diff options
132 files changed, 17 insertions, 7429 deletions
diff --git a/.gitattributes b/.gitattributes new file mode 100644 index 0000000..d7b82bc --- /dev/null +++ b/.gitattributes @@ -0,0 +1,4 @@ +*.txt text eol=lf +*.htm text eol=lf +*.html text eol=lf +*.md text eol=lf diff --git a/LICENSE.txt b/LICENSE.txt new file mode 100644 index 0000000..6312041 --- /dev/null +++ b/LICENSE.txt @@ -0,0 +1,11 @@ +This eBook, including all associated images, markup, improvements, +metadata, and any other content or labor, has been confirmed to be +in the PUBLIC DOMAIN IN THE UNITED STATES. + +Procedures for determining public domain status are described in +the "Copyright How-To" at https://www.gutenberg.org. + +No investigation has been made concerning possible copyrights in +jurisdictions other than the United States. Anyone seeking to utilize +this eBook outside of the United States should confirm copyright +status under the laws that apply to them. diff --git a/README.md b/README.md new file mode 100644 index 0000000..c73eadf --- /dev/null +++ b/README.md @@ -0,0 +1,2 @@ +Project Gutenberg (https://www.gutenberg.org) public repository for +eBook #56164 (https://www.gutenberg.org/ebooks/56164) diff --git a/old/56164-8.txt b/old/56164-8.txt deleted file mode 100644 index 4cf2dad..0000000 --- a/old/56164-8.txt +++ /dev/null @@ -1,2699 +0,0 @@ -The Project Gutenberg EBook of Das lebende Lichtbild, by Franz Paul Liesegang - -This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most -other parts of the world at no cost and with almost no restrictions -whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of -the Project Gutenberg License included with this eBook or online at -www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have -to check the laws of the country where you are located before using this ebook. - - - -Title: Das lebende Lichtbild - Entwicklung, Wesen und Bedeutung des Kinematographen - -Author: Franz Paul Liesegang - -Release Date: December 11, 2017 [EBook #56164] - -Language: German - -Character set encoding: ISO-8859-1 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS LEBENDE LICHTBILD *** - - - - -Produced by Jana Srna, Matthias Grammel, Norbert H. Langkau -and the Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - - - - - - - - - - _Das - lebende Lichtbild_ - - - _Entwicklung - Wesen und Bedeutung - des - Kinematographen_ - - - _Von F. Paul Liesegang_ - - - _Mit 53 Abbildungen, Modellen für Wunderscheibe, - Lebensrad und Malteserkreuz sowie - mit Taschen-Kinematograph_ - - - _Ed. Liesegang, Düsseldorf_ - _1910_ - - - - -Dieses Heft stellt mit den Figuren oben rechts einen -Taschenkinematograph dar. - -Um ihn in Betrieb zu setzen, biege man die Blätter mit dem Daumen der -rechten Hand zurück und lasse sie durchgleiten, sodaß sie rasch -nacheinander umschlagen. Das Abblättern geht besser vonstatten, wenn man -die Seiten (ohne Umschlag) mit der linken Hand oben, kurz hinter den -Bildern, zusammenkneift. - - - - - [Illustration: Fig. 30. Fig. 31. - - Fig. 32. Fig. 33. - - Malteserkreuz-Modell zum Ausschneiden. Anweisung Seite 28.] - - [Illustration: Fig. 2. Wunderscheibe zum Ausschneiden. Anweisung - Seite 6.] - - [Illustration: Fig. 5. Lebensrad zum Ausschneiden. Anweisung Seite 8.] - - - - - [Illustration: Rückseite Fig. 2.] - - - - - Das lebende Lichtbild - - - Entwicklung, Wesen und Bedeutung - des Kinematographen - - - =Von =F. Paul Liesegang= - - - [Illustration: Dekoration] - - - ED. LIESEGANG'S VERLAG M. EGER, LEIPZIG - - 1910 - - - - -Inhaltsübersicht. - -(Die beigefügten Zahlen bezeichnen die Seiten.) - - - =Vorwort= 3 - - =Die Entwicklung des Kinematographen= 5 - - Einleitung (5). -- Die Wunderscheibe und die Geschichte - ihrer Erfindung (6). -- Das Lebensrad (Stroboskop, Phenakistiskop) - (7). -- Die Wundertrommel (9). -- Taschenkinematograph und - Mutoskop (9). -- Verbindung von Lebensrad und Lichtbilderapparat - (10). -- Die Anfänge der Bewegungsphotographie (11). -- - Herstellung der ersten Reihenaufnahmen durch Muybridge (12). -- - Förderung der Reihenphotographie durch Anschütz (13). -- Marey, - der Begründer der modernen Kinematographie (14). -- Ausbau - der modernen Kinematographie (16). -- - - =Wesen und Wirkungsweise des Kinematographen= 17 - - Wirkungsweise des Aufnahme-Apparates (17). -- Das Filmband - und seine Fertigstellung (18). -- Wirkungsweise des - kinematographischen Wiedergabe-Apparates (19). -- Das Flimmern - und die Mittel zur Behebung (23). -- Konstruktion des - Transport-Mechanismus (26). -- Die Malteserkreuz-Einrichtung - (27). -- Andere Bewegungsmechanismen (29). -- Kinematographen - mit gleichmäßig laufendem Filmband (30). -- Ausstattung des - Kinematograph-Mechanismus (31). -- Der Aufnahme-Apparat (32). -- - - =Das kinematographische Aufnahme-Verfahren= 33 - - Wie man mit der Aufnahme-Kamera arbeitet (33). -- - Aufnahme-Ateliers (34). -- Lebensgeschichte des - Kinematographenfilm (34). -- Wie die Trickfilms hergestellt - werden (39). -- - - =Die Bedeutung des Kinematographen= 43 - - Der Kinematograph als Forscher und Lehrer (43). -- Macht - der kinematographischen Darstellung (43). -- Das - Kinematographen-Theater (44). -- Das Tonbild (44). -- - Fehlerhafte Erscheinungen (46). -- Das lebende Lichtbild - in Schule und Vortragssaal (47). -- Was es an lehrhaften - Films gibt (48). -- Kinematographische Aufnahmen für - Kunstschulen (49). -- Der Kinematographenfilm als - geschichtliche Urkunde (49). -- Das lebende Lichtbild - im Dienste der Reklame (50). -- Der Kinematograph in der - Wissenschaft (50). -- Wirtschaftliche Bedeutung des - Kinematographen (54). -- - - - - -Vorwort. - - -Gelegentlich verschiedener kleinerer und größerer Vorträge, die ich über -die Kinematographie hielt -- auf der 80. Naturforscher-Versammlung in -Cöln, in den Naturwissenschaftlichen Vereinen zu Düsseldorf und Krefeld, -im Gewerbe-Verein zu Essen, auf dem 41. Verbandstag der -Rheinisch-Westfälischen Bildungsvereine zu Wesel, im Künstlerverein -Malkasten und in der Aula der Luisenschule zu Düsseldorf -- machte ich -die Beobachtung, daß in weiten Kreisen ein reges Interesse für dieses -Gebiet herrscht. Und wer auch nur einmal die lebenden Lichtbilder -gesehen hat und etwas Sinn für die »Natur der Dinge« besitzt, wird -fragen: wie kommt die wunderbare Wirkung zustande, wer ist der Erfinder? - -Der Gedanke, es möchten ihrer viele sein, die eine kurze Beantwortung -dieser Frage wünschen, veranlaßte mich, den Inhalt meiner Vorträge, -teilweise ergänzt, in vorliegender Schrift niederzulegen. Ich war mir -dabei bewußt, daß hier die Aufgabe, den Gegenstand verständlich zu -machen, ungleich schwieriger war: beim Vortrage konnte ich alles -demonstrieren -- ich konnte Wunderscheibe, Lebensrad, Projektionsmodell -des Malteserkreuzes und Kinematograph selbst vorführen, während ich hier -auf den toten Buchstaben und die flache Buchillustration angewiesen bin. -Meinem Wunsche, wenigstens einiges Anschauungsmaterial beizugeben, kam -nun der glückliche Umstand zu Hilfe, daß sich verschiedenes aus den -Abbildungen selbst leicht herstellen läßt: der Leser braucht nur die -Figuren der Tafel auszuschneiden und mit Schnur zu versehen bezw. -anzuheften, dann hat er Wunderscheibe, Lebensrad und -Malteserkreuz-Modell. Einen Taschenkinematograph stellt das Heft, so wie -es ist, selbst dar. Außerdem ist ein kleines Stückchen Film beigefügt. - -Bei dem kleinen Umfange der Schrift konnte nur ein gedrängter Überblick -über das Gesamtgebiet der Kinematographie gegeben werden. Näheres über -die Konstruktions-Anordnungen und über die technische Seite überhaupt -findet man in meinem »Handbuch der praktischen Kinematographie«, während -ich die Geschichte der Kinematographie in einer besonderen Arbeit -eingehend behandele. - -Um ein gutes Illustrationsmaterial zu bieten, ließ ich die Klischees mit -einigen Ausnahmen als Holzschnitte neu anfertigen, und zwar zum Teil -nach den Originalabbildungen oder nach besonders entworfenen -Zeichnungen. Verschiedenen Verlegern und Autoren habe ich für die -bereitwillig erteilte Reproduktions-Genehmigung zu danken: Herr Hofrat -Professor Dr. Eder in Wien und der Verlag von Wilh. Knapp in Halle a. S. -gestatteten die Wiedergabe zweier Porträts aus Eder's »Geschichte der -Photographie«, die Firma Léon Gaumont in Paris und die dortige -Zeitschrift L'Illustration die Reproduktion mehrerer Filmbilder, die -Urban-Trading Co. in London die Einfügung eines Bildes aus ihrem -Betriebe, Professor Demeny überließ mir eine Aufnahme, womit ich seine -»Photographie der Sprache« illustrieren konnte. - - =Düsseldorf=, Dezember 1909. - - =Der Verfasser.= - - [Sidenote: Illustration - - Dies Bild stellt in Verbindung mit den folgenden einen - »Taschenkinematograph« dar.] - - - - -Die Entwicklung des Kinematographen. - - -_Einleitung._ - -Die wunderbare Wirkung der kinematographischen Lichtbilder beruht auf -einer Täuschung unseres Auges. Was uns da auf der weißen Wand gezeigt -wird, ist in Wirklichkeit eine große Reihe einzelner Bilder, die den -Gegenstand oder die Szene in immer neuen Momenten einer Bewegung -wiedergeben und die mit sehr großer Geschwindigkeit aufeinander folgen. -Wenn sich nun in unserem Auge die vielen Einzelbilder zu einem einzigen -lebenden Bilde zusammensetzen, so wird das bewirkt durch die »Dauer des -Lichteindruckes«. Unser Auge läßt nämlich einen Eindruck, den es -empfangen hat, nicht sofort wieder fahren, hält ihn vielmehr eine -gewisse Zeit fest, allerdings nur den Bruchteil einer Sekunde. -Infolgedessen werden sehr rasch aufeinander folgende Eindrücke -ineinander verschwimmen. - -Diese Eigenschaft des Auges können wir im täglichen Leben beobachten. -Ihnen wird das folgende Experiment bekannt sein; sonst ist es leicht -anzustellen. Wenn man im Dunkeln ein glimmendes Streichholz (also eines -von der schlechten Sorte!) hinreichend rasch umherschwingt, so sieht man -nicht -- wie man annehmen sollte -- einen sich weiter bewegenden -leuchtenden Punkt, sondern einen feurigen Kreis. - - [Illustration: Fig. 1. Versuch zur Bestimmung der Dauer des - Lichteindruckes.] - -Genauere Untersuchungen hierüber wurden zuerst angestellt von Ritter -d'Arcy im Jahre 1765. Er schwang ein Stück glühender Kohle im Kreise -herum mit zunehmender Geschwindigkeit. Nun kommt ein Moment, wo der -leuchtende Kreis grade geschlossen ist. Dann wissen wir: der -Lichteindruck an einer Stelle, z. B. A in Figur 1, wirkt genau so lange -Zeit nach, als die Kohle für eine Umdrehung braucht. Arcy fand auf diese -Weise, daß die Dauer des Lichteindrucks im Auge ungefähr 1/8 Sekunde -beträgt. - - -_Die Wunderscheibe und die Geschichte ihrer Erfindung._ - -Das erste Bildinstrument, das auf dieser Eigenschaft des Auges beruhte -und das sich rühmen kann, der Urahn des Kinematographen zu sein, war die -im Jahre 1825 erfundene Wunderscheibe, auch Thaumatrop genannt. Es ist -eine Pappscheibe, die beiderseits eine Zeichnung hat, vorn z. B. einen -Vogel und hinten einen Käfig, und die man mittels zweier daran -geknüpfter Fäden in Umdrehung versetzt. Bei rascher Umdrehung sieht man -dann den Vogel im Käfig sitzen. Wenn Sie die Figur 2 der vorgehefteten -Tafel ausschneiden, dann haben Sie eine richtige Wunderscheibe. Sie -müssen nur rechts und links, wo die Punkte sind, ein Loch stechen, zwei -Fäden, je etwa 10 bis 15 cm lang, schneiden und durch jedes Loch einen -solchen Faden ziehen. Die beiden Enden eines jeden Fadens werden am -besten verknotet. Nun nimmt man die Fäden in die Hände und läßt sie -zwischen Daumen und Zeigefinger rollen, wobei dann die Scheibe in rasche -Umdrehung gerät. - - [Illustration: Fig. 3. Wie man beide Seiten einer Münze gleichzeitig - sehen kann.] - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Wie es zur Erfindung der Wunderscheibe gekommen ist, davon erzählt der -englische Mathematiker Babbage ein interessantes Stück. Eines Tages -fragte ihn der berühmte Gelehrte John Herschel, mit dem er zu Tisch saß, -wie man es wohl fertig bringen könne, beide Seiten eines Geldstücks -gleichzeitig zu sehen. Und drauf zeigte er ihm die Lösung der scherzhaft -gestellten Aufgabe, indem er das Geldstück auf dem Tisch kreisen ließ: -ein Experiment, das Sie leicht nachmachen können. Der Versuch läßt sich -auch in der Weise anstellen, wie es Figur 3 veranschaulicht, indem man -nämlich das Geldstück mittels zweier Nadeln hebt und durch Dagegenblasen -in Rotation versetzt. -- Babbage nun erzählte davon seinem Freunde Dr. -Fitton, und dieser zeigte ihm ein paar Tage darauf ein kleines -Spielzeug, das er ausgedacht und womit sich der Herschelsche Versuch -vorzüglich demonstrieren ließ: es war die Wunderscheibe. - - -_Das Lebensrad (Stroboskop, Phenakistiskop)._ - -Die Wunderscheibe wurde bald ein flotter Handelsartikel und fand weite -Verbreitung. So einfach und unscheinbar dies Spielzeug auch war: es war -doch ein wichtiges Prinzip darin festgelegt und es gab zweifellos -mancherlei Anregung. Nun lag das Problem in der Luft, eine größere -Anzahl von Bildern in ähnlicher Weise zu kombinieren, und tatsächlich -wurde die Lösung bald darauf, im Jahre 1832, fast gleichzeitig an zwei -Stellen gefunden. Sowohl Plateau in Gent, wie Professor Stampfer in -Wien, konstruierten unabhängig voneinander das Lebensrad. Der eine -nannte sein Instrument »Phenakistiskop«, der andere »Stroboskop«. - - [Illustration: Fig. 4. Das Lebensrad.] - -Das Lebensrad besteht aus einer runden Pappscheibe, die nach dem Rande -zu in gleichmäßigen Abständen Öffnungen besitzt; darunter sind Bilder -eines und desselben Gegenstandes gezeichnet, die ihn in verschiedenen, -aufeinander folgenden Momenten einer Bewegung darstellen. Die Scheibe -ist, wie Fig. 4 zeigt, um eine horizontale Achse drehbar und wird derart -vor einen Spiegel gehalten, daß man durch die Öffnungen hindurch im -Spiegel die Bilder sieht. Bei rascher Umdrehung verschmelzen die Bilder -ineinander und man gewinnt den Eindruck einer sich bewegenden Figur. - -Wenn Sie das Lebensrad nicht aus der Anschauung kennen, so schneiden Sie -doch die Figur 5 der Tafel längs der äußeren Kreislinie aus; dann -schneiden Sie noch ringsum auf der Scheibe mit einem scharfen Messer die -neun schraffierten Schlitze aus: das gibt die Schauöffnungen. (Ist Ihnen -diese Arbeit zu mühselig, so wissen Sie sicher einen Jungen, der's gerne -tut, um auch die hübsche Wirkung zu sehen.) Die Scheibe wird in der -Mitte durchbohrt und dann, am besten mit einem Heftzwecken, die -Bildseite nach außen, auf eine Holzleiste (Lineal oder dergl.) -aufgesteckt, derart, daß sie durch Gegenschlagen mit dem Finger leicht -drehbar ist. Nun hält man die Scheibe (möglichst senkrecht, damit sie -gut läuft) vor einen Spiegel und sorgt dafür, daß die dem Spiegel -zugekehrten Bilder gut beleuchtet sind. Wenn man nun die Scheibe in -Umdrehung versetzt und zunächst nebenher direkt in den Spiegel blickt, -so sieht man nichts von den Figuren; denn sie erscheinen bei der raschen -Bewegung völlig verschwommen. Hält man aber das Auge vor die Scheibe und -schaut durch die Schlitze, so gewinnt man den Eindruck einer sich -bewegenden Figur. Das Auge bekommt dann nämlich durch die Schlitze rasch -nacheinander immer auf einen Moment Bild um Bild zu sehen. Infolge der -Trägheit der Netzhaut verschmelzen nun die Bilder ineinander, und das -Resultat ist ein Bild mit Bewegung. - - [Illustration: Fig. 6. Andere Form des Lebensrades.] - -In der Folge wurden mancherlei Abänderungen von dem Instrument gemacht. -Figur 6 zeigt zunächst eine Ausführung, die Stampfer schon angab. Dabei -werden zwei zusammen rotierende Scheiben benutzt, eine für die -Oeffnungen und die andere für die Bilder. Ein Spiegel ist hier nicht -erforderlich; denn man sieht direkt durch die Schlitze gegen die -Bilder. - - -_Die Wundertrommel._ - - [Illustration: Fig. 7. Die Wundertrommel.] - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Die größte Verbreitung fand die Form, welche als Wundertrommel bekannt -ist. Es ist ein Hohlzylinder mit einem Kranz von Schlitzen; darein wird -ein Papierstreifen gebracht, worauf sich die Bilder befinden (Fig. 7). -Die Trommel wird in rasche Umdrehung versetzt, und wenn man nun durch -die Schlitze sieht, empfängt man den Eindruck eines lebenden Bildes. -Dreimal -- das ist eigenartig -- mußte die Wundertrommel erfunden -werden, bis sie Ende der sechziger Jahre von Amerika aus zur Einführung -gelangte. 1833 wurde sie von Horner unter der Bezeichnung »Daedaleum« -genau beschrieben, 1860 von Desvigne und schließlich 1867 nochmals von -Lincoln patentiert. - - -_Taschenkinematograph und Mutoskop._ - - [Illustration: Fig. 8. Das Mutoskop.] - -Ein ähnliches Schicksal erlebte eine andere Anordnung, der sogenannte -»Taschenkinematograph«, der Ende der neunziger Jahre als Neuheit in den -Handel kam, nachdem er bereits zweimal zuvor, 1868 und 1886, erfunden -worden war. Dieses Heft stellt mit den Bildern in den Ecken oben rechts --- so wie es ist -- einen Taschen-Kinematograph dar. Um ihn in Betrieb -zu setzen, biege man die Blätter mit dem Daumen der rechten Hand zurück -und lasse sie durchgleiten, so daß sie rasch nacheinander umschlagen. -Auf demselben Prinzip beruht das in Figur 8 wiedergegebene Mutoskop, -ein Apparat, den man vielfach in Bahnhöfen findet. Man muß bei diesem -Instrument nach Einwurf eines Groschens eine Kurbel drehen, worauf -dann die Bilder abblättern; sie werden durch eine Vergrößerungslinse -betrachtet. - - -_Verbindung von Lebensrad und Lichtbilderapparat._ - - [Illustration: Fig. 9. Erster Apparat zur Projektion stroboskopischer - Bilder.] - - [Illustration: Fig. 10. Uchatius' zweiter, verbesserter Apparat zur - stroboskopischen Projektion.] - -Der erste, der das Lebensrad mit dem Projektionsapparat in Verbindung -brachte, um »lebende« Bilder auf die Wand zu werfen und einem größeren -Publikum als Lichtbilder zu zeigen, war der österreichische Offizier -Franz von Uchatius. Es ist derselbe Uchatius, der den nach ihm benannten -Bronzestahl erfand. Bei seinem ersten Apparat, der in Figur 9 -schematisch dargestellt ist und der aus dem Jahre 1845 stammt, wurde ein -aus zwei zusammen rotierenden Scheiben bestehendes Lebensrad angewandt, -wovon die eine der Scheiben b mit Schlitzen versehen war, während die -andere a die transparenten Bildchen trug. Ein zweiter leistungsfähigerer -Apparat, den Uchatius anfangs der fünfziger Jahre konstruierte und der -1853 in Wien vorgeführt wurde, besaß eine feststehende Bildscheibe und -davor einen Kranz von Objektiven: für jedes Bild a war ein Objektiv b -vorgesehen (siehe Fig. 10). Lampe und Beleuchtungslinse c konnten -mittels einer Kurbel hinter der Bildscheibe im Kreise umherbewegt -werden, derart, daß die transparenten Bildchen der Reihe nach beleuchtet -und auf die Wand projiziert wurden. Bei raschem Drehen erschienen die -Lichtbilder in so schneller Folge, daß die Zuschauer den Eindruck eines -einzigen lebenden Lichtbildes gewannen. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Das Projektions-Stroboskop, das eine langsam rotierende Bildscheibe und -eine rasch laufende Blendscheibe mit einem Schlitz besitzt -- wie es -heute noch zu Demonstrationen gebraucht wird -- wurde 1871 von dem -Engländer Ross angegeben, nachdem kurz zuvor die Amerikaner Brown und -Heyl sinnreiche Instrumente dieser Art mit ruckweise bewegter -Bildscheibe ausgeführt hatten. In den achtziger Jahren beschäftigte sich -der Franzose Reynaud eifrig mit dem Problem, die Bilder des Lebensrades -in vergrößertem Maßstabe auf der Projektionswand erscheinen zu lassen; -bei seiner eigenartigen, mit einer Spiegeltrommel ausgerüsteten -Einrichtung, die er Praxinoskop-Theater nannte, saßen die transparenten -Bilder auf einer Trommel, später auf einem langen Bande. - - -_Die Anfänge der Bewegungsphotographie._ - - [Illustration: Fig. 11. Aufnahmen »gestellter« Bewegungsmomente für das - Lebensrad.] - -Die Bilder, die man mit dem Lebensrade vorführte, waren zuerst -naturgemäß gezeichnet. Erst in den fünfziger Jahren kam man dazu, die -Photographie zur Herstellung der Bilder heranzuziehen. Die Aufgabe war -für den damaligen Photographen ja auch nicht so leicht: hieß es doch, -von der sich bewegenden Figur sehr rasch nacheinander eine Anzahl -Momentaufnahmen zu machen. Und dazu reichten die Hilfsmittel jener Zeit -keineswegs aus. Auch die Schnellfeuer-Kameras, die im folgenden -Jahrzehnt von verschiedenen Seiten ausgedacht und zum Teil ausgeführt -wurden -- Coleman Sellers, Dumont, Ducos du Hauron und Mollard machten -sich besonders verdient darum -- waren noch nichts nutze: die -photographischen Verfahren hatten eine zu geringe Empfindlichkeit, als -daß man so schnell damit hätte arbeiten können. Man mußte sich -einstweilen in primitiver Weise behelfen. Wie man verfuhr, -veranschaulicht Figur 11; es ist die Wiedergabe einer mir vorliegenden -Bilderreihe, die aus jener Zeit stammt. Davon ist jedes einzelne Bild -durch eine Zeitbelichtung gewonnen. Die Kaffee trinkende Dame mußte also -neunmal eine sorgfältig vorbereitete Stellung einnehmen und jedesmal für -die Belichtung stille halten. Dies Verfahren war gewiss recht -umständlich und konnte unmöglich eine natürliche Wirkung abgeben. - - -_Herstellung der ersten Reihenaufnahmen durch Muybridge._ - - [Illustration: Fig. 12. Eadweard Muybridge.[A]] - -Erst dem amerikanischen Photographen Muybridge (Fig. 12) gelang es Ende -der siebziger Jahre unter Aufbietung gewaltiger Hilfsmittel, richtige -Reihenaufnahmen laufender Tiere zu machen. Er benutzte eine Batterie von -24 photographischen Apparaten, die in einer Reihe nebeneinander standen; -parallel dazu lief die Rennbahn für das Tier. Quer über die Bahn waren, -wie Figur 13 andeutet, 24 dünne Fäden gespannt, die das Tier -nacheinander zerreißen mußte; zu jeder Kamera einer, und zwar war die -Anordnung derart getroffen, daß stets beim Reißen eines Fadens der -Momentverschluß der betreffenden Kamera losging. Auf diese Weise wurden -rasch nacheinander 24 Aufnahmen von dem laufenden Tier gemacht. Eine -Reihe der von Muybridge hergestellten Bilder ist auf dem Lebensrade -(Fig. 5) wiedergegeben; dieselben Bilder sind zu dem -Taschenkinematograph dieses Heftes benutzt. Muybridge soll zu seinen -Arbeiten insgesamt über eine halbe Million photographischer Platten -verarbeitet haben. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - [Illustration: Fig. 13. Einrichtung von Muybridge zur - Reihenphotographie.] - - -_Förderung der Reihenphotographie durch Anschütz._ - - [Illustration: Fig. 14. Ottomar Anschütz.] - - [Illustration: Fig. 15. Teil einer Reihenaufnahme von Anschütz.] - -Die Aufnahmen erregten seinerzeit großes und berechtigtes Aufsehen; doch -wurden die Resultate bald überboten durch Anschütz, den Altmeister der -Momentphotographie (Fig. 14). Anschütz begann 1885 nach ähnlicher -Methode seine Arbeiten und nahm sich ihrer mit großer Energie an. -Während Muybridge bei seinen meisten Aufnahmen nicht viel mehr als -Schattenrisse erhielt, zeigten die Bilder seines deutschen Nachfolgers -alle Abstufungen und Einzelheiten. Ja, die Aufnahmen, von denen Figur 15 -eine Probe zeigt, waren so scharf, daß sie zur Benutzung in dem von -Anschütz erfundenen Schnellseher vergrößert werden konnten. - - [Illustration: Fig. 16. Anschütz' elektr. Schnellseher.] - -Anschütz konstruierte zur Demonstration seiner Bilder noch ein -sinnreiches Instrument, den elektrischen Schnellseher (Fig. 16). Die -einzelnen Bilder, auf Glasplatten oder Zelluloid kopiert, sitzen darin -auf dem Umfange einer schnell rotierenden Scheibe von großem -Durchmesser. Jedesmal wenn sich ein Bild genau gegenüber dem Fensterchen -befindet, durch das die Beschauer blicken, wird es momentan durch eine -Geisler'sche Röhre beleuchtet. - - -_Marey, der Begründer der modernen Kinematographie._ - - [Illustration: Fig. 17. Etienne Jules Marey.[B]] - -Inzwischen fand die Chronophotographie -- so nannte man das Verfahren -zur Herstellung von Reihenbildern -- in Frankreich bedeutende Förderung -durch Professor Marey (Fig. 17). Dieser interessierte sich zunächst für -den Vogelflug, und da die Anordnung von Muybridge hierzu nicht geeignet -erschien, ging er selbst an die Konstruktion zweckmäßiger Apparate. Zu -seinem ersten Modell, der photographischen Flinte aus dem Jahre 1882, -hatte er die Anregung erhalten durch Jansen's photographischen Revolver, -womit dieser berühmte Astronom 1874 den Vorübergang der Venus in einer -Reihe aufeinanderfolgender Momente festgelegt hatte. - - [Illustration: Fig. 18. Marey's photogr. Flinte.] - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Die photographische Flinte und die Art ihrer Handhabung ist in Figur 18 -dargestellt. Vorne im Lauf sitzt das Objektiv, hinten im Bodenstück die -lichtempfindliche Platte. Wenn man auf den Hahn drückt, so bringt ein -Uhrwerk die Platte in Umdrehung, doch geht die Bewegung sprungweise vor -sich, derart, daß ein Stück der Platte nach dem anderen an die -Belichtungsstelle kommt und dort einen Moment anhält. Die Belichtung -wird durch eine gleichzeitig in Gang versetzte Verschlußscheibe -geregelt. Mit diesem Apparat konnten 12 Aufnahmen in der Sekunde gemacht -werden. Die Bilder waren aber nur ein Zentimeter groß und ohne Detail. -Figur 19 zeigt eine Aufnahmeplatte; sie gibt den Flug einer Möve in 12 -Momenten wieder. - - [Illustration: Fig. 19. Aufnahme mit der photogr. Flinte: fliegende - Möve in 12 Momenten (etwa auf die Hälfte verkleinert).] - -Ermutigt, aber nicht befriedigt durch die Erfolge, arbeitete Marey mit -wissenschaftlicher Gründlichkeit weitere neue Methoden aus, die ihm für -seine Untersuchungen über die Bewegungserscheinungen bei Tieren und -Menschen wertvolle Resultate lieferten. 1888 ging er zur Verwendung von -Negativpapierbändern über, die ruckweise durch die Kamera geführt und -auf die in rascher Folge eine große Zahl von Aufnahmen gemacht wurde. -Damit schuf Marey als erster eine Einrichtung, die unserem heutigen -kinematographischen Aufnahme-Apparat entspricht. Sein damaliges Modell -ist in Figur 20 dargestellt, während Figur 21 ein Stück einer damit -gemachten Aufnahme zeigt. - - [Illustration: Fig. 20. Marey's Negativband-Kamera für - Reihenaufnahmen.] - - [Illustration: Fig. 21. Teil einer Reihenaufnahme auf Negativpapier, - hergestellt mit Marey's Kamera.] - -Der Fortschritt war ein enormer! Während Muybridge und Anschütz, um eine -Reihe von 24 Aufnahmen zu gewinnen, 24 photographische Apparate -brauchten, machte Marey dasselbe mit einer einzigen Kamera. Ja, die Zahl -der Bilder war hier nur begrenzt durch die Länge des Negativbandes. - - -_Ausbau der modernen Kinematographie._ - -Von größter Bedeutung für die Entwicklung der Kinematographie wurde die -Einführung des Zelluloid-Filmbandes, die grade in jene Zeit fiel; zwar -war das Material noch weit davon entfernt, so gut zu sein wie heute. -Nunmehr schossen bald an allen Ecken und Enden die Konstruktionen -heraus. Aber den Gebrüdern Lumière blieb es vorbehalten, die lebenden -Lichtbilder populär zu machen. Das war Mitte der neunziger Jahre. An der -Ausarbeitung des modernen Kinematographen sind viele Männer beteiligt; -besonders verdient machten sich darum Skladanowsky und Messter in -Deutschland; Demeny (Marey's Mitarbeiter, vgl. auch Fig. 53) und die -Gebrüder Lumière in Frankreich; Friese Greene (der schon 1889 ins Feld -trat), Birt Acres und Robert Paul in England; Edison, Jenkins, Casler -und Urban in Amerika. Dem einen haben wir dies Teil zu verdanken, dem -anderen jenes. Wir wollen darüber hinweggehen, sonst geraten wir zu sehr -in Einzelheiten. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Die Bezeichnung »Kinematograph«, die aus griechischen Worten hergeleitet -ist: Kinema = die Bewegung (Kinemata = die Bewegungen) und grapho = ich -schreibe, zeichne auf, wurde durch die Gebrüder Lumière eingeführt, -nachdem sie als erster Bouly in einem französischen Patente vom Jahre -1892 angewandt hatte. Von den zahlreichen anderen Namen hat sich -hauptsächlich »Bioskop« (ebenfalls aus dem Griechischen: Bios = das -Leben, und skopeo = ich sehe) erhalten. - -Fußnoten: - -[A] Nach einer Abbildung aus Eder's »Geschichte der -Photographie«, Verlag von Wilh. Knapp, Halle a. S. - -[B] Nach einer in Eder's »Geschichte der Photographie« (Verlag -von Wilhelm Knapp, Halle a. S.) abgebildeten Plaquette. - - - - -Wesen und Wirkungsweise des Kinematographen. - - -_Wirkungsweise des Aufnahmeapparates._ - - [Illustration: Fig. 22. Schema einer Filmkamera.] - -Wie der kinematographische Aufnahmeapparat arbeitet, das können wir uns -am besten klar machen, indem wir einen einfachen Kodak in die Hand -nehmen. Die Anordnung ist in Figur 22 schematisch dargestellt. Auf der -Rolle M sitzt ein lichtempfindliches Filmband; es ist zur Rolle N -geführt, worauf es sich, wenn man die Rolle dreht, aufwickelt. O ist das -Objektiv und S die Verschlußscheibe. Um eine Aufnahme zu machen, gibt -man der Verschlußscheibe eine Umdrehung. Es bewegt sich dann die Öffnung -T am Objektiv vorbei, läßt Licht zu und verursacht damit eine -Belichtung. Nun soll ein zweites Bild gemacht werden. Dazu muß zunächst -der Film durch Drehen der Rolle N um ein Stück, so groß wie das Bildchen -a, weitergezogen werden. Wenn das geschehen ist, wird der -Verschlußscheibe wieder eine Umdrehung gegeben. Ein drittes, viertes, -fünftes Bild usw. erfordert immer wieder dieselben Handgriffe: stets -wird zuerst der Film weitergezogen und dann die Verschlußscheibe -gedreht. - -Denken wir uns nun in die Kamera einen Mechanismus eingebaut, der diese -Handgriffe selbsttätig ausführt, so haben wir den kinematographischen -Aufnahmeapparat, wie er in Figur 23 dargestellt ist. Man braucht nur -eine Kurbel zu drehen, dann schießt der Apparat wie ein -Schnellfeuergeschütz los und macht auf das Filmband in rascher Folge -eine große Anzahl von Aufnahmen. Den Mechanismus wollen wir uns nachher -ansehen. - - [Illustration: Fig. 23. Kinematographische Aufnahme-Kamera.] - - -_Das Filmband und seine Fertigstellung._ - -Der belichtete Film wird in der Dunkelkammer auf einen Rahmen oder eine -Trommel gespannt und wie der Kodakfilm entwickelt, fixiert, ausgewaschen -und getrocknet. Man bekommt dann ein Band mit vielen kleinen -Negativbildern. Von diesem Negativ, von dem Figur 24 ein kleines Stück -in Originalgröße zeigt, gewinnt man durch Kopieren den Positivfilm, wie -er in Figur 25 wiedergegeben ist. Ein Stück Positivfilm ist ferner hier -angeklebt. Die Filmbänder sind an beiden Rändern in regelmäßiger Folge -mit Löchern versehen, und zwar derart, daß auf jedes Bild beiderseits 4 -Löcher kommen. Diese Perforation, die von Edison eingeführt wurde, muß -man anwenden, damit der Mechanismus den Film genau transportieren kann. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Das Filmband ist 3-1/2 cm breit, jedes Bildchen darauf 2-1/2 cm breit -und ungefähr 2 cm hoch. _=Ein=_ Bild sieht fast genau so aus wie das -nächste, erst wenn man mehrere Bilder überfliegt, merkt man einen -Unterschied in der Abbildung. Und das ist kein Wunder, kommen doch -normaler Weise auf die Sekunde 15 bis 20 Aufnahmen. Eine so rasche Folge -der Bilder ist nämlich erforderlich, wenn eine ununterbrochene, schöne -Wiedergabe erzielt werden soll. In der Minute haben wir mithin rund 1000 -Bilder und das macht, da jedes Bildchen etwa 2 Zentimeter hoch ist, ein -Band von ungefähr 20 Meter Länge. Für eine Szene, die 5 Minuten dauert, -braucht man also 100 Meter Film. Das mag auf den ersten Blick viel -erscheinen, aber selbst Aufnahmen von vielen hundert Metern Länge sind -heute nichts Besonderes mehr. - - [Illustration: Fig. 24. Stück eines Film-Negativs in Originalgrösse.] - - [Illustration: Fig. 25. Film-Positiv nach dem Negativ Fig. 24.] - - -_Wirkungsweise des kinematographischen Wiedergabeapparates._ - -Nun wollen wir verfolgen, wie mit Hilfe des Positivfilm die Szene, -welche bei der Aufnahme sich vor der Kamera abspielte, als lebendes -Lichtbild zur Darstellung gebracht wird. Die Anordnung ist im -allgemeinen dieselbe wie bei jedem Projektionsapparat. Links haben wir -in Figur 26 die Laterne mit der Lichtquelle L, am besten einer -Bogenlampe; in der Vorderwand zwei Beleuchtungslinsen K, welche die -Lichtstrahlen sammeln und in einem Kegel nach vorne in das Objektiv O -leiten. Das Objektiv dirigiert die Strahlen derart weiter, daß von dem -transparenten Bildchen B auf der Projektionswand ein scharfes Lichtbild -erzeugt wird. - - [Illustration: Fig. 26. Schema des Lichtbilder-Apparates.] - - [Illustration: Fig. 27. Das Filmband im Lichtbilder-Apparat.] - -Die Vergrößerung ist dabei eine beträchtliche. Wenn das Bildchen, wie -beim Kinematographenfilm, eine Breite von 2-1/2 cm besitzt und der -Projektionsschirm beispielsweise 2-1/2 m breit ist, so haben wir der -Linie nach eine 100 fache, der Fläche nach eine 10000 fache -Vergrößerung; bei 5 m breitem Schirm ist die Flächenvergrößerung gar -eine 40000 fache. Da wird es erklärlich, daß man eine sehr kräftige -Lichtquelle braucht. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -An Stelle des einzelnen Bildchens B bringen wir nun, wie es Figur 27 -veranschaulicht, den Film derart in den Strahlenkegel, daß zunächst das -erste Bildchen a projiziert wird, und jetzt müssen wir, um auf dem -Projektionsschirm die richtige Wiedergabe zu erhalten, das Band in der -gleichen Weise weiter bewegen, wie vorher in unserem Kodak, den wir uns -mechanisch betrieben dachten: der Film bleibt jedesmal einen Augenblick -an der Belichtungsstelle ruhig stehen, dann springt er um ein Bild -weiter, steht wieder ruhig, springt weiter und so fort. Die -Verschlußscheibe brauchen wir auch hier; sie soll nämlich das Objektiv -immer in dem Moment verschließen, wo der Film sich weiterbewegt, damit -wir das Rutschen der Bilder nicht wahrnehmen. - -Wir müssen also in unseren Lichtbilderapparat einen Mechanismus -einbauen, der das Filmband ruckweise weiterbewegt und der bei jedem -Bildwechsel das Objektiv verschließt. Nehmen wir an, ein solcher -Kinematographmechanismus wäre beschafft, und nehmen wir ferner an, der -Mechanismus, gleichgültig wie er sonst konstruiert ist und aussieht, -arbeite in gleichmäßigem »Tempo«: jeder Bildstillstand dauere die -gleiche Zeit wie der Bildwechsel. Schematisch ließe sich dann die -Arbeitsweise des Mechanismus folgendermaßen darstellen, wobei die -ausgezogenen Linien jedesmal den Stillstand und die punktierten Linien -den Wechsel andeuten: - - [Illustration: BILD 1 BILD 2 BILD 3] - -Wenn wir nun zusammen bei dem Apparat säßen, würde ich, um Ihnen die -Wirkung zu zeigen, den Mechanismus zunächst einmal ganz langsam drehen. -Im Apparat würden Sie dann folgenden Vorgang wahrnehmen: Der Film steht -augenblicklich still, trotzdem ich gleichmäßig drehe; nun wandert er um -ein Stückchen weiter; jetzt steht er wieder ruhig, und so geht's immer -ruck, ruck, ruck vorwärts. Dabei bringt jede Bewegung des Filmbandes ein -neues Bild an die Belichtungsstelle, das dann eine gewisse Zeit stehen -bleibt. Blicken wir nun, während ich langsam weiter drehe, auf den -Projektionsschirm, so sehen wir dort in gleichmäßigem Wechsel: Bild -- -dunkel -- nächstes Bild -- dunkel -- nächstes Bild -- dunkel usw. Wir -beobachten, wie jedes Lichtbild einen Augenblick stehen bleibt; von der -Weiterbewegung des Filmbandes können wir hier aber nichts merken, denn -während dieser Zeit blendet immer die Verschlußscheibe die Lichtstrahlen -ab: daher das »dunkel«. - -Alsdann würde ich, damit Sie auch das Weiterrutschen des Filmbandes -sehen, die Verschlußscheibe abnehmen und wiederum ganz langsam drehen. -Nun gibt's auf der Projektionswand: Bild -- Rutschen des Bildes -- -nächstes Bild -- Rutschen -- nächstes Bild -- Rutschen -- usw. So, jetzt -setzen wir die Verschlußscheibe wieder auf und drehen erst langsam, dann -allmählich immer rascher. Da beobachten wir zuerst noch: Bild -- dunkel --- Bild -- dunkel. -- Bald aber, bei rascherem Drehen, kann unser Auge -die einzelnen Bilder und die dunkeln Zwischenpausen nicht mehr -unterscheiden. Ohne daß wir merken, wie es geschieht, gehen die Bilder -ineinander über; das Lichtbild gewinnt Leben, die Figuren bewegen sich. - -Ein kleines Experiment mag Ihnen eine bessere Vorstellung geben von dem, -was ich Ihnen eben gerne praktisch gezeigt hätte. Halten Sie einmal das -linke Auge zu und bewegen Sie die rechte Hand dicht vor dem anderen Auge -hin und her -- zuerst ganz langsam. Da bekommen Sie, genau wie ich es -vom Kinematograph erzählte, Bild -- dunkel -- Bild -- dunkel -- usw. -Fahren Sie nun aber mit der Hand rasch hin und her und blicken dabei -durchs Fenster auf die belebte Straße, so nehmen Sie alles wahr wie -sonst: Sie merken nicht, daß das Auge die Eindrücke nur stoßweise -empfängt, Sie sehen keine Unterbrechungen in den Bewegungen der Menschen -und Wagen, wie Sie doch tatsächlich durch das »Abblenden« mit der Hand -hervorgerufen werden. Genau so ist es beim Kinematograph. Ja, es ist -dieselbe alte Geschichte, wie bei der Wunderscheibe und beim Lebensrad: -unser Auge hält eben jedes einzelne Bild eine kurze Zeit fest, und wenn -die Bilder hinreichend rasch aufeinander folgen, wenn die Lücken -zwischen Bild und Bild hinreichend kurz sind, so füllt das Nachbild -jedesmal die Lücke aus. Die »Dauer des Lichteindruckes«, so nennt man ja -diese Eigenschaft des Auges, schlägt dann gewissermaßen eine Brücke von -Bild zu Bild über die dunkeln Zwischenpausen hinweg. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - -_Das Flimmern und die Mittel zur Behebung._ - -Aber unser Auge, wenn es sich auch täuschen läßt und statt der -sprungweise sich folgenden Einzelbilder ein einziges Bild mit -ununterbrochener Bewegung sieht: es merkt doch, daß da etwas nicht in -Ordnung ist, daß dabei etwas anders ist, als beim Sehen in der Natur; es -nimmt den ewigen Wechsel zwischen Hell und Dunkel wahr und sagt uns: -»das Bild flimmert«. - -Dieses Flimmern wird offenbar verursacht durch den steten Wechsel: Hell --- Dunkel. Wenn auch die »Dauer des Lichteindrucks« über die dunklen -Pausen hinweghilft und gewissermaßen eine Brücke darüber schlägt, so -nimmt doch die Nachwirkung während der Pause an Kraft erheblich ab: die -Brücke geht von der großen Helligkeit des Bildes bergab. Nun kommt -plötzlich ein neues Bild mit großer Helligkeit: da geht es wieder steil -bergauf. Die Verbindung zwischen Bild und Bild ist da; aber es gibt ein -ewiges auf und ab -- und dieses Auf- und Abwogen äußert sich durch das -Flimmern. Schon beim Lebensrade werden Sie das Flimmern bemerkt haben; -aber ist es Ihnen nicht auch bei dem Experiment mit der Hand -aufgefallen? Vielleicht werden Sie dabei schon eine Beobachtung über die -Stärke des Flimmerns gemacht haben. Wenn nicht, dann stellen Sie das -Experiment noch einmal an: linkes Auge zu und rechte Hand vor dem andern -Auge hin und her, zuerst ganz langsam, dann immer rascher; dabei auf -dieses Blatt blicken! Wird nicht das Flimmern um so schwächer, je -rascher Sie die Hand bewegen? -- Nun, man sollte sagen, dies Mittel -müßte auch beim Kinematographen helfen -- könnten Sie es jetzt -probieren, das Experiment würde die Vermutung bestätigen: bei rascherem -Drehen nimmt das störende Flimmern ab. Das wäre also ein einfaches -Aushilfsmittel, diese üble Erscheinung abzuschwächen. Aber man wird bald -erkennen, daß dies Verfahren einen bösen Nachteil hat: die Bewegungen im -lebenden Lichtbilde werden unnatürlich rasch, wirken überstürzt, und -außerdem ist die Vorführung viel schneller zu Ende. Wenn man da abhelfen -wollte, so müßten auch die kinematographischen Aufnahmen entsprechend -schneller gemacht werden, statt 15 bis 20 Bilder müßten wir -beispielsweise 30 bis 40 in der Sekunde aufnehmen. Das geht wohl, doch -dann wird das Filmband doppelt so lang und die Aufnahmen doppelt so -teuer; außerdem werden bei der großen Geschwindigkeit Mechanismus und -Film viel rascher verschleißen. - -Weshalb wird nun aber das Flimmern schwächer, wenn wir den Kinematograph -rascher drehen? Offenbar weil dann die dunkle Pause zwischen Bild und -Bild kürzer wird. Wenn uns die normale Geschwindigkeit (z. B. 15 Bilder -in der Sekunde) folgendes Schema[C] gab: - - [Illustration: A] - -so bekommen wir bei der überstürzten Geschwindigkeit (30 Bilder in der -Sekunde) schematisch folgende Anordnung: - - [Illustration: B] - -Die (punktiert dargestellte) Pause zwischen den Bildern ist hier nur -halb so groß wie vorher; sie ist leichter zu überbrücken, das Auf- und -Abwogen und damit das Flimmern wird schwächer. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Nun ist die Frage: läßt sich dies Resultat nicht auch auf andere Weise -erreichen? Die Zahl der Bilder, die in der Sekunde gezeigt wird, soll -die gleiche bleiben wie in A, nämlich 15; dagegen soll die Pause so -kurz oder besser wohl noch kürzer werden wie in B. Das heißt in anderen -Worten: der Kinematograph-Mechanismus soll den Film innerhalb einer -Sekunde 15 mal still stehen lassen und zwischendurch 15 mal weiterziehen -(wechseln), dabei aber den Bildwechsel, der verdunkelt wird, möglichst -rasch ausführen. Die Lösung ist sehr naheliegend; sie wird schon zum -Ausdruck gebracht durch die Aufgabestellung selbst, und zwar lautet sie -schematisch: - - [Illustration: C] - -Mit anderen Worten: der Kinematograph-Mechanismus muß so arbeiten, daß -er den Film ganz rasch von Bild zu Bild weiterzieht; dafür muß er jedes -einzelne Bild entsprechend länger stehen lassen. Denn wenn 15 Bilder in -der Sekunde gezeigt werden sollen, so kommt immer nach 1/15 Sekunde ein -neues Bild; also müssen ein Bildstillstand und ein Bildwechsel zusammen -1/15 Sekunde einnehmen. Je kürzer mithin der Bildwechsel ist, desto -länger wird der Bildstillstand. Bei der Anordnung, die das Schema C -wiedergibt, nimmt der (punktiert dargestellte) Bildwechsel 1/3 der Zeit -ein, die auf jeden Bildstillstand kommt. Man sagt: wir haben ein Tempo -1: 3, während vorher bei A das Tempo 1: 1 war. Wer Spaß hat am -Bruchrechnen, kann leicht feststellen, wieviel Teilchen einer Sekunde in -beiden Fällen Bildwechsel und Bildstillstand dauern. - -Aber weshalb sollen wir nicht weiter gehen und den Bildwechsel noch -kürzer machen als im Schema C? Je kürzer der Bildwechsel, desto kürzer -ist die Pause zwischen Bild und Bild -- desto geringer muß unserer -Überlegung nach das Flimmern werden. Weshalb sollen wir z. B. nicht ein -Tempo 1: 8 nehmen, wie es das folgende Schema D andeutet, wobei die -Lücken den Bildwechsel und die ausgezogenen Linien die Zeit -veranschaulichen, während welcher das einzelne Bild stillsteht. - - [Illustration: D] - -Wenn wir das Tempo hinreichend stark nehmen -- sollte man sagen -- müßte -das Flimmern schließlich so gut wie ganz verschwinden. Aber einstweilen -haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht: wir arbeiten ganz in -Gedanken und vergessen die Hauptsache, ob sich auch ein -Kinematograph-Mechanismus, der in so starkem Tempo arbeitet, praktisch -ausführen läßt. Da müssen wir schon den Konstrukteur fragen, und der -antwortet: »Gewiß, wir bauen schon seit Jahren unsere Apparate nach -diesem Prinzip und suchen den Wechselvorgang möglichst kurz zu machen. -Indessen können wir dabei nicht beliebig weit gehen. Es gibt praktisch -bald eine Grenze; denn je stärker das Tempo, desto stärker wird die -Beanspruchung des Mechanismus und des Filmbandes, und desto schlimmer -deren Verschleiß. Bedenken Sie doch, daß bei einem Tempo 1: 10 der Film -bei jedem Bildwechsel innerhalb 1/150 Sekunde weitergezogen werden muß, -und das ist ein gehöriger Ruck! Bedenken Sie ferner, daß bei einer -Vorführung, die eine Stunde dauert, der Apparat 60000 mal einen solchen -Ruck auf den Film auszuüben hat. Immerhin können wir mit dem, was heute -praktisch erreicht ist, recht zufrieden sein: bei einem guten -Kinematograph ist das Flimmern doch verhältnismäßig gering.« - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - -_Konstruktion des Transport-Mechanismus._ - -Nachdem wir nun die wesentlichen Anforderungen, die an den -Kinematographen gestellt werden, kennen gelernt haben, wollen wir den -Transport-Mechanismus selbst einmal näher betrachten. Zunächst mag uns -Figur 28 die allgemeine Anordnung vor Augen führen. Der Film sitzt oben -auf einer Spule R und läuft von dort zur Belichtungsstelle T, wo die -Bildchen eines nach dem andern »eingerahmt« und von den Lichtstrahlen -kräftig beleuchtet werden. Darunter kommt der Bewegungsmechanismus, der -dem Film die ruckweise Weiterbewegung gibt; er ist in der Abbildung -durch die Zahntrommel W angedeutet. Unten wickelt sich das Filmband auf -die Spule S wieder auf. Vor dem Objektiv O dreht sich die Blendscheibe -B, die, wie wir wissen, dazu dient, das Weiterrutschen des Filmbandes zu -verdecken. Der Vollständigkeit halber ist die Projektionslaterne nebst -Beleuchtungslinsen C und Lichtquelle L mit eingezeichnet; der -Strahlengang ist durch die punktierten Linien angedeutet. - - [Illustration: Fig. 28. Schematische Anordnung des kinematograph. - Projektions-Apparates.] - - -_Die Malteserkreuz-Einrichtung._ - - [Illustration: Fig. 29. Ruckweise Weiterbewegung d. Filmbandes durch das - Malteserkreuz.] - -Nun der Bewegungsmechanismus! Eine der am meisten benutzten Anordnungen -zur ruckweisen Weiterbewegung des Filmbandes ist das sog. Malteserkreuz, -von dem Figur 29 eine perspektivische Ansicht gibt. Der Film läuft um -die Zahntrommel W, die mit ihren Zähnen in die Löcher des Bandes -eingreift und die es zwingt, alle Bewegungen der Trommel mitzumachen. -Auf der Achse der Zahntrommel sitzt eine Sternscheibe S und dieser wird -durch eine rotierende Stiftscheibe AB periodisch 1/4 Umdrehung erteilt. -Dabei schlägt die Zahntrommel gleichfalls um ein Viertel herum und zieht -den Film immer genau um ein Bild weiter. - -Wie diese Anordnung arbeitet, können Sie sich besser klar machen, indem -Sie sich aus den Figuren 30 bis 33 auf der vorgehefteten Tafel ein -kleines Modell herrichten. Dazu werden die Figuren mit einem scharfen -Messer ausgeschnitten, und zwar recht sorgsam (namentlich das Kreuz). -Die kleine Scheibe (Figur 31) klebt man auf das Kreuz; ferner klebt man -die beiden Scheiben, Figuren 32 und 33, aufeinander, wobei zu beachten -ist, daß der Ausschnitt von Figur 33 auf die punktierte Stelle von Figur -32 kommt. Durch die Mitte eines jeden fertig verklebten Teiles wird ein -Loch gebohrt. Nun legt man zunächst das Kreuz auf ein Brettchen oder -einen starken Karton derart, daß die aufgeklebte kleine Scheibe nach -unten kommt, und steckt durch das Loch eine Nadel hindurch. Dicht -dagegen legt man, wie es Figur 34 andeutet, das andere Teil, die -ausgeschnittene Scheibe nach oben, und steckt dieses ebenfalls fest. Der -Ansatz daran wird hochgebogen. Wenn man nun die Scheibe dreht, so greift -sie mit dem Ansatz in das Kreuz ein (vgl. Fig. 35) und gibt diesem eine -Vierteldrehung. - - [Illustration: Fig. 34. Fig. 35. Wirkungsweise des aus der Tafel (Fig. - 30 bis 33) herzustellenden Malteserkreuz-Modells.] - - [Illustration: Fig. 36. Malteserkreuz für starkes »Tempo«.] - -Wie man beim Malteserkreuz ein stärkeres Tempo erzielen kann, um dadurch -das Flimmern geringer zu machen, deutet Figur 36 an. Man braucht nur die -Eingriffscheibe recht groß zu nehmen. So lange die Sternscheibe mit dem -schraffierten Teil der Scheibe A in Berührung ist, steht sie still; die -Wechslung wickelt sich in der kurzen Zeit ab, wo der Eingriff bei dem -nicht schraffierten Teile in Tätigkeit tritt. Allerdings kann man -praktisch nicht beliebig weit gehen, da sonst die Beanspruchung von -Mechanismus und Film zu groß wird. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - -_Andere Bewegungsmechanismen._ - - [Illustration: Fig. 37. Greifer. Fig. 38. Schläger. Fig. 39. Klemmzug. - Typische Anordnungen zur ruckweisen Weiterbewegung des Filmbandes.] - -Es sind nun noch verschiedene andere Vorrichtungen zur ruckweisen -Weiterbewegung des Filmbandes in Gebrauch; man kann sie kurz als -»Greifer«, »Schläger« und »Klemmzug« oder »Nockenapparat« bezeichnen. -Der »Greifer« besteht aus einer auf- und niedergehenden Gabel, wie sie -in Figur 37 schematisch angedeutet ist. Sie greift in ihrer obersten -Stellung in die Löcher des Filmbandes ein und zieht dieses mit herunter; -unten angekommen, läßt die Gabel den Film los und geht dann »leer« hoch, -um oben wieder einzugreifen und so das Spiel in gleichmäßigem Gange zu -wiederholen. Beim »Schläger«, dessen Anordnung in Figur 38 skizziert -ist, schlägt ein auf der rotierenden Scheibe S sitzender Exzenterstift -in regelmäßigen Zwischenräumen auf den Film und zieht ihn dabei immer um -ein Bild aus der Belichtungsstelle B weiter. Der Nockenapparat besteht -im wesentlichen aus 2 Trommeln Ww (Fig. 39), die so dicht beieinander -stehen, daß der Film eben frei dazwischen hängen kann. Die große -Trommel, welche rotiert, hat an ihrem Umfange einen Nocken E, und -jedesmal wenn dieser gegen die zweite Trommel kommt, wird der Film -eingeklemmt und mitgezogen. Die Zahntrommel R oberhalb der -Belichtungsstelle B schiebt nur genau soviel Film vorwärts, als unten -weiter gezogen werden darf. - - -_Kinematographen mit gleichmässig laufendem Filmband._ - - [Illustration: Fig. 40. Schematische Anordnung. Fig. 41. Apparat von - Jenkins. Kinematograph mit gleichmässig bewegtem Filmband und einer - Reihe rotierender Objektive.] - -Das sind die Hauptkonstruktionstypen, wie wir sie heute im Handel -praktisch angewandt finden. Es gibt nun noch eine große Anzahl anderer -Anordnungen; interessant ist namentlich eine Gruppe von Apparaten, wobei -der Film nicht ruckweise bewegt wird, sondern mit gleichmäßiger -Geschwindigkeit läuft. Ich will davon ein Beispiel geben. Sie sehen in -Figur 40 links den Film, der über zwei Rollen läuft. Davor befindet sich -eine Reihe von Objektiven, die wie ein Kranz auf der Drehscheibe sitzen -und einen Rundlauf machen, um eines nach dem anderen in Tätigkeit zu -treten. Jedes Objektiv läuft eine kleine Strecke in gleicher -Geschwindigkeit mit dem Film zusammen und führt während dieser Zeit die -Belichtung aus. Infolge der gleichmäßigen Mitbewegung hält das Objektiv -das Bild sozusagen auf dem Film fest, und daher bekommen wir eine -vollkommene Schärfe. Bei dieser Anordnung sind ruckweise Bewegungen -vermieden. Sowohl der Film als auch sämtliche Teile des Mechanismus -bewegen sich mit gleichmäßiger Geschwindigkeit. Daher bietet sich hier -die Möglichkeit, den Apparat außerordentlich schnell laufen zu lassen -und eine sehr große Anzahl von Aufnahmen in der Sekunde zu machen, wie -es für bestimmte Zwecke erforderlich ist. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Der Amerikaner Jenkins, dem wir die Ausarbeitung dieses Systems -verdanken, das übrigens Ducos du Hauron 1864 schon angab, machte mit der -in Figur 41 dargestellten Kamera, die 15 Objektive besitzt, über 250 gut -exponierte Aufnahmen in der Sekunde. Der Engländer Maskelyne löste die -Aufgabe in der Weise, daß er in das Objektiv des Apparates ein -rotierendes optisches Organ einbaute, das jedes Bildchen immer eine -kleine Strecke mit dem bewegten Filmband mitführt. Auch hier ist die -Zahl der Bilder, die man in der Sekunde aufnehmen kann, nur begrenzt -durch die Lichtempfindlichkeit des Negativfilm. Aber ebenso wie bei -Jenkins ist die Ausführung sehr kostspielig: ein Apparat dieser Art, den -die britische Artillerie-Prüfungskommission zur Photographie fliegender -Geschosse benutzt, stellte sich auf Mk. 10000. Eine noch höhere -Leistungsfähigkeit erzielte Cranz; ihm gelang es, eine Einrichtung zu -konstruieren, womit in der Sekunde auf den mit 90 Meter Geschwindigkeit -laufenden Film 5000 Bilder gemacht wurden. Dieser Apparat dient -erfolgreich dazu, fliegende Geschosse und ihre Wirkung kinematographisch -aufzunehmen. - - -_Ausstattung des Kinematograph-Mechanismus._ - -Für die gewöhnlichen Zwecke der Kinematographie werden, abgesehen von -unwesentlichen Abänderungen, nur die zuerst besprochenen Konstruktionen -benutzt, die den Film ruckweise weiterbewegen. Wenn man nun einen -vollständigen Kinematograph-Mechanismus ansieht, so findet man noch -allerlei Räderwerk und verschiedenerlei Vorrichtungen daran; namentlich -die für Kinematographentheater bestimmten Apparate werden sozusagen mit -allen Schikanen ausgerüstet. Da ist z. B. für den Schutz des Films -gegen die heißen Lichtstrahlen gesorgt. Das Zelluloid, woraus das -Filmband besteht, ist ein leicht entflammbares Material, und es tritt -daher bei Stillstand des Mechanismus, wo die Strahlen Zeit haben, auf -den Film zu wirken, die Gefahr auf, daß es entzündet wird. Dies wird nun -verhindert durch eine Sperrklappe, die beim Betriebe durch einen -Regulator geöffnet wird und sich selbsttätig schließt, sobald der -Apparat aufhört zu laufen. In Figur 42 ist ein derartiges Modell -wiedergegeben. Figur 43 zeigt einen einfacheren -Kinematograph-Mechanismus in Verbindung mit einer Projektionslaterne, -wie er in Vereinen und Schulen gebraucht wird. Der Antrieb wird bei den -Theaterapparaten in der Regel durch einen kleinen Elektromotor bewirkt, -während man das Werk sonst mit der Hand dreht. - - [Illustration: Fig. 42. Mechanismus eines Theater-Kinematographen.] - - [Illustration: Fig. 43. Einfacherer Kinematograph in Verbindung mit - der Projektionslaterne.] - - -_Der Aufnahmeapparat._ - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Wir wollen uns nun auch den Aufnahmeapparat einmal näher ansehen. Der -lichtempfindliche Film sitzt, wie Figur 44 zeigt, in der oben -angebrachten Kassette, läuft dann um die obere Zahntrommel und wird von -dieser der Belichtungsstelle zugeführt. Vorne im Apparat, hier nicht -sichtbar, befindet sich der Mechanismus, in diesem Falle ein Greifer, -der den Film ruckweise vorwärts bewegt. Der unten stoßweise austretende -Film läuft dann über die zweite Zahntrommel und wird dadurch der unteren -Kassette in gleichmäßiger Bewegung zugeführt. Zu einem vollkommenen -Apparat gehört nun u. U. noch eine Einstellvorrichtung, ein Zähler, der -angibt, wieviel Film belichtet ist, und ein Geschwindigkeits-Anzeiger, -woran der Photograph kontrollieren kann, ob er die Kurbel mit der -richtigen Schnelligkeit dreht. - - [Illustration: Fig. 44. Kinematographischer Aufnahme-Apparat mit - eingespanntem Film (geöffnet).] - -Fußnoten: - -[C] Dieses Schema deutet ebenso wie die folgenden einen Vorgang -an, der sich in 1/5 Sekunde abspielt. - - - - -Das kinematographische Aufnahme-Verfahren. - - -_Wie man mit der Aufnahmekamera arbeitet._ - -Figur 45 zeigt uns den Photographen bei der Arbeit. Das Photographieren -an sich ist einfach, wenn man einmal mit einer Kamera umzugehen weiß. -Der Apparat sitzt auf einem recht kräftigen Stativ, man richtet ihn auf -den Gegenstand und dreht die Kurbel. Wenn sich aber der Gegenstand, wie -hier der Dampfer, fortbewegt, so muß man mit der Kamera nachfolgen, und -dazu gehört Geschick und Übung. Überhaupt werden kinematographische -Aufnahmen dadurch komplizierter, daß während des Belichtens leicht etwas -Unvorhergesehenes eintreten kann. - - -_Aufnahmeateliers._ - -Einstudierte Szenen bieten, wenn sie sich programmäßig abwickeln, bei -der Aufnahme selbst am wenigsten Schwierigkeiten, dagegen schaffen sie -vorher viel Mühe und Arbeit. Die bedeutenderen Filmfabriken haben dazu -riesige Ateliers und beschäftigen ein gut eingeschultes Personal von -Schauspielern, die einem tüchtigen Regisseur unterstellt sind. Viele -tausend Meter Films werden da tagtäglich geschaffen und in alle Welt -hinausgeschickt. - - [Illustration: Fig. 45. Herstellung einer kinematographischen - Aufnahme.] - - -_Lebensgeschichte des Kinematographenfilm._ - -Wenn man nun die Lebensgeschichte des Kinematographenfilm, wie er -nachher durch den Projektions-Apparat läuft, verfolgen will, so muß man -zunächst in eine der großen Zelluloidfabriken gehen. Da wird das -Zelluloid in breiten Bändern und in Längen bis zu 50 Metern gegossen: es -ist eine schwierige Fabrikation, deren Ausarbeitung sehr große Erfahrung -und jahrelange Versuche erforderte. Nur einige wenige Werke vermögen den -Rohfilm in der richtigen Beschaffenheit: fest und geschmeidig, glasklar -und fehlerlos, herzustellen. Noch schwieriger gestaltet sich die -Bereitung eines tauglichen, unverbrennbaren oder doch schwer brennbaren -Filmmaterials, wie es im Zellit vorliegt, das gegenüber dem leicht -entzündlichen Zelluloid große Vorzüge bietet. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -In einem anderen Werke oder in einer anderen Abteilung des ersteren wird -beim Lichte roter Lampen auf das breite Zelluloidband die -lichtempfindliche Emulsion aufgetragen, eine Emulsion derart, wie man -sie für photographische Platten anwendet. Dann läuft das Band durch eine -Schneidemaschine, die es mit Tellermessern in schmale Streifen zerteilt, -wie der kinematographische Apparat sie braucht. Diese Streifen wandern -nun, zu Rollen gewickelt, in die Filmfabrik. Deren erste Arbeit besteht -darin, die Streifen mit der Perforation zu versehen. Das geschieht, -ebenfalls in rot beleuchteten Räumen, durch Perforiermaschinen, die -stündlich viele tausend Löcher einstanzen. In größeren Werken sind deren -mehrere Dutzend in rastloser Tätigkeit. Von diesen Maschinen wird größte -Präzisionsarbeit verlangt: die Abstände der Löcher müssen genau -innegehalten werden; denn die geringste Abweichung würde nachher bei der -Projektion ein Tanzen des Lichtbildes verursachen. Nun sind die Films -gebrauchsfertig und werden dem Photographen übergeben, der sie den -Kassetten seiner Kamera einverleibt. - -Inzwischen herrscht im Aufnahme-Atelier des Werkes eine fieberhafte -Tätigkeit: viele Köpfe und Hände bereiten die Szene vor. Nachdem die -Idee zu dem Stück, sei es Drama, Tragödie oder Komödie, glücklich heraus -ist, nachdem die literarische Abteilung Band um Band der Bibliothek -gewälzt und die Einzelheiten bearbeitet hat, heißt es, das zur -Aufführung erforderliche Material herbeischaffen. Ein Heer von -Tischlern, Malern, Tapezierern und Dekorateuren stellt fertig, was sich -in der Requisitenkammer nicht vorfindet. Die Szenerien werden möglichst -naturgetreu u. realistisch zusammengesetzt. Der Regisseur wählt die -Schauspieler und verteilt die Rollen; der kundige Garderobenverwalter -gibt die Kostüme aus. Nun wird geprobt und instruiert, bis alles klappt. -Hier wird noch ein Versatzstück zurecht gerückt, dort legt in einem der -Ankleideräume der Friseur die letzte Hand an -- endlich kann die -Vorführung stattfinden. - -Kurz, es geht zu wie in einem Theater. Und auch die Ausstattung der -Ateliers ist die wie einer Bühne, aber raffiniert und vollkommen, wie -bei der modernsten Bühne. Ob nun die Szene auf dem Lande oder Wasser -sich abspielt, auf dem Mond oder im Mittelpunkt der Erde; ob es eine -männermordende Schlacht gilt, eine Jagd, ein Schauspiel, Lustspiel oder -ein phantastisches Märchen: für alles ist gesorgt. Aber anders als im -Theater flutet hier durch ein mächtiges Glasdach das Tageslicht hinein, -ergänzt oder, wenn nötig, gar ersetzt durch eine Reihe elektrischer -Lampen von ungeheurer Kraft, deren violettdurchsetzte Strahlen wie -Sonnenbrand in die Haut stechen. Diese Lichtfülle verlangt der -kinematographische Aufnahmeapparat, der als einziger Zuschauer und dabei -als unerbittlich strenger Kritiker der Aufführung beiwohnt: jeder -Fehler, jede falsche Bewegung wird unweigerlich von ihm festgehalten. - -Zu gleicher Zeit arbeitet eine andere Gruppe von Schauspielern draußen -in freier Natur, manchmal weit, weit fort, an der Stätte selbst, wo das -dargestellte geschichtliche Drama sich vor soundsoviel Jahren oder -Jahrhunderten abspielte. Keine Kosten werden gescheut, die historische -Treue zu wahren. In noch größerer Ferne, vielleicht schlimmen -Entbehrungen und bösen Abenteuern ausgesetzt, ist der Reisephotograph -tätig, dem es obliegt, wertvolle Aufnahmen von Land und Volk mit nach -Hause zu bringen. Galt es fremde Erdteile und unbekannte Gegenden -aufzusuchen, so mußte, wie zu wissenschaftlichen Forschungsreisen, eine -regelrechte Expedition ausgerüstet werden, die schon viele Tausende -kostet, ehe es losgeht. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Die Aufnahmen sind gemacht, die Films belichtet. Nun gilt es, die Bänder -zu entwickeln und die Bilder zum Vorschein zu bringen. Diese Arbeit muß -mit großer, großer Sorgfalt geschehen. Denn ein einziger Fehler, eine -einzige Unachtsamkeit könnte die ganze Vorarbeit mit ihren oft -unsäglichen Kosten zunichte machen. Drum herrscht peinlichste -Sauberkeit; alle Einzelheiten des Betriebes sind geregelt und werden -streng überwacht. Anders sieht es da aus, als in der üblichen -photographischen Dunkelkammer; heißt es doch, die Riesenschlangen von -Films zu bändigen und ständig unter Kontrolle zu halten. Während einige -Fabriken sie auf Rahmen spannen, bedienen sich andere Werke großer -Wickel-Trommeln. Die Bäder sind in Porzellanbecken untergebracht -- -Becken so groß wie Badewannen. Zuerst hängt die Trommel über dem -Entwicklerbecken. Sie taucht unten ein und wird durch einen Elektromotor -gedreht, so daß alle Teile gleichmäßig benetzt werden. Sobald die -Entwicklung beendet ist, wandert die Trommel zum nächsten Becken, wo der -Film eine kräftige Wasserspülung erfährt. Das dritte Becken enthält -Fixierbad, dann kommt wieder Wasserspülung, zum Schluß ein Wasserbad mit -Glyzerinzusatz, der dem Film Geschmeidigkeit verleiht. Inzwischen -wandern andere filmbewickelte Trommeln den gleichen Weg von Becken zu -Becken hinterher. - - [Illustration: Fig. 46. Trockenraum einer Filmfabrik.[D]] - -Nun kommen wir wieder ins Helle, in einen großen Raum, wo die Films auf -riesigen Trommeln getrocknet werden. (Fig. 46). Die durchströmende Luft -ist filtriert, damit nur ja kein Stäubchen darauf kommt. Auf das -Trocknen folgt eine sorgsame Prüfung und Reinigung. - -Was wir jetzt haben, ist der fertige Negativfilm, wie ihn Figur 24 -zeigte. Diesen Negativfilm begleiten wir weiter zur Kopierabteilung. Da -schafft man als Arbeitsmaterial für die Maschinen viele Rollen -lichtempfindlicher Films hin, die soeben perforiert worden sind; sie -tragen die Bezeichnung »Positivfilm« und haben eine weniger empfindliche -Emulsion als die zur Aufnahme bestimmten Films. Alle Maschinen -- man -hört's am klappern -- scheinen in emsiger Tätigkeit. Doch an einer -Stelle können wir, so gut es bei dem roten Lichte geht, gerade zusehen, -wie ein Arbeiter frisch ladet, wie er Negativ- und Positivfilm -einspannt, wie der Motor anzieht, und wie nun die beiden Films, Schicht -auf Schicht, Schritt um Schritt am Fensterchen vorbei gezogen werden, wo -eine Glühlampe die Belichtung besorgt. Wie im gesamten Betrieb, geht -auch hier die Arbeit glatt und flott vonstatten. Und auf ein rasches -Arbeiten muß man gerichtet sein; kommt es doch manchmal vor, -- bei -aktuellen Aufnahmen ist dieser Fall nicht selten -- daß der Film noch an -demselben Tage fertig herausgebracht werden soll, um abends im Theater -zur Vorführung zu gelangen. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Die belichteten Positivrollen kommen in den uns bekannten -Entwicklungsraum, und dort winden sich nun wieder die Filmschlangen -durch die sauren Bäder und Wasserbrausen, bis sie ein prächtiges, klares -Bildergewand zeigen, das in die nächste Stube zum Trocknen gehängt wird. -Es folgt dann noch ein großes Reinemachen, wobei Maschinen helfen, und -eine genaue Besichtigung. Manche der Aufnahmen erfahren noch eine -weitere Bearbeitung: mit Hilfe chemischer Tonbäder werden die dunkeln -Partien gefärbt. -- Sie haben solch einfarbige Darstellungen, z. B. -blaue Seestücke mit schneeweißem Gischt, wohl schon gesehen. Oder die -Bänder werden durch einfache Farblösungen gezogen, wobei die ganze -Schicht einen gleichmäßigen Ton annimmt. Andere Films sollen hinwieder -naturfarbig herausgebracht werden. Da heißt es, künstlich Farbe -auftragen. Während dies sonst mit der Hand geschieht, ersetzen die -großen Fabriken das Heer hunderter Koloristinnen durch sinnreiche -Maschinen. Bei diesem maschinellen Verfahren muß man mehrere der Films, -welche die betreffenden Aufnahmen darstellen, opfern. Aus diesen werden -nämlich Schablonen hergestellt, für jede Farbe eine. Der Arbeiter -schneidet dazu mit großem Geschick zunächst aus einem Film, Bild um -Bild, alle die Stücke aus, die rot werden sollen. Dieser Schablonenfilm -läuft nun mit dem zu kolorierenden Film, wobei sich die Bildteile beider -genau decken, durch die Maschine und diese trägt mechanisch durch die -ausgeschnittenen Stücke rote Farbe auf. Dann erhalten ein zweiter, -dritter und wer weiß wie viele Films mit Hilfe derselben Schablone den -gleichen »Aufdruck« in rot. Inzwischen ist der zweite Schablonen-Film -fertig geworden, bei dem alle blauen Stücke ausgeschnitten sind. Nun -wird die ganze Reihe mit diesem »gedruckt«, worauf in gleicher Weise die -übrigen Farben daran kommen. Diese Methode lohnt sich natürlich nur für -einen Betrieb, der eine große Anzahl Films in kolorierter Ausführung -absetzen kann. - -Die fertigen Films, kolorierte, getönte und schwarze, laufen im -Versandraum zusammen. Unterdessen hat die kaufmännische Abteilung die -Reklametrommel gerührt, Filialen in allen Weltteilen haben die ersten -Kopien bekommen und den Interessenten vorgeführt unter der Ankündigung, -daß der Film am soundsovielten verausgabt wird. Die Bestellungen sind -notiert und nun wird geschafft, damit alles zum Termin da ist. Und -gehörig muß geschafft werden, wenn der Film sich als »Schlager« oder -»Kassenmagnet« erwiesen hat. - - -_Wie die Trickfilms hergestellt werden._ - -Was in diesen Filmfabriken alles aufgeführt und photographiert wird, ist -staunenswert. Phantasie und Unternehmungsgeist überbieten sich, immer -Neues und Originelles zu schaffen, seien es nun dramatische -Darstellungen oder Tragödien, Märchen oder Geschichten zum Totlachen. -Sie haben vielleicht mancherlei Derartiges in Kinematographen-Theatern -gesehen. Aber vielleicht haben Sie auch einmal Vorführungen gesehen, die -mit ihren zauberhaften Vorgängen verblüffend wirkten und wobei Sie sich -fragten: wie wird das gemacht? -- Da gibt es z. B. ein Stück, worin ein -Mann an den Wänden heraufkriecht und an der Decke hinläuft. Die Lösung -ist ganz einfach. Bei der Aufnahme werden auf den Boden des Ateliers -abwechselnd Dekorationen gelegt, welche die Seitenwände und die Decke -eines Zimmers darstellen; der Mann kriecht oder läuft darüber und wird -von oben her photographiert. - -Ein beliebter Trick ist die Verwandlung von Personen; sie läßt sich bei -kinematographischen Aufnahmen leicht ausführen. In der Szene, woraus in -Figur 47 ein paar Bilder wiedergegeben sind, verwandelt sich z. B. die -alte Bettlerin in eine Fee. Dazu wurde einfach zwischen dem zweiten und -dritten Bild die Aufnahme unterbrochen; die Bettlerin wirft ein anderes -Gewand über oder wird durch eine andere Person ersetzt, der Photograph -öffnet wieder das Objektiv und dreht weiter. - - [Illustration: Fig. 47. Verwandlungsszene.[E]] - -Noch ein Beispiel! Der Kinematograph führt folgende Szene vor, die in -den Figuren 48 bis 51 angedeutet ist. Ein Betrunkener liegt auf der -Straße. Ein Automobil saust heran und fährt ihm beide Beine ab (Fig. -48). Der Mann schreit nach und schwenkt die Beine in der Luft (Fig. 49). -Das Auto hält, der Insasse läuft heran, er flickt ihm die Beine wieder -an (Fig. 50) und beide ziehen zufrieden von dannen (Fig. 51). -- Nun die -Lösung! Auch hier wird die Aufnahme unterbrochen, und zwar zuerst in dem -Moment, wo das Automobil herangekommen ist. - -Das Auto hält an. Der Betrunkene wird ersetzt durch einen Krüppel, dem -beide Beine fehlen, und ein Paar künstlicher Beine wird davor gelegt. -Die Auswechslung der Personen ist in Figur 52 wiedergegeben. Dann tritt -der kinematographische Apparat wieder in Tätigkeit; das Auto, dessen Weg -genau vorgezeichnet ist, fährt nochmals heran und saust darüber hinweg. -Nachher wird die Aufnahme abermals unterbrochen und der Krüppel wieder -durch den Betrunkenen ersetzt. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - [Illustration: Fig. 48. Szenen aus einem Trickfilm. Fig. 49.] - - [Illustration: Fig. 50. Szenen aus einem Trickfilm. Fig. 51.] - - [Illustration: Fig. 52. Erklärung des Trick: Die Auswechslung der - Personen.] - -Von diesem einfachen Hilfsmittel der Aufnahme-Unterbrechung wird häufig -Gebrauch gemacht. Der Film, geduldig wie er ist, reiht Bild an Bild -auf, wie und wann es dem Photographen gefällt. Und das Publikum bekommt -nachher die Bilder in sausender Folge vorgeführt; es merkt nicht, daß -der Kinematograph lügt, daß da zwischen einzelnen Bildern ganze Stücke -fehlen -- kein Wunder, daß ihm die Vorgänge zauberhaft erscheinen. Da -gibt es die unglaublichsten Sachen zu sehen. Leblose Gegenstände führen -einen Tanz auf; Streichhölzer spazieren aus der Dose, die sich selbst -öffnet, und bauen sich zu Figuren auf; Werkzeuge leisten Arbeit, eine -Säge zerschneidet ein Brett ohne Zutun. -- Wie leicht ist das alles zu -machen, wenn man einmal den Kunstgriff kennt, wie einfach ist die -Erklärung, wenn man einmal weiß, daß die Hilfsvorgänge, die dem -Zuschauer verborgen bleiben sollen, nicht mit photographiert werden! - -Drollige Wirkungen erzielt man durch Rückwärtsdrehen des Filmbandes. -Alle Bewegungsvorgänge kehren sich um. Pferde rennen rückwärts, Steine -rollen bergauf. Der Schwimmer saust mit den Beinen voran aus dem Wasser -und landet auf dem Sprungbrett, dann fliegen ihm die Kleider an den -Leib. Der Raucher saugt den Rauch aus der Luft auf und seine Zigarre -brennt immer länger -- denken Sie es selbst weiter aus! - -Die Hilfsmittel des Photographen sind damit nicht erschöpft. Er schafft -die wunderbarsten Effekte, indem er Aufnahmen kombiniert und -übereinanderdruckt. Dem Träumer erscheinen winzig kleine Feen, die aus -Blumen entsteigen und einen Reigen aufführen; oder es taucht eine -Miniatur-Tänzerin in einem gefüllten Wasserglas auf, um sich dazu zu -bewegen und dann wieder allmählich wie im Nebel zu verschwinden. Kurz, -kein Märchen ist so seltsam, keine Phantasie so erfindungsreich, als daß -nicht der Kinematograph ihr beikäme und die Gedanken in seine -Lichtbilder-Wirklichkeit umzusetzen vermöchte. - -Fußnoten: - -[D] Mit Genehmigung der Charles Urban Trading Co., London. - -[E] Die Figuren 47 bis 52 sind hergestellt nach Aufnahmen der -Firma Léon Gaumont, Paris, und zwar mit Genehmigung der Pariser -Zeitschrift >L'Illustration<, in der sie erschienen. - - - - -Die Bedeutung des Kinematographen. - - -_Der Kinematograph als Forscher und Lehrer._ - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -So bewundernswert nun auch die technischen Leistungen bei solchen -Aufnahmen sein mögen: in diesen Kunststücken darf man nicht den -Hauptwert des Kinematographen suchen. Seine eigentliche Bedeutung liegt -auf anderem Gebiete: In der Hand des Naturfreundes ist der Kinematograph -ein großer Forscher geworden. Er schaut durchs Vergrößerungsglas und -verfolgt das Treiben der kleinen Lebewesen; er belauscht die Vögel in -ihren Nestern; er beobachtet die Pflanzen und Blumen, wie sie wachsen, -verblühen und vergehen; dann wieder sucht er fremde Länder und Völker -auf und studiert ihre Sitten und ihren Sinn, oder er geht mit dem -Techniker in große industrielle Werke. Er sieht alles, schreibt alles -auf seinem Film auf, nichts entgeht ihm. Und so oft man will, erzählt er -alles getreu bis in die kleinsten Einzelheiten wieder. - -Dem Gelehrten vermag der Kinematograph unschätzbare Dienste zu leisten, -indem er festhält, was des Menschen Auge nicht mehr verfolgen, nicht -mehr unterscheiden kann. Und uns steht durch den Kinematographen die -ganze Welt mit ihrem Getriebe offen. Was die Natur im Großen und im -Kleinen nur darbietet, was der Mensch nur erschafft, alles bringt dieser -Wunderapparat vor unser Auge. In spielender Unterhaltung zeigt und lehrt -er innerhalb einer Stunde mehr, als mancher nach langem, schwierigem -Studium beobachtet oder auf kostspieliger, weiter Reise gesehen hat. - - -_Macht der kinematographischen Darstellung._ - -Wie lebendig und überzeugend ist seine »Sprache«! Wer noch nie am Meere -gewesen ist, erhält wohl von einer Photographie oder einem Gemälde einen -Eindruck der unendlichen Wasserfläche; aber erst der Kinematograph zeigt -ihm, wie die mächtigen Wogen dahingehen, wie sie brandend auf den Sand -rollen oder hoch aufschäumend gegen die Felsküste schlagen, zeigt ihm, -wie ein Ozeandampfer hinausfährt oder ein Kriegsschiff manövriert. - -Diese lebendige Sprache verleiht auch dem kinematographischen Drama eine -so mächtige Wirkung. Statt des Phantasiebildes, das wir beim Lesen -gewinnen, drängt sich hier gewissermaßen leibhaftige Wirklichkeit auf. -Ja, da dem »taubstummen« Stücke die Worte fehlen, wird die Handlung -zusammengedrängt: was uns der Roman im Laufe von Stunden erzählt, -wickelt sich hier in Minuten ab -- daher atemlose Spannung von Anfang -bis zu Ende. Kraftvollen Schriftstellern ist das kinematographische -Drama ein vorzügliches Ausdrucksmittel. - - -_Das Kinematographen-Theater._ - -Praktische Anwendung hat der Kinematograph in umfangreichem Maße in den -Kinematographen-Theatern gefunden, besitzt doch bei uns jede Stadt von -soundsoviel tausend Einwohnern mindestens ein solches Theater (wenn -nicht, wie heißt der verwaiste Ort? Interessenten bezahlen den -Nachweis). In den Programms herrschen die dramatischen Darstellungen -vor. Man sucht vielfach volle Häuser zu gewinnen, indem man dem -Sensationsgelüste der Menge entgegenkommt und im Übermaße aufregende, -nervenreizende Stücke bringt. Diese Tendenz zahlreicher Unternehmungen: -»Sensationell um jeden Preis« hat dem Kinematograph einen bösen Ruf -eingebracht und Gegenbewegungen ins Leben gerufen. Gewiß ist auch viel -Erfreuliches zu verzeichnen, vielerlei schöne Aufnahmen werden gezeigt, -die hohen Bildungswert besitzen. Diesen möchte ein größerer Platz -eingeräumt werden. Solange indessen das Volk gerade an den garstigen -Stücken seinen Gefallen bekundet, solange Filmfabriken und Theater -sehen, daß sie damit ihre besten Einnahmen machen, ist eine gehörige -Besserung schwerlich zu erwarten. - - -_Das Tonbild._ - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Im Kinematographen-Theater findet man auch das Tonbild, die Verbindung -von Kinematograph und Sprechmaschine. Der eine Apparat stellt die -bildliche Szene dar, während der andere die Figuren sprechen, singen und -musizieren läßt. Die Aufnahmen dazu mit kinematographischer Kamera und -Grammophon werden getrennt vorgenommen, und zwar erfolgt die eine an -Hand der anderen. Damit sich nun bei der Wiedergabe Bild und Ton genau -decken, damit also nicht die Bewegungen den Worten vorauseilen oder -dahinter zurückbleiben, müssen beide Apparate Hand in Hand -- man sagt -»synchron« -- laufen. Diese Forderung zu erfüllen, werden Sie denken, -ist eine einfache Aufgabe -- gewiß: man braucht nur die Räderwerke von -Kinematograph und Sprechmaschine durch eine geeignete Übersetzung -»zwangläufig« miteinander zu verbinden; dann muß der eine genau mit dem -anderen gehen, er kann nicht vorstreben oder zurückbleiben. Indessen -bietet die praktische Ausführung insofern eine Schwierigkeit, als man -das Grammophon, um die richtige Wirkung zu erzielen, beim -Projektionsschirm, also weit vom Kinematograph entfernt, aufstellt. Aber -auch eine andere Forderung ist schwer mit dieser Lösung in Einklang zu -bringen: die Sprechmaschine muß nämlich mit einer bestimmten -Geschwindigkeit laufen, damit der Ton die richtige Höhe erhält, und sie -ist darin sehr empfindlich -- jede Abweichung bringt einen Mißton. Nun -ist der Kinematograph ein unruhiger Bruder; er läuft nicht so -gleichmäßig: da kommt z. B. einmal eine Klebstelle im Filmband, die -momentan eine geringe Verzögerung der Geschwindigkeit herbeiführt -- in -diesem Augenblick schreit die Sprechmaschine, der Ton geht herunter, um -sofort wieder in die Höhe zu schnellen. Um diesen Übelstand zu -vermeiden, läßt man das Grammophon, so wie es soll, ruhig für sich -laufen und reguliert nun nach seinem Gang mittels einer -Anzeigevorrichtung die Geschwindigkeit des Kinematographen. Derartige -Vorrichtungen -- man nennt sie »Synchronismen« -- gibt es verschiedene. -Hier sind es optische Signale, wonach der Operateur den Gleichlauf -kontrolliert, dort auf elektrischem Wege übertragene Zeichen; bei -anderen hinwieder geschieht die Regelung automatisch: der Motor des -Kinematographen wird selbsttätig in seiner Geschwindigkeit korrigiert, -wenn die Übereinstimmung aussetzt. - - -_Fehlerhafte Erscheinungen._ - -Da wir grade im Kinematographen-Theater sind, höre ich Sie die Frage -stellen: woher kommt es, daß man zuweilen auf dem lebenden Lichtbilde -vorwärts fahrende Wagen mit schleifenden oder gar rückwärts laufenden -Rädern sieht? Nun, suchen wir einmal die Erklärung! Bei der Aufnahme der -Szene machte die kinematographische Kamera etwa 15 Belichtungen in der -Sekunde, also wurde auch das Rad 15 mal in der Sekunde photographiert. -Nun hat sich das Rad zwischen den einzelnen Aufnahmen stets um ein Stück -gedreht, und wenn es der Zufall will, so ist in dieser Zeit immer eine -Speiche genau an die Stelle der nächsten getreten. Da eine Speiche -aussieht wie die andere, bietet dann das Rad auf allen Bildern das -gleiche Aussehen; unser Auge nimmt also keine Bewegung in den Speichen -wahr und wir meinen, das Rad stände still. Nehmen wir nun an, das Rad -laufe etwas langsamer wie vorher. Dann bleibt die Speiche, welche bisher --- in der Zeit von Aufnahme zu Aufnahme -- immer genau an Stelle der -Nachbarspeiche getreten war, etwas gegen diese zurück. Unser Auge -verwechselt nun diese Speichen, die in den aufeinanderfolgenden Bildern -so nahe beieinander sind, und wir nehmen eine langsame Rückwärtsdrehung -wahr. Es brauchte nur eine einzige der Speichen eine abweichende Form zu -besitzen, so fiele die Ursache zu dieser optischen Täuschung fort und -wir würden sehen, wie diese Speichen sich richtig drehen und wie das Rad -vorwärts rollt. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Ferner fragen Sie: manchmal sieht man in den kinematographischen -Darstellungen überhastete Bewegungen! -- Diese Erscheinung tritt ein, -wenn der Vorführer den Apparat zu rasch laufen läßt. Es ist leicht -verständlich: je rascher man den Film durchlaufen läßt, desto schneller -spielt sich die Szene ab. Die Bewegungen können nur dann natürlich -wirken, wenn die Wiedergabe mit der gleichen Geschwindigkeit, also mit -der gleichen Bilderzahl in der Sekunde, erfolgt wie die Aufnahme. -Endlich: woher kommt es, daß man zuweilen im lebenden Lichtbilde ein -unangenehmes Flickern wahrnimmt? -- In solchem Falle wird zur Vorführung -ein alter oder schlecht behandelter Film benutzt, der, wie man sagt, -»verregnet« ist. Mit jedem neuen Bilde, also 15 mal in der Sekunde, -erscheinen immer wieder andere Flecken und Kratzen, die bald hier, bald -dort sitzen und daher auf unser Auge wie ein Gewirre tanzender Mücken -wirken. - - -_Das lebende Lichtbild in Schule und Vortragssaal._ - -Ein großes Anwendungsgebiet steht dem Kinematographen noch offen: die -Schule; sie hat sich des lebenden Lichtbildes bisher noch wenig -angenommen. Und doch stellt der kinematographische Apparat ein -ausgezeichnetes Anschauungsmittel dar, das dem Lehrer große Hilfe bietet -und gleichzeitig eine Erweiterung des Lehrplanes ermöglicht. Praktische -Vorschläge, die auf die Einführung des Kinematographen in die Schule -hinzielen, sind schon ausgearbeitet worden. Das Gleiche gilt vom Hörsaal -der Hochschulen und Universitäten, sowie vom Unterricht in Kunstschulen, -der auch durch geeignete Aufnahmen gewinnen wird. - -In Vereinen und bei öffentlichen Vorträgen, wo die Benutzung des -Lichtbilderapparates fast zur Regel geworden ist, findet man den -Kinematographen schon häufiger. Mag der Vortragsredner auch sprechen -über Länder und Völker, über Tiere und Pflanzen, über technische -Betriebe oder über Luftschiffe und Flugmaschinen -- wenn er nicht das -Objekt selbst demonstrieren kann: gibt es für ihn ein besseres -Anschauungsmittel als das lebende Lichtbild? - -Einer ausgedehnteren Verwendung des Kinematographen in Schule und Verein -steht heute weniger im Wege wie ehedem, wo ein solcher Apparat sehr -kostspielig war. Für einige hundert Mark kann man jetzt schon eine -leistungsfähige praktische Einrichtung erhalten; ist bereits ein -Lichtbilderapparat vorhanden, so kommt man wesentlich billiger weg, -weil dann nur der Mechanismus zu beschaffen ist. Ferner liegt ein -umfangreiches Material an guten, lehrhaften kinematographischen -Aufnahmen vor, deren Zahl ständig vermehrt wird, und es gibt viele -Anstalten, die Films verleihen. - - -_Was es an lehrhaften Films gibt._ - -Alle Weltteile, aller Herren Länder sind in kinematographischen -Darstellungen vertreten. Da gibt es Films von Rom, Pompeji, Venedig, von -Konstantinopel, Moskau und Tiflis; nicht minder solche, die uns Berlin, -London, Paris zeigen. Die berühmten Stätten Palästinas und Egyptens sind -ebenso im lebenden Bilde festgehalten, wie die interessantesten Plätze -aus Indien, China und Japan. Der Rheinfall bei Schaffhausen, die Strudel -des Zambesi und der Niagara haben dem Photographen und seiner -Kurbelkamera »Modell gestanden«; selbst der Südpol ist kinematographisch -erobert, nachdem Shackleton in seiner Nähe erfolgreich Aufnahmen gemacht -hat. Ein gleichfalls großes Kapitel der Filmaufnahmen betrifft die -verschiedenen Völker in ihren Sitten, Gebräuchen und in ihrer -Gewerbetätigkeit, sowie anschließend daran die moderne Technik. -Arabische Töpferei, indische Seilerei, Kriegstänze der Südseeinsulaner, -chinesische Hochzeit, Walfischfang, Krokodiljagd, Straußenzucht, -Gewinnung und Verarbeitung des Tees und der Baumwolle -- vom Felde bis -zum Versand des fertigen Produktes, Betrieb in den Diamantminen -Südafrikas und den Goldgruben Australiens; dann bei uns: Eisengießerei, -Herstellung von Eisenbahnschienen und von Lokomotiven, Wagenbau, -Werkzeugmaschinen in Tätigkeit, Stapellauf eines Dampfers, Herstellung -von Luftballons, die verschiedenen Systeme der Flugmaschinen, -- das -sind lauter Titel von Films, die für Lehranstalten und Vorträge von -großem Wert sind. Für den naturkundlichen Unterricht gibt es Aufnahmen, -wie: die Ameise, die Biene, von der Raupe zum Schmetterling, das Leben -im Sumpfwasser, das Leben im Ei, wilde Vögel in ihren Nestern. Die -medizinische Fakultät findet Anschauungsmaterial in kinematographischen -Aufnahmen von Operationen, wie solche verschiedentlich hergestellt -worden sind. - - -_Kinematographische Aufnahmen für Kunstschulen._ - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -Für Kunstschulen werden Bewegungsstudien der Art von Wert sein, wie sie -Muybridge und Anschütz schon vor 20 bis 30 Jahren schufen (vergl. die -Darstellungen auf dem Lebensrad und in Fig. 15). Aufnahmen von -schreitenden und laufenden Menschen und Tieren, von bewegten Gewändern, -von der wogenden und brandenden See mögen die Beobachtung in der Natur -trefflich ergänzen. Ja, während die wiederholte Beobachtung einer -Bewegung in der Natur dadurch erschwert wird, daß beim zweiten und -dritten Mal die Bewegung nicht die gleiche ist wie zuerst, indem -Zufälligkeiten andere Formen hineinbringen, zeigt der Kinematograph, so -oft man will, immer wieder genau denselben Vorgang ohne die geringste -Abweichung. Ungestört kann der Künstler -- Bildhauer oder Maler -- sein -Augenmerk auf einen bestimmten Moment konzentrieren, der ihn besonders -interessiert: er weiß, daß dieser jedesmal gleichmäßig wiederkehrt. -Schließlich steht es ihm frei, die Einzelbilder zu studieren und zu -vergleichen. - -Auch die Schauspielkunst sollte sich der Kinematographie bemächtigen, -sollte sie zur Belehrung, namentlich angehender Bühnenkünstler, -heranziehen und durch geeignete Aufnahmen -- bedeutende Schauspieler in -wichtigen Rollen sowie vorbildliche Aufführungen -- Studienmaterial -schaffen. - - -_Der Kinematographenfilm als geschichtliche Urkunde._ - -Wiederholt hat man angeregt, kinematographische Archive anzulegen, und -Anfänge dazu sind auch wohl schon gemacht worden. Denn manche der -Aufnahmen, die wir heute als aktuell bezeichnen, werden als urkundliches -Material von großem Werte für unsere Nachkommen sein: sie werden -geschichtliche Begebenheiten in der richtigen Anschauung überliefern. -Was würden wir darum geben, wenn wir berühmte Männer der Vergangenheit, -wichtige historische Ereignisse im Lichtbilde aufleben lassen könnten! -Vielleicht wird gar einmal das Wort des Witzblattes wahr, wonach der -General vor der Schlacht ausruft: »Soldaten, seid tapfer, die -Kinematographen der ganzen Welt blicken auf euch!« - - -_Das lebende Lichtbild im Dienste der Reklame._ - -Erfolgreich hat man den Kinematograph -- wenn auch einstweilen noch in -geringem Maßstabe -- in den Dienst der Reklame gestellt: der -Geschäftsreisende zeigt den Interessenten im lebenden Lichtbild, wie -eine neue Maschine arbeitet; Verkehrsgesellschaften lassen Ansichten der -von ihnen befahrenen Gegenden vorführen. So konnte man einen schönen -Film sehen, der die Reise eines Lloyddampfers von Bremen nach New York -wiedergibt und der einem gar sehr den Mund wässerig macht, einmal -mitzufahren. Die Southern Pacific Railway Company drüben benutzt -kinematographische Bilder, die dort allenthalben gezeigt werden, um ihr -Unternehmen bekannt zu machen. In Australien läßt man zahlreiche -Aufnahmen herstellen, durch deren Vorführung Ansiedler aus Europa -»geworben« werden sollen. -- Es ist das ein Gebiet, das sich noch weit -ausbauen läßt. - - -_Der Kinematograph in der Wissenschaft._ - -Als Hilfsmittel bei wissenschaftlichen Forschungen wurde der -Kinematograph bisher nur vereinzelt angewandt. Aber was der Apparat auf -diesem Felde bereits geleistet hat, ist so beachtenswert, daß die -Gelehrten ihn im Laufe der Zeit ohne Zweifel immer mehr heranziehen -werden. So hat der französische Physiologe Marey, dessen grundlegender -Arbeiten wir eingangs gedachten, schon vor mehr denn 20 Jahren die -Kinematographie zum Studium der Bewegungsvorgänge bei Menschen und -Tieren benutzt. Auch Professor Fischer gründete seine eingehenden -Untersuchungen des Ganges und der dabei wirksamen Kräfte auf die -Ergebnisse, welche die photographische Registrierung ihm geliefert -hatte. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - [Illustration: Fig. 53. »Photographie der Sprache«, Reihenaufnahme - von Demeny.] - -Demeny, der verdienstvolle Mitarbeiter Marey's, machte Aufnahmen der -Mundbewegungen sprechender Personen und wies darauf hin, daß derartige -Bilderreihen für die Physiologie der Sprache von Wert seien und daß sie -ferner brauchbares Lehrmaterial für Sänger und Taubstumme darböten. -Figur 53 zeigt die Reihenaufnahme eines Mannes, der die Worte -ausspricht: »Je vous aime«. Tatsächlich konnten Schüler einer -Taubstummenanstalt, die gelernt hatten, von den Lippen zu lesen, diese -Worte aus der Aufnahme verstehen, wenn sie als lebendes Bild mit dem -Lebensrade oder auf dem Projektionsschirm gezeigt wurde. Die Abbildung -ist auch historisch interessant, insofern als sie aus dem Anfangsstadium -der Kinematographie stammt: sie wurde von Demeny im Jahre 1891 mit -seiner gegen heute verhältnismäßig noch primitiven Apparateinrichtung -unter großen Mühen hergestellt. - -Ein anderes Anwendungsgebiet der Kinematographie beschritt Londe -(ebenfalls zur Zeit Marey's), indem er krankhafte Bewegungen nervöser -Personen in einer Anzahl von Bildern festhielt; es konnte dadurch eine -sichere Unterlage für genaue Studien gewonnen werden. - -Mit Hilfe kinematographischer Aufnahmen gelang es ferner, den -Flügelschlag der Insekten zu erforschen. Die Fliege bewegt ihre Flügel -so rasch, daß man nichts als ein Flimmern wahrnimmt; auch der beste -Beobachter ist machtlos dagegen. Der Kinematograph indessen, mit großer -Geschwindigkeit laufend, so daß er bis zu 1500 Bilder in der Sekunde -aufnimmt, hält alle Phasen der Bewegung fest. Und wenn dann die -gewonnenen Bilder mit normaler Geschwindigkeit -- 15 in der Sekunde -- -auf den Projektionsschirm geworfen werden, so spielt sich dort der -Vorgang hundertmal langsamer ab: mit Ruhe kann man nun das Auf- und -Abgehen der Flügel und das Arbeiten des Flugmechanismus verfolgen. -Umgekehrt hat man mit Hilfe des Apparates Bewegungen, die zu langsam vor -sich gehen, als daß man sie zu übersehen vermöchte, künstlich -beschleunigt. Auf diese Weise kann man das Wachstum der Pflanze mit dem -Auge verfolgen. So wurde z. B. eine aufblühende Victoria Regia mit -überaus geringer Geschwindigkeit -- etwa alle 2 Minuten ein Bild -- -aufgenommen. In der Projektion der Aufnahme, die mit normaler -Geschwindigkeit: 15 Bilder in der Sekunde -- also 1800 mal rascher, -erfolgt, sieht man dann den Vorgang, der in der Natur Stunden in -Anspruch nimmt, innerhalb weniger Minuten sich abwickeln. Man verfolgt -deutlich, wie die Knospenhüllen sinken, wie sich ein Blütenblatt vom -anderen hebt, bis die herrliche Blume voll entfaltet ist, und wie sie -alsbald wieder vergeht. - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - -In gleicher Weise hat der französische Astronom Flammarion die Vorgänge -am Sternhimmel, die sich während einer fast 16 stündigen Nacht -abspielten, in 2 bis 3 Minuten zur Darstellung gebracht: es wurden, wie -bei den Pflanzen, mit dem Kinematograph in gewissen Zeitabständen -Aufnahmen gemacht, insgesamt 2000 bis 3000, und diese dann mit der -normalen Geschwindigkeit projiziert. Da sieht man vom Sonnenuntergang an -alle Bewegungen der Gestirne in etwa 400 facher Beschleunigung; man -verfolgt, wie die Milchstraße erscheint, wie der Mond aufgeht und vor -den übrigen Himmelskörpern vorbei zieht, wie der ganze Sternhimmel sich -von Ost nach West dreht und wie endlich das Tagesgestirn aufsteigt. - -Erfolgreich hat man den Kinematograph in Verbindung mit dem Mikroskop, -ja sogar mit dem Ultramikroskop gebracht, das uns die feinsten -Partikelchen zeigt. So wurden auf dem Film die Bewegungen der -Blutkörperchen und ihr Kampf mit den ins Blut eingebrachten Bazillen in -außerordentlich starker Vergrößerung festgehalten. Man sieht, wie die -Krankheitserreger über die roten Blutkörperchen herstürzen, um sie zu -verzehren. Der Forscher kann hier mit Ruhe die Vorgänge verfolgen; aus -den einzelnen Bildern solcher Aufnahmen vermag er die Zahl gewisser -Blutteilchen, die sich mit der Art der Ernährung ändert, festzustellen. - -Wellenbewegungen im Wasser, die ein Schiffskiel oder ein Propeller -erzeugt, werden mit dem Kinematograph studiert. Daß man Spezialapparate -zur kinematographischen Aufnahme fliegender Geschosse hergestellt hat, -wurde schon erwähnt. Geheimrat Cranz konnte mit seinem Apparat, der 5000 -Belichtungen in der Sekunde macht, die Vorgänge beim Abschießen einer -Kugel aus einer Selbstladepistole untersuchen; er konnte damit ferner -die Wirkung von Schüssen auf Knochen, Metallplatten, wassergefüllte -Gummiblasen und Kugeln aus feuchtem Ton in einer Reihe von Bildern -festlegen. Diese Bilder, von denen die Dresdener photographische -Ausstellung 1909 interessante Proben zeigte, brachten wichtige -Ereignisse: man sieht, daß eine beschossene, dünne Messingplatte schon -durch den Druck der mitgerissenen Luft zerstört wird, ehe die Kugel -selbst auftrifft; daß die Zersplitterung eines durchschossenen Knochen -nach dem Durchschlagen des Geschosses weiter vor sich geht. - -In neuerer Zeit ist es auch gelungen, kinematographische -Röntgenaufnahmen zu machen; darunter hat namentlich eine Reihenaufnahme -des Magens dem Mediziner neue wichtige Aufschlüsse über die Arbeitsweise -dieses Organs gegeben. Mit Hilfe einer solchen Aufnahme hat man auch bei -einem Magenkranken den Ort der Störung feststellen können. - -Die Kinematographie in natürlichen Farben, dies schwierige Problem, ist -neuerdings ebenfalls, wenn nicht vollkommen, so doch in praktisch recht -zufriedenstellender Weise gelöst worden. Es harrt noch die -stereoskopische Kinematographie der Lösung; sie wird uns dereinst, -hoffentlich in nicht zu ferner Zeit, das lebende Lichtbild in greifbarer -Plastik vor Augen führen. - - -_Wirtschaftliche Bedeutung des Kinematographen._ - -Was die Kinematographie heute vorstellt, davon bekommt man einen -Begriff, wenn man die Unternehmungen überschaut, die in ihrem Dienste -stehen. Da sind zunächst -- soviel man schätzen kann -- 20000 -Kinematographentheater, deren Besucherzahl täglich mehrere Millionen -beträgt. Um diese Theater mit Bildmaterial zu versorgen, schaffen in die -hundert Fabriken Tag für Tag gegen 500000 Meter Film mit einem -Verkaufswert von einer Million Mark. Dazu kommen noch zahlreiche Werke, -welche die mechanischen und optischen Bestandteile der Apparate -herstellen. Kapitalien von vielen hundert Millionen sind in all den -verschiedenen Unternehmungen festgelegt, viel' Hunderttausende finden -darin ihr Auskommen. Wenn man bedenkt, daß die Kinematographie vor 15 -Jahren als bescheidenes Kind an die Öffentlichkeit trat, so haben wir -hier eine Entwicklung vor uns, wie sie wohl selten eine Industrie -erlebt. - - - - -ANZEIGEN - - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - - Der Kinematograph - - nebst Beiblatt - - Aus dem Reiche der Töne - - Fachzeitung für Kinematographie, Phonographie und Musik-Automaten. - - Bezugspreis: vierteljährlich Inland Mk. 2,10 - Ausland " 2,75 - - Anzeigenpreis: Nonpareille-Zeile 20 Pfg - Stellen-Anzeigen die Zeile 10 " - - Schluss der Redaktion und Anzeigen-Annahme: _=Montag Abend=_. - - Zuschriften sind an den »Verlag des Kinematograph«, Düsseldorf, - Postfach 71, zu richten - - Alleinige Inseraten-Annahme für Frankreich, England und Belgien durch - die Compagnie générale de Publicite, John F. Jones & Cie. in Paris, 31 - bis, rue du Faubourg-Montmartre. - - in Düsseldorf - - ist das älteste und meist verbreitete Fachblatt. - - Abonnement für das Inland Mk. 2.10 - Ausland Mk. 2.75 _=pro Vierteljahr=_. - _=Anzeigen=_ die kleine Zeile 20 Pfg. - - 1. Hauptbuch für Kinematographen - und Film-Verleiher. Preis Mk. 9.-- - - 2. Kassenbuch f. Kinematographen - und Film-Verleiher. Preis Mk. 8.-- - - Beide Bücher reichen Jahre lang aus und bieten die - einzige brauchbare Grundlage bei Steuerreklamationen, - Kauf und Verkauf eines Kinotheaters, Auseinandersetzungen - und dergleichen. - - Vorrätig in der Druckerei des »Kinematograph« - - Postfach Ed. Lintz, Düsseldorf Postfach - Nr. 71 Nr. 71 - - - - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - LPW. - - Umformer für Kinematografen - - Normale Sekundäre - Leistungen Leistungen, - 45-60 Volt - Primäre 30-40 Ampère - Spannungen - 110, 220 Volt Spezial-Offerten - oder 440 Volt zu Diensten - Gleichstrom - - [Illustration] - - Komplette Schalttafeln mit allen - Mess- und Regulier-Apparaten etc. etc. - - Aggregate für Drehstrom und Einphasen-Wechselstrom - auf Anfrage - - Spezial-Fabrik für galvanische Anlagen - - zur - - Vernickelung Vergoldung - Vermessingung Versilberung - Verkupferung Verzinnung - Verzinkung Verbleiung - - - Langbein-Pfanhauser Werke, A.-G. - - Leipzig-Sellerhausen - - Filialen: Berlin, Wien, Birmingham, Brüssel, Frankfurt a. M., Mailand, - Nürnberg, Solingen, Utrecht, Zürich. - - - - - Steinheil-Objektive - für Kinematographie. - - [Illustration: Triplar 1:3,5 halbverkittet.] - - [Illustration: Unofocal 1:4,5 unverkittet.] - - Man verlange Katalog. - - C. A. Steinheil Söhne - - optisch-astronom. München. Gegründet - Werkstätte 1855 - - - [Illustration] - - Bogenlampen - und - Scheinwerfer - für - Projektionszwecke - - KÖRTING & MATHIESEN - - AKTIENGESELLSCHAFT - - Leutzsch-Leipzig. - - - - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - _Symphonion-_ - - _Elektrische Klaviere_ - - 6 verschiedene Modelle in Nussbaum und Eiche - mit Mandolinen- und Xylophonbegleitung. - - - _Elektr. Kunstspiel-Klaviere_ - - in hochmodernen Gehäusen mit vorzüglicher, - selbsttätiger Modulation vom feinsten Piano bis - zum stärksten Forte. - - - _Symphonion-Parlopiano_ - - Verbindung von Klavier mit Sprechapparat, - sodass also der Vortrag einer Platte zu gleicher - Zeit vom Klavier begleitet wird. - - Hochwichtige interessante Neuheit, für Kinematographentheater - etc. besonders zu empfehlen. - - Man verlange ausführliche Beschreibungen, sowie - Kataloge und die sonstigen Drucksachen von der - - _Symphonionfabrik Aktiengesellschaft - Leipzig-Gohlis_. - - - - - TROCKENPLATTEN - - GUILLEMINOT - - R. GUILLEMINOT, B[OE]SPFLUG ET C^{ie} - - 22 RUE DE CHATEAUDUN, 22 - - PARIS - - PAPIERE - - [Illustration: Packg. Trockenplatten] - - - Metol-Hauff - - In Substanz, Patronen u. konzentr. - Lösungen. - - =Metol-Hauff= ist der =beste Rapidentwickler=! - - Arbeitet mit =grosser Kraft= und - bringt alle Details in den - Schatten heraus. - - Besitzt =grosse Haltbarkeit=. - - Ist besonders für Atelier- und - Momentaufnahmen geeignet. - - Wird in Kombination mit Hydrochinon - oder Adurol in seiner - Wirkung von =keinem anderen - Entwickler erreicht= und ist in - dieser Zusammensetzung besonders - auch für die Entwicklung - von Bromsilberpapier und Diapositiven - zu empfehlen. - - Adurol-Hauff - - In Substanz, Patronen u. konzentr. - Lösungen. - - =Adurol-Hauff= ist der =haltbarste= aller - Entwickler! Arbeitet mässig rasch, - ist leicht abstimmbar und wird - von niederen Temperaturen fast - gar nicht beeinflusst. - - Gibt =höchste Kraft= in Licht und - Schatten und ist =sehr ausgiebig=. - - Ist =hervorragend geeignet= für alle - Platten und Filmsorten, Diapositive - und Bromsilberpapiere. - - Wer - - =Adurol-Hauff= einmal probiert hat, - gibt diesen =vorzüglichen= Entwickler - =nicht mehr aus der Hand=. - - Bezug durch die Photo-Händler. - - J. Hauff & Co., G. m. b. H., Feuerbach, Württemberg. - - - - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - [Illustration: Messters Projection] - - G. m. b. H., - - Berlin SW 48, Friedrichstrasse 16. - - Spezial-Fabrik für: - - Kinematographische Apparate - - Messterscher - Konstruktion - - und für - - Kinematographische Films. - - - - - C. Conradty, Nürnberg - - Fabrik elektrischer und galvanischer Kohlen. - - Spezialität: - - Kohlenstifte für Projektions-Lampen - und Scheinwerfer. - - Marke »=Noris-Scheinwerfer=«, - Marke »=Noris-Excello=«, Marke »=Noris-Chromo=« - - gelb, perlweiss, brillantweiss, rot für =Effektbeleuchtung=. - - - Lumière - - Kinemato-Film - - Negativ und Positiv - - BLOCK-FILM - - ROLL-FILM - - Verfahren V. PLANCHON - - A. LUMIÈRE & SES FILS, LYON, Frankreich - - GENERAL-DEPOT: MÜLHAUSEN i. Els. - - - - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - Schippang- - Diapositiv-Platten - - hervorragend durch ihre - - vorzügl. Plastik u. Brillanz - - tiefe Schatten, durchsichtige Halbschatten, - glasklare Lichter. - - Auch lichthoffreie Präparation. - - Trockenplattenfabrik - - J. F. Schippang & Co., - G. m. b. H. ·· BERLIN S. ·· Prinzenstr. 24. - - - Maschinenfabrik Wilh. Frenzel - - Radebeul-Dresden. - - 30 jähr. eig. praktische Erfahrung. - - Baut alle - - Spezial-Maschinen - - für Bromsilberpapiere, Celloidinpapiere, - Barytpapiere, Trockenplatten, - Films, Lichtpauspapiere u. - chem. präp. od. gestrich. Papiere. - - - - - Kohlenstäbe Kohlenstäbe - für Effektbeleuchtung für Reinbeleuchtung. - - gelb, rot, edelweiss. - =Spezialkohlen= für - =Spezialkohlen= für Scheinwerfer und - indirektes Licht. Projektionsapparate. - - Schleif- u. Druck-Kontakte von jeder Leitfähigkeit. - Kohlen für Elektrolyse. :: Mikrophonkohlen. - - Gebrüder Siemens & Co., - Lichtenberg bei Berlin. - - Stadtlager: Berlin SW., Schönebergerstrasse 3. - - - KINO FILM CO. - m. b. H. - - Düren (Rhld.). - - Spezialfabrik - für - Positiv- u. Negativ-Roh-Films - für Kinematographie. - - - - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - Mentor-Kinematograph - - ein leistungsfähiger, - preiswerter Apparat - für Lehranstalten, - Vereine etc. - - Preis des Mechanismus - einschließlich Kinematographen-Objektiv - - =Mk. 150.--= - - Dieser Mechanismus - läßt sich an jedem vorhandenen - Lichtbilder-Apparat - anbringen. - - [Illustration: Mentor-Kinematograph] - - In Verbindung mit dem Projektions-Apparat »Zela« kostet - der Mentor-Kinematograph =Mk. 200.--= - - Aus einer Zuschrift: - - »Ihre Sendung Kinematograph etc. gelangte vergangene - Woche in meinen Besitz. Alles tadellos und wohlbehalten. - Die angestellten Versuche besonders mit »Mentor-Kino« - ergaben eine staunenswerte Präzision und Leistungsfähigkeit - des Werks, die Kenner bewundern.« - - gez. =Heinr. Söhnge (Kapkolonie).= - - Kataloge über Projektions-Apparate, Kinematographen - und Lichtbilder werden auf Verlangen _=kostenfrei=_ - übersandt. - - Gegr. Ed. Liesegang, Düsseldorf Gegr. - 1854 1854 - - - - - _Elektr. Bogenlampen- - und Apparate-Fabrik_ - - _G. m. b. H. -- NÜRNBERG liefert als Spezialität:_ - - _Alle Arten von Bogenlampen - Projektionslampen - Belichtungsapparate - Scheinwerfer - Transformatoren, Widerstände_ - - - Im gleichen Verlag erschien: - Preis Mk. 8.--, geb. Mk. 9.--, Porto Mk. 0.30. - - Handbuch der praktischen Kinematographie. - - Die verschiedenen Konstruktionsformen des Kinematographen, die - Darstellung der lebenden Lichtbilder sowie das kinematographische - Aufnahmeverfahren. - - Mit ca. 300 Seiten Text und ca. 125 Abbildungen von _=F. Paul - Liesegang=_. - - Einige Beurteilungen: - - »..... Es muß deshalb als eine Bedürfnisfrage bezeichnet werden, wenn - versucht wird, das Gesamtgebiet der Kinematographie in seinem ganzen - Umfange literarisch zu bearbeiten und den heutigen Standpunkt - festzulegen. Dies hat im vorliegenden Falle einer der Berufensten - übernommen. Der Verfasser widmet sich bekanntlich seit Jahren fast - ausschließlich der Projektionskunst und dieses bietet die sichere - Gewähr, sach- und fachkundige Behandlung des Stoffes erwarten zu - dürfen.« - - »Er versteht es, nicht eine trockene Schilderung zu bringen, sondern in - der ihm eigenen Lehrform eine höchst ansprechende und überzeugende - Darstellung zu geben. Nicht nur, wer die Kinematographie auszuüben - gedenkt, sondern jeder, der sich für sie nur interessiert, sollte dieses - Handbuch gelesen haben.« =»Die Photographische Kunst.«= - - »Ich habe mir das mir von Ihnen empfohlene Buch: »Handbuch der - praktischen Kinematographie« von F. Paul Liesegang bestellt und kann ich - nicht umhin, Ihnen meine vollste Zufriedenheit auszusprechen. Ich habe - noch nie ein Buch ähnlichen Inhalts gefunden, welches so klar, deutlich - und interessant geschrieben wäre; mit vollster Befriedigung habe ich das - Buch zu Ende gelesen.« =Alexander Ohnheiser.= - - »..... Nachdem die Kinematographie nun eine so weite Verbreitung - gefunden hat, war die Veröffentlichung eines Handbuches hierüber eine - Notwendigkeit und es ist dem Verfasser zu danken, daß gerade er sich der - mühevollen Aufgabe unterzog, ein solches Handbuch zu schaffen; seine - Beziehungen zu dieser Industrie befähigen ihn besonders, wirklich nur - das zu bringen, was in der Praxis gebraucht und verlangt wird. Das - Liesegang'sche Handbuch behandelt die sämtlichen einschlägigen Fragen in - klarer und jedermann leichtverständlicher Weise und dürfte daher allen - denjenigen vortreffliche Dienste leisten, die sich mit der - Kinematographie eingehender beschäftigen oder beschäftigen wollen.« - =»Photograph. Wochenblatt.«= - - - - -[Sidenote: Illustration »Taschenkinematograph«] - - Optische Anstalt - - G. Rodenstock - - München - - Isartalstrasse 41 Isartalstrasse 41 - - Spezial-Firma - - :: für erstklassige :: - - Kinematographen-Optik - - lichtstarke - Kino-Objektive F 2,5 - Projektions-Apparate - Projektions-Objektive - Projektions-Anastigmate - Projektions-Mikroskope - - Kondensatoren - - aus extra weissem Kronglase. - - Projektions-Katalog gratis und franko. - - - - - Kinemacolor (Urban Smith Patent) - - ist die größte Neuigkeit und bietet die größte - Anziehungskraft seit Einführung der lebenden - Lichtbilder. - - Kinemacolor (Urban Smith Patent) - - ist das einzige praktische Verfahren zur photographischen - Wiedergabe sämtlicher Farben der Natur. - - Kinemacolor Films - - kosten nicht mehr als die gewöhnlichen auf - mechanischem Wege oder mit der Hand kolorierten - Bilder. - - Kinemacolor (Urban Smith Patent) - - bedeutet eine Revolution auf dem Gebiete der - Kinematographie. - - Bedingungen für die ausschließliche Vorführung von Kinemacolor - in den verschiedenen Ländern auf Verlangen. - - Natural Color Kinematograph Co. Ld. - - Alleinbesitzer und Fabrikanten von Kinemacolor - - Kinemacolor House, 80/82 Wardour Street - - LONDON W. - - Telegramm-Adresse: Kinemacolor, London. - - - - -Notizen des Bearbeiters: - -Gesperrter Test markiert durch _= ... =_ - -Fett gedruckter Text markiert durch = ... = - -Kursiv gedruckter Text markiert durch _ ... _ - -Unterschiedliche Schreibweisen wurden wie im Original beibehalten. - -Das Caret-Zeichen beschreibt ein Hochstellung der in geschweiften -Klammern folgenden Zeichen. - - - - - -End of Project Gutenberg's Das lebende Lichtbild, by Franz Paul Liesegang - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS LEBENDE LICHTBILD *** - -***** This file should be named 56164-8.txt or 56164-8.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/6/1/6/56164/ - -Produced by Jana Srna, Matthias Grammel, Norbert H. Langkau -and the Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part -of this license, apply to copying and distributing Project -Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm -concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark, -and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive -specific permission. If you do not charge anything for copies of this -eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook -for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports, -performances and research. They may be modified and printed and given -away--you may do practically ANYTHING in the United States with eBooks -not protected by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the -trademark license, especially commercial redistribution. - -START: FULL LICENSE - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full -Project Gutenberg-tm License available with this file or online at -www.gutenberg.org/license. - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project -Gutenberg-tm electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or -destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your -possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a -Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound -by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the -person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph -1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project -Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this -agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm -electronic works. See paragraph 1.E below. - -1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the -Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection -of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual -works in the collection are in the public domain in the United -States. If an individual work is unprotected by copyright law in the -United States and you are located in the United States, we do not -claim a right to prevent you from copying, distributing, performing, -displaying or creating derivative works based on the work as long as -all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope -that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting -free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm -works in compliance with the terms of this agreement for keeping the -Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily -comply with the terms of this agreement by keeping this work in the -same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when -you share it without charge with others. - -1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern -what you can do with this work. Copyright laws in most countries are -in a constant state of change. If you are outside the United States, -check the laws of your country in addition to the terms of this -agreement before downloading, copying, displaying, performing, -distributing or creating derivative works based on this work or any -other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no -representations concerning the copyright status of any work in any -country outside the United States. - -1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: - -1.E.1. The following sentence, with active links to, or other -immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear -prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work -on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the -phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, -performed, viewed, copied or distributed: - - This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and - most other parts of the world at no cost and with almost no - restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it - under the terms of the Project Gutenberg License included with this - eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the - United States, you'll have to check the laws of the country where you - are located before using this ebook. - -1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is -derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not -contain a notice indicating that it is posted with permission of the -copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in -the United States without paying any fees or charges. If you are -redistributing or providing access to a work with the phrase "Project -Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply -either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or -obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm -trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted -with the permission of the copyright holder, your use and distribution -must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any -additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms -will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works -posted with the permission of the copyright holder found at the -beginning of this work. - -1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm -License terms from this work, or any files containing a part of this -work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. - -1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this -electronic work, or any part of this electronic work, without -prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with -active links or immediate access to the full terms of the Project -Gutenberg-tm License. - -1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including -any word processing or hypertext form. However, if you provide access -to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format -other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official -version posted on the official Project Gutenberg-tm web site -(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense -to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means -of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain -Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the -full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing -access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works -provided that - -* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from - the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method - you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed - to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has - agreed to donate royalties under this paragraph to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid - within 60 days following each date on which you prepare (or are - legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty - payments should be clearly marked as such and sent to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in - Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg - Literary Archive Foundation." - -* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies - you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he - does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm - License. You must require such a user to return or destroy all - copies of the works possessed in a physical medium and discontinue - all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm - works. - -* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of - any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the - electronic work is discovered and reported to you within 90 days of - receipt of the work. - -* You comply with all other terms of this agreement for free - distribution of Project Gutenberg-tm works. - -1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project -Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than -are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing -from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and The -Project Gutenberg Trademark LLC, the owner of the Project Gutenberg-tm -trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below. - -1.F. - -1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable -effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread -works not protected by U.S. copyright law in creating the Project -Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm -electronic works, and the medium on which they may be stored, may -contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate -or corrupt data, transcription errors, a copyright or other -intellectual property infringement, a defective or damaged disk or -other medium, a computer virus, or computer codes that damage or -cannot be read by your equipment. - -1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right -of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project -Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project -Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all -liability to you for damages, costs and expenses, including legal -fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT -LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE -PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE -TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE -LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR -INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH -DAMAGE. - -1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a -defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can -receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a -written explanation to the person you received the work from. If you -received the work on a physical medium, you must return the medium -with your written explanation. The person or entity that provided you -with the defective work may elect to provide a replacement copy in -lieu of a refund. If you received the work electronically, the person -or entity providing it to you may choose to give you a second -opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If -the second copy is also defective, you may demand a refund in writing -without further opportunities to fix the problem. - -1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO -OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT -LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. - -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of -damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement -violates the law of the state applicable to this agreement, the -agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or -limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or -unenforceability of any provision of this agreement shall not void the -remaining provisions. - -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in -accordance with this agreement, and any volunteers associated with the -production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm -electronic works, harmless from all liability, costs and expenses, -including legal fees, that arise directly or indirectly from any of -the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this -or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or -additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any -Defect you cause. - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of -computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It -exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations -from people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future -generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see -Sections 3 and 4 and the Foundation information page at -www.gutenberg.org Section 3. Information about the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the -mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its -volunteers and employees are scattered throughout numerous -locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt -Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to -date contact information can be found at the Foundation's web site and -official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To SEND -DONATIONS or determine the status of compliance for any particular -state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. To -donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project -Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be -freely shared with anyone. For forty years, he produced and -distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of -volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in -the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not -necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper -edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search -facility: www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - diff --git a/old/56164-8.zip b/old/56164-8.zip Binary files differdeleted file mode 100644 index 9542f0a..0000000 --- a/old/56164-8.zip +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h.zip b/old/56164-h.zip Binary files differdeleted file mode 100644 index 7f9e5eb..0000000 --- a/old/56164-h.zip +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/56164-h.htm b/old/56164-h/56164-h.htm deleted file mode 100644 index 8b74797..0000000 --- a/old/56164-h/56164-h.htm +++ /dev/null @@ -1,4730 +0,0 @@ -<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.1//EN" - "http://www.w3.org/TR/xhtml11/DTD/xhtml11.dtd"> - -<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="de" lang="de"> - <head> - <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html;charset=iso-8859-1" /> - <meta http-equiv="Content-Style-Type" content="text/css" /> - <title> - The Project Gutenberg eBook of Das lebende Lichtbild, by F. Paul Liesegang. - </title> - - <link rel="coverpage" href="images/coverpage.jpg" /> - - <style type="text/css"> - -body { - margin-left: 10%; - margin-right: 10%; -} - - h1,h2,h3 { - text-align: center; /* all headings centered */ - clear: both; -} - -p { - margin-top: .51em; - text-align: justify; - margin-bottom: .49em; -} - -.p1 {margin-top: 1em;} -.p2 {margin-top: 2em;} -.p3 {margin-top: 3em;} -.pmb1 {margin-bottom: 1em;} -.pmb2 {margin-bottom: 2em;} -.pmb3 {margin-bottom: 3em;} - -.font08 {font-size: 0.8em;} -.font09 {font-size: 0.9em;} -.font10 {font-size: 1.0em;} -.font11 {font-size: 1.1em;} -.font12 {font-size: 1.2em;} -.font14 {font-size: 1.4em;} -.font16 {font-size: 1.6em;} -.font20 {font-size: 2.0em;} -.font08a {font-size: 0.8em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font09a {font-size: 0.9em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font10a {font-size: 1.0em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font11a {font-size: 1.1em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font12a {font-size: 1.2em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font14a {font-size: 1.4em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font16a {font-size: 1.6em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font18a {font-size: 1.8em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font20a {font-size: 2.0em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font30a {font-size: 3.0em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font40a {font-size: 4.0em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} -.font48a {font-size: 4.8em; font-family: Helvetica, Arial, Geneva, sans-serif;} - -hr.chap {width: 75%; - margin-top: 2em; - margin-bottom: 2em; - margin-left: 12%; - margin-right: 12%; - clear: both;} -hr.chap_ann {width: 75%; - margin-top: 0.4em; - margin-bottom: 0.4em; - margin-left: 12%; - margin-right: 12%; - clear: both;} -hr.Trenn01 {width: 15%; - height: 1px; - color: black; - margin-top: 0.2em; - margin-bottom: 0.2em; - margin-left: 47%; - margin-right: 47%; - clear: both;} -hr.Trenn02 {width: 15%; - height: 5px; - color: black; - margin-top: 0.2em; - margin-bottom: 0.2em; - margin-left: 47%; - margin-right: 47%; - clear: both;} -hr.Trenn03 {width: 90%; - height: 1px; - color: black; - margin-top: 0.3em; - margin-bottom: 0.3em; - margin-left: 4%; - margin-right: 5%; - clear: both;} - -.block2 {margin-left: 20%; - margin-right: 20%;} -.block2h {margin-left: 10%; - margin-right: 10%;} - -table { - margin-left: auto; - margin-right: auto; -} - -.tdl {text-align: left;} -.tdc {text-align: center;} - -.pagenum { /* uncomment the next line for invisible page numbers */ - /* visibility: hidden; */ - position: absolute; - left: 92%; - font-size: smaller; - text-align: right; -} /* page numbers */ - -.sidenote { - width: 20%; - padding-bottom: .5em; - padding-top: .5em; - padding-left: .5em; - padding-right: .5em; - margin-left: 1em; - float: right; - clear: right; - margin-top: 1em; - font-size: smaller; - color: black; - background: #eeeeee; - border: dashed 1px; -} - -.center {text-align: center;} - -.right {text-align: right;} - -.left {text-align: left;} - -.gesperrt { - letter-spacing: 0.2em; - margin-right: -0.2em; - font-style: normal;} - -.break {page-break-before: always;} - -.caption {font-weight: normal;} - -/* Images */ -.figcenter { - margin: auto; - text-align: center; -} - -.figleft { - float: left; - clear: left; - margin-left: 0; - margin-bottom: 1em; - margin-top: 1em; - margin-right: 1em; - padding: 0; - text-align: center; -} - -.figleft1 { - float: left; - clear: left; - margin-left: 9em; - margin-bottom: 1em; - margin-top: 1em; - margin-right: 1em; - padding: 0; - text-align: center; -} - -.figright { - float: right; - clear: right; - margin-left: 1em; - margin-bottom: - 1em; - margin-top: 1em; - margin-right: 0; - padding: 0; - text-align: center; -} - -img {max-width: 100%; height: auto;} - -/* Footnotes */ -.footnotes {border: dashed 1px; - clear: both;} - -.footnote {margin-left: 10%; margin-right: 10%; font-size: 0.9em;} - -.footnote .label {position: absolute; right: 84%; text-align: right;} - -.fnanchor { - vertical-align: super; - font-size: .8em; - text-decoration: - none; -} - -/* Transcriber's notes */ -.transnote {background-color: #E6E6FA; - color: black; - font-size:smaller; - padding:0.5em; - margin-bottom:5em; - font-family:sans-serif, serif; } - - -@media handheld - { - body {margin-left: 3%; - margin-right: 3%;} - - p {margin-top: .1em; - text-align: justify; - margin-bottom: .13em;} - - hr.chap {width: 75%; - margin-top: 0.4em; - margin-bottom: 0.4em; - margin-left: 12%; - margin-right: 12%; - clear: both;} - - hr.chap_ann {width: 75%; - margin-top: 0.2em; - margin-bottom: 0.2em; - margin-left: 12%; - margin-right: 12%; - clear: both;} - - .break {page-break-before: always;} - - .p2 {margin-top: 0.4em;} - .p3 {margin-top: 0.6em;} - .pmb2 {margin-bottom: 0.4em;} - .pmb3 {margin-bottom: 0.6em;} - - } - - -</style> - - -</head> - - -<body> - - -<pre> - -The Project Gutenberg EBook of Das lebende Lichtbild, by Franz Paul Liesegang - -This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most -other parts of the world at no cost and with almost no restrictions -whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of -the Project Gutenberg License included with this eBook or online at -www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have -to check the laws of the country where you are located before using this ebook. - - - -Title: Das lebende Lichtbild - Entwicklung, Wesen und Bedeutung des Kinematographen - -Author: Franz Paul Liesegang - -Release Date: December 11, 2017 [EBook #56164] - -Language: German - -Character set encoding: ISO-8859-1 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS LEBENDE LICHTBILD *** - - - - -Produced by Jana Srna, Matthias Grammel, Norbert H. Langkau -and the Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - - - - - - -</pre> - - - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_i">[S. i]</a></span></p> - - -<blockquote> - <blockquote> - <blockquote> - - <div class="figcenter"> - <img src="images/band_001.jpg" alt="tb 4" /> - </div> - -<p class="font11"><b>Dieses Heft stellt mit den Figuren oben rechts einen Taschenkinematograph -dar.