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-The Project Gutenberg EBook of Harbaugh's Harfe, by Henry Harbaugh
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
-other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of
-the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
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-
-Title: Harbaugh's Harfe
- Gedichte in Pennsylvanisch-Deutscher Mundart
-
-Author: Henry Harbaugh
-
-Release Date: March 15, 2016 [EBook #51467]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: UTF-8
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK HARBAUGH'S HARFE ***
-
-
-
-
-Produced by Jan-Fabian Humann and the Online Distributed
-Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This file was
-produced from images generously made available by The
-Internet Archive)
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-
-[Illustration: Wohnhaus der Eltern Harbaugh’s, in Franklin County, Pa.]
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-
- Harbaugh’s Harfe.
-
- GEDICHTE
-
- IN
-
- Pennsylvanisch-Deutscher Mundart.
-
- VON
-
- H. HARBAUGH, D. D.
-
- HERAUSGEGEBEN VON
- B. BAUSMAN.
-
- REFORMED CHURCH PUBLICATION BOARD,
- No. 54 NORTH SIXTH STREET, PHILADELPHIA.
-
- 1870.
-
- Entered according to Act of Congress, in the year 1870, by the
- REFORMED CHURCH PUBLICATION BOARD,
- in the Clerk’s Office of the District Court of the United States,
- in and for the Eastern District of
- Pennsylvania.
-
- ELECTROTYPED BY
- JAS. B. RODGERS CO.
- PHILADELPHIA.
-
-
-
-
-Vorrede.
-
-
-Folgende Gedichte, in Pennsylvanisch-deutscher Mundart geschrieben,
-erschienen ursprünglich im „Guardian”. Dr. HARBAUGH wurde oft gebeten
-eine Sammlung derselben in Buchform herauszugeben, welches er auch
-beabsichtigte. Leider blieb dieser Wunsch seiner vielen Freunde durch
-seinen frühen Tod unerfüllt. HARBAUGH hat diese Gedichte geschrieben,
-nicht ich; allein er ist mir ein theurer Freund gewesen -- ist es immer
-noch, obgleich im Jenseits. Dankbare Liebe zu ihm sowie zu dem Volk,
-in dessen Sprache er diese Lieder singt, bewegt mich dieses Werkchen
-herauszugeben. Auf vielen Seiten -- in Amerika wie in Europa -- ist
-der Wunsch für sein Erscheinen laut geworden. Den vielen Freunden,
-welche auf verschiedene Weise bei den Vorbereitungen des Unternehmens
-mitwirkten, sei hiermit herzlich gedankt. Namentlich Herrn E. D.
-LEISENRING, B. F. TREXLER, Pastor S. K. BROBST und Pastor A. J. G.
-DUBBS von Allentown, sowie Hrn. J. M. BECK vom „Reading Adler,” der
-es unternahm die Schreibweise zu ordnen und der die Wörter-Tabelle im
-Anhang des Buches bereitete.
-
-Die Holzschnitte sind alle nach Original-Zeichnungen angefertigt. Das
-alt Schulhaus, Die alte Miehl, die HARBAUGH’sche Heimath und Der alte
-Feierheerd wurden an Ort und Stelle, in Franklin County, von Herrn J.
-A. BECK von Harrisburg skizzirt. Die Bilder zum Kerchegang in alter
-Zeit und Heemweh zeichnete Herr DAN. DEVLIN von Reading, Pa. Der Ertrag
-des Verkaufs dieses Buches soll Dr. HARBAUGH’s Familie zu gut kommen.
-
-Diese Harfe giebt eine Darstellung des Volks- und Familien-Lebens der
-Deutsch-Pennsylvanier. Von der Wiege bis zum Grabe, aus der Familie,
-Schule und Kirche wird manches liebliche Bild gemalt. Möchte die lieben
-Leser bitten „Die Harfe” nicht an die Weiden zu hängen, sondern recht
-oft ihre schönen Klänge im Kreise der Familie ertönen zu lassen.
-
-B. BAUSMAN.
-
-_Reading, Pa., Mai, 1870._
-
-
-
-
-Inhalts-Verzeichniss.
-
-
- _Seite_
-
- Einleitung, 7
-
- Zum A’denke an Dr. Heinrich Harbaugh, 9
-
- Das alt Schulhaus an der Krick, 13
-
- Die neie Sort Dschent’lleit, 21
-
- Der Belsnickel, 23
-
- Der alte Feierheerd, 25
-
- Die Schlofschtub, 31
-
- Der reiche Herr im Deich, 37
-
- Das Krischkindel, 39
-
- Die alt Miehl, 45
-
- Busch un Schtedtel, 51
-
- Der Rejeboge, 53
-
- Der Pihwie, 59
-
- Der Kerchegang in alter Zeit, 61
-
- Will widder Buwele sei’, 65
-
- Lah Bisness, 69
-
- Heemweh, 77
-
- The Old School-House at the Creek, 87
-
- The Old-Time Hearth-Fire, 95
-
- Home-Sickness, 99
-
- The Old Sleeping Room, 106
-
- Wortverzeichniss, 111
-
-
-
-
-Verzeichniss der Bilder.
-
-
- Wohnhaus der Eltern Harbaugh’s, Vorderseite.
-
- Das Alt Schulhaus an der Krick, _Seite_ 12
-
- Der Alte Feierheerd, 27
-
- Die Alt Miehl, 44
-
- Der Kerchegang in Alter Zeit, 63
-
- Heemweh, 82
-
-
-
-
-Einleitung.
-
-
-Heinrich Harbaugh wurde den 28. October, 1817, nahe bei Waynsboro’,
-Franklin County, Pa., geboren. In 1736 kam sein Ur-Grossvater, YOST
-HARBAUGH, aus der Schweiz nach Amerika. Er kaufte sich eine Bauerei
-„drei Meilen oberhalb der Maxatawny Creek,” in Maxatawny Township,
-Berks County, Pa. Aus diesem Stamm wuchsen die Zweige der zahlreichen
-HARBAUGH Familie in Amerika.
-
-HEINRICH HARBAUGH’s Vater, GEORGE HARBAUGH, war ein einfacher
-fleissiger Bauer. Seine Mutter war eine geborne Schneider, von
-Lancaster County, Pa. Beide Eltern gehörten zur Reformirten Kirche, in
-welchem Glauben sie ihre Kinder treu zu erziehen suchten. Sie hatten
-zwölf Kinder, wovon HEINRICH das zehnte war.
-
-Von früher Jugend an hatte er eine Vorliebe zum Studiren. Er sollte
-Bauer oder Handwerker werden; allein er selbst fühlte sich zum
-Predigtamt berufen. Er blieb seinen Eltern getreu, und arbeitete
-fleissig als ein Ackersmann. Dabei aber liebte er Bücher, und sparte
-jeden Cent, um dieselben zu kaufen. Damals hatte man blos während
-etlichen Winter-Monaten Schule. In der übrigen Zeit studirte er
-nach Gelegenheit. Er hatte den Gebrauch, ein Buch in seiner Tasche
-nachzutragen. Beim Pflügen, während er die Pferde in der Furche ruhen
-liess, and Mittags während sie ihr Futter frassen, las er fleissig. Das
-Schulhaus für jene Gegend stand neben einem Bach, eine kurze Strecke
-von seiner Heimath. Seine Schul-Erfahrungen und Erinnerungen, bewogen
-ihn das „Schulhaus an der Krick” zu schreiben.
-
-Endlich fühlte er sich durch einen Gewissens-Zwang bewogen, sich dem
-Studium zu widmen. Allein dazu fehlten ihm die Mittel. Er entschloss
-sich am Schreinerhandwerk zu arbeiten, welches er theilweise gelernt
-hatte, um sich das nöthige Geld zu verdienen. Sein Scheiden von dem
-elterlichen Hause wird in einem Bilde dieses Buches dargestellt. Wie er
-von dem Hof in die Kutsche steigt, steht seine weinende Mutter auf der
-Portsch, mit dem Schurz vor dem Gesicht.
-
-Damals reiste er nach Ohio, wo er etliche Jahre lang abwechselnd
-als Schreiner arbeitete und in die Schule ging. Endlich konnte er
-als Student in Marshall College und das Theologische Seminar in
-Mercersburg, Pa., eintreten. Allein wegen Mangel an Mitteln musste er
-seinen Cursus in diesen Anstalten abkürzen.
-
-Als Pastor bediente er drei verschiedene Gemeinden. Von 1843 bis 1850
-war er Seelsorger der reformirten Gemeinde in Lewisburg, Pa. In 1850
-folgte er einem Ruf von der ersten reformirten Gemeinde in Lancaster,
-Pa. Nachdem er zehn Jahre hier gewirkt hatte, wurde er Prediger der
-St. Johannis Gemeinde von Lebanon, Pa. In 1863 erwählte ihn die Synode
-der Reformirten Kirche in den Vereinigten Staaten als Professor der
-Theologie im Seminar zu Mercersburg, Pa.
-
-HARBAUGH war während einem Jahr vor seinem Tode leidend gewesen. Am 28.
-December, 1867, entschlief er sanft in dem Herrn.
-
-Er war zweimal verheirathet. Das erste Mal mit Mary Goodrich von
-Ohio, welche in 1847 starb. Das zweite Mal mit Mary Louisa Linn von
-Lewisburg, Pa. Er hinterlässt neben dieser sieben Kinder.
-
-HARBAUGH war ein Kanzelredner ersten Ranges. Auch wurde er später als
-Theolog berühmt. Mit Anfang seines Amtes gründete er den „_Guardian_,”
-eine englische Monatsschrift, welche er für einen Zeitraum von 17
-Jahren redigirte. Als Schriftsteller leistete er Vieles. Er schrieb 3
-Bände über „The Future Life,” oder das Leben der Seligen im Himmel;
-„The Life of Schlatter,” 1 Band; „Fathers of the Reformed Church,” 2
-Bände; „The True Glory of Woman,” 1 Band; „The Birds of the Bible,” 1
-Band, „Harbaugh’s Poems,” 1 Band; nebst einer Anzahl kleiner Schriften.
