamerika (Vereinigte Staaten und
+Canada).
+
+[Illustration: Fig. 445.
+
+¡Triceratops flabellatus¡ Marsh. Oberste Kreide. Montana. 1/20 nat.
+Gr. (Nach ~Marsh~.) Schädel von der Seite und von oben. ¡N¡ Nasenloch,
+¡A¡ Augenhöhle, ¡S¡ oberes Schläfenloch, ¡p¡ Parietale, ¡s¡ Squamosum,
+¡e¡ Randknochen der Parietale und Squamosa, ¡h¡ Stirnzapfen, ¡h'¡
+Nasenzapfen, ¡f¡ Gehirn, ¡r¡ Rostrale, ¡Q¡ Quadratbein, ¡Pd¡
+Prädentale.]
+
+Das auffallendste Merkmal dieser meist gigantische Proportionen
+erreichenden pflanzenfressenden, quadrupedalen ¡Dinosaurier¡ besteht
+in den massiven, kräftigen, supraorbitalen Hörnern auf den Frontalia,
+die an die knöchernen Stirnzapfen der Bovidae erinnern. Sie zeigen
+auf der rauhen, porösen Oberfläche deutliche Gefäßeindrücke und waren
+wahrscheinlich von Hornscheiden umgeben; auch die Nasalia können einen
+kurzen, medianen Knochenzapfen tragen. Gewissermaßen als Gegengewicht
+zu diesen gewaltigen Protuberanzen in der mittleren und vorderen
+Schädelpartie wirken die nach hinten dachartig über die vordere
+Halsregion ausgezogenen, an den Rändern mit einem Kranz kleiner
+Hautknochen besetzten Parietalia und Squamosa. Ebenso bezeichnend ist
+das unpaare, an Schildkrötenschnäbel erinnernde Rostrale.
+
+¿Triceratops¿ Marsh (¡Sterrholophus¡ Marsh). (Fig. 445-447.) Skelett
+ca. 8 m lang, Schädel bis 2 m lang, vorn zugespitzt, hinten breit.
+Die supraorbitalen Hörner nach vorwärts und aufwärts gerichtet.
+Nasalhorn mäßig groß und beinahe gerade nach vorwärts gestellt.
+Squamosum kurz und breit. Oberes Schläfenloch von elliptischem Umriß
+zwischen Parietale und Squamosum, seitliches Schläfenloch klein,
+rückwärts unterhalb der Augen gelegen. Ein (bis zwei) postfrontales
+Foramen (Gefäßöffnung) vorhanden oder fehlend. Zähne spatelförmig
+mit seitlichem Kiel und im Alter mit 2 Wurzeln. Unterkiefer mit
+großem Processus coronoideus. Von den 8 (7) Halswirbeln sind die
+ersten 4 miteinander verschmolzen, um den gewaltigen Kopf besser
+tragen zu können. 14 Rückenwirbel. Sacrum aus 10 verschmolzenen
+Wirbeln zusammengesetzt. Verknöcherte Sehnen sind nachgewiesen.
+Halsrippen zweiköpfig gerade, Rückenrippen zweiköpfig stark gekrümmt.
+Schwanzrippen einköpfig. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 446.
+
+¡Triceratops serratus¡ Marsh. Oberkieferzahn ¡a¡ von außen, ¡b¡ von
+der Seite. Nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+[Illustration: Fig. 447.
+
+¡Triceratops prorsus¡ Marsh. Ob. Kreide. Montana. Skelett restauriert.
+1/70 nat. Gr. (Nach ~O. C. Marsh~.)]
+
+¿Monoclonius¿ Cope. Nasalhorn mächtig, groß und nach rückwärts
+gekrümmt. Obere Kreide. Nordamerika.
+
+¿Diceratops¿ Lull. Ohne Horn auf der Nase. Ob. Kreide. Nordamerika.
+
+¿Centrosaurus¿ Lambe. ¿Agathaumas¿ Cope. Ob. Kreide. Nordamerika.
+
+¿Ceratops¿ Marsh. ¿Torosaurus¿ Marsh.
+
+ #Zeitliche Verbreitung der Dinosaurier.#
+
+ +=====================+=====+=====+======+=====+======+======+=====+
+ | |Trias|Lias |Dogger|Malm |Unt. | Ob. |Eocän|
+ | | | | | |Kreide|Kreide| |
+ +---------------------+-----+-----+------+-----+------+------+-----+
+ |1. ~Theropoda~ | | | | | | | |
+ | 1. Plateosauridae | ===| | ==| | | | |
+ | 2. Anchisauridae | ====| | | | | | |
+ | 3. Labrosauridae | | | | |=== | | |
+ | 4. Coeluridae | ====| | | ===|======|======|== ? |
+ | 5. Megalosauridae | |=====|======|=====|======|======|== ? |
+ | 6. Compsognathidae | ====| | | ====|======|======| |
+ |2. ~Sauropoda~ | | | | | | | |
+ | 1. Cetiosauridae | | |======|=====|======| | |
+ | 2. Atlantosauridae | | | | |======| | |
+ | 3. Morosauridae | | | | |======|======|== ? |
+ | 4. Diplodocidae | | | | |======| | |
+ |3. ~Prädentata~ | | | | | | | |
+ | 1. Ornithopodidae | ==| | |=====|======|======| |
+ | 2. Stegosauridae | |=====|======|=====|======|======| |
+ | 3. Ceratopsidae | | | | | |======| |
+ +=====================+=====+=====+======+=====+======+======+=====+
+
+Die Dinosaurier beginnen in ~der Trias~ und erlangen in dem oberen
+Jura und der unteren Kreide den Höhepunkt ihrer Entwicklung um in
+der obersten Kreide (? ~Eocän~ Patagonien) auszusterben. Für die
+ehemalige Existenz zahlreicher triasischer Dinosaurier sprechen auch
+die in erstaunlicher Menge vorkommenden Fußspuren in den roten oder
+dunkel gefärbten Triassandsteinen in Massachusetts, Connecticut,
+Pennsylvania, Virginia, North-Carolina. Man hat namentlich im
+Connecticuttal etwa 100 verschiedenartige Fährten entdeckt, deren
+Größe zwischen 2,5 cm und 60 cm schwankt. Die meisten von ihnen sind
+dreizehig, einige aber auch 4- und 5-zehig. Da die ersteren von
+Tieren herrührten, die wahrscheinlich auf zwei Beinen einhergingen,
+so wurden sie vielfach (u. a. Hitchcock) für Spuren von Vögeln
+gehalten (Ornithichnites). Im auffallenden Gegensatz zu den häufigen
+Spuren stehen in den betreffenden Ablagerungen die seltenen Funde
+eigentlicher Skelettreste.
+
+Über die Verwandtschaft, Entstehung und Entwicklung der Dinosaurier
+gewähren die bis jetzt bekannten Tatsachen noch keine bestimmte
+Auskunft. Ähnliche Merkmale, wie eine Präorbitalöffnung, treffen wir
+bereits bei den Stegocephalen (Trematops), der Bau des Schultergürtels
+erinnert teilweise ebenso wie die größere Zahl der Sacralwirbel an
+gewisse Theromora. Eine größere Zahl gemeinsamer Charaktere zeigen die
+Parasuchier (die ihrerseits Protorosaurus unter den Rhynchocephalen
+nahezustehen scheinen). Diese Eigenschaften sind besonders am Schädel
+der Parasuchier ausgeprägt, die, außer in der Präorbitalöffnung, in
+der Lage und Größe der Augen- und Nasenlöcher, in der knöchernen
+Umgrenzung der beiden Schläfenlöcher und in der Anordnung der
+Schädelknochen zum Ausdruck kommen, auch im Bau des Beckens zeigt sich
+zwischen ihnen und den Theropoden Ähnlichkeit.
+
+Innerhalb der Dinosaurier selbst erscheinen die Sauropoden gegenüber
+den Theropoden als eine mehr spezialisierte Gruppe. Die Übertragung
+der Körperlast auf die hinteren Extremitäten, der aufrechte Gang
+verlieh vielen Dinosauriern ein vogelartiges Aussehen und diese äußere
+Ähnlichkeit findet auch in sehr bestimmter Weise im Knochenbau des
+Beckens und der Hinterbeine ihre Bestätigung, auf welche Merkmale
+bereits früher hingewiesen wurde. Obwohl nun diese Merkmale in
+der Hauptsache auf einer Konvergenz mit den Vögeln begründet sein
+dürfte, so scheint es nicht ausgeschlossen, daß hierbei gemeinsam
+ererbte Anlagen eine Rolle spielen. Dafür spricht auch die teilweise
+Beweglichkeit des Schädels (durch Verschiebung der Pterygoidea und
+der unteren Enden der Quadratbeine) bei einigen Dinosauriern, welche
+Eigentümlichkeit gleichfalls den Vögeln zukommt. Vögel und Dinosaurier
+haben daher mit einiger Wahrscheinlichkeit gemeinsame Ahnen, dürften
+aber dann bereits sehr frühzeitig selbständige, in verschiedener
+Richtung spezialisierte Seitenäste ein und desselben Hauptstammes
+geworden sein.
+
+
+10. Ordnung. #Pterosauria#. ¡Patagiosauria¡, ~Flugsaurier~.[109]
+
+~Reptilien von vogelähnlichem Aussehen, mit kurzem oder langem
+Schwanz. Wirbel- und Extremitätenknochen hohl, pneumatisch. Hals
+kräftig, ziemlich lang, mit dem Schädel nahezu einen rechten Winkel
+bildend. Präsacralwirbel procöl. Schwanzwirbel amphicöl. Sacrum
+aus 4-10 gewöhnlich mehr oder weniger verschmolzenen Wirbeln
+bestehend. Hals und vordere Rumpfrippen zweiköpfig. Bauchrippen
+vorhanden. Schädel mit zugespitztem Schnabel, Suturen in der Regel
+undeutlich oder obliteriert. Zähne thecodont, auf die Kieferränder
+beschränkt oder fehlend. Quadratum lang, unbeweglich am Schädel
+befestigt. Foramen parietale fehlt. Augen groß, seitlich, meist mit
+Scleroticaring. Obere und seitliche Schläfenöffnungen vorhanden.
+Präorbitalöffnung groß, zuweilen mit der Nasenöffnung vereinigt.
+Sternum groß, schildförmig, vorne gekielt. Scapula und Coracoid
+schlank, Clavicula fehlt. Vorderfüße durch starke Verlängerung des 5.
+Fingers, woran sich eine Flughaut (Patagium) anheftet, als Flugorgan
+entwickelt. ? Pubis vom Acetabulum ausgeschlossen. Tarsus mit zwei
+Reihen von Knöchelchen. Die 5. Zehe selten ohne Phalangen. Haut
+nackt.~ Obere Trias bis obere Kreide.
+
+Die Flugsaurier sind ausgestorbene Reptilien, welche in ihrer
+äußeren Erscheinung und in ihrer Lebensweise die größte Ähnlichkeit
+mit Vögeln besaßen. Sie finden sich eingeschwemmt in marinen und
+brackisch-limnischen Schichten vom Rhät an bis an das Ende der Kreide.
+Sie dürften sich von Insekten, einige von ihnen, als Strandbewohner,
+auch außerdem von Fischen genährt haben und es erscheint nicht
+ausgeschlossen, daß sie ihre Krallenfinger zum Aufhängen bei der
+Ruhe gebrauchten. Ihre Vorderextremitäten waren zu einem Flugorgan
+umgestaltet, jedoch nicht mit Federn, sondern mit einer häutigen im
+anatomischen Bau wesentlich vom Vogelflügel verschiedenen Membran
+(Patagium) versehen. Die Flugfähigkeit der Pterosaurier war, wie
+jene der Fledermäuse, ohne Zweifel beschränkter als die der Vögel;
+immerhin zeichnet sich aber das Skelett, wie jenes der Vögel, durch
+pneumatische Beschaffenheit aus. Die Größe der Flugsaurier ist eine
+schwankende, manche von ihnen waren kaum größer als ein Sperling,
+während andere eine Spannweite der Schwingen von fast 7 m erreichten.
+Der rechtwinklig zum langen, kräftigen Hals stehende Kopf, die
+schnabelartig verlängerten und bei einigen Formen zahnlosen Kiefer
+erhöhten noch das vogelähnliche Aussehen dieser merkwürdigen Geschöpfe.
+
+Die ~Wirbelsäule~ gliedert sich in einen Halsabschnitt mit 8 (bei
+Pteranodon 9), in einen Rumpfabschnitt von 10 bis zirka 15, in
+einen Sacrum von 4-10 und einen Schwanz von 10-40 Wirbeln. Auch
+können bis 2 Lendenwirbel (Rückenwirbel ohne Rippen) auftreten.
+Atlas und Epistropheus sind verschmolzen, ebenso können bei einigen
+Gattungen (z. B. Nyctosaurus, Pteranodon) die vorderen Rückenwirbel
+durch gegenseitige Anchylose sich zu einem sogenannten ~Notarium~
+vereinigen. Die Dornfortsätze dieser so verschmolzenen Wirbel sind bei
+Pteranodon (ebenso wie die der 10 Sacralwirbel) miteinander durch eine
+dünne, überlagernde Verknöcherung, die ~Supraneuralplatte~, verbunden.
+Die präsacralen Wirbel sind procöl, die Schwanzwirbel amphicöl. Die
+oberen Bögen sind in der Regel fest mit den Wirbelkörpern verschmolzen
+und die Seiten der letzteren zeigen stets mehr oder weniger tiefe
+Gruben und Öffnungen, welche in das grobzellige, pneumatische Innere
+führen. Am Hals fehlen Rippen entweder ganz oder sie sind beträchtlich
+kürzer als die dünnen, verlängerten Rumpfrippen, die vorne zwei,
+hinten einen Gelenkkopf besitzen. Die vorderen Sacralwirbel haben
+starke Querfortsätze. Der Schwanz ist entweder kurz (Pterodactyloidea)
+oder er ist sehr lang (Ramphorhynchoidea) und besteht dann aus 30
+bis 40 Wirbeln, die in einer förmlichen Scheide verknöcherter Sehnen
+stecken. Die dünnen Bauchrippen bestehen aus einem mittleren und 1-2
+seitlichen Stücken.
+
+[Illustration: Fig. 448.
+
+Schädel von ¡Scaphognathus crassirostris¡ Goldf. sp. Ob. Jura.
+Eichstätt. ¡N¡ Nasenloch, ¡D¡ präorbitale Öffnung, ¡Pmx¡
+Zwischenkiefer, ¡Mx¡ Oberkiefer, ¡Fr¡ Stirnbein, ¡Qu¡ Quadratbein,
+¡Ju¡ Jochbein.]
+
+Der Schädel (Fig. 448) erinnert in seiner ganzen Form, in der
+Anordnung und in der innigen, häufig ganz nahtlosen Verbindung
+der Kopfknochen an Vögel, und diese Ähnlichkeit wird bei den
+oberjurassischen Pterodactylen durch das Schwinden der Knochenbrücken
+zwischen Nasen-, Präorbital-~Augenöffnungen~ noch erhöht. Die
+letzteren sind sehr groß, nach der Seite gerichtet und enthalten
+gewöhnlich einen aus zahlreichen dünnen Plättchen bestehenden
+knöchernen Scleroticaring. Vor der Augenhöhle befindet sich wie bei
+Dinosauriern, Parasuchiern und Vögeln eine ~Präorbitalöffnung~,
+welche entweder durch eine Knochenbrücke von dem auf jeder Seite
+entwickelten großen, langgestreckten Nasenloch geschieden oder mit
+demselben vereinigt ist. Die oberen kleinen ~Schläfenlöcher~ sind
+ringsum knöchern umgrenzt. Die seitlichen Schläfenlöcher bilden
+schmale, schräger nach vorne und unten verlaufende, hinten vom
+Quadratum begrenzte Schlitze, die hinter der Augenöffnung liegen. Das
+Schädeldach wird von den großen Frontalia und den kleinen Parietalia
+gebildet, denen ein Foramen fehlt. Die in der Regel miteinander
+verschmolzenen Frontalia bedecken nicht nur das Gehirn, sondern
+erstrecken sich bis zur Mitte oder bis zum vorderen Ende der Augen
+und bilden die seitliche und einen Teil der hinteren Umwandung der
+letzteren. Ein dreigabeliges Postfrontale trennt die Augenhöhle
+von der seitlichen Schläfenöffnung, der nach hinten gerichtete Ast
+begrenzt zugleich das obere Schläfenloch von außen und vereinigt sich
+mit dem Squamosum. In der vorderen Ecke der Augenhöhlen liegt ein
+kleines Präfrontale (? Lacrimale + Präfrontale), das sich mit einem
+von unten entgegenkommenden schmalen Fortsatz des langen, schlanken
+Jugale vereinigt und mit diesem die vordere Begrenzung der Augenhöhle
+bildet.
+
+Das Quadratum ist ein ziemlich langer, schmaler, stielförmiger
+Knochen, das oben durch Sutur mit dem Squamosum sich verbindet,
+während es unten mit dem Pterygoid in Zusammenhang tritt. Die
+Suturen der Nasalia sind schwer zu finden; die anscheinend stets
+verschmolzenen Prämaxillaria bilden das zugespitzte, selten
+abgerundete Ende der vogelartigen Schnauze. Die Grenzen zwischen
+Maxillare und Prämaxillare sind meist verwischt. Die Kiefer sind mit
+einer Reihe thecodonter, spitzkonischer, schlanker, in unregelmäßigen
+Abständen stehender Zähne besetzt, oder völlig zahnlos (z. B.
+Pteranodon); in diesem Falle dürften sie, wie bei den Vögeln, mit
+Hornscheiden besetzt gewesen sein. Die Ohrkapsel und das Hinterhaupt
+sind vollständig verknöchert. Die Gehirnhöhle besitzt eine geringe
+Größe und der Ausguß des Gehirns zeigt auffallende Ähnlichkeit mit
+dem Vogelhirn. Die beiden Unterkieferäste, die weit vorne unter den
+Augen mit dem Quadratum gelenken, sind in der Symphyse fast stets
+verschmolzen, besitzen keinen Coronoidfortsatz. Die Suturen der
+einzelnen Elemente zeigen sich in der Regel verwischt.
+
+[Illustration: Fig. 449.
+
+Flugfinger von ¡Rhamphorhynchus Gemmingi¡ mit wohlerhaltener Flughaut.
+Ob. Jura. Eichstätt. (Das Original im paläontolog. Museum in München.)]
+
+Für den Brustschulterapparat ist das ansehnliche, schildförmige,
+median vorn gekielte und in einen Fortsatz (Cristospina) auslaufende
+~Sternum~ bezeichnend, das an die verkalkten oder verknöcherten
+Sternocostalia der Rippen befestigt ist. Der Schultergürtel besteht
+lediglich aus einer langen, schlanken und manchmal etwas gekrümmten
+Scapula und einem ebenfalls verlängerten Coracoid, das mit dem Sternum
+gelenkt. Procoracoid und Clavicula fehlen. Das proximale Ende des
+mäßig langen Humerus ist stark ausgebreitet, der Processus lateralis
+und medialis sind wohl ausgebildet. Radius und Ulna erreichen zuweilen
+die doppelte Länge des Humerus.
+
+Die Zahl der den zweireihigen Carpus bildenden Knöchelchen schwankt
+beträchtlich. Der Metacarpus enthält 4 gleich lange Knochen, der
+äußere derselben übertrifft aber die 3 anderen um das 3- oder
+4fache an Stärke und trägt den aus 4 ungewöhnlich langen Phalangen
+zusammengesetzten ulnaren Flugfinger. Die übrigen Metacarpalia liegen
+dicht nebeneinander und sind zuweilen zu ganz dünnen, fadenförmigen
+Knochenstäbchen reduziert, die von außen nach innen gezählt 4, 3, 2
+krallentragende Phalangen tragen. Die letzteren ragen hervor, die
+Flughaut heftet sich lediglich an den innersten Finger an. Ein faden-
+und rippenförmiger dünner Knochen lenkt sich auf der Radialseite dem
+Carpus ein, wendet sich nach rückwärts und folgt dem Radius. Dieser
+»Spannknochen«, der verschiedentlich auch als verknöcherte Sehne
+angesehen wurde, wird bald als rudimentärer Daumenknochen (Metacarpale
+des 1. Fingers), bald als Sesambein betrachtet und infolgedessen der
+Flugfinger als 5. oder 4. Finger gezählt. Die Flughaut (Patagium)
+(Fig. 449) hat nur geringe Breite und bildet eine zugespitzte,
+schmale, schwalben- oder mövenähnliche Schwinge, welche sich an
+den Rumpf anheftet. Die Flugmembran besitzt eine Anzahl größerer
+Längsfalten und außerdem feine, in ziemlich engen Abständen stehende,
+fast geradlinige Streifen, die anfänglich den Fingergliedern parallel
+laufen, innen aber sich in einem spitzen Winkel dem Außenrande nähern.
+Bei Rhamphorhynchus ist an verschiedenen Exemplaren am distalen Ende
+des Schwanzes eine blattähnliche Schwanzsegelmembran erhalten.
+
+Das Becken (Fig. 450, 451) der Flugsaurier enthält ein niedriges,
+vor und hinter dem undurchbohrten Acetabulum stark verlängertes
+Ilium, das am meisten Ähnlichkeit mit dem Ilium der orthopoden
+Dinosaurier besitzt. Sein nach vorn gerichteter Fortsatz ist entweder
+zuweilen verbreitert (Rhamphorhynchus) oder schlank und verschmälert
+(Pterodactylus). Das ~Ischium~ verschmilzt häufig vollständig mit
+dem ~Ilium~ und ~schließt das ? Pubis~ von dem Acetabulum aus, das
+letztere selbst heftet sich an das etwas verdickte vordere Ende des
+Ischium an und scheint ziemlich lose daran befestigt gewesen zu sein,
+da man es in der Regel etwas abgerückt und dislociert findet.
+
+[Illustration: Fig. 450.
+
+Becken, Schwanz und Hinterbeine von ¡Rhamphorhynchus Gemmingi¡ H.
+v. Meyer. Ob. Jura. Eichstätt, Franken. Nat. Gr. ¡il¡ Ileum, ¡pu¡
+Schambein, ¡is¡ Sitzbein, ¡f¡ Femur, ¡t¡ Tibia.]
+
+[Illustration: Fig. 451.
+
+Becken von ¡Pterodactylus antiquus¡ Soemm. sp. ¡a¡ Acetabulum, ¡il¡,
+¡il'¡ Ileum, ¡is¡ Ischium, ¡pu¡ Pubis.]
+
+Manche Autoren deuten diesen Knochen als ~Präpubis~ und betrachten
+das gewöhnlich nur als Ischium angesprochene Element, als das
+verschmolzene ~Ischiopubis~, zumal unterhalb des Acetabulums nicht
+selten ein deutliches -- bei den übrigen Reptilien im Pubis allein
+(Foramen obturatorium) oder an der Grenze von Pubis und Ischium
+Foramen puboischiadicum nie aber im Ischium selbst entwickeltes --
+Foramen auftritt. (Fig. 451, ebenso Pteranodon!)
+
+Bei Pterodactylus sind die in der Fig. 451 als Pubis bezeichneten
+Knochen gestielte, distal scheibenförmig ausgebreitete Elemente,
+die wahrscheinlich in der Symphyse knorpelig verbunden waren; bei
+Rhamphorhynchus, Nyctodactylus sind sie schmal, bandförmig und
+bestehen jederseits aus einem gerade nach vorne gerichteten Ast,
+welcher distal eine knieförmige Knickung macht, sich nach innen
+wendet, um mit dem korrespondierenden inneren Ast des anderen Astes
+in der Mitte der Bauchseite zusammenzuwachsen. Bei Pteranodon,
+dessen Pubis (Präpubis) distal eine ähnliche Verbreiterung zeigt
+wie Pterodactylus, verschmelzen die Ischia (Ischiopubes) in der
+Symphyse, auch bei Nyctodactylus bilden diese letzten eine Symphyse,
+möglicherweise waren sie aber auch hier und bei Rhamphorhynchus durch
+einen medianen Knorpelstreifen verbunden.
+
+Der Femur ist schlanker und häufig etwas länger als der Oberarm; die
+gerade und kräftige Tibia übertrifft den Femur, wie bei den Vögeln,
+beträchtlich an Länge. Die Fibula ist ein dünner, grätenartiger
+Knochen, welcher mit seinem zugespitzten distalen Ende höchstens kaum
+über die halbe Länge der Tibia hinausreicht, manchmal verschmilzt
+sie mit derselben, in anderen Fällen scheint sie völlig zu fehlen
+(amerikanische Kreideformen). Der Tarsus besteht aus zwei Reihen von
+Knöchelchen, von denen die proximale mit der Tibia verschmelzen kann.
+
+Der Hinterfuß ist ganz reptilienartig gebaut. Die vier inneren
+Metatarsalia sind meist schlank und dünn und haben nahezu die gleiche
+Länge und Stärke, der Metatarsus der kleinen Zehe dagegen ist kurz,
+stummelartig und trägt zuweilen manchmal nur eine einzige, zuweilen
+aber auch bis 3 Phalangen (Ornithocheiridae gar keine). An den übrigen
+Zehen ist die Zahl der Phalangen von innen nach außen 2, 4, 5. Die
+Endphalangen sind krallenförmig, spitz und waren offenbar mit Horn
+umgeben.
+
+Auf Grund der Untersuchungen Seeleys, F. Plieningers und
+Willistons lassen sich die Pterosaurier in zwei Unterordnungen,
+¿Rhamphorhynchoidea¿ (¡Pterodermata¡) und ¿Pterodactyloidea¿
+(¡Ornithocheiroidea¡) gliedern.
+
+
+1. Unterordnung. #Rhamphorhynchoidea.# F. Plieninger. (=
+¡Pterodermata¡ Seeley.)
+
+¡Schwanz lang, Metacarpale des Flugfingers kürzer als der halbe
+Vorderarm. Präorbital- und Nasenöffnung voneinander getrennt. Kiefer
+bezahnt.¡ Jura.
+
+Diese Unterordnung umfaßt, so weit bis jetzt bekannt, ausschließlich
+jurassische, mehr generalisierte Pterosaurier, deren langer, steifer
+Schwanz mit einer Scheide verknöcherter Sehnen umgeben war. Die Zähne
+nehmen nach hinten an Stärke und Größe ab, und die Schnauzenspitze ist
+zuweilen zahnlos. Scapula und Coracoid zeigen sich häufig proximal
+verschmolzen, ebenso ist die proximale Reihe der Tarsus mit der Tibia
+verschmolzen.
+
+
+1. Familie. #Rhamphorhynchidae.#
+
+Mit den Charakteren der Unterordnung.
+
+¿Dimorphodon¿ Owen. Schädel relativ ungewöhnlich groß aber sehr
+leicht gebaut. Präorbital- und Nasenöffnungen viel größer als
+die kleinen gerundet dreiseitigen Augenlöcher. Kiefer bis zum
+Schnauzenende bezahnt. Die vorderen Zähne kräftig, leicht gekrümmt
+und in unregelmäßigen Abständen stehend, die hinteren klein, dicht
+aufeinanderfolgend. Wahrscheinlich 4 Sacralwirbel, Schwanzwirbel ca.
+30, an einigen Chevrons beobachtet. Der Schädel der einzigen bekannten
+Art wird bis 20 cm groß. Unt. Lias. Dorsetshire, England.
+
+[Illustration: Fig. 452.
+
+¡Rhamphorhynchus Gemmingi¡ H. v. Meyer. Ob. Jura. Eichstätt, Franken.
+¡A¡ Augenhöhle, ¡N¡ Nasenloch, ¡D¡ präorbitale Durchbruchsöffnung,
+¡s¡ seitliches, ¡s'¡ oberes Schläfenloch, ¡Pmx¡ Zwischenkiefer. ¡st¡
+Brustbein, ¡r¡ Rippe.]
+
+¿Dorygnathus¿ Opp. Ob. Lias. Württemberg und Franken und
+¿Rhamphocephalus¿ Seeley aus dem Dogger von Stonesfield sind noch
+ungenügend bekannt.
+
+¿Campylognathus¿ F. Plieninger. Ein fast vollständiges Skelett aus
+dem ob. Lias von Holzmaden. Der ca. 13 cm lange Schädel bis zur
+Schnauzenspitze bezahnt. Auge größer als Nasen- und Präorbitalöffnung.
+Letztere größer als die dreieckige Präorbitalöffnung. Unterkiefer
+mit seinem vorderen Drittel nach abwärts geschwungen, an der Spitze
+zahnlos, die beiden Hälften in der Symphyse nicht verwachsen. Scapula
+und Coracoid verwachsen. Erste Flugfingerphalange mehr als doppelt
+so lang als der Vorderarm. 4 Sacralwirbel. Fibula sowie proximale
+Tarsusreihe mit Tibia verwachsen. C. Zitteli.
+
+¿Scaphognathus¿ Wagner. (Fig. 448). Ähnlich der vorigen, aber
+Unterkiefer vorne bezahnt und nicht abwärts gebogen. Nasenöffnung und
+Auge kleiner als die ovale Präorbitalöffnung. Ob. Lias. Yorkshire,
+England und ob. Jura (Solnhofen) Bayern.
+
+¿Rhamphorhynchus¿ v. Meyer (Fig. 449, 450, 452). Schädel manchmal bis
+20 cm lang. Schnauze verlängert, zugespitzt, das vorderste Ende des
+Prämaxillare und Unterkiefers zahnlos. Zähne lang, unregelmäßig groß,
+nach vorne gerichtet. Nasen- und Präorbitalöffnung klein. Augenhöhle
+sehr groß mit Scleroticaring. Scapula und Coracoid gewöhnlich
+verschmolzen. Pubis (Präpubis) schmal, bandförmig, in der Symphyse
+verwachsen. Ob. Jura von Bayern und Württemberg.
+
+
+2. Unterordnung. #Pterodactyloidea.# F. Plieninger.
+(¡Ornithocheiroidea¡ Seeley).
+
+¡Schwanz kurz. Metacarpale des Flugfingers mindestens ebenso lang
+als der Vorderarm. Präorbital- und Nasenöffnung ganz oder teilweise
+miteinander vereinigt. Zähne manchmal fehlend.¡ Oberer Jura bis Kreide.
+
+[Illustration: Fig. 453.
+
+¡Pterodactylus elegans¡ Wagn. Lithographischer Schiefer. Eichstätt,
+Bayern. Nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 454.
+
+¡Pterodactylus spectabilis¡ Meyer. Lithograph. Schiefer. Eichstätt,
+Mittelfranken. 3/4 n. Gr. (Nach ~H. v. Meyer~.)]
+
+Die Angehörigen dieser Unterordnung, von denen einzelne die Größe
+eines Sperlings besitzen, während bei anderen die Spannweite der
+Schwingen beinahe 7 m beträgt, finden sich vom oberen Jura bis zur
+oberen Kreide. Die generische Bestimmung der aus der obersten Trias
+(Rhät) beschriebenen Reste zu Pterodactylus ist unsicher. Ungenau
+bekannt ist ¡Tribelesodon¡ Bassani aus den Raibler-Schichten der
+Südalpen.
+
+
+1. Familie. #Pterodactylidae.#
+
+¡Schädel mit zugespitzter Schnauze und kleinen seitlichen
+Schläfenöffnungen. Die große Augenhöhle nicht völlig gegen die,
+unvollständig von der Nasenöffnung getrennte Präorbitallücke
+abgeschlossen. Vordere Rückenwirbel nicht zu einem sog. Notarium
+verschmolzen. Kiefer bis zur Spitze bezahnt. Fibula vorhanden.¡
+? Rhät. Lias. Ob. Jura.
+
+¿Pterodactylus¿ Cuvier (¿Ornithocephalus¿, Sömmering, ¿Diopecephalus¿,
+¿Cycnorhamphus¿, Seeley, ¿Ptenodracon¿ Lyd.)(Fig. 451, 453-454). 4-5
+Sacralwirbel. Pubis (Präpubis) in der Symphyse wahrscheinlich nur
+durch Knorpel verbunden. Pterodactylus, dessen Arten in der Größe
+zwischen einem Sperling und einem Adler schwanken, finden sich in
+zahlreichen Spezies und in prachtvoll erhaltenen ganzen Skeletten im
+lithographischen Schiefer des ob. Jura von (Solnhofen, Eichstätt,
+Kelheim) Württemberg (Nusplingen) und Cerin (Dep. Ain). Vereinzelte
+Knochen aus dem Kimmeridgeton von England dürften ebenfalls hieher
+gehören, dagegen ist die Bestimmung von Flugfingergliedern aus dem
+Rhät und Lias unsicher.
+
+
+2. Familie. #Ornithocheiridae.#
+
+¡Schädel langgestreckt, schlank. Augenhöhle von der mit der
+Präorbitalöffnung vereinigten Nasenöffnung vollständig getrennt.
+Vordere Rückenwirbel zu einem Notarium verschmolzen. Kiefer bezahnt
+oder zahnlos. Die proximale Tarsusreihe mit der Tibia verschmolzen.
+Fibula nicht gesondert entwickelt.¡ Ob. Jura bis ob. Kreide.
+
+[Illustration: Fig. 455.
+
+¡Pteranodon¡ Marsh. Auf Grund verschiedener Individuen restauriertes
+Skelett. Der Deutlichkeit der Darstellung halber sind die rechten
+Extremitäten weggelassen und die linken Schwingen mehr gebogen, als es
+in Wirklichkeit der Fall wäre. (Stark verkleinert nach ~Eaton~.)]
+
+
+1. Unterfamilie. #Ornithocheirinae.#
+
+¡Distales Ende der Scapula verdickt, mit der Supraneuralplatte
+gelenkend. Schädel mit Supraoccipitalcrista.¡
+
+¿Pteranodon¿ Marsh (Fig. 455). Schädel stark verlängert mit schlanken,
+zugespitzten, zahnlosen Kiefern und zu einem langen, hohen, dabei
+sehr dünnen, möglicherweise beweglichen Supraoccipitalkamm (an dem
+vielleicht noch Temporalmuskeln inserierten) ausgezogen. Auge mit
+Scleroticaring. Sternum flach mit schmalem Kiel. 9 Halswirbel. 11
+Rückenwirbel, von denen die Wirbelkörper der 8 vorderen fest zu dem
+sog. Notarium verschmolzen, und deren Dornfortsätze durch eine dünne
+knöcherne Supraneuralplatte gegenseitig verbunden sind. Letztere zeigt
+zwischen dem 3. und 4. Wirbel eine Gelenkfläche für die Scapula. Die
+10 Sacralwirbel gleichfalls fest miteinander verschmolzen und dorsal
+durch eine ebensolche bandähnliche Knochenplatte verbunden. Pubis
+(Präpubis) distal verbreitert, ebenso wie Ischia (Ischiopubes) in
+der Symphyse verschmolzen. Schwanz sehr kurz. Carpus zweireihig mit
+3 Knochen. Hinterextremität relativ klein. Femur kurz und gekrümmt.
+Distale Reihe des Tarsus mit 2 Knochen. 4 Phalangen mit Klauen, der 5.
+Finger durch ein kleines klauenähnliches Metatarsale repräsentiert.
+Spannweite der Schwingen bis 7 m. Ob. Kreide. Kansas.
+
+¿Ornithostoma¿ Seeley. Grünsand von Cambridge unvollständig bekannt.
+Vielleicht ident mit Pteranodon.
+
+¿Ornithocheirus¿ Seeley. Ähnlich Pteranodon, aber bezahnt. Wealden bis
+obere Kreide. England.
+
+
+2. Unterfamilie. #Nyctosaurinae.#
+
+¡Distales Ende der Scapula verbreitert, nicht mit der
+Supraneuralplatte gelenkend. Schädel ohne Supraoccipitalcrista.¡
+
+¿Nyctosaurus¿ (= ¡Nyctodactylus¡) Marsh (Fig. 456). Kopf schlank,
+Kiefer zahnlos. 8 Halswirbel, 10 Rückenwirbel, von denen die
+vorderen 3 zum Notarium verschmolzen sind. 6 Sacralwirbel, ca. 10-14
+Schwanzwirbel. Vordere Rippen stämmig zweiköpfig, hintere Rippen
+auffallend schlank, gerade und einköpfig. (Standen möglicherweise
+wie bei Draco mit der Flughaut in Verbindung.) 3 Paar ¥v-förmige¥
+Bauchrippen. Humerus kurz. 3 Carpalia. Spannweite der Schwingen 2 m.
+Ob. Kreide. Kansas.
+
+¿Incertae sedis¿: ¿Ornithodesmus¿, ¿Doratorhynchus¿ Seeley,
+¿Palaeornis¿ Mantell. Purbeck. Kreide England. ¿Dermodactylus¿ Marsh.
+Unt. Kreide (Como beds) Wyoming. ¿Apatomerus¿ Williston. Unt. Kreide.
+Kansas.
+
+[Illustration: Fig. 456.
+
+¡Nyctosaurus (Nyctodactylus) gracilis¡ Marsh. Schädel von unten.
+¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Ch¡ Choane, ¡Tr¡ Transversum,
+¡Pt¡ Pterygoid, ¡J¡ Jugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Bs¡ Basisphenoid, ¡Bo¡
+Basioccipitale mit Condylus (¡Co¡), ¡Sq¡ Squamosum, ¡P¡ Parietale. 1/3
+nat. Gr. (Nach ~Williston~.)]
+
+
+Zeitliche Verteilung und Stammesgeschichte der Pterosaurier.
+
+Abgesehen von dem problematischen Tribelesodon aus den
+Raibler-Schichten sowie von einigen nicht genauer bestimmbaren Resten
+aus dem Bonebed der rhätischen Stufe sind die Flugsaurier auf Jura
+und Kreide beschränkt. Ihre Hauptverbreitung fällt in den oberen
+Jura. Über ihre Stammesgeschichte läßt sich wenig sagen. Sie treten
+mit langschwänzigen Formen im Lias mit allen typischen Merkmalen
+-- ähnlich wie die Schildkröten in der Trias -- ausgerüstet auf,
+im oberen Jura zeigen sich neben den langgeschwänzten Flugsauriern
+bereits eine große Anzahl kurzgeschwänzter Vertreter, die dann in
+der Kreidezeit, wo sie die höchste Entwicklung erreichen, allein
+dominieren, um am Schluß dieser Formation, ohne irgendwelche
+modifizierte Nachkommen zu hinterlassen, auszusterben. Die Veränderung
+ihres Flugorgans innerhalb dieses Zeitraums bezieht sich in der
+Hauptsache nur auf die Länge des Metacarpale des Flugfingers, das bei
+den Langschwänzen kurz und gedrungen, bei den jüngeren Kurzschwänzen
+langgestreckt sich entwickelt zeigt. Außerdem ist bei den Kreideformen
+neben der völligen Zahnlosigkeit einiger Formen eine gewisse Starrheit
+des Rumpfabschnittes durch gegenseitige Verschmelzung der vorderen
+Rückenwirbel und der Sacralwirbel, die vielleicht mit der mächtigeren
+Entwicklung der Schwingen in Beziehung zu bringen ist, beachtenswert.
+Die Flugsaurier stellen somit einen nicht weiter entwicklungsfähigen
+Seitenast des Reptilienstamms dar, welcher zwar große Ähnlichkeit mit
+den Vögeln aufzuweisen hat, jedoch von diesen ebenso scharf geschieden
+ist, wie von den übrigen Ordnungen der Reptilien.
+
+
+Fußnoten:
+
+[77] ¡Baur G.¡, On the phylogenetic arrangement of the Sauropsida.
+Journal of Morphology. Vol. I. 1887. Boston. -- ¡Brühl¡,
+Reptilienkopf. Wien 1886. -- ¡Cope Edw.¡, Synopsis of the extinct.
+Batrachia, Reptilia and Aves of North America. Transactions Amer.
+Philos. Soc. 1869. vol. XIV. -- ¡Gadow H.¡, Amphibia and Reptiles.
+Cambridge Nat. Hist. Vol. VIII. 1901. -- ¡Hay O. P.¡, Bibliography
+and Catalogue of the fossil Vertebrata of North America. U. S. Geol.
+Surv. Bull. 179. 1902. -- ¡Hoffmann C. K.¡, Die Reptilien in ¡Bronn's¡
+Klassen und Ordnungen des Tierreichs. Bd. VI 3. Abt. 1879-1889. --
+¡Lydekker R.¡, Catalogue of the fossil Reptilia and Amphibia in the
+British Museum. Part. I-IV. London 1888-1890. -- ¡Meyer H. v.¡, Zur
+Fauna der Vorwelt. 1.-4. Abt. Frankfurt a. M. 1847-59. Folio. -- ¡Owen
+Rich.¡, Report on British fossil Reptilia. I. Rep. of the IX. meet.
+Brit. Assoc. for the advancement of Science for 1839 p. 43-126. II.
+Ibid. for. 1841 p. 60-204. Siehe auch bei Amphibia.
+
+[78] ¡Gaupp E.¡, Das Lacrimale des Menschen u. d. Säuger u. seine
+morphologische Bedeutung. Anat. Anzeiger. Bd. 36. 1910.
+
+[79] Der Figur liegt das Original ¡F. Siebenrocks¡ in Wien zugrunde
+(Sitzungs-Ber. Akad. Wissensch. Wien, Vol. 102, 1893, der mir dasselbe
+in liebenswürdigster Weise zur Verfügung stellte. Herrn Dr. ¡H.
+Fuchs¡ (Straßburg) verdanke ich wertvollen Aufschluß bezüglich des
+Quadratojugale. Beiden Herren sei auch hier bestens gedankt.
+
+[80] ¡Osborn H. F.¡, The Reptilian Subclasses Diapsida and Synapsida
+etc. Mem. Americ. Mus. Nat. Hist. Vol. I. 1903. -- ¡Fuchs H.¡,
+Betrachtungen über die Schläfengegend am Schädel der Quadrupeda. Anat.
+Anzeiger 35. Bd. 1909.
+
+[81] ¡R. Burckhardt¡, Das Gebiß der Sauropsiden. Morphologische
+Arbeiten. B. V. 1895.
+
+[82] ¡Fürbringer M.¡, Zur vergleichenden Anatomie des
+Brustschulterapparates u. d. Schultermuskeln. Ibid. Literatur.
+Jenaische Zeitschr. f. Naturwissenschaft. 34. 1900. Jena.
+
+[83] ¡Boulenger G. A.¡, On the Characters and affinities of the
+Triassic Reptile Telerpeton elginense. Proc. Zool. Soc. Lond.
+1904. -- ¡Broili F.¡, Permische Stegocephalen u. Reptilien von
+Texas. Palaeontographica. Bd. 51. 1904. ibid. weitere Literatur.
+Stammreptilien. Anatomischer Anzeiger 25. Bd. 1904. Ein montiertes
+Skelett von Labidosaurus etc. Zeitschr. der deutsch. g. Gesellsch.
+60. Bd. 1908. -- ¡Broom R.¡, On an almost perfect skeleton of
+Pareiasaurus serridens. Annals South Afric. Mus. Vol. IV. 1903. On
+the classification of the Theriodonts and their allies. Rpt. South
+Afric. Asoc. f. the adv. of Sci. 1903. On the Pareiasaurian genus
+Propappus. Ann. South Afric. Mus. Vol. IV. 1908. On the origin of
+the mammal like Reptiles. Proc. Zool. Soc. London 1907. II. ibid.
+weitere Literatur. -- ¡Case E. C.¡, A redescription of Pariotichus
+incisivus. Zool. Bull. Vol. II. Nr. 5, Boston 1899. The osteology
+of the Diadectidae and their relations to the Chelydosauria. Journ.
+of Geol. Vol. XIII. 1905. Restoration of Diadectes ibid. 1907. New
+or little known Reptiles and Amphibians from the Permian of Texas.
+Bull. Americ. Mus. nat. Hist. Vol. 28. 1910. -- ¡Cope E. D.¡, Americ.
+Naturalist 1880. S. 304. The Reptilian order Cotylosauria Proc.
+Americ. Philos. Soc. Vol. 35. 1895. Sec. Contribution to the history
+of the Cotylosauria ibid. Vol. 36. 1896. -- ¡Fürbringer M.¡, Zur
+vergl. Anatomie d. Brustschulterapparates u. d. Schultermuskeln.
+Jenaische Zeitschr. f. Naturw. 34. 1900. -- ¡Huene F. v.¡, Übersicht
+über die Reptilien der Trias. Geol. u. Pal. Abhandl. N. F. VI. 1902.
+-- Über die Procolophoniden etc. Zentralblatt für Mineralogie 1911.
+Nr. 3. -- ¡Lydekker R.¡, Catalogue of the fossil Reptilia and Amphibia
+in the British Museum (I-IV). 1888 bis 1890. -- ¡Newton E. T.¡, On
+some Reptiles from the Elgin sandstone. Philos. Trans. Roy. Soc. Lond.
+1893 u. 94. -- ¡Osborn H. F.¡, The Reptilian subclasses Diapsida and
+Synapsida and the early history of the Diaptosauria. Mem. Americ. Mus.
+Nat. Hist. Vol. I. 8. 1903. -- ¡Owen R.¡, Descriptive and illustrated
+Catalogue of the fossil Reptiles of South Africa in the Collections
+of the British Museum. -- ¡Seeley¡, On Pareiasaurus bombidens and the
+significance of its affinities to Amphibians, Reptiles and Mammals.
+Philos. Trans. Roy. Soc. Vol. 179. 1888. Further observations on
+Pareiasaurus ibid. Vol. 183. 1892. The armour of the extinct Reptiles
+of the genus Pareiasaurus Proc. Zool. Soc. Lond. 1908. On an Anomodont
+Reptile, Aristodesmus, Rütimeyeri etc. Quart. Journ. Geol. Soc. Vol.
+56. 1900. On the primitive Reptile Procolophon. Proc. Zool. Soc.
+Lond. 1905. -- ¡Stappenbeck R.¡, Über Stephanospondylus u. g. u.
+Phanerosaurus H. d. M. Zeitschr. d. d. geol. Ges. 1905. -- ¡Thevenin
+M.¡, Les plus anciens Quadrupèdes de France. Ann. d. Paléontol. T. V.
+1910. -- ¡Williston S. W.¡, The Cotylosauria. Journ. of Geology Vol.
+XVI. 1909. New or little known Permian Vertebrates. Pariotichus. Biol.
+Bull. Vol. XVII. 1909. The skull of Labidosaurus. Americ. Journ. of
+Anat. Vol. 10. 1910.
+
+[84] Nach freundlicher Mitteilung von Herrn Prof. Williston.
+
+[85] ¡Williston¡, Journ. of Geol. Vol. XVI. 1908. Moodie. Proc. U. S.
+Nat. Mus. Vol. 37. 1909.
+
+[86] Siehe auch Cotylosaurier! Ferner:
+
+¡Case E. C.¡, Revision of the Pelycosauria of North America. Carnegie
+Inst. of Washington. Publication Nr. 55. 1907. Dort ausführliche
+Literatur bis 1907. -- ¡Cope E. D.¡, Proc. Philos. Acad. Philadelphia
+1870 XI. 1877 XVI. 1878 XVII. 1880 XIX. 1886 XXIII. 1887 XXIV. etc.
+Trans. Americ. Philos. Soc. Philad. 1888 XVI. 1892 XVII. Americ.
+Naturalist. 1878. 80. 81. 82. 84. 85. 86 etc. Literatur siehe bei
+Case! -- ¡Huene F. v.¡, Neue u. verkannte Pelycosaurier-Reste aus
+Europa. Zentralblatt f. Mineral. etc. 1908. Nr. 14. Pelycosaurier im
+deutschen Muschelkalk. Neues Jahrb. f. Mineral. etc. Beilageband 20.
+1905. -- ¡Jaekel O.¡, Naososaurus Credneri im Rotliegenden v. Sachsen.
+Zeitschr. (Monatsb.) d. deutsch. geol. Gesellsch. Bd. 62. 1910. Nr.
+8/10. -- ¡Matthew W. D.¡, A four horned Pelycosaurian from the Permian
+of Texas. Bull. Americ. Mus. Nat. Hist. Vol. XXIII. 1908. -- ¡Osborn
+H. F.¡, A mounted skeleton of Naosaurus etc. Bull. Americ. Mus. Nat.
+Hist. Vol. XXIII. 1907. -- ¡Seeley H. G.¡, Farther evidences of the
+skeleton in Deuterosaurus and Rhophalodon etc. Philos. Trans. Roy.
+Soc. 1894 B.
+
+[87] Prof. ¡Williston¡ in Chicago hatte die große Liebenswürdigkeit,
+mich über die Identität der Marsh'schen Typen mit denen von Cope
+aufzuklären.
+
+[88] ¡Broom R.¡, On the classification of the Theriodonts and
+their allies. Rpt. South Afric. Assoc. Advanc. Science 1903. On an
+almost perfect skull of a new primitive Theriodont. (Lycosuchus
+Vanderrieti). Transact. South Afric. Philos. Soc. 1903. On the
+remains of Lystrosaurus etc. Rec. Alb. Mus. Vol. I. 1903. On two new
+Therocephalian Reptiles. ibid. 1904. On the structure and affinities
+of the Endothiodont Reptiles. ibid. 1904 (Vol. XVI). On some new
+primitive Theriodonts in the South Afric. Mus. Vol. IV. 2. 1903. On
+the Inter-relationships of the known Therocephalian genera. ibid. 8.
+1908. Fossil Reptiles of the Karoo Formation in: An introduction to
+the Geology of Cape Colony by Rogers and du Toit. London 1909. --
+On the origin of the Mammal-like Reptiles. Proc. Zool. Soc. London
+1907. II. ibid. weitere Literatur über diese Frage! -- ¡Broili
+F.¡, Ein Dicynodontierrest aus der Karooformation. Neues Jahrbuch
+für Mineralogie etc. 1908. -- ¡Fürbringer M.¡, Vergl. Anatomie des
+Brustschulterapparates etc. Jen. Zeitschr. für Naturwissensch. 34. Bd.
+1900. -- ¡Jaekel O.¡, Über den Schädelbau der Dicynodonten. Sitzungsb.
+d. Ges. Naturforsch. Freunde. Berlin 1904. -- ¡Lydekker R.¡, Catalogue
+of the foss. Rept. a. Amph. Brit. Mus. P. 4. 1890. -- ¡Newton E. T.¡,
+Some new Reptiles from the Elgin Sandstone. Philos. Transact. R. Soc.
+Lond. 1893. Vol. 184. -- ¡Osborn H. F.¡, The origin of the Mammalia.
+Americ. Naturalist 32. 1898. -- ¡Owen R.¡, On Dicynodon. Trans. geol.
+Soc. 1845. VII. On Dicynodont Reptiles. Philos. Trans. 1862. Vol. CLII
+u. Quart. Journ. geol. Soc. 1860. Vol. XVI, Vol. XXXVI, Vol. XXXVII.
+Descriptive and illustrated Catalogue of the fossil Reptiles of South
+Africa in the Collections of the British Mus. London 1876. -- ¡Seeley
+H. G.¡, Researches on the Structure, organization a. classific. of
+the foss. Reptilia III u. V. Philos. Trans. Roy. Soc. Lond. Vol. 179.
+1888. VI. ibid. Vol. 180. 1889. IX. ibid. Vol. 186. 1895. Ferner
+eine Reihe von Aufsätzen im Quarterl. Journ. Geol. Soc. u. Annals
+and Magaz. of Nat. Hist. -- ¡Woodward A. S.¡, Outlines of Vertebrate
+Paleontology etc. Cambridge 1898.
+
+[89] ¡Barnum Brown¡, The Osteology of Champsosaurus. Mem. Americ. Mus.
+Nat. Hist. Vol. IX. P. I. 1905. -- ¡Baur G.¡, Palaeohatteria and the
+Proganosauria. Amer. Journ. Sc. 1889. XXXVII. p. 310. -- ¡Boulenger G.
+A.¡, On Reptilian Remains from the Trias of Elgin. Philos. Transact.
+Roy. Soc. London, Ser. B, Vol. 196. 1903. -- ¡Burckhardt R.¡, On
+Hyperodapedon Gordoni. Geol. Magaz. Dec. IV. 7. 1900. -- ¡Credner
+H.¡, Über Palaeohatteria und Kadaliosaurus. Zeitschr. d. deutsch.
+geol. Gesellsch. 1888 Bd. XL und 1889 Bd. XLI. -- ¡Dames W.¡, Beitrag
+zur Kenntnis der Gattung Pleurosaurus. Sitzungsb. d. k. pr. Akad.
+d. Wissenschaft. 1895. II. -- ¡Dollo L.¡, Bull. Mus. Roy. d'hist.
+nat. Belg. III, Bull. Soc. Belge de Géol. Pal. et Hydrol. 1891 V und
+Revue des questions scientif. 1885. -- ¡Etzold¡, Über Proterosaurus.
+Neues Jahrbuch 1898. II. S. 449. -- ¡Günther Alb.¡, On the Anatomy of
+Hatteria. Philos. Trans. 1867. vol. 157. -- ¡Huene F. v.¡, Über einen
+echten Rhynchocephalen aus der Trias v. Elgin etc. Neues Jahrb. für
+Mineral. etc. 1910. II. ibid. weitere Literatur. -- Die Dinosaurier
+d. europ. Triasformation etc. Kapitel IX. Geol. u. Pal. Abhandl.
+Suppl. I. Jena 1907-08. -- ¡Huxley Th.¡, Quart. journ. geol. Soc.
+London 1859 XV, 1869 XXV und 1887 XLIII. -- ¡Lemoine V.¡, Etude sur
+les charact. gener. du Simaedosaurus. Reims 1884 und 1885. -- ¡Lortet
+L.¡, Les Reptiles foss. du Bassin du Rhone. Arch. Musée d'hist. nat.
+Lyon 1892. vol. V. -- ¡Merriam J. C.¡, The Thalattosauria etc. Memoirs
+Calif. Acad. Science. Vol. V. N. I. 1905; ferner: Bull. Dep. Geol.
+University of Calif. Publicat. Vol. 5 Nr. 13. Berkeley 1908. -- ¡Meyer
+H. v.¡, Zur Fauna der Vorwelt. Saurier aus dem Kupferschiefer 1857
+und Reptilien aus dem lithographischen Schiefer 1860. -- ¡Osborn H.
+F.¡, The Reptilian subclasses Diapsida and Synapsida and the early
+history of the Diaptosauria. Mem. Americ. Mus. Nat. Hist. Vol. I. P.
+VIII. 1903. -- ¡Seeley H. G.¡, On Protorosaurus. Phil. Trans. 1887.
+vol. 178. -- ¡Stefano, G. de¡, Nuovi rettili degli strati a fosfato
+della Tunisia, Boll. d. Soc. Geol. It. Vol. XXII, 1903. -- ¡Wagner
+A.¡, Saurier aus dem lithograph. Schiefer. Abhandl. bayer. Akad. II.
+Cl. 1852. Bd. VI. 1853 Bd. VII. 1861 Bd. IX. -- ¡Woodward A. S.¡, On
+Rhynchosaurus articeps. Rep. British Assoc. Advanc. Science York 1906.
+
+[90] ¡Broom R.¡, On the skull of a true Lizard from the Triassic beds
+of South Africa. Rec. Alb. Mus. Vol. I, Nr. 1 1903. -- ¡Boulenger¡,
+Crataceous Lizards and Rhynchocephalians. Ann. Magaz. Nat. Hist. 1893.
+-- ¡Cope Edw.¡, Rep. of the U. S. geol. Survey of the Territories
+vol. III. The Vertebrata of the tertiary formations of the West 1883.
+p. 101 und 777-781. -- ¡Fürbringer M.¡, Zur vergl. Anatomie des
+Brustschulterapparates etc. Jen. Zeitschr. f. Naturwissensch. 34.
+Bd. 1900. -- ¡Gorganovic-Kramberger C.¡, Aigialosaurus, eine neue
+Eidechse etc. Societas historic. nat. levatica. VII. Zagrab. 1892.
+-- ¡Kornhuber A.¡, Carsosaurus Marchesetti. Abhandl. d. k. k. geol.
+Reichsanstalt Wien. Bd. XVII. Heft 3. 1893. Opetiosaurus Buschichi
+etc. ibid. Bd. XVII. Heft 5. 1901. -- ¡Meyer H. v.¡, Lacerten aus der
+Braunkohle des Siebengebirges. Palaeontographica. VII. S. 74-78. --
+¡Nopcsa F. v.¡, Über die varanusartigen Lacerten Istriens. Beiträge z.
+Geol. u. Paläontol. Österreich-Ungarns etc. Bd. XV. 1903. Zur Kenntnis
+der fossilen Eidechsen. Ibid. Bd. XXI. 1908. Dort ~ausführliche
+Literatur~! -- ¡Stefano de G.¡, I Sauri del Quercy etc. Atti Soc.
+Ital. Science Nat. Vol. 42. 1904. -- ¡Versluys J.¡, Die mittl. u.
+äußere Ohrsphäre der Lacertilia u. Rhynchoceph. Jena. Fischer 1898.
+
+[91] Das Exemplar, dem die Zeichnung in der Hauptsache zugrunde
+liegt, erhielt ich durch die freundliche Vermittlung von Herrn Prof.
+Goldschmidt aus dem hiesigen Zoologischen Institut.
+
+[92] ¡Baur G.¡, Morphology of the skull of Mosasauridae. Journ. of
+Morphology. 1892. vol. XII. -- ¡Cope Edw.¡, The Reptilian orders
+Pythonomorpha and Streptosauria. Proceed. Boston Soc. nat. hist. 1869.
+XII. 250. -- Rep. U. S. geol. Surv. of Territ. 1875. vol. II. The
+Vertebrata of the cretaceous formations of the West p. 113-178 und p.
+264. -- ¡Dollo L.¡, Bull. Mus. Roy. d'hist. nat. de Belgique 1882 t.
+I. u. 1885 t. IV. Bull. Soc. Belge de Géol., Paléont. et Hydrologie
+1889 III. 1890 IX. 1892 VI. 1893 VII. Les Mosasauriens d. l. Belgique.
+Bull. d. l. Soc. Belge de Géologie etc. T. XVIII. 1904. Un Nouvel
+opercule tympanique de Plioplatecarpus Mosasaurien plongeur. Ibid.
+T. XIX. 1905. Les ancêtres des Mosasauriens. Scient. Giard. Vol. 38.
+Brüssel 1903. L'origine des Mosasauriens. Bull. d. l. Soc. belg. de
+Géol. 1904. Mém. -- ¡Gaudry A.¡, Les Pythonomorphes de France. Mém.
+Soc. géol. de France. No. 10. 1892. -- ¡Goldfuß¡, Nova acta Acad.
+Leop. nat. cur. Bd. XXI. -- ¡Huene F. v.¡, Ein ganzes Tylosaurus
+Skelett. Geol. Pal. Abhandl. N. F. Bd. VIII. (XII) 6. 1910. -- ¡Leidy
+Jos.¡, Cretaceous Reptiles of the U. S. Smithson. Contrib. 1864. --
+Rep. U. S. geol. Survey of Territ. I. Extinct vertebrata fauna of the
+Western Territories. Washington 1873. -- ¡Marsh O.¡, Amer. Journ. Sc.
+and arts 1871 Bd. 101. 1872 Bd. 103 u. 1880 Bd. 119. -- ¡Merriam F.
+C.¡, Die Pythonomorphen der Kansas-Kreide. Palaeontographica 1894.
+XLI. -- ¡Nopcsa F. v.¡, Origin of the Mosasaurs. Geol. Magaz. N. S.
+Dec. 4. Vol. X. 1903. -- ¡Osborn H. F.¡, A complete Mosasaur skeleton.
+etc. Mem. Americ. Mus. Nat. Hist. Vol. I. P. 4. 1899. -- ¡Owen Rich.¡,
+Quart. Journ. geol. Soc. 1877. Bd. 33 p. 682 und 1878 Bd. 34 p. 748.
+-- ¡Pompeckj J. F.¡, Über einen Fund von Mosasaurierresten im Ob.
+Senon v. Haldem. 3. Jahresbericht d. niedersächs. geol. Ver. Hannover
+1910. -- ¡Thevenin A.¡, Mosasauriens d. l. craie grise etc. Bull.
+Soc. géol. de France. 3. Ser. 24. 1896. -- ¡Williston S. W.¡, Kansas
+Mosasaurs. Univ. Geol. Surv. Kansas. Vol. 4. P. I. Topeka 1898. The
+Relationships and habits of the Mosasaurs. Journ. Geol. Vol. XII. Nr.
+1. 1904, ferner in Zittel-Eastman Textbook of Palaeontology II. 1902.
+-- ¡Williston¡ and ¡Case¡, Kansas Mosasauridae. pt. I. u. II. Kansas
+University Quarterly 1892. 1893. 1895.
+
+[93] Der von ¡R. Nicolis¡ (R. Ist. Venet. Sci. 59. 2. 1900) aus der
+Scaglia (Senon) beschriebene Mosasaurier ist in seiner generischen
+Zugehörigkeit unsicher.
+
+[94] ¡Broili F.¡, Systematische u. biologische Bemerkungen zu der
+permischen Gattung Lysorophus. Anat. Anz. Bd. XXXIII. 11 u. 12. 1908.
+-- ¡Case E. C.¡, Notes on the skull of Lysorophus tricarinatus Cope.
+Bull. americ. Mus. Nat. Hist. Vol. XXIV. Art. 26. 1908. -- ¡Williston
+S. W.¡, Lysorophus a Permian Urodele. Biol. Bull. Vol. XV. Nr. 5.
+1908. New Permian Reptiles. Rhachitomous vertebrae. Journ. Geol.
+Okt./November 1910.
+
+[95] ¡Filhol H.¡, Ann. des Sc. geol. 1887 VIII p. 270-273. -- ¡Owen
+Rich.¡, Fossil Reptilia of the London clay; part. II Palaeont. Soc.
+1850. -- ¡Janensch W.¡, Über Archaeophis etc. Beitr. zur Pal. u. Geol.
+Österr.-Ungarns etc., Bd. XIX. 1906. Pterosphenus Schweinfurthi etc.
+Archiv f. Biontologie. I. 1906. Berlin. Friedländer. -- ¡Rochebrune
+A. F. de¡, Revision des Ophidiens fossiles, Nouv. Archives du Musée
+d'hist. nat. de Paris. 1880. 2. ser. vol. III.
+
+[96] ¡Andrews C. W.¡, Notes on the osteology of ophthalmosaurus
+icenicus etc. Geol. Magaz. Dec. 5. 4. Bd. 1907. A descriptive
+Catalogue of the Marine Reptiles of the Oxford clay etc. Part. I.
+London printed b. o. the Trustees British Mus. 1910. -- ¡Bauer F.¡,
+Die Ichthyosaurier d. ob. weiß. Jura. Palaeontographica 44. Bd.
+1898. Ichthyosaurus bambergensis. XVIII. Ber. d. naturf. Gesellsch.
+in Bamberg. 1900. Osteologische Notizen über Ichthyosaurier. Anat.
+Anz. XVIII. Bd. 1905. -- ¡Baur G.¡, Amer. Naturalist 1887. XXI.
+S. 837. Über den Ursprung der Extremitäten der Ichthyopterygier.
+Bericht 20. Versamml. d. oberrh. geol. Vereins 1887. Palatingegend d.
+Ichthyosaurier. Anat. Anzeiger X. Bd. 14. 1894. -- ¡Boulenger G. A.¡,
+Proc. geol. Soc. London. 1904. I. S. 424. -- ¡Branca W.¡, Sind alle
+im Innern von Ichthyosaurier liegenden Jungen ausnahmslos Embryonen?
+Abhandl. d. k. pr. Akad. d. Wiss. 1907. Ferner Sitzb. k. pr. Akad.
+d. W. 1908. XVIII. -- ¡Broili F.¡, Ein neuer Ichthyosaurus aus der
+nordd. Kreide. Palaeontographica 54. Bd. 1907. Neue Ichthyosaurier
+aus der Kreide Norddeutschlands und das Hypophysenloch etc. Ibid.
+55. Bd. 1909. Ichthyosaurierreste aus der Kreide. Neues Jahrb.
+Beilageband XXI. 1908. -- ¡Dames W.¡, Über die Ichthyoperygier der
+Triasformation. Sitzungsb. d. k. pr. Ak. d. W. Berlin 46. 1895. --
+¡Dollo L.¡, L'audition chez les Ichthyosauriens. Bull. Soc. Belge de
+Géologie XXI. 1907, Brüssel. -- ¡Fraas Eberh.¡, Die Ichthyosaurier
+der süddeutschen Trias- und Jura-Ablagerungen. Tübingen 1891. --
+Die Hautbedeckung von Ichthyosaurus. Jahresh. für vaterl. Naturk.
+Württembergs. 1894. -- ¡Gilmore K. W.¡, Osteology of Baptanodon. Mem.
+Carnegie Mus. Pittsburg Pa. Vol. II. N. 2 u. 9. 1905. -- ¡Hawkins
+Thom.¡, Memoirs of Ichthyosauri and Plesiosauri. London 1834. gr.
+folio. -- ¡Jaekel O.¡, Eine neue Darstellung von Ichthyosaurus.
+Zeitschr. d. deutsch. geol. Gesellsch. Bd. 56. 1904. -- ¡Koken E.¡,
+Die Reptilien d. norddeutschen unteren Kreide. Zeitschr. d. d. geol.
+Gesellsch. 1883. -- ¡Lydekker P.¡, Note on the classification of the
+Ichthyoperygia. Geol. Magaz. 1888. Dec. III. Vol. V. -- ¡Maggi L.¡,
+Omologie craniale fra Ittiosauri etc. Il canale cranio-faringeo negli
+Ittiosauri etc. Rendiconti R. Istituto Lombardo Sc. e Lettere. Ser.
+2. 31. Bd. Milano 1898. -- ¡Merriam J. C.¡, Triassic. Ichthyosauria
+with spec. reference to the Americ. forms. Mem. Univ. calif. Vol.
+I. N. 1. 1908. Ibid. weit. Literatur. -- ¡Owen Rich.¡, Monograph
+on the fossil Reptilia of the liassic formations 1881 p. III.
+Paläont. Soc. p. 83-130 und Monograph on the fossil Reptilia of the
+cretaceous formations. Ibid. 1851. p. I p. 68-79. -- ¡Osburn R. C.¡,
+Adaptive modifications of the limb skeleton in aquatic Reptiles and
+Mammals. Ann. N. J. Acad. Science. Vol. XVI. 1905. -- ¡Repossi E.¡,
+Il Mixosauro degli strati triasici di Besano in Lombardia. Att.
+soc. Ital. Sc. Nat. Vol. 41. 1902. -- ¡Sauvage¡, Recherches sur
+les vértébrés du kimméridgien supérieur de Fumel. Mém. d. l. Soc.
+geol. d. France. 9. Fasc. 4. Mém. 25. 1902. -- ¡Stromer E.¡, Neue
+Forsch. über fossile lungenatmende Meeresbewohner. Fortschritte der
+naturwissenschaftl. Forsch. 2. Bd. Berlin, Urban & Schwarzenberg.
+1910. -- ¡Theodori C.¡, Beschreibung des kolossalen Ichthyosaurus
+trigonodon in der Lokal-Petrefaktensammlung zu Banz. München 1854.
+-- ¡Wiman C.¡, Ichthyosaurier aus der Trias Spitzbergens. Bull.
+Geol. Inst. Upsala. Vol. X. 1910. -- ¡Woodward A. S.¡, Outlines of
+Vertebrate Palaeontology Cambridge 1898. -- ¡Yakowlew N.¡, Neue Funde
+von Trias-Sauriern auf Spitzbergen. Verhandl. d. k. r. mineral.
+Gesellsch. Bd. 40. 1902 u. Bd. 41. 1904.
+
+[97] ¡Andrews C. W.¡, On the Development of the shoulder-girdle of
+a Plesiosaur (Cryptoclidus) etc. Ann. Magaz. Nat. Hist. Ser. 6.
+Vol. XV. 1895, ferner ibid. Über Muraenosaurus. Vol. XVI. On the
+structure of the skull in Peloneustes Vol. XVI, ferner Geol. Magaz.
+Dec. 4. Vol. 3. 1896. On the struct. of a skull of a Pliosaur.
+Quart. Journ. Geol. Soc. Lond. 53. 1897. On the struct. of the
+Plesiosaurian skull ibid. 52. 1896. On some new Plesiosauria etc.
+Ann. Magaz. Ser. 8 Vol. 3 1909. A descriptive Catalogue of the
+marine Reptiles of the Oxford Clay. l. c. British Museum 1910. --
+¡Boulenger G. A.¡, On a Nothosaurian Reptile etc. Transact. Zool.
+Soc. London Vol. XIV. 1896-98. -- ¡Dames W.¡, Die Plesiosaurier der
+süddeutschen Liasformation. Abhandl. d. k. pr. Akad. d. Wissensch.
+Berlin 1895. -- ¡Deeke W.¡, Über Lariosaurus und einige andere Saurier
+der lombardischen Trias. Zeitschr. d. deutsch. geolog. Ges. 1886
+Bd. XXXVIII S. 170. -- Saurierreste aus den Quiriquina-Schichten.
+Neues Jahrb. Beilageband. X. 1896. -- ¡Fraas E.¡, Die schwäbischen
+Trias-Saurier etc. Stuttgart 1896. Schweizerbart. Plesiosaurier
+aus dem ob. Lias v. Holzmaden. Palaeontographica 57. Bd. 1910. --
+¡Frech.¡ (Philippi. Volz). Lethaea geognostica. Mesozoicum. Stuttgart
+1903-08. S. 15 etc. Dort Literatur über Nothosauridae. -- ¡Fürbringer
+M.¡, Zur vergl. Anatomie des Brustschulterapparates etc. Jenaische
+Zeitschr. f. Naturwissensch. 34. 1900. Jena. -- ¡Hawkins Th.¡, Memoirs
+on Ichthyosauri and Plesiosauri. London 1834. -- ¡Hulke T. W.¡,
+Proceed. Roy. Soc. 1892. vol. 51. -- ¡Jaccard F.¡, Sur le Peloneustes
+philarchus etc. Bull. Soc. Vaud. Sc. Nat. Vol. 43. 1907. -- ¡Jaekel
+O.¡, Über den Schädelbau der Nothosauriden. Sitzungsber. d. Gesellsch.
+naturforsch. Freunde. Berlin 1905-06. -- ¡Knight W. C.¡, Some new
+Jurassic Vertebrates from Wyoming. Americ. Journ. Science. Vol. 5.
+1898. -- ¡Koken E.¡, Beiträge zur Kenntnis der Gattung Nothosaurus.
+Zeitschr. d. deutsch. geol. Gesellsch. 45. Bd. 1893. Die Dinosaurier,
+Sauropterygier und Crocodiliden des norddeutschen Wealden. Pal.
+Abhandl. Bd. III. 1887 u. Bd. VII. 1896 (Fischer, Jena). -- ¡Lydekker
+R.¡, Catalogue fossil Rept. etc. l. c. P. II. -- ¡Meyer H. v.¡, Zur
+Fauna der Vorwelt. Die Saurier des Muschelkalks. Frankfurt 1847-55.
+-- ¡Owen Rich.¡, Monograph of the Reptilia of the liassic formations.
+Sauropterygia. Palaeontographical Society und Fossil Reptilia of the
+Cretaceous formations. Pal. Soc. p. 58-68 und Supplement Nr. IV. --
+¡Riabinin A.¡, 2 Plesios. aus der Jura- u. Kreide-Abl. Rußlands.
+Mém. Com. Geol. N. Ser. 41-50. 1908-09. -- ¡Seeley H. G.¡, Ann. Mag.
+nat. hist. 3 ser. XV. p. 49 und 232. -- Quarterly-Journal geol. Soc.
+London Vol. XXX, XXXII, XXXIII. u. XXXVIII und (Shouldergirdle)
+Proceed. Royal. Soc. 1892 vol. 54 und 1893 vol. 54. -- ¡Sollas W.¡
+(and ¡Whidborne¡) On a new species of Plesiosaurus etc. Quart. Journ.
+geol. Soc. London 37. 1881. -- ¡Volz W.¡, Proneusticosaurus, eine neue
+Sauropterygiergattung etc. Palaeontographica 49. Bd. 1902. -- ¡Watson
+D.¡, A prelim. Note on two new genera of upper Liassic Plesiosaurs.
+Mem. Proc. Manchester Lit. Philos. Soc. Vol. 54. P. I u. III 1909-10.
+-- ¡Williston S. W.¡, North American Plesiosaurs. P. I. Field Columb.
+Mus. Publ. 73. Geol. Ser. Vol. II. Nr. 1, Chicago 1903. N. A.
+Plesiosaurs. Elasmosaurus etc. Americ. Journ. Science. Vol. XXI. 1906.
+N. A. Plesiosaurus: Trinacromerum. Journ. of Geology Vol. XVI. 1908.
+-- ¡Woodward A. S.¡, Vertebrate Palaeontology etc. Cambridge 1898.
+
+[98] ¡Gürich¡, Über einige Saurier des oberschles. Muschelkalks.
+Zeitschr. d. d. geol. Gesellsch. 36. 1884. -- ¡Huene F. v.¡, Übersicht
+über d. Rept. d. Trias. Geol. u. Pal. Abhandl. N. F. VI. 1902. --
+¡Jaekel O.¡, Placochelys placodonta aus der Obertrias des Bakony.
+Result. d. wiss. Erforsch. des Balatonsees I. Bd. 1. Teil. Pal.
+Anhang. 1907. Budapest. -- ¡Meyer H. v.¡, Palaeontographica 1862. X.
+1863. XI. -- ¡Münster G.¡, Graf v., Über einige ausgezeichnete fossile
+Fischzähne etc. 1830. Beiträge zur Petrefaktenkunde 1843. Heft 4. --
+¡Owen R.¡, Description of the skull and teeth of Placodus laticeps
+etc. Philos. Transact. Roy. Soc. 1858.
+
+[99] ¡Broom R.¡, Observations on Mesosaurus. Transact. S. Afric.
+Philos. Soc. vol. XV. 1903. -- ¡Mc. Gregor J. H.¡, On Mesosaurus
+Brasiliensis etc. Commissão de Estudos das Minas de Carvão de Pedro do
+Brazil. 1908. Rio de Janeiro. -- ¡Gürich G.¡, Ditrochosaurus capensis
+etc. Zeitschr. d. d. geol. Gesellsch. 1889. -- ¡Osborn H. F.¡, The
+Reptilian Subclasses Diapsida et Synapsida etc. Mem. Americ. Mus. Nat.
+Hist. I. P. VIII. 1903. -- ¡Seeley H. G.¡, The Mesosauria of South
+Africa. Quart. Journ. Geol. Soc. 1892.
+
+[100] ¡Andrews Ch. W.¡, A descriptive Catalogue of the Tertiary
+Vertebrata of the Fajûm, Egypt. London. Print. by th. ord. of the
+British Museum. 1906. -- ¡Arthaber G. v.¡, Über Trionyx rostratus
+etc. Beiträge zur Geologie Österreich-Ungarns etc. Bd. XI. 1898. --
+¡Capellini G.¡, Il Chelonio Veronese etc. (Protosphargis Veronense)
+etc. R. Accad. dei Lincei. Mem. d. Cl. di Sci. fis. mat. e nat.
+Vol. 18. 1884. -- ¡Case E. C.¡, On the osteology and relationships
+of Protostega. Journ. of Morph. Vol. XIV. 1897. -- ¡Coker R. E.¡,
+Diversity of the skutes of Chelonia. Journ. of morphology. Philad.
+Vol. 21. 1910. -- ¡Dames W.¡, Die Chelonier der norddeutschen
+Tertiärformation. Paläont. Abhandl. von ¡Dames¡ und ¡Kayser¡. 1894
+Bd. VI. -- ¡Dollo L.¡, Bull. Musée Roy. d'hist. nat. de Belgique
+1884 vol. III p. 63 IV. p. 69, 129. V. p. 59. -- Première note sur
+les Chéloniens oligocènes et néogènes d. l. Belgique. Bull. Mus.
+R. nat. Belg. 1888. Sur l'origine de la Tortue Luth. (¡Dermochelys
+coriacea¡). Bull. Soc. R. Sc. méd. et nat. Brux. 1901. Eochelone
+brabantica etc. et l'Evolution des Chéloniens marins. Bull. Acad.
+R. Belg. 1903. Nouv. Note sur les Reptiles de l'Eocène inférieure
+etc. Bull. Soc. belg. Géol., Paléont. et Hydr. 1907. -- ¡Fraas
+E.¡, Proganochelys Quenstedtii Baur. Jahreshefte d. V. f. vaterl.
+Naturkunde in Württ. 1899. Thalassemys marina E. Fraas aus dem ob.
+weißen Jura von Schnaitheim nebst Bemerkungen über die Stammesgesch.
+d. Schildkröten. ibid. 1903. -- ¡Fucini A.¡, Le Chelone Sismondai
+etc. Palaeontographica ital. 15. 1909. -- ¡Gray J. E.¡, Notes on the
+families and genera of Tortoises and on characters afforded by the
+Study of their skulls. Proc. zool. Soc. London 1869. XII p. 165.
+-- ¡Hay O. P.¡, On the group of turtles known as the Amphichelydia
+etc. Bull. Americ. Mus. Nat. Hist. XXI 1905. -- The fossil Turtles
+of North America. Carneg. Instit. of Washington. Publication 75.
+Washington 1908. Mit 113 Tafeln und 704 Textfiguren. Dort ausführliche
+Literaturnachweise! Ferner Proc. U. S. National Museum. Vol. 35.
+1908 u. Vol. 38. 1910. -- ¡Hoffmann C. K.¡, in ¡Bronn's¡ Klassen u.
+Ordnungen des Tierreichs. Bd. VI. Chelonii 1879. -- ¡Jaekel O.¡,
+Placochelys placodonta l. c. s. o. -- ¡Lörenthey E.¡, Zwei neue
+Schildkrötenarten aus dem Eocän von Kolozsvár. Földteni Közling.
+Bd. XXXIII. 1903. -- ¡Lydekker R.¡, Sivalik and Narbada Chelonia.
+Palaeont. Indica. Ser. X vol. III 1886. -- ¡Maack G. A.¡, Die bis
+jetzt bekannten fossilen Schildkröten etc. Palaeontographica Bd.
+XVIII. 1869. -- ¡Meyer H. v.¡, Zur Fauna der Vorwelt. I. u. IV.
+Frankfurt 1845 u. 1860. Folio. -- ¡Owen R.¡ and ¡Bell¡, Palaeontogr.
+Soc. 1851 u. 1853. -- ¡Palmer W.¡, A new species of Leatherback
+Turtle etc. (Miocän Maryland.) Proc. U. S. Nat. Mus. Vol. 36. 1909.
+-- ¡Pictet¡ et ¡Humbert¡, Monographie des Cheloniens de la Molasse
+Suisse. Mater. pour la Paléont. Suisse. Genève 1856. 4^0. -- ¡Portis
+Aless.¡, Palaeontograph. 1878 Bd. XXV. -- Mem. Soc. paléont. Suisse
+1882. vol. IX. -- ¡Reinach A. v.¡, Schildkrötenreste im Mainzer
+Tertiärbecken etc. Abhandl. Senkenberg. Naturforsch. Gesellsch.
+Frankfurt. Vol. 28. 1900. Schildkrötenreste aus dem ägyptischen
+Tertiär. ibid. Bd. 29. 1903. -- ¡Rütimeyer L.¡, Verhandl. naturforsch.
+Gesellsch. Basel 1872. Bd. III S. 255. -- Die fossilen Schildkröten
+von Solothurn und der übrigen Juraformation. I. Abt. Denkschrift d.
+schweiz. naturf. Gesellsch. 1867. Bd. XXII. II. Abt. ebenda 1873
+Bd. XXV. -- ¡Sacco F.¡, Trionici di Mt. Bolca. Atti d. R. Acc. d.
+Science di Torino. 29. 1894. Trionici di Monteviale. ibid. 30. 1895.
+I Cheloni Astiani del Piemonte. Memorie d. R. Ac. d. Soc. di Torino
+39. 1889. -- ¡Siebenrock F.¡, Synopsis der rezenten Schildkröten
+mit Berücksichtigung der in historischer Zeit ausgestorbenen Arten.
+Zool. Jahrbücher. Fischer, Jena. Suppl. 10. Heft 3. 1909. -- ¡Stache
+G.¡, Sontiochelys etc. Verhandl. d. k. k. geol. Reichsanstalt
+1905. -- ¡Stefano G. de¡, Ptychogaster mioc. della Francia etc.
+Palaeontographica italica. 9. 1903. Studio sul Emys Cuvieri de Stef.
+dell' Eocene sup. parig. Boll. della Soc. Zool. Ital. XI. Ser. 3
+(1, 2, 3) 1902. -- Cheloniani fossili cenozoici. Boll. S. g. ital.
+XXI. 1901. Nuovi rettili degli strati a fosfata ibid. XXII. 1903. --
+¡Wagner A.¡, Abhandl. der k. bayer. Akad. math.-phys. Kl. 1853 Bd.
+VII S. 291 und 1861 Bd. IX. I. Abt. S. 68-94. -- ¡Wieland G. R.¡,
+Osteology of Protostega. Mem. Carn. Mus. Vol. 2. 1906. Revision of
+the Protostegidae. Americ. Journ. Science. Vol. XXVII. 1909. ibid.
+Literatur! (Siehe auch ibid. Vol. XIV. XVII. XVIII. XX). -- ¡Woodward
+A. S.¡, On some extinct Reptiles from Patagonia, of the Genera,
+Miolania, Dinylisia a. Genyodectes. Proc. Zool. Soc. London 1901. 1.
+
+[101] ~Hay~ teilt dieselben in Proganochelydae, Pleurosternidae und
+Baenidae.
+
+[102] Nach einer freundlichen Mitteilung von Herrn Prof. ~E. Fraas~.
+
+[103] Nach einer freundl. schriftl. Mitteilung von Herrn Prof. Dr.
+Dollo, stellt derselbe Eosphargis auf Grund neuer Funde zu den
+Cheloniidae.
+
+[104] ¡Brühl C.¡, Das Skelett der Crocodiliden, Wien 1862. -- ¡Fraas
+E.¡, Die schwäbischen Trias-Saurier. Stuttgart 1896 etc. l. c.
+Aetosaurus crassicanda n. sp. Jahreshefte d. Ver. f. vat. Naturkunde
+in Württemberg 1907. -- ¡Fraas O.¡, Aëtosaurus ferratus. Württemb.
+naturw. Jahreshefte 1867. XXIII. -- ¡Mc. Gregor¡, The Phytosauria,
+with especial reference to Mystriosuchus and Rhytidodon. Mem. Americ.
+Mus. Nat. Hist. Vol. IX. Part. II. 1906. ibid. ausführl. Literatur! --
+¡Huene F. v.¡, Die Dinosaurier der europ. Triasformation etc. Geol.
+Pal. Abhandl. Suppl. I. 1907-08. Kapitel 9, ferner Zentralblatt für
+Mineral., Geol. u. Pal. 1909. Nr. 19. Über Erythrosuchus, Vertreter
+der neuen Reptilordnung Pelycosimia und Beiträge zur Kenntnis und
+Beurteilung der Parasuchier. Geol. und Pal. Abhandl. N. F. Bd.
+10 (14). 1911. -- ¡Huene¡ und ¡Lull R. S.¡, The Triassic Reptile
+Hallopus. Americ. Journ. Science. Vol. 25. 1908. -- ¡Huxley Th.¡,
+Quart. journ. geol. Soc. London 1859 vol. XV p. 440-460 und 1875
+XXXI p. 423. -- ¡Jaekel O.¡, Über einen neuen Belodonten aus d.
+Buntsandstein von Bernburg. Sitzungsberichte Gesellsch. naturforsch.
+Freunde. Berlin. Nr. 5. 1910. -- ¡Meyer H. v.¡, Über Belodon.
+Palaeontographica Bd. VII, X und XIV. -- ¡Newton E. T.¡, Reptiles from
+the Elgin Sandstone. Philos. Trans. 1894. vol. 185. ¡Williston J. W.¡,
+Notice on some new Reptiles from the upper Trias of Wyoming. Journ.
+of Geol. XII. 1904. -- ¡Woodward A. S.¡, On a new Dinosaurian Reptile
+(Scleromochlus) etc. Quart. Journ. Geol. Soc. Lond. 63. 1907. On some
+fossil Rept. Bones from the State of Rio Grande do Sul. Brazil. Geol.
+Magaz. 5. 1908 Dec. 5.
+
+[105] ¡Abel O.¡, Zentralbl. f. Mineral. etc. Bd. VIII. 1907. --
+¡d'Alton¡ u. ¡Burmeister¡, Der fossile Gavial von Boll. Halle 1854.
+-- ¡Ammon L. v.¡, Über jurassische Krokodile aus Bayern. Geognost.
+Jahresh. 1905. 18. Jg. -- ¡Andrews C. W.¡, A descriptive Catalogue of
+the Tertiary Vertebrata of the Fajûm etc. London. British Museum 1906.
+-- On some new Steneosaurs etc. Annals a. magaz. Nat. hist. Vol. 3.
+Serie 8. 1909. -- ¡Arthaber v.¡, Beiträge zur Kenntnis etc. des Genus
+Metriorhynchus. Beitr. zur Paläontol. u. Geol. Österreich-Ungarns
+etc. Bd. 19. 1906; ferner Zentralbl. f. Mineral., etc. Bd. VIII.
+1907. -- ¡Auer E.¡, Über einige Krokodile der Juraformation.
+Palaeontographica 55. Bd. 1908 bis 1909. ibid. Literatur! Ferner
+Zentralblatt für Mineral., Geol. u. Pal. Bd. VIII. 1907. -- ¡Bronn H.
+G.¡ und ¡Kaup J.¡, Über die gavialartigen Reptilien der Liasformation.
+Stuttgart 1841. Folio. -- ¡Deslongchamps-Eudes J. A.¡, Mém. sur les
+Teléosauriens de l'époque jurassique du departement du Calvados. Mém.
+Soc. Lin. Norm. 1863. vol. XIII. -- ¡Deslongchamps-Eudes, Eugène¡,
+Notes paléontologiques 1863-1869. -- ¡Dollo L.¡, Première note sur
+les crocodiliens de Bernissart. Bull. Mus. R. Not. Belg. T. 2. 1883.
+-- ¡Fraas E.¡, Die Meerkrokodilier (Thalattosuchia) d. ob. Jura etc.
+Palaeontographica 49. Bd. 1902. -- ¡Gilmore A.¡, Leidyosuchus etc.
+Proc. U. St. Nat. Mus. Vol. 38. 1910. -- ¡Hooley R. W.¡, On the skull
+and greater Portion of the skeleton of Goniopholis etc. Quart. Journ.
+Geol. Soc. London 53. 1907. -- ¡Hulke J. W.¡, Skeletal anatomy of
+the Mesosuchia based on fossil Remains from Peterborough. Proceed.
+zool. Soc. London 1888 part. IV p. 417. -- ¡Huxley Th.¡, Notes on the
+specific and generic Characters of recent Crocodilia. Proceed. Linn.
+Soc. (Zoology) 1860. vol. IV pt. I. -- ¡Koken E.¡, Die Dinosaurier,
+Crocodiliden und Sauropterygier des norddeutschen Wealden. Paläont.
+Abh. von Dames und Kayser 1887. III. Die Reptilien d. norddeutschen
+unt. Kreide. Z. d. deutsch. geol. Ges. 35. 1883, ferner ibid. 40.
+1888. -- ¡Lambe L.¡, On a new Crocod. Genus etc. Trans. Roy. S.
+Canada. 3. Ser. Vol. I. Sect. 4. Oktober 1908. -- ¡Leeds E.¡, On
+Metriorhynchus etc. Quart. Journ. Geol. Soc. Vol. 54. 1908. -- ¡Lortet
+L.¡, Les Rep. foss. d. Bassin du Rhône. Arch. Mus. d'hist. nat.
+de Lyon. Vol. II. 1892. -- ¡Lydekker R.¡, Siwalik Crocodilia etc.
+Palaeont. Indica. 1886. Ser. X Bd. III. S. 209-235. -- ¡Nopcsa F.
+v.¡, Über Neustosaurus etc. Centralblatt für Mineralogie etc. 1903.
+-- ¡Owen R.¡, On the Associat. of dwarf Crocodilier with the dim.
+Mammals etc. Quart. Journ. geol. Soc. Vol. XXXV. 1879. Monograph on
+the fossil Reptilia of the Wealden- and Purbeck-Formations. Pal. Soc.
+1853-1864. -- Monograph on the fossil Reptilia of the London clay.
+Ibid. 1849-58. -- ¡Sacco F.¡, I Cocodrilli del Monte Bolca. Mem. R.
+Acc. Science Torino. Ser. 2. T. 45. 1894. -- ¡Sauvage H. E.¡, Contrib.
+à l'étude des poiss. e. d. Reptiles du Jur. et du Cret. Vertébrés
+foss. du Portugal. Mém. des trav. géol. du Portugal. Lisbonne 97. 98.
+-- ¡Vaillant Leon¡, Études zool. sur les Crocodiliens foss. tertiaires
+de St. Gérand le Puy, Annales des sciences géolog. 1872. vol. III.
+-- ¡Voeltzkow A.¡, Biologie u. Entwickl. d. äußeren Körperformen von
+Croc. madagascariensis. Abhandl. d. Senkenbg. naturf. Gesellsch. II.
+Bd. 1899. ibid. Literatur! -- ¡Williston S. W.¡, Americ. Amphic.
+Crocodiles. Journ. Geol. Vol. XIV. 1906. -- ¡Woodward A. S.¡, On the
+Literature and nomenclature of British fossil Crocodilia. Geol. Mag.
+1885. 3 Dec. II. p. 496. -- On two Mesoz. Crocod. etc. Annales Mus. La
+Plata. Paleont. Argentina IV. 1896.
+
+[106] ¡Abel O.¡, Die Rekonstruktion d. Diplodocus. Abh. d. k. k.
+Zool.-bot. Gesellsch. Wien. Bd. 5. 1910. Dort weitere Literatur! --
+¡Ameghino¡, Notes on the Geology and Palaeontology of Argentina. Geol.
+Magaz. 1897. Ferner An. Soc. Cient. Argent. Vol. 47. 1900. -- ¡Barnum
+Brown¡, The Ankylosauridae etc. Bull. Americ. Mus. Nat. Hist. Vol.
+XXIV. 1908. -- ¡Baur G.¡, Remarks on the Reptiles generally called
+Dinosauria. Amer. Naturalist 1891 S. 434. -- ¡Beecher, Chas.¡, The
+Reconstruction of a Cret. Dinos. Claosaurus etc. Transact. Conn. Ac.
+Vol. XI. 1902. -- ¡Cope Edw.¡, Palaeontological Bulletin Nr. 22.
+23. 24. 25. 26. 27. 28. in Proceed. Amer. Phil. Soc. Philadelphia
+1876-77. -- ¡Deslongchamps Eudes¡, Poikilopleuron. Mem. Soc. Linn.
+de Normandie 1838. vol. VI. 36. -- ¡Dollo L.¡, 1.-5. note sur
+les Dinosauriens de Bernissart. Bull. Musée roy. d'hist. nat. de
+Belgique. 1882-84. T. I. II. III. -- Les Allures des Iguanodons etc.
+Bull. scient. d. l. France et d. l. Belg. T. 40. 1905. -- ¡Fraas
+E.¡, Ostafrikanische Dinosaurier. Palaeontographica 55. 1908. --
+¡Gilmore Chas.¡, Morosaurus agilis etc. Proc. U. St. Nat. Mus. Vol.
+32. Washington 1907. -- Osteology of the jur. Rept. Camptosaurus.
+Proc. U. S. Nat. Mus. Vol. 36. Washington 1909. -- ¡Hatcher J. B.¡,
+Diplodocus, its osteology etc. Mem. Carn. Mus. Vol. I 1901. Osteology
+of Haplocanthosaurus etc. ibid. Vol. II 1903. -- ¡Hatcher J. B.¡,
+¡Marsh O. C.¡, ¡Lull R. S.¡, The Ceratopsia. Monographs U. S. Geol.
+Surv. Vol. 49. 1907. Ibid. Literatur! -- ¡Hay O. P.¡, On the manner
+of Locomotion of Dinosaurs etc. Proc. Wash. Acad. Sc. Vol. XII. 1910.
+-- On the skull and the brain of Triceratops etc. Proc. U. S. Nat.
+Mus. Vol. XXXII. 1909. On certain genera and species of carniv. Dinos.
+etc. ibid. Vol. 35. 1908. -- ¡Holland U. J.¡, Osteology of Diplodocus.
+Mem. Carn. Mus. Vol. II. 1906. -- ¡Huene F. v.¡, Über die Dinosaurier
+der außereurop. Trias. Geol. u. Pal. Abhandl. 12 (8) 1906. -- Die
+Dinosaurier der europ. Triasform. etc. ibid. Suppl. Band I. 1907-08.
+Dort ausführliche Literatur! -- Zur Beurteilung der Sauropoden.
+Monatsbericht d. d. geol. Gesellsch. Bd. 60. 1908. -- Skizze zu einer
+Systematik u. Stammesgeschichte der Dinosaurier. Zentralblatt f.
+Mineralogie etc. 1909. -- Ein primitiver Dinosaurier aus der mittleren
+Trias v. Elgin. Geol. u. Pal. Abhandl. N. F. Bd. VIII (XII) 1910. --
+¡Hulke J. W.¡, On Polacanthus. Philos. Transactions 1881 u. 1887. --
+On Hypsilophodon Foxii. Quart. Journ. geol. Soc. 1873 XXIX p. 522 und
+1874 XXX p. 18 und Philos. Trans. 1882. Bd. 173. -- On Iguanodon.
+Quart. journ. geol. Soc. 1871 XXVII p. 199, 1874 XXX p. 24, 1878
+XXXIV p. 744, 1885 XLI p. 473, 1886 XLII p. 435. -- ¡Hulke J. W.¡,
+Presidential adresses to the geological Society. Quart. journ. 1883
+and 1884 vol. XXXIX and XL. -- ¡Huxley Th.¡, On the animals intermed.
+between Birds and Reptiles. Proceed. Roy. Soc. 1868 p. 278 and Ann.
+Mag. nat. hist. 1868. 4. ser. vol. II. und Quarterly journ. geol. Soc.
+London 1869 XXVI p. 3, 12 und 32. -- On Hypsilophodon. Quart. journ.
+geol. Soc. 1870 XXVI p. 3. -- ¡Koken E.¡, Die Dinosaurier, Crocod.
+etc. des norddeutschen Wealden. Pal. Abhandl. 3. Bd. 1887. 7. 1896.
+-- ¡Lambe L. M.¡, (Osborn). On Vertebrata of the Mid-Cretaceous of
+the Northwest Terr. Geol. Surv. Canad. Contr. Can. Palaeont. 3. 1902;
+ferner Transact. R. Soc. Canad. Vol. 10 sec. 4. 1904. -- ¡Lull R.¡,
+Two new Ceratopsia. ibid. Vol. 20. 1905. -- The cranial musculatur
+etc. in the Ceratops. Dinos. ibid. 25. 1908. -- The armor of
+Stegosaurus. Amer. Journ. Sci. 29. 1910. -- Dinosaurian Distribution.
+Americ. Journ. Sci. Vol. 29. 1910. -- ¡Lydekker R.¡, The Dinosaurs of
+Patagonia. Annales del Museo d. l. Plata. 1890 bis 1891. -- ¡Mantell
+G. Alg.¡, Philos. Trans. 1825. 1841. 1848. 1849. -- ¡Marsh O.¡, The
+Dinosaurs of North America. 16. Ann. Rpt. U. S. Geol. Surv. Washington
+1896. -- Zahlreiche Abhandl. in American Journ. of Sciences and Arts.
+1878-1894. 3. ser. vol. XVI-XLVIII. -- ¡Matthew W. D.¡, The Pose
+of Sauropod. Dinosaurs. Amer. Naturalist 1910. -- ¡Nopcsa F. v.¡,
+Dinosaurierreste aus Siebenbürgen. Denkschrift math.-naturwissensch.
+Klasse d. k. Akad. d. Wissensch. Wien. Bd. 68. 1899. Bd. 72. 1902.
+Bd. 74. 1904. Synopsis u. Abstammung der Dinosaurier. Földtani
+Közlöny. 31. Bd. 1901. British Dinosaurs Geol. Magaz. Dec. 5. Vol.
+II. Mai-Juni-Juli 1905. Vol. VIII. 1911. -- Neues über Compsognathus.
+Neues Jahrbuch für Mineralogie etc. Beilageband XVI. 1903. -- ¡Osborn
+H. F.¡, A Skeleton of Diplodocus Mem. Americ. Mus. Nat. Hist. Vol.
+I. P. 5, 1899. Ornitholestes Hermanni etc. Bull. Americ. Mus. Nat.
+Hist. Vol. 19. 1903. The skull of Creosaurus. ibid. -- Tyrannosaurus
+etc. ibid. Vol. 22. 1906. -- ¡Owen Rich.¡, A Monograph of the fossil
+Reptilia of the mesozoic formations. Palaeont. Soc. 1874-89. -- A
+Monograph of the Reptilia of the Wealden and Purbeck formations. T.
+I-V. -- Palaeont. Soc. 1853-61. and Supplements I bis IX. 1858-79.
+-- ¡Philipps J.¡, Megalosaurus. Geology of Oxford. 1871 p. 196-219.
+-- ¡Plieninger Th.¡, Zanclodon. Württemb. naturw. Jahreshefte VIII.
+-- ¡Riggs E.¡, Structure and Relationships of opisthoc. Dinos. P.
+I. u. Pt. II. Field Columb. Mus. Publ. 82. 1903. ibid. 94. Chicago
+1904. -- ¡Seeley H. G.¡, Quart. Journ. Geol. Soc. 1881 XXXVII p.
+620 und ¡Bunzel E.¡, Abhandlg. geol. Reichs-Anstalt. Wien 1871. Bd.
+V. -- On the classification of the Dinosauria. Proceed. Roy. Soc.
+1878. -- ¡Thevenin A.¡, Paléontologie de Madagascar. Dinosaurs.
+Annales de Paléontologie II. 1907. -- ¡Tornier G.¡, Über alte und
+neue Diplodocus-Arbeiten. Monatsberichte d. d. geol. Gesellsch. Bd.
+62. 1910. -- ¡Versluys J.¡, Streptostylie bei d. Dinosauriern etc.
+Zool. Jahrb. Abt. f. Anatomie etc. 30. Bd. 1910. Waren die sauropoden
+Dinosaurier Pflanzenfresser? ibid. Abt. f. Systematik etc. 29. Bd.
+1910. -- ¡Wagner And.¡, Compsognathus. Abh. k. Bayer. Ak. II. Kl. 1861
+IX. -- ¡Woodward A. S.¡, On a skull of Megalosaurus. Quart. Journ.
+Geol. Soc. Vol. 66. 1910.
+
+[107] Das Alter der betreffenden Schichten in Patagonien ist noch
+nicht sicher.
+
+[108] Grenzschichten von Jura und Kreide, die meist zur unteren Kreide
+gerechnet werden.
+
+[109] ¡Ammon L. v.¡, Über ein Flughautexemplar von Rhamphorhynchus.
+Geognost. Jahreshefte. 21. Bd. 1908. -- ¡Branca W.¡, Fossile Flugtiere
+u. Erwerb des Flugvermögens. Abhandl. d. k. pr. Akad. d. Wiss.
+1908. -- ¡Döderlein L.¡, Über die Erwerbung des Flugvermögens bei
+Wirbeltieren. Zool. Jahrb. 14. Bd. 1900. -- ¡Eaton G. F.¡, Osteology
+of Pteranodon. Mem. Connecticut Acad. Arts and Sci. Vol. II. New
+Haven 1910. -- ¡Fraas O.¡, Palaeontographica 1878. XXV S. 163. --
+¡Fürbringer M.¡, Vergl. Anat. des Brustschulterapparats l. c. --
+¡Goldfuß¡, Reptilien aus dem lithographischen Schiefer. Nova Acta
+Acad. Leop. 1831. XV p. 63. -- ¡Marsh O. C.¡, Amer. Journ. Sc. 1871
+I p. 472. 1872 III p. 241. 1876 XI p. 507. 1876 XII p. 479. 1878
+XVI p. 233. 1881 XXI p. 342. 1882 XXIII p. 251. 1884 XXVII p. 423.
+-- ¡Meyer Herm. v.¡, Reptilien aus dem lithographischen Schiefer.
+Fauna der Vorwelt 1859 S. 7-90. -- Palaeontographica Bd. I. VII.
+X. -- ¡Newton E. T.¡, Philos. Trans. 1888. vol. CLXXIX S. 503. --
+¡Nopcsa F. v.¡, Ideas on the Origin of Flight. Proc. Zool. Soc.
+London 1907. -- ¡Owen Rich.¡, Reptilia of the Liassic Formations.
+Palaeontogr. Soc. pt. II. 1863. -- ¡Plieninger F.¡, Campylognathus
+Zitteli. Palaeontographica 1894 Bd. XLI. -- Beiträge zur Kenntnis
+der Flugsaurier. Palaeontographica 48. Bd. 1901. -- Die Pterosaurier
+der Juraformation Schwabens. Ibid. 53. 1907. Dort ausführliche
+Literatur! Ferner Zentralblatt für Mineralogie etc. 1906. (Nr. 10
+u. 13) -- ¡Quenstedt F. A.¡, Über Pterodactylus Suevicus. Tübingen
+1855. 4^o. -- ¡Seeley H. G.¡, The Ornithosauria: an elementary study
+of the bones of Pterodactyles. Cambridge 1870. -- Dragons of the
+air. London 1901. -- ¡Stromer E. v.¡, Bemerkungen zur Rekonstruktion
+eines Flugsaurier-Skelettes. Monatsb. d. deutsch. geol. Gesellsch.
+Bd. 62. 1910. -- ¡Wagner Andr.¡, Abhandl. k. Bayer. Akad. math.-phys.
+Cl. 1837 II S. 163. 1851/52 VI S. 129 u. 690. 1858 VIII S. 439. --
+¡Wanderer K.¡, Rhamphorhynchus Gemmingi H. v. M., Palaeontographica
+55. Bd. 1908. -- ¡Williston S. W.¡, Kansas Pterodactyls I u. II.
+Kansas Univ. Quarterl. Vol. I u. Vol. II 1892 u. 93. -- On the skull
+of Ornithostoma ibid. Vol. 4. 1896. Restoration of Ornithostoma ibid.
+Vol. 6. 1897. On the skeleton of Nyctodactylus with restoration.
+Americ. Journ. of Anat. Vol. 1. 1902. On the skull of Nyctodactylus
+etc. Journ. of Geol. Vol. 10. 1902. On the Osteology of Nyctosaurus
+etc. Field Columb. Mus. Public. 78. Geol. Ser. Vol. 2. Nr. 3. Chicago
+1902. The Fingers of Pterodactyls. Geol. Magaz. Dez. 5. Vol. 1. 1904.
+Ferner in Zittel-Eastman l. c. 1902 (Abschnitt über Pterosaurier!).
+-- ¡Woodward A. S.¡, On two skulls of the Ornithosaurian genus
+Rhamphorhynchus. Ann. and Magaz. Nat. Hist. Ser. 7. Vol. IX. 1902. --
+¡Zittel K. A.¡, Über Flugsaurier aus dem lithographischen Schiefer
+Bayerns. Palaeontographica 1882 XXIX S. 49.
+
+
+
+
+4. Klasse. #~Aves.~# #Vögel.#[110] Bearbeitet von M. Schlosser.
+
+
+~Warmblütige, eierlegende, befiederte Wirbeltiere mit ausschließlicher
+Lungenatmung. Herz mit vollkommen getrennten Kammern.
+Hinterhauptsgelenkkopf einfach. Quadratum frei. Vorderextremitäten zu
+Flügeln umgebildet. Proximale Tarsusreihe mit der Tibia verschmolzen
+-- Tibiotarsus. -- Distale Tarsusreihe mit den verwachsenen
+Metatarsalien zu einem einzigen Knochen verbunden -- Tarsometatarsus.
+-- Hinterextremität stets ohne fünfte Zehe.~
+
+Die Vögel bilden trotz ihres Formenreichtums doch in bezug auf die
+Gesamtorganisation die einheitlichste Klasse der Wirbeltiere. Als
+Abkömmlinge von Reptilien haben sie mit diesen so viele Merkmale
+gemein, daß ~Huxley~ beide Klassen in eine einzige -- ¡Sauropsidae¡ --
+vereinigte, was aber wegen der wesentlichen Unterschiede, Befiederung,
+Umwandlung der Vorderextremität in Flügel, Verwachsung der Tarsalia
+mit Tibia resp. Metatarsus, Warmblütigkeit, nicht zweckmäßig
+erscheint.
+
+Das ~Hautskelett~ der Vögel besteht aus Federn, aus den Hornscheiden
+des Schnabels und der Krallen und aus Spornen und Hornplatten am
+Fuß. Die Federn bedecken den Rumpf, meist auch Kopf, Hals und
+die Flügel, jedoch sind sie am Rumpf nicht gleichmäßig verteilt,
+sondern auf gewisse Stellen beschränkt -- Federfluren, Pterilae --
+zwischen welchen nackte Stellen -- Federraine, Apteria -- liegen.
+Bei der Fossilisation werden die Federn zerstört, sie bleiben nur
+ausnahmsweise als Abdrücke erhalten im lithographischen Schiefer, im
+Green River Süßwasserkalk und in Quelltuffen.
+
+Das ~Skelett~ der Vögel zeichnet sich durch pneumatische Ausbildung
+und große Leichtigkeit, verbunden mit erheblicher Festigkeit aus.
+Die Wandungen der Röhrenknochen sind dünn, aber von sehr dichter und
+fester Struktur; in der Jugend enthalten sie ein mit Blutgefäßen
+durchzogenes Mark, das jedoch außer bei einigen Wasservögeln bald
+verschwindet und mit Luft gefüllten Hohlräumen Platz macht. Bei
+den Pinguinen sind die Knochen mit spongiöser knöcherner Substanz
+ausgefüllt. Die bedeutendsten Hohlräume finden sich am Schädel, am
+Oberarmknochen, in den Halswirbeln und am Oberschenkelknochen.
+
+[Illustration: Fig. 457.
+
+¡Hesperornis regalis¡ Marsh. Dreizehnter Halswirbel ¡A¡ von vorne, ¡B¡
+von hinten. ¡d¡ Diapophyse, ¡p¡ Parapophyse, ¡z¡ vordere, ¡z'¡ hintere
+Zygapophyse, ¡s¡ rudimentärer Dornfortsatz, ¡nc¡ Neuralkanal, ¡f¡
+Arterienkanal zwischen Rippe und Wirbelkörper. (Nach ~Marsh~.)]
+
+Die ~Wirbelsäule~ besteht aus der Hals-, Rücken-, Sacral- und
+Schwanzregion, von denen die Sacralregion, das Sacrum oder Synsacrum
+viel mehr verschmolzene Wirbel enthält als bei den übrigen
+Vertebraten. Die freibleibenden Wirbel haben sattelförmige Gelenke,
+welche zu großer Beweglichkeit befähigen. Nur bei mesozoischen Vögeln
+¡Archaeopteryx¡ und ¡Hesperornis¡, beim Embryo und in der Caudalregion
+sind die Wirbel amphicöl. Opisthocöle Wirbel besitzen die Pinguine und
+Kormorane; der Atlas aller Vögel ist procöl.
+
+Die Halsregion (Fig. 457) enthält 13-25 Wirbel, meist 14-15, deren
+Körper gestreckt erscheint. Die Zahl der Dorsalwirbel (Fig. 458)
+schwankt zwischen 6 und 10, von denen der erste sich dadurch
+bemerkbar macht, daß er durch eine dorsale und eine sternale Rippe
+mit dem Brustbein verbunden wird. Die hintersten Dorsalwirbel sind
+mit dem Sacrum vereinigt, aber durch den Besitz von Rippen noch als
+Rückenwirbel gekennzeichnet. Die Zahl der freien Rückenwirbel ist im
+Minimum 3, im Maximum 7-8. Sie haben kurze Körper. Bei Wasservögeln
+-- Pinguin-Alken -- bleiben alle präsacralen Wirbel frei, sonst
+verwachsen 2-4 Rückenwirbel miteinander und auf sie folgt dann noch
+vor dem Synsacrum ein freier Wirbel. Das Synsacrum besteht beim
+erwachsenen Vogel aus einigen Rücken-, aus den Lenden- und den
+Sacralwirbeln nebst einer Anzahl von Schwanzwirbeln. Die Dornfortsätze
+der verschmolzenen Wirbel bilden wie auch bei jenen der Dorsalregion
+einen zusammenhängenden vertikalen Kamm. Die echten Sacralwirbel
+sind jene zwei, welche hinter der die Nieren enthaltenden Grube
+liegen und Querfortsätze und Sacralrippen zwischen dem Wirbelkörper
+und dem Ilium besitzen. Die Mehrzahl der Wirbel des Synsacrums
+ist mit den Ilia durch Diapophysen oder durch Querfortsätze des
+Neuralbogens verbunden. Auf die echten Sacralwirbel folgt eine Anzahl
+verschmolzener »Urosacralwirbel«, auf diese folgen in der Regel 6
+freie Caudalwirbel und zuletzt das aus 4-6 verwachsenen Wirbeln
+bestehende pflugscharähnliche Pygostyl; ¡Archaeopteryx¡ hingegen besaß
+wenigstens 20 freie und lange Schwanzwirbel.
+
+Mit Ausnahme des Atlas tragen alle präsacralen Wirbel Rippen, auch
+die zwei oder drei vordersten Sacralwirbel können mit Rippen versehen
+sein. Abgesehen von den beiden hintersten, verschmelzen die Rippen
+der Halsregion mit ihren Wirbeln; beim Embryo, beim jungen Strauß
+und bei ¡Archaeopteryx¡ sind sie frei. In den meisten Fällen besitzt
+der letzte Halswirbel und jeder Rückenwirbel außer dem letzten
+einen Processus uncinatus, eine schmale Knochenplatte, welche nach
+rückwärts und aufwärts verläuft und sich auf die folgende Rippe legt,
+wodurch der Brustkorb an Festigkeit gewinnt. Nur selten bleiben diese
+Fortsätze von der Rippe getrennt -- Moa und einige Wasservögel --,
+auch fehlen sie nur ganz ausnahmsweise. An die Rumpfrippen schließen
+sich Sternalrippen an, von denen sich 2-5 Paare am Sternum anheften.
+
+[Illustration: Fig. 458.
+
+¡Hesperornis regalis¡ Marsh. Rückenwirbel. Obere Kreide Kansas. ¡A¡
+von der Seite, ¡B¡ von vorne. 1/2 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+Das wohl nie fehlende ~Brustbein~ ist breit und nach außen konvex. Es
+deckt bald nur den vorderen Teil des Brustkorbs, oder es reicht bei
+den Wasservögeln bis unter das Becken. In der Mitte der Unterseite
+trägt es einen Kiel -- Crista, Carina -- der besonders bei guten
+Fliegern sehr kräftig wird und zur Anheftung der Brustmuskeln dient.
+Wenn aber die Vorderextremität verkümmert ist, kann dieser Kiel
+vollständig fehlen -- »¡Ratitae¡«. An der Vorderseite des Sternums
+heften sich die Coracoide an und unmittelbar dahinter folgt jederseits
+ein Costalfortsatz, an welchem Abdominal- oder Sternalrippen endigen.
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 459) ist charakterisiert durch die frühzeitige
+Verschmelzung aller Knochen, besonders der Cranialregion, wo sogar
+alle Suturen verschwinden. Die Gehirnkapsel übertrifft an Geräumigkeit
+jene der Reptilien mit allenfallsiger Ausnahme der Pterosaurier. Die
+Anordnung der Kopfknochen ist jener der Reptilien, namentlich der
+Pterosaurier, ähnlich, jedoch fehlt stets ein oberer Temporalbogen,
+während dafür stets ein unterer vorhanden ist. Die großen Augenhöhlen
+liegen fast immer seitlich und sind unten nur unvollständig begrenzt
+und mit einem aus vielen Knochenplatten bestehenden Scleroticalring
+versehen. Wegen des Fehlens des oberen Schläfenbogens gibt es auch
+keine oberen und unteren Temporallöcher. Der untere Schläfenbogen
+besteht aus dem Jugale und dem Quadratojugale, welches mittels
+des Quadratums mit dem Maxillare beweglich verbunden ist. Wie
+bei den Dinosauriern, Pterosauriern und Krokodiliern ist eine
+Antorbitalöffnung vorhanden, vor welcher nahe der Basis des Schnabels
+die äußeren Nasenlöcher liegen, während die inneren sich zwischen den
+Gaumen- und Pflugscharbeinen befinden.
+
+[Illustration: Fig. 459.
+
+Schädel von ¡Otis tarda¡ Lin. ¡A¡ von der Seite, ¡B¡ von unten.
+¡Ob¡ Basioccipitale, ¡C¡ Condylus, ¡Ol¡ Occipitalia lateralia,
+¡Os¡ Occipitale superius, ¡Bt¡ Basitemporale, ¡Spb¡ Basisphenoid,
+¡Als¡ Alisphenoid, ¡Sm¡ Septum interorbitale, ¡Et¡ Ethmoideum, ¡Pa¡
+Parietale, ¡Fr¡ Frontale, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Imx¡ Intermaxillare
+(Prämaxilla), ¡N¡ Nasale, ¡L¡ Lacrimale, ¡J¡ Jugale, ¡Qj¡
+Quadratojugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Pt¡ Pterygoideum, ¡Pal¡ Palatinum,
+¡Vo¡ Vomer, ¡D¡ Dentale, ¡Art¡ Articulare, ¡Ang¡ Angulare (nach
+~Claus~.)]
+
+Der einfache, hauptsächlich aus dem Basioccipitale bestehende
+Gelenkkopf richtet seine gewölbte Oberfläche nach unten, so daß der
+Kopf mit dem Hals fast einen rechten Winkel bildet. Die paarigen
+Scheitelbeine stehen an Ausdehnung den Stirnbeinen nach, welche den
+größten Teil des Cranialdaches und den Oberrand der Augenhöhlen
+einnehmen. Postorbitalia und Postfrontalia fehlen. Die seitlich an
+die Scheitelbeine grenzenden Schläfenbeine verschmelzen vollständig
+mit der Gehörkapsel, welche ihrerseits aus der Verwachsung der
+Perioticumelemente hervorgegangen ist. Am Squamosum und am Perioticum
+lenkt sich das freibleibende Quadratum ein, dessen Unterseite eine
+quere Gelenkfläche für den Unterkiefer besitzt. Häufig findet sich am
+Vorderrand der Augenhöhle ein Lacrimale. Das knöcherne oder häutige
+Interorbitalseptum hat stets bedeutende Ausdehnung. Der Schnabel
+besteht hauptsächlich aus den verschmolzenen Zwischenkiefern, mit
+denen seitlich die Oberkiefer verwachsen sind. Die Gaumenregion zeigt
+zweierlei Typen. Bei dem einen ist der Vomer breit und vereinigt sich
+vorne mit den Maxillopalatina, während er hinten die Hinterenden der
+Palatina und die Vorderenden der Pterygoide aufnimmt, welche daher das
+Sphenoidalrostrum nicht berühren -- ~Dromaeognathen~-Typus, Strauße,
+¡Apteryx¡, ¡Crypturi¡. -- Bei dem anderen Typus umfaßt der Vomer
+hinten zwischen den Palatina das Sphenoidalrostrum und die Palatina
+berühren die Pterygoide und das Sphenoid -- ~Euornithischer~ Typus.
+Bei dem ersteren Typus hat das Quadratum auch nur ein deutliches
+proximales Gelenk, beim letzteren aber zwei.
+
+Die ~Unterkieferäste~ verschmelzen bei allen lebenden Vögeln
+frühzeitig in der Symphyse und sind nur bei einigen mesozoischen
+-- ¡Ichthyornis¡ -- wie bei den Reptilien durch Sutur und Ligament
+verbunden. Die Zahl der ursprünglichen bei den modernen Vögeln stets
+verwachsenen Elemente des Unterkiefers ist sechs. An der Seite
+befindet sich häufig zwischen dem Dentale und dem Spleniale eine Lücke.
+
+~Zähne~ besaßen nur die mesozoischen Vögel. Diese Zähne waren konisch
+und in Alveolen eingefügt, bei den lebenden Vögeln bildet der Mangel
+an Zähnen ein wesentliches Merkmal, doch kommen bei Embryonen von
+Papageien und Straußen noch Zahnpapillen vor. Die Funktion der Zähne
+wird durch die scharfen Ränder der Hornscheiden übernommen, welche die
+Kiefer bedecken.
+
+[Illustration: Fig. 460.
+
+¡Aigialornis gallicus¡ Lydekker. Phosphorite von Quercy. Humerus, nat.
+Gr. ¡a¡ von innen, ¡b¡ von außen.]
+
+[Illustration: Fig. 461.
+
+¡Lagopus albus¡ Gmelin. Metacarpus ¡a¡ von innen, ¡b¡ von außen.
+Pleistocän. Velburg.]
+
+Der ~Brustgürtel~ ist mit dem Thorax viel solider verbunden als bei
+allen übrigen Wirbeltieren, da die Flugorgane fester Stützpunkte
+am Rumpf bedürfen. Die lange säbelförmige Scapula legt sich über
+die Brustrippen und bildet mit dem fast säulenförmigen Coracoid die
+Gelenkgrube für das Caput des Humerus. Die Schlüsselbeine heften
+sich an die Coracoide und vereinigen sich vor dem Brustbein zu dem
+¥V-förmigen¥ Gabelknochen -- Furcula. Ihr Anschluß an die Coracoidea und
+unten an den Kiel des Sternums bietet den Flügelmuskeln beim Fliegen
+eine Stütze, jedoch sind sie selbst bei manchen guten Fliegern,
+Tauben, Kolibri, auffallend dünn. Bei den ¡Dromaeognathae¡ (~Ratiten~)
+und einigen ¡Euornithes¡ (~Carinaten~) -- Papageien -- bleiben die
+Schlüsselbeine getrennt oder verkümmern mehr oder weniger vollständig.
+
+Der Humerus (Fig. 460) ist am Oberende verbreitert und seitlich mit
+einem Deltopectoralkamm zur Anheftung des Brustmuskels versehen,
+der Gelenkkopf in die Quere verlängert und darunter, an der
+Innenseite, befindet sich oft ein Luftloch. Das Unterende besitzt
+einen vorspringenden schrägen Condylus zur Gelenkung des Radius,
+aber niemals ein Condylarforamen. Der Humerus der Nichtflieger kann
+vollkommen verkümmern. Ulna und Radius sind meist länger als der
+Humerus und die erstere ist kräftiger als der Radius. Sie trägt an
+der Außenseite häufig eine Reihe kleiner Höckerchen zur Anheftung
+der Schwungfedern. Der Carpus besteht im ausgewachsenen Zustande nur
+aus zwei Knöchelchen, Radiale und Ulnare. Beim Embryo sind aber
+außerdem zwei distale Knorpelstücke vorhanden, welche dann mit den
+Metacarpalien verwachsen. Von den drei Metacarpalien (Fig. 461)
+ist das erste kurz und mit einem, selten mit zwei kurzen Phalangen
+versehen, und trägt mit ihnen den sog. Nebenflügel -- Alula. Auf das
+zweite Metacarpale folgen zwei und auf das dritte eine Phalange.
+Metacarpale II und III sind länger als I und miteinander oben und
+unten verwachsen. Der erste und zweite Finger hat manchmal eine
+Kralle, bei ¡Archaeopteryx¡ ist auch der dritte bekrallt.
+
+[Illustration: Fig. 462.
+
+Becken von ¡Apteryx australis¡ Owen. 3/4 nat. Gr. (nach ~Marsh~.)
+¡il¡ Ilium, ¡is¡ Ischium, ¡p¡ processus pectinealis, ¡p'¡ Pubis,
+¡a¡ Gelenkpfanne.]
+
+Das ~Becken~ (Fig. 462) besteht aus drei fest miteinander und mit
+dem Synsacrum verwachsenen Elementen -- bei ¡Archaeopteryx¡ bleiben
+sie noch frei und bei den Pinguinen erfolgt nur unvollständige
+Verschmelzung. Das langgestreckte Ilium ist mit dem Sacrum innig
+verbunden und häufig nach vorwärts stärker ausgedehnt als nach
+rückwärts. Pubis und Ischium schauen nach rückwärts. Die dünnen
+schmalen Pubis bleiben manchmal getrennt von den Ilia, auch
+verschmelzen sie außer beim ~Strauß~ niemals miteinander zu einer
+festen Symphyse. Da die Rückwärtsdrehung der Pubis nach den
+embryologischen Befunden eine sekundäre Modifikation darstellt, kann
+von einer Homologie der Pubis mit dem Postpubis der ornithopoden
+Dinosaurier keine Rede sein und der Processus pectinealis erweist sich
+als ein den Vögeln allein zukommendes Merkmal.
+
+Das Femur ist kurz und dick, sein Hals und Kopf stehen rechtwinklig
+zur Längsachse. Die äußere distale Gelenkrolle ist stets kräftiger
+als die innere, in der dazwischenliegenden Furche befindet sich
+meist eine Patella. Das Kniegelenk wird vollständig von Fleisch und
+Federn verdeckt. Die Tibia zeichnet sich durch ansehnliche Länge aus,
+ihr verbreitertes proximales Gelenk besitzt eine Procnemialcrista,
+das distale Gelenk besteht aus einer in der Mitte vertieften Rolle,
+welche senkrecht zur Längsachse steht. Bei jungen Vögeln erscheint das
+distale Gelenkende durch eine Naht vom übrigen Knochen getrennt. Es
+besteht aus dem Astragalus und dem Calcaneum, welche dann zusammen mit
+der Tibia den Tibiotarsus bilden. Die Fibula verschmilzt außer bei den
+Moas, wo sie stark verkürzt ist, mehr oder weniger vollständig mit
+der Tibia. Am längsten ist sie bei den Pinguinen und den Eulen.
+
+Wie der Tibiotarsus, so entsteht auch das Laufbein, der
+Tarsometatarsus (Fig. 463 u. 464) durch Verschmelzung von Tarsalien
+mit dem anstoßenden Knochen, dem Metatarsus, mit dessen Oberende
+die distalen Tarsalia verwachsen. Das fünfte Metatarsale verkümmert
+vollständig, die drei mittleren sind beim Embryo noch getrennt,
+verwachsen aber bald seitlich miteinander bis auf die rollenartigen
+distalen Gelenkenden. Metatarsale III ist etwas länger als II und
+IV, Metatarsale I fehlt häufig ganz und wenn vorhanden, ist es stark
+verkürzt und auf die Hinterseite des Laufes verschoben und in der
+Regel an dessen Oberende festgewachsen. Metatarsale II trägt in der
+Regel drei, III vier und IV fünf Zehen. Die fünfte meist nach hinten
+gerichtete Zehe wird nur durch zwei Phalangen angedeutet.
+
+Unter allen Knochen sind Humerus und Tarsometatarsus weitaus
+die charakteristischsten und daher am leichtesten generisch
+bestimmbar oder doch am ehesten geeignet zur Ermittlung der näheren
+Verwandtschaft.
+
+[Illustration: Fig. 463.
+
+¡A¡ ¡Lagopus albus¡ Gmelin. Tarsometatarsus, nat. Gr., ¡a¡ von hinten,
+¡b¡ von vorne.
+
+¡B¡ ¡Corvide Tarsometatarsus¡, nat. Gr. ¡a¡ von hinten, ¡b¡ von vorne.
+Pleistocän. Velburg.]
+
+[Illustration: Fig. 464
+
+Lauf (Tarsometatarsus) von einem jungen Truthahn (¡Meleagris
+gallipavo¡ Lin.). ¡A¡ von vorne, ¡B¡ proximales Gelenkende.
+(Nach ~Marsh~.)]
+
+Fossile Vogeleier sind im allgemeinen noch seltener als Vogelknochen.
+Sie gehören teils den ausgestorbenen Riesenvögeln -- ¡Aepyornis¡ von
+Madagaskar, Moa von Neuseeland, -- teils, wie jene aus der Kreide und
+dem Miocän, Wasservögeln und Laufvögeln an. Von den als ~Vogelfährten~
+gedeuteten Fußspuren dürften nur jene aus dem lithographischen
+Schiefer von Solnhofen wirklich von Vögeln -- ¡Archaeopteryx¡ --
+herrühren, während die von ~Hitchcock~ beschriebenen dreizehigen
+Fährten aus der Trias des Connecticut-Tales aller Wahrscheinlichkeit
+nach von Dinosauriern stammen.
+
+Im Vergleich zu der großen Anzahl lebender Vögel, deren über 10000
+Arten beschrieben sind, spielen die 400-500 fossilen und subfossilen
+Formen eine sehr untergeordnete Rolle, allein es befinden sich
+namentlich unter den ältesten Vögeln aus Jura und Kreide einige Typen,
+welche in systematischer und morphologischer Hinsicht besonderes
+Interesse verdienen. Hingegen schließen sich die Vögel des Tertiär zum
+größten Teil schon enge an lebende Formen an und selbst viele lebende
+Gattungen lassen sich weit im Tertiär zurückverfolgen.
+
+Das spärliche Vorkommen fossiler Vögel erklärt sich sehr leicht aus
+ihrer Lebensweise und aus der hervorragenden Fähigkeit, drohenden
+Gefahren auszuweichen. Namentlich die häufigste Todesursache der
+Landtiere, das Ertrinken, kommt für erwachsene oder schon flügge
+junge Vögel nur ganz ausnahmsweise in Betracht. Immerhin kommen
+doch Überreste ein und derselben oder von nur wenigen Arten
+manchmal in sehr großer Menge vor, so z. B. in miocänen Quelltuffen
+und zwar sind es in diesem Falle Wasservögel, die offenbar durch
+Kohlensäureausströmungen zugrunde gingen, sowie in jungpleistocänen
+Höhlenablagerungen, wo die meist vom Schneehuhn stammenden Knochen
+als Überreste von Eulengewöllen überliefert sind. In den Phosphoriten
+von Quercy gehört ein großer Teil der Vogelknochen dem mit ¡Cypselus¡
+verwandten ¡Aigialornis¡ an, der in den Klüften des Kalkplateaus
+offenbar nach Schwalbenart in Scharen genistet und daher auch an
+seiner Wohnstelle verhältnismäßig zahlreiche Überreste hinterlassen
+hat. Dagegen dürfte die Anhäufung der Knochen der australischen und
+neuseeländischen Riesenvögel vielleicht dem Menschen zuzuschreiben
+sein, während die ¡Aepyornis¡ von Madagaskar wenigstens zum Teil wohl
+in den Torfmooren versunken sind.
+
+Im Tertiär sind Vogelreste am häufigsten in den Phosphoriten von
+Quercy, in den Süßwassertuffen des Departements Allier und vom Ries,
+ferner am Fossil Lake in Oregon und in den Miocän-Schichten von
+Santacruz in Patagonien.
+
+Die Systematik der fossilen Vögel bietet noch größere Schwierigkeiten
+als jene der lebenden, da uns in der Regel bloß einzelne Knochen zu
+Gebote stehen und diese ihren Merkmalen nach nicht allzuselten in ganz
+verschiedene Gruppen passen können. Nichtsdestoweniger sind es aber
+doch nur verhältnismäßig wenige Reste, deren systematische Stellung
+noch nicht genauer ermittelt werden konnte.
+
+Die lebenden Vögel werden von den meisten Autoren in die zwei großen
+Gruppen der ¡Ratitae¡ und der ¡Carinatae¡ gegliedert, nach der
+Beschaffenheit des Brustbeins, das bei den letzteren mit einem Kiel
+versehen ist, doch gibt es hiervon Ausnahmen, wie überhaupt nach den
+Ausführungen ~Pycrafts~[111] diese beiden Gruppen künstlich sind.
+Nach dem Vorgang von ~Lucas~[112] werden auch hier diese Namen durch
+¡Dromaeognathae¡ und ¡Euornithes¡ ersetzt.
+
+
+1. Subklasse. #Saururae.# Haeckel.[113]
+
+~Schwanzfedern paarweise an jeder Seite der zahlreichen langen
+Schwanzrippen. Wirbel amphicöl. Sternum rudimentär. Bauchrippen
+vorhanden. Dorsalrippen ohne Processus uncinatus. Halsrippen frei.
+Pelvisknochen sowie Metacarpalia frei. Finger mit Krallen.~
+
+
+Ordnung. #Archaeornithes.#
+
+~Schädel echt vogelartig, mit einer Reihe in konischen Alveolen
+steckender Zähne auf Zwischen- und Unterkieferrand. Schwanz
+eidechsenartig, länger als der präsacrale Abschnitt der Wirbelsäule.
+Flügel mit Schwung- und Deckfedern. Oberer Jura von Eichstätt in
+Bayern.~
+
+[Illustration: Fig. 465.
+
+¡Archaeopteryx Siemensi¡ Dames. Berliner Skelett aus dem
+lithographischen Schiefer von Eichstätt. 2/7 nat. Gr.
+
+¡cl¡ Clavicula, ¡co¡ Coracoid, ¡h¡ Humerus, ¡r¡ Radius, ¡u¡ Ulna, ¡c¡
+Carpus. (~Aus Steinmann-Döderlein.~)]
+
+¿Archaeopteryx¿ von Meyer (¡Griphosaurus¡ Wagner) (Fig. 465). Die
+beiden jetzt in London und Berlin befindlichen Exemplare ergänzen sich
+so gut, daß die gesamte Osteologie mit Ausnahme des Brustbeins und die
+Art der Befiederung dieses primitiven Vogels ziemlich genau bekannt
+ist. Im Gegensatz zur großen Mehrzahl der jüngeren Vögel scheint der
+Urvogel keine pneumatischen Knochen besessen zu haben. Die Wirbelsäule
+besteht aus etwa 50 Wirbeln, von denen 10 bis 11 zur Hals-, 11 oder 12
+zur Rücken-, 2 zur Lendenregion, 5 bis 6 zum Sacrum und 20 bis 21 zum
+Schwanz gehören. Hals und Rückenwirbel sind amphicöl, die Quer- und
+Dornfortsätze schwach entwickelt. Die Halswirbel tragen kurze freie,
+die Rumpfwirbel lange dünne Rippen ohne Processus uncinatus. Zu diesen
+reptilienähnlichen Rippen kommen noch 12-13 Paare feiner Bauchrippen,
+die jedoch nicht durch ein abdominales Sternum verbunden waren.
+
+Der an dem Berliner Exemplar (Fig. 465) erhaltene Kopf erinnert
+in seiner Form, in der Größe des Craniums, in dem Mangel von
+Schläfenlöchern, in der Beschaffenheit der Orbita, der großen
+präorbitalen Öffnung, und der schlitzartigen weit vorne stehenden
+Nasenlöcher durchaus an die echten Vögel, mit denen er auch die
+Verschmelzung der Suturen gemein hat. Das Auge ist wie bei den
+Pterosauriern von einem aus vielen Knochenplättchen bestehenden
+Scleroticalring umgeben. Scheitel- und Stirnbeine sind groß, Post- und
+Präfrontalia nicht gesondert, das Tränenbein ziemlich ausgedehnt, das
+Quadratum frei, Zwischenkiefer mäßig lang und wie die Oberkiefer mit
+in Alveolen steckenden Zähnchen versehen. Die Zahl der Zähne ist oben
+13, am Unterkiefer sind noch drei erhalten.
+
+Im Brustgürtel stimmt die lange schlanke Scapula mit Vögeln und
+Pterosauriern überein und zeigt, wie bei den Carinaten, ein gut
+entwickeltes Acromion. Coracoid und Furcula sind durchaus vogelartig.
+Das Brustbein ist leider nicht vollständig erhalten. Radius und Ulna
+sind gerade und etwas kürzer als der Humerus. Vom Carpus ist nur das
+Radiale bekannt. Von den drei Metacarpalien bleiben ¡II¡ und ¡III¡
+voneinander getrennt. ¡Mc. II¡ ist das längste und mit drei langen
+Phalangen versehen, ¡Mc. I¡, das kürzeste, trägt zwei und ¡Mc. III¡
+vier Phalangen. Die Endphalangen sind als Krallen ausgebildet.
+
+Das Becken besteht aus drei anscheinend miteinander verwachsenen
+Knochen und besitzt ein durchbrochenes Acetabulum. Die im Wesentlichen
+vogelartige Hinterextremität hat eine nur schwache Cnemialcrista der
+Tibia und vier bekrallte Zehen mit der Phalangenzahl 2. 3. 4. 5 (von
+¡Mt. I-IV¡).
+
+Die Befiederung besteht am Flügel aus 7 Primär- und 10
+Sekundärschwungfedern nebst Deckfedern. Die Steuerfedern des Schwanzes
+sind paarweise an je einem Wirbel angeordnet und schräg nach hinten
+gerichtet. Am Hals und neben der Tibia bemerkt man Konturfedern.
+
+¿Archaeopteryx¿ schwankt in der Größe zwischen einer Taube -- ¡A.
+Siemensi Dames¡ -- und eines Huhns -- ¡A. lithographica¡ v. Meyer --.
+Er konnte sich jedenfalls frei in der Luft bewegen trotz der noch
+etwas mangelhaften Flugorgane und mittels seiner Krallen an Bäumen
+und Felsen emporklettern. Dreizehige Fährten aus dem lithographischen
+Schiefer von Solnhofen zwischen denen eine Furche den langen
+nachschleppenden Schwanz andeutet, hat ~Oppel~ auf ¡Archaeopteryx¡
+bezogen.
+
+
+2. Subklasse. #Ornithurae.# Lucas.
+
+~Schwanzfedern fächerförmig um die verkürzten, meist teilweise zu
+einem Pygostyl verschmolzenen Schwanzwirbel gruppiert. Sternum wohl
+entwickelt. Brustrippen mit Processus uncinatus, Halsrippen mit
+den Wirbeln, und Beckenknochen miteinander proximal verwachsen.
+Metacarpalia fest miteinander vereinigt.~
+
+
+1. Überordnung. #Odontolcae.# Marsh.
+
+~Kiefer mit konischen, in einer Rinne eingepflanzten Zähnen,
+Unterkiefer nicht zu einer festen Symphyse verwachsen, nur durch
+Ligament miteinander verbunden. Ohne Basipterygoidfortsatz, Quadratum
+einköpfig. Beckenknochen hinten frei. Wirbelgelenke sattelförmig.~
+
+
+Ordnung. #Hesperornithes.# Marsh.
+
+~Flügel rudimentär nur aus dem verkümmerten Humerus bestehend,
+Hinterbeine sehr kräftig, als Schwimmfüße ausgebildet. Zähne auf den
+Unterkiefer und Oberkiefer beschränkt, Zwischenkiefer zahnlos.~
+
+¿Hesperornis¿ Marsh (Fig. 466). Von diesem Vogel ist das Skelett
+ziemlich vollständig bekannt. Am Brustbein fehlt die Carina. Das
+Coracoid ist kurz und breit und mit der Clavicula gelenkig verbunden.
+Erwähnung verdient die riesige Entwicklung der Patella. Obere Kreide
+von Kansas.
+
+[Illustration: Fig. 466.
+
+¡Hesperornis regalis¡ Marsh. Obere Kreide von Kansas. Restauriertes
+Skelett. 1/8 nat. Gr. (~Nach Marsh~.)]
+
+¿Baptornis¿ Marsh, obere Kreide von Kansas und ¿Enaliornis¿ Seeley aus
+dem Grünsand von Cambridge, beide nur auf einzelne Knochen begründet.
+
+
+2. Überordnung. #Odontormae.# Marsh.
+
+~Zähne in Alveolen des Ober- und Unterkiefers. Unterkiefer nicht in
+einer Symphyse verwachsen. Quadratum einköpfig. Sternum mit hoher
+Carina. Pelvisknochen hinten voneinander getrennt.~
+
+¿Ichthyornis¿ Marsh (Fig. 467 u. 468). Von der Größe einer Taube,
+war ein guter Flieger, was aus der Länge des Humerus und der Höhe
+der Brustbeincarina hervorgeht. Hat wohl auch stammesgeschichtliche
+Bedeutung. ¡H. victor¡, ¡dispar¡ Marsh. Obere Kreide von Kansas.
+
+¿Hargeria¿ Loomis und ¿Apatornis¿ Marsh. Ebenda.
+
+[Illustration: Fig. 467.
+
+¡Ichthyornis victor¡ Marsh. Obere Kreide von Kansas. Restauriertes
+Skelett. 1/2 nat. Gr. (Nach. ~Marsh~.)]
+
+[Illustration: Fig. 468.
+
+¡Ichthyornis dispar¡ Marsh. Obere Kreide von Kansas. ¡A¡ Unterkiefer.
+3/4 nat. Gr. ¡B¡ Halswirbel ¡a¡ von der Seite, ¡b¡ von vorne. 2/1 nat.
+Größe. (Nach ~Marsh~.)]
+
+
+3. Überordnung. #Dromaeognathae.# Pycraft.
+
+~Vomer breit und vorne mit den Maxillopalatina verwachsen. Vorderende
+der Pterygoide das Sphenoidrostrum nicht berührend, Quadratum
+einköpfig. Unterkiefer eine feste Symphyse bildend. Ischia schlank und
+frei, nur mit dem distalen Ende am Ilium angewachsen. Oberende des
+Tarsus ohne Sehnenkanäle. Schwanzwirbel frei, nicht zu einem Pygostyl
+verwachsen.~
+
+Die ¿Dromaeognathae¿ umfassen wenige, aber zumeist sehr große
+Vogeltypen, welche vielleicht den Überrest der alten Vogelfauna
+darstellen und untereinander größere Verschiedenheit aufweisen als
+alle übrigen Vögel. Die Strauße haben keinen Kiel auf dem Sternum.
+Der Schultergürtel zeigt verschiedene Grade der Rückbildung, von
+der Abwesenheit der Schlüsselbeine bis zum vollständigen Fehlen der
+Flügel. Die Pelvisregion variiert in der Ausbildung des Ischium und
+des Pubis.
+
+
+1. Ordnung. #Struthiones.#
+
+~Große Vögel ohne Flugvermögen. Basypterygoidfortsatz am Körper des
+Parasphenoid entspringend. Nasenlöcher holorhinal. Sternum ungekielt,
+Scapula und Coracoid kurz und miteinander verwachsen. Flügel
+rudimentär.~
+
+Diese Ordnung umfaßt die echten Strauße, die Rheas, die Kasuare
+und Emus, die Moas oder Dinornithiden und die madagassischen
+Aepyornithiden.
+
+
+1. Familie. #Struthionidae.# ~Strauße.~
+
+¡Beide Pubes zu einer Symphyse verwachsen, Anwesenheit von nur zwei
+Zehen, der dritten und vierten. Körperlast auf die dritte Zehe
+verlagert infolge der Anpassung an das Laufen.¡
+
+In der Gegenwart auf Afrika beschränkt. Fossile Strauße im Pliocän der
+Siwalik und auf Samos. Fossile Eier aus Südrußland und Nordchina als
+¡Struthiolithus¡ beschrieben. ¡Eremopezus¡ Andrews im Oligocän von
+Ägypten hat auch Anklänge an Emu, Kasuar und ¡Aepyornis¡.
+
+
+2. Familie. #Rheidae.#
+
+¡Ischia einwärts gedreht und unter den Ilia zusammenstoßend. Vordere
+Schwanzwirbel zum Teil resorbiert. Fuß dreizehig.¡
+
+Fossile ¿Rhea¿-Reste kennt man aus dem Pleistocän von Südamerika,
+ebendaselbst noch lebend.
+
+
+3. Familie. #Dromaeidae.#
+
+¡Flügel stark reduziert. Fuß dreizehig.¡
+
+¿Dromaeus¿, Emu, lebend in Australien, ¿Casuarius¿, Kasuar auf
+Neuseeland, daselbst auch fossil. ¿Genyornis¿ mit massivem, fast 1/3
+Meter langem Schädel im Pleistocän von Australien, ¿Hypselornis¿ im
+Pliocän von Indien.
+
+
+4. Familie. #Aepyornithidae.#[114]
+
+¡Nur fossil bekannt, aus Pleistocän oder sogar Alluvium von
+Nord-Madagascar.¡
+
+Diese Riesenvögel haben einen relativ kleinen Schädel, ein sehr kurzes
+breites Sternum mit deutlichen Coracoidgelenken und meist einen
+vierzehigen Fuß. Die Eier sind fast dreimal so groß als Straußeneier.
+¿Aepyornis.¿ Die Tibia der größten Art hat eine Länge von 80 cm.
+¿Müllerornis.¿ Diese Vögel waren sicher noch Zeitgenossen des Menschen.
+
+
+5. Familie. #Dinornithidae.#[115] Moas.
+
+¡Flügel und Brustgürtel stark reduziert oder ganz fehlend. Schnabel
+kurz, Hinterextremität sehr massiv. Femur ohne Luftgänge. Fuß
+dreizehig, zuweilen mit Hallux.¡
+
+Die Überreste dieser meist riesigen Vögel verteilen sich auf
+mindestens vier Gattungen und etwa 20 Arten, welche jedenfalls zum
+Teil noch mit dem Menschen zusammengelebt haben, zum Teil aber
+angeblich in das Pliocän hinabgehen. Die Knochen finden sich zuweilen
+noch als Skelette vereinigt in Sümpfen, auch in alten Lagerplätzen der
+Maori kommen sie zusammen mit Eischalen in größerer Menge vor. Federn
+ähnlich wie beim Kasuar.
+
+¡Dinornis¡ Owen. Schnabel breit und spitz zulaufend. Tarsometatarsus
+und Tibiotarsus lang und schlank. ¡D. maximus¡ Owen hatte
+aufrechtstehend eine Höhe von 3,5 Metern.
+
+¡Palapteryx¡ Owen (¡Eurapteryx¡ Haast). (Fig. 469.) Kleiner, aber
+plumper als der vorige. Schnabel abgerundet. Hallux stets vorhanden.
+Höhe kaum 2 Meter.
+
+¡Anomalapteryx¡ Reich. Kleine, relativ schlanke Vögel mit spitzigem
+Schnabel, Tarsometatarsus kürzer als Femur. Mit Hallux.
+
+¡Megalapteryx¡, ¡Mesopteryx¡ Haast sind nicht vollständig bekannt.
+
+[Illustration: Fig. 469.
+
+¡Palapteryx elephantopus¡ Owen sp. Pleistocän. Neuseeland. 1/18 nat.
+Gr. (Nach ~Owen~.)]
+
+
+2. Ordnung. #Apteryges.#
+
+~Kleine Vögel mit langem schlanken Schnabel, an dessen Spitze die
+Nasenlöcher stehen. Sternum breit, Flügel ganz rudimentär, Fuß
+vierzehig, erste Zehe klein, über den anderen stehend.~
+
+¡Apteryx¡ lebend und fossil in Neu-Seeland.
+
+
+3. Ordnung. #Crypturi.#
+
+Die ¿Crypturi¿ oder ¿Tinami¿ haben ein langes, gekieltes Sternum,
+auch in der Gaumenbildung nähern sie sich den ¿Euornithes¿ und
+zwar den ¿Gallinaceiden¿, in der übrigen Organisation und in ihrem
+äußeren Habitus dagegen den Straußen. Sie haben nur ein beschränktes
+Flugvermögen und bewohnen Südamerika und Mexiko. ¿Tinamus¿ fossil in
+brasilianischen Höhlen.
+
+
+4. Überordnung. #Euornithes.#
+
+~Vomer hinten zwischen den Palatina das Sphenoidalrostrum
+umschließend. Pterygoidea und Sphenoid mit den Palatina artikulierend.
+Sternum gekielt, außer bei Nichtfliegern. Ilium und Ischium hinten
+miteinander verschmolzen. Tarsometatarsus mit ein oder mehr Kanälen
+für Sehnen.~
+
+
+1. Ordnung. #Impennes.# ~Pinguine.~
+
+Die Pinguine zeigen hochgradige Spezialisierung zum Schwimmen, denn
+die kurzen Flügel sind zu Rudern umgewandelt. Die Schädelknochen
+bleiben zum Teil lange Zeit frei. Die Scapula ist hinten verbreitert,
+die Rückenwirbel sind opisthocöl, der breite kurze Tarsometatarsus
+zeigt mehr oder weniger unvollständige Verwachsung der Metatarsalien.
+Die Pinguine bewohnen die antarktische Region, gehen aber an der
+Westküste von Südamerika bis zum Äquator.
+
+¡Palaeeudyptes¡, ein riesiger Pinguin im angeblichen Eocän von
+Neu-Seeland. Auch ¡Anthropornis¡ aus dem Eocän der Seymour-Insel
+hat riesige Dimensionen. Die übrigen dort vorkommenden Gattungen,
+¡Pachypteryx¡, ¡Eospheniscus¡, ¡Delphinornis¡ und ¡Orthopteryx¡
+sollen nach ~Wiman~ primitiver organisiert sein. Zahlreiche Gattungen
+und Arten haben auch ~Ameghino~, ~Mercerat~ und ~Moreno~ aus dem
+Miocän von Patagonien beschrieben -- ¡Palaeospheniscus¡ (Fig. 470),
+¡Perispheniscus¡, ¡Paraptenodytes¡ etc., von denen manche nach
+~Ameghino~ mit ~Wimanschen~ Gattungen identisch sind. ¡Cladornis¡ und
+¡Cruschedula¡ stammen aus den Pyrotherienschichten von Patagonien.
+
+[Illustration: Fig. 470.
+
+¡Palaeospheniscus planus¡ Ameghino. Miocän. Patagonien. Metatarsus ¡a¡
+von vorne, ¡b¡ von hinten. (Nach ~Ameghino~.)]
+
+[Illustration: Fig. 471.
+
+¡Phororhacus inflatus¡ Ameghino. Miocän. Santacruz. Patagonien.
+Schädel und Unterkiefer von der Seite. 1/6 nat. Gr. (nach ~Ameghino~.)]
+
+
+2. Ordnung. #Cecomorphae.# ~Schwimmvögel.~
+
+~Schwimmvögel mit abgestutztem Kiefergelenk.~
+
+Sturmvögel -- ¿Puffinus¿ im Miocän von Dep. Allier und Maryland.
+Albatroß -- ¿Diomeda¿ im Red Crag. Taucher-¿Colymboides¿ im
+europäischen Eocän und Miocän. ¿Colymbus¿ und ¿Podiceps¿ im Pliocän
+von Italien, Möven-¿Larus¿ im Miocän von Dep. Allier und ¿Mancalla¿,
+mit den Alken verwandt, im Obermiocän von Kalifornien.
+
+
+3. Ordnung. #Grallae.# ~Sumpfvögel.~
+
+Kraniche -- ¡Grus¡ in Europa im Eocän, Miocän und Pliocän.
+¡Charadrius¡ im Eocän von Colorado, ¡Aletornis¡ im Eocän von Wyoming.
+-- Schnepfen -- ¡Totanus¡, ¡Numenius¡ im ganzen europäischen Tertiär,
+¡Tringa¡ im Miocän von Dep. Allier. An die Rallen, von denen ¡Rallus¡
+und ¡Fulica¡ in Europa schon im Eocän auftreten, schließen sich am
+besten an ¡Orthocnemus¡ und ¡Elaphrocnemus¡ aus den Phosphoriten von
+Quercy und ¡Gypsornis¡ aus dem Pariser Gips, während ¡Dolichopterus¡
+von Ronzon, ¡Osteornis¡ aus den Glarner Schiefern und ¡Hydrornis¡ aus
+Dep. Allier in die Nähe von ¡Numenius¡ gestellt werden. Die ältesten
+Grallae sind ¡Palaeotringa¡ und ¡Telmatornis¡ Marsh aus der Kreide von
+New-Jersey.
+
+Die patagonischen Riesenvögel ¡Phororhacus¡ (Fig. 471) und
+¡Pelecyornis¡ aus den Pyrotheriumschichten und dem Santacruzeno
+sind grallenartige Vögel, verwandt mit ¡Cariama¡, die zugleich
+auch Merkmale der Reiher an sich haben. Sie zeichnen sich durch
+den hohen komprimierten, scharf zugespitzten Schnabel, durch die
+Kleinheit des Sternum und des Schultergürtels und der Flügel und die
+unverhältnismäßig großen Halswirbel aus. Der Schädel ist über 1/2
+Meter lang. Der mit ihnen vergesellschaftete ¡Brontornis¡ hat einen
+kurzen dicken Tarsometatarsus, ¡Diatryma¡ aus dem Eocän von Neu-Mexiko
+ist wahrscheinlich mit ¡Phororhacus¡ verwandt.
+
+¡Otis¡, Trappe, ist aus dem Miocän von Frankreich beschrieben.
+
+
+4. Ordnung. #Chenomorphae.# ~Entenvögel.~
+
+Dieser im ganzen wohlumgrenzten Ordnung schließen sich die
+südamerikanischen Gattungen ¿Palamedea¿ und ¿Chauna¿ an, welche
+äußerlich den Hühnervögeln gleichen und ebenso die ¿Flamingo¿ --
+¿Amphimorphae¿ Huxley -- welche Anklänge an die Reiher zeigen und
+vielleicht den Überrest jener Gruppe darstellen, aus der sowohl die
+Enten als auch die Reiher hervorgegangen sind.
+
+Flamingo ähnliche Formen sind ¡Scaniornis¡ aus der Kreide von
+Schweden, ¡Agnopterus¡ aus dem Eocän von Paris und England, ¡Elornis¡
+aus dem Oligocän von Ronzon, ¡Palaelodus¡ aus dem Miocän von Dep.
+Allier, ¡Phoenicopterus¡ ebendaselbst und im Pliocän von Oregon.
+¡Gastornis¡ aus dem Eocän von Frankreich, zeichnet sich außer
+durch seine Größe auch dadurch aus, daß seine Schädelknochen nicht
+verwachsen. Entenvögel beginnen vielleicht schon in der oberen Kreide
+von Nordamerika, ¡Laornis¡ Marsh. ¡Anas¡ häufig im europäischen
+Miocän, selten im Eocän und Pliocän. ¡Chenornis¡ im Obermiocän,
+¡Fuligula¡ und ¡Spatula¡ im Pliocän von Europa. ¡Cygnus¡ im Miocän
+von Böhmen und Belgien und ¡Mergus¡ im Pliocän der Siwalik, beide
+auch im Pleistocän. Aus Südaustralien kennt man fossile Reste
+von ¡Archaeocygnus¡, ¡Chenopsis¡, ¡Biziura¡ und ¡Drias¡. Aus dem
+Pleistocän von Neu-Seeland stammt der große ungeflügelte ¡Cnemiornis¡.
+Aus dem Miocän von Patagonien werden zu den Anatiden gestellt
+¡Eoneornis¡ und ¡Eutelornis¡.
+
+
+5. Ordnung. #Herodii.# ~Reiher.~
+
+Fossil sind bekannt ¡Proherodius¡ aus dem Eocän von England,
+¡Propelargus¡ und ¡Pelargopsis¡ aus den Phosphoriten von Quercy,
+¡Amphipelargus¡ aus dem Pliocän von Samos, ¡Ardea¡ aus den
+Phosphoriten und aus dem europäischen Miocän, ¡Ibidopsis¡ aus dem
+Eocän von England, ¡Ibidopodia¡ und ¡Ibis¡ aus dem Miocän von Dep.
+Allier, ¡Leptopilus¡ im Pliocän der Siwalik, ¡Xenorhynchus¡ aus
+Pliocän (?) von Südaustralien, daselbst auch ¡Ibis¡. ¡Protibis¡ aus
+den miocänen Santacruzschichten von Patagonien.
+
+
+6. Ordnung. #Steganopodes.#
+
+Kormorane -- ¡Phalacrocorax¡ sind fossil bekannt aus dem europäischen
+Miocän und Pliocän und aus dem Pliocän der Siwalikhügel. Zu den
+Steganopoden gehören auch ¡Actiornis¡ aus dem Eocän von England sowie
+¡Argillornis¡, ¡Eupterornis¡ und der mit zahnartigen Vorsprüngen des
+Kiefers versehene ¡Odontopteryx¡ aus dem Untereocän von England und
+aus dem Tertiär von Brasilien und ¡Graculavus¡ aus der Kreide von
+Nordamerika. ¡Prophaeton¡ im London Clay. ¡Sula¡ kommt im Oligocän
+von Ronzon und im Miocän von Dep. Allier und von Nord Carolina vor.
+¡Pelecanus¡ fossil im europäischen Miocän, im Pliocän der Siwalikhügel
+und im Pliocän (?) von Südaustralien, hier auch ¡Plotus¡. ¡Cyphornis¡
+im Eocän von Vancouver.
+
+
+7. Ordnung. #Opisthocomi.#
+
+Nur die einzige Gattung ¡Opisthocomus¡, Hoactzin von Südamerika.
+
+
+8. Ordnung. #Gallinae.# ~Hühnervögel.~
+
+Echte Hühner sind ¡Palaeortyx¡ im europäischen Obereocän und
+Miocän, ¡Palaeocryptonyx¡ im Eocän und Pliocän, ¡Paraortyx¡ in
+den Phosphoriten von Quercy. ¡Taoperdix¡ und ¡Palaeoperdix¡ im
+Miocän. ¡Phasianus¡ im Miocän und Pliocän, ¡Gallus¡ und ¡Tetrao¡ im
+Pliocän. In Nordamerika ¡Meleagris¡ schon im Oligocän. Überreste von
+Schneehuhn -- ¡Lagopus¡ -- finden sich sehr häufig in jungpleistocänen
+Ablagerungen der europäischen Höhlen zusammen mit Lemming und
+Pfeifhase.
+
+¡Anissolornis¡ im Miocän von Patagonien, ¡Gallinuloides¡ im Eocän von
+Wyoming.
+
+
+9. Ordnung. #Columbae.# ~Tauben.~
+
+¡Columba¡ im Miocän des Dep. Allier und in brasilianischen Höhlen,
+¡Goura¡ im Pleistocän von Queensland und ¡Leucosarica¡ im Pliocän von
+Südaustralien. ¡Pterocles¡ in den Phosphoriten von Quercy und im Dep.
+Allier. ¡Didus ineptus¡ von der Insel Mauritius und ¡Pezophaps¡ von
+Rodriguez sind vom Menschen ausgerottet worden.
+
+
+10. Ordnung. #Accipitres.# ~Tagraubvögel.~
+
+¡Aquila¡ ist fossil im europäischen Miocän und in den Phosphoriten von
+Quercy und im Pliocän von Nebraska. ¡Palaeocircus¡ im Obereocän und
+¡Haliaetus¡, ¡Milvus¡ und ¡Palaeohierax¡ im Miocän von Frankreich,
+¡Falco¡ im Pliocän von Italien, ¡Teracus¡ im Oligocän von Ronzon.
+Aus dem Londonclay kennt man ¡Lithornis¡, aus den Phosphoriten von
+Quercy ¡Amphiserpentarius¡ und ¡Tapinopus¡, beide sowie ¡Serpentarius¡
+aus dem Miocän des Dep. Allier, Verwandte des in Afrika lebenden
+Schlangengeiers, während ¡Plesiocathartes¡ aus den Phosphoriten mit
+den Sarcorhamphen des tropischen Amerika verwandt ist. Aus dem Miocän
+von Afrika wird ¡Gypogeranus¡ erwähnt, aus dem Pliocän von Mexiko
+¡Palaeoborus¡, aus den Santacruzschichten von Patagonien ¡Thegornis¡,
+aus dem Pliocän von Südaustralien ¡Taphaetus¡ und ¡Aeturaetus¡ und aus
+dem Pleistocän von Neuseeland der riesige ¡Harpagornis¡.
+
+
+11. Ordnung. #Psittaci.# ~Papageien.~
+
+Im Gegensatz zu den übrigen Vögeln entspringen hier am Lacrimale,
+Postfrontale und Squamosum Fortsätze, welche öfters eine suborbitale
+Spange bilden. ¿Psittacus¿ fossil im Miocän des Dep. Allier.
+
+
+12. Ordnung. #Picariae.#
+
+Diese Ordnung umfaßt die Spechte -- ¡Pici¡ --, Eisvögel --
+¡Alcedines¡ --, die ¡Colii¡ -- ¡Trogon¡ --, die Racken -- ¡Coraciae¡
+--, Nashornvögel -- ¡Buceros¡ --, Mauerschwalben -- ¡Macrochires¡
+--, Ziegenmelker -- ¡Caprimulgi¡ --, Kuckucke -- ¡Cuculi¡ -- und
+die ¡Musophagi¡. Von diesen kommen fossil vor: Spechte -- ¡Picus¡
+im Miocän vom Dep. Allier, ¡Colii¡ -- ¡Trogon¡ ebendaselbst und
+¡Archaeotrogon¡ in den Phosphoriten von Quercy, ¡Coraciae¡ --
+¡Geranopterus¡ ebendaselbst, Mauerschwalben -- ¡Aigialornis¡ und
+¡Cypselavus¡ in den Phosphoriten und ¡Cypselus¡ und ¡Callocalia¡
+im Miocän vom Dep. Allier --. ¡Filholornis¡ aus den Phosphoriten
+und ¡Necrornis¡ aus dem Miocän von Frankreich sind Verwandte der
+Musophagi, ¡Halcyornis¡ aus dem Eocän von England ist angeblich
+ein Eisvogel. Aus dem Eocän von Wyoming stammt ¡Uintornis¡, ein
+Specht, aus dem Eocän von Frankreich ¡Cryptornis¡, verwandt mit den
+Nashornvögeln, und aus dem Miocän des Dep. Allier ¡Limnatornis¡, ein
+Wiedehopf.
+
+An die Ziegenmelker schließen sich in ihrer Organisation die ~Eulen~
+an, von welchen ¡Bubo¡ aus dem Eocän von Wyoming, aus den Phosphoriten
+von Quercy, aus dem Miocän des Dep. Allier und aus dem Forestbed
+bekannt ist, während ¡Asio¡, ¡Necrobyas¡ und ¡Strigogyps¡ auf die
+Phosphorite von Quercy beschränkt sind und ¡Strix¡ im Miocän durch
+zwei Arten vertreten ist.
+
+
+13. Ordnung. #Passeres.# ~Singvögel.~
+
+Diese Ordnung umfaßt beinahe die Hälfte aller lebenden Vogelarten,
+welchen freilich nur sehr wenig echt fossile Arten gegenüberstehen.
+Die Skelettunterschiede sind so gering, daß man hiernach nur zwei
+Gruppen gut begründen kann. Die ältesten Singvögel sind ¡Cimolopteryx¡
+aus der oberen Kreide (Laramiebed), ¡Palaeospiza¡ aus dem Eocän von
+Wyoming und ¡Laurillardia¡ und ¡Palaeogithalus¡ aus dem Pariser Gips.
+Aus dem Miocän vom Dep. Allier wird erwähnt ¡Motacilla¡ und ¡Lanius¡,
+aus dem Obermiocän und Pliocän von Frankreich ¡Corvus¡ und aus dem
+Pliocän von Italien ¡Sitta¡ und ¡Alauda¡. Überreste von Singvögeln
+kennt man auch aus den brasilianischen Höhlen, darunter von ¡Hirundo¡,
+Schwalbe. Nicht selten sind Knochen von ¡Turdiden¡ -- Drosseln -- und
+¡Corviden¡ -- Raben --, darunter auch Alpendohle, ¡Pyrhocorax¡, in
+Mitteleuropa in postglazialen Ablagerungen zusammen mit vielen Resten
+von Schneehuhn, Lemming und Pfeifhase. ¡Turdus¡ auch schon im Pliocän
+von Roussillon.
+
+Die Stammesgeschichte der Vögel wird sich schwerlich jemals in
+vollkommen befriedigender Weise klarstellen lassen. Wir wissen nur,
+daß sie aus Diapsiden-Reptilien hervorgegangen sind und zwar aus
+solchen, aus welchen auch die Dinosaurier entstanden sind. Aber
+zwischen ¡Archaeopteryx¡, welcher noch viele Reptilienmerkmale
+aufweist und den Vögeln aus der oberen Kreide, welche ihrerseits schon
+zum Teil bedeutende Spezialisierung zeigen, -- ¡Hesperornithidae¡
+-- und sicher sehr bald erloschen sind, besteht eine gewaltige
+Lücke, die auch kaum so bald ausgefüllt werden dürfte. Immerhin sind
+wir berechtigt, einem Teil der bis jetzt bekannten Kreidevögel,
+den ¡Ichthyornithiden¡, eine gewisse phylogenetische Bedeutung
+zuzuschreiben. Mit dem Beginn des Tertiärs erscheint bereits ein
+großer Teil der noch jetzt lebenden Ordnungen und schon vom Obereocän
+an treffen wir eine Anzahl moderner Gattungen. Im Miocän endlich hat
+nahezu jede Ordnung der heutigen Vogelwelt Vertreter aufzuweisen, von
+denen weitaus die meisten sogar modernen Gattungen angehören, während
+fast alle rezenten Säugetiergattungen erst im Pliocän beginnen.
+
+
+Fußnoten:
+
+[110] ¡Beddard F. E.¡, The structure and classification of Birds.
+London 1898. -- ¡Fürbringer M.¡, Untersuchungen zur Morphologie u.
+Systematik der Vögel. Amsterdam 1888. -- ¡Gaillard Cl.¡, Les oiseaux
+des phosphorites du Quercy. Ann. de l'Université de Lyon. 1908. --
+¡Huxley T. H.¡, On the classification of Birds. Proc. Zool. Soc.
+London 1867. p. 415-472. -- ¡Lucas Fr. A.¡, Aves. Zittel, Text Book of
+Palaeontology. London. 1902. -- ¡Lydekker R.¡, Catalogue of the fossil
+Birds in the British Museum 1891. -- ¡Marsh O. C.¡, Odonthornites. A
+monograph of the extinct toothed Birds of North America. Washington
+1880. -- ¡Menzbier M. v.¡, Vergleichende Osteologie der Pinguine
+in Anwendung zur Haupteinteilung der Vögel. Bull. Soc. imp. des
+Nat. Moscou. 1887. -- ¡Milne Edwards A.¡, Recherches anatomiques et
+paléontologiques pour servir à l'historie des oiseaux fossiles de
+France. Paris 1867 bis 1872. -- ¡Newton A.¡, Dictionary of Birds.
+London 1893-96. -- ¡Pycraft W. P.¡, Contributions to the osteology of
+Birds. Proc. Zool. Soc. London 1898-1900. -- ¡Selenka E.¡ und ¡Gadow
+H.¡, Aves, Bronns Klassen und Ordnungen des Tierreichs 1869-91.
+
+[111] Morphology and Phylogeny of the ¡Palaeognathae¡ (Ratitae and
+Crypturi) and ¡Neognathae¡ (Carinata) Trans. Zool. Soc. London. Vol.
+XV 1900 p. 149.
+
+[112] ¡Zittel¡, Textbook of Palaeontology. Vol. II 1902.
+
+[113] ¡Owen Rich.¡, On the ~Archaeopteryx~. Phil. Trans. London 1863,
+p. 33-47. -- ¡Dames W.¡, Über ~Archaeopteryx~. Paläont. Abhandl. von
+Dames und Kayser 1884. II. Bd. V. Sitzungsber. d. k. preuß. Akad. d.
+Wiss., Berlin 1897, Bd. 38, p. 818. -- ¡Pycraft W. P.¡, The Wing of
+~Archaeopteryx~. Nat. Science. Vol. VIII, 1896, p. 261.
+
+[114] ¡Bianconi G. G.¡, Recherches sur l'~Aepyornis maximus~. Mem.
+Acad. di Scienze Bologna 1861, XII, 1863 IV, 1865 I, 1874 IV. --
+¡Milne Edwards A.¡ et ¡Grandidier A.¡, Ann. Sc. nat. (5 Ser.) 1870
+XII, p. 167. -- ¡Andrews C. W.¡, Geolog. Magaz. Vol. IV, 1897, p. 241.
+
+[115] ¡Hamilton A.¡, Bibliography of ~Dinornithidae~. Trans. New
+Zeal. Inst. XXVI, 1893, p. 229. -- ¡Hutton F. W.¡, New Zeal. Journ.
+Sc. 1891, p. 6. -- ¡Parker T. J.¡, On the Cranial Osteology of
+~Dinornithidae~. Trans. Zool. Soc. London 1895, p. 188. -- ¡Andrews C.
+W.¡, Skeleton of ~Megalapteryx~. Novitat. Zoologicae. Vol. II, 1897,
+p. 188.
+
+
+
+
+5. Klasse. ~#Mammalia.#~ #Säugetiere.#[116] (Bearbeitet von M.
+Schlosser.)
+
+
+~Warmblütige, meist behaarte, seltener nackte oder mit knöchernen
+Platten oder hornigen Schuppen bedeckte Land- und Wassertiere mit
+ausschließlicher Lungenatmung.~ Herz mit doppelter Kammer und
+doppelter Vorkammer. Hinterhaupt mit zwei Gelenkköpfen. Coracoid
+(fast immer) verkümmert und mit der Scapula verschmolzen. Jeder
+Unterkieferast aus einem Stück bestehend und mit dem Schläfenbein
+artikulierend. Gliedmaßen als Gehfüße, seltener als Hände oder Flossen
+ausgebildet.~
+
+Die ~Säugetiere~ nehmen unter den Vertebraten die höchste Rangstufe
+ein. Ihre Funktionen sind spezialisierter, ihr Nervensystem, ihre
+Sinnesorgane entwickelter, ihr Gebiß und ihre Bewegungsorgane
+verschiedenartiger differenziert als in irgend einer anderen
+Tierklasse. Auch an Größe und Mannigfaltigkeit der äußeren Erscheinung
+können sich nur die Reptilien und Fische mit den Säugetieren messen.
+Mit einziger Ausnahme der Monotremen gebären die Säugetiere lebendige
+Junge; die Embryonen sind von einem Amnion umgeben, mit Allantois
+versehen und besitzen keine äußeren Kiemen. Die Jungen werden nach der
+Geburt mehr oder weniger lang durch in Milchdrüsen (Mammae) der Mutter
+abgesonderte Milch ernährt. Das Herz ist in zwei Kammern und zwei
+Vorkammern abgeteilt, das Blut warm.
+
+Die ~Wirbelsäule~ der Säugetiere besteht aus Hals-, Rücken-, Lenden-,
+Sacral- und Schwanzwirbeln; ein besonderer Sacralabschnitt fehlt
+nur den Cetaceen und Sirenen. Die Verbindung der Wirbel wird nicht
+durch Gelenke bewerkstelligt, wie bei Vögeln und Reptilien, sondern
+durch zwischengelagerte elastische Knorpelscheiben; es sind darum
+auch die vorderen und hinteren Flächen der Wirbelzentren eben; nur
+die Halswirbel vieler Huftiere zeigen opisthocöle Gelenkverbindung.
+Die oberen Dornfortsätze haben in der Rücken- und Lendenregion ihre
+stärkste Entwicklung, verkümmern dagegen häufig in der Hals- und
+Schwanzregion. Die Bögen verwachsen frühzeitig mit dem Zentrum;
+dagegen bilden sich am vorderen und hinteren Ende des Wirbelkörpers
+durch selbständige Verknöcherung besondere dünne Knochenscheiben
+(~Epiphysen~) aus, welche später mit dem Zentrum verschmelzen.
+
+[Illustration: Fig. 472.
+
+Erster Halswirbel (Atlas) vom Hund (von oben). ¡d¡ verbreiterter
+Querfortsatz, ¡v¡ Arterienkanal, ¡sn¡ Nervenkanal.]
+
+[Illustration: Fig. 473.
+
+Zweiter Halswirbel vom Hund (von d. Seite). ¡sp¡ Spina dorsalis, ¡c¡
+Zentrum, ¡d¡ Diapophyse, ¡z¡ Postzygapophyse, ¡v¡ Arterienkanal, ¡sn¡
+Nervenkanal, ¡po¡ processus odontoideus, ¡co¡ Gelenkfasette für den
+Atlas.]
+
+[Illustration: Fig. 474.
+
+Sechster Halswirbel vom Hund (von hinten). ¡c¡ Zentrum, ¡sp¡
+Spina dorsalis, ¡n¡ oberer Bogen, ¡d¡ Diapophyse, ¡p¡ Parapophyse
+mit der nach unten verlängerten Lamina, ¡v¡ Arterienkanal, ¡m¡
+Rückenmark-(Medullar-) Kanal, ¡z¡ vordere, ¡z'¡ hintere Zygapophyse.]
+
+Der Hals besteht fast regelmäßig aus 7 Wirbeln. Die Länge des Halses
+wird also nicht, wie bei den Reptilien und Vögeln durch die Zahl,
+sondern durch die Streckung der einzelnen Wirbel bedingt. Durch
+Verbindung der nach abwärts gebogenen Enden der vom oberen Bogen
+ausgehenden ~Diapophysen~ (¡d¡) mit den vom Zentrum entspringenden
+~Parapophysen~ (¡p¡) entsteht jederseits vom Zentrum ein Loch (¡v¡),
+durch welches die Halsarterie verläuft. Der erste Halswirbel oder
+~Atlas~ (Fig. 472) zeichnet sich durch den Mangel des Zentrums und
+Dornfortsatzes, sowie durch starke Verbreiterung seiner Querfortsätze
+aus, an deren Basis sich vorne die beiden konkaven Gelenkflächen für
+die Gelenkköpfe des Hinterhaupts und hinten die Gelenkfasetten für
+den zweiten Halswirbel oder ~Epistropheus~ (Axis) befinden. Dieser
+(Fig. 473) hat am vorderen Ende seines Zentrums einen starken, bald
+konischen, bald halbzylindrischen oder löffelförmigen Fortsatz,
+Processus odontoideus (¡po¡), der entwicklungsgeschichtlich als
+Zentrum des Atlas zu betrachten ist.
+
+Die ~Brust-~ oder ~Rückenwirbel~ (Fig. 475 ¡A¡) zeichnen sich in
+der Regel durch starke Dornfortsätze, kurze, am distalen Ende
+mit Gelenkfasetten für das sog. Tuberculum der Rippen versehene
+Diapophysen und biplane Zentren aus. Die Gelenkflächen der vorderen
+Zygapophysen sind nach oben, jene der Postzygapophysen nach unten
+gerichtet. Als ersten Brustwirbel betrachtet man denjenigen, dessen
+Rippen mit dem Brustbein in Verbindung treten. In der Regel sind
+13 (seltener 10-20) Dorsalwirbel vorhanden. An die ~Lendenwirbel~
+(Fig. 475 ¡B¡) heften sich keine Rippen an; dagegen sind ihre
+Querfortsätze sehr stark entwickelt, die kräftigen Dornfortsätze meist
+schräg nach vorne gerichtet, und die Zentren erheblich länger als jene
+der Brustwirbel.
+
+Das ~Kreuzbein~ oder Sacrum dient zur Anheftung des Hüftbeines und
+fehlt als differenzierter Teil der Wirbelsäule nur bei den Walen
+und Sirenen, deren hintere Extremitäten durch Verkümmerung verloren
+gegangen sind. An der Bildung des Sacrums nehmen meist 3-4, zuweilen
+auch 2, oder 8-9 Wirbel teil. Ihre Zentren und oberen Bögen und öfters
+auch ihre Dornfortsätze sind mehr oder weniger vollständig miteinander
+verschmolzen, so daß das Sacrum einen unbeweglichen, von vorne nach
+hinten an Breite abnehmenden Abschnitt der Wirbelsäule darstellt.
+
+Die ~Schwanzwirbel~ bieten nach Zahl und Form die größte
+Mannigfaltigkeit. Die vorderen besitzen in der Regel wohl ausgebildete
+obere Bögen, Dornfortsätze, Diapophysen, Zygapophysen und zuweilen
+¥V-förmige¥ Hämapophysen (Chevron-bones). Weiter hinten tritt eine
+allmähliche Modifikation der Wirbel ein. Die Zentren verlängern sich,
+die oberen Bögen und sämtliche Fortsätze verkümmern oder verschwinden
+gänzlich, und das allein übrigbleibende Zentrum nimmt zylindrische
+oder mehrkantige Form an.
+
+[Illustration: Fig. 475.
+
+¡A¡ zweiter Rückenwirbel vom Hund (von der Seite.)
+
+¡B¡ zweiter Lendenwirbel vom Hund (von der Seite.)
+
+¡c¡ Zentrum, ¡sp¡ Dornfortsatz, ¡d¡ Diapophyse, ¡z¡ vordere, ¡z'¡
+hintere Zygapophyse, ¡m¡ Metapophyse, ¡a¡ Anapophyse, ¡t¡ Fasette für
+das Tuberculum, ¡ca¡ Fasetten für das Capitulum.]
+
+~Rippen~ verbinden sich nur mit den Brustwirbeln; die vorderen (wahren
+Rippen) heften sich durch besondere knorpelige oder unvollkommen
+verknöcherte Sternocostalstücke an das Brustbein an, die hinteren
+»falschen« Rippen endigen frei in den Muskeln des Brustkorbes. Das
+Tuberculum lenkt sich in eine schwach vertiefte Fasette der Diapophyse
+ein, während das Capitulum am vorderen Teil des Wirbelkörpers oder
+an der Basis des oberen Bogens befestigt ist. Sehr häufig liegt
+die vertiefte Fasette für das Capitulum zwischen zwei Wirbeln, so
+daß ihre vordere Hälfte noch auf das hintere Ende des Zentrums des
+vorhergehenden Wirbels übergreift.
+
+Das ~Brustbein~ (Sternum) besteht nicht aus einer einfachen
+Knochenscheibe wie bei Vögeln und Reptilien, sondern aus einer Reihe
+von abgeplatteten Knochenstücken, die in der ventralen Mittellinie in
+einer Längsreihe hintereinander liegen.
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 476, 477) der Säugetiere unterscheidet sich von
+dem der Fische, Amphibien, Reptilien und Vögel durch geringere Zahl
+der ihn zusammensetzenden Knochen, durch die unbewegliche Verbindung
+des Oberkiefers mit der Schädelkapsel, durch die Unterdrückung des
+Kieferstieles und direkte Einlenkung des Unterkiefers am Schläfenbein.
+Der Mangel eines gesonderten Quadratbeines und die Anwesenheit von
+zwei Hinterhauptsgelenkköpfen sind weitere Merkmale der Säugetiere.
+Die Form des Schädels wird wesentlich von der Größe des Gehirns, von
+der Entwicklung der Kiefer, von dem Vorhandensein vorspringender
+Kämme, Knochenprotuberanzen, Stirnzapfen etc. bedingt und bietet
+bei den verschiedenen Ordnungen und Familien außerordentlich große
+Abweichungen.
+
+[Illustration: Fig. 476.
+
+Schädel vom Hund (¡Canis familiaris¡). ¡A¡ von unten, ¡B¡ von oben.
+(Nach ~Flower~.) ¡SO¡ oberes Hinterhauptsbein. ¡Pa¡ Scheitelbein, ¡IP¡
+Interparietale, ¡Sq¡ Schläfenbein, ¡Fr¡ Stirnbein, ¡L¡ Tränenbein,
+¡Ju¡ Jochbein, ¡Mx¡ Oberkiefer, ¡Pmx¡ Zwischenkiefer, ¡Na¡ Nasenbein,
+¡BO¡ Basioccipitale, ¡Exo¡ Exoccipitale, ¡Per¡ Perioticum, ¡Ty¡
+Tympanicum, ¡BS¡ Basisphenoid, ¡PS¡ Präsphenoid, ¡AS¡ Alisphenoid,
+¡Pt¡ Pterygoid, ¡Vo¡ Vomer, ¡Pl¡ Palatinum, ¡pof¡ Processus
+postorbitalis, ¡io¡ Foramen infraorbitale, ¡oc¡ Condylus occipitalis,
+¡pp¡ Processus paroccipitalis, ¡gp¡ Processus postglenoidalis,
+¡gf¡ Gelenkgrube für den Unterkiefer, ¡fm¡ Foramen magnum
+(Hinterhauptsloch), ¡cf¡ Foramen condyloideum, ¡flp¡ Foramen lacerum
+posterius, ¡eam¡ meatus auditorius externus (äußerer Gehörgang),
+¡pgf¡ Foramen postglenoidale, ¡flm¡ Foramen lacerum medium, ¡fo¡
+Foramen ovale, ¡as¡ hintere Öffnung des Alisphenoid-Kanals, ¡fr¡
+Foramen rotundum und vordere Öffnung des Alisphenoid-Kanals, ¡sf¡
+Keilbeinspalte oder Foramen lacerum anterius, ¡op¡ Foramen opticum,
+¡ppf¡ hintere Gaumenlöcher, ¡ap¡ und ¡apf¡ vordere Gaumenlöcher.]
+
+Man unterscheidet am Kopf die eigentlichen ~Schädelknochen~, welche
+die Hirnhöhle, und die ~Gesichtsknochen~, welche die Nasenhöhle
+und Mundhöhle umschließen. Von den Schädelknochen, welche das
+~Hinterhauptsloch~ (Foramen magnum ¡fm¡) umgeben, sind die seitlichen
+Hinterhauptsbeine oder Exoccipitalia (Occipitalia lateralia ¡Exo¡)
+mit gewölbten Gelenkköpfen (Condyli occipitales ¡oc¡) versehen und
+oben durch das unpaare große Hinterhauptsbein (Supraoccipitale
+¡SO¡) verbunden. Am vorderen Teil der Exoccipitalia springt ein
+von den Condylen durch eine tiefe Depression getrennter Fortsatz
+(Processus paroccipitalis p. p., Processus paramastoideus, Pr.
+jugularis) vor, der zur Anheftung von Muskeln dient und bei den
+Huftieren besonders stark entwickelt ist. Auf der Unterseite
+schiebt sich das untere Hinterhauptsbein oder Basioccipitale (¡BO¡)
+zwischen die Exoccipitalia, erstreckt sich aber mehr nach vorne und
+bildet einen ansehnlichen Teil der Schädelbasis. Es ist von dem
+kleinen runden Foramen condyloideum (¡cf¡), welches den Zungennerv
+durchläßt, durchbohrt. Auf das Basioccipitale folgt nach vorne in der
+Schädelbasis das hintere Keilbein oder ~Basisphenoid~ (¡BS¡), auf
+dieses das vordere Keilbein oder ~Praesphenoid~ (¡PS¡) und vorne das
+kleine ~Pflugscharbein~ (Vomer ¡Vo¡). Das Basisphenoid ist oben in
+der Mitte etwas ausgehöhlt, steigt aber am vorderen und hinteren Ende
+wieder etwas an und bildet den sog. ~Türkensattel~ (Sella turcica)
+zur Aufnahme der Hypophyse (pituary body) des Gehirns. Die beiden
+Keilbeine verschmelzen häufig frühzeitig zu einem sog. Wespenbein. Von
+dem Basisphenoid entspringt jederseits eine flügelartige, nach oben
+und außen gerichtete Knochenplatte, das ~Alisphenoid~ (¡AS¡ ala major)
+und vom Praesphenoid ein entsprechender Knochen, das ~Orbitosphenoid~
+(¡OS¡ ala minor). Das Alisphenoid ist meist von drei Öffnungen
+durchbohrt, von denen das hintere (Foramen ovale ¡fo¡) einem Nerven
+Austritt gewährt, während das mittlere (Canalis alisphenoideus ¡as¡)
+die äußere Schlagader (Carotis) und das vordere (Foramen rotundum
+¡fr¡) den zweiten Ast des Trigeminus-Nervs durchläßt. Zwischen dem
+Orbito- und Alisphenoid befindet sich das Foramen lacerum anterius
+(¡sf¡) als Durchgang für Nerven. Auch das Orbitosphenoid besitzt eine
+Öffnung (Foramen opticum ¡op¡) für den Sehnerv.
+
+[Illustration: Fig. 477.
+
+Schädel vom Beutelwolf (¡Thylacinus cynocephalus¡) in sagittaler
+Richtung durchgeschnitten, nebst Unterkiefer. 1/2 nat. Gr.
+(Nach ~Flower~.) ¡SO¡ Supraoccipitale, ¡ExO¡ Exoccipitale, ¡BO¡
+Basioccipitale, ¡Per¡ Perioticum, ¡BS¡ Basisphenoid, ¡PS¡ Präsphenoid,
+¡AS¡ Alisphenoid, ¡OS¡ Orbitosphenoid, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Pa¡ Parietale,
+¡Fr¡ Frontale, ¡ME¡ Mesethmoideum, ¡Na¡ Nasale, ¡ET¡ Ethmoturbinale,
+¡MT¡ Maxilloturbinale, ¡Pmx¡ Prämaxilla, ¡Mx¡ Maxilla, ¡Vo¡ Vomer,
+¡Pl¡ Palatinum, ¡Pt¡ Pterygoideum, ¡cd¡ Unterkiefercondylus,
+¡a¡ angulus.]
+
+Die seitlichen Flügel der Keilbeine bilden die untere Seitenwand der
+Hirnhöhle und grenzen oben an die großen ~Scheitelbeine~ (Parietalia
+¡Pa¡) und ~Stirnbeine~ (Frontalia ¡Fr¡), welche das Schädeldach und
+den oberen Teil der Seitenwand des Schädels bilden. Zwischen die
+Scheitelbeine und die Hinterhauptsschuppe schaltet sich manchmal das
+kleine ~Interparietale~ (¡IP¡) ein, das zuweilen getrennt bleibt,
+zuweilen mit den Scheitelbeinen (Huftiere), noch häufiger mit der
+Hinterhauptsschuppe (Carnivoren) verschmilzt. Die mehr oder weniger
+steil abfallende Hinterhauptsfläche (Occiput) wird in vielen Fällen
+durch einen vorspringenden Kamm (crista occipitalis) begrenzt, welcher
+zur Anheftung der Nackenmuskeln dient.
+
+Die ~Scheitelbeine~ sind in der Mitte des Schädeldachs durch die
+zackige Pfeilnaht (Sagittal-Naht) verbunden; sie verschmelzen meist
+vollständig miteinander und bilden zuweilen über der Pfeilnaht
+einen vorspringenden Kamm (crista sagittalis), welcher sich nach
+vorne meist in zwei divergierende Äste teilt. Sie sind mit der
+Hinterhauptsschuppe durch die Lambdanaht, mit den Stirnbeinen
+durch die quer zur Längsachse des Schädels verlaufende Kronennaht
+verbunden. Die ~Stirnbeine~ verwachsen zuweilen miteinander und tragen
+bei vielen Huftieren knöcherne Fortsätze (Stirnzapfen, Geweihe).
+In der Regel springt das Stirnbein hinter den Augenhöhlen vor und
+nimmt durch den Processus postorbitalis (¡pof¡) an der hinteren
+Umgrenzung der Augenhöhlen teil. Bei vielen Huftieren, namentlich
+bei den gehörnten Wiederkäuern ist nicht nur das ganze Stirnbein,
+sondern häufig auch das Scheitelbein, ein Teil des Oberkiefers und
+namentlich auch das Praesphenoid mit Luftzellen erfüllt, und bei den
+Proboscidiern zeichnen sich fast alle Schädel- und Gesichtsknochen
+durch ungewöhnlich starke Entwicklung dieser Luftzellen aus. Zwischen
+dem Stirnbein, dem vorderen Keilbein (Praesphenoid) und Vomer schließt
+eine vertikale, mehr oder weniger ausgedehnte Knochenplatte, das
+~Siebbein~ (Mesethmoideum ¡ME¡), die Hirnhöhle nach vorne ab. Dasselbe
+besteht aus einer dem Vomer aufruhenden medianen, in der Längsrichtung
+ausgedehnten Lamelle (lamina perpendicularis oder crista galli) und
+zwei seitlichen querstehenden meist siebförmig durchlöcherten Platten
+(laminae cribrosae), durch welche die Riechnerven aus dem Gehirn in
+die Nasenhöhle eindringen. Die Lamina perpendicularis geht nach vorne
+in die fast immer knorpelig bleibende Nasenscheidewand über.
+
+Zwischen dem Alisphenoid und Supraoccipitale liegt oben vom
+Scheitelbein und zuweilen auch vom hinteren Teil des Stirnbeins
+begrenzt das ~Schläfenbein~ (Schuppenbein, Squamosum ¡Sq¡), das mit
+seinem oberen flachen, schuppenartigen Teil (Schuppe) die seitliche
+Begrenzung der Hirnhöhle vervollständigen hilft, an seiner Basis aber
+einen sehr starken, dem Quadratojugale der Reptilien entsprechenden
+Fortsatz (Processus zygomaticus) nach außen sendet, welcher sich bald
+nach vorne biegt und auf seiner Unterseite eine konkave Gelenkfläche
+(Fossa glenoidalis ¡gf¡) zur Aufnahme des Unterkiefercondylus besitzt.
+Der Hinterrand dieser Gelenkfläche ragt häufig als Fortsatz (Processus
+postglenoidalis ¡gp¡) vor. Der Raum zwischen dem Schläfenbein und
+dem Exoccipitale wird von den Knochen der ~Gehörkapsel~ ausgefüllt.
+Aus einer gemeinsamen Knorpelmasse, in welcher die Ossifikation von
+drei Zentren beginnt, die dem Prooticum, Opisthoticum und Epioticum
+entsprechen, entsteht ein sehr fester Knochen, das ~Felsenbein~ oder
+~Perioticum~ (¡Per¡), welches das Gehör-Labyrinth und das innere
+Ohr umschließt und öfters einen nach unten gerichteten Fortsatz
+(Processus mastoideus) besitzt. Das ~Pauckenbein~ oder Tympanicum
+besteht in frühester Jugend aus einem einfachen knöchernen Ring
+und behält bei den Marsupialiern und manchen Insectivoren diese
+Beschaffenheit auch zeitlebens bei. In der Regel verlängert sich aber
+bei weiterer Entwicklung der äußere Rand des Ringes in horizontaler
+Richtung nach außen und bildet den zur Ohrmuschel führenden äußeren
+Gehörgang (meatus auditorius externus ¡eam¡); die Unterseite wird
+durch eine Knochenplatte bedeckt, welche sich zuweilen zu einer blasig
+aufgetriebenen, hohlen oder mit zelligem Knochengewebe erfüllten
+Anschwellung (Bulla tympanica ¡Ty¡) umgestaltet. Am vorderen Ende des
+Tympanicum ragt zuweilen ein griffelförmiger zugespitzter Fortsatz
+(Processus styloideus) nach unten vor. In dem Zwischenraum zwischen
+Perioticum und Tympanicum und zwar zwischen dem vom Trommelfell
+geschlossenen äußeren Gehörgang und der Fenestra ovalis liegen die
+drei Gehörknöchelchen Ambos (Incus), Hammer (Malleus) und Steigbügel
+(Stapes). Am vorderen und inneren Ende des Paukenbeins liegt die
+Mündung der Eustachischen Röhre, welche Luft in die Gaumenhöhle führt,
+und hinten dringt die innere Kopfblutader durch das Foramen lacerum
+posterius (¡flp¡) ein und tritt am vorderen Ende des Tympanicums durch
+das Foramen lacerum medium (¡flm¡) wieder aus.
+
+Die Physiognomie des Schädels wird sehr wesentlich durch die
+Entwicklung der ~Gesichtsknochen~ und namentlich des ~Oberkiefers~
+(Maxilla ¡Mx¡) bedingt. Der untere Außenrand des Oberkiefers ist
+meist mit Zähnen besetzt, nach innen sendet er eine horizontale
+Platte, welche an der Zusammensetzung des harten Gaumens teilnimmt. Am
+Hinterrand ragt ein zuerst nach außen gerichteter Fortsatz (Processus
+zygomaticus) vor, welcher sich dann nach hinten verlängert und durch
+das ~Jochbein~ (Jugale, Malare ¡ju¡) mit dem Processus zygomaticus
+des Schläfenbeins in Verbindung tritt. Die beiden genannten Fortsätze
+und das Jochbein setzen den ~Jochbogen~ zusammen, welcher die untere
+Begrenzung der Augenhöhlen und der Schläfengruben bildet. Am vorderen
+Rand der Augenhöhle zwischen Stirnbein, Oberkiefer und Ethmoideum
+liegt das vom Tränenkanal durchbohrte ~Tränenbein~ (Lacrimale ¡La¡).
+Die paarig entwickelten ~Zwischenkiefer~ (Praemaxillae ¡Pmx¡) bilden
+den vorderen und meist auch einen Teil des Seitenrandes der Schnauze.
+In der Regel enthalten sie an ihrem Alveolarrand Schneidezähne. Die
+~Nasenbeine~ (Nasalia ¡Na¡) fügen sich in einen einspringenden Winkel
+am Vorderrand der Stirnbeine ein und werden seitlich vom Oberkiefer
+und meist auch noch vom Zwischenkiefer begrenzt. Die Nasenhöhle selbst
+enthält mit Ausnahme der Wale und Sirenen eigentümliche, sehr dünne,
+stark eingerollte und durchlöcherte Knochenlamellen, die bei Tieren
+mit scharfem Geruch stark labyrinthisch entwickelt sind und eine
+Schleimhaut tragen, in welcher sich die Verzweigungen der Riechnerven
+ausbreiten. Diese ~Riechmuscheln~ (conchae interiores) gehören zum
+Siebbein und sind lediglich als Fortsätze desselben zu betrachten;
+sie erscheinen in mehrere Gruppen angeordnet und werden hinten von
+der Lamina perpendicularis des Mesethmoids in zwei Hälften zerlegt.
+Die Lamellen, welche den hinteren und oberen Raum der Nasenhöhle
+jederseits ausfüllen, werden Ethmoturbinalia (¡ET¡) genannt, während
+die dem harten Gaumen aufliegenden und den vorderen und unteren Teil
+der Nasenhöhle einnehmenden Blätter als Maxilloturbinalia (¡MT¡)
+bezeichnet werden.
+
+Die Unterseite des Schädels wird im hinteren cranialen Teil vom
+Basioccipitale und den Keilbeinen gebildet. Vom Basisphenoid
+und Alisphenoid springt eine kurze vertikale Knochenplatte, das
+~Flügelbein~ (Pterygoid ¡Pt¡), nach unten vor und begrenzt jederseits
+den hinteren Nasengang, dessen Basis durch die Haut des weichen
+Gaumens gebildet wird. Vorne schließt sich das Flügelbein an den vom
+Praesphenoid und Orbitosphenoid absteigenden Teil des ~Gaumenbeins~
+(Palatinum ¡Pl¡) an, welcher sich nach vorne und oben verdickt und
+eine horizontal ausgebreitete Platte bildet und mit der horizontalen
+Platte des Oberkiefers und dem Zwischenkiefer den harten Gaumen,
+die Basis der Nasenhöhle bildet. Der Hinterrand des Gaumenbeins ist
+seitlich meist etwas ausgeschnitten, springt in der Mitte häufig in
+eine Spina nasalis posterior vor und zeigt den Ausgang der hinteren
+Nasenlöcher (Choanen) in die Mundhöhle an. Der harte Gaumen wird von
+mehreren kleinen Öffnungen zum Austritt von Blutgefäßen und Nerven
+durchbohrt.
+
+Der ~Unterkiefer~ besteht aus zwei symmetrischen, nach hinten
+divergierenden Ästen, welche vorne in der Mitte mit einer rauhen
+Fläche (Symphyse) zusammenstoßen und entweder durch Bindegewebe
+aneinander befestigt sind oder im Alter fest miteinander
+verwachsen. Der Oberrand oder Alveolarrand ist meist gerade und mit
+Zähnen besetzt, der Unterrand etwas verdickt und konvex, in der
+Symphysenregion ansteigend; das hintere Ende des Unterrandes bildet
+den ~Winkel~ (Angulus ¡a¡), der öfters in einen vorspringenden
+Fortsatz ausgezogen oder nach innen gekrümmt ist. Der obere Rand
+steigt hinter dem letzten Backenzahn in der Regel zu einem hohen,
+seitlich zusammengedrückten ~Kronfortsatz~ (Processus coronoideus)
+an, welcher dem Temporalmuskel zur Anheftung dient. An der
+mehr oder weniger tief ausgehöhlten oder mit erhabenen Leisten
+versehenen Außenfläche des Kronfortsatzes befestigt sich der starke
+Massetermuskel. Der Hinterrand des aufsteigenden Astes endigt oben
+über dem Winkel in einem verdickten und gewölbten ~Gelenkkopf~
+(Condylus ¡cd¡), welcher sich in die Gelenkgrube des Schläfenbeins
+einfügt und bald quer verlängert, bald rundlich, bald schräg von oben
+nach unten gerichtet ist. Der Unterkiefer wird der Länge nach von
+einem ziemlich weiten Kanal durchzogen (Alveolarkanal), in welchem ein
+Blutgefäß und der Unterkiefernerv verlaufen, die zahlreiche Seitenäste
+in die Zähne aussenden. Auf der Innenseite jedes Astes verläuft
+zuweilen eine seichte Furche (Sulcus mylohyoideus), die bei gewissen
+Beuteltieren besonders deutlich entwickelt ist.
+
+Die ~Hirnhöhle~ besitzt bei den Säugetieren meist eine viel größere
+Ausdehnung als bei den übrigen Wirbeltierklassen. Im allgemeinen zeigt
+sich bei den verschiedenen Ordnungen eine beträchtliche Abstufung in
+Größe und Ausbildung des Gehirns, so daß dasselbe von ~Owen~ als Basis
+der Systematik verwendet wurde. Sehr bemerkenswert ist die von ~Marsh~
+zuerst beobachtete Tatsache, daß der Gehirnumfang bei den Säugetieren
+der Eocänzeit durchwegs geringer ist als jener bei verwandten Formen
+aus dem jüngeren Tertiär oder aus der Jetztzeit. Ja bei den riesigen
+eocänen Amblypoden ist die Hirnhöhle so winzig, daß man deren Ausguß
+durch den Medullarkanal der Wirbelsäule ziehen kann.
+
+~Entwicklung und Umgestaltung des Schädels.~ Wie bei den Reptilien
+und Vögeln ist die Schädelbasis knorpelig präformiert, während sich
+die Knochen der Schädeldecke in einer häutig fibrösen Grundlage
+entwickeln. Die verschiedenen Knochen sind anfänglich alle getrennt
+und entstehen von besonderen Ossifikationszentren, nach und nach
+stoßen sie aneinander, werden durch Nähte verbunden oder verschmelzen
+vollständig. Je nach der Art, wie sich diese Knochen im Verlauf der
+Entwicklung gestalten, hängt die Ausbildung und äußere Erscheinung
+des Kopfes ab und auf Grund ontogenetischer oder phylogenetischer
+Erfahrung lassen sich bestimmte Zustände als ursprünglich, andere als
+mehr oder weniger weitgehende Umgestaltungen bezeichnen.
