summaryrefslogtreecommitdiff
diff options
context:
space:
mode:
authornfenwick <nfenwick@pglaf.org>2025-02-07 09:11:41 -0800
committernfenwick <nfenwick@pglaf.org>2025-02-07 09:11:41 -0800
commit01c3ec272ef9d59715d75c3968966d3165af3c9c (patch)
treeccccdf74fb5ff2d9c9f0f1f112bff73bca01ab11
parent25d358a9b12d989f49cba01c96bcb043fbb63e83 (diff)
NormalizeHEADmain
-rw-r--r--.gitattributes4
-rw-r--r--LICENSE.txt11
-rw-r--r--README.md2
-rw-r--r--old/54821-8.txt2439
-rw-r--r--old/54821-8.zipbin45369 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h.zipbin362192 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/54821-h.htm2564
-rw-r--r--old/54821-h/images/cover.jpgbin112457 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img001.jpgbin112369 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img002.jpgbin12158 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img003.jpgbin68296 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img004.jpgbin13626 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img005.jpgbin11224 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img006.jpgbin11806 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img007.jpgbin11796 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img008.jpgbin11136 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img009.jpgbin11701 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img010.jpgbin10702 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img011.jpgbin10731 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img012.jpgbin11893 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img013.jpgbin11556 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/54821-h/images/img014.jpgbin11209 -> 0 bytes
22 files changed, 17 insertions, 5003 deletions
diff --git a/.gitattributes b/.gitattributes
new file mode 100644
index 0000000..d7b82bc
--- /dev/null
+++ b/.gitattributes
@@ -0,0 +1,4 @@
+*.txt text eol=lf
+*.htm text eol=lf
+*.html text eol=lf
+*.md text eol=lf
diff --git a/LICENSE.txt b/LICENSE.txt
new file mode 100644
index 0000000..6312041
--- /dev/null
+++ b/LICENSE.txt
@@ -0,0 +1,11 @@
+This eBook, including all associated images, markup, improvements,
+metadata, and any other content or labor, has been confirmed to be
+in the PUBLIC DOMAIN IN THE UNITED STATES.
+
+Procedures for determining public domain status are described in
+the "Copyright How-To" at https://www.gutenberg.org.
+
+No investigation has been made concerning possible copyrights in
+jurisdictions other than the United States. Anyone seeking to utilize
+this eBook outside of the United States should confirm copyright
+status under the laws that apply to them.
diff --git a/README.md b/README.md
new file mode 100644
index 0000000..0faf91c
--- /dev/null
+++ b/README.md
@@ -0,0 +1,2 @@
+Project Gutenberg (https://www.gutenberg.org) public repository for
+eBook #54821 (https://www.gutenberg.org/ebooks/54821)
diff --git a/old/54821-8.txt b/old/54821-8.txt
deleted file mode 100644
index 195545b..0000000
--- a/old/54821-8.txt
+++ /dev/null
@@ -1,2439 +0,0 @@
-Project Gutenberg's Rheinische Seher und Propheten, by Paul Bahlmann
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
-other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of
-the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
-www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have
-to check the laws of the country where you are located before using this ebook.
-
-Title: Rheinische Seher und Propheten
- Ein Beitrag zur Kulturgeschichte
-
-Author: Paul Bahlmann
-
-Release Date: May 31, 2017 [EBook #54821]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: ISO-8859-1
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK RHEINISCHE SEHER UND PROPHETEN ***
-
-
-
-
-Produced by Iris Schröder-Gehring, Peter Becker and the
-Online Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net
-
-
-
-
-
-
-
-
-
- Rheinische
-
- Seher und Propheten.
-
- Ein Beitrag zur Kulturgeschichte
-
-
- von
-
-
- _Dr. P. Bahlmann_.
-
-
-
- [Illustration: Dekoration]
-
-
-
-
- Verlag von H. Mitsdörffer #Hans Ertl#.
- _Münster-Westf._
-
-
-
-
-[Illustration: Dekoration]
-
-
-Das Interessanteste und Wichtigste, -- sagen v. Mering und
-Reischert[1] -- was sich dem Menschen in diesem Erdenleben darbietet,
-ist in allen Beziehungen der Mensch selbst. Wenn er uns im
-Alltagsgewande schon Stoff genug zu den mannigfaltigsten Bemerkungen
-und Betrachtungen giebt, um wie anziehender muß er uns alsdann nicht
-da erscheinen, wo er in das Gebiet des Außerordentlichen oder des
-Wunderbaren übertritt und gleichsam eine höhere Natur annimmt. In
-solchen Verhältnissen schreitet er als ein zu einem höheren Berufe
-geadeltes, fremdartiges, unbegreifliches Wesen an uns vorüber, und wir
-können kaum der Versuchung widerstehen, den Veranlassungen solcher
-außerordentlichen Erscheinungen nachzuspüren, wiewohl die Ergebnisse
-unsere Mühe nicht immer belohnen und die scheinbar höheren Gebilde,
-mit der Lampe der Vernunft betrachtet, in der Regel sich wieder auf das
-Gewöhnliche reduzieren.
-
-In eine vernichtende Kritik aber wollen wir diesmal nicht eintreten,
-sondern uns lediglich darauf beschränken, alle noch erreichbaren
-Nachrichten über die bemerkenswertesten Seher des Rheinlandes und ihre
-Prophezeiungen[2] endlich einmal zusammen zu fassen. Wir unterziehen
-uns dieser Aufgabe, nicht etwa um alten Aberglauben neu beleben zu
-helfen, sondern weil die »Sagen der Zukunft«, wie man die Weissagungen
-nicht mit Unrecht genannt, wegen des Einblicks, den sie vielfach in
-die Eigenart der Bevölkerung, ihr Sehnen und Wünschen, ihr Hoffen und
-Fürchten gewähren, für den Kulturhistoriker von derselben Bedeutung
-sind, wie alle anderen Volksüberlieferungen, und glauben eine
-freundliche Aufnahme unserer Zusammenstellung auch deshalb erhoffen
-zu dürfen, weil das spöttische Achselzucken und überlegene Lächeln,
-womit trotz der noch äußerst mangelhaften Kenntnis der rätselhaften
-Erscheinungen unseres Seelenlebens alle derartigen Mitteilungen
-meist aufgenommen werden, leider so manchen Mund geschlossen und
-zugleich bewirkt hat, daß selbst die ohnehin recht dürftige Litteratur
-~nirgends~ sorgsam gesammelt und daher manches Buch gar nicht oder nur
-sehr schwer mehr zu finden ist.
-
-Eine bisher zwar auch unerklärte, aber jetzt doch schon von
-vielen zugegebene Erscheinung ist das sogen. »Zweite Gesicht«,[3]
-d. h. das Vermögen, wirkliche Begebenheiten der Gegenwart oder
-Zukunft fernschauend wie mit leiblichem Auge zu erkennen. Die
-»Vorgesichte« -- in Westfalen und am Niederrhein »Vorgeschichten«
-genannt[4] -- sind, abweichend z. B. vom somnambulen Hellsehen,
-stets mit Rückerinnerung verbunden und nehmen nie eine religiöse
-oder übersinnliche Richtung, sondern halten sich ganz in der
-Sphäre des gewöhnlichen bürgerlichen Lebens, meist Todesfälle
-und Leichenbegängnisse, aber auch Brände, Hochzeiten, Geburten,
-Freundschaften, das Ankommen von (dem Seher oft ganz unbekannten)
-Fremden und dgl. betreffend. Die Gabe findet sich weit mehr bei Männern
-als bei Frauen, ist aber an kein besonderes Alter und keine bestimmte
-Zeit gebunden. Im Augenblick des Schauens ist der Seher ganz von seinem
-Bilde eingenommen, sieht und denkt nichts anderes und nimmt keine Notiz
-von seiner Umgebung: die Augenlider oft krankhaft einwärts gekehrt,
-sieht er starr vor sich hin. »Es giebt wenig Städte am Rhein,« -- wird
-1822 berichtet[5] -- »wo nicht solche Geschichtler anzutreffen wären,
-und daß man bisher so wenig davon geredet hat, liegt in der nicht bloß
-am Rhein bekannten Erfahrung, daß die Aufklärung der Schriftgelehrten
-bereits so weit fortgeschritten ist, daß man in ihrer Gegenwart schon
-kein Faktum mehr erwähnt, was nicht durch sie anerkannt worden«.
-
-Die meisten Vorgesichte freilich können ihres Inhalts wegen nur ganz
-enge Kreise interessieren, und auch dadurch erklärt sich die manchem
-befremdliche Thatsache, daß trotz ihrer früheren Häufigkeit[6]
-verhältnismäßig nur so wenig Fälle veröffentlicht sind. Wer jedoch
-einigermaßen mit dem Volke gelebt und sein Zutrauen gewonnen hat,
-vermag selbst heute noch neues einschlägiges Material in Fülle
-beizubringen, wie dies erst kürzlich wieder der Bibliothekar des
-Bergischen Geschichtsvereins[7] bewiesen. Nach seiner mustergültigen
-Sammlung sah u. a. ein Mann im Dönberg den noch kerngesunden
-zehnjährigen Sohn seines Schwagers, dem er auch den Verlust eines
-zweiten Kindes ankündigte, auf dem Schoof (Totenbrett) in einem Gange
-stehen;[8] ein Schäfer in Nordrath sah des Abends einen Leichenzug
-über ein Feld[9], ein Bauer aus Kürten über einen schmalen Steg
-über die Sülz[10] ziehen; ein Kuhhirt auf einem Gehöft bei Wülfrath
-zur Mittagszeit den Pferdeknecht zu Grabe tragen;[11] ein Schäfer
-bei Böckum unweit Großenbaum um Mitternacht eine Leiche aus dem
-Fenster ins Freie schaffen;[12] eine Frau auf dem Gehöft Eschen (Gem.
-Mettmann) nachmittags einen Mann, dann ein Pferd, einen Leichenwagen
-und zuletzt viele Leidtragende vom Herbecker Wald her in die Chaussee
-einbiegen;[13] ein Mann kurz vor Mitternacht zwischen Herkenrath
-und Hof Büchel den Vater eines Bekannten nebst dem Geistlichen und
-Gefolge zu einer Beerdigung aus dem Hause treten[14] -- und alles sei
-buchstäblich eingetroffen, wie es die Seher vorhergesagt.
-
-Schon im Jahre 1668[15] trieb in Andernach zur Zeit einer pestartigen
-Krankheit der Geisterseher Cornelius Schnegell sein Unwesen, indem er
-gegen das Verbot des Magistrats angebliche Geistererscheinungen in
-Umlauf setzte und dadurch Trauer und Schrecken über manche Familie
-brachte. Von erster Kindheit an -- erzählte er -- habe ich Geister
-geschaut, und in der letzten Matthiasnacht sind mir plötzlich die
-Augen derart erleuchtet, daß ich des Nachts ebenso klar sehe, wie
-bei Tage. Namentlich in den Prozessionen, die zur Abwendung der Pest
-gehalten werden, sehe ich im voraus das Schicksal meiner Mitbürger: die
-ich fallen und nicht wieder aufstehen sehe, müssen sterben; solche,
-welche nach dem Falle sich wieder erheben, werden zwar krank, sterben
-aber nicht; endlich diejenigen, welche bloß straucheln, werden nur von
-einem leichten Anfall getroffen. Ich sehe die Geister in weißen und
-schwarzen Kleidern und halte dafür, daß jene selig, diese verdammt
-werden. Wenn sie erscheinen, verbleibe ich bisweilen im Bette, häufig
-aber muß ich aufstehen und sie bis zur Thür begleiten. Diese Erklärung
-setzte den Rat, der selbst überall Spuk und Zauberei witterte, in
-nicht geringe Verlegenheit, obschon bekannt war, daß der Geisterseher
-mitunter freilich in seinen Vorhersagungen die Wahrheit getroffen,
-öfter aber »schändlich sich vertretten und seiner Zungen Zoll
-verfahren« hatte. Man wandte sich deshalb um Auskunft an die gelehrten
-Franziskaner in Köln und legte ihnen die Frage vor, ob dergleichen
-Erscheinungen begründet und glaubwürdig seien oder nicht. Daß es kein
-bloßes Spiegelgefecht und keine Narrheit ist, fügt der Rat seiner
-Anfrage bei, kann man daraus abnehmen, daß oft in Kirchen, adligen
-und anderen Häusern Gespenster gehört oder gesehen werden und bald
-darauf Leichen folgen. Diese Erscheinungen haben auch solche, denen man
-nichts Böses nachsagen kann, ja die Heiligen haben solche absonderlich
-oft gehabt. Es ist ferner bekannt, daß in einigen Klöstern Patres
-eine Zeitlang vor ihrem Tode im Chor ohne Haupt erschienen sind. Dazu
-ist zu beachten, daß gemeldeter Cornelius von den Geistern genötigt
-wird, die Visionen bekannt zu machen und daß die Offenbarungen vielen
-zum besten gereichen, da diejenigen, welche noch nicht sterben
-werden, unnötige Arzneien sparen, solche dagegen, die bald sterben
-müssen, desto besser auf den Tod sich vorbereiten können. In dem
-von _P._ Kaspar German verfaßten und den _P. P._ Bernardin Vetweis,
-Bonaventura Reul und Johannes Huart approbierten Antwortschreiben
-vom 7. Nov. 1668 werden die von Schnegell angegebenen Erscheinungen
-unter Hinweis auf die Lehre des hl. Thomas von Aquin als unerlaubte,
-abergläubische Divinationen oder Teufelsbetrug bezeichnet und die
-Auslassungen des Rates richtig gestellt bezw. widerlegt. Nach Empfang
-dieses Schreibens wurde Schnegell alsbald verhaftet und der Kurfürst
-Maximilian Heinrich um Angabe weiterer Verhaltungsmaßregeln gebeten.
-Das vom 30. November datierte Schreiben desselben schließt: »Zwar ist
-kein Zweifel daran, daß bei dergleichen Wesen der böse Feind sein Spiel
-treibt und gemeiniglich gefährliches Einverständnis mit demselben
-darunter verborgen ist. Weil gleichwohl wider besagten Cornelius
-keine andern Anzeichen von Zauberei oder einem Vertrag mit dem Teufel
-vorgebracht sind, so könnt Ihr zwar für dieses Mal denselben noch aus
-der Haft entlassen, habt ihm jedoch ernstlich einzubinden, sich solcher
-Vorhersagungen bei Strafe der Fustigation und Verweisung des Landes
-öffentlich und im Geheimen zu enthalten.«
-
-In der Vaterstadt eines Rheinländers[16] lebte zu Anfang dieses
-Jahrhunderts ein unbemittelter Tagelöhner, den man, weil er für die
-Metzger die gekauften Kälber herbeiholte, »Kälber-Gerhard«, seiner
-Gesichte halber aber meist »Geisterseher« nannte. Gewöhnlich um
-Mitternacht, doch zuweilen auch bei Tage, erblickte er die Gestalt
-derjenigen Person, die binnen weniger Tage sterben sollte, an
-derjenigen Stelle, wo sie den Geist aufgab, bald in ihren gewöhnlichen
-Kleidern, bald im Leichengewand, bald sitzend, bald liegend, und es
-trieb ihn dann mit Gewalt in die Wohnung, wo die betreffende Person
-wohnte, oder auf die Straße, wo der Leichenzug vorüberkam und er alle
-Leidtragenden genau erkannte. Nur einigemal hat er infolge übergroßer
-Müdigkeit dem Triebe, dem Gesicht zu folgen, gewaltsam widerstanden
-und sein Bett nicht verlassen; da aber -- so erzählte er -- sei ihm
-zur Strafe seines Ungehorsams der »Geist« reitend auf die Schultern
-gesprungen und habe ihn durch Straßen und Felder so peinigend
-umhergetrieben, daß er in kaltem Schweiße gebadet und vor Erschöpfung
-krank nach Hause gekommen sei. Anfangs machte er aus der leidigen Gabe,
-die er dem Umstande zuschrieb, daß er in der St. Andreas-Nacht genau um
-12 Uhr geboren sei, kein Hehl und offenbarte arglos, wen er des Nachts
-gesehen; da aber die von ihm genannten Personen stets bald darauf
-verstarben, bemächtigte sich der Einwohner eine solche Angst, daß sie
-ihm möglichst aus dem Wege gingen und er ihre Häuser schließlich selbst
-am hellen Tage und in Geschäften nicht ohne Furcht vor Prügeln betreten
-durfte.
-
-Zu Opladen[17] sah vor Jahren an einem Sommermorgen ein junger Mann in
-Gedanken zum Fenster hinaus. Bald füllte sich trotz der frühen Stunde
-die Straße mit Menschen, und er gewahrte ein Trauergeleite, das still
-und schweigsam einem Sarg zum Friedhof folgte. Hinter vielen bekannten
-Ortsbürgern bemerkte er als letzten einen verabschiedeten Hauptmann in
-hellgrünem Kleide, der mehrmals ausglitt, als ob er nicht ganz nüchtern
-sei. Dasselbe glaubte man von ihm, als er sich nach dem Todesfall
-erkundigte, und er hatte die seltsame Erscheinung bereits vergessen,
-als im Winter die nämlichen Gestalten, die er damals gesehen, hinter
-der Leiche eines seiner Verwandten an seinem Fenster vorüberzogen,
-hinterdrein der Hauptmann im hellgrünen Rocke, wiederholt ausgleitend
-auf dem mit Glatteis überzogenen Boden.
-
-Im Siegthale[18] sollen die in der Matthiasnacht Geborenen im voraus
-die Geister aller derjenigen sehen, die der Tod in dem betreffenden
-Kirchspiele abberuft, und sie um Mitternacht auf den Kirchhof tragen
-müssen. Dieselbe Fähigkeit schrieb man in Meiderich[19] dem Maurer
-R. zu, der, gleichfalls zur Mitternachtsstunde, drei Tage vor jedem
-Todesfall dem Leichenwagen das Hofthor zu öffnen hatte.
-
-Ein sehr bekannter Vorschauer war der Seilermeister Peter Schlinkert
-aus Meschede im Herzogtum Westfalen, das bis 1803 unter kölnischer
-Herrschaft stand. Da ich über ihn und seine Vorgeschichten bereits
-an anderem Orte[20] ausführlich berichtet, möge hier nur sein erstes
-Gesicht, das seinem Landesherrn das Leben rettete, wiederholt werden.
-Schlinkert, der nach dem Ueberfall von Hochkirch (1758), an dem er als
-Serbelloni-Kürassier teilgenommen, den Truppen des Kurfürsten Clemens
-August von Köln[21] eingereiht war, trat eines Tages, als sich der
-Fürst zu einer Jagdpartie[22] begeben wollte, festen Blickes vor diesen
-hin und sagte: »Euer Durchlaucht dürfen nun und nimmermehr fahren,
-weil ein Schuß durch den Wagen geschehen wird, der auf Hochdieselben
-gemünzt ist.« Der Kurfürst stutzte und ließ den kecken Warner vorläufig
-festnehmen, bestieg aber ein anderes Fuhrwerk. Kaum war nun der
-erste, ursprünglich für den Fürsten bestimmte Wagen eine Stunde Weges
-fortgerollt, als der ominöse Schuß wirklich fiel und ohne jemanden
-zu verletzen, durch das Verdeck des Gefährtes drang. Selbstredend
-wurde Schlinkert sofort aus der Haft befreit und ihm zugleich mit der
-erbetenen Entlassung aus dem Militärdienste noch eine lebenslängliche
-Pension von jährlich 25 Thalern gewährt.
-
-Auch für das sogenannte Sichselbstsehen sind Fälle genug vorhanden.
-Noch aus der Mitte dieses Jahrhunderts wird in Führt bei Neuß erzählt,
-daß der Küster abends in die Kirche gegangen, um dort die ewige Lampe
-zu schüren. Während er den Sohn erwartete, welcher ihm das notwendige
-Oel bringen sollte, hatte der Ermüdete sich in einen Beichtstuhl
-gesetzt und war darin unversehens eingenickt. Plötzlich wurde er durch
-den Ausruf: »Hier hast du deinen Rock!« geweckt und sah eine dunkle
-Gestalt, die einen Sarg vor ihm hinstellte, dann aber mit dem Sarge
-eben so rasch wieder verschwand. Erschüttert kehrte der Küster heim und
-lag wirklich wenige Tage später als Leiche im Sarge.[23]
-
-Nur mit großer Vorsicht sind die meisten Ankündigungen künftiger Brände
-aufzunehmen, da sie sich schon vielfach als absichtliche Täuschungen
-zur Verdeckung von Brandstiftungen entpuppt haben. Ein derartiger
-Verdacht ist auch bei den von Schell[24] erwähnten Vorzeichen vor dem
-Brande bei Radevormwald im Jahre 1863 oder 1864 nicht ausgeschlossen,
-während bei der nachstehenden »rätselhaften« Geschichte die Vermutung
-nahe liegt, daß der »Seher«, von einem Komplott zur Anzündung des
-Schlosses irgendwie unterrichtet, diese durch einen, wenn auch nur
-halben Verrat habe vereiteln wollen. Der kurkölnische Soldat,[25]
-der in der Nacht zum 13. Januar 1777 im Hofe des Buenretiro[26] in
-Bonn auf Posten stand und von der Ablösung ohnmächtig gefunden wurde,
-bekundete, daß, als er kaum seinen Dienst angetreten, der bis dahin
-trübe Himmel an einer Stelle immer klarer geworden sei, bis sich aus
-der entstandenen Wolkenlücke ein dichter Feuerregen wohl zehn Minuten
-lang auf das Schloß ergossen habe. Er sei dermaßen erschrocken, daß
-er nicht einmal Lärm zu schlagen vermochte, und habe erst allmählich
-gemerkt, daß die Flammen nicht zündeten. Dann sei es wieder dunkel
-um ihn geworden, und die Wolken hätten sich geschlossen, um sich
-gleich darauf nochmals zu öffnen; nun habe er deutlich auf des Himmels
-blauem Grunde einen großen eleganten Sarg gesehen, umgeben von sieben
-kleineren, ärmer ausgestatteten Särgen. Als der Stadtgouverneur General
-de Cler die Aussage der Schildwache des Abends in einer größeren
-Gesellschaft zum besten gab, sagte der erst 36 Jahre alte Hofrat v.
-Breuning höchst befremdenderweise sofort: »Das ist mein Sarg!« Die
-übrigen lachten, aber zwei Tage später wurde das herrliche Schloß mit
-seinen zahlreichen Kunstschätzen ein Raub der Flammen, die so gewaltig
-um sich griffen, daß der Kurfürst Maximilian Friedrich in seinen
-Nachtkleidern flüchten mußte. Der Buenretiro allein wurde gerettet, da
-die Flamme abermals, wie bei einer früheren Feuersbrunst (1689), bei
-der Kapelle des hl. Florian, des Fürbitters gegen Feuersgefahr, sich
-wendete, und das reiche Archiv durch die Pflichttreue seines Kurators,
-des Hofrats von Breuning, geborgen, dem, als er zum drittenmal, mit
-Schriften beladen, die glühenden und dampfenden Räume verlassen
-wollte, der einstürzende Thorweg das Rückgrat zerschmetterte. Als man
-seine Leiche im prächtigen Sarge zum Kirchhofe brachte, begrub man
-auch sieben Männer, die gleich ihm im Kampfe mit den Flammen den Tod
-gefunden. Das tragische Ereignis hat des Hofrats Witwe, die erst 1838
-im Alter von 87 Jahren zu Koblenz starb, wiederholt bestätigt.
-
-Der minder Begabte und nicht bis zum Schauen Gesteigerte »hört«: er
-hört den dumpfen Hammerschlag auf den Sargdeckel und das Rollen des
-Leichenwagens, hört den Waffenlärm, das Wirbeln der Trommeln, das
-Trappeln der Rosse und den gleichförmigen Tritt der marschierenden
-Kolonnen; er hört das Geschrei der Verunglückten und an Thür oder
-Fensterladen das Anpochen desjenigen, der ihn oder seine Nachfolger zur
-Hülfe auffordern wird.[27] Durch lautes Klopfen wurde einzelnen Leuten
-in Mettmann[28], Richrath[29] und Immigrath[30] der baldige Tod eines
-Nachbarn oder Angehörigen kund gethan; durch Rücken des Werkzeugs oder
-Klirren der Säge einem Schreiner in Wönkhausen[31] jede Anfertigung
-eines Sarges im voraus angesagt. Etwas ausgeschmückt ist folgende
-Sage:[32] Als ein Schreiner aus Burg Hoff an der Sieg einst spät
-abends nach Hause kam, hörte er drinnen hämmern und sägen. Einige Tage
-später starb jemand in der Nachbarschaft, und unser Schreiner bekam
-den Auftrag, den Sarg für den Verstorbenen anzufertigen. Da fand er in
-seiner Werkstatt, die er längere Zeit nicht benutzt hatte, ein Brett,
-das früher nicht dort gewesen und genau als Kopfstück eines Sarges
-zugeschnitten war. Er beschloß, davon keinen Gebrauch zu machen,
-aber ein neuhergestelltes Kopfstück riß beim Annageln, und mit einem
-zweiten ging es nicht besser; notgedrungen nahm er nun das unheimliche
-Brett -- und der Sarg ward fertig.
-
-Schneider und Näherin hören die Schere schnippeln, wenn sie bald ein
-Totenhemd fertigen sollen; doch kannte Florentin v. Zuccalmaglio (1803
-bis 1869) in seiner Jugend auch eine Näherin, die ihm oft blaue Male
-an ihren Armen zeigte, die sie Geesterpetsche (Geisterkniffe) nannte
-und für Anzeichen hielt, durch die sich die Verstorbenen bei ihr
-anmeldeten.[33]
-
-Mit Affektionen des Gehörs verbunden waren zwei Gesichte späterer
-Eisenbahnen. Im Wupperthale[34] schaute ein Mann vor ca. 80 Jahren eine
-ganze Reihe von Wagen, pfeilschnell mit Feuer vorwärts getrieben; als
-der Zug an die Stelle der jetzigen Station Remlingrade kam, ertönte ein
-schriller Pfiff. Ein Mann und zwei Frauen, die noch nie eine Eisenbahn
-gesehen, erblickten am Abend des zweiten Ostertages des Jahres 1839
-oder 1840 zwischen Vollmerhausen und Gummersbach[35] bei Mondschein
-etwa sechsmal ein unbestimmtes Wesen kreisend durch die Luft brausen;
-oben auf dem Unnennbaren zeigte sich mitunter ein kleines bläuliches
-Licht, und dabei ließ ein Zischen sich vernehmen. Erst als der Mann
-einige Jahre nachher in Barmen eine Eisenbahn sah, wußte er, daß es
-eine Vorbedeutung der Bahn gewesen, die jetzt dort vorbeifährt.
-
-Leider sind selbst viele Gesichte, die bedeutendere Ereignisse oder gar
-die Geschicke ganzer Orte und Gegenden verkündeten und uns hier ganz
-besonders interessieren, mehr oder weniger in Vergessenheit geraten.
-Von den zahlreichen Vorgeschichten z. B., die Köln in Brand oder mit
-glühenden Kugeln beschießen sahen,[36] konnte Dr. Kutscheit[37] nur
-noch eine einzige in Erfahrung bringen. Glaubwürdige Kölner erzählten
-ihm, wie im Anfange dieses Jahrhunderts der sehr fromme und nüchterne
-Wächter auf dem Bayenturme, als er spät abends sich pflichtgemäß aus
-den Turmfenstern nach der Stadt umschaute, gesehen habe, daß die Stadt
-von Westen her mit feurigen Kugeln überschüttet wurde und mit Ausnahme
-des Domes in Flammen geriet, während dessen herbeigerufene Schwester
-nichts wahrzunehmen vermochte.
-
-Die großen Truppenmassen, die man mit rauschender Janitscharenmusik
-gen Köln ziehen oder auf der Mülheimer Heide etc. sich lagern sah,[38]
-sind gleich den westfälischen Kriegs- und Schlachtengesichten nur
-Verzerrungen oder wirre Auswüchse des zweiten Gesichts, die auf Nebel-
-bezw. Schwadenbildungen beruhen. Lediglich ein Nebelgebilde auch war
-die »Vision oder Vorgeschichte«, über die das Grevenbroicher Kreisblatt
-berichtet:[39] Es war am Ostersonntage, den 31. März 1861, als nach dem
-Hochamte gegen Mittag 3 Männer aus Gustorf eine kleine Strecke gegen
-Reisdorf feldeinwärts gingen, um die angenehme Frühlingsluft im Freien
-zu genießen. Die Sonne stand hoch im wolkenlosen Süden, wenige leichte
-Federwolken säumten den Horizont, -- da erschienen auf dem sanft
-abgedachten Höhenzuge, der, von Gustorf aus gesehen, den Gesichtskreis
-gegen Nordwesten hin begrenzt, Heeresmassen zu Fuß und zu Pferde, die
-sich in der Richtung von Hahnerhof und Hoheneichen nach dem Bergerbusch
-hin bewegten und stellenweise wie im Kampfe entwickelten; der ganze
-Höhenzug wimmelte von größeren und kleineren Abteilungen, hin und her
-gedrängt im Dampf der Geschütze und Gewehre. Diese Erscheinung, welche
-außer jenen 3 noch 2 andere Männer aus der Nachbarschaft bemerkten,
-währte etwa 1-1/2 Stunden und verschwand dann nach Westen hin.
-
-Derartige Gesichte sind vielfach in die Jahrhunderte alte Sage vom
-letzten blutigen Entscheidungskampfe, der am Birkenbaum zwischen
-Büderich und Werl seinen Abschluß finden soll,[40] übergegangen,
-weitere Ergänzungen der eigenartigen Ueberlieferung aber auch
-durch mancherlei Prophezeiungen erbracht worden. Ein Düsseldorfer
-Kapuziner-Pater offenbarte im Jahre 1762:[41] »Nach einem schweren
-Kriege wird Friede werden und doch kein Friede sein, weil der Kampf der
-Armen wider die Reichen und der Reichen wider die Armen entbrennt. Nach
-diesem Frieden kommt eine schwere Zeit. Das Volk wird keine Treue und
-keinen Glauben mehr haben. Wenn die Frauensleute nicht wissen, was sie
-vor Ueppigkeit und Hochmut für Kleider tragen wollen, bald kurz, bald
-lang, bald eng, bald weit, wenn die Männer auch ihre Trachten ändern
-und man allgemein die Bärte der Kapuziner trägt, dann wird Gott die
-Welt züchtigen. Ein schwerer Krieg wird im Süden entbrennen, sich nach
-Osten und Norden verbreiten. Die Monarchen werden getötet werden. Wilde
-Scharen werden Deutschland überschwemmen und bis an den Rhein kommen;
-sie werden aus Lust morden, sengen und brennen, so daß Mütter aus
-Verzweiflung, weil sie überall den Tod vor Augen sehen, sich mit ihren
-Säuglingen ins Wasser stürzen werden. Da, wenn die Not am größten ist,
-wird ein Retter kommen von Süden her; er wird die Horden der Feinde
-schlagen und Deutschland glücklich machen. Dann werden an manchen Orten
-aber die Menschen so selten sein, daß man auf einen Baum steigen muß,
-um Menschen in der Ferne zu suchen.«
-
-Der Stadt Koblenz droht eine alte prophetische Sage:[42] »Wehe! Wehe!
-Wo Rhein und Mosel zusammenfließen, wird gegen Türken und Baschkiren
-eine Schlacht geschlagen werden, so blutig, daß der Rhein auf 25
-Stunden Wegs rot gefärbt sein wird«; auch Johann Peter Knopp[43] meint:
-»Es wird hart hergehen, besonders bei Koblenz.«
-
-Das Schlimmste jedoch soll Köln bevorstehen, das außer Knopp[44] auch
-Rembold[45], Jasper[46] und ein anderer westfälischer Spökenkieker[47]
-als Schauplatz einer großen Schlacht[48] bezeichnet haben. Der Magister
-Heinrich v. Judden, Pastor an Klein St. Martin zu Köln, fand um
-1460 in einem alten Buche des dortigen Karmeliterklosters folgende
-Prophezeiung:[49] »O glückliches Köln, wenn du wirst gut gepflastert
-sein, wirst du untergehen in deinem eigenen Blute. O Köln, du wirst
-untergehen wie Sodom und Gomorrha; deine Straßen werden von Blute
-fließen und deine Reliquien dir genommen werden. Wehe dir, reiches
-Köln, weil deine Einwanderer an deinen Brüsten saugen und an denen
-deiner Armen, die gemartert und gequält werden für dich.«
-
-Mit der Erfüllung dieser fällt wohl auch die der zweiten Hälfte der
-vom Prälaten Emilian Elbertz ([dagger] 1798) seinem Diener Heinrich
-Pohl mitgeteilten Prophezeiung[50] zusammen, deren Alter er auf ca. 150
-Jahre angab: »Die Abteikirche von St. Pantaleon wird lutherisch, dann
-aber wieder katholisch werden. Mittelst einer Bombe, die bei der Kirche
-niederfallen wird, wird ein heiliger Körper zum Vorschein kommen, der
-keine Hände und Füße hat.« Der Prälat hielt sehr viel auf sie und war
-gegen Ende seines Lebens in beständiger Sorge, daß sie noch bei seinen
-Lebzeiten sich verwirklichen könne; er ließ sogar nach dem Körper des
-Heiligen, der nach einer anderen Lesart der künftige Schutzpatron Kölns
-sein wird, Nachgrabungen anstellen, die jedoch ohne Erfolg geblieben
-sind.
-
-»Wehe Köln!« -- läßt ein anderer Prophet sich vernehmen[51] -- »Wenn
-im Raderthale Häuser gebaut und bewohnt sind, dann ist die Zeit nahe,
-die Unheil über Gute und Böse bringen wird. Wehe den Geistlichen,
-welche aus Hoffart und Lauigkeit Pracht und gute Tage lieben!... Von
-der Südseite werden die Feinde bis zum goldenen Apfel dringen und ein
-großes Blutbad anrichten. Viele Gute werden sterben und die Bösen durch
-die Bösen umkommen. Eine furchtbare Krankheit wird aufräumen helfen.
-Auf der Retirade wird Köln viel leiden; doch kann durch Gebet viel
-gewendet werden. Man soll Bittgänge thun, um gemeinschaftlich Gottes
-Rechte zu entwaffnen. Hört, ich sage euch: Die Hölle hat eine große
-Ernte! Bessere sich alles, ehe es zu spät ist.«
-
-Die ehedem gäng und gäbe Prophezeiung »In Bonn werden die Jesuiten
-auf dem Markte gemartert werden« glaube ich auf die Vision des
-Franziskaner-Paters Jakob Pirre vom Jahre 1745[52] zurückführen zu
-sollen. Diesem erschien am 25. Mai 1745, als er in der schwäbischen
-Stadt Laubheim übernachtete, der Geist Holzhausers[53] und gebot ihm
-aufzustehen und folgende Verse niederzuschreiben:
-
- _Millia sexcentum novies duodenaque pono,
- Adde quater decies, tunc venit illa dies,
- Qua Bonnae[54] Jesu socii fratresque beati
- Francisci palmas martyriumque ferent._[55]
-
-Zu Beginn des siebenjährigen Krieges machten die Enthüllungen der
-Hoffin, einer Küfersfrau aus Horrweiler bei Kreuznach, viel von
-sich reden; doch will ich mich an dieser Stelle auf die Wiedergabe
-zweier Briefe[56] des Kandidaten der Theologie Bender in Kreuznach
-beschränken, in denen dieser dem Kirchenrate Ward berichtete, was er
-selbst aus dem Munde der Frau erfahren.
-
-Es war Freitags, den 1. April 1757 -- lautet das erste Schreiben -- da
-ich von Herrn Inspektor Rettig zum Predigen angeredet [bestellt] wurde.
-Nachdem ich den Sonntag zu Horrweiler gepredigt hatte und eben im
-Begriffe war, auf die Filiale zu gehen, wartete der Mann dieser Frau am
-Thor auf mich und bat mich, ich möchte doch des Mittags zu ihm kommen,
-weil er etwas mit mir zu reden hätte. Ich hatte kein Bedenken, ihm
-dieses zuzusagen, und ich hielt auch am Mittag mein Versprechen. Ich
-fand ihn, seine Frau und einige Kinder in seinem Hause; doch war ich
-nicht lange da, als ein Kind nach dem andern wegging, so daß wir drei
-allein blieben. Nach einem kurzen Stillschweigen sagte die Frau, sie
-möchte gerne eine Frage an mich richten, wenn sie nur wüßte, daß ich
-ihr es nicht übel nehmen würde. Da ich ihr dieses versichert hatte,
-so fragte sie mich, wer wohl die heut gehaltene Predigt zuerst gewußt
-hätte, sie oder ich? Dieses kam mir seltsam vor; ich sagte ihr dies und
-dabei, ich verstünde sie nicht, sie müßte sich deutlicher erklären.
-»Gut,« sagte sie, »sagen Sie mir doch, wann Sie der Herr Inspektor zum
-Predigen bestellt hat.« »Am verwichenen Freitag,« war meine Antwort.
