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| author | nfenwick <nfenwick@pglaf.org> | 2025-02-05 10:35:35 -0800 |
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If you are not located in the United States, you'll have -to check the laws of the country where you are located before using this ebook. - -Title: Harbaugh's Harfe - Gedichte in Pennsylvanisch-Deutscher Mundart - -Author: Henry Harbaugh - -Release Date: March 15, 2016 [EBook #51467] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK HARBAUGH'S HARFE *** - - - - -Produced by Jan-Fabian Humann and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This file was -produced from images generously made available by The -Internet Archive) - - - - - - - - - - -[Illustration: Wohnhaus der Eltern Harbaugh’s, in Franklin County, Pa.] - - - - - Harbaugh’s Harfe. - - GEDICHTE - - IN - - Pennsylvanisch-Deutscher Mundart. - - VON - - H. HARBAUGH, D. D. - - HERAUSGEGEBEN VON - B. BAUSMAN. - - REFORMED CHURCH PUBLICATION BOARD, - No. 54 NORTH SIXTH STREET, PHILADELPHIA. - - 1870. - - Entered according to Act of Congress, in the year 1870, by the - REFORMED CHURCH PUBLICATION BOARD, - in the Clerk’s Office of the District Court of the United States, - in and for the Eastern District of - Pennsylvania. - - ELECTROTYPED BY - JAS. B. RODGERS CO. - PHILADELPHIA. - - - - -Vorrede. - - -Folgende Gedichte, in Pennsylvanisch-deutscher Mundart geschrieben, -erschienen ursprünglich im „Guardian”. Dr. HARBAUGH wurde oft gebeten -eine Sammlung derselben in Buchform herauszugeben, welches er auch -beabsichtigte. Leider blieb dieser Wunsch seiner vielen Freunde durch -seinen frühen Tod unerfüllt. HARBAUGH hat diese Gedichte geschrieben, -nicht ich; allein er ist mir ein theurer Freund gewesen -- ist es immer -noch, obgleich im Jenseits. Dankbare Liebe zu ihm sowie zu dem Volk, -in dessen Sprache er diese Lieder singt, bewegt mich dieses Werkchen -herauszugeben. Auf vielen Seiten -- in Amerika wie in Europa -- ist -der Wunsch für sein Erscheinen laut geworden. Den vielen Freunden, -welche auf verschiedene Weise bei den Vorbereitungen des Unternehmens -mitwirkten, sei hiermit herzlich gedankt. Namentlich Herrn E. D. -LEISENRING, B. F. TREXLER, Pastor S. K. BROBST und Pastor A. J. G. -DUBBS von Allentown, sowie Hrn. J. M. BECK vom „Reading Adler,” der -es unternahm die Schreibweise zu ordnen und der die Wörter-Tabelle im -Anhang des Buches bereitete. - -Die Holzschnitte sind alle nach Original-Zeichnungen angefertigt. Das -alt Schulhaus, Die alte Miehl, die HARBAUGH’sche Heimath und Der alte -Feierheerd wurden an Ort und Stelle, in Franklin County, von Herrn J. -A. BECK von Harrisburg skizzirt. Die Bilder zum Kerchegang in alter -Zeit und Heemweh zeichnete Herr DAN. DEVLIN von Reading, Pa. Der Ertrag -des Verkaufs dieses Buches soll Dr. HARBAUGH’s Familie zu gut kommen. - -Diese Harfe giebt eine Darstellung des Volks- und Familien-Lebens der -Deutsch-Pennsylvanier. Von der Wiege bis zum Grabe, aus der Familie, -Schule und Kirche wird manches liebliche Bild gemalt. Möchte die lieben -Leser bitten „Die Harfe” nicht an die Weiden zu hängen, sondern recht -oft ihre schönen Klänge im Kreise der Familie ertönen zu lassen. - -B. BAUSMAN. - -_Reading, Pa., Mai, 1870._ - - - - -Inhalts-Verzeichniss. - - - _Seite_ - - Einleitung, 7 - - Zum A’denke an Dr. Heinrich Harbaugh, 9 - - Das alt Schulhaus an der Krick, 13 - - Die neie Sort Dschent’lleit, 21 - - Der Belsnickel, 23 - - Der alte Feierheerd, 25 - - Die Schlofschtub, 31 - - Der reiche Herr im Deich, 37 - - Das Krischkindel, 39 - - Die alt Miehl, 45 - - Busch un Schtedtel, 51 - - Der Rejeboge, 53 - - Der Pihwie, 59 - - Der Kerchegang in alter Zeit, 61 - - Will widder Buwele sei’, 65 - - Lah Bisness, 69 - - Heemweh, 77 - - The Old School-House at the Creek, 87 - - The Old-Time Hearth-Fire, 95 - - Home-Sickness, 99 - - The Old Sleeping Room, 106 - - Wortverzeichniss, 111 - - - - -Verzeichniss der Bilder. - - - Wohnhaus der Eltern Harbaugh’s, Vorderseite. - - Das Alt Schulhaus an der Krick, _Seite_ 12 - - Der Alte Feierheerd, 27 - - Die Alt Miehl, 44 - - Der Kerchegang in Alter Zeit, 63 - - Heemweh, 82 - - - - -Einleitung. - - -Heinrich Harbaugh wurde den 28. October, 1817, nahe bei Waynsboro’, -Franklin County, Pa., geboren. In 1736 kam sein Ur-Grossvater, YOST -HARBAUGH, aus der Schweiz nach Amerika. Er kaufte sich eine Bauerei -„drei Meilen oberhalb der Maxatawny Creek,” in Maxatawny Township, -Berks County, Pa. Aus diesem Stamm wuchsen die Zweige der zahlreichen -HARBAUGH Familie in Amerika. - -HEINRICH HARBAUGH’s Vater, GEORGE HARBAUGH, war ein einfacher -fleissiger Bauer. Seine Mutter war eine geborne Schneider, von -Lancaster County, Pa. Beide Eltern gehörten zur Reformirten Kirche, in -welchem Glauben sie ihre Kinder treu zu erziehen suchten. Sie hatten -zwölf Kinder, wovon HEINRICH das zehnte war. - -Von früher Jugend an hatte er eine Vorliebe zum Studiren. Er sollte -Bauer oder Handwerker werden; allein er selbst fühlte sich zum -Predigtamt berufen. Er blieb seinen Eltern getreu, und arbeitete -fleissig als ein Ackersmann. Dabei aber liebte er Bücher, und sparte -jeden Cent, um dieselben zu kaufen. Damals hatte man blos während -etlichen Winter-Monaten Schule. In der übrigen Zeit studirte er -nach Gelegenheit. Er hatte den Gebrauch, ein Buch in seiner Tasche -nachzutragen. Beim Pflügen, während er die Pferde in der Furche ruhen -liess, and Mittags während sie ihr Futter frassen, las er fleissig. Das -Schulhaus für jene Gegend stand neben einem Bach, eine kurze Strecke -von seiner Heimath. Seine Schul-Erfahrungen und Erinnerungen, bewogen -ihn das „Schulhaus an der Krick” zu schreiben. - -Endlich fühlte er sich durch einen Gewissens-Zwang bewogen, sich dem -Studium zu widmen. Allein dazu fehlten ihm die Mittel. Er entschloss -sich am Schreinerhandwerk zu arbeiten, welches er theilweise gelernt -hatte, um sich das nöthige Geld zu verdienen. Sein Scheiden von dem -elterlichen Hause wird in einem Bilde dieses Buches dargestellt. Wie er -von dem Hof in die Kutsche steigt, steht seine weinende Mutter auf der -Portsch, mit dem Schurz vor dem Gesicht. - -Damals reiste er nach Ohio, wo er etliche Jahre lang abwechselnd -als Schreiner arbeitete und in die Schule ging. Endlich konnte er -als Student in Marshall College und das Theologische Seminar in -Mercersburg, Pa., eintreten. Allein wegen Mangel an Mitteln musste er -seinen Cursus in diesen Anstalten abkürzen. - -Als Pastor bediente er drei verschiedene Gemeinden. Von 1843 bis 1850 -war er Seelsorger der reformirten Gemeinde in Lewisburg, Pa. In 1850 -folgte er einem Ruf von der ersten reformirten Gemeinde in Lancaster, -Pa. Nachdem er zehn Jahre hier gewirkt hatte, wurde er Prediger der -St. Johannis Gemeinde von Lebanon, Pa. In 1863 erwählte ihn die Synode -der Reformirten Kirche in den Vereinigten Staaten als Professor der -Theologie im Seminar zu Mercersburg, Pa. - -HARBAUGH war während einem Jahr vor seinem Tode leidend gewesen. Am 28. -December, 1867, entschlief er sanft in dem Herrn. - -Er war zweimal verheirathet. Das erste Mal mit Mary Goodrich von -Ohio, welche in 1847 starb. Das zweite Mal mit Mary Louisa Linn von -Lewisburg, Pa. Er hinterlässt neben dieser sieben Kinder. - -HARBAUGH war ein Kanzelredner ersten Ranges. Auch wurde er später als -Theolog berühmt. Mit Anfang seines Amtes gründete er den „_Guardian_,” -eine englische Monatsschrift, welche er für einen Zeitraum von 17 -Jahren redigirte. Als Schriftsteller leistete er Vieles. Er schrieb 3 -Bände über „The Future Life,” oder das Leben der Seligen im Himmel; -„The Life of Schlatter,” 1 Band; „Fathers of the Reformed Church,” 2 -Bände; „The True Glory of Woman,” 1 Band; „The Birds of the Bible,” 1 -Band, „Harbaugh’s Poems,” 1 Band; nebst einer Anzahl kleiner Schriften. -Auch hat er einen Commentar über den Heidelberger Katechismus -geschrieben, welcher wahrscheinlich das kommende Jahr im Druck -erscheinen wird. - -Obschon HARBAUGH beinahe ausschliesslich in englischer Sprache schrieb, -war er doch von Haus aus ein sogenannter Deutsch-Pennsylvanier. In -seinem väterlichen Haus wurde Pennsylvanisch-Deutsch gesprochen. Den -eigenthümlichen Geist dieses Volkes saugte er von seiner frühesten -Kindheit ein. Er liebte dessen Gebräuche, dessen kindlichen Sinn und -dessen schlichte Frömmigkeit, und fühlte sich nirgends so wohl zu Haus -als in den Familien und grossen deutschen Kirchen Ost-Pennsylvaniens. -Bei seinen Besuchen unter diesem Volk bemühte er sich jedesmal, etwas -aus dessen geschichtlichem Leben zu sammeln und aufzubewahren. - -Die Ost-Pennsylvanier lernten ihn herzlich lieben. Wenn er predigte, -strömte das Volk in Schaaren herbei. Seine Predigten waren tief und -doch einfach, gründlich und doch verständlich. Er war ein Auswuchs aus -ihrem eigenen Leben. - -Als Pennsylvanish-deutscher Dichter musste er Bahn brechen. Man war -damals noch nicht einig darüber, ob diese Sprache einen besondern -Dialekt bilde. Er schrieb für das Volk in der Volkssprache, und das -Volk las seine gemüthvollen Gedichte an den Feuerheerden und lachte und -weinte darüber. - -Sein Tod machte einen tiefen und traurigen Eindruck auf seine -zahlreichen Freunde englischer und deutscher Zunge. Sonntags nach -seinem Heimgang verkündete mancher Prediger der Gemeinde von der -Kanzel, mit Thränen in den Augen: „Unser lieber Bruder HARBAUGH -ist in die Ruhe gegangen.” Nebst dem Leichen-Gottesdienst, welcher -in Mercersburg gehalten worden, wurden in vielen grossen Gemeinden -Ost-Pennsylvaniens, in gedrängten Kirchen, besondere Leichenreden -gehalten, wo Thränen der trauernden Liebe reichlich flossen. Als ein -Zeichen dieser allgemeinen Trauer geben wir folgendes Gedicht, welches -damals erschien. - -_B. B._ - - - - -ZUM A’DENKE AN DR. HEINRICH HARBAUGH. - -VOM EHRW. C. Z. WEISER. - - - Dei’ Harf hengt an der Wand im Eck; - Die Schpinne, die webt ’n Drauer-Deck, - Mit Schtaab schwerzt sie es aus. - Die Schrauwe all minanner los; - Die Seede waxe zu mit Moos -- - Der Senger is vum Haus! - - Wie ungern sag’ ich, was ich meen! - Doch du kumscht ewig nimme heem, - So lang die Welt noch schteht! - Dann du warscht allfart frieh un schpoht, - Un dei’ Harf wär net so vergroht, - Sie war dir nie verleedt. - - Ich meen ich dhet ah, wann ich schteh - Und an die Wand in’s Eck nei’ seh, - En Liedche Heere geh’! - ’S is wie ’n Orgel an’re Leich, - Gans duhs un doch in Droscht so reich -- - ’S is traurig, aber schee’! - - Dess is -- so bild ich mir gern ei’, - Un ’s kennt ah werklich Wohret sei’ -- - Dei’ Loblied wo ich heer’; - Das iwwer die gans Kerch ergeht - Un aus so gar viel Herze weht, - Als dei’ verdiente Ehr’. - - M’r lest ah heifig in der Schrift, - Dass nooch sei’m Dodt ’n frommer Krischt - Zerick losst en Echo; - Sei’ Erwet schtoppt, doch schterbt er net, - Er ruht un draamt schee’ in sei’m Bett -- - Sei’ Werke folge no’h! - - So scheint mer’s juscht as ob ich kennt - Die Weis noch heere wann am End - Vum Lied der Singer schtoppt. - ’S Schneckhorn weht als fort vum Meer, - Wann’s Dhierle hauss is, un es leer - Im dunkle Eckschank hockt. - - Ich nemm die Harf dann vun d’r Wand, - Un trag sie sachte in der Hand - ’Naus uf der Weide Baam! - Sie schpielt dei’ Loblied prächtig dort, - Zu dei’m A’denke immerfort, - Wie imme siese Draam. - - Du kummscht ah nimmemeh dervor, - Du g’heerscht nau zumme annere Khor, - Dort b’halte sie dich ah. - Dort hot dei’ Lied en anneri Art, - Sei’ Harf is nei un himmlisch zart -- - ’S sin dausent Seede dra’! - - Leb wol, du liewer guter Mann! - Sing fort vum Moses un vum Lamm, - Mit gute Krischet all’; - Mir weile noch en wenig do, - Dann kummt dir Eens ums Anner no’h -- - Ja, wer wees ah wie bal’! - - - - -[Illustration: Das Alt Schulhaus an der Krick.] - - - - -Harbaugh’s Harfe. - - - - -_DAS ALTE SCHULHAUS AN DER KRICK._ - - - Heit is ’s ’xäctly zwansig Johr, - Dass ich bin owwe naus; - Nau bin ich widder lewig z’rick - Un schteh am Schulhaus an d’r Krick, - Juscht neekscht an’s Dady’s Haus. - - Ich bin in hunnert Heiser g’west, - Vun Märbelstee’ un Brick, - Un alles was sie hen, die Leit, - Dhet ich verschwappe eehig Zeit - For’s Schulhaus an der Krick. - - Wer mied deheem is, un will fort, - So loss ihn numme geh’ -- - Ich sag ihm awwer vorne naus - Es is all Humbuk owwe draus, - Un er werd’s selwert seh’! - - Ich bin draus rum in alle Eck’, - M’r macht’s jo ewwe so; - Hab awwer noch in keener Schtadt - Uf e’mol so viel Freed gehat - Wie in dem Schulhaus do. - - Wie heemelt mich do alles a’! - Ich schteh, un denk, un guck; - Un was ich schier vergesse hab, - Kummt widder z’rick wie aus seim Grab, - Un schteht do wie en Schpuck! - - Des Krickle schpielt verbei wie’s hot, - Wo ich noch g’schpielt hab dra’; - Un unner selle Hollerbisch - Do schpiele noch die kleene Fisch, - So schmärt wie selli Zeit. - - Der Weisseech schteht noch an der Dhier -- - Macht Schatte iwwer’s Dach: - Die Drauwerank is ah noch grie’ -- - Un’s Amschel-Nescht -- guk juscht mol hi’ -- - O was is dess en Sach! - - Die Schwalme schkippe iwwer’s Feld, - Die vedderscht is die bescht! - Un sehnscht du dort am Giebeleck - ’N Haus vun Schtopple un vun Dreck? - Sell is en Schwalme-Nescht. - - Die Junge leie allweil schtill, - Un schlofe alle fescht. - Ward bis die Alte kriege Werm - No’d herscht du awwer gross Gelerm -- - Vun Meiler in dem Nescht! - - Ja, alles dess is noch wie’s war - Wo ich noch war en Buh; - Doch anner Dings sin net meh so, - For alles dhut sich ennere do - Wie ich mich ennere dhu. - - Ich schteh wie Ossian in seim Dhal - Un seh in’s Wolkeschpiel, -- - Bewegt mit Freed un Trauer -- ach! - Die Dhrene kumme wann ich lach! - Kanscht denke wie ich fiehl. - - Do bin ich gange in die Schul, - Wo ich noch war gans klee’; - Dort war der Meeschter in seim Schtuhl, - Dort war sei’ Wip, un dort sei’ Ruhl, -- - Ich kann’s noch Alles seh’. - - Die lange Desks rings an der Wand -- - Die grose Schieler drum; - Uf eener Seit die grose Mäd, - Un dort die Buwe net so bleed -- - Guk, wie sie piepe rum! - - Der Meeschter watscht sie awwer scharf, - Sie gewe besser acht: - Dort seller, wo lofletters schreibt - Un seller, wo sei Schpuchte treibt, - Un seller Kerl wo lacht. - - Die Grose un die Kleene all - Sin unner eener Ruhl; - Un dess is juscht der rechte Weg: - Wer Ruhls verbrecht, der nemmt die Schleg, - Odder verlosst die Schul. - - Inwennig, um der Offe rum - Hocke die kleene Tschäps, - Sie lerne artlich hart, verschteh, - Un wer net wees sei’ A B C -- - Sei’ Ohre kriege Räpps. - - S’is hart zu hocke uf so Benk -- - Die Fiess, die schteh’n net uf -- - En Mancher kriegt en weher Rick - In sellem Schulhaus an der Krick, - Un fiehlt gans krenklich druff. - - Die arme Drep! dort hocke se - In Misserie -- juscht denk! - Es is kee’ Wunner -- nemm mei Wort -- - Dass se so wenig lerne dort, - Uf selle hoche Benk. - - Mit all was mer so sage kann, - War’s doch en guti Schul; - Du finscht keen Meeschter so, geh, such -- - Der seifre kann darch’s ganze Buch, - Un schkippt keen eeni Ruhl. - - Bees war er! ja, dess muss ich g’schteh; - G’wippt hot er numme zu; - Gar kreislich gute Ruhls gelehrt - Un wer Schleg kriegt hot, hen se g’heert, - Hot eppes letz gedhu’. - - Wann’s Dinner war, un Schul war aus, - Nor’d hot mer gut gefiehlt; - Dheel is ’n Balle-Gehm gelunge, - Dheel hen mitnanner Rehs g’schprunge, - Un Dheel hen Sold’scher g’schpielt. - - Die grose Mäd hen ausgekehrt -- - Die Buwe nausgeschtaabt! - Zu helfe hen en Dheel pretend, - Der Meeschter hot sie naus gesendt: - Die Ruhls hen’s net erlaabt. - - Die kleene Mäd hen Ring geschpielt - Uf sellem Waasum da; - Wann grose Mäd sin in der Ring -- - ’S is doch en wunnervolles Ding! -- - Sin grose Buwe ah! - - Die Grose hen die Grose ’taggt, - Die Kleene all vermisst! - Wie sin se g’schprunge ab un uf, - Wer g’wunne hot, verloss dich druf, - Hot dichdiglich gekisst! - - Am Chrischdag war die rechte Zeit -- - Oh wann ich juscht dra’ denk! - Der Meeschter hen mer naus geschperrt, - Die Dhier un Fenschter fescht gebärrt -- - „Nau, Meeschter, en Geschenk!” - - Nor’d hot er awwer hart browirt, - Mit Fors zu kumme nei’; - Un mir hen, wie er hot gekloppt, - ’N Schreiwes unne naus geschtoppt, - „Wann’s seinscht, dann kannscht du rei!” - - Nau hot der Meeschter raus gelänst, - Gar kreislich schiepisch ’gukt! - Eppel un Keschte un noch meh’, - ’S war juschtement in fäct recht schee’, - Mir hen’s mit Luschte g’schluckt. - - Oh wu sin nau die Schieler all, - Wo hawe do gelernt? - ’N Dheel sin weit ewek gereest, - Vum Unglick uf un ab gedscheest, - Dheel hot der Dodt geärnt! - - Mei Herz schwellt mit Gedanke uf, - Bis ich schier gar verschtick! - Kennt heile, ’s dhut m’r nau so leed, - Un doch gebt’s mir die greeschte Freed, - Dess Schulhaus an der Krick. - - Gut bei! alt Schulhaus -- Echo kreischt - Gut bei! Gut bei! zurick; - O Schulhaus! Schulhaus! muss ich geh’, - Un du schtehscht nor’d do all allee’, - Du Schulhaus an der Krick! - - Oh horcht, ihr Leit, wu nooch mir lebt, - Ich schreib eich noch des Schtick: - Ich warn eich, droh eich, gebt doch Acht, - Un nemmt uf immer gut enacht, - Des Schulhaus an der Krick! - - - - -_DIE NEIE SORT DSCHENT’LLEIT._ - - - O heert, ihr liewe Leit, was sin des Zeite; - Dass unser eens noch dess erlewe muss! - ’N jeder Baurebuh muss Kärridsch reide, - Un Baure-Mäd, die schleppe rum in Seide, - Un Niemand nemmt an all dem Schtolz Verdruss. - - ’N eegne Boghie hot ’n jeder Baurebuh, - ’N schpreier Gaul un G’scherr mit Silwerb’shlege druf, - Un plenti Zehrgeld ah im Sack, -- do is kee’ Ruh, - Am Samschdag gehn die Dschent’lleit ’m Schtedt’l zu - Un schtelle dort am deirschte Wertshaus uf. - - Wie is des junge Baurevolk doch ufgedresst, - Wie heewe se die Kepp so schteif un hoch! - Wie dhun se in die schtolze Fäsch’ns renne, - M’r kann se nimme vun de Schtadtleit kenne, - Sie mache all ihr Hochmuths-Wege nooch. - - D’er Vatter denkt: Was hab ich schmärte Sehne, - Die Mutter sagt: Mei Mäd die kumme raus! - So Schteil koscht Geld. Ja well, m’r kann jo lehne. - Sell geht ’n Weil, bass uf, du werscht’s ball sehne, - Der Vatter „geht d’r Bungert Fens ball ’naus.” - - Vor Alters war es als en Sinn un Schand, - Meh’ Schulde mache as m’r zahle kann; - ’Sis net meh so: m’r gebt juscht Notis dorch die Editors - M’r het geclos’t, un dhet cumpaunde mit de Creditors, - Wer so betriegt, der is en Dschent’lmann. - - Wie lebt m’r nau? Ich sehn du weescht noch nix! - M’r lebt juscht wie d’rvor: des fixt die Lah! - M’r eegent nix -- die Fraa hot’s all in Hand -- - M’r is ihr Edschent, mänedscht Geld un Land - Un geht nau in die Koscht bei seiner Fraa! - - - - -_DER BELSNICKEL._ - - - O kennscht du den wieschte, den gaschtige Mann? - Hu! -- derf m’r den Kerl e Mensch heese? - Ja, dass er en Mensch is mag glaawe wer kann, - Er gukt mir zu viel wie der Beese! - - Seh juscht ’mol sei’ Aage, sei Naas -- alle Welt! -- - Er dhut ’s Maul uf un zu wie die Scheere; - ’N Schwanz wie ’n Ochs, ja, des hot er, gelt? - Un en horiger Belz wie die Bäre. - - Kummt der in dei’ Haus, dann gebt’s Lärme genunk, - Er sucht die nixnutzige Kinder! - Un find ’r eens, geht er uf eemol zum Punkt, - Un dengelt gar bumm’risch die Sinder. - - Er schtellt sich do hi’ mit d’r forchtbare Rudh, - Un brummelt sei’ drohende Rede; - Do werre die Kinner uf eemol arch gut - Un fange recht heftig a’ bete! - - War eens -- wie’s manchmol der Fall is -- recht knitz; - Wollt d’ klee’ Fitz der Mutter verschpettle: - Ich wett, es lacht net for d’r Belsnickelfitz -- - Es dhut um gut Wetter gschwind bettle. - - Nau schittelt d’r Belsnickel grausam sei’ Sack, - Raus falle die Kuche un Keschte; - Wer gut is, kann lese, -- wer schlecht is, den -- whack! -- - Den schmiert ’r mit Fitzeel zum Beschte. - - Vum Belsnickel hab ich nau ebbes gelernt, - Des wer’ ich ah nie net vergesse: - Nooch dem dass mer se’t werd eem ah in der Aernt - Die Frucht vun seim Werk ausgemesse. - - - - -_DER ALTE FEIERHEERD._ - - - Die alte Dichter lowe schmärt - ’S Holsfeier uf’m Feierheerd; - Ihr Schreiwes heemelt unser eem -- - Ich les ’s gern -- es kummt mir heem! - ’S is mir wie aus ’m Herz geredt; - Ich fiehl wie wann ich’s sehne dhet. - - ’S is heitsedag net meh’ der Fall; - Kohleffe sehnt mer iwerall - Un bei de Leit dass recht hoch schtehn - Is net emol en Feier zu sehn! - Du schtaunscht? ’s is so -- verloss dich druff -- - Die Hitz kummt aus’m Keller ruff! - - Do is m’r oft recht iwel dra’; - Wo sitzt m’r hi’? -- wo gukt m’r na’? - G’wohnt is m’r an die alte Leier - Un nix scheint recht -- m’r gukt for’s Feier! - Wek mit so Fäschens -- ’sin nix werth -- - Geb mir der alte Feierheerd. - - For seller Platz trag ich im Herz - Fascht immerfort ’n Heemweh-Schmerz; - Was ich ah dhu, wo ich ah bin, - Dort gehne mei’ Gedanke hin. - Es bleibt m’r immer lieb un werth - Der alte, warme Feierheerd. - - Der Hinnerklotz war dick un rund, - Un vorne dra’ die Feierhund, - Uf selli dhut m’rs kleenere Hols, - Nor’d schteigt die Flamm gar hell un schtolz; - Un wann d’r Schtormwind drausse haust, - Wie dann d’r Zuhk im Schornschtee’ braust. - - Im Vorroth hot m’r Hols bereit - Un ufgepeilt uf eener Seit; - Un driwe schteht, nach alter Ruhl, - Der gutgewor’ne Schieneschtuhl. - Die Zang un Schaufel hen ihr Zweck; - M’r schtellt sie dort in’s Schornschtee’ Eck. - - Sell Mäntelbord -- was halt’s so viel! -- - Die Lichterschteck un Kaffemiehl, - Die Biegeleise, gross un klee’, - Seht m’r dort all beisamme schteh’; - Die Schwewelhelzer noch d’rzu -- - M’r kennt net ohne selli dhu! - - Nau wammer Owets sitzt un gukt - Wie’s doch dort in de Kohle schpukt! - Es glieht un schtrahlt -- weiss, schwarz un roth -- - Nau gans lewendig, un nau dodt; - M’r gukt un denkt -- m’r werd gans schtill, - Un kann juscht sehne was m’r will! - - Wie schee’ wammer der Owet schpendt - Am Feier bis es nunnerbrennt; - M’r meent die Kohle suche Ruh, - Die Weissesch dschillt un deckt sie zu; - Sie gewe sich so dreemisch hin, - Wie Aage, wann se schläfrig sin! - - Hot m’r ’n g’wisser Freind beiseit, - M’r sehnt viel meh’ bei solcher Zeit! - Wann zwee mitnanner guke, scheint - Das Heerdfeier herrlich, guter Freind! - Un bischt du eens vun sellem Paar, - Dann sagscht net gern, wer’s anner war! - - Do heest’s, es werre Junge oft, - Wie gans vernaddert, unverhofft! - Sie sehne in der Kohlegluth - ’N Haus vor sich -- ’n scheenes Gut -- - Un wolle mitenanner fort - Zu hause an dem scheene Ort. - - Ich glaab net viel an Hexerei -- - Mag sei’, ’s is eppes so debei! - Eens wees ich awer gans gewiss: - Es gebt keen Platz wie seller is; - Er schpukt m’r immer vor dem Herz - Un weckt ’n Art vun Freedeschmerz. - - Denk ich an sell alt Mäntelschtick, - Dann kummt mei’ Kindheet widder z’rick; - Dann lebt der gute Vater noch -- - Dann is die Mammi widder Koch! - Un die Geschwischter -- all zerschtreit -- - Versammle an der Owetzeit! - - Vor mir ’n Buwele, zart un klee’, - Liegt’s Lewe widder wunnerschee’! - Die Hoffnung lächelt freedig fort - Wie’s Bildwerk an de Kohle dort! - Hier haw’ ich was mei’m Herz gefellt, - Loss brause drauss die rauhe Welt! - - - - -[Illustration: - - Was ich ah dhu -- wo ich ah bin -- - Dort gehne mei Gedanke hin, - Es bleibt m’r immer lieb un werth - Der alte, warme Feierheerd.] - - - - -_DIE SCHLOFSCHTUB._ - - - Als Pilger geh ich widder hin - In’s Haus, wo ich gebore bin -- - Do tret m’r awer leis! - Mei Herz tregt wie ’n heilig Ding, - Die G’fiehle, die ich mit mir bring, - Heem vun der lange Reis! - - Was is mer des ’n g’wohnter Weg - Zum zwette Schtock, uf däre Schteeg; - Wie oft bin ich do nuf! - Wie’s sellmol war, so is es noch noch -- - Im Waschbord dort ’n Knorreloch: - Guck mol! es schteht noch uf. - - Nein Treppe -- ’s braucht kee’ Zehles do -- - Ich wett dich was du wit, ’s is so -- - Juscht vier hot sell klee’ Schteeg. - Der Riegel hot uns Schpass gemacht; - M’r Buwe hen do g’rutscht un g’lacht -- - Der Däd war net um d’Weg. - - Sell Fenschter dort -- guck juscht mol hi -- - Die Läde g’macht vun Lettcher grie’, - Wie immer sin noch zu; - Uns Owetlicht fallt in d’r Gang - So schpuckig bleech -- ’s werd m’r schier bang -- - Was ich doch fiehle dhu! - - Bal bin ich froh, bal dhut’s m’r leed, - So halb in Forcht, so halb in Freed, - Geh ich die Treppe nuf! - Die Dheer grad owe an der Schteeg -- - Mit Seifze ich die Schlenk a’reg, - Mit Dhreene mach ich uf! - - Du alti Schtub! wie manche Nacht - Hab ich im Schlof do zugebracht, - Wo ich noch war en Kind! - In sellem Eck, dort war mei Bett; - Wann ich’s vergesse kennt -- wär’s net - ’N arge Schand un Sind! - - Wie hot m’r g’schlofe selli Zeit, - So find m’rs net bei grosse Leit -- - Ich schlof ah nimme’ so; - Viel Johre mache’s Kisse hart, - D’no leit m’r ewe wackrig dort -- - M’r is net meh so froh! - - Der Mond is uf -- er is juscht voll -- - ’R piept zum Fenschter rei -- guck mol -- - Un scheint uf’s Bett un Floor. - Was regt sich an der Wand? ich glaab, - ’S is Schatteschpiel von Babblelaab: - So hab ich’s g’seh’ zuvor. - - ’S is Alles schtill, es regt sich nix, - Juscht nau am Fenschter kreischt ’n Kricks - In seller hohle Sill; - Horch! dart im Schank die Dodteuhr! - Wees woll es is en Holzworm nur; - Doch wott ich, er wär schtill. - - Wann’s G’schpenschter gebt -- ich denk es dhut -- - Der Platz, die Zeit, die wär grad gut; - Sie sin verleicht ah hier! - Ich sehn mit Aage wol nix so, - Doch fiehl ich als wär Ebbes do; - Wie fei’rlich werd’s doch mir! - - Ja, Geischter sin’s vom Kindheets-Kreis; - Sie kumme heilig, sanft un leis - Iwer die Johre’ bei. - Sie schpiegle vor mei’m Herze dar - Die frohe Zeit, die sellmol war, - Un kann nau nimme’ sei’! - - ’S sin Unschulds-Geischter, froh un schlicht - Sie wandle do im Mondelicht, - Sie danse’ an der Wand; - Will wette’, Engel sin net weit - Von unsre scheene Kinnerzeit, - Die lei’t an’s Himmels Rand! - - So Geischter sin uns Mensche’ gut, - Wie’s ah die Biwel sage’ dhut, - Do zweif’l ich ewig net; - Sie wache, dass uns Nachts nix blogt, - Wann mer sei’ „Unser Vater” sagt, - Bevor m’r geht in’s Bett. - - Dess hot die Mammi fescht behaabt, - Mir Kinner hens ah so geglaabt, - M’r hen ah so gedhu’. - Du sagscht verleicht: „Des ganse Ding - Is weiter nix als Einbilding” -- - Dummheet! was weescht dann du? - - Bei mir hot’s doch recht gut gedhu’; - Ich macht’ dann ah die Aage’ zu, - Un ruhig war die Nacht. - Ich dhu’s ah noch, un’s geht noch gut, - Ich glaab gewiss, dass wer des dhut, - Der hot ’n Engelswacht. - - Hab oft gewott -- verleicht is’s Sind -- - Ich wär als noch juscht so’n Kind, - Wie sellmol an dem Ort. - Doch will ich b’halte, wann ich kann, - Die Kindheetsunschuld in ’m Mann; - D’noh lebt’s Kind in m’r fort. - - Ei guck, wie schnell der Mond nuf eilt; - Wie lang hab ich mich doch verweilt! - Ich muss nau widder geh’. - Gut Nacht, klee’ Stübche’! halt, ich meen - ’S wär Ebbes in mei’m Aag -- ’n Dhreen! - Der Abschied, der dhut weh! - - - - -_DER REICHE HERR IM DEICH._ - - - Der Bauer Batdorf war gar reich, - Un schrecklich schtolz dabei; - Es war keen Land im ganze Deich - Wie’s Batdorf’s Bauerei. - - Bei’m Batdorf war en deitscher Knecht, - Der war net juscht so dumm; - Hot g’wisst was letz is, un was recht, - Was grad is, un was krumm. - - „Ich hab’,” sagt Batdorf zu sei’m Knecht, - „Das beschte Land im Deich; - Von dir ich nau ’mol wisse mecht, - Warum bin ich so reich?” - - „Ei ja,” sagt Hans, „des wees ich wol.” - „Loss here -- wie? -- warum?” - „Ich wees net, ob ich’s sage soll -- - Du schlegscht mich schteif un krumm!” - - »Dei Antwort is mir eweviel, - ’S macht mich g’wiss net bees; - Ich bin die fett Maus in d’r Miehl’, - Die Katz am grosse’ Kees! - - „’Raus mit d’r Farb’, mei’ schmärter Knecht, - Was macht mich Herr vum Deich? - Ich doch dei’ Meening wisse mecht’, - Warum bin ich so reich?” - - »Well, wann ich muss, dann muss ich, denk, - Ich dhu’s gewiss net gern; - Du hoscht die Schuld, wann ich dich krenk, - Mei’ reicher Herr verzern! - - »Als Krischtus in der Wieschte war, - Da kam der Satan nah, - Un hot ihn dort versucht sogar, - Er soll ihn bete’ a’. - - »Un wann er’s dhet, dann keem ihm zu - D’r Reichdhum aller Welt! - D’r Heiland hot ihn abgedhu’: - Wek, Satan, mit dei’m Geld! - - »Domols warscht du net weit ewek -- - Heerscht dem Propos’l zu, - Fallscht uf dei’ Knie un rufscht gans keck: - Horch, Satan, ich will’s dhu! - - „Darum sitscht du in fetter Weed, - Un bischt d’r Herr im Deich, - Wann m’r den Satan so anbet’, - D’noh macht er Eem gern reich.” - - - - -_DAS KRISCHKINDEL._ - - - O du liewer Kindheeds-Krischdag! - Lebscht noch wack’rig in mei’m Herz; - Denk ich an dich, was ’n Pulsschlag - Fiehl ich, was en Heemweh-Schmerz! - Dunkle Wolke sehn ich henke - Zwische mir un seller Zeit; - Du scheinscht awer in mei’m Denke - Beschtes Licht der Kindheeds-Freid. - - Ja, ich sehn der Krischtbaam funkle, - Schmunzle an der Schtuwe Wand; - Was en Licht war sell im Dunkle, - Himmel schee’ im Erdeland. - Wer kann zehle die Geschenke, - Niss un Zucker allerlei! - Muss m’r schtaune, muss m’r denke, - Wer schafft all’ die Sache bei! - - Dess war schur des gut Krischkindel, - Es hot alles dess gemacht; - Heerscht du net sei’ Belleklingel - In der schtille Krischdag Nacht? - Iwer Berge, Hiwwel, Fense - Jagt es mit sei’m Schlitte bei; - Schtoppt am Haus un schluppt gans sacht’ - Mit sei’m Sack am Schornschtee’ nei’. - - ’S is Alles schtill! Die Kinner schtecke - Schnock im Bett un draame schee’; - Santa Claus werd sie net wecke, - Er dhut all sei’ Sach allee’; - Hengt d’r Baam mit scheene Sache, - Schleicht herum im ganse Haus, - Legt sei’ Gabe ’raus mit Lache, - Un dann -- Ho! -- zum Schornschtee’ naus! - - Mecht den Wunnermann ’mol sehne, - Doch er is zu schlick un schlau! - Schmohkt un lacht er, wie Leit meene? - Is sei’ Bart so lang un grau? - Hot er Backe roth wie Eppel? - Is sei’ G’sicht so breed un fett? - Hengt sei’ lang Haar imme Zeppel? - Is er so gar kreislich nett? - - Un sei Renndhier -- acht im Schlitte! - Ach, ich mecht ihn sehne geh’; - Dess is g’fahre, dess is g’ritte, - Iwer Froscht un Eis un Schnee! - Er dhut bei sich selwer lache, - Net weil’s fahre geht so gut; - Awer weil er so viel Sache - An der Kinner Krischtbaam dhut. - - Dheel Leit meene, dess wär Fawel, - Es wär keen Krischkindel so; - Vegel peifen nach dem Schnawel, - Schlohe Krischte glaawe schloh. - Ich hab es noch nie gesehne - In der heil’gen Krischtennacht; - Doch sehn ich den Krischtbaam funkle, - Sag ich: es hot dess gemacht. - - Sei gegriesst, du scheenes Mennle, - Bleiwe immer frisch un jung; - Deine Giete, deine Wunner - Singt jo jede Kinnerzung. - Komme wieder -- komme ewig - Komme freidig, sanft un sacht; - Zier’ d’r Krischtbaam for die Kinner - In der heil’gen Krischtdag Nacht! - - - - -[Illustration: - - En alt Gebei, das dort im Schatte kiehl, - Recht mitte in de geele Weide schteht -- - Sell is die gut altfäschen Kunne-Miehl.] - - - - -_DIE ALT MIEHL._ - - - Dort unne in der Wälli an der Krick - Sehnscht du ’n Grup vun geele Weide schteh’? - Sehnscht ah ’n Toolhaus un en Tornpeik Brick, - Wo lange Babble schiesse in die Heh? - Un sehnscht dorch’s Silwer Weidelaab Geschpiel, - Wann juscht der Wind die Nescht ’n wenig weht -- - En alt Gebei, das dort im Schatte kiehl, - Recht mitte in de geele Weide schteht? - Sell is die gut altfäschen Kunne-Miehl. - - Ihr Dach geboge wie ’n g’sunke Grab, - Die schwarze Schindle halb gedeckt mit Moos, - Die Wend geschteipert -- ’sin verschprunge, glaab -- - Ja, werklich, aus de Kräcks wakst frisches Gras. - Die triewe Fenschtre, mit Geweb bedeckt, - Vun Schpinne Neschter, mache schpukig Licht; - Un wo ’n Scheib verbroche is, dort schteckt - En alter Hut, der dhut sei’ letschte Plicht. - Was doch des ganse Ding Gedanke weckt! - - Un sehnscht owig der Miehl en Weide Roi? - Sie schlängelt dort so schreeks am Hiwel hi’, - Uf eener Seit die Wiss. Wie schee’ im Mai - Die Vegel singe dort, vergesst m’r nie! - Sell is der Rees. Dort hab ich oft geschpei’t - Muschkrotte, Schlange an de griene Bänks; - Sie leie schlefrig uf der Summer Seit; - Nor’d wammer se verschreckt, gebt’s awer Pränks. - Sie hasse Buwe meh’ wie grosse Leit. - - Die Miehl! ’n Schtick vum Dach schteht owe naus; - Dort hengt ’n Schtrick, den lupt m’r an die Seck; - Sell hebt sie schee’ vum Wagebett heraus, - Un heist se händig in die owere Schteck. - Sell is ’n arg gut Ding -- es sehft viel Mieh: - Nau hot der Miller net viel Druwel meh; - Inwennig is es ah gefixt gans nei; - Der Weeze nau laaft selwer uf die Schtee’ - Un ’s Mehl kummt unne ’raus, vun Kleie frei. - - Es is blessirlich in die Miehl zu geh’, - Abbattig wammer warte soll uf’s Mehl; - Nor’d hot m’r Zeit un kann recht alles seh’, - Sell is for Buwe als des beschte Dheel. - Dann geht m’r an d’r Damm un fischt en Weil, - Un macht sich Peife vun de Weide Beem, - Sell macht der Z’rickweg nor’d zur kleene Meil; - M’r hockt sich uf der Sack un peift sich heem: - D’r Gaul kann langsam geh’, ’s hot jo kee’ Eil. - - Der Miller war ebaut en neiser Mann; - Er hot eem gern sei’ Gärt un Angle g’lehnt, - Un so sei’ Messer; ja, ich muss, ich kann - Geschteh’, er hot’s mit Buwe gut gemeent - Un ehrlich war er ah, bis uf der Sent. - Bei’m Mister Braun war kee’ Verdacht, - Sei’ Buschel un sei’ Toolbox, wie mer’s nennt, - Hen alles gans recht an der Mann gebracht, - Un wie er’s g’saat hot, so war’s juschtement. - - Es war net alsfort so in sellere Miehl! - So sage ennihau schier alle Leit. - ’S muss Eppes dra’ sei’, for m’r heert gar viel - Wie’s dort g’driewe war in frieherer Zeit. - Es heest, ’n schlechter Mann mit Name Reischt, - Het falsch gewoge, falsch gemesse dort! - Un endlich het en schwarzer beeser Geischt, - Mit Leib un Seel ’mol Nachts der Miller fort! - Heer’ dess, Betrieger, wo un wer du seischt! - - Guk, owe an der Dheer, dort fehlt en Scheib -- - Es heest m’r dhut umsunscht en neies nei’! - Der Reischt hot noch kee’ Ruh, un in sei’m G’treib - Kummt er