-Auch hat er einen Commentar über den Heidelberger Katechismus
-geschrieben, welcher wahrscheinlich das kommende Jahr im Druck
-erscheinen wird.
-
-Obschon HARBAUGH beinahe ausschliesslich in englischer Sprache schrieb,
-war er doch von Haus aus ein sogenannter Deutsch-Pennsylvanier. In
-seinem väterlichen Haus wurde Pennsylvanisch-Deutsch gesprochen. Den
-eigenthümlichen Geist dieses Volkes saugte er von seiner frühesten
-Kindheit ein. Er liebte dessen Gebräuche, dessen kindlichen Sinn und
-dessen schlichte Frömmigkeit, und fühlte sich nirgends so wohl zu Haus
-als in den Familien und grossen deutschen Kirchen Ost-Pennsylvaniens.
-Bei seinen Besuchen unter diesem Volk bemühte er sich jedesmal, etwas
-aus dessen geschichtlichem Leben zu sammeln und aufzubewahren.
-
-Die Ost-Pennsylvanier lernten ihn herzlich lieben. Wenn er predigte,
-strömte das Volk in Schaaren herbei. Seine Predigten waren tief und
-doch einfach, gründlich und doch verständlich. Er war ein Auswuchs aus
-ihrem eigenen Leben.
-
-Als Pennsylvanish-deutscher Dichter musste er Bahn brechen. Man war
-damals noch nicht einig darüber, ob diese Sprache einen besondern
-Dialekt bilde. Er schrieb für das Volk in der Volkssprache, und das
-Volk las seine gemüthvollen Gedichte an den Feuerheerden und lachte und
-weinte darüber.
-
-Sein Tod machte einen tiefen und traurigen Eindruck auf seine
-zahlreichen Freunde englischer und deutscher Zunge. Sonntags nach
-seinem Heimgang verkündete mancher Prediger der Gemeinde von der
-Kanzel, mit Thränen in den Augen: „Unser lieber Bruder HARBAUGH
-ist in die Ruhe gegangen.” Nebst dem Leichen-Gottesdienst, welcher
-in Mercersburg gehalten worden, wurden in vielen grossen Gemeinden
-Ost-Pennsylvaniens, in gedrängten Kirchen, besondere Leichenreden
-gehalten, wo Thränen der trauernden Liebe reichlich flossen. Als ein
-Zeichen dieser allgemeinen Trauer geben wir folgendes Gedicht, welches
-damals erschien.
-
-_B. B._
-
-
-
-
-ZUM A’DENKE AN DR. HEINRICH HARBAUGH.
-
-VOM EHRW. C. Z. WEISER.
-
-
- Dei’ Harf hengt an der Wand im Eck;
- Die Schpinne, die webt ’n Drauer-Deck,
- Mit Schtaab schwerzt sie es aus.
- Die Schrauwe all minanner los;
- Die Seede waxe zu mit Moos --
- Der Senger is vum Haus!
-
- Wie ungern sag’ ich, was ich meen!
- Doch du kumscht ewig nimme heem,
- So lang die Welt noch schteht!
- Dann du warscht allfart frieh un schpoht,
- Un dei’ Harf wär net so vergroht,
- Sie war dir nie verleedt.
-
- Ich meen ich dhet ah, wann ich schteh
- Und an die Wand in’s Eck nei’ seh,
- En Liedche Heere geh’!
- ’S is wie ’n Orgel an’re Leich,
- Gans duhs un doch in Droscht so reich --
- ’S is traurig, aber schee’!
-
- Dess is -- so bild ich mir gern ei’,
- Un ’s kennt ah werklich Wohret sei’ --
- Dei’ Loblied wo ich heer’;
- Das iwwer die gans Kerch ergeht
- Un aus so gar viel Herze weht,
- Als dei’ verdiente Ehr’.
-
- M’r lest ah heifig in der Schrift,
- Dass nooch sei’m Dodt ’n frommer Krischt
- Zerick losst en Echo;
- Sei’ Erwet schtoppt, doch schterbt er net,
- Er ruht un draamt schee’ in sei’m Bett --
- Sei’ Werke folge no’h!
-
- So scheint mer’s juscht as ob ich kennt
- Die Weis noch heere wann am End
- Vum Lied der Singer schtoppt.
- ’S Schneckhorn weht als fort vum Meer,
- Wann’s Dhierle hauss is, un es leer
- Im dunkle Eckschank hockt.
-
- Ich nemm die Harf dann vun d’r Wand,
- Un trag sie sachte in der Hand
- ’Naus uf der Weide Baam!
- Sie schpielt dei’ Loblied prächtig dort,
- Zu dei’m A’denke immerfort,
- Wie imme siese Draam.
-
- Du kummscht ah nimmemeh dervor,
- Du g’heerscht nau zumme annere Khor,
- Dort b’halte sie dich ah.
- Dort hot dei’ Lied en anneri Art,
- Sei’ Harf is nei un himmlisch zart --
- ’S sin dausent Seede dra’!
-
- Leb wol, du liewer guter Mann!
- Sing fort vum Moses un vum Lamm,
- Mit gute Krischet all’;
- Mir weile noch en wenig do,
- Dann kummt dir Eens ums Anner no’h --
- Ja, wer wees ah wie bal’!
-
-
-
-
-[Illustration: Das Alt Schulhaus an der Krick.]
-
-
-
-
-Harbaugh’s Harfe.
-
-
-
-
-_DAS ALTE SCHULHAUS AN DER KRICK._
-
-
- Heit is ’s ’xäctly zwansig Johr,
- Dass ich bin owwe naus;
- Nau bin ich widder lewig z’rick
- Un schteh am Schulhaus an d’r Krick,
- Juscht neekscht an’s Dady’s Haus.
-
- Ich bin in hunnert Heiser g’west,
- Vun Märbelstee’ un Brick,
- Un alles was sie hen, die Leit,
- Dhet ich verschwappe eehig Zeit
- For’s Schulhaus an der Krick.
-
- Wer mied deheem is, un will fort,
- So loss ihn numme geh’ --
- Ich sag ihm awwer vorne naus
- Es is all Humbuk owwe draus,
- Un er werd’s selwert seh’!
-
- Ich bin draus rum in alle Eck’,
- M’r macht’s jo ewwe so;
- Hab awwer noch in keener Schtadt
- Uf e’mol so viel Freed gehat
- Wie in dem Schulhaus do.
-
- Wie heemelt mich do alles a’!
- Ich schteh, un denk, un guck;
- Un was ich schier vergesse hab,
- Kummt widder z’rick wie aus seim Grab,
- Un schteht do wie en Schpuck!
-
- Des Krickle schpielt verbei wie’s hot,
- Wo ich noch g’schpielt hab dra’;
- Un unner selle Hollerbisch
- Do schpiele noch die kleene Fisch,
- So schmärt wie selli Zeit.
-
- Der Weisseech schteht noch an der Dhier --
- Macht Schatte iwwer’s Dach:
- Die Drauwerank is ah noch grie’ --
- Un’s Amschel-Nescht -- guk juscht mol hi’ --
- O was is dess en Sach!
-
- Die Schwalme schkippe iwwer’s Feld,
- Die vedderscht is die bescht!
- Un sehnscht du dort am Giebeleck
- ’N Haus vun Schtopple un vun Dreck?
- Sell is en Schwalme-Nescht.
-
- Die Junge leie allweil schtill,
- Un schlofe alle fescht.
- Ward bis die Alte kriege Werm
- No’d herscht du awwer gross Gelerm --
- Vun Meiler in dem Nescht!
-
- Ja, alles dess is noch wie’s war
- Wo ich noch war en Buh;
- Doch anner Dings sin net meh so,
- For alles dhut sich ennere do
- Wie ich mich ennere dhu.
-
- Ich schteh wie Ossian in seim Dhal
- Un seh in’s Wolkeschpiel, --
- Bewegt mit Freed un Trauer -- ach!
- Die Dhrene kumme wann ich lach!
- Kanscht denke wie ich fiehl.
-
- Do bin ich gange in die Schul,
- Wo ich noch war gans klee’;
- Dort war der Meeschter in seim Schtuhl,
- Dort war sei’ Wip, un dort sei’ Ruhl, --
- Ich kann’s noch Alles seh’.
-
- Die lange Desks rings an der Wand --
- Die grose Schieler drum;
- Uf eener Seit die grose Mäd,
- Un dort die Buwe net so bleed --
- Guk, wie sie piepe rum!
-
- Der Meeschter watscht sie awwer scharf,
- Sie gewe besser acht:
- Dort seller, wo lofletters schreibt
- Un seller, wo sei Schpuchte treibt,
- Un seller Kerl wo lacht.
-
- Die Grose un die Kleene all
- Sin unner eener Ruhl;
- Un dess is juscht der rechte Weg:
- Wer Ruhls verbrecht, der nemmt die Schleg,
- Odder verlosst die Schul.
-
- Inwennig, um der Offe rum
- Hocke die kleene Tschäps,
- Sie lerne artlich hart, verschteh,
- Un wer net wees sei’ A B C --
- Sei’ Ohre kriege Räpps.
-
- S’is hart zu hocke uf so Benk --
- Die Fiess, die schteh’n net uf --
- En Mancher kriegt en weher Rick
- In sellem Schulhaus an der Krick,
- Un fiehlt gans krenklich druff.
-
- Die arme Drep! dort hocke se
- In Misserie -- juscht denk!
- Es is kee’ Wunner -- nemm mei Wort --
- Dass se so wenig lerne dort,
- Uf selle hoche Benk.
-
- Mit all was mer so sage kann,
- War’s doch en guti Schul;
- Du finscht keen Meeschter so, geh, such --
- Der seifre kann darch’s ganze Buch,
- Un schkippt keen eeni Ruhl.