-Hierauf wandte sie sich zu ihrem Mann und sagte. »Siehst du nun, daß
-ich recht hatte und daß ich die Predigt eher gewußt, als der Herr
-Bender bestellt worden ist?« Dieses machte mich nun nicht klüger, als
-ich zuvor gewesen war. Ich fragte den Mann, was alles dieses bedeuten
-sollte, und erhielt folgende Antwort: »Am Donnerstag früh, als ich
-erwachte, fragte mich meine Frau, ob ich auch wüßte, daß unser Herr
-Inspektor krank geworden wäre. Ich fragte, wie ich dieses wissen
-könnte. Ja, sagte meine Frau, er ist krank und wird auf den Sonntag
-nicht predigen, sondern wir bekommen einen andern; rate einmal, wen?
-Ich riet etlichemal. Nein, sagte sie, keinen von diesen, unsers Herrn
-Inspektors Sohn(?) kommt, und damit du siehst, daß ich es weiß, so
-will ich dir noch mehr sagen. Sie nannte hierauf das Lied, den Eingang
-und den Text, den er haben würde. Wir waren heute beide in der Kirche
-und ich bin überzeugt worden, daß meine Frau recht hatte, weil es das
-Lied, der Eingang und der Text war.« Wenn es mit dieser Erzählung seine
-Richtigkeit hat, so hat die Frau in der That 32 Stunden früher gesagt,
-was ich predigen würde, ehe ich wußte, daß ich predigen sollte. Ich
-habe es allzeit für thöricht gehalten, wenn man so schließt: »Ich kann
-es nicht begreifen, wie es mit dieser Sache zugeht, deswegen ist sie
-wohl falsch,« und ich fand auch nicht für gut, die Frau durch einen
-Machtspruch abzuschrecken und so ihr Zutrauen zu verlieren. Ich that
-also nichts, als daß ich ihr meine Verwunderung zeigte und zugleich
-ihren Mann fragte, ob sich die Sache so verhielte. Er bedeutete, alles,
-was er gesagt, sei die reine Wahrheit, und seine Frau werde mir noch
-erstaunlichere Dinge sagen. Ich fragte sie hierauf, auf welche Art
-ihr diese verborgenen Dinge offenbart würden, und da sie sah, daß ich
-kein Mißtrauen in die Wahrheit ihrer Erzählung zu setzen schien, so
-erfuhr ich folgendes: Wenn ihr zukünftige Dinge bekannt gemacht werden
-sollten, so ergriffe sie etwas, eben wie eine Menschenhand, in der
-Brust, und das sei das Zeichen, sich an einen einsamen Ort zu begeben.
-Alsdann werde ihr Geist ihrem Leibe entrückt und sie käme in Begleitung
-eines Engels in eine Versammlung von Geistern, die teils aus Engeln,
-teils aus Seelen von noch lebenden Menschen bestände. Hier werde
-alles, was noch in Zukunft geschehen sollte, als wirklich gegenwärtig
-abgehandelt, und die Seelen der gegenwärtigen Menschen redeten und
-handelten so, wie sie in der Folge der Zeit reden und handeln würden.
-Manchmal würden ihr sinnbildliche Gesichter gezeigt, und dann fragte
-sie ihr Führer, ob sie das verstehe und den Sinn von allem erkenne, da
-ihr dann, im Falle sie es nicht verstände, hinlängliche Erläuterung von
-einem Engel gegeben würde. Ebenso erhalte sie Befehle an diesen oder
-jenen oder einige Menschen, und sie werde allemal gestraft, wenn sie
-sich weigere, ihr aufgetragene Geschäfte zu verrichten. Zum Beweise
-aber, daß sie nicht getäuscht würde und daß alles, wie sie es gesehen
-und gehört, in Zukunft geschehen sollte, habe sie die Gnade, daß ihr
-öfters eine Begebenheit gezeigt würde, die sich in wenig Tagen in
-ihrem Ort oder in ihrer Nachbarschaft zutrüge, um die Wahrheit des
-übrigen daran zu prüfen. Eben ein solches Zeichen sei meine Predigt
-gewesen, denn mein Geist sei wirklich in der Versammlung aufgetreten
-und habe eben die Worte geredet, die sie heut in der Kirche von mir
-gehört hätte. Ich gestehe es, daß ich von allem diesen kein Wort
-weiß, und entweder hat ein anderer Geist in der Versammlung die Güte
-gehabt, meine Gestalt anzunehmen und meine Rolle zu spielen, oder die
-menschliche Seele muß Handlungen vornehmen können, deren sie sich nicht
-bewußt ist. Da ich begierig war, noch mehr zu erfahren, so brachte ich
-das Gespräch auf den gegenwärtigen Krieg, weil ich glaubte, sie würde
-sich in die Natur der Völker, der Landschaften, Städte und ihrer Lagen
-nicht recht finden können, sondern ihre Schwäche und vielleicht gar
-ihren Betrug offenbaren; allein sie sprach von allem diesen mit einer
-bewunderungswürdigen Fertigkeit und unterschied alles so wohl, daß
-ich in der That nicht begreifen konnte, wo sie als eine rohe Bäuerin
-solche Begriffe her haben sollte. Sie behauptete, den Krieg zwischen
-Preußen und Oesterreich lange vorher gewußt und auch einigen Leuten,
-die sie mir nannte, in Wiesbaden[57] vorhergesagt zu haben; man hätte
-sie aber, weil alles damals ruhig gewesen, als eine Thörin verlacht,
-besonders da sie die Bataille bei Lobositz[58] vorhergesagt und die
-Preußen für die Sieger erklärt habe. Zu eben der Zeit wäre sie ihrer
-Aussage nach in einer Geisterversammlung gewesen, in welcher sich
-der König von Preußen, wie die Häupter aller gegen ihn vereinigten
-Mächte befunden. Der König that alles, die Gegenpartei zum Frieden
-zu bringen und machte ihnen die nachdrücklichsten Vorstellungen; er
-führte ihnen die Gerechtigkeit seiner Sache und das unschuldige Blut
-zu Gemüte, das vergossen, und gewiß auf ihr Gewissen vergossen würde.
-Da aber die andern gegen diese Gründe unempfindlich waren und immer
-einer den andern in seinen Anschlägen bestärkte, so trat ein Engel
-zu dem König, zuckte ihn etlichemal zurück und sagte: »Sei getrost
-und laß dich ihre große Anzahl nicht kleinmütig machen! Wenn ihrer
-noch so viele wären, so sollen sie doch in dein Schwert fallen!«
-Zu einer anderen Zeit hat sie den König in seinem Kabinett betend
-gesehen; zwei Engel standen hinter ihm, und da er zu Gott betete, er
-möchte doch der unschuldigen Schlachtopfer schonen und seinen Feinden
-friedfertige Gedanken geben, so sei abermals ein Engel zu ihm getreten
-und habe obige Worte wiederholt. Sie machte hierbei die Anmerkung, es
-verlange sie zu wissen, ob der König die Stimme wirklich höre oder ob
-diese Gedanken bloß als wie eigene in seiner Seele entständen. Ebenso
-will sie den Marsch der Franzosen vorausgesehen haben. Sie sagte,
-anfangs seien ihre Gesichter nach Böhmen zugewandt gewesen; damit
-aber die Feinde des Königs in dieser Gegend nicht zu mächtig würden,
-so hätten sie sich nach Westfalen wenden müssen. Doch würden sie dem
-König nicht schaden, sondern er würde sich auch dort ihren Leuten
-widersetzen. Für die Zukunft bestimmt sei überhaupt dieses: Der König
-würde stets sieghaft über seine Feinde sein und einen ehrlichen und
-dauerhaften Frieden schließen können. Diese Frau prophezeite auch, daß
-die Kurfürsten von Mainz und der Pfalz aus ihren Residenzen vertrieben
-werden würden, weshalb sie zu Mannheim[59] eingesperrt sei. Wie nun die
-bei ihr gegenwärtig gewesenen Hofpersonen erzählten, daß der Hof so
-bestürzt sei, weil er vom Prinzen von Sulzbach in langer Zeit keine
-Nachricht hätte, und glaubten, daß er gar tot sein möchte, hat sie
-selbige getröstet und gesagt: »Nein, er lebt noch; er ist in Prag in
-dem genannten Hause und Zimmer, sitzt am Tisch und liest gegenwärtig
-die Zeitung.« Als dieses am Hofe gemeldet und auch durch einen Kurier
-alles wahr befunden sei, ist sie des Arrests entlassen worden. Ich
-muß hier noch anmerken, daß sich diese Frau, wenn sie wiederholt, was
-in ihrer Versammlung geredet, solcher Ausdrücke bedient, die für ihre
-Erziehung viel zu ordentlich und, wenn mir der Ausdruck erlaubt ist,
-viel zu vornehm sind; in ihren sonstigen Gesprächen kann man nichts
-Phantastisches an ihr wahrnehmen. Ich habe mich nach ihrem Wandel
-erkundigt und man giebt ihr das Zeugnis, daß sie sehr ordentlich lebe
-und die Kirche sehr fleißig besuche, ein scharfes Auge auf ihre Kinder
-habe und gegen die Armen ungemein freigebig sei; sie wird schier von
-jedermann für eine Thörin gehalten. Ich getraue mir in diesem Punkte
-nichts zu bestimmen; wenn sie auf höheren Befehl zu einzelnen Menschen
-redet, so haben ihre Bestrafungen die Zerrüttung der Seele zum Grunde,
-in diesem Falle ist sie der Gesellschaft nicht schädlich.
-
-Einige Monate später ließ Bender weitere Nachrichten folgen. Am 1.
-Oktober 1757 -- fährt er fort -- sagte mir die Frau Hoffin, sie habe
-die ganze Zeit, da sie mich nicht gesehen, nur drei Offenbarungen
-gehabt: eine auf Pfingsten, die andere den 18. Juli und die letzte auf
-den 11. September. In Ansehung der ersteren können Sie die vollkommene
-Probe von der Wahrheit ihrer Aussage nehmen; in dieser wurde ihr
-offenbart, daß die Preußen die Bataille bei Kollin[60] verlieren und
-Prag verlassen würden. Sie sagt, sie habe dies, ehe es eingetroffen,
-dem Herrn Kirchenrat Mieg in Wiesbaden gesagt und sie berufe sich
-auf diesen als Zeugen für die Wahrheit ihrer Aussage. Wollten Sie
-Sich die Mühe nehmen, nachzufragen, so würden Sie vielleicht genug
-erfahren, um von dem übrigen urteilen zu können.[61] Die Ursache,
-warum diese Schlacht verloren gegangen, ist ihrer Aussage nach diese:
-Die Kaiserin habe nichts mehr gewünscht, als nur einmal über Preußen
-zu siegen, und sie habe sich anheischig gemacht, nach diesem Sieg
-einen ehrlichen Frieden zu schließen. (Sie müssen wissen, daß dieses
-bloß in der Geisterversammlung geschehen ist, wo auch die geheimsten
-Gedanken offenbart würden, jedoch ohne daß eine von den interessierten
-Personen ein Wort davon weiß.) Dieses sei bewilligt worden, doch habe
-ihr zugleich ein Engel gesagt, es werde doch kein Friede folgen; es
-geschehe bloß, um das Maß voll zu machen. In der Versammlung vom 18.
-Juli ist nichts Merkwürdiges vorgefallen, außer daß der kaiserlichen
-Partei ihr Trotz auf diesen Sieg stark verwiesen und zugleich
-dem König von Preußen der Sieg aufs neue versprochen worden. Die
-Offenbarung vom 11. September ist ungemein außerordentlich, und wenn
-dieses eintrifft, so ist man vielleicht gezwungen, dieser Frau mehr
-Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Sie sagte nämlich, es sei ihr
-ein sehr junger Herr und eine etwas ältliche Dame gezeigt worden mit
-dem Bedeuten: Dieses ist der Prinz von Oranien[62] und diese seine
-Frau Mutter.[63] Ich weiß nicht, sagte sie, ob solche Personen in der
-Welt sind, allein so habe ich sie nennen hören. Diese beiden hohen
-Personen habe ein Engel aufgemuntert, ihren gedrückten Glaubensbrüdern
-beizustehen und sich der Sache der Religion anzunehmen. Gleich darauf
-habe sie ein starkes Gewinsel gehört, woraus sie geschlossen, daß
-dieser junge Prinz im Anfange nicht sonderlich glücklich sein werde.
-»Die Sache geschieht gewiß,« fuhr sie fort, »wann aber, das ist mir
-unbekannt und nicht offenbart worden.« Ich fragte sie, was es endlich
-wohl für einen Ausgang mit dem gegenwärtigen Krieg nehmen werde. Ich
-erhielt eine Antwort, deren ich mich von Wort zu Wort besinne: »Es ist
-hier,« sagte sie, »nicht um Kronen und Länder, sondern um das wahre
-Wort Gottes zu thun, und ich habe die Versicherung, daß dieses nebst
-seinen Verteidigern nie unterliegen werde.« Noch eins hätte ich schier
-vergessen: der Stadt Mainz soll ein großes Unglück bevorstehen, Landau
-und Straßburg sollen nicht leer ausgehen.
-
-Gerade in bedrängten Zeiten tauchen prophetische Stimmen am ehesten
-auf, und so erschienen Anfang April 1761 plötzlich auch in Köln[64]
-zwei alte Männer von ehrwürdigem Aussehen, die auf eine sonderbare
-Art gekleidet und barfuß waren und nur Wasser und Brot genossen. Sie
-verkündeten auf öffentlichen Gassen den Zorn Gottes über die Menschen
-und weissagten, daß im Jahre 1765 sich in allen vier Weltteilen ein
-allgemeiner Krieg entzünden, 1766 Konstantinopel zerstört werden,
-1767 England im Wasser untergehen, 1768 die ganze Welt den wahren
-Gott erkennen und 1769 ein großer Mann ein wichtiges Zeugnis davon
-ablegen, 1770 ein allgemeines Erdbeben stattfinden, 1771 Sonne und
-Mond samt den Sternen vom Himmel fallen, 1772 die Welt in Flammen
-untergehen und endlich 1773 das allgemeine Weltgericht einbrechen
-werde. Man verbot ihnen sogleich, ihre Mission fortzusetzen; sie aber
-widersetzten sich diesem Befehle und gaben sich für Propheten aus, die
-der Himmel abgesendet, die Menschen zu schleuniger Buße zu ermahnen.
-Dieserhalb gefänglich eingezogen, wurden sie von den Jesuiten einem
-Verhör unterworfen; sie antworteten in lateinischer, griechischer,
-hebräischer, chaldäischer und anderer Sprache und gaben vor, 700 Jahre
-alt und aus der Gegend von Damaskus gebürtig zu sein. Mit Erlaubnis der
-Obrigkeit von den Jesuiten gefesselt nach Rom geschickt, wollten sie
-dort die Richtigkeit ihrer Mission erweisen.
-
-Nach den Freiheitskriegen verwirrte der durch seine Wanderung nach
-Königsberg (1807/08) bekannt gewordene Landmann Johann Adam Müller[65]
-vom Maisbacher Hofe bei Heidelberg die Gemüter vieler Rheinländer
-gelegentlich seiner Reise zum Aachener Kongreß (1818), indem er
-behauptete, es werde noch in diesem Jahre Napoleon von St. Helena
-zurückkehren und ein neuer Krieg beginnen, der drei Jahre dauern
-und Frankreich unter das Szepter der vier verbündeten Monarchen,
-wozu er England zählte, bringen würde; sein Auftrag gehe diesmal
-dahin, die vier Fürsten aufzufordern, alles daran zu setzen, eine
-Religions-Vereinigung zu bewirken und Juden, Heiden und Türken dem
-Glauben an Jesum Christum zuzuführen, worauf die glückselige Zeit auf
-Erden beginnen werde.[66]
-
-Die beiden namhaftesten Seher des Rheinlandes aber sind Rembold und
-Knopp, bei deren Geschicken und Enthüllungen wir nunmehr verweilen
-wollen.
-
-Johann Bernhard Rembold[67] war im Dezember 1689 als Sohn eines alten
-Leinwebers in dem unweit Siegburg gelegenen Dorfe Eschmar geboren.
-Schon früh begleitete er seinen Vater auf dessen Geschäftsreisen,
-die er ihm später ganz abnahm, und da dieser einen großen Teil seiner
-Fabrikate auf der Abtei Siegburg absetzte, verwandte ihn der Abt häufig
-als Boten in die ihm untergeordneten Klöster Oberpleis, Heisterbach
-etc., so daß er viel mit den Ordensgeistlichen in Berührung kam. Durch
-diesen Verkehr eignete sich der fromme, aber gänzlich ungebildete
-Mann mancherlei Anschauungen an, die den meisten seiner Standes-
-und Zeitgenossen fremd bleiben mußten. Nur mit einem Stab, einem
-Rosenkranz und einer Geige ausgerüstet, durchzog er -- auch noch nach
-seiner Verheiratung -- die Dörfer und Städte der bergischen Sieg-
-und Rheingegend und besuchte vorzugsweise die Kirchweihfeste, wo er
-durch den Vortrag einfacher Kirchenlieder und moralischer Erzählungen
-die Leute zu fesseln suchte. Auf jedem Bauerngute, in jedem Kloster
-war »Spiel-Bähn«,[68] wie man ihn seines Geigenspiels halber bald
-ausschließlich zu nennen pflegte, ein gern gesehener Gast, der jeden
-erlaubten Dienst willig verrichtete und sich noch im hohen Mannesalter
-selbst einer Reise nach Rom, mit der ihn die Kölner Franziskaner
-betrauten, gern unterzog.
-
-Aus der heiligen Stadt mit großer Weltkenntnis zurückgekehrt, gab
-Spielbähn die erste Probe seiner Sehergabe, indem er auf dem Eschmarer
-Bauergeding[69] erklärte: »Künftiges Jahr werden wir nicht bauerdingen,
-weil dann die ganze hiesige Gegend mit fremden Kriegern überschwemmt
-sein wird.« Trotzdem sich diese Prophezeiung gleich vielen späteren
-wirklich erfüllte, schenkte man doch seinen Visionen meist nur wenig
-Glauben, was die Bezeichnung »Lügen-Bähn«, die schnell im ganzen Lande
-gäng und gäbe wurde, genugsam bekundet. Bat ihn ein Spötter um eine
-Prophezeiung, so erwiderte er mit großer Gelassenheit, daß es nicht
-in seiner Macht liege, willkürlich künftige Geschicke zu verkünden,
-sondern Gott ihm nur zu Zeiten einen Blick in die Zukunft eröffne;
-am abendlichen Herdfeuer, im Kreise biederer Nachbarn aber, nahm er
-häufig die graue Mütze von seinem ehrwürdigen Haupte, schaute, fromm
-die Hände faltend, mit verklärtem Antlitz gen Himmel und berichtete
-kurz und bestimmt, was die göttliche Huld ihn erschauen lasse, sehr oft
-schließend: »Wenn auch die Menschen mich verhöhnen, indem sie sagen,
-ich sei nur ein simpler Spielmann, so wird dennoch die Zeit kommen,
-wo sie wahr finden werden meine Worte.« Einst bat er einen Nachbar,
-mit ihm für den noch völlig gesunden N. zu beten, da er binnen kurzem
-verscheiden werde -- und der Genannte starb am zweiten Tage; mehrere
-Personen, die nach seiner Aussage ihre Wohnung nicht wiedersehen
-würden, raffte der Tod auf dem Heimwege hin: der gräfliche Rentmeister
-X. erlag einem Schlagflusse, ein Knecht aus der Nähe von Sieglar
-wurde überfahren, ein Bauernmädchen aus derselben Gegend ertrank;
-auch der Küster Haupts in Geistingen,[70] ein Kind in Sieglar, sowie
-der Amtmann D. und der Schöffe T. in Honnef starben genau zu der von
-Spielbähn angegebenen Zeit, der Gerichtsschöffe Kr., nach Verlust
-seines Vermögens, wie dieser es ihm angekündet, »von Ungeziefer halb
-verzehrt, in Troisdorf auf dem Stroh«. Matthias Bey, weiland Schöffe zu
-Birlinghoven, hat oft erzählt, daß Spielbähn, der in seinem Elternhause
-häufig eingekehrt und von seinem Vater wegen seiner Weissagungen
-mitunter gehänselt sei, diesem eines Tages eröffnet habe: »Obgleich
-du meine Worte verlachst, so wünschte ich doch, dir etwas Gutes
-prophezeien zu können; leider ist es aber nur Schlimmes, was ich dir zu
-sagen habe: du bist zwar ein braver Mann, dem Kirchengang und Gebete,
-sowie dem Wohlthun ergeben, aber du wirst dennoch nicht in deinem Bette
-sterben!« Sein Vater habe indes auch diese Prophezeiung ungläubig und
-lächelnd hingenommen, sei aber am 5. Januar 1792, als er von einem
-Taufschmause berauscht zurückkehrte, unterwegs -- etwa 3/4 Stunden von
-seiner Wohnung entfernt -- erfroren.
-
-Diejenigen Prophezeiungen Bähns, welche ein allgemeines Interesse
-beanspruchen konnten, sind 1759 von einem alten katholischen
-Landgeistlichen aufgezeichnet worden, dessen Niederschrift
-Schrattenholz 1840 wieder aufgefunden und 1846 zuerst veröffentlicht
-hat. Ein großer Teil derselben soll durch den Brand der Abtei Siegburg
-(1772), das Anschwellen der Sieg (1784), die Enthauptung Ludwigs _XVI._
-(1793), die Gewaltherrschaft Napoleons (1799-1814), die Aufhebung
-der rheinischen Klöster (1803), die Gefangennahme des Papstes Pius
-_VII._ (1809) und des Kölner Erzbischofs Clemens August (1837), die
-Errichtung einer Irrenanstalt zu Siegburg (1824), die Anlage mehrerer
-Landstraßen,[71] die Einführung von Eisenbahnen und Dampfboten[72]
-u. s. w. bereits in Erfüllung gegangen sein, so daß sich nur noch die
-Schilderung der letzten entscheidenden Schlacht,[73] die u. a. auch
-die Wiederaufrichtung der Abteien Siegburg und Heisterbach im Gefolge
-haben würde, zu bewahrheiten hätte. Die hierauf bezügliche Weissagung
-hat folgenden Wortlaut:[74] »Ihr bergischen Länder, merket auf! Euer
-Regentenhaus, welches abstammt von einem Markgrafentum, wird von seiner
-Höhe plötzlich herabsinken und wird kleiner als ein Markgraftümchen
-werden. Es bluten die Gläubigen im fremden Lande. Darum untergehen
-wird ein großes Barbarenreich,[75] weil es solche Frevel zugelassen
-und nicht beschützet hat die Kirche Christi und nicht geehrt hat ihre
-Diener. Mit ihm sinken die falschen Propheten, als deren sich viele mit
-Weib und Kind selbst verbrennen werden, und man 400 mit den Eingeweiden
-erwürgen und die übrigen von einem Felsen am Rheine stürzen wird.
-Das ist der Blutzeit Anfang. Die heilige Stadt Köln wird sodann eine
-fürchterliche Schlacht sehen. Viel fremdes Volk wird hier gemordet, und
-Männer und Weiber kämpfen für ihren Glauben. Und es wird von Köln, das
-bis dahin noch eine Jungfrau, grausamlich Kriegswesen, Belagerung und
-Verheerung nicht abzuwenden sein, und man wird allda bis ans Knöchel
-im Blute waten. Zuletzt aber wird ein fremder König aufstehen und
-den Sieg für die gerechte Sache erstreiten. Die Ueberbleibsel (_sc._
-des Feindes) entfliehen bis zum Birkenbäumchen. Hier wird die letzte
-Schlacht gekämpfet für die gute Sache. Die Fremden haben den schwarzen
-Tod mit ins Land gebracht. Was das Schwert verschont, wird die Pest
-fressen. Das bergische Land wird menschenleer sein und die Aecker
-herrenlos, also daß man ungestört von der Sieg bis zum Oelberg[76]
-wird eine Fuhr machen (pflügen) können. Die in den Bergen verborgen
-sind, werden die Aecker wieder anbauen. Um diese Zeit wird Frankreich
-zerspaltet sein. Das deutsche Reich wird sich einen Bauer zum Kaiser
-wählen. Der wird ein Jahr und einen Tag Deutschland regieren. Der
-nun die Kaiserkrone nach ihm trägt, der wird der Mann sein, auf den
-die Welt lange gehofft hat. Er wird römischer Kaiser heißen und der
-Menschheit den Frieden geben. Siegburg und Heisterbach wird er wieder
-aufrichten, wie es weiland gewesen und von Anfang bestimmt war. Um
-diese Zeit werden in Deutschland keine Juden mehr sein und die Ketzer
-schlagen an die Brust. Und darnach wird eine gute und glückliche Zeit
-sein; das Lob Gottes wird auf der Erde wohnen, und ist kein Krieg
-mehr, denn über dem Gewässer. Darum werden die entflohenen Brüder von
-dannen zurückkehren mit ihren Kindeskindern, und sie werden in ihrer
-Heimat in Frieden wohnen fort und fort. Des sollen die Menschen wohl
-achthaben, was ich gesagt habe; denn vieles Ungemach kann verbessert
-werden durch Gebet zu Gott, dem erbarmungsreichen Vater der Menschen,
-und Jesus Christus, hochgelobt in Ewigkeit.« Ueber die Zeit, zu der
-die blutige Schlacht geschlagen werden soll, äußerte Spielbähn:[77]
-»Die Schnell[78] wird eine Insel werden. Alsdann wird ein großes
-Werk,[79] welches man in Köln begonnen hat, durch den großen Krieg
-gestört werden. Die Bewohner hiesiger Gegend werden ihre Habseligkeiten
-auf jener Insel verbergen, woselbst sie vor der Habgier der Krieger
-gesichert sein werden.« Damals schien es fast unmöglich, daß der Wald
-sich in eine Insel umbilden könne; im Laufe der Zeit aber hat der
-bei seinen Fluten so wütende Siegfluß solche Strecken Landes mit sich
-fortgerissen, daß man bereits 1848 die Abtrennung in nahe Aussicht
-stellte, der Weissagung eingedenk, die die guten Müllekovener schon
-während der Freiheitskriege, trotzdem die Schnell noch nicht zur Insel
-geworden, bewogen hatte, ihre Schätze dorthin zu bringen, wo sie ihnen
-dann sämtlich gestohlen wurden. Eine andere Prophezeiung[80] Spielbähns
-verbreitete später sein Vetter Benrodt, ein früherer Pferdehändler,
-der ihm in den letzten Lebensjahren als Stütze seiner altersschwachen
-Glieder diente: »Wenn man sich in Deutschland aller Orten gegen die
-Obrigkeit erheben wird, alsdann wird der Religionskrieg ausbrechen. Die
-Türken als die Erbfeinde der Christenheit, werden bis Köln vordringen,
-hier aber in einer mörderischen Schlacht zwischen Köln und Rodenkirchen
-geschlagen werden. Auf der Miel[81] wird man mehrere große Leute an
-Bäumen erhängt sehen, und es wird so mörderisch hergehen, daß nach
-Beendigung des Krieges ein Nachbar dem ihm Begegnenden mit dem Ausrufe
-um den Hals fallen wird: Bruder, wo hast du dich erhalten? Dann
-wird das bergische Land so arm sein, daß kein Potentat es geschenkt
-zu haben verlangte.« Als Spielbähn einst bei Deutz gerastet hatte,
-erklärte er,[82] er habe durch die dichten Haufen der Soldaten nicht
-dringen können, die lange weite Kleider, krumme Säbel und ein Tuch um
-den Kopf gehabt. Auch sagte er: Durch eine Beschießung mit glühenden
-Kugeln werde Köln bis an die Bach abbrennen; an das Gnadenbild in der
-Schnurgasse werde es jedoch nicht kommen. Die Kugeln würden auch über
-den Dom fliegen, dort aber nicht zünden. Die einrückenden Soldaten
-werden auf ihrer Kopfbedeckung Kreuze haben und vom Augustiner-Platze
-her, Marspforten herunter, so eilig auf die Brücke zulaufen, daß
-der Kamerad seinen Kameraden in den Rhein stürzt, um wegzukommen.
-Ueberhaupt wird auch hier die Flucht von allen so eilig dargestellt,
-wie in Westfalen, und wenn man hier getrost die Schinken auf die Zäune
-hängen könne, weil den Fliehenden die Zeit, sie abzunehmen nicht
-vergönnt sei, so sollen sie dort das Fleisch der bergischen Kühe, weil
-sie keine Zeit es zu kochen hätten, unter die Sättel legen.
-
-Am Abend des 1. Januar 1772 hatte Spielbähn die Gäste eines Eschmarer
-Wirtshauses aufgefordert, die Karten wegzulegen und nach dem Siegburger
-Berg zu eilen, wo eine Feuersbrunst bald die ganze Abtei mit Ausnahme
-der Kirche zerstören würde. Da dieselbe etwa eine Stunde darauf
-thatsächlich in hellen Flammen stand, wurde der 82jährige Greis als
-Brandstifter verdächtigt und auf Befehl der Düsseldorfer Regierung als
-Untersuchungsgefangener nach Honnef abgeführt. Nachdem er über ein Jahr
-im Gefängnis ausgehalten und schließlich wegen Mangel an Beweisen in
-Freiheit gesetzt war, nahm er seine Wanderungen zwischen Honnef und
-Köln wieder auf, an letzterem Orte besonders oft und lange bei den
-Kartäusern verweilend. Zu Köln auch hauchte er am 20. Februar 1783 in
-den Armen des Apothekers Schnitzler seinen prophetischen Geist aus;
-seine irdischen Reste wurden auf dem Kirchhofe zu St. Marien-Ablaß
-beigesetzt, später aber -- wie er noch kurz vor seinem Verscheiden
-vorhergesagt -- wieder ausgegraben und nach dem am 29. Juni 1810
-eingeweihten neuen Friedhofe von Melaten gebracht.
-
-Es ist leicht zu begreifen, daß die wundersüchtige Menge dem alten
-Manne tausend erlogene Prophezeiungen in den Mund gelegt und die
-albernsten Sachen auf seine Kosten erfunden. Wie wenig Glauben selbst
-die im Brustton der Ueberzeugung vorgetragenen und häufig sogar noch
-ausdrücklich als »verbürgt« bezeichneten Nachrichten verdienen, mag
-folgende Probe, die ich der Schrift von Burg[83] entnehme, bekunden. Zu
-Spich, einem Dorfe in der Gemeinde Sieglar, befindet sich ein tiefer
-Weiher, genannt Pohstadt; allda ist ehedem eines altadligen deutschen
-Geschlechtes prachtvolle Burg versunken, in der damals zwei Brüder
-hausten, von denen der eine bereits des wirklichen Todes Schrecknisse
-gekostet, der andere hingegen, einem Scheintoten ähnlich, in Entzückung
-liegt. »Diesem,« sagt der alte Bernard, »gehört rechtmäßig das
-bergische Land; nach der mörderischen Schlacht, die zu Köln ihre
-Walstatt haben wird, wird der entzückt liegende Bruder erwachen,
-selber nach Köln kommen, und alle werden, sich vor ihm verbeugend, ihm
-huldigen, und er wird, ihnen aufrichtig dankend, das bergische Land
-in Besitz nehmen: niemand aber wird ihn kennen.« Infolge dieser -- wie
-Burg selbst zugiebt -- »wirklich romanhaft klingenden« Vorhersagung
-sei, während Bähn im Gefängnis saß, ein mutiger Mann beauftragt, aus
-jenem Schlosse, das damals eine Oeffnung gehabt, einen zinnernen
-Teller als Wahrzeichen zu holen, von den anderen Schätzen aber nichts
-zu berühren. Dieser habe sich, wahrscheinlich von ihrem herrlichen
-Glanze geblendet, an einer silbernen Mütze vergriffen und deshalb
-zur Strafe seiner Untreue allda den Tod gefunden, ein anderer jedoch
-den fraglichen Teller glücklich hervorgeholt, worauf der hochbetagte
-Prophet sofort seiner Haft entlassen und wieder in volle Freiheit
-gesetzt wäre.
-
-Ziemlich gleichzeitig mit Spielbähn lebte Johann Peter Knopp,[84]
-vom Volke gewöhnlich Jannes-Pitter Körper genannt. Im Jahre 1714 zu
-Ehrenberg in der Pfarrei Neustadt von armen Eltern geboren, diente er
-auf dem Hofe Kurp[85] zu Erl, bis er sich soviel erspart hatte, daß
-er nach Beendigung des siebenjährigen Krieges (1763) ein Bachem'sches
-Landgütchen zu Ohlenberg in Pacht nehmen und sich verheiraten konnte,
-obschon er trotz seines Fleißes noch oft mit der bittersten Not zu
-kämpfen hatte. Später wohnte er abwechselnd in Erl und Ohlenberg,
-und hier wie in Linz, wohin er mindestens allsonntäglich zur Kirche
-kam, unterhielt er sich gern über den Lauf der Gestirne, über
-Witterungskunde, Kapitel der Bibel und der 12 Sibyllen Weissagungen,
-zugleich seine eigenen Visionen, die meist auf Beobachtungen von
-Lufterscheinungen beruhten, zum besten gebend. Häufig sah man ihn
-stundenlang wie tot auf dem Rücken liegen und gen Himmel starren.
-
-Bald gingen seine Prophezeiungen von Mund zu Mund, und als ihm der
-Pastor Frömbgen einst verbot, den Leuten mit seinen »Lügen« noch
-weiter die Köpfe zu verdrehen, citierte er aus der Bibel so viele
-Beweisstellen für seine Voraussagungen, daß der Geistliche schließlich
-von seiner Forderung Abstand nahm. Riefen ihm aber die Dorfkinder
-spottend nach: »Jannes Pitter, lug[86] mer doch och wat vör!« dann
-wurde er zornig und prophezeite ihnen häufig etwas, das sie sicher
-nicht gerne hörten, z. B. einem gewissen Schmitz aus Noll, den mehr
-als 50 Jahre später der Schlag auf der Landstraße rührte, daß er nicht
-in seinem Bette sterben, einem Jungen aus dem Kirchspiel Windhagen,
-daß er noch vor den Franzosen fliehen würde. Auch dem Arbeitsmann
-Hubert Bungard aus Linzhausen entgegnete er auf die Aeußerung:
-»No, wat säht[87] dä Lug-Jannes-Pitter hück ald[88] widder?« »Wat,
-do wellß mich Lug-Pitter schänge? Schammß do dich nit, do älendet
-Lästermuul? Aevver waht,[89] jetz wähden ich ens e paar Wöhdcher met
-deer spreche: Do weehsch noch emol esu ne Bangebozz[90] wähde, dat
-do deer vör lunter Angs ene Aehzekessel op dinge Pädskopp[91] sezze
-weehsch!« Und wirklich, als im Jahre 1794 sich österreichische und
-französische Truppen bei Linzhausen schlugen und das Dorf mit einem
-Kugelregen überschüttet wurde, verfolgte Bungard den Verlauf des
-Gefechts aus einem Speicherfenster, sein Haupt durch einen umgestülpten
-Kochtopf sichernd. Dem Linzer Fuhrmann Pütz, der ihn stets gastlich
-aufnahm, kündigte Jannes-Pitter einen großen Weintransport an, der
-ihn monatelang bis zu einem Tage, den er später gleichfalls vorher
-bestimmte, von Hause fern halten würde; ein andermal riet er ihm bei
-herrlichem Wetter vergebens von einer Ausfahrt ab, da er die Sieg doch
-nicht überschreiten und selbst leicht verunglücken könne, aber heftige
-Wolkenbrüche überzeugten Pütz bald von der Berechtigung der Warnung.
-
-Derartiger Fälle ließen sich noch viele verzeichnen; um jedoch die
-Geduld des Lesers auf keine allzu harte Probe zu stellen, will ich zu
-denjenigen Vorhersagungen übergehen, die sich nicht auf die Geschicke
-ihm ganz gleichgültiger Personen beschränken. »Ihr werdet es erleben,«
-prophezeite er den Jungen in Bruchhausen bei einer der alljährlich von
-Linz dorthin ziehenden Ostermontags-Prozessionen -- »daß ihr keinen
-Kurfürsten mehr habt und bekommt ein protestantisches Oberhaupt. Das
-Zeichen, an dem ihr die Wahrheit dieses erkennet, ist das: der letzte
-Kurfürst ist mit dem österreichischen Kaiser nahe verwandt; er kömmt
-den Rhein herab und mit einer Pracht, so ihr noch nicht gesehen habt.