+
+ ~Primitiver ~Fortgeschrittener
+ Zustand.~ spezialisierter Zustand.~
+
+ Schädelknochen durch Nähte Schädelknochen verschmolzen.
+ vereinigt.
+ Hirnkapsel klein, schmal. Hirnkapsel groß, breit, gewölbt.
+ Schädel niedrig, Profil fast Stirnregion gewölbt oder steil
+ gerade. ansteigend.
+ Schnauze vor der Hirnhöhle Gesichtsteil kurz, steil
+ verlängert. abfallend oder Vorderpartie der
+ Kiefer gestreckt.
+ Nasenbeine lang; Nasenlöcher Nasenbeine kurz oder verkümmert;
+ nach vorn gerichtet. Nasenlöcher weit zurückreichend
+ oder nach oben gerichtet.
+ Oberkiefer niedrig. Oberkiefer hoch.
+ Jochbogen geschlossen. Jochbogen unterbrochen oder
+ rudimentär.
+ Augenhöhle hinten offen, in die Augenhöhle hinten geschlossen.
+ Schläfengrube übergehend.
+ Stirnbein und Praesphenoid dicht Stirnbein, zuweilen auch
+ oder mit schwach entwickelten benachbarte Kopfknochen und
+ Luftzellen. Schädelbasis mit Luftzellen
+ erfüllt.
+ Knochen der Schädeldecke glatt. Scheitel-, Stirn- und
+ Hinterhauptsbeine mit
+ vorragenden Kämmen,
+ Protuberanzen, Stirnzapfen
+ oder Geweihen.
+ Tympanicum ringförmig, unten Tympanicum unten geschlossen oder
+ offen, frei. aufgeblasen, mit äußerem
+ Gehörgang; mit dem Perioticum
+ verwachsen.
+ Gelenkgrube für den Unterkiefer Gelenkgrube eine stark vertiefte
+ seicht, hinten mit Processus Quer- oder Längsrinne bildend;
+ postglenoidalis. Processus postglenoidalis fehlt.
+ Unterkieferäste in der Symphyse Unterkieferäste in der Symphyse
+ durch Ligament verbunden. verschmolzen.
+
+Der ~Schultergürtel~ hat im Vergleich mit den niedrigen
+Vertebratenklassen eine bedeutende Reduktion erlitten und besteht
+häufig nur aus dem ~Schulterblatt~, zu dem bei denjenigen Formen,
+welche ihre Vorderextremitäten mehr zum Greifen als zur Fortbewegung
+benutzen, noch ein ~Schlüsselbein~ (Clavicula) kommt. Ein selbständig
+entwickeltes ~Coracoid~ nebst einem ~Präcoracoid~ findet sich nur
+bei Monotremen, bei allen übrigen ist dasselbe mit der Scapula
+verschmolzen und stark reduziert.
+
+Das ~Schulterblatt~ (~Scapula~) (Fig. 478) ist eine ziemlich große,
+aus Knorpeln hervorgehende Knochenplatte von oval-dreieckiger Form,
+welche auf der Außenseite durch eine vorspringende Leiste (Spina oder
+Crista scapulae) in einen vorderen und hinteren Abschnitt geteilt
+wird. Das untere Ende dieser Leiste ragt in der Regel als ein etwas
+verlängerter und gekrümmter Fortsatz (Acromion) vor. Der verschmälerte
+Unterrand ist zu einer vertieften Gelenkfläche (Fossa glenoidalis ¡g¡)
+zur Aufnahme des Oberarms verbreitert und endigt vorne in einem kurzen
+Coracoidfortsatz (¡c¡), der aus einem besonderen Ossifikationszentrum
+hervorgeht, in frühester Jugend auch noch durch Sutur mit der Scapula
+vereinigt ist, später aber vollständig damit verschmilzt.
+
+[Illustration: Fig. 478.
+
+Rechtes Schulterblatt vom Hund. ¡s¡ Kamm (spina scapulae), ¡a¡
+Acromion, ¡c¡ Coracoidfortsatz, ¡g¡ Gelenkfläche, ¡v¡ vorderer
+(Coracoid-) Rand, ¡h¡ hinterer (Glenoidal-) Rand, ¡o¡ oberer Rand.]
+
+[Illustration: Fig. 479.
+
+Rechter Oberarmknochen (Humerus) des Wombat (¡Phascolomys wombatus¡)
+von vorne. 1/2 nat. Gr. (Nach ~Flower~.) ¡c¡ oberer Gelenkkopf
+(caput), ¡t¡ tuberculum majus, ¡t'¡ tuberculum minus, ¡bg¡ fossa
+bicipitalis, ¡d¡ Deltoidrauhigkeit, ¡sr¡ crista supinatoria, ¡ent¡
+Foramen entepicondyloideum, ¡ec¡ äußerer, ¡ic¡ innerer Gelenkknorren,
+¡ar¡ radiale, ¡au¡ ulnare Gelenkrolle.]
+
+Das ~Schlüsselbein~ (Clavicula) ist ein paariger, dünner,
+zylindrischer, etwas gebogener Knochen, welcher sich am Acromion
+des Schulterblattes und am vordersten Ende des Brustbeins mittels
+Ligaments befestigt. Es fehlt den Cetaceen, Sirenen, Ungulaten und den
+meisten Carnivoren, wo es übrigens häufig noch als Rudiment in den
+Muskeln liegt.
+
+Der kräftige, gerade oder etwas gebogene ~Oberarm~ (Humerus)
+(Fig. 479) hat am oberen (proximalen) Ende einen ziemlich dicken,
+gerundeten Gelenkkopf (¡c¡) und zwei vorstehende, zur Anheftung
+von Muskeln bestimmte Höcker (tuberculum majus und tub. minus),
+welche durch die Fossa bicipitalis (¡bg¡) getrennt werden. Von dem
+außen gelegenen großen Höcker zieht sich in der Regel ein etwas
+vorstehender, breiter rauher Kamm zur Anheftung des Deltoidmuskels
+eine Strecke weit am Schaft des Humerus herab (crista deltoidea ¡d¡).
+Das untere oder distale Ende ist quer verbreitert und mit einer
+breiten, halbzylindrischen Gelenkrolle (Trochlea) versehen, die
+meist durch eine mediane Vertiefung oder durch eine erhabene Leiste
+(crista intertrochlearis) in eine radiale (¡ar¡) und eine ulnare
+(¡au¡) Gelenkfläche geteilt wird. Neben der Gelenkrolle ragt außen
+ein knorriger Vorsprung, der äußere Gelenkkopf (Ectocondylus ¡ec¡)
+und auf der inneren Seite der interne Condylus (¡ic¡) vor. Über dem
+letzteren ist der Humerus bei den primitiveren Formen der Säugetiere
+von einem Foramen entepicondyloideum (¡ent¡) zum Durchtritt eines
+Nervs und Blutgefäßes durchbohrt. Über der Gelenkrolle befindet sich
+auf der Hinterseite eine mehr oder weniger tiefe Grube zur Aufnahme
+des Ellenbogenfortsatzes der Ulna (Fossa olecrani), die zuweilen den
+Humerus durchbohrt. In der Jugend sind die beiden Gelenkextremitäten
+durch Epiphysen vom eigentlichen Schaft (Diaphyse) getrennt.
+
+Der ~Vorderarm~ (Fig. 480) besteht aus zwei Knochen, der ~Speiche~
+(Radius) und der Elle (Ulna, Cubitus), wovon der Radius mit der
+äußeren und vorderen, die Ulna mit der inneren und hinteren
+Gelenkrolle des Humerus artikuliert. Bei denjenigen Säugetieren,
+welche die Vorderextremität mehr zum Greifen als zum Gehen benützen,
+sind beide Knochen wohl ausgebildet, jedoch in der Art übereinander
+gekreuzt, daß am distalen Ende die Ulna außen, der Radius innen
+liegt, bei den übrigen steht die Ulna hinter dem Radius. Bei den
+vorgeschritteneren Huftieren verkümmert der untere Abschnitt der Ulna
+und verwächst vollständig mit dem Radius.
+
+[Illustration: Fig. 480.
+
+¡A¡ Linker Radius vom Hund von vorne. ¡c¡ obere, ¡g¡ untere
+Gelenkfläche, ¡ps¡ processus styloideus, ¡e¡ Epiphyse.
+
+¡B¡ Linke Ulna vom Hund von vorne. ¡ol¡ Olecranon, ¡fs¡ Fossa
+sigmoidea, ¡fl¡ Fossa lunaris, ¡c¡ Capitulum, ¡e¡ Epiphyse.]
+
+[Illustration: Fig. 481.
+
+¡A¡ linker Vorderfuß von ¡Procavia¡ (¡Dendrohyrax¡) ¡arborea¡.
+
+¡B¡ ¡Tapirus americanus¡. ¡C¡ rechter Vorderfuß vom Pferd. ¡R¡ Radius,
+¡U¡ Ulna, ¡s¡ Scaphoideum, ¡l¡ Lunare, ¡c¡ Cuneiforme, ¡p¡ Pisiforme,
+¡ce¡ Centrale, ¡tm¡ Trapezium, ¡td¡ Trapezoid, ¡m¡ Magnum, ¡u¡
+Unciforme, ¡I¡-¡V¡ erster bis fünfter Finger.]
+
+Das obere Ende des ~Radius~ hat eine seichte, quer ovale Gelenkgrube,
+deren konvexer Innenrand sich dicht an die Ulna anlegt. Der Schaft
+ist etwas abgeplattet, das untere Ende quer verbreitert und die
+ausgehöhlte Gelenkfläche innen durch einen kurzen zugeschärften
+Vorsprung (Processus styloideus ¡ps¡) begrenzt. Am oberen Ende
+der Ulna ragt ein starker, vierseitiger, distal abgestutzter und
+verdickter Knorren (Ellenbogenfortsatz, Olecranon ¡ol¡) mehr oder
+weniger weit vor, dessen Vorderseite durch eine halbmondförmige
+Gelenkfläche (Fossa lunaris), an welche sich der Radius anlegt,
+senkrecht abfällt. Das untere distale Ende der Ulna ist in den meisten
+Fällen schmäler als der Radius, hat eine konvexe Gelenkfläche und
+meist auch einen Processus styloideus auf der Außenseite.
+
+Der ~Carpus~ oder die Handwurzel (Fig. 481) besteht bei allen
+Säugetieren aus zwei Reihen kleiner platter Knöchelchen. Bei den
+primitiveren Formen schaltet sich, wie bei den Reptilien, ein kleines
+Os centrale zwischen die beiden Reihen ein. Von den drei Knöchelchen
+der ersten oder proximalen Reihe entspricht das innere (Scaphoideum)
+dem Radiale, das äußere (Cuneiforme) dem Ulnare, das mittlere (Lunare)
+dem Intermedium der Reptilien; ein viertes äußeres und etwas nach
+hinten gerichtetes Knöchelchen (das Erbsenbein oder Os pisiforme) wird
+nicht zu den eigentlichen Carpalknöchelchen gezählt, sondern bald
+als Rudiment eines sechsten Fingers, bald als ein großes Sesambein
+betrachtet. Die Knöchelchen der distalen Reihe werden entweder
+Carpalia I bis V, oder Trapezium, Trapezoid, Magnum und Unciforme
+(Fig. 481) genannt. Im primitiven Carpus (Fig. 481 ¡A¡) bleiben
+sämtliche Knochen getrennt und sind eher etwas alternierend als
+serial angeordnet. Wird von der Hand nicht nur Beweglichkeit, sondern
+auch Stärke und Tragfähigkeit verlangt, so erleidet der Carpus sehr
+verschiedenartige, dem jeweiligen Bedürfnis entsprechende Umbildungen.
+Die obere Reihe gewinnt zuweilen dadurch eine größere Festigkeit, daß
+Scaphoideum und Lunare miteinander verschmelzen und ebenso findet in
+der zweiten Reihe eine Verschmelzung von zwei oder mehr benachbarten
+Knöchelchen statt. In anderer Weise erfolgt eine Verfestigung des
+Carpus dadurch, daß sich die Carpalia der zweiten Reihe derart von
+außen nach innen verschieben, daß eine alternierende und verschränkte
+Anordnung zustande kommt. Denselben Erfolg hat auch eine ungewöhnliche
+Breitenausdehnung eines Knöchelchens, z. B. des Magnum (Fig. 481 ¡C¡).
+Die seitliche Verschiebung oder ungleiche Ausdehnung der distalen
+Carpalia führt häufig zur gänzlichen Verdrängung des Trapezium.
+
+Auf den Carpus folgen die ~Metacarpalia~ oder Mittelfußknochen, und
+zwar artikulieren am Unciforme stets die ~zwei~ äußeren Metacarpalia
+(IV und V), während die übrigen Mittelhandknochen je einem Carpale
+als Stütze dienen. Ursprünglich lagen die proximalen, häufig schwach
+ausgehöhlten Gelenkenden der Metacarpalia in gleicher Ebene; meistens
+greifen dieselben aber ziemlich weit in den Carpus herein und
+verstärken dadurch das Knochengefüge. Der distale gewölbte Gelenkkopf
+der Metacarpalia wird häufig durch einen vorspringenden, zugeschärften
+Kamm (Leitkiel) in zwei Hälften geteilt.
+
+Von den fünf ~Fingern~ heißt der erste oder innere ~Daumen~ (Pollex).
+Mit Ausnahme der Cetaceen hat kein Säugetier mehr als drei ~Phalangen~
+an jedem Finger, doch verkümmern am Daumen und kleinen Finger in der
+Regel ein oder zwei Glieder und bei den Edentaten tritt zuweilen eine
+Verschmelzung von zwei Phalangen ein. Bei den Fledermäusen verlängern
+sich sowohl die Metacarpalia als die Phalangen in ungewöhnlicher
+Weise zur Befestigung der Flughaut.
+
+Die Endphalangen haben sehr verschiedene Form und werden ringsum oder
+vorne von hornigen Hufen, Krallen oder Nägeln umschlossen. An den
+Gelenkverbindungen von Metacarpus und den ersten Phalangen liegen
+auf der Hinterseite der Hand sehr häufig paarig entwickelte, kleine,
+halbmondförmige Sesambeine, die im Bindegewebe entstehen.
+
+Das ~Becken~ (pelvis Fig. 482) wird jederseits aus drei in
+der seitlich gelegenen Gelenkpfanne für den Oberschenkel
+zusammenstoßenden, meist sehr frühzeitig zu einem sog. Os innominatum
+verschmolzenen Knochen, dem Hüftbein oder Darmbein (Ilium ¡Il¡), dem
+Schambein (Pubis ¡Pb¡) und dem Sitzbein (Ischium ¡Is¡) gebildet. In
+der Mitte der Bauchseite stoßen die beiden Beckenhälften in einer
+Symphyse zusammen und umschließen jederseits eine große, mit Muskeln
+und Bindegewebe erfüllte Öffnung (Foramen obturatorium ¡fo¡).
+
+[Illustration: Fig. 482.
+
+Rechte Beckenhälfte vom Hund von vorn gesehen. ¡Il¡ Ilium, ¡Pb¡ Pubis,
+¡Is¡ Ischium, ¡a¡ Pfanne, ¡fo¡ Foramen obturatorium, ¡s¡ Symphyse.]
+
+[Illustration: Fig. 483.
+
+Rechtes Femur vom Hund von hinten. ¡c¡ Condylus, ¡tr¡^1 großer,
+¡tr¡^2 kleiner, ¡ci¡ innerer Gelenkkopf, (Entocondylus), ¡ca¡ äußerer
+Gelenkkopf, ¡f¡ Fossa intercondyloidea.]
+
+[Illustration: Fig. 484.
+
+Linke Tibia (¡T¡) und Fibula (¡Fi¡) nebst Patella (¡Pa¡) vom Hund von
+vorne. ¡c¡ oberes Gelenkende, ¡g¡ unteres Gelenkende der Tibia, ¡cn¡
+Procnemialkamm, ¡mi¡ malleus internus, ¡co¡ unteres Gelenkende der
+Fibula.]
+
+Der ~Oberschenkelknochen~ (Femur Fig. 483) ist meist lang zylindrisch.
+Am oberen Ende ragt ein halbkugeliger, durch eine Einschnürung (Hals)
+vom eigentlichen Schaft getrennter Gelenkkopf nach innen und vorne
+vor. Dem Kopf gegenüber befindet sich auf der hinteren und äußeren
+Seite ein kräftiger Muskelansatz, der große Trochanter (Trochanter
+major ¡tr¡^1), begrenzt von einer mehr oder weniger vertieften
+Grube (Fossa digitalis). Ein kleiner, konischer Höcker, der kleine
+Trochanter (Trochanter minor ¡tr¡^2) liegt unmittelbar unter dem
+Kopf auf der vorderen Innenseite. Ein dritter Trochanter (Trochanter
+tertius ¡tr¡^3) ragt am Hinterrand in einiger Entfernung unter
+dem großen Trochanter vor, ist jedoch nur bei Huftieren, Nagern,
+Insectivoren und Edentaten deutlich entwickelt. Das distale Ende des
+Femur wird durch die stark verdickte, vorne schmale und jederseits
+von einem vorragenden Kamm begrenzte Gelenkrolle gebildet. Dieselbe
+wird außen und innen durch je einen großen knorrigen gerundeten
+Gelenkkopf (Ectocondylus und Entocondylus) begrenzt, zwischen denen
+auf der Hinterseite eine ziemlich tiefe und breite Grube (Fossa
+intercondyloidea ¡f¡) liegt.
+
+[Illustration: Fig. 485.
+
+Rechter Hinterfuß ¡A¡ von ¡Palaeotherium¡, ¡B¡ vom Schwein, ¡C¡ von
+¡Hipparion¡. ¡ca¡ und ¡c¡ Calcaneum, ¡a¡ Astragalus, ¡n¡ Naviculare,
+¡cb¡ Cuboideum, ¡c¡^3, ¡c¡^2, ¡c¡^1 Cuneiforme tertium, secundum,
+primum, ¡m¡ Metatarsalia, ¡II¡-¡V¡ zweite bis fünfte Zehe.]
+
+Das verdickte obere Ende der ~Tibia~ (Fig. 484) bildet eine
+dreieckige, wenig vertiefte Gelenkfläche (¡c¡), die durch eine mediane
+Erhöhung in zwei Hälften zerlegt wird; die Hinterseite des Schaftes
+ist abgeplattet und jederseits kantig begrenzt; die Vorderseite bildet
+unter dem oberen Gelenkende einen mehr oder weniger zugeschärften Kamm
+(Procnemialcrista ¡cn¡), und das distale Ende eine quer verbreiterte
+Gelenkfläche (¡g¡), die häufig durch eine gerundete Mittelerhebung
+halbiert wird; auf der Innenseite wird dieselbe durch einen Vorsprung
+(Malleolus internus ¡mi¡) begrenzt. Das ~Wadenbein~ (Fibula ¡Fi¡) ist
+stets ein dünner Knochen, dessen unteres Ende (¡co¡) häufig als ein
+dem Malleolus internus entsprechender Fortsatz vorragt und sich auf
+die vordere Außenfläche des Astragalus oder auf das Calcaneum stützt.
+Bei den vorgeschritteneren Huftieren verkümmert die Fibula entweder
+vollständig oder bis auf ein kleines distales, seltener proximales
+Rudiment.
+
+Zwischen Femur und Tibia liegt auf der Vorderseite die kleine, durch
+Bänder mit der Tibia verbundene ~Kniescheibe~ (Patella ¡Pa¡).
+
+Die ~Fußwurzel~ oder der ~Tarsus~ (Fig. 485) besteht wie die
+Handwurzel aus zwei Knöchelchenreihen, zwischen welche sich jedoch
+stets ein wohl entwickeltes Zwischenknöchelchen (Naviculare oder
+Centrale) einschiebt. Die proximale Reihe besteht lediglich aus
+~Sprungbein~ (Astragalus) und ~Fersenbein~ (Calcaneum). Der Astragalus
+(Fig. 486) liegt auf der inneren, das Calcaneum auf der äußeren Seite;
+ersterer bildet mit dem distalen Ende der Tibia das Sprunggelenk;
+seine nach vorne und oben gerichtete tibiale Gelenkfläche ist bei
+den plumpsten Huftieren (¡Amblypoda¡, ¡Proboscidea¡) fast eben, in
+der Regel jedoch als ein vorspringender halbzylindrischer Gelenkkopf
+ausgebildet, der sich durch eine mehr oder weniger tiefe mediane
+Aushöhlung in eine Gelenkrolle (Trochlea) umwandeln kann. Der
+distale Teil des Astragalus verlängert sich häufig zu einem Hals und
+wird entweder durch eine flache oder schwach gewölbte Gelenkfläche
+für das Naviculare abgestutzt oder besitzt am distalen Ende eine
+breite, gewölbte, nach hinten verlängerte Gelenkrolle, die sich auf
+Naviculare, Cuboideum und Calcaneum stützt (Fig. 487 ¡B¡). Auf der
+Hinterseite hat der Astragalus ein bis zwei Fasetten für das Calcaneum
+und eine für das Cuboideum. Bei altertümlichen Formen befindet sich
+oberhalb der proximalen Fasette ein Foramen.
+
+[Illustration: Fig. 486.
+
+Linker Astragalus vom Hund. ¡A¡ von vorne und oben, ¡B¡ von hinten
+und unten. ¡C.¡ ¡D.¡ Linker Astragalus eines großen Wiederkäuers
+(¡Helladotherium¡). ¡C¡ von vorne und oben, ¡D¡ von hinten und unten.
+1/3 nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.) ¡t¡ tibiale Gelenkrolle (Trochlea), ¡c¡,
+¡c'¡ der mit dem Calcaneum zusammenstoßende Seitenrand, ¡a¡ Grube zur
+Aufnahme des Unterrandes der Tibia, ¡n¡ Fasette für das Naviculare,
+¡cub¡ Fasette für Cuboideum, ¡cal¡ Fasetten für Calcaneum.]
+
+Das ~Calcaneum~ (Fersenbein, Fig. 487) ist ein länglicher, kantiger
+Knochen, dessen hinterer Teil zu einem abgestutzten Stiel (Tuber
+calcis ¡tc¡) ausgezogen ist, der bei den Sohlengängern auf dem Boden
+aufruht und die Ferse bildet, bei den Zehengängern und Huftieren aber
+schräg nach oben und hinten gerichtet ist. Am distalen Ende stößt
+das Calcaneum mit dem Cuboideum (¡cub¡) zusammen, während es mit der
+vorderen und oberen ausgehöhlten Seite den Astragalus stützt. Ein
+nach innen vorspringender Fortsatz (sustentaculum) enthält die innere
+oder sustentaculare Fasette (¡as¡) für den Astragalus, während am
+entgegengesetzten äußeren Teil sich die häufig durch einen Querkamm
+geteilte ektale oder peroneale Fasette (¡p'¡) befindet. Zuweilen ist
+noch eine Gelenkfläche (¡p¡) für die Fibula vorhanden.
+
+Das ~Cuboideum~ (Würfelbein) ist ein würfelförmiger oder unregelmäßig
+vierseitiger Knochen, dessen Höhe die Breite meist übertrifft. Das
+~Naviculare~ breitet sich über die drei nebeneinander liegenden
+~Cuneiformia~ aus.
+
+Die ~Metatarsalia~ (¡Mt¡) stimmen im wesentlichen mit den Metacarpalia
+überein, doch sind ihre proximalen Gelenkflächen fast immer
+abgeplattet, dicht an die distalen Fasetten der Tarsalia angepreßt
+und meist in einer Ebene gelegen. Am Cuboideum artikulieren die zwei
+äußeren Metatarsalia (¡Mt IV¡ und ¡V¡), alle übrigen Tarsalia werden
+nur durch je einen Mittelfußknochen gestützt. Durch Verstärkung und
+Ausdehnung von ¡Mt III¡ und ¡Mt IV¡ treten am Hinterfuß dieselben
+Reduktionen ein wie am Vorderfuß, und zwar fällt derselben zuerst die
+große oder erste Zehe (Hallux), darauf die fünfte, dann die zweite und
+im äußersten Falle (beim Pferd) auch die vierte Zehe zum Opfer. Bei
+den Wiederkäuern verschmelzen ¡Mt III¡ und ¡IV¡ wie am Vorderfuß zu
+einem Canon.
+
+Die ~Phalangen~ und Sesambeine der Hinterextremitäten unterscheiden
+sich in Zahl, Form und Größe in der Regel nicht wesentlich von denen
+der Vorderfüße; die Endglieder sind auch hier von Krallen, Hufen oder
+Nägeln umgeben.
+
+[Illustration: Fig. 487.
+
+Linkes Calcaneum ¡A¡ vom Hund, ¡B¡ von ¡Macrauchenia¡. ¡tc¡ tuber
+calcis, ¡su¡ Sustentaculum, ¡as¡ sustentaculare Fasette für den
+Astragalus, ¡p'¡ ectale Fasette für den Astragalus, ¡cub¡ distale
+Fasette für das Cuboideum, ¡p¡ Fasette für die Fibula.]
+
+Im allgemeinen steht die Ausbildung der Extremitäten im engsten
+Zusammenhang mit den Verrichtungen derselben, also auch mit der
+Lebensweise des Tieres. Da nun die Extremitäten in vielen Fällen
+ausschließlich zum Gehen, in anderen zum Gehen und Greifen, zum
+Klettern und Graben, zum Fliegen oder Schwimmen dienen, so entspricht
+jeder dieser Funktionen eine besondere Einrichtung, die unter
+Umständen in ähnlicher Weise bei Tieren von sehr verschiedener
+Organisation wiederkehrt. Es setzt diese Tatsache eine gewisse
+Plastizität des ganzen Organismus und damit auch des Knochengerüstes
+voraus, welche sich häufig sehr deutlich in den verschiedenaltrigen
+Vertretern einer bestimmten Gruppe in Gestalt phylogenetischer
+Durchgangsstadien kund gibt. Das Studium der Veränderungen im
+Säugetierskelett während der phyletischen Entwicklung, die sog.
+»Kinetogenese«, ist in neuester Zeit vorzüglich durch ~Cope~ und
+~Osborn~ gefördert und im Sinne der ~Lamarckschen~ Anschauungen
+ausgebaut worden.[117]
+
+Neben dem eigentlichen Knochengerüst hat bei den Säugetieren das
+~Gebiß~[118] das größte praktische Interesse, indem die Zähne nicht
+nur eine außerordentlich mannigfaltige Differenzierung aufweisen,
+sondern auch in engster Beziehung zur Ernährung und zum ganzen
+Skelettbau stehen. Sie wurden darum von jeher mit Vorliebe für die
+Systematik verwertet und spielen insbesondere in der Paläontologie
+wegen ihrer Widerstandsfähigkeit gegen die zerstörenden Einflüsse der
+Fossilisation eine wichtige Rolle.
+
+[Illustration: Fig. 488.
+
+Vertikale Durchschnitte verschiedener Zähne. ¡e¡ Schmelz, ¡d¡ Dentin,
+¡c¡ Zement, ¡p¡ Pulpa. ¡A¡ einwurzeliger Schneidezahn, ausgewachsen,
+die Pulpa in einen feinen Kanal ausgezogen. ¡B¡ junger, in der
+Entwicklung begriffener Schneidezahn mit weit offener Pulpa. ¡C¡
+Schneidezahn eines Nagers nur an der Vorderseite mit Schmelz bedeckt,
+mit persistenter Pulpa. ¡D¡ zweiwurzeliger Backzahn des Menschen mit
+niedriger, breiter Krone. ¡E¡ Backzahn eines Ochsen mit hoher Krone
+und tiefen Schmelzfalten, deren Zwischenräume mit Zement ausgefüllt
+sind. Der Schmelz ist an der Oberfläche abgekaut und dadurch die
+Dentinsubstanz an der Usurfläche bloßgelegt.]
+
+Die meisten Säugetierzähne bestehen aus Schmelz, Dentin und Zement
+und enthalten eine mit zelligem Gewebe erfüllte und mit Blutgefäßen
+und Nerven versehene Pulpa (Fig. 488). Vasodentin kommt nur bei den
+Edentaten vor. Das Zement (Crusta petrosa) bedeckt in der Regel als
+dünner Überzug die Wurzel; nicht selten aber auch als eine mehr oder
+weniger dicke weiße Kruste die Krone, oder es füllt Vertiefungen und
+Zwischenräume derselben aus. Die Pulpa bildet an jungen Zähnen in
+Krone und Wurzel einen großen Hohlraum: bei mehrwurzeligen Zähnen
+verzweigt sie sich und sendet in jede Wurzel eine Verlängerung.
+An jungen in der Entwicklung begriffenen Zähnen ist die Pulpa an
+der Basis des Zahnes weit geöffnet und nach vorne verengt. Diese
+Beschaffenheit erhält sich dauernd bei allen wurzellosen, mit sog.
+persistenter Pulpa versehenen Zähnen. Zähne mit niedriger Krone,
+wohl entwickelten Wurzeln und an der Basis verengter Pulpa werden
+~brachyodont~, solche von hoher zylindrischer oder prismatischer
+Gestalt mit weit offener Pulpa, ohne oder mit nur im hohen Alter
+vorhandenen schwachen Wurzeln ~hypselodont~ oder ~hypsodont~ genannt.
+
+Die Ausbildung der Säugetierzähne wird wesentlich durch ihre
+physiologische Funktion beeinflußt. Dienen sie lediglich zum Ergreifen
+und Festhalten der Nahrung, so entspricht der einfache Kegelzahn am
+besten dieser Aufgabe; werden sie als Waffe oder als Instrumente
+zur Beseitigung von Hindernissen verwendet, so verlängern sie sich,
+ragen aus der Mundhöhle vor und wandeln sich in Stoßzähne um. Ist die
+Nahrungszufuhr reichlich, und bedarf es zur Zerkleinerung derselben
+einer vollkommeneren Einrichtung, so tritt Arbeitsteilung und
+Spezialisierung des Gebisses ein. Gewissen Zähnen fällt die Funktion
+zu, die Nahrung zu ergreifen und festzuhalten, anderen dieselbe
+zu zerreißen oder zu zerschneiden oder zu zermalmen, und da diese
+Arbeiten meist in verschiedenen Teilen der Mundhöhle ausgeführt
+werden, so erleiden die vorderen Zähne andere Differenzierungen als
+die hinteren.
+
+Ein gänzlicher Mangel an Zähnen tritt nur dann ein, wenn, wie bei
+den Walen, Ameisenfressern und Schnabeltieren eine Zerkleinerung
+der Nahrung überhaupt nicht erforderlich ist; eine gleichförmige
+Ausbildung aller Zähne (~Isodontie~) kommt nur bei Meersäugetieren
+vor, deren Zähne, wie die der meisten niederen Vertebraten, lediglich
+zum Festhalten der Nahrung dienen. Weitaus die meisten Säugetiere
+besitzen ein »~anisodontes~« differenziertes Gebiß, dessen Zähne
+sich in den beiden Kieferhälften symmetrisch wiederholen. Die im
+Zwischenkiefer und in der Symphyse des Unterkiefers eingepflanzten,
+stets einwurzeligen oder mit persistenter Pulpa versehenen Zähne
+heißen ~Schneidezähne~ (dentes incisivi ¡J¡). Auf die Schneidezähne
+folgt jederseits im Oberkiefer unmittelbar hinter der Zwischen-
+und Oberkiefernaht ein meist konischer, ein- selten zweiwurzeliger
+~Eckzahn~ (dens caninus oder laniarius ¡C¡), dem im Unterkiefer ein
+ähnlich geformter Zahn entspricht, welcher bei geschlossenem Kiefer
+unmittelbar vor dem oberen Eckzahn eingreift. Hinter dem Eckzahn
+beginnen die ~Backenzähne~ (dentes molares), wovon die vorderen, meist
+etwas einfacher gebauten als Lückenzähne oder Praemolares (Molares
+spurii ¡P¡), die hinteren als echte Molaren (Molares veri ¡M¡)
+bezeichnet werden. Sind in einem Gebiß sämtliche Sorten von Zähnen
+vorhanden, so gilt dasselbe für vollständig; es ist unvollständig,
+wenn entweder Schneidezähne, Eckzähne oder Backenzähne fehlen.
+
+Bei den Zahnwalen, Sirenen und den meisten Edentaten bleiben die
+einmal vorhandenen, meist sehr einfachen Zähne zeitlebens in Gebrauch.
+Diesen wenigen ~monophyodonten~ Formen steht die große Mehrzahl der
+übrigen ~diphyodonten~ Säuger gegenüber, bei denen ein Zahnwechsel
+stattfindet. Die Ersatzzähne bilden sich jedoch nicht wie bei Fischen,
+Amphibien und Reptilien das ganze Leben hindurch, sondern nur ein
+einzigesmal; sie verdrängen die zuerst vorhandenen sog. ~Milchzähne~
+und treten als ~definitives~ oder ~Ersatzgebiß~ (Dauergebiß) an
+deren Stelle. Im Milchgebiß werden ebenfalls Schneidezähne, Eckzähne
+und Backenzähne unterschieden, wovon die beiden ersteren fast immer
+mit ihren Ersatzzähnen in Zahl und Form übereinstimmen, während
+die Milchbackenzähne in geringerer Anzahl vorhanden sind und in
+ihrer Ausbildung häufig mehr den hinteren echten Molaren als ihren
+Ersatzzähnen entsprechen. Den echten (d. h. hinteren) Molaren des
+definitiven Gebisses gehen niemals Milchzähne voraus, dagegen
+werden die Milchbackenzähne durch Praemolaren verdrängt. Nicht
+immer folgen sämtlichen Zähnen des Milchgebisses Ersatzzähne. Bei
+Huftieren treten z. B. öfters nur drei Praemolaren an Stelle von vier
+Milchbackenzähnen, ja bei den Beuteltieren wird meist nur ein einziger
+(der letzte) Milchbackenzahn ersetzt, die vorderen bleiben dauernd in
+Funktion und vertreten die Antemolaren der übrigen Säugetiere. Der
+Zahnersatz ist offenbar im Verschwinden begriffen, denn selbst bei den
+Säugetieren mit vollständigem Milchgebiß erfolgt der Zahnwechsel in
+einem früheren Altersstadium als bei ihren Ahnen im älteren Tertiär.
+
+Die ~Zahl~ der Zähne ist bei monophyodonten Säugern höchst variabel.
+Bei den Diphyodonten sind nicht nur die beiden Kieferhälften
+symmetrisch bezahnt, sondern es herrscht auch eine bestimmte Regel in
+der Zahl und Verteilung der verschiedenen Zähne. Beinahe in sämtlichen
+Ordnungen und Familien der Säugetiere besitzen die geologisch
+jüngeren Formen weniger Zähne als die älteren Vertreter derselben
+Entwicklungsreihe. Eine Vermehrung der normalen Zahnzahl im Verlauf
+der phyletischen Entwicklung kommt dagegen bei diphyodonten Säugern
+niemals vor. Die Reduktion beginnt fast immer mit den am Ende einer
+bestimmten Kategorie stehenden Zähnen, z. B. mit dem ersten ¡J¡, dem
+vordersten ¡P¡ oder dem letzten ¡M¡ und schreitet von da nach vorne
+oder hinten weiter.[119]
+
+~Form~ und ~Größe~ der verschiedenen Zähne hängt ab von ihrer
+Stellung, von ihrer Funktion und ihrer Ernährung. Als primitives Gebiß
+der Säugetiere darf man wohl eine aus konischen, einwurzeligen Zähnen
+bestehende, durch gleichmäßige Lücken getrennte Zahnreihe annehmen.
+Die geringste Abweichung vom ursprünglichen Kegelzahn zeigen die
+~Eckzähne~. Sie sind in den meisten Fällen konisch, einspitzig, öfters
+etwas rückwärts gekrümmt, einwurzelig (nur bei einigen fossilen
+Beuteltieren und Insectivoren zweiwurzelig) und dienen hauptsächlich
+zum Ergreifen und Zerreißen der Nahrung, sie sind darum auch bei
+Fleischfressern am stärksten entwickelt.
+
+Den ~Schneidezähnen~ liegt in der Regel die Funktion ob, die Nahrung
+zu ergreifen und zu zerschneiden. Im ersteren Fall behalten sie
+konische Form und gleichen den Eckzähnen, im zweiten plattet sich
+die Zahnkrone in der Richtung von vorne nach hinten ab, erhält einen
+schneidenden Rand und wird meißel- oder schaufelförmig. Sie sind
+stets einwurzelig. Fallen den Schneidezähnen besondere Verrichtungen
+zu, so modifiziert sich demgemäß ihre Form. So werden die zum Nagen
+benützten Incisiven groß, gekrümmt, an der Krone zugeschärft, meist
+sehr lang und sind häufig nur auf der Vorderseite mit Schmelz bedeckt.
+Die starken, konischen oberen Schneidezähne der Sirenen werden
+zum Herausreißen von Wasserpflanzen benützt; die gewaltigen, mit
+persistenter Pulpa versehenen, entweder schmelzlosen oder nur mit
+einem Schmelzband bedeckten Stoßzähne der Proboscidier und des Narwal
+dienen als Waffe oder zur Beseitigung von Hindernissen etc. Mit der
+Größenzunahme und besonderen Differenzierung einzelner Schneidezähne
+verbindet sich in der Regel die Verminderung ihrer Zahl; gänzlichen
+Mangel an Schneidezähnen findet man bei den meisten Edentaten; bei
+den Ruminantiern gehen die oberen, bei den meisten Proboscidiern die
+unteren ¡J¡ durch Schwund verloren.
+
+Bei weitem die mannigfaltigsten Verrichtungen kommen den
+~Backenzähnen~ zu, und demgemäß weisen dieselben auch die größten
+Differenzierungen auf. Im allgemeinen haben sie die Tendenz, ihre
+Krone zu vergrößern, mit Spitzen, Höckern oder Leisten auszustatten
+und dadurch zum Zerkleinern der Nahrung geeigneter zu machen. Bei
+Fleisch- und Insektenfressern dienen die Backenzähne lediglich zum
+Zerschneiden der Beute und zum Zermalmen von Knochen. Zähne mit
+schmalen, verlängerten, zugeschärften und mehrspitzigen Kronen werden
+für die erste Verrichtung, breitere, mit spitzen Höckern versehene
+Kronen für die zweite am geeignetsten sein. Bei allen Insekten- und
+Fleischfressern haben demgemäß die besonders tätigen Backenzähne
+schneidende, mehrspitzige (~sekodonte~) Kronen und arbeiten wie
+die Blätter einer Schere, indem die unteren Zähne von den oberen
+umschlossen werden und letztere über die ersteren vorragen. Tiere,
+welche sich von gemischter Kost ernähren, haben ~bunodontes~ Gebiß,
+sie suchen die niedrigbleibende Krone der Backenzähne zu vergrößern
+und mit konischen Höckern auszustatten. Die Bewegung des Unterkiefers
+ist wie bei den Insekten- und Fleischfressern vertikal (orthal) und
+der Condylus quer gestellt.
+
+Die verschiedenartigste Ausbildung erlangen die Backenzähne der reinen
+Pflanzenfresser. Auch hier zeigt sich das Bestreben, die Zahnkrone in
+die Breite und Länge zu vergrößern, mit Höckern auszustatten und zum
+Zerreiben der Nahrung geeignet zu machen. Die konischen Höcker des
+ursprünglich bunodonten Zahnes nehmen ¥V-förmige¥ Gestalt an, indem sich
+zwei konvergierende Grenzkanten bilden. Durch kräftige Entwicklung
+der Schenkel dieser ¥V-förmigen¥ Hügel und durch Zusammenstoßen ihrer
+Enden oder aber durch direkte Verbindung von zwei Höckern durch
+gerade oder gebogene Querkämme entstehen komplizierte, mit Jochen
+versehene, ~lophodonte~ Kronen. Einen wesentlichen Einfluß auf die
+Formierung und Richtung dieser Leisten und Joche übt die Bewegung des
+Unterkiefers; wird derselbe beim Kauen wie bei den meisten herbivoren
+Huftieren von außen nach innen (ektal) oder von innen nach außen
+(ental) bewegt, so sind die ¥V-förmigen¥ Höcker hintereinander nach der
+Längsachse des Zahnes angeordnet, und die Seitenleisten der Höcker,
+sowie die Querjoche stehen schief zu derselben. Sehr häufig runden
+sich die Spitzen der ¥V-Höcker¥ ab und bilden alsdann halbmondförmige
+(~selenodonte~) Joche. Schiebt sich der Unterkiefer beim Kauen wie bei
+den meisten Nagern von vorne nach hinten (proale Mastikation), wobei
+der Condylus in einer Längsrinne der Schläfenbeinbasis bewegt wird,
+so stellen sich die Joche quer zur Längsachse. Dieselbe Anordnung
+der Joche zeigt sich auch bei den Proboscidiern, deren Unterkiefer
+sich von hinten nach vorne (palinal) bewegt. Durch Fältelung der
+Schmelzjoche, durch Bildung von spornförmigen Fortsätzen, durch
+Einschaltung von Neben- und Zwischenhöckern, durch Entwicklung von
+Basalwülsten und schließlich durch Ansatz von Höckern und Jochen
+am hinteren Ende des Zahnes kann sowohl die bunodonte als auch
+die lophodonte Zahnkrone eine kompliziertere Ausbildung erlangen.
+Im allgemeinen sind die oberen Backenzähne, da sie über die des
+Unterkiefers vorragen, fast immer breiter als die unteren; die
+letzteren hingegen dehnen sich in der Längsrichtung aus.
+
+[Illustration: Fig. 489.
+
+Hypothetische Entwicklung des trituberkulären Zahnes. ¡A¡ Obere und
+untere Molaren von innen. ¡B¡ obere und untere aufeinander gezeichnet.
+¡pr¡ Protocon, ¡pa¡ Paracon, ¡prd¡ Protoconid, ¡pad¡ Paraconid, med
+Metaconid, ¡end¡ Entoconid, ¡tald.¡ Talonid. (Nach ~Gregory~.)]
+
+[Illustration: Fig. 490.
+
+¡A¡ ¡Dryolestes¡. Oberer Jura. Untere ¡M¡ noch trituberkulär, ohne
+Hypoconid, obere ¡M¡ trituberkulär mit Parastyl. ¡B¡ ¡Triisodon¡.
+Unterstes Eocän. Untere ¡M¡ tuberkulärsektorial. Beide Zahnreihen
+aufeinandergezeichnet; ¡pr¡, ¡pa¡, ¡prd¡, ¡pad¡, ¡med¡, ¡end¡ wie
+in Fig. 489. ¡me¡ Metacon, ¡ps¡ Parastyl, ¡ml¡ Metaconulus, ¡hyd¡
+Hypoconid. (Nach ~Gregory~.)]
+
+ ~E. Cope~ und ~H. F. Osborn~ haben versucht, die mannigfachen
+ Modifikationen der Backzähne von dem einfachen kegelförmigen
+ Reptilienzahn abzuleiten. Aus diesem »~haplodonten~« Zahn wird
+ durch Hinzutreten von Nebenspitzen und durch beginnende Teilung
+ der Wurzel der »~protodonte~« Zahn. Wenn seine Nebenspitzen fast
+ ebenso groß geworden sind wie die ursprüngliche Hauptspitze,
+ so entsteht entweder der »~trikonodonte~« Zahn, dessen Spitzen
+ sämtlich in einer geraden Linie angeordnet sind, oder der
+ »~trituberkuläre~« Zahn, dessen Nebenspitzen seitlich von der
+ Hauptspitze stehen und mit ihr alternieren. Beide Zahntypen
+ besitzen je zwei Wurzeln, jedoch erfolgt mit fortschreitender
+ Komplikation des oberen ~trituberkulären~ Zahnes eine Zweiteilung
+ seiner Außenwurzel.
+
+ Der trikonodonte Zahn ist auf ganz wenige Säugetiere beschränkt
+ und hat auch keineswegs die Bedeutung für die weitere Entwicklung
+ der Molaren, welche ihm früher beigelegt wurde, denn dieser
+ liegt unzweifelhaft der ~trituberkuläre~ Zahntypus zugrunde,
+ dessen erste Anfänge bereits bei gewissen ¡Cynodontia¡, den
+ reptilienartigen Vorläufern der Säugetiere wahrnehmbar sind.
+
+[Illustration: Fig. 491.
+
+Entwicklung der Huftiermolaren. Obere und untere ¡M¡
+aufeinandergezeichnet. ¡pr¡, ¡pa¡, ¡me¡, ¡ml¡, ¡prd¡, ¡pad¡, ¡med¡,
+¡end¡, ¡hyd¡ wie in Fig. 490. ¡hy¡ Hypocon, ¡pl¡ Protoconulus.
+(Nach ~Osborn~.)]
+
+[Illustration: Fig. 492.
+
+¡A¡ ¡Elotherium¡, unterer ¡M¡ bunodont, ¡B¡ ¡Hyrachyus¡, unterer ¡M¡
+lophodont, ¡C¡ ¡Anoplotherium¡, Außenhügel halbmondförmig. Innenhügel
+konisch. ¡M¡_{3} mit drittem Halbmond.]
+
+ Der »~trituberkuläre~« Zahn -- »~Trigon~« im Oberkiefer,
+ »~Trigonid~« im Unterkiefer -- genügte zwar, so lange die Tiere
+ geringe Körpergröße besaßen und sich hauptsächlich von Insekten
+ nährten. Die allmähliche Zunahme der Körperdimensionen und die
+ hiermit verbundene Anpassung an Fleischnahrung oder gemischte Kost
+ erforderte jedoch eine weitere Verstärkung der Backenzähne, welche
+ dadurch bewerkstelligt wurde, daß an den unteren Molaren ein zwei-
+ oder dreispitziges »~Talonid~« als Antagonist der Hauptspitze des
+ entsprechenden oberen Molaren entstand und an den oberen Molaren
+ die beiden Außenspitzen sich vergrößerten und außerdem zwei
+ kleine Zwischenspitzen sich bildeten, von welchen die hintere bei
+ gemischter Kost öfter in einen zweiten Innenhöcker umgewandelt
+ wurde; dieser zweite Innenhöcker erweist sich aber auch nicht
+ selten als eine aus dem Basalband hervorgegangene Neubildung. Die
+ einzelnen Bestandteile des fünf- resp. sechshöckerigen Zahnes
+ führen folgende Namen:
+
+ A. ~Obere trituberculäre Molaren.~
+ abgekürzt
+ Vordere Innenspitze oder Höcker -- Protoconus -- pr.
+ hintere » » » -- Hypoconus -- hy.
+ vordere Außenspitze » » -- Paraconus -- pa.
+ hintere » » » -- Metaconus -- me.
+ vordere Zwischenspitze » » -- Protoconulus -- pl.
+ hintere » » » -- Metaconulus -- ml.
+
+ B. ~Untere tuberculärsektoriale Molaren.~
+
+ Vordere Außenspitze oder Höcker -- Protoconid -- prd.
+ hintere » » » -- Hypoconid -- hyd.
+ vordere unpaare Spitze » » -- Paraconid -- pad.
+ hintere » » » » -- Mesoconid -- msd.
+ vordere Innenspitze » » -- Metaconid -- med.
+ hintere » » » -- Entoconid -- end.
+
+ Die weitere Differenzierung äußert sich an den oberen Molaren
+ in dem Auftreten von Außenpfeilern -- ~Parastyl~, ~Mesostyl~,
+ ~Metastyl~ -- bei omnivorer oder herbivorer Lebensweise
+ in Vergrößerung des Hypoconus und in Verschmelzung des
+ vorderen Zwischenhöckers mit dem Protoconus (Fig. 493 A)
+ ~quadrituberkulärer~ Zahn, oder es verbinden sich die
+ Zwischenhöcker mit dem benachbarten Innenhöcker zu je einem
+ Querjoch (Fig. 493 C) ~lophodonter~ Zahn. An den unteren Molaren
+ verschwindet das Paraconid und alle Innen- und Außenhöcker werden
+ gleich groß, wobei auch hier die Höcker sich paarweise zu Jochen
+ verbinden können (Fig. 492 B). Am letzten unteren Molaren entsteht
+ nicht selten ein dritter Lobus (Fig. 492 C). Durch Hinzutreten
+ von Querjochen kommen ~polylophodonte~ Zähne (Fig. 495) zustande.
+ In ähnlicher Weise könnte man sich auch die ~multituberkulären~
+ Zähne (Fig. 494) entstanden denken, allein sie treten bereits
+ gleichzeitig mit dem Trituberkulär- und Trikonodontentypus auf,
+ was sich mit der Ableitung von einem dieser beiden Typen nicht
+ gut vereinbaren läßt. Bei den Fleischfressern hingegen verkümmern
+ nach und nach die oberen sowie die beiden letzten unteren Molaren,
+ desgleichen auch das Metaconid und Talonid des ersten unteren
+ Molaren. Dafür wird jedoch Paraconid und Protoconid sowie der
+ letzte obere Prämolar verstärkt und beide Zähne wirken zusammen
+ als eine Schere.
+
+[Illustration: Fig. 493.
+
+Vier-, fünf- und sechshöckerige obere Molaren von unten. ¡A¡
+¡Prodremotherium¡, ¡B¡ ¡Anoplotherium¡, ¡C¡ ¡Lophiotherium¡.]
+
+[Illustration: Fig. 494.
+
+Multituberkuläre Backzähne von Allotherien. ¡A¡, ¡B¡ Oberkieferzahn
+von ¡Cimolomys¡. ¡C¡ Unterkieferzahn von ¡Cimolomys¡. 3/1 nat. Gr.
+(Nach ~Marsh~.)]
+
+[Illustration: Fig. 495.
+
+¡Polylophodonter¡ oberer ¡M¡ von ¡Stegodon¡. Ca. 1/2 natürl. Größe.]
+
+ Die ~Praemolaren~ erlangen in der Regel nicht den hohen Grad der
+ Differenzierung wie die Molaren. Sie sind meist einfacher, und
+ selbst wenn sie ihnen gleich werden, ist doch die Reihenfolge der
+ neu auftretenden Höcker eine andere als bei den Molaren, weshalb
+ auch die einzelnen Höcker nicht mit denen der Molaren homologiiert
+ werden können. ~Scott~[120] nennt sie:
+
+ Untere P. Obere P.
+
+ 1 Außenhöcker Protoconid. 1 Außenhöcker Protoconus.
+ Vorderhöcker Paraconid. 1 Innenhöcker Deuteroconus.
+ 1 Innenhöcker Deuteroconid. 2 Außenhöcker Tritoconus.
+ 2 Außenhöcker Metaconid. 2 Innenhöcker Tetartoconus.
+ 2 Innenhöcker Tetartoconid.
+
+Die Systematik der Säugetiere ist durch die Entdeckung zahlreicher
+fossiler Formen wesentlich beeinflußt worden, denn einerseits
+werden nicht selten durch sie scheinbar nicht verwandte lebende
+Gattungen und selbst Familien und Ordnungen miteinander verbunden
+und die vermeintlichen scharfen Grenzlinien zwischen ihnen mehr oder
+weniger verwischt, anderseits kamen aber auch fossile Formen zum
+Vorschein, für welche nicht bloß besondere Familien, sondern sogar
+in einem Falle eine besondere Ordnung errichtet werden mußte, weil
+sie den übrigen Säugetieren durchaus fremdartig gegenüberstehen.
+In weitaus den meisten Fällen läßt sich die Stammesgeschichte der
+einzelnen Gattungen, Familien und Ordnungen mit viel größerer
+Sicherheit ermitteln als bei den übrigen Wirbeltieren, ~in keiner
+anderen Abteilung des Tierreiches finden wir ein so massenhaftes und
+geeignetes Material zur Aufstellung genetischer Formenreihen~.
+
+Was die Abstammung der Säugetiere von anderen Vertebraten betrifft,
+so kommen Vögel und Fische als deren Ahnen nicht in Betracht. Auch
+die Amphibien, von welchen sie ~Huxley~ ableiten wollte, stehen den
+Säugetieren viel ferner als die Reptilien. Unter diesen zeigen die
+~Theromorpha~ so viele Beziehungen zu den Säugetieren, daß schon
+~Owen~ und ~Cope~ sie als deren Vorläufer bezeichneten, und durch die
+neuesten Untersuchungen ~Osborns~ wird es zur völligen Gewißheit, daß
+die Säugetiere von synapsiden Reptilien, und zwar von ~Cotylosauriern~
+und ~Theriodontiern~ abstammen, welche ihrerseits aus ~Stegocephalen~
+hervorgegangen sind.
+
+Die Säugetiere werden in der Regel nach ihrer Embryonalentwicklung in
+zwei Unterklassen, ¡Eplacentalia¡ und ¡Placentalia¡ eingeteilt. Die
+ersteren enthalten die Ordnungen der ¡Monotremata¡ und ¡Marsupialia¡,
+die letzteren die Ordnungen der ¡Insectivora¡, -- inkl. ¡Tillodontia¡
+-- ¡Chiroptera¡, ¡Carnivora¡, ¡Cetacea¡, ¡Rodentia¡, ¡Edentata¡,
+¡Ungulata¡, ¡Notoungulata¡, ¡Subungulata¡ -- inkl. ¡Sirenia¡ -- und
+¡Primates¡.
+
+
+A. Unterklasse. #Eplacentalia.#
+
+~Embryonalentwicklung ohne Placenta.~
+
+
+1. Ordnung. #Monotremata.#[121] ~Kloakentiere.~
+
+(¡Ornithodelphia¡ Blv.)
+
+~Brustgürtel mit selbständigem Coracoid, Praecoracoid und
+Interclavicula. Becken mit Beutelknochen. Schulterblatt ohne Crista.
+Kiefer gestreckt, zahnlos oder mit Zahnrudimenten. Fortpflanzung
+durch Eier. Milchdrüsen ohne Zitzen, auf getrennten Drüsenfeldern
+mündend. Harnröhren und Genitalgänge in die Kloake mündend, welche in
+das untere Ende des Mastdarms führt. Körpertemperatur nicht überall
+gleich.~
+
+So interessant diese Ordnung ist hinsichtlich ihrer vielen Anklänge
+an Reptilien einerseits und ihrer hochgradigen Spezialisierung
+anderseits, so hat sie doch für die Paläontologie nur geringe
+Bedeutung, denn die wenigen bekannten sicheren Überreste stammen aus
+dem Pleistocän von Australien und gehören den beiden noch lebenden
+Gattungen ¡Ornithorhynchus¡ (Fig. 496) -- in der Jugend mit §2§/§2§
+¡M¡ -- und ¡Echidna¡ an. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß manche
+der im folgenden erwähnten mesozoischen Säugetiere Monotremen waren,
+wenigstens die ¡Protodonta¡.
+
+[Illustration: Fig. 496.
+
+¡Ornithorhynchus jung.¡ Molaren des linken Unterkiefers. 5/2 nat. Gr.
+(Nach ~Osborn~.)]
+
+
+2. Ordnung. #Marsupialia.#[122]
+
+(¡Didelphia¡ Blv., ¡Metatheria¡ Huxley.)
+
+~Verschiedenartig bezahnte heterodonte Pflanzen- oder Fleischfresser
+mit sehr unvollständigem Zahnwechsel. Schultergürtel ohne Coracoid,
+Becken mit Beutelknochen. Zitzen der Milchdrüsen meist von einer
+Hautfalte umschlossen, welche einen Beutel bildet, worin die ohne
+plazentale Entwicklung in unreifem Zustande geborenen Jungen längere
+Zeit getragen werden.~
+
+Die Beuteltiere bilden einen ziemlich großen Formenkreis, in welchem
+Fleisch- und Insektenfresser sowie huftier- und nagerähnliche Typen
+vertreten sind, und diese mannigfachen Differenzierungen äußern sich
+nicht bloß im Gebiß sondern auch im Skelett. Das Gehirn ist klein,
+die glatten Hemisphären des Großhirns bedecken weder die Sehhügel
+und Riechlappen noch das Kleinhirn. Die Nasenbeine sind groß, die
+Jochbogen vollständig, die Augenhöhlen hinten offen. An der Bildung
+der Gehörkapsel beteiligt sich das Alisphenoid, seltener das Mastoid
+und das halbringförmige Tympanicum. Der harte Gaumen ist stets von
+größeren oder kleineren Öffnungen durchbohrt. Die hintere Ecke des
+Unterkiefers ist nach innen eingebogen.
+
+[Illustration: Fig. 497.
+
+¡A¡ ¡Trichosurus¡, Hinterfuß mit fünf fast gleichgroßen Zehen. ¡B¡
+¡Macropus¡, ¡I¡-¡III¡ Zehe reduziert (nach ~Dollo~.).]
+
+Das Gebiß erinnert teils an das von Herbivoren oder von Nagern, teils
+an das von Insectivoren oder von Fleischfressern. Bei den ersteren ist
+die Zahl der ¡J¡ und ¡P¡ sowie der ¡C¡ reduziert, dafür ist jedoch in
+jedem Kiefer ein ¡J¡ sehr stark ausgebildet, die letzteren haben ein
+vollständiges Gebiß, in welchem meist bis zu §5§/§4§ ¡J¡ vorhanden und
+die ¡C¡ kräftig entwickelt sind und zuweilen je zwei Wurzeln besitzen.
+Die ¡P¡ haben in der Regel einen sehr einfachen Bau und geringe Größe,
+nur der hinterste ist meist groß und oft stark spezialisiert. Die
+meist in der Vierzahl vorhandenen ¡M¡ sind entweder sekodont, bunodont
+oder lophodont. Der Zahnwechsel beschränkt sich auf den letzten ¡P¡,
+aber die Embryonen der lebenden Beuteltiere besitzen viel mehr Anlagen
+von Zähnen als im definitiven Gebiß vorkommen.
+
+Charakteristisch für die Beuteltiere ist die Anwesenheit von je einem
+stabförmigen Knochen am Vorderrand des Schambeins. Diese Beutelknochen
+finden sich bei beiden Geschlechtern, sind aber bei den Thylacyniden
+durch Faserknorpel ersetzt. Die Länge der Hinterbeine übertrifft
+häufig die der Vorderbeine. Der Hinterfuß (Fig. 497) hat fünf oder
+vier Zehen, von denen die vierte stets am längsten ist, während die
+zweite und dritte bei Herbivoren sehr dünn werden können und stets von
+einer gemeinsamen Haut umgeben sind. Jedoch bestehen zwischen dieser
+spezialisierten und der ursprünglich fünfzehigen Extremität vielfache
+Übergänge. Der Hallux steht öfters den übrigen Zehen rechtwinklig
+gegenüber oder verkümmert ganz. ~Dollo~ leitet alle Marsupialier von
+fünfzehigen arborikolen Formen ab.
+
+Mit Ausnahme der in Amerika verbreiteten ¡Didelphidae¡ und der
+südamerikanischen ¡Caenolestidae¡ sind die Beuteltiere gegenwärtig auf
+Australien und die benachbarten Inseln beschränkt. Die pleistocänen
+Formen hatten dieselben Wohnsitze wie die lebenden. Dagegen besaß im
+Tertiär und in der Jurazeit nicht bloß Nordamerika -- hier auch in
+der Kreide -- sondern auch Europa eine Anzahl fossiler Marsupialier,
+und aus dem Tertiär von Südamerika kennt man eine ziemliche Menge
+verschiedenartiger Typen. Man unterscheidet am zweckmäßigsten drei
+Unterordnungen, die ¡Allotheria¡, die ¡Diprotodontia¡ und die
+¡Polyprotodontia¡, obschon die ¡Caenolestidae¡ zwischen den beiden
+letzteren den Übergang bilden.
+
+
+1. Unterordnung. #Allotheria.# Marsh. ¡Multituberculata¡ Cope.[123]
+
+¡Kleine ausgestorbene herbivore oder omnivore Säuger mit vielhöckrigen
+M, deren Höcker in zwei oder drei Längsreihen angeordnet sind. P
+entweder den M ähnlich, aber einfacher oder seitlich zusammengedrückt.
+In jedem Kiefer ein J kräftig, nagezahnartig entwickelt. Ohne C.
+Unterkiefer meist mit einwärts gebogenem Eckfortsatz. Coracoid
+vielleicht selbständig ausgebildet.¡
+
+Die ¡Allotheria¡ finden sich in der Trias von Europa und Südafrika,
+im Jura von Europa und Nordamerika, in der Kreide von Nordamerika und
+im untersten Tertiär von Europa und Nordamerika. Auch gehören hierher
+möglicherweise einige Formen aus dem Eocän von Südamerika.
+
+Von den meisten Gattungen liegen nur vereinzelte Zähne, Unterkiefer,
+selten Oberkiefer und Schädelteile vor. Nur von ¡Ptilodus¡ kennt man
+den Schädel und einige Knochen. Die systematische Stellung ist daher
+bei manchen sehr unsicher, der größere Teil gehört jedoch zu den
+Marsupialiern, wennschon die Zähne meist eher an die rudimentären
+Backenzähne von ¡Ornithorhynchus¡ erinnern. Der Astragalus von
+¡Polymastodon¡ gleicht nach ~Cope~ dem von Känguru.
+
+
+1. Familie. #Tritylodontidae# Cope.
+
+¡Schnauze abgestutzt, Zwischenkiefer mit je einem starken C ähnlichen
+J und dahinter ein kleiner stiftförmiger J. P den M ähnlich, aber
+einfacher, M mit drei Höckerreihen.¡ Trias von Südafrika und Europa.
+
+¿Tritylodon¿ Owen (Fig. 498.) Trias Karrooformation Südafrika. Gehört
+nach ~Seeley~ zu den Reptilien (Theriodontia).
+
+¿Triglyphus¿ Fraas. Nur winzige viereckige Zähnchen mit zwei oder
+drei Höckerreihen bekannt. Im rhätischen Bonebed von Hohenheim bei
+Stuttgart.
+
+[Illustration: Fig. 498.
+
+¡Tritylodon longaevus¡ Owen. Trias von Basutoland. Schädel von oben
+und von unten. 2/1 nat. Größe. (Nach ~Owen~.)]
+
+
+2. Familie. #Plagiaulacidae# Gill.
+
+¡Zwischenkiefer mit ein bis drei J, Unterkiefer mit einem J; J_{1} in
+beiden Kiefern nagezahnähnlich. Obere P drei- bis fünfhöckerig, der
+letzte manchmal mit mehr Höckern. Untere P seitlich zusammengedrückt,
+schneidend und mit vielen Einkerbungen versehen. Untere M mit nur
+zwei, obere mit drei, selten mit nur zwei Höckerreihen. Unterkiefer
+viel kürzer als die Schnauze. Gelenk bis auf den Eckfortsatz
+ausgedehnt.¡
+
+[Illustration: Fig. 499.
+
+¡Microlestes antiquus¡ Plieninger. Backzahn aus dem Bonebed von
+Echterdingen, Württemberg. 3/1.]
+
+[Illustration: Fig. 500.
+
+¡Plagiaulax Becclesi¡ Falc. Purbeck-Schichten von Swanage,
+Dorsetshire. ¡A¡ Unterkiefer (1/1). ¡B¡ ¡Plagiaulax minor¡ Owen,
+ebendaher. ¡a¡ Molar vergrößert, ¡b¡ Unterkiefer vergrößert, ¡c¡
+derselbe in nat. Gr. (Nach ~Falconer~.)]
+
+¿Microlestes¿ Plieninger (¡Hypsiprymnopsis¡ Dawkins). (Fig. 499.) Nur
+kleine, länglich vierseitige, in der Mitte vertiefte und außen und
+innen mit Höckern versehene Zähnchen aus dem rhätischen Bonebed von
+Württemberg und Sommerset bekannt.
+
+¿Plagiaulax¿ Falconer (¡Bolodon¡ Owen). (Fig. 500, 501.)
+§1.1.4.3.§/§1.0.4.3.§ Unterkiefer mit hohem Kronfortsatz und
+niedrigem, über den Eckfortsatz sich erstreckenden Condylus.
+Vorderster oberer ¡J¡ vertikal nach unten, unterer ¡J¡ schräg nach
+oben und vorne gerichtet. Obere ¡P¡ aus zweireihig angeordneten
+Höckern bestehend, letzter ¡P¡ ¡M¡-artig, untere ¡P¡ von vorne
+nach hinten größer werdend, schneidend, blattartig, mit gerieften
+Seitenflächen. Obere und untere ¡M¡ mit je zwei Reihen von Höckern.
+Purbeck von England.
+
+¿Allodon¿ Marsh. Oberkiefer ähnlich ¡Plagiaulax¡, jedoch mit 3 ¡J¡.
+Oberer Jura. Wyoming. ¿Allacodon¿ Marsh (Fig. 502.) Obere Kreide.
+Nordamerika.
+
+¿Ctenacodon¿ Marsh. (Fig. 503.) Untere ¡P¡ am Oberrand schwach
+gestreift. Obere ¡M¡ mit nur zwei großen Außenhöckern. Ober. Jura.
+Wyoming.
+
+¿Neoplagiaulax¿ Lemoine (¡Liotomus¡ Cope). Unterkiefer nur mit einem
+großen, gerieften ¡P¡ und zwei ¡M¡. Untereocän von Reims und Neumexiko.
+
+[Illustration: Fig. 501.
+
+¡Bolodon crassidens¡ Owen. Purbeck-Schichten von Dorsetshire.
+¡A¡ Oberkieferfragment in nat. Gr. ¡B¡ dasselbe in vierfacher
+Vergrößerung. (Nach ~Osborn~.) ¡mx¡ Oberkiefer, ¡pmx¡ Zwischenkiefer,
+¡s¡ Naht zwischen Ober- und Zwischenkiefer, ¡fi¡ Foramen
+infraorbitale, ¡pm¡ Lückenzähne, ¡m¡ Backzähne.]
+
+[Illustration: Fig. 502.
+
+¡Allacodon pumilus¡ Marsh. Ob. Kreide. Wyoming. Die drei Prämolaren
+des Oberkiefers ¡a¡ in nat. Gr. ¡b¡ in dreifacher Größe. (Nach
+~Marsh~.)]
+
+[Illustration: Fig. 503.
+
+¡Ctenacodon potens¡ Marsh. Ob. Jura. Wyoming. Rechter Oberkiefer von
+unten. 4/1. (Nach ~Marsh~) ¡a'¡ erster, ¡b¡ vierter Prämolar, ¡m¡
+Jochbogen.]
+
+[Illustration: Fig. 504.
+
+¡Ptilodus gracilis¡ Gidley. Unterstes Eocän. Fort Unionbed Montana.
+¡A¡ Schädel und Unterkiefer. ¡B¡ Oberkiefer (Unterkiefer). 2/3 nat.
+Gr. (N. ~Gidley~.)]
+
+[Illustration: Fig. 505.
+
+¡Cimolomys¡ (¡Cimolodon¡) ¡nitidus¡ Marsh. Obere Kreide. Wyoming.
+(Nach ~Marsh~.) ¡a¡ vorletzter unterer Backzahn.]
+
+¿Ptilodus¿ Cope (¡Chirox¡ Cope). (Fig. 504.) §1.1.4.2§/§1.0.2.2.§
+Schädel niedrig und flach mit langer breiter Schnauze, Gaumen mit
+großen Lücken, Kiefergelenk nahe dem stark verbreiterten Hinterhaupt.
+Oberer ¡C¡ ähnlich aber kleiner als ¡J¡, ¡P¡^1 mit 3, ¡P¡^2 mit 4,
+¡P¡^3 mit 6 Höckern, ¡P¡^4 langgestreckt mit zahlreichen Höckern.
+¡M¡^1 schmäler als ¡P¡^4. ¡P¡_{3} reduziert, ¡P¡_{4} kräftig, an
+beiden Seiten gerieft. ¡M¡_{1} mit mehr Höckern als ¡M¡_{2}. Humerus
+massiv, mit engem Entepicondylarforamen. Auch Becken, Ober- und
+Unterschenkel bekannt. Untereocän von Montana und Neumexiko.
+
+¿Cimolomys¿ Marsh (¡Cimolodon¡, ¡Nanomys¡, Marsh, ¡Ptilodus¡,
+¡Halodon¡ Osborn). (Fig. 505.) Obere ¡M¡ mit drei Höckerreihen. Obere
+Kreide. Laramiebed von Wyoming und Montana und mittlere Kreide von
+Nordwest-Canada.
+
+¿Meniscoëssus¿ Cope (¡Dipriodon¡, ¡Tripriodon¡, ¡Selenacodon¡,
+¡Oracodon¡ Marsh). (Fig. 506.) Fast nur isolierte Zähne bekannt. Obere
+¡M¡ mit drei Höckerreihen. Obere Kreide. Laramiebed von Nordamerika.
+
+
+3. Familie. #Polymastodontidae# Cope.
+
+¡Beide Kiefer jederseits mit einem starken, nagezahnartigen J und zwei
+großen M, vor denen sich ein kleiner einfacher P befindet, der von J
+durch eine lange Zahnlücke getrennt ist. Hinter dem großen oberen J
+noch ein kleiner J vorhanden. Die unteren M mit zwei, die oberen mit
+drei Längsreihen von stumpfen Höckern. Unterkieferecke umgebogen.
+Kiefergelenk fast in der Hinterhauptsfläche gelegen.¡ Im untersten
+Tertiär, Puerco von Neu-Mexiko.
+
+¿Polymastodon¿ Cope (¡Taeniolabis¡, ¡Catopsalis¡ Cope). (Fig. 507.)
+§2.0.1.2.§/§1.0.1.2.§ Von den Dimensionen eines Bibers.
+
+[Illustration: Fig. 506.
+
+¡A¡ ¡Meniscoëssus conquistus¡ Cope. Oberer Molar aus der obersten
+Kreide (Laramie-Stufe) von Dakota. 2/1. (Das Cope'sche Original nach
+~Osborn~.)
+
+¡B¡ ¡Tripriodon coelatus¡ Marsh. Ob. Kreide. Wyoming. Wahrscheinlich
+letzter oberer Molar in natürlicher und in doppelter Gr. (Nach
+~Marsh~.)]
+
+[Illustration: Fig. 507.
+
+¡Polymastodon attennatus¡ Cope. Unterstes Eocän. Neu-Mexiko. Gaumen
+mit beiden Zahnreihen. Nat. Gr. (Nach ~Osborn~.)]
+
+
+4. Familie. #Polydolopidae.# Ameghino.
+
+¡Untere J fast horizontal. P^3 und P^4 und unterer P_{4} höher als
+die M und meist als gezähnelte Schneide entwickelt. Obere M mit zwei
+oder drei, untere stets mit zwei Höckerreihen und von vorne nach
+hinten kleiner werdend. Meist drei, selten fünf Höcker in einer Reihe.
+§1.0.2.3.§/§1.0.2.3.§¡
+
+[Illustration: Fig. 508.
+
+¡Polydolops Thomasi¡ Ameghino. Eocän. Notostylops-Schichten.
+Patagonien. ¡A¡ Ob. Zahnreihe, ¡B¡ unt. Zahnreihe von außen, ¡C¡ von
+oben. ¡D¡ ¡Pliodolops primulus¡ Ameghino. Ebenda. Obere ¡M¡. 2/1 nat.
+Gr. (nach ~Ameghino~.)]
+
+Im älteren Tertiär von Patagonien (Notostylops-Schichten). Sie
+sind wahrscheinlich die Nachkommen von ¡Plagiaulaciden¡. Ihre
+Verwandtschaft mit den ¡Caenolestiden¡ ist schon wegen ihrer
+beträchtlichen Größe unwahrscheinlich, wenn auch zwischen ¡Polydolops¡
+und ¡Abderites¡ einige Ähnlichkeit vorhanden ist.
+
+Von den zahlreichen Gattungen, welche ~Ameghino~ meist nur auf
+einzelne Zähne begründet hat, zeichnen sich ¡Orthodolops¡ und
+¡Amphidolops¡ durch undeutlich, ¡Polydolops¡ (Fig. 508), ¡Pseudolops¡
+und ¡Pliodolops¡ durch scharf von einander geschiedene Höcker aus. An
+den oberen ¡M¡ von ¡Pliodolops¡ (Fig. 508 ¡D¡) stehen sie in mehreren
+Reihen.
+
+¿Propolymastodon¿ (¡Promysops¡?) Ameghino §1.0.2.3.§/§1.0.1.3.§
+unterscheidet sich von den übrigen Gattungen durch den Besitz von nur
+einem, überdies ganz einfachen, ungekerbten ¡P¡.
+
+¿Eommanodon¿ Ameghino. Miocän Colpodon-Schichten. Systematische
+Stellung unsicher.
+
+
+2. Unterordnung. #Diprotodontia.# Owen.
+
+¡Meist Pflanzenfresser mit je vier vierhöckerigen oder zweijochigen M.
+P den M ähnlich oder blattartig und schneidend. C fehlend oder sehr
+schwach entwickelt. Oben 4-1 J, davon der vorderste vergrößert, unten
+nur ein einziger aber sehr kräftiger nagezahnartiger J.¡
+
+Die ¿Diprotodontia¿ sind wahrscheinlich Nachkommen von
+¡Polyprotodontia¡, welche sich einer gemischten oder ausschließlich
+vegetabilischen Kost angepaßt haben. Mit Ausnahme der
+südamerikanischen Gattung ¡Caenolestes¡ sind sie jetzt auf Australien
+beschränkt, wo sie auch im Pleistocän vorkommen. Aus dem Tertiär von
+Patagonien kennt man eine Anzahl erloschener Gattungen und Arten.
+
+
+1. Familie. #Caenolestidae.# Trouessart.
+
+(¡Paucituberculata¡ Ameghino.)
+
+¡Kleine, höchstens mittelgroße Beutler mit 3-4 kleinen vertikalen
+oberen J und einem großen horizontal gestellten unteren J. Dahinter
+drei bis vier einfache stiftförmige Lückenzähne, von denen einer im
+Oberkiefer zuweilen als kräftiger C entwickelt ist. Obere P^2 und
+P^3 klein, P^4 größer und schneidend wie die beiden unteren P. M
+vierhöckerig, von vorne nach hinten kleiner werdend. Unterer M_{1}
+häufig vergrößert, fünfhöckerig und zusammen mit dem oberen P^4 als
+Schere funktionierend, die übrigen M vierhöckerig lophodont. Obere M
+mit schwachem zweiten Innenhöcker. Fuß nicht syndaktyl. Lebend und
+fossil in Südamerika.¡
+
+
+1. Unterfamilie. #Caenolestinae.#
+
+§4.1.3.4.§/§1.4-5.2.4.§ Kein ¡P¡ oder ¡M¡ schneidend ausgebildet.
+Untere ¡M¡ tuberkulärsektorial. ¡P¡ und ¡M¡ denen von Beutelratten
+ziemlich ähnlich.
+
+¿Caenolestes¿ Thomas. Lebend in Ecuador.
+
+¿Garzonia¿ (Fig. 510) und ¿Halmarhiphus¿ Ameghino aus dem Miocän von
+Santacruz, die erstere Gattung mit trituberkulären oberen ¡M¡.
+
+¿Stilotherium¿ (Fig. 510 B) und ¿Cladoclinus¿ Ameghino (¡Pitheculites
+Clenialites¡) Amegh. Miocän von Patagonien.
+
+¿Zygolestes¿ Ameghino Pliocän. Parana-Stufe von Argentinien.
+
+[Illustration: Fig. 509.
+
+¡Abderites meridionalis¡ Ameghino. Miocän. Santa Cruz. Patagonien. ¡A¡
+Unterkiefer, ¡B¡ Oberkiefer. Nat. Gr. (Nach ~Ameghino~.)]
+
+[Illustration: Fig. 510.
+
+¡A¡ ¡Garzonia typica¡ Ameghino. Miocän. Santa Cruz. Oberer ¡M¡ von
+unten und hinten. 3/2 nat. Gr. ¡B¡ ¡Stilotherium dissimile¡ Amegh.
+Ebenda. Unterkiefer, nat. Gr. (nach ~Ameghino~.)]
+
+
+2. Unterfamilie. #Palaeothentinae.#
+
+¡§?.1.3.4.§/§1.4-3.1.4.§ Oberer P^4 und unterer M_{1} zu einer
+Schere umgestaltet. Im Unterkiefer hinter J_{1} drei bis vier kleine
+Lückenzähne. Schädel, namentlich Hinterhaupt stark verbreitert.
+Jochbogen weit vorspringend.¡
+
+¿Palaeothentes¿ Moreno (Fig. 511) (¡Epanorthus¡, ¡Metepanorthus¡,
+¡Parepanorthus¡ Ameghino). Miocän von Patagonien. Alle ¡M¡ fast gleich
+groß. ¡P¡ kräftig. ¡Callomenus¡, ¡Decastis¡, ¡Acdestis¡ Ameghino.
+Ebenda. ¡M¡ von sehr ungleicher Größe. ¡Dipilus¡, ¡Metriodromus¡,
+¡Halmaselus¡, ¡Pichipilus¡, ¡Essoprion¡ Amegh. ganz unvollständig
+bekannt. ¡Palaepanorthus¡ Amegh., Untermiocän Pyrotheriumschichten.
+
+
+3. Unterfamilie. #Abderitinae.#
+
+¡§????§§/1.4.1.4.§ P^4 vergrößert, unterer M_{1} schneidend
+ausgebildet und an beiden Seiten mit Riefen versehen, die übrigen M
+bunolophodont, vierhöckerig.¡
+
+Der untere ¡M¡_{1} hat große Ähnlichkeit mit dem ¡P¡_{4} der
+¡Allotheria¡, aber er besitzt ein Talonid, das aber bei den Arten aus
+den Colpodonschichten noch schwach ist. Miocän von Patagonien.
+
+¿Abderites¿ Ameghino. (Fig. 509.) Zwischen dem ¡J¡_{1} und dem
+kleinen, seitlich stehenden ¡P¡_{4} vier Lückenzähne. Miocän-Santacruz.
+
+¿Parabderites¿ Ameghino. Zwischen ¡J¡_{1} und dem relativ
+großen ¡P¡_{4} fünf Lückenzähne. Miocän Colpodonschichten und
+Pyrotheriumschichten.
+
+[Illustration: Fig. 511.
+
+¡A¡ ¡Palaeothentes intermedius¡ Ameghino. Obere Backenzähne. ¡B¡ ¡P.
+minutus¡ Am. Untere Backenzähne. Obermiocän. Santa Cruz. 3/2 nat. Gr.
+(n. ~Sinclair~.)]
+
+[Illustration: Fig. 512.
+
+¡Bettongia Grayi¡ Gould. Schädel. Lebend. Australien.]
+
+
+2. Familie. #Phalangeridae.#
+
+¡Mannigfach spezialisierte Beuteltiere, teils omnivor, teils herbivor,
+teils zum Springen, teils zum Klettern und sogar zuweilen zum Fliegen
+befähigt. Gebiß niemals vollständig. §3.1.3-1.4.§/§1.0.3-1.4.§ Oberer
+J^1 größer als die übrigen, untere J horizontal, nagezahnähnlich.
+Oberer C stets klein, P_{4} in beiden Kiefern in der Regel schneidend,
+öfters gerieft, oder sämtliche P M-artig. M vierhöckerig, Höcker
+gleich groß und paarweise zu Jochen verbunden. Vorderbeine meist
+kürzer als die Hinterbeine, an welchen die vierte Zehe stets am
+kräftigsten ist. Zweite und dritte Zehe reduziert und von einer
+gemeinsamen Haut umgeben. Schwanz meist lang und kräftig und teils als
+Greiforgan, teils zum Abschnellen dienend.¡
+
+Lebend in Australien, Neuseeland, zum Teil auch in Neuguinea. Fossil
+im Pleistocän von Australien.
+
+
+1. Unterfamilie. #Hypsiprymninae.# Känguruh-Ratten.
+
+¡Langgeschwänzte Beutler, höchstens von Kaninchengröße.
+§3.1.1.4.§/§1.0.1-2.4.§ P_{4} in beiden Kiefern schneidend und an
+beiden Seiten gerieft. Extremitäten gleich lang. Hinterfuß meist
+fünfzehig.¡
+
+¿Aepyprymnus¿ und ¿Bettongia¿ (Fig. 512), letztere ohne Hallux,
+lebend in Australien, fossil im Pleistocän von Neu-Süd-Wales.
+¡Hypsiprymnodon¡ mit zwei ¡P¡.
+
+¡Wynyardia¡ Baldwin. Tertiär (Turritella Sandstein von Tablecap)
+vereinigt im Schädel- und Extremitätenbau Merkmale der ¡Diprotodontia¡
+und ¡Polyprotodontia¡. Systematische Stellung wegen des Fehlens der
+Zähne durchaus unsicher.
+
+
+2. Unterfamilie. #Thylacoleoninae.# Owen.
+
+¡§3.1.3.1.§/§1.0.2.3.§ Große ausgestorbene Beutler mit kräftigem
+ersten Incisivenpaar und langen schneidend entwickelten P_{4}. Die
+Lückenzähne und M stark reduziert.¡
+
+¿Thylacoleo¿ Owen. (Fig. 513.) Schädel dem des Löwen an Größe gleich
+kommend, hinten breit, Schnauze stark verkürzt und verschmälert.
+Jochbogen sehr kräftig, weit ausladend. Skelett unvollständig bekannt.
+Endphalangen der Füße große stark gekrümmte Krallen. Im Pleistocän von
+Australien, namentlich in Knochenhöhlen.
+
+[Illustration: Fig. 513.
+
+¡Thylacoleo carnifex.¡ Owen. Schädel von der Seite. 1/5 nat. Gr.
+Pleistocän. Queensland (nach ~Owen~.)]
+
+
+3. Unterfamilie. #Phalangerinae.# Kletter- und Flugbeutler.
+
+¡§3.1.3-2.4.§/§1.0.2-1.4.§ Vorder- und Hinterextremität fünfzehig,
+an der letzteren die zweite und dritte Zehe dünn und miteinander
+verbunden.¡
+
+Einige der in Australien lebenden Gattungen sind auch im Pleistocän
+vertreten.
+
+
+4. Unterfamilie. #Macropodinae.# Kängurus.
+
+¡§3.0-1.2-1.4.§§/1.0.2-1.4.§ Obere J meißelartig, untere
+nagezahnähnlich, horizontal. P und M mit hohen Querjochen. Hinterbeine
+stark verlängert, fünfte, zweite und dritte Zehe reduziert, und
+die beiden letzteren in einer gemeinsamen Haut steckend. Hallux
+rudimentär.¡
+
+Neben den in Australien lebenden Gattungen ¿Macropus¿ Shaw
+(¡Halmaturus¡ Illiger) finden sich im dortigen Pleistocän eine Anzahl
+fossiler Formen (¡Sthenurus¡, ¡Palorchestes¡ etc.) von zum Teil
+riesiger Größe.
+
+
+3. Familie. #Phascolomyidae.# Wombate.
+
+¡Nagerähnliche plumpe Pflanzenfresser mit dickem Kopf, kurzem Hals,
+kurzen Beinen und stummelartigem Schwanz. §3-1.0.1.4.§/§1.0.1.4.§ J
+oben und unten verlängert, Backenzähne brachyodont oder prismatisch.
+Extremitäten plump, fünfzehig, vordere und hintere fast gleich lang.¡
+Lebend und im Pleistocän von Australien.
+
+¿Phascolarctus¿ Blainv. §3§/§1§ ¡J¡. Backenzähne brachyodont mit je
+vier, teils ¥V-förmigen¥, teils mehr konischen Höckern.
+
+¿Phascolomys¿ Geoffroy. ¡§1§/§1§ J.¡ Backenzähne zylindrisch, aus zwei
+Querjochen bestehend, von denen jedes aus zwei ¥V-förmigen¥ Höckern
+zusammengesetzt ist.
+
+¿Phascolonus¿ Owen, fossil im Pleistocän, unterscheidet sich nur durch
+seine viel beträchtlichere Größe.
+
+¿Nothotherium¿ und ¿Diprotodon¿ Owen. ¡§2§/§1§ J.¡ (Fig. 514.) Von
+der letzteren Gattung, welche fast Rhinozerosgröße besaß, kennt
+man eine Anzahl Skelette vom Kallabonnasee. Am Hinterfuß sind alle
+Knochen der ersten Zehe zu einem einzigen Stück verschmolzen. Hand und
+Fuß bestehen praktisch fast nur aus den vergrößerten Carpalien und
+Tarsalien und dem fünften Metapodium. ¡P¡ und ¡M¡ aus je zwei durch
+ein breites Tal getrennten Querjochen gebildet. Beide Gattungen nur
+fossil.
+
+[Illustration: Fig. 514.
+
+¡Diprotodon australis¡ Owen. Pleistocän. Kallabonna-See. Australien.
+¡A¡ rechter Vorderfuß, ¡B¡ rechter Hinterfuß, stark verkleinert. (Nach
+~Stirling~ und ~Zietz~.)]
+
+
+3. Unterordnung. #Polyprotodontia.# Owen.
+
+¡Fleisch- oder Insektenfresser von meist geringer oder mittlerer
+Größe. Gebiß vollständig. Im Oberkiefer 4-5, selten 3, im Unterkiefer
+3-4 kleine J. C spitz und hoch, zuweilen zweiwurzelig, P einspitzig,
+seltener mit Nebenspitzen, meist zweiwurzelig, M bei fossilen Formen
+öfters in größerer Anzahl, bei den rezenten in Vierzahl vorhanden,
+trikonodont oder trituberkulär.¡
+
+Zu den polyprodonten Beuteltieren gehören die australischen
+¡Myrmecobiidae¡, ¡Peramelidae¡, ¡Dasyuridae¡, die amerikanischen
+¡Didelphyidae¡ und eine große Anzahl fossiler Formen, unter denen sich
+die pleistocänen und tertiären enge an lebende anschließen, während
+die mesozoischen eigentümliche primitive Merkmale aufweisen, die ihre
+Einteilung in das zoologische System erschweren. ~Owen~ betrachtete
+die letzteren als Vorläufer der ¿Polyprotodontia¿, betonte jedoch
+bereits ihre Beziehungen zu den placentalen Insektivoren.
+
+
+1. Familie. #Dromatheriidae# Osborn. (¡Protodonta¡ Osborn?
+¡Promammalia¡ Haeckel).
+
+¡P griffelförmig, einspitzig. M mit großer Hauptspitze und schwacher
+Vorder- und Hinterspitze, die Wurzel unvollkommen geteilt. Unterkiefer
+hauptsächlich aus dem Dentale bestehend, höchstens mit schwachem
+Eckfortsatz.¡
+
+Diesen winzigen und nur durch spärliche Überreste vertretenen Formen
+wird jetzt eine hervorragende phylogenetische Bedeutung beigelegt,
+weil sie die ¿Cynodontia¿ mit den Säugetieren verbinden sollen.
+
+¿Dromatherium¿ Emmons (Fig. 515) mit 3.1.4.6. im Unterkiefer.
+Untere ¡J¡ aufrecht, vordere ¡P¡ vorwärts geneigt, Unterkiefer
+ohne Eckfortsatz und ¿Microconodon¿ Osborn mit niedrigeren ¡M¡
+und schwachem Eckfortsatz, vielleicht mit getrenntem Angulare am
+Unterkiefer. Obere Trias von Nordcarolina.
+
+[Illustration: Fig. 515.
+
+¡Dromatherium sylvestre¡ Emmons. Ob. Trias. Chatham, Nordcarolina.
+Unterkiefer nat. Gr.]
+
+¿Tribolodon¿ Seeley. ¡M¡ mit kräftigen Nebenspitzen, aber undeutlicher
+Wurzelteilung, ohne Eckfortsatz und ¿Karoomys¿ Broom aus der Trias von
+Südafrika, der letztere ganz ungenügend bekannt.
+
+
+2. Familie. #Triconodontidae.# Osborn.
+
+¡Kleine Beutler mit 4 P. und 3-6 M. Wurzeln der Backenzähne
+vollständig geteilt. P ähnlich den M aber einfacher. M mit je drei
+in einer Reihe stehender Spitzen und starkem Basalband. C zuweilen
+zweiwurzelig. Winkel des Unterkiefers einwärts gekrümmt. Condylus
+nicht scharf vom Eckfortsatz geschieden. Kronfortsatz breit,
+Zahnwechsel auf den letzten P beschränkt. Jura von England und
+Nordamerika.¡
+
+¿Triconodon¿ Owen (¡Tricanthodon¡ Owen). (Fig. 516.)
+§?.1.4.3-4.§/§3.1.4.3-4.§ Oberer ¡C¡ zweiwurzelig. ¡P¡ mit kleiner
+Vorder- und Hinterspitze, ¡M¡ mit drei fast gleich starken Spitzen.
+Purbeck-Schichten von England.
+
+¿Priacodon¿ Marsh. Oberer Jura von Wyoming.
+
+[Illustration: Fig. 516.
+
+¡Triconodon mordax¡ Owen. Purbeck-Schichten von Durdlestone Bay,
+Dorset. ¡A¡ Unterkiefer (nat. Gr.) nach ~Owen~. ¡B¡ Oberkieferzähne
+und Unterkiefer. 2/1 restauriert. (Nach ~Osborn~.)]
+
+¿Amphilestes¿ Owen. § §/§4.1.4.5.§ ¡P¡ und ¡M¡ wenig verschieden.
+Mittelspitze höher als die vordere und hintere. Großoolith.
+Stonesfield. England.
+
+¿Phascolotherium¿ Owen. § §/§4.1.2.5.§ Hinter dem ¡C¡ eine Lücke.
+Mittelspitze der ¡P¡ und ¡M¡ höher als die Nebenspitzen. Großoolith
+von England.
+
+¿Menacodon¿ Marsh. § §/§?.1.3.4.§ Nebenspitzen kleiner als Hauptspitze
+und etwas einwärts gerückt. Oberer Jura. Wyoming.
+
+¿Tinodon¿ Marsh. Ebendaher.
+
+¿Spalacotherium¿ Owen. § §/§3.1.4.6.§ Purbeck. England. ¡Sp.
+tricuspidens¡ Owen.
+
+
+3. Familie. #Myrmecobiidae.#
+
+Die in Australien lebende Gattung ¿Myrmecobius¿ steht den mesozoischen
+¿Pantotheria¿ in der Zahnzahl und in der Kieferform sehr nahe.
+
+
+4. Familie. #Peramelidae.#
+
+¡Extremitäten stark spezialisiert. Hand öfters zum Graben
+eingerichtet. Fuß mit reduzierten Seitenzehen.¡ Im Pleistocän von
+Australien durch spärliche Reste vertreten.
+
+
+5. Familie. #Notoryctidae.#
+
+¡Extremitäten ähnlich wie beim Maulwurf zum Graben spezialisiert.¡
+¿Notoryctes¿ Stirling. Lebend in Australien.
+
+
+6. Familie. #Pantotheriidae.# (¡Trituberculata¡ Osborn, ¡Pantotheria¡
+Marsh.)
+
+¡Kleine Insektivoren, ohne umgebogenen Unterkiefereckfortsatz, mit
+primitiven tuberkulärsektorialen unteren M und trituberkulären oberen
+M. Untere J meist vorwärts geneigt, P_{3} und P_{4} größer als M.
+Meist 11 Zähne -- 4 P, 7 M -- hinter dem meist zweiwurzeligen C.¡ Jura
+und Kreide von England und Nordamerika.
+
+Diese kleinen, auf das jüngere Mesozoicum beschränkten Formen werden
+jetzt von ~Osborn~ zu den ¿Placentalia¿ gestellt. Es läßt sich zwar
+nicht läugnen, daß manche von ihnen gewiß den Ausgangspunkt für
+¿Insectivora¿ und allenfalls auch für ¿Credontia¿ darstellen, allein
+sie schließen sich doch auch einerseits an die ¿Triconodonta¿ und
+anderseits an ¿Myrmecobius¿ an, von welchen der letztere trotz der
+kaum bemerkbaren Umbiegung des Eckfortsatzes zu den ¿Marsupialia¿
+gehört und dürften daher schon wegen der zahlreichen ¡M¡ doch besser
+ebenfalls zu diesen gestellt werden. An den unteren ¡M¡ ist das
+aus Protoconid, Paraconid und Metaconid bestehende Trigonid wohl
+entwickelt, das Talonid hingegen noch sehr klein und meist nur durch
+einen Zacken repräsentiert. Auch werden die ¡M¡ zuweilen durch
+Reduktion einspitzig. Zu den drei Höckern der oberen ¡M¡ kommen
+manchmal noch Nebenhöcker.
+
+
+1. Unterfamilie. #Amphitheriinae.# Owen.
+
+¡Untere J fast senkrecht, untere M tuberkulärsektorial mit kräftigem
+Talonid, zweiwurzelig. Kronfortsatz breit, Eckfortsatz gerundet,
+abwärts gerichtet. Gelenk tiefstehend. Hinter C 9-12 Zähne.¡
+
+¿Amphitherium¿ Owen (¡Thylacotherium¡ Val.). (Fig. 517.) Dogger von
+England. § §/§4.1.5.6.§ Ein schon im Jahre 1818 gefundener Kiefer
+wurde von ~Cuvier~ einem Beuteltier, von ~Blainville~ hingegen einem
+Reptil zugeschrieben.
+
+¿Amphitylus¿ Owen. Ebenda.
+
+¿Peramus¿, ¿Leptocladus¿ Owen. Oberer Jura. Purbeck von England.
+
+[Illustration: Fig. 517.
+
+¡Amphitherium Prevosti¡ Blv. Dogger. Stonesfield bei Oxford. Linker
+Unterkiefer von außen, ¡a¡ in nat. Gr., ¡b¡ vergr. (Nach ~Owen~.)]
+
+[Illustration: Fig. 518.
+
+¡Amblotherium soricinum¡ Owen. Ob. Jura. Purbeck. England. Rechter
+Unterkieferast. ¡A¡ in nat. Gr. ¡B¡ vergr. (Nach ~R. Owen~.)]
+
+
+2. Unterfamilie. #Amblotheriinae# Osborn. (¡Stylacodontidae¡ Marsh.)
+
+¡M allmählich einspitzig und einwurzelig werdend. C einwurzelig,
+Coronoidfortsatz schlank, Unterkiefereckfortsatz nicht scharf
+abgesetzt. J vorwärts geneigt, P_{3} und P_{4} größer als M. Hinter C
+11-12 Zähne.¡
+
+¿Amblotherium¿ Owen. (Fig. 518.) Oberer Jura. Purbeck England. §
+§/§4.1.4.7.§ Hierher vielleicht die oberen ¡M¡ von ¿Peralestes¿ Owen,
+die außer Protocon, Metacon und Paracon auch Parastyl und Metastyl
+besitzen.
+
+¿Peraspalax¿ Owen und ¿Achyrodon¿ Owen. Oberer Jura. Purbeck England.
+
+¿Phascolestes¿ (¡Dryolestes.¡) Marsh. Oberer Jura. Wyoming.
+
+¿Laodon¿ und ¿Asthenodon¿ Marsh. Ebenda.
+
+¿Stylodon¿ Owen. (¿Stylacodon¿? Marsh.) Obere ¡M¡ ¿Kurtodon¿ Owen.
+(Fig. 519.) Oberer Jura. Purbeck von England.
+
+
+3. Unterfamilie. #Paurodontinae# Marsh.
+
+¡M zweiwurzelig, undeutlich tuberkulärsektorial, mit winzigen
+Nebenzacken. Unterkiefer kurz und massiv. Hinter C höchstens 7 Zähne.¡
+Jura von Wyoming.
+
+¿Paurodon¿ Marsh. Wohl § §/§3.1.4.3.§ wie die meisten Placentalier.
+
+
+4. Unterfamilie. #Diplocynodontinae# Marsh.
+
+¡Obere M mit großem Protocon, untere M mit breitem, beckenförmigem
+Talonid.¡ Jura von Wyoming.
+
+¿Diplocynodon¿ Marsh. (¡Dicrocynodon¡ Marsh.) § §/§3.1.4.8.§
+(Fig. 520). Mittelspitze der ¡M¡ und ¡P¡ hoch. Kronfortsatz breit.
+Eckfortsatz klein. Kiefergelenk höher als die Zahnreihe.
+
+¿Enneodon¿, ¿Docodon¿ Marsh.
+
+[Illustration: Fig. 519.
+
+¡Kurtodon¡ Osborn. Obere Backenzähne. Oberer Jura von England,
+vergrößert. (Nach ~Osborn~.)]
+
+[Illustration: Fig. 520.
+
+¡Dicrocynodon victor¡ Marsh sp. Ob. Jura. Wyoming. Recht. Unterkiefer
+von außen. 2/1. (Nach ~Marsh~.) ¡a¡ Eckzahn, ¡b¡ Condylus, ¡c¡
+Kronfortsatz, ¡d¡ Winkel.]
+
+[Illustration: Fig. 521.
+
+¡Cladosictis lustratus¡ Ameghino. Obermiocän. Santa Cruz. Patagonien.
+¡A¡ Hand, ¡B¡ Fuß, nat. Gr. (nach ~Sinclair~.)]
+
+
+7. Familie. #Dasyuridae.# ~Raubbeutler.~
+
+¡Carnivore Beutler von mittlerer Größe. §3-4.1.3.4.§/§3.1.3.4.§ J und
+C normal entwickelt. Obere M trituberkulär mit zwei äußeren Spitzen,
+einer großen Innenspitze, Protocon, und einem schneidenden Metastyl.
+M^4 meist stark reduziert. Untere M mit schneidendem Vorderzacken --
+Paraconid -- und Hauptzacken -- Protoconid -- und kleinem grubigen
+oder sekodonten Talonid, aber ohne Metaconid. P in beiden Kiefern
+einspitzig, zweiwurzelig, von vorne nach hinten gleichmäßig größer
+werdend, selten P_{4} vergrößert. Vorderfuß mit fünf bekrallten Zehen;
+Hinterfuß mit 5 oder 4 Zehen, Hallux häufig reduziert, zuweilen
+fehlend. Unterkiefereckfortsatz einwärts gebogen.¡
+
+Bei den noch in Australien lebenden und daselbst auch im Pleistocän
+vorkommenden Gattungen ¿Dasyurus¿ Geoffr. ¿Sarcophilus¿ Cuv. und
+¿Thylacinus¿ Temm. wird nur der hinterste der drei ¡P¡ gewechselt.
+Auch hat der Gaumen eine Lücke.
+
+Bei den folgenden, auf das patagonische Tertiär beschränkten Gattungen
+-- den ¿Sparassodonta¿ Ameghinos -- fehlt die Gaumenlücke und der
+Zahnwechsel soll sich auch auf den ¡C¡, sowie auf zwei ¡P¡ erstrecken.
+Der Schädel ist groß, Hals und Schwanz lang, Beine kurz.
+
+¡Cladosictis¡ Ameghino (Fig. 521). §4§/§3§ ¡J¡. ¡M¡^{1-3} mit
+kräftigem Protocon ¡M¡^4 stark reduziert. Untere ¡M¡ mit mäßig
+starkem Talonid. ¡P¡ gleichmäßig an Größe zunehmend. Schädel
+mit Alisphenoidbulla. Hallux reduziert. Humerus mit Foramen
+entepicondyloideum. Krallen spitz, komprimiert. Miocän. Santa Cruz.
+
+¿Hathlyacynus¿ Mercerat. Ebenda. ¿Procladosictis¿, ¿Pseudocladotictis¿
+Ameghino. Eocän. Notostylopsschichten.
+
+¿Amphiproviverra¿ (¡Protoproviverra¡) Ameghino. (Fig. 522.) §4§/§3§
+¡J¡. Obere ¡M¡ mit drei kräftigen Spitzen und kurzem Metastyl. ¡M¡^4
+wenig reduziert. Untere ¡P¡ und ¡M¡ schlank, die ¡M¡ mit großem
+beckenförmigem Talonid. Hallux groß, opponierbar. Humerus ohne
+Foramen. Krallen spitz. Miocän. Santa Cruz.
+
+¿Perathereutes¿, ¿Sipalocyon¿, ¿Agustylus¿, ¿Acyon¿, ¿Ictioborus¿
+Ameghino. Miocän. Santa Cruz.
+
+[Illustration: Fig. 522.
+
+¡Amphiproviverra manzaniana¡ Ameghino. Obermiocän. Santa Cruz. ¡A¡
+obere, ¡B¡ untere Zahnreihe. Nat. Gr. (nach ~Sinclair~.)]
+
+¿Prothylacinus¿ Ameghino. §4§/§3§ ¡J¡. ¡M¡^1 und ¡M¡^2 mit deutlichem,
+¡M¡^3 ohne Protocon, ¡M¡^4 mit kleinem Protocon und Metacon, ¡P¡^4
+wenig größer als ¡P¡^3. Untere ¡M¡ mit schwachem Talonid. Schädel
+lang, ohne Alisphenoidbulla. Unterkiefer mit fester Symphyse. Hallux
+stark reduziert. Krallen spitz, zusammengedrückt. Miocän. Santa Cruz.
+
+¿Napodonictis¿ Ameghino. Ebenda. ¿Pseudothylacinus¿ Ameghino. Miocän.
+Colpodonschichten.
+
+¿Borhyaena¿ Ameghino. §3§/§3§ ¡J¡. Zähne plump, dicht
+aneinanderschließend. ¡M¡^4 knopfartig. Talonid nur an ¡M¡_{1}
+und ¡M¡_{2} gut entwickelt. Schädel kurz, mit weit abstehenden
+Jochbogen. Ohne Alisphenoidbulla. Humerus ohne Entepicondylarforamen.
+Endphalangen stumpf, rundlich, an der Spitze gespalten. Miocän. Santa
+Cruz.
+
+¿Acrocyon¿, ¿Conodonictis¿ Ameghino. Ebenda. ¿Pseudoborhyaena.¿
+Miocän. Colpodonschichten. ¿Proborhyaena¿, ¿Pharsaphorus¿ Ameghino.
+Pyrotheriumschichten.
+
+
+8. Familie. #Didelphyidae.# ~Beutelratten.~
+
+¡Meist kleine carnivore Beutler. §5.1.3.4.§/§4.1.3.4.§ J klein,
+dicht gedrängt. C stark entwickelt. Dem letzten, meist sehr hohen
+P geht ein lange funktionierender Milchzahn voraus. Obere M
+trituberkulär dreieckig, Protocon, Paracon und Metacon ¥V-förmig¥, am
+Außenrand in der Regel einige kleine Basalhöcker vorhanden. Untere
+M tuberkulärsektorial mit kräftigem Metaconid und mehrhöckerigem,
+wohlausgebildetem Talonid. Extremitäten fünfzehig, Hallux opponierbar.
+Humerus mit Entepicondylarforamen.¡
+
+Die beiden lebenden Gattungen ¿Didelphys¿ und ¿Chironectes¿ sind
+in Amerika verbreitet von Patagonien bis Canada. Fossile Vertreter
+sind im älteren Tertiär von Europa und Nordamerika nicht selten,
+in Südamerika im Tertiär und Pleistocän. Die ältesten Formen kennt
+man aus der Kreide. Laramiebed von Nordamerika. Von den Gattungen
+¿Didelphops¿, ¿Cimolestes¿, ¿Pediomys¿, ¿Telacodon¿ und ¿Batodon¿
+Marsh aus der oberen Kreide von Wyoming sind nur isolierte Zähne und
+Kieferfragmente bekannt.
+
+¿Didelphys¿ Lin. (¡Peratherium¡ Aymard. ¡Oxygomphius¡ Meyer,
+¡Amphiperatherium¡ Filhol, ¡Herpetotherium¡, ¡Embassis¡ Cope.
+(Fig. 523.) §5.1.3.4.§/§4.1.3.4.§ Außer den drei ¥V-förmigen¥
+Haupthöckern auch Nebenhöcker am Außenrand der oberen ¡M¡ vorhanden.
+Untere ¡M¡ schlank. In Europa vom Obereocän bis Untermiocän, in
+Nordamerika im Eocän, Oligocän und Pleistocän.
+
+[Illustration: Fig. 523.
+
+¡Didelphys¡ (¡Oxygomphius¡) ¡frequens¡ H. v. Meyer. Miocän. Eckingen
+bei Ulm. ¡a¡, ¡b¡, ¡c¡ drei Oberkieferzähne vergr. 3/1. ¡e¡
+Unterkiefer in natürl. Gr. und ¡d¡ vergr. (Nach ~Schlosser~.)]
+
+¿Microbiotherium¿ Ameghino. ¡J¡ kräftig. Obere ¡M¡ aus drei konischen
+Höckern und einfachem Basalband bestehend, untere massiv mit großem
+Talonid. Obermiocän. Santa Cruz. Daselbst die problematischen
+Gattungen ¿Hadrorhynchus¿, ¿Stylognathus¿, ¿Eodidelphys¿. Im Eocän,
+Notostylopsschichten von Patagonien ¿Ideodidelphys¿ Ameghino.
+¿Proteodidelphys¿ Ameghino aus angeblichen Kreideschichten Patagoniens.
+
+
+9. Familie. #Caroloameghinidae# Ameghino.
+
+¡§5.1.3.4.§/§4.1.3.4.§ C klein, P einfach langgestreckt. Obere M
+trituberkulär mit Zwischenhöckern. Untere M mit niedrigem Trigonid und
+großem Talonid und Nebenhöcker vor und hinter dem hohen Metaconid.
+Unterkiefer schlank und niedrig.¡
+
+[Illustration: Fig. 524.
+
+¡Caroloameghinia mater¡ Ameghino. Eocän. Notostylopsschichten.
+Patagonien. ¡A¡ oberer Molar. ¡B¡ unteren Molaren. 3/1 nat. Gr. ¡C¡
+Unterkiefer, nat. Gr. (nach ~Ameghino~.)]
+
+Die Form der ¡M¡ erinnert teils an ¡Primaten¡, teils an ¡Nager¡.
+
+¿Caroloameghinia¿ Ameghino. (Fig. 524.) Eocän. Notostylopsschichten
+von Patagonien.
+
+ #Zeitliche und räumliche Verbreitung der Marsupialier.#
+
+ +=======+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+
+ | | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O |
+ +-------+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+
+ |I.a | | | | | | | | | | | | | | | |
+ |I.1 |===| |===| | | | | | | | | | | | |
+ |I.2 |===| | | |===|===|===|===|===| | | | | | |
+ |I.3 | | | | | | | | |===| | | | | | |
+ |I.4 | | | | | | | | | |===| | | | | |
+ | | | | | | | | | | | | | | | | |
+ |II.b | | | | | | | | | | | | | | | |
+ |II.1 | | | | | | | | | |===| | | | |===|
+ |II.2 | | | | | | | | | | |===|===| |===| |
+ |II.3 | | | | | | | | | | | |===| |===| |
+ | | | | | | | | | | | | | | | | |
+ |III.c | | | | | | | | | | | | | | | |
+ |III.1 | |===| | | | | | | | | | | | | |
+ |III.2 | | | |===|===|===| | | | | | | | | |
+ |III.3 | | | | | | | | | | | | | |===| |
+ |III.4 | | | | | | | | | | | |===| |===| |
+ |III.5 | | | | | | | | | | | | | |===| |
+ |III.6 | | |===|===|===| | | | | | | | | | |
+ |III.7 | | | | | | | | | |===| |===| |===| |
+ |III.8 | | | | | | |===|===|===|===| | |===| |===|
+ |III.9 | | | | | | | | | |===| | | | | |
+ +=======+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+
+
+ Legende:
+
+ A = Trias Europa I.a = ~Allotheria~
+ B = Trias Nordamerika I.1 = Tritylodontidae
+ C = Trias Südafrika I.2 = Plagiaulacidae
+ D = Dogger Europa I.3 = Polymastodontidae
+ E = Oberer Jura Europa I.4 = Polydolopidae
+ F = Oberer Jura Südamerika II.a = ~Diprotodonta~
+ G = Obere Kreide Nordamerika II.1 = Caenolestidae
+ H = Tertiär Europa II.2 = Phalangeridae
+ I = Tertiär Nordamerika II.3 = Phascolomyidae
+ J = Tertiär Südamerika III.a = ~Polyprotodonta~
+ K = Tertiär Australien III.1 = Dromatheriidae
+ L = Pleistocän Australien III.2 = Triconodontidae
+ M = Pleistocän Amerika III.3 = Myrmecobiidae
+ N = Jetztzeit Australien III.4 = Peramelidae
+ O = Jetztzeit Amerika III.5 = Notoryctidae
+ III.6 = Pantotheriidae
+ III.7 = Dasyuridae
+ III.8 = Didelphyidae
+ III.9 = Caroloameghinidae
+
+
+B. Unterklasse. #Placentalia.#
+
+
+1. Ordnung. #Insectivora.# ~Insektenfresser.~[124]
+
+~Meist kleine, in der Regel fünfzehige, bekrallte Sohlengänger. ¡J¡
+manchmal teilweise vergrößert, nicht selten teilweise reduziert.
+¡C¡ wenig von den ¡J¡ und ¡P¡ verschieden, manchmal auch groß und
+zweiwurzelig oder auch verkümmert, ¡P¡ zugespitzt, letztere öfters
+sekodont, ¡M¡ lophodont oder bunodont, die unteren mit meist fünf
+scharfen Höckern, die oberen tri- oder quadrituberkulär, Milchgebiß
+meist frühzeitig ausfallend, selten funktionierend. Gehirn klein, mit
+glatten Hemisphären. Schlüsselbeine fast immer vorhanden.~
+
+Die typischen ~Insectivoren~ sind kleine, häufig unterirdisch lebende,
+grabende, nächtliche, seltener kletternde oder schwimmende Landtiere,
+welche sich von Insekten und Würmern nähren. Sie bilden unter den
+Placentaliern die primitivste Ordnung und haben enge Beziehungen zu
+den polyprotodonten Beuteltieren, wenigstens zu den ¡Pantotheriidae¡.
+Jetzt werden ihnen auch eine Anzahl gänzlich erloschener Formen
+angereiht, die zum Teil ansehnliche Körpergröße besitzen und früher
+teils zu den ~Primaten~ gestellt, teils für eine besondere Ordnung
+angesehen wurden.
+
+Gegenwärtig bewohnen die Insectivoren nur die Alte Welt und
+Nordamerika, sie fehlen dagegen in Südamerika und Australien. Die
+fossilen Formen haben im wesentlichen die nämliche Verbreitung,
+nur eine Gattung ist bloß auf Südamerika beschränkt. Sie beginnen
+mit ziemlich vielen, großenteils erloschenen Formen im Eocän und
+Oligocän von Nordamerika, spielen aber hier im späteren Tertiär nur
+eine untergeordnete Rolle, während sie in Europa vom Oligocän bis in
+das Obermiocän trotz ihrer Kleinheit keineswegs zu den Seltenheiten
+gehören.
+
+Der ~Schädel~ zeichnet sich durch gestreckte, niedrige Form,
+durch das breite Hinterhaupt, durch die meist starke Entwicklung
+der Gesichtsknochen, die hinten meist offenen Augenhöhlen, die
+unvollständige Verknöcherung der Gehörkapsel, durch das ringförmige
+Tympanicum und durch die Kleinheit der Gehirnhöhle aus. Die
+Großhirnhemisphären sind glatt, der Jochbogen ist zuweilen verkümmert.
+Die Lendenregion besitzt öfters Intercentren. Der Humerus hat in der
+Regel ein Entepicondylarforamen. Ulna und Radius bleiben getrennt,
+dagegen sind Tibia und Fibula häufig distal verwachsen. Das Femur
+trägt manchmal einen dritten Trochanter. Die plantigrade Hand ist fast
+immer fünf-, sehr selten vierfingerig. Der Hallux kann verschwinden.
+Bei den grabenden Formen sind die Knochen der Vorderextremität stark
+spezialisiert.
+
+Das ~Gebiß~ enthält alle Arten von Zähnen, doch sind die ¡C¡ und die
+vorderen ¡P¡ oft sehr wenig voneinander verschieden. Die normale
+Zahnzahl §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ erleidet manchmal eine Reduktion.
+Die ¡J¡ sind zuweilen stark verlängert, fast nagezahnartig und mit
+Nebenzacken versehen und der ¡C¡ hat nicht selten zwei Wurzeln.
+Die Zahl der ¡M¡ übersteigt niemals die Zahl 3. Der letzte ¡P¡
+wird manchmal ¡M¡-artig. Die ¡M¡ sind secondont, die oberen meist
+trituberkulär, selten quadrituberkulär, ihre Höcker frei oder durch
+Joche verbunden. Die unteren bestehen aus einem dreizackigen Trigonid
+und einem niedrigen, oft sehr kleinen zweispitzigen Talonid. Der
+Zahnwechsel erfolgt häufig schon im Embryonalzustand, bei einigen
+Gattungen erhält sich hingegen das Milchgebiß sehr lange. Die
+Insectivoren zerfallen in zwei Unterordnungen: die ¡Menotyphla¡,
+deren Symphyse von den beiden Pubes und Ischia gebildet wird und
+die ¡Lipotyphla¡, bei welchen eine Symphyse entweder fehlt oder
+sich nur auf die beiden Pubes erstreckt. Die ¡Menotyphla¡ umfassen
+die in Ostasien lebenden ¡Tupajidae¡ und die afrikanischen
+¡Macroscelididae¡. Sichere fossile Formen sind hiervon nicht bekannt.
+
+Die ¡Lipotyphla¡ werden eingeteilt in ¡Zalambdodonta¡ und
+¡Dilambdodonta¡, welchen jetzt noch mehrere ausgestorbene Familien
+angereiht werden, die teils Anklänge an Primaten, teils an
+Creodontier, teils an Nager aufweisen.
+
+
+1. Unterordnung. #Zalambdodonta.# Gill.
+
+¡Obere M infolge der Reduktion der Außenhöcker undeutlich
+trituberkulär, untere mit kräftigem Trigonid und stark reduziertem
+Talonid.¡
+
+
+1. Familie. #Chrysochloridae.#
+
+Diese jetzt in Südafrika lebende und nach Art der Maulwürfe
+spezialisierte, aber mit hypselodonten ¡P¡ und ¡M¡ versehene Familie
+soll in Nordamerika im Oligocän (White Riverbed) einen Vertreter
+besitzen in ¿Xenotherium¿ Douglass.
+
+
+2. Familie. #Necrolestidae.# Scott.[125]
+
+¿Necrolestes¿ Ameghino. ¡§4.1.3.3.§/§4.1.3.3.§¡ ¡J¡ klein, ¡C¡ normal
+entwickelt, ¡P_{2}¡ in beiden Kiefern zweiwurzelig, der untere
+mit Vorder- und Hinterspitze, die übrigen wie die ¡M¡ hypselodont
+und trituberkulär. Im Schädel-, Zahnbau und Spezialisierung der
+Extremitäten sehr ähnlich den südafrikanischen ¡Chrysochloridae¡, aber
+langschnauziger. Obermiocän von Santa Cruz. Patagonien.
+
+
+3. Familie. #Centetidae.#
+
+Diese Familie ist heutzutage auf Madagaskar beschränkt, mit
+Ausnahme der auf Kuba lebenden Gattung ¿Solenodon¿ und mit den
+westafrikanischen ¿Potamogalidae¿ nahe verwandt. Fossil in
+Nordamerika. Oligocän (White Riverbed) von Montana.
+
+¿Micropternodus¿ Matthew. (Fig. 525.) ¡§ §/§3.1.3.3.§¡ ¡M¡ wie bei
+¡Centetes¡ aus hohem Trigonid und kleinem Talonid bestehend.
+
+¿Apternodus¿ Matthew. ¡§2.1.3.3.§/§2.1.3.3.§¡ Talonid sehr stark
+reduziert. ¡P^4¡ in beiden Kiefern ¡M¡-artig. Schädel dem von
+¡Ericulus¡ ähnlich, aber durch die starke Entwicklung des Mastoids
+ausgezeichnet.
+
+
+2. Unterordnung. #Dilambdodonta.# Gill.
+
+¡Obere M echt trituberkulär, oft mit Hypocon versehen. Untere M
+tuberkulär sektorial, mit kräftigem Talonid.¡
+
+[Illustration: Fig. 525.
+
+¡Micropternodus borealis¡ Matthew. Oligocän. Unterstes White Riverbed
+Montana. Unterkiefer von außen und innen. 2/1 nat. Gr. (nach
+~Matthew~.)]
+
+
+1. Familie. #Leptictidae.# Cope.
+
+¡§2.1.4.3.§/§2-3.1.4.3.§ Obere M sehr breit, dreieckig, trituberkulär,
+meist mit schwachem Hypocon. Außenhöcker konisch. J spitz, wenig
+verschieden von den C. P_{4} in beiden Kiefern M-artig. Schädel meist
+mit zwei Scheitelkämmen, schlanken Jochbogen und spitzer, mäßig langer
+Schnauze. Humerus mit Entepicondylarforamen.¡
+
+¿Palaeictops¿ Cope. Untereocän (Wasatchbed) von Nordamerika,
+¿Phenacops¿ Matthew, ¿Diacodon¿ Cope.
+
+¿Leptictis¿, ¿Ictops¿ Leidy. (Fig. 526.) Schädel mit doppeltem
+Scheitelkamm. Oligocän. White Riverbed von Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 526.
+
+¡Leptictis Haydeni¡ Leidy. Unt. Miocän. Dakota. Schädel von oben, von
+der Seite und unten.
+
+Nat. Gr. (Nach ~Leidy~.)]
+
+
+2. Familie. #Talpidae.# ~Maulwürfe.~
+
+¡§3-2.1.4-3.3.§/§3-1.1.4-3.3.§ Obere M trituberkulär, Außenhöcker
+¥V-förmig¥. Schnauze stark verlängert, Jochbogen dünn. Bullae osseae
+gewölbt. Vorderextremität als breites, schaufelartiges Grabwerkzeug
+entwickelt. Tibia und Fibula distal verschmolzen. Becken stark
+verlängert. Schwanz kurz.¡
+
+Die Talpiden sind kleine, unterirdisch lebende Wühler mit verkümmerten
+Augen und langer Schnauze. Beim Maulwurf reicht das Manubrium
+bis unter den zweiten Halswirbel und nimmt vorne das kurze fast
+quadratische Schlüsselbein auf, welches mit dem distalen Ende des
+kurzen, stark verbreiterten Humerus artikuliert und durch Bänder
+mit der schmalen langgestreckten Scapula verbunden ist. Der Humerus
+besitzt einen weit vorspringenden Deltoidkamm und neben jedem Condylus
+einen spornartigen Fortsatz. In den oligocänen Phosphoriten von Quercy
+¿Amphidozotherium¿ Filhol, im europäischen Miocän die Gattungen
+¿Scaptonyx¿ M. Edwards, ¿Proscapanus¿ Gaillard und ¿Talpa¿ Linn
+(Fig. 527), die letztere auch im Pliocän und Pleistocän. Eine Art auch
+im Miocän von Montana.
+
+¿Proscalops¿ Matthew. (Fig. 528.) ¡J¡ vergrößert. ¡P¡ mit Ausnahme von
+P^4 klein. Zähne niedriger als bei ¡Scalops¡. Schädel hinten stark
+verbreitert. Untermiocän. Colorado.
+
+¿Domnina¿ Cope. Oligocän. White Riverbed von Nordamerika.
+
+¿Nyctitherium¿ (¡Talpavus¡, ¡Nyctilestes¡) Marsh. Obere ¡M¡ mit
+kräftigem Hypocon. Mittleres Eocän. Bridgerbed von Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 527.
+
+¡Talpa Meyeri¡ Schlosser. Unt. Miocän. Weisenau bei Mainz. Humerus
+¡a¡ von innen, ¡b¡ von hinten, ¡c¡ von außen, ¡d¡ von vorne, ¡e¡ von
+unten. Nat. Gr. (Nach ~Schlosser~.)]
+
+¿Entomacodon¿ (¡Centracodon¡) Marsh. ¿Myolestes¿ und ¿Entomolestes¿
+Matthew. Ebendaselbst.
+
+¿Echinogale¿ Pomel im Untermiocän von Frankreich. Systematische
+Stellung unsicher.
+
+¿Myogale¿ Cuvier. Lebend und im Pleistocän von Europa.
+
+
+3. Familie. #Soricidae.# ~Spitzmäuse.~
+
+Die Spitzmäuse zeichnen sich durch kräftige, im Oberkiefer vierzackige
+¡M¡ und durch die Vergrößerung des vordersten ¡J¡ aus. Der obere
+¡J¡ ist hakenförmig, der untere steht horizontal und besitzt einen
+zugeschärften oder gezackten Oberrand. Die zwischen diesen ¡J¡ und den
+¡M¡ befindlichen Zähne §4-6§/§2§ sind mit Ausnahme des ¡P^4¡ wenig,
+die Extremitätenknochen dagegen stark differenziert. Überreste von
+¡Soriciden¡ finden sich in Europa vom Oligocän an, Phosphorite von
+Quercy, im Untermiocän von Ulm und Mainz, im Obermiocän von La Grive
+St. Alban und im Pleistocän. Sie gehören den Gattungen ¿Sorex¿ Lin.
+(Fig. 529.) ¿Crocidura¿ und ¿Crossopus¿ Wagler an.
+
+¿Protosorex¿ Scott. Im Oligocän (White Riverbed) von Nordamerika mit
+zahlreichen ¡P¡.
+
+[Illustration: Fig. 528.
+
+¡Proscalops miocaenus¡ Matthew. Miocän. Colorado. Schädel und
+Unterkiefer. 2/1 nat. Gr. (nach ~Matthew~.)]
+
+[Illustration: Fig. 529.
+
+¡Sorex pusillus¡ Meyer. Miocän. La Grive St. Alban. Isère. Unterkiefer
+von innen in nat. Gr. und vergr. (Nach ~Depéret~.)]
+
+[Illustration: Fig. 530.
+
+¡Necrogymnurus Cayluxi¡ Filhol. Phosphorit. Quercy. ¡a¡ Schädel von
+unten, ¡b¡ Unterkiefer mit drei Molaren und P_{4} von der Seite, ¡c¡
+derselbe von oben. Nat. Gr. (Nach ~Filhol~.)]
+
+
+4. Familie. #Dimylidae.#
+
+¡§2§/§2§ M, davon M_{1} in beiden Kiefern sehr groß. J, C, P mit
+Ausnahme von P_{4} sehr einfach. Humerus ähnlich dem von Talpa.¡ Nur
+aus dem europäischen Miocän bekannt.
+
+¿Dimylus¿ und ¿Cordylodon¿ Meyer. Letzterer mit knopfförmigen P. Im
+Untermiocän.
+
+¿Plesiodimylus¿ Gaillard und ¿Metacordylodon¿ Schlosser im Obermiocän.
+
+
+5. Familie. #Erinaceidae.# ~Igel.~
+
+¡Obere M meist vierhöckerig, viereckig. P^4 M-ähnlich, die übrigen P
+einfacher.¡
+
+¿Gymnurinae.¿ ¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ C¡ kräftig.
+
+¿Necrogymnurus¿ (¡Cayluxotherium¡) Filhol. (Fig. 530.) Eocän.
+Phosphorite von Quercy.
+
+¿Tetracus¿ Aymard. Oligocän. Ronzon.
+
+¿Galerix¿ Pomel. (¡Parasorex¡ v. Meyer.) (Fig. 531.) Im Obermiocän von
+Europa.
+
+¿Erinaceinae¿ mit weniger als §4§/§4§ P.
+
+¿Erinaceus¿ Linn. §3.1.3.3.§/§2.1.2.3.§ Vorderster ¡J¡ vergrößert, die
+übrigen, sowie ¡C¡ und ¡M^3¡ reduziert. Obermiocän bis Gegenwart.
+
+¿Palaeoerinaceus¿ Filhol. Untermiocän.
+
+¿Proterix¿ Matthew. § §/§3.1.3.3.§ Oligocän. White River. Süd-Dakota.
+
+[Illustration: Fig. 531.
+
+¡Galerix exilis¡ Blv. sp. (¡Parasorex socialis¡ H. v. Meyer.) Miocän.
+Steinheim, Württemberg. ¡a¡ Unterkiefer nat. Gr., ¡b¡ Unterkieferzähne
+vergr., ¡c¡ Oberkiefer von Grive-St. Alban nat. Gr., ¡d¡ vergr.
+(Nach ~Depéret~.)]
+
+
+6. Familie. #Adapisoricidae# Lemoine.
+
+¡Kleine ausgestorbene, unvollständig bekannte Insectivoren mit 2
+J, 1 C, 4 P, 3 M im Unterkiefer. Obere M trituberkulär. Untere J
+klein, nagezahnartig. C klein. P zweiwurzelig mit Hauptspitze und
+Talonid. M mit hohem dreizackigem Trigonid und starkem, grubigem
+Talonid.¡ Systematische Stellung durchaus unsicher. ¿Adapisorex¿ und
+¿Adapisoriculus¿ Lemoine im untersten Eocän von Cernays und Ay bei
+Reims.
+
+
+7. Familie. #Hyopsodontidae# Schlosser.
+
+¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Schädel niedrig, Schnauze mäßig lang,
+mit breiter Stirn und breitem Hinterhaupt. Obere M viereckig,
+sechshöckrig, untere vierhöckerig, Trigonid kaum höher als Talonid.
+Alle vorderen Zähne einspitzig, fast aneinander schließend und
+allmählich in einander übergehend, obere P_{2} bis P_{4} mit
+Innenhöcker, unterer P_{4} sehr kompliziert.¡
+
+[Illustration: Fig. 532.
+
+¡Hyopsodus paulus¡ Leidy. Eocän (Bridgerbed.) Wyoming. ¡A¡ obere
+Backzähne von unten vergr. 2/1 nat. Gr. ¡B¡ untere Backzähne von oben,
+2/1 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 533.
+
+¡Hyopsodus decipiens¡ Matthew. Mitteleocän. Bridgerbed. Wyoming.
+Schädel und Unterkiefer nat. Gr. (nach ~Matthew~.)]
+
+Diese gänzlich erloschene Familie wurde bisher vor kurzem wegen der
+Ähnlichkeit ihrer Zähne zu den Primaten gestellt. Der Schädel zeigt
+jedoch Anklänge an den von ¿Erinaceus¿, und die Metapodien haben keine
+knopfförmige, sondern eine gekielte distale Gelenkfläche. Auch fehlt
+die Opponierbarkeit der ersten Zehe und des Daumens. Wir haben es
+vermutlich mit dem Überrest einer Insectivorengruppe zu tun, welche
+dem Ausgangspunkt der Primaten sehr nahe steht. Sie schließt sich
+anderseits auch wieder an die kleineren ¡Mioclaeniden¡ an.
+
+¿Hyopsodus¿ Leidy (¡Lemuravus¡ Marsh). (Fig. 532, 533.) ¡J¡,
+¡C¡ und die vordersten ¡P¡ spitz, kegelförmig, ¡P^3¡ und ¡P^4¡
+mit großen, dicken Außen- und ¥V-förmigem¥ Innenhöcker. Obere ¡M¡
+mit zwei kantigen Außen-, zwei ¥V-förmigen¥ Innenhöckern und zwei
+kräftigen Zwischenhöckern. Unterer ¡P_{4}¡ mit großer Innenspitze
+und zweihügeligem Talonid. Untere ¡M¡ mit vier stumpfen, undeutlich
+alternierenden Höckern und kleinem Hinterhöcker. An dem breiten
+Schädel steht die Augenhöhle seitlich; das Tympanicum bildet keine
+knöcherne Bulla. Humerus mit Entepicondylar- und Supratrochlearformen.
+Extremitätenknochen denen von ¿Erinaceus¿ ähnlich. Astragalus mit
+flacher Trochlea. Endphalangen klein, rundlich, nicht gespalten.
+Zahlreiche Arten im Eocän von Nordamerika. Wasatchbed. H.
+¡lemoinianus¡; ¡miticulus¡ Cope, Wind Riverbed. ¡H. Wortmani¡ Osborn,
+Bridgerbed. ¡H. paulus¡, ¡minusculus¡ Leidy. Uintabed ¡uintensis¡
+Osborn.
+
+
+8. Familie. #Mixodectidae# Cope (~Proglires~ Osborn).
+
+¡§3-1.1.3.3.§/§3-1.1.2.3.§ Obere M nicht viel breiter als lang, mit
+konischen Außen- und kleinen Zwischenhöckern, ¥V-förmigem¥ Protocon und
+schwachem Hypocon. Unterer und oberer J_{1} vergrößert und vorwärts
+geneigt. J_{1} und J_{3} meist fehlend, klein, ebenso P_{1} oder P_{2}
+oder fehlend, oder P_{3} wie P_{4} schneidend, mit hoher Spitze. P^4
+anfangs zweihöckerig, später kompliziert. Untere M mit fünf undeutlich
+alternierenden Höckern, die beiden inneren konisch, Protoconid und
+Hypoconid ¥V-förmig¥. Paraconid nur als Kante entwickelt. Trigonid nicht
+viel höher als Talonid, das namentlich an M_{3} sehr groß wird.¡
+
+Die Backenzähne haben große Ähnlichkeit mit jenen der Anaptomorphiden,
+weshalb die Mixodectiden früher zu den Primaten gestellt wurden. Wegen
+der Vergrößerung des ¡J_{2}¡ und der Reduktion der übrigen ¡J¡ und
+der vorderen ¡P¡ hielt sie Osborn für die Vorläufer der Nager und
+nannte sie ¿Proglires¿. Wegen der Ähnlichkeit der ¡M¡ mit denen der
+¡Hypsodontidae¡ dürfte es sich empfehlen, sie ebenfalls provisorisch
+zu den Insectivoren zu stellen, obschon eine gewisse Verwandtschaft
+mit Primaten -- ¿Chiromys¿ -- nicht ausgeschlossen zu sein scheint.
+
+[Illustration: Fig. 534.
+
+¡A Microsyops gracilis¡ Leidy, Oberkiefer. ¡B M. elegans¡,
+Unterkiefer. Mitteleocän. Bridgerbed Wyoming (nach ~Wortman~.)]
+
+¿Olbodotes¿ Osborn. Mit 3 unteren ¡J¡. Untereocän. Torrejonbed.
+Neu-Mexiko. ¡O. Copei¡ Osborn. Ein ähnlicher ¡M¡ auch aus dem Fort
+Unionbed von Montana bekannt.
+
+¿Mixodectes¿ Cope. ¡J_{2}¡ stark vergrößert. ¡P_{3}¡ öfters noch
+vorhanden. Trigonid höher als Talonid. Ebenda. ¡M. pungens¡ Cope.
+
+¿Microsyops¿ Leidy. (Fig. 534.) (¡Limnotherium¡, ¡Bathrodon¡,
+¡Mesacodon¡ Marsh, ¡Palaeacodon¡ Leidy.) Talonid fast ebenso hoch
+wie Trigonid. Wind Riverbed. ¡M. scottianus¡ Cope. Bridgerbed. ¡M.
+gracilis¡ Leidy, ¡speciosus¡ Marsh.
+
+¿Indrodon¿ Cope. §2.1.3.3.§/§ § Nur Oberkiefer bekannt. ¡P¡ einfach.
+Untereocän. Torrejonbed.
+
+¿Cynodontomys¿ Cope. ¡C¡ klein. ¡P_{4}¡ M-ähnlich. Untereocän.
+Wasatchbed. ¡C. latidens¡ Cope.
+
+¿Smilodectes¿ Wortman. ¡P_{4}¡ kurz. Mitteleocän. Bridgerbed. ¡S.
+gracilis¡ Marsh sp.
+
+¿Metolbodotes¿ Schlosser. Mit 3 ¡J¡. Höcker der ¡M¡ innig miteinander
+verbunden. ¡M_{1}¡ > ¡M_{2}¡ und ¡M_{2}¡ > ¡M_{3}¡. Oligocän Fajum.
+Ägypten ¡M. Stromeri¡. Schl.
+
+
+9. Familie. #Plesiadapidae# Lemoine.
+
+¡§2.1.2.3.§/§1.0.2.3.§ Unterkiefer hoch mit breitem Kronfortsatz und
+Diastema hinter dem vergrößerten J. Oberer J^2 zweispitzig, J^3 und C
+klein. Obere P und M trituberkulär. Untere M tuberkulärsektorial mit
+mäßig hohem Trigonid und großem niedrigem Talonid.¡ Untereocän von
+Europa.
+
+Die Form des Unterkiefers und die Beschaffenheit des Gebisses spricht
+dafür, daß wir es möglicherweise mit einem Vorläufer der Nager zu tun
+haben.
+
+¿Plesiadapis¿ Lemoine. Untereocän von Reims und Belgien, vielleicht
+auch im Bohnerz von Egerkingen.
+
+¿Protoadapis¿ Lemoine. § §/§2.1.3.3.§ Ohne Diastema. Eocän von Reims.
+Systematische Stellung ganz unsicher.
+
+
+10. Familie. #Pantolestidae# Matthew.
+
+¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ C normal. Obere J isoliert, P einfach
+schneidend. Obere M trituberkulär, untere tuberkulärsektorial mit
+dreispitzigem Trigonid und Talonid. Schnauze kurz und breit, Cranium
+lang und verbreitert mit hoher Supraoccipitalcrista und schwachem
+Scheitelkamm, ohne knöcherne Bulla.¡
+
+Die Pantolestiden wurden zuerst für Artiodactylen gehalten. ~Matthew~
+stellt sie jetzt zu den Insectivoren wegen der Anwesenheit eines
+Mentalforamens unter ¡M_{1}¡ und der Kürze und Breite der Schnauze.
+Abgesehen von diesen Verhältnissen könnte man sie auch bei den
+Creodonten unterbringen. Der stark gekrümmte Humerus besitzt eine
+kräftige Deltoidcrista, und ein Entepicondylarforamen, das Femur ist
+mit einem dritten Trochanter versehen und Tibia und Fibula sind distal
+miteinander verwachsen. Der Astragalus hat eine breite, ausgefurchte
+Trochlea und einen kurzen Hals, die Krallen sind abgeflacht und breit.
+Der Schwanz hat beträchtliche Länge. Die Extremitäten zeigen Anpassung
+an das Leben im Wasser.
+
+¿Pantolestes¿ Cope. (¡Passalacodon¡, ¡Anisacodon¡ Marsh.) Paraconid
+klein. Mitteleocän. Bridgerbed.
+
+¿Palaeosinopa¿ Matthew. Paraconid kräftig. Untereocän. Wasatchbed.
+
+¿Pentacodon¿ Cope. Untereocän. Torrejonbed. Neu-Mexiko.
+
+? ¡Ptolemaia¡ Osborn. Paraconid schwach. ¡J¡ und vordere ¡P¡
+reduziert. Oligocän von Ägypten.
+
+
+11. Familie. #Tillodontidae.# (¡Tillodontia¡ Marsh.)[126]
+
+¡Ausgestorbene, fünfzehige, bekrallte Sohlengänger mit vergrößertem,
+nagezahnähnlichen J_{2} und brachyodonten M. Obere M trituberkulär,
+mit Nebenhöckern, untere mit hohem, halbmondförmigem Trigonid und
+etwas niedrigerem halbmondförmigem Talonid. Scaphoid getrennt vom
+Lunatum.¡
+
+Der Schädel ist im ganzen raubtierähnlich. Die Breite der Schnauze und
+des Hinterhauptes, das Fehlen einer postorbitalen Einschnürung und die
+Beschaffenheit der Ohrregion -- flache Bulla -- sowie die Form des
+Unterkiefergelenkes gestatten die Angliederung dieser Familie an die
+Insectivoren, womit sich auch die Differenzierung der ¡J¡ und ¡C¡ gut
+in Einklang bringen läßt. Von den ¡J¡ geht das erste Paar verloren,
+das zweite wird vergrößert, die ¡C¡ verwandeln sich in kleine
+Lückenzähne, wofür die hinteren ¡P M¡-ähnlich werden.
+
+Von ¿Tillotherium¿ ist das Skelett ziemlich vollständig, von
+¿Esthonyx¿ aber nur teilweise bekannt. Nur im Eocän von Nordamerika
+und von England.
+
+
+1. Unterfamilie. #Esthonychinae.#
+
+¡§2.1.3.3.§/§3.1.3.3.§ J ringsum von Schmelz bedeckt, mit Wurzeln. C
+ziemlich groß.¡
+
+¿Esthonyx¿ Cope. (Fig. 535.) Im unteren Eocän. Wasatchbed von Wyoming
+und Neu-Mexiko.
+
+¿Platychoeropus¿ Charlesworth im Londonton von England.
+
+¿Plesiesthonyx¿ Lemoine. Untereocän von Reims. Durchaus problematisch.
+
+[Illustration: Fig. 535.
+
+¡Esthonyx Burmeisteri¡ Cope. Untereocän (Wasatch Beds) von Big Horn.
+Wyoming. ¡A¡ Zahnreihe des Oberkiefers, ¡B¡ des Unterkiefers, von der
+Kaufläche gesehen, 2/3 nat. Gr. (nach ~Cope~.)]
+
+
+2. Unterfamilie. #Tillotheriinae.#
+
+¡§2.1.3.3.§/§2.1.2.3.§ Oberer und unterer J_{2} stark entwickelt, nur
+an der Vorderseite mit Schmelz bedeckt und mit persistierender Pulpa.
+Zwischen den J, den kleinen C und den vordersten P kurze Lücken.¡
+
+[Illustration: Fig. 536.
+
+¡Tillotherium fodiens¡ Marsh. Eocän. Bridger. Wyoming. Schädel und
+Unterkiefer. 1/4 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+¿Tillotherium¿ Marsh. (Fig. 536.) Schädel von Bärengröße mit kleiner
+Gehirnhöhle und verschmälerter Schnauze. Orbita hinten nicht von den
+Schläfengruben abgetrennt. Stirnbeine groß mit Luftzellen. Wirbel
+raubtierartig. Humerus mit Entepicondylarforamen. Femur mit drittem
+Trochanter. Fibula dünn, Astragalus niedrig. Mitteleocän. Bridgerbed.
+Wyoming.
+
+¿Trogosus¿ (¡Anchippodus¡) Leidy. Ebendaselbst.
+
+
+2. Ordnung. #Chiroptera.# ~Fledermäuse.~[127]
+
+~Kleine Insekten-, selten Früchtefresser mit stark verlängerten und
+durch Flughaut verbundenen Vorderextremitäten. Gebiß vollständig, ¡J¡
+reduziert, ¡C¡ groß, meist mit kräftigem Basalband, ¡P¡ zugespitzt.
+¡M¡ sekodont, oder bunolophodont, obere trituberkulär mit ¥V-förmigen¥
+Höckern, untere tuberkulärsektorial. Milchgebiß rudimentär. Hirn klein
+und glatt. Zwei brustständige Zitzen.~
+
+Die Fledermäuse bilden einen spezialisierten Seitenzweig von
+primitiven Insectivoren. Sie unterscheiden sich von den echten
+Insectivoren nicht bloß durch die eigentümliche Ausbildung der
+Vorderextremität, sondern auch durch die meist verkürzte Schnauze,
+den in der Regel sehr kräftigen Scheitelkamm, durch die starke
+postorbitale Einschnürung und die solid verknöcherte Gehörblase.
+
+[Illustration: Fig. 537.
+
+¡Vespertilio murinus¡ Lin. Skelett. (Nach ~Blainville~.)]
+
+Die Vorderextremität ist zu einem Flugorgan umgebildet. Das
+lange Schlüsselbein verbindet das Brustbein mit dem Acromion des
+Schulterblattes. Der Humerus ist schlank und im Verhältnis zur Größe
+des Caput und des Deltoidkammes sehr lang. Die Länge des Vorderarms
+übersteigt die des Oberarms mindestens um ein Drittel, oft aber um
+das Doppelte. Die Ulna ist stark reduziert. Die proximalen Carpalia
+verschmelzen miteinander. Die Phalangen sind mit Ausnahme des kurzen,
+opponierbaren Daumens zu dünnen, langen, nadelähnlichen Gebilden
+umgestaltet und durch Flughaut verbunden, welche sich auch am Rumpf
+und am Schwanz sowie an einem langen knöchernen Sporn, der vom
+Calcaneum ausgeht, anheftet. Im Gegensatz zur Vorderextremität ist die
+Hinterextremität und das Becken schwach entwickelt. Der Fuß hat fünf
+gleichlange, mit Krallen versehene Zehen.
+
+Die Fledermäuse zerfallen in die zwei Gruppen der ¡Megachiroptera¡,
+welche nur große frugivore Formen enthalten und in die kleinen,
+insektenfressenden ¡Microchiroptera¡.
+
+Zu den ¡Megachiroptera¡ gehört wahrscheinlich die Gattung
+¡Archaeopteropus¡ ~Meschinelli~ aus dem Oligocän von Monteviale.
+
+Überreste von ¡Microchiropteren¡ fanden sich in größerer Menge nur
+in den Phosphoriten von Quercy sowie im Pleistocän in europäischen
+Höhlen und in Höhlen Brasiliens, aber diese pleistocänen Reste gehören
+fast ausschließlich rezenten Arten an. Im Eocän -- Paris und Aix --
+sowie im Miocän sind Fledermausreste sehr selten mit Ausnahme von der
+Lokalität La Grive St. Alban.
+
+Die ¡Chiropteren¡ aus den Phosphoriten verteilen sich auf die
+Gattungen ¡Pseudorhinolophus¡ (Fig. 538) und ¡Vespertiliavus¡
+Schlosser, ¡Taphozous¡ Geoffr., ¡Alastor¡ und ¡Necromantis¡ Weithofer,
+von welchen sich die letzte Gattung an lebende südamerikanische Formen
+anschließt, was auch wohl für ¡Provampyrus¡ Schlosser aus dem Oligocän
+von Ägypten gilt. Im Miocän finden sich neben der ausgestorbenen
+Gattung ¡Palaeonycteris¡ schon die lebenden Gattungen ¡Vespertilio¡,
+¡Vesperugo¡, ¡Rhinolophus¡ und ¡Cynonycteris¡.
+
+[Illustration: Fig. 538.
+
+¡Pseudorhinolophus¡ sp. Phosphorit. Quercy. ¡a¡ Schädel mit
+Unterkiefer von der Seite 1/1, ¡b¡ derselbe von oben 1/1, ¡c¡ obere
+Zahnreihe von unten, vergr., ¡d¡ untere Zahnreihe von außen, vergr.
+(Nach ~Schlosser.~)]
+
+
+3. Ordnung. #Carnivora.# ~Fleischfresser.~
+
+Zu den Fleischfressern gehören ausgestorbene und noch jetzt
+lebende, in der Größe sehr verschiedene Land- und Wasserbewohner
+mit vollständigem Gebiß und sehr kräftig entwickelten Caninen. Die
+vorderen Backenzähne sind meist schneidend, zum Zerkleinern von
+Fleischnahrung geeignet, die hinteren ¡M¡ in der Regel höckerig und
+die oberen stark verbreitert. Das Gehirn zeichnet sich bei allen
+lebenden Formen durch ansehnliche Größe und starke Furchung der großen
+Hemisphären aus, bei den ältesten fossilen Formen -- ¡Creodontia¡ --
+ist es wesentlich kleiner und auch weniger gefurcht. Die Extremitäten
+sind bekrallte digitigrade oder plantigrade Gehfüße mit 4-5 Zehen,
+zuweilen -- ¡Pinnipedia¡ -- aber auch flossenartig.
+
+Die Fleischfresser zerfallen in drei Unterordnungen -- ¡Creodontia¡,
+¡Fissipedia¡ und ¡Pinnipedia¡.
+
+
+1. Unterordnung. #Creodontia.#[128] ~Urfleischfresser.~
+
+¡Ausgestorbene digitigrade oder semiplantigrade Fleischfresser
+mit kleinem schwachgefurchtem Gehirn, vollständigem Gebiß und
+Zahnwechsel. Meist §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ M schneidend oder höckerig,
+meist gleichartig ausgebildet. Bulla tympanica nur ausnahmsweise
+verknöchert. Carpus in der Regel mit Centrale, Scaphoid und
+Lunatum nur selten verwachsen. Astragalus flach gewölbt, nur wenig
+ausgefurcht. Endphalangen meist stumpf und an der Spitze gespalten,
+selten seitlich komprimiert.¡
+
+Die von ~Cope~ von den ¡Carnivoren¡ abgetrennten ¿Creodontia¿ zeigen
+sowohl Anklänge an die Marsupialia als auch an die ¡Carnivora
+fissipedia¡, mit welchen sie durch die Familie der ¿Miacidae¿
+verbunden sind, bei welcher auch bereits ¡P^4¡ und ¡M_{1}¡ als
+Reißzähne entwickelt sind.
+
+Der ~Schädel~ ist raubtierartig, aber meist sehr groß im Verhältnis
+zum Rumpf, die Schnauze oft verlängert. Das Cranium hat geringe
+Kapazität und gestreckte Form. Vom Gesichtsschädel ist es durch die
+starke postorbitale Einschnürung scharf abgesetzt. Die Bulla tympanica
+verknöchert nur ausnahmsweise. Das Gehirn ist klein und nur mit
+schwachen, wenig zahlreichen Windungen versehen. Der Gaumen hat keine
+Lücken, sondern nur zuweilen kleine Löcher, und der Unterkieferrand
+ist nur ausnahmsweise hinten schwach umgebogen. Das ~Gebiß~ besteht
+normal aus ¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§¡ jedoch kann die Zahl der ¡J¡ auf 2,
+die der ¡P¡ auf 3 und der ¡M¡ auf 2 sinken, welche Reduktionen indes
+niemals gleichzeitig eintreten. Die geringe Zahl der ¡J¡ unterscheidet
+die ¡Creodontia¡ von den ¡Marsupialia¡, die stets normale Entwicklung
+aller ¡J¡ und die Einwurzeligkeit des ¡C¡ von den Insectivoren. Die
+¡P¡ sind komprimiert, einfach und höchstens mit Basalhöckern versehen,
+nur der hinterste kann namentlich im Oberkiefer annähernd ¡M¡-ähnliche
+Zusammensetzung erreichen. Die Krone der oberen ¡M¡ besteht in der
+Regel aus zwei äußeren und einem inneren Höcker, Protocon, von denen
+der letztere öfters ¥V-förmig¥ ist. Er kann aber auch zuweilen ebenso
+wie der Metacon starke Reduktion erfahren, wofür aber dann der
+Parastyl und namentlich der Metastyl sehr kräftig werden. Die ¡M¡ des
+Unterkiefers sind normal tuberkulärsektorial, mit grubigem Talonid.
+Jedoch wird das Metaconid sehr häufig reduziert, und der Talonid
+verwandelt sich in eine Schneide, die auch sehr klein werden kann. Im
+Gegensatz zu den echten Carnivoren ist bei den echten ¿Creodontia~
+M_{1}¡ in der Regel kleiner als die folgenden ¡M¡. Von den Milchzähnen
+gleicht der letzte dem vordersten ¡M¡, der vorletzte dem hintersten
+¡P¡.
+
+Im Vergleich zur Größe des Schädels haben die ~Extremitäten~ geringere
+Länge als bei den lebenden Raubtieren und sind auch in der Regel
+etwas plumper und gedrungener. Der ~Humerus~ besitzt fast immer ein
+Entepicondylarforamen und meist eine ungeteilte Gelenkrolle, die bei
+vorgeschritteneren Formen bis an die Fossa Olecrani reicht. ~Ulna~ und
+~Radius~ verwachsen niemals, das Olecranon kann beträchtliche Höhe
+erlangen. Zuweilen findet sich am Humerus ein Supratrochlearforamen.
+Die Carpalia bleiben immer getrennt -- nur bei den zeitlich jüngsten
+Gattungen kommt es manchmal zur Verschmelzung von Scaphoid und
+Lunatum. In der Regel ist ein freies Centrale vorhanden. Das ~Ilium~
+ist schmäler als bei den echten Carnivoren und dem der Marsupialier
+und Insectivoren ähnlicher. Am ~Femur~ ragt meist ein dritter
+Trochanter vor. Die Anordnung und Form der ~Tarsalia~ stimmt im
+wesentlichen mit jener der lebenden Carnivoren überein, doch haben
+Astragalus und Calcaneum häufig gedrungenere Gestalt und liegen
+weniger fest aufeinander. Der Astragalus hat nicht selten ein Foramen
+und seine tibiale Gelenkfläche ist häufig nur schwach gewölbt und nur
+wenig oder gar nicht ausgefurcht.
+
+Matthew teilt die ¿Creodontia¿ in die drei Gruppen der ¿Acreodi¿, der
+¿Pseudocreodi¿ und der ¿Eucreodi¿ ein, von welchen die letzten den
+Ausgangspunkt der echten Carnivoren darstellen.
+
+
+1. Tribus. #Acreodi.#
+
+~Ohne scherenartige Ausbildung von Backenzähnen. ¡M¡ primitiv, obere
+trituberkulär, untere tuberkulärsektorial oder mit stumpfen Zacken.~
+
+
+1. Familie. #Oxyclaenidae.# Scott.
+
+¡M primitiv, die oberen trituberculär, dreieckig oder oblong, die
+unteren tuberculärsectorial mit scharfkantigen Spitzen, aus hohem
+Trigonid und niedrigem Talonid bestehend. P einfach, nur P^4, selten
+auch P^3 mit Innenhöcker.¡
+
+Die unvollständig bekannten, meist nur durch Backenzähne vertretenen
+Genera gehören dem älteren Eocän von Neu-Mexiko und Montana an.
+
+¿Oxyclaenus¿, ¿Loxolophus¿, ¿Carcinodon¿ Cope, ¿Protochriacus¿ Scott.
+Puercobed. ¿Chriacus¿, ¿Tricentes¿ (Fig. 539), ¿Deltatherium¿ Cope.
+Torrejonbed von Neu-Mexiko und im Fort Unionbed von Montana.
+
+[Illustration: Fig. 539.
+
+¡Tricentes subtrigonus¡ Cope. Unterstes Eocän. Torrejonbed Neu-Mexiko.
+Obere und untere Zahnreihe, nat. Gr. (nach ~Matthew~.)]
+
+
+2. Familie. #Mesonychidae.# Cope.
+
+¡§3-2§/§3.§ M. Obere M trituberkulär, untere durch Reduktion des
+Metaconids trikonodont, mit stumpfen Zacken. P^4 meist M ähnlich. Hand
+und Fuß paraxonisch, häufig digitigrad, 5 selten 4 zehig. Humerus mit
+Supratrochlearforamen. Fibula am Calcaneum articulierend. Krallen
+flach- und hufartig. Zygapophysen der Lendenwirbel zylindrisch oder
+eingerollt.¡
+
+Die ¿Mesonychidae¿ erreichen zum Teil die Größe von Bären und
+ihre Extremitäten erfahren eine ähnliche Spezialisierung wie bei
+den Hunden, welche sie zu raschem, ausdauerndem Laufen befähigt,
+festgefügter Carpus und Tarsus, tiefausgefurchte Astragalusrolle,
+Verlust der ersten Zehe, parallele Stellung der Metapodien verbunden
+mit Digitigradie. -- Die oberen ¡M¡ zeichnen sich durch die Dreizahl
+der Höcker und das Fehlen eines Metastyls und die unteren durch
+Reduktion des Metaconid und einfache Form des Talonid aus, wodurch sie
+sekundär den Triconodontentypus erlangen. Obere und untere ¡M¡ bilden
+niemals eine Schere. Im älteren Eocän von Nordamerika, Frankreich und
+Belgien.
+
+
+1. Unterfamilie. #Triisodontinae.# Matthew.
+
+¡Untere M mit Metaconid und beckenförmigem Talonid. Außenhöcker der
+oberen M frei.¡
+
+¿Triisodon¿ Cope. Puercobed. ¿Sarcothraustes¿, ¿Goniacodon¿,
+¿Microclaenodon¿ Cope. Torrejonbed.
+
+
+2. Unterfamilie. #Mesonychinae.# Matthew.
+
+¡Untere M mit schneidendem Talonid. Außenhöcker der oberen M
+verwachsen.¡ ¿Dissacus¿ Cope. Unt. ¡M¡ mit kleinem Metaconid.
+Untereocän. Torrejonbed.
+
+[Illustration: Fig. 540.
+
+Vorderfuß ¡A¡ von ¡Mesonyx¡, ¡B¡ von ¡Hyaenodon¡. ca. 2/3 nat. Gr.
+(Nach ~Scott~.) ¡sc¡ Scaphoideum, ¡l¡ Lunare, ¡c¡ Cuneiforme, ¡ce¡
+Centrale, ¡tz¡ Trapezium, ¡td¡ Trapezoid, ¡m¡ Magnum, ¡u¡ Unciforme,
+¡I-V¡ erster bis fünfter Metacarpus. ¡C¡ die zwei letzten Phalangen
+von ¡Hyaenodon¡.]
+
+¿Hyaenodictis¿ Lemoine. Untereocän. Cernays bei Reims und Erquelinnes
+Belgien.
+
+¿Hapalodectes¿ Matthew. Zähne komprimiert. Eocän. Wasatch- und
+Wind-Riverbed.
+
+¿Pachyaena¿ Cope. Erreicht die Größe eines Bären. Eocän von
+Nordamerika, Wasatchbed und Mitteleocän. (Grobkalk von Paris.)
+
+¿Harpagolestes¿ Wortman. Schädel kurz und breit. Ohne ¡M^3¡. Eocän.
+Bridgerbed. ¡H. immanis¡ Wortman. Von Bärengröße. Uinta. ¡H.¡
+(¡Mesonyx¡) ¡uintensis¡ Scott.
+
+[Illustration: Fig. 541.
+
+¡Mesonyx obtusidens¡ Cope. Mitteleocän. Bridgerbed. Wyoming. ¡A¡
+Schädel von unten. ¡B¡ Hinterfuß 1/3 nat. Gr. (n. ~Matthew~.)]
+
+¿Synoplotherium¿ Cope (¡Dromocyon¡ Marsh). Schädel und Beine mäßig
+verlängert, Hand und Fuß vierzehig. Astragalus mit tiefausgefurchter
+Trochlea. Bridgerbed. ¡S. vorax.¡ Marsh. sp.
+
+¿Mesonyx¿ Cope. (Fig. 540 ¡A¡, 541.) Schädel und Beine lang. Ohne
+¡M^3¡ Eocän. Bridger. ¡M. obtusidens¡ Cope.
+
+
+2. Tribus. #Pseudocreodi.#
+
+¡M §1§/§2§ oder §2§/§3§ als Reißzähne entwickelt. Krallen gespalten.
+Hand und Fuß mesaxonisch. Fibula am Calcaneum articulierend.
+Zygapophysen der Lendenwirbel zylindrisch oder eingerollt.¡
+
+
+3. Familie. #Oxyaenidae# Cope.
+
+¡§2-1§/§2§ M. M^1 und M_{2} als Reißzähne ausgebildet, meist
+M_{2} > M_{1}. Schädel plump, mit breiter Basis Cranii. Unterkiefer
+massiv, mit kräftiger Symphyse. Extremitäten fünfzehig. Zehenstellung
+bei aquatilen Formen gespreizt, bei Landbewohnern plantigrad. Krallen
+stumpf, gespalten.¡
+
+Osborn hielt die Gattung ¿Palaeonictis¿ für den Ahnen der Feliden, und
+Wortman vermutete in ¿Patriofelis¿ den Ahnen der Pinnipedia. Nach den
+Untersuchungen ~Matthews~ kommt jedoch keiner von beiden Gattungen
+besondere stammesgeschichtliche Bedeutung zu. Der Schädel hat im
+Vergleich zum Körper ziemlich normale Dimensionen. Von den oberen ¡M¡
+ist der zweite klein und quergestellt und manchmal ganz verschwunden,
+¡M^1¡ besitzt außer den drei Hauptzacken einen schneidend entwickelten
+Metastyl. Die unteren ¡M¡ bestehen aus einem hohen Trigonid und einem
+niedrigen Talonid, welches ebenso wie das Metaconid verschwinden kann.
+
+
+1. Unterfamilie. #Limnocyoninae# Wortman.
+
+¡Nur P^4 mit Innenhöcker. Untere M tuberkulärsektorial. §2§/§2§ M.
+Gebiß unreduziert. Lange Schnauze. Kleine bis mittelgroße Formen.¡
+
+¿Limnocyon¿ (¡Telmatocyon¡) Marsh. (Fig. 542 ¡A¡). ¡J^3¡ reduziert.
+Erster ¡P¡ in beiden Kiefern zweiwurzelig, nur ¡P^4¡ mit Innenhöcker;
+¡M^1¡ mit kräftigem Protocon. ¡M^2¡ quergestellt. ¡M_{1}¡ und ¡M_{2}¡
+mit dreispitzigem Trigonid und beckenförmigem Talonid. Schädel breit.
+Unterkiefer hoch und plump. Beine kurz, gebogen. Mitteleocän. Bridger.
+
+¿Thinocyon¿ Marsh. Beine lang und schlank. Größe von Hauskatze.
+Mitteleocän. Bridger.
+
+¿Thereutherium¿ Filhol. Mardergröße. Metaconid reduziert. Unterkiefer
+dick. Eocän. Phosphorite von Quercy. ¡Th. thylacodes¡ Filhol.
+
+[Illustration: Fig. 542.
+
+¡A Limnocyon medius¡ Wortman. Mittelmiocän. Bridgerbed. Wyoming. Obere
+¡P^4¡ bis ¡M^2¡ nat. Gr. (nach ~Wortman~.) ¡B Patriofelis ferox¡
+Marsh. Ebenda. Unterkiefer. 1/3 nat. Gr. (nach ~Matthew~.)]
+
+¿Oxyaenodon¿ Wortman. ¡P¡ dichtgedrängt und reduziert. ¡M¡ wie bei
+¡Limnocyon¡ Unterkiefer mäßig hoch. Obereocän. Uintabed.
+
+¿Machairoides¿ Matthew. Unterkiefersymphyse nach unten in einen Lappen
+ausgezogen. Mitteleocän. Bridgerbed.
+
+
+2. Unterfamilie. #Oxyaeninae# Wortman.
+
+¡P^3 und P^4 mit Innenhöcker. Frühzeitig spezialisierte Formen mit
+kurzer Schnauze, mit reduzierten P, häufig ohne M^2 und M_{2}. Alle P
+und M schneidend ausgebildet.¡
+
+¿Oxyaena¿ Cope. §3.1.4.2.§/§2.1.4.2.§ Obere ¡P¡ sämtlich mit
+Innenhöcker. ¡M^1¡ mit kräftigem Protocon, ¡M^2¡ quergestellt.
+Untere ¡M¡ mit kleinem Talonid. Metaconid neben Protoconid stehend.
+Unterkiefer hoch, aber dünn. Beine mäßig lang. Untereocän. Wasatchbed.
+¡O. lupina¡ Cope. In den Phosphoriten von Quercy ¡O. Galliae¡ Filhol
+problematisch.
+
+¿Patriofelis¿ Leidy (¡Limnofelis¡, ¡Oreocyon¡ Marsh, ¡Aelurotherium¡
+Adams, ¡Protopsalis¡ Cope). (Fig. 542 ¡B¡) §?.1.3.1.§/§3.1.3.2.§ ¡P
+§1§/§1§¡ und ¡M^2¡ fehlend. M_{1} mit schwachem Talonid und kleinem
+Metaconid. ¡M_{2}¡ groß, mit rudimentärem Talonid und Metaconid.
+Schnauze und Unterkiefer massiv. Beine kurz und plump. Zehen
+gespreizt. ¡M_{2}¡ gleicht dem ¡M_{1}¡, und ¡M^1¡ dem ¡P^4¡ von Felis.
+Eocän. Wasatch- und Bridgerbed. ¡P. ulta¡ Leidy.
+
+¿Palaeonictis¿ Blv. §3.1.4.2.§/§3.1.4.2.§ Nur ¡P^3¡ und ¡P^4¡ mit
+Innenhöcker. ¡M^1¡ mit scharf geschiedenem Paracon und Metacon, großem
+Protocon und Zwischenhöckern. M^2 rudimentär. Untere ¡M¡ mit kräftigem
+Paraconid und Metaconid und beckenförmigem Talonid. ¡M_{2}¡ > ¡M_{1}¡.
+Untereocän. Wasatchbed von Nordamerika und von Frankreich (Soissons).
+
+¿Ambloctonus¿ Cope. §1§/§2§ ¡M¡. Untere ¡M¡ fast gleich groß.
+Untereocän. Wasatch.
+
+
+4. Familie. #Hyaenodontidae# Cope.
+
+¡§3-2§/§3§ M. M §2§/§3§ als Reißzahn entwickelt, vordere M und P^4
+ebenfalls als Scheren funktionierend, Schädel meist lang, seltener
+kurz und plump mit konkaver Stirn. Extremitäten meist zum Laufen
+adaptiert, mesaxonisch. Fibula am Calcaneum artikulierend. Krallen an
+der Spitze gespalten. Bulla tympanica nur ausnahmsweise vollkommen
+verknöchert.¡
+
+Die ¡Hyaenodontidae¡ umfassen Formen von Fuchs- bis Wolfsgröße,
+nur wenige Arten erreichen allenfalls die Größe von Tigern. Bei
+¿Hyaenodon¿-Arten kommt es zuweilen zur Verwachsung von Scaphoid
+und Lunatum, auch bekommt der Humerus häufig eine massive hohe
+Trochlea und ein Supratrochlearforamen und Pollex und Hallux können
+beträchtliche Reduktion erleiden. Der Schädel ist in der Regel
+gestreckt und schmal, bei ¿Pterodon¿ und manchen ¿Hyaenodon¿-Arten
+hingegen kurz und plump. M^3 kann vollständig verschwinden. ¡M^2¡
+bildet mit ¡M_{3}¡ zusammen eine Schere, doch funktionieren auch
+schon ¡M_{1}¡ und ¡M_{2}¡ mit ¡P^4¡ und ¡M^1¡ in ähnlicher Weise. Die
+ursprünglich trituberkulären oberen und die tuberkulärsektorialen
+unteren ¡M¡ können sich in schneidende Platten umbilden, wobei von
+den oberen ¡M¡ fast nur Paracon und Metastyl und an den unteren nur
+Paraconid und Protoconid erhalten bleiben.
+
+
+1. Unterfamilie. #Proviverrinae.#
+
+¡§3§/§3§ M. Obere M trituberkulär, M^3 quergestellt, untere
+tuberkulärsektorial, stets mit Metaconid versehen. Mäßig scherenartige
+Ausbildung der Zähne. Körper schlank. Extremitäten fünfzehig. Zehen
+fast gleichlang. Krallen komprimiert.¡
+
+Die ¡Proviverrinae¡ haben meist ungefähr die Größe von Fuchs und ein
+Viverrenähnliches Aussehen.
+
+¿Sinopa¿ Leidy. (¡Stypolophus¡, ¡Prototomus¡ Cope.) ¡P¡ lang und
+isoliert stehend. Außenhöcker der oberen ¡M¡ voneinander getrennt,
+Talonid groß und beckenförmig. Zahlreiche Arten, zum Teil durch
+vollständige Skelette vertreten. Untereocän. Wasatchbed. ¡S. hians¡
+Cope. Mitteleocän. Bridger. ¡S. rapax¡ Leidy, ¡Grangeri¡ Matthew.
+Angeblich auch im Untereocän von Belgien (Orsmael).
+
+¿Tritemnodon¿ Matthew. (¡Stypolophus¡ Cope, ¡Limnocyon¡ Marsh.)
+Außenhöcker der oberen ¡M¡ zusammengedrängt. Talonid klein.
+Mitteleocän. Bridger.
+
+¡T. agilis¡ Marsh sp.
+
+¿Metasinopa¿ Schlosser. Nur ¡M_{1}¡ mit Metaconid. Talonid schneidend.
+Oligocän. Ägypten.
+
+¿Proviverra¿ Rütimeyer. Mitteleocän. Bohnerz von Egerkingen. ¡P¡
+kurz und hoch. Talonid groß und beckenförmig. Außenhöcker der oberen
+¡M¡ getrennt und ¿Cynohyaenodon¿ Filhol (Fig. 543). Phosphorite von
+Quercy. Außenhöcker der ober. ¡M¡ dicht beisammenstehend.
+
+¿Anacodon¿ Cope. Höcker undeutlich. Untereocän. Wasatchbed. ¡A.
+ursidens¡ Cope.
+
+¿Prorhizaena¿ Rütimeyer. Bohnerz von Egerkingen. Systematische
+Stellung unsicher.
+
+[Illustration: Fig. 543.
+
+¡Proviverra¡ (¡Cynohyaenodon¡) ¡Cayluxi¡ Filhol. Phosphorit. Quercy.
+¡A¡, ¡B¡ Schädel von oben und unten. 2/3 nat. Gr. (Nach ~Gaudry~ und
+~Filhol~.) ¡oc¡ Supraoccipitale, ¡Pa¡ Scheitelbein, ¡Fr¡ Stirnbein,
+¡Ju¡ Jochbein, ¡Sq¡ Squamosum, ¡La¡ Tränenbein, ¡Na¡ Nasenbein, ¡Mx¡
+Oberkiefer, ¡Pmx¡ Zwischenkiefer, ¡crs¡ Sagittalcrista, ¡m¡ Medulla
+elongata, ¡ce¡ Kleinhirn, ¡op¡ Sehhügel, ¡h¡ große Hemisphäre, ¡lolf¡
+Riechlappen.]
+
+¿Galethylax¿ Blainville. Eocän. Pariser Gips. Ebenfalls unvollständig
+bekannt.
+
+¿Quercytherium¿ Filhol. ¡P¡ stark verdickt. Phosphorite von Quercy.
+
+
+Unterfamilie. #Hyaenodontinae#.
+
+¡§3-2§/§3§ M, schneidend entwickelt, untere ohne Metaconid, mit nur
+kleinem oder ohne Talonid, obere meist mit verlängertem Metastyl, und
+reduziertem Paracon, zuweilen ohne Protocon, P_{4} meist höher als
+M_{1}. Körper plump. Beine meist zum Laufen adaptiert. Krallen dick.¡
+
+Die ~Hyaenodontinen~ sind aus Proviverrinen entstanden, von welchen
+sie sich durch die schneidende Ausbildung der ¡M¡ unterscheiden. In
+Europa erscheinen sie im jüngeren Eocän, in Nordamerika hingegen erst
+im Oligocän.
+
+¿Pterodon¿ Blv. (¡Hemipsalodon¡ Cope). (Fig. 545.) §3§/§3§ ¡M¡.
+¡M^3¡ quergestellt, ¡M^1¡ und ¡M^2¡ mit dicht zusammengedrängten
+Außenhöckern und kräftigem Protocon. Untere ¡M¡ mit hohem dicken
+Protoconid, kräftigem Paraconid und rudimentärem Talonid, selten
+mit kleinem Metaconid. ¡P¡ einfach, dick, ¡P_{1}¡ und ¡J_{1}¡ öfters
+fehlend. ¡C¡ massiv. Schädel plump mit kurzer Schnauze. Obereocän.
+Pariser Gips, Débruges, Phosphorite von Quercy, Insel Wight ¡P.
+dasyuroides¡ Blv. Oligocän. White Riverbed von Kanada ¡P. grandis¡
+Cope sp. und Oligocän von Ägypten ¡P. africanus¡ Andrews. Beide von
+Tigergröße.
+
+¿Propterodon¿ Martin. §4§/§4§ ¡P¡. Mitteleocän. Bohnerz von Egerkingen.
+
+¿Pseudopterodon¿ Douglass. Klein, unvollständig bekannt. Oligocän.
+Unt. White Riverbed.
+
+¿Apterodon¿ Fischer (¡Dasyurodon¡ Andreae). Paraconid niedrig, Talonid
+groß, schneidend. Obere ¡M¡ mit drei großen Haupthöckern und sehr
+schwachem Metastyl. Schädel und Schnauze lang. Extremitäten kurz,
+gebogen, zum Schwimmen adaptiert. Oligocän. Phosphorite von Quercy und
+Meeressand von Flonheim. ¡A. flonheimensis¡ Andreae. Im Oligocän von
+Ägypten mehrere Arten ¡A. macrognathus¡ Andrews.
+
+[Illustration: Fig. 544.
+
+¡Hyaenodon leptorhynchus¡ Laizer et Parieu. Ob. Eocän (Phosphorit.)
+Caylux. Vorderer Teil des Schädels nebst Unterkiefer. 1/2 nat. Gr.
+(Nach ~Filhol~.)]
+
+[Illustration: Fig. 545.
+
+¡Pterodon dasyuroides¡ Gerv. Ob. Eocän (Phosphorit). Mouillac bei
+Caylux. ¡A¡ linke Oberkieferzähne von unten, nat. Gr. ¡B¡ rechter
+Unterkiefer von außen, 2/3 nat. Gr.]
+
+¿Hyaenodon¿ Laizer et Parieu (¡Taxotherium¡ Blv., ¡Tulodon¡ Gerv.).
+(Fig. 540 ¡B¡, 544.) Schädel und Extremitäten bald lang und schlank,
+bald kurz und plump. M^3 fehlend; meist nur §2§/§2§ ¡J. M_{1}¡ und
+¡M_{2}¡ mit kurzem Protoconid und rudimentärem Talonid, ¡M_{3}¡ ohne
+dieses. Protoconid in eine lange Schneide verwandelt, ebenso der
+Metastyl an den oberen ¡M¡. Paracon und Metacon mehr oder weniger
+fest verschmolzen, Protocon an ¡M^1¡ rudimentär, an ¡M^2¡ fehlend.
+Erste Zehe oft stark reduziert. Humerus mit kräftiger Trochlea. In
+Europa wohl schon im Bohnerz von Egerkingen, häufig im Obereocän,
+Phosphorite, Gips von Paris, Lignit von Débruge, Euzet les Bains
+(Gard) ¡H. Requieni¡ Gerv. Oligocän, Phosphorite von Quercy,
+zahlreiche Arten. Oligocän von Ronzon und Cournon. In Nordamerika
+zahlreiche Arten im Oligocän. White Riverbed. ¡H. horridus¡ Leidy.
+
+
+3. Tribus. #Eucreodi.#
+
+¡P^4 und M_{1} oder kein Zahn als Reißzahn entwickelt. Krallen
+komprimiert, nicht gespalten. Hand und Fuß fast paraxonisch, Fibula
+nicht am Calcaneum artikulierend, Zygapophysen der Lendenwirbel flach.¡
+
+
+5. Familie. #Arctocyonidae# Gervais.
+
+¡§3§/§3§ M. Ohne Reißzähne, M niedrig, obere vielhöckerig, untere mit
+großem Talonid und reduziertem Paraconid. P verkümmert, einfach. Hand
+und Fuß fünfzehig, plantigrad. Centrale mit Scaphoid verwachsen.¡
+
+Diese meist ziemlich großen Tiere zeigen vielfache Anklänge an die
+Ursiden, jedoch handelt es sich nur um eine frühzeitig erfolgte
+ähnliche Spezialisierung von Creodontia. Im Untereocän von Reims und
+Nordamerika, hier Torrejon und Wasatchbed.
+
+[Illustration: Fig. 546.
+
+¡Arctocyon primaevus¡ Blainv. Unterstes Eocän. La Fère bei Reims.
+Schädel 1/3 nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)]
+
+[Illustration: Fig. 547.
+
+¡Arctocyon Gervaisi¡ Lemoine. Unt. Eocän. Cernays bei Reims. ¡A¡ drei
+obere Molaren von unten (nat. Gr.). ¡B¡ untere Molaren von oben und
+von der Seite 1/1. (Nach ~Lemoine~.)]
+
+¿Arctocyon¿ Blv. (Fig. 546, 547.) Untereocän von Reims. Obere ¡M¡ mit
+fünf großen und zahlreichen kleinen Höckern.
+
+¿Arctocyonoides¿ Lemoine.
+
+¿Claenodon Scott¿ (¡Mioclaenus¡ Cope). Obere ¡M¡ wie bei vorigem,
+¡P^4¡ mit kräftigem Innenhöcker. Hand und Fuß Bärenähnlich, jedoch
+Astragalus mit langem Hals. Untereocän. Torrejon Neu-Mexiko. ¡C.
+ferox, corrugatus¡ Cope.
+
+
+6. Familie. #Miacidae.# Cope.
+
+¡P^4 und M_{1} als Reißzahn entwickelt, obere M trituberkulär, untere
+tuberkulärsektorial mit stark reduziertem Trigonid. Hand und Fuß
+fünfzehig.¡
+
+Die ~Miaciden~ sind kleine bis mittelgroße Raubtiere, welche im
+Gebiß teils den Viverriden teils den älteren Caniden und Ursiden
+ungemein nahestehen und auch zweifellos deren Ahnen darstellen.
+Sie unterscheiden sich nur durch das Fehlen einer knöchernen Bulla
+tympanica, durch die Trennung von Scaphoid, Centrale und Lunatum
+und durch den Besitz eines allerdings schon schwachen dritten
+Femurtrochanters. Dagegen zeigt das Gehirn schon erhebliche
+Fortschritte gegenüber den anderen Creodontia. Bei genauerer Kenntnis
+des Skelettes dürften sich auch manche europäische Formen -- wie
+eocäne »¿Viverra¿«- und »¿Amphicyon¿«-Arten als ~Miaciden~ erweisen.
+
+
+1. Unterfamilie. #Viverravinae.# Matthew.
+
+¡§2§/§2§ M. Innenzacken des P^4 und Hinterzacken von P_{4} groß.
+Zehen dicht aneinander gedrängt, digitigrad. Humerus mit niedriger
+Deltoidcrista und großem Tuberculum majus. Femur mit vorspringendem
+dritten Trochanter. Astragalus mit schmalem Caput und etwas
+ausgefurchter Trochlea. Fibula am Calcaneum artikulierend. Schädel
+gestreckt.¡
+
+[Illustration: Fig. 548.
+
+¡Didymictis Haydenianus¡ Cope. Unteres Eocän. Puerco. Neu-Mexiko.
+Linker Oberkiefer mit zwei ¡M¡ u. zwei ¡P¡ von unten. ¡B¡ Unterkiefer.
+(Nach ~Cope~.)]
+
+¿Viverravus¿ Marsh. (¡Didymictis¡ Cope). Zähne komprimiert. ¡M_{1}¡
+mit kurzem grubigem Talonid. Obere ¡M¡ ohne Zwischenhöcker, ¡M^1¡
+mit kleinem Hypocon. Mitteleocän, Bridger. ¡V. dawkinsianus¡
+Cope, ¡minutus¡ Wortman. Vielleicht auch im Obereocän von Quercy.
+»¡Viverra¡« Filhol, Schlosser. Angeblich im Landénien von Erquelinnes.
+Belgien.
+
+¿Didymictis¿ Cope. (Fig. 548.) Zähne massiver, ¡M^1¡ ohne Hypocon.
+Untereocän. Torrejonbed. ¡D. haydenianus¡ Cope. Wasatch und Wind
+Riverbed. ¡D. protenus¡ Cope.
+
+
+2. Unterfamilie. #Miacinae.# Matthew.
+
+¡§3§/§3§ M. Innenzacken des P^4 klein oder fehlend. Zehenstellung
+gespreizt, plantigrad. Humerus mit hoher Deltoidcrista und schwachem
+Tuberculum majus. Femur mit niedrigem, langgestrecktem dritten
+Trochanter. Astragalus mit breitem Caput und flacher Trochlea. Fibula
+vom Calcaneum getrennt. Schädel von mäßiger Länge.¡
+
+¿Miacis¿ und ¿Uintacyon¿ haben Beziehungen zu den Hunden und Bären.
+
+¿Miacis¿ Cope. ¡P¡ und ¡M_{1}¡ mäßig bis groß, die beiden letzten
+¡M¡ klein. ¡M_{1}¡ mit grubigem Talonid. ¡M^1¡ meist mit kleinem
+Hypocon. ¡M. parvivorus¡ Cope. Wasatchbed. ¡M.¡ (¡Lycarion¡) ¡Hargeri¡
+Wortm. ¡M.¡ (¡Harpalodon¡) ¡sylvestris¡ Marsh. Bridgerbed. ¡M.¡
+(¡Prodaphaenus¡) ¡uintensis¡ Osborn. Uintabed.
+
+¿Uintacyon¿ Leidy. ¡P¡ und ¡M_{1}¡ klein, der letztere mit
+schneidendem Talonid. ¡M^1¡ ohne Hypocon, hintere ¡M¡ groß.
+Wasatchbed. ¡U. massetericus¡ Cope. Bridgerbed. ¡U. vorax¡ Leidy.
+
+¡U.¡ (¡Miocyon¡) (¡Prodaphaenus¡ W. und M.) mit reduziertem ¡P¡ und
+großen ¡M¡. Obereocän. Uinta. ¡U. Scotti¡ W. und M.
+
+¿Vassacyon¿ Matthew. ¡M¡ mit grubigem Talonid, ¡P¡ klein. Unterkiefer
+hoch. Untereocän. Wasatch. ¡V. promicrodon¡ W. und M.
+
+Die drei folgenden Gattungen sind nach ~Matthew~ Verwandte der
+Cercoleptiden. Reißzähne wenig differenziert. Alle ¡M¡ einander sehr
+ähnlich.
+
+¿Oodectes¿ Wortman. Alle unteren ¡M¡ mit wohlentwickeltem hohem
+Trigonid und schneidendem Talonid. Obere ¡M¡ mit Protoconulus, ohne
+Hypocon. ¡P¡ kurz und hoch. Bridgerbed. ¡O. herpestoides¡ Wortm.
+
+¿Vulpavus¿ Marsh. ¡§4-3§/§4-3§ P.¡ Untere ¡M¡ mit niedrigem,
+dreispitzigem Trigonid und breitem Talonid. ¡P¡ massiv. Obere ¡M¡ mit
+Zwischenhöckern und dickem inneren Basalwulst. Wind Riverbed. ¡V.
+canavus¡ Cope. Bridgerbed, ¡V. palustris¡ Marsh. ¡V. (Phlaodectes)
+ovatus¡ Matthew.
+
+¿Palaearctonyx¿ Matthew. ¡P¡ reduziert. ¡M¡ niedrig, flach, obere
+groß, oblong. Bridgerbed. ¡P. Meadi¡ Matthew.
+
+
+2. Unterordnung. #Fissipedia# (¡Carnivora vera¡). ~Raubtiere.~[129]
+
+¡Digitigrade oder plantigrade Fleischfresser, teilweise omnivor, mit
+großem gefurchtem Gehirn und vollständigem Gebiß. In der Regel §3§/§3§
+J. C kräftig, höher als die übrigen Zähne. P schneidend. P^4 und M_{1}
+als Reißzahn entwickelt. Die oberen M und die unteren M_{2} und M_{3}
+höckerig, zuweilen verkümmert. Zehen getrennt. Extremitäten fünfzehig,
+selten Pollex und Hallux reduziert. Scaphoid mit Lunatum und Centrale
+verschmolzen. Endphalangen komprimiert, spitz, gekrümmt, zuweilen
+retraktil¡.
+
+[Illustration: Fig. 549.
+
+¡A¡ oberer Reißzahn vom Hund, ¡B¡ vom Löwen, von der Seite und von
+unten. ¡C¡ unterer Reißzahn von ¡Herpestes¡, ¡D¡ vom Löwen.]
+
+Die echten Raubtiere oder ¡Fissipedia¡ stehen in ihrem Habitus und im
+Schädel- und Skelettbau den ¡Creodontia¡ am nächsten und unterscheiden
+sich von den Miaciden eigentlich nur durch die Verwachsung des Lunatum
+mit dem Scaphoid, durch die vollständige Verknöcherung der Bulla
+tympanica und die höhere Entwicklung des Gehirns. Die stark gefurchten
+Großhirnhemisphären bedecken zum großen Teil auch das Kleinhirn und
+die Riechlappen. Das ~Gebiß~ zeichnet sich durch starke Entwicklung
+der ¡C¡ und die scherenartige Ausbildung des oberen ¡P^4¡ und des
+unteren ¡M_{1}¡ aus, die hier, wie bei den Miaciden, als »Reißzähne«
+(Figur 549) funktionieren. Die oberen ¡M¡ sowie die unteren ¡M_{2}¡
+und ¡M_{3}¡ sind höckerig ausgebildet, die ersteren trituberkulär,
+die letzteren tuberkulärsektorial, jedoch ist bei ihnen im Gegensatz
+zu ¡M_{1}¡, welcher sich in der Regel durch kräftige Entwicklung des
+Protoconid und Paraconid auszeichnet, das Protoconid sehr niedrig,
+und das Paraconid mehr oder weniger verkümmert. Die oberen ¡M¡ haben
+außer Paracon, Metacon und Protocon auch häufig Zwischenhöcker und
+einen Metastyl, auch kann manchmal ein Hypocon auftreten, allein
+in den meisten Fällen ist der eine oder andere dieser Bestandteile
+unterdrückt. Auch nimmt die Größe der ¡M¡ vom ersten bis zum letzten
+in beiden Kiefern meist sehr rasch ab und von den oberen verschwindet
+sehr häufig ¡M^3¡, öfters auch ¡M^2¡, und ebenso fehlt von den
+unteren sehr oft ¡M_{3}¡. Bei den ~Feliden~ geht fast stets ¡M_{2}¡
+und manchmal sogar ¡M^1¡ verloren, während der untere ¡M_{1}¡ sich
+in eine zweiteilige Schneide verwandelt. Bei omnivorer Lebensweise
+wird die Oberfläche der übrigbleibenden ¡M¡ oder auch der obere ¡P^4¡
+durch Hinzutreten von Sekundärhöckern vergrößert. Der obere Reißzahn
+unterscheidet sich von ¡P^3¡ durch den Besitz einer langen Schneide
+hinter dem Hauptzacken, auch ist er in den meisten Fällen mit einem
+Innenhöcker und einem Basalhöcker am Vorderrande versehen.
+
+Im ~Milchgebiß~ (Fig. 550) gleicht ¡D_{4}¡ im wesentlichen dem
+¡M_{1}¡, der untere Reißzahn, ¡D_{3}¡ dem ¡P_{4}¡, auch im Oberkiefer
+hat ¡D^4¡ im ganzen die Zusammensetzung von ¡M^1¡ und ¡D^3¡ die
+von P^4, während ¡D^2¡ sich dem ¡P^3¡ nähert, jedoch sind die ¡D¡
+durchwegs zierlicher als ihre Ersatzzähne und der obere D^4 besitzt
+in der Regel keinen inneren Basalwulst, der untere ¡D_{4}¡ hat ein
+verhältnismäßig großes Talonid, und an ¡D^3¡ steht der Innenzacken
+weiter zurück als an ¡P^4¡. An allen ¡D¡ divergieren überdies die
+Wurzeln viel mehr als an den ¡P¡.
+
+[Illustration: Fig. 550.
+
+Milchgebiß von ¡Viverra civetta¡ Lin. (Nach ~Mivart~.) ¡A, B¡
+Oberkiefer von unten und von der Seite. ¡C, D¡ Unterkiefer von der
+Seite und von oben.]
+
+[Illustration: Fig. 551.
+
+Vorderfuß ¡A¡ vom Hund, ¡B¡ vom Bären. ¡R¡ Radius, ¡U¡ Ulna,
+¡l¡+¡sc¡ Scapho-lunare, ¡c¡ Cuneiforme (Triquetrum), ¡p¡ Pisiforme,
+¡u¡ Unciforme, ¡m¡ Magnum, ¡td¡ Trapezoid, ¡tz¡ Trapezium, ¡mc¡
+Metacarpalia, ¡I-V¡ erster bis fünfter Finger.]
+
+Der ~Brustgürtel~ enthält zuweilen eine rudimentäre Clavicula. Der
+Humerus besitzt öfters ein Foramen entepicondyloideum. Radius und
+Ulna bleiben getrennt. Im Carpus sind Scaphoid, Centrale und Lunatum
+verschmolzen (Fig. 551). Meist sind fünf Zehen vorhanden, wovon der
+Daumen oft viel kürzer ist als die übrigen. Die spitzen, komprimierten
+Krallen können bei den Katzen und Viverren über die zweiten Phalangen
+zurückgebogen werden. Dem Femur fehlt ein dritter Trochanter, und
+die Fibula hat ein Gelenk für das Calcaneum. Die Tarsalia sind dicht
+aneinander gepreßt, bleiben aber sämtlich frei. Der Astragalus ist
+unten konvex, selten gerade abgestutzt und oben mit meist tief
+ausgefurchter Trochlea versehen.
+
+Die echten Raubtiere werden in die sieben Familien der ¡Canidae¡,
+¡Ursidae¡, ¡Procyonidae¡, ¡Mustelidae¡, ¡Viverridae¡, ¡Hyaenidae¡ und
+¡Felidae¡ eingeteilt.
+
+
+1. Familie. #Canidae.# ~Hunde.~[130]
+
+¡§3.1.4.3-2.§/§3.1.4.3(4)-2.§ P^4 mit mäßigem Innenhöcker, kräftigem
+Hauptzacken und langer Schneide, P^3 und P_{4}, meist auch P_{3} mit
+Nebenzacken. Obere M trituberkulär, breiter als lang, öfters mit
+Zwischenhöckern. M_{1} mit hohem Trigonid, mäßig großem Metaconid
+und grubigem, selten schneidendem Talonid, M_{2} viel niedriger und
+kleiner als M_{1}. Paroccipitalfortsatz vorragend, an Bulla stoßend.
+Extremitäten digitigrad, anfangs fünfzehig, später Pollex und Hallux
+reduziert. Krallen nicht retraktil. Schwanz lang. Penis mit Knochen.¡
+
+Die ~Caniden~ sind gegenwärtig über die ganze Erde verbreitet und
+stehen in ihrem Habitus und im Gebiß den Viverren am nächsten, obwohl
+sie schon im Creodontenstadium als Miaciden von ihnen getrennt waren.
+Sie beginnen im Obereocän von Europa, sind im Oligocän und Untermiocän
+hier ziemlich selten -- nur durch ¡Amphicyoninae¡ vertreten -- und
+werden erst wieder im Pliocän und Pleistocän häufig. Die Entwicklung
+während der mittleren Tertiärzeit ist in Nordamerika vor sich
+gegangen, von wo aus sie sich sowohl nach Eurasien als auch im
+Pleistocän nach Südamerika verbreitet haben.
+
+
+1. Unterfamilie. #Cynodictinae.#
+
+¡§2§/§3§ M. P schlank mit Nebenzacken. Obere M viel breiter als lang,
+meist mit Zwischenhöckern. M_{1} mit hohem Trigonid und mäßigem,
+grubigem Talonid. Humerus mit Entepicondylarforamen, Extremitäten
+fünfzehig. Metapodien mit halbkugelförmiger distaler Gelenkfläche.
+Astragalus distal konvex.¡
+
+Im Skelett und Zahnbau gleichen die ältesten Cynodictinen, abgesehen
+von dem Besitz von ¡M §2§/§3§¡, eher Viverren als Hunden.
+
+¿Procynodictis¿ Wortman. Obere ¡M¡ ohne Zwischenhöcker. Obereocän.
+Uintabed.
+
+¿Protemnocyon¿ Hatcher. ¡C¡ komprimiert, ¡P¡ mit Nebenzacken. Obere
+¡M¡ mit Protoconulus. ¡M^3¡ reduziert. Untere ¡M¡ mit schneidendem
+Talonid. Oligocän. White River.
+
+¿Temnocyon¿ Cope. Untermiocän. John Daybed. Oregon. ¡T. altigenis¡
+Cope. Vorläufer von ¿Cyon¿.
+
+¿Mesocyon¿ Scott (¡Hypotemnodon¡ Eyermann). Untere ¡M¡ mit
+schneidendem Talonid. Ebenda. ¡M. coryphaeus¡ Cope sp.
+
+¿Cynodictis¿ Bravard und Pomel. (Fig. 552.) Obere ¡M¡ sehr breit,
+dreieckig, mit zwei Zwischenhöckern, untere mit grubigem Talonid.
+¡P^4¡ lang. Obereocän. Pariser Gips, Débruge, Phosphorite von Quercy.
+¡C. lacustris¡ Gervais, ¡intermedius¡ Filh.
+
+¿Galecynus¿ Owen (¡Cynodictis¡ Wortman). Obere ¡M¡ gerundet dreieckig.
+¡P^4¡ kurz. Oligocän. White River. ¡G. paterculus¡ Matthew sp.
+¡gregarius¡ Cope. Untermiocän. John Daybed. ¡G. oregonensis¡ Merriam
+sp. Obermiocän. Europa. ¡G. oeningensis¡ v. Meyer?
+
+[Illustration: Fig. 552.
+
+¡Cynodictis lacustris¡ Gerv. Oberes Eocän (Phosphorite). Quercy. ¡A¡
+rechtes Oberkieferfragment. ¡B¡ rechter Unterkiefer von innen
+(nat. Gr.).]
+
+¿Nothocyon¿ Wortman (¡Galecynus¡ Cope). Obere ¡M¡ groß. ¡P^4¡
+klein. Untere ¡M¡ mit großem Hypoconid. Untermiocän. John Day. ¡N.
+geismarianus¡ Cope sp. Vorläufer der südamerikanischen lebenden
+Caniden.
+
+¿Cynodesmus¿ Scott. ¡M¡ ähnlich denen vom Wolf. Extremitäten
+fünfzehig. Hallux verkürzt. Miocän. Montana. ¡C. thooides¡ Scott.
+Süd-Dakota. ¡C. Thomsoni¡ Matthew.
+
+¿Philothrax¿ Merriam. Mit nur 3 ¡P¡. Untermiocän. John Day. Oregon.
+
+
+2. Unterfamilie. #Amphicyoninae.#
+
+¡§3-2§/§3-2§ M. P^4 kurz, plump, mit kleinem, ziemlich weit vorne
+stehendem, öfters nach der Mitte verschobenem Innenhöcker, die übrigen
+P in der Regel klein und einfach gebaut. M^1 gerundet drei- oder
+viereckig, mit starkem inneren und meist auch äußerem Basalband, mit
+zwei konischen Außenhöckern und einem, seltener zwei Innenhöckern; im
+ersteren Falle mit Zwischenhöckern versehen. M^2 und M^3 oval. Untere
+M mit kleinem Metaconid und grubigem oder schneidendem Talonid. M^3
+und M_{3} öfters fehlend. Humerus mit Foramen entepicondyloideum. Hand
+und Fuß fünfzehig, mit verhältnismäßig kurzen Metapodien. Krallen
+etwas retraktil. Schwanz lang.¡
+
+Bei den späteren Formen, welche hauptsächlich aus dem Obermiocän und
+Pliocän von Nordamerika stammen, tritt Verkürzung des Schädels ein,
+die mit dem Verlust von ¡M^3¡ und Verkürzung von ¡M_{2}¡ und ¡M_{3}¡
+und häufig auch mit Reduktion der Zahl der ¡P¡ verbunden ist, wofür
+jedoch ¡P^4¡ komplizierter wird, und ¡M_{2}¡ bei Verlust des ¡M_{3}¡
+ein langes Talonid bekommt.
+
+¿Amphicyon¿ Lartet. (Fig. 553.) ¡§3§/§3§ M¡. ¡M^3¡ stets klein. ¡M^1¡
+und ¡M^2¡ trituberkulär, untere ¡M¡ schlank, mit mehr oder weniger
+schneidendem Talonid. Oligocän. Phosphorite von Quercy. ¡A. ambiguus¡
+Filh. Untermiocän. Europa ¡A. lemanensis¡ Pomel. Obermiocän ¡A.
+major¡ Blv. Pliocän. Siwalikhügel ¡A. palaeindicus¡ Lydekker.
+
+¿Daphaenus¿ (¡Daphaenodon¡ Peterson). §3§/§3§ ¡M¡. Sehr ähnlich
+¡Amphicyon lemanensis¡. Durch mehrere vollständige Skelette vertreten.
+Oligocän White River. ¡D. felinus¡ Scott, ¡vetus¡ Leidy. Untermiocän.
+¡D. superbus¡ Peterson.
+
+¿Paradaphaenus¿ Matthew. Untermiocän. John Daybed. ¡P. cuspigerus¡
+Cope sp.
+
+¿Pseudamphicyon¿ Schlosser. ¡P_{4}¡ und ¡M_{1}¡ mit hohem Hauptzacken.
+Obere ¡M¡ mit schwachem Basalband. §2§/§3§ ¡M¡. Metapodien sehr kurz.
+Eocäne und oligocäne Bohnerze. ¡P. lupinus¡ Schlosser.
+
+[Illustration: Fig. 553.
+
+¡Amphicyon giganteus¡ Laurill. Miocän. Sansan. Gers. Linker Oberkiefer
+von unten. 3/5 nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)]
+
+¿Pseudocyon¿ Lartet. §3§/§3§ ¡M¡. Talonid verkürzt, Protocon
+der oberen ¡M¡ schwach. Basalband kräftig entwickelt. Miocän.
+Tuchorschitz. ¡P. bohemicus¡ Schlosser. Sansan (Gers). ¡P.
+sansaniensis¡ Lartet.
+
+¿Pseudarctos¿ Schlosser. ¡P¡ und ¡M_{1}¡ klein, ¡M_{2}¡ und ¡M_{3}¡
+groß und flach. Obermiocän. Tutzing. ¡P. bavaricus¡ Schl.
+
+¡Simocyon¡ Wagner. Schnauze kurz, vordere ¡P¡ stark reduziert. §2§/§2§
+¡M¡. ¡M_{2}¡ mit langem Talonid. Unterpliocän. Pikermi, Eppelsheim.
+
+¿Borophagus¿ Cope (¡Dinocyon¡ Matthew). §2§/§3§ ¡M¡. Obere ¡M¡ sehr
+breit, ¡P¡ schwach. Schädel kurz und plump. Miocän. Montana und Texas.
+¡B. Gidleyi¡ Matthew. Nebraska. »¡Amphicyon¡« ¡americanus¡ Matthew von
+unsicherer Stellung.
+
+¿Ischyrocyon¿ Matthew. §4§/§4§ ¡P¡. Obermiocän. Loup Fork. Süd-Dakota.
+
+¿Aelurodon¿ Leidy. (Figur 554.) §4§/§4§ ¡P¡. §2§/§3§ ¡M¡. ¡P¡ mit
+Ausnahme des letzten klein, aber mit Nebenzacken. ¡P^4¡ mit großem
+Innenhöcker und starkem Zacken vor dem Hauptzacken. ¡M_{1}¡ ziemlich
+lang. Obermiocän. Nebraska, Kansas. ¡Ae. saevus¡ Leidy, ¡wheelerianus¡
+Cope.