als Nachts an sellem Scheibloch rei’! - Hab oft mit Wunner an sell Loch gegukt; - For alle Leit hen fescht geglaabt, dass noch - Der Reischt in seller alte Miehl ’rum schpukt, - Un aus un ei’ geht an dem Scheibeloch! - Die Zeiding hot emol dervu’ gedruckt! - - Nekscht an der Miehl wohnt noch en alte Fraa, - (Sunscht heert m’r vun der Sach nau weiters nix) - Sie sagt der Reischt wär als noch iwel dra’ - Un dragt am Hals noch zwee grosse Fifty-six! - Er jummert Nachts! un ruft aus -- „Tool, Tool, Tool!” - Bald schtosst er aus die schauerlichschte Fluch! - Bald bet er -- „O mei’ Seel, mei’ Seel, mei’ Sool!” - Bald kratzt er eppes in sei’m Ledscherbuch! - Un sagt -- „Dess is net mei’! dess haw ich g’schtohl’!” - - ’S mag sei’ wie’s will -- wer in die Biewel gukt - Sehnt, dass Betrug am End sei’ Elend find. - Un wann der Reischt ah in der Miehl net schpukt, - So biest sei’ Seel’ doch for sei’ wieschte Sind’. - Die Gnade dauert aus die Gnadezeit; - Un ’s geht daher en Weil verleicht recht gut; - Doch endlich treibt’s der beese Mensch zu weit! - Wann er sei’ letschte Schtreech Gottloses dhut, - Nor’d kummt die Pein in langer Ewigkeit! - - - - -_BUSCH UN SCHTEDTEL._ - - - Dheel Buschleit hen keen Luscht deheem, - Sie hänkere’ nooch der Schtadt; - Vor mei’ Dheel, ich hab immer noch - Kee’ Noschen so gehatt. - - ’S mag gut genung im Schtedtel sei’ -- - Geb mir das griene Land; - Do is net alles Haus un Dach, - Net alles Schtroos un Wand. - - Was hot m’r in der Schtadt vor Freed? - ’S is nix as Lärm un Jacht, - M’r hot kee’ Ruh de’ ganse Dag, - Kee’ Schloof die ganse Nacht. - - Die Buwe guke matt un bleech; - Die Mäd sin weiss un dinn; - Sie hen wol scheene Kleeder a’, - ’S is awer nix rechts drin. - - Die Schtadtleit sin zu zimberlich; - Sie rege schier nix a’; - Sie brauche’ net ihr weisse Hend, - Aus Forcht, ’s kummt eppes dra’! - - Mir is zu wenig Grienes do, - Kee’ Blumme un kee’ Beem; - Wann ich ’n Schtund im Schtedtel bin, - Dann will ich widder heem. - - - - -_DER REJEBOGE._ - - - In d’r scheene Natur sin gar viel scheene Sache, - Die Blumme, wo bliehe, die Kricklen, wo lache, - Die Vegel, wo singe, die Wolke, wo fliege, - Die Wasser, wo herrlich im Sunnelicht liege, - Die Dhäler, die Hiwle, die Felder un Wisse, - Die Berge, die schier gar der Himmel dhun kisse; - Bin ich awer nau net gar kreislich betroge, - So biet se bei weitem der schee Rejeboge! - - Was macht er abattige Freed for die Kinner! -- - Wees dess, wann ich mich an mei’ Kindheed erinner. - Die Sunn is ah schee, awer sie is m’r g’weehnt, - So Schterne un Mond, die m’r alle Nacht sehnt; - Wees wol, dass die Calennermacher dhun melde, - Das were gar grosse, erschtaunliche Welte: - ’S mag sei’ wie sie sage -- un wär er ah kleener, - Ich b’schteh druff -- der Boge is dausent mol scheener. - - Wann Dunner un Wetter im Summer gehn iwwer, - Dann kanscht du was sehne am Himmel, mei’ Liewer, - Es hebt sich des Wetter im Weschte en wenig, - Nor’d gukt die Sunn ’raus wie ’n glorreicher Keenig; - Dann gebt’s in ihr Schtrahle en Droppe-Gewimmel - Un dort schteht der Boge im dunkele Himmel! - Een Fuhs uf de Berge, un een Fuhs im Dhale, - Den Schoh kanscht du sehne un brauchscht nix bezahle! - - Filosofers, die sin gar weis heitsedage, - Un hen hoche Dinge vum Boge zu sage: - „Des is die Natur -- die dhut all dess so mache.” - Ihr grosses Geplapper macht mich numme lache! - Was geb ich um all ihre dumme Natur; - Mei’ Boge messt keener mit so eener Schnur; - Sie schwetze mir gut -- es is alles geloge, - For niemand als Gott macht d’r schee’ Rejeboge! - - Horch net uf die G’lernte, loss sie numme schwetze. - Sie roppe dir juscht alles Scheene in Fetze; - Wek, wek mit dem g’scheide Geprall un Gedengel, - Glaab liewer, d’r Boge sei Brick for die Engel! - Eens wees ich g’wiss, dorch ihn dhut Gott kunde - Sei Zeiche der Liewe im ewigen Bunde: - So lang dass der Boge am Himmel dhut schtehe, - Kann nie meh die Erde mit Wasser vergehe! - - Sell schteht in der Biwel, sell is ewig sicher! - Ihr G’lernte ihr kritzelt m’r gut in eier Bicher, - Macht numme eier Dafeln, eier Muschter un Dinge, - Zu zeige wie dess die Natur dhut vollbringe; - Weisst mir eier armselig Gettle vun G’setze, - Ich will’s mit der Biwel vum Drohn herab setze! - Weit iwwer dem Himmel will ich en Gott zeige, - Der eier Gettle g’macht hot -- vor ihm sott ihr beige. - - Was hen m’r als G’schpass g’hat an dem Rejeboge! - Wie hot uns die Mammi als freindlich betroge! - „Gukt, Kinner, der Boge im Bungert dort draus, - Er schteht mit eem Fuhs gar net weit vor’m Haus; - Geht hi’ wo er schteht, dort findet ihr liege - Viel goldene Leffel, ihr kennt sie leicht kriege -- - Ja, goldene Leffel, un Gabeln, un Bole, - Un goldene Bense! -- Wollt ihr se net hole?” - - Nor’d sin m’r gedschumpt, un gerennt un geschprunge, - Gegaunscht un geschneppert, gekrische un g’sunge! - O wann ich dra’ denk, muss ich heit noch recht lache; - Der vedderscht, der krikt wol ’s meenscht vun de Sache! - ’S Gras, lang un nass, war verwikelt abscheilich; - Do is m’r geschtolpert, geparzelt gar kreilich. - Die Mammi, die sah vun der Bortsch mit Vergniege - Das Springe, die goldene Sache zu kriege. - - An der Bungert Fens owe, do schtand er gar schee’, - Goss goldene Dinge herab in den Klee. - Dort hi’ sin m’r g’schprunge, do schtand er -- ach leider! - Gar herrlich un schee’, en paar Felder breed weiter! - Dann ging’s widder los, wie? -- weescht wol ohne sage -- - Wie Hauns, die den Hersch dhun uf’s neie ufjage: - Es ging iwwer Fense, un Felder un Ferge; - Und da! -- ja, nor’d schtand er dort draus in de Berge! - - Nau, neeher bei’m Heile, un weiter vum Lache, - Segt eens zu dem annere -- „Was is do se mache? - Der Goldmacher-Boge, der weicht immer weiter; - M’r gehn besser heem, dess wär’ verleicht g’scheiter - Es heest, wieschte Zwerge im Berg trage Belse, - Un schmeisse die Kinner mit mechtige Felse! - Was helft uns des Gold, m’r kann’s jo net esse; - Un was? wann die Zwerge uns fange un fresse!” - - Nor’d sin m’r zerick -- die Mammi hot g’schmunselt, - Ihr liebliche Aage gans rings um gerunselt. - „Wo is dann eier Gold? -- in Secke un Scherze?” - „Nix, Mutterche!” sagten mir Kinner mit Schmerze. - „Ja, dess is en g’schpassige goldene Leiter, - Sie schtellt ihren Fuhs immer weiter un weiter, - Un endlich verliert m’r sie gans in de Berge, - Dort wohne die wiescht’ Menschefresser, die Zwerge!” - - Nor’d sagte die Mammi, gar lieblich un leise: - „Ich wott eich mit diesem Bedrug nur beweise, - Wie’s geht mit de schlechte Gold liebende Leite; - Gold lockt sie in’s Erre, Gold fiehrt sie in’s Weite; - Das Glick, das sie suche, das dhun sie net finde, - Un falle dabei noch in allerlee Sinde. - Der Dodt find sie endlich im dunkele Berge, - Do fange sie Geischter noch beeser wie Zwerge!” - - „Die Erde gebt Gold zu den weltlich Gesinnte, - Es lei’t awer immer Verfiehring dahinte! - Der schee’ Rejeboge im Wolkegedimmel - Weist iwwer die Erde zum goldene Himmel: - Er zeigt Gottes Treie, die nimmer dhut weiche, - Un macht ah die Seele in Ewigkeit reiche. - Vergesst net, ihr Kinner, wie eich hot betroge - Das Suche um Gold bei dem goldene Boge.” - - - - -_DER PIHWIE._ - - - Pihwie, Pihwie, Pihwittitie! - Ei, Pihwie, bischt zerick? - Nau hock dich uf der Poschte hi’ - Un sing dei’ Morgeschtick. - - Hoscht lang verweilt im Summerland, - Bischt seit Oktower fort; - Bischt drunne ordlich gut bekannt? - Wie geht’s de Vegel dort? - - ’S is schee’ dort uf de Orenschbeem: - Gell, dort gebt’s gar kee’ Schnee? - Doch fiehlscht du als recht krank for heem - Wann’s Zeit is for se geh’! - - Bischt doch uns all recht willkumm do; - Denk, du bischt net zu frieh, - Der Morge gukt emol net so -- - Gell net, du klee’ Pihwie? - - Pihwie! wo bauscht du dess Johr hi’? - Kannscht wehle, wo du witt; - Witt du am Haus ’n Plätzeli? - Ich dheel d’rs willig mit. - - Ich geb’ d’r neier Dreck for nix, - Geilshoor un Flax un Helm; - Nemmscht’s ennihau! -- Ich kenn dei Tricks, - Du schmärter kleener Schelm! - - Dess is juscht G’schpass, mei Pihwiefreind, - Ich rechel dich kee’ Dieb! - Hettscht mit mei’m Gold dei Nescht geleint, - Du wärscht m’r juscht so lieb. - - ’N Fruchtjohr ohne dich, Pihwie, - Wär wie ’n leeri Welt! - Dei Dienscht, mei liewes Vegeli, - Bezahlt m’r net mit Geld! - - Pihwie, wie’n milde Luft du bringscht! - Die Friehjohrssunn, wie schee’! - ’S gebt nau, weil du ’mol Morgets singscht, - Kee’ Winterdage meh’. - - Pihwie, Pihwie, Pihwittitie! - Bin froh, du bischt zerick; - Nau hock dich uf d’r Poschte hi’. - Un sing dei’ Morgeschtick! - - - - -_DER KERCHEGANG IN ALTER ZEIT._ - - - Es dhut eem gans vun Herze leed, - Wann m’r an’s Alte denkt; - Nau geht fascht alles iwerzwerg, - In Land un Stadt, in Haus un Kerch -- - M’r fiehlt sich recht gekrenkt. - - Denk juscht emol an’s Kerche-Geh’! - Wie war’s in alter Zeit? - Darch Hitz un Kelt’, darch Schtaab un Schnee, - Is Alles gange, Gross un Klee’, - Bei reich’ un arme Leit. - - M’r is net jehtig nei’ gerennt, - Gekleppert mit de Schuh; - Schee’ is m’r gange, sacht un bleed, - Im Schtuhl sich leis in Hut gebet, -- - Sell wert nau net gedhu! - - In’s Lied hot alles ei’geschtimmt -- - Sell Singe war en Freed! - Nau dhut fascht Niemand ’s Maul meh uf -- - Zum Singe gehn die Bordkerch nuf - Paar Buwe un Paar Mäd! - - Mit Demuth hot m’r zugehorcht - Was ah der Parre sagt; - Nau sitzt m’r schtolz wie Dschurymann, - Gukt, wie der Mann doch schwetze kann! - Un wie er sich betragt! - - Die alte Wohrhet hot m’r g’liebt, - Un selwer angewennt; - Nau denkt m’r, als m’r schläfrig sitzt: - Wie doch der Mann die Sinder schwitzt! - Er gebt’s ’n juschtement! - - Un wann m’r in der Sity wohnt, - Schliesst m’r sich an kee’ Ort: - Wo juscht ’n grosser Schwetzer brillt, - Do werd gewiss die Kerch gefillt, - Un unser eens is dort! - - Was Hutlerei! was Hutlerei! - Die Leit hen leichte Kepp; - ’S is alles leer -- kee’ Saft, kee’ Salz, - ’N Brote’ ohne G’schmack un Schmalz, - ’N schlappiges Geschlepp! - - - - -[Illustration: - - In’s Lied hot alles ei’geschtimmt; - Sell Singe war en Freed.] - - - - -_WILL WIDDER BUWELE SEI’._ - - - Es rejert heit, m’r kann net naus, - Un ’s is so lohnsom do im Haus, - M’r wees net wie m’r fiehlt. - Ich will ’mol dhu’ als wär ich klee’, - Un uf d’r owerscht Schpeicher geh’ -- - Dort haw ich oft geschpielt. - - ’N Buwele bin ich widder jetz; - Wu sin mei’ Krutze un mei’ Kletz? - Nau wert ’n Haus gebaut! - ’S schpielt sich doch net gut allee’ -- - Ich bin jo ah kee’ Buwele meh’! - Was kloppt mei’ Herz so laut! - - Horch! -- Was ’n sunnerbari Sach! -- - D’r Reje rappelt uf ’m Dach - Gar nimme wie ’r hot. - Ich hab’s als g’heert mit leichtem Herz; - Nau macht m’r’s kreislich Heemweh-Schmerz, - Kennt heile, wann ich wott. - - M’r lewe juscht betriegrisch nei’ - In’s Schpiele un in’s Buwele sei’; - ’S is net so leicht zu dhu. - For Epper sagt: „Nix an d’r Sach: - Heerscht du d’r Reje uf’m Dach? - Sagt er du wärscht ’n Buh?” - - ’S Schpiele geht net -- soll ich fort? - Was is uf selle Balke dort? - Nau bin ich widder Buh! - Dort hen m’r Keschte ausgeschpei’t, - Zu derre uf die Krischdag Zeit -- - Dhet’s gleiche widder z’dhu! - - ’N Buwele sei’ sell is d’rwerth; - Die Keschte rooschte uf d’r Heerd -- - Was war des ’n Gekrach! - Sell is vorbei, ich fiehl’s im G’mieth; - ’R schpielt ’n rechtes Heemweh-Lied, - Der Reje uf’m Dach. - - Dort schteht die sehm alt Wallnuss Kischt - Ich wunner nau, was dort drin ischt? - ’S muss eppes ’battich’s sei’. - Kallenner, Zeiding, Biecher -- ho! - Die alte Sache hen sie do - All’s drunnerscht driwwersch nei’! - - Nau bin ich widder recht ’n Buh, - Weil ich do widder sehne dhu - Des alt’ bekannte Sach. - Horch! Heerscht d’r Reje! -- jes indied -- - ’R schpielt ’n rechtes Heemweh-Lied, - Dort owe uf’m Dach. - - „Schtill, Reje! Buwele schpielt deheem;” - Die Schtenner dort vun Gumme Beem - Schtehn noch am alte Platz; - Dort bin ich alle Samschdag hi’, - Hab Salz geholt for Schoof un Kieh -- - Sell war als Ruhl un Satz. - - Wu sin die Sättel un die Zeem? - Die Mäd sin nimme do deheem, - Sie wohne annersch wo! - Sie hen die Sache mit. Ja, ach, - Wie kloppt d’r Reje uf’m Dach! - Ich gleich net schpiele do. - - Dort is so g’wiss ’s alt Drunnel Bett! - Denkscht du ich kenn sell Drunnel net? - Wie siess war dort die Ruh! - Die Buwe hen scheint’s Fiehling zeigt, - Un hen’s net uf d’r Vendu g’schteigt; - Sell war nau schee’ gedhu. - - Sell Drunnel Bett, sell war als mei’ -- - Ich leg mich ewig nimme nei’: - Sell is vergangne Sach! - ’S rejert; ach, in jedem Glied - Fiehl ich des zarte Kindheets-Lied, - Vum Reje uf’m Dach. - - Sie henke net am Balke meh’, - Die Bindlen vun Gekreider Thee, - Un allerhand Gewerz. - Nau will ich widder Buwele sei’ -- - Ich hol’ se for die Mammi rei’, - Sell pliehst mei’ Buwele Herz. - - Die Mammi? leeder! sie is fort, - Sie schloft jo uf’m Kerchhof dort; - Vergesst m’r sich doch so! - Nau werd’s m’r zart in mei’m Gemieth, - Der Reje war ’n Kerchhof-Lied! - Ich schpiel net lenger do. - - - - -_LAH BISNESS._ - - - Zwee deitsche Baure, brav un gut, - Un ehrlich bis ufs Hoor, - Gans eenig, wie aus eenem Guss, - Die lebten am Catorus Fluss - Beisamme manches Johr. - - Der eene hot geheese Hans, - Der anner awer Dschäck; - Dann unner alle Bauersleit - War’s so Gebrauch um selli Zeit: - Der letschte Nam’ blieb wek. - - Die Baure hen vielfach Verkehr - Gehat vun Zeit zu Zeit; - Een hot dem ann’re g’holfe gern, - So bei der Hoiet un der Aern’, - Wie’s is bei Bauersleit. - - Sie hen enanner Sache g’lehnt, - Un dess un sell abkaaft; - Enanner b’sucht dorch Schnee un Dreck, - Un freindlich gesse Kraut un Schpeck -- - Viel uf un ab gelaaft. - - Ufs Wort hen sie enanner borgt, - Hen nie nix ufgesetzt; - Un ehrlich, uf der werri Dag, - Z’rick bezahlt, so g’wiss ich sag -- - Do war kee’ Bens verletzt! - - Die Lah un Courts hen sie gehasst, - Gar kreislich, nemm mei’ Wort; - Kunschtabler sin am Haus v’rbei, - Verloss dich druf, sie sin net nei’ -- - Kee’ Bisness hen sie dort. - - Es ging wol gut bei Hans un Dschäck, - So nooch dem alte Schlag; - Doch, wer net naus geht, kummt net weit, - Un lernt ah nix vun annere Leit, - Wie er es lerne mag. - - Doch, wie m’r sa’t: ’n blinde Sau - Find alsemol ’n Kescht. - So hot d’r Hans ’nmol, bei Glick, - G’lernt ’n wahres Meeschterschtick, - Ihm un sei’m Dschäck zum Bescht. - - Im Schpodjohr war er an dem Pool, - Am Dschenerel ’Leckschen Dag; - Do war ’n loh gesoffe G’schlecht, - Die kumme in ’n wiescht Gefecht -- - Wie m’r sich’s denke mag. - - Nor’d hot der Een d’r Anner g’rescht, - ’S is vor den Schqueier kumme; - Der Hans war g’sommenst, denk du dir, - Als Zeige in dem wieschte G’schmier; - Hot’s iewel ufg’numme. - - Uf Samschdag war die Suht beschtellt; - Mei’ Hans war dort, net faul; - Wie hot er do die Achseln zuckt, - Un in d’r Affis rum gegukt, - Un ufgeschperrt des Maul! - - Dem gute Hans war alles nei, - Er is verschrocke schier! - Was war do ’n gelernt Gemisch, - Mit grosse Biecher uf’m Disch, - Un Dinte, un Babier. - - ’S Zeigniss hot sie gilty g’macht, - ’S war nix zu helfe da; - Nor’d hot d’r Schqueier gar kreislich scharf - G’sa’t, dass m’r net fechte darf, - Eccording zu der Lah! - - D’r Schqueier hot der gans Pack g’feint, - Sell hot sie dief affect; - D’r Werth hot sie gebeelt -- wann net, - Dann het d’r Schqueier die Lumpe Sett - Grad in die Bresent g’schickt. - - Dess hot d’r Hans ebaut gepliehst, - Wie m’r sich’s denke kann. - „Mei’ liewer Schqueier,” sagt er „ei ja, - Ich seh dei’ Schreiwes un dei’ Lah - Bringt alles an d’r Mann!” - - Nau Owets ging d’r Hans zum Dschäck, - Un hot ihm alles g’sa’t; - „Ja, unser eens” -- so meent d’r Dschäck, - „Sitzt do d’rheem un kummt nie wek; - In dem Ding hen m’r g’fehlt.” - - „M’r hen nau so viel Diehlings g’hat, - Un nix vun Dem gewisst! - Kee’ Schqueier, kee’ Schreiwes un kee’ Lah -- - Ich glaab’s gewiss -- glaabscht du net ah -- - In Dem hen mir’s gemisst?” - - „Juscht so, mei liewer Dschäck,” sagt Hans, - „Sell is ebaut mei’ Sinn; - Un weil ich nau d’r Schqueier gut kenn, - So, wann mir widder Bisness hen, - Dann reit ich dapper hin.” - - Sagt Hans: „Es fallt m’r ewe ei’, - Ich brauch juscht nau ’n Ferd; - Ich glaab dei’ schwarzer Dschim is feel, - Ich dhet ihn kaafe, meiner Seel! - Was meenscht du, is er werth?” - - „Ei ja, d’r Dschim is feel,” sagt Dschäck, - „Ich hab jo sechs beseid; - ’N hunnert Dhaler grad awek -- - W’rhaftig wolf’l,” meent d’r Dschäck -- - „Doch mir sin Nochbersleit!” - - „All recht,” sagt Hans, „Ich nemm ’n mit -- - Ich denk du borgscht doch mir? - Ich kennt ’n wol bezahle käsch, - Doch in der Lah geht’s net so räsch, - ’S muss erscht uf’s Lahbabier! - - „Ich reit ihn morje naus zum Schqueier, - Er macht uns Schreiwes aus. - For unser alter dummer Plan, - Der bringt die Sach net an der Mann -- - M’r kummt aus Heem un Haus!” - - Der nekschte Owet kummt d’r Hans - Beizeite zu sei’m Dschäck; - „Do is nau ’s Schreiwes, all compliet, - Gemixt mit Lah, dass alles biet, - Es hot kee’ Fla’ un Fleck.” - - „Well, les es vor,” sagt Dschäck zum Hans; - „Kann net!” sagt Hans zum Dschäck; - „’S is Englisch g’schriwe -- seh mol da! - Weescht doch, es gebt in Deitsch kee’ Lah! - Loss mir die Schpuchte wek!” - - „Ich hab’s geseint, sell is genunk: - Der Schqueier hot alles drin. - Wann die beschtimmt Zeit is verfalle - Muss ich die hunnert Dhaler zahle; - Dess is so ’baut der Sinn.” - - „All recht!” sagt Dschäck, „Was dhut m’r nau - Mit dem schee’ Lahbabier?” - „Ja, schur genunk,” sagt Hans, „Well -- hem -- - Dess Ding is m’r doch ’n wenig fremm; - Ich wott d’r Schqueier wär’ hier!” - - „Doch nau scheint mir die Sach gans klohr,” - Sagt Hans; „Ich kräck die Nuss; - Ich muss ’s b’halte, ohne Schtreit, - Nor’d kann ich sehne do die Zeit, - Wann ich bezahle muss!” - - Sechs Monet nooch dem werri Dag - War Hans do mit dem Geld; - „Do sin die hunnert Dhaler grad, - Un do’s Babier -- nau nemm mei’ Rath -- - Die Lah biet alle Welt!” - - „All recht,” sagt Dschäck; „Wo dhut m’r nau - Dess Lahbabierle hin?” - „Ja, freilich, Dschäck; doch ennihau -- - Du b’haltscht’s -- es weist, dass ich dir nau - Kee’ Bens meh schuldig bin!” - - „Gans gut -- do hoscht du recht, mei’ Hans; - Die Bisness hot kee Fla’!” - Die Bauere hen g’seh’ wie gut - Es geht wann m’r sei’ Bisness dhut - Eccording zu der Lah! - - - - -_HEEMWEH._ - - - Ich wees net was die Ursach is -- - Wees net, warum ich’s dhu: - ’N jedes Johr mach ich der Weg - Der alte Heemet zu; - Hab weiter nix zu suche dort -- - Kee’ Erbschaft un kee’ Geld; - Un doch treibt mich des Heemgefiehl - So schtark wie alle Welt; - Nor’d schtärt ich ewe ab un geh, - Wie owe schun gemeldt. - - Wie nächer dass ich kumm zum Ziel, - Wie schtärker will ich geh, - For eppes in mei’m Herz werd letz - Un dhut m’r kreislich weh. - Der letschte Hiwel schpring ich nuf, - Un ep ich drowe bin, - Schtreck ich mich uf so hoch ich kann - Un guk mit Luschte hin; - Ich seh’s alt Schtee’haus dorch die Beem, - Un wott ich wär schun drin. - - Guk, wie der Kicheschornschtee’ schmokt -- - Wie oft hab ich sell g’seh’, - Wann ich draus in de Felder war, - ’N Buwele jung un klee’. - O, sehntscht die Fenschterscheiwe dort? - Sie guk’n roth wie Blut; - Hab oft cunsiddert, doch net g’wisst, - Dass sell die Sunn so dhut. - Ja, manches wees ’n Kind noch net -- - Wann’s dhet, wär’s ah net gut! - - Wie gleich ich selle Babble Beem, - Sie schtehn wie Brieder dar; - Un uf’m Gippel -- g’wiss ich leb! - Hockt alleweil ’n Schtaar! - ’S Gippel biegt sich -- guk, wie’s gaunscht -- - ’R hebt sich awer fescht; - Ich seh sei’ rothe Fliegle plehn, - Wann er sei’ Feddere wescht; - Will wette, dass sei’ Fraale hot - Uf sellem Baam ’n Nescht! - - O, es gedenkt m’r noch gans gut, - Wo selle werri Beem - Net greeser als ’n Welschkornschtock - Gebrocht sin worre heem. - Die Mammi war an’s Grändäd’s g’west, - Dort ware Beem wie die; - Drei Wipplein hot sie mitgebrocht, - Un g’sa’t: „Dort blanscht sie hie.” - M’r hen’s gedhu’ -- un glaabscht du’s nau -- - Dort selli Beem sin sie! - - Guk! werklich, ich bin schier am Haus! -- - Wie schnell geht doch die Zeit! - Wann m’r so in Gedanke geht, - So wees m’r net wie weit. - Dort is d’r Schap, die Welschkornkrip, - Die Seiderpress dort draus; - Dort is die Scheier, un dort die Schpring -- - Frisch quellt des Wasser raus; - Un guk! die sehm alt Klapbord-Fens, - Un’s Dheerle vor’m Haus. - - Alles is schtill -- sie wisse net, - Dass epper fremmes kummt. - Ich denk, der alte Watsch is dodt, - Sunscht wär er raus gedschumpt; - For er hot als verschinnert g’brillt - Wann er hot ’s Dheerle g’heert; - Es war de Träw’lers kreislich bang, - Sie werre gans verzehrt: - Kee’ G’fohr -- er hot paar Mol gegauzt, - Nor’d is er umgekehrt. - - Alles is schtill -- die Dheer is zu! - Ich schteh, besinne mich! - Es rappelt doch en wenig nau - Dort hinne in der Kich. - Ich geh net nei -- ich kann noch net! - Mei’ Herz fiehlt schwer un krank; - Ich geh ’n wenig uf die Bortsch, - Un hock mich uf die Bank; - Es seht mich niemand, wann ich heil, - Hinner der Drauwerank! - - Zwee Blätz sin do uf däre Bortsch, - Die halt ich hoch in Acht, - Bis meines Lebens Sonn versinkt - In schtiller Dodtes-Nacht! - Wo ich vum alte Vaterhaus - ’S erscht mol bin gange fort, - Schtand mei’ Mammi weinend da, - An sellem Rigel dort; - Un nix is mir so heilig nau - Als grade seller Ort. - - Ich kann se heit noch sehne schteh, - Ihr Schnuppduch in d’r Hand; - Die Backe roth, die Aage nass -- - O, wie sie doch do schtand! - Dort gab ich ihr mei’ Färewell, - Ich weinte als ich’s gab, - ’S war’s letschte Mol in däre Welt, - Dass ich’s ihr gewe hab! - Befor ich widder kumme bin - War sie in ihrem Grab! - - Nau, wann ich an mei’ Mammi denk, - Un meen, ich dhet se seh, - So schteht sie an dem Rigel dort - Un weint, weil ich wek geh! - Ich seh sie net im Schockelschtuhl! - Net an keem annere Ort; - Ich denk net an sie als im Grab: - Juscht an dem Rigel dort! - Dort schteht sie immer vor mei’m Herz - Un weint noch liebreich fort! - - Was macht’s dass ich so dort hi’ guk, - An sell End vun der Bank! - Weescht du’s? Mei’ Herz is noch net dodt, - Ich wees es, Gott sei Dank! - Wie manchmal sass mei Dady dort, - Am Summer-Nochmiddag, - Die Hände uf der Schoos gekreizt, - Sei Schtock bei Seite lag. - Was hot er dort im Schtille g’denkt? - Wer mecht es wisse -- sag? - - V’rleicht is es ’n Kindheets-Draam, - Dass ihn so sanft bewegt; - Oder is er ’n Jingling jetz, - Der scheene Plane legt! - Er hebt sei’ Aage uf juscht nau - Un gukt weit iwer’s Feld; - Er seht v’rleicht d’r Kerchhof dort, - Der schun die Mammi helt! - Er sehnt v’rleicht nooch seiner Ruh - Dort in der bessere Welt! - - Ich wees net, soll ich nei’ in’s Haus, - Ich zitter an d’r Dheer! - Es is wol alles voll inseid, - Un doch is alles leer! - ’S is net meh heem, wie’s eemol war, - Un kann’s ah nimme sei; - Was naus mit unsere Eltere geht - Kummt ewig nimme nei’! - Die Freide hot der Dodt geärnt, - Das Trauerdheel is mei’! - - So geht’s in däre rauhe Welt, - Wo alles muss vergeh! - Ja, in der alte Heemet gar - Fiehlt m’r sich all allee’! - O, wann’s net vor der Himmel wär, - Mit seiner scheene Ruh, - Dann wär m’r’s do schun lang verleedt, - Ich wisst net, was ze dhu. - Doch Hoffnung leichtet meinen Weg - Der ew’gen Heemet zu. - - Dort is ’n schee’, schee’ Vaterhaus, - Dort geht m’r nimmeh fort; - Es weint kee’ guti Mammi meh’ - In sellem Freideort. - Kee’ Dady such meh’ for ’n Grab, - Wo, was er lieb hat, liegt! - Sell is kee’ Elendwelt wie die, - Wo alle Luscht betriegt; - Dort hat das Lewe ewiglich - Iwer der Dodt gesiegt. - - Dort find m’r, was m’r do verliert, - Un b’halt’s in Ewigkeit; - Dort lewe unsre Dodte all. - In Licht un ew’ger Freid! - Wie oft, wann ich in Druwel bin, - Denk ich an selli Ruh, - Un wott, wann’s nor Gott’s Wille wär, - Ich ging ihr schneller zu; - Doch wart ich bis mei’ Schtindle schlägt, - Nor’d sag ich -- Welt, adju! - - - - -[Illustration: - - Wie manchmal sass mei Dady dort, - Am Sommer Nachmiddag; - Die Hände uf der Schoos gekreizt, - Sei Schtock bei Seite lag. - - … - - Er seht v’rleicht d’r Kerchhof dort, - Der schun die Mammi helt; - Er sehnt v’rleicht nooch seiner Ruh, - Dort in der bessere Welt!] - - - - -_The following translations of four of the preceding poems were made -by the author himself, and are here appended as possessing additional -interest on this account._ - - - - -_THE OLD SCHOOL-HOUSE AT THE CREEK._ - - - To-day it is just twenty years, - Since I began to roam; - Now, safely back, I stand once more, - Before the quaint old school-house door, - Close by my father’s home. - - I’ve been in many houses since, - Of marble built, and brick; - Though grander far, their aim they miss, - To lure my heart’s old love from this - Old school-house at the creek. - - Let those who dream of happier scenes, - Go forth those scenes to find; - They’ll learn what thousands have confessed, - That with our home our heart’s true rest - Is ever left behind. - - I’ve travelled long and travelled far, - Till weary, worn, and sick; - How joyless all that I have found, - Compared with scenes that lie around - This school-house at the creek. - - How home-like is this spot to me! - I stand, and think, and gaze! - The buried past unlocks its graves, - While memory o’er my spirit waves - The wand of other days. - - The little creek still idles by, - With bright and playful flow; - And little fish still sport and glide, - Where yon low elder shades the tide, - As they did long ago. - - The white-oak stands before the door, - And shades the roof at noon; - The grape-vine, too, is fresh and green; - The robin’s nest!--Ah, hark!--I ween - That is the same old tune! - - The swallows skip across the mead-- - The foremost one is best! - And, look ye at the gable there, - A house of stubble, mud, and hair-- - That is the swallow’s nest! - - The young are very still just now-- - They all are sleeping sound; - Wait till the old with worms appear, - Then you the hungry cry shall hear - From mouths that lie around! - - These scenes are as they were of yore, - Though void of former glee; - But I have changed!--From yonder brook - The boy’s reflected rosy look, - No more smiles out on me! - - I stand, like Ossian in his vale, - And watch the shadowy train! - Now joy, now sadness me beguile, - And tears will course o’er every smile, - And bring their pleasing pain! - - ’Twas here I first attended school, - When I was very small: - There was the Master on his stool, - There was his whip and there his rule-- - I seem to see it all. - - The long desks ranged along the walls, - With books and inkstands crowned; - Here on this side the large girls sat, - And there the tricky boys on that-- - See! how they peep around! - - The Master eyes them closely now, - They’d better have a care; - The one that writes a billet-doux-- - The one that plays his antics, too-- - And that chap laughing there! - - For all the scholars, large and small, - Are under equal rule; - Which is quite right--whoever breaks - The Master’s rules, a whipping takes, - Or leaves at once the school. - - Around the cosy stove, in rows, - The little tribe appears; - What hummings make those busy bees-- - They better like their A, B, C’s, - Than boxing at their ears! - - Those benches are by far too high-- - Their feet don’t reach the floor! - Full many a weary back gets sick, - In that old school-house at the creek, - And feels most woful sore! - - Poor innocents! behold them sit, - In miseries and woes! - It is no wonder, I declare, - If they should learn but little there, - On benches such as those! - - With all these drawbacks, that was still - A well conducted school; - For Master such, in vain you look, - Who cyphers through the Ainsworth book, - And never skips a rule! - - That he was cross, I must confess; - He whipped us through and through; - But still most wholesome rules observed; - Who felt the rod, the rod deserved-- - According to his view! - - This duty he with zest performed, - Though charmless to us all! - ’Tis strange, our nature never could - Delight in what is for our good-- - ’Tis owing to the Fall! - - When a new Master took the school, - Around the question ran: - “Oh, is he Irish? Is he cross?” - How much our gain, how much our loss, - Depended on that man! - - Then when the autumn school began, - We eyed the Master shy! - His rules, his whip, told very quick, - That he to former rules would stick, - And ancient methods ply. - - Still was there little of complaint; - We had our pleasures too; - This world does not just always dish - Our fare as sweet as we could wish, - Yet sweeter than is due! - - At noon-day, when the school left out, - We had of sport our fill; - Some play the race, some houses wall, - Some love a stirring game of ball, - Some choose the soldier drill. - - The large girls sweep; the larger boys-- - What mischief they are at! - They tease, they laugh, they hang about, - Until the Master turns them out-- - The rules were strict in that! - - The little girls, of “ring” most fond, - Their giggling circle drew; - When larger girls joined in the ring-- - Now is it not a curious thing?-- - The large boys did it too! - - The large ones always tagged the large-- - The small ones always missed! - Then for the prize began the race; - The one that’s caught, has now to face - The music, and be kissed! - - Old Christmas brought a glorious time-- - Its mem’ry still is sweet! - We barred the Master firmly out, - With bolts, and nails, and timbers stout-- - The blockade was complete! - - Then came the struggle fierce and long! - The fun was very fine! - And whilst he thumped and pried about, - We thrust the terms of treaty out, - Demanding him to sign! - - The treaty signed--the conflict o’er, - Once Master now were we! - Then chestnuts, apples, and such store, - Were spread our joyous eyes before-- - We shared the feast with glee! - - Oh, where are now the school-mates, who - Here studied long ago? - Some scattered o’er the world’s wide waste! - By fortune hither, thither chased! - Some, in the church-yard low! - - My muse has struck a tender vein! - And asks a soothing flow; - O Time! what changes thou hast made, - Since I around this school-house played, - Just twenty years ago! - - Good bye! Old school-house! Echo sad, - “Good bye! Good bye!” replies; - I leave you yet a friendly tear! - Fond mem’ry bids me drop it here, - ’Mid scenes that gave it rise! - - Ye, who shall live when I am dead-- - Write down my wishes quick-- - Protect it, love it, let it stand, - A way-mark in this changing land-- - That school-house at the creek. - - - - -_THE OLD-TIME HEARTH-FIRE._ - - - The poets praise, in touching rhyme, - The hearth-fire of the olden time; - I read their verse with many a sigh, - And think of times and joys gone by. - Thus dreaming o’er the past, I’m fain - To think I see it all again. - - Now, sights like these are truly rare, - Coal fires are fashion every where; - Among the so-called class elite, - There is nor stove nor fire in sight. - You wonder?--yes, ’tis even so-- - The heat comes somehow from below! - - One feels quite lost--things do not fit-- - No place to look, no place to sit-- - The room is warm--how strange to me-- - And yet no fire to stir or see! - Such modes!--away, ’tis nothing worth, - Give me the old-time glowing hearth. - - I ever feel for that dear spot, - A home-sick love that ceases not; - Whate’er I do, where’er I roam, - My heart returns to that hearth-home; - I never can recall the cheer - Of that old hearth, without a tear. - - There lay the back-log round and thick; - In front a row of stone or brick; - On that we laid the smaller wood; - Then rose the flame--how warm and good! - And when without the storm-wind blew, - What roaring in the chimney flue! - - Against the jam--forethought is good-- - Is piled the ready-needed wood; - Just opposite--a thing how rare-- - Inviting leans the rustic chair, - And in the chimney-corner stand - The tongs and shovel near at hand. - - The mantle-shelf, familiar still, - Holds candlesticks and coffee-mill; - The smoothing irons, large and small, - The lard-lamp overtops them all; - And sulphur sticks--they burn you know, - From faintest coal when fire is low. - - Oft have I watched at even-tide - Strange ghost-forms through the embers glide; - The glowing coals, white, black and red, - Now livid are, and now seem dead! - We look, and think, and can with ease - See in the fire just what we please. - - How sweet to sit the hearth-fire by, - Till living coals to embers die; - White ashes, creeping o’er their crest, - Come as if covering them for rest; - How dream-like fades their glowing light, - Like eyes that sink to sleep at night. - - Sit we beside a _certain_ friend, - In love the evening hour to spend; - To double eyes, at such an hour, - The coals have a most charming power! - As one, appear such mutual souls, - They see the same forms in the coals. - - O’er youth, as all the poets say, - The hearth-fire holds enchanting sway; - For then their dreaming fancy sees - A cottage mid a clump of trees; - They ask no greater bliss to share - Than just to live together there. - - Some think the hearth-fire spell o’er hearts - Is close allied to witching arts! - One thing is sure--oft to that shrine, - Fond memory draws this heart of mine; - And round that hearth’s soft evening gleams, - My spirit dreams its sweetest dreams. - - When I that hearth in fancy see, - My childhood all comes back to me; - Then lives my father as before-- - Then is my mother there once more; - And brothers, sisters, scattered wide, - Come home again at even-tide. - - - - -_HOME-SICKNESS._ - - - I know not what the reason is: - Where’er I dwell or roam, - I make a pilgrimage each year, - To my old childhood home. - Have nothing there to give or get-- - No legacy, no gold-- - Yet by some home-attracting power - I’m evermore controlled: - This is the way the home-sick do, - I often have been told. - - As nearer to the spot I come - More sweetly am I drawn; - And something in my heart begins - To urge me faster on. - Ere quite I’ve reached the last hill-top-- - You’ll smile at me, I ween!