-Auch hat er statt der Domherren nur Damen bei sich.« Und bekanntlich
-ist Maximilian Franz, ein Erzherzog von Oesterreich, 1801 als letzter
-Kurfürst von Köln gestorben, und das durch den Luneviller Frieden
-(1801) geteilte Erzstift 1815 wieder vereinigt und dem Königreich
-Preußen zugeteilt, dem es verbleiben und einem langen Frieden verdanken
-soll. Auch Jannes-Pitters Ankündigung aus den 1770er Jahren »Es kommt
-die Zeit, wo die Klöster aufgehoben, die Herren vertrieben und alle
-ihre Güter verkauft werden,« wegen deren Wiederholung ihm der letzte
-Abt von Heisterbach und die letzte Aebtissin des adligen Damenstiftes
-zu St. Katharina ihre Gunst entzogen, ist im Jahre 1803, und seine
-Prophezeiung über den Verkauf des Linzer Kirchspiel-Waldes, die er 1783
-seinen Arbeitsgenossen auf der Eishardt auftischte, in den Jahren 1835
-bis 1837 zur Wahrheit geworden.[92]
-
-Gleich Spielbähn, mit dessen Prophezeiungen man noch weitere
-Uebereinstimmung bemerken wird, sprach auch Jannes-Pitter schon von
-Schiffen und Wagen »ohne Pferde«. Wenn diese mit grillenden Tönen
-laufen werden, ein Gotteshaus zwischen Ohlenberg und Linz[93] errichtet
-sein, und die Ahr ihre Mündung über der Kripp auf die Pfarrkirche
-zu Linz (oder den Kaisersberg) zu[94] erhalten haben wird, dann
-werden traurige Ereignisse eintreten. Wohl werden die Leute glauben,
-im goldenen Zeitalter zu leben, aber hüten mögen sie sich, daß sie
-nicht im Strudel zu Grunde gehen. Es wird Krieg geben, wenn keiner
-es ahnt; man wird fürchten und bangen, und es wird wieder ruhig und
-jeder sorglos sein. Wenn die Brücke zu Köln[95] fertig sein wird, wird
-Kriegsvolk gleich darüber gehen. Man wird eine Straße von Linz nach
-Asbach bauen durch den Erpeler Büsch (oder über die Rottbitz),[96]
-aber sie wird nicht fertig werden: die Arbeiter gehen noch vom Wege
-laufen. Kriegsvolk wird den Rhein besetzen, und alles Mannsvolk muß
-mit, was nur eine Mistgabel tragen kann. Es wird ein Krieg sein, wie
-vordem nicht erlebt worden, aber er wird recht lange dauern: die
-zuletzt noch aufgefordert werden, kommen, wenn alles vorüber ist.
-Es wird hart hergehen, besonders bei Koblenz. Von Leutesdorf (oder
-Hammerstein) bis Unkel wird es noch leidlich sein, wiewohl es auch
-hier hart hergeht.[97] Die Linzer werden viel, doch längst nicht am
-meisten leiden, und viele alles verlassen und im Gebüsch wohnen; bei
-Unkel (oder vom Honnefer Graben) und vom Siebengebirge an wird das Blut
-in Strömen fließen. Es werden (1 oder) 3 gute Jahre vorhergehen, denen
-3 Mißjahre voller Elend und Drangsale folgen.... Die Fremdlinge werden
-nach hartem Widerstande geschlagen, Frankreich wird zerrissen und ein
-Fürst so zurückgedrängt, daß er von einem dreibeinigen Stuhle seine
-ganze Herrlichkeit überschauen kann.« Nach einer genauen Schilderung
-der sich gegenüberstehenden Heere läßt der Seher schließlich die
-östreichischen Waffen siegen und schließt: »Nach diesen Tagen wird
-man eine Kuh an eine goldene Kette binden können, und wenn sich Leute
-treffen, werden sie einander fragen: Freund, wo hast du dich erhalten?«
-Dann soll auch alles ehemalige Klostergut den Klöstern zurückgegeben
-werden.
-
-Jannes-Pitter verstand es, durch Miene und Ausdruck seine Zuhörer zu
-fesseln, die seine große Einsicht in fast alle Lebensverhältnisse
-bewunderten und ihm ihren Dank oft durch kleine Gaben bezeigten. Seine
-Armut nämlich war so groß, daß er 1794 zu Ohlenberg in einem Stalle
-starb und seine kinderlose Witwe von der dortigen Gemeinde bis zu
-ihrem Tode unterhalten werden mußte. Der Ruf seiner Sehergabe aber
-war -- vielleicht durch den k. k. General Alfter von Ockenfels -- bis
-an den östreichischen Hof gedrungen, wohin ihn, wie er früher häufig
-vorhergesagt, zwei Tage nach seinem Tode, als er auf dem Schauf
-(Schaubett) lag, ein mit Schimmeln bespannter Galawagen bringen sollte.
-
-Mit großartigen Prophetengaben wurde auch Helena Wallraff[98]
-ausgeschmückt, die 1755 in dem etwa 1/2 Stunde von Kirdorf entfernten
-Dorfe Brüggen geboren und seit 1783 mit Wilhelm Horst ([dagger]
-1809) verheiratet war. Ihr Seelsorger, der 1781 von Marienstatt nach
-Kirdorf gesandte Pfarrer Heinen, wies die Ermahnungen, mit denen sie
-auch ihn nicht verschonte, anfangs als unberufene Anmaßung zurück,
-wandte aber, nachdem er sich von der Richtigkeit und Heiligkeit
-ihres Wandels überzeugt und Helena ihm wiederholt seine innersten
-Gedanken und verborgene Dinge offenbart, ihren Aeußerungen immer
-größere Aufmerksamkeit zu und ließ sich endlich sogar bewegen, ihre
-Offenbarungen schriftlich aufzunehmen. Fast täglich hat sie ihm mehrere
-Stunden ununterbrochen, ohne Anstoß, ohne je ein Wort zurückzunehmen
-oder zu verändern, ihre Schauungen in die Feder diktiert, die der
-Pfarrer allmählich sorgfältig abschrieb. Zu dieser Zeit hielt Helena
-große religiöse Umzüge, an denen sich alle Nachbarschaften beteiligten,
-bis 1799 die französischen Polizeibehörden einschritten und die Seherin
-nebst vielen Brudermeistern nach Köln ins Gefängnis schleppten. Dorthin
-wurde am 14. Juni auch der Pfarrer Heinen zum Verhör gebracht, vom
-Präsidenten Kley aber, dem Helena in einem Strahlenkranze erschienen
-war, bald wieder entlassen, während die Seherin, wie sie ihren
-Mitgefangenen vorhergesagt, der Müller Körfgen durch Erlegung der auf
-900 Franken bemessenen Geldstrafe befreite. Die ihm zurückgegebenen
-Offenbarungen legte der Pfarrer nach der Vorschrift des Trienter
-Konzils dem damals in Ellingen weilenden Kurfürsten Maximilian Franz
-zur Prüfung vor, der ihn das Ergebnis der über 8 Monate dauernden
-Beratungen auf der Abtei Marienstatt abwarten und dann in seine Pfarrei
-zurückkehren ließ. Infolge fremder Ratschläge, oder vielleicht auch aus
-Menschenfurcht, weigerte sich nunmehr aber Heinen, die Niederschrift
-der Offenbarungen fortzusetzen, und auch nicht er, sondern Helenas
-Ehemann hat ihr »Büchlein des Trostes«[99] von April bis Weihnachten
-1800 aufgezeichnet, das erst später dem Pfarrer übergeben und von
-dessen Neffen veröffentlicht wurde. Die Prophetin war groß und hager,
-gewöhnlich mit einem faltenreichen braunen Wollkleid bekleidet,
-keineswegs eine »frömmelnde Quiesel«, sondern heiter und umgänglich,
-stets sauber und fleißig, besorgt um ihren Mann und ihre vier Töchter
-und trotz nur geringen Vermögens auf fremde Hülfe nie angewiesen. Sie
-durchschaute angeblich der Menschen Herzen, ihre Vergangenheit und
-Zukunft, und hat den Untergang vieler ansehnlichen Familien in der
-Gemeinde vorhergesagt; sie wollte belehren und mahnen, wie die alten
-Propheten das dem Abgrund zutaumelnde Geschlecht mit Gottes Macht
-zurückrufen. Der Grundgedanke des umfangreichen Diktats, das jetzt
-im Wiener Archiv ruhen soll, ist die Herstellung des verschwundenen
-christlichen Glaubens, die Wiedererweckung aufopfernder christlicher
-Liebe und dadurch eine nachhaltige Aushülfe der Armen und Gedrückten.
-Helena fordert auf zur Demut, Einfachheit der Sitten und Genügsamkeit,
-da sonst blutige Verwicklungen drohten; vor hundert Jahren sagte sie
-die Flucht des Papstes und den Verlust seiner weltlichen Herrschaft
-voraus, und ließ ihn seinen Sitz noch in Köln nehmen. Sie prophezeite
-Verwirrung, blutige Zerrüttung und drohenden Umsturz des Bestehenden:
-Oestreich würde schwer heimgesucht, Polen wieder hergestellt,
-Frankreich in viele Teile zerrissen, der Türke in das Völkerdrama
-gerufen und in den Bund der christlichen Völker aufgenommen, bei oder
-in Köln der Weltfriede geschlossen werden; es sollen die stehenden
-Heere, Titel und Vorrechte abgeschafft, die Klöster nach weise
-beschränkenden Regeln wieder errichtet, die Schulen von Geistlichen
-gehalten und die Fabrikanlagen auf das richtige Maß zurückgeführt
-werden. So sprach die des Lesens und Schreibens unkundige Bauernfrau
-über Länder und Reiche, Herrscher und Völker, Staat und Kirche. Nachdem
-sie am 14. September 1801 gottergeben verschieden war, wurde, wie sie
-befohlen, noch eine Schrift, in Pergament gehüllt, ihr aufs Herz gelegt
-und mit ihr auf dem stillen Friedhofe der geweihten Erde anvertraut.
-Ihre Verehrer, überzeugt von ihrem heilig vollbrachten Leben, haben nie
-unterlassen, an ihrem Grabe ihre Fürbitte anzurufen, und viele dort
-gesammelte Steinchen noch ein halbes Jahrhundert später zur frommen
-Erinnerung bei sich getragen.
-
-Sehr bald in Vergessenheit hingegen geriet die Hellseherin Anna Maria
-Rübel.[100] Diese, 1799 als Tochter eines Webers in Altenhaus-Kothen
-bei Velbert geboren, wurde am 24. Januar 1818 in Elberfeld, wohin sie
-in einem Anfall gelaufen war, auf der Straße gefunden, anscheinend mit
-Epilepsie befallen; von der Polizeibehörde einem Wundarzt übergeben,
-wurde sie soweit kuriert, daß sie nach Langenberg gebracht werden
-konnte, wo sie im Hause des Polizeidieners Ricker untergebracht
-und von Zutrauen verdienenden Männern genau beobachtet wurde. Von
-ihren meist recht belanglosen Offenbarungen  -- sie verrät z. B., in
-welcher Ecke ein alter Mann sein Pfeifchen raucht und ein Arzt Rezepte
-schreibt -- sind einige als verfehlt, andere freilich als zutreffend
-befunden worden; da die Rübel aber einigemal bei dem Versuch, ihre
-Beobachter zu täuschen, betroffen ist, wird man selbst in den Fällen,
-wo ein Betrug nicht zu entdecken war, ihre Wunderkraft mit Recht in
-Zweifel ziehen.
-
-Leute, die, statt durch harte Arbeit ein vielleicht nur kümmerliches
-Dasein zu fristen, lieber die Dummheit und Leichtgläubigkeit ihrer
-Mitmenschen zu mühelosem und reichlichem Gelderwerb benutzten, hat
-es stets und überall in großer Menge gegeben, und leicht ließen
-sich solcher verschmitzten Betrüger auch in den Rheinlanden von der
-Klever Geisterseherin Helena Verführt (1682)[101] bis hinauf zu dem
-Kölner Schatzheber und Wahrsager Jakob Küpper (1816 bis 1850)[102]
-aus Zeitungen und Untersuchungsakten recht viele nachweisen. Außerdem
-sind von politischen und religiösen Parteien schon wiederholt
-Prophezeiungen zu ihren Gunsten erfunden oder verfälscht worden, und
-endlich auch unbeabsichtigte Abänderungen (Zusätze, Weglassungen und
-Anpassungen) bei lebhaftem Umlauf nicht einmal in friedlichen Zeiten zu
-vermeiden. Schon deshalb fordert die Vernunft, alle Offenbarungen zu
-verwerfen, solange man nicht die echten von den unechten, die wahren
-von den falschen zu scheiden vermag; das Volk aber wird sich bei des
-Menschengeistes unvertilgbarem Drange, den Schleier der Zukunft zu
-lüften, den Glauben an seine Seher und Propheten niemals nehmen lassen
-und ihre Enthüllungen zumal dann immer von neuem wieder hervorholen,
-wenn irgend ein Ereignis deren Richtigkeit zu bestätigen scheint.
-
-[Illustration: Dekoration]
-
-
-
-
-Orts- und Personen-Register.
-
-
- Aachen 34.
-
- Ahr 47.
-
- Alfter 49.
-
- Altenkirchen 48.
-
- Andernach 7.
-
- Anna v. England 32.
-
- Asbach 48.
-
-
- Bachem 44.
-
- Barmen 18.
-
- Baschkiren 21.
-
- Bender 24-32.
-
- Benrodt 41.
-
- Berg 6. 35. 39. 40. 41. 42. 43 f.
-
- Bergerbusch 20.
-
- Bey, M. 37.
-
- Bingen 24.
-
- Birlinghoven 37.
-
- Böckum 7.
-
- Böhmen 29.
-
- Bonn 15 f. 24. 41.
-
- Braunschweig-Wolfenbüttel, L. E. v. 32.
-
- Breuning, v. 16.
-
- Bruchhausen 46.
-
- Brüggen 50.
-
- Büchel 7.
-
- Büderich 20.
-
- Bungard, H. 45 f.
-
-
- Cäsarius v. Heisterbach 4.
-
- Clemens August _I._ v. Köln 13-14.
-
- Clemens August _II._ v. Köln s. Droste.
-
- Clemens Wenceslaus v. Trier 13.
-
- Cler, de 16.
-
-
- Damaskus 33.
-
- Deutschland 21. 22. 39 f.
-
- Deutz 41.
-
- Dönberg 6.
-
- Droste-Vischering, C. A. 37.
-
- Düsseldorf 20 f. 42.
-
-
- Ehrenberg 44.
-
- Ehrenbreitstein 13.
-
- Eishardt 47.
-
- Elberfeld 53.
-
- Elbertz, E. 22 f.
-
- Ellingen 51.
-
- England 32. 33. 34.
-
- Erl 44.
-
- Erpel 48.
-
- Eschen 7.
-
- Eschmar 34. 35. 42.
-
-
- Frankreich 22. 29. 34. 39. 46. 49. 50. 52.
-
- Friedrich d. Gr. 28-32.
-
- Frömbgen 45.
-
- Führt 14.
-
- Fürth 38.
-
-
- Geistingen 36.
-
- Gerhard 10 f.
-
- German, K. 9.
-
- Grevenbroich 20.
-
- Großenbaum 7.
-
- Gummersbach 18.
-
- Gustorf 20.
-
-
- Hahnerhof 20.
-
- Hammerstein 48.
-
- Hangelar 38.
-
- Haupts 36.
-
- Heidelberg 34.
-
- Heinen 50.
-
- Heisterbach 4. 35. 38. 39. 40. 47.
-
- Helena, St. 34.
-
- Herbeck 7.
-
- Herkenrath 7.
-
- Hochkirch 12.
-
- Hoff 17.
-
- Hoffin 24-32.
-
- Hoheneichen 20.
-
- Holzhauser, B. 24.
-
- Honnef 37. 42. 49.
-
- Horrweiler 24 f.
-
- Horst, W. 50 f.
-
- Huart, J. 9.
-
- Hundel 47.
-
-
- Jannes-Pitter s. Knopp.
-
- Jasper 22.
-
- Immigrath 17.
-
- Judden, H. v. 22.
-
-
- Kälber-Gerhard 10 f.
-
- Kaisersberg 47.
-
- Kaufbeuren 13.
-
- Kirdorf 50.
-
- Kleve 54.
-
- Kley 50.
-
- Knopp, J. P. 22. 34. 44 bis 49.
-
- Koblenz 13. 16. 21. 38. 48.
-
- Köln 8 f. 12. 13. 19. 22 f. 33. 38. 39. 40. 41. 42. 43. 47. 48. 50. 52.
-
- Königsberg 34.
-
- Körfgen 51.
-
- Körper s. Knopp.
-
- Kollin 31.
-
- Konstantinopel 33.
-
- Kreuznach 24 f.
-
- Kripp 47.
-
- Küpper, J. 54.
-
- Kürten 7.
-
- Kurp 44.
-
-
- Landau 32.
-
- Langenberg 53.
-
- Laubheim 24.
-
- Leutesdorf 48.
-
- Linz 44. 46. 47. 48.
-
- Linzhausen 45 f.
-
- Lobositz 28.
-
- London 38.
-
- Ludwig _XVI._ 32.
-
- Ludwig Ernst v. Braunschweig-W. 32.
-
- Lügen-Bähn s. Rembold.
-
- Luneville 47.
-
-
- Mainz 29 f. 32. 38.
-
- Mannheim 29.
-
- Maria Crescentia 13.
-
- Maria Theresia v. Oestreich 28-32.
-
- Marienstatt 50. 51.
-
- Maximilian Franz v. Köln 47. 51.
-
- Maximilian Friedrich v. Köln 16.
-
- Maximilian Heinrich v. Köln 9.
-
- Meiderich 12.
-
- Melaten 43.
-
- Meschede 12.
-
- Mettmann 7. 17.
-
- Mieg 31.
-
- Miel 41.
-
- Mondorf 38.
-
- Mosel 21.
-
- Mülheim 19.
-
- Müllekoven 40 f.
-
- Müller, J. A. 34.
-
-
- Napoleon _I._ 34. 37.
-
- Nassau 7.
-
- Neuß 14.
-
- Niederlande 32.
-
- Niederrhein 5. 11.
-
- Noll 45.
-
- Nordrath 7.
-
- Nümbrecht 12.
-
- Nürnberg 38.
-
-
- Oberpleis 35.
-
- Ockenfels 49.
-
- Oelberg 39.
-
- Oestreich 28-32. 46. 47. 49. 52.
-
- Ohlenberg 44. 47. 49.
-
- Opladen 11.
-
- Oranien, Prinz v. 32.
-
-
- Pfalz 29.
-
- Pirre, J. 24.
-
- Pius _VII._ 37.
-
- Pohl, H. 23.
-
- Prag 30, 31.
-
- Preußen 28-32. 47.
-
- Pütz 46.
-
-
- Raderthal 23.
-
- Radevormwald 15.
-
- Reisdorf 20.
-
- Rembold, J. B. 22. 34-44.
-
- Remlingrade 18.
-
- Rettig 25.
-
- Reul, B. 9.
-
- Rhein 6. 21. 22. 38. 39. 46. 48.
-
- Richrath 17.
-
- Ricker 53.
-
- Rodenkirchen 41.
-
- Rom 24. 33. 35. 48.
-
- Rottbitz 48.
-
- Rübel, A. M. 53.
-
- Rußland 38.
-
-
- Salzburg 22.
-
- Schlinkert, P. 12-14.
-
- Schmitz 45.
-
- Schnegell, C. 7-9.
-
- Schnell 40 f.
-
- Schnitzler 43.
-
- Schwaben 13. 24.
-
- Sibyllen 45.
-
- Siebengebirge 39. 49.
-
- Sieg 37. 39. 46.
-
- Siegburg 12. 34. 35. 37. 38. 39. 40. 42.
-
- Sieglar 36. 38. 43.
-
- Siegthal 11.
-
- Sinzig 47.
-
- Spich 43.
-
- Spielbahn s. Rembold.
-
- Straßburg 32.
-
- Sülz 7.
-
- Sulzbach, Prinz v. 30.
-
-
- Thomas v. Aquin 9.
-
- Trient 51.
-
- Trier 13.
-
- Troisdorf 37.
-
- Türkei 21. 34. 38. 41. 52.
-
-
- Unkel 48 f.
-
-
- Velbert 53.
-
- Verführt, H. 54.
-
- Vetweis, B. 9.
-
- Vollmerhausen 18.
-
-
- Wallraff, H. 50-53.
-
- Ward 25.
-
- Werl 20.
-
- Westfalen 5. 12. 29.
-
- Wien 52.
-
- Wiesbaden 28. 31.
-
- Wilhelm V. v. Oranien 32.
-
- Windhagen 45.
-
- Wönkhausen 17.
-
- Wülfrath 7.
-
- Wupperthal 18.
-
-[Illustration: Dekoration]
-
-
- Westfälische Vereinsdruckerei
- vormals Coppenrath'sche Buchdruckerei, Münster i. W.
-
-
-
-
- In unterzeichnetem Verlage sind von demselben
- Verfasser Professor #Dr. Paul Bahlmann#
- erschienen:
-
-
- Westfälischer Sagenkranz.
-
- Brosch. Mk. 2,50. Gebunden Mk. 3,50.
-
-
- [Illustration: Dekoration]
-
-
- Westfälische »Spökenkieker«
- und ihre Vorgeschichten.
-
- Eine Sammlung älterer Prophezeihungen
- aus und über Westfalen.
-
- Eleg. brosch. Mk. 0,50.
-
-
- [Illustration: Dekoration]
-
-
- Aus Münsters Vergangenheit.
- Eine kurze Stadtgeschichte.
-
- Mit einem chronologischen Verzeichnis
- der bemerkenswertesten älteren
- Bauten.
-
- Elegant brosch. Mark 0,60.
-
-
- [Illustration: Dekoration]
-
-
- H. Mitsdörffers Buchhandlung #Hans Ertl#,
- #Münster in Westfalen#.
-
-
- Ferner ist in unterzeichnetem Verlage erschienen:
-
-
- #Gedichte# von #Emmie H. Beckhaus#.
-
- Elegant brosch. Mk. 2,50. Gebunden Mk. 3,60.
-
-
- [Illustration: Dekoration]
-
-
- _»Wu't mankst gaiht!«_
-
- von #H. zu Knyphausen#.
- Kleine Erzählungen in münsterländischer Mundart.
-
- Elegant brosch. Mark 1,--.
-
-
- [Illustration: Dekoration]
-
-
- Abriß der Logik und Erkenntnislehre
- von Professor _Dr. Kappes_.
-
- Brosch. Mark 1,--.
-
-
- [Illustration: Dekoration]
-
-
- Abriß der Psychologie
- von Professor _Dr. Kappes_.
-
- Brosch. Mark 1,50.
-
-
- [Illustration: Dekoration]
-
-
- Abriß der Metaphysik
- von Professor _Dr. Kappes_.
-
- Brosch. Mark 1,50.
-
-
- [Illustration: Dekoration]
-
-
- H. Mitsdörffers Buchhandlung #Hans Ertl#,
- #Münster in Westfalen#.
-
-
-
-
-Fußnoten:
-
-
-[1] F. E. v. Mering und L. Reischert, Historische Nachrichten über
-Teufelsbanner, Wahrsager etc., Köln 1843, S. _IV._ f.
-
-[2] Zahlreiche Gesichte und Vorhersagungen aus den Rheinlanden im 12.
-und 13. Jahrh. hat der Mönch und spätere Prior Cäsarius von Heisterbach
-(ca. 1180-1240) gesammelt. Vgl. die von A. Kaufmann in deutscher
-Uebersetzung veröffentlichte Auswahl: Annalen des histor. Vereins für
-den Niederrhein, Heft 47 und 53, Köln 1888/91.
-
-[3] Hierüber vgl. hauptsächlich: M. Perty, Die mystischen Erscheinungen
-der menschlichen Natur, 2. verb. Aufl., Leipzig und Heidelberg 1872,
-Bd. _II_, S. 276-303; K. du Prel, Das zweite Gesicht (= Deutsche
-Bücherei _XIX_), Breslau 1882; J. M. Schlenter, Das zweite Gesicht,
-Leipzig 1893.
-
-[4] (J. Kerner), Blätter aus Prevorst, 9. Sammlung, Stuttgart 1837, S.
-175.
-
-[5] Archiv für den tierischen Magnetismus, Bd. _X_ St. 2, Leipzig 1822,
-S. 164.
-
-[6] Die starke Abnahme des zweiten Gesichts in neuerer Zeit führt
-du Prel (_l. c._ S. 20) darauf zurück, daß mit der Kultur und dem
-zunehmenden Verkehr das nur in der Abgeschiedenheit gedeihende
-Gefühlsleben immer mehr zurücktritt und das reflektierende Leben
-überwiegt.
-
-[7] O. Schell, Bergische Sagen, Elberfeld 1897.
-
-[8] _ibid._ S. 34 _nr._ 36.
-
-[9] _ibid._ S. 43 _nr._ 61.
-
-[10] _ibid._ S. 341 _nr._ 38.
-
-[11] _ibid._ S. 73 _nr._ 1.
-
-[12] _ibid._ S. 80 _nr._ 16.
-
-[13] _ibid._ S. 102 _nr._ 43.
-
-[14] _ibid._ S. 304 _nr._ 25.
-
-[15] Dr. Terwelp im Niederrheinischen Geschichtsfreund, Jahrg. 5,
-Kempen 1883, S. 189 f. -- Ueber ganz ähnliche Gesichte in Nassau s.
-Chr. v. Stramberg, Coblenz, Bd. 3, Coblenz 1854, S. 756.
-
-[16] Vgl. Archiv für d. tier. Magnetismus X^2, S. 164-167; _ibid._ S.
-167-169 erzählt derselbe Einsender einen merkwürdigen Traum seiner
-Schwester, der sich noch im selben Jahre (1804) in allen Einzelheiten
-verwirklichte.
-
-[17] Vgl. W. v. Waldbrühl (d. i. Fl. v. Zuccalmaglio), Die Wesen der
-niederrheinischen Sagen, Elberfeld 1857, S. 36; Schell _l. c._, S. 244
-_nr._ 229.
-
-[18] Vgl. J. B. Dornbusch in d. Annalen des histor. Vereins für d.
-Niederrhein, Heft 30, Köln 1876, S. 147; Schell _l. c._, S. 458 _nr._
-64. -- Nach Dornbusch (_l. c._ S. 149) glaubt man noch jetzt in und um
-Siegburg: »Pferde und Hunde können die Geister sehen. In der Nähe der
-Häuser, wo bald eine Leiche sein wird, heulen die Hunde mit klagendem
-Tone. Manche Pferde scheuen vor der Thür der Häuser, in denen bald
-jemand stirbt, und können dort bisweilen nicht von der Stelle gebracht
-werden; der Geist steht nämlich mitten auf dem Wege und macht sie
-scheu. Auch die Elster und die Eule verkünden durch ihr Geschrei in
-nächster Nähe der Wohnungen einen baldigen Todesfall.« Ueber ein
-geistersichtiges Pferd im Kirchspiel Nümbrecht s. Schell _l. c._, S.
-403 _nr._ 13.
-
-[19] Vgl. K. Dirksen, Volkstümliches aus Meiderich, Bonn 1895, S. 44.
-
-[20] P. Bahlmann, Westfälische »Spökenkieker« und ihre Vorgeschichten,
-Münster 1897, S. 8-10 und 27-29.
-
-[21] Auf einer Reise durch Schwaben besuchte Clemens August in
-Kaufbeuren die im Rufe der Heiligkeit stehende und mit der Gabe
-der Weissagung bevorzugte Franziskanerschwester Maria Crescentia
-(1682-1744) und bat diese in guter Laune, ihm etwas aus seinem
-künftigen Leben zu offenbaren. Die fromme Klosterfrau nahm anfänglich
-Abstand, seinem Begehren zu willfahren, gab aber endlich seinen
-wiederholten dringenden Bitten Gehör und weissagte dem Fürsten, daß
-er zwar viele Schlösser erbaut, aber doch in keinem derselben sterben
-werde. (F. E. v. Mering, Geschichte der vier letzten Kurfürsten von
-Köln, Köln 1842, S. 73 f.) Und wirklich starb Clemens August 1761 auf
-der kurtrierischen Feste Ehrenbreitstein, deren Spukgeschichten (s. Fr.
-Bülau, Geheime Geschichten etc., Bd. _I_, Leipzig 1850, S. 449-464)
-eine Hauptveranlassung gegeben haben, daß der letzte Kurfürst von
-Trier, Clemens Wenceslaus ([dagger] 1812), seine Residenz nach Koblenz
-verlegte. Dem Tode Clemens Augusts gingen angeblich verschiedene
-Vorzeichen voraus: Auf einer Redoute, kurz vor seiner Abreise, wurde
-er überall von einer Totenmaske verfolgt, die, als man sich ihrer
-bemächtigen wollte, spurlos verschwunden war; die Gewichte der Hofuhr
-fielen herunter und die Pferde vor dem Reisewagen scheuten und wollten
-nicht weiter (F. E. v. Mering, Geschichte der Burgen etc., Heft 6,
-Köln 1842, S. 75). In der Nacht vorher wurde in Koblenz ein großes
-Getöse vernommen und im Thal ein prächtiger Leichenzug gesehen (Chr. v.
-Stramberg, Ehrenbreitstein, Coblenz 1845, S. 3 f.).
-
-[22] Ueber die Jagdleidenschaft des Kurfürsten Clemens August s. Bonner
-Jahrbücher, Heft 99, Bonn 1896, S. 169 f.
-
-[23] v. Waldbrühl _l. c._, S. 36.
-
-[24] Schell _l. c._, S. 160 _nr._ 52.
-
-[25] Vgl. (J. Kerner), Blätter aus Prevorst, 12. Sammlung, Stuttgart
-1839, S. 115-117, v. Stramberg l. c., Bd. 4, 1856, S. 115-118; G. v.
-Breuning, Aus dem Schwarzspanierhause, Wien 1874, S. 3-5; W. Hesse, Der
-große Brand des kurf. Schlosses zu Bonn am 15. Jan. 1777, 2. Aufl.,
-Bonn 1882, S. 14-19.
-
-[26] Der Flügel des Residenzschlosses, welcher die Privatgemächer des
-Kurfürsten enthielt.
-
-[27] A. v. Droste-Hülshoff, Bilder aus Westfalen (1840), _III_.
-
-[28] Vgl. Schell _l. c._, S. 99 _nr._ 39.
-
-[29] _ibid._ S. 474 _nr._ 24.
-
-[30] _ibid._ S. 475 _nr._ 27.
-
-[31] _ibid._ S. 159 _nr._ 48.
-
-[32] _ibid._ S. 425 _nr._ 11.
-
-[33] Vgl. v. Waldbrühl _l. c._, S. 36.
-
-[34] Vgl. Schell _l. c._, S. 169 _nr._ 73.
-
-[35] _ibid._ S. 378 _nr._ 17.
-
-[36] Th. Beykirch, Prophetenstimmen mit Erklärungen, 3. verm. und verb.
-Aufl., Paderborn 1849, S. 110; unten S. 42.
-
-[37] J. V. Kutscheit, Sechs bisher unbekannte höchst merkwürdige
-Prophezeiungen etc., 2. Aufl., Bonn 1848, S. 14.
-
-[38] Beykirch _l. c._, S. 110.
-
-[39] Vgl. K. B. A. Warnefried, Seherblicke in die Zukunft, Regensburg
-1861, Abt. II., S. 63 f.
-
-[40] Vgl. F. Zurbonsen, Die Sage von der Völkerschlacht der Zukunft »am
-Birkenbaum«, Köln 1897.
-
-[41] Beykirch _l. c._, S. 91 f.
-
-[42] Kutscheit _l. c._, S. 14; Beykirch _l. c._, S. 111.
-
-[43] s. unten S. 48.
-
-[44] s. unten S. 48.
-
-[45] s. unten S. 39 f.
-
-[46] Bahlmann _l. c._, S. 23.
-
-[47] _ibid._ S. 30.
-
-[48] Auch bei Salzburg ist folgende Prophezeiung verbreitet: »Die
-Franzosen werden nochmals nach Deutschland kommen, aber zu Köln am
-Rhein eine gänzliche Niederlage erleiden, worauf Frankreich in 7 Teile
-zerstückelt wird« (Zeitschrift für deutsche Mythologie und Sittenkunde,
-Bd. 4, Göttingen 1859, S. 202).
-
-[49] Kutscheit _l. c._, S. 12 f.; Beykirch _l. c._, S. 110.
-
-[50] Kutscheit _l. c._, S. 13 f.
-
-[51] Beykirch _l. c._, S. 110.
-
-[52] Vgl.: Denkw. u. nützl. Rheinischer Antiquarius, Abt. II. Bd. 20,
-Coblenz 1871, S. 209 f.
-
-[53] Der durch seine Prophezeiungen bekannte Bartholomäus Holzhauser
-war 1658 als Pfarrer in Bingen gestorben.
-
-[54] Einzelne Manuskripte sollen Romae haben.
-
-[55] Auf deutsch: »Ich setze 1600 und 9 × 12; füge hinzu 4 × 10, dann
-kommt der Tag, an welchem zu Bonn die Genossen Jesu und die Brüder
-des seligen Franziskus die Palmen (den Sieg) und die Marterkrone
-davontragen werden.«
-
-[56] Nach einer gleichzeitigen Abschrift in einem kürzlich von mir
-erworbenen Manuskripte, worin noch weiteres Material gesammelt ist;
-vergl.: Allgemeines Repertorium für empirische Psychologie etc., Bd. 1,
-Nürnberg 1792, S. 90-97.
-
-[57] Dort gebrauchte sie die Bäder.
-
-[58] 1. Okt. 1756.
-
-[59] Von 1720-1777 die Residenz des Kurfürsten von der Pfalz.
-
-[60] 18. Juni 1757.
-
-[61] Nach einer Bemerkung meines Manuskriptes hat der Kirchenrat die
-Aussage der Frau später bestätigt.
-
-[62] Wilhelm V. (geb. 1748), ein Sohn Wilhelms IV. ([dagger] 1751)
-und Annas v. England ([dagger] 1759), trat 1766 die Regierung als
-Statthalter der Niederlande an, mußte 1795 nach England flüchten und
-starb 1806.
-
-[63] Statthalterin von 1751-59 unter Assistenz des Prinzen Ludwig Ernst
-v. Braunschweig-Wolfenbüttel; beide neigten sich im 7jähr. Kriege offen
-auf die Seite der Engländer, die Friedrich den Großen unterstützten.
-
-[64] Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen, Heft 18, Essen
-1898, S. 149 f.
-
-[65] Geschichte, Erscheinungen und Prophezeiungen des Joh. Adam Müller
-etc., Frankfurt a. M. 1816; J. C. Hoffbauer, J. A. Müller, der Prophet,
-Halle 1817; E. Haltaus, Des badischen Bauern J. A. Müller merkwürdige
-Prophezeiungen etc., Stuttgart 1871.
-
-[66] Hermann, Jahrg. 1818, S. 772.
-
-[67] Ueber ihn vergl.: W. Schrattenholz, Spielbähn der Prophet, 7.
-verm. Aufl., Bonn 1849; J. Burg. Höchst merkwürdige Prophezeiungen des
-alten Bernhard etc., Bonn 1848.
-
-[68] Bähn = Bernard.
-
-[69] Alljährliche Versammlung der Bauern zur Beratung der
-Gemeinde-Angelegenheiten, entsprechend dem Herrengeding in den Städten.
-
-[70] Aus dem Volksmunde mitgeteilt von Schell _l. c._, S. 552 nr. 26.
-
-[71] z. B. der Straßen zwischen Bonn und Hangelar, zwischen Sieglar und
-Mondorf etc.
-
-[72] Angekündigt als Wagen, »so da durch alle Welt laufen, ohne von
-lebendigen Geschöpfen gezogen zu werden, also daß man die Wegsstrecken
-nach der Vögel Flug ausrechnet« und als schwere Schiffe, die »den
-Rhein hinanlaufen ohne Pferd und Wind«. -- Das erste Dampfschiff kam
-1817 bei hohem Wasserstande von London nach Koblenz; der regelmäßige
-Dampferverkehr zwischen Mainz und Köln ist 1827, die erste deutsche
-Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth 1835 eröffnet, die Köln-Mindener
-Bahn 1844-47 erbaut.
-
-[73] s. oben, S. 20 ff.
-
-[74] Schrattenholz _l. c._, S. 25-27, Beykirch _l. c._, S. 102-104;
-Jaspers sämtliche Prophezeiungen. Dortmund 1866, S. 20 f.
-
-[75] Rußland oder Türkei?
-
-[76] Höchste Kuppel des Siebengebirges.
-
-[77] W. Schrattenholz, Neues Prophetienbüchlein über den deutschen
-Kaiser etc., Bonn 1848, S. 8.
-
-[78] Ein an der Sieg unweit Müllekoven gelegener Wald.
-
-[79] Etwa der Dom? Von diesem behauptete eine im bergischen Volke
-sehr verbreitete uralte Weissagung unbekannten Ursprungs, daß er nie
-vollendet werden würde.
-
-[80] Schrattenholz, Neues Prophetienbüchlein etc., S. 7.
-
-[81] Meile, eine so genannte Strecke auf der Bonner Landstraße,
-oberhalb Köln.
-
-[82] Beykirch _l. c._, S. 111.
-
-[83] Beykirch _l. c._, S. 38 f.
-
-[84] Vgl.: C. A. Krumscheid, Prophezeiungen auf d. J. 1860 etc. I: Des
-J. P. Knopp.... Geschicke und Geschichte. Linz a. Rh. 1859.
-
-[85] Daher der Name »Körper«.
-
-[86] lüge.
-
-[87] sagt.
-
-[88] heute schon.
-
-[89] warte.
-
-[90] Hasenfuß, Feigling.
-
-[91] Erbsenkessel auf deinen Pferdekopf.