</b></p> - -<p>Um ihn in Betrieb zu setzen, biege man die Blätter mit dem Daumen -der rechten Hand zurück und lasse sie durchgleiten, sodaß sie rasch nacheinander -umschlagen. Das Abblättern geht besser vonstatten, wenn man die -Seiten (ohne Umschlag) mit der linken Hand oben, kurz hinter den Bildern, -zusammenkneift.</p> - - <div class="figcenter"> - <img src="images/band_001.jpg" alt="tb 4" /> - </div> - - </blockquote> - </blockquote> -</blockquote> - - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_ii">[S. ii]</a></span></p> - - -<table border="0" cellspacing="3" cellpadding="2" class="w100 tdc" summary="table of contents"> - <colgroup> - <col width="190" /> <col width="190" /> <col width="320" /> - </colgroup> - <tr> - <td valign="bottom"> - <div class="figcenter"> - <img src="images/f0001-image1__fig30.jpg" alt="tb" title="Fig. 30." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 30.</span> - </span> - </div> - </td> - <td valign="bottom"> - <div class="figcenter"> - <img src="images/f0001-image1__fig31.jpg" alt="tb" title="Fig. 31." /> - <span class="caption"><span class="font08"><br /><br /><br /> - Fig. 31.</span> - </span> - </div> - </td> - <td colspan="2" rowspan="2"> - <div class="figcenter"> - <img src="images/f0001-image2.jpg" alt="tb" title="Fig. 2." /> - </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td valign="bottom"> - <div class="figcenter"> - <img src="images/f0001-image1__fig32.jpg" alt="tb" title="Fig. 32." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 32.</span> - </span> - </div> - </td> - <td valign="bottom"> - <div class="figcenter"> - <img src="images/f0001-image1__fig33.jpg" alt="tb" title="Fig. 33." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 33.</span> - </span> - </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> - <span class="font08"> - Malteserkreuz-Modell zum Ausschneiden.<br /> - Anweisung Seite <a href="#Page_28">28</a>.</span> - </td> - <td align="center"> - <span class="font08"> - Fig. 2. Wunderscheibe zum Ausschneiden. - Anweisung Seite <a href="#Page_6">6</a>.</span> - </td> - </tr> -</table> - - <div class="figcenter"> - <img src="images/f0001-image3.jpg" alt="tb" title="Fig. 35." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 5. Lebensrad zum Ausschneiden. Anweisung Seite <a href="#Page_8">8</a>.</span> - </span> - </div> - -<p class="pmb3" /> - - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_iii">[S. iii]</a></span></p> - - <div class="figleft"> - <img src="images/f0002-image.jpg" alt="tb" title="Fig." /> - </div> - -<p class="pmb3" /> - - - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_1">[S. 1]</a></span></p> - - -<h1>Das lebende Lichtbild</h1> - -<p class="p2 center font16 pmb2"> -Entwicklung, Wesen und Bedeutung<br /> -des Kinematographen</p> - -<p class="center font12 pmb3">Von <b>F. Paul Liesegang</b></p> - - <div class="figcenter"> - <img src="images/f0003-image1.jpg" alt="tb" /> - </div> - -<p class="p3 center font11">ED. LIESEGANG'S VERLAG M. EGER, LEIPZIG</p> - -<p class="center font09 pmb3">1910</p> - - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_2">[S. 2]</a></span></p> - - -<h2 id="Inhaltsubersicht">Inhaltsübersicht.</h2> - -<p class="center font09">(Die beigefügten Zahlen bezeichnen die Seiten.)</p> - - - -<table border="0" cellspacing="3" cellpadding="2" class="tdl" summary="table of contents"> - <colgroup> - <col width="10%" /> <col width="75%" /> <col width="12%" /> - </colgroup> - <tr> - <td colspan="2"><span class="font10"><b>Vorwort</b></span></td> - <td align="right"><span class="font08"><a href="#Page_3">3</a></span></td> - </tr> - <tr> <td colspan="3"><span class="font08"> </span></td> </tr> - <tr> - <td colspan="2"><span class="font10"><b>Die Entwicklung des Kinematographen</b></span></td> - <td align="right"><span class="font08"><a href="#Page_5">5</a></span></td> - </tr> - <tr> - <td><span class="font09"> </span></td> - <td><span class="font09">Einleitung (<a href="#Page_5">5</a>). — Die Wunderscheibe und die Geschichte - ihrer Erfindung (<a href="#Page_6">6</a>). — Das Lebensrad (Stroboskop, Phenakistiskop) - (<a href="#Page_7">7</a>). — Die Wundertrommel (<a href="#Page_9">9</a>). — Taschenkinematograph - und Mutoskop (<a href="#Page_9">9</a>). — Verbindung von - Lebensrad und Lichtbilderapparat (<a href="#Page_10">10</a>). — Die Anfänge der - Bewegungsphotographie (<a href="#Page_11">11</a>). — Herstellung der ersten - Reihenaufnahmen durch Muybridge (<a href="#Page_12">12</a>). — Förderung der - Reihenphotographie durch Anschütz (<a href="#Page_13">13</a>). — Marey, der - Begründer der modernen Kinematographie (<a href="#Page_14">14</a>). — Ausbau - der modernen Kinematographie (<a href="#Page_16">16</a>). —</span></td> - <td align="right"><span class="font08"> </span></td> - </tr> - <tr> <td align="left" colspan="3"><span class="font08"> </span></td> </tr> - <tr> - <td align="left" colspan="2"><span class="font10"><b>Wesen und Wirkungsweise des Kinematographen</b></span></td> - <td align="right"><span class="font08"><a href="#Page_17">17</a></span></td> - </tr> - <tr> - <td align="left"><span class="font09"> </span></td> - <td align="left"><span class="font09">Wirkungsweise des Aufnahme-Apparates (<a href="#Page_17">17</a>). — Das Filmband - und seine Fertigstellung (<a href="#Page_18">18</a>). — Wirkungsweise des - kinematographischen Wiedergabe-Apparates (<a href="#Page_19">19</a>). — Das - Flimmern und die Mittel zur Behebung (<a href="#Page_23">23</a>). — Konstruktion - des Transport-Mechanismus (<a href="#Page_26">26</a>). — Die Malteserkreuz-Einrichtung - (<a href="#Page_27">27</a>). — Andere Bewegungsmechanismen (<a href="#Page_29">29</a>). - — Kinematographen mit gleichmäßig laufendem Filmband - (<a href="#Page_30">30</a>). — Ausstattung des Kinematograph-Mechanismus (<a href="#Page_31">31</a>). - — Der Aufnahme-Apparat (<a href="#Page_32">32</a>). —</span></td> - <td align="right"><span class="font08"> </span></td> - </tr> - <tr> <td align="left" colspan="3"><span class="font08"> </span></td> </tr> - <tr> - <td align="left" colspan="2"><span class="font10"><b>Das kinematographische Aufnahme-Verfahren</b></span></td> - <td align="right"><span class="font08"><a href="#Page_33">33</a></span></td> - </tr> - <tr> - <td align="left"><span class="font09"> </span></td> - <td align="left"><span class="font09">Wie man mit der Aufnahme-Kamera arbeitet (<a href="#Page_33">33</a>). — - Aufnahme-Ateliers (<a href="#Page_34">34</a>). — Lebensgeschichte des Kinematographenfilm - (<a href="#Page_34">34</a>). — Wie die Trickfilms hergestellt werden - (<a href="#Page_39">39</a>). —</span></td> - <td align="right"><span class="font08"> </span></td> - </tr> - <tr> <td align="left" colspan="3"><span class="font08"> </span></td> </tr> - <tr> - <td align="left" colspan="2"><span class="font10"><b>Die Bedeutung des Kinematographen</b></span></td> - <td align="right"><span class="font08"><a href="#Page_43">43</a></span></td> - </tr> - <tr> - <td align="left"><span class="font09"> </span></td> - <td align="left"><span class="font09">Der Kinematograph als Forscher und Lehrer (<a href="#Page_43">43</a>). — Macht - der kinematographischen Darstellung (<a href="#Page_43">43</a>). — Das Kinematographen-Theater - (<a href="#Page_44">44</a>). — Das Tonbild (<a href="#Page_44">44</a>). — Fehlerhafte - Erscheinungen (<a href="#Page_46">46</a>). — Das lebende Lichtbild in Schule - und Vortragssaal (<a href="#Page_47">47</a>). — Was es an lehrhaften Films gibt - (<a href="#Page_48">48</a>). — Kinematographische Aufnahmen für Kunstschulen - (<a href="#Page_49">49</a>). — Der Kinematographenfilm als geschichtliche Urkunde - (<a href="#Page_49">49</a>). — Das lebende Lichtbild im Dienste der Reklame - (<a href="#Page_50">50</a>). — Der Kinematograph in der Wissenschaft (<a href="#Page_50">50</a>). - — Wirtschaftliche Bedeutung des Kinematographen (<a href="#Page_54">54</a>). —</span></td> - <td align="right"><span class="font08"> </span></td> - </tr> -</table> -<p class="pmb3" /> - - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_3">[S. 3]</a></span></p> - - -<h2 id="Vorwort">Vorwort.</h2> - - -<p>Gelegentlich verschiedener kleinerer und größerer Vorträge, -die ich über die Kinematographie hielt — auf der -80. Naturforscher-Versammlung in Cöln, in den Naturwissenschaftlichen -Vereinen zu Düsseldorf und Krefeld, im -Gewerbe-Verein zu Essen, auf dem 41. Verbandstag der -Rheinisch-Westfälischen Bildungsvereine zu Wesel, im Künstlerverein -Malkasten und in der Aula der Luisenschule zu -Düsseldorf — machte ich die Beobachtung, daß in weiten -Kreisen ein reges Interesse für dieses Gebiet herrscht. Und -wer auch nur einmal die lebenden Lichtbilder gesehen hat -und etwas Sinn für die »Natur der Dinge« besitzt, wird fragen: -wie kommt die wunderbare Wirkung zustande, wer ist -der Erfinder?</p> - -<p>Der Gedanke, es möchten ihrer viele sein, die eine -kurze Beantwortung dieser Frage wünschen, veranlaßte -mich, den Inhalt meiner Vorträge, teilweise ergänzt, in vorliegender -Schrift niederzulegen. Ich war mir dabei bewußt, -daß hier die Aufgabe, den Gegenstand verständlich zu machen, -ungleich schwieriger war: beim Vortrage konnte ich alles -demonstrieren — ich konnte Wunderscheibe, Lebensrad, -Projektionsmodell des Malteserkreuzes und Kinematograph -selbst vorführen, während ich hier auf den toten Buchstaben -und die flache Buchillustration angewiesen bin. Meinem -Wunsche, wenigstens einiges Anschauungsmaterial beizugeben, -kam nun der glückliche Umstand zu Hilfe, daß -sich verschiedenes aus den Abbildungen selbst leicht herstellen -läßt: der Leser braucht nur die Figuren der Tafel -auszuschneiden und mit Schnur zu versehen bezw. anzuheften, -dann hat er Wunderscheibe, Lebensrad und Malteserkreuz-Modell. -Einen Taschenkinematograph stellt das Heft, -so wie es ist, selbst dar. Außerdem ist ein kleines Stückchen -Film beigefügt.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_4">[S. 4]</a></span></p> - -<p>Bei dem kleinen Umfange der Schrift konnte nur ein -gedrängter Überblick über das Gesamtgebiet der Kinematographie -gegeben werden. Näheres über die Konstruktions-Anordnungen -und über die technische Seite überhaupt -findet man in meinem »Handbuch der praktischen Kinematographie«, -während ich die Geschichte der Kinematographie -in einer besonderen Arbeit eingehend behandele.</p> - -<p class="pmb3">Um ein gutes Illustrationsmaterial zu bieten, ließ ich -die Klischees mit einigen Ausnahmen als Holzschnitte neu -anfertigen, und zwar zum Teil nach den Originalabbildungen -oder nach besonders entworfenen Zeichnungen. Verschiedenen -Verlegern und Autoren habe ich für die bereitwillig erteilte -Reproduktions-Genehmigung zu danken: Herr Hofrat Professor -Dr. Eder in Wien und der Verlag von Wilh. Knapp -in Halle a. S. gestatteten die Wiedergabe zweier Porträts -aus Eder's »Geschichte der Photographie«, die Firma Léon -Gaumont in Paris und die dortige Zeitschrift L'Illustration -die Reproduktion mehrerer Filmbilder, die Urban-Trading -Co. in London die Einfügung eines Bildes aus ihrem Betriebe, -Professor Demeny überließ mir eine Aufnahme, -womit ich seine »Photographie der Sprache« illustrieren -konnte.</p> - -<p class="left"> <b>Düsseldorf</b>, Dezember 1909.</p> - -<p class="right"><b>Der Verfasser. </b></p> - - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_5">[S. 5]</a></span></p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter"> - <img src="images/p0005-kino.jpg" alt="tb" title="SN 1" /> - <span class="font08">Dies Bild stellt in - Verbindung mit - den folgenden - einen »Taschenkinematograph« - dar.</span> - </div> -</div> - - -<h2 id="Die_Entwicklung_des_Kinematographen">Die Entwicklung des Kinematographen.</h2> - - -<h3><i>Einleitung.</i></h3> - -<p>Die wunderbare Wirkung der kinematographischen -Lichtbilder beruht auf einer Täuschung unseres Auges. -Was uns da auf der weißen Wand gezeigt wird, ist in Wirklichkeit -eine große Reihe einzelner Bilder, die den Gegenstand -oder die Szene in immer neuen Momenten einer Bewegung -wiedergeben und die mit sehr großer Geschwindigkeit aufeinander -folgen. Wenn sich nun in unserem Auge die vielen -Einzelbilder zu einem einzigen lebenden Bilde zusammensetzen, -so wird das bewirkt durch die »Dauer des Lichteindruckes«. -Unser Auge läßt nämlich einen Eindruck, -den es empfangen hat, nicht sofort wieder fahren, hält ihn -vielmehr eine gewisse Zeit fest, allerdings nur den Bruchteil -einer Sekunde. Infolgedessen werden sehr rasch aufeinander -folgende Eindrücke ineinander verschwimmen.</p> - - <div class="figleft" style="width: 230px;"> - <img src="images/p0005-image.jpg" width="230" height="246" alt="tb" title="Fig. 1." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 1. Versuch zur Bestimmung - der Dauer des Lichteindruckes.</span> - </span> - </div> - -<p>Diese Eigenschaft des Auges können wir im täglichen -Leben beobachten. Ihnen wird das folgende Experiment -bekannt sein; sonst ist es leicht anzustellen. Wenn man -im Dunkeln ein glimmendes -Streichholz (also eines von der -schlechten Sorte!) hinreichend -rasch umherschwingt, so sieht -man nicht — wie man annehmen -sollte — einen sich weiter bewegenden -leuchtenden Punkt, -sondern einen feurigen Kreis.</p> - -<p class="pmb3">Genauere Untersuchungen -hierüber wurden zuerst angestellt -von Ritter d'Arcy im Jahre 1765. -Er schwang ein Stück glühender -Kohle im Kreise herum mit zunehmender -Geschwindigkeit. Nun kommt ein Moment, wo -der leuchtende Kreis grade geschlossen ist. Dann wissen -wir: der Lichteindruck an einer Stelle, z. B. A in Figur 1, - <span class="pagenum"><a id="Page_6">[S. 6]</a></span> -wirkt genau so lange Zeit nach, als die Kohle für eine Umdrehung -braucht. Arcy fand auf diese Weise, daß die Dauer -des Lichteindrucks im Auge ungefähr <span class="font08"><sup>1</sup></span>/<span class="font08"><sub>8</sub></span> Sekunde beträgt.</p> - - -<h3><i>Die Wunderscheibe und die Geschichte ihrer Erfindung.</i></h3> - -<p>Das erste Bildinstrument, das auf dieser Eigenschaft -des Auges beruhte und das sich rühmen kann, der Urahn -des Kinematographen zu sein, war die im Jahre 1825 erfundene -Wunderscheibe, auch Thaumatrop genannt. Es ist eine Pappscheibe, -die beiderseits eine Zeichnung hat, vorn z. B. einen -Vogel und hinten einen Käfig, und die man mittels zweier -daran geknüpfter Fäden in Umdrehung versetzt. Bei rascher -Umdrehung sieht man dann den Vogel im Käfig sitzen. -Wenn Sie die Figur 2 der vorgehefteten Tafel ausschneiden, -dann haben Sie eine richtige Wunderscheibe. Sie müssen -nur rechts und links, wo die Punkte sind, ein Loch stechen, -zwei Fäden, je etwa 10 bis 15 cm lang, schneiden und durch -jedes Loch einen solchen Faden ziehen. Die beiden Enden -eines jeden Fadens werden am besten verknotet. Nun nimmt -man die Fäden in die Hände und läßt sie zwischen Daumen -und Zeigefinger rollen, wobei dann die Scheibe in rasche -Umdrehung gerät.</p> - - <div class="figleft" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0006-image.jpg" width="300" height="243" alt="tb" title="Fig. 3." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 3. Wie man beide Seiten einer - Münze gleichzeitig sehen kann.</span> - </span> - </div> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0007-kino.jpg" width="100" height="98" alt="tb" title="SN 2" /> - </div> -</div> - -<p class="pmb3">Wie es zur Erfindung der Wunderscheibe gekommen -ist, davon erzählt der englische Mathematiker Babbage -ein interessantes Stück. Eines Tages fragte ihn der berühmte -Gelehrte John Herschel, mit dem er zu Tisch saß, wie man -es wohl fertig bringen könne, beide Seiten eines Geldstücks -gleichzeitig zu sehen. Und drauf zeigte er ihm -die Lösung der scherzhaft gestellten Aufgabe, indem -er das Geldstück auf dem Tisch kreisen ließ: ein Experiment, -das Sie leicht nachmachen können. Der Versuch läßt sich auch in - <span class="pagenum"><a id="Page_7">[S. 7]</a></span> -der Weise anstellen, wie es Figur 3 veranschaulicht, indem -man nämlich das Geldstück mittels zweier Nadeln hebt -und durch Dagegenblasen in Rotation versetzt. — Babbage -nun erzählte davon seinem Freunde Dr. Fitton, und -dieser zeigte ihm ein paar Tage darauf ein kleines -Spielzeug, das er ausgedacht und womit sich der Herschelsche -Versuch vorzüglich demonstrieren ließ: es war die -Wunderscheibe.</p> - - -<h3><i>Das Lebensrad (Stroboskop, Phenakistiskop).</i></h3> - -<p>Die Wunderscheibe wurde bald ein flotter Handelsartikel -und fand weite Verbreitung. So einfach und unscheinbar -dies Spielzeug auch war: es war doch ein wichtiges Prinzip -darin festgelegt und es gab zweifellos mancherlei Anregung. -Nun lag das Problem in der Luft, eine größere Anzahl von -Bildern in ähnlicher Weise zu kombinieren, und tatsächlich -wurde die Lösung bald darauf, im Jahre 1832, fast gleichzeitig -an zwei Stellen gefunden. Sowohl Plateau in Gent, -wie Professor Stampfer in Wien, konstruierten unabhängig -voneinander das Lebensrad. Der eine nannte sein Instrument -»Phenakistiskop«, der andere »Stroboskop«.</p> - - <div class="figleft" style="width: 200px;"> - <img src="images/p0007-image.jpg" width="200" height="212" alt="tb" title="Fig. 4." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 4. Das Lebensrad.</span> - </span> - </div> - -<p>Das Lebensrad besteht aus einer -runden Pappscheibe, die nach dem -Rande zu in gleichmäßigen Abständen -Öffnungen besitzt; darunter -sind Bilder eines und desselben -Gegenstandes gezeichnet, die ihn in -verschiedenen, aufeinander folgenden -Momenten einer Bewegung darstellen. -Die Scheibe ist, wie Fig. 4 -zeigt, um eine horizontale Achse -drehbar und wird derart vor einen -Spiegel gehalten, daß man durch die Öffnungen hindurch -im Spiegel die Bilder sieht. Bei rascher Umdrehung verschmelzen -die Bilder ineinander und man gewinnt den -Eindruck einer sich bewegenden Figur.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_8">[S. 8]</a></span></p> - -<p>Wenn Sie das Lebensrad nicht aus der Anschauung -kennen, so schneiden Sie doch die Figur 5 der Tafel längs -der äußeren Kreislinie aus; dann schneiden Sie noch ringsum -auf der Scheibe mit einem scharfen Messer die neun schraffierten -Schlitze aus: das gibt die Schauöffnungen. (Ist -Ihnen diese Arbeit zu mühselig, so wissen Sie sicher einen -Jungen, der's gerne tut, um auch die hübsche Wirkung zu -sehen.) Die Scheibe wird in der Mitte durchbohrt und dann, -am besten mit einem Heftzwecken, die Bildseite nach außen, -auf eine Holzleiste (Lineal oder dergl.) aufgesteckt, derart, -daß sie durch Gegenschlagen mit dem Finger leicht drehbar -ist. Nun hält man die Scheibe (möglichst senkrecht, damit -sie gut läuft) vor einen Spiegel und sorgt dafür, daß die dem -Spiegel zugekehrten Bilder gut beleuchtet sind. Wenn man -nun die Scheibe in Umdrehung versetzt und zunächst -nebenher direkt in den Spiegel blickt, so sieht man nichts -von den Figuren; denn sie erscheinen bei der raschen Bewegung -völlig verschwommen. Hält man aber das Auge -vor die Scheibe und schaut durch die Schlitze, so gewinnt -man den Eindruck einer sich bewegenden Figur. Das Auge -bekommt dann nämlich durch die Schlitze rasch nacheinander -immer auf einen Moment Bild um Bild zu sehen. -Infolge der Trägheit der Netzhaut verschmelzen nun die -Bilder ineinander, und das Resultat -ist ein Bild mit Bewegung.</p> - - <div class="figleft" style="width: 200px;"> - <img src="images/p0008-image.jpg" width="200" height="246" alt="tb" title="Fig. 6." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 6. Andere Form des Lebensrades.</span> - </span> - </div> - -<p class="pmb3">In der Folge wurden mancherlei -Abänderungen von dem Instrument -gemacht. Figur 6 zeigt zunächst -eine Ausführung, die Stampfer schon -angab. Dabei werden zwei zusammen -rotierende Scheiben benutzt, -eine für die Oeffnungen und die -andere für die Bilder. Ein Spiegel -ist hier nicht erforderlich; denn man -sieht direkt durch die Schlitze gegen -die Bilder.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_9">[S. 9]</a></span></p> - - -<h3><i>Die Wundertrommel.</i></h3> - - <div class="figleft" style="width: 250px;"> - <img src="images/p0009-image1.jpg" width="250" height="319" alt="tb" title="Fig. 7." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 7. Die Wundertrommel.</span> - </span> - </div> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0009-kino.jpg" width="100" height="100" alt="tb" title="SN 3" /> - </div> -</div> - -<p class="pmb3">Die größte Verbreitung fand die Form, welche als -Wundertrommel bekannt ist. Es ist ein Hohlzylinder -mit einem Kranz von Schlitzen; -darein wird ein Papierstreifen gebracht, -worauf sich die Bilder -befinden (Fig. 7). Die Trommel -wird in rasche Umdrehung versetzt, -und wenn man nun durch -die Schlitze sieht, empfängt man -den Eindruck eines lebenden Bildes. -Dreimal — das ist eigenartig -— mußte die Wundertrommel -erfunden werden, bis sie -Ende der sechziger Jahre von -Amerika aus zur Einführung gelangte. -1833 wurde sie von Horner unter der Bezeichnung -»Daedaleum« genau beschrieben, 1860 von Desvigne und -schließlich 1867 nochmals von Lincoln patentiert.</p> - - -<h3><i>Taschenkinematograph und Mutoskop.</i></h3> - - <div class="figleft" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0009-image2.jpg" width="300" height="273" alt="tb" title="Fig. 8." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 8. Das Mutoskop.</span> - </span> - </div> - -<p class="pmb3">Ein ähnliches Schicksal erlebte eine andere Anordnung, -der sogenannte »Taschenkinematograph«, der Ende der -neunziger Jahre als Neuheit in den Handel kam, nachdem er -bereits zweimal zuvor, 1868 und 1886, erfunden -worden war. Dieses Heft stellt mit den Bildern in -den Ecken oben rechts — so wie es ist — einen -Taschen-Kinematograph dar. Um ihn in Betrieb zu -setzen, biege man die Blätter mit dem Daumen -der rechten Hand zurück und lasse sie durchgleiten, -so daß sie rasch nacheinander - <span class="pagenum"><a id="Page_10">[S. 10]</a></span> -umschlagen. Auf demselben Prinzip beruht das in -Figur 8 wiedergegebene Mutoskop, ein Apparat, den man -vielfach in Bahnhöfen findet. Man muß bei diesem Instrument -nach Einwurf eines Groschens eine Kurbel drehen, worauf -dann die Bilder abblättern; sie werden durch eine Vergrößerungslinse -betrachtet.</p> - - -<h3><i>Verbindung von Lebensrad und Lichtbilderapparat.</i></h3> - - <div class="figleft" style="width: 200px;"> - <img src="images/p0010-image1.jpg" width="200" height="170" alt="tb" title="Fig. 9." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 9. Erster Apparat - zur Projektion stroboskopischer - Bilder.</span> - </span> - </div> - - <div class="figleft" style="width: 400px;"> - <img src="images/p0010-image2.jpg" width="400" height="212" alt="tb" title="Fig. 109." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 10. Uchatius' zweiter, verbesserter Apparat - zur stroboskopischen Projektion.</span> - </span> - </div> - -<p>Der erste, der das Lebensrad mit dem Projektionsapparat -in Verbindung brachte, um »lebende« Bilder auf -die Wand zu werfen und einem größeren Publikum als Lichtbilder -zu zeigen, war der österreichische Offizier Franz -von Uchatius. Es ist derselbe Uchatius, -der den nach ihm benannten Bronzestahl -erfand. Bei seinem ersten Apparat, der -in Figur 9 schematisch dargestellt ist -und der aus dem Jahre 1845 stammt, -wurde ein aus zwei zusammen rotierenden -Scheiben bestehendes Lebensrad angewandt, -wovon die eine der Scheiben b mit -Schlitzen versehen war, während die andere a die transparenten -Bildchen trug. Ein zweiter leistungsfähigerer Apparat, -den Uchatius anfangs der fünfziger Jahre konstruierte -und der 1853 in Wien vorgeführt wurde, besaß -eine feststehende Bildscheibe und davor einen Kranz von Objektiven: -für jedes Bild a war ein Objektiv b vorgesehen (siehe Fig. -10). Lampe und Beleuchtungslinse c konnten mittels einer Kurbel hinter der -Bildscheibe im Kreise umherbewegt werden, derart, daß -die transparenten Bildchen der Reihe nach beleuchtet und -auf die Wand projiziert wurden. Bei raschem Drehen -erschienen die Lichtbilder in so schneller Folge, daß die - <span class="pagenum"><a id="Page_11">[S. 11]</a></span> -Zuschauer den Eindruck eines einzigen lebenden Lichtbildes -gewannen.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0011-kino.jpg" width="100" height="102" alt="tb" title="SN 4" /> - </div> -</div> - -<p class="pmb3">Das Projektions-Stroboskop, das eine langsam rotierende -Bildscheibe und eine rasch laufende Blendscheibe mit einem -Schlitz besitzt — wie es heute noch zu Demonstrationen gebraucht -wird — wurde 1871 von dem Engländer Ross angegeben, -nachdem kurz zuvor die Amerikaner Brown und Heyl sinnreiche -Instrumente dieser Art mit ruckweise bewegter Bildscheibe -ausgeführt hatten. In den achtziger Jahren beschäftigte -sich der Franzose Reynaud eifrig mit dem Problem, -die Bilder des Lebensrades in vergrößertem Maßstabe auf -der Projektionswand erscheinen zu lassen; bei seiner eigenartigen, -mit einer Spiegeltrommel ausgerüsteten Einrichtung, -die er Praxinoskop-Theater nannte, saßen die transparenten -Bilder auf einer Trommel, später auf einem langen Bande.</p> - - -<h3><i>Die Anfänge der Bewegungsphotographie.</i></h3> - - <div class="figleft" style="width: 400px;"> - <img src="images/p0011-image.jpg" width="400" height="397" alt="tb" title="Fig. 11." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 11. Aufnahmen »gestellter« Bewegungsmomente - für das Lebensrad.</span> - </span> - </div> - -<p class="pmb3">Die Bilder, die man mit dem Lebensrade vorführte, -waren zuerst naturgemäß gezeichnet. Erst in den fünfziger -Jahren kam man dazu, die Photographie zur Herstellung -der Bilder heranzuziehen. Die Aufgabe war für den damaligen -Photographen ja auch nicht so leicht: hieß es doch, von der -sich bewegenden Figur sehr rasch nacheinander -eine Anzahl Momentaufnahmen zu machen. Und dazu -reichten die Hilfsmittel jener Zeit keineswegs -aus. Auch die Schnellfeuer-Kameras, die -im folgenden Jahrzehnt von verschiedenen Seiten ausgedacht -und zum Teil - <span class="pagenum"><a id="Page_12">[S. 12]</a></span> -ausgeführt wurden — Coleman Sellers, Dumont, Ducos du -Hauron und Mollard machten sich besonders verdient -darum — waren noch nichts nutze: die photographischen -Verfahren hatten eine zu geringe Empfindlichkeit, als daß -man so schnell damit hätte arbeiten können. Man mußte -sich einstweilen in primitiver Weise behelfen. Wie man -verfuhr, veranschaulicht Figur 11; es ist die Wiedergabe -einer mir vorliegenden Bilderreihe, die aus jener Zeit -stammt. Davon ist jedes einzelne Bild durch eine Zeitbelichtung -gewonnen. Die Kaffee trinkende Dame mußte -also neunmal eine sorgfältig vorbereitete Stellung einnehmen -und jedesmal für die Belichtung stille halten. Dies Verfahren -war gewiss recht umständlich und konnte unmöglich eine -natürliche Wirkung abgeben.</p> - - -<h3><i>Herstellung der ersten Reihenaufnahmen durch Muybridge.</i></h3> - - <div class="figleft" style="width: 250px;"> - <img src="images/p0012-image.jpg" width="250" height="315" alt="tb" title="Fig. 12." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 12. Eadweard Muybridge.<a id="FNanchor_A_1"></a><a href="#Footnote_A_1" class="fnanchor">[A]</a></span> - </span> - </div> - -<p>Erst dem amerikanischen Photographen -Muybridge (Fig. 12) gelang -es Ende der siebziger Jahre unter -Aufbietung gewaltiger Hilfsmittel, -richtige Reihenaufnahmen laufender -Tiere zu machen. Er benutzte eine -Batterie von 24 photographischen -Apparaten, die in einer Reihe nebeneinander -standen; parallel dazu lief -die Rennbahn für das Tier. Quer -über die Bahn waren, wie Figur 13 -andeutet, 24 dünne Fäden gespannt, -die das Tier nacheinander -zerreißen mußte; zu jeder Kamera einer, und zwar war -die Anordnung derart getroffen, daß stets beim Reißen -eines Fadens der Momentverschluß der betreffenden Kamera -losging. Auf diese Weise wurden rasch nacheinander 24 Aufnahmen -von dem laufenden Tier gemacht. Eine Reihe der -von Muybridge hergestellten Bilder ist auf dem Lebensrade -(Fig. 5) wiedergegeben; dieselben Bilder sind zu dem Taschenkinematograph -dieses Heftes benutzt. Muybridge soll zu -seinen Arbeiten insgesamt über eine halbe Million photographischer -Platten verarbeitet haben.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_13">[S. 13]</a></span></p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0013-kino.jpg" width="100" height="99" alt="tb" title="SN 5" /> - </div> -</div> - - <div class="figcenter" style="width: 550px;"> - <img src="images/p0013-image1.jpg" width="550" height="285" alt="tb" title="Fig. 13." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 13. Einrichtung von Muybridge zur Reihenphotographie.</span> - </span> - </div> -<p class="pmb3" /> - - -<h3><i>Förderung der Reihenphotographie durch Anschütz.</i></h3> - - <div class="figleft" style="width: 250px;"> - <img src="images/p0013-image2.jpg" width="250" height="307" alt="tb" title="Fig. 14." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 14. Ottomar Anschütz.</span> - </span> - </div> - -<p>Die Aufnahmen erregten seinerzeit -großes und berechtigtes -Aufsehen; doch wurden die Resultate -bald überboten durch Anschütz, -den Altmeister der Momentphotographie -(Fig. 14). Anschütz -begann 1885 nach ähnlicher -Methode seine Arbeiten und -nahm sich ihrer mit großer Energie -an. Während Muybridge -bei seinen meisten Aufnahmen -nicht viel mehr als Schattenrisse -erhielt, zeigten die Bilder seines -deutschen Nachfolgers alle Abstufungen und Einzelheiten. -Ja, die Aufnahmen, von denen Figur 15 eine Probe zeigt, - <span class="pagenum"><a id="Page_14">[S. 14]</a></span> -waren so scharf, daß sie zur Benutzung in dem von Anschütz -erfundenen Schnellseher vergrößert werden konnten.</p> - - <div class="figcenter" style="width: 600px;"> - <img src="images/p0013-image3.jpg" width="600" height="110" alt="tb" title="Fig. 15." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 15. Teil einer Reihenaufnahme von Anschütz.</span> - </span> - </div> - - <div class="figleft" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0014-image1.jpg" width="300" height="382" alt="tb" title="Fig. 16." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 16. Anschütz' elektr. Schnellseher.</span> - </span> - </div> - -<p class="pmb3">Anschütz konstruierte -zur Demonstration seiner -Bilder noch ein sinnreiches -Instrument, den elektrischen -Schnellseher (Fig. 16). Die -einzelnen Bilder, auf Glasplatten -oder Zelluloid kopiert, -sitzen darin auf dem -Umfange einer schnell rotierenden -Scheibe von großem -Durchmesser. Jedesmal -wenn sich ein Bild genau -gegenüber dem Fensterchen -befindet, durch das die Beschauer -blicken, wird es -momentan durch eine Geisler'sche Röhre beleuchtet.</p> - - -<h3><i>Marey, der Begründer der modernen Kinematographie.</i></h3> - - <div class="figleft" style="width: 250px;"> - <img src="images/p0014-image2.jpg" width="250" height="318" alt="tb" title="Fig. 17." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 17. Etienne Jules Marey.<a id="FNanchor_B_2"></a><a href="#Footnote_B_2" class="fnanchor">[B]</a></span> - </span> - </div> - -<p>Inzwischen fand die Chronophotographie — so nannte -man das Verfahren zur Herstellung von Reihenbildern — -in Frankreich bedeutende Förderung durch Professor Marey -(Fig. 17). Dieser interessierte sich zunächst für den Vogelflug, -und da die Anordnung von Muybridge -hierzu nicht geeignet erschien, ging -er selbst an die Konstruktion zweckmäßiger -Apparate. Zu seinem ersten -Modell, der photographischen Flinte -aus dem Jahre 1882, hatte er die Anregung -erhalten durch Jansen's photographischen -Revolver, womit dieser -berühmte Astronom 1874 den Vorübergang -der Venus in einer Reihe -aufeinanderfolgender Momente festgelegt -hatte.</p> - - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_15">[S. 15]</a></span></p> - - - <div class="figleft" style="width: 200px;"> - <img src="images/p0015-image1.jpg" width="200" height="269" alt="tb" title="Fig. 18." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 18. Marey's photogr. Flinte.</span> - </span> - </div> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0015-kino.jpg" width="100" height="95" alt="tb" title="SN 6" /> - </div> -</div> - -<p>Die photographische Flinte und -die Art ihrer Handhabung ist in -Figur 18 dargestellt. Vorne im Lauf -sitzt das Objektiv, hinten im Bodenstück -die lichtempfindliche Platte. -Wenn man auf den Hahn drückt, so -bringt ein Uhrwerk die Platte in -Umdrehung, doch geht die Bewegung -sprungweise vor sich, derart, daß ein -Stück der Platte nach dem anderen -an die Belichtungsstelle kommt und -dort einen Moment anhält. Die Belichtung -wird durch eine gleichzeitig -in Gang versetzte Verschlußscheibe -geregelt. Mit diesem -Apparat konnten 12 Aufnahmen -in der Sekunde gemacht -werden. Die Bilder -waren aber nur ein Zentimeter -groß und ohne Detail. -Figur 19 zeigt eine Aufnahmeplatte; -sie gibt den -Flug einer Möve in 12 Momenten -wieder.</p> - - <div class="figright" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0015-image2.jpg" width="300" height="298" alt="tb" title="Fig. 19." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 19. Aufnahme mit der photogr. - Flinte: fliegende Möve in 12 Momenten - (etwa auf die Hälfte verkleinert).</span> - </span> - </div> - -<p>Ermutigt, aber nicht -befriedigt durch die Erfolge, -arbeitete Marey mit wissenschaftlicher -Gründlichkeit -weitere neue Methoden aus, die ihm für seine Untersuchungen -über die Bewegungserscheinungen bei Tieren und -Menschen wertvolle Resultate lieferten. 1888 ging er zur -Verwendung von Negativpapierbändern über, die ruckweise -durch die Kamera geführt und auf die in rascher Folge eine -große Zahl von Aufnahmen gemacht wurde. Damit schuf -Marey als erster eine Einrichtung, die unserem heutigen -kinematographischen Aufnahme-Apparat entspricht. Sein damaliges - <span class="pagenum"><a id="Page_16">[S. 16]</a></span> -Modell ist -in Figur 20 dargestellt, -während Figur -21 ein Stück -einer damit gemachten -Aufnahme zeigt.</p> - - <div class="figleft" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0016-image1.jpg" width="300" height="385" alt="tb" title="Fig. 20." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 20. Marey's Negativband-Kamera - für Reihenaufnahmen.</span> - </span> - </div> - -<p class="pmb3">Der Fortschritt -war ein enormer! -Während Muybridge -und Anschütz, -um eine Reihe von -24 Aufnahmen zu -gewinnen, 24 photographische -Apparate -brauchten, machte Marey dasselbe -mit einer einzigen Kamera. Ja, die Zahl -der Bilder war hier nur begrenzt durch -die Länge des Negativbandes.</p> - - -<h3><i>Ausbau der modernen Kinematographie.</i></h3> - - <div class="figright" style="width: 160px;"> - <img src="images/p0016-image2.jpg" width="160" height="504" alt="tb" title="Fig. 21." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 21. Teil einer Reihenaufnahme - auf Negativpapier, - hergestellt - mit Marey's Kamera.