-- - I stretch myself high as I can, - To catch the view serene-- - The dear old stone house through the trees - With shutters painted green! - - See! how the kitchen chimney smokes! - That ofttimes gave me joy; - When, from the fields, that curling cloud - I witnessed as a boy! - And see! the purple window panes, - They seem as red as blood. - I often wondered what did that, - But guess it, never could. - Ah! many a thing a child knows not. - Did it, it were not good! - - How do I love those poplar trees; - What tall and stately things! - See! on the top of one just now - A starling sits and sings. - He’ll fall!--the twig bends with his weight! - He likes that danger best. - I see the red upon his wings,-- - Dark shining is the rest. - I ween his little wife has built - On that same tree her nest. - - O, I remember very well - When those three poplar trees - Not thicker than my finger were, - And could be bent with ease. - My mother was at grandpa’s house, - And trees like these had he; - She brought three scions home, and said, - “Boys, plant them there for me.” - Can you believe--they grew so tall - And made the trees you see! - - See! really I am near the house; - How short the distance seems! - There is no sense of time when one - Goes musing in his dreams. - There is the shop--the corn-crib, too-- - The cider-press--just see! - The barn--the spring with drinking cup - Hung up against the tree. - The yard-fence--and the little gate - Just where it used to be. - - All, all is still! They know not yet - That there’s a stranger near; - I guess old Watch, the dog, is dead, - Or barking, he’d appear. - What fearful bellowings he made - Whene’er he heard the gate; - The travellers always feared him sore, - He bounced at such a rate; - But though the bark was woful loud, - The bite was never great! - - All, all is still! The door is shut. - I muse with beating heart; - Hark! there’s a little rattling now - Back in the kitchen part. - I’ll not go in! I cannot yet; - I’m overcome, I fear! - The same old bench here on the porch, - I’ll rest a little here. - Behind this grape-vine I can hide - The falling of a tear! - - Two spots on this old friendly porch - I love, nor can forget, - Till dimly in the night of death - My life’s last sun shall set! - When first I left my father’s house, - One summer morning bright, - My mother at _that_ railing wept - Till I was out of sight! - Now like a holy star that spot - Shines in this world’s dull night. - - Still, still I see her at that spot, - With handkerchief in hand; - Her cheeks are red--her eyes are wet-- - There, there I see her stand! - ’Twas there I gave her my good-bye, - There, did her blessing crave, - And oh, with what a mother’s heart - She that sought blessing gave. - It was the last--ere I returned - She rested in her grave! - - When now I call her form to mind, - Wherever I may be, - She still is standing at that rail - And weeping on for me! - She is in no familiar spot, - As oft in former years; - And never to my fancy she - As in her grave appears; - I see her only at that rail, - Bedewed with holy tears. - - What draws my eye to yonder spot-- - That bench against the wall? - What holy mem’ries cluster there, - My heart still knows them all! - How often sat my father there - On summer afternoon; - Hands meekly crossed upon his lap, - He looked so lost and lone, - As if he saw an empty world, - And hoped to leave it soon. - - Doth a return of childhood’s joys - Across his spirit gleam? - Or is his fancy busy now - With some loved youthful dream? - He raises now his eyes and looks - On yon hill’s sacred crest; - Perhaps he sees the graveyard there - Where mother’s sleep is blest, - And longs to slumber by her side, - In death’s last peaceful rest. - - All, all is still! I hesitate-- - I fain would pass the door, - But fear the pain of missing all - This home contained of yore. - For, ah, it is not what it was - Though its inmates are kind; - What with our parents once we lose - We nevermore shall find; - Death goes before and reaps the sheaves; - We can but glean behind. - - Such is the fate of earthly loves - Where all things die or change. - Yes, even in the homestead here, - I feel alone and strange. - O were it not for yon bright heaven, - With its unchanging rest, - How heavy would our burdens be, - Our life how sore distressed; - But hope illumes our pathway to - The regions of the blest. - - That is a lovely Fatherland: - There I shall never roam; - No mother there with tearful eyes, - Shall see me leave that home. - No father there shall seek the grave - Where his beloved lies; - That is no vale of woes like this, - Where all we cherish dies; - The beautiful is permanent - In those unchanging skies. - - There we shall find what here we lose, - And keep it evermore; - There we shall join our sainted dead, - Who are but gone before. - I’m fain, in lonely hours, to lift - The veil that let them through, - And wish it were God’s holy will - To let me pass it too; - Yet patience! till my hour shall come, - To bid the world, Adieu! - - - - -_THE OLD SLEEPING ROOM._ - - - I come, a pilgrim wan and worn, - Back to the house where I was born-- - I softly tread to-day! - My heart bears, as a holy thing, - The many memories I bring - From life’s long weary way. - - Familiar are these stairs indeed, - Which to the second story lead,-- - How natural to me! - Just as of old--I do declare,-- - The knot-hole in the wash-board there-- - ’Tis open still--just see! - - Nine steps--I need not count them, though-- - I’ll lay you what you will ’tis so: - The short flight there has four. - This hand-rail on the entry-side-- - What sport for boys adown to slide, - As we were wont of yore. - - The window at the head is seen, - Venetian shutters, painted green, - And they are closed up still. - The ghostly light of evening falls, - So pale upon the stairs and walls, - I feel a timid chill! - - Half smiling now, and now half sad-- - Half weeping now, and yet half glad, - Do I ascend these stairs. - I reach the top--I touch the door-- - It opens as it did of yore-- - I did it unawares! - - The dear old room! How many a night, - From evening hour till morning light, - Here child and boy I slept! - There in the corner stood my bed: - Here was the foot, and there the head-- - All this my memory kept. - - How sweet our childhood sleep appears; - One rests not so in after years-- - Ah! this too well I know! - Life fills the anxious heart with cares, - A wakeful head the pillow bears, - And night’s dull hours move slow. - - The moon is up--’tis full and bright; - It pours its mellow flood of light - Upon the bed and floor; - What moves upon the wall about? - The shadowy play of trees without: - I’ve seen that oft before. - - All, all is still, save but the wail - Of lonely cricket’s evening tale, - Hid in the window sill. - Hark! in the closet, tick--tick--tick! - It is the death-watch’s ghostly click; - I wish that worm were still! - - If there be ghosts,--ah, who can tell? - This place, this hour, would suit them well; - Perhaps some may be near! - I see naught with my eyes that’s real, - Yet in my spirit’s sense I feel - As if they might be here. - - Yes, ghosts are here from childhood’s hours, - They have no forms, but come as powers, - And give me pleasing pain; - They mirror to my heart the plays, - Of all my early halcyon days, - Which cannot come again! - - Angels are here, so pure and rare, - They play upon the moon-beams there, - They glide along the wall. - Back to this ark, like Noah’s dove, - They bring their sprigs of peace and love; - I hail their friendly call. - - These spirits guard us in our ways, - So mother’s Holy Bible says-- - And I believe it, too; - Have we the “Our Father” said, - They watch that night around our bed: - Most certainly they do! - - This did our mother often tell, - We children all believed it well, - And did as we were told. - You don’t believe?--you’re wiser--you? - Than mother and the Bible too? - Such folly makes you bold. - - For me this faith wrought like a charm; - I slept quite free from fear or harm, - In peace till morning light. - I hold it still--I still believe, - That they who pray this prayer, receive - An Angel-guard at night. - - I’ve often wished I were again - A child as innocent as then; - But that can never be; - So I will keep, as best I can, - The life of childhood in the man: - The child-life nurse in me. - - But see! high up has gone the moon; - How long I’ve lingered here alone! - ’Tis time for me to leave. - Good by, my little room, good by! - Hold! there is something in my eye! - This parting makes me grieve! - - - - -Wortverzeichniss. - - -Zur Erklärung vieler in den vorstehenden Gedichten vorkommender -Wörter, und zur Vereinfachung dieses Wortverzeichnisses ist es -nur nothwendig auf einige Haupteigenthümlichkeiten oder vielmehr -Regeln aufmerksam zu machen, und diese Regeln sind es gerade, welche -dem Pennsylvanisch-Deutschen Gleichberechtigung mit den übrigen -volksüblichen deutschen Mundarten geltend machen. - -Das Pennsylvanisch-Deutsche gehört zu den süddeutschen Mundarten. -Der ihm am verwandteste Dialekt ist der pfälzische, oder mehr noch -vielleicht die Westricher Abart desselben, und es lässt sich diese -Verwandtschaft auf die frühzeitige Einwanderung von Pfälzern nach -Ost-Pennsylvanien zurückführen. - -Wie alle Dialekte zeigt auch dieser manchfache Eigenthümlichkeiten -in verschiedenen Lokalitäten; allein in ihrer Gesammtheit hat die -pennsylvanisch-deutsche Mundart gewisse Grundzüge, die überall -erkennbar sind und als siegreiches Resultat eines hundertjährigen -Ringens der Pfälzer Mundart mit andern süddeutschen, ja sogar mit -sächsischen und mährischen Dialekten, und namentlich mit der englischen -Sprache, betrachtet werden dürfen. - -Die Ansicht, als seien alle Deutsch-Pennsylvanier von rein -deutscher Abstammung ist eine sehr irrige. Die Namen schon, mehr -noch aber die Stammbäume vieler jetzt ganz deutscher -- d. h. -pennsylvanisch-deutscher -- Familien in den Landdistrikten bekunden -eine schottische, irische, schwedische oder französische Herkunft. -In manchen Gegenden, wie im Lechathale, hat sich das Deutsche reiner -erhalten; in andern Gegenden, wie im Susquehanna Thale und jenseits des -Alleghany Gebirges, ist es mehr vermengt mit dem Englischen; überall -aber trägt es dieselben Grundzüge, die da sind: - -1. Ein Streben nach Vereinfachung und Verschmelzung wo zwei -verschiedene Vokale (Diphthonge) oder Consonanten zusammen kommen, -wobei sich der stärkere Vokal oder Consonant gewöhnlich verdoppelt; -z. B. auch in aach; klein in kleen; Kinder in Kinner; Kopf in -Kopp. Dasselbe Streben nach Vereinfachung zeigt sich auch bei den -Triphthongen, die zu verwandten Diphthongen werden, wie Gebäude und -Geläute in Gebei und Geleit. Erwähnenswerthe Ausnahmen bilden ähnlich -lautende Worte mit demselben Diphthong, von denen einer bleibt, der -andere verschmilzt, wie Weide (Baum) bleibt Weide; Weide (Grasfeld) -wird zu Weed; Laib (Brod) wird Leeb; Leib (Körper) bleibt Leib. -Merkwürdig ist der Diphthong _oi_, der in Hoi, Heu; Roi, Reihe; und Boi -(Pie) Kuchen, vorkommt. - -2. Das _st_ hat durchschnittlich den Klang des _scht_. Ausnahmen -hiervon bilden nur Worte, die aus dem Englischen acceptirt wurden, -und das Wörtchen ist, -- das grösstentheils wie das westricher und -englische _is_ ausgesprochen wird; denn nur in wenigen Lokalitäten hört -man noch das eigentliche Pfälzer oder schwäbische _isch_. - -3. Ueberall ist die Neigung vorherrschend das t in d, b in w, p in b, g -in kh und z in s umzuwandeln. - -4. Von den eigenthümlichsten Kennzeichen des westricher Dialektes, dem -Verwandeln des d und t in r, und dem Verschmelzen des d und t nach l -in ll; wie laden in lare, Gewitter in Gewirrer, halten in halle, mild -in mill -- findet man im Pennsylvanisch-Deutschen kaum eine Spur. -Auch ist die Weglassung der Endsylbe _en_ bei weitem nicht so streng; -das _n_ geht zwar oft in einen Nasenlaut auf, der hier mit einem -(’) Apostrophen bezeichnet wird; manchmal wird es auch ganz fallen -gelassen, aber nie das _e_ mit dem _n_. - -5. Auf die Satzbildung hat das Englische einen merklichen Einfluss -ausgeübt. Wo in dieser Beziehung gegen die Regeln der hochdeutschen -Grammatik verstossen zu werden scheint, da ist es immer eine -Vertauschung der englischen Regel für die deutsche, was dem deutschen -Ohr die Satzbildung allerdings oft sehr sonderbar erklingen lässt. So -z. B.: Hen, scherr _der_ blind Gaul uf; mer welle uf _der_ Markt fahre --- (Heinrich, schirre _den_ blinden Gaul auf; wir wollen auf _den_ -Markt fahren). - -Die hie und da vorkommenden hochdeutschen Worte hat HARBAUGH nur des -Reimes halber eingeführt, und viele englische Ausdrücke, mit denen er -einige seiner Gedichte ursprünglich überladen hatte, sind auf seinen -Wunsch durch pennsylvanisch-deutsche ersetzt worden. - -Schliesslich ist noch zu erwähnen, dass die Schreibweise oder -Orthographie so gewählt wurde, damit die oben angeführten Grundzüge -auch für Leser im alten Vaterlande, oder im Vergleich mit anderen -Werken über deutsche Volksdialekte, so deutlich wie möglich -hervortreten möchten. - -J. M. B. - - - A - - Abbattig, besonders. - Aern, Erndte. - Affis, _office_, Amtslokal. - affect, _affect_, afficiren. - altfäschen, _old-fashioned_, altmodisch. - arg gut, sehr gut. - artlich, ziemlich. - - - B - - Babblelaab, Pappellaub. - ball, bald. - bass uff, passe auf. - Bänks, _bank_, Ufer. - Beese, Böse. - Bense, _pence_, Pfennige. - beseid, _beside_, daneben. - Bisness, _business_, Geschäft. - biet, _beat_, übertreffen. - blanscht, pflanzt. - blogt, plagt. - Boghie, _buggy_, elegantes, leichtes - Fuhrwerk. - Bole, _bowl_, Schale. - Bordkerch, Gallerie der Kirche. - Bortsch, _porch_, Portal. - Bresent, _present_, Geschenk. - Brick, _brick_, Backstein, Brücke. - Bungert, Baumgarten. - bummerisch, pommerisch, schwer. - Buschleit, Leute auf dem Lande. - Buwele, Büblein. - - - C - - Courts, _Courts_, Gericht. - compliet, _complete_, vollständig. - cunsiddert, _considered_, bedacht. - cumpaunde, _compound_, verständigen, abrechnen. - - - D - - Dady, Dädy, Vater. - dapper, tapfer, schnell. - darch, dorch, durch. - däre, dieser. - Desk, _desk_, Schreibpult. - Dheerle, Thürchen. - Dhier, Thüre. - Dhreen, Thräne. - Diehlings, _dealings_, Verkehr, Geschäfte. - dichdiglich, tüchtig. - d’no, nachher. - dreemisch, träumerisch. - Drep, Tröpfe. - Drunnel Bett, _trundle bed_, Rollbett. - Druwel, Trubel, Sorge. - Dschäck, _Jack_, Engl. Abkürz. für John. - Dscheneral ’Leckschen, _general election_, Allgemeine Wahl. - Dschent’lleit, _gentlemen_. - dschillt, _chilled_, kalt geworden. - Dschim, _Jim_, Engl. Abkürz. für James. - Dschuryman, _juryman_, Einer vom - Geschworenen-Gericht. - - - E - - ebaut, _about_, eig. ungefähr; hier „ebaut - en” -- ein sehr. - eccording, _according_, gemäss. - eenig, irgend eine. - Edschent, Agent. - enacht, in Acht. - enanner, einander. - ennihau, _anyhow_, wenigstens, jedenfalls. - ep, ehe. - eppes, etwas. - Eppel, Aepfel. - - - F - - Fäct, _fact_, That. - färewell, _fare well_, Lebewohl. - Fäschins, _fashions_, Moden. - Fens, _fence_, Zaun. - Ferge, Furchen. - Fifty-six, Sechs und fünfzig Pfund - Gewicht. - Fitz, Ruthe. - Fitzeel, Ruthenöl. - fixt, _fixed_, festgestellt. - Fla’, _flaw_, Fehler. - Floor, _floor_, Flur. - Fors, _force_, Gewalt. - - - G - - gaschtig, garstig. - gaunscht, schaukelt. - gebärrt, _barred_, verriegelt. - geclos’t, _closed_, abgeschlossen. - gedscheest, _chased_, gejagt. - gedschumpt, _jumped_, gehüpft. - geele, gelbe. - gefixt, _fixed_, hergerichtet. - Gehm, _game_, Spiel. - Gekreider, Kräuter. - gelänst, _launched_, hergeben. - gemixt, _mixed_, gemischt. - gepliehst, _pleased_, erfreut. - gemisst, _missed_, verfehlt. - Geprall, Geprahle. - geschpeit, _spied_, erblickt. - geschteibert, gestützt. - geseint, _signed_, unterzeichnet. - gewott, gewünscht, gewollt. - g’rescht, _arrested_, arretirt, verklagt. - Gut bei, _good by_, Lebewohl. - g’wippt, gepeitscht. - - - H - - hänkere, _hanker_, gelüsten. - Haunds, _hounds_, Hunde. - Heemet, Heimath. - heemelt, anheimeln. - heert, hört. - heewe, heben. - heile, heulen. - heist, _hoist_, aufziehen. - heitsedag, heutzutage. - Helm, Halme. - hen, haben. - Hiwwel, Hiwle, Hügel. - Hoiet, Heuet. - Hollerbisch, Holunderbüsche. - hocke, sitzen, setzen. - Humbuk, _humbug_, Täuschung. - - - I - - imme, in einem. - - - J - - Jacht, Getümmel, Geräusch. - jes, indied, _yes indeed_, ja, in der That. - jummert, jammert. - juscht ’mol, nur einmal. - juschtament, wirklich. - - - K - - Kärridsch reide, _ride in a carriage_, in einem schönen Fuhrwerk - fahren. - Käsch, _cash_, baar. - kee’, keine. - Kees, Käse. - Kepp, Köpfe. - Keschte, Kastanien. - Klapbord-Fens, _clap-board fence_, Lattenzaun. - knitz, schalkhaft. - Kohleffe, Kohlenöfen. - Kräcks, _cracks_, Risse. - kreislich, (von grässlich) sehr. - Krick, _creek_, Bach. - Krischdag, Christtag. - Krutze, _cob_, Welschkorn-Griebs. - Kunne-Miehl, Kunden-Mühle. - Kunschtabler, _constable_, Gerichtsbeamter. - kumme raus, machen Staat. - - - L - - Lah, _law_, Gesetz. - Ledscherbuch, _ledger_, Hauptbuch. - leie, liegen; lei’ für liegt. - Lettcher, Lättchen. - lewig, lebendig. - liewe, liebe. - loh, niedrig, gemein. - lohnsom, _lonesome_, einsam. - Lofletters, _love letters_, Liebesbriefe. - lubt, _looped_, mittelst Schleife - befestigen. - - - M - - mänedscht, _managed_, verwaltet, besorgt. - Mäntelbord, _mantel-piece_, Kamingesimse. - meh’, mehr. - Meeschter, Meister. - mied, müde. - Misserie, _misery_, Elend. - mitnanner, mit einander. - Muschkrotte, Moschusratten. - - - N - - Nau, _now_, jetzt, nun. - naus, hinaus. - neiser, _nice_, artig. - Nescht, Aeste. - net, nicht. - Niss, Nüsse. - nooch, nach; zum Unterschied - von noch. - nor’d, nachher. - Noschen, _notion_, Neigung. - Notis, _notice_, Nachricht. - numme, nur einmal. - - - O - - owig, oberhalb. - - - P - - Pihwie,[A] (_Muscicapa phebe._) - plenti, _plenty_, genug. - plehn, _plain_, deutlich. - Plicht, Pflicht. - Pool, _poll_, Stimmplatz. - Pränks, _pranks_, Possenstreiche. - pretend, _pretend_, vorgegeben. - Proposal, _proposal_, Vorschlag. - - - R - - Räpps, _raps_, Ohrfeigen. - rechel, rechne, erachte. - Rees, _race_, Mühlbach. - rejert, regnet. - Rehs, _race_, Wettlauf. - rei’, herein. - Rigel, _rail_, Queerriegel des Zauns. - Roi, Reihe. - Rhud, Ruthe. - Ruhl, _rule_, Regel. - - - S - - Schap, _shop_, Schuppen. - Scherze, Schürzen. - schiepisch, _sheepy_, schaafsmässige. - schier, beinahe. - schkippe, _skip_, stossweis fliegen, - überhüpfen. - schlick, _sleek_, glatt. - schlohe, _slow_, langsam. - schmärt, _smart_, flink. - schnock, _snug_, wohl verwahrt. - Schoh, _show_, Schauausstellung. - Speicher, Dachstube. - schpreie, _spry_, lebhafter, feuriger. - schpukig, gespenstig. - Schpuchte, Neckereien. - Schqueier, _Esquire_, Friedensrichter. - Schreiwes, etwas Geschriebenes. - schreeks, schräg. - schtärt, _start_, abreisen. - Schteil, _style_, Art, Lebensart. - Schtenner, Standfass. - schtoppt, _stopped_, hält an. - schur, _sure_, sicher. - Schwalme, Schwalben. - sehft, _saves_, spart. - sehm, selbe, dasselbe. - seifere, _cypher_, rechnen. - selli, seller, selbige, jener. - sellmol, damals. - seinscht, _sign_, unterzeichnest. - Sent, _cent_, Pfennig. - Set, Paar, Partie, Gesellschaft. - Sill, _sill_, Schwelle. - Sinn, Sünde. - sitscht, sitzest. - Sold’scher, _soldier_, Soldat. - Sool, _soul_, Seele. - Suht, _suit_, Klage, Prozessverhandlu’g - sunnerbari, sonderbare. - - - T - - ’täggt, _tagged_, angeschlagen im - Kinderspiel. - Tollhaus, _toll_, Zoll-Haus. - Tornpeik, _turnpike_, Chaussee. - Träw’lers, _travelers_, Reisenden. - Tschäps, _chaps_, Burschen. - - - U - - ufgedresst, _dressed up_, herausgeputzt. - - - V - - Vendu, _vendue_, öffentliche Versteigerung. - vernaddert, vernarrt. - vermisst, _missed_, nicht getroffen. - verschpettle, verspotten. - verschwappe, _swap_, vertauschen. - - - W - - wackrig, wach, hell. - Wälli, _valley_, Thal. - wammer, wenn man. - Wassum, Waasen. - watscht, _watched_, beobachtet. - werri, selli werri, _very_, sehr, gerade dieser. - wieschte, wüste. - Wip, _whip_, Peitsche, Ruthe. - Wolkegedimmel, Wolkengetümmel. - - - X - - ’xäktly, _exactly_, genau. - - - Z - - Zeppel, Zöpfchen. - Zuhk, Zug. - -[A] (The Fly-catcher), ein kleiner Vogel, der mehr als sicherer Vorbote -des Frühlingswetters als seines Gesanges wegen beliebt ist. Der -Obertheil des Körpers ist dunkel-olivenfarbig, der ganze Untertheil -hellgelb. In der Volkssprache heisst er schlechtweg Pihwie (Engl.) -_Pewit_. - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Harbaugh's Harfe, by Henry Harbaugh - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK HARBAUGH'S HARFE *** - -***** This file should be named 51467-0.txt or 51467-0.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/1/4/6/51467/ - -Produced by Jan-Fabian Humann and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This file was -produced from images generously made available by The -Internet Archive) - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. 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Harbaugh. - </title> - - <link rel="coverpage" href="images/cover.jpg" /> - -<style type="text/css"> - -a { - text-decoration: none; -} - -body { - margin-left: 10%; - margin-right: 10%; -} - -h1,h2 { - text-align: center; - clear: both; -} - -.illustrated { - display: none; -} - -hr.chap { - margin-top: 2em; - margin-bottom: 2em; - clear: both; - width: 65%; - margin-left: 17.5%; - margin-right: 17.5%; -} - -img.dropcap { - float: left; - margin: 0 0.5em 0 0; -} - -p { - margin-top: 0.5em; - text-align: justify; - margin-bottom: 0.5em; - text-indent: 1em; -} - -p.dropcap { - text-indent: 0em; -} - -p.dropcap:first-letter { - color: transparent; - visibility: hidden; - margin-left: -0.9em; -} - -table.contents { - margin: auto; - width: 40em; -} - -td { - padding-left: 0.25em; - padding-right: 0.25em; - vertical-align: top; -} - -table#vocab { - width: 35em; - margin: auto; -} - -#vocab td { - padding-right: 0.25em; - vertical-align: top; - width: 30%; - padding-left: 3em; - text-indent: -1em; -} - -.caption { - text-align: center; - margin-bottom: 1em; - font-size: 90%; - text-indent: 0em; -} - -.center { - text-align: center; - text-indent: 0; -} - -.bordered { - border-top: solid black thin; - border-bottom: solid black thin; - margin-left: auto; - margin-right: auto; - margin-top: 3em; - max-width: 40em; -} - -.bordered-mini { - border-top: solid black thin; - border-bottom: solid black thin; - margin-left: auto; - margin-right: auto; - margin-top: 3em; - max-width: 10em; -} - -.figcenter { - margin: auto; - text-align: center; -} - -.footnotes { - border: dashed 1px; - margin-top: 1.5em; - margin-bottom: 1.5em; -} - -.footnote { - margin-left: 10%; - margin-right: 10%; - font-size: 0.9em; -} - -.footnote .label { - position: absolute; - right: 84%; - text-align: right; -} - -.fnanchor { - vertical-align: super; - font-size: .8em; - text-decoration: none; -} - -.larger { - font-size: 150%; -} - -.pagenum { - position: absolute; - left: 92%; - font-size: smaller; - text-align: right; -} - -.poetry-container { - text-align: center; - margin: 1em; -} - -.poetry { - display: inline-block; - text-align: left; -} - -.poetry .stanza { - margin: 1em 0em 1em 0em; -} - -.poetry .verse { - text-indent: -3em; - padding-left: 3em; -} - -.poetry .indent2 { - text-indent: -2em; -} - -.poetry .indent4 { - text-indent: -1em; -} - -.poetry .indent6 { - text-indent: 0em; -} - -.right { - text-align: right; -} - -.smaller { - font-size: 80%; -} - -.smcap { - font-variant: small-caps; - font-style: normal; -} - -.tdr { - text-align: right; -} - -.tdc { - text-align: center; - padding-top: 1.5em; -} - -.titlepage { - text-align: center; - margin-top: 3em; - text-indent: 0em; -} - -@media handheld { - -img { - max-width: 100%; - width: auto; - height: auto; -} - -img.dropcap { - display: none; -} - -img.heading { - display: none; -} - -.illustrated { - display: block; -} - -.poetry { - display: block; - margin-left: 1.5em; -} - -p.dropcap:first-letter { - color: inherit; - visibility: visible; - margin-left: 0; -} -} - </style> - </head> -<body> - - -<pre> - -The Project Gutenberg EBook of Harbaugh's Harfe, by Henry Harbaugh - -This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most -other parts of the world at no cost and with almost no restrictions -whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of -the Project Gutenberg License included with this eBook or online at -www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have -to check the laws of the country where you are located before using this ebook. - -Title: Harbaugh's Harfe - Gedichte in Pennsylvanisch-Deutscher Mundart - -Author: Henry Harbaugh - -Release Date: March 15, 2016 [EBook #51467] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK HARBAUGH'S HARFE *** - - - - -Produced by Jan-Fabian Humann and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This file was -produced from images generously made available by The -Internet Archive) - - - - - - -</pre> - - -<div class="figcenter" style="width: 650px;" id="illus1"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_1" id="Page_1">[1]</a></span></p> - -<img src="images/illus1.jpg" width="650" height="380" alt="" /> - -<p class="caption">Wohnhaus der Eltern Harbaugh’s, in Franklin County, Pa.</p> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p class="titlepage larger">Harbaugh’s Harfe.</p> - -<p class="titlepage">GEDICHTE<br /> -<span class="smaller">IN</span><br /> -Pennsylvanisch-Deutscher Mundart.</p> - -<p class="titlepage"><span class="smaller">VON</span><br /> -H. HARBAUGH, D. D.</p> - -<div class="bordered-mini"> - -<p class="center"><span class="smaller">HERAUSGEGEBEN VON</span><br /> -<span class="smcap">B. Bausman</span>.</p> - -</div> - -<p class="titlepage">REFORMED CHURCH PUBLICATION BOARD,<br /> -<span class="smaller">No. 54 NORTH SIXTH STREET, PHILADELPHIA.</span><br /> -1870.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_2" id="Page_2">[2]</a></span></p> - -<div class="bordered"> - -<p class="center smaller">Entered according to Act of Congress, in the year 1870, by the<br /> -REFORMED CHURCH PUBLICATION BOARD,<br /> -in the Clerk’s Office of the District Court of the United States, in and for the Eastern District of<br /> -Pennsylvania.</p> - -</div> - -<div class="bordered-mini"> - -<p class="center smaller">ELECTROTYPED BY<br /> -JAS. B. RODGERS CO.<br /> -PHILADELPHIA.</p> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_3" id="Page_3">[3]</a></span></p> - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-beast.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<div class="figcenter"> - -<h2 class="illustrated">Vorrede.</h2> - -<img class="heading" src="images/word-vorrede.jpg" width="124" height="50" alt="Vorrede." /> - -</div> - -<div> -<img class="dropcap" src="images/dropcap-f.jpg" width="88" height="100" alt="" /> -</div> - -<p class="dropcap">Folgende Gedichte, in Pennsylvanisch-deutscher Mundart -geschrieben, erschienen ursprünglich im „Guardian”. Dr. -<span class="smcap">Harbaugh</span> wurde oft gebeten eine Sammlung derselben in Buchform -herauszugeben, welches er auch beabsichtigte. Leider blieb dieser -Wunsch seiner vielen Freunde durch seinen frühen Tod unerfüllt. -<span class="smcap">Harbaugh</span> hat diese Gedichte geschrieben, nicht ich; allein er -ist mir ein theurer Freund gewesen — ist es immer noch, obgleich im -Jenseits. Dankbare Liebe zu ihm sowie zu dem Volk, in dessen -Sprache er diese Lieder singt, bewegt mich dieses Werkchen herauszugeben. -Auf vielen Seiten — in Amerika wie in Europa — ist der -Wunsch für sein Erscheinen laut geworden. Den vielen Freunden, -welche auf verschiedene Weise bei den Vorbereitungen des Unternehmens -mitwirkten, sei hiermit herzlich gedankt. Namentlich Herrn -<span class="smcap">E. D. Leisenring</span>, <span class="smcap">B. F. Trexler</span>, Pastor <span class="smcap">S. K. Brobst</span> und Pastor -<span class="smcap">A. J. G. Dubbs</span> von Allentown, sowie Hrn. <span class="smcap">J. M. Beck</span> vom -„Reading Adler,” der es unternahm die Schreibweise zu ordnen und -der die Wörter-Tabelle im Anhang des Buches bereitete.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_4" id="Page_4">[4]</a></span></p> - -<p>Die Holzschnitte sind alle nach Original-Zeichnungen angefertigt. -Das alt Schulhaus, Die alte Miehl, die <span class="smcap">Harbaugh</span>’sche Heimath und -Der alte Feierheerd wurden an Ort und Stelle, in Franklin County, -von Herrn <span class="smcap">J. A. Beck</span> von Harrisburg skizzirt. Die Bilder zum -Kerchegang in alter Zeit und Heemweh zeichnete Herr <span class="smcap">Dan. Devlin</span> -von Reading, Pa. Der Ertrag des Verkaufs dieses Buches soll Dr. -<span class="smcap">Harbaugh</span>’s Familie zu gut kommen.</p> - -<p>Diese Harfe giebt eine Darstellung des Volks- und Familien-Lebens -der Deutsch-Pennsylvanier. Von der Wiege bis zum Grabe, -aus der Familie, Schule und Kirche wird manches liebliche Bild -gemalt. Möchte die lieben Leser bitten „Die Harfe” nicht an die -Weiden zu hängen, sondern recht oft ihre schönen Klänge im Kreise -der Familie ertönen zu lassen.</p> - -<p class="right"><span class="smcap">B. Bausman.</span></p> - -<p class="smaller"><i>Reading, Pa., Mai, 1870.</i></p> - -<div class="figcenter" style="width: 300px;"> - -<img src="images/footer-primroses.jpg" width="300" height="60" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_5" id="Page_5">[5]</a></span></p> - -<div class="figcenter"> - -<h2 class="illustrated"><a name="Inhalts-Verzeichniss" id="Inhalts-Verzeichniss"></a>Inhalts-Verzeichniss.</h2> - -<img class="heading" src="images/word-inhalts.jpg" width="482" height="50" alt="Inhalts-Verzeichniss." /> - -</div> - -<table summary="Inhalts-Verzeichniss, Contents" class="contents"> - <tr> - <td></td><td class="tdr"><i>Seite</i></td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#Einleitung">Einleitung,</a></td><td class="tdr">7</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#ZUM_ADENKE_AN_Dr_HEINRICH_HARBAUGH">Zum A’denke an Dr. Heinrich Harbaugh,</a></td><td class="tdr">9</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DAS_ALTE_SCHULHAUS_AN_DER_KRICK">Das alt Schulhaus an der Krick,</a></td><td class="tdr">13</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DIE_NEIE_SORT_DSCHENTLLEIT">Die neie Sort Dschent’lleit,</a></td><td class="tdr">21</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DER_BELSNICKEL">Der Belsnickel,</a></td><td class="tdr">23</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DER_ALTE_FEIERHEERD">Der alte Feierheerd,</a></td><td class="tdr">25</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DIE_SCHLOFSCHTUB">Die Schlofschtub,</a></td><td class="tdr">31</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DER_REICHE_HERR_IM_DEICH">Der reiche Herr im Deich,</a></td><td class="tdr">37</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DAS_KRISCHKINDEL">Das Krischkindel,</a></td><td class="tdr">39</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DIE_ALT_MIEHL">Die alt Miehl,</a></td><td class="tdr">45</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#BUSCH_UN_SCHTEDTEL">Busch un Schtedtel,</a></td><td class="tdr">51</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DER_REJEBOGE">Der Rejeboge,</a></td><td class="tdr">53</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DER_PIHWIE">Der Pihwie,</a></td><td class="tdr">59</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#DER_KERCHEGANG_IN_ALTER_ZEIT">Der Kerchegang in alter Zeit,</a></td><td class="tdr">61</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#WILL_WIDDER_BUWELE_SEI">Will widder Buwele sei’,</a></td><td class="tdr">65</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#LAH_BISNESS">Lah Bisness,</a></td><td class="tdr">69</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#HEEMWEH">Heemweh,</a></td><td class="tdr">77</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#THE_OLD_SCHOOL-HOUSE_AT_THE_CREEK">The Old School-House at the Creek,</a></td><td class="tdr">87</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#THE_OLD-TIME_HEARTH-FIRE">The Old-Time Hearth-Fire,</a></td><td class="tdr">95</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#HOME-SICKNESS">Home-Sickness,</a></td><td class="tdr">99</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#THE_OLD_SLEEPING_ROOM">The Old Sleeping Room,</a></td><td class="tdr">106</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#Wortverzeichniss">Wortverzeichniss,</a></td><td class="tdr">111</td> - </tr> -</table> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_6" id="Page_6">[6]</a></span></p> - -<div class="figcenter"> - -<h2 class="illustrated"><a name="Verzeichniss_der_Bilder" id="Verzeichniss_der_Bilder"></a>Verzeichniss der Bilder.</h2> - -<img class="heading" src="images/word-verzeichniss.jpg" width="488" height="50" alt="Verzeichniss der Bilder." /> - -</div> - -<table summary="Verseichniss der Bilder, list of illustrations" class="contents"> - <tr> - <td><a href="#illus1">Wohnhaus der Eltern Harbaugh’s,</a></td><td class="tdr">Vorderseite.