-
-[92] Knopps Prophezeiung über die Aufhebung des Minoriten-Konvents zu
-Sinzig s. Krumscheid _l. c._, _II_, 17.
-
-[93] Die Kirche im Hundel ist 1847 erbaut.
-
-[94] Die Ahr hat die künstliche Richtung 1854 erhalten.
-
-[95] Die feste Rheinbrücke bei Köln ist 1855 in Angriff genommen und am
-3. Oktober 1859 dem Verkehre übergeben.
-
-[96] Die Prophezeiung über die Kölner Brücke und den Linz-Asbacher Weg
-brachte bereits das Altenkirchener Intelligenzblatt v. 5. März 1848
-(Nr. 19), obschon damals beide Projekte noch schlummerten. Gleichzeitig
-mit der Anlegung des neuen Weges sollte in Rom eine Empörung
-ausbrechen, durch welche die vornehmsten Mächte in Uneinigkeit gerieten.
-
-[97] Vgl. auch Krumscheid _l. c._ _III_, 10 f.; _V_, 18; _VIII_, 20.
-
-[98] Beykirch _l. c._, S. 75-78; E. J. Heinen, Helena Wallraff von
-Brüggen, die merkwürdigste Seherin am Rhein, Euskirchen 1849, Magikon,
-Bd. _IV_, Stuttgart 1850, S. 373-381.
-
-[99] Büchlein des Trostes der Helena Wallraff von Brüggen.... aus der
-Nachlassenschaft seines ehrwürdigen Oheims hrsg. von Pfarrer Heinen,
-Euskirchen 1850.
-
-[100] Vgl. A. Köttgen, Maria Rübel, die Hellseherin in Langenberg.
-Mit Anmerkungen hrsg. von Dr. D. G. Kiefer (-- Archiv für den tier.
-Magnetismus, Bd. 4, Stück 3), Halle 1819; Hermann, Jahrg. 1818, S.
-443-446, 454-456, 488, 496, 507-510, 523-525, 527-533, 633 f., 673-675,
-778-780, 815 u. 832-836; J. E. A. Stiegler, Drei Visionairinnen,
-Kreuznach 1837, S. 43-57.
-
-[101] Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, Bd. 32, Elberfeld
-1896, S. 117-122.
-
-[102] C. Jacobi, Der Leinweber Jacobus Küpper als Wahrsager,
-Armseelenerlöser etc., Köln 1850.
-
-
-
-
-Anmerkungen zur Transkription:
-
-
-Das Original ist in Fraktur gesetzt.
-
-Im Original in _Antiqua_ gesetzter Text wurde mit _ markiert.
-
-Im Original ~gesperrt~ gesetzter Text wurde mit ~ markiert.
-
-Im Original #fett# gesetzter Text wurde mit # markiert.
-
-Doppelte Anführungsstriche wurden durch » (unten) und « (oben) ersetzt.
-
-Kreuze um den Todeszeitpunkt anzuzeigen werden durch [dagger] ersetzt.
-
-Brüche werden folgendermaßen dargestellt: 1 Viertel = 1/4, 1 Achtel =
-1/8 u. s. w., die volle Zahl wird durch - vom Bruch separiert, d. h.
-eineinhalb = 1-1/2.
-
-Exponenten werden folgendermassen dargestellt: x² wird zu x^2.
-
-Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen;
-lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.
-
-
-Einige Ausdrücke wurden in beiden Schreibweisen übernommen:
-
- Coblenz (Fußnoten 15, 21 und 52) und Koblenz (Seiten 16, 21, 22, 48,
- Index, Fußnoten 21 und 32)
-
- Oesterreich (Seiten 28 und 47) und Oestreich (Seite 52 und Index)
-
- Spiel-Bähn (Seite 35) und Spielbähn (Seiten 35, 37, 40, 41, 42, 44 und
- 47, Fußnote 67)
-
-
-Folgende offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert:
-
- geändert wurde "nach Königsberg (1807/08 bekannt"
- in "nach Königsberg (1807/08) bekannt"
- (Seite 34)
-
- geändert wurde "Bender 24-32."
- in "Bender 24-30."
- (Index)
-
- geändert wurde "Clemens August _I._ v. Köln 12-14."
- in "Clemens August _I._ v. Köln 13-14."
- (Index)
-
- geändert wurde "Lügenbähn s. Rembold."
- in "Lügen-Bähn s. Rembold."
- (Index)
-
- geändert wurde "Mederich 12."
- in "Mederich 12."
- (Index)
-
- geändert wurde "Nümbrecht s. Schell _l. c_, S. 403"
- in "Nümbrecht s. Schell _l. c._, S. 403"
- (Fußnote 18)
-
- geändert wurde "Vgl. K Dirksen, Volkstümliches"
- in "Vgl. K. Dirksen, Volkstümliches"
- (Fußnote 19)
-
- geändert wurde "Beykirch _l c._, S. 91 f."
- in "Beykirch _l. c._, S. 91 f."
- (Fußnote 41)
-
- geändert wurde "zerstückelt wird (Zeitschrift für"
- in "zerstückelt wird« (Zeitschrift für"
- (Fußnote 48)
-
-
-
-
-
-End of Project Gutenberg's Rheinische Seher und Propheten, by Paul Bahlmann
-
-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK RHEINISCHE SEHER UND PROPHETEN ***
-
-***** This file should be named 54821-8.txt or 54821-8.zip *****
-This and all associated files of various formats will be found in:
- http://www.gutenberg.org/5/4/8/2/54821/
-
-Produced by Iris Schröder-Gehring, Peter Becker and the
-Online Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net
-
-Updated editions will replace the previous one--the old editions will
-be renamed.
-
-Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright
-law means that no one owns a United States copyright in these works,
-so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United
-States without permission and without paying copyright
-royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part
-of this license, apply to copying and distributing Project
-Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm
-concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark,
-and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive
-specific permission. If you do not charge anything for copies of this
-eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook
-for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports,
-performances and research. They may be modified and printed and given
-away--you may do practically ANYTHING in the United States with eBooks
-not protected by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the
-trademark license, especially commercial redistribution.
-
-START: FULL LICENSE
-
-THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
-PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK
-
-To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
-distribution of electronic works, by using or distributing this work
-(or any other work associated in any way with the phrase "Project
-Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full
-Project Gutenberg-tm License available with this file or online at
-www.gutenberg.org/license.
-
-Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project
-Gutenberg-tm electronic works
-
-1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
-electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
-and accept all the terms of this license and intellectual property
-(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
-the terms of this agreement, you must cease using and return or
-destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your
-possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a
-Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound
-by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the
-person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph
-1.E.8.
-
-1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
-used on or associated in any way with an electronic work by people who
-agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
-things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
-even without complying with the full terms of this agreement. See
-paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
-Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this
-agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm
-electronic works. See paragraph 1.E below.
-
-1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the
-Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection
-of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual
-works in the collection are in the public domain in the United
-States. If an individual work is unprotected by copyright law in the
-United States and you are located in the United States, we do not
-claim a right to prevent you from copying, distributing, performing,
-displaying or creating derivative works based on the work as long as
-all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope
-that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting
-free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm
-works in compliance with the terms of this agreement for keeping the
-Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily
-comply with the terms of this agreement by keeping this work in the
-same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when
-you share it without charge with others.
-
-1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
-what you can do with this work. Copyright laws in most countries are
-in a constant state of change. If you are outside the United States,
-check the laws of your country in addition to the terms of this
-agreement before downloading, copying, displaying, performing,
-distributing or creating derivative works based on this work or any
-other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no
-representations concerning the copyright status of any work in any
-country outside the United States.
-
-1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
-
-1.E.1. The following sentence, with active links to, or other
-immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear
-prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work
-on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the
-phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed,
-performed, viewed, copied or distributed:
-
- This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
- most other parts of the world at no cost and with almost no
- restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it
- under the terms of the Project Gutenberg License included with this
- eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the
- United States, you'll have to check the laws of the country where you
- are located before using this ebook.
-
-1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is
-derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not
-contain a notice indicating that it is posted with permission of the
-copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in
-the United States without paying any fees or charges. If you are
-redistributing or providing access to a work with the phrase "Project
-Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply
-either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or
-obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm
-trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
-with the permission of the copyright holder, your use and distribution
-must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any
-additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms
-will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works
-posted with the permission of the copyright holder found at the
-beginning of this work.
-
-1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
-License terms from this work, or any files containing a part of this
-work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.
-
-1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
-electronic work, or any part of this electronic work, without
-prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
-active links or immediate access to the full terms of the Project
-Gutenberg-tm License.
-
-1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
-compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including
-any word processing or hypertext form. However, if you provide access
-to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format
-other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official
-version posted on the official Project Gutenberg-tm web site
-(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense
-to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means
-of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain
-Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the
-full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1.
-
-1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
-performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
-unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
-access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works
-provided that
-
-* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
- the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
- you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed
- to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has
- agreed to donate royalties under this paragraph to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid
- within 60 days following each date on which you prepare (or are
- legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty
- payments should be clearly marked as such and sent to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in
- Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg
- Literary Archive Foundation."
-
-* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
- you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
- does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
- License. You must require such a user to return or destroy all
- copies of the works possessed in a physical medium and discontinue
- all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm
- works.
-
-* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
- any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
- electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
- receipt of the work.
-
-* You comply with all other terms of this agreement for free
- distribution of Project Gutenberg-tm works.
-
-1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project
-Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than
-are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing
-from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and The
-Project Gutenberg Trademark LLC, the owner of the Project Gutenberg-tm
-trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below.
-
-1.F.
-
-1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
-effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
-works not protected by U.S. copyright law in creating the Project
-Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm
-electronic works, and the medium on which they may be stored, may
-contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate
-or corrupt data, transcription errors, a copyright or other
-intellectual property infringement, a defective or damaged disk or
-other medium, a computer virus, or computer codes that damage or
-cannot be read by your equipment.
-
-1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
-of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
-Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
-Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
-liability to you for damages, costs and expenses, including legal
-fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
-LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
-PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
-TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
-LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
-INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
-DAMAGE.
-
-1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
-defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
-receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
-written explanation to the person you received the work from. If you
-received the work on a physical medium, you must return the medium
-with your written explanation. The person or entity that provided you
-with the defective work may elect to provide a replacement copy in
-lieu of a refund. If you received the work electronically, the person
-or entity providing it to you may choose to give you a second
-opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If
-the second copy is also defective, you may demand a refund in writing
-without further opportunities to fix the problem.
-
-1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
-in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO
-OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT
-LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
-
-1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
-warranties or the exclusion or limitation of certain types of
-damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement
-violates the law of the state applicable to this agreement, the
-agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or
-limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or
-unenforceability of any provision of this agreement shall not void the
-remaining provisions.
-
-1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
-trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
-providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in
-accordance with this agreement, and any volunteers associated with the
-production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm
-electronic works, harmless from all liability, costs and expenses,
-including legal fees, that arise directly or indirectly from any of
-the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this
-or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or
-additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any
-Defect you cause.
-
-Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
-
-Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
-electronic works in formats readable by the widest variety of
-computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It
-exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations
-from people in all walks of life.
-
-Volunteers and financial support to provide volunteers with the
-assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
-goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
-remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
-and permanent future for Project Gutenberg-tm and future
-generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see
-Sections 3 and 4 and the Foundation information page at
-www.gutenberg.org
-
-
-
-Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
-
-The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
-501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
-state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
-Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
-number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by
-U.S. federal laws and your state's laws.
-
-The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the
-mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its
-volunteers and employees are scattered throughout numerous
-locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt
-Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to
-date contact information can be found at the Foundation's web site and
-official page at www.gutenberg.org/contact
-
-For additional contact information:
-
- Dr. Gregory B. Newby
- Chief Executive and Director
- gbnewby@pglaf.org
-
-Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
-Literary Archive Foundation
-
-Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
-spread public support and donations to carry out its mission of
-increasing the number of public domain and licensed works that can be
-freely distributed in machine readable form accessible by the widest
-array of equipment including outdated equipment. Many small donations
-($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
-status with the IRS.
-
-The Foundation is committed to complying with the laws regulating
-charities and charitable donations in all 50 states of the United
-States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
-considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
-with these requirements. We do not solicit donations in locations
-where we have not received written confirmation of compliance. To SEND
-DONATIONS or determine the status of compliance for any particular
-state visit www.gutenberg.org/donate
-
-While we cannot and do not solicit contributions from states where we
-have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
-against accepting unsolicited donations from donors in such states who
-approach us with offers to donate.
-
-International donations are gratefully accepted, but we cannot make
-any statements concerning tax treatment of donations received from
-outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
-
-Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
-methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
-ways including checks, online payments and credit card donations. To
-donate, please visit: www.gutenberg.org/donate
-
-Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works.
-
-Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
-Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be
-freely shared with anyone. For forty years, he produced and
-distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of
-volunteer support.
-
-Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
-editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in
-the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
-necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper
-edition.
-
-Most people start at our Web site which has the main PG search
-facility: www.gutenberg.org
-
-This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
-including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
-subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
-
diff --git a/old/54821-8.zip b/old/54821-8.zip
deleted file mode 100644
index 4005cb6..0000000
--- a/old/54821-8.zip
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h.zip b/old/54821-h.zip
deleted file mode 100644
index 2ef1fa9..0000000
--- a/old/54821-h.zip
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/54821-h.htm b/old/54821-h/54821-h.htm
deleted file mode 100644
index 440811d..0000000
--- a/old/54821-h/54821-h.htm
+++ /dev/null
@@ -1,2564 +0,0 @@
-<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN"
-"http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd">
-<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" lang="de" xml:lang="de">
-
-<head>
-<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=iso-8859-1"/>
-<title>The Project Gutenberg e-Book of Rheinische Seher und Propheten.; Author: Paul Bahlmann.</title>
-<link rel="coverpage" href="images/cover.jpg"/>
-
-<style type="text/css">
-<!--
-
-body {font-size: 1em; text-align: justify; margin-left: 10%; margin-right: 10%;}
-h1 {font-size: 135%; text-align: center; margin-top: 4em; margin-bottom: 2em;}
-h2 {font-size: 125%; text-align: center; margin-top: 5em; margin-bottom: 1em;}
-a:focus, a:active {outline:#ffee66 solid 2px; background-color:#ffee66;}
-a:focus img, a:active img {outline: #ffee66 solid 2px;}
-ul {list-style-type: none;}
-ul.tn {list-style-type: disc;}
-em.gesperrt {font-style: normal; font-weight: normal;
- letter-spacing: 0.2em; padding-left: 0.2em; margin-right: -0.2em;}
-p {text-indent: 1em;}
-.dropc {text-indent: 0em;}
-.antiqua {font-family: Sans-Serif;}
-.poem {margin-left: 10%; font-size: 0.9em;
- text-indent: 0em;}
-.box {border-style: solid; border-width: 1px;
- margin: 1em 17% 1em 17%; padding: 0.5em;
- background-color: #F0F0F0;}
-.pagenum {visibility: visible;
- position: absolute; right: 10px; text-align: right;
- font-size: 9px;
- font-weight: normal; font-variant: normal;
- font-style: normal; letter-spacing: normal;
- color: #C0C0C0; background-color: inherit;}
-.pagenum1 {visibility: hidden;
- position: absolute; right: 10px; text-align: right;
- font-size: 9px;
- font-weight: normal; font-variant: normal;
- font-style: normal; letter-spacing: normal;
- color: #C0C0C0; background-color: inherit;}
-.center {text-align: center;}
-.bltext {margin-left: 12%; margin-right: 12%;
- margin-top: 1.5em; margin-bottom: 1.5em;}
-.footnote {margin-left: 2.5%; margin-right: 2.5%; font-size: 0.9em;}
-.footnote1 {font-size: 0.9em;}
-.footnote.label {position: absolute; right: 88%; text-align: right;}
-.fnanchor {font-size: .7em; text-decoration: none;}
-.indent03 {text-indent: 0.3em;}
-.martop1h {margin-top: 1.5em;}
-.martop2 {margin-top: 2em;}
-.martop3 {margin-top: 3em;}
-.martop4 {margin-top: 4em;}
-.marbot2 {margin-bottom: 2em;}
-.marbot4 {margin-bottom: 4em;}
-.figcenter1 {margin: auto; text-align: center; margin-top: 1em;}
-.floatleft {float: left; clear: left; text-align: center;
- padding: 1px; margin: 0 10px 0 0;}
-.lihei1 {line-height: 150%;}
-.ftwei1 {font-weight: 500;}
-.ftwei2 {font-weight: bolder;}
-.wspace1 {word-spacing: 0.4em;}
-.ftsize125 {font-size: 125%;}
-.ftsize120 {font-size: 120%;}
-.ftsize115 {font-size: 115%;}
-.ftsize107 {font-size: 107%;}
-.ftsize105 {font-size: 105%;}
-.ftsize90 {font-size: 90%;}
-.ftsize85 {font-size: 85%;}
-.ftsize65 {font-size: 65%;}
-
--->
-</style>
-</head>
-
-<body>
-
-
-<pre>
-
-Project Gutenberg's Rheinische Seher und Propheten, by Paul Bahlmann
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
-other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of
-the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
-www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have
-to check the laws of the country where you are located before using this ebook.
-
-Title: Rheinische Seher und Propheten
- Ein Beitrag zur Kulturgeschichte
-
-Author: Paul Bahlmann
-
-Release Date: May 31, 2017 [EBook #54821]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: ISO-8859-1
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK RHEINISCHE SEHER UND PROPHETEN ***
-
-
-
-
-Produced by Iris Schröder-Gehring, Peter Becker and the
-Online Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net
-
-
-
-
-
-
-</pre>
-
-
-<div class="figcenter1">
-<a id="img001" name="img001"></a>
-<img src="images/img001.jpg" width="391" height="600" alt="cover" title=""/>
-</div>
-
-
-
-
-<h1 class="lihei1 marbot2"><span class="pagenum1"><a id="page1"></a>Seite 1</span> <span class="ftsize85">Rheinische</span><br/>
- Seher und Propheten.</h1>
-
-
-<div class="center martop2 lihei1 marbot2">
- <p>Ein Beitrag zur Kulturgeschichte<br/>
- <span class="ftsize65">von</span><br/>
- <span class="antiqua"><b>Dr. P. Bahlmann.</b></span></p>
-</div>
-
-<div class="figcenter1 martop4 marbot2">
-<a id="img002" name="img002"></a>
-<img src="images/img002.jpg" width="150" height="17" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
-<div class="center">
- <p class="wspace1 martop2">Verlag von H. Mitsdörffer <b>Hans Ertl</b>.<br/>
- <span class="antiqua"><b>Münster-Westf.</b></span></p>
-</div>
-
-
-
-
-<div class="figcenter1">
-<span class="pagenum"><a id="page3"></a>Seite 3</span>
-<a id="img003" name="img003"></a>
-<img src="images/img003.jpg" width="500" height="163" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
-
-<div class="floatleft">
-<a id="img004" name="img004"></a>
-<img src="images/img004.jpg" width="44" height="60" alt="dropcap" title=""/>
-</div>
-<p class="dropc">as Interessanteste und Wichtigste, &#8211; sagen v. Mering und
-Reischert<a name="FNanchor_A_1" id="FNanchor_A_1"></a><a href="#Footnote_A_1" class="fnanchor">[1]</a> &#8211; was sich dem Menschen in diesem Erdenleben darbietet,
-ist in allen Beziehungen der Mensch selbst. Wenn er uns im
-Alltagsgewande schon Stoff genug zu den mannigfaltigsten Bemerkungen
-und Betrachtungen giebt, um wie anziehender muß er uns alsdann nicht
-da erscheinen, wo er in das Gebiet des Außerordentlichen oder des
-Wunderbaren übertritt und gleichsam eine höhere Natur annimmt. In
-solchen Verhältnissen schreitet er als ein zu einem höheren Berufe
-geadeltes, fremdartiges, unbegreifliches Wesen an uns vorüber, und wir
-können kaum der Versuchung widerstehen, den Veranlassungen solcher
-außerordentlichen Erscheinungen nachzuspüren, wiewohl die Ergebnisse
-unsere Mühe nicht immer belohnen und die scheinbar<span class="pagenum"><a id="page4"></a>Seite 4</span> höheren
-Gebilde, mit der Lampe der Vernunft betrachtet, in der Regel sich
-wieder auf das Gewöhnliche reduzieren.</p>
-
-<p>In eine vernichtende Kritik aber wollen wir diesmal nicht eintreten,
-sondern uns lediglich darauf beschränken, alle noch erreichbaren
-Nachrichten über die bemerkenswertesten Seher des Rheinlandes und ihre
-Prophezeiungen<a name="FNanchor_A_2" id="FNanchor_A_2"></a><a href="#Footnote_A_2" class="fnanchor">[2]</a> endlich einmal zusammen zu fassen. Wir unterziehen
-uns dieser Aufgabe, nicht etwa um alten Aberglauben neu beleben zu
-helfen, sondern weil die &#8222;Sagen der Zukunft&#8220;, wie man die Weissagungen
-nicht mit Unrecht genannt, wegen des Einblicks, den sie vielfach in
-die Eigenart der Bevölkerung, ihr Sehnen und Wünschen, ihr Hoffen und
-Fürchten gewähren, für den Kulturhistoriker von derselben Bedeutung
-sind, wie alle anderen Volksüberlieferungen, und glauben eine
-freundliche Aufnahme unserer Zusammenstellung auch deshalb erhoffen
-zu dürfen, weil das spöttische Achselzucken und überlegene Lächeln,
-womit trotz der noch äußerst mangelhaften Kenntnis der rätselhaften
-Erscheinungen unseres Seelenlebens alle derartigen Mitteilungen
-meist aufgenommen werden, leider so manchen Mund geschlossen und
-zugleich bewirkt hat, daß selbst die ohnehin recht dürftige Litteratur
-<em class="gesperrt">nirgends</em> sorgsam<span class="pagenum"><a id="page5"></a>Seite 5</span> gesammelt und daher manches Buch gar
-nicht oder nur sehr schwer mehr zu finden ist.</p>
-
-<p>Eine bisher zwar auch unerklärte, aber jetzt doch schon von
-vielen zugegebene Erscheinung ist das sogen. &#8222;Zweite Gesicht&#8220;,<a name="FNanchor_A_3" id="FNanchor_A_3"></a><a href="#Footnote_A_3" class="fnanchor">[3]</a>
-d. h. das Vermögen, wirkliche Begebenheiten der Gegenwart oder
-Zukunft fernschauend wie mit leiblichem Auge zu erkennen. Die
-&#8222;Vorgesichte&#8220; &#8211; in Westfalen und am Niederrhein &#8222;Vorgeschichten&#8220;
-genannt<a name="FNanchor_A_4" id="FNanchor_A_4"></a><a href="#Footnote_A_4" class="fnanchor">[4]</a> &#8211; sind, abweichend z. B. vom somnambulen Hellsehen,
-stets mit Rückerinnerung verbunden und nehmen nie eine religiöse
-oder übersinnliche Richtung, sondern halten sich ganz in der
-Sphäre des gewöhnlichen bürgerlichen Lebens, meist Todesfälle
-und Leichenbegängnisse, aber auch Brände, Hochzeiten, Geburten,
-Freundschaften, das Ankommen von (dem Seher oft ganz unbekannten)
-Fremden und dgl. betreffend. Die Gabe findet sich weit mehr bei Männern
-als bei Frauen, ist aber an kein besonderes Alter und keine bestimmte
-Zeit gebunden. Im Augenblick des Schauens ist der Seher ganz von
-seinem Bilde eingenommen, sieht und denkt nichts anderes und nimmt
-keine Notiz von seiner Umgebung: die Augenlider oft krankhaft einwärts
-gekehrt, sieht er starr vor sich hin. &#8222;Es<span class="pagenum"><a id="page6"></a>Seite 6</span> giebt wenig Städte
-am Rhein,&#8220; &#8211; wird 1822 berichtet<a name="FNanchor_A_5" id="FNanchor_A_5"></a><a href="#Footnote_A_5" class="fnanchor">[5]</a> &#8211; &#8222;wo nicht solche Geschichtler
-anzutreffen wären, und daß man bisher so wenig davon geredet hat, liegt
-in der nicht bloß am Rhein bekannten Erfahrung, daß die Aufklärung der
-Schriftgelehrten bereits so weit fortgeschritten ist, daß man in ihrer
-Gegenwart schon kein Faktum mehr erwähnt, was nicht durch sie anerkannt
-worden&#8220;.</p>
-
-<p>Die meisten Vorgesichte freilich können ihres Inhalts wegen nur ganz
-enge Kreise interessieren, und auch dadurch erklärt sich die manchem
-befremdliche Thatsache, daß trotz ihrer früheren Häufigkeit<a name="FNanchor_A_6" id="FNanchor_A_6"></a><a href="#Footnote_A_6" class="fnanchor">[6]</a>
-verhältnismäßig nur so wenig Fälle veröffentlicht sind. Wer jedoch
-einigermaßen mit dem Volke gelebt und sein Zutrauen gewonnen hat,
-vermag selbst heute noch neues einschlägiges Material in Fülle
-beizubringen, wie dies erst kürzlich wieder der Bibliothekar des
-Bergischen Geschichtsvereins<a name="FNanchor_A_7" id="FNanchor_A_7"></a><a href="#Footnote_A_7" class="fnanchor">[7]</a> bewiesen. Nach seiner mustergültigen
-Sammlung sah u. a. ein Mann im Dönberg den noch kerngesunden
-zehnjährigen Sohn seines Schwagers, dem er auch den Verlust eines
-zweiten Kindes ankündigte, auf dem Schoof (Totenbrett) in einem Gange
-stehen;<a name="FNanchor_A_8" id="FNanchor_A_8"></a><a href="#Footnote_A_8" class="fnanchor">[8]</a> ein<span class="pagenum"><a id="page7"></a>Seite 7</span> Schäfer in Nordrath sah des Abends einen
-Leichenzug über ein Feld<a name="FNanchor_A_9" id="FNanchor_A_9"></a><a href="#Footnote_A_9" class="fnanchor">[9]</a>, ein Bauer aus Kürten über einen schmalen
-Steg über die Sülz<a name="FNanchor_A_10" id="FNanchor_A_10"></a><a href="#Footnote_A_10" class="fnanchor">[10]</a> ziehen; ein Kuhhirt auf einem Gehöft bei
-Wülfrath zur Mittagszeit den Pferdeknecht zu Grabe tragen;<a name="FNanchor_A_11" id="FNanchor_A_11"></a><a href="#Footnote_A_11" class="fnanchor">[11]</a> ein
-Schäfer bei Böckum unweit Großenbaum um Mitternacht eine Leiche aus dem
-Fenster ins Freie schaffen;<a name="FNanchor_A_12" id="FNanchor_A_12"></a><a href="#Footnote_A_12" class="fnanchor">[12]</a> eine Frau auf dem Gehöft Eschen (Gem.
-Mettmann) nachmittags einen Mann, dann ein Pferd, einen Leichenwagen
-und zuletzt viele Leidtragende vom Herbecker Wald her in die Chaussee
-einbiegen;<a name="FNanchor_A_13" id="FNanchor_A_13"></a><a href="#Footnote_A_13" class="fnanchor">[13]</a> ein Mann kurz vor Mitternacht zwischen Herkenrath
-und Hof Büchel den Vater eines Bekannten nebst dem Geistlichen und
-Gefolge zu einer Beerdigung aus dem Hause treten<a name="FNanchor_A_14" id="FNanchor_A_14"></a><a href="#Footnote_A_14" class="fnanchor">[14]</a> &#8211; und alles sei
-buchstäblich eingetroffen, wie es die Seher vorhergesagt.</p>
-
-<p>Schon im Jahre 1668<a name="FNanchor_A_15" id="FNanchor_A_15"></a><a href="#Footnote_A_15" class="fnanchor">[15]</a> trieb in Andernach zur Zeit einer pestartigen
-Krankheit der Geisterseher Cornelius Schnegell sein Unwesen, indem er
-gegen das Verbot des Magistrats angebliche Geistererscheinungen in
-Umlauf setzte und dadurch Trauer und Schrecken über manche Familie
-brachte. Von erster Kindheit an &#8211; erzählte er &#8211; habe ich Geister
-geschaut,<span class="pagenum"><a id="page8"></a>Seite 8</span> und in der letzten Matthiasnacht sind mir plötzlich
-die Augen derart erleuchtet, daß ich des Nachts ebenso klar sehe, wie
-bei Tage. Namentlich in den Prozessionen, die zur Abwendung der Pest
-gehalten werden, sehe ich im voraus das Schicksal meiner Mitbürger: die
-ich fallen und nicht wieder aufstehen sehe, müssen sterben; solche,
-welche nach dem Falle sich wieder erheben, werden zwar krank, sterben
-aber nicht; endlich diejenigen, welche bloß straucheln, werden nur von
-einem leichten Anfall getroffen. Ich sehe die Geister in weißen und
-schwarzen Kleidern und halte dafür, daß jene selig, diese verdammt
-werden. Wenn sie erscheinen, verbleibe ich bisweilen im Bette, häufig
-aber muß ich aufstehen und sie bis zur Thür begleiten. Diese Erklärung
-setzte den Rat, der selbst überall Spuk und Zauberei witterte, in
-nicht geringe Verlegenheit, obschon bekannt war, daß der Geisterseher
-mitunter freilich in seinen Vorhersagungen die Wahrheit getroffen,
-öfter aber &#8222;schändlich sich vertretten und seiner Zungen Zoll
-verfahren&#8220; hatte. Man wandte sich deshalb um Auskunft an die gelehrten
-Franziskaner in Köln und legte ihnen die Frage vor, ob dergleichen
-Erscheinungen begründet und glaubwürdig seien oder nicht. Daß es kein
-bloßes Spiegelgefecht und keine Narrheit ist, fügt der Rat seiner
-Anfrage bei, kann man daraus abnehmen, daß oft in Kirchen, adligen und
-anderen Häusern Gespenster gehört oder gesehen werden und bald darauf
-Leichen folgen. Diese Erscheinungen haben auch solche, denen man nichts
-Böses nachsagen kann, ja die Heiligen haben solche absonderlich oft
-gehabt. Es ist ferner bekannt,<span class="pagenum"><a id="page9"></a>Seite 9</span> daß in einigen Klöstern Patres
-eine Zeitlang vor ihrem Tode im Chor ohne Haupt erschienen sind. Dazu
-ist zu beachten, daß gemeldeter Cornelius von den Geistern genötigt
-wird, die Visionen bekannt zu machen und daß die Offenbarungen vielen
-zum besten gereichen, da diejenigen, welche noch nicht sterben werden,
-unnötige Arzneien sparen, solche dagegen, die bald sterben müssen,
-desto besser auf den Tod sich vorbereiten können. In dem von <span class="antiqua">P.</span>
-Kaspar German verfaßten und den <span class="antiqua">P. P.</span> Bernardin Vetweis,
-Bonaventura Reul und Johannes Huart approbierten Antwortschreiben
-vom 7. Nov. 1668 werden die von Schnegell angegebenen Erscheinungen
-unter Hinweis auf die Lehre des hl. Thomas von Aquin als unerlaubte,
-abergläubische Divinationen oder Teufelsbetrug bezeichnet und die
-Auslassungen des Rates richtig gestellt bezw. widerlegt. Nach Empfang
-dieses Schreibens wurde Schnegell alsbald verhaftet und der Kurfürst
-Maximilian Heinrich um Angabe weiterer Verhaltungsmaßregeln gebeten.
-Das vom 30. November datierte Schreiben desselben schließt: &#8222;Zwar ist
-kein Zweifel daran, daß bei dergleichen Wesen der böse Feind sein Spiel
-treibt und gemeiniglich gefährliches Einverständnis mit demselben
-darunter verborgen ist. Weil gleichwohl wider besagten Cornelius
-keine andern Anzeichen von Zauberei oder einem Vertrag mit dem Teufel
-vorgebracht sind, so könnt Ihr zwar für dieses Mal denselben noch aus
-der Haft entlassen, habt ihm jedoch ernstlich einzubinden, sich solcher
-Vorhersagungen bei Strafe der Fustigation und Verweisung des Landes
-öffentlich und im Geheimen zu enthalten.&#8220;</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="page10"></a>Seite 10</span> In der Vaterstadt eines Rheinländers<a name="FNanchor_A_16" id="FNanchor_A_16"></a><a href="#Footnote_A_16" class="fnanchor">[16]</a> lebte zu Anfang
-dieses Jahrhunderts ein unbemittelter Tagelöhner, den man, weil er
-für die Metzger die gekauften Kälber herbeiholte, &#8222;Kälber-Gerhard&#8220;,
-seiner Gesichte halber aber meist &#8222;Geisterseher&#8220; nannte. Gewöhnlich
-um Mitternacht, doch zuweilen auch bei Tage, erblickte er die Gestalt
-derjenigen Person, die binnen weniger Tage sterben sollte, an
-derjenigen Stelle, wo sie den Geist aufgab, bald in ihren gewöhnlichen
-Kleidern, bald im Leichengewand, bald sitzend, bald liegend, und es
-trieb ihn dann mit Gewalt in die Wohnung, wo die betreffende Person
-wohnte, oder auf die Straße, wo der Leichenzug vorüberkam und er alle
-Leidtragenden genau erkannte. Nur einigemal hat er infolge übergroßer
-Müdigkeit dem Triebe, dem Gesicht zu folgen, gewaltsam widerstanden
-und sein Bett nicht verlassen; da aber &#8211; so erzählte er &#8211; sei ihm
-zur Strafe seines Ungehorsams der &#8222;Geist&#8220; reitend auf die Schultern
-gesprungen und habe ihn durch Straßen und Felder so peinigend
-umhergetrieben, daß er in kaltem Schweiße gebadet und vor Erschöpfung
-krank nach Hause gekommen sei. Anfangs machte er aus der leidigen Gabe,
-die er dem Umstande zuschrieb, daß er in der St. Andreas-Nacht genau
-um 12 Uhr geboren sei, kein Hehl und offenbarte arglos, wen er des
-Nachts gesehen; da aber die von ihm genannten<span class="pagenum"><a id="page11"></a>Seite 11</span> Personen stets
-bald darauf verstarben, bemächtigte sich der Einwohner eine solche
-Angst, daß sie ihm möglichst aus dem Wege gingen und er ihre Häuser
-schließlich selbst am hellen Tage und in Geschäften nicht ohne Furcht
-vor Prügeln betreten durfte.</p>
-
-<p>Zu Opladen<a name="FNanchor_A_17" id="FNanchor_A_17"></a><a href="#Footnote_A_17" class="fnanchor">[17]</a> sah vor Jahren an einem Sommermorgen ein junger Mann in
-Gedanken zum Fenster hinaus. Bald füllte sich trotz der frühen Stunde
-die Straße mit Menschen, und er gewahrte ein Trauergeleite, das still
-und schweigsam einem Sarg zum Friedhof folgte. Hinter vielen bekannten
-Ortsbürgern bemerkte er als letzten einen verabschiedeten Hauptmann in
-hellgrünem Kleide, der mehrmals ausglitt, als ob er nicht ganz nüchtern
-sei. Dasselbe glaubte man von ihm, als er sich nach dem Todesfall
-erkundigte, und er hatte die seltsame Erscheinung bereits vergessen,
-als im Winter die nämlichen Gestalten, die er damals gesehen, hinter
-der Leiche eines seiner Verwandten an seinem Fenster vorüberzogen,
-hinterdrein der Hauptmann im hellgrünen Rocke, wiederholt ausgleitend
-auf dem mit Glatteis überzogenen Boden.</p>
-
-<p>Im Siegthale<a name="FNanchor_A_18" id="FNanchor_A_18"></a><a href="#Footnote_A_18" class="fnanchor">[18]</a> sollen die in der Matthiasnacht Geborenen im voraus
-die Geister aller derjenigen<span class="pagenum"><a id="page12"></a>Seite 12</span> sehen, die der Tod in dem
-betreffenden Kirchspiele abberuft, und sie um Mitternacht auf den
-Kirchhof tragen müssen. Dieselbe Fähigkeit schrieb man in Meiderich<a name="FNanchor_A_19" id="FNanchor_A_19"></a><a href="#Footnote_A_19" class="fnanchor">[19]</a>
-dem Maurer R. zu, der, gleichfalls zur Mitternachtsstunde, drei Tage
-vor jedem Todesfall dem Leichenwagen das Hofthor zu öffnen hatte.</p>
-
-<p>Ein sehr bekannter Vorschauer war der Seilermeister Peter Schlinkert
-aus Meschede im Herzogtum Westfalen, das bis 1803 unter kölnischer
-Herrschaft stand. Da ich über ihn und seine Vorgeschichten bereits
-an anderem Orte<a name="FNanchor_A_20" id="FNanchor_A_20"></a><a href="#Footnote_A_20" class="fnanchor">[20]</a> ausführlich berichtet, möge hier nur sein erstes
-Gesicht, das seinem Landesherrn das Leben rettete, wiederholt werden.