+
+¿Hyaenognathus¿ Merriam. §4§/§3§ ¡P¡. §2§/§3§ ¡M¡. ¡P_{4}¡ in beiden
+Kiefern plump und groß, hintere ¡M¡ und vordere ¡P¡ sehr klein, ¡J^3¡
+fast ebensogroß wie ¡C¡, die unteren ¡J¡ nebeneinander stehend.
+Pliocän. Kalifornien. ¡H. pachyodon¡ Merriam. Hyaenide?
+
+¿Enhydrocyon¿ Cope (¡Hyaenocyon¡ Cope). Schädel stark verkürzt.
+§2§/§3§ ¡P¡. §2§/§2§ ¡M¡. ¡P^4¡ ohne Vorderhöcker. ¡M¡ §2§/§2§ sehr
+klein. M_{1} mit schneidendem Talonid, ohne Metaconid. Untermiocän.
+John Day. ¡E. stenocephalus¡ Cope. Montana. ¡E. crassidens¡ Matthew.
+
+[Illustration: Fig. 554.
+
+¡Aelurodon wheelerianus¡ Cope. Miocän. Süd-Dakota. ¡A¡ obere, ¡B¡
+untere Zahnreihe. 1/2 nat. Gr. (nach ~Matthew~.)]
+
+
+3. Unterfamilie. #Cynodontinae.#
+
+¡§2-1§/§3-2§ M. P^4 mit großem, nach rückwärts verschobenem
+Innenhöcker, die übrigen P klein und einfach. Obere M mit je zwei
+konischen Außenhöckern, großem Protocon und Metaconulus, stets ohne
+Protoconulus und mit mäßigem inneren Basalband. M^1 nicht viel kürzer
+als breit, dreieckig, M^2 elliptisch. M_{1} mit schwachem Metaconid
+und meist grubigem, großem Talonid.¡
+
+Diese Unterfamilie beginnt mit kleinen Formen, welche aber im Pliocän
+die Größe von Bären erreichen. Sie umfaßt zwei Stammesreihen,
+von welchen die eine ein ¿Canis¿ ähnliches Gebiß bewahrt und im
+Pliocän erlischt -- ¿Cephalogale¿ -- ¿Dinocyon¿, während die andere
+-- ¿Cynodon¿ -- unter Vergrößerung der ¡M¡ sich zu den Ursiden
+entwickelt. Bei der ersten Gruppe findet Reduktion der ¡M¡ und ¡P¡ und
+Verdickung der bleibenden Zähne statt. Die ¡Cynodontinae¡ scheinen auf
+Europa beschränkt zu sein.
+
+¿Cephalogale¿ Jourdan. §2§/§3§ ¡M¡. ¡M^1¡ gerundet, dreieckig, ¡M^2¡
+schräg oval. ¡P¡ klein. Untere ¡M¡ mit großem Trigonid und kurzem,
+schneidendem Hypoconid. Lange, schlanke Metapodien. Oligocän.
+Phosphorite von Quercy, Untermiocän, St. Gérand le Puy.
+
+¿Dinocyon¿ Jourdan. Zum Teil schon von Bärengröße. Obermiocän Sansan
+(Gers), Steiermark. ¡D. göriachensis¡ Toula. La Grive St. Alban. ¡D.
+Thenardi¡ Jourdan. Im Unterpliocän Frohnstetten, Eppelsheim?
+
+¿Hemicyon¿ Lartet. ¡P^4¡ mit weit zurückstehendem Innenhöcker. ¡M¡ wie
+bei ¡Cephalogale¡. Zehen digitigrad. Obermiocän. Sansan.
+
+¿Cynodon¿ Aymard. (Figur 555.) ¡P¡ klein, mit Ausnahme des mit großem
+Innenhöcker versehenen ¡P^4¡. Obere ¡M¡ wenig breiter als lang.
+Metaconulus fast ebenso stark wie Protocon. Talonid der unteren ¡M¡
+ziemlich groß, grubig. Hand und Fuß mit gespreizter Zehenstellung.
+Oligocän. Phosphorite von Quercy. ¡C. leptorhynchus¡ Filh. sp. Ronzon.
+Ulm. ¡C. velaunus¡ Aymard.
+
+¿Paracynodon¿ Schlosser. Schmelz stark gerunzelt. Oligocän. Ulm. ¡P.
+vulpinus¡ Schlosser.
+
+¿Pachycynodon¿ Schlosser. Unterkiefer sehr hoch. ¡P¡ klein. ¡P^4¡
+mit sehr großem, weit zurückstehendem Innenzacken. Obere ¡M¡ oblong,
+untere ¡M¡ mit sehr großem grubigem Talonid. Oligocän. Bohnerze von
+Schwaben und Phosphorite von Quercy. ¡P. crassirostris¡ Filhol sp.
+
+[Illustration: Fig. 555.
+
+¡Cynodon leptorhynchus¡ Filhol sp. Phosphorite. Mouillac. Quercy. ¡A¡
+rechter Oberkiefer von unten. ¡B¡ linker Unterkiefer von innen.
+(nat. Gr.)]
+
+
+4. Unterfamilie. #Caninae.#
+
+¡§2§/§3-2§ M. P schlank, hintere mit Nebenzacken. Untere M mit
+grubigem oder schneidendem Talonid, M_{1} mit schwachem Metaconid.
+Obere M mit starkem inneren Basalband. Extremitäten vierzehig, mit
+rudimentärem Hallux und Pollex. Humerus ohne Entepicondylarforamen.
+Metapodien mit zylindrischen distalen Gelenkflächen. Astragalus distal
+abgestutzt.¡
+
+¿Canis¿ Linn. Talonid schneidend mit rudimentärem Hypoconid.
+Die ältesten fossilen Vertreter der Gattung ¿Canis¿ sind: ¡C.¡
+(¡Tephrocyon¡) ¡temerarius¡ Leidy im Obermiocän von Nordamerika,
+¡Cautleyi¡ Bose im Pliocän der Sivalik, vielleicht auch in China, ¡C.
+etruscus¡ Major im Oberpliocän von Toskana. Im Pleistocän von Europa
+¡C. lupus¡ Linn, in Nordamerika ¡C. latrans¡ Say, ¡indianensis¡
+Leidy, ¡occidentalis¡ Rich etc. Als ¡Canis Mikii¡, ¡intermedius¡
+und ¡hercynicus¡ wurden Reste von angeblichen Wildhunden aus dem
+europäischen Pleistocän beschrieben. In Australien wurde der ¿Dingo¿
+fossil nachgewiesen. Ächte Haushunde -- ¡C. familiaris¡ -- erscheinen
+erst in der jüngeren Steinzeit in den Pfahlbauten, ¡C. f. palustris¡
+und der große ¡Inostranzewi¡, in der Bronzezeit ¡C. f. matris
+optimae¡ und ¡Leineri¡. Nach ~Studer~ ist die einheitliche Abstammung
+der zahlreichen lebenden Rassen sehr wahrscheinlich. Sie sind aus
+einer oder mehreren pleistocänen, wolfähnlichen wilden Hundearten
+hervorgegangen und später durch Züchtung und zum Teil auch Kreuzung
+mit Wölfen und Schakalen in der mannigfachsten Weise umgebildet
+worden. Die südlichen Hunderassen sollen aus einer ¡Dingo¡-ähnlichen
+Form entstanden sein.
+
+¡Vulpes¡ Brisson. Talon der unteren ¡M¡ grubig. ¡C¡ und ¡M¡ schlank.
+¡V. vulgaris¡ Linn sp. fossil im Pleistocän von Europa. ¡V. Donnezani¡
+Depéret im Mittelpliocän von Roussillon, ¡V. borbonicus¡ Brav. und
+¡megamastoides¡ Pomel im Pliocän der Auvergne. ¡V. sinensis¡ Schlosser
+im Pliocän von China und ¡V. curvipalatus¡ Bose, in den indischen
+Siwalik. Der älteste Vertreter der Gattung ¡Vulpes¡ ist vielleicht
+¡Canis vafer¡ Leidy im Obermiocän von Nordamerika.
+
+¿Leucocyon lagopus¿ Pallas. Eisfuchs, häufig im europäischen
+Pleistocän zusammen mit Ren und Lemming.
+
+¿Cyon¿ Blanford, meist mit nur §2§/§2§ ¡M¡; untere ¡M¡ mit
+schneidendem Talonid. Lebend in Asien, fossil im europäischen
+Pleistocän.
+
+¿Icticyon¿ und ¿Palaeocyon¿ Lund. Fossil in Knochenhöhlen Brasiliens.
+
+¿Otocyon¿ §3§/§4§ ¡M¡. Lebend in Südafrika.
+
+
+2. Familie. #Ursidae.#[131]
+
+¡§3.1.4-1.2.§/§3.1.4-1.3.§ C dick und groß, P im Verhältnis zu den
+M stets sehr klein, P_{2} und P_{3} oft, seltener P_{1} fehlend. P
+§4§/§4§ kurz, der obere mit zwei stumpfen Außenhöckern und einem
+weit nach hinten verschobenen Innenhöcker. Obere M mehr oder weniger
+deutlich vierhöckerig und viel länger als breit. M_{1} mit niedrigem
+Trigonid, Talonid an M_{1} und M_{2} groß und beckenförmig. M_{3} mit
+rundlicher Krone. Extremitäten fünfzehig, plantigrad, fünfte Zehe
+stärker und länger als die übrigen. Schwanz kurz, Penisknochen groß.
+Schädel gestreckt. Bulla tympanica flach. Processus paroccipitalis und
+mastoideus kräftig entwickelt.¡
+
+Zu den Bären gehören große, meist omnivore Raubtiere, welche
+sich durch ihre großen quadratischen oder länglich vierseitigen,
+vielhöckerigen ¡M¡ und den Mangel von eigentlichen Reißzähnen
+auszeichnen. Ihr Skelett ist dem der Amphicyoninen ähnlich, aber
+plumper und gedrungener und die plantigraden Extremitäten sind zum
+Greifen und Klettern geeignet. Sie bewohnen gegenwärtig Europa,
+Asien, Nordafrika und Nord- und Südamerika. Die fossilen Formen
+verteilen sich auf das nämliche Verbreitungsgebiet, jedoch erscheinen
+sie in Amerika erst im Pliocän oder sogar erst im Pleistocän.
+Ihre ursprüngliche Heimat ist wahrscheinlich Europa, wo sie sich
+aus Cynodontinen entwickelt haben, welche ihrerseits von Miaciden
+abstammen.
+
+¿Hyaenarctos¿ Falc. und Cautley. (Fig. 556.) Vordere ¡P¡ klein,
+hinfällig, obere ¡M¡ vierhöckerig, quadratisch, gleich groß. Im
+Pliocän von Montpellier, Alcoy, Pikermi und in den Siwalik. ¡H.
+sivalensis, punjabiensis¡ Falc. Der letztere auch in Maragha. Eine Art
+auch noch im Pleistocän von China.
+
+¿Ursavus¿ Schlosser. ¡P¡ klein. ¡P^4¡ mit großem Innenhöcker, obere
+¡M¡ vierhöckerig, untere ¡M¡ mit schwachen Runzeln. Nicht größer als
+Wolf. Obermiocän von Steiermark, Schlesien ¡U. brevirhinus¡ Hofmann
+sp., La Grive St. Alban ¡U. primaevus¡ Gaillard sp. und in pliocänen
+schwäbischen Bohnerzen.
+
+¿Ursus¿ Lin. Obere ¡M¡ viel länger als ¡P^4¡ und wie die unteren mit
+vielen Runzeln bedeckt. Vordere ¡P¡ sehr klein, öfters fehlend. Die
+ältesten Arten der Gattung Ursus finden sich in den Siwalik (¡U.
+Theobaldi¡ Lyd.) und im Pliocän von China. Im Pliocän von Siebenbürgen
+¡U. Boeckhi¡ Schlosser, im Pliocän von Toskana ¡U. etruscus¡ Cuv.,
+in Roussillon und der Auvergne ¡U. arvernensis¡ Croiz. Der Höhlenbär
+(¡U. spelaeus¡ Blumb.) ist das häufigste Raubtier im europäischen
+Pleistocän. Viele Höhlen haben mehrere hundert Individuen in allen
+Altersstadien geliefert. Er unterscheidet sich vom braunen Bären durch
+seine stattlichere Größe, die viel plumperen Knochen, die gewölbte
+Stirn und das Fehlen von ¡P^1¡. Sein Vorläufer war ¡U. Deningeri¡
+Reichenau im älteren Pleistocän. ¡U. priscus¡ Cuv. ebenfalls im
+europäischen Pleistocän, steht dem Grizzlybären nahe. Im Pleistocän
+von Nordamerika ¡U. americanus¡ Pallas und ¡amplidens¡ Leidy.
+
+[Illustration: Fig. 556.
+
+¡A¡ ¡Hyaenarctos Sivalensis¡ Falc. Unt. Pliocän. Sivalik, Ostindien.
+Linker Oberkiefer von unten. 3/5 nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)
+
+¡B¡ ¡Hyaenarctos Punjabiensis¡ Lyd. Rechter Unterkieferast. 3/5 nat.
+Gr. (Nach ~Lydekker~.)]
+
+¿Arctodus¿ Leidy (¡Arctotherium¡ Bravard). Kiefer stark verkürzt, ¡P¡
+dicht stehend. Pleistocän von Kalifornien, Süd-Karolina ¡A. pristinus¡
+Leidy. Pennsylvanien, Mexiko ¡A. simus¡ Cope sp. Südamerika ¡A.
+bonariensis¡ Gervais sp.
+
+
+3. Familie. #Procyonidae# (¡Subursi¡ Blainville).
+
+¡§3.1.4-3.2.§/§3.1.4-3.2.§ P^4 und M_{1} nicht als typische Reißzähne
+entwickelt. Obere M und P^4 gerundet, viereckig, trituberkulär
+oder quadrituberkulär. Untere M mit stumpfzackigem Trigonid und
+zweihöckerigem Talonid. Schädel kurz und breit. Extremitäten
+fünfzehig, plantigrad.¡
+
+Die Procyoniden bewohnen in der Gegenwart Nord- und Südamerika, mit
+Ausnahme der auf den Himalaya beschränkten Gattung ¡Ailurus¡. Sie
+haben sich aus Miaciden entwickelt.
+
+¿Procyon¿ Storr. Waschbär. Lebend und im Pleistocän von Nord- und
+Südamerika.
+
+¿Bassariscus¿ Coues. Lebend und im Pleistocän und Pliocän von
+Nordamerika. ¡B. antiquus¡ Matthew.
+
+¿Nasua¿ Storr. Lebend und fossil im Pleistocän von Südamerika.
+
+¿Cyonasua¿, ¿Pachynasua¿ Ameghino in der Paranastufe und ¿Amphinasua¿
+Moreno in der araukanischen Stufe -- Pliocän -- von Argentinien.
+
+¿Phlaocyon¿ Wortm. und Matthew. (Fig. 557.) §4§/§4§ ¡P.¡ §2§/§3§ ¡M.¡
+Schädel und Skelett Procyon-ähnlich. ¡P^4¡ mit zwei Innenhöckern.
+Große Bullae osseae. Untermiocän von Colorado. ¡P. leucosteus¡ Wortm.
+und Matthew.
+
+¿Leptarctus¿ Leidy. § §/§3.1.3.2.§ ¡P¡ mit Talonid. Miocän Loup. Fork.
+Süd-Dakota.
+
+¿Parailurus¿ Schlosser. Sehr komplizierte ¡M¡, aber einfachere ¡P¡ als
+bei der lebenden Gattung ¿Ailurus¿. Pliocän -- Red Crag -- von England
+und Lignite von Baroth, Siebenbürgen.
+
+¿Cynarctus¿ Matthew. 3 ¡M¡ im Unterkiefer. Auch ¡M_{2}¡ mit Protoconid
+und ¡M_{1}¡ mit Zacken an Außenseite des Protoconid. Von ~Matthew~
+zu den Amphicyoninen gestellt. Obermiocän, Loup. Fork, Colorado. ¡C.
+saxatilis¡ Matthew.
+
+[Illustration: Fig. 557.
+
+¡Phlaocyon leucosteus¡ Matthew. Miocän. Colorado. Schädel von unten.
+1/2 nat. Gr. (Nach ~Matthew~.)]
+
+
+4. Familie. #Mustelidae.# ~Marder.~
+
+¡§3.1.4.2-1.§/§3.1.4.2.§ P^4 mit langer Schneide hinter dem
+Hauptzacken und mit kräftigem Innenzacken. M_{1} mit wohlentwickeltem,
+grubigem oder schneidendem Talonid, meist auch mit kleinem Metaconid.
+M^1 querverbreitert, öfters groß und viereckig, in der Regel mit sehr
+starkem Basalband. M^2, wenn vorhanden, sehr klein, M_{2} ebenfalls
+stark reduziert, aber öfters zweiwurzelig. Bulla ohne Septum,
+gewölbt, meist klein, getrennt vom Processus paroccipitalis. Ohne
+Alisphenoidkanal. Körper gestreckt, Füße meist fünfzehig, plantigrad
+oder digitigrad.¡
+
+Die Musteliden sind kleine bis mittelgroße, schlanke, bewegliche
+Räuber, die gegenwärtig mit Ausnahme von Australien über die ganze
+Erde verbreitet sind, hauptsächlich aber die nördliche Hemisphäre
+bewohnen. Die fossilen haben die nämliche Verbreitung und erscheinen
+zuerst im Oligocän von Europa und Nordamerika. Auf Grund der
+Schädelbasis werden sie zu den ¿Arctoidea¿ gestellt. Die ältesten
+Formen haben große gewölbte Bullae und §2§/§2-3§ ¡M¡ und sind gegen
+die ältesten Viverren nicht scharf abzugrenzen. Sie gehen wohl auf
+Viverravinen zurück.
+
+
+1. Unterfamilie. #Putoriinae.#
+
+¡Anfangs mit §2§/§2§, später §1§/§2§ M, ausgezeichnet durch Reduktion
+der P §4§/§4§, des M^2 und des Metaconid an M_{1} sowie durch das
+kleine Talonid von M_{1}.¡
+
+¿Palaeoprionodon¿ Filhol. §2§/§2§ ¡M.¡ Obere M trituberkulär. ¡M_{2}¡
+klein, zweiwurzelig, ¡M_{1}¡ mit Metaconid und grubigem kleinen
+Talonid. Oligocän. Phosphorite von Quercy.
+
+¿Stenoplesictis¿ Filhol. (Fig. 558.) Oligocän. Phosphorite von Quercy.
+
+¿Bunaelurus¿ Cope. (Fig. 559.) Oligocän. White River. Colorado. ¡B.
+lagophagus¡ Cope. Schädel gut bekannt.
+
+¿Parictis¿ Scott. Untermiocän. John Daybed.
+
+¿Haplogale¿ Schlosser. §1§/§2§ ¡M. M_{1}¡ mit sehr kurzem Talonid und
+kleinem Metaconid. ¡M_{2}¡ einwurzelig. Oligocän, Phosphorite, bis
+Obermiocän.
+
+¿Proputorius¿ Filhol. Obermiocän, Sansan.
+
+¿Stenogale¿ Schlosser. ¡M_{1}¡ mit Metaconid, ¡M_{2}¡ schneidend,
+einwurzelig. Oligocän bis Obermiocän.
+
+¿Pseudictis¿ Schlosser. ¡M_{2}¡ zweiwurzelig. Obermiocän.
+
+¿Palaeogale¿ v. Meyer. ¡M_{1}¡ ohne Metaconid, ¡M_{2}¡ zweiwurzelig.
+Oligocän bis Obermiocän.
+
+¿Putorius¿ Cuv. ~Wiesel~. ¡M_{1}¡ ohne Metaconid, ¡M_{2}¡ einwurzelig.
+Pliocän der Auvergne. Lebend und im Pleistocän von Europa, besonders
+häufig ¡P. vulgaris¡ zusammen mit Lemming. In Nordamerika im
+Obermiocän, Loup fork ¡P. nambianus¡ Cope.
+
+¿Paroligobunis¿ Peterson. 4 ¡P.¡ 2 ¡M.¡ Metaconid klein. Talonid
+schneidend. Untermiocän. Nebraska. ¡P. simplicidens¡ Peterson.
+
+[Illustration: Fig. 558.
+
+¡Stenoplesictis Cayluxi¡ Filhol. Phosphorite. Quercy. ¡A¡ Linker
+Oberkiefer von unten, ¡B¡ Linker Unterkiefer von innen. (Nat. Gr.)]
+
+[Illustration: Fig. 559.
+
+¡Bunaelurus lagophagus¡ Cope. Oligocän. White Riverbed. Colorado.
+Schädel von unten, nat. Gr. (nach ~Matthew~.)]
+
+[Illustration: Fig. 560.
+
+¡Plesictis lemanensis¡ Pomel. Unt. Miocän. St. Gérand-le-Puy. Allier.
+¡A¡ Schädel von unten. 3/4 nat. Gr. (Nach ~Filhol~.)]
+
+¿Aelurocyon¿ Peterson, §3§/§4§ ¡P¡. ¿Megalictis¿ Matthew, §3§/§3§ ¡P¡,
+beide groß, mit verkürzter Schnauze. ¡M_{1}¡ ohne Metaconid, ¡M^2¡
+winzig. Miocän. Süd-Dakota. ¿M. ferox¿ Matthew.
+
+¿Gulo¿ Storr. ~Vielfraß.~ §4.1.§/§4.2.§ ¡P¡ und ¡M¡ dick, ¡M^1¡
+zweihöckerig, ¡M_{1}¡ ohne Metaconid. Gegenwärtig zirkumpolar. Fossil
+im Pleistocän von Europa und Nordamerika.
+
+
+2. Unterfamilie. #Martinae.#
+
+¡M_{1} stets mit Innenzacken und grubigem Talonid. M^1 klein, P^4 mit
+sehr kleinem Innenhöcker.¡
+
+¿Plesictis¿ Pomel. (Fig. 560.) §2§/§2§ ¡M¡. ¡M^1¡ trituberkulär.
+¡M_{2}¡ zweiwurzelig. ¡M^2¡ klein oder fehlend. Oligocän, Phosphorite,
+und Untermiocän von Allier, Ulm, Mainz. Obermiocän, Steiermark, La
+Grive St. Alban.
+
+¿Mustela¿ Linn. §1§/§2§ ¡M¡. ¡M_{2}¡ einwurzelig. Obermiocän. Sansan,
+La Grive St. Alban, Steiermark. Pliocän. Pikermi und Siwalik.
+Pleistocän Europa. In Nordamerika, Miocän von Colorado ¡M. ogygia¡
+Matthew. Pliocän ¡M. minor¡ Douglass.
+
+¿Galictis¿ Bell. Lebend in Südamerika. Fossil im Pleistocän von
+Brasilien und Maryland.
+
+¿Oligobunis¿ Cope. §4-3§/§4§ ¡P.¡ §2-1§/§2§ ¡M.¡ Dachsgröße.
+Untermiocän. John Day bed ¡O. crassivultus¡ Cope. Dakota ¡O. lepidus¡
+Matthew.
+
+
+3. Unterfamilie. #Lutrinae.#
+
+¡Mittelgroße aquatile Formen. M_{1} mit Metaconid und schneidendem
+Talonid. P^4 mit breitem Innenhöcker.¡
+
+¿Plesiocyon¿ Schlosser. §2§/§3§ ¡M.¡ Oligocän. Phosphorite von Quercy.
+
+¡Amphictis¡ Pomel. §2§/§2§ ¡M¡. ¡M_{2}¡ mit langem Talonid. Ebenda u.
+Untermiocän.
+
+¿Potamotherium¿ Geoffroy (¡Lutrictis¡ Pomel, ¡Stephanodon¡ v. Meyer).
+(Fig. 561.) §4.2.§/§4.2.§ ¡P^4¡ mit verbreitertem Innenhöcker. ¡M^1¡
+querverlängert trituberkulär. ¡M^2¡ sehr klein, ¡M_{1}¡ mit großem
+Talonid. Bullae osseae flach. Skelett stärker spezialisiert als bei
+Lutra. Metapodien und Zehen abgeplattet. Untermiocän. Dep. Allier,
+Ulm, Mainz. Im Miocän von Nordamerika ¡P. lycopotamicum¡ Cope, Pliocän
+¡lacota¡ Matthew. Wohl generisch verschieden.
+
+¿Lutra¿ Erxleben ~Otter~. §1§/§2§ ¡M¡, gedrungener als bei voriger
+Gattung. Lebend auf der nördlichen Hemisphäre. Fossil im Miocän,
+Pliocän und Pleistocän von Europa, Asien und Nordamerika.
+
+¿Brachypsalis¿ Cope. ¡M_{2}¡ sehr lang. Pliocän, Nebraska.
+
+¿Enhydriodon¿ Falconer. Unterpliocän, Monte Bamboli und Pliocän
+Siwalik.
+
+[Illustration: Fig. 561.
+
+¡Potamotherium Valetoni¡ Geoffroy St. Hilaire. Unt. Miocän. St.
+Gérand-le-Puy. Schädel von unten 2/3 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 562.
+
+¡Promeles palaeattica¡ Weithofer sp. Unt. Pliocän. Pikermi bei Athen.
+¡A¡ Gaumen von unten, ¡B¡ Unterkiefer von oben, nat. Gr. (Nach
+~Weithofer~.)]
+
+
+4. Unterfamilie. #Melinae.#
+
+¡§1§/§2§ M. M_{1} mit großem grubigem Talonid und meist mit Metaconid.
+M^1 stark vergrößert und kompliziert. Vordere P stark reduziert.¡
+
+¿Trochictis¿ v. Meyer. ¡M_{1}¡ mit kurzem Talonid. Obermiocän. Europa.
+
+¿Trochotherium¿ Fraas. ¡M¡ abgeplattet. Obermiocän. Steinheim.
+
+¿Promeles¿ Zittel. (Fig. 562.) §3.1.§/§3.2.§ ¡P^4¡ gestreckt. ¡M^1¡
+trituberkulär, viereckig, mit starkem Basalband, ¡M_{1}¡ mit langem,
+vielhöckerigem Talonid. Unterpliocän. Pikermi.
+
+¿Meles¿ Storr. Dachs. ¡P^4¡ kurz. Lebend in Europa und Asien. Fossil
+im Unterpliocän von Maragha und China und im Pleistocän von Europa.
+
+¿Taxidea¿ Waterh. Lebend und im Pleistocän von Nordamerika.
+
+¿Mellivora¿ Storr. Lebend in Südasien und Südostafrika. Fossil im
+Pliocän der Siwalik.
+
+¿Trocharion¿ Major. ¡M_{2}¡ zweiwurzelig. Obermiocän. La Grive St.
+Alban.
+
+¿Promephitis¿ Gaudry. ¡P¡ bis auf §2§/§2§ reduziert. Unterpliocän.
+Pikermi.
+
+¿Mephitis¿ Cuv. Lebend und fossil im Pleistocän von Nordamerika.
+¿Thiosmus¿ Illiger in Südamerika.
+
+¿Brachyprotoma¿ Brown. §2§/§3§ ¡J¡. Pleistocän von Nordamerika.
+
+
+5. Familie. #Viverridae.# ~Zibetkatzen.~
+
+¡§3.1.4.2.§/§3.1.4.2.§ P^4 gestreckt mit Vorderzacken vor dem
+Hauptzacken und kräftigem, weit vorne stehendem Innenhöcker.
+Obere M trituberkulär. M_{1} mit hohem, dreizackigem Trigonid und
+beckenförmigem, zackig begrenztem Talonid. M §2§/§2§ ähnlich M
+§1§/§1§. Schädel gestreckt, niedrig, mit ziemlich langer Schnauze.
+Bulla ossea groß, durch ein Septum vom Tympanicum geschieden.
+Extremitäten kurz, schlank, plantigrad oder digitigrad, fünf-, selten
+vierzehig. Schwanz lang.¡
+
+[Illustration: Fig. 563.
+
+¡Viverra simplicidens¡ Schloss. Phosphorite. Quercy. Rechter
+Unterkiefer von innen, nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 564.
+
+¡Herpestes lemanensis¡ Pomel (¡Viverra antiqua¡ Blainv.). Unt. Miocän.
+Tretaux. Allier. Gaumen von unten, nat. Gr.]
+
+Die Viverren sind meist kleine schlanke, schnellfüßige Raubtiere,
+welche jetzt ausschließlich Asien, Afrika und Südeuropa bewohnen und
+auch fossil im europäischen Tertiär und im Pliocän und Pleistocän
+von Südasien vertreten sind. Sie stammen von den Viverravinen des
+nordamerikanischen Eocän ab. Im Gebiß und Skelett weisen sie noch
+viele primitive Merkmale auf und zeigen vielfach Anklänge an die
+ältesten Caniden -- ¡Cynodictinae¡ und die ältesten Musteliden --
+¡Palaeoprionodon¡.
+
+[Illustration: Fig. 565.
+
+¡Ictitherium robustum¡ Nordm. sp. Unt. Pliocän. Pikermi bei Athen.
+Linker Oberkiefer von unten. Nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)]
+
+¿Viverra¿ Linn. (Fig. 563) und ¿Herpestes¿ Illiger (Fig. 564) leben
+jetzt in Südasien, Südeuropa und Nordafrika. Fossile Formen --
+»¡Viverra¡« -- mit kleinem Talonid und kleinem ¡M_{2}¡ im Eocän von
+Quercy und England. Auch die »¡Viverra¡-« und »¡Herpestes¡«-Arten
+des europäischen Untermiocän weichen noch von den echten ab. Erst
+im Obermiocän -- ¡Progenetta incerta¡ Lartet -- und im Pliocän von
+Südfrankreich, Roussillon -- ¡Viverra Pepratxi¡ Depéret -- und in den
+Siwalikschichten von Ostindien treten typische ¡Viverra¡-Arten auf.
+
+¿Ictitherium¿ Wagner (¡Thalassictis¡ Nordmann, ¡Palhyaena¡ Gervais).
+(Fig. 565.) Schädel lang, schmal. ¡M^1¡ und ¡M^2¡ klein im Verhältnis
+zu ¡P^4¡. Unterpliocän. Pikermi, Samos, Maragha, Lébéron, Bessarabien,
+China und Ostindien.
+
+
+6. Familie. #Hyaenidae.# ~Hyänen.~
+
+¡§3.1.4-3.1.§/§3.1.4-3.1-2.§ P^4 langgestreckt, kräftig, vor der
+Hauptspitze ein Vorderzacken und dahinter eine lange Schneide.
+Vordere P klein, hintere und C sehr massiv, kegelförmig. M^1 klein,
+quer verlängert, von P^4 verdeckt. M_{1} mit zwei langen Schneiden
+und schwachem Talonid, selten mit Metaconid. Untere J stets
+nebeneinanderstehend. Schädel kurz und dick. Bulla ossea ohne Septum.
+Hinterbeine etwas kürzer als Vorderbeine. Hand und Fuß digitigrad.
+Hand meist, Fuß stets vierzehig. Metacarpale II stark über III
+übergreifend, Penisknochen schwach.¡
+
+Das Gebiß der Hyänen zeichnet sich durch Reduktion des ¡M^1¡ und des
+M_{2} und durch Reduktion des Talonid und Metaconid des ¡M_{1}¡ aus,
+wofür jedoch sein Paraconid und Protoconid zu kräftigen Schneiden
+umgestaltet werden, und die ¡P¡ mit Ausnahme des vordersten sich in
+dicke Kegel umwandeln, wodurch das Gebiß zum Zermalmen von Knochen
+vorzüglich geeignet wird.
+
+[Illustration: Fig. 566.
+
+¡Hyaena eximia¡ Roth und Wagn. Unt. Pliocän. Pikermi bei Athen. 1/3
+nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)]
+
+Die Hyaeniden werden gewöhnlich von den Viverren abgeleitet, wobei
+¡Ictitherium¡ das Zwischenglied bilden soll. Sie bewohnen in der
+Gegenwart Afrika und Westasien, fossil treten sie zuerst im Pliocän
+von Europa und Asien auf. Es darf nicht verschwiegen werden, daß
+gewisse Caniden des nordamerikanischen Obermiocän, ¡Aelurodon¡,
+¡Hyaenognathus¡, im Gebiß auffallende Ähnlichkeit mit den Hyänen
+aufweisen.
+
+¿Lycyaena¿ Hensel (¡Agnotherium¡, ¡Agnocyon¡ Kaup.) und ¿Hyaenictis¿
+Gaudry aus dem Unterpliocän von Pikermi, Eppelsheim, Baltavar
+unterscheiden sich von Hyaena durch die schlankeren Zähne und den
+Besitz eines kleinen ¡M_{2}¡.
+
+¿Hyaena¿ Linn. (Fig. 566.) Zuerst im Unterpliocän von Pikermi,
+Samos, Maragha, Baltavar, Mont Lébéron. ¡H. eximia¡ Roth u. Wagn.
+Im Pliocän der Siwalik ¡Colvini¡, ¡macrostoma¡ Lydekker, ¡felina¡,
+¡sivalensis¡ Bose; in China ¡H. gigantea¡ Schlosser. Im Oberpliocän
+der Auvergne und von Val d'Arno ¡H. arvernensis¡ -- auch in Roussillon
+und im Pleistocän von Mosbach --, ¡Perrieri¡ Croiz. Job. und
+¡brevirostris¡ Aym. Im älteren Pleistocän von Südeuropa ¡H. striata¡,
+der ¡arvernensis¡ ähnlich, im jüngeren europäischen Pleistocän ¡Hyaena
+crocuta¡ var. ¡spelaea¡ Goldf., der ¡Perrieri¡ ähnlich, auch in den
+indischen Karnulhöhlen. Im Pleistocän von China ¡H. sinensis¡ Owen.
+
+
+7. Familie. #Felidae.# ~Katzen.~[132]
+
+¡§3.1.3-2.1.§/§3.1.3-2.1.(2).§ C kräftig, am Vorder- und Hinterrand
+meist zugeschärft. P^4 verlängert, schneidend, mit Innenhöcker und
+drei Außenzacken. M_{1} mit zwei konvergierenden, aus Paraconid und
+Protoconid entstandenen Schneiden und rudimentärem Talonid, selten
+auch mit rudimentärem Metaconid. M^1 und M_{2} stets klein. Zahl der
+P stets reduziert, die bleibenden P mit Nebenzacken versehen. Bulla
+tympanica hochgewölbt, durch ein Septum geteilt, ohne verlängerten
+äußeren Gehörgang. Schnauze kurz. Cranium gewölbt, Extremitäten lang
+und schlank, digitigrad. Humerus mit Foramen entepicondyloideum.
+Hand mit fünf, Fuß in der Regel mit vier Zehen, Krallen retraktil.
+Penisknochen klein.¡
+
+Die Feliden sind gegenwärtig über die ganze Erdoberfläche mit Ausnahme
+von Australien verbreitet; fossil finden sie sich in denselben
+Gebieten, jedoch erscheinen sie zuerst in Europa und fast gleichzeitig
+auch in Nordamerika.
+
+Die Katzen besitzen das reduzierteste aber zugleich spezialisierteste,
+zum Zerschneiden von Fleisch geeignetste Gebiß. Auch das Skelett
+vereinigt die zierlichste Form mit der größten Stärke. Von den
+übrigen Raubtieren sind sie scharf geschieden und selbst ihre
+ältesten Vertreter geben uns keine befriedigende Auskunft über ihre
+Abstammung, da sie schon alle typischen Merkmale besitzen. Selbst
+wenn die miocäne Gattung ¡Proailurus¡, welche ~Filhol~ wegen der
+Ähnlichkeit mit der lebenden Gattung ¡Cryptoprocta¡ von Madagaskar für
+den Ahnen der Feliden hält, wirklich zu dieser Familie gehören sollte,
+so kann sie höchstens der Stammvater der echten Katzen, aber nicht
+auch der Machairodontinen sein, weil diese bereits im Oligocän oder
+sogar im Obereocän beginnen. ~Matthew~ leitet sowohl den Stamm der
+Machairodontinen als auch den der Felinen von ¡Dinictis¡ ab.
+
+
+1. Unterfamilie. #Machairodontinae.#
+
+¡Einkerbung von P^4 und M_{1} seicht. Innenzacken von P^4 schwach.
+Obere C allmählich größer, untere C kleiner werdend. P^3 klein,
+P_{3} rudimentär oder fehlend. Occiput hoch, schmal, Mastoidfortsatz
+vorspringend und größer werdend. Extremitäten massiv, Zehen gespreizt,
+Hallux und Pollex kräftig.¡
+
+¿Eusmilus¿ Gervais. § §/§2.1.1.1.§ ¡M_{1}¡ ohne Talonid und Metaconid.
+Symphysenlappen weit herabhängend. Phosphorite von Quercy. ¡E.
+bidentatus¡ Filhol. Oberoligocän. Dakota. ¡E. dacotensis¡ Hatcher.
+
+¿Hoplophoneus¿ Cope. (¡Pogonodon¡ Merriam.)
+§3.1.3-2.1.§/§3-2.1.3-2.1.§ ¡M_{1}¡ mit Metaconid. ¡P¡ §2§/§2§ und
+¡P¡ §3§/§3§ klein, ¡P_{2}¡ meist fehlend. Oberer ¡C¡ schlank. Bulla
+unvollständig verknöchert. Oligocän. White River. ¡H. occidentalis¡
+Leidy.
+
+¿Machairodus¿ Kaup. §3.1.2.1.§/§3.1.2-1.1.§ ¡P^4¡ meist mit vier
+Außenspitzen. ¡M_{1}¡ ohne Metaconid und meist ohne Talonid. ¡P¡
+§3§/§3§ rudimentär. ¡C¡ lang, am Hinterrand gezähnelt, Symphysenlappen
+groß. Bullae vollständig verknöchert. Obermiocän. Sansan, Steinheim
+¡M. palmidens¡ Blv. La Grive St. Alban ¡M. Jourdani¡ Filhol.
+Unterpliocän von Pikermi, Eppelsheim, Samos (Ägypten) ¡M. aphanistus¡
+Kaup, Maragha ¡M. orientalis¡ Macquenem. China ¡M. horribilis¡
+Schlosser. Siwalik ¡M. sivalensis¡ Lyd. Im europäischen Mittel- und
+Oberpliocän ¡M. cultridens¡ Cuv. und im europäischen Pleistocän ¡M.
+latidens¡ Owen.
+
+¿Smilodon¿ Lund (¡Trucifelis¡ Leidy, ¡Dinobastis¡ Cope,
+¡Smilodontopsis¡ Brown). §3.1.2.1.§/§3-2.1.2-1.1.§ ¡P^4¡ meist nur mit
+drei Außenzacken, ¡M_{1}¡ ohne Talonid und Metaconid. ¡P^3¡ klein,
+¡P_{3}¡ meist fehlend. Hallux kräftig. Nur in Amerika. Pleistocän von
+Nordamerika ¡S. gracilis¡ Cope, ¡floridanus¡ Leidy. Südamerika ¡S.
+neogaeus¡ Lund.
+
+
+2. Unterfamilie. #Felinae.#
+
+¡Einkerbung an P^4 und M_{1} tief. P^4 mit kräftigem Innenzacken.
+Oberer C allmählich kleiner, unterer C allmählich größer werdend. P^3
+groß, P_{3} und _{4} fast gleich stark. Mastoidfortsatz reduziert,
+Unterkieferkronfortsatz vergrößert. Extremitäten verlängert,
+digitigrad, Hallux reduziert.¡
+
+¿Aelurictis¿ Trouessart (¡Aelurogale¡ Filhol). §3§/§3§ ¡P¡, §1§/§2§
+¡M¡. ¡M_{2}¡ schwach. ¡M_{1}¡ ohne Metaconid, mit kräftigem Talonid,
+Metapodien lang, Symphyse mit Außenkante. Obereocän? Phosphorite von
+Quercy. ¡A. intermedia¡, ¡minor¡ Filhol.
+
+[Illustration: Fig. 567.
+
+¡Dinictis felina¡ Leidy. Oligocän. White Riverbed. Schädel u.
+Unterkiefer. 1/2 nat. Gr. (nach ~Matthew~.)]
+
+¿Dinictis¿ Leidy (¡Daptophilus¡ Cope). (Fig. 567.) §3§/§3§ ¡P¡,
+§1§/§2§ ¡M¡, öfters mit 4 unteren ¡P¡ und zuweilen mit ¡M^2¡. ¡M_{1}¡
+mit Talonid und Metaconid. ¡C¡ lang, Hinterseite schwach gekerbt.
+Unterkiefersymphyse mit herabhängendem Lappen. Carotidforamen getrennt
+vom Foramen lacerum posterius. Bulla unvollständig verknöchert. Hallux
+funktionierend. Metapodien kurz. Oligocän, White Riverbed, Nordamerika
+¡D. felina¡ Leidy, ¡squalidens¡ Cope. Untermiocän, John Day, Oregon
+¡D. cyclops¡ Cope.
+
+¿Nimravus¿ Cope (¡Archaelurus¡, ¡Pogonodon¡ Cope), §4-3§/§3-2§ ¡P¡,
+§1§/§1-2§ ¡M¡, sehr ähnlich ¡Aelurictis¡. ¡M_{1}¡ ohne Metaconid, ¡C¡
+mäßig entwickelt. Symphyse ohne Lappen. Untermiocän, John Day, Oregon
+¡N. debilis¡, ¡platycopis¡, ¡gomphodus¡ Cope. Süd-Dakota ¡sectator¡
+Matthew.
+
+¿Pseudaelurus¿ Gervais. (Fig. 568.) §3§/§3-2§ ¡P¡, §1§/§1§ ¡M¡.
+¡M_{1}¡ ohne Metaconid, mit kleinem Talonid, ¡C¡ normal. Symphyse ohne
+Lappen. Obermiocän. Sansan ¡P. quadridentatus¡ Blv. La Grive St. Alban
+¡P. Lorteti¡ Gaillard.
+
+¿Felis¿ Lin. §2-3§/§2§ ¡P¡, §1§/§1§ ¡M¡. ¡P^4¡ mit drei Außenzacken.
+¡M_{1}¡ ohne Metaconid und Talonid. ¡M^1¡ rudimentär, Condylar- und
+Carotidforamen mit ¡F. lacerum posterius¡ verbunden. Mastoidfortsatz
+klein, dicht an die knöcherne Bulla gerückt. Symphyse ohne Lappen
+und ohne Kante. Lebend in der Alten Welt und Amerika, fossil
+im Obermiocän. Sansan ¡F. media¡, ¡pygmaea¡ Gerv., Steiermark
+¡turnauenis¡ Toula. La Grive St. Alban ¡F. Zitteli¡ Gaillard.
+Unterpliocän. Pikermi ¡F. attica¡ Wagn. Eppelsheim ¡F. antediluviana¡
+Kaup. Pliocän von Roussillon und Maragha ¡F. brevirostris¡ Croiz.
+In Toskana und Auvergne ¡F. pardinensis¡, ¡arvernensis¡ Croiz. Im
+Pleistocän Europas ¿Felis leo¿ (¡L. spelaea¡ Goldf.), ¡pardus¡, ¡lynx¡
+etc. In Nordamerika (¡F. atrox¡ Leidy), Südamerika (¡F. onca¡ Lin.)
+und Ostindien.
+
+[Illustration: Fig. 568.
+
+¡Pseudaelurus quadridentatus¡ Blv. (¡Felis hyaenoides¡ Lartet).
+Miocän. Sansan. Gers. ¡A¡ rechtes Oberkieferfragment, ¡B¡ oberer
+Reißzahn von unten, ¡C¡ rechter Unterkiefer von außen. 2/3 nat. Gr.
+(Nach ~Filhol~.)]
+
+
+3. Unterordnung. #Pinnipedia.# ~Flossenfüßer.~[133]
+
+¡Marine Fleischfresser mit kurzen Flossenfüßen, großem, stark
+gefurchtem Gehirn und vollständigem Gebiß mit gleichartig
+ausgebildeten P und M, entweder konisch oder aus hoher Hauptspitze und
+vorderer und hinterer Nebenspitze bestehend. Die zwei hinteren M meist
+fehlend. J an Zahl häufig reduziert, konisch, C ziemlich kräftig.
+Extremitäten fünfzehig. Scaphoid mit Lunatum und Centrale verwachsen.
+Sämtliche Zehen durch Schwimmhaut verbunden.¡
+
+Die ~Pinnipedia~ schließen sich im anatomischen Bau und in der
+Entwicklungsgeschichte ziemlich eng an die übrigen Carnivoren an,
+die Abweichung im Körperhabitus und in der Gestalt der Extremitäten
+sowie die Spezialisierung des Gebisses, bestehend teils in Reduktion
+der Zahl, teils in Vereinfachung der Zähne, öfters aber auch in
+Komplikation der ¡P¡, beruht auf der Anpassung an das Wasserleben. Sie
+bewohnen die kälteren Regionen beider Hemisphären. Fossile Reste sind
+stets sehr selten und beginnen erst im Miocän. Über die Herkunft der
+Pinnipedia gibt uns weder die Ontogenie noch auch die Paläontologie
+eine befriedigende Auskunft. ~Wortman~ leitet sie von ¿Patriofelis¿,
+einem Creodonten, ~Weber~ von Ursiden ab. Mehr Beachtung verdient die
+Vermutung ~Matthews~, daß sie den Pantolestiden nicht ganz fernestehen
+dürften.
+
+ #Zeitliche und räumliche Verbreitung der Carnivora.#
+
+ =====+======+======+=======+=======+======+======+=======+=======+=======
+ | A | B | C | D | E | F | G | H | I
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ | | | | | | | | |
+ I.a | | | | | | | | |
+ I.1 |NA. | | | | | | | |
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ I.2 |NA. E.|NA. E.|NA. |} | | | | |
+ -----+------+------+-------|}Af.? +------+------+-------+-------+-------
+ I.3 |NA. E.|NA. |NA. E |} | | | | |
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ I.4 |NA. |NA. E.|NA. E. |NA. E. | | | | |
+ | | | |Af. | | | | |
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ I.5 |NA. E.| | | | | | | |
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ I.6 |NA. |NA. |NA. E.?| | | | | |
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ | | | | | | | | |
+ II.b | | | | | | | | |
+ II.1 | | |NA. E. |NA. E. |NA. E.|NA. E |NA. E. |NA. SA.|NA. SA.
+ | | | | | | |As. |E. As. |E. As.
+ | | | | | | | |Af. Au.|Af. Au.
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ II.2 | | | | | |SA. E.|NA. E. |NA. SA.|NA. E.
+ | | | | | | |As. |E. As. |As. Af.
+ | | | | | | | |Af. |
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ II.3 | | | | |NA. |NA. |SA. E. |NA. SA.|NA. SA.
+ | | | | | | | | |As.
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ II.4 | | | |NA. E. |NA. E.|NA. E.|NA. SA.|NA. SA.|NA. SA.
+ | | | | | | |E. As. |E. As. |E. As.
+ | | | | | | | | |Af.
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ II.5 | | |E.? |E. |E. |E. |E. As. |As. |E. As.
+ | | | | | | | | |Af.
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ II.6 | | | | | | |E. As. |E. As. |As. Af.
+ | | | | | | | |Af. |
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ II.7 | | |E.? |NA. E. |NA. |NA. E.|NA. SA.|NA. SA.|NA. SA.
+ | | | | | | |E. As. |E. As. |E. As.
+ | | | | | | |Af. |Af. |Af.
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ | | | | | | | | |
+ III.c| | | | | | | | |
+ III.1| | | | | |NA. |SA. Au.|NA. SA.|NA. SA.
+ | | | | | | | |Au. |
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ III.2| | | | | |E. NA.|E. NA. |E. NA. |NA. SA.
+ | | | | | |Af. | | |E. As.
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+ III.3| | | | | | |E. |E. NA. |NA. E.
+ | | | | | | | | |As.
+ -----+------+------+-------+-------+------+------+-------+-------+-------
+
+ NA. = Nordamerika, SA. = Südamerika, E. = Europa, As. = Asien,
+ Af. = Afrika, Au. = Australien.
+
+ Legende:
+
+ A = Untereocän I.a = ~Creodontia~.
+ B = Mitteleocän I.1 = Oxyclaenidae
+ C = Obereocän I.2 = Mesonychidae
+ D = Oligocän I.3 = Oxyaenidae
+ E = Unt. Miocän I.4 = Hyaenodontidae
+ F = Ob. Miocän I.5 = Arctocyonidae
+ G = Pliocän I.6 = Miacidae
+ H = Pleistocän II.b = ~Fissipedia~.
+ I = Jetzt II.1 = Canidae
+ II.2 = Ursidae
+ II.3 = Procyonidae
+ II.4 = Mustelidae
+ II.5 = Viverridae
+ II.6 = Hyaenidae
+ II.7 = Felidae
+ III.c = ~Pinnipedia~.
+ III.1 = Otariidae
+ III.2 = Phocidae
+ III.3 = Trichechidae
+
+Von den drei Familien der ~Otariiden~, ~Phociden~ und ~Trichechiden~
+ist die erste im Miocän von Maryland --, ¿Pontoleo¿ True --, im
+Tertiär und Pleistocän von Argentinien sowie im Pleistocän von
+Nordamerika --, ¿Otaria¿ -- im Pliocän von Victoria und im Pleistocän
+von Neu-Seeland -- ¿Arctocephalus¿ -- nachgewiesen. Fossile Reste von
+~Trichechiden~ -- Walroß -- kennt man aus dem Pleistocän von England,
+Belgien (hier auch im Pliocän), Holland und Nordamerika. ~Phociden~
+fanden sich im Miocän von Ägypten. Von Maryland ¿Leptophoca¿ True,
+von New Jersey ¿Lobodon¿, von Virginien ¿Phoca¿. Im Miocän des Wiener
+Beckens ¿Phoca~ vindobonensis¡ Toula, Ungarn ¡P. holitschensis¡
+Brühl, Südrußland ¡P. pontica¡ Nordmann, im Pliocän von Montpellier
+¿Pristiphoca¿, von Belgien ¿Monatherium¿, ¿Prophoca¿, im Pliocän von
+Orciano in Italien ¿Monachus¿ von Antwerpen, ¿Phoca¿, ¿Palaeophoca¿
+¡etc.¡ ¿Phoca¿ auch im Pleistocän von Schottland, England, Norwegen
+und Norddeutschland. ~Orca~ in Holland.
+
+[Illustration: Fig. 569.
+
+¡Phoca Groenlandica¡ Nilss. Nordsee. (Nach ~Owen~.)]
+
+
+4. Ordnung. #Cetacea.# ~Wale.~[134]
+
+~Nackte, glatthäutige, fischähnliche Wasserbewohner mit zylindrischem
+Körper. Kopf nicht vom Rumpf abgesetzt. Nasenlöcher auf der Oberseite,
+weit hinten gelegen. Vorderfüße flossenförmig, Hinterextremitäten
+rudimentär. Schwanzflosse horizontal. Milchdrüsen in der Leistengegend
+neben der Scheide. Uterus bicornis, Placenta diffus, adeciduat.~
+
+Die Waltiere bilden eine durch Lebensweise und fischähnliche Gestalt
+von allen übrigen Säugetieren abweichende Ordnung.
+
+Den Körper umgibt eine dicke, glatte ~Haut~, unter welcher sich
+eine die Wärme schlecht leitende, dicke Fettschicht befindet. Haare
+fehlen im erwachsenen Zustand entweder gänzlich oder sind bei einigen
+Gattungen auf wenige Gesichtsborsten reduziert.
+
+[Illustration: Fig. 570.
+
+¡Tursiops¡ (¡Delphinus¡) ¡tursio Fabr. sp.¡ Atlantischer Ozean. ¡A¡
+Schädel von oben, ¡B¡ von der Seite (nach ~Cuvier~), 1/6 nat. Gr.
+¡Pmx¡ Zwischenkiefer, ¡Mx¡ Oberkiefer, ¡ME¡ Mesethmoideum, ¡Na¡
+Nasenbein, ¡N¡ Nasenlöcher, ¡Fr¡ Stirnbein, ¡Pa¡ Scheitelbein, ¡Ju¡
+Jochbogen, ¡Sq¡ Schuppenbein, ¡So¡ oberes Hinterhauptsbein, ¡co¡
+Condylus, ¡Exo¡ Exoccipitale, ¡Md¡ Unterkiefer.]
+
+Die ~Skelett~knochen der Cetaceen und namentlich die Wirbel zeichnen
+sich durch schwammige, grobmaschige Struktur aus und sind meist stark
+mit Fett imprägniert. Die Epiphysen bleiben nicht nur an den Wirbeln,
+sondern auch an den marklosen Extremitätenknochen lange getrennt. Die
+vorderen und hinteren Flächen der ~Wirbelkörper~ sind eben und durch
+dicke Knorpelscheiben verbunden; die ~Halswirbel~ zwar vollzählig
+vorhanden, jedoch häufig außerordentlich verkürzt, scheibenförmig
+und zuweilen alle oder einige miteinander verschmolzen. Hinter den 7
+meist stark verkürzten Halswirbeln folgen 9-16 Rücken-, 3-24 Lenden-
+und 18-30 Schwanzwirbel. Ein ~Sacrum~ fehlt. Die oberen Bögen und
+verknöcherten Epiphysen der Rumpfwirbel bleiben lange vom Zentrum
+getrennt und verschmelzen erst im Alter vollständig mit demselben, die
+Zygapophysen verkümmern mehr oder weniger. Die Diapophysen dagegen
+sind namentlich in der Lendenregion lang und kräftig. Die ~Rippen~ der
+Cetaceen unterscheiden sich von denen der übrigen Säugetiere durch
+ihre lockere Verbindung mit der Wirbelsäule und mit dem Brustbein. Das
+~Brustbein~ selbst besteht bei den Bartenwalen aus einer einfachen,
+breiten, schildförmigen, am Vorderrand häufig ausgeschnittenen
+Knochenplatte, bei den Zahnwalen liegen 2-5 Knochenstücke
+hintereinander.
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 570) erleidet höchst auffällige, wahrscheinlich
+durch die Lebensweise verursachte Umbildungen und besteht aus
+leichten, grobzelligen und dünnen Knochen. Die Gehirnhöhle zeichnet
+sich durch ungewöhnliche Höhe, ansehnliche Breite, aber sehr geringe
+Länge aus, und da sie sich nach oben verengt, so erhält das Gehirn die
+Form eines abgestutzten Kegels mit allseitig gerundetem Umriß. Die
+sehr stark gewundenen Hemisphären des Großhirns bedecken das Kleinhirn
+fast vollständig. Die Riechlappen fehlen gänzlich oder sind nur ganz
+schwach angedeutet, die Nasenhöhlen haben keine Muscheln und können
+nicht als Riechorgane, sondern lediglich zum Atmen verwendet werden.
+Mit Ausnahme von ¡Zeuglodon¡ stoßen die Scheitelbeine nicht in einer
+Sagittalnaht zusammen und berühren sich in der Mittelebene überhaupt
+nur bei den Bartenwalen. Aber auch bei diesen legt sich die ungemein
+große Hinterhauptsschuppe (Os supraoccipitale) über die Scheitelbeine
+und über das zwischengeschobene Interparietale und bildet den größeren
+Teil des Schädeldaches. Durch die Verkürzung und seitliche Abdrängung
+der Scheitelbeine stoßen das Supraoccipitale und Interparietale bei
+den Zahnwalen und den meisten Bartenwalen direkt mit dem ungemein
+kurzen Stirnbein zusammen, das sich nach außen jederseits in große,
+die Augenhöhlen überdachende Knochenplatten erweitert. Die hohe,
+schräg nach hinten abfallende Hinterhauptsfläche wird fast ganz vom
+Supraoccipitale gebildet. Das tief gelegene Schläfenbein (Squamosum
+¡Sq¡) sendet einen starken Fortsatz nach vorne und oben, welcher
+sich mit dem hinteren Seitenflügel des Stirnbeins verbindet und dem
+bei den Zahnwalen dünnen, stabförmigen, bei den Bartenwalen ziemlich
+kräftigen, die länglichen Augenhöhlen unten begrenzenden Jochbein
+(¡Ju¡) als Stütze dient.
+
+Die stark verlängerte, meist niedergedrückte und verschmälerte
+Schnauze besteht aus den häufig asymmetrischen Zwischenkiefern, den
+Oberkiefern, dem Vomer und Mesethmoid. Die Zwischenkiefer legen sich
+vorne entweder dicht aneinander an oder lassen eine nach oben offene
+Furche zwischen sich frei, die sich nach hinten erweitert. An ihrem
+hinteren Ende, also unmittelbar vor den Stirnbeinen, befinden sich
+die fast senkrecht nach oben, oder schräg nach vorne gerichteten
+Nasenlöcher, aus denen Wasserdampf ausgeatmet wird (Spritzlöcher). Die
+äußeren Nasenlöcher sind bei den Bartenwalen von kurzen, aber wohl
+ausgebildeten, bei den Zeuglodonten von sehr langen ~Nasenbeinen~
+(¡Na¡) überdacht, während bei den Zahnwalen eine starke Verkümmerung
+der Nasenbeine stattfindet, so daß sie häufig nur durch kleine
+Knochenhöcker angedeutet sind. Die Embryone zeigen noch primitive
+Verhältnisse. Das Zurückweichen der Nasenlöcher bewirkt Streckung
+der Ober- und Zwischenkiefer bis hinter die Orbita und Verkürzung
+der Stirn-, Scheitel- und Nasenbeine, welche hierbei auch meist
+auf die Seite rücken. Die Hirnhöhle wird nach vorne durch eine
+steil abfallende, breite und hohe Knochenplatte (Mesethmoideum)
+abgeschlossen. Bei allen lebenden Cetaceen sind die Zwischenkiefer
+ihrer ganzen Länge nach seitlich von den Oberkiefern (¡Mx¡)
+umschlossen und werden nur am vorderen Rand der Schnauzenspitze frei;
+bei den fossilen Zeuglodontiden und bei den Squalodontiden ragen die
+Zwischenkiefer vorne über die Oberkiefer heraus und sind am Unterrand
+mit Zähnen besetzt. Tränenbeine existieren nur bei einigen Bartenwalen
+und bei den Physeteriden.
+
+Die ~Unterseite~ der Schnauze wird vorherrschend aus den horizontalen
+Ästen der Oberkiefer gebildet, doch nimmt häufig auch noch der Vomer,
+als eine schmale, zwischen den Oberkiefern gelegene Medianleiste an
+der Zusammensetzung des Gaumendaches teil. An die Oberkiefer legen
+sich hinten die Gaumenbeine als kurze, bandförmige Knochen an und
+werden hinten von den stark entwickelten, in der Mitte vereinigten
+Flügelbeinen begrenzt, welche den harten Gaumen verlängern und die
+seitlichen Wände der Choanen bilden.
+
+Besonderes Interesse beanspruchen die zwischen dem Schuppenbein
+und Exoccipitale gelegenen ~Ohrknochen~ (Fig. 571) (Perioticum und
+Tympanicum). Sie zeichnen sich durch ungewöhnliche Dicke und dichte
+Struktur aus, sind nur lose mit den Schädelknochen verbunden und
+fallen darum beim Fossilisationsprozeß leicht heraus. Isolierte
+Felsenbeine oder Paukenbeine (Cetolithen) finden sich fast überall, wo
+Überreste von fossilen Cetaceen vorkommen, und auch aus der Tiefe des
+Ozeans wurden Gehörknochen von Walen herausgeholt.
+
+[Illustration: Fig. 571.
+
+Linkes Perioticum von ¡Globicephalus uncidens¡ aus dem Crag von
+Oxford, von der dem Tympanicum zugewendeten Seite gesehen. ¡c¡
+halbkugeliger Teil, ¡a¡ hinterer, ¡b¡ vorderer Fortsatz.]
+
+Die ~Bezahnung~ der Cetaceen besteht meist aus gleichartigen,
+konischen, einwurzeligen Zähnen, die zuweilen in sehr großer Zahl
+(bis 60 in jedem Kiefer) vorhanden sind. Nur bei Zeuglodonten und
+Squalodonten unterscheiden sich die hinteren zwei- oder dreiwurzeligen
+Seitenzähne durch zusammengedrückte Krone von den einwurzeligen
+Vorderzähnen. Bei den Bartenwalen fehlen Zähne vollständig. Beim
+Narwal entwickelt sich beim Männchen im rechten Oberkiefer ein
+mächtiger, nach vorne gerichteter Stoßzahn. Ein Zahnwechsel findet
+niemals statt, wenn auch bei manchen Zahnwalen Ersatzzähne in der
+Anlage vorhanden sind, die aber nie zum Durchbruch kommen. Aus dem
+ursprünglich heterodonten Gebiß entwickelt sich ein homodontes Gebiß.
+Homodontie und Reduktion der Zähne beginnt an der Spitze des Rostrum.
+Zuerst verschwinden die Zähne des Unterkiefers, später auch die des
+Oberkiefers, wobei jedoch die frühere Anwesenheit von Zähnen noch
+durch eine Rinne angedeutet bleibt.
+
+Entsprechend der auf das Wasser beschränkten Lebensweise haben sich
+die ~Extremitäten~ der Cetaceen in eigentümlicher Weise umgestaltet
+und erinnern in ihrem Habitus weit mehr an die Flossen ausgestorbener
+Meersaurier als an die Gehfüße der Säugetiere. Dem Schultergürtel
+fehlt ein Schlüsselbein, sowie ein diskretes Coracoid. Die Scapula
+zeichnet sich durch ungewöhnlich breite, flache und verhältnismäßig
+kurze Gestalt aus. Der Humerus ist kurz, stämmig, am proximalen
+Ende mit halbkugeligem Gelenkkopf, am distalen mit zwei flachen, in
+stumpfem Winkel zusammenstoßenden Gelenkfasetten versehen, an welche
+sich die seitlich zusammengedrückten, weder am Humerus -- außer bei
+¡Zeuglodon¡ -- noch aneinander beweglichen Vorderarmknochen anlegen.
+Mit Ausnahme einiger Bartenwale, bei denen sonderbarerweise nicht
+der erste, sondern der dritte Finger durch Schwund in Verfall kommt,
+haben die Cetaceen fünf Finger. Dieselben sind nicht gelenkig, sondern
+durch Knorpel und Bindegewebe verbunden und vollständig von einer
+gemeinsamen Haut umhüllt. Sie bestehen aus länglichen, abgeplatteten,
+an den Enden gerade abgestutzten, in der Mitte etwas eingeschnürten
+Phalangen, deren Zahl im 2. und 3. Finger auf 9-15 steigen kann. Die
+hinteren Extremitäten und das Becken sind entweder total verkümmert
+oder zu winzigen, äußerlich nicht sichtbaren und im Fleisch steckenden
+Rudimenten des Ischiums herabgesunken.
+
+Als eigentliches Bewegungsorgan dient bei den Cetaceen statt der
+Extremitäten eine große horizontale Schwanzflosse, die nicht durch
+Knochen, sondern durch dichtes Fasergewebe gestützt wird. Polygonale
+Kalkplatten an der Rücken- und Brustflosse gewisser Wale werden von
+~Kückenthal~ und ~Abel~ als Rudimente eines Hautpanzers gedeutet, der
+aber sicher nicht den ganzen Rumpf bekleidet hat.
+
+Trotz aller durch Anpassung an ähnliche Existenzbedingungen
+verursachter äußerer Übereinstimmung der Cetaceen mit Fischen und
+Meersauriern erweist sich das Skelett doch in jeder Hinsicht nach
+dem Grundplan der Säugetiere gebaut und läßt nicht die geringste
+Beziehung zu jenem der Fische oder Reptilien erkennen. Die Cetaceen
+stammen nicht von wasserbewohnenden Reptilien, sondern wahrscheinlich
+von fleischfressenden placentalen Landsäugetieren mit normalem
+heterodonten Gebiß, §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§, ab, erreichen nicht selten
+riesige Größe und leben teils im offenen Ozean, teils in der Nähe der
+Küsten.
+
+Fossile ~Cetaceen~ beginnen im Eocän mit der bald erlöschenden Gattung
+¡Zeuglodon¡, gewinnen aber erst im Miocän und Pliocän eine größere
+Verbreitung und einen größeren Formenreichtum.
+
+
+1. Unterordnung. #Archeoceti.# Flower.
+
+¡Äußere Nasenlöcher nach vorne und oben geöffnet, auf der Oberseite
+der Schnauze gelegen. Nasenbeine kurz. Oberkiefer nicht über das
+Stirnbein geschoben. Zähne in Zwischenkiefer, Ober- und Unterkiefer,
+die vorderen einwurzelig, die hinteren zweiwurzelig, im Oberkiefer zum
+Teil dreiwurzelig.¡
+
+
+1. Familie. #Zeuglodontidae.#[135]
+
+¡Kopf verlängert, Hirnhöhle klein; Schläfengrube weit ausgedehnt,
+Sagittalcrista wohlausgebildet. Scheitelbeine verlängert, schmal,
+am Schädeldach teilnehmend; Stirnbeine breit, kurz, die Orbita
+überdachend. Jochbogen stabförmig. Schnauze lang, zusammengedrückt,
+Nasenbeine lang und schmal. Unterkiefer lang, niedrig, ohne feste
+Symphyse. Zähne differenziert -- §3.1.4.3-2.§/§3.1.4.3.§ --
+vollständiges Milchgebiß. Vordere Zähne J_{1}-P_{2} (inkl.) isoliert,
+hintere dicht geschlossen. J, C und meist auch P_{1} gleichartig
+konisch, einwurzelig, hintere Zähne zweiwurzelig, P_{2} bis P_{4}
+meist am Vorder- und Hinterrande, M nur am Hinterrande mit Zacken
+versehen, die beiden letzten oberen P, selten auch die oberen M
+dreiwurzelig. Halswirbel kurz, nicht verschmolzen. Mindestens 12
+Rückenwirbel, der letzte, sowie die Lendenwirbel oft stark verlängert.
+Schwanzwirbel kurz. Rippen zweiköpfig. Scapula breit, mit Acromion
+und Coracoidfortsatz und rudimentärer Spina versehen. Humerus kurz,
+mit kräftiger Deltoidcrista und wohlentwickelter Trochlea. Radius vor
+der Ulna stehend, mit zwei distalen Gelenkflächen. Becken schwach.
+Brustbein mehrgliedrig. Vielleicht Hautpanzer vorhanden.¡
+
+¿Protocetus¿ Fraas. §3§/§3§ ¡M¡. Die beiden letzten ¡P¡ nur mit
+einem Hinterzacken, M auch mit Vorderzacken. ¡C-P_{2}¡ undeutlich
+zweiwurzelig, ¡P^3¡ bis ¡M^3¡ mit je drei Wurzeln. Wirbel klein,
+raubtierähnlich. Mitteleocän. Mokattam ¡P. atavus¡ Fraas.
+
+~Eocetus~ (¡Mesocetus¡) Fraas. Mit großen, gestreckten Lendenwirbeln.
+¡E. Schweinfurthi¡ Fraas. Ebenda.
+
+¿Zeuglodon¿ Owen. (Fig. 572.) ¡Basilosaurus¡ Harlan, ¡Dorudon¡ Gibbes,
+¡Pontobasileus¡ Leidy. §2§/§3§ ¡M¡. ¡P_{2}-P_{4}¡ mit mehreren Zacken
+an Vorder- und Hinterrand, ¡M¡ nur am Hinterrand mit Zacken versehen.
+Im Obereocän von Ägypten. ¡Z. Osiris¡ Dames und ¡Zitteli¡ Stromer mit
+kurzen, ¡Z. Isis¡ Beadnell (¡Prozeuglodon atrox¡ Andrews) mit langen
+Lendenwirbeln. Im Eocän von Alabama ¡Z. cetoides¡ Owen, ¡serratus¡
+Gibbes, ¡brachyspondylus¡ Müller, von England ¡Z. Wanklyni¡ Seeley.
+¡Z. Harwoodi¡ Sanger aus dem Eocän von Südaustralien und der von Wiman
+beschriebene ¡Zeuglodon¡ von der Seymour-Insel, sowie ¿Kekenodon
+omata¿ Hector aus dem Miocän von Neuseeland sind wahrscheinlich
+Squalodontiden.
+
+[Illustration: Fig. 572.
+
+¡Zeuglodon Osiris¡ Dames. Obereocän. Fayum Ägypten. Schädel u.
+vorderer Teil d. Rumpfes. 1/12 nat. Gr. (N. ¿Stromer¿.)]
+
+
+2. Unterordnung. #Odontoceti.# ~Zahnwale.~
+
+¡Äußere Nasenlöcher zu einem einfachen Spritzloch vereinigt, weit
+hinten gelegen und nach oben gerichtet. Nasenbeine verkümmert.
+Oberkiefer hinten ausgebreitet, das Stirnbein teilweise bedeckend.
+Zähne zahlreich, zuweilen auf ein Paar reduziert. Vordere Rippen
+zweiköpfig. Brustbein aus zwei oder mehr Stücken bestehend.¡
+
+
+1. Familie. #Squalodontidae.#[136]
+
+¡Zwischenkiefer, Ober- und Unterkiefer bezahnt. Die vorderen Zähne
+konisch, einwurzelig, die Backenzähne zwei- bis dreiwurzelig,
+komprimiert, am Vorder- und Hinterrand gezackt. Scheitelbeine an der
+Bildung des Schädeldaches teilnehmend.¡
+
+Die Squalodontiden haben sich wahrscheinlich aus Zeuglodontiden
+entwickelt.
+
+¿Microzeuglodon¿ Lydekker. Eocän? vom Kaukasus. Nur Zähne und Humerus
+bekannt. ¡M. caucasicus¡ Lyd.
+
+¿Neosqualodon¿ Dal Piaz. Mit zahlreichen, vielfach gezackten
+Backenzähnen. Mittelmiocän Sizilien. ¡N. Assenzae¡ F. Major sp.
+
+[Illustration: Fig. 573.
+
+¡Squalodon Bariensis¡ Jourdan sp. Miocän. 1/10 nat. Gr. Schädel
+restauriert aus Bari im Drôme-Dep. (nach ¿Döderlein¿.) ¡co¡
+Hinterhauptsgelenk, ¡os¡ Occipitale superius, ¡f¡ Stirnbein, ¡j¡
+Jochbein, ¡t¡ Temporale, ¡ty¡ Tympanicum, ¡tm¡ Zwischenkiefer, ¡mx¡
+Oberkiefer, ¡md¡ Unterkiefer.]
+
+¿Squalodon¿ Grat. (¡Pachyodon¡, ¡Arionius¡ Meyer, ¡Phocodon¡
+Ag. ¡Rhizoprion¡ Jourdan, ¡Delphinodon¡ Leidy.) (Fig. 573.)
+§3.1.9-8.3.§/§3.1.8.3-2.§ Die letzten 7-8 Zähne zweiwurzelig. Im
+Miocän, Pliocän von Europa und Nordamerika zahlreiche Arten. Auch
+schon im Oligocän von Bünde, Westfalen (¡Phoca ambigua¡ Münster).
+
+¿Prosqualodon¿ Lydekker. 5 Zähne zweiwurzelig. Miocän von Argentinien.
+
+
+2. Familie. #Physeteridae.# Flower.
+
+¡Schädel stark asymmetrisch. Zwischenkiefer und Oberkiefer bei den
+späteren Formen zahnlos, Unterkiefer mit einer wechselnden Zahl
+von einwurzeligen, konischen Zähnen. Schädelknochen hinter den
+Nasenlöchern steil ansteigend, und einen vorragenden, zuweilen
+überhängenden Querkamm bildend. Orbita klein. Tränenbeine groß.
+Unterkiefersymphyse anfangs lang, später kurz. Vordere Rippen
+zweiköpfig. Lebend und fossil im Miocän, Pliocän und Pleistocän von
+Europa, Nordamerika und Australien.¡
+
+
+1. Unterfamilie. #Physeterinae.#
+
+¡Halswirbel mit Ausnahme des Atlas verschmolzen. Zähne fast gleich
+groß, anfangs mit Schmelz.¡
+
+¿Scaldicetus¿ du Bus. (¡Balaenodon¡, ¡Eucetus¡, ¡Homoeocetus¡,
+¡Eudelphis¡, ¡Palaeodelphis¡ du Bus, ¡Hoplocetus¡, ¡Physodon¡ Gerr.)
+Miocän und Pliocän von Europa, Nordamerika und Patagonien. 3 obere
+¡J¡. 19 Zähne im Ober-, 24 im Unterkiefer.
+
+¿Thalassocetus¿, ¿Prophyseter¿ Abel, Belgien. ¿Placoziphius¿ von
+Bened. Belgien, Italien. ¿Physeterula¿ von Bened. Im Miocän von Europa.
+
+¿Physeter¿, ¿Kogia¿ lebend, ohne obere Zähne.
+
+
+2. Unterfamilie. #Ziphiinae.#
+
+¡Von den Zähnen des Unterkiefers ein oder zwei Paar vergrößert. Atlas
+stets mit Axis verwachsen, die übrigen Halswirbel frei.¡
+
+¿Palaeoziphius¿ Abel. (¡Champsodelphis¡ du Bus, ¡Acrodelphis¡ Abel
+partim.) Unterkiefer mit 14 Alveolen, 1. und 7. Zahn vergrößert
+und ¿Mioziphius¿ Abel (¡Placoziphius¡ Gerv.). Die zwei vorderen
+Zähne vergrößert. Beide im Miocän von Belgien, ¿Cetorhynchus¿ Gerv.
+(¡Champsodelphis¡ Gerv., ¡Cyrtodelphis¡ Abel) auch in Frankreich.
+
+¿Choneziphius¿ Duvernoy, ¿Mesoplodon¿ Flower (¡Dioplodon¡ Gerv.,
+¡Belemnoziphius¡ Huxley). Miocän und Pliocän von Europa und
+Süd-Carolina und lebend. ¿Ziphius¿ Cuv. ¿Berardius¿ Duvernoy und
+¿Hyperoodon¿ Lacep. Lebend.
+
+
+3. Familie. #Eurhinodelphidae.# Abel.
+
+¡Rostrum stark verlängert, schmal, mit sehr langem Zwischenkiefer.
+Schädel schwach konvex oder mit Querkamm. Oberkiefer und Unterkiefer
+mit vielen einwurzeligen Zähnen. Oberkiefer unterhalb der Orbita
+verdickt, Stirnbein oft vom Supraoccipitale bedeckt. Alle Halswirbel
+frei. Vordere Rippen zweiköpfig.¡
+
+¿Eurhinodelphis¿ du Bus (¡Priscodelphinus¡ du Bus). Häufigster aller
+Wale im Miocän von Belgien. Auch in Nordamerika.
+
+
+4. Familie. #Acrodelphidae.# Abel.
+
+¡Rostrum ursprünglich lang, später verkürzt. Oberkiefer öfters bis an
+das Vorderende des Rostrums reichend. Zähne polyodont, heterodont,
+einwurzelig. Schläfengrube unbedeckt, Cranium sehr wenig gewölbt,
+Supraorbitale viereckig. Halswirbel frei. Rumpf-, Lenden- und
+Schwanzwirbel lang. Vordere Rippen zweiköpfig.¡
+
+
+1. Unterfamilie. #Argyrocetinae.#
+
+¡Schädel flach. Stirnbeine ausgedehnt auf dem Gipfel des Craniums.
+Rostrum sehr lang. Zähne ungemein zahlreich, die vorderen spitz, die
+hinteren konisch.¡
+
+¿Cyrtodelphis¿ Abel (¡Champsodelphis¡ Gerv.). Im europäischen Miocän
+sehr häufig. ¡C. sulcatus¡ Gerv.
+
+¿Argyrocetus¿, ¿Pontivaga¿ und ¿Ischyrorhynchus¿ Ameghino und
+¿Saurodelphis¿ Burmeister. Im Miocän und Pliocän von Argentinien.
+
+
+2. Unterfamilie. #Acrodelphinae.#
+
+¡Schädel flach, Stirnbeine schmal, Rostrum lang, Zähne mit kleinen
+Höckerchen.¡
+
+¿Acrodelphis¿ Abel (¡Champsodelphis¡ Brandt, Gerv., ¡Phocaenopsis¡ du
+Bus, ¡Delphinodon¡ Cope.) Im europäischen Miocän sehr verbreitet.
+
+Von ¿Heterodelphis leiondontus¿ Papp fand sich im Miocän (Leitakalk)
+des Soproner Comitats Ungarn ein fast vollständiges Skelett.
+
+¿Priscodelphinus¿ Leidy. ¿Rhabdosteus¿, ¿Lophocetus¿, ¿Zarhachis¿,
+¿Ixacanthus¿ Cope. Miocän von Nordamerika.
+
+Die Unterfamilien der ¿Iniinae¿ und ¿Beluginae¿ sind fossil
+nicht bekannt. Die erstere enthält die langschnauzigen Gattungen
+¿Platanista¿, ¿Inia¿, ¿Pontistes¿ und ¿Pontoporia¿, welche nur 1-1/2-2
+m lang werden und die Mündungen großer Flüsse bewohnen, die letztere
+die kurzschnauzigen Gattungen ¿Beluga¿ und ¿Monodon¿.
+
+
+5. Familie. #Delphinidae.# Flower.
+
+¡Schnauze kurz, Zwischenkiefer zahnlos, vom Oberkiefer umschlossen.
+Ober- und Unterkiefer mit einer wechselnden Zahl konischer
+einwurzeliger Zähne. Unterkiefersymphyse kurz. Orbita mäßig. Vordere
+Halswirbel verschmolzen. Vordere Rippen zweiköpfig.¡
+
+Die Delphine bilden jetzt die formenreichste Familie der Odontoceten.
+Ihre zahlreichen Gattungen sind in allen Meeren verbreitet und
+bewohnen zum Teil auch die Mündungen großer Flüsse. Fossile Reste
+kommen in spärlicher Zahl im Miocän, Pliocän und Pleistocän von
+Europa und Amerika vor und werden teils als ¿Delphinus¿ Lin., ¿Steno¿
+Gray, ¿Tursiops¿ Gervais (Fig. 570), ¿Orca¿ Gray, ¿Pseudorca¿ Reinh.
+und ¿Globicephalus¿ Lesson bestimmt, teils werden sie als besondere
+Gattungen beschrieben. Aus dem Miocän von Belgien ¿Protophocaena¿
+Abel, aus der Krim ¿Palaeophocaena¿ Abel, aus Kroatien -- Radoboj --
+¿Delphinopsis Freyeri¿ Joh. Müller mit Panzer -- zu den Phocaeninen
+gehörig, aus dem Miocän von Belgien ¿Pithanodelphis¿ Abel, ein
+Delphinine.
+
+
+3. Unterordnung. #Mystacoceti.# ~Bartenwale.~
+
+¡Schädel symmetrisch. Nasenbeine kurz, die zwei Spritzlöcher etwas
+überdachend. Funktionierende Zähne fehlen, Oberkiefer mit Barten
+besetzt, hinten stark nach der Seite verbreitert, aber nicht über
+das Stirnbein geschoben. Tränenbeine klein. Unterkieferäste nicht in
+einer Symphyse zusammenstoßend, nach außen konvex. Meist alle Rippen
+einköpfig. Sternum kurz, breit, aus einem Stück bestehend und nur mit
+dem vordersten Rippenpaar verbunden.¡
+
+Die Bartenwale erweisen sich durch die Verkümmerung des Gebisses
+und den Ersatz der Zähne durch Barten als die fremdartigste und
+spezialisierteste Gruppe der Cetaceen, allein der Umstand, daß bei
+Embryonen noch winzige, hinfällige, im Fleisch verborgene Zähnchen
+vorkommen, zeigt, daß auch sie von bezahnten Tieren abstammen. Im
+Schädelbau, namentlich in der Entwicklung der Nasenbeine, Stirnbeine
+und Scheitelbeine bleiben die Bartenwale auf einer primitiveren Stufe
+stehen als die Zahnwale.
+
+[Illustration: Fig. 574.
+
+¡Plesiocetus Cuvieri¡ Desm. Pliocän. Monte Pugnasco bei Piacenza. 1/46
+nat. Gr. (Nach ~Cuvier~.).]
+
+
+1. Familie. #Balaenopteridae.# ~Furchenwale.~
+
+¡Kopf kürzer als der vierte Teil der Körperlänge. Auf der Bauchseite
+meist zahlreiche Furchen. Rückenflosse vorhanden; Brustflosse
+vierfingerig, schmal und ziemlich lang. Barten kurz und breit.
+Halswirbel frei, mit mäßig verlängertem Centrum. Tympanicum länglich,
+stark angeschwollen, allseitig gerundet.¡ Lebend und fossil im Miocän
+und Pliocän.
+
+¿Plesiocetus¿ v. Bened. (Fig. 574.) Im Miocän von Frankreich und
+Süddeutschland. Vollständige Skelette von 6 m Länge im Pliocän von
+Oberitalien.
+
+
+2. Familie. #Balaenidae.# ~Glattwale.~
+
+¡Schädel sehr groß, mindestens 1/4 der Körperlänge einnehmend, Haut
+der Bauchseite glatt. Rückenflosse fehlt. Brustflossen breit und
+abgestutzt. Barten sehr lang und schmal. Unterkiefer schmal, stark
+gebogen, innen abgeplattet, mit kugeligem Gelenkkopf. Alle oder die
+meisten Halswirbel verschmolzen; Lenden- und Schwanzwirbel kurz.
+Tympanicum fast vierseitig, winklig, wenig angeschwollen. Brustflossen
+kurz, fünffingerig.¡
+
+Die Glattwale sind gegenwärtig auf die polaren Gebiete der beiden
+Hemisphären beschränkt. Fossile Formen der Gattung ¿Balaena¿ Lin.
+finden sich spärlich in den jüngsten Tertiärablagerungen und im
+Pleistocän von Europa.
+
+¿Cetotherium¿ Brandt (¡Aulocetus¡ v. Bened.). Miocän. ¿Heterocetus¿,
+¿Herpetocetus¿, ¿Mesocetus¿ v. Bened. ¿Balaenoptera¿ Lacep.
+¿Megaptera¿ Gray im Pliocän von Belgien und England. Von ¿Mesocetus¿
+ein vollständiges Skelett in Ungarn (Soproner Comit). Im Miocän von
+Nordamerika ¿Siphonocetus¿, ¿Cetotherium¿ und ¿Mesoteras¿.
+
+
+5. Ordnung. #Edentata.# (Bruta Lin.)[137]
+
+~Gebiß in der Regel nur aus prismatischen, schmelzlosen Backenzähnen
+bestehend, zuweilen vollständig fehlend. Endphalangen als lange,
+spitze, seitlich zusammengedrückte Krallen, selten hufartig
+entwickelt. Haut mit Haaren oder Hornschuppen oder Knochenschildern
+bedeckt.~
+
+Die Edentaten nehmen unter den placentalen Säugetieren eine ganz
+isolierte Stellung ein und wurden schon von ~Cuvier~ den Ungulaten
+und Unguiculaten als gleichwertige Gruppe gegenübergestellt. Das
+meist monophyodonte, aus prismatischen Zähnen bestehende Gebiß, in
+dem Eckzähne und Schneidezähne fast immer fehlen, der Mangel an
+Schmelz bei allen rezenten Formen, die schwankende Zahl der Rücken-
+und Schwanzwirbel bei vielen Gattungen, die Verbindung des Sitzbeins
+mit dem Sacrum, die Vermischung der Harn- und Geschlechtswege bei den
+Weibchen, und die Entwicklung eines knöchernen Hautskelettes bei den
+Gürteltieren bilden die auffallendsten Merkmale der in ihrer äußeren
+Erscheinung überaus verschiedenartigen Edentaten.
+
+Über ihre Herkunft wissen wir nur, daß ¡Nomarthra¡ in Europa
+schon im Eocän oder Oligocän auftreten, und daß etwa gleichzeitig
+mit ihnen auch schon in Südamerika Gürteltiere gelebt haben, die
+aber freilich im Eocän in Nordamerika bereits früher erscheinen
+und möglicherweise auch in Europa im Eocän existiert haben. Ob
+die ¡Ganodonta¡ des nordamerikanischen Untereocäns die Ahnen der
+¡Gravigrada¡ darstellen, ist etwas zweifelhaft, obschon ihr zeitliches
+Auftreten sich mit dieser Annahme sehr gut vereinbaren ließe, denn in
+Südamerika treffen wir echte ~Gravigrada~ erst im Untermiocän, in den
+Pyrotherium-Schichten.
+
+Die ~Wirbelsäule~ enthält wohl differenzierte Hals-, Rücken-, Lenden-,
+Sacral- und Schwanzwirbel. In der Regel sind 7, selten 9 Halswirbel
+vorhanden, wovon die hinteren zuweilen verschmelzen. Die Zahl der
+Rückenwirbel schwankt zwischen 12 und 24, die der Lendenwirbel
+zwischen 3 und 9. Bei den ¡Glyptodontia¡ verschmelzen sämtliche
+Dorsalwirbel nebst ihren Dornfortsätzen zu einer unbeweglichen Röhre
+und in gleicher Weise auch die Lendenwirbel mit dem Sacrum; auch
+die hinteren Schwanzwirbel bilden durch Ankylose der Centra ein
+unbewegliches Knochenstück.
+
+Der ~Schädel~ ist bald stark verlängert, bald kurz, abgestutzt. Meist
+bleibt das Schädeldach eben, und nur bei den Gravigraden bilden die
+Parietalia zuweilen eine schwache Crista. Die Zwischenkiefer sind
+bei allen Edentaten schwach entwickelt und nehmen an der seitlichen
+Begrenzung der nach vorne gerichteten, meist großen Nasenlöcher keinen
+Anteil. Der Jochbogen ist entweder vollständig oder unterbrochen,
+zuweilen sogar rudimentär. Bei den Gravigraden, Tardigraden und
+¡Glyptodontia¡ zeichnet er sich durch einen langen, nach unten, und
+einen etwas schwächeren, schräg nach oben und hinten gerichteten
+Fortsatz aus.
+
+Fast alle Edentaten sind monophyodont; da jedoch bei den Gattungen
+¡Tatusia¡ und ¡Orycteropus¡ Milchzähne dem definitiven Gebiß
+vorausgehen, so darf wohl angenommen werden, daß die Edentaten von
+diphyodonten Ahnen abstammen. Die ~Backenzähne~ sind oben und unten
+gleichartig oder doch nur wenig voneinander verschieden; ihre Zahl
+schwankt zwischen 4 und 10, wird zuweilen aber auch größer. Sie
+bestehen aus Dentin und einem Überzug von Zement. Die Dentinsubstanz
+des Zahnes ist in der Regel aus Schichten von verschiedener Härte
+und Struktur zusammengesetzt, die äußere, härteste Schicht lediglich
+von feinen Dentinkanälchen durchzogen; sie umgibt einen zentralen
+Vasodentinkern, in welchem zahlreiche gröbere Kanäle verlaufen. Die
+Backenzähne sämtlicher Edentaten haben prismatische Form und erreichen
+oft ansehnliche Höhe; sie sind wurzellos, unten offen und wachsen
+beständig in dem Maße weiter, als ihre Krone durch Gebrauch erniedrigt
+wird. Letztere ist meist eben, seltener schief abgekaut, oder es
+können sich auf der Krone auch einfache, abgedachte Querjoche bilden.
+Nicht selten besitzen alle oder ein Teil der Zähne auf der Außen- oder
+Innenseite oder auch innen und außen vertikale Furchen, welche eine
+Einschnürung des Zahnes bedingen und denselben zuweilen in zwei oder
+drei durch schmale Brücken verbundene Pfeiler zerlegen.
+
+Die ~Extremitäten~ sind bald gleichmäßig ausgebildet, oder die
+hinteren kürzer und stämmiger als die vorderen. Die hohe mediane
+Spina des Schulterblattes endigt in einem sehr langen, überhängenden
+Acromion, das bei den Gravigraden sogar mit dem meist ungewöhnlich
+starken Processus coracoideus verwächst. Neben und in einiger
+Entfernung vom Hinterrand verläuft zuweilen eine zweite schwächere
+Crista. Eine Clavicula besitzen nur die Gravigrada und einige
+Gürteltiere.
+
+Der Humerus ist gedrungen und fast stets mit einem Foramen
+entepicondyloideum und einer sehr kräftigen Deltoidcrista versehen.
+Radius und Ulna bleiben getrennt. Der Carpus besitzt nur bei ¡Manis¡
+ein Centrale und besteht meist aus sieben getrennten Carpalknöchelchen
+und einem Pisiforme. Nicht selten tritt eine Verschmelzung von Magnum
+und Trapezoid, oder von Scaphoideum und Lunare ein, oder das Trapezium
+verwächst mit dem Scaphoideum oder dem ersten Metacarpale. Von den
+Metacarpalia kommen bald alle, bald nur vier, sehr selten nur drei zur
+Entwicklung. Sie sind von verschiedener Länge und stützen sich auf 5-3
+Phalangen, wovon die letzten als schmale, lange, zusammengedrückte,
+meist zugespitzte Klauen entwickelt sind.
+
+Das ~Becken~ ist bei den Faultieren und Gravigraden nach vorne
+weit geöffnet, bei allen übrigen Edentaten verlängert und schmal.
+Mit Ausnahme von ¡Orycteropus¡ befestigen sich die ungemein stark
+entwickelten Sitzbeine am hinteren Teil des Sacrums. Die Schambeine
+sind schlank und dünn, die Symphyse kurz, das Foramen obturatorium
+groß. Tibia und Fibula sind bald getrennt, bald an ihren Enden
+verschmolzen.
+
+Tarsus und Hinterfuß zeigen bei den Erdferkeln, den Ameisenfressern
+und Gürteltieren den normalsten Bau und sind meist fünfzehig; bei
+den übrigen verkümmern häufig die inneren oder äußeren Metatarsalia.
+Das Calcaneum hat einen verlängerten, rauhen Stiel, der Astragalus
+eine gewölbte Gelenkfläche für die Tibia und auf der Außenseite
+eine Grube für den konischen Fortsatz der Fibula. Die ersten und
+zweiten Phalangen sind kurz, zuweilen miteinander oder mit einem
+Metatarsale verschmolzen; die Endphalangen bald krallenförmig, bald
+(¡Glyptodontia¡) breit, hufartig und mit Nägeln bedeckt.
+
+Die Gehirnhöhle der Edentaten hat höchstens mäßige Größe, das Gehirn
+differiert bei den verschiedenen Familien beträchtlich, indem das
+Großhirn glatt oder gefurcht und das Corpus callosum klein oder groß
+sein kann.
+
+Bei den altweltlichen Formen erinnert die Beschaffenheit der
+Geschlechtsorgane an Huftiere. Die Hoden liegen in der Leistengegend,
+der Penis ist äußerlich, der Uterus zweihörnig, die Vagina ungeteilt
+und die Placenta diffus oder breit zonenförmig. Bei den amerikanischen
+Edentaten liegen die Hoden in der Bauchhöhle zwischen Mastdarm und
+Blase, der Penis ist klein, der Uterus einfach kugelig und die
+Placenta domförmig.
+
+Die ersteren werden als ~Nomarthra~ den amerikanischen ~Xenarthra~
+gegenübergestellt.
+
+
+1. Unterordnung. #Nomarthra.# Gill.
+
+Die altweltlichen Edentaten zeichnen sich durch die einfache
+Gelenkung der hinteren Rücken und den Lendenwirbel aus. Die Familie
+der ¿Orycteropodidae¿ (Erdferkel) ist im Unterpliocän von Samos und
+Pikermi durch eine fossile Art, ¿Orycteropus Gaudryi¿ Forsyth Major,
+vertreten und durch einen Humerus -- ¿Palaeorycteropus Quercyi¿
+Filhol in den Phosphoriten von Quercy. Von hier stammen auch der
+Schädel von ¿Leptomanis Edwardsi¿ und Humerus, Femur und Tibia von
+¿Necromanis Quercyi¿ Filhol. Eine teils an ¿Orycteropus¿, teils an
+¿Manis¿ erinnernde Form -- »¿Lutra¿« ¿franconica¡ Quenstedt~ aus der
+miocänen Spaltausfüllung von Solnhofen wird von ~Ameghino ¡Teutomanis¿
+und ¿Galliaetatus¿ benannt. Ein ganz ähnlicher Knochen, Metacarpale,
+auch im Miocän von Mont Ceindre bei Lyon. Immerhin zeigen diese
+dürftigen Reste, daß die scheinbar so weit entfernt stehenden Familien
+der ¿Orycteropidae¿ und ¿Manidae¿ einerseits und der ¿Dasypodidae¿
+anderseits höchst wahrscheinlich doch gemeinsamen Ursprungs sind.
+
+
+2. Unterordnung. #Xenarthra.# Gill.
+
+Die ~Xenarthra~, ausgezeichnet durch den Besitz von mehreren
+akzessorischen Gelenken an den hinteren Rücken- und den Lendenwirbeln
+enthalten die »Unterordnungen« der ¿Anicanodonta¿ ohne oder höchstens
+mit Spuren eines Hautpanzers und der ¿Hicanodonta¿ Ameghino mit einem
+aus Knochen- und Hornplatten bestehenden Panzer.
+
+
+1. Tribus. #Anicanodonta.# Ameghino.
+
+Von den hierhergehörigen Familien sind die der ¿Myrmecophagidae¿
+und ¿Bradypodidae¿ fossil nur durch spärliche Reste im Pleistocän
+von Südamerika vertreten. Um so zahlreicher sind dafür die der
+ausgestorbenen Familie der ¿Gravigrada¿ im Tertiär von Patagonien und
+im Pleistocän von Südamerika. In Nordamerika ist sie auf Oberpliocän
+und Pleistocän beschränkt. Sie dürfte wohl aus den ¿Ganodonta¿ des
+älteren Eocän von Nordamerika hervorgegangen sein.
+
+
+1. Familie. #Ganodonta.# Wortman.
+
+¡Zahl der J stets reduziert, C groß, P und M meist bewurzelt und mehr
+oder weniger vollständig mit Schmelz versehen. Wirbelgelenke ziemlich
+einfach. Untereocän von Nordamerika. Puerco bis Wind Riverbed.¡
+
+Schädel und die massiven Extremitäten haben große Ähnlichkeit mit
+denen von ¡Gravigrada¡. Auch das primitive Gebiß kann sich sehr gut
+in das der Gravigraden umgewandelt haben. Die geringe Schwierigkeit
+dieser Ableitung, welche darin besteht, daß diese Familie schon im
+älteren Tertiär von Patagonien auftritt, wird sehr leicht überwunden,
+wenn man annimmt, daß nur die Gattungen aus dem Torrejonbed für die
+südamerikanischen Formen stammesgeschichtliche Bedeutung haben,
+während die aus Wasatch- und Bridgerbed ohne Hinterlassung von
+Nachkommen erloschen sind. Die ¡Ganodonta¡ haben wahrscheinlich
+gemeinsamen Ursprung mit den bei den Insectivoren angeführten
+¡Tillodontidae¡.
+
+Der Humerus ist plump und mit kräftiger Deltoidcrista und Foramen
+entepicondyloideum versehen, die dicke Ulna besitzt ein hohes
+Olecranon. Die Form und Art der Gelenkung der Carpalia, Metacarpalien
+und Phalangen gleicht fast schon vollkommen der der Gravigrada,
+namentlich ¡Mylodon¡, ebenso das flache Ilium. Nur der Astragalus
+unterscheidet sich durch seine primitive Form -- langer Hals --
+wesentlich von dem der Gravigrada. Dagegen spricht das allmähliche
+Auftreten von akzessorischen Wirbelgelenken sehr für nahe
+Verwandtschaft.
+
+
+1. Unterfamilie. #Conoryctinae.#
+
+¡§2.?1.4-3.3.§/§2.1.4.3.§ Schädel lang, niedrig und mit Scheitelkamm
+versehen. Unterkiefer gestreckt, Gelenkkopf nicht viel höher
+stehend als die Zahnreihe. J klein, C lang, P_{3} und P_{4} nicht
+quergestellt. Obere M trituberkulär, untere fünf- oder vierhöckerig,
+Talonid etwas niedriger als das Trigonid. Alle Zähne brachyodont,
+bewurzelt. Kaufläche bald starke Usuren zeigend.¡
+
+¿Onychodectes¿ Cope. §4§/§4§ ¡P¡, untere ¡M¡ mit Paraconid. Unterstes
+Eocän. Puercobed von Neu-Mexiko.
+
+¿Conoryctes¿ Cope. (Fig. 575.) §3§/§4§ ¡P¡. ¡M^3¡ sehr klein, untere
+¡M¡ ohne Paraconid. Untereocän. Torrejonbed.
+
+[Illustration: Fig. 575.
+
+¡Conoryctes comma¡ Cope. Unterstes Eocän. Torrejonbed. Neu-Mexico. ¡A¡
+Schädel und Unterkiefer, ¡B¡ untere Zahnreihe, ¡C¡ obere Backenzähne.
+1/3 nat. Gr. (Nach ~Wortman~.)]
+
+
+2. Unterfamilie. #Stylinodontinae.#
+
+¡§1.?1.4.3.§/§1.?1.4.3.§ Schädel und Unterkiefer kurz. Kiefergelenk
+viel höher gelegen als die Zahnreihe. C groß, mit sehr langer Wurzel
+oder mit persistierender Pulpa. P_{3} und P_{4} quergestellt. Wirbel
+mit Nebengelenken.¡
+
+¿Hemiganus¿ Cope. §2.1.4.3.§/§ § Obere ¡C¡ allseitig, untere nur an
+Vorderseite mit Schmelz bedeckt. ¡P¡ und ¡M¡ bewurzelt. Unterstes
+Eocän. Puerco.
+
+[Illustration: Fig. 576.
+
+¡Psittacotherium multifragum¡ Cope. Unterstes Eocän. Torrejonbed.
+Neu-Mexico. Schädel und Unterkiefer. 1/3 nat. Gr. (Nach ~Wortman~.)]
+
+¿Psittacotherium¿ Cope. (Fig. 576.) Obere und untere ¡C¡ nur an
+Vorderseite mit Schmelz überzogen, bewurzelt. Wurzel an den ¡P¡
+und ¡M¡ verschmolzen. §3§/§3§ ¡P¡. Untereocän. Torrejon. Von ¿P.
+multifragum¿ Cope ist das Skelett ziemlich vollständig bekannt. Der
+Schädel sieht dem von ¿Megalonyx¿ ähnlich.
+
+¿Calamodon¿ Cope (¡Dryptodon¡ Marsh). § §/§1.1.4.3.§. ¡C¡ mit
+persistierender Pulpa, Nagezahnähnlich. ¡P¡ und ¡M¡ bewurzelt, ¡M¡ aus
+vier jochartig gruppierten Höckern bestehend. Untereocän. Wasatchbed.
+Wyoming, wohl auch im Fort Unionbed von Montana. In den mitteleocänen
+Bohnerzen von Egerkingen ein isolierter Zahn. ¡C. europaeus¡
+Rütimeyer.
+
+¿Stylonodon¿ Marsh. Alle ¡P¡ und ¡M¡ hypselodont ohne Wurzeln, nur mit
+Schmelzbändern versehen. Mitteleocän. Bridgerbed von Wyoming. ¡St.
+mirus¡ Marsh.
+
+
+2. Familie. #Gravigrada.# ~Riesenfaultiere.~
+
+¡Ausgestorbene, zum Teil große und plumpe Pflanzenfresser mit länglich
+zylindrischem Schädel. Jochbogen sehr stark, mit abwärts gerichtetem
+Fortsatz. §0.5-4.§/§0.4-3.§ Zähne zylindrisch. Schwanz ungemein dick
+und lang. Beine plump, mäßig lang. Hand als Greiforgan entwickelt,
+Hinterfuß plantigrad. Astragalus flach, höchstens mit kurzem Hals,
+distal abgestutzt.¡
+
+Zu den ¿Gravigraden¿ gehören die plumpsten und unbehilflichsten
+Vertreter der Edentaten, welche sich von den heutigen Faultieren
+durch den längeren Schädel, den stärkeren Jochbogen und den langen
+ungemein kräftigen, als Stütze dienenden Schwanz, durch die kürzeren
+plumperen Extremitäten und häufig auch durch beträchtlichere Größe
+unterscheiden. Sie finden sich im Tertiär und Pleistocän von
+Südamerika und im Pliocän und Pleistocän von Nordamerika.
+
+Die älteste Form ist die ganz mangelhafte bekannte Gattung
+¿Protobradys¿ Ameghino aus den Notostylopsschichten von Patagonien.
+Im Miocän von Santa Cruz sind dagegen schon alle drei Unterfamilien
+¿Megatheriinae¿ (¡Planops¡), ¿Megalonychinae¿ und ¿Mylodontinae¿
+vertreten, unter welchen sich die Repräsentanten der ¿Megalonychinae¿
+durch einen großen Artenreichtum auszeichnen. Diese älteren Formen
+sind fast insgesamt viel kleiner als ihre pleistocänen Verwandten.
+Hautossifikationen konnten bei keiner nachgewiesen werden. Die
+Zahnzahl ist stets §5§/§4§, und der erste Zahn in beiden Kiefern immer
+¡C¡-artig entwickelt. Der Schädel zeichnet sich durch eine lange
+Schnauze und ein geräumiges Cranium aus. Rumpf und Scapula sind jenen
+von ~Bradypodiden~ (¡Choloepus¡) ähnlicher als denen der pleistocänen
+Gravigraden. Die Extremitätenknochen sind noch durchgehend schlanker
+und der Humerus besitzt stets ein Foramen entepicondyloideum.
+Verwachsung von Carpalien, Tarsalien oder Phalangen kommt nicht vor.
+Das mittlere Metapodium ist zwar schon viel kürzer und dicker als die
+übrigen, aber die beiden äußeren sind noch viel weniger spezialisiert
+als bei den späteren Gravigraden, weil die Außenseite des Fußes noch
+nicht auf dem Boden aufliegt. Im Skelett nähern sich die miocänen
+Gravigraden noch vielfach den Bradypodiden und den Myrmecophagiden.
+
+
+1. Unterfamilie. #Megatheriinae.#
+
+¡Backenzähne prismatisch, vierkantig, in geschlossener Reihe, der
+letzte etwas kleiner als die übrigen. Hinterast des Alveolarkanals auf
+der Innenseite des Unterkiefers mündend.¡
+
+[Illustration: Fig. 577.
+
+¡Megatherium americanum¡ Blumb. Pampasformation (Pleistocän).
+Argentinien. Unterkiefer, obere Ansicht. 1/8 nat. Gr. (Nach ~Owen~.)]
+
+¿Megatherium¿ Cuv. (Fig. 577.) Das erste vollständige Skelett wurde
+schon 1789 in Argentinien ausgegraben und nach Madrid geschickt.
+Neben ¡M. americanum¡ Blumb. (= ¡giganteum¡ Pander) finden sich noch
+andere Arten im Pleistocän von Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador,
+Zentralamerika und den südlichen Vereinigten Staaten.
+
+¿Nothrotherium¿ Lydekker (¡Coelodon¡ Lund) erheblich kleiner als
+¡Megatherium¡. Pleistocän. Brasilien.
+
+¿Neoracanthus¿, ¿Essonodontherium¿ Ameghino. Pleistocän von
+Argentinien.
+
+¿Zamicrus¿, ¿Promegatherium¿ und ¿Interodon¿ Ameghino, im Pliocän von
+Argentinien.
+
+Als Vorläufer der ~Megatherien~ betrachtet ~Scott~ die ~Planopsinen~
+(Prepotheriiden ~Ameghino~) aus dem Obermiocän von Santa Cruz in
+Patagonien mit den Gattungen ¿Planops¿ und ¿Prepotherium¿ Amegh., die
+letztere Gattung auch schon in den Colpodonschichten.
+
+Es sind die größten Gravigraden aus dem Miocän von Santa Cruz. Mit
+den Megatheriiden haben sie bereits gemein den massiven Schwanz, die
+Verlängerung von Ischium und Pubis, den kurzen breiten Astragalus und
+das lange Sustentaculum des Calcaneums, dagegen bilden die Kauflächen
+noch keine Joche.
+
+
+2. Unterfamilie. #Megalonychinae.#
+
+¡Backenzähne prismatisch, vierseitig bis quer elliptisch, der
+vorderste von den übrigen weit abstehend und C ähnlich. Letzter Zahn
+klein. Alveolarkanal vor der Basis des aufsteigenden Astes oder auf
+der Außenseite, selten auf der Innenseite mündend.¡
+
+¿Megalonyx¿ Jefferson (Fig. 579) im Pleistocän von Nordamerika
+(Megalonyx Bed.) daselbst auch in Höhlen. Auch im Pliocän (Blancobed)
+von Texas. ¡M. leptostoma¡ Cope.
+
+[Illustration: Fig. 578.
+
+¡Hyperleptus garzonianus¡ Amegh. Obermiocän. Santa Cruz. Patagonien.
+1/3 nat. Gr. (Nach ~Ameghino~.)]
+
+[Illustration: Fig. 579.
+
+¡Megalonyx Jeffersoni¡ Leidy. Pleistocän. Kentucky. Schädel nebst
+Unterkiefer ca. 1/6 nat. Gr. (Nach ~Leidy~.)]
+
+~Ameghino~ und ~Scott~ beschreiben aus dem Miocän von Santacruz in
+Patagonien eine Anzahl kleiner Gattungen -- ¡Hapalops¡, ¡Eucholoeops¡,
+¡Hyperleptus¡ (Fig. 578), ¡Schismotherium¡, ¡Megalonychotherium¡,
+¡Analcimorphus¡ und ¡Pelecyodon¡, unter welchen die Gattung
+¡Hapalops¡, (¡Geronops¡, ¡Parahapalops¡ Ameghino) bei weitem die
+häufigste und artenreichste und auch sehr vollständig bekannt ist.
+Alle diese Gattungen haben noch einen dritten Femurtrochanter.
+Noch ältere Reste sind die von ¡Proplatyarthus¡ Amegh. aus den
+Astraponotus-, von ¡Hapalops¡ aus den Pyrotherium- und von
+¡Hapaloides¡ und ¡Proschismotherium¡ aus den Colpodon-Schichten von
+Patagonien.
+
+
+3. Unterfamilie. #Mylodontinae.#
+
+¡Backenzähne prismatisch, von elliptisch dreieckiger Form. Letzter
+unterer Zahn größer als die übrigen und zweilappig. Hinterer Ast des
+Alveolarkanals außen mündend.¡
+
+¿Mylodon¿ Owen. (Fig. 580.) §5§/§4§, mit breiter abgestutzter Schnauze
+und rudimentärem Zwischenkiefer. Jochbogen unterbrochen mit stark
+entwickeltem unteren Fortsatz. Vorderfuß fünf-, Hinterfuß vierzehig.
+Haut mit vielen Ossifikationen. Im Pleistocän von Argentinien ¡M.
+robustus¡ Owen. In Nordamerika, Oberpliocän, Blancobed von Texas, im
+Pleistocän ¡M. Harlani¡ Owen. Auch in Höhlen.
+
+¿Paramylodon¿ Brown. §4§/§4§. ¡M_{3}¡ dreiteilig. Pleistocän Nebraska.
+
+¿Lestodon¿ Gerv. Kiefer vorne verbreitert. Pleistocän Argentinien.
+
+¿Pseudolestodon¿ Ameghino. Altpleistocän. Tarija Tal. Bolivien.
+
+[Illustration: Fig. 580.
+
+¡Mylodon robustus¡ Owen. Pampasformation. Buenos Aires. ¡A¡ Schädel
+nebst Unterkiefer von der Seite. ¡B¡ Schädel von unten. ¡C¡ linker
+Vorderfuß. (¡R¡ Radius, ¡U¡ Ulna, ¡s¡ Scaphoideum, ¡l¡ Lunare, ¡c¡
+Cuneiforme, ¡p¡ Pisiforme, ¡td¡ Trapezoid, ¡m¡ Magnum, ¡u¡ Unciforme,
+¡I-V¡ erster bis fünfter Finger.) ¡D¡ linker Hinterfuß, (¡ca¡
+Calcaneum, ¡a¡ Astragalus, ¡n¡ Naviculare, ¡cb¡ Cuboideum, ¡c''¡
+¡c'''¡ Cuneiformia II und III. ¡II-V¡ zweite bis fünfte Zehe.) Alle
+Figuren 1/6 nat. Gr. (Nach ~Owen~.)]
+
+¿Scelidotherium¿ Owen. Schädel lang, niedrig. Schnauze verlängert.
+Vorne vier, hinten drei Zehen. Pleistocän Südamerika.
+
+¿Sphenotherus¿ Amegh. (¡Platyonyx¡ Lund). Pleistocän Südamerika.
+
+¿Glossotherium¿ Owen (¡Neomylodon¡ Ameghino). Zwischenkiefer die
+Nasenöffnung vorne abschließend. ¡G. Listai¡ Amegh. sp. (¡Grypotherium
+domesticum¡ Roth) war sicher noch ein Zeitgenosse der Menschen. In der
+Höhle Eberhardt am Meerbusen von Ultima Esperanza in Patagonien fanden
+sich zahlreiche Reste, darunter auch Fellstücke mit Knochenkernen.
+
+Im Miocän von Santa Cruz in Patagonien sind die ~Mylodontinen~ nur
+spärlich vertreten durch kleine Formen ¿Nematherium¿ (¡Ammotherium,
+Limodon¡) und ¿Analcitherium¿ Ameghino, von welchen sich die letztere
+Gattung enger an ¿Scelidotherium¿ anschließt. Im Schädelbau haben sie
+noch große Ähnlichkeit mit den gleichaltrigen ~Megalonychinen~. Im
+älteren Tertiär von Patagonien (Pyrotherium-Schichten), die ungenügend
+bekannten Gattungen ¿Octodontherium¿ und ¿Orophodon¿ Ameghino.
+
+
+2. Tribus. #Hicanodonta.# Ameghino. (¡Loricata.¡ ~Gürteltiere.~)
+
+¡Rumpf, Kopf und Schwanz von einem aus knöchernen Platten
+zusammengesetzten Panzer bedeckt. Mehr als 5 (meist 8-10) Backenzähne
+in jeder Kieferhälfte. Unterenden von Tibia und Fibula fest
+verwachsen. Radius, Ulna, Carpalia, Tarsalia und Metapodien stets
+frei. Hand und Fuß meist fünfzehig. Astragalus mit vertiefter, breiter
+Trochlea, ziemlich langem Hals und konvexer Gelenkfläche.¡ Lebend und
+fossil in Süd- und Zentralamerika und in den südlichen Vereinigten
+Staaten von Nordamerika.
+
+
+1. Familie. #Glyptodontidae.#
+
+¡Ausgestorbene, zum Teil sehr große Gürteltiere mit dickem,
+unbeweglichem, aus polygonalen, durch Sutur verbundenen Knochenplatten
+bestehendem Panzer. Schädel kurz, hoch, vorne abgestutzt;
+Jochbogen mit abwärts gerichtetem Fortsatz. Backenzähne §8§/§8§,
+länglich-prismatisch, meist durch zwei tiefe Quereinschnürungen in
+drei Pfeiler geteilt. Gehirn sehr klein. Sämtliche Rückenwirbel
+zu einer Röhre verwachsen und die Lendenwirbel mit dem Sacrum
+verschmolzen. Hand und Fuß fünfzehig mit hufähnlichen Klauen.¡
+
+Die Glyptodonten begleiten im Tertiär und Pleistocän von Amerika
+überall die Gravigraden und stellen einen ausgestorbenen, eigentümlich
+spezialisierten Seitenzweig der Gürteltiere dar. Ihr auffallendstes
+Merkmal beruht in der Zusammensetzung des ungemein dicken,
+halbkugeligen oder länglich ovalen, unbeweglichen ~Rückenpanzers~
+aus sechs-, fünf- oder vierseitigen, verschiedenartig verzierten
+Knochenplatten, die durch Sutur fest miteinander verbunden sind. Bei
+den älteren Formen sind sie noch in Querreihen angeordnet, die auch
+noch eine gewisse Beweglichkeit besitzen.
+
+[Illustration: Fig. 581.
+
+¡Panochthus tuberculatus¡ Owen sp. Restauriertes Skelett ohne Panzer.
+Pampasformation. Argentinien. 1/22 nat. Gr. (Nach ~Burmeister~.)]
+
+Die ~Wirbelsäule~ enthält 7 Hals-, 12 Rücken-, 7-9 Lenden-, 7-8
+Sacral- und 20-24 Schwanzwirbel. Von den Halswirbeln hat der Atlas
+mäßige Größe und bleibt stets frei; der Epistropheus verschmilzt mit
+den 3 oder 5 folgenden sehr kurzen Wirbeln; der letzte Halswirbel
+ist immer von den vorhergehenden getrennt, kann aber mit den
+Rückenwirbeln verwachsen. Die Centra und kurzen Dornfortsätze der
+letzteren sind sämtlich oder teilweise fest miteinander verschmolzen
+und bilden eine unbewegliche Röhre, deren Gliederung nur durch die
+Querfortsätze und seitlichen Nervenlöcher angedeutet wird. Diese
+dorsale Röhre artikuliert mit einem hinteren, ebenfalls unbeweglichen
+Teil der Wirbelsäule, welche aus den innig verschmolzenen Lenden- und
+Sacralwirbeln besteht und sich durch einen hohen, aus der Verwachsung
+der Dornfortsätze gebildeten Kamm auszeichnet. Die 7 vorderen
+Schwanzwirbel sind beweglich miteinander verbunden und mit starken
+Hämapophysen versehen. An dem sehr kurzen, hohen Schädel verschwinden
+die Suturen frühzeitig, der Gaumen ist von zahlreichen Öffnungen
+durchbohrt, die Jochbogen mit starkem, nach abwärts gerichtetem
+Fortsatz und der Unterkiefer mit ungewöhnlich hohem aufsteigenden
+Ast versehen. Von den Extremitäten sind die hinteren länger und
+plumper als die vorderen. Die Hüftbeine stehen fast rechtwinklig zur
+Körperachse, die Sitzbeine sind gewaltig verbreitert und mit der
+Wirbelsäule verwachsen.
+
+[Illustration: Fig. 582.
+
+¡Glyptodon reticulatus¡ Owen (= ¡Schistopleurum typus¡ Nodot).
+Pampasformation. Rio Salado, Argentinien. Restauriertes Skelett mit
+Panzer im Pariser Museum (nach ~Gaudry~). 1/26 nat. Gr.]
+
+¿Glyptodon¿ Owen. (Fig. 582, 583.) Schwanz kurz zugespitzt, von
+zahlreichen, aus konischen oder stacheligen Platten zusammengesetzten
+Querringen umgeben. Die Platten des Rückenpanzers außen rosettenartig
+verziert. In der Pampasformation von Argentinien und Uruguay. Selten
+im Pleistocän von Florida, Neu-Mexiko. Die Höhe von ¡Gl. reticulatus¡
+Owen beträgt 1,2 m, die Länge 2 m.
+
+¿Hoplophorus¿ Lund. (Fig. 585.) Schwanz lang, allseitig mit ovalen
+oder rundlichen Platten bedeckt, deren Zwischenräume durch kleinere,
+polygonale Platten ausgefüllt sind. Pleistocän. Argentinien und
+Brasilien.
+
+¿Panochthus¿ Burm. (Fig. 581, 584.) Panzerplatten vier- oder
+fünfseitig, außen mit zahlreichen Höckerchen bedeckt. Schwanz vorne
+mit beweglichen Querringen, hinten von einer langen, gekörnelten Röhre
+umgeben, worin größere ovale oder rundliche, radial gestreifte Platten
+eingebettet sind. Pleistocän. Argentinien. Sämtliche Arten sehr groß.
+
+¿Eleutherocercus¿ Koken. Pleistocän.
+
+¿Doedicurus¿ Amegh. Panzerplatten außen mit Grübchen verziert.
+Schwanzröhre am Ende kolbig verdickt. Pampasformation. Argentinien.
+
+¿Neuryurus¿, ¿Lomaphorus¿, ¿Sclerocalyptus¿ Amegh. Pliocän.
+Argentinien.
+
+¿Glyptotherium¿ Osborn. Pliocän. Blancobed von Texas.
+
+Im Miocän von Santa Cruz in Patagonien sind die Glyptodontia durch
+die Gattungen ¡Propalaeohoplophorus¡, ¡Cochlops¡, ¡Eucynepeltus¡,
+¡Asterostemma¡ und ¡Metopotoxus¡ Ameghino vertreten. Sie sind sämtlich
+viel kleiner als die der Pampasformation und unterscheiden sich durch
+den niedrigeren Unterkiefer, die längere Schnauze, durch den einfachen
+Bau des vordersten Zahnes und durch die schlankeren Beine.
+
+[Illustration: Fig. 583.
+
+¡Glyptodon reticulatus¡ Owen. Pampasformation. Argentinien.
+
+ ¡A¡ Backenzähne des Oberkiefers.
+ ¡B¡ Backenzähne des Unterkiefers.
+ ¡C¡ Schwanzröhre. 1/12 nat. Gr.
+ ¡D¡ ein Schwanzwirbel nebst den umhüllenden Platten. 1/8 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 584.
+
+¡Panochthus tuberculatus¡ Owen sp. Pampasformation. Prov.
+Buenos-Aires. Panzer restauriert. 1/20 nat. Gr. (Nach ~Burmeister~.)]
+
+Von ¡Propalaeohoplophorus¡, mit ¡Glyptodon¡ nahe verwandt, kennt man
+das Skelett ziemlich vollständig. Atlas frei, Epistropheus mit 3 bis
+4 Halswirbeln verwachsen, 6. frei, 7. mit 1. und 2. Rückenwirbel
+fest verbunden. 3. bis 5. frei, die 6 übrigen Rückenwirbel mit einem
+Lendenwirbel, die folgenden 5 oder 6 Lendenwirbel verwachsen. Sacrum
+aus 7-8 Wirbeln gebildet. Nur 12 oder 13 Schwanzwirbel. Auch bereits
+in den etwas älteren Colpodonschichten.
+
+¿Metopotoxus¿ ist der Vorfahre von ¡Panochthus¡.
+
+In den Pyrotheriumschichten von Patagonien ¡Palaeopeltis¡ und
+¡Glyptatelus¡ Ameghino.
+
+[Illustration: Fig. 585.
+
+¡Hoplophorus Heusseri¡ Amegh. Pampasformation. Argentinien.
+Schwanzröhre von der Seite. 1/6 nat. Gr. (Nach ~Ameghino~.)]
+
+
+2. Familie. #Dasypodidae.# Gürteltiere.
+
+¡Hautpanzer entweder ganz aus beweglichen Querreihen von
+Knochenplatten oder aus einem unbeweglichen Schulter- und Beckenpanzer
+und dazwischen liegenden beweglichen Querringen bestehend. Schädel
+lang, niedrig mit verschmälerter Schnauze. Jochbogen ohne abwärts
+gerichteten Fortsatz. Zähne (§8-9§/§9-10§) prismatisch, häufig
+heterodont. Alle Rücken- und Lendenwirbel frei. Extremitäten
+fünfzehig.¡
+
+Die ¿Dasypodidae¿ unterscheiden sich von den Glyptodontiden durch
+ihre primitivere Organisation -- beweglicher Panzer, langgestreckter
+Schädel, einfachere Zähne, Fehlen von Randplatten und freie Wirbel. In
+der Größe bleiben sie mit Ausnahme von ¿Chlamydotherium¿ beträchtlich
+hinter den Glyptodontiden zurück.
+
+Die Gürteltiere bewohnen das tropische und gemäßigte Südamerika,
+nur die Gattung ¿Tatusia¿ verbreitet sich von Zentralamerika bis
+nach Mexiko und Texas. Fossile Dasypodiden sind mit Sicherheit nur
+in Südamerika nachgewiesen. Das von ~Filhol~ aus den Phosphoriten
+von Quercy beschriebene Panzerfragment ¡Necrodasypus Galliae¡, mit
+welchem ~Ameghino~ auch den Schädel von ¡Necromanis Edwardsi¡ Filhol
+vereinigt, wird von anderen als das der eocänen Gattung ¡Placosaurus¡
+gedeutet. Die reduzierte Bezahnung § §/§1.1.2.§ von ¡Metachiromys¡
+Wortman aus dem Bridger-Eocän von Wyoming läßt sich schwer mit der
+Annahme ~Osborns~ vereinbaren, wonach diese Reste einem panzerlosen
+Dasypodiden angehören sollen.
+
+[Illustration: Fig. 586.
+
+¡Prozaëdius proximus¡ Amegh. Miocän. Santa Cruz, Panzerplatten. Nat.
+Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 587.
+
+¡Stegotherium tesselatum¡ Amegh. Miocän. Santa Cruz. Schädel 1/2 nat.
+Gr. (Nach ~Scott~.)]
+
+Die ¿Dasypoda¿ aus dem Pleistocän von Südamerika, Pampasformation von
+Argentinien und aus brasilianischen Knochenhöhlen, gehören zumeist
+noch lebenden Gattungen -- ¡Tatusia¡, ¡Dasypus¡, ¡Tolypeutes¡,
+¡Xenurus¡ etc. an. ¡Chlamydotherium¡ Ameghino zeichnet sich durch
+seine gewaltige Größe aus, auch schon im Pliocän zusammen mit
+¡Proeuphractus¡ und ¡Eutatus¡ Amegh.
+
+Sehr vollständige Reste beschreibt ~Scott~ aus dem Miocän von Santa
+Cruz in Patagonien. Sie verteilen sich auf die Gattungen ¡Proëutatus¡,
+¡Prozaëdius¡ (Fig. 586), ¡Stenotatus¡ Amegh., ¡Pareutatus¡ Scott
+und ¡Stegotherium¡ und ¡Peltephilus¡ Amegh., von welchen die
+beiden letzteren besonderes Interesse verdienen. ¡Stegotherium¡
+(Fig. 587) leitet durch seine langgestreckte Schnauze und die stark
+reduzierten, auf den hintersten Kieferteil beschränkten Zähne
+zu den ~Myrmecophagiden~ hinüber. ¡Peltephilus¡ hat eine kurze,
+breite Schnauze und ein ausgedehntes, aber nur aus einer mäßigen
+Anzahl von Platten bestehendes Kopfschild, an welchem zwei Platten
+als Hörner entwickelt sind. Die nämlichen Gattungen treten auch
+in den Colpodon-Schichten auf, während die Pyrotherium-Schichten
+auch noch einige Gattungen enthalten, welche solchen aus den
+eocänen Notostylops-Schichten sehr nahe stehen. Auf den ältesten
+Dasypodiden-Resten basieren die Gattungen ¡Prostegotherium¡,
+¡Utaëtus¡, ¡Meteutatus¡ (Fig. 588), ¡Machlydotherium¡ etc. Amegh.
+
+[Illustration: Fig. 588.
+
+¡Meteutatus lagenaeformis¡ Amegh. Untermiocän. Pyrotherium-Schichten.
+Patagonien.
+
+Panzerplatten nat. Größe.]
+
+
+6. Ordnung. #Rodentia.# (Glires) ~Nager~.[138]
+
+~Extremitäten mit Krallen, selten mit hufartigen Nägeln. Gebiß
+mit §1§/§1§ ¡J¡, selten mit §2§/§1§ ¡J¡. ¡J¡ sehr lang, mit
+persistierender Pulpa, meist nur vorne und außen mit Schmelz
+versehen und mit zugeschärfter meißelförmiger Kaufläche. Backenzähne
+§2-6§/§2-6§, durch weites Diastema von den ¡J¡ getrennt, brachyodont,
+bunodont, lophodont oder prismatisch. Gelenkkopf des Unterkiefers in
+einer Rinne eingefügt und vorwärts und rückwärts beweglich.~
+
+Die #Nager# bilden eine einheitliche, gegen die übrigen Placentalier
+scharf abgegrenzte, vielleicht aus primitiven Insectivoren
+hervorgegangene Ordnung, welche namentlich im Gebiß hochgradige
+Spezialisierung aufweist. Es sind meist kleine Pflanzenfresser, welche
+sich unterirdische Wohnungen graben, zuweilen aber auch zum Klettern
+und zum Schwimmen befähigt sind. Gebiß und Skelett sind durch die Art
+der Ernährung und Lebensweise stark beeinflußt.
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 589) ist meist niedrig, die Schnauze lang und das
+Hinterhaupt fällt steil nach unten ab. Die glatten Großhirnhemisphären
+lassen das Kleinhirn und die Riechlappen frei, die Nasenhöhle ist
+geräumig und mit Ethmoidalconchen ausgefüllt. Die Nasenlöcher
+öffnen sich stets nach vorne. Die Zwischenkiefer reichen bis zu den
+Stirnbeinen. Der Processus paroccipitalis hat häufig ansehnliche
+Länge. Die Augenhöhlen sind hinten offen. Der kräftige Processus
+zygomaticus des Oberkiefers ist vom Infraorbitalforamen durchbohrt,
+das häufig einen so weiten Kanal bildet, daß nicht nur der Nervus
+facialis sondern auch der vordere Ast des Massetermuskels darin
+Platz findet. Bei den ¡Hystricoidea¡ und ¡Anomaluroidea¡ übertrifft
+die Weite dieses Kanals nicht selten die Weite der Augenhöhle. Der
+Jochbogen ist immer wohl entwickelt und das Tränenbein hat eine
+ziemliche Ausdehnung. Die vorderen Gaumenlöcher haben ansehnliche
+Größe. Der Unterkiefer besitzt außen häufig eine vorspringende Leiste
+zur Anheftung des Massetermuskels. Der gewölbte Gelenkkopf ist länger
+als breit und ziemlich hochgelegen.
+
+Im ~Schultergürtel~ ist häufig die Clavicula vorhanden. Die beiden
+Unterarmknochen sind zuweilen rotationsfähig. Der Carpus enthält
+nicht selten ein Centrale. Scaphoid und Lunatum verschmelzen häufig
+miteinander. Von den 5 Fingern verkümmert oft der erste. Die spitzen
+Endphalangen sind mit Krallen versehen.
+
+Im ~Beckengürtel~ zeichnet sich das Hüftbein durch schlanke,
+dreikantige Gestalt aus, Schambein und Sitzbein sind groß und die
+beiden Schambeine werden durch eine lange Symphyse verbunden. Das
+Femur trägt öfters einen dritten Trochanter. Fibula und Tibia
+verwachsen nicht selten mit ihren Unterenden, dagegen bleiben alle
+Tarsalia frei. Die Zehenzahl ist häufig fünf, selten drei, aber im
+letzteren Falle kann Verschmelzung der drei Metatarsalia erfolgen.
+
+[Illustration: Fig. 589.
+
+¡Hydrochoerus capybara¡ Erxl. Südamerika. Schädel und Unterkiefer,
+1/2 nat. Gr. (Nach ~Flower~.) ¡Pmx¡ Zwischenkiefer, ¡Mx¡ Oberkiefer,
+¡Na¡ Nasenbein, ¡L¡ Tränenbein, ¡Fr¡ Stirnbein, ¡Pa¡ Scheitelbein,
+¡Sq¡ Schläfenbein, ¡Ju¡ Jochbein, ¡Per¡ Perioticum; ¡i¡ oberer,
+¡i_{1}¡ unterer Schneidezahn, ¡io¡ Infraorbitalkanal, ¡pz¡ Processus
+zygomaticus des Oberkiefers, ¡pp¡ Processus paroccipitalis, ¡co¡
+Condylus, ¡a¡ Angulus, ¡cr¡ Massetercrista des Unterkiefers.]
+
+Im Gegensatz zu dem primitiven Bau des Schädels und des Skelettes
+erscheint das ~Gebiß~ sogar schon bei den ältesten Nagern hochgradig
+spezialisiert. Die Zahnformel schwankt zwischen §2.0.3.3.§/§1.0.3.2.§
+und §1.0.2.§/§1.0.2.§ Die Caninen sind gänzlich verschwunden und die
+Backenzähne trennt eine weite Lücke von den Incisiven, von welchen in
+der Regel auch nur je einer in jedem Kiefer und zwar der ursprüngliche
+¡J_{2}¡ vorhanden ist. Nur bei den ¡Duplicidentata¡ steht hinter
+dem großen ¡J^2¡ noch ein kleiner ¡J^3¡. Die ¡J¡, hier wegen ihrer
+Funktion Nagezähne genannt, wachsen in dem gleichen Maße weiter, als
+ihre Krone durch Abkauung abgenutzt wird. Die Backenzähne sind niemals
+vollzählig vorhanden, die ¡P¡ können ganz fehlen und von den ¡M¡ der
+letzte verkümmern. Abgesehen vom vordersten ¡P¡ haben alle Backenzähne
+übereinstimmenden Bau. Sie sind bald kurz, brachyodont und bewurzelt,
+bald hoch, hypselodont, prismatisch und unten offen und selbst im
+Alter wurzellos. Die ersteren haben bunodonte oder lophodonte Kronen,
+die letzteren bestehen aus Prismen oder Zylindern, die auf ihrer
+Kaufläche häufig Schmelzinseln -- die Überreste früherer Quertäler --
+tragen oder aus komprimierten Lamellen. Ursprünglich bestanden die
+oberen Backenzähne aus drei oder vier und die unteren aus vier Höckern
+und dem kammartigen Vorder- und Hinterrand. Dann erfolgte Verbindung
+der benachbarten Höcker, welche sich zugleich zu Kämmen umgestalteten.
+Da die Schmelzdecke an den erhabenen Stellen der Krone stets durch
+die Abkauung entfernt wird, so unterbleibt hier die Schmelzbildung
+nicht selten sogar beim frischen Zahn. Die Vertiefungen des Zahnes
+liefern die Schmelzfalten und Schmelzinseln, welche wegen ihrer oft
+nur geringen Tiefe bei der Abkauung teilweise oder ganz verschwinden.
+
+Der ~Zahnwechsel~ beschränkt sich bei den Nagern in der Regel auf
+die ¡P¡, die ¡J¡ werden nur bei den ¡Duplicidentata¡ gewechselt. Bei
+den Nagern mit vier Backenzähnen sind die drei letzten die ¡M¡, der
+vorderste ein ¡P¡, der aber öfters keinen Vorläufer mehr besitzt. In
+den meisten Fällen geht ihm jedoch ein Milchzahn, ¡D¡, voraus, welcher
+bei den geologisch älteren Nagern meist viel komplizierter ist und
+auch länger funktioniert als bei den jüngeren, wo er sogar wie bei
+den ¡Caviinae¡ schon beim Fötus gewechselt wird. An Embryonen von
+¡Sciurus¡ hat ~Adloff~ Anlagen von drei ¡J¡ und dem ¡C¡ beobachtet.
+
+Die Nager sind gegenwärtig die formenreichste Ordnung der Säugetiere.
+Man zählt mehr als 900 lebende Arten, von denen ein großer Teil
+Südamerika bewohnt. Nordamerika und Eurasien haben viele Gattungen
+miteinander gemein. In Afrika finden sich neben einer Anzahl
+eigentümlicher Typen auch Vertreter europäischer und asiatischer
+Familien und Gattungen.
+
+Trotz ihrer Kleinheit und Zerbrechlichkeit ist die Zahl der fossilen
+Nagerreste nicht unbeträchtlich. In Europa kennt man ziemlich viele
+Arten und Gattungen aus dem Obereocän und Oligocän, namentlich aus den
+Phosphoriten von Quercy und aus miocänen Ablagerungen im Dep. Allier,
+von Mainz und Ulm, sowie von Sansan (Dép. Gers), La Grive St. Alban
+(Isère), von Steinheim und aus dem Ries bei Nördlingen. In Nordamerika
+sind Nagerreste etwas seltener und fast nur im Bridger-Eocän, im
+White River Oligocän, im John Day und Loup Fork-Miocän vertreten,
+dagegen hat Südamerika namentlich im Santacruzeno von Patagonien
+und im jüngeren Tertiär und im Pleistocän von Argentinien eine
+reiche Nagerfauna aufzuweisen. Reich an Nagerresten sind auch
+manche pleistocänen Höhlenablagerungen in Europa sowie in Nord- und
+Südamerika.
+
+Die Systematik der Nager bietet erhebliche Schwierigkeiten, denn
+so gut auch die beiden Unterordnungen der ¡Duplicidentata¡ und
+¡Simplicidentata¡ gegeneinander abgegrenzt sind, so schwierig
+ist die Einreihung gewisser Formen in die bisher üblichen drei
+Hauptgruppen der ¡Sciuromorpha¡, ¡Myomorpha¡ und ¡Hystricomorpha¡.
+Die Aufstellung einer vierten Abteilung, der ¡Protogomorpha¡, ist nur
+ein Notbehelf, durch welchen ebenso wie durch die von ~Tullberg~
+vorgenommene Gliederung in die beiden Tribus der ¡Sciurognathi¡ und
+¡Hystricognathi¡ der Zusammenhang zwischen vielen fossilen Formen
+und ihren lebenden Verwandten verschleiert wird. Am zweckmäßigsten
+erscheint die von ~Weber~ gegebene Systematik, die auch hier mit
+Ergänzungen beibehalten wird.
+
+
+1. Unterordnung. #Simplicidentata.#
+
+¡Stets nur §1§/§1§ sehr lange J. §2§/§1§ meist §1§/§1§ P, öfters
+§0§/§0§ P. Schmelz der J fast stets gelb gefärbt und auf die
+Vorderseite beschränkt. Obere Zahnreihen näher beisammenstehend als
+die unteren. Gelenkgrube für den Unterkiefer schmal. Scaphoid und
+Lunatum meist verwachsen. Fibula nicht am Calcaneum artikulierend.¡
+
+
+1. Familie. #Aplodontoidea.# Gill.
+
+¡§2§/§1§ P. §3§/§3§ M. Schädeldach eben. Masseter nicht durch das in
+der Regel enge Infraorbitalforamen gehend. Ohne Postorbitalfortsatz.
+Tibia und Fibula frei.¡
+
+
+1. Unterfamilie. #Aplodontiinae.# Thomas.
+
+¡Backenzähne in der Regel brachyodont. An Stelle der Höcker
+unregelmäßig verlaufende Kämme.¡
+
+¿Sciurodon¿ Schlosser. Phosphorite von Quercy.
+
+¿Meniscomys¿ Cope (¡Allomys¡ Marsh). Untermiocän. John Day bed. Oregon.
+
+¿Mylagaulodon¿ Sinclair. Untermiocän. Montana.
+
+¿Haplodon¿ Rafin. hypselodont. Lebend und im Pleistocän von
+Nordamerika.
+
+
+2. Unterfamilie. #Ischyromyinae.# Alston.
+
+¡Backenzähne brachyodont¡. Eocän und Oligocän von Nordamerika.
+
+¿Ischyromys¿ Leidy. (Fig. 590.) Beide Höckerpaare der oberen ¡M¡
+opponiert an den unteren alternierend. Oligocän. White Riverbed.
+
+[Illustration: Fig. 590.
+
+¡Ischyromys typus¡ Leidy. Oligocän. White Riverbed. ¡A¡ obere, ¡B¡
+untere Zahnreihe, 3/1 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 591.
+
+¡Paramys delicatus¡ Leidy. Mitteleocän. Bridgerbed Wyoming. Schädel
+und Unterkiefer. 1/2 nat. Gr. (Nach ~Matthew~.)]
+
+¿Mysops¿ Leidy (¡Tillomys¡ Marsh). Eocän. Bridgerbed.
+
+¿Titanotheriomys¿ Matthew. Oligocän. White Riverbed.
+
+¿Paramys¿ Leidy (¡Pseudotomus¡ Cope). (Fig. 591.) Obere ¡M¡
+trituberkulär, zweites Höckerpaar der unteren ¡M¡ den Hinterrand des
+Zahnes bildend, denen von ¡Sciurus¡ ähnlich. Zahlreiche Arten im Eocän
+von Nordamerika.
+
+¿Plesiarctomys¿ Bravard. Eocän. Débruge.
+
+¿Sciuravus¿ Marsh. Obere ¡M¡ vierhöckerig. Eocän von Nordamerika.
+
+
+2. Familie. #Sciuroidea.#
+
+¡§2§/§1§ P. §3§/§3§ M. Schädel gewölbt. Infraorbitalkanal eng.
+Vorderer Ast des Masseter an der Vorderseite des Jochbogens
+angeheftet. Postorbitalfortsatz vorhanden. Tibia und Fibula frei.¡
+
+
+Unterfamilie. #Sciurinae.#
+
+¡Backenzähne brachyodont, bunodont oder lophodont. Letztes Höckerpaar
+den Hinterrand der unteren Backenzähne bildend. Obere M und P^4
+trituberkulär.¡
+
+Die Sciuriden gehen auf ¡Paramys¡ zurück und sind fast über die ganze
+Erde verbreitet.
+
+¿Plesiospermophilus¿ Filhol. Phosphorite von Quercy.
+
+¿Spermophilus¿ Cuvier. Ziesel. Lebend auf der nördlichen Hemisphäre.
+Fossil im Pleistocän.
+
+¿Prosciurus¿ Matthew. White River Oligocän und John Day Miocän.
+Übergang von ¡Paramys¡ zu ¡Sciurus¡.
+
+¿Arctomys¿ Gmelin. Murmeltier. Fossil im europäischen Pleistocän.
+
+¿Cynomys¿ Rafinesque. Nordamerika. Fossil vom Obermiocän an.
+
+¿Sciurus¿ Linn. Eichhörnchen. Fossil in Europa und Nordamerika im
+Miocän und Pleistocän.
+
+¿Tamias¿ Illiger. Lebend und im Pleistocän von Nordamerika.
+
+¿Sciuropterus¿ Cuvier. Flughörnchen. Lebend in Asien und im Norden von
+Europa und Nordamerika.
+
+¿Pteromys¿ Cuvier lophodont. Lebend in Südasien.
+
+
+3. Familie. #Castoroidea.#
+
+¡§1§/§1§ P. §3-2§/§3-2§ M. Schädeldach eben, meist ohne
+Postorbitalfortsatz. Infraorbitalforamen eng. Backenzähne
+schmelzfaltig, ohne Höcker, mehr oder weniger hypselodont.¡
+
+
+1. Unterfamilie. #Castorinae.# Biber.
+
+¡Schädel niedrig. §3§/§3§ M. Backenzähne mehr oder weniger
+hypselodont. Obere meist mit drei Außen- und einer Innenfalte,
+untere mit drei Innen- und einer Außenfalte. Falten senkrecht oder
+quergestellt zur Zahnreihe. Tibia und Fibula distal verwachsen.¡
+Lebend in Europa und Nordamerika, hier auch fossil vom Oligocän an, in
+Europa erst vom Miocän an.
+
+¿Steneofiber¿ Geoffroy (¡Chalicomys¡, ¡Chelodus¡ Kaup, ¡Palaeocastor¡
+Leidy) (Fig. 592). Zahlreiche Arten im Untermiocän von Nordamerika,
+häufig im europäischen Miocän, selten im Pliocän. Die amerikanischen
+Arten haben einen breiteren Schädel.
+
+[Illustration: Fig. 592.
+
+¡Steneofiber Eseri¡ H. v. Meyer (= ¡St. Viciacensis¡ Gervais). Unt.
+Miocän. St. Gérand-le-Puy. Allier. Schädel von unten. 3/4 nat. Gr.
+(Nach ~Filhol~.)]
+
+[Illustration: Fig. 593.
+
+Vertikallängsschnitt durch einen Biberschädel (¡Castor fiber¡ Lin.),
+um die Einpflanzung des Schneidezahns und der Backenzähne zu zeigen.
+(Nach ~Flower~.)]
+
+¿Castor¿ Lin. Biber. (Fig. 593). Zähne stark hypselodont. Lebend in
+Europa und Nordamerika. Fossil in Europa im Pliocän und Pleistocän, in
+Nordamerika im Pleistocän.
+
+¿Trogontherium¿ Fischer. Älteres Pleistocän von Europa.
+
+¿Castoroides¿ Forster. Von Bärengröße. Pleistocän von Nordamerika.
+
+¿Amblyrhiza¿ Cope. Pleistocän der Insel Antigua.
+
+¿Euhapsis¿ Matthew und ¿Eucastor¿ Leidy (¡Sigmogomphius¡ Merriam),
+Miocän von Nordamerika und ¿Dipoides¿ Jäger, im Pliocän von Europa,
+China und im Miocän von Nordamerika. Zeichnen sich durch geringe
+Faltenzahl aus.
+
+¿Eutypomys¿ Matthew hat zwei obere ¡P¡. Backenzähne mit vielen kleinen
+Schmelzinseln. Oligocän White Riverbed.
+
+
+2. Unterfamilie. #Mylagaulinae.#
+
+¡Schädel stark verbreitert mit Postorbitalfortsatz. §3§/§3§
+Backenzähne hoch, mit zahlreichen, parallel zum Kiefer gerichteten
+Schmelzinseln. Extremitäten plump, zum Graben geeignet. Tibia und
+Fibula frei.¡ Im Miocän und Unterpliocän von Nordamerika. Nach ~Riggs~
+Nachkommen von ¡Meniscomys¡.
+
+¿Mylagaulus¿ Cope, ¿Mesogaulus¿ Riggs, ¿Ceratogaulus¿ Matthew,
+¿Epigaulus¿ Gidley.
+
+
+4. Familie. #Geomyoidea.#
+
+¡§1§/§1§ P. §3§/§3§ M. Schädel meist mit engem Infraorbitalforamen,
+ohne Postorbitalfortsatz, mit großen Bullae osseae. Backenzähne meist
+hypselodont mit einer den Zahn halbierenden Falte. Tibia mit Fibula
+verwachsen.¡ Nur in Nordamerika.
+
+
+1. Unterfamilie. #Protoptychinae.#
+
+¡Infraorbitalkanal weit. Zähne bewurzelt.¡
+
+¿Protoptychus¿ Scott. Obereocän Uintabed.
+
+
+2. Unterfamilie. #Geomyinae.#
+
+¡Infraorbitalforamen eng. Backenzähne wurzellos, mit Außen- und
+Innenfalte oder nur mit einer Querfalte.¡
+
+¿Entoptychus¿ und ¿Pleurolicus¿ Cope. Untermiocän Nordamerika.
+
+¿Geomys¿ Raf. Mit nur je §2§/§2§ M. Miocän und lebend in Nordamerika.
+
+¿Thomomys¿ Wied. Miocän, Pliocän, Pleistocän und lebend in Nordamerika.
+
+
+5. Familie. #Anomaluroidea.#
+
+¡§1§/§1§ P. §3§/§3§ M Backenzähne brachyodont, bunodont oder
+lophodont. Infraorbitalforamen weit. Tibia und Fibula frei.¡ Die
+lebenden, auf Afrika beschränkten Familien der ¡Anomalurinae¡ und
+¡Pedetinae¡ sind fossil nicht bekannt. Die hier angeschlossenen
+fossilen Formen haben vielleicht nur zufällige Ähnlichkeit mit den
+Anomalurinen.
+
+
+1. Unterfamilie. #Pseudosciurinae.#
+
+¡Backenzähne bunodont. Höcker paarig gruppiert. D kleiner als P.¡
+
+¿Sciuroides¿ F. Major. Höckerpaare aller Backenzähne jochartig
+miteinander verbunden. Obere ¡M¡ mit undeutlichen Zwischenhöckern.
+Eocän und Oligocän. Schweizer und Schwäbische Bohnerze und Phosphorite
+von Quercy.
+
+¿Pseudosciurus¿ Hensel. (Fig. 594.) Höcker isoliert. Obere ¡M¡ mit
+deutlichen Zwischenhöckern. Bohnerze von Württemberg.
+
+[Illustration: Fig. 594.
+
+¡Pseudosciurus suevicus¡ Hensel. Oligocän (Bohnerz). Eselsberg bei
+Ulm. ¡A¡ Schädel, ¡B¡ Unterkiefer von außen, nat. Gr., ¡C¡ obere, ¡D¡
+untere Backzähne vergr.]
+
+
+2. Unterfamilie. #Theridomyinae.#
+
+¡Backenzähne lophodont. Höcker nur bei den ältesten Arten kenntlich,
+später Kaufläche eben, mit 3 bis 4 Außenfalten und einer Innenfalte an
+den oberen und 3 bis 4 Innenfalten und einer oder 2 Außenfalten an den
+unteren Zähnen. D meist komplizierter als P. Tibia und Fibula frei.¡
+Im Eocän, Oligocän und Untermiocän von Europa.
+
+Diese Familie hat mit der vorigen den Ursprung gemein und ist der
+Anfang gewisser ¡Hystricoidea¡ -- ¿Capromyinae¿, ¿Erethizontinae¿,
+¿Octodontinae¿, ¿Chinchillinae¿ und ¿Echinomyinae¿ --.
+
+¿Theridomys¿ Jourdan. (Fig. 595.) ¡P¡ stets größer als ¡M¡. Eocän.
+Débruge, Vaucluse. Schwäbische und Schweizer Bohnerze. Oligocän.
+Phosphorite und Ronzon.
+
+¿Trechomys¿ Lartet. ¡P¡ meist viel kleiner als ¡M¡. ¡D¡ einfach.
+Eocän. Paris. Phosphorite von Quercy.
+
+¿Phiomys¿ Osborn. Mittlerer Querkamm kurz. Oligocän. Ägypten.
+
+¿Protechimys¿ Schlosser. Falten schräg. Backenzähne durch Vereinigung
+von Außen- und Innenfalte gespalten. Zahnkronen etwas erhöht.
+Phosphorite von Quercy.
+
+¿Archaeomys¿ Laiz. et Parieu. Ähnlich. Zahnkronen ziemlich hoch.
+Oligocän. Dép. Allier.
+
+¿Rhodanomys¿ Depéret. Untermiocän von Savoien und Ulm.
+
+? ¿Cylindrodon¿ Douglass. White River. Oligocän. Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 595.
+
+ ¡A¡ ¡Theridomys Vaillanti¡ Gerv. Obereocän. Débruge. Obere P und M.
+ 4/1 nat. Gr.
+ ¡B¡ ¡Theridomys gregarius¡ Schlosser. Oligocän. Phosphorite von
+ Quercy. Obere ¡P¡ und ¡M¡.
+ ¡C¡ oberer Milchzahn. 4/1 nat. Gr.
+ ¡D¡ Unterkiefer nat. Gr.
+ ¡E¡ untere ¡P¡ und ¡M¡.
+ ¡F¡ unterer Milchzahn. 4/1 nat. Gr.]
+
+
+6. Familie. #Myoxoidea.# ~Siebenschläfer.~
+
+¡§1-0§/§1-0§ P. §3§/§3§ M. Backenzähne stets brachyodont mit
+parallelen oder konvergierenden Schmelzleisten. Infraorbitalkanal
+weit und hoch gelegen. Tibia und Fibula verwachsen.¡ Lebend im
+paläarktischen und äthiopischen Gebiet.
+
+Von den mit vier Backenzähnen versehenen Gattungen haben fast alle
+schon im europäischen Tertiär Vertreter.
+
+¿Myoxus¿ Schreber. (Fig. 596 ¡A¡.) Vielleicht schon im Eocän
+(Phosphorite, Pariser Gips?), sicher im Miocän.
+
+¿Eliomys¿ Wagner. (Fig. 596 ¡B¡.) Im Miocän und ¿Muscardinus¿ Wagner.
+Fossil im Pleistocän.
+
+¡Leithia¡ Adams. Pleistocän von Malta.
+
+[Illustration: Fig. 596.
+
+¡A¡ ¡Myoxus sansaniensis¡ Lartet. Obermiocän. Ries. Obere Backenzähne.
+6/1 nat. Gr.
+
+¡B¡ ¡Eliomys hamadryas¡ F. Major. Obermiocän. Steinheim. Untere
+Backenzähne. 6/1 nat. Gr.]
+
+
+7. Familie. #Dipodoidea.# ~Springmäuse.~
+
+¡§1§/§1§, §1§/§0§ oder §0§/§0§ P §3§/§3§ M. Backenzähne brachyodont,
+meist bewurzelt, mit alternierenden Höckern. Infraorbitalkanal weit,
+gerundet. Fibula und Tibia verschmolzen. Hinterextremität verlängert,
+Metatarsalia öfters verschmolzen.¡
+
+Die Springmäuse bewohnen gegenwärtig die Wüsten und Steppen der
+nördlichen Hemisphäre. Die fossilen Überreste gehören lebenden
+Gattungen und Arten an und sind nur aus dem europäischen Pleistocän
+bekannt.
+
+Die ¿Zapodinae¿ haben fünf freie Metatarsalia. ¿Sminthus¿ Keys. Auch
+fossil in Europa.
+
+Bei den ¿Dipodinae¿ sind die drei mittleren Metatarsalia stark
+verlängert und miteinander der ganzen Länge nach verwachsen.
+
+¿Alactaga¿ Cuvier. Dreizehiger Hinterfuß. Pleistocän von Europa.
+
+¿Dipus¿ Gmelin. Fünfzehiger Hinterfuß.
+
+¿Sciuromys¿ Schlosser. §1§/§1§ ¡P¡ §3§/§3§ ¡M¡. Zähne ähnlich wie bei
+¡Alactaga¡. Phosphorite von Quercy. Systematische Stellung unsicher.
+
+
+8. Familie. #Myoidea.# (¡Myomorpha.¡)
+
+¡(? §1§/§1§ P) §3-2§/§3-2§ M. Infraorbitalloch weit. Jochbogen klein.
+Backenzähne brachyodont, bunodont oder lophodont oder prismatisch.
+Erster M in der Regel größer und komplizierter als M_{2} und M_{3}.
+Unterkiefer mit hohem Kronfortsatz. Eckfortsatz am Unterrand der
+Alveole entspringend. Fibula mit der Tibia verwachsen.¡
+
+Die ¿Myoidea¿ haben fast immer nur geringe Körpergröße und sind jetzt
+über die ganze Erde verbreitet.
+
+
+1. Unterfamilie. #Eomyinae.#
+
+¡§1§/§1§ P §3§/§3§ M. Backenzähne brachyodont, mit je zwei opponierten
+Höckerpaaren, erhabenem Vorder- und Hinterrand und Kamm in Mitte des
+Zahnes.¡ Oligocän von Europa und Nordamerika.
+
+Diese durchwegs sehr kleinen Nager werden von ~Winge~ zu
+den ¡Dipoidea¡ und von ~Scott~ zu den ¡Geomyidae¡ gestellt.
+Die Zusammensetzung der Zähne wie bei ¡Cricetodon¡ macht es
+wahrscheinlich, daß sie wenigstens teilweise als primitive ¡Murinae¡
+zu betrachten sind.
+
+¿Eomys¿ Schlosser. Phosphorite von Quercy.
+
+¿Gymnoptychus¿ Leidy. Oligocän. White Riverbed.
+
+
+2. Unterfamilie. #Cricetinae.# Hamster.
+
+¡§3§/§3§ Backenzähne, bunodont, bewurzelt, mit vier paarig
+angeordneten Höckern. M_{1} mit 5 oder 6 Höckern.¡
+
+Die ¡Cricetinae¡ bewohnen die nördliche Halbkugel.
+
+¿Cricetodon¿ Lartet. (Fig. 597.) ¡M_{1}¡ fünfhöckerig. Eocän.
+Bohnerze. Oligocän. Phosphorite, Ronzon. Unter- und Obermiocän von
+Europa.
+
+¿Eumys¿ Leidy. Oligocän. White Riverbed.
+
+¿Cricetus¿ Pallas. ¡M_{1}¡ sechshöckerig. Lebend und fossil im
+Pleistocän. Europa. Pliocän von Roussillon.
+
+
+3. Unterfamilie. #Hesperomyinae.#
+
+¡§3§/§3§ M. Im Zahnbau ähnlich den Cricetinen.¡ Lebend in Nord- und
+Südamerika.
+
+¿Hesperomys¿ Waterhouse. (Fig. 598.) Lebend im Pliocän und Pleistocän
+von Südamerika.
+
+¿Neotoma¿ Say. Lebend und im Pleistocän von Nordamerika.
+
+¿Paciculus¿ Cope und ¿Peromyscus¿ Gloger. Im Untermiocän von Oregon.
+
+¿Habrothrix¿, ¿Oxymycterus¿, ¿Colomys¿ etc. Lebend und im Pleistocän
+von Südamerika.
+
+[Illustration: Fig. 597.
+
+¡Cricetodon cadurcensis¡ Schlosser. Phosphorit ¡c¡. Mouillac,
+Tarn-et Garonne. ¡A¡ Obere Backzähne stark abgekaut §3§/§1§ (nach
+~Schlosser~). ¡B¡ untere Backenzähne. 4/1 nat. Größe.]
+
+[Illustration: Fig. 598.
+
+¡Hesperomys molitor¡ Winge. Höhle von Escrivania. Brasilien. Schädel
+von unten und oben in nat. Gr. (Nach ~Winge~.)]
+
+[Illustration: Fig. 599.
+
+¡A Arvicola arvalis¡ Blasius. ¡B Cuniculus torquatus¡ Pallas sp.
+Pleistocän. Velburg. Unterkiefer von innen und untere Molaren von oben
+vergr.]
+
+
+4. Unterfamilie. #Murinae.# Ratten und Mäuse.
+
+¡§3§/§3§ Backenzähne brachyodont bewurzelt, obere mit 3, untere mit 2
+Höckerreihen.¡ Die Murinen sind altweltlich, haben sich jedoch über
+die ganze Erde verbreitet. Fossile Reste finden sich spärlich im
+europäischen Pliocän und Pleistocän. Auch aus Asien und Australien
+kennt man fossile Reste; sie gehören den Gattungen ¿Mus¿, ¿Gerbillus¿
+und ¿Nesokia¿ an.
+
+¿Mus¿ Linné. Zuerst fossil im Pliocän von Roussillon, ¿Acomys¿
+Geoffroy. Fossil im Unterpliocän von Pikermi. Im Miocän von La Grive
+St. Alban ein ¡Nesomyine¡ -- ¿Anomalomys¿ Gaillard.
+
+
+5. Unterfamilie. #Arvicolinae.# Wühlmäuse.
+
+¡§3§/§3§ Backenzähne prismatisch, aus zwei Längsreihen von 3 bis
+6 kantigen mehr oder weniger deutlichen Prismen bestehend.¡ Die
+Wühlmäuse bewohnen Europa und die nördlichen Teile von Asien und
+Nordamerika.
+
+¿Arvicola¿ Lacepède (¡Hypudaeus¡ Illiger) (Fig. 599 ¡A¡). ¡J¡ hinter
+dem letzten ¡M¡ endend. Zahlreiche rezente Arten im Pleistocän von
+Europa.
+
+¿Cuniculus¿ Wagner (Halsbandlemming). (Fig. 599 ¡B¡). ¡J¡ unter dem
+letzten M endend. Lebend im nördlichen Europa. Fossil im Pleistocän.
+
+¿Myodes¿ Pallas (¡Lemmus¡ Linck) (Fig. 599). Vorkommen wie bei
+vorigen.
+
+¿Microtus¿ Schrank und ¿Fiber¿ Cuvier. Lebend und im Pleistocän von
+Nordamerika. ¿Anaptogonia¿, ¿Sycium¿ Cope. Pleistocän von Nordamerika.
+¿Mimomys¿ F. Major. Zähne bewurzelt, ziemlich hoch. Pliocän von
+Norwich. ¿Ruscinomys¿ Depéret. Pliocän von Roussillon. ¿Lophiomys¿
+Depéret ebenda, von unsicherer Stellung.
+
+
+6. Unterfamilie. #Spalacinae.#
+
+¡Schädel und Zahnbau den Dipodinen ähnlich.¡
+
+¿Siphneus¿ Brants. Lebend und fossil im nördlichen Asien. ¿Rhizomys¿
+Gray. Lebend in Asien, fossil im Pliocän der Siwalik.
+
+¿Spalax¿ Güldst. Fossil im Pliocän und Pleistocän von Ungarn.
+
+
+9. Familie. #Hystricoidea.# (¡Hystricomorpha.¡)
+
+¡Processus angularis von der Seitenwand der Alveole des Unterkiefers
+ausgehend. Kronfortsatz niedrig, Kiefer nur vor- und rückwärts
+beweglich. Schädel flach, ohne Postorbitalfortsatz mit sehr weitem
+Infraorbitalkanal. §1.0.1.3.§/§1.0.1.3.§ Backenzähne schmelzfaltig,
+meist prismatisch-hypselodont, selten brachyodont. Fibula frei.¡
+
+Die ¿Hystricoidea¿ erscheinen zuerst als ¡Hystricinae¡,
+¡Theridomyinae¡ und ¡Issiodoromyinae¡ in Europa. Die ¡Hystricinae¡
+verbreiten sich später über die östliche Halbkugel, die beiden anderen
+Unterfamilien wandern nach Südamerika aus und entwickeln sich dort zu
+¡Erethizontinae¡, ¡Capromyinae¡, ¡Chinchillinae¡, ¡Octodontinae¡ und
+¡Caviinae¡. Die ¡Ctenodactylinae¡ und ¡Bathyerginae¡ sind auf Afrika
+beschränkt und bis jetzt nicht fossil vertreten. Vielleicht Nachkommen
+von ¡Cylindrodon¡.
+
+
+1. Unterfamilie. #Hystricinae.# Altweltliche Stachelschweine.
+
+¡Backenzähne bewurzelt, mäßig hypselodont. Kaufläche mit Schmelzfalten
+und Inseln.¡
+
+¡Hystrix¡ Lin. Fossil in Europa vom Oligocän bis in das Pleistocän. Im
+Pliocän und Pleistocän auch in Indien. Eine große verwandte Gattung
+schon im Eocän von Quercy »¡Hystrix« Lamandini¡ Filhol.
+
+
+2. Unterfamilie. #Erethizontinae.# Neuweltliche Stachelschweine.
+
+¡Backenzähne brachyodont.¡ Nachkommen von ¿Trechomys¿?
+
+¿Eosteiromys¿ Amegh. Colpodon-Schichten von Patagonien; ¡Steiromys¡
+Ameghino im Miocän von Santa Cruz.
+
+¿Coendu¿ Lacép. Lebend in Südamerika. Fossil in Knochenhöhlen
+Brasiliens.
+
+¿Erethizon¿ Em. Lebend und im Pleistocän von Nordamerika.
+
+¿Sciamys¿ und ¿Acaremys¿ Amegh. im Miocän von Santa Cruz und
+¿Protacaremys¿ Amegh. in den Colpodonschichten von Patagonien sind
+kleinere Formen.
+
+
+3. Unterfamilie. #Capromyinae.#
+
+¡Zähne biberähnlich. Meist mittelgroße Formen. Nachkommen von
+~Theridomys~?¡
+
+¿Myocastor¿ Herr. (¡Myopotamus¡ Geoffr.). Lebend Südamerika. Fossil
+vom Pliocän.
+
+¿Morenia¿, ¿Discolomys¿ etc. Ameghino. Pliocän von Argentinien.
+
+¿Neoreomys¿ Ameghino, im Santacruzeno von Patagonien. Hier auch die
+Gattungen ¿Scleromys¿ und ¿Lomomys¿ Ameghino.
+
+
+4. Unterfamilie. #Octodontinae.#
+
+Die Gruppe der ¿Ctenodontinae¿ beginnt im Pliocän von Argentinien
+-- ¿Dicoelophorus¿, ¿Plataeomys¿ Ameghino. ¿Ctenomys¿ Blv. erst im
+Pleistocän von Südamerika. Die Gruppe der ¿Loncherinae¿ hat schon
+Vertreter im älteren Miocän von Patagonien -- Colpodon-Schichten --
+aufzuweisen -- ¡Protadelphomys¡, ¡Prospaniomys¡. Im Miocän von Santa
+Cruz ¡Stichomys¡, ¡Adelphomys¡, ¡Spaniomys¡ etc. Ameghino. ¡Loncheres¡
+Illiger, ¡Echinomys¡, ¡Mesomys¡ Desm. fossil in brasilianischen Höhlen.
+
+
+5. Unterfamilie. #Chinchillinae.#
+
+¡Meist nur eine, quer über die ganze Kaufläche verlaufende Falte.¡
+Diese Familie geht wohl auf die europäische Gattung ¿Archaeomys¿
+zurück.
+
+¿Prolagostomus¿, ¿Pliolagostomus¿ Ameghino in Santacruzeno. Vorläufer
+von ¡Lagostomus¡ Brooks, fossil vom Pliocän an und lebend.
+
+¿Perimys¿ Ameghino. (Fig. 600.) Colpodon-Schichten und Santacruzeno
+von Patagonien.
+
+¿Scotaeumys¿, ¿Sphodromys¿ Ameghino.
+
+¿Megamys¿ Laurillard. Der größte fossile Nager. Pliocän und Pleistocän
+von Argentinien.
+
+[Illustration: Fig. 600.
+
+¡Perimys incurvatus¡ Ameghino. Miocän. Colpodon-Schichten. Patagonien.
+¡A¡ obere, ¡B¡ untere Backenzähne nat. Gr.]
+
+
+6. Unterfamilie. #Caviinae.#
+
+¡Backenzähne aus zwei, selten mehr kantigen Prismen bestehend.¡
+
+¿Cephalomys¿ Ameghino. Pyrotherium-Schichten von Patagonien.
+
+¿Eocardia¿, ¿Procardia¿, ¿Schistomys¿, ¿Phanomys¿ Ameghino im
+Santacruzeno. Vorläufer von ¡Cavia¡.
+
+¿Cavia¿, Pallas. ¿Dolichotis¿ Desmarest, ¿Kerodon¿ Cuv. lebend und im
+Pleistocän von Südamerika. Für die pliocänen Vorläufer hat ~Ameghino~
+zahlreiche Gattungen aufgestellt -- ¿Cardiodon¿, ¿Anchimys¿ etc.
+
+¿Hydrochoerus¿ Brisson. (Fig. 589.) Der größte lebende Nager. Fossil
+im Pleistocän von Süd- und Nordamerika.
+
+[Illustration: Fig. 601.
+
+¡Nesokerodon Quercyi¡ Schlosser. Oligocän. Phosphorite von Quercy. ¡A¡
+obere ¡P¡ und ¡M¡, ¡B¡ oberer Milchzahn 4/1 nat. Gr. ¡C¡ Unterkiefer
+nat. Gr. ¡D¡ untere ¡P¡ und ¡M. E¡ unterer Milchzahn 4/1 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 602.
+
+¡Prolagus oeningensis¡ König. Obermiocän. La Grive St. Alban. ¡A¡
+obere, ¡B¡ untere Backenzähne. 3/1 nat. Gr. (Nach ~Forsyth Major~.)]
+
+
+7. Unterfamilie. #Issiodoromyinae.#
+
+Diese auf das europäische Oligocän beschränkte Familie vermittelt
+im Zahn- und Kieferbau den Übergang von den ¿Theridomyinae¿ zu den
+¿Caviinae¿. ¡D¡ kompliziert und funktionierend, ¡P¡ und ¡M¡ bewurzelt.
+
+¿Nesokerodon¿ Schlosser. (Fig. 601.) Zähne frisch noch mit Außen- und
+Innenfalten und mit Schmelzinseln. Phosphorite von Quercy.
+
+¿Issiodoromys¿ Croïzet, Oligocän. Dép. Allier.
+
+
+2. Unterordnung. #Duplicidentata.# (¡Lagomorpha¡).
+
+¡§2§/§1§ J, allseitig von Schmelz umgeben, zweiter oberer J -- J^3
+-- klein und hinter den vorderen -- J^2 -- gestellt. P §3§/§2§. M
+§3-2§/§3-2§. Backenzähne hypselodont, wurzellos, aus je zwei, selten
+drei kantigen Prismen bestehend. Abstand der beiden oberen Zahnreihen
+größer als der beiden unteren. Gelenkgrube für den Unterkiefer breit.
+Carpalia frei. Fibula mit Calcaneum articulierend.¡
+
+Diese meist ¿Lagomorpha¿ genannte Gruppe unterscheidet sich von den
+übrigen Nagern durch den Besitz von zwei oberen Incisiven. Auch sind
+diese Zähne allseitig mit Schmelz bekleidet, der jedoch hinten und an
+den Seiten dünner ist als vorne. Der größere der beiden oberen ¡J¡
+ist mit einer Längsfurche versehen. Die Backenzähne sind wurzellos,
+unten offen, und die oberen im Querschnitt merklich breiter als lang.
+Sie bestehen aus Pfeilern, die von vorne nach hinten zusammengedrückt
+erscheinen und durch Zement miteinander verkittet sind. Die
+Einbuchtungen zwischen den Pfeilern haben an den unteren Zähnen
+gleiche Tiefe, an den oberen sind die an der Außenseite viel seichter
+als die an der Innenseite. Der vorderste obere ¡P¡ und der letzte
+untere ¡M¡ bestehen manchmal nur aus je einem Pfeiler, zuweilen hat
+der letzte untere ¡M¡ jedoch drei Pfeiler. Der vorderste untere und
+die beiden vordersten oberen ¡P¡ zeigen häufig einen von den ¡M¡ stark
+abweichenden Bau. Manchmal kann man auf der Krone noch Schmelzinseln
+und Kämme unterscheiden, als Andeutung des ursprünglich bunodonten
+und lophodonten Zahnbaus. Den ¡P¡ gehen niedrige, bewurzelte ¡D¡
+voraus, welche ausfallen, sobald der letzte ¡M¡ in Funktion tritt. Im
+Milchgebiß sind oben drei ¡JD¡ vorhanden.
+
+
+1. Familie. #Leporidae.# ~Hasen.~
+
+¡§3§/§2§ P. §3§/§3§ M. P^2 stiftförmig, die übrigen P den M gleichend.
+Schädel seitlich zusammengedrückt, Clavicula unvollständig.
+Hinterbeine und Ohren lang, Schwanz kurz.¡
+
+¿Palaeolagus¿ Leidy. Oligocän White River, Untermiocän John Day.
+Oregon.
+
+¿Panolax¿ Cope. Miocän Nordamerika.
+
+¿Lepus¿ Linn. In Nordamerika vom John Day Miocän bis in die Gegenwart,
+in Europa und Asien vom Unterpliocän bis in die Gegenwart.
+
+
+2. Familie. #Ochotonidae# (¡Lagomyidae¡). ~Pfeifhasen.~
+
+¡§3-2§/§2§ P §2-3§/§2-3§ M. Nur P_{4} = M. Schädel niedergedrückt.
+Clavicula vollständig. Hinterbeine und Ohren kurz. Schwanz fehlt.¡
+
+In Europa vom Oberoligocän bis in die Gegenwart. Lebend im östlichen
+Teil von Europa, in den Gebirgen Asiens und Nordamerikas -- hier auch
+fossil.
+
+¿Prolagus¿ Pomel (¡Myolagus¡ Hensel) (Fig. 602). §3.2.§/§2.2.§ Miocän
+bis Pleistocän von Europa.
+
+¿Titanomys¿ v. Meyer. §3.2.§/§2.2-3.§ Oberoligocän und Miocän. ¡T.
+visenoviensis¡ v. Meyer, ¡Fontannesi¡ Depéret.
+
+¿Lagopsis¿ Schlosser. §3.2.§/§2.3.§ Miocän.
+
+¿Ochotona¿ Linck (¡Lagomys¡ Cuv.). Lebend auf der nördlichen
+Hemisphäre, fossil im Pliocän und Pleistocän von Europa.
+
+
+Zeitliche Verbreitung der Nager.
+
+Die ältesten Nager sind bis jetzt die aus dem Eocän von Nordamerika
+-- Wasatch und Bridgerbed -- und zwar sind es ¡Paramyinae¡ und
+¡Ischyromyinae¡. Zu ihnen gesellt sich im Obereocän, Uintabed,
+der Vorläufer der noch jetzt lebenden aber stets auf Nordamerika
+beschränkten ¡Geomyinae¡ -- ¡Protoptychus¡. Die ¡Paramyinae¡ werden
+in Nordamerika zu ¡Sciurinae¡ und ¡Haplodontinae¡, von welchen
+wenigstens die ersteren sich bald auch über Europa verbreiten.
+Die ¡Ischyromyinae¡ erlöschen im White-River-Oligocän, wo auch
+bereits ¡Leporidae¡, ¡Castorinae¡ und ¡Cricetinae¡ erscheinen. Die
+¡Castorinae¡ entsenden frühzeitig auch Repräsentanten nach Europa,
+während die letztgenannte Familie offenbar altweltlichen Ursprungs ist
+und die ¡Leporidae¡ erst im Pliocän über Asien nach Europa gelangen.
+Die gegenwärtige Nagerfauna Nordamerikas ist im wesentlichen die
+nämliche wie die von Eurasien. Zu den Nachkommen der schon im Tertiär
+einheimischen Familien gesellten sich im Pleistocän die aus Europa
+stammenden ¡Arvicolinae¡ und ¡Ochotonidae¡ und die aus Südamerika
+eingewanderten ¡Erethizontinae¡.
+
+In Europa entfalten die Nager schon im Eocän und noch mehr im älteren
+Oligocän einen nicht unbeträchtlichen Formenreichtum. Außer den von
+Nordamerika gekommenen ¡Sciurinae¡ finden wir die ¡Pseudosciurinae¡,
+die mit ihnen ursprünglich verwandten ¡Theridomyinae¡, ferner
+¡Hystricinae¡ und ¡Myoxinae¡, sowie ¡Cricetinae¡, welch letztere
+Familie im Oligocän Vertreter nach Nordamerika ausschickt, aus
+welchen die ¡Hesperomyinae¡ entstehen, wofür dann ¡Castorinae¡ in
+Europa einwandern. Fast schon etwas früher treffen wir in Europa
+¡Ochotonidae¡, deren Herkunft bis jetzt freilich noch in Dunkel
+gehüllt ist. Alle genannten Familien erhalten sich hier mit Ausnahme
+der bald erlöschenden ¡Pseudosciurinae¡ und der ¡Theridomyinae¡
+während des ganzen Tertiärs und ergreifen zum Teil auch Besitz von
+Asien und Afrika. Die im allgemeinen ziemlich spärlich vertretenen
+¡Cricetinae¡ entwickeln sich in Europa zu ¡Murinae¡ und ¡Arvicolinae¡
+von welchen die ersteren sich allmählich über die ganze Erde
+verbreiten, während die letzteren hauptsächlich die nördlichen
+Teile von Nordamerika und Eurasien besiedeln. Hervorragende
+stammesgeschichtliche Bedeutung kommt den ¡Theridomyinae¡ zu. Vom
+Untermiocän an verschwinden sie zwar sämtlich aus Europa, sie
+erreichen aber bald darauf in Südamerika ihre Blüteperiode, denn sie
+erweisen sich nicht nur als die Stammeltern der ¡Erethizontinae¡ und
+¡Capromyinae¡, sondern auch der ¡Octodontinae¡ und ¡Chinchillinae¡ und
+durch die ebenfalls aus ¡Theridomyinae¡ entstandenen ¡Issiodoromyinae¡
+sogar als die Ahnen der ¡Caviinae¡. In Patagonien erscheint zuerst
+in den Pyrotheriumschichten ein ¡Caviine¡, in den Colpodonschichten
+treten auch ¡Erethizontinae¡ und ¡Octodontinae¡ auf, und im
+Obermiocän von Santa Cruz entwickeln sich aus ihnen zahlreiche
+Gattungen und Arten, so daß diese Nagerfauna an Mannigfaltigkeit
+nur wenig zurücksteht hinter jener, welche wir in Südamerika im
+jüngsten Tertiär, im Pleistocän und in der Gegenwart antreffen. Die
+heutige Nagerfauna Südamerikas unterscheidet sich von jener des
+Santacruzeno eigentlich bloß durch die Anwesenheit von ¡Leporidae¡
+und ¡Hesperomyinae¡. Im Gegensatz zu den ¡Hystricoidea¡, welche
+nur aus Europa gekommen sein können, sind diese beiden Familien
+von Nordamerika her eingewandert, wofür aber ¡Erethizontinae¡ von
+Südamerika nach Nordamerika vordrangen.
+
+
+7. Ordnung. #Ungulata.# ~Huftiere.~[139]
+
+Die Huftiere zeichnen sich dadurch aus, daß ihr Gebiß für pflanzliche,
+selten gemischte Kost eingerichtet ist und die Extremitäten
+ausschließlich zur Bewegung auf dem Boden dienen. Die Zehenendglieder
+sind daher meist breit, abgeplattet, seltener kantig oder gekrümmt und
+mit hornigen Hufen umgeben.
+
+Der primitive ~Huftierfuß~ war nach ~Cope~ fünfzehig, plantigrad, dem
+der Raubtiere ähnlich, die ganze Extremität kurz und gedrungen. Die
+Entwicklung von Hand und Fuß vollzog sich in verschiedenen Etappen und
+zwar:
+
+1. durch Umwandlung des plantigraden Fußes mittels steilerer Stellung
+der Metapodien in den semiplantigraden Fuß, wobei die Endphalangen
+und die hinten durch ein Muskelpolster gestützten und verstärkten
+Metapodien den Körper tragen. Aus dem semiplantigraden Fuß entwickelt
+sich einerseits der unguligrade Fuß, in welchem die Metapodien sich
+ganz vom Boden entfernen und fast senkrecht aufrichten, so daß nur
+die Endphalangen die Körperlast tragen, und anderseits der bei den
+Huftieren ziemlich seltene digitigrade Fuß -- ~Cameliden~ -- bei dem
+zwar die Metapodien sich frei erheben, die durch ein Muskelpolster
+verstärkten Phalangen aber sämtlich noch auf dem Boden ruhen,
+
+2. durch Streckung der Metapodien,
+
+3. durch Ausdehnung und Verstärkung einzelner Metapodien und Zehen auf
+Kosten der benachbarten, womit gleichzeitig Reduktion oder Schwund der
+seitlichen Metapodien und manchmal auch von Carpalien und Tarsalien
+verbunden ist,
+
+4. durch seitliche Verschiebung und festere Verkeilung der
+ursprünglich in parallele Reihen -- serial angeordneten Carpalien,
+Tarsalien und Metapodien,
+
+5. durch Verschmelzung von ursprünglich getrennten Carpalien,
+Tarsalien und Metapodien.
+
+Neben dem Bau der Extremitäten liefert das ~Gebiß~ die besten
+Anhaltspunkte für die Systematik der Huftiere. Die primitiven
+Ungulaten hatten ein vollständiges Gebiß mit §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§,
+in welchem die Zähne, mit Ausnahme etwa der vorderen ¡P¡, dicht
+aneinander schlossen. Durch Verlängerung der Kiefer bildeten sich
+größere Lücken zwischen den ¡C¡ und den ¡J¡ sowie zwischen den ¡P¡.
+Die Schneidezähne sind stets einwurzelig und ursprünglich wie bei den
+Fleischfressern konisch, werden aber durch Differenzierung meißel-
+oder schaufelförmig, zuweilen sogar stoßzahnartig. Ihre Zahl kann
+Reduktion erfahren, ja es kann sogar vollständiger Verlust der ¡J¡,
+wenigstens der oberen, stattfinden. Die Eckzähne, welche ursprünglich
+den ¡C¡ der Fleischfresser ähnlich waren, werden entweder zu kantigen
+Hauern, oder sie verkümmern oder es gehen zwar die oberen vollständig
+verloren, die unteren hingegen nehmen die Gestalt und Funktion
+eines vierten ¡J¡ an -- »~Ruminantia~«. Die oberen Molaren bleiben
+nur selten auf der trituberkulären Stufe stehen und besitzen auch
+hier schon zwei Zwischenhöcker. Aus dem hinteren -- Metaconulus --
+oder auch aus einem Basalhöcker entwickelt sich ein zweiter großer
+Innenhöcker -- Hypocon. Verbinden sich die Höcker untereinander durch
+Joche oder Halbmonde, so werden die ursprünglich bunodonten Zähne
+lophodont oder selenodont. Weitere Differenzierungen ergeben sich aus
+der Verstärkung der Basis durch Basalwülstchen oder Pfeiler, durch
+Fältelung des Schmelzes, durch Entwicklung von Zement etc. Die unteren
+Molaren lassen sich insgesamt vom Tuberkulär-sektorial-Zahn ableiten,
+aus einem Zahn mit hohem dreispitzigem Trigonid und einem niedrigen,
+wohl ebenfalls dreispitzigen Talonid. Durch Verlust der Vorderspitze
+-- Paraconid -- und Erhöhung und Vergrößerung des Talonids entstehen
+vierhöckerige Zähne, die sich von den oberen hauptsächlich durch
+geringere Breite unterscheiden und wie jene lophodont oder selenodont
+werden können. Der letzte untere ¡M¡ besitzt häufig einen unpaaren
+großen Hinterhöcker oder ein bogenförmiges Joch. Die Prämolaren
+bleiben bei allen primitiven Ungulaten einfacher als die Molaren.
+Homoedontie wird nur bei vorgeschritteneren Formen erreicht. Reduktion
+der Backenzähne beginnt stets beim vordersten ¡P¡ und erstreckt sich
+höchstens auf zwei oder drei ¡P¡.
+
+Ursprünglich waren die Backenzähne der Huftiere niedrig -- brachyodont
+-- und die unteren zwei-, die oberen dreiwurzelig. Durch Teilung
+der beiden Wurzeln der unteren und der breiten Innenwurzel der
+oberen ¡M¡ entstehen vierwurzelige Zähne. Häufig erfolgt bei reinen
+Pflanzenfressern Erhöhung der Zahnkrone und schließlich werden ihre
+Backenzähne hypselodont oder sogar prismatische Säulenzähne, die lange
+Zeit von unten in dem Maße nachwachsen, als sie oben durch Abkauung
+erniedrigt werden, und erst im späten Alter Wurzeln ansetzen.
+
+Das ~Milchgebiß~ besteht normal aus Schneide-, Eck- und Backenzähnen.
+Die ¡JD¡ und ¡CD¡ unterscheiden sich nur durch ihre Schwachheit von
+den ¡J¡ und ¡C¡, dagegen bieten die ¡PD¡ mancherlei charakteristische
+und systematisch wichtige Eigentümlichkeiten. Ihre normale Zahl 4
+kann auf 3 herabsinken, aber umgekehrt auch unverändert bleiben
+bei Anwesenheit von nur 3 ¡P¡. Der hinterste ¡D¡ hat stets die
+Zusammensetzung eines ¡M¡, im Unterkiefer der ~Artiodactylen~ besitzt
+¡D_{4}¡ sogar ein drittes allerdings kleines Höckerpaar, während bei
+den ~Perissodactylen~ der untere ¡D_{3}¡ öfters etwas komplizierter
+ist als die ¡M¡.
+
+Neben dem Gebiß und den Extremitäten liefert auch der ~Schädel~
+wichtige systematische Anhaltspunkte. Bei den primitivsten Huftieren
+ist die Hirnhöhle sehr klein, die Hemisphären des Großhirns sind
+schwach gewunden und lassen das Kleinhirn unbedeckt. Bei den
+vorgeschritteneren Formen nimmt der Umfang des Großhirns und die
+Zahl seiner Windungen beträchtlich zu. Der Schädel selbst läßt
+bei den ältesten Vertretern der einzelnen Huftiergruppen kaum
+wesentliche Unterschiede erkennen. Er ist niedrig, hat ein flaches
+Dach und auf dem schmalen Cranium einen kräftigen Scheitelkamm,
+bei fortschreitender Entwicklung treten jedoch mancherlei
+Spezialisierungen ein. So können sich die Stirnbeine mit Lufthöhlen
+füllen oder es sprossen aus ihnen Geweihe oder Stirnzapfen hervor --
+¿Artiodactyla¿. Die in der Regel horizontale Schädelachse erleidet
+in diesem Falle größere oder geringere Knickung. Auch die Größe und
+Ausbildung der Nasenbeine und der Augenhöhle verleihen dem Schädel
+ein charakteristisches Aussehen, das zuweilen noch durch knöcherne
+Auswüchse auf der Nase verstärkt wird.
+
+Die Huftiere sind gegenwärtig in allen Weltteilen mit Ausnahme von
+Australien verbreitet. Im Tertiär spielten sie eine kaum minder
+wichtige Rolle als jetzt.
+
+Als echte Huftiere können nur jene bezeichnet werden, welche von
+bunodonten Formen abstammen oder doch wenigstens von solchen,
+welche normale ¡C¡ besaßen und außerdem starke Spezialisierungen
+der Extremitäten aufweisen. In dieser Fassung gliedern sie sich in
+5 Unterordnungen: ¿Condylarthra¿, ¿Litopterna¿, ¿Perissodactyla¿,
+¿Artiodactyla¿ und ¿Amblypoda¿. Bei den letzten ist allerdings der
+Zusammenhang mit bunodonten Formen etwas zweifelhaft.
+
+
+1. Unterordnung. #Condylarthra.# Cope.[140]
+
+¡Ausgestorbene plantigrade Huftiere mit fünfzehigen Extremitäten.
+Astragalus mit verlängertem Hals und konvexer distaler Gelenkfläche,
+meist mit Foramen. Carpalia in geradlinige Reihen angeordnet. Gebiß
+vollständig. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ M bunodont. Humerus mit Foramen
+entepicondyloideum. Femur mit drittem Trochanter.¡
+
+Die ~Condylarthren~ sind mit Ausnahme von einigen spärlichen Resten
+aus dem ältesten europäischen Eocän auf das älteste Tertiär des
+westlichen Nordamerika -- Puerco-, Torrejon- und Wasatchbed --
+beschränkt und erweisen sich als die primitivsten Huftiere, aus
+welchen teils die ~Perissodactylen~, teils die ~Artiodactylen~ und
+vielleicht auch die südamerikanischen ~Litopterna~ hervorgegangen
+sind. Sie teilen im Schädel- und Skelettbau sowie im Gebiß mancherlei
+Merkmale mit den Creodontia und haben wohl mit ihnen einen gemeinsamen
+Ursprung.
+
+Der niedrige langgestreckte ~Schädel~ ist wenig differenziert und
+vereinigt Merkmale der Creodontia und der ursprünglichen Paar- und
+Unpaarhufer. Die Orbita ist hinten weit geöffnet, die Profillinie
+des Schädels fast horizontal, das Cranium mit einer Sagittalcrista
+versehen, das Gehirn klein und das Kleinhirn hinter den glatten
+Hemisphären des Großhirns gelegen. Der Processus postglenoideus ist
+wohl entwickelt, das Gebiß vollständig. Die ¡J¡ und ¡C¡ stimmen mit
+jenen der Creodontia und der primitiven Paar- und Unpaarhufer überein.
+Die ¡P¡ sind viel einfacher als die brachyodonten, mehrwurzeligen,
+trituberkulären oder vierhöckerigen ¡M¡.
+
+Der Zahnwechsel ist vollständig, ¡D_{4}¡ gleicht dem ¡M_{1}¡.
+Die oberen ¡M¡ haben zwei Außen-, meist einen Innen- und zwei
+Zwischenhöcker, die unteren ¡M¡ vier Haupthöcker und ein oder zwei
+Nebenhöcker.
+
+Die plantigraden oder semidigitigraden ~Extremitäten~ haben vorne
+und hinten fünf Zehen, wovon die drei inneren stärker entwickelt
+sind als die beiden äußeren. Ein Schlüsselbein fehlt, der Humerus
+besitzt wohl immer ein Foramen entepicondyloideum und das Femur
+einen dritten Trochanter. Radius und Ulna sowie Tibia und Fibula
+bleiben getrennt. Die Fibula endet wie bei den Carnivoren frei. Die
+Carpalia sind beinahe serial angeordnet, auch dürfte öfters noch ein
+Centrale vorhanden sein. Der Tarsus stimmt im wesentlichen mit dem
+der Creodontia überein. Die gewölbte Endfläche des Astragalus greift
+tief in das Naviculare ein und berührt nur seitlich das hohe Cuboid.
+Die Trochlea besitzt häufig ein Foramen für den Flexor digitorum. Die
+Endphalangen sind distal abgeplattet, oder wie bei den Creodontia
+zugespitzt.
+
+Im äußeren Habitus waren die ¿Condylarthra¿ omnivoren Raubtieren
+ähnlicher als Huftieren. Die Beschaffenheit von Hand und Fuß
+gestattete keine sehr rasche Bewegung. Das Gebiß läßt auf gemischte
+Kost schließen. Die größten Formen erreichten meist die Dimensionen
+eines Wolfs, die kleinsten die eines Fuchses oder Marders.
+
+
+1. Familie. #Mioclaenidae.# Osb. und Earle.
+
+¡Obere M gerundet, dreieckig, breiter als lang, ohne zweiten
+Innenhöcker, untere M vierhöckerig, höchstens mit kleinem unpaaren
+Vorderhöcker. P einfach. P^3 und P^4 mit Innenhöcker. Skelett nicht
+bekannt.¡
+
+Untereocän, Puerco und Torrejonbed von Neu-Mexiko. Sämtliche Arten
+kaum von Fuchsgröße.
+
+Die Halbmondform der Außenhöcker der unteren ¡M¡ spricht für
+Verwandtschaft mit den Paarhufern. ~Matthew~ stellt die Mioclaeniden
+als Hyopsodontiden zu den Insectivoren, was aber wegen der Länge der
+¡P¡ nicht zulässig ist.
+
+¿Mioclaenus¿ Cope (Fig. 603.) Zahnreihe geschlossen. ¡P¡ relativ kurz.
+¡M. turgidus, acolytus¡ Cope. Eine Art auch im Fort Unionbed, Montana.
+
+¿Protoselene¿ Matthew. ¡P¡ gestreckt (¡Mioclaenus¡) ¡opisthaca¡ Cope
+sp.
+
+¿Oxyacodon¿ Osborn und Earle. Kurze einfache ¡P¡, untere ¡M¡
+fünfhöckerig. ¡O.¡ (¡Anisonchus¡) ¡agapetillus¡ Cope sp.
+
+? ¡Coryphagus¡ Douglass. Fort Unionbed. Montana.
+
+[Illustration: Fig. 603.
+
+¡Mioclaenus lemuroides¡ Matthew. Unterstes Eocän. Torrejonbed.
+Neu-Mexico. Unterkiefer und obere Zahnreihe. ¡P^3-M^3¡ nat. Gr.
+(nach ~Matthew~.)]
+
+
+2. Familie. #Periptychidae.# Cope.
+
+¡Obere M trituberkulär oder quadrituberkulär. Obere und untere P
+sehr groß, meist einspitzig oder mit niedriger Innenspitze. Tibiale
+Gelenkfläche des breiten kurzen Astragalus gewölbt, in der Mitte
+vertieft. Naviculare seitlich mit Calcaneum und Cuboid verbunden.¡
+
+Im Untereocän, Puerco und Torrejonbed von Neu-Mexiko. Nach ~Matthew~
+schließen sich die Periptychiden im Extremitätenbau an die Amblypoden
+an. Die ¡M¡ unterscheiden sich jedoch wesentlich durch ihre
+Bunodontie.
+
+¿Periptychus¿ Cope. Mit stark differenzierten großen ¡P¡ und
+quadratischen oberen ¡M¡. Etwa Größe von Schaf. ¡P. rhabdodon¡ Cope.
+
+¿Ectoconus¿ Cope. Ebenfalls groß mit vielhöckerigen ¡M¡.
+
+¿Haploconus¿, ¿Hemithlaeus¿, ¿Anisonchus¿ (¿Zetodon¿) Cope.
+¿Conacodon¿ Matthew. Alle klein, obere ¡M¡ viel breiter als lang, ohne
+Hypocon.
+
+
+3. Familie. #Phenacodontidae.# Cope.
+
+¡Obere M viereckig, breiter als lang mit je zwei Außen-, zwei
+Zwischen- und zwei Innenhöckern. Untere M meist mit sechs Höckern.
+Vordere P einfach, P_{3} mit Nebenspitzen. P^4 trituberkulär mit
+Nebenspitzen, P_{4} fast wie M, nur schmäler. Astragalus mit
+ausgefurchter Trochlea. Fibula nur mit Astragalus, Naviculare mit
+Calcaneum und Cuboid artikulierend. Schwanz lang.¡
+
+Die Phenacodontiden unterscheiden sich von den Periptychiden durch die
+kleineren ¡P¡, durch den höheren, fester gefügten Tarsus und durch
+den längeren Astragalushals. ¡P_{1}¡ und ¡P_{2}¡ einfach, ¡P_{3}¡ mit
+Nebenspitze, ¡P_{4} M¡-artig, aber schmäler. ¡P^4¡ trituberkulär.
+
+¿Phenacodus¿ Cope. Von zwei Arten dieser Gattung kennt man das ganze
+Skelett. Die größere, ¡P. primaevus¡ Cope, hatte beinahe die Größe von
+Tapir, die kleinere, ¡Wortmani¡ Cope, die einer Dogge. Untereocän.
+Wasatchbed.
+
+¿Tetraclaenodon¿ Scott (¡Protogonia¡ Cope, ¡Euprotogonia¡ Matthew).
+(Fig. 604.) ¡M¡ Hyracotheriumähnlich, ¡P¡ sehr einfach. Zierliche
+Extremitäten. Untereocän. Torrejonbed. Neu-Mexiko und Montana.
+
+[Illustration: Fig. 604.
+
+¡Tetraclaenodon puercensis¡ Cope sp. ¡A¡ obere Backenzähne, ¡B¡ untere
+Backenzähne (¡D_{4} M_{1. 2}¡, ¡P_{4}¡) nat. Gr. (Nach Osborn.) ¡C¡
+Hinterfuß 1/2 nat. Gr. (Nach ~Matthew~.)]
+
+¡Protogonodon¡ Scott (¡Mioclaenus pentacus¡ Cope) sehr groß,
+mit fünfhöckerigen ¡M¡. Ist vielleicht der Vorläufer gewisser
+Artiodactylen (¡Achaenodon¡). Untereocän. Puercobed. Neu-Mexiko.
+
+
+4. Familie. #Meniscotheriidae#.
+
+¡Zahnreihe fest geschlossen. Obere M mit W-förmiger Außenwand, zwei
+gebogenen Zwischenhöckern und zwei ungleichen konischen Innenhöckern.
+Hintere P trituberkulär. Untere M und P_{4} mit zwei ¥V-förmigen¥
+Außenmonden, P_{1-3} einspitzig. Astragalus stark verlängert und mit
+konvexem Naviculargelenk. Schwanz lang.¡
+
+Die Meniscotheriiden sind die Ahnen der Chalicotheriiden.
+
+¿Meniscotherium¿ Cope. (Fig. 605.) (¡Hyracops¡ Marsh?) aus dem unteren
+Eocän, Wasatchbed von Neu-Mexiko.
+
+[Illustration: Fig. 605.
+
+¡Meniscotherium terrae-rubrae¡ Cope. Unt. Eocän (Wasatch-Stufe).
+Neu-Mexico. Die drei oberen Molaren u. zwei letzten Prämolaren in nat.
+Gr. (Nach ~Cope~.)]
+
+
+5. Familie. #Pleuraspidotheriidae.# Lemoine.
+
+¡Gebiß vollständig, J, C und P konisch. Vor und hinter P_{2} ein
+kurzes Diastema. Obere M mit zwei ¥V-förmigen¥ Innen- und zwei
+konischen Außenhöckern und einem kleinen vorderen Zwischenhöcker.
+P^4 = M^1. P^3 mit einfachem Innenhöcker. Untere M, P_{3} und P_{4}
+mit vierpaarig opponierten konischen Höckern und einem unpaaren
+Vorderhöcker. Endphalangen der fünfzehigen Extremitäten schmal,
+distal, jederseits etwas verbreitert. Astragalus mit breiter Rolle und
+kurzem Hals.¡
+
+¿Pleuraspidotherium¿ Lemoine aus dem untersten Eocän von Reims
+hat möglicherweise phylogenetische Bedeutung für europäische
+Perissodactylen.
+
+
+2. Unterordnung. #Litopterna.# Ameghino.[141]
+
+¡Ausgestorbene, digitigrade Huftiere mit serial angeordneten
+Carpalien und Tarsalien, Hand und Fuß fünf- (?), drei- oder einzehig.
+Astragalus mit ausgefurchter Trochlea und konvexer distaler
+Gelenkfläche. Calcaneum mit Fibula artikulierend. Gebiß vollständig
+oder J reduziert. Zähne häufig in geschlossener Reihe. Backenzähne
+bunolophodont, selenolophodont, meist brachyodont. Humerus ohne
+Foramen entepicondyloideum. Endphalangen breit abgeplattet.¡
+
+Die Litopterna sind eine auf Südamerika beschränkte Unterordnung der
+Huftiere, welche sich aus eingewanderten bunodonten nordamerikanischen
+Condylarthren entwickelt und dabei eine ähnliche Zahnform und
+Reduktion der Seitenzehen erlangt haben wie manche Perissodactylen.
+
+Die Reduktion erstreckt sich teils nur auf die erste und fünfte
+Zehe, teils auch auf die zweite und vierte, welche hierbei entweder
+bloß dünner oder kürzer werden, oder auch bis auf kurze Stummel
+verschwinden können. Die ~Zähne~ werden nur ausnahmsweise hypselodont,
+bei den brachyodont bleibenden äußert sich der Fortschritt in der
+Teilung der Wurzeln, so daß jeder Zahn im Unterkiefer mit vier
+Wurzeln versehen ist. Mit den Notoungulaten haben sie zwar die
+Kürze des Metalophs der oberen ¡M¡ gemein, sie unterscheiden sich
+aber von ihnen, abgesehen von der Brachyodontie, schon dadurch, daß
+Trigonid und Talonid der unteren ¡M¡ gleiche Größe besitzen. Die
+oberen ¡M¡ bestehen aus zwei Außenhöckern, welche ein mit Para- und
+Mesostyl versehenes Ectoloph bilden, einem großen Protocon und zwei
+Zwischenhöckern und einem kleinen Hypocon. Der Protocon verbindet sich
+mit dem Protoconulus zu einem schrägen Protoloph, dagegen entsteht
+das kurze Metaloph aus dem Hypocon und aus dem erhabenen Hinterrand
+des Zahnes. Der Metaconulus vereinigt sich eher mit dem Protocon
+als mit dem Hypocon. Die unteren ¡M¡ bestehen aus zwei gleichgroßen
+Halbmonden, der für die Notoungulata so charakteristische Innenhöcker
+seitlich vom zweiten Halbmond tritt nur bei den ¿Macraucheniidae¿
+auf. Die ¡P¡ sind einfacher als die ¡M¡ und werden nach vorne zu
+dem ¡C¡ ähnlich. Von den ¡J¡ kann der letzte verschwinden, und der
+zweite größer werden als ¡J_{1}¡. Alle Zähne sind meist brachyodont
+und schließen ziemlich dicht aneinander. Die einzelnen Knochen haben
+vielfache Ähnlichkeit mit jenen von Perissodactylen.