</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#illus2">Das Alt Schulhaus an der Krick,</a></td><td class="tdr"><i>Seite</i> 12</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#illus3">Der Alte Feierheerd,</a></td><td class="tdr">27</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#illus4">Die Alt Miehl,</a></td><td class="tdr">44</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#illus5">Der Kerchegang in Alter Zeit,</a></td><td class="tdr">63</td> - </tr> - <tr> - <td><a href="#illus6">Heemweh,</a></td><td class="tdr">82</td> - </tr> -</table> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_7" id="Page_7">[7]</a></span></p> - -<div class="figcenter"> - -<h2 class="illustrated"><a name="Einleitung" id="Einleitung"></a>Einleitung.</h2> - -<img class="heading" src="images/word-einleitung.jpg" width="270" height="50" alt="Einleitung." /> - -</div> - -<div> -<img class="dropcap" src="images/dropcap-h.jpg" width="94" height="100" alt="" /> -</div> - -<p class="dropcap">Heinrich Harbaugh wurde den 28. October, 1817, -nahe bei Waynsboro’, Franklin County, Pa., geboren. In -1736 kam sein Ur-Grossvater, <span class="smcap">Yost Harbaugh</span>, aus der Schweiz -nach Amerika. Er kaufte sich eine Bauerei „drei Meilen oberhalb -der Maxatawny Creek,” in Maxatawny Township, Berks County, Pa. -Aus diesem Stamm wuchsen die Zweige der zahlreichen <span class="smcap">Harbaugh</span> -Familie in Amerika.</p> - -<p><span class="smcap">Heinrich Harbaugh</span>’s Vater, <span class="smcap">George Harbaugh</span>, war ein -einfacher fleissiger Bauer. Seine Mutter war eine geborne Schneider, -von Lancaster County, Pa. Beide Eltern gehörten zur Reformirten -Kirche, in welchem Glauben sie ihre Kinder treu zu erziehen suchten. -Sie hatten zwölf Kinder, wovon <span class="smcap">Heinrich</span> das zehnte war.</p> - -<p>Von früher Jugend an hatte er eine Vorliebe zum Studiren. Er -sollte Bauer oder Handwerker werden; allein er selbst fühlte sich -zum Predigtamt berufen. Er blieb seinen Eltern getreu, und arbeitete -fleissig als ein Ackersmann. Dabei aber liebte er Bücher, und sparte -jeden Cent, um dieselben zu kaufen. Damals hatte man blos während -etlichen Winter-Monaten Schule. In der übrigen Zeit studirte er -nach Gelegenheit. Er hatte den Gebrauch, ein Buch in seiner Tasche -nachzutragen. Beim Pflügen, während er die Pferde in der Furche -ruhen liess, and Mittags während sie ihr Futter frassen, las er fleissig. -Das Schulhaus für jene Gegend stand neben einem Bach, eine kurze -Strecke von seiner Heimath. Seine Schul-Erfahrungen und Erinnerungen, -bewogen ihn das „Schulhaus an der Krick” zu schreiben.</p> - -<p>Endlich fühlte er sich durch einen Gewissens-Zwang bewogen, -sich dem Studium zu widmen. Allein dazu fehlten ihm die Mittel. -Er entschloss sich am Schreinerhandwerk zu arbeiten, welches er -theilweise gelernt hatte, um sich das nöthige Geld zu verdienen. Sein -Scheiden von dem elterlichen Hause wird in einem Bilde dieses Buches -dargestellt. Wie er von dem Hof in die Kutsche steigt, steht seine -weinende Mutter auf der Portsch, mit dem Schurz vor dem Gesicht.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_8" id="Page_8">[8]</a></span></p> - -<p>Damals reiste er nach Ohio, wo er etliche Jahre lang abwechselnd -als Schreiner arbeitete und in die Schule ging. Endlich konnte er als -Student in Marshall College und das Theologische Seminar in Mercersburg, -Pa., eintreten. Allein wegen Mangel an Mitteln musste er -seinen Cursus in diesen Anstalten abkürzen.</p> - -<p>Als Pastor bediente er drei verschiedene Gemeinden. Von 1843 -bis 1850 war er Seelsorger der reformirten Gemeinde in Lewisburg, Pa. -In 1850 folgte er einem Ruf von der ersten reformirten Gemeinde in -Lancaster, Pa. Nachdem er zehn Jahre hier gewirkt hatte, wurde er -Prediger der St. Johannis Gemeinde von Lebanon, Pa. In 1863 -erwählte ihn die Synode der Reformirten Kirche in den Vereinigten -Staaten als Professor der Theologie im Seminar zu Mercersburg, Pa.</p> - -<p><span class="smcap">Harbaugh</span> war während einem Jahr vor seinem Tode leidend -gewesen. Am 28. December, 1867, entschlief er sanft in dem Herrn.</p> - -<p>Er war zweimal verheirathet. Das erste Mal mit Mary Goodrich -von Ohio, welche in 1847 starb. Das zweite Mal mit Mary Louisa -Linn von Lewisburg, Pa. Er hinterlässt neben dieser sieben Kinder.</p> - -<p><span class="smcap">Harbaugh</span> war ein Kanzelredner ersten Ranges. Auch wurde -er später als Theolog berühmt. Mit Anfang seines Amtes gründete -er den „<i>Guardian</i>,” eine englische Monatsschrift, welche er für einen -Zeitraum von 17 Jahren redigirte. Als Schriftsteller leistete er Vieles. -Er schrieb 3 Bände über „The Future Life,” oder das Leben der -Seligen im Himmel; „The Life of Schlatter,” 1 Band; „Fathers of -the Reformed Church,” 2 Bände; „The True Glory of Woman,” -1 Band; „The Birds of the Bible,” 1 Band, „Harbaugh’s Poems,” -1 Band; nebst einer Anzahl kleiner Schriften. Auch hat er einen -Commentar über den Heidelberger Katechismus geschrieben, welcher -wahrscheinlich das kommende Jahr im Druck erscheinen wird.</p> - -<p>Obschon <span class="smcap">Harbaugh</span> beinahe ausschliesslich in englischer Sprache -schrieb, war er doch von Haus aus ein sogenannter Deutsch-Pennsylvanier. -In seinem väterlichen Haus wurde Pennsylvanisch-Deutsch -gesprochen. Den eigenthümlichen Geist dieses Volkes saugte er -von seiner frühesten Kindheit ein. Er liebte dessen Gebräuche, -dessen kindlichen Sinn und dessen schlichte Frömmigkeit, und fühlte -sich nirgends so wohl zu Haus als in den Familien und grossen -deutschen Kirchen Ost-Pennsylvaniens. Bei seinen Besuchen unter -diesem Volk bemühte er sich jedesmal, etwas aus dessen geschichtlichem -Leben zu sammeln und aufzubewahren.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_9" id="Page_9">[9]</a></span></p> - -<p>Die Ost-Pennsylvanier lernten ihn herzlich lieben. Wenn er -predigte, strömte das Volk in Schaaren herbei. Seine Predigten waren -tief und doch einfach, gründlich und doch verständlich. Er war ein -Auswuchs aus ihrem eigenen Leben.</p> - -<p>Als Pennsylvanish-deutscher Dichter musste er Bahn brechen. -Man war damals noch nicht einig darüber, ob diese Sprache einen -besondern Dialekt bilde. Er schrieb für das Volk in der Volkssprache, -und das Volk las seine gemüthvollen Gedichte an den Feuerheerden -und lachte und weinte darüber.</p> - -<p>Sein Tod machte einen tiefen und traurigen Eindruck auf seine -zahlreichen Freunde englischer und deutscher Zunge. Sonntags nach -seinem Heimgang verkündete mancher Prediger der Gemeinde von -der Kanzel, mit Thränen in den Augen: „Unser lieber Bruder -<span class="smcap">Harbaugh</span> ist in die Ruhe gegangen.” Nebst dem Leichen-Gottesdienst, -welcher in Mercersburg gehalten worden, wurden in vielen -grossen Gemeinden Ost-Pennsylvaniens, in gedrängten Kirchen, besondere -Leichenreden gehalten, wo Thränen der trauernden Liebe reichlich -flossen. Als ein Zeichen dieser allgemeinen Trauer geben wir -folgendes Gedicht, welches damals erschien.</p> - -<p class="right"><i>B. B.</i></p> - -<div class="smaller"> - -<h2><a name="ZUM_ADENKE_AN_Dr_HEINRICH_HARBAUGH" id="ZUM_ADENKE_AN_Dr_HEINRICH_HARBAUGH"></a><span class="smcap">ZUM A’DENKE AN Dr. HEINRICH HARBAUGH.</span><br /> -<span class="smaller">VOM EHRW. C. Z. WEISER.</span></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dei’ Harf hengt an der Wand im Eck;</div> -<div class="verse">Die Schpinne, die webt ’n Drauer-Deck,</div> -<div class="verse indent4">Mit Schtaab schwerzt sie es aus.</div> -<div class="verse">Die Schrauwe all minanner los;</div> -<div class="verse">Die Seede waxe zu mit Moos —</div> -<div class="verse indent4">Der Senger is vum Haus!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wie ungern sag’ ich, was ich meen!</div> -<div class="verse">Doch du kumscht ewig nimme heem,</div> -<div class="verse indent4">So lang die Welt noch schteht!</div> -<div class="verse">Dann du warscht allfart frieh un schpoht,</div> -<div class="verse">Un dei’ Harf wär net so vergroht,</div> -<div class="verse indent4">Sie war dir nie verleedt.</div><span class="pagenum"><a name="Page_10" id="Page_10">[10]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ich meen ich dhet ah, wann ich schteh</div> -<div class="verse">Und an die Wand in’s Eck nei’ seh,</div> -<div class="verse indent4">En Liedche Heere geh’!</div> -<div class="verse">’S is wie ’n Orgel an’re Leich,</div> -<div class="verse">Gans duhs un doch in Droscht so reich —</div> -<div class="verse indent4">’S is traurig, aber schee’!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dess is — so bild ich mir gern ei’,</div> -<div class="verse">Un ’s kennt ah werklich Wohret sei’ —</div> -<div class="verse indent4">Dei’ Loblied wo ich heer’;</div> -<div class="verse">Das iwwer die gans Kerch ergeht</div> -<div class="verse">Un aus so gar viel Herze weht,</div> -<div class="verse indent4">Als dei’ verdiente Ehr’.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">M’r lest ah heifig in der Schrift,</div> -<div class="verse">Dass nooch sei’m Dodt ’n frommer Krischt</div> -<div class="verse indent4">Zerick losst en Echo;</div> -<div class="verse">Sei’ Erwet schtoppt, doch schterbt er net,</div> -<div class="verse">Er ruht un draamt schee’ in sei’m Bett —</div> -<div class="verse indent4">Sei’ Werke folge no’h!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">So scheint mer’s juscht as ob ich kennt</div> -<div class="verse">Die Weis noch heere wann am End</div> -<div class="verse indent4">Vum Lied der Singer schtoppt.</div> -<div class="verse">’S Schneckhorn weht als fort vum Meer,</div> -<div class="verse">Wann’s Dhierle hauss is, un es leer</div> -<div class="verse indent4">Im dunkle Eckschank hockt.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ich nemm die Harf dann vun d’r Wand,</div> -<div class="verse">Un trag sie sachte in der Hand</div> -<div class="verse indent4">’Naus uf der Weide Baam!</div> -<div class="verse">Sie schpielt dei’ Loblied prächtig dort,</div> -<div class="verse">Zu dei’m A’denke immerfort,</div> -<div class="verse indent4">Wie imme siese Draam.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Du kummscht ah nimmemeh dervor,</div> -<div class="verse">Du g’heerscht nau zumme annere Khor,</div> -<div class="verse indent4">Dort b’halte sie dich ah.</div> -<div class="verse">Dort hot dei’ Lied en anneri Art,</div> -<div class="verse">Sei’ Harf is nei un himmlisch zart —</div> -<div class="verse indent4">’S sin dausent Seede dra’!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Leb wol, du liewer guter Mann!</div> -<div class="verse">Sing fort vum Moses un vum Lamm,</div> -<div class="verse indent4">Mit gute Krischet all’;</div> -<div class="verse">Mir weile noch en wenig do,</div> -<div class="verse">Dann kummt dir Eens ums Anner no’h —</div> -<div class="verse indent4">Ja, wer wees ah wie bal’!</div> -</div> -</div> -</div> - - -</div> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_11" id="Page_11">[11]</a></span></p> - -<hr class="chap" /> - -<div class="figcenter" style="width: 650px;" id="illus2"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_12" id="Page_12">[12]</a></span></p> - -<img src="images/illus2.jpg" width="650" height="380" alt="" /> - -<p class="caption">Das Alt Schulhaus an der Krick.</p> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_13" id="Page_13">[13]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-birds.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<div class="figcenter"> - -<h1 class="illustrated">Harbaugh’s Harfe.</h1> - -<img class="heading" src="images/word-harbaugh.jpg" width="538" height="75" alt="Harbaugh’s Harfe." /> - -</div> - -<h2><a name="DAS_ALTE_SCHULHAUS_AN_DER_KRICK" id="DAS_ALTE_SCHULHAUS_AN_DER_KRICK"></a><i>DAS ALTE SCHULHAUS AN DER KRICK.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Heit is ’s ’xäctly zwansig Johr,</div> -<div class="verse indent6">Dass ich bin owwe naus;</div> -<div class="verse">Nau bin ich widder lewig z’rick</div> -<div class="verse">Un schteh am Schulhaus an d’r Krick,</div> -<div class="verse indent6">Juscht neekscht an’s Dady’s Haus.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ich bin in hunnert Heiser g’west,</div> -<div class="verse indent6">Vun Märbelstee’ un Brick,</div> -<div class="verse">Un alles was sie hen, die Leit,</div> -<div class="verse">Dhet ich verschwappe eehig Zeit</div> -<div class="verse indent6">For’s Schulhaus an der Krick.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wer mied deheem is, un will fort,</div> -<div class="verse indent6">So loss ihn numme geh’ —</div> -<div class="verse">Ich sag ihm awwer vorne naus</div> -<div class="verse">Es is all Humbuk owwe draus,</div> -<div class="verse indent6">Un er werd’s selwert seh’!</div><span class="pagenum"><a name="Page_14" id="Page_14">[14]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ich bin draus rum in alle Eck’,</div> -<div class="verse indent6">M’r macht’s jo ewwe so;</div> -<div class="verse">Hab awwer noch in keener Schtadt</div> -<div class="verse">Uf e’mol so viel Freed gehat</div> -<div class="verse indent6">Wie in dem Schulhaus do.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wie heemelt mich do alles a’!</div> -<div class="verse indent6">Ich schteh, un denk, un guck;</div> -<div class="verse">Un was ich schier vergesse hab,</div> -<div class="verse">Kummt widder z’rick wie aus seim Grab,</div> -<div class="verse indent6">Un schteht do wie en Schpuck!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Des Krickle schpielt verbei wie’s hot,</div> -<div class="verse indent6">Wo ich noch g’schpielt hab dra’;</div> -<div class="verse">Un unner selle Hollerbisch</div> -<div class="verse">Do schpiele noch die kleene Fisch,</div> -<div class="verse indent6">So schmärt wie selli Zeit.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Der Weisseech schteht noch an der Dhier —</div> -<div class="verse indent6">Macht Schatte iwwer’s Dach:</div> -<div class="verse">Die Drauwerank is ah noch grie’ —</div> -<div class="verse">Un’s Amschel-Nescht — guk juscht mol hi’ —</div> -<div class="verse indent6">O was is dess en Sach!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die Schwalme schkippe iwwer’s Feld,</div> -<div class="verse indent6">Die vedderscht is die bescht!</div> -<div class="verse">Un sehnscht du dort am Giebeleck</div> -<div class="verse">’N Haus vun Schtopple un vun Dreck?</div> -<div class="verse indent6">Sell is en Schwalme-Nescht.</div><span class="pagenum"><a name="Page_15" id="Page_15">[15]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die Junge leie allweil schtill,</div> -<div class="verse indent6">Un schlofe alle fescht.</div> -<div class="verse">Ward bis die Alte kriege Werm</div> -<div class="verse">No’d herscht du awwer gross Gelerm —</div> -<div class="verse indent6">Vun Meiler in dem Nescht!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ja, alles dess is noch wie’s war</div> -<div class="verse indent6">Wo ich noch war en Buh;</div> -<div class="verse">Doch anner Dings sin net meh so,</div> -<div class="verse">For alles dhut sich ennere do</div> -<div class="verse indent6">Wie ich mich ennere dhu.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ich schteh wie Ossian in seim Dhal</div> -<div class="verse indent6">Un seh in’s Wolkeschpiel, —</div> -<div class="verse">Bewegt mit Freed un Trauer — ach!</div> -<div class="verse">Die Dhrene kumme wann ich lach!</div> -<div class="verse indent6">Kanscht denke wie ich fiehl.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Do bin ich gange in die Schul,</div> -<div class="verse indent6">Wo ich noch war gans klee’;</div> -<div class="verse">Dort war der Meeschter in seim Schtuhl,</div> -<div class="verse">Dort war sei’ Wip, un dort sei’ Ruhl, —</div> -<div class="verse indent6">Ich kann’s noch Alles seh’.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die lange Desks rings an der Wand —</div> -<div class="verse indent6">Die grose Schieler drum;</div> -<div class="verse">Uf eener Seit die grose Mäd,</div> -<div class="verse">Un dort die Buwe net so bleed —</div> -<div class="verse indent6">Guk, wie sie piepe rum!</div><span class="pagenum"><a name="Page_16" id="Page_16">[16]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Der Meeschter watscht sie awwer scharf,</div> -<div class="verse indent6">Sie gewe besser acht:</div> -<div class="verse">Dort seller, wo lofletters schreibt</div> -<div class="verse">Un seller, wo sei Schpuchte treibt,</div> -<div class="verse indent6">Un seller Kerl wo lacht.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die Grose un die Kleene all</div> -<div class="verse indent6">Sin unner eener Ruhl;</div> -<div class="verse">Un dess is juscht der rechte Weg:</div> -<div class="verse">Wer Ruhls verbrecht, der nemmt die Schleg,</div> -<div class="verse indent6">Odder verlosst die Schul.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Inwennig, um der Offe rum</div> -<div class="verse indent6">Hocke die kleene Tschäps,</div> -<div class="verse">Sie lerne artlich hart, verschteh,</div> -<div class="verse">Un wer net wees sei’ A B C —</div> -<div class="verse indent6">Sei’ Ohre kriege Räpps.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">S’is hart zu hocke uf so Benk —</div> -<div class="verse indent6">Die Fiess, die schteh’n net uf —</div> -<div class="verse">En Mancher kriegt en weher Rick</div> -<div class="verse">In sellem Schulhaus an der Krick,</div> -<div class="verse indent6">Un fiehlt gans krenklich druff.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die arme Drep! dort hocke se</div> -<div class="verse indent6">In Misserie — juscht denk!</div> -<div class="verse">Es is kee’ Wunner — nemm mei Wort —</div> -<div class="verse">Dass se so wenig lerne dort,</div> -<div class="verse indent6">Uf selle hoche Benk.</div><span class="pagenum"><a name="Page_17" id="Page_17">[17]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Mit all was mer so sage kann,</div> -<div class="verse indent6">War’s doch en guti Schul;</div> -<div class="verse">Du finscht keen Meeschter so, geh, such —</div> -<div class="verse">Der seifre kann darch’s ganze Buch,</div> -<div class="verse indent6">Un schkippt keen eeni Ruhl.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Bees war er! ja, dess muss ich g’schteh;</div> -<div class="verse indent6">G’wippt hot er numme zu;</div> -<div class="verse">Gar kreislich gute Ruhls gelehrt</div> -<div class="verse">Un wer Schleg kriegt hot, hen se g’heert,</div> -<div class="verse indent6">Hot eppes letz gedhu’.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wann’s Dinner war, un Schul war aus,</div> -<div class="verse indent6">Nor’d hot mer gut gefiehlt;</div> -<div class="verse">Dheel is ’n Balle-Gehm gelunge,</div> -<div class="verse">Dheel hen mitnanner Rehs g’schprunge,</div> -<div class="verse indent6">Un Dheel hen Sold’scher g’schpielt.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die grose Mäd hen ausgekehrt —</div> -<div class="verse indent6">Die Buwe nausgeschtaabt!</div> -<div class="verse">Zu helfe hen en Dheel pretend,</div> -<div class="verse">Der Meeschter hot sie naus gesendt:</div> -<div class="verse indent6">Die Ruhls hen’s net erlaabt.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die kleene Mäd hen Ring geschpielt</div> -<div class="verse indent6">Uf sellem Waasum da;</div> -<div class="verse">Wann grose Mäd sin in der Ring —</div> -<div class="verse">’S is doch en wunnervolles Ding! —</div> -<div class="verse indent6">Sin grose Buwe ah!</div><span class="pagenum"><a name="Page_18" id="Page_18">[18]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die Grose hen die Grose ’taggt,</div> -<div class="verse indent6">Die Kleene all vermisst!</div> -<div class="verse">Wie sin se g’schprunge ab un uf,</div> -<div class="verse">Wer g’wunne hot, verloss dich druf,</div> -<div class="verse indent6">Hot dichdiglich gekisst!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Am Chrischdag war die rechte Zeit —</div> -<div class="verse indent6">Oh wann ich juscht dra’ denk!</div> -<div class="verse">Der Meeschter hen mer naus geschperrt,</div> -<div class="verse">Die Dhier un Fenschter fescht gebärrt —</div> -<div class="verse indent6">„Nau, Meeschter, en Geschenk!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nor’d hot er awwer hart browirt,</div> -<div class="verse indent6">Mit Fors zu kumme nei’;</div> -<div class="verse">Un mir hen, wie er hot gekloppt,</div> -<div class="verse">’N Schreiwes unne naus geschtoppt,</div> -<div class="verse indent6">„Wann’s seinscht, dann kannscht du rei!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nau hot der Meeschter raus gelänst,</div> -<div class="verse indent6">Gar kreislich schiepisch ’gukt!</div> -<div class="verse">Eppel un Keschte un noch meh’,</div> -<div class="verse">’S war juschtement in fäct recht schee’,</div> -<div class="verse indent6">Mir hen’s mit Luschte g’schluckt.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Oh wu sin nau die Schieler all,</div> -<div class="verse indent6">Wo hawe do gelernt?</div> -<div class="verse">’N Dheel sin weit ewek gereest,</div> -<div class="verse">Vum Unglick uf un ab gedscheest,</div> -<div class="verse indent6">Dheel hot der Dodt geärnt!</div><span class="pagenum"><a name="Page_19" id="Page_19">[19]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Mei Herz schwellt mit Gedanke uf,</div> -<div class="verse indent6">Bis ich schier gar verschtick!</div> -<div class="verse">Kennt heile, ’s dhut m’r nau so leed,</div> -<div class="verse">Un doch gebt’s mir die greeschte Freed,</div> -<div class="verse indent6">Dess Schulhaus an der Krick.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Gut bei! alt Schulhaus — Echo kreischt</div> -<div class="verse indent6">Gut bei! Gut bei! zurick;</div> -<div class="verse">O Schulhaus! Schulhaus! muss ich geh’,</div> -<div class="verse">Un du schtehscht nor’d do all allee’,</div> -<div class="verse indent6">Du Schulhaus an der Krick!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Oh horcht, ihr Leit, wu nooch mir lebt,</div> -<div class="verse indent6">Ich schreib eich noch des Schtick:</div> -<div class="verse">Ich warn eich, droh eich, gebt doch Acht,</div> -<div class="verse">Un nemmt uf immer gut enacht,</div> -<div class="verse indent6">Des Schulhaus an der Krick!</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 300px;"> - -<img src="images/footer-beast.jpg" width="300" height="60" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_20" id="Page_20">[20]</a><br /> -<a name="Page_21" id="Page_21">[21]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-horses.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<h2><a name="DIE_NEIE_SORT_DSCHENTLLEIT" id="DIE_NEIE_SORT_DSCHENTLLEIT"></a><i>DIE NEIE SORT DSCHENT’LLEIT.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">O heert, ihr liewe Leit, was sin des Zeite;</div> -<div class="verse indent2">Dass unser eens noch dess erlewe muss!</div> -<div class="verse">’N jeder Baurebuh muss Kärridsch reide,</div> -<div class="verse">Un Baure-Mäd, die schleppe rum in Seide,</div> -<div class="verse indent2">Un Niemand nemmt an all dem Schtolz Verdruss.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’N eegne Boghie hot ’n jeder Baurebuh,</div> -<div class="verse indent2">’N schpreier Gaul un G’scherr mit Silwerb’shlege druf,</div> -<div class="verse">Un plenti Zehrgeld ah im Sack, — do is kee’ Ruh,</div> -<div class="verse">Am Samschdag gehn die Dschent’lleit ’m Schtedt’l zu</div> -<div class="verse indent2">Un schtelle dort am deirschte Wertshaus uf.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wie is des junge Baurevolk doch ufgedresst,</div> -<div class="verse indent2">Wie heewe se die Kepp so schteif un hoch!</div> -<div class="verse">Wie dhun se in die schtolze Fäsch’ns renne,</div> -<div class="verse">M’r kann se nimme vun de Schtadtleit kenne,</div> -<div class="verse indent2">Sie mache all ihr Hochmuths-Wege nooch.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">D’er Vatter denkt: Was hab ich schmärte Sehne,</div> -<div class="verse indent2">Die Mutter sagt: Mei Mäd die kumme raus!</div> -<div class="verse">So Schteil koscht Geld. Ja well, m’r kann jo lehne.</div> -<div class="verse">Sell geht ’n Weil, bass uf, du werscht’s ball sehne,</div> -<div class="verse indent2">Der Vatter „geht d’r Bungert Fens ball ’naus.”</div><span class="pagenum"><a name="Page_22" id="Page_22">[22]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Vor Alters war es als en Sinn un Schand,</div> -<div class="verse indent2">Meh’ Schulde mache as m’r zahle kann;</div> -<div class="verse">’Sis net meh so: m’r gebt juscht Notis dorch die Editors</div> -<div class="verse">M’r het geclos’t, un dhet cumpaunde mit de Creditors,</div> -<div class="verse indent2">Wer so betriegt, der is en Dschent’lmann.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wie lebt m’r nau? Ich sehn du weescht noch nix!</div> -<div class="verse indent2">M’r lebt juscht wie d’rvor: des fixt die Lah!</div> -<div class="verse">M’r eegent nix — die Fraa hot’s all in Hand —</div> -<div class="verse">M’r is ihr Edschent, mänedscht Geld un Land</div> -<div class="verse indent2">Un geht nau in die Koscht bei seiner Fraa!</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 300px;"> - -<img src="images/footer-flowers.jpg" width="300" height="60" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_23" id="Page_23">[23]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-cherubs.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="DER_BELSNICKEL" id="DER_BELSNICKEL"></a><i>DER BELSNICKEL.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">O kennscht du den wieschte, den gaschtige Mann?</div> -<div class="verse indent6">Hu! — derf m’r den Kerl e Mensch heese?</div> -<div class="verse">Ja, dass er en Mensch is mag glaawe wer kann,</div> -<div class="verse indent6">Er gukt mir zu viel wie der Beese!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Seh juscht ’mol sei’ Aage, sei Naas — alle Welt! —</div> -<div class="verse indent6">Er dhut ’s Maul uf un zu wie die Scheere;</div> -<div class="verse">’N Schwanz wie ’n Ochs, ja, des hot er, gelt?</div> -<div class="verse indent6">Un en horiger Belz wie die Bäre.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Kummt der in dei’ Haus, dann gebt’s Lärme genunk,</div> -<div class="verse indent6">Er sucht die nixnutzige Kinder!</div> -<div class="verse">Un find ’r eens, geht er uf eemol zum Punkt,</div> -<div class="verse indent6">Un dengelt gar bumm’risch die Sinder.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Er schtellt sich do hi’ mit d’r forchtbare Rudh,</div> -<div class="verse indent6">Un brummelt sei’ drohende Rede;</div> -<div class="verse">Do werre die Kinner uf eemol arch gut</div> -<div class="verse indent6">Un fange recht heftig a’ bete!</div><span class="pagenum"><a name="Page_24" id="Page_24">[24]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">War eens — wie’s manchmol der Fall is — recht knitz;</div> -<div class="verse indent6">Wollt d’ klee’ Fitz der Mutter verschpettle:</div> -<div class="verse">Ich wett, es lacht net for d’r Belsnickelfitz —</div> -<div class="verse indent6">Es dhut um gut Wetter gschwind bettle.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nau schittelt d’r Belsnickel grausam sei’ Sack,</div> -<div class="verse indent6">Raus falle die Kuche un Keschte;</div> -<div class="verse">Wer gut is, kann lese, — wer schlecht is, den — whack! —</div> -<div class="verse indent6">Den schmiert ’r mit Fitzeel zum Beschte.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Vum Belsnickel hab ich nau ebbes gelernt,</div> -<div class="verse indent6">Des wer’ ich ah nie net vergesse:</div> -<div class="verse">Nooch dem dass mer se’t werd eem ah in der Aernt</div> -<div class="verse indent6">Die Frucht vun seim Werk ausgemesse.</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 200px;"> - -<img src="images/footer-vine.jpg" width="200" height="100" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_25" id="Page_25">[25]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-lions.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="DER_ALTE_FEIERHEERD" id="DER_ALTE_FEIERHEERD"></a><i>DER ALTE FEIERHEERD.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die alte Dichter lowe schmärt</div> -<div class="verse">’S Holsfeier uf’m Feierheerd;</div> -<div class="verse">Ihr Schreiwes heemelt unser eem —</div> -<div class="verse">Ich les ’s gern — es kummt mir heem!</div> -<div class="verse">’S is mir wie aus ’m Herz geredt;</div> -<div class="verse">Ich fiehl wie wann ich’s sehne dhet.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’S is heitsedag net meh’ der Fall;</div> -<div class="verse">Kohleffe sehnt mer iwerall</div> -<div class="verse">Un bei de Leit dass recht hoch schtehn</div> -<div class="verse">Is net emol en Feier zu sehn!</div> -<div class="verse">Du schtaunscht? ’s is so — verloss dich druff —</div> -<div class="verse">Die Hitz kummt aus’m Keller ruff!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Do is m’r oft recht iwel dra’;</div> -<div class="verse">Wo sitzt m’r hi’? — wo gukt m’r na’?</div> -<div class="verse">G’wohnt is m’r an die alte Leier</div> -<div class="verse">Un nix scheint recht — m’r gukt for’s Feier!</div> -<div class="verse">Wek mit so Fäschens — ’sin nix werth —</div> -<div class="verse">Geb mir der alte Feierheerd.</div><span class="pagenum"><a name="Page_26" id="Page_26">[26]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">For seller Platz trag ich im Herz</div> -<div class="verse">Fascht immerfort ’n Heemweh-Schmerz;</div> -<div class="verse">Was ich ah dhu, wo ich ah bin,</div> -<div class="verse">Dort gehne mei’ Gedanke hin.</div> -<div class="verse">Es bleibt m’r immer lieb un werth</div> -<div class="verse">Der alte, warme Feierheerd.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Der Hinnerklotz war dick un rund,</div> -<div class="verse">Un vorne dra’ die Feierhund,</div> -<div class="verse">Uf selli dhut m’rs kleenere Hols,</div> -<div class="verse">Nor’d schteigt die Flamm gar hell un schtolz;</div> -<div class="verse">Un wann d’r Schtormwind drausse haust,</div> -<div class="verse">Wie dann d’r Zuhk im Schornschtee’ braust.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Im Vorroth hot m’r Hols bereit</div> -<div class="verse">Un ufgepeilt uf eener Seit;</div> -<div class="verse">Un driwe schteht, nach alter Ruhl,</div> -<div class="verse">Der gutgewor’ne Schieneschtuhl.</div> -<div class="verse">Die Zang un Schaufel hen ihr Zweck;</div> -<div class="verse">M’r schtellt sie dort in’s Schornschtee’ Eck.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Sell Mäntelbord — was halt’s so viel! —</div> -<div class="verse">Die Lichterschteck un Kaffemiehl,</div> -<div class="verse">Die Biegeleise, gross un klee’,</div> -<div class="verse">Seht m’r dort all beisamme schteh’;</div> -<div class="verse">Die Schwewelhelzer noch d’rzu —</div> -<div class="verse">M’r kennt net ohne selli dhu!</div><span class="pagenum"><a name="Page_29" id="Page_29">[29]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nau wammer Owets sitzt un gukt</div> -<div class="verse">Wie’s doch dort in de Kohle schpukt!</div> -<div class="verse">Es glieht un schtrahlt — weiss, schwarz un roth —</div> -<div class="verse">Nau gans lewendig, un nau dodt;</div> -<div class="verse">M’r gukt un denkt — m’r werd gans schtill,</div> -<div class="verse">Un kann juscht sehne was m’r will!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wie schee’ wammer der Owet schpendt</div> -<div class="verse">Am Feier bis es nunnerbrennt;</div> -<div class="verse">M’r meent die Kohle suche Ruh,</div> -<div class="verse">Die Weissesch dschillt un deckt sie zu;</div> -<div class="verse">Sie gewe sich so dreemisch hin,</div> -<div class="verse">Wie Aage, wann se schläfrig sin!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Hot m’r ’n g’wisser Freind beiseit,</div> -<div class="verse">M’r sehnt viel meh’ bei solcher Zeit!</div> -<div class="verse">Wann zwee mitnanner guke, scheint</div> -<div class="verse">Das Heerdfeier herrlich, guter Freind!</div> -<div class="verse">Un bischt du eens vun sellem Paar,</div> -<div class="verse">Dann sagscht net gern, wer’s anner war!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Do heest’s, es werre Junge oft,</div> -<div class="verse">Wie gans vernaddert, unverhofft!</div> -<div class="verse">Sie sehne in der Kohlegluth</div> -<div class="verse">’N Haus vor sich — ’n scheenes Gut —</div> -<div class="verse">Un wolle mitenanner fort</div> -<div class="verse">Zu hause an dem scheene Ort.</div><span class="pagenum"><a name="Page_30" id="Page_30">[30]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ich glaab net viel an Hexerei —</div> -<div class="verse">Mag sei’, ’s is eppes so debei!</div> -<div class="verse">Eens wees ich awer gans gewiss:</div> -<div class="verse">Es gebt keen Platz wie seller is;</div> -<div class="verse">Er schpukt m’r immer vor dem Herz</div> -<div class="verse">Un weckt ’n Art vun Freedeschmerz.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Denk ich an sell alt Mäntelschtick,</div> -<div class="verse">Dann kummt mei’ Kindheet widder z’rick;</div> -<div class="verse">Dann lebt der gute Vater noch —</div> -<div class="verse">Dann is die Mammi widder Koch!</div> -<div class="verse">Un die Geschwischter — all zerschtreit —</div> -<div class="verse">Versammle an der Owetzeit!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Vor mir ’n Buwele, zart un klee’,</div> -<div class="verse">Liegt’s Lewe widder wunnerschee’!</div> -<div class="verse">Die Hoffnung lächelt freedig fort</div> -<div class="verse">Wie’s Bildwerk an de Kohle dort!</div> -<div class="verse">Hier haw’ ich was mei’m Herz gefellt,</div> -<div class="verse">Loss brause drauss die rauhe Welt!</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 200px;"> - -<img src="images/footer-vine.jpg" width="200" height="100" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="figcenter" style="width: 650px;" id="illus3"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_27" id="Page_27">[27]</a><br /> -<a name="Page_28" id="Page_28">[28]</a></span></p> - -<img src="images/illus3.jpg" width="650" height="380" alt="" /> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="verse">Was ich ah dhu — wo ich ah bin —</div> -<div class="verse">Dort gehne mei Gedanke hin,</div> -<div class="verse">Es bleibt m’r immer lieb un werth</div> -<div class="verse">Der alte, warme Feierheerd.</div> -</div> -</div> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_31" id="Page_31">[31]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-ladies.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="DIE_SCHLOFSCHTUB" id="DIE_SCHLOFSCHTUB"></a><i>DIE SCHLOFSCHTUB.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Als Pilger geh ich widder hin</div> -<div class="verse">In’s Haus, wo ich gebore bin —</div> -<div class="verse indent6">Do tret m’r awer leis!</div> -<div class="verse">Mei Herz tregt wie ’n heilig Ding,</div> -<div class="verse">Die G’fiehle, die ich mit mir bring,</div> -<div class="verse indent6">Heem vun der lange Reis!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Was is mer des ’n g’wohnter Weg</div> -<div class="verse">Zum zwette Schtock, uf däre Schteeg;</div> -<div class="verse indent6">Wie oft bin ich do nuf!</div> -<div class="verse">Wie’s sellmol war, so is es noch noch —</div> -<div class="verse">Im Waschbord dort ’n Knorreloch:</div> -<div class="verse indent6">Guck mol! es schteht noch uf.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nein Treppe — ’s braucht kee’ Zehles do —</div> -<div class="verse">Ich wett dich was du wit, ’s is so —</div> -<div class="verse indent6">Juscht vier hot sell klee’ Schteeg.</div> -<div class="verse">Der Riegel hot uns Schpass gemacht;</div> -<div class="verse">M’r Buwe hen do g’rutscht un g’lacht —</div> -<div class="verse indent6">Der Däd war net um d’Weg.</div><span class="pagenum"><a name="Page_32" id="Page_32">[32]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Sell Fenschter dort — guck juscht mol hi —</div> -<div class="verse">Die Läde g’macht vun Lettcher grie’,</div> -<div class="verse indent6">Wie immer sin noch zu;</div> -<div class="verse">Uns Owetlicht fallt in d’r Gang</div> -<div class="verse">So schpuckig bleech — ’s werd m’r schier bang —</div> -<div class="verse indent6">Was ich doch fiehle dhu!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Bal bin ich froh, bal dhut’s m’r leed,</div> -<div class="verse">So halb in Forcht, so halb in Freed,</div> -<div class="verse indent6">Geh ich die Treppe nuf!</div> -<div class="verse">Die Dheer grad owe an der Schteeg —</div> -<div class="verse">Mit Seifze ich die Schlenk a’reg,</div> -<div class="verse indent6">Mit Dhreene mach ich uf!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Du alti Schtub! wie manche Nacht</div> -<div class="verse">Hab ich im Schlof do zugebracht,</div> -<div class="verse indent6">Wo ich noch war en Kind!</div> -<div class="verse">In sellem Eck, dort war mei Bett;</div> -<div class="verse">Wann ich’s vergesse kennt — wär’s net</div> -<div class="verse indent6">’N arge Schand un Sind!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wie hot m’r g’schlofe selli Zeit,</div> -<div class="verse">So find m’rs net bei grosse Leit —</div> -<div class="verse indent6">Ich schlof ah nimme’ so;</div> -<div class="verse">Viel Johre mache’s Kisse hart,</div> -<div class="verse">D’no leit m’r ewe wackrig dort —</div> -<div class="verse indent6">M’r is net meh so froh!</div><span class="pagenum"><a name="Page_33" id="Page_33">[33]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Der Mond is uf — er is juscht voll —</div> -<div class="verse">’R piept zum Fenschter rei — guck mol —</div> -<div class="verse indent6">Un scheint uf’s Bett un Floor.</div> -<div class="verse">Was regt sich an der Wand? ich glaab,</div> -<div class="verse">’S is Schatteschpiel von Babblelaab:</div> -<div class="verse indent6">So hab ich’s g’seh’ zuvor.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’S is Alles schtill, es regt sich nix,</div> -<div class="verse">Juscht nau am Fenschter kreischt ’n Kricks</div> -<div class="verse indent6">In seller hohle Sill;</div> -<div class="verse">Horch! dart im Schank die Dodteuhr!</div> -<div class="verse">Wees woll es is en Holzworm nur;</div> -<div class="verse indent6">Doch wott ich, er wär schtill.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wann’s G’schpenschter gebt — ich denk es dhut —</div> -<div class="verse">Der Platz, die Zeit, die wär grad gut;</div> -<div class="verse indent6">Sie sin verleicht ah hier!</div> -<div class="verse">Ich sehn mit Aage wol nix so,</div> -<div class="verse">Doch fiehl ich als wär Ebbes do;</div> -<div class="verse indent6">Wie fei’rlich werd’s doch mir!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ja, Geischter sin’s vom Kindheets-Kreis;</div> -<div class="verse">Sie kumme heilig, sanft un leis</div> -<div class="verse indent6">Iwer die Johre’ bei.</div> -<div class="verse">Sie schpiegle vor mei’m Herze dar</div> -<div class="verse">Die frohe Zeit, die sellmol war,</div> -<div class="verse indent6">Un kann nau nimme’ sei’!</div><span class="pagenum"><a name="Page_34" id="Page_34">[34]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’S sin Unschulds-Geischter, froh un schlicht</div> -<div class="verse">Sie wandle do im Mondelicht,</div> -<div class="verse indent6">Sie danse’ an der Wand;</div> -<div class="verse">Will wette’, Engel sin net weit</div> -<div class="verse">Von unsre scheene Kinnerzeit,</div> -<div class="verse indent6">Die lei’t an’s Himmels Rand!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">So Geischter sin uns Mensche’ gut,</div> -<div class="verse">Wie’s ah die Biwel sage’ dhut,</div> -<div class="verse indent6">Do zweif’l ich ewig net;</div> -<div class="verse">Sie wache, dass uns Nachts nix blogt,</div> -<div class="verse">Wann mer sei’ „Unser Vater” sagt,</div> -<div class="verse indent6">Bevor m’r geht in’s Bett.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dess hot die Mammi fescht behaabt,</div> -<div class="verse">Mir Kinner hens ah so geglaabt,</div> -<div class="verse indent6">M’r hen ah so gedhu’.</div> -<div class="verse">Du sagscht verleicht: „Des ganse Ding</div> -<div class="verse">Is weiter nix als Einbilding” —</div> -<div class="verse indent6">Dummheet! was weescht dann du?</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Bei mir hot’s doch recht gut gedhu’;</div> -<div class="verse">Ich macht’ dann ah die Aage’ zu,</div> -<div class="verse indent6">Un ruhig war die Nacht.</div> -<div class="verse">Ich dhu’s ah noch, un’s geht noch gut,</div> -<div class="verse">Ich glaab gewiss, dass wer des dhut,</div> -<div class="verse indent6">Der hot ’n Engelswacht.</div><span class="pagenum"><a name="Page_35" id="Page_35">[35]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Hab oft gewott — verleicht is’s Sind —</div> -<div class="verse">Ich wär als noch juscht so’n Kind,</div> -<div class="verse indent6">Wie sellmol an dem Ort.</div> -<div class="verse">Doch will ich b’halte, wann ich kann,</div> -<div class="verse">Die Kindheetsunschuld in ’m Mann;</div> -<div class="verse indent6">D’noh lebt’s Kind in m’r fort.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ei guck, wie schnell der Mond nuf eilt;</div> -<div class="verse">Wie lang hab ich mich doch verweilt!</div> -<div class="verse indent6">Ich muss nau widder geh’.</div> -<div class="verse">Gut Nacht, klee’ Stübche’! halt, ich meen</div> -<div class="verse">’S wär Ebbes in mei’m Aag — ’n Dhreen!</div> -<div class="verse indent6">Der Abschied, der dhut weh!</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 300px;"> - -<img src="images/footer-flowers.jpg" width="300" height="60" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_36" id="Page_36">[36]</a><br /> -<a name="Page_37" id="Page_37">[37]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-lions.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="DER_REICHE_HERR_IM_DEICH" id="DER_REICHE_HERR_IM_DEICH"></a><i>DER REICHE HERR IM DEICH.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Der Bauer Batdorf war gar reich,</div> -<div class="verse indent4">Un schrecklich schtolz dabei;</div> -<div class="verse">Es war keen Land im ganze Deich</div> -<div class="verse indent4">Wie’s Batdorf’s Bauerei.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Bei’m Batdorf war en deitscher Knecht,</div> -<div class="verse indent4">Der war net juscht so dumm;</div> -<div class="verse">Hot g’wisst was letz is, un was recht,</div> -<div class="verse indent4">Was grad is, un was krumm.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Ich hab’,” sagt Batdorf zu sei’m Knecht,</div> -<div class="verse indent4">„Das beschte Land im Deich;</div> -<div class="verse">Von dir ich nau ’mol wisse mecht,</div> -<div class="verse indent4">Warum bin ich so reich?”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Ei ja,” sagt Hans, „des wees ich wol.”</div> -<div class="verse indent4">„Loss here — wie? — warum?”</div> -<div class="verse">„Ich wees net, ob ich’s sage soll —</div> -<div class="verse indent4">Du schlegscht mich schteif un krumm!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">»Dei Antwort is mir eweviel,</div> -<div class="verse indent4">’S macht mich g’wiss net bees;</div> -<div class="verse">Ich bin die fett Maus in d’r Miehl’,</div> -<div class="verse indent6">Die Katz am grosse’ Kees!</div><span class="pagenum"><a name="Page_38" id="Page_38">[38]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„’Raus mit d’r Farb’, mei’ schmärter Knecht,</div> -<div class="verse indent4">Was macht mich Herr vum Deich?</div> -<div class="verse">Ich doch dei’ Meening wisse mecht’,</div> -<div class="verse indent4">Warum bin ich so reich?”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">»Well, wann ich muss, dann muss ich, denk,</div> -<div class="verse indent4">Ich dhu’s gewiss net gern;</div> -<div class="verse">Du hoscht die Schuld, wann ich dich krenk,</div> -<div class="verse indent4">Mei’ reicher Herr verzern!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">»Als Krischtus in der Wieschte war,</div> -<div class="verse indent4">Da kam der Satan nah,</div> -<div class="verse">Un hot ihn dort versucht sogar,</div> -<div class="verse indent4">Er soll ihn bete’ a’.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">»Un wann er’s dhet, dann keem ihm zu</div> -<div class="verse indent4">D’r Reichdhum aller Welt!</div> -<div class="verse">D’r Heiland hot ihn abgedhu’:</div> -<div class="verse indent4">Wek, Satan, mit dei’m Geld!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">»Domols warscht du net weit ewek —</div> -<div class="verse indent4">Heerscht dem Propos’l zu,</div> -<div class="verse">Fallscht uf dei’ Knie un rufscht gans keck:</div> -<div class="verse indent4">Horch, Satan, ich will’s dhu!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Darum sitscht du in fetter Weed,</div> -<div class="verse indent4">Un bischt d’r Herr im Deich,</div> -<div class="verse">Wann m’r den Satan so anbet’,</div> -<div class="verse indent4">D’noh macht er Eem gern reich.”</div> -</div> -</div> -</div> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_39" id="Page_39">[39]</a></span></p> - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-birds.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="DAS_KRISCHKINDEL" id="DAS_KRISCHKINDEL"></a><i>DAS KRISCHKINDEL.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">O du liewer Kindheeds-Krischdag!</div> -<div class="verse indent4">Lebscht noch wack’rig in mei’m Herz;</div> -<div class="verse">Denk ich an dich, was ’n Pulsschlag</div> -<div class="verse indent4">Fiehl ich, was en Heemweh-Schmerz!</div> -<div class="verse">Dunkle Wolke sehn ich henke</div> -<div class="verse indent4">Zwische mir un seller Zeit;</div> -<div class="verse">Du scheinscht awer in mei’m Denke</div> -<div class="verse indent4">Beschtes Licht der Kindheeds-Freid.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ja, ich sehn der Krischtbaam funkle,</div> -<div class="verse indent4">Schmunzle an der Schtuwe Wand;</div> -<div class="verse">Was en Licht war sell im Dunkle,</div> -<div class="verse indent4">Himmel schee’ im Erdeland.</div> -<div class="verse">Wer kann zehle die Geschenke,</div> -<div class="verse indent4">Niss un Zucker allerlei!</div> -<div class="verse">Muss m’r schtaune, muss m’r denke,</div> -<div class="verse indent4">Wer schafft all’ die Sache bei!</div><span class="pagenum"><a name="Page_40" id="Page_40">[40]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dess war schur des gut Krischkindel,</div> -<div class="verse indent4">Es hot alles dess gemacht;</div> -<div class="verse">Heerscht du net sei’ Belleklingel</div> -<div class="verse indent4">In der schtille Krischdag Nacht?</div> -<div class="verse">Iwer Berge, Hiwwel, Fense</div> -<div class="verse indent4">Jagt es mit sei’m Schlitte bei;</div> -<div class="verse">Schtoppt am Haus un schluppt gans sacht’</div> -<div class="verse indent4">Mit sei’m Sack am Schornschtee’ nei’.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’S is Alles schtill! Die Kinner schtecke</div> -<div class="verse indent4">Schnock im Bett un draame schee’;</div> -<div class="verse">Santa Claus werd sie net wecke,</div> -<div class="verse indent4">Er dhut all sei’ Sach allee’;</div> -<div class="verse">Hengt d’r Baam mit scheene Sache,</div> -<div class="verse indent4">Schleicht herum im ganse Haus,</div> -<div class="verse">Legt sei’ Gabe ’raus mit Lache,</div> -<div class="verse indent4">Un dann — Ho! — zum Schornschtee’ naus!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Mecht den Wunnermann ’mol sehne,</div> -<div class="verse indent4">Doch er is zu schlick un schlau!</div> -<div class="verse">Schmohkt un lacht er, wie Leit meene?</div> -<div class="verse indent4">Is sei’ Bart so lang un grau?</div> -<div class="verse">Hot er Backe roth wie Eppel?</div> -<div class="verse indent4">Is sei’ G’sicht so breed un fett?</div> -<div class="verse">Hengt sei’ lang Haar imme Zeppel?</div> -<div class="verse indent4">Is er so gar kreislich nett?</div><span class="pagenum"><a name="Page_41" id="Page_41">[41]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Un sei Renndhier — acht im Schlitte!</div> -<div class="verse indent4">Ach, ich mecht ihn sehne geh’;</div> -<div class="verse">Dess is g’fahre, dess is g’ritte,</div> -<div class="verse indent4">Iwer Froscht un Eis un Schnee!</div> -<div class="verse">Er dhut bei sich selwer lache,</div> -<div class="verse indent4">Net weil’s fahre geht so gut;</div> -<div class="verse">Awer weil er so viel Sache</div> -<div class="verse indent4">An der Kinner Krischtbaam dhut.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dheel Leit meene, dess wär Fawel,</div> -<div class="verse indent4">Es wär keen Krischkindel so;</div> -<div class="verse">Vegel peifen nach dem Schnawel,</div> -<div class="verse indent4">Schlohe Krischte glaawe schloh.</div> -<div class="verse">Ich hab es noch nie gesehne</div> -<div class="verse indent4">In der heil’gen Krischtennacht;</div> -<div class="verse">Doch sehn ich den Krischtbaam funkle,</div> -<div class="verse indent4">Sag ich: es hot dess gemacht.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Sei gegriesst, du scheenes Mennle,</div> -<div class="verse indent4">Bleiwe immer frisch un jung;</div> -<div class="verse">Deine Giete, deine Wunner</div> -<div class="verse indent4">Singt jo jede Kinnerzung.</div> -<div class="verse">Komme wieder — komme ewig</div> -<div class="verse indent4">Komme freidig, sanft un sacht;</div> -<div class="verse">Zier’ d’r Krischtbaam for die Kinner</div> -<div class="verse indent4">In der heil’gen Krischtdag Nacht!</div> -</div> -</div> -</div> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_42" id="Page_42">[42]</a><br /> -<a name="Page_43" id="Page_43">[43]</a></span></p> - -<hr class="chap" /> - -<div class="figcenter" style="width: 650px;" id="illus4"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_44" id="Page_44">[44]</a></span></p> - -<img src="images/illus4.jpg" width="650" height="380" alt="" /> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="verse">En alt Gebei, das dort im Schatte kiehl,</div> -<div class="verse indent4">Recht mitte in de geele Weide schteht —</div> -<div class="verse">Sell is die gut altfäschen Kunne-Miehl.</div> -</div> -</div> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_45" id="Page_45">[45]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-horses.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="DIE_ALT_MIEHL" id="DIE_ALT_MIEHL"></a><i>DIE ALT MIEHL.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dort unne in der Wälli an der Krick</div> -<div class="verse indent4">Sehnscht du ’n Grup vun geele Weide schteh’?</div> -<div class="verse">Sehnscht ah ’n Toolhaus un en Tornpeik Brick,</div> -<div class="verse indent4">Wo lange Babble schiesse in die Heh?</div> -<div class="verse">Un sehnscht dorch’s Silwer Weidelaab Geschpiel,</div> -<div class="verse indent4">Wann juscht der Wind die Nescht ’n wenig weht —</div> -<div class="verse">En alt Gebei, das dort im Schatte kiehl,</div> -<div class="verse indent4">Recht mitte in de geele Weide schteht?</div> -<div class="verse">Sell is die gut altfäschen Kunne-Miehl.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ihr Dach geboge wie ’n g’sunke Grab,</div> -<div class="verse indent4">Die schwarze Schindle halb gedeckt mit Moos,</div> -<div class="verse">Die Wend geschteipert — ’sin verschprunge, glaab —</div> -<div class="verse indent4">Ja, werklich, aus de Kräcks wakst frisches Gras.</div> -<div class="verse">Die triewe Fenschtre, mit Geweb bedeckt,</div> -<div class="verse indent4">Vun Schpinne Neschter, mache schpukig Licht;</div> -<div class="verse">Un wo ’n Scheib verbroche is, dort schteckt</div> -<div class="verse indent4">En alter Hut, der dhut sei’ letschte Plicht.</div> -<div class="verse">Was doch des ganse Ding Gedanke weckt!</div><span class="pagenum"><a name="Page_46" id="Page_46">[46]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Un sehnscht owig der Miehl en Weide Roi?</div> -<div class="verse indent4">Sie schlängelt dort so schreeks am Hiwel hi’,</div> -<div class="verse">Uf eener Seit die Wiss. Wie schee’ im Mai</div> -<div class="verse indent4">Die Vegel singe dort, vergesst m’r nie!</div> -<div class="verse">Sell is der Rees. Dort hab ich oft geschpei’t</div> -<div class="verse indent4">Muschkrotte, Schlange an de griene Bänks;</div> -<div class="verse">Sie leie schlefrig uf der Summer Seit;</div> -<div class="verse indent4">Nor’d wammer se verschreckt, gebt’s awer Pränks.</div> -<div class="verse">Sie hasse Buwe meh’ wie grosse Leit.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die Miehl! ’n Schtick vum Dach schteht owe naus;</div> -<div class="verse indent4">Dort hengt ’n Schtrick, den lupt m’r an die Seck;</div> -<div class="verse">Sell hebt sie schee’ vum Wagebett heraus,</div> -<div class="verse indent4">Un heist se händig in die owere Schteck.</div> -<div class="verse">Sell is ’n arg gut Ding — es sehft viel Mieh:</div> -<div class="verse indent4">Nau hot der Miller net viel Druwel meh;</div> -<div class="verse">Inwennig is es ah gefixt gans nei;</div> -<div class="verse indent4">Der Weeze nau laaft selwer uf die Schtee’</div> -<div class="verse">Un ’s Mehl kummt unne ’raus, vun Kleie frei.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Es is blessirlich in die Miehl zu geh’,</div> -<div class="verse indent4">Abbattig wammer warte soll uf’s Mehl;</div> -<div class="verse">Nor’d hot m’r Zeit un kann recht alles seh’,</div> -<div class="verse indent4">Sell is for Buwe als des beschte Dheel.</div><span class="pagenum"><a name="Page_47" id="Page_47">[47]</a></span> -<div class="verse">Dann geht m’r an d’r Damm un fischt en Weil,</div> -<div class="verse indent4">Un macht sich Peife vun de Weide Beem,</div> -<div class="verse">Sell macht der Z’rickweg nor’d zur kleene Meil;</div> -<div class="verse indent4">M’r hockt sich uf der Sack un peift sich heem:</div> -<div class="verse">D’r Gaul kann langsam geh’, ’s hot jo kee’ Eil.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Der Miller war ebaut en neiser Mann;</div> -<div class="verse indent4">Er hot eem gern sei’ Gärt un Angle g’lehnt,</div> -<div class="verse">Un so sei’ Messer; ja, ich muss, ich kann</div> -<div class="verse indent4">Geschteh’, er hot’s mit Buwe gut gemeent</div> -<div class="verse">Un ehrlich war er ah, bis uf der Sent.</div> -<div class="verse indent4">Bei’m Mister Braun war kee’ Verdacht,</div> -<div class="verse">Sei’ Buschel un sei’ Toolbox, wie mer’s nennt,</div> -<div class="verse indent4">Hen alles gans recht an der Mann gebracht,</div> -<div class="verse">Un wie er’s g’saat hot, so war’s juschtement.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Es war net alsfort so in sellere Miehl!</div> -<div class="verse indent4">So sage ennihau schier alle Leit.</div> -<div class="verse">’S muss Eppes dra’ sei’, for m’r heert gar viel</div> -<div class="verse indent4">Wie’s dort g’driewe war in frieherer Zeit.</div> -<div class="verse">Es heest, ’n schlechter Mann mit Name Reischt,</div> -<div class="verse indent4">Het falsch gewoge, falsch gemesse dort!</div> -<div class="verse">Un endlich het en schwarzer beeser Geischt,</div> -<div class="verse indent4">Mit Leib un Seel ’mol Nachts der Miller fort!</div> -<div class="verse">Heer’ dess, Betrieger, wo un wer du seischt!</div><span class="pagenum"><a name="Page_48" id="Page_48">[48]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Guk, owe an der Dheer, dort fehlt en Scheib —</div> -<div class="verse indent4">Es heest m’r dhut umsunscht en neies nei’!</div> -<div class="verse">Der Reischt hot noch kee’ Ruh, un in sei’m G’treib</div> -<div class="verse indent4">Kummt er als Nachts an sellem Scheibloch rei’!</div> -<div class="verse">Hab oft mit Wunner an sell Loch gegukt;</div> -<div class="verse indent4">For alle Leit hen fescht geglaabt, dass noch</div> -<div class="verse">Der Reischt in seller alte Miehl ’rum schpukt,</div> -<div class="verse indent4">Un aus un ei’ geht an dem Scheibeloch!</div> -<div class="verse">Die Zeiding hot emol dervu’ gedruckt!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nekscht an der Miehl wohnt noch en alte Fraa,</div> -<div class="verse indent4">(Sunscht heert m’r vun der Sach nau weiters nix)</div> -<div class="verse">Sie sagt der Reischt wär als noch iwel dra’</div> -<div class="verse indent4">Un dragt am Hals noch zwee grosse Fifty-six!</div> -<div class="verse">Er jummert Nachts! un ruft aus — „Tool, Tool, Tool!”</div> -<div class="verse indent4">Bald schtosst er aus die schauerlichschte Fluch!</div> -<div class="verse">Bald bet er — „O mei’ Seel, mei’ Seel, mei’ Sool!”</div> -<div class="verse indent4">Bald kratzt er eppes in sei’m Ledscherbuch!</div> -<div class="verse">Un sagt — „Dess is net mei’! dess haw ich g’schtohl’!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’S mag sei’ wie’s will — wer in die Biewel gukt</div> -<div class="verse indent4">Sehnt, dass Betrug am End sei’ Elend find.</div> -<div class="verse">Un wann der Reischt ah in der Miehl net schpukt,</div> -<div class="verse indent4">So biest sei’ Seel’ doch for sei’ wieschte Sind’.</div><span class="pagenum"><a name="Page_49" id="Page_49">[49]</a></span> -<div class="verse">Die Gnade dauert aus die Gnadezeit;</div> -<div class="verse indent4">Un ’s geht daher en Weil verleicht recht gut;</div> -<div class="verse">Doch endlich treibt’s der beese Mensch zu weit!</div> -<div class="verse indent4">Wann er sei’ letschte Schtreech Gottloses dhut,</div> -<div class="verse">Nor’d kummt die Pein in langer Ewigkeit!</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 100px;"> - -<img src="images/footer-fox.jpg" width="100" height="100" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_50" id="Page_50">[50]</a><br /> -<a name="Page_51" id="Page_51">[51]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-ladies.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="BUSCH_UN_SCHTEDTEL" id="BUSCH_UN_SCHTEDTEL"></a><i>BUSCH UN SCHTEDTEL.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dheel Buschleit hen keen Luscht deheem,</div> -<div class="verse indent4">Sie hänkere’ nooch der Schtadt;</div> -<div class="verse">Vor mei’ Dheel, ich hab immer noch</div> -<div class="verse indent4">Kee’ Noschen so gehatt.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’S mag gut genung im Schtedtel sei’ —</div> -<div class="verse indent4">Geb mir das griene Land;</div> -<div class="verse">Do is net alles Haus un Dach,</div> -<div class="verse indent4">Net alles Schtroos un Wand.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Was hot m’r in der Schtadt vor Freed?</div> -<div class="verse indent4">’S is nix as Lärm un Jacht,</div> -<div class="verse">M’r hot kee’ Ruh de’ ganse Dag,</div> -<div class="verse indent4">Kee’ Schloof die ganse Nacht.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die Buwe guke matt un bleech;</div> -<div class="verse indent4">Die Mäd sin weiss un dinn;</div> -<div class="verse">Sie hen wol scheene Kleeder a’,</div> -<div class="verse indent4">’S is awer nix rechts drin.</div><span class="pagenum"><a name="Page_52" id="Page_52">[52]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die Schtadtleit sin zu zimberlich;</div> -<div class="verse indent4">Sie rege schier nix a’;</div> -<div class="verse">Sie brauche’ net ihr weisse Hend,</div> -<div class="verse indent4">Aus Forcht, ’s kummt eppes dra’!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Mir is zu wenig Grienes do,</div> -<div class="verse indent4">Kee’ Blumme un kee’ Beem;</div> -<div class="verse">Wann ich ’n Schtund im Schtedtel bin,</div> -<div class="verse indent4">Dann will ich widder heem.</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 100px;"> - -<img src="images/footer-sheaf.jpg" width="100" height="100" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_53" id="Page_53">[53]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-cherubs.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="DER_REJEBOGE" id="DER_REJEBOGE"></a><i>DER REJEBOGE.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">In d’r scheene Natur sin gar viel scheene Sache,</div> -<div class="verse">Die Blumme, wo bliehe, die Kricklen, wo lache,</div> -<div class="verse">Die Vegel, wo singe, die Wolke, wo fliege,</div> -<div class="verse">Die Wasser, wo herrlich im Sunnelicht liege,</div> -<div class="verse">Die Dhäler, die Hiwle, die Felder un Wisse,</div> -<div class="verse">Die Berge, die schier gar der Himmel dhun kisse;</div> -<div class="verse">Bin ich awer nau net gar kreislich betroge,</div> -<div class="verse">So biet se bei weitem der schee Rejeboge!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Was macht er abattige Freed for die Kinner! —</div> -<div class="verse">Wees dess, wann ich mich an mei’ Kindheed erinner.</div> -<div class="verse">Die Sunn is ah schee, awer sie is m’r g’weehnt,</div> -<div class="verse">So Schterne un Mond, die m’r alle Nacht sehnt;</div> -<div class="verse">Wees wol, dass die Calennermacher dhun melde,</div> -<div class="verse">Das were gar grosse, erschtaunliche Welte:</div> -<div class="verse">’S mag sei’ wie sie sage — un wär er ah kleener,</div> -<div class="verse">Ich b’schteh druff — der Boge is dausent mol scheener.</div><span class="pagenum"><a name="Page_54" id="Page_54">[54]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wann Dunner un Wetter im Summer gehn iwwer,</div> -<div class="verse">Dann kanscht du was sehne am Himmel, mei’ Liewer,</div> -<div class="verse">Es hebt sich des Wetter im Weschte en wenig,</div> -<div class="verse">Nor’d gukt die Sunn ’raus wie ’n glorreicher Keenig;</div> -<div class="verse">Dann gebt’s in ihr Schtrahle en Droppe-Gewimmel</div> -<div class="verse">Un dort schteht der Boge im dunkele Himmel!</div> -<div class="verse">Een Fuhs uf de Berge, un een Fuhs im Dhale,</div> -<div class="verse">Den Schoh kanscht du sehne un brauchscht nix bezahle!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Filosofers, die sin gar weis heitsedage,</div> -<div class="verse">Un hen hoche Dinge vum Boge zu sage:</div> -<div class="verse">„Des is die Natur — die dhut all dess so mache.”</div> -<div class="verse">Ihr grosses Geplapper macht mich numme lache!</div> -<div class="verse">Was geb ich um all ihre dumme Natur;</div> -<div class="verse">Mei’ Boge messt keener mit so eener Schnur;</div> -<div class="verse">Sie schwetze mir gut — es is alles geloge,</div> -<div class="verse">For niemand als Gott macht d’r schee’ Rejeboge!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Horch net uf die G’lernte, loss sie numme schwetze.</div> -<div class="verse">Sie roppe dir juscht alles Scheene in Fetze;</div> -<div class="verse">Wek, wek mit dem g’scheide Geprall un Gedengel,</div> -<div class="verse">Glaab liewer, d’r Boge sei Brick for die Engel!</div> -<div class="verse">Eens wees ich g’wiss, dorch ihn dhut Gott kunde</div> -<div class="verse">Sei Zeiche der Liewe im ewigen Bunde:</div> -<div class="verse">So lang dass der Boge am Himmel dhut schtehe,</div> -<div class="verse">Kann nie meh die Erde mit Wasser vergehe!</div><span class="pagenum"><a name="Page_55" id="Page_55">[55]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Sell schteht in der Biwel, sell is ewig sicher!</div> -<div class="verse">Ihr G’lernte ihr kritzelt m’r gut in eier Bicher,</div> -<div class="verse">Macht numme eier Dafeln, eier Muschter un Dinge,</div> -<div class="verse">Zu zeige wie dess die Natur dhut vollbringe;</div> -<div class="verse">Weisst mir eier armselig Gettle vun G’setze,</div> -<div class="verse">Ich will’s mit der Biwel vum Drohn herab setze!</div> -<div class="verse">Weit iwwer dem Himmel will ich en Gott zeige,</div> -<div class="verse">Der eier Gettle g’macht hot — vor ihm sott ihr beige.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Was hen m’r als G’schpass g’hat an dem Rejeboge!</div> -<div class="verse">Wie hot uns die Mammi als freindlich betroge!</div> -<div class="verse">„Gukt, Kinner, der Boge im Bungert dort draus,</div> -<div class="verse">Er schteht mit eem Fuhs gar net weit vor’m Haus;</div> -<div class="verse">Geht hi’ wo er schteht, dort findet ihr liege</div> -<div class="verse">Viel goldene Leffel, ihr kennt sie leicht kriege —</div> -<div class="verse">Ja, goldene Leffel, un Gabeln, un Bole,</div> -<div class="verse">Un goldene Bense! — Wollt ihr se net hole?”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nor’d sin m’r gedschumpt, un gerennt un geschprunge,</div> -<div class="verse">Gegaunscht un geschneppert, gekrische un g’sunge!</div> -<div class="verse">O wann ich dra’ denk, muss ich heit noch recht lache;</div> -<div class="verse">Der vedderscht, der krikt wol ’s meenscht vun de Sache!</div> -<div class="verse">’S Gras, lang un nass, war verwikelt abscheilich;</div> -<div class="verse">Do is m’r geschtolpert, geparzelt gar kreilich.</div> -<div class="verse">Die Mammi, die sah vun der Bortsch mit Vergniege</div> -<div class="verse">Das Springe, die goldene Sache zu kriege.</div><span class="pagenum"><a name="Page_56" id="Page_56">[56]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">An der Bungert Fens owe, do schtand er gar schee’,</div> -<div class="verse">Goss goldene Dinge herab in den Klee.</div> -<div class="verse">Dort hi’ sin m’r g’schprunge, do schtand er — ach leider!</div> -<div class="verse">Gar herrlich un schee’, en paar Felder breed weiter!</div> -<div class="verse">Dann ging’s widder los, wie? — weescht wol ohne sage —</div> -<div class="verse">Wie Hauns, die den Hersch dhun uf’s neie ufjage:</div> -<div class="verse">Es ging iwwer Fense, un Felder un Ferge;</div> -<div class="verse">Und da! — ja, nor’d schtand er dort draus in de Berge!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nau, neeher bei’m Heile, un weiter vum Lache,</div> -<div class="verse">Segt eens zu dem annere — „Was is do se mache?</div> -<div class="verse">Der Goldmacher-Boge, der weicht immer weiter;</div> -<div class="verse">M’r gehn besser heem, dess wär’ verleicht g’scheiter</div> -<div class="verse">Es heest, wieschte Zwerge im Berg trage Belse,</div> -<div class="verse">Un schmeisse die Kinner mit mechtige Felse!</div> -<div class="verse">Was helft uns des Gold, m’r kann’s jo net esse;</div> -<div class="verse">Un was? wann die Zwerge uns fange un fresse!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nor’d sin m’r zerick — die Mammi hot g’schmunselt,</div> -<div class="verse">Ihr liebliche Aage gans rings um gerunselt.</div> -<div class="verse">„Wo is dann eier Gold? — in Secke un Scherze?”</div> -<div class="verse">„Nix, Mutterche!” sagten mir Kinner mit Schmerze.</div><span class="pagenum"><a name="Page_57" id="Page_57">[57]</a></span> -<div class="verse">„Ja, dess is en g’schpassige goldene Leiter,</div> -<div class="verse">Sie schtellt ihren Fuhs immer weiter un weiter,</div> -<div class="verse">Un endlich verliert m’r sie gans in de Berge,</div> -<div class="verse">Dort wohne die wiescht’ Menschefresser, die Zwerge!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nor’d sagte die Mammi, gar lieblich un leise:</div> -<div class="verse">„Ich wott eich mit diesem Bedrug nur beweise,</div> -<div class="verse">Wie’s geht mit de schlechte Gold liebende Leite;</div> -<div class="verse">Gold lockt sie in’s Erre, Gold fiehrt sie in’s Weite;</div> -<div class="verse">Das Glick, das sie suche, das dhun sie net finde,</div> -<div class="verse">Un falle dabei noch in allerlee Sinde.</div> -<div class="verse">Der Dodt find sie endlich im dunkele Berge,</div> -<div class="verse">Do fange sie Geischter noch beeser wie Zwerge!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Die Erde gebt Gold zu den weltlich Gesinnte,</div> -<div class="verse">Es lei’t awer immer Verfiehring dahinte!</div> -<div class="verse">Der schee’ Rejeboge im Wolkegedimmel</div> -<div class="verse">Weist iwwer die Erde zum goldene Himmel:</div> -<div class="verse">Er zeigt Gottes Treie, die nimmer dhut weiche,</div> -<div class="verse">Un macht ah die Seele in Ewigkeit reiche.</div> -<div class="verse">Vergesst net, ihr Kinner, wie eich hot betroge</div> -<div class="verse">Das Suche um Gold bei dem goldene Boge.”</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 200px;"> - -<img src="images/footer-vine.jpg" width="200" height="100" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_58" id="Page_58">[58]</a><br /> -<a name="Page_59" id="Page_59">[59]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-lions.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="DER_PIHWIE" id="DER_PIHWIE"></a><i>DER PIHWIE.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Pihwie, Pihwie, Pihwittitie!</div> -<div class="verse indent4">Ei, Pihwie, bischt zerick?</div> -<div class="verse">Nau hock dich uf der Poschte hi’</div> -<div class="verse indent4">Un sing dei’ Morgeschtick.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Hoscht lang verweilt im Summerland,</div> -<div class="verse indent4">Bischt seit Oktower fort;</div> -<div class="verse">Bischt drunne ordlich gut bekannt?</div> -<div class="verse indent4">Wie geht’s de Vegel dort?</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’S is schee’ dort uf de Orenschbeem:</div> -<div class="verse indent4">Gell, dort gebt’s gar kee’ Schnee?</div> -<div class="verse">Doch fiehlscht du als recht krank for heem</div> -<div class="verse indent4">Wann’s Zeit is for se geh’!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Bischt doch uns all recht willkumm do;</div> -<div class="verse indent4">Denk, du bischt net zu frieh,</div> -<div class="verse">Der Morge gukt emol net so —</div> -<div class="verse indent4">Gell net, du klee’ Pihwie?</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Pihwie! wo bauscht du dess Johr hi’?</div> -<div class="verse indent4">Kannscht wehle, wo du witt;</div> -<div class="verse">Witt du am Haus ’n Plätzeli?</div> -<div class="verse indent4">Ich dheel d’rs willig mit.</div><span class="pagenum"><a name="Page_60" id="Page_60">[60]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ich geb’ d’r neier Dreck for nix,</div> -<div class="verse indent4">Geilshoor un Flax un Helm;</div> -<div class="verse">Nemmscht’s ennihau! — Ich kenn dei Tricks,</div> -<div class="verse indent4">Du schmärter kleener Schelm!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dess is juscht G’schpass, mei Pihwiefreind,</div> -<div class="verse indent4">Ich rechel dich kee’ Dieb!</div> -<div class="verse">Hettscht mit mei’m Gold dei Nescht geleint,</div> -<div class="verse indent4">Du wärscht m’r juscht so lieb.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’N Fruchtjohr ohne dich, Pihwie,</div> -<div class="verse indent4">Wär wie ’n leeri Welt!</div> -<div class="verse">Dei Dienscht, mei liewes Vegeli,</div> -<div class="verse indent4">Bezahlt m’r net mit Geld!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Pihwie, wie’n milde Luft du bringscht!</div> -<div class="verse indent4">Die Friehjohrssunn, wie schee’!</div> -<div class="verse">’S gebt nau, weil du ’mol Morgets singscht,</div> -<div class="verse indent4">Kee’ Winterdage meh’.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Pihwie, Pihwie, Pihwittitie!</div> -<div class="verse indent4">Bin froh, du bischt zerick;</div> -<div class="verse">Nau hock dich uf d’r Poschte hi’.</div> -<div class="verse indent4">Un sing dei’ Morgeschtick!</div> -</div> -</div> -</div> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_61" id="Page_61">[61]</a></span></p> - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-horses.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="DER_KERCHEGANG_IN_ALTER_ZEIT" id="DER_KERCHEGANG_IN_ALTER_ZEIT"></a><i>DER KERCHEGANG IN ALTER ZEIT.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Es dhut eem gans vun Herze leed,</div> -<div class="verse indent4">Wann m’r an’s Alte denkt;</div> -<div class="verse">Nau geht fascht alles iwerzwerg,</div> -<div class="verse">In Land un Stadt, in Haus un Kerch —</div> -<div class="verse indent4">M’r fiehlt sich recht gekrenkt.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Denk juscht emol an’s Kerche-Geh’!</div> -<div class="verse indent4">Wie war’s in alter Zeit?</div> -<div class="verse">Darch Hitz un Kelt’, darch Schtaab un Schnee,</div> -<div class="verse">Is Alles gange, Gross un Klee’,</div> -<div class="verse indent4">Bei reich’ un arme Leit.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">M’r is net jehtig nei’ gerennt,</div> -<div class="verse indent4">Gekleppert mit de Schuh;</div> -<div class="verse">Schee’ is m’r gange, sacht un bleed,</div> -<div class="verse">Im Schtuhl sich leis in Hut gebet, —</div> -<div class="verse indent4">Sell wert nau net gedhu!</div><span class="pagenum"><a name="Page_62" id="Page_62">[62]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">In’s Lied hot alles ei’geschtimmt —</div> -<div class="verse indent4">Sell Singe war en Freed!</div> -<div class="verse">Nau dhut fascht Niemand ’s Maul meh uf —</div> -<div class="verse">Zum Singe gehn die Bordkerch nuf</div> -<div class="verse indent4">Paar Buwe un Paar Mäd!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Mit Demuth hot m’r zugehorcht</div> -<div class="verse indent4">Was ah der Parre sagt;</div> -<div class="verse">Nau sitzt m’r schtolz wie Dschurymann,</div> -<div class="verse">Gukt, wie der Mann doch schwetze kann!</div> -<div class="verse indent4">Un wie er sich betragt!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die alte Wohrhet hot m’r g’liebt,</div> -<div class="verse indent4">Un selwer angewennt;</div> -<div class="verse">Nau denkt m’r, als m’r schläfrig sitzt:</div> -<div class="verse">Wie doch der Mann die Sinder schwitzt!</div> -<div class="verse indent4">Er gebt’s ’n juschtement!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Un wann m’r in der Sity wohnt,</div> -<div class="verse indent4">Schliesst m’r sich an kee’ Ort:</div> -<div class="verse">Wo juscht ’n grosser Schwetzer brillt,</div> -<div class="verse">Do werd gewiss die Kerch gefillt,</div> -<div class="verse indent4">Un unser eens is dort!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Was Hutlerei! was Hutlerei!</div> -<div class="verse indent4">Die Leit hen leichte Kepp;</div> -<div class="verse">’S is alles leer — kee’ Saft, kee’ Salz,</div> -<div class="verse">’N Brote’ ohne G’schmack un Schmalz,</div> -<div class="verse indent4">’N schlappiges Geschlepp!</div> -</div> -</div> -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="figcenter" style="width: 650px;" id="illus5"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_63" id="Page_63">[63]</a></span></p> - -<img src="images/illus5.jpg" width="650" height="380" alt="" /> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="verse">In’s Lied hot alles ei’geschtimmt;</div> -<div class="verse">Sell Singe war en Freed.</div> -</div> -</div> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_64" id="Page_64">[64]</a><br /> -<a name="Page_65" id="Page_65">[65]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-birds.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="WILL_WIDDER_BUWELE_SEI" id="WILL_WIDDER_BUWELE_SEI"></a><i>WILL WIDDER BUWELE SEI’.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Es rejert heit, m’r kann net naus,</div> -<div class="verse">Un ’s is so lohnsom do im Haus,</div> -<div class="verse indent4">M’r wees net wie m’r fiehlt.</div> -<div class="verse">Ich will ’mol dhu’ als wär ich klee’,</div> -<div class="verse">Un uf d’r owerscht Schpeicher geh’ —</div> -<div class="verse indent4">Dort haw ich oft geschpielt.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’N Buwele bin ich widder jetz;</div> -<div class="verse">Wu sin mei’ Krutze un mei’ Kletz?</div> -<div class="verse indent4">Nau wert ’n Haus gebaut!</div> -<div class="verse">’S schpielt sich doch net gut allee’ —</div> -<div class="verse">Ich bin jo ah kee’ Buwele meh’!</div> -<div class="verse indent4">Was kloppt mei’ Herz so laut!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Horch! — Was ’n sunnerbari Sach! —</div> -<div class="verse">D’r Reje rappelt uf ’m Dach</div> -<div class="verse indent4">Gar nimme wie ’r hot.</div> -<div class="verse">Ich hab’s als g’heert mit leichtem Herz;</div> -<div class="verse">Nau macht m’r’s kreislich Heemweh-Schmerz,</div> -<div class="verse indent4">Kennt heile, wann ich wott.</div><span class="pagenum"><a name="Page_66" id="Page_66">[66]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">M’r lewe juscht betriegrisch nei’</div> -<div class="verse">In’s Schpiele un in’s Buwele sei’;</div> -<div class="verse indent4">’S is net so leicht zu dhu.</div> -<div class="verse">For Epper sagt: „Nix an d’r Sach:</div> -<div class="verse">Heerscht du d’r Reje uf’m Dach?</div> -<div class="verse indent4">Sagt er du wärscht ’n Buh?”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’S Schpiele geht net — soll ich fort?</div> -<div class="verse">Was is uf selle Balke dort?</div> -<div class="verse indent4">Nau bin ich widder Buh!</div> -<div class="verse">Dort hen m’r Keschte ausgeschpei’t,</div> -<div class="verse">Zu derre uf die Krischdag Zeit —</div> -<div class="verse indent4">Dhet’s gleiche widder z’dhu!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’N Buwele sei’ sell is d’rwerth;</div> -<div class="verse">Die Keschte rooschte uf d’r Heerd —</div> -<div class="verse indent4">Was war des ’n Gekrach!</div> -<div class="verse">Sell is vorbei, ich fiehl’s im G’mieth;</div> -<div class="verse">’R schpielt ’n rechtes Heemweh-Lied,</div> -<div class="verse indent4">Der Reje uf’m Dach.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dort schteht die sehm alt Wallnuss Kischt</div> -<div class="verse">Ich wunner nau, was dort drin ischt?</div> -<div class="verse indent4">’S muss eppes ’battich’s sei’.</div> -<div class="verse">Kallenner, Zeiding, Biecher — ho!</div> -<div class="verse">Die alte Sache hen sie do</div> -<div class="verse indent4">All’s drunnerscht driwwersch nei’!</div><span class="pagenum"><a name="Page_67" id="Page_67">[67]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nau bin ich widder recht ’n Buh,</div> -<div class="verse">Weil ich do widder sehne dhu</div> -<div class="verse indent4">Des alt’ bekannte Sach.</div> -<div class="verse">Horch! Heerscht d’r Reje! — jes indied —</div> -<div class="verse">’R schpielt ’n rechtes Heemweh-Lied,</div> -<div class="verse indent4">Dort owe uf’m Dach.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Schtill, Reje! Buwele schpielt deheem;”</div> -<div class="verse">Die Schtenner dort vun Gumme Beem</div> -<div class="verse indent4">Schtehn noch am alte Platz;</div> -<div class="verse">Dort bin ich alle Samschdag hi’,</div> -<div class="verse">Hab Salz geholt for Schoof un Kieh —</div> -<div class="verse indent4">Sell war als Ruhl un Satz.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wu sin die Sättel un die Zeem?</div> -<div class="verse">Die Mäd sin nimme do deheem,</div> -<div class="verse indent4">Sie wohne annersch wo!</div> -<div class="verse">Sie hen die Sache mit. Ja, ach,</div> -<div class="verse">Wie kloppt d’r Reje uf’m Dach!</div> -<div class="verse indent4">Ich gleich net schpiele do.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dort is so g’wiss ’s alt Drunnel Bett!</div> -<div class="verse">Denkscht du ich kenn sell Drunnel net?</div> -<div class="verse indent4">Wie siess war dort die Ruh!</div> -<div class="verse">Die Buwe hen scheint’s Fiehling zeigt,</div> -<div class="verse">Un hen’s net uf d’r Vendu g’schteigt;</div> -<div class="verse indent4">Sell war nau schee’ gedhu.</div><span class="pagenum"><a name="Page_68" id="Page_68">[68]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Sell Drunnel Bett, sell war als mei’ —</div> -<div class="verse">Ich leg mich ewig nimme nei’:</div> -<div class="verse indent4">Sell is vergangne Sach!</div> -<div class="verse">’S rejert; ach, in jedem Glied</div> -<div class="verse">Fiehl ich des zarte Kindheets-Lied,</div> -<div class="verse indent4">Vum Reje uf’m Dach.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Sie henke net am Balke meh’,</div> -<div class="verse">Die Bindlen vun Gekreider Thee,</div> -<div class="verse indent4">Un allerhand Gewerz.</div> -<div class="verse">Nau will ich widder Buwele sei’ —</div> -<div class="verse">Ich hol’ se for die Mammi rei’,</div> -<div class="verse indent4">Sell pliehst mei’ Buwele Herz.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die Mammi? leeder! sie is fort,</div> -<div class="verse">Sie schloft jo uf’m Kerchhof dort;</div> -<div class="verse indent4">Vergesst m’r sich doch so!</div> -<div class="verse">Nau werd’s m’r zart in mei’m Gemieth,</div> -<div class="verse">Der Reje war ’n Kerchhof-Lied!</div> -<div class="verse indent4">Ich schpiel net lenger do.</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 300px;"> - -<img src="images/footer-flowers.jpg" width="300" height="60" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_69" id="Page_69">[69]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-ladies.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="LAH_BISNESS" id="LAH_BISNESS"></a><i>LAH BISNESS.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Zwee deitsche Baure, brav un gut,</div> -<div class="verse indent4">Un ehrlich bis ufs Hoor,</div> -<div class="verse">Gans eenig, wie aus eenem Guss,</div> -<div class="verse">Die lebten am Catorus Fluss</div> -<div class="verse indent4">Beisamme manches Johr.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Der eene hot geheese Hans,</div> -<div class="verse indent4">Der anner awer Dschäck;</div> -<div class="verse">Dann unner alle Bauersleit</div> -<div class="verse">War’s so Gebrauch um selli Zeit:</div> -<div class="verse indent4">Der letschte Nam’ blieb wek.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die Baure hen vielfach Verkehr</div> -<div class="verse indent4">Gehat vun Zeit zu Zeit;</div> -<div class="verse">Een hot dem ann’re g’holfe gern,</div> -<div class="verse">So bei der Hoiet un der Aern’,</div> -<div class="verse indent4">Wie’s is bei Bauersleit.</div><span class="pagenum"><a name="Page_70" id="Page_70">[70]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Sie hen enanner Sache g’lehnt,</div> -<div class="verse indent4">Un dess un sell abkaaft;</div> -<div class="verse">Enanner b’sucht dorch Schnee un Dreck,</div> -<div class="verse">Un freindlich gesse Kraut un Schpeck —</div> -<div class="verse indent4">Viel uf un ab gelaaft.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ufs Wort hen sie enanner borgt,</div> -<div class="verse indent4">Hen nie nix ufgesetzt;</div> -<div class="verse">Un ehrlich, uf der werri Dag,</div> -<div class="verse">Z’rick bezahlt, so g’wiss ich sag —</div> -<div class="verse indent4">Do war kee’ Bens verletzt!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Die Lah un Courts hen sie gehasst,</div> -<div class="verse indent4">Gar kreislich, nemm mei’ Wort;</div> -<div class="verse">Kunschtabler sin am Haus v’rbei,</div> -<div class="verse">Verloss dich druf, sie sin net nei’ —</div> -<div class="verse indent4">Kee’ Bisness hen sie dort.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Es ging wol gut bei Hans un Dschäck,</div> -<div class="verse indent4">So nooch dem alte Schlag;</div> -<div class="verse">Doch, wer net naus geht, kummt net weit,</div> -<div class="verse">Un lernt ah nix vun annere Leit,</div> -<div class="verse indent4">Wie er es lerne mag.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Doch, wie m’r sa’t: ’n blinde Sau</div> -<div class="verse indent4">Find alsemol ’n Kescht.</div> -<div class="verse">So hot d’r Hans ’nmol, bei Glick,</div> -<div class="verse">G’lernt ’n wahres Meeschterschtick,</div> -<div class="verse indent4">Ihm un sei’m Dschäck zum Bescht.</div><span class="pagenum"><a name="Page_71" id="Page_71">[71]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Im Schpodjohr war er an dem Pool,</div> -<div class="verse indent4">Am Dschenerel ’Leckschen Dag;</div> -<div class="verse">Do war ’n loh gesoffe G’schlecht,</div> -<div class="verse">Die kumme in ’n wiescht Gefecht —</div> -<div class="verse indent4">Wie m’r sich’s denke mag.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nor’d hot der Een d’r Anner g’rescht,</div> -<div class="verse indent4">’S is vor den Schqueier kumme;</div> -<div class="verse">Der Hans war g’sommenst, denk du dir,</div> -<div class="verse">Als Zeige in dem wieschte G’schmier;</div> -<div class="verse indent4">Hot’s iewel ufg’numme.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Uf Samschdag war die Suht beschtellt;</div> -<div class="verse indent4">Mei’ Hans war dort, net faul;</div> -<div class="verse">Wie hot er do die Achseln zuckt,</div> -<div class="verse">Un in d’r Affis rum gegukt,</div> -<div class="verse indent4">Un ufgeschperrt des Maul!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dem gute Hans war alles nei,</div> -<div class="verse indent4">Er is verschrocke schier!</div> -<div class="verse">Was war do ’n gelernt Gemisch,</div> -<div class="verse">Mit grosse Biecher uf’m Disch,</div> -<div class="verse indent4">Un Dinte, un Babier.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’S Zeigniss hot sie gilty g’macht,</div> -<div class="verse indent4">’S war nix zu helfe da;</div> -<div class="verse">Nor’d hot d’r Schqueier gar kreislich scharf</div> -<div class="verse">G’sa’t, dass m’r net fechte darf,</div> -<div class="verse indent4">Eccording zu der Lah!</div><span class="pagenum"><a name="Page_72" id="Page_72">[72]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">D’r Schqueier hot der gans Pack g’feint,</div> -<div class="verse indent4">Sell hot sie dief affect;</div> -<div class="verse">D’r Werth hot sie gebeelt — wann net,</div> -<div class="verse">Dann het d’r Schqueier die Lumpe Sett</div> -<div class="verse indent4">Grad in die Bresent g’schickt.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dess hot d’r Hans ebaut gepliehst,</div> -<div class="verse indent4">Wie m’r sich’s denke kann.</div> -<div class="verse">„Mei’ liewer Schqueier,” sagt er „ei ja,</div> -<div class="verse">Ich seh dei’ Schreiwes un dei’ Lah</div> -<div class="verse indent4">Bringt alles an d’r Mann!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nau Owets ging d’r Hans zum Dschäck,</div> -<div class="verse indent4">Un hot ihm alles g’sa’t;</div> -<div class="verse">„Ja, unser eens” — so meent d’r Dschäck,</div> -<div class="verse">„Sitzt do d’rheem un kummt nie wek;</div> -<div class="verse indent4">In dem Ding hen m’r g’fehlt.”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„M’r hen nau so viel Diehlings g’hat,</div> -<div class="verse indent4">Un nix vun Dem gewisst!</div> -<div class="verse">Kee’ Schqueier, kee’ Schreiwes un kee’ Lah —</div> -<div class="verse">Ich glaab’s gewiss — glaabscht du net ah —</div> -<div class="verse indent4">In Dem hen mir’s gemisst?”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Juscht so, mei liewer Dschäck,” sagt Hans,</div> -<div class="verse indent4">„Sell is ebaut mei’ Sinn;</div> -<div class="verse">Un weil ich nau d’r Schqueier gut kenn,</div> -<div class="verse">So, wann mir widder Bisness hen,</div> -<div class="verse indent4">Dann reit ich dapper hin.”</div><span class="pagenum"><a name="Page_73" id="Page_73">[73]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Sagt Hans: „Es fallt m’r ewe ei’,</div> -<div class="verse indent4">Ich brauch juscht nau ’n Ferd;</div> -<div class="verse">Ich glaab dei’ schwarzer Dschim is feel,</div> -<div class="verse">Ich dhet ihn kaafe, meiner Seel!</div> -<div class="verse indent4">Was meenscht du, is er werth?”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Ei ja, d’r Dschim is feel,” sagt Dschäck,</div> -<div class="verse indent4">„Ich hab jo sechs beseid;</div> -<div class="verse">’N hunnert Dhaler grad awek —</div> -<div class="verse">W’rhaftig wolf’l,” meent d’r Dschäck —</div> -<div class="verse indent4">„Doch mir sin Nochbersleit!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„All recht,” sagt Hans, „Ich nemm ’n mit —</div> -<div class="verse indent4">Ich denk du borgscht doch mir?</div> -<div class="verse">Ich kennt ’n wol bezahle käsch,</div> -<div class="verse">Doch in der Lah geht’s net so räsch,</div> -<div class="verse indent4">’S muss erscht uf’s Lahbabier!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Ich reit ihn morje naus zum Schqueier,</div> -<div class="verse indent4">Er macht uns Schreiwes aus.</div> -<div class="verse">For unser alter dummer Plan,</div> -<div class="verse">Der bringt die Sach net an der Mann —</div> -<div class="verse indent4">M’r kummt aus Heem un Haus!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Der nekschte Owet kummt d’r Hans</div> -<div class="verse indent4">Beizeite zu sei’m Dschäck;</div><span class="pagenum"><a name="Page_74" id="Page_74">[74]</a></span> -<div class="verse">„Do is nau ’s Schreiwes, all compliet,</div> -<div class="verse">Gemixt mit Lah, dass alles biet,</div> -<div class="verse indent4">Es hot kee’ Fla’ un Fleck.”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Well, les es vor,” sagt Dschäck zum Hans;</div> -<div class="verse indent4">„Kann net!” sagt Hans zum Dschäck;</div> -<div class="verse">„’S is Englisch g’schriwe — seh mol da!</div> -<div class="verse">Weescht doch, es gebt in Deitsch kee’ Lah!</div> -<div class="verse indent4">Loss mir die Schpuchte wek!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Ich hab’s geseint, sell is genunk:</div> -<div class="verse indent4">Der Schqueier hot alles drin.</div> -<div class="verse">Wann die beschtimmt Zeit is verfalle</div> -<div class="verse">Muss ich die hunnert Dhaler zahle;</div> -<div class="verse indent4">Dess is so ’baut der Sinn.”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„All recht!” sagt Dschäck, „Was dhut m’r nau</div> -<div class="verse indent4">Mit dem schee’ Lahbabier?”</div> -<div class="verse">„Ja, schur genunk,” sagt Hans, „Well — hem —</div> -<div class="verse">Dess Ding is m’r doch ’n wenig fremm;</div> -<div class="verse indent4">Ich wott d’r Schqueier wär’ hier!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Doch nau scheint mir die Sach gans klohr,”</div> -<div class="verse indent4">Sagt Hans; „Ich kräck die Nuss;</div> -<div class="verse">Ich muss ’s b’halte, ohne Schtreit,</div> -<div class="verse">Nor’d kann ich sehne do die Zeit,</div> -<div class="verse indent4">Wann ich bezahle muss!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Sechs Monet nooch dem werri Dag</div> -<div class="verse indent4">War Hans do mit dem Geld;</div><span class="pagenum"><a name="Page_75" id="Page_75">[75]</a></span> -<div class="verse">„Do sin die hunnert Dhaler grad,</div> -<div class="verse">Un do’s Babier — nau nemm mei’ Rath —</div> -<div class="verse indent4">Die Lah biet alle Welt!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„All recht,” sagt Dschäck; „Wo dhut m’r nau</div> -<div class="verse indent4">Dess Lahbabierle hin?”</div> -<div class="verse">„Ja, freilich, Dschäck; doch ennihau —</div> -<div class="verse">Du b’haltscht’s — es weist, dass ich dir nau</div> -<div class="verse indent4">Kee’ Bens meh schuldig bin!”</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">„Gans gut — do hoscht du recht, mei’ Hans;</div> -<div class="verse indent4">Die Bisness hot kee Fla’!”</div> -<div class="verse">Die Bauere hen g’seh’ wie gut</div> -<div class="verse">Es geht wann m’r sei’ Bisness dhut</div> -<div class="verse indent4">Eccording zu der Lah!</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 200px;"> - -<img src="images/footer-vine.jpg" width="200" height="100" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_76" id="Page_76">[76]</a><br /> -<a name="Page_77" id="Page_77">[77]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-lions.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="HEEMWEH" id="HEEMWEH"></a><i>HEEMWEH.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ich wees net was die Ursach is —</div> -<div class="verse indent4">Wees net, warum ich’s dhu:</div> -<div class="verse">’N jedes Johr mach ich der Weg</div> -<div class="verse indent4">Der alte Heemet zu;</div> -<div class="verse">Hab weiter nix zu suche dort —</div> -<div class="verse indent4">Kee’ Erbschaft un kee’ Geld;</div> -<div class="verse">Un doch treibt mich des Heemgefiehl</div> -<div class="verse indent4">So schtark wie alle Welt;</div> -<div class="verse">Nor’d schtärt ich ewe ab un geh,</div> -<div class="verse indent4">Wie owe schun gemeldt.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wie nächer dass ich kumm zum Ziel,</div> -<div class="verse indent4">Wie schtärker will ich geh,</div> -<div class="verse">For eppes in mei’m Herz werd letz</div> -<div class="verse indent4">Un dhut m’r kreislich weh.</div> -<div class="verse">Der letschte Hiwel schpring ich nuf,</div> -<div class="verse indent4">Un ep ich drowe bin,</div> -<div class="verse">Schtreck ich mich uf so hoch ich kann</div> -<div class="verse indent4">Un guk mit Luschte hin;</div> -<div class="verse">Ich seh’s alt Schtee’haus dorch die Beem,</div> -<div class="verse indent4">Un wott ich wär schun drin.</div><span class="pagenum"><a name="Page_78" id="Page_78">[78]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Guk, wie der Kicheschornschtee’ schmokt —</div> -<div class="verse indent4">Wie oft hab ich sell g’seh’,</div> -<div class="verse">Wann ich draus in de Felder war,</div> -<div class="verse indent4">’N Buwele jung un klee’.</div> -<div class="verse">O, sehntscht die Fenschterscheiwe dort?</div> -<div class="verse indent4">Sie guk’n roth wie Blut;</div> -<div class="verse">Hab oft cunsiddert, doch net g’wisst,</div> -<div class="verse indent4">Dass sell die Sunn so dhut.</div> -<div class="verse">Ja, manches wees ’n Kind noch net —</div> -<div class="verse indent4">Wann’s dhet, wär’s ah net gut!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wie gleich ich selle Babble Beem,</div> -<div class="verse indent4">Sie schtehn wie Brieder dar;</div> -<div class="verse">Un uf’m Gippel — g’wiss ich leb!</div> -<div class="verse indent4">Hockt alleweil ’n Schtaar!</div> -<div class="verse">’S Gippel biegt sich — guk, wie’s gaunscht —</div> -<div class="verse indent4">’R hebt sich awer fescht;</div> -<div class="verse">Ich seh sei’ rothe Fliegle plehn,</div> -<div class="verse indent4">Wann er sei’ Feddere wescht;</div> -<div class="verse">Will wette, dass sei’ Fraale hot</div> -<div class="verse indent4">Uf sellem Baam ’n Nescht!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">O, es gedenkt m’r noch gans gut,</div> -<div class="verse indent4">Wo selle werri Beem</div> -<div class="verse">Net greeser als ’n Welschkornschtock</div> -<div class="verse indent4">Gebrocht sin worre heem.</div><span class="pagenum"><a name="Page_79" id="Page_79">[79]</a></span> -<div class="verse">Die Mammi war an’s Grändäd’s g’west,</div> -<div class="verse indent4">Dort ware Beem wie die;</div> -<div class="verse">Drei Wipplein hot sie mitgebrocht,</div> -<div class="verse indent4">Un g’sa’t: „Dort blanscht sie hie.”</div> -<div class="verse">M’r hen’s gedhu’ — un glaabscht du’s nau —</div> -<div class="verse indent4">Dort selli Beem sin sie!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Guk! werklich, ich bin schier am Haus! —</div> -<div class="verse indent4">Wie schnell geht doch die Zeit!</div> -<div class="verse">Wann m’r so in Gedanke geht,</div> -<div class="verse indent4">So wees m’r net wie weit.</div> -<div class="verse">Dort is d’r Schap, die Welschkornkrip,</div> -<div class="verse indent4">Die Seiderpress dort draus;</div> -<div class="verse">Dort is die Scheier, un dort die Schpring —</div> -<div class="verse indent4">Frisch quellt des Wasser raus;</div> -<div class="verse">Un guk! die sehm alt Klapbord-Fens,</div> -<div class="verse indent4">Un’s Dheerle vor’m Haus.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Alles is schtill — sie wisse net,</div> -<div class="verse indent4">Dass epper fremmes kummt.</div> -<div class="verse">Ich denk, der alte Watsch is dodt,</div> -<div class="verse indent4">Sunscht wär er raus gedschumpt;</div> -<div class="verse">For er hot als verschinnert g’brillt</div> -<div class="verse indent4">Wann er hot ’s Dheerle g’heert;</div> -<div class="verse">Es war de Träw’lers kreislich bang,</div> -<div class="verse indent4">Sie werre gans verzehrt:</div> -<div class="verse">Kee’ G’fohr — er hot paar Mol gegauzt,</div> -<div class="verse indent4">Nor’d is er umgekehrt.</div><span class="pagenum"><a name="Page_80" id="Page_80">[80]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Alles is schtill — die Dheer is zu!</div> -<div class="verse indent4">Ich schteh, besinne mich!</div> -<div class="verse">Es rappelt doch en wenig nau</div> -<div class="verse indent4">Dort hinne in der Kich.</div> -<div class="verse">Ich geh net nei — ich kann noch net!</div> -<div class="verse indent4">Mei’ Herz fiehlt schwer un krank;</div> -<div class="verse">Ich geh ’n wenig uf die Bortsch,</div> -<div class="verse indent4">Un hock mich uf die Bank;</div> -<div class="verse">Es seht mich niemand, wann ich heil,</div> -<div class="verse indent4">Hinner der Drauwerank!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Zwee Blätz sin do uf däre Bortsch,</div> -<div class="verse indent4">Die halt ich hoch in Acht,</div> -<div class="verse">Bis meines Lebens Sonn versinkt</div> -<div class="verse indent4">In schtiller Dodtes-Nacht!</div> -<div class="verse">Wo ich vum alte Vaterhaus</div> -<div class="verse indent4">’S erscht mol bin gange fort,</div> -<div class="verse">Schtand mei’ Mammi weinend da,</div> -<div class="verse indent4">An sellem Rigel dort;</div> -<div class="verse">Un nix is mir so heilig nau</div> -<div class="verse indent4">Als grade seller Ort.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ich kann se heit noch sehne schteh,</div> -<div class="verse indent4">Ihr Schnuppduch in d’r Hand;</div> -<div class="verse">Die Backe roth, die Aage nass —</div> -<div class="verse indent4">O, wie sie doch do schtand!</div><span class="pagenum"><a name="Page_81" id="Page_81">[81]</a></span> -<div class="verse">Dort gab ich ihr mei’ Färewell,</div> -<div class="verse indent4">Ich weinte als ich’s gab,</div> -<div class="verse">’S war’s letschte Mol in däre Welt,</div> -<div class="verse indent4">Dass ich’s ihr gewe hab!</div> -<div class="verse">Befor ich widder kumme bin</div> -<div class="verse indent4">War sie in ihrem Grab!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nau, wann ich an mei’ Mammi denk,</div> -<div class="verse indent4">Un meen, ich dhet se seh,</div> -<div class="verse">So schteht sie an dem Rigel dort</div> -<div class="verse indent4">Un weint, weil ich wek geh!</div> -<div class="verse">Ich seh sie net im Schockelschtuhl!</div> -<div class="verse indent4">Net an keem annere Ort;</div> -<div class="verse">Ich denk net an sie als im Grab:</div> -<div class="verse indent4">Juscht an dem Rigel dort!</div> -<div class="verse">Dort schteht sie immer vor mei’m Herz</div> -<div class="verse indent4">Un weint noch liebreich fort!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Was macht’s dass ich so dort hi’ guk,</div> -<div class="verse indent4">An sell End vun der Bank!</div> -<div class="verse">Weescht du’s? Mei’ Herz is noch net dodt,</div> -<div class="verse indent4">Ich wees es, Gott sei Dank!</div> -<div class="verse">Wie manchmal sass mei Dady dort,</div> -<div class="verse indent4">Am Summer-Nochmiddag,</div> -<div class="verse">Die Hände uf der Schoos gekreizt,</div> -<div class="verse indent4">Sei Schtock bei Seite lag.</div> -<div class="verse">Was hot er dort im Schtille g’denkt?</div> -<div class="verse indent4">Wer mecht es wisse — sag?</div><span class="pagenum"><a name="Page_84" id="Page_84">[84]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">V’rleicht is es ’n Kindheets-Draam,</div> -<div class="verse indent4">Dass ihn so sanft bewegt;</div> -<div class="verse">Oder is er ’n Jingling jetz,</div> -<div class="verse indent4">Der scheene Plane legt!</div> -<div class="verse">Er hebt sei’ Aage uf juscht nau</div> -<div class="verse indent4">Un gukt weit iwer’s Feld;</div> -<div class="verse">Er seht v’rleicht d’r Kerchhof dort,</div> -<div class="verse indent4">Der schun die Mammi helt!</div> -<div class="verse">Er sehnt v’rleicht nooch seiner Ruh</div> -<div class="verse indent4">Dort in der bessere Welt!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ich wees net, soll ich nei’ in’s Haus,</div> -<div class="verse indent4">Ich zitter an d’r Dheer!</div> -<div class="verse">Es is wol alles voll inseid,</div> -<div class="verse indent4">Un doch is alles leer!</div> -<div class="verse">’S is net meh heem, wie’s eemol war,</div> -<div class="verse indent4">Un kann’s ah nimme sei;</div> -<div class="verse">Was naus mit unsere Eltere geht</div> -<div class="verse indent4">Kummt ewig nimme nei’!</div> -<div class="verse">Die Freide hot der Dodt geärnt,</div> -<div class="verse indent4">Das Trauerdheel is mei’!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">So geht’s in däre rauhe Welt,</div> -<div class="verse indent4">Wo alles muss vergeh!</div> -<div class="verse">Ja, in der alte Heemet gar</div> -<div class="verse indent4">Fiehlt m’r sich all allee’!</div><span class="pagenum"><a name="Page_85" id="Page_85">[85]</a></span> -<div class="verse">O, wann’s net vor der Himmel wär,</div> -<div class="verse indent4">Mit seiner scheene Ruh,</div> -<div class="verse">Dann wär m’r’s do schun lang verleedt,</div> -<div class="verse indent4">Ich wisst net, was ze dhu.</div> -<div class="verse">Doch Hoffnung leichtet meinen Weg</div> -<div class="verse indent4">Der ew’gen Heemet zu.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dort is ’n schee’, schee’ Vaterhaus,</div> -<div class="verse indent4">Dort geht m’r nimmeh fort;</div> -<div class="verse">Es weint kee’ guti Mammi meh’</div> -<div class="verse indent4">In sellem Freideort.</div> -<div class="verse">Kee’ Dady such meh’ for ’n Grab,</div> -<div class="verse indent4">Wo, was er lieb hat, liegt!</div> -<div class="verse">Sell is kee’ Elendwelt wie die,</div> -<div class="verse indent4">Wo alle Luscht betriegt;</div> -<div class="verse">Dort hat das Lewe ewiglich</div> -<div class="verse indent4">Iwer der Dodt gesiegt.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Dort find m’r, was m’r do verliert,</div> -<div class="verse indent4">Un b’halt’s in Ewigkeit;</div> -<div class="verse">Dort lewe unsre Dodte all.</div> -<div class="verse indent4">In Licht un ew’ger Freid!</div> -<div class="verse">Wie oft, wann ich in Druwel bin,</div> -<div class="verse indent4">Denk ich an selli Ruh,</div> -<div class="verse">Un wott, wann’s nor Gott’s Wille wär,</div> -<div class="verse indent4">Ich ging ihr schneller zu;</div> -<div class="verse">Doch wart ich bis mei’ Schtindle schlägt,</div> -<div class="verse indent4">Nor’d sag ich — Welt, adju!</div> -</div> -</div> -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="figcenter" style="width: 650px;" id="illus6"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_82" id="Page_82">[82]</a><br /> -<a name="Page_83" id="Page_83">[83]</a></span></p> - -<img src="images/illus6.jpg" width="650" height="380" alt="" /> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Wie manchmal sass mei Dady dort,</div> -<div class="verse indent4">Am Sommer Nachmiddag;</div> -<div class="verse">Die Hände uf der Schoos gekreizt,</div> -<div class="verse indent4">Sei Schtock bei Seite lag.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse center">…</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Er seht v’rleicht d’r Kerchhof dort,</div> -<div class="verse indent4">Der schun die Mammi helt;</div> -<div class="verse">Er sehnt v’rleicht nooch seiner Ruh,</div> -<div class="verse indent4">Dort in der bessere Welt!</div> -</div> -</div> -</div> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="bordered"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_86" id="Page_86">[86]</a></span></p> - -<p><i>The following translations of four of the preceding poems were made -by the author himself, and are here appended as possessing additional -interest on this account.</i></p> - -</div> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_87" id="Page_87">[87]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-ladies.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - - -<h2><a name="THE_OLD_SCHOOL-HOUSE_AT_THE_CREEK" id="THE_OLD_SCHOOL-HOUSE_AT_THE_CREEK"></a><i>THE OLD SCHOOL-HOUSE AT THE CREEK.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">To-day it is just twenty years,</div> -<div class="verse indent6">Since I began to roam;</div> -<div class="verse">Now, safely back, I stand once more,</div> -<div class="verse">Before the quaint old school-house door,</div> -<div class="verse indent6">Close by my father’s home.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">I’ve been in many houses since,</div> -<div class="verse indent6">Of marble built, and brick;</div> -<div class="verse">Though grander far, their aim they miss,</div> -<div class="verse">To lure my heart’s old love from this</div> -<div class="verse indent6">Old school-house at the creek.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Let those who dream of happier scenes,</div> -<div class="verse indent6">Go forth those scenes to find;</div> -<div class="verse">They’ll learn what thousands have confessed,</div> -<div class="verse">That with our home our heart’s true rest</div> -<div class="verse indent6">Is ever left behind.</div><span class="pagenum"><a name="Page_88" id="Page_88">[88]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">I’ve travelled long and travelled far,</div> -<div class="verse indent6">Till weary, worn, and sick;</div> -<div class="verse">How joyless all that I have found,</div> -<div class="verse">Compared with scenes that lie around</div> -<div class="verse indent6">This school-house at the creek.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">How home-like is this spot to me!</div> -<div class="verse indent6">I stand, and think, and gaze!</div> -<div class="verse">The buried past unlocks its graves,</div> -<div class="verse">While memory o’er my spirit waves</div> -<div class="verse indent6">The wand of other days.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The little creek still idles by,</div> -<div class="verse indent6">With bright and playful flow;</div> -<div class="verse">And little fish still sport and glide,</div> -<div class="verse">Where yon low elder shades the tide,</div> -<div class="verse indent6">As they did long ago.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The white-oak stands before the door,</div> -<div class="verse indent6">And shades the roof at noon;</div> -<div class="verse">The grape-vine, too, is fresh and green;</div> -<div class="verse">The robin’s nest!—Ah, hark!—I ween</div> -<div class="verse indent6">That is the same old tune!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The swallows skip across the mead—</div> -<div class="verse indent6">The foremost one is best!</div> -<div class="verse">And, look ye at the gable there,</div> -<div class="verse">A house of stubble, mud, and hair—</div> -<div class="verse indent6">That is the swallow’s nest!</div><span class="pagenum"><a name="Page_89" id="Page_89">[89]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The young are very still just now—</div> -<div class="verse indent6">They all are sleeping sound;</div> -<div class="verse">Wait till the old with worms appear,</div> -<div class="verse">Then you the hungry cry shall hear</div> -<div class="verse indent6">From mouths that lie around!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">These scenes are as they were of yore,</div> -<div class="verse indent6">Though void of former glee;</div> -<div class="verse">But I have changed!—From yonder brook</div> -<div class="verse">The boy’s reflected rosy look,</div> -<div class="verse indent6">No more smiles out on me!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">I stand, like Ossian in his vale,</div> -<div class="verse indent6">And watch the shadowy train!</div> -<div class="verse">Now joy, now sadness me beguile,</div> -<div class="verse">And tears will course o’er every smile,</div> -<div class="verse indent6">And bring their pleasing pain!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">’Twas here I first attended school,</div> -<div class="verse indent6">When I was very small:</div> -<div class="verse">There was the Master on his stool,</div> -<div class="verse">There was his whip and there his rule—</div> -<div class="verse indent6">I seem to see it all.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The long desks ranged along the walls,</div> -<div class="verse indent6">With books and inkstands crowned;</div> -<div class="verse">Here on this side the large girls sat,</div> -<div class="verse">And there the tricky boys on that—</div> -<div class="verse indent6">See! how they peep around!</div><span class="pagenum"><a name="Page_90" id="Page_90">[90]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The Master eyes them closely now,</div> -<div class="verse indent6">They’d better have a care;</div> -<div class="verse">The one that writes a billet-doux—</div> -<div class="verse">The one that plays his antics, too—</div> -<div class="verse indent6">And that chap laughing there!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">For all the scholars, large and small,</div> -<div class="verse indent6">Are under equal rule;</div> -<div class="verse">Which is quite right—whoever breaks</div> -<div class="verse">The Master’s rules, a whipping takes,</div> -<div class="verse indent6">Or leaves at once the school.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Around the cosy stove, in rows,</div> -<div class="verse indent6">The little tribe appears;</div> -<div class="verse">What hummings make those busy bees—</div> -<div class="verse">They better like their A, B, C’s,</div> -<div class="verse indent6">Than boxing at their ears!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Those benches are by far too high—</div> -<div class="verse indent6">Their feet don’t reach the floor!</div> -<div class="verse">Full many a weary back gets sick,</div> -<div class="verse">In that old school-house at the creek,</div> -<div class="verse indent6">And feels most woful sore!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Poor innocents! behold them sit,</div> -<div class="verse indent6">In miseries and woes!</div> -<div class="verse">It is no wonder, I declare,</div> -<div class="verse">If they should learn but little there,</div> -<div class="verse indent6">On benches such as those!</div><span class="pagenum"><a name="Page_91" id="Page_91">[91]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">With all these drawbacks, that was still</div> -<div class="verse indent6">A well conducted school;</div> -<div class="verse">For Master such, in vain you look,</div> -<div class="verse">Who cyphers through the Ainsworth book,</div> -<div class="verse indent6">And never skips a rule!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">That he was cross, I must confess;</div> -<div class="verse indent6">He whipped us through and through;</div> -<div class="verse">But still most wholesome rules observed;</div> -<div class="verse">Who felt the rod, the rod deserved—</div> -<div class="verse indent6">According to his view!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">This duty he with zest performed,</div> -<div class="verse indent6">Though charmless to us all!</div> -<div class="verse">’Tis strange, our nature never could</div> -<div class="verse">Delight in what is for our good—</div> -<div class="verse indent6">’Tis owing to the Fall!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">When a new Master took the school,</div> -<div class="verse indent6">Around the question ran:</div> -<div class="verse">“Oh, is he Irish? Is he cross?”</div> -<div class="verse">How much our gain, how much our loss,</div> -<div class="verse indent6">Depended on that man!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Then when the autumn school began,</div> -<div class="verse indent6">We eyed the Master shy!</div> -<div class="verse">His rules, his whip, told very quick,</div> -<div class="verse">That he to former rules would stick,</div> -<div class="verse indent6">And ancient methods ply.</div><span class="pagenum"><a name="Page_92" id="Page_92">[92]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Still was there little of complaint;</div> -<div class="verse indent6">We had our pleasures too;</div> -<div class="verse">This world does not just always dish</div> -<div class="verse">Our fare as sweet as we could wish,</div> -<div class="verse indent6">Yet sweeter than is due!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">At noon-day, when the school left out,</div> -<div class="verse indent6">We had of sport our fill;</div> -<div class="verse">Some play the race, some houses wall,</div> -<div class="verse">Some love a stirring game of ball,</div> -<div class="verse indent6">Some choose the soldier drill.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The large girls sweep; the larger boys—</div> -<div class="verse indent6">What mischief they are at!</div> -<div class="verse">They tease, they laugh, they hang about,</div> -<div class="verse">Until the Master turns them out—</div> -<div class="verse indent6">The rules were strict in that!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The little girls, of “ring” most fond,</div> -<div class="verse indent6">Their giggling circle drew;</div> -<div class="verse">When larger girls joined in the ring—</div> -<div class="verse">Now is it not a curious thing?—</div> -<div class="verse indent6">The large boys did it too!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The large ones always tagged the large—</div> -<div class="verse indent6">The small ones always missed!</div> -<div class="verse">Then for the prize began the race;</div> -<div class="verse">The one that’s caught, has now to face</div> -<div class="verse indent6">The music, and be kissed!</div><span class="pagenum"><a name="Page_93" id="Page_93">[93]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Old Christmas brought a glorious time—</div> -<div class="verse indent6">Its mem’ry still is sweet!</div> -<div class="verse">We barred the Master firmly out,</div> -<div class="verse">With bolts, and nails, and timbers stout—</div> -<div class="verse indent6">The blockade was complete!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Then came the struggle fierce and long!</div> -<div class="verse indent6">The fun was very fine!</div> -<div class="verse">And whilst he thumped and pried about,</div> -<div class="verse">We thrust the terms of treaty out,</div> -<div class="verse indent6">Demanding him to sign!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The treaty signed—the conflict o’er,</div> -<div class="verse indent6">Once Master now were we!</div> -<div class="verse">Then chestnuts, apples, and such store,</div> -<div class="verse">Were spread our joyous eyes before—</div> -<div class="verse indent6">We shared the feast with glee!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Oh, where are now the school-mates, who</div> -<div class="verse indent6">Here studied long ago?</div> -<div class="verse">Some scattered o’er the world’s wide waste!</div> -<div class="verse">By fortune hither, thither chased!</div> -<div class="verse indent6">Some, in the church-yard low!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">My muse has struck a tender vein!</div> -<div class="verse indent6">And asks a soothing flow;</div> -<div class="verse">O Time! what changes thou hast made,</div> -<div class="verse">Since I around this school-house played,</div> -<div class="verse indent6">Just twenty years ago!</div><span class="pagenum"><a name="Page_94" id="Page_94">[94]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Good bye! Old school-house! Echo sad,</div> -<div class="verse indent6">“Good bye! Good bye!” replies;</div> -<div class="verse">I leave you yet a friendly tear!</div> -<div class="verse">Fond mem’ry bids me drop it here,</div> -<div class="verse indent6">’Mid scenes that gave it rise!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Ye, who shall live when I am dead—</div> -<div class="verse indent6">Write down my wishes quick—</div> -<div class="verse">Protect it, love it, let it stand,</div> -<div class="verse">A way-mark in this changing land—</div> -<div class="verse indent6">That school-house at the creek.</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 300px;"> - -<img src="images/footer-flowers.jpg" width="300" height="60" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_95" id="Page_95">[95]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-lions.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="THE_OLD-TIME_HEARTH-FIRE" id="THE_OLD-TIME_HEARTH-FIRE"></a><i>THE OLD-TIME HEARTH-FIRE.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The poets praise, in touching rhyme,</div> -<div class="verse">The hearth-fire of the olden time;</div> -<div class="verse">I read their verse with many a sigh,</div> -<div class="verse">And think of times and joys gone by.</div> -<div class="verse">Thus dreaming o’er the past, I’m fain</div> -<div class="verse">To think I see it all again.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Now, sights like these are truly rare,</div> -<div class="verse">Coal fires are fashion every where;</div> -<div class="verse">Among the so-called class elite,</div> -<div class="verse">There is nor stove nor fire in sight.</div> -<div class="verse">You wonder?—yes, ’tis even so—</div> -<div class="verse">The heat comes somehow from below!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">One feels quite lost—things do not fit—</div> -<div class="verse">No place to look, no place to sit—</div> -<div class="verse">The room is warm—how strange to me—</div> -<div class="verse">And yet no fire to stir or see!</div> -<div class="verse">Such modes!—away, ’tis nothing worth,</div> -<div class="verse">Give me the old-time glowing hearth.</div><span class="pagenum"><a name="Page_96" id="Page_96">[96]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">I ever feel for that dear spot,</div> -<div class="verse">A home-sick love that ceases not;</div> -<div class="verse">Whate’er I do, where’er I roam,</div> -<div class="verse">My heart returns to that hearth-home;</div> -<div class="verse">I never can recall the cheer</div> -<div class="verse">Of that old hearth, without a tear.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">There lay the back-log round and thick;</div> -<div class="verse">In front a row of stone or brick;</div> -<div class="verse">On that we laid the smaller wood;</div> -<div class="verse">Then rose the flame—how warm and good!</div> -<div class="verse">And when without the storm-wind blew,</div> -<div class="verse">What roaring in the chimney flue!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Against the jam—forethought is good—</div> -<div class="verse">Is piled the ready-needed wood;</div> -<div class="verse">Just opposite—a thing how rare—</div> -<div class="verse">Inviting leans the rustic chair,</div> -<div class="verse">And in the chimney-corner stand</div> -<div class="verse">The tongs and shovel near at hand.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The mantle-shelf, familiar still,</div> -<div class="verse">Holds candlesticks and coffee-mill;</div> -<div class="verse">The smoothing irons, large and small,</div> -<div class="verse">The lard-lamp overtops them all;</div> -<div class="verse">And sulphur sticks—they burn you know,</div> -<div class="verse">From faintest coal when fire is low.</div><span class="pagenum"><a name="Page_97" id="Page_97">[97]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Oft have I watched at even-tide</div> -<div class="verse">Strange ghost-forms through the embers glide;</div> -<div class="verse">The glowing coals, white, black and red,</div> -<div class="verse">Now livid are, and now seem dead!</div> -<div class="verse">We look, and think, and can with ease</div> -<div class="verse">See in the fire just what we please.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">How sweet to sit the hearth-fire by,</div> -<div class="verse">Till living coals to embers die;</div> -<div class="verse">White ashes, creeping o’er their crest,</div> -<div class="verse">Come as if covering them for rest;</div> -<div class="verse">How dream-like fades their glowing light,</div> -<div class="verse">Like eyes that sink to sleep at night.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Sit we beside a <i>certain</i> friend,</div> -<div class="verse">In love the evening hour to spend;</div> -<div class="verse">To double eyes, at such an hour,</div> -<div class="verse">The coals have a most charming power!</div> -<div class="verse">As one, appear such mutual souls,</div> -<div class="verse">They see the same forms in the coals.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">O’er youth, as all the poets say,</div> -<div class="verse">The hearth-fire holds enchanting sway;</div> -<div class="verse">For then their dreaming fancy sees</div> -<div class="verse">A cottage mid a clump of trees;</div> -<div class="verse">They ask no greater bliss to share</div> -<div class="verse">Than just to live together there.</div><span class="pagenum"><a name="Page_98" id="Page_98">[98]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Some think the hearth-fire spell o’er hearts</div> -<div class="verse">Is close allied to witching arts!</div> -<div class="verse">One thing is sure—oft to that shrine,</div> -<div class="verse">Fond memory draws this heart of mine;</div> -<div class="verse">And round that hearth’s soft evening gleams,</div> -<div class="verse">My spirit dreams its sweetest dreams.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">When I that hearth in fancy see,</div> -<div class="verse">My childhood all comes back to me;</div> -<div class="verse">Then lives my father as before—</div> -<div class="verse">Then is my mother there once more;</div> -<div class="verse">And brothers, sisters, scattered wide,</div> -<div class="verse">Come home again at even-tide.</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 200px;"> - -<img src="images/footer-vine.jpg" width="200" height="100" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_99" id="Page_99">[99]</a></span></p> - - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-ladies.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="HOME-SICKNESS" id="HOME-SICKNESS"></a><i>HOME-SICKNESS.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">I know not what the reason is:</div> -<div class="verse indent4">Where’er I dwell or roam,</div> -<div class="verse">I make a pilgrimage each year,</div> -<div class="verse indent4">To my old childhood home.</div> -<div class="verse">Have nothing there to give or get—</div> -<div class="verse indent4">No legacy, no gold—</div> -<div class="verse">Yet by some home-attracting power</div> -<div class="verse indent4">I’m evermore controlled:</div> -<div class="verse">This is the way the home-sick do,</div> -<div class="verse indent4">I often have been told.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">As nearer to the spot I come</div> -<div class="verse indent4">More sweetly am I drawn;</div> -<div class="verse">And something in my heart begins</div> -<div class="verse indent4">To urge me faster on.</div> -<div class="verse">Ere quite I’ve reached the last hill-top—</div> -<div class="verse indent4">You’ll smile at me, I ween!—</div> -<div class="verse">I stretch myself high as I can,</div> -<div class="verse indent4">To catch the view serene—</div> -<div class="verse">The dear old stone house through the trees</div> -<div class="verse indent4">With shutters painted green!</div><span class="pagenum"><a name="Page_100" id="Page_100">[100]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">See! how the kitchen chimney smokes!</div> -<div class="verse indent4">That ofttimes gave me joy;</div> -<div class="verse">When, from the fields, that curling cloud</div> -<div class="verse indent4">I witnessed as a boy!</div> -<div class="verse">And see! the purple window panes,</div> -<div class="verse indent4">They seem as red as blood.</div> -<div class="verse">I often wondered what did that,</div> -<div class="verse indent4">But guess it, never could.</div> -<div class="verse">Ah! many a thing a child knows not.</div> -<div class="verse indent4">Did it, it were not good!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">How do I love those poplar trees;</div> -<div class="verse indent4">What tall and stately things!</div> -<div class="verse">See! on the top of one just now</div> -<div class="verse indent4">A starling sits and sings.</div> -<div class="verse">He’ll fall!—the twig bends with his weight!</div> -<div class="verse indent4">He likes that danger best.</div> -<div class="verse">I see the red upon his wings,—</div> -<div class="verse indent4">Dark shining is the rest.</div> -<div class="verse">I ween his little wife has built</div> -<div class="verse indent4">On that same tree her nest.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">O, I remember very well</div> -<div class="verse indent4">When those three poplar trees</div> -<div class="verse">Not thicker than my finger were,</div> -<div class="verse indent4">And could be bent with ease.</div><span class="pagenum"><a name="Page_101" id="Page_101">[101]</a></span> -<div class="verse">My mother was at grandpa’s house,</div> -<div class="verse indent4">And trees like these had he;</div> -<div class="verse">She brought three scions home, and said,</div> -<div class="verse indent4">“Boys, plant them there for me.”</div> -<div class="verse">Can you believe—they grew so tall</div> -<div class="verse indent4">And made the trees you see!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">See! really I am near the house;</div> -<div class="verse indent4">How short the distance seems!</div> -<div class="verse">There is no sense of time when one</div> -<div class="verse indent4">Goes musing in his dreams.</div> -<div class="verse">There is the shop—the corn-crib, too—</div> -<div class="verse indent4">The cider-press—just see!</div> -<div class="verse">The barn—the spring with drinking cup</div> -<div class="verse indent4">Hung up against the tree.</div> -<div class="verse">The yard-fence—and the little gate</div> -<div class="verse indent4">Just where it used to be.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">All, all is still! They know not yet</div> -<div class="verse indent4">That there’s a stranger near;</div> -<div class="verse">I guess old Watch, the dog, is dead,</div> -<div class="verse indent4">Or barking, he’d appear.</div> -<div class="verse">What fearful bellowings he made</div> -<div class="verse indent4">Whene’er he heard the gate;</div> -<div class="verse">The travellers always feared him sore,</div> -<div class="verse indent4">He bounced at such a rate;</div> -<div class="verse">But though the bark was woful loud,</div> -<div class="verse indent4">The bite was never great!</div><span class="pagenum"><a name="Page_102" id="Page_102">[102]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">All, all is still! The door is shut.</div> -<div class="verse indent4">I muse with beating heart;</div> -<div class="verse">Hark! there’s a little rattling now</div> -<div class="verse indent4">Back in the kitchen part.</div> -<div class="verse">I’ll not go in! I cannot yet;</div> -<div class="verse indent4">I’m overcome, I fear!</div> -<div class="verse">The same old bench here on the porch,</div> -<div class="verse indent4">I’ll rest a little here.</div> -<div class="verse">Behind this grape-vine I can hide</div> -<div class="verse indent4">The falling of a tear!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Two spots on this old friendly porch</div> -<div class="verse indent4">I love, nor can forget,</div> -<div class="verse">Till dimly in the night of death</div> -<div class="verse indent4">My life’s last sun shall set!</div> -<div class="verse">When first I left my father’s house,</div> -<div class="verse indent4">One summer morning bright,</div> -<div class="verse">My mother at <i>that</i> railing wept</div> -<div class="verse indent4">Till I was out of sight!</div> -<div class="verse">Now like a holy star that spot</div> -<div class="verse indent4">Shines in this world’s dull night.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Still, still I see her at that spot,</div> -<div class="verse indent4">With handkerchief in hand;</div> -<div class="verse">Her cheeks are red—her eyes are wet—</div> -<div class="verse indent4">There, there I see her stand!</div><span class="pagenum"><a name="Page_103" id="Page_103">[103]</a></span> -<div class="verse">’Twas there I gave her my good-bye,</div> -<div class="verse indent4">There, did her blessing crave,</div> -<div class="verse">And oh, with what a mother’s heart</div> -<div class="verse indent4">She that sought blessing gave.</div> -<div class="verse">It was the last—ere I returned</div> -<div class="verse indent4">She rested in her grave!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">When now I call her form to mind,</div> -<div class="verse indent4">Wherever I may be,</div> -<div class="verse">She still is standing at that rail</div> -<div class="verse indent4">And weeping on for me!</div> -<div class="verse">She is in no familiar spot,</div> -<div class="verse indent4">As oft in former years;</div> -<div class="verse">And never to my fancy she</div> -<div class="verse indent4">As in her grave appears;</div> -<div class="verse">I see her only at that rail,</div> -<div class="verse indent4">Bedewed with holy tears.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">What draws my eye to yonder spot—</div> -<div class="verse indent4">That bench against the wall?</div> -<div class="verse">What holy mem’ries cluster there,</div> -<div class="verse indent4">My heart still knows them all!</div> -<div class="verse">How often sat my father there</div> -<div class="verse indent4">On summer afternoon;</div> -<div class="verse">Hands meekly crossed upon his lap,</div> -<div class="verse indent4">He looked so lost and lone,</div> -<div class="verse">As if he saw an empty world,</div> -<div class="verse indent4">And hoped to leave it soon.</div><span class="pagenum"><a name="Page_104" id="Page_104">[104]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Doth a return of childhood’s joys</div> -<div class="verse indent4">Across his spirit gleam?</div> -<div class="verse">Or is his fancy busy now</div> -<div class="verse indent4">With some loved youthful dream?</div> -<div class="verse">He raises now his eyes and looks</div> -<div class="verse indent4">On yon hill’s sacred crest;</div> -<div class="verse">Perhaps he sees the graveyard there</div> -<div class="verse indent4">Where mother’s sleep is blest,</div> -<div class="verse">And longs to slumber by her side,</div> -<div class="verse indent4">In death’s last peaceful rest.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">All, all is still! I hesitate—</div> -<div class="verse indent4">I fain would pass the door,</div> -<div class="verse">But fear the pain of missing all</div> -<div class="verse indent4">This home contained of yore.</div> -<div class="verse">For, ah, it is not what it was</div> -<div class="verse indent4">Though its inmates are kind;</div> -<div class="verse">What with our parents once we lose</div> -<div class="verse indent4">We nevermore shall find;</div> -<div class="verse">Death goes before and reaps the sheaves;</div> -<div class="verse indent4">We can but glean behind.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Such is the fate of earthly loves</div> -<div class="verse indent4">Where all things die or change.</div> -<div class="verse">Yes, even in the homestead here,</div> -<div class="verse indent4">I feel alone and strange.</div><span class="pagenum"><a name="Page_105" id="Page_105">[105]</a></span> -<div class="verse">O were it not for yon bright heaven,</div> -<div class="verse indent4">With its unchanging rest,</div> -<div class="verse">How heavy would our burdens be,</div> -<div class="verse indent4">Our life how sore distressed;</div> -<div class="verse">But hope illumes our pathway to</div> -<div class="verse indent4">The regions of the blest.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">That is a lovely Fatherland:</div> -<div class="verse indent4">There I shall never roam;</div> -<div class="verse">No mother there with tearful eyes,</div> -<div class="verse indent4">Shall see me leave that home.</div> -<div class="verse">No father there shall seek the grave</div> -<div class="verse indent4">Where his beloved lies;</div> -<div class="verse">That is no vale of woes like this,</div> -<div class="verse indent4">Where all we cherish dies;</div> -<div class="verse">The beautiful is permanent</div> -<div class="verse indent4">In those unchanging skies.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">There we shall find what here we lose,</div> -<div class="verse indent4">And keep it evermore;</div> -<div class="verse">There we shall join our sainted dead,</div> -<div class="verse indent4">Who are but gone before.</div> -<div class="verse">I’m fain, in lonely hours, to lift</div> -<div class="verse indent4">The veil that let them through,</div> -<div class="verse">And wish it were God’s holy will</div> -<div class="verse indent4">To let me pass it too;</div> -<div class="verse">Yet patience! till my hour shall come,</div> -<div class="verse indent4">To bid the world, Adieu!</div> -</div> -</div> -</div> -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_106" id="Page_106">[106]</a></span></p> - - - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-dragons.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - -<h2><a name="THE_OLD_SLEEPING_ROOM" id="THE_OLD_SLEEPING_ROOM"></a><i>THE OLD SLEEPING ROOM.</i></h2> - - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> -<div class="stanza"> -<div class="verse">I come, a pilgrim wan and worn,</div> -<div class="verse">Back to the house where I was born—</div> -<div class="verse indent6">I softly tread to-day!