</span> - </span> - </div> - -<p>Von größter Bedeutung für die Entwicklung der Kinematographie -wurde die Einführung des Zelluloid-Filmbandes, -die grade in jene Zeit fiel; zwar war das Material noch weit -davon entfernt, so gut zu sein wie heute. Nunmehr schossen -bald an allen Ecken und Enden die Konstruktionen heraus. -Aber den Gebrüdern Lumière blieb es vorbehalten, die lebenden -Lichtbilder populär zu machen. Das war Mitte der neunziger -Jahre. An der Ausarbeitung des modernen Kinematographen -sind viele Männer beteiligt; besonders verdient -machten sich darum Skladanowsky und Messter in Deutschland; -Demeny (Marey's Mitarbeiter, vgl. auch Fig. 53) und -die Gebrüder Lumière in Frankreich; Friese Greene (der schon -1889 ins Feld trat), Birt Acres und Robert Paul in England; -Edison, Jenkins, Casler und Urban in Amerika. Dem -einen haben wir dies Teil zu verdanken, dem anderen jenes. -Wir wollen darüber hinweggehen, sonst geraten wir zu -sehr in Einzelheiten.</p> - - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_17">[S. 17]</a></span></p> - -<p class="pmb2">Die Bezeichnung »Kinematograph«, die aus griechischen -Worten hergeleitet ist: Kinema = die Bewegung (Kinemata -= die Bewegungen) und grapho = ich schreibe, zeichne -auf, wurde durch die Gebrüder Lumière eingeführt, nachdem -sie als erster Bouly in einem französischen Patente vom Jahre -1892 angewandt hatte. Von den zahlreichen anderen Namen -hat sich hauptsächlich »Bioskop« (ebenfalls aus dem Griechischen: -Bios = das Leben, und skopeo = ich sehe) erhalten.</p> - - -<div class="footnotes"><h3>Fußnoten:</h3> - -<div class="footnote"> -<p><a id="Footnote_A_1"></a><a href="#FNanchor_A_1"><span class="label">[A]</span></a> Nach einer Abbildung aus Eder's »Geschichte der Photographie«, -Verlag von Wilh. Knapp, Halle a. S.</p></div> - -<div class="footnote"> -<p><a id="Footnote_B_2"></a><a href="#FNanchor_B_2"><span class="label">[B]</span></a> Nach einer in Eder's »Geschichte der Photographie« (Verlag von -Wilhelm Knapp, Halle a. S.) abgebildeten Plaquette.</p></div></div> - - -<hr class="chap" /> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0017-kino.jpg" width="100" height="98" alt="tb" title="SN 7" /> - </div> -</div> - -<h2 id="Wesen_und_Wirkungsweise_des_Kinematographen">Wesen und Wirkungsweise des Kinematographen.</h2> - - -<h3><i>Wirkungsweise des Aufnahmeapparates.</i></h3> - - <div class="figleft" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0017-image.jpg" width="300" height="225" alt="tb" title="Fig. 22." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 22. Schema einer Filmkamera.</span> - </span> - </div> - -<p>Wie der kinematographische Aufnahmeapparat arbeitet, -das können wir uns am besten klar machen, indem wir einen -einfachen Kodak in die Hand nehmen. Die Anordnung -ist in Figur 22 schematisch dargestellt. -Auf der Rolle M sitzt -ein lichtempfindliches Filmband; -es ist zur Rolle N geführt, -worauf es sich, wenn man die -Rolle dreht, aufwickelt. O ist -das Objektiv und S die Verschlußscheibe. -Um eine Aufnahme -zu machen, gibt man -der Verschlußscheibe eine Umdrehung. -Es bewegt sich dann die Öffnung T am Objektiv -vorbei, läßt Licht zu und verursacht damit eine Belichtung. -Nun soll ein zweites Bild gemacht werden. Dazu -muß zunächst der Film durch Drehen der Rolle N um ein -Stück, so groß wie das Bildchen a, weitergezogen werden. -Wenn das geschehen ist, wird der Verschlußscheibe wieder -eine Umdrehung gegeben. Ein drittes, viertes, fünftes Bild -usw. erfordert immer wieder dieselben Handgriffe: stets -wird zuerst der Film weitergezogen und dann die Verschlußscheibe -gedreht.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_18">[S. 18]</a></span></p> - -<p>Denken wir uns nun in die -Kamera einen Mechanismus eingebaut, -der diese Handgriffe selbsttätig -ausführt, so haben wir den -kinematographischen Aufnahmeapparat, -wie er in Figur 23 dargestellt -ist. Man braucht nur eine -Kurbel zu drehen, dann schießt der -Apparat wie ein Schnellfeuergeschütz -los und macht auf das Filmband -in rascher Folge eine große Anzahl -von Aufnahmen. Den Mechanismus -wollen wir uns nachher ansehen.</p> - - <div class="figleft" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0018-image.jpg" width="300" height="365" alt="tb" title="Fig. 23." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 23. Kinematographische Aufnahme-Kamera.</span> - </span> - </div> -<p class="pmb3" /> - - -<h3><i>Das Filmband und seine Fertigstellung.</i></h3> - -<p>Der belichtete Film wird in der Dunkelkammer auf -einen Rahmen oder eine Trommel gespannt und wie der -Kodakfilm entwickelt, fixiert, ausgewaschen und getrocknet. -Man bekommt dann ein Band mit vielen kleinen Negativbildern. -Von diesem Negativ, von dem Figur 24 ein kleines -Stück in Originalgröße zeigt, gewinnt man durch Kopieren -den Positivfilm, wie er in Figur 25 wiedergegeben ist. Ein -Stück Positivfilm ist ferner hier angeklebt. Die Filmbänder -sind an beiden Rändern in regelmäßiger Folge mit Löchern -versehen, und zwar derart, daß auf jedes Bild beiderseits -4 Löcher kommen. Diese Perforation, die von Edison -eingeführt wurde, muß man anwenden, damit der Mechanismus -den Film genau transportieren kann.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0019-kino.jpg" width="100" height="96" alt="tb" title="SN 8" /> - </div> -</div> - -<p>Das Filmband ist 3½ cm breit, jedes Bildchen darauf -2½ cm breit und ungefähr 2 cm hoch. <em class="gesperrt">Ein</em> Bild sieht fast -genau so aus wie das nächste, erst wenn man mehrere Bilder -überfliegt, merkt man einen Unterschied in der Abbildung. -Und das ist kein Wunder, kommen doch normaler Weise -auf die Sekunde 15 bis 20 Aufnahmen. Eine so rasche -Folge der Bilder ist nämlich erforderlich, wenn eine ununterbrochene, -schöne Wiedergabe erzielt werden soll. In der -Minute haben wir mithin rund 1000 Bilder und das macht, - <span class="pagenum"><a id="Page_19">[S. 19]</a></span> -da jedes Bildchen etwa 2 Zentimeter hoch ist, ein Band von -ungefähr 20 Meter Länge. Für eine Szene, die 5 Minuten -dauert, braucht man also 100 Meter Film. Das mag auf den -ersten Blick viel erscheinen, aber selbst Aufnahmen von vielen -hundert Metern Länge sind heute nichts Besonderes mehr.</p> - -<table border="0" cellspacing="3" cellpadding="2" summary="Fig. 24-25."> - <colgroup> - <col width="190" /> <col width="290" /> <col width="290" /> - </colgroup> - <tr> - <td align="center"> - <div class="figcenter" style="width: 230px;"> - <img src="images/p0019-image1.jpg" width="230" height="683" alt="tb" title="Fig. 24." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 24. Stück eines Film-Negativs in Originalgrösse.</span> - </span> - </div> - </td> - <td align="center"> - <div class="figcenter" style="width: 220px;"> - <img src="images/p0019-image2.jpg" width="220" height="680" alt="tb" title="Fig. 25." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 25. Film-Positiv nach dem Negativ Fig. 24.</span> - </span> - </div> - </td> - </tr> -</table> -<p class="pmb3" /> - - -<h3><i>Wirkungsweise des kinematographischen Wiedergabeapparates.</i></h3> - -<p>Nun wollen wir verfolgen, wie mit Hilfe des Positivfilm -die Szene, welche bei der Aufnahme sich vor der Kamera - <span class="pagenum"><a id="Page_20">[S. 20]</a></span> -abspielte, als lebendes Lichtbild zur Darstellung gebracht -wird. Die Anordnung ist im allgemeinen dieselbe wie bei -jedem Projektionsapparat. Links haben wir in Figur 26 -die Laterne mit der Lichtquelle L, am besten einer Bogenlampe; -in der Vorderwand zwei Beleuchtungslinsen K, -welche die Lichtstrahlen sammeln und in einem Kegel nach -vorne in das Objektiv O leiten. Das Objektiv dirigiert -die Strahlen derart weiter, daß von dem transparenten -Bildchen B auf der Projektionswand ein scharfes Lichtbild -erzeugt wird.</p> - - <div class="figcenter" style="width: 600px;"> - <img src="images/p0020-image1.jpg" width="600" height="226" alt="tb" title="Fig. 26." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 26. Schema des Lichtbilder-Apparates.</span> - </span> - </div> - - <div class="figcenter" style="width: 600px;"> - <img src="images/p0020-image2.jpg" width="600" height="253" alt="tb" title="Fig. 27." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 27. Das Filmband im Lichtbilder-Apparat.</span> - </span> - </div> - -<p>Die Vergrößerung ist dabei eine beträchtliche. Wenn -das Bildchen, wie beim Kinematographenfilm, eine Breite -von 2½ cm besitzt und der Projektionsschirm beispielsweise -2½ m breit ist, so haben wir der Linie nach eine 100 fache, -der Fläche nach eine 10000 fache Vergrößerung; bei 5 m -breitem Schirm ist die Flächenvergrößerung gar eine -40000 fache. Da wird es erklärlich, daß man eine sehr -kräftige Lichtquelle braucht.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_21">[S. 21]</a></span></p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0021-kino.jpg" width="100" height="100" alt="tb" title="SN 8" /> - </div> -</div> - -<p>An Stelle des einzelnen Bildchens B bringen wir nun, -wie es Figur 27 veranschaulicht, den Film derart in den -Strahlenkegel, daß zunächst das erste Bildchen a projiziert -wird, und jetzt müssen wir, um auf dem Projektionsschirm -die richtige Wiedergabe zu erhalten, das Band in der gleichen -Weise weiter bewegen, wie vorher in unserem Kodak, den -wir uns mechanisch betrieben dachten: der Film bleibt jedesmal -einen Augenblick an der Belichtungsstelle ruhig stehen, -dann springt er um ein Bild weiter, steht wieder ruhig, springt -weiter und so fort. Die Verschlußscheibe brauchen wir auch -hier; sie soll nämlich das Objektiv immer in dem Moment -verschließen, wo der Film sich weiterbewegt, damit wir das -Rutschen der Bilder nicht wahrnehmen.</p> - -<p>Wir müssen also in unseren Lichtbilderapparat einen -Mechanismus einbauen, der das Filmband ruckweise weiterbewegt -und der bei jedem Bildwechsel das Objektiv verschließt. -Nehmen wir an, ein solcher Kinematographmechanismus -wäre beschafft, und nehmen wir ferner an, der Mechanismus, -gleichgültig wie er sonst konstruiert ist und aussieht, arbeite -in gleichmäßigem »Tempo«: jeder Bildstillstand dauere die -gleiche Zeit wie der Bildwechsel. Schematisch ließe sich -dann die Arbeitsweise des Mechanismus folgendermaßen -darstellen, wobei die ausgezogenen Linien jedesmal den Stillstand -und die punktierten Linien den Wechsel andeuten:</p> - - <div class="figcenter" style="width: 600px;"> - <img src="images/p0021-image.jpg" width="600" height="59" alt="tb" title="Abb." /> - </div> - -<p>Wenn wir nun zusammen bei dem Apparat säßen, -würde ich, um Ihnen die Wirkung zu zeigen, den Mechanismus -zunächst einmal ganz langsam drehen. Im Apparat würden -Sie dann folgenden Vorgang wahrnehmen: Der Film steht -augenblicklich still, trotzdem ich gleichmäßig drehe; nun -wandert er um ein Stückchen weiter; jetzt steht er wieder -ruhig, und so geht's immer ruck, ruck, ruck vorwärts. Dabei -bringt jede Bewegung des Filmbandes ein neues Bild an die -Belichtungsstelle, das dann eine gewisse Zeit stehen bleibt. - <span class="pagenum"><a id="Page_22">[S. 22]</a></span> -Blicken wir nun, während ich langsam weiter drehe, auf den -Projektionsschirm, so sehen wir dort in gleichmäßigem -Wechsel: Bild — dunkel — nächstes Bild — dunkel — -nächstes Bild — dunkel usw. Wir beobachten, wie jedes -Lichtbild einen Augenblick stehen bleibt; von der Weiterbewegung -des Filmbandes können wir hier aber nichts -merken, denn während dieser Zeit blendet immer die Verschlußscheibe -die Lichtstrahlen ab: daher das »dunkel«.</p> - -<p>Alsdann würde ich, damit Sie auch das Weiterrutschen -des Filmbandes sehen, die Verschlußscheibe abnehmen -und wiederum ganz langsam drehen. Nun gibt's auf der -Projektionswand: Bild — Rutschen des Bildes — nächstes -Bild — Rutschen — nächstes Bild — Rutschen — usw. -So, jetzt setzen wir die Verschlußscheibe wieder auf und -drehen erst langsam, dann allmählich immer rascher. Da -beobachten wir zuerst noch: Bild — dunkel — Bild — dunkel. -— Bald aber, bei rascherem Drehen, kann unser Auge die -einzelnen Bilder und die dunkeln Zwischenpausen nicht mehr -unterscheiden. Ohne daß wir merken, wie es geschieht, -gehen die Bilder ineinander über; das Lichtbild gewinnt Leben, -die Figuren bewegen sich.</p> - -<p>Ein kleines Experiment mag Ihnen eine bessere Vorstellung -geben von dem, was ich Ihnen eben gerne praktisch -gezeigt hätte. Halten Sie einmal das linke Auge zu und -bewegen Sie die rechte Hand dicht vor dem anderen Auge -hin und her — zuerst ganz langsam. Da bekommen Sie, -genau wie ich es vom Kinematograph erzählte, Bild — dunkel -— Bild — dunkel — usw. Fahren Sie nun aber mit der Hand -rasch hin und her und blicken dabei durchs Fenster auf -die belebte Straße, so nehmen Sie alles wahr wie sonst: Sie -merken nicht, daß das Auge die Eindrücke nur stoßweise -empfängt, Sie sehen keine Unterbrechungen in den Bewegungen -der Menschen und Wagen, wie Sie doch tatsächlich -durch das »Abblenden« mit der Hand hervorgerufen werden. -Genau so ist es beim Kinematograph. Ja, es ist dieselbe -alte Geschichte, wie bei der Wunderscheibe und beim Lebensrad: - <span class="pagenum"><a id="Page_23">[S. 23]</a></span> -unser Auge hält eben jedes einzelne Bild eine kurze -Zeit fest, und wenn die Bilder hinreichend rasch aufeinander -folgen, wenn die Lücken zwischen Bild und Bild hinreichend -kurz sind, so füllt das Nachbild jedesmal die Lücke aus. -Die »Dauer des Lichteindruckes«, so nennt man ja diese -Eigenschaft des Auges, schlägt dann gewissermaßen eine -Brücke von Bild zu Bild über die dunkeln Zwischenpausen -hinweg.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0023-kino.jpg" width="100" height="98" alt="tb" title="SN 9" /> - </div> -</div> -<p class="pmb3" /> - - -<h3><i>Das Flimmern und die Mittel zur Behebung.</i></h3> - -<p>Aber unser Auge, wenn es sich auch täuschen läßt -und statt der sprungweise sich folgenden Einzelbilder ein -einziges Bild mit ununterbrochener Bewegung sieht: es -merkt doch, daß da etwas nicht in Ordnung ist, daß dabei -etwas anders ist, als beim Sehen in der Natur; es nimmt -den ewigen Wechsel zwischen Hell und Dunkel wahr und -sagt uns: »das Bild flimmert«.</p> - -<p>Dieses Flimmern wird offenbar verursacht durch den -steten Wechsel: Hell — Dunkel. Wenn auch die »Dauer des -Lichteindrucks« über die dunklen Pausen hinweghilft und -gewissermaßen eine Brücke darüber schlägt, so nimmt doch -die Nachwirkung während der Pause an Kraft erheblich ab: -die Brücke geht von der großen Helligkeit des Bildes bergab. -Nun kommt plötzlich ein neues Bild mit großer Helligkeit: -da geht es wieder steil bergauf. Die Verbindung zwischen -Bild und Bild ist da; aber es gibt ein ewiges auf und ab — -und dieses Auf- und Abwogen äußert sich durch das Flimmern. -Schon beim Lebensrade werden Sie das Flimmern -bemerkt haben; aber ist es Ihnen nicht auch bei dem Experiment -mit der Hand aufgefallen? Vielleicht werden Sie -dabei schon eine Beobachtung über die Stärke des Flimmerns -gemacht haben. Wenn nicht, dann stellen Sie das Experiment -noch einmal an: linkes Auge zu und rechte Hand vor dem -andern Auge hin und her, zuerst ganz langsam, dann immer -rascher; dabei auf dieses Blatt blicken! Wird nicht das Flimmern -um so schwächer, je rascher Sie die Hand bewegen? — -Nun, man sollte sagen, dies Mittel müßte auch beim Kinematographen - <span class="pagenum"><a id="Page_24">[S. 24]</a></span> -helfen — könnten Sie es jetzt probieren, das -Experiment würde die Vermutung bestätigen: bei rascherem -Drehen nimmt das störende Flimmern ab. Das wäre also -ein einfaches Aushilfsmittel, diese üble Erscheinung abzuschwächen. -Aber man wird bald erkennen, daß dies Verfahren -einen bösen Nachteil hat: die Bewegungen im lebenden -Lichtbilde werden unnatürlich rasch, wirken überstürzt, -und außerdem ist die Vorführung viel schneller zu Ende. -Wenn man da abhelfen wollte, so müßten auch die kinematographischen -Aufnahmen entsprechend schneller gemacht -werden, statt 15 bis 20 Bilder müßten wir beispielsweise -30 bis 40 in der Sekunde aufnehmen. Das geht wohl, doch -dann wird das Filmband doppelt so lang und die Aufnahmen -doppelt so teuer; außerdem werden bei der großen Geschwindigkeit -Mechanismus und Film viel rascher verschleißen.</p> - -<p>Weshalb wird nun aber das Flimmern schwächer, wenn -wir den Kinematograph rascher drehen? Offenbar weil -dann die dunkle Pause zwischen Bild und Bild kürzer -wird. Wenn uns die normale Geschwindigkeit (z. B. 15 -Bilder in der Sekunde) folgendes Schema<a id="FNanchor_C_3"></a><a href="#Footnote_C_3" class="fnanchor">[C]</a> gab:</p> - - <div class="figcenter" style="width: 600px;"> - <img src="images/p0024-image1.jpg" width="600" height="56" alt="tb" title="A" /> - </div> - -<p>so bekommen wir bei der überstürzten Geschwindigkeit -(30 Bilder in der Sekunde) schematisch folgende Anordnung:</p> - - <div class="figcenter" style="width: 600px;"> - <img src="images/p0024-image2.jpg" width="600" height="47" alt="tb" title="B" /> - </div> - -<p>Die (punktiert dargestellte) Pause zwischen den Bildern -ist hier nur halb so groß wie vorher; sie ist leichter zu überbrücken, -das Auf- und Abwogen und damit das Flimmern -wird schwächer.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0025-kino.jpg" width="100" height="97" alt="tb" title="SN 10" /> - </div> -</div> - -<p>Nun ist die Frage: läßt sich dies Resultat nicht auch -auf andere Weise erreichen? Die Zahl der Bilder, die in der -Sekunde gezeigt wird, soll die gleiche bleiben wie in A, nämlich - <span class="pagenum"><a id="Page_25">[S. 25]</a></span> -15; dagegen soll die Pause so kurz oder besser wohl noch kürzer -werden wie in B. Das heißt in anderen Worten: der Kinematograph-Mechanismus -soll den Film innerhalb einer Sekunde -15 mal still stehen lassen und zwischendurch 15 mal -weiterziehen (wechseln), dabei aber den Bildwechsel, der verdunkelt -wird, möglichst rasch ausführen. Die Lösung ist -sehr naheliegend; sie wird schon zum Ausdruck gebracht -durch die Aufgabestellung selbst, und zwar lautet sie schematisch:</p> - - <div class="figcenter" style="width: 600px;"> - <img src="images/p0025-image.jpg" width="600" height="61" alt="tb" title="C" /> - </div> - -<p>Mit anderen Worten: der Kinematograph-Mechanismus muß -so arbeiten, daß er den Film ganz rasch von Bild zu Bild -weiterzieht; dafür muß er jedes einzelne Bild entsprechend -länger stehen lassen. Denn wenn 15 Bilder in der Sekunde -gezeigt werden sollen, so kommt immer nach <span class="font08"><sup>1</sup></span>/<span class="font08"><sub>15</sub></span> Sekunde -ein neues Bild; also müssen ein Bildstillstand und ein Bildwechsel -zusammen <span class="font08"><sup>1</sup></span>/<span class="font08"><sub>15</sub></span> Sekunde einnehmen. Je kürzer -mithin der Bildwechsel ist, desto länger wird der Bildstillstand. -Bei der Anordnung, die das Schema C wiedergibt, -nimmt der (punktiert dargestellte) Bildwechsel <span class="font08"><sup>1</sup></span>/<span class="font08"><sub>3</sub></span> der Zeit -ein, die auf jeden Bildstillstand kommt. Man sagt: wir haben -ein Tempo 1 : 3, während vorher bei A das Tempo 1 : 1 war. -Wer Spaß hat am Bruchrechnen, kann leicht feststellen, -wieviel Teilchen einer Sekunde in beiden Fällen Bildwechsel -und Bildstillstand dauern.</p> - -<p>Aber weshalb sollen wir nicht weiter gehen und den -Bildwechsel noch kürzer machen als im Schema C? Je -kürzer der Bildwechsel, desto kürzer ist die Pause zwischen -Bild und Bild — desto geringer muß unserer Überlegung -nach das Flimmern werden. Weshalb sollen wir z. B. nicht -ein Tempo 1: 8 nehmen, wie es das folgende Schema D -andeutet, wobei die Lücken den Bildwechsel und die ausgezogenen -Linien die Zeit veranschaulichen, während welcher -das einzelne Bild stillsteht.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_26">[S. 26]</a></span></p> - - <div class="figcenter" style="width: 600px;"> - <img src="images/p0026-image.jpg" width="600" height="50" alt="tb" title="C" /> - </div> - -<p>Wenn wir das Tempo hinreichend stark nehmen — -sollte man sagen — müßte das Flimmern schließlich so gut -wie ganz verschwinden. Aber einstweilen haben wir die -Rechnung ohne den Wirt gemacht: wir arbeiten ganz in -Gedanken und vergessen die Hauptsache, ob sich auch ein -Kinematograph-Mechanismus, der in so starkem Tempo -arbeitet, praktisch ausführen läßt. Da müssen wir schon den -Konstrukteur fragen, und der antwortet: »Gewiß, wir bauen -schon seit Jahren unsere Apparate nach diesem Prinzip -und suchen den Wechselvorgang möglichst kurz zu machen. -Indessen können wir dabei nicht beliebig weit gehen. Es -gibt praktisch bald eine Grenze; denn je stärker das Tempo, -desto stärker wird die Beanspruchung des Mechanismus -und des Filmbandes, und desto schlimmer deren Verschleiß. -Bedenken Sie doch, daß bei einem Tempo 1 : 10 der Film -bei jedem Bildwechsel innerhalb <span class="font08"><sup>1</sup></span>/<span class="font08"><sub>150</sub></span> Sekunde weitergezogen -werden muß, und das ist ein gehöriger Ruck! Bedenken -Sie ferner, daß bei einer Vorführung, die eine Stunde dauert, -der Apparat 60000 mal einen solchen Ruck auf den Film -auszuüben hat. Immerhin können wir mit dem, was heute -praktisch erreicht ist, recht zufrieden sein: bei einem guten -Kinematograph ist das Flimmern doch verhältnismäßig -gering.«</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0027-kino.jpg" width="100" height="98" alt="tb" title="SN 11" /> - </div> -</div> -<p class="pmb3" /> - - -<h3><i>Konstruktion des Transport-Mechanismus.</i></h3> - - <div class="figleft" style="width: 500px;"> - <img src="images/p0027-image1.jpg" width="500" height="541" alt="tb" title="Fig. 28." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 28. Schematische Anordnung des - kinematograph. Projektions-Apparates.</span> - </span> - </div> - -<p class="pmb3">Nachdem wir nun die wesentlichen Anforderungen, -die an den Kinematographen gestellt werden, kennen gelernt -haben, wollen wir den Transport-Mechanismus selbst einmal -näher betrachten. Zunächst mag uns Figur 28 die allgemeine -Anordnung vor Augen führen. Der Film sitzt oben auf -einer Spule R und läuft von dort zur Belichtungsstelle T, -wo die Bildchen eines nach dem andern »eingerahmt« -und von den Lichtstrahlen kräftig beleuchtet werden. -Darunter kommt der Bewegungsmechanismus, der dem -Film die ruckweise Weiterbewegung gibt; er ist in der - <span class="pagenum"><a id="Page_27">[S. 27]</a></span> -Abbildung durch die Zahntrommel W angedeutet. -Unten wickelt sich das Filmband auf die -Spule S wieder auf. Vor dem Objektiv O dreht -sich die Blendscheibe B, die, wie wir wissen, -dazu dient, das Weiterrutschen des Filmbandes -zu verdecken. Der Vollständigkeit -halber ist die Projektionslaterne nebst Beleuchtungslinsen -C und Lichtquelle L mit eingezeichnet; der Strahlengang -ist durch die punktierten Linien angedeutet.</p> - - -<h3><i>Die Malteserkreuz-Einrichtung.</i></h3> - - <div class="figleft" style="width: 200px;"> - <img src="images/p0027-image2.jpg" width="200" height="255" alt="tb" title="Fig. 29." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 29. Ruckweise Weiterbewegung d. Filmbandes durch das Malteserkreuz.</span> - </span> - </div> - -<p>Nun der Bewegungsmechanismus! Eine der am meisten -benutzten Anordnungen zur ruckweisen Weiterbewegung -des Filmbandes ist das sog. Malteserkreuz, -von dem Figur 29 eine perspektivische -Ansicht gibt. Der Film läuft um -die Zahntrommel W, die mit ihren Zähnen -in die Löcher des Bandes eingreift und -die es zwingt, alle Bewegungen der -Trommel mitzumachen. Auf der Achse -der Zahntrommel sitzt eine Sternscheibe S -und dieser wird durch eine rotierende -Stiftscheibe AB periodisch ¼ Umdrehung -erteilt. Dabei schlägt die Zahntrommel -gleichfalls um ein Viertel herum und zieht -den Film immer genau um ein Bild weiter.</p> - - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_28">[S. 28]</a></span></p> - -<table border="0" cellspacing="3" cellpadding="2" summary="Fig. 34-35"> - <colgroup> - <col width="290" /> <col width="290" /> - </colgroup> - <tr> - <td align="center"> - <div class="figcenter" style="width: 260px;"> - <img src="images/p0028-image1.jpg" width="260" height="119" alt="tb" title="Fig. 34." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 34.</span> - </span> - </div> - </td> - <td align="center"> - <div class="figcenter" style="width: 260px;"> - <img src="images/p0028-image1a.jpg" width="260" height="112" alt="tb" title="Fig. 35." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 35.</span> - </span> - </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td align="center" colspan="2"> - <span class="font08"> - Wirkungsweise des aus der Tafel (Fig. 30 bis 33) herzustellenden Malteserkreuz-Modells. - </span> - </td> - </tr> -</table> -<p class="pmb2" /> - -<p>Wie diese Anordnung arbeitet, können Sie sich besser -klar machen, indem Sie sich aus den Figuren 30 bis 33 auf -der vorgehefteten Tafel ein kleines Modell herrichten. Dazu -werden die Figuren mit einem scharfen Messer ausgeschnitten, -und zwar recht sorgsam (namentlich das Kreuz). Die kleine -Scheibe (Figur 31) klebt man auf das Kreuz; ferner klebt -man die beiden Scheiben, Figuren 32 und 33, aufeinander, -wobei zu beachten ist, daß der Ausschnitt von Figur 33 -auf die punktierte Stelle von Figur 32 kommt. Durch die -Mitte eines jeden fertig verklebten Teiles wird ein Loch -gebohrt. Nun legt man zunächst das Kreuz auf ein Brettchen -oder einen starken Karton derart, daß die aufgeklebte kleine -Scheibe nach unten kommt, und steckt durch das Loch -eine Nadel hindurch. Dicht dagegen legt man, wie es Figur -34 andeutet, das andere Teil, die ausgeschnittene Scheibe -nach oben, und steckt dieses ebenfalls fest. Der Ansatz -daran wird hochgebogen. Wenn man nun die Scheibe -dreht, so greift sie mit dem Ansatz in das Kreuz ein (vgl. -Fig. 35) und gibt diesem eine Vierteldrehung.</p> - - <div class="figleft" style="width: 200px;"> - <img src="images/p0028-image2.jpg" width="200" height="230" alt="tb" title="Fig. 36." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 36. Malteserkreuz für starkes »Tempo«.</span> - </span> - </div> - -<p>Wie man beim Malteserkreuz ein stärkeres Tempo erzielen -kann, um dadurch das Flimmern -geringer zu machen, deutet Figur 36 an. -Man braucht nur die Eingriffscheibe recht -groß zu nehmen. So lange die Sternscheibe -mit dem schraffierten Teil der -Scheibe A in Berührung ist, steht sie still; -die Wechslung wickelt sich in der kurzen -Zeit ab, wo der Eingriff bei dem nicht -schraffierten Teile in Tätigkeit tritt. Allerdings - <span class="pagenum"><a id="Page_29">[S. 29]</a></span> -kann man praktisch nicht beliebig weit gehen, da -sonst die Beanspruchung von Mechanismus und Film zu -groß wird.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0029-kino.jpg" width="100" height="99" alt="tb" title="SN 12" /> - </div> -</div> -<p class="pmb3" /> - - -<h3><i>Andere Bewegungsmechanismen.</i></h3> - -<table border="0" cellspacing="3" cellpadding="2" class="tdc" summary="Fig. 37-39"> - <colgroup> - <col width="210" /> <col width="260" /> <col width="260" /> - </colgroup> - <tr> - <td> - <div class="figcenter" style="width: 200px;"> - <img src="images/p0029-image_01.jpg" width="200" height="313" alt="tb" title="Fig. 37." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 37. Greifer.</span> - </span> - </div> - </td> - <td> - <div class="figcenter" style="width: 250px;"> - <img src="images/p0029-image_02.jpg" width="250" height="218" alt="tb" title="Fig. 38." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 38. Schläger.</span> - </span> - </div> - </td> - <td> - <div class="figcenter" style="width: 250px;"> - <img src="images/p0029-image_03.jpg" width="250" height="438" alt="tb" title="Fig. 39." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 39. Klemmzug.</span> - </span> - </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> - <span class="font08"> - Typische Anordnungen zur ruckweisen Weiterbewegung des Filmbandes. - </span> - </td> - </tr> -</table> - - -<p class="p2 pmb3">Es sind nun noch verschiedene andere Vorrichtungen -zur ruckweisen Weiterbewegung des Filmbandes in Gebrauch; -man kann sie kurz als »Greifer«, »Schläger« und »Klemmzug« -oder »Nockenapparat« bezeichnen. Der »Greifer« -besteht aus einer auf- und niedergehenden Gabel, wie sie -in Figur 37 schematisch angedeutet ist. Sie greift in ihrer -obersten Stellung in die Löcher des Filmbandes ein und -zieht dieses mit herunter; unten angekommen, läßt die Gabel -den Film los und geht dann »leer« hoch, um oben wieder -einzugreifen und so das Spiel in gleichmäßigem Gange zu -wiederholen. Beim »Schläger«, dessen Anordnung in Figur 38 -skizziert ist, schlägt ein auf der rotierenden Scheibe S sitzender -Exzenterstift in regelmäßigen Zwischenräumen auf den Film -und zieht ihn dabei immer um ein Bild aus der Belichtungsstelle -B weiter. Der Nockenapparat besteht im wesentlichen -aus 2 Trommeln Ww (Fig. 39), die so dicht beieinander - <span class="pagenum"><a id="Page_30">[S. 30]</a></span> -stehen, daß der Film eben frei dazwischen hängen kann. -Die große Trommel, welche rotiert, hat an ihrem Umfange -einen Nocken E, und jedesmal wenn dieser gegen die zweite -Trommel kommt, wird der Film eingeklemmt und mitgezogen. -Die Zahntrommel R oberhalb der Belichtungsstelle -B schiebt nur genau soviel Film vorwärts, als unten weiter -gezogen werden darf.</p> - - -<h3><i>Kinematographen mit gleichmässig laufendem Filmband.</i></h3> - - -<table border="0" cellspacing="3" cellpadding="2" class="tdc" summary="Fig. 40-41"> - <colgroup> - <col width="310" /> <col width="360" /> - </colgroup> - <tr> - <td> - <div class="figcenter" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0030-image_01.jpg" width="300" height="307" alt="tb" title="Fig. 40." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 40. Schematische Anordnung.</span> - </span> - </div> - </td> - <td> - <div class="figcenter" style="width: 350px;"> - <img src="images/p0030-image_02.jpg" width="350" height="330" alt="tb" title="Fig. 41." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 41. Apparat von Jenkins.</span> - </span> - </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> - <span class="font08"> - Kinematograph mit gleichmässig bewegtem Filmband und einer Reihe - rotierender Objektive. - </span> - </td> - </tr> -</table> - - -<p class="p2">Das sind die Hauptkonstruktionstypen, wie wir sie heute -im Handel praktisch angewandt finden. Es gibt nun noch -eine große Anzahl anderer Anordnungen; interessant ist -namentlich eine Gruppe von Apparaten, wobei der Film -nicht ruckweise bewegt wird, sondern mit gleichmäßiger -Geschwindigkeit läuft. Ich will davon ein Beispiel geben. -Sie sehen in Figur 40 links den Film, der über zwei Rollen -läuft. Davor befindet sich eine Reihe von Objektiven, die -wie ein Kranz auf der Drehscheibe sitzen und einen Rundlauf -machen, um eines nach dem anderen in Tätigkeit zu treten. -Jedes Objektiv läuft eine kleine Strecke in gleicher Geschwindigkeit -mit dem Film zusammen und führt während dieser -Zeit die Belichtung aus. Infolge der gleichmäßigen Mitbewegung -hält das Objektiv das Bild sozusagen auf dem -Film fest, und daher bekommen wir eine vollkommene Schärfe. -Bei dieser Anordnung sind ruckweise Bewegungen vermieden. - <span class="pagenum"><a id="Page_31">[S. 31]</a></span> -Sowohl der Film als auch sämtliche Teile des Mechanismus -bewegen sich mit gleichmäßiger Geschwindigkeit. Daher -bietet sich hier die Möglichkeit, den Apparat außerordentlich -schnell laufen zu lassen und eine sehr große Anzahl von -Aufnahmen in der Sekunde zu machen, wie es für bestimmte -Zwecke erforderlich ist.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0031-kino.jpg" width="100" height="98" alt="tb" title="SN 13" /> - </div> -</div> - -<p class="pmb3">Der Amerikaner Jenkins, dem wir die Ausarbeitung -dieses Systems verdanken, das übrigens Ducos du Hauron -1864 schon angab, machte mit der in Figur 41 dargestellten -Kamera, die 15 Objektive besitzt, über 250 gut exponierte -Aufnahmen in der Sekunde. Der Engländer Maskelyne -löste die Aufgabe in der Weise, daß er in das Objektiv des -Apparates ein rotierendes optisches Organ einbaute, das -jedes Bildchen immer eine kleine Strecke mit dem bewegten -Filmband mitführt. Auch hier ist die Zahl der Bilder, die -man in der Sekunde aufnehmen kann, nur begrenzt durch die -Lichtempfindlichkeit des Negativfilm. Aber ebenso wie bei -Jenkins ist die Ausführung sehr kostspielig: ein Apparat -dieser Art, den die britische Artillerie-Prüfungskommission -zur Photographie fliegender Geschosse benutzt, stellte sich -auf Mk. 10000. Eine noch höhere Leistungsfähigkeit erzielte -Cranz; ihm gelang es, eine Einrichtung zu konstruieren, -womit in der Sekunde auf den mit 90 Meter Geschwindigkeit -laufenden Film 5000 Bilder gemacht wurden. Dieser Apparat -dient erfolgreich dazu, fliegende Geschosse und ihre Wirkung -kinematographisch aufzunehmen.</p> - - -<h3><i>Ausstattung des Kinematograph-Mechanismus.</i></h3> - -<p>Für die gewöhnlichen Zwecke der Kinematographie -werden, abgesehen von unwesentlichen Abänderungen, nur -die zuerst besprochenen Konstruktionen benutzt, die den -Film ruckweise weiterbewegen. Wenn man nun einen vollständigen -Kinematograph-Mechanismus ansieht, so findet -man noch allerlei Räderwerk und verschiedenerlei Vorrichtungen -daran; namentlich die für Kinematographentheater -bestimmten Apparate werden sozusagen mit allen -Schikanen ausgerüstet. Da ist z. B. für den Schutz des Films - <span class="pagenum"><a id="Page_32">[S. 32]</a></span> -gegen die heißen Lichtstrahlen gesorgt. Das Zelluloid, -woraus das Filmband besteht, ist ein leicht entflammbares -Material, und es tritt daher bei Stillstand des Mechanismus, -wo die Strahlen Zeit haben, auf den Film zu wirken, die Gefahr -auf, daß es entzündet wird. Dies wird nun verhindert -durch eine Sperrklappe, die beim Betriebe durch einen -Regulator geöffnet wird und sich selbsttätig schließt, sobald -der Apparat aufhört zu laufen. In Figur 42 ist ein derartiges -Modell wiedergegeben. Figur 43 zeigt einen einfacheren -Kinematograph-Mechanismus in Verbindung mit einer Projektionslaterne, -wie er in Vereinen und Schulen gebraucht wird. Der Antrieb wird bei -den Theaterapparaten in der Regel durch einen kleinen Elektromotor bewirkt, -während man das Werk sonst mit der Hand dreht.</p> - - -<table border="0" cellspacing="3" cellpadding="2" class="tdc" summary="Fig. 42-43"> - <colgroup> - <col width="310" /> <col width="360" /> - </colgroup> - <tr> - <td valign="bottom"> - <div class="figcenter" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0032-image1.jpg" width="300" height="496" alt="tb" title="Fig. 42." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 42. Mechanismus eines Theater-Kinematographen.</span> - </span> - </div> - </td> - <td valign="bottom"> - <div class="figcenter" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0032-image2.jpg" width="300" height="279" alt="tb" title="Fig. 43." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 43. Einfacherer Kinematograph in Verbindung mit der Projektionslaterne.</span> - </span> - </div> - </td> - </tr> -</table> -<p class="pmb3" /> - - -<h3><i>Der Aufnahmeapparat.</i></h3> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0033-kino.jpg" width="100" height="96" alt="SN14" title="SN 14" /> - </div> -</div> - - <div class="figleft" style="width: 400px;"> - <img src="images/p0033-image.jpg" width="400" height="390" alt="tb" title="Fig. 44." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 44. Kinematographischer Aufnahme-Apparat mit - eingespanntem Film (geöffnet).</span> - </span> - </div> - -<p class="pmb2">Wir wollen uns nun auch den Aufnahmeapparat einmal -näher ansehen. Der lichtempfindliche Film sitzt, wie Figur 44 - <span class="pagenum"><a id="Page_33">[S. 33]</a></span> -zeigt, in der oben angebrachten Kassette, läuft dann um -die obere Zahntrommel und wird von dieser der Belichtungsstelle -zugeführt. Vorne im Apparat, hier nicht sichtbar, -befindet sich der Mechanismus, in diesem Falle ein Greifer, -der den Film ruckweise vorwärts bewegt. -Der unten stoßweise austretende Film läuft -dann über die zweite Zahntrommel und -wird dadurch der unteren Kassette in gleichmäßiger -Bewegung zugeführt. Zu einem vollkommenen -Apparat gehört nun u. U. noch eine Einstellvorrichtung, -ein Zähler, der angibt, wieviel Film belichtet ist, -und ein Geschwindigkeits-Anzeiger, woran der Photograph -kontrollieren kann, ob er die Kurbel mit der richtigen -Schnelligkeit dreht.</p> - - - -<div class="footnotes"><h3>Fußnote:</h3> - -<div class="footnote"> -<p><a id="Footnote_C_3"></a><a href="#FNanchor_C_3"><span class="label">[C]</span></a> Dieses Schema deutet ebenso wie die folgenden einen Vorgang an, -der sich in <span class="font08"><sup>1</sup></span>/<span class="font08"><sub>5</sub></span> Sekunde abspielt.</p></div></div> -<p class="pmb3" /> - - - -<h2 id="Das_kinematographische_Aufnahme-Verfahren">Das kinematographische Aufnahme-Verfahren.</h2> - - -<h3><i>Wie man mit der Aufnahmekamera arbeitet.</i></h3> - -<p class="pmb3">Figur 45 zeigt uns den Photographen bei der Arbeit. -Das Photographieren an sich ist einfach, wenn man einmal -mit einer Kamera umzugehen weiß. Der Apparat sitzt auf -einem recht kräftigen Stativ, man richtet ihn auf den -Gegenstand und dreht die Kurbel. Wenn sich aber der -Gegenstand, wie hier der Dampfer, fortbewegt, so muß man - <span class="pagenum"><a id="Page_34">[S. 34]</a></span> -mit der Kamera nachfolgen, und dazu gehört Geschick und Übung. -Überhaupt werden kinematographische Aufnahmen dadurch komplizierter, -daß während des Belichtens leicht etwas Unvorhergesehenes eintreten -kann.</p> - - -<h3><i>Aufnahmeateliers.</i></h3> - - <div class="figright" style="width: 400px;"> - <img src="images/p0034-image.jpg" width="400" height="424" alt="Fig. 45." title="Fig. 45." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 45. Herstellung einer kinematographischen Aufnahme.</span> - </span> - </div> - -<p class="pmb3">Einstudierte Szenen bieten, wenn sie sich programmäßig -abwickeln, bei der Aufnahme selbst am wenigsten Schwierigkeiten, -dagegen schaffen sie vorher viel Mühe und -Arbeit. Die bedeutenderen Filmfabriken haben dazu -riesige Ateliers und beschäftigen ein gut eingeschultes Personal -von Schauspielern, die einem tüchtigen Regisseur -unterstellt sind. Viele tausend Meter Films werden da -tagtäglich geschaffen und in alle Welt hinausgeschickt.</p> - - -<h3><i>Lebensgeschichte des Kinematographenfilm.</i></h3> - -<p>Wenn man nun die Lebensgeschichte des Kinematographenfilm, -wie er nachher durch den Projektions-Apparat -läuft, verfolgen will, so muß man zunächst in eine der großen -Zelluloidfabriken gehen. Da wird das Zelluloid in breiten -Bändern und in Längen bis zu 50 Metern gegossen: es ist -eine schwierige Fabrikation, deren Ausarbeitung sehr große -Erfahrung und jahrelange Versuche erforderte. Nur einige -wenige Werke vermögen den Rohfilm in der richtigen Beschaffenheit: -fest und geschmeidig, glasklar und fehlerlos, -herzustellen. Noch schwieriger gestaltet sich die Bereitung -eines tauglichen, unverbrennbaren oder doch schwer brennbaren -Filmmaterials, wie es im Zellit vorliegt, das gegenüber -dem leicht entzündlichen Zelluloid große Vorzüge bietet.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_35">[S. 35]</a></span></p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0035-kino.jpg" width="100" height="100" alt="SN 15" title="SN 15" /> - </div> -</div> - -<p>In einem anderen Werke oder in einer anderen Abteilung -des ersteren wird beim Lichte roter Lampen auf das breite -Zelluloidband die lichtempfindliche Emulsion aufgetragen, -eine Emulsion derart, wie man sie für photographische Platten -anwendet. Dann läuft das Band durch eine Schneidemaschine, -die es mit Tellermessern in schmale Streifen zerteilt, wie -der kinematographische Apparat sie braucht. Diese Streifen -wandern nun, zu Rollen gewickelt, in die Filmfabrik. Deren -erste Arbeit besteht darin, die Streifen mit der Perforation -zu versehen. Das geschieht, ebenfalls in rot beleuchteten -Räumen, durch Perforiermaschinen, die stündlich viele -tausend Löcher einstanzen. In größeren Werken sind deren -mehrere Dutzend in rastloser Tätigkeit. Von diesen Maschinen -wird größte Präzisionsarbeit verlangt: die Abstände -der Löcher müssen genau innegehalten werden; denn die -geringste Abweichung würde nachher bei der Projektion -ein Tanzen des Lichtbildes verursachen. Nun sind die -Films gebrauchsfertig und werden dem Photographen -übergeben, der sie den Kassetten seiner Kamera einverleibt.