+
+
+1. Familie. #Bunolitopternidae.#
+
+¡Obere M aus je zwei mehr oder weniger isolierten Außenhöckern, zwei
+Zwischenhöckern und zwei ungleich großen Innenhöckern bestehend,
+öfters auch mit einer Anzahl von Nebenhöckern versehen. Untere M mit
+je zwei konischen Innen- und zwei ¥V-förmigen¥ Außenhöckern. P viel
+einfacher als die M.¡
+
+Von den Condylarthren -- Phenacodontiden -- unterscheidet sich diese
+Familie hauptsächlich durch die Kleinheit der ¡C¡ und das Fehlen von
+Zahnlücken. Die Extremitäten waren möglicherweise noch fünfzehig.
+
+Von den zahlreichen Gattungen, welche ~Ameghino~ vorwiegend auf
+isolierte ¡M¡ begründet hat, führen ¿Lambdaconus¿, ¿Oroacrodon¿ etc.
+zu den Macraucheniiden, ¿Notoprogonia¿, ¿Lonchoconus¿, ¿Proectocion¿
+etc. zu den Proterotheriiden, während andere ¿Ricardolydekkeria¿,
+¿Josepholeidya¿, ¿Argyrolambda¿ etc. gänzlich erloschen sind. Nur von
+¿Didolodus¿ (Fig. 606) ist die Zahnreihe ziemlich vollständig bekannt.
+
+Alle Gattungen stammen aus dem Eocän -- Notostylops-Schichten -- und
+Oligocän -- Astraponotus-Schichten -- von Patagonien.
+
+[Illustration: Fig. 606.
+
+¡Didolodus crassicuspis¡ Ameghino. Obereocän. Notostylops-Schichten.
+Patagonien. ¡A¡ obere, ¡B¡ untere Backenzähne nat. Gr. (Nach
+~Ameghino~.)]
+
+[Illustration: Fig. 607.
+
+¡Protheosodon coniferus¡ Ameghino. Untermiocän. Pyrotherium-Schichten.
+Oberer Molar. Nat. Größe. (Nach ~Ameghino~.)]
+
+[Illustration: Fig. 608.
+
+¡Cramauchenia insolita¡ Ameghino. Miocän. Colpodon-Schichten. ¡A¡
+linker oberer ¡M¡, ¡B¡ rechter unterer ¡P_{4}¡ und ¡M_{1}¡. Nat. Gr.]
+
+
+2. Familie. #Macraucheniidae.# Gervais.
+
+¡Schädel langgestreckt, schmal, mit kleinem Cranium und weit
+zurückliegender aufwärts gerichteter Nasenöffnung. Nasenbeine klein
+oder verkümmert. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Alle Zähne in geschlossener
+Reihe und allmählich ineinander übergehend. M lophodont. Untere M aus
+zwei Halbmonden und einem Innenhöcker bestehend, obere mit W-förmigem
+Ectoloph, großem Protocon, der mit Protoloph und Metaloph verbunden
+ist, und einem kleinen Hypocon. Vorder- und Hinterfuß dreizehig. Femur
+mit drittem Trochanter. Fibula am Calcaneum articulierend. Leitkiele
+nur auf der Hinterseite der Metapodien gut entwickelt.¡
+
+Die Macraucheniiden beginnen im Eocän von Patagonien mit
+bunodonten-brachyodonten und erlöschen im Pleistocän von Argentinien
+mit selenolophodonten-hypselodonten Formen. Sie erreichen sehr
+ansehnliche Größe und zeichnen sich durch hohe, digitigrade
+Extremitäten, langen Hals und langgestreckten Schädel mit weit
+zurückliegenden Nasenlöchern aus. Die Zähne erinnern etwas an
+¡Anoplotherium¡. Vorder- und Hinterrand bilden einen hohen Kragen an
+der Innenseite der oberen ¡M¡ und ¡P¡. Die Lebensweise scheint aquatil
+gewesen zu sein.
+
+¿Coniopternium¿, ¿Protheosodon¿ Ameghino. (Fig. 607). Untermiocän.
+Pyrotherium-Schichten. ¿Cramauchenia¿ Amegh. (Fig. 608) und
+¿Theosodon¿ Amegh. Miocän von Santa Cruz. Alle brachyodont. Orbita
+hinten offen, Nasenbeine kurz, frei vorragend. Vorder- und Hinterfuß
+dreizehig.
+
+¿Oxyodontherium¿, ¿Scalabinitherium¿ Amegh. Pliocän. Argentinien.
+Zähne mäßig hypselodont.
+
+[Illustration: Fig. 609.
+
+¡Macrauchenia patachonica¡ Owen. ¡A¡ Vorderfuß (nach ~Gervais~.)]
+
+[Illustration: Fig. 610.
+
+¡Macrauchenia patachonica¡ Owen. Pleistocän (Pampas-Stufe) von Buenos
+Aires. Argentinien. Schädel von unten und oben, 1/6 nat. Gr. (nach
+~Bravard~.)]
+
+[Illustration: Fig. 611.
+
+¡Macrauchenia patachonica¡ Owen. Restauriertes Skelett. (Nach
+~Burmeister~.)]
+
+¿Macrauchenia¿ Owen (¡Opisthorhinus¡ Brav.) (Figuren 609, 610, 611.)
+Nasenbein rudimentär, großes Nasenloch inmitten des Schädels gelegen.
+Orbita hinten geschlossen. Pleistocän.
+
+
+3. Familie. #Proterotheriidae.# Ameghino.
+
+¡Schädel mäßig lang mit verschmälerter Schnauze. Nasenbeine
+lang, Orbita hinten geschlossen. §1.0.4.3.§/§2.1.4.3.§ Alle
+Zähne brachyodont. Im Oberkiefer kurze Zahnlücke. Obere M mit
+W-förmigem Ectoloph, zwei ungleich großen Innen- und ein oder zwei
+Zwischenhöckern. Die beiden letzten P öfters M ähnlich. Untere M
+und P_{2-4} aus zwei Halbmonden bestehend und vierwurzelig. J_{2}
+vergrößert, C klein. Extremitäten drei- oder einzehig, nur die dritte
+kräftig entwickelt. Leitkiel über die ganze distale Fläche der
+Metapodien verlaufend.¡
+
+¿Epitherium¿ Ameghino. Zweite und vierte Zehe kurz und dünn. Älteres
+Pleistocän. Monte Hermoso. Argentinien. ¿Eoauchenia¿ Amegh. Ebenda.
+Zahnkronen hoch.
+
+¿Diadiaphorus¿ (Fig. 612) und ¿Proterotherium¿ Ameghino. Miocän und
+Pliocän. Dreizehig. An dem Innenende der Halbmonde der unteren ¡M¡ bei
+letzterer Gattung isolierte Pfeiler.
+
+¿Brachytherium¿ Ameghino. Pliocän von Argentinien.
+
+¿Licaphrium¿ Ameghino. ¿Tetramerorhinus¿ Ameghino. Miocän von
+Patagonien.
+
+¿Thoatherium¿ Ameghino. (Fig. 613.) Ebenda. Mit nur einer Zehe.
+
+¿Eoproterotherium¿, ¿Deuterotherium¿ Ameghino. Untermiocän.
+Pyrotherium-Schichten von Patagonien.
+
+[Illustration: Fig. 612.
+
+¡Diadiaphorus majusculus¡ Ameghino. Obermiocän. Santa Cruz Patagonien.
+¡A¡ linker Oberkiefer. 3/4 nat. Gr. (Nach ~Ameghino~.) ¡B¡ oberer
+¡M^{1-2}¡. ¡C¡ unterer ¡M_{2}¡ und ¡M_{3}¡ nat. Gr. ¡D¡ Calcaneum, ¡E
+F¡ Astragalus 2/3 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 613.
+
+¡Thoatherium crepidatum¡ Ameghino. Obermiocän. Santa Cruz. Patagonien.
+¡A¡ Vorderfuß, ¡B¡ Hinterfuß. 1/2 nat. Gr. ¡C Th. minusculum¡
+Ameghino. Unterkiefer. 2/3 nat. Gr. (Nach ~Ameghino~.)]
+
+
+4. Familie. #Adiantidae.# Ameghino.
+
+¿Adiantus¿, ¿Proadiantus¿ Ameghino. Miocän von Patagonien. Nur
+Unterkiefer bekannt mit geschlossener Zahnreihe, 3.1.4.3., ¡J¡ und
+¡C¡ meißelförmig, ¡M¡ ziemlich hoch aus zwei Monden und Innenpfeilern
+bestehend. Systematische Stellung unsicher.
+
+
+3. Unterordnung. #Perissodactyla.#[142] Owen.
+
+~Unpaarzeher~ (¡Mesaxonia¡ Marsh).
+
+¡Unguligrad, mit vorwiegend entwickelter Mittelzehe, Hinterfuß meist
+dreizehig, Vorderfuß drei- oder vierzehig, zuweilen an beiden Füßen
+nur eine Zehe. Astragalus mit tief ausgefurchter Gelenkrolle, distal
+abgestutzt. Hand- und Fußwurzelknochen alternierend, Gebiß meist
+vollständig. Backenzähne lophodont, selten bunodont. Femur mit drittem
+Trochanter. Fibula nicht am Calcaneum articulierend.¡
+
+Die Perissodactylen sind heutzutage nur mehr durch die drei Gattungen
+¡Tapirus¡, ¡Rhinoceros¡ und ¡Equus¡ vertreten, während sie im Tertiär
+einen großen Formenreichtum aufzuweisen haben. Sie sind ausgezeichnet
+durch die kräftige Entwicklung der dritten oder Mittelzehe an Vorder-
+und Hinterfuß, welche bei den spezialisiertesten Formen, den Equiden,
+ganz allein die Körperlast trägt und auch bei den übrigen stets die
+Hauptachse der Extremitäten enthält.
+
+Der ~Schädel~ gewinnt durch das Überwiegen der Gesichtsknochen über
+die Gehirnkapsel verlängerte Form. Das Hinterhaupt fällt steil ab,
+die Condyli sind quer konvex, die großen Schläfengruben von einer
+Crista temporalis überdacht. Die Nasenbeine ragen frei über die
+seitlich offenen, weit zurückreichenden Nasenlöcher vor, welche unten
+von den Zwischenkiefern und öfters auch vom Oberkiefer begrenzt
+werden. Zuweilen (¡Rhinoceros¡) tragen die Nasenbeine auf rauhen,
+polsterartigen Flächen Hörner, oder es können sich auf ihnen knöcherne
+Protuberanzen erheben (¡Titanotheriidae¡). Die Augenhöhlen sind in der
+Regel weit offen und nur bei den jüngeren Equiden ringsum knöchern
+begrenzt.
+
+Das definitive ~Gebiß~ der Perissodactylen besteht in seiner typischen
+Entwicklung aus je §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Diese Zahnformel gilt fast
+für alle eocänen Gattungen. Die Modernisierung des Gebisses veranlaßt
+bei jüngeren und vorgeschritteneren Formen eine Reduktion, zuweilen
+sogar vollständige Verkümmerung der ¡J¡, der oberen und selbst der
+unteren ¡C¡ und der vordersten ¡P¡. Die Backenzähne sind bei den
+primitiveren Formen brachyodont, bei einzelnen vorgeschritteneren
+prismatisch. Die älteren Perissodactylen haben vorwiegend heterodonte,
+die jüngeren homöodonte Backenzähne. Die ursprünglich praktisch
+vierhöckerige, aber doch mit Nebenhöckern versehene Krone bleibt
+selten rein bunodont, meist sind die Höcker durch Joche verbunden
+(lophodont). Durch Vorsprünge an der Außenseite -- ~Parastyl~,
+~Mesostyl~, ~Metastyl~ --, an der Innenseite der Außenwand --
+~Crista~ -- und an den Querjochen -- ~Crochet~ und ~Antecrochet~
+-- der oberen Backenzähne wird die Zahnkrone häufig verstärkt und
+bei vorgeschritteneren Formen bekommt der Schmelz öfters auch eine
+Zementhülle.
+
+Im ~Milchgebiß~ stimmen die ¡JD¡ und ¡CD¡ mit denen des definitiven
+Gebisses überein, die ¡D¡ gleichen nur bei den homoeodonten Formen
+ihren Ersatzzähnen, bei den heterodonten besitzen nur die zwei
+hinteren Milchzähne die Gestalt von Molaren und der vorderste
+zeichnet sich in der Regel durch einfachere, ¡P¡-ähnliche Form aus.
+
+Die ~Wirbelsäule~ besteht aus 7 Hals-, 22 Rücken- und Lendenwirbeln,
+5-6 Sacral- und mindestens 13 Schwanzwirbeln. Ein Schlüsselbein
+fehlt. Humerus kurz, gedrungen, ohne Foramen entepicondyloideum.
+Fossa olecrani niemals durchbohrt. Radius und Ulna bald gleichmäßig
+entwickelt, getrennt, bald distal verschmolzen.
+
+Verwachsungen von ~Carpalia~ finden nicht statt, wohl aber werden die
+Carpalia durch seitliche Verschiebung der distalen Reihe und durch
+Streckung nach rückwärts fester ineinander verkeilt. Das Scaphoideum
+ruht nicht bloß auf dem Trapezoid wie bei den Condylarthra, sondern
+auch teilweise auf dem Magnum, das Lunare stützt sich auf Magnum und
+Unciforme, und nur das Cuneiforme wird bloß von einem Carpale, dem
+Unciforme getragen. Das Centrale ist nicht mehr vorhanden. Bei den
+Formen mit drei annähernd gleich langen Zehen ist der Carpus hoch, bei
+den jüngeren ~Equiden~ mit ungemein starker Mittelzehe verbreitert
+sich das Magnum und schiebt Trapezoid und Unciforme nach der Seite,
+wobei das Trapezium ganz aus dem Carpus verdrängt wird und zuletzt
+vollständig verschwindet. Die Zahl der Metacarpalia ist im Maximum
+vier, meist drei, beim ~Pferd~ nur eins. Ein Daumen fehlt stets, der
+fünfte Finger ist, wenn überhaupt vorhanden, kürzer als die übrigen.
+
+Die ~Metacarpalia~ greifen mit ihren schwach konkaven proximalen
+Gelenken etwas zwischen die Carpalia herein und alternieren mit ihnen.
+Die Länge der Metapodien ist sehr verschieden. Verlängerung von
+Metapodien bedeutet in der Regel einen Fortschritt und ist meist mit
+Reduktion der Seitenzehen verbunden. Wird die ganze Körperlast auf
+die Mittelzehe verlagert, so bildet sich am distalen konvexen Gelenk
+von Metacarpale III (und Metatarsale III) ein zugeschärfter Leitkiel
+aus, welcher eine seitliche Verschiebung der Zehe verhindert. Bei den
+älteren drei- oder vierzehigen Perissodactylen sind die Leitkiele auf
+die Hinterseite der distalen Gelenkfläche beschränkt. Die dreieckigen,
+unten abgeplatteten Endphalangen sind von Hufen umgeben.
+
+Der ~Oberschenkel~ zeichnet sich durch einen vorspringenden, öfters
+sehr stark entwickelten dritten Trochanter aus. Tibia und Fibula
+sind bei den Formen mit wenig überwiegender Mittelzehe vollständig
+entwickelt und getrennt, bei den jüngeren Equiden verkümmert die
+Fibula zu einem kurzen proximalen Griffelbein.
+
+[Illustration: Fig. 614.
+
+¡Palaeotherium.¡ Calcaneum. ¡as, p'¡ Fasetten für den Astragalus,
+¡cub¡ Fasette für das Cuboideum.]
+
+[Illustration: Fig. 615.
+
+¡Palaeotherium.¡ Astragalus. ¡t¡ Trochlea, ¡n¡, ¡cub¡ Fasetten für
+das Naviculare und Cuboideum, ¡c¡, ¡c'¡ Berührungsfläche mit dem
+Calcaneum, ¡a¡ Grube zur Aufnahme des unteren Endes der Tibia.]
+
+Von den ~Tarsalknochen~ hat das Calcaneum (Fig. 614 ¡A¡) einen
+verlängerten, am Ende rauhen Stiel (tuber calcis) und ein nach
+innen vorspringendes Sustentaculum mit drei Fasetten für den
+~Astragalus~ (Fig. 615 ¡B¡). Dieser letztere hat oben und vorne
+eine tiefausgefurchte Rolle für die Tibia, innen und hinten drei
+Gelenkflächen für das Calcaneum und an dem abgestutzten oder höchstens
+schwach gewölbten distalen Ende eine große Fasette für das Naviculare
+(¡n¡) und eine kleine für das Cuboideum (¡cub¡). Zwischen der
+proximalen und der distalen Tarsusreihe liegt, ausschließlich vom
+Astragalus bedeckt, das von den drei Cuneiformia getragene Naviculare.
+Das Cuboideum ist hoch, trägt das Calcaneum, artikuliert aber auch
+stets mit dem Astragalus. Alle Tarsalia bleiben getrennt, nur bei
+den vorgeschritteneren Equiden kommen Verwachsungen von Cuneiformia
+vor. Die Reduktion der Seitenzehen ist am Hinterfuß vollständiger
+und konstanter als am Vorderfuß. Der Hinterfuß ist somit entweder
+dreizehig oder, bei den jüngeren Equiden, einzehig. Die meist ebenen
+proximalen Gelenkflächen der Metatarsalia greifen nicht in die untere
+Tarsusreihe ein.
+
+Die ~Perissodactylen~ lassen sich in fünf Familien, ¿Tapiridae¿,
+¿Rhinoceridae¿, ¿Equidae¿, ¿Titanotheriidae¿ und ¿Chalicotheriidae¿
+einteilen, von denen die vier ersten auf eine gemeinsame Stammform
+zurückgehen, welche der Condylarthrengattung ¡Tetraclaenodon¡
+vermutlich sehr ähnlich war, während die ¿Chalicotheriidae¿
+ungezwungen von der Condylarthrengattung ¿Meniscotherium¿ abgeleitet
+werden können.
+
+
+1. Familie. #Tapiridae.#[143]
+
+¡Nasenbeine kurz, frei vorragend. §3.1.4-3.3.§/§3-2.1.4-3.3.§
+J meißelförmig, C konisch. Backenzähne brachyodont. P anfangs
+einfacher als M, bei den späteren Formen gleich M. Obere M mit zwei
+untereinander verbundenen Außenhöckern und zwei geraden Querjochen,
+welche die Außenhügel mit den beiden Innenhügeln verbinden. Parastyl
+kräftig. Untere M mit zwei rechtwinklig oder schief zur Längsachse
+gerichteten Querjochen. Vorderfuß meist mit vier, Hinterfuß mit drei
+Zehen.¡
+
+Die Tapiriden enthalten kleine, mittelgroße und ausnahmsweise auch
+große Formen. Die einzige noch existierende Gattung lebt in Südasien
+und im tropischen Amerika. Fossile Tapiriden beginnen im Untereocän
+von Europa und Nordamerika und reichen in Europa bis in das Pliocän.
+Im Pleistocän haben sie sich in ihre jetzigen Wohnsitze zurückgezogen,
+sind aber auch noch fossil in China und Nordamerika vertreten. Ihre
+nächsten Beziehungen haben sie zu den Rhinoceriden.
+
+[Illustration: Fig. 616.
+
+¡Tapirus americanus¡ Lin. ¡A¡ linker Vorderfuß, ¡B¡ rechter Hinterfuß.
+1/5 nat. Gr.]
+
+Fast alle Tapiriden besitzen ein vollständiges Gebiß. Die ¡C¡ sind
+meist durch ein Diastema von den stets brachyodonten Backenzähnen
+getrennt. Das in der Regel gut entwickelte Cingulum bildet an der
+Vorderaußenecke der oberen ¡M¡ und oft auch der ¡P¡ einen Pfeiler
+(Parastyl). Die Querjoche, welche die Außenhöcker mit den Innenhöckern
+verbinden, verlaufen fast geradlinig (ortholophodont). Im Unterkiefer
+sind die vorderen Schenkel der ursprünglich ¥V-förmigen¥ Joche fast ganz
+verwischt, so daß in der Regel nur die hinteren Schenkel einfache
+Querjoche bilden. Bei allen alttertiären Gattungen unterscheiden sich
+die ¡P¡ durch einfacheren, im Oberkiefer häufig noch trituberkulären
+Bau von den ¡M¡, beim lebenden Tapir haben die ¡P¡, mit Ausnahme
+des vordersten, das Aussehen von echten ¡M¡ erhalten. Im Oberkiefer
+sind meistens 4, im Unterkiefer 3 bis 4 ¡P¡ vorhanden, welchen die
+¡M¡ ähnlichen ¡D¡ vorausgehen. Im Unterkiefer tritt häufig Verlust
+des vordersten ¡P¡ ein, während der Oberkiefer meist die volle
+Zahl (4) behält. Nur die Gattung ¡Lophiodon¡ besitzt trotz ihres
+hohen geologischen Alters oben und unten nur 3 ¡P¡. Der Schädel der
+Tapiriden ist in der Regel gestreckt, die Schnauze verschmälert,
+die Gehirnhöhle mäßig groß, die Orbita sind hinten nicht knöchern
+umgrenzt, die Nasenbeine frei vorragend, bei den älteren Formen sehr
+lang und groß, bei Tapir kurz und dreieckig, Raum für einen kurzen
+Rüssel lassend. Nasenöffnung groß und weit zurückreichend. Postglenoid
+und Paroccipitalfortsätze wohl entwickelt. Die Extremitäten
+(Fig. 616) haben mäßige Länge, sie sind schlanker als bei den meisten
+Rhinoceriden aber plumper als bei den meisten Equiden. Ulna und Radius
+sind getrennt und nahezu gleich stark. Im Carpus ruht das Scaphoid
+auf Trapezoid und Magnum, und das Lunatum zum größten Teil auf dem
+Unciforme. Das Magnum trägt die Hauptlast und wird von Metacarpale II
+und III gestützt. Der Vorderfuß ist vier-, der Hinterfuß dreizehig.
+Das Femur hat einen mäßig entwickelten dritten Trochanter, die Fibula
+ist stets vollständig. Der Astragalus besitzt eine tief ausgefurchte
+Trochlea und distal eine große abgestutzte Gelenkfläche für das
+Naviculare und eine kleine für das Cuboid. Der Bau von Carpus und
+Tarsus hat bei den Tapiriden während des ganzen Tertiärs keine
+nennenswerten Veränderungen erfahren.
+
+
+1. Unterfamilie. #Lophiodontinae.#
+
+¡Obere und untere M mit zwei schiefen Querjochen. Sämtliche P oder
+doch die vordersten einfacher als die M. Metacon der oberen M konkav.¡
+Nur fossil im Eocän von Europa und Nordamerika.
+
+¿Heptodon¿ Cope. §3.1.4.3.§/§3.1.4-3.3.§ Alle ¡P¡ einfacher als die
+¡M¡. Unterer ¡M_{3}¡ dreijochig. Untereocän. (Wasatch- und Wind
+Riverbed). Wyoming.
+
+¡H. ventorum. calciculus¡ Cope.
+
+¿Helaletes¿ Marsh (¡Dilophodon¡, ¡Desmatotherium¡ Scott). §4§/§3§ ¡P¡,
+¡P^3¡ und ¡P^4¡ mit Nachjoch. Mitteleocän, Bridgerbed und Obereocän,
+Uintabed.
+
+¿Chasmotherium¿ Rütimeyer. §4§/§4§ ¡P¡, davon die beiden letzten
+¡M¡ ähnlich. Unterer ¡M_{3}¡ nur mit zwei Jochen. Mitteleocän von
+Frankreich und Schweizer Bohnerze.
+
+¿Lophiodon¿ Cuv. (¡Tapirotherium¡ Blv.) (Fig. 617). §3§/§3§ ¡P¡,
+sämtlich einfacher als die ¡M¡. Unterer ¡M_{3}¡ dreijochig. Schädel
+niedrig, lang, mit hohem Scheitelkamm. Hinterhaupt überhängend.
+Nasenbeine bis oberhalb ¡J^1¡ reichend. Hand vierzehig. ¡McV¡ kurz.
+Zahlreiche Arten im europäischen Eocän, in der Größe zwischen Schwein
+-- ¡L. occitanicum¡ Gerv. -- und Rhinoceros -- ¡L. rhinocerodes¡ Rüt.
+-- schwankend.
+
+¿Lophiodochoerus¿ Lemoine. Untereocän von Reims.
+
+[Illustration: Fig. 617.
+
+¡Lophiodon isselense¡ Cuv. Mitteleocän. Issel bei Castelnaudary. Aude.
+Zahnreihe des linken Oberkiefers und Unterkiefers, 1/2 nat. Gr. (Nach
+~Filhol~.)]
+
+
+2. Unterfamilie. #Tapirinae.#
+
+¡Untere M mit zwei rechtwinklig zur Längsachse stehenden Querjochen.
+Zweiter Außenhöcker der oberen M in der Regel konisch. P bei den
+älteren Formen einfacher, bei den jüngeren M ähnlich.¡
+
+Fossil im Eocän bis Pleistocän von Nordamerika, in Europa von Oligocän
+bis Pliocän, in Asien und Südamerika erst im Pleistocän.
+
+¿Systemodon¿ Cope. ¡P_{4}¡ in beiden Kiefern nahe an ¡C¡.
+Außenhöcker der oberen ¡M¡ fast gleich stark. Querjoche mit
+deutlichen Zwischenhöckern. ¡P^1¡ klein, einspitzig, die übrigen
+¡P¡ dreihöckerig. Unterer ¡M_{3}¡ dreijochig. Im unteren Eocän
+(Wasatchbed) von Wyoming und Neu-Mexiko. ¡S. semihians¡ Cope.
+
+¿Isectolophus¿ Scott und Osborn. Obereocän. Bridger und Uintabed.
+
+¿Protapirus¿ Filhol (Fig. 618). Oberer P^4 mit zwei äußeren Höckern
+und einem zweispitzigen Innenhöcker und zwei konvergierenden Jochen.
+Unterer ¡M_{3}¡ zweijochig. Oligocän. Phosphorite von Quercy und
+Bohnerz von Ulm. ¡P. priscus¡ Filhol. Die amerikanischen Arten ¡P.
+robustus¡ Sinclair (Untermiocän von Oregon), ¡obliquidens¡ und
+¡simplex¡ Wortman (Oligocän White Riverbed) sind wohl generisch
+verschieden -- Nachjoch der unteren ¡M¡ aus zwei fast isolierten
+Höckern bestehend.
+
+¿Colodon¿ Marsh. Ohne unteren ¡J_{1}¡ und unteren ¡P_{1}¡. Obere ¡P^2¡
+bis ¡P^4¡ mit Nachjoch. Paracon der oberen ¡M¡ konkav. Unterer ¡M_{3}¡
+zweijochig. Metapodium ¡III¡ viel kräftiger als die übrigen. Oligocän.
+White Riverbed.
+
+¿Tapiravus¿ Marsh. Miocän von New Jersey und Pliocän der Rocky
+Mountains, sehr unvollständig bekannt.
+
+¿Palaeotapirus¿ Gaudry (¡Paratapirus¡ Depéret) (Fig. 619). ¡P^1¡
+dreieckig und undeutlich dreihöckerig, ¡P^2¡ mit kurzem Vor- und
+langem Nachjoch. ¡P^3¡ und ¡P^4¡ oblong, mit gleichlangen Querjochen.
+¡M¡ trapezoidal im Umriß. Parastyl an den oberen ¡P¡ schwach, an den
+¡M¡ kräftig entwickelt. Untermiocän Ulm, Mainz, Brüx und Schweiz, Dep.
+Allier und Savoyen. ¡P. helveticus¡ Meyer sp.
+
+[Illustration: Fig. 618.
+
+Protapirus priscus Filhol. Quercy. ¡A¡ letzter oberer ¡P¡ und drei
+¡M¡. ¡B¡ die drei hinteren ¡M¡ des Unterkiefers in nat. Gr. (Nach
+~Filhol~.)]
+
+[Illustration: Fig. 619.
+
+¡Palaeotapirus helveticus¡ Meyer. Unt. Miocän. Eselsberg bei Ulm. ¡A¡
+¡P^2¡, ¡P^4¡ und ¡M^1¡ des Oberkiefers. ¡B¡ Ein Unterkiefer-Molar
+(nat. Gr.).]
+
+¿Tapirus¿ Linné (¡Elasmognathus¡ Gill). Obere ¡P¡ mit Ausnahme von
+¡P^1 M¡ ähnlich aber oblong und mit schwächerem Parastyl. Unterer
+¡P_{2}¡ verlängert, Schädel mit sehr kurzen, vorne zugespitzten
+und zuweilen durch eine Wand gestützten Nasenbeinen. Lebend in Süd-
+und Zentralamerika und in Südindien. Fossil in Europa im Obermiocän
+¡T. Telleri¡ Hofmann in Steiermark, im Unterpliocän ¡T. priscus¡
+Kaup Eppelsheim, Mittelpliocän, ¡T. hungaricus¡ Meyer Steiermark
+und Ungarn, Oberpliocän, ¡T. arvernensis¡ Croiz. und Job. Auvergne.
+Im Pleistocän von Südchina lebte der riesige ¡T. sinensis¡ Owen. Im
+Pleistocän von Nordamerika ¡T. Haysii¡ Leidy, in dem von Südamerika
+(Tarija) ¡T. tarijensis¡ Ameghino.
+
+
+2. Familie. #Rhinoceridae.#[144]
+
+¡Nasenbeine frei vorragend, häufig mit einem rauhen Polster
+für ein oder zwei Hörner. Nasenlöcher weit zurückreichend.
+§3-0.1-0.4-2.3.§/§3-0.1-0.4-2.3.§ J und C öfters fehlend. P den M mehr
+oder weniger ähnlich, bei den älteren Formen einfacher. Obere M mit
+dicker Außenwand, Ectoloph, und zwei schiefen, schwach gebogenen und
+mit dem Ectoloph innig verbundenen Querjochen. Untere M mit zwei fast
+rechtwinklig geknickten Jochen, wovon sich das Nachjoch -- Metalophid
+-- mit seinem vorderen Schenkel an das Vorjoch anschließt. M_{3} ohne
+drittes Joch. Vorderfuß mit drei oder vier, Hinterfuß mit drei Zehen.¡
+
+Zu den Rhinoceridae gehören vorwiegend große, kurzhalsige, plumpe,
+kurzbeinige und kurzgeschwänzte Grasfresser, welche noch jetzt
+in sumpfigen Niederungen des tropischen Indien, der Sundainseln
+und in Zentralafrika leben, fossil im oberen Eocän von Europa und
+Nordamerika beginnen und im Oligocän, Miocän und Pliocän einen großen
+Formenreichtum entfalten. Im Miocän erscheinen sie auch in Nordafrika
+und bald darauf auch in Asien. In Europa haben sie ihre letzten
+Vertreter im Pleistocän. Sie zeichnen sich teilweise durch den Besitz
+starker Hörner aus, die als echte Hautgebilde aus innig verwachsenen
+Haarbüscheln entstehen und auf rauhen Protuberanzen dem Nasenbein,
+zuweilen auch dem Stirnbein aufsitzen. Sind zwei Hörner vorhanden, so
+stehen sie meistens hintereinander.
+
+[Illustration: Fig. 620.
+
+Oberer Molar von Rhinoceros. 1/2 nat. Gr. ¡E¡ Ectoloph. ¡P¡ Protoloph.
+¡M¡ Metaloph. ¡Ps¡ Parastyl. ¡Cr¡ Crista, ¡A¡ Antecrochet. ¡C¡
+Crochet.]
+
+Das Gebiß ist nur bei den älteren Formen vollständig, bei den jüngeren
+verkümmern zuerst die ¡C¡ und dann allmählich auch die ¡J¡. Bei den
+älteren Formen sind alle oder doch die zwei vorderen ¡P¡ einfacher
+gebaut als die ¡M¡; bei allen jüngeren Rhinoceriden zeigen die ¡P¡
+und ¡M¡ mit Ausnahme des vordersten ¡P¡ im wesentlichen gleiche
+Zusammensetzung. In das von den Querjochen der oberen ¡M¡ (Fig. 620)
+begrenzte Quertal ragen häufig Vorsprünge, Sporne, vom Vorjoch,
+Protoloph, ~Antecrochet~ ¡A¡, von der Außenwand, Ectoloph ~Crista~
+¡Cr¡, und vom Nachjoch, Metaloph ~Crochet~ ¡C¡ nach ~Osborns~
+Bezeichnungsweise herein, die sich auch berühren und dann inselartige
+Räume umschließen können. An der Vorderaußenecke der oberen ¡P¡ und
+¡M¡ befindet sich der Parastyl. Der letzte untere ¡M¡ besitzt nie ein
+drittes Joch.
+
+Der ~Schädel~ ist niedrig, langgestreckt, das Hinterhaupt durch einen
+scharfen Occipitalkamm begrenzt, die Orbiten sind hinten offen und die
+Schläfengruben sehr groß. Die frei vorragenden Nasenbeine sind bei den
+hornlosen Formen schmal, bei den behornten stark und breit und werden
+zuweilen durch ein verknöchertes Mesethmoid gestützt. Die Nasenlöcher
+können bis zum ersten ¡M¡ reichen. Postglenoid und Mastoidfortsatz
+stehen zuweilen dicht beisammen.
+
+Die Extremitäten sind meist kurz und plump, Radius und Ulna kräftig,
+ähnlich wie bei den Tapiriden und wie bei ihnen vollständig getrennt.
+Auch der Carpus ist, wenigstens bei den älteren Formen, dem der
+Tapiriden ähnlich. Von den Metacarpalien ist ¡Mc III¡ kräftiger als
+¡Mc II¡ und ¡IV¡. ¡Mc V¡ ist, wenn überhaupt vorhanden, kurz. Der
+Oberschenkel zeichnet sich durch den Besitz eines großen, in Mitte
+der Diaphyse gelegenen dritten Trochanters aus. Tarsus und Metatarsus
+sind bei den primitiveren Formen etwas verlängert und schmal, bei den
+jüngeren kurz und breit.
+
+[Illustration: Fig. 621.
+
+¡Hyrachyus eximius¡ Leidy. Eocän (Bridger-Stufe). Wyoming. ¡A¡ Letzter
+oberer Prämolar und erster oberer Molar. ¡B¡ letzter unterer Backzahn
+(nat. Gr.). ¡C¡ Vorderfuß (nach einem Gipsabguß). ¡D¡ Hinterfuß (ca.
+1/5 nat. Gr.). (Nach ~Cope~.)]
+
+
+1. Unterfamilie. #Hyracodontidae.# Cope.
+
+¡Schädel kurz mit Sagittalcrista und seitlich sichtbarem Perioticum.
+Nasenbeine vorragend, hornlos. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ C schwach und
+dicht an die meißelartigen J stoßend, von den Backenzähnen durch ein
+Diastema getrennt. P und M entweder heterodont oder nahezu homoeodont.
+Die oberen M aus Außenwand und zwei schiefen Querjochen, die unteren
+aus zwei geknickten Halbmonden bestehend. Hals lang, Extremitäten lang
+und schlank. Vorderfuß vier- bis dreizehig, Hinterfuß dreizehig.¡
+
+Diese zierlichen, hochbeinigen, schlanken, langhalsigen Tiere erinnern
+eher an ältere Equiden als an Rhinoceriden, obwohl Schädel und
+Backenzähne im ganzen mit den letzteren übereinstimmen. Im Skelett
+stehen sie den Tapiriden nahe. Sie bilden einen gänzlich erloschenen
+Seitenzweig der Rhinoceriden, der auf Obereocän und Oligocän von
+Nordamerika beschränkt ist.
+
+¿Hyrachyus¿ Leidy (Fig. 621) (¡Colonoceras¡ Marsh?) ¡P¡ einfacher
+als ¡M¡, die oberen ¡P¡ dreihöckerig. Vorderfuß vierzehig, Hinterfuß
+dreizehig. Obereocän (Bridgerbed). Wyoming.
+
+¿Triplopus¿ Cope. Vorderfuß dreizehig. Obereocän (Bridger- und
+Uintabed).
+
+¿Hyracodon¿ Leidy (Fig. 622). Die drei hinteren ¡P M¡-artig. Vorderfuß
+dreizehig. Oligocän White Riverbed.
+
+[Illustration: Fig. 622.
+
+¡Hyracodon nebrascensis¡ Leidy. Oligocän. White Riverbed. Nebraska
+Schädel. 1/6 nat. Gr. (Nach ~Scott~.)]
+
+[Illustration: Fig. 623.
+
+¡Metamynodon planifrons¡ Osborn. Oligocän. White Riverbed. 1/10 nat.
+Gr. (Nach ~Osborn~.)]
+
+
+2. Unterfamilie. #Amynodontinae.# Scott and Osb.
+
+¡Schädel vor der Orbita tief ausgehöhlt, Vorderrand der Schnauze
+breit. Nasenbeine sehr kurz, hornlos. C oben und unten viel stärker
+als die J, hauerartig. M ähnlich wie bei Rhinoceros. Obere M ohne
+Sporne. P viel kleiner und einfacher als die M. Vorderfuß vier- und
+Hinterfuß dreizehig.¡
+
+Von einer Gattung dieser plumpen Tiere (¡Metamynodon¡) ist das Skelett
+vollständig bekannt. Der Schädel gleicht eher dem eines Bären als
+eines Rhinoceriden. In Nordamerika im Obereocän und Oligocän, in
+Europa im Oligocän.
+
+¿Amynodon¿ Marsh (¡Orthocynodon¡ Scott et Osb.)
+§3-2.1.4.3.§/§2-1.1.4.3.§ ¡M¡ nicht komprimiert. Obereocän. Uintabed.
+
+¿Metamynodon¿ Scott u. Osb. (Fig. 623). §2.1.3.3.§/§1.1.2.3.§
+Zahnkronen sehr hoch, stark komprimiert. Oligocän. White Riverbed.
+Dakota.
+
+¿Cadurcotherium¿ Gervais §2.1.3.3.§/§1.1.2.3.§ M seitlich stark
+komprimiert. Oligocän Phosphorite von Quercy und Gips von
+Isle-sur-Sorgues.
+
+
+3. Unterfamilie. #Rhinocerinae.#
+
+¡Schädel langgestreckt, hinten ansteigend, ohne Sagittalcrista,
+aber mit Supraoccipitalkamm. Perioticum nicht an der Außenseite des
+Schädels hervortretend. Nasenbeine lang, vorspringend, nicht selten
+mit Hornpolster. §3-0.1-0.4-3.3.§/§3-0.0.4-3.3.§ Obere C fast immer,
+untere stets fehlend, J frühzeitig teilweise und später zuweilen ganz
+reduziert oder oberer J^1 und unterer J_{2} stark spezialisiert.
+Obere Backenzähne mit Außenwand und zwei schiefen Querjochen, häufig
+mit Antecrochet, Crista und Crochet oder nur mit einem oder zwei
+dieser Sporne versehen. Obere und untere P häufig den M gleich. Hals
+kurz, Extremitäten plump. Vorderfuß vier- bis dreizehig, Hinterfuß
+dreizehig.¡
+
+Sämtliche Angehörige dieser Unterfamilie wurden von ~Cuvier~ in der
+einzigen Gattung ¿Rhinoceros¿ vereinigt, die jetzt in eine Anzahl
+von Subgenera zerlegt wird. Die fossilen Formen bilden zum Teil sehr
+vollständig geschlossene Formenreihen.
+
+¿Prohyracodon¿ Koch. Extremitäten schlank. Obere ¡M¡ ohne Sporne.
+Mitteleocän. Siebenbürgen.
+
+¿Trigonias¿ Lucas. §3.1.4.3.§/§3.0.4.3.§ Oberer ¡J_{1}¡ und unterer
+¡J_{2}¡ viel größer als die übrigen. ¡P¡ viel einfacher als ¡M¡.
+Nasenbeine und Zwischenkiefer lang. Vorderfuß vierzehig. Oligocän
+White Riverbed. ¡T. Osborni¡ Lucas.
+
+¿Leptaceratherium¿ Osborn §2.1.4.3.§/§2.0.3.3.§ Vorderfuß dreizehig.
+Ebenda ¡L. trigonodum¡ Osborn.
+
+¿Meniatherium¿ Abel. Oligocän. Krain. ¡P¡ und ¡M¡ einfach, klein.
+
+¿Epiaceratherium¿ Abel. Oligocän. Monte Bolca. ¡P^4¡ dreieckig.
+
+¿Ronzotherium¿ Aymard. ¡P¡ einfach. Nur Unterkiefer bekannt. Oligocän
+Ronzon. ¡R. velaunum¡ Aymard.
+
+[Illustration: Fig. 624.
+
+¡Aceratherium tetradactylum¡ Lartet. Obermiocän. Sansan (Gers.)
+Vorderfuß 1/5 nat. Gr. (Nach ~Blainville~.)]
+
+[Illustration: Fig. 625.
+
+¡Aceratherium sp.¡ Miocän. Nordamerika. Hinterfuß 1/5 nat. Gr.
+(nach ~Osborn~.)]
+
+[Illustration: Fig. 626.
+
+¡Aceratherium tridactylum¡ Osborn. Oligocän. Oberes White Riverbed.
+Nebraska. Schädel 1/9 nat. Gr. (Nach ~Osborn~.)]
+
+¿Praeaceratherium¿ Abel. (¡Eggysodon¡ Roman?) Obere ¡M¡ ohne Crochet
+und Antecrochet. ¡P¡ mit parallelen, ungleich langen Jochen und
+gerundeter Innenseite. Oligocän Phosphorite, schwäbische Bohnerze,
+Meeresmolasse von Alzey, ¡P. minus¡ Filh. sp. ¡E. Osborni¡ Schl. mit
+oberem ¡C¡.
+
+¿Protaceratherium¿ Abel. Obere ¡M¡ mit Crochet und Antecrochet,
+¡P¡ vierseitig mit konvergierenden Jochen. Oligocän. Phosphorite
+von Quercy, Stampien und Braunkohlen von Böhmen und Piemont. ¡P.
+cadibonense¡ Roger sp., ¡minutum¡ Cuv. sp.
+
+¿Aceratherium¿ Kaup (¡Caenopus¡ Cope) (Fig. 624-627).
+§2-1.0.4.3.§/§2-1.0.4.3.3.§ Dolichocephal, Nasenbeine schmal,
+hornlos. Oberer ¡J^1¡ komprimiert, ¡J_{1}¡ hinfällig, ¡J_{2}¡ lang,
+eckzahnähnlich mit dreikantiger Schneide. ¡P¡ stets einfacher als
+die ¡M¡. Obere ¡P¡ und ¡M¡ anfangs nur mit Antecrochet. Vorderfuß
+dreizehig, zuweilen mit kurzem, dünnen, vierten Finger (Fig. 624).
+Oligocän. White Riverbed von Nordamerika. ¡A. occidentale¡ Leidy,
+¡tridactylum¡, ¡platycephalum¡, Osborn, ¡mite¡ Cope, Miocän, Colorado
+¡persistens¡ Osborn. Untermiocän Europa ¡A. lemanense¡ Pomel,
+Mittelmiocän ¡platyodon¡ Mermier, Obermiocän ¡tetradactylum¡ Lartet,
+Unterpliocän, ¡incisivum¡ Kaup. Im Unterpliocän von Samos ¡A. samium¡,
+¡Schlosseri¡ Weber, im Pliocän der indischen Siwalik und in China ¡A.
+Blanfordi¡ Lydekker, von Maragha ¡A. Persiae¡ Pohlig.
+
+¿Diceratherium¿ Marsh. §1.0.4 .3.§/§2.0.4-3.3.§ Kleine Tiere,
+dolichocephal. Nasenbeine mit zwei kleinen, seitlichen Hornpolstern.
+¡P¡ fast stets ¡M¡ ähnlich. In Europa im Oligocän ¡D. Zitteli¡
+Schlosser, im Mittelmiocän ¡D. Douvillei¡ Osborn, im Obermiocän ¡D.
+steinheimensis¡ Jaeger. In Nordamerika im Oligocän ¡D. proavitum¡
+Hatcher, im Untermiocän (John Daybed) ¡D. armatum¡, ¡nanum¡ Marsh, ¡D.
+Cooki¡, ¡niobrarense¡ Peterson.
+
+[Illustration: Fig. 627.
+
+¡Aceratherium platycephalum¡ Osborn. Oligocän. White Riverbed. Obere
+Backenzähne. 1/2 nat. Gr. (Nach ~Osborn~.)]
+
+¿Brachypotherium¿ Roger. §1.0.4.3.§/§1.0.3.3.§ Brachycephal,
+brachyodont. ¡J^1¡ und ¡J_{2}¡ sehr kräftig. Obere ¡P¡ und ¡M¡ nur
+mit Antecrochet. ¡P¡ einfacher als ¡M¡. Schädel hornlos, Extremitäten
+kurz und plump. In Europa im Mittelmiocän ¡B. aurelianense¡ Nouel, im
+Obermiocän ¡B. brachypus¡ Lart., im Unterpliocän ¡B. Goldfussi¡ Kaup.
+In Ostindien ¡B. perimense¡ Lydekker.
+
+¿Teleoceras¿ Hatcher (Fig. 629) §1.0.4.3.3.§/§1.0.3-2.3.§ Brachycephal
+mit kleinem Horn an der Nasenspitze und ¿Aphelops¿, ¿Peraceras¿ (Cope)
+ebenso, jedoch ohne Horn. Backenzähne bei beiden mehr oder weniger
+hypselodont. Extremitäten überaus kurz und plump, so daß der Habitus
+des Tieres eher einem ¡Hippopotamus¡ als einem ¡Rhinoceros¡ gleicht.
+Im Miocän ¡A. megalodus¡ Cope, im Unterpliocän ¡Teleoceras fossiger¡
+Cope. Stammvater dieser nordamerikanischen Gattungen ist wohl
+¡Brachypotherium¡.
+
+[Illustration: Fig. 628.
+
+¡Rhinoceros¡ (¡Ceratorhinus¡) ¡Schleiermacheri¡ Kaup. Unterpliocän
+Eppelsheim. Oberer Molar. 2/3 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 629.
+
+¡Teleoceras fossiger¡ Cope. Obermiocän. Kansas. Schädel von unten.
+1/10 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+¿Ceratorhinus¿ Gray, ¡Dihoplus¡ Brandt (Fig. 628), mäßig
+dolichocephal. §2-0.0.4.3.§/§1-0.0.3.3.§ Oberer ¡J^1¡ und unterer
+¡J_{2}¡ ähnlich wie bei ¡Aceratherium¡, zuweilen noch ein oberer ¡J^2¡
+vorhanden. ¡P¡ häufig ¡M¡ ähnlich und wie diese mit Crochet, Crista
+und Antecrochet. Alle ¡P¡ und ¡M¡ brachyodont. Nasenbeine lang, mit
+Hornpolster, ein zweites zuweilen auf den Stirnbeinen. Die jüngeren
+Arten verlieren die ¡J¡, dagegen entwickelt sich ein knöchernes
+Nasenseptum. Im Untermiocän ¡C. tagicus¡ Roman. Im Obermiocän
+¡C. sansaniensis¡ und ¡simorrensis¡ Lartet, im Unterpliocän ¡C.
+Schleiermacheri¡ Kaup. Im Pleistocän von Niederösterreich ¡C.
+hundsheimensis¡ Toula. Lebend ¡C. sumatrensis¡.
+
+¿Rhinoceros¿ s. str. Gray (¡Zalabis¡ Cope) §1.0.4.3.§/§1.0.3.3.§
+Backenzähne häufig hochkronig. Schädel mit nur einem Horn. Occiput
+vorwärts geneigt. Processus postglenoideus und posttympanicus unten
+verwachsen. Lebend in Südindien (¡R. sondaicus¡ Horsf.) Fossil in den
+Siwalikschichten, ¡Rh. palaeindicus¡ und ¡sivalensis¡ Falc., und im
+Pleistocän von Ostindien und Borneo.
+
+¿Diceros¿ Gray (¡Atelodus¡ Pomel) (Fig. 630). §0.0.4.3.§/§0.0.3.3.§
+Occiput nach hinten geneigt. Processus postglenoideus und
+posttympanicus unten frei. Schädel mit zwei Hörnern. Lebend in Afrika
+(¡Rh. bicornis¡ Lin.). Fossil in Europa und auf Samos im Unterpliocän
+¡Rh. pachygnathus¡ Wagn., in Persien (Maragha) ¡Rh. Morgani¡
+Mecquenem, im Mittelpliocän ¡Rh. leptorhinus¡ Cuv., (¡Rh. megarhinus¡
+Christol), im Pleistocän von Ostindien ¡Rh. deccanensis¡ Lyd. und
+von China ¡Rh. sinensis¡ Owen. Zweifelhaft ist die Stellung von ¡Rh.
+platyrhinus¡ Lyd. aus den Siwalikschichten und von ¡Rh. Habereri¡
+Schlosser von China.
+
+¿Coelodonta¿ Bronn. §0.0.4.3.§/§0.0.3.3.§ Nasenbeine groß, durch eine
+knöcherne Scheidewand gestützt. Occiput nach hinten geneigt. Je ein
+Horn auf Nase und Stirne. Im Oberpliocän und im ältesten Pleistocän
+von Europa ¡Rh. etruscus¡ Falconer, im Pleistocän von Europa und
+Nordasien ¡Rh. Mercki¡ Jäger (in China durch ¡Rh. simplicidens¡ Koken
+ersetzt) und ¡Rh. antiquitatis¡ Blumb. (¡Rh. tichorhinus¡ Fisch).
+In Sibirien hat man zwischen dem Jenisei und der Lena Leichen von
+¡Rh. Mercki¡ und ¡antiquitatis¡ im gefrorenen Boden gefunden, die
+noch mit Wollhaar bekleidet waren. Die Vertiefungen der Backenzähne
+enthielten noch Futterreste (Coniferennadeln und Weidenblätter). ¡Rh.
+Mercki¡, der Nachkomme von ¡etruscus¡, erlosch bereits vor Ende des
+Pleistocäns, und erst nach ihm wird ¡Rh. antiquitatis¡ häufig, der
+wahrscheinlich von ¡Rh. platyrhinus¡ abstammt. ¡Rh. etruscus¡ geht
+vermutlich auf ¡Schleiermacheri¡ zurück.
+
+[Illustration: Fig. 630.
+
+¡Rhinoceros (Coelodonta) antiquitatis¡ Blumb. ¡A¡ Oberer Molar.
+Pleistocän. Kent's Höhle bei Torquay. 2/3 nat. Gr. (Nach ~Owen~.)
+¡B¡ unterer Molar von innen. 1/2 nat. Gr.]
+
+
+4. Unterfamilie. #Elasmotheriinae.#
+
+¡Schädel langgestreckt, mit zugespitzter Schnauze und großer
+halbkugeliger Protuberanz auf dem Stirnbein. Nasenbeine schmal,
+nur an der Spitze mit einer kleinen Rauhigkeit versehen.
+§0.0.2.3.§/§0.0.2.3.§ Ohne J und C. Backenzähne prismatisch,
+wurzellos. Obere M aus Außenwand und zwei schiefen Jochen, untere M
+aus zwei eckigen Halbmonden bestehend. Schmelz stark gekräuselt. P
+einfacher und kleiner als M. Skelett plump. Vorder- und Hinterfuß
+dreizehig.¡
+
+¿Elasmotherium¿ Fischer. Die einzige Art (¡E. sibiricum¡ Fischer) im
+älteren Pleistocän von Südrußland und Sibirien, sehr selten auch im
+Rheintal.
+
+
+3. Familie. #Equidae.#[145]
+
+¡Nasenbeine frei vorragend, vorne zugespitzt, hornlos. Gebiß
+§3.1.4-3.3.§/§3.1.4-3.3.§ J meißelförmig, C stets kräftiger als die
+J; P bei den geologisch älteren Formen einfacher, bei den jüngeren
+gleich M. Obere M aus zwei in der Regel zu einer Außenwand verbundenen
+Außenhöckern, zwei Innenhöckern und meist zwei konischen oder
+leistenartig verlängerten oder halbmondförmig gebogenen Innenhöckern
+bestehend. Zwischen- und Innenhöcker meist jochartig verbunden. Untere
+M bei den primitivsten Formen praktisch vierhöckerig, in der Regel
+aber aus zwei ¥V-¥ oder halbmondförmigen, nach innen geöffneten Jochen
+zusammengesetzt. Vorderfuß vier- oder drei- oder einzehig, Hinterfuß
+drei- oder einzehig.¡
+
+Die Equiden bilden die formenreichste, in ihren Endgliedern am meisten
+spezialisierte Familie der Perissodactylen. Sie beginnen im älteren
+Eocän und gipfeln in der jetzt noch lebenden Gattung Equus. Wie
+groß nun auch der Unterschied zwischen einem Pferd und den kleinen
+vierzehigen eocänen Anfangsformen sein mag, so sind doch die einzelnen
+Gattungen der Equidenreihe morphologisch aufs engste miteinander
+verbunden. Die Unterfamilien der ¡Hyracotheriinae¡, ¡Anchitheriinae¡
+und ¡Equinae¡ weichen bloß durch graduelle Unterschiede voneinander
+ab und stellen lediglich zeitlich getrennte Entwicklungsstufen dar.
+Nur die bald erlöschende Unterfamilie der ¡Palaeotheriinae¡ nimmt eine
+gesonderte Stellung ein.
+
+Der Schädel ist langgestreckt, niedrig, die Stirne breit, das Gehirn
+groß und stark gefaltet. Die hornlosen zugespitzten Nasenbeine ragen
+frei über die zuweilen weit zurückreichende Nasenöffnung vor, welche
+unten vom Ober- und Zwischenkiefer begrenzt wird. Die Orbiten sind bei
+den älteren Gattungen groß, hinten offen, bei den jüngeren kleiner
+und ringsum knöchern begrenzt. Lacrimalia ausgedehnt. Processus
+postglenoidalis und paroccipitalis wohl entwickelt.
+
+Sämtliche Equiden besitzen oben und unten jederseits drei ¡J¡, einen
+¡C¡ und sieben oder sechs Backenzähne. Das Diastema zwischen den
+¡C¡ und ¡P¡ vergrößert sich bei den jüngeren Formen infolge von
+Verlängerung der Gesichtsknochen. Die anfänglich kurzen, brachyodonten
+Zähne werden prismatisch, hypselodont, und die anfangs einfacheren ¡P¡
+bekommen den Bau der ¡M¡. Die oberen ¡M¡ besitzen vier Haupthügel,
+zwei äußere und zwei innere von ¥V-förmiger¥ Gestalt und in der Regel
+kleine Zwischenhöcker. Bei den älteren Formen sind die Außenhügel von
+den Innenhügeln getrennt und nur die letzteren mit den Zwischenhügeln
+durch schwache Leisten verbunden. Bei weiterer Entwicklung vereinigen
+sich nicht nur die Außenhöcker zu einer W-förmigen Außenwand, sondern
+auch die Innen- und Zwischenhügel zu schrägen Jochen. Die Außenwand
+besitzt drei Vorsprünge, am Vorderaußeneck, Parastyl, in der Mitte,
+Mesostyl, und am Hinteraußeneck Metastyl. Von den oberen ¡P¡ ist
+der vorderste klein und einfach. Er fehlt niemals bei den eocänen
+Formen, bei den jüngsten verschwindet er in der Regel vollständig.
+Die hinteren ¡P¡ sind bei den älteren Formen trituberkulär, bei den
+späteren werden sie nacheinander, vom hintersten beginnend, den ¡M¡
+gleich. Die ¡P¡ des Unterkiefers eilen in der Molarisierung denen
+des Oberkiefers etwas voraus. Bei ¡Hyracotherium¡ stehen die vier
+konischen Höcker einander paarweise oder alternierend gegenüber und
+bleiben entweder isoliert oder sind nur durch undeutliche Querjoche
+verbunden. Bei allen jüngeren Equiden sind die Backenzähne lophodont
+und zwar die unteren selenolophodont. Den ¡P¡ gehen drei oder vier ¡D¡
+voraus, von denen schon bei den ältesten Formen der hinterste stets
+und der vorletzte nahezu die Zusammensetzung eines Molaren besitzt.
+Der Komplikation der ¡P¡ eilt die Molarisierung der ¡D¡ immer um einen
+Zahn voraus, jedoch werden sie niemals hypselodont wie die ¡P¡ und ¡M¡.
+
+[Illustration: Fig. 631.
+
+Carpus und Metacarpus von ¡A Equus¡, ¡B Hipparion¡, ¡C Anchitherium¡,
+¡D Palaeotherium¡, ¡c¡ Cuneiforme, ¡l¡ Lunare, ¡s¡ Scaphoideum, ¡u¡
+Unciforme, ¡m¡ Magnum, ¡td¡ Trapezoid, ¡II-V¡ Metacarpalia ¡II¡,
+¡III¡, ¡IV¡ und ¡V¡.]
+
+[Illustration: Fig. 632.
+
+Rechter Hinterfuß. ¡A Equus¡, ¡B Hipparion¡, ¡C Anchitherium¡, ¡D
+Paloplotherium¡, ¡E Palaeotherium¡.]
+
+Die ~Extremitäten~ sind bei den ältesten Formen gedrungen, bei den
+jüngeren schlank und lang. Die Knöchelchen der beiden Carpalreihen
+alternieren miteinander. Das ursprünglich kleine Os magnum verbreitert
+sich bei den jüngeren Formen, drängt das Trapezoid nach innen und
+stützt gleichmäßig das Lunare und Scaphoideum. Die primitivsten
+Gattungen haben vier Metacarpalia. Bei ¡Anchitherium¡ gewinnt das ¡Mc¡
+III infolge der Ausdehnung des Magnum ein starkes Übergewicht über die
+seitlichen Metapodien, deren Zehen jedoch den Boden noch berühren.
+Bei ¡Hipparion¡ (Fig. 631) und ¡Protohippus¡ nimmt der Metacarpus an
+Länge zu, die seitlichen Metacarpalia II und IV sind dünn, aber fast
+ebenso lang wie ¡Mc¡ III, jedoch berühren ihre Zehen nicht mehr den
+Boden. ¡Mc¡ V ist nur als winziger Stummel angedeutet. Bei ¡Equus¡,
+¡Hippidium¡ und ¡Pliohippus¡ endlich wandeln sich die seitlichen
+Metacarpalia in dünne, nach unten zugespitzte Griffelbeine um, die
+kaum halb so lang sind wie ¡Mc¡ III. Metacarpale III allein besitzt
+drei kräftige Zehenglieder, von welchen das letzte von einem großen
+Huf umgeben ist. ¡Mc¡ V verschwindet vollständig.
+
+Eine ähnliche Umbildung erleiden Tarsus und ~Hinterfuß~ (Fig. 632), so
+daß auch hier als Schlußresultat ein einzehiger Fuß mit zwei schwachen
+seitlichen Griffelbeinen entsteht. Die Leitkiele am distalen Ende der
+Metapodien sind anfangs auf die Hinterseite beschränkt, werden dann
+immer stärker und teilen bei den jüngsten Gattungen das ganze Gelenk
+in zwei gleiche Teile.
+
+Die Equiden zerfallen in die vier Unterfamilien der ¡Hyracotheriinae¡,
+der ¡Palaeotheriinae¡, der ¡Anchitheriinae¡ und der ¡Equinae¡, welche
+jedoch zum Teil nur Entwicklungsstadien verschiedener Formenreihen
+darstellen.
+
+
+1. Unterfamilie. #Hyracotheriinae.#
+
+¡Orbita hinten offen. §3.1.4.(-3)3.§/§3.1.4.(-3)3.§ Backenzähne
+sehr niedrig, mit starkem Basalband. P meist einfacher als M. Obere
+M mit vier Haupt- und zwei kleineren Zwischenhöckern, untere M mit
+vier Höckern. Höcker entweder konisch, oder im Oberkiefer jochartig
+verbunden und die äußeren im Unterkiefer ¥V-förmig¥. Radius und Ulna
+getrennt, gleich stark. Vorderfuß fast stets mit vier, Hinterfuß mit
+drei Zehen.¡ Eocän von Nordamerika und Europa.
+
+[Illustration: Fig. 633.
+
+¡Hyracotherium leporinum¡ Owen. Unt. Eocän (Londonclay). Herne Bay.
+Insel Wight. ¡A¡ Schädelfragment von unten. ¡B¡ zweiter oberer, ¡C¡
+erster unterer Molar. 2/1 nat. Gr. (Nach ~Owen~.)]
+
+[Illustration: Fig. 634.
+
+¡Eohippus venticolus¡ Cope sp. Untereocän. Wasatchbed. Wyoming.
+¡A¡ Vorderfuß, ¡B¡ Hinterfuß. 1/3 nat. Gr. (nach ~Cope~.)]
+
+Die Hyracotheriinen haben zum Teil noch bunodontes Gebiß. Die
+konischen Außenhöcker bleiben anfangs noch isoliert, verbinden sich
+aber bald zu einer mit Parastyl und Mesostyl versehenen Außenwand
+und bilden dann mit den Zwischen- und Innenhöckern schräge Joche.
+Die Joche der Unterkieferzähne werden ¥V-förmig¥. Die ¡P¡ sind fast
+stets einfacher als die ¡M¡. Die Hyracotheriinen lassen sich von der
+fünfzehigen Condylarthrengattung ¡Tetraclaenodon¡ (¡Euprotogonia¡)
+ableiten, welche somit den Ausgangspunkt der Equiden darstellt. Sie
+hat jedoch nur für die nordamerikanischen Formen phylogenetische
+Bedeutung, weil nur sie mit einem für jene charakteristischen
+Hypostyl, dem Höcker inmitte des Hinterrandes der oberen ¡M¡, versehen
+sind. Auch sind nur von ihnen die Extremitäten bekannt, weshalb
+auch die Zugehörigkeit der europäischen Gattungen wenigstens von
+¡Pachynolophus¡, ¡Lophiotherium¡, ¡Anchilophus¡ und ¡Propalaeotherium¡
+zu den Hyracotheriinen nur provisorisch sein kann. Die letzte der vier
+Gattungen gehört wohl schon zu den Palaeotheriinen, ¡Anchilophus¡
+vielleicht zu den Anchitheriinen. ¡Paloplotherium¡ hingegen wird wegen
+der Einfachheit der ¡P¡ zu den Hyracotheriinen gestellt, obwohl der
+Vorderfuß nur dreizehig ist.
+
+[Illustration: Fig. 635.
+
+¡Eohippus tapirinus¡ Cope. Untereocän. Wasatchbed. Wyoming. ¡A¡ obere,
+¡B¡ untere Backenzähne. Nat. Gr. (nach ~Wortman~.)]
+
+¿Hyracotherium¿ Owen (¡Pliolophus¡ Owen). (Fig. 633.) Alle ¡P¡
+einfacher als die ¡M¡. Höcker der ¡M¡ und ¡P¡ höchstens zu
+undeutlichen Jochen verbunden. Unterer ¡M_{3}¡ mit unpaarem
+Hinterhöcker. Untereocän. England. ¡H. leporinum¡ Owen.
+
+¿Propachynolophus¿ Depéret. ¡M¡ weniger bunodont als bei
+Hyracotherium. Untereocän Reims. Erquellines (Belgien). ¡P. Maldani¡,
+¡Gaudryi¡ Lemoine sp.
+
+¿Eohippus¿ Marsh (¡Orotherium¡, ¡Hyracotherium¡ Cope, ¡Protorohippus¡
+Wortman). (Fig. 634, 635.) ¡M¡ deutlich lophodont. Obere ¡P¡ einfacher
+als ¡M¡. Extremitäten schlank, ziemlich lang, digitigrad. Metacarpale
+¡V¡ viel kürzer als ¡Mc¡ II. Untereocän Wasatch und Wind Riverbed.
+Nordamerika. ¡Eohippus venticolus¡, ¡index etc¡. Cope.
+
+¿Pachynolophus¿ Pomel. Obere ¡M¡ mit zwei pyramidalen Außenhöckern,
+mit schwachem Parastyl und Mesostyl und zwei nahezu konischen
+Innenhöckern nebst zwei Zwischenhöckern. ¡P_{4}¡ in beiden Kiefern
+fast ¡M¡-artig. Untere ¡M¡ mit zwei eckigen Außenmonden, deren Enden
+hohe Spitzen bilden. Im Mitteleocän von Frankreich, Belgien und in
+Schweizer Bohnerzen. ¡P. Prevosti¡ Gervais.
+
+¿Orohippus¿ Marsh (¡Oligotomus¡, ¡Helotherium¡, ¡Hyracotherium¡ Cope)
+wie ¡Pachynolophus¡, jedoch obere ¡M¡ mit Hypostyl. ¡P_{4}¡ mehr
+oder weniger ¡M¡-artig. Mitteleocän. Bridgerbed. ¡O. pumilus¡ Marsh,
+¡osbornianus¡ Cope.
+
+¿Epihippus¿ Marsh, ähnlich ¡Orohippus¡, ¡P¡ aneinanderschließend,
+¡P_{3}¡ und ¡P_{4} M¡-artig. Vorderfuß vierzehig. Obereocän. Uintabed.
+¡E. gracilis¡ Marsh.
+
+¿Lophiotherium¿ Gerv. (¡Pachynolophus¡ Pictet, ¡Tapinodon¡ v. Meyer
+(Fig. 636), die beiden hinteren ¡P M¡-artig. Höcker und Halbmonde
+dick. Obereocän. Frankreich, Schweiz. ¡L. cervulum¡ Gervais.
+
+¿Propalaeotherium¿ Gervais. Obere ¡M¡ ähnlich wie bei ¡Pachynolophus¡,
+aber meist größer. ¡P^4¡ trituberkulär, auch unterer ¡P_{4}¡ etwas
+einfacher als ¡M¡. Am vorderen Halbmond der unteren ¡M¡ ist der
+vordere Schenkel etwas verkümmert. Innenhügel plump, vorderer
+zweispitzig. Mitteleocän von Frankreich. ¡P. argentonicum¡ und
+¡isselanum¡ Gervais, die letztere Art auch in den Schweizer Bohnerzen,
+hier auch das kleine ¡P. parvulum¡ Laurillard.
+
+[Illustration: Fig. 636.
+
+¡Lophiotherium cervulum¡ Gervais. Obereocän. Phosphorite von Quercy.
+Oberer Molar. 3/2 nat. Gr.]
+
+¿Anchilophus¿ Gervais. Die beiden letzten ¡P M¡-artig. Obere ¡M¡ viel
+breiter als lang. Erster Innenhöcker der unteren ¡P¡ und ¡M¡ dick,
+zweispitzig. Obereocän Frankreich, Schweizer Bohnerze und Phosphorite
+von Quercy.
+
+¿Paloplotherium¿ Owen (¡Plagiolophus¡ Pomel). (Fig. 637.) Schädel
+pferdeähnlich. §3§/§8§ ¡P¡, alle einfacher als die ¡M¡, die oberen
+¡P¡ dreihöckerig. Obere ¡M¡ etwas länger als breit. Innenenden der
+Halbmonde an den unteren ¡P¡ und ¡M¡ als hohe Spitzen entwickelt.
+Backenzähne häufig mit Zement versehen und relativ hochkronig.
+Carpalia schmal und hoch. Extremitäten dreizehig, schlank, seitliche
+Metapodien sehr dünn. Häufig im europäischen Obereocän. ¡P. annectens¡
+Owen, ¡minus¡ Cuv. etc. Selten im Oligocän. Ronzon ¡P. ovinum¡ Aymard
+und in schwäbischen Bohnerzen.
+
+[Illustration: Fig. 637.
+
+¡Paloplotherium minus¡ Cuv. Ob. Eocän (Lignit). Débruge bei Apt. ¡A¡
+Oberkieferzähne, ¡B¡ Unterkieferzähne. 2/3 nat. Gr.]
+
+
+2. Unterfamilie. #Palaeotheriinae.#
+
+¡Orbita hinten weit offen. P meistens M-artig. Obere M mit W-förmiger
+Außenwand und zwei schrägen Querjochen. Parastyl und Mesostyl schwach
+entwickelt. Die zusammenstoßenden Innenenden der beiden Halbmonde der
+unteren M bilden eine einfache Spitze. M_{3} mit drittem Halbmond.
+Extremitäten relativ kurz und dick. Vorder- und Hinterfuß dreizehig.
+Seitenzehen nur wenig schwächer als die Mittelzehe.¡ Nur im Eocän und
+Unteroligocän von Europa.
+
+¿Palaeotherium¿ Cuvier. (Fig. 638, 639.) Zahl der ¡P¡ oben stets vier,
+unten meist drei. Extremitäten und Schädel tapirähnlich.
+
+[Illustration: Fig. 638.
+
+¡Palaeotherium crassum¡ Cuv. Erster unterer Molar. 1/1.]
+
+[Illustration: Fig. 639.
+
+¡Palaeotherium crassum¡ Cuv. Lignit. Débruge bei Apt. Vaucluse.
+Unterseite des Schädels mit sämtlichen Zähnen. 1/2 nat. Gr.]
+
+Die Körpergröße dieser artenreichen Gattung wechselt zwischen der
+von Schwein (¡P. curtum¡ Cuv.) und der von Rhinoceros (¡P. magnum¡
+Cuv.), die meisten Arten haben die Dimensionen eines Tapirs (¡P.
+medium¡ Cuv., ¡Mühlbergi¡ Stehlin), an welchen auch der Schädel und
+die einzelnen Knochen am ehesten erinnern. Die Molarisierung der
+¡P¡ erfolgt hier sehr rasch, jedoch hat eine der ältesten Arten
+(¡P. Rütimeyeri¡ Stehlin) sogar noch einen sehr einfachen ¡P^4¡. Im
+Pariser Gips finden sich ganze Skelette, in den Ligniten von Débruge
+(Vaucluse) verdrückte Knochen und Schädel.
+
+
+3. Unterfamilie. #Anchitheriinae.#
+
+¡Orbita hinten offen, zuweilen vollständig knöchern begrenzt.
+Backenzähne brachyodont. Obere M mit W-förmiger Außenwand und zwei
+schrägen Querjochen. Parastyl, Mesostyl und Hypostyl wohl entwickelt.
+Innenenden der Halbmonde deutliche Kegel bildend. Dritter Halbmond
+des unteren M_{3} stets rudimentär. Radius und Ulna anfangs getrennt.
+Extremitäten hoch und schlank, dreizehig. Seitenzehen den Boden
+berührend, aber dünner als die Mittelzehe.¡
+
+Im Oligocän und Untermiocän von Nordamerika, im Mittel- und Obermiocän
+von Europa und im Unterpliocän von China.
+
+¿Mesohippus¿ Marsh (Fig. 640, 641). ¡J¡ meißelförmig, ohne Marke. ¡P¡
+mit Ausnahme von ¡P_{1}¡ ¡M¡-artig. Zwischenhöcker der oberen ¡M¡
+und Hypostyl kräftig entwickelt. Mittlerer Innenhöcker der unteren
+¡M¡ undeutlich zweispitzig. Vorderfuß mit griffelartigem Metacarpale
+V. Oligocän (White Riverbed) von Dakota ¡M. Bairdii¡ Leidy von
+Schafgröße. Im Untermiocän von Oregon ¡M. equiceps¡ Cope.
+
+[Illustration: Fig. 640.
+
+¡Mesohippus celer¡ Marsh. Unt. Miocän. Dakota. ¡A¡ Vorderfuß, ¡B¡
+Hinterfuß, 1/3 nat. Gr., restauriert (nach ~Marsh~.)]
+
+[Illustration: Fig. 641.
+
+¡Mesohippus Bairdi¡ Leidy sp. Unt. Miocän. Dakota. Obere und untere
+Backenzahnreihe, nat. Gr. (Nach ~Osborn~.)]
+
+[Illustration: Fig. 642.
+
+¡Anchitherium aurelianense¡ Cuv. sp. Miocän. Georgensgmünd. Bayern.
+¡A¡ oberer, ¡B¡ unterer Molar 1/1.]
+
+¿Anchitherium¿ v. Meyer (¡Miohippus¡ Marsh?). (Fig. 642.) ¡P¡ mit
+Ausnahme der kleinen ¡P_{1}¡ ¡M¡-artig. Zwischenhöcker der oberen
+¡M¡ schmal, jochartig mit den Innenhöckern verbunden. Innenhöcker
+der unteren ¡M¡ zweispitzig. ¡J¡ mit undeutlicher Marke. Ulna nach
+unten dünner werdend und distal am Radius angewachsen. Scaphoid und
+Lunatum unten abgestutzt, beide auf dem breiten niedrigen Magnum
+ruhend. Unciforme schmal. Metacarpale II und IV viel dünner als ¡Mc¡
+III, aber fast ebenso lang und mit drei Zehengliedern. Fibula schwach,
+griffelartig, mit der Tibia verwachsen. Hinterfuß dreizehig, seitliche
+Metatarsalia schwach. Die einzige europäische Art, ¡A. aurelianense¡
+Cuv. sp. (¡Palaeotherium hippoides¡ Blv.) charakterisiert das
+Obermiocän von Frankreich, Deutschland und Österreich. In China noch
+im Unterpliocän ¡A. Zitteli¡ Schlosser. In Nordamerika schon im
+Untermiocän ¡A. praestans¡ Cope sp., ¡A. Condoni¡ Leidy.
+
+¿Archaeohippus¿ Cope. Miocän.
+
+¿Altippus¿ Douglass. ¡P¡ und ¡M¡ schon etwas erhöht. ¡P^2¡ gestreckt.
+Metapodien sehr lang. Mittelmiocän. ¡A. taxus¡ Douglass.
+
+¿Hypohippus¿ Leidy. Zähne ähnlich ¡Anchitherium¡, jedoch etwas höher.
+Seitenzehen lang. Mittelmiocän. ¿H. equinus¿ Scott sp., ¿affinis¿
+Leidy.
+
+¿Parahippus¿ (¡Anchippus¡) Leidy. (Fig. 643.) Obere ¡J¡ mit
+Marken. Zähne mäßig erhöht. Orbita hinten geschlossen. Seitenzehen
+verkürzt. Mittelmiocän. ¡P.¡ (¡Desmatippus¡) ¡crenidens¡ Scott sp.,
+¡nebrascensis¡ Peterson.
+
+[Illustration: Fig. 643.
+
+¡Parahippus nebrascensis¡ Peterson. Miocän. Nebraska. Schädel 1/4 nat.
+Gr. (nach ~Peterson~.)]
+
+
+4. Unterfamilie. #Equinae.#
+
+¡Orbita hinten vollständig geschlossen. Backenzähne hypselodont, meist
+mit reichlichem Zement. P_{1} sehr klein, öfters fehlend, die übrigen
+P M-artig. Obere M mit verlängerten Zwischenhöckern, welche zu je
+zweien eine Marke bilden. Erster Innenhöcker groß, einem Basalpfeiler
+ähnlich, zweiter klein. Untere M mit großem als Doppelschleife
+entwickelten Innenpfeiler an der Vereinigung der beiden Halbmonde. J
+meißelförmig mit einer durch Einstülpung des Schmelzes entstandenen
+Marke. Radius und Ulna verwachsen, letztere in der distalen Hälfte
+sehr dünn. Vorder- und Hinterfuß drei- oder einzehig, die seitlichen
+Metapodien dünn, entweder mit drei kurzen Phalangen versehen oder zu
+distal zugespitzten Griffelbeinen verkümmert. Leitkiel des dritten
+Metapodiums über die ganze distale Gelenkfläche reichend.¡
+
+Fossil in Nordamerika vom Obermiocän bis in das Pleistocän, in Europa,
+Asien und Nordafrika vom Unterpliocän bis in die Gegenwart, in
+Südamerika nur im Pleistocän.
+
+[Illustration: Fig. 644.
+
+¡Merychippus mirabilis¡ Leidy. ¡A¡ ob. Milchmolar, ¡B¡ unt. Molar.
+1/1. (Nach ~Leidy~.)]
+
+¿Merychippus¿ Leidy. (Fig. 644.) ¡P¡ und ¡M¡ mäßig hypselodont, mit
+viel Zement, Schmelzfältelung der oberen ¡M¡ gering. ¡D¡ brachyodont.
+Seitenzehen stark verkürzt. Mittelmiocän von Nordamerika. ¡M.
+sejunctus¡ Cope. Obermiocän. ¡M. insignis¡ Leidy.
+
+¿Protohippus¿ Leidy. (Fig. 645 ¡D¡.) Vorderer Innenhöcker. Protocon
+der oberen ¡M¡ mit dem ersten Zwischenhöcker verbunden. Fältelung des
+Schmelzes der oberen ¡M¡ gering. ¡M¡ mäßig hypselodont. Vorder- und
+Hinterfuß dreizehig. Seitenzehen kurz. Obermiocän von Nordamerika. ¡P.
+perditus¡, ¡placidus¡, ¡mirabilis¡ Leidy. Pliocän. ¡P. Cumminsi¡ Cope.
+
+¿Pliohippus¿ Marsh. Wie vorige Gattung. Seitenzehen zuweilen ohne
+Phalangen. Pliocän Texas. ¡P. simplicidens¡ Cope.
+
+¿Hipparion¿ Christol (¡Hippotherium¡ Hensel). (Fig. 645 ¡B¡). ¡J¡
+mit Marke, ¡C¡ bei beiden Geschlechtern vorhanden. Backenzähne
+hypselodont, aber niedriger als beim Pferd. ¡P^1¡ klein, hinfällig,
+¡P^2¡ dreieckig, länger als die im Querschnitt quadratischen ¡P¡ und
+¡M¡. Protocon der oberen ¡P¡ und ¡M¡ einen isolierten, im Querschnitt
+ovalen oder kreisrunden Pfeiler bildend. Schmelz an den Marken stark
+gefältelt. Innenenden der Halbmonde der unteren ¡P¡ und ¡M¡ als
+aneinanderstoßende langgestreckte Schleifen entwickelt. Zement der
+¡P¡ und ¡M¡ sehr dick, an den ¡D¡ dünn. Untere ¡D¡ mit Außenpfeiler.
+Schädel etwas niedriger als beim Pferd. Vor dem Tränenbein eine
+lange, unten von der Crista maxillaris begrenzte Grube. Extremitäten
+dreizehig. Seitenzehen dünn, die Endphalange weit vom Boden abstehend.
+Körpergröße etwa zwischen der von Esel und Zebra. ¡Hipparion¡ lebte in
+Rudeln und die im Unterpliocän von Europa allenthalben verbreiteten
+und überaus häufigen Überreste von ¡H. gracile¡ Kaup (¡mediterraneum¡
+Hensel) gehören zu den wertvollsten Leitfossilien. Außer Europa kommt
+diese Art auch auf Samos, bei Troja und bei Maragha sowie in Ägypten
+und in Algier vor. In China ist sie vertreten durch ¡H. Richthofeni¡
+Koken, in den indischen Siwalikhügeln durch ¡H. antilopinum¡ Falc.
+und ¡Theobaldi¡ Lyd. In Südrußland und auf Samos existiert neben ihr
+auch das kleine ¡H. minus¡ Pavlow. Im Mittelpliocän von Roussillon ¡H.
+crassum¡ Gervais.
+
+[Illustration: Fig. 645.
+
+Oberer Molar von ¡A¡ ¡Equus Stenonis¡ Cocchi, ¡B¡ ¡Hipparion gracile¡
+Kaup, ¡C¡ ¡Neohipparion dolichops¡ Matthew, ¡D¡ ¡Protohippus sp.¡]
+
+¿Neohipparion¿ Gidley. (Fig. 645 ¡C¡). Gebiß ähnlich Hipparion, jedoch
+Schmelzfältelung schwächer, und Protocon der oberen ¡P¡ und ¡M¡
+elliptisch wie bei ¡Equus¡. Seitenzehen etwas stärker reduziert. Nur
+in Nordamerika. Obermiocän. Pliocän. ¡N. occidentale¡, ¡gratum¡ Leidy,
+¡niobrarense¡ Gidley.
+
+¿Hippidium¿ Owen (¡Rhinippus¡ Burmeister). Backenzähne ohne Fältelung,
+sehr ähnlich denen von ¡Protohippus¡, sehr niedrig und die oberen
+stark gekrümmt. Beide Innenhöcker der oberen ¡P¡ und ¡M¡ fast
+gleichgroß. Nasenbeine ungemein lang, Nasenausschnitt erst oberhalb
+¡M^3¡ endend. Metapodien kürzer und gedrungener als bei ¡Equus¡.
+Seitenzehen nur als Griffelbeine entwickelt. Unteres Pleistocän.
+Südamerika.
+
+¿Onohippidium¿ Moreno wie ¡Hippidium¡, jedoch mit langer tiefer Grube
+vor dem Tränenbein. Pleistocän. Südamerika.
+
+¿Equus¿ Lin. (Fig. 645 ¡A¡). ¡J¡ mit Marke. Backenzähne stark
+hypselodont. ¡P^1¡ klein, stiftförmig. Schmelzfältelung viel
+schwächer als bei ¡Hipparion¡. Erster Innenhöcker viel größer als der
+zweite und langelliptisch, jedoch ebenfalls mit dem entsprechenden
+Zwischenhöcker verbunden. Zementbelag dick. Vorderfuß ohne Trapezium
+und ohne Rudiment von ¡Mc¡ V. Die seitlichen Metapodien als kurze,
+unten zugespitzte Griffelbeine endend. Zuweilen finden sich jedoch
+Individuen, bei welchen, wie bei ¡Hipparion¡, sie zu vollständigen
+Seitenzehen ausgebildet sind. Solche Fälle dürfen nicht verwechselt
+werden mit Mißbildungen, wie das ~Marsh~ getan hat, denn es handelt
+sich bei den letzteren nur um Verdoppelungen der Mittelzehe, was aus
+der Anwesenheit eines zweiten Os magnum hervorgeht.
+
+Die Gattung ¡Equus¡ tritt zuerst in Ostindien im Pliocän auf, in
+China anscheinend sogar zusammen mit ¡Hipparion¡. In Europa ist die
+älteste Art ¡E. Stenonis¡ Cocchi im Oberpliocän und Altpleistocän,
+hierauf folgt ¡E. süssenbornensis¡ Wüst und zuletzt ¡E. caballus¡
+Lin. im Pleistocän von Europa, Nordasien und Nordafrika. Im indischen
+Pleistocän ¡E. namadicus¡ Falc. Fossile Reste von Dschiggetai (¡E.
+hemionus¡) und Esel (¡E. asinus¡) sind selten, solche von Zebra
+kennt man aus Diamantseifen von Südafrika. In Nordamerika ist die
+Gattung ¡Equus¡ im älteren Pleistocän durch ¡E. intermedius¡ Gidley,
+¡complicatus¡ und ¡crenidens¡ Cope, im jüngeren durch ¡E. Scotti¡
+Gidley, ¡fraternus¡ Leidy etc. vertreten. Die südamerikanische
+Pampasformation enthält ebenfalls Reste von ¡Equus¡, ¡E. curvidens¡
+Owen, ¡Andium¡ Wagner. Noch vor der historischen Zeit erlosch die
+Gattung ¡Equus¡ in ganz Amerika. Alle heutigen Pferderassen sind
+Zähmungsprodukte von altweltlichen Wildpferden.
+
+Über die Abstammung des Pferdes und der übrigen Equiden-Gattungen
+sind verschiedene Hypothesen aufgestellt worden. Schon ~Cuvier~ hatte
+auf die Verwandtschaft von ¡Palaeotherium¡ und ¡Equus¡ hingewiesen.
+~Huxley~ bezeichnete ¡Equus¡, ¡Hipparion¡, ¡Anchitherium¡ und
+¡Paloplotherium¡ (¡Plagiolophus¡) als Entwicklungsstufen einer
+genealogischen Reihe. Durch ~Kowalewsky~ wurde eingehend die
+allmähliche Umformung des Equidenfußes und -Gebisses geschildert, so
+daß der Stammbaum des Pferdes mit den genannten Etappen gesichert
+erschien. Die Entdeckung zahlreicher Gattungen in Nordamerika
+ermöglichte es jedoch, daß ~Marsh~ eine weit vollständigere Reihe von
+Entwickelungsstufen aus nordamerikanischen Formen zusammenstellen und
+Nordamerika als wirkliche Heimat der Pferde bezeichnen konnte.
+
+Nach dem jetzigen Stand unserer Kenntnis ist der Stammbaum der Equiden
+etwa:
+
+ ~Europa~ (Asien) ~Nordamerika.~ ~Südamerika.~
+
+ Equus --------- Equus ------------------ Equus
+ ? ?
+ Hipparion | Pliohippus ------------- Hippidium (Onohippidium)
+ \ | | Neohipparion
+ \ | | |
+ \ | Protohippus
+ |
+ Anchitherium Meryhippus
+ \ |
+ \ Parahippus Hypohippus
+ \ | /
+ \ Anchitherium
+ |
+ Mesohippus
+ |
+ Epihippus
+ |
+ Orohippus
+ |
+ Eohippus
+ |
+ Tetraclaenodon
+
+Die europäischen Gattungen ¡Palaeotherium¡, ¡Paloplotherium¡,
+¡Propalaeotherium¡, ¡Anchilophus¡, ¡Lophiotherium¡ und ¡Pachynolophus¡
+sind für die Stammesgeschichte der Pferde ohne Bedeutung. Sie treten
+fast gleichzeitig miteinander auf und haben auch zum Teil die gleiche
+Lebensdauer. Ihr gemeinsamer Ahne ist etwa in einem ¡Hyracotherium¡
+der Fauna von Reims zu suchen.
+
+
+4. Familie. #Titanotheriidae.#[146]
+
+¡Nasenbeine frei vorragend, glatt oder mit zwei Knochenfortsätzen
+versehen. Orbita hinten offen. §3-0.1.4.3.§/§3-0.1.4-3.3.§ J bei
+den jüngeren Formen klein, hinfällig, bei den älteren sehr kräftig.
+Zwischen C und P ein sehr kurzes Diastema. Bei den älteren Formen
+alle P einfacher als die M, bei den jüngeren P_{3} und P_{4} M
+ähnlich. Obere M mit W-förmiger Außenwand und zwei niedrigen konischen
+Innenhöckern, untere M aus je zwei ¥V-förmigen¥ Halbmonden bestehend.
+M_{3} mit drittem Halbmond. Vorderfuß vier-, Hinterfuß dreizehig. Hufe
+mäßig breit.¡
+
+Diese völlig erloschene und fast ganz auf das Eocän und Oligocän
+von Nordamerika beschränkte Familie besteht aus meist sehr großen,
+plumpen Huftieren, welche in ihrer äußeren Erscheinung teils an Tapir,
+teils an ¡Rhinoceros¡ erinnern und zuletzt Elefantengröße erreichten.
+Sie lebten, wie ihr Gebiß vermuten läßt, von saftigen Pflanzen.
+Die Kronen der Backenzähne sind sehr niedrig. Die oberen ¡M¡ haben
+zwei Außenhöcker, welche zusammen eine ¡W¡-förmige Außenwand mit
+Para-, Meso- und Metastyl bilden. Die beiden konischen Innenhöcker
+stehen meist ganz isoliert; der vordere ist immer größer als der
+hintere. Die ¡C¡ sind klein, konisch und etwas gebogen und von den
+¡P¡ nur durch eine kurze Lücke getrennt. Die kleinen ¡J¡ sind bei
+den eocänen Formen vollzählig, bei den oligocänen hinfällig. Die
+hinteren ¡P¡ unterscheiden sich von den ¡M¡ nur durch ihre geringere
+Größe, die oberen auch durch das Fehlen des zweiten Innenhöckers,
+die vorderen ¡P¡ sind etwas einfacher. Im Unterkiefer bestehen alle
+¡M¡ und ¡P¡ mit Ausnahme des vordersten aus je zwei ¡V¡-förmigen
+Halbmonden. Der Schädel ist lang und niedrig, das Gehirn klein. Bei
+den jüngeren Formen erheben sich am hinteren Rand der Nasenbeine
+zwei stumpfkonische Knochenzapfen, die beim Männchen viel größer
+werden als bei den Weibchen. Die Extremitäten sind denen von Tapir
+ähnlich, der Carpus breit. Die Carpalia der beiden Reihen stehen
+alternierend und sind wenig seitlich verschoben. Der Vorderfuß besitzt
+vier funktionierende, der Hinterfuß nur drei Zehen. Das Calcaneum
+artikuliert mit der Fibula. Die Endphalangen sind distal abgestumpft
+und etwas verbreitert.
+
+[Illustration: Fig. 646.
+
+¡Palaeosyops major¡ Leidy. Mittel Eocän (Bridgerbed). Green River.
+Wyoming. ¡A¡ Backenzähne des Oberkiefers, ¡B¡ Unterkiefer.]
+
+In dieser Familie lassen sich verschiedene sehr vollständig
+geschlossene Formenreihen feststellen.
+
+
+1. Unterfamilie. #Palaeosyopinae.#
+
+¡Sämtliche P einfacher als die M. Drei, selten zwei konische J in
+jedem Kiefer. C relativ groß. Obere M mit deutlichem Zwischenhöcker.¡
+Im Eocän von Nordamerika und von Europa.
+
+¿Lambdotherium¿ Cope schlankbeinig. Verbindet die Titanotheriiden mit
+den übrigen Perissodactylen. Untereocän Wyoming.
+
+¿Palaeosyops¿ Leidy (¡Limnohyus¡ Marsh). (Fig. 646.)
+§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ ¡C¡ groß, zugespitzt. Obere ¡P¡ dreihöckerig.
+Vorderfuß vier-, Hinterfuß dreizehig. Häufig im Eocän von Nordamerika.
+
+¿Limnohyops¿ Marsh. Schädel breit.
+
+¿Manteoceras¿ Osborn.
+
+¿Mesatirhinus¿ und ¿Mesorhinus¿ Osborn mit schmalem Schädel. Mittel-
+und Obereocän.
+
+¿Dolichorhinus¿ Osborn mit gestrecktem Schädel und langer Schnauze.
+Obereocän.
+
+¿Telmatherium¿ Marsh (Fig. 647) lange Nasenbeine mit knöchernen
+Protuberanzen. Obereocän. Uintabed.
+
+¿Diplacodon¿ Marsh Nasenbeine kurz, öfters mit zwei knöchernen
+Auswüchsen. Extremitäten plump. Obereocän. Uintabed.
+
+¿Brachydiastematherium¿ Boeckh und Maty. Mitteleocän Siebenbürgen. Nur
+Unterkiefer bekannt.
+
+[Illustration: Fig. 647.
+
+¡Telmatherium cornutum¡ Osborn. Obereocän. Uintabed. Schädel von der
+Seite und von oben. 1/8 nat. Gr. (nach ~Osborn~.)]
+
+
+2. Unterfamilie. #Titanotheriinae.#
+
+¡Ein oder mehrere P den M ähnlich. J mehr oder weniger reduziert. C
+relativ klein.¡ Im Oligocän von Nordamerika. Einige Zähne auch in
+Europa gefunden.
+
+§2-0.1.4.3.§/§2-0.1.(4)3.3.§ in geschlossener Reihe, im Milchgebiß
+§2.1.4.§/§2.1.4.§ ¡J¡ klein, in verschiedener Zahl vorhanden, zuweilen
+ganz fehlend. ¡C¡ konisch, im allgemeinen klein. ¡P¡ kleiner als
+¡M¡, aber ähnlich. An der Grenze der Stirn- und Nasenbeine ein paar
+stumpfe Knochenzapfen, welche bei den jüngsten Gliedern der einzelnen
+Stammesreihe riesige Dimensionen erreichen.
+
+Von diesen gewaltigen Tieren, welche dem Elefanten nur wenig an
+Größe nachstanden, hat man zahlreiche Schädel und viele vollständige
+Skelette im unteren Oligocän, in der unteren Abteilung des White
+Riverbed von Dakota, Nebraska und Colorado gefunden, welche sich
+angeblich auf eine große Anzahl von Arten und Gattungen verteilen,
+deren genauere Abgrenzung jedoch schon durch sexuelle und
+Altersdifferenzen erschwert wird. Die Extremitätenknochen sind lang
+und kräftiger, aber doch etwas schlanker als bei ¡Rhinoceros¡.
+
+¿Protitanotherium¿ Osborn, riesige Form. Nur Unterkiefer bekannt.
+Obereocän. Uintabed.
+
+¿Titanotherium¿ Leidy (¡Palaeotherium¡, ¡Menodus¡ Pomel,
+¡Brontotherium¡, ¡Menops¡ Marsh). (Fig. 649.) Oligocän von
+¡Diplacodon¡ stammend.
+
+[Illustration: Fig. 648.
+
+Restauriertes Skelett von ¡Titanotherium (Brontops) robustum¡ Marsh.
+Oligocän. Dakota. ca. 1/40 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+[Illustration: Fig. 649.
+
+¡Titanotherium (Brontops) dispar¡ Marsh. Oligocän. Dakota. Schädel von
+der Seite und von oben, 1/8 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+¿Megacerops¿ Leidy (¡Brontops¡ Marsh) (Fig. 648), von ¡Palaeosyops¡
+ausgehend.
+
+¿Allops¿ (¡Diploclonus¡) Marsh. ¿Symborodon¿ Cope. ¿Brontotherium¿
+(Titanops) Marsh. Mit riesigen Hörnern auf den Nasenbeinen. Ohne ¡J¡.
+
+Als ¿Menodus rumelicus¿ hat ~Toula~ einige Zähne aus Rumänien
+beschrieben.
+
+
+5. Familie. Chalicotheriidae.[147]
+
+¡Vorder- und Hinterfuß dreizehig, semidigitigrad. Endphalangen
+gespalten, krallenförmig. Astragalus niedrig, Femur mit schwachem
+dritten Trochanter. Nasenbeine lang, frei vorragend. Orbita hinten
+nicht umgrenzt. §3-0.0.3.3.§/§3-0.1-0.3.3.§ J und C schwach oder
+fehlend. P einfacher als die M; obere P mit nur einem Außen- und einem
+Innenhöcker. Obere M mit W-förmiger Außenwand und zwei ungleich großen
+Innenhöckern. Untere M, auch M_{3}, nur aus zwei ¥V-förmigen¥ Halbmonden
+gebildet, deren Enden sich als Spitzen erheben.¡ Im Tertiär von
+Europa, Nordamerika, im Pliocän von Ostindien und im Pleistocän von
+China.
+
+[Illustration: Fig. 650.
+
+¡Macrotherium giganteum¡ Gervais. Miocän. Sansan. Gers. ¡A¡ Vorderfuß,
+¡B¡ Hinterfuß. 1/8 nat. Gr. ¡a¡ Astragalus, ¡c¡ Calcaneum, ¡n¡
+Naviculare, ¡cb¡ Cuboideum. (Nach ~Gervais~.)]
+
+[Illustration: Fig. 651.
+
+¡Chalicotherium Goldfussi¡ Kaup. Unt. Pliocän. Eppelsheim bei Worms.
+¡A¡ zweiter oberer Molar. ¡B¡ letzter unterer Molar. 2/3 nat. Gr.]
+
+Die Chalicotheriiden wurden früher in die Ordnung der ¡Ancylopoda¡
+eingereiht, welche außerdem auch die ¡Homalodontotheriidae¡ umfaßte,
+welche jedoch ganz auf Südamerika beschränkt sind, mit jenen bloß die
+krallenartige Beschaffenheit der Endphalangen gemein haben und im
+folgenden als Subordnung der ¡Entelonychia¡ besprochen werden. Die
+Chalicotheriiden hingegen sind, wie das schon aus der Gestalt des
+Astragalus hervorgeht, unzweifelhaft Perissodactylen, unter welchen
+ihnen die Titanotheriiden im Zahnbau ungemein nahe stehen. Der Carpus
+stimmt in der alternierenden Anordnung der einzelnen Knöchelchen
+mit dem der Perissodactylen überein. Der Tarsus weist Merkmale von
+Perissodactylen und Condylarthren auf. Die Körperlast ruht niemals
+auf der Mittelzehe, sondern auf den äußeren Zehen. Die spitzen
+Endphalangen können, wie bei den Edentaten, weit zurückgebogen werden.
+In Europa erscheinen die Chalicotheriiden im Oligocän und dauern bis
+ins Unterpliocän, in Asien sogar bis in das Pleistocän. In Nordamerika
+sind sie auf Untermiocän und Mittelmiocän beschränkt. Sie sind die
+Nachkommen der ¡Meniscotheriidae¡.
+
+¿Schizotherium¿ (¡Limognitherium¡) Gervais, basiert auf Fußknochen, zu
+welchen die von ~Gaudry~ als ¿Chalicotherium modicum¿ beschriebenen
+Zähne gehören. Oligocän. Phosphorite von Quercy.
+
+¿Macrotherium¿ Lartet (¡Anisodon¡ Lartet) (Fig. 650).
+§?.?.3.3.§/§3.1.3.3.§ Zwischen ¡C¡ und ¡P¡ eine Lücke. Vorderbeine
+länger als Hinterbeine. Endphalangen mäßig gekrümmt. Untermiocän
+von Ulm (¡Chalicotherium Wetzleri¡ Kowalewsky) und Obermiocän
+von Frankreich und Deutschland. Bei Sansan (Gers) fand sich ein
+vollständiges Skelett, bei La Grive St. Alban (Isère) ein Schädel von
+¡M. grande¡ Lartet.
+
+¿Chalicotherium¿ Kaup (¡Ancylotherium¡ Gaudry). (Fig. 651.) Wie
+¡Macrotherium¡, aber weder obere noch untere ¡J¡ vorhanden. Untere
+¡C¡ sehr klein. Unterpliocän. Pikermi, Samos, Eppelsheim, Baltavar,
+Maragha, Ostindien. Pleistocän von China.
+
+¿Moropus¿ Marsh. Vorderfuß mit rudimentärem Metacarpale V. Obere ¡M¡
+gestreckter als bei ¿Chalicotherium¿. Untermiocän, ¡Chalicotherium
+bilobatum¡ Cope -- ¡Moropus elatus¡ Marsh --, bis Mittelmiocän von
+Nordamerika.
+
+
+4. Unterordnung. #Artiodactyla.# Owen. ~Paarhufer.~[148] (¡Paraxonia¡
+Marsh.)
+
+¡Unguligrade oder digitigrade Huftiere mit paarigen Zehen, wovon die
+beiden mittleren gleichmäßig entwickelt und stärker sind als die
+öfters stark reduzierten oder verkümmerten seitlichen. Astragalus
+mit ausgefurchter Trochlea und distaler Gelenkrolle. Hand- und
+Fußwurzelknochen alternierend. Gebiß vollständig, oder J und C
+namentlich im Oberkiefer fehlend. Backenzähne bunodont, bunoselenodont
+oder selenodont. Femur ohne dritten Trochanter. Fibula mit Calcaneum
+artikulierend.¡
+
+Im Gegensatz zu den im Niedergang begriffenen Perissodactylen bilden
+die Artiodactylen gegenwärtig die formenreichste, lebenskräftigste
+und verbreitetste Gruppe unter den Huftieren. Sie kulminieren in den
+bunodonten Schweinen und den selenodonten Wiederkäuern, die zwar in
+auffallender Weise voneinander abweichen, aber gleichwohl gemeinsamen
+Ursprung besitzen. Das entscheidende Merkmal der Artiodactylen beruht
+in der paarigen Anzahl der Zehen und der Metapodien. Die beiden
+mittleren (¡III¡ u. ¡IV¡), sind stets gleichmäßig entwickelt, die
+seitlichen schwächer oder ganz verkümmert und die erste Zehe oder der
+Daumen nur bei einigen wenigen ausgestorbenen Formen (¡Oreodontidae¡,
+¡Anthracotheriidae¡) überhaupt vorhanden. Die Körperlast wird von den
+beiden Mittelzehen getragen, zwischen denen auch die Extremitätenachse
+verläuft.
+
+Die Artiodactylen sind teils schlank und hochbeinig, teils plump und
+kurzbeinig.
+
+Der ~Schädel~ erinnert bei den primitiveren Formen an Raubtiere
+und Unpaarhufer, bei den vorgeschritteneren Typen gewinnt er durch
+Verlängerung der Gesichtsknochen, durch die Entwickelung von
+Luftzellen in der Stirnregion, von Stirnzapfen oder Geweihen ein sehr
+mannigfaltiges Aussehen. Die Tränenbeine nehmen einen relativ großen
+Raum auf der Schädeloberfläche ein und weisen bei den Wiederkäuern
+oft ziemlich tiefe Gruben (Tränengruben) zur Aufnahme von Talgdrüsen
+auf. Die Stirnbeine nehmen stets an der Bedeckung des Gehirns teil
+und gewinnen zuweilen sehr große Ausdehnung. Bei den Wiederkäuern
+tragen sie paarige Geweihe oder knöcherne von Hornscheiden umgebene
+Stirnzapfen. Der Unterkiefer ist bei ihnen lang, schlank und niedrig
+mit gerade aufsteigendem Kronfortsatz.
+
+Das ~Gebiß~ besteht ursprünglich aus 44 Zähnen, die bei den
+primitivsten Formen eine geschlossene Reihe bilden. Durch Verlängerung
+der Kiefer oder durch Verkümmerung der vordersten ¡P¡, zuweilen auch
+der oberen ¡C¡, entstehen Lücken zwischen den Vorderzähnen und den
+Backenzähnen, die bei den Wiederkäuern am größten sind, weil hier
+der untere ¡C¡ dicht an die ¡J¡ heranrückt und auch die Gestalt und
+Funktion eines ¡J¡ erlangt. Reduktion und Verlust der ¡J¡ und ¡C¡
+beginnt im Oberkiefer, jedoch sind Spuren der oberen ¡J¡ selbst noch
+beim Embryo vom Schaf erhalten.
+
+Die Backenzähne sind bei den primitiveren und älteren Formen
+brachyodont, bei den Wiederkäuern nicht selten prismatisch und
+häufig mit Zement versehen. Die Krone der unteren ¡M¡ war wohl
+ursprünglich sechshöckerig, aber von diesen sechs Höckern ist der
+unpaare Vorderhöcker, Paraconid, und der unpaare Hinterhöcker,
+Mesoconid, schon sehr frühzeitig verschwunden oder zu einer Basalwarze
+zusammengeschrumpft und an den oberen ¡M¡ verschmilzt der vordere
+Zwischenhöcker, Protoconulus, schon sehr bald mit dem benachbarten
+Innenhöcker, Protocon. Von Mitte des Tertiärs an bestehen die ¡M¡ nur
+mehr aus je zwei paar opponierten Höckern. Der zweite Zwischenhöcker,
+Metaconulus, der oberen ¡M¡ ist in den meisten Fällen zu dem zweiten
+Innenhöcker geworden, ein wirklicher Hypocon ist nur ausnahmsweise
+vorhanden und dann immer aus dem Basalband hervorgegangen. Sind die
+Höcker konisch, so ist das Gebiß bunodont, nehmen sie ¥V-förmige¥ oder
+halbmondförmige Gestalt an, so wird das Gebiß bunoselenodont oder
+selenodont. Bei selenodonten oberen ¡M¡ stoßen die Außenhöcker mit
+ihrer Basis aneinander und entwickeln an der Vereinigungsstelle eine
+mit vorspringender Vertikalfalte, Mesostyl, versehene Außenwand. Die
+Innenhöcker sind entweder konisch oder ¥V-förmig¥ oder sie umschließen,
+wenn sie als Halbmonde ausgebildet sind, gebogene Marken. Die unteren
+M unterscheiden sich von den oberen durch ihre geringere Breite.
+Ihre vier Höcker sind bei den bunodonten Formen konisch und meist
+deutlich getrennt, jedoch waren auch bei ihnen, wie das bei den
+selenodonten Formen stets der Fall ist, die Außenhöcker ursprünglich
+¥V-förmig¥. Die Innenhöcker sind bei dieser letzteren Gruppe mehr oder
+weniger komprimiert und bilden zusammen eine Innenwand. Der letzte
+untere ¡M¡ hat fast stets einen fünften Höcker oder Halbmond. Völlige
+Übereinstimmung zwischen ¡P¡ und ¡M¡ kommt bei Artiodactylen fast
+niemals vor, jedoch können bei Endgliedern mancher Formenreihen
+die ¡P_{4}¡ in beiden Kiefern den ¡D¡ oder den ¡M¡ ähnlich und die
+vorderen ¡P¡ ziemlich kompliziert werden. Im ganzen ist das Gebiß der
+Artiodactylen typisch heterodont und der Bau der ¡P¡ viel einfacher
+als der der ¡M¡. Auch werden die ¡P¡ im Gegensatz zu den ¡M¡ niemals
+prismatisch.
+
+Im ~Milchgebiß~ weichen die ¡JD¡ und ¡CD¡ nur wenig von ihren
+Nachfolgern, den ¡J¡ und ¡C¡ ab, dagegen bieten die ¡D¡ größere
+Mannigfaltigkeit als bei den Unpaarhufern. Der letzte obere ¡D¡ hat
+die Zusammensetzung eines echten ¡M¡, der letzte untere ¡D¡ trägt
+im Gegensatz zu den unteren ¡M¡ drei Paare Höcker oder Halbmonde,
+ist aber vorne viel schmäler als die ¡M¡. Der obere ¡D^3¡ gleicht in
+seiner hinteren Partie einem halben ¡M¡, vorne setzen sich noch drei
+Höcker oder Halbmonde an. Die übrigen ¡D¡ sind etwas komplizierter
+als die ¡P¡, aber ihnen doch sehr viel ähnlicher als den ¡M¡.
+
+Das ~Schulterblatt~ hat schmale dreieckige Form. Schlüsselbeine
+fehlen. Der Humerus ist bei den primitiveren Formen länger, bei
+den spezialisierteren aber kürzer als der Radius. Ulna und Radius
+bleiben entweder getrennt, oder die mittlere Partie der Ulna wird
+sehr dünn und der distale Teil verschmilzt mit dem Radius. Der Carpus
+enthält dieselben Elemente wie bei den Perissodactylen und zeigt die
+nämliche seitliche Verschiebung der distalen Reihe, so daß Magnum
+und Unciforme stets je zwei Carpalia der proximalen Reihe stützen.
+Bei vorgeschritteneren selenodonten Formen erfolgt Verschmelzung von
+Magnum und Trapezoid und öfters Verlust des Trapeziums.
+
+Fünf ~Metacarpalia~ sind bis jetzt nur bei Oreodontiden und
+Anthracotheriiden beobachtet worden, doch ist Metacarpale I auch
+hier klein und stummelartig und trägt nur bei den ¡Oreodon¡ kurze
+Phalangen. Die vier übrigen ¡Mc¡ bleiben bei den primitiveren Formen
+aller Linien und bei den Hippopotamiden und allen Suiden getrennt.
+Bei den Wiederkäuern verkümmern die seitlichen Metacarpalia und die
+dazu gehörigen Zehen stecken entweder als kurze Afterklauen frei in
+der Haut, oder sie gehen vollständig verloren. Sind die seitlichen
+Metapodien griffelartig oder ganz verschwunden, so zeigen die
+mittleren Neigung, zu verschmelzen. Der so entstehende »Canon« hat
+jedoch stets zwei Markhöhlen, das distale Ende bleibt gespalten und
+ist mit zwei Gelenkflächen versehen. Die Verwachsungsstelle wird
+äußerlich auf der Vorderseite des Canon durch eine Furche angedeutet.
+Die Länge der Metapodien bedingt die Lauffähigkeit, sie sind daher bei
+den Wiederkäuern schlank und lang, bei den Suiden und Hippopotamiden
+kurz und dick.
+
+Stets übertreffen die zwei gleichgroßen mittleren Metacarpalien (¡III¡
+u. ¡IV¡) die beiden seitlichen (¡II¡ u. ¡V¡) an Stärke und Länge und
+zwar um so beträchtlicher, je mehr die Extremitäten zum Laufen und
+Springen dienen. Die distalen Gelenkköpfe der vorderen und hinteren
+Metapodien tragen Leitkiele, die namentlich bei den vorgeschritteneren
+Formen sehr gut entwickelt sind, indem sie sich auch über die ganze
+Vorderseite erstrecken.
+
+[Illustration: Fig. 652.
+
+Vorderfuß ¡A¡ von ¡Oreodon¡, ¡B¡ von ¡Xiphodon¡ mit inadaptiver
+Reduktion, ¡C¡ von ¡Sus¡, ¡D¡ von ¡Tragulus¡ mit adaptiver Reduktion.]
+
+Im ursprünglichen Artiodactylenvorderfuß artikulierte ¡Mc I¡ mit dem
+Trapezium, ¡Mc II¡ mit Trapezium, Trapezoid und Magnum, ¡Mc III¡ mit
+Magnum und Unciforme und ¡Mc IV¡ und ¡V¡ mit dem Unciforme. Diese
+Anordnung kann festgehalten werden bei Reduktion der Seitenzehen, es
+behauptet bei dieser von ~Kowalewsky~ als »~inadaptive Reduktion~«
+(Fig. 652 ¡AB¡) bezeichneten Umbildung jedes Metacarpale hartnäckig
+seinen Platz unter den dazugehörigen Handwurzelknochen, namentlich
+gilt dies von dem ¡Mc II¡. Bei der »~adaptiven Reduktion~«
+(Fig. 652 ¡CD¡) rücken die beiden mittleren Metacarpalia fast in
+gleiche Höhe, ihre proximalen Gelenkflächen breiten sich aus, drängen
+die seitlichen Metapodien nach außen und hinten und bemächtigen sich
+ihrer Ansatzstellen am Carpus. ¡Mc II¡ wird von der Verbindung mit dem
+Magnum ausgeschlossen und artikuliert nur mehr mit dem Trapezium und
+einem Teil des Trapezoids. Der Fuß erlangt hiedurch größere Festigkeit
+und Schnelligkeit. Alle noch jetzt existierenden Artiodactylen mit
+reduzierten Extremitäten gehören in die »adaptive« Reihe.
+
+[Illustration: Fig. 653.
+
+Calcaneum von ¡Anoplotherium commune¡ von vorne. as Gelenkfläche
+für den Astragalus, ¡p¡ Gelenkfläche für die Fibula, ¡cub¡ für das
+Cuboideum, 1/3 nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)]
+
+[Illustration: Fig. 654.
+
+Astragalus (Sprungbein) von ¡Helladotherium Duvernoyi¡. ¡A¡ von
+vorne und ¡B¡ von hinten. 1/3 nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.) ¡t¡ tibiale
+Gelenkfläche (Trochlea), ¡n¡ naviculare Gelenkfläche, ¡cub¡ cuboidale
+Gelenkfläche, ¡cal¡ hintere Calcaneumfasette, ¡c¡, ¡c'¡ seitliche
+Fasette für das Calcaneum, ¡ex¡ freier Innenrand des Astragalus.]
+
+Das ~Becken~ ist gestreckt, das Hüftbein schmal. Dem Femur fehlt
+der dritte Trochanter. Tibia und Fibula sind bei den primitiveren
+Formen getrennt, und die letztere ist wohl entwickelt. Bei den
+vorgeschrittenen verkümmert die Fibula zu einem griffelartigen
+Knochen, von dem zuletzt nur ein kurzes, distales Stück erhalten
+bleibt. Das Calcaneum (Fig. 653) hat an seiner Vorderseite eine
+gewölbte Gelenkfläche für die Fibula. Am Astragalus (Fig. 654) ist
+die obere und vordere Gelenkrolle für die Tibia tief ausgehöhlt,
+sein distales, dem Naviculare und Cuboid aufruhendes Ende ist nicht
+abgestutzt wie bei den Perissodactylen, sondern bildet ebenfalls eine
+konvexe Gelenkrolle, welche auf der Hinterseite in eine große gewölbte
+Fläche (¡cal¡) übergeht. Bei den primitiveren vierzehigen Formen mit
+gut ausgebildeten Seitenzehen bleiben alle Tarsusknochen getrennt.
+Bei den Traguliden und den Wiederkäuern verschmelzen Naviculare und
+Cuboid, ebenso verwachsen Unciforme ¡III¡ und ¡II¡ und zuweilen sogar
+alle Tarsalia mit Ausnahme von Cuneiforme ¡I¡.
+
+Auch am ~Hinterfuß~ verkümmern oft die seitlichen Metapodien und
+Zehen. ¡Mt I¡ ist, wenn überhaupt anwesend, nur als Stummel vorhanden.
+Bei Anoplotheriiden und bei ¡Dicotyles¡ wird der Hinterfuß durch
+einseitige Verkümmerung einer Seitenzehe dreizehig. Auch die zwei
+mittleren Metatarsalia können zu einem Canon verwachsen und zwar
+sogar schon früher als die Metacarpalien (¡Hyaemoschus¡, ¡Gelocus¡,
+¡Dicotyles¡). Bei der inadaptiven Ausbildung der Extremitäten bewahren
+die einzelnen Metatarsalia ihren Platz unter den entsprechenden
+Tarsalien. Bei der adaptiven Reduktion werden die seitlichen
+Metatarsalia von den sich ausbreitenden mittleren nach außen und
+hinten verdrängt. Die Zehen beider Extremitäten sind gleichartig
+gebaut, die Endphalangen dreieckig -- nur bei den Anoplotheriiden und
+bei ¡Agriochoerus¡ krallenartig -- und von Hufen umgeben.
+
+Für das phylogenetische Verständnis der Extremitätenumbildung bei
+den Artiodactylen ist es von großem Interesse, daß selbst bei den
+vorgeschrittensten Paarhufern (¡Cavicornia¡) die im späteren Alter
+verschmolzenen Knochen bei Embryonen getrennt angelegt sind und
+somit den geologisch älteren Formen entsprechen. Die scheinbar so
+weit auseinander liegenden Entwickelungsstadien des plumpen, kurzen,
+vierzehigen Hippopotamusfußes und der schlanken, langgestreckten,
+zweihufigen Wiederkäuerextremitäten werden somit gewissermaßen in
+kurzer Folge auch in der Ontogenie der höchststehenden Paarhufer
+durcheilt.
+
+Nach dem Gebiß zerfallen die Artiodactylen in drei Hauptgruppen:
+
+ ¿A. Bunodontia.¿
+
+ 1. ¡Suidae¡
+ 2. ¡Elotheriidae¡
+ 3. ¡Leptochoeridae¡
+ 4. ¡Hippopotamidae¡
+
+ ¿B. Bunoselenodontia.¿
+
+ 5. ¡Anthracotheriidae¡
+ 6. ¡Anoplotheriidae¡
+ 7. ¡Dichobunidae¡
+
+ ¿C. Selenodontia.¿
+
+ 8. ¡Xiphodontidae¡
+ 9. ¡Caenotheriidae¡
+ 10. ¡Oreodontidae¡
+ 11. ¡Camelidae¡
+ 12. ¡Tragulidae¡
+ 13. ¡Hypertragulidae¡
+ 14. ¡Cervicornia¡
+ 15. ¡Antilocapridae¡
+ 16. ¡Cavicornia.¡
+
+
+A. Bunodontia.
+
+
+1. Familie. #Suidae.# ~Schweine.~[149]
+
+¡§3-2.1.4-3.3.§/§3.1.4-3.3.§ brachyodont und bunodont. Obere und
+untere M mit vier stumpf konischen Höckern und häufig mit vielen
+warzenartigen Nebenhöckerchen. Älteste Formen mit einem Zwischenhöcker
+-- Metaconulus -- in der Vorderhälfte der oberen M. P einfacher als M.
+C stark vorragend. Carpalia und Tarsalia nicht verschmolzen. Untere
+Hälfte des Astragalus gegen die obere etwas seitlich verschoben.
+Extremitäten vierzehig, der Hinterfuß zuweilen dreizehig. Metapodien
+getrennt. Seitenzehen dünner und kürzer als die Mittelzehen.¡
+
+[Illustration: Fig. 655.
+
+¡A¡ ¡Cebochoerus Rütimeyeri¡ Stehlin. Mitteleocäne Bohnerze von
+Egerkingen, Schweiz. Obere Backenzähne nat. Gr. (nach ~Stehlin~.)
+¡B¡ ¡Cebochoerus minor¡ Gervais. Obereocän. Phosphorite von Quercy.
+Unterkiefer nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)]
+
+Die Suiden stehen den Anthracotheriiden wenigstens anfangs ziemlich
+nahe. Beide dürften auf eine gemeinsame Stammform zurückgehen. In der
+Gegenwart bewohnen Suiden alle Kontinente mit Ausnahme von Australien.
+Ächte Suiden beginnen in Europa im Mitteleocän, in Nordamerika im
+Oligocän. Die Hauptentwicklung der Schweine fällt in die Zeit vom
+Miocän bis in die Gegenwart.
+
+¿Cebochoerus¿ Gervais (¡Dichobune¡ Rütimeyer, ¡Acotherulum¡ Gervais).
+(Fig. 655.) Oberer ¡C¡ vertikal, dolchförmig, unterer ¡C¡ als vierter
+¡J¡ und der zweiwurzelige untere ¡P_{1}¡ als ¡C¡ entwickelt, obere ¡M¡
+fast quadratisch, mit fünf Höckern, davon drei in der vorderen Hälfte.
+Unterkiefer hinten sehr hoch, mit gerundetem Eckfortsatz. Mitteleocän.
+Bohnerz von Egerkingen ¡C. Rütimeyeri¡ Stehlin. Obereocän. Mormont ¡C.
+helveticus¡ Pictet. St. Hippolyte de Caton, Phosphorite von Quercy ¡C.
+minor¡ Gerv. Débruge ¡C. saturninus¡ Gervais sp.
+
+¿Choeromorus¿ Pictet (¡Leptacotherulum¡ Filhol). Obere ¡M¡ etwas
+breiter als lang. Unterer ¡C¡ und ¡P_{1}¡ normal ausgebildet. ¡P_{4}¡
+mit Innenhöcker. Außenhöcker der unteren ¡M¡ ¥V-förmig¥. Stammvater der
+echten Schweine. Obereocän. Mormont. ¡Ch. helveticus¡ Pictet.
+
+¿Eohyus¿ Marsh. Eocän. Wyoming, durchaus problematisch.
+
+¿Choeropotamus¿ Cuvier. Oberer C dolchförmig, ¡P^1¡ vergrößert,
+unterer ¡C J¡-ähnlich, ¡P_{1} C¡-artig. ¡M¡ mit vier Haupt- und
+vielen Nebenhöckern, obere auch mit Mesostyl. Unterer ¡P_{4}¡ ohne
+Innenhöcker. Unterkiefer niedrig, hinten weit ausgezogen. Obereocän.
+Frankreich und England. ¡Ch. parisiensis¡ Blv.
+
+¿Palaeochoerus¿ Pomel. (Fig. 656.) Zahnreihe fast noch geschlossen.
+¡C¡ nicht viel stärker als ¡J¡ und ¡P¡. Obere und untere M mit vier
+konischen Höckern und Basalband, unterer ¡M_{3}¡ mit fünf Höckern.
+Untermiocän Europa. ¡P. Meisneri¡ Meyer, ¡typus¡ Pomel. Mittelmiocän.
+¡P. aurelianensis¡ Stehlin.
+
+¿Propalaeochoerus¿ Stehlin. Oligocän. Phosphorite von Quercy.
+
+¿Choerotherium¿ Depéret (¡Colobus¡ Fraas). Klein, sehr einfache ¡P¡
+und ¡M¡. Obermiocän. Steinheim, Sansan, Schlesien etc.
+
+¿Xenochoerus¿ Zdarsky. Sehr komplizierte, ¡M¡-ähnliche ¡P¡.
+Obermiocän. Steiermark.
+
+¿Hyotherium¿ Meyer. (Figur 657.) Ähnlich ¡Palaeochoerus¡, jedoch
+größer. Oberer ¡C¡ zweiwurzelig. Höcker der ¡M¡ kantig. Im
+europäischen Mittel- und Obermiocän weit verbreitet. ¡H. Sömmeringi¡
+Meyer. Unterpliocän Indien. ¡H. perimense¡ Lydekker.
+
+¿Perchoerus¿ Leidy. §4§/§4§ ¡P¡. Oligocän (White Riverbed) und
+¡Chaenohyus¡, ¡Bothrolabis¡ Cope, ¡Desmathyus¡ Matthew. Untermiocän
+(John Day) und ¡Thinohyus¡ Marsh im Obermiocän von Nebraska mit nur
+drei unteren ¡P¡ sind die palaeochoerusähnlichen Vorläufer von:
+
+[Illustration: Fig. 656.
+
+¡Palaeochoerus Meisneri¡ v. Meyer. Untermiocän. Ulm. ¡A¡ obere, ¡B¡
+untere Backenzähne, nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 657.
+
+¡Hyotherium Sömmeringi¡ v. Meyer. Obermiocän. Eibiswald. Steiermark.
+Oberkiefer. 1/2 nat. Gr. (nach ~Peters~.)]
+
+¿Dicotyles¿ Cuvier. §2.1.3.3.§/§3.1.3.3.§ Oberer ¡C¡ dreikantig,
+vertikal, hintere ¡P¡ wie die ¡M¡ mit zwei Höckerpaaren und
+Nebenwarzen. Metatarsale III und IV proximal verschmolzen. ¡Mt¡ V
+zu einem kurzen Stummel reduziert. Lebend und im Pleistocän von ganz
+Amerika.
+
+¿Platygonus¿ Le Conte. Vor den drei ¡P¡ langes Diastema. Höcker der
+¡M¡ zu Jochen verbunden. Seitenzehen fast ganz reduziert. Obermiocän
+bis Pleistocän von Nordamerika. ¡Mylohyus¡ Leidy. §2§/§2§ ¡J¡. Höcker
+konisch. Metacarpale II und V noch mit Zehengliedern. Pleistocän.
+Nordamerika.
+
+¿Prosthenops¿ Matthew. Diastema nicht sehr lang. Oben nur 2 ¡J¡, 1
+¡C¡, 3 ¡P¡. Obermiocän und Pliocän von Nebraska.
+
+¿Doliochoerus¿ Filhol. Höcker jochartig angeordnet. Oligocän.
+Phosphorite von Quercy.
+
+¿Listriodon¿ Meyer. (Fig. 658.) §3§/§3§ ¡P¡. Obere ¡J¡ mit breiten
+Kronen, untere horizontal, meißelförmig. Oberer ¡C¡ dick und kurz,
+dreikantig und aufwärts gekrümmt. Untere ¡C¡ lang, dreikantig,
+bogenförmig. ¡P^4¡ dreihöckerig, die übrigen kurz und dick. ¡M¡ mit
+zwei Querjochen. Mittel- und Obermiocän von Europa ¡L. splendens¡
+Meyer und in den indischen Siwalikschichten.
+
+¿Hippohyus¿ Falconer. Molarhöcker mit zahlreichen Falten. Siwalik.
+Ostindien.
+
+[Illustration: Fig. 658.
+
+¡Listriodon splendens¡ v. Meyer. Miocän (Sarmatische Stufe.) Nußdorf
+bei Wien. ¡A¡ Prämolaren und erster Molar des Oberkiefers. ¡B¡ zweiter
+Molar des Unterkiefers. 3/4 nat. Gr.]
+
+¡Sus¡ Lin. (Fig. 659.) ¡J¡ und ¡C¡ wie bei ¡Listriodon¡, ¡M¡ mit
+vier stumpfen, niedrigen Haupthöckern und zahlreichen Nebenhöckern.
+¡M^3¡ mit langem Talon. Lebend in Europa, Asien und Nordafrika.
+Fossil im Unterpliocän von Montebamboli -- ¡S. choeroides¡ Pomel --
+im Unterpliocän von Eppelsheim, Pikermi etc. ¡S. antiquus¡ Kaup,
+¡erymanthius¡ Roth. Mehrere Arten in China und in den Siwalik. Im
+Oberpliocän von Toskana ¿S. Strozzii¿ Meneghini und im Pleistocän von
+Europa ¡S. scrofa¡ Linn.
+
+[Illustration: Fig. 659.
+
+¡Sus erymanthius¡ Roth und Wagner. Unterpliocän. Pikermi bei Athen.
+Backenzähne des Oberkiefers, 1/2 nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)]
+
+
+2. Familie. #Elotheriidae.#[150]
+
+¡§3.1.4-3.3.§/§3.1.4-3.3.§ Schädel mit schmalem kleinem Cranium und
+langer Schnauze. J, C und P kräftig entwickelt. J und C konisch.
+P höher als die M und mit Ausnahme von P^4 einspitzig. Hypocon
+der oberen fünfhöckerigen M aus dem Basalband entstanden. Vordere
+Hälfte der unteren M höher als die hintere. Extremitäten vier- oder
+zweizehig.¡
+
+Die ¡Elotheriidae¡ unterscheiden sich von den Suiden hauptsächlich
+durch die primitive Ausbildung der ¡J¡, ¡C¡ und ¡P¡, sowie dadurch,
+daß der zweite Innenhöcker der oberen ¡M¡ nicht aus dem Metaconulus,
+sondern aus einer Basalwarze entstanden ist.
+
+¿Achaenodon¿ Cope (¡Parahyus¡ Marsh?). Schädel bärenähnlich, §3§/§3§
+¡P¡. Obereocän. Uintabed. Wyoming. ¡A. insolens¡ Cope.
+
+¿Protelotherium¿ Osborn. Jochbogen ohne Fortsatz, breite Stirn.
+Nur drei obere ¡P¡ vorhanden, obere ¡M¡ fünfhöckerig. Extremitäten
+vierzehig. Obereocän. Uintabed ¡P. uintense¡ Osborn.
+
+¡Elotherium¡ Pomel (¡Entelodon¡ Aymard, ¡Archaeotherium¡ Leidy).
+(Fig. 660.) Obere ¡M¡ fünfhöckerig, mit Zwischenhöcker in der
+Vorderhälfte, alle mit starkem Basalband. Unterer ¡M_{3}¡ ohne
+Hinterhöcker. Jochbogen mit nach unten gerichtetem Fortsatz.
+Unterkiefer mit Protuberanzen am Unterrand. Extremitäten zweizehig.
+13 Brust- und 6 Lendenwirbel. Oligocän von Ronzon (Hte. Loire),
+Lobsann im Elsaß, Phosphorite von Quercy (¡E. magnum¡ Aymard) und im
+Oligocän (White River) ¡E. Mortoni¡ Leidy, Untermiocän (John Day) von
+Nordamerika ¡E.¡ (¡Boochoerus¡, ¡Daeodon¡) ¡humerosus¡ Cope.
+
+¿Dinohyus¿ Peterson, ähnlich ¡Elotherium¡. Miocän. Nebraska.
+
+
+3. Familie. #Leptochoeridae.# Leidy.
+
+¡Obere M viel kürzer als breit, trituberkulär mit Zwischenhöckern,
+untere M vierhöckerig. Vorderhälfte viel höher als die Hinterhälfte. P
+gestreckt, die unteren sehr kompliziert. Metapodien dünn.¡
+
+[Illustration: Fig. 660.
+
+¡Elotherium crassum.¡ Oligocän (White Riverbed.) Dakota. Schädel von
+der Seite u. von oben, 1/8 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+Kleine Formen von nicht ganz sicherer systematischer Stellung und auf
+das Oligocän von Nordamerika beschränkt.
+
+¿Leptochoerus¿ Leidy. (¡Laopithecus¡ Marsh, ¡Menotherium¡, ¡Stibarus¡
+Cope, Oligocän (White Riverbed).
+
+
+4. Familie. #Hippopotamidae.# ~Flußpferde.~
+
+¡§3-2.1.4.3.§/§3-1.1.4.3.§ Obere und untere M mit vier stumpfen
+gefalteten Höckern, bei der Abkauung eine kleeblattartige Figur
+bildend. P einfach. Obere C sehr dick, kurz, vorne abgekaut. Untere C
+gewaltig groß, dreikantig, bogenförmig, hinten mit Abkauungsfläche.
+Untere J zylindrisch, sehr lang, wurzellos, nach vorne gerichtet. Alle
+Carpalia, Tarsalia und Metapodien getrennt. Füße vierzehig, seitliche
+Zehen nicht viel schwächer und kürzer als die mittleren. Endphalangen
+mit nagelartigen Hufen.¡
+
+Die einzige noch jetzt lebende Gattung dieser Familie ist auf das
+tropische Afrika beschränkt. Fossil findet sie sich im Pliocän und
+Pleistocän von Asien, Europa und Afrika.
+
+¿Hippopotamus¿ Lin. wird je nach der Zahl der ¡J¡ in die Subgenera
+¡Hexaprotodon¡ und ¡Tetraprotodon¡ Falconer zerlegt. Im Pliocän von
+Ostindien ¡H. sivalensis¡ Falconer, im Mittelpliocän von Ägypten und
+Algier ¡H. hipponensis¡ Gaudry, im Oberpliocän von Val d'Arno ¡H.
+major¡ und ¡Pentlandi¡ Falconer im europäischen Altpleistocän dem
+lebenden ¡amphibius¡ nahestehend. Im Altpleistocän von Trinil (Java)
+¡sivajavanicus¡ Dubois. Aus Algier beschreibt ~Pomel~ mehrere Arten.
+Zwergformen sind aus Höhlen auf Malta, Cypern und Kreta bekannt, sowie
+aus sehr jungen Ablagerungen von Madagaskar, ¡H. madagascariensis¡
+Grandidier.
+
+
+B. Bunoselenodontia.
+
+
+5. Familie. #Anthracotheriidae.#[151]
+
+¡Ausgestorbene Paarhufer mit vollständigem Gebiß.
+§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Obere M mit vier Haupthöckern und einem
+Zwischenhöcker in der vorderen Hälfte, untere M mit je zwei konischen
+Innen- und halbmondförmigen Außenhöckern. P meist kurz, die drei
+vorderen einspitzig, meist durch ein Diastema vom C getrennt.
+Carpalia, Tarsalia und Metapodien nicht verwachsen. Füße vierzehig,
+die Seitenzehen meist dünner und kürzer als die mittleren. Untere
+Astragalus trochlea nicht gegen die obere verschoben.¡
+
+Die Anthracotheriiden bilden eine primitive Gruppe der Paarhufer,
+welche vorzugsweise in Europa, spärlicher in Nordamerika, Nordafrika
+und Ostindien verbreitet war. Die ältesten Überreste finden sich im
+Eocän (Bohnerze, Phosphorite), das Hauptlager für Anthracotherien ist
+das Oligocän. Die jüngsten Formen erlöschen im Miocän.
+
+[Illustration: Fig. 661.
+
+¡Anthracotherium magnum¡ Cuv. Oligocän. La Rochette bei Lausanne. ¡A¡
+Oberkiefer, ¡B¡ Unterkiefer. 1/3 nat. Gr.]
+
+¿Anthracotherium¿ Cuv. (Fig. 661.) Obere ¡M¡ breiter als lang,
+mit vier ¥V-förmigen¥ oder konischen Höckern und einem vorderen
+sichelförmigen Metaconulus. Untere ¡M¡ vierhöckerig, ¡M_{3}¡ mit
+drittem Halbmond. ¡J¡ oben und unten schaufelförmig, ¡C¡ sehr kräftig
+entwickelt. Diastema klein. Häufig im Oligocän von Europa, namentlich
+in kohleführenden Ablagerungen, selten im Miocän? von Ostindien. Die
+Arten variieren in der Größe zwischen ¡Rhinoceros¡ (¡A. magnum¡
+Cuv., ¡A. alsaticum¡ Cuv.) und Schwein (A. ¡minus¡ Cuv. ¡valdense¡
+Kow.). Auch im Oligocän (White Riverbed) von Nordamerika kommen
+¡Anthracotherium¡ und ähnliche Formen vor -- ¡Heptacodon¡, ¡Octacodon¡
+Marsh.
+
+¿Brachyodus¿ Gervais. Backenzahnreihe geschlossen. Obere ¡M¡
+quadratisch. Oberoligocän ¡B. porcinus¡ Gerv., und Mittelmiocän von
+Europa ¡B. onoideus¡ Gerv. und Untermiocän von Ägypten ¡B. africanus¡
+Andrews.
+
+¿Ancodus¿ Pomel (¡Hyopotamus¡ Owen, ¡Bothriodon¡ Aymard). (Fig. 662,
+663.) Schädel länger und niedriger als bei ¡Anthracotherium. C¡
+schwächer und durch langes Diastema vom ersten ¡P¡ getrennt. Hügel
+der oberen ¡M¡ ausgezeichnet ¥V-förmig¥, die Innenhöcker der unteren
+¡M¡ spitz konisch. Oligocän, besonders häufig in Ronzon (Hte. Loire).
+¡A. velaunus¡ Cuv., ¡bovinus¡ Owen. Im Oligocän von Ägypten ¡A.
+Gorringei¡ Andrews, in dem von Nordamerika ¡A. americanus¡ Leidy.
+Die nordamerikanischen Formen unterscheiden sich durch die kürzere
+Schnauze und durch den Besitz eines großen Daumens.
+
+¿Elomeryx¿ Marsh. ¿Arretotherium¿ Douglass. Oligocän. Montana. Obere
+¡M¡ mit nur vier ¥V-förmigen¥ Höckern. Vordere ¡P¡ schwach.
+
+¿Merycopotamus¿ Falcon und Cautley. Obere ¡M¡ mit nur vier ¥V-förmigen¥
+Hügeln. Untere Siwalikschichten von Ostindien. ¡M. nanus¡ Lydekker.
+
+¿Rhagatherium¿ Pictet (¡Hyopotamus¡ Rütimeyer). Obere ¡M¡ mit fünf
+spitzen Höckern und mit Mesostyl. ¡P^4¡ ¡M¡-artig, unterer ¡P_{4}¡ und
+die übrigen ¡P¡ sehr kompliziert und gestreckt. Zahnlücke vor ¡P_{2}¡.
+Eocäne Bohnerze. ¡R. valdense¡ Pictet von Mormont, ¡frohnstettense¡
+Kow. von Sigmaringen.
+
+¿Haplobunodon¿ Depéret (¡Dichodon¡, ¡Acotherulum¡ Rütimeyer,
+¡Anthracotherium¡ Lydekker). ¡M¡ wie beim vorigen, ¡P¡ einfach, ¡P_{1}
+C¡artig, weit von ¡P_{2}¡ abstehend. Unterkiefer niedrig. Eocän.
+Bohnerze der Schweiz. ¡H. Mülleri¡ Rütimeyer und ¡solodurense¡ Stehlin
+von Egerkingen.
+
+¿Thaumastognathus¿ Filh. Phosphorite von Quercy. ¿Lophiobunodon¿
+Depéret. Obereocän.
+
+[Illustration: Fig. 662.
+
+¡Ancodus (Hyopotamus) velaunus¡ Cuv. sp. Oligocän. Ronzon bei Le Puy.
+¡A¡ Vorderfuß, ¡B¡ Hinterfuß. 1/5 nat. Gr. (Nach ~Kowalewsky~.)]
+
+[Illustration: Fig. 663.
+
+¡Ancodus (Hyopotamus) velaunus¡ Cuv. sp. Oligocän. Ronzon bei Le Puy.
+Schädel von oben und unten, 1/4 nat. Gr. (Nach ~Filhol~.)]
+
+
+6. Familie. #Anoplotheriidae.#
+
+¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Zahnreihe meist vollständig geschlossen. J^1
+öfters vergrößert, vertikal und voneinander getrennt. Alle J, C und P
+meist allmählich ineinander übergehend, die vorderen P verlängert und
+schneidend. M bunoselenodont. Obere M im Umriß trapezoidal, mit vier
+¥V-förmigen¥ Höckern und konischem Protocon. Untere M mit ¥V-förmigen¥
+Außenhöckern und zwei oder drei konischen Innenhöckern, im letzteren
+Falle zwei in der Vorderhälfte jedes M. Hand mit vier bis zwei,
+Hinterfuß mit vier bis drei Zehen. Bei Anwesenheit von vier Zehen
+mittlere Metapodien kurz und plump, Seitenzehen dünn, bei nur drei
+Zehen, die zweite kurz und dick und seitlich abstehend. Carpalia und
+Tarsalia frei, Endphalangen krallenähnlich. Schwanz sehr lang.¡
+
+Der Schädel hat, abgesehen von der Kürze und Breite der Schnauze,
+einige Ähnlichkeit mit dem von ¡Camelus¡. Durch die Länge des
+Schwanzes und die mit krallenähnlichen Endphalangen versehenen
+Extremitäten gleichen die Anoplotherien eher Carnivoren als Huftieren.
+Sie sind auf das Eocän und ältere Oligocän von Europa beschränkt.
+
+[Illustration: Fig. 664.
+
+¡Anoplotherium commune¡ Cuv. Ob. Eocän (Gips). Montmartre bei Paris.
+Schädel 1/5 nat. Gr. (Nach ~Blainville~.)]
+
+[Illustration: Fig. 665.
+
+¡Anoplotherium latipes¡ Gerv. sp. Ob. Eocän (Phosphorite) Escamps.
+Quercy. ¡A¡ die zwei hinteren ¡P¡ und der vorderste ¡M¡ des
+Oberkiefers. ¡B¡ die zwei letzten ¡M¡ des Unterkiefers (nat. Gr.).]
+
+¿Anoplotherium¿ Cuv. (¡Eurytherium¡ Gervais). (Fig. 664, 665.)
+Außenwand der oberen ¡M¡ W-förmig, Zwischenhügel nur in der vorderen
+Hälfte klein, vorderer Innenhöcker konisch, hinterer ¥V-förmig¥. Untere
+¡M¡ mit zwei Halbmonden auf Außenseite und drei spitzen Höckern auf
+Innenseite, davon zwei in der Vorderhälfte des Zahnes. ¡C¡ in beiden
+Kiefern ¡P¡ ähnlich. Die Anoplotherien waren kurzbeinige, gedrungene,
+mit langem kräftigen Schwanz versehene Huftiere von Tapirgröße,
+die wahrscheinlich den Schwanz als Schwimmorgan benutzten. Ihre
+drei Zehen waren wohl durch Schwimmhaut verbunden. Im Obereocän von
+Paris ¡A. commune¡ Cuv. Hand mit nur zwei Zehen. Débruge bei Apt ¡A.
+(Eurytherium) latipes¡ Gervais. Hand dreizehig.
+
+¿Diplobune¿ Rütimeyer (¡Hyracodontherium¡ Filhol). (Fig. 667.) Sehr
+ähnlich Anoplotherium, jedoch kleiner. Oberer erster ¡J¡ vergrößert.
+Die oberen ¡M¡ sind relativ breit, und an den unteren ¡M¡ stehen
+die beiden vorderen Innenhöcker ganz dicht beisammen. Extremitäten
+dreizehig. Wangenfläche ohne Grube. Im Oligocän, Bohnerz von Ulm und
+Pappenheim und in den Phosphoriten von Quercy. ¡D. Quercyi¡ Filhol,
+¡D. bavaricum¡ Fraas. Im Eocän ¡D. secundarium¡ Cuv. sp.
+
+[Illustration: Fig. 666.
+
+¡Orthaspidotherium.¡ Unt. Eocän von Reims. ¡A¡ oberer Molar, ¡B¡
+unterer ¡M_{3}¡ 2/1 nat. Gr.]
+
+¿Dacrytherium¿ Filhol (¡Plesidacrytherium¡ Filhol). Wangenfläche mit
+tiefer Infraorbitalgrube. Vorderer Innenhöcker der unteren ¡M¡ schwach
+entwickelt. ¡P¡ relativ einfach. Zwei wohlentwickelte, aber dünne
+Seitenzehen. Mittel- und Obereocän. Phosphorite. Schweizer Bohnerze.
+
+¿Leptotheridium¿ Stehlin (¡Rhagatherium¡, ¡Caenotherium¡ Pictet,
+¡Hyopotamus¡ Rütimeyer). Klein. Eocän. Schweiz. Bohnerze.
+
+¿Catodontherium¿ Depéret. Wange mit seichter Vertiefung. Schnauze
+schmal. ¡P¡ gestreckt. P^4 einfach. Vorderster Innenhöcker der unteren
+¡M¡ sehr schwach. Eocän. Schweizer Bohnerze ¡C. fallax¡ Stehlin.
+Robiac ¡C. robiacense¡ Depéret.
+
+¿Mixtotherium¿ Filhol (¡Adrotherium¡ Filhol, ¡Hyopotamus¡ Rütimeyer).
+¡P^4¡ fast ¡M¡-artig. ¡C¡ fast normal entwickelt. Schnauze kurz,
+Unterkiefer sehr hoch, Schädel mit kleinem Cranium und weit
+abstehenden Jochbogen. Eocän. Phosphorite.
+
+¿Orthaspidotherium¿ Lemoine (Fig. 666). Untereocän. Reims. Sehr klein.
+
+[Illustration: Fig. 667.
+
+¡Diplobune Quercyi¡ Filhol. Bohnerz. Eselsberg bei Ulm. ¡A¡
+Backenzähne und Prämolaren des Oberkiefers. ¡B¡ rechter Unterkiefer
+von der Seite. ¡C¡ Unterkieferzähne von oben (2/3 nat. Gr.) ¡D¡
+Vorderfuß, ¡E¡ Hinterfuß (1/4 nat. Gr.).]
+
+
+7. Familie. #Dichobunidae.#
+
+¡Ausgestorbene, kleine Paarhufer mit vollständigem Gebiß
+§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Obere M mit drei Höckern in der hinteren Hälfte,
+die Innenhöcker ¥V-förmig¥, die übrigen meist konisch. Untere M mit
+konischen Innen- und ¥V-förmigen¥ Außenhöckern. Vorderer Innenhöcker
+meist doppelt. Vorderhälfte der unteren M etwas höher als die hintere.
+Extremitäten vierzehig. Seitenzehen dünn. Schädel Tragulusähnlich.¡
+
+Durch den Besitz von drei Höckern in der Hinterhälfte der oberen
+¡M¡ unterscheidet sich diese Familie von allen übrigen Paarhufern,
+obwohl sie im übrigen viele Ähnlichkeit mit primitiven Suiden,
+Anthracotheriiden und Traguliden aufweist. Die Dichobuniden beginnen
+in Europa schon im ältesten Eocän, sterben aber im Oligocän aus. In
+Amerika sind sie auf das Obereocän beschränkt.
+
+¿Dichobune¿ Cuvier (Fig. 668). (¡Microchoerus¡ Wood, ¡Hyopotamus¡
+Rütimeyer. Obere Zahnreihe geschlossen. Obere ¡M¡ mit Mesostyl. Alle
+Höcker mehr oder wenig konisch. ¡P¡ einfach. Obereocän, Bohnerze,
+Pariser Gips bis Oligocän. ¡D. leporina¡ Cuv.
+
+¿Hyperdichobune¿ Stehlin. Oberer ¡P^1¡ kompliziert. Eocän. Schweizer
+Bohnerze.
+
+¿Mouillacitherium¿ Filhol (¡Necrolemur¡, ¡Hyopsodus¡ Rütimeyer). Ohne
+Zwischenhöcker in Vorderhälfte der oberen ¡M¡. Untere ¡P¡ gestreckt.
+Eocän. ¡M. Cartieri¡ Rütimeyer sp.
+
+¿Meniscodon¿ Rütimeyer (¡Phenacodus¡, ¡Protogonia¡ Rütimeyer).
+Mittelgroße Tiere. Obere ¡M¡ ohne Mesostyl, mit großem Parastyl.
+Mitteleocän. Bohnerz von Egerkingen. ¡M. europaeus¡ Rütimeyer sp.
+
+¿Metriotherium¿ Filhol (¡Deilotherium¡, ¡Spaniotherium¡ Filhol). Groß.
+Phosphorite von Quercy.
+
+¿Protodichobune¿ Stehlin. Untereocän von Epernay.
+
+¿Homacodon¿ Marsh. Obere ¡M¡ sechshöckerig, untere ¡M¡ vierhöckerig,
+dichobuneähnlich und ¿Helohyus¿ Marsh. Obere ¡M¡ mit fünf Höckern,
+untere ¡M¡ mit zwei Innenhöckern in der Vorderhälfte. Mitteleocän.
+Bridgerbed. Wyoming.
+
+¿Sarcolemur¿ Cope. Sehr spitze Höcker an den unteren ¡M¡. Ebendaselbst.
+
+¿Trigonolestes¿ Cope. Obere ¡M¡ dreihöckerig (?). Untereocän,
+Wasatchbed von Wyoming. ¡T. (Pantolestes) brachystomus¡ Cope.
+
+[Illustration: Fig. 668.
+
+¡Dichobune leporina¡ Cuv. Phosphorite. Escamps. Quercy. ¡A¡ zwei
+Molaren des Oberkiefers, ¡B¡ letzter Milchzahn und die zwei vorderen
+Molaren des Unterkiefers. (Nat. Gr.)]
+
+
+C. Selenodontia.
+
+
+8. Familie. #Xiphodontidae.#
+
+¡Zahnreihe geschlossen. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Backenzähne selenodont.
+Obere M mit vier oder fünf Halbmonden, der Zwischenhügel in der
+vorderen Hälfte. Untere M mit zwei komprimierten Innenhöckern und
+zwei äußeren Halbmonden. Vordere P gestreckt, unterer P_{4}, seltener
+auch der obere P^4 sehr kompliziert. Unterer P_{1} als Eckzahn
+ausgebildet, oder J, C und P ineinander übergehend. Extremitäten lang,
+schlank, zweizehig. Seitliche Metapodien zu kurzen proximalen Stummeln
+reduziert, mittlere getrennt.¡
+
+Im europäischen Obereocän. Phosphorite von Quercy, Bohnerze, Débruge
+bei Apt.
+
+Die Xiphodontiden sind schlanke, hochbeinige, an Hirsche erinnernde
+Selenodonten, die aber sehr bald vollständig erlöschen.
+
+¿Xiphodon¿ Cuv. (Fig. 669.) Obere ¡M¡ mit fünf Halbmonden. ¡P^4¡
+einfach. Cuboid und Naviculare getrennt. Eocän. ¡X. gracile¡ Cuv.,
+¡castrense¡ Kowalewsky.
+
+¡Amphimeryx¡ Pomel (¡Hyaegulus¡ Pomel, ¡Xiphodontherium¡ Filhol).
+Außenhöcker der fünfhöckerigen oberen ¡M¡ halbmondförmig. Zahnlücke
+zwischen den unteren ¡P_{2}¡ und ¡P_{3}¡. Unterkieferrand ohne
+Einbuchtung. Eocän. Bohnerze der Schweiz, Pariser Gips, Débruge,
+Phosphorite von Quercy. Oligocän. Ronzon.
+
+[Illustration: Fig. 669.
+
+¡Xiphodon gracile¡ Cuv. Ob. Eocän. Débruge bei Apt. Vaucluse. ¡A¡
+Backenzähne des Oberkiefers, ¡B¡ des Unterkiefers. 3/4 nat. Gr.]
+
+¿Pseudamphimeryx¿ Stehlin (¡Caenotherium¡ Pictet, ¡Mioclaenus¡,
+¡Plesiomeryx¡ Rütimeyer). Ohne Zahnlücke zwischen ¡P_{2}¡ und ¡P_{3}¡.
+Unterkieferrand eingebuchtet. Schweizer Bohnerze. Phosphorite von
+Quercy.
+
+Eine oder beide Gattungen besitzen fadenartige seitliche Metapodien.
+Cuboid und Naviculare verschmolzen.
+
+¿Dichodon¿ Owen. Obere ¡M¡ mit vier Halbmonden. Ecken der Außenmonde
+der oberen und der Innenhöcker der unteren ¡M¡ weit vorspringend.
+Letzter ¡P¡ in beiden Kiefern sehr kompliziert, der obere ¡P^4
+M¡-artig, ¡P_{4}¡ ¡D_{4}¡ ähnlich. Obereocän. England. ¡D. cuspidatus¡
+Owen. Bohnerz von Sigmaringen ¡D. frohnstettensis¡ Fraas.
+
+¿Haplomeryx¿ Schlosser. ¡P¡ mäßig kompliziert. Obere ¡M¡ anfangs
+mit fünf, später mit vier Halbmonden. Eocän. Phosphorite, Schweizer
+Bohnerze.
+
+¿Tapirulus¿ Gervais. Obere ¡M¡ fünfhöckerig, ohne Mesostyl. Höcker
+der oberen und Innenhöcker und Monde der unteren ¡M¡ paarweise zu
+Jochen verbunden. Zahnreihe geschlossen. ¡P¡ mit Ausnahme von ¡P_{4}¡
+trikonodont. Phosphorite. Schweizer und Ulmer Bohnerze. Systematische
+Stellung unsicher, vielleicht eine Suide.
+
+
+9. Familie. #Caenotheriidae.#
+
+¡Zahnreihe fast vollständig geschlossen, in der Regel
+§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Obere M aus fünf halbmondförmigen Höckern
+bestehend, der Protocon in die Hinterhälfte der Krone verschoben.
+Untere M mit zwei äußeren Halbmonden und zwei konischen Innenhöckern,
+von denen der zweite nach vorwärts gerückt ist. P ziemlich einfach,
+oberer C klein, unterer als vierter J, und P_{1} als Eckzahn
+entwickelt. Extremitäten vierzehig, die Seitenzehen kürzer und dünner
+als die Mittelzehen. Cuboid und Naviculare getrennt.¡ Obereocän bis
+Untermiocän. Europa.
+
+Die Überreste dieser zierlichen, kaum Hasengröße erreichenden Tiere,
+die offenbar in Rudeln lebten, finden sich besonders häufig in den
+Phosphoriten von Quercy und im Untermiocän der Auvergne und des
+Mainzer Beckens.
+
+[Illustration: Fig. 670.
+
+¡Caenotherium elongatum¡ Filhol. Oligocän. Phosphorite von Quercy.
+¡A¡ Schädel 2/3 nat. Gr. ¡B¡ obere P^2 bis M^3, ¡C¡ untere Zahnreihe.
+¡J_{2}¡ bis ¡M_{3}¡.]
+
+[Illustration: Fig. 671.
+
+¡Caenotherium¡ sp. Oligocän. Phosphorite. Quercy. ¡A¡ Vorderfuß, ¡B¡
+Hinterfuß. 4/5 nat. Gr. (Nach ~Schlosser~.) (Die nicht schattierten
+Carpalia und Tarsalia sind ergänzt.)]
+
+¿Oxacron¿ Filhol (? ¡Hyaegulus¡ Pomel). Protocon der oberen ¡M¡ fast
+in der Mitte des Zahnes gelegen. §3§/§3§ ¡P¡. Obereocän. Phosphorite,
+Débruge, Mormont.
+
+¿Caenotherium¿ Bravard (¡Microtherium¡ Meyer). (Fig. 670, 671.)
+Unterkiefer und Extremitäten relativ plump. Oligocän und Untermiocän.
+
+¿Plesiomeryx¿ Filhol. Extremitäten und Unterkiefer schlank. Ebenda.
+
+
+10. Familie. #Oreodontidae.# Leidy.[152]
+
+¡Gebiß meist vollständig. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ in geschlossener
+Reihe, manchmal mit Diastema. Backenzähne selenodont. Obere M mit
+vier, selten mit fünf Halbmonden. P in der Regel einspitzig, seitlich
+komprimiert, ziemlich kurz. P_{4} zuweilen M-artig. Unterer P_{1}
+stets als Eckzahn, C als vierter Incisiv fungierend. Ulna, Radius,
+Carpalia, Tarsalia und Metapodien getrennt. Extremitäten vierzehig,
+Seitenzehen dünner und etwas kürzer als die Mittelzehen. Zuweilen noch
+ein Daumen vorhanden.¡
+
+Die Oreodontiden sind vollkommen ausgestorben und bis jetzt nur aus
+dem Obereocän, Oligocän und Miocän von Nordamerika bekannt. Sie haben
+vermutlich mit den Cameliden die Stammform gemein.
+
+
+1. Unterfamilie. #Agriochoerinae.#
+
+¡Obere M mit tief ausgefurchten Außenhöckern. Humerus mit niedriger
+Trochlea. Endphalangen krallenartig. Schwanz lang. Augenhöhle nicht
+geschlossen.¡
+
+Die Agriochoerinen haben äußerlich mehr Ähnlichkeit mit Carnivoren
+als mit Huftieren und gleichen hierin auffallend den Anoplotheriiden,
+von denen sie sich jedoch durch den Besitz von zwei Seitenzehen
+unterscheiden.
+
+¿Protagriochoerus¿ Scott. §4§/§4§ ¡P¡. Obere ¡M¡ mit fünf Höckern.
+P_{4} in beiden Kiefern einfach. Obereocän. Uintabed.
+
+¿Agriochoerus¿ Leidy (¡Artionyx¡ Osborn, ¡Merycopater¡, ¡Coloreodon¡
+Cope, ¡Agriomeryx¡ Marsh). (Fig. 672.) Ohne obere ¡J¡. §4§/§3§ ¡P¡.
+¡P_{4}¡ in beiden Kiefern kompliziert. Obere ¡M¡ mit nur vier Höckern.
+Hand mit Daumen versehen. Oligocän. White Riverbed. ¡A. major¡ Leidy.
+
+[Illustration: Fig. 672.
+
+¡Agriochoerus latifrons¡ Leidy. Oligocän. White Riverbed. Nebraska.
+Obere und untere Backenzahnreihe. 3/4 nat. Gr. (Nach ~Scott~.)]
+
+
+2. Unterfamilie. #Oreodontinae.#
+
+¡Obere M mit W-förmiger Außenwand. Humerus mit hoher Trochlea.
+Endphalangen hufartig. Schwanz kurz. Augenhöhle meist geschlossen.¡
+
+Die älteren Oreodontiden haben sowohl in ihrem Habitus als auch in der
+Größe Ähnlichkeit mit den amerikanischen Schweinen, ¡Dicotyles¡, die
+jüngeren erlangen zum Teil durch Verdickung und weites Ausbiegen der
+Jochbogen eine gewisse Ähnlichkeit mit ¡Hippopotamus¡.
+
+¿Protoreodon¿ Scott und Osborn (¡Hyomeryx¡, ¡Eomeryx¡ Marsh).
+Zahnreihe geschlossen. Obere M mit Zwischenhöcker, Protoconulus, in
+der Vorderhälfte. Orbita hinten offen. Obereocän Uintabed. ¡P. parvus¡
+Scott.
+
+¿Limnenetes¿ und ¿Bathygenys¿ Douglass. Ähnlich, jedoch ¡M¡ ohne
+Zwischenhöcker. Unterstes White Riverbed.
+
+¿Oreodon¿ Leidy. (Fig. 673, 674.) Zahnreihe geschlossen. Obere ¡M¡ aus
+vier Halbmonden bestehend. Orbita hinten geschlossen. Tränengruben
+groß. Schnauze kurz. Hand mit kurzem Daumen. Sehr häufig im Oligocän.
+White Riverbed von Nordamerika ¡O. Culbertsoni¡, ¡gracilis¡ Leidy.
+
+¿Eporeodon¿ Leidy (¡Eucrotaphus¡ Leidy). Schädel gestreckt. Ohne
+Daumen. Untermiocän. John Daybed. Nordamerika. ¡E. major¡ Leidy.
+
+¿Mesoreodon¿ Scott. Zahnkronen ziemlich hoch. Mittelmiocän. Deep
+Riverbed.
+
+[Illustration: Fig. 673.
+
+¡Oreodon Culbertsoni¡ Leidy. Oligocän. White Riverbed. Nebraska.
+Schädel und Unterkiefer 1/3 nat. Gr. (nach ~Scott~.)]
+
+[Illustration: Fig. 674.
+
+¡Oreodon Culbertsoni¡ Leidy. ¡A¡ Vorderfuß, ¡B¡ Hinterfuß 1/3 nat. Gr.
+(nach ~Scott~.)]
+
+¿Merycochoerus¿ Leidy. Cranium hoch. Schädel kürzer als bei ¡Oreodon¡.
+Jochbogen stärker und weiter vorragend. Schnauze lang. Prämolarreihe
+kurz. Skelett größer und plumper. Mittelmiocän. ¡M. proprius¡ Leidy.
+
+¿Promerycochoerus¿ Douglass. (Fig. 675.) Schädel und Prämolarreihe
+lang. Jochbogen hinten verdickt. Untermiocän. John Daybed.
+
+¿Phenacocoelus¿ Peterson. Mittelmiocän.
+
+¿Merychyus¿ Leidy (¡Ticholeptus¡ Cope). Schnauze verkürzt, mit
+Lücke zwischen Tränen- und Stirnbein und Oberkiefer. Zähne ziemlich
+hochkronig. Seitenzehen stark reduziert. Mittel- und Obermiocän und
+Pliocän.
+
+¡Leptauchenia¡ Leidy. Schnauze verkürzt, Jochbogen hoch. Nur zwei
+untere ¡J¡ vorhanden. Zahnkronen ziemlich hoch. Oberstes Oligocän
+(White Riverbed) und Untermiocän.
+
+[Illustration: Fig. 675.
+
+¡A¡ ¡Promerycochoerus macrostegus¡ Cope. Schädel von der Seite. 1/4
+nat. Gr. ¡B¡ ¡Promerycochoerus superbus¡ Leidy. Schädel von unten.
+Unt. Miocän. John-Daybed. Oregon. 1/4 nat. Gr. (Nach ~Cope~.)]
+
+¿Cyclopidius¿ Cope (¡Pithecistes¡ Cope). Schädel flach. Mehrere Lücken
+im kurzen Gesichtsschädel, Jochbogen weit vorragend. Mittelmiocän.
+Deep Riverbed.
+
+
+11. Familie. #Camelidae.# Tylopoda Illig.[153]
+
+¡Gebiß mehr oder weniger vollständig §3-1.1.4-2.3.§/§3.1.4-1.3.§
+Backenzähne selenodont, vom C und häufig auch vom vordersten P
+durch Diastema getrennt. Obere M stets länger als breit. P häufig
+reduziert, der vorderste in beiden Kiefern C ähnlich. Halswirbel ohne
+Arterienkanal. Carpalia und Tarsalia frei, mit Ausnahme von Cuneiforme
+II und III. Extremitäten vier- oder zweizehig. Seitenzehen bei den
+späteren Formen gänzlich verschwunden. Mittlere Metapodien stets ohne
+vordere Leitkiele, bei den späteren Formen verschmolzen. Magen mit
+drei Abteilungen.¡
+
+Von den zwei lebenden Gattungen bewohnt die eine -- ¡Camelus¡ --
+Nordafrika und Asien, die andere -- ¡Auchenia¡ -- das westliche
+Südamerika. Die Familie stammt aus Nordamerika, wo sie vom Obereocän
+bis zum Pleistocän vertreten war. Im Pliocän gelangte sie nach Asien
+und von da nach Nordafrika. Die fossilen nordamerikanischen Formen
+bilden eine geschlossene Stammesreihe und führen auf indifferente,
+vierzehige eocäne Urformen mit getrennten Metapodien und vollständigem
+Gebiß zurück.
+
+Der Schädel trägt weder Geweihe noch Hörner, seine langgestreckte
+Form, die schräg abfallende Schnauze mit den kurzen, aber hohen
+Zwischenkiefern, die stark vorspringenden, geschlossenen Augenhöhlen
+und die geringe Neigung der Gesichtsachse gegen die kraniale Achse
+verleihen ihm eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Pferdeschädel.
+Das Gebiß unterscheidet sich von dem der Wiederkäuer durch die
+gestreckteren oberen ¡M¡ und durch die Anwesenheit von einem oberen
+¡C¡ und mindestens einem oberen ¡J¡. Die ¡P¡ können starke Reduktion
+erfahren.
+
+Trotz der früh eintretenden Verschmelzung der Metapodien bleiben
+die Carpalia und Tarsalia frei mit Ausnahme von den miteinander
+verwachsenen Cuneiforme II und III. Das Trapezium kommt bei den
+jüngeren Formen in Wegfall. An den distalen Gelenken fehlen
+Leitkiele. Die fossilen Cameliden bilden in bezug auf Gebiß- und
+Skelettentwicklung eine ausgezeichnete, eng geschlossene Reihe, deren
+ältere Glieder sich mit Embryonen der lebenden Gattungen Camelus und
+Auchenia vergleichen lassen.
+
+
+1. Unterfamilie. #Leptotragulinae.# Cope.
+
+¡Gebiß vollständig, ohne Zahnlücke. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ brachyodont,
+C größer als J. P mit Ausnahme von P_{4} schneidend. Obere M aus vier
+Halbmonden bestehend. Metapodien nicht verwachsen, Hand vierfingerig,
+Fuß zweizehig mit proximalen Griffelbeinen. Radius und Ulna erst im
+Alter fest verbunden. Schädeldach eben. Schnauze kurz.¡
+
+¿Bunomeryx¿ Wortman. Obere ¡M¡ mit fünf ¥V-förmigen¥ Höckern. §4§/§3§
+¡P¡, Molaren an ¡Homacodon¡ erinnernd, aber echt selenodont. Wohl eher
+verwandt mit ¡Protoceras¡ als mit den Cameliden. Obereocän. Uintabed
+¡B. elegans¡ Wortman.
+
+¿Leptotragulus¿ Scott und Osborn (¡Parameryx¡ Marsh). Uinta- bis
+Titanotheriumbed. Unvollständig bekannt, ebenso ¿Oromeryx¿ Marsh.
+
+¿Protylopus¿ Wortman. Schnauze kurz. Orbita hinten nicht geschlossen.
+Obereocän. Uintabed. ¡P. Petersoni¡ Wortman.
+
+¿Eotylopus¿ Matthew. Oligocän. Titanotheriumbed.
+
+
+2. Unterfamilie. #Poëbrotheriinae.# Cope.
+
+¡Gebiß vollständig, meist mit §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Zwischenkiefer
+und Symphyse verlängert. Orbita hinten nicht vollständig geschlossen.
+Metapodien getrennt. Hand und Fuß zweizehig, digitigrad. Endphalangen
+hufartig. Seitenzehen nur durch proximale Stummel angedeutet. Ulna und
+Radius verwachsen. Oligocän und Untermiocän von Nordamerika.¡
+
+¿Poëbrotherium¿ Leidy (Fig. 676). Mit kleinem unteren ¡C¡. Größe von
+Reh. Oligocän (White Riverbed). ¡P. Wilsoni¡ Leidy.
+
+¿Paratylopus¿ Douglass (¡Gomphotherium¡ Cope). (Fig. 677.) Unterer ¡C¡
+groß. Orbita fast geschlossen. Gesicht verkürzt. Von Wildschafgröße.
+Untermiocän, John Day- und Oligocän, Protocerasbed.
+
+¿Oxydactylus¿ Douglass. ¿Protomeryx¿ Leidy. Mittelmiocän.
+
+[Illustration: Fig. 676.
+
+¡Poëbrotherium Wilsoni¡ Leidy. Oligocän. White Riverbed. Nebraska. ¡A¡
+Schädel und Unterkiefer 2/5 nat. Gr. ¡B¡ Vorderfuß. ¡C¡ Hinterfuß 1/3
+nat. Gr. (nach ~Wortman~.)]
+
+[Illustration: Fig. 677.
+
+¡Paratylopus Sternbergi¡ Cope sp. Untermiocän. John Daybed. Oregon.
+Schädel und Unterkiefer. 1/4 nat. Gr. (Nach ~Wortman~.)]
+
+
+3. Unterfamilie. #Protolabinae.# Cope.
+
+¡Gebiß vollständig. Orbita vollständig geschlossen. Extremitäten
+zweizehig, semidigitigrad. Hauptmetapodien meist zu einem Canon
+verwachsen. Ulna und Radius verwachsen.¡
+
+Im Miocän von Nordamerika. Lama- bis Kamelgröße.
+
+¿Protolabis¿ Cope. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ ¡P_{1}¡ zuweilen fehlend.
+Metapodien nicht verschmolzen. Obermiocän. Colorado.
+
+¿Stenomylus¿ Peterson. ¡M¡ langgestreckt und hochkronig. Mittelmiocän.
+
+¿Procamelus¿ Cope. §1.1.3.3.§/§3.1.3.3.§ Selten mit vier ¡P¡.
+Obermiocän und Pliocän.
+
+¿Pliauchenia¿ Cope. Ohne ¡P_{2}¡. Obermiocän und Pliocän von Texas und
+Nebraska.
+
+¿Alticamelus¿ Matthew. Ohne obere ¡J^1¡ und ¡J^2¡, jedoch mit §4§/§4§
+¡P¡. Hals, Metapodien, Femur und Tibia ungewöhnlich lang. Obermiocän
+von Colorado und Pliocän von Nebraska.
+
+
+4. Unterfamilie. #Camelinae.# Cope.
+
+¡Gebiß mehr oder weniger reduziert. Ulna mit Radius verwachsen.
+Extremitäten zweizehig. Alle drei Zehenglieder dem Boden aufliegend.
+Metapodien verschmolzen.¡
+
+Im Pliocän und Pleistocän von Nord- und Südamerika und im Unterpliocän
+von Indien und China. Lebend in Asien, Nordafrika und Südamerika.
+
+¿Camelus¿ Lin. (¡Merycotherium¡ Bojanus). §1.1.3.3.§/§3.1.3.3.§
+Im Milchgebiß noch drei obere Schneidezähne. ¡J_{3}¡ ¡C¡-ähnlich.
+Zahnlücke vor und hinter ¡C¡ und hinter dem vordersten ¡P¡. Untere ¡J¡
+schaufelartig, ¡C¡ kräftig. ¡P^3¡ und ¡P^4¡ aus Außenwand und innerem
+Halbmond bestehend. ¡M¡ ziemlich hoch. Lebend in Nordafrika und Asien.
+Fossil im Unterpliocän von Indien ¡C. sivalensis¡ Falc. Cautl. und
+China und im Pleistocän von Sibirien und Südrußland, ¡C. sibiricus¡
+Boj. sp., von Rumänien ¡C. alutensis¡ Stefanescu, von Algier ¡C.
+Thomasi¡ Pomel und von Nordamerika ¡C. americanus¡ Wortman.
+
+¿Protauchenia¿ Branco, ¿Palaeolama¿ Gervais, ¿Hemiauchenia¿,
+¿Stilauchenia¿, ¿Lamaops¿ Ameghino im Pleistocän von Südamerika.
+
+¿Anchenia¿ Illiger. §1.1.2.3.§/§3.1.1.3.§ Lebend und im Pleistocän von
+Südamerika.
+
+¿Camelops¿ Leidy, ¿Holomeniscus¿ und ¿Eschatius¿ Cope stehen
+¡Auchenia¡ nahe, sind aber nur unvollständig bekannt. Pliocän? und
+Pleistocän von Oregon, Kalifornien und Mexiko.
+
+
+12. Familie. #Tragulidae.# Zwerghirsche.[154]
+
+¡Schädel geweihlos. §0.1.4-3.3.§/§3.1.4-3.3.§ Ohne obere J. Oberer
+C säbelartig, unterer als vierter Incisiv ausgebildet. Zahnlücke
+ziemlich weit. M selenodont, mit nur vier Höckern, die oberen
+allseitig vom Basalband umgeben. P verlängert, seitlich komprimiert
+und mit Ausnahme von P^4 schneidend. Carpalia und Tarsalia teilweise
+verschmolzen. Mittlere Metapodien viel stärker als die vollständig
+erhaltenen seitlichen, getrennt oder zu einem Canon verwachsen.
+Reduktion der Seitenzehen adaptiv. Magen mit drei Abteilungen.¡
+
+Die Traguliden erreichen höchstens die Dimensionen vom Reh. Sie
+beginnen im Oligocän von Europa und gehen wohl auf ¡Dichobune¡
+ähnliche Formen zurück. Im Miocän sind sie bereits überaus selten
+und nur durch ¡Dorcatherium¡ vertreten, aus welchem sich die jetzt
+in Westafrika lebende Gattung ¡Hyaemoschus¡ entwickelt hat. Dagegen
+ist der Vorfahre der jetzt in Südindien und auf den Sundainseln
+verbreiteten Gattung ¡Tragulus¡ bis jetzt noch nicht ermittelt.
+
+Der hornlose Schädel, die freibleibende Ulna, die unvollständige
+Verschmelzung der Hauptmetapodien, die Persistenz der seitlichen
+Metapodien, die bei den Gelocinen freilich in der Mitte aufgelöst
+werden, und die gestreckten einfacheren und schneidenden ¡P¡
+verleihen den Traguliden ein ursprünglicheres Gepräge gegenüber den
+Cervicornia und den Cavicornia, von welchen sich die beiden lebenden
+Gattungen auch durch die diffuse Placenta und den dreiteiligen
+Magen unterscheiden. Hingegen fehlen auch bei ihnen schon die
+oberen ¡J¡, und die ¡M¡ haben große Ähnlichkeit mit jenen der
+¡Cervicornia¡, welche auch sicher auf gewisse Traguliden -- Gelocinen
+-- zurückgehen, denn sie sind mit diesen durch die geweihlosen
+Gattungen ¡Amphitragulus¡ und ¡Dremotherium¡ innig verbunden. Auch für
+die ¡Cavicornia¡ mit hirsch- und rinderähnlicher Bezahnung ist die
+Abstammung von den Gelocinen sehr wahrscheinlich.
+
+
+1. Unterfamilie. #Tragulinae.#
+
+¡Hinterhaupt groß und schmal. Bullae mit zelligem Gewebe erfüllt.
+P einfach, langgestreckt, mit Ausnahme von P^4. Untere M meist mit
+schräger, von der Spitze des ersten Innen- und öfters auch des
+ersten Außenhöckers nach hinten verlaufenden Leiste. Obere M mit
+starkem Cingulum. Seitliche Metapodien vorne und hinten vollständig.
+Cuboid und Naviculare, später auch die Cuneiformia zu einem Knochen
+verschmolzen.¡
+
+Fossil im Oligocän, Miocän und Unterpliocän von Europa und im Pliocän
+und Pleistocän von Südasien. Lebend in Südostasien und Westafrika. Die
+oligocänen Gattungen haben keine Nachkommen hinterlassen.
+
+[Illustration: Fig. 678.
+
+¡Dorcatherium Naui¡ Kaup. Unt. Pliocän. Eppelsheim bei Worms. Schädel,
+1/3 nat. Gr. (Nach ~Kaup~.)]
+
+[Illustration: Fig. 679.
+
+¡Dorcatherium crassum¡ Lartet sp. Obermiocän. Günzburg. ¡A¡ obere
+¡P^3¡, ¡M^2¡, ¡M^3¡. ¡B¡ unterer ¡P_{3}¡, ¡M_{1}¡, ¡M_{2}¡.]
+
+¿Cryptomeryx¿ Schlosser. §3§/§4§ ¡P¡. Untere ¡M¡ mit Leiste am ersten
+Innenhöcker. Oligocän? Phosphorite von Quercy.
+
+¿Lophiomeryx¿ Pomel. Obere ¡M¡ vierhöckerig, untere ohne Leiste, mit
+konischem ersten Innenhöcker. Metapodien getrennt. Oligocän. Cournon,
+Frankfurt a. M., Phosphorite von Quercy.
+
+¿Dorcatherium¿ Kaup. (Fig. 678, 679.) §3§/§4§ ¡P¡, obere ¡M¡
+vierhöckerig, untere ¡M¡ mit Leiste am ersten Innen- und Außenhöcker.
+Oberer ¡C¡ dolchartig. Vordere Metapodien getrennt, hintere
+verschmolzen. Seitenzehen sehr dünn. Obermiocän von Europa. ¡D.
+guntianum¡ Meyer, ¡crassum¡ Lart. sp. Unterpliocän. ¡D. Naui¡ Kaup.
+Pliocän von Indien. ¡D. majus¡ Lyd.
+
+¿Hyaemoschus¿ Gray. §3§/§3§ ¡P¡. Lebend in Westafrika.
+
+¿Tragulus¿ Brisson. (Fig. 652 ¡D¡.) Kleiner. Mittlere Metapodien
+im Alter fest verwachsen. Pliocän und Pleistocän von Südindien ¡T.
+sivalensis¡ Lyd. Lebend ¡T. meminna¡ Gray.
+
+
+2. Unterfamilie. #Gelocinae.#
+
+¡Untere M ohne Leisten am ersten Innen- und am ersten Außenhöcker.
+Mittlere Metapodien mehr oder weniger fest zu einem Canon verwachsen,
+seitliche dünn und in der Mitte aufgelöst. Cuboid und Naviculare
+miteinander verschmolzen.¡ Oligocän von Europa.
+
+Unter den Gelocinen haben wir sowohl die Ahnen der Hirsche, als auch
+die Stammeltern der Cavicornier mit hirsch- oder rinderähnlichen
+Backenzähnen zu suchen.
+
+¿Gelocus¿ Aymard. (Fig. 680.) Obere ¡M¡ niedrig, mit vier Höckern.
+Innenhöcker der unteren ¡M¡ massiv. ¡P¡ einfach, langgestreckt.
+Kleiner unterer ¡P_{1}¡ vorhanden. Im Oligocän von Ronzon, Ulm, Böhmen
+und Phosphorite von Quercy.
+
+[Illustration: Fig. 680.
+
+¡Gelocus communis¡ Aymard. Oligocän. Ronzon (Haute Loire). ¡A¡ obere
+Backenzähne, ¡B¡ untere ¡P¡ und ¡M¡ von außen. ¡C¡ von oben. ¡D¡
+Vorderfuß, ¡E¡ Hinterfuß 1/2 nat. Gr. (n. ~Kowalewsky~.)]
+
+¿Paragelocus¿ Schlosser. Obere ¡M¡ mit fünf Höckern und
+¿Pseudogelocus¿ Schlosser mit komplizierten unterem ¡P_{4}¡. Oligocän.
+Bohnerze von Ulm.
+
+¿Bachitherium¿ Filhol. §3§/§3§ ¡P¡, unterer ¡P_{4}¡ kompliziert,
+und ¿Prodremotherium¿ Filhol. (Fig. 681, 682.) §3§/§3§ ¡P¡, einfach
+gebaut. Oligocän. Phosphorite von Quercy.
+
+[Illustration: Fig. 681.
+
+¡Prodremotherium elongatum¡ Filhol. Oligocän (Phosphorite). Quercy.
+¡A¡ Oberkiefer von unt., ¡B¡ Unterkiefer von oben u. von innen. 3/4
+nat. Gr.]
+
+
+13. Familie. #Hypertragulidae.#[155]
+
+¡Schädel anfangs ohne knöcherne Auswüchse, später mit Geweih versehen,
+das stets von Haut bedeckt bleibt, mit Ethmoidallücken, meist mit
+großen Bullae osseae und mit vorspringender, hinten geschlossener
+Orbita. Unterkiefer lang und schlank. Ohne obere J; oberer C meist
+klein, unterer C als J entwickelt. M brachyodont, selenodont,
+untere M ohne Falte auf Hinterseite des ersten Außenmondes. Obere
+M vierhöckerig. P ziemlich einfach. Vorderextremität vierzehig,
+mittlere Metacarpalien niemals zu einem Canon verwachsen. Seitenzehen
+wohl entwickelt. Hinterextremität zweizehig. Mittlere Metatarsalien
+zu einem Canon verschmolzen. Seitenzehen rudimentär. Cuboid und
+Naviculare verwachsen.¡
+
+Die Hypertraguliden sind auf Nordamerika beschränkt. Sie treten hier
+zuerst im Oligocän (White Riverbed) auf und erreichen im Miocän
+ihre höchste Entwicklung in der Gattung ¡Blastomeryx¡, welche nach
+~Matthew~ den Vorfahren der südamerikanischen Hirschgattung ¡Mazama¡
+darstellt.
+
+[Illustration: Fig. 682.
+
+¡Prodremotherium elongatum¡ Filhol. Oligocän (Phosphorite). Quercy.
+¡A¡ Metacarpus von hinten. ¡B¡ Tibia, Tarsus und Metatarsus von vorne.
+¡C¡ Metatarsus von hinten. (¡T¡ Tibia, ¡F¡ Rudiment der Fibula, ¡Ca¡
+Calcaneum, ¡a¡ Astragalus, ¡cb¡ + ¡sc¡ Cubo-scaphoideum.)]
+
+[Illustration: Fig. 683.
+
+¡Blastomeryx gemmifer¡ Cope. Unt. Pliocän (Loup Fork-Stufe). Nebraska.
+¡A¡ teleometacarpaler Vorderfuß, ¡B¡ Hinterfuß, 2/5 nat. Gr. (Nach
+~Scott~.)]
+
+Die Hypertraguliden wurden früher mit den Traguliden vereinigt,
+von welchen sie sich jedoch durch das Fehlen der Falte an der
+Innenseite des Metaconids und des ersten Außenmondes der unteren ¡M¡
+unterscheiden.
+
+~Leptomeryx~ Leidy. Ohne ¡P^1¡, unterer ¡P_{1}¡ klein. Radius und Ulna
+frei. Oligocän. White Riverbed. ¡L. Evansi¡ Leidy. Untermiocän von
+Montana. Ist der Vorfahre von Blastomeryx.
+
+~Hypertragulus~ Cope. Oberer ¡C¡ und unterer ¡P_{1}¡ groß, die
+folgenden ¡P¡ kurz. Radius und Ulna verwachsen. Oligocän und
+Untermiocän (John Daybed von Oregon). ¡H. calcaratus¡ Cope.
+
+~Allomeryx~ Merriam und Sinclair. Untermiocän. Oregon.
+
+~Blastomeryx~ Cope. §34-..3 1 0..§/§3.1.4-3.3.§ Schädel geweihlos,
+oberer ¡C¡ lang, ¡M¡ brachyodont, untere ohne Palaeomeryxfalte. ¡P¡
+einfach. Oberer ¡P^2¡ und ¡P^3¡ mit kleinem Innenhöcker, untere
+¡P¡ mit unverästelten Kulissen an der Innenseite. Radius und Ulna
+getrennt. Vorderfuß vierzehig, mittlere Metapodien getrennt, Hinterfuß
+zweizehig mit proximalen Resten der Seitenzehen. Untermiocän. ¡B.
+Olcotti¡, ¡primus¡ Matthew. ¡Bl. gemmifer¡ Cope (Fig. 683.) mit
+kurzem Gablergeweih und rudimentären Seitenzehen ist jünger und auch
+generisch verschieden.
+
+
+14. Familie. #Cervicornia.# ~Geweihträger.~[156]
+
+¡Schädel der Männchen in der Regel mit Geweih oder knöchernen
+Fortsätzen versehen. §0.0-1.3.3.§/§3.1.3.(4).3.§ Oberer C bald lang
+und säbelartig, bald schwach oder ganz fehlend, unterer als vierter
+J fungierend. Langes Diastema hinter den C. Backenzähne selenodont,
+brachyodont. Obere P kurz, mit äußerem und innerem Halbmond. Carpalia
+-- Magnum und Trapezoid -- und Tarsalia -- Cuboid und Naviculare
+-- teilweise verschmolzen. Hauptmetapodien stets zu einem Canon
+verwachsen. Seitliche Metapodien dünn, meist nur als proximale oder
+distale Reste erhalten, mit kurzen Afterzehen.¡
+
+Das Skelett der ¡Cervicornia¡ zeichnet sich wie das der Traguliden
+durch spröde Knochensubstanz mit reichlichen Osteoblasten und durch
+die dünnen Schädelknochen aus.
+
+Der Schädel ist lang gestreckt, und seine faziale Achse ist nicht
+gegen die kraniale Achse geknickt wie bei den meisten Cavicornia. Die
+gewölbte Hirnkapsel wird oben vorzugsweise von den Scheitelbeinen
+und nur zum geringeren Teil von den Stirnbeinen gebildet, seitlich
+gewinnen die Schuppen der Schläfenbeine ansehnliche Ausdehnung. Die
+ungewöhnlich großen Tränenbeine sind außen mit Vertiefungen, den
+Tränengruben, versehen. Zwischen Tränenbein, Nasenbein, Stirnbein
+und Oberkiefer ist sehr häufig eine »Ethmoidallücke« vorhanden, die
+zu einem von dünnen Knochenlamellen und Lufthöhlen erfüllten Raume
+führt. Die seitlich vorstehenden Orbiten sind hinten geschlossen.
+Das Geweih hat nur geringen systematischen Wert, denn es fehlt den
+weiblichen Individuen außer beim Renntier immer und bei den ältesten
+fossilen Formen auch den Männchen. Auch können ähnliche Geweihformen
+bei Hirscharten vorkommen, die nicht näher miteinander verwandt sind.
+Auf die Gesamtbildung des Schädels übt es einen viel geringeren
+Einfluß aus als die knöchernen Stirnzapfen der Cavicornia. Bei den
+Giraffen und Protoceratinen bleiben die Knochenfortsätze auf den
+Stirnbeinen dauernd von Haut bedeckt. Meist aber wird sie nach und
+nach abgerieben, »gefegt«, und die Geweihe ragen dann frei vor. Die
+basalen Knochenzapfen, welche die eigentlichen nach der Brunstzeit
+abwerfbaren Geweihe tragen, heißen Rosenstock, der knotige Wulst an
+der Basis des Geweihes Rose. Bei den mit mehrfach gegabeltem Geweih
+versehenen Formen beginnt es mit einem einzigen Sprossen, Spießer, der
+sich im zweiten Jahre in zwei Äste gabelt. In den folgenden Jahren
+kommt jedesmal ein neuer Sproß zu den bereits vorhandenen hinzu.
+In ähnlicher Weise verläuft auch die phylogenetische Entwicklung.
+Die ältesten, untermiocänen Formen besitzen überhaupt kein Geweih,
+bei mittel- und obermiocänen Formen besteht es lediglich aus einer
+oder zwei Sprossen, ebenso bei ¡Dicrocerus¡, doch wird es hier schon
+bei einer Art abgeworfen. Im Pliocän beginnen Hirsche mit kurzem
+Rosenstock, langer Stange und zwei bis drei Nebensprossen. Erst im
+Oberpliocän und Pleistocän entfalten die Geweihe jene Üppigkeit, Größe
+und reiche Verzweigung, wie sie beim Edelhirsch, Renntier, Elch und in
+höchster Potenz beim Riesenhirsch beobachtet werden.
+
+Im ~Gebiß~ (Fig. 684) fehlen die oberen ¡J¡ stets und die oberen ¡C¡
+sind bei den jüngsten Formen meist nur bei den Männchen vorhanden. Der
+untere ¡C¡ hat die Form und Funktion eines ¡J¡. Die Backenzähne sind
+brachyodont und die oberen drei-, die unteren zweiwurzelig. Die Krone
+ist mit dickem, runzeligem Schmelz bedeckt und in der Regel mit einem
+Basalpfeiler versehen, der sich an den oberen ¡M¡ auf der Innen-, an
+den unteren ¡M¡ auf der Außenseite befindet. Die Außenseite der oberen
+¡M¡ trägt stets zwei Vertikalfalten -- Parastyl und Mesostyl. Zwischen
+jedem Außenhöcker und dem benachbarten inneren Halbmond befindet sich
+die Marke, in welche meist vom inneren Halbmond aus ein spornartiger
+Fortsatz hineinragt. Die oberen ¡P¡ sind kurz und stellen scheinbar
+halbe Molaren dar. Die unteren ¡M¡ sind niedrig, typisch selenodont.
+Die ziemlich kurzen unteren ¡P¡ bestehen aus einem kürzeren hinteren
+und einem längeren vorderen Abschnitt und tragen auf ihrer Innenseite
+vertikale Vorsprünge, Kulissen. Die ältesten fossilen Formen besaßen
+zum Teil noch vier ¡P¡, bei den übrigen sind immer nur drei ¡P¡
+vorhanden.
+
+[Illustration: Fig. 684.
+
+¡Cervus¡ (¡Polycladus¡) ¡dicranius Nesti¡. Ob. Pliocän. Val d'Arno.
+Toskana. ¡A¡ die drei ¡P¡ und der erste ¡M¡ des Oberkiefers. ¡B¡
+desgleichen vom Unterkiefer. Nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 685.
+
+Plesiometacarpaler Vorderfuß von ¡Cervus elaphus¡ Lin., 1/7 nat. Gr.
+(Nach ~Flower~.) ¡m^5¡ und ¡m^2¡ proximale Stücke der seitlichen
+Metacarpalia, ¡II-V¡ zweite bis fünfte Zehe.]
+
+[Illustration: Fig. 686.
+
+Hinterfuß vom Hirsch (¡Cervus elaphus¡), 1/3 nat. Gr. (Nach ~Flower~.)
+¡c¡ Calcaneum. ¡a¡ Astragalus, ¡cb¡ + ¡bc¡ Cubo-scaphoideum, ¡c^2¡
+Cuneiforme, ¡mIV¡ und ¡mIII¡ Metatarsalia.]
+
+Von den Carpalien verwachsen Magnum und Trapezoid miteinander, die
+mittleren Metapodien verschmelzen frühzeitig zu einem Canon, die
+seitlichen (II und V) sind meist unvollständig, indem bald nur die
+proximalen (¡Plesiometacarpi¡) (Fig. 685), bald nur die distalen
+Teile (¡Teleometacarpi¡) (Fig. 683) als griffelartige Rudimente zur
+Entwicklung kommen. Kurze Afterzehen sowohl an der Vorder- als an der
+Hinterextremität besitzen alle echten Hirsche, dagegen fehlen sie
+den Giraffen. Im Tarsus verwachsen stets Cuboid und Naviculare und
+ebenso Cuneiforme II und III, dagegen bleibt das kleine Cuneiforme I
+stets frei. Von den äußeren Metatarsalia sind nur die proximalen Enden
+ausgebildet, aber auch häufig mit dem Canon verwachsen.
+
+Die ¡Cervicornia¡ bewohnen gegenwärtig ganz Asien, Europa und Amerika
+und in der Form von Giraffen auch das zentrale und südliche Afrika.
+In der alten Welt sind die plesiometacarpischen Formen, in der neuen
+die teleometacarpischen vorherrschend. Die echten Hirsche beginnen im
+unteren Miocän von Europa. Im oberen Miocän und Pliocän haben sie
+auch Vertreter in Nordamerika, im Pliocän auch in Asien. Den Höhepunkt
+ihrer Entwicklung erreichen sie im Pleistocän und in der Jetztzeit.
+
+
+1. Unterfamilie. #Moschinae.# Moschushirsche.
+
+¡Schädel geweihlos, obere C lang, säbelartig. §3§/§3§ P. Distale
+Rudimente der seitlichen Metapodien mit langen dreigliederigen
+Afterzehen.¡
+
+Die beiden lebenden Gattungen (¡Moschus¡, ¡Hydropotes¡) bewohnen die
+zentralasiatischen Hochländer. Fossile Reste von Moschus werden aus
+den Siwalikschichten von Indien erwähnt.
+
+
+2. Unterfamilie. #Cervulinae.# Muntjakhirsche.
+
+¡Schädel geweihlos, oder Männchen mit kurzem, meist nur dichotom
+gegabeltem oder wenig sprossigem Geweih, das auf einem hohen
+Rosenstock sitzt und bei den älteren Formen nicht abgeworfen wurde.
+Obere C lang, säbelartig, hinten schneidend. M aus vier Monden
+bestehend. Untere M mit Leiste hinter dem ersten Außenmond. P wenig
+verlängert, untere mit Kulissen. Vorderfuß meist plesiometacarpisch,
+selten teleometacarpisch.¡
+
+Lebend in Südostasien. Fossil in Europa vom Miocän an.
+
+¿Amphitragulus¿ Pomel. Schädel geweihlos, ohne Tränengrube und
+Ethmoidallücke. ¡M¡ niedrig, die unteren mit Palaeomeryxleiste. 4 ¡P¡
+im Unterkiefer. Häufig mit distalen Resten der seitlichen Metapodien
+nebst Phalangen. Im Untermiocän. Auvergne, Ulm, Mainz, Pyrimont
+(Savoyen). ¡A. elegans¡, ¡lemanensis¡, ¡gracilis¡ Pomel. Hasen- bis
+Rehgröße.
+
+[Illustration: Fig. 687.
+
+¡Dicrocerus furcatus¡ Hensel sp. Obermiocän. Steinheim Württemberg.
+¡A¡ obere, ¡B¡ untere Backenzähne, ¡C¡ obere Milchzähne (¡D^3¡ und
+¡D^4¡), ¡D¡ unterer ¡D_{4}¡ nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 688.
+
+¡Dicrocerus elegans¡ Lartet. Obermiocän. Sansan. Gers. Geweih, 1/3
+nat. Gr. (nach ~Gaudry~.)]
+
+¿Dremotherium¿ Geoffroy. Nur drei untere ¡P¡. Molarhöcker plump.
+Seitliche Metapodien nur durch proximale Griffel angedeutet, sonst
+wie vorige Gattung. Untermiocän. Auvergne, Ulm, Mainz. ¡D. Feignouxi¡
+Pomel.
+
+¿Micromeryx¿ Lartet. Klein, mit relativ hohen ¡M¡. Obermiocän. Sansan,
+Steinheim, La Grive St. Alban.
+
+¿Palaeomeryx¿ v. Meyer. Schädel geweihlos, ¡M¡ mit runzeligem Schmelz.
+Untere ¡M¡ mit Leiste an Außenseite des vorderen Halbmondes. Meist
+große Formen. Mittelmiocän. Böhmen ¡annectens¡ Schlosser. Obermiocän
+¡P. Bojani¡, ¡eminens¡ v. Meyer.
+
+Im Pliocän (?) von Nebraska kommen große ¡Palaeomeryx¡ ähnliche Formen
+vor, welche durch die schwache Ausbildung der Falte an den unteren ¡M¡
+und die Komplikation des unteren ¡P_{4}¡ scheinbar den Übergang zu den
+Camelopardaliden vermitteln.
+
+¿Dicrocerus¿ Lartet (¡Procervulus¡ Gaudry) (Fig. 687, 688). Wie vorige
+Gattung, jedoch Schädel mit zweisprossigem, selten dreisprossigem
+Geweih. Obermiocän. Schlesien, Steinheim etc. ¡D. furcatus¡ Hensel,
+Geweih ohne Rose, wohl persistierend. Sansan, Steiermark, bayerische
+Hochebene. ¡D. elegans¡ Lartet, Geweih mit Rose und wechselnd.
+
+¿Lagomeryx¿ Roger. Ähnlich, aber klein. Mit Spießer- oder kurzem
+verästeltem Geweih. Mittelmiocän. Solnhofen, ¡L. simplicicornis¡
+Schlosser. Obermiocän. Steiermark, Südbayern ¡L. Meyeri¡ Hofmann.
+
+¿Cervavus¿ Schlosser. Obere ¡C¡ ziemlich kräftig, untere ¡M¡ noch
+mit Spuren der Palaeomeryxfalte. Geweih dichotom. Größe von Reh.
+Unterpliocän von China. ¡C. Oweni¡ Koken sp.
+
+¿Cervulus¿ Blainv. Lebend in Südasien und fossil im Pleistocän von
+Indien und Java.
+
+[Illustration: Fig. 689.
+
+¡Cervus¡ (¡Axis¡) ¡pardinensis¡ Croizet und Jobert. Oberpliocän.
+Auvergne. Geweih. 1/8 nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)]
+
+[Illustration: Fig. 690.
+
+¡Cervus¡ (¡Megaceros¡) ¡hibernicus¡ Owen. Torf von Irland. Weiblicher
+Schädel. 1/7 nat. Gr. (nach ~Owen~.)]
+
+
+3. Unterfamilie. #Cervinae.#
+
+¡Geweih mit kurzem Rosenstock, mehrfach gegabelt, periodisch wechselnd
+und abgesehen von Ren, nur bei den Männchen vorhanden. Obere C schwach
+oder fehlend. Backenzähne brachyodont. Vorderfuß plesiometacarpal
+bei den altweltlichen Hirschen (mit Ausnahme von Elentier, Ren und
+Reh), teleometacarpal bei den neuweltlichen (mit Ausnahme von Cervus
+canadensis).¡ Lebend auf der nördlichen Hemisphäre und in Südamerika.
+Fossil vom Pliocän an in Europa und Asien, in Amerika erst im
+Pleistocän.
+
+Der Gattungsname ¿Cervus¿ sollte nur mehr für nicht näher bestimmbare
+Hirschreste Anwendung finden, die besser erhaltenen fossilen lassen
+sich meist ziemlich ungezwungen unter die folgenden Subgenera
+verteilen.
+
+¿Capreolus¿ Ham. Smith. Geweih aufrecht, dreisprossig. Im Unterpliocän
+von Cucuron, Baltavar ¡C. Matheroni¡ Gerv., im Mittelpliocän ¡C.
+australis¡ de Serres, ¡ruscinensis¡ Depéret, im Oberpliocän der
+Auvergne ¡C. cusanus¡ Croiz. et Job. Im Pleistocän ¡C. capreolus¡ Linn.
+
+¿Furcifer¿, ¿Blastoceras¿ Gray, ¿Mazama¿ Rafinesque. Lebend und fossil
+in Südamerika. ¿Odocoileus.¿ Pleistocän und Gegenwart in Nordamerika.
+
+¿Axis¿ Ham. Smith. (Fig. 689.) Geweih schlank mit drei bis vier
+zylindrischen Nebensprossen. Plesiometacarpal. Pliocän der Auvergne
+(¡C. borbonicus¡, ¡pardinensis¡ Croiz. et Job.), im Crag von England.
+Lebend und im Pleistocän von Indien. Im Pleistocän von Trinil auf Java
+¡A. Lydekkeri¡ Martin.
+
+¿Rusa¿ Ham. Smith. Asien. Fossil im Pleistocän von China. ¡C.
+Aristotelis¡ Cuv.
+
+¿Elaphus¿ Gervais. Geweih vielsprossig, im Querschnitt gerundet.
+Pliocän ¡C. Perrieri¡, ¡arvernensis¡, ¡issiodorensis¡ Croiz. et Job.,
+Pleistocän von Europa ¡C. elaphus¡ und ¡canadensis¡, auch in Nordasien
+und Nordamerika. Ähnliche Zähne schon im Unterpliocän von China.
+
+¿Polycladus¿ Gerv. (Fig. 684). Geweih vielsprossig, Sprossen distal
+abgeplattet. Pliocän Europa ¡C. ramosus¡ Croiz. Job., ¡Sedgwicki¡
+Falcon.
+
+¿Dama¿ Ham. Smith. (¡Megaceros¡ Owen). (Fig. 690.) Geweih anfangs
+zylindrisch, distal abgeplattet, später schaufelartig. Lebend ¡C.
+dama¡ Lin. Südeuropa und Kleinasien. Fossil im Pliocän und Pleistocän
+von Europa ¡C. Browni¡ Dawkins. Die größte Art ist der Riesenhirsch
+¡Megaceros euryceros¡ Aldrov. im älteren Pleistocän. In Torfmooren von
+Irland finden sich ganze Skelette von ¡Megaceros hibernicus¡ Owen.