-
- Bees war er! ja, dess muss ich g’schteh;
- G’wippt hot er numme zu;
- Gar kreislich gute Ruhls gelehrt
- Un wer Schleg kriegt hot, hen se g’heert,
- Hot eppes letz gedhu’.
-
- Wann’s Dinner war, un Schul war aus,
- Nor’d hot mer gut gefiehlt;
- Dheel is ’n Balle-Gehm gelunge,
- Dheel hen mitnanner Rehs g’schprunge,
- Un Dheel hen Sold’scher g’schpielt.
-
- Die grose Mäd hen ausgekehrt --
- Die Buwe nausgeschtaabt!
- Zu helfe hen en Dheel pretend,
- Der Meeschter hot sie naus gesendt:
- Die Ruhls hen’s net erlaabt.
-
- Die kleene Mäd hen Ring geschpielt
- Uf sellem Waasum da;
- Wann grose Mäd sin in der Ring --
- ’S is doch en wunnervolles Ding! --
- Sin grose Buwe ah!
-
- Die Grose hen die Grose ’taggt,
- Die Kleene all vermisst!
- Wie sin se g’schprunge ab un uf,
- Wer g’wunne hot, verloss dich druf,
- Hot dichdiglich gekisst!
-
- Am Chrischdag war die rechte Zeit --
- Oh wann ich juscht dra’ denk!
- Der Meeschter hen mer naus geschperrt,
- Die Dhier un Fenschter fescht gebärrt --
- „Nau, Meeschter, en Geschenk!”
-
- Nor’d hot er awwer hart browirt,
- Mit Fors zu kumme nei’;
- Un mir hen, wie er hot gekloppt,
- ’N Schreiwes unne naus geschtoppt,
- „Wann’s seinscht, dann kannscht du rei!”
-
- Nau hot der Meeschter raus gelänst,
- Gar kreislich schiepisch ’gukt!
- Eppel un Keschte un noch meh’,
- ’S war juschtement in fäct recht schee’,
- Mir hen’s mit Luschte g’schluckt.
-
- Oh wu sin nau die Schieler all,
- Wo hawe do gelernt?
- ’N Dheel sin weit ewek gereest,
- Vum Unglick uf un ab gedscheest,
- Dheel hot der Dodt geärnt!
-
- Mei Herz schwellt mit Gedanke uf,
- Bis ich schier gar verschtick!
- Kennt heile, ’s dhut m’r nau so leed,
- Un doch gebt’s mir die greeschte Freed,
- Dess Schulhaus an der Krick.
-
- Gut bei! alt Schulhaus -- Echo kreischt
- Gut bei! Gut bei! zurick;
- O Schulhaus! Schulhaus! muss ich geh’,
- Un du schtehscht nor’d do all allee’,
- Du Schulhaus an der Krick!
-
- Oh horcht, ihr Leit, wu nooch mir lebt,
- Ich schreib eich noch des Schtick:
- Ich warn eich, droh eich, gebt doch Acht,
- Un nemmt uf immer gut enacht,
- Des Schulhaus an der Krick!
-
-
-
-
-_DIE NEIE SORT DSCHENT’LLEIT._
-
-
- O heert, ihr liewe Leit, was sin des Zeite;
- Dass unser eens noch dess erlewe muss!
- ’N jeder Baurebuh muss Kärridsch reide,
- Un Baure-Mäd, die schleppe rum in Seide,
- Un Niemand nemmt an all dem Schtolz Verdruss.
-
- ’N eegne Boghie hot ’n jeder Baurebuh,
- ’N schpreier Gaul un G’scherr mit Silwerb’shlege druf,
- Un plenti Zehrgeld ah im Sack, -- do is kee’ Ruh,
- Am Samschdag gehn die Dschent’lleit ’m Schtedt’l zu
- Un schtelle dort am deirschte Wertshaus uf.
-
- Wie is des junge Baurevolk doch ufgedresst,
- Wie heewe se die Kepp so schteif un hoch!
- Wie dhun se in die schtolze Fäsch’ns renne,
- M’r kann se nimme vun de Schtadtleit kenne,
- Sie mache all ihr Hochmuths-Wege nooch.
-
- D’er Vatter denkt: Was hab ich schmärte Sehne,
- Die Mutter sagt: Mei Mäd die kumme raus!
- So Schteil koscht Geld. Ja well, m’r kann jo lehne.
- Sell geht ’n Weil, bass uf, du werscht’s ball sehne,
- Der Vatter „geht d’r Bungert Fens ball ’naus.”
-
- Vor Alters war es als en Sinn un Schand,
- Meh’ Schulde mache as m’r zahle kann;
- ’Sis net meh so: m’r gebt juscht Notis dorch die Editors
- M’r het geclos’t, un dhet cumpaunde mit de Creditors,
- Wer so betriegt, der is en Dschent’lmann.
-
- Wie lebt m’r nau? Ich sehn du weescht noch nix!
- M’r lebt juscht wie d’rvor: des fixt die Lah!
- M’r eegent nix -- die Fraa hot’s all in Hand --
- M’r is ihr Edschent, mänedscht Geld un Land
- Un geht nau in die Koscht bei seiner Fraa!
-
-
-
-
-_DER BELSNICKEL._
-
-
- O kennscht du den wieschte, den gaschtige Mann?
- Hu! -- derf m’r den Kerl e Mensch heese?
- Ja, dass er en Mensch is mag glaawe wer kann,
- Er gukt mir zu viel wie der Beese!
-
- Seh juscht ’mol sei’ Aage, sei Naas -- alle Welt! --
- Er dhut ’s Maul uf un zu wie die Scheere;
- ’N Schwanz wie ’n Ochs, ja, des hot er, gelt?
- Un en horiger Belz wie die Bäre.
-
- Kummt der in dei’ Haus, dann gebt’s Lärme genunk,
- Er sucht die nixnutzige Kinder!
- Un find ’r eens, geht er uf eemol zum Punkt,
- Un dengelt gar bumm’risch die Sinder.
-
- Er schtellt sich do hi’ mit d’r forchtbare Rudh,
- Un brummelt sei’ drohende Rede;
- Do werre die Kinner uf eemol arch gut
- Un fange recht heftig a’ bete!
-
- War eens -- wie’s manchmol der Fall is -- recht knitz;
- Wollt d’ klee’ Fitz der Mutter verschpettle:
- Ich wett, es lacht net for d’r Belsnickelfitz --
- Es dhut um gut Wetter gschwind bettle.
-
- Nau schittelt d’r Belsnickel grausam sei’ Sack,
- Raus falle die Kuche un Keschte;
- Wer gut is, kann lese, -- wer schlecht is, den -- whack! --
- Den schmiert ’r mit Fitzeel zum Beschte.
-
- Vum Belsnickel hab ich nau ebbes gelernt,
- Des wer’ ich ah nie net vergesse:
- Nooch dem dass mer se’t werd eem ah in der Aernt
- Die Frucht vun seim Werk ausgemesse.
-
-
-
-
-_DER ALTE FEIERHEERD._
-
-
- Die alte Dichter lowe schmärt
- ’S Holsfeier uf’m Feierheerd;
- Ihr Schreiwes heemelt unser eem --
- Ich les ’s gern -- es kummt mir heem!
- ’S is mir wie aus ’m Herz geredt;
- Ich fiehl wie wann ich’s sehne dhet.
-
- ’S is heitsedag net meh’ der Fall;
- Kohleffe sehnt mer iwerall
- Un bei de Leit dass recht hoch schtehn
- Is net emol en Feier zu sehn!
- Du schtaunscht? ’s is so -- verloss dich druff --
- Die Hitz kummt aus’m Keller ruff!
-
- Do is m’r oft recht iwel dra’;
- Wo sitzt m’r hi’? -- wo gukt m’r na’?
- G’wohnt is m’r an die alte Leier
- Un nix scheint recht -- m’r gukt for’s Feier!
- Wek mit so Fäschens -- ’sin nix werth --
- Geb mir der alte Feierheerd.
-
- For seller Platz trag ich im Herz
- Fascht immerfort ’n Heemweh-Schmerz;
- Was ich ah dhu, wo ich ah bin,
- Dort gehne mei’ Gedanke hin.
- Es bleibt m’r immer lieb un werth
- Der alte, warme Feierheerd.
-
- Der Hinnerklotz war dick un rund,
- Un vorne dra’ die Feierhund,
- Uf selli dhut m’rs kleenere Hols,
- Nor’d schteigt die Flamm gar hell un schtolz;
- Un wann d’r Schtormwind drausse haust,
- Wie dann d’r Zuhk im Schornschtee’ braust.
-
- Im Vorroth hot m’r Hols bereit
- Un ufgepeilt uf eener Seit;
- Un driwe schteht, nach alter Ruhl,
- Der gutgewor’ne Schieneschtuhl.
- Die Zang un Schaufel hen ihr Zweck;
- M’r schtellt sie dort in’s Schornschtee’ Eck.
-
- Sell Mäntelbord -- was halt’s so viel! --
- Die Lichterschteck un Kaffemiehl,
- Die Biegeleise, gross un klee’,
- Seht m’r dort all beisamme schteh’;
- Die Schwewelhelzer noch d’rzu --
- M’r kennt net ohne selli dhu!
-
- Nau wammer Owets sitzt un gukt
- Wie’s doch dort in de Kohle schpukt!
- Es glieht un schtrahlt -- weiss, schwarz un roth --
- Nau gans lewendig, un nau dodt;
- M’r gukt un denkt -- m’r werd gans schtill,
- Un kann juscht sehne was m’r will!
-
- Wie schee’ wammer der Owet schpendt
- Am Feier bis es nunnerbrennt;
- M’r meent die Kohle suche Ruh,
- Die Weissesch dschillt un deckt sie zu;
- Sie gewe sich so dreemisch hin,
- Wie Aage, wann se schläfrig sin!
-
- Hot m’r ’n g’wisser Freind beiseit,
- M’r sehnt viel meh’ bei solcher Zeit!