</p> - -<p>Inzwischen herrscht im Aufnahme-Atelier des Werkes -eine fieberhafte Tätigkeit: viele Köpfe und Hände bereiten -die Szene vor. Nachdem die Idee zu dem Stück, sei es Drama, -Tragödie oder Komödie, glücklich heraus ist, nachdem -die literarische Abteilung Band um Band der Bibliothek -gewälzt und die Einzelheiten bearbeitet hat, heißt es, das zur -Aufführung erforderliche Material herbeischaffen. Ein Heer von -Tischlern, Malern, Tapezierern und Dekorateuren stellt fertig, -was sich in der Requisitenkammer nicht vorfindet. Die Szenerien -werden möglichst naturgetreu u. realistisch zusammengesetzt. -Der Regisseur wählt die Schauspieler und verteilt -die Rollen; der kundige Garderobenverwalter gibt die Kostüme -aus. Nun wird geprobt und instruiert, bis alles klappt. -Hier wird noch ein Versatzstück zurecht gerückt, dort legt -in einem der Ankleideräume der Friseur die letzte Hand -an — endlich kann die Vorführung stattfinden.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_36">[S. 36]</a></span></p> - -<p>Kurz, es geht zu wie in einem Theater. Und auch die -Ausstattung der Ateliers ist die wie einer Bühne, aber raffiniert -und vollkommen, wie bei der modernsten Bühne. Ob -nun die Szene auf dem Lande oder Wasser sich abspielt, -auf dem Mond oder im Mittelpunkt der Erde; ob es eine -männermordende Schlacht gilt, eine Jagd, ein Schauspiel, -Lustspiel oder ein phantastisches Märchen: für alles ist gesorgt. -Aber anders als im Theater flutet hier durch ein mächtiges -Glasdach das Tageslicht hinein, ergänzt oder, wenn -nötig, gar ersetzt durch eine Reihe elektrischer Lampen -von ungeheurer Kraft, deren violettdurchsetzte Strahlen -wie Sonnenbrand in die Haut stechen. Diese Lichtfülle -verlangt der kinematographische Aufnahmeapparat, der als -einziger Zuschauer und dabei als unerbittlich strenger Kritiker -der Aufführung beiwohnt: jeder Fehler, jede falsche -Bewegung wird unweigerlich von ihm festgehalten.</p> - -<p>Zu gleicher Zeit arbeitet eine andere Gruppe von Schauspielern -draußen in freier Natur, manchmal weit, weit fort, -an der Stätte selbst, wo das dargestellte geschichtliche -Drama sich vor soundsoviel Jahren oder Jahrhunderten -abspielte. Keine Kosten werden gescheut, die historische -Treue zu wahren. In noch größerer Ferne, vielleicht schlimmen -Entbehrungen und bösen Abenteuern ausgesetzt, ist -der Reisephotograph tätig, dem es obliegt, wertvolle Aufnahmen -von Land und Volk mit nach Hause zu bringen. -Galt es fremde Erdteile und unbekannte Gegenden aufzusuchen, -so mußte, wie zu wissenschaftlichen Forschungsreisen, -eine regelrechte Expedition ausgerüstet werden, die -schon viele Tausende kostet, ehe es losgeht.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0037-kino.jpg" width="100" height="96" alt="SN 16" title="SN 16" /> - </div> -</div> - -<p>Die Aufnahmen sind gemacht, die Films belichtet. -Nun gilt es, die Bänder zu entwickeln und die Bilder -zum Vorschein zu bringen. Diese Arbeit muß mit großer, -großer Sorgfalt geschehen. Denn ein einziger Fehler, eine -einzige Unachtsamkeit könnte die ganze Vorarbeit mit ihren -oft unsäglichen Kosten zunichte machen. Drum herrscht -peinlichste Sauberkeit; alle Einzelheiten des Betriebes - <span class="pagenum"><a id="Page_37">[S. 37]</a></span> -sind geregelt und werden streng überwacht. Anders sieht -es da aus, als in der üblichen photographischen Dunkelkammer; -heißt es doch, die Riesenschlangen von Films -zu bändigen und ständig unter Kontrolle zu halten. Während -einige Fabriken sie auf Rahmen spannen, bedienen sich andere -Werke großer Wickel-Trommeln. Die Bäder sind in Porzellanbecken -untergebracht — Becken so groß wie Badewannen. -Zuerst hängt die Trommel über dem Entwicklerbecken. -Sie taucht unten ein und wird durch einen Elektromotor -gedreht, so daß alle Teile gleichmäßig benetzt werden. -Sobald die Entwicklung beendet ist, wandert die Trommel -zum nächsten Becken, wo der Film eine kräftige Wasserspülung -erfährt. Das dritte Becken enthält Fixierbad, -dann kommt wieder Wasserspülung, zum Schluß ein Wasserbad -mit Glyzerinzusatz, der dem Film Geschmeidigkeit -verleiht. Inzwischen wandern andere filmbewickelte Trommeln -den gleichen Weg von Becken zu Becken hinterher.</p> - - <div class="figcenter" style="width: 600px;"> - <img src="images/p0037-image.jpg" width="600" height="331" alt="Fig. 46." title="Fig. 46." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 46. Trockenraum einer Filmfabrik.<a id="FNanchor_D_4"></a><a href="#Footnote_D_4" class="fnanchor">[D]</a></span> - </span> - </div> - -<p>Nun kommen wir wieder ins Helle, in einen großen Raum, -wo die Films auf riesigen Trommeln getrocknet werden. -(Fig. 46). Die durchströmende Luft ist filtriert, damit nur -ja kein Stäubchen darauf kommt. Auf das Trocknen folgt -eine sorgsame Prüfung und Reinigung.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_38">[S. 38]</a></span></p> - -<p>Was wir jetzt haben, ist der fertige Negativfilm, wie ihn -Figur 24 zeigte. Diesen Negativfilm begleiten wir weiter -zur Kopierabteilung. Da schafft man als Arbeitsmaterial -für die Maschinen viele Rollen lichtempfindlicher Films hin, -die soeben perforiert worden sind; sie tragen die Bezeichnung -»Positivfilm« und haben eine weniger empfindliche Emulsion -als die zur Aufnahme bestimmten Films. Alle Maschinen — -man hört's am klappern — scheinen in emsiger Tätigkeit. -Doch an einer Stelle können wir, so gut es bei dem roten -Lichte geht, gerade zusehen, wie ein Arbeiter frisch ladet, -wie er Negativ- und Positivfilm einspannt, wie der Motor -anzieht, und wie nun die beiden Films, Schicht auf Schicht, -Schritt um Schritt am Fensterchen vorbei gezogen werden, -wo eine Glühlampe die Belichtung besorgt. Wie im gesamten -Betrieb, geht auch hier die Arbeit glatt und flott vonstatten. -Und auf ein rasches Arbeiten muß man gerichtet sein; kommt -es doch manchmal vor, — bei aktuellen Aufnahmen ist dieser -Fall nicht selten — daß der Film noch an demselben Tage -fertig herausgebracht werden soll, um abends im Theater -zur Vorführung zu gelangen.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0039-kino.jpg" width="100" height="97" alt="SN 17" title="SN 17" /> - </div> -</div> - -<p>Die belichteten Positivrollen kommen in den uns bekannten -Entwicklungsraum, und dort winden sich nun wieder -die Filmschlangen durch die sauren Bäder und Wasserbrausen, -bis sie ein prächtiges, klares Bildergewand zeigen, -das in die nächste Stube zum Trocknen gehängt wird. Es -folgt dann noch ein großes Reinemachen, wobei Maschinen -helfen, und eine genaue Besichtigung. Manche der Aufnahmen -erfahren noch eine weitere Bearbeitung: mit Hilfe chemischer -Tonbäder werden die dunkeln Partien gefärbt. — Sie haben -solch einfarbige Darstellungen, z. B. blaue Seestücke mit -schneeweißem Gischt, wohl schon gesehen. Oder die Bänder -werden durch einfache Farblösungen gezogen, wobei die -ganze Schicht einen gleichmäßigen Ton annimmt. Andere -Films sollen hinwieder naturfarbig herausgebracht werden. -Da heißt es, künstlich Farbe auftragen. Während dies sonst -mit der Hand geschieht, ersetzen die großen Fabriken das - <span class="pagenum"><a id="Page_39">[S. 39]</a></span> -Heer hunderter Koloristinnen durch sinnreiche Maschinen. -Bei diesem maschinellen Verfahren muß man mehrere der -Films, welche die betreffenden Aufnahmen darstellen, opfern. -Aus diesen werden nämlich Schablonen hergestellt, für -jede Farbe eine. Der Arbeiter schneidet dazu mit großem -Geschick zunächst aus einem Film, Bild um Bild, alle die -Stücke aus, die rot werden sollen. Dieser Schablonenfilm -läuft nun mit dem zu kolorierenden Film, wobei sich die -Bildteile beider genau decken, durch die Maschine und diese -trägt mechanisch durch die ausgeschnittenen Stücke rote -Farbe auf. Dann erhalten ein zweiter, dritter und wer weiß -wie viele Films mit Hilfe derselben Schablone den gleichen -»Aufdruck« in rot. Inzwischen ist der zweite Schablonen-Film -fertig geworden, bei dem alle blauen Stücke ausgeschnitten -sind. Nun wird die ganze Reihe mit diesem »gedruckt«, -worauf in gleicher Weise die übrigen Farben daran kommen. -Diese Methode lohnt sich natürlich nur für einen Betrieb, -der eine große Anzahl Films in kolorierter Ausführung -absetzen kann.</p> - -<p class="pmb3">Die fertigen Films, kolorierte, getönte und schwarze, -laufen im Versandraum zusammen. Unterdessen hat die -kaufmännische Abteilung die Reklametrommel gerührt, -Filialen in allen Weltteilen haben die ersten Kopien bekommen -und den Interessenten vorgeführt unter der Ankündigung, -daß der Film am soundsovielten verausgabt wird. Die -Bestellungen sind notiert und nun wird geschafft, damit -alles zum Termin da ist. Und gehörig muß geschafft werden, -wenn der Film sich als »Schlager« oder »Kassenmagnet« -erwiesen hat.</p> - - -<h3><i>Wie die Trickfilms hergestellt werden.</i></h3> - -<p>Was in diesen Filmfabriken alles aufgeführt und photographiert -wird, ist staunenswert. Phantasie und Unternehmungsgeist -überbieten sich, immer Neues und Originelles -zu schaffen, seien es nun dramatische Darstellungen oder -Tragödien, Märchen oder Geschichten zum Totlachen. Sie -haben vielleicht mancherlei Derartiges in Kinematographen-Theatern - <span class="pagenum"><a id="Page_40">[S. 40]</a></span> -gesehen. Aber vielleicht haben Sie auch einmal -Vorführungen gesehen, die mit ihren zauberhaften Vorgängen -verblüffend wirkten und wobei Sie sich fragten: -wie wird das gemacht? — Da gibt es z. B. ein Stück, worin -ein Mann an den Wänden heraufkriecht und an der Decke -hinläuft. Die Lösung ist ganz einfach. Bei der Aufnahme -werden auf den Boden des Ateliers abwechselnd Dekorationen -gelegt, welche die Seitenwände und die Decke eines Zimmers -darstellen; der Mann kriecht oder läuft darüber und wird -von oben her photographiert.</p> - - <div class="figleft" style="width: 200px;"> - <img src="images/p0040-image.jpg" width="200" height="543" alt="Fig. 47." title="Fig. 47." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 47. Verwandlungsszene.<a id="FNanchor_E_5"></a><a href="#Footnote_E_5" class="fnanchor">[E]</a></span> - </span> - </div> - -<p>Ein beliebter Trick ist die Verwandlung -von Personen; sie läßt sich bei -kinematographischen Aufnahmen leicht -ausführen. In der Szene, woraus in -Figur 47 ein paar Bilder wiedergegeben -sind, verwandelt sich z. B. die alte -Bettlerin in eine Fee. Dazu wurde einfach -zwischen dem zweiten und dritten Bild -die Aufnahme unterbrochen; die Bettlerin -wirft ein anderes Gewand über oder wird -durch eine andere Person ersetzt, der -Photograph öffnet wieder das Objektiv -und dreht weiter.</p> - -<p>Noch ein Beispiel! Der Kinematograph -führt folgende Szene vor, die in -den Figuren 48 bis 51 angedeutet ist. -Ein Betrunkener liegt auf der Straße. -Ein Automobil saust heran und fährt -ihm beide Beine ab (Fig. 48). Der Mann schreit nach und -schwenkt die Beine in der Luft (Fig. 49). Das Auto hält, der -Insasse läuft heran, er flickt ihm die Beine wieder an (Fig. 50) -und beide ziehen zufrieden von dannen (Fig. 51). — Nun -die Lösung! Auch hier wird die Aufnahme unterbrochen, -und zwar zuerst in dem Moment, wo das Automobil herangekommen -ist.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_41">[S. 41]</a></span></p> - -<p>Das Auto hält an. Der Betrunkene wird -ersetzt durch einen Krüppel, dem beide Beine fehlen, und -ein Paar künstlicher Beine wird davor gelegt. Die Auswechslung der Personen -ist in Figur 52 wiedergegeben. Dann tritt der kinematographische -Apparat wieder in Tätigkeit; das Auto, dessen Weg genau -vorgezeichnet ist, fährt nochmals heran und saust darüber -hinweg. Nachher, wird die Aufnahme abermals unterbrochen und der Krüppel -wieder durch den Betrunkenen ersetzt.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0041-kino.jpg" width="100" height="100" alt="SN 18" title="SN 18" /> - </div> -</div> - -<table border="0" cellspacing="3" cellpadding="2" class="tdc" summary="Fig. 48-51"> - <colgroup> - <col width="270" /> <col width="270" /> - </colgroup> - <tr> - <td> - <div class="figcenter" style="width: 260px;"> - <img src="images/p0041-image1_01.jpg" alt="Fig. 48." title="Fig. 48." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 48.</span> - </span> - </div> - </td> - <td> - <div class="figcenter" style="width: 260px;"> - <img src="images/p0041-image1_02.jpg" alt="Fig. 49." title="Fig. 49." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 49.</span> - </span> - </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="figcenter" style="width: 260px;"> - <img src="images/p0041-image1_03.jpg" alt="Fig. 50." title="Fig. 50." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 50.</span> - </span> - </div> - </td> - <td> - <div class="figcenter" style="width: 260px;"> - <img src="images/p0041-image1_04.jpg" alt="Fig. 51." title="Fig. 51." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 51.</span> - </span> - </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> - <span class="font08"> - Szenen aus einem Trickfilm. - </span> - </td> - </tr> -</table> -<p class="pmb2" /> - - <div class="figleft" style="width: 300px;"> - <img src="images/p0041-image2.jpg" alt="tb" title="Fig. 52." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 52. Erklärung des Trick: Die Auswechslung der Personen.</span> - </span> - </div> - -<p>Von diesem einfachen Hilfsmittel der Aufnahme-Unterbrechung -wird häufig Gebrauch gemacht. Der Film, geduldig - <span class="pagenum"><a id="Page_42">[S. 42]</a></span> -wie er ist, reiht Bild an Bild auf, wie und wann es -dem Photographen gefällt. Und das Publikum bekommt -nachher die Bilder in sausender Folge vorgeführt; es merkt -nicht, daß der Kinematograph lügt, daß da zwischen einzelnen -Bildern ganze Stücke fehlen — kein Wunder, daß -ihm die Vorgänge zauberhaft erscheinen. Da gibt es die -unglaublichsten Sachen zu sehen. Leblose Gegenstände -führen einen Tanz auf; Streichhölzer spazieren aus der Dose, -die sich selbst öffnet, und bauen sich zu Figuren auf; Werkzeuge -leisten Arbeit, eine Säge zerschneidet ein Brett ohne -Zutun. — Wie leicht ist das alles zu machen, wenn man -einmal den Kunstgriff kennt, wie einfach ist die Erklärung, -wenn man einmal weiß, daß die Hilfsvorgänge, die dem Zuschauer -verborgen bleiben sollen, nicht mit photographiert -werden!</p> - -<p>Drollige Wirkungen erzielt man durch Rückwärtsdrehen -des Filmbandes. Alle Bewegungsvorgänge kehren -sich um. Pferde rennen rückwärts, Steine rollen bergauf. -Der Schwimmer saust mit den Beinen voran aus dem Wasser -und landet auf dem Sprungbrett, dann fliegen ihm die Kleider -an den Leib. Der Raucher saugt den Rauch aus der Luft -auf und seine Zigarre brennt immer länger — denken Sie -es selbst weiter aus!</p> - -<p class="pmb2">Die Hilfsmittel des Photographen sind damit nicht -erschöpft. Er schafft die wunderbarsten Effekte, indem er -Aufnahmen kombiniert und übereinanderdruckt. Dem Träumer -erscheinen winzig kleine Feen, die aus Blumen entsteigen -und einen Reigen aufführen; oder es taucht eine Miniatur-Tänzerin -in einem gefüllten Wasserglas auf, um sich -dazu zu bewegen und dann wieder allmählich wie im Nebel -zu verschwinden. Kurz, kein Märchen ist so seltsam, keine -Phantasie so erfindungsreich, als daß nicht der Kinematograph -ihr beikäme und die Gedanken in seine Lichtbilder-Wirklichkeit -umzusetzen vermöchte.</p> - - -<div class="footnotes"><h3>Fußnoten:</h3> - -<div class="footnote"> -<p><a id="Footnote_D_4"></a><a href="#FNanchor_D_4"><span class="label">[D]</span></a> Mit Genehmigung der Charles Urban Trading Co., London.</p></div> - -<div class="footnote"> -<p><a id="Footnote_E_5"></a><a href="#FNanchor_E_5"><span class="label">[E]</span></a> Die Figuren 47 bis 52 sind hergestellt nach Aufnahmen der Firma Léon -Gaumont, Paris, und zwar mit Genehmigung der Pariser Zeitschrift ›L'Illustration‹, -in der sie erschienen.</p></div></div> -<p class="pmb2" /> - - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_43">[S. 43]</a></span></p> - - -<h2 id="Die_Bedeutung_des_Kinematographen">Die Bedeutung des Kinematographen.</h2> - - -<h3><i>Der Kinematograph als Forscher und Lehrer.</i></h3> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0043-kino.jpg" width="100" height="100" alt="SN 19" title="SN 19" /> - </div> -</div> - -<p>So bewundernswert nun auch die technischen Leistungen -bei solchen Aufnahmen sein mögen: in diesen Kunststücken -darf man nicht den Hauptwert des Kinematographen suchen. -Seine eigentliche Bedeutung liegt auf anderem Gebiete: -In der Hand des Naturfreundes ist der Kinematograph -ein großer Forscher geworden. Er schaut durchs Vergrößerungsglas -und verfolgt das Treiben der kleinen Lebewesen; -er belauscht die Vögel in ihren Nestern; er beobachtet -die Pflanzen und Blumen, wie sie wachsen, verblühen und -vergehen; dann wieder sucht er fremde Länder und Völker -auf und studiert ihre Sitten und ihren Sinn, oder er geht -mit dem Techniker in große industrielle Werke. Er sieht alles, -schreibt alles auf seinem Film auf, nichts entgeht ihm. Und -so oft man will, erzählt er alles getreu bis in die kleinsten -Einzelheiten wieder.</p> - -<p class="pmb3">Dem Gelehrten vermag der Kinematograph unschätzbare -Dienste zu leisten, indem er festhält, was des Menschen -Auge nicht mehr verfolgen, nicht mehr unterscheiden kann. -Und uns steht durch den Kinematographen die ganze Welt -mit ihrem Getriebe offen. Was die Natur im Großen und im -Kleinen nur darbietet, was der Mensch nur erschafft, alles -bringt dieser Wunderapparat vor unser Auge. In spielender -Unterhaltung zeigt und lehrt er innerhalb einer Stunde -mehr, als mancher nach langem, schwierigem Studium -beobachtet oder auf kostspieliger, weiter Reise gesehen hat.</p> - - -<h3><i>Macht der kinematographischen Darstellung.</i></h3> - -<p>Wie lebendig und überzeugend ist seine »Sprache«! -Wer noch nie am Meere gewesen ist, erhält wohl von einer -Photographie oder einem Gemälde einen Eindruck der -unendlichen Wasserfläche; aber erst der Kinematograph -zeigt ihm, wie die mächtigen Wogen dahingehen, wie sie -brandend auf den Sand rollen oder hoch aufschäumend - <span class="pagenum"><a id="Page_44">[S. 44]</a></span> -gegen die Felsküste schlagen, zeigt ihm, wie ein Ozeandampfer -hinausfährt oder ein Kriegsschiff manövriert.</p> - -<p class="pmb3">Diese lebendige Sprache verleiht auch dem kinematographischen -Drama eine so mächtige Wirkung. Statt des -Phantasiebildes, das wir beim Lesen gewinnen, drängt -sich hier gewissermaßen leibhaftige Wirklichkeit auf. Ja, -da dem »taubstummen« Stücke die Worte fehlen, wird -die Handlung zusammengedrängt: was uns der Roman im -Laufe von Stunden erzählt, wickelt sich hier in Minuten -ab — daher atemlose Spannung von Anfang bis zu Ende. -Kraftvollen Schriftstellern ist das kinematographische Drama -ein vorzügliches Ausdrucksmittel.</p> - - -<h3><i>Das Kinematographen-Theater.</i></h3> - -<p class="pmb3">Praktische Anwendung hat der Kinematograph in -umfangreichem Maße in den Kinematographen-Theatern gefunden, -besitzt doch bei uns jede Stadt von soundsoviel -tausend Einwohnern mindestens ein solches Theater (wenn -nicht, wie heißt der verwaiste Ort? Interessenten bezahlen -den Nachweis). In den Programms herrschen die dramatischen -Darstellungen vor. Man sucht vielfach volle Häuser -zu gewinnen, indem man dem Sensationsgelüste der Menge -entgegenkommt und im Übermaße aufregende, nervenreizende -Stücke bringt. Diese Tendenz zahlreicher Unternehmungen: -»Sensationell um jeden Preis« hat dem Kinematograph -einen bösen Ruf eingebracht und Gegenbewegungen -ins Leben gerufen. Gewiß ist auch viel Erfreuliches zu -verzeichnen, vielerlei schöne Aufnahmen werden gezeigt, -die hohen Bildungswert besitzen. Diesen möchte ein größerer -Platz eingeräumt werden. Solange indessen das Volk gerade -an den garstigen Stücken seinen Gefallen bekundet, solange -Filmfabriken und Theater sehen, daß sie damit ihre besten -Einnahmen machen, ist eine gehörige Besserung schwerlich -zu erwarten.</p> - - -<h3><i>Das Tonbild.</i></h3> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0045-kino.jpg" width="100" height="97" alt="SN 20" title="SN 20" /> - </div> -</div> - -<p class="pmb3">Im Kinematographen-Theater findet man auch das Tonbild, -die Verbindung von Kinematograph und Sprechmaschine. - <span class="pagenum"><a id="Page_45">[S. 45]</a></span> -Der eine Apparat stellt die bildliche Szene dar, während der -andere die Figuren sprechen, singen und musizieren läßt. -Die Aufnahmen dazu mit kinematographischer Kamera -und Grammophon werden getrennt vorgenommen, und zwar -erfolgt die eine an Hand der anderen. Damit sich nun -bei der Wiedergabe Bild und Ton genau decken, damit also -nicht die Bewegungen den Worten vorauseilen oder dahinter -zurückbleiben, müssen beide Apparate Hand in Hand — -man sagt »synchron« — laufen. Diese Forderung zu erfüllen, -werden Sie denken, ist eine einfache Aufgabe — gewiß: -man braucht nur die Räderwerke von Kinematograph -und Sprechmaschine durch eine geeignete Übersetzung -»zwangläufig« miteinander zu verbinden; dann muß der -eine genau mit dem anderen gehen, er kann nicht vorstreben -oder zurückbleiben. Indessen bietet die praktische Ausführung -insofern eine Schwierigkeit, als man das Grammophon, -um die richtige Wirkung zu erzielen, beim Projektionsschirm, -also weit vom Kinematograph entfernt, aufstellt. Aber auch -eine andere Forderung ist schwer mit dieser Lösung in Einklang -zu bringen: die Sprechmaschine muß nämlich mit -einer bestimmten Geschwindigkeit laufen, damit der Ton -die richtige Höhe erhält, und sie ist darin sehr empfindlich -— jede Abweichung bringt einen Mißton. Nun ist der Kinematograph -ein unruhiger Bruder; er läuft nicht so gleichmäßig: -da kommt z. B. einmal eine Klebstelle im Filmband, -die momentan eine geringe Verzögerung der Geschwindigkeit -herbeiführt — in diesem Augenblick schreit die Sprechmaschine, -der Ton geht herunter, um sofort wieder in die -Höhe zu schnellen. Um diesen Übelstand zu vermeiden, -läßt man das Grammophon, so wie es soll, ruhig für sich -laufen und reguliert nun nach seinem Gang mittels einer -Anzeigevorrichtung die Geschwindigkeit des Kinematographen. -Derartige Vorrichtungen — man nennt sie »Synchronismen« -— gibt es verschiedene. Hier sind es optische -Signale, wonach der Operateur den Gleichlauf kontrolliert, -dort auf elektrischem Wege übertragene Zeichen; bei anderen - <span class="pagenum"><a id="Page_46">[S. 46]</a></span> -hinwieder geschieht die Regelung automatisch: der Motor -des Kinematographen wird selbsttätig in seiner Geschwindigkeit -korrigiert, wenn die Übereinstimmung aussetzt.</p> - - -<h3><i>Fehlerhafte Erscheinungen.</i></h3> - -<p>Da wir grade im Kinematographen-Theater sind, höre -ich Sie die Frage stellen: woher kommt es, daß man zuweilen -auf dem lebenden Lichtbilde vorwärts fahrende Wagen -mit schleifenden oder gar rückwärts laufenden Rädern sieht? -Nun, suchen wir einmal die Erklärung! Bei der Aufnahme -der Szene machte die kinematographische Kamera etwa -15 Belichtungen in der Sekunde, also wurde auch das Rad -15 mal in der Sekunde photographiert. Nun hat sich das -Rad zwischen den einzelnen Aufnahmen stets um ein Stück -gedreht, und wenn es der Zufall will, so ist in dieser Zeit -immer eine Speiche genau an die Stelle der nächsten getreten. -Da eine Speiche aussieht wie die andere, bietet dann das Rad -auf allen Bildern das gleiche Aussehen; unser Auge nimmt -also keine Bewegung in den Speichen wahr und wir meinen, -das Rad stände still. Nehmen wir nun an, das Rad laufe -etwas langsamer wie vorher. Dann bleibt die Speiche, -welche bisher — in der Zeit von Aufnahme zu Aufnahme -— immer genau an Stelle der Nachbarspeiche getreten -war, etwas gegen diese zurück. Unser Auge verwechselt -nun diese Speichen, die in den aufeinanderfolgenden Bildern -so nahe beieinander sind, und wir nehmen eine langsame -Rückwärtsdrehung wahr. Es brauchte nur eine einzige der -Speichen eine abweichende Form zu besitzen, so fiele die -Ursache zu dieser optischen Täuschung fort und wir würden -sehen, wie diese Speichen sich richtig drehen und wie das -Rad vorwärts rollt.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0047-kino.jpg" width="100" height="97" alt="SN 21" title="SN 21" /> - </div> -</div> - -<p class="pmb3">Ferner fragen Sie: manchmal sieht man in den kinematographischen -Darstellungen überhastete Bewegungen! — Diese -Erscheinung tritt ein, wenn der Vorführer den Apparat -zu rasch laufen läßt. Es ist leicht verständlich: je rascher -man den Film durchlaufen läßt, desto schneller spielt sich -die Szene ab. Die Bewegungen können nur dann natürlich - <span class="pagenum"><a id="Page_47">[S. 47]</a></span> -wirken, wenn die Wiedergabe mit der gleichen Geschwindigkeit, -also mit der gleichen Bilderzahl in der Sekunde, erfolgt -wie die Aufnahme. Endlich: woher kommt es, daß man zuweilen -im lebenden Lichtbilde ein unangenehmes Flickern -wahrnimmt? — In solchem Falle wird zur Vorführung ein -alter oder schlecht behandelter Film benutzt, der, wie man -sagt, »verregnet« ist. Mit jedem neuen Bilde, also 15 mal -in der Sekunde, erscheinen immer wieder andere Flecken -und Kratzen, die bald hier, bald dort sitzen und daher auf -unser Auge wie ein Gewirre tanzender Mücken wirken.</p> - - -<h3><i>Das lebende Lichtbild in Schule und Vortragssaal.</i></h3> - -<p>Ein großes Anwendungsgebiet steht dem Kinematographen -noch offen: die Schule; sie hat sich des lebenden -Lichtbildes bisher noch wenig angenommen. Und doch -stellt der kinematographische Apparat ein ausgezeichnetes -Anschauungsmittel dar, das dem Lehrer große Hilfe bietet -und gleichzeitig eine Erweiterung des Lehrplanes ermöglicht. -Praktische Vorschläge, die auf die Einführung des Kinematographen -in die Schule hinzielen, sind schon ausgearbeitet -worden. Das Gleiche gilt vom Hörsaal der Hochschulen -und Universitäten, sowie vom Unterricht in Kunstschulen, -der auch durch geeignete Aufnahmen gewinnen wird.</p> - -<p>In Vereinen und bei öffentlichen Vorträgen, wo die Benutzung -des Lichtbilderapparates fast zur Regel geworden -ist, findet man den Kinematographen schon häufiger. Mag -der Vortragsredner auch sprechen über Länder und Völker, -über Tiere und Pflanzen, über technische Betriebe oder -über Luftschiffe und Flugmaschinen — wenn er nicht das -Objekt selbst demonstrieren kann: gibt es für ihn ein besseres -Anschauungsmittel als das lebende Lichtbild?</p> - -<p class="pmb3">Einer ausgedehnteren Verwendung des Kinematographen -in Schule und Verein steht heute weniger im Wege wie ehedem, -wo ein solcher Apparat sehr kostspielig war. Für einige -hundert Mark kann man jetzt schon eine leistungsfähige -praktische Einrichtung erhalten; ist bereits ein Lichtbilderapparat -vorhanden, so kommt man wesentlich billiger weg, - <span class="pagenum"><a id="Page_48">[S. 48]</a></span> -weil dann nur der Mechanismus zu beschaffen ist. Ferner -liegt ein umfangreiches Material an guten, lehrhaften kinematographischen -Aufnahmen vor, deren Zahl ständig vermehrt -wird, und es gibt viele Anstalten, die Films verleihen.</p> - - -<h3><i>Was es an lehrhaften Films gibt.</i></h3> - -<p class="pmb3">Alle Weltteile, aller Herren Länder sind in kinematographischen -Darstellungen vertreten. Da gibt es Films -von Rom, Pompeji, Venedig, von Konstantinopel, Moskau -und Tiflis; nicht minder solche, die uns Berlin, London, -Paris zeigen. Die berühmten Stätten Palästinas und Egyptens -sind ebenso im lebenden Bilde festgehalten, wie die interessantesten -Plätze aus Indien, China und Japan. Der -Rheinfall bei Schaffhausen, die Strudel des Zambesi und -der Niagara haben dem Photographen und seiner Kurbelkamera -»Modell gestanden«; selbst der Südpol ist kinematographisch -erobert, nachdem Shackleton in seiner Nähe -erfolgreich Aufnahmen gemacht hat. Ein gleichfalls großes -Kapitel der Filmaufnahmen betrifft die verschiedenen Völker -in ihren Sitten, Gebräuchen und in ihrer Gewerbetätigkeit, -sowie anschließend daran die moderne Technik. Arabische -Töpferei, indische Seilerei, Kriegstänze der Südseeinsulaner, -chinesische Hochzeit, Walfischfang, Krokodiljagd, Straußenzucht, -Gewinnung und Verarbeitung des Tees und der Baumwolle -— vom Felde bis zum Versand des fertigen Produktes, -Betrieb in den Diamantminen Südafrikas und den Goldgruben -Australiens; dann bei uns: Eisengießerei, Herstellung -von Eisenbahnschienen und von Lokomotiven, Wagenbau, -Werkzeugmaschinen in Tätigkeit, Stapellauf eines Dampfers, -Herstellung von Luftballons, die verschiedenen Systeme -der Flugmaschinen, — das sind lauter Titel von Films, -die für Lehranstalten und Vorträge von großem Wert sind. -Für den naturkundlichen Unterricht gibt es Aufnahmen, -wie: die Ameise, die Biene, von der Raupe zum Schmetterling, -das Leben im Sumpfwasser, das Leben im Ei, wilde Vögel -in ihren Nestern. Die medizinische Fakultät findet Anschauungsmaterial -in kinematographischen Aufnahmen von - <span class="pagenum"><a id="Page_49">[S. 49]</a></span> -von Operationen, wie solche verschiedentlich hergestellt -worden sind.</p> - - -<h3><i>Kinematographische Aufnahmen für Kunstschulen.</i></h3> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0049-kino.jpg" width="100" height="101" alt="SN 22" title="SN 22" /> - </div> -</div> - -<p>Für Kunstschulen werden Bewegungsstudien der Art -von Wert sein, wie sie Muybridge und Anschütz schon vor -20 bis 30 Jahren schufen (vergl. die Darstellungen auf dem -Lebensrad und in Fig. 15). Aufnahmen von schreitenden -und laufenden Menschen und Tieren, von bewegten Gewändern, -von der wogenden und brandenden See mögen -die Beobachtung in der Natur trefflich ergänzen. Ja, während -die wiederholte Beobachtung einer Bewegung in der Natur -dadurch erschwert wird, daß beim zweiten und dritten -Mal die Bewegung nicht die gleiche ist wie zuerst, indem -Zufälligkeiten andere Formen hineinbringen, zeigt der Kinematograph, -so oft man will, immer wieder genau denselben -Vorgang ohne die geringste Abweichung. Ungestört kann -der Künstler — Bildhauer oder Maler — sein Augenmerk -auf einen bestimmten Moment konzentrieren, der ihn besonders -interessiert: er weiß, daß dieser jedesmal gleichmäßig wiederkehrt. -Schließlich steht es ihm frei, die Einzelbilder zu -studieren und zu vergleichen.</p> - -<p class="pmb3">Auch die Schauspielkunst sollte sich der Kinematographie -bemächtigen, sollte sie zur Belehrung, namentlich -angehender Bühnenkünstler, heranziehen und durch geeignete -Aufnahmen — bedeutende Schauspieler in wichtigen Rollen -sowie vorbildliche Aufführungen — Studienmaterial schaffen.</p> - - -<h3><i>Der Kinematographenfilm als geschichtliche Urkunde.</i></h3> - -<p class="pmb3">Wiederholt hat man angeregt, kinematographische Archive -anzulegen, und Anfänge dazu sind auch wohl schon -gemacht worden. Denn manche der Aufnahmen, die wir -heute als aktuell bezeichnen, werden als urkundliches Material -von großem Werte für unsere Nachkommen sein: sie werden -geschichtliche Begebenheiten in der richtigen Anschauung -überliefern. Was würden wir darum geben, wenn wir berühmte -Männer der Vergangenheit, wichtige historische Ereignisse -im Lichtbilde aufleben lassen könnten! Vielleicht wird - <span class="pagenum"><a id="Page_50">[S. 50]</a></span> -gar einmal das Wort des Witzblattes wahr, wonach der -General vor der Schlacht ausruft: »Soldaten, seid tapfer, -die Kinematographen der ganzen Welt blicken auf euch!«</p> - - -<h3><i>Das lebende Lichtbild im Dienste der Reklame.</i></h3> - -<p class="pmb3">Erfolgreich hat man den Kinematograph — wenn -auch einstweilen noch in geringem Maßstabe — in den -Dienst der Reklame gestellt: der Geschäftsreisende zeigt den -Interessenten im lebenden Lichtbild, wie eine neue Maschine -arbeitet; Verkehrsgesellschaften lassen Ansichten der von -ihnen befahrenen Gegenden vorführen. So konnte man -einen schönen Film sehen, der die Reise eines Lloyddampfers -von Bremen nach New York wiedergibt und der einem -gar sehr den Mund wässerig macht, einmal mitzufahren. -Die Southern Pacific Railway Company drüben benutzt -kinematographische Bilder, die dort allenthalben gezeigt -werden, um ihr Unternehmen bekannt zu machen. In -Australien läßt man zahlreiche Aufnahmen herstellen, durch -deren Vorführung Ansiedler aus Europa »geworben« werden -sollen. — Es ist das ein Gebiet, das sich noch weit ausbauen -läßt.</p> - - -<h3><i>Der Kinematograph in der Wissenschaft.</i></h3> - -<p>Als Hilfsmittel bei wissenschaftlichen Forschungen wurde -der Kinematograph bisher nur vereinzelt angewandt. Aber -was der Apparat auf diesem Felde bereits geleistet hat, -ist so beachtenswert, daß die Gelehrten ihn im Laufe der -Zeit ohne Zweifel immer mehr heranziehen werden. So -hat der französische Physiologe Marey, dessen grundlegender -Arbeiten wir eingangs gedachten, schon vor mehr denn -20 Jahren die Kinematographie zum Studium der Bewegungsvorgänge -bei Menschen und Tieren benutzt. Auch -Professor Fischer gründete seine eingehenden Untersuchungen -des Ganges und der dabei wirksamen Kräfte auf die Ergebnisse, -welche die photographische Registrierung ihm geliefert -hatte.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0051-kino.jpg" width="100" height="95" alt="SN 23" title="SN 23" /> - </div> -</div> - - <div class="figcenter" style="width: 595px;"> - <img src="images/p0051-image.jpg" alt="Fig. 53." title="Fig. 53." /> - <span class="caption"><span class="font08"> - Fig. 53. »Photographie der Sprache«, Reihenaufnahme von Demeny.</span> - </span> - </div> - -<p>Demeny, der verdienstvolle Mitarbeiter Marey's, machte -Aufnahmen der Mundbewegungen sprechender Personen - <span class="pagenum"><a id="Page_51">[S. 51]</a></span> -und wies darauf hin, daß derartige Bilderreihen für die -Physiologie der Sprache von Wert seien und daß sie ferner -brauchbares Lehrmaterial für Sänger und Taubstumme -darböten. Figur 53 zeigt die Reihenaufnahme eines Mannes, -der die Worte ausspricht: »Je vous aime«. Tatsächlich -konnten Schüler einer Taubstummenanstalt, die gelernt -hatten, von den Lippen zu lesen, diese Worte aus der Aufnahme -verstehen, wenn sie als lebendes Bild mit dem Lebensrade -oder auf dem Projektionsschirm gezeigt wurde. Die -Abbildung ist auch historisch interessant, insofern als sie -aus dem Anfangsstadium der Kinematographie stammt: -sie wurde von Demeny im Jahre 1891 mit seiner gegen heute - <span class="pagenum"><a id="Page_52">[S. 52]</a></span> -verhältnismäßig noch primitiven Apparateinrichtung unter -großen Mühen hergestellt.</p> - -<p>Ein anderes Anwendungsgebiet der Kinematographie -beschritt Londe (ebenfalls zur Zeit Marey's), indem er krankhafte -Bewegungen nervöser Personen in einer Anzahl von -Bildern festhielt; es konnte dadurch eine sichere Unterlage -für genaue Studien gewonnen werden.</p> - -<p>Mit Hilfe kinematographischer Aufnahmen gelang es -ferner, den Flügelschlag der Insekten zu erforschen. Die -Fliege bewegt ihre Flügel so rasch, daß man nichts als ein -Flimmern wahrnimmt; auch der beste Beobachter ist machtlos -dagegen. Der Kinematograph indessen, mit großer -Geschwindigkeit laufend, so daß er bis zu 1500 Bilder in -der Sekunde aufnimmt, hält alle Phasen der Bewegung -fest. Und wenn dann die gewonnenen Bilder mit normaler -Geschwindigkeit — 15 in der Sekunde — auf den Projektionsschirm -geworfen werden, so spielt sich dort der Vorgang -hundertmal langsamer ab: mit Ruhe kann man nun das -Auf- und Abgehen der Flügel und das Arbeiten des Flugmechanismus -verfolgen. Umgekehrt hat man mit Hilfe des -Apparates Bewegungen, die zu langsam vor sich gehen, -als daß man sie zu übersehen vermöchte, künstlich beschleunigt. -Auf diese Weise kann man das Wachstum der Pflanze -mit dem Auge verfolgen. So wurde z. B. eine aufblühende -Victoria Regia mit überaus geringer Geschwindigkeit — etwa -alle 2 Minuten ein Bild — aufgenommen. In der Projektion -der Aufnahme, die mit normaler Geschwindigkeit: 15 Bilder -in der Sekunde — also 1800 mal rascher, erfolgt, sieht man -dann den Vorgang, der in der Natur Stunden in Anspruch -nimmt, innerhalb weniger Minuten sich abwickeln. Man -verfolgt deutlich, wie die Knospenhüllen sinken, wie sich -ein Blütenblatt vom anderen hebt, bis die herrliche Blume -voll entfaltet ist, und wie sie alsbald wieder vergeht.</p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0053-kino.jpg" width="100" height="103" alt="SN 24" title="SN 24" /> - </div> -</div> - -<p>In gleicher Weise hat der französische Astronom Flammarion -die Vorgänge am Sternhimmel, die sich während einer -fast 16 stündigen Nacht abspielten, in 2 bis 3 Minuten zur - <span class="pagenum"><a id="Page_53">[S. 53]</a></span> -Darstellung gebracht: es wurden, wie bei den Pflanzen, -mit dem Kinematograph in gewissen Zeitabständen Aufnahmen -gemacht, insgesamt 2000 bis 3000, und diese dann -mit der normalen Geschwindigkeit projiziert. Da sieht man -vom Sonnenuntergang an alle Bewegungen der Gestirne -in etwa 400 facher Beschleunigung; man verfolgt, wie die -Milchstraße erscheint, wie der Mond aufgeht und vor den -übrigen Himmelskörpern vorbei zieht, wie der ganze Sternhimmel -sich von Ost nach West dreht und wie endlich das -Tagesgestirn aufsteigt.</p> - -<p>Erfolgreich hat man den Kinematograph in Verbindung -mit dem Mikroskop, ja sogar mit dem Ultramikroskop -gebracht, das uns die feinsten Partikelchen zeigt. So wurden -auf dem Film die Bewegungen der Blutkörperchen und ihr -Kampf mit den ins Blut eingebrachten Bazillen in außerordentlich -starker Vergrößerung festgehalten. Man sieht, -wie die Krankheitserreger über die roten Blutkörperchen -herstürzen, um sie zu verzehren. Der Forscher kann hier -mit Ruhe die Vorgänge verfolgen; aus den einzelnen Bildern -solcher Aufnahmen vermag er die Zahl gewisser Blutteilchen, -die sich mit der Art der Ernährung ändert, festzustellen.</p> - -<p>Wellenbewegungen im Wasser, die ein Schiffskiel oder -ein Propeller erzeugt, werden mit dem Kinematograph -studiert. Daß man Spezialapparate zur kinematographischen -Aufnahme fliegender Geschosse hergestellt hat, wurde schon -erwähnt. Geheimrat Cranz konnte mit seinem Apparat, -der 5000 Belichtungen in der Sekunde macht, die Vorgänge -beim Abschießen einer Kugel aus einer Selbstladepistole -untersuchen; er konnte damit ferner die Wirkung von Schüssen -auf Knochen, Metallplatten, wassergefüllte Gummiblasen -und Kugeln aus feuchtem Ton in einer Reihe von Bildern -festlegen. Diese Bilder, von denen die Dresdener photographische -Ausstellung 1909 interessante Proben zeigte, -brachten wichtige Ereignisse: man sieht, daß eine beschossene, -dünne Messingplatte schon durch den Druck der mitgerissenen -Luft zerstört wird, ehe die Kugel selbst auftrifft; - <span class="pagenum"><a id="Page_54">[S. 54]</a></span> -daß die Zersplitterung eines durchschossenen Knochen -nach dem Durchschlagen des Geschosses weiter vor sich -geht.</p> - -<p>In neuerer Zeit ist es auch gelungen, kinematographische -Röntgenaufnahmen zu machen; darunter hat namentlich -eine Reihenaufnahme des Magens dem Mediziner neue wichtige -Aufschlüsse über die Arbeitsweise dieses Organs gegeben. -Mit Hilfe einer solchen Aufnahme hat man auch bei einem -Magenkranken den Ort der Störung feststellen können.</p> - -<p class="pmb3">Die Kinematographie in natürlichen Farben, dies schwierige -Problem, ist neuerdings ebenfalls, wenn nicht vollkommen, -so doch in praktisch recht zufriedenstellender -Weise gelöst worden. Es harrt noch die stereoskopische -Kinematographie der Lösung; sie wird uns dereinst, hoffentlich -in nicht zu ferner Zeit, das lebende Lichtbild in greifbarer -Plastik vor Augen führen.</p> - - -<h3><i>Wirtschaftliche Bedeutung des Kinematographen.