-Schlinkert, der nach dem Ueberfall von Hochkirch (1758),<span class="pagenum"><a id="page13"></a>Seite 13</span>
-an dem er als Serbelloni-Kürassier teilgenommen, den Truppen des
-Kurfürsten Clemens August von Köln<a name="FNanchor_A_21" id="FNanchor_A_21"></a><a href="#Footnote_A_21" class="fnanchor">[21]</a> eingereiht war, trat eines
-Tages, als sich<span class="pagenum"><a id="page14"></a>Seite 14</span> der Fürst zu einer Jagdpartie<a name="FNanchor_A_22" id="FNanchor_A_22"></a><a href="#Footnote_A_22" class="fnanchor">[22]</a> begeben
-wollte, festen Blickes vor diesen hin und sagte: &#8222;Euer Durchlaucht
-dürfen nun und nimmermehr fahren, weil ein Schuß durch den Wagen
-geschehen wird, der auf Hochdieselben gemünzt ist.&#8220; Der Kurfürst
-stutzte und ließ den kecken Warner vorläufig festnehmen, bestieg
-aber ein anderes Fuhrwerk. Kaum war nun der erste, ursprünglich für
-den Fürsten bestimmte Wagen eine Stunde Weges fortgerollt, als der
-ominöse Schuß wirklich fiel und ohne jemanden zu verletzen, durch das
-Verdeck des Gefährtes drang. Selbstredend wurde Schlinkert sofort aus
-der Haft befreit und ihm zugleich mit der erbetenen Entlassung aus
-dem Militärdienste noch eine lebenslängliche Pension von jährlich 25
-Thalern gewährt.</p>
-
-<p>Auch für das sogenannte Sichselbstsehen sind Fälle genug vorhanden.
-Noch aus der Mitte dieses Jahrhunderts wird in Führt bei Neuß erzählt,
-daß der Küster abends in die Kirche gegangen, um dort die ewige Lampe
-zu schüren. Während er den Sohn erwartete, welcher ihm das notwendige
-Oel bringen sollte, hatte der Ermüdete sich in einen Beichtstuhl
-gesetzt und war darin unversehens eingenickt. Plötzlich wurde er durch
-den Ausruf: &#8222;Hier hast du deinen Rock!&#8220; geweckt und sah eine dunkle
-Gestalt, die einen Sarg vor ihm hinstellte, dann aber mit dem Sarge
-eben so rasch wieder verschwand. Erschüttert kehrte der Küster heim und
-<span class="pagenum"><a id="page15"></a>Seite 15</span> lag wirklich wenige Tage später als Leiche im Sarge.<a name="FNanchor_A_23" id="FNanchor_A_23"></a><a href="#Footnote_A_23" class="fnanchor">[23]</a></p>
-
-<p>Nur mit großer Vorsicht sind die meisten Ankündigungen künftiger Brände
-aufzunehmen, da sie sich schon vielfach als absichtliche Täuschungen
-zur Verdeckung von Brandstiftungen entpuppt haben. Ein derartiger
-Verdacht ist auch bei den von Schell<a name="FNanchor_A_24" id="FNanchor_A_24"></a><a href="#Footnote_A_24" class="fnanchor">[24]</a> erwähnten Vorzeichen vor dem
-Brande bei Radevormwald im Jahre 1863 oder 1864 nicht ausgeschlossen,
-während bei der nachstehenden &#8222;rätselhaften&#8220; Geschichte die Vermutung
-nahe liegt, daß der &#8222;Seher&#8220;, von einem Komplott zur Anzündung des
-Schlosses irgendwie unterrichtet, diese durch einen, wenn auch nur
-halben Verrat habe vereiteln wollen. Der kurkölnische Soldat,<a name="FNanchor_A_25" id="FNanchor_A_25"></a><a href="#Footnote_A_25" class="fnanchor">[25]</a> der
-in der Nacht zum 13. Januar 1777 im Hofe des Buenretiro<a name="FNanchor_A_26" id="FNanchor_A_26"></a><a href="#Footnote_A_26" class="fnanchor">[26]</a> in Bonn auf
-Posten stand und von der Ablösung ohnmächtig gefunden wurde, bekundete,
-daß, als er kaum seinen Dienst angetreten, der bis dahin trübe
-Himmel an einer Stelle immer klarer geworden sei, bis sich aus der
-entstandenen Wolkenlücke ein dichter Feuerregen wohl zehn Minuten lang
-auf das Schloß ergossen<span class="pagenum"><a id="page16"></a>Seite 16</span> habe. Er sei dermaßen erschrocken, daß
-er nicht einmal Lärm zu schlagen vermochte, und habe erst allmählich
-gemerkt, daß die Flammen nicht zündeten. Dann sei es wieder dunkel
-um ihn geworden, und die Wolken hätten sich geschlossen, um sich
-gleich darauf nochmals zu öffnen; nun habe er deutlich auf des Himmels
-blauem Grunde einen großen eleganten Sarg gesehen, umgeben von sieben
-kleineren, ärmer ausgestatteten Särgen. Als der Stadtgouverneur General
-de Cler die Aussage der Schildwache des Abends in einer größeren
-Gesellschaft zum besten gab, sagte der erst 36 Jahre alte Hofrat v.
-Breuning höchst befremdenderweise sofort: &#8222;Das ist mein Sarg!&#8220; Die
-übrigen lachten, aber zwei Tage später wurde das herrliche Schloß mit
-seinen zahlreichen Kunstschätzen ein Raub der Flammen, die so gewaltig
-um sich griffen, daß der Kurfürst Maximilian Friedrich in seinen
-Nachtkleidern flüchten mußte. Der Buenretiro allein wurde gerettet, da
-die Flamme abermals, wie bei einer früheren Feuersbrunst (1689), bei
-der Kapelle des hl. Florian, des Fürbitters gegen Feuersgefahr, sich
-wendete, und das reiche Archiv durch die Pflichttreue seines Kurators,
-des Hofrats von Breuning, geborgen, dem, als er zum drittenmal, mit
-Schriften beladen, die glühenden und dampfenden Räume verlassen
-wollte, der einstürzende Thorweg das Rückgrat zerschmetterte. Als man
-seine Leiche im prächtigen Sarge zum Kirchhofe brachte, begrub man
-auch sieben Männer, die gleich ihm im Kampfe mit den Flammen den Tod
-gefunden. Das tragische Ereignis hat des Hofrats Witwe, die erst 1838
-im Alter von 87 Jahren zu Koblenz starb, wiederholt bestätigt.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="page17"></a>Seite 17</span> Der minder Begabte und nicht bis zum Schauen Gesteigerte
-&#8222;hört&#8220;: er hört den dumpfen Hammerschlag auf den Sargdeckel und
-das Rollen des Leichenwagens, hört den Waffenlärm, das Wirbeln der
-Trommeln, das Trappeln der Rosse und den gleichförmigen Tritt der
-marschierenden Kolonnen; er hört das Geschrei der Verunglückten und
-an Thür oder Fensterladen das Anpochen desjenigen, der ihn oder seine
-Nachfolger zur Hülfe auffordern wird.<a name="FNanchor_A_27" id="FNanchor_A_27"></a><a href="#Footnote_A_27" class="fnanchor">[27]</a> Durch lautes Klopfen wurde
-einzelnen Leuten in Mettmann<a name="FNanchor_A_28" id="FNanchor_A_28"></a><a href="#Footnote_A_28" class="fnanchor">[28]</a>, Richrath<a name="FNanchor_A_29" id="FNanchor_A_29"></a><a href="#Footnote_A_29" class="fnanchor">[29]</a> und Immigrath<a name="FNanchor_A_30" id="FNanchor_A_30"></a><a href="#Footnote_A_30" class="fnanchor">[30]</a> der
-baldige Tod eines Nachbarn oder Angehörigen kund gethan; durch Rücken
-des Werkzeugs oder Klirren der Säge einem Schreiner in Wönkhausen<a name="FNanchor_A_31" id="FNanchor_A_31"></a><a href="#Footnote_A_31" class="fnanchor">[31]</a>
-jede Anfertigung eines Sarges im voraus angesagt. Etwas ausgeschmückt
-ist folgende Sage:<a name="FNanchor_A_32" id="FNanchor_A_32"></a><a href="#Footnote_A_32" class="fnanchor">[32]</a> Als ein Schreiner aus Burg Hoff an der Sieg
-einst spät abends nach Hause kam, hörte er drinnen hämmern und
-sägen. Einige Tage später starb jemand in der Nachbarschaft, und
-unser Schreiner bekam den Auftrag, den Sarg für den Verstorbenen
-anzufertigen. Da fand er in seiner Werkstatt, die er längere Zeit nicht
-benutzt hatte, ein Brett, das früher nicht dort gewesen und genau als
-Kopfstück eines<span class="pagenum"><a id="page18"></a>Seite 18</span> Sarges zugeschnitten war. Er beschloß, davon
-keinen Gebrauch zu machen, aber ein neuhergestelltes Kopfstück riß beim
-Annageln, und mit einem zweiten ging es nicht besser; notgedrungen nahm
-er nun das unheimliche Brett &#8211; und der Sarg ward fertig.</p>
-
-<p>Schneider und Näherin hören die Schere schnippeln, wenn sie bald ein
-Totenhemd fertigen sollen; doch kannte Florentin v. Zuccalmaglio (1803
-bis 1869) in seiner Jugend auch eine Näherin, die ihm oft blaue Male
-an ihren Armen zeigte, die sie Geesterpetsche (Geisterkniffe) nannte
-und für Anzeichen hielt, durch die sich die Verstorbenen bei ihr
-anmeldeten.<a name="FNanchor_A_33" id="FNanchor_A_33"></a><a href="#Footnote_A_33" class="fnanchor">[33]</a></p>
-
-<p>Mit Affektionen des Gehörs verbunden waren zwei Gesichte späterer
-Eisenbahnen. Im Wupperthale<a name="FNanchor_A_34" id="FNanchor_A_34"></a><a href="#Footnote_A_34" class="fnanchor">[34]</a> schaute ein Mann vor ca. 80 Jahren eine
-ganze Reihe von Wagen, pfeilschnell mit Feuer vorwärts getrieben; als
-der Zug an die Stelle der jetzigen Station Remlingrade kam, ertönte ein
-schriller Pfiff. Ein Mann und zwei Frauen, die noch nie eine Eisenbahn
-gesehen, erblickten am Abend des zweiten Ostertages des Jahres 1839
-oder 1840 zwischen Vollmerhausen und Gummersbach<a name="FNanchor_A_35" id="FNanchor_A_35"></a><a href="#Footnote_A_35" class="fnanchor">[35]</a> bei Mondschein
-etwa sechsmal ein unbestimmtes Wesen kreisend durch die Luft brausen;
-oben auf dem Unnennbaren zeigte sich mitunter ein kleines bläuliches
-Licht, und dabei ließ ein Zischen sich vernehmen. Erst als der Mann
-einige Jahre nachher in Barmen eine Eisenbahn sah, wußte er, daß es
-eine Vorbedeutung<span class="pagenum"><a id="page19"></a>Seite 19</span> der Bahn gewesen, die jetzt dort vorbeifährt.</p>
-
-<p>Leider sind selbst viele Gesichte, die bedeutendere Ereignisse oder gar
-die Geschicke ganzer Orte und Gegenden verkündeten und uns hier ganz
-besonders interessieren, mehr oder weniger in Vergessenheit geraten.
-Von den zahlreichen Vorgeschichten z. B., die Köln in Brand oder mit
-glühenden Kugeln beschießen sahen,<a name="FNanchor_A_36" id="FNanchor_A_36"></a><a href="#Footnote_A_36" class="fnanchor">[36]</a> konnte Dr. Kutscheit<a name="FNanchor_A_37" id="FNanchor_A_37"></a><a href="#Footnote_A_37" class="fnanchor">[37]</a> nur
-noch eine einzige in Erfahrung bringen. Glaubwürdige Kölner erzählten
-ihm, wie im Anfange dieses Jahrhunderts der sehr fromme und nüchterne
-Wächter auf dem Bayenturme, als er spät abends sich pflichtgemäß aus
-den Turmfenstern nach der Stadt umschaute, gesehen habe, daß die Stadt
-von Westen her mit feurigen Kugeln überschüttet wurde und mit Ausnahme
-des Domes in Flammen geriet, während dessen herbeigerufene Schwester
-nichts wahrzunehmen vermochte.</p>
-
-<p>Die großen Truppenmassen, die man mit rauschender Janitscharenmusik
-gen Köln ziehen oder auf der Mülheimer Heide etc. sich lagern sah,<a name="FNanchor_A_38" id="FNanchor_A_38"></a><a href="#Footnote_A_38" class="fnanchor">[38]</a>
-sind gleich den westfälischen Kriegs- und Schlachtengesichten nur
-Verzerrungen oder wirre Auswüchse des zweiten Gesichts, die auf
-Nebel- bezw. Schwadenbildungen<span class="pagenum"><a id="page20"></a>Seite 20</span> beruhen. Lediglich ein
-Nebelgebilde auch war die &#8222;Vision oder Vorgeschichte&#8220;, über die das
-Grevenbroicher Kreisblatt berichtet:<a name="FNanchor_A_39" id="FNanchor_A_39"></a><a href="#Footnote_A_39" class="fnanchor">[39]</a> Es war am Ostersonntage,
-den 31. März 1861, als nach dem Hochamte gegen Mittag 3 Männer aus
-Gustorf eine kleine Strecke gegen Reisdorf feldeinwärts gingen, um die
-angenehme Frühlingsluft im Freien zu genießen. Die Sonne stand hoch im
-wolkenlosen Süden, wenige leichte Federwolken säumten den Horizont, &#8211;
-da erschienen auf dem sanft abgedachten Höhenzuge, der, von Gustorf aus
-gesehen, den Gesichtskreis gegen Nordwesten hin begrenzt, Heeresmassen
-zu Fuß und zu Pferde, die sich in der Richtung von Hahnerhof und
-Hoheneichen nach dem Bergerbusch hin bewegten und stellenweise wie
-im Kampfe entwickelten; der ganze Höhenzug wimmelte von größeren und
-kleineren Abteilungen, hin und her gedrängt im Dampf der Geschütze
-und Gewehre. Diese Erscheinung, welche außer jenen 3 noch 2 andere
-Männer aus der Nachbarschaft bemerkten, währte etwa 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Stunden und
-verschwand dann nach Westen hin.</p>
-
-<p>Derartige Gesichte sind vielfach in die Jahrhunderte alte Sage vom
-letzten blutigen Entscheidungskampfe, der am Birkenbaum zwischen
-Büderich und Werl seinen Abschluß finden soll,<a name="FNanchor_A_40" id="FNanchor_A_40"></a><a href="#Footnote_A_40" class="fnanchor">[40]</a> übergegangen,
-weitere Ergänzungen der eigenartigen Ueberlieferung aber auch
-durch mancherlei Prophezeiungen erbracht worden. Ein Düsseldorfer
-Kapuziner-Pater offenbarte<span class="pagenum"><a id="page21"></a>Seite 21</span> im Jahre 1762:<a name="FNanchor_A_41" id="FNanchor_A_41"></a><a href="#Footnote_A_41" class="fnanchor">[41]</a> &#8222;Nach einem
-schweren Kriege wird Friede werden und doch kein Friede sein, weil
-der Kampf der Armen wider die Reichen und der Reichen wider die Armen
-entbrennt. Nach diesem Frieden kommt eine schwere Zeit. Das Volk wird
-keine Treue und keinen Glauben mehr haben. Wenn die Frauensleute nicht
-wissen, was sie vor Ueppigkeit und Hochmut für Kleider tragen wollen,
-bald kurz, bald lang, bald eng, bald weit, wenn die Männer auch ihre
-Trachten ändern und man allgemein die Bärte der Kapuziner trägt,
-dann wird Gott die Welt züchtigen. Ein schwerer Krieg wird im Süden
-entbrennen, sich nach Osten und Norden verbreiten. Die Monarchen werden
-getötet werden. Wilde Scharen werden Deutschland überschwemmen und bis
-an den Rhein kommen; sie werden aus Lust morden, sengen und brennen,
-so daß Mütter aus Verzweiflung, weil sie überall den Tod vor Augen
-sehen, sich mit ihren Säuglingen ins Wasser stürzen werden. Da, wenn
-die Not am größten ist, wird ein Retter kommen von Süden her; er wird
-die Horden der Feinde schlagen und Deutschland glücklich machen. Dann
-werden an manchen Orten aber die Menschen so selten sein, daß man auf
-einen Baum steigen muß, um Menschen in der Ferne zu suchen.&#8220;</p>
-
-<p>Der Stadt Koblenz droht eine alte prophetische Sage:<a name="FNanchor_A_42" id="FNanchor_A_42"></a><a href="#Footnote_A_42" class="fnanchor">[42]</a> &#8222;Wehe! Wehe!
-Wo Rhein und Mosel zusammenfließen, wird gegen Türken und Baschkiren
-eine Schlacht geschlagen werden, so blutig, daß der Rhein auf<span class="pagenum"><a id="page22"></a>Seite 22</span>
-25 Stunden Wegs rot gefärbt sein wird&#8220;; auch Johann Peter Knopp<a name="FNanchor_A_43" id="FNanchor_A_43"></a><a href="#Footnote_A_43" class="fnanchor">[43]</a>
-meint: &#8222;Es wird hart hergehen, besonders bei Koblenz.&#8220;</p>
-
-<p>Das Schlimmste jedoch soll Köln bevorstehen, das außer Knopp<a name="FNanchor_A_44" id="FNanchor_A_44"></a><a href="#Footnote_A_44" class="fnanchor">[44]</a> auch
-Rembold<a name="FNanchor_A_45" id="FNanchor_A_45"></a><a href="#Footnote_A_45" class="fnanchor">[45]</a>, Jasper<a name="FNanchor_A_46" id="FNanchor_A_46"></a><a href="#Footnote_A_46" class="fnanchor">[46]</a> und ein anderer westfälischer Spökenkieker<a name="FNanchor_A_47" id="FNanchor_A_47"></a><a href="#Footnote_A_47" class="fnanchor">[47]</a>
-als Schauplatz einer großen Schlacht<a name="FNanchor_A_48" id="FNanchor_A_48"></a><a href="#Footnote_A_48" class="fnanchor">[48]</a> bezeichnet haben. Der Magister
-Heinrich v. Judden, Pastor an Klein St. Martin zu Köln, fand um
-1460 in einem alten Buche des dortigen Karmeliterklosters folgende
-Prophezeiung:<a name="FNanchor_A_49" id="FNanchor_A_49"></a><a href="#Footnote_A_49" class="fnanchor">[49]</a> &#8222;O glückliches Köln, wenn du wirst gut gepflastert
-sein, wirst du untergehen in deinem eigenen Blute. O Köln, du wirst
-untergehen wie Sodom und Gomorrha; deine Straßen werden von Blute
-fließen und deine Reliquien dir genommen werden. Wehe dir, reiches
-Köln, weil deine Einwanderer an deinen Brüsten saugen und an denen
-deiner Armen, die gemartert und gequält werden für dich.&#8220;</p>
-
-<p>Mit der Erfüllung dieser fällt wohl auch die der zweiten Hälfte der
-vom Prälaten Emilian Elbertz<span class="pagenum"><a id="page23"></a>Seite 23</span> (&#8224; 1798) seinem Diener
-Heinrich Pohl mitgeteilten Prophezeiung<a name="FNanchor_A_50" id="FNanchor_A_50"></a><a href="#Footnote_A_50" class="fnanchor">[50]</a> zusammen, deren Alter
-er auf ca. 150 Jahre angab: &#8222;Die Abteikirche von St. Pantaleon wird
-lutherisch, dann aber wieder katholisch werden. Mittelst einer Bombe,
-die bei der Kirche niederfallen wird, wird ein heiliger Körper zum
-Vorschein kommen, der keine Hände und Füße hat.&#8220; Der Prälat hielt sehr
-viel auf sie und war gegen Ende seines Lebens in beständiger Sorge,
-daß sie noch bei seinen Lebzeiten sich verwirklichen könne; er ließ
-sogar nach dem Körper des Heiligen, der nach einer anderen Lesart der
-künftige Schutzpatron Kölns sein wird, Nachgrabungen anstellen, die
-jedoch ohne Erfolg geblieben sind.</p>
-
-<p>&#8222;Wehe Köln!&#8220; &#8211; läßt ein anderer Prophet sich vernehmen<a name="FNanchor_A_51" id="FNanchor_A_51"></a><a href="#Footnote_A_51" class="fnanchor">[51]</a> &#8211; &#8222;Wenn
-im Raderthale Häuser gebaut und bewohnt sind, dann ist die Zeit nahe,
-die Unheil über Gute und Böse bringen wird. Wehe den Geistlichen,
-welche aus Hoffart und Lauigkeit Pracht und gute Tage lieben!... Von
-der Südseite werden die Feinde bis zum goldenen Apfel dringen und ein
-großes Blutbad anrichten. Viele Gute werden sterben und die Bösen durch
-die Bösen umkommen. Eine furchtbare Krankheit wird aufräumen helfen.
-Auf der Retirade wird Köln viel leiden; doch kann durch Gebet viel
-gewendet werden. Man soll Bittgänge thun, um gemeinschaftlich Gottes
-Rechte zu entwaffnen. Hört, ich sage euch: Die Hölle hat eine große
-Ernte! Bessere sich alles, ehe es zu spät ist.&#8220;</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="page24"></a>Seite 24</span> Die ehedem gäng und gäbe Prophezeiung &#8222;In Bonn werden die
-Jesuiten auf dem Markte gemartert werden&#8220; glaube ich auf die Vision
-des Franziskaner-Paters Jakob Pirre vom Jahre 1745<a name="FNanchor_A_52" id="FNanchor_A_52"></a><a href="#Footnote_A_52" class="fnanchor">[52]</a> zurückführen zu
-sollen. Diesem erschien am 25. Mai 1745, als er in der schwäbischen
-Stadt Laubheim übernachtete, der Geist Holzhausers<a name="FNanchor_A_53" id="FNanchor_A_53"></a><a href="#Footnote_A_53" class="fnanchor">[53]</a> und gebot ihm
-aufzustehen und folgende Verse niederzuschreiben:</p>
-
-<div class="bltext">
- <p class="poem"><span class="antiqua">Millia sexcentum novies duodenaque pono,<br/>
- <em class="gesperrt">&nbsp;A</em>dde quater decies, tunc venit illa dies,<br/>
- Qua Bonnae<a name="FNanchor_A_54" id="FNanchor_A_54"></a><a href="#Footnote_A_54" class="fnanchor">[54]</a> Jesu socii fratresque beati<br/>
- <em class="gesperrt">&nbsp;F</em>rancisci palmas martyriumque ferent.</span><a name="FNanchor_A_55" id="FNanchor_A_55"></a><a href="#Footnote_A_55" class="fnanchor">[55]</a></p>
-</div>
-
-<p>Zu Beginn des siebenjährigen Krieges machten die Enthüllungen der
-Hoffin, einer Küfersfrau aus Horrweiler bei Kreuznach, viel von sich
-reden; doch will ich mich an dieser Stelle auf die Wiedergabe zweier
-Briefe<a name="FNanchor_A_56" id="FNanchor_A_56"></a><a href="#Footnote_A_56" class="fnanchor">[56]</a> des Kandidaten der Theologie Bender<span class="pagenum"><a id="page25"></a>Seite 25</span> in Kreuznach
-beschränken, in denen dieser dem Kirchenrate Ward berichtete, was er
-selbst aus dem Munde der Frau erfahren.</p>
-
-<p>Es war Freitags, den 1. April 1757 &#8211; lautet das erste Schreiben &#8211; da
-ich von Herrn Inspektor Rettig zum Predigen angeredet [bestellt]
-wurde. Nachdem ich den Sonntag zu Horrweiler gepredigt hatte und eben
-im Begriffe war, auf die Filiale zu gehen, wartete der Mann dieser
-Frau am Thor auf mich und bat mich, ich möchte doch des Mittags zu ihm
-kommen, weil er etwas mit mir zu reden hätte. Ich hatte kein Bedenken,
-ihm dieses zuzusagen, und ich hielt auch am Mittag mein Versprechen.
-Ich fand ihn, seine Frau und einige Kinder in seinem Hause; doch war
-ich nicht lange da, als ein Kind nach dem andern wegging, so daß wir
-drei allein blieben. Nach einem kurzen Stillschweigen sagte die Frau,
-sie möchte gerne eine Frage an mich richten, wenn sie nur wüßte, daß
-ich ihr es nicht übel nehmen würde. Da ich ihr dieses versichert
-hatte, so fragte sie mich, wer wohl die heut gehaltene Predigt zuerst
-gewußt hätte, sie oder ich? Dieses kam mir seltsam vor; ich sagte ihr
-dies und dabei, ich verstünde sie nicht, sie müßte sich deutlicher
-erklären. &#8222;Gut,&#8220; sagte sie, &#8222;sagen Sie mir doch, wann Sie der Herr
-Inspektor zum Predigen bestellt hat.&#8220; &#8222;Am verwichenen Freitag,&#8220; war
-meine Antwort. Hierauf wandte sie sich zu ihrem Mann und sagte. &#8222;Siehst
-du nun, daß ich recht hatte und daß ich die Predigt eher gewußt, als
-der Herr Bender bestellt worden ist?&#8220; Dieses machte mich nun nicht
-klüger, als ich zuvor gewesen war. Ich fragte den Mann, was alles
-dieses bedeuten sollte, und erhielt<span class="pagenum"><a id="page26"></a>Seite 26</span> folgende Antwort: &#8222;Am
-Donnerstag früh, als ich erwachte, fragte mich meine Frau, ob ich auch
-wüßte, daß unser Herr Inspektor krank geworden wäre. Ich fragte, wie
-ich dieses wissen könnte. Ja, sagte meine Frau, er ist krank und wird
-auf den Sonntag nicht predigen, sondern wir bekommen einen andern;
-rate einmal, wen? Ich riet etlichemal. Nein, sagte sie, keinen von
-diesen, unsers Herrn Inspektors Sohn(?) kommt, und damit du siehst,
-daß ich es weiß, so will ich dir noch mehr sagen. Sie nannte hierauf
-das Lied, den Eingang und den Text, den er haben würde. Wir waren
-heute beide in der Kirche und ich bin überzeugt worden, daß meine
-Frau recht hatte, weil es das Lied, der Eingang und der Text war.&#8220;
-Wenn es mit dieser Erzählung seine Richtigkeit hat, so hat die Frau
-in der That 32 Stunden früher gesagt, was ich predigen würde, ehe
-ich wußte, daß ich predigen sollte. Ich habe es allzeit für thöricht
-gehalten, wenn man so schließt: &#8222;Ich kann es nicht begreifen, wie es
-mit dieser Sache zugeht, deswegen ist sie wohl falsch,&#8220; und ich fand
-auch nicht für gut, die Frau durch einen Machtspruch abzuschrecken
-und so ihr Zutrauen zu verlieren. Ich that also nichts, als daß ich
-ihr meine Verwunderung zeigte und zugleich ihren Mann fragte, ob sich
-die Sache so verhielte. Er bedeutete, alles, was er gesagt, sei die
-reine Wahrheit, und seine Frau werde mir noch erstaunlichere Dinge
-sagen. Ich fragte sie hierauf, auf welche Art ihr diese verborgenen
-Dinge offenbart würden, und da sie sah, daß ich kein Mißtrauen in die
-Wahrheit ihrer Erzählung zu setzen schien, so erfuhr ich folgendes:
-Wenn ihr zukünftige Dinge bekannt gemacht werden sollten, so<span class="pagenum"><a id="page27"></a>Seite 27</span>
-ergriffe sie etwas, eben wie eine Menschenhand, in der Brust, und das
-sei das Zeichen, sich an einen einsamen Ort zu begeben. Alsdann werde
-ihr Geist ihrem Leibe entrückt und sie käme in Begleitung eines Engels
-in eine Versammlung von Geistern, die teils aus Engeln, teils aus
-Seelen von noch lebenden Menschen bestände. Hier werde alles, was noch
-in Zukunft geschehen sollte, als wirklich gegenwärtig abgehandelt, und
-die Seelen der gegenwärtigen Menschen redeten und handelten so, wie
-sie in der Folge der Zeit reden und handeln würden. Manchmal würden
-ihr sinnbildliche Gesichter gezeigt, und dann fragte sie ihr Führer,
-ob sie das verstehe und den Sinn von allem erkenne, da ihr dann, im
-Falle sie es nicht verstände, hinlängliche Erläuterung von einem Engel
-gegeben würde. Ebenso erhalte sie Befehle an diesen oder jenen oder
-einige Menschen, und sie werde allemal gestraft, wenn sie sich weigere,
-ihr aufgetragene Geschäfte zu verrichten. Zum Beweise aber, daß sie
-nicht getäuscht würde und daß alles, wie sie es gesehen und gehört,
-in Zukunft geschehen sollte, habe sie die Gnade, daß ihr öfters eine
-Begebenheit gezeigt würde, die sich in wenig Tagen in ihrem Ort oder
-in ihrer Nachbarschaft zutrüge, um die Wahrheit des übrigen daran zu
-prüfen. Eben ein solches Zeichen sei meine Predigt gewesen, denn mein
-Geist sei wirklich in der Versammlung aufgetreten und habe eben die
-Worte geredet, die sie heut in der Kirche von mir gehört hätte. Ich
-gestehe es, daß ich von allem diesen kein Wort weiß, und entweder hat
-ein anderer Geist in der Versammlung die Güte gehabt, meine Gestalt
-anzunehmen und meine Rolle zu spielen, oder<span class="pagenum"><a id="page28"></a>Seite 28</span> die menschliche
-Seele muß Handlungen vornehmen können, deren sie sich nicht bewußt
-ist. Da ich begierig war, noch mehr zu erfahren, so brachte ich das
-Gespräch auf den gegenwärtigen Krieg, weil ich glaubte, sie würde sich
-in die Natur der Völker, der Landschaften, Städte und ihrer Lagen
-nicht recht finden können, sondern ihre Schwäche und vielleicht gar
-ihren Betrug offenbaren; allein sie sprach von allem diesen mit einer
-bewunderungswürdigen Fertigkeit und unterschied alles so wohl, daß
-ich in der That nicht begreifen konnte, wo sie als eine rohe Bäuerin
-solche Begriffe her haben sollte. Sie behauptete, den Krieg zwischen
-Preußen und Oesterreich lange vorher gewußt und auch einigen Leuten,
-die sie mir nannte, in Wiesbaden<a name="FNanchor_A_57" id="FNanchor_A_57"></a><a href="#Footnote_A_57" class="fnanchor">[57]</a> vorhergesagt zu haben; man hätte
-sie aber, weil alles damals ruhig gewesen, als eine Thörin verlacht,
-besonders da sie die Bataille bei Lobositz<a name="FNanchor_A_58" id="FNanchor_A_58"></a><a href="#Footnote_A_58" class="fnanchor">[58]</a> vorhergesagt und die
-Preußen für die Sieger erklärt habe. Zu eben der Zeit wäre sie ihrer
-Aussage nach in einer Geisterversammlung gewesen, in welcher sich
-der König von Preußen, wie die Häupter aller gegen ihn vereinigten
-Mächte befunden. Der König that alles, die Gegenpartei zum Frieden
-zu bringen und machte ihnen die nachdrücklichsten Vorstellungen; er
-führte ihnen die Gerechtigkeit seiner Sache und das unschuldige Blut
-zu Gemüte, das vergossen, und gewiß auf ihr Gewissen vergossen würde.
-Da aber die andern gegen diese Gründe unempfindlich waren und immer
-einer den andern in seinen Anschlägen bestärkte, so<span class="pagenum"><a id="page29"></a>Seite 29</span> trat
-ein Engel zu dem König, zuckte ihn etlichemal zurück und sagte: &#8222;Sei
-getrost und laß dich ihre große Anzahl nicht kleinmütig machen! Wenn
-ihrer noch so viele wären, so sollen sie doch in dein Schwert fallen!&#8220;
-Zu einer anderen Zeit hat sie den König in seinem Kabinett betend
-gesehen; zwei Engel standen hinter ihm, und da er zu Gott betete, er
-möchte doch der unschuldigen Schlachtopfer schonen und seinen Feinden
-friedfertige Gedanken geben, so sei abermals ein Engel zu ihm getreten
-und habe obige Worte wiederholt. Sie machte hierbei die Anmerkung, es
-verlange sie zu wissen, ob der König die Stimme wirklich höre oder ob
-diese Gedanken bloß als wie eigene in seiner Seele entständen. Ebenso
-will sie den Marsch der Franzosen vorausgesehen haben. Sie sagte,
-anfangs seien ihre Gesichter nach Böhmen zugewandt gewesen; damit
-aber die Feinde des Königs in dieser Gegend nicht zu mächtig würden,
-so hätten sie sich nach Westfalen wenden müssen. Doch würden sie dem
-König nicht schaden, sondern er würde sich auch dort ihren Leuten
-widersetzen. Für die Zukunft bestimmt sei überhaupt dieses: Der König
-würde stets sieghaft über seine Feinde sein und einen ehrlichen und
-dauerhaften Frieden schließen können. Diese Frau prophezeite auch, daß
-die Kurfürsten von Mainz und der Pfalz aus ihren Residenzen vertrieben
-werden würden, weshalb sie zu Mannheim<a name="FNanchor_A_59" id="FNanchor_A_59"></a><a href="#Footnote_A_59" class="fnanchor">[59]</a> eingesperrt sei. Wie nun die
-bei ihr gegenwärtig gewesenen Hofpersonen erzählten, daß der Hof so
-bestürzt sei, weil er vom Prinzen von<span class="pagenum"><a id="page30"></a>Seite 30</span> Sulzbach in langer Zeit
-keine Nachricht hätte, und glaubten, daß er gar tot sein möchte, hat
-sie selbige getröstet und gesagt: &#8222;Nein, er lebt noch; er ist in Prag
-in dem genannten Hause und Zimmer, sitzt am Tisch und liest gegenwärtig
-die Zeitung.&#8220; Als dieses am Hofe gemeldet und auch durch einen Kurier
-alles wahr befunden sei, ist sie des Arrests entlassen worden. Ich
-muß hier noch anmerken, daß sich diese Frau, wenn sie wiederholt, was
-in ihrer Versammlung geredet, solcher Ausdrücke bedient, die für ihre
-Erziehung viel zu ordentlich und, wenn mir der Ausdruck erlaubt ist,
-viel zu vornehm sind; in ihren sonstigen Gesprächen kann man nichts
-Phantastisches an ihr wahrnehmen. Ich habe mich nach ihrem Wandel
-erkundigt und man giebt ihr das Zeugnis, daß sie sehr ordentlich lebe
-und die Kirche sehr fleißig besuche, ein scharfes Auge auf ihre Kinder
-habe und gegen die Armen ungemein freigebig sei; sie wird schier von
-jedermann für eine Thörin gehalten. Ich getraue mir in diesem Punkte
-nichts zu bestimmen; wenn sie auf höheren Befehl zu einzelnen Menschen
-redet, so haben ihre Bestrafungen die Zerrüttung der Seele zum Grunde,
-in diesem Falle ist sie der Gesellschaft nicht schädlich.</p>
-
-<p>Einige Monate später ließ Bender weitere Nachrichten folgen. Am 1.
-Oktober 1757 &#8211; fährt er fort &#8211; sagte mir die Frau Hoffin, sie habe
-die ganze Zeit, da sie mich nicht gesehen, nur drei Offenbarungen
-gehabt: eine auf Pfingsten, die andere den 18. Juli und die letzte
-auf den 11. September. In Ansehung der ersteren können Sie die
-vollkommene Probe von der Wahrheit ihrer Aussage nehmen; in dieser
-wurde ihr offenbart, daß die<span class="pagenum"><a id="page31"></a>Seite 31</span> Preußen die Bataille bei
-Kollin<a name="FNanchor_A_60" id="FNanchor_A_60"></a><a href="#Footnote_A_60" class="fnanchor">[60]</a> verlieren und Prag verlassen würden. Sie sagt, sie habe
-dies, ehe es eingetroffen, dem Herrn Kirchenrat Mieg in Wiesbaden
-gesagt und sie berufe sich auf diesen als Zeugen für die Wahrheit ihrer
-Aussage. Wollten Sie Sich die Mühe nehmen, nachzufragen, so würden Sie
-vielleicht genug erfahren, um von dem übrigen urteilen zu können.<a name="FNanchor_A_61" id="FNanchor_A_61"></a><a href="#Footnote_A_61" class="fnanchor">[61]</a>
-Die Ursache, warum diese Schlacht verloren gegangen, ist ihrer Aussage
-nach diese: Die Kaiserin habe nichts mehr gewünscht, als nur einmal
-über Preußen zu siegen, und sie habe sich anheischig gemacht, nach
-diesem Sieg einen ehrlichen Frieden zu schließen. (Sie müssen wissen,
-daß dieses bloß in der Geisterversammlung geschehen ist, wo auch die
-geheimsten Gedanken offenbart würden, jedoch ohne daß eine von den
-interessierten Personen ein Wort davon weiß.) Dieses sei bewilligt
-worden, doch habe ihr zugleich ein Engel gesagt, es werde doch kein
-Friede folgen; es geschehe bloß, um das Maß voll zu machen. In der
-Versammlung vom 18. Juli ist nichts Merkwürdiges vorgefallen, außer daß
-der kaiserlichen Partei ihr Trotz auf diesen Sieg stark verwiesen und
-zugleich dem König von Preußen der Sieg aufs neue versprochen worden.