- Wann zwee mitnanner guke, scheint
- Das Heerdfeier herrlich, guter Freind!
- Un bischt du eens vun sellem Paar,
- Dann sagscht net gern, wer’s anner war!
-
- Do heest’s, es werre Junge oft,
- Wie gans vernaddert, unverhofft!
- Sie sehne in der Kohlegluth
- ’N Haus vor sich -- ’n scheenes Gut --
- Un wolle mitenanner fort
- Zu hause an dem scheene Ort.
-
- Ich glaab net viel an Hexerei --
- Mag sei’, ’s is eppes so debei!
- Eens wees ich awer gans gewiss:
- Es gebt keen Platz wie seller is;
- Er schpukt m’r immer vor dem Herz
- Un weckt ’n Art vun Freedeschmerz.
-
- Denk ich an sell alt Mäntelschtick,
- Dann kummt mei’ Kindheet widder z’rick;
- Dann lebt der gute Vater noch --
- Dann is die Mammi widder Koch!
- Un die Geschwischter -- all zerschtreit --
- Versammle an der Owetzeit!
-
- Vor mir ’n Buwele, zart un klee’,
- Liegt’s Lewe widder wunnerschee’!
- Die Hoffnung lächelt freedig fort
- Wie’s Bildwerk an de Kohle dort!
- Hier haw’ ich was mei’m Herz gefellt,
- Loss brause drauss die rauhe Welt!
-
-
-
-
-[Illustration:
-
- Was ich ah dhu -- wo ich ah bin --
- Dort gehne mei Gedanke hin,
- Es bleibt m’r immer lieb un werth
- Der alte, warme Feierheerd.]
-
-
-
-
-_DIE SCHLOFSCHTUB._
-
-
- Als Pilger geh ich widder hin
- In’s Haus, wo ich gebore bin --
- Do tret m’r awer leis!
- Mei Herz tregt wie ’n heilig Ding,
- Die G’fiehle, die ich mit mir bring,
- Heem vun der lange Reis!
-
- Was is mer des ’n g’wohnter Weg
- Zum zwette Schtock, uf däre Schteeg;
- Wie oft bin ich do nuf!
- Wie’s sellmol war, so is es noch noch --
- Im Waschbord dort ’n Knorreloch:
- Guck mol! es schteht noch uf.
-
- Nein Treppe -- ’s braucht kee’ Zehles do --
- Ich wett dich was du wit, ’s is so --
- Juscht vier hot sell klee’ Schteeg.
- Der Riegel hot uns Schpass gemacht;
- M’r Buwe hen do g’rutscht un g’lacht --
- Der Däd war net um d’Weg.
-
- Sell Fenschter dort -- guck juscht mol hi --
- Die Läde g’macht vun Lettcher grie’,
- Wie immer sin noch zu;
- Uns Owetlicht fallt in d’r Gang
- So schpuckig bleech -- ’s werd m’r schier bang --
- Was ich doch fiehle dhu!
-
- Bal bin ich froh, bal dhut’s m’r leed,
- So halb in Forcht, so halb in Freed,
- Geh ich die Treppe nuf!
- Die Dheer grad owe an der Schteeg --
- Mit Seifze ich die Schlenk a’reg,
- Mit Dhreene mach ich uf!
-
- Du alti Schtub! wie manche Nacht
- Hab ich im Schlof do zugebracht,
- Wo ich noch war en Kind!
- In sellem Eck, dort war mei Bett;
- Wann ich’s vergesse kennt -- wär’s net
- ’N arge Schand un Sind!
-
- Wie hot m’r g’schlofe selli Zeit,
- So find m’rs net bei grosse Leit --
- Ich schlof ah nimme’ so;
- Viel Johre mache’s Kisse hart,
- D’no leit m’r ewe wackrig dort --
- M’r is net meh so froh!
-
- Der Mond is uf -- er is juscht voll --
- ’R piept zum Fenschter rei -- guck mol --
- Un scheint uf’s Bett un Floor.
- Was regt sich an der Wand? ich glaab,
- ’S is Schatteschpiel von Babblelaab:
- So hab ich’s g’seh’ zuvor.
-
- ’S is Alles schtill, es regt sich nix,
- Juscht nau am Fenschter kreischt ’n Kricks
- In seller hohle Sill;
- Horch! dart im Schank die Dodteuhr!
- Wees woll es is en Holzworm nur;
- Doch wott ich, er wär schtill.
-
- Wann’s G’schpenschter gebt -- ich denk es dhut --
- Der Platz, die Zeit, die wär grad gut;
- Sie sin verleicht ah hier!
- Ich sehn mit Aage wol nix so,
- Doch fiehl ich als wär Ebbes do;
- Wie fei’rlich werd’s doch mir!
-
- Ja, Geischter sin’s vom Kindheets-Kreis;
- Sie kumme heilig, sanft un leis
- Iwer die Johre’ bei.
- Sie schpiegle vor mei’m Herze dar
- Die frohe Zeit, die sellmol war,
- Un kann nau nimme’ sei’!
-
- ’S sin Unschulds-Geischter, froh un schlicht
- Sie wandle do im Mondelicht,
- Sie danse’ an der Wand;
- Will wette’, Engel sin net weit
- Von unsre scheene Kinnerzeit,
- Die lei’t an’s Himmels Rand!
-
- So Geischter sin uns Mensche’ gut,
- Wie’s ah die Biwel sage’ dhut,
- Do zweif’l ich ewig net;
- Sie wache, dass uns Nachts nix blogt,
- Wann mer sei’ „Unser Vater” sagt,
- Bevor m’r geht in’s Bett.
-
- Dess hot die Mammi fescht behaabt,
- Mir Kinner hens ah so geglaabt,
- M’r hen ah so gedhu’.
- Du sagscht verleicht: „Des ganse Ding
- Is weiter nix als Einbilding” --
- Dummheet! was weescht dann du?
-
- Bei mir hot’s doch recht gut gedhu’;
- Ich macht’ dann ah die Aage’ zu,
- Un ruhig war die Nacht.
- Ich dhu’s ah noch, un’s geht noch gut,
- Ich glaab gewiss, dass wer des dhut,
- Der hot ’n Engelswacht.
-
- Hab oft gewott -- verleicht is’s Sind --
- Ich wär als noch juscht so’n Kind,
- Wie sellmol an dem Ort.
- Doch will ich b’halte, wann ich kann,
- Die Kindheetsunschuld in ’m Mann;
- D’noh lebt’s Kind in m’r fort.
-
- Ei guck, wie schnell der Mond nuf eilt;
- Wie lang hab ich mich doch verweilt!
- Ich muss nau widder geh’.
- Gut Nacht, klee’ Stübche’! halt, ich meen
- ’S wär Ebbes in mei’m Aag -- ’n Dhreen!
- Der Abschied, der dhut weh!
-
-
-
-
-_DER REICHE HERR IM DEICH._
-
-
- Der Bauer Batdorf war gar reich,
- Un schrecklich schtolz dabei;
- Es war keen Land im ganze Deich
- Wie’s Batdorf’s Bauerei.
-
- Bei’m Batdorf war en deitscher Knecht,
- Der war net juscht so dumm;
- Hot g’wisst was letz is, un was recht,
- Was grad is, un was krumm.
-
- „Ich hab’,” sagt Batdorf zu sei’m Knecht,
- „Das beschte Land im Deich;
- Von dir ich nau ’mol wisse mecht,
- Warum bin ich so reich?”
-
- „Ei ja,” sagt Hans, „des wees ich wol.”
- „Loss here -- wie? -- warum?”
- „Ich wees net, ob ich’s sage soll --
- Du schlegscht mich schteif un krumm!”
-
- »Dei Antwort is mir eweviel,
- ’S macht mich g’wiss net bees;
- Ich bin die fett Maus in d’r Miehl’,
- Die Katz am grosse’ Kees!
-
- „’Raus mit d’r Farb’, mei’ schmärter Knecht,
- Was macht mich Herr vum Deich?
- Ich doch dei’ Meening wisse mecht’,
- Warum bin ich so reich?”
-
- »Well, wann ich muss, dann muss ich, denk,
- Ich dhu’s gewiss net gern;
- Du hoscht die Schuld, wann ich dich krenk,
- Mei’ reicher Herr verzern!
-
- »Als Krischtus in der Wieschte war,
- Da kam der Satan nah,
- Un hot ihn dort versucht sogar,
- Er soll ihn bete’ a’.
-
- »Un wann er’s dhet, dann keem ihm zu
- D’r Reichdhum aller Welt!
- D’r Heiland hot ihn abgedhu’:
- Wek, Satan, mit dei’m Geld!
-
- »Domols warscht du net weit ewek --
- Heerscht dem Propos’l zu,
- Fallscht uf dei’ Knie un rufscht gans keck:
- Horch, Satan, ich will’s dhu!
-
- „Darum sitscht du in fetter Weed,
- Un bischt d’r Herr im Deich,
- Wann m’r den Satan so anbet’,
- D’noh macht er Eem gern reich.”
-
-
-
-
-_DAS KRISCHKINDEL._
-
-
- O du liewer Kindheeds-Krischdag!
- Lebscht noch wack’rig in mei’m Herz;
- Denk ich an dich, was ’n Pulsschlag
- Fiehl ich, was en Heemweh-Schmerz!
- Dunkle Wolke sehn ich henke
- Zwische mir un seller Zeit;
- Du scheinscht awer in mei’m Denke
- Beschtes Licht der Kindheeds-Freid.
-
- Ja, ich sehn der Krischtbaam funkle,
- Schmunzle an der Schtuwe Wand;
- Was en Licht war sell im Dunkle,
- Himmel schee’ im Erdeland.
- Wer kann zehle die Geschenke,
- Niss un Zucker allerlei!
- Muss m’r schtaune, muss m’r denke,
- Wer schafft all’ die Sache bei!
-
- Dess war schur des gut Krischkindel,
- Es hot alles dess gemacht;
- Heerscht du net sei’ Belleklingel
- In der schtille Krischdag Nacht?