</div> -<div class="verse">My heart bears, as a holy thing,</div> -<div class="verse">The many memories I bring</div> -<div class="verse indent6">From life’s long weary way.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Familiar are these stairs indeed,</div> -<div class="verse">Which to the second story lead,—</div> -<div class="verse indent6">How natural to me!</div> -<div class="verse">Just as of old—I do declare,—</div> -<div class="verse">The knot-hole in the wash-board there—</div> -<div class="verse indent6">’Tis open still—just see!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Nine steps—I need not count them, though—</div> -<div class="verse">I’ll lay you what you will ’tis so:</div> -<div class="verse indent6">The short flight there has four.</div> -<div class="verse">This hand-rail on the entry-side—</div> -<div class="verse">What sport for boys adown to slide,</div> -<div class="verse indent6">As we were wont of yore.</div><span class="pagenum"><a name="Page_107" id="Page_107">[107]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The window at the head is seen,</div> -<div class="verse">Venetian shutters, painted green,</div> -<div class="verse indent6">And they are closed up still.</div> -<div class="verse">The ghostly light of evening falls,</div> -<div class="verse">So pale upon the stairs and walls,</div> -<div class="verse indent6">I feel a timid chill!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Half smiling now, and now half sad—</div> -<div class="verse">Half weeping now, and yet half glad,</div> -<div class="verse indent6">Do I ascend these stairs.</div> -<div class="verse">I reach the top—I touch the door—</div> -<div class="verse">It opens as it did of yore—</div> -<div class="verse indent6">I did it unawares!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The dear old room! How many a night,</div> -<div class="verse">From evening hour till morning light,</div> -<div class="verse indent6">Here child and boy I slept!</div> -<div class="verse">There in the corner stood my bed:</div> -<div class="verse">Here was the foot, and there the head—</div> -<div class="verse indent6">All this my memory kept.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">How sweet our childhood sleep appears;</div> -<div class="verse">One rests not so in after years—</div> -<div class="verse indent6">Ah! this too well I know!</div> -<div class="verse">Life fills the anxious heart with cares,</div> -<div class="verse">A wakeful head the pillow bears,</div> -<div class="verse indent6">And night’s dull hours move slow.</div><span class="pagenum"><a name="Page_108" id="Page_108">[108]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">The moon is up—’tis full and bright;</div> -<div class="verse">It pours its mellow flood of light</div> -<div class="verse indent6">Upon the bed and floor;</div> -<div class="verse">What moves upon the wall about?</div> -<div class="verse">The shadowy play of trees without:</div> -<div class="verse indent6">I’ve seen that oft before.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">All, all is still, save but the wail</div> -<div class="verse">Of lonely cricket’s evening tale,</div> -<div class="verse indent6">Hid in the window sill.</div> -<div class="verse">Hark! in the closet, tick—tick—tick!</div> -<div class="verse">It is the death-watch’s ghostly click;</div> -<div class="verse indent6">I wish that worm were still!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">If there be ghosts,—ah, who can tell?</div> -<div class="verse">This place, this hour, would suit them well;</div> -<div class="verse indent6">Perhaps some may be near!</div> -<div class="verse">I see naught with my eyes that’s real,</div> -<div class="verse">Yet in my spirit’s sense I feel</div> -<div class="verse indent6">As if they might be here.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Yes, ghosts are here from childhood’s hours,</div> -<div class="verse">They have no forms, but come as powers,</div> -<div class="verse indent6">And give me pleasing pain;</div> -<div class="verse">They mirror to my heart the plays,</div> -<div class="verse">Of all my early halcyon days,</div> -<div class="verse indent6">Which cannot come again!</div><span class="pagenum"><a name="Page_109" id="Page_109">[109]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">Angels are here, so pure and rare,</div> -<div class="verse">They play upon the moon-beams there,</div> -<div class="verse indent6">They glide along the wall.</div> -<div class="verse">Back to this ark, like Noah’s dove,</div> -<div class="verse">They bring their sprigs of peace and love;</div> -<div class="verse indent6">I hail their friendly call.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">These spirits guard us in our ways,</div> -<div class="verse">So mother’s Holy Bible says—</div> -<div class="verse indent6">And I believe it, too;</div> -<div class="verse">Have we the “Our Father” said,</div> -<div class="verse">They watch that night around our bed:</div> -<div class="verse indent6">Most certainly they do!</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">This did our mother often tell,</div> -<div class="verse">We children all believed it well,</div> -<div class="verse indent6">And did as we were told.</div> -<div class="verse">You don’t believe?—you’re wiser—you?</div> -<div class="verse">Than mother and the Bible too?</div> -<div class="verse indent6">Such folly makes you bold.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">For me this faith wrought like a charm;</div> -<div class="verse">I slept quite free from fear or harm,</div> -<div class="verse indent6">In peace till morning light.</div> -<div class="verse">I hold it still—I still believe,</div> -<div class="verse">That they who pray this prayer, receive</div> -<div class="verse indent6">An Angel-guard at night.</div><span class="pagenum"><a name="Page_110" id="Page_110">[110]</a></span> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">I’ve often wished I were again</div> -<div class="verse">A child as innocent as then;</div> -<div class="verse indent6">But that can never be;</div> -<div class="verse">So I will keep, as best I can,</div> -<div class="verse">The life of childhood in the man:</div> -<div class="verse indent6">The child-life nurse in me.</div> -</div> -<div class="stanza"> -<div class="verse">But see! high up has gone the moon;</div> -<div class="verse">How long I’ve lingered here alone!</div> -<div class="verse indent6">’Tis time for me to leave.</div> -<div class="verse">Good by, my little room, good by!</div> -<div class="verse">Hold! there is something in my eye!</div> -<div class="verse indent6">This parting makes me grieve!</div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 300px;"> - -<img src="images/footer-leaves.jpg" width="300" height="60" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<hr class="chap" /> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_111" id="Page_111">[111]</a></span></p> - -<div class="figcenter" style="width: 400px;"> - -<img src="images/header-beast.jpg" width="400" height="90" alt="(decorative)" /> - -</div> - -<div class="figcenter"> - -<h2 class="illustrated"><a name="Wortverzeichniss" id="Wortverzeichniss"></a>Wortverzeichniss.</h2> - -<img class="heading" src="images/word-wortverzeichniss.jpg" width="300" height="50" alt="Wortverzeichniss." /> - -</div> - -<div> -<img class="dropcap" src="images/dropcap-z.jpg" width="112" height="100" alt="" /> -</div> - -<p class="dropcap">Zur Erklärung vieler in den vorstehenden Gedichten vorkommender -Wörter, und zur Vereinfachung dieses Wortverzeichnisses -ist es nur nothwendig auf einige Haupteigenthümlichkeiten oder vielmehr -Regeln aufmerksam zu machen, und diese Regeln sind es -gerade, welche dem Pennsylvanisch-Deutschen Gleichberechtigung mit -den übrigen volksüblichen deutschen Mundarten geltend machen.</p> - -<p>Das Pennsylvanisch-Deutsche gehört zu den süddeutschen Mundarten. -Der ihm am verwandteste Dialekt ist der pfälzische, oder -mehr noch vielleicht die Westricher Abart desselben, und es lässt sich -diese Verwandtschaft auf die frühzeitige Einwanderung von Pfälzern -nach Ost-Pennsylvanien zurückführen.</p> - -<p>Wie alle Dialekte zeigt auch dieser manchfache Eigenthümlichkeiten -in verschiedenen Lokalitäten; allein in ihrer Gesammtheit hat die -pennsylvanisch-deutsche Mundart gewisse Grundzüge, die überall -erkennbar sind und als siegreiches Resultat eines hundertjährigen -Ringens der Pfälzer Mundart mit andern süddeutschen, ja sogar mit -sächsischen und mährischen Dialekten, und namentlich mit der englischen -Sprache, betrachtet werden dürfen.</p> - -<p>Die Ansicht, als seien alle Deutsch-Pennsylvanier von rein deutscher -Abstammung ist eine sehr irrige. Die Namen schon, mehr noch aber -die Stammbäume vieler jetzt ganz deutscher — d. h. pennsylvanisch-deutscher -— Familien in den Landdistrikten bekunden eine schottische,<span class="pagenum"><a name="Page_112" id="Page_112">[112]</a></span> -irische, schwedische oder französische Herkunft. In manchen -Gegenden, wie im Lechathale, hat sich das Deutsche reiner erhalten; -in andern Gegenden, wie im Susquehanna Thale und jenseits des -Alleghany Gebirges, ist es mehr vermengt mit dem Englischen; -überall aber trägt es dieselben Grundzüge, die da sind:</p> - -<p>1. Ein Streben nach Vereinfachung und Verschmelzung wo zwei -verschiedene Vokale (Diphthonge) oder Consonanten zusammen kommen, -wobei sich der stärkere Vokal oder Consonant gewöhnlich -verdoppelt; z. B. auch in aach; klein in kleen; Kinder in Kinner; -Kopf in Kopp. Dasselbe Streben nach Vereinfachung zeigt sich auch -bei den Triphthongen, die zu verwandten Diphthongen werden, wie -Gebäude und Geläute in Gebei und Geleit. Erwähnenswerthe Ausnahmen -bilden ähnlich lautende Worte mit demselben Diphthong, -von denen einer bleibt, der andere verschmilzt, wie Weide (Baum) -bleibt Weide; Weide (Grasfeld) wird zu Weed; Laib (Brod) wird -Leeb; Leib (Körper) bleibt Leib. Merkwürdig ist der Diphthong <i>oi</i>, -der in Hoi, Heu; Roi, Reihe; und Boi (Pie) Kuchen, vorkommt.</p> - -<p>2. Das <i>st</i> hat durchschnittlich den Klang des <i>scht</i>. Ausnahmen -hiervon bilden nur Worte, die aus dem Englischen acceptirt wurden, -und das Wörtchen ist, — das grösstentheils wie das westricher und -englische <i>is</i> ausgesprochen wird; denn nur in wenigen Lokalitäten -hört man noch das eigentliche Pfälzer oder schwäbische <i>isch</i>.</p> - -<p>3. Ueberall ist die Neigung vorherrschend das t in d, b in w, p in b, -g in kh und z in s umzuwandeln.</p> - -<p>4. Von den eigenthümlichsten Kennzeichen des westricher Dialektes, -dem Verwandeln des d und t in r, und dem Verschmelzen des -d und t nach l in ll; wie laden in lare, Gewitter in Gewirrer, halten -in halle, mild in mill — findet man im Pennsylvanisch-Deutschen kaum -eine Spur. Auch ist die Weglassung der Endsylbe <i>en</i> bei weitem -nicht so streng; das <i>n</i> geht zwar oft in einen Nasenlaut auf, der hier -mit einem (’) Apostrophen bezeichnet wird; manchmal wird es auch -ganz fallen gelassen, aber nie das <i>e</i> mit dem <i>n</i>.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Page_113" id="Page_113">[113]</a></span></p> - -<p>5. Auf die Satzbildung hat das Englische einen merklichen Einfluss -ausgeübt. Wo in dieser Beziehung gegen die Regeln der hochdeutschen -Grammatik verstossen zu werden scheint, da ist es immer eine -Vertauschung der englischen Regel für die deutsche, was dem deutschen -Ohr die Satzbildung allerdings oft sehr sonderbar erklingen lässt. -So z. B.: Hen, scherr <i>der</i> blind Gaul uf; mer welle uf <i>der</i> Markt -fahre — (Heinrich, schirre <i>den</i> blinden Gaul auf; wir wollen auf <i>den</i> -Markt fahren).</p> - -<p>Die hie und da vorkommenden hochdeutschen Worte hat <span class="smcap">Harbaugh</span> -nur des Reimes halber eingeführt, und viele englische Ausdrücke, mit -denen er einige seiner Gedichte ursprünglich überladen hatte, sind auf -seinen Wunsch durch pennsylvanisch-deutsche ersetzt worden.</p> - -<p>Schliesslich ist noch zu erwähnen, dass die Schreibweise oder -Orthographie so gewählt wurde, damit die oben angeführten Grundzüge -auch für Leser im alten Vaterlande, oder im Vergleich mit -anderen Werken über deutsche Volksdialekte, so deutlich wie möglich -hervortreten möchten.</p> - -<p class="right">J. M. B.</p> - - -<table summary="Wortverzeichniss, Vocabulary" id="vocab"> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">A</td> - </tr> - <tr> - <td>Abbattig,</td><td></td><td>besonders.<br /></td> - </tr> - <tr> - <td>Aern,</td><td></td><td>Erndte.</td> - </tr> - <tr> - <td>Affis,</td><td><i>office</i>,</td><td>Amtslokal.</td> - </tr> - <tr> - <td>affect,</td><td><i>affect</i>,</td><td>afficiren.</td> - </tr> - <tr> - <td>altfäschen,</td><td><i>old-fashioned</i>,</td><td>altmodisch.</td> - </tr> - <tr> - <td>arg gut,</td><td></td><td>sehr gut.</td> - </tr> - <tr> - <td>artlich,</td><td></td><td>ziemlich.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">B</td> - </tr> - <tr> - <td>Babblelaab,</td><td></td><td>Pappellaub.</td> - </tr> - <tr> - <td>ball,</td><td></td><td>bald.</td> - </tr> - <tr> - <td>bass uff,</td><td></td><td>passe auf.</td> - </tr> - <tr> - <td>Bänks,</td><td><i>bank</i>,</td><td>Ufer.</td> - </tr> - <tr> - <td>Beese,</td><td></td><td>Böse.</td> - </tr> - <tr> - <td><span class="pagenum"><a name="Page_114" id="Page_114">[114]</a></span>Bense,</td><td><i>pence</i>,</td><td>Pfennige.</td> - </tr> - <tr> - <td>beseid,</td><td><i>beside</i>,</td><td>daneben.</td> - </tr> - <tr> - <td>Bisness,</td><td><i>business</i>,</td><td>Geschäft.</td> - </tr> - <tr> - <td>biet,</td><td><i>beat</i>,</td><td>übertreffen.</td> - </tr> - <tr> - <td>blanscht,</td><td></td><td>pflanzt.</td> - </tr> - <tr> - <td>blogt,</td><td></td><td>plagt.</td> - </tr> - <tr> - <td>Boghie,</td><td><i>buggy</i>,</td><td>elegantes, leichtes Fuhrwerk.</td> - </tr> - <tr> - <td>Bole,</td><td><i>bowl</i>,</td><td>Schale.</td> - </tr> - <tr> - <td>Bordkerch,</td><td></td><td>Gallerie der Kirche.</td> - </tr> - <tr> - <td>Bortsch,</td><td><i>porch</i>,</td><td>Portal.</td> - </tr> - <tr> - <td>Bresent,</td><td><i>present</i>,</td><td>Geschenk.</td> - </tr> - <tr> - <td>Brick,</td><td><i>brick</i>,</td><td>Backstein, Brücke.</td> - </tr> - <tr> - <td>Bungert,</td><td></td><td>Baumgarten.</td> - </tr> - <tr> - <td>bummerisch,</td><td></td><td>pommerisch, schwer.</td> - </tr> - <tr> - <td>Buschleit,</td><td></td><td>Leute auf dem Lande.</td> - </tr> - <tr> - <td>Buwele,</td><td></td><td>Büblein.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">C</td> - </tr> - <tr> - <td>Courts,</td><td><i>Courts</i>,</td><td>Gericht.</td> - </tr> - <tr> - <td>compliet,</td><td><i>complete</i>,</td><td>vollständig.</td> - </tr> - <tr> - <td>cunsiddert,</td><td><i>considered</i>,</td><td>bedacht.</td> - </tr> - <tr> - <td>cumpaunde,</td><td><i>compound</i>,</td><td>verständigen, abrechnen.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">D</td> - </tr> - <tr> - <td>Dady, Dädy,</td><td></td><td>Vater.</td> - </tr> - <tr> - <td>dapper,</td><td></td><td>tapfer, schnell.</td> - </tr> - <tr> - <td>darch,</td><td></td><td>dorch, durch.</td> - </tr> - <tr> - <td>däre,</td><td></td><td>dieser.</td> - </tr> - <tr> - <td>Desk,</td><td><i>desk</i>,</td><td>Schreibpult.</td> - </tr> - <tr> - <td>Dheerle,</td><td></td><td>Thürchen.</td> - </tr> - <tr> - <td>Dhier,</td><td></td><td>Thüre.</td> - </tr> - <tr> - <td>Dhreen,</td><td></td><td>Thräne.</td> - </tr> - <tr> - <td>Diehlings,</td><td><i>dealings</i>,</td><td>Verkehr, Geschäfte.</td> - </tr> - <tr> - <td>dichdiglich,</td><td></td><td>tüchtig.</td> - </tr> - <tr> - <td>d’no,</td><td></td><td>nachher.</td> - </tr> - <tr> - <td>dreemisch,</td><td></td><td>träumerisch.</td> - </tr> - <tr> - <td>Drep,</td><td></td><td>Tröpfe.</td> - </tr> - <tr> - <td><span class="pagenum"><a name="Page_115" id="Page_115">[115]</a></span>Drunnel Bett,</td><td><i>trundle bed</i>,</td><td>Rollbett.</td> - </tr> - <tr> - <td>Druwel,</td><td></td><td>Trubel, Sorge.</td> - </tr> - <tr> - <td>Dschäck,</td><td><i>Jack</i>,</td><td>Engl. Abkürz. für John.</td> - </tr> - <tr> - <td>Dscheneral ’Leckschen,</td><td><i>general election</i>,</td><td>Allgemeine Wahl.</td> - </tr> - <tr> - <td>Dschent’lleit,</td><td><i>gentlemen</i>.</td><td></td> - </tr> - <tr> - <td>dschillt,</td><td><i>chilled</i>,</td><td>kalt geworden.</td> - </tr> - <tr> - <td>Dschim,</td><td><i>Jim</i>,</td><td>Engl. Abkürz. für James.</td> - </tr> - <tr> - <td>Dschuryman,</td><td><i>juryman</i>,</td><td>Einer vom Geschworenen-Gericht.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">E</td> - </tr> - <tr> - <td>ebaut,</td><td><i>about</i>,</td><td>eig. ungefähr; hier „ebaut en” — ein sehr.</td> - </tr> - <tr> - <td>eccording,</td><td><i>according</i>,</td><td>gemäss.</td> - </tr> - <tr> - <td>eenig,</td><td></td><td>irgend eine.</td> - </tr> - <tr> - <td>Edschent,</td><td></td><td>Agent.</td> - </tr> - <tr> - <td>enacht,</td><td></td><td>in Acht.</td> - </tr> - <tr> - <td>enanner,</td><td></td><td>einander.</td> - </tr> - <tr> - <td>ennihau,</td><td><i>anyhow</i>,</td><td>wenigstens, jedenfalls.</td> - </tr> - <tr> - <td>ep,</td><td></td><td>ehe.</td> - </tr> - <tr> - <td>eppes,</td><td></td><td>etwas.</td> - </tr> - <tr> - <td>Eppel,</td><td></td><td>Aepfel.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">F</td> - </tr> - <tr> - <td>Fäct,</td><td><i>fact</i>,</td><td>That.</td> - </tr> - <tr> - <td>färewell,</td><td><i>fare well</i>,</td><td>Lebewohl.</td> - </tr> - <tr> - <td>Fäschins,</td><td><i>fashions</i>,</td><td>Moden.</td> - </tr> - <tr> - <td>Fens,</td><td><i>fence</i>,</td><td>Zaun.</td> - </tr> - <tr> - <td>Ferge,</td><td></td><td>Furchen.</td> - </tr> - <tr> - <td>Fifty-six,</td><td></td><td>Sechs und fünfzig Pfund Gewicht.</td> - </tr> - <tr> - <td>Fitz,</td><td></td><td>Ruthe.</td> - </tr> - <tr> - <td>Fitzeel,</td><td></td><td>Ruthenöl.</td> - </tr> - <tr> - <td>fixt,</td><td><i>fixed</i>,</td><td>festgestellt.</td> - </tr> - <tr> - <td>Fla’,</td><td><i>flaw</i>,</td><td>Fehler.</td> - </tr> - <tr> - <td>Floor,</td><td><i>floor</i>,</td><td>Flur.</td> - </tr> - <tr> - <td>Fors,</td><td><i>force</i>,</td><td>Gewalt.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">G</td> - </tr> - <tr> - <td>gaschtig,</td><td></td><td>garstig.</td> - </tr> - <tr> - <td><span class="pagenum"><a name="Page_116" id="Page_116">[116]</a></span>gaunscht,</td><td></td><td>schaukelt.</td> - </tr> - <tr> - <td>gebärrt,</td><td><i>barred</i>,</td><td>verriegelt.</td> - </tr> - <tr> - <td>geclos’t,</td><td><i>closed</i>,</td><td>abgeschlossen.</td> - </tr> - <tr> - <td>gedscheest,</td><td><i>chased</i>,</td><td>gejagt.</td> - </tr> - <tr> - <td>gedschumpt,</td><td><i>jumped</i>,</td><td>gehüpft.</td> - </tr> - <tr> - <td>geele,</td><td></td><td>gelbe.</td> - </tr> - <tr> - <td>gefixt,</td><td><i>fixed</i>,</td><td>hergerichtet.</td> - </tr> - <tr> - <td>Gehm,</td><td><i>game</i>,</td><td>Spiel.</td> - </tr> - <tr> - <td>Gekreider,</td><td></td><td>Kräuter.</td> - </tr> - <tr> - <td>gelänst,</td><td><i>launched</i>,</td><td>hergeben.</td> - </tr> - <tr> - <td>gemixt,</td><td><i>mixed</i>,</td><td>gemischt.</td> - </tr> - <tr> - <td>gepliehst,</td><td><i>pleased</i>,</td><td>erfreut.</td> - </tr> - <tr> - <td>gemisst,</td><td><i>missed</i>,</td><td>verfehlt.</td> - </tr> - <tr> - <td>Geprall,</td><td></td><td>Geprahle.</td> - </tr> - <tr> - <td>geschpeit,</td><td><i>spied</i>,</td><td>erblickt.</td> - </tr> - <tr> - <td>geschteibert,</td><td></td><td>gestützt.</td> - </tr> - <tr> - <td>geseint,</td><td><i>signed</i>,</td><td>unterzeichnet.</td> - </tr> - <tr> - <td>gewott,</td><td></td><td>gewünscht, gewollt.</td> - </tr> - <tr> - <td>g’rescht,</td><td><i>arrested</i>,</td><td>arretirt, verklagt.</td> - </tr> - <tr> - <td>Gut bei,</td><td><i>good by</i>,</td><td>Lebewohl.</td> - </tr> - <tr> - <td>g’wippt,</td><td></td><td>gepeitscht.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">H</td> - </tr> - <tr> - <td>hänkere,</td><td><i>hanker</i>,</td><td>gelüsten.</td> - </tr> - <tr> - <td>Haunds,</td><td><i>hounds</i>,</td><td>Hunde.</td> - </tr> - <tr> - <td>Heemet,</td><td></td><td>Heimath.</td> - </tr> - <tr> - <td>heemelt,</td><td></td><td>anheimeln.</td> - </tr> - <tr> - <td>heert,</td><td></td><td>hört.</td> - </tr> - <tr> - <td>heewe,</td><td></td><td>heben.</td> - </tr> - <tr> - <td>heile,</td><td></td><td>heulen.</td> - </tr> - <tr> - <td>heist,</td><td><i>hoist</i>,</td><td>aufziehen.</td> - </tr> - <tr> - <td>heitsedag,</td><td></td><td>heutzutage.</td> - </tr> - <tr> - <td>Helm,</td><td></td><td>Halme.</td> - </tr> - <tr> - <td>hen,</td><td></td><td>haben.</td> - </tr> - <tr> - <td>Hiwwel, Hiwle,</td><td></td><td>Hügel.</td> - </tr> - <tr> - <td>Hoiet,</td><td></td><td>Heuet.</td> - </tr> - <tr> - <td>Hollerbisch,</td><td></td><td>Holunderbüsche.</td> - </tr> - <tr> - <td>hocke,</td><td></td><td>sitzen, setzen.</td> - </tr> - <tr> - <td><span class="pagenum"><a name="Page_117" id="Page_117">[117]</a></span>Humbuk,</td><td><i>humbug</i>,</td><td>Täuschung.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">I</td> - </tr> - <tr> - <td>imme,</td><td></td><td>in einem.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">J</td> - </tr> - <tr> - <td>Jacht,</td><td></td><td>Getümmel, Geräusch.</td> - </tr> - <tr> - <td>jes, indied,</td><td><i>yes indeed</i>,</td><td>ja, in der That.</td> - </tr> - <tr> - <td>jummert,</td><td></td><td>jammert.</td> - </tr> - <tr> - <td>juscht ’mol,</td><td></td><td>nur einmal.</td> - </tr> - <tr> - <td>juschtament,</td><td></td><td>wirklich.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">K</td> - </tr> - <tr> - <td>Kärridsch reide,</td><td><i>ride in a carriage</i>,</td><td>in einem schönen Fuhrwerk fahren.</td> - </tr> - <tr> - <td>Käsch,</td><td><i>cash</i>,</td><td>baar.</td> - </tr> - <tr> - <td>kee’,</td><td></td><td>keine.</td> - </tr> - <tr> - <td>Kees,</td><td></td><td>Käse.</td> - </tr> - <tr> - <td>Kepp,</td><td></td><td>Köpfe.</td> - </tr> - <tr> - <td>Keschte,</td><td></td><td>Kastanien.</td> - </tr> - <tr> - <td>Klapbord-Fens,</td><td><i>clap-board fence</i>,</td><td>Lattenzaun.</td> - </tr> - <tr> - <td>knitz,</td><td></td><td>schalkhaft.</td> - </tr> - <tr> - <td>Kohleffe,</td><td></td><td>Kohlenöfen.</td> - </tr> - <tr> - <td>Kräcks,</td><td><i>cracks</i>,</td><td>Risse.</td> - </tr> - <tr> - <td>kreislich,</td><td></td><td>(von grässlich) sehr.</td> - </tr> - <tr> - <td>Krick,</td><td><i>creek</i>,</td><td>Bach.</td> - </tr> - <tr> - <td>Krischdag,</td><td></td><td>Christtag.</td> - </tr> - <tr> - <td>Krutze,</td><td><i>cob</i>,</td><td>Welschkorn-Griebs.</td> - </tr> - <tr> - <td>Kunne-Miehl,</td><td></td><td>Kunden-Mühle.</td> - </tr> - <tr> - <td>Kunschtabler,</td><td><i>constable</i>,</td><td>Gerichtsbeamter.</td> - </tr> - <tr> - <td>kumme raus,</td><td></td><td>machen Staat.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">L</td> - </tr> - <tr> - <td>Lah,</td><td><i>law</i>,</td><td>Gesetz.</td> - </tr> - <tr> - <td>Ledscherbuch,</td><td><i>ledger</i>,</td><td>Hauptbuch.</td> - </tr> - <tr> - <td>leie,</td><td></td><td>liegen; lei’ für liegt.</td> - </tr> - <tr> - <td>Lettcher,</td><td></td><td>Lättchen.</td> - </tr> - <tr> - <td>lewig,</td><td></td><td>lebendig.</td> - </tr> - <tr> - <td>liewe,</td><td></td><td>liebe.</td> - </tr> - <tr> - <td>loh,</td><td></td><td>niedrig, gemein.</td> - </tr> - <tr> - <td>lohnsom,</td><td><i>lonesome</i>,</td><td>einsam.</td> - </tr> - <tr> - <td>Lofletters,</td><td><i>love letters</i>,</td><td>Liebesbriefe.</td> - </tr> - <tr> - <td><span class="pagenum"><a name="Page_118" id="Page_118">[118]</a></span>lubt,</td><td><i>looped</i>,</td><td>mittelst Schleife befestigen.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">M</td> - </tr> - <tr> - <td>mänedscht,</td><td><i>managed</i>,</td><td>verwaltet, besorgt.</td> - </tr> - <tr> - <td>Mäntelbord,</td><td><i>mantel-piece</i>,</td><td>Kamingesimse.</td> - </tr> - <tr> - <td>meh’,</td><td></td><td>mehr.</td> - </tr> - <tr> - <td>Meeschter,</td><td></td><td>Meister.</td> - </tr> - <tr> - <td>mied,</td><td></td><td>müde.</td> - </tr> - <tr> - <td>Misserie,</td><td><i>misery</i>,</td><td>Elend.</td> - </tr> - <tr> - <td>mitnanner,</td><td></td><td>mit einander.</td> - </tr> - <tr> - <td>Muschkrotte,</td><td></td><td>Moschusratten.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">N</td> - </tr> - <tr> - <td>Nau,</td><td><i>now</i>,</td><td>jetzt, nun.</td> - </tr> - <tr> - <td>naus,</td><td></td><td>hinaus.</td> - </tr> - <tr> - <td>neiser,</td><td><i>nice</i>,</td><td>artig.</td> - </tr> - <tr> - <td>Nescht,</td><td></td><td>Aeste.</td> - </tr> - <tr> - <td>net,</td><td></td><td>nicht.</td> - </tr> - <tr> - <td>Niss,</td><td></td><td>Nüsse.</td> - </tr> - <tr> - <td>nooch,</td><td></td><td>nach; zum Unterschied von noch.</td> - </tr> - <tr> - <td>nor’d,</td><td></td><td>nachher.</td> - </tr> - <tr> - <td>Noschen,</td><td><i>notion</i>,</td><td>Neigung.</td> - </tr> - <tr> - <td>Notis,</td><td><i>notice</i>,</td><td>Nachricht.</td> - </tr> - <tr> - <td>numme,</td><td></td><td>nur einmal.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">O</td> - </tr> - <tr> - <td>owig,</td><td></td><td>oberhalb.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">P</td> - </tr> - <tr> - <td>Pihwie,<a name="FNanchor_1" id="FNanchor_1"></a><a href="#Footnote_1" class="fnanchor">[A]</a></td><td>(<i>Muscicapa phebe.</i>)</td><td></td> - </tr> - <tr> - <td>plenti,</td><td><i>plenty</i>,</td><td>genug.</td> - </tr> - <tr> - <td>plehn,</td><td><i>plain</i>,</td><td>deutlich.</td> - </tr> - <tr> - <td>Plicht,</td><td></td><td>Pflicht.</td> - </tr> - <tr> - <td>Pool,</td><td><i>poll</i>,</td><td>Stimmplatz.</td> - </tr> - <tr> - <td>Pränks,</td><td><i>pranks</i>,</td><td>Possenstreiche.</td> - </tr> - <tr> - <td>pretend,</td><td><i>pretend</i>,</td><td>vorgegeben.</td> - </tr> - <tr> - <td><span class="pagenum"><a name="Page_119" id="Page_119">[119]</a></span>Proposal,</td><td><i>proposal</i>,</td><td>Vorschlag.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">R</td> - </tr> - <tr> - <td>Räpps,</td><td><i>raps</i>,</td><td>Ohrfeigen.</td> - </tr> - <tr> - <td>rechel,</td><td></td><td>rechne, erachte.</td> - </tr> - <tr> - <td>Rees,</td><td><i>race</i>,</td><td>Mühlbach.</td> - </tr> - <tr> - <td>rejert,</td><td></td><td>regnet.</td> - </tr> - <tr> - <td>Rehs,</td><td><i>race</i>,</td><td>Wettlauf.</td> - </tr> - <tr> - <td>rei’,</td><td></td><td>herein.</td> - </tr> - <tr> - <td>Rigel,</td><td><i>rail</i>,</td><td>Queerriegel des Zauns.</td> - </tr> - <tr> - <td>Roi,</td><td></td><td>Reihe.</td> - </tr> - <tr> - <td>Rhud,</td><td></td><td>Ruthe.</td> - </tr> - <tr> - <td>Ruhl,</td><td><i>rule</i>,</td><td>Regel.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">S</td> - </tr> - <tr> - <td>Schap,</td><td><i>shop</i>,</td><td>Schuppen.</td> - </tr> - <tr> - <td>Scherze,</td><td></td><td>Schürzen.</td> - </tr> - <tr> - <td>schiepisch,</td><td><i>sheepy</i>,</td><td>schaafsmässige.</td> - </tr> - <tr> - <td>schier,</td><td></td><td>beinahe.</td> - </tr> - <tr> - <td>schkippe,</td><td><i>skip</i>,</td><td>stossweis fliegen, überhüpfen.</td> - </tr> - <tr> - <td>schlick,</td><td><i>sleek</i>,</td><td>glatt.</td> - </tr> - <tr> - <td>schlohe,</td><td><i>slow</i>,</td><td>langsam.</td> - </tr> - <tr> - <td>schmärt,</td><td><i>smart</i>,</td><td>flink.</td> - </tr> - <tr> - <td>schnock,</td><td><i>snug</i>,</td><td>wohl verwahrt.</td> - </tr> - <tr> - <td>Schoh,</td><td><i>show</i>,</td><td>Schauausstellung.</td> - </tr> - <tr> - <td>Speicher,</td><td></td><td>Dachstube.</td> - </tr> - <tr> - <td>schpreie,</td><td><i>spry</i>,</td><td>lebhafter, feuriger.</td> - </tr> - <tr> - <td>schpukig,</td><td></td><td>gespenstig.</td> - </tr> - <tr> - <td>Schpuchte,</td><td></td><td>Neckereien.</td> - </tr> - <tr> - <td>Schqueier,</td><td><i>Esquire</i>,</td><td>Friedensrichter.</td> - </tr> - <tr> - <td>Schreiwes,</td><td></td><td>etwas Geschriebenes.</td> - </tr> - <tr> - <td>schreeks,</td><td></td><td>schräg.</td> - </tr> - <tr> - <td>schtärt,</td><td><i>start</i>,</td><td>abreisen.</td> - </tr> - <tr> - <td>Schteil,</td><td><i>style</i>,</td><td>Art, Lebensart.</td> - </tr> - <tr> - <td>Schtenner,</td><td></td><td>Standfass.</td> - </tr> - <tr> - <td>schtoppt,</td><td><i>stopped</i>,</td><td>hält an.</td> - </tr> - <tr> - <td>schur,</td><td><i>sure</i>,</td><td>sicher.</td> - </tr> - <tr> - <td><span class="pagenum"><a name="Page_120" id="Page_120">[120]</a></span>Schwalme,</td><td></td><td>Schwalben.</td> - </tr> - <tr> - <td>sehft,</td><td><i>saves</i>,</td><td>spart.</td> - </tr> - <tr> - <td>sehm,</td><td></td><td>selbe, dasselbe.</td> - </tr> - <tr> - <td>seifere,</td><td><i>cypher</i>,</td><td>rechnen.</td> - </tr> - <tr> - <td>selli, seller,</td><td></td><td>selbige, jener.</td> - </tr> - <tr> - <td>sellmol,</td><td></td><td>damals.</td> - </tr> - <tr> - <td>seinscht,</td><td><i>sign</i>,</td><td>unterzeichnest.</td> - </tr> - <tr> - <td>Sent,</td><td><i>cent</i>,</td><td>Pfennig.</td> - </tr> - <tr> - <td>Set,</td><td></td><td>Paar, Partie, Gesellschaft.</td> - </tr> - <tr> - <td>Sill,</td><td><i>sill</i>,</td><td>Schwelle.</td> - </tr> - <tr> - <td>Sinn,</td><td></td><td>Sünde.</td> - </tr> - <tr> - <td>sitscht,</td><td></td><td>sitzest.</td> - </tr> - <tr> - <td>Sold’scher,</td><td><i>soldier</i>,</td><td>Soldat.</td> - </tr> - <tr> - <td>Sool,</td><td><i>soul</i>,</td><td>Seele.</td> - </tr> - <tr> - <td>Suht,</td><td><i>suit</i>,</td><td>Klage, Prozessverhandlu’g</td> - </tr> - <tr> - <td>sunnerbari,</td><td></td><td>sonderbare.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">T</td> - </tr> - <tr> - <td>’täggt,</td><td><i>tagged</i>,</td><td>angeschlagen im Kinderspiel.</td> - </tr> - <tr> - <td>Tollhaus,</td><td><i>toll</i>,</td><td>Zoll-Haus.</td> - </tr> - <tr> - <td>Tornpeik,</td><td><i>turnpike</i>,</td><td>Chaussee.</td> - </tr> - <tr> - <td>Träw’lers,</td><td><i>travelers</i>,</td><td>Reisenden.</td> - </tr> - <tr> - <td>Tschäps,</td><td><i>chaps</i>,</td><td>Burschen.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">U</td> - </tr> - <tr> - <td>ufgedresst,</td><td><i>dressed up</i>,</td><td>herausgeputzt.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">V</td> - </tr> - <tr> - <td>Vendu,</td><td><i>vendue</i>,</td><td>öffentliche Versteigerung.</td> - </tr> - <tr> - <td>vernaddert,</td><td></td><td>vernarrt.</td> - </tr> - <tr> - <td>vermisst,</td><td><i>missed</i>,</td><td>nicht getroffen.</td> - </tr> - <tr> - <td>verschpettle,</td><td></td><td>verspotten.</td> - </tr> - <tr> - <td>verschwappe,</td><td><i>swap</i>,</td><td>vertauschen.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">W</td> - </tr> - <tr> - <td>wackrig,</td><td></td><td>wach, hell.</td> - </tr> - <tr> - <td>Wälli,</td><td><i>valley</i>,</td><td>Thal.</td> - </tr> - <tr> - <td><span class="pagenum"><a name="Page_121" id="Page_121">[121]</a></span>wammer,</td><td></td><td>wenn man.</td> - </tr> - <tr> - <td>Wassum,</td><td>Waasen.</td> - </tr> - <tr> - <td>watscht,</td><td><i>watched</i>,</td><td>beobachtet.</td> - </tr> - <tr> - <td>werri, selli werri,</td><td><i>very</i>,</td><td>sehr, gerade dieser.</td> - </tr> - <tr> - <td>wieschte,</td><td></td><td>wüste.</td> - </tr> - <tr> - <td>Wip,</td><td><i>whip</i>,</td><td>Peitsche, Ruthe.</td> - </tr> - <tr> - <td>Wolkegedimmel,</td><td></td><td>Wolkengetümmel.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">X</td> - </tr> - <tr> - <td>’xäktly,</td><td><i>exactly</i>,</td><td>genau.</td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3" class="tdc">Z</td> - </tr> - <tr> - <td>Zeppel,</td><td></td><td>Zöpfchen.</td> - </tr> - <tr> - <td>Zuhk,</td><td></td><td>Zug.</td> - </tr> -</table> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Footnote_1" id="Footnote_1"></a><a href="#FNanchor_1"><span class="label">[A]</span></a> (The Fly-catcher), ein kleiner Vogel, der mehr als sicherer Vorbote des Frühlingswetters -als seines Gesanges wegen beliebt ist. Der Obertheil des Körpers ist -dunkel-olivenfarbig, der ganze Untertheil hellgelb. In der Volkssprache heisst er -schlechtweg Pihwie (Engl.) <i>Pewit</i>.</p> - -</div> - -</div> - -<div class="figcenter" style="width: 300px;"> - -<img src="images/footer-flowers.jpg" width="300" height="60" alt="(decorative)" /> - -</div> - - - - - - - - -<pre> - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Harbaugh's Harfe, by Henry Harbaugh - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK HARBAUGH'S HARFE *** - -***** This file should be named 51467-h.htm or 51467-h.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/1/4/6/51467/ - -Produced by Jan-Fabian Humann and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This file was -produced from images generously made available by The -Internet Archive) - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. 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It -exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations -from people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future -generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see -Sections 3 and 4 and the Foundation information page at -www.gutenberg.org - - - -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the -mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its -volunteers and employees are scattered throughout numerous -locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt -Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to -date contact information can be found at the Foundation's web site and -official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. 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