-Die Offenbarung vom 11. September ist ungemein außerordentlich, und
-wenn dieses eintrifft, so ist man vielleicht gezwungen, dieser Frau
-mehr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Sie sagte nämlich,<span class="pagenum"><a id="page32"></a>Seite 32</span>
-es sei ihr ein sehr junger Herr und eine etwas ältliche Dame gezeigt
-worden mit dem Bedeuten: Dieses ist der Prinz von Oranien<a name="FNanchor_A_62" id="FNanchor_A_62"></a><a href="#Footnote_A_62" class="fnanchor">[62]</a> und diese
-seine Frau Mutter.<a name="FNanchor_A_63" id="FNanchor_A_63"></a><a href="#Footnote_A_63" class="fnanchor">[63]</a> Ich weiß nicht, sagte sie, ob solche Personen in
-der Welt sind, allein so habe ich sie nennen hören. Diese beiden hohen
-Personen habe ein Engel aufgemuntert, ihren gedrückten Glaubensbrüdern
-beizustehen und sich der Sache der Religion anzunehmen. Gleich darauf
-habe sie ein starkes Gewinsel gehört, woraus sie geschlossen, daß
-dieser junge Prinz im Anfange nicht sonderlich glücklich sein werde.
-&#8222;Die Sache geschieht gewiß,&#8220; fuhr sie fort, &#8222;wann aber, das ist mir
-unbekannt und nicht offenbart worden.&#8220; Ich fragte sie, was es endlich
-wohl für einen Ausgang mit dem gegenwärtigen Krieg nehmen werde. Ich
-erhielt eine Antwort, deren ich mich von Wort zu Wort besinne: &#8222;Es ist
-hier,&#8220; sagte sie, &#8222;nicht um Kronen und Länder, sondern um das wahre
-Wort Gottes zu thun, und ich habe die Versicherung, daß dieses nebst
-seinen Verteidigern nie unterliegen werde.&#8220; Noch eins hätte ich schier
-vergessen: der Stadt Mainz soll ein großes Unglück bevorstehen, Landau
-und Straßburg sollen nicht leer ausgehen.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="page33"></a>Seite 33</span> Gerade in bedrängten Zeiten tauchen prophetische Stimmen am
-ehesten auf, und so erschienen Anfang April 1761 plötzlich auch in
-Köln<a name="FNanchor_A_64" id="FNanchor_A_64"></a><a href="#Footnote_A_64" class="fnanchor">[64]</a> zwei alte Männer von ehrwürdigem Aussehen, die auf eine
-sonderbare Art gekleidet und barfuß waren und nur Wasser und Brot
-genossen. Sie verkündeten auf öffentlichen Gassen den Zorn Gottes
-über die Menschen und weissagten, daß im Jahre 1765 sich in allen
-vier Weltteilen ein allgemeiner Krieg entzünden, 1766 Konstantinopel
-zerstört werden, 1767 England im Wasser untergehen, 1768 die ganze Welt
-den wahren Gott erkennen und 1769 ein großer Mann ein wichtiges Zeugnis
-davon ablegen, 1770 ein allgemeines Erdbeben stattfinden, 1771 Sonne
-und Mond samt den Sternen vom Himmel fallen, 1772 die Welt in Flammen
-untergehen und endlich 1773 das allgemeine Weltgericht einbrechen
-werde. Man verbot ihnen sogleich, ihre Mission fortzusetzen; sie aber
-widersetzten sich diesem Befehle und gaben sich für Propheten aus, die
-der Himmel abgesendet, die Menschen zu schleuniger Buße zu ermahnen.
-Dieserhalb gefänglich eingezogen, wurden sie von den Jesuiten einem
-Verhör unterworfen; sie antworteten in lateinischer, griechischer,
-hebräischer, chaldäischer und anderer Sprache und gaben vor, 700 Jahre
-alt und aus der Gegend von Damaskus gebürtig zu sein. Mit Erlaubnis der
-Obrigkeit von den Jesuiten gefesselt nach Rom geschickt, wollten sie
-dort die Richtigkeit ihrer Mission erweisen.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="page34"></a>Seite 34</span> Nach den Freiheitskriegen verwirrte der durch seine Wanderung
-nach Königsberg (1807/08) bekannt gewordene Landmann Johann Adam
-Müller<a name="FNanchor_A_65" id="FNanchor_A_65"></a><a href="#Footnote_A_65" class="fnanchor">[65]</a> vom Maisbacher Hofe bei Heidelberg die Gemüter vieler
-Rheinländer gelegentlich seiner Reise zum Aachener Kongreß (1818),
-indem er behauptete, es werde noch in diesem Jahre Napoleon von St.
-Helena zurückkehren und ein neuer Krieg beginnen, der drei Jahre dauern
-und Frankreich unter das Szepter der vier verbündeten Monarchen,
-wozu er England zählte, bringen würde; sein Auftrag gehe diesmal
-dahin, die vier Fürsten aufzufordern, alles daran zu setzen, eine
-Religions-Vereinigung zu bewirken und Juden, Heiden und Türken dem
-Glauben an Jesum Christum zuzuführen, worauf die glückselige Zeit auf
-Erden beginnen werde.<a name="FNanchor_A_66" id="FNanchor_A_66"></a><a href="#Footnote_A_66" class="fnanchor">[66]</a></p>
-
-<p>Die beiden namhaftesten Seher des Rheinlandes aber sind Rembold und
-Knopp, bei deren Geschicken und Enthüllungen wir nunmehr verweilen
-wollen.</p>
-
-<p>Johann Bernhard Rembold<a name="FNanchor_A_67" id="FNanchor_A_67"></a><a href="#Footnote_A_67" class="fnanchor">[67]</a> war im Dezember 1689 als Sohn eines
-alten Leinwebers in dem unweit Siegburg gelegenen Dorfe Eschmar
-geboren. Schon früh begleitete er seinen Vater auf dessen<span class="pagenum"><a id="page35"></a>Seite 35</span>
-Geschäftsreisen, die er ihm später ganz abnahm, und da dieser einen
-großen Teil seiner Fabrikate auf der Abtei Siegburg absetzte, verwandte
-ihn der Abt häufig als Boten in die ihm untergeordneten Klöster
-Oberpleis, Heisterbach etc., so daß er viel mit den Ordensgeistlichen
-in Berührung kam. Durch diesen Verkehr eignete sich der fromme, aber
-gänzlich ungebildete Mann mancherlei Anschauungen an, die den meisten
-seiner Standes- und Zeitgenossen fremd bleiben mußten. Nur mit einem
-Stab, einem Rosenkranz und einer Geige ausgerüstet, durchzog er &#8211; auch
-noch nach seiner Verheiratung &#8211; die Dörfer und Städte der bergischen
-Sieg- und Rheingegend und besuchte vorzugsweise die Kirchweihfeste,
-wo er durch den Vortrag einfacher Kirchenlieder und moralischer
-Erzählungen die Leute zu fesseln suchte. Auf jedem Bauerngute, in
-jedem Kloster war &#8222;Spiel-Bähn&#8220;,<a name="FNanchor_A_68" id="FNanchor_A_68"></a><a href="#Footnote_A_68" class="fnanchor">[68]</a> wie man ihn seines Geigenspiels
-halber bald ausschließlich zu nennen pflegte, ein gern gesehener
-Gast, der jeden erlaubten Dienst willig verrichtete und sich noch im
-hohen Mannesalter selbst einer Reise nach Rom, mit der ihn die Kölner
-Franziskaner betrauten, gern unterzog.</p>
-
-<p>Aus der heiligen Stadt mit großer Weltkenntnis zurückgekehrt, gab
-Spielbähn die erste Probe seiner Sehergabe, indem er auf dem Eschmarer
-Bauergeding<a name="FNanchor_A_69" id="FNanchor_A_69"></a><a href="#Footnote_A_69" class="fnanchor">[69]</a> erklärte: &#8222;Künftiges Jahr werden wir nicht bauerdingen,
-weil dann die ganze hiesige Gegend<span class="pagenum"><a id="page36"></a>Seite 36</span> mit fremden Kriegern
-überschwemmt sein wird.&#8220; Trotzdem sich diese Prophezeiung gleich
-vielen späteren wirklich erfüllte, schenkte man doch seinen Visionen
-meist nur wenig Glauben, was die Bezeichnung &#8222;Lügen-Bähn&#8220;, die schnell
-im ganzen Lande gäng und gäbe wurde, genugsam bekundet. Bat ihn ein
-Spötter um eine Prophezeiung, so erwiderte er mit großer Gelassenheit,
-daß es nicht in seiner Macht liege, willkürlich künftige Geschicke
-zu verkünden, sondern Gott ihm nur zu Zeiten einen Blick in die
-Zukunft eröffne; am abendlichen Herdfeuer, im Kreise biederer Nachbarn
-aber, nahm er häufig die graue Mütze von seinem ehrwürdigen Haupte,
-schaute, fromm die Hände faltend, mit verklärtem Antlitz gen Himmel
-und berichtete kurz und bestimmt, was die göttliche Huld ihn erschauen
-lasse, sehr oft schließend: &#8222;Wenn auch die Menschen mich verhöhnen,
-indem sie sagen, ich sei nur ein simpler Spielmann, so wird dennoch
-die Zeit kommen, wo sie wahr finden werden meine Worte.&#8220; Einst bat er
-einen Nachbar, mit ihm für den noch völlig gesunden N. zu beten, da er
-binnen kurzem verscheiden werde &#8211; und der Genannte starb am zweiten
-Tage; mehrere Personen, die nach seiner Aussage ihre Wohnung nicht
-wiedersehen würden, raffte der Tod auf dem Heimwege hin: der gräfliche
-Rentmeister X. erlag einem Schlagflusse, ein Knecht aus der Nähe von
-Sieglar wurde überfahren, ein Bauernmädchen aus derselben Gegend
-ertrank; auch der Küster Haupts in Geistingen,<a name="FNanchor_A_70" id="FNanchor_A_70"></a><a href="#Footnote_A_70" class="fnanchor">[70]</a> ein Kind in Sieglar,
-<span class="pagenum"><a id="page37"></a>Seite 37</span> sowie der Amtmann D. und der Schöffe T. in Honnef starben
-genau zu der von Spielbähn angegebenen Zeit, der Gerichtsschöffe Kr.,
-nach Verlust seines Vermögens, wie dieser es ihm angekündet, &#8222;von
-Ungeziefer halb verzehrt, in Troisdorf auf dem Stroh&#8220;. Matthias Bey,
-weiland Schöffe zu Birlinghoven, hat oft erzählt, daß Spielbähn, der in
-seinem Elternhause häufig eingekehrt und von seinem Vater wegen seiner
-Weissagungen mitunter gehänselt sei, diesem eines Tages eröffnet habe:
-&#8222;Obgleich du meine Worte verlachst, so wünschte ich doch, dir etwas
-Gutes prophezeien zu können; leider ist es aber nur Schlimmes, was ich
-dir zu sagen habe: du bist zwar ein braver Mann, dem Kirchengang und
-Gebete, sowie dem Wohlthun ergeben, aber du wirst dennoch nicht in
-deinem Bette sterben!&#8220; Sein Vater habe indes auch diese Prophezeiung
-ungläubig und lächelnd hingenommen, sei aber am 5. Januar 1792, als er
-von einem Taufschmause berauscht zurückkehrte, unterwegs &#8211; etwa <sup>3</sup>/<sub>4</sub>
-Stunden von seiner Wohnung entfernt &#8211; erfroren.</p>
-
-<p>Diejenigen Prophezeiungen Bähns, welche ein allgemeines Interesse
-beanspruchen konnten, sind 1759 von einem alten katholischen
-Landgeistlichen aufgezeichnet worden, dessen Niederschrift
-Schrattenholz 1840 wieder aufgefunden und 1846 zuerst veröffentlicht
-hat. Ein großer Teil derselben soll durch den Brand der Abtei Siegburg
-(1772), das Anschwellen der Sieg (1784), die Enthauptung Ludwigs
-<span class="antiqua">XVI.</span> (1793), die Gewaltherrschaft Napoleons (1799-1814), die
-Aufhebung der rheinischen Klöster (1803), die Gefangennahme des
-Papstes Pius <span class="antiqua">VII.</span> (1809) und des Kölner Erzbischofs Clemens
-August<span class="pagenum"><a id="page38"></a>Seite 38</span> (1837), die Errichtung einer Irrenanstalt zu Siegburg
-(1824), die Anlage mehrerer Landstraßen,<a name="FNanchor_A_71" id="FNanchor_A_71"></a><a href="#Footnote_A_71" class="fnanchor">[71]</a> die Einführung von
-Eisenbahnen und Dampfboten<a name="FNanchor_A_72" id="FNanchor_A_72"></a><a href="#Footnote_A_72" class="fnanchor">[72]</a> u. s. w. bereits in Erfüllung gegangen
-sein, so daß sich nur noch die Schilderung der letzten entscheidenden
-Schlacht,<a name="FNanchor_A_73" id="FNanchor_A_73"></a><a href="#Footnote_A_73" class="fnanchor">[73]</a> die u. a. auch die Wiederaufrichtung der Abteien Siegburg
-und Heisterbach im Gefolge haben würde, zu bewahrheiten hätte. Die
-hierauf bezügliche Weissagung hat folgenden Wortlaut:<a name="FNanchor_A_74" id="FNanchor_A_74"></a><a href="#Footnote_A_74" class="fnanchor">[74]</a> &#8222;Ihr
-bergischen Länder, merket auf! Euer Regentenhaus, welches abstammt von
-einem Markgrafentum, wird von seiner Höhe plötzlich herabsinken und
-wird kleiner als ein Markgraftümchen werden. Es bluten die Gläubigen
-im fremden Lande. Darum untergehen wird ein großes Barbarenreich,<a name="FNanchor_A_75" id="FNanchor_A_75"></a><a href="#Footnote_A_75" class="fnanchor">[75]</a>
-weil es solche<span class="pagenum"><a id="page39"></a>Seite 39</span> Frevel zugelassen und nicht beschützet hat
-die Kirche Christi und nicht geehrt hat ihre Diener. Mit ihm sinken
-die falschen Propheten, als deren sich viele mit Weib und Kind selbst
-verbrennen werden, und man 400 mit den Eingeweiden erwürgen und die
-übrigen von einem Felsen am Rheine stürzen wird. Das ist der Blutzeit
-Anfang. Die heilige Stadt Köln wird sodann eine fürchterliche Schlacht
-sehen. Viel fremdes Volk wird hier gemordet, und Männer und Weiber
-kämpfen für ihren Glauben. Und es wird von Köln, das bis dahin noch
-eine Jungfrau, grausamlich Kriegswesen, Belagerung und Verheerung nicht
-abzuwenden sein, und man wird allda bis ans Knöchel im Blute waten.
-Zuletzt aber wird ein fremder König aufstehen und den Sieg für die
-gerechte Sache erstreiten. Die Ueberbleibsel (<span class="antiqua">sc.</span> des Feindes)
-entfliehen bis zum Birkenbäumchen. Hier wird die letzte Schlacht
-gekämpfet für die gute Sache. Die Fremden haben den schwarzen Tod mit
-ins Land gebracht. Was das Schwert verschont, wird die Pest fressen.
-Das bergische Land wird menschenleer sein und die Aecker herrenlos,
-also daß man ungestört von der Sieg bis zum Oelberg<a name="FNanchor_A_76" id="FNanchor_A_76"></a><a href="#Footnote_A_76" class="fnanchor">[76]</a> wird eine Fuhr
-machen (pflügen) können. Die in den Bergen verborgen sind, werden die
-Aecker wieder anbauen. Um diese Zeit wird Frankreich zerspaltet sein.
-Das deutsche Reich wird sich einen Bauer zum Kaiser wählen. Der wird
-ein Jahr und einen Tag Deutschland regieren. Der nun die Kaiserkrone
-nach ihm trägt, der wird der Mann sein, auf den die Welt lange gehofft
-hat. Er wird römischer<span class="pagenum"><a id="page40"></a>Seite 40</span> Kaiser heißen und der Menschheit den
-Frieden geben. Siegburg und Heisterbach wird er wieder aufrichten, wie
-es weiland gewesen und von Anfang bestimmt war. Um diese Zeit werden
-in Deutschland keine Juden mehr sein und die Ketzer schlagen an die
-Brust. Und darnach wird eine gute und glückliche Zeit sein; das Lob
-Gottes wird auf der Erde wohnen, und ist kein Krieg mehr, denn über dem
-Gewässer. Darum werden die entflohenen Brüder von dannen zurückkehren
-mit ihren Kindeskindern, und sie werden in ihrer Heimat in Frieden
-wohnen fort und fort. Des sollen die Menschen wohl achthaben, was ich
-gesagt habe; denn vieles Ungemach kann verbessert werden durch Gebet
-zu Gott, dem erbarmungsreichen Vater der Menschen, und Jesus Christus,
-hochgelobt in Ewigkeit.&#8220; Ueber die Zeit, zu der die blutige Schlacht
-geschlagen werden soll, äußerte Spielbähn:<a name="FNanchor_A_77" id="FNanchor_A_77"></a><a href="#Footnote_A_77" class="fnanchor">[77]</a> &#8222;Die Schnell<a name="FNanchor_A_78" id="FNanchor_A_78"></a><a href="#Footnote_A_78" class="fnanchor">[78]</a> wird
-eine Insel werden. Alsdann wird ein großes Werk,<a name="FNanchor_A_79" id="FNanchor_A_79"></a><a href="#Footnote_A_79" class="fnanchor">[79]</a> welches man in
-Köln begonnen hat, durch den großen Krieg gestört werden. Die Bewohner
-hiesiger Gegend werden ihre Habseligkeiten auf jener Insel verbergen,
-woselbst sie vor der Habgier der Krieger gesichert sein werden.&#8220;
-Damals schien es fast unmöglich, daß der Wald sich<span class="pagenum"><a id="page41"></a>Seite 41</span> in eine
-Insel umbilden könne; im Laufe der Zeit aber hat der bei seinen Fluten
-so wütende Siegfluß solche Strecken Landes mit sich fortgerissen,
-daß man bereits 1848 die Abtrennung in nahe Aussicht stellte, der
-Weissagung eingedenk, die die guten Müllekovener schon während der
-Freiheitskriege, trotzdem die Schnell noch nicht zur Insel geworden,
-bewogen hatte, ihre Schätze dorthin zu bringen, wo sie ihnen dann
-sämtlich gestohlen wurden. Eine andere Prophezeiung<a name="FNanchor_A_80" id="FNanchor_A_80"></a><a href="#Footnote_A_80" class="fnanchor">[80]</a> Spielbähns
-verbreitete später sein Vetter Benrodt, ein früherer Pferdehändler,
-der ihm in den letzten Lebensjahren als Stütze seiner altersschwachen
-Glieder diente: &#8222;Wenn man sich in Deutschland aller Orten gegen die
-Obrigkeit erheben wird, alsdann wird der Religionskrieg ausbrechen. Die
-Türken als die Erbfeinde der Christenheit, werden bis Köln vordringen,
-hier aber in einer mörderischen Schlacht zwischen Köln und Rodenkirchen
-geschlagen werden. Auf der Miel<a name="FNanchor_A_81" id="FNanchor_A_81"></a><a href="#Footnote_A_81" class="fnanchor">[81]</a> wird man mehrere große Leute an
-Bäumen erhängt sehen, und es wird so mörderisch hergehen, daß nach
-Beendigung des Krieges ein Nachbar dem ihm Begegnenden mit dem Ausrufe
-um den Hals fallen wird: Bruder, wo hast du dich erhalten? Dann wird
-das bergische Land so arm sein, daß kein Potentat es geschenkt zu haben
-verlangte.&#8220; Als Spielbähn einst bei Deutz gerastet hatte, erklärte
-er,<a name="FNanchor_A_82" id="FNanchor_A_82"></a><a href="#Footnote_A_82" class="fnanchor">[82]</a><span class="pagenum"><a id="page42"></a>Seite 42</span> er habe durch die dichten Haufen der Soldaten nicht
-dringen können, die lange weite Kleider, krumme Säbel und ein Tuch um
-den Kopf gehabt. Auch sagte er: Durch eine Beschießung mit glühenden
-Kugeln werde Köln bis an die Bach abbrennen; an das Gnadenbild in der
-Schnurgasse werde es jedoch nicht kommen. Die Kugeln würden auch über
-den Dom fliegen, dort aber nicht zünden. Die einrückenden Soldaten
-werden auf ihrer Kopfbedeckung Kreuze haben und vom Augustiner-Platze
-her, Marspforten herunter, so eilig auf die Brücke zulaufen, daß
-der Kamerad seinen Kameraden in den Rhein stürzt, um wegzukommen.
-Ueberhaupt wird auch hier die Flucht von allen so eilig dargestellt,
-wie in Westfalen, und wenn man hier getrost die Schinken auf die Zäune
-hängen könne, weil den Fliehenden die Zeit, sie abzunehmen nicht
-vergönnt sei, so sollen sie dort das Fleisch der bergischen Kühe, weil
-sie keine Zeit es zu kochen hätten, unter die Sättel legen.</p>
-
-<p>Am Abend des 1. Januar 1772 hatte Spielbähn die Gäste eines Eschmarer
-Wirtshauses aufgefordert, die Karten wegzulegen und nach dem Siegburger
-Berg zu eilen, wo eine Feuersbrunst bald die ganze Abtei mit Ausnahme
-der Kirche zerstören würde. Da dieselbe etwa eine Stunde darauf
-thatsächlich in hellen Flammen stand, wurde der 82jährige Greis als
-Brandstifter verdächtigt und auf Befehl der Düsseldorfer Regierung als
-Untersuchungsgefangener nach Honnef abgeführt. Nachdem er über ein
-Jahr im Gefängnis ausgehalten und schließlich wegen Mangel an Beweisen
-in Freiheit gesetzt war, nahm er seine Wanderungen zwischen Honnef
-<span class="pagenum"><a id="page43"></a>Seite 43</span> und Köln wieder auf, an letzterem Orte besonders oft und lange
-bei den Kartäusern verweilend. Zu Köln auch hauchte er am 20. Februar
-1783 in den Armen des Apothekers Schnitzler seinen prophetischen Geist
-aus; seine irdischen Reste wurden auf dem Kirchhofe zu St. Marien-Ablaß
-beigesetzt, später aber &#8211; wie er noch kurz vor seinem Verscheiden
-vorhergesagt &#8211; wieder ausgegraben und nach dem am 29. Juni 1810
-eingeweihten neuen Friedhofe von Melaten gebracht.</p>
-
-<p>Es ist leicht zu begreifen, daß die wundersüchtige Menge dem alten
-Manne tausend erlogene Prophezeiungen in den Mund gelegt und die
-albernsten Sachen auf seine Kosten erfunden. Wie wenig Glauben selbst
-die im Brustton der Ueberzeugung vorgetragenen und häufig sogar noch
-ausdrücklich als &#8222;verbürgt&#8220; bezeichneten Nachrichten verdienen, mag
-folgende Probe, die ich der Schrift von Burg<a name="FNanchor_A_83" id="FNanchor_A_83"></a><a href="#Footnote_A_83" class="fnanchor">[83]</a> entnehme, bekunden. Zu
-Spich, einem Dorfe in der Gemeinde Sieglar, befindet sich ein tiefer
-Weiher, genannt Pohstadt; allda ist ehedem eines altadligen deutschen
-Geschlechtes prachtvolle Burg versunken, in der damals zwei Brüder
-hausten, von denen der eine bereits des wirklichen Todes Schrecknisse
-gekostet, der andere hingegen, einem Scheintoten ähnlich, in Entzückung
-liegt. &#8222;Diesem,&#8220; sagt der alte Bernard, &#8222;gehört rechtmäßig das
-bergische Land; nach der mörderischen Schlacht, die zu Köln ihre
-Walstatt haben wird, wird der entzückt liegende Bruder erwachen,
-selber nach Köln kommen, und alle werden, sich vor ihm verbeugend,
-ihm huldigen,<span class="pagenum"><a id="page44"></a>Seite 44</span> und er wird, ihnen aufrichtig dankend, das
-bergische Land in Besitz nehmen: niemand aber wird ihn kennen.&#8220; Infolge
-dieser &#8211; wie Burg selbst zugiebt &#8211; &#8222;wirklich romanhaft klingenden&#8220;
-Vorhersagung sei, während Bähn im Gefängnis saß, ein mutiger Mann
-beauftragt, aus jenem Schlosse, das damals eine Oeffnung gehabt, einen
-zinnernen Teller als Wahrzeichen zu holen, von den anderen Schätzen
-aber nichts zu berühren. Dieser habe sich, wahrscheinlich von ihrem
-herrlichen Glanze geblendet, an einer silbernen Mütze vergriffen und
-deshalb zur Strafe seiner Untreue allda den Tod gefunden, ein anderer
-jedoch den fraglichen Teller glücklich hervorgeholt, worauf der
-hochbetagte Prophet sofort seiner Haft entlassen und wieder in volle
-Freiheit gesetzt wäre.</p>
-
-<p>Ziemlich gleichzeitig mit Spielbähn lebte Johann Peter Knopp,<a name="FNanchor_A_84" id="FNanchor_A_84"></a><a href="#Footnote_A_84" class="fnanchor">[84]</a>
-vom Volke gewöhnlich Jannes-Pitter Körper genannt. Im Jahre 1714 zu
-Ehrenberg in der Pfarrei Neustadt von armen Eltern geboren, diente er
-auf dem Hofe Kurp<a name="FNanchor_A_85" id="FNanchor_A_85"></a><a href="#Footnote_A_85" class="fnanchor">[85]</a> zu Erl, bis er sich soviel erspart hatte, daß
-er nach Beendigung des siebenjährigen Krieges (1763) ein Bachem'sches
-Landgütchen zu Ohlenberg in Pacht nehmen und sich verheiraten konnte,
-obschon er trotz seines Fleißes noch oft mit der bittersten Not zu
-kämpfen hatte. Später wohnte er abwechselnd in Erl und Ohlenberg, und
-hier wie in Linz, wohin er mindestens<span class="pagenum"><a id="page45"></a>Seite 45</span> allsonntäglich zur
-Kirche kam, unterhielt er sich gern über den Lauf der Gestirne, über
-Witterungskunde, Kapitel der Bibel und der 12 Sibyllen Weissagungen,
-zugleich seine eigenen Visionen, die meist auf Beobachtungen von
-Lufterscheinungen beruhten, zum besten gebend. Häufig sah man ihn
-stundenlang wie tot auf dem Rücken liegen und gen Himmel starren.</p>
-
-<p>Bald gingen seine Prophezeiungen von Mund zu Mund, und als ihm der
-Pastor Frömbgen einst verbot, den Leuten mit seinen &#8222;Lügen&#8220; noch
-weiter die Köpfe zu verdrehen, citierte er aus der Bibel so viele
-Beweisstellen für seine Voraussagungen, daß der Geistliche schließlich
-von seiner Forderung Abstand nahm. Riefen ihm aber die Dorfkinder
-spottend nach: &#8222;Jannes Pitter, lug<a name="FNanchor_A_86" id="FNanchor_A_86"></a><a href="#Footnote_A_86" class="fnanchor">[86]</a> mer doch och wat vör!&#8220; dann
-wurde er zornig und prophezeite ihnen häufig etwas, das sie sicher
-nicht gerne hörten, z. B. einem gewissen Schmitz aus Noll, den mehr
-als 50 Jahre später der Schlag auf der Landstraße rührte, daß er nicht
-in seinem Bette sterben, einem Jungen aus dem Kirchspiel Windhagen,
-daß er noch vor den Franzosen fliehen würde. Auch dem Arbeitsmann
-Hubert Bungard aus Linzhausen entgegnete er auf die Aeußerung: &#8222;No,
-wat säht<a name="FNanchor_A_87" id="FNanchor_A_87"></a><a href="#Footnote_A_87" class="fnanchor">[87]</a> dä Lug-Jannes-Pitter hück ald<a name="FNanchor_A_88" id="FNanchor_A_88"></a><a href="#Footnote_A_88" class="fnanchor">[88]</a> widder?&#8220; &#8222;Wat, do wellß
-mich Lug-Pitter schänge? Schammß do dich nit, do älendet Lästermuul?
-Aevver waht,<a name="FNanchor_A_89" id="FNanchor_A_89"></a><a href="#Footnote_A_89" class="fnanchor">[89]</a> jetz wähden ich ens e paar Wöhdcher met deer spreche:
-Do weehsch<span class="pagenum"><a id="page46"></a>Seite 46</span> noch emol esu ne Bangebozz<a name="FNanchor_A_90" id="FNanchor_A_90"></a><a href="#Footnote_A_90" class="fnanchor">[90]</a> wähde, dat do
-deer vör lunter Angs ene Aehzekessel op dinge Pädskopp<a name="FNanchor_A_91" id="FNanchor_A_91"></a><a href="#Footnote_A_91" class="fnanchor">[91]</a> sezze
-weehsch!&#8220; Und wirklich, als im Jahre 1794 sich österreichische und
-französische Truppen bei Linzhausen schlugen und das Dorf mit einem
-Kugelregen überschüttet wurde, verfolgte Bungard den Verlauf des
-Gefechts aus einem Speicherfenster, sein Haupt durch einen umgestülpten
-Kochtopf sichernd. Dem Linzer Fuhrmann Pütz, der ihn stets gastlich
-aufnahm, kündigte Jannes-Pitter einen großen Weintransport an, der
-ihn monatelang bis zu einem Tage, den er später gleichfalls vorher
-bestimmte, von Hause fern halten würde; ein andermal riet er ihm bei
-herrlichem Wetter vergebens von einer Ausfahrt ab, da er die Sieg doch
-nicht überschreiten und selbst leicht verunglücken könne, aber heftige
-Wolkenbrüche überzeugten Pütz bald von der Berechtigung der Warnung.</p>
-
-<p>Derartiger Fälle ließen sich noch viele verzeichnen; um jedoch die
-Geduld des Lesers auf keine allzu harte Probe zu stellen, will ich
-zu denjenigen Vorhersagungen übergehen, die sich nicht auf die
-Geschicke ihm ganz gleichgültiger Personen beschränken. &#8222;Ihr werdet
-es erleben,&#8220; prophezeite er den Jungen in Bruchhausen bei einer der
-alljährlich von Linz dorthin ziehenden Ostermontags-Prozessionen &#8211;
-&#8222;daß ihr keinen Kurfürsten mehr habt und bekommt ein protestantisches
-Oberhaupt. Das Zeichen, an dem ihr die Wahrheit dieses erkennet, ist
-das: der letzte Kurfürst ist mit dem österreichischen Kaiser nahe
-verwandt; er kömmt den Rhein herab und<span class="pagenum"><a id="page47"></a>Seite 47</span> mit einer Pracht,
-so ihr noch nicht gesehen habt. Auch hat er statt der Domherren nur
-Damen bei sich.&#8220; Und bekanntlich ist Maximilian Franz, ein Erzherzog
-von Oesterreich, 1801 als letzter Kurfürst von Köln gestorben, und
-das durch den Luneviller Frieden (1801) geteilte Erzstift 1815 wieder
-vereinigt und dem Königreich Preußen zugeteilt, dem es verbleiben und
-einem langen Frieden verdanken soll. Auch Jannes-Pitters Ankündigung
-aus den 1770er Jahren &#8222;Es kommt die Zeit, wo die Klöster aufgehoben,
-die Herren vertrieben und alle ihre Güter verkauft werden,&#8220; wegen
-deren Wiederholung ihm der letzte Abt von Heisterbach und die letzte
-Aebtissin des adligen Damenstiftes zu St. Katharina ihre Gunst
-entzogen, ist im Jahre 1803, und seine Prophezeiung über den Verkauf
-des Linzer Kirchspiel-Waldes, die er 1783 seinen Arbeitsgenossen auf
-der Eishardt auftischte, in den Jahren 1835 bis 1837 zur Wahrheit
-geworden.<a name="FNanchor_A_92" id="FNanchor_A_92"></a><a href="#Footnote_A_92" class="fnanchor">[92]</a></p>
-
-<p>Gleich Spielbähn, mit dessen Prophezeiungen man noch weitere
-Uebereinstimmung bemerken wird, sprach auch Jannes-Pitter schon von
-Schiffen und Wagen &#8222;ohne Pferde&#8220;. Wenn diese mit grillenden Tönen
-laufen werden, ein Gotteshaus zwischen Ohlenberg und Linz<a name="FNanchor_A_93" id="FNanchor_A_93"></a><a href="#Footnote_A_93" class="fnanchor">[93]</a> errichtet
-sein, und die Ahr ihre Mündung über der Kripp auf die Pfarrkirche zu
-Linz (oder den Kaisersberg) zu<a name="FNanchor_A_94" id="FNanchor_A_94"></a><a href="#Footnote_A_94" class="fnanchor">[94]</a> erhalten haben<span class="pagenum"><a id="page48"></a>Seite 48</span> wird, dann
-werden traurige Ereignisse eintreten. Wohl werden die Leute glauben,
-im goldenen Zeitalter zu leben, aber hüten mögen sie sich, daß sie
-nicht im Strudel zu Grunde gehen. Es wird Krieg geben, wenn keiner
-es ahnt; man wird fürchten und bangen, und es wird wieder ruhig und
-jeder sorglos sein. Wenn die Brücke zu Köln<a name="FNanchor_A_95" id="FNanchor_A_95"></a><a href="#Footnote_A_95" class="fnanchor">[95]</a> fertig sein wird, wird
-Kriegsvolk gleich darüber gehen. Man wird eine Straße von Linz nach
-Asbach bauen durch den Erpeler Büsch (oder über die Rottbitz),<a name="FNanchor_A_96" id="FNanchor_A_96"></a><a href="#Footnote_A_96" class="fnanchor">[96]</a>
-aber sie wird nicht fertig werden: die Arbeiter gehen noch vom Wege
-laufen. Kriegsvolk wird den Rhein besetzen, und alles Mannsvolk muß
-mit, was nur eine Mistgabel tragen kann. Es wird ein Krieg sein, wie
-vordem nicht erlebt worden, aber er wird recht lange dauern: die
-zuletzt noch aufgefordert werden, kommen, wenn alles vorüber ist.
-Es wird hart hergehen, besonders bei Koblenz. Von Leutesdorf (oder
-Hammerstein) bis Unkel wird es noch leidlich sein, wiewohl es auch hier
-hart hergeht.<a name="FNanchor_A_97" id="FNanchor_A_97"></a><a href="#Footnote_A_97" class="fnanchor">[97]</a> Die Linzer<span class="pagenum"><a id="page49"></a>Seite 49</span> werden viel, doch längst nicht am
-meisten leiden, und viele alles verlassen und im Gebüsch wohnen; bei
-Unkel (oder vom Honnefer Graben) und vom Siebengebirge an wird das Blut
-in Strömen fließen. Es werden (1 oder) 3 gute Jahre vorhergehen, denen
-3 Mißjahre voller Elend und Drangsale folgen.... Die Fremdlinge werden
-nach hartem Widerstande geschlagen, Frankreich wird zerrissen und ein
-Fürst so zurückgedrängt, daß er von einem dreibeinigen Stuhle seine
-ganze Herrlichkeit überschauen kann.&#8220; Nach einer genauen Schilderung
-der sich gegenüberstehenden Heere läßt der Seher schließlich die
-östreichischen Waffen siegen und schließt: &#8222;Nach diesen Tagen wird
-man eine Kuh an eine goldene Kette binden können, und wenn sich Leute
-treffen, werden sie einander fragen: Freund, wo hast du dich erhalten?&#8220;
-Dann soll auch alles ehemalige Klostergut den Klöstern zurückgegeben
-werden.</p>
-
-<p>Jannes-Pitter verstand es, durch Miene und Ausdruck seine Zuhörer zu
-fesseln, die seine große Einsicht in fast alle Lebensverhältnisse
-bewunderten und ihm ihren Dank oft durch kleine Gaben bezeigten. Seine
-Armut nämlich war so groß, daß er 1794 zu Ohlenberg in einem Stalle
-starb und seine kinderlose Witwe von der dortigen Gemeinde bis zu
-ihrem Tode unterhalten werden mußte. Der Ruf seiner Sehergabe aber
-war &#8211; vielleicht durch den k. k. General Alfter von Ockenfels &#8211; bis
-an den östreichischen Hof gedrungen, wohin ihn, wie er früher häufig
-vorhergesagt, zwei Tage nach seinem Tode, als er auf dem Schauf
-(Schaubett) lag, ein mit Schimmeln bespannter Galawagen bringen sollte.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="page50"></a>Seite 50</span> Mit großartigen Prophetengaben wurde auch Helena Wallraff<a name="FNanchor_A_98" id="FNanchor_A_98"></a><a href="#Footnote_A_98" class="fnanchor">[98]</a>
-ausgeschmückt, die 1755 in dem etwa <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Stunde von Kirdorf entfernten
-Dorfe Brüggen geboren und seit 1783 mit Wilhelm Horst (&#8224;
-1809) verheiratet war. Ihr Seelsorger, der 1781 von Marienstatt nach
-Kirdorf gesandte Pfarrer Heinen, wies die Ermahnungen, mit denen sie
-auch ihn nicht verschonte, anfangs als unberufene Anmaßung zurück,
-wandte aber, nachdem er sich von der Richtigkeit und Heiligkeit
-ihres Wandels überzeugt und Helena ihm wiederholt seine innersten
-Gedanken und verborgene Dinge offenbart, ihren Aeußerungen immer
-größere Aufmerksamkeit zu und ließ sich endlich sogar bewegen, ihre
-Offenbarungen schriftlich aufzunehmen. Fast täglich hat sie ihm mehrere
-Stunden ununterbrochen, ohne Anstoß, ohne je ein Wort zurückzunehmen
-oder zu verändern, ihre Schauungen in die Feder diktiert, die der
-Pfarrer allmählich sorgfältig abschrieb. Zu dieser Zeit hielt Helena
-große religiöse Umzüge, an denen sich alle Nachbarschaften beteiligten,
-bis 1799 die französischen Polizeibehörden einschritten und die Seherin
-nebst vielen Brudermeistern nach Köln ins Gefängnis schleppten.