- Iwer Berge, Hiwwel, Fense
- Jagt es mit sei’m Schlitte bei;
- Schtoppt am Haus un schluppt gans sacht’
- Mit sei’m Sack am Schornschtee’ nei’.
-
- ’S is Alles schtill! Die Kinner schtecke
- Schnock im Bett un draame schee’;
- Santa Claus werd sie net wecke,
- Er dhut all sei’ Sach allee’;
- Hengt d’r Baam mit scheene Sache,
- Schleicht herum im ganse Haus,
- Legt sei’ Gabe ’raus mit Lache,
- Un dann -- Ho! -- zum Schornschtee’ naus!
-
- Mecht den Wunnermann ’mol sehne,
- Doch er is zu schlick un schlau!
- Schmohkt un lacht er, wie Leit meene?
- Is sei’ Bart so lang un grau?
- Hot er Backe roth wie Eppel?
- Is sei’ G’sicht so breed un fett?
- Hengt sei’ lang Haar imme Zeppel?
- Is er so gar kreislich nett?
-
- Un sei Renndhier -- acht im Schlitte!
- Ach, ich mecht ihn sehne geh’;
- Dess is g’fahre, dess is g’ritte,
- Iwer Froscht un Eis un Schnee!
- Er dhut bei sich selwer lache,
- Net weil’s fahre geht so gut;
- Awer weil er so viel Sache
- An der Kinner Krischtbaam dhut.
-
- Dheel Leit meene, dess wär Fawel,
- Es wär keen Krischkindel so;
- Vegel peifen nach dem Schnawel,
- Schlohe Krischte glaawe schloh.
- Ich hab es noch nie gesehne
- In der heil’gen Krischtennacht;
- Doch sehn ich den Krischtbaam funkle,
- Sag ich: es hot dess gemacht.
-
- Sei gegriesst, du scheenes Mennle,
- Bleiwe immer frisch un jung;
- Deine Giete, deine Wunner
- Singt jo jede Kinnerzung.
- Komme wieder -- komme ewig
- Komme freidig, sanft un sacht;
- Zier’ d’r Krischtbaam for die Kinner
- In der heil’gen Krischtdag Nacht!
-
-
-
-
-[Illustration:
-
- En alt Gebei, das dort im Schatte kiehl,
- Recht mitte in de geele Weide schteht --
- Sell is die gut altfäschen Kunne-Miehl.]
-
-
-
-
-_DIE ALT MIEHL._
-
-
- Dort unne in der Wälli an der Krick
- Sehnscht du ’n Grup vun geele Weide schteh’?
- Sehnscht ah ’n Toolhaus un en Tornpeik Brick,
- Wo lange Babble schiesse in die Heh?
- Un sehnscht dorch’s Silwer Weidelaab Geschpiel,
- Wann juscht der Wind die Nescht ’n wenig weht --
- En alt Gebei, das dort im Schatte kiehl,
- Recht mitte in de geele Weide schteht?
- Sell is die gut altfäschen Kunne-Miehl.
-
- Ihr Dach geboge wie ’n g’sunke Grab,
- Die schwarze Schindle halb gedeckt mit Moos,
- Die Wend geschteipert -- ’sin verschprunge, glaab --
- Ja, werklich, aus de Kräcks wakst frisches Gras.
- Die triewe Fenschtre, mit Geweb bedeckt,
- Vun Schpinne Neschter, mache schpukig Licht;
- Un wo ’n Scheib verbroche is, dort schteckt
- En alter Hut, der dhut sei’ letschte Plicht.
- Was doch des ganse Ding Gedanke weckt!
-
- Un sehnscht owig der Miehl en Weide Roi?
- Sie schlängelt dort so schreeks am Hiwel hi’,
- Uf eener Seit die Wiss. Wie schee’ im Mai
- Die Vegel singe dort, vergesst m’r nie!
- Sell is der Rees. Dort hab ich oft geschpei’t
- Muschkrotte, Schlange an de griene Bänks;
- Sie leie schlefrig uf der Summer Seit;
- Nor’d wammer se verschreckt, gebt’s awer Pränks.
- Sie hasse Buwe meh’ wie grosse Leit.
-
- Die Miehl! ’n Schtick vum Dach schteht owe naus;
- Dort hengt ’n Schtrick, den lupt m’r an die Seck;
- Sell hebt sie schee’ vum Wagebett heraus,
- Un heist se händig in die owere Schteck.
- Sell is ’n arg gut Ding -- es sehft viel Mieh:
- Nau hot der Miller net viel Druwel meh;
- Inwennig is es ah gefixt gans nei;
- Der Weeze nau laaft selwer uf die Schtee’
- Un ’s Mehl kummt unne ’raus, vun Kleie frei.
-
- Es is blessirlich in die Miehl zu geh’,
- Abbattig wammer warte soll uf’s Mehl;
- Nor’d hot m’r Zeit un kann recht alles seh’,
- Sell is for Buwe als des beschte Dheel.
- Dann geht m’r an d’r Damm un fischt en Weil,
- Un macht sich Peife vun de Weide Beem,
- Sell macht der Z’rickweg nor’d zur kleene Meil;
- M’r hockt sich uf der Sack un peift sich heem:
- D’r Gaul kann langsam geh’, ’s hot jo kee’ Eil.
-
- Der Miller war ebaut en neiser Mann;
- Er hot eem gern sei’ Gärt un Angle g’lehnt,
- Un so sei’ Messer; ja, ich muss, ich kann
- Geschteh’, er hot’s mit Buwe gut gemeent
- Un ehrlich war er ah, bis uf der Sent.
- Bei’m Mister Braun war kee’ Verdacht,
- Sei’ Buschel un sei’ Toolbox, wie mer’s nennt,
- Hen alles gans recht an der Mann gebracht,
- Un wie er’s g’saat hot, so war’s juschtement.
-
- Es war net alsfort so in sellere Miehl!
- So sage ennihau schier alle Leit.
- ’S muss Eppes dra’ sei’, for m’r heert gar viel
- Wie’s dort g’driewe war in frieherer Zeit.
- Es heest, ’n schlechter Mann mit Name Reischt,
- Het falsch gewoge, falsch gemesse dort!
- Un endlich het en schwarzer beeser Geischt,
- Mit Leib un Seel ’mol Nachts der Miller fort!
- Heer’ dess, Betrieger, wo un wer du seischt!
-
- Guk, owe an der Dheer, dort fehlt en Scheib --
- Es heest m’r dhut umsunscht en neies nei’!
- Der Reischt hot noch kee’ Ruh, un in sei’m G’treib
- Kummt er als Nachts an sellem Scheibloch rei’!
- Hab oft mit Wunner an sell Loch gegukt;
- For alle Leit hen fescht geglaabt, dass noch
- Der Reischt in seller alte Miehl ’rum schpukt,
- Un aus un ei’ geht an dem Scheibeloch!
- Die Zeiding hot emol dervu’ gedruckt!
-
- Nekscht an der Miehl wohnt noch en alte Fraa,
- (Sunscht heert m’r vun der Sach nau weiters nix)
- Sie sagt der Reischt wär als noch iwel dra’
- Un dragt am Hals noch zwee grosse Fifty-six!
- Er jummert Nachts! un ruft aus -- „Tool, Tool, Tool!”
- Bald schtosst er aus die schauerlichschte Fluch!
- Bald bet er -- „O mei’ Seel, mei’ Seel, mei’ Sool!”
- Bald kratzt er eppes in sei’m Ledscherbuch!
- Un sagt -- „Dess is net mei’! dess haw ich g’schtohl’!”
-
- ’S mag sei’ wie’s will -- wer in die Biewel gukt
- Sehnt, dass Betrug am End sei’ Elend find.
- Un wann der Reischt ah in der Miehl net schpukt,
- So biest sei’ Seel’ doch for sei’ wieschte Sind’.
- Die Gnade dauert aus die Gnadezeit;
- Un ’s geht daher en Weil verleicht recht gut;
- Doch endlich treibt’s der beese Mensch zu weit!
- Wann er sei’ letschte Schtreech Gottloses dhut,
- Nor’d kummt die Pein in langer Ewigkeit!
-
-
-
-
-_BUSCH UN SCHTEDTEL._
-
-
- Dheel Buschleit hen keen Luscht deheem,
- Sie hänkere’ nooch der Schtadt;
- Vor mei’ Dheel, ich hab immer noch
- Kee’ Noschen so gehatt.
-
- ’S mag gut genung im Schtedtel sei’ --
- Geb mir das griene Land;
- Do is net alles Haus un Dach,
- Net alles Schtroos un Wand.
-
- Was hot m’r in der Schtadt vor Freed?
- ’S is nix as Lärm un Jacht,
- M’r hot kee’ Ruh de’ ganse Dag,
- Kee’ Schloof die ganse Nacht.
-
- Die Buwe guke matt un bleech;
- Die Mäd sin weiss un dinn;
- Sie hen wol scheene Kleeder a’,
- ’S is awer nix rechts drin.
-
- Die Schtadtleit sin zu zimberlich;
- Sie rege schier nix a’;
- Sie brauche’ net ihr weisse Hend,
- Aus Forcht, ’s kummt eppes dra’!
-
- Mir is zu wenig Grienes do,
- Kee’ Blumme un kee’ Beem;
- Wann ich ’n Schtund im Schtedtel bin,
- Dann will ich widder heem.
-
-
-
-
-_DER REJEBOGE._
-
-
- In d’r scheene Natur sin gar viel scheene Sache,
- Die Blumme, wo bliehe, die Kricklen, wo lache,
- Die Vegel, wo singe, die Wolke, wo fliege,
- Die Wasser, wo herrlich im Sunnelicht liege,
- Die Dhäler, die Hiwle, die Felder un Wisse,
- Die Berge, die schier gar der Himmel dhun kisse;
- Bin ich awer nau net gar kreislich betroge,
- So biet se bei weitem der schee Rejeboge!