+Weibchen geweihlos.
+
+¿Cervalces¿ Scott. Pleistocän von Nordamerika.
+
+¿Alces¿ Ham. Smith. (Elentier). Lebend und im Pleistocän von Europa,
+Nordasien und Nordamerika. Im europäischen Unterpleistocän ¡A.
+latifrons¡ Dawkins.
+
+¿Rangifer¿ Ham. Smith. Beide Geschlechter mit starkem, gegabeltem
+Geweih, Sprossen abgeplattet. Das Renntier (¡C. tarandus¡ Lin.)
+bewohnt die Polarländer der nördlichen Hemisphäre. Im Pleistocän
+in ganz Mitteleuropa verbreitet, besonders häufig als Begleiter
+des Magdalénien-Menschen. In pliocänen Bohnerzen finden sich
+¡Rangifer¡-ähnliche Zähne. Im Pliocän von Piemont ¡C. pliotarandoides¡
+de Alessandrini.
+
+
+4. Unterfamilie. #Protoceratinae.# Marsh.[157]
+
+¡§3-0.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Backenzähne brachyodont, mit runzeligem
+Schmelz. Obere und untere C bei beiden Geschlechtern vorhanden.
+Schädel lang und flach, ohne Bulla, bei den späteren Formen mit
+paarigen knöchernen Auswüchsen. Carpalia getrennt. Vorderfuß mit
+zwei starken mittleren und zwei schwächeren seitlichen Metapodien.
+Hinterfuß anfangs mit vier freien Metatarsalia, später mit
+unvollständig verschmolzenem Canon und proximalen Seitengriffeln. Alle
+Tarsalia frei.¡
+
+Die Protoceratinen sind auf Nordamerika beschränkt, aber
+wahrscheinlich die Ahnen der ¡Sivatheriinae¡.
+
+¿Camelomeryx¿ Scott mit §2§/§3§ ¡J¡ und ¿Leptoreodon¿ Wortman mit
+§3§/§3§ ¡J.¡ Beide mit großem oberen ¡C¡. Unterer ¡C¡ als vierter
+¡J¡ und unterer ¡P_{1}¡ als ¡C¡ entwickelt. Hinter ¡P_{1}¡ in beiden
+Kiefern ein langes Diastema. Schädel ohne Protuberanzen. Hand und
+Fuß vierzehig, mittlere Metapodien nicht verwachsen. Systematische
+Stellung unsicher. Obereocän. Uintabed.
+
+¿Heteromeryx¿ Matthew. Orbita hinten geschlossen. Vorderfuß vierzehig,
+Hinterfuß zweizehig. Oligocän. Unteres White Riverbed.
+
+¿Protoceras¿ Marsh. (Fig. 691.) §3§/§3§ ¡J¡. Schädel beim Männchen
+mit knöchernen Zapfen auf Stirn- und Scheitelbeinen, und vertikalen
+Knochenplatten auf Oberkiefer und Stirnbeinen, Weibchen nur mit
+schwachen Auswüchsen auf Scheitelbeinen. Vorderfuß vierzehig,
+Seitenmetacarpalia dünn, Hinterfuß zweizehig mit unvollständig
+verschmolzenem Canon und proximalen Resten der seitlichen
+Metatarsalia. Oberes Oligocän (White Riverbed).
+
+¿Calops¿ Marsh, Schädel ohne Hornzapfen. Ebendaselbst.
+
+¿Syndyoceras¿ Barbour, je ein einfaches Hornpaar auf Nasen- und
+Stirnbeinen.
+
+[Illustration: Fig. 691.
+
+¡Protoceras celer¡ Marsh. Oligocän. Oberstes White Riverbed. Nebraska.
+2/5 nat. Gr. (nach ~Osborn~.)]
+
+
+5. Unterfamilie. #Giraffinae.#
+
+¡Große hochbeinige Tiere mit langgestrecktem, entweder glattem oder
+mit kurzen paarigen, einfachen Stirnzapfen versehenem Schädel ohne
+Tränengrube, mit kleinen ringsum geschlossenen Orbita. Schädelknochen
+pneumatisch. Obere C fehlen, untere zweilappig. Backenzähne niedrig,
+gedrungen, hirschartig. Seitliche Metapodien und Afterzehen
+vollständig verkümmert.¡
+
+[Illustration: Fig. 692.
+
+¡Samotherium Boissierri¡ Forsyth Major. Unt. Pliocän. Samos. Schädel
+verkleinert. (Nach ~Lydekker~.)]
+
+Lebend in Zentralafrika, fossil im Unterpliocän von Südeuropa,
+Persien, Indien und China.
+
+¿Helladotherium¿ Gaudry. Schädel ohne Stirnzapfen. Untere ¡P¡ und ¡M¡
+ziemlich hoch. Hals mäßig lang. Hinterfuß und Vorderfuß fast gleich
+lang. Unterpliocän von Pikermi und Maragha. Ein ähnlicher Schädel aus
+den Siwalik gehört wohl zu ¡Hydaspitherium grande¡.
+
+¿Palaeotragus¿ Gaudry. Klein. Schädel niedrig, mit weit vorne
+stehenden Hörnern. Zähne plump. Unterpliocän Pikermi. ¡P. Roueni¡
+Gaudry.
+
+¿Alcicephalus¿ Rodler. ¿Samotherium¿ Forsyth Major. (Fig. 692.)
+Männlicher Schädel mit zwei stumpfen Knochenzapfen über den Orbita.
+Zähne plump. Hals kürzer als bei Giraffe. Unterpliocän von Samos,
+Persien und China.
+
+¿Camelopardalis¿ Schreber. Auf der Grenze von Stirn- und Scheitelbein
+ein Paar kurze Knochenzapfen und auf den Nasenbeinen eine Protuberanz.
+¡P¡ sehr kompliziert, ¡M¡ ziemlich schlank. Hals lang. Vorderbeine
+länger als Hinterbeine. Unterpliocän von Pikermi, Samos, Maragha,
+Siwalik, China und lebend.
+
+¿Okapia¿ R. Lancaster. Lebend Zentralafrika.
+
+
+6. Unterfamilie. #Sivatheriinae.#
+
+¡Große Wiederkäuer mit stark ausgedehnten Stirnbeinen und
+pneumatischem Schädeldach. Vor der Occipitalkante, auf den hinteren
+Außenecken der Stirnbeine zwei mächtige, öfters auf gemeinsamer
+Basis stehende, abgeplattete, schwach verästelte, unten mit
+Hohlräumen versehene Knochenzapfen. Zuweilen auch ein Paar konischer
+Knochenzapfen auf dem vorderen Teil der Stirnbeine. Backenzähne massiv
+und brachyodont.¡
+
+~Lydekker~ und ~Forsyth Major~ schließen die Sivatheriinen an die
+Giraffen an, während ~Murie~ und ~Rütimeyer~ Antilopencharaktere
+erkennen wollen. Das Gehörn erinnert an das Schaufelgeweih von ¡Alces¡.
+
+Sämtliche besser bekannte Vertreter dieser Gruppe (¡Sivatherium¡,
+¡Bramatherium¡ Falconer und ¡Hydaspitherium megacephalum¡ Lydekker
+stammen aus den indischen Siwalikschichten. Im Unterpliocän von China
+kommen Zähne von ¡Sivatheriinen¡ vor, und aus Sanden von Adrianopel
+hat ~Abel~ einen ¡Sivatherium¡-ähnlichen Hornzapfen beschrieben.
+
+
+15. Familie. #Antilocapridae.#[158]
+
+¡Schädel antilopenähnlich mit weit ausgedehnten Scheitelbeinen.
+Stirnbeine auf den supraorbitalen Teil des Schädeldaches beschränkt,
+mit gegabelten Knochenzapfen, welche von einer jährlich erneuerten
+Hornscheide umgeben sind. Lacrimale groß, mit Grube, an Ethmoidallücke
+stoßend. Backenzähne hypselodont. Meist ohne obere Eckzähne und
+Schneidezähne. Außenseite des oberen M_{3} nach rückwärts verlängert.
+§3§/§3§ sehr kurze P.¡
+
+Auf Nordamerika beschränkt.
+
+¿Hypisodus¿ Cope. (Fig. 693.) Kaninchengröße. Schädel ohne
+Stirnzapfen. §3§/§3§ ¡J¡. Hand und Fuß ohne Canon, mit vollständigen
+seitlichen Metapodien. Oligocän, White Riverbed.
+
+¿Merycodus¿ (¡Cosoryx¡) Leidy. (Fig. 694.) Schädel mit zwei- oder
+dreisprossigem, aufrechtstehendem und mit einem Rosenstock versehenen
+Geweih. Vorder- und Hinterfuß mit Canon und mit Afterzehen.
+Mittelmiocän bis Pliocän von Colorado und Kansas ¡M. Osborni¡ Matthew,
+¡furcatus¡ Leidy.
+
+¿Capromeryx¿ Matthew. Nur Unterkiefer bekannt mit hypselodonten ¡M¡
+und reduzierten ¡P¡. Pleistocän Nebraska.
+
+¿Antilocapra¿ Ord. Lebend und fossil. Nordamerika.
+
+
+16. Familie. #Cavicornia.# ~Hohlhörner.~[159]
+
+¡Schädel beider Geschlechter, seltener nur der Männchen mit
+knöchernen, von Hornscheiden umgebenen Fortsätzen. Gebiß
+§0.0.3.3.§/§3.1.3.3.§ Zahl der P zuweilen nur §2§/§2§. Backenzähne
+selenodont und brachyodont oder hypselodont. Carpus und Tarsus wie
+bei den Cervicornia. Hauptmetapodien zu einem Canon verschmolzen,
+mit scharfen distalen Leitkielen. Seitliche Metapodien niemals
+vollständig, häufig ganz verkümmert. Afterzehen öfters vorhanden.¡
+
+[Illustration: Fig. 693.
+
+¡Hypisodus minimus¡ Cope. Oligocän. White Riverbed, Colorado. Schädel
+mit Unterkiefer. 3/4 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 694.
+
+¡Merycodus Osborni¡ Matthew. Obermiocän. Colorado. Schädel 1/4 nat.
+Gr. (nach ~Matthew~.)]
+
+[Illustration: Fig. 695.
+
+Schädel eines hornlosen Schafes, in der Mittelebene vertikal
+durchschnitten, 1/3 nat. Gr. (Nach ~Flower~.) ¡PMx¡ Zwischenkiefer,
+¡Na¡ Nasenbein, ¡MT¡ Conchae des maxillaren, ¡ET¡ des ethmoidalen
+Riechrohres, ¡ME¡ Mesethmoideum, ¡Vo¡ Vomer, ¡Pl¡ Gaumenbein,
+¡Pt¡ Flügelbein, ¡PS¡ Präsphenoid, ¡Fr¡ Stirnbein mit Lufthöhlen,
+¡OS¡ Orbitosphenoid, ¡AS¡ Alisphenoid, ¡BS¡ Basisphenoid, ¡Pa¡
+Scheitelbein, ¡Per¡ Felsenbein (¡Perioticum¡). ¡Ty¡ Griffelfortsatz
+des Tympanicum, ¡SO¡ Supraoccipitale, ¡ExO¡ Exoccipitale, ¡BO¡
+Basioccipitale, ¡pp¡ Processus paroccipitalis, ¡cp¡ Kronfortsatz, ¡cd¡
+Condylus, ¡s¡ Symphyse des Unterkiefers. ¡sh¡, ¡eh¡, ¡ch¡, ¡bh¡, ¡th¡
+verschiedene Abschnitte des Zungenbeins.]
+
+Die Cavicornier sind in mancher Hinsicht vorgeschrittener und
+spezialisierter als die Cervicornier. Die horizontal gestellte
+kraniale Achse bildet mit der Gesichtsachse einen stumpfen Winkel.
+(Fig. 695.) Die Stirnbeine zeigen eine ungewöhnliche Ausdehnung.
+Die Frontalzone nimmt hinter den Orbiten den größten Teil des
+Schädeldaches ein und drängt die stark verkürzten Scheitelbeine nach
+hinten, bei den extremsten Formen verlagern sich letztere sogar ganz
+auf die Hinterhauptsfläche. Mit der Ausdehnung der Stirnbeine ist
+häufig eine bedeutende Erweiterung der Sinus frontales verbunden, die
+Diploe wird durch Lufthöhlen ersetzt und die Stirn wird pneumatisch.
+Die verschiedenen Antilopen zeigen alle Stadien dieser Ausbildung der
+Frontalzone, z. B. bei gewissen Gazellen haben die Stirnbeine noch wie
+bei den Hirschen eine Knochendiploe, bei anderen treten schon kleinere
+oder größere Lufträume auf. In der hinteren Stirnregion über oder
+hinter den mehr oder weniger vorragenden geschlossenen Orbiten erheben
+sich -- zuweilen nur beim Männchen -- die knöchernen, bald massiven,
+bald pneumatischen Hornzapfen, deren hohle Basis mit den Lufträumen im
+Stirnbein kommuniziert. Bei den primitiveren Formen stehen die Zapfen
+aufrecht oder schräg nach hinten gerichtet zwischen den Augenhöhlen,
+bei den extremsten -- Bos -- rücken sie weit nach hinten und außen
+in die Hinterecken des Schädels und richten sich fast rechtwinklig
+und horizontal nach außen. Nasenbeine, Oberkiefer und Tränenbeine
+sind meist stark entwickelt, die Jochbogen dagegen dünn und kurz.
+Tränengruben und Ethmoidallücken finden sich häufig bei Antilopen,
+niemals bei den Rindern, Schafen und Ziegen.
+
+Das Gebiß ist unvollständig und ohne obere ¡J¡ und ¡C¡. Der untere ¡C¡
+hat sich in einen vierten ¡J¡ verwandelt. Von den §3§/§3§ ¡P¡ kann
+zuweilen der vorderste verschwinden. Die selenodonten Molaren blieben
+bei den primitiveren Formen -- gewisse Antilopen -- brachyodont,
+bei den vorgeschritteneren sind sie dagegen hypselodont und nicht
+selten sogar prismatisch. Der Schmelz ist bald glatt, bald runzelig,
+akzessorische Pfeilerchen fehlen entweder oder sie werden (Bovinen)
+sogar ungewöhnlich stark. An den oberen ¡M¡ besteht die durch
+Vertikalfalten verstärkte Außenwand aus zwei sichelförmig gebogenen
+Blättern, die halbmondförmigen Innenhügel bilden meist geschlossene
+Marken. Die unteren ¡M¡ unterscheiden sich, abgesehen von ihrer
+Schmalheit dadurch, daß ihre Innenseite den Bau der Außenseite und
+ihre Außenseite den Bau der Innenseite der oberen ¡M¡ imitiert.
+Basalpfeiler finden sich nicht selten an der Außenseite der unteren
+und an der Innenseite der oberen ¡M¡. Die kurzen oberen ¡P¡ bestehen
+aus einem äußeren und einem inneren Halbmond, die unteren aus einem
+nach innen etwas konkaven, nach vorne und hinten abfallenden Kamm,
+dessen Innenseite kulissenartige Vorsprünge trägt, deren Zahl am
+letzten ¡P¡ am größten ist. Die ¡J¡ und ¡C¡ sind als horizontal
+gestellte Schaufeln ausgebildet, von denen die innerste die breiteste
+ist.
+
+Das Skelett unterscheidet sich nicht wesentlich von dem der
+Cervicornier, jedoch erreicht die Reduktion der Seitenzehen einen
+höheren Grad als bei diesen. Die Hauptmetapodien verschmelzen schon
+frühzeitig zu einem vorne ausgefurchten Canon. Von den seitlichen
+Metapodien bleiben manchmal noch Griffel erhalten. Afterzehen sind
+häufig vorhanden. Carpus und Tarsus sowie Uterus und Placenta
+verhalten sich wie bei den Cervicornia.
+
+Die Cavicornia sind die jüngste und formenreichste Gruppe von allen
+Huftieren. Sie haben erst in der Gegenwart den Höhepunkt ihrer
+Entwicklung erreicht und zeigen durch ihre Umbildungsfähigkeit bei der
+Züchtung, daß ihnen noch eine gewisse Plastizität und Jugendlichkeit
+innewohnt. Der Schauplatz, auf welchem sich die Cavicornier entwickelt
+und ausgebreitet haben, ist in der Hauptsache die Alte Welt, jedoch
+hat auch Nordamerika einen gewissen Anteil an ihrer Stammesgeschichte.
+Heute erscheint Afrika als ihr Verbreitungszentrum, in Wirklichkeit
+wurde es aber erst ziemlich spät von Asien und Europa her besiedelt.
+
+Die bisherige Einteilung der ¿Cavicornia¿ in ~Antilopen~, ~Ovinen~ und
+~Bovinen~ wird der Stammesgeschichte nicht gerecht, es empfiehlt sich
+vielmehr, die unnatürliche, umfangreiche Gruppe der ~Antilopinen~
+nach dem Zahnbau in zwei Abteilungen zu zerlegen und diese mit den
+~Ovinen~, bzw. den ~Bovinen~ zu vereinigen, so daß sich zwei große
+Familien ergeben, die ¡Aegodontia¡ mit schon frühzeitig hypselodont
+werdenden Molaren, von denen auch die oberen bedeutend länger als
+breit sind und die ¡Boodontia¡, mit mehr oder weniger hirschähnlichen
+Molaren, von denen die oberen fast quadratischen Umriß besitzen.
+
+Die ältesten fossilen echten Cavicornier finden sich im Miocän
+von Europa. Sie gehen auf hirschähnliche Formen, vielleicht auf
+¡Dremotherium¡ zurück und sind ihrerseits die Stammeltern aller
+¡Boodontia¡, welche vom Pliocän an einen großen Formenreichtum
+entfalten, aber erst im Pleistocän einen Vertreter auch in Nordamerika
+aufzuweisen haben. Hier sind jedoch aus Antilocapriden, etwa aus der
+oligocänen Gattung ¡Hypisodus¡, die ¡Aegodontia¡ entstanden, welche
+dann im Pliocän in Asien mit zahlreichen ¡Boodontia¡ zusammentrafen.
+Von Asien aus verbreiten sie sich mit diesen über Afrika und entsenden
+auch schon bald, hauptsächlich aber erst im Pleistocän Repräsentanten
+nach Europa. Eine Anzahl von ihnen scheint jedoch in Nordamerika einen
+selbständigen Entwicklungsgang genommen zu haben, wenigstens die
+Moschusochsen.
+
+
+1. Unterfamilie. #Aegodontia.#
+
+¡Schädel fast stets gewölbt, häufig mit Tränengruben oder
+Ethmoidallücken oder auch mit beiden, oder mit einem Spalt neben
+den Nasenbeinen. Scheitelbeine ausgedehnt, Schädelachse meist
+geknickt, Lufthöhlen in der Regel auf die Basis der dicht an den
+Orbiten beginnenden Hornzapfen beschränkt. Hörner selten gerade und
+zylindrisch, meist seitlich komprimiert und rückwärts gebogen, selten
+spiralig oder auswärts gedreht. M fast immer hypselodont, selten mit
+Basalpfeiler, und nur ausnahmsweise mit schwachen Vertikalrippen an
+den Außen- resp. Innenhöckern. P und M stets mit glattem Schmelz.¡
+
+Die ¡Aegodontia¡ umfassen die ~Neotraginen~, ~Gazellinen~ (Antilopinen
+Sclaters), die ~Rupicaprinen~, ~Ovicaprinen~ und die ~Ovibovinen~.
+Die beiden ersteren unterscheiden sich von den übrigen Antilopen im
+weitesten Sinne sehr wesentlich in ihrem Zahnbau, dagegen schließen
+sie sich hierin den Ovicaprinen so enge an, daß ihr gemeinsamer
+Ursprung überaus wahrscheinlich wird, und zwar kommen als ihre Ahnen
+die nordamerikanischen ~Antilocapriden~ in Betracht, unter welchen
+die Gattung ¡Hypisodus¡ bereits im Oligocän einen hohen Grad von
+Hypselodontie erreicht hat.
+
+Für die Verwandtschaft der Ovicaprinen mit den Gazellinen spricht auch
+der Umstand, daß sie noch lange Griffelbeine besitzen, die bei den
+ersteren -- ¡Capra¡ -- allerdings auf Metacarpale V beschränkt sind,
+während bei den ¡Boodontia¡ wie bei den plesiometacarpischen Hirschen
+Verkürzung oder völliger Verlust dieser Rudimente eintritt. Bei den
+Gazellinen findet öfters Verlust des vordersten ¡P¡ statt.
+
+
+1. Gruppe. #Neotraginae.#
+
+¡Schädel wenig gewölbt, ohne Ethmoidallücken, mit Tränengruben,
+Hörner zylindrisch nach rückwärts geneigt. Spitze vorwärts gedreht. M
+brachyodont.¡
+
+¿Neotragus¿, ¡Oreotragus¡, ¡Raphiceros¡, ¡Madoqua¡ und ¡Ourebia¡ nur
+lebend in Afrika.
+
+
+2. Gruppe. #Gazellinae.#
+
+¡Schädel höchstens mäßig gewölbt, meist flach, mit Tränengruben
+und Ethmoidallücken, Hörner zylindrisch oder seitlich komprimiert,
+rückwärts gebogen, nur selten spiralig, niemals gekielt. Zähne in der
+Regel stark hypselodont.¡
+
+¿Lithocranius¿ Kohl, lebend in Afrika und
+
+¿Antilope¿ Ogilby im Pleistocän und lebend in Indien, beide
+brachyodont.
+
+¿Gazella¿ Blv. (Fig. 696.) Hornzapfen steil aufgerichtet oder
+rückwärts gebogen, meist zylindrisch, selten komprimiert. Unterpliocän
+von Pikermi, Cucuron, Baltavar, Maragha ¡G. brevicornis¡ Wagn.
+¡deperdita¡ Gervais, Samos und Maragha ¡G. Gaudryi¡ Schloss. Mehrere
+Arten im Pliocän von China. Im Oberpliocän der Auvergne ¡G. borbonica¡
+Bravard, der Bresse ¡G. burgundica¡ Depéret, und von England ¡G.
+anglica¡ Newton. Lebend in Asien und Afrika, fossil in Algier.
+
+¿Saiga¿ Gray (¡Colus¡ Wagner). (Fig. 697.) Stirnzapfen kurz, steil
+aufgerichtet. Im Pleistocän von Mitteleuropa und lebend in den Steppen
+des östlichen Europas und des westlichen Asiens.
+
+¿Pantholops¿ Hodgson. Im Pliocän von Tibet. ¡P. hundesiensis¡ Lyd.
+Lebend in Asien.
+
+[Illustration: Fig. 696.
+
+¡Gazella dorcadoides¡ Schlosser. Unterpliocän. China. ¡A¡ obere
+Backenzähne. ¡P^3¡ bis ¡M^2¡, ¡B¡ oberer ¡M¡ von innen, ¡C¡ unterer
+¡M_{2}¡ von außen. Nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 697.
+
+Hornzapfen von ¡Saiga tatarica¡ Forst. [male] pleistocän. Twickenham.
+England. 1/4 nat. Gr. (Nach ~Smith Woodward~.)]
+
+
+3. Gruppe. #Rupicaprinae.#
+
+¡Schädel mit oder ohne Tränengruben und mit spaltförmiger
+Ethmoidallücke. Hornzapfen zylindrisch, aufrecht oder rückwärts
+geneigt. Zähne schwach hypselodont.¡
+
+¿Rupicapra¿ Ham. Smith. Gemse, selten fossil im Pleistocän von
+Mitteleuropa.
+
+¿Nemorrhaedus¿ Ham. Smith. Nur lebend in Asien.
+
+
+4. Gruppe. #Ovicaprinae.#
+
+¡Schädel stark gewölbt, Schädelachse geknickt, Hornzapfen meist
+hohl, gekielt, einfach gebogen oder spiralig. Tränengruben und
+Ethmoidallücken höchstens schwach entwickelt. Zähne meist stark
+hypselodont und seitlich komprimiert.¡
+
+¿Oioceros¿ Gaillard (¡Antidorcas¡ Roth, ¡Helicophora¡ Lydekker?) mit
+kleiner Tränengrube und Ethmoidallücke. Hornzapfen spiralig, gekielt.
+Zähne schwach hypselodont. Unterpliocän. Pikermi ¡O. Rothi¡ Gaudry
+sp., Maragha ¡O. Atropatenes¡ R. u. W., Samos ¡O. proaries¡ Schlosser.
+
+¿Ovis¿ Linné. (Fig. 695.) Mit Tränengrube, ohne Ethmoidallücke,
+Stirnbeinnähte nach vorwärts konvergierend. Scheitelnähte geradlinig.
+Stirnzapfen dreikantig, vorne breit, spiralig. Selten im europäischen
+Pleistocän ¡O. Savinii¡ Newton, ¡O. argalioides¡ Nehring.
+
+¿Capra¿ Linné. Ohne Tränengrube, mit spaltförmiger Ethmoidallücke.
+Stirnbeinnähte geradlinig. Scheitelbeinnähte nach vorne konvergierend.
+Hörner komprimiert, rückwärts gebogen. Im Pliocän von Ostindien
+¡C. sivalensis¡, ¡perimensis¡ Lydekker. Im Pleistocän Europas ¡C.
+pyrenaica¡ Schimp., ¡Ibex cebennarum¡ Gervais, ¡fossilis¡ Nehring.
+
+¿Haploceros¿ Ham. Smith (¡Oreamnus¡ Rafin). Lebend und pleistocän in
+Nordamerika, in Höhlen von Kalifornien.
+
+¿Bucapra¿ Rütimeyer. Großer Schädel aus dem Pliocän der Siwalik. ¡B.
+Daviesi¡ Rüt.
+
+¿Pseudobos¿ Schlosser. Zähne von Rindergröße, hypselodont. ¡M¡ stark
+komprimiert, ¡P¡ reduziert. Unterpliocän von China und von Maragha.
+
+
+5. Gruppe. #Ovibovinae.#
+
+¡Schädel kaum gewölbt. Basis der Hörner meist stark verdickt,
+Hornspitzen auswärts gerichtet. Zähne mäßig hypselodont, M stark
+komprimiert.¡
+
+¿Ovibos¿ Blainv. (¡Symbos¡ Osgood). Basis der hinter den Augen
+gelegenen Hornzapfen stark angeschwollen, aus schwammiger
+Knochensubstanz bestehend. Metapodien plump. ¡O. moschatus¡ Blv.,
+der Moschusochse, bewohnt heutzutage nur die nördlichsten Teile von
+Nordamerika. Im Pleistocän war er nicht nur in Nordamerika, sondern
+auch in Europa weit verbreitet.
+
+¿Euceratherium¿ Sinclair. Schädel rinderähnlich. Scheitelbeine auf
+die fast vertikal stehende Hinterhauptsfläche verdrängt. Hörner
+komprimiert, weit hinter den Orbiten stehend, mit auswärts und
+vorwärts gedrehten Spitzen. Zähne mäßig hypselodont. Metapodien kurz
+und plump. Pleistocän, Höhlen von Kalifornien. ¡E. collinum¡ Sinclair
+und Furlong.
+
+¿Preptoceras¿ Furlong. Ähnlich, jedoch Hornzapfen mit rundem
+Querschnitt. Ebendaselbst.
+
+
+2. Unterfamilie. #Boodontia.#
+
+¡Schädeldach gerade oder gewölbt, mit oder ohne Tränengrube und
+Ethmoidallücken, selten mit beiden. Scheitelbeine meist ausgedehnt.
+Schädelachse mehr oder weniger stark geknickt. Lufthöhlen in der
+Basis der Hornzapfen oder einen großen Teil der Schädelknochen
+erfüllend. Hornzapfen bald nahe an den Augenhöhlen beginnend, bald
+mehr oder weniger weit nach hinten verschoben, in der Regel von rundem
+Querschnitt, zuweilen auch gekielt. M brachyodont, selten hypselodont,
+häufig mit Basalpfeilern und mit Vertikalrippen an den Außenhöckern
+der oberen und an den Innenhöckern der unteren M. Schmelz rauh, öfters
+mit starkem Zementbelag.¡
+
+Die ¡Boodontia¡ beginnen mit Formen, deren Zähne jenen der Hirsche
+noch sehr ähnlich sind. Die Tragelaphinen und Cephalophinen verharren
+noch jetzt in diesem Zustande, dagegen werden die Bubalidinen,
+Hippotraginen und Cervicaprinen im Zahnbau den Bovinen sehr ähnlich.
+Die Pseudotraginen nehmen bezüglich der Höhe ihrer ¡M¡ eine
+Mittelstellung ein. Reduktion von ¡P¡ findet nur sehr selten statt.
+Der anfangs gerade Schädel erleidet Veränderung teils durch Knickung
+der Schädelachse, teils durch Verlagerung der Hörner, wobei die
+Scheitelbeine immer mehr nach rückwärts und auf die Seiten verdrängt
+werden, so daß sie kaum mehr an der Bildung des Schädeldaches
+teilnehmen oder ganz verkümmern. Die Unterschiede zwischen den
+bisher als »Antilopen« bezeichneten Bubalidinen, Hippotraginen und
+Cervicaprinen gegenüber den Bovinen bestehen, abgesehen von der
+Beschaffenheit der Hörner nur darin, daß diese Formen immer bloß
+einen Teil der für die Bovinen charakteristischen Spezialisierungen
+erreichen, nämlich entweder nur deren Zahnbau oder nur deren
+Schädelbau. Von Seitenzehen finden sich meist nur proximale Rudimente,
+die bei den Bovinen auch vollständig fehlen.
+
+Die ¡Boodontia¡ sind ein altweltlicher Stamm, welcher sich wohl
+schon im Untermiocän von geweihlosen Cervicorniern abgezweigt hat
+und im europäischen Obermiocän durch mehrere indifferente, als
+»¡Antilope¡« ¡cristata¡, ¡clavata¡ und ¡Martiniana¡ beschriebene
+Formen mit hirschähnlichem Gebiß und durch die mäßig hypselodonte
+Gattung ¡Protragocerus¡ vertreten ist. Ihre Organisation gestattet die
+Ableitung fast aller späteren Formen.
+
+
+1. Gruppe. #Cephalophinae.#
+
+¡Schädel wenig gewölbt, Schädelachse nicht geknickt, große
+Tränengruben, ohne Ethmoidallücken, Hörner kurz, zylindrisch, nach
+rückwärts geneigt, M brachyodont, ohne Basalpfeiler.¡
+
+¿Protetraceros¿ Schlosser. Unterpliocän von China. ¡P. Gaudryi¡ Schl.
+
+¿Tetraceros¿ Leach. Pliocän bis Gegenwart in Indien.
+
+¿Cephalophus¿ S. Smith. Lebend in Afrika, fossil im Pleistocän von
+Algier.
+
+¿Boselaphus¿ Blv. (¡Portax¡ S. Smith). Pliocän, Pleistocän und lebend
+in Indien, von ~Rütimeyer~ zu den Cephalophinen, von den meisten
+anderen Autoren dagegen zu den Tragelaphinen gestellt, bildet wohl
+eine besondere Gruppe und steht der Urform der Rinder sehr nahe.
+
+¿Duboisia¿ Stremme. Sehr ähnlich, Altpleistocän von Java.
+
+¿Paraboselaphus¿ Schlosser. Zähne aus den schwäbischen Bohnerzen und
+aus dem Unterpliocän von China.
+
+
+2. Gruppe. #Pseudotraginae# Schlosser.
+
+¡Schädel mäßig oder stark gewölbt, mit großer Tränengrube, ohne
+Ethmoidallücken. Hörner gerade oder gebogen, Spitzen stets nach
+rückwärts geneigt, mit elliptischem oder rundem Querschnitt.
+Backenzähne brachyodont oder schwach hypselodont, zuweilen mit
+Basalpfeilern.¡ Mittelmiocän bis Unterpliocän.
+
+Diese Gruppe umfaßt die ältesten Cavicornier, die aber nur zum Teil
+Nachkommen hinterlassen haben. Die unterpliocänen Gattungen dürften
+vollständig erloschen sein.
+
+[Illustration: Fig. 698.
+
+¡Eocerus¡ (Antilope) ¡cristatus¡ Biedermann sp. Obermiocän. Leoben.
+Steiermark. ¡A¡ obere ¡M^2¡ und ¡M^3¡ von unten, ¡B¡ unterer ¡M_{3}¡
+von oben und außen (nat. Gr.)]
+
+¿Eocerus¿ Schlosser. (Fig. 698.) Größe von Schaf. Hörner gerade, stark
+nach hinten geneigt, mit rundlichem oder elliptischem Querschnitt.
+Zähne brachyodont, Cerviden-ähnlich. Obermiocän von Sansan,
+Steiermark, Süddeutschland ¡Antilope Martiniana¡, ¡sansaniensis¡,
+¡clavata¡ Lartet, ¡cristata¡ Biedermann, »¡Cervus¡« ¡lunatus¡ und
+¡haplodon¡ Meyer.
+
+¿Pseudotragus¿ Schlosser. Schädel ähnlich Capra. Zähne brachyodont.
+Unterpliocän von Samos ¡P. capricornis¡ Schlosser.
+
+¿Pachytragus¿ Schlosser. Hörner nur wenig gebogen, von gerundet
+polygonalem Querschnitt. Zähne schwach hypselodont. Unterpliocän.
+Samos ¡P. crassicornis¡ Schlosser.
+
+¿Protoryx¿ Major. Schädel lang und schmal. Hornspitzen rückwärts
+gebogen. Hornquerschnitt elliptisch. Zähne mäßig hypselodont.
+Unterpliocän von Samos, Maragha und Pikermi, vielleicht auch bei
+Odessa ¡P. Carolinae¡ Major.
+
+¿Protragocerus¿ Depéret. Hörner gerade, kurz, von gerundet dreieckigem
+Querschnitt. Zähne fast brachyodont. Obermiocän. La Grive St. Alban
+(Isère) ¡P. Chantrei¡ Depéret.
+
+¿Tragocerus¿ Gaudry. Schädel lang, schmal. Hörner stark komprimiert,
+wenig gebogen, an Vorderseite gekielt. ¡M¡ fast brachyodont.
+Unterpliocän von Pikermi, Cucuron, Baltavar etc. ¡T. amaltheus¡ Wagn.
+sp., eine Varietät auch in Maragha und auf Samos. Unterpliocän von
+China ¡T. gregarius¡ Schlosser.
+
+¿Neotragocerus¿ Matthew. Hornzapfen kurz, gerade mit ovalem
+Querschnitt. Zähne brachyodont. Pliocän Nebraska. ¡N. improvisus¡
+Matthew.
+
+
+3. Gruppe. #Bubalidinae.#
+
+¡Schädel lang und schmal, mit oder ohne Tränengrube, ohne
+Ethmoidallücken, Hörner weit nach hinten gerückt, meist von rundlichem
+Querschnitt, mehr oder weniger gedreht. Zähne meist hypselodont, ohne
+Basalpfeiler.¡
+
+¿Bubalis¿ Cuvier (¡Alcelaphus¡ Blv.). Lebend in Mittel- und Südafrika,
+fossil im Pleistocän von Algier.
+
+¿Damaliscus¿ Sclater. Hörner lang, Scheitelbeine kurz. Lebend und
+fossil in Afrika. Fossil Unterpliocän der indischen Siwalik ¡D.
+palaeindicus¡ Lyd.
+
+¿Prodamaliscus¿ Schlosser. Scheitelbeine lang, Hörner stark rückwärts
+geneigt. Zähne mäßig hypselodont. Unterpliocän von Samos ¡P.
+gracilidens¡ Schlosser.
+
+¿Connochaetes¿ Lichtenst. Schädel und Hörner rinderähnlich. Lebend
+Südafrika. Pleistocän von Algier. In den schwäbischen Bohnerzen kommen
+Zähne vor -- ¡Antilope Jägeri¡ Rütimeyer --, welche denen vom Gnu
+nicht unähnlich sind.
+
+¿Criotherium¿ Major (¡Urmiatherium¡ Rodler). (Fig. 699.) Scheitelbeine
+fast auf die Hinterhauptsfläche verdrängt. Cranium mit zahlreichen
+Lufthöhlen, Hörner weit nach hinten verschoben, kurz, spiralig und
+gekielt. Zähne fast brachyodont. Unterpliocän von Samos und Maragha
+¡C. argalioides¡ Major.
+
+[Illustration: Fig. 699.
+
+¡Criotherium argalioides¡ Forsyth Major. Unterpliocän. Samos. Schädel.
+1/4 nat. Gr.]
+
+
+4. Gruppe. #Hippotraginae.#
+
+¡Schädelachse geknickt. Schädel lang, mit Ethmoidallücken, ohne
+Tränengruben. Hörner lang, dicht an den Orbita gebogen oder gerade,
+von rundlichem Querschnitt. Zähne teils hypselodont und mit starken,
+teils brachyodont und mit schwachen Basalpfeilern.¡
+
+¿Hippotragus¿ Sundew. Hörner gebogen. Zähne hypselodont mit starken
+Basalpfeilern. Pliocän von Indien ¡H. palaeindicus¡ Lydekker.
+Pleistocän von Algier, lebend in Afrika.
+
+¿Oryx¿ Blv. Hörner lang, gerade, rückwärts geneigt. Lebend in Afrika.
+
+¿Palaeoryx¿ Gaudry. Groß. Hörner rund, mäßig lang, wenig gekrümmt,
+wenig nach rückwärts geneigt. Zähne brachyodont. Unterpliocän von
+Pikermi und Maragha ¡P. Pallasi¡ Wagn., Samos ¡Majori¡, ¡Stützeli¡
+Schlosser, ¡Majori¡ auch bei Odessa. Oberpliocän ¡Meneghinii¡
+Rütimeyer, ¡P. boodon¡ und ¡Cordieri¡ Gervais.
+
+¿Tragoreas¿ Schlosser. Klein. Hörner stark rückwärts geneigt.
+Unterpliocän von Samos. ¡T. oryxoides¡ Schlosser.
+
+¿Addax¿ Rafinesque. Leierförmige, spiralige, lange Hörner. Lebend in
+Afrika.
+
+¿Plesiaddax¿ Schlosser. Mäßig hypselodonte, ¡Addax¡ ähnliche Zähne.
+Unterpliocän von China. ¡P. Depereti¡ Schlosser.
+
+
+5. Gruppe. #Cervicaprinae.#
+
+¡Schädel schwach gewölbt, mit Ethmoidallücken, ohne Tränengruben,
+Hörner wenig geneigt, leierförmig. Zähne bovinen-ähnlich.¡
+
+¿Cobus¿ A. Smith. Zweifelhafte Arten aus dem Pliocän der Siwalik.
+Pleistocän von Algier, lebend in Afrika.
+
+¿Cervicapra¿ lebend in Afrika. Pleistocän von Algier.
+
+¿Pelea¿ nur lebend in Afrika.
+
+
+6. Gruppe. #Tragelaphinae.#
+
+¡Schädel wenig gewölbt, mit Ethmoidallücken, bei den fossilen meist
+auch mit Tränengruben. Hörner lang, leierförmig, gekielt und spiralig,
+meist von rundem Querschnitt. Zähne stets brachyodont, bei den
+fossilen mit schwachen Basalpfeilern.¡
+
+¿Tragelaphus¿ Blainv., ¡Strepsiceros¡ Ham. Smith, ¡Taurotragus¡
+Sclater, ¡Oreas¡ Desmarest. Lebend in Afrika. Von ¡Strepsiceros¡ und
+¡Oreas¡ je eine Art im Pliocän der Siwalik (¡St. Falconeri¡ Lyd., ¡O.
+latidens¡ Lyd.). ¡Strepsiceros¡-ähnliche Zähne auch im Unterpliocän
+von China. ¡Strepsiceros kudu¡ fossil im Pleistocän von Algier.
+
+¿Palaeoreas¿ Gaudry. Hörner mit zwei Kielen. Unterpliocän von
+Pikermi und Maragha ¡P. Lindermayeri¡ Wagner sp., eine Art auch
+im Unterpliocän von China. Im Pliocän der Auvergne »¡Antilope¡«
+¡torticornis¡ Aymard, vielleicht identisch mit ¡P. Montis Caroli¡
+Major aus Val d'Arno.
+
+¿Protragelaphus¿ Dames. Hörner mit nur einem Kiel. Unterpliocän von
+Pikermi -- ¡P. Skouzesi¡ Dames -- und Samos und Maragha.
+
+¿Prostrepsiceros¿ Major. Hörner mit zwei Kielen und dreieckigem
+Querschnitt. Unterpliocän von Maragha. »¡Tragelaphus¡«
+¡Houtum-Schindleri¡ Rodler.
+
+¿Illingoceras¿ Merriam. Hörner spiralig, gerade und gekielt.
+Vielleicht ein Antilocaprine. Pliocän? West-Nevada. ¡I. Alexandrae¡
+Merriam.
+
+¿Helicophora¿ Major. Hörner mit nur einem Kiel und einwärts gedrehten
+Spitzen. Unterpliocän von Pikermi.
+
+
+7. Gruppe. #Bovinae.#[160]
+
+¡Hornzapfen hohl, kräftig, zylindrisch oder dreikantig, meist
+rechtwinklig nach außen gerichtet, ziemlich weit hinter den Orbita und
+an die Kante des Schädels gerückt. Stirnbeine groß, bis zum Occiput
+reichend. Scheitelbeine sehr kurz. M prismatisch, oft mit starken
+Basalpfeilern und mit ziemlich dicker Zementschicht.¡
+
+Bei den Rindern haben die Merkmale der Cavicornier ihre höchste
+Ausbildung erlangt. Die mit Lufträumen erfüllten Stirnbeine gewinnen
+die größte Ausdehnung und bilden fast die ganze Bedachung des
+Gehirns. Dagegen werden die Scheitelbeine zuweilen ganz auf die
+Hinterhauptsfläche gedrängt und die Hörner rücken weit nach hinten
+und außen. Tränengruben und Ethmoidallücken fehlen, Tränenbeine und
+Nasenbeine haben ansehnliche Länge.
+
+Fossil erscheinen die Rinder zuerst im Pliocän der indischen Siwalik,
+später auch in Europa, jedoch werden sie erst im Pleistocän häufiger
+und gelangen auch nach Nordamerika.
+
+~Rütimeyer~ unterscheidet fünf Typen:
+
+
+#A. Bubalus.# ~Büffel.~
+
+¡Stirnzone stark gewölbt. Scheitelbeine noch etwas auf der Oberseite
+des Schädeldaches liegend. Hornzapfen abgeplattet, meist dreikantig,
+zuerst nach hinten, dann nach außen gerichtet, nahe an der Mittellinie
+des Schädels beginnend. M mit ungemein kräftigen, oft gefältelten
+Basalpfeilern.¡
+
+Die Büffel verbinden in osteologischer Hinsicht die Rinder mit der
+Gattung ¡Boselaphus¡ (¡Portax¡).
+
+Im Tertiär von Ostindien die erloschenen Gattungen ¡Probubalus¡
+Rütimeyer (¡Hemibos¡, ¡Peribos¡ Falconer) und ¡Amphibos¡ Falconer.
+Ebendaselbst und im Pleistocän, sowie in dem von Java ¡Buffelus¡
+Blumb. Im Pleistocän von Europa und Indien ¡Bubalus¡ Rütimeyer.
+
+
+#B. Leptobos.#
+
+¡Schädel niedrig, lang. Hörner dicht hinter den Orbiten, weit außen
+entspringend, nicht sehr kräftig, fast zylindrisch, nach hinten
+gerichtet. Scheitelbeine relativ groß, noch auf der Oberseite des
+Schädels gelegen.¡
+
+¿Leptobos¿ Rütimeyer. Im Pliocän, ¡L. Falconeri¡ Rütimeyer, und
+Pleistocän von Ostindien. Nach F. ~Major~ gehört auch ¡Bos etruscus¡
+Falconer aus dem Oberpliocän von Val d'Arno, der Auvergne und von
+Spanien zu ¡Leptobos¡.
+
+
+#C. Bibos.#
+
+¡Stirnbeine hinten quer verbreitert. Stirn groß und flach.
+Scheitelzone auf das Hinterhaupt gedrängt. Hörner mehr oder weniger
+abgeplattet, nahe dem Hinterhaupt beginnend, in der Jugend nach
+hinten, im Alter seitwärts gerichtet.¡
+
+¿Bibos¿ Hodgson. Lebend und fossil in Indien und im Pleistocän von
+Java.
+
+
+#D. Bison.#
+
+¡Schädel niedrig, Stirn flach, überaus breit, relativ kurz. Hörner
+nahe den weit vorspringenden Orbiten beginnend, zylindrisch, nach
+außen und oben gerichtet. Scheitelbeine kurz und breit, stets noch auf
+der Oberseite des Schädeldaches. Gesichtsteil kurz. Nasenbeine kurz,
+hinten breit.¡
+
+Die Gattung ¿Bison¿ erscheint zuerst im Oberpliocän von Indien (¡B.
+sivalensis¡ Falconer). Spuren hiervon auch im Pliocän von Nordamerika.
+Im Pleistocän von Europa und Nordasien ¡B. priscus¡ v. Mey., im
+Pleistocän von Nordamerika ¡B. antiquus¡ Leidy und ¡latifrons¡ Harlan.
+Der fossile europäische ¡B. priscus¡, Wisent, steht den amerikanischen
+Bisonten näher als dem ¡B. europaeus¡.
+
+
+#E. Taurus.# ~Ochsen.~
+
+¡Stirnbein enorm ausgedehnt, das ganze Schädeldach bildend, die kurzen
+Scheitelbeine ganz auf das Hinterhaupt gedrängt. Hörner zylindrisch,
+an den hinteren Außenecken des Schädels sitzend.¡
+
+In den ¡Taurina¡ hat der Schädelbau der Bovinen seinen
+Kulminationspunkt erreicht bezüglich der Ausbreitung der Stirnbeine
+und der Reduktion der Scheitelbeine.
+
+Die einzige Gattung ¡Bos¡ erscheint zuerst in -- jedenfalls jüngeren
+-- Siwalikschichten von Indien ¡B. planifrons¡, ¡acutifrons¡ Lydekker.
+Im Pleistocän von Indien ¡B. namadicus¡ Falc., im Pleistocän von
+Europa, Asien und Nordafrika ¡B. primigenius¡ Bojanus und als Ur
+noch bis in die Bronzezeit. Er stammt nach ~Dürst~ von ¡planifrons¡
+ab, während ¡acutifrons¡ und ¡namadicus¡ sich an die ¡Bibovina¡ und
+die ¡Zebu¡ anschließen. In Europa ist er gezähmt worden und der Ahne
+der ¡Primigenius¡- oder ¡Trochoceros¡-Rasse, aus der wahrscheinlich
+auch die ¡Frontosus¡-Rasse hervorgegangen ist. Dagegen wurde die
+¡Brachyceros¡-Rasse -- ¡Brachyceros palustris¡ -- Torfkuh der
+Pfahlbauten, wohl aus Asien oder Nordafrika eingeführt.
+
+
+5. Unterordnung. #Amblypoda.#[161] Cope.
+
+¡Ausgestorbene, meist große plantigrade Huftiere mit kurzen,
+fünfzehigen Füßen und breiten, von Hufen umgebenen Endphalangen.
+Zweite Reihe des Carpus mit der ersten alternierend. Astragalus sehr
+breit und niedrig, mit Tibia und mit Fibula artikulierend, die tibiale
+Gelenkfläche schwach gewölbt oder eben, nicht ausgehöhlt. Gebiß meist
+vollständig. Backenzähne brachyodont und lophodont. Gehirn sehr klein.¡
+
+Zu den Amblypoden gehören die größten Landsäugetiere der Eocänzeit.
+Ihre Extremitäten und Zähne und ihr ganzer Knochenbau zeigen neben
+primitiven Merkmalen auch sehr weitgehende Spezialisierungen, die sich
+zum Teil bei Perissodactylen, zum Teil auch bei Artiodactylen, zum
+Teil aber bei den Proboscidiern und Astrapotheria wieder finden.
+
+Sie beginnen in der Puerco-Stufe (Unterstes Eocän) mit verhältnismäßig
+kleinen und schlanken Formen (¡Pantolambda¡), die durch trituberkuläre
+obere Molaren und semidigitigrade Extremitäten ihr primitives Gepräge
+verraten; in der Wasatchstufe und in den gleichaltrigen alteocänen
+Ablagerungen Europas dominieren die plumpen und großen Coryphodonten
+mit einem vollständigen Gebiß, in welchem die Molaren bereits
+lophodonten Bau erlangt haben. Stärker differenziert sind die auf
+Nordamerika beschränkten mitteleocänen riesigen ¡Dinoceratidae¡.
+Hier verkümmern die oberen ¡J¡; die oberen ¡C¡ ragen als mächtige
+Hauer über den Unterkiefer vor, während die unteren Eckzähne winzig
+klein werden und den Schneidezähnen gleichen. Die Backenzähne werden
+ausgezeichnet lophodont und die ¡P¡ den ¡M¡ ähnlich.
+
+Die Extremitäten sind stämmig, mäßig hoch, vorne und hinten fünfzehig.
+Die Carpalia bilden schwach alternierende Reihen; zuweilen ist
+ein Os centrale vorhanden. Im Hinterfuß zeigen die Tarsalia eine
+starke, seitliche Verschiebung. Der niedrige, ungemein breite
+Astragalus bedeckt nicht nur das Naviculare, sondern im Gegensatz
+zu den Proboscidiern auch einen großen Teil des Cuboideums. Das
+Naviculare ruht auf den drei Cuneiformia. Dem Astragalus fehlt
+sowohl ein abgesetzter Kopf, als auch eine eigentliche Trochlea,
+indem die schwach gewölbte tibiale Gelenkfläche keine Ausfurchung
+besitzt, weshalb nur eine sehr unvollkommene Beugung des Fußgelenkes
+ermöglicht wird. Ein Flexorforamen, sowie eine Fasette am Hinterrand
+des Astragalus für ein sogenanntes Tibiale (Sesamoid) sind wie bei
+den ¡Condylarthra¡ vorhanden. Das Calcaneum und die kurzen, plumpen
+Metatarsalia erinnern an den Proboscidierfuß. Am Femur ist ein
+dritter Trochanter bei den ältesten Formen vorhanden, fehlt aber bei
+den Dinoceratiden. Die Fibula artikuliert bei diesen nur mit dem
+Astragalus.
+
+Die Amblypoden besitzen unter allen Huftieren die kleinste
+Gehirnhöhle. Das Großhirn ist nahezu glatt und bedeckt weder die
+Riechlappen noch das Cerebellum.
+
+~Osborn~ leitet die Amblypoda von den Gattungen ¡Protolambda¡,
+¡Ectoconodon¡ und ¡Synconodon¡ aus der Laramiekreide ab, die jedoch
+nur auf isolierte trituberkuläre resp. tuberkulärsektoriale Molaren
+begründet sind. Auch vereinigt er die bunodonten ¡Periptychidae¡ mit
+den ¡Pantolambdidae¡ in eine Unterordnung, die ¡Taligrada¡.
+
+
+1. Familie. #Pantolambdidae# (¡Taligrada¡). Cope.
+
+¡Schädel raubtierähnlich, mit hoher Sagittalcrista.
+§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ J und C normal entwickelt. Obere P aus einem
+äußeren und einem inneren eckigen Halbmond bestehend, obere M mit
+¥V-förmigem¥ Paracon, Metacon und Protocon nebst zwei Zwischenhöckern.
+Untere M mit hohem ¥V-förmigem¥ Trigonid und einem niedrigen, ebenfalls
+¥V-förmigem¥ Talonid, das an den P sehr klein bleibt. Humerus mit
+Foramen entepicondyloideum, Femur mit drittem Trochanter. Astragalus
+flach mit schwach gewölbter Gelenkfläche für die Tibia und mit
+Foramen. Carpus mit freiem Centrale. Schwanz lang.¡
+
+[Illustration: Fig. 700.
+
+¡Pantolambda cavirictus¡ Cope. Unterstes Eocän. Torrejonbed.
+Neumexiko. ¡A¡ Obere ¡P^4¡ bis ¡M^3¡. ¡B¡ Untere Backenzähne. 2/3 nat.
+Gr. (nach ~Osborn~.)]
+
+[Illustration: Fig. 701.
+
+¡Pantolambda bathmodon¡ Cope. Unterstes Eocän. Torrejonbed. Neumexiko.
+¡A¡ Vorderfuß. ¡B¡ Hinterfuß. 1/2 nat. Gr. (nach ~Osborn~.)]
+
+¿Pantolambda¿ Cope. (Fig. 700, 701.) Unterstes Eocän. Torrejonbed von
+Neumexiko. ¡P. bathmodon¡, ¡cavirictus¡ Cope.
+
+
+2. Familie. #Coryphodontidae.# Owen.
+
+¡Schädel länglich, mit breiter, schräg abfallender Stirn. Gebiß
+vollständig. Obere M mit Vorjoch und zwei durch ein ¥V-förmiges¥ Joch
+verbundenen Außenhöckern nebst einem oder zwei ungleich starken
+Innenhöckern, von denen Joche nach den Außenhöckern verlaufen.
+Untere M mit zwei ¥V-förmigen¥, nach innen geöffneten Jochen, wovon
+der vordere Schenkel mehr oder weniger verkümmert. P einfacher als
+M. Schneidezähne konisch, obere und untere Eckzähne spitz, stark
+vorragend. Rumpf im Verhältnis zum Schädel sehr klein. Humerus ohne
+Foramen entepicondyloideum. Femur mit drittem Trochanter. Astragalus
+sehr niedrig, ohne Kopf, mit schwach gewölbten Gelenkflächen für Tibia
+und für Fibula.¡
+
+Die Coryphodontiden waren plumpe, vorne digitigrade, hinten
+plantigrade Tiere von ansehnlicher Größe. Ihr Gebiß spricht für
+omnivore Nahrung, der Bau des Hand- und Fußgelenkes für langsame und
+ungeschickte Bewegung. Dem Schädel fehlen die sonderbaren Stirnzapfen
+der Dinoceraten, dagegen dienten die mächtigen, spitzen Eckzähne als
+gefährliche Waffen. Im Habitus hatte ¡Coryphodon¡ mehr Ähnlichkeit mit
+Bär als mit einem wirklichen Huftier.
+
+[Illustration: Fig. 702.
+
+¡Coryphodon testis¡ Cope. Untereocän. Wasatchbed. Wyoming. Schädel und
+Unterkiefer. 1/6 nat. Gr. (nach ~Osborn~.)]
+
+Von den Gattungen ¿Coryphodon¿ Owen (¡Bathyopsis¡, ¡Bathmodon¡,
+¡Metalophodon¡ Cope) (Fig. 702-704), ¿Ectacodon¿ und ¿Manteodon¿ Cope
+ist nur die erste genauer bekannt und in den Wasatch und Wind River
+Beds von Wyoming und Neu-Mexiko durch mehr als ein Dutzend Arten
+vertreten, unter welchen sich mehrere Entwicklungsreihen erkennen
+lassen. Manche Arten kommen teils im Schädelbau, teils in der
+Ausbildung der ¡C¡ oder der ¡J¡ den Dinoceratiden schon sehr nahe.
+In Europa finden sich ¡C. eocaenus¡ Owen und ¡C. Oweni¡ Hébert in
+Nordfrankreich, Belgien und England.
+
+[Illustration: Fig. 703.
+
+¡Coryphodon anax¡ Cope. Unt. Eocän. Wasatch. Wyoming. Linker
+Hinterfuß. 1/4 nat. Gr. (nach ~Osborn~.) (¡tb¡ Tibia, ¡Fb¡
+Gelenkfasetten des Astragalus und Calcaneums für die Fibula, ¡III-V¡
+dritte bis fünfte Zehe.)]
+
+
+3. Familie. #Dinoceratidae.# Marsh.
+
+¡Schädel mit je einem Paar vorragender Knochenfortsätze
+auf Scheitelbein, Oberkiefer und Nasenbein. Zahnformel:
+§0.1.3.3.§/§3.1.4-3.3.§ Obere J fehlen. Obere P den M ähnlich, wie
+diese mit zwei nach innen konvergierenden Jochen, untere M mit zwei
+schrägen Querjochen. Oberer C gewaltig groß, weit über die untere
+Zahnreihe vorragend. Untere J und C klein. Unterkiefercondyli nach
+hinten gerichtet und nur wenig höher als die Zahnreihe. Femur ohne
+dritten Trochanter.¡ Häufig im oberen Eocän (Bridger Beds) von
+Wyoming.
+
+Die Dinoceraten gehören zu den gewaltigsten und sonderbarsten
+Landsäugetieren. Die größten Arten von ¡Loxolophodon¡ (¡Tinoceras¡)
+erreichten eine Rückenhöhe von 2 m und eine Länge von nahezu 4 m,
+standen also dem Elefanten an Größe beinahe gleich; andere kleinere
+Formen übertrafen Flußpferd und Rhinozeros nur wenig an Höhe.
+
+[Illustration: Fig. 704.
+
+¡Coryphodon hamatus¡ Marsh. Unt. Eocän. Wyoming. Backenzähne des
+linken Oberkiefers (¡A¡) und des linken Unterkiefers (¡B¡). 1/2 nat.
+Gr. (Nach ~Marsh~.)]
+
+[Illustration: Fig. 705.
+
+¡Uintatherium mirabile¡ Marsh. Mitteleocän. Bridgerbed. Wyoming. ¡A¡
+obere Backenzähne. 3/1 nat. Gr. ¡B¡ linker unterer M_{3}, 1/2 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 706.
+
+¡Uintatherium mirabile¡ Marsh sp. Restauriertes Skelett. 1/13 nat. Gr.
+(Nach ~Marsh~.)]
+
+¿Uintatherium¿ Leidy (¡Dinoceras¡ Marsh, ¡Octotomus¡ Cope) (Fig. 705,
+706). Die Protuberanzen auf den Nasenbeinen klein, vertikal,
+die porösen Knochenkämme auf den Scheitelbeinen hoch, über den
+Condylen des Unterkiefers. Dem mächtigen oberen Eckzahn entspricht
+am Unterkiefer ein nach unten vorspringender, breit gerundeter
+Fortsatz. Die oberen und unteren ¡M¡ und ¡P¡ besitzen zwei nach innen
+konvergierende Querjoche. Das Gehirn ist winzig klein. Becken und
+Extremitäten weisen infolge gleicher Funktion große Übereinstimmung
+mit den Proboscidiern auf. Die Hinterbeine sind etwas länger als die
+Vorderbeine. Die Füße fünfzehig. Mehrere Arten im Eocän von Wyoming.
+
+¿Loxolophodon¿ Cope (¡Tinoceras¡ Marsh). Ähnliche, aber
+Nasenprotuberanzen stärker, schief nach vorne gerichtet, die
+Scheitelkämme hinter die Condyli reichend.
+
+ #Zeitliche Verbreitung der Ungulata.#
+
+ +=======================+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+===+
+ | | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K |
+ | | | | | | | | | | | | |
+ +-----------------------+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+
+ | ¿Condylarthra¿ | | | | | | | | | | | |
+ | | | | | | | | | | | | |
+ |¡Mioclaenidae¡ |-- | | | | | | | | | | |
+ |¡Periptychidae¡ |-- | | | | | | | | | | |
+ |¡Phenacodontidae¡ |---| | | | | | | | | | |
+ |¡Meniscotheriidae¡ | --| | | | | | | | | | |
+ |¡Pleuraspidotheriidae¡ |-- | | | | | | | | | | |
+ | | | | | | | | | | | | |
+ | ¿Litopterna¿ | | | | | | | | | | | |
+ | | | | | | | | | | | | |
+ |¡Bunolitopternidae¡ | | |---|---| | | | | | | |
+ |¡Macraucheniidae¡ | | | | |---|---|---|---|---|-- | |
+ |¡Proterotheriidae¡ | | | | |---|---|---|---|---|-- | |
+ |¡Adiantidae¡ | | | | |---| | | | | | |
+ | | | | | | | | | | | | |
+ |¿Perissodactyla¿ | | | | | | | | | | | |
+ | | | | | | | | | | | | |
+ |¡Tapiridae¡ |---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
+ |¡Rhinoceridae¡ | | --|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
+ |¡Equidae¡ |---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
+ |¡Titanotheriidae¡ | --|---|---|-- | | | | | | | |
+ |¡Chalicotheriidae¡ | | | |---|---|---|---|---|---|-- | |
+ | | | | | | | | | | | | |
+ | ¿Artiodactyla¿ | | | | | | | | | | | |
+ | | | | | | | | | | | | |
+ |¡Suidae¡ | |---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
+ |¡Elotheriidae¡ | | |---|---| | | | | | | |
+ |¡Leptochoeridae¡ | | | |---| | | | | | | |
+ |¡Hippopotamidae¡ | | | | | | | |---|---|---|---|
+ |¡Anthracotheriidae¡ | |---|---|---|---|---| | | | | |
+ |¡Anoplotheriidae¡ |?--|---|---|-- | | | | | | | |
+ |¡Dichobunidae¡ |---|---|--- ---| | | | | | | |
+ |¡Xiphodontidae¡ | |---|---|-- | | | | | | | |
+ |¡Caenotheriidae¡ | | |---|---|---|--?| | | | | |
+ |¡Oreodontidae¡ | | | -|---|---|---|---|---| | | |
+ |¡Camelidae¡ | | | -|---|---|---|---|---|---|---|---|
+ |¡Tragulidae¡ | | | |---|---|---|---|---|---|---|---|
+ |¡Hypertragulidae¡ | | | |---|---|---|-- | | | | |
+ |¡Cervicornia¡ | | | | --|---|---|---|---|---|---|---|
+ |¡Antilocapridae¡ | | | | --|---|---|---|-- | |---|---|
+ |¡Cavicornia¡ | | | | | | |---|---|---|---|---|
+ | | | | | | | | | | | | |
+ | ¿Amblypoda¿ | | | | | | | | | | | |
+ | | | | | | | | | | | | |
+ |¡Pantolambdidae¡ |-- | | | | | | | | | | |
+ |¡Coryphodontidae¡ | --| | | | | | | | | | |
+ |¡Dinoceratidae¡ | |---|-- | | | | | | | | |
+ +-----------------------+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+---+
+
+ Legende:
+
+ A = Unt. Eocän
+ B = Mittl. Eocän
+ D = Ober. Eocän
+ C = Oligocän
+ E = Unt. Miocän
+ F = Mittl. Miocän
+ G = Ober. Miocän
+ H = Unt. Pliocän
+ I = Ober. Pliocän
+ J = Pleistocän
+ K = Gegenwart
+
+
+8. Ordnung. #Notoungulata.# Santjago Roth[162]
+
+~Ausgestorbene, auf Südamerika beschränkte, plantigrade bis
+semidigitigrade, fünf- bis dreizehige Pflanzenfresser mit flachem,
+niedrigem Schädel, breiter Stirne und breitem Hinterhaupt. Jochbogen
+kräftig, hinten bis zur Supraoccipitalcrista verlängert, Nasalia
+breit, Nasenöffnung in der Regel endständig. Orbita groß, nur
+unvollständig von den Schläfengruben getrennt, Mastoidregion meist
+stark ausgedehnt. Unterkiefer hoch und massiv, meist mit fester
+Symphyse. Gebiß in der Regel vollständig, meist ohne Zahnlücken,
+häufig die vordersten ¡J¡ vergrößert, die übrigen ¡J¡ sowie ¡C¡,
+¡P¡ und ¡M¡ allmählich ineinander übergehend. Zähne brachyodont
+bis hypselodont, prismatisch. Obere ¡M¡ mit Außenwand -- Ectoloph,
+langem schrägen Vorjoch -- Protoloph und kurzem geraden Nachjoch
+-- Metaloph. Untere ¡M¡ aus zwei ungleich großen Halbmonden und
+zwei Innenpfeilern bestehend. Carpalia alternierend, frei, Centrale
+fehlend. Astragalus mit schmaler, öfters ausgefurchter Trochlea und
+konvexem Naviculargelenk. Fibula stets am Calcaneum artikulierend.
+Endphalangen als stumpfe, kleine Krallen oder als Hufe oder als
+kräftige, gespaltene Klauen entwickelt.~
+
+Die Notoungulata vereinigen in ihrem äußeren Habitus viele Merkmale
+der ¡Hyracoidea¡ mit solchen der Nager. Die Ähnlichkeit äußert sich
+namentlich in der Breite und Ebenheit des Schädeldaches, in der
+kräftigen Ausbildung der Jochbogen, in der Breite des Hinterhaupts,
+in der Lage und Größe der Orbiten, in der Höhe der Unterkiefer und in
+der Vergrößerung der vordersten ¡J¡. Auch die einzelnen Knochen sind
+jenen der Hyraciden und mancher Nager nicht unähnlich. Bei näherer
+Betrachtung ergeben sich jedoch fundamentale Unterschiede. So sind
+die ¡J¡ im Gegensatz zu denen der Nager nicht seitlich, sondern von
+vorne nach hinten komprimiert und die Zahnzahl erleidet nur geringe
+Reduktion. Von den Hyracoiden unterscheiden sich die Notoungulata
+durch die alternierende Anordnung der Carpalia, durch die Artikulation
+der Fibula mit dem Calcaneum, durch die einfache seitliche Gelenkung
+des Malleolus der Tibia am Astragalus, und vor allem ist das Gebiß der
+¡Hyracoidea¡ ursprünglich bundont, und die später entstehenden beiden
+Joche der oberen ¡M¡, sowie die beiden Halbmonde der unteren ¡M¡ sind
+stets gleichgroß, während bei den Notoungulaten der Metaloph der
+oberen und der vordere Halbmond der unteren ¡M¡ stets viel kleiner ist
+als der Protoloph und der hintere Halbmond.
+
+Den Molaren der ¡Notoungulata¡ (Fig. 707) liegt ein trituberkulärer
+bzw. tuberkulärsektorialer Bauplan zugrunde. An den oberen ¡M¡
+verbinden sich die beiden Außenhöcker sehr innig zu einer Außenwand
+-- Ectoloph, der vordere Innenhöcker -- Protocon, wird zu einem
+langen schrägen Protoloph und der Hypocon zu einem kurzen geraden
+Metaloph. Sehr häufig bilden sich an diesen ¡M¡ auch Crista- oder
+Crochet-ähnliche Sporne und am Vorderrand entwickelt sich ein
+Parastyl, so daß die Zähne eine gewisse Ähnlichkeit mit den oberen ¡M¡
+von Rhinoceros erlangen. Am Hinterrand kann sich aus einem besonderen
+Pfeiler noch ein weiteres Joch entwickeln. Bei den primitiveren Formen
+sind die ¡M¡ bedeutend breiter als lang. Die unteren ¡M¡ bestehen aus
+je zwei äußeren Halbmonden, von denen der vordere viel kürzer ist als
+der hintere, und aus zwei mehr oder weniger komprimierten Innenhöckern
+gebildet wird, von welchen sich der vordere mit dem Hinterende des
+ersten Halbmondes innig verbindet, während der hintere dem zweiten
+Halbmond gegenüberliegt und häufig gänzlich isoliert bleibt. Mit den
+¡M¡ der Litopterna haben diese ¡M¡ zwar die ursprüngliche Anlage
+gemein, aber es geht ihnen kein eigentliches Bunodontenstadium voraus.
+
+[Illustration: Fig. 707.
+
+Obere und untere Molaren von Notoungulaten von oben.
+
+ Obere: ¡A Pleurostylodon¡, ¡B Protypotherium¡, 2/1 nat. Gr.,
+ ¡C Rhynchippus¡, ¡D Rhynchippus¡. ¡M^3¡ von hinten.
+ Untere: ¡A Pleurostylodon¡. ¡B Protypotherium¡, 2/1 nat. Gr.
+ ¡C Morphippus¡.
+ ¡E¡ Ectoloph, ¡P¡ Protoloph, ¡M¡ Metaloph, ¡Ps¡ Parastyl, ¡Cr¡ Crista,
+ ¡C¡ Crochet, ¡PP¡ hinterer Pfeiler, ¡ac¡ vorderer Halbmond,
+ ¡pc¡ hinterer Halbmond, ¡md¡ Metaconid, ¡pp¡ hinterer Pfeiler.]
+
+Die ¡J¡, ¡C¡ und ¡P¡ gehen ihrer Zusammensetzung nach ganz allmählich
+in die ¡M¡ über, öfters kommt es zur Vergrößerung von einem oder zwei
+Incisivenpaaren, manchmal verschwinden auch ein oder zwei ¡J¡ sowie
+¡C¡, oder es werden die ¡C¡ zu echten hauerähnlichen Eckzähnen, womit
+zuweilen Verlust von 1 bis 3 ¡P¡ verbunden ist. Die Zähne sind anfangs
+brachyodont, später werden sie hypselodont und bewurzelt und zuletzt
+prismatisch wurzellos, jedoch bleiben auch in diesem Falle die ¡P¡
+erheblich niedriger als die ¡M¡.
+
+Als wesentlichstes Merkmal der ¡Notoungulata¡ bezeichnet ~Santjago
+Roth~ die Verbreiterung und Auftreibung der Mastoidregion und die
+Verbindung dieses oft mit blasigem Knochengewebe erfüllten Hohlraums
+mit der Bulla tympanica. Wennschon diese Organisation bereits bei
+den ältesten Formen zu beobachten ist, so bestehen doch hinsichtlich
+des Grades dieser Auftreibung erhebliche Unterschiede, weshalb auch
+kaum ein zwingender Grund vorliegt, die ¡Astrapotherioidea¡ wegen des
+Fehlens dieses Merkmals von den ¡Notoungulata¡ auszuschließen.
+
+Die ~Extremitätenknochen~ zeigen je nach den Körperdimensionen große
+Verschiedenheit und weitgehende Spezialisierungen. Im allgemeinen
+lassen sie sich jedoch eher mit denen von Fleischfressern und Nagern,
+als mit solchen von echten Huftieren vergleichen. Bei kleinen Formen
+sind die langen Röhrenknochen schlank, ihr Humerus besitzt ein
+Entepicondylarforamen und das Femur einen dritten Trochanter. Die
+Ulna ist sehr kräftig entwickelt und nicht mit dem Radius verwachsen.
+Beide stehen häufig gekreuzt. Die Carpalia sind sämtlich frei und
+alternierend angeordnet. Der Astragalus hat stets ein konvexes, meist
+sogar halbkugelförmiges und langgestieltes Naviculargelenk, und die
+meist frei bleibende Fibula artikuliert stets mit dem Calcaneum.
+Die Zahl der Metapodien schwankt zwischen fünf und drei, die
+Leitkiele ihrer distalen Gelenkfläche sind immer auf die Hinterseite
+beschränkt. Die Zehenendglieder sind bald krallenartig, aber vorne
+etwas abgeplattet, bald wirkliche breite Hufe, bald gebogene, tief
+gespaltene, plumpe Klauen.
+
+Die Notoungulata zerfallen in vier Unterordnungen: ¡Typotheria¡,
+¡Toxodontia¡, ¡Entelonychia¡ und ¡Astrapotherioidea¡.
+
+
+1. Unterordnung. #Typotheria.# Zitt.[163]
+
+¡Ausgestorbene plantigrade oder digitigrade Pflanzenfresser mit
+meist vierzehigen Vorder- und Hinterfüßen. Gebiß in der Regel
+vollständig, die inneren oberen J vergrößert, die äußeren J und
+die C öfters reduziert, oder alle Zähne ineinander übergehend
+und in dicht geschlossener Reihe. Backenzähne oben lophodont,
+unten selenolophodont, anfangs brachyodont bewurzelt, später
+hypselodont prismatisch und wurzellos. Clavicula öfters vorhanden.
+Carpalia alternierend, Centrale fehlend. Humerus mit Foramen
+entepicondyloideum. Femur mit drittem Trochanter. Astragalus mit
+halbkugelförmigem Kopf. Fibula am Calcaneum artikulierend.¡
+
+Die ¿Typotheria¿ sind auf das Tertiär und Pleistocän von Südamerika
+beschränkt. Sie stehen den ¿Toxodontia¿ sehr nahe, und sehen äußerlich
+manchen Nagern und den Hyracoideen sehr ähnlich, jedoch beruht dies
+nur auf Konvergenz und nicht auf wirklicher Verwandtschaft.
+
+Der ~Schädel~ erinnert durch seine langgestreckte Form und die
+geradlinige Quernaht zwischen den Stirn- und Scheitelbeinen an Nager.
+Die nach vorne gerichtete Nasenöffnung wird seitlich durch die hohen
+Zwischenkiefer und oben durch die langen bis zur Schnauzenspitze
+reichenden Nasenbeine begrenzt. Die Scheitelbeine haben einen
+schwachen Sagittalkamm. Die hinten sehr kräftigen Jochbogen liegen
+sehr hoch und die weiten Orbiten sind hinten öfters von einem
+Processus postorbitalis des Stirnbeines begrenzt. Das Foramen
+infraorbitale steht vor dem Jochbogen. Das breite Hinterhaupt ist mit
+Supraoccipitalcrista und mit langem Paroccipitalfortsatz versehen. Die
+Ausdehnung und Auftreibung der Squamosomastoidregion erreicht bei den
+Typotheria den höchsten Grad unter allen Notoungulata, ¿Pachyrucos¿,
+ist aber keineswegs bei allen gleich stark ausgeprägt. Diese bald
+hohle, bald mit blasigem Knochengewebe erfüllte Kapsel steht mit der
+Bulla tympanica in Verbindung und umschließt den weiten, nach aufwärts
+gerichteten äußeren Gehörgang. Das Gaumendach ragt oft weit hinter die
+letzten ¡M¡ hinaus. Der hohe Unterkiefer bildet eine feste Symphyse
+und hat mit dem von ¡Hyrax¡ die Breite des aufsteigenden Astes und die
+Kürze des Kronfortsatzes gemein.
+
+Das Gebiß ist in der Regel vollständig mit §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ in
+geschlossener Reihe, manchmal entsteht durch Verkümmerung der äußeren
+¡J¡, der ¡C¡ und von einigen ¡P¡ ein weites Diastema. Bei den älteren
+Formen sind alle Zähne brachyodont, später nur die Milchzähne. Die
+unteren ¡J¡ zeigen häufig in der Mitte einen tiefen Einschnitt. Die
+oberen ¡J^1¡ und die unteren ¡J_{1}¡ und ¡J_{2}¡ werden größer und
+länger und Nagezahnähnlich, jedoch sind sie in der Richtung von vorne
+nach hinten, anstatt seitlich komprimiert. Die folgenden ¡J¡, ¡C¡ und
+¡P¡ gehen entweder ganz allmählich in die ¡M¡ über, oder die ¡J¡ und
+¡C¡ werden zu schwachen Stiften oder fehlen sogar vollständig. Die
+¡P¡ sind meist einfacher als die ¡M¡, da ihre hintere Hälfte kleiner
+bleibt als die vordere. Die oberen ¡P¡ und ¡M¡ sind bei prismatischer
+Ausbildung nach innen, die unteren nach außen gekrümmt. Im Oberkiefer
+bestehen die ¡M¡ aus einem Ectoloph, der mit einer vorspringenden
+Leiste versehen ist, einem schrägen Protoloph, einem etwas kürzeren
+Metaloph und einer Crista nebst einem hinteren Pfeiler. Im Unterkiefer
+haben sie zwei Außenmonde und zwei stark komprimierte Innenpfeiler,
+welche sich bald zu einer Innenwand vereinigen. Der untere ¡M_{3}¡
+ist stets viel größer als M_{2}. Von den ¡M¡ der ¿Toxodontia¿
+unterscheiden sich die der ¿Typotheria¿ dadurch, daß ihre vordere
+und hintere Partie fast gleich groß ist, und die Vertiefungen bei
+der Abkauung sehr rasch verschwinden, die oberen überdies durch die
+beträchtliche Streckung ihrer Kaufläche und den Besitz von sekundären
+Spornen. Die Zähne sind öfters mit einer dünnen Zementschicht versehen.
+
+[Illustration: Fig. 708.
+
+¡Adpithecus secans¡ Amegh. Obereocän. Notostylops-Schichten
+Patagonien. Obere und untere Zahnreihe, nat. Gr. Oberer und unterer
+¡M¡, 2/1 nat. Gr. Unterkiefer, Oberkiefer, 2/3 nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 709.
+
+¡Protypotherium australe¡ Ameghino. Obermiocän. Santa Cruz. ¡A¡
+Vorderfuß, 3/4 nat. Gr. ¡B¡ Hinterfuß, 1/2 nat. Gr. (nach ~Sinclair~.)]
+
+Die Zahl der Rückenwirbel ist 15, die der Lendenwirbel 7 und der
+Sacralwirbel 5, wenigstens bei den Typotherien aus dem Miocän von
+Santa-Cruz. Der Schwanz dürfte meist sehr lang gewesen sein. Das
+Schulterblatt ist mit einem Acromial- und einem Coracoidfortsatz
+versehen, und daran schließt sich wohl öfter eine gut entwickelte
+Clavicula. Der Humerus hat ein Entepicondylarforamen. Ulna und Radius
+sind frei und etwas gebogen. Der Carpus besitzt stets alternierende
+Anordnung. Das Centrale ist mit dem Scaphoid verwachsen. Die Zahl der
+Metacarpalia ist vier, der Daumen ist ganz verschwunden und der fünfte
+Finger etwas verkürzt, bei ¿Typotherium¿ hingegen ist der 2. bis 5.
+von fast gleicher Länge und der 1. zwar kurz, aber noch mit Phalangen
+versehen. Die Zehenendglieder sind zugespitzt, aber an der Unterseite
+in eine dreieckige Platte ausgezogen oder hufähnlich und an der Spitze
+gespalten.
+
+Das Femur trägt einen mäßig vorspringenden dritten Trochanter.
+Tibia und Fibula sind bald frei, bald an dem oberen und unteren
+Ende verwachsen. Das Calcaneum hat einen langen, dicken Tuber, eine
+breite konvexe Gelenkfläche für die Fibula und eine große Fläche für
+das Cuboid, dagegen ragt das Sustentaculum nur ganz wenig vor. Der
+Astragalus zeichnet sich durch die schmale, nicht sehr tiefe Trochlea
+und das wohlgerundete, gestielte Caput aus. Von den vier Metatarsalien
+sind die seitlichen öfters etwas schwächer. Im allgemeinen zeigt das
+Skelett den ursprünglichen Typus der Fleischfresser nebst zahlreichen,
+den Nagern eigentümlichen Spezialisierungen.
+
+[Illustration: Fig. 710.
+
+¡Interatherium robustum¡ Ameghino. Obermiocän. Santa Cruz. Patagonien.
+¡A¡ Schädel von oben, ¡B¡ Gaumen von unten, ¡C¡ Unterkiefer von oben,
+¡D¡ von außen, nat. Gr.]
+
+
+1. Familie. #Notopithecidae.# Ameghino.
+
+¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ in geschlossener Reihe, brachyodont, bewurzelt.
+J, C und P allmählich ineinander übergehend. J^1 bis P^1 schneidend,
+untere J und C meißelförmig, P^2 bis P^4 dreieckig, M^1 bis M^2
+rhombisch, M^3 gerundet dreieckig -- mit Außenwand, zwei ungleichen,
+an der Innenseite verbundenen Querjochen und hinterem Basalwulst,
+nebst Spornen im Zentrum. Untere M mit zwei äußeren Halbmonden und
+zwei Innenhöckern, davon der erste mit dem ersten Halbmond verbunden,
+der zweite frei. Unterkiefer ziemlich schwach.¡
+
+Diese auf das Eocän -- Notostylopsschichten -- und Oligocän von
+Patagonien beschränkten Tiere von Kaninchengröße sind die Vorläufer
+der beiden folgenden Familien.
+
+¿Notopithecus¿, ¿Adpithecus¿ (Fig. 708), ¿Transpithecus¿,
+¿Infrapithecus¿ etc. Amegh. Notostylops Schichten? ¿Guilelmoscottia¿
+Amegh. Astraponotus Schichten.
+
+
+2. Familie. #Interatheriidae.# Ameghino.
+
+¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ J_{1} bewurzelt, alle übrigen prismatisch.
+P_{3} und P_{4} einfach gebaut. Obere M mit Innenfurche. Mastoid mit
+blasigem Gewebe erfüllt, Malare weit hinter dem Maxillare beginnend.
+Unterkiefer hoch. Jochbogen mit nach unten gerichtetem Fortsatz. Tibia
+und Fibula frei. Seitenzehen reduziert.¡
+
+¿Protypotherium¿ (Patriarchus) Ameghino. (Fig. 709). Jochbogenfortsatz
+schwach, Zähne gleichmäßig ineinander übergehend. Miocän von Santa
+Cruz. ¡P. australe¡, ¡attenuatum¡ Amegh.
+
+¿Interatherium¿ (¡Icochilus¡) Ameghino. (Fig. 710). Seitliche ¡J¡
+und ¡C¡ reduziert. Jochbogen mit kräftigem Fortsatz. Humerus mit
+undeutlichem Foramen. Miocän von Santa Cruz. ¡J. robustum, extensum¡
+Amegh.
+
+¿Cochilius¿ Amegh. Miocän. Colpodon-Schichten.
+
+¿Plagiarthrus¿ Amegh. Zähne im Alter bewurzelt. Pyrotherium-Schichten.
+
+
+3. Familie. #Hegetotheriidae.# Ameghino.
+
+¡J_{1} in beiden Kiefern vergrößert. P_{3} und P_{4} M-artig. Obere
+M innen konvex, außen glatt. Mastoid hohl, Malare an das Maxillare
+stoßend. Tibia und Fibula verwachsen. Seitenzehen ungleich reduziert.¡
+
+¿Hegetotherium¿ ¡(Selatherium)¡ Ameghino. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§
+hintere ¡J¡ und ¡C¡ etwas reduziert. Endphalangen abgeplattet. Miocän.
+Colpodon-Schichten und Santacruzeno. ¡H. mirabile¡ Amegh. Schwanz
+lang. Fuchsgröße.
+
+¿Archaeopilus¿, ¿Prohegetotherium¿ Amegh. Unt. Miocän.
+Pyrotherium-Schichten.
+
+¿Prosotherium¿ Amegh. §1.0.4.3.§/§2.0.4.3.§. Pyrotherium-Schichten.
+
+¿Eohegetotherium¿ Amegh. Zähne noch bewurzelt. Oligocän.
+Astraponotus-Schichten.
+
+¿Pachyrucos¿ Amegh. (¡Paedotherium¡ Burmeister) §1.0.3.3.§/§2.0.3.3.§.
+Mastoidregion ungewöhnlich stark aufgetrieben. Endphalangen hufartig.
+Schwanz kurz. Miocän. Santa Cruz. ¡P. Moyani¡ Amegh. Kaninchengröße.
+Schon in den Colpodon-Schichten. Auch im Pliocän und im Pleistocän.
+Monte Hermoso. ¡P. typicus¡ Amegh.
+
+¿Eopachyrucos¿, ¿Pseudopachyrucos¿ Amegh. Astraponotus-Schichten.
+¿Propachyrucos¿ Am. Pyrotherium-Schichten.
+
+¿Argyrohyrax¿ Amegh. §3.1.4.3.§/§ § Die hinteren ¡J¡, ¡C¡ und
+¡P^1¡ und ¡P^2¡ ineinander übergehend. ¡P^3¡ und ¡P^4¡ M-artig.
+Pyrotherium-Schichten.
+
+
+4. Familie. #Typotheriidae.# Amegh.
+
+¡§1.0.2.3.§/§2.0.1.3.§ J^1 breit, gekrümmt, an der Basis offen, an
+Vorderseite mit Schmelz versehen, unterer J_{2} klein. Hinter den J
+ein langes Diastema. Obere P mit zwei, M mit drei Jochen. Vorderpartie
+der unteren M viel kürzer als die hintere. Alle Backenzähne
+prismatisch und teilweise mit Zement versehen. Carpalia alternierend.
+Hand mit dünnem Daumen. Fibula nicht mit dem Calcaneum artikulierend.¡
+
+¿Typotherium¿ Bravard (Fig. 711) erreicht fast die Größe eines
+Schweins. Älteres Pleistocän von Argentinien.
+
+¿Trachytypotherium¿ Ameghino. Pliocän.
+
+¿Eutrachytherus¿ und ¿Proëdrium¿ Amegh. mit §3.1.4.3.§/§2.1.4.3.§ aus
+den Pyrotherium-Schichten von Patagonien von unsicherer Stellung.
+
+An die ¿Typotheria¿ reihen sich am besten an die ¡Archaeopithecidae¡
+und ¡Acoelodidae¡ Ameghino, beide brachyodont aus dem Eocän,
+Notostylops-Schichten, und die ¡Archaeohyracidae¡ mit prismatischen
+Zähnen aus dem Untermiocän, Pyrotherium-Schichten, von Patagonien. Die
+Archaeopitheciden sind wohl die Vorfahren der Archaeohyraciden und die
+Acoelodiden vielleicht Verwandte der Notohippiden. Mit Primaten oder
+Hyracidae haben sie natürlich nichts zu schaffen. Extremitätenknochen
+nicht mit Sicherheit bekannt.
+
+[Illustration: Fig. 711.
+
+¡Typotherium cristatum¡ Serres. Pampasformation. Buenos-Aires,
+Argentinien. ¡A¡ Schädel von oben. ¡B¡ Oberkiefer und Zwischenkiefer
+von unten. 1/4 nat. Gr. (Nach ~Gervais~.)]
+
+
+5. Familie. #Archaeopithecidae.# (~Henricosborniidae~,
+~Pantostylopidae~) Ameghino.
+
+¡P einfacher als M. Obere P und M^3 dreieckig, M^1 und M^2 oblong,
+viel breiter als lang. Außenwand mit Parastyl, häufig auch mit
+Mesostyl und Metastyl. Protoloph schräg und länger als der gerade
+Metaloph. Beide Joche öfters an der Innenseite miteinander verbunden.
+Zuweilen Cristae und Crochet vorhanden. Hinterer Halbmond der
+unteren P kleiner, an den M größer als der vordere. P mit nur einem
+Innenhöcker -- an der Vereinigung der beiden Halbmonde --, M mit
+zweitem Innenhöcker in der Nähe des Hinterendes des zweiten Mondes.
+Alle Zähne brachyodont. Unterkiefer (Selenoconus Ameghino) ziemlich
+niedrig. Kaninchengröße.¡
+
+Nur im Eocän, Notostylops-Schichten, von Patagonien. ¿Henricosbornia¿,
+¿Othnielmarshia¿, ¿Archaeopithecus¿, ¿Pantostylops¿ etc. Ameghino.
+
+Die ¿Acoelodidae¿ unterscheiden sich von den Archaeopitheciden im
+wesentlichen nur durch ihre beträchtlicheren Dimensionen -- etwa
+Fuchsgröße -- und durch den mehr schräg trapezoidalen Umriß der oberen
+¡M¡.
+
+¿Acoelodus¿, ¿Oldfieldthomasia¿ (Fig. 712), ¿Eohyrax¿, ¿Acoelohyrax¿
+etc. Amegh. Eocän. Notostylops-Schichten von Patagonien.
+
+[Illustration: Fig. 712.
+
+¡Oldfieldthomasia¡ sp. Obereocän Notostylopssch. Patagonien. ¡A¡ Obere
+Backenzähne, ¡B¡ untere ¡M_{2}¡ und ¡M_{3}¡ nat. Gr.]
+
+
+6. Familie. #Archaeohyracidae.# Ameghino.
+
+¡Schädel dem von Hegetotherium ähnlich, jedoch mit schwächerem
+Jochbogen und schlankerem Unterkiefer, §3.1.4.3.§/§3.1.4-3.3.§ J^1
+mäßig vergrößert, die unteren J und C stiftförmig, die unteren P
+M-ähnlich. Oben alle Zähne ineinander übergehend, M von schräg
+dreieckig gerundetem Umriß und wie die P mit Parastyl versehen. Alle
+Zähne prismatisch. M_{3} mit großem dritten Lobus.¡
+
+Wohl die Vorläufer von ¿Typotherium¿. Untermiocän-Pyrotheriumschichten
+und Oligocän-Astraponotus-Schichten. ¿Archaeohyrax.¿ Ameghino.
+
+
+2. Unterordnung. #Toxodontia.# Owen.[164]
+
+¡Ausgestorbene, digitigrade oder semiplantigrade Pflanzenfresser mit
+dreizehigen Extremitäten. Gebiß meist vollständig. C stets schwach,
+öfters fehlend. Backenzähne gekrümmt, lophodont. Clavicula fehlt.
+Carpalia alternierend. Astragalus mit mäßig gewölbtem, schwach
+ausgefurchtem Tibialgelenk, distal abgestutzt, nur mit dem Naviculare
+artikulierend. Calcaneum plump, mit großer Gelenkfläche für die
+Fibula. Humerus ohne Foramen entepicondyloideum.¡
+
+Die ¿Toxodontia¿ sind große bis mittelgroße, auf Südamerika
+beschränkte Pflanzenfresser, welche im Oligocän? von Patagonien
+beginnen und im Pleistocän von Argentinien und Brasilien aussterben.
+
+Der ~Schädel~ ist mäßig hoch, das Dach häufig von der frei vorragenden
+Nasenspitze bis zum Hinterhaupt fast eben, die Schnauze verschmälert
+und ziemlich lang. Die Stirnbeine sind groß, die Scheitelbeine
+bilden einen schwachen Sagittalkamm. Das hohe breite Hinterhaupt
+fällt senkrecht ab, die Squamosomastoidregion ist nicht sehr stark
+aufgetrieben, und der äußere Gehörgang mündet schräg aufwärts. Die
+Condylen ragen ziemlich weit vor. Die Jochbogen sind ungemein hoch,
+aber nicht sehr dick, unter den nach hinten offenen Orbiten abwärts
+gebogen und zum größeren Teil aus dem Fortsatz des Squamosum gebildet.
+Zwischenkiefer verlängert und hoch, Tränenbein klein. Das gewölbte
+Gaumendach ragt über die letzten ¡M¡ hinaus, so daß die inneren
+Choanen weit nach hinten rücken. Die vorderen Gaumenlöcher liegen
+ganz in den Zwischenkiefern. ~Unterkiefer~ mit sehr starker Symphyse,
+breitem Kronfortsatz und hochgelegenem, querem Condylus. Das Gebiß ist
+häufig vollständig und hochspezialisiert und bildet öfters eine ganz
+oder nahezu geschlossene Reihe. Die ¡J¡ sind bald schaufelförmig, ganz
+oder fast allseitig von Schmelz umgeben und sämtlich oder zum Teil
+bewurzelt, bald stark verlängert, nagezahnähnlich, unten offen und nur
+vorne und hinten oder bloß auf der Vorderseite mit Schmelz bedeckt.
+Von den oberen ¡J¡ ist in der Regel ¡J^2¡, von den unteren ¡J_{3}¡
+kräftiger entwickelt. Oben gehen alle Zähne von ¡J^3¡ an, unten von
+¡C¡ an allmählich ineinander über. Von den vier ¡P¡ können die beiden
+vorderen verkümmern, die hinteren werden M-ähnlich. Die oberen ¡M¡
+haben schief vierseitigen oder dreiseitigen Querschnitt und meist
+einen Parastyl. Sie bestehen aus einer Außenwand und zwei ungleichen
+Jochen, zwischen welchen sich ein tiefes Quertal befindet, in welches
+eine oder zwei Cristae hineinragen. Am Hinterrand bildet sich oft noch
+ein weiteres Joch. Durch Abkauung verbinden sich alle Erhabenheiten
+der Kaufläche, und die Vertiefungen werden zu Inseln, die später auch
+zum Teil oder vollständig verschwinden. Bei den primitiveren Formen
+sind die Kronen ganz von Schmelz umgeben, bei den spezialisierteren
+werden die Backenzähne prismatisch, die Wurzeln verschwinden und der
+Schmelz beschränkt sich auf die Außen- und Vorderseite oder auf die
+Außen- und Innenseite. Öfters tritt eine Zementschicht auf, die den
+Zahn ganz oder teilweise umhüllt. Die unteren Backenzähne bestehen
+aus einem kurzen vorderen und einem viel längeren, gestreckten
+hinteren Halbmond und zwei Innenpfeilern, von denen der vordere mit
+dem Hinterende des ersten, und der zweite mit seiner Basis mit dem
+Vorderende des zweiten Halbmondes verschmilzt. Durch die Abkauung der
+Erhabenheiten der Innenseite kommt eine Art von Innenwand zustande.
+Die ursprünglichen Vertiefungen werden auch hier zu Schmelzinseln.
+Die oberen ¡J¡ und ¡M¡ sind stark nach innen gekrümmt, die unteren
+nach vorwärts geneigt, ¡M_{3}¡ ist in beiden Kiefern verlängert. Die
+hinteren Milchzähne gleichen im wesentlichen den ¡M¡, haben jedoch
+immer kurze, getrennte Wurzeln.
+
+Das Skelett der Toxodontia ist im wesentlichen dem der Typotheria
+ähnlich und vereinigt viele primitive Merkmale mit hochgradigen
+Spezialisierungen. Die große Scapula ist ähnlich der von Rhinoceros,
+nur mit einem rudimentären Acromion versehen, was auch die Abwesenheit
+einer Clavicula bedingt. Der kurze kräftige Oberarm hat eine niedrige
+einfache Trochlea, aber kein Foramen entepicondyloideum. Die stämmige
+Ulna mit langem, starkem Olecranon und der kurze, etwas schwächere
+Radius stehen gekreuzt; sie sind aber sonst denen von Rhinoceros
+nicht unähnlich, was auch für die Beckenknochen gilt. Die Carpalia
+sind alternierend angeordnet, die Metacarpalia kurz und gedrungen.
+Das kurze Femur besitzt einen schwachen dritten Trochanter, sein
+erster Trochanter ragt weit nach außen vor. Die kräftige Fibula kann
+mit der Tibia verwachsen. Die erstere artikuliert innig mit dem
+plumpen Calcaneum (Fig. 714 ¡B¡). Der Astragalus (Fig. 714 ¡B¡) hat
+eine schwach gewölbte und mäßig vertiefte Trochlea und an dem kurzen
+einwärts gedrehten Hals eine schwach konvexe Gelenkfläche für das
+Naviculare. Die kurzen, plumpen Metatarsalia sind wie die Metacarpalia
+nur auf ihrer Rückseite mit schwachen, stumpfen Leitkielen versehen,
+die Zehenglieder bilden abgeplattete Hufe. Hand und Fuß haben nur je
+drei Metapodien.
+
+
+1. Familie. #Notohippidae.# Ameghino.
+
+¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Alle Zähne in geschlossener Reihe, hypselodont,
+im Alter bewurzelt und von J_{1} bis M_{3} fast unmerklich ineinander
+übergehend, oder die unteren J und C meißel- und die oberen
+schaufelförmig gestaltet, niemals vergrößert. Schädeldach eben,
+Nasenöffnung endständig. Astragalus mit ziemlich langem Hals.¡
+
+Die Spezialisierung der ¡J¡ und ¡C¡ ist hier noch nicht so weit
+vorgeschritten wie bei den Nesodontiden. Die ¡P¡ und ¡M¡ sind noch
+auf allen Seiten mit Schmelz versehen. Der Hinterrand der oberen ¡M¡
+bildet ein drittes Joch. Die Auftreibung des Mastoid ist hier noch
+sehr gering.
+
+¿Notohippus¿ Amegh. Miocän von Patagonien.
+
+¿Rhynchippus¿ Amegh. (Fig. 707 ¡D¡.) ¡J¡ und ¡C¡ meißelförmig.
+
+¿Morphippus¿ Amegh. (Fig. 707 ¡C¡.) ¡J¡ und ¡C¡ schaufelförmig, den
+¡J¡ von Equus ähnlich.
+
+¿Coresodon¿ Amegh. Alle im Untermiocän, Pyrotheriumsschichten.
+
+¿Argyrohippus¿ Amegh. Zähne mit dickem Zement, ¿Stylhippus¿,
+¿Perhippidium¿ Amegh. Miocän. Colpodonschichten.
+
+¿Eomorphippus¿ und ¿Interhippus¿ Ameghino Oligocän.
+Astraponotus-Schichten.
+
+
+2. Familie. #Nesodontidae.#
+
+¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Zähne meist in geschlossener Reihe. J^1 und
+J^2 vergrößert, J^1 meißelförmig, nur vorne mit Schmelz bedeckt,
+J^2 dreikantig, hinten schmelzlos, J^3, C und P^1 klein, allmählich
+den übrigen P ähnlich werdend und durch kurze Lücken voneinander
+getrennt. Untere J meißelförmig, J_{3} vergrößert. Obere P und M
+nach hinten an Größe zunehmend, prismatisch, nur an der Außen- und
+Vorderseite mit Schmelz bedeckt, stark nach innen gekrümmt, Innenenden
+der beiden Querjoche bei der Abkauung miteinander verschmelzend und
+eine inselartige Marke umschließend. Untere M nur außen und innen mit
+Schmelz versehen und stark komprimiert. Zähne nur teilweise und erst
+im Alter Wurzeln ansetzend.¡
+
+[Illustration: Fig. 713.
+
+¡Nesodon imbricatus¡ Owen. Obermiocän. Santa Cruz. Patagonien. Schädel
+mit Unterkiefer von der Seite (1/6 nat. Gr.)]
+
+¿Nesodon¿ Owen (Fig. 713, 714) (¡Gronotherium¡, ¡Phobereotherium¡
+Ameghino) von mehr als Tapirgröße, ist eines der häufigsten Säugetiere
+im Miocän von Santa Cruz. Patagonien. ¡N. imbricatus¡ Ow.
+
+¿Stenostephanus¿ Amegh. Unvollständig bekannt. Miocän und Pliocän.
+
+¿Trigodon¿ Ameghino. Pleistocän von Monte Hermoso.
+
+¿Adinotherium¿ Ameghino. (Fig. 715). Oberer ¡J^3¡, ¡C¡ und ¡P^1¡ sehr
+klein. Miocän, Colpodonschichten und Santacruzeno. ¡A. (Nesodon)
+ovinum¡ Owen.
+
+¿Pronesodon¿, ¿Proadinotherium¿ Amegh. Miocän, Pyrotherium- und
+Colpodonschichten von Patagonien.
+
+¿Acrotherium¿ Ameghino. ähnlich ¡Adinotherium¡, Miocän Santa Cruz.
+
+[Illustration: Fig. 714.
+
+¡Nesodon imbricatus¡ Owen. Obermiocän. Santa Cruz. Patagonien. ¡A¡
+Vorderfuß 1/5 nat. Gr. ¡B¡ Hinterfuß (1/5 nat. Gr. nach ~Sinclair~.)]
+
+
+3. Familie. #Toxodontidae.# Ameghino.
+
+¡Backenzähne stark komprimiert, schmäler und durch Verschmelzung von
+Vorsprüngen an der Innenseite auch einfacher als bei den Nesodontiden.
+Obere M scheinbar nur aus Ectoloph und Protoloph bestehend. Zahnreihe
+durch Verkümmerung von C und P öfters mit Diastema. Alle Zähne
+prismatisch, wurzellos; allseitig mit Schmelz bedeckt, der jedoch
+durch schmelzlose Streifen unterbrochen ist. Astragalus mit flacher
+Trochlea.¡
+
+[Illustration: Fig. 715.
+
+¡Adinotherium¡ sp. Obermiocän von Santa Cruz. Patagonien. ¡A¡ Ob.
+Prämolar von innen. ¡B¡ Ob. Molar von innen, ¡C¡ von hinten. ¡D¡ Unt.
+Backenzahn von innen, ¡E¡ von außen und oben. 2/3 nat. Gr.]
+
+¿Toxodontherium¿ Amegh. (¡Haplodontherium¡, ¡Trigodon¡ Amegh.)
+§3.1.3.3.§/§3.1.3.3.§ Obere ¡P¡ und ¡M¡ noch ziemlich breit.
+
+¿Xotodon¿ Amegh. §2.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Beide im Pliocän und Pleistocän
+von Argentinien.
+
+¿Toxodon¿ Owen. §2.0.3.3.§/§3.1.4.3.§ Größter aller Toxodontier,
+übertrifft in seinen Dimensionen die gewaltigsten Rhinoceroten.
+Nasenbeine kurz, Nasenlöcher ziemlich weit zurückgerückt. Pliocän und
+Pleistocän (Pampasformation) von Argentinien. ¡T. platensis¡ Owen.
+
+
+3. Unterordnung. #Entelonychia.# Ameghino[165] (Ancylopoda,
+Tillodontia Amegh.).
+
+¡Ausgestorbene, plantigrade oder semidigitigrade Pflanzenfresser
+mit vollständigem, selten reduziertem Gebiß. J, C und P entweder
+ineinander übergehend, oder oben und unten je ein J kräftiger
+entwickelt. C manchmal eckzahnartig. P und M lophodont, brachyodont
+bis hypselodont, stets mit Wurzeln versehen. P einfacher als die
+M. Obere M fast immer breiter als lang, aus Ectoloph und zwei
+ungleichen Querjochen bestehend, und stets mit Crochet, oft auch mit
+Crista versehen. Untere M mit einem sehr kurzen vorderen und einem
+langgestreckten hinteren Halbmond und zwei Innenhöckern, von denen
+der erste stark in die Quere gezogen ist. Carpalia alternierend.
+Calcaneum lang, mit kleiner, meist schrägstehender Gelenkfläche für
+die Fibula. Astragalus mit Foramen oberhalb der flachen, am Oberrand
+tief ausgeschnittenen tibialen Gelenkfläche. Endphalangen öfters als
+plumpe, gebogene Krallen oder als breite Hufe entwickelt, stets an der
+Spitze gespalten. Hand und Fuß fünfzehig.¡
+
+Die ¿Entelonychia¿ sind mittelgroße bis große Pflanzenfresser und
+auf das Tertiär von Patagonien beschränkt. Mit den ~Cope~schen
+»~Ancylopoden~«, jetzt ¡Chalicotheriidae¡, haben sie zum Teil Form und
+Zurückziehbarkeit der Endphalangen gemein -- ¡Homalodontotherium¡,
+¡Asmodeus¡ --, dagegen spricht die Bezahnung mit aller Entschiedenheit
+für eine nahe Verwandtschaft mit den ¡Toxodontia¡, von welchen
+sie sich durch den Besitz von bewurzelten, allseitig von Schmelz
+umgebenen, niemals prismatisch werdenden Zähnen unterscheiden. Auch
+sind die oberen immer fast mindestens ebenso breit als lang und mit
+Crochet versehen, das allerdings durch die Verschmelzung mit den
+Spornen an der Innenseite des Ectolophs sehr bald undeutlich wird.
+Die unteren ¡M¡ sind ebenfalls massiver als bei den ¡Toxodontia¡.
+Auch besitzen die ¡M¡ meist ein Basalband, das an den oberen auf
+der Vorder-, Hinter- und oft auch an der Außen- und Innenseite, an
+den unteren an der Außenseite entwickelt ist, bei den ¡Toxodontia¡
+hingegen stets fehlt.
+
+Der ~Schädel~ ist nur von ¡Notostylops¡, ¡Leontinia¡ und
+¡Homalodontotherium¡ bekannt und im wesentlichen wie bei ¡Nesodon¡
+gebaut, jedoch ist meist die Nase viel tiefer ausgeschnitten und bei
+¡Homalodontotherium¡ die Mastoidregion viel weniger aufgetrieben, und
+¡Notostylops¡ hat eine viel kürzere und spitzere Schnauze. Vom Skelett
+kennt man, abgesehen von Calcaneum und Astragalus, nur Humerus, Ulna
+und Tibia, sowie Hand und Fuß von ¡Homalodontotherium¡. Der Humerus
+hat eine kräftige Deltoidcrista und eine Andeutung des Foramen
+entepicondyloideum und seine distale Partie ist stark verbreitert.
+Ulna und Tibia sind sehr plump, die letztere auch sehr kurz. Hand
+und Fuß haben je fünf Metapodien, die Metacarpalia sind auffallend
+schlank, die Metatarsalia kurz und dick.
+
+
+1. Familie. #Notostylopidae.# Ameghino.
+
+¡§3.1-0.4.3.§/§1.1-0.4-3.3.§ J_{1} in beiden Kiefern vergrößert. J^2
+bis J^3 und C reduziert, untere J_{2}, J_{3} und C meist fehlend. P
+den M ähnlich, jedoch die oberen mit nur einem Innenhöcker. Obere M
+viel breiter als lang, ohne Crista, mit Crochet. Hinterer Innenhöcker
+der unteren M sehr schwach. Alle Zähne brachyodont. Schnauze kurz und
+zugespitzt. Hinterhaupt breit mit aufgetriebenem Mastoid.¡
+
+[Illustration: Fig. 716.
+
+ ¡A Entelostylops triplicatus¡ Ameghino. Obereocän. Patagonien. Obere
+ Backenzähne, nat. Gr.
+ ¡B¡ Untere Backenzähne, nat. Gr.
+ ¡C Notostylops murinus¡ Ameghino. Schädel von unten, 1/3 nat. Gr.
+ (nach ~Ameghino~.)]
+
+Diese frühzeitig spezialisierte Familie hat keine Nachkommen
+hinterlassen. Sie erlischt schon am Ende des Eocän.
+
+¿Notostylops¿ Amegh. (Fig. 716) mit §3.1.3.4.§/§3.0.3.4.§,
+¿Catastylops¿ Amegh. mit 4 oberen, ¿Pliostylops¿ mit 4 unteren
+¡P¡, ¿Homalostylops¿ Amegh. mit vollständigem Gebiß, ¿Eostylops¿,
+¿Entelostylops¿ etc. Amegh. Eocän. Notostylopsschichten von Patagonien.
+
+
+2. Familie. #Isotemnidae.# Amegh.
+
+¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Zähne in geschlossener Reihe und ineinander
+übergehend, nur oberer C manchmal vergrößert. Backenzähne mäßig
+hypselodont; obere P und M mit mehreren Spornen, Cristae, an der
+Innenseite des Ectoloph und mit Crochet am Metaloph. Untere P und M
+mit sehr kräftigem, komprimiertem Höcker am Innenende des vorderen
+Halbmondes.¡
+
+[Illustration: Fig. 717.
+
+¡Pleurostylodon biconus¡ Ameghino. Obereocän. Notostylopsschichten.
+Patagonien. ¡A¡ Oberer ¡P^4¡, ¡M^2¡ und ¡M^3¡. ¡B¡ unterer ¡P_{4}¡,
+¡M_{2}¡ und ¡M_{3}¡, nat. Gr.]
+
+¿Isotemnus¿ Ameghino. ¡C¡ klein, obere ¡P¡ dreieckig, ¡M¡ oblong.
+Eocän. Notostylopsschichten von Patagonien.
+
+¿Pleurostylodon¿ Amegh. (Fig. 717), ¡Tychostylops¡, ¡Plexotemnus¡,
+¡Dialophus¡ Amegh. etc. Eocän etc.
+
+¿Eochalicotherium¿ Amegh. Dicke untere ¡M¡. Ebenda.
+
+¿Timerostephanus¿ Amegh. Oligocän, Astraponotus- und Untermiocän,
+Pyrotheriumschichten.
+
+¿Pleurocoelodon¿, ¿Lophocoelus¿ Ameghino. Untermiocän.
+Pyrotherium-Schichten.
+
+
+3. Familie. #Leontiniidae.# Ameghino.
+
+¡§3.1-0.4.3.§/§3.1-3.4.3.§ Oberer J^2 und unterer J_{3} vergrößert, C
+klein, manchmal fehlend, die P und M ineinander übergehend, die oberen
+M etwas länger als breit, ohne Parastyl. Joche an der Innenseite innig
+verschmolzen. Schädel plump, mit breitem Hinterhaupt, mit massiven,
+weitabstehenden Jochbogen und tief ausgeschnittener Nasenöffnung
+zwischen den verdickten Zwischenkiefern und den etwas aufwärts
+gerichteten Nasenbeinen. Endphalangen als breite Hufe entwickelt,
+Astragalus und Calcaneum plump, Nesodon ähnlich¡ (nach Gaudry).
+
+¿Leontinia¿ Amegh. mit ¡C¡, ¿Ancylocoelus¿ Amegh. ohne ¡C¡,
+¿Henricofilholia¿ Amegh. Untermiocän. Pyrotheriumschichten.
+
+¿Colpodon¿ Burm. Miocän. Colpodonschichten.
+
+¿Carolodarwinia¿, ¿Stenogenium¿ Amegh. Oligocän, Astraponotusschichten
+und Untermiocän.
+
+
+4. Familie. #Homalodontotheriidae.# Lydekker. (~Ancylopoda~ Zittel,
+partim).
+
+¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ C in beiden Kiefern vergrößert, alle übrigen
+Zähne ineinander übergehend und dicht aneinandergeschlossen,
+brachyodont. Obere M breiter als lang, ohne Sporne an der Innenseite
+des Ectoloph, aber mit äußerem und innerem, untere M mit äußerem
+Basalband. Schädel mit kleinem, am Mastoid schwach aufgetriebenem
+Cranium, kurzen, weit zurückstehenden Nasenbeinen und kräftigen
+Jochbogen. Hand mit fünf schlanken Metacarpalien und zurückziehbaren,
+an der Spitze gespaltenen Krallen. Hinterfuß mit fünf kurzen
+Metatarsalien, langem Calcaneum und distal gerundetem Astragalus.¡
+
+¿Homalodontotherium¿ Huxley. (Fig. 718, 719.) Obere ¡M¡ gerundet
+trapezoidal. Humerus massiv, mit breitem Unterende und langer
+Deltoidcrista. Tibia kurz und dick. Miocän. Santa Cruz, Patagonien.
+
+[Illustration: Fig. 718.
+
+¡Homalodontotherium Cunninghami¡ Flower. Miocän. Rio Gallegos.
+Patagonien. Obere und untere Backenzähne. 2/5 nat. Gr. (Nach
+~Flower~.)]
+
+[Illustration: Fig. 719.
+
+¡Homalodontotherium Segoviae¡ Ameghino. Obermiocän. Santa Cruz. ¡A¡
+Schädel von oben, 1/9 nat. Gr. ¡B¡ Vorderfuß, 1/3 nat. Gr. (nach
+~Ameghino~.)]
+
+¿Thomashuxleya¿ Ameghino. Obere ¡M¡ gerundet, sehr breit. Eocän.
+Notostylopsschichten von Patagonien.
+
+¿Proasmodeus¿ Amegh. Oligocän. Astraponotusschichten. ¿Asmodeus¿
+Ameghino. Obere ¡M¡ quadratisch. Untermiocän Pyrotheriumschichten.
+
+¿Diorotherium¿, ¡Prochalicotherium¡ Amegh. Untermiocän.
+Pyrotheriumschichten.
+
+
+4. Unterordnung. #Astrapotherioidea.# Amegh.[166] (~Amblypoda~ Amegh.)
+
+¡Mittelgroße bis große Pflanzenfresser mit brachyodontem Gebiß, mit
+meißelförmigen J und hauerartig entwickelten C. P, zuweilen auch J
+teilweise atrophiert, P kleiner als die M. Obere M in der Regel länger
+als breit, mit Parastyl und oft auch mit Crista am Ectoloph, mit
+gebogenem Protoloph und kurzem Metaloph. Untere M mit zwei ungleich
+langen Halbmonden und zwei Innenhöckern, von denen der erstere mit
+dem Hinterende des ersten Halbmondes innig verbunden ist und der
+zweite später mit dem Vorderende des zweiten Halbmondes verschmilzt.
+Astragalus mit flachem Tibialgelenk.¡
+
+Die Astrapotherioidea schließen sich eng an die ¡Entelonychia¡ an.
+Sie unterscheiden sich von ihnen hauptsächlich durch die hauerartige
+Ausbildung der ¡C¡ und meist auch durch die mehr an Rhinoceroten
+erinnernde Form der ¡M¡. Auch findet keine Auftreibung der
+Squamosomastoidregion statt, wenigstens nicht bei ¡Astrapotherium¡.
+Die Trigonostylopiden stehen den ¡Entelonychia¡ am nächsten und
+weichen von ihnen nur ab in der Form der ¡J¡ und ¡C¡, in der
+hochgradigen Brachyodontie und dem einfachen Bau ihrer ¡M¡. Der
+anfangs noch gewölbte Astragalus wird mit der Zunahme der Körpergröße
+ganz flach und büßt seine Beweglichkeit fast vollkommen ein.
+
+
+1. Familie. #Trigonostylopidae.# Ameghino.
+
+¡§?.1.4.3.§/§2.1.4.3.§ J klein, C kräftig entwickelt. Vor und hinter
+dem kegelförmigen P^1 eine lange Zahnlücke. Obere P und M im Umriß
+gerundet vier- oder dreieckig, sehr einfach, nur mit Parastyl,
+Ectoloph, Protoloph und Andeutung eines Metalophs. Untere P und M aus
+kurzem, schrägem Querjoch und einem Halbmond bestehend, mit dessen
+Hinterende sich der kleine Innenhöcker verbindet. Astragalus mit
+ziemlich langem Hals.¡
+
+[Illustration: Fig. 720.
+
+¡Trigonostylops Wortmani¡ Ameghino. Obereocän. Patagonien. ¡A¡ Oberer
+¡P^4¡, ¡B¡ oberer ¡M¡, ¡C¡ unterer ¡M_{3}¡, nat. Gr.]
+
+Die ¿Trigonostylopidae¿ haben unter allen Säugetieren des
+südamerikanischen Tertiärs die einfachsten und niedrigsten Jochzähne.
+Nachkommen dieser Familie sind nicht bekannt. Sie erlischt bereits im
+Oligocän.
+
+¿Trigonostylops¿ (Fig. 720), ¿Pleurystylops¿ Ameghino. Obere ¡M¡
+dreieckig. Eocän. Notostylopsschichten.
+
+¿Pseudostylops¿, ¿Edvardocopeia¿ Ameghino. Obere ¡M¡ viereckig.
+Oligocän. Astraponotusschichten.
+
+
+2. Familie. #Albertogaudryidae.# Ameghino.
+
+¡§3.?1.4.3.§/§3. 1.4.3.§ Obere M breiter als lang, rundlich viereckig,
+mit kurzem Protoloph und einem isolierten Innenhöcker. Untere P und
+M aus zwei Halbmonden und einem isolierten Innenhöcker bestehend. J
+schwach, oberer C dreikantig. P einfacher als M. Astragalus mit kurzem
+Hals.¡
+
+Diese Vorläufer der folgenden Familie hatten etwa Tapirgröße und
+gehörten zu den größten von allen Säugetieren des südamerikanischen
+Eocän.
+
+¿Albertogaudrya¿, ¿Rütimeyeria¿ Ameghino. Obere ¡M¡ von gerundetem
+Umriß. Eocän. Notostylopsschichten.
+
+¿Scabellia¿ Ameghino. Obere ¡M¡ vierseitig. Eocän.
+Notostylopsschichten.
+
+
+3. Familie. #Astrapotheriidae.# Ameghino.
+
+¡§3.1.3-2.3.§/§3.1.2-1.3.§ J klein, besonders die oberen,
+spatelförmig, zweilappig. C als kräftige, dreikantige Hauer
+ausgebildet, die mit ihren Spitzen aneinander schleifen. P einfacher
+und kleiner als die M und wenig zahlreich. Obere M länger als breit,
+aus geradem Ectoloph, schrägem Protoloph und kurzem, geradem Metaloph
+bestehend und mit Parastyl und Crista versehen. M^3 ohne Metaloph.
+Untere M aus zwei gestreckten Halbmonden und einem bald mit dem
+Vorderende des zweiten Mondes verschmelzenden Innenhöcker bestehend.
+Hand fünfzehig. Astragalus flach mit sehr kurzem Hals.¡
+
+Diese großen, im Zahnbau an Rhinoceroten, namentlich an ¡Metamynodon¡,
+erinnernden Huftiere besitzen einen verhältnismäßig kurzen
+Schädel mit breiter Stirn, breitem Gaumen und schmalem Cranium,
+ohne die für die Notoungulaten charakteristische Auftreibung der
+Squamosomastoidregion. Der Humerus hat eine weit herabreichende
+Deltoidcrista und eine niedrige einfache Trochlea, aber kein Foramen
+entepicondyloideum. Die Ulna ist kräftig, das Femur von vorne nach
+hinten komprimiert und mit einem lamellenartigen dritten Trochanter
+versehen und nicht viel länger als die ziemlich schlanke, nicht mit
+der Fibula verwachsene Tibia. Das Calcaneum ist kurz und dick. Der
+abgeplattete breite Astragalus artikuliert sehr innig mit Fibula und
+mit Cuboid und sieht dem der Amblypoden sehr ähnlich. Hand und Fuß
+sind fünfzehig, die Metapodien kurz und dick. Die Endphalangen waren
+vermutlich kurze breite Hufe. Im Milchgebiß sind noch §4§/§3§ ¡D¡
+vorhanden.
+
+[Illustration: Fig. 721.
+
+¡Astrapotherium magnum¡ Ameghino. Obermiocän. Santa Cruz. ¡A¡ oberer,
+¡B¡ unterer Eckzahn, 1/4 nat. Gr., ¡C¡ obere ¡P^3¡ bis ¡M^3¡, ¡D¡
+untere ¡P_{4}¡ bis ¡M_{3}¡, 1/3 nat. Gr. (nach ~Ameghino~), ¡E¡
+Astragalus, 1/3 nat. Gr.]
+
+¿Astrapotherium¿ Burm. (Fig. 721 ¡A¡ bis ¡E¡), (¡Mesembriotherium¡
+Moreno, ¡Listriotherium¡, ¡Xylotherium¡ Mercerat). §2§/§1§ ¡P¡. Nur
+von dieser Gattung sind auch Schädel und Extremitäten bekannt. Miocän.
+Patagonien.
+
+¿Astrapothericulus¿ Ameghino. Miocän.
+
+¿Parastrapotherium¿ Ameghino. §3§/§2§ ¡P¡. ¿Liarthrus¿ Ameghino.
+Untermiocän. Pyrotheriumschichten.
+
+¿Astraponotus¿ Amegh. Angeblich mit noch vollständigem Gebiß. Oligocän.
+
+¿Proplanodus¿ Ameghino. Eocän. Notostylopsschichten.
+
+
+5. Unterordnung. #Pyrotheria.#[167]
+
+¡Schädel kurz und nach vorne gezogen. Gebiß reduziert. §1.?0.3.3.§/§1.
+0.2.3.§ Untere J lang und dick, vorwärts gerichtet. Backenzähne mit
+je zwei parallelen Jochen. Extremitätenknochen plump. Zehenzahl
+vermutlich fünf an Hand und Fuß.¡
+
+Die Pyrotheria sind auf das ältere Tertiär von Patagonien beschränkt
+und gehören zu den größten aller südamerikanischen Huftiere. Sie
+treten zuerst in den Notostylopsschichten auf und erlöschen, nachdem
+sie in den Pyrotherium-Schichten den Höhepunkt ihrer Entwicklung
+erreicht haben.
+
+Der Schädel kann nur kurz gewesen sein, weil die Backenzähne schon
+in der Nähe der stoßzahnartigen ¡J¡ beginnen. Die Orbita liegt beim
+erwachsenen Tier oberhalb ¡P^4¡. Im definitiven Gebiß fehlen obere
+¡J¡. ¡P^2¡ ist dreieckig und besteht aus zwei Außen- und zwei kleinen
+Innenhöckern, ¡P_{3}¡ hat einen Vorderhöcker und ein Querjoch.
+Alle übrigen ¡P¡ den ¡M¡ gleich und wie diese mit zwei parallelen
+Querjochen und Basalband, das an den oberen ¡M¡ außen und vorne, an
+den unteren innen und hinten verdickt ist. Unterkiefer mit breitem
+aufsteigenden Ast und schwachem Coronoidfortsatz.
+
+Scapula mit kräftigem Coracoidfortsatz. Oberarm und Oberschenkel viel
+länger als Unterarm und Unterschenkel. Humerus von vorne nach hinten
+stark komprimiert, ohne Foramen entepicondyloideum, aber beiderseits
+mit weit hinaufragenden Epicondylarcristae und mit starker, außen
+gelegener Deltoidcrista. Nach ~Gaudry~ spricht diese Organisation für
+grabende Tätigkeit verbunden mit großer Beweglichkeit der Finger.
+Radius kurz, mit der Ulna verwachsen. Olecranon hoch. Ileum auf
+lange Strecken am Sacrum befestigt. Femur nur mit erstem Trochanter,
+aber mit hochstehendem Caput. Tibia und Femur stehen senkrecht
+übereinander. Fibula oben und unten mit der Tibia verwachsen.
+Astragalus abgeplattet, mit ebenem Tibialgelenk dicht neben den
+Gelenkflächen für Naviculare und Calcaneum. Naviculare ganz unter dem
+Astragalus gelegen, daher wahrscheinlich vertikale Zehenstellung.
+
+[Illustration: Fig. 722.
+
+¡Pyrotherium Romeroi¡ Ameghino. Untermiocän. Patagonien. ¡A¡ obere
+Backenzähne von unten, 1/4 nat. Gr., ¡B¡ Unterkiefer, 1/12 nat. Gr.
+(Nach ~Gaudry~.)]
+
+Sowohl die Zähne als auch die Extremitätenknochen sind denen der
+Proboscidier, namentlich ¡Dinotherium¡ ähnlich, weshalb auch
+~Ameghino~ die Proboscidier von ¡Pyrotherium¡ ableitet. Im Zahnbau
+besteht auch große Ähnlichkeit mit ¡Diprotodon¡. Es kann jedoch
+weder von einer Verwandtschaft mit diesem Marsupialier noch mit den
+Proboscidiern die Rede sein. Die Herkunft der Pyrotheria ist vorläufig
+vollständig unbekannt.
+
+¿Pyrotherium¿ Ameghino. §1.?0.3.3.§/§1. 0.2.3.§ (Fig. 722) Joche
+der gerundet vierseitigen Backenzähne senkrecht zur Zahnreihe, an
+den unteren ¡M¡ nach rückwärts, an den oberen nach vorwärts konvex.
+Untermiocän von Chubut. Patagonien. ¡P. Romeroi¡ Ameghino.
+
+¿Propyrotherium¿ Ameghino. Kleiner. Oligocän. Astraponotusschichten.
+¡P. saxaeum¡ Ameghino.
+
+¿Carolozittelia¿ Ameghino. Unterer ¡J¡ mit langer Wurzel. Obere
+¡M¡ kreisrund mit zwei schräg nach rückwärts verlaufenden Jochen.
+Untere ¡M¡ oval, mit zwei zur Zahnreihe fast senkrechten Querjochen.
+¡M_{3}¡ mit drittem Joch. Tapirgröße. Obereocän von Patagonien.
+Notostylopsschichten.
+
+¿Ricardowenia¿ und ¿Archaeolophus¿ Ameghino. Ganz problematisch.
+
+
+9. Ordnung. #Subungulata.#
+
+~Meist große plantigrade oder digitigrade oder dem Wasserleben
+angepaßte Pflanzenfresser mit ursprünglich vollständigem,
+brachyodont-bunodontem Gebiß. Ein Incisivenpaar frühzeitig vergrößert,
+häufig zu Stoßzähnen umgewandelt, die übrigen ¡J¡ und ¡C¡ reduziert
+oder ganz fehlend oder in einander übergehend. ¡M¡ anfangs praktisch
+quadrituberkulär, die oberen mindestens ebensolang wie breit. ¡P¡
+bald den ¡M¡ ähnlich. Carpus und Tarsus schwach alternierend oder
+serial, Centrale Carpi öfters vorhanden. Extremitäten mannigfach
+spezialisiert, bei Wasserbewohnern die hintere vollkommen reduziert.
+Schädel anfangs lang gestreckt und niedrig, mit breitem Hinterhaupt.
+Uterus bicornis, Placenta zonal, meist deziduat.~
+
+Wegen der hochgradigen Spezialisierungen, welche alle Skelettelemente
+der hierher gestellten Unterordnungen erfahren haben, ist eine
+präzisere Diagnose nicht möglich. Sie treten sämtlich fast
+gleichzeitig in Ägypten auf und zwar mit Formen, welche einen
+niedrigen Schädel mit breitem Hinterhaupt, wohl entwickeltem
+Scheitelkamm und schmalem Cranium besitzen, und meist Vergrößerung
+eines Incisivenpaares, verbunden mit Reduktion der übrigen ¡J¡ und
+¡C¡ aufweisen. Die ¡M¡ sind bunodont, brachyodont und praktisch
+quadrituberkulär. Ihre Höcker verbinden sich paarweise zu Jochen,
+die im Unterkiefer öfters halbmondförmig werden. Die ¡P¡ werden
+ziemlich bald ¡M¡-ähnlich und die ¡J¡, ¡C¡ und ¡P¡ gehen, wenn keine
+Vergrößerung eines vorderen Incisivenpaares erfolgt, allmählich
+ineinander über. Auch die Beschaffenheit der Schädelbasis scheint bei
+allen ziemlich ähnlich gewesen zu sein.
+
+Die Extremitäten zeigen allerdings schon bei den ältesten Vertretern
+der Subungulata sehr verschiedene Spezialisierung. Die ältesten
+¡Hyracoidea¡ haben, abgesehen von dem bunodonten Gebiß, bereits
+alle wesentlichen Merkmale der lebenden Formen, dagegen nähert sich
+¡Moeritherium¡, der primitivste ~Proboscidier~, den ~Sirenen~ nicht
+bloß im Zahnbau, sondern auch in der Gestalt gewisser Knochen wie
+Humerus, Scapula und Pelvis, so daß die gemeinsame Stammform beider
+nicht mehr allzuweit zurückliegen dürfte, und die ¡Embrithopoda¡
+zeigen trotz ihrer stark abweichenden Bezahnung im Extremitätenbau
+so viele Anklänge an die ~Proboscidier~, daß an einer, wenn auch
+entfernten Verwandtschaft kaum zu zweifeln ist.
+
+Daß die Abzweigung der vier Unterordnungen aus einer gemeinsamen
+bunodonten Stammform schon lange vor dem Obereocän erfolgt sein muß,
+sehen wir unter anderem auch daraus, daß bei keiner mehr das primitive
+Merkmal der Anwesenheit eines Entepicondylarforamen am Humerus
+vorhanden ist. Verwandtschaftliche Beziehungen zu den ¡Notoungulata¡
+dürften vollkommen ausgeschlossen sein, denn das Gebiß dieser
+südamerikanischen Typen ist anscheinend direkt aus einem sekodonten
+hervorgegangen, während dem der ¡Subungulata¡ unzweifelhaft ein
+bunodontes zugrunde liegt, weshalb wir vielleicht doch eine Anknüpfung
+an ein Condylarthrenstadium erwarten dürfen.
+
+
+1. Unterordnung. #Embrithopoda.# Andrews.
+
+¡Riesige Pflanzenfresser mit lophodonten M. Vorderextremität ähnlich
+der der Proboscidier, Hinterextremität Amblypoden-ähnlich.¡ Obereocän
+und Oligocän von Ägypten.
+
+
+Familie. #Arsinoitheriidae.# Andrews.
+
+¡Riesige Huftiere mit einem Paar großer knöcherner Hornzapfen auf
+den Nasen- und zwei schwachen Hörnern auf den Stirnbeinen. Kurze,
+hohe Schnauze mit vorne abgeschlossener Nasenöffnung. Hinterhaupt
+nach vorne geneigt, mit dickem Supraoccipitalwulst. Orbita hinten
+offen. Gebiß vollständig. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ J, C und P allmählich
+ineinander übergehend und dicht aneinanderschließend. P einfacher als
+die M. Obere und untere M aus je zwei ¥V-artigen¥ Kämmen gebildet, deren
+vorderer Schenkel verkümmert ist. Humerus und Femur lang und massiv.
+Tibia und Fibula kurz, Ulna viel dicker als Radius. Astragalus flach
+mit schwach gewölbter Trochlea und mit Gelenkfläche für das Cuboid.
+Vorder- und Hinterfuß sehr kurz, fünfzehig.¡
+
+[Illustration: Fig. 723.
+
+¡Arsinoitherium Zitteli¡ Beadnell. Oligocän. Fayum. Ägypten. ¡A¡
+Schädel 1/9 nat. Gr. ¡B¡ obere, ¡C¡ untere Zahnreihe 2/9 nat. Gr.
+(nach ~Andrews~.)]
+
+Die ~Arsinoitheria~ sind auf das Oligocän von Ägypten beschränkt.
+Der Schädel hat ungefähr die Größe und auch in seiner Form eine
+gewisse Ähnlichkeit mit dem von Rhinoceros, allein die Nasenöffnung
+wird hier im Alter vorne durch eine Knochenspange abgeschlossen.
+Die hohen, auf den Nasenbeinen sitzenden vorderen Hornzapfen
+erinnern etwas an jene der Titanotheriiden. Der aufsteigende Ast
+des Unterkiefers ist sehr hoch und schmal. Die Zähne stehen dicht
+aneinander und gehen vom vordersten meißelförmigen ¡J¡ bis zum
+¡P_{4}¡ ganz allmählich ineinander über. Die oberen ¡P¡ haben eine
+gerade Außenwand und ein schräges Querjoch, die unteren bestehen aus
+zwei stark zusammengedrückten Halbmonden. Sie sind insgesamt sehr
+kurz und weichen hierin stark von den ¡M¡ ab. Die ¡M¡ bestehen aus
+je zwei ¥V-förmigen¥ Halbmonden, deren vorderer Schenkel bis auf eine
+scharfe Kante verkümmert, während der hintere ein breites hohes, etwas
+schräg nach rückwärts gerichtetes Joch bildet. Bei vorgeschrittener
+Abkauung kommt es scheinbar zur Bildung einer Innenwand. Die unteren
+¡M¡ erinnern etwas an jene von ¡Coryphodon¡, die oberen an die von
+¡Uintatherium¡. Von den Milchzähnen gleichen die beiden letzten
+vollkommen den ¡M¡.
+
+Die Extremitätenknochen sind ungemein plump, die Scapula ist breiter
+als hoch, der Humerus besitzt eine mächtige Deltoidcrista, aber kein
+Entepicondylarforamen. Die Ulna ist viel dicker als der Radius und mit
+einem riesigen Olecranon versehen. Sie ruht halb auf dem Lunatum. Das
+Becken zeichnet sich durch die ganz ungewöhnliche Vergrößerung des
+Ilium aus. Das von vorne nach hinten komprimierte Femur hat nur einen,
+den großen Trochanter. Die Knochen der Vorderextremität lassen sich
+am ehesten mit jenen von ¡Uintatherium¡, die der Hinterextremität mit
+jenen von ¡Elephas¡ vergleichen. Mit ¡Elephas¡ stimmt auch die Form
+und Anordnung der Carpalia, Tarsalia und Metapodien fast vollkommen
+überein, nur der Astragalus unterscheidet sich durch die Anwesenheit
+einer Gelenkfläche für das Cuboid. Mit den Proboscidiern besteht
+jedenfalls eine Verwandtschaft.
+
+Die einzige bekannte Gattung ist ¡Arsinoitherium¡ Andrews (Fig. 723).
+Oligocän von Ägypten. ¡A. Zitteli¡ Beadnell.
+
+
+2. Unterordnung. #Hyracoidea.# ~Klippschliefer.~[168]
+
+¡§3-1.1-0.4.3.§/§3-2.1-0.4.3.§. J^1 lang, vertikal gestellt,
+nagezahnähnlich, untere J_{1} und J_{2} meißelförmig. P mehr
+oder weniger M-ähnlich. M bunodont bis lophodont, vierwurzelig.
+Jochbogenunterrand mit besonderer Gelenkfläche für den Unterkiefer.
+Aufsteigender Unterkieferast stark verbreitert, mit schwachem
+Coronoidfortsatz und einem Foramen hinter M_{3}. Humerus ohne
+Entepicondylarforamen. Extremitäten plantigrad oder semidigitigrad.
+Vorderfuß vierzehig, Hinterfuß dreizehig. Carpus serial mit freiem
+Centrale. Astragalus distal abgestutzt, mit ausgefurchter Trochlea und
+tiefer, grubiger Gelenkfläche für den Malleolus tibiae.¡
+
+Die ¡Hyracoidea¡ waren bis vor kurzem nur durch die kleine Formen
+enthaltende Gattung ¡Hyrax¡ repräsentiert, welche ursprünglich wegen
+der Beschaffenheit ihrer ¡J¡ und der äußeren Schädelform zu den Nagern
+gerechnet wurde. ~Cuvier~ wies auf die Ähnlichkeit der Zähne und der
+Extremitäten mit jenen von Rhinozeros hin und ~Cope~ errichtete für
+¡Hyrax¡ wegen der serialen Anordnung der Carpalia die Ordnung der
+¡Taxeopoda¡.
+
+Die ¡Hyracoidea¡ zerfallen in die Familien der ¡Hyracidae¡ und der
+¡Saghatheriidae¡.
+
+
+1. Familie. #Hyracidae.#
+
+¡§1.0.4.3.§/§2.0.4.3.§ P den M gleich, wie diese brachyodont und
+lophodont. Obere M mit W-förmiger Außenwand und zwei schrägen
+Querjochen. Untere M aus zwei Halbmonden bestehend. Schädeldach eben,
+Schnauze kurz.¡
+
+[Illustration: Fig. 724.
+
+¡Procavia¡ (¡Dendrohyrax¡) ¡arborea¡ Smith sp. Cap der guten Hoffnung.
+¡A¡ Vorderfuß, ¡B¡ Hinterfuß (nat. Gr.).]
+
+Die Hyraciden bewohnen das südliche und östliche Afrika, Arabien und
+Syrien. Fossile Arten sind nicht bekannt. Von den Saghatheriiden
+unterscheiden sie sich, abgesehen von ihrer Kleinheit, durch das ebene
+Schädeldach, die weit vorne liegenden, hinten meist geschlossenen
+Orbita, durch die Anwesenheit von zwei Temporalcristae an Stelle
+einer Sagittalcrista und durch die Verkürzung der Schnauze, womit
+Verlust der ¡C¡, von ¡J^2¡ und ¡J^3¡ und von ¡J_{3}¡ verbunden war.
+Das Milchgebiß enthält noch §2.1.4.§/§3.1.4.§, wodurch die frühere
+Anwesenheit von ¡J_{3}¡, ¡J^2¡ und der ¡C¡ angedeutet wird. Die
+Extremitäten sind plantigrad, die Endphalangen distal abgeplattet und
+mit Nägeln versehen.
+
+Die Backenzähne der Gattung ¡Procavia¡ Storr (¡Hyrax¡ Herm.,
+¡Heterohyrax¡ und ¡Dendrohyrax¡ Gray) (Fig. 724) erinnern teils an
+¡Rhinoceros¡, teils an ¡Paloplotherium¡ oder ¡Anchilophus¡.
+
+
+2. Familie. #Saghatheriidae.# Andrews.
+
+¡§3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ J^1 groß, dreikantig, untere J_{1} und J_{2}
+meißelartig, mit zwei Einkerbungen am Oberrand. Oberer C P-artig,
+unterer C und J_{3}, sowie J^2 und J^3 knopfförmig oder P-artig und
+meist durch Lücken voneinander und von den vordersten J und den C
+getrennt. P in der Regel einfacher als die M, jedoch die oberen
+meist vierhöckerig oder mit einem vollständigen vorderen und einem
+kurzen hinteren Querjoch. Obere M mit W-förmiger, Parastyl und
+Mesostyl tragender Außenwand und zwei schrägen, aus je einem kleinen
+Zwischenhöcker und einem niedrigen Innenhöcker gebildeten Querjochen.
+Untere M mit zwei mehr oder weniger deutlichen äußeren Halbmonden und
+zwei Innenhöckern. M_{3} stets mit drittem Halbmond. Schnauze meist
+lang und schmal, Cranium gewölbt, mit Sagittalcrista versehen. Orbita
+weit hinten gelegen, unvollständig geschlossen. Unterkiefer hoch,
+mit weitem Kanal unterhalb der Zahnreihe, der unter M_{3} ausmündet.
+Seitenzehen kürzer und dünner als die Mittelzehe. Carpus serial, hoch
+und schmal. Distales Astragalusgelenk schwach konvex.¡
+
+Die ~Saghatheriiden~ erscheinen zuerst im Oligocän von Ägypten und
+entfalten sofort einen ungewöhnlichen Formenreichtum. Ihre Körpergröße
+schwankt zwischen der von Fuchs und der von Tapir. Im Zahnbau bestehen
+alle möglichen Übergänge zwischen bunodonten, schweinsartigen --
+¡Geniohyus¡ -- und lophodonten, ¡Paloplotherium¡-artigen ¡M¡ --
+¡Saghatherium¡. Die oberen ¡M¡ von ¡Geniohyus¡ und ¡Bunohyrax¡ haben
+Ähnlichkeit mit jenen von Anthracotheriiden, die von ¡Megalohyrax¡ mit
+jenen von ¡Palaeotherium¡. In Ägypten erlöschen die Saghatheriiden
+sehr bald, nur die Gattung ¡Saghatherium¡ hat in der unterpliocänen
+Gattung ¡Pliohyrax¡ einen Nachkommen.
+
+¿Geniohyus¿ Andrews. ¡P¡ einfach, untere ¡M¡ Sus-artig, obere
+Brachyodus-ähnlich. ¡G. mirus¡ Andr.
+
+¿Bunohyrax¿ Schlosser. ¡P¡ kompliziert, obere gerundet dreieckig.
+Untere ¡M¡ mit echten Halbmonden.
+
+¿Mixohyrax¿ Schlosser (Fig. 725). Obere ¡P¡ viereckig. ¡M¡ lophodont.
+¡M. niloticus¡ Schl.
+
+¿Pachyhyrax¿ Schlosser. Sporne an den Jochen der oberen ¡M¡.
+
+[Illustration: Fig. 725.
+
+¡Mixohyrax niloticus¡ Schlosser. Oligocän. Fayum. Ägypten. ¡A¡ Schädel
+von unten, ¡B¡ Unterkiefer von innen, 1/4 nat. Gr.]
+
+¿Saghatherium¿ Andrews, höchstens Schafgröße. Obere ¡P¡ viel einfacher
+als ¡M¡, obere ¡M¡ lophodont, untere lophoselenodont. Zahnlücke sehr
+kurz. ¡S. antiquum¡ Andr.
+
+¿Megalohyrax¿ Andrews. Größter aller Saghatheriiden. ¡P¡ fast sämtlich
+gleich ¡M¡. ¡M. eocaenus¡ Andr.
+
+¿Pliohyrax¿ Osborn (¡Leptodon¡ Gaudry). Unterkiefer ohne Zahnlücke.
+¡J_{3}¡, beide ¡C¡ sowie ¡J^2¡ und ¡J^3¡ ¡P¡-ähnlich. Unterpliocän von
+Pikermi und Samos. ¡P. graecus¡ Gaudry sp.
+
+
+3. Unterordnung. #Proboscidea.#[169] ~Rüsseltiere~.
+
+¡Große fünfzehige, meist hochbeinige, semidigitigrade Pflanzenfresser
+mit Rüssel. Schädel groß, meist mit grobzelligen Luftkammern in der
+Diploë. Anfangs ein paar obere und untere J vergrößert, später nur
+§1§/§1-0§ J vorhanden, C nur bei der primitivsten Gattung anwesend.
+Backenzähne erst bunolophodont, dann lophodont und zuletzt aus vielen
+schmalen Querlamellen bestehend. Femur fast immer ohne dritten
+Trochanter. Carpalia serial angeordnet. Astragalus breit mit schwach
+gewölbter Trochlea. Calcaneum mit Fibula artikulierend.¡
+
+Die Herkunft der Proboscidier war bisher in völliges Dunkel gehüllt,
+doch vermutete schon ~Blainville~ verwandtschaftliche Beziehungen
+zu den ¡Sirenia¡, was jetzt durch die Funde im Oligocän von Ägypten
+bestätigt wurde, denn die ältesten Formen haben unter anderem auch die
+hohe Zahnzahl und den Bau des Schädels und der Backenzähne mit den
+Sirenen gemein.
+
+Das ~Gebiß~ der Proboscidier enthält außer bei ¡Moeritherium¡ nur
+Incisiven und Backenzähne und selbst hier ist schon ein Paar ¡J¡
+vergrößert. Bald verschwinden die übrigen ¡J¡ vollständig, die
+bleibenden werden zu riesigen gekrümmten Stoßzähnen, auch das bei den
+älteren ¡Mastodon¡-Arten noch vorhandene untere Incisivenpaar geht
+verloren. Die Stoßzähne bestehen aus dichtem elastischem Elfenbein,
+welches im Querschnitt bogenförmige, vom Zentrum nach der Peripherie
+gerichtete Linien zeigt, die in zweierlei Richtung verlaufen und
+sich ¡W¡-förmig, wie die Guillochierung eines Uhrgehäuses schneiden.
+Namentlich der hintere Teil der Stoßzähne wird häufig mit einer dünnen
+Schmelzschicht überzogen. Die Zähne liegen in tiefen Alveolen der
+Zwischenkiefer und haben eine große offene Pulpa.
+
+Die Backenzähne der lebenden Elefanten unterscheiden sich durch ihre
+gewaltige Größe, durch die hohe Zahl der stark komprimierten Querjoche
+und durch die starke Entwicklung von Zement in den Quertälern
+von allen Huftierzähnen, stehen jedoch durch Übergänge mit den
+bunolophodonten Zähnen von ¡Moeritherium¡ in Verbindung, welche aus
+je zwei Paar jochartig verbundener Höcker und einem kleinen Talon
+gebildet sind. Bei ¡Palaeomastodon¡ nimmt die Zahl der Joche zu,
+die Zahl der Unterkieferzähne hingegen um einen ab. Bei ¡Mastodon¡
+erfolgt immer weitergehende Reduktion der gleichzeitig fungierenden
+Zähne, wofür jedoch die Zahl der Joche allmählich größer wird. Noch
+bedeutender ist die Zahl der Querjoche bei ¡Stegodon¡ -- 6 bis 12 --,
+dessen Quertäler auch schon mit Zement ausgefüllt sind. Bei ¡Elephas¡
+steigt die Jochzahl bei jedem neuauftretenden Zahn und beträgt zuletzt
+bis zu 27. Die von ¡Moeritherium¡ bis ¡Stegodon¡ noch brachyodonten
+Zähne werden bei ¡Elephas¡ hypselodont. Die Joche werden zu Platten,
+die mittels Zement aneinander gekittet sind, das auch anfangs die
+Oberseite der Krone überzieht. Durch die Abkauung entsteht aus
+diesen »elasmodonten« Zähnen eine ebene Fläche, in welcher breitere
+Querstreifen von Zement mit dünnen Lamellen von Schmelz und Dentin
+miteinander wechseln und so eine zur Zerkleinerung der pflanzlichen
+Nahrung trefflich geeignete Reibfläche erzeugen. Bei ¡Dinotherium¡
+haben sich je zwei benachbarte Höcker in schmale, scharfe Joche
+umgewandelt, ähnlich wie bei Tapir. Auch unter den ¡Mastodon¡-Arten
+gibt es solche »tapiroide« Formen.
+
+Die Zahl der ¡M¡ beträgt je drei in einem Kiefer. Vor ihnen stehen
+ursprünglich drei ¡P¡. Dann geht die Zahl der ¡P¡ auf zwei zurück.
+Sie sind viel einfacher gebaut als die ¡M¡ und ersetzen die drei ¡D¡.
+Bei ¡Elephas¡, ¡Stegodon¡ und den meisten ¡Mastodon¡ fehlen ¡P¡.
+Alle Backenzähne stehen anfangs in horizontalen Reihen und die ¡P¡
+treten von unten an die Stelle der ¡D¡. Von ¡Mastodon¡ an sind nie
+mehr als drei Zähne gleichzeitig in Funktion, später nur zwei und
+zuletzt nur einer. Sie entwickeln sich dann in großen Zeitintervallen
+und rücken, indem sie einen Bogen beschreiben, nach vorne, wobei sie
+den vorhergehenden Zahn allmählich ausschieben. Dieser Zahnwechsel
+dauert so lange das Tier lebt, und die Backenzähne werden bis
+auf unscheinbare Kronenreste abgerieben. Die Abkauung beginnt am
+vordersten Teil des Zahnes.
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 726) erfährt von ¡Moeritherium¡ bis ¡Elephas¡
+folgende Veränderungen. Die allmähliche Entwicklung des Rüssels
+und der Stoßzähne verursacht Verkürzung der Zwischenkiefer und
+Aufwärtsrücken der Nasenlöcher und diese Vorgänge wieder Wölbung
+des Schädels, die Bildung von Luftzellen und Verbreiterung des
+Hinterhauptes. Die Oberkiefer werden höher und die Jochbogen
+schwächer. Dagegen verlängert sich zuerst der Symphysenteil der
+Unterkiefer, um sich dann später nach Verlust der unteren Stoßzähne
+wieder zu verkürzen. Der aufsteigende Ast wird höher, aber dafür
+schwächer und das Kiefergelenk rückt immer höher hinauf.
+
+[Illustration: Fig. 726.
+
+Schädel von ¡Elephas indicus¡ (vertikaler Längsschnitt). ¡So¡
+Supraoccipitale, ¡co¡ Hinterhauptscondylus, ¡Pa¡ Scheitelbein, ¡Fr¡
+Stirnbein, ¡Mx¡ Oberkiefer, ¡Pmx¡ Zwischenkiefer, ¡ME¡ Mesethmoideum,
+¡ce¡ Hirnhöhle, ¡n¡ Nasenhöhle, ¡i¡ Schneidezahn, ¡m^1¡ ¡m^2¡ erster
+und zweiter Backenzahn.]
+
+[Illustration: Fig. 727 ¡A¡.
+
+Vorderfuß von ¡Elephas indicus¡ Lin. (¡U¡ Ulna, ¡R¡ Radius, ¡sc¡
+Scaphoideum, ¡l¡ Lunare, ¡c¡ Cuneiforme [Triquetrum], ¡u¡ Unciforme,
+¡m¡ Magnum, ¡td¡ Trapezoid).]
+
+[Illustration: Fig. 727 ¡B¡.
+
+Rechter Hinterfuß von ¡Elephas indicus¡. (¡ca¡ Calcaneum, ¡a¡
+Astragalus, ¡n¡ Naviculare ¡cb¡ Cuboideum, ¡c III¡, ¡c II¡ Cuneiforme
+tertium und secundum, ¡I-V¡ erste bis fünfte Zehe.]
+
+Die ~Extremitäten~ der Proboscidier (Fig. 727) sind hoch und stämmig,
+die langen Knochen ohne Markhöhlen. Ein Schlüsselbein fehlt. Die
+Ulna ist namentlich distal viel dicker als der Radius. Die Carpalia
+sind mehr oder weniger serial angeordnet. Der Elefant besitzt in
+der Jugend ein Centrale. Die seitlichen Metacarpalia (I und V) sind
+kürzer und schwächer als die mittleren. Der ganze Fuß steckt in
+einer gemeinsamen Hülle, aus welcher die einzelnen, von hufartigen
+Nägeln bedeckten Zehen nur wenig vorragen. Am Femur fehlt meist ein
+dritter Trochanter. Tibia und Fibula sind getrennt, die letztere
+distal verdickt. Sie ruht auf Astragalus und Calcaneum. Der Astragalus
+hat eine mäßig gewölbte Trochlea und artikuliert distal nur mit dem
+Naviculare.
+
+Die Proboscidier sind heutzutage auf die tropischen Teile von Afrika
+und Asien beschränkt. Sie beginnen im Eocän von Ägypten, verbreiten
+sich im Miocän über die nördliche Halbkugel und erreichen erst im
+Pleistocän auch Südamerika. Als Leitfossilien sind ihre Backenzähne
+wegen der vielfachen Übergänge zwischen den zeitlich aufeinander
+folgenden Arten und wegen der bedeutenden Größenschwankungen bei ein
+und derselben Art nur mit Vorsicht verwendbar.
+
+
+1. Familie. #Moeritheriidae.#
+
+¡§3.1.3.3.§/§2.0.3.3.§ J_{2} oben und unten vergrößert und der obere
+als gekrümmter Hauer entwickelt. J§1§/§1§ und J^3 sowie C klein. P
+einfacher als die M, wie diese brachyodont. Obere P trituberkulär,
+untere P aus zwei vorderen und einem hinteren Höcker bestehend. M mit
+je zwei Höckerpaaren und einem Talon. Vorderpartie der unteren P und M
+höher als die hintere. Schädel niedrig, fast eben, mit langem schmalem
+Cranium und massiven, vorspringenden Jochbogen.¡
+
+[Illustration: Fig. 728.
+
+¡Moeritherium Lyonsi¡ Andrews. Obereocän. Fayum. Ägypten. Schädel. 1/9
+nat. Gr. ¡B¡ untere Backenzähne, 1/3 nat. Gr. (nach ~Andrews~). ¡A¡
+¡Moeritherium¡. Oligocän. Fayum. Obere Backenzähne. (1/2 nat. Gr.)]
+
+Die Moeritheriiden treten zuerst im Obereocän von Ägypten auf und
+erlöschen daselbst im Oligocän. Sie vermitteln im Schädelbau und in
+der Zahl und Beschaffenheit der Zähne den Übergang von den Sirenen
+zu den Proboscidiern und zeigen aufs deutlichste, daß beide einen
+gemeinsamen Ursprung besitzen.
+
+¿Moeritherium¿ Andrews (Fig. 728). Untere ¡J¡ meißelförmig, nach
+vorne gerichtet, obere ¡J¡ und ¡C¡ fast vertikal gestellt. ¡J_{2}¡
+in beiden Kiefern vergrößert, der obere als gekrümmter, massiver
+Hauer entwickelt. Die übrigen ¡J¡ und ¡C¡ relativ klein. ¡J¡ und ¡C¡
+allseitig mit Schmelz bedeckt. Obere ¡P¡ mit zwei Außen- und einem
+Innenhöcker. ¡P^2¡ dreieckig. ¡M¡ in beiden Kiefern aus je zwei
+Außen- und Innenhöckern bestehend, die sich paarweise zu Querjochen
+verbinden. Die unteren ¡M¡ mit kräftigem, die oberen mit schwachem
+Talon. Untere ¡P¡ mit unpaarem Vorderhöcker, vordere Hälfte höher
+als die hintere. Nasenöffnung weit vorne stehend, mit kurzem Rüssel
+versehen, Schädeldach fast vollkommen eben, Orbita weit vorne gelegen.
+Nasenbeine kurz. Stirn- und Scheitelbeine lang, Cranium schmal und
+niedrig, mit Sagittalcrista versehen. Hinterhaupt vertikal, Jochbogen
+vorne und hinten massiv, weit vorspringend und hinten nahe am Occiput
+endend. Obereocän ¡M. Lyonsi¡ Andr. Oligocän ¡M. Andrewsi¡ Schlosser.
+
+Die Extremitätenknochen sind schlank. Das Femur hat einen dritten
+Trochanter und der Astragalus einen relativ langen Hals. Das Sacrum
+verjüngt sich unmerklich nach hinten, was auf einen langen Schwanz
+schließen läßt, und das Ilium zeichnet sich durch seine Länge und
+Schmalheit aus. Es gleicht fast dem von Creodontiern.
+
+¿Moeritherium¿ hatte etwa die Größe von Tapir.
+
+
+2. Familie. #Barytheriidae.# Andrews.
+
+¡§?.?.3.3.§/§1.0.3.3.§ Unterer J groß, vorwärts geneigt, durch eine
+lange Lücke von P_{2} getrennt. P^2 dreieckig, P^3 und P_{4} mit
+einem dicken Querjoch, die unteren P gleich den M aus zwei fast
+geraden Querjochen bestehend. M_{3} mit einem dritten Joch. Untere M
+vierwurzelig. Joche der oberen M nach hinten etwas konkav. Unterkiefer
+massiv, mit breitem aufsteigendem Ast.¡
+
+¿Barytherium¿ Andrews. Die systematische Stellung dieser nur
+unvollständig bekannten Gattung ist ziemlich unsicher. Ihr Zahn-
+und Kieferbau -- massiv, mit breitem aufsteigendem Ast -- und
+die gewaltige Körpergröße erinnert an ~Dinotherium~. Der distal
+stark verbreiterte Humerus ist mit einer außerordentlich starken
+Deltoidcrista versehen, und der stämmige Radius artikuliert
+gleichmäßig mit Lunatum und Scaphoid. Obereocän von Ägypten. ¡B.
+grave¡, Andrews.
+
+
+3. Familie. #Dinotheriidae.#
+
+¡§0.0.2.3.§/§1.0.2.3.§ Unterkiefersymphyse nach unten gebogen, mit
+einem Paar rückwärts gekrümmter Stoßzähne. M_{1} in beiden Kiefern
+mit drei, die übrigen mit zwei einfachen, zugeschärften, durch breite
+Täler getrennten Querjochen. Ohne Zement. Alle Zähne in einer Ebene,
+Zahnwechsel normal.¡
+
+[Illustration: Fig. 729.
+
+¡Dinotherium bavaricum¡ Meyer. Ob. Miocän. Breitenbronn b. Augsburg.
+¡A¡ Backenzähne des Oberkiefers, ¡B¡ Backenzähne des Unterkiefers. ca.
+1/4 nat. Gr.]
+
+¿Dinotherium¿ Kaup (Fig. 729) hat einen nur mäßig hohen Schädel mit
+langen Zwischenkiefern und breiten Stirnbeinen. Unterkiefersymphyse
+vorn mit breiter Furche, stark abwärts gekrümmt. Die gewaltigen,
+nach unten gerichteten und nach hinten gebogenen ¡J¡ sind in tiefe
+Alveolen eingefügt. ¡M_{1}¡ in beiden Kiefern mit drei, die übrigen
+mit zwei Querjochen, die an den oberen nach vorne konvex, an den
+unteren nach vorne etwas konkav verlaufen. Obere ¡M¡ fast quadratisch,
+dreiwurzelig, untere länger als breit. ¡M_{3}¡ mit starkem Talon.
+Skelett ähnlich dem von Mastodon. ¿Dinotherium¿ übertrifft an Größe
+die meisten Elefantenarten.
+
+Im Obermiocän von Europa ¿D. bavaricum¿ Meyer (¿levius Jourdan¿). Im
+Unterpliocän von Europa und auf Samos (?) ¿D. giganteum¿ Kaup. In
+Ostindien ¿D. sindiense¿ Lydekker.
+
+
+4. Familie. #Elephantidae.#
+
+¡Obere J als große gerade oder gekrümmte Stoßzähne ausgebildet. Untere
+J schwächer und gerade, meist fehlend. M groß, aus mehr als zwei
+Querjochen zusammengesetzt. Quertäler öfters mit Zement ausgefüllt. P
+einfacher als M, häufig fehlend. Zahnwechsel anfangs normal, später
+durch Ausschieben der vorderen Zähne von hinten erfolgend.¡ Oligocän
+bis Gegenwart.
+
+[Illustration: Fig. 730.
+
+¡Palaeomastodon.¡ Oligocän. Fayum. Ägypten. Schädel ca. 1/10 nat. Gr.
+(nach ~Andrews~.) ¡A¡ Obere, ¡B¡ untere Backenzähne, 1/3 nat. Gr.]
+
+¿Palaeomastodon¿ (¡Phiomia¡) Andrews (Fig. 730) §3.3.0.1.§/§1.0.2.3.§
+Backenzähne in gerader Reihe, gleichzeitig funktionierend. Obere
+¡J¡ relativ kurz, seitlich komprimiert, säbelförmig. Untere ¡J¡ als
+lange Schaufeln entwickelt. Alle ¡J¡ auf der Außenseite mit Schmelz
+versehen und mit persistierender Pulpa. ¡P^2¡ und ¡P_{3}¡ einhöckerig
+mit Talon, ¡P^3¡ mit großem Außen- und kleinem Innenhöcker. ¡P^4¡ oben
+und unten mit vier paarig angeordneten Höckern. ¡M¡ wie bei Mastodon,
+mit je drei aus zwei Höckern bestehenden Querjochen. ¡M_{3}¡ meist
+mit Talon. Unterkiefersymphyse verlängert. Nasenöffnung hoch und
+weit zurückgeschoben. Schädel ziemlich hoch und kurz, Scheitelbeine
+gewölbt, mit Sagittalcrista versehen. Oligocän von Ägypten. ¿P.
+Beadnelli¿ Andr. besaß einen mäßig langen Rüssel.
+
+¿Mastodon¿ Cuvier. (Fig. 731-733.) Schädel ähnlich dem von Elephas,
+jedoch Stirne bei den älteren Arten weniger hoch ansteigend,
+Oberkiefer niedriger, Unterkiefersymphyse anfangs verlängert. Skelett
+plumper. §1. 0.3-0.3.§/§1-0.0.2-0.3.§ Obere ¡J¡ meist gerade, seltener
+gebogen, bei den älteren Arten außen mit breitem Schmelzband. Untere
+¡J¡ kürzer, bei den späteren Arten fehlend. Backenzähne oblong,
+mit drei, vier, seltener fünf bis sechs hohen, entweder einfachen
+(¿Zygolophodon¿, tapiroid) oder in zitzenförmige Höcker aufgelösten
+Querjochen (¿Bunolophodon¿), die durch tiefe, zuweilen mit etwas
+Zement versehene Täler getrennt sind, in welchen häufig Sekundärhöcker
+auftreten. Jedes Joch und somit auch die ganze Krone wird durch einen
+medianen Spalt in zwei Hälften zerlegt. Die Krone der oberen Zähne
+ist innen stärker abgekaut als außen. Die etwas schmäleren unteren
+Zähne verhalten sich umgekehrt. Auch sind ihre Wurzeln einfach, die
+der oberen hingegen geteilt. Der letzte ¡M¡ hat häufig ein Joch mehr
+als der vorletzte.
+
+Das Milchgebiß besteht aus §1. 0.3§/§1-0.0.3.§ Die zwei hinteren ¡D¡
+werden bei den älteren Arten von unten her durch zwei ¡P¡ ersetzt,
+bei den späteren werden die ¡D¡ wie bei ¡Elephas¡ von vorne nach
+hinten ausgeschoben. Nach der Zahl der Joche unterscheidet man
+zwei Untergattungen: ¿Trilophodon¿ mit ¡D¡ §1-2.2.3§/§1-2.2 3§
+(¡P¡ §2.2§/§2.2§), ¡M¡ §3.3.4§/§3.3.4§ und ¿Tetralophodon¿ mit ¡D¡
+§2.3.4§/§2.3.4§ (¡P¡ §2.2§/§2.2§) ¡M¡ §4.4.5§/§4.4.5§ Jedoch kann die
+Zahl der Joche individuell um ~eins~ zunehmen.
+
+[Illustration: Fig. 731.
+
+¡Mastodon angustidens¡ Cuv. Miocän. Simorre. Gers. Rechter
+Unterkieferast von innen im Zahnwechsel, ¡d^1¡ ¡d^2¡ ¡d^3¡
+Milchbackenzähne, ¡p_{3}¡ ¡p_{4}¡ Ersatzprämolaren, ¡m^1¡ erster
+Molar. 1/4 nat. Gr. (Nach ~Lartet~.)]
+
+[Illustration: Fig. 732.
+
+¡A¡ ¡Mastodon angustidens¡ Cuv. Miocän. Il-en-Dodon. Letzter unterer
+Backenzahn. 1/4 nat. Gr. ¡B¡ ¡Mastodon turicensis¡ Cuv. Miocän.
+Simorre. Gers. Letzter unterer Backzahn. 1/5 nat. Gr. (Nach ~Gaudry~.)]
+
+[Illustration: Fig. 733.
+
+¡Mastodon¡ (¡Tetralophodon¡) ¡longirostris¡ Kaup. Unt. Pliocän.
+Eppelsheim. Die drei oberen Milchbackenzähne. 1/3 nat. Gr. (Nach
+~Kaup~.)]
+
+Im Mittel- und Obermiocän von Europa ¡M.¡ (¡Tril.¡) ¡angustidens¡
+Cuv. (auch in Nordafrika) und ¡turicensis¡ Schinz (tapiroid) sehr
+häufig, der erstere in Ostindien durch ¡M. palaeindicus¡ vertreten.
+Im Unterpliocän von Europa ¡M.¡ (¡Tetral.¡) ¡longirostris¡ Kaup,
+von Pikermi, Samos, Persien. ¡M. Pentelici¡ Gaudry (tapiroid) -- in
+Ostindien. ¡M.¡ (¡Tril.¡) ¡Falconeri¡ Lyd., ¡Pandionis¡ Falc. (auch in
+China), ¡M.¡ (¡Tetral.¡) ¡sivalensis¡ Cautl., ¡perimensis¡ Lyd. (auch
+in China), ¡Cautleyi¡ Lyd., ¡latidens¡ Clift. in ganz Ostasien. Im
+Obermiocän von Nordamerika ¡M.¡ (¡Tril.¡) ¡proavus¡ und ¡breviceps¡
+Cope, im Unterpliocän ¡M.¡ (¡Tril.¡) ¡productus¡, ¡euhypodon¡,
+¡campester¡, ¡serridens¡ Cope, ¡floridanus¡ Leidy, im Unter- und
+Mittelpliocän von Europa ¡M.¡ (¡Tril.¡) ¡Borsoni¡ Hays (tapiroid), im
+Oberpliocän in Europa ¡M.¡ (¡Tetral.¡) ¡arvernensis¡ Croiz. und Job,
+in Nordamerika ¡M.¡ (¡Tril.¡) ¡Shepardi¡, ¡tropicus¡ Cope und ¡M.¡
+(¡Tetral.¡) ¡mirificus¡ Leidy. -- Die Gattung ¿Mastodon¿ existiert
+in Amerika auch noch im Pleistocän, sie wird hier im Schädel- und
+Kieferbau ganz Elephas ähnlich und es fungieren nie mehr als zwei
+Zähne gleichzeitig. In Nordamerika ¡M.¡ (¡Tril.¡) ¡americanus¡ Cuv.
+öfters in vollständigen Skeletten erhalten, in Süd- und Zentralamerika
+¡M.¡ (¡Tetral.¡) ¡Humboldti¡ Cuv., im westlichen Südamerika ¡M.
+Andium¡ Cuv. und ¡M. bolivianus¡ Phil. ¡Mastodon¡ findet sich auch in
+den Diamantseifen von Südafrika.
+
+¿Stegodon¿ Falconer (Fig. 734, 735). Übergangsform von Mastodon zu
+Elephas, mit dem ersteren durch ¡M. latidens¡ verbunden. Ohne untere
+¡J¡. Obere ¡J¡ lang, ohne Schmelzband. ¡M¡ mit 6-12 niedrigen,
+dachförmigen, etwas konvexen und meist vielwarzigen Jochen. Täler
+teilweise mit Zement ausgefüllt. ¡M_{1}¡ und ¡M_{2}¡ mit gleicher
+Jochzahl. Obere ¡M¡ mit etwas weniger Jochen als die unteren.
+Mittel- und Oberpliocän von Süd- und Ostasien. ¡St. insignis¡ Falc.,
+¡bombifrons¡ Falc. Im Pleistocän des Narbadatales ¡St. Ganesa¡ Falc.,
+von Java ¡St. Airawana¡ Martin.
+
+[Illustration: Fig. 734.
+
+¡Stegodon Clifti¡ Falcon. u. Cautley. Pliocän (oder Pleistocän) von
+Birma. Erster oberer Molar. 1/4 nat. Gr. ¡D¡ Dentin, ¡c¡ Zement. (Nach
+~Clift~.)]
+
+[Illustration: Fig. 735.
+
+¡Stegodon insignis¡ Falcon. Siwalik. Ostindien. Oberer Molar, der
+Länge nach durchgeschnitten. 1/6 nat. Gr. (Nach ~Falconer~.)]
+
+[Illustration: Fig. 736.
+
+¡Elephas primigenius¡ Blumb. Diluvium. Essex. Oberer Backenzahn von
+der Seite und von unten. 1/5 nat. Gr. (Nach ~Owen~.) ¡e¡ Schmelz, ¡d¡
+Dentin, ¡c¡ Zement.]
+
+¿Elephas¿ Lin. (Fig. 736). §1.0. 3§/§0.0. 3§, seltener
+§1.0.2.3§/§0.0.2.3.§ ¡J¡ ohne Schmelzband. ¡M¡ aus 5-27 hohen,
+komprimierten, am Oberrand gekerbten Querjochen bestehend. Täler ganz
+mit Zement ausgefüllt. Durch Abkauung entsteht eine ebene Fläche.
+Beim indischen Elefanten fällt ¡D_{2}¡ im zweiten, ¡D_{3}¡ im 5. und
+¡D_{4}¡ im 9. Lebensjahr aus. ¡M_{1}¡ tritt erst im 15. Jahre in
+Funktion. Meist nur ein Zahn in jedem Kiefer im Gebrauch.
+
+Die Zahl der Querjoche vermehrt sich bei jedem neu auftretenden Zahn,
+so daß »isomere« Zwischenzähne mit gleicher Jochzahl hier nicht
+vorkommen, während sie bei Mastodon häufig sind. Die Jochzahlen sind
+bei den wichtigsten Arten folgende:
+
+ ¡D_{2}¡ ¡D_{3}¡ ¡D_{4}¡ ¡M_{1}¡ ¡M_{2}¡ ¡M_{3}¡
+
+ ¡Elephas africanus¡ §3§ §6§ §7§ §7§ §8§ §10§
+ --- --- --- --- ----- ----
+ ¡u. planifrons¡ §3§ §6§ §7§ §7§ §8-9§ §11§
+
+ §3§ §5-6§ §7-8§ §8-9§ §8-11§ §10-14§
+ " ¡meridionalis¡ --- ----- ----- ----- ------ -------
+ §3§ §5-6§ §7-8§ §8-9§ §9-11§ §11-14§
+
+ §3§ §5-7§ §8-11§ §9-12§ §12-13§ §15-20§
+ " ¡antiquus¡ --- ----- ------ ------- ------- -------
+ §3§ §5-8§ §9-11§ §10-12§ §12-13§ §16-21§
+
+ §4§ §8§ §12§ §12-14§ §16-18§ §24§
+ ¡Elephas indicus¡ --- --- ---- ------- ------- -------
+ §4§ §8§ §12§ §12-14§ §16-18§ §24-27§
+
+ §4§ §6-9§ §9-12§ §9-15§ §14-16§ §18-27§
+ " ¡primigenius¡ --- ----- ------ ------ ------- -------
+ §4§ §6-9§ §9-12§ §9-15§ §14-16§ §18-27§
+
+¿Falconer¿ teilt die Gattung ¡Elephas¡ in zwei Subgenera: ¡Loxodon¡
+mit niedrigen, breiten, wenig zahlreichen Jochen, die bei der Abkauung
+rhombische Figuren bilden, und ¡Euelephas¡ mit hohen, schmalen,
+zahlreichen Jochen, die vollkommen parallel verlaufen. Die Zähne
+zerfallen leicht in die einzelnen lamellenartigen Joche. Fossile
+Elefanten erscheinen zuerst im Pliocän von Ostindien, ¡E.¡ (¡Lox.¡)
+¡planifrons¡ und (¡Euelephas¡) ¡hysudricus¡ Falc. Im Oberpliocän von
+Europa ¡Euelephas meridionalis Nesti¡, das größte aller bekannten
+Landsäugetiere, in Italien mit ihm vielleicht schon zusammen der
+sonst für das ältere europäische Pleistocän charakteristische ¡Euel.
+antiquus¡ Falc. Zwergrassen von diesem sind ¡E. mnaidriensis¡ Leith
+Ad. und ¡melitensis¡ Falc. auf den Mittelmeerinseln. ¡E. namadicus¡
+Falc. vertritt den ¡antiquus¡ im älteren Pleistocän von Ost- und
+Südasien. Auf Java ¡E. hysudrindicus¡ Dubois. Im Pleistocän des
+südlichen Nordamerika ¡E. imperator¡ Leidy, des mittleren ¡E.
+Columbi¡ Falc., und im nördlichen der auch in Europa und Nordasien
+so verbreitete ¡E. primigenius¡ Blumb., das Mammut. Es ist
+charakteristisch für das jüngste Pleistocän. In Sibirien finden sich
+im gefrorenen Boden ganze Leichen mit Fleisch und wolligem Haar. Im
+europäischen Altpleistocän außer ¡antiquus¡ auch ¡E. trogontherii¡
+Pohlig.
+
+
+4. Unterordnung. #Sirenia# ~Seekühe~.[170]
+
+¡Dickhäutige, nackte, kurzhalsige, meist monophyodonte
+Pflanzenfresser. Nasenlöcher nach vorne gerichtet. Vorderfuß
+flossenartig. Hinterfuß frühzeitig reduziert. Schwanzflosse
+horizontal. Zwei Zitzen an der Brust.¡
+
+Die Sirenen bewohnen den Unterlauf größerer Flüsse und Meeresküsten.
+Ihr zylindrischer, mit horizontaler Schwanzflosse versehener Körper,
+dessen Vorderfüße zu beweglichen Flossen umgestaltet sind, während die
+Hinterfüße höchstens durch Rudimente von Pelvis und Femur angedeutet
+werden, erinnert zwar an Cetaceen, die einzelnen Knochen haben jedoch
+viele Ähnlichkeit mit denen von primitiven Proboscidiern. Sie besitzen
+eine ungemein dichte Struktur, namentlich die Rippen und Wirbel
+zeichnen sich durch elfenbeinähnliche Beschaffenheit und bedeutende
+Schwere aus. Die langen Extremitätenknochen haben keine Markhöhlen.
+Auch die Schädelknochen sind zum Teil sehr dicht.
+
+Die sehr kurzen Körper der Halswirbel bleiben in der Regel getrennt,
+die der Rückenwirbel haben annähernd dreieckigen Querschnitt und unten
+einen Kiel. Dornfortsätze und Zygapophysen sind wohl entwickelt. Die
+Zahl der Lendenwirbel ist 2-3, die der Sacralwirbel 1-2.
+
+Der ~Schädel~ (Fig. 738) zeichnet sich durch starke Jochbogen, große
+Schläfenbeine und eigentümlich gestaltetes Perioticum und Tympanicum
+aus. Scheitel- und Stirnbeine bilden das Schädeldach. Die Nasenbeine
+sind verkümmert und die Nasenlöcher weit nach hinten gerückt. Die
+plumpen Unterkiefer besitzen einen hohen aufsteigenden Ast.
+
+Das ~Gebiß~ besteht fast nur aus lophodonten oder bunodonten
+Backenzähnen, welche etwas an die von Tapir resp. von Schwein
+erinnern. Ihre Zahl schwankt zwischen 4 und 10. Bei den Halicoriden
+werden die ¡D¡ anfangs durch ¡P¡ ersetzt, später unterbleibt der
+Zahnwechsel. Dagegen bilden sich bei den Manatiden hinten immer neue
+Zähne, so daß gleichzeitig in einem Kiefer 7-11 Zähne funktionieren.
+¡C¡ fehlen meistens, dagegen sind die ¡J¡, namentlich die oberen,
+öfters sehr kräftig.
+
+[Illustration: Fig. 737.
+
+¡Protosiren Fraasi¡ Abel. Obereocän. Fayum. Ägypten. Schädel von
+unten. 1/6 nat. Gr. (Nach ~Andrews~.)]
+
+[Illustration: Fig. 738.
+
+¡Halitherium Schinzi.¡ Kaup. Oligocän. Flonheim b. Alzey. Rheinhessen.
+¡A¡ Schädel von oben. ¡B¡ von unten. 1/6 nat. Gr. (Nach ~Lepsius~.)]
+
+[Illustration: Fig. 739.
+
+Skelett von ¡Halitherium Schinzi¡. Kaup. Restauriert nach ~Lepsius~.
+1/30 nat. Gr. ¡B¡ Becken, ¡f¡ Oberschenkel.]
+
+Die ~Knochen~ der Vorderextremität sind gelenkig verbunden und
+beweglich. Schlüsselbeine fehlen, die Scapula ist sichelförmig, Radius
+und Ulna haben gleiche Stärke und Länge. Die proximale Carpusreihe
+besteht ursprünglich aus drei, die distale aus vier Knöchelchen,
+die zum Teil miteinander verwachsen. Die fünf Finger haben schlanke
+Metacarpalien und die normale Phalangenzahl. Das Becken besteht in
+der ¡Halitherium¡ -- ¡Halicore¡-Reihe aus einem langen dicken Ilium
+und aus einem kurzen breiten Ischium. Bei ¡Eotherium¡ befindet sich
+zwischen Pubis und Ischium noch ein weites Foramen obturatorium.
+Bei den ¡Manatidae¡ wird das Ilium reduziert. Das rudimentäre, in
+der Haut verborgene Femur ist bei den späteren Formen nur durch
+Ligament mit dem Becken verbunden. Becken und Schädel sowie das Gebiß
+der ältesten Sirenen gleichen fast ganz jenen von ¡Moeritherium¡,
+wodurch die schon von ~Blainville~ vermutete Verwandtschaft mit
+den Proboscidea vollkommen sichergestellt wird. ~Die Sirenen sind
+also dem Wasserleben angepaßte Huftiere~. Die beiden lebenden
+Gattungen ¡Manatus¡ und ¡Halicore¡ bewohnen die Küsten von Afrika,
+Ostasien, Zentral- und Südamerika. Fossile Sirenen erscheinen
+zuerst im Mitteleocän, ¡Eotherium¡, aus welchem sich die Manatiden
+und Halicoriden entwickelt haben. Die Gattungen ¡Halitherium¡,
+¡Metaxytherium¡ und ¡Felsinotherium¡ bilden eine genetische Reihe,
+welcher auch ¡Halicore¡ und ¡Rhytina¡ nahestehen.
+
+
+A. Manatidae.
+
+¿Prorastomus¿ Owen. Gebiß vollständig. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ ¡J¡ im
+Querschnitt rund, oberer ¡C¡ groß. Obere ¡M¡ mit zwei rechtwinklig zur
+Längsachse stehenden Querjochen. Eocän. Jamaica. ¡P. sirenoides¡ Owen.
+
+¿Manatus¿ Rondel. (¡Ribodon¡ Ameghino.) ¡J¡ und ¡C¡ rudimentär. Oben
+und unten je 8-10 Backenzähne; die oberen dreiwurzelig mit zwei
+Querjochen und Basalband, die unteren schmäler, zweijochig, mit
+Talonid. Beim Embryo Anlagen von 3 ¡J¡, 1 ¡C¡. Lebend an der Ostküste
+von Amerika. Fossil im Pliocän von Süd-Carolina und Argentinien.
+
+¿Manatherium¿ Hartlaub mit ¡Manatus¡ verwandt. Oligocän Belgien.
+
+
+B. Halicoridae.
+
+¿Eotherium¿ Owen. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ Alle ¡J¡ ziemlich groß. Eocän.
+Mokattam-Schichten. Ägypten.
+
+¿Eosiren¿ Andrews. §3.1.4.3.§/§3.1.4.3.§ ¡J_{1}¡ groß, ¡J^2¡ und ¡J^3¡
+später verschwindend. Schnauze überhängend. Obereocän von Ägypten.
+
+¿Protosiren¿ Abel. (Fig. 737.) Obereocän Ägypten.
+
+¿Halitherium¿ Kaup. (Fig. 738 u. 739.) Zwischenkiefer nach abwärts
+gekrümmt mit je einem langen ¡J¡. Scheitelbeine lang, schmal,
+Stirnbeine kurz. Nasenbeine kurz, schildförmig, hinter der großen
+Nasenöffnung gelegen. ¡J¡ mit Ausnahme des großen oberen ¡J^1¡
+sowie ¡C¡ frühzeitig ausfallend. Backenzähne, §4§/§4§ ¡P¡ §3§/§3§
+¡M¡, bunodont mit warzigen Querjochen. ¡P¡ klein, einspitzig und
+einwurzelig, bald ausfallend. Im Eocän des Vicentin ¡H. veronense¡ de
+Zigno, im Oligocän von Deutschland und Frankreich ¡H. Schinzi¡ Kaup,
+im Miocän ¡H. Christoli¡ Fitzinger.
+
+¿Metaxytherium¿ Christol, ähnlich ¡Halitherium¡, ¡M¡ komplizierter und
+stärker reduziert. Miocän ¡M. Cuvieri¡ Christ., ¡Krahuletzi¡ Depéret.
+Pliocän ¡M. Serresi¡ Gervais.
+
+¿Felsinotherium¿ Capellini. §1.0.2.3.§/§0.0.2.3.§ Statt der ¡P¡
+mit peristirenden ¡D¡, welche den bunodonten ¡M¡ ähnlich sind.
+Zwischenkiefer- und Unterkiefersymphyse plump, nach unten gebogen.
+Pliocän Italien. ¿F. Forestii¿ Cap.
+
+¿Halianassa¿ Meyer. 1 ¡J¡ 2 ¡D¡ 3 ¡M¡ Miocän. ¡H. Studeri¡ Mey.
+
+¿Miosiren¿ Dollo. 1 ¡J¡ 2 ¡D¡ 3 ¡M¡. ¿Rhytiodus¿ Lartet 1 ¡J¡ 1 ¡D¡ 3
+¡M¡. ¿Prohalicore¿ Flot. Miocän.
+
+¿Halicore¿ Illiger. §2-3§/§2-3§ ¡D¡ §3§/§3§ ¡M¡. Obere ¡J¡ groß. ¡P¡
+klein, einwurzelig, stiftförmig. Lebend. Afrika.
+
+¿Rhytina¿ Illiger. Ohne Backenzähne, dafür eine hornige Kauplatte
+in der Mundhöhle. ¡Rh. Stelleri¡ Cuv., ausgerottet am Ende des 18.
+Jahrhunderts.
+
+¿Desmostylus¿ Marsh. §1.0.2.?2.§/§2.0.2. 2.§ Schädel schmal und
+niedrig, Schnauze gestreckt, nicht abwärts gebogen. ¡J¡ stoßzahnartig,
+mäßig lang, vorwärts gerichtet, ¡P¡ klein, zweiwurzelig, ¡M¡ groß,
+zweiwurzelig, aus zahlreichen, miteinander verwachsenen, in Reihen
+geordneten Zylindern bestehend. Marines Miocän von Japan und
+Kalifornien. ~Osborn~ hält dieses Tier für einen Proboscidier.
+
+ #Zeitliche Verbreitung der Notoungulata und Subungulata.#
+
+ +======================+=====+=====+=====+=====+=====+=====+=====+
+ | | A | B | C | D | E | F | G |
+ +----------------------+-----+------+----+-----+-----+-----+-----+
+ | #¡Notoungulata.¡# | | | | | | | |
+ | | | | | | | | |
+ | ¿Typotheria¿ | | | | | | | |
+ | | | | | | | | |
+ |¡Notopithecidae¡ |-----|-----| | | | | |
+ |¡Interatheriidae¡ | | |-----|-----| | | |
+ |¡Hegetotheriidae¡ | |-----|-----|-----|-----|-----| |
+ |¡Typotheriidae¡ | | | | |-----|-----| |
+ |¡Archaeopithecidae¡ |-----| | | | | | |
+ |¡Archaeohyracidae¡ | |-----|-----| | | | |
+ | | | | | | | | |
+ | ¿Toxodontia¿ | | | | | | | |
+ | | | | | | | | |
+ |¡Notohippidae¡ | |-----|-----| | | | |
+ |¡Nesodontidae¡ | | |-----|-----| | | |
+ |¡Toxodontidae¡ | | | | |-----|-----| |
+ | | | | | | | | |
+ | ¿Entelonychia¿ | | | | | | | |
+ | | | | | | | | |
+ |¡Notostylopidae¡ |-----| | | | | | |
+ |¡Isotemnidae¡ |-----|-----|-----| | | | |
+ |¡Leontiniidae¡ | |-----|-----| | | | |
+ |¡Homalodontotheriidae¡|-----|-----|-----|-----| | | |
+ | | | | | | | | |
+ | ¿Astrapotherioidea¿ | | | | | | | |
+ | | | | | | | | |
+ |¡Trigonostylopidae¡ |-----|-----| | | | | |
+ |¡Albertogaudryidae¡ |-----|-----|-----|-----| | | |
+ |¡Astrapotheriidae¡ | |-----|-----|-----| | | |
+ |¡Pyrotheria¡ |-----|-----|-----| | | | |
+ | | | | | | | | |
+ | #¡Subungulata.¡# | | | | | | | |
+ | | | | | | | | |
+ | ¿Embrithopoda¿ | | | | | | | |
+ | | | | | | | | |
+ |¡Arsinoitheriidae¡ | |-----| | | | | |
+ | | | | | | | | |
+ | ¿Hyracoidea¿ | | | | | | | |
+ | | | | | | | | |
+ |¡Hyracidae¡ | | | | | | |-----|
+ |¡Saghatheriidae¡ | |-----| | |-----| | |
+ | | | | | | | | |
+ | ¿Proboscidea¿ | | | | | | | |
+ | | | | | | | | |
+ |¡Moeritheriidae¡ |-----|-----| | | | | |
+ |¡Barytheriidae¡ |-----| | | | | | |
+ |¡Dinotheriidae¡ | | | |-----|-----| | |
+ |¡Elephantidae¡ | |-----|-----|-----|-----|-----|-----|
+ | | | | | | | | |
+ | ¿Sirenia¿ |-----|-----|-----|-----|-----|-----|-----|
+ | | | | | | | | |
+ +----------------------+-----+-----+-----+-----+-----+-----+-----+
+
+ Legende:
+
+ A = Obereocän
+ B = Oligocän
+ C = Untermiocän
+ D = Obermiocän
+ E = Pliocän
+ F = Pleistocän
+ G = Gegenwart
+
+
+10. Ordnung. #Primates.# ~Herrentiere.~
+
+~Linné~ hat unter dem Namen ~Primates~ den Menschen, die Affen,
+Lemuren, Fledermäuse und Edentaten zusammengefaßt. Abgesehen von den
+beiden letzten, bilden diese Gruppen eine in anatomischer Hinsicht
+wohl umgrenzte Ordnung, deren älteste Glieder freilich auch viele
+Anklänge an Insektivoren oder an Creodontier aufweisen. Die Primaten
+wurden bisher meist eingeteilt in die drei Unterordnungen der
+¡Prosimiae¡, ¡Simiae¡ und ¡Bimana¡. Die Unterscheidung der beiden
+letzteren Unterordnungen ist jedoch in der Natur nicht begründet. Es
+empfiehlt sich daher, die von ~Wortman~ vorgenommene Zweiteilung in
+die ¡Lemuroidea¡ und die ¡Anthropoidea¡ anzunehmen.
+
+
+1. Unterordnung #Lemuroidea#. (¡Prosimiae¡, Halbaffen.)[171]
+
+¡Plantigrade, meist fünfzehige, frugivore oder omnivore Klettertiere
+mit opponierbarer erster Zehe. Finger und Zehen entweder sämtlich mit
+Nägeln oder teilweise mit Krallen versehen. Gebiß mehr oder weniger
+vollständig. Obere M quadri- oder trituberkulär, untere quadri- oder
+quinquetuberkulär. P einfacher als M. Schnauze meist verlängert,
+Orbita in der Regel etwas seitlich gestellt, hinten knöchern umgrenzt,
+aber nicht immer durch eine Wand von den Temporalgruben getrennt.
+Lacrimale und Lacrimalgrube fast immer außerhalb der Augenhöhle
+gelegen. Gehirn schwach gefurcht. Kleinhirn nicht vom Großhirn
+bedeckt. Zitzen brust- oder bauchständig.¡
+
+Die Halbaffen bewohnen gegenwärtig vorzugsweise Madagaskar, zum
+Teil auch Afrika und Südasien, früher lebten sie in Nordamerika und
+Mitteleuropa. Von den ¡Anthropoidea¡ unterscheiden sie sich durch das
+kleinere, wenig gefurchte Gehirn, durch das freie Kleinhirn, durch den
+unvollständigen hinteren Abschluß der Augenhöhle, durch das außerhalb
+der Augenhöhle gelegene Lacrimale, durch die manchmal bekrallten
+Zehen, durch die großen, stets opponierbaren Pollex und Hallux, durch
+behaartes Gesicht, zweihörnigen Uterus und zum Teil abdominale Zitzen.
+Die Placenta ist diffus und adeciduat.
+
+Das ~Skelett~ der Halbaffen ist in vielfacher Hinsicht primitiver
+als das der Affen und erinnert an Insektivoren, Creodontia und
+Carnivoren. Die Hinterextremitäten sind manchmal stark verlängert,
+sogar Astragalus und Calcaneum. Der Humerus hat fast stets ein
+Entepicondylarforamen, das Femur einen dritten Trochanter. Im
+Carpus treten nie Verschmelzungen ein, dagegen ist oft noch ein
+freies Centrale vorhanden. Das Gebiß ist bald geschlossen, bald
+hat es ein Diastema. Auch Verlust oder Spezialisierung von ¡J, C¡
+und ¡P¡ kann vorkommen. Die oberen ¡M¡ sind entweder trituberkulär
+oder quadrituberkulär. Ihr Protocon ist oft noch ¥V-förmig¥ und durch
+seine beiden divergierenden Schenkel mit den Außenhöckern verbunden.
+Der Hypocon bleibt immer kleiner als der Protocon, auch kann er
+ganz fehlen. Ein Basalband ist fast immer vorhanden und öfters als
+Innenwall entwickelt. Die älteren Formen besitzen meistens ein oder
+zwei Zwischenhöcker. Die unteren ¡M¡ bestehen aus einem zweihöckerigen
+Talonid und einem ursprünglich höheren, oft noch dreihöckerigen
+Trigonid, jedoch verschwindet nicht allzuselten der unpaare
+Vorderhöcker, Paraconid, auch bleibt er öfter nur am ersten Molar
+erhalten. Die in der Vierzahl vorhandenen Höcker stehen opponiert oder
+alternierend und sind dann meistens durch rechtwinklige oder schräge
+Joche verbunden. Die ¡P¡ sind stets einfacher als die ¡M¡. Ihre Zahl
+beträgt ursprünglich vier, kann aber stark reduziert werden. Bei den
+lebenden Lemuren ist sie in der Regel drei, und der vorderste des
+Unterkiefers nimmt hier fast stets die Form eines ¡C¡ an, während der
+wirkliche ¡C¡ sich in einen dritten ¡J¡ verwandelt. Der erstere macht
+sich aber dadurch als ¡P¡ kenntlich, daß er hinter dem oberen ¡C¡
+stehen bleibt. Bei den ältesten Formen sind alle ¡J¡ und ¡C¡ normal
+entwickelt und mehr oder weniger vertikal gestellt. Die ¡J¡ sind
+meißel- oder schaufelförmig und in der Zweizahl vorhanden.
+
+Das Milchgebiß enthält individuell noch zuweilen einen dritten ¡JD¡
+--, die ¡C¡ haben die Form eines echten Eckzahnes. Die Reduktion von
+¡J¡ und ¡P¡ tritt auch schon bei manchen geologisch alten Gattungen
+auf. Bei den jüngeren Halbaffen werden die oberen ¡J¡ sehr klein,
+die unteren ¡J¡ und der untere ¡C¡ hingegen zu horizontal gestellten
+Pfriemen.
+
+~Cope~ nannte einen Teil der eocänen Formen ¡Mesodonta¡, einen anderen
+Teil stellte er zu den ¡Prosimiae¡, ~Filhol~ nannte alle europäischen
+¡Pachylemuridae¡. ~Wortman~ erkannte die Beziehungen eines Teils der
+nordamerikanischen Formen zu den echten ~Affen~. Er wählte daher für
+sie die Bezeichnung ¡Palaeopithecini¡. ~Schlosser~ stellte für die
+Formen mit normalem Gebiß die Familie der ¡Pseudolemuridae¡ auf.
+Diese letzteren umfassen jetzt nach der Ausscheidung der zu den
+~Insektivoren~ gestellten ¡Hyopsodontidae¡ nur mehr die ¡Adapidae¡.
+Die ¡Mixodectini¡ mit ihren spezialisierten und in der Zahl stark
+reduzierten ¡J¡ schließen sich zwar im Bau ihrer ¡M¡ enge an die
+~Primaten~ an, allein für die Ermittlung der wirklichen systematischen
+Stellung der einzelnen, hierher gerechneten Gattungen bedarf es noch
+weiterer Untersuchungen. Ein Teil, wenn nicht alle, gehört sicher zu
+den Insektivoren, bei welchen sie hier ausgeführt wurden.
+
+Die ~Prosimiae~ oder ~Lemuroidea~ gliedern sich freilich am
+naturgemäßesten in die drei Abteilungen der ¡Pseudolemuroidini¡,
+der ¡Palaeopithecini¡ und der ¡Neolemuroidini¡, allein es dürfte
+hier genügen, die erste Gruppe nur als Familie der ¡Adapidae¡
+anzuführen, die zweite zerfällt in die ¡Anaptomorphidae¡ und die
+lebenden ¡Tarsiidae¡ und die dritte in die Familien der ¡Lemuridae¡,
+¡Archaeolemuridae¡ und ¡Chiromyidae¡.
+
+
+1. Familie. #Adapidae.#
+
+¡§2.1.4.3.§/§2.1.4.3.§ Zahnreihe meist geschlossen. J oben und unten
+meißel- oder schaufelförmig, mehr oder weniger vertikal gestellt. C
+als echter Eckzahn entwickelt, stets größer als die J. P einfacher als
+M, jedoch P_{4} öfters beträchtlich kompliziert. Untere M aus vier
+oder noch fünf, meist alternierenden und unter einander verbundenen
+Höckern bestehend. M_{3} mit kräftigem Talonid. Obere M trituberkulär,
+mit kleinem Hypocon und mit ein oder zwei Zwischenhöckern. Außenhöcker
+mehr oder weniger konisch. Obere P und M allseitig von einem äußeren
+Basalband umgeben, untere in der Regel nur mit einem äußeren Basalband
+versehen. Schnauze und Unterkiefer ziemlich lang. Letztere öfters eine
+feste Symphyse bildend.¡
+
+Fossil im Eocän von Nordamerika und Europa.
+
+Der nur von ¡Adapis¡ und ¡Pronycticebus¡ bekannte Schädel hat ein
+niedriges, aber breites Cranium, das bei ¡Adapis¡ mit einem hohen
+Sagittalkamm versehen ist. Hinter den ziemlich großen, hauptsächlich
+nach vorwärts sehenden und hinten durch eine breite Knochenspange
+abgegrenzten Augenhöhlen schnürt sich der Schädel stark ein. Die
+Schnauze ist ziemlich lang und schmal. Das Lacrimale befindet sich
+innerhalb der Augenhöhle, das Tympanicum liegt als freier Ring
+innerhalb der vom Petrosum gebildeten großen Bulla wie bei den
+madagascarischen Lemuren. Der Carotidkanal ist sehr eng. Das Gehirn
+zeigt einen sehr primitiven Bau. Die Unterkiefer bilden bei den
+späteren Formen in der Regel eine feste Symphyse. Der Schädel hat
+im ganzen ziemlich große Ähnlichkeit mit dem der Lemuriden. Dagegen
+unterscheidet sich der vordere Teil des Gebisses durch die normale
+Ausbildung der ¡J¡ und ¡C¡ sehr wesentlich von dem der Lemuriden. Es
+gleicht hierin fast ganz dem der echten Affen. Von den ¡P¡ bleiben
+die drei vordersten sehr klein, und selbst ¡P_{2}¡ hat wohl immer
+nur eine Wurzel. Dagegen erreicht der obere ¡P^4¡ meistens den
+Trituberkulärtypus, und der untere ¡P_{4}¡ kann fast ganz ¡M¡-ähnlich
+werden. Die oberen ¡M¡ lassen den Trituberkulärtypus noch deutlich
+erkennen, obwohl sie einen Hypocon besitzen. Von Zwischenhöckern sind
+meistens zwei, seltener nur einer vorhanden. Auch die vier- oder
+fünfhöckerigen unteren ¡M¡ haben keine besonders charakteristische
+Form; sie erinnern teils an solche von primitiven Huftieren, teils an
+solche von Lemuren, jedoch ist die hintere Hälfte selten niedriger
+als die vordere. Die bis jetzt bekannten Skelettknochen besitzen
+am meisten Ähnlichkeit mit jenen der Lemuren. Der Humerus hat eine
+lange Deltoidcrista und ein wohlentwickeltes Entepicondylarforamen.
+Das Olecranon der dünnen Ulna ist kurz, die proximale Fasette des
+schlanken Radius kreisrund. Die Länge des Femurs ist anscheinend
+ziemlich verschieden. Calcaneum und Astragalus sind echt
+primatenartig, ebenso die Metapodien und Zehenglieder.
+
+¿Pelycodus¿ Cope (¡Prototomus, Tomitherium¡ Cope). (Fig. 740.) Obere
+¡M¡ undeutlich dreieckig, mit zwei pyramidenförmigen Außenhöckern,
+einem kräftigen ¥V-förmigen¥ vorderen und einem kleineren hinteren
+Innenhöcker und zwei Zwischenhöckern. Außenwand ohne Mittelpfeiler,
+¡M_{3}¡ reduziert. Untere ¡M¡ mit zwei Paar opponierten stumpfen
+Höckern und einem unpaaren Vorderhöcker, Paraconid. ¡M_{3}¡ mit großem
+Talonid, Vorderhälfte höher als Hinterhälfte. Unterkiefer niemals
+verwachsen. Astragalus mit fast flachem Tibialgelenk. Endphalangen
+krallenartig. Im Eocän von Wyoming. ¡P. tutus, frugivorus¡ Cope.
+Wasatchbed. ¡P. nunienus¡ Cope Wind Riverbed.
+
+[Illustration: Fig. 740.
+
+¡A Pelycodus frugivorus¡ Cope. Untereocän. Wasatchbed. Unterkiefer von
+innen. Nat. Gr. ¡B Notharctus¡ sp. Obere Backenzähne. 2/1 nat. Gr.
+(nach ~Osborn~.)]
+
+¿Cryptopithecus¿ Schlosser. Unterkiefer ohne feste Symphyse. ¡P_{4}¡
+kurz, aber ¡M¡-artig. ¡M¡ mit zwei hohen Vorderhöckern und niedrigem
+dreihöckerigem Talonid. ¡M_{3}¡ kleiner als ¡M_{2}¡. Obereocän.
+Bohnerz von Frohnstetten. ¡C. sideroolithicus¡ Schlosser.
+
+¿Pronycticebus¿ Grandidier. Vermutlich der Schädel von
+¡Cryptopithecus¡. ¡P^1¡ und ¡P^2¡ sehr klein, ¡P^3¡ und ¡P^4¡
+zweihöckerig. ¡M¡ dreihöckerig mit kleinem Innenhöcker, denen von
+¡Pelycodus¡ sehr ähnlich. Eocän. Phosphorite von Quercy. ¡P. Gaudryi¡
+Grandidier.
+
+¿Notharctus¿ Leidy (¡Tomitherium¡ Cope, ¡Thinolestes¡, ¡Limnotherium¡,
+¡Telmatolestes¡ Marsh, ¡Hipposyus¡ Leidy). ¡J¡, ¡C¡ und ¡P_{1}¡
+und ¡P_{2}¡ klein, durch kurze Lücken voneinander getrennt. ¡P^3¡
+kräftig, mit Innenhöcker. ¡P^4¡ dreihöckerig, obere ¡M¡ vierseitig,
+außen mit Mittelpfeiler. Hypocon kräftig entwickelt. Untere ¡P¡ mit
+Ausnahme von ¡P_{4}¡ einfach aber dick und einwurzelig. Höcker der
+¡M¡ schneidend entwickelt. Vorderhälfte kaum höher als Hinterhälfte.
+¡M_{3}¡ mit großem Talonid. Unterkiefer mit fester Symphyse. Femur
+lang, ohne dritten Trochanter. Mitteleocän, Bridgerbed von Wyoming ¡N.
+tenebrosus¡, ¡formosus¡ Leidy, ¡rostratus¡ Cope. Diese aus ¡Pelycodus¡
+entstandene Gattung ist vielleicht der Stammvater von:
+
+[Illustration: Fig. 741.
+
+¡Adapis parisiensis¡ Cuv. var. min. Phosphorite. Quercy. ¡A¡ Schädel
+mit Unterkiefer von der Seite, ¡B¡ von oben, ¡C¡ obere, ¡D¡ untere
+Zahnreihe. 2/3 nat. Gr. ¡E¡ Astragalus von vorne und hinten, nat. Gr.]
+
+¿Adapis¿ Cuvier (¡Palaeolemur¡ Filhol, ¡Aphelotherium¡, ¡Leptadapis¡
+Gervais). (Fig. 741.) Zahnreihe geschlossen, höchstens Lücke hinter
+¡C¡. Obere ¡J¡ schaufel-, untere meißelförmig, oberer ¡C¡ klein,
+unterer aufrecht, kräftig mit abgestutzter Spitze. ¡P_{1-3}¡ in beiden
+Kiefern einfach, obere mit innerem Basalband, ¡P^4¡ dreihöckerig.
+Obere ¡M¡ fast quadratisch, mit zwei pyramidenförmigen Außenhöckern,
+einem großen ¥V-förmigen¥ Protocon und schwachem Hypocon und vorne mit
+einem kleinen Zwischenhöcker. ¡P_{4}¡ und die unteren ¡M¡ mit zwei
+Paar alternierenden, komprimierten, jochartig verbundenen Höckern.
+Schädel hinter den Augenhöhlen stark eingeschnürt mit breitem
+niedrigen Cranium und hohem Scheitelkamm. Schnauze lang, Unterkiefer
+mit fester Symphyse und hohem aufsteigenden Ast. Femur mit drittem
+Trochanter, nicht viel länger als Humerus. ¿Adapis¿ ist wahrscheinlich
+der Ahne der ausgestorbenen Gattung ¡Megaladapis¡, vielleicht auch
+der von ¡Lemur¡. Im Obereocän. Gips von Montmartre, Phosphorite von
+Quercy. ¡A. parisiensis¡ Cuv. Phosphorite von Quercy und Mergel von
+St. Hippolyte de Caton (Gard). ¡A. magnus¡ Filh.
+
+¿Caenopithecus¿ Rütimeyer. Nur obere ¡M¡ bekannt, wahrscheinlich
+identisch mit ¡Adapis. C. lemuroides¡ Rütimeyer, im Bohnerz von
+Egerkingen.
+
+
+2. Familie. #Anaptomorphidae.# Cope.
+
+¡§3-2.1.3-2.3.§/§2-1.1.4-2.3.§ J und C normal, aber letztere klein.
+P in beiden Kiefern klein und einfach, untere kurz und dick, obere
+meist mit Innenhöckern. Obere M drei- oder vierhöckerig, meist mit
+Zwischenhöckern, untere M mit zwei Paar niedrigen, meist dicken und
+deutlich alternierenden Höckern. Unpaarer Vorderhöcker an den hinteren
+M häufig reduziert. Unterkiefer niedrig, ohne feste Symphyse. Schädel
+meist brachycephal. Lacrimale und Lacrimalgrube ganz oder größtenteils
+vor der weiten, hinten durch eine Knochenspange abgegrenzten
+Augenhöhle. Extremitäten zuweilen spezialisiert.¡
+
+~Wortman~ vereinigt die Anaptomorphiden mit den Tarsiiden in der
+Gruppe der ¡Palaeopithecini¡, die er auch schon zu den echten Affen,
+den ¡Anthropoidea¡ stellt. Im Eocän von Europa und Nordamerika.
+
+¿Anaptomorphus¿ Cope (¡Microsyops¡ Leidy). (Fig. 742.) Zahnformel
+§2?1. 3. 3.§/§2.1.3-2.3.§ Obere ¡J¡ unbekannt, ¡C¡ klein, stiftförmig,
+durch eine Lücke von den kurzen, aber breiten, zweihöckerigen ¡P¡
+getrennt. ¡M¡ trituberkulär, viel breiter als lang. Innenhöcker
+¥V-förmig¥. Untere ¡P¡ hoch mit innerem Basalband, untere ¡M¡ mit
+schmaler kurzer Trigonid- und breiterer Talonidhälfte, aus zwei Paar
+alternierender Höcker und einem undeutlichen Vorderhöcker, Paraconid,
+bestehend. Schädel kurz, mit geräumigem Cranium und weit abstehenden
+Jochbogen, Augenhöhlen hinten durch den Postorbitalfortsatz des
+Stirnbeins geschlossen. Im Eocän von Nordamerika. Wasatchbed.
+¡A. homunculus¡ Cope. Bridgerbed ¡A. aemulus¡ Cope. Uintabed ¡A.
+uintensis¡ Osborn.
+
+[Illustration: Fig. 742.
+
+¡Anaptomorphus homunculus¡ Cope. Untereocän. Wasatchbed. ¡A¡ Schädel,
+nat. Gr., ¡B¡ obere ¡P^3¡ bis ¡M^3¡, C Unterkiefer von oben, 3/1 nat.
+Gr. (nach ~Osborn~.)]
+
+¿Anaptomorphus¿ sowie die folgenden nordamerikanischen Gattungen sind
+wahrscheinlich der Ausgangspunkt aller Anthropoidea, zum mindesten
+aber die Ahnen der ¡Simiiden¡.
+
+¿Omomys¿ Leidy (¡Palaeacodon¡, ¡Hemiacodon¡, ¡Euryacodon¡ Marsh).
+Gebiß mit sehr breiten, ovalen, trituberkulären oberen ¡M¡ und mit
+unpaarem Vorderhöcker an den unteren ¡M¡. Mitteleocän. Bridgerbed von
+Wyoming. ¡O. Carteri¡ Leidy.
+
+¿Hemiacodon¿ Marsh. Obere ¡M¡ viereckig, stark in die Breite gezogen,
+mit drei konischen Höckern und mit kräftigen Zwischenhöckern.
+Vorderhälfte der unteren ¡M¡ dreispitzig und bedeutend höher als die
+hintere. Bridger-Eocän. ¡H. gracilis¡ Marsh.
+
+¿Washakius¿ Leidy. Nur acht Zähne im Unterkiefer. Vorderhälfte der
+unteren ¡M¡ mit viertem Höcker. ¡M_{3}¡ mit vierhöckerigem Talonid.
+Nur ein ¡J¡ im Unterkiefer vorhanden. Obere ¡M¡ mit drei großen
+vierkantigen Höckern, mit zwei Zwischenhöckern und mit Hypocon.
+Mitteleocän. Bridgerbed ¡W. insignis¡ Leidy.
+
+¿Trogolemur¿ Matthew. Nur Unterkiefer bekannt. Drei einfache, dicke
+¡P. M¡ fünfhöckerig. Kronen aller Zähne stark vorwärts geneigt. Eocän.
+Bridgerbasin. ¡T. insignis¡ Matthew.
+
+¿Necrolemur¿ Filhol (Fig. 743). §(3)2.1. 3.3.§/§1.1.(4)3.3.§ Zahnreihe
+geschlossen. Obere ¡M¡ vierhöckerig mit zwei pyramidenförmigen
+Außen-, zwei ¥V-förmigen¥ Innen- und zwei kleinen Zwischenhöckern.
+M^3 reduziert. ¡P_{4}¡ in beiden Kiefern verdickt. Nur ¡M_{1}¡ mit
+wohlentwickeltem Paraconid. ¡M_{3}¡ mit starkem Talonid. Der vorderste
+untere ¡P¡ und ein oberer ¡J¡ gehen später verloren. Schädel niedrig,
+Cranium breit. Fibula mit dem unteren Drittel der schlanken Tibia
+verwachsen. Calcaneum und Astragalus gestreckt wie bei der lebenden
+Gattung Tarsius. Obereocän. Phosphorite von Quercy und Bohnerze von
+Mauremont. ¡N. antiquus, Edwardsi¡ Filhol, ¡Zitteli¡ Schlosser.
+
+[Illustration: Fig. 743.
+
+¡Necrolemur antiquus¡ Filhol. Phosphorite. Quercy. ¡A¡ Schädel von der
+Seite, nat. Gr. (Nach ~Filhol~.) ¡B¡ Unterkiefer von oben.
+2/1 nat. Gr.]
+
+¿Microchoerus¿ Wood. Nur Oberkiefer bekannt. Zähne ähnlich
+¡Necrolemur¡. Obereocän von Hordwell. England. ¡M. erinaceus¡ Woodw.
+
+
+3. Familie. #Tarsiidae.#
+
+¡§2.1.3.3.§/§1.1.3.3.§ J klein, C mäßig groß, untere P einfach,
+aber dick, obere P zweihöckerig. Untere M fünfhöckerig, obere M
+trituberkulär. Gesicht kurz, Cranium geräumig. Hinterextremität stark
+verlängert, namentlich Astragalus und Calcaneum.¡
+
+Die ungemein primitive Form der ¡P¡ und ¡M¡, welche mit jenen der
+Primaten aus dem Oligocän von Ägypten sehr große Ähnlichkeit haben,
+und die scheibenförmige deciduate Placenta, welche ¡Tarsius¡ mit
+den echten Affen gemein hat, machen es sehr wahrscheinlich, daß
+¡Tarsius¡ auf die nämliche Urform zurückgeht wie die ¡Anthropoidea¡.
+Anderseits steht er in der Zahl und Zusammensetzung der Zähne den
+nordamerikanischen Anaptomorphiden sehr nahe.
+
+
+4. Familie. #Lemuridae.#[172]
+
+¡§2.1.3.3.§/§2.1.3.3.§ Obere J klein, im Alter oft verschwindend, C
+dolchartig, P klein, nur P^4 mit Innenhöcker. M dreihöckerig. Untere J
+und C stiftförmig, horizontal gestellt, vorderster unterer P in einen
+kleinen Eckzahn umgewandelt. Untere M aus alternierenden, durch Joche
+verbundenen Höckern bestehend. Extremitäten unspezialisiert. Femur nur
+wenig länger als der Humerus. Letzterer mit Entepicondylarforamen,
+ersteres mit drittem Trochanter versehen.¡
+
+Alle lebenden und fossilen Gattungen sind auf Madagaskar beschränkt.
+Die letzteren finden sich in Torfmooren bei Ambolisatra, Antisirabé,
+Belo und in Höhlen bei Andrahomana und stammen aus der jüngsten
+Vergangenheit. Die größten haben die Dimensionen von Mensch.
+
+¿Lemur¿ Linné. Kleine Formen, lebend. ¡L. insignis¡ Grandidier fossil,
+ungefähr Paviangröße.
+
+¿Megaladapis¿ Major (¡Thaumastolemur¡ Filhol, ¡Peloriadapis¡
+Grandidier, ¡Palaeolemur, Mesoadapis¡ Lorenz v. Liburnau).
+§0.1.3.3.§/§2.1.3.3.§ ¡J¡ kräftiger als bei Lemur, obere ¡M¡ gerundet
+dreieckig, untere ¡M¡ und Schädel Adapisähnlich. Unterkiefer mit
+fester Symphyse, Humerus ähnlich dem der Anthropoidea, aber mit
+Entepicondylarforamen. Femur von vorne nach hinten abgeplattet. ¡M.
+madagascariensis¡ Major, ¡Edwardsi¡ Grandidier. Wahrscheinlich die
+Nachkommen der europäischen Gattung ¡Adapis¡.
+
+¿Palaeopropithecus¿ Grandidier §2.1.2.3.§/§2.0.2.3.§ Schädel länger
+und niedriger und feste Symphyse, sonst wie bei der lebenden Gattung
+¡Propithecus¡, jedoch viel größer.
+
+
+5. Familie. #Archaeolemuridae.# Grandidier.
+
+¡§2.1.3.3.§/§2.0.3.3.§ Obere J und P kurz und dick. M in beiden
+Kiefern quadratisch, mit je zwei Paar opponierten Höckern. Cranium
+groß, ohne Sagittalkamm, Augen vorwärts gerichtet.¡
+
+Schädel- und Backenzähne erinnern an Cercopitheciden, namentlich an
+¡Colobus¡.
+
+Nur fossil in Höhlen und Torfmooren von Madagaskar.
+
+¿Archaeolemur¿ Filhol (¡Lophiolemur¡ Filhol, ¡Nesopithecus¡,
+¡Globilemur¡ Forsyth Major, ¡Protoindris¡ Lorenz v. Liburnau). ¡A.
+Majori¡ Grandidier.
+
+¿Bradylemur¿ Grandidier. ¡B. ingens¡ Gr.
+
+¿Hadropithecus¿ Lorenz v. Liburnau. Höcker der ¡P¡ und ¡M¡ durch Joche
+verbunden. ¡H. stenognathus¡ L. v. Liburnau.
+
+
+6. Familie. #Chiromyidae.#
+
+Diese nur durch die auf Madagaskar lebende Gattung ¡Chiromys¡
+vertretene Familie zeichnet sich durch kurzen, hochgewölbten Schädel,
+durch das stark reduzierte Gebiß mit §2.1.2.3.§/§2.0.2.3.§ --, im
+Milchgebiß §2.1.3.§/§2.1.3.§ --, die nagezahnähnlichen vorderen ¡J¡
+und die stark verlängerten Finger aus.
+
+~Wortman~ stellt hierher einen Unterkiefer mit nur einem ¡J¡ und zwei
+winzigen Zähnchen sowie Humerus und Tibia aus dem Bridgerbed von
+Wyoming und begründet hierauf die Gattung ¡Metachiromys¡. ~Osborn~
+hält sie jedoch für einen ¡Dasypus¡ ähnlichen Edentaten. Die von
+~Wortman~ hierher gerechneten ¡Microsyopiden¡ gehören eher zu den
+Insektivoren, jedoch sind genetische Beziehungen zu ¡Chiromys¡ nicht
+ganz ausgeschlossen.
+
+
+2. Unterordnung. #Anthropoidea.# ~Mivart.~[173]
+
+¡Plantigrade, mit der ganzen Sohle oder dem äußeren Fußrand
+auftretende Land- oder Klettertiere, mit opponierbarem Daumen und
+meist auch opponierbarer großer Zehe. Sämtliche Endphalangen
+(außer bei den Hapaliden) abgeplattet und mit Nägeln bedeckt. Gebiß
+vollständig, mit nur zwei Paar Schneidezähnen. Öfters kurzes Diastema.
+Backenzähne bunodont, P in der Regel zweihöckerig, untere M vier-
+oder fünfhöckerig, obere M vier- oder dreihöckerig. Orbita nach
+vorne gerichtet, hinten durch eine knöcherne Scheidewand von den
+Schläfengruben getrennt. Foramen lacrimale innerhalb der Augenhöhlen
+gelegen. Gehirn groß, stark gefurcht. Zwei Zitzen an der Brust.¡
+
+Die Affen bewohnen heutzutage vorwiegend die heißen Regionen von
+Afrika, Asien und Amerika, nur eine Art lebt bei Gibraltar. Die ersten
+fossilen Affen treten im Oligocän von Ägypten auf, im Mittelmiocän
+erscheinen sie auch in Europa und etwas später in Südamerika,
+im Pliocän auch in Asien. Aus dem Pleistocän kennt man einzelne
+Arten sowohl aus Europa als auch aus Nordafrika und Südasien. Auch
+Südamerika besitzt im Miocän und Pleistocän Vertreter der noch jetzt
+dort lebenden Formen.
+
+Die niedrigsten und kleinsten Formen schließen sich noch etwas an
+gewisse Halbaffen an, die hochstehenden und größten werden in ihrem
+Körperbau ganz menschenähnlich.
+
+Der ~Schädel~ hat ein sehr geräumiges Cranium. Die tiefgefurchten
+Hemisphären des Großhirns bedecken das Kleinhirn fast vollständig.
+Die großen rundlichen Augenhöhlen sind nach vorwärts gerichtet und
+hinten durch eine vom Jugale ausgehende knöcherne Scheidewand von
+der Schläfengrube getrennt. Lacrimale und Foramen lacrimale liegen
+innerhalb der Orbiten. Die nur selten etwas längeren Gesichtsknochen
+steigen steil nach hinten an. Die Nasenbeine sind kurz, die
+Nasenlöcher nach vorne gerichtet und seitlich und unten von den
+Zwischenkiefern begrenzt. Die Stirnbeine verschmelzen miteinander
+und die nur selten mit einem Scheitelkamm versehenen Scheitelbeine
+vereinigen sich in der Sagittalnaht. Auch die Orbitalcrista ist
+meistens nur schwach entwickelt. Der aufsteigende Ast der eine feste
+Symphyse bildenden Unterkiefer ist in der Regel hoch und breit. Das
+Kinn steigt senkrecht oder schräg nach vorne zu an. Das Gebiß weist
+nur oben vor, unten hinter dem, namentlich bei den Männchen, meist
+kräftigen konischen ¡C¡ eine kurze Lücke auf. Die beiden ¡J¡ sind
+oben und unten meißelförmig ausgebildet. Die ¡P¡ bestehen in beiden
+Kiefern aus einem spitzen Außenhöcker und in der Regel aus einem
+niedrigen Innenhöcker. Der erste untere ¡P¡ ist häufig in seiner
+Vorderpartie verstärkt, weil sie dem oberen Eckzahn als Antagonist
+dient. Die Zahl der ¡P¡ beträgt bei den neuweltlichen Affen und bei
+den ¡Parapitheciden¡ §3§/§3§, bei den altweltlichen §2§/§2§. Die
+oberen ¡M¡ besitzen bei den letzteren vier rechtwinklig oder schief
+gegenüberstehende, stumpfkonische oder kantige Höcker, von denen der
+zweite innere häufig schwächer ist als der vordere, bei den ersteren
+kann er auch vollständig fehlen. Die unteren ¡M¡ haben zwei opponierte
+oder alternierende Höckerpaare. In letzterem Falle und fast immer am
+M_{3} kommt ein weiterer Höcker am Hinterrand hinzu.
+
+Die Zahl der Wirbel ist 7 Hals-, 11-14 Rücken-, 4-7 Lenden- und meist
+5 Sacralwirbel. Die Zahl der Schwanzwirbel ist sehr verschieden. Die
+Form der einzelnen Wirbel gleicht im wesentlichen den menschlichen
+Wirbeln. Die Länge des Schwanzes und das Längenverhältnis von
+Vorder- und Hinterextremität variiert außerordentlich. Bei den
+lebenden Simiiden fehlt der Schwanz, und ihre Vorderextremität ist
+beträchtlich länger als die Hinterextremität. Der Humerus hat öfters
+ein Entepicondylarforamen. Radius und Ulna sind getrennt, kräftig und
+umeinander drehbar. Der mit dem Vorderarm artikulierende Hinterrand
+des breiten kurzen Carpus verläuft konvex. Die Carpalien bleiben
+sämtlich frei. Ein Centrale ist häufig vorhanden. Das Trapezium hat
+eine sattelförmige, nach außen und unten gerichtete Gelenkfläche für
+den opponierbaren Daumen, der übrigens zuweilen bloß aus einem kurzen
+Metacarpalstummel besteht. Die Phalangen sind auf der Rückenseite
+konvex, auf der Unterseite flach. Die letztere ist schmal abgeplattet
+und kaum gekrümmt. Dem schlanken Femur fehlt ein dritter Trochanter,
+Tibia und Fibula sind kräftig und nur oben und unten miteinander
+verbunden. Astragalus mit konvexer, nicht gefurchter Tibialfasette und
+einer seitlichen Artikulation für die Fibula. Calcaneum mit langem
+Tuber, unten gerade abgestutzt. Der kurze Hallux ist fast immer
+opponierbar, so daß der Hinterfuß als Hand funktionieren kann.
+
+Die ¡Anthropoidea¡ gliedern sich in die Familien der ¡Hapalidae¡,
+der ¡Cebidae¡, der ¡Cynopithecidae¡, der ¡Simiidae¡ und der
+¡Hominidae¡, denen jedoch eine weitere hinzuzufügen sein dürfte, die
+¡Parapithecidae¡. Die beiden ersteren Familien sind auf Amerika, die
+übrigen mit Ausnahme der ¡Hominidae¡ auf die Alte Welt beschränkt.
+
+
+1. Familie. #Hapalidae.# Krallenaffen.
+
+¡§2.1.3.2.§/§2.1.3.2.§ Die beiden oberen M trituberkulär, mit
+¥V-förmigem¥ Innenhöcker. Obere P breit, mit spitzem Außen- und
+Innenhöcker. Untere M vierhöckerig, hinteres Höckerpaar niedriger
+als das vordere. C stark vorspringend. Schädel rundlich. Augenhöhle
+relativ klein. Alle Finger und Zehen mit Ausnahme des Hallux mit
+Krallen versehen. Schwanz länger als der übrige Körper.¡
+
+Von den beiden im tropischen Südamerika lebenden Gattungen ¡Hapale¡
+Illig. und ¡Midas¡ Geoffroy ist nur die erste durch eine in
+brasilianischen Knochenhöhlen vorkommende Art -- ¡Hapale penicillata¡
+Geoffroy -- auch fossil vertreten.
+
+
+2. Familie. #Cebidae.#
+
+¡§2.1.3.3.§/§2.1.3.3.§ Obere und untere M vierhöckerig, P
+zweihöckerig. Alle Zehen mit Nägeln. Schwanz lang.¡
+
+Lebend in Süd- und Zentralamerika, fossil im Pleistocän von Brasilien
+und im Tertiär von Patagonien.
+
+¿Mycetes~ seniculus¡ L., ¿Callithrix~ personata¡ Geoffr. und ¿Cebus~
+fatuellus¡ L. auch fossil in brasilianischen Knochenhöhlen, daselbst
+auch der ausgestorbene ¿Eriodes~ protopithecus¡ Winge (¡Protopithecus
+brasiliensis¡ Lund.)
+
+¿Homunculus¿ Ameghino (¡Ecphantodon¡ Mercerat). ¡C¡ wenig vorragend
+und wie die einwurzeligen, kleinen ¡P¡ mit Basalband, das an der
+Innenseite mit kleinen Höckerchen versehen ist. ¡M¡ gerundet viereckig
+mit fünf schwachen, bogenförmig miteinander verbundenen Höckern.
+Vorderhälfte der ¡M¡ höher als die Hinterhälfte. Unterkiefer hoch,
+fast parallel gestellt, eine feste Symphyse bildend. Obermiocän von
+Santa Cruz. Patagonien. ¡H. patagonicus¡ Ameghino.
+
+¿Anthropops¿ und ¿Eudiastatus¿ Ameghino. Nur Unterkiefersymphyse
+bekannt. ¿Pitheculus¿ Ameghino nur Unterkieferfragment. Alle drei aus
+dem Obermiocän von Santa Cruz.
+
+¿Clenialites¿ und ¿Pitheculites¿ Ameghino aus den Colpodonschichten
+von Patagonien sind überhaupt keine Primaten.
+
+
+3. Familie. #Parapithecidae.# Schlosser.
+
+¡§2.?.1.3.3.§/§1.?.1.3.3.§ J klein, C (?) nur wenig größer als J und
+ebenfalls etwas vorwärts geneigt, P mit Ausnahme von P_{4} einfach,
+ohne Innenhöcker. M aus je zwei Paar dicken Höckern und einem kleinen
+Hinterhöcker bestehend. Vordere Hälfte der M etwas höher als die
+hintere. Höcker an M_{1} und M_{3} alternierend, an M_{2} opponiert.
+Unterkiefer niedrig, stark divergierend, mit schräg ansteigendem
+hinteren Ast, ohne feste Symphyse.¡
+
+Zahnzahl, Form der Zähne und Beschaffenheit der Kiefer und Körpergröße
+vermitteln vollständig den Übergang von den Anaptomorphiden und
+Tarsiiden zu den Simiiden, namentlich zu ¡Pliopithecus¡. Zweifelhaft
+ist dagegen die Verwandtschaft mit den ¡Cynopitheciden¡. Direkte
+Vorläufer der Cebiden können die Parapitheciden nicht sein wegen der
+Einzahl der unteren ¡J¡.
+
+¿Parapithecus¿ Schlosser. (Fig. 744.) Oligocän des Fayum Ägypten ¡P.
+Fraasi¡.
+
+¿Moeripithecus¿ Schlosser. Nur Unterkieferfragment bekannt. Ebenda ¡M.
+Markgrafi¡ Schl.
+
+[Illustration: Fig. 744.
+
+¡Parapithecus Fraasi¡ Schlosser. Oligocän. Fayum. Ägypten. Unterkiefer
+nat. Gr.]
+
+
+4. Familie. #Cynopithecidae.# Hundsaffen.
+
+¡§2.1.2.3.§/§2.1.2.3.§ M oben und unten vierhöckerig, Höcker
+paarig opponiert. Außenhöcker von den Innenhöckern bald durch eine
+Längsfurche getrennt, bald durch Querjoche verbunden. M_{3} mit
+drittem Lobus. P_{2} zweihöckerig, unterer P_{3} vergrößert. Schnauze
+vorspringend, häufig verlängert. Extremitäten plantigrad. Arme und
+Beine fast gleich lang. Schwanz meist lang.¡
+
+Die lebenden Cynopitheciden zerfallen in die altweltlichen Paviane,
+Makak, Meerkatzen, Stummel- und Schlankaffen. Sie gehen fast immer auf
+allen Vieren, treten mit der ganzen Sohle auf und haben meist einen
+langen Schwanz, sowie Backentaschen und Gesäßschwielen. Die in Europa,
+Asien und Afrika fossil vorkommenden Formen schließen sich ziemlich
+enge an lebende Gattungen an.
+
+¿Oreopithecus¿ Gervais. Eckzähne oben und unten schwach. Obere ¡M¡
+gleich groß, mit zwei Paar opponierten, durch eine mediane Längsfurche
+getrennten, konischen Höckern und starkem Basalband. Die oberen ¡P¡
+mit hoher Außen- und kräftiger Innenspitze. Untere ¡M¡ schmäler als
+die oberen mit zwei Höckerpaaren und unpaarem Hinterhöcker, der an
+¡M_{3}¡ sehr groß ist. Unterpliocän. Monte Bamboli, Toscana. ¡O.
+Bambolii¡ Gerv.
+
+¿Cynocephalus¿ Lacépède. Pavian. Lebend in Afrika und Arabien.
+Fossil in den Siwalikschichten von Ostindien ¡C.¡ (¡Semnopithecus¡)
+¡subhimalayanus¡ Mey. sp. ¡C. Falconeri¡ Lyd. und in pleistocänen
+Knochenhöhlen von Madras.
+
+¿Semnopithecus¿ Cuv. Lebend in Südostasien. Fossil im Pliocän von
+Montpellier und von Casino in Toskana ¡S. monspessulanus¡ Gerv., in
+den Siwalikschichten von Indien ¡S. palaeindicus¡ Lyd., im Pleistocän
+von Madras ¡S. entellus¡ Düf.
+
+¿Mesopithecus¿ Wagner. Schädel und Gebiß wie bei ¡Semnopithecus¡,
+Skelett plumper, Macacus ähnlicher. ¡C¡ beim Männchen viel stärker
+als beim Weibchen. Schwanz lang. ¡M. Pentelici¡ Wagner aus dem
+Unterpliocän von Pikermi bei Athen, Baltavar (Ungarn) und Maragha
+(Persien) ist der häufigste und am vollständigsten bekannte fossile
+Affe.
+
+¿Dolichopithecus¿ Depéret. Ähnlich ¡Semnopithecus¡, jedoch Schnauze
+länger und Extremitäten kürzer und plumper. Im Pliocän von Perpignan
+¡D. ruscinensis¡ Dep.
+
+ #Zeitliche und räumliche Verbreitung der Primaten.#
+
+ Zeit
+ |#Afrika#
+ | |#Europa#
+ | | |#Asien#
+ | | | |#Nordamerika#
+ | | | | |#Südamerika#
+ | | | | |
+ #Jetztzeit#
+ |Schimpanse
+ |Gorilla
+ |Cynopithecidae
+ |Lemuridae
+ |Chiromyidae
+ |Galaginae
+ | |Macacus
+ | | |Simia
+ | | |Hylobates
+ | | |Cynopithecidae
+ | | |Lorisinae
+ | | |Tarsiidae
+ | | |?
+ | | | | |Cebidae
+ | | | | |Hapalidae
+ | | | | |
+ #Pleistocän#
+ |Macacus
+ |Cynocephalus
+ |Megaladapis
+ |Lemur
+ |Palaeopropithecus
+ |Archaeolemur
+ |Bradylemur
+ |Hadropithecus
+ | |Macacus
+ | | |Pithecanthropus
+ | | |Semnopithecus
+ | | |Cynocephalus
+ | | | | |Cebus
+ | | | | |Mycetes
+ | | | | |Eriodes
+ | | | | |Callithrix
+ | | | | |Hapale
+ | | | | |
+ #Pliocän#
+ | |Anthropodus
+ | |Dryopithecus
+ | |Dolichopithecus
+ | |Macacus
+ | |Semnopithecus
+ | |Mesopithecus
+ | |Oreopithecus
+ | | |Palaeopithecus
+ | | |Macacus
+ | | |Semnopithecus
+ | | |Cynocephalus
+ | | | | |
+ #Miocän#
+ | |? Dryopithecus
+ | |Pliopithecus
+ | | | | |Homunculus
+ | | | | |Anthropops?
+ | | | | |Eudiastatus?
+ | | | | |Pitheculus?
+ | | | | |
+ #Oligocän#
+ |Propliopithecus
+ |Parapithecus
+ |Moeripithecus
+ | | | | |
+ #Eocän#
+ | |Adapis
+ | |Caenopithecus
+ | |Cryptopithecus
+ | |Pronycticebus
+ | |Necrolemur
+ | |Microchoerus
+ | | | |Notharctus
+ | | | |Pelycodus
+ | | | |Anaptomorphus
+ | | | |Omomys
+ | | | |Washakius
+ | | | |Trogolemur
+ | | | | |
+
+¿Macacus¿ Lacépéde (¡Inuus¡ Geoffroy, ¡Aulaxinuus¡ Cocchi). Obere ¡M¡
+niedrig, vierseitig mit zwei Paar konischen oder kantigen, bald durch
+eine Längsfurche getrennten, bald durch Joche verbundenen Höckern. ¡P¡
+mit Außen- und Innenhöcker. Untere ¡M¡ wie die oberen, nur schmäler.
+¡C¡ beim Männchen sehr kräftig. ¡M.¡ (¡Inuus¡) ¡ecaudatus¡ Geoffr.
+ist der einzige in Europa (Gibraltar) lebende Affe. Die übrigen Arten
+sind weit verbreitet im südlichen und östlichen Asien und bewohnen zum
+Teil Gebirge -- Tibet, Himalaya, Japan. -- Im Pliocän von Montpellier
+¡M. priscus¡ Gerv., im Pliocän des Val d' Arno ¡M.¡ (¡Aulaxinuus¡)
+¡florentinus¡ Cocchi. In den Siwalikschichten von Ostindien ¡M.
+sivalensis¡ Lyd. und im Pleistocän von Java, ¡M.¡ (¡Inuus¡)
+¡nemestrinus¡ var. ¡saradana¡ Deninger. Aber auch im europäischen
+Pleistocän haben sich Überreste von ¡Macacus¡ gefunden. Im Heppenloch
+bei Kirchheim in Württemberg ¡M.¡ (¡Inuus¡) ¡suevicus¡ Hedinger,
+in einer Höhle bei Montsaunès (Haute Garonne) fand ~Harlé~ einen
+Unterkiefer zusammen mit Resten von ¡Hyaena striata¡ -- ¡M. tolosanus¡
+Harlé, und kürzlich fand ~Forsyth Major~ zahlreiche Kiefer bei Cap
+Faro auf Sardinien. Aus dem Pleistocän von Algerien stammt ¡Macacus
+trarensis¡ Pomel.
+
+
+5. Familie. #Simiidae.# Menschenaffen.
+
+¡§2.1.2.3.§/§2.1.2.3.§ Obere und untere M vierhöckerig, Innen- und
+Außenhöcker miteinander alternierend. An den unteren M in der Regel
+ein dritter Außenhöcker oder ein Höcker am Hinterrand vorhanden. An
+den oberen M Außenhöcker mit dem ersten Innenhöcker mehr oder weniger
+innig verbunden, zweiter Innenhöcker kleiner als der erste. P kürzer
+als lang, zweihöckerig. Schädel mit Sagittal- und Supratemporalkamm
+oder mit Supratemporalwülsten. Vordere Extremität länger als die
+hintere. Gang meist aufrecht. Ohne Schwanz und ohne Gesäßschwielen¡
+(abgesehen von ¡Hylobates¡).
+
+Die Simiiden stehen dem Menschen im Skelettbau und in der
+Beschaffenheit des Gehirns am nächsten. Auch besitzen sie die
+Fähigkeit aufrecht zu gehen, wobei sie freilich nicht mit der Sohle,
+sondern mit dem äußeren Rand des Fußes auftreten. Auch das Gebiß
+nähert sich dem des Menschen, es unterscheidet sich hauptsächlich
+durch die etwas größere Länge der ¡M¡ und die stärkere Entwicklung der
+Eckzähne, die mit der Ausbildung eines Scheitel- und Hinterhauptkammes
+oder doch von Schläfenwülsten verbunden ist.
+
+[Illustration: Fig. 745.
+
+¡Propliopithecus Haeckeli¡ Schlosser. Oligocän. Fayum. Ägypten.
+Unterkiefer und untere ¡C¡ bis ¡M_{3}¡ von oben, nat. Gr.]
+
+[Illustration: Fig. 746.
+
+¡Pliopithecus antiquus¡ Gervais. Obermiocän. Göriach in Steiermark.
+Oberkiefer, nat. Gr.]
+
+¿Propliopithecus¿ Schlosser. (Fig. 745). ¡J¡ und ¡C¡ klein und
+aufrecht, ¡P¡ einfach, nur der hintere mit Innenhöcker, ¡M¡ niedrig
+mit kleinem Höcker am Hinterrand. Unterkiefer hoch, parallel gestellt,
+mit hohem, breitem aufsteigenden Ast. Sicher der Ahne der folgenden
+Gattung und wohl auch aller Simiiden und Hominiden. Oligocän des
+Fayum, Ägypten. ¡P. Fraasi¡ Schl.
+
+¿Pliopithecus¿ Gervais (¡Protopithecus¡ Lartet) (Fig. 746). ¡J¡
+schmal, ziemlich lang, ¡C¡ individuell sehr kräftig. Vorderer unterer
+¡P¡ einspitzig, untere ¡M¡ mit zwei Paar stumpfen Höckern und einem
+unpaaren Hinterhöcker. Obere und untere ¡M¡, abgesehen von dem starken
+Basalband, denen von ¡Hylobates¡ sehr ähnlich. Im Miocän von Sansan
+(Gers.), La Grive S. Alban (Isère), des Orléanais und von Oppeln in
+Schlesien, ferner im bayrisch-schwäbischen Dinotheriumsand, und in den
+Braunkohlen von Elgg (Schweiz) und Göriach (Steiermark). ¡P. antiquus¡
+(¡P. platyodon¡ Biederm.) Blainv. sp. Größe wie vom lebenden Gibbon,
+jedoch Unterkiefer viel höher.
+
+¿Palaeopithecus¿ Lydekker. Nur Oberkiefer bekannt. ¡P¡ relativ klein
+und breit. ¡M¡ vierhöckerig, glatt, menschenähnlich. Schimpansengröße.
+Pliocän der Siwalik von Jobi im Pundschab. ¡P. sivalensis¡ Lyd.
+
+¿Dryopithecus¿ Lartet (¡Paedopithex¡ Pohlig, ¡Pliohylobates¡ Dubois)
+Unterkieferäste hoch, fast noch parallel gestellt, mit schwachen,
+vorwärts geneigten ¡J¡, starkem ¡C¡, großem einspitzigen ¡P_{3}¡ und
+langem zweihöckerigem, mit Talon versehenen ¡P_{4}¡. An Stelle des
+fünften Höckers des ¡M_{1}¡ und ¡M_{2}¡, an ¡M_{3}¡ ein Doppelhöcker.
+Obere ¡M¡ mit zwei großen Außen- und zwei ungleichen Innenhöckern,
+von denen der vordere, größere, mit beiden Außenhöckern verbunden
+ist. Schmelz aller ¡M¡ stark gerunzelt. Humerus -- von St. Gaudens --
+schlank, viel kürzer als das gerade, dünne Femur -- von Eppelsheim.
+Dryopithecus hatte die Dimensionen des Schimpanse und ist auch wohl
+dessen Stammvater sowie von Orang Utang und Gorilla. Im Miocän von
+St. Gaudens (Haute Garonne) ¡D. Fontani¡ Lartet, im Unterpliocän von
+Eppelsheim und in Bohnerzen von Schwaben ¡D. rhenanus¡ Pohlig sp.
+
+¿Dryopithecus~ Darwini¡ und ¡Gryphopithecus Suessi¡ Abel, aus dem
+Miocän von Neudorf im Wiener Becken sind durchaus problematisch.
+
+¿Anthropodus¿ Schlosser. Nur unterer ¡M_{3}¡ bekannt, viel länger
+als breit, mit vier niedrigen Höckern und großem Talonid. Runzelung
+mäßig. Unterpliocän, Bohnerz von Salmendingen. ¡A. Brancoi¡ Schl.
+Verwandtschaft mit ¡Pithecanthropus¡ und ¡Homo¡ nicht ausgeschlossen.
+
+
+6. Familie. #Hominidae.#
+
+¡Aufrechter Gang. Hand mit opponierbarem Daumen. Füße plantigrad,
+große Zehe nicht opponierbar. §2.1.2.3.§/§2.1.2.3.§ in geschlossener
+Reihe, halbkreisförmig angeordnet. C schwach, nicht höher als die J.
+Schädel ohne Scheitelkamm und ohne Schläfenwülste. Augenhöhle hinten
+durch eine Wand abgeschlossen. Gehirn groß mit zahlreichen Windungen.¡
+
+¿Pithecanthropus¿ Dubois. Schädeldach schmal, wenig gewölbt,
+mit postorbitaler Einschnürung. Ohne Sagittalcrista und ohne
+Schläfenwülste, ¡M^3¡ stark reduziert, ohne deutliche Höcker mit
+vielen Runzeln. Femur lang, schlank, für aufrechten Gang geeignet.
+Unterpleistocän von Trinil in Java. ¡P. erectus¡ Dubois.[174]
+
+Man kennt zwar nur das Schädeldach, einen Zahn und das Femur von
+¡Pithecanthropus¡, allein gerade diese Stücke sind am geeignetsten,
+uns ein Bild von seiner Organisation zu geben. Weil der Schädel trotz
+seiner Größe weder Scheitelkamm noch Schläfenwülste besitzt, so
+kann es nicht dem geringsten Zweifel unterliegen, daß die Eckzähne
+nicht größer gewesen sein können als die ¡J¡. Auch kann der untere
+¡P_{3}¡ nicht spezialisiert gewesen sein wie bei den eigentlichen
+Menschen-Affen. Es kann sich daher nur um einen Vertreter der
+Hominiden handeln. Auch die Form des ¡M^3¡ kann höchstens beim
+Menschen, aber niemals bei einem Menschen-Affen vorkommen, und selbst
+das Femur läßt sich nur dem menschlichen an die Seite stellen. Während
+manche Anthropologen in ¡Pithecanthropus¡ einen riesigen ¡Hylobates¡
+erblicken wollten, betonen ~Turner~, ~Topinard~, ~Manouvrier~ und
+andere die große Ähnlichkeit mit dem Menschen. Auch ~Schwalbe~
+findet im Schädelbau weitgehende Unterschiede gegenüber dem der
+Menschen-Affen. Es ist überhaupt ziemlich wahrscheinlich, daß wir es
+nur mit einer alten Spezies des Genus ¡Homo¡ zu tun haben.
+
+¿Homo¿ L.[175] Der Mensch wurde schon von Linné zu den ¡Primaten¡
+gestellt, denen er sich in körperlicher Hinsicht auch aufs engste
+anschließt. Die rundliche gewölbte Form der sehr geräumigen
+Schädelkapsel, das Überwiegen des Gehirnschädels über das Gesicht und
+die fehlende Sagittalcrista unterscheiden zwar den Kopf des Menschen
+von dem aller Simiiden, dafür stehen aber manche Cebiden in dieser
+Hinsicht sehr nahe. Auch das Gehirn unterscheidet sich nur in der
+relativen Größe von dem der Affen. Es hat sonst den nämlichen Bauplan.
+Die frühzeitige Verschmelzung der Zwischenkiefer mit dem Oberkiefer
+sowie das Fehlen von Zahnlücken sind unerhebliche Merkmale. Das steil
+abfallende orthognathe Gesicht, die damit in Zusammenhang stehende,
+fast vertikale Unterkiefersymphyse mit dem etwas vorspringenden Kinn,
+die Hufeisenform der Unterkiefer und der hierdurch geschaffene breite
+Raum für die Zunge unterscheiden den Menschen von den Simiiden,
+allein die ältesten bekannten Menschenschädel zeigen bereits einen
+gewissen Grad von Prognathismus, das Kinn ist wenig oder gar nicht
+entwickelt, die Wölbung und Kapazität des Schädels wird geringer,
+die Supraorbitalwülste werden größer, so daß sich die Unterschiede
+gegenüber den Affen immer mehr verwischen. Das Gebiß stimmt in Zahl
+und Form der Zähne mit dem der Simiiden überein, jedoch sind die ¡C¡
+schwächer und schließen dicht an ihre Nachbarn an, und die Höcker der
+Molaren sind stumpfer und breiter als bei den Affen. Obere und untere
+Molaren bestehen aus je vier Höckern, zu welchen jedoch im Unterkiefer
+in der Regel noch ein fünfter kommt, wie bei den Simiiden, während im
+Oberkiefer der kleine zweite Innenhöcker verschwinden kann. Bei den
+Negritos und den Negern erscheint zuweilen wie beim Orang Utang ein
+vierter Molar, während bei den zivilisierten Rassen der letzte Molar
+(Weisheitszahn) nicht selten ausbleibt.
+
+Der aufrechte Gang des Menschen wird bedingt durch die doppelte
+¡S¡-förmige Krümmung der Wirbelsäule, die beträchtliche Länge und
+Muskulatur der Beine und die Breite der Schulter. Dagegen ist die
+relative Kürze der Arme viel eher ein primitives Merkmal als eine
+Folge des aufrechten Ganges. Die menschliche Hand übertrifft an
+Beweglichkeit, namentlich des Daumens, bei weitem die der Affen. Die
+Fußsohle liegt horizontal, Metatarsus und Tarsus bilden ein Gewölbe
+und die große Zehe dient nicht mehr als Greiforgan, sondern nur als
+Stütze des Körpers.
+
+Unsere Kenntnis des prähistorischen Menschen hat in den letzten
+Dezennien ungeheure Fortschritte gemacht. Aus fast ganz Europa und den
+benachbarten Teilen von Asien sowie aus Nordafrika sind erstaunliche
+Mengen von Erzeugnissen menschlicher Kultur aus der Eisen- und
+Bronze- und aus der jüngeren Steinzeit zum Vorschein gekommen, nicht
+minder auch Überreste der Tiere, welche der Mensch gezüchtet oder
+gejagt hatte, und selbst zahlreiche mehr oder weniger vollständige
+menschliche Skelette hat die Forschung zutage gefördert. Für den
+Paläontologen bieten jedoch diese Funde kein weiteres Interesse, denn
+die Zeit, zu welcher diese Menschen lebten, war hinsichtlich des
+Klimas, der Pflanzen- und Tierwelt und der geologischen Verhältnisse
+von der Gegenwart nicht mehr verschieden. Diese Menschenreste und die
+damalige Kultur fallen daher ganz in das Gebiet der ~Anthropologie~
+und ~Archäologie~. Uns interessieren nur jene Überreste des
+Menschen und seiner Kultur, welche noch dem eigentlichen Pleistocän
+angehören, also den Perioden der mehrmaligen Vergletscherungen, der
+Zwischeneiszeiten und der unmittelbar auf die letzte Vergletscherung
+folgenden Postglazialzeit. Der damalige »¡paläolithische¡« Mensch
+besaß noch keine Haustiere, er kannte noch keinen Feldbau, die Kunst
+der Töpferei und die Bearbeitung von Metallen war ihm noch gänzlich
+fremd, ja selbst die Anfertigung von polierten, den »¡neolithischen¡«,
+Steingeräten hatte er noch nicht erlernt, er war vielmehr darauf
+beschränkt, durch Schlag, Absprengen und Nacharbeiten der Ränder
+seine Steinwerkzeuge zweckdienlich zu gestalten. Die Form dieser
+Steinwerkzeuge und die Art ihrer Herstellung bietet nun ein Mittel
+für die Bestimmung der Zeit, in welcher der Mensch sich ihrer
+bediente. Man benennt diese verschiedenen Perioden nach den Fundorten,
+die zuerst die charakteristischsten Objekte geliefert haben und
+unterscheidet so von den jüngsten bis zu den ältesten Magdalénien,
+Solutréen, Aurignacien, Moustérien, Acheuléen und Chelléen (Fig. 747).
+
+[Illustration: Fig. 747.
+
+Paläolithische Steinwerkzeuge. ¡A¡ Chelléen, 1/3 nat. Gr. ¡B¡
+Acheuléen, 2/3 nat. Gr. ¡C¡ Moustérien, nat. Gr. ¡D¡ Magdalénien,
+nat. Gr.]
+
+Im letzten Abschnitt des »Paläolithicums«, dem Magdalénien, hatte der
+Mensch zwar nur kleine Feuersteingeräte, die Mehrzahl seiner Waffen
+und Gebrauchsgegenstände verfertigte er aus Knochen und Geweihen von
+Renntier, aber er versah sie nicht selten mit Ornamenten, die zum Teil
+zwar nur in Linien bestehen, zum Teil aber auch Tiere, namentlich Ren,
+Pferd (Fig. 748) und Mammut, in durchaus künstlerischer Ausführung
+darstellen. Selbst die Wände vieler von ihm bewohnter Höhlen in
+Südfrankreich und Spanien hat er mit farbigen Abbildungen solcher
+Tiere geschmückt (Fig. 749), unter welchen besonders Bison sehr
+häufig vertreten ist.[176] Auch der Vorgänger dieses Menschen der
+»Renntierzeit«, der Mensch des Solutréen, war bereits ein Künstler,
+jedoch hinterließ er keine Gravierungen auf Knochen, oder Stein,
+oder farbige Bilder, sondern Schnitzereien in Stein, Knochen und
+Elfenbein, welche vorwiegend menschliche Figuren darstellen. Man
+kennt solche aus Frankreich, Mähren und Niederösterreich. Die auch
+in Ungarn und Süddeutschland gefundenen, lorbeerblattähnlichen
+Steingeräte des Solutréen bilden einen schroffen Gegensatz zu den
+roh bearbeiteten Kratzern und Schabern des Moustérien, zu welchen
+jedoch die Steinwerkzeuge des Aurignacien den Übergang vermitteln.
+Das in ganz Mitteleuropa verbreitete und in Frankreich besonders
+häufige Moustérien fällt wahrscheinlich teils in die letzte Eiszeit,
+teils in die ihr vorhergehende zweite -- die kalte -- Phase des
+letzten Interglazials. Diese Industrie ist vergesellschaftet mit
+¡Rhinoceros tichorhinus¡ und ¡Elephas primigenius¡ in Krapina jedoch
+mit ¡Rhinoceros Mercki¡, in Taubach auch mit ¡Elephas antiquus¡.
+Freilich kommen in Taubach keine ganz typischen Moustérien-Werkzeuge
+vor, dagegen kann in Krapina über die Gleichzeitigkeit der zahlreichen
+Reste des Menschen und des ¡Rhinoceros Mercki¡ mit typischem
+Moustérien kein Zweifel bestehen. Wo jedoch sonst diese beiden, ein
+warmes Klima anzeigenden Säugetierarten zusammen mit Steinwerkzeugen
+vorkommen, sind es immer solche des Chelléen, charakterisiert durch
+die großen Faustkeile, deren Ränder nicht sorgfältig nachretuschiert
+wurden. Zwischen Chelléen und Moustérien vermitteln die Steinwerkzeuge
+des Acheuléen zeitlich und auch in ihrer Bearbeitung den Übergang. Das
+Klima hat sich während des Acheuléen verschlechtert.
+
+[Illustration: Fig. 748.
+
+»Kommandostab« aus Renntiergeweih mit Gravierung. Magdalénien.]
+
+[Illustration: Fig. 749.
+
+Bild eines Mammut aus der Höhle von Combarelles.]
+
+Mit dem Chelléen enden die sicher vom Menschen hergestellten
+Steinwerkzeuge. Man kennt zwar aus noch älterem Pleistocän und
+sogar aus dem Tertiär bis in das Oligocän die sog. Eolithe, deren
+Schlagspuren und Absplisse dem Menschen oder doch seinem Vorgänger
+zugeschrieben werden. Auch sollen sie ihre Form nicht einer wirklichen
+Bearbeitung, sondern nur der Benutzung von seiten des Menschen
+verdanken. Allein solche Eolithe können auch auf rein natürlichem Wege
+entstehen, bei dem Transport von Feuersteinen in wirbelndem Wasser
+und in Brandungswellen und sind daher kein Beweis für die einstige
+Anwesenheit des Menschen. Vor allem spricht gegen die Deutung der
+Eolithe als Gebrauchsgegenstand des Menschen der Umstand, daß sie
+bereits im Oligocän den nämlichen Charakter haben wie im Pleistocän,
+also keinerlei Fortschritt zeigen. Es müßte daher der Mensch schon
+im Oligocän fertig entwickelt gewesen sein und somit auch schon
+seine jetzige Körpergröße erreicht haben, eine Annahme, welche mit
+unseren Erfahrungen über die Entwicklung der Säugetierstämme gänzlich
+unvereinbar ist.
+
+Entsprechend den zahlreichen Funden von Geräten des paläolithischen
+Menschen hat auch die Zahl seiner körperlichen Reliquien in der
+letzten Zeit einen so gewaltigen Zuwachs erfahren, daß wir jetzt
+nur mehr jene Reste zu berücksichtigen haben, deren geologisches
+Alter vollkommen sicher gestellt ist. Die jüngsten paläolithischen
+Menschenreste sind jene aus dem Magdalénien. Sie gehören der
+Cro-Magnon-Rasse an, welche sich im Schädel- und Kieferbau schon enge
+an die lebenden Europäer anschließt. Skelette der Cro-Magnon-Rasse
+kennt man aus mehreren Höhlen in der Dordogne, aus einer Höhle bei
+Roussillon und aus einer Höhle bei Mentone. Außerdem werden zu dieser
+Rasse gestellt die Schädel von Brünn, von Brüx, von Podblaba, von
+Egisheim im Elsaß, von Engis in Belgien und von Tillbury und Galley
+Hill in England, jedoch sollen einige von ihnen, namentlich der
+von Tillbury, schon den Übergang zu der Neandertalrasse, dem ¡Homo
+primigenius¡ bilden, welche für das Moustérien charakteristisch ist.
+Diese Rasse zeichnet sich durch geringere Schädelkapazität, durch
+die geringe Wölbung der Stirn, durch die schwache Aufrichtung der
+Hinterhauptsfläche, durch die vorspringenden Supraorbitalwülste und
+durch das Fehlen eines vorspringenden Kinnes aus, welche Merkmale
+~Klaatsch~ auch bei den lebenden Australiern beobachtet hat. Man
+sollte daher konsequenterweise auch für diesen lebenden Typus eine
+besondere Spezies errichten. Außer Schädeln kannte man bisher auch
+schon Extremitätenknochen vom Neandertal im Rheinland und von Spy in
+Belgien. Sie unterscheiden sich durch ihre Plumpheit und Krümmung,
+durch die gleichmäßigere Rundung des Diaphysenquerschnittes, durch
+die Rückwärtsverlängerung der Femurcondyli und durch ihre Platyknemie
+von den Schenkelknochen des lebenden Menschen. Erst vor kurzem
+wurden Skelette dieser Menschenrasse auch bei Le Moustier in der
+Dordogne und bei La Chapelle aux Saints (Corrèze) gefunden, dagegen
+scheint der Schädel des neuentdeckten Skeletts von Montferrand de
+Périgord in der Dordogne dem von Galley Hill ähnlicher zu sein. Die
+Grimaldi-Grotte bei Mentone enthielt Skelette, welche nach ~Verneau~
+negroide Merkmale zur Schau tragen, nämlich stark vorstehende Kiefer
+und Backenknochen und flache Nase. Sie waren vergesellschaftet
+mit Resten von ¡Rhinoceros Mercki¡, ¡Hippopotamus¡ und ¡Elephas
+antiquus¡ und mit Steinwerkzeugen des Moustériens. Auch in Krapina
+in Kroatien fanden sich zahlreiche Menschenreste zusammen mit
+¡Rhinoceros Mercki¡ und mit Industrie des Moustériens. ~Schwalbe~
+stellt auch den Menschen von Krapina zu seinem ¡Homo primigenius¡, er
+unterscheidet sich aber von dem echten Neandertalmenschen durch die
+starke Runzelung des Schmelzes und den auffallend hohen Wurzelhals
+seiner Backenzähne. Aus der Zeit des Acheuléen und Chelléen sind bis
+jetzt keine menschlichen Reste gefunden worden, abgesehen etwa von
+den erwähnten Skeletten von Mentone, welche wenigstens ~Boule~ in die
+Zeit des Chelléen zu versetzen geneigt ist. Um so größeres Interesse
+verdient daher der in Mauer bei Heidelberg gefundene Unterkiefer des
+¡Homo heidelbergensis¡, denn er stammt aus den ältesten bekannten
+außeralpinen Pleistocänschichten. Schon seine Begleitfauna, welche
+zum Teil aus Arten der pliocänen Val d'Arno-Fauna besteht, würde die
+Aufstellung einer besonderen Spezies vollständig rechtfertigen. Der
+Unterkiefer gleicht vollkommen dem der Anthropomorphen, die Zähne sind
+jedoch echte Menschenzähne. Durch die Reduktion seines letzten Molaren
+schließt sich ¡Homo heidelbergensis¡ enge an ¡Pithecanthropus¡ an. Ein
+genetischer Zusammenhang zwischen diesem und der Gattung ¡Homo¡ ist
+überaus wahrscheinlich, zum mindesten gehen beide auf eine gemeinsame
+Stammform zurück.
+
+In Nordamerika fehlt es zwar keineswegs an Überresten des
+prähistorischen Menschen, allein ihr geologisches Alter ist nur in den
+seltensten Fällen näher zu ermitteln und dürfte höchstens bei einigen
+wenigen Funden in die letzte Interglazialzeit fallen, wie etwa bei
+dem Menschen von Lansing in Kansas. Somatische Unterschiede gegenüber
+dem jetzigen Menschen scheinen nicht zu bestehen. Die ältesten
+Steinwerkzeuge sollen nach ~Wilson~ dem Chelléentypus angehören. Sie
+stammen von der atlantischen Küste, von Ohio und vom Mississippi. Den
+Calaveras-Schädel hält ~Wilson~ für echt fossil, ~Sinclair~ hingegen
+ist der Ansicht, daß er erst später in die dortigen goldführenden
+Sande gekommen sein dürfte. Menschenknochen in Gesellschaft von
+ausgestorbenen Tieren wurden an verschiedenen Orten gefunden, bei
+Trenton zusammen mit ¡Mammut¡, ¡Mastodon¡ und ¡Ovibos¡, bei Natchez
+am Mississippi zusammen mit ¡Mylodon¡, ¡Megalonyx¡ und ¡Mastodon¡.
+Auch Steinwerkzeuge hat man im Missouri neben einem ¡Mastodon¡-Skelett
+und in Kansas neben Bisonresten beobachtet. Dagegen sind alle
+Menschenreste, welche in Höhlen zusammen mit ausgestorbenen Tieren
+gesammelt wurden, anscheinend jünger als diese Tiere.
+
+Mindestens ebenso gering wie das Alter des prähistorischen ~Menschen~
+in Nordamerika ist auch das der menschlichen Überreste aus Südamerika.
+Der scheinbar älteste, von hier bekannte menschliche Knochen ist ein
+Atlas aus den unteren Pampasschichten von Monte Hermoso. Aus den
+mittleren stammt der Schädel von Baradero in Argentinien. Der oberen
+Pampasformation gehören die Menschenknochen von Carcarañá, Frias und
+Saladero, von Fontezuelas, vom Ufer des Samborombón, von Arrecifes,
+Chocoré und von La Tigra an. In Knochenhöhlen Brasiliens hatte
+schon ~Lund~ Menschenschädel zusammen mit Überresten von lebenden
+und ausgestorbenen Säugetieren gefunden, aber weder diese, noch
+auch die vorher erwähnten, von ~Lehmann-Nitsche~ genau studierten
+Menschenreste aus Argentinien zeigen Unterschiede gegenüber den
+jetzigen südamerikanischen Indianern. Die Gleichzeitigkeit von Mensch
+und ausgestorbenen Säugetieren, z. B. Riesenedentaten, scheint in
+Südamerika noch in die jüngste Vergangenheit zu fallen, wie die Funde
+in der Höhle von Ultima Esperanza in Patagonien beweisen, wo ein
+¡Mylodon¡-ähnliches Tier anscheinend sogar in Gefangenschaft gehalten
+wurde, von welchem hier auch noch Fellstücke und Kotballen erhalten
+geblieben sind.
+
+Was den paläolithischen Menschen Afrikas betrifft, so scheint
+seine Existenz in Ägypten, vielleicht auch in Algerien ziemlich
+sicher gestellt zu sein, obschon über körperliche Überreste
+bisher nichts berichtet wurde und seine Anwesenheit bloß durch
+bearbeitete Feuersteine bewiesen ist. Im Kapland wurden vor kurzem
+Menschenreste in Zinkminen gefunden, deren Alter indessen kaum
+sehr weit zurückdatieren dürfte, denn die mit ihnen aufgesammelten
+Säugetierknochen gehören noch lebenden Arten an.
+
+Asien wird voraussichtlich noch manche interessante Funde der
+paläolithischen Menschen liefern. Bis jetzt kennt man freilich erst
+aus Höhlen in Syrien Stationen des jungpaläolithischen Menschen,
+dagegen hat man auf Java in den Kendengschichten, welche bei Trinil
+auch die Reste des ¡Pithecanthropus¡ enthielten, einen Menschenzahn
+gefunden, welchem unzweifelhaft ein altpleistocänes Alter zukommt.
+In Birma wollte man auf Grund von wirklich geschlagenen Feuersteinen
+die Existenz des pliocänen Menschen bereits zusammen mit ¡Hipparion¡
+nachgewiesen haben, allein genauere Untersuchungen ergaben, daß diese
+Silex nur auf der Oberfläche vorkommen. Gleichwohl dürfte Asien
+noch eine reiche Ausbeute an Werkzeugen und körperlichen Resten der
+ältesten Menschen in Aussicht stellen, denn nur Asien und Europa
+können als Urheimat des Menschen ernstlich in Betracht kommen.
+
+ #Chronologisch Übersicht.#
+
+ Geologische Gliederung | Archäologische Gliederung
+ ---------------------------+------------+-------+--------+------------
+ Penck und Obermaier | Boule | Penck | Boule | Obermaier
+ ---------------------------+------------+-------+--------+------------
+ | | | | { A
+ { letzte Phase| | | A | { B
+ Nacheiszeit { |Nacheiszeit | A | | { F
+ {-------------+ | +--------+------------
+ { erste Phase | | | B | {
+ ---------------------------+------------+-------+--------+ { C
+ IV. Würmeiszeit |III. Eiszeit| B | C | {
+ ---------------------------+------------+-------+--------+------------
+ { Kalte Phase | | | | {
+ 3. Zwischen- { |2. Zwischen-| | E | { G
+ eiszeit { Warme Phase | eiszeit | C | | { D
+ | | | | { E
+ ---------------------------+------------+ +--------+------------
+ III. Rißeiszeit |II. Eiszeit | | |
+ ---------------------------+------------+-------+--------+------------
+ { Gemäßigte | | D | |
+ 2. Zwischen- { Phase |1. Zwischen-| | |
+ eiszeit {-------------+ eiszeit +-------+--------+------------
+ { Warme Phase | | E | |
+ ---------------------------+------------+-------+--------+------------
+ II. Mindeleiszeit | | | |
+ ---------------------------+ +-------+--------+------------
+ 1. Zwischeneiszeit |I. Eiszeit | | |
+ ---------------------------+ +-------+--------+------------
+ I. Günzeiszeit | | | |
+ ---------------------------+------------+-------+--------+------------
+
+ Legende:
+
+ A = Magdalénien E = Chelléen
+ B = Solutréen F = Aurignacien
+ C = Moustérien G = Moustérien ältester Typus
+ D = Acheuléen
+
+
+Rückblick auf die geologische Entwicklung, Herkunft und Verbreitung
+der Säugetiere.[177]
+
+Bisher sind uns keine Säugetierreste bekannt, welche in vortriadischen
+Ablagerungen gefunden worden wären. Auch in der #Trias# sind
+Säugetiere noch überaus spärlich, aber immerhin repräsentieren
+sie doch schon zwei wesentlich verschiedene Typen, nämlich die
+¡Allotheria¡ und die teils an Insektivoren, teils an polyprotodonte
+Beuteltiere erinnernden ¡Dromatheriidae¡. Die ersteren verteilen sich
+auf die Gattungen ¡Microlestes¡ und ¡Triglyphus¡ aus dem rhätischen
+Bonebed von Württemberg und auf die Gattung ¡Theriodesmus¡ aus den
+Karrooschichten von Südafrika. Sie zeigen uns wenigstens, daß die im
+Eocän erlöschenden ¡Allotheria¡ schon damals sehr weit verbreitet
+waren. Die zweite Gruppe ist vertreten durch die Kieferchen der
+Gattungen ¡Microconodon¡ und ¡Dromatherium¡ aus der oberen Trias
+von Nordcarolina, und vor einigen Jahren wurde aus der Trias des
+Kaplandes ein winziges Kieferchen als ¡Karoomys¡ beschrieben, dessen
+Säugetiernatur jedoch mehr als zweifelhaft ist.
+
+Wesentlich zahlreicher sind die Reste von Säugetieren aus dem
+#Jura#, denn sowohl die ¡Allotheria¡ als auch die polyprotodonten
+¡Marsupialia¡ entfalten hier bereits einen nicht unbeträchtlichen
+Formenreichtum. In Europa sind zwar zu den längst bekannten
+Fundplätzen, dem Großoolith von Stonesfield und dem »Dirtbed« des
+Purbeck von England keine neuen hinzugekommen, dafür lieferte aber das
+Atlantosaurusbed von Wyoming und Colorado eine Anzahl von Säugetieren,
+die mit den aus England bekannten Formen teils nahe verwandt sind,
+teils sogar den nämlichen Gattungen angehören. Die ¡Allotheria¡ haben
+in England Vertreter in der Gattung ¡Plagiaulax¡, in Nordamerika in
+den Gattungen ¡Allodon¡ und ¡Ctenacodon¡. Die übrigen Säugetiere
+des Jura besitzen ein sekodontes Gebiß und wurden von ~Owen~ wegen
+ihrer Ähnlichkeit mit der lebenden Gattung ¡Myrmecobius¡ zu den
+polyprotodonten Beuteltieren gestellt. ~Osborn~ zeigte später, daß
+manche von diesen Formen im Zahn- und Kieferbau gewissen Insektivoren
+recht ähnlich sind, und daß bei einer Gattung, ¡Peramus¡, sogar die
+Zahnformel mit jener der ursprünglichen Placentalier vollkommen
+übereinstimmt. Andere Formen hingegen, die ¡Triconodontidae¡
+erweisen sich schon durch die Gestalt des Unterkiefereckfortsatzes
+als unzweifelhafte ¡Marsupialia¡. Bei der Unvollständigkeit des
+vorhandenen Materiales dürfte es sich empfehlen, auch die übrigen
+sekodonten Formen vorläufig nicht weiter in Familien und Ordnungen zu
+zerlegen und sie insgesamt den Marsupialia anzureihen.
+
+In der #Kreide# kamen Säugetierreste erst im Jahre 1882 zum Vorschein.
+Die ersten Funde aus der Wealdonstufe Englands bestanden in Zähnchen
+der schon aus dem Jura bekannten Gattung ¡Plagiaulax¡. Bald darauf
+entdeckte ~Cope~ in den Laramieschichten von Dakota einen Zahn von
+¡Meniscoëssus¡ und kurz nachher glückte es ~Hatcher~, in Wyoming und
+Colorado eine ziemliche Anzahl meist isolierter Zähne zu sammeln, auf
+welche ~Marsh~ eine Menge Gattungen und Arten begründete, die freilich
+durch ~Osborn~ eine gewaltige Reduktion erlitten haben. Durch diese
+Funde wurden zwar unsere Kenntnisse der fossilen Säugetiere nicht so
+bereichert, wie man gehofft hatte, denn die Mehrzahl dieser Zähne
+gehört den ¡Allotheria¡ an -- ¡Ptilodus¡, ¡Meniscoëssus¡ -- aber
+nichtsdestoweniger verdienen sie doch insofern Interesse, als sie für
+diese Gruppe die Kluft zwischen Jura und Tertiär überbrücken. Unter
+den etwas weniger häufigen trituberkulären und tuberkulärsektorialen
+Formen glaubt ~Osborn~ sogar einige als Creodontier, ¡Pediomys¡, und
+andere, ¡Protolambda¡, als den Vorläufer von ¡Pantolambda¡, mithin von
+Amblypoden ansprechen zu dürfen. Wäre das Material etwas zahlreicher
+und vollständiger, so ließen sich wahrscheinlich viel bessere
+phylogenetische Schlüsse ziehen.
+
+
+#Eocän.#
+
+Der Beginn der Tertiärzeit bedeutet einen entscheidenden Wendepunkt
+in der Entwicklung der Säugetiere, denn es treten jetzt schon
+mehrere Ordnungen von unzweifelhaften Placentaliern auf, während die
+¡Allotheria¡ allmählich erlöschen. Die ältesten Säugetierreste des
+europäischen Tertiär stammen aus der Gegend von Reims. ~Lemoine~
+unterscheidet hier zwei zeitlich aufeinanderfolgende Faunen,
+die des Cernaysien und die des Agéien. Die erstere enthält noch
+Vertreter der ¡Allotheria¡, ¡Neoplagiaulax¡, ¡Creodontia-Arctocyon¡,
+¡Dissacus¡, ¡Hyaenodictis¡, die zweifelhaften Insectivoren
+¡Plesiadapis¡, ¡Protoadapis¡, ¡Adapisorex¡, einen Condylarthren
+-- ¡Pleuraspidotherium¡ -- und das auf ¡Anoplotherium¡ weisende
+¡Orthaspidotherium¡. Die Fauna des Agéien werden wir besser im
+folgenden besprechen. Freilich bedürfen diese beiden Faunen wegen
+der höchst sonderbaren, von ~Lemoine~ gegebenen Abbildungen dringend
+einer Neubearbeitung. Viel reicher sind nun die dem Cernaysien
+ungefähr gleichalterigen Faunen des Puercobed von Neumexiko und
+des etwas jüngeren Torrejonbed von Neumexiko und Montana. Die
+erstere enthält noch mehrere ¡Allotheria¡, darunter die wichtigen
+Gattungen ¡Neoplagiaulax¡ und ¡Polymastodon¡, ¡Creodontia¡ --
+¡Triisodon¡, ¡Oxyclaenidae¡, ¡Condylarthra¡ -- ¡Mioclaenus¡,
+¡Oxyacodon¡, ¡Protogonodon¡, ¡Periptychidae¡ und ¡Taeniodontia¡, in
+der letzteren finden wir die letzten ¡Allotheria¡ und die ¡Creodontia¡
+werden mannigfaltiger. Sie sind vertreten durch ¡Arctocyonidae¡,
+¡Mesonychidae¡, ¡Oxyclaenidae¡, ¡Triisodontidae¡ und die den echten
+Raubtieren schon sehr nahe stehenden ¡Miacidae¡. Die ¡Condylarthren¡
+sind durch zahlreiche ¡Mioclaenidae¡, die ersten ¡Phenacodontidae¡
+und ¡Periptychidae¡, die ¡Taeniodontia¡ durch ¡Conoryctes¡ und die
+Insectivoren allenfalls durch die ¡Mixodectidae¡ repräsentiert.
+Zugleich erscheint der erste Amblypode ¡Pantolambda¡.
+
+Für die Systematik ergeben sich freilich nicht selten erhebliche
+Schwierigkeiten, denn die Organisation ist bei vielen dieser Formen
+sehr primitiv, das Gebiß enthält fast immer raubtierähnliche
+Incisiven, Caninen und Prämolaren, die Molaren sind bunodont
+oder sekodont, die unteren mehr oder weniger tuberkulärsektorial
+und die oberen trituberkulär, die Extremitätenknochen haben fast
+immer eine sehr indifferente Gestalt, der Humerus ist mit einem
+Entepicondylarforamen und das Femur oft mit einem dritten Trochanter
+versehen, und die kräftige Fibula stößt nicht an das Calcaneum.
+Hand und Fuß sind fünfzehig und, soweit bekannt, mehr oder weniger
+plantigrad, und die Endphalangen sind weder als echte Hufe noch auch
+als echte Krallen entwickelt. Es darf uns daher nicht wundernehmen,
+daß so viele Arten schon wiederholt ihren Platz nicht nur innerhalb
+der Gattungen, sondern sogar innerhalb der Ordnungen gewechselt
+haben, und daß selbst die Grenzen von Familien und Ordnungen öfters
+Verschiebungen erfahren haben.
+
+Nichtsdestoweniger ist dies doch ein schwerwiegender Beweis für die
+Richtigkeit der Deszendenztheorie, denn die so einförmige Organisation
+der ältesten Placentalier gestattet eben keinen anderen Schluß, als
+daß alle oder doch die meisten Ordnungen der höheren Säugetiere auf
+eine oder doch auf nur wenige Stammformen zurückgehen. Die Fauna von
+Reims und die des Puerco- und Torrejonbed werden jetzt meist als
+#Basaleocän# bezeichnet.
+
+Das #Untereocän# umfaßt in Europa das Sparnacien und
+Yprésien-Londonton, Teredinensande von Epernay, Landénien von
+Erquelinnes und Orsmael in Belgien und den plastischen Ton und
+Lignit des Pariser Beckens, in Nordamerika das Wasatchbed von
+Wyoming und Neumexiko und das etwas jüngere Wind Riverbed von
+Wyoming und Colorado. In Europa scheinen die Beziehungen zu
+der älteren Fauna des Cernaysien noch ziemlich innig zu sein,
+wenigstens enthält das Agéien und das Landénien noch ¡Plesiadapis¡,
+¡Protoadapis¡, ¡Dissacus¡, ¡Didymictis¡, jedoch treten jetzt
+auch schon echte Nager -- ¡Plesiarctomys¡ --, vorgeschrittenere
+¡Creodontia¡ -- ¡Protoproviverra¡, ¡Palaeonictis¡, ¡Pachyaena¡
+und echte Perissodactylen -- ¡Hyracotherium¡, ¡Propachynolophus¡,
+¡Pachynolophus¡, ¡Chasmotherium¡ und ¡Lophiodon¡, ein Artiodactyle
+-- ¡Protodichobune¡, und angeblich ein Condylarthre -- ¡Phenacodus¡?
+sowie die Amblypodengattung ¡Coryphodon¡ auf, welche im Wasatch- und
+Wind Riverbed den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreicht. Während in
+Europa nur die Paar- und Unpaarhufer, die Nager und gewisse Creodonten
+ein neues Element in der Zusammensetzung der Säugetierwelt darstellen,
+scheint in Nordamerika die Kluft zwischen der Fauna des Basal- und
+der des Untereocän etwas beträchtlicher zu sein. Es erscheinen dort
+echte Primaten -- ¡Anaptomorphidae¡, ¡Pelycodus¡, ¡Notharctus¡,
+zahlreiche, zum großen Teil den Primaten nahestehende Insectivoren
+-- ¡Mixodectidae¡ -- und die artenreichen ¡Hyopsodontidae¡, zum
+Teil durch ihre Größe von den eigentlichen Insektenfressern
+abweichend -- ¡Esthonyx¡, ¡Palaeosinopa¡, teils ihnen sehr ähnlich
+-- ¡Palaeictops¡, ferner die ersten Nager -- ¡Paramys¡, fast alle
+Familien der späteren ¡Creodontia¡ -- ¡Palaeonictidae¡, ¡Oxyaenidae¡,
+¡Hyaenodontidae¡ und ¡Mesonychidae¡ und die ¡Miacidae¡ entfalten einen
+nicht unansehnlichen Formenreichtum. Neue Erscheinungen sind endlich
+die ¡Meniscotheriidae¡, ferner die zahlreichen Perissodactylen --
+¡Heptodon¡, ¡Systemodon¡, ¡Eohippus¡ und ¡Lambdotherium¡, gewisse
+Artiodactylen -- ¡Trigonolestes¡, ¡Parahyus¡, dagegen schließen sich
+die ¡Taeniodontia¡ -- ¡Calamodon¡, ¡Stylinodon¡, von den Amblypoden
+¡Coryphodon¡ und von den Condylarthren die ¡Phenacadontidae¡ doch
+ziemlich eng an Formen des Torrejon an, auch ist der Unterschied
+zwischen den älteren Mesonychiden, Arctocyoniden und Miaciden und
+ihren untereocänen Vertretern doch nicht so groß, daß man jeden
+genetischen Zusammenhang zwischen diesen Faunen bestreiten müßte.
+
+Während in Nordamerika schon die Faunen des Untereocän eine stattliche
+Anzahl von Arten, Gattungen und Familien aufzuweisen haben, tritt
+in Europa erst im ~Mitteleocän~ eine formenreichere Tierwelt auf.
+Die wichtigsten Fundplätze sind hier Argenton (Indre), der Pariser
+Grobkalk, La Livinière, Cesseras und Issel in Südfrankreich,
+Bracklesham in England, Buchsweiler im Elsaß und die Bohnerze von
+Lissieu, Chamblon und Egerkingen. Die Bohnerzfaunen galten bis
+vor kurzem vielfach als eine Mischung von Säugetierzähnen aus den
+verschiedensten Stufen des Tertiärs, da ja auch wirklich von ein und
+derselben Lokalität die verschiedensten Tierreste durcheinandergemengt
+vorlagen. Allein dies beruhte darauf, daß nur ausnahmsweise
+Sachverständige die Aufsammlungen überwacht und die Reste nach ihrem
+Erhaltungszustand und ihrer Herkunft aus den einzelnen Spalten
+geschieden hatten. Genauere Sichtung des Materials ermöglichte sowohl
+für die süddeutschen als auch für die Schweizer Bohnerze eine sehr
+exakte Unterscheidung der verschiedenen Faunen, so daß wir wohl
+behaupten dürfen, daß in einer Spalte auch immer nur gleichalterige
+Reste eingeschlossen sind.
+
+In der Fauna des europäischen #Mitteleocän# spielen die
+Perissodactylen entschieden die wichtigste Rolle. Die tapirähnlichen
+sind vertreten durch ¡Chasmotherium¡ und ¡Lophiodon¡, die
+pferdeähnlichen durch ¡Palaeotherium¡, ¡Propalaeotherium¡,
+¡Paloplotherium¡, ¡Lophiotherium¡, ¡Anchilophus¡ und ¡Pachynolophus¡.
+Dagegen haben die Artiodactylen anfangs nur ganz wenige
+Repräsentanten, im unteren Lutetien nur in den ¡Dichobunidae¡ --
+¡Dichobune¡, ¡Meniscodon¡ und ¡Anoplotheriidae¡ -- ¡Catodontherium¡,
+¡Dacrytherium¡, sowie in der etwas rätselhaften Gattung ¡Tapirulus¡.
+Erst im oberen Lutetien erscheinen ¡Suidae¡ -- ¡Cebochoerus¡ und
+¡Choeromorus¡, ¡Anthracotheriidae¡ -- ¡Haplobunodon¡, ¡Lophiobunodon¡,
+¡Rhagatherium¡, von ¡Anoplotheriidae¡ ¡Mixtotherium¡ und das kleine
+¡Leptotheridium¡ und die ersten ¡Xiphodontidae¡ -- ¡Pseudamphimeryx¡,
+¡Dichodon¡ und ¡Haplomeryx¡. Nager, ¡Creodontia¡ und Primaten fehlen
+zwar gewiß nicht, allein sie sind hauptsächlich auf die Schweizer
+Bohnerze beschränkt und von ~Stehlin~ noch nicht näher untersucht
+worden. Um so genauer kennen wir jetzt die nordamerikanischen
+Vertreter dieser Ordnungen. Von Primaten finden sich im
+Bridgerbed ¡Notharctidae¡ und ¡Anaptomorphidae¡, von Insectivoren
+¡Pantolestidae¡, ¡Hyopsodontidae¡, ¡Mixodectidae¡ und die riesigen
+¡Tillotheriidae¡ -- ¡Tillotherium¡ -- sowie verschiedene, den
+Talpiden, Centetiden und Leptictiden nahestehende kleine Formen.
+Von den Carnivoren entfalten die ¡Miacidae¡ -- ¡Viverravus¡,
+¡Miacis¡, ¡Vulpavus¡, ¡Oodectes¡ ihren größten Artenreichtum.
+Die ¡Oxyaenidae¡ -- ¡Patriofelis¡, ¡Limnocyon¡, ¡Thinocyon¡ sind
+ebenfalls gut vertreten, die ¡Mesonychidae¡ erlangen eine ähnliche
+Spezialisierung der Extremitäten wie sie jetzt die Hunde besitzen
+und die primitiven ¡Hyaenodontidae¡ -- ¡Sinopa¡ sind schon etwas
+formenreicher als im Wasatchbed. Das nämliche gilt auch von den
+Nagern, ¡Paramys¡ und ¡Sciuravus¡, denen sich jetzt auch noch einige
+neue Gattungen beigesellen. Wie in Europa werden auch in Nordamerika
+die Perissodactylen noch formenreicher als im Untereocän, die
+Artenzahl der Tapiriden, ¡Helaletes¡, ¡Isectolophus¡ und der Equiden
+-- ¡Orohippus¡ -- bleibt zwar ziemlich konstant, aber dafür werden die
+¡Titanotheriidae¡ um so formenreicher -- ¡Palaeosyops¡, ¡Limnohyops¡,
+¡Telmatherium¡. Die Artiodactylen sind bloß durch ¡Dichobunidae¡
+vertreten, die jedoch hier einen größeren Formenreichtum --
+¡Homacodon¡, ¡Sarcolemur¡, ¡Helohyus¡ -- aufweisen als im Wasatchbed.
+Die Condylarthren sind jetzt vollständig verschwunden, die Amblypoden
+erreichen ihre höchste Blüte in den riesigen abenteuerlichen
+¡Dinoceratidae¡. Die ¡Taeniodontia¡ haben nur mehr einen einzigen
+Repräsentanten in der Gattung ¡Stylinodon¡, die sich aber durch ihre
+hypselodonten Zähne gegenüber den früheren Formen als ein höchst
+vorgeschrittener Typus erweist. Besondere Erwähnung verdient die
+fast zahnlose Gattung ¡Metachiromys¡, welche ~Osborn~ für einen noch
+panzerlosen Verwandten der Gürteltiere hält.
+
+Im #Obereocän# -- Bartonien und Ludien in Europa, oberstes
+Bridgerbed von Wyoming und Uintabed von Utah in Amerika -- nimmt der
+Formenreichtum der Säugetierfauna in Europa eher noch zu, dagegen
+verarmt sie in Nordamerika in auffallender Weise. Das Bartonien ist
+entwickelt in Südfrankreich, Minervois, Robiac und Castres, als Sables
+moyens im Pariser Becken und als Sande von Headonhill und Bracklesham
+in England. Auch gehört dem Alter nach hierher die Bohnerzfauna
+von Mormont und sogar schon ein Teil der Phosphorite von Quercy.
+Die Ludienfaunen stammen aus dem Pariser Gips, aus den Ligniten
+von Débruge (Vaucluse), aus den Mergeln von St. Hippolyte de Caton
+(Gard), von Lamandine (Tarn et Garonne) und aus dem Bembridgekalk
+von England. Auch enthalten die Bohnerze von Mormont und Obergösgen
+und die Phosphorite von Quercy zahlreiche charakteristische Arten
+des Ludien. Der Gesamthabitus der Faunen des europäischen Obereocäns
+weicht nur wenig von dem des Mitteleocäns ab. Die Perissodactylen
+machen sich auch jetzt noch als das vorherrschende Element geltend.
+¡Lophiodon¡ hat zwar im Bartonien den Höhepunkt seiner Entwicklung
+erreicht, und ¡Chasmotherium¡ tritt daselbst zum letzten Male auf,
+ebenso ¡Propalaeotherium¡ und ¡Pachynolophus¡, dafür gedeihen um so
+besser die Gattungen ¡Palaeotherium¡, ¡Paloplotherium¡ sowie die
+freilich artenarmen Gattungen ¡Lophiotherium¡ und ¡Anchilophus¡.
+Die Artiodactylen werden jetzt allmählich zahlreicher. Von ¡Suidae¡
+erscheint jetzt neben dem schon früher vorhandenen ¡Cebochoerus¡ auch
+¡Choeropotamus¡, die schon bisher vertretenen ¡Anthracotheriidae¡
+-- ¡Haplobunodon¡, ¡Rhagatherium¡ -- setzen sich fort, ebenso die
+¡Anoplotheriidae¡ -- ¡Mixtotherium¡, ¡Catodontherium¡, ¡Dacrytherium¡
+und ¡Leptotheridium¡, aber jetzt auch vergesellschaftet mit
+¡Anoplotherium¡ und ¡Diplobune¡, desgleichen die ¡Xiphodontidae¡,
+¡Dichodon¡, -- ¡Pseudamphimeryx¡, ¡Haplomeryx¡ vermehrt durch
+¡Xiphodon¡ und ¡Amphimeryx¡. Die ¡Dichobunidae¡ sowie ¡Tapirulus¡
+erfahren zwar keine weitere Bereicherung, dafür erscheint jedoch
+eine neue Familie, die ¡Caenotheriidae¡ mit der Gattung ¡Oxacron¡.
+Die Raubtiere, von welchen im Mitteleocän nur ¡Hyaenodontidae¡
+-- ¡Sinopa¡, ¡Proviverra¡ und ¡Propterodon¡ und allenfalls auch
+¡Miacidae¡ und ¡Amphicyonidae¡ in Europa existierten, zeigen eine
+bedeutend größere Mannigfaltigkeit, denn es gliedern sich die
+¡Hyaenodontidae¡ in mehrere Gattungen -- ¡Hyaenodon¡, ¡Pterodon¡,
+¡Quercytherium¡, ¡Cynohyaenodon¡, von ¡Miacidae¡ »¡Viverra¡« liegen
+jetzt auch vollständigere Reste vor, es erscheint ein kleiner
+Oxyaenide -- ¡Thereutherium¡, sowie zahlreiche Arten der Gattungen
+¡Cynodictis¡, des primitivsten Caniden mit viverrenähnlichem Skelett.
+Von Nagern beginnen anscheinend ¡Sciuroides¡ und ¡Plesiarctomys¡,
+vielleicht auch ¡Theridomyidae¡ und ¡Cricetodon¡ schon im Lutetien
+und werden im Obereocän etwas artenreicher. Ebenso dürften sich
+auch die Primaten -- ¡Adapis¡, ¡Cryptopithecus¡, ¡Microchoerus¡
+und ¡Necrolemur¡ verhalten. Im Ludien gibt es auch bereits echte
+¡Didelphyidae¡, im Lutetien vermutlich sogar schon ¡Talpa¡ ähnliche
+Insectivoren und Chiropteren. In Nordamerika bilden die obereocänen
+Faunen durch ihre Formenarmut einen starken Kontrast gegenüber der
+Bridgerfauna. Die tiefere Abteilung des Obereocän enthält noch einen
+Primaten -- ¡Notharctus¡, einige ¡Oxyaenidae¡, ¡Mesonychidae¡, von
+Nagern ¡Paramys¡, von Perissodactylen ¡Hyrachyus¡, ¡Amynodon¡,
+¡Heptodon¡, ¡Dolichorhinus¡ und ¡Telmatherium¡, von Artiodactylen
+¡Achaenodon¡ und den ersten Cameliden ¡Leptotragulus¡. Besonders
+charakteristisch für diese Fauna ist die Anwesenheit des letzten
+Dinoceratiden, ¡Eobasileus¡. In der etwas jüngeren Uintafauna finden
+wir die letzten ¡Miacidae¡, ¡Oxyaenidae¡, ¡Mesonychidae¡, den ersten
+Caniden ¡Procynodictis¡, und die letzten ¡Hyopsodontidae¡. Zu der
+jetzt allmählich erlöschenden Gattung ¡Paramys¡ kommt ein neuer
+Nagertypus, wohl ein Geomyide, ¡Protoptychus¡. Die Perissodactylen
+sind etwas formenreicher als in der vorausgehenden Fauna, denn
+zu den schon vorhandenen Amynodontinen und Palaeosyopinen --
+¡Diplacodon¡, ¡Telmatherium¡, ¡Manteoceras¡ gesellt sich auch ein
+Tapirine ¡Isectolophus¡ und vor allem die in stammesgeschichtlicher
+Beziehung so überaus wichtige Equidengattung ¡Epihippus¡, während
+der Hyracodontine ¡Hyrachyus¡ durch den zierlicheren ¡Triplopus¡
+ersetzt wird. Auch die Artiodactylen bekommen hier einen nicht
+ganz unansehnlichen Zuwachs, denn für die erloschene Gattung
+¡Achaenodon¡ treten jetzt die ersten Oreodontiden -- ¡Protoreodon¡
+und ¡Protagriochoerus¡ auf, die Cameliden werden zahlreicher --
+¡Leptotragulus¡, ¡Protylopus¡, ¡Camelomeryx¡, auch erscheint die
+Gattung ¡Bunomeryx¡, die wohl den Vorläufer von ¡Protoceras¡ darstellt.
+
+Das genauere Studium dieser Faunen der nördlichen Hemisphäre hat
+nun freilich die Vermutung, daß zwischen Nordamerika und Europa
+während des ganzen Eocäns ein lebhafter Formenaustausch stattgefunden
+hätte, keineswegs bestätigt, denn die Zahl der beiden Kontinenten
+gemeinsamen Gattungen ist verschwindend gering, wohl aber hat sich
+aus diesen Untersuchungen eine stattliche Menge vikariierender Formen
+ergeben, die noch dazu auf beiden Kontinenten die gleiche oder doch
+sehr ähnliche fortschreitende Entwicklung zeigen und die Aufstellung
+einer Menge ungemein vollständiger genetischer Reihen gestatten.
+Dabei zeigt sich aber in der Regel nicht, wie man erwarten sollte,
+eine nach oben immer mehr zunehmende Verzweigung und Abstammung aus
+einer einzigen Urform, sondern meistens treten von einer Gattung
+schon gleichzeitig mehrere Arten auf und diese bilden dann unabhängig
+voneinander Parallelreihen. Die sorgfältigen Untersuchungen der
+europäischen Perissodactylen und Artiodactylen, welche wir ~Stehlin~
+verdanken, lieferten uns eine große Anzahl solcher genetischer Reihen,
+die sich manchmal sogar vom Untereocän bis in das Oligocän erstrecken.
+Es seien hier nur erwähnt die Reihen innerhalb der Gattungen
+¡Choeropotamus¡, ¡Cebochoerus¡, ¡Choeromorus¡, ¡Rhagatherium¡,
+¡Diplobune¡, ¡Pseudaphimeryx¡, ¡Dichodon¡, ¡Anchilophus¡,
+¡Palaeotherium¡, ¡Paloplotherium¡ und ¡Lophiodon¡. Das Studium der
+Creodontier, Nager und Primaten wird uns in nicht zu ferner Zeit
+eine willkommene Ergänzung bringen. Ähnliche Entwicklungsreihen
+haben ~Osborn~, ~Wortman~ und ~Matthew~ aus dem nordamerikanischen
+Material gewonnen und zwar erstrecken sie sich hier auch auf
+Primaten, Creodontier, Nager, Ganodonta, Amblypoda und nicht bloß auf
+Perissodactylen und Artiodactylen. Was uns an diesen Reihen besonders
+in Erstaunen setzt, ist der Umstand, daß wenigstens in Europa nur
+ausnahmsweise die Entstehung von neuen Gattungen aus geologisch
+älteren zu beobachten ist, was sich kaum anders erklären läßt als
+durch wiederholte Einwanderung aus einem uns vorläufig unbekannten
+Entwicklungszentrum, das bald in Asien, bald in einem arktischen
+Kontinent, bald im nordöstlichen Teil von Nordamerika gesucht wird,
+eine Frage, welche freilich erst zukünftige Entdeckungen beantworten
+können. Die Fortschritte innerhalb der einzelnen Reihen äußern sich
+vorwiegend in Zunahme der Körpergröße, bei den Perissodactylen und
+manchmal auch bei Artiodactylen in Komplikation der Prämolaren, in
+Spezialisierung gewisser Incisiven und der Caninen, bei den Ganodonten
+kommt es sogar schon zur Bildung hypselodonter wurzelloser Zähne,
+dagegen erfahren bei den Creodontia die anfangs trituberkulären bzw.
+tuberkulärsektorialen Molaren Spezialisierung, meist in der Weise,
+daß an den oberen ein langes schneidendes Metastyl entsteht und
+dafür der Protocon Reduktion erleidet, während an den unteren häufig
+das Metaconid verschwindet und das Talonid beträchtlich reduziert
+wird; auch können sich Protoconid und Paraconid in lange Schneiden
+umwandeln. Zuweilen erfolgt auch Verringerung der Molarenzahl und
+bei den Stammformen der ächten Carnivoren eine gewisse Reduktion der
+hinteren Molaren. Was die Extremitäten betrifft, so sind sie zwar
+bei den europäischen Säugern nur ausnahmsweise bekannt, aber das
+vorhandene Material zeigt uns doch, daß sowohl bei den Paar- als
+bei den Unpaarhufern die Reduktion der Seitenzehen schon frühzeitig
+begonnen hat, wobei bei den ersteren die dritte und vierte, bei den
+letzteren nur die dritte die Hauptfunktion übernommen hat, obgleich
+nicht selten die Hand noch vier und der Fuß noch drei Zehen besitzt.
+Auch bei Creodontiern erfolgt zuweilen Verlust der ersten Zehe.
+
+Im Eocän erscheinen auch die ersten Meeressäugetiere. Die Wale sind
+zwar bloß durch die Familie der ¡Zeuglodontidae¡ vertreten, aber sie
+haben schon eine ziemlich weite Verbreitung, im südlichen Teil von
+Nordamerika, in Europa, Ägypten und auf Neu-Seeland, und ebenso finden
+wir ¡Sirenia¡ in Westindien, Europa und in Ägypten. Die ersteren gehen
+höchstwahrscheinlich auf Creodontier zurück, die letzteren haben mit
+den Proboscidiern die Stammform gemein. ~Beide haben sich jedenfalls
+aus landbewohnenden Placentalia entwickelt.~
+
+Das #Oligocän# zeigt in Nordamerika eine viel schärfere faunistische
+Gliederung und zugleich auch einen viel beträchtlicheren
+Formenreichtum als in Europa. Die White River-Schichten von
+Nebraska, Dakota, Montana, Colorado und Wyoming lassen sich
+leicht in drei Horizonte gliedern. Der tiefste, das auch in
+Kanada vorhandene Titanotheriumbed, ist charakterisiert durch die
+riesigen ¡Titanotheriidae¡, die größten aller Unpaarhufer und durch
+¡Chrysochloridae¡-ähnliche Insectivoren, der mittlere durch die
+Häufigkeit der ¡Oreodontidae¡ und den Reichtum an Insectivoren und
+Didelphyiden und der oberste durch die Gattungen ¡Leptauchenia¡ und
+¡Protoceras¡, dagegen sind hier die Hyaenodontiden, welche zusammen
+mit ¡Elotherium¡, ¡Anthracotherium¡, ¡Ancodus¡ und dem Suiden
+¡Perchoerus¡ ein europäisches Faunenelement repräsentieren, und von
+den Insektivoren die ¡Leptictidae¡ bereits vollständig erloschen.
+Allen Abteilungen des White-River-Oligocän sind gemeinsam Caniden --
+¡Amphicyoninae¡ und ¡Cynodictinae¡ -- Musteliden, primitive Feliden
+-- ¡Dinictis¡, ¡Hoplophoneus¡ --, zahlreiche Nager -- besonders
+¡Castoridae¡, ¡Ischyromyinae¡ und ¡Leporidae¡, von Perissodactylen die
+Vorläufer der Pferde -- ¡Mesohippus¡ --, Tapiriden und Rhinoceriden.
+Jedoch ist von den ersteren ¡Colodon¡ und von den letzteren
+¡Hyracodon¡ und ¡Metamynodon¡ auf die älteren Schichten beschränkt,
+¡Protapirus¡ erscheint erst etwas später, ¡Aceratherium¡ hingegen
+geht durch das ganze Oligocän. Zu den schon im Uintabed vorhandenen
+Cameliden und Oreodontiden, welche hier als ¡Poëbrotherium¡,
+¡Agriochoerus¡, ¡Oreodon¡ und ¡Leptauchenia¡ schon erhebliche
+Fortschritte in ihrer Organisation aufzuweisen haben, gesellen
+sich jetzt von Selenodonten auch die kleinen ¡Hypertragulidae¡,
+sowie zuletzt ¡Protoceras¡, von Bunoselenodonten ¡Anthracotherium¡,
+¡Ancodus¡ und von Bunodonten ¡Elotherium¡, die ¡Leptochoeriden¡ und
+ein echter Suide -- ¡Perchoerus¡.
+
+In Europa ist das Oligocän vorwiegend charakterisiert durch das
+Auftreten der Gattung ¡Anthracotherium¡ und die Anwesenheit
+zahlreicher primitiver ¡Aceratherium¡-ähnlicher Rhinoceriden. Eine
+zeitlich wohlumgrenzte und auch ziemlich formenreiche Fauna kennen
+wir aus Ronzon, Haute Loire. Es fehlt zwar an dieser Lokalität die
+Gattung ¡Anthracotherium¡, allein sie hat sicher schon gleichzeitig
+mit den für Ronzon so charakteristischen ¡Ancodus¡ gelebt, wie die
+Funde bei Hamstead auf der Insel Wight beweisen. Mit den Mergeln von
+Ronzon sind auch gleichzeitig die Bohnerze von Vehringen und Ulm,
+der Kalk von Brie, die Sande von Fontainebleau, ein großer Teil der
+Phosphorite von Quercy, Braunkohlen von Dalmatien, von Oberitalien --
+Monte Bolca, Monteviale -- und von Böhmen und die Asphaltschichten
+von Lobsann im Elsaß. Besonderes Interesse verdient die Lokalität
+Calaf bei Barcelona, weil hier noch ¡Diplobune¡ zusammen mit
+¡Ancodus¡ vorkommt. Aus dem Eocän reichen außer ¡Diplobune¡ auch noch
+¡Paloplotherium¡ und angeblich auch ¡Palaeotherium¡ in das Oligocän
+hinauf, von kleineren Artiodactylen ¡Amphimeryx¡, ¡Caenotherium¡ und
+¡Plesiomeryx¡, ferner ¡Metriotherium¡, ¡Dichobune¡, ¡Tapirulus¡,
+von Carnivoren ¡Hyaenodon¡, ¡Amphicyoninae¡, ¡Cynodontinae¡ --
+die vermutlichen Vorläufer der Bären -- von Nagern ¡Theridomys¡,
+¡Sciuroides¡ und ¡Pseudosciurus¡ sowie Insectivoren -- Erinaceinen --
+und Beutelratten, so daß, wenn man auf diese Formen das Hauptgewicht
+legen will, man wirklich von einer verarmten Eocänfauna sprechen
+könnte. Allein diesem allmählichen Erlöschen älterer Elemente,
+namentlich der eocänen Perissodactylentypen, steht denn doch ein nicht
+unbeträchtlicher Zuwachs an neuen Formen gegenüber, es erscheinen
+¡Rhinoceriden¡ -- darunter ¡Cadurcotherium¡ --, ¡Protapirus¡,
+¡Chalicotherium¡, Vorläufer der Hirsche -- ¡Gelocus¡, ¡Bachitherium¡,
+¡Prodremotherium¡ --, und der Suiden -- ¡Palaeochoerus¡,
+¡Doliochoerus¡ --, ferner die Gattungen ¡Anthracotherium¡, ¡Ancodus¡
+und ¡Elotherium¡ und von Raubtieren kleine ¡Hyaenodon¡, zahlreiche
+Musteliden ¡Palaeoprionodon¡, ¡Stenogale¡, ¡Stenoplesictis¡,
+¡Plesictis¡, sowie Vorläufer von Bären -- ¡Cynodon¡, ¡Pachycynodon¡
+und ¡Cephalogale¡. Auch die zahlreichen Insectivoren, Chiropteren und
+der überwiegende Teil der Nager aus den Phosphoriten -- die meisten
+¡Theridomys¡, sowie ¡Protechimys¡, ¡Nesokerodon¡, ¡Cricetodon¡,
+¡Eomys¡ -- gehören wohl erst dem Unteroligocän an.
+
+Die nächstjüngere Fauna -- Stampien -- aus den Mergeln von Cournon,
+Peublanc, Gergovia, in der Auvergne, St. Henri bei Marseille
+und Briatexte (Tarn) bilden zwar die Fortsetzung der Fauna von
+Ronzon, was sich aus der Anwesenheit der letzten ¡Hyaenodon¡ und
+der vorgeschrittenen Organisation der Nager -- ¡Archaeomys¡,
+¡Issiodoromys¡ -- ersehen läßt, allein sie ist unvergleichlich ärmer
+an Arten. Die wichtigsten Formen sind ein großes ¡Anthracotherium¡
+mit fast unreduzierten Seitenzehen, ¡Lophiomeryx¡ -- auch in den
+Cyrenenmergeln des Mainzer Beckens --, auch treten ¡Dremotherium¡
+und ¡Amphitragulus¡ sowie die ersten Ochotoniden -- ¡Titanomys¡ --
+auf. Daneben erhalten sich noch ¡Caenotherium¡ und ¡Plesiomeryx¡,
+auch fehlen wohl ebensowenig ¡Palaeochoerus¡, ¡Rhinoceriden¡ und
+¡Tapire¡. Die jüngste Oligocänfauna ist die von La Milloque, Gannat,
+welcher auch die Tierreste aus den Braunkohlen von Cadibona, Rochette
+und von Rott angehören. Sie hat nur wenig Arten geliefert, unter
+welchen jedoch dem echten ¡Anthracotherium magnum¡ und den kleinen
+¡Microbunodon¡ wegen ihrer Häufigkeit besondere Bedeutung zukommt. Ein
+großer Teil des europäischen Oligocän ist jedoch marin entwickelt und
+alsdann ausgezeichnet durch die Häufigkeit der Überreste von Sirenen
+-- ¡Halitherium¡ --, während Cetaceen sehr selten und nur durch
+¡Squalodontidae¡ vertreten sind, neben welchen aber auch vereinzelt
+Reste von Landtieren -- ¡Apterodon¡, ¡Anthracotherium¡ und primitiven
+Rhinoceriden vorkommen.
+
+Das #Miocän# beginnt in Nordamerika mit dem John Daybed von
+Oregon, welches sich besonders durch den Reichtum an Nagern und
+durch die Anwesenheit von ¡Diceratherium¡ und ¡Promerycochoerus¡
+auszeichnet. Aus dem White-River-Oligocän reichen noch herauf von
+Perissodactylen ¡Aceratherium¡, ¡Protapirus¡ und ¡Mesohippus¡,
+von Artiodactylen ¡Elotherium¡, ¡Perchoerus¡, ¡Agriochoerus¡,
+¡Paratylopus¡ und ¡Hypertragulus¡, als neu gesellen sich aber zu
+den ersteren ¡Diceratherium¡, ¡Miohippus¡ und der Chalicotheriide
+¡Moropus¡, zu den letzteren ¡Eporeodon¡ und ¡Promerycochoerus¡.
+Die zahlreichen Carnivoren verteilen sich auf die Gattungen
+¡Nothocyon¡, ¡Mesocyon¡, ¡Temnocyon¡, ¡Enhydrocyon¡, ¡Nimravus¡,
+¡Pogonodon¡ und ¡Hoplophoneus¡, die Nager auf die Gattungen
+¡Prosciurus¡, ¡Steneofiber¡, ¡Entoptychus¡, ¡Pleurolicus¡,
+¡Meniscomys¡, ¡Mylagaulodon¡, ¡Paciculus¡, ¡Peromyscus¡ und ¡Lepus¡.
+Die etwas jüngeren Faunen der Harrison-Schichten von Montana, der
+Rosebud-Schichten von Süd-Dakota, der Monroe Creek-Schichten von
+Nebraska etc. sind im ganzen ziemlich arm an Arten und Gattungen,
+als charakteristische und zugleich als neue Typen verdienen
+Interesse die Carnivoren-Gattungen ¡Phlaocyon¡, ¡Cynodesmus¡,
+¡Oligobunis¡, ¡Megalictis¡ und ¡Aelurocyon¡, die Perissodactylen
+¡Parahippus¡, ¡Anchitherium¡, ¡Miohippus¡ und die Artiodactylen
+¡Dinohyus¡, ¡Desmathyus¡, ¡Mesoreodon¡, ¡Merycochoerus¡, ¡Merychyus¡,
+¡Leptauchenia¡, ¡Stenomylus¡, ¡Protomeryx¡, ¡Oxydactylus¡ und
+namentlich die Gattung ¡Blastomeryx¡, ein Hypertragulide. Auch die
+nächstfolgende Fauna des Deep-River und Flint Creek von Montana, des
+Pawnee Creek von Colorado und die Mascall-Schichten von Oregon bieten
+keineswegs eine solche Mannigfaltigkeit wie die des nordamerikanischen
+Oligocän. Sie enthalten im wesentlichen nur Nachkommen von früheren
+Caniden, Rhinoceriden, Equiden, Oreodontiden, Cameliden und Suiden,
+jedoch haben sie sich fast sämtlich so stark verändert, daß die
+Aufstellung zahlreicher neuer Gattungen notwendig erschien. Von
+Caniden werden genannt ¡Tephrocyon¡, ¡Cynarctus¡, ¡Amphicyon¡,
+¡Canis¡, von Feliden ¡Pseudaelurus¡, von Rhinoceriden ¡Caenopus¡,
+¡Aphelops¡, ¡Teleoceras¡, von Equiden ¡Merychippus¡, ¡Hypohippus¡,
+¡Parahippus¡, von Suiden ein Dicotyline -- ¡Hesperhys¡ --, von
+Oreodontiden ¡Merycochoerus¡, ¡Promerycochoerus¡, ¡Mesoreodon¡,
+¡Merychyus¡ und ¡Cyclopidius¡ und von Cameliden ¡Miolabis¡,
+¡Procamelus¡, ¡Protolabis¡ und ¡Alticamelus¡. Die Nager sind fast nur
+durch ¡Mylagaulus¡-ähnliche Formen repräsentiert. Was jedoch diesen
+jüngeren Faunen besondere Wichtigkeit verleiht, ist das erstmalige
+Erscheinen der Proboscidier -- ¡Trilophodon¡ -- in Nordamerika.
+Einen fremdartigen Charakter gewinnen sie auch durch das Auftreten
+von ebenfalls an europäische Verhältnisse gemahnenden Rhinoceriden
+¡Aphelops¡ und ¡Teleoceras¡, von ¡Palaeomerycinae¡ und von Musteliden
+-- ¡Potamotherium¡ und ¡Mustela¡. Dagegen sind ¡Blastomeryx¡ und
+¡Merycodus¡ sicher Autochthonen.
+
+Während die Zusammensetzung der eben besprochenen Fauna entschieden
+eine Einwanderung altweltlicher Elemente bedingt, ist die
+nächstjüngere offenbar das Produkt einer ruhigen Weiterentwicklung
+der vorhandenen Typen wohl ohne fremde Beimischung. Leider steht
+auch sie an Mannigfaltigkeit ziemlich weit zurück hinter den
+älteren nordamerikanischen Tiergesellschaften, was jedoch teilweise
+durch einen nicht unbeträchtlichen Individuenreichtum ausgeglichen
+wird. Die etwas ältere Arikaree-Stufe hat anscheinend eine weitere
+Verbreitung -- Nebraska (Niobrara), Süd-Dakota, Montana, Neu-Mexiko
+und Texas -- als die jüngere Olagalla-Stufe in Kansas und Nebraska,
+die allerdings auch in Florida und Oregon durch spärliche Überreste
+angedeutet wird. Zeitlich schalten sich beide Stufen zwischen das
+europäische Obermiocän und Unterpliocän ein, wie überhaupt eine
+strikte Parallelisierung der nordamerikanischen und europäischen
+Fauna kaum gerechtfertigt erscheint, da es sich eher um ein
+zeitliches Alternieren handelt. Die Caniden sind vertreten durch
+¡Aelurodon¡, ¡Amphicyon¡, ¡Dinocyon¡, ¡Canis¡, ¡Ischyrocyon¡, die
+Musteliden durch ¡Mustela¡, ¡Putorius¡, ¡Potamotherium¡, ¡Lutra¡,
+¡Brachypsalis¡, die Feliden durch ¡Machairodus¡ und ¡Pseudaelurus¡,
+die Proboscidier durch mehrere wohlcharakterisierte Arten von
+¡Trilophodon¡, die Rhinoceriden durch die letzten aber sehr häufigen
+¡Teleoceras¡, ¡Peraceras¡ und ¡Aphelops¡. Sehr groß ist die Zahl der
+aus diesen Schichten beschriebenen Arten der Equiden, ¡Protohippus¡
+und ¡Neohipparion¡, neben welchen sich aber auch primitivere Formen
+¡Hypohippus¡, ¡Parahippus¡ und ¡Merychippus¡ erhalten haben. Von
+Artiodactylen finden sich Suiden -- ¡Platygonus¡, ¡Prosthenops¡,
+von Cameliden ¡Procamelus¡, ¡Protolabis¡ und ¡Pliauchenia¡. Die
+Oreodontiden erlöschen allmählich mit den Gattungen ¡Promerycochoerus¡
+und ¡Merychyus¡, wofür jedoch ¡Palaeomeryx¡-ähnliche Hirsche sowie
+¡Blastomeryx¡ und der Antilocapride ¡Merycodus¡ ziemlich häufig
+werden. Die Nager endlich haben Repräsentanten in den Gattungen
+¡Sciurus¡, ¡Palaearctomys¡, ¡Dipoides¡, ¡Sigmogomphius¡, ¡Mylagaulus¡,
+¡Epigaulus¡, ¡Geomys¡, ¡Hesperomys¡, ¡Panolax¡ und ¡Lepus¡.
+
+Als untere Grenze des europäischen #Miocän# eignen sich am besten
+die durch das Vorkommen von ¡Helix rugulosa¡ charakterisierten
+Süßwasserablagerungen von Ulm und Mainz, welchen auch der Indusienkalk
+von St. Gérand le Puy, die Asphalte von Pyrimont-Challonges,
+Savoien, und die Braunkohlen von Brüx im Alter gleichstehen. Von
+oligocänen Typen erhalten sich noch das hier besonders zahlreiche
+¡Caenotherium¡ und ¡Palaeochoerus¡, von Carnivoren ¡Palaeogale¡,
+¡Plesictis¡, ¡Stenogale¡, ¡Amphictis¡ und ¡Cephalogale¡, auch
+finden sich die letzten Beutelratten. Die Perissodactylen --
+¡Chalicotherium¡, ¡Paratapirus¡, ¡Aceratherium¡ und ¡Diceratherium¡
+sind nur vorgeschrittenere Entwicklungsstadien der schon bisher
+vorhandenen Typen. Das nämliche gilt auch von den Cerviden,
+¡Amphitragulus¡ und ¡Dremotherium¡. Eine hervorragende Rolle spielen
+¡Amphicyon¡, ¡Potamotherium¡ und ¡Herpestes¡ unter den Carnivoren,
+und ¡Steneofiber¡, ¡Plesiospermophilus¡, ¡Myoxus¡, ¡Cricetodon¡
+und ¡Titanomys¡ unter den Nagern. Ihre Abstammung von bisher in
+Europa vorhandenen Typen erscheint, wenigstens für einen Teil dieser
+Gattungen, einigermaßen zweifelhaft. Die Insectivoren und Fledermäuse
+schließen sich sehr enge an lebende Formen an und gehören zum Teil
+sogar lebenden Gattungen an. Die Anthracotheriiden sind jetzt durch
+einen neuen Typus -- ¡Brachyodus¡ -- vertreten.
+
+Nach dieser Periode ergriff das Meer wieder Besitz von einem
+großen Teil des mitteleuropäischen Festlandes, weshalb auch Reste
+von Landsäugetieren im #Mittelmiocän# ziemlich selten und nur
+an nichtüberfluteten Orten in größerer Menge erhalten geblieben
+sind, wie bei Tuchorschitz in Böhmen und auf dem Juraplateau von
+Solnhofen. Sie gehören einer Fauna an, welche im wesentlichen mit
+der des Obermiocän übereinstimmt, aber mit jener des Untermiocän
+noch die Gattungen ¡Brachyodus¡, ¡Palaeochoerus¡, ¡Amphicyon¡,
+¡Cephalogale¡, und ¡Plesictis¡ gemein hat. Die ¡Caenotherien¡ sind
+nahezu, die Beutelratten vollständig verschwunden. Von den Hirschen
+-- ¡Palaeomeryx¡ -- zeichnen sich die kleineren schon durch den
+Besitz eines Geweihes aus, die Rhinoceriden erweisen sich zum Teil
+-- ¡Aceratherium¡, ¡Diceratherium¡ -- als direkte Nachkommen von
+bereits vorhandenen Typen, daneben tritt jedoch eine neue Form
+¡Brachypotherium¡ auf. Das wichtigste Ereignis ist jedoch das
+erstmalige Erscheinen von Proboscidiern, der Gattung ¡Mastodon¡.
+In den Sanden des Orléanais kommt auch bereits ¡Dinotherium¡ sowie
+¡Anchitherium¡ und sogar schon ein Anthropoide ¡Pliopithecus¡ vor. Das
+marine Miocän enthält im Gegensatz zum Oligocän nicht nur Sirenen --
+neben ¡Metaxytherium¡ auch noch ¡Halitherium¡ -- und ¡Squalodontidae¡,
+sondern auch zahlreiche modernere Zahnwale, darunter ¡Physodon¡,
+¡Acrodelphis¡, ¡Cyrtodelphis¡ und ¡Delphinus¡ und sogar schon einen
+Bartenwal ¡Plesiocetus¡. Auch erscheinen jetzt Robben -- ¡Phoca¡.
+
+Während die Faunen des Oligocäns und Eocäns und selbst noch des
+Untermiocäns im ganzen doch immer nur auf eine verhältnismäßig
+geringe Anzahl von Fundplätzen beschränkt sind, erstreckt sich die
+Fauna des #Obermiocän# fast über ganz Mitteleuropa, sie findet sich
+aber auch bei Lissabon, Madrid und Südrußland. Es dürfte genügen,
+von den zahllosen Fundstellen nur Sansan (Gers), La Grive St. Alban
+(Isère), Steinheim, Georgensgmünd, Öningen, die bayerisch-schwäbische
+Hochebene, die Braunkohlen von Steiermark und den Landschneckenkalk
+von Oppeln in Schlesien zu nennen. Aus dem Untermiocän erhalten sich
+fast unverändert die Amphicyoninen, Viverriden, Musteliden, jedoch
+erscheinen jetzt auch Vorläufer von ¡Meles¡ -- ¡Trochictis¡, echte
+Bären ¡Ursavus¡ und vor allem zahlreiche Feliden, sowohl ¡Machairodus¡
+als auch echte ¡Felis¡. Die Nager, Chiropteren und Insectivoren sind
+im wesentlichen die Nachkommen der schon im Untermiocän vorhandenen
+Gattungen, neu ist nur die fast allenthalben vertretene Gattung
+¡Galerix¡. Bei den Paarhufern läßt sich trotz des Formenreichtums ein
+nur geringer neuer Zugang konstatieren, nämlich primitive ¡Antilopen¡
+mit hirschähnlicher Bezahnung und ¡Hyaemoschus¡, gewissermaßen als
+Ersatz für die erloschenen Caenotheriiden und für ¡Brachyodus¡,
+dagegen scheinen die zahlreichen und in der Größe verschiedenen
+¡Palaeomeryx¡-Arten, von denen die kleinen und mittelgroßen jetzt
+auch mit Geweihen versehen sind, nur weitere Entwicklungsstadien
+der verschiedenen untermiocänen ¡Amphitragulus¡-Arten zu sein. Ein
+direkter genetischer Zusammenhang mit früheren Formen besteht nicht
+minder auch bei den Suiden, denn ¡Hyotherium¡ und die zum ersten
+Male vorhandene Gattung Sus sind die Nachkommen von ¡Palaeochoerus¡,
+und ¡Listriodon¡ der von ¡Doliochoerus¡. Unter den Perissodactylen
+lassen sich ¡Chalicotherium¡, die Tapire und ¡Aceratherium¡
+ungezwungen von untermiocänen Formen ableiten, und ¡Brachypotherium¡
+und ¡Ceratorhinus¡ haben wenigstens Vorläufer im Mittelmiocän,
+wo auch schon, wie wir gesehen haben, ¡Anchitherium¡ zum ersten
+Male nachweisbar ist. Im Mittelmiocän muß also eine beschränkte
+Einwanderung stattgefunden haben und zwar aus einem uns vorläufig
+nicht näher bekannten Gebiet, das aber jedenfalls auch mit Nordamerika
+in Verbindung war. Diesem Gebiet verdankte Europa die Einwanderung
+der ebengenannten Perissodactylen und wohl auch der Feliden und der
+Gattung ¡Galerix¡, dagegen können die gleichzeitig mit auftretenden
+Proboscidier, ¡Mastodon¡ und ¡Dinotherium¡, sowie die Affen --
+¡Pliopithecus¡ -- nur aus Afrika gekommen sein.
+
+Hat schon die obermiocäne Säugetierfauna eine weite Verbreitung
+in Europa, so gilt dies in noch höherem Grade von jener des
+#Unterpliocäns#, der pontischen Stufe. In Süddeutschland hat sie
+freilich, abgesehen von Eppelsheim bei Worms und gewissen Bohnerzen
+der Schwäbischen Alb, keine Tierreste hinterlassen, auch in Frankreich
+sind solche nur von Cucuron und Mont Lebéron (Vaucluse) und aus
+der Gegend von Lyon bekannt, dagegen ist sie auf der hispanischen
+Halbinsel wahrscheinlich sehr verbreitet -- man kennt sie sowohl aus
+der Gegend von Lissabon als auch von Concud in der Provinz Teruel
+-- und im östlichen Europa finden sich Überreste dieser Fauna vom
+Wiener Becken an bis in das südliche Rußland und fehlen auch nicht
+in Rumänien. Besonders reich entwickelt war jedoch diese Tierwelt in
+Griechenland -- Pikermi --, im westlichen Teil von Kleinasien -- Samos
+-- und im westlichen Persien -- Maragha -- allein je weiter östlich
+die Fundorte liegen, desto mehr treten neue, der europäischen Fauna
+fremde Elemente auf, namentlich unter den Wiederkäuern. Während in
+Europa die Antilopen nur eine ziemlich geringe Rolle spielen und dafür
+die Hirsche besser vertreten sind, verschwinden diese letzteren im
+Osten fast vollständig, dagegen entfalten hier die Antilopen einen um
+so größeren Formenreichtum. In Mitteleuropa ist die Unterpliocänfauna,
+abgesehen von der Anwesenheit der Gattung ¡Hipparion¡, an Stelle
+der erloschenen Gattung ¡Anchitherium¡, streng genommen nur die
+Fortsetzung der obermiocänen Säugetierwelt, denn die Carnivoren, die
+Perissodactylen -- ¡Brachypotherium¡, ¡Aceratherium¡, ¡Tapirus¡,
+¡Chalicotherium¡ -- die Proboscidier ¡Mastodon¡ und ¡Dinotherium¡ sind
+nur wenig veränderte Nachkommen der obermiocänen Arten. Das nämliche
+gilt auch unter den Paarhufern für die Suiden, Hirsche, ¡Dorcatherium¡
+und die wenigen Antilopen, und selbst die Primaten ¡Dryopithecus¡
+und ¡Anthropodus¡ sind wohl aus ¡Pliopithecus¡ hervorgegangen.
+Die Nagerfauna ist recht ärmlich, weil fast alle Ablagerungen aus
+dieser Periode von Hochfluten oder aus geröllführenden Flüssen
+abgesetzt wurden und daher alle kleinen Knochen zugrunde gingen;
+sie besteht vorwiegend aus ¡Castor¡, ¡Lepus¡ und ¡Dipoides¡. Die
+beiden letzteren Gattungen sind von Osten über Asien aus Nordamerika
+gekommen, offenbar zugleich mit Feliden und ¡Hipparion¡. Auch
+¡Hyaena¡ ist wohl von Osten her eingewandert. Diese wenigen neuen
+Faunenelemente des westlichen Europa bilden einen scharfen Gegensatz
+zu der Menge neuer Typen, welchen wir im südöstlichen Europa und
+in Westasien begegnen. Die Unterpliocänfauna von Pikermi enthält
+einen von den europäischen verschiedenen Rhinoceriden, ¡Atelodus
+pachygnathus¡, auf Samos und in Maragha noch weitere, an chinesische
+und indische Typen erinnernde Aceratherien, auch erscheint hier
+ganz unerwartet ein großer Hyracoide -- ¡Pliohyrax¡ --, besonders
+charakteristisch sind ferner die im Westen ganz fehlenden Giraffen
+¡Camelopardalis¡, ¡Helladotherium¡, ¡Samotherium¡, ¡Palaeotragus¡
+etc., ferner ¡Palaeoryx¡, ¡Protoryx¡, ¡Protragelaphus¡ und andere
+Antilopen, während bis Mittel- und Westeuropa von solchen nur
+¡Palaeoreas¡, ¡Tragocerus¡ und ¡Gazella¡ vorgedrungen sind. Auch die
+Hyänen sowie ¡Ictitherium¡ und ¡Mesopithecus¡ stellen entschieden
+östliche Typen dar. Die Fauna der ebenerwähnten Lokalitäten Samos und
+Maragha führt uns naturgemäß zur Besprechung der Fauna der indischen
+Siwalik und von China. In den Siwalik gehört zwar der größte Teil
+der fossilen Tierreste dem Unterpliocän an, aber es ist doch auch
+eine ältere Fauna europäischen Ursprungs wenigstens angedeutet
+durch ¡Anthracotherium¡, ¡Merycopotamus¡ und durch eine primitive
+¡Mastodon¡-Art. Auch ¡Dinotherium¡ und ¡Listriodon¡ gehören vielleicht
+in diese ältere Fauna. Die Pliocänfauna zeichnet sich aus durch das
+Vorkommen von mehreren Primaten, ¡Palaeopithecus¡, ¡Simia¡, ¡Macacus¡
+und ¡Cynocephalus¡. Die Raubtiere sind vertreten durch ¡Canis¡,
+¡Amphicyon¡, ¡Hyaenarctos¡, ¡Ursus¡, ¡Mellivora¡, ¡Enhydriodon¡,
+¡Viverra¡, ¡Machaerodus¡ und verhältnismäßig viele Arten von
+¡Hyaena¡ und ¡Felis¡. Die Gattung ¡Mastodon¡ ist ebenfalls ziemlich
+artenreich, unter den Rhinoceroten finden sich neben europäischen
+Typen auch einige neue, die für lebende und wohl auch für ¡Rhinoceros
+tichorhinus¡ stammesgeschichtliche Bedeutung haben. Zugleich mit
+¡Hipparion¡ tritt hier wie in China scheinbar auch schon ¡Equus¡ auf.
+Die zahlreichen Suiden haben schon sehr modernes Gepräge. Neben vielen
+Hirschen finden wir Giraffen und die abenteuerlichen ¡Sivatheriinae¡
+und eine Menge Antilopen, welche zum Teil wie ¡Strepsiceros¡,
+¡Hippotragus¡, ¡Alcelaphus¡ heutzutage in Afrika leben, wie ja auch
+die Gattung ¡Hippopotamus¡ zum erstenmal in der Sivalikfauna auftritt.
+Nicht minder wichtig ist das Vorkommen von ¡Camelus¡, von ¡Capra¡,
+und von ¡Bubalus¡ und anderen Boviden, die aber vielleicht doch
+schon der jüngeren, im ganzen südlichen Asien so weit verbreiteten
+~Stegodonfauna~ angehören. Die in China teils in roten Tonen, teils
+in rötlichen Sandsteinen eingeschlossenen Tierreste verteilen sich in
+der Hauptsache auf die nämlichen Gattungen, die wir eben als die Fauna
+der Siwalik kennen gelernt haben oder doch auf sehr nahestehende, ja
+einige Arten sind sogar vollkommen identisch mit indischen, jedoch
+gibt es hier auch einige Formen -- ¡Anchitherium¡ und ¡Cervavus¡,
+welche augenscheinlich nur die Nachkommen von europäischen Miocäntypen
+darstellen. Über China erfolgte offenbar auch am Ende des Miocäns
+die Einwanderung nordamerikanischer Faunenelemente, welche teils wie
+die ¡Leporiden¡, ¡Dipoides¡, ¡Hipparion¡ sowie ¡Canis¡ und ¡Vulpes¡,
+vielleicht auch ¡Hyaena¡, bis nach Europa gelangten, teils sich
+vorerst nur über Asien verbreiteten, ¡Camelus¡, ¡aegodonte¡-Antilopen
+und wohl auch der ¡Sivatheriinae¡, der Nachkommen von ¡Protoceras¡.
+Als Gegengabe erhielt Nordamerika die ¡Aphelops¡-artigen Rhinoceriden,
+¡Palaeomeryx¡-ähnliche Cerviden und vor allem die Gattung ¡Mastodon¡
+und von Raubtieren ¡Dinocyon¡ und vielleicht auch schon ¡Ursus¡.
+
+Eine eigentümliche Stellung nimmt die Fauna von Monte Bamboli und
+Casteani in Toskana ein, denn sie enthält den ersten europäischen
+Cynopithecinen ¡Oreopithecus¡. Von den hier vorkommenden Carnivoren
+ist ¡Hyaenarctos¡ primitiver als der von Pikermi, die ¡Mustela¡ ist
+einem Marder von Pikermi und ¡Enhydriodon¡ einer Art aus den Siwalik
+sehr ähnlich, die Antilopen lassen sich am ehesten mit solchen von
+Pikermi vergleichen und der Suide findet sich auch in Eppelsheim;
+dieser Fauna dürfte also doch am ehesten ein unterpliocänes Alter
+zukommen. Dagegen schließt sich die von Casino trotz ihrer Armut
+schon eher an die von Roussillon und Montpellier an, obwohl ihr
+die Anwesenheit von ¡Hippopotamus¡ fast ein etwas jüngeres Gepräge
+verleiht. Gegenüber der unterpliocänen Tierwelt erscheint die
+#mittelpliocäne# ziemlich dürftig. Eine nicht unbeträchtliche Anzahl
+wichtiger Arten, wie ¡Machairodus crenatidens¡, ¡Hyaena arvernensis¡,
+¡Ursus arvernensis¡, ¡Mastodon arvernensis¡, ¡Tapirus arvernensis¡
+und ¡Gazella borbonica¡ sowie ¡Lagomys corsicanus¡ hat sie mit
+der oberpliocänen gemein, dagegen verleiht ihr die Anwesenheit von
+¡Hipparion¡, ¡Mastodon Borsoni¡ und allenfalls auch von ¡Rhinoceros
+leptorhinus¡ und einer ¡Viverra¡ einen altertümlicheren Charakter,
+auch die zahlreichen Hirsche sind noch etwas primitiver. Von den
+Antilopen leitet ¡Palaeoryx boodon¡ einigermaßen zu den Rindern
+hinüber. Während die Nager und die Feliden trotz ihrer nicht
+geringen Mannigfaltigkeit kein besonderes Interesse beanspruchen
+können, verdient das Vorkommen von mehreren Cynopithecinen
+¡Dolichopithecus¡, ¡Semnopithecus¡ und ¡Macacus¡ um so mehr Beachtung.
+Ungefähr gleichzeitig mit dieser Landfauna lebten zahlreiche
+~Meeressäugetiere~, vorwiegend Zahnwale, daneben auch einige Phociden
+und Sirenen -- ¡Felsinotherium¡, deren Überreste, namentlich bei
+Antwerpen, Montpellier, in Piemont und bei Siena in reichlicher Menge
+zum Vorschein gekommen sind.
+
+Die #oberpliocäne# Säugetierfauna der Auvergne war schon frühzeitig
+Gegenstand eingehender Untersuchung, später wurden die wichtigsten
+der hier vorkommenden Arten auch im Arnotal in Toskana nachgewiesen,
+auch in England -- Crag von Norwich --, in Siebenbürgen und selbst
+bei Giurgewo in Rumänien fanden sich manche der charakteristischsten
+Formen. Während die meisten Hirsche und Antilopen, die Suiden, Tapir,
+¡Rhinoceros¡, ¡Mastodon¡, die Nager und Raubtiere sich nur wenig von
+ihren mittelpliocänen Vorläufern unterscheiden und zum Teil sogar noch
+den nämlichen Arten angehören, erhält diese Fauna doch ein wesentlich
+jüngeres Gepräge durch das erstmalige Auftreten der Gattungen
+¡Elephas¡, ¡Equus¡ und ¡Bos¡.
+
+In ~Nordamerika~ ist unzweifelhaftes Pliocän nur von Texas und
+vielleicht auch von Nebraska bekannt. Die »Blanco-Beds« enthalten
+große Caniden -- ¡Borophagus¡, ¡Amphicyon¡, einen Musteliden --
+¡Canimartes¡, einen Feliden -- ¡Felis hillanus¡ -- Edentata --
+¡Glyptotherium¡, ¡Megalonyx¡ und ¡Mylodon¡, mehrere Proboscidia --
+¡Trilophodon¡, ¡Dibelodon¡, Equiden -- ¡Pliohippus¡, ¡Protohippus¡ und
+¡Neohipparion¡, Suiden -- ¡Platygonus¡ und Cameliden -- ¡Pliauchenia¡.
+Abgesehen von der Anwesenheit der aus Südamerika stammenden Edentata
+ist diese Fauna charakterisiert durch das vollständige Erlöschen
+der Oreodontiden und Rhinoceriden. Allenfalls dürfen auch noch die
+Schichten mit ¡Elephas imperator¡ von Texas und Mexiko in das Pliocän
+gestellt werden.
+
+Das #Pleistocän# beginnt sowohl in Nordamerika als auch in Europa mit
+einer Fauna, die noch Arten eines warmen Klimas und sogar erloschene
+Gattungen enthält. In Nordamerika ist die Sheridanformation von
+Nebraska und das Rock Creek-Bed von Texas charakterisiert durch
+das erstmalige Erscheinen der Gattungen ¡Equus¡, ¡Antilocapra¡
+und ¡Castoroides¡ neben ¡Elephas¡, ¡Platygonus¡, ¡Eschatius¡,
+¡Camelops¡, ¡Felis¡, ¡Canis¡, ¡Lutra¡ und ¡Mylodon¡, während der
+¡Merycodus¡-ähnliche ¡Capromeryx¡ im Aussterben begriffen ist und
+die Nager, abgesehen von ¡Castoroides¡, nur durch lebende Gattungen
+vertreten sind. In Europa finden wir die älteste pleistocäne
+Tiergesellschaft im Cromerforest-Bed von England und Holland, bei
+St. Prest und in Mauer bei Heidelberg, welch letztere Lokalität vor
+kurzem durch den Fund eines Menschenkiefers so große Berühmtheit
+erlangte. Neuere Untersuchungen der an diesen Orten gesammelten
+Tierreste haben den Nachweis erbracht, daß zwischen Pliocän und
+Pleistocän keineswegs eine so scharfe Grenze besteht, wie es bis
+dahin den Anschein hatte, denn wir treffen hier noch pliocäne Arten,
+nämlich ¡Hippopotamus major¡, ¡Equus Stenonis¡, ¡Rhinoceros etruscus¡,
+¡Elephas meridionalis¡, ¡Ursus arvernensis¡, ¡Canis neschersensis¡,
+¡Lynx issiodorensis¡ und ¡Hyaena arvernensis¡, ja einige dieser
+Arten reichen sogar noch in die etwas jüngere Fauna von Mosbach bei
+Mainz hinauf, wo sich zu ihnen ¡Capreolus caprea¡, ¡Cervus elaphus¡,
+¡Alces latifrons¡, ¡Bison priscus¡, ¡Sus scrofa¡ und ¡Castor fiber¡
+gesellen, welche dann mit Ausnahme von ¡Ursus Deningeri¡ und ¡Alces
+latifrons¡ in allen jüngeren Pleistocänablagerungen, die während
+eines wärmeren Klimas entstanden, wiederkehren, wie z. B. in
+Taubach, Krapina und in den Höhlen von Mentone. Neben ihnen kommt
+gelegentlich auch noch ein ¡Inuus¡, ¡Hippopotamus¡ und ¡Machairodus
+latidens¡ sowie ¡Hyaena striata¡ vor. In Asien (China) lebten während
+des älteren Pleistocäns noch ¡Hyaenarctos¡, ¡Chalicotherium¡ und
+ein riesiger ¡Tapir¡ neben ¡Rhinoceros sinensis¡ und ¡plicidens¡,
+gewissermaßen die Stellvertreter des europäischen ¡Mercki¡, ferner
+¡Elephas namadicus¡, ¡Hyaena¡, ¡Hirsch¡ und ¡Schwein¡. In das
+Altpleistocän fällt außer der Fauna des Narbadatales auch die durch
+das Vorkommen von ¡Pithecanthropus¡ so berühmt gewordene Fauna von
+Trinil auf Java mit ¡Macacus¡, ¡Mececyon¡, ¡Feliopsis¡, ¡Stegodon¡,
+¡Rhinoceros¡, ¡Hippopotamus¡, ¡Sus¡, ¡Cervulus¡, ¡Axis¡, ¡Duboisia¡,
+mit ¡Boselaphus¡ verwandt, ¡Buffelus¡ und ¡Bibos¡, welche insgesamt
+nur durch ausgestorbene Arten repräsentiert sind, was deutlich genug
+für das hohe Alter dieser Fauna spricht.
+
+In Nordamerika scheint das eigentliche Mittelpleistocän
+charakterisiert zu sein durch das Verschwinden von ¡Camelus¡,
+¡Arctotherium¡ und von ¡Elephas Columbi¡, an deren Stelle ¡Mammut¡,
+¡Mastodon¡, ¡Odocoileus¡, ¡Haploceras¡, ¡Bison¡, ¡Alces¡, ¡Ovibos¡,
+¡Rangifer¡, ¡Cervus¡ und ¡Ursus¡ treten, jedoch erhalten sich anfangs
+noch ~Machairodontinen~, ¡Megalonyx¡, ¡Mylodon¡, ¡Equus¡, ¡Tapirus¡
+und ¡Mylohyus¡. Eine Fauna aus dieser Periode scheint in der berühmten
+Port Kennedy-Höhle von Pennsylvanien enthalten zu sein, vielleicht
+auch in Mergeln von Westkansas. Auch in der Potter Creek-Höhle in
+Kalifornien und am Silver Lake in Oregon hat man noch ¡Megalonyx¡ und
+¡Nothrotherium¡ sowie ¡Equus¡ und ¡Elephas¡ gefunden. Die Mehrzahl
+der Tierreste verteilt sich jedoch schon auf noch lebende Arten
+der Carnivoren, Nager, Hirsche, ¡Bison¡, neben welchen allerdings
+¡Mastodon americanus¡ zum erstenmal erscheint. Auch finden sich hier
+eigentümliche ¡Ovibos¡-ähnliche, vollkommen ausgestorbene Formen --
+¡Preptoceras¡ und ¡Euceratherium¡. Die jüngsten Pleistocänfaunen
+Nordamerikas z. B., die aus einer Felsspalte in Arkansas bestehen,
+abgesehen von ¡Equus¡, einem ~Machairodontinen~ und einem
+Moschusochsen, ¡Symbos¡, nur mehr aus solchen Arten, welche noch
+heutzutage Nordamerika bewohnen.
+
+Die Veränderungen in der Zusammensetzung der Tierwelt, das Aussterben
+oder doch Auswandern von wärmeliebenden Formen war in Nordamerika und
+in Europa vor allem bedingt durch die ausgedehnte Vergletscherung,
+allein in Nordamerika kennt man anscheinend außer der eben erwähnten
+Conard-Spalte in Arkansas keine Lokalität, wo eine größere Anzahl der
+nunmehr eingewanderten kälteliebenden oder doch der Kälte angepaßten
+Arten zum Vorschein gekommen wäre. In Europa hingegen spielt die
+Fauna der eigentlichen Eiszeit eine viel wichtigere Rolle als die
+präglaziale und interglaziale wärmeliebende Säugetierwelt. Fast
+in keiner Höhle von England, Belgien, Frankreich, Deutschland und
+Österreich-Ungarn wird man vergeblich nach Knochen und anderen Resten
+von Höhlenbär, Höhlenhyäne, Renntier, ¡Rhinoceros antiquitatis¡
+und Mammut suchen, auch Höhlenlöwe, Vielfraß, Gemse und Steinbock
+sowie Saigaantilope und Moschusochse sind zuweilen mit ihnen
+vergesellschaftet. Die nämlichen Arten haben auch öfters im Löß,
+seltener in fluviatilen Ablagerungen Überreste hinterlassen. Ein nicht
+unwesentliches Element der jüngsten europäischen Pleistocänfauna
+sind ferner auch gewisse Nager -- ¡Cuniculus¡, ¡Lemmus¡, ¡Ochotona¡,
+¡Dipus¡, ¡Alactaga¡, ¡Bobak¡, welche heutzutage teils die arktischen
+Tundren, teils die Steppen Rußlands und des westlichen Asien bewohnen.
+Nach dem definitiven Zurückweichen der Gletscher zogen sie sich
+freilich in ihre heutigen Wohnsitze zurück. Auch Ren und Moschusochse
+wichen aus dem gemäßigten Teile Europas, während Löwe und Hyäne wohl
+nur durch den Menschen aus Europa verdrängt wurden. Um so rätselhafter
+erscheint uns dagegen das Aussterben von Mammut, Rhinoceros und
+Höhlenbär, denn es ist kaum anzunehmen, daß der Mensch allein sie
+ausgerottet hätte, wie das mit dem Riesenhirsch, mit Bison und
+Auerochs der Fall war.
+
+Aus ~Afrika~ waren bis vor kurzem keine fossilen Säugetiere bekannt
+mit Ausnahme von jenen aus dem Pleistocän von Algier und einigen
+spärlichen Resten aus dem dortigen Tertiär. Nichtsdestoweniger
+spielte jedoch Afrika bei zoogeographischen Spekulationen eine
+hervorragende Rolle. Es sollte vor allem die Heimat aller pliocänen
+Säugetiere von Europa und Asien sein, auch soll es einen großen,
+afrikanisch-südamerikanischen Kontinent gegeben haben, und selbst
+die dann und wann im europäischen Eocän auftauchenden neuen Formen
+sollten unfehlbar aus Afrika stammen. Jetzt, wo wir Reste von
+Landsäugetieren sowohl aus dem Eocän und Oligocän, als auch aus
+dem Miocän und Pliocän von Ägypten kennen, stellt sich heraus, daß
+diese beiden jüngeren Faunen keine anderen Elemente enthalten als
+die gleichalterigen Tiergesellschaften von Europa und Asien, und daß
+mithin Afrika, wenigstens Nordafrika, auch damals schon faunistisch
+zu Eurasien gehörte. Im Eocän ist die Landsäugetierfauna nur auf zwei
+Gattungen, ¡Moeritherium¡ und ¡Barytherium¡, beschränkt, die beide
+Subungulaten sind, und die Fauna des Oligocäns erweist sich als eine
+eigentümliche Mischung von einheimischen Formen, Subungulaten --
+Proboscidia, ¡Palaeomastodon¡ und ¡Moeritherium¡ --, Hyracoidea --
+den zahlreichen ¡Saghatheriidae¡ -- und ¡Arsinoitheria¡ einerseits
+und von Einwanderern aus Nordamerika und Europa anderseits. Aus
+Europa stammen ¡Ancodus¡, ¡Apterodon¡, ¡Pterodon¡ und ein nicht näher
+bestimmbarer großer Creodontier, die Nager ¡Phiomys¡ und ¡Metaphiomys¡
+und wohl auch die Fledermaus, ¡Provampyrus¡. Nachkommen alter
+nordamerikanischer Typen sind hingegen die Primaten -- ¡Parapithecus¡,
+¡Moeripithecus¡ und ¡Propliopithecus¡, wohl hervorgegangen aus
+Anaptomorphiden, der Insectivore ¡Metolbodotes¡ und wahrscheinlich
+auch ¡Ptolemaia¡ und ¡Metasinopa¡. Es sind also nur die Subungulata
+ein wirklich afrikanisches Element und selbst diese könnten
+schließlich auch aus Condylarthren oder doch aus den primitivsten
+Placentaliern hervorgegangen sein und mithin praktisch auch nur
+Glieder der alten arktogäischen Fauna. Auf keinen Fall sind sie mit
+den südamerikanischen ¡Notoungulata¡ näher verwandt.
+
+Die lebende und subfossile Säugetierwelt der Insel ~Madagaskar~ stellt
+ein eigentümliches Gemisch von primitiven und modernen Typen dar.
+Die letzteren sind vor allem repräsentiert durch die Zwergform von
+¡Hippopotamus¡, der offenbar erst spät vom Kontinent her eingewandert
+ist, und ¡Cryptoprocta¡ ist wohl nur der Nachkomme eines miocänen
+europäischen Carnivoren. Dagegen lassen sich sowohl die noch lebenden
+als auch die ausgestorbenen, zum Teil riesigen ~Lemuriden~ nur von den
+~Adapiden~ des europäischen Eocäns ableiten, und als Verwandte der
+~Centetiden~ kommen nur gewisse Insectivoren des nordamerikanischen
+Oligocäns in Betracht, mit welchen sie auch geographisch durch die
+westafrikanische Gattung ¡Potomogale¡ und den auf Kuba lebenden
+¡Solenodon¡ verbunden sind.
+
+Aus den übrigen Teilen der ~südlichen Halbkugel~ waren von
+fossilen Säugern lange Zeit nur die Pampastiere und die Reste aus
+brasilianischen Höhlen sowie die ausgestorbenen ~Beuteltiere~ und die
+~Monotremen~ Australiens bekannt. Nur allmählich erweiterten sich
+unsere Kenntnisse ein wenig durch Funde im Tertiär von Patagonien.
+Erst die umfassenden Aufsammlungen ~Ameghino's~ in diesem Gebiete
+gaben uns ein wirkliches Bild von der Mannigfaltigkeit der hier
+begrabenen Tierwelt, welche allerdings einen ganz fremdartigen
+Charakter aufweist. Statt der uns gewohnten Paar- und Unpaarhufer
+und der Proboscidier treffen wir hier Huftiere, die infolge des
+kurzen Schädels, der meist hohen Unterkiefer, des gewölbten Rückens,
+der niedergedrückten Vorderextremität, der tiefen Kopfstellung und
+der kurzen, meist dreizehigen und häufig mit stumpfen Krallen, nur
+selten mit Hufen versehenen Extremitäten eher das Aussehen von
+Nagetieren wie etwa von ¡Capybara¡ besitzen. Andere erinnern mehr an
+Hasen. Statt der Fledermäuse, Insectivoren und Raubtiere finden wir
+~Beuteltiere~, die zum Teil an die australischen Raubbeutler, zum
+Teil noch an die mesozoischen ~Allotheria~ erinnern. Ein wichtiges,
+Südamerika eigenes Element bilden auch die hier schon frühzeitig
+auftretenden ~Edentaten~ und selbst die etwas später erscheinenden
+Nager gehören Familien an, die noch heutzutage fast ausnahmslos auf
+Südamerika beschränkt sind. So fremdartig diese Tierwelt uns nun auch
+beim ersten Anblick erscheint, so ergeben sich bei näherer Betrachtung
+doch gewisse Anklänge an Formen der nördlichen Hemisphäre, denn ein
+Teil der Huftiere, die ¡Litopterna¡, die in Gebiß und Extremitäten
+ein allerdings karikaturenhaftes Perissodactylengepräge zur Schau
+tragen, zeigt doch gewisse Beziehungen zu den ~Phenacodontiden~, und
+selbst die so eigenartigen ¡Typotheria¡, ¡Toxodontia¡, ¡Entelonychia¡
+und ¡Astrapotherioidea¡ beginnen mit Formen, deren Backenzähne sich
+allenfalls von jenen von Periptychiden -- ¡Haploconus¡, ¡Anisonchus¡
+-- ableiten lassen. Ebenfalls auf Typen des ältesten Eocäns von
+Nordamerika, auf die ¡Ganodonta¡, gehen wohl auch die ¡Gravigrada¡
+zurück, und der älteste Vertreter der Gürteltiere war vielleicht auch
+ein Bewohner Nordamerikas, die Gattung ¡Metachiromys¡, und was die
+oben erwähnten ~Beuteltiere~ betrifft, so stammen sie wahrscheinlich
+ebenfalls aus Nordamerika, und zwar teils von den ~Allotheria~, teils
+von ¡Didelphys¡-ähnlichen Typen des Laramiebed, der oberen Kreide.
+Die erst später auftretenden ~Nager~ haben allerdings einen anderen
+Ursprung. Ihre Vorfahren waren in Europa und Nordafrika beheimatet.
+Sie wanderten wahrscheinlich ~passiv~, nämlich durch Raubvögel von
+Insel zu Insel verschleppt, und bedurften hierbei keiner soliden
+Landbrücke, es genügte hierfür vielmehr schon die Existenz einer
+Inselreihe zwischen Westafrika und Brasilien.
+
+Die ältesten Schichten in Südamerika, aus welchen Säugetiere
+in nennenswerter Anzahl zum Vorschein kamen, sind die
+~Notostylopsschichten~ von Casa mayor am Golf St. George in
+Patagonien, welchen etwa ein #obereocänes# Alter zukommt. Es sind
+hier mit Ausnahme der Nager schon fast alle Typen der fossilen
+südamerikanischen Säugetierwelt vertreten, aber erst durch kleine
+oder höchstens mittelgroße Formen mit durchwegs brachyodonten
+Backenzähnen, die ¡Typotheria¡ durch die ¡Notopithecidae¡ und
+allenfalls auch durch die etwas ferner stehenden ¡Archaeopithecidae¡
+und ¡Acoelodidae¡, die ¡Entelonychia¡, durch ¡Notostylopidae¡,
+¡Isotemnidae¡ und ¡Homalodontotheriidae¡ -- ¡Thomashuxleya¡ --, die
+¡Astrapotherioidea¡ durch die ¡Trigonostylopidae¡, ¡Albertogaudryidae¡
+und die ¡Litopterna¡ durch die bunodonten Gattungen ¡Didolodus¡
+und eine Anzahl anderer höchst mangelhaft bekannter Formen. Auch
+gibt es bereits Vertreter der so rätselhaften ¡Pyrotheria¡, von
+denen namentlich ¡Carolozittelia¡ fast eine gewisse Verwandtschaft
+mit ¡Pantolambda¡ vermuten läßt. An die ¡Allotheria¡ erinnern die
+ebenfalls zu den Marsupialiern gehörigen ¡Polydolopidae¡, die
+~Raubbeutler~ haben schon einige Repräsentanten in Formen wie
+¡Procladosictis¡, ¡Pharsaphorus¡ sowie in den ¡Didelphys¡-ähnlichen
+Gattungen ¡Ideodidelphys¡, denen sich die eigentümlichen, bunodonten
+¡Caroloameghiinidae¡ am besten anreihen lassen. Edentaten fehlen zwar
+keineswegs, allein die meisten der höchst problematischen Gattungen
+gehören schon in die nächste Nähe der lebenden ~Dasypodiden~, und die
+einzige Gravigradengattung ¡Protobradys¡ ist nur sehr unvollständig
+bekannt.
+
+Die nächstjüngere Säugetierfauna von Patagonien, die der #oligocänen#
+~Astraponotusschichten~, läßt sich am besten als die Fortsetzung
+der Notostylopsfauna charakterisieren, sie ist aber zweifellos viel
+ärmer an Gattungen und Arten und bis jetzt nur sehr mangelhaft
+bekannt. Als neue Typen erscheinen eigentlich nur die ¡Notohippidae¡,
+deren Zahnkronen erst eine ganz mäßige Höhe erlangt haben,
+¡Archaeohyracidae¡ mit prismatischen Zähnen, ¡Astrapotheriidae¡ --
+¡Astraponotus¡ -- und von Edentaten die ersten ¡Glyptodontia¡.
+
+Die folgende Fauna, die der ~Pyrotheriumschichten~ südlich von
+Cabo Blanco, zeigt erhebliche Fortschritte gegenüber den beiden
+älteren und hat mit der am besten bekannten und formenreichsten
+Fauna Patagoniens, dem Santacruzeno, so viele Gattungen gemein, daß
+über ihr #miocänes# Alter nicht der leiseste Zweifel bestehen kann.
+Die rätselhaften, hier zum letzten Male vorkommenden ¡Pyrotheria¡
+erreichen jetzt den Höhepunkt ihrer Entwicklung in der gewaltigen
+Gattung ¡Pyrotherium¡. Die ¡Typotheria¡ und ¡Toxodontia¡ haben jetzt
+insgesamt schon prismatische Zähne. Die ¡Notohippidae¡ sind hier
+besonders zahlreich, auch erscheinen die ersten ¡Nesodontidae¡,
+anscheinend sogar schon ein großer ¡Nesodon¡, und ¡Interatheriidae¡,
+¡Plagiarthrus¡. Von den ¡Entelonychia¡ sind zwar die ¡Isotemnidae¡
+im Aussterben begriffen, dafür erreichen die ¡Leontiniidae¡ schon
+gewaltige Körpergröße -- ¡Leontinia¡, ¡Ancylocoelus¡ --, desgleichen
+die ¡Astrapotheriidae¡ und ebenso von den ¡Homalodontotheriidae¡
+die Gattung ¡Asmodeus¡. Die ¡Litopterna¡ sind jetzt schon als
+¡Protherotheriidae¡ und ¡Macraucheniidae¡ spezialisiert, die letzteren
+aber nur durch ziemlich kleine brachyodonte Formen vertreten. Unter
+den Edentata bilden die ¡Dasypoda¡ die direkte Fortsetzung der
+Formen der Notostylopsschichten, die ¡Glyptodontia¡ und ¡Gravigrada¡
+unterscheiden sich kaum mehr von den späteren, und ebensowenig ist
+dies bei den ¡Dasyuridae¡ der Fall. Dagegen sind die ¡Polydolopidae¡
+verschwunden und gewissermaßen durch die ersten ¡Caenolestidae¡
+-- ¡Palaeothentes¡, ¡Parabderites¡ und ¡Halmariphus¡ ersetzt. Als
+besonders wichtiges Moment muß die jetzt erfolgte erste Einwanderung
+von Nagern -- ¡Cephalomys¡ und ¡Eosteiromys¡ -- bezeichnet werden.
+
+Zwischen diese Fauna und die des Santacruzeno schaltet sich zeitlich
+und morphologisch die Fauna der ~Colpodonschichten~ ein, die
+nach ~Tournouer~ am Coli Huapi-See besonders gut entwickelt sein
+soll. ~Ameghino~ zitiert hieraus höchst zweifelhafte Primaten --
+¡Homunculites¡ und ¡Pitheculites¡ --, von Nagern treten neue Typen
+auf, ¡Acaremys¡, ¡Spaniomys¡ und ¡Perimys¡, unter den Edentaten
+verdient ¡Propalaeohoplophorus¡ und unter den ¡Notohippidae¡, die
+hier zum letzten Male vertreten sind, ¡Argyrohippus¡ wegen der
+dicken Schmelzbedeckung seiner Backenzähne besonderes Interesse.
+Die ¡Entelonychia¡ werden zwar schon formenärmer, dafür ist jedoch
+die wichtige hierher gehörige Gattung ¡Colpodon¡ um so häufiger.
+¡Typotheria¡, ¡Litopterna¡ und ¡Astrapotheriidae¡ sowie ¡Dasyuridae¡
+bieten nichts, was besondere Erwähnung verdiente, dagegen darf der
+Umstand, daß die ¡Nesodontidae¡ jetzt schon typisch ausgeprägt
+erscheinen, nicht mit Stillschweigen übergangen werden. Zeitlich
+scheint diese Fauna der sonst marin ausgebildeten Patagonischen Stufe
+zu entsprechen.
+
+Die nun folgende Fauna aus den ~Schichten von Santa Cruz~ ist die
+artenreichste und am besten studierte des ganzen südamerikanischen
+Tertiärs. ~Ameghino~ nennt von hier mehrere Primaten, von denen
+allerdings nur die Gattung ¡Homunculus¡ wirklich zu dieser Ordnung
+gehören dürfte. Die ¡Nesodontidae¡ -- ¡Nesodon¡ und ¡Adinotherium¡
+-- zeichnen sich durch besondere Häufigkeit aus, ebenso von den
+¡Typotheria¡ die Gattungen ¡Protypotherium¡, ¡Interatherium¡ und
+¡Hegetotherium¡, die kleinen ¡Pachyrucos¡ bleiben freilich hinter
+diesen an Individuenzahl weit zurück. Die ¡Entelonychia¡, nur mehr
+durch ¡Homalodontotherium¡ vertreten, werden jetzt recht selten, auch
+die ¡Astrapotheriidae¡ sind dem Aussterben nahe, dagegen entfalten von
+den ¡Litopterna¡ die ¡Proterotheriidae¡ ihren höchsten Formenreichtum,
+während die ¡Macraucheniidae¡ sich nur durch beträchtliche Zunahme der
+Körpergröße von ihren Vorläufern unterscheiden. Ungemein zahlreich
+werden die ~Nager~, sowohl die ¡Caviinae¡, ¡Chinchillinae¡ als
+auch von den ¡Octodontidae¡ die ¡Loncherinae¡ und ¡Capromyinae¡;
+dagegen zeigen von den ¡Erethizontidae¡ nur die ¡Acaremyinae¡
+eine nennenswerte Bereicherung. Unter den Edentaten zeichnen sich
+die ¡Megalonychinae¡ durch besondere Häufigkeit aus, während die
+¡Megatheriinae¡ erst langsam zunehmen. Das nämliche gilt auch von den
+¡Glyptodontia¡, während die ¡Dasypoda¡ ziemlich unverändert bleiben,
+sowohl in Hinsicht auf ihre Organisation als auch auf ihre Häufigkeit.
+Besondere Erwähnung verdient die Gattung ¡Stegotherium¡, die wegen
+ihrer langen Schnauze und der reduzierten Zähne zu ¡Myrmecophaga¡
+hinüberleiten dürfte, sowie die Anwesenheit eines Insectivoren
+¡Necrolestes¡, der etwas an die afrikanischen ¡Chrysochloridae¡
+erinnert. Die ~Beuteltiere~ erreichen jetzt in Südamerika den
+Höhepunkt ihrer Entwicklung und zwar nicht nur die ¡Dasyuridae¡,
+repräsentiert durch die stattlichen ¡Borhyaena¡ und ¡Prothylacynus¡
+und die kleineren ¡Cladosictis¡ und ¡Amphiproviverra¡, sondern auch
+die ¡Caenolestidae¡ -- ¡Palaeothentes¡, ¡Abderites¡ und ¡Garzonia¡,
+von denen jedoch nur die letztere Gattung Nachkommen hinterlassen hat.
+Zu erwähnen wäre endlich noch die Anwesenheit eines Didelphyiden,
+¡Microbiotherium¡.
+
+#Pliocän.# Die Faunen zwischen dem Obermiocän und dem Pleistocän
+stehen sowohl in bezug auf Mannigfaltigkeit als auch hinsichtlich
+ihrer Erforschung bedeutend hinter den früheren und den späteren
+zurück. Die Paranástufe ist marin ausgebildet und enthält daher
+von Säugetieren nur ¡Cetacea¡, ¡Pinnipedia¡ und ¡Sirenia¡, unter
+denen nur ein Zahnwal, ¡Prosqualodon¡, größeres Interesse verdient.
+Die Landtierfauna ist charakterisiert durch das Seltenerwerden
+der ¡Litopterna¡ und ¡Typotheria¡ und das völlige Verschwinden
+von ¡Dasyuridae¡, ¡Palaeothentinae¡ und ¡Abderitinae¡, nur ein
+Caenolestide -- ¡Zygolestes¡ -- und ¡Didelphys¡ werden aus dem Pliocän
+angegeben. Den Hauptbestandteil der Fauna bilden ¡Toxodontinae¡,
+¡Macrauchaeniidae¡, Edentaten und ~Nagetiere~. Auch unter den Nagern
+finden wir vielfach Formen, welche sich wie die Vertreter der eben
+genannten Gruppen von ihren Vorfahren durch bedeutende Zunahme der
+Körpergröße unterscheiden, so unter den Chinchillinen ¡Megamys¡. Auch
+erscheinen bereits noch lebende Gattungen ¡Myopotamus¡, ¡Lagostomus¡
+und ¡Hydrochoerus¡. Die ¡Gravigrada¡ und ¡Glyptodontia¡ sind teilweise
+schon durch Gattungen der Pampasformation repräsentiert, dagegen
+werden die ¡Dasypoda¡ ärmer an Zahl der Gattungen und Arten. Angeblich
+treten jetzt auch schon echte ~Carnivoren~, ¡Cyonasua¡, ¡Arctotherium¡
+und ein ¡Canide¡ auf.
+
+Eine wichtige und interessante Fauna ist die des ~Tarija-Tales~
+in Bolivien. Sie hat jedenfalls ein wesentlich höheres Alter
+als jene der Pampasformation und enthält neben den bisherigen
+südamerikanischen Faunenelementen -- ¡Gravigrada¡, ¡Glyptodontia¡,
+¡Dasypoda¡, ¡Caviinae¡, ¡Octodontinae¡ und ¡Capromyinae¡ auch eine
+Menge Formen, die bis dahin ausschließlich Bewohner der nördlichen
+Hemisphäre oder doch von Nordamerika waren. Diese neu auftretenden
+Typen sind ¡Mastodon¡, ¡Tapir¡, Equiden -- ¡Hippidium¡ --, Cerviden,
+Cameliden, Feliden --, ¡Smilodon¡, ¡Felis¡ --, Bären, ¡Arctotherium¡,
+und Hunde. Auch Musteliden, ¡Mephitis¡, und Procyoniden, Leporiden
+und Hesperomyinen sowie ¡Dicotyles¡ sind am Ende des Tertiärs
+nach Südamerika gelangt und bilden dann im Pleistocän einen
+wesentlichen Bestandteil der südamerikanischen Säugetierfauna. Die
+ursprüngliche Fauna verarmt allmählich mit Ausnahme der schon länger
+einheimischen Nagertypen, jedoch erreichen die noch vorhandenen
+¡Toxodontia¡, ¡Gravigrada¡, ¡Glyptodontia¡ und von den ¡Litopterna¡
+die ¡Macraucheniidae¡ gewaltige Körperdimensionen und vielfach
+auch weitgehende Spezialisierung. In der älteren Pampasformation
+-- ~Monte Hermoso~ -- gibt es noch ¡Typotheria¡ -- ¡Pachyrucos¡
+und ¡Typotherium¡, sowie ¡Proterotheriidae¡ -- ¡Epitherium¡. Das
+Erlöschen dieser kleinen oder doch nur mäßig großen Formen dürfen
+wir unzweifelhaft auf die schädliche Konkurrenz der viel besser und
+zweckmäßiger organisierten Mastodonten und der Paar- und Unpaarhufer
+sowie auf die Tätigkeit der eingewanderten Raubtiere zurückführen.
+Allmählich erlagen dieser Konkurrenz und den Nachstellungen der großen
+Feliden auch die Macrauchenien, Toxodonten und Riesenedentaten.
+Soferne der in Südamerika erst sehr spät auftretende ~Mensch~ an
+der Ausrottung dieser Tiere beteiligt war, kann es sich nur um
+die Vertilgung der allerletzten Überbleibsel der alteingesessenen
+Fauna handeln. Daß er wirklich noch Zeitgenosse wenigstens eines
+Gravigraden, des ¡Glossotherium¡, war, geht aus den Funden in der
+Höhle Eberhard am Meerbusen von Ultima Esperanza mit Sicherheit hervor.
+
+Während die bisher entdeckten Säugetierfaunen des südamerikanischen
+Tertiärs auf Patagonien beschränkt und ältere Pleistocänfaunen bis
+jetzt nur aus dem Tarija-Tal in Bolivien und vom Monte Hermoso bekannt
+sind, hat die des jüngeren Pleistocäns, die sogenannte Fauna der
+~Pampasformation~ eine viel weitere Verbreitung. Die Hauptfundplätze
+sind zwar immer noch die nördlicheren Teile von Argentinien, allein
+auch aus Chile und Brasilien kennt man Überreste von Arten der
+Pampasformation, auch in den Höhlen von Minas Geraes in Brasilien sind
+vereinzelte Überreste von Riesenedentaten zum Vorschein gekommen,
+ebenso auch in den vulkanischen Tuffen von Ecuador, hier allerdings in
+verschwindend geringer Zahl gegenüber den Pferden und Auchenien.
+
+Wir dürfen unsere Betrachtungen der fossilen Tierwelt der südlichen
+Hemisphäre nicht abschließen, ohne auch einen Blick auf ~Australien~
+zu werfen, dessen Säugetierfauna den Faunen aller übrigen Kontinente
+so fremdartig gegenübersteht. Aus dem Tertiär kennt man hier
+allerdings nur die einzige Gattung ¡Wynyardia¡, deren systematische
+Stellung wegen des Fehlens von Zähnen leider nicht näher ermittelt
+werden kann. Dafür sind uns aber im Pleistocän, namentlich aus
+Knochenhöhlen, Überreste von ~Monotremen~ und einer ziemlichen
+Anzahl ~Beuteltiere~ überliefert worden, die zum Teil riesige
+Körperdimensionen erreicht hatten. Sie stammen jedoch durchwegs
+von Formen, welche sich an noch lebende australische Gattungen
+mehr oder minder enge anschließen und zum Teil sogar noch lebenden
+Gattungen angehören. Man hielt die australischen Säugetiere in der
+Regel für Nachkommen von mesozoischen Formen, welche sich hier in
+ihrer Abgeschlossenheit ungestört in der mannigfaltigsten Weise
+differenzieren konnten. Jetzt aber seit der Entdeckung der nicht
+unbedeutenden Menge fossiler ¡Polyprotodontia¡ und ¡Diprotodontia¡ im
+Tertiär von Patagonien muß man sich eben doch die Fragen vorlegen,
+ob die australischen Typen nicht doch von diesen südamerikanischen
+Formen abstammen und wann sie etwa nach Australien gelangt sein
+könnten. Diese Fragen sind allerdings nicht leicht zu beantworten. Der
+Ableitung der australischen ~Dasyuriden~ von den patagonischen stehen
+zwar keine ernstlichen Hindernisse im Wege, dagegen erscheint es kaum
+statthaft, die ~Hypsiprymniden~, ~Macropodiden~, ~Phalangeriden~ sowie
+¡Phascolomys¡ und ¡Diprotodon¡ auf die ~Caenolestiden~ zurückzuführen,
+nur ¡Thylacoleo¡ könnte allenfalls von ¡Abderites¡ abstammen, denn
+bei den ~Caenolestiden~ haben die Molaren sehr ungleiche, bei den
+australischen ~Diprodontia~ aber gleiche Größe und zudem ist bei den
+ersteren der vorderste Molar nicht bloß der größte, sondern in der
+Regel auch stark differenziert. Anderseits ist es aber doch wieder
+sehr unwahrscheinlich, daß zwischen den australischen ~Diprotodontia~
+und den ~Caenolestiden~ keine verwandtschaftlichen Beziehungen
+bestehen sollten, während dies doch offenbar der Fall ist bei den
+australischen und südamerikanischen ~Dasyuriden~. Die Annahme eines
+gemeinsamen Ursprungs hat also doch eine gewisse Berechtigung. Soferne
+nun die Stammformen in Südamerika entstanden sind und sich von hier
+nach Australien verbreitet haben, kann diese Wanderung nur auf
+einer sehr unvollkommenen Landbrücke erfolgt sein, denn sonst wären
+auch ~Edentaten~, ~Litopterna~ und ~Notoungulaten~ nach Australien
+gekommen. Es wäre jedoch auch nicht ausgeschlossen, daß Südamerika
+und Australien die ~Marsupialier~ aus einem uns vorläufig unbekannten
+Gebiet erhalten hätten. Jedenfalls wäre es verfehlt, die Frage nach
+der Herkunft der australischen Säugetiere jetzt schon definitiv
+beantworten zu wollen.
+
+Wie wir gesehen haben, kommt der nördlichen Hemisphäre als
+Entstehungszentrum der Säugetiere eine ungleich größere Bedeutung
+zu als allen übrigen Teilen der Erdoberfläche. Selbst das während
+des Tertiärs so formenreiche Südamerika kann sich hierin nicht im
+entferntesten messen, ja es ist nicht einmal ausgeschlossen, daß seine
+Tierwelt doch in Formen der nördlichen Hemisphäre wurzelt, obschon
+Verbindungen zwischen Nord- und Südamerika nur etwa bis in die Mitte
+des Eocäns und am Ende des Pliocäns bestanden haben. Afrika war nur
+während des Eocäns ein wirkliches Entstehungszentrum, aber nur für die
+~Archaeoceti~ und für die ~Subungulaten~, und selbst von diesen ist es
+keineswegs sicher, ob sie nicht doch aus Säugetieren der europäischen
+Kreide hervorgegangen sind. Vom Oligocän an gehört Afrika praktisch
+zu Europa. Was endlich Australien betrifft, so scheint seine Tierwelt
+erst ziemlich spät, sicher nicht vor dem Tertiär, eingewandert zu
+sein. Die Annahme eines antarktischen Kontinentes, welcher zugleich
+auch die Heimat gewisser Säugetiertypen, wie der ~Notoungulata~
+und der ~Subungulata~ gewesen wäre, findet in der Geschichte der
+Säugetiere keine Stütze.
+
+
+Fußnoten:
+
+[116] ¡Ameghino Fl.¡, Contribucion al conocimiento de los Mamiferos de
+la Republica Argentina. Buenos Aires 1889. -- Enumeration synoptique
+des éspèces de Mammifères fossiles des formations éocènes de
+Patagonie. Buenos Aires 1894. Première contribution à la connaissance
+de la faune des couches à Pyrotherium. Boletin del Inst. geogr.
+Argentino T. XV 1895. -- Mammifères crétacés de l'Argentine. Ibidem.
+T. XVIII 1897. -- Ongulés nouveaux des terrains crétacés de Patagonie.
+Boletin. Acad. nac. de Cordoba 1901. -- Mammifères nouveaux des
+terrains crétacés. Ibidem 1902. -- Paleontologia Argentina. Public.
+de la Univers. de la Plata 1904. -- ¡Andrews C. W.¡, Descriptive
+Catalogue of the Tertiary Vertebrata of the Fayum. Egypte. London.
+1906. -- ¡Blainville H.¡, ¡Ducrotay de¡, Ostéographie ou description
+iconographique des Mammifères. 4 Bände. Text u. Atlas mit 323 Taf.
+Paris 1839-64. -- ¡Cope E. D.¡, Tertiary Vertebrata of the West. Rep.
+U. S. Geol. Survey of Territories. Book I 1884. -- Synopsis of the
+Fauna of the Puerco Series. Trans. Amer. Phil. Soc. 1889. Vol. XVI. --
+¡Cuvier G.¡, Recherches sur les ossements fossiles. 1 Ed. Paris 1812.
+4 Ed. 1834-1836. -- ¡Depéret Ch.¡, Archives Museum hist. nat. Lyon.
+IV. 1886, V. 1892. -- Les animaux pliocènes de Roussillon. Mém. soc.
+géol. de France 1890. -- Les vértébrés olig. de Pyrimont (Savoie).
+Mém. soc. paléont. suisse XXIX 1902. -- ¡Falconer H.¡ and ¡Cautley P.
+T.¡, Fauna antiqua sivalensis. London 1846-49. -- ¡Filhol H.¡, Ann.
+sc. géol. 1872. III. 1874. V. 1876. VII. 1877. VIII. 1879. X. 1883.
+XIV. 1885. XVII. 1891. XXI. -- ¡Flower W. H.¡, Introduction to the
+Osteology of the Mammalia. 3^{rd} ed. London 1885. -- ¡Gaudry Alb.¡,
+Animaux fossiles et Géologie de l'Attique. Paris 1862-67. -- Animaux
+fossiles du Mont Lébéron (Vaucluse) Paris 1873. -- Enchaînements du
+Monde animal dans les temps géol. Mammifères tertiaires. Paris 1878.
+-- Fossiles de Patagonie. Annal. de Paléontol. T. 1. 1906. T. 11.
+1996. -- ¡Gervais P.¡, Zoologie et Paléontol. franc. Paris 1859. --
+¡Giebel G.¡ und ¡Leche W.¡, Die Säugetiere, in Bronn's Klassen u.
+Ordnungen des Tierreichs Bd. VI. 5. Abt. 1874-1906. -- ¡Gregory W.
+K.¡, The orders of Mammals. Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. 1910. --
+¡Hofmann A.¡, Die Fauna von Göriach, Abh. k. k. geol. Reichsanst.
+Wien 1893. -- ¡Leidy Jos.¡, The extinct Mammalian Fauna of Dakota and
+Nebraska. Journ. Acad. Nat. Sc. Philad. VII. 1869. -- ¡Lemoine V.¡,
+Mammifères fossiles de Reims. Bull. soc. géol. France 1883-85. 89.
+-- ¡Lydekker R.¡, Catalogue of the fossil Mammalia in the British
+Museum. Part I-V London 1885-87. -- Indian Tertiary and Praetertiary
+Vertebrata. Palaeontol. Indica. Mem. geol. Surv. East. India ser. X.
+vol. I-IV. 1875-86. -- Palaeontologia Argentina. Ann. Museo de la
+Plata II. 1894. -- ¡Matthew W. D.¡, Zahlreiche Abhandl. in Bull. Amer.
+Mus. Nat. Hist. New York 1897-1909. -- Fossil Mammals of Northeastern
+Colorado. Mem. Amer. Mus. 1901. -- ¡Osborn H. F.¡, Zahlreiche Abhandl.
+in Bull. Amer. Mus. New York 1892-1910. -- ¿Osborn¿ and ¿Scott¿.
+Trans. Amer. Phil. Soc. XVI. 1889. -- ¡Roger O.¡, Verzeichnis der
+fossilen Säugetiere. Ber. nat. Ver. Augsburg. 1896. -- ¡Rütimeyer L.¡,
+Eocäne Säugetiere aus dem Schweizer Jura. Denkschr. der schweiz. Ges.
+für die gesammte Naturwiss. XIX. 1862. -- Abh. schweiz. paläont. Ges.
+XVIII. 1891. -- ¡Schlosser M.¡, Die Säugetiere aus den süddeutsch.
+Bohnerzen. Paläont. Abh. Koken 1902. -- Die fossilen Säugetiere
+Chinas. Abh. k. bayr. Akad. d. Wiss. II. Cl. XXII. 1903. -- ¡Scott
+W. B.¡ and ¡Sinclair W. B.¡, Mammalia of the Santa Cruz beds. Rep.
+Princeton Universitys Expeditions to Patagonia 1903-09. -- ¡Weber M.¡,
+Die Säugetiere. Jena 1904. -- ¡Wortman J. L.¡, Zahlreiche Abhandlungen
+in Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. New York 1892-99 und Journ. of Sc. and
+Arts. 1901-02.
+
+[117] ¡Cope E. D.¡, The Origin of the foot structures of the
+Ungulata. Journ. Acad. nat. hist. Philad. 1874. -- On the effect of
+impact and strains on the feet of Mammalia. Amer. Naturalist 1881
+p. 542. -- The mechanical causes of the development of the hard
+parts of the Mammalia. Journ. of Morph. 1889. -- Primary factors
+of organic evolution 1896. -- ¡Osborn H. F.¡, The evolution of the
+Ungulate foot. Trans. Amer. Phil. Soc. 1889. -- ¡Schlosser M.¡,
+Über die Modifikationen des Extremitätenskelettes bei den einzelnen
+Säugetierstämmen. Biolog. Zentralblatt 1890. -- ¡Scott W. B.¡, On some
+of the factors of the evolution of Mammalia. Journ. Morph. 1891, p.
+739.
+
+[118] ¡Ameghino Fl.¡, Sur l'évolution des dents des mammifères. Bol.
+Acad. Nacion. Cienc. Cordoba. 1896. -- Recherches de morphologie
+phylogénétique sur les molaires supérieures des Ongulés. Anal. Mus.
+Nac. Buenos Aires 1904. -- ¡Cope E. D.¡, The mechanical causes of the
+development of the hard parts of the Mammalia. Journ. Morph. 1889. --
+¡Flower W. H.¡, Remarks of the homologies and notation of the teeth
+of the Mammalia. Journ. Anat. Physiol. 1869 p. 262. -- ¡Kowalewsky
+W.¡, Anthracotherium. Palaeont. 1874. XXII. -- ¡Leche W.¡, Zur
+Entwicklungsgeschichte des Zahnsystems der Säugetiere. Bibliotheca
+Zoologica. Heft 17, 1895. -- ¡Osborn H. F.¡, Evolution of Mammalian
+molar teeth to and from the triangular type. New York 1907. -- ¡Owen
+R.¡, Odontography. London 1840-1845. -- ¡Schlosser M.¡, Biolog.
+Zentralbl. 1890, p. 81, p. 238. -- ¡Scott W. B.¡, The evolution of the
+premolar teeth in the Mammalia. Proc. Acad. nat. sc. Philad. 1892, p.
+405. -- ¡Wortman J. L.¡, The comparative anatomy of the teeth of the
+vertebrata. Washington 1886.
+
+[119] Zur Abkürzung der sog. Zahnformeln wird in der Regel nur die
+Bezahnung einer Kieferhälfte aufgenommen. Die Bezeichnung für das
+Tapirgebiß lautet demnach folgendermaßen:
+
+ §3§ §1§ §4§ §3§
+ A. Definitives Gebiß: ¡J¡ -----, ¡C¡ -----, ¡P¡ -----, ¡M¡ ----- = 44
+ §3§ §1§ §4§ §3§
+
+ §3.1.4,3§
+ oder abgekürzt: ----------- = 44
+ §3.1.4,3§
+
+ §3§ §1§ §3§
+ B. Milchgebiß: ¡DJ¡ -----, ¡DC¡ -----, ¡DM¡ ----- = 28
+ §3§ §1§ §3§
+
+ §3.1.3.§
+ oder abgekürzt: ¡D¡ = ---------- = 28
+ §3.1.3.§
+
+Sind Reduktionen eingetreten, so ergeben sich dieselben sofort aus
+der Zahnformel. Es hat z. B. die Ziege im definitiven Gebiß folgende
+Zahnformel:
+
+ §0.0.3,3.§
+ ------------ = 32.
+ §3.1.3,3.§
+
+[120] The Evolution of the Premolar Teeth. Proc. Acad. Nat. Sc.
+Philad. 1892.
+
+[121] ¡Gregory W. K.¡, The Orders of Mammals. Bull. Am. Mus. Nat.
+Hist. 1909, p. 144-162. -- Van ¡Bemmelen J. F.¡, Der Schädelbau der
+Monotremen. Semon. Zoolog. Forschungsreisen in Australien. 1901.
+
+[122] ¡Ameghino F. C.¡, Los Diprotodontes del order de los
+Plagiaulacoideos. Anal. Museo Nacion. Buenos Aires. T. IX, 1903. --
+¡Cope E. D.¡, The tertiary Marsupialia. Amer. Naturalist, 1884. --
+¡Goodrich E. S.¡, Mammalia from the Stonesfield slate. Quart. Journ.
+microscopical Science. Vol. 35. -- ¡Gregory W. K.¡, The Orders of
+Mammals. Bull. Am. Mus. Nat. Hist. 1909. p. 162-231. -- ¡Marsh O. C.¡,
+Amer. Journ. Sc. and Arts 1880 XX, 1881 XXI, 1889 XXXVIII, 1892 XLIII.
+-- ¡Osborn H. F.¡, Proceed. Ac. nat. Scienc. Philad. 1887-1888. Journ.
+Ac. nat. hist. Philad. 1888. Vol. IX. -- Evolution of the Mammalian
+Molar Teeth. New York 1907. -- ¡Owen R.¡, Monograph of foss. Mammalia
+of the British Mesozoic Formations. Palaeont. Soc. 1871. -- Rech. on
+the foss. remains of the extinct Mammals of Australia with a notice of
+the extinct Marsupials of England. London 1877. -- ¡Sinclair W. J.¡,
+Marsupialia of the Santa Cruz Beds. Rep. Princetons Univ. Expedit.
+to Patagonia. Vol. IV. Part. III. 1906. -- ¡Thomas Oldfield¡, On the
+Homologies and Succession of the teeth in the Dasyuridae. Philos.
+Trans. 1887. Vol. 178 b.
+
+[123] ¡Ameghino Fl.¡, Anales Mus. Nac. Buenos Aires. T. IX, 1904. --
+¡Cope E. D.¡, Amer. Naturalist 1881. 86. -- ¡Gidley J. W.¡, Proceed.
+Unit. St. Nat. Mus. XXXVI. 1909, p. 611. -- ¡Lemoine V.¡, Bull. soc.
+géol. Fr. 1883. 3 sér. -- ¡Marsh O. C.¡, Amer. Journ. Sc. 1878-81,
+1889, 1892. -- ¡Osborn H. F.¡, Journ. Acad. Nat. Sc. Philad. 1888.
+Proc. Acad. Nat. Sc. Phil. 1891. Amer. Naturalist July 1891. Bull.
+Amer. Mus. Nat. Hist. 1893.
+
+[124] ¡Dobson G. E.¡, Monograph of the Insectivora, systematical and
+anatomical. London 1882-90. -- ¡Gaillard Cl.¡, Mammifères miocènes.
+Arch. Mus. Hist. nat. Lyon. T. VII. 1899. -- ¡Gregory W. K.¡, The
+orders of Mammals. Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. 1910. -- ¡Leche W.¡,
+Zur Entwicklungsgeschichte des Zahnsystems der Säugetiere. Bibliotheca
+zoologica. Bd. XV. 1902. Bd. XX. 1907. -- ¡Matthew C. W.¡, The
+Carnivora and Insectivora of the Bridger Basin. Middle Eocene. Mem.
+Amer. Mus. Nat. Hist. New York 1909. -- ¡Osborn H. F.¡, American
+Eocene Primates and the Mixodectidae. Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. New
+York 1902. -- ¡Schlosser M.¡, Beitr. z. Paläontol. Österr.-Ung. Bd. VI
+1887.
+
+[125] Report of the Princeton Univers. Exped. to Patagonia. 1905. Vol.
+V. Part. II.
+
+[126] ¡Cope E. D.¡, Vertebrata of the Tertiary Format. of the West
+1877. -- Tertiary Vertebrata 1884. -- ¡Gregory W. K.¡, Bull. Amer.
+Mus. Nat. Hist. New York 1910 p. 292. -- ¡Marsh O. C.¡, Amer. Journ.
+Sc. 1875. IX. 1876 XI.
+
+[127] ¡Gaillard C.¡, Mammifères miocènes de la Grive St. Alban. Arch.
+Mus. Hist. Nat. Lyon. T. VII. 1899. -- ¡Schlosser M.¡, Die Affen
+Lemuren. Chiropteren des europäischen Tertiärs. Beitr. Pal. Öst.-Ung.
+1887. VI. -- ¡Weithofer A.¡, Sitzungsbericht. Wien. Akad. math.-phys.
+Abt. Bd. 96. 1887. -- ¡Winge H.¡, Jordfundne og nulevende Flagermus
+(Chiroptera) fra Lagoa Santa. E. Museo Lundii. Køjbenhavn 1892.
+
+[128] ¡Cope E. D.¡, The Creodontia. American Naturalist. 1884. p.
+255 u. 478. -- ¡Filhol H.¡, Ann. Sc. géol. 1872 III. 1876 VII. 1877
+VIII. Ann. phys. et nat. Toulouse 1882. -- ¡Martin R.¡, Revision der
+Creodonten Europas. Revue suisse de Zoologie Genève. 1906. -- ¡Matthew
+W. D.¡, Additional observations on the Creodonta. Bull. Amer. Mus.
+New York 1901. -- The Osteology of Sinopa. Proc. U. S. Nat. Mus. Vol.
+XXX. 1906. -- The Carnivora and Insectivora of the Bridger Basin.
+Mem. Amer. Mus. New York 1909. -- ¡Osborn¡ and ¡Wortman¡, Bull. Amer.
+Mus. New York 1892. 1900. -- ¡Schlosser¡ M., Die Affen -- Creodonten
+des europ. Tertiärs. Beitr. z. Paläont. Österr.-Ung. 1887. VI. --
+¡Scott W. B.¡, Journal. Acad. Nat. Scienc. Philad. 1887, 1895. --
+Proceed. Acad. Nat. Sc. Philad. 1892 p. 291. -- ¡Wortman¡, Bull. Amer.
+Mus. Nat. Hist. New York 1894. 1899 und Eocene Mammalia in the Marsh
+Collection. I. Carnivora. Amer. Journ. of Science 1901. 1902.
+
+[129] ¡Cope E. D.¡, Amer. Naturalist 1880 p. 833, 1883 p. 235. --
+¡Filhol H.¡, Archiv. Museum d'hist. nat. Lyon. Tome III 1883. --
+¡Flower W. H.¡, Proceed. zool. Soc. London 1869. -- ¡Gaillard Cl.¡,
+Archiv. Museum d'hist. nat. Lyon. Tome VII. 1899. -- ¡Lydekker R.¡,
+Siwalik and Narbada Carnivora. Palaeontologia Indica. Ser. X vol. II.
+1884. -- ¡Mivart G.¡, Proceed. zool. Soc. London 1882. 1885. -- ¡Winge
+H.¡, Jordfundne og nu levende Rovdyr (Carnivora) fra Lagoa Santa. E.
+Museo Lundii. Kjøbenhavn. 1895. -- ¡Wortman J. L.¡ and ¡Matthew C.
+W.¡, Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. New York 1899, p. 103.
+
+[130] ¡Hatcher J. B.¡, Oligocene Canidae. Memoirs Carnegie Museum.
+Vol. I 1902. -- ¡Huxley Th.¡, Dental and cranial characters of the
+Canidae. Proceed. Zool. Soc. London 1880. -- ¡Merriam J. C.¡, Pliocene
+and quaternary Canidae. University of California Publ. 1903. --
+¡Peterson O. A.¡, Descr. of new Carnivores from the Miocene. Mem.
+Carnegie Mus. Pittsburgh. IV 1910. -- ¡Scott W. B.¡, Notes on the
+Canidae of the White River Oligocene. Transact. Amer. Philos. Soc.
+Philadelph. Vol. XIX. 1898. -- ¡Studer Th.¡, Die prähist. Hunde.
+Abhandl. Schweiz. paläont. Ges. XXVIII. 1901. -- ¡Woldrich J.¡,
+Caniden aus dem Diluvium. Denkschr. Wien. Akad. math. naturw. Kl.
+1878. Bd. 89. -- ¡Wortman J. L.¡ and ¡Matthew C. W.¡, Bull. Am. Mus.
+Nat. Hist. New York 1899.
+
+[131] ¡Schlosser M.¡, Die Bären des europäischen Tertiärs.
+Palaeontogr. Bd. XLVI. 1899 und: Parailurus und Ursus aus den Ligniten
+von Baroth. Mitteil. Jahrb. d. k. ungar. geolog. Anstalt. Budapest
+1899.
+
+[132] ¡Fabrini E.¡, I Machairodus di Valdarno. Boll. Comitato geolog.
+Roma 1890. -- ¡Matthew W. D.¡, The Phylogeny of the Felidae. Bull.
+Amer. Mus. Nat. Hist. New York 1910.
+
+[133] ¡Beneden van P. J.¡, Descr. des oss. foss. des environs
+d'Anvers. Ann. Musée d'hist. nat. de Belgique T. I. 1877. -- ¡Toula
+F.¡, Phoca vindobonensis. Beitr. z. Paläont. Österr.-Ungarns. 1897.
+
+[134] ¡Abel O.¡, Hautbepanzerung fossiler Zahnwale. Beitr. Paläont.
+Österr.-Ung. XIII. 1901. -- Les Dauphins longirostres du Boldérien.
+Mém. Musée roy. Belgique I. 1901. II. 1902. -- Les Odontocétés du
+Boldérien. Ibid. III. 1905. -- Die fossilen Platanistiden des Wien.
+Beckens. Denkschr. Akad. Wien. Bd. 68 1899. -- ¡Beneden van P. J.¡ et
+¡Gervais P.¡, Ostéographie des Cétacés vivants et foss. Paris 1868-80.
+4^o. -- ¡Beneden van¡, Descript. des ossem. foss. d'Anvers. Ann. Musée
+d'hist. nat. de Belgique I 1877-1886. -- ¡Brandt J. F.¡, Die foss.
+und subfoss. Cetaceen Europas. Mém. Acad. St. Petersbourg VII Ser. XX
+1873 u. XXI 1874. -- ¡Capellini Giov.¡, Mem. Acad. Sc. di Bologna.
+2 ser. III 1864. 4 ser. III 1882. IV 1883. 5 ser. I 1891. 6 ser. I
+1901. -- Mem. Acad. dei Lincei 1885. 4 ser. Vol. L. -- ¡Cope E. D.¡,
+The Cetacea. Amer. Naturalist. 1890. -- ¡Eastman C. R.¡, Bull. Mus.
+of comparat. Zool. Cambridge. Mass. Vol. L 1906. Vol. LI 1907. --
+¡Owen R.¡, Monograph of the British fossil Cetacea from the Red Crag.
+Palaeont. Soc. London 1870.
+
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+Geol. paläont. Abh. von Koken. Bd. X 1904. -- ¡Lucas F. A.¡, Notes on
+the Osteology of Zeuglodon. Amer. Naturalist. 1895. -- ¡Müller Joh.¡,
+Über die fossilen Reste der Zeuglodonten von N. Amerika. Berlin 1894.
+-- ¡Stromer v. C.¡, Zeuglodontenreste aus dem Mitteleocän des Fayum.
+Beitr. Paläont. Österr.-Ung. u. des Orients. Bd. 15. 1903 und Die
+Archaeoceti des ägypt. Eocäns. Ibidem Bd. XXI 1908.
+
+[136] ¡Beneden van P. J.¡, Mem. Acad. Roy. de Belgique. 1853 t. XXXV
+u. 1867 t. XXXVII. -- ¡Grateloup¡, Actes de la Soc. Linn. de Bordeaux
+1840. t. II. -- ¡Jourdan¡, Rhizoprion Bariense. Ann. sc. nat. 1867. 4
+ser. t. XVI. -- ¡Lortet L.¡, Archives du Mus. d'hist. nat. Lyon. 1887.
+t. IV. -- ¡Paquier V.¡, Mém. soc. géol. fr. Paléont. IV. 1894. --
+¡Piaz G. dal¡, Neosqualodon. Mém. soc. paléont. suisse Bd. 31. 1904.
+-- ¡Zittel K. A.¡, Palaeontographica, 1877. Bd. XXIV.
+
+[137] ¡Ameghino Flor.¡, Contribucion al conocimiento de los Mamiferos
+fosiles de la Rep. Argentina. Actas del Acad. nac. de cienc. en
+Cordoba 1889. -- Les Edentés foss. de France et d'Allemagne. Anal.
+Mus. Nac. de Buenos Aires. Tomo XIII. 1905. -- ¡Burmeister H.¡, Anal.
+del Mus. publ. de Buenos Aires. Entrega. I-XII. -- ¡Cope E. D.¡, The
+Edentata of North America. Amer. Naturalist 1889. -- ¡Filhol H.¡,
+Annales scienc. nat. Zoologie et Paléontologie. T. XVI. 1894. --
+¡Lydekker R.¡, Paleontologia Argentina III. Anal. Museo de la Plata
+1894. -- ¡Owen Rich.¡, Description of the skeleton of an extinct
+gigantic Sloth (Mylodon robustus). London. Phil. Trans. 1851-59. -- On
+Glyptodon. 1838. -- ¡Reinhardt J.¡, Vetensk. selsk. skin. Kjøbenhavn
+5. Raekke XI. XII. -- ¡Scott W. B.¡, Reports of the Princeton
+University Exped. to Patagonia. Vol. V. Palaeontology. 1903. 1904.
+
+[138] ¡Brandt J. F.¡, Mém. Acad. impér. St. Petersbourg 1835. VI.
+Ser. T. III p. 77 bis 336. -- ¡Cope E. D.¡, The extinct ~Rodentia~ of
+North America. Amer. Natur. 1883. p. 43, 165, 370. -- ¡Major Forsyth
+C. J.¡, Nagerüberreste aus Bohnerzen Süddeutschlands u. d. Schweiz.
+Paläontogr. 1873. Bd. XXII. -- On Fossil and Recent ~Lagomorpha~.
+Trans. Linn. Soc. London 1899. -- ¡Matthew W. D.¡, Bulletin Amer.
+Mus. Nat. Hist. New York 1902. Art. XXII. 1910. Art. VI. -- ¡Nehring
+A.¡, Beitr. z. Kenntnis d. Diluvialfauna (Nager). Zeitschr. für ges.
+Naturw. 1876. XLVII u. XLVIII. -- ¡Schlosser M.¡, Nager d. europ.
+Tertiärs. Palaeontogr. 1884. Bd. XXXI. -- ¡Scott W. B.¡, Report of
+the Princeton Expeditions to Patagonia 1905. Vol. V. Part. III. --
+¡Tullberg T.¡, System der Nagetiere. Nova Acta Soc. Scienc. Upsala
+1899. -- ¡Winge H.¡, Jordfundne og nu levende Gnavere (Rodentia) fra
+Brasilien. E Museo Lundii. Kjøbenhavn 1888.
+
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+Proceed. Amer. Philos. Soc. 1882. -- ¡Gregory W. K.¡, The Orders of
+Mammals. Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. New York 1910. -- ¡Kowalevsky
+W.¡, Monographie der Gattung Anthracotherium. Palaeontographica 1874.
+XXII. -- ¡Osborn H. F.¡, Evolution of Mammalian Molar Teeth. New York
+1907. -- The evolution of the Ungulate foot. Trans. Amer. Philos. Soc.
+1889 XVI. -- ¡Rütimeyer L.¡, Beiträge zur vergleichenden Odontographie
+der Huftiere. Verh. d. naturf. Ges. Basel 1863. -- ¡Schlosser M.¡,
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+XII.
+
+[140] ¡Cope E. D.¡, The Condylarthra. Amer. Naturalist 1884 p. 790.
+892. Trans. Amer. Philos. Soc. 1888 p. 298. -- ¡Matthew W. D.¡, Bull.
+Amer. Museum Nat. Hist. New York 1897 p. 293. -- ¡Osborn H. F.¡ and
+¡Earle¡, Ibidem 1895 p. 47. -- ¡Osborn H. F.¡, Ibidem 1898 p. 159.
+
+[141] ¡Ameghino Flor.¡, Contrib. al conocim. de los Mammiferos fosiles
+de la Rep. Argent. Actas Ac. nac. Cordoba 1889. VI. -- Sur les Ongulés
+fossiles de l'Argent. Revista del Jard. zoolog. Buenos Aires 1894. --
+Énumérat synopt. des mammifères foss. éocènes de Patagonie. Buenos
+Aires 1894. -- Mammifères crétacés de l'Argentine. Bol. Instit.
+géograf. Argent. Buenos Aires. t. XVIII. 1897. -- Rech. de morphologie
+sur les molaires supér. des Ongulés. Anal. Mus. Nac. Buenos Aires. t.
+IX. 1904. -- ¡Burmeister Herm.¡, Anal. Mus. Publ. Buenos Aires 1864.
+t. I. Nova Acta Acad. Leop. Carol. 1885. XLVII. -- ¡Cope E. D.¡, The
+Litopterna. Amer. Naturalist. 1889. XXV. -- ¡Gaudry C.¡, Fossiles de
+Patagonie. Mém. Soc. géol. France. Paléont. t. XIII. 1904. Annal. de
+Paléont. 1906. -- ¡Lydekker R.¡, Palaeontologia Argentina. Anal. Museo
+de la Plata. 1893.
+
+[142] ¡Cope E. D.¡, The Perissodactyla. Amer. Naturalist. 1887 p. 985.
+-- ¡Osborn H. F.¡, Mammalia of the Uintaformation. The Perissodactyla.
+Trans. Amer. Philos. Soc. 1889 XVI. pag. 505. -- ¡Osborn H. F.¡ and
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+schweiz. Eocäns. Abh. schweiz. paläont. Ges. 1903. 1904. 1906.
+
+[143] ¡Déperet Ch.¡, Études sur les Lophiodon. Archiv. Mus. Lyon.
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+Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. New York. 1892. -- ¡Wortman J. L.¡ and
+¡Earle¡, Ibidem 1893.
+
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+Mus. New York 1900 und 1904. -- ¡Pavlow M.¡, Études sur l'histoire
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+de la Russie. Bull. Soc. imp. Nat. Moscou 1892. -- ¡Roman F.¡, Le
+Cadurcotherium. Arch. Mus. Hist. nat. Lyon. 1908. -- Les Rhinocéridés
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+Über tertiäre Rhinocerotiden der Insel Samos. Bull. Soc. imp. Nat.
+Moscou 1904. 1905.
+
+[145] ¡Burmeister H.¡, Die fossilen Pferde der Pampasformation. Buenos
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+Hist. New York 1896.
+
+[146] ¡Earle C. H.¡, A Memoir upon the Genus Palaeosyops. Journ. Acad.
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+XXXIX. -- ¡Osborn H. F.¡, Bull. Am. Mus. Nat. Hist. New York 1902,
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+
+[147] ¡Depéret Ch.¡, Archiv. Mus. d'hist. nat. Lyon V. 1892. --
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+
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+Vol. XXII XXIII. -- ¡Kowalewsky W.¡, Palaeontographica XXII 1873-74.
+-- ¡Stehlin J. H. G.¡, Abh. schweiz. paläont. Gesellsch. XXIII 1906.
+XXV 1908. XXVII 1910.
+
+[149] ¡Stehlin H. G.¡, Geschichte des Suidengebisses. Abhandl.
+schweizer. paläont. Gesellsch. 1899. 1900.
+
+[150] ¡Peterson O. A.¡, A Revision of the Entelodontidae. Memoirs
+of the Carnegie Museum 1909. -- ¡Scott W. B.¡, The Osteology of
+Elotherium. Transact. Amer. Phil. Soc. 1898.
+
+[151] ¡Filhol H.¡, Mammifères fossiles de Ronzon. Ann. sc. géol.
+1882. XII. -- ¡Kowalewsky W.¡, On the Osteology of the Hyopotamidae.
+Philos. Trans. 1873. Monographie der Gattung Anthracotherium.
+Palaeontographica 1873. XXII. -- ¡Scott W. B.¡, Structure and
+Relationship of Ancodus. Journ. Acad. Nat. Sc. Philad. 1895.
+
+[152] ¡Cope E.¡, Proceed. Amer. Philos. Soc. Philad. 1884 XXI. --
+¡Matthew W. D.¡, Mem. Amer. Mus. Nat. Hist. New York. Vol. I. Part.
+VII 1901. -- ¡Scott W. B.¡, Beitr. zur Kenntnis der Oreodontidae.
+Morph. Jahrb. 1890. XVI. On the Osteology of Agriochoerus. Proc. Am.
+Phil. Soc. Philad. 1894. -- ¡Wortman J. L.¡, Bull. Amer. Mus. Nat.
+Hist. New York 1895.
+
+[153] ¡Cope E. D.¡, The Phylogeny of the Camelidae. Amer. Naturalist
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+B.¡, On the Phylogeny of Poebrotherium. Journ. of Morphology. 1891. V.
+und The selenodont Artiodactyls of the Uinta Eocene. Transact. Wagners
+free Institut Philad. 1899. -- ¡Wortman J. L.¡, The Extinct Camelidae
+of North America. Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. New York. 1898.
+
+[154] ¡Kowalewsky W.¡, Gelocus. Palaeontogr. Bd. XXIV. 187. -- ¡Milne
+Edwards A.¡ Annals scienc. nat. Zoologie 5. Ser. II 1864.
+
+[155] ¡Matthew W. D.¡, Revision of the Hypertragulidae. Bull. Amer.
+Mus. Nat. Hist. New York 1902 und Osteology of Blastomeryx. Ibid.
+1908. -- ¡Scott W. B.¡, White River Selenodonts. Transact. Wagners
+free Instit. of Science. Philad. 1899.
+
+[156] ¡Brook V.¡, Classification of the Cervidae. Proceed. zool.
+Soc. London 1878. -- ¡Dawkins Boyd¡, British Pleistocene Cervidae.
+Palaeont. Soc. London 1887. -- ¡Matthew W. D.¡, Osteology of
+Blastomeryx and Phylogeny of Am. Cervidae. Bull. Am. Mus. Nat.
+Hist. New York 1908. -- ¡Pohlig H.¡, Die Cerviden des thüring.
+Diluvialtravertins. Palaeontogr. Bd. 39. 1892. -- ¡Rütimeyer L.¡,
+Beitr. zu einer natürl. Geschichte der Hirsche. Abh. Schweiz.
+palaeont. Ges. 1880-83. Bd. VII, VIII, X.
+
+[157] ¡Marsh O. C.¡, Amer. Journ. of Science 1891 p. 81. -- ¡Osborn H.
+F.¡ and ¡Wortman J. L.¡, Bull. Amer. Mus. nat. hist. 1892 p. 351. --
+¡Scott W. B.¡, Journal of Morphology. Boston 1895 p. 301.
+
+[158] ¡Matthew W. D.¡, Hypisodus Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. 1902. --
+Merycodus. Ibidem 1904.
+
+[159] ¡Rütimeyer L.¡, Die Rinder der Tertiärepoche. Abh. schweiz.
+paläont. Ges. 1877-78. -- ¡Rodler¡ und ¡Weithofer¡, Die Wiederkäuer
+der Fauna von Maragha. Denkschr. k. k. Akad. Wiss. Wien 1890. --
+¡Schlosser M.¡, Versuch einer Odontographie der Antilopen. Abh. II Cl.
+k. bayr. Akad. d. Wiss. XXII. Bd. 1903. -- Die fossilen Cavicornier
+der Insel Samos. Beitr. Paläont. Öst.-Ung. Bd. XVII. 1904.
+
+[160] ¡Dürst, U.¡, Notes sur quelques Bovidés préhistoriques.
+L'Anthropologie. Paris 1900. -- ¡Rütimeyer¡, Versuch einer natürlichen
+Geschichte des Rindes. Neue Denkschrift. Schweiz. Ges. f. Naturw.
+1866. 67. Bd. XXII. XXIII. -- ¡Turner¡, On the genera and subdivisions
+of the Bovidae. Proc. Zool. Soc. London 1849.
+
+[161] ¡Cope E. D.¡, The Amblypoda. Amer. Naturalist 1884-85. -- ¡Earle
+Ch.¡, Revision of the species of Coryphodon. Bull. Amer. Mus. nat.
+hist. N. Y. 1892. -- ¡Hébert Ed.¡, Ann. sc. nat. Zoologie 1856, p. 87.
+-- ¡Marsh O. C.¡, Amer. Journ. Sc. Arts. 1877-81. -- ¡Dinocerata¡,
+A monograph of the extinct order of gigantic mammalia. U. S. Geol.
+Survey 1884. -- ¡Osborn H. F.¡, Complete skeleton of Coryphodon, und
+Evolution of the Amblypoda. Bull. Amer. Mus. nat. hist. 1898.
+
+[162] ¡Ameghino Flor.¡, Contrib. al conocimiento de los Mamiferos de
+la Republica Argentina. Buenos-Aires 1889. -- Mamifères crétacés de
+l'Argentine. Bolet. del Instit. geografico argentino. T. XVIII 1897.
+-- Rech. de Morphologie phylogénétique sur les Molaires supérieurs des
+Ongulés. Anal. Mus. Nac. Buenos Aires T. IX 1904. -- Notices sur des
+Ongulés nouveaux de terrains crétacés de Patagonie. Bol. Acad. Nat. de
+Cienc. de Cordoba. 1901. 1902. -- ¡Burmeister H.¡, Description phys.
+de la Republica Argentina. 1879. t. III. -- ¡Gaudry A.¡, Dentition
+de quelques Mammifères. Mém. Soc. géol. de France. Paléont. 1906.
+-- Fossiles de Patagonie. Annal. de Paléontologie 1906. 1908. --
+¡Gregory W. K.¡, The Orders of Mammals. Bull. Amer. Mus. Nat. Hist.
+New-York 1910. XXVII. -- ¡Lydekker R.¡, Paleontologia Argentina II.
+Anal. Mus. de la Plata. Fol. 1893. -- ¡Roth Santjago¡, Los Ungulados
+sudamericanos. Anal. Mus. de la Plata. Paleontologia 1903. -- ¡Scott
+W. B.¡, Classificat. of the Notoungulata. Science. Vol. XXI 1905.
+
+[163] ¡Gervais P.¡, Remarques sur le Typotherium. Zool. et Paléont.
+générales. I. 1887-69. -- ¡Sinclair W. J.¡, Report of the Princeton
+Univers. Exped. to Patagonia. Vol. VI. Part. I. 1909.
+
+[164] ¡Burmeister H.¡, Anales del Museo de Buenos Aires I 1867 und
+III. -- ¡Cope E. D.¡, On Toxodon. Proceed. Amer. Philos. Soc. 1881. --
+¡Lydekker R.¡, Anales del Museo de la Plata. Paleontologia Argentina
+1890. -- ¡Owen R.¡, (Toxodon) in the Zoology of H. M. S. Beagle 1840.
+-- Descript. of some sp. of Nesodon. Philos. Trans. 1853. -- ¡Roth
+Santjago¡, Catalogo de los Mamiferos fosiles on el Museo de la Plata.
+Orden Toxodontia 1898.
+
+[165] ¡Ameghino Flor.¡, Énumération synopt. des mammifères fossiles
+de Patagonie. Buenos-Aires 1894 p. 55. -- Sur les ongulés fossiles
+de l'Argentine, Revista de Jardin zoologico Buenos-Aires 1894.
+-- Notices préliminaires sur des Ongulés des terrains crétacés.
+Boletin Acad. nacional de cienc. de Cordoba. 1901. -- ¡Flower W.¡,
+Homalodontotherium. Philos. Trans. 1874.
+
+[166] ¡Ameghino Flor.¡, Sur les Ongulés fossiles de l'Argentine.
+Revista del Jardin zoologico. Buenos-Aires 1894. -- Notices
+préliminaires sur des Ongulés nouveaux des terrains crétacés. Bol.
+Acad. nacion. de cienc. de Cordoba. T. XVI. 1901. -- ¡Gaudry A.¡,
+Mémoires de la Soc. géolog. de France. Paléont. Tome XII. 1904.
+Annales de Paléontologie. 1906. -- ¡Lydekker R.¡, Anales del Museo de
+la Plata. Palaeontologia. II 1892.
+
+[167] ¡Ameghino Flor.¡, Mammifères crétacés de l'Argentine. Boletin
+del Inst. géografico Argentino 1897. -- Linea filogenética de los
+Proboscideos. Anales del Museo Nacional Buenos-Aires 1902. -- ¡Gaudry
+A.¡, Fossiles de Patagonie. Annales de Paléont. Paris 1909.
+
+[168] ¡Adloff P.¡, Zahnsystem von ~Hyrax~. Zeitschr. f. Morph. und
+Anthrop. 1902. -- ¡Andrews C. W.¡, Catalogue 1906. -- Geolog. Magazine
+1908. -- ¡Brandt J. F.¡, Untersuch. über die Klippschliefer (Hyrax).
+Mem. Acad. impér. St. Petersbourg 1869. 6 sér. XIV. -- ¡Major, Forsyth
+E. J.¡, Pliohyrax graecus from Samos. Geological Magazine 1899. --
+¡Schlosser M.¡, Säugetiere aus dem Oligocän von Ägypten. Beitr.
+Paläont. Öst.-Ungarns und des Orients. 1911.
+
+[169] ¡Adams A. Leith¡, Fossil British Elephants. Palaeont. Soc. 1877.
+-- ¡Andrews E. W.¡, Cataloge 1906 und Evolution of the Proboscidea.
+Philos. Trans. Ser. B 1903. -- ¡Bach F.¡, Mastodon aus Steiermark.
+Beitr. z. Paläont. Öst.-Ungarns. Bd. XXIII 1910. -- ¡Cope E. D.¡, The
+Proboscidea. Amer. Naturalist 1889. -- ¡Depéret Ch.¡, Archiv. du Musée
+de Lyon. t. IV 1887 p. 190. -- ¡Falconer¡ and ¡Cautley¡, Fauna antiqua
+sivalensis 1846 und Palaeont. Mem. ed. by Murchison. 1863. Vol. I pag.
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+IV und Akten der Urwelt. 1841 Heft IV und Beitr. z. Kenntnis urweltl.
+Säuget. 1857 Heft III. -- ¡Lartet Ed.¡, Bull. Soc. géol. de Fr. 1859.
+-- ¡Lortet et Chantre¡, Arch. Mus. de Lyon. t. I 1872. t. II 1879.
+-- ¡Lydekker R.¡, Catal. British Mus. t. V. 1886. -- ¡Meyer H. v.¡,
+Mastodon. Palaeontogr. 1867 Bd. XVII. -- ¡Pohlig H.¡, Nova Acta Acad.
+Carol. Leopold. 1888-91. -- ¡Sismonda E.¡, Osteographia di Mastodonte.
+Mem. Acad. Torino. XII. 1851. -- ¡Vacek M.¡, Österr. Mastodonten.
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+Proboscidier des Arnotales. Beitr. Paläont. Öst.-Ung. Bd. VIII 1890.
+
+[170] ¡Abel O.¡, Die Sirenen der mediterranen Tertiärbildungen
+Österreichs. Abhandl. k. u. k. geol. Reichsanst. 1904. Bd. XIX. --
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+
+[171] ¡Brown Al.¡, On some points in the Phylogeny of the Primates.
+Proc. Acad. Natur. Scienc. Philadelphia 1901. -- ¡Cope E. D.¡, The
+Lemuroidea and the Insectivora of the Eocene of N. America. American
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+Tome II. 1876. -- ¡Leche W.¡, Untersuchungen über das Zahnsystem
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+1896. -- ¡Osborn H. F.¡, American Eocene Primates. Bull. Amer. Mus.
+Nat. Hist. New York 1902. -- ¡Schlosser M.¡, Die Affen, Lemuren,
+Chiropteren etc. des europäischen Tertiärs. Beiträg. zur Paläont.
+Öst.-Ung. 1887. VI. -- Beitrag zur Osteologie von Necrolemur und
+zur Stammesgeschichte der Primaten. Neues Jahrb. für Mineral. 1908.
+Festband. -- ¡Winge Herluf¡, Jordfundne og nu levende Aber (Primates)
+fra Lagoa Santa, Brasilien. E. Museo Lundii. Kopenhagen 1895. --
+¡Wortman J. L.¡, Studies of Eocene Mammalia in the Marsh Collection.
+Part. II Primates. Americ. Journ. of Science. 1903. 1904.
+
+[172] ¡Grandidier G.¡, Les Lemuriens disparus. Nouvelles Archives du
+Museum Paris 1905. -- ¡Forsyth Major C. J.¡, Summary of the present
+knowledge of extinct Primates from Madagascar. Geolog. Magazine 1900.
+
+[173] ¡Ameghino Fl.¡, Les formations sédimentaires de Patagonie.
+Anal. Museo de Buenos-Aires 1906. -- ¡Beyrich C.¡, Über Semnopithecus
+pentelicus. Abh. Berlin. Akad. 1860. -- ¡Branco W.¡, Die
+menschenähnlichen Zähne aus den Bohnerzen der schwäbischen Alb.
+Jahresh. Ver. f. vaterl. Naturkunde in Württemberg 1898. -- ¡Dubois
+E.¡, Über drei ausgestorbene Menschenaffen. N. Jahrb. für Miner. 1897.
+I. -- ¡Gaudry A.¡, Le Dryopithèque. Mém. Soc. géol. France. Paléontol.
+1890. I. -- ¡Harlé Ed.¡, Une machoire de Dryopithèque. Bull. Soc.
+géol. France 1898. -- Nouvelles pièces de Dryopithèque. Ibid. 1899.
+-- ¡Lydekker¡, Palaeontologia Indica. Ser. X, Vol IV Siwalik Mammalia
+Suppl. L 1886. -- ¡Ristori G.¡, Scimmie fossile italiane. Boll.
+comitato geol. ital. 1890. -- ¡Schlosser M.¡, Beitr. z. Kenntnis
+der Säugetiere aus den süddeutsch. Bohnerzen. Geol. u. paläont.
+Abhandl. Jena 1902. -- Die neueste Literatur über die ausgestorbenen
+Anthropomorphen. Zool. Anzeig. 1900. -- Die menschenähnlichen Zähne
+aus dem Bohnerz der schwäbischen Alb. Zool. Anz. 1901. -- ¡Wagner A.¡,
+Abhandl. k. bayr. Ak. II. Cl. Bd. III 1. Abt. Bd. VII 2. Abt. Bd. VIII
+1. Abt.
+
+[174] ¡Dubois E.¡, Pithecanthropus erectus, eine menschenähnliche
+Übergangsform aus Java. Batavia 1894. -- ¡Schwalbe G.¡, Studien über
+Pithecanthropus. Zeitschrift für Morph. u. Anthr. 1899.
+
+[175] ¡Birkner F.¡, Die ältesten menschlichen Knochenreste. Beiträge
+zur Anthr. und Urgeschichte Bay. Bd. XVIII. 1909. -- ¡Boule M.¡,
+Les Grottes de Grimaldi. L'Anthrop. 1906. -- Observat. sur un silex
+taillée et sur la Chronologie de M. Penck. L'Anthrop. 1908. --
+¡Gorjanovic Kramberger¡, Der diluviale Mensch von Krapina. Wiesbaden
+1906. -- ¡Klaatsch H.¡, Die neuesten Ergebnisse der Paläontologie
+d. Mensch. Zeitschr. f. Ethnol. 1909. -- ¡Lehmann-Nitsche¡,
+Nouvelles recherches sur la format. Pampéenne et l'homme fossile
+de la Rep. Argentine. Revista del Museo de la Plata XIV 1907. --
+¡Obermaier H.¡, Les restes humaines quaternaires. L'Anthr. 1905,
+1906. -- Les formationes glaciaires des Alpes. L'Anthr. 1909. --
+Die Steingeräte des franz. Altpaläolithikums. Mitteil. prähist.
+Komm. kaiserl. Akad. Wien 1908. -- ¡Schoetensack¡, Der Unterkiefer
+des Homo heidelbergensis. Leipzig 1908. -- ¡Schwalbe G.¡, Der
+Neandertalschädel. Bonner Jahrbuch 1901. -- Zur Frage der Abstammung
+d. Menschen. Zeitschr. f. Morph. u. Anthr. 1906. -- ¡Verneau R.¡, Les
+fossiles aux Baoussé Roussé. Un nouveau type humain. L'Anthr. 1902. --
+Les Grottes de Grimaldi. L'Anthr. 1906.
+
+[176] Nach den neuesten Untersuchungen ¡Obermaiers¡ fällt die einfache
+Umrißzeichnung in das Aurignacien, die Anfertigung schattierter und
+modellierter Bilder in das Solutréen und die polychrome Darstellung in
+das Magdalénien.
+
+[177] ¡Ameghino Fl.¡, Les formations sédimentaires de Patagonie.
+Anal. del Museo de Buenos Aires T. XV. 1906. -- ¡Lydekker R.¡, Die
+geographische Verbreitung und geologische Entwicklung der Säugetiere.
+Jena 1897. -- ¡Marsh O. C.¡, Introduction and Succession of Life in
+America. Amer. Assoc. for advancement of Science Nashville 1877. --
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+ Abderites 356
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+ Acanthias 50
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+ Acanthidium 50
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+ Acanthobatis 67
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+ Acanthoderma 142
+
+ Acanthodes 47
+
+ Acanthodi 46
+
+ Acanthodidae 47
+
+ Acanthodopsis 47
+
+ Acanthoessus 47
+
+ Acanthonemus 137
+
+ Acanthopholis 294
+
+ Acanthopleurus 142
+
+ Acanthopterygii 128
+
+ Acanthorhina 70
+
+ Acanthostoma 163
+
+ Acanthuridae 137
+
+ Acanthurus 137
+
+ Acanus 133
+
+ Acaremys 431
+
+ Accipenser 95
+
+ Accipenseroidei 95
+
+ Accipitres 324
+
+ Acdestis 356
+
+ Acentrophorus 106
+
+ Aceratherium 452
+
+ Achaenodon 475
+
+ Acheloma 169
+
+ Achelonia 250
+
+ Acherontemys 251
+
+ Achilemys 252
+
+ Achyrodon 360
+
+ Acichelys 250
+
+ Aciprion 210
+
+ Acoelodidae 517
+
+ Acoelodus 517
+
+ Acoelohyrax 517
+
+ Acomys 430
+
+ Acondylacanthus 72
+
+ Acotherulum 473
+
+ Acrania 2
+
+ Acreodi 376
+
+ Acrocyon 362
+
+ Acrodelphidae 408
+
+ Acrodelphinae 408
+
+ Acrodelphis 408
+
+ Acrodobatis 50
+
+ Acrodus 54
+
+ Acrogaster 132
+
+ Acrognathus 131
+
+ Acrolepis 98
+
+ Acronuridae 137
+
+ Acrosauridae 206
+
+ Acrosaurus 206
+
+ Acrotherium 520
+
+ Actaeosaurus 211
+
+ Actinobatis 66
+
+ Actinodon 168
+
+ Actinopterygii 89
+
+ Actiornis 323
+
+ Acyon 362
+
+ Adapidae 545
+
+ Adapis 547
+
+ Adapisorex 369
+
+ Adapisoricidae 369
+
+ Adapisoriculus 369
+
+ Addax 504
+
+ Adelphomys 432
+
+ Adiantidae 444
+
+ Adiantus 444
+
+ Adinotherium 520
+
+ Adlerfische 132
+
+ Adocus 256
+
+ Adpithecus 516
+
+ Adriosaurus 211
+
+ Adrotherium 479
+
+ Aechmodus 106
+
+ Aegodontia 499
+
+ Aelurictis 398
+
+ Aelurocyon 393
+
+ Aelurodon 388
+
+ Aelurogale 398
+
+ Aelurosauridae 197
+
+ Aelurosaurus 198
+
+ Aelurotherium 379
+
+ Aeolodon 269
+
+ Aepyornis 320
+
+ Aepyornithidae 320
+
+ Aepyosaurus 288
+
+ Aepyprymnus 357
+
+ Aeropoma 139
+
+ Aethalion 120
+
+ Aetholepsis 107
+
+ Aëtobatis 68
+
+ Aetosauridae 260
+
+ Aetosaurus 260
+
+ Aeturaetus 324
+
+ Agama 210
+
+ Agamidae 210
+
+ Aganodus 44
+
+ Agassizia 114
+
+ Agathaumas 296
+
+ Agnocyon 396
+
+ Agnopterus 323
+
+ Agnotherium 396
+
+ Agomphus 256
+
+ Agriochoerinae 482
+
+ Agriochoerus 482
+
+ Agriomeryx 482
+
+ Agustylus 362
+
+ Aigialornis 325
+
+ Aigialosauridae 211
+
+ Aigialosaurus 211
+
+ Aistopodidae 165
+
+ Alactaga 429
+
+ Alamosemys 256
+
+ Alastor 374
+
+ Alauda 325
+
+ Albertogaudrya 525
+
+ Albertogaudryidae 525
+
+ Albertosaurus 281
+
+ Albula 121
+
+ Albulidae 121
+
+ Alcedines 324
+
+ Alcelaphus 503
+
+ Alces 494
+
+ Alcicephalus 496
+
+ Alepisauriden 125
+
+ Aletodus 72
+
+ Aletornis 322
+
+ Alexandrium 66
+
+ Algaosaurus 288
+
+ Allacodon 353
+
+ Alligator 272
+
+ Alligatorellus 270
+
+ Alligatorium 270
+
+ Allodon 353
+
+ Allolepidotus 116
+
+ Allomeryx 489
+
+ Allomys 425
+
+ Allopleuron 254
+
+ Allops 467
+
+ Allosaurus 282
+
+ Allotheria 351
+
+ Alopecias 52
+
+ Alopecodon 198
+
+ Alopiopsis 51
+
+ Alosa 120
+
+ Alpendohle 325
+
+ Alticamelus 486
+
+ Altippus 461
+
+ Ambloctonus 379
+
+ Amblotheriinae 360
+
+ Amblotherium 360
+
+ Amblyodon 163
+
+ Amblypeza 248
+
+ Amblypoda 506
+
+ Amblypristis 65
+
+ Amblypterus 98
+
+ Amblyrhiza 427
+
+ Amblyurus 106
+
+ Amia 117
+
+ Amiidae 116
+
+ Amioidei 113
+
+ Amiopsis 117
+
+ Ammosaurus 280
+
+ Ammotherium 417
+
+ Ampheristus 140
+
+ Amphibamus 163
+
+ Amphibia 143
+
+ Amphibos 505
+
+ Amphicentrum 101
+
+ Amphichelydia 247
+
+ Amphichelydidae 247
+
+ Amphicotylus 270
+
+ Amphictis 394
+
+ Amphicyon 387
+
+ Amphicyoninae 387
+
+ Amphidolops 354
+
+ Amphidozotherium 367
+
+ Amphilaphurus 111
+
+ Amphilestes 359
+
+ Amphimeryx 480
+
+ Amphimorphae 323
+
+ Amphinasua 392
+
+ Amphioxiden 2
+
+ Amphipelargus 323
+
+ Amphiperatherium 363
+
+ Amphiplaga 132
+
+ Amphiproviverra 362
+
+ Amphisbaenia 210
+
+ Amphisbaenidae 210
+
+ Amphiserpentarius 324
+
+ Amphistium 137
+
+ Amphisyle 140
+
+ Amphitheriinae 360
+
+ Amphitherium 360
+
+ Amphitragulus 492
+
+ Amphitylus 360
+
+ Amyda 257
+
+ Amynodon 451
+
+ Amynodontinae 451
+
+ Amyzon 123
+
+ Anabas 141
+
+ Anacanthini 127
+
+ Anacanthus 67
+
+ Anacodon 380
+
+ Anaedopogon 121
+
+ Analcimorphus 416
+
+ Analcitherium 417
+
+ Anaptogonia 431
+
+ Anaptomorphidae 548
+
+ Anaptomorphus 548
+
+ Anarosaurus 233
+
+ Anas 323
+
+ Anaschisma 171
+
+ Anaspida 27
+
+ Anchilophus 458
+
+ Anchimys 432
+
+ Anchippodus 372
+
+ Anchippus 461
+
+ Anchisauridae 279
+
+ Anchisaurus 279
+
+ Anchitheriinae 460
+
+ Anchitherium 460
+
+ Ancistrodon 142
+
+ Ancodus 477
+
+ Ancylocoelus 523
+
+ Ancylopoda 523
+
+ Ancylostylus 121
+
+ Ancylotherium 468
+
+ Andrias Scheuchzeri 176
+
+ Andrias Tschudii 176
+
+ Anenchelum 136
+
+ Anguilla 127
+
+ Anguinidae 210
+
+ Anguisaurus 206
+
+ Anicanodonta 413
+
+ Anisacodon 370
+
+ Anisodexis 169
+
+ Anisodon 468
+
+ Anisonchus 438
+
+ Anissolornis 324
+
+ Ankylosaurus 294
+
+ Anodontacanthus 44
+
+ Anogmius 124
+
+ Anomalapteryx 321
+
+ Anomalichthys 83
+
+ Anomalomys 430
+
+ Anomaluroidea 427
+
+ Anomodontia 198
+
+ Anomoeodus 105
+
+ Anomosaurus 194
+
+ Anoplosaurus 295
+
+ Anoplotheriidae 477
+
+ Anoplotherium 478
+
+ Anosteira 256
+
+ Anthodon 191
+
+ Anthracosaurus 171
+
+ Anthracotheriidae 476
+
+ Anthracotherium 476
+
+ Anthropodus 556
+
+ Anthropoidea 550
+
+ Anthropops 552
+
+ Anthropornis 322
+
+ Antiarchi 35
+
+ Antidorcas 500
+
+ Antilocapra 496
+
+ Antilocapridae 496
+
+ Antilope 500
+
+ Antilopinen 499
+
+ Antliodus 61
+
+ Antrodemus 280, 282
+
+ Anura 177
+
+ Apateodus 131
+
+ Apatodon 295
+
+ Apatomerus 307
+
+ Apatornis 319
+
+ Apatosaurus 285
+
+ Apedodus 86
+
+ Aphanepygus 109
+
+ Aphaneramma 171
+
+ Aphelops 453
+
+ Aphelosaurus 204
+
+ Aphelotherium 547
+
+ Aphreidoderidae 132
+
+ Aphuelepis 107
+
+ Aplax 250
+
+ Aplodontiinae 425
+
+ Aplodontoidea 425
+
+ Apodes 119, 127
+
+ Apogon 136
+
+ Apogonidae 136
+
+ Apostasis 137
+
+ Aprionodon 51
+
+ Apsopelix 135
+
+ Apternodus 366
+
+ Apterodon 381
+
+ Apteryges 321
+
+ Apteryx 321
+
+ Aquila 324
+
+ Archaelurus 398
+
+ Archaeobatis 61
+
+ Archaeobelus 194
+
+ Archaeocygnus 323
+
+ Archaeohippus 461
+
+ Archaeohyracidae 518
+
+ Archaeohyrax 518
+
+ Archaeolemur 550
+
+ Archaeolemuridae 550
+
+ Archaeolophus 527
+
+ Archaeomene 111
+
+ Archaeomys 428
+
+ Archaeophis 220
+
+ Archaeopilus 516
+
+ Archaeopithecidae 517
+
+ Archaeopithecus 517
+
+ Archaeopteryx 316
+
+ Archaeornithes 316
+
+ Archaeoteuthis 31, 135
+
+ Archaeotherium 475
+
+ Archaeotriton 176
+
+ Archaeotrogon 325
+
+ Archegosaurus 166
+
+ Archelon 254
+
+ Archeoceti 405
+
+ Arctocephalus 401
+
+ Arctocyon 382
+
+ Arctocyonidae 382
+
+ Arctocyonoides 382
+
+ Arctodus 391
+
+ Arctoidea 392
+
+ Arctomys 426
+
+ Arctotherium 391
+
+ Ardea 323
+
+ Ardeosaurus 206
+
+ Argillochelys 254
+
+ Argillornis 323
+
+ Argyrocetinae 408
+
+ Argyrocetus 408
+
+ Argyrohippus 519
+
+ Argyrohyrax 516
+
+ Argyrolambda 441
+
+ Argyrosaurus 288
+
+ Arionius 407
+
+ Aristodesmus 190
+
+ Aristosuchus 280
+
+ Arius 123
+
+ Arius-Otolithen 124
+
+ Arnognathus 198
+
+ Arretotherium 477
+
+ Arsinoitheriidae 529
+
+ Arsinoitherium 530
+
+ Arthrodira 78
+
+ Arthrodon 103
+
+ Artiodactyla 468
+
+ Artionyx 482
+
+ Arvicola 430
+
+ Arvicolinae 430
+
+ Asineopidae 132
+
+ Asineops 132
+
+ Asio 325
+
+ Asmodeus 524
+
+ Aspideretes 257
+
+ Aspidichthys 83
+
+ Aspidodus 60
+
+ Aspidorhynchidae 111
+
+ Aspidorhynchus 111
+
+ Aspidosaurus 169
+
+ Aspius 123
+
+ Astephus 123
+
+ Asteracanthus 56
+
+ Asterodermus 66
+
+ Asterodon 107
+
+ Asterolepis 38
+
+ Asterosteidae 84
+
+ Asterostemma 420
+
+ Asterosteus 84
+
+ Asthenocormus 114
+
+ Asthenodon 361
+
+ Astrabodus 61
+
+ Astrape 66
+
+ Astraponotus 526
+
+ Astrapothericulus 526
+
+ Astrapotheriidae 525
+
+ Astrapotherioidea 524
+
+ Astrapotherium 526
+
+ Astrodon 288
+
+ Ateleaspis 34
+
+ Atelodus 454
+
+ Athecae 253
+
+ Atherina 135
+
+ Atheriniden 135
+
+ Atherstonia 100
+
+ Atlantochelys 255
+
+ Atlantosauridae 285
+
+ Atlantosaurus 287
+
+ Atoposauridae 270
+
+ Atoposaurus 270
+
+ Attakeopsis 111
+
+ Aublysodon 281
+
+ Auchenaspis 34
+
+ Auchenia 486
+
+ Aulacosteus 83
+
+ Aulaxacanthus 71
+
+ Aulaxinuus 554
+
+ Aulocetus 410
+
+ Aulodus 68
+
+ Aulolepis 122
+
+ Aulorhamphus 137
+
+ Aulostoma 140
+
+ Aulostomidae 140
+
+ Auxis 139
+
+ Aves 308
+
+ Axestemys 257
+
+ Axestus 257
+
+ Axis 494
+
+
+ Bachitherium 488
+
+ Baëna 248
+
+ Baeninae 247
+
+ Balaenidae 410
+
+ Balaenodon 407
+
+ Balaenoptera 410
+
+ Balaenopteridae 409
+
+ Baphetes 171
+
+ Baptanodon 228
+
+ Baptemys 256
+
+ Baptornis 318
+
+ Baptosaurus 217
+
+ Barbus 123
+
+ Barosaurus 287
+
+ Barsche 132
+
+ Bartenwale 409
+
+ Barytheriidae 536
+
+ Barytherium 536
+
+ Basilemys 256
+
+ Basilosaurus 406
+
+ Bassariscus 392
+
+ Bastard. Makrelen 137
+
+ Bathmodon 508
+
+ Bathrodon 370
+
+ Bathyerginae 431
+
+ Bathygenys 482
+
+ Bathygnathus 196
+
+ Bathyopsis 508
+
+ Batodon 363
+
+ Batrachosuchus 170
+
+ Bauria 198
+
+ Bdellodus 56
+
+ Belemnobatis 66
+
+ Belemnoziphius 408
+
+ Belodon 258
+
+ Belone 122
+
+ Belonorhynchidae 96
+
+ Belonorhynchinae 96
+
+ Belonorhynchus 97
+
+ Belonostomus 112
+
+ Beluga 408
+
+ Beluginae 408
+
+ Berardius 408
+
+ Bernissartia 271
+
+ Berycidae 131
+
+ Berycopsis 138
+
+ Beryx 131
+
+ Bettongia 357
+
+ Beutelratten 362
+
+ Bibos 505
+
+ Bibovina 506
+
+ Bimana 545
+
+ Birkenia 27
+
+ Birkeniidae 27
+
+ Bison 505
+
+ Biziura 323
+
+ Blastoceras 494
+
+ Blastomeryx 489
+
+ Blattwirbler 160
+
+ Blenniomoeus 110
+
+ Blindwühler 174
+
+ Blochiidae 140
+
+ Blochius 141
+
+ Boavus 220
+
+ Bolodon 352
+
+ Bolosaurus 192
+
+ Boodontia 501
+
+ Boremys 248
+
+ Borhyaena 362
+
+ Borophagus 388
+
+ Bos 506
+
+ Boselaphus 502
+
+ Bostrichthys 96
+
+ Bothremydidae 248
+
+ Bothremys 248
+
+ Bothriceps 170
+
+ Bothriodon 477
+
+ Bothriolepis 39
+
+ Bothriospondylus 287
+
+ Bothrolabis 473
+
+ Bottosaurus 272
+
+ Bovinae 504
+
+ Bovinen 499
+
+ Box 136
+
+ Brachauchenius 238
+
+ Brachibrachium 191
+
+ Brachiosaurus 285
+
+ Brachyacanthus 48
+
+ Brachyceros 506
+
+ Brachydectes 163
+
+ Brachydiastematherium 465
+
+ Brachydirus 82
+
+ Brachyichthys 110
+
+ Brachymylus 72
+
+ Brachyodus 477
+
+ Brachyops 170
+
+ Brachypotherium 453
+
+ Brachyprotoma 395
+
+ Brachypsalis 394
+
+ Brachyrhinodon 206
+
+ Brachyrhynchus 140
+
+ Brachyrophus 295
+
+ Brachysaurus 217
+
+ Brachytherium 443
+
+ Bradylemur 550
+
+ Bradypodidae 413
+
+ Bramatherium 496
+
+ Branchiosauridae 160
+
+ Branchiosaurus 160
+
+ Brevirostres 263
+
+ Brimosaurus 237
+
+ Brithopus 196
+
+ Brontops 467
+
+ Brontornis 323
+
+ Brontosaurus 285
+
+ Brontotherium 466
+
+ Brosmius 127
+
+ Bruta 410
+
+ Bubalidinae 503
+
+ Bubalis 503
+
+ Bubalus 505
+
+ Bubo 325
+
+ Bucapra 501
+
+ Buceros 324
+
+ Bucklandium 123
+
+ Büffel 505
+
+ Buffelus 505
+
+ Bunaelurus 393
+
+ Bunodontia 472
+
+ Bunohyrax 532
+
+ Bunolitopternidae 441
+
+ Bunolophodon 537
+
+ Bunomeryx 484
+
+ Bunoselenodontia 476
+
+ Byssacanthus 46
+
+ Byzenos 62
+
+
+ Cacops 169
+
+ Cadurcotherium 451
+
+ Caenolestes 355
+
+ Caenolestidae 355
+
+ Caenolestinae 355
+
+ Caenopithecus 548
+
+ Caenopus 452
+
+ Caenotheriidae 481
+
+ Caenotherium 481
+
+ Caiman 272
+
+ Calamodon 414
+
+ Calamoichthys 89
+
+ Calamopleurus 125
+
+ Calamospondylus 280
+
+ Calamostoma 141
+
+ Calignathus 110
+
+ Callibrachion 203
+
+ Callipterix 134
+
+ Callithrix 552
+
+ Callocalia 325
+
+ Callomenus 356
+
+ Callopristodus 63
+
+ Callopterus 116
+
+ Callorhynchus 72
+
+ Calomostoma 137
+
+ Calops 495
+
+ Camarosaurus 287
+
+ Camelidae 484
+
+ Camelinae 486
+
+ Camelomeryx 494
+
+ Camelopardalis 496
+
+ Camelops 486
+
+ Camelus 484, 486
+
+ Campodus 57
+
+ Camptonotus 289
+
+ Camptosauridae 289
+
+ Camptosaurus 289
+
+ Campylognathus 304
+
+ Campyloprion 59
+
+ Canidae 386
+
+ Caninae 389
+
+ Canis 389
+
+ Canobius 98
+
+ Cantioscyllium 50
+
+ Capitodus 123
+
+ Capitosaurus 172
+
+ Capra 501
+
+ Capreolus 494
+
+ Caprimulgi 324
+
+ Capromeryx 496
+
+ Capromyinae 431
+
+ Captorhinus 192
+
+ Carangidae 137
+
+ Carangopsis 137
+
+ Caranx 137
+
+ Carcharias 51
+
+ Carchariidae 51
+
+ Carchariopsis 45
+
+ Carcharodon 53
+
+ Carcinodon 376
+
+ Cardiocephalus 169
+
+ Cardiodon 432
+
+ Caretta 254
+
+ Carettochelyidae 257
+
+ Carettochelys 256
+
+ Cariama 323
+
+ Carnivora 374
+
+ Caroloameghinia 363
+
+ Caroloameghiniidae 363
+
+ Carolodarwinia 523
+
+ Carolozittelia 527
+
+ Carsosaurus 211
+
+ Casea 196
+
+ Castor 427
+
+ Castorinae 426
+
+ Castoroidea 426
+
+ Castoroides 427
+
+ Castresia 257
+
+ Casuarius 320
+
+ Catapleura 251
+
+ Catastylops 523
+
+ Catodontherium 479
+
+ Catopsalis 354
+
+ Catopteridae 102
+
+ Catopterus 102
+
+ Caturidae 114
+
+ Caturus 114
+
+ Caulodon 288
+
+ Cavia 432
+
+ Cavicornia 497
+
+ Caviinae 432
+
+ Cayluxotherium 369
+
+ Cebidae 552
+
+ Cebochoerus 473
+
+ Cebus 552
+
+ Cecomorphae 322
+
+ Cenchrodus 108
+
+ Centetidae 366
+
+ Centracodon 368
+
+ Centrina 50
+
+ Centriscidae 140
+
+ Centrobatidae 66
+
+ Centrodus 87
+
+ Centrolepis 100
+
+ Centrophoroides 50
+
+ Centrophorus 49
+
+ Centropristis 133
+
+ Centrosaurus 296
+
+ Cephalaspidae 33
+
+ Cephalaspis 33
+
+ Cephalogale 389
+
+ Cephalomys 432
+
+ Cephalophinae 502
+
+ Cephalophus 502
+
+ Cephenoplosus 114
+
+ Ceramurus 111
+
+ Ceratodontidae 76
+
+ Ceratodus 77
+
+ Ceratogaulus 427
+
+ Ceratops 296
+
+ Ceratopsidae 295
+
+ Ceratopterinae 65
+
+ Ceratorhinus 453
+
+ Ceratosaurus 281
+
+ Cervalces 494
+
+ Cervavus 493
+
+ Cervicapra 504
+
+ Cervicaprinae 504
+
+ Cervicornia 490
+
+ Cervinae 493
+
+ Cervulinae 492
+
+ Cervulus 493
+
+ Cervus 494
+
+ Cestracion 56
+
+ Cestracionidae 56
+
+ Cetacea 401
+
+ Cetiosauridae 285
+
+ Cetiosaurus 285
+
+ Cetorhinus 53
+
+ Cetorhynchus 408
+
+ Cetotherium 410
+
+ Chaenohyus 473
+
+ Chaetodontidae 134
+
+ Chalcodus 61
+
+ Chalcosaurus 168
+
+ Chalicomys 426
+
+ Chalicotheriidae 467
+
+ Chalicotherium 468
+
+ Chamaeleo 210
+
+ Chamaeleontia 210
+
+ Chamaeleontidae 210
+
+ Chamops 210
+
+ Champsodelphis 408
+
+ Champsosauridae 204
+
+ Champsosaurus 204
+
+ Chanoides 121
+
+ Chanos 121
+
+ Characinidae 123
+
+ Characodus 86
+
+ Charadrius 322
+
+ Charithemys 248
+
+ Charitosomus 127
+
+ Chasmotherium 447
+
+ Chatoessus 120
+
+ Chauna 323
+
+ Cheiracanthus 42
+
+ Cheirodopsis 101
+
+ Cheirodus 101
+
+ Cheirolepis 98
+
+ Chelodina 249
+
+ Chelodus 426
+
+ Chelone 254
+
+ Chelonemys 249
+
+ Chelonia 254
+
+ Chelonichthys 38
+
+ Chelonides 249
+
+ Cheloniidae 254
+
+ Cheloniidea 252
+
+ Chelotriton 176
+
+ Chelydosaurus 167
+
+ Chelydra 251
+
+ Chelydridae 251
+
+ Chelyidae 248
+
+ Chelyophorus 82
+
+ Chelyopsis 255
+
+ Chelyposaurus 201
+
+ Chelytherium 247
+
+ Chelyzoon 247
+
+ Chenomorphae 323
+
+ Chenopsis 323
+
+ Chenornis 323
+
+ Chersidae 252
+
+ Chilonix 192
+
+ Chiloscyllium 50
+
+ Chimaera 72
+
+ Chimaeracanthus 71
+
+ Chimaeridae 70
+
+ Chimaeropsis 70
+
+ Chinchillinae 432
+
+ Chirocentridae 122
+
+ Chirocentrites 122
+
+ Chirocentrus 122
+
+ Chiromyidae 550
+
+ Chiromys 550
+
+ Chiromystus 122
+
+ Chironectes 363
+
+ Chiroptera 373
+
+ Chirotherium 173
+
+ Chirothrix 135
+
+ Chirotrichidae 134
+
+ Chirox 353
+
+ Chisternon 248
+
+ Chitinodus 60
+
+ Chitracephalus 250
+
+ Chlamydoselache 49
+
+ Chlamydoselachidae 49
+
+ Chlamydotherium 421
+
+ Choeromorus 473
+
+ Choeropotamus 473
+
+ Choerotherium 473
+
+ Choloepus 415
+
+ Chomatodus 61
+
+ Chondrenchelys 44
+
+ Chondrostei 94
+
+ Chondrosteidae 94
+
+ Chondrosteosaurus 287
+
+ Chondrosteus 94, 287
+
+ Choneziphius 408
+
+ Chordata 3
+
+ Choristodera 204
+
+ Chriacus 376
+
+ Chromidae 134
+
+ Chrysemys 252
+
+ Chrysochloridae 366
+
+ Chrysophrys 136
+
+ Cimolestes 363
+
+ Cimoliasaurus 237
+
+ Cimolichthys 126
+
+ Cimolodon 354
+
+ Cimolomys 354
+
+ Cimolopteryx 325
+
+ Cinosternidae 256
+
+ Cinosternum 256
+
+ Cionodon 292
+
+ Cistudo 251
+
+ Citharus 128
+
+ Cladacanthus 59
+
+ Cladoclinus 355
+
+ Cladocyclus 122
+
+ Cladodontidae 44
+
+ Cladodus 45
+
+ Cladornis 322
+
+ Cladoselache 45
+
+ Cladosictis 362
+
+ Claenodon 382
+
+ Claorhynchus 293
+
+ Claosaurus 291
+
+ Clastes 113
+
+ Claudius 256
+
+ Cleithrolepis 100, 107
+
+ Clemmys 252
+
+ Clenialites 553
+
+ Clepsydropidae 194
+
+ Clepsydrops 194
+
+ Clepsysaurus 260
+
+ Clidastes 216
+
+ Climatius 48
+
+ Climaxodus 62
+
+ Cliorhizodus 196
+
+ Clupea 120
+
+ Clupeidae 120
+
+ Cnemiornis 323
+
+ Cobus 504
+
+ Coccoderma 89
+
+ Coccodus 105
+
+ Coccolepis 100
+
+ Coccosteidae 80
+
+ Coccosteus 81
+
+ Cochilius 516
+
+ Cochleosaurus 167
+
+ Cochliodontidae 59
+
+ Cochliodus 59
+
+ Cochlops 420
+
+ Coeciliae 174
+
+ Coelacanthidae 88
+
+ Coelacanthus 88
+
+ Coelocephalus 139
+
+ Coelodon 416
+
+ Coelodonta 454
+
+ Coelodus 104
+
+ Coelogaster 122
+
+ Coelolepidae 28
+
+ Coelolepis 29
+
+ Coelophysis 280
+
+ Coelosaurus 282
+
+ Coelosuchus 270
+
+ Coeluridae 280
+
+ Coelurus 280
+
+ Coendu 431
+
+ Colii 324
+
+ Colobodus 107
+
+ Colodon 448
+
+ Colomys 430
+
+ Colonoceras 451
+
+ Coloreodon 482
+
+ Colpodon 523
+
+ Columba 324
+
+ Columbae 324
+
+ Colus 500
+
+ Colymboides 322
+
+ Colymbosaurus 236
+
+ Colymbus 322
+
+ Compsacanthus 72
+
+ Compsemys 248, 256
+
+ Compsognathidae 282
+
+ Compsognathus 282
+
+ Conacodon 439
+
+ Conchiopsis 88
+
+ Conchiosaurus 233
+
+ Conchochelys 257
+
+ Conchodus 74
+
+ Conchopoma 75
+
+ Condylarthra 437
+
+ Coniopternium 441
+
+ Coniosaurus 211
+
+ Connochaetes 503
+
+ Conodectes 190
+
+ Conodonictis 362
+
+ Conodus 115
+
+ Conoryctes 414
+
+ Conoryctinae 414
+
+ Copodus 61
+
+ Coraciae 324
+
+ Corax 52
+
+ Cordylodon 368
+
+ Coresodon 519
+
+ Corviden 325
+
+ Corvus 325
+
+ Coryphaenidae 138
+
+ Coryphagus 438
+
+ Coryphodon 508
+
+ Coryphodontidae 508
+
+ Cosmolepis 100
+
+ Cosmoptychius 98
+
+ Cosoryx 496
+
+ Cottidae 140
+
+ Cottus 140
+
+ Cotylosauria 188
+
+ Cramauchenia 441
+
+ Craniota 3
+
+ Craspedodon 289
+
+ Crataeomus 294
+
+ Craterosaurus 283
+
+ Crenilabrus 134
+
+ Crenilepis 107
+
+ Creodontia 375
+
+ Creosaurus 282
+
+ Cricetinae 429
+
+ Cricetodon 430
+
+ Cricetus 430
+
+ Cricodus 87
+
+ Cricosaurus 269
+
+ Cricotus 171
+
+ Criotherium 503
+
+ Crocidura 368
+
+ Crocodileimus 269
+
+ Crocodilia 261
+
+ Crocodilidae 272
+
+ Crocodilus 273
+
+ Crommyodus 134
+
+ Crossopholis 96
+
+ Crossopterygii 85
+
+ Crossopus 368
+
+ Crossotelos 165
+
+ Crotalide 220
+
+ Crotalus horridus 219
+
+ Cruschedula 322
+
+ Cryptobranchus 176
+
+ Cryptocleidus 236
+
+ Cryptocynodon 201
+
+ Cryptodira 250
+
+ Cryptomeryx 487
+
+ Cryptopithecus 546
+
+ Cryptoprocta 397
+
+ Cryptornis 325
+
+ Cryptosaurus 289
+
+ Crypturi 321
+
+ Ctenacanthus 53
+
+ Ctenacodon 353
+
+ Ctenerpeton 165
+
+ Ctenodactylinae 431
+
+ Ctenodontidae 75
+
+ Ctenodontinae 432
+
+ Ctenodus 75
+
+ Ctenomys 432
+
+ Ctenopetalus 63
+
+ Ctenopoma 140
+
+ Ctenoptychius 63
+
+ Ctenosaurus 195
+
+ Ctenothrissa 122
+
+ Ctenothrissidae 122
+
+ Cuculi 324
+
+ Cumnoria 289
+
+ Cuniculus 430
+
+ Curtodus 56
+
+ Cyamodus 240
+
+ Cyathaspis 32
+
+ Cybium 139
+
+ Cyclobatis 67
+
+ Cycloid- und Ctenoidschuppen 5
+
+ Cyclolepidoti 113
+
+ Cyclopidius 484
+
+ Cyclopoma 133
+
+ Cycloptychius 98
+
+ Cyclostomi 3
+
+ Cyclotosaurus 172
+
+ Cyclurus 117
+
+ Cycnorhamphus 306
+
+ Cygnus 323
+
+ Cylindrodon 428
+
+ Cymatosaurus 233
+
+ Cymbospondylus 228
+
+ Cynarctus 392
+
+ Cynocephalus 553
+
+ Cynocercus 255
+
+ Cynochampsa 198
+
+ Cynodesmus 387
+
+ Cynodictinae 386
+
+ Cynodictis 387
+
+ Cynodon 389
+
+ Cynodontia 198
+
+ Cynodontinae 389
+
+ Cynodontomys 370
+
+ Cynodontosuchus 271
+
+ Cynodraco 198, 289
+
+ Cynognathus 198
+
+ Cynohyaenodon 380
+
+ Cynomys 426
+
+ Cynonycteris 374
+
+ Cynopithecidae 553
+
+ Cynosuchus 198
+
+ Cyon 390
+
+ Cyonasua 392
+
+ Cyphornis 324
+
+ Cyprinidae 122
+
+ Cyprinodontidae 122
+
+ Cyprinus 123
+
+ Cypselavus 325
+
+ Cypselus 325
+
+ Cyrtodelphis 408
+
+ Cyrtonodus 59
+
+ Cyttidae 132
+
+ Cyttoides 132
+
+
+ Dacentrurus 294
+
+ Dacosaurus 269
+
+ Dacrytherium 478
+
+ Dactylodus 62
+
+ Dactylolepis 107
+
+ Dactylopogon 131
+
+ Dactylosaurus 234
+
+ Dama 494
+
+ Damaliscus 503
+
+ Danubiosaurus 294
+
+ Dapedius 106
+
+ Dapedoglossus 121
+
+ Daphaenodon 388
+
+ Daphaenus 388
+
+ Daptinus 128
+
+ Daptophilus 398
+
+ Dasyceps 168
+
+ Dasypodidae 421
+
+ Dasypus 421
+
+ Dasyuridae 361
+
+ Dasyurodon 381
+
+ Dasyurus 362
+
+ Datheosaurus 203
+
+ Dawsonia 162
+
+ Decastis 356
+
+ Degenfische 136
+
+ Deilotherium 480
+
+ Deinodon 281
+
+ Deinosuchus 272
+
+ Delphinidae 408
+
+ Delphinodon 407
+
+ Delphinognathus 198
+
+ Delphinopsis 409
+
+ Delphinornis 322
+
+ Delphinosaurus 228
+
+ Delphinus 409
+
+ Deltatherium 376
+
+ Deltodus 60
+
+ Deltoptychius 61
+
+ Dendrerpeton 163
+
+ Dendrodus 86
+
+ Dendrohyrax 531
+
+ Dendroptychius 86
+
+ Dentex 133
+
+ Dercetidae 125
+
+ Dercetis 125
+
+ Dermatemydidae 255
+
+ Dermatemys 256
+
+ Dermochelyidae 253
+
+ Dermochelys 253
+
+ Dermodactylus 307
+
+ Desmathyus 473
+
+ Desmatippus 461
+
+ Desmatochelydae 255
+
+ Desmatochelys 255
+
+ Desmatodon 192
+
+ Desmatotherium 447
+
+ Desmognathinae 176
+
+ Desmospondylus 190
+
+ Desmostylus 542
+
+ Deuterosauridae 196
+
+ Deuterosaurus 196
+
+ Deuterotherium 443
+
+ Devisia 251
+
+ Diacium 210
+
+ Diacodon 367
+
+ Diadectes 192
+
+ Diadectidae 192
+
+ Diademodon 198
+
+ Diadiaphorus 443
+
+ Dialophus 523
+
+ Diapsida 187
+
+ Diasparactus 192
+
+ Diastichus 123
+
+ Diatryma 323
+
+ Dicentrodus 45
+
+ Diceratherium 453
+
+ Diceratops 296
+
+ Diceratosaurus 164
+
+ Diceros 454
+
+ Dichelodus 61
+
+ Dichobune 479
+
+ Dichobunidae 479
+
+ Dichodon 481
+
+ Diclonius 291
+
+ Dicoelophorus 432
+
+ Dicotyles 473
+
+ Dicranozygoma 198
+
+ Dicrenodus 45
+
+ Dicrocerus 493
+
+ Dicrocynodon 361
+
+ Dictaea 62
+
+ Dictyocephalus 171
+
+ Dictyodus 139
+
+ Dictyopyge 102
+
+ Dicynodon 200
+
+ Dicynodontia 198
+
+ Dicynodontidae 201
+
+ Didelphia 350
+
+ Didelphops 363
+
+ Didelphyidae 362
+
+ Didelphys 363
+
+ Didolodus 441
+
+ Didus 324
+
+ Didymaspis 34
+
+ Didymictis 383
+
+ Didymodus 43
+
+ Dihoplus 453
+
+ Dilambdodonta 366
+
+ Dilophodon 447
+
+ Dimetrodon 194
+
+ Dimorphodon 304
+
+ Dimylidae 368
+
+ Dimylus 368
+
+ Dinichthys 82
+
+ Dinictis 398
+
+ Dinilysia 220
+
+ Dinobastis 398
+
+ Dinocephalia 198
+
+ Dinoceras 509
+
+ Dinoceratidae 508
+
+ Dinocyon 389
+
+ Dinodocus 288
+
+ Dinohyus 475
+
+ Dinopteryx 132
+
+ Dinornis 321
+
+ Dinornithidae 320
+
+ Dinosauria 273
+
+ Dinosaurus 196
+
+ Dinotheriidae 536
+
+ Dinotherium 536
+
+ Diodon 142
+
+ Diomeda 322
+
+ Diopecephalus 306
+
+ Diopeus 194
+
+ Dioplodon 408
+
+ Diorotherium 524
+
+ Dipilus 356
+
+ Diplacanthidae 48
+
+ Diplacanthus 48
+
+ Diplacodon 465
+
+ Diplacodus 59
+
+ Diplaspis 32
+
+ Diplobune 478
+
+ Diplocaulidae 165
+
+ Diplocaulus 165
+
+ Diploclonus 467
+
+ Diplocynodon 272, 361
+
+ Diplocynodontinae 361
+
+ Diplodocidae 288
+
+ Diplodocus 288
+
+ Diplodus 43
+
+ Diploglossus 210
+
+ Diplognathus 83
+
+ Diplolepis 114
+
+ Diplomystus 120
+
+ Diplopterus 87
+
+ Diplosaurus 270
+
+ Diplotomodon 283
+
+ Diplovertebron 171
+
+ Diplurus 89
+
+ Dipnoi 73
+
+ Dipodinae 429
+
+ Dipodoidea 429
+
+ Dipoides 427
+
+ Dipriacanthus 73
+
+ Dipriodon 354
+
+ Dipristis 72
+
+ Diprotodon 358
+
+ Diprotodontia 355
+
+ Dipteridae 73
+
+ Dipterus 74
+
+ Dipus 429
+
+ Diracodon 294
+
+ Dirrhizodon 51
+
+ Discoglossus 178
+
+ Discolomys 431
+
+ Discosaurus 167
+
+ Dissacus 377
+
+ Dissorophus 169
+
+ Disticholepis 109
+
+ Distrophaeus 285
+
+ Ditaxiodus 115
+
+ Ditrochosaurus 240
+
+ Dittodus 44, 86
+
+ Docodon 361
+
+ Doedicurus 419
+
+ Dolichobrachium 194
+
+ Dolichopithecus 554
+
+ Dolichopterus 107, 323
+
+ Dolichorhinus 465
+
+ Dolichorhynchus 238
+
+ Dolichosauridae 211
+
+ Dolichosaurus 211
+
+ Dolichosoma 166
+
+ Dolichotis 432
+
+ Doliochoerus 474
+
+ Doliovertebra 234
+
+ Dollopterus 107
+
+ Domnina 367
+
+ Doratorhynchus 307
+
+ Dorcatherium 487
+
+ Dorcichthys 141
+
+ Dornhaie 49
+
+ Dorudon 406
+
+ Dorygnathus 304
+
+ Dorypterus 101
+
+ Dremotherium 492
+
+ Drepanacanthus 63
+
+ Drepanaspidae 29
+
+ Drepanaspis 30
+
+ Drepanephorus 56
+
+ Drias 323
+
+ Dromaeidae 320
+
+ Dromaeognathae 319
+
+ Dromaeus 320
+
+ Dromasauria 198
+
+ Dromatheriidae 358
+
+ Dromatherium 358
+
+ Dromocyon 377
+
+ Drosseln 325
+
+ Dryolestes 360
+
+ Dryopithecus 556
+
+ Dryosauridae 205
+
+ Dryosaurus 205, 289
+
+ Dryptodon 414
+
+ Dryptosaurus 282
+
+ Duboisia 502
+
+ Ductor 137
+
+ Dules 133
+
+ Duplicidentata 433
+
+ Dynamosaurus 281
+
+ Dynobatis 67
+
+ Dyoplax 260
+
+
+ Eccasaurus 198
+
+ Echeneis 140
+
+ Echidnocephalus 125
+
+ Echinodon 294
+
+ Echinogale 368
+
+ Echinomyinae 428
+
+ Echinomys 432
+
+ Echinorhinus 50
+
+ Ecphantodon 552
+
+ Ectacodon 508
+
+ Ectoconodon 507
+
+ Ectoconus 439
+
+ Ectocynodon 192
+
+ Ectomatemys 252
+
+ Ectosteorhachis 87
+
+ Edaphodon 72
+
+ Edaphosaurus 196
+
+ Edentata 410
+
+ Edestidae 58
+
+ Edestosaurus 216
+
+ Edestus 58
+
+ Edvardocopeia 525
+
+ Egertonia 134
+
+ Eggysodon 452
+
+ Eidechsen 207
+
+ Eifelosaurus 206
+
+ Eisvögel 324
+
+ Elaphis 220
+
+ Elaphrocnemus 323
+
+ Elaphus 494
+
+ Elasmobranchii 39
+
+ Elasmodectes 72
+
+ Elasmodus 72
+
+ Elasmognathus 72, 448
+
+ Elasmosaurus 238
+
+ Elasmotheriinae 454
+
+ Elasmotherium 454
+
+ Elcabrosaurus 194
+
+ Elentier 494
+
+ Elephantidae 537
+
+ Elephas 539
+
+ Eleutherocercus 419
+
+ Elginia 192
+
+ Eliomys 429
+
+ Elomeryx 477
+
+ Elonichthys 98
+
+ Elopidae 124
+
+ Elopopsis 125
+
+ Elops 124
+
+ Elornis 323
+
+ Elosaurus 288
+
+ Elotheriidae 474
+
+ Elotherium 475
+
+ Embaphias 237
+
+ Embassis 363
+
+ Embolomeri 171
+
+ Embolophorus 194
+
+ Embrithopoda 529
+
+ Empedias 192
+
+ Empo 126
+
+ Emydinae 251
+
+ Emydura 249
+
+ Emys 251
+
+ Enaliochelys 250
+
+ Enaliornis 318
+
+ Enaliosuchus 269
+
+ Enchelops 127
+
+ Enchelurus 125
+
+ Enchodontidae 125
+
+ Enchodus 126
+
+ Endothiodon 201
+
+ Endothiontidae 201
+
+ Engraulis 121
+
+ Enhydriodon 394
+
+ Enhydrocyon 388
+
+ Enneles 125
+
+ Enneodon 361
+
+ Enoplosus 133
+
+ Entelodon 475
+
+ Entelonychia 521
+
+ Entelostylops 523
+
+ Entenvögel 323
+
+ Entomacodon 368
+
+ Entomolestes 368
+
+ Entoptychus 427
+
+ Eoauchenia 442
+
+ Eocardia 432
+
+ Eocerus 502
+
+ Eocetus 406
+
+ Eochalicotherium 523
+
+ Eochelone 255
+
+ Eocottus 140
+
+ Eocynodon 139
+
+ Eodidelphys 363
+
+ Eohegetotherium 516
+
+ Eohippus 458
+
+ Eohyrax 517
+
+ Eohyus 473
+
+ Eomeryx 482
+
+ Eommanodon 355
+
+ Eomorphippus 519
+
+ Eomyinae 429
+
+ Eomyrus 127
+
+ Eomys 429
+
+ Eoneornis 323
+
+ Eopachyrucos 516
+
+ Eopristis 65
+
+ Eoproterotherium 443
+
+ Eosaurus 171
+
+ Eoserpeton 163
+
+ Eosiren 542
+
+ Eosphargis 254
+
+ Eospheniscus 322
+
+ Eosteiromys 431
+
+ Eostylops 523
+
+ Eosuchus 271
+
+ Eotherium 542
+
+ Eothynnus 139
+
+ Eotylopus 484
+
+ Epanorthus 356
+
+ Epanterias 288
+
+ Ephippus 134
+
+ Epiaceratherium 452
+
+ Epiceratodus 78
+
+ Epicordylus 168
+
+ Epigaulus 427
+
+ Epihippus 458
+
+ Episcoposaurus 260
+
+ Epitherium 442
+
+ Eplacentalia 349
+
+ Eporeodon 483
+
+ Equidae 454
+
+ Equinae 461
+
+ Equula 137
+
+ Equus 462
+
+ Erdferkel 412
+
+ Eremopezus 320
+
+ Erethizon 431
+
+ Erethizontinae 431
+
+ Eretmochelys 254
+
+ Eretmosaurus 236
+
+ Erinaceidae 369
+
+ Erinaceinae 369
+
+ Erinaceus 369
+
+ Eriodes 552
+
+ Erisichthe 130
+
+ Erismacanthus 73
+
+ Erismatopterus 132
+
+ Erpetosaurus 163
+
+ Erpetosuchus 171, 260
+
+ Erquelinnesia 251
+
+ Erycidae 220
+
+ Eryops 168
+
+ Erythrosuchus 260
+
+ Eschatius 486
+
+ Esocidae 122
+
+ Esoterodon 201
+
+ Esox 122
+
+ Essonodontherium 416
+
+ Essoprion 356
+
+ Esthonychinae 372
+
+ Esthonyx 372
+
+ Eubaëna 248
+
+ Euboeicus 220
+
+ Eubrachiosaurus 198
+
+ Eucamarotus 287
+
+ Eucastor 427
+
+ Eucephalaspis 33
+
+ Euceratherium 501
+
+ Eucerosaurus 295
+
+ Eucetus 407
+
+ Euchirosaurus 168
+
+ Eucholoeops 416
+
+ Euclastes 251
+
+ Eucrania 3
+
+ Eucreodi 382
+
+ Eucrotaphus 483
+
+ Eucynepeltus 420
+
+ Eudactis 115
+
+ Eudelphis 407
+
+ Eudiastatus 552
+
+ Euelephas 540
+
+ Euglypta 171
+
+ Eugnathus 116
+
+ Euhapsis 427
+
+ Eukeraspis 34
+
+ Eulen 325
+
+ Eumylodus 72
+
+ Eumys 430
+
+ Euornithes 322
+
+ Eupelor 171
+
+ Eupleurodus 107
+
+ Euposaurus 210
+
+ Euprotogonia 439
+
+ Eupterornis 323
+
+ Eurapteryx 321
+
+ Eurhinodelphis 408
+
+ Eurosaurus 196
+
+ Euryacodon 548
+
+ Euryarthra 66
+
+ Eurycormus 116
+
+ Eurylepis 98
+
+ Eurynotus 100
+
+ Eurypholis 126
+
+ Eurysaurus 233
+
+ Eurysternum 250
+
+ Eurytherium 478
+
+ Eusemius 109
+
+ Euskelosaurus 279
+
+ Eusmilus 397
+
+ Eusthenopteron 87
+
+ Eusuchia 261
+
+ Eutatus 421
+
+ Eutelornis 323
+
+ Euthacanthus 48
+
+ Euthynotus 114
+
+ Eutrachytherus 517
+
+ Eutypomys 427
+
+ Exocoetoides 135
+
+
+ Fährten von Stegocephalen 173
+
+ Falco 324
+
+ Fayumia 123
+
+ Felidae 397
+
+ Felinae 398
+
+ Felis 399
+
+ Felsinotherium 542
+
+ Fiber 431
+
+ Fierasfer 128
+
+ Filholornis 325
+
+ Fische 3
+
+ Fischlurche 176
+
+ Fischsaurier 220
+
+ Fissipedia 384
+
+ Fissodus 62
+
+ Fistularia 140
+
+ Flamingo 323
+
+ Fledermäuse 373
+
+ Fleischfresser 374
+
+ Flossenfüßer 399
+
+ Flugsaurier 298
+
+ Flußpferde 475
+
+ Flußschildkröten 256
+
+ Froschlurche 177
+
+ Fulica 323
+
+ Fuligula 323
+
+ Furchenwale 409
+
+ Furcifer 494
+
+
+ Gadidae 127
+
+ Gadus 127
+
+ Gafsachelys 251
+
+ Galechirus 198
+
+ Galecynus 387
+
+ Galeocerdo 51
+
+ Galerix 369
+
+ Galesauridae 197
+
+ Galesaurus 198
+
+ Galethylax 380
+
+ Galeus 51
+
+ Galictis 393
+
+ Galliaetatus 413
+
+ Gallinaceiden 321
+
+ Gallinae 324
+
+ Gallinuloides 324
+
+ Gallus 324
+
+ Gampsacanthus 59, 73
+
+ Ganodonta 413
+
+ Ganodus 71
+
+ Ganoidei 90
+
+ Ganoidschuppen 5
+
+ Ganolodus 86
+
+ Garzonia 355
+
+ Gastornis 323
+
+ Gastrodus 86
+
+ Gaudrya 167
+
+ Gavialidae 271
+
+ Gavialis 272
+
+ Gavialosuchus 271
+
+ Gazella 500
+
+ Gazellinae 499
+
+ Geikia 201
+
+ Gelocinae 487
+
+ Gelocus 488
+
+ Gemündenia 29
+
+ Gemündenidae 29
+
+ Geniohyus 531
+
+ Genyodectes 281
+
+ Genyornis 320
+
+ Geomyinae 427
+
+ Geomyoidea 427
+
+ Geomys 427
+
+ Geosaurus 196, 269
+
+ Gephyrostegus 163
+
+ Geranopterus 325
+
+ Gerbillus 430
+
+ Geronops 416
+
+ Gerres 133
+
+ Geweihträger 490
+
+ Giffonus 97
+
+ Gigantichthys 126
+
+ Gigantopterus 111
+
+ Gigantosaurus 287
+
+ Gillicus 129
+
+ Ginglymostoma 50
+
+ Giraffinae 495
+
+ Glattwale 410
+
+ Glires 422
+
+ Globicephalus 409
+
+ Globilemur 550
+
+ Globulodus 101
+
+ Glossochelys 251
+
+ Glossodus 63
+
+ Glossotherium 417
+
+ Glyphidodontidae 133
+
+ Glyptaspis 83
+
+ Glyptatelus 421
+
+ Glyptodon 419
+
+ Glyptodontidae 418
+
+ Glyptolaemus 87
+
+ Glyptolepis 86
+
+ Glyptopomus 87
+
+ Glyptops 248
+
+ Glyptosaurus 210
+
+ Glyptotherium 420
+
+ Gnathacanthus 72
+
+ Gnathosaurus 269
+
+ Gobiidae 134
+
+ Gobio 123
+
+ Gomphognathidae 197
+
+ Gomphognathus 198
+
+ Gomphotherium 485
+
+ Gonatodus 98
+
+ Gondwanosaurus 170
+
+ Goniacodon 377
+
+ Goniobatis 68
+
+ Goniodus 50
+
+ Gonioglyptus 173
+
+ Goniognathus 138
+
+ Goniopholidae 270
+
+ Goniopholis 270
+
+ Gonorhynchus 127
+
+ Gordonia 201
+
+ Gorgonops 198
+
+ Goura 324
+
+ Graculavus 324
+
+ Grallae 322
+
+ Graphiurus 89
+
+ Graptemys 252
+
+ Gravigrada 415
+
+ Gresslyosaurus 279
+
+ Griphosaurus 316
+
+ Gronotherium 520
+
+ Gryphopithecus 556
+
+ Grypotherium 417
+
+ Gürteltiere 421
+
+ Guilelmoscottia 516
+
+ Gulo 393
+
+ Gymnarthrus 169
+
+ Gymnodontidae 142
+
+ Gymnodus 142
+
+ Gymnophiona 174
+
+ Gymnoptychus 429
+
+ Gymnurinae 369
+
+ Gypogeranus 324
+
+ Gypsornis 323
+
+ Gyracanthus 46
+
+ Gyrodus 102
+
+ Gyrolepis 100
+
+ Gyroptychius 87
+
+ Gyrosteus 95
+
+
+ Habrothrix 430
+
+ Hadrianus 252
+
+ Hadropithecus 550
+
+ Hadrorhynchus 363
+
+ Hadrosaurus 291
+
+ Hainosaurus 217
+
+ Halbaffen 544
+
+ Halcyornis 325
+
+ Halec 126
+
+ Halecomorphi 116
+
+ Halecopsis 121
+
+ Haliaetus 324
+
+ Halianassa 542
+
+ Halicore 542
+
+ Halicoridae 542
+
+ Halitherium 542
+
+ Hallopus 261
+
+ Halmarhiphus 355
+
+ Halmaselus 356
+
+ Halmaturus 357
+
+ Halodon 354
+
+ Halsbandlemming 430
+
+ Halticosaurus 283
+
+ Hamster 429
+
+ Hapale 552
+
+ Hapalidae 552
+
+ Hapalodectes 377
+
+ Hapalops 416
+
+ Haplacanthosaurus 285
+
+ Haplacanthus 46, 72
+
+ Haplobunodon 477
+
+ Haploceros 501
+
+ Haploconus 439
+
+ Haplodon 425
+
+ Haplodontherium 521
+
+ Haplogale 393
+
+ Haplomeryx 481
+
+ Haptodus 203
+
+ Hargeria 319
+
+ Harpacodus 63
+
+ Harpagolestes 377
+
+ Harpagornis 324
+
+ Harpalodon 383
+
+ Hasen 433
+
+ Hathlyacynus 362
+
+ Hatteria 201, 206
+
+ Hegetotheriidae 516
+
+ Hegetotherium 516
+
+ Helagris 220
+
+ Helaletes 447
+
+ Helemys 248
+
+ Heliarchon 176
+
+ Helichthys 100
+
+ Helicophora 504
+
+ Helicoprion 59
+
+ Heliobatis 67
+
+ Heliodus 74
+
+ Helladotherium 495
+
+ Helochelys 247
+
+ Helodermatidae 210
+
+ Helodus 60
+
+ Helopanoplia 257
+
+ Helotermatidae 210
+
+ Helotherium 458
+
+ Hemiacodon 548
+
+ Hemiauchenia 486
+
+ Hemibos 505
+
+ Hemicladodus 101
+
+ Hemictenodus 77
+
+ Hemicyclaspis 33
+
+ Hemicyon 389
+
+ Hemiganus 414
+
+ Hemilopas 108
+
+ Hemipristis 51
+
+ Hemipsalodon 380
+
+ Hemiptychodus 68
+
+ Hemirhynchus 136
+
+ Hemisaurida 130
+
+ Hemithlaeus 439
+
+ Hemithyrsites 137
+
+ Henricofilholia 523
+
+ Henricosbornia 517
+
+ Henricosborniidae 517
+
+ Heptacodon 477
+
+ Heptadiodon 142
+
+ Heptanchus 49
+
+ Heptanema 89
+
+ Heptodon 447
+
+ Herodii 323
+
+ Herpestes 395
+
+ Herpetocetus 410
+
+ Herpetotherium 363
+
+ Herrentiere 544
+
+ Hesperomyinae 430
+
+ Hesperomys 430
+
+ Hesperornis 318
+
+ Hesperornithes 318
+
+ Heteracanthus 72
+
+ Heterocerci 97
+
+ Heterocetus 410
+
+ Heteroclitotriton 176
+
+ Heterodelphis 408
+
+ Heterodontus 56
+
+ Heterohyrax 531
+
+ Heterolepidotus 116
+
+ Heteromeryx 495
+
+ Heteropython 220
+
+ Heterosteus 83
+
+ Heterostraci 28
+
+ Heterothrissops 114
+
+ Hexanchus 49
+
+ Hexaprotodon 476
+
+ Hicanodonta 418
+
+ Hierosaurus 294
+
+ Hipparion 461
+
+ Hippidium 462
+
+ Hippocampiden 141
+
+ Hippohyus 474
+
+ Hippopotamidae 475
+
+ Hippopotamus 476
+
+ Hipposyus 547
+
+ Hippotherium 461
+
+ Hippotraginae 503
+
+ Hippotragus 503
+
+ Hirundo 325
+
+ Histiocephalus 134, 140
+
+ Histionotopterus 134
+
+ Histionotus 109
+
+ Histiophorus 140
+
+ Histiothrissa 121
+
+ Hohlhörner 497
+
+ Holacanthodes 47
+
+ Holaspis 32
+
+ Holcodon 126
+
+ Holocentrum 132
+
+ Holocephali 69
+
+ Holodus 74, 75
+
+ Holomeniscus 486
+
+ Holonema 84
+
+ Holophagus 89
+
+ Holops 271
+
+ Holoptychiidae 85
+
+ Holoptychius 86
+
+ Holosaurus 217
+
+ Holosteus 131
+
+ Homacanthus 46, 72
+
+ Homacodon 480
+
+ Homaeosaurus 206
+
+ Homalodontotheriidae 467, 523
+
+ Homalodontotherium 524
+
+ Homalodus 61
+
+ Homalostylops 523
+
+ Hominidae 556
+
+ Homo 556
+
+ Homo diluvii tristis testis 176
+
+ Homoeocetus 407
+
+ Homoeolepis 107
+
+ Homonotus 132
+
+ Homorophus 256
+
+ Homosteus 83
+
+ Homunculus 552
+
+ Hoplitosaurus 294
+
+ Hoplocetus 407
+
+ Hoplochelys 256
+
+ Hoplophoneus 397
+
+ Hoplophorus 419
+
+ Hoplopleuridae 125
+
+ Hoplopteryx 131
+
+ Hoplopygus 88
+
+ Hoplosaurus 295
+
+ Hoplosthethus 132
+
+ Howesia 205
+
+ Hühnervögel 324
+
+ Hülsenwirbler 162
+
+ Huftiere 435
+
+ Hunde 386
+
+ Hundsaffen 553
+
+ Hunosaurus 217
+
+ Hyaegulus 481
+
+ Hyaelobatrachus 176
+
+ Hyaelochelys 249
+
+ Hyaemoschus 487
+
+ Hyaena 396
+
+ Hyaenarctos 390
+
+ Hyänen 396
+
+ Hyaenictis 396
+
+ Hyaenidae 396
+
+ Hyaenocyon 388
+
+ Hyaenodictis 377
+
+ Hyaenodon 381
+
+ Hyaenodontidae 379
+
+ Hyaenodontinae 380
+
+ Hyaenognathus 388
+
+ Hyaenosuchus 198
+
+ Hyaeolosaurus 294
+
+ Hybocladodus 45
+
+ Hybodontidae 53
+
+ Hybodus 53
+
+ Hydaspitherium 496
+
+ Hydraspis 249
+
+ Hydrochoerus 432
+
+ Hydropelta 249
+
+ Hydropesium 100
+
+ Hydropotes 492
+
+ Hydrornis 323
+
+ Hylaeochampsa 270
+
+ Hylerpeton 163
+
+ Hylobates 556
+
+ Hylonomidae 162
+
+ Hylonomus 162
+
+ Hyloplesion 162
+
+ Hyomeryx 482
+
+ Hyopotamus 477
+
+ Hyopsodontidae 369
+
+ Hyopsodus 480
+
+ Hyotherium 473
+
+ Hypamia 117
+
+ Hyperdichobune 480
+
+ Hyperleptus 416
+
+ Hyperodapedon 205
+
+ Hyperoodon 408
+
+ Hypertragulidae 488
+
+ Hypertragulus 489
+
+ Hypisodus 496
+
+ Hypnopous 192
+
+ Hypohippus 461
+
+ Hypolophites 68
+
+ Hypoprion 51
+
+ Hyporhina 210
+
+ Hyposaurus 270
+
+ Hypotemnodon 387
+
+ Hypselornis 320
+
+ Hypselosaurus 288
+
+ Hypsibaema 293
+
+ Hypsilophodon 289
+
+ Hypsilophontidae 289
+
+ Hypsiprymninae 357
+
+ Hypsiprymnodon 357
+
+ Hypsiprymnopsis 352
+
+ Hypsirrhophus 283
+
+ Hypsocormus 114
+
+ Hypsodon 128
+
+ Hypudaeus 430
+
+ Hyrachyus 451
+
+ Hyracidae 531
+
+ Hyracodon 451
+
+ Hyracodontherium 478
+
+ Hyracodontidae 450
+
+ Hyracoidea 530
+
+ Hyracops 439
+
+ Hyracotheriinae 457
+
+ Hyracotherium 458
+
+ Hyrax 531
+
+ Hystricinae 431
+
+ Hystricognathi 425
+
+ Hystricoidea 428
+
+ Hystricomorpha 431
+
+ Hystrix 431
+
+
+ Ibidopodia 323
+
+ Ibidopsis 323
+
+ Ibis 323
+
+ Ichthyodectes 129
+
+ Ichthyodectidae 128
+
+ Ichthyodorylithen 7, 72
+
+ Ichthyoidea 176
+
+ Ichthyorhynchus 97
+
+ Ichthyornis 319
+
+ Ichthyosauria 220
+
+ Ichthyosaurus 228
+
+ Ichthyotomi 41
+
+ Ichthyotringa 130
+
+ Icochilus 516
+
+ Icticyon 390
+
+ Ictidosaurus 198
+
+ Ictidosuchus 198
+
+ Ictinocephalus 48
+
+ Ictioborus 362
+
+ Ictitherium 396
+
+ Ictops 367
+
+ Ideodidelphys 363
+
+ Idiochelys 249
+
+ Igel 369
+
+ Iguana 210
+
+ Iguanavus 210
+
+ Iguanidae 210
+
+ Iguanodon 290
+
+ Iguanodontidae 289
+
+ Illingoceras 504
+
+ Ilysia 220
+
+ Impennes 322
+
+ Incertae sedis 283
+
+ Indrodon 370
+
+ Infrapithecus 516
+
+ Inia 408
+
+ Iniinae 408
+
+ Inostranzewia 198
+
+ Insectivora 364
+
+ Insektenfresser 364
+
+ Interatheriidae 516
+
+ Interatherium 516
+
+ Interhippus 519
+
+ Interodon 416
+
+ Inuus 554
+
+ Ischnacanthidae 48
+
+ Ischnacanthus 48
+
+ Ischyodus 71
+
+ Ischypterus 106
+
+ Ischyrocyon 388
+
+ Ischyrodon 237
+
+ Ischyromyinae 425
+
+ Ischyromys 425
+
+ Ischyrorhynchus 408
+
+ Ischyrosaurus 287
+
+ Isectolophus 448
+
+ Iserosaurus 217
+
+ Isodectes 193
+
+ Isospondyli 119
+
+ Isotemnidae 523
+
+ Isotemnus 523
+
+ Issiodoromyinae 432
+
+ Issiodoromys 433
+
+ Istieus 121
+
+ Isurichthys 140
+
+ Isurus 140
+
+ Ixacanthus 408
+
+
+ Jaccare 272
+
+ Janassa 62
+
+ Josepholeidya 441
+
+ Julis 134
+
+
+ Kadaliosaurus 203
+
+ Känguruh-Ratten 357
+
+ Kängurus 357
+
+ Kallistina 256
+
+ Karoomys 359
+
+ Karpfen 122
+
+ Katzen 397
+
+ Keirognathus 200
+
+ Kekenodon 406
+
+ Keraterpeton 164
+
+ Kerodon 432
+
+ Kiemenlurche 176
+
+ Kistecephalus 201
+
+ Kletter- und Flugbeutler 357
+
+ Klippschliefer 530
+
+ Kloakentiere 349
+
+ Kogia 407
+
+ Koiloskiosaurus 193
+
+ Krallenaffen 552
+
+ Krambergeria 133
+
+ Kranz- oder Schnittwirbler 166
+
+ Kriechtiere 179
+
+ Kuckucke 324
+
+ Kurtodon 361
+
+
+ Labidosaurus 190
+
+ Labrax 133
+
+ Labridae 133
+
+ Labrodon 134
+
+ Labrosauridae 280
+
+ Labrosaurus 280
+
+ Labrus 134
+
+ Labyrinthici 141
+
+ Labyrinthodon 173
+
+ Labyrinthodontidae 171
+
+ Lacerta 210
+
+ Lacertidae 210
+
+ Lacertilia 207
+
+ Lacertilia vera 210
+
+ Lachse 121
+
+ Laelaps 282
+
+ Lagarodus 61
+
+ Lagomeryx 493
+
+ Lagomorpha 433
+
+ Lagomyidae 433
+
+ Lagomys 433
+
+ Lagopsis 433
+
+ Lagopus 324
+
+ Lagostomus 432
+
+ Lamaops 486
+
+ Lambdaconus 441
+
+ Lambdodus 45
+
+ Lambdotherium 465
+
+ Lamna 52
+
+ Lamnidae 51
+
+ Lamnodus 86
+
+ Lamprosaurus 233
+
+ Lanarkia 29
+
+ Landschildkröten 252
+
+ Lanius 325
+
+ Laodon 361
+
+ Laopithecus 475
+
+ Laornis 323
+
+ Laosaurus 289
+
+ Lariosaurus 233
+
+ Larus 322
+
+ Lasanius 28
+
+ Lates 133
+
+ Latonia 178
+
+ Laurillardia 325
+
+ Lebias 122
+
+ Lecracanthus 73
+
+ Lederschildkröten 253
+
+ Legnonotus 109
+
+ Leiacanthus 54
+
+ Leidyosuchus 272
+
+ Leiodon 215
+
+ Leithia 429
+
+ Lembonax 255
+
+ Lemmus 430
+
+ Lemur 550
+
+ Lemuravus 370
+
+ Lemuridae 549
+
+ Lemuroidea 544
+
+ Leontinia 523
+
+ Leontiniidae 523
+
+ Lepidocottus 140
+
+ Lepidopides 136
+
+ Lepidopus 136
+
+ Lepidosauria 207
+
+ Lepidosaurus 108
+
+ Lepidosiren 77
+
+ Lepidosteidae 112
+
+ Lepidosteus 113
+
+ Lepidotus 108
+
+ Leporidae 433
+
+ Lepospondyli 162
+
+ Leptacanthus 71
+
+ Leptaceratherium 452
+
+ Leptacotherulum 473
+
+ Leptadapis 547
+
+ Leptarctus 392
+
+ Leptauchenia 483
+
+ Lepterpeton 165
+
+ Leptictidae 366
+
+ Leptictis 367
+
+ Leptobos 505
+
+ Leptocardii 2, 23
+
+ Leptochoeridae 475
+
+ Leptochoerus 475
+
+ Leptocladus 360
+
+ Leptocranius 268
+
+ Leptodon 532
+
+ Leptolepidae 119
+
+ Leptolepis 119
+
+ Leptomanis 412
+
+ Leptomeryx 489
+
+ Leptomylus 72
+
+ Leptophoca 401
+
+ Leptopilus 323
+
+ Leptoreodon 494
+
+ Leptorhamphus 272
+
+ Leptosomus 131
+
+ Leptotheridium 478
+
+ Leptotrachelus 125
+
+ Leptotragulinae 484
+
+ Leptotragulus 484
+
+ Lepus 433
+
+ Lestodon 417
+
+ Lestosaurus 217
+
+ Leuciscus 123
+
+ Leucocyon 390
+
+ Leucosarica 324
+
+ Liarthrus 526
+
+ Libys 89
+
+ Licaphrium 443
+
+ Lichia 137
+
+ Limnatornis 325
+
+ Limnenetes 482
+
+ Limnerpeton 163
+
+ Limnerpetontidae 162
+
+ Limnocyon 378
+
+ Limnocyoninae 378
+
+ Limnofelis 379
+
+ Limnohyops 465
+
+ Limnohyus 465
+
+ Limnophis 220
+
+ Limnosaurus 292
+
+ Limnotherium 370, 547
+
+ Limodon 417
+
+ Limognitherium 468
+
+ Liodesmus 117
+
+ Liodon 217
+
+ Liognathus 81
+
+ Liopleurodon 237
+
+ Liotomus 353
+
+ Lipotyphla 365
+
+ Lippfische 133
+
+ Lisgodus 61
+
+ Lispacanthus 72
+
+ Lissoprion 59
+
+ Listriodon 474
+
+ Listriotherium 526
+
+ Lithocranius 500
+
+ Lithophis 220
+
+ Lithornis 324
+
+ Litopterna 440
+
+ Lobodon 401
+
+ Löffelstöre 96
+
+ Lomaphorus 419
+
+ Lomomys 431
+
+ Loncheres 432
+
+ Loncherinae 432
+
+ Lonchoconus 441
+
+ Lonchorhynchus 171
+
+ Loncosaurus 281
+
+ Longirostres 263
+
+ Lophacanthus 44
+
+ Lophiodochoerus 447
+
+ Lophiobunodon 477
+
+ Lophiodon 447
+
+ Lophiodontinae 447
+
+ Lophiolemur 550
+
+ Lophiomeryx 487
+
+ Lophiomys 431
+
+ Lophiotherium 458
+
+ Lophiurus 117
+
+ Lophius 134
+
+ Lophobranchii 141
+
+ Lophocetus 408
+
+ Lophocoelus 523
+
+ Lophodus 60
+
+ Loricata 418
+
+ Loxodon 540
+
+ Loxolophodon 510
+
+ Loxolophus 376
+
+ Loxomma 171
+
+ Lurche 143
+
+ Lurchschildkröten 247
+
+ Lutra 394
+
+ Lutrictis 394
+
+ Lutrinae 394
+
+ Lycarion 383
+
+ Lycoptera 120
+
+ Lycosaurus 198
+
+ Lycosuchus 198
+
+ Lycyaena 396
+
+ Lysorophus 218
+
+ Lystrosauridae 201
+
+ Lystrosaurus 200
+
+ Lytoloma 251
+
+
+ Macacus 554
+
+ Macellodus 210
+
+ Macelognathus 295
+
+ Machaeracanthus 72
+
+ Machairacanthus 46
+
+ Machairodontinae 397
+
+ Machairodus 397
+
+ Machairoides 379
+
+ Machimosaurus 270
+
+ Machlydotherium 422
+
+ Machochelys 251
+
+ Macrauchenia 442
+
+ Macraucheniidae 441
+
+ Macrerpeton 171
+
+ Macrochires 324
+
+ Macroclemys 251
+
+ Macrolepis 132
+
+ Macromerosaurus 233
+
+ Macropetalichthys 83
+
+ Macropodinae 357
+
+ Macropoma 89
+
+ Macropus 357
+
+ Macrorhipis 111
+
+ Macrorhynchidae 269
+
+ Macrorhynchus 270
+
+ Macrosaurus 217
+
+ Macroscelididae 366
+
+ Macrosemiidae 109
+
+ Macrosemius 109
+
+ Macrotherium 468
+
+ Macruridae 127
+
+ Macrurosaurus 294
+
+ Madoqua 499
+
+ Makrelen 139
+
+ Mallotus 121
+
+ Mammalia 325
+
+ Manatherium 542
+
+ Manatidae 542
+
+ Manatus 542
+
+ Mancalla 322
+
+ Manidae 413
+
+ Manis 413
+
+ Manisaurus 237
+
+ Manteoceras 465
+
+ Manteodon 508
+
+ Marder 392
+
+ Marsipobranchii 23
+
+ Marsupialia 350
+
+ Martinae 393
+
+ Massospondylus 280
+
+ Masticura 66
+
+ Mastodon 537
+
+ Mastodonsaurus 172
+
+ Mauerschwalben 324
+
+ Maulwürfe 367
+
+ Mazama 494
+
+ Meeradler 67
+
+ Meerbrassen 135
+
+ Meerschildkröten 254
+
+ Megacerops 467
+
+ Megaceros 494
+
+ Megachiroptera 374
+
+ Megadactylus 280
+
+ Megaladapis 547
+
+ Megalapteryx 321
+
+ Megalichthys 87
+
+ Megalictis 393
+
+ Megalneusaurus 238
+
+ Megalobatrachus 176
+
+ Megalohyrax 532
+
+ Megalonychinae 416
+
+ Megalonychotherium 416
+
+ Megalonyx 416
+
+ Megalops 124
+
+ Megalosauridae 281
+
+ Megalosaurus 282
+
+ Megalotriton 176
+
+ Megaluridae 116
+
+ Megalurus 117
+
+ Megamys 432
+
+ Megapleuron 76
+
+ Megaptera 410
+
+ Megastoma 119
+
+ Megatheriinae 415
+
+ Megatherium 415
+
+ Melanerpeton 162
+
+ Meleagris 324
+
+ Meles 394
+
+ Meletta 121
+
+ Melinae 394
+
+ Melinodon 198
+
+ Mellivora 395
+
+ Melosaurus 168
+
+ Menacodon 359
+
+ Menaspis 60
+
+ Mene 138
+
+ Meniatherium 452
+
+ Meniscodon 480
+
+ Meniscoëssus 354
+
+ Meniscomys 425
+
+ Meniscotheriidae 439
+
+ Meniscotherium 439
+
+ Menodus 467
+
+ Menops 466
+
+ Menotherium 475
+
+ Menotyphla 365
+
+ Menschenaffen 555
+
+ Mephitis 395
+
+ Meristodon 53
+
+ Merluccius 127
+
+ Merriamia 228
+
+ Merychippus 461
+
+ Merychyus 483
+
+ Merycochoerus 483
+
+ Merycodus 496
+
+ Merycopater 482
+
+ Merycopotamus 477
+
+ Merycotherium 486
+
+ Mesacodon 370
+
+ Mesatirhinus 465
+
+ Mesaxonia 444
+
+ Mesembriotherium 526
+
+ Mesiteia 50
+
+ Mesoadapis 550
+
+ Mesocetus 406
+
+ Mesocyon 387
+
+ Mesodon 103
+
+ Mesodonta 545
+
+ Mesogaster 135
+
+ Mesogaulus 427
+
+ Mesogomphus 61
+
+ Mesohippus 460
+
+ Mesolepis 101
+
+ Mesoleptos 211
+
+ Mesolophodus 63
+
+ Mesomys 432
+
+ Mesonychidae 376
+
+ Mesonychinae 377
+
+ Mesonyx 378
+
+ Mesopithecus 553
+
+ Mesoplodon 408
+
+ Mesopteryx 321
+
+ Mesoreodon 483
+
+ Mesorhinus 258, 465
+
+ Mesosauridae 240
+
+ Mesosaurus 240
+
+ Mesosuchia 261
+
+ Mesoteras 410
+
+ Mesturus 103
+
+ Metachiromys 550
+
+ Metacordylodon 368
+
+ Metalophodon 508
+
+ Metamosaurus 196
+
+ Metamynodon 451
+
+ Metasinopa 380
+
+ Metatheria 350
+
+ Metaxytherium 542
+
+ Metepanorthus 356
+
+ Meteutatus 422
+
+ Metolbodotes 370
+
+ Metopacanthus 70
+
+ Metopias 172
+
+ Metoposaurus 172
+
+ Metopotoxus 421
+
+ Metriodromus 356
+
+ Metriorhynchidae 269
+
+ Metriorhynchus 269
+
+ Metriotherium 480
+
+ Miacidae 383
+
+ Miacinae 383
+
+ Miacis 383
+
+ Micrerpeton 162
+
+ Microbiotherium 363
+
+ Microbrachidae 162
+
+ Microbrachis 163
+
+ Microbrachium 39
+
+ Microchiroptera 374
+
+ Microchoerus 549
+
+ Microclaenodon 377
+
+ Microcleidus 237
+
+ Microcoelia 131
+
+ Microcoelus 288
+
+ Microconodon 358
+
+ Microdon 102
+
+ Microgomphodon 198
+
+ Microlepidoti 113
+
+ Microleptosaurus 233
+
+ Microlestes 352
+
+ Micromeryx 492
+
+ Micropholis 170
+
+ Micropternodus 366
+
+ Microsauria 162
+
+ Microsauridae 162
+
+ Microsyopiden 550
+
+ Microsyops 370
+
+ Microtherium 481
+
+ Microtus 431
+
+ Microzeuglodon 407
+
+ Miksurina 52
+
+ Milvus 324
+
+ Mimomys 431
+
+ Mioclaenidae 438
+
+ Mioclaenus 438, 481
+
+ Miocyon 383
+
+ Miohippus 460
+
+ Miolania 249
+
+ Miolanidae 249
+
+ Mioplosus 133
+
+ Miosiren 542
+
+ Mioziphius 408
+
+ Mixodectes 370
+
+ Mixodectidae 370
+
+ Mixohyrax 532
+
+ Mixosaurus 228
+
+ Mixtotherium 479
+
+ Mochlodon 289
+
+ Moeripithecus 553
+
+ Moeritheriidae 535
+
+ Moeritherium 535
+
+ Molche 176
+
+ Molgophis 166
+
+ Monachus 401
+
+ Monatherium 401
+
+ Monimostylica 183
+
+ Monocentris 132
+
+ Monoclonius 296
+
+ Monodon 408
+
+ Monopterus 122
+
+ Monotremata 349
+
+ Morenia 431
+
+ Morinosaurus 288
+
+ Moropus 468
+
+ Morosauridae 287
+
+ Morosaurus 287
+
+ Morphippus 519
+
+ Mosasauria 211
+
+ Mosasauridae 211
+
+ Mosasaurus 215
+
+ Moschinae 492
+
+ Moschus 492
+
+ Moschushirsche 492
+
+ Motacilla 325
+
+ Mouillacitherium 480
+
+ Müllerornis 320
+
+ Mugil 135
+
+ Mugiliden 135
+
+ Multituberculata 351
+
+ Muntjakhirsche 492
+
+ Muraenidae 127
+
+ Muraenosaurus 236
+
+ Murinae 430
+
+ Mus 430
+
+ Muscardinus 429
+
+ Musophagi 324
+
+ Mustela 393
+
+ Mustelidae 392
+
+ Mustelus 51
+
+ Mycetes 552
+
+ Mylagaulinae 427
+
+ Mylagaulodon 425
+
+ Mylagaulus 427
+
+ Myliobatinae 67
+
+ Myliobatis 67
+
+ Mylodon 417
+
+ Mylodonta 413
+
+ Mylodontinae 416
+
+ Mylognathus 72
+
+ Mylohyus 474
+
+ Mylorhina 68
+
+ Mylostoma 84
+
+ Myocastor 431
+
+ Myodes 430
+
+ Myogale 368
+
+ Myoidea 429
+
+ Myolagus 433
+
+ Myolestes 368
+
+ Myomorpha 429
+
+ Myopotamus 431
+
+ Myoxoidea 428
+
+ Myoxus 429
+
+ Myriacanthidae 70
+
+ Myriacanthus 70
+
+ Myriolepis 100
+
+ Myripristis 132
+
+ Myrmecobiidae 359
+
+ Myrmecobius 359
+
+ Myrmecophagidae 413
+
+ Myrmecophagiden 422
+
+ Myrus 127
+
+ Mysops 425
+
+ Mystacoceti 409
+
+ Mystriosaurus 268
+
+ Mystriosuchus 258
+
+
+ Nager 422
+
+ Naiadochelys 248
+
+ Nannosaurus 289
+
+ Nannosuchus 270
+
+ Nanomys 354
+
+ Naomichelys 248
+
+ Naosaurus 195
+
+ Napodonictis 362
+
+ Narcine 66
+
+ Narcobates 66
+
+ Naseus 137
+
+ Nashornvögel 324
+
+ Nasua 392
+
+ Necrobyas 325
+
+ Necrodasypus 421
+
+ Necrogymnurus 369
+
+ Necrolemur 480, 549
+
+ Necrolestes 366
+
+ Necrolestidae 366
+
+ Necromanis 413
+
+ Necromantis 374
+
+ Necrornis 325
+
+ Nectosaurus 207
+
+ Nectridae 163
+
+ Nemacanthus 72
+
+ Nemachilus 123
+
+ Nematherium 417
+
+ Nematognathi 123
+
+ Nematonotus 131
+
+ Nematopteryx 127
+
+ Nematoptychius 98
+
+ Nemorrhaedus 500
+
+ Neohipparion 462
+
+ Neolemuroidini 545
+
+ Neomylodon 417
+
+ Neoplagiaulax 417
+
+ Neoracanthus 416
+
+ Neoreomys 431
+
+ Neosodon 287
+
+ Neosqualodon 407
+
+ Neotoma 430
+
+ Neotraginae 499
+
+ Neotragocerus 503
+
+ Neotragus 499
+
+ Nephrotus 107
+
+ Neptunochelys 255
+
+ Nesodon 520
+
+ Nesodontidae 520
+
+ Nesokerodon 433
+
+ Nesokia 430
+
+ Nesomyine 430
+
+ Nesopithecus 550
+
+ Neurancylus 248
+
+ Neuryurus 419
+
+ Neusticosaurus 234
+
+ Neustosaurus 269
+
+ Nimravus 398
+
+ Nodosaurus 294
+
+ Nomarthra 412
+
+ Nostolepis 29
+
+ Notacanthiden 125
+
+ Notaeus 117
+
+ Notagogus 110
+
+ Notelops 125
+
+ Notharctus 547
+
+ Nothocyon 387
+
+ Nothodon 192
+
+ Nothosauridae 230
+
+ Nothosaurus 230
+
+ Nothotherium 358
+
+ Nothrotherium 416
+
+ Notidanidae 49
+
+ Notidanus 49
+
+ Notogoneus 127
+
+ Notohippidae 519
+
+ Notohippus 519
+
+ Notomorpha 256
+
+ Notopithecidae 515
+
+ Notopithecus 516
+
+ Notoprogonia 441
+
+ Notoryctes 359
+
+ Notoryctidae 359
+
+ Notostylopidae 522
+
+ Notostylops 523
+
+ Notosuchus 271
+
+ Notoungulata 511
+
+ Numenius 322
+
+ Nummopalatus 134
+
+ Nummulosaurus 171
+
+ Nuthetes 281
+
+ Nyctilestes 367
+
+ Nyctitherium 367
+
+ Nyctodactylus 307
+
+ Nyctosaurinae 307
+
+ Nyctosaurus 307
+
+ Nyrania 168
+
+ Nythosaurus 198
+
+
+ Ochlodus 44
+
+ Ochotona 433
+
+ Ochotonidae 433
+
+ Ochsen 505
+
+ Octacodon 477
+
+ Octodontherium 418
+
+ Octodontinae 428, 432
+
+ Octotomus 509
+
+ Odocoileus 494
+
+ Odontacanthus 38
+
+ Odontaspis 52
+
+ Odonterpeton 163
+
+ Odonteus 133
+
+ Odontoceti 406
+
+ Odontolcae 317
+
+ Odontopteryx 324
+
+ Odontormae 318
+
+ Odontostomiden 125
+
+ Oenoscopus 111
+
+ Oestocephalus 163
+
+ Oioceros 500
+
+ Okadia 252
+
+ Okapia 496
+
+ Olbodotes 370
+
+ Oldfieldthomasia 517
+
+ Oligobelus 123
+
+ Oligobunis 394
+
+ Oligopleuridae 111
+
+ Oligopleurus 111
+
+ Oligosaurus 295
+
+ Oligosimus 237
+
+ Oligotomus 458
+
+ Omalopleurus 106
+
+ Omomys 548
+
+ Omosaurus 294
+
+ Omosoma 138
+
+ Omphalodus 107
+
+ Onchiodon 168
+
+ Onchus 72
+
+ Oncobatis 67
+
+ Onohippidium 462
+
+ Onychodectes 414
+
+ Onychodontidae 87
+
+ Onychodus 88
+
+ Oodectes 384
+
+ Opeosaurus 230
+
+ Opetiosaurus 211
+
+ Ophiacodon 194
+
+ Ophiderpeton 166
+
+ Ophidia 218
+
+ Ophidiidae 128
+
+ Ophidium 128
+
+ Ophiocephalidae 141
+
+ Ophiopsis 109
+
+ Ophisurus 127
+
+ Ophthalmosaurus 229
+
+ Opisthias 206
+
+ Opisthocomi 324
+
+ Opisthocomus 324
+
+ Opisthoctenodon 201
+
+ Opisthopteryx 131
+
+ Opisthorhinus 442
+
+ Oplosaurus 287
+
+ Opsigonus 111
+
+ Oracanthus 59, 73
+
+ Oracodon 354
+
+ Orca 401, 409
+
+ Orcynus 139
+
+ Oreamnus 501
+
+ Oreocyon 379
+
+ Oreodon 483
+
+ Oreodontidae 482
+
+ Oreodontinae 482
+
+ Oreopithecus 553
+
+ Oreotragus 499
+
+ Ornithischia 278
+
+ Ornithocephalus 306
+
+ Ornithocheiridae 306
+
+ Ornithocheirinae 306
+
+ Ornithocheiroidea 305
+
+ Ornithocheirus 307
+
+ Ornithodelphia 349
+
+ Ornithodesmus 307
+
+ Ornitholestes 283
+
+ Ornithomimus 283
+
+ Ornithopodidae 289
+
+ Ornithopsis 287
+
+ Ornithorhynchus 351
+
+ Ornithostoma 307
+
+ Ornithosuchus 261
+
+ Ornithotarsus 293
+
+ Ornithurae 317
+
+ Oroacrodon 441
+
+ Orodus 53
+
+ Orohippus 458
+
+ Oromeryx 484
+
+ Orophodon 418
+
+ Orophosaurus 237
+
+ Orotherium 458
+
+ Orthacanthus 44
+
+ Orthacodus 52
+
+ Orthagoriscus 142
+
+ Orthaspidotherium 479
+
+ Orthocnemus 323
+
+ Orthocosta 163
+
+ Orthocynodon 451
+
+ Orthodolops 354
+
+ Orthoganoidei 105
+
+ Orthognathus 86
+
+ Orthomerus 292
+
+ Orthopleurodus 60
+
+ Orthopoda 288
+
+ Orthopteryx 322
+
+ Orthopus 196
+
+ Orthybodus 53
+
+ Orycteropidae 413
+
+ Orycteropus 412
+
+ Oryx 503
+
+ Osmeroides 125
+
+ Osphromenus 141
+
+ Ostariophysi 119
+
+ Osteoglossidae 121
+
+ Osteolaemus 272
+
+ Osteolepidae 87
+
+ Osteolepis 87
+
+ Osteophorus 168
+
+ Osteopygis 251
+
+ Osteorhachis 116
+
+ Osteornis 323
+
+ Osteostraci 33
+
+ Ostinaspis 63
+
+ Ostracion 142
+
+ Otaria 401
+
+ Otariiden 401
+
+ Oterognathus 217
+
+ Othnielmarshia 517
+
+ Otocoelus 169
+
+ Otocyon 390
+
+ Otodus 52
+
+ Otolithen 128
+
+ Oudenodon 200
+
+ Ourebia 499
+
+ Ovibos 501
+
+ Ovibovinae 501
+
+ Ovicaprinae 500
+
+ Ovinen 499
+
+ Ovis 500
+
+ Oxacron 481
+
+ Oxyacodon 438
+
+ Oxyaena 379
+
+ Oxyaenidae 378
+
+ Oxyaeninae 379
+
+ Oxyaenodon 378
+
+ Oxyclaenidae 376
+
+ Oxyclaenus 376
+
+ Oxydactylus 485
+
+ Oxydontosaurus 272
+
+ Oxyglossus 178
+
+ Oxygnathus 100
+
+ Oxygomphius 363
+
+ Oxymycterus 430
+
+ Oxynotus 50
+
+ Oxyodon 194
+
+ Oxyodontherium 442
+
+ Oxyrhina 52
+
+
+ Paarhufer 468
+
+ Pachyaena 377
+
+ Pachycardii 3
+
+ Pachycormidae 113
+
+ Pachycormus 114
+
+ Pachycynodon 389
+
+ Pachygonia 173
+
+ Pachyhyrax 522
+
+ Pachylemuridae 545
+
+ Pachylepis 29
+
+ Pachymylus 72
+
+ Pachynasua 392
+
+ Pachynolophus 458
+
+ Pachyodon 407
+
+ Pachyosteus 82
+
+ Pachypleura 234
+
+ Pachypteryx 322
+
+ Pachyrhizodus 125
+
+ Pachyrhynchus 251
+
+ Pachyrucos 516
+
+ Pachysaurus 279
+
+ Pachytragus 502
+
+ Paciculus 430
+
+ Paedopithex 556
+
+ Paedotherium 516
+
+ Pagellus 136
+
+ Pagrus 136
+
+ Palacrodon 206
+
+ Palaeacodon 370, 548
+
+ Palaearctonyx 384
+
+ Palaeaspis 32
+
+ Palaedaphus 74
+
+ Palaeeudyptes 322
+
+ Palaeictops 367
+
+ Palaelodus 323
+
+ Palaeobalistum 105
+
+ Palaeobates 57
+
+ Palaeobatrachus 178
+
+ Palaeoborus 324
+
+ Palaeocastor 426
+
+ Palaeochoerus 473
+
+ Palaeocircus 324
+
+ Palaeocryptonyx 324
+
+ Palaeocyon 390
+
+ Palaeodelphis 407
+
+ Palaeoerinaceus 369
+
+ Palaeogale 393
+
+ Palaeogithalus 325
+
+ Palaeohatteria 203
+
+ Palaeohierax 324
+
+ Palaeolagus 433
+
+ Palaeolama 486
+
+ Palaeolemur 547, 550
+
+ Palaeolycus 126
+
+ Palaeomastodon 537
+
+ Palaeomedusa 250
+
+ Palaeomeryx 493
+
+ Palaeomylus 84
+
+ Palaeonictis 379
+
+ Palaeoniscidae 98
+
+ Palaeoniscus 98
+
+ Palaeonycteris 374
+
+ Palaeopeltis 421
+
+ Palaeoperdix 324
+
+ Palaeophis 220
+
+ Palaeophoca 401
+
+ Palaeophocaena 409
+
+ Palaeopithecini 545
+
+ Palaeopithecus 556
+
+ Palaeoprionodon 392
+
+ Palaeopropithecus 550
+
+ Palaeopython 220
+
+ Palaeoreas 504
+
+ Palaeorhinus 260
+
+ Palaeorhynchidae 136
+
+ Palaeorhynchus 136
+
+ Palaeornis 307
+
+ Palaeortyx 324
+
+ Palaeorycteropus 412
+
+ Palaeoryx 503
+
+ Palaeoscincus 294
+
+ Palaeoscyllium 50
+
+ Palaeosinopa 371
+
+ Palaeospheniscus 322
+
+ Palaeospinax 56
+
+ Palaeospiza 325
+
+ Palaeosyopinae 465
+
+ Palaeosyops 465
+
+ Palaeotapirus 448
+
+ Palaeoteuthis 31
+
+ Palaeothentes 356
+
+ Palaeothentinae 356
+
+ Palaeotheriinae 459
+
+ Palaeotherium 459
+
+ Palaeotragus 496
+
+ Palaeotringa 323
+
+ Palaeovaranus 210
+
+ Palaeoziphius 408
+
+ Palaepanorthus 356
+
+ Palamedea 323
+
+ Palapteryx 321
+
+ Paleryx 220
+
+ Palhyaena 396
+
+ Paliguana 210
+
+ Palimphyes 140
+
+ Paloplotherium 459
+
+ Palorchestes 357
+
+ Panochthus 419
+
+ Panolax 433
+
+ Pantholops 500
+
+ Pantolambda 507
+
+ Pantolambdidae 507
+
+ Pantolestes 371
+
+ Pantolestidae 371
+
+ Pantostylopidae 517
+
+ Pantostylops 517
+
+ Pantotheria 360
+
+ Pantotheriidae 360
+
+ Pantylus 192
+
+ Panzerlurche 147
+
+ Panzerwelse 123
+
+ Papageien 324
+
+ Pappichthys 117
+
+ Parabatrachus 87
+
+ Parabderites 356
+
+ Paraboselaphus 502
+
+ Paracestracion 56
+
+ Paracynodon 389
+
+ Paradaphaenus 388
+
+ Pardosuchus 198
+
+ Paragelocus 488
+
+ Parahapalops 416
+
+ Parahippus 461
+
+ Parahyus 475
+
+ Parailurus 392
+
+ Parameryx 484
+
+ Paramylodon 417
+
+ Paramys 425
+
+ Paraortyx 324
+
+ Parapithecidae 553
+
+ Parapithecus 553
+
+ Paraptenodytes 322
+
+ Parastrapotherium 526
+
+ Parasuchia 257
+
+ Parasuchus 260
+
+ Paratapirus 448
+
+ Paratylopus 485
+
+ Paraxonia 468
+
+ Pareiasauridae 189
+
+ Pareiasaurus 191
+
+ Parepanorthus 356
+
+ Pareutatus 421
+
+ Parexus 48
+
+ Parictis 393
+
+ Pariostegus 171
+
+ Pariotichidae 192
+
+ Pariotichus 192
+
+ Parioxys 168
+
+ Paroligobunis 393
+
+ Partanosaurus 233
+
+ Passalacodon 370
+
+ Passalodon 72
+
+ Passeres 525
+
+ Pastinaca 67
+
+ Patagiosauria 298
+
+ Paterosauridae 217
+
+ Patriarchus 516
+
+ Patriofelis 379
+
+ Paucituberculata 355
+
+ Paurodon 361
+
+ Paurodontinae 361
+
+ Pedetinae 427
+
+ Pediomys 363
+
+ Pelagosaurus 268
+
+ Pelamycybium 139
+
+ Pelargopsis 323
+
+ Pelargorhynchus 125
+
+ Pelates 133
+
+ Pelecanus 324
+
+ Pelecyodon 416
+
+ Pelecyornis 323
+
+ Pelion 163
+
+ Pelobatochelys 250
+
+ Pelomedusa 248
+
+ Pelomedusidae 248
+
+ Peloneustes 237
+
+ Pelophilus 178
+
+ Peloriadapis 550
+
+ Pelorosaurus 287
+
+ Pelosaurus 162
+
+ Pelosuchus 198
+
+ Peltephilus 422
+
+ Peltochelys 251
+
+ Peltodus 62
+
+ Peltopleurus 111
+
+ Pelycodus 546
+
+ Pelycorapis 135
+
+ Pelycosauria 193
+
+ Pelycosimia 260
+
+ Pentacodon 371
+
+ Peraceras 453
+
+ Peralestes 360
+
+ Peramelidae 359
+
+ Peramus 360
+
+ Peraspalax 360
+
+ Perathereutes 362
+
+ Peratherium 363
+
+ Perca 133
+
+ Perchoerus 473
+
+ Percichthys 133
+
+ Percidae 132
+
+ Perhippidium 519
+
+ Peribos 505
+
+ Perimys 432
+
+ Periodus 105
+
+ Periophthalmus 96
+
+ Peripristis 63
+
+ Periptychidae 438
+
+ Periptychus 439
+
+ Perispheniscus 322
+
+ Perissodactyla 444
+
+ Peritresius 255
+
+ Peromyscus 430
+
+ Pessopteryx 228
+
+ Pessosaurus 228
+
+ Petalodontidae 61
+
+ Petalodopsis 76
+
+ Petalodus 61
+
+ Petalopteryx 109
+
+ Petalorhynchus 61
+
+ Petrobates 163
+
+ Petrodus 63
+
+ Petrophryne 170
+
+ Petrosuchus 270
+
+ Pezophaps 324
+
+ Pfeifhasen 433
+
+ Phalacrocorax 323
+
+ Phalangeridae 356
+
+ Phalangerinae 357
+
+ Phalarodon 228
+
+ Phaneropleuridae 74
+
+ Phaneropleuron 74
+
+ Phanerosaurus 192
+
+ Phanomys 432
+
+ Pharsaphorus 362
+
+ Pharyngodopilus 134
+
+ Pharyngognathi 133
+
+ Phascolarctus 357
+
+ Phascolestes 360
+
+ Phascolomyidae 357
+
+ Phascolomys 358
+
+ Phascolonus 358
+
+ Phascolotherium 359
+
+ Phasianus 324
+
+ Phenacocoelus 483
+
+ Phenacodontidae 439
+
+ Phenacodus 439
+
+ Phenacops 367
+
+ Philothrax 387
+
+ Phiomia 537
+
+ Phiomys 428
+
+ Phlaocyon 392
+
+ Phlegethontia 166
+
+ Phlyctaenaspis 82
+
+ Phobereotherium 520
+
+ Phoca 401
+
+ Phocaenopsis 408
+
+ Phocasaurus 198
+
+ Phociden 401
+
+ Phocodon 407
+
+ Phoebodus 45
+
+ Phoenicopterus 323
+
+ Pholidogaster 168
+
+ Pholidophoridae 110
+
+ Pholidophorus 110
+
+ Pholidopleurus 111
+
+ Pholidosaurus 270
+
+ Pholidurus 96
+
+ Phorcys 64
+
+ Phororhacus 323
+
+ Phosphorosaurus 217
+
+ Phycis 127
+
+ Phylactocephalus 126
+
+ Phyllodus 133
+
+ Phyllolepidae 84
+
+ Phyllolepis 84
+
+ Phyllospondyli 160
+
+ Physeter 407
+
+ Physeteridae 407
+
+ Physeterinae 407
+
+ Physeterula 407
+
+ Physichthys 37
+
+ Physoclysti 118
+
+ Physodon 407
+
+ Physonemus 73
+
+ Physostomi 118
+
+ Phytosauridae 258
+
+ Phytosaurus 258
+
+ Picariae 324
+
+ Pichipilus 356
+
+ Pici 324
+
+ Picrocleidus 237
+
+ Picus 324
+
+ Pimelodus 123
+
+ Pinacodus 61
+
+ Pinguine 322
+
+ Pinnipedia 399
+
+ Piptomerus 237
+
+ Piratosaurus 237
+
+ Pisces 3
+
+ Pisodus 121
+
+ Pistosaurus 233
+
+ Pithanodelphis 409
+
+ Pithecanthropus 556
+
+ Pithecistes 484
+
+ Pitheculites 355, 553
+
+ Pitheculus 552
+
+ Placentalia 364
+
+ Placerias 191
+
+ Placochelys 240
+
+ Placodermi 26
+
+ Placodontidae 238
+
+ Placodus 239
+
+ Placoidschuppen 4
+
+ Placosaurus 210, 421
+
+ Placoziphius 407
+
+ Plagiarthrus 516
+
+ Plagiaulacidae 352
+
+ Plagiaulax 352
+
+ Plagiolophus 459
+
+ Plagiosternum 173
+
+ Planops 416
+
+ Plataeomys 432
+
+ Platanista 408
+
+ Platax 137
+
+ Platecarpus 217
+
+ Plateosauridae 279
+
+ Plateosaurus 279
+
+ Platinx 122
+
+ Platyacanthus 59
+
+ Platychelys 248
+
+ Platychoeropus 372
+
+ Platycormus 138
+
+ Platygnathus 86
+
+ Platygonus 474
+
+ Platylaemus 134
+
+ Platynota 210
+
+ Platyonyx 417
+
+ Platyops 168
+
+ Platypeltis 257
+
+ Platypodosaurus 200
+
+ Platyrachis 210
+
+ Platyrhina 66
+
+ Platysiagum 100
+
+ Platysomidae 100
+
+ Platysomus 101
+
+ Platysternidae 256
+
+ Platysternum 256
+
+ Plectognathi 142
+
+ Plectrolepis 100
+
+ Plerodon 269
+
+ Plesiadapidae 370
+
+ Plesiadapis 370
+
+ Plesiaddax 504
+
+ Plesiarctomys 425
+
+ Plesictis 393
+
+ Plesidacrytherium 478
+
+ Plesiesthonyx 372
+
+ Plesiocathartes 324
+
+ Plesiocetus 409
+
+ Plesiochelyidae 249
+
+ Plesiochelys 249
+
+ Plesiocyon 394
+
+ Plesiodimylus 368
+
+ Plesiodus 108
+
+ Plesiomeryx 481
+
+ Plesiosauridae 235
+
+ Plesiosaurus 235
+
+ Plesiospermophilus 426
+
+ Plesiosuchus 269
+
+ Plestiodon 210
+
+ Plethodidae 124
+
+ Plethodus 124
+
+ Pleuracanthidae 42
+
+ Pleuracanthus 43
+
+ Pleuraspidotheriidae 439
+
+ Pleuraspidotherium 440
+
+ Pleuristion 194
+
+ Pleurocoelodon 523
+
+ Pleurocoelus 287
+
+ Pleurodira 247
+
+ Pleurodus 60
+
+ Pleurolepis 107
+
+ Pleurolicus 427
+
+ Pleuronectes 128
+
+ Pleuronectidae 128
+
+ Pleuronura 160
+
+ Pleuropholis 111
+
+ Pleuroplax 60
+
+ Pleuroptyx 165
+
+ Pleurosaurus 206
+
+ Pleurosterninae 247
+
+ Pleurosternum 247
+
+ Pleurostylodon 523
+
+ Pleurystylops 525
+
+ Plexotemnus 523
+
+ Pliauchenia 486
+
+ Plicodus 50
+
+ Pliodolops 354
+
+ Pliohippus 461
+
+ Pliohylobates 556
+
+ Pliohyrax 532
+
+ Pliolagostomus 432
+
+ Pliolophus 458
+
+ Pliopithecus 555
+
+ Plioplatecarpus 217
+
+ Pliosaurus 237
+
+ Pliostylops 523
+
+ Plotus 324
+
+ Pnigeacanthus 59
+
+ Podiceps 322
+
+ Podocnemis 248
+
+ Pododus 101
+
+ Podopteryx 140
+
+ Poëbrotheriinae 485
+
+ Poëbrotherium 485
+
+ Poecilodus 60
+
+ Poecilospondylus 194
+
+ Pogonodon 397
+
+ Poikilopleuron 279
+
+ Polacanthus 294
+
+ Poliosauridae 194
+
+ Poliosaurus 194
+
+ Polyacanthus 141
+
+ Polyacrodus 56
+
+ Polycladus 494
+
+ Polycotylus 238
+
+ Polydolopidae 354
+
+ Polydolops 354
+
+ Polymastodon 354
+
+ Polymastodontidae 354
+
+ Polyodon 96
+
+ Polyodontidae 96
+
+ Polyphractus 74
+
+ Polyplocodus 87
+
+ Polyprotodontia 358
+
+ Polypteridae 89
+
+ Polypterus 89
+
+ Polyptychodon 238
+
+ Polyrhizodus 62
+
+ Polysemia 176
+
+ Polythorax 248
+
+ Pomacanthus 134
+
+ Pomacentridae 133
+
+ Pomognathus 126
+
+ Pontistes 408
+
+ Pontivaga 408
+
+ Pontobasileus 406
+
+ Pontoleo 401
+
+ Pontoporia 408
+
+ Pontosaurus 211
+
+ Portax 505
+
+ Portheus 128
+
+ Porthochelys 255
+
+ Portis 142
+
+ Potamogalidae 366
+
+ Potamotherium 394
+
+ Praeaceratherium 452
+
+ Praeanguilla 127
+
+ Praedentata 288
+
+ Prepotherium 416
+
+ Preptoceras 501
+
+ Priacodon 359
+
+ Priconodon 294
+
+ Primates 544
+
+ Priodontognathus 295
+
+ Prionodon 51
+
+ Prionolepis 126
+
+ Priscacara 133
+
+ Priscodelphinus 408
+
+ Pristacanthus 72
+
+ Pristerodon 201
+
+ Pristerognathus 198
+
+ Pristicladodus 45
+
+ Pristidae 64
+
+ Pristigenys 132
+
+ Pristiophoridae 50
+
+ Pristiophorus 50
+
+ Pristiphoca 401
+
+ Pristipomatiden 136
+
+ Pristis 65
+
+ Pristisomus 107
+
+ Pristiurus 50
+
+ Pristodus 63
+
+ Proadiantus 444
+
+ Proadinotherium 520
+
+ Proailurus 397
+
+ Proantigonia 137
+
+ Proasmodeus 524
+
+ Probaëna 248
+
+ Proborhyaena 362
+
+ Proboscidea 532
+
+ Probubalus 505
+
+ Procamelus 485
+
+ Procardia 432
+
+ Procavia 531
+
+ Procervulus 493
+
+ Prochalicotherium 524
+
+ Prochanos 121
+
+ Procladosictis 362
+
+ Procolophon 193
+
+ Procolpochelys 255
+
+ Procynodictis 386
+
+ Procyon 392
+
+ Procyonidae 391
+
+ Prodamaliscus 503
+
+ Prodaphaenus 383
+
+ Prodicynodon 201
+
+ Prodremotherium 488
+
+ Proectocion 441
+
+ Proëdrium 517
+
+ Proeuphractus 421
+
+ Proëutatus 421
+
+ Proganochelynae 247
+
+ Proganochelys 247
+
+ Proganosauria 240
+
+ Proglires 370
+
+ Prognathodus 70
+
+ Prognathosaurus 217
+
+ Progymnodus 142
+
+ Prohalicore 542
+
+ Prohegetotherium 516
+
+ Proherodius 323
+
+ Prohyracodon 452
+
+ Prolagostomus 432
+
+ Prolagus 433
+
+ Prolates 133
+
+ Prolebias 122
+
+ Prolepidotus 108
+
+ Promammalia 358
+
+ Promegatherium 416
+
+ Promeles 394
+
+ Promephitis 395
+
+ Promerycochoerus 483
+
+ Promyliobatis 68
+
+ Promysops 355
+
+ Pronesodon 520
+
+ Proneusticosaurus 234
+
+ Pronotacanthus 125
+
+ Pronycticebus 546
+
+ Propachynolophus 458
+
+ Propachyrucos 516
+
+ Propalaeochoerus 473
+
+ Propalaeohoplophorus 420
+
+ Propalaeotherium 458
+
+ Propappus 191
+
+ Propelargus 323
+
+ Properca 133
+
+ Prophaeton 324
+
+ Prophoca 401
+
+ Prophyseter 407
+
+ Proplanodus 526
+
+ Proplatyarthus 416
+
+ Propleura 251
+
+ Propliopithecus 555
+
+ Propolymastodon 355
+
+ Propristis 65
+
+ Propseudopus 210
+
+ Propterodon 381
+
+ Propterus 109
+
+ Proputorius 393
+
+ Propyrotherium 527
+
+ Prorastomus 542
+
+ Prorhizaena 380
+
+ Prosauropsis 114
+
+ Proscalops 367
+
+ Proscapanus 367
+
+ Proschismotherium 416
+
+ Prosciurus 426
+
+ Proselachii 41
+
+ Prosimiae 544
+
+ Prosotherium 516
+
+ Prospaniomys 432
+
+ Prosqualodon 407
+
+ Prostegotherium 422
+
+ Prosthenops 474
+
+ Prostrepsiceros 504
+
+ Protacaremys 431
+
+ Protaceratherium 452
+
+ Protadelphomys 432
+
+ Protagriochoerus 482
+
+ Protamia 117
+
+ Protapirus 448
+
+ Protauchenia 486
+
+ Protautoga 134
+
+ Protechimys 428
+
+ Protelotherium 475
+
+ Protemnocyon 386
+
+ Proteodidelphys 363
+
+ Proterix 369
+
+ Proterochersys 247
+
+ Proterosuchus 261
+
+ Proterotheriidae 442
+
+ Proterotherium 443
+
+ Protetraceros 502
+
+ Protheosodon 441
+
+ Prothylacinus 362
+
+ Protibis 323
+
+ Protitanotherium 466
+
+ Protoadapis 370
+
+ Protobalistum 142
+
+ Protobradys 415
+
+ Protoceras 495
+
+ Protoceratinae 494
+
+ Protocetus 406
+
+ Protochriacus 376
+
+ Protodichobune 480
+
+ Protodonta 358
+
+ Protogaleus 51
+
+ Protogomorpha 424
+
+ Protogonia 439
+
+ Protogonodon 439
+
+ Protohippus 461
+
+ Protoindris 550
+
+ Protolabinae 485
+
+ Protolabis 485
+
+ Protolambda 507
+
+ Protomeryx 485
+
+ Protophocaena 409
+
+ Protopithecus 555
+
+ Protoproviverra 362
+
+ Protopsalis 379
+
+ Protopterus 77
+
+ Protoptychinae 427
+
+ Protoptychus 427
+
+ Protoreodon 482
+
+ Protorohippus 458
+
+ Protorosauridae 203
+
+ Protorosaurus 203
+
+ Protoryx 502
+
+ Protoselene 438
+
+ Protosiren 542
+
+ Protosorex 368
+
+ Protosphargis 254
+
+ Protosphyraena 130
+
+ Protosphyraenidae 129
+
+ Protostega 254
+
+ Protostegidae 254
+
+ Prototomus 546
+
+ Protragelaphus 504
+
+ Protragocerus 502
+
+ Protriton 160
+
+ Protylopus 484
+
+ Protypotherium 516
+
+ Provampyrus 374
+
+ Provipera 220
+
+ Proviverra 380
+
+ Proviverrinae 379
+
+ Prozaëdius 421
+
+ Prozeuglodon 406
+
+ Psammochelys 247
+
+ Psammodontidae 61
+
+ Psammodus 61
+
+ Psammosteus 30
+
+ Psephoderma 240
+
+ Psephodus 60
+
+ Psephophorus 254
+
+ Psephurus 96
+
+ Pseudaelurus 398
+
+ Pseudamphicyon 388
+
+ Pseudamphimeryx 481
+
+ Pseudarctos 388
+
+ Pseudictis 393
+
+ Pseudoberyx 121
+
+ Pseudoborhyaena 362
+
+ Pseudobos 501
+
+ Pseudocreodi 378
+
+ Pseudocyon 388
+
+ Pseudogaleus 51
+
+ Pseudogelocus 488
+
+ Pseudolemuridae 545
+
+ Pseudolestodon 417
+
+ Pseudolops 354
+
+ Pseudopachyrucos 516
+
+ Pseudopterodon 381
+
+ Pseudorca 409
+
+ Pseudorhina 64
+
+ Pseudorhinolophus 374
+
+ Pseudosciurinae 427
+
+ Pseudosciurus 428
+
+ Pseudosphaerodon 134
+
+ Pseudosphargis 254
+
+ Pseudostylops 525
+
+ Pseudosuchia 260
+
+ Pseudosyngnathus 141
+
+ Pseudothrissops 114
+
+ Pseudothryptodus 124
+
+ Pseudothylacinus 362
+
+ Pseudotomus 425
+
+ Pseudotraginae 502
+
+ Pseudotragus 502
+
+ Pseudotrionyx 257
+
+ Psittaci 324
+
+ Psittacotherium 414
+
+ Psittacus 324
+
+ Ptenodracon 306
+
+ Pteranodon 307
+
+ Pteraspidae 30
+
+ Pteraspis 31
+
+ Pterichthys 37
+
+ Pternodus 44
+
+ Pterocles 324
+
+ Pterodactylidae 306
+
+ Pterodactyloidea 305
+
+ Pterodactylus 306
+
+ Pterodermata 303
+
+ Pterodon 380
+
+ Pteromys 426
+
+ Pterosauria 298
+
+ Pterosphenus 220
+
+ Pterygocephalus 141
+
+ Pterygopterus 111
+
+ Ptilodus 353
+
+ Ptolemaia 371
+
+ Ptychacanthus 54
+
+ Ptychodonten 65
+
+ Ptychodontiden 69
+
+ Ptychodontinae 68
+
+ Ptychodus 68
+
+ Ptychogaster 252
+
+ Ptychognathus 200
+
+ Ptycholepis 116
+
+ Ptychosiagum 200
+
+ Ptychotrygon 67
+
+ Ptyctodontidae 83
+
+ Ptyctodus 83
+
+ Ptyonidae 163
+
+ Ptyonius 163
+
+ Ptyonodus 76
+
+ Puffinus 322
+
+ Puppigerus 254
+
+ Putoriinae 392
+
+ Putorius 393
+
+ Pycnodonti 102
+
+ Pycnodus 105
+
+ Pycnosterinx 134
+
+ Pygaeus 134
+
+ Pygopterus 98
+
+ Pyrhocorax 325
+
+ Pyrotheria 526
+
+ Pyrotherium 527
+
+ Pythoniden 220
+
+ Pythonomorpha 211
+
+
+ Quercytherium 380
+
+
+ Raben 325
+
+ Racken 324
+
+ Raja 66
+
+ Rajinae 66
+
+ Rallus 323
+
+ Rana 178
+
+ Rangifer 494
+
+ Raniceps 127
+
+ Raphiceros 499
+
+ Ratten und Mäuse 430
+
+ Raubbeutler 361
+
+ Raubtiere 384
+
+ Regnosaurus 295
+
+ Reiher 323
+
+ Reptilia 179
+
+ Rhabdoderma 88
+
+ Rhabdodon 293
+
+ Rhabdolepis 98
+
+ Rhabdosteus 408
+
+ Rhacheosaurus 269
+
+ Rhachitomi 166
+
+ Rhachitomus 168
+
+ Rhacolepis 125
+
+ Rhadinacanthus 48
+
+ Rhadinichthys 98
+
+ Rhagatherium 477
+
+ Rhamphocephalus 304
+
+ Rhamphodus 84
+
+ Rhamphognathus 135
+
+ Rhamphorhynchidae 304
+
+ Rhamphorhynchoidea 303
+
+ Rhamphorhynchus 305
+
+ Rhamphostoma 272
+
+ Rhamphosuchus 272
+
+ Rhamphosus 140
+
+ Rhea 320
+
+ Rheidae 320
+
+ Rhetechelys 251
+
+ Rhina 64
+
+ Rhineastus 123
+
+ Rhinellus 130
+
+ Rhineura 210
+
+ Rhinippus 462
+
+ Rhinobatinae 66
+
+ Rhinobatis 66
+
+ Rhinoceridae 449
+
+ Rhinocerinae 451
+
+ Rhinoceros 452, 454
+
+ Rhinochelys 248
+
+ Rhinognathus 52
+
+ Rhinolophus 374
+
+ Rhinoptera 68
+
+ Rhinorajidae 65
+
+ Rhinosaurus 217
+
+ Rhiptoglossa 210
+
+ Rhizodontidae 86
+
+ Rhizodopsis 86
+
+ Rhizodus 86
+
+ Rhizoprion 407
+
+ Rhodanomys 428
+
+ Rhodeus 123
+
+ Rhomaleosaurus 236
+
+ Rhombodus 67
+
+ Rhomboptychius 87
+
+ Rhombus 128
+
+ Rhophalodon 196
+
+ Rhymodus 61
+
+ Rhynchippus 519
+
+ Rhynchobatus 66
+
+ Rhynchocephalia 201
+
+ Rhynchodus 83
+
+ Rhynchoncodes 109
+
+ Rhynchorhinus 127
+
+ Rhynchosauridae 205
+
+ Rhynchosaurus 205
+
+ Rhynchosuchus 271
+
+ Rhynesuchus 173
+
+ Rhytidodon 259
+
+ Rhytidosteus 173
+
+ Rhytina 542
+
+ Rhytiodus 542
+
+ Ribodon 542
+
+ Ricardolydekkeria 441
+
+ Ricardowenia 527
+
+ Ricnodon 163
+
+ Riesenfaultiere 415
+
+ Rileya 260
+
+ Rochen 66
+
+ Rodentia 422
+
+ Ronzotherium 452
+
+ Rüsseltiere 532
+
+ Rütimeyeria 525
+
+ Rupicapra 500
+
+ Rupicaprinae 500
+
+ Rusa 494
+
+ Ruscinomys 431
+
+ Rutiodon 259
+
+
+ Saccobranchus 124
+
+ Sägefische 64
+
+ Säugetiere 325
+
+ Sagenodus 76
+
+ Saghatheriidae 531
+
+ Saghatherium 531
+
+ Saiga 500
+
+ Salamandrina 176
+
+ Salmo 121
+
+ Salmonidae 121
+
+ Saltopus 281
+
+ Samotherium 496
+
+ Sandalodus 60
+
+ Saniva 210
+
+ Sapheosaurus 206
+
+ Sarcolemur 480
+
+ Sarcolestes 295
+
+ Sarcophilus 362
+
+ Sarcothraustes 377
+
+ Sardinioides 130
+
+ Sardinius 130
+
+ Sarginites 119
+
+ Sargodon 108
+
+ Sargus 136
+
+ Sauranodon 206
+
+ Sauranodontidae 205
+
+ Sauravus 193
+
+ Saurichthys 96
+
+ Saurii 207
+
+ Saurischia 278
+
+ Saurocephalus 128
+
+ Saurodelphis 408
+
+ Saurodon 128
+
+ Saurophidium 206
+
+ Sauropleura 165
+
+ Sauropoda 283
+
+ Sauropoden inc. sedis 288
+
+ Sauropsis 114
+
+ Sauropterygier 229
+
+ Saurorhamphus 125
+
+ Saurorhynchus 97
+
+ Saurostomus 114
+
+ Saururae 316
+
+ Scabellia 525
+
+ Scalabinitherium 442
+
+ Scaldia 64
+
+ Scaldicetus 407
+
+ Scalops 367
+
+ Scaniornis 323
+
+ Scapanorhynchus 52
+
+ Scaphaspis 31
+
+ Scaphirhynchus 95
+
+ Scaphognathus 305
+
+ Scaphonyx 260
+
+ Scaptonyx 367
+
+ Scaroidei 133
+
+ Scarus 134
+
+ Scatophagus 134
+
+ Scaumenacia 74
+
+ Scelidosauridae 293
+
+ Scelidosaurus 293
+
+ Scelidotherium 417, 418
+
+ Schellfische 127
+
+ Schildkröten 241
+
+ Schismotherium 416
+
+ Schistomys 432
+
+ Schizotherium 468
+
+ Schlangen 218
+
+ Schlangenfische 128
+
+ Schmelzschupper 90
+
+ Schollen 128
+
+ Schuppenlurche 147
+
+ Schuppensaurier 207
+
+ Schwalbe 325
+
+ Schwanzlurche 174
+
+ Schweine 472
+
+ Schwertfische 140
+
+ Schwimmvögel 322
+
+ Sciaenidae 132
+
+ Sciamys 431
+
+ Scincoidae 210
+
+ Scincosaurus 164
+
+ Sciuravus 425
+
+ Sciurinae 426
+
+ Sciurodon 425
+
+ Sciurognathi 425
+
+ Sciuroidea 426
+
+ Sciuroides 427
+
+ Sciuromorpha 424
+
+ Sciuromys 429
+
+ Sciuropterus 426
+
+ Sciurus 426
+
+ Sclerocalyptus 419
+
+ Sclerocephalus 168
+
+ Sclerodermidae 142
+
+ Scleromochlus 261
+
+ Scleromys 431
+
+ Sclerorhynchus 65
+
+ Sclerosaurus 190
+
+ Scoliodon 51
+
+ Scomber 139
+
+ Scomberodon 139
+
+ Scombresocidae 122
+
+ Scombresociden 133
+
+ Scombresox 122
+
+ Scombridae 139
+
+ Scombroclupea 120
+
+ Scopelidae 130
+
+ Scopeloides 131
+
+ Scorpaena 140
+
+ Scorpaenidae 140
+
+ Scorpaenoides 140
+
+ Scorpaenopterus 140
+
+ Scotaeumys 432
+
+ Scrobodus 108
+
+ Scylacosauridae 197
+
+ Scylacosaurus 198
+
+ Scylliidae 50
+
+ Scylliodus 50
+
+ Scyllium 50
+
+ Scyllomus 255
+
+ Scymnosaurus 198
+
+ Scymnus 50
+
+ Scytalophis 220
+
+ Seekühe 540
+
+ Seeleya 163
+
+ Seepferdchen 141
+
+ Selache 53
+
+ Selachii 48
+
+ Selatherium 516
+
+ Selenacodon 354
+
+ Selenodontia 480
+
+ Sellosaurus 279
+
+ Semionotus 106
+
+ Semiophorus 137
+
+ Semnopithecus 553
+
+ Sericodon 268
+
+ Seriola 137
+
+ Serpentarius 324
+
+ Serranus 138
+
+ Serratodus 63
+
+ Serrolepis 107
+
+ Sesamodon 198
+
+ Seymouria 189
+
+ Shastasaurus 228
+
+ Sicarius 61
+
+ Siebenschläfer 428
+
+ Sigmogomphius 427
+
+ Siluridae 123
+
+ Simiae 545
+
+ Simiidae 555
+
+ Simocyon 388
+
+ Simoedosaurus 205
+
+ Simolestes 237
+
+ Simosaurus 233
+
+ Simplicidentata 425
+
+ Singvögel 325
+
+ Sinopa 380
+
+ Sipalocyon 362
+
+ Siphneus 431
+
+ Siphonocetus 410
+
+ Siphonostoma 141
+
+ Sirenia 540
+
+ Sirenoidea 77
+
+ Sironectes 217
+
+ Sitta 325
+
+ Sivatheriinae 496
+
+ Sivatherium 496
+
+ Smerdis 133
+
+ Smilodectes 370
+
+ Smilodon 398
+
+ Smilodontopsis 398
+
+ Sminthus 429
+
+ Socnopaea 123
+
+ Solea 128
+
+ Solenodon 126, 366
+
+ Solenognathus 140
+
+ Solenorhynchus 141
+
+ Solenostomiden 141
+
+ Sontiochelys 250
+
+ Sorex 368
+
+ Soricidae 368
+
+ Soricidens 123
+
+ Spalacinae 431
+
+ Spalacotherium 359
+
+ Spalax 431
+
+ Spaniodon 125
+
+ Spaniomys 432
+
+ Sparagmites 167
+
+ Sparassodonta 362
+
+ Sparidae 135
+
+ Sparnodus 136
+
+ Spathiurus 111
+
+ Spathobatis 66
+
+ Spathodactylus 122
+
+ Spatula 323
+
+ Spatularia 96
+
+ Spechte 324
+
+ Spermophilus 426
+
+ Sphaerodontidae 107
+
+ Sphaerodus 108
+
+ Sphagebranchus 127
+
+ Sphargis 253
+
+ Sphenacanthus 53
+
+ Sphenacodon 196
+
+ Sphenocephalus 132
+
+ Sphenodon 201, 206
+
+ Sphenodontidae 206
+
+ Sphenodus 52
+
+ Sphenonchus 53, 56
+
+ Sphenosaurus 168
+
+ Sphenospondylus 292
+
+ Sphenotherus 417
+
+ Sphodromys 432
+
+ Sphyraena 135
+
+ Sphyraeniden 135
+
+ Sphyraenodus 139
+
+ Sphyrna 51
+
+ Spinacidae 49
+
+ Spinacorhinus 70
+
+ Spinax 50
+
+ Spitzmäuse 368
+
+ Spondylosaurus 237
+
+ Springmäuse 429
+
+ Squalodon 407
+
+ Squalodontidae 407
+
+ Squaloraja 70
+
+ Squalorajidae 69
+
+ Squamata 207
+
+ Squatina 64
+
+ Squatina alifera 64
+
+ Squatinidae 64
+
+ Stachelschweine 431
+
+ Staganolepis 258
+
+ Staurotypus 256
+
+ Stechrochen 66
+
+ Steganopodes 323
+
+ Stegocephali 147
+
+ Stegodon 539
+
+ Stegomus 260
+
+ Stegopelta 294
+
+ Stegops 165
+
+ Stegosauridae 293
+
+ Stegosaurus 293
+
+ Stegotherium 421
+
+ Steiromys 431
+
+ Stemmatodus 104
+
+ Stenarosaurus 237
+
+ Steneofiber 426
+
+ Steno 409
+
+ Stenogale 393
+
+ Stenogenium 523
+
+ Stenometopon 205
+
+ Stenomylus 485
+
+ Stenopelix 294
+
+ Stenoplesictis 392
+
+ Stenosaurus 268
+
+ Stenostephanus 520
+
+ Stenotatus 421
+
+ Stephanodon 394
+
+ Stephanospondylus 192
+
+ Stereocephalus 294
+
+ Stereorhachis 194
+
+ Stereospondyli 171
+
+ Stereosternum 240
+
+ Sternothaerus 248
+
+ Sterrholophus 296
+
+ Sthenurus 357
+
+ Stibarus 475
+
+ Stichacanthus 59, 63
+
+ Stichomys 432
+
+ Stilauchenia 486
+
+ Stilotherium 355
+
+ Störe 95
+
+ Stomatiden 126
+
+ Stratodontiden 125
+
+ Stratodus 125
+
+ Strauße 320
+
+ Streblodus 59
+
+ Strepsiceros 504
+
+ Strepsodus 86
+
+ Streptospondylus 282
+
+ Streptostylica 183
+
+ Strigogyps 325
+
+ Strinsia 127
+
+ Strix 325
+
+ Strobilodus 115
+
+ Stromateidae 138
+
+ Strophodus 56
+
+ Struthiones 319
+
+ Struthionidae 320
+
+ Struthiosaurus 294
+
+ Sturmvogel 322
+
+ Stylacodon 361
+
+ Stylacodontidae 360
+
+ Stylemys 252
+
+ Stylhippus 519
+
+ Stylinodontinae 414
+
+ Stylodon 361
+
+ Stylodontidae 106
+
+ Stylodus 134
+
+ Stylognathus 363
+
+ Stylonodon 415
+
+ Stylorhynchus 97
+
+ Stypolophus 380
+
+ Subungulata 528
+
+ Subursi 391
+
+ Suchodus 269
+
+ Suidae 472
+
+ Sula 324
+
+ Sumpfschildkröten 251
+
+ Sumpfvögel 322
+
+ Sus 474
+
+ Sycium 431
+
+ Syllaemus 135
+
+ Symborodon 467
+
+ Symbos 501
+
+ Symoliophis 219
+
+ Symphodus 134
+
+ Symphyrosaurus 288
+
+ Synapsida 187
+
+ Synconodon 507
+
+ Syndyoceras 495
+
+ Synechodus 56
+
+ Syngnathiden 141
+
+ Syngnathus 141
+
+ Syngonosaurus 295
+
+ Synoplotherium 377
+
+ Syntegmodus 124
+
+ Syodon 196
+
+ Systemodon 448
+
+
+ Taeniodus 60
+
+ Taeniolabis 354
+
+ Tagraubvögel 324
+
+ Taligrada 507
+
+ Talpa 367
+
+ Talpavus 367
+
+ Talpidae 367
+
+ Tamias 426
+
+ Tanaodus 62
+
+ Taniwhasaurus 217
+
+ Tanystrophaeus 281
+
+ Taoperdix 324
+
+ Taphaetus 324
+
+ Taphozous 374
+
+ Taphrosaurus 237
+
+ Taphrosphys 248
+
+ Tapinocephalus 198
+
+ Tapinopus 324
+
+ Tapiravus 448
+
+ Tapiridae 446
+
+ Tapirinae 448
+
+ Tapirotherium 447
+
+ Tapirulus 481
+
+ Tapirus 448
+
+ Tarsiidae 549
+
+ Tarsius 549
+
+ Tatusia 421
+
+ Tauben 324
+
+ Taurinichthys 134
+
+ Taurotragus 504
+
+ Taurus 505
+
+ Taxidea 395
+
+ Taxotherium 381
+
+ Teiidae 210
+
+ Telacodon 363
+
+ Teleidosaurus 269
+
+ Teleoceras 453
+
+ Teleorhinus 269
+
+ Teleosauridae 267
+
+ Teleosaurus 268
+
+ Teleostei 117
+
+ Teleostomi 84
+
+ Telepholis 135
+
+ Telerpeton 192
+
+ Telmatherium 465
+
+ Telmatocyon 378
+
+ Telmatolestes 547
+
+ Telmatornis 323
+
+ Telmatosaurus 292
+
+ Temnocyon 387
+
+ Temnospondyli 166
+
+ Temnotrionyx 257
+
+ Tephrocyon 389
+
+ Teracus 324
+
+ Teratosaurus 279
+
+ Terrapene 252
+
+ Tersomius 169
+
+ Testudinata 241
+
+ Testudinidae 251
+
+ Testudininae 252
+
+ Testudo 252
+
+ Tetheodus 126
+
+ Tetraceratops 196
+
+ Tetraceros 502
+
+ Tetraclaenodon 439
+
+ Tetracus 369
+
+ Tetragonolepis 107
+
+ Tetragonopterus 123
+
+ Tetralophodon 538
+
+ Tetramerorhinus 443
+
+ Tetrao 324
+
+ Tetraprotodon 476
+
+ Tetrapterus 140
+
+ Tetrodon 142
+
+ Teuthiidae 135
+
+ Teutomanis 413
+
+ Thalassemydidae 250
+
+ Thalassemys 250
+
+ Thalassictis 396
+
+ Thalassocetus 407
+
+ Thalassochelys 254
+
+ Thalattosauria 206
+
+ Thalattosauridae 206
+
+ Thalattosaurus 207
+
+ Thalattosuchia 269
+
+ Tharrias 120
+
+ Tharsis 119
+
+ Thaumas 64
+
+ Thaumastognathus 477
+
+ Thaumastolemur 550
+
+ Thaumatosaurus 236
+
+ Thecodontosauridae 279
+
+ Thecodontosaurus 280
+
+ Thecophora 253
+
+ Thecospondylus 280
+
+ Thectodus 54
+
+ Thegornis 324
+
+ Thelodus 29
+
+ Thelolepis 29
+
+ Theosodon 441
+
+ Thereutherium 378
+
+ Theridomyinae 428
+
+ Theridomys 428
+
+ Theriodesmus 198
+
+ Theriodontia 196
+
+ Theriosuchus 270
+
+ Therocephalia 197
+
+ Theromora 188
+
+ Theromorpha 188
+
+ Theropleura 194
+
+ Theropoda 278
+
+ Thescelus 248
+
+ Thespesius 291
+
+ Thinocyon 378
+
+ Thinohyus 473
+
+ Thinolestes 547
+
+ Thinopus 173
+
+ Thinosaurus 210
+
+ Thiosmus 395
+
+ Thlattodus 115
+
+ Thoatherium 443
+
+ Tholodus 107
+
+ Thomashuxleya 524
+
+ Thomomys 427
+
+ Thoracopterus 111
+
+ Thoracosaurus 271
+
+ Thrinacodus 44
+
+ Thrissonotus 100
+
+ Thrissops 120
+
+ Thrissopteroides 125
+
+ Thryptodus 124
+
+ Thursius 87
+
+ Thyellina 50
+
+ Thyestes 34
+
+ Thylacinus 362
+
+ Thylacoleo 357
+
+ Thylacoleoninae 357
+
+ Thylacotherium 360
+
+ Thynnichthys 123
+
+ Thynnus 139
+
+ Ticholeptus 483
+
+ Tigrisuchus 198
+
+ Tillodontia 371, 521
+
+ Tillodontidae 371
+
+ Tillomys 425
+
+ Tillotheriinae 372
+
+ Tillotherium 372
+
+ Tinami 321
+
+ Tinamus 322
+
+ Tinca 123
+
+ Tinoceras 509
+
+ Tinodon 359
+
+ Titanichthys 83
+
+ Titanomys 433
+
+ Titanophis 220
+
+ Titanops 467
+
+ Titanosaurus 287
+
+ Titanosuchus 198
+
+ Titanotheriidae 464
+
+ Titanotheriinae 465
+
+ Titanotheriomys 425
+
+ Titanotherium 466
+
+ Tolypeutes 421
+
+ Tomicosaurus 196
+
+ Tomistoma 271
+
+ Tomitherium 546
+
+ Tomodus 59
+
+ Tomognathidae 126
+
+ Tomognathus 126
+
+ Toretocnemus 228
+
+ Torfkuh 506
+
+ Torosaurus 296
+
+ Torpedininae 66
+
+ Torpedo 66
+
+ Totanus 322
+
+ Toxochelys 255
+
+ Toxodon 521
+
+ Toxodontherium 521
+
+ Toxodontia 518
+
+ Toxodontidae 521
+
+ Toxoprion 59
+
+ Toxotes 134
+
+ Trachemys 252
+
+ Trachiniden 134
+
+ Trachodon 291
+
+ Trachodontidae 291
+
+ Trachyacanthidae 59
+
+ Trachyaspis 256
+
+ Trachynotus 137
+
+ Trachytypotherium 517
+
+ Tragelaphinae 504
+
+ Tragelaphus 504
+
+ Tragocerus 503
+
+ Tragoreas 504
+
+ Tragulidae 486
+
+ Tragulinae 487
+
+ Tragulus 487
+
+ Transpithecus 516
+
+ Traquairia 47
+
+ Trechomys 428
+
+ Tremataspidae 35
+
+ Tremataspis 35
+
+ Trematops 169
+
+ Trematosaurus 171
+
+ Tretosternum 251
+
+ Triacranodus 43
+
+ Triaenaspis 125
+
+ Triaenodon 51
+
+ Triarchodon 198
+
+ Tribelesodon 306
+
+ Tribolodon 359
+
+ Tricanthodon 359
+
+ Tricentes 376
+
+ Triceratops 296
+
+ Trichechiden 401
+
+ Trichiurichthys 137
+
+ Trichiuridae 136
+
+ Trichogaster 141
+
+ Trichophanes 132
+
+ Tricleidus 237
+
+ Triconodon 359
+
+ Triconodontidae 359
+
+ Trigla 140
+
+ Triglidae 140
+
+ Triglochis 52
+
+ Trigloides 140
+
+ Triglyphus 352
+
+ Trigodon 520
+
+ Trigonias 452
+
+ Trigonodon 136
+
+ Trigonodus 60, 64
+
+ Trigonolestes 480
+
+ Trigonorhina 66
+
+ Trigonostylopidae 525
+
+ Trigonostylops 525
+
+ Triisodon 377
+
+ Triisodontinae 377
+
+ Trilophodon 538
+
+ Trimerorhachis 169
+
+ Timerostephanus 523
+
+ Trinacromerum 238
+
+ Tringa 322
+
+ Triodus 43
+
+ Trionychia 256
+
+ Trionychiidae 257
+
+ Trionyx 257
+
+ Triplopterus 87
+
+ Triplopus 451
+
+ Tripriodon 354
+
+ Tripterus 87
+
+ Trispondylus 196
+
+ Tristichopterus 87
+
+ Tristychius 54
+
+ Tritemnodon 380
+
+ Trituberculata 360
+
+ Tritylodon 352
+
+ Tritylodontidae 351
+
+ Trocharion 395
+
+ Trochictis 394
+
+ Trochoceros 506
+
+ Trochosuchus 198
+
+ Trochotherium 394
+
+ Trogolemur 549
+
+ Trogon 324
+
+ Trogontherium 427
+
+ Trogosus 372
+
+ Tropidemys 250
+
+ Trucifelis 398
+
+ Trygon 66
+
+ Trygoninae 66
+
+ Trygonobatus 66
+
+ Tuditanus 165
+
+ Tulodon 381
+
+ Tupajidae 366
+
+ Turdiden 325
+
+ Turdus 325
+
+ Turinia 29
+
+ Tursiops 409
+
+ Tychostylops 523
+
+ Tylopoda 484
+
+ Tylosaurus 217
+
+ Typotheria 513
+
+ Typotheriidae 516
+
+ Typotherium 517
+
+ Typothorax 260
+
+ Tyrannosaurus 281
+
+ Tyrsidium 166
+
+
+ Uestisaurus 294
+
+ Uintacyon 383
+
+ Uintatherium 509
+
+ Uintornis 325
+
+ Umberfische 132
+
+ Undina 89
+
+ Ungulata 435
+
+ Unpaarzeher 444
+
+ Uraeus 114
+
+ Urenchelys 127
+
+ Urfleischfresser 375
+
+ Urmiatherium 503
+
+ Urocordylus 163
+
+ Urodela 174
+
+ Urogymnus 67
+
+ Urolophus 67
+
+ Uronautes 237
+
+ Uronemus 75
+
+ Uropeltis 219
+
+ Urosphen 140
+
+ Ursavus 391
+
+ Ursidae 390
+
+ Ursus 391
+
+ Utaëtus 422
+
+
+ Varanidae 210
+
+ Varanosaurus 194
+
+ Varanus (Megalania) 211
+
+ Varanus monitor 208
+
+ Vassacyon 383
+
+ Vaticinodus 60
+
+ Vertebrata 1
+
+ Vespertiliavus 374
+
+ Vespertilio 374
+
+ Vesperugo 374
+
+ Viverra 395
+
+ Viverravinae 383
+
+ Viverravus 383
+
+ Viverridae 395
+
+ Vögel 308
+
+ Vollwirbler 171
+
+ Vomer 137
+
+ Vulpavus 384
+
+ Vulpes 390
+
+
+ Wale 401
+
+ Wardichthys 101
+
+ Washakius 549
+
+ Weichflosser 127
+
+ Weißfische 122
+
+ Weissia 168
+
+ Welse 123
+
+ Wirbeltiere 1
+
+ Wodnika 56
+
+ Wühlmäuse 430
+
+ Wynyardia 357
+
+
+ Xenacanthus 43
+
+ Xenarthra 413
+
+ Xenochelys 256
+
+ Xenochoerus 473
+
+ Xenopholis 105
+
+ Xenorhynchus 323
+
+ Xenotherium 366
+
+ Xenurus 421
+
+ Xestops 210
+
+ Xiphias 140
+
+ Xiphiidae 140
+
+ Xiphiorhynchus 140
+
+ Xiphodon 480
+
+ Xiphodontherium 480
+
+ Xiphodontidae 480
+
+ Xiphopterus 139
+
+ Xiphotrygon 67
+
+ Xotodon 521
+
+ Xylotherium 526
+
+ Xystracanthus 63
+
+ Xystrodus 59
+
+
+ Zahnkarpfen 122
+
+ Zahnwale 406
+
+ Zalabis 454
+
+ Zalambdodonta 366
+
+ Zamicrus 416
+
+ Zanclodon 279
+
+ Zapodinae 429
+
+ Zarhachis 408
+
+ Zatrachis 169
+
+ Zebu 506
+
+ Zenaspis 33
+
+ Zetodon 439
+
+ Zeuglodon 406
+
+ Zeuglodontidae 405
+
+ Zibetkatzen 395
+
+ Ziegenmelker 324
+
+ Ziphiinae 408
+
+ Ziphius 408
+
+ Zitterrochen 66
+
+ Zwerghirsche 486
+
+ Zygaena 51
+
+ Zygobates 68
+
+ Zygolestes 355
+
+ Zygolophodon 537
+
+ Zygoramma 256
+
+ Zygosaurus 168
+
+
+
+
+ Verlag von R. OLDENBOURG, MÜNCHEN und BERLIN W. 10
+
+
+ #Grundzüge der Paläontologie#
+ (Paläozoologie)
+
+ von
+ #KARL A. VON ZITTEL#
+
+ neubearbeitet von
+ #DR. FERDINAND BROILI#
+ a. o. Professor an der Universität München
+
+
+ #I. Abteilung: INVERTEBRATA#
+
+
+ #DRITTE#
+ vermehrte und verbesserte Auflage
+ 590 Seiten gr. 8^o mit 1414 Abbildungen
+ -- Preis in Leinwand geb. M. 18.--
+
+
+
+ INHALTS-ÜBERSICHT:
+
+
+ #Einleitung#
+ Begriff u. Aufgabe der Paläontologie
+
+ #Systematik#
+ I. Stamm #Protozoa# (Urtiere)
+ 1. Klasse ¡Rhizopoda¡
+
+ II. Stamm #Coelenterata#
+ 1. Unterstamm #Porifera#
+ Klasse ¡Spongiae¡
+ 2. Unterstamm #Cnidaria#
+ 1. Klasse ¡Anthozoa¡ (Pflanzentiere)
+ 2. Klasse ¡Hydrozoa¡
+
+ III. Stamm #Echinodermata#
+ (Stachelhäuter)
+
+ A. #Pelmatozoa#
+ 1. Klasse ¡Crinoidea¡ (Seelilien)
+ 2. Klasse ¡Cystoidea¡
+ 3. Klasse ¡Blastoidea¡
+
+ B. #Asterozoa#
+ 1. Klasse ¡Ophiuroidea¡
+ 2. Klasse ¡Asteroidea¡
+
+ C. #Echinozoa#
+ 1. Klasse ¡Echinoidea¡ (Seeigel)
+ 2. Klasse ¡Holothurioidea¡
+
+ IV. Stamm #Vermes# (Würmer)
+
+ V. Stamm #Molluscoidea#
+
+ 1. Klasse ¡Bryozoa¡
+ 2. Klasse ¡Brachiopoda¡
+
+ VI. Stamm #Mollusca#
+
+ 1. Klasse ¡Lamellibranchiata¡
+ 2. Klasse ¡Scaphopoda¡
+ 3. Klasse ¡Amphineura¡
+ 4. Klasse ¡Gastropoda¡
+ 5. Klasse ¡Cephalopoda¡
+
+ VII. Stamm #Arthropoda#
+ (Gliedertiere)
+
+ 1. Unterstamm #Branchiata#
+ 1. Klasse ¡Crustacea¡
+ 2. Klasse ¡Merostomata¡
+
+ 2. Unterstamm #Tracheata#
+ 1. Klasse ¡Myriopoda¡
+ 2. Klasse ¡Arachnoidea¡
+
+
+
+
+ Verlag von R. OLDENBOURG, MÜNCHEN und BERLIN W. 10
+
+
+ Handbuch der Paläontologie
+
+ unter Mitwirkung von
+
+ W. PH. SCHIMPER und W. SCHENK
+
+ herausgegeben von
+
+ KARL A. VON ZITTEL
+
+
+ 5 Bände gr. 8°
+ Ermäßigter Gesamtpreis brosch. M. 65.--, geb. M. 77.--
+
+
+
+ Einteilung des Werkes:
+
+ I. Abteilung: #Paläozoologie# (vier Bände)
+
+ 1. Band: #Protozoa#, #Coelenterata#, #Echinodermata#, #Mollusca#,
+ 772 Seiten mit 558 Abbildungen, 1876-1880
+
+ 2. Band: #Mollusca# und #Arthropoda#, 893 Seiten mit 1109
+ Abbildungen, 1881-1885
+
+ 3. Band: #Vertebrata# (Pisces, Amphibia, Reptilia, Aves), 900
+ Seiten mit 719 Abbildungen, 1887-1890
+
+ 4. Band: #Vertebrata# (Mammalia), 799 Seiten mit 590 Abbildungen,
+ 1892-1893
+
+
+ II. Abteilung: #Paläophytologie# (ein Band)
+
+ 958 Seiten mit 429 Abbildungen, 1890
+
+
+
+
+ Geschichte der
+
+ Geologie und Paläontologie
+
+ bis Ende des 19. Jahrhunderts
+
+ von
+
+ KARL A. VON ZITTEL
+
+
+ XI und 868 Seiten Preis M. 13.50
+
+
+ Dieses Werk bildet den 23. Band der »Geschichte der Wissenschaften in
+ Deutschland«, herausgegeben durch die historische Kommission bei der
+ Kgl. Bayer. Akademie der Wissenschaften.
+
+
+ INHALTS-ÜBERSICHT
+
+ Das geologische Wissen im Altertum -- Anfänge der
+ Versteinerungskunde und Geologie -- Das heroische Zeitalter
+ der Geologie von 1790-1820 -- Neuere Entwicklung der Geologie
+ und Paläontologie -- Kosmische Geologie -- Physiographische
+ Geologie -- Dynamische Geologie -- Topographische Geologie --
+ Formationslehre (Stratigraphie) -- Gesteinskunde (Petrographie) --
+ Versteinerungskunde (Paläontologie)
+
+
+
+
+Anmerkungen zur Transkription 2:
+
+
+Im Original ¡kursiv¡ gesetzter Text wurde mit ¡ markiert.
+
+Im Original ~gesperrt~ gesetzter Text wurde mit ~ markiert.
+
+Im Original #fett# gesetzter Text wurde mit # markiert.
+
+Im Original +griechischer+ gesetzter Text wurde mit + markiert.
+
+Im Original ¿gesperrter und kursiver¿ Text wurde mit ¿ markiert.
+
+Zahnformeln werden als §Zähler§/§Nenner§ formatiert.
+
+Kreuze um den Todeszeitpunkt anzuzeigen werden durch [dagger] ersetzt.
+
+V-förmig als Beschreibung verschiedener Zähne/Zahndifferenzierungen
+oder Rippen wird durch ¥V-förmig¥ markiert. In der Textversion wurde
+Vförmig zu V-förmig verändert in der html-Version wird kein Bindestrich
+verwendet.
+
+Das Zeichen für männlich wird Text als [male] dargestellt.
+
+Überschriften wurden im Schriftbild vereinheitlicht. In der 1.
+Klasse Pisces werden alle Überschriften in höheren Ebenen als in der
+Familie mit Unterklasse/Ordnung/Unterornung. Name verwendet, ab der
+Familienebene werden die Überschriften als Familie/Unterfamilie: Name
+formatiert. Die restlichen Klassen (Amphibia, Reptilia, Aves und
+Mammalia) werden immer mit einem Punkt, egal in welcher Ebene man sich
+befindet, formatiert (z. B. 4. Unterordnung. Anomodontia und auch 1.
+Familie. Trtylodontidae). Dies entspricht in den meisten Fällen den
+Vorgaben im Original.
+
+Bildunterschriften wurden weitesgehend vereinheitlicht.
+
+Abbildungen wurden innerhalb des Textes an den Beginn oder das
+Ende von Absätzen verschoben und entsprechend ihrer Nummerierung
+reorganisiert.
+
+Brüche werden folgendermaßen dargestellt: 1 Viertel = 1/4, 1 Achtel =
+1/8 u. s. w., die volle Zahl wird durch - vom Bruch separiert, d. h.
+eineinhalb = 1-1/2.
+
+Exponenten werden folgendermaßen dargestellt: x² wird zu x^2 bzw. x²
+wird zu x^{2} sobald mehr als 1 Exponent vorhanden ist.
+
+Tiefergestellter Text wird durch _{text} dargestellt beispielsweise
+Wasser als H_{2}O
+
+Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen;
+lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Bis
+auf offensichtliche Druckfehler wurde vom Haupttext abweichende
+Schreibweise innerhalb der Zitate beibehalten. Namen verschiedenener
+Arten und Gattungen wurden im Original übernommen und nicht der
+modernen Nomenklatur/Schreibweise angeglichen. Die Punktuation in
+Referenzen, Inhaltsverzeichnis, Index, Tabellen und Abbildungen wurde
+weitestgehend egalisiert. Die alphabetische Reihenfolge im Index
+wurde korrigiert. Die Angaben im Inhalsverzeichnis wurde zu einer
+chronologischen Darstelleung korrigiert und Formatierungen egalisiert.
+Referenzen zu Abbildungen werden im Text normalerweise wie folgt
+dargestellt: (Fig. xyz). Subgenera (als Unterschrift) wird unterschiedlich
+dagestellt, beide Hauptformen wie die unveränderte und die gesperrte
+Form (verschiedene Textstellen) werden verwendet Altersangaben werden
+in zwei Formen angegeben beispielsweise: Unt. Lias und Unt.-Lias
+(verschiedene Textstellen) Darstellung und Interpunktion der
+Zahnformeln wurde stillschweigend egalisiert.
+
+Auf Seite 23 ¡Leptocardii¡,¡Marsipobranchii¡, ¡Pisces¡ wurde ein
+Fußnotenanker eingefügt [5], die entsprechende Fußnote ist ohne
+Textverbindung vorhanden. Auf Seite 80 Die Ordnung der Arthrodira[35]
+umfaßt die Familien wurde ein Fußnotenanker eingefügt [35], die
+entsprechende Fußnote ist ohne Textverbindung vorhanden. Auf Seite 490
+14. Familie. #Cervicornia# wurde ein Fußnotenanker eingefügt [156], die
+entsprechende Fußnote ist ohne Textverbindung vorhanden.
+
+
+Übernommen wurden:
+
+ Accipenser (Seiten 16, 67, 91, 95 und Index) und Accipenseridae
+ (Seiten 6 und 98)/Accipederiden (Seiten 7, 12 und
+ 79)/Accipenseroidei (Seiten 95, 97 und Index)/Accipenseroiden
+ (Seite 79) statt Acipenser und weitere Formen.
+ (https://www.marinespecies.org/aphia.php?p=taxdetails&id=295903
+ und https://shark-references.com/species/view/Lagarodus-angustus
+ sowie https://www.mindat.org/taxon-P94915.html)
+
+ Caroloameghiniidae (Index) als alternative Schreibweise.
+ (http://www.fossilworks.org/cgi-bin/bridge.pl?a=taxonInfo&taxon_no=264920)
+
+ Chondrosteus accipenseroides obwohl er normalerweise
+ Chondrosteus acipenseroides genannt wird.
+ (https://www.mindat.org/taxon-P94901.html) (Seite 95 und Abbildung
+ 164)
+
+ Epernay (Seiten 480 und 565) statt Épernay.
+
+ Ileum, Ilium und Ilia (beide an verschiedenen Textstellen) wurden
+ wie im Originaltext übernommen auch wenn es sich vermutlich um das
+ Ileum (verschiedene Textstellen) handelt.
+
+ Macruridae (Seite 127/Index) statt Macrouridae
+ (https://www.mindat.org/taxon-6978.html und
+ https://www.marinespecies.org/aphia.php?p=taxdetails&id=125471)
+
+ Maestricht (alte Schreibweise) statt Maastricht. (7 Stellen im
+ Text)
+
+ Minas Geraes (Seite 584) statt Minas Gerais.
+
+ Monte Giozo (Seite 128) statt Monte Giovo.
+
+ Der Indexeintrag Mylodonta 413 wurde beibehalten obwohl kein
+ direkter Treffer auf dieser Seite zu finden ist, allerdings
+ handelt es sich hierbei um eine Superfamilie, die später im Text
+ relevant wird.
+
+ Narcobates (Seite 66 und Index) statt Narkobates.
+ (https://shark-references.com)
+
+ Orang Utang (Seiten 556 und 557) statt Orang-Utan.
+
+ Sauvage H. E. statt Sauvage H. É. (Émile). (Fußnoten 96 und 105)
+
+ Stylonodon (Seite 415 und Index) statt Stylinodon.
+ (https://www.mindat.org/taxon-4831703.html)
+
+ Möglicherweise handelt es sich bei dem auf
+ Seite 90 erwähnten C. Voigt eher um Carl Vogt,
+ die Schreibweise im Text wurde nicht geändert.
+ (https://www.deutsche-biographie.de/pnd118769014.html?language=en
+ und
+ https://www.deutsche-biographie.de/pnd118769014.html?language=en)
+
+ Die Zahnformel im letzten Absatz von Seite 489 (Blastomeryx) wurde
+ im Original übernommen §34-..3 1 0..§/§3.1.4-3.3.§, es könnte sich
+ aber auch um §3-4.3.1.0.§/§3.1.4-3.3.§ handeln.
+
+
+Einige Ausdrücke wurden in beiden Schreibweisen übernommen:
+
+ Ächte/n (Seiten 390, 472 und 569) und Echte/n (verschiedene
+ Textstellen)
+
+ Alisphenoid-Kanals (Abbildung 476) und Alisphenoidkanal (Seite 392)
+
+ Artikulieren und Articulieren, werden sowohl einzelstehend
+ wie auch in Wordkombinationen beide verwendet (Verschiedene
+ Textstellen)
+
+ Asterolepis ornatus (Abbildung 51) und Asterolepis ornata (Seite 38)
+
+ Astraponotusschichten (Seiten 523, 524, 525, 527 und 581) und
+ Astraponotus-Schichten (Seiten 441, 516, 518 und 519)
+
+ A. Tessalata (Seite 34) und A. tessalate (Abbildung 46)
+
+ Backzahn, Backzähne, Backenzahn und Backenzähne (verschiedene
+ Textstellen)
+
+ Bezw und bzw (verschiedene Textstellen)
+
+ Canada/Candas (Seiten 48, 98, 121, 296, 354 und 363 sowie Fußnoten
+ 72 und 105) und Kanada (Seiten 39, 74, 86, 87, 196, 281, 381
+ und 570)
+
+ Capstadt (Seite 191), Kapland/es (Seiten 562 und 563), Kapkolonie
+ (Abbildungen 325, 331 und 336) und Kap-Kolonie (Seiten 279 und 280)
+
+ Caudalwirbel (Seiten 286, 288 und 310) und Caudal-Wirbel (Seite
+ 283)
+
+ Colpodonschichten und Colpodon-Schichten (verschiedene Textstellen)
+
+ coraco-scapularis (Seite 158) und coracoscapularis (Abbildung 324)
+
+ Costal-Scuta (Seite 242) und Costalscuta (Seite 248)
+
+ Cranial und Kranial (verschiedene Textstellen)
+
+ Croïzet (Seite 433) und Croizet (Abbildung 689)
+
+ Diploe (Seite 498) und Diploë (Seite 523)
+
+ Dirhizodon (Seite 51) und Dirrhizodon (Index)
+
+ Edinburg (Seiten 168 und 171) und Edinburgh (verschiedene Fußnoten
+ und Abbildungen 90, 152 und 174)
+
+ Emydidae (Seite 250 2x) und Emydinae (Seiten 251 und 252 und Index)
+
+ Ethmoidalregion (Seiten 16 und 18 und Abbildung 23) und
+ Ethmoidal-Region (Seite 17)
+
+ Fisch-Otolithen und Fischotolithen (beide in Fußnote 4)
+
+ hieher, eine veraltete und eher in der Schweiz genutzte Form von
+ hierher (https://www.dwds.de/wb/hieher)(Seiten 59, 292 und 306)
+ und hierher (verschiedene Textstellen)
+
+ Hierzu (verschiedene Textstellen) und hiezu, (Seite 185, eine
+ veraltete Form "Hiezu", in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm
+ und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854-1960), digitalisierte
+ Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache,
+ <https://www.dwds.de/wb/dwb/Hiezu>)
+
+ Homoedontie (Seite 436), homoeodont (Seite 450), homoeodonten
+ (Seite 440), homöodonte (Seite 444), homodontes (Seite 404) und
+ Homodontie (Seite 404)
+
+ Homologiiert (Seite 348) und homologisiert (Seite 37)
+
+ Hypo-Branchiale (Seite 19) und Hypobranchiale (Abbildung 23)
+
+ Insectivoren und Insektivoren (verschiedene Textstellen)
+
+ Kallabonnasee (Seite 358) und Kallabonna-See (Abbildung 514)
+
+ Kärnthen (Abbildung 106) und Kärnten (Abbildung 203 und Seite 116)
+
+ Karruschichten/Karru-Schichten (ältere Schreibweise, Seiten 78,
+ 100 und 106) und Karroo/Karrooformation/Karrooschichten (Seiten
+ 54, 102, 352 und 563)
+
+ (Unter) Kiefer-Suspensorium (Seiten 94, 98, 99, 100 und 102) und
+ Kiefersuspensorium (Seite 98)
+
+ Lacep., Lacép., Lacepède, Lacépède und Lacépéde (verschiedene
+ Textstellen)
+
+ Lébéron (Fußnote 116 und Seite 396) und Lebéron (Seite 575)
+
+ Lendenabschnitt (Abbildung 316) und Lenden-Abschnitt (Seite 180)
+
+ Londonthon (Abbildungen 82 und 247) und Londonton (Seiten 95, 134,
+ 372 und 565)
+
+ Lutétien (Seiten 136 und 137) und Lutetien (Seiten 566 und 568)
+
+ Menschen-Affen (3x Seite 556) und Menschenaffen (Seite 555, Index
+ und Fußnote 173)
+
+ (Neu-) Mexico (Seiten 121, 169, 192, 238 und 272 und Abbildungen
+ 575, 576, 603 und 605) und (Neu-) Mexiko (Seiten 194, 195, 196,
+ 220, 256, 260, 322, 323, 324, 354, 370, 371, 372, 376, 382,
+ 391, 414, 419, 421, 438, 439, 448, 486, 508, 572 und 577 und
+ Abbildungen 207, 539 und 548)
+
+ Neu-Guinea, Neu-Schottland, Neu-Seeland, New-York und Neuguinea,
+ Neuschottland, Neuseeland, New York (verschiedene Textstellen)
+
+ Nordcarolina, Nord Carolina, Nord-Carolina, Süd Carolina,
+ Südcarolina, Süd-Carolina, Nebraska und andere Staaten in den USA
+ (verschiedene Textstellen)
+
+ Notostylopsschichten und Notostylops-Schichten (verschiedene
+ Textstellen)
+
+ Occipitalregion (Abbildung 23) und Occipital-Region (Seite 17)
+
+ Oldred, Old Red und Old red (verschiedene Textstellen)
+
+ Opthalmosausrus (Seiten 184 und 229) und Ophthalmosaurus (Seiten
+ 221, 225 und 227 sowie Fußnote 96 und Index), beide Formen kommen in
+ der Literatur vor allerdings ist die letztere Variante häufiger
+ anzutreffen.
+
+ Paranastufe (Seite 392), Paranástufe (Seite 583) und Parana-Stufe
+ (Seite 355)
+
+ Pterygopalatinum (Seiten 39, 69, 74, 78, 109 und 112 und Abbildung
+ 134) und Pterygo-Palatinum (Abbildungen 130, 131 und 136)
+
+ Puboischiadicum (Seite 303 und Abbildung 338) und pubo-ischiadicum
+ (Seiten 186, 198 und 200 und Abbildung 333)
+
+ Pyrotheriumschichten und Pyrotherium-Schichten (verschiedene
+ Textstellen)
+
+ Quadratojugale (verschiedene Textstellen) und Quadrato-Jugale
+ (Abbildungen 289, 391, 414 und 436)
+
+ Rezent (Abbildungen 1, 4, 68, 95, 118, 208, 229, 251, 337, 396
+ und 407 sowie Seiten 49, 50, 51, 206, 249 und 251) und recent
+ (Fußnoten) sowie Abwandlungen wie recenten (Seiten 187 und 220),
+ rezenten (Seiten 126, 137, 144, 263, 325, 358, 374 und 410 sowie
+ Abbildung 252 und Fußnoten), rezente (Seiten 210, 267 und 430),
+ und rezenter (Seite 90)
+
+ Sagittalnaht (Seiten 403 und 551) und Sagittal-Naht (Seite 331)
+
+ Santa Cruz, Santa-Cruz und Santacruz (verschiedene Textstellen)
+
+ Senkenberg (Fußnote 100) und Senckenberg (Fußnote 24)
+
+ Sivalik und Siwalik (verschiedene Textstellen)
+
+ Stil (Seiten 97 und 203) und Stiel (Seiten 93, 340, 412 und 445)
+
+ Ventralansicht (Abbildung 405) und Ventral-Ansicht (Abbildung 371)
+
+ Vertebralscuta (Seite 247) und Vertebral-Scuta (Seite 242)
+
+ Wasatchstufe (Seite 506) und Wasatch-Stufe (Abbildung 605)
+
+ Zentrum und Centrum, werden sowohl einzelstehend wie auch in
+ Wordkombinationen beide verwendet (verschiedene Textstellen)
+
+
+
+Folgende offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert:
+
+ geändert wurde "ZWEITTE VERMEHRTE UND VERBESSERTE AUFLAGE"
+ in "ZWEITE VERMEHRTE UND VERBESSERTE AUFLAGE"
+ (Titelseite)
+
+ geändert wurde "1. Klasse. #Pisces.# #Fische.# (~Bearbeitet~ von
+ ~E. Koken~) S. 3. Unterklasse"
+ in "1. Klasse. #Pisces.# #Fische.# (~Bearbeitet von
+ E. Koken~) S. 3. Unterklasse"
+ (Inhaltsverzeichnis)
+
+ geändert wurde "Sei sind aus zwei dicht"
+ in "Sie sind aus zwei dicht"
+ (Seite 8)
+
+ geändert wurde "Die bisher unter der Bezeichnung Fische
+ zusammengefaßten Formen wurden auf 3 ~Klassen~
+ verteilt, die weit geschieden sind: ¡Leptocardii¡,
+ ¡Marsipobranchii¡, ¡Pisces¡."
+ in "Die bisher unter der Bezeichnung Fische
+ zusammengefaßten Formen wurden auf 3 ~Klassen~
+ verteilt, die weit geschieden sind: ¡Leptocardii¡,
+ ¡Marsipobranchii¡, ¡Pisces¡.[5]"
+ (Seite 23)
+
+ geändert wurde "Keine Dorsalflosse. ¡L. horrida¡ Traqu-, ¡spinosa¡
+ Traqu.,"
+ in "Keine Dorsalflosse. ¡L. horrida¡ Traqu., ¡spinosa¡
+ Traqu.,"
+ (Seite 29)
+
+ geändert wurde "¿Cephalaspis¿ Ag. (¡Eucephalaspis¡, ¡Hemicyclaspis¡,
+ ¡Zenaspis¡ R. Lank). Hinterecken des Kopfschildes"
+ in "¿Cephalaspis¿ Ag. (¡Eucephalaspis¡, ¡Hemicyclaspis¡,
+ ¡Zenaspis¡ R. Lank.). Hinterecken des Kopfschildes"
+ (Seite 33)
+
+ geändert wurde "¿C. Lyelli¿ Ag. ¡C. Murchisoni¡ Egerton Unteres
+ Oldred."
+ in "¿C. Lyelli¿ Ag., ¡C. Murchisoni¡ Egerton. Unteres
+ Oldred."
+ (Seite 34)
+
+ geändert wurde "¿Eukeraspis¿ Lankester. Hörner des Kopfschildes"
+ in "¿Eukeraspis¿ Lankaster. Hörner des Kopfschildes"
+ (Seite 34)
+
+ geändert wurde "Tiefstes Oldred bzw Passagebeds, Schottland."
+ in "Tiefstes Oldred bzw. Passagebeds, Schottland."
+ (Seite 34)
+
+ geändert wurde "Material von Oesel (Obersilur) vorzüglich
+ rekonstriert, aber mit seiner Interpretation"
+ in "Material von Oesel (Obersilur) vorzüglich
+ rekonstruiert, aber mit seiner Interpretation"
+ (Seite 35)
+
+ geändert wurde "~mit schrägen Rändern übereinanander greifenden und
+ sternförmig~"
+ in "~mit schrägen Rändern übereinander greifenden und
+ sternförmig~"
+ (Seite 35)
+
+ geändert wurde "Eine besondere Erwähnung verdienen die Kanäle der
+ Hautsinnesorgane."
+ in "Eine besondere Erwähnung verdienen die Kanäle der
+ Haut-Sinnesorgane."
+ (Seite 37)
+
+ geändert wurde "¡auf die mediale Seite übertreten (biseriales
+ Archipteryyium), während einige direkt¡"
+ in "¡auf die mediale Seite übertreten (biseriales
+ Archipterygium), während einige direkt¡"
+ (Seite 42)
+
+ geändert wurde "als nach den verbreiteten Rekonstruktionsbildern
+ angenommen werden konnte[23]."
+ in "als nach den verbreiteten Rekonstruktionsbildern
+ angenommen werden konnte.[23]"
+ (Seite 45)
+
+ geändert wurde "¿Hemipristis¿ Ag. (¡Dirhizodon¡ Klunzinger).
+ (Fig. 1439.) Zähne dreieckig, mit grobgezackten
+ Seitenrändern. Tertiär, lebend."
+ in "¿Hemipristis¿ Ag. (¡Dirhizodon¡ Klunzinger).
+ (Fig. 74.) Zähne dreieckig, mit grobgezackten
+ Seitenrändern. Tertiär, lebend."
+ (Seite 51)
+
+ geändert wurde "Trias, Jura, Kreide ¡Acr. lateralis¡ Ag. (vgl.
+ Jaekel). Muschelkalk etc ¡A. Anningiae¡"
+ in "Trias, Jura, Kreide ¡Acr. lateralis¡ Ag. (vgl.
+ Jaekel). Muschelkalk etc. ¡A. Anningiae¡"
+ (Seite 56)
+
+ geändert wurde "Gekrümmte, aber nicht spiral gewundene Stachelorgane.
+ ¡T. Lecontei¡ Dean. Obercarbon, Nordamerika."
+ in "Gekrümmte, aber nicht spiral gewundene Stachelorgane.
+ ¡T. Lecontei¡ Dean. Oberkarbon, Nordamerika."
+ (Seite 59)
+
+ geändert wurde "¿Menaspis¿ Ewald[28] (Fig. 104) (¡Dichelodus¡ Gieb.,
+ ¡Chalcodus¡ Zitt-). Kopf und"
+ in "¿Menaspis¿ Ewald[28] (Fig. 104.) (¡Dichelodus¡ Gieb.,
+ ¡Chalcodus¡ Zitt.). Kopf und"
+ (Seite 60/61)
+
+ geändert wurde "¿Lagarodus¿ Jaekel. Zähne schmal rectangulär, scharf
+ geknickt. Kohlenkalk. ¡L.¡ (¡Psammodus¡)
+ ¡augustus¡ Tr."
+ in "¿Lagarodus¿ Jaekel. Zähne schmal rectangulär, scharf
+ geknickt. Kohlenkalk. ¡L.¡ (¡Psammodus¡)
+ ¡angustus¡ Tr."
+ (Seite 61)
+ nach https://shark-references.com/species/view/Lagarodus-angustus
+
+ geändert wurde "ebenfalls nach vorn gekrümmte Stacheln aus
+ amerikanischen Kohlenkalk."
+ in "ebenfalls nach vorn gekrümmte Stacheln aus
+ amerikanischem Kohlenkalk."
+ (Seite 63)
+
+ geändert wurde "sowie von Cirin (Ain), vgl. aber ¡Pseudorhina¡.)
+ Ganze Skelette"
+ in "sowie von Cirin (Ain), vgl. aber ¡Pseudorhina¡.
+ Ganze Skelette"
+ (Seite 64)
+
+ geändert wurde "¿Rh. Zignii¿ Heckel. Eocän. Monte Bolca. ¿Rh.
+ maronita¿ Pictet u. Humb. Obere Kreide. Libanon."
+ in "¿Rh. Zignii¿ Heckel. Eocän. Monte Bolca. ¿Rh.
+ maronita¿ Pictet u. Humb. Obere Kreide. Libanon."
+ (Seite 66)
+
+ geändert wurde "England. ¡M. Pentoni¡ A. Sm. Woodward. Eocän.
+ Agypten."
+ in "England. ¡M. Pentoni¡ A. Sm. Woodward. Eocän.
+ Ägypten."
+ (Seite 68)
+
+ geändert wurde "¿Jschyodus¿ Egerton. (¡Leptacanthus¡ Ag.,
+ ¡Aulaxacanthus¡ Sauvage, ¡Chimaeracanthus¡ Qu.)."
+ in "¿Ischyodus¿ Egerton. (¡Leptacanthus¡ Ag.,
+ ¡Aulaxacanthus¡ Sauvage, ¡Chimaeracanthus¡ Qu.)."
+ (Seite 71)
+
+ geändert wurde "¡Mehrere Tritoren oder Reibhügel auf den Zähnen.¡ Jura
+ bis jetzt[32]"
+ in "¡Mehrere Tritoren oder Reibhügel auf den Zähnen.¡ Jura
+ bis jetzt.[32]"
+ (Seite 71)
+
+ geändert wurde "¿Jschyodus¿ Egerton. (¡Leptacanthus¡ Ag.,
+ ¡Aulaxacanthus¡ Sauvage, ¡Chimaeracanthus¡ Qu.).
+ Unterkieferzähne"
+ in "¿Ischyodus¿ Egerton. (¡Leptacanthus¡ Ag.,
+ ¡Aulaxacanthus¡ Sauvage, ¡Chimaeracanthus¡ Qu.).
+ Unterkieferzähne"
+ (Seite 71)
+
+ geändert wurde "mit 4 Tritoren (2 innen, 1 median, 1 außen."
+ in "mit 4 Tritoren (2 innen, 1 median, 1 außen)."
+ (Seite 71)
+
+ geändert wurde "¡Acondylacanthus¡ St. John. u. Worth.,"
+ in "¡Acondylacanthus¡ St. John u. Worth.,"
+ (Seite 72)
+
+ geändert wurde "c) Paarige, asymmetrische Flossenstacheln.
+ ¡Machaeracanthus¡ Newb. (Figur 127), ¡Heteracanthus¡
+ Newb., ¡Haplacanthus¡ Ag., Devon."
+ in "c) Paarige, asymmetrische Flossenstacheln.
+ ¡Machaeracanthus¡ Newb. (Fig. 127), ¡Heteracanthus¡
+ Newb., ¡Haplacanthus¡ Ag., Devon."
+ (Seite 72)
+
+ geändert wurde "¡Hautschildern, Rumpf mit runden, imbricierenden
+ Schmelzschuppen Maxilla und Prämaxilla nicht
+ differenziert,¡"
+ in "¡Hautschildern, Rumpf mit runden, imbricierenden
+ Schmelzschuppen, Maxilla und Prämaxilla nicht
+ differenziert,¡"
+ (Seite 73)
+
+ geändert wurde "¿Conchodus¿ Mc Coy, ¡Cheirodus¡ Pander von Mc Coy).
+ Dünne, kleine,"
+ in "¿Conchodus¿ Mc Coy (¡Cheirodus¡ Pander von Mc Coy).
+ Dünne, kleine,"
+ (Seite 74)
+
+ geändert wurde "¿Scaumenacia¿ Whiteavez. Oberdevon, Kanada."
+ in "¿Scaumenacia¿ Whiteaves. Oberdevon, Kanada."
+ (Seite 74)
+
+ geändert wurde "¡P. insignis¡ Beneden. Ober-Devon, Belgien.
+ Nordamerika (Chemung)."
+ in "¡P. insignis¡ Beneden. Oberdevon, Belgien.
+ Nordamerika (Chemung)."
+ (Seite 74)
+
+ geändert wurde "keine randlichen Kieferzähne. Keine Iugularplatten.
+ Die Zähne entstehen ontogenetisch"
+ in "keine randlichen Kieferzähne. Keine Jugularplatten.
+ Die Zähne entstehen ontogenetisch"
+ (Seite 77)
+
+ geändert wurde "sie Iugularia und interpretiert den ganzen
+ Ventralpanzer"
+ in "sie Jugularia und interpretiert den ganzen
+ Ventralpanzer"
+ (Seite 78)
+
+ geändert wurde "in Fort Union-Schichten (oberen Kreide) von Montana."
+ in "in Fort Union-Schichten (obere Kreide) von Montana."
+ (Seite 78)
+
+ geändert wurde "der ~Ptyctodontidae~, welche sich vielleicht noch"
+ in "der ~Ptyctodontidae~, welchen sich vielleicht noch"
+ (Seite 80)
+
+ geändert wurde "Die Ordnung der Arthrodira umfaßt die Familien der
+ ~Coccosteidae~"
+ in "Die Ordnung der Arthrodira[35] umfaßt die Familien
+ der ~Coccosteidae~"
+ (Seite 80, Fußnotenamker eingefügt)
+
+ geändert wurde "Man faßt die beiden letztgenannten als
+ ¡Actinoperygier¡ zusammen, deren Flossen durch eine
+ verkürzte Achse"
+ in "Man faßt die beiden letztgenannten als
+ ¡Actinopterygier¡ zusammen, deren Flossen durch eine
+ verkürzte Achse"
+ (Seite 84)
+
+ geändert wurde "¿Mylostoma¿ Newberry. (Palaeozoic fishes of
+ N.-Amerika. 1889.)"
+ in "¿Mylostoma¿ Newberry. (Palaeozoic fishes of
+ N. Amerika. 1889.)"
+ (Seite 85)
+
+ geändert wurde "¿Eusthenopteron¿ Whiteaver. Im Abdomen mit
+ Hohlwirbeln."
+ in "¿Eusthenopteron¿ Whiteaves. Im Abdomen mit
+ Hohlwirbeln."
+ (Seite 87)
+
+ geändert wurde "Die Linie der Abstammmung führt von den jurassischen"
+ in "Die Linie der Abstammung führt von den jurassischen"
+ (Seite 90)
+
+ geändert wurde "¡Rumpf und Schwanz mit Ganoidschuppen bedeckt, selten
+ nackt oder mit Knochenplatten-¡"
+ in "¡Rumpf und Schwanz mit Ganoidschuppen bedeckt, selten
+ nackt oder mit Knochenplatten.¡"
+ (Seite 90)
+
+ geändert wurde "der Ganoiden hatte ~L. Agassiz~ auschließlich das
+ Hautskelett berücksichtigt"
+ in "der Ganoiden hatte ~L. Agassiz~ ausschließlich das
+ Hautskelett berücksichtigt"
+ (Seite 90)
+
+ geändert wurde "bei den Stören ist der Rumpfmit großen Knochenplatten
+ teilweise bedeckt."
+ in "bei den Stören ist der Rumpf mit großen Knochenplatten
+ teilweise bedeckt."
+ (Seite 91)
+
+ geändert wurde "Familie: #Chondrosteidae#. A. Sm. Woodm."
+ in "Familie: #Chondrosteidae#. A. Sm. Woodw."
+ (Seite 94)
+
+ geändert wurde "Jura mit verknöcherter Wirbelsäule, praesymphysialen
+ Knochen im Unterkiefer"
+ in "Jura mit verknöcherter Wirbelsäule, präsymphysialen
+ Knochen im Unterkiefer"
+ (Seite 96)
+
+ geändert wurde "die Nasalia und wohl vor diesen das Ethmoid.
+ einschieben, gebildet, doch ist die Begrenzung"
+ in "die Nasalia und wohl vor diesen das Ethmoid
+ einschieben, gebildet, doch ist die Begrenzung"
+ (Seite 96)
+
+ geändert wurde "¿Belonorhynchus¿ Bronn. In der Umgrenzung Woodwards =
+ ¡Saurorhynchus¡ Mstr., Reis; ¡Ichthyorhynchus¡
+ Bellotti, ¡Giffonus¡ Costa, ¡Stylorhynchus¡ Martin)."
+ in "¿Belonorhynchus¿ Bronn. In der Umgrenzung Woodwards =
+ ¡Saurorhynchus¡ Mstr., Reis; (¡Ichthyorhynchus¡
+ Bellotti, ¡Giffonus¡ Costa, ¡Stylorhynchus¡ Martin)."
+ (Seite 97)
+
+ geändert wurde "Reis zieht sie zusammen, Henning reserviert den Namen
+ ¡Belonorhynchus¡ für Liasformen."
+ in "Reis zieht sie zusammen, Hennig reserviert den Namen
+ ¡Belonorhynchus¡ für Liasformen."
+ (Seite 97)
+
+ geändert wurde "Mitteldevon (mittleres Oldred); Schottland. Rußland.
+ Oberes Devon; Canada."
+ in "Mitteldevon (mittleres Oldred); Schottland, Rußland.
+ Oberes Devon; Canada."
+ (Seite 98)
+
+ geändert wurde "Flossen klein, die Strahlendichotom gespalten und
+ gegliedert."
+ in "Flossen klein, die Strahlen dichotom gespalten und
+ gegliedert."
+ (Seite 98)
+
+ geändert wurde "Flossen groß, mit Fulcren. Kein Suboperculum. Karbon,
+ Rotiegendes; Europa, Nordamerika."
+ in "Flossen groß, mit Fulcren. Kein Suboperculum. Karbon,
+ Rotliegendes; Europa, Nordamerika."
+ (Seite 98)
+
+ geändert wurde "¿Atherstonia¿ A. Sm. Woodw. ¡Hydropesium¡ Broom.
+ ¡Helichthys¡ Broom. Obere Karru-Schichten Südafrika."
+ in "¿Atherstonia¿ A. Sm. Woodw. ¡Hydropesium¡ Broom.
+ ¡Helichthys¡ Broom. Obere Karru-Schichten, Südafrika."
+ (Seite 100)
+
+ geändert wurde "Körper oval, gleichmäßig beschuppt. Schnauzesteil
+ abfallend. Caudalis tief gegabelt."
+ in "Körper oval, gleichmäßig beschuppt. Schnauze steil
+ abfallend. Caudalis tief gegabelt."
+ (Seite 102)
+
+ geändert wurde "Kiemenhautstrahlen blattförmig, eine mediane
+ Iugularplatte vorhanden. Zähne zugespitzt,"
+ in "Kiemenhautstrahlen blattförmig, eine mediane
+ Jugularplatte vorhanden. Zähne zugespitzt,"
+ (Seite 113)
+
+ geändert wurde "Kiemenhautstrahlen breit, wenig zahlreich.
+ Iugularplatte groß."
+ in "Kiemenhautstrahlen breit, wenig zahlreich.
+ Jugularplatte groß."
+ (Seite 117)
+
+ geändert wurde "¿Gigantichtys¿ Dames (Fig. 234).[53] Spitze der großen
+ Zähne pfeilspitzenähnlich."
+ in "¿Gigantichthys¿ Dames (Fig. 234).[53] Spitze der
+ großen Zähne pfeilspitzenähnlich."
+ (Seite 126)
+
+ geändert wurde "Lebend nur ¡Gonorhynchus Greyi¡, im indischen und
+ pazifischen Ocean"
+ in "Lebend nur ¡Gonorhynchus Greyi¡, im indischen und
+ pazifischen Ozean."
+ (Seite 127)
+
+ geändert wurde "Meer- und Süßwasser-Fische; letztere wandern zur"
+ in "Meer- und Süßwasserfische; letztere wandern zur"
+ (Seite 127)
+
+ geändert wurde "Vomer mlt zwei langen, in Alveolen stehenden
+ Fangzähnen."
+ in "Vomer mit zwei langen, in Alveolen stehenden
+ Fangzähnen."
+ (Seite 129)
+
+ geändert wurde "¿Palaeohrynchus¿ Blv. (¡Hemirhynchus¡ Ag.)
+ (Fig. 254.)"
+ in "¿Palaeorhynchus¿ Blv. (¡Hemirhynchus¡ Ag.)
+ (Fig. 253.)"
+ (Seite 136)
+
+ geändert wurde "¡Fast bandförmige, zusammengedrückte Raubfische mit
+ weite Mundspalte. Kiefer und Gaumenbeine mit
+ kräftigen, konischen Zähnen.¡"
+ in "¡Fast bandförmige, zusammengedrückte Raubfische mit
+ weiter Mundspalte. Kiefer und Gaumenbeine mit
+ kräftigen, konischen Zähnen.¡"
+ (Seite 136)
+
+ geändert wurde "¡Rücken mit einheitlichem Panzer oder einzelnen
+ Hauschildern. Zwei Rückenflossen, weit
+ zurückgeschoben,¡"
+ in "¡Rücken mit einheitlichem Panzer oder einzelnen
+ Hautschildern. Zwei Rückenflossen, weit
+ zurückgeschoben,¡"
+ (Seite 140)
+
+ geändert wurde "Lebend ¡Histiophorus¡ Lac. (auch tertiär),
+ ¡Tetrapterus¡ Cuv., ¡Xiphias¡ L. ¡Xiphiorynchus¡
+ Beneden, ¡Brachyrhynchus¡ Ben., Eocän."
+ in "Lebend ¡Histiophorus¡ Lac. (auch tertiär),
+ ¡Tetrapterus¡ Cuv., ¡Xiphias¡ L., ¡Xiphiorhynchus¡
+ Beneden, ¡Brachyrhynchus¡ Ben., Eocän."
+ (Seite 140)
+
+ geändert wurde "¡Anal- und Dorsalflossen mit Stacheln Körper kürzer
+ als bei Ophiocephaliden.¡"
+ in "¡Anal- und Dorsalflossen mit Stacheln. Körper kürzer
+ als bei Ophiocephaliden.¡"
+ (Seite 141)
+
+ geändert wurde "¡Kiefer zahnlos. Haut mit dünnen Knochenplatten
+ Brustflossen, häufig auch¡"
+ in "¡Kiefer zahnlos. Haut mit dünnen Knochenplatten.
+ Brustflossen, häufig auch¡"
+ (Seite 141)
+
+ geändert wurde "zwischen den Postzygaphysen des vorausgehenden Wirbels
+ liegende Vertiefung (Zygantrum) gelenkig eingreift"
+ in "zwischen den Postzygapophysen des vorausgehenden
+ Wirbels liegende Vertiefung (Zygantrum) gelenkig
+ eingreift"
+ (Seite 144)
+
+ geändert wurde "eines paarigen Knochens des ~Sphenethmoids~
+ (Orbito-Sphenoid), welcher bei den"
+ in "eines paarigen Knochens des ~Sphenethmoids~
+ (Orbitosphenoid), welcher bei den"
+ (Seite 145)
+
+ geändert wurde "Im ersteren Falle besteht er (Fig. 269-71 aus ~einem~
+ vorderen ventralen Knochenstück, dem ~Hypocentrum~
+ (Intercentrum) und ~zwei~ hinteren, lateralen
+ Ossifikationszentren: ~Pleurocentra~."
+ in "Im ersteren Falle besteht er (Fig. 269-71) aus ~einem~
+ vorderen ventralen Knochenstück, dem ~Hypocentrum~
+ (Intercentrum) und ~zwei~ hinteren, lateralen
+ Ossifikationszentren: ~Pleurocentra~."
+ (Seite 151)
+
+ geändert wurde "dieser Anschauung betrachtet Götte die rachitomen
+ Wirbel als Übergangsstadium"
+ in "dieser Anschauung betrachtet Götte die rhachitomen
+ Wirbel als Übergangsstadium"
+ (Seite 152)
+
+ geändert wurde "(Dasyceps, Trematops, Acanthosoma, Microbrachis), in
+ welcher sich bei den Urodelen"
+ in "(Dasyceps, Trematops, Acanthostoma, Microbrachis), in
+ welcher sich bei den Urodelen"
+ (Seite 154)
+
+ geändert wurde "An die Supraoccipitia legt sich jederseits das
+ ~Tabulare~ (= Epioticum) an."
+ in "An die Supraoccipitalia legt sich jederseits das
+ ~Tabulare~ (= Epioticum) an."
+ (Seite 154)
+
+ geändert wurde "auch auf dem Vomer und auf den Palatium in der Nähe
+ der Choanen."
+ in "auch auf dem Vomer und auf dem Palatinum in der Nähe
+ der Choanen."
+ (Seite 156)
+
+ geändert wurde "¿Tyrsidium¿ Cope. Ähnlich den vorigen. Oberes Karbon.
+ Nord-Amerika."
+ in "¿Tyrsidium¿ Cope. Ähnlich den vorigen. Oberes Karbon.
+ Nordamerika."
+ (Seite 160)
+
+ geändert wurde "mit je einer Reihe dichtsteheder, schlanker,
+ spitzkonischer ~Zähne~ besetzt."
+ in "mit je einer Reihe dichtstehender, schlanker,
+ spitzkonischer ~Zähne~ besetzt."
+ (Seite 161)
+
+ geändert wurde "¿Urocordylus¿ Huxley und Wrigth (Fig. 268, 290).
+ Schädel dreieckig,"
+ in "¿Urocordylus¿ Huxley und Wright (Fig. 268, 290).
+ Schädel dreieckig,"
+ (Seite 163)
+
+ geändert wurde "Ob Bogen mit dem Wirbelkörper fest verwachsen."
+ in "Ob. Bogen mit dem Wirbelkörper fest verwachsen."
+ (Seite 163)
+
+ geändert wurde "Ob. Karb. Kilkenny Irland."
+ in "Ob. Karb. Kilkenny, Irland."
+ (Seite 165)
+
+ geändert wurde "¿Crossotelos¿ Case. Perm. Oklahama."
+ in "¿Crossotelos¿ Case. Perm. Oklahoma."
+ (Seite 165)
+
+ geändert wurde "¡Zahnsubstanz radial gefaltet.¡ Karbon. Perm und
+ untere Trias."
+ in "¡Zahnsubstanz radial gefaltet.¡ Karbon, Perm und
+ untere Trias."
+ (Seite 166)
+
+ geändert wurde "mit ziemlich langem, seitlich komprimierten Schwanz."
+ in "mit ziemlich langem, seitlich komprimiertem Schwanz."
+ (Seite 166)
+
+ geändert wurde "Rippen und Schuppen kaum entwickelt. Oberer Karbon.
+ Nordamerika."
+ in "Rippen und Schuppen kaum entwickelt. Oberes Karbon.
+ Nordamerika."
+ (Seite 166)
+
+ geändert wurde "¿Sparagmites¿ Fritsch, ¿Discosaurus¿ Credner
+ (Figur 266 ¡g¡)."
+ in "¿Sparagmites¿ Fritsch, ¿Discosaurus¿ Credner
+ (Fig. 266 ¡g¡)."
+ (Seite 167)
+
+ geändert wurde "Bauchpanzer aus spindelförmigen Knochenstäbchen.
+ Oberes Karbon. Nürschan Böhmen."
+ in "Bauchpanzer aus spindelförmigen Knochenstäbchen.
+ Oberes Karbon. Nürschan. Böhmen."
+ (Seite 167)
+
+ geändert wurde "¿Actinodon¿ Gaudry (¡Euchirosaurus¡ Gaudry)
+ (Fig. 289.). Vomer und Palatin"
+ in "¿Actinodon¿ Gaudry (¡Euchirosaurus¡ Gaudry)
+ (Fig. 289). Vomer und Palatin"
+ (Seite 168)
+
+ geändert wurde "¿Dasyceps¿ Lloyd em. v. Huene. Mit großer Facialgrube.
+ Perm. Kenilworth b. Warwik)."
+ in "¿Dasyceps¿ Lloyd em. v. Huene. Mit großer Facialgrube.
+ Perm. Kenilworth b. Warwik."
+ (Seite 168)
+
+ geändert wurde "Die Gattung kann bedeutende Größe bis zu einem Meter,
+ erreichen."
+ in "Die Gattung kann bedeutende Größe bis zu einem Meter
+ erreichen."
+ (Seite 168)
+
+ geändert wurde "¿Cacops¿ Williston. Fig. 283. Schädel rauh
+ skulptiert."
+ in "¿Cacops¿ Williston. (Fig. 283). Schädel rauh
+ skulptiert."
+ (Seite 169)
+
+ geändert wurde "¿Dissorophus¿ Cope. Fig. 274 ¡B¡. Besitzt einen"
+ in "¿Dissorophus¿ Cope. (Fig. 274 ¡B¡). Besitzt einen"
+ (Seite 169)
+
+ geändert wurde "Zwischen den Unterkiefern kleine polygonale
+ Knochenschuppen (Gularplatten). Trias. Süd-Afrika.
+ ¿Batrachosuchus¿ Broom. Trias Süd-Afrika."
+ in "Zwischen den Unterkiefern kleine polygonale
+ Knochenschuppen (Gularplatten). Trias. Südafrika.
+ ¿Batrachosuchus¿ Broom. Trias Südafrika."
+ (Seite 170)
+
+ geändert wurde "Bauchschuppen rhomboidisch Perm. Texas und Illinois."
+ in "Bauchschuppen rhomboidisch. Perm. Texas und Illinois."
+ (Seite 171)
+
+ geändert wurde "¿Nummulosaurus¿ Fr. Wirbel anscheinend wie bei
+ ¡Diplovertebron¡. Ob. Karb. Tremosna Böhmen."
+ in "¿Nummulosaurus¿ Fr. Wirbel anscheinend wie bei
+ ¡Diplovertebron¡. Ob. Karb. Tremosna. Böhmen."
+ (Seite 171)
+
+ geändert wurde "¿Loxomma¿ Husley (Fig. 272, 302). Schädel mit sehr gut
+ entwickelten Schleimkanälen."
+ in "¿Loxomma¿ Huxley (Fig. 272, 302). Schädel mit sehr gut
+ entwickelten Schleimkanälen."
+ (Seite 171)
+
+ geändert wurde "die darüber liegende Sand. stein- oder Schieferschicht
+ enthält auf der Unterseite"
+ in "die darüber liegende Sandstein- oder Schieferschicht
+ enthält auf der Unterseite"
+ (Seite 173)
+
+ geändert wurde "¿Plagiosternum¿ E. Fraas. Muschelkalk und Lettenkohle-
+ Schwaben."
+ in "¿Plagiosternum¿ E. Fraas. Muschelkalk und Lettenkohle.
+ Schwaben."
+ (Seite 173)
+
+ geändert wurde "Pensylvannien und Kansas, im Rotliegenden von
+ Thüringen, Böhmen und"
+ in "Pensylvanien und Kansas, im Rotliegenden von
+ Thüringen, Böhmen und"
+ (Seite 173)
+
+ geändert wurde "¡Drei Paar persistierende äußere Kiemen¡"
+ in "¡Drei Paar persistierende äußere Kiemen.¡"
+ (Seite 176)
+
+ geändert wurde "insofern bereits der 6. (Hymenocheirus) meistens aber
+ der 9. Wirbel als einziger Sacralwirbel mit dem Jlium
+ sich verbindet."
+ in "insofern bereits der 6. (Hymenochirus) meistens aber
+ der 9. Wirbel als einziger Sacralwirbel mit dem Ilium
+ sich verbindet."
+ (Seite 177)
+
+ geändert wurde "wo ein Abdruck eines vollständigen Individuums
+ entdeckt wurde ¡Palaeobatrachus Gaudryi¡ Vidal), im"
+ in "wo ein Abdruck eines vollständigen Individuums
+ entdeckt wurde (¡Palaeobatrachus Gaudryi¡ Vidal), im"
+ (Seite 178)
+
+ geändert wurde "Mannigfaltigkeit aus, insoferne manche von ihnen
+ einen"
+ in "Mannigfaltigkeit aus, insofern manche von ihnen einen"
+ (Seite 179)
+
+ geändert wurde "unterscheidet man Hals-, Rumpf-, Becken- und
+ Schwanz-Region;"
+ in "unterscheidet man Hals-, Rumpf-, Becken- und
+ Schwanzregion;"
+ (Seite 180)
+
+ geändert wurde "Die etwas schiefen oder fast horizontalen, noch oben
+ gerichteten Gelenkflächen der vorderen"
+ in "Die etwas schiefen oder fast horizontalen, nach oben
+ gerichteten Gelenkflächen der vorderen"
+ (Seite 180)
+
+ geändert wurde "Mit Ausnahme der letzten Schwanzwirbel können vom
+ Epistropheus ab sämtliche Reptilienwirbel ~Rippen~
+ tragen. (Fig. 317.)"
+ in "Mit Ausnahme der letzten Schwanzwirbel können vom
+ Epistropheus ab sämtliche Reptilienwirbel ~Rippen~
+ tragen. (Fig. 317)."
+ (Seite 181)
+
+ geändert wurde "Die Rippen sind entweder ein oder zweiköpfig, im
+ letzteren Fall"
+ in "Die Rippen sind entweder ein- oder zweiköpfig, im
+ letzteren Fall"
+ (Seite 181)
+
+ geändert wurde "Am Sacralabschnitt nehmenbei den lebenden Reptilien"
+ in "Am Sacralabschnitt nehmen bei den lebenden Reptilien"
+ (Seite 181)
+
+ geändert wurde "Wie bei den Amphibien bleibt bei den Reptilien vom
+ Visceralskelett der hintere Abschnitt des
+ Palato-Quadratum, das"
+ in "Wie bei den Amphibien bleibt bei den Reptilien vom
+ Visceralskelett der hintere Abschnitt des
+ Palatoquadratum, das"
+ (Seite 182)
+
+ geändert wurde "wie in seinem distalen Teile stark verrbeitert und"
+ in "wie in seinem distalen Teile stark verbreitert und"
+ (Seite 186)
+
+ geändert wurde "zerfallen in mehrere Unterordnungen, die
+ ~Cotylosauria~, ~Pelycosauria~, ~Theriodontia und
+ Anomodontia~."
+ in "zerfallen in mehrere Unterordnungen, die
+ ~Cotylosauria~, ~Pelycosauria~, ~Theriodontia~ und
+ ~Anomodontia~."
+ (Seite 188)
+
+ geändert wurde "3. ¡Seitliche Kieferzähne mit den Kronen quer zur
+ Kieferachse verbreitert¡, #Diadectidae# Cope."
+ in "3. ¡Seitliche Kieferzähne mit den Kronen quer zur
+ Kieferachse verbreitert¡: #Diadectidae# Cope."
+ (Seite 192)
+
+ geändert wurde "¿Dimetrodon¿ Cope (¡Embolophorus¡ p. p. Cope).
+ (Fig. 326, 327.) Der bis 45 cm lange hoch gebaute
+ Schädel mit verhältnismäßig weit zuürckliegenden mäßig
+ großen Augen und einem Paar seitlicher ebensolcher
+ Schläfenlöcher."
+ in "¿Dimetrodon¿ Cope (¡Embolophorus¡ p. p. Cope).
+ (Fig. 326, 327). Der bis 45 cm lange hoch gebaute
+ Schädel mit verhältnismäßig weit zurückliegenden mäßig
+ großen Augen und einem Paar seitlicher ebensolcher
+ Schläfenlöcher."
+ (Seite 194)
+
+ geändert wurde "¿Ctenosaurus¿ v. Huene aus dem mittleren Buntsandstein
+ von Rheinhausen bei Göttingen dürfte auf Grund der mit
+ zirka 60 cm hohen Dornfortsätzen ausgestatteten Wirbel
+ auch hierher zu stellen sein."
+ in "¿Ctenosaurus¿ v. Huene aus dem mittleren Buntsandstein
+ von Reinhausen bei Göttingen dürfte auf Grund der mit
+ zirka 60 cm hohen Dornfortsätzen ausgestatteten Wirbel
+ auch hierher zu stellen sein."
+ (Seite 195)
+
+ geändert wurde "¿Tomicosaurus¿ Case, ¿Metamosaurus¿ Cope. ¿Casea¿
+ Williston. Perm Texas. ¿Embolophorus¿ p. p. Cope.
+ ¿Trispondylus¿ Williston. Perm Texas. ¿Sphenacodon¿
+ Marsh. Perm Neu-Mexiko. ? ¿Geosaurus cynodus¿ Gervais
+ aus dem Perm von Moisset (Departement Jura)."
+ in "¿Tomicosaurus¿ Case, ¿Metamosaurus¿ Cope. ¿Casea¿
+ Williston. Perm. Texas. ¿Embolophorus¿ p. p. Cope.
+ ¿Trispondylus¿ Williston. Perm. Texas. ¿Sphenacodon¿
+ Marsh. Perm. Neu-Mexiko. ? ¿Geosaurus cynodus¿ Gervais
+ aus dem Perm von Moisset (Departement Jura)."
+ (Seite 196)
+
+ geändert wurde "Als #primitive Theriodontier# = #Therocephalia# Broom)
+ werden hauptsächlich aus dem Perm"
+ in "Als #primitive Theriodontier# (= #Therocephalia#
+ Broom) werden hauptsächlich aus dem Perm"
+ (Seite 197)
+
+ geändert wurde "Auf den oberen sehr kräftigen, teilweise gezähnelten
+ Eckzahn, folgen auf dem Maxilare 9 seitlich
+ verschmälerte konische, teilweise dreispitzige
+ Molaren."
+ in "Auf den oberen sehr kräftigen, teilweise gezähnelten
+ Eckzahn, folgen auf dem Maxillare 9 seitlich
+ verschmälerte konische, teilweise dreispitzige
+ Molaren."
+ (Seite 198)
+
+ geändert wurde "¿Oudenodon¿ Owen. (¡Platypodosaurus¡. Owen.) Sehr"
+ in "¿Oudenodon¿ Owen. (¡Platypodosaurus¡ Owen.) Sehr"
+ (Seite 200)
+
+ geändert wurde "Von dort stammen auch ¡Esoterodon¡ Owen,
+ ¡Cryptocynodon¡ Seeley, ¡Prodicynodon¡ Broom.
+ ¡Opisthoctenodon¡ Broom ¡Pristerodon¡ Huxley.
+ ¡Chelyposaurus¡ Broom."
+ in "Von dort stammen auch ¡Esoterodon¡ Owen,
+ ¡Cryptocynodon¡ Seeley, ¡Prodicynodon¡ Broom,
+ ¡Opisthoctenodon¡ Broom, ¡Pristerodon¡ Huxley,
+ ¡Chelyposaurus¡ Broom."
+ (Seite 201)
+
+ geändert wurde "¿Protorosaurus¿. H. v. Meyer. Im System unsicher."
+ in "¿Protorosaurus¿ H. v. Meyer. Im System unsicher."
+ (Seite 203)
+
+ geändert wurde "¡Außere Nasenlöcher vereinigt.¡"
+ in "¡Äußere Nasenlöcher vereinigt.¡"
+ (Seite 205)
+
+ geändert wurde "¡als die Hinterfüße; beide fünfzehig. Oberster Jura.¡"
+ in "¡als die Hinterfüße; beide fünfzehig.¡ Oberster Jura."
+ (Seite 206)
+
+ geändert wurde "¡Episternum Tförmig. Bauchrippen kräftig.¡"
+ in "¡Episternum T-förmig. Bauchrippen kräftig.¡"
+ (Seite 206)
+
+ geändert wurde "¿Eifelosaurus¿ Jaekel. Buntsandstein. Eifel.
+ ? ¿Polysphenodon¿ Jaekel. Keuper. Hannover.
+
+ ¿Palacrodon¿ Broom. Trias. Südafrika."
+ in "¿Eifelosaurus¿ Jaekel. Buntsandstein. Eifel.
+
+ ? ¿Polysphenodon¿ Jaekel. Keuper. Hannover.
+
+ ¿Palacrodon¿ Broom. Trias. Südafrika."
+ (Seite 206)
+
+ geändert wurde "¿Sphenodon¿ Gray (Hatteria Gray). (Fig. 337.)
+ 25 präsacrale Wirbel."
+ in "¿Sphenodon¿ Gray (Hatteria Gray). (Fig. 337).
+ 25 präsacrale Wirbel."
+ (Seite 206)
+
+ geändert wurde "¡Wirbel amphicöl. Schädel verlängert. Außere
+ Nasenlöcher getrennt, weit¡"
+ in "¡Wirbel amphicöl. Schädel verlängert. Äußere
+ Nasenlöcher getrennt, weit¡"
+ (Seite 206)
+
+ geändert wurde "Über 45 Prä-sacralwirbel. Vorderfüße kürzer als die
+ Hinterfüße."
+ in "Über 45 Präsacralwirbel. Vorderfüße kürzer als die
+ Hinterfüße."
+ (Seite 206)
+
+ geändert wurde "~Haut mit hornigen, seltener ossifizierten Schuppen
+ bedeckt.~ Trias-jetzt."
+ in "~Haut mit hornigen, seltener ossifizierten Schuppen
+ bedeckt.~ Trias - jetzt."
+ (Seite 207)
+
+ geändert wurde "Zu den ~Lepidosauria~ gehören die ¡Lacertilia¡ und
+ ¡Ophidia¡"
+ in "Zu den ~Lepidosauria~ gehören die ¡Lacertilia¡ und
+ ¡Ophidia¡."
+ (Seite 207)
+
+ geändert wurde "Der Schädel, Fig. 341, 342, unterscheidet sich von
+ dem der"
+ in "Der Schädel (Fig. 341, 342) unterscheidet sich von
+ dem der"
+ (Seite 209)
+
+ geändert wurde "Der unpaare (selten doppelte: bei Amphibaena)
+ Hinterhauptsscondylus wird von Basioccipitale und den
+ beiden Exoccipitalia lateralia gebildet."
+ in "Der unpaare (selten doppelte: bei Amphibaena)
+ Hinterhauptscondylus wird von Basioccipitale und den
+ beiden Exoccipitalia lateralia gebildet."
+ (Seite 209)
+
+ geändert wurde "¿Gordonia¿ Newton. Fig. 335. Schädel bis 18 cm lang,"
+ in "¿Gordonia¿ Newton. (Fig. 335.) Schädel bis
+ 18 cm lang,"
+ (Seite 210)
+
+ geändert wurde "meist infolge ihrer höchst ungenügenden Erhaltung im
+ System schwankend.:"
+ in "meist infolge ihrer höchst ungenügenden Erhaltung im
+ System schwankend."
+ (Seite 210)
+
+ geändert wurde "(¡Diploglossus¡, ¡Propseudopus¡) ¡Helotermatidae¡
+ (¡Placosaurus¡),"
+ in "(¡Diploglossus¡, ¡Propseudopus¡), ¡Helotermatidae¡
+ (¡Placosaurus¡),"
+ (Seite 210)
+
+ geändert wurde "Aus dem Oligocän von Nordamerika (Dakota) werden auch
+ einige ¡Amphisbaenidae¡ (¡Rhineura¡, ¡Aciprion¡,
+ ¡Diacium¡, ¡Platyrachis¡ etc., Cope, ¡Hyporhina¡
+ G. Baur, genannt."
+ in "Aus dem Oligocän von Nordamerika (Dakota) werden auch
+ einige ¡Amphisbaenidae¡ (¡Rhineura¡, ¡Aciprion¡,
+ ¡Diacium¡, ¡Platyrachis¡ etc., Cope, ¡Hyporhina¡
+ G. Baur) genannt."
+ (Seite 210)
+
+ geändert wurde "¡Wasserbewohnende Reptilien mit kleinem
+ Varanusähnlichem Kopf, langem, aus 13 Wirbeln
+ bestehendem Hals,¡"
+ in "¡Wasserbewohnende Reptilien mit kleinem
+ varanusähnlichem Kopf, langem, aus 13 Wirbeln
+ bestehendem Hals,¡"
+ (Seite 211)
+
+ geändert wurde "¿Clidastes¿ Cope (¡Edestosaurus¡ Marsh)
+ (Figur 346 A, 349, 351, 352)."
+ in "¿Clidastes¿ Cope (¡Edestosaurus¡ Marsh)
+ (Fig. 346 A, 349, 351, 352)."
+ (Seite 216)
+
+ geändert wurde "¿Tylosaurus¿ Marsh (¡Liodon¡ Cope, ¡Macrosaurus¡ Owen,
+ ¡Rhinosaurus¡ Marsh). Fig. 346 B. Schädel 70 cm bis
+ 1,20 m."
+ in "¿Tylosaurus¿ Marsh (¡Liodon¡ Cope, ¡Macrosaurus¡ Owen,
+ ¡Rhinosaurus¡ Marsh). (Fig. 346 B). Schädel 70 cm bis
+ 1,20 m."
+ (Seite 217)
+
+ geändert wurde "Form ist ¿Lysorophus¿ Cope, Fig. 357, aus dem
+ nordamerikanischen Perm."
+ in "Form ist ¿Lysorophus¿ Cope (Fig. 357) aus dem
+ nordamerikanischen Perm."
+ (Seite 218)
+
+ geändert wurde "Quatratbein ebenso wie Pterygoid, Maxillare und
+ Palatinum beweglich"
+ in "Quadratbein ebenso wie Pterygoid, Maxillare und
+ Palatinum beweglich"
+ (Seite 218)
+
+ geändert wurde "im Eocän von New Yersey eine vikarierende Gattung"
+ in "im Eocän von New Jersey eine vikarierende Gattung"
+ (Seite 220)
+
+ geändert wurde "die hintere für den kurzen stämmigen ~Humerus~
+ bestimmt ist, Der proximal"
+ in "die hintere für den kurzen stämmigen ~Humerus~
+ bestimmt ist. Der proximal"
+ (Seite 226)
+
+ geändert wurde "Formen kleiner und schwächer (ausgenommen
+ ¡J. longirostris¡)."
+ in "Formen kleiner und schwächer (ausgenommen
+ ¡I. longirostris¡)."
+ (Seite 227)
+
+ geändert wurde "Die polyongalen Knochenplatten der paarigen
+ Paddeln lagen"
+ in "Die polygonalen Knochenplatten der paarigen
+ Paddeln lagen"
+ (Seite 227)
+
+ geändert wurde "teils unvollständig beschrieben, teils (Miocän von
+ Malta), höchst problematisch."
+ in "teils unvollständig beschrieben, teils (Miocän von
+ Malta) höchst problematisch."
+ (Seite 228)
+
+ geändert wurde "¿Simosaurus¿ H. v. Meyer. (Fig. 378.) Schädel breit,
+ niedrig, mit gerundeter Schnauze;"
+ in "¿Simosaurus¿ H. v. Meyer. (Fig. 378) Schädel breit,
+ niedrig, mit gerundeter Schnauze;"
+ (Seite 233)
+
+ geändert wurde "miteinander gelenkende Platten. Oberer Jura Wyoming."
+ in "miteinander gelenkende Platten. Oberer Jura. Wyoming."
+ (Seite 238)
+
+ geändert wurde "ist die Stellung der ¡Mesosouridae¡ im System"
+ in "ist die Stellung der ¡Mesosauridae¡ im System"
+ (Seite 240)
+
+ geändert wurde "~Extremitäten fünfzehig, entweder Schwimmfüße oder
+ Gehfüße. Trias bis jetzt.~"
+ in "~Extremitäten fünfzehig, entweder Schwimmfüße oder
+ Gehfüße.~ Trias bis jetzt."
+ (Seite 241)
+
+ geändert wurde "¿Pelomedusa¿ Wagl, ¿Podocnemis¿ Wagl. fiinden sich
+ in Afrika,"
+ in "¿Pelomedusa¿ Wagl., ¿Podocnemis¿ Wagl. finden sich
+ in Afrika,"
+ (Seite 248)
+
+ geändert wurde "¡Hautossifikationen hervorgegangenen knöchernen
+ Scheide angeschlossen. ? Kreide. Pleistocän.¡"
+ in "¡Hautossifikationen hervorgegangenen knöchernen
+ Scheide angeschlossen.¡ ? Kreide. Pleistocän."
+ (Seite 249)
+
+ geändert wurde "¿Plesiochelys¿ Rütim (Fig. 394). Rückenschild bis
+ 1/2 m lang, massiv, kreis-herzförmig."
+ in "¿Plesiochelys¿ Rütim. (Fig. 394). Rückenschild bis
+ 1/2 m lang, massiv, kreis-herzförmig."
+ (Seite 249)
+
+ geändert wurde "¡Chelonides¡ Maak. Oberer Jura. Norddeutschland."
+ in "¡Chelonides¡ Maack. Oberer Jura. Norddeutschland."
+ (Seite 249)
+
+ geändert wurde "Die ältesten Reste in ~Europa~ stammen aus dem Eocän
+ von England, ihre genorische Stellung zu ¿Chrysemys¿
+ Gray erscheint fraglich."
+ in "Die ältesten Reste in ~Europa~ stammen aus dem Eocän
+ von England, ihre generische Stellung zu ¿Chrysemys¿
+ Gray erscheint fraglich."
+ (Seite 251)
+
+ geändert wurde "sich die Funde auf Trachemys Agass. ¿Terrapene¿
+ Merrem,"
+ in "sich die Funde auf ¿Trachemys¿ Agass., ¿Terrapene¿
+ Merrem,"
+ (Seite 252)
+
+ geändert wurde "Die Verteilung der lebenden Testudineae (5 Genera) ist
+ dieselbe wie der Emydinae."
+ in "Die Verteilung der lebenden Testudininae (5 Genera)
+ ist dieselbe wie der Emydinae."
+ (Seite 252)
+
+ geändert wurde "verteilen sich die Funde auf ¿Trachemys¿ Agass.
+ ¿Terrapene¿ Merrem, ¿Chrysemys¿ Gray, ¿Clemmys¿
+ Wagl. u. a."
+ in "verteilen sich die Funde auf ¿Trachemys¿ Agass.,
+ ¿Terrapene¿ Merrem, ¿Chrysemys¿ Gray, ¿Clemmys¿
+ Wagl. u. a."
+ (Seite 252)
+
+ geändert wurde "Plastron kräftig, nur wenig reduziert. Entoplastron
+ Tförmig. Epiplastra sehr klein;"
+ in "Plastron kräftig, nur wenig reduziert. Entoplastron
+ T-förmig. Epiplastra sehr klein;"
+ (Seite 254)
+
+ geändert wurde "in der inneren Lederhaut eingebettet waren.
+ Entoplastron Tförmig. Ob. Kreide. S. Dakota.
+ Nordamerika."
+ in "in der inneren Lederhaut eingebettet waren.
+ Entoplastron T-förmig. Ob. Kreide. S. Dakota.
+ Nordamerika."
+ (Seite 254)
+
+ geändert wurde "¿Xenochelys¿ Hay aus dem Oligocän, sämtliche aus den
+ Vereinigten Staaten ¿Anosteira¿ auch aus dem Oligocän
+ von England."
+ in "¿Xenochelys¿ Hay aus dem Oligocän, sämtliche aus den
+ Vereinigten Staaten. ¿Anosteira¿ auch aus dem Oligocän
+ von England."
+ (Seite 256)
+
+ geändert wurde "¡Cinosternum¡ Spix (¡Aromochelys¡) Nord- und
+ Süd-Südamerika) sowie von der Familie"
+ in "¡Cinosternum¡ Spix (¡Aromochelys¡) Nord- und
+ Südamerika) sowie von der Familie"
+ (Seite 256)
+
+ geändert wurde "¿Xenolchelys¿ Hay aus dem Oligocän, sämtliche aus den"
+ in "¿Xenochelys¿ Hay aus dem Oligocän, sämtliche aus den"
+ (Seite 256)
+
+ geändert wurde "Der Panzer ist schwach ausgebdilet, das Plastron"
+ in "Der Panzer ist schwach ausgebildet, das Plastron"
+ (Seite 256)
+
+ geändert wurde "~Knorpel ebenso wie die Crocodilier. Trias.~"
+ in "~Knorpel ebenso wie die Crocodilier.~ Trias."
+ (Seite 257)
+
+ geändert wurde "Rückenpanzer aus 2 Reihen schmaler stark skulpierter
+ Mittelplatten und je einer Seitenreihe."
+ in "Rückenpanzer aus 2 Reihen schmaler stark skulptierter
+ Mittelplatten und je einer Seitenreihe."
+ (Seite 258)
+
+ geändert wurde "Vordere Teil der Bauchseite gepanzert"
+ in "Vorderer Teil der Bauchseite gepanzert"
+ (Seite 258)
+
+ geändert wurde "Lebend in Borneo, Sumatra und Malaischen Halbinsel."
+ in "Lebend in Borneo, Sumatra und Malayischen Halbinsel."
+ (Seite 272)
+
+ geändert wurde "kurzer Schnauze. Außere Nasenlöcher seitlich, weit
+ vorne zwischen den kurzen Prämaxillaria und den großen
+ Nasalia gelegen.. Innere Nasenlöcher weit vorne
+ gelegen"
+ in "kurzer Schnauze. Äußere Nasenlöcher seitlich, weit
+ vorne zwischen den kurzen Prämaxillaria und den großen
+ Nasalia gelegen. Innere Nasenlöcher weit vorne
+ gelegen"
+ (Seite 260)
+
+ geändert wurde "¿Aetosaurus¿ O. Fraas. (Figur 406.) Körper
+ langgeschwänzt."
+ in "¿Aetosaurus¿ O. Fraas. (Fig. 406). Körper
+ langgeschwänzt."
+ (Seite 260)
+
+ geändert wurde "Im Stubensandstein von Heßlach bei Stuttgart auf einer
+ Platte 24 vollständige Individuen von verschiedener
+ Größe. Naturalienkabinet Stuttgart."
+ in "Im Stubensandstein von Heslach bei Stuttgart auf einer
+ Platte 24 vollständige Individuen von verschiedener
+ Größe. Naturalienkabinett Stuttgart."
+ (Seite 260)
+
+ geändert wurde "Pubis lang und schmal. Panzerplatten rundlich, Unt.
+ Obere Trias. Elgin."
+ in "Pubis lang und schmal. Panzerplatten rundlich. Unt.
+ Obere Trias. Elgin."
+ (Seite 261)
+
+ geändert wurde "~und Bauch Reihen von Hautknochen befinden.
+ Lias - jetzt.~"
+ in "~und Bauch Reihen von Hautknochen befinden.~
+ Lias - jetzt."
+ (Seite 262)
+
+ geändert wurde "¿Pelagosaurus¿ Bronn (Fig. 408) aus dem oberen Lias
+ der Normandie England und Württemberg bleibt"
+ in "¿Pelagosaurus¿ Bronn (Fig. 408) aus dem oberen Lias
+ der Normandie, England und Württemberg bleibt"
+ (Seite 268)
+
+ geändert wurde "Zähne abwechseld höher und tiefer stehend, zahlreicher
+ und schlanker als bei ¡Stenosaurus¡."
+ in "Zähne abwechselnd höher und tiefer stehend,
+ zahlreicher und schlanker als bei ¡Stenosaurus¡."
+ (Seite 268)
+
+ geändert wurde "¿Metriorhynchus.¿ H. v. Meyer. Schnauze gedrungen,"
+ in "¿Metriorhynchus¿ H. v. Meyer. Schnauze gedrungen,"
+ (Seite 269)
+
+ geändert wurde "¿Alligatorellus¿ Jourd. (Fig. 417.)
+ Skelett 22 cm lang."
+ in "¿Alligatorellus¿ Jourd. (Fig. 417).
+ Skelett 22 cm lang."
+ (Seite 270)
+
+ geändert wurde "¿Nannosuchus¿, ¿Theriosuchus¿. Owen.
+ Purbeck. England."
+ in "¿Nannosuchus¿, ¿Theriosuchus¿ Owen. Purbeck. England."
+ (Seite 270)
+
+ geändert wurde "viel kleiner als der hintere. Panzer nicht beobachtet.
+
+ Obere Kreide. ? Eocän. Nord-Patagonien."
+ in "viel kleiner als der hintere. Panzer nicht beobachtet.
+ Obere Kreide. ? Eocän. Nord-Patagonien."
+ (Seite 271)
+
+ geändert wurde "¿Tomistoma¿ Müller (¡Rhynchosuchus¡ Huxley,
+ ¡Gavialosuchus¡ Toula und Kail). (Fig. 420.) Schnauze
+ allmählich in den cranialen Teil übergehend."
+ in "¿Tomistoma¿ Müller (¡Rhynchosuchus¡ Huxley,
+ ¡Gavialosuchus¡ Toula und Kail). (Fig. 420). Schnauze
+ allmählich in den cranialen Teil übergehend."
+ (Seite 271)
+
+ geändert wurde "¿Gavialis¿ Oppel (¡Rhamphostoma¡ Wagl). Schnauze
+ scharf vom cranialen Teil abgesetzt."
+ in "¿Gavialis¿ Oppel (¡Rhamphostoma¡ Wagl.). Schnauze
+ scharf vom cranialen Teil abgesetzt."
+ (Seite 272)
+
+ geändert wurde "Obereocän bis Miocän von Europa (besonders England,
+ Frankreich, Deutschland). Eocän Neu Mexico."
+ in "Obereocän bis Miocän von Europa (besonders England,
+ Frankreich, Deutschland). Eocän. Neu Mexico."
+ (Seite 272)
+
+ geändert wurde "¿Caiman¿ Spix (¡Jaccare¡ Gray). Fig. 407.
+ 18-20 Zähne oben"
+ in "¿Caiman¿ Spix (¡Jaccare¡ Gray). (Fig. 407).
+ 18-20 Zähne oben"
+ (Seite 272)
+
+ geändert wurde "¿Crocodilus¿ Laur. Fig. 410, 411. 17-19 Zähne oben,
+ 17-15 Zähne unten auf jeder Seite."
+ in "¿Crocodilus¿ Laur. (Fig. 410, 411). 17-19 Zähne oben,
+ 17-15 Zähne unten auf jeder Seite."
+ (Seite 273)
+
+ geändert wurde "Am Schluß des Jura und zu Beginn der Kreide in den
+ brackisch-limmischen Ablagerungen des ~Purbeck~ und"
+ in "Am Schluß des Jura und zu Beginn der Kreide in den
+ brackisch-limnischen Ablagerungen des ~Purbeck~ und"
+ (Seite 273)
+
+ geändert wurde "An den Rückenwirbeln rücken die Parapophysen von den
+ Centren auf die Bogen hinauf."
+ in "An den Rückenwirbeln rücken die Parapophysen von den
+ Zentren auf die Bogen hinauf."
+ (Seite 275)
+
+ geändert wurde "Pterosauriern und Vögeln eine oder mehrere
+ Präorbitaöffnungen."
+ in "Pterosauriern und Vögeln eine oder mehrere
+ Präorbitalöffnungen."
+ (Seite 276)
+
+ geändert wurde "mit der massiven Ausbildung der hinteren Extremitäten
+ (cfr. Fig. 443.)"
+ in "mit der massiven Ausbildung der hinteren Extremitäten
+ (cfr. Fig. 443)."
+ (Seite 276)
+
+ geändert wurde "Anfang dieses Jahrhunderts im Groß-Oolith und der"
+ in "Anfang dieses Jahrhunderts im Großoolith und der"
+ (Seite 278)
+
+ geändert wurde "¡Ischium schaufelförmig, distal stielförmig
+ verlängert, der Sförmige Femur länger als die Tibia.¡"
+ in "¡Ischium schaufelförmig, distal stielförmig
+ verlängert, der S-förmige Femur länger als
+ die Tibia.¡"
+ (Seite 279)
+
+ geändert wurde "¿Labrosaurus¿ Marsh, mit den Merkmalen der Familie.
+ Unterste Kreide. (Como beds.) Westliches Nordamerika."
+ in "¿Labrosaurus¿ Marsh, mit den Merkmalen der Familie.
+ Unterste Kreide. (Como beds). Westliches Nordamerika."
+ (Seite 280)
+
+ geändert wurde "¿Tanystrophaeus.¿ H. v. Meyer. Nur Schwanzwirbel mit
+ kammartigem Dornfortsatz bekannt. Muschelkalk. Keuper
+ Deutschland. ? ¿Saltopus.¿ v. Huene. Untere obere
+ Trias. Elgin-Schottland."
+ in "¿Tanystrophaeus¿ H. v. Meyer. Nur Schwanzwirbel mit
+ kammartigem Dornfortsatz bekannt. Muschelkalk. Keuper
+ Deutschland. ? ¿Saltopus¿ v. Huene. Untere obere
+ Trias. Elgin. Schottland."
+ (Seite 281)
+
+ geändert wurde "¿Ceratosaurus¿ Marsh. (Fig. 424 u. 425.)
+ Skelett 4-5 m lang."
+ in "¿Ceratosaurus¿ Marsh. (Fig. 424 u. 425).
+ Skelett 4-5 m lang."
+ (Seite 281)
+
+ geändert wurde "Die 3 Metatarsalia sind untereinander und mit den
+ distalen Tarsalia verschmolzen (Pathologisch?)"
+ in "Die 3 Metatarsalia sind untereinander und mit den
+ distalen Tarsalia verschmolzen (Pathologisch?)."
+ (Seite 281)
+
+ geändert wurde "¿Deinodon¿, ¿Aublysodon¿ Leidy, Oberste Kreide.
+ Nordamerika."
+ in "¿Deinodon¿, ¿Aublysodon¿ Leidy. Oberste Kreide.
+ Nordamerika."
+ (Seite 281)
+
+ geändert wurde "¿Megalosaurus¿ Buckland (¡Streptospondylus¡ Cuvier).
+ (Fig. 426.) Schädel mit großer Präorbitalöffnung."
+ in "¿Megalosaurus¿ Buckland (¡Streptospondylus¡ Cuvier).
+ (Fig. 426). Schädel mit großer Präorbitalöffnung."
+ (Seite 282)
+
+ geändert wurde "¿Allosaurus¿ Marsh. (Fig. 427.) Schädel jederseits
+ mit 2 Präorbitalöffnungen."
+ in "¿Allosaurus¿ Marsh. (Fig. 427). Schädel jederseits
+ mit 2 Präorbitalöffnungen."
+ (Seite 282)
+
+ geändert wurde "¿Compsognathus¿ Wagner. (Fig. 428, 429.) Ein im
+ Münchener Museum befindliches Skelett"
+ in "¿Compsognathus¿ Wagner. (Fig. 428, 429). Ein im
+ Münchener Museum befindliches Skelett"
+ (Seite 282)
+
+ geändert wurde "¿Halticosaurus¿ v. Huene. Keuper-Deutschland.
+ ¿Incertae sedis¿:"
+ in "¿Halticosaurus¿ v. Huene. Keuper. Deutschland.
+ ¿Incertae sedis¿:"
+ (Seite 283)
+
+ geändert wurde "in der Kreide von Europa, Nordamerika, Afrika,
+ Madagaskar, dien. Die jüngsten Reste stammen aus der
+ obersten Kreide (? Eocän) Patagonien."
+ in "in der Kreide von Europa, Nordamerika, Afrika,
+ Madagaskar, Indien. Die jüngsten Reste stammen aus der
+ obersten Kreide (? Eocän) von Patagonien."
+ (Seite 285)
+
+ geändert wurde "¿Cetiosaurus¿ ~Owen~ (¡Cardiodon¡ Owen). Skelett zirka
+ 12 m lang und"
+ in "¿Cetiosaurus¿ Owen (¡Cardiodon¡ Owen). Skelett zirka
+ 12 m lang und"
+ (Seite 285)
+
+ geändert wurde "¿Apatosaurus¿ Marsh. (¡Brontosaurus¡, ¡Titanosaurus¡
+ Marsh). (Fig. 431, 434.) Skelett zirka 18 m lang."
+ in "¿Apatosaurus¿ Marsh. (¡Brontosaurus¡, ¡Titanosaurus¡
+ Marsh). (Fig. 431, 434). Skelett zirka 18 m lang."
+ (Seite 285)
+
+ geändert wurde "¡Eucamarotus Ischyrosaurus¡ Hulke, ¡Neosodon¡
+ Moussaye, ¡Oplosaurus¡ Gervais. ¡Ornithopsis¡ Seeley.
+ (Figur 430.) Rückenmarkskanal der Rumpfwirbel
+ sehr weit."
+ in "¡Eucamarotus Ischyrosaurus¡ Hulke, ¡Neosodon¡
+ Moussaye, ¡Oplosaurus¡ Gervais, ¡Ornithopsis¡ Seeley.
+ (Fig.). Rückenmarkskanal der Rumpfwirbel sehr weit."
+ (Seite 287)
+
+ geändert wurde "finden sich im obersten Jura und im Wealden v.
+ England, außer dem im Jura und Wealden von Westeuropa
+ und Madagaskar."
+ in "finden sich im obersten Jura und im Wealden v.
+ England, außerdem im Jura und Wealden von Westeuropa
+ und Madagaskar."
+ (Seite 287)
+
+ geändert wurde "¿Diplodocus¿ Marsh. (Fig. 435.) Mit den Merkmalen der
+ Familie, erreichte eine Länge bis 20 m. Der 0,60 cm
+ lange Schädel jederseits mit"
+ in "¿Diplodocus¿ Marsh. (Fig. 435). Mit den Merkmalen der
+ Familie, erreichte eine Länge bis 20 m. Der 0,60 m
+ lange Schädel jederseits mit"
+ (Seite 288)
+
+ geändert wurde "¡Prämaxillaria meist zahnlos. Unterkiefer mit einem
+ zahnlosen Symphysenbein (~Praedentale~.) Zähne in
+ einer oder"
+ in "¡Prämaxillaria meist zahnlos. Unterkiefer mit einem
+ zahnlosen Symphysenbein (~Praedentale~). Zähne in
+ einer oder"
+ (Seite 288)
+
+ geändert wurde "Femur gekrümmt. 4 (? 5 Sacralwirbel.) Untere Kreide."
+ in "Femur gekrümmt. 4 (? 5) Sacralwirbel. Untere Kreide."
+ (Seite 289)
+
+ geändert wurde "¿Cryptosaurus¿ (¡Cynodraco¡.) Seeley. Unterer Malm.
+ England."
+ in "¿Cryptosaurus¿ (¡Cynodraco¡) Seeley. Unterer Malm.
+ England."
+ (Seite 289)
+
+ geändert wurde "¡Daumen stachelartig; Fuß mit 4 Zehen (von denen nur
+ 3 funktionieren.)¡ Untere Kreide."
+ in "¡Daumen stachelartig; Fuß mit 4 Zehen (von denen nur
+ 3 funktionieren).¡ Untere Kreide."
+ (Seite 289)
+
+ geändert wurde "Vordere Wirbel platycöl oder opishocöl."
+ in "Vordere Wirbel platycöl oder opisthocöl."
+ (Seite 289)
+
+ geändert wurde "Iguanodon Mantelli Owen aus dem untern Grünsand von
+ England und den Wealden von Bernissart (Belgien)
+ erreicht eine Länge von 5-6 m; J. Bernissartensis
+ Bouleng. aus den Wealden von Bernissart und England
+ eine solche von 18 m."
+ in "Iguanodon Mantelli Owen aus dem untern Grünsand von
+ England und den Wealden von Bernissart (Belgien)
+ erreicht eine Länge von 5-6 m; I. Bernissartensis
+ Bouleng. aus den Wealden von Bernissart und England
+ eine solche von 18 m."
+ (Seite 291)
+
+ geändert wurde "Zähne dicht stehend, in einer nach innen offenen
+ Alveolarinne eingelassen, die Ersatzzähne in mehreren
+ Reihen übereinanderstehend."
+ in "Zähne dicht stehend, in einer nach innen offenen
+ Alveolarrinne eingelassen, die Ersatzzähne in mehreren
+ Reihen übereinanderstehend."
+ (Seite 291)
+
+ geändert wurde "Ziemlich häufig sind drei-zehige Fährten im"
+ in "Ziemlich häufig sind dreizehige Fährten im"
+ (Seite 291)
+
+ geändert wurde "¡Zähne anfangs mit einer, später mit 2 Wurzeln 4 (3)
+ Halswirbel miteinander verschmolzen. Wirbel¡"
+ in "¡Zähne anfangs mit einer, später mit 2 Wurzeln. 4 (3)
+ Halswirbel miteinander verschmolzen. Wirbel¡"
+ (Seite 295)
+
+ geändert wurde "Nasal-Horn mäßig groß und beinahe gerade nach
+ vorwärts gestellt."
+ in "Nasalhorn mäßig groß und beinahe gerade nach
+ vorwärts gestellt."
+ (Seite 296)
+
+ geändert wurde "so wurden sie vielfach (u. a. Hitchcok) für
+ Spuren von"
+ in "so wurden sie vielfach (u. a. Hitchcock) für
+ Spuren von"
+ (Seite 297)
+
+ geändert wurde "10. Ordnung. #Pterosauria# (¡Patagiosauria¡,
+ ~Flugsaurier~.[109]"
+ in "10. Ordnung. #Pterosauria#. ¡Patagiosauria¡,
+ ~Flugsaurier~.[109]"
+ (Seite 298)
+
+ geändert wurde "in der Hauptsache auf einer Convergenz mit den"
+ in "in der Hauptsache auf einer Konvergenz mit den"
+ (Seite 298)
+
+ geändert wurde "Präorbitalöffnug groß, zuweilen mit der Nasenöffnung
+ vereinigt."
+ in "Präorbitalöffnung groß, zuweilen mit der Nasenöffnung
+ vereinigt."
+ (Seite 298)
+
+ geändert wurde "¡Schwanz lang, Metarcapale des Flugfingers kürzer als
+ der halbe Vorderarm. Präorbital- und Nasenöffnung
+ voneinander getrennt. Kiefer bezahnt. Jura.¡"
+ in "¡Schwanz lang, Metacarpale des Flugfingers kürzer als
+ der halbe Vorderarm. Präorbital- und Nasenöffnung
+ voneinander getrennt. Kiefer bezahnt.¡ Jura."
+ (Seite 303)
+
+ geändert wurde "¡Präorbital und Nasenöffnung ganz oder teilweise
+ miteinander vereinigt.¡"
+ in "¡Präorbital- und Nasenöffnung ganz oder teilweise
+ miteinander vereinigt.¡"
+ (Seite 305)
+
+ geändert wurde "Pubis (Praepubis) in der Symphyse wahrscheinlich nur
+ durch Knorpel verbunden."
+ in "Pubis (Präpubis) in der Symphyse wahrscheinlich nur
+ durch Knorpel verbunden."
+ (Seite 306)
+
+ geändert wurde "Wealden bis oben Kreide. England."
+ in "Wealden bis obere Kreide. England."
+ (Seite 307)
+
+ geändert wurde "¿Nyctosaurus¿ (= ¡Nyctodactylus¡) Marsh (Figur 456).
+ Kopf schlank, Kiefer zahnlos."
+ in "¿Nyctosaurus¿ (= ¡Nyctodactylus¡) Marsh (Fig. 456).
+ Kopf schlank, Kiefer zahnlos."
+ (Seite 307)
+
+ geändert wurde "aus den Raiblerschichten sowie von einigen
+ nicht genauer"
+ in "aus den Raibler-Schichten sowie von einigen
+ nicht genauer"
+ (Seite 307)
+
+ geändert wurde "sonst verwachsen 2-4 Rückenwirbel mit einander und auf
+ sie folgt dann"
+ in "sonst verwachsen 2-4 Rückenwirbel miteinander und auf
+ sie folgt dann"
+ (Seite 310)
+
+ geändert wurde "Der Humerus (Figur] 460) ist am Oberende
+ verbreitert und"
+ in "Der Humerus (Fig. 460) ist am Oberende
+ verbreitert und"
+ (Seite 312)
+
+ geändert wurde "auf die Hinterseite des Laufes verschoben und in der
+ Regel an dessem Oberende festgewachsen."
+ in "auf die Hinterseite des Laufes verschoben und in der
+ Regel an dessen Oberende festgewachsen."
+ (Seite 314)
+
+ geändert wurde "ferner am Fossil Lake in Oregon und in den
+ Miocaen-Schichten von Santacruz in Patagonien."
+ in "ferner am Fossil Lake in Oregon und in den
+ Miocän-Schichten von Santacruz in Patagonien."
+ (Seite 315)
+
+ geändert wurde "¿Archaeopteryx¿ von Meyer (¡Griphosaurus¡ Wagner)
+ Fig. 465. Die beiden jetzt in London und Berlin
+ befindlichen Exemplare"
+ in "¿Archaeopteryx¿ von Meyer (¡Griphosaurus¡ Wagner)
+ (Fig. 465). Die beiden jetzt in London und Berlin
+ befindlichen Exemplare"
+ (Seite 316)
+
+ geändert wurde "¡Palapteryx¡ Owen (¡Eurapteryx¡ Haast). Fig. 469.
+ Kleiner, aber plumper als der vorige."
+ in "¡Palapteryx¡ Owen (¡Eurapteryx¡ Haast). (Fig. 469.)
+ Kleiner, aber plumper als der vorige."
+ (Seite 321)
+
+ geändert wurde "und ¡Palaeohierax¡ im Miocaen von Frankreich,"
+ in "und ¡Palaeohierax¡ im Miocän von Frankreich,"
+ (Seite 324)
+
+ geändert wurde "Auch an Größe und Mannichfaltigkeit der äußeren
+ Erscheinung können sich nur die Reptilien und Fische
+ mit den Säugetieren messen."
+ in "Auch an Größe und Mannigfaltigkeit der äußeren
+ Erscheinung können sich nur die Reptilien und Fische
+ mit den Säugetieren messen."
+ (Seite 326)
+
+ geändert wurde "bald halbzylindrischen oder löffelförmigen
+ Fortsatz, Processus odontoideus ¡po¡), der
+ entwicklungsgeschichtlich als Zentrum"
+ in "bald halbzylindrischen oder löffelförmigen
+ Fortsatz, Processus odontoideus (¡po¡), der
+ entwicklungsgeschichtlich als Zentrum"
+ (Seite 327)
+
+ geändert wurde "an deren Basis sich vorne die beiden concaven
+ Gelenkflächen für die"
+ in "an deren Basis sich vorne die beiden konkaven
+ Gelenkflächen für die"
+ (Seite 327)
+
+ geändert wurde "mit gewölbten Gelenkköpfen (Condyli occipitales oc)
+ versehen und oben durch das unpaare"
+ in "mit gewölbten Gelenkköpfen (Condyli occipitales ¡oc¡)
+ versehen und oben durch das unpaare"
+ (Seite 329)
+
+ geändert wurde "und endigt vorne in einem kurzen Caracoidfortsatz
+ (¡c¡), der aus einem besonderen Ossifikationszentrum
+ hervorgeht,"
+ in "und endigt vorne in einem kurzen Coracoidfortsatz
+ (¡c¡), der aus einem besonderen Ossifikationszentrum
+ hervorgeht,"
+ (Seite 335)
+
+ geändert wurde "so entsteht entweder der »~trikonodonte~» Zahn, dessen
+ Spitzen sämtlich in einer geraden Linie angeordnet
+ sind,"
+ in "so entsteht entweder der »~trikonodonte~« Zahn, dessen
+ Spitzen sämtlich in einer geraden Linie angeordnet
+ sind,"
+ (Seite 347)
+
+ geändert wurde "an den oberen Molaren die beiden Außenspitzon sich"
+ in "an den oberen Molaren die beiden Außenspitzen sich"
+ (Seite 347)
+
+ geändert wurde "Am letzten unteren Molaren entsteht nicht selten ein
+ dritter Lobus (Figur 492 C. Durch Hinzutreten von
+ Querjochen kommen ~polylophodonte~ Zähne (Figur 495)
+ zustande."
+ in "Am letzten unteren Molaren entsteht nicht selten ein
+ dritter Lobus (Fig. 492 C). Durch Hinzutreten von
+ Querjochen kommen ~polylophodonte~ Zähne (Fig. 495)
+ zustande."
+ (Seite 348)
+
+ geändert wurde "1 Außenhöcker. Protoconus."
+ in "1 Außenhöcker Protoconus."
+ (Tabelle Seite 348)
+
+ geändert wurde "jedoch zu den Masupialiern, wennschon die Zähne meist
+ eher an die rudimentären Backenzähne von
+ ¡Ornithorhynchus¡ erinnnern."
+ in "jedoch zu den Marsupialiern, wennschon die Zähne meist
+ eher an die rudimentären Backenzähne von
+ ¡Ornithorhynchus¡ erinnern."
+ (Seite 351)
+
+ geändert wurde "¿Plagiaulax¿ Falconer (¡Bolodon¡ Owen).
+ (Fig. 500, 501.) §1.1.4.3.§/§1 0.4.3.§ Unterkiefer
+ mit hohem Kronfortsatz"
+ in "¿Plagiaulax¿ Falconer (¡Bolodon¡ Owen).
+ (Fig. 500, 501.) §1.1.4.3.§/§1.0.4.3.§ Unterkiefer mit
+ hohem Kronfortsatz"
+ (Seite 352)
+
+ geändert wurde "¿Ctenacodon¿ Marsh. (Figur 503.) Untere ¡P¡ am
+ Oberrand schwach gestreift."
+ in "¿Ctenacodon¿ Marsh. (Fig. 503.) Untere ¡P¡ am Oberrand
+ schwach gestreift."
+ (Seite 353)
+
+ geändert wurde "Ameghino aus dem Miocäen von Santacruz,"
+ in "Ameghino aus dem Miocän von Santacruz,"
+ (Seite 355)
+
+ geändert wurde "¿Palaeothentes¿ Moreno (Fig. 511) (¡Epanorthus¡.
+ ¡Metepanorthus¡, ¡Parepanorthus¡ Ameghino).
+ Miocän von Patagonien."
+ in "¿Palaeothentes¿ Moreno (Fig. 511) (¡Epanorthus¡,
+ ¡Metepanorthus¡, ¡Parepanorthus¡ Ameghino).
+ Miocän von Patagonien."
+ (Seite 356)
+
+ geändert wurde "¡Grosse ausgestorbene Beutler¡"
+ in "¡Große ausgestorbene Beutler¡"
+ (Seite 357)
+
+ geändert wurde "¿Dromatherim¿ Emmons"
+ in "¿Dromatherium¿ Emmons"
+ (Seite 358)
+
+ geändert wurde "vielleicht mit getrenntem Angulare am Unterkiefer.
+ Obere Trias von Nord-Carolina."
+ in "vielleicht mit getrenntem Angulare am Unterkiefer.
+ Obere Trias von Nordcarolina."
+ (Seite 358)
+
+ geändert wurde "¡selten P_{4} vergrößeert. Vorderfuß mit¡"
+ in "¡selten P_{4} vergrößert. Vorderfuß mit¡"
+ (Seite 361)
+
+ geändert wurde "¡Meist kleine karnivore Beutler.¡"
+ in "¡Meist kleine carnivore Beutler.¡"
+ (Seite 362)
+
+ geändert wurde "vorkommenden Gattungen ¿Dasyurus¿ Geoffr.
+ ¡~Sarcophilus~ Cuv.¡ und ¿Thylacinus¿ Temm. wird nur
+ der hinterste"
+ in "vorkommenden Gattungen ¿Dasyurus¿ Geoffr.
+ ¿Sarcophilus¿ Cuv. und ¿Thylacinus¿ Temm. wird nur
+ der hinterste"
+ (Seite 362)
+
+ geändert wurde "¿Acrocyon¿, ¿Conodonictis¿ Ameghino. Ebenda.
+ ¿Pseudoborhyaena.¿ Miocän. Colpodonschichten.
+ ¿Proborhyaena¿, ¿Pharsaphorus¿. Ameghino.
+ Pyrotheriumschichten."
+ in "¿Acrocyon¿, ¿Conodonictis¿ Ameghino. Ebenda.
+ ¿Pseudoborhyaena.¿ Miocän. Colpodonschichten.
+ ¿Proborhyaena¿, ¿Pharsaphorus¿ Ameghino.
+ Pyrotheriumschichten."
+ (Seite 362)
+
+ geändert wurde "¡C klein, P einfach langgestreckt. Obere M
+ trituberkulär mit Zwischenhöcken.¡"
+ in "¡C klein, P einfach langgestreckt. Obere M
+ trituberkulär mit Zwischenhöckern.¡"
+ (Seite 363)
+
+ geändert wurde "¿Micropternodus¿ Matthew. (Figur 525.) § §/§3.1.3.3.§
+ ¡M¡ wie bei ¡Centetes¡ aus hohem Trigonid und kleinem
+ Talonid bestehend."
+ in "¿Micropternodus¿ Matthew. (Fig. 525.) ¡§ §/§3.1.3.3.§¡
+ ¡M¡ wie bei ¡Centetes¡ aus hohem Trigonid und kleinem
+ Talonid bestehend."
+ (Seite 366)
+
+ geändert wurde "¿Tetracus¿ Aymard. Oligocän Ronzon."
+ in "¿Tetracus¿ Aymard. Oligocän. Ronzon."
+ (Seite 369)
+
+ geändert wurde "¡Alle vorderen Zähne einspitzig, fast aneinander
+ schließend und allmählig in einander übergehend,¡"
+ in "¡Alle vorderen Zähne einspitzig, fast aneinander
+ schließend und allmählich in einander übergehend,¡"
+ (Seite 369)
+
+ geändert wurde "¡J_{1} und J_{3} meist fehlend klein, ebenso P_{1}
+ oder P_{2} oder fehlend, oder P_{3} wie P_{4}
+ schneidend, mit hoher Spitze.¡"
+ in "¡J_{1} und J_{3} meist fehlend, klein, ebenso P_{1}
+ oder P_{2} oder fehlend, oder P_{3} wie P_{4}
+ schneidend, mit hoher Spitze.¡"
+ (Seite 370)
+
+ geändert wurde "¿Esthonyx¿ Cope. (Figur 535.) Im unteren Eocän."
+ in "¿Esthonyx¿ Cope. (Fig. 535.) Im unteren Eocän."
+ (Seite 372)
+
+ geändert wurde "¿Plesiesthonyx¿ Lemmoine. Untereocän von Reims.
+ Durchaus problematisch."
+ in "¿Plesiesthonyx¿ Lemoine. Untereocän von Reims.
+ Durchaus problematisch."
+ (Seite 372)
+
+ geändert wurde "nur der hinterste kann namentlich im Oberkiefer
+ annähernd ¡M¡ ähnliche Zusammensetzung erreichen."
+ in "nur der hinterste kann namentlich im Oberkiefer
+ annähernd ¡M¡-ähnliche Zusammensetzung erreichen."
+ (Seite 375)
+
+ geändert wurde "Schädel und Beine lang. Ohne ¡M^3¡. Eocän. Bridger.
+ ¡M. obtusidens¡ Cope."
+ in "Schädel und Beine lang. Ohne ¡M^3¡ Eocän. Bridger.
+ ¡M. obtusidens¡ Cope."
+ (Seite 378)
+
+ geändert wurde "Außenhöcker der oberen ¡M¡ zusammengedrängt. Talonid
+ klein. Mitteleocän Bridger."
+ in "Außenhöcker der oberen ¡M¡ zusammengedrängt. Talonid
+ klein. Mitteleocän. Bridger."
+ (Seite 380)
+
+ geändert wurde "¿Proviverra¿ Rütimeyer. Mitteleocän. Bohnerz von
+ Egerkingen ¡P¡ kurz und hoch. Talonid groß
+ und beckenförmig."
+ in "¿Proviverra¿ Rütimeyer. Mitteleocän. Bohnerz von
+ Egerkingen. ¡P¡ kurz und hoch. Talonid groß
+ und beckenförmig."
+ (Seite 380)
+
+ geändert wurde "¿Anacodon¿ Cope. Höcker undeutlich. Untereocän
+ Wasatchbed. ¡A. ursidens¡ Cope."
+ in "¿Anacodon¿ Cope. Höcker undeutlich. Untereocän.
+ Wasatchbed. ¡A. ursidens¡ Cope."
+ (Seite 380)
+
+ geändert wurde "¿Didymictis¿ Cope. (Figur 548.) Zähne massiver,
+ ¡M^1¡ ohne Hypocon."
+ in "¿Didymictis¿ Cope. (Fig. 548.) Zähne massiver,
+ ¡M^1¡ ohne Hypocon."
+ (Seite 383)
+
+ geändert wurde "¿Cynodesmus¿ Scott. ¡M¡ ähnlich denen von Wolf.
+ Extremitäten fünfzehig."
+ in "¿Cynodesmus¿ Scott. ¡M¡ ähnlich denen vom Wolf.
+ Extremitäten fünfzehig."
+ (Seite 387)
+
+ geändert wurde "Basalband kräftig entwickelt. Miocän Tuchorschitz
+ ¡P. bohemicus¡ Schlosser. Sansan (Gers).
+ ¡P. sansaniensis¡ Lartet."
+ in "Basalband kräftig entwickelt. Miocän. Tuchorschitz.
+ ¡P. bohemicus¡ Schlosser. Sansan (Gers).
+ ¡P. sansaniensis¡ Lartet."
+ (Seite 388)
+
+ geändert wurde "vor dem Hauptzacken. ¡M_{1}¡ ziemlich lang. Obermiocän
+ Nebraska, Kansas."
+ in "vor dem Hauptzacken. ¡M_{1}¡ ziemlich lang.
+ Obermiocän. Nebraska, Kansas."
+ (Seite 388)
+
+ geändert wurde "¿Hyaenognathus¿ Merriam. §4§/§3§ P. §2§/§3§ M. ¡P_{4}¡
+ in beiden Kiefern plump und groß,"
+ in "¿Hyaenognathus¿ Merriam. §4§/§3§ ¡P¡. §2§/§3§ ¡M¡.
+ ¡P_{4}¡ in beiden Kiefern plump und groß,"
+ (Seite 388)
+
+ geändert wurde "¡M^1¡ gerundet, dreickig, ¡M^2¡ schräg oval."
+ in "¡M^1¡ gerundet, dreieckig, ¡M^2¡ schräg oval."
+ (Seite 389)
+
+ geändert wurde "in Roussillon und der Auvergne ¡U. arvernensis¡
+ Croiz.. Der Höhlenbär (¡U. spelaeus¡ Blumb.) ist das"
+ in "in Roussillon und der Auvergne ¡U. arvernensis¡
+ Croiz. Der Höhlenbär (¡U. spelaeus¡ Blumb.) ist das"
+ (Seite 391)
+
+ geändert wurde "¿Phlaocyon¿ Wortm. und Matthew. (Figur 557.)"
+ in "¿Phlaocyon¿ Wortm. und Matthew. (Fig. 557.)"
+ (Seite 392)
+
+ geändert wurde "Von ~Matthew~ zu den Amphicyoninen gestellt.
+ Obermiocän, Loup Fork, Colorado. ¡C. saxatilis¡
+ Matthew."
+ in "Von ~Matthew~ zu den Amphicyoninen gestellt.
+ Obermiocän, Loup. Fork, Colorado. ¡C. saxatilis¡
+ Matthew."
+ (Seite 392)
+
+ geändert wurde "Untermiocän. John Day bed ¡O. crassivultis¡ Cope.
+ Dakota ¡O. lepidus¡ Matthew."
+ in "Untermiocän. John Day bed ¡O. crassivultus¡ Cope.
+ Dakota ¡O. lepidus¡ Matthew."
+ (Seite 394)
+
+ geändert wurde "¿Plesiocyon¿ Schlosser: §2§/§3§ ¡M.¡ Oligocän.
+ Phosphorite von Quercy."
+ in "¿Plesiocyon¿ Schlosser. §2§/§3§ ¡M.¡ Oligocän.
+ Phosphorite von Quercy."
+ (Seite 394)
+
+ geändert wurde "¡Amphictis¡ Pomel §2§/§2§ ¡M¡. ¡M_{2}¡ mit langem
+ Talonid. Ebenda u. Untermiocän."
+ in "¡Amphictis¡ Pomel. §2§/§2§ ¡M¡. ¡M_{2}¡ mit langem
+ Talonid. Ebenda u. Untermiocän."
+ (Seite 394)
+
+ geändert wurde "¿Trochictis¿ v. Meyer. M_{1} mit kurzem Talonid.
+ Obermiocän. Europa."
+ in "¿Trochictis¿ v. Meyer. ¡M_{1}¡ mit kurzem Talonid.
+ Obermiocän. Europa."
+ (Seite 394)
+
+ geändert wurde "von Pikermi, Samos, Maragha, Baltavar, Mont Lébéron
+ ¡H. eximia¡ Roth u. Wagn."
+ in "von Pikermi, Samos, Maragha, Baltavar, Mont Lébéron.
+ ¡H. eximia¡ Roth u. Wagn."
+ (Seite 394)
+
+ geändert wurde "Im älteren Pleistocän von Süd-Europa"
+ in "Im älteren Pleistocän von Südeuropa"
+ (Seite 397)
+
+ geändert wurde "In Nordamerika (¡F. atrox¡ Leidy), Südamerika
+ (¡F. onca¡ Lin) und Ostindien."
+ in "In Nordamerika (¡F. atrox¡ Leidy), Südamerika
+ (¡F. onca¡ Lin.) und Ostindien."
+ (Seite 399)
+
+ geändert wurde "Obereocän|Mitteleocän|Obereocän|Oligocän|Unt. Miocän"
+ in "Untereocän|Mitteleocän|Obereocän|Oligocän|Unt. Miocän"
+ (Tabelle Seite 400)
+
+ geändert wurde "¡C-P_{2}¡ undeutlich zweiwurzelig, ¡P^3¡ b.s ¡M^3¡
+ mit je drei Wurzeln."
+ in "¡C-P_{2}¡ undeutlich zweiwurzelig, ¡P^3¡ bis ¡M^3¡
+ mit je drei Wurzeln."
+ (Seite 406)
+
+ geändert wurde "und der von ¡Wiman¡ beschriebene ¡Zeuglodon¡ von
+ der Seymour-Insel,"
+ in "und der von Wiman beschriebene ¡Zeuglodon¡ von
+ der Seymour-Insel,"
+ (Seite 406)
+
+ geändert wurde "Pulpa, Nagezahn-ähnlich. ¡P¡ und ¡M¡ bewurzelt,
+ ¡M¡ aus vier jochartig"
+ in "Pulpa, Nagezahnähnlich. ¡P¡ und ¡M¡ bewurzelt,
+ ¡M¡ aus vier jochartig"
+ (Seite 414)
+
+ geändert wurde "¿Conoryctes¿ Cope. (Figur 575.) §3§/§4§ ¡P¡. ¡M^3¡
+ sehr klein, untere ¡M¡ ohne Paraconid. Untereocän.
+ Torrejonbed."
+ in "¿Conoryctes¿ Cope. (Fig. 575.) §3§/§4§ ¡P¡. ¡M^3¡
+ sehr klein, untere ¡M¡ ohne Paraconid. Untereocän.
+ Torrejonbed."
+ (Seite 414)
+
+ geändert wurde "aus vier jochartig gruppierten Höckern bestehend.
+ Untereocän Wasatchbed. Wyoming, wohl auch im"
+ in "aus vier jochartig gruppierten Höckern bestehend.
+ Untereocän. Wasatchbed. Wyoming, wohl auch im"
+ (Seite 414)
+
+ geändert wurde "Die Extremitätenknochen sind noch durchgehends
+ schlanker und der Humerus besitzt stets ein
+ Foramen entepicondyloideum."
+ in "Die Extremitätenknochen sind noch durchgehend
+ schlanker und der Humerus besitzt stets ein
+ Foramen entepicondyloideum."
+ (Seite 415)
+
+ geändert wurde "von Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador,
+ Zentralamerika und den südlichen vereinigten Staaten."
+ in "von Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador,
+ Zentralamerika und den südlichen Vereinigten Staaten."
+ (Seite 415)
+
+ geändert wurde "Auch im Pliocän (Blancobed.) von Texas."
+ in "Auch im Pliocän (Blancobed) von Texas."
+ (Seite 416)
+
+ geändert wurde "¡Hapalops¡, ¡Eucholoeops¡, ¡Hyperleptus¡ (Fig. 578).
+ ¡Schismotherium¡, ¡Megalonychotherium¡,
+ ¡Analcimorphus¡ und ¡Pelecyodon¡, unter welchen"
+ in "¡Hapalops¡, ¡Eucholoeops¡, ¡Hyperleptus¡ (Fig. 578),
+ ¡Schismotherium¡, ¡Megalonychotherium¡,
+ ¡Analcimorphus¡ und ¡Pelecyodon¡, unter welchen"
+ (Seite 416)
+
+ geändert wurde "Noch ältere Reste sind die von ¡Proplatyarthus¡ Amegh.
+ aus den Astraponotus- von ¡Hapalops¡ aus den"
+ in "Noch ältere Reste sind die von ¡Proplatyarthus¡ Amegh.
+ aus den Astraponotus-, von ¡Hapalops¡ aus den"
+ (Seite 416)
+
+ geändert wurde "von ¡Hapaloides¡ und ¡Proschismotherium¡ aus den
+ Colopodon-Schichten von Patagonien."
+ in "von ¡Hapaloides¡ und ¡Proschismotherium¡ aus den
+ Colpodon-Schichten von Patagonien."
+ (Seite 416)
+
+ geändert wurde "Die ¿Dasypodidæ¿ unterscheiden sich von den
+ Glyptodontiden durch"
+ in "Die ¿Dasypodidae¿ unterscheiden sich von den
+ Glyptodontiden durch"
+ (Seite 421)
+
+ geändert wurde "Wortman aus dem Bridgereocän von Wyoming"
+ in "Wortman aus dem Bridger-Eocän von Wyoming"
+ (Seite 421)
+
+ geändert wurde "und Loupfork-Miocän vertreten, dagegen hat"
+ in "und Loup Fork-Miocän vertreten, dagegen hat"
+ (Seite 424)
+
+ geändert wurde "Die Systematik der Nager bietet erhebliche
+ Schwier gkeiten, denn so gut auch die beiden
+ Unterordnungen der ¡Duplicidenitata¡ und
+ ¡Simplicidentata¡ gegeneinander abgegrenzt sind,"
+ in "Die Systematik der Nager bietet erhebliche
+ Schwierigkeiten, denn so gut auch die beiden
+ Unterordnungen der ¡Duplicidentata¡ und
+ ¡Simplicidentata¡ gegeneinander abgegrenzt sind,"
+ (Seite 424)
+
+ geändert wurde "¡Backenzähne in de Regel brachyodont. An Stelle der
+ Höcker unregelmäßig verlaufende Kämme.¡"
+ in "¡Backenzähne in der Regel brachyodont. An Stelle der
+ Höcker unregelmäßig verlaufende Kämme.¡"
+ (Seite 425)
+
+ geändert wurde "¿Plesiarctomys¿ Bravard. Eocän. Debruge."
+ in "¿Plesiarctomys¿ Bravard. Eocän. Débruge."
+ (Seite 425)
+
+ geändert wurde "¿Mus¿ Linne. Zuerst fossil im Pliocän von Roussillon,"
+ in "¿Mus¿ Linné. Zuerst fossil im Pliocän von Roussillon,"
+ (Seite 430)
+
+ geändert wurde "die beiden anderen Unter-Familien wandern nach"
+ in "die beiden anderen Unterfamilien wandern nach"
+ (Seite 431)
+
+ geändert wurde "¿Phanomys¿ Ameghino im Santa-Cruzeno."
+ in "¿Phanomys¿ Ameghino im Santacruzeno."
+ (Seite 432)
+
+ geändert wurde "Im Milchgebiß sind oben drei ¡J D¡ vorhanden."
+ in "Im Milchgebiß sind oben drei ¡JD¡ vorhanden."
+ (Seite 433)
+
+ geändert wurde "Ober-Oligocän und Miocän. ¡T. visenoviensis¡ v. Meyer,
+ ¡Fontannesi¡ Depéret."
+ in "Oberoligocän und Miocän. ¡T. visenoviensis¡ v. Meyer,
+ ¡Fontannesi¡ Depéret."
+ (Seite 433)
+
+ geändert wurde "¿Titanomys¿ v. Meyer §3.2.§/§2.2-3.§ Oberoligocän
+ und Miocän."
+ in "¿Titanomys¿ v. Meyer. §3.2.§/§2.2-3.§ Oberoligocän
+ und Miocän."
+ (Seite 433)
+
+ geändert wurde "ziemlich spärlich vertetenen ¡Cricetinae¡"
+ in "ziemlich spärlich vertretenen ¡Cricetinae¡"
+ (Seite 434)
+
+ geändert wurde "Die größere, ¡P. primaevus¡ Cope, hatte beinahe die
+ Größe von Tapir, die kleinere, ¡Wortmani¡ Cope, die
+ einer Dogge. Untereocän Wasatchbed."
+ in "Die größere, ¡P. primaevus¡ Cope, hatte beinahe die
+ Größe von Tapir, die kleinere, ¡Wortmani¡ Cope, die
+ einer Dogge. Untereocän. Wasatchbed."
+ (Seite 439)
+
+ geändert wurde "¿Coniopternium¿, ¿Protheosodon¿ Ameghino. (Fig. 607.)
+ Untermiocän."
+ in "¿Coniopternium¿, ¿Protheosodon¿ Ameghino. (Fig. 607).
+ Untermiocän."
+ (Seite 441)
+
+ geändert wurde "¿Diadiaphorus¿ (Figur 612) und ¿Proterotherium¿
+ Ameghino. Miocän und Pliocän."
+ in "¿Diadiaphorus¿ (Fig. 612) und ¿Proterotherium¿
+ Ameghino. Miocän und Pliocän."
+ (Seite 443)
+
+ geändert wurde "¿Licaphrium¿ Ameghino ¿Tetramerorhinus¿ Ameghino.
+ Miocän von Patagonien."
+ in "¿Licaphrium¿ Ameghino. ¿Tetramerorhinus¿ Ameghino.
+ Miocän von Patagonien."
+ (Seite 443)
+
+ geändert wurde "¡Diadiaphorus majusculus¡ Ameghino. Obermiocän. Santa
+ Cruz Patagonien. ¡A¡ linker Oberkiefer·3/4 nat. Gr.
+ (Nach ~Ameghino.~) ¡B¡ oberer ¡M^{1 · 2}¡. ¡C¡ unterer
+ ¡M_{2}¡ und ¡M_{3}¡ nat. Gr. ¡D¡ Calcaneum, ¡E F¡
+ Astragalus 2/3 nat. Gr."
+ in "¡Diadiaphorus majusculus¡ Ameghino. Obermiocän. Santa
+ Cruz Patagonien. ¡A¡ linker Oberkiefer. 3/4 nat. Gr.
+ (Nach ~Ameghino.~) ¡B¡ oberer ¡M^{1-2}¡. ¡C¡ unterer
+ ¡M_{2}¡ und ¡M_{3}¡ nat. Gr. ¡D¡ Calcaneum, ¡E F¡
+ Astragalus 2/3 nat. Gr."
+ (Seite 443)
+
+ geändert wurde "und der vorderste zeichnet sich in der Regel durch
+ einfachere, ¡P¡ ähnliche Form aus."
+ in "und der vorderste zeichnet sich in der Regel durch
+ einfachere, ¡P¡-ähnliche Form aus."
+ (Seite 445)
+
+ geändert wurde "welche der Condylarthengattung ¡Tetraclaenodon¡
+ vermutlich"
+ in "welche der Condylarthrengattung ¡Tetraclaenodon¡
+ vermutlich"
+ (Seite 446)
+
+ geändert wurde "¿Lophiodon¿ Cuv. (¡Tapirotherium¡ Blv.) (Figur 617)."
+ in "¿Lophiodon¿ Cuv. (¡Tapirotherium¡ Blv.) (Fig. 617)."
+ (Seite 447)
+
+ geändert wurde "¿Colodon¿ Marsh. Ohne unteren ¡J_{1}¡ und unteren
+ ¡P_{1}¡. Obere ¡P_{2}¡ bis ¡P_{4}¡ mit Nachjoch.
+ Paracon der oberen ¡M¡ konkav."
+ in "¿Colodon¿ Marsh. Ohne unteren ¡J_{1}¡ und unteren
+ ¡P_{1}¡. Obere ¡P^2¡ bis ¡P^4¡ mit Nachjoch.
+ Paracon der oberen ¡M¡ konkav."
+ (Seite 448)
+
+ geändert wurde "Unterer ¡P^2¡ verlängert, Schädel mit sehr kurzen,
+ vorne zugespitzten"
+ in "Unterer ¡P_{2}¡ verlängert, Schädel mit sehr kurzen,
+ vorne zugespitzten"
+ (Seite 448)
+
+ geändert wurde "Obere M mit dicker Aussenwand, Ectoloph, und zwei
+ schiefen, schwach gebogenen"
+ in "Obere M mit dicker Außenwand, Ectoloph, und zwei
+ schiefen, schwach gebogenen"
+ (Seite 449)
+
+ geändert wurde "Die drei hinteren ¡P M¡ artig."
+ in "Die drei hinteren ¡P M¡-artig."
+ (Seite 451)
+
+ geändert wurde "¿Prohyracodon¿ Koch. Extremitäten schlank. Obere ¡M¡
+ ohne Sporne. Mitteleocän. Siebenbürgen"
+ in "¿Prohyracodon¿ Koch. Extremitäten schlank. Obere ¡M¡
+ ohne Sporne. Mitteleocän. Siebenbürgen."
+ (Seite 452)
+
+ geändert wurde "Meeresmolasse von Alzei"
+ in "Meeresmolasse von Alzey"
+ (Seite 452)
+
+ geändert wurde "Lebend in Afrika (¡Rh. bicornis¡ Lin). Fossil in
+ Europa und auf Samos"
+ in "Lebend in Afrika (¡Rh. bicornis¡ Lin.). Fossil in
+ Europa und auf Samos"
+ (Seite 454)
+
+ geändert wurde "und von China ¡Rh sinensis¡ Owen. Zweifelhaft ist die
+ Stellung von"
+ in "und von China ¡Rh. sinensis¡ Owen. Zweifelhaft ist die
+ Stellung von"
+ (Seite 454)
+
+ geändert wurde "und ¡Rh. antiquitatis¡ Blumb. (¡Rh. tichorhinus¡
+ Fisch.) In Sibirien hat man"
+ in "und ¡Rh. antiquitatis¡ Blumb. (¡Rh. tichorhinus¡
+ Fisch). In Sibirien hat man"
+ (Seite 454)
+
+ geändert wurde "Die Hyracotheriien haben zum Teil noch"
+ in "Die Hyracotheriinen haben zum Teil noch"
+ (Seite 457)
+
+ geändert wurde "Obere M mit Wförmiger Außenwand und zwei schrägen
+ Querjochen."
+ in "Obere M mit W-förmiger Außenwand und zwei schrägen
+ Querjochen."
+ (Seite 459)
+
+ geändert wurde "Orbita hinten geschlossen. Seitennzehen verkürzt.
+ Mittelmiocän."
+ in "Orbita hinten geschlossen. Seitenzehen verkürzt.
+ Mittelmiocän."
+ (Seite 461)
+
+ geändert wurde "¿Merychippus¿ Leidy. (Figur 644.) ¡P¡ und ¡M¡ mäßig
+ hypselodont, mit viel Zement,"
+ in "¿Merychippus¿ Leidy. (Fig. 644.) ¡P¡ und ¡M¡ mäßig
+ hypselodont, mit viel Zement,"
+ (Seite 461)
+
+ geändert wurde "¿Protohippus¿ Leidy. (Figur 645 ¡D¡.) Vorderer
+ Innenhöcker."
+ in "¿Protohippus¿ Leidy. (Fig. 645 ¡D¡.) Vorderer
+ Innenhöcker."
+ (Seite 461)
+
+ geändert wurde "Vorderfuß ohne Trapezium und ohne Rudiment von
+ ¡Mc¡ V-"
+ in "Vorderfuß ohne Trapezium und ohne Rudiment von
+ ¡Mc¡ V."
+ (Seite 462)
+
+ geändert wurde "In Nordamerika ist die Gattung ¡Equus¡ im älteren
+ Pleistocän durch ¡E. intermedius¡ Gidley,
+ ¡complicatus¡ und ¡crenidens¡ Cope, im jüngeren durch
+ ¡E Scotti¡ Gidley, ¡fraternus¡ Leidy etc. vertreten."
+ in "In Nordamerika ist die Gattung ¡Equus¡ im älteren
+ Pleistocän durch ¡E. intermedius¡ Gidley,
+ ¡complicatus¡ und ¡crenidens¡ Cope, im jüngeren durch
+ ¡E. Scotti¡ Gidley, ¡fraternus¡ Leidy etc. vertreten."
+ (Seite 463)
+
+ geändert wurde "wurde eingehend die allmäliche Umformung des"
+ in "wurde eingehend die allmähliche Umformung des"
+ (Seite 463)
+
+ geändert wurde "¿Protitanotherium¿ Osborn, riesige Form. Nur
+ Unterkiefer bekannt. Obereocän Uintabed."
+ in "¿Protitanotherium¿ Osborn, riesige Form. Nur
+ Unterkiefer bekannt. Obereocän. Uintabed."
+ (Seite 466)
+
+ geändert wurde "¿Megacerops¿ Leidy (¡Brontops¡ Marsh) Fig. 648, von
+ ¡Palaeosyops¡ ausgehend."
+ in "¿Megacerops¿ Leidy (¡Brontops¡ Marsh) (Fig. 648), von
+ ¡Palaeosyops¡ ausgehend."
+ (Seite 467)
+
+ geändert wurde "¡Vorder- und Hinterfuß dreizehig, semidigitigrad
+ Endphalangen gespalten, krallenförmig.¡"
+ in "¡Vorder- und Hinterfuß dreizehig, semidigitigrad.
+ Endphalangen gespalten, krallenförmig.¡"
+ (Seite 467)
+
+ geändert wurde "weil hier der untere C dicht an die ¡J¡ heranrückt
+ und auch die Gestalt"
+ in "weil hier der untere ¡C¡ dicht an die ¡J¡ heranrückt
+ und auch die Gestalt"
+ (Seite 469)
+
+ geändert wurde "Im ~Milchgebiß~ weichen die ¡J D¡ und ¡C D¡ nur wenig
+ von ihrenNachfolgern,"
+ in "Im ~Milchgebiß~ weichen die ¡JD¡ und ¡CD¡ nur wenig
+ von ihren Nachfolgern,"
+ (Seite 469)
+
+ geändert wurde "nur bei den Anoplotheriiden und bei ¡Agriochocerus¡
+ krallenartig"
+ in "nur bei den Anoplotheriiden und bei ¡Agriochoerus¡
+ krallenartig"
+ (Seite 472)
+
+ geändert wurde "¡P. Meisneri¡ Meyer, ¡typus¡ Pomel. Mittelmiocän.
+ ¡P. aurelianensis¡ Stehlin"
+ in "¡P. Meisneri¡ Meyer, ¡typus¡ Pomel. Mittelmiocän.
+ ¡P. aurelianensis¡ Stehlin."
+ (Seite 473)
+
+ geändert wurde "Metacarpale II und V noch mit Zehengliedern.
+ Pleistocän Nordamerika."
+ in "Metacarpale II und V noch mit Zehengliedern.
+ Pleistocän. Nordamerika."
+ (Seite 474)
+
+ geändert wurde "¿Prosthenops¿ Matthew. Diastema nicht sehr lang, Oben
+ nur 2 ¡J¡, 1 ¡C¡, 3 ¡P¡. Obermiocän und Pliocän
+ von Nebraska."
+ in "¿Prosthenops¿ Matthew. Diastema nicht sehr lang. Oben
+ nur 2 ¡J¡, 1 ¡C¡, 3 ¡P¡. Obermiocän und Pliocän
+ von Nebraska."
+ (Seite 474)
+
+ geändert wurde "¡Sus¡ Lin. (Figur 659.) ¡J¡ und ¡C¡ wie bei
+ ¡Listriodon¡,"
+ in "¡Sus¡ Lin. (Fig. 659.) ¡J¡ und ¡C¡ wie bei
+ ¡Listriodon¡,"
+ (Seite 474)
+
+ geändert wurde "¡Untere Astragalus-trochlea nicht gegen die obere
+ verschoben.¡"
+ in "¡Untere Astragalus trochlea nicht gegen die obere
+ verschoben.¡"
+ (Seite 476)
+
+ geändert wurde "¿Merycopotamus¿ Falcon. und Cautley. Obere ¡M¡ mit
+ nur vier"
+ in "¿Merycopotamus¿ Falcon und Cautley. Obere ¡M¡ mit
+ nur vier"
+ (Seite 477)
+
+ geändert wurde "versehene Huftiere von Tapir-Größe, die wahrscheinlich
+ den Schwanz"
+ in "versehene Huftiere von Tapirgröße, die wahrscheinlich
+ den Schwanz"
+ (Seite 478)
+
+ geändert wurde "¿Orthaspidotherium¿ Lemoine (Figur 666). Untereocän.
+ Reims. Sehr klein."
+ in "¿Orthaspidotherium¿ Lemoine (Fig. 666). Untereocän.
+ Reims. Sehr klein."
+ (Seite 479)
+
+ geändert wurde "¿Caenotherium¿ Bravard (¡Microtherium¡ Meyer).
+ (Fig. 670, 771.) Unterkiefer und Extremitäten relativ
+ plump. Oligocän und Untermiocän."
+ in "¿Caenotherium¿ Bravard (¡Microtherium¡ Meyer).
+ (Fig. 670, 671.) Unterkiefer und Extremitäten relativ
+ plump. Oligocän und Untermiocän."
+ (Seite 481)
+
+ geändert wurde "Obermiocän von Europa. ¡D. guntianum¡ Meyer, ¡crassum¡
+ Lart sp. Unterpliocän. ¡D. Naui¡ Kaup. Pliocän
+ von Indien."
+ in "Obermiocän von Europa. ¡D. guntianum¡ Meyer, ¡crassum¡
+ Lart. sp. Unterpliocän. ¡D. Naui¡ Kaup. Pliocän
+ von Indien."
+ (Seite 487)
+
+ geändert wurde "die nicht näher mitander verwandt sind."
+ in "die nicht näher miteinander verwandt sind."
+ (Seite 490)
+
+ geändert wurde "Dei beiden lebenden Gattungen (¡Moschus¡,
+ ¡Hydropotes¡) bewohnen"
+ in "Die beiden lebenden Gattungen (¡Moschus¡,
+ ¡Hydropotes¡) bewohnen"
+ (Seite 492)
+
+ geändert wurde "¡Vorderfuß meist plesiometacarpisch, selten
+ telemetacarpisch.¡"
+ in "¡Vorderfuß meist plesiometacarpisch, selten
+ teleometacarpisch.¡"
+ (Seite 492)
+
+ geändert wurde "¿Lagomeryx¿ Roger. Ähnlich, aber klein. Mit Spießer-
+ oder kurzem verästeltem Geweih. Mittelmiocän
+ Solnhofen, ¡L. simplicicornis¡ Schlosser. Obermiocän,
+ Steiermark, Südbayern ¡L. Meyeri¡ Hofmann."
+ in "¿Lagomeryx¿ Roger. Ähnlich, aber klein. Mit Spießer-
+ oder kurzem verästeltem Geweih. Mittelmiocän.
+ Solnhofen, ¡L. simplicicornis¡ Schlosser. Obermiocän.
+ Steiermark, Südbayern ¡L. Meyeri¡ Hofmann."
+ (Seite 493)
+
+ geändert wurde "Schädel ohne Stirnzapfen. §3§/§3§ J. Hand und Fuß
+ ohne Canon,"
+ in "Schädel ohne Stirnzapfen. §3§/§3§ ¡J¡. Hand und Fuß
+ ohne Canon,"
+ (Seite 496)
+
+ geändert wurde "¿Duboisia¿ Stremme, Sehr ähnlich, Altpleistocän
+ von Java."
+ in "¿Duboisia¿ Stremme. Sehr ähnlich, Altpleistocän
+ von Java."
+ (Seite 502)
+
+ geändert wurde "¿Eocerus¿ Schlosser. (Figur 698.) Größe von Schaf."
+ in "¿Eocerus¿ Schlosser. (Fig. 698.) Größe von Schaf."
+ (Seite 502)
+
+ geändert wurde "¿Criotherium¿ Major (¡Urmiatherium¡ Rodler).
+ (Figur 699.) Scheitelbeine fast auf die
+ Hinterhauptsfläche verdrängt."
+ in "¿Criotherium¿ Major (¡Urmiatherium¡ Rodler).
+ (Fig. 699.) Scheitelbeine fast auf die
+ Hinterhauptsfläche verdrängt."
+ (Seite 503)
+
+ geändert wurde "¡Humerus mit Foramen entepicondyloildeum, Femur mit
+ drittem Trochanter. Astragaus flach mit schwach
+ gewölbter Gelenkfläche für die Tibia und
+ mit Foramen.¡"
+ in "¡Humerus mit Foramen entepicondyloideum, Femur mit
+ drittem Trochanter. Astragalus flach mit schwach
+ gewölbter Gelenkfläche für die Tibia und
+ mit Foramen.¡"
+ (Seite 507)
+
+ geändert wurde "Von den Gattungen ¿Coryphodon¿ Owen (¡Bathyopsis¡,
+ ¡Bathmodon¡, ¡Metalophodon¡ Cope) (Figur 702-704),
+ ¿Ectacodon¿ und"
+ in "Von den Gattungen ¿Coryphodon¿ Owen (¡Bathyopsis¡,
+ ¡Bathmodon¡, ¡Metalophodon¡ Cope) (Fig. 702-704),
+ ¿Ectacodon¿ und"
+ (Seite 508)
+
+ geändert wurde "Das hohe Unterkiefer bildet eine feste Symphyse und
+ hat mit dem von"
+ in "Der hohe Unterkiefer bildet eine feste Symphyse und
+ hat mit dem von"
+ (Seite 514)
+
+ geändert wurde "länger und Nagezahn-ähnlich, jedoch sind sie in
+ der Richtung"
+ in "länger und Nagezahnähnlich, jedoch sind sie in
+ der Richtung"
+ (Seite 514)
+
+ geändert wurde "Die Ausdehnung und Auftreibung der
+ Squamoso-mastoidregion erreicht bei den"
+ in "Die Ausdehnung und Auftreibung der
+ Squamosomastoidregion erreicht bei den"
+ (Seite 514)
+
+ geändert wurde "¡J^1 bis P^1 schneidend, untere J und C meißelförmig,
+ P^2 bis P^4 dreieckig, M^1 bis M^2, rhombisch, M^3
+ gerundet dreieckig¡"
+ in "¡J^1 bis P^1 schneidend, untere J und C meißelförmig,
+ P^2 bis P^4 dreieckig, M^1 bis M^2 rhombisch, M^3
+ gerundet dreieckig¡"
+ (Seite 515)
+
+ geändert wurde "Die Archaoepitheciden sind wohl die Vorfahren der
+ Archaeohyraciden"
+ in "Die Archaeopitheciden sind wohl die Vorfahren der
+ Archaeohyraciden"
+ (Seite 517)
+
+ geändert wurde "5. Familie. #Archaeopithecidae# (~Henricosborniidae~,
+ ~Pantostylopidae~) Ameghino."
+ in "5. Familie. #Archaeopithecidae#. (~Henricosborniidae~,
+ ~Pantostylopidae~) Ameghino."
+ (Seite 517)
+
+ geändert wurde "¿Coresodon¿ Amegh. Alle. im Untermiocän,
+ Pyrotheriumsschichten."
+ in "¿Coresodon¿ Amegh. Alle im Untermiocän,
+ Pyrotheriumsschichten."
+ (Seite 519)
+
+ geändert wurde "¡J^2 dreikantig, hinten schmelzlos, J^3 C und P^1
+ klein, allmählich den übrigen P ähnlich werdend¡"
+ in "¡J^2 dreikantig, hinten schmelzlos, J^3, C und P^1
+ klein, allmählich den übrigen P ähnlich werdend¡"
+ (Seite 520)
+
+ geändert wurde "¿Pronesodon¿, ¿Proadinotherium¿ Amegh. Miocän,
+ Pyrotherium und Colpodonschichten von Patagonien."
+ in "¿Pronesodon¿, ¿Proadinotherium¿ Amegh. Miocän,
+ Pyrotherium-und Colpodonschichten von Patagonien."
+ (Seite 520)
+
+ geändert wurde "3. Unterordnung. #Entelonychia# Ameghino[165]
+ (Ancylopoda, Tillodontia Amegh.)."
+ in "3. Unterordnung. #Entelonychia#. Ameghino[165]
+ (Ancylopoda, Tillodontia Amegh.)."
+ (Seite 521)
+
+ geändert wurde "¿Trigonostylops¿ (Figur 720), ¿Pleurystylops¿
+ Ameghino. Obere ¡M¡ dreieckig. Eocän.
+ Notostylopsschichten."
+ in "¿Trigonostylops¿ (Fig. 720), ¿Pleurystylops¿ Ameghino.
+ Obere ¡M¡ dreieckig. Eocän. Notostylopsschichten."
+ (Seite 525)
+
+ geändert wurde "Der abgeplattete breite Astragalus artiukliert sehr
+ innig mit Fibula"
+ in "Der abgeplattete breite Astragalus artikuliert sehr
+ innig mit Fibula"
+ (Seite 526)
+
+ geändert wurde "¡Vorderfuß vierzehig, Hinterfuß drei zehig. Carpus
+ serial mit freiem Centrale.¡"
+ in "¡Vorderfuß vierzehig, Hinterfuß dreizehig. Carpus
+ serial mit freiem Centrale.¡"
+ (Seite 530)
+
+ geändert wurde "¡Obere M mit Wförmiger Außenwand und zwei schrägen
+ Querjochen.¡"
+ in "¡Obere M mit W-förmiger Außenwand und zwei schrägen
+ Querjochen.¡"
+ (Seite 531)
+
+ geändert wurde "¡knopfförmig oder Partig und meist durch Lücken
+ voneinander und von den¡"
+ in "¡knopfförmig oder P-artig und meist durch Lücken
+ voneinander und von den¡"
+ (Seite 531)
+
+ geändert wurde "¡Obere M mit Wförmiger, Parastyl und Mesostyl
+ tragender Außenwand und¡"
+ in "¡Obere M mit W-förmiger, Parastyl und Mesostyl
+ tragender Außenwand und¡"
+ (Seite 531)
+
+ geändert wurde "¡Schnauze meist lang und schmal, Cranium gewölbt, mit
+ Sagittalcrista verstehen.¡"
+ in "¡Schnauze meist lang und schmal, Cranium gewölbt, mit
+ Sagittalcrista versehen.¡"
+ (Seite 531)
+
+ geändert wurde "Im Zahnbau bestehen alle möglichen Übergänge zwischen
+ bunodonten, schweinsartigen -- ¡Geniohyus¡ -- und
+ lophodonten, ¡Paloplotherium¡-artigen
+ ¡M¡--¡Saghatherium¡."
+ in "Im Zahnbau bestehen alle möglichen Übergänge zwischen
+ bunodonten, schweinsartigen -- ¡Geniohyus¡ -- und
+ lophodonten, ¡Paloplotherium¡-artigen
+ ¡M¡ -- ¡Saghatherium¡."
+ (Seite 531)
+
+ geändert wurde "¡P¡ fast sämtlich gleich M."
+ in "¡P¡ fast sämtlich gleich ¡M¡."
+ (Seite 532)
+
+ geändert wurde "¡J_{3}¡, beide ¡C¡ sowie ¡J^2¡ und ¡J^3¡ ¡P¡ähnlich."
+ in "¡J_{3}¡, beide ¡C¡ sowie ¡J^2¡ und ¡J^3¡ ¡P¡-ähnlich."
+ (Seite 532)
+
+ geändert wurde "Bei ¡Elephas¡, ¡Stegodon¡ und den meisten ¡Mastodon¡
+ fehlen P."
+ in "Bei ¡Elephas¡, ¡Stegodon¡ und den meisten ¡Mastodon¡
+ fehlen ¡P¡."
+ (Seite 533)
+
+ geändert wurde "Im Unterpliocän von Europa ¡M.¡ (¡Tetral.¡)
+ ¡longirostris¡ Kaup, von Pikermi, Samos, Persien
+ ¡M. Pentelici¡ Gaudry (tapiroid) -- in Ostindien."
+ in "Im Unterpliocän von Europa ¡M.¡ (¡Tetral.¡)
+ ¡longirostris¡ Kaup, von Pikermi, Samos, Persien.
+ ¡M. Pentelici¡ Gaudry (tapiroid) -- in Ostindien."
+ (Seite 538)
+
+ geändert wurde "¿Pyrotheria¿"
+ in "¡Pyrotheria¡"
+ (Seite 543, Tabelle)
+
+ geändert wurde "¿Notharctus¿ Leidy (¡Tomitherium¡ Cope, ¡Thinolestes¡,
+ ¡Limnotherium¡, ¡Telmatolestes¡ Marsh; ¡Hipposyus¡
+ Leidy)·"
+ in "¿Notharctus¿ Leidy (¡Tomitherium¡ Cope, ¡Thinolestes¡,
+ ¡Limnotherium¡, ¡Telmatolestes¡ Marsh, ¡Hipposyus¡
+ Leidy)."
+ (Seite 547)
+
+ geändert wurde "oder schief gegenüberstehende, stumpf-konische oder
+ kantige Höcker,"
+ in "oder schief gegenüberstehende, stumpfkonische oder
+ kantige Höcker,"
+ (Seite 552)
+
+ geändert wurde "¿Parapithecus¿ Schlosser. (Figur 744.) Oligocän des
+ Fayum Ägypten ¡P. Fraasi¡."
+ in "¿Parapithecus¿ Schlosser. (Fig. 744.) Oligocän des
+ Fayum Ägypten ¡P. Fraasi¡."
+ (Seite 553)
+
+ geändert wurde "von Pikermi bei Athen, Baltavàr (Ungarn) und Maragha
+ (Persien) ist der"
+ in "von Pikermi bei Athen, Baltavar (Ungarn) und Maragha
+ (Persien) ist der"
+ (Seite 554)
+
+ geändert wurde "und kürzlich fand ¡Forsyth Major¡ zahlreiche Kiefer
+ bei Cap Faro auf Sardinien."
+ in "und kürzlich fand ~Forsyth Major~ zahlreiche Kiefer
+ bei Cap Faro auf Sardinien."
+ (Seite 555)
+
+ geändert wurde "Pliocän der Siwalik von Jobi im Pundschab.
+ ¡P sivalensis¡ Lyd."
+ in "Pliocän der Siwalik von Jobi im Pundschab.
+ ¡P. sivalensis¡ Lyd."
+ (Seite 556)
+
+ geändert wurde "¿Dryopithecus¿ Lartet (¡Paedopithex¡ Pohlig,
+ ¡Pliohylobates¡ Dubois) Unterkieferäste hoch, fast
+ noch parallel gestellt,"
+ in "¿Dryopithecus¿ Lartet (¡Paedopithex¡, Pohlig,
+ ¡Pliohylobates¡ Dubois) Unterkieferäste hoch, fast
+ noch parallel gestellt,"
+ (Seite 556)
+
+ geändert wurde "Femur lang. schlank, für aufrechten Gang geeignet."
+ in "Femur lang, schlank, für aufrechten Gang geeignet."
+ (Seite 556)
+
+ geändert wurde "Wo jedoch sonst diese beiden, ein warmes Klima
+ anzeigenden Säugetierarten zusammen mit
+ Steinwerkzeugen vorkommen. sind es immer solche des
+ Chelléen, charakterisiert durch die großen Faustkeile,
+ deren Ränder nicht sorgfältig nachretuschiert wurden."
+ in "Wo jedoch sonst diese beiden, ein warmes Klima
+ anzeigenden Säugetierarten zusammen mit
+ Steinwerkzeugen vorkommen, sind es immer solche des
+ Chelléen, charakterisiert durch die großen Faustkeile,
+ deren Ränder nicht sorgfältig nachretuschiert wurden."
+ (Seite 559)
+
+ geändert wurde "die zuerst die charakteristischesten Objekte geliefert
+ haben"
+ in "die zuerst die charakteristischsten Objekte geliefert
+ haben"
+ (Seite 558)
+
+ geändert wurde 4x "Zwischen-Eiszeit"
+ in "Zwischeneiszeit"
+ (Seite 562 Tabelle Chronologische Übersicht)
+
+ geändert wurde "die anfangs trituberkulären bzw.
+ tuberkulär-sektorialen Molaren"
+ in "die anfangs trituberkulären bzw.
+ tuberkulärsektorialen Molaren"
+ (Seite 569)
+
+ geändert wurde "Funde bei Hampstead auf der Insel Whigt beweisen."
+ in "Funde bei Hamstead auf der Insel Wight beweisen."
+ (Seite 570)
+
+ geändert wurde "Sie enthalten im wesentlichen nur Nachkommen von
+ früheren Caniden Rhinoceriden, Equiden, Oreodontiden,
+ Cameliden und Suiden,"
+ in "Sie enthalten im wesentlichen nur Nachkommen von
+ früheren Caniden, Rhinoceriden, Equiden, Oreodontiden,
+ Cameliden und Suiden,"
+ (Seite 572)
+
+ geändert wurde "In das Alt-Pleistocän fällt"
+ in "In das Altpleistocän fällt"
+ (Seite 578)
+
+ geändert wurde "Typen des Laramie-Bed, der oberen Kreide."
+ in "Typen des Laramiebed, der oberen Kreide."
+ (Seite 581)
+
+ geändert wurde "Die ¡Entelonychia¡. nur mehr durch
+ ¡Homalodontotherium¡ vertreten, werden jetzt
+ recht selten,"
+ in "Die ¡Entelonychia¡, nur mehr durch
+ ¡Homalodontotherium¡ vertreten, werden jetzt
+ recht selten,"
+ (Seite 582)
+
+ geändert wurde "Acanthotidae 47"
+ in "Acanthodidae 47"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Acenthrophorus 106"
+ in "Acentrophorus 106"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Aetholepis 107"
+ in "Aetholepsis 107"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Aëtobatis 68."
+ in "Aëtobatis 68"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Amphidophorus 111"
+ in "Amphilaphurus 111"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Anisodoxis 169"
+ in "Anisodexis 169"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Aphaelepis 107"
+ in "Aphuelepis 107"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Arcogaster 132"
+ in "Acrogaster 132"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Argillo chelys 254"
+ in "Argillochelys 254"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Ascondylacanthus 72"
+ in "Ascondylacanthus 72"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Aulaxinus 554"
+ in "Aulaxinuus 554"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Barsche 132."
+ in "Barsche 132"
+ (Index)
+
+ entfernt wurde "Belenorhynchus 96"
+ in "Belenostomus 96"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Beriophthalmus 96"
+ in "Periophthalmus 96"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Bunaclurus 393"
+ in "Bunaelurus 393"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Chatossus 120"
+ in "Chatoessus 120"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Chirotrix 135"
+ in "Chirothrix 135"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Chrysochioridae 366"
+ in "Chrysochloridae 366"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Coelosochus 270"
+ in "Coelosuchus 270"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Coniosaurus 211."
+ in "Coniosaurus 211"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Coryphondontidae 508"
+ in "Coryphodontidae 508"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Crenilabris 134"
+ in "Crenilabrus 134"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Cromyodus 134"
+ in "Crommyodus 134"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Cythaspis 32"
+ in "Cyathaspis 32"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Dipodidae 429"
+ in "Dipodinae 429"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Echenesis 140"
+ in "Echeneis 140"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Estonychinae 372"
+ in "Esthonychinae 372"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Euhaspis 427"
+ in "Euhapsis 427"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Ficrasfer 128"
+ in "Fierasfer 128"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Fudica 323"
+ in "Fulica 323"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Holcodae 126"
+ in "Holcodon 126"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Homalodontheriidae 467, 523"
+ in "Homalodontotheriidae 467, 523"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Homoecetus 407"
+ in "Homoeocetus 407"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Hoplosthetus 132"
+ in "Hoplosthethus 132"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Hyaelosaurus 294"
+ in "Hyaeolosaurus 294"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Incerta sedis 283"
+ in "Incertae sedis 283"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Keiloskiosaurus 193"
+ in "Koiloskiosaurus 193"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Lagomydae 433"
+ in "Lagomyidae 433"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Lepidocothes 140"
+ in "Lepidocottus 140"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Lispocanthus 72"
+ in "Lispocanthus 72"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Lophidiochoerus 447"
+ in "Lophiodochoerus 447"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Macrolemys 251"
+ in "Macroclemys 251"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Melsolophodus 63"
+ in "Mesolophodus 63"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Michrobrachis 163"
+ in "Microbrachis 163"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Miksurnia 52"
+ in "Miksurina 52"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Myripritis 132"
+ in "Myripristis 132"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Mystacocoeti 409"
+ in "Mystacoceti 409"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Orecyon 379"
+ in "Oreocyon 379"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Orthagoriscis 142"
+ in "Orthagoriscus 142"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Ovioceros 500"
+ in "Oioceros 500"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Oxydaenus 376"
+ in "Oxyclaenus 376"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Paradosuchus 198"
+ in "Pardosuchus 198"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Parligobunis 393"
+ in "Paroligobunis 393"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Pelicorapis 135"
+ in "Pelycorapis 135"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Pharyngodophilus 134"
+ in "Pharyngodopilus 134"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Platycosmus 138"
+ in "Platycormus 138"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Plesiochelydae 249"
+ in "Plesiochelyidae 249"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Polacrodon 206"
+ in "Palacrodon 206"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Präanguilla 127"
+ in "Praeanguilla 127"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Priscoldelphinus 73, 408"
+ in "Priscodelphinus 408"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Proeutatus 421"
+ in "Proëutatus 421"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Protagocerus 502"
+ in "Protragocerus 502"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Prcterochersys 247"
+ in "Proterochersys 247"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Pseudothryptus 124"
+ in "Pseudothryptodus 124"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Pteronodus 44"
+ in "Pternodus 44"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Ptychodontidae 69"
+ in "Ptychodontiden 69"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Rhomboptychus 87"
+ in "Rhomboptychius 87"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Sabursi 391"
+ in "Subursi 391"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Sarolemur 480"
+ in "Sarcolemur 480"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Seelidotherium 417"
+ in "Scelidotherium 417"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Spanidon 125"
+ in "Spaniodon 125"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Squalifera 64"
+ in "Squatina alifera 64"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Ssyllomus 255"
+ in "Scyllomus 255"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Stomatidae 138"
+ in "Stromateidae 138"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Taurinichtys 134"
+ in "Taurinichthys 134"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Theuthiidae 135"
+ in "Teuthiidae 135"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Tillotherinae 372"
+ in "Tillotheriinae 372"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Titanotheridae 464"
+ in "Titanotheriidae 464"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Triacanthodon 359"
+ in "Tricanthodon 359"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "Trimerostephanus 523"
+ in "Timerostephanus 523"
+ (Index)
+
+ geändert wurde "¡d¡ Solea,"
+ in "¡d¡ ¡Solea¡,"
+ (Abbildung 8)
+
+ geändert wurde "¡VD¡ Vasodentin, ¡D¡ Dentin. ¡S¡ Schmelz."
+ in "¡VD¡ Vasodentin, ¡D¡ Dentin, ¡S¡ Schmelz."
+ (Abbildung 14)
+
+ geändert wurde "¡Ateleaspis tessellate¡ Traquair. Umriß nach ~R. H.
+ Traquair~. ca. 1/5 der nat Gr."
+ in "¡Ateleaspis tessellate¡ Traquair. Umriß nach ~R. H.
+ Traquair~. ca. 1/5 der nat. Gr."
+ (Abbildung 46)
+
+ geändert wurde "¡Scymnus triangulus¡ Probst. Miocän. Molasse,
+ Baltringen. 3/1. (Nach ~Probst~.)"
+ in "¡Scymnus triangulus¡ Probst. Miocän. Molasse.
+ Baltringen. 3/1. (Nach ~Probst~.)"
+ (Abbildung 72)
+
+ geändert wurde "¡Scyllium distans¡ Probst. Miocäne. Molasse.
+ Baltringen. 2/1. (Nach ~Probst~.)"
+ in "¡Scyllium distans¡ Probst. Miocäne Molasse.
+ Baltringen. 2/1. (Nach ~Probst~.)"
+ (Abbildung 73)
+
+ geändert wurde "¡a¡ ¡Aprionodon frequens¡ Dames. Eocän.
+ Birket-el-Qurun. Ägypten. (Nach ~Dames~.)"
+ in "¡a¡ ¡Aprionodon frequens¡ Dames. Eocän.
+ Birket-el-Qurun, Ägypten. (Nach ~Dames~.)"
+ (Abbildung 77)
+
+ geändert wurde "identisch mit ¡Helodus planus¡ Ag., ¡c¡
+ Helodontenzähne, ¡f¡, ¡g¡ Zähne, identisch mit
+ ¡Lophodus didymus¡"
+ in "identisch mit ¡Helodus planus¡ Ag., ¡e¡
+ Helodontenzähne, ¡f¡, ¡g¡ Zähne, identisch mit
+ ¡Lophodus didymus¡"
+ (Abbildung 103)
+
+ geändert wurde "¡Menaspis armata¡ Ewald. 2:3. Kupferschiefer. 2-4 und
+ I Kopfstacheln, ¡E¡, ¡Z¡ zapfenartige
+ Stachelschuppen,"
+ in "¡Menaspis armata¡ Ewald. 2:3. Kupferschiefer. 2-4 und
+ ¡I¡ Kopfstacheln, ¡E¡, ¡Z¡ zapfenartige
+ Stachelschuppen,"
+ (Abbildung 104)
+
+ geändert wurde "¡a¡ vordere, ¡d¡ hintere Zahnplatte. Oberdevon,"
+ in "¡a¡ vordere, ¡p¡ hintere Zahnplatte. Oberdevon,"
+ (Abbildung 142)
+
+ geändert wurde "¡a.d.l.¡ vordere Seitenplatte, ¡p.d.l¡ hintere
+ Seitenplatte, Schleimkanäle punktiert."
+ in "¡a.d.l.¡ vordere Seitenplatte, ¡p.d.l.¡ hintere
+ Seitenplatte, Schleimkanäle punktiert."
+ (Abbildung 146)
+
+ geändert wurde "¡p.q¡ Palatoquadratknorpel, ¡m¡ Meckelscher Knorpel,
+ ¡pa¡ Palatopterygoid, ¡m¡ Maxilla, ¡d¡ Dentale,
+ ¡c.h¡ Ceratohyale,"
+ in "¡p.q¡ Palatoquadratknorpel, ¡M.¡ Meckelscher Knorpel,
+ ¡pa¡ Palatopterygoid, ¡m.x¡ Maxilla, ¡d¡ Dentale,
+ ¡c.h¡ Ceratohyale,"
+ (Abbildung 165)
+
+ geändert wurde "¡a¡, ¡b¡ ¡Gyrodus titanius¡-Wagn. Ob. Jura."
+ in "¡a¡, ¡b¡ ¡Gyrodus titanius¡ Wagn. Ob. Jura."
+ (Abbildung 179)
+
+ geändert wurde "Ob. Jura. Kelheim. (Nat. G).) ¡pa¡ Scheitelbein,
+ ¡psph¡ Parasphenoid,"
+ in "Ob. Jura. Kelheim. (Nat. Gr.) ¡pa¡ Scheitelbein,
+ ¡psph¡ Parasphenoid,"
+ (Abbildung 197)
+
+ geändert wurde "¡Pachycormus macropterus¡ Ag. Ob. Lias. Ilminster.
+ England. ¡a¡ von der Seite, ¡b¡ von unten"
+ in "¡Pachycormus macropterus¡ Ag. Ob. Lias. Ilminster.
+ England. ¡a¡ von der Seite, ¡b¡ von unten."
+ (Abbildung 209)
+
+ geändert wurde "¡B¡ Querschnitt durch die Mundhöhle. ¡pal¡ Palatinum,
+ ¡par¡ Parietale, ¡ec¡ ¡pt¡ Ectopterygoid,
+ ¡b.br¡ Basibranchiale."
+ in "¡B¡ Querschnitt durch die Mundhöhle. ¡pal¡ Palatinum,
+ ¡par¡ Parietale, ¡ec.pt¡ Ectopterygoid,
+ ¡b.br¡ Basibranchiale."
+ (Abbildung 231)
+
+ geändert wurde "Fig. 286.
+ ¡Macrurus-Otolith.¡ Pliocän. Orciano von Pisa. 2:1."
+ in "Fig. 236.
+ ¡Macrurus-Otolith.¡ Pliocän. Orciano von Pisa. 2:1."
+ (Abbildung 236)
+
+ geändert wurde "¡a¡ Brustfloße. ¡r¡ Vorderer Flossenstrahl,"
+ in "¡a¡ Brustflosse. ¡r¡ Vorderer Flossenstrahl,"
+ (Abbildung 238)
+
+ geändert wurde "¡a¡ Bauchpanzer von ¡Branchiosaurus¡, ¡b¡ Schuppen von
+ ¡Branchiosaurus¡ ¡c¡ von ¡Hylonomus¡,"
+ in "¡a¡ Bauchpanzer von ¡Branchiosaurus¡, ¡b¡ Schuppen von
+ ¡Branchiosaurus¡, ¡c¡ von ¡Hylonomus¡,"
+ (Abbildung 266)
+
+ geändert wurde "¡c¡ Schwanzwirbel von ¡Urocordylus¡ (nach ~Schwarz~.)
+ ¡d¡ Diapophyse,"
+ in "¡c¡ Schwanzwirbel von ¡Urocordylus¡ (nach ~Schwarz~).
+ ¡d¡ Diapophyse,"
+ (Abbildung 268)
+
+ geändert wurde "Atlas ¡A¡ von ¡Diplocaulus¡ (nach ~Broili~) ¡a¡ von
+ unten, ¡b¡ von vorne. Altas ¡B¡ von ¡Dissorophus¡
+ (nach ~Williston~.)"
+ in "Atlas ¡A¡ von ¡Diplocaulus¡ (nach ~Broili~) ¡a¡ von
+ unten, ¡b¡ von vorne. Atlas ¡B¡ von ¡Dissorophus¡
+ (nach ~Williston~.)"
+ (Abbildung 274)
+
+ geändert wurde "Hinterhaupt von ¡Mastodonsaurus giganteus¡ Jäger.
+ (nach E. Fraas u. A. S. Woodward). ¡Fm¡ Foramen
+ magnum, ¡PP¡ Postparietale, ¡Tb¡ Tabulare. ¡S¡
+ Squamosum, ¡Q¡ Quadratojugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Pt¡
+ Pterygoid, ¡EO¡ Exoccipitale laterale, ¡C¡ Condyli
+ occipitales, ¡Eol¡ Seitlicher Flügel, ¡Eob¡ Basale
+ Verschmelzung des Exoccipitale laterale. Stark verkl."
+ in "Hinterhaupt von ¡Mastodonsaurus giganteus¡ Jäger.
+ (nach ~E. Fraas~ u. ~A. S. Woodward~.) ¡Fm¡ Foramen
+ magnum, ¡PP¡ Postparietale, ¡Tb¡ Tabulare, ¡S¡
+ Squamosum, ¡Qj¡ Quadratojugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Pt¡
+ Pterygoid, ¡Eo¡ Exoccipitale laterale, ¡C¡ Condyli
+ occipitales, ¡Eol¡ Seitlicher Flügel, ¡Eob¡ Basale
+ Verschmelzung des Exoccipitale laterale. Stark verkl."
+ (Abbildung 276)
+
+ geändert wurde "¡G¡ Gaumengruben, ¡GS¡ Gaumenschläfengruben, ¡OS¡
+ hinten geschlossene Ohrenschlitze (falsche
+ Schläfenöffnung). Schilfsandstein des untern Keuper"
+ in "¡G¡ Gaumengruben, ¡Gs¡ Gaumenschläfengruben, ¡Os¡
+ hinten geschlossene Ohrenschlitze (falsche
+ Schläfenöffnung). Schilfsandstein des unteren Keuper"
+ (Abbildung 278)
+
+ geändert wurde "¡icl¡ Mittelplatte (Episternum) Interclavicula, ¡cl¡
+ Seitenplatte, (Clavicula), ¡cl'¡ Cleithrum,
+ ¡co¡ Coracoid."
+ in "¡icl¡ Mittelplatte (Episternum) Interclavicula, ¡cl¡
+ Seitenplatte (Clavicula), ¡cl'¡ Cleithrum,
+ ¡co¡ Coracoid."
+ (Abbildung 282)
+
+ geändert wurde "¡cl¡ Clavicula, ¡Co¡ Coracoid, ¡Sc¡ Scapula,"
+ in "¡cl¡ Clavicula, ¡co¡ Coracoid, ¡Sc¡ Scapula,"
+ (Abbildung 283)
+
+ geändert wurde "¡P¡ Parasphenoid, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡Occ. lat¡
+ Occipitalia lateralia, ¡G¡ Gaumengruben, ¡Gs¡
+ Gaumenschläfengruben, ¡Os¡ Ohrenschlitzgruben
+ (geschlossen.) Perm. Seymour,"
+ in "¡P¡ Parasphenoid, ¡Pt¡ Pterygoid, ¡Occ. lat.¡
+ Occipitalia lateralia, ¡G¡ Gaumengruben, ¡Gs¡
+ Gaumenschläfengruben, ¡Os¡ Ohrenschlitzgruben
+ (geschlossen). Perm. Seymour,"
+ (Abbildung 293)
+
+ geändert wurde "Restauriert in dreifacher Vergr. ¡Sq¡ Supratemporale,
+ ¡St¡ Squamosum, ¡So¡ Postparietale, ¡Ep¡ Tabulare
+ Sonstige Bezeichnungen wie früher."
+ in "Restauriert in dreifacher Vergr. ¡St¡ Supratemporale,
+ ¡Sq¡ Squamosum, ¡So¡ Postparietale, ¡Ep¡ Tabulare.
+ Sonstige Bezeichnungen wie früher."
+ (Abbildung 294)
+
+ geändert wurde "¡Ophiderpeton granulosum¡ Fritsch. Rippe in
+ sechsfacher Vergr. Ob. Karbon. Gaskohle. Nürschan.
+ ¡c¡ Capitulum, ¡d¡ Tuberculum. (Nach ~Fritsch~)"
+ in "¡Ophiderpeton granulosum¡ Fritsch. Rippe in
+ sechsfacher Vergr. Ob. Karbon. Gaskohle, Nürschan.
+ ¡c¡ Capitulum, ¡d¡ Tuberculum. (Nach ~Fritsch~.)"
+ (Abbildung 295)
+
+ geändert wurde "¡Palaeobatrachus grandipes¡ Giebel. Braunkohle.
+ Orsberg. im Siebengebirge. 2/3 nat. Gr.
+ (Nach ~Wolterstorff~)."
+ in "¡Palaeobatrachus grandipes¡ Giebel. Braunkohle.
+ Orsberg im Siebengebirge. 2/3 nat. Gr.
+ (Nach ~Wolterstorff~)."
+ (Abbildung 314)
+
+ geändert wurde "¡C¡ der erste Schwanzwirbel, ¡Ri¡ Rippen, ¡Sc¡
+ Scapula, ¡H¡ Humerus, ¡R¡ Radius, ¡U¡ Ulna.
+ ¡J¡ Ischium,"
+ in "¡C¡ der erste Schwanzwirbel, ¡Ri¡ Rippen, ¡Sc¡
+ Scapula, ¡H¡ Humerus, ¡R¡ Radius, ¡U¡ Ulna,
+ ¡J¡ Ischium,"
+ (Abbildung 316)
+
+ geändert wurde "Skelett von ¡Pareiasaurus Baini¡ Seely. Ob. Perm."
+ in "Skelett von ¡Pareiasaurus Baini¡ Seeley. Ob. Perm."
+ (Abbildung 325)
+
+ geändert wurde "¡Dimetrodon incisivus¡ Cope. Perm Texas. Schädel v. d.
+ Seite. Hinter den Augen die große seitliche
+ Schläfenöffnung. Der Einschnitt zwischen Prämaxillare
+ ¡Pm¡ und Maxillare ¡M¡ tritt sehr deutlich hervor.
+ ¡Na¡ Nasenöffnung, ¡O¡ Augen-., ¡S¡ seitl.
+ Schläfenöffnung, ¡Q¡ Quadratum. 1/5 nat. Gr.
+ (Nach ~Case~.)"
+ in "¡Dimetrodon incisivus¡ Cope. Perm. Texas. Schädel v. d.
+ Seite. Hinter den Augen die große seitliche
+ Schläfenöffnung. Der Einschnitt zwischen Prämaxillare
+ ¡Pm¡ und Maxillare ¡M¡ tritt sehr deutlich hervor.
+ ¡Na¡ Nasenöffnung, ¡O¡ Augen-, ¡S¡ seitl.
+ Schläfenöffnung, ¡Q¡ Quadratum. 1/5 nat. Gr.
+ (Nach ~Case~.)"
+ (Abbildung 326)
+
+ geändert wurde "¡Dimetrodon gigas¡ Cope. Perm Texas. Schädel v. unten.
+ Rekonstr. nach ~Case~. ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡
+ Maxillare, ¡V¡ Vomer, ¡Pl¡ Palatinum, ¡Pt¡ Pterygoid,
+ ¡Bs¡ Basisphenoid, ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡St¡ Stapes,
+ ¡Q¡ Quadratum, ¡Qi¡ Quadratojugale. ¡J¡ Jugale,
+ ¡Ch¡ Choanen."
+ in "¡Dimetrodon gigas¡ Cope. Perm. Texas. Schädel v. unten.
+ Rekonstr. nach ~Case~. ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Mx¡
+ Maxillare, ¡V¡ Vomer, ¡Pl¡ Palatinum, ¡Pt¡ Pterygoid,
+ ¡Bs¡ Basisphenoid, ¡Bo¡ Basioccipitale, ¡St¡ Stapes,
+ ¡Q¡ Quadratum, ¡Qi¡ Quadratojugale, ¡J¡ Jugale,
+ ¡Ch¡ Choanen."
+ (Abbildung 327)
+
+ geändert wurde "¡A¡ ¡Lycosuchus Vanderrieti¡ Broom. Schädel
+ (primitiver Theriodontier) von der Seite. Perm
+ Südafrika.
+ ¡B¡ ¡Cynognathus platyceps¡ Seeley. Schädel
+ (spezialisierter Theriodontier). Trias Südafrika.
+ ¡O¡ Auge, ¡Pm¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare,
+ ¡Na¡ Nasale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡L¡ Lacrimale,
+ ¡J¡ Jugale, ¡Po¡ Postorbitale, ¡Sq¡ Squamosum,
+ ¡P¡ Parietale, ¡Qu¡ Quadratum, ¡F¡ Frontale.
+ ¡Ag¡ Angulare, ¡Ar¡ Articulare, ¡D¡ Dentale bei
+ ¡Lycosuchus¡ mit großer Proc. coronoideus."
+ in "¡A¡ ¡Lycosuchus Vanderrieti¡ Broom. Schädel
+ (primitiver Theriodontier) von der Seite. Perm.
+ Südafrika.
+ ¡B¡ ¡Cynognathus platyceps¡ Seeley. Schädel
+ (spezialisierter Theriodontier). Trias. Südafrika.
+ ¡O¡ Auge, ¡Pm¡ Prämaxillare, ¡Mx¡ Maxillare,
+ ¡Na¡ Nasale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡L¡ Lacrimale,
+ ¡J¡ Jugale, ¡Po¡ Postorbitale, ¡Sq¡ Squamosum,
+ ¡P¡ Parietale, ¡Qu¡ Quadratum, ¡F¡ Frontale,
+ ¡Ag¡ Angulare, ¡Ar¡ Articulare, ¡D¡ Dentale, bei
+ ¡Lycosuchus¡ mit großer Proc. coronoideus."
+ (Abbildung 329)
+
+ geändert wurde "¡Pmx¡ Zwischenkiefer, ¡A¡ A genhöhle, ¡N¡ Nasenloch,
+ ¡ang¡ Angulare,"
+ in "¡Pmx¡ Zwischenkiefer, ¡A¡ Augenhöhle, ¡N¡ Nasenloch,
+ ¡ang¡ Angulare,"
+ (Abbildung 336)
+
+ geändert wurde "¡A¡ Schädel (nat. Gr.). Einzelne Elemente sind
+ dislociert. ¡Na¡ Nasenbein, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡La¡
+ Lacrimale, ¡Por¡ Postorbitale, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Ju¡
+ Jugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Pmx¡
+ Prämaxilla, ¡Vo¡ Vomer). ¡B¡ Schultergürtel (¡icl¡
+ Episternum (Interclavicula), ¡cl¡ Clavicula, ¡cor¡
+ Coracoideum, ¡sc¡ Scapula). ¡C¡ Beckengürtel (¡il¡
+ Ilium, ¡pu¡ Pubis, ¡is¡ Ischium, ¡f¡ Femur, ¡c¡
+ Foramen puboischiadicum). ¡o¡ Incisura obturatoria.
+ ¡D¡ Rückenwirbel von der Seite, ¡v¡ Wirbelkörper, ¡n¡
+ Oberer Bogen, ¡h¡ Humerus, ¡z¡ Präzygapophyse, ¡z'¡
+ Postzygapophyse, ¡sp¡ Processus spinosus, ¡ic¡
+ Intercentrum). ¡E¡ Schwanzwirbel von vorn. ¡UB¡
+ Unterer Bogen (Chevron), Übrige Bezeichnungen wie bei
+ ¡D¡. (Nach ~Credner~.)"
+ in "¡A¡ Schädel (nat. Gr.). Einzelne Elemente sind
+ dislociert. (¡Na¡ Nasenbein, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡La¡
+ Lacrimale, ¡Por¡ Postorbitale, ¡Sq¡ Squamosum, ¡Ju¡
+ Jugale, ¡Q¡ Quadratum, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Pmx¡
+ Prämaxilla, ¡Vo¡ Vomer). ¡B¡ Schultergürtel (¡icl¡
+ Episternum (Interclavicula), ¡cl¡ Clavicula, ¡cor¡
+ Coracoideum, ¡sc¡ Scapula). ¡C¡ Beckengürtel (¡il¡
+ Ilium, ¡pu¡ Pubis, ¡is¡ Ischium, ¡f¡ Femur, ¡c¡
+ Foramen puboischiadicum). ¡o¡ Incisura obturatoria.
+ ¡D¡ Rückenwirbel von der Seite, ¡v¡ Wirbelkörper (¡n¡
+ Oberer Bogen, ¡h¡ Humerus, ¡z¡ Präzygapophyse, ¡z'¡
+ Postzygapophyse, ¡sp¡ Processus spinosus, ¡ic¡
+ Intercentrum). ¡E¡ Schwanzwirbel von vorn. ¡UB¡
+ Unterer Bogen (Chevron). Übrige Bezeichnungen wie bei
+ ¡D¡. (Nach ~Credner~.)"
+ (Abbildung 338)
+
+ geändert wurde "¡Hyperodapedon Gordoni.¡ Huxley. Unt. Keuper. Elgin,
+ Schottland."
+ in "¡Hyperodapedon Gordoni¡ Huxley. Unt. Keuper. Elgin,
+ Schottland."
+ (Abbildung 339)
+
+ geändert wurde "¡Tr¡ Transversum, ¡Pa¡ Palatin ¡V¡ Vomer,
+ ¡D¡ Dentale,"
+ in "¡Tr¡ Transversum, ¡Pa¡ Palatin, ¡V¡ Vomer,
+ ¡D¡ Dentale,"
+ (Abbildung 346)
+
+ geändert wurde "¡Eo¡ Exoccipitale laterale. ¡Pro¡ Prooticum
+ ¡Co¡ Columella (Stapes), ¡So¡ Supraoccipitale;"
+ in "¡Eo¡ Exoccipitale laterale, ¡Pro¡ Prooticum,
+ ¡Co¡ Columella (Stapes), ¡So¡ Supraoccipitale;"
+ (Abbildung 347)
+
+ geändert wurde "Quadratbein von ¡Mosasaurus Camperi¡ H. v. Meyer.
+ ¡A¡ von innen, ¡B¡ von außen. 1/4 nat Gr.
+ (Nach ~R. Owen~)"
+ in "Quadratbein von ¡Mosasaurus Camperi¡ H. v. Meyer.
+ ¡A¡ von innen, ¡B¡ von außen. 1/4 nat. Gr.
+ (Nach ~R. Owen~.)"
+ (Abbildung 348)
+
+ geändert wurde "Restauriertes Skelett von ¡Platecarpus¡.
+ Ca. 1/35 nat. Gr (Nach ~Merriam~.)"
+ in "Restauriertes Skelett von ¡Platecarpus¡.
+ Ca. 1/35 nat. Gr. (Nach ~Merriam~.)"
+ (Abbildung 350)
+
+ geändert wurde "Schädel der Klapperschlange (¡Crotalus horridus¡.)
+ (Nach ~Claus~.) ¡Ocb¡ Basioccipitale, ¡Ocl¡
+ Exoccipitale laterale, ¡Osc¡ Supraoccipitale, ¡Pr¡
+ Prooticum, ¡Bs¡ Basisphenoid, ¡Sq¡ Squamosum, ¡P¡
+ Parietale, ¡F¡ Frontale, ¡Pf¡ Postfrontale, ¡Prf¡
+ Präfrontale, ¡Et¡ Ethmoideum, ¡N¡ Nasale, ¡Qu¡
+ Quadratum, ¡Pt¡ Pterygoideum, ¡Pl¡ Palatinum, ¡Mx¡
+ Maxillare, ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Tr¡ Transverum, ¡D¡
+ Dentale, ¡Art¡ Articulare des Unterkiefers."
+ in "Schädel der Klapperschlange (¡Crotalus horridus¡).
+ (Nach ~Claus~.) ¡Ocb¡ Basioccipitale, ¡Ocl¡
+ Exoccipitale laterale, ¡Osc¡ Supraoccipitale, ¡Pr¡
+ Prooticum, ¡Bs¡ Basisphenoid, ¡Sq¡ Squamosum, ¡P¡
+ Parietale, ¡F¡ Frontale, ¡Pf¡ Postfrontale, ¡Prf¡
+ Präfrontale, ¡Et¡ Ethmoideum, ¡N¡ Nasale, ¡Qu¡
+ Quadratum, ¡Pt¡ Pterygoideum, ¡Pl¡ Palatinum, ¡Mx¡
+ Maxillare, ¡Pmx¡ Prämaxillare, ¡Tr¡ Transversum, ¡D¡
+ Dentale, ¡Art¡ Articulare des Unterkiefers."
+ (Abbildung 360)
+
+ geändert wurde "Schädel von ¡Ichtyosaurus longifrons¡ Owen."
+ in "Schädel von ¡Ichthyosaurus longifrons¡ Owen."
+ (Abbildung 362)
+
+ geändert wurde "Kimmeridge clay. Wootton-Basset, England."
+ in "Kimmeridge clay. Wootton-Bassett, England."
+ (Abbildungen 366)
+
+ geändert wurde "¡b¡ tuberkularer und capitularer Gelenkhöker für
+ die Rippe."
+ in "¡b¡ tuberkularer und capitularer Gelenkhöcker für
+ die Rippe."
+ (Abbildung 366)
+
+ geändert wurde "Brustgürtel und Vorderextremität des ¡latipinnaten
+ Ichthyosaurus communis¡. Conyb Unt. Lias England.
+ ¡icl¡ Episternum, ¡cl¡ Schlüsselbein (clavicula),
+ ¡cor¡ Coracoideum, ¡sc¡ Scapula, ¡h¡ humerus, ¡R¡
+ Radius, ¡U¡ Ulna, ¡r¡ radiale, ¡i¡ intermedium, ¡u¡
+ ulnare des Carpus. ¡c¡_{1} ¡c¡_{2} die beiden
+ Centralia."
+ in "Brustgürtel und Vorderextremität des ¡latipinnaten
+ Ichthyosaurus communis¡. Conyb. Unt. Lias England.
+ ¡icl¡ Episternum, ¡cl¡ Schlüsselbein (Clavicula),
+ ¡cor¡ Coracoideum, ¡sc¡ Scapula, ¡h¡ Humerus, ¡R¡
+ Radius, ¡U¡ Ulna, ¡r¡ Radiale, ¡i¡ Intermedium, ¡u¡
+ Ulnare des Carpus. ¡c¡_{1} ¡c¡_{2} die beiden
+ Centralia."
+ (Abbildung 368)
+
+ geändert wurde "Vorderfuß d. ¡longipinnaten Ichthyosaurus triscissus¡
+ Quenst- Ob. Lias von Boll, Württemberg."
+ in "Vorderfuß d. ¡longipinnaten Ichthyosaurus triscissus¡
+ Quenst. Ob. Lias von Boll, Württemberg."
+ (Abbildung 369)
+
+ geändert wurde "¡R'¡ Radiale, i Intermedium, ¡P¡ Pisiforme."
+ in "¡R'¡ Radiale, ¡i¡ Intermedium, ¡P¡ Pisiforme."
+ (Abbildung 370)
+
+ geändert wurde "¡Pb¡ Pubis mit Foramen obturat ¡Eo¡; ¡Js¡ Ischium,
+ ¡H¡ Ilium, ca. 1/7 nat. Gr. (nach ~Merriam~)."
+ in "¡Pb¡ Pubis mit Foramen obturat ¡Eo¡; ¡Js¡ Ischium,
+ ¡Jl¡ Ilium, ca. 1/7 nat. Gr. (nach ~Merriam~)."
+ (Abbildung 371)
+
+ geändert wurde "Skelett von ¡Ichthyosaurus quadriscissus¡ Quenst;
+ zeigt den"
+ in "Skelett von ¡Ichthyosaurus quadriscissus¡ Quenst.
+ zeigt den"
+ (Abbildung 372)
+
+ geändert wurde "¡Ch¡ Choanen, ¡Fp¡ Foramen pariefale."
+ in "¡Ch¡ Choanen, ¡Fp¡ Foramen parietale."
+ (Abbildung 373)
+
+ geändert wurde "Brustgürtel von ¡Nothosaurus mirabilis¡ Mstr.
+ Dorsalansicht. Muschelkalk. Bayreuth. 1/4 nat. Gr.
+ ¡cl¡ Episternum, ¡cl¡ Schlüsselbein (Clavicula),
+ ¡sc¡ Schulterblatt (Scapula), ¡cor¡ Fortsatz
+ des Coracoides."
+ in "Brustgürtel von ¡Nothosaurus mirabilis¡ Mstr.
+ Dorsalansicht. Muschelkalk. Bayreuth. 1/4 nat. Gr.
+ ¡icl¡ Episternum, ¡cl¡ Schlüsselbein (Clavicula),
+ ¡sc¡ Schulterblatt (Scapula), ¡cor¡ Fortsatz
+ des Coracoides."
+ (Abbildung 377)
+
+ geändert wurde "¡Plesiosaurus Hawkinsi Owen.¡ Nahezu vollständiges
+ Skelett (von 5 Fuß 8 Zoll Länge) aus dem unteren Lias
+ von Lyme Regis. Dorset. (Nach ~Hawkins~.)"
+ in "¡Plesiosaurus Hawkinsi¡ Owen. Nahezu vollständiges
+ Skelett (von 5 Fuß 8 Zoll Länge) aus dem unteren Lias
+ von Lyme Regis. Dorset. (Nach ~Hawkins~.)"
+ (Abbildung 380)
+
+ geändert wurde "Brustgürtel von ¡Plesiosaurus Hawkinsi¡ Owen. Unt.
+ Lias von Dorsetshire. Von der Ventralseite nach
+ ~Lydekker~ u. ~Fürbringer~. Verkl. ¡Est¡. Mittelstücke
+ (Episternum Claviculae). ¡Sc¡ Scapula, ¡Co¡ Coracoid.
+ Stark verkleinert."
+ in "Brustgürtel von ¡Plesiosaurus Hawkinsi¡ Owen. Unt.
+ Lias von Dorsetshire. Von der Ventralseite nach
+ ~Lydekker~ u. ~Fürbringer~. Verkl. ¡Est¡ Mittelstücke
+ (Episternum Claviculae), ¡Sc¡ Scapula, ¡Co¡ Coracoid.
+ Stark verkleinert."
+ (Abbildung 382)
+
+ geändert wurde "¡Pa¡ Palatinum, ¡V¡ Vomer, ¡Mx¡ Maxillare, ¡P mx¡
+ Prämaxillare, ¡Ch¡ Choanen. 1/6 nat. Gr.
+ Nach E. Fraas."
+ in "¡Pa¡ Palatinum, ¡V¡ Vomer, ¡Mx¡ Maxillare, ¡Pmx¡
+ Prämaxillare, ¡Ch¡ Choanen. 1/6 nat. Gr.
+ Nach ~E. Fraas~."
+ (Abbildung 383)
+
+ geändert wurde "Fig. 389.
+ Brustgürtel von ¡Elasmosaurus platyurus¡ Cope."
+ in "Fig. 384.
+ Brustgürtel von ¡Elasmosaurus platyurus¡ Cope."
+ (Abbildung 384)
+
+ geändert wurde "¡Pt¡ Pterygoideum, ¡BSph¡ Basi-Sphenoid.
+ (Nach ~Hoffmann~.)"
+ in "¡Pt¡ Pterygoideum, ¡BSph¡ Basisphenoid.
+ (Nach ~Hoffmann~.)"
+ (Abbildung 391)
+
+ geändert wurde "¡Ep¡ Epiplastron, ¡Hyp¡ Hypoplastron,
+ ¡Hpp¡ Hypoplastron, ¡Xp¡ Xiphiplastron,"
+ in "¡Ep¡ Epiplastron, ¡Hyp¡ Hyoplastron,
+ ¡Hpp¡ Hypoplastron, ¡Xp¡ Xiphiplastron,"
+ (Abbildung 392)
+
+ geändert wurde "¡IGS¡ Intergularscutum, ¡GS¡ Gularscutum,
+ ¡BS¡ Brachialcsutum, ¡x¡ Anheftstelle des Darmbeins,
+ ¡PS¡ Pectoralscutum,"
+ in "¡IGS¡ Intergularscutum, ¡GS¡ Gularscutum,
+ ¡BS¡ Brachialscutum, ¡x¡ Anheftstelle des Darmbeins,
+ ¡PS¡ Pectoralscutum,"
+ (Abbildung 393)
+
+ geändert wurde "Zandt bei Eichstädt. 1/3 nat. Gr."
+ in "Zandt bei Eichstätt. 1/3 nat. Gr."
+ (Abbildung 397)
+
+ geändert wurde "¡Cor¡ Coracoid, ¡PSc¡ Procoracoid. ¡Sc¡ Scapula,
+ ¡H¡ Humerus,"
+ in "¡Cor¡ Coracoid, ¡PSc¡ Procoracoid, ¡Sc¡ Scapula,
+ ¡H¡ Humerus,"
+ (Abbildung 400)
+
+ geändert wurde "davor das Basisphenoid, ¡Ch¡ Innere Nasenlöcher
+ (Choanen) ¡d¡ Dentale, ¡ang¡ Angulare,"
+ in "davor das Basisphenoid, ¡Ch¡ Innere Nasenlöcher
+ (Choanen), ¡d¡ Dentale, ¡ang¡ Angulare,"
+ (Abbildung 403)
+
+ geändert wurde "Trias. Nordcarolina (nach Mc. ~Gregor~).
+ Ventralansicht."
+ in "Trias. Nordcarolina (nach ~Mc. Gregor~).
+ Ventralansicht."
+ (Abbildung 405)
+
+ geändert wurde "Schultergürtel von ¡Rhytidodon¡ (? ¡Phytosaurus¡)
+ ¡carolinensis¡ Emmons. Trias. Nord-Carolina"
+ in "Schultergürtel von ¡Rhytidodon¡ (? ¡Phytosaurus¡)
+ ¡carolinensis¡ Emmons. Trias. Nordcarolina"
+ (Abbildung 405)
+
+ geändert wurde "¡Aëtosaurus ferratus.¡ Fraas. Stubensandstein
+ (Mittl. Keuper)."
+ in "¡Aetosaurus ferratus.¡ Fraas. Stubensandstein
+ (Mittl. Keuper)."
+ (Abbildung 406)
+
+ geändert wurde "¡Pelagosaurus temporalis¡ Blv. Ob. Lias Celvados.
+ Unterseite des Schädels mit mesosuchen Choanen
+ (¡Ch¡)."
+ in "¡Pelagosaurus temporalis¡ Blv. Ob. Lias Calvados.
+ Unterseite des Schädels mit mesosuchen Choanen
+ (¡Ch¡)."
+ (Abbildung 408)
+
+ geändert wurde "Vorderfuß vom Krokodil. ¡R¡ Radius, ¡U¡ Ulna, ¡r¡
+ Radiale, ¡u¡ Ulnare, ¡p¡ Pisiforme, ¡c¡^{4-3}
+ Carpalia der distalen Reihe, ¡I¡-¡V¡ erster bis
+ fünfter Finger."
+ in "Vorderfuß vom Krokodil. ¡R¡ Radius, ¡U¡ Ulna, ¡r¡
+ Radiale, ¡u¡ Ulnare, ¡p¡ Pisiforme, ¡c¡^{5-3}
+ Carpalia der distalen Reihe, ¡I¡-¡V¡ erster bis
+ fünfter Finger."
+ (Abbildung 411)
+
+ geändert wurde "Rechte Beckenhälfte vom Krokodil. ¡il¡ Ilium,
+ ¡Is¡ Ischium, ¡pu¡ Pubis."
+ in "Rechte Beckenhälfte vom Krokodil. ¡il¡ Ilium,
+ ¡is¡ Ischium, ¡pu¡ Pubis."
+ (Abbildung 412)
+
+ geändert wurde "¡Diplocynodon Gervaisi¡ Aymard. Oligocän. Ronzon bei
+ ¡le¡ Puy. Schädel von oben und unten. 1/2 nat. Gr.
+ ¡Sq¡ Squamosum, ¡Pa¡ Parietale, ¡F¡ Frontale, ¡Ptf¡
+ Postfrontale, Präfrontale, ¡J¡ Jugale,"
+ in "¡Diplocynodon Gervaisi¡ Aymard. Oligocän. Ronzon bei
+ ¡Le¡ Puy. Schädel von oben und unten. 1/2 nat. Gr.
+ ¡Sq¡ Squamosum, ¡Pa¡ Parietale, ¡F¡ Frontale, ¡Ptf¡
+ Postfrontale, ¡Prf¡ Präfrontale, ¡J¡ Jugale,"
+ (Abbildung 421)
+
+ geändert wurde "Becken von ¡Iguanodon¡. Von links. 1/20. ¡il¡ Ilium,
+ ¡p¡ Pubis,"
+ in "Becken von ¡Iguanodon¡. Von links. 1/20 nat. Gr.
+ ¡il¡ Ilium, ¡p¡ Pubis,"
+ (Abbildung 422)
+
+ geändert wurde "¡T¡ Tibia, ¡a¡ Astragalus, ¡c¡ Calcaneus ¡t¡ 2-4
+ Tarsalia der distalen Reihe, ¡I¡ erste,"
+ in "¡T¡ Tibia, ¡a¡ Astragalus, ¡c¡ Calcaneus, ¡t¡ 2-4
+ Tarsalia der distalen Reihe, ¡I¡ erste,"
+ (Abbildung 423)
+
+ geändert wurde "¡Megalosaurus Bucklandi¡ Meyer. Großoolith.
+ Stones-field. Zahn nat. Gr."
+ in "¡Megalosaurus Bucklandi¡ Meyer. Großoolith.
+ Stonesfield. Zahn nat. Gr."
+ (Abbildung 426)
+
+ geändert wurde "¡Compsognathus longipes¡ A. Wagn. Lithogr. Schiefer
+ von Kelheim (Bayern). 1/4 nat. Gr. (Nach v. Nopcsa)."
+ in "¡Compsognathus longipes¡ A. Wagn. Lithogr. Schiefer
+ von Kelheim (Bayern). 1/4 nat. Gr.
+ (Nach ~v. Nopcsa~)."
+ (Abbildung 428)
+
+ geändert wurde "Schädel von ¡Diplodocus longus¡ Marsh. Unt. Kreide.
+ Cañon City, Colorado. ca. 1/8 nat Gr. (Nach ~Marsh~."
+ in "Schädel von ¡Diplodocus longus¡ Marsh. Unt. Kreide.
+ Cañon City, Colorado. ca. 1/8 nat. Gr. (Nach ~Marsh~."
+ (Abbildung 435)
+
+ geändert wurde "¡A¡ Augenhöhle. ¡N¡ Nasenloch,
+ ¡S¡ seitliche Schläfenöffnung,"
+ in "¡A¡ Augenhöhle, ¡N¡ Nasenloch,
+ ¡S¡ seitliche Schläfenöffnung,"
+ (Abbildung 436)
+
+ geändert wurde "¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Ju¡ Jugale,
+ ¡Qj¡ Quadratojugale, ¡Q¡ Quadratum,"
+ in "¡Ptf¡ Postfrontale, ¡Ju¡ Jugale,
+ ¡QJ¡ Quadratojugale, ¡Qu¡ Quadratum,"
+ (Abbildung 439)
+
+ geändert wurde "¡Trachodon Foulkei¡ Leidy. Ob. Kreide. New-Yersey."
+ in "¡Trachodon Foulkei¡ Leidy. Ob. Kreide. New-Jersey."
+ (Abbildung 440)
+
+ geändert wurde "¡Trachodon breviceps¡ Marsh. Ob. Kreide. Montana.
+ ¡A¡ rechtes Dentale des Unterkiefers von innen.
+ ¡B¡ von oben, 1/4 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)"
+ in "¡Trachodon breviceps¡ Marsh. Ob. Kreide. Montana.
+ ¡A¡ rechtes Dentale des Unterkiefers von innen,
+ ¡B¡ von oben, 1/4 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)"
+ (Abbildung 441)
+
+ geändert wurde "Skelett von ¡Stegosaurus ungulatus¡ Marsh. Untere
+ Kreide. Kolorado. 1/60 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)"
+ in "Skelett von ¡Stegosaurus ungulatus¡ Marsh. Untere
+ Kreide. Colorado. 1/60 nat. Gr. (Nach ~Marsh~.)"
+ (Abbildung 444)
+
+ geändert wurde "Erster Halswirbel (Atlas) vom Hund (von oben)
+ ¡d¡ verbreiterter Querfortsatz, ¡v¡ Arterienkanal,
+ ¡sn¡ Nervenkanal."
+ in "Erster Halswirbel (Atlas) vom Hund (von oben).
+ ¡d¡ verbreiterter Querfortsatz, ¡v¡ Arterienkanal,
+ ¡sn¡ Nervenkanal."
+ (Abbildung 472)
+
+ geändert wurde "¡cd¡ Unterkiefer-Condylus, ¡a¡ angulus."
+ in "¡cd¡ Unterkiefercondylus, ¡a¡ angulus."
+ (Abbildung 477)
+
+ geändert wurde "Rechtes Schulterblatt vom Hund. ¡s¡ Kamm (spina
+ scapulae), ¡a¡ Acromion, ¡c¡ Coracoidfortsatz,
+ ¡g¡ Gelenkfläche, ¡v¡ vorderer (Coracoid Rand,
+ ¡h¡ hinterer (Glenoidal-) Rand, ¡o¡ oberer Rand."
+ in "Rechtes Schulterblatt vom Hund. ¡s¡ Kamm (spina
+ scapulae), ¡a¡ Acromion, ¡c¡ Coracoidfortsatz,
+ ¡g¡ Gelenkfläche, ¡v¡ vorderer (Coracoid-) Rand,
+ ¡h¡ hinterer (Glenoidal-) Rand, ¡o¡ oberer Rand."
+ (Abbildung 478)
+
+ geändert wurde "Linkes Calcaneum ¡A¡ vom Hund, ¡B¡ von ¡Macrauchenia¡.
+ ¡tc¡ tuber calcis, ¡su¡ Sustenta culum,
+ ¡as¡ sustentaculare"
+ in "Linkes Calcaneum ¡A¡ vom Hund, ¡B¡ von ¡Macrauchenia¡.
+ ¡tc¡ tuber calcis, ¡su¡ Sustentaculum,
+ ¡as¡ sustentaculare"
+ (Abbildung 487)
+
+ geändert wurde "¡Tylacoleo carnifex.¡ Owen. Schädel von der Seite.
+ 1/5 nat. Gr. Pleistocän. Queensland (nach Owen.)"
+ in "¡Thylacoleo carnifex.¡ Owen. Schädel von der Seite.
+ 1/5 nat. Gr. Pleistocän. Queensland (nach ~Owen~.)"
+ (Abbildung 513)
+
+ geändert wurde "¡Triconodon mordax¡ Owen. Purbeck-Schichten von
+ Durdlestone Bay, Dorset. ¡A¡ Unterkiefer (nat. Gr.)
+ nach ~Owen~. ¡B¡ Oberkieferzähne und Unterkiefer 2/1
+ restauriert. (Nach ~Osborn~.)"
+ in "¡Triconodon mordax¡ Owen. Purbeck-Schichten von
+ Durdlestone Bay, Dorset. ¡A¡ Unterkiefer (nat. Gr.)
+ nach ~Owen~. ¡B¡ Oberkieferzähne und Unterkiefer. 2/1
+ restauriert. (Nach ~Osborn~.)"
+ (Abbildung 516)
+
+ geändert wurde "¡Amphitherium Prevosti¡ Blv. Dogger. Stonesfield bei
+ Oxford. Linker Unterkiefer von außen, ¡a¡ in nat. Gr.,
+ b vergr. (Nach ~Owen~.)"
+ in "¡Amphitherium Prevosti¡ Blv. Dogger. Stonesfield bei
+ Oxford. Linker Unterkiefer von außen, ¡a¡ in nat. Gr.,
+ ¡b¡ vergr. (Nach ~Owen~.)"
+ (Abbildung 517)
+
+ geändert wurde "¡Didelphys¡ (¡Oxyomphius¡) ¡frequens¡ H. v. Meyer.
+ Miocän. Eckingen bei Ulm."
+ in "¡Didelphys¡ (¡Oxygomphius¡) ¡frequens¡ H. v. Meyer.
+ Miocän. Eckingen bei Ulm."
+ (Abbildung 523)
+
+ geändert wurde "¡d¡ unten Zahnreihe von außen, vergr.
+ (Nach ~Schlosser.~)"
+ in "¡d¡ untere Zahnreihe von außen, vergr.
+ (Nach ~Schlosser.~)"
+ (Abbildung 538)
+
+ geändert wurde "¡Tricentes subtrigonus¡ Cope. Unterstes Eocän.
+ Torrejonbed Neu-Mexiko. obere und untere Zahnreihe,
+ nat. Gr. (nach ~Matthew~.)"
+ in "¡Tricentes subtrigonus¡ Cope. Unterstes Eocän.
+ Torrejonbed Neu-Mexiko. Obere und untere Zahnreihe,
+ nat. Gr. (nach ~Matthew~.)"
+ (Abbildung 539)
+
+ geändert wurde "¡Aelurodon wheelerianus¡ Cope. Miocän. Süd-Dakota.
+ ¡A¡ obere, ¡B¡ untere Zahnreihe 1/2 nat. Gr.
+ (nach ~Matthew~.)"
+ in "¡Aelurodon wheelerianus¡ Cope. Miocän. Süd-Dakota.
+ ¡A¡ obere, ¡B¡ untere Zahnreihe. 1/2 nat. Gr.
+ (nach ~Matthew~.)"
+ (Abbildung 554)
+
+ geändert wurde "Linker Oberkiefer von unten. 3/5 nat Gr.
+ (Nach ~Gaudry~.)"
+ in "Linker Oberkiefer von unten. 3/5 nat. Gr.
+ (Nach ~Gaudry~.)"
+ (Abbildung 556)
+
+ geändert wurde "¡Promeles palaeattica¡ Weithofer sp. Unt Pliocän.
+ Pikermi bei Athen."
+ in "¡Promeles palaeattica¡ Weithofer sp. Unt. Pliocän.
+ Pikermi bei Athen."
+ (Abbildung 562)
+
+ geändert wurde "¡Psittacotherium multifragum¡ Cope. Unterstes Eocän
+ Torrejonbed. Neu-Mexico. Schädel und Unterkiefer.
+ 1/3 nat. Gr. (Nach ~Wortman~.)"
+ in "¡Psittacotherium multifragum¡ Cope. Unterstes Eocän.
+ Torrejonbed. Neu-Mexico. Schädel und Unterkiefer.
+ 1/3 nat. Gr. (Nach ~Wortman~.)"
+ (Abbildung 576)
+
+ geändert wurde "¡Hoplophorus Heusseri¡ Amegh. Pampasformation.
+ Argentinien. Schwanzröhre von der Seite. 1/6 nat Gr.
+ (Nach ~Ameghino~.)"
+ in "¡Hoplophorus Heusseri¡ Amegh. Pampasformation.
+ Argentinien. Schwanzröhre von der Seite. 1/6 nat. Gr.
+ (Nach ~Ameghino~.)"
+ (Abbildung 585)
+
+ geändert wurde "¡Hydrochoerus capybara¡ Erxl. Süd-Amerika. Schädel
+ und Unterkiefer,"
+ in "¡Hydrochoerus capybara¡ Erxl. Südamerika. Schädel
+ und Unterkiefer,"
+ (Abbildung 589)
+
+ geändert wurde "¡Pseudosciurus suevicus¡ Hensel. Oligocän (Bohnerz).
+ Eselsberg bei Ulm. ¡A¡ Schädel, ¡B¡ Unterkiefer von
+ aussen, nat. Gr., ¡C¡ obere, ¡D¡ untere
+ Backzähne vergr."
+ in "¡Pseudosciurus suevicus¡ Hensel. Oligocän (Bohnerz).
+ Eselsberg bei Ulm. ¡A¡ Schädel, ¡B¡ Unterkiefer von
+ außen, nat. Gr., ¡C¡ obere, ¡D¡ untere
+ Backzähne vergr."
+ (Abbildung 594)
+
+ geändert wurde "Unterkiefer. 2/3 nat. Gr. (Nach Ameghino.)"
+ in "Unterkiefer. 2/3 nat. Gr. (Nach ~Ameghino~.)"
+ (Abbildung 613)
+
+ geändert wurde "¡Didolodus crassicuspis¡ Ameghino. Obereocän.
+ Notostylops Schichten. Patagonien."
+ in "¡Didolodus crassicuspis¡ Ameghino. Obereocän.
+ Notostylops-Schichten. Patagonien."
+ (Abbildung 606)
+
+ geändert wurde "¡Lophiodon isselense¡ Cuv. Mittel-Eocän. Issel bei
+ Castelnaudary."
+ in "¡Lophiodon isselense¡ Cuv. Mitteleocän. Issel bei
+ Castelnaudary."
+ (Abbildung 617)
+
+ geändert wurde "¡Aceratherium tridactylum¡ Osborn. Oligocän. Oberes
+ White Riverbed. Nebraska Schädel 1/9 nat. Gr.
+ (Nach ~Osborn~.)"
+ in "¡Aceratherium tridactylum¡ Osborn. Oligocän. Oberes
+ White Riverbed. Nebraska. Schädel 1/9 nat. Gr.
+ (Nach ~Osborn~.)"
+ (Abbildung 626)
+
+ geändert wurde "¡Hyracotherium leporinum¡ Owen. Unt. Eocän
+ (London.-clay). Herne Bay. Insel Wight. ¡A¡
+ Schädelfragment von unten. ¡B¡ zweiter oberer,
+ ¡C¡ erster unterer Molar 2/1 nat. Gr. (Nach ~Owen~.)"
+ in "¡Hyracotherium leporinum¡ Owen. Unt. Eocän
+ (Londonclay). Herne Bay. Insel Wight. ¡A¡
+ Schädelfragment von unten. ¡B¡ zweiter oberer,
+ ¡C¡ erster unterer Molar. 2/1 nat. Gr. (Nach ~Owen~.)"
+ (Abbildung 633)
+
+ geändert wurde "¡Palaeosyopes major¡ Leidy. Mittel Eocän (Bridgerbed).
+ Green River. Wyoming."
+ in "¡Palaeosyops major¡ Leidy. Mittel Eocän (Bridgerbed).
+ Green River. Wyoming."
+ (Abbildung 646)
+
+ geändert wurde "Pig. 651."
+ in "Fig. 651."
+ (Abbildung 651)
+
+ geändert wurde "¡A¡ ¡Cebochoerus Rütimeyeri¡ Stehlin. Mitteleocäne
+ Bohnerze von Egerkingen, Schweiz Obere Backenzähne
+ nat. Gr. (nach ~Stehlin~.)"
+ in "¡A¡ ¡Cebochoerus Rütimeyeri¡ Stehlin. Mitteleocäne
+ Bohnerze von Egerkingen, Schweiz. Obere Backenzähne
+ nat. Gr. (nach ~Stehlin~.)"
+ (Abbildung 655)
+
+ geändert wurde "¡Hyotherium Sömmeringi¡ v. Meyer. Obermiocän.
+ Eibiswald. Steiermark Oberkiefer. 1/2 nat. Gr.
+ (nach ~Peters~.)"
+ in "¡Hyotherium Sömmeringi¡ v. Meyer. Obermiocän.
+ Eibiswald. Steiermark. Oberkiefer. 1/2 nat. Gr.
+ (nach ~Peters~.)"
+ (Abbildung 657)
+
+ geändert wurde "¡A¡ die zwei hinteren ¡P¡ und der vordertse ¡M¡ des
+ Oberkiefers."
+ in "¡A¡ die zwei hinteren ¡P¡ und der vorderste ¡M¡ des
+ Oberkiefers."
+ (Abbildung 665)
+
+ geändert wurde "(¡T¡ Tibia, ¡F¡ Rudiment der Fibula, ¡Ca¡ Calcaneum,
+ ¡a¡ Astragalus, ¡cb¡+¡sc¡ Cubo-scaphoideum.)"
+ in "(¡T¡ Tibia, ¡F¡ Rudiment der Fibula, ¡Ca¡ Calcaneum,
+ ¡a¡ Astragalus, ¡cb¡ + ¡sc¡ Cubo-scaphoideum.)"
+ (Abbildung 682)
+
+ geändert wurde "¡Cervus¡ (¡Polycladus¡) ¡dicranius Nest¡. Ob. Pliocän.
+ Val d'Arno. Toskana."
+ in "¡Cervus¡ (¡Polycladus¡) ¡dicranius Nesti¡. Ob.
+ Pliocän. Val d'Arno. Toskana."
+ (Abbildung 684)
+
+ geändert wurde "¡Typotherium cristatum¡ Serres. Pampas-Formation.
+ Buenos-Aires, Argentinien."
+ in "¡Typotherium cristatum¡ Serres. Pampasformation.
+ Buenos-Aires, Argentinien."
+ (Abbildung 711)
+
+ geändert wurde "Rio Gallegas. Patagonien. Obere und untere"
+ in "Rio Gallegos. Patagonien. Obere und untere"
+ (Abbildung 718)
+
+ geändert wurde "¡Mixohyrax niloticus¡ Schlosser. Oligocän. Fayum.
+ Ägypten. ¡B¡ Schädel von unten, ¡B¡ Unterkiefer von
+ innen, 1/4 nat. Gr."
+ in "¡Mixohyrax niloticus¡ Schlosser. Oligocän. Fayum.
+ Ägypten. ¡A¡ Schädel von unten, ¡B¡ Unterkiefer von
+ innen, 1/4 nat. Gr."
+ (Abbildung 725)
+
+ geändert wurde "¡Stegodou insignis¡ Falcon. Siwalik. Ost-Indien.
+ Oberer Molar, der Länge nach durchgeschnitten."
+ in "¡Stegodon insignis¡ Falcon. Siwalik. Ostindien.
+ Oberer Molar, der Länge nach durchgeschnitten."
+ (Abbildung 735)
+
+ geändert wurde "¡C¡ Mousterien, nat. Gr. ¡D¡ Magdalénien, nat. Gr."
+ in "¡C¡ Moustérien, nat. Gr. ¡D¡ Magdalénien, nat. Gr."
+ (Abbildung 747)
+
+ geändert wurde "¡Newberry J. S.¡, Palaeozoic fishes of N. Amerika.
+ Washington 1889."
+ in "¡Newberry J. S.¡, Palaeozoic fishes of N. America.
+ Washington 1889."
+ (Fußnote 2)
+
+ geändert wurde "fast dieselbe Zusammensetzung haben im gleichen Lager
+ gefundenen Coccosteus-Reste."
+ in "fast dieselbe Zusammensetzung haben im gleichen Lager
+ gefundene Coccosteus-Reste."
+ (Fußnote 6)
+
+ geändert wurde "Part III. No. 32. 1899) und Ders., Supplementary
+ Report. ibid. Nr. 33. 1900."
+ in "Part III. No. 32. 1899) und Ders., Supplementary
+ Report. ibid. No. 33. 1900."
+ (Fußnote 8)
+
+ geändert wurde "of Forfarshire. (Trans. Roy. Soc. Edinburgh. Vol.
+ XXXIX. Part III. Nr. 21. 1899.)"
+ in "of Forfarshire. (Trans. Roy. Soc. Edinburgh. Vol.
+ XXXIX. Part III. No. 21. 1899.)"
+ (Fußnote 10)
+
+ geändert wurde "¡Lankaster R.¡ u. ¡Powrie J.¡, Palaontograph. Soc.
+ 1868. A monograph of the fishes of the old red
+ sandstone. -- ¡Rohon V.¡, Die obersilurischen Fische
+ von Oesel. Mem. Acad. Imp. Pétersbourg. 1892. Bd. 38.
+ No. 13. 1893. 40. Bd. No. 5. Zur Kenntnis der
+ Tremataspiden. Mélanges géol. et paleónt. Pétersbourg
+ 1893. Weitere Mitteil. über die Gattung Thyestes.
+ Bull. Acad. Imp. Pétersbourg. (5. Ser.) Bd. IV. 1896."
+ in "¡Lankaster R.¡ u. ¡Powrie J.¡, Palaeontograph. Soc.
+ 1868. A monograph of the fishes of the old red
+ sandstone. -- ¡Rohon V.¡, Die obersilurischen Fische
+ von Oesel. Mem. Acad. Imp. Pétersbourg. 1892. Bd. 38.
+ No. 13. 1893. 40. Bd. No. 5. Zur Kenntnis der
+ Tremataspiden. Mélanges géol. et paléont. Pétersbourg
+ 1893. Weitere Mitteil. über die Gattung Thyestes.
+ Bull. Acad. Imp. Pétersbourg. (5. Ser.) Bd. IV. 1896."
+ (Fußnote 13)
+
+ geändert wurde "¡A. Smith Woodward¡. Catalogue of the fossil fishes.
+ Part. I. 1889. Part. II. 1891. Hier ausführliche
+ Literaturangaben."
+ in "¡A. Smith Woodward¡, Catalogue of the fossil fishes.
+ Part. I. 1889. Part. II. 1891. Hier ausführliche
+ Literaturangaben."
+ (Fußnote 19)
+
+ geändert wurde "¡Reis, O.¡ Über die Kopfstacheln von ¡M. armata.¡
+ Geogn. Jahreshefte. München 1891."
+ in "¡Reis O.¡, Über die Kopfstacheln von ¡M. armata.¡
+ Geogn. Jahreshefte. München 1891."
+ (Fußnote 28)
+
+ geändert wurde "¡Browne M.¡, On a fossil fish (Chondrosteus) from
+ Barrow-on-Sear."
+ in "¡Browne M.¡, On a fossil fish (Chondrosteus) from
+ Barrow-on-Soar."
+ (Fußnote 40)
+
+ geändert wurde "¡Hay, O. P.¡, Bibliographie and Catalogue of the foss.
+ Vertebr. of North America."
+ in "¡Hay, O. P.¡, Bibliography and Catalogue of the foss.
+ Vertebr. of North America."
+ (Fußnote 58)
+
+ geändert wurde "¡Miall, L. C.¡, Report on the Structure and
+ classification of the Labyrinthodonts. Rept. of the
+ 42. 43. meet. Brit. Assoc. f. th advanc. of Science.
+ Bradford 1873. Belfast 1874. -- ¡Moodie, R. L.¡, The
+ Lateral Line System in extinct Amphibia. Journ. of
+ Morphol. Vol. XIX. 1908. A. contribut. to a Mongoraph
+ of the extinct Amphibia"
+ in "¡Miall, L. C.¡, Report on the Structure and
+ classification of the Labyrinthodonts. Rept. of the
+ 42. 43. meet. Brit. Assoc. f. the advanc. of Science.
+ Bradford 1873. Belfast 1874. -- ¡Moodie, R. L.¡, The
+ Lateral Line System in extinct Amphibia. Journ. of
+ Morphol. Vol. XIX. 1908. A contribut. to a Monograph
+ of the extinct Amphibia"
+ (Fußnote 58)
+
+ geändert wurde "¡Osborn H. F.¡, Intercentra and Hypapophysis in the
+ cervical region of Mosasaurs, lizards and Sphenodon.
+ Americ. (Nat. 34; Nr. 397. 1900)."
+ in "¡Osborn H. F.¡, Intercentra and Hypapophysis in the
+ cervical region of Mosasaurs, Lizards and Sphenodon.
+ Americ. (Nat. 34; Nr. 397. 1900)."
+ (Fußnote 60)
+
+ geändert wurde "¡Moodie R. L.¡, The lateral line system in extinct.
+ Amphibia. Journ. of Morphology Vol. XIX. Nr. 2."
+ in "¡Moodie R. L.¡, The lateral line system in extinct
+ Amphibia. Journ. of Morphology Vol. XIX. Nr. 2."
+ (Fußnote 63)
+
+ geändert wurde "¡Hay O. P.¡, Bibliographie and Catalogue of the fossil
+ Vertebrata of North America. U. S. Geol. Surv. Bull.
+ 179. 1902."
+ in "¡Hay O. P.¡, Bibliography and Catalogue of the fossil
+ Vertebrata of North America. U. S. Geol. Surv. Bull.
+ 179. 1902."
+ (Fußnote 77)
+
+ geändert wurde "¡Broom R.¡, On an almost perfect skeleton of
+ Pareiasaurus serridens. Annals South. Afric. Mus.
+ Vol. IV. 1903."
+ in "¡Broom R.¡, On an almost perfect skeleton of
+ Pareiasaurus serridens. Annals South Afric. Mus.
+ Vol. IV. 1903."
+ (Fußnote 83)
+
+ geändert wurde "¡Seeley¡, On Pareiasaurus bombidens und the
+ significance of its affinities to Amphibians,
+ Reptiles and Mammals."
+ in "¡Seeley¡, On Pareiasaurus bombidens and the
+ significance of its affinities to Amphibians,
+ Reptiles and Mammals."
+ (Fußnote 83)
+
+ geändert wurde "¡Broom R.¡, On the classification of the Theriodonts
+ and their allies. Rpt. South. Afric, Assoc. Advanc,
+ Science 1903. On an almost perfect skull of a new
+ primitive Theriodont. (Lycosuchus Vanderrieti).
+ Transact. South. Afric. Philos. Soc. 1903. On the
+ remains of Lystrosaurus etc. Rec. Alb. Mus. Vol. I.
+ 1903. On two new Therocephalian Reptiles. ibid. 1904.
+ On the structure and affinities of the Endothiodont
+ Reptiles ibid. 1904 (Vol. XVI)."
+ in "¡Broom R.¡, On the classification of the Theriodonts
+ and their allies. Rpt. South Afric. Assoc. Advanc.
+ Science 1903. On an almost perfect skull of a new
+ primitive Theriodont. (Lycosuchus Vanderrieti).
+ Transact. South Afric. Philos. Soc. 1903. On the
+ remains of Lystrosaurus etc. Rec. Alb. Mus. Vol. I.
+ 1903. On two new Therocephalian Reptiles. ibid. 1904.
+ On the structure and affinities of the Endothiodont
+ Reptiles. ibid. 1904 (Vol. XVI)."
+ (Fußnote 88)
+
+ geändert wurde "On Dicynodont Reptiles Philos. Trans. 1862. Vol. CLII"
+ in "On Dicynodont Reptiles. Philos. Trans. 1862.
+ Vol. CLII"
+ (Fußnote 88)
+
+ geändert wurde "¡Williston¡ and ¡Case¡, Kansas Mosasauridae. pt. I. u.
+ II. Kansas University Quaterly 1892. 1893. 1895."
+ in "¡Williston¡ and ¡Case¡, Kansas Mosasauridae. pt. I. u.
+ II. Kansas University Quarterly 1892. 1893. 1895."
+ (Fußnote 92)
+
+ geändert wurde "¡Stromer E.¡, Neue Forsch. über fossile lungenatmende
+ Meeresbewohner. Fortschritte der naturwissenschafll.
+ Forsch. 2. Bd. Berlin, Urban & Schwarzenberg.
+ 1910. -- ¡Theodori C.¡, Beschreibung des kolossalen
+ Ichthyosaurus trigonodon in der
+ Lokal-Petrefaktensammlung zu Banz. München
+ 1854. -- ¡Wiman C.¡, Ichthyosaurier aus der Trias
+ Spitzbergens. Bull. Geol. Inst. Upsala. Vol. X.
+ 1910. -- ¡Woodward A. S.¡, Outlines of Vertebrate
+ Palaeontology Cambridge 1898. -- ¡Yakowlew N.¡, Neue
+ Funde von Trias-Saurien auf Spitzbergen. Verhandl.
+ d. k. r. mineral. Gesellsch. Bd. 40. 1902 u.
+ Bd. 41. 1904."
+ in "¡Stromer E.¡, Neue Forsch. über fossile lungenatmende
+ Meeresbewohner. Fortschritte der naturwissenschaftl.
+ Forsch. 2. Bd. Berlin, Urban & Schwarzenberg.
+ 1910. -- ¡Theodori C.¡, Beschreibung des kolossalen
+ Ichthyosaurus trigonodon in der
+ Lokal-Petrefaktensammlung zu Banz. München
+ 1854. -- ¡Wiman C.¡, Ichthyosaurier aus der Trias
+ Spitzbergens. Bull. Geol. Inst. Upsala. Vol. X.
+ 1910. -- ¡Woodward A. S.¡, Outlines of Vertebrate
+ Palaeontology Cambridge 1898. -- ¡Yakowlew N.¡, Neue
+ Funde von Trias-Sauriern auf Spitzbergen. Verhandl.
+ d. k. r. mineral. Gesellsch. Bd. 40. 1902 u.
+ Bd. 41. 1904."
+ (Fußnote 96)
+
+ geändert wurde "¡Sauvage¡, Recherches sur les vertébrés du
+ kimméridgien supérieur de Fumel. Mém. d. l. Soc. geol.
+ d. France. 9. Fasc. 4. Mém. 25. 1902."
+ in "¡Sauvage¡, Recherches sur les vértébrés du
+ kimméridgien supérieur de Fumel. Mém. d. l. Soc. geol.
+ d. France. 9. Fasc. 4. Mém. 25. 1902."
+ (Fußnote 96)
+
+ geändert wurde "Ann. Magaz. Nat-Hist. Ser. 6. Vol. XV. 1895,
+ ferner ibid."
+ in "Ann. Magaz. Nat. Hist. Ser. 6. Vol. XV. 1895,
+ ferner ibid."
+ (Fußnote 97)
+
+ geändert wurde "¡Owen Rich.¡, Monograph of the Reptilia of the liassic
+ formations. Sauropterygia. Palaeontographical Society
+ und Fossil Reptilia of the Cretacoous formations. Pal.
+ Soc. p. 58-68 und Supplement Nr. IV. -- ¡Riabinin A.¡,
+ 2 Plesios. aus der Jura- u. Kreide-Abl. Rußlands. Mém.
+ Com. Geol. N. Ser. 41-50. 1908-09. -- ¡Seeley H. G.¡,
+ Ann. Mag. nat. hist. 3 ser. XV. p. 49 und
+ 232. -- Quarterly-Journal geol. Soc. London Vol. XXX,
+ XXXII. XXXIII. u. XXXVIII und (Shouldergirdle)
+ Proceed. Royal. Soc. 1892 vol. 54 und 1893 vol.
+ 54. -- ¡Sollas W.¡ (and ¡Whidborne¡) On a new species
+ of Plesiosaurus etc. Quart-Journ. geol. Soc.
+ London 37. 1881."
+ in "¡Owen Rich.¡, Monograph of the Reptilia of the liassic
+ formations. Sauropterygia. Palaeontographical Society
+ und Fossil Reptilia of the Cretaceous formations. Pal.
+ Soc. p. 58-68 und Supplement Nr. IV. -- ¡Riabinin A.¡,
+ 2 Plesios. aus der Jura- u. Kreide-Abl. Rußlands. Mém.
+ Com. Geol. N. Ser. 41-50. 1908-09. -- ¡Seeley H. G.¡,
+ Ann. Mag. nat. hist. 3 ser. XV. p. 49 und
+ 232. -- Quarterly-Journal geol. Soc. London Vol. XXX,
+ XXXII, XXXIII. u. XXXVIII und (Shouldergirdle)
+ Proceed. Royal. Soc. 1892 vol. 54 und 1893 vol.
+ 54. -- ¡Sollas W.¡ (and ¡Whidborne¡) On a new species
+ of Plesiosaurus etc. Quart. Journ. geol. Soc.
+ London 37. 1881."
+ (Fußnote 97)
+
+ geändert wurde "¡Meyer H. v¡, Palaeontographica 1862. X. 1863. XI."
+ in "¡Meyer H. v.¡, Palaeontographica 1862. X. 1863. XI."
+ (Fußnote 98)
+
+ geändert wurde "¡Seeley H. G.¡, The Mesosauria of South Africa. Quart
+ Journ. Geol. Soc. 1892."
+ in "¡Seeley H. G.¡, The Mesosauria of South Africa. Quart.
+ Journ. Geol. Soc. 1892."
+ (Fußnote 99)
+
+ geändert wurde "Première note sur les Chéloniens oligocènes et
+ néogènes d. l. Belgique Bull. Mus. R. nat.
+ Belg. 1888."
+ in "Première note sur les Chéloniens oligocènes et
+ néogènes d. l. Belgique. Bull. Mus. R. nat.
+ Belg. 1888."
+ (Fußnote 100)
+
+ geändert wurde "¡Fucini A.¡, Le Chelone Sismondai etc.
+ Palaeontographica ital. 15. 1909"
+ in "¡Fucini A.¡, Le Chelone Sismondai etc.
+ Palaeontographica ital. 15. 1909."
+ (Fußnote 100)
+
+ geändert wurde "¡Lörenthey E¡, Zwei neue Schildkrötenarten aus dem
+ Eocän von Kolozsvár. Földteni Közling.
+ Bd. XXXIII. 1903."
+ in "¡Lörenthey E.¡, Zwei neue Schildkrötenarten aus dem
+ Eocän von Kolozsvár. Földteni Közling.
+ Bd. XXXIII. 1903."
+ (Fußnote 100)
+
+ geändert wurde "¡Wodward A. S.¡, On a new Dinosaurian Reptile"
+ in "¡Woodward A. S.¡, On a new Dinosaurian Reptile"
+ (Fußnote 104)
+
+ geändert wurde "¡Gilmore A.¡, Leidyosuchus etc. Proc. U. St. Nat. Mus
+ Vol. 38. 1910. -- ¡Hooley R. W.¡, On the skull and
+ greater Portion of the skeleton of Goniopholis etc.
+ Quart-Journ. Geol. Soc. London 53. 1907."
+ in "¡Gilmore A.¡, Leidyosuchus etc. Proc. U. St. Nat. Mus.
+ Vol. 38. 1910. -- ¡Hooley R. W.¡, On the skull and
+ greater Portion of the skeleton of Goniopholis etc.
+ Quart. Journ. Geol. Soc. London 53. 1907."
+ (Fußnote 105)
+
+ geändert wurde "¡Lortet L.¡, Les Rep. foss d. Bassin du"
+ in "¡Lortet L.¡, Les Rep. foss. d. Bassin du"
+ (Fußnote 105)
+
+ geändert wurde "¡Vaillant Leon¡, Etudes zool. sur les Crocodiliens
+ foss. tertiaires de St. Gérand le Puy, Annales des
+ sciences géolog. 1872. vol. III. -- ¡Voeltzkow A.¡,
+ Biologie u. Entwickl. d. äußeren Körperformen von
+ Croc. madagascariensis. Abhandl. d Senkenbg. naturf.
+ Gesellsch. II. Bd. 1899. ibid. Literatur!"
+ in "¡Vaillant Leon¡, Études zool. sur les Crocodiliens
+ foss. tertiaires de St. Gérand le Puy, Annales des
+ sciences géolog. 1872. vol. III. -- ¡Voeltzkow A.¡,
+ Biologie u. Entwickl. d. äußeren Körperformen von
+ Croc. madagascariensis. Abhandl. D. Senkenbg. naturf.
+ Gesellsch. II. Bd. 1899. ibid. Literatur!"
+ (Fußnote 105)
+
+ geändert wurde "¡Beecher, Chas.¡ The Reconstruction of a Cret. Dinos.
+ Claosaurus etc. Transact. Conn. Ac. Vol. XI. 1902."
+ in "¡Beecher, Chas.¡, The Reconstruction of a Cret. Dinos.
+ Claosaurus etc. Transact. Conn. Ac. Vol. XI. 1902."
+ (Fußote 106)
+
+ geändert wurde "¡Gilmore Cbas.¡, Morosaurus agilis etc. Proc. U. St.
+ Nat. Mus. Vol. 32. Washington 1907."
+ in "¡Gilmore Chas.¡, Morosaurus agilis etc. Proc. U. St.
+ Nat. Mus. Vol. 32. Washington 1907."
+ (Fußote 106)
+
+ geändert wurde "¡Holland U. J.¡, Osteology of Diplodocus Mem. Carn.
+ Mus. Vol. II. 1906."
+ in "¡Holland U. J.¡, Osteology of Diplodocus. Mem. Carn.
+ Mus. Vol. II. 1906."
+ (Fußote 106)
+
+ geändert wurde "Ein primitiver Dinosaurier aus der mittleren Trias v.
+ Elgin. Geol. u. Pal. Abhandl. N F. Bd. VIII (XII)
+ 1910."
+ in "Ein primitiver Dinosaurier aus der mittleren Trias v.
+ Elgin. Geol. u. Pal. Abhandl. N. F. Bd. VIII (XII)
+ 1910."
+ (Fußote 106)
+
+ geändert wurde "¡Lull R.¡, Two new Ceratopsia ibid. Vol. 20. 1905."
+ in "¡Lull R.¡, Two new Ceratopsia. ibid. Vol. 20. 1905."
+ (Fußote 106)
+
+ geändert wurde "¡Marsh O.¡, The Dinosaurs of North America. 16. Ann.
+ Rpt. U. S. Geol. Surw. Washington 1896. -- Zahlreiche
+ Abhandl. in American journ. of Sciences and Arts.
+ 1878-1894. 3. ser. vol. XVI-XLVIII."
+ in "¡Marsh O.¡, The Dinosaurs of North America. 16. Ann.
+ Rpt. U. S. Geol. Surv. Washington 1896. -- Zahlreiche
+ Abhandl. in American Journ. of Sciences and Arts.
+ 1878-1894. 3. ser. vol. XVI-XLVIII."
+ (Fußote 106)
+
+ geändert wurde "Ornitholestes Hermanni etc. Bull. Americ. Mus. Nat.
+ Hist. Vol. 19. 1903. The skull of Creosaurus ibid."
+ in "Ornitholestes Hermanni etc. Bull. Americ. Mus. Nat.
+ Hist. Vol. 19. 1903. The skull of Creosaurus. ibid."
+ (Fußote 106)
+
+ geändert wurde "Palaeont. Soc 1853-61. and Supplements I bis IX.
+ 1858-79."
+ in "Palaeont. Soc. 1853-61. and Supplements I bis IX.
+ 1858-79."
+ (Fußote 106)
+
+ geändert wurde "¡Seeley H. G.¡, Quart. journ. Geol. Soc. 1881 XXXVII
+ p. 620 und ¡Bunzel E.¡, Abhandlg. geol.
+ Reichs-Anstalt. Wien 1871. Bd. V."
+ in "¡Seeley H. G.¡, Quart. Journ. Geol. Soc. 1881 XXXVII
+ p. 620 und ¡Bunzel E.¡, Abhandlg. geol.
+ Reichs-Anstalt. Wien 1871. Bd. V."
+ (Fußote 106)
+
+ geändert wurde "¡Tornier G¡, Über alte und neue Diplodocus-Arbeiten.
+ Monatsberichte d. d. geol. Gesellsch. Bd. 62. 1910."
+ in "¡Tornier G.¡, Über alte und neue Diplodocus-Arbeiten.
+ Monatsberichte d. d. geol. Gesellsch. Bd. 62. 1910."
+ (Fußote 106)
+
+ geändert wurde "¡Ammon L. v.¡, Über ein Flughautexemplar von
+ Rhamphorhynchus. Geognost. Jahreshefte. 21. Bd. 1908.
+ ¡Branca W.¡, Fossile"
+ in "¡Ammon L. v.¡, Über ein Flughautexemplar von
+ Rhamphorhynchus. Geognost. Jahreshefte. 21. Bd.
+ 1908. -- ¡Branca W.¡, Fossile"
+ (Fußnote 109)
+
+ geändert wurde "¡Milne Edwards A.¡, Recherches anatomiques et
+ paléontologiques pour servir á l'historie des oiseaux
+ fossiles de France. Paris 1867 bis 1872."
+ in "¡Milne Edwards A.¡, Recherches anatomiques et
+ paléontologiques pour servir à l'historie des oiseaux
+ fossiles de France. Paris 1867 bis 1872."
+ (Fußnote 110)
+
+ geändert wurde "¡Dames W.¡, Über ~Archaeopteryx~. Paläont. Abhandl.
+ von Dames und Kayser 1884. II. Bd. V. Sitzungsber.
+ d. k preuß. Akad. d. Wiss., Berlin 1897, Bd. 38,
+ p. 818."
+ in "¡Dames W.¡, Über ~Archaeopteryx~. Paläont. Abhandl.
+ von Dames und Kayser 1884. II. Bd. V. Sitzungsber.
+ d. k. preuß. Akad. d. Wiss., Berlin 1897, Bd. 38,
+ p. 818."
+ (Fußnote 113)
+
+ geändert wurde "¡Falconer H.¡ and ¡Cautley P. T.¡, Fauna antiqua
+ sivalensis London 1846-49. -- ¡Filhol H.¡, Ann. sc.
+ géol. 1872 III. 1874. V. 1876. VII. 1877. VIII. 1879.
+ X. 1883. XIV. 1885. XVII. 1891. XXI. -- ¡Flower
+ W. H.¡, Introduction to the Osteology of the Mammalia.
+ 3^{th} ed. London 1885."
+ in "¡Falconer H.¡ and ¡Cautley P. T.¡, Fauna antiqua
+ sivalensis. London 1846-49. -- ¡Filhol H.¡, Ann. sc.
+ géol. 1872. III. 1874. V. 1876. VII. 1877. VIII. 1879.
+ X. 1883. XIV. 1885. XVII. 1891. XXI. -- ¡Flower
+ W. H.¡, Introduction to the Osteology of the Mammalia.
+ 3^{rd} ed. London 1885."
+ (Fußnote 116)
+
+ geändert wurde "¡Scott W. B.¡, On some of the factores of the
+ evolution of Mammalia. Journ. Morph. 1891, p. 739."
+ in "¡Scott W. B.¡, On some of the factors of the
+ evolution of Mammalia. Journ. Morph. 1891, p. 739."
+ (Fußnote 117)
+
+ geändert wurde "¡Scott W. B.¡, The evolution of the premolar teeth,
+ in the Mammalia. Proc. Acad. nat. sc. Philad. 1892,
+ p. 405."
+ in "¡Scott W. B.¡, The evolution of the premolar teeth
+ in the Mammalia. Proc. Acad. nat. sc. Philad. 1892,
+ p. 405."
+ (Fußnote 118)
+
+ geändert wurde "A. Definitives Gebiß: ¡J¡ §3§/§3§, ¡C¡ §1§/§1§,
+ ¡P¡ §4§/§4§ ¡M¡ §3§/§3§ = 44
+
+ oder abgekürzt: §3.1.4, 3§/§3.1.4, 3§ = 44
+
+ B. Milchgebiß: ¡DJ¡: §3§/§3§, ¡DC¡ §1§/§1§,
+ ¡DM¡ §3§/§3§ = 28
+
+ oder abgekürzt: ¡D¡ = §3.1.3.§/§3 1.3.§ = 28."
+ in "A. Definitives Gebiß: ¡J¡ §3§/§3§, ¡C¡ §1§/§1§,
+ ¡P¡ §4§/§4§, ¡M¡ §3§/§3§ = 44
+
+ oder abgekürzt: §3.1.4,3§/§3.1.4,3§ = 44
+
+ B. Milchgebiß: ¡DJ¡ §3§/§3§, ¡DC¡ §1§/§1§,
+ ¡DM¡ §3§/§3§ = 28
+
+ oder abgekürzt: ¡D¡ = §3.1.3.§/§3.1.3.§ = 28"
+ (Fußnote 119)
+
+ geändert wurde "¡Marsh O. C.¡, Amer. Journ. Sc. 1878-81 1889, 1892."
+ in "¡Marsh O. C.¡, Amer. Journ. Sc. 1878-81, 1889, 1892."
+ (Fußnote 123)
+
+ geändert wurde "¡Matthew W. D.¡, Additional observations on the
+ Creodonta Bull. Amer. Mus. New York 1901."
+ in "¡Matthew W. D.¡, Additional observations on the
+ Creodonta. Bull. Amer. Mus. New York 1901."
+ (Fußnote 128)
+
+ geändert wurde "¡Osborn H. F.¡, and ¡Wortman J. L¡, Perissodactyla of
+ the lower Miocene. Bull. Amer. Mus. Nat. Hist.
+ New York 1895, p. 343."
+ in "¡Osborn H. F.¡ and ¡Wortman J. L.¡, Perissodactyla of
+ the lower Miocene. Bull. Amer. Mus. Nat. Hist.
+ New York 1895, p. 343."
+ (Fußnote 142)
+
+ geändert wurde "¡Gaudry A¡, La dentition des ancêtres des Tapirs.
+ Bull. soc. géol. France 1897."
+ in "¡Gaudry A.¡, La dentition des ancêtres des Tapirs.
+ Bull. soc. géol. France 1897."
+ (Fußnote 143)
+
+ geändert wurde "¡Cope E. D.¡, Proceed- Amer. Philos. Soc. 1889.
+ XXVI. -- ¡Depéret Ch.¡, Revion des Hyracotheridés
+ européens. Bull. soc. géol. de France 1901."
+ in "¡Cope E. D.¡, Proceed. Amer. Philos. Soc. 1889.
+ XXVI. -- ¡Depéret Ch.¡, Révision des Hyracotheridés
+ européens. Bull. soc. géol. de France 1901."
+ (Fußnote 145)
+
+ geändert wurde "¡Granger W¡, Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. New York
+ 1906. -- ¡Huxley Th.¡, Adress delivered at the anniv.
+ meet. of the geol. Soc. Quart. journ. 1870."
+ in "¡Granger W.¡, Bull. Amer. Mus. Nat. Hist. New York
+ 1906. -- ¡Huxley Th.¡, Address delivered at the anniv.
+ meet. of the geol. Soc. Quart. journ. 1870."
+ (Fußnote 145)
+
+ geändert wurde "¡Nehring A.¡, Fossile Pferde aus deutsch.
+ Dilluvialabl. Berlin 1884."
+ in "¡Nehring A.¡, Fossile Pferde aus deutsch.
+ Diluvialabl. Berlin 1884."
+ (Fußnote 145)
+
+ geändert wurde "¡Matthew W. B.¡, Mem. Amer. Mus. Nat. Hist. New York.
+ Vol. I. Part. VII 1901."
+ in "¡Matthew W. D.¡, Mem. Amer. Mus. Nat. Hist. New York.
+ Vol. I. Part. VII 1901."
+ (Fußnote 152)
+
+ geändert wurde "¡Osborn H. F.¡ and ¡Wortman J, L.¡. Bull. Amer. Mus.
+ nat. hist. 1892 p. 351."
+ in "¡Osborn H. F.¡ and ¡Wortman J. L.¡, Bull. Amer. Mus.
+ nat. hist. 1892 p. 351."
+ (Fußnote 157)
+
+ geändert wurde "¡Rütimeyer L.¡, Die Rinder der Tertiärepoche. Abh.
+ schweiz. paläont. Ges 1877-78."
+ in "¡Rütimeyer L.¡, Die Rinder der Tertiärepoche. Abh.
+ schweiz. paläont. Ges. 1877-78."
+ (Fußnote 159)
+
+ geändert wurde "Sur les ongulés fossiles del' Argentine, Revista de
+ Jardin zoologico Buenos-Ayres 1894."
+ in "Sur les ongulés fossiles de l'Argentine, Revista de
+ Jardin zoologico Buenos-Aires 1894."
+ (Fußnote 165)
+
+ geändert wurde "¡Ameghino Flor.¡, Sur les Ongulés fossiles
+ del'Argentine. Revista del Jardin zoologico.
+ Buenos-Aires 1894. -- Notices préliminaires sur des
+ On gulés nouveaux des terrains crétacés. Bol. Acad.
+ nacion. de cienc. de Cordoba. T. XVI. 1901."
+ in "¡Ameghino Flor.¡, Sur les Ongulés fossiles
+ de l'Argentine. Revista del Jardin zoologico.
+ Buenos-Aires 1894. -- Notices préliminaires sur des
+ Ongulés nouveaux des terrains crétacés. Bol. Acad.
+ nacion. de cienc. de Cordoba. T. XVI. 1901."
+ (Fußnote 166)
+
+ geändert wurde "¡Lepsius R¡, Halitherium Schinzi. Die fossile Sirene
+ des Mainzer Beckens. Darmstadt 1882."
+ in "¡Lepsius R.¡, Halitherium Schinzi. Die fossile Sirene
+ des Mainzer Beckens. Darmstadt 1882."
+ (Fußnote 170)
+
+ geändert wurde "¡Wortman J. L¡, Studies of Eocene Mammalia in the
+ Marsh Collection. Part. II Primates. Americ. Journ.
+ Of Science. 1903. 1904."
+ in "¡Wortman J. L.¡, Studies of Eocene Mammalia in the
+ Marsh Collection. Part. II Primates. Americ. Journ.
+ Of Science. 1903. 1904."
+ (Fußnote 171)
+
+ geändert wurde "¡Harlé¡ Ed., Une machoire de Dryopithèque. Bull. Soc.
+ géol. France 1898."
+ in "¡Harlé Ed.¡, Une machoire de Dryopithèque. Bull. Soc.
+ géol. France 1898."
+ (Fußnote 173)
+
+ geändert wurde "¡Klaatsch H¡, Die neuesten Ergebnisse der
+ Paläontologie d. Mensch. Zeitschr. f. Ethnol. 1909."
+ in "¡Klaatsch H.¡, Die neuesten Ergebnisse der
+ Paläontologie d. Mensch. Zeitschr. f. Ethnol. 1909."
+ (Fußnote 175)
+
+ geändert wurde "¡Obermaier H.¡, Les restes humaines quaternaires
+ L'Anthr. 1905, 1906."
+ in "¡Obermaier H.¡, Les restes humaines quaternaires.
+ L'Anthr. 1905, 1906."
+ (Fußnote 175)
+
+ geändert wurde "¡Schoetensack¡, Der Unterkiefer des Homo
+ heidelbergensis Leipzig 1908."
+ in "¡Schoetensack¡, Der Unterkiefer des Homo
+ heidelbergensis. Leipzig 1908."
+ (Fußnote 175)
+
+ geändert wurde "Les Grottes de Grimaldi L'Anthr. 1906."
+ in "Les Grottes de Grimaldi. L'Anthr. 1906. ."
+ (Fußnote 175)
+
+ geändert wurde "¡Osborn H. F.¡, The Rise of the Mammalia in North
+ America. Amer. Assoc for advancement of Science.
+ Madison 1893."
+ in "¡Osborn H. F.¡, The Rise of the Mammalia in North
+ America. Amer. Assoc. for advancement of Science.
+ Madison 1893."
+ (Fußnote 177)
+
+ geändert wurde "Cenozoie Mammal Horizons of Western North. America.
+ Bull. U. S. Geolog Survey Nr. 361. 1909."
+ in "Cenozoic Mammal Horizons of Western North. America.
+ Bull. U. S. Geolog Survey Nr. 361. 1909."
+ (Fußnote 177)
+
+
+
+*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 75312 ***