-Dorthin wurde am 14. Juni auch der Pfarrer Heinen zum Verhör gebracht,
-vom Präsidenten Kley aber, dem Helena in einem Strahlenkranze
-erschienen war, bald wieder entlassen, während die Seherin, wie sie
-ihren Mitgefangenen vorhergesagt,<span class="pagenum"><a id="page51"></a>Seite 51</span> der Müller Körfgen durch
-Erlegung der auf 900 Franken bemessenen Geldstrafe befreite. Die ihm
-zurückgegebenen Offenbarungen legte der Pfarrer nach der Vorschrift
-des Trienter Konzils dem damals in Ellingen weilenden Kurfürsten
-Maximilian Franz zur Prüfung vor, der ihn das Ergebnis der über 8
-Monate dauernden Beratungen auf der Abtei Marienstatt abwarten und dann
-in seine Pfarrei zurückkehren ließ. Infolge fremder Ratschläge, oder
-vielleicht auch aus Menschenfurcht, weigerte sich nunmehr aber Heinen,
-die Niederschrift der Offenbarungen fortzusetzen, und auch nicht
-er, sondern Helenas Ehemann hat ihr &#8222;Büchlein des Trostes&#8220;<a name="FNanchor_A_99" id="FNanchor_A_99"></a><a href="#Footnote_A_99" class="fnanchor">[99]</a> von
-April bis Weihnachten 1800 aufgezeichnet, das erst später dem Pfarrer
-übergeben und von dessen Neffen veröffentlicht wurde. Die Prophetin war
-groß und hager, gewöhnlich mit einem faltenreichen braunen Wollkleid
-bekleidet, keineswegs eine &#8222;frömmelnde Quiesel&#8220;, sondern heiter und
-umgänglich, stets sauber und fleißig, besorgt um ihren Mann und ihre
-vier Töchter und trotz nur geringen Vermögens auf fremde Hülfe nie
-angewiesen. Sie durchschaute angeblich der Menschen Herzen, ihre
-Vergangenheit und Zukunft, und hat den Untergang vieler ansehnlichen
-Familien in der Gemeinde vorhergesagt; sie wollte belehren und mahnen,
-wie die alten Propheten das dem Abgrund zutaumelnde Geschlecht mit
-Gottes Macht zurückrufen. Der<span class="pagenum"><a id="page52"></a>Seite 52</span> Grundgedanke des umfangreichen
-Diktats, das jetzt im Wiener Archiv ruhen soll, ist die Herstellung des
-verschwundenen christlichen Glaubens, die Wiedererweckung aufopfernder
-christlicher Liebe und dadurch eine nachhaltige Aushülfe der Armen
-und Gedrückten. Helena fordert auf zur Demut, Einfachheit der Sitten
-und Genügsamkeit, da sonst blutige Verwicklungen drohten; vor hundert
-Jahren sagte sie die Flucht des Papstes und den Verlust seiner
-weltlichen Herrschaft voraus, und ließ ihn seinen Sitz noch in Köln
-nehmen. Sie prophezeite Verwirrung, blutige Zerrüttung und drohenden
-Umsturz des Bestehenden: Oestreich würde schwer heimgesucht, Polen
-wieder hergestellt, Frankreich in viele Teile zerrissen, der Türke
-in das Völkerdrama gerufen und in den Bund der christlichen Völker
-aufgenommen, bei oder in Köln der Weltfriede geschlossen werden; es
-sollen die stehenden Heere, Titel und Vorrechte abgeschafft, die
-Klöster nach weise beschränkenden Regeln wieder errichtet, die Schulen
-von Geistlichen gehalten und die Fabrikanlagen auf das richtige Maß
-zurückgeführt werden. So sprach die des Lesens und Schreibens unkundige
-Bauernfrau über Länder und Reiche, Herrscher und Völker, Staat und
-Kirche. Nachdem sie am 14. September 1801 gottergeben verschieden war,
-wurde, wie sie befohlen, noch eine Schrift, in Pergament gehüllt,
-ihr aufs Herz gelegt und mit ihr auf dem stillen Friedhofe der
-geweihten Erde anvertraut. Ihre Verehrer, überzeugt von ihrem heilig
-vollbrachten Leben, haben nie unterlassen, an ihrem Grabe ihre Fürbitte
-anzurufen, und viele dort gesammelte<span class="pagenum"><a id="page53"></a>Seite 53</span> Steinchen noch ein halbes
-Jahrhundert später zur frommen Erinnerung bei sich getragen.</p>
-
-<p>Sehr bald in Vergessenheit hingegen geriet die Hellseherin Anna Maria
-Rübel.<a name="FNanchor_A_100" id="FNanchor_A_100"></a><a href="#Footnote_A_100" class="fnanchor">[100]</a> Diese, 1799 als Tochter eines Webers in Altenhaus-Kothen
-bei Velbert geboren, wurde am 24. Januar 1818 in Elberfeld, wohin sie
-in einem Anfall gelaufen war, auf der Straße gefunden, anscheinend mit
-Epilepsie befallen; von der Polizeibehörde einem Wundarzt übergeben,
-wurde sie soweit kuriert, daß sie nach Langenberg gebracht werden
-konnte, wo sie im Hause des Polizeidieners Ricker untergebracht
-und von Zutrauen verdienenden Männern genau beobachtet wurde. Von
-ihren meist recht belanglosen Offenbarungen &#8211; sie verrät z. B., in
-welcher Ecke ein alter Mann sein Pfeifchen raucht und ein Arzt Rezepte
-schreibt &#8211; sind einige als verfehlt, andere freilich als zutreffend
-befunden worden; da die Rübel aber einigemal bei dem Versuch, ihre
-Beobachter zu täuschen, betroffen ist, wird man selbst in den Fällen,
-wo ein Betrug nicht zu entdecken war, ihre Wunderkraft mit Recht in
-Zweifel ziehen.</p>
-
-<p>Leute, die, statt durch harte Arbeit ein vielleicht nur kümmerliches
-Dasein zu fristen, lieber die Dummheit<span class="pagenum"><a id="page54"></a>Seite 54</span> und Leichtgläubigkeit
-ihrer Mitmenschen zu mühelosem und reichlichem Gelderwerb benutzten,
-hat es stets und überall in großer Menge gegeben, und leicht ließen
-sich solcher verschmitzten Betrüger auch in den Rheinlanden von der
-Klever Geisterseherin Helena Verführt (1682)<a name="FNanchor_A_101" id="FNanchor_A_101"></a><a href="#Footnote_A_101" class="fnanchor">[101]</a> bis hinauf zu dem
-Kölner Schatzheber und Wahrsager Jakob Küpper (1816 bis 1850)<a name="FNanchor_A_102" id="FNanchor_A_102"></a><a href="#Footnote_A_102" class="fnanchor">[102]</a>
-aus Zeitungen und Untersuchungsakten recht viele nachweisen. Außerdem
-sind von politischen und religiösen Parteien schon wiederholt
-Prophezeiungen zu ihren Gunsten erfunden oder verfälscht worden, und
-endlich auch unbeabsichtigte Abänderungen (Zusätze, Weglassungen und
-Anpassungen) bei lebhaftem Umlauf nicht einmal in friedlichen Zeiten zu
-vermeiden. Schon deshalb fordert die Vernunft, alle Offenbarungen zu
-verwerfen, solange man nicht die echten von den unechten, die wahren
-von den falschen zu scheiden vermag; das Volk aber wird sich bei des
-Menschengeistes unvertilgbarem Drange, den Schleier der Zukunft zu
-lüften, den Glauben an seine Seher und Propheten niemals nehmen lassen
-und ihre Enthüllungen zumal dann immer von neuem wieder hervorholen,
-wenn irgend ein Ereignis deren Richtigkeit zu bestätigen scheint.</p>
-
-<div class="figcenter1">
-<a id="img005" name="img005"></a>
-<img src="images/img005.jpg" width="150" height="12" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum"><a id="page55"></a>Seite 55</span> Orts- und Personen-Register.</h2>
-
-
-<ul>
- <li class="martop1h">Aachen <a href="#page34">34</a>.</li>
-
- <li>Ahr <a href="#F9">47</a>.</li>
-
- <li>Alfter <a href="#page49">49</a>.</li>
-
- <li>Altenkirchen <a href="#F10">48</a>.</li>
-
- <li>Andernach <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Anna v. England <a href="#F11">32</a>.</li>
-
- <li>Asbach <a href="#page48">48</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Bachem <a href="#page44">44</a>.</li>
-
- <li>Barmen <a href="#page18">18</a>.</li>
-
- <li>Baschkiren <a href="#page21">21</a>.</li>
-
- <li>Bender <a href="#page24">24</a>-<a href="#page30">30</a>.</li>
-
- <li>Benrodt <a href="#page41">41</a>.</li>
-
- <li>Berg <a href="#page6">6</a>. <a href="#page35">35</a>. <a href="#page3">39</a>. <a href="#F12">40</a>. <a href="#page41">41</a>. <a href="#page42">42</a>. <a href="#page43">43</a> f.</li>
-
- <li>Bergerbusch <a href="#page20">20</a>.</li>
-
- <li>Bey, M. <a href="#page37">37</a>.</li>
-
- <li>Bingen <a href="#F13">24</a>.</li>
-
- <li>Birlinghoven <a href="#page37">37</a>.</li>
-
- <li>Böckum <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Böhmen <a href="#page29">29</a>.</li>
-
- <li>Bonn <a href="#page15">15</a> f. <a href="#page24">24</a>. <a href="#F14">41</a>.</li>
-
- <li>Braunschweig-Wolfenbüttel, L. E. v. <a href="#F15">32</a>.</li>
-
- <li>Breuning, v. <a href="#page16">16</a>.</li>
-
- <li>Bruchhausen <a href="#page46">46</a>.</li>
-
- <li>Brüggen <a href="#page50">50</a>.</li>
-
- <li>Büchel <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Büderich <a href="#page20">20</a>.</li>
-
- <li>Bungard, H. <a href="#page45">45</a> f.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Cäsarius v. Heisterbach <a href="#F16">4</a>.</li>
-
- <li>Clemens August <span class="antiqua">I.</span> v. Köln <a href="#page13">13</a>-<a href="#page14">14</a>.</li>
-
- <li>Clemens August <span class="antiqua">II.</span> v. Köln s. <a href="#Dro">Droste</a>.</li>
-
- <li>Clemens Wenceslaus v. Trier <a href="#F3">13</a>.</li>
-
- <li>Cler, de <a href="#page16">16</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Damaskus <a href="#page33">33</a>.</li>
-
- <li>Deutschland <a href="#page21">21</a>. <a href="#F6">22</a>. <a href="#page39">39</a> f.</li>
-
- <li>Deutz <a href="#page41">41</a>.</li>
-
- <li>Dönberg <a href="#page6">6</a>.</li>
-
- <li><span class="pagenum"><a id="page56"></a>Seite 56</span> <a id="Dro" name="Dro">Droste</a>-Vischering, C. A. <a href="#page37">37</a>.</li>
-
- <li>Düsseldorf <a href="#page20">20</a> f. <a href="#page42">42</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Ehrenberg <a href="#page44">44</a>.</li>
-
- <li>Ehrenbreitstein <a href="#F3">13</a>.</li>
-
- <li>Eishardt <a href="#page47">47</a>.</li>
-
- <li>Elberfeld <a href="#page53">53</a>.</li>
-
- <li>Elbertz, E. <a href="#page22">22</a> f.</li>
-
- <li>Ellingen <a href="#page51">51</a>.</li>
-
- <li>England <a href="#F11">32</a>. <a href="#page33">33</a>. <a href="#page34">34</a>.</li>
-
- <li>Erl <a href="#page44">44</a>.</li>
-
- <li>Erpel <a href="#page48">48</a>.</li>
-
- <li>Eschen <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Eschmar <a href="#page34">34</a>. <a href="#page35">35</a>. <a href="#page42">42</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Frankreich <a href="#F6">22</a>. <a href="#page29">29</a>. <a href="#page34">34</a>. <a href="#page39">39</a>. <a href="#page46">46</a>. <a href="#page49">49</a>. <a href="#page50">50</a>. <a href="#page52">52</a>.</li>
-
- <li>Friedrich d. Gr. <a href="#page28">28</a>-<a href="#page32">32</a>.</li>
-
- <li>Frömbgen <a href="#page45">45</a>.</li>
-
- <li>Führt <a href="#page14">14</a>.</li>
-
- <li>Fürth <a href="#F17">38</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Geistingen <a href="#page36">36</a>.</li>
-
- <li>Gerhard <a href="#page10">10</a> f.</li>
-
- <li>German, K. <a href="#page9">9</a>.</li>
-
- <li>Grevenbroich <a href="#page20">20</a>.</li>
-
- <li>Großenbaum <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Gummersbach <a href="#page18">18</a>.</li>
-
- <li>Gustorf <a href="#page20">20</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Hahnerhof <a href="#page20">20</a>.</li>
-
- <li>Hammerstein <a href="#page48">48</a>.</li>
-
- <li>Hangelar <a href="#F18">38</a>.</li>
-
- <li>Haupts <a href="#page36">36</a>.</li>
-
- <li>Heidelberg <a href="#page34">34</a>.</li>
-
- <li>Heinen <a href="#page50">50</a>.</li>
-
- <li>Heisterbach <a href="#F16">4</a>. <a href="#page35">35</a>. <a href="#page38">38</a>. <a href="#page39">39</a>. <a href="#page40">40</a>. <a href="#page47">47</a>.</li>
-
- <li>Helena, St. <a href="#page34">34</a>.</li>
-
- <li>Herbeck <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Herkenrath <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Hochkirch <a href="#page12">12</a>.</li>
-
- <li>Hoff <a href="#page17">17</a>.</li>
-
- <li>Hoffin <a href="#page24">24</a>-<a href="#page32">32</a>.</li>
-
- <li>Hoheneichen <a href="#page20">20</a>.</li>
-
- <li>Holzhauser, B. <a href="#page24">24</a>.</li>
-
- <li>Honnef <a href="#page37">37</a>. <a href="#page42">42</a>. <a href="#page49">49</a>.</li>
-
- <li>Horrweiler <a href="#page24">24</a> f.</li>
-
- <li>Horst, W. <a href="#page50">50</a> f.</li>
-
- <li>Huart, J. <a href="#page9">9</a>.</li>
-
- <li>Hundel <a href="#F19">47</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Jannes-Pitter s. <a href="#Kno">Knopp</a>.</li>
-
- <li>Jasper <a href="#page22">22</a>.</li>
-
- <li>Immigrath <a href="#page17">17</a>.</li>
-
- <li>Judden, H. v. <a href="#page22">22</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h"><span class="pagenum"><a id="page57"></a>Seite 57</span> Kälber-Gerhard <a href="#page10">10</a> f.</li>
-
- <li>Kaisersberg <a href="#page47">47</a>.</li>
-
- <li>Kaufbeuren <a href="#F3">13</a>.</li>
-
- <li>Kirdorf <a href="#page50">50</a>.</li>
-
- <li>Kleve <a href="#page54">54</a>.</li>
-
- <li>Kley <a href="#page50">50</a>.</li>
-
- <li><a id="Kno" name="Kno">Knopp</a>, J. P. 22. <a href="#page34">34</a>. <a href="#page32">44</a> bis <a href="#page49">49</a>.</li>
-
- <li>Koblenz <a href="#F3">13</a>. <a href="#page16">16</a>. <a href="#page21">21</a>. <a href="#F17">38</a>. <a href="#page48">48</a>.</li>
-
- <li>Köln <a href="#page8">8</a> f. <a href="#page12">12</a>. <a href="#page13">13</a>. <a href="#page19">19</a>. <a href="#page22">22</a> f. <a href="#page33">33</a>. <a href="#F17">38</a>. <a href="#page39">39</a>. <a href="#page40">40</a>. <a href="#page41">41</a>. <a href="#page42">42</a>. <a href="#page43">43</a>. <a href="#page47">47</a>. <a href="#page48">48</a>. <a href="#page50">50</a>. <a href="#page52">52</a>.</li>
-
- <li>Königsberg <a href="#page34">34</a>.</li>
-
- <li>Körfgen <a href="#page51">51</a>.</li>
-
- <li>Körper s. <a href="#Kno">Knopp</a>.</li>
-
- <li>Kollin <a href="#page31">31</a>.</li>
-
- <li>Konstantinopel <a href="#page32">33</a>.</li>
-
- <li>Kreuznach <a href="#page24">24</a> f.</li>
-
- <li>Kripp <a href="#page47">47</a>.</li>
-
- <li>Küpper, J. <a href="#page54">54</a>.</li>
-
- <li>Kürten <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Kurp <a href="#page44">44</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Landau <a href="#page32">32</a>.</li>
-
- <li>Langenberg <a href="#page53">53</a>.</li>
-
- <li>Laubheim <a href="#page24">24</a>.</li>
-
- <li>Leutesdorf <a href="#page48">48</a>.</li>
-
- <li>Linz <a href="#page44">44</a>. <a href="#page46">46</a>. <a href="#page47">47</a>. <a href="#page48">48</a>.</li>
-
- <li>Linzhausen <a href="#page45">45</a> f.</li>
-
- <li>Lobositz <a href="#page28">28</a>.</li>
-
- <li>London <a href="#F17">38</a>.</li>
-
- <li>Ludwig <span class="antiqua">XVI.</span> <a href="#F15">32</a>.</li>
-
- <li>Ludwig Ernst v. Braunschweig-W. <a href="#F15">32</a>.</li>
-
- <li>Lügen-Bähn s. <a href="#Rem">Rembold</a>.</li>
-
- <li>Luneville <a href="#page47">47</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Mainz <a href="#page29">29</a> f. <a href="#page32">32</a>. <a href="#F17">38</a>.</li>
-
- <li>Mannheim <a href="#page29">29</a>.</li>
-
- <li>Maria Crescentia <a href="#F3">13</a>.</li>
-
- <li>Maria Theresia v. Oestreich <a href="#page28">28</a>-<a href="#page32">32</a>.</li>
-
- <li>Marienstatt <a href="#page50">50</a>. <a href="#page51">51</a>.</li>
-
- <li>Maximilian Franz v. Köln <a href="#page47">47</a>. <a href="#page51">51</a>.</li>
-
- <li>Maximilian Friedrich v. Köln <a href="#page16">16</a>.</li>
-
- <li>Maximilian Heinrich v. Köln <a href="#page9">9</a>.</li>
-
- <li>Meiderich <a href="#page12">12</a>.</li>
-
- <li>Melaten <a href="#page43">43</a>.</li>
-
- <li>Meschede <a href="#page12">12</a>.</li>
-
- <li>Mettmann <a href="#page7">7</a>. <a href="#page17">17</a>.</li>
-
- <li>Mieg <a href="#page31">31</a>.</li>
-
- <li>Miel <a href="#page41">41</a>.</li>
-
- <li>Mondorf <a href="#F18">38</a>.</li>
-
- <li>Mosel <a href="#page21">21</a>.</li>
-
- <li>Mülheim <a href="#page19">19</a>.</li>
-
- <li><span class="pagenum"><a id="page58"></a>Seite 58</span> Müllekoven <a href="#F20">40</a> f.</li>
-
- <li>Müller, J. A. <a href="#page34">34</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Napoleon <span class="antiqua">I.</span> <a href="#page34">34</a>. <a href="#page37">37</a>.</li>
-
- <li>Nassau <a href="#F0">7</a>.</li>
-
- <li>Neuß <a href="#page14">14</a>.</li>
-
- <li>Niederlande <a href="#F11">32</a>.</li>
-
- <li>Niederrhein <a href="#page5">5</a>. <a href="#F1">11</a>.</li>
-
- <li>Noll <a href="#page45">45</a>.</li>
-
- <li>Nordrath <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Nümbrecht <a href="#F1">12</a>.</li>
-
- <li>Nürnberg <a href="#F18">38</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Oberpleis <a href="#page35">35</a>.</li>
-
- <li>Ockenfels <a href="#page49">49</a>.</li>
-
- <li>Oelberg <a href="#page39">39</a>.</li>
-
- <li>Oestreich <a href="#page28">28</a>-<a href="#page32">32</a>. <a href="#page46">46</a>. <a href="#page47">47</a>. <a href="#page49">49</a>. <a href="#page52">52</a>.</li>
-
- <li>Ohlenberg <a href="#page44">44</a>. <a href="#page47">47</a>. <a href="#page49">49</a>.</li>
-
- <li>Opladen <a href="#page11">11</a>.</li>
-
- <li>Oranien, Prinz v. <a href="#page32">32</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Pfalz <a href="#page29">29</a>.</li>
-
- <li>Pirre, J. <a href="#page24">24</a>.</li>
-
- <li>Pius <span class="antiqua">VII.</span> <a href="#page37">37</a>.</li>
-
- <li>Pohl, H. <a href="#page23">23</a>.</li>
-
- <li>Prag <a href="#page30">30</a>, <a href="#page31">31</a>.</li>
-
- <li>Preußen <a href="#page28">28</a>-<a href="#page32">32</a>. <a href="#page47">47</a>.</li>
-
- <li>Pütz <a href="#page46">46</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Raderthal <a href="#page23">23</a>.</li>
-
- <li>Radevormwald <a href="#page15">15</a>.</li>
-
- <li>Reisdorf <a href="#page20">20</a>.</li>
-
- <li><a id="Rem" name="Rem">Rembold</a>, J. B. <a href="#page22">22</a>. <a href="#page34">34</a>-<a href="#page44">44</a>.</li>
-
- <li>Remlingrade <a href="#page18">18</a>.</li>
-
- <li>Rettig <a href="#page25">25</a>.</li>
-
- <li>Reul, B. <a href="#page9">9</a>.</li>
-
- <li>Rhein <a href="#page6">6</a>. <a href="#page21">21</a>. <a href="#F6">22</a>. <a href="#F17">38</a>. <a href="#page39">39</a>. <a href="#page46">46</a>. <a href="#F21">48</a>.</li>
-
- <li>Richrath <a href="#page17">17</a>.</li>
-
- <li>Ricker <a href="#page53">53</a>.</li>
-
- <li>Rodenkirchen <a href="#page41">41</a>.</li>
-
- <li>Rom <a href="#F22">24</a>. <a href="#page33">33</a>. <a href="#page35">35</a>. <a href="#F10">48</a>.</li>
-
- <li>Rottbitz <a href="#page48">48</a>.</li>
-
- <li>Rübel, A. M. <a href="#page53">53</a>.</li>
-
- <li>Rußland <a href="#F23">38</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Salzburg <a href="#F6">22</a>.</li>
-
- <li>Schlinkert, P. <a href="#page12">12</a>-<a href="#page14">14</a>.</li>
-
- <li>Schmitz <a href="#page45">45</a>.</li>
-
- <li>Schnegell, C. <a href="#page7">7</a>-<a href="#page9">9</a>.</li>
-
- <li>Schnell <a href="#page40">40</a> f.</li>
-
- <li>Schnitzler <a href="#page43">43</a>.</li>
-
- <li>Schwaben <a href="#F3">13</a>. <a href="#page24">24</a>.</li>
-
- <li>Sibyllen <a href="#page45">45</a>.</li>
-
- <li>Siebengebirge <a href="#F24">39</a>. <a href="#page49">49</a>.</li>
-
- <li>Sieg <a href="#page37">37</a>. <a href="#page39">39</a>. <a href="#page46">46</a>.</li>
-
- <li>Siegburg <a href="#F1">12</a>. <a href="#page34">34</a>. <a href="#page35">35</a>. <a href="#page37">37</a>. <a href="#page38">38</a>. <a href="#page39">39</a>. <a href="#page40">40</a>. <a href="#page42">42</a>.</li>
-
- <li><span class="pagenum"><a id="page59"></a>Seite 59</span> Sieglar <a href="#page36">36</a>. <a href="#F18">38</a>. <a href="#page43">43</a>.</li>
-
- <li>Siegthal <a href="#page11">11</a>.</li>
-
- <li>Sinzig <a href="#F25">47</a>.</li>
-
- <li>Spich <a href="#page43">43</a>.</li>
-
- <li>Spielbahn s. <a href="#Rem">Rembold</a>.</li>
-
- <li>Straßburg <a href="#page32">32</a>.</li>
-
- <li>Sülz <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Sulzbach, Prinz v. <a href="#page30">30</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Thomas v. Aquin <a href="#page9">9</a>.</li>
-
- <li>Trient <a href="#page51">51</a>.</li>
-
- <li>Trier <a href="#F3">13</a>.</li>
-
- <li>Troisdorf <a href="#page37">37</a>.</li>
-
- <li>Türkei <a href="#page21">21</a>. <a href="#page34">34</a>. <a href="#F23">38</a>. <a href="#page41">41</a>. <a href="#page52">52</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Unkel <a href="#page48">48</a> f.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Velbert <a href="#page53">53</a>.</li>
-
- <li>Verführt, H. <a href="#page54">54</a>.</li>
-
- <li>Vetweis, B. <a href="#page9">9</a>.</li>
-
- <li>Vollmerhausen <a href="#page18">18</a>.</li>
-
-
- <li class="martop1h">Wallraff, H. <a href="#page50">50</a>-<a href="#page53">53</a>.</li>
-
- <li>Ward <a href="#page25">25</a>.</li>
-
- <li>Werl <a href="#page20">20</a>.</li>
-
- <li>Westfalen <a href="#page5">5</a>. <a href="#page12">12</a>. <a href="#page29">29</a>.</li>
-
- <li>Wien <a href="#page52">52</a>.</li>
-
- <li>Wiesbaden <a href="#page28">28</a>. <a href="#page31">31</a>.</li>
-
- <li>Wilhelm V. v. Oranien <a href="#page32">32</a>.</li>
-
- <li>Windhagen <a href="#page45">45</a>.</li>
-
- <li>Wönkhausen <a href="#page17">17</a>.</li>
-
- <li>Wülfrath <a href="#page7">7</a>.</li>
-
- <li>Wupperthal <a href="#page18">18</a>.</li>
-</ul>
-
-<div class="figcenter1 marbot2">
-<a id="img006" name="img006"></a>
-<img src="images/img006.jpg" width="150" height="13" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
- <p class="center ftsize90 marbot4 martop3">Westfälische Vereinsdruckerei<br/>
- vormals Coppenrath'sche Buchdruckerei, Münster i. W.</p>
-
- <p class="ftsize105"><span class="pagenum1"><a id="page60"></a>Seite 60</span> In unterzeichnetem Verlage sind von demselben
- Verfasser Professor <b>Dr. Paul Bahlmann</b>
- erschienen:</p>
-
-<div class="center lihei1">
- <p class="ftsize125 ftwei1">Westfälischer Sagenkranz.</p>
-
- <p class="ftsize105 wspace1">Brosch. Mk. 2,50. &nbsp; Gebunden Mk. 3,50.</p>
-</div>
-
-<div class="figcenter1 martop1h marbot2">
-<a id="img007" name="img007"></a>
-<img src="images/img007.jpg" width="150" height="15" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
-<div class="center lihei1">
- <p><span class="ftsize120">Westfälische &#8222;Spökenkieker&#8220;</span><br/>
- <span class="ftsize107">und ihre Vorgeschichten.</span></p>
-
- <p class="ftwei1 ftsize105">Eine Sammlung älterer Prophezeihungen
- aus und über Westfalen.</p>
-
- <p class="ftsize105 wspace1">Eleg. brosch. Mk. 0,50.</p>
-</div>
-
-<div class="figcenter1 martop1h marbot2">
-<a id="img008" name="img008"></a>
-<img src="images/img008.jpg" width="150" height="11" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
-<div class="center lihei1">
- <p class="ftsize120">Aus Münsters Vergangenheit.</p>
-
- <p class="ftwei1 ftsize105">Eine kurze Stadtgeschichte.</p>
-
- <p class="ftwei1 ftsize105">Mit einem chronologischen Verzeichnis
- der bemerkenswertesten älteren
- Bauten.</p>
-
- <p class="ftsize105 wspace1">Elegant brosch. Mark 0,60.</p>
-</div>
-
-<div class="figcenter1 martop1h marbot2">
-<a id="img009" name="img009"></a>
-<img src="images/img009.jpg" width="150" height="14" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
- <p class="center lihei1 ftsize105 wspace1">H. Mitsdörffers Buchhandlung <b>Hans Ertl</b>,<br/>
- <b>Münster in Westfalen</b>.</p>
-
- <p class="martop3 marbot2 ftsize105 wspace1"><span class="pagenum1"><a id="page61"></a>Seite 61</span> Ferner ist in unterzeichnetem Verlage erschienen:</p>
-
-<div class="center lihei1">
- <p><span class="ftsize115 ftwei2">Gedichte</span> von <b>Emmie H. Beckhaus</b>.</p>
-
- <p class="ftsize105 wspace1">Elegant brosch. Mk. 2,50. Gebunden Mk. 3,60.</p>
-</div>
-
-<div class="figcenter1 martop1h marbot2">
-<a id="img010" name="img010"></a>
-<img src="images/img010.jpg" width="150" height="8" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
-<div class="center lihei1">
- <p class="antiqua ftsize125">&#8222;Wu't mankst gaiht!&#8220;</p>
-
- <p class="ftsize105">von <b>H. zu Knyphausen</b>.</p>
-
- <p class="ftsize105 ftwei1">Kleine Erzählungen in münsterländischer Mundart.</p>
-
- <p class="ftsize105 wspace1">Elegant brosch. Mark 1,&#8211;.</p>
-</div>
-
-<div class="figcenter1 martop1h marbot2">
-<a id="img011" name="img011"></a>
-<img src="images/img011.jpg" width="150" height="11" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
-<div class="center lihei1">
- <p><span class="ftsize115">Abriß der Logik und Erkenntnislehre</span><br/>
- <span class="ftsize105">von Professor</span> <span class="antiqua ftsize107 ftwei1">Dr. Kappes</span>.</p>
-
- <p class="ftsize105 wspace1">Brosch. Mark 1,&#8211;.</p>
-</div>
-
-<div class="figcenter1 martop1h marbot2">
-<a id="img012" name="img012"></a>
-<img src="images/img012.jpg" width="150" height="12" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
-<div class="center lihei1">
- <p><span class="ftsize115 ftwei2">Abriß der Psychologie</span><br/>
- <span class="ftsize105">von Professor</span> <span class="antiqua ftsize107 ftwei1">Dr. Kappes</span>.</p>
-
- <p class="ftsize105 wspace1">Brosch. Mark 1,50.</p>
-</div>
-
-<div class="figcenter1 martop1h marbot2">
-<a id="img013" name="img013"></a>
-<img src="images/img013.jpg" width="150" height="12" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
-<div class="center lihei1">
- <p><span class="ftsize115 ftwei2">Abriß der Metaphysik</span><br/>
- <span class="ftsize105">von Professor</span> <span class="antiqua ftsize107 ftwei1">Dr. Kappes</span>.</p>
-
- <p class="ftsize105 wspace1">Brosch. Mark 1,50.</p>
-</div>
-
-<div class="figcenter1 martop1h marbot2">
-<a id="img014" name="img014"></a>
-<img src="images/img014.jpg" width="150" height="13" alt="Dekoration" title=""/>
-</div>
-
-<p class="center lihei1 ftsize105 wspace1">H. Mitsdörffers Buchhandlung <b>Hans Ertl</b>,<br/>
-<b>Münster in Westfalen</b>.</p>
-
-
-
-
-<h2>Fußnoten:</h2>
-
-
-<div class="footnote indent03">
-<p><a name="Footnote_A_1" id="Footnote_A_1"></a><a href="#FNanchor_A_1"><span class="label">1</span></a> F. E. v. Mering und L. Reischert, Historische Nachrichten über
-Teufelsbanner, Wahrsager etc., Köln 1843, S. <span class="antiqua">IV.</span> f.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_2" id="Footnote_A_2"></a><a href="#FNanchor_A_2"><span class="label">2</span></a> Zahlreiche Gesichte und Vorhersagungen aus den Rheinlanden im 12.
-und 13. Jahrh. hat der Mönch und spätere Prior Cäsarius von <a id="F16" name="F16">Heisterbach</a>
-(ca. 1180-1240) gesammelt. Vgl. die von A. Kaufmann in deutscher
-Uebersetzung veröffentlichte Auswahl: Annalen des histor. Vereins für
-den Niederrhein, Heft 47 und 53, Köln 1888/91.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_3" id="Footnote_A_3"></a><a href="#FNanchor_A_3"><span class="label">3</span></a> Hierüber vgl. hauptsächlich: M. Perty, Die mystischen Erscheinungen
-der menschlichen Natur, 2. verb. Aufl., Leipzig und Heidelberg 1872,
-Bd. <span class="antiqua">II</span>, S. 276-303; K. du Prel, Das zweite Gesicht (= Deutsche
-Bücherei <span class="antiqua">XIX</span>), Breslau 1882; J. M. Schlenter, Das zweite
-Gesicht, Leipzig 1893.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_4" id="Footnote_A_4"></a><a href="#FNanchor_A_4"><span class="label">4</span></a> (J. Kerner), Blätter aus Prevorst, 9. Sammlung, Stuttgart 1837, S.
-175.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_5" id="Footnote_A_5"></a><a href="#FNanchor_A_5"><span class="label">5</span></a> Archiv für den tierischen Magnetismus, Bd. <span class="antiqua">X</span> St. 2, Leipzig
-1822, S. 164.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_6" id="Footnote_A_6"></a><a href="#FNanchor_A_6"><span class="label">6</span></a> Die starke Abnahme des zweiten Gesichts in neuerer Zeit führt
-du Prel (<span class="antiqua">l. c.</span> S. 20) darauf zurück, daß mit der Kultur und
-dem zunehmenden Verkehr das nur in der Abgeschiedenheit gedeihende
-Gefühlsleben immer mehr zurücktritt und das reflektierende Leben
-überwiegt.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_7" id="Footnote_A_7"></a><a href="#FNanchor_A_7"><span class="label">7</span></a> O. Schell, Bergische Sagen, Elberfeld 1897.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_8" id="Footnote_A_8"></a><a href="#FNanchor_A_8"><span class="label">8</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 34 <span class="antiqua">nr.</span> 36.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_9" id="Footnote_A_9"></a><a href="#FNanchor_A_9"><span class="label">9</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 43 <span class="antiqua">nr.</span> 61.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_10" id="Footnote_A_10"></a><a href="#FNanchor_A_10"><span class="label">10</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 341 <span class="antiqua">nr.</span> 38.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_11" id="Footnote_A_11"></a><a href="#FNanchor_A_11"><span class="label">11</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 73 <span class="antiqua">nr.</span> 1.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_12" id="Footnote_A_12"></a><a href="#FNanchor_A_12"><span class="label">12</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 80 <span class="antiqua">nr.</span> 16.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_13" id="Footnote_A_13"></a><a href="#FNanchor_A_13"><span class="label">13</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 102 <span class="antiqua">nr.</span> 43.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_14" id="Footnote_A_14"></a><a href="#FNanchor_A_14"><span class="label">14</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 304 <span class="antiqua">nr.</span> 25.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_15" id="Footnote_A_15"></a><a href="#FNanchor_A_15"><span class="label">15</span></a> <a id="F0" name="F0">Dr</a>. Terwelp im Niederrheinischen Geschichtsfreund, Jahrg. 5,
-Kempen 1883, S. 189 f. &#8211; Ueber ganz ähnliche Gesichte in Nassau s.
-Chr. v. Stramberg, Coblenz, Bd. 3, Coblenz 1854, S. 756.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_16" id="Footnote_A_16"></a><a href="#FNanchor_A_16"><span class="label">16</span></a> Vgl. Archiv für d. tier. Magnetismus X<sup>2</sup>, S. 164-167; <span class="antiqua">ibid.</span>
-S. 167-169 erzählt derselbe Einsender einen merkwürdigen Traum seiner
-Schwester, der sich noch im selben Jahre (1804) in allen Einzelheiten
-verwirklichte.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_17" id="Footnote_A_17"></a><a href="#FNanchor_A_17"><span class="label">17</span></a> Vgl. W. v. Waldbrühl (d. i. Fl. v. Zuccalmaglio), Die Wesen der
-niederrheinischen Sagen, Elberfeld 1857, S. 36; Schell <span class="antiqua">l. c.</span>, S.
-244 <span class="antiqua">nr.</span> 229.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_18" id="Footnote_A_18"></a><a href="#FNanchor_A_18"><span class="label">18</span></a> <a id="F1" name="F1">Vgl</a>. J. B. Dornbusch in d. Annalen des histor. Vereins für d.
-Niederrhein, Heft 30, Köln 1876, S. 147; Schell <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 458
-<span class="antiqua">nr.</span> 64. &#8211; Nach Dornbusch (<span class="antiqua">l. c.</span> S. 149) glaubt man
-noch jetzt in und um Siegburg: &#8222;Pferde und Hunde können die Geister
-sehen. In der Nähe der Häuser, wo bald eine Leiche sein wird, heulen
-die Hunde mit klagendem Tone. Manche Pferde scheuen vor der Thür der
-Häuser, in denen bald jemand stirbt, und können dort bisweilen nicht
-von der Stelle gebracht werden; der Geist steht nämlich mitten auf dem
-Wege und macht sie scheu. Auch die Elster und die Eule verkünden durch
-ihr Geschrei in nächster Nähe der Wohnungen einen baldigen Todesfall.&#8220;
-Ueber ein geistersichtiges Pferd im Kirchspiel Nümbrecht s. Schell
-<span class="antiqua">l. c.</span>, S. 403 <span class="antiqua">nr.</span> 13.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_19" id="Footnote_A_19"></a><a href="#FNanchor_A_19"><span class="label">19</span></a> <a id="F2" name="F2">Vgl</a>. K. Dirksen, Volkstümliches aus Meiderich, Bonn 1895, S. 44.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_20" id="Footnote_A_20"></a><a href="#FNanchor_A_20"><span class="label">20</span></a> P. Bahlmann, Westfälische &#8222;Spökenkieker&#8220; und ihre Vorgeschichten,
-Münster 1897, S. 8-10 und 27-29.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_21" id="Footnote_A_21"></a><a href="#FNanchor_A_21"><span class="label">21</span></a> <a id="F3" name="F3">Auf</a> einer Reise durch Schwaben besuchte Clemens August in
-Kaufbeuren die im Rufe der Heiligkeit stehende und mit der Gabe
-der Weissagung bevorzugte Franziskanerschwester Maria Crescentia
-(1682-1744) und bat diese in guter Laune, ihm etwas aus seinem
-künftigen Leben zu offenbaren. Die fromme Klosterfrau nahm anfänglich
-Abstand, seinem Begehren zu willfahren, gab aber endlich seinen
-wiederholten dringenden Bitten Gehör und weissagte dem Fürsten, daß
-er zwar viele Schlösser erbaut, aber doch in keinem derselben sterben
-werde. (F. E. v. Mering, Geschichte der vier letzten Kurfürsten von
-Köln, Köln 1842, S. 73 f.) Und wirklich starb Clemens August 1761
-auf der kurtrierischen Feste Ehrenbreitstein, deren Spukgeschichten
-(s. Fr. Bülau, Geheime Geschichten etc., Bd. <span class="antiqua">I</span>, Leipzig 1850,
-S. 449-464) eine Hauptveranlassung gegeben haben, daß der letzte
-Kurfürst von Trier, Clemens Wenceslaus (&#8224; 1812), seine Residenz
-nach Koblenz verlegte. Dem Tode Clemens Augusts gingen angeblich
-verschiedene Vorzeichen voraus: Auf einer Redoute, kurz vor seiner
-Abreise, wurde er überall von einer Totenmaske verfolgt, die, als man
-sich ihrer bemächtigen wollte, spurlos verschwunden war; die Gewichte
-der Hofuhr fielen herunter und die Pferde vor dem Reisewagen scheuten
-und wollten nicht weiter (F. E. v. Mering, Geschichte der Burgen etc.,
-Heft 6, Köln 1842, S. 75). In der Nacht vorher wurde in Koblenz ein
-großes Getöse vernommen und im Thal ein prächtiger Leichenzug gesehen
-(Chr. v. Stramberg, Ehrenbreitstein, Coblenz 1845, S. 3 f.).</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_22" id="Footnote_A_22"></a><a href="#FNanchor_A_22"><span class="label">22</span></a> Ueber die Jagdleidenschaft des Kurfürsten Clemens August s. Bonner
-Jahrbücher, Heft 99, Bonn 1896, S. 169 f.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_23" id="Footnote_A_23"></a><a href="#FNanchor_A_23"><span class="label">23</span></a> v. Waldbrühl <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 36.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_24" id="Footnote_A_24"></a><a href="#FNanchor_A_24"><span class="label">24</span></a> Schell <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 160 <span class="antiqua">nr.</span> 52.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_25" id="Footnote_A_25"></a><a href="#FNanchor_A_25"><span class="label">25</span></a> Vgl. (J. Kerner), Blätter aus Prevorst, 12. Sammlung, Stuttgart
-1839, S. 115-117, v. Stramberg l. c., Bd. 4, 1856, S. 115-118; G. v.
-Breuning, Aus dem Schwarzspanierhause, Wien 1874, S. 3-5; W. Hesse, Der
-große Brand des kurf. Schlosses zu Bonn am 15. Jan. 1777, 2. Aufl.,
-Bonn 1882, S. 14-19.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_26" id="Footnote_A_26"></a><a href="#FNanchor_A_26"><span class="label">26</span></a> Der Flügel des Residenzschlosses, welcher die Privatgemächer des
-Kurfürsten enthielt.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_27" id="Footnote_A_27"></a><a href="#FNanchor_A_27"><span class="label">27</span></a> A. v. Droste-Hülshoff, Bilder aus Westfalen (1840), <span class="antiqua">III</span>.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_28" id="Footnote_A_28"></a><a href="#FNanchor_A_28"><span class="label">28</span></a> Vgl. Schell <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 99 <span class="antiqua">nr.</span> 39.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_29" id="Footnote_A_29"></a><a href="#FNanchor_A_29"><span class="label">29</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 474 <span class="antiqua">nr.</span> 24.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_30" id="Footnote_A_30"></a><a href="#FNanchor_A_30"><span class="label">30</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 475 <span class="antiqua">nr.</span> 27.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_31" id="Footnote_A_31"></a><a href="#FNanchor_A_31"><span class="label">31</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 159 <span class="antiqua">nr.</span> 48.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_32" id="Footnote_A_32"></a><a href="#FNanchor_A_32"><span class="label">32</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> <a id="F4" name="F4">S.</a> 425 <span class="antiqua">nr.</span> 11.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_33" id="Footnote_A_33"></a><a href="#FNanchor_A_33"><span class="label">33</span></a> Vgl. v. Waldbrühl <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 36.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_34" id="Footnote_A_34"></a><a href="#FNanchor_A_34"><span class="label">34</span></a> Vgl. Schell <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 169 <span class="antiqua">nr.</span> 73.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_35" id="Footnote_A_35"></a><a href="#FNanchor_A_35"><span class="label">35</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 378 <span class="antiqua">nr.</span> 17.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_36" id="Footnote_A_36"></a><a href="#FNanchor_A_36"><span class="label">36</span></a> Th. Beykirch, Prophetenstimmen mit Erklärungen, 3. verm. und verb.
-Aufl., Paderborn 1849, S. 110; unten S. 42.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_37" id="Footnote_A_37"></a><a href="#FNanchor_A_37"><span class="label">37</span></a> J. V. Kutscheit, Sechs bisher unbekannte höchst merkwürdige
-Prophezeiungen etc., 2. Aufl., Bonn 1848, S. 14.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_38" id="Footnote_A_38"></a><a href="#FNanchor_A_38"><span class="label">38</span></a> Beykirch <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 110.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_39" id="Footnote_A_39"></a><a href="#FNanchor_A_39"><span class="label">39</span></a> Vgl. K. B. A. Warnefried, Seherblicke in die Zukunft, Regensburg
-1861, Abt. II., S. 63 f.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_40" id="Footnote_A_40"></a><a href="#FNanchor_A_40"><span class="label">40</span></a> Vgl. F. Zurbonsen, Die Sage von der Völkerschlacht der Zukunft &#8222;am
-Birkenbaum&#8220;, Köln 1897.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_41" id="Footnote_A_41"></a><a href="#FNanchor_A_41"><span class="label">41</span></a> <a id="F5" name="F5">Beykirch</a> <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 91 f.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_42" id="Footnote_A_42"></a><a href="#FNanchor_A_42"><span class="label">42</span></a> Kutscheit <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 14; Beykirch <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 111.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_43" id="Footnote_A_43"></a><a href="#FNanchor_A_43"><span class="label">43</span></a> s. unten S. <a href="#page48">48</a>.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_44" id="Footnote_A_44"></a><a href="#FNanchor_A_44"><span class="label">44</span></a> s. unten S. <a href="#page48">48</a>.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_45" id="Footnote_A_45"></a><a href="#FNanchor_A_45"><span class="label">45</span></a> s. unten S. <a href="#page39">39</a> f.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_46" id="Footnote_A_46"></a><a href="#FNanchor_A_46"><span class="label">46</span></a> Bahlmann <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 23.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_47" id="Footnote_A_47"></a><a href="#FNanchor_A_47"><span class="label">47</span></a> <span class="antiqua">ibid.</span> S. 30.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_48" id="Footnote_A_48"></a><a href="#FNanchor_A_48"><span class="label">48</span></a> <a id="F6" name="F6">Auch</a> bei Salzburg ist folgende Prophezeiung verbreitet: &#8222;Die
-Franzosen werden nochmals nach Deutschland kommen, aber zu Köln am
-Rhein eine gänzliche Niederlage erleiden, worauf Frankreich in 7 Teile
-zerstückelt wird&#8220; (Zeitschrift für deutsche Mythologie und Sittenkunde,
-Bd. 4, Göttingen 1859, S. 202).</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_49" id="Footnote_A_49"></a><a href="#FNanchor_A_49"><span class="label">49</span></a> Kutscheit <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 12 f.; Beykirch <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 110.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_50" id="Footnote_A_50"></a><a href="#FNanchor_A_50"><span class="label">50</span></a> Kutscheit <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 13 f.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_51" id="Footnote_A_51"></a><a href="#FNanchor_A_51"><span class="label">51</span></a> Beykirch <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 110.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_52" id="Footnote_A_52"></a><a href="#FNanchor_A_52"><span class="label">52</span></a> <a id="F7" name="F7">Vgl</a>.: Denkw. u. nützl. Rheinischer Antiquarius, Abt. II. Bd. 20,
-Coblenz 1871, S. 209 f.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_53" id="Footnote_A_53"></a><a href="#FNanchor_A_53"><span class="label">53</span></a> Der durch seine Prophezeiungen bekannte Bartholomäus Holzhauser
-war 1658 als Pfarrer in <a id="F13" name="F13">Bingen</a> gestorben.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_54" id="Footnote_A_54"></a><a href="#FNanchor_A_54"><span class="label">54</span></a> Einzelne Manuskripte sollen <a id="F22" name="F22">Romae</a> haben.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_55" id="Footnote_A_55"></a><a href="#FNanchor_A_55"><span class="label">55</span></a> Auf deutsch: &#8222;Ich setze 1600 und 9 × 12; füge hinzu 4 × 10, dann
-kommt der Tag, an welchem zu Bonn die Genossen Jesu und die Brüder
-des seligen Franziskus die Palmen (den Sieg) und die Marterkrone
-davontragen werden.&#8220;</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_56" id="Footnote_A_56"></a><a href="#FNanchor_A_56"><span class="label">56</span></a> Nach einer gleichzeitigen Abschrift in einem kürzlich von mir
-erworbenen Manuskripte, worin noch weiteres Material gesammelt ist;
-vergl.: Allgemeines Repertorium für empirische Psychologie etc., Bd. 1,
-Nürnberg 1792, S. 90-97.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_57" id="Footnote_A_57"></a><a href="#FNanchor_A_57"><span class="label">57</span></a> Dort gebrauchte sie die Bäder.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_58" id="Footnote_A_58"></a><a href="#FNanchor_A_58"><span class="label">58</span></a> 1. Okt. 1756.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_59" id="Footnote_A_59"></a><a href="#FNanchor_A_59"><span class="label">59</span></a> Von 1720-1777 die Residenz des Kurfürsten von der Pfalz.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_60" id="Footnote_A_60"></a><a href="#FNanchor_A_60"><span class="label">60</span></a> 18. Juni 1757.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_61" id="Footnote_A_61"></a><a href="#FNanchor_A_61"><span class="label">61</span></a> Nach einer Bemerkung meines Manuskriptes hat der Kirchenrat die
-Aussage der Frau später bestätigt.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_62" id="Footnote_A_62"></a><a href="#FNanchor_A_62"><span class="label">62</span></a> Wilhelm V. (geb. 1748), ein Sohn Wilhelms IV. (&#8224; 1751)
-und <a id="F11" name="F11">Annas</a> v. England (&#8224; 1759), trat 1766 die Regierung als
-Statthalter der Niederlande an, mußte 1795 nach England flüchten und
-starb 1806.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_63" id="Footnote_A_63"></a><a href="#FNanchor_A_63"><span class="label">63</span></a> Statthalterin von 1751-59 unter Assistenz des Prinzen Ludwig Ernst
-v. <a id="F15" name="F15">Braunschweig-Wolfenbüttel</a>; beide neigten sich im 7jähr. Kriege offen
-auf die Seite der Engländer, die Friedrich den Großen unterstützten.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_64" id="Footnote_A_64"></a><a href="#FNanchor_A_64"><span class="label">64</span></a> Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen, Heft 18, Essen
-1898, S. 149 f.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_65" id="Footnote_A_65"></a><a href="#FNanchor_A_65"><span class="label">65</span></a> Geschichte, Erscheinungen und Prophezeiungen des Joh. Adam Müller
-etc., Frankfurt a. M. 1816; J. C. Hoffbauer, J. A. Müller, der Prophet,
-Halle 1817; E. Haltaus, Des badischen Bauern J. A. Müller merkwürdige
-Prophezeiungen etc., Stuttgart 1871.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_66" id="Footnote_A_66"></a><a href="#FNanchor_A_66"><span class="label">66</span></a> Hermann, Jahrg. 1818, S. 772.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_67" id="Footnote_A_67"></a><a href="#FNanchor_A_67"><span class="label">67</span></a> <a id="F8" name="F8">Ueber</a> ihn vergl.: W. Schrattenholz, Spielbähn der Prophet, 7.
-verm. Aufl., Bonn 1849; J. Burg. Höchst merkwürdige Prophezeiungen des
-alten Bernhard etc., Bonn 1848.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_68" id="Footnote_A_68"></a><a href="#FNanchor_A_68"><span class="label">68</span></a> Bähn = Bernard.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_69" id="Footnote_A_69"></a><a href="#FNanchor_A_69"><span class="label">69</span></a> Alljährliche Versammlung der Bauern zur Beratung der
-Gemeinde-Angelegenheiten, entsprechend dem Herrengeding in den Städten.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_70" id="Footnote_A_70"></a><a href="#FNanchor_A_70"><span class="label">70</span></a> Aus dem Volksmunde mitgeteilt von Schell <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 552 nr. 26.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_71" id="Footnote_A_71"></a><a href="#FNanchor_A_71"><span class="label">71</span></a> z. B. der Straßen zwischen Bonn und <a id="F18" name="F18">Hangelar</a>, zwischen Sieglar und
-Mondorf etc.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_72" id="Footnote_A_72"></a><a href="#FNanchor_A_72"><span class="label">72</span></a> Angekündigt als Wagen, &#8222;so da durch alle Welt laufen, ohne von
-lebendigen Geschöpfen gezogen zu werden, also daß man die Wegsstrecken
-nach der Vögel Flug ausrechnet&#8220; und als schwere Schiffe, die &#8222;den
-Rhein hinanlaufen ohne Pferd und Wind&#8220;. &#8211; Das erste Dampfschiff kam
-1817 bei hohem Wasserstande von London nach Koblenz; der regelmäßige
-Dampferverkehr zwischen Mainz und Köln ist 1827, die erste deutsche
-Eisenbahn zwischen Nürnberg und <a id="F17" name="F17">Fürth</a> 1835 eröffnet, die Köln-Mindener
-Bahn 1844-47 erbaut.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_73" id="Footnote_A_73"></a><a href="#FNanchor_A_73"><span class="label">73</span></a> s. oben, S. <a href="#page20">20</a> ff.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_74" id="Footnote_A_74"></a><a href="#FNanchor_A_74"><span class="label">74</span></a> Schrattenholz <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 25-27, Beykirch <span class="antiqua">l. c.</span>, S.
-102-104; Jaspers sämtliche Prophezeiungen. Dortmund 1866, S. 20 f.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_75" id="Footnote_A_75"></a><a href="#FNanchor_A_75"><span class="label">75</span></a> <a id="F23" name="F23">Rußland</a> oder Türkei?</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_76" id="Footnote_A_76"></a><a href="#FNanchor_A_76"><span class="label">76</span></a> Höchste Kuppel des <a id="F24" name="F24">Siebengebirges</a>.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_77" id="Footnote_A_77"></a><a href="#FNanchor_A_77"><span class="label">77</span></a> W. Schrattenholz, Neues Prophetienbüchlein über den deutschen
-Kaiser etc., Bonn 1848, S. 8.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_78" id="Footnote_A_78"></a><a href="#FNanchor_A_78"><span class="label">78</span></a> Ein an der Sieg unweit <a id="F20" name="F20">Müllekoven</a> gelegener Wald.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_79" id="Footnote_A_79"></a><a href="#FNanchor_A_79"><span class="label">79</span></a> <a id="F12" name="F12">Etwa</a> der Dom? Von diesem behauptete eine im bergischen Volke
-sehr verbreitete uralte Weissagung unbekannten Ursprungs, daß er nie
-vollendet werden würde.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_80" id="Footnote_A_80"></a><a href="#FNanchor_A_80"><span class="label">80</span></a> Schrattenholz, Neues Prophetienbüchlein etc., S. 7.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_81" id="Footnote_A_81"></a><a href="#FNanchor_A_81"><span class="label">81</span></a> Meile, eine so genannte Strecke auf der <a id="F14" name="F14">Bonner</a> Landstraße,
-oberhalb Köln.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_82" id="Footnote_A_82"></a><a href="#FNanchor_A_82"><span class="label">82</span></a> Beykirch <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 111.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_83" id="Footnote_A_83"></a><a href="#FNanchor_A_83"><span class="label">83</span></a> Beykirch <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 38 f.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_84" id="Footnote_A_84"></a><a href="#FNanchor_A_84"><span class="label">84</span></a> Vgl.: C. A. Krumscheid, Prophezeiungen auf d. J. 1860 etc. I: Des
-J. P. Knopp.... Geschicke und Geschichte. Linz a. Rh. 1859.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_85" id="Footnote_A_85"></a><a href="#FNanchor_A_85"><span class="label">85</span></a> Daher der Name &#8222;Körper&#8220;.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_86" id="Footnote_A_86"></a><a href="#FNanchor_A_86"><span class="label">86</span></a> lüge.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_87" id="Footnote_A_87"></a><a href="#FNanchor_A_87"><span class="label">87</span></a> sagt.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_88" id="Footnote_A_88"></a><a href="#FNanchor_A_88"><span class="label">88</span></a> heute schon.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_89" id="Footnote_A_89"></a><a href="#FNanchor_A_89"><span class="label">89</span></a> warte.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_90" id="Footnote_A_90"></a><a href="#FNanchor_A_90"><span class="label">90</span></a> Hasenfuß, Feigling.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_91" id="Footnote_A_91"></a><a href="#FNanchor_A_91"><span class="label">91</span></a> Erbsenkessel auf deinen Pferdekopf.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_92" id="Footnote_A_92"></a><a href="#FNanchor_A_92"><span class="label">92</span></a> Knopps Prophezeiung über die Aufhebung des Minoriten-Konvents zu
-<a id="F25" name="F25">Sinzig</a> s. Krumscheid <span class="antiqua">l. c.</span>, <span class="antiqua">II</span>, 17.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_93" id="Footnote_A_93"></a><a href="#FNanchor_A_93"><span class="label">93</span></a> Die Kirche im <a id="F19" name="F19">Hundel</a> ist 1847 erbaut.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_94" id="Footnote_A_94"></a><a href="#FNanchor_A_94"><span class="label">94</span></a> Die <a id="F9" name="F9">Ahr</a> hat die künstliche Richtung 1854 erhalten.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_95" id="Footnote_A_95"></a><a href="#FNanchor_A_95"><span class="label">95</span></a> Die feste <a id="F21" name="F21">Rheinbrücke</a> bei Köln ist 1855 in Angriff genommen und am
-3. Oktober 1859 dem Verkehre übergeben.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_96" id="Footnote_A_96"></a><a href="#FNanchor_A_96"><span class="label">96</span></a> Die Prophezeiung über die Kölner Brücke und den Linz-Asbacher Weg
-brachte bereits das <a id="F10" name="F10">Altenkirchener</a> Intelligenzblatt v. 5. März 1848
-(Nr. 19), obschon damals beide Projekte noch schlummerten. Gleichzeitig
-mit der Anlegung des neuen Weges sollte in Rom eine Empörung
-ausbrechen, durch welche die vornehmsten Mächte in Uneinigkeit gerieten.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_97" id="Footnote_A_97"></a><a href="#FNanchor_A_97"><span class="label">97</span></a> Vgl. auch Krumscheid <span class="antiqua">l. c.</span> <span class="antiqua">III</span>, 10 f.; <span class="antiqua">V</span>, 18;
-<span class="antiqua">VIII</span>, 20.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_98" id="Footnote_A_98"></a><a href="#FNanchor_A_98"><span class="label">98</span></a> Beykirch <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 75-78; E. J. Heinen, Helena Wallraff von
-Brüggen, die merkwürdigste Seherin am Rhein, Euskirchen 1849, Magikon,
-Bd. <span class="antiqua">IV</span>, Stuttgart 1850, S. 373-381.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_99" id="Footnote_A_99"></a><a href="#FNanchor_A_99"><span class="label">99</span></a> Büchlein des Trostes der Helena Wallraff von Brüggen.... aus der
-Nachlassenschaft seines ehrwürdigen Oheims hrsg. von Pfarrer Heinen,
-Euskirchen 1850.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_100" id="Footnote_A_100"></a><a href="#FNanchor_A_100"><span class="label">100</span></a> Vgl. A. Köttgen, Maria Rübel, die Hellseherin in Langenberg.
-Mit Anmerkungen hrsg. von Dr. D. G. Kiefer (&#8211; Archiv für den tier.
-Magnetismus, Bd. 4, Stück 3), Halle 1819; Hermann, Jahrg. 1818, S.
-443-446, 454-456, 488, 496, 507-510, 523-525, 527-533, 633 f., 673-675,
-778-780, 815 u. 832-836; J. E. A. Stiegler, Drei Visionairinnen,
-Kreuznach 1837, S. 43-57.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_101" id="Footnote_A_101"></a><a href="#FNanchor_A_101"><span class="label">101</span></a> Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, Bd. 32, Elberfeld
-1896, S. 117-122.</p>
-
-<p><a name="Footnote_A_102" id="Footnote_A_102"></a><a href="#FNanchor_A_102"><span class="label">102</span></a> C. Jacobi, Der Leinweber Jacobus Küpper als Wahrsager,
-Armseelenerlöser etc., Köln 1850.</p>
-</div>
-
-
-
-
-<div class="box martop4">
-<h2>Anmerkungen zur Transkription:</h2>
-
-
-<p>Das Original ist in Fraktur gesetzt.</p>
-
-<p>Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen;
-lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.</p>
-
-<p>Einige Ausdrücke wurden in beiden Schreibweisen übernommen:</p>
-
-<ul class="tn">
-<li>Coblenz (Fußnoten <a href="#F0">15</a>, <a href="#F3">21</a> und <a href="#F7">52</a>) und Koblenz (Seiten <a href="#page16">16</a>, <a href="#page21">21</a>,
-<a href="#page22">22</a>, <a href="#page48">48</a> und <a href="#page57">57</a>, Fußnoten <a href="#F3">21</a> und <a href="#F4">32</a>)</li>
-
-<li>Oesterreich (Seiten <a href="#page28">28</a> und <a href="#page47">47</a>) und Oestreich (Seiten <a href="#page52">52</a>, <a href="#page57">57</a> und <a href="#page58">58</a>)</li>
-
-<li>Spiel-Bähn (Seite <a href="#page35">35</a>) und Spielbähn (Seiten <a href="#page35">35</a>, <a href="#page37">37</a>, <a href="#page40">40</a>, <a href="#page41">41</a>, <a href="#page42">42</a>,
-<a href="#page44">44</a> und <a href="#page47">47</a>, Fußnote <a href="#F8">67</a>)</li>
-</ul>
-
-<p>Folgende offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert:</p>
-
-<ul class="tn">
-<li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"nach Königsberg (1807/08 bekannt"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"nach Königsberg
-(1807/08) bekannt"</span> (Seite <a href="#page34">34</a>)</li>
-
-<li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Bender <a href="#page24">24</a>-<a href="#page32">32</a>."</span><br/> in<br/>
-<span class="ftsize105">"Bender <a href="#page24">24</a>-<a href="#page30">30</a>."</span> (Seite <a href="#page55">55</a>)</li>
-
-<li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Clemens August <span class="antiqua">I.</span> v. Köln <a href="#page13">12</a>-<a href="#page14">14</a>."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Clemens August <span class="antiqua">I.</span>
-v. Köln <a href="#page13">13</a>-<a href="#page14">14</a>."</span>(Seite <a href="#page55">55</a>)</li>
-
-<li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Lügenbähn s. <a href="#Rem">Rembold</a>."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Lügen-Bähn s. <a href="#Rem">Rembold</a>."</span>
-(Seite <a href="#page57">57</a>)</li>
-
-<li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Mederich 12."</span><br/> in<br/>
-<span class="ftsize105">"Mederich 12."</span>(Seite <a href="#page57">57</a>)</li>
-
-<li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Nümbrecht s. Schell <span class="antiqua">l. c</span>, S. 403"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Nümbrecht
-s. Schell <span class="antiqua">l. c.</span>, S. 403"</span> (Fußnote <a href="#F1">18</a>)</li>
-
-<li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Vgl. K Dirksen, Volkstümliches"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Vgl. K. Dirksen,
-Volkstümliches"</span> (Fußnote <a href="#F2">19</a>)</li>
-
-<li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Beykirch <span class="antiqua">l c.</span>, S. 91 f."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Beykirch <span class="antiqua">l.
-c.</span>, S. 91 f."</span> (Fußnote <a href="#F5">41</a>)</li>
-
-<li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"zerstückelt wird (Zeitschrift für"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"zerstückelt
-wird&#8220; (Zeitschrift für"</span> (Fußnote <a href="#F6">48</a>)</li>
-</ul>
-</div>
-
-
-
-
-
-
-
-<pre>
-
-
-
-
-
-End of Project Gutenberg's Rheinische Seher und Propheten, by Paul Bahlmann
-
-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK RHEINISCHE SEHER UND PROPHETEN ***
-
-***** This file should be named 54821-h.htm or 54821-h.zip *****
-This and all associated files of various formats will be found in:
- http://www.gutenberg.org/5/4/8/2/54821/
-
-Produced by Iris Schröder-Gehring, Peter Becker and the
-Online Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net
-
-Updated editions will replace the previous one--the old editions will
-be renamed.
-
-Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright
-law means that no one owns a United States copyright in these works,
-so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United
-States without permission and without paying copyright
-royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part
-of this license, apply to copying and distributing Project
-Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm
-concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark,
-and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive
-specific permission. If you do not charge anything for copies of this
-eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook
-for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports,
-performances and research. They may be modified and printed and given
-away--you may do practically ANYTHING in the United States with eBooks
-not protected by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the
-trademark license, especially commercial redistribution.
-
-START: FULL LICENSE
-
-THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
-PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK
-
-To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
-distribution of electronic works, by using or distributing this work
-(or any other work associated in any way with the phrase "Project
-Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full
-Project Gutenberg-tm License available with this file or online at
-www.gutenberg.org/license.
-
-Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project
-Gutenberg-tm electronic works
-
-1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
-electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
-and accept all the terms of this license and intellectual property
-(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
-the terms of this agreement, you must cease using and return or
-destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your
-possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a
-Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound
-by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the
-person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph
-1.E.8.
-
-1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
-used on or associated in any way with an electronic work by people who
-agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
-things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
-even without complying with the full terms of this agreement. See
-paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
-Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this
-agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm
-electronic works. See paragraph 1.E below.
-
-1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the
-Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection
-of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual
-works in the collection are in the public domain in the United
-States. If an individual work is unprotected by copyright law in the
-United States and you are located in the United States, we do not
-claim a right to prevent you from copying, distributing, performing,
-displaying or creating derivative works based on the work as long as
-all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope
-that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting
-free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm
-works in compliance with the terms of this agreement for keeping the
-Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily
-comply with the terms of this agreement by keeping this work in the
-same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when
-you share it without charge with others.
-
-1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
-what you can do with this work. Copyright laws in most countries are
-in a constant state of change. If you are outside the United States,
-check the laws of your country in addition to the terms of this
-agreement before downloading, copying, displaying, performing,
-distributing or creating derivative works based on this work or any
-other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no
-representations concerning the copyright status of any work in any
-country outside the United States.
-
-1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
-
-1.E.1. The following sentence, with active links to, or other
-immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear
-prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work
-on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the
-phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed,
-performed, viewed, copied or distributed:
-
- This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
- most other parts of the world at no cost and with almost no
- restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it
- under the terms of the Project Gutenberg License included with this
- eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the
- United States, you'll have to check the laws of the country where you
- are located before using this ebook.
-
-1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is
-derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not
-contain a notice indicating that it is posted with permission of the
-copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in
-the United States without paying any fees or charges. If you are
-redistributing or providing access to a work with the phrase "Project
-Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply
-either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or
-obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm
-trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
-with the permission of the copyright holder, your use and distribution
-must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any
-additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms
-will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works
-posted with the permission of the copyright holder found at the
-beginning of this work.
-
-1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
-License terms from this work, or any files containing a part of this
-work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.
-
-1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
-electronic work, or any part of this electronic work, without
-prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
-active links or immediate access to the full terms of the Project
-Gutenberg-tm License.
-
-1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
-compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including
-any word processing or hypertext form. However, if you provide access
-to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format
-other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official
-version posted on the official Project Gutenberg-tm web site
-(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense
-to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means
-of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain
-Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the
-full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1.
-
-1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
-performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
-unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
-access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works
-provided that
-
-* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
- the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
- you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed
- to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has
- agreed to donate royalties under this paragraph to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid
- within 60 days following each date on which you prepare (or are
- legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty
- payments should be clearly marked as such and sent to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in
- Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg
- Literary Archive Foundation."
-
-* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
- you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
- does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
- License. You must require such a user to return or destroy all
- copies of the works possessed in a physical medium and discontinue
- all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm
- works.
-
-* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
- any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
- electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
- receipt of the work.
-
-* You comply with all other terms of this agreement for free
- distribution of Project Gutenberg-tm works.
-
-1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project
-Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than
-are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing
-from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and The
-Project Gutenberg Trademark LLC, the owner of the Project Gutenberg-tm
-trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below.
-
-1.F.
-
-1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
-effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
-works not protected by U.S. copyright law in creating the Project
-Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm
-electronic works, and the medium on which they may be stored, may
-contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate
-or corrupt data, transcription errors, a copyright or other
-intellectual property infringement, a defective or damaged disk or
-other medium, a computer virus, or computer codes that damage or
-cannot be read by your equipment.
-
-1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
-of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
-Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
-Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
-liability to you for damages, costs and expenses, including legal
-fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
-LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
-PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
-TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
-LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
-INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
-DAMAGE.
-
-1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
-defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
-receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
-written explanation to the person you received the work from. If you
-received the work on a physical medium, you must return the medium
-with your written explanation. The person or entity that provided you
-with the defective work may elect to provide a replacement copy in
-lieu of a refund. If you received the work electronically, the person
-or entity providing it to you may choose to give you a second
-opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If
-the second copy is also defective, you may demand a refund in writing
-without further opportunities to fix the problem.
-
-1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
-in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO
-OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT
-LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
-
-1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
-warranties or the exclusion or limitation of certain types of
-damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement
-violates the law of the state applicable to this agreement, the
-agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or
-limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or
-unenforceability of any provision of this agreement shall not void the
-remaining provisions.
-
-1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
-trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
-providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in
-accordance with this agreement, and any volunteers associated with the
-production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm
-electronic works, harmless from all liability, costs and expenses,
-including legal fees, that arise directly or indirectly from any of
-the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this
-or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or
-additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any
-Defect you cause.
-
-Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
-
-Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
-electronic works in formats readable by the widest variety of
-computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It
-exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations
-from people in all walks of life.
-
-Volunteers and financial support to provide volunteers with the
-assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
-goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
-remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
-and permanent future for Project Gutenberg-tm and future
-generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see
-Sections 3 and 4 and the Foundation information page at
-www.gutenberg.org
-
-
-
-Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
-
-The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
-501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
-state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
-Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
-number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by
-U.S. federal laws and your state's laws.
-
-The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the
-mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its
-volunteers and employees are scattered throughout numerous
-locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt
-Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to
-date contact information can be found at the Foundation's web site and
-official page at www.gutenberg.org/contact
-
-For additional contact information:
-
- Dr. Gregory B. Newby
- Chief Executive and Director
- gbnewby@pglaf.org
-
-Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
-Literary Archive Foundation
-
-Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
-spread public support and donations to carry out its mission of
-increasing the number of public domain and licensed works that can be
-freely distributed in machine readable form accessible by the widest
-array of equipment including outdated equipment. Many small donations
-($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
-status with the IRS.
-
-The Foundation is committed to complying with the laws regulating
-charities and charitable donations in all 50 states of the United
-States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
-considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
-with these requirements. We do not solicit donations in locations
-where we have not received written confirmation of compliance. To SEND
-DONATIONS or determine the status of compliance for any particular
-state visit www.gutenberg.org/donate
-
-While we cannot and do not solicit contributions from states where we
-have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
-against accepting unsolicited donations from donors in such states who
-approach us with offers to donate.
-
-International donations are gratefully accepted, but we cannot make
-any statements concerning tax treatment of donations received from
-outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
-
-Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
-methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
-ways including checks, online payments and credit card donations. To
-donate, please visit: www.gutenberg.org/donate
-
-Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works.
-
-Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
-Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be
-freely shared with anyone. For forty years, he produced and
-distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of
-volunteer support.
-
-Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
-editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in
-the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
-necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper
-edition.
-
-Most people start at our Web site which has the main PG search
-facility: www.gutenberg.org
-
-This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
-including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
-subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
-
-
-
-</pre>
-
-</body>
-</html>
diff --git a/old/54821-h/images/cover.jpg b/old/54821-h/images/cover.jpg
deleted file mode 100644
index 2df37a6..0000000
--- a/old/54821-h/images/cover.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img001.jpg b/old/54821-h/images/img001.jpg
deleted file mode 100644
index 4abd157..0000000
--- a/old/54821-h/images/img001.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img002.jpg b/old/54821-h/images/img002.jpg
deleted file mode 100644
index c6143f1..0000000
--- a/old/54821-h/images/img002.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img003.jpg b/old/54821-h/images/img003.jpg
deleted file mode 100644
index 59b6460..0000000
--- a/old/54821-h/images/img003.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img004.jpg b/old/54821-h/images/img004.jpg
deleted file mode 100644
index a846f5a..0000000
--- a/old/54821-h/images/img004.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img005.jpg b/old/54821-h/images/img005.jpg
deleted file mode 100644
index 57854f5..0000000
--- a/old/54821-h/images/img005.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img006.jpg b/old/54821-h/images/img006.jpg
deleted file mode 100644
index 8e464e6..0000000
--- a/old/54821-h/images/img006.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img007.jpg b/old/54821-h/images/img007.jpg
deleted file mode 100644
index 14ddb46..0000000
--- a/old/54821-h/images/img007.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img008.jpg b/old/54821-h/images/img008.jpg
deleted file mode 100644
index 840cc5d..0000000
--- a/old/54821-h/images/img008.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img009.jpg b/old/54821-h/images/img009.jpg
deleted file mode 100644
index e4b02f4..0000000
--- a/old/54821-h/images/img009.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img010.jpg b/old/54821-h/images/img010.jpg
deleted file mode 100644
index 9061ff3..0000000
--- a/old/54821-h/images/img010.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img011.jpg b/old/54821-h/images/img011.jpg
deleted file mode 100644
index 4dffcbd..0000000
--- a/old/54821-h/images/img011.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img012.jpg b/old/54821-h/images/img012.jpg
deleted file mode 100644
index cff0a97..0000000
--- a/old/54821-h/images/img012.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img013.jpg b/old/54821-h/images/img013.jpg
deleted file mode 100644
index 88ea273..0000000
--- a/old/54821-h/images/img013.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/54821-h/images/img014.jpg b/old/54821-h/images/img014.jpg
deleted file mode 100644
index 0a1416d..0000000
--- a/old/54821-h/images/img014.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