-
- Was macht er abattige Freed for die Kinner! --
- Wees dess, wann ich mich an mei’ Kindheed erinner.
- Die Sunn is ah schee, awer sie is m’r g’weehnt,
- So Schterne un Mond, die m’r alle Nacht sehnt;
- Wees wol, dass die Calennermacher dhun melde,
- Das were gar grosse, erschtaunliche Welte:
- ’S mag sei’ wie sie sage -- un wär er ah kleener,
- Ich b’schteh druff -- der Boge is dausent mol scheener.
-
- Wann Dunner un Wetter im Summer gehn iwwer,
- Dann kanscht du was sehne am Himmel, mei’ Liewer,
- Es hebt sich des Wetter im Weschte en wenig,
- Nor’d gukt die Sunn ’raus wie ’n glorreicher Keenig;
- Dann gebt’s in ihr Schtrahle en Droppe-Gewimmel
- Un dort schteht der Boge im dunkele Himmel!
- Een Fuhs uf de Berge, un een Fuhs im Dhale,
- Den Schoh kanscht du sehne un brauchscht nix bezahle!
-
- Filosofers, die sin gar weis heitsedage,
- Un hen hoche Dinge vum Boge zu sage:
- „Des is die Natur -- die dhut all dess so mache.”
- Ihr grosses Geplapper macht mich numme lache!
- Was geb ich um all ihre dumme Natur;
- Mei’ Boge messt keener mit so eener Schnur;
- Sie schwetze mir gut -- es is alles geloge,
- For niemand als Gott macht d’r schee’ Rejeboge!
-
- Horch net uf die G’lernte, loss sie numme schwetze.
- Sie roppe dir juscht alles Scheene in Fetze;
- Wek, wek mit dem g’scheide Geprall un Gedengel,
- Glaab liewer, d’r Boge sei Brick for die Engel!
- Eens wees ich g’wiss, dorch ihn dhut Gott kunde
- Sei Zeiche der Liewe im ewigen Bunde:
- So lang dass der Boge am Himmel dhut schtehe,
- Kann nie meh die Erde mit Wasser vergehe!
-
- Sell schteht in der Biwel, sell is ewig sicher!
- Ihr G’lernte ihr kritzelt m’r gut in eier Bicher,
- Macht numme eier Dafeln, eier Muschter un Dinge,
- Zu zeige wie dess die Natur dhut vollbringe;
- Weisst mir eier armselig Gettle vun G’setze,
- Ich will’s mit der Biwel vum Drohn herab setze!
- Weit iwwer dem Himmel will ich en Gott zeige,
- Der eier Gettle g’macht hot -- vor ihm sott ihr beige.
-
- Was hen m’r als G’schpass g’hat an dem Rejeboge!
- Wie hot uns die Mammi als freindlich betroge!
- „Gukt, Kinner, der Boge im Bungert dort draus,
- Er schteht mit eem Fuhs gar net weit vor’m Haus;
- Geht hi’ wo er schteht, dort findet ihr liege
- Viel goldene Leffel, ihr kennt sie leicht kriege --
- Ja, goldene Leffel, un Gabeln, un Bole,
- Un goldene Bense! -- Wollt ihr se net hole?”
-
- Nor’d sin m’r gedschumpt, un gerennt un geschprunge,
- Gegaunscht un geschneppert, gekrische un g’sunge!
- O wann ich dra’ denk, muss ich heit noch recht lache;
- Der vedderscht, der krikt wol ’s meenscht vun de Sache!
- ’S Gras, lang un nass, war verwikelt abscheilich;
- Do is m’r geschtolpert, geparzelt gar kreilich.
- Die Mammi, die sah vun der Bortsch mit Vergniege
- Das Springe, die goldene Sache zu kriege.
-
- An der Bungert Fens owe, do schtand er gar schee’,
- Goss goldene Dinge herab in den Klee.
- Dort hi’ sin m’r g’schprunge, do schtand er -- ach leider!
- Gar herrlich un schee’, en paar Felder breed weiter!
- Dann ging’s widder los, wie? -- weescht wol ohne sage --
- Wie Hauns, die den Hersch dhun uf’s neie ufjage:
- Es ging iwwer Fense, un Felder un Ferge;
- Und da! -- ja, nor’d schtand er dort draus in de Berge!
-
- Nau, neeher bei’m Heile, un weiter vum Lache,
- Segt eens zu dem annere -- „Was is do se mache?
- Der Goldmacher-Boge, der weicht immer weiter;
- M’r gehn besser heem, dess wär’ verleicht g’scheiter
- Es heest, wieschte Zwerge im Berg trage Belse,
- Un schmeisse die Kinner mit mechtige Felse!
- Was helft uns des Gold, m’r kann’s jo net esse;
- Un was? wann die Zwerge uns fange un fresse!”
-
- Nor’d sin m’r zerick -- die Mammi hot g’schmunselt,
- Ihr liebliche Aage gans rings um gerunselt.
- „Wo is dann eier Gold? -- in Secke un Scherze?”
- „Nix, Mutterche!” sagten mir Kinner mit Schmerze.
- „Ja, dess is en g’schpassige goldene Leiter,
- Sie schtellt ihren Fuhs immer weiter un weiter,
- Un endlich verliert m’r sie gans in de Berge,
- Dort wohne die wiescht’ Menschefresser, die Zwerge!”
-
- Nor’d sagte die Mammi, gar lieblich un leise:
- „Ich wott eich mit diesem Bedrug nur beweise,
- Wie’s geht mit de schlechte Gold liebende Leite;
- Gold lockt sie in’s Erre, Gold fiehrt sie in’s Weite;
- Das Glick, das sie suche, das dhun sie net finde,
- Un falle dabei noch in allerlee Sinde.
- Der Dodt find sie endlich im dunkele Berge,
- Do fange sie Geischter noch beeser wie Zwerge!”
-
- „Die Erde gebt Gold zu den weltlich Gesinnte,
- Es lei’t awer immer Verfiehring dahinte!
- Der schee’ Rejeboge im Wolkegedimmel
- Weist iwwer die Erde zum goldene Himmel:
- Er zeigt Gottes Treie, die nimmer dhut weiche,
- Un macht ah die Seele in Ewigkeit reiche.
- Vergesst net, ihr Kinner, wie eich hot betroge
- Das Suche um Gold bei dem goldene Boge.”
-
-
-
-
-_DER PIHWIE._
-
-
- Pihwie, Pihwie, Pihwittitie!
- Ei, Pihwie, bischt zerick?
- Nau hock dich uf der Poschte hi’
- Un sing dei’ Morgeschtick.
-
- Hoscht lang verweilt im Summerland,
- Bischt seit Oktower fort;
- Bischt drunne ordlich gut bekannt?
- Wie geht’s de Vegel dort?
-
- ’S is schee’ dort uf de Orenschbeem:
- Gell, dort gebt’s gar kee’ Schnee?
- Doch fiehlscht du als recht krank for heem
- Wann’s Zeit is for se geh’!
-
- Bischt doch uns all recht willkumm do;
- Denk, du bischt net zu frieh,
- Der Morge gukt emol net so --
- Gell net, du klee’ Pihwie?
-
- Pihwie! wo bauscht du dess Johr hi’?
- Kannscht wehle, wo du witt;
- Witt du am Haus ’n Plätzeli?
- Ich dheel d’rs willig mit.
-
- Ich geb’ d’r neier Dreck for nix,
- Geilshoor un Flax un Helm;
- Nemmscht’s ennihau! -- Ich kenn dei Tricks,
- Du schmärter kleener Schelm!
-
- Dess is juscht G’schpass, mei Pihwiefreind,
- Ich rechel dich kee’ Dieb!
- Hettscht mit mei’m Gold dei Nescht geleint,
- Du wärscht m’r juscht so lieb.
-
- ’N Fruchtjohr ohne dich, Pihwie,
- Wär wie ’n leeri Welt!
- Dei Dienscht, mei liewes Vegeli,
- Bezahlt m’r net mit Geld!
-
- Pihwie, wie’n milde Luft du bringscht!
- Die Friehjohrssunn, wie schee’!
- ’S gebt nau, weil du ’mol Morgets singscht,
- Kee’ Winterdage meh’.
-
- Pihwie, Pihwie, Pihwittitie!
- Bin froh, du bischt zerick;
- Nau hock dich uf d’r Poschte hi’.
- Un sing dei’ Morgeschtick!
-
-
-
-
-_DER KERCHEGANG IN ALTER ZEIT._
-
-
- Es dhut eem gans vun Herze leed,
- Wann m’r an’s Alte denkt;
- Nau geht fascht alles iwerzwerg,
- In Land un Stadt, in Haus un Kerch --
- M’r fiehlt sich recht gekrenkt.
-
- Denk juscht emol an’s Kerche-Geh’!
- Wie war’s in alter Zeit?
- Darch Hitz un Kelt’, darch Schtaab un Schnee,
- Is Alles gange, Gross un Klee’,
- Bei reich’ un arme Leit.
-
- M’r is net jehtig nei’ gerennt,
- Gekleppert mit de Schuh;
- Schee’ is m’r gange, sacht un bleed,
- Im Schtuhl sich leis in Hut gebet, --
- Sell wert nau net gedhu!
-
- In’s Lied hot alles ei’geschtimmt --
- Sell Singe war en Freed!
- Nau dhut fascht Niemand ’s Maul meh uf --
- Zum Singe gehn die Bordkerch nuf
- Paar Buwe un Paar Mäd!
-
- Mit Demuth hot m’r zugehorcht
- Was ah der Parre sagt;
- Nau sitzt m’r schtolz wie Dschurymann,
- Gukt, wie der Mann doch schwetze kann!
- Un wie er sich betragt!
-
- Die alte Wohrhet hot m’r g’liebt,
- Un selwer angewennt;
- Nau denkt m’r, als m’r schläfrig sitzt:
- Wie doch der Mann die Sinder schwitzt!
- Er gebt’s ’n juschtement!