</i></h3> - -<p class="pmb2">Was die Kinematographie heute vorstellt, davon bekommt -man einen Begriff, wenn man die Unternehmungen -überschaut, die in ihrem Dienste stehen. Da sind zunächst -— soviel man schätzen kann — 20000 Kinematographentheater, -deren Besucherzahl täglich mehrere Millionen beträgt. -Um diese Theater mit Bildmaterial zu versorgen, -schaffen in die hundert Fabriken Tag für Tag gegen 500000 -Meter Film mit einem Verkaufswert von einer Million Mark. -Dazu kommen noch zahlreiche Werke, welche die mechanischen -und optischen Bestandteile der Apparate herstellen. Kapitalien -von vielen hundert Millionen sind in all den verschiedenen -Unternehmungen festgelegt, viel' Hunderttausende -finden darin ihr Auskommen. Wenn man bedenkt, daß -die Kinematographie vor 15 Jahren als bescheidenes Kind -an die Öffentlichkeit trat, so haben wir hier eine Entwicklung -vor uns, wie sie wohl selten eine Industrie erlebt.</p> - - <div class="figcenter" style="width: 40px;"> - <img src="images/p0054-image.jpg" alt="tb 3" /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_55">[S. 55]</a></span></p> - - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0055-kino.jpg" width="100" height="101" alt="SN 25" title="SN 25" /> - </div> -</div> - - -<h2 id="ANZEIGEN">ANZEIGEN</h2> - - <div class="figcenter"> - <img src="images/p0055-image.jpg" alt="tb 2" /> - </div> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_56">[S. 56]</a></span></p> - - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 01"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 01_1"> - <tr> - <td colspan="10"> - <p class="center font16a"><b>Der Kinematograph</b></p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="10"> - <p class="center font09a pmb1">nebst Beiblatt</p> - <p class="center font14a p1 pmb1"><b>Aus dem Reiche der Töne</b></p> - <p class="center font10a p1 pmb1"><b>Fachzeitung für Kinematographie, Phonographie und Musik-Automaten.</b></p> - </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td colspan="2"> <p class="right font08a">Bezugspreis: vierteljährlich Inland<br /> - Ausland</p> </td> - <td><p class="center font08a"> Mk.<br />"</p> </td> - <td><p class="right font08a">2,10<br />2,75</p> </td> - <td><p class="center font08a"> | <br /> | </p> </td> - <td><p class="left font08a">Anzeigenpreis: Nonpareille-Zeile<br /> - Stellen-Anzeigen die Zeile</p> </td> - <td><p class="right font08a"> 20<br /> 10</p> </td> - <td><p class="center font08a">Pfg<br />"</p> </td> - <td><p class="center font08a"> <br /></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="10"> - <p class="center font08a">Schluss der Redaktion und Anzeigen-Annahme: <i>Montag Abend</i><br /> - Zuschriften sind an den »Verlag des Kinematograph«, Düsseldorf,<br /> - Postfach 71, zu richten.</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="10"> <hr class="chap_ann" /> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="10"> - <p class="center font08a">Alleinige Inseraten-Annahme für Frankreich, England und Belgien durch<br /> - die Compagnie générale de Publicite, John F. Jones & Cie. in Paris, 31<br /> - bis, rue du Faubourg-Montmartre.</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="10"> <hr class="chap_ann" /> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="10"> <p class="center"><span class="font14a">in <b>Düsseldorf</b></span><br /> - <span class="font11a">ist das älteste und meist verbreitete Fachblatt.</span></p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="10"> <p class="center font10a">Abonnement für das Inland Mk. <b>2.10</b><br /> - Ausland Mk. <b>2.75</b> <i>pro Vierteljahr</i>.<br /> - <i>Anzeigen</i> die kleine Zeile <b>20</b> Pfg.</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"><p class="right font10a">1. </p></td> - <td colspan="8"> - <p class="font12a">Hauptbuch für Kinematographen<br /> - und Film-Verleiher . Preis Mk. 9.--</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"><p class="right font10a">2. </p></td> - <td colspan="8"> - <p class="font12a">Kassenbuch f. Kinematographen<br /> - und Film-Verleiher . Preis Mk. 8.--</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="10"> <p class="center font10a">Beide Bücher reichen Jahre lang aus und bieten die<br /> - einzige brauchbare Grundlage bei Steuerreklamationen,<br /> - Kauf und Verkauf eines Kinotheaters, Auseinandersetzungen<br /> - und dergleichen.</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="10"> <p class="center font10a">Vorrätig in der Druckerei des »Kinematograph«</p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="1"> <p class="center font09a">Postfach<br />Nr. 71</p> </td> - <td colspan="7"> <p class="center font12a">Ed. Lintz, Düsseldorf</p> </td> - <td colspan="2"> <p class="center font09a">Postfach<br />Nr. 71</p> </td> - </tr> - - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - <div class="figleft1"> - <img src="images/p0056-image.jpg" alt="Anzeige 01." title="Anz. 01." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_57">[S. 57]</a></span></p> - - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0057-kino.jpg" width="100" height="97" alt="SN 26" title="SN 26" /> - </div> -</div> - - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 02"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 02_1"> - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center font30a"><b>LPW.</b></p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center"><span class="font18a"><b>Umformer</b></span> <span class="font09a">für</span> - <span class="font18a"><b>Kinematografen</b></span></p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> - <p class="center font08a">Normale<br />Leistungen<br /><br /> - Primäre<br />Spannungen<br />110, 220 Volt<br /> - oder 440 Volt<br />Gleichstrom - </p> - </td> - <td colspan="3"> - <div class="figcenter"> - <img src="images/p0057-image_detail.jpg" alt="Anzeige 02 Abb." title="Anzeige 02 Abb." /> - </div> - </td> - <td colspan="2"> - <p class="center font08a">Sekundäre<br />Leistungen,<br />45-60 Volt<br /> - 30-40 Ampère<br /><br /> - Spezial-Offerten<br />zu Diensten<br /></p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center font14a">Komplette Schalttafeln mit allen<br /> - Mess- und Regulier-Apparaten etc. etc.</p> - </td> - </tr> - - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center font10a">Aggregate für Drehstrom und Einphasen-Wechselstrom<br /> - auf Anfrage</p> - </td> - </tr> - - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center font14a">Spezial-Fabrik für galvanische Anlagen</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center font08a">zur</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"><p class="right"><span class="font48a">V</span><span class="09a"> </span></p></td> - <td><p class="left font08a"><b>ernickelung<br />ermessingung<br /> - erkupferung<br />erzinkung</b></p> - </td> - <td></td> - <td colspan="2"><p class="right"><span class="font48a">V</span><span class="09a"> </span></p></td> - <td><p class="left font08a"><b>ergoldung<br />ersilberung<br /> - erzinnung<br />erbleiung</b></p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center font14a">Langbein-Pfanhauser Werke, A.-G.</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center font12a">Leipzig-Sellerhausen</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center font09a">Filialen: Berlin, Wien, Birmingham, Brüssel, Frankfurt a. M., Mailand,<br /> - Nürnberg, Solingen, Utrecht, Zürich.</p> - </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - <div class="figleft1"> - <img src="images/p0057-image.jpg" alt="Anzeige 02." title="Anzeige 02." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_58">[S. 58]</a></span></p> - - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 03"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 03_1"> - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center font18a"><b>Steinheil - Objektive</b></p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> - <p class="center font14a"><b>für Kinematographie.</b></p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <img src="images/p0058-image_unofocal.jpg" alt="Unofocal-Objektiv" title="Unofocal-Objektiv" /> </td> - <td colspan="2"> <p class="center"><span class="font11a"><b>Triplar 1:3,5</b></span><br /> - <span class="font09a">halbverkittet.</span><br /><br /> - <span class="font11a"><b>Unofocal 1:4,5</b></span><br /> - <span class="font09a">unverkittet.</span></p> </td> - <td colspan="3"> <img src="images/p0058-image_triplar.jpg" alt="Triplar-Objektiv" title="Triplar-Objektiv" /> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> <p class="center font09a">Man verlange Katalog.</p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> <p class="center font14a"><b>C. A. Steinheil Söhne</b></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="center font09a">optisch-astronom.<br />Werkstätte</p> </td> - <td colspan="3"> <p class="center font12a"><b>München.</b></p> </td> - <td colspan="2"> <p class="center font09a">Gegründet<br />1855</p> </td> - </tr> - - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 04"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 04_1"> - <tr> - <td colspan="3"> <img src="images/p0058-image_bogenlampe.jpg" alt="Körting-Bogenlampe" title="Bogenlampe" /> </td> - <td colspan="2"> <p class="center"><span class="font14a"><b>Bogenlampen</b></span><br /> - <span class="font09a">und</span><br /> - <span class="font14a"><b>Scheinwerfer</b></span><br /> - <span class="font09a">für</span><br /> - <span class="font11a"><b>Projektionszwecke</b></span></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="5"> <p class="center font18a"><b>Körting & Mathiesen</b></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> <p class="center font11a">AKTIENGESELLSCHAFT</p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="7"> <p class="center font12a"><b>Leutzsch-Leipzig.</b></p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - - <div class="figleft1"> - <img src="images/p0058-image1.jpg" alt="Anzeige 03." title="Anzeige 03." /> - </div> - - - <div class="figleft1"> - <img src="images/p0058-image2.jpg" alt="Anzeige 04." title="Anzeige 04." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_59">[S. 59]</a></span></p> - - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0059-kino.jpg" width="100" height="99" alt="SN 27" title="SN 27" /> - </div> -</div> - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 04"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 04_1"> - <colgroup> - <col width="10%" /> <col width="10%" /> <col width="80%" /> - </colgroup> - <tr> - <td colspan="2"> </td> - <td> <p class="center font18a"><b>Symphonion-</b><br /></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="left font16a"><b>Elektrische Klaviere</b></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> </td> - <td> <p class="left font10a">6 verschiedene Modelle in Nussbaum und Eiche<br /> - mit Mandolinen- und Xylophonbegleitung</p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="left font16a"><b>Elektr. Kunstspiel-Klaviere</b></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> </td> - <td> <p class="left font10a">in hochmodernen Gehäusem mit vorzüglicher,<br /> - selbsttätiger Modulation vom feinsten Piano bis<br /> - zum stärksten Forte.</p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="left font16a"><b>Symphonion - Parlopiano</b></p> </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td> <p class="center"><img src="images/p0059-image_detail1.jpg" alt="Detail 1" title="Detail 1" /></p> </td> - <td> <p class="left font10a">Verbindung von Klavier mit Sprechapparat,<br /> - sodass also der Vortrag einer Platte zu gleicher<br /> - Zeit vom Klavier begleitet wird.</p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center font09a"><b>Hochwichtige interessante Neuheit, für Kinematographen-</b><br /> - <img src="images/p0059-image_detail2.jpg" alt="Detail 2" title="Detail 2" /> - <b>theater etc. besonders zu empfehlen.</b> - <img src="images/p0059-image_detail2.jpg" alt="Detail 2" title="Detail 2" /> </p> </td> - </tr> - - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center font14a"><b>Symphonionfabrik Aktiengesellschaft</b><br /> - <b>Leipzig - Gohlis.</b></p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - <div class="figleft1"> - <img src="images/p0059-image.jpg" alt="Anzeige 05." title="Anzeige 05." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_60">[S. 60]</a></span></p> - - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 06"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 06_1"> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="center font18a"><b>TROCKENPLATTEN</b><br /></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="center font20a"><b>GUILLEMINOT</b></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="center"> <span class="font14a">R. GUILLEMINOT, BŒSPFLUG ET C</span><sup><span class="font09a">IE</span></sup></p> </td> - </tr> - <tr> - <td> <p class="center"><img src="images/p0060-image_detail.jpg" alt="Detail 1" title="Detail 1" /></p> </td> - <td> <p class="center"><span class="font09a"> 22</span><span class="font11a"> RUE DE CHATEAUDUN, </span><span class="font09a">22 </span><br /> - <span class="font12a">PARIS</span><br /><br /> - <span class="font14a">PAPIERE</span></p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 07"> - <tr> - <td> - <table border="2" cellspacing="0" cellpadding="5" class="tdl" summary="Annonce 07_1"> - <tr> - <td> - <p class="center"> - <span class="font18a"><b>Metol-Hauff</b></span><br /> - <span class="font09a">In Substanz, Patronen u. konzentr.</span><br /> - <span class="font09a">Lösungen.</span></p> - <p class="left"> - <span class="font08a"><b>Metol-Hauff</b> ist der <b>beste Rapid-</b></span><br /> - <span class="font08a"> <b>entwickler!</b></span><br /> - <span class="font08a">Arbeitet mit <b>grosser Kraft</b> und</span><br /> - <span class="font08a"> bringt alle Details in den</span><br /> - <span class="font08a"> Schatten heraus.</span><br /> - <span class="font08a">Besitzt <b>grosse Haltbarkeit.</b></span><br /> - <span class="font08a">Ist besonders für Atelier- und</span><br /> - <span class="font08a"> Momentaufnahmen geeignet.</span><br /> - <span class="font08a">Wird in Kombination mit Hy-</span><br /> - <span class="font08a"> drochinon oder Adurol in seiner</span><br /> - <span class="font08a"> <b>Wirkung von keinem anderen</b></span><br /> - <span class="font08a"> <b>Entwickler erreicht</b> und ist in</span><br /> - <span class="font08a"> dieser Zusammensetzung beson-</span><br /> - <span class="font08a"> ders auch für die Entwicklung</span><br /> - <span class="font08a"> von Bromsilberpapier und Dia-</span><br /> - <span class="font08a"> positiven zu empfehlen.</span><br /> - </p> - </td> - <td> - <p class="center"> - <span class="font18a"><b>Adurol-Hauff</b></span><br /> - <span class="font09a">In Substanz, Patronen u. konzentr.</span><br /> - <span class="font09a">Lösungen.</span></p> - <p class="left"> - <span class="font08a"><b>Adurol-Hauff</b> ist der <b>haltbarste</b> aller</span><br /> - <span class="font08a"> Entwickler! Arbeitet mässig rasch,</span><br /> - <span class="font08a"> ist leicht abstimmbar und wird</span><br /> - <span class="font08a"> von niederen Temperaturen fast</span><br /> - <span class="font08a"> gar nicht beeinflusst.</span><br /><br /> - <span class="font08a">Gibt <b>höchste Kraft</b> in Licht und</span><br /> - <span class="font08a"> Schatten und ist <b>sehr ausgiebig.</b></span><br /><br /> - <span class="font08a">Ist <b>hervorragend geeignet</b> für alle</span><br /> - <span class="font08a"> Platten und Filmsorten, Diapo-</span><br /> - <span class="font08a"> sitive und Bromsilberpapiere.</span><br /> - <span class="font08a"> Wer</span><br /> - <span class="font08a"><b>Adurol-Hauff</b> einmal probiert hat,</span><br /> - <span class="font08a"> gibt diesen <b>vorzüglichen</b> Entwick-</span><br /> - <span class="font08a"> ler nicht mehr aus der Hand.</span><br /> - </p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="center font10a">Bezug durch die Photo-Händler.</p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="center font12a"><b>J. Hauff & Co., G. m. b. H., Feuerbach, Württemberg.</b></p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - - <div class="figleft1"> - <img src="images/p0060-image1.jpg" alt="Anzeige 06." title="Anzeige 06." /> - </div> - - <div class="figleft1"> - <img src="images/p0060-image2.jpg" alt="Anzeige 07." title="Anzeige 07." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_61">[S. 61]</a></span></p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0061-kino.jpg" width="100" height="102" alt="SN 28" title="SN 28" /> - </div> -</div> - - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="2" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 08"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="1" class="tdl" summary="Annonce 08_1"> - <tr> - <td colspan="6"> - <p class="center"><img src="images/p0061-image_illu.jpg" alt="Detail 1" title="Detail 1" /></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> </td> - <td colspan="3"> <p class="center"><span class="font09a">G. m. b. H.,</span><br /> - <span class="font12a">Berlin SW 48, </span><span class="font10a">Friedrichstrasse 16.</span> - </p> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="6"> <p class="center"><span class="font10a">Spezial-Fabrik für:</span><br /> - <span class="font16a">Kinematographische Apparate</span> <span class="font08a">Mesterscher Konstruktion</span><br /> - <span class="font09a">und für</span><br /> - <span class="font14a">Kinematographische Films.</span> - </p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - <div class="figleft1"> - <img src="images/p0061-image.jpg" alt="Anzeige 08." title="Anzeige 08." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_62">[S. 62]</a></span></p> - - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 09"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 09_1"> - <tr> - <td> <p class="center font20a"><b>C. Conradty, Nürnberg</b><br /></p> </td> - </tr> - <tr> - <td> <p class="center font11a"><b>Fabrik elektrischer und galvanischer Kohlen.</b></p> </td> - </tr> - <tr> - <td> <p class="center"><span class="font09a">Spezialität:</span><br /> - <span class="font16a"><b>Kohlenstifte für Projektions-</b></span><br /> - <span class="font16a"><b>Lampen und Scheinwerfer.</b></span><br /><br /> - <span class="font11a">Marke <b>„Noris-Scheinwerfer“</b>,</span><br /> - <span class="font11a">Marke <b>„Noris-Excello“</b>, Marke <b>„Noris-Chromo“</b></span><br /> - <span class="font09a">gelb, perlweiss, brillantweiss, rot für Effektbeleuchtung.</span> - </p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 10"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 10_1"> - <colgroup> - <col width="10%" /> <col width="10%" /> <col width="10%" /> <col width="10%" /> - <col width="10%" /> <col width="10%" /> <col width="20%" /> <col width="20%" /> - </colgroup> - <tr> - <td colspan="8"> <p class="right font20"><b>Lumière</b><br /></p> </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td colspan="7"> <p class="left font14a"><b>Kinemato-Film</b></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> </td> - <td colspan="6"> <p class="left font09a"><b>Negativ und Positiv</b></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> </td> - <td colspan="3"> <p class="left font14a"><b>BLOCK-FILM</b></p> </td> - <td colspan="2"> <p class="right font10a">Verfahren</p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="4"> </td> - <td colspan="2"> <p class="left font14a"><b>ROLL-FILM</b></p> </td> - <td colspan="2"> <p class="right font10a">V. PLANCHON</p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="8"> <hr class="trenn03" /> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="8"> <p class="center font14a"><b>A. LUMIÈRE & SES FILS, LYON, Frankreich</b></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="8"> <hr class="trenn03" /> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="8"> <p class="center"> <span class="font14a"><b>GENERAL-DEPOT: MÜLHAUSEN</b></span> <span class="font11a">i. Els.</span> - </p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - - <div class="figleft1" style="width: 440px;"> - <img src="images/p0062-image1.jpg" width="440" height="351" alt="Anzeige 09." title="Anzeige 09." /> - </div> - - <div class="figleft1" style="width: 440px;"> - <img src="images/p0062-image2.jpg" width="440" height="348" alt="Anzeige 10." title="Anzeige 10." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_63">[S. 63]</a></span></p> - - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0063-kino.jpg" width="100" height="100" alt="SN 29" title="SN 29" /> - </div> -</div> - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 11"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 11_1"> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center"><span class="font20"><b>Schippang-</b></span><br /> - <span class="font20"><b>Diapositiv-Platten</b></span><br /> - <span class="font10">hervorragend durch ihre</span> <br /> - <span class="font14">vorzügl. Plastik und Brillanz</span> <br /> - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td> <p class="left font11">tiefe Schatten, durchsichtige Halbschatten,<br /> - glasklare Lichter.<br /> - Auch lichthoffreie Präparation.</p></td> - <td> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center"><span class="font11">Trockenplattenfabrik</span><br /> - <span class="font16"><b>J. F. Schippang & Co.,</b></span><br /> - <span class="font11">G. m. b. H. • • </span> - <span class="font14a">BERLIN S.</span> - <span class="font11"> • • Prinzenstr. 24.</span> - </p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<div class="block2h"> -<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 12"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 12_1"> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center"><span class="font16a">Maschinenfabrik Wilh. Frenzel</span><br /> - <span class="font12a"><b>Radebeul - Dresden.</b></span><br /> - <span class="font09">30jähr. eig. praktische Erfahrung.</span> <br /> - <img src="images/p0059-image_detail2.jpg" alt="Detail 2" title="Detail 2" /> - Baut alle - <img src="images/p0059-image_detail2.jpg" alt="Detail 2" title="Detail 2" /><br /> - <span class="font20a"><b>Spezial-Maschinen</b></span><br /> - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td> <p class="center font10a">für Bromsilberpapiere, Celloidin-<br /> - papiere, Barytpapiere, Trocken-<br /> - platten, Films, Lichtpauspapiere u.<br /> - chem. präp. od. gestrich, Papiere. - </p></td> - <td> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - <div class="figleft1" style="width: 440px;"> - <img src="images/p0063-image1.jpg" width="440" height="353" alt="Anzeige 11." title="Anzeige 11." /> - </div> - - <div class="figleft1" style="width: 440px;"> - <img src="images/p0063-image2.jpg" width="440" height="355" alt="Anzeige 12." title="Anzeige 12." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_64">[S. 64]</a></span></p> - -<div class="block2h"> -<table border="3" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 13"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 13_1"> - <tr> - <td> <p class="center"><span class="font20a"><b>Kohlenstäbe</b></span><br /> - <span class="font14a"><b>für Effektbeleuchtung</b></span><br /> - <span class="font08a">gelb, rot, edelweiss.</span> <br /><br /> - <span class="font08a"><b>Spezialkohlen</b> für</span><br /> - <span class="font08a">indirektes Licht.</span><br /> - </p> </td> - <td> <img src="images/p0064-image_kohlenstab.jpg" alt="Kohlenstab" title="Kohlenstab" /> </td> - <td> <p class="center"><span class="font20a"><b>Kohlenstäbe</b></span><br /> - <span class="font14a"><b>für Reinbeleuchtung.</b></span><br /> - <br /><span class="font08a"><b>Spezialkohlen</b> für</span> <br /> - <span class="font08a">Scheinwerfer und</span><br /> - <span class="font08a">Projektionsapparate.</span><br /> - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center font12a">Schleif- u. Druck-Kontakte von jeder Leitfähigkeit.<br /> - Kohlen für Elektrolyse :: Mikrophonkohlen. - </p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center"><span class="font16a"><b>Gebrüder Siemens & Co.,</b></span><br /> - <span class="font16a"><b>Lichtenberg</b> bei Berlin.</span><br /> - <span class="font11a">Stadtlager: <b>Berlin SW., Schöneberger Strasse 3.</b></span> - </p></td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<div class="block2h"> -<table border="2" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 14"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 14_1"> - <tr> - <td> <p class="center"><span class="font20a">KINO FILM CO.</span><br /> - <span class="font09a">m. b. H.</span><br /> - <span class="font14a">Düren (Rhld.).</span> - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td> - <table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 14_2"> - <tr> - <td> <p class="center"><span class="font14a">Spezialfabrik</span><br /> - <span class="font09a">für</span><br /> - <span class="font14a">Positiv- u. Negativ-Roh-Films</span><br /> - <span class="font14a">für Kinematographie.</span> - </p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - <div class="figleft1" style="width: 440px;"> - <img src="images/p0064-image.jpg" width="440" height="351" alt="Anzeige 13." title="Anzeige 13." /> - </div> - - - <div class="figleft1" style="width: 440px;"> - <img src="images/p0064-image2.jpg" width="440" height="363" alt="Anzeige 14." title="Anzeige 14." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_65">[S. 65]</a></span></p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0065-kino.jpg" width="100" height="106" alt="SN 30" title="SN 30" /> - </div> -</div> - -<div class="block2h"> -<table border="3" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 15"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 15_1"> - <tr> - <td rowspan="5" colspan="3"> - <img src="images/p0065-image_projektor.jpg" alt="Projektor_Liesegang" title="Projektor_Liesegangc" /> - </td> - <td colspan="3"> <p class="center"><span class="font16a"><b>Mentor-</b></span><br /> - <span class="font16a"><b>Kinematograph</b></span> - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center font10a">ein leistungsfähiger,<br /> - preiswerter Apparat<br /> - für Lehranstalten,<br /> - Vereine etc. - </p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center font09a">Preis des Mechanismus<br /> - einschließlich Kinemato-<br /> - graphen-Objektiv<br /> - </p></td> - </tr> - <tr> - <td></td> - <td> <p class="center font09a"><b>Mk.</b></p></td> - <td> <p class="right font09a"><b>150.—</b></p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center font09a"> Dieser Mechanismus<br /> - läßt sich an jedem vor-<br /> - handenen Lichtbilder-<br /> - Apparat anbringen.</p></td> - </tr> - - <tr> - <td colspan="6"> <p class="center"><span class="font09a">In Verbindung mit dem Projektions-Apparat "Zela" kostet</span> - </p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="4"> <p class="center"><span class="font09a">der Mentor-Kinematograph . . . </span> - </p></td> - <td> <p class="center font09a"><b>Mk.</b></p> </td> - <td> <p class="right font09a"><b>200.—</b></p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="6"> <p class="center"><span class="font10a"><b>Aus einer Zuschrift:</b></span> </p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="6"> <p class="center"><span class="font09a"> - "Ihre Sendung Kinematograph etc. gelangte vergangene<br /> - Woche in meinen Besitz. Alles tadellos und wohlbehalten.<br /> - Die angestellten Versuche besonders mit "Mentor-Kino"<br /> - ergaben ceine staunenswerte Präzision und Leistungs-<br /> - fähigkeit des Werks, die Kenner bewundern."</span> </p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> </td> - <td colspan="3"> <p class="left"><span class="font09a"> - gez. <b>Heinr. Söhnge (Kapkolonie)</b></span><br /> </p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="6"> <p class="center"><span class="font11a"> - Kataloge über Projektions-Apparate, Kinematographen<br /> - und Lichtbilder werden auf Verlangen <i>kostenfrei</i><br /> - übersandt.</span> </p></td> - </tr> - <tr> - <td><p class="center font08a">Gegr.<br />1854</p></td> - <td colspan="4"> <p class="center font16a"> - Ed. Liesegang, Düsseldorf </p></td> - <td><p class="center font08a">Gegr.<br />1854</p></td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - <div class="figleft1" style="width: 439px;"> - <img src="images/p0065-image.jpg" width="439" height="700" alt="Anzeige 15." title="Anzeige 15." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_66">[S. 66]</a></span></p> - -<div class="block2h"> -<table border="3" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 16"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 16_1"> - <colgroup> - <col width="8%" /> <col width="84%" /> <col width="8%" /> - </colgroup> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="left font20a"><i><b>Elektr. Bogenlampen-</b></i> </p> </td> - <td> </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td colspan="2"> <p class="right font20a"><i><b>und Apparate-Fabrik</b></i> </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center"><span class="font09a"><i>G. m. b. H.</i></span> — - <span class="font14a"><i>NÜRNBERG </i></span> - <span class="font09a"><i>liefert als Spezialitä:</i></span> - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center font14a"><i><b>Alle Arten von Bogenlampen</b></i> <br /> - <i><b>Projektionslampen</b></i> <br /> - <i><b>Belichtunsapparate</b></i> - <i><b>Scheinwerfer</b></i> - <i><b>Transformatoren, Widerstände</b></i> - </p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<div class="block2h"> -<table border="3" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 17"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 17_1"> - <tr> - <td> <p class="left font08a">Im gleichen Verlag erschien:</p> </td> - <td> <p class="right font08a">Preis Mk. 8.--, geb. Mk. 9.--, Porto Mk. 0.30.</p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="right font20a"><i><b>Handbuch der praktischen Kinematographie.</b></i> </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="center font09a">Die verschiedenen Konstruktionsformen des Kinematographen, die Darstellung der<br /> - lebenden Lichtbilder sowie das kinematographische Aufnahmeverfahren.<br /> - Mit ca. 300 Seiten Text und ca. 125 Abbildungen von <i>F. Paul Liesegang</i> - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> <p class="center font11a"><img src="images/p0059-image_detail2.jpg" alt="Detail 2" title="Detail 2" /> - Einige Beurteilungen: - <img src="images/p0059-image_detail2.jpg" alt="Detail 2" title="Detail 2" /> - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="left font09a">»..... Es muß deshalb als eine Bedürfnisfrage bezeichnet werden, wenn - versucht wird, das Gesamtgebiet der Kinematographie in seinem ganzen - Umfange literarisch zu bearbeiten und den heutigen Standpunkt - festzulegen. Dies hat im vorliegenden Falle einer der Berufensten - übernommen. Der Verfasser widmet sich bekanntlich seit Jahren fast - ausschließlich der Projektionskunst und dieses bietet die sichere - Gewähr, sach- und fachkundige Behandlung des Stoffes erwarten zu - dürfen.« - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="left font09a">»Er versteht es, nicht eine trockene Schilderung zu bringen, sondern in - der ihm eigenen Lehrform eine höchst ansprechende und überzeugende - Darstellung zu geben. Nicht nur, wer die Kinematographie auszuüben - gedenkt, sondern jeder, der sich für sie nur interessiert, sollte dieses - Handbuch gelesen haben.«</p></td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="right font09a"><b>»Die Photographische Kunst.«</b> </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="left font09a">»Ich habe mir das mir von Ihnen empfohlene Buch: »Handbuch der - praktischen Kinematographie« von F. Paul Liesegang bestellt und kann ich - nicht umhin, Ihnen meine vollste Zufriedenheit auszusprechen. Ich habe - noch nie ein Buch ähnlichen Inhalts gefunden, welches so klar, deutlich - und interessant geschrieben wäre; mit vollster Befriedigung habe ich das - Buch zu Ende gelesen.« - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="right font09a"><b>»Alexander Ohnheiser.«</b> </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="left font09a">»..... Nachdem die Kinematographie nun eine so weite Verbreitung - gefunden hat, war die Veröffentlichung eines Handbuches hierüber eine - Notwendigkeit und es ist dem Verfasser zu danken, daß gerade er sich der - mühevollen Aufgabe unterzog, ein solches Handbuch zu schaffen; seine - Beziehungen zu dieser Industrie befähigen ihn besonders, wirklich nur - das zu bringen, was in der Praxis gebraucht und verlangt wird. Das - Liesegang'sche Handbuch behandelt die sämtlichen einschlägigen Fragen in - klarer und jedermann leichtverständlicher Weise und dürfte daher allen - denjenigen vortreffliche Dienste leisten, die sich mit der - Kinematographie eingehender beschäftigen oder beschäftigen wollen.« - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="right font09a"><b>»Photograph. Wochenblatt.«</b> </p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - <div class="figleft1" style="width: 440px;"> - <img src="images/p0066-image1.jpg" alt="Anzeige 16." title="Anzeige 16." /> - </div> - - - <div class="figleft1" style="width: 440px;"> - <img src="images/p0066-image2.jpg" alt="Anzeige 17." title="Anzeige 17." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_67">[S. 67]</a></span></p> - -<div class="sidenote"> - <div class="figcenter" style="width: 100px;"> - <img src="images/p0067-kino.jpg" alt="SN 31" title="SN 31" /> - </div> -</div> - -<div class="block2h"> -<table border="3" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 18"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 18_1"> - <tr> - <td colspan="5"> <p class="center"><span class="font16a">Optische Anstalt</span><br /> - <span class="font30a"><b>G. Rodenstock</b></span><br /> - <span class="font12a"><b>München</b></span> - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="left font10a"><i><b>Isartalstrasse 41</b></i> </p> </td> - <td> </td> - <td colspan="2"> <p class="right font10a"><i><b>Isartalstrasse 41</b></i> </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="5"> <hr class="Trenn03" /> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="5"> <p class="center"><span class="font14a">Spezial-Firma</span><br /> - <span class="font10a"><b>:: für erstklassige ::</b></span></p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="5"> <p class="center font16a"><b>Kinematographen-Optik</b> </p> </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td colspan="3"> <p class="left font10a"><b>lichtstarke</b> <br /> - <b>Kino-Objektive F 2,5</b> <br /> - <b>Projektions - Apparate</b> <br /> - <b>Projektions - Objektive</b> <br /> - <b>Projektions - Anastigmate</b> <br /> - <b>Projektions - Mikroskope</b> - </p> </td> - <td> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="5"> <p class="center"><img src="images/p0059-image_detail2.jpg" alt="Detail 2" title="Detail 2" /> - <span class="font16a"><b>Kondensatoren</b></span><img src="images/p0059-image_detail2.jpg" alt="Detail 2" title="Detail 2" /> <br /> - <span class="font10a"><b>aus extra weissem Kronglase.</b></span> <br /> - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="5"> <hr class="Trenn03" /> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="5"> <p class="center font12a"><b>Projektions - Katalog gratis und franko.</b> </p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - <div class="figleft1"> - <img src="images/p0067-image.jpg" alt="Anzeige 18." title="Anzeige 18." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a id="Page_68">[S. 68]</a></span></p> - -<div class="block2h"> -<table border="3" cellspacing="0" cellpadding="10" class="tdl" summary="Annonce 19"> - <tr> - <td> - <table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" class="tdl" summary="Annonce 19_1"> - <colgroup> - <col width="15%" /> <col width="85%" /> - </colgroup> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="left font16a">Kinemacolor (Urban Smith Patent)</p> </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td> <p class="left font11a">ist die größte Neuigkeit und bietet die größte - Anziehungskraft seit Einführung der lebenden Lichtbilder. </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="left font16a">Kinemacolor (Urban Smith Patent)</p> </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td> <p class="left font11a">ist das einzige Verfahren zur photographischen - Wiedergabe sämtlicher Farben der Natur. </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="left font16a">Kinemacolor Films</p> </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td> <p class="left font11a">kosten nicht mehr als die gewöhnlichen auf - mechanischem Wege oder mit der Hand kolorierten - Bilder. </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="left font16a">Kinemacolor (Urban Smith Patent)</p> </td> - </tr> - <tr> - <td> </td> - <td> <p class="left font11a">bedeutet eine Revolution auf dem Gebiete der - Kinematographie. </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="center font09a">Bedingungen für die ausschließliche Vorführung von Kinemacolor<br /> - in den verschiedenen Ländern auf Verlangen. - </p> </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="2"> <p class="center"><span class="font20a"><b>Natural Color Kinematograph Co. Ld.</b></span> <br /> - <span class="font10a">Alleinbesitzer und Fabrikanten von Kinemacolor</span><br /> - <span class="font12a">Kinemacolor House, 80/82 Wardour Street</span><br /> - <span class="font16a"><b>LONDON W.</b></span><br /> - <span class="font08a">Telegramm-Adresse: Kinemcolor, London.</span> - </p> </td> - </tr> - </table> - </td> - </tr> -</table> -</div> - - <p class="pmb2" /> - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - - - <div class="figleft1"> - <img src="images/p0068-image.jpg" alt="Anzeige 19." title="Anzeige 19." /> - </div> - - <p class="pmb2" /> - - -<p class="break" /> -<hr class="chap" /> - -<p class="pmb3" /> - -<div class="transnote"> -<p><b>Notizen des Bearbeiters:</b></p> - -<p class="pmb1">—Unterschiedliche Schreibweisen wurden wie im Original beibehalten.</p> - - -</div> -<p class="pmb3" /> - - - - - - - - - - -<pre> - - - - - -End of Project Gutenberg's Das lebende Lichtbild, by Franz Paul Liesegang - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS LEBENDE LICHTBILD *** - -***** This file should be named 56164-h.htm or 56164-h.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/6/1/6/56164/ - -Produced by Jana Srna, Matthias Grammel, Norbert H. Langkau -and the Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part -of this license, apply to copying and distributing Project -Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm -concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark, -and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive -specific permission. If you do not charge anything for copies of this -eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook -for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports, -performances and research. They may be modified and printed and given -away--you may do practically ANYTHING in the United States with eBooks -not protected by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the -trademark license, especially commercial redistribution. - -START: FULL LICENSE - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full -Project Gutenberg-tm License available with this file or online at -www.gutenberg.org/license. - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project -Gutenberg-tm electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or -destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your -possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a -Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound -by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the -person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph -1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project -Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this -agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm -electronic works. See paragraph 1.E below. - -1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the -Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection -of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual -works in the collection are in the public domain in the United -States. If an individual work is unprotected by copyright law in the -United States and you are located in the United States, we do not -claim a right to prevent you from copying, distributing, performing, -displaying or creating derivative works based on the work as long as -all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope -that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting -free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm -works in compliance with the terms of this agreement for keeping the -Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily -comply with the terms of this agreement by keeping this work in the -same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when -you share it without charge with others. - -1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern -what you can do with this work. Copyright laws in most countries are -in a constant state of change. If you are outside the United States, -check the laws of your country in addition to the terms of this -agreement before downloading, copying, displaying, performing, -distributing or creating derivative works based on this work or any -other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no -representations concerning the copyright status of any work in any -country outside the United States. - -1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: - -1.E.1. The following sentence, with active links to, or other -immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear -prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work -on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the -phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, -performed, viewed, copied or distributed: - - This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and - most other parts of the world at no cost and with almost no - restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it - under the terms of the Project Gutenberg License included with this - eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the - United States, you'll have to check the laws of the country where you - are located before using this ebook. - -1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is -derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not -contain a notice indicating that it is posted with permission of the -copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in -the United States without paying any fees or charges. If you are -redistributing or providing access to a work with the phrase "Project -Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply -either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or -obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm -trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted -with the permission of the copyright holder, your use and distribution -must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any -additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms -will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works -posted with the permission of the copyright holder found at the -beginning of this work. - -1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm -License terms from this work, or any files containing a part of this -work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. - -1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this -electronic work, or any part of this electronic work, without -prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with -active links or immediate access to the full terms of the Project -Gutenberg-tm License. - -1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including -any word processing or hypertext form. However, if you provide access -to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format -other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official -version posted on the official Project Gutenberg-tm web site -(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense -to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means -of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain -Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the -full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing -access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works -provided that - -* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from - the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method - you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed - to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has - agreed to donate royalties under this paragraph to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid - within 60 days following each date on which you prepare (or are - legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty - payments should be clearly marked as such and sent to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in - Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg - Literary Archive Foundation." - -* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies - you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he - does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm - License. You must require such a user to return or destroy all - copies of the works possessed in a physical medium and discontinue - all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm - works. - -* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of - any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the - electronic work is discovered and reported to you within 90 days of - receipt of the work. - -* You comply with all other terms of this agreement for free - distribution of Project Gutenberg-tm works. - -1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project -Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than -are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing -from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and The -Project Gutenberg Trademark LLC, the owner of the Project Gutenberg-tm -trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below. - -1.F. - -1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable -effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread -works not protected by U.S. copyright law in creating the Project -Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm -electronic works, and the medium on which they may be stored, may -contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate -or corrupt data, transcription errors, a copyright or other -intellectual property infringement, a defective or damaged disk or -other medium, a computer virus, or computer codes that damage or -cannot be read by your equipment. - -1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right -of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project -Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project -Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all -liability to you for damages, costs and expenses, including legal -fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT -LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE -PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE -TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE -LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR -INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH -DAMAGE. - -1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a -defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can -receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a -written explanation to the person you received the work from. If you -received the work on a physical medium, you must return the medium -with your written explanation. The person or entity that provided you -with the defective work may elect to provide a replacement copy in -lieu of a refund. If you received the work electronically, the person -or entity providing it to you may choose to give you a second -opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If -the second copy is also defective, you may demand a refund in writing -without further opportunities to fix the problem. - -1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO -OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT -LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. - -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of -damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement -violates the law of the state applicable to this agreement, the -agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or -limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or -unenforceability of any provision of this agreement shall not void the -remaining provisions. - -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in -accordance with this agreement, and any volunteers associated with the -production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm -electronic works, harmless from all liability, costs and expenses, -including legal fees, that arise directly or indirectly from any of -the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this -or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or -additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any -Defect you cause. - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of -computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It -exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations -from people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future -generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see -Sections 3 and 4 and the Foundation information page at -www.gutenberg.org Section 3. Information about the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the -mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its -volunteers and employees are scattered throughout numerous -locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt -Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to -date contact information can be found at the Foundation's web site and -official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To SEND -DONATIONS or determine the status of compliance for any particular -state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. To -donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project -Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be -freely shared with anyone. For forty years, he produced and -distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of -volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in -the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not -necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper -edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search -facility: www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - - - -</pre> - -</body> -</html> diff --git a/old/56164-h/images/band_001.jpg b/old/56164-h/images/band_001.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index da40f4b..0000000 --- a/old/56164-h/images/band_001.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/coverpage.jpg b/old/56164-h/images/coverpage.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 70a1f87..0000000 --- a/old/56164-h/images/coverpage.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/f0001-image1__fig30.jpg b/old/56164-h/images/f0001-image1__fig30.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ef0270c..0000000 --- a/old/56164-h/images/f0001-image1__fig30.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/f0001-image1__fig31.jpg b/old/56164-h/images/f0001-image1__fig31.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a443048..0000000 --- a/old/56164-h/images/f0001-image1__fig31.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/f0001-image1__fig32.jpg b/old/56164-h/images/f0001-image1__fig32.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index dac2f00..0000000 --- a/old/56164-h/images/f0001-image1__fig32.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/f0001-image1__fig33.jpg b/old/56164-h/images/f0001-image1__fig33.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5913687..0000000 --- a/old/56164-h/images/f0001-image1__fig33.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/f0001-image2.jpg b/old/56164-h/images/f0001-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e628398..0000000 --- a/old/56164-h/images/f0001-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/f0001-image3.jpg b/old/56164-h/images/f0001-image3.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 96b5c3d..0000000 --- a/old/56164-h/images/f0001-image3.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/f0002-image.jpg b/old/56164-h/images/f0002-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 1718dd3..0000000 --- a/old/56164-h/images/f0002-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/f0003-image1.jpg b/old/56164-h/images/f0003-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 61f4ab5..0000000 --- a/old/56164-h/images/f0003-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0005-image.jpg b/old/56164-h/images/p0005-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index bda4457..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0005-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0005-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0005-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4eb3aa3..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0005-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0006-image.jpg b/old/56164-h/images/p0006-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b20ea01..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0006-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0007-image.jpg b/old/56164-h/images/p0007-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 87da602..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0007-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0007-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0007-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5b026f2..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0007-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0008-image.jpg b/old/56164-h/images/p0008-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 9c83793..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0008-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0009-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0009-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 0b3c287..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0009-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0009-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0009-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index f354ae1..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0009-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0009-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0009-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ffee8fd..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0009-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0010-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0010-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e1a5c57..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0010-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0010-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0010-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 67eeccd..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0010-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0011-image.jpg b/old/56164-h/images/p0011-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 94e2a7c..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0011-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0011-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0011-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 86057cc..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0011-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0012-image.jpg b/old/56164-h/images/p0012-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a91278f..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0012-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0013-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0013-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 78bd275..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0013-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0013-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0013-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ca037cc..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0013-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0013-image3.jpg b/old/56164-h/images/p0013-image3.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b077ab4..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0013-image3.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0013-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0013-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 0150c36..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0013-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0014-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0014-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index acdd02b..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0014-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0014-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0014-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ce52ba4..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0014-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0015-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0015-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 448fd73..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0015-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0015-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0015-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a6c2ea7..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0015-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0015-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0015-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ff84114..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0015-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0016-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0016-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 7f1326e..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0016-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0016-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0016-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 47b66c9..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0016-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0017-image.jpg b/old/56164-h/images/p0017-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index d3619b2..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0017-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0017-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0017-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 6bc184c..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0017-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0018-image.jpg b/old/56164-h/images/p0018-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 8015e5a..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0018-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0019-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0019-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index af64907..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0019-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0019-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0019-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b059dc2..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0019-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0019-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0019-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 1f83bb6..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0019-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0020-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0020-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index f21c01b..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0020-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0020-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0020-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b09b16f..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0020-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0021-image.jpg b/old/56164-h/images/p0021-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5fee7a2..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0021-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0021-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0021-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index d8884ce..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0021-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0023-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0023-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 87e91a4..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0023-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0024-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0024-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 0037253..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0024-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0024-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0024-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 86380dd..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0024-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0025-image.jpg b/old/56164-h/images/p0025-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a3ca071..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0025-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0025-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0025-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 17bb408..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0025-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0026-image.jpg b/old/56164-h/images/p0026-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 1687e45..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0026-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0027-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0027-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 6f8ec6a..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0027-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0027-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0027-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 7726e9a..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0027-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0027-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0027-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 40ada6e..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0027-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0028-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0028-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 30f1061..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0028-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0028-image1a.jpg b/old/56164-h/images/p0028-image1a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 19a4b2b..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0028-image1a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0028-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0028-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 61bbbec..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0028-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0029-image_01.jpg b/old/56164-h/images/p0029-image_01.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index d268eb2..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0029-image_01.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0029-image_02.jpg b/old/56164-h/images/p0029-image_02.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 1897fe9..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0029-image_02.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0029-image_03.jpg b/old/56164-h/images/p0029-image_03.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index c94ebed..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0029-image_03.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0029-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0029-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 38e1b3d..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0029-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0030-image_01.jpg b/old/56164-h/images/p0030-image_01.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 7c11c25..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0030-image_01.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0030-image_02.jpg b/old/56164-h/images/p0030-image_02.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 781ea91..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0030-image_02.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0031-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0031-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2bf61a0..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0031-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0032-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0032-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 37c13b1..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0032-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0032-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0032-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 83d2430..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0032-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0033-image.jpg b/old/56164-h/images/p0033-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 846aabf..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0033-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0033-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0033-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 72571d8..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0033-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0034-image.jpg b/old/56164-h/images/p0034-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4e317ae..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0034-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0035-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0035-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 7fa604c..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0035-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0037-image.jpg b/old/56164-h/images/p0037-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 262d4e3..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0037-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0037-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0037-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 9ab61b6..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0037-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0039-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0039-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 839537b..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0039-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0040-image.jpg b/old/56164-h/images/p0040-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 608d54d..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0040-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0041-image1_01.jpg b/old/56164-h/images/p0041-image1_01.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a525b03..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0041-image1_01.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0041-image1_02.jpg b/old/56164-h/images/p0041-image1_02.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b073dc2..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0041-image1_02.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0041-image1_03.jpg b/old/56164-h/images/p0041-image1_03.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index d13766f..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0041-image1_03.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0041-image1_04.jpg b/old/56164-h/images/p0041-image1_04.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index d85c6fc..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0041-image1_04.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0041-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0041-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 53c65ea..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0041-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0041-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0041-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index fb75b72..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0041-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0043-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0043-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 66baaa9..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0043-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0045-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0045-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index d0570fc..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0045-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0047-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0047-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 1f772b2..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0047-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0049-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0049-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b9a4af3..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0049-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0051-image.jpg b/old/56164-h/images/p0051-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e0c5ec0..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0051-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0051-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0051-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 20ac5dd..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0051-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0053-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0053-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index f2dcf6f..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0053-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0054-image.jpg b/old/56164-h/images/p0054-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 144e617..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0054-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0055-image.jpg b/old/56164-h/images/p0055-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b47f753..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0055-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0055-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0055-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 0d17f07..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0055-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0056-image.jpg b/old/56164-h/images/p0056-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index caea63a..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0056-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0057-image.jpg b/old/56164-h/images/p0057-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ce130a2..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0057-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0057-image_detail.jpg b/old/56164-h/images/p0057-image_detail.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ae65854..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0057-image_detail.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0057-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0057-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a4ddaed..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0057-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0058-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0058-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 10788a5..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0058-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0058-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0058-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 44e9d58..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0058-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0058-image_bogenlampe.jpg b/old/56164-h/images/p0058-image_bogenlampe.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 86e03ef..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0058-image_bogenlampe.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0058-image_triplar.jpg b/old/56164-h/images/p0058-image_triplar.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e88ac40..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0058-image_triplar.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0058-image_unofocal.jpg b/old/56164-h/images/p0058-image_unofocal.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index bf2c71a..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0058-image_unofocal.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0059-image.jpg b/old/56164-h/images/p0059-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 0d975e3..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0059-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0059-image_detail1.jpg b/old/56164-h/images/p0059-image_detail1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b7980a4..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0059-image_detail1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0059-image_detail2.jpg b/old/56164-h/images/p0059-image_detail2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 86a7e1b..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0059-image_detail2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0059-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0059-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index d7bb14c..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0059-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0060-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0060-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2361321..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0060-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0060-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0060-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 3e83fdc..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0060-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0060-image_detail.jpg b/old/56164-h/images/p0060-image_detail.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 321dec2..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0060-image_detail.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0061-image.jpg b/old/56164-h/images/p0061-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4ae5909..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0061-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0061-image_illu.jpg b/old/56164-h/images/p0061-image_illu.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 43968a8..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0061-image_illu.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0061-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0061-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 480c5e4..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0061-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0062-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0062-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 631d71e..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0062-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0062-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0062-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 3ce172d..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0062-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0063-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0063-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 475e813..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0063-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0063-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0063-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 81e9276..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0063-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0063-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0063-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 9965b2e..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0063-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0064-image.jpg b/old/56164-h/images/p0064-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b8068e1..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0064-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0064-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0064-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 7062739..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0064-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0064-image_kohlenstab.jpg b/old/56164-h/images/p0064-image_kohlenstab.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 884a737..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0064-image_kohlenstab.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0065-image.jpg b/old/56164-h/images/p0065-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 015282f..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0065-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0065-image_projektor.jpg b/old/56164-h/images/p0065-image_projektor.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b4c908e..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0065-image_projektor.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0065-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0065-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index c1c4508..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0065-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0066-image1.jpg b/old/56164-h/images/p0066-image1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4b4bc96..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0066-image1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0066-image2.jpg b/old/56164-h/images/p0066-image2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 15a2d88..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0066-image2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0067-image.jpg b/old/56164-h/images/p0067-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2d56901..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0067-image.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0067-kino.jpg b/old/56164-h/images/p0067-kino.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4efd78f..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0067-kino.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/56164-h/images/p0068-image.jpg b/old/56164-h/images/p0068-image.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 19432f1..0000000 --- a/old/56164-h/images/p0068-image.jpg +++ /dev/null |