-
- Un wann m’r in der Sity wohnt,
- Schliesst m’r sich an kee’ Ort:
- Wo juscht ’n grosser Schwetzer brillt,
- Do werd gewiss die Kerch gefillt,
- Un unser eens is dort!
-
- Was Hutlerei! was Hutlerei!
- Die Leit hen leichte Kepp;
- ’S is alles leer -- kee’ Saft, kee’ Salz,
- ’N Brote’ ohne G’schmack un Schmalz,
- ’N schlappiges Geschlepp!
-
-
-
-
-[Illustration:
-
- In’s Lied hot alles ei’geschtimmt;
- Sell Singe war en Freed.]
-
-
-
-
-_WILL WIDDER BUWELE SEI’._
-
-
- Es rejert heit, m’r kann net naus,
- Un ’s is so lohnsom do im Haus,
- M’r wees net wie m’r fiehlt.
- Ich will ’mol dhu’ als wär ich klee’,
- Un uf d’r owerscht Schpeicher geh’ --
- Dort haw ich oft geschpielt.
-
- ’N Buwele bin ich widder jetz;
- Wu sin mei’ Krutze un mei’ Kletz?
- Nau wert ’n Haus gebaut!
- ’S schpielt sich doch net gut allee’ --
- Ich bin jo ah kee’ Buwele meh’!
- Was kloppt mei’ Herz so laut!
-
- Horch! -- Was ’n sunnerbari Sach! --
- D’r Reje rappelt uf ’m Dach
- Gar nimme wie ’r hot.
- Ich hab’s als g’heert mit leichtem Herz;
- Nau macht m’r’s kreislich Heemweh-Schmerz,
- Kennt heile, wann ich wott.
-
- M’r lewe juscht betriegrisch nei’
- In’s Schpiele un in’s Buwele sei’;
- ’S is net so leicht zu dhu.
- For Epper sagt: „Nix an d’r Sach:
- Heerscht du d’r Reje uf’m Dach?
- Sagt er du wärscht ’n Buh?”
-
- ’S Schpiele geht net -- soll ich fort?
- Was is uf selle Balke dort?
- Nau bin ich widder Buh!
- Dort hen m’r Keschte ausgeschpei’t,
- Zu derre uf die Krischdag Zeit --
- Dhet’s gleiche widder z’dhu!
-
- ’N Buwele sei’ sell is d’rwerth;
- Die Keschte rooschte uf d’r Heerd --
- Was war des ’n Gekrach!
- Sell is vorbei, ich fiehl’s im G’mieth;
- ’R schpielt ’n rechtes Heemweh-Lied,
- Der Reje uf’m Dach.
-
- Dort schteht die sehm alt Wallnuss Kischt
- Ich wunner nau, was dort drin ischt?
- ’S muss eppes ’battich’s sei’.
- Kallenner, Zeiding, Biecher -- ho!
- Die alte Sache hen sie do
- All’s drunnerscht driwwersch nei’!
-
- Nau bin ich widder recht ’n Buh,
- Weil ich do widder sehne dhu
- Des alt’ bekannte Sach.
- Horch! Heerscht d’r Reje! -- jes indied --
- ’R schpielt ’n rechtes Heemweh-Lied,
- Dort owe uf’m Dach.
-
- „Schtill, Reje! Buwele schpielt deheem;”
- Die Schtenner dort vun Gumme Beem
- Schtehn noch am alte Platz;
- Dort bin ich alle Samschdag hi’,
- Hab Salz geholt for Schoof un Kieh --
- Sell war als Ruhl un Satz.
-
- Wu sin die Sättel un die Zeem?
- Die Mäd sin nimme do deheem,
- Sie wohne annersch wo!
- Sie hen die Sache mit. Ja, ach,
- Wie kloppt d’r Reje uf’m Dach!
- Ich gleich net schpiele do.
-
- Dort is so g’wiss ’s alt Drunnel Bett!
- Denkscht du ich kenn sell Drunnel net?
- Wie siess war dort die Ruh!
- Die Buwe hen scheint’s Fiehling zeigt,
- Un hen’s net uf d’r Vendu g’schteigt;
- Sell war nau schee’ gedhu.
-
- Sell Drunnel Bett, sell war als mei’ --
- Ich leg mich ewig nimme nei’:
- Sell is vergangne Sach!
- ’S rejert; ach, in jedem Glied
- Fiehl ich des zarte Kindheets-Lied,
- Vum Reje uf’m Dach.
-
- Sie henke net am Balke meh’,
- Die Bindlen vun Gekreider Thee,
- Un allerhand Gewerz.
- Nau will ich widder Buwele sei’ --
- Ich hol’ se for die Mammi rei’,
- Sell pliehst mei’ Buwele Herz.
-
- Die Mammi? leeder! sie is fort,
- Sie schloft jo uf’m Kerchhof dort;
- Vergesst m’r sich doch so!
- Nau werd’s m’r zart in mei’m Gemieth,
- Der Reje war ’n Kerchhof-Lied!
- Ich schpiel net lenger do.
-
-
-
-
-_LAH BISNESS._
-
-
- Zwee deitsche Baure, brav un gut,
- Un ehrlich bis ufs Hoor,
- Gans eenig, wie aus eenem Guss,
- Die lebten am Catorus Fluss
- Beisamme manches Johr.
-
- Der eene hot geheese Hans,
- Der anner awer Dschäck;
- Dann unner alle Bauersleit
- War’s so Gebrauch um selli Zeit:
- Der letschte Nam’ blieb wek.
-
- Die Baure hen vielfach Verkehr
- Gehat vun Zeit zu Zeit;
- Een hot dem ann’re g’holfe gern,
- So bei der Hoiet un der Aern’,
- Wie’s is bei Bauersleit.
-
- Sie hen enanner Sache g’lehnt,
- Un dess un sell abkaaft;
- Enanner b’sucht dorch Schnee un Dreck,
- Un freindlich gesse Kraut un Schpeck --
- Viel uf un ab gelaaft.
-
- Ufs Wort hen sie enanner borgt,
- Hen nie nix ufgesetzt;
- Un ehrlich, uf der werri Dag,
- Z’rick bezahlt, so g’wiss ich sag --
- Do war kee’ Bens verletzt!
-
- Die Lah un Courts hen sie gehasst,
- Gar kreislich, nemm mei’ Wort;
- Kunschtabler sin am Haus v’rbei,
- Verloss dich druf, sie sin net nei’ --
- Kee’ Bisness hen sie dort.
-
- Es ging wol gut bei Hans un Dschäck,
- So nooch dem alte Schlag;
- Doch, wer net naus geht, kummt net weit,
- Un lernt ah nix vun annere Leit,
- Wie er es lerne mag.
-
- Doch, wie m’r sa’t: ’n blinde Sau
- Find alsemol ’n Kescht.
- So hot d’r Hans ’nmol, bei Glick,
- G’lernt ’n wahres Meeschterschtick,
- Ihm un sei’m Dschäck zum Bescht.
-
- Im Schpodjohr war er an dem Pool,
- Am Dschenerel ’Leckschen Dag;
- Do war ’n loh gesoffe G’schlecht,
- Die kumme in ’n wiescht Gefecht --
- Wie m’r sich’s denke mag.
-
- Nor’d hot der Een d’r Anner g’rescht,
- ’S is vor den Schqueier kumme;
- Der Hans war g’sommenst, denk du dir,
- Als Zeige in dem wieschte G’schmier;
- Hot’s iewel ufg’numme.
-
- Uf Samschdag war die Suht beschtellt;
- Mei’ Hans war dort, net faul;
- Wie hot er do die Achseln zuckt,
- Un in d’r Affis rum gegukt,
- Un ufgeschperrt des Maul!
-
- Dem gute Hans war alles nei,
- Er is verschrocke schier!
- Was war do ’n gelernt Gemisch,
- Mit grosse Biecher uf’m Disch,
- Un Dinte, un Babier.
-
- ’S Zeigniss hot sie gilty g’macht,
- ’S war nix zu helfe da;
- Nor’d hot d’r Schqueier gar kreislich scharf
- G’sa’t, dass m’r net fechte darf,
- Eccording zu der Lah!
-
- D’r Schqueier hot der gans Pack g’feint,
- Sell hot sie dief affect;
- D’r Werth hot sie gebeelt -- wann net,
- Dann het d’r Schqueier die Lumpe Sett
- Grad in die Bresent g’schickt.
-
- Dess hot d’r Hans ebaut gepliehst,
- Wie m’r sich’s denke kann.
- „Mei’ liewer Schqueier,” sagt er „ei ja,
- Ich seh dei’ Schreiwes un dei’ Lah
- Bringt alles an d’r Mann!”
-
- Nau Owets ging d’r Hans zum Dschäck,
- Un hot ihm alles g’sa’t;
- „Ja, unser eens” -- so meent d’r Dschäck,
- „Sitzt do d’rheem un kummt nie wek;
- In dem Ding hen m’r g’fehlt.”
-
- „M’r hen nau so viel Diehlings g’hat,
- Un nix vun Dem gewisst!
- Kee’ Schqueier, kee’ Schreiwes un kee’ Lah --
- Ich glaab’s gewiss -- glaabscht du net ah --
- In Dem hen mir’s gemisst?”
-
- „Juscht so, mei liewer Dschäck,” sagt Hans,
- „Sell is ebaut mei’ Sinn;
- Un weil ich nau d’r Schqueier gut kenn,
- So, wann mir widder Bisness hen,
- Dann reit ich dapper hin.”
-
- Sagt Hans: „Es fallt m’r ewe ei’,
- Ich brauch juscht nau ’n Ferd;
- Ich glaab dei’ schwarzer Dschim is feel,
- Ich dhet ihn kaafe, meiner Seel!
- Was meenscht du, is er werth?”
-
- „Ei ja, d’r Dschim is feel,” sagt Dschäck,
- „Ich hab jo sechs beseid;
- ’N hunnert Dhaler grad awek --
- W’rhaftig wolf’l,” meent d’r Dschäck --
- „Doch mir sin Nochbersleit!”
-
- „All recht,” sagt Hans, „Ich nemm ’n mit --
- Ich denk du borgscht doch mir?
- Ich kennt ’n wol bezahle käsch,
- Doch in der Lah geht’s net so räsch,
- ’S muss erscht uf’s Lahbabier!
-
- „Ich reit ihn morje naus zum Schqueier,
- Er macht uns Schreiwes aus.
- For unser alter dummer Plan,
- Der bringt die Sach net an der Mann --
- M’r kummt aus Heem un Haus!”
-
- Der nekschte Owet kummt d’r Hans
- Beizeite zu sei’m Dschäck;
- „Do is nau ’s Schreiwes, all compliet,
- Gemixt mit Lah, dass alles biet,
- Es hot kee’ Fla’ un Fleck.”
-
- „Well, les es vor,” sagt Dschäck zum Hans;
- „Kann net!” sagt Hans zum Dschäck;
- „’S is Englisch g’schriwe -- seh mol da!
- Weescht doch, es gebt in Deitsch kee’ Lah!
- Loss mir die Schpuchte wek!”
-
- „Ich hab’s geseint, sell is genunk:
- Der Schqueier hot alles drin.
- Wann die beschtimmt Zeit is verfalle
- Muss ich die hunnert Dhaler zahle;
- Dess is so ’baut der Sinn.”
-
- „All recht!” sagt Dschäck, „Was dhut m’r nau
- Mit dem schee’ Lahbabier?”
- „Ja, schur genunk,” sagt Hans, „Well -- hem --
- Dess Ding is m’r doch ’n wenig fremm;
- Ich wott d’r Schqueier wär’ hier!”
-
- „Doch nau scheint mir die Sach gans klohr,”
- Sagt Hans; „Ich kräck die Nuss;
- Ich muss ’s b’halte, ohne Schtreit,
- Nor’d kann ich sehne do die Zeit,
- Wann ich bezahle muss!”
-
- Sechs Monet nooch dem werri Dag
- War Hans do mit dem Geld;
- „Do sin die hunnert Dhaler grad,
- Un do’s Babier -- nau nemm mei’ Rath --
- Die Lah biet alle Welt!”
-
- „All recht,” sagt Dschäck; „Wo dhut m’r nau
- Dess Lahbabierle hin?”
- „Ja, freilich, Dschäck; doch ennihau --
- Du b’haltscht’s -- es weist, dass ich dir nau
- Kee’ Bens meh schuldig bin!”
-
- „Gans gut -- do hoscht du recht, mei’ Hans;
- Die Bisness hot kee Fla’!”
- Die Bauere hen g’seh’ wie gut
- Es geht wann m’r sei’ Bisness dhut
- Eccording zu der Lah!
-
-
-
-
-_HEEMWEH._
-
-
- Ich wees net was die Ursach is --
- Wees net, warum ich’s dhu:
- ’N jedes Johr mach ich der Weg
- Der alte Heemet zu;
- Hab weiter nix zu suche dort --
- Kee’ Erbschaft un kee’ Geld;
- Un doch treibt mich des Heemgefiehl
- So schtark wie alle Welt;
- Nor’d schtärt ich ewe ab un geh,
- Wie owe schun gemeldt.
-
- Wie nächer dass ich kumm zum Ziel,
- Wie schtärker will ich geh,
- For eppes in mei’m Herz werd letz
- Un dhut m’r kreislich weh.
- Der letschte Hiwel schpring ich nuf,
- Un ep ich drowe bin,
- Schtreck ich mich uf so hoch ich kann
- Un guk mit Luschte hin;
- Ich seh’s alt Schtee’haus dorch die Beem,
- Un wott ich wär schun drin.
-
- Guk, wie der Kicheschornschtee’ schmokt --
- Wie oft hab ich sell g’seh’,
- Wann ich draus in de Felder war,
- ’N Buwele jung un klee’.
- O, sehntscht die Fenschterscheiwe dort?
- Sie guk’n roth wie Blut;
- Hab oft cunsiddert, doch net g’wisst,
- Dass sell die Sunn so dhut.
- Ja, manches wees ’n Kind noch net --
- Wann’s dhet, wär’s ah net gut!
-
- Wie gleich ich selle Babble Beem,
- Sie schtehn wie Brieder dar;
- Un uf’m Gippel -- g’wiss ich leb!
- Hockt alleweil ’n Schtaar!
- ’S Gippel biegt sich -- guk, wie’s gaunscht --
- ’R hebt sich awer fescht;
- Ich seh sei’ rothe Fliegle plehn,
- Wann er sei’ Feddere wescht;
- Will wette, dass sei’ Fraale hot
- Uf sellem Baam ’n Nescht!
-
- O, es gedenkt m’r noch gans gut,
- Wo selle werri Beem
- Net greeser als ’n Welschkornschtock
- Gebrocht sin worre heem.
- Die Mammi war an’s Grändäd’s g’west,
- Dort ware Beem wie die;
- Drei Wipplein hot sie mitgebrocht,
- Un g’sa’t: „Dort blanscht sie hie.”
- M’r hen’s gedhu’ -- un glaabscht du’s nau --
- Dort selli Beem sin sie!
-
- Guk! werklich, ich bin schier am Haus! --
- Wie schnell geht doch die Zeit!
- Wann m’r so in Gedanke geht,
- So wees m’r net wie weit.
- Dort is d’r Schap, die Welschkornkrip,
- Die Seiderpress dort draus;
- Dort is die Scheier, un dort die Schpring --
- Frisch quellt des Wasser raus;
- Un guk! die sehm alt Klapbord-Fens,
- Un’s Dheerle vor’m Haus.
-
- Alles is schtill -- sie wisse net,
- Dass epper fremmes kummt.
- Ich denk, der alte Watsch is dodt,
- Sunscht wär er raus gedschumpt;
- For er hot als verschinnert g’brillt
- Wann er hot ’s Dheerle g’heert;
- Es war de Träw’lers kreislich bang,
- Sie werre gans verzehrt:
- Kee’ G’fohr -- er hot paar Mol gegauzt,
- Nor’d is er umgekehrt.
-
- Alles is schtill -- die Dheer is zu!
- Ich schteh, besinne mich!
- Es rappelt doch en wenig nau
- Dort hinne in der Kich.
- Ich geh net nei -- ich kann noch net!
- Mei’ Herz fiehlt schwer un krank;
- Ich geh ’n wenig uf die Bortsch,
- Un hock mich uf die Bank;
- Es seht mich niemand, wann ich heil,
- Hinner der Drauwerank!
-
- Zwee Blätz sin do uf däre Bortsch,
- Die halt ich hoch in Acht,
- Bis meines Lebens Sonn versinkt
- In schtiller Dodtes-Nacht!
- Wo ich vum alte Vaterhaus
- ’S erscht mol bin gange fort,
- Schtand mei’ Mammi weinend da,
- An sellem Rigel dort;
- Un nix is mir so heilig nau
- Als grade seller Ort.
-
- Ich kann se heit noch sehne schteh,
- Ihr Schnuppduch in d’r Hand;
- Die Backe roth, die Aage nass --
- O, wie sie doch do schtand!
- Dort gab ich ihr mei’ Färewell,
- Ich weinte als ich’s gab,
- ’S war’s letschte Mol in däre Welt,
- Dass ich’s ihr gewe hab!
- Befor ich widder kumme bin
- War sie in ihrem Grab!
-
- Nau, wann ich an mei’ Mammi denk,
- Un meen, ich dhet se seh,
- So schteht sie an dem Rigel dort
- Un weint, weil ich wek geh!
- Ich seh sie net im Schockelschtuhl!
- Net an keem annere Ort;
- Ich denk net an sie als im Grab:
- Juscht an dem Rigel dort!
- Dort schteht sie immer vor mei’m Herz
- Un weint noch liebreich fort!
-
- Was macht’s dass ich so dort hi’ guk,
- An sell End vun der Bank!
- Weescht du’s? Mei’ Herz is noch net dodt,
- Ich wees es, Gott sei Dank!
- Wie manchmal sass mei Dady dort,
- Am Summer-Nochmiddag,
- Die Hände uf der Schoos gekreizt,
- Sei Schtock bei Seite lag.
- Was hot er dort im Schtille g’denkt?
- Wer mecht es wisse -- sag?
-
- V’rleicht is es ’n Kindheets-Draam,
- Dass ihn so sanft bewegt;
- Oder is er ’n Jingling jetz,
- Der scheene Plane legt!
- Er hebt sei’ Aage uf juscht nau
- Un gukt weit iwer’s Feld;
- Er seht v’rleicht d’r Kerchhof dort,
- Der schun die Mammi helt!
- Er sehnt v’rleicht nooch seiner Ruh
- Dort in der bessere Welt!
-
- Ich wees net, soll ich nei’ in’s Haus,
- Ich zitter an d’r Dheer!
- Es is wol alles voll inseid,
- Un doch is alles leer!
- ’S is net meh heem, wie’s eemol war,
- Un kann’s ah nimme sei;
- Was naus mit unsere Eltere geht
- Kummt ewig nimme nei’!
- Die Freide hot der Dodt geärnt,
- Das Trauerdheel is mei’!
-
- So geht’s in däre rauhe Welt,
- Wo alles muss vergeh!
- Ja, in der alte Heemet gar
- Fiehlt m’r sich all allee’!
- O, wann’s net vor der Himmel wär,
- Mit seiner scheene Ruh,
- Dann wär m’r’s do schun lang verleedt,
- Ich wisst net, was ze dhu.
- Doch Hoffnung leichtet meinen Weg
- Der ew’gen Heemet zu.
-
- Dort is ’n schee’, schee’ Vaterhaus,
- Dort geht m’r nimmeh fort;
- Es weint kee’ guti Mammi meh’
- In sellem Freideort.
- Kee’ Dady such meh’ for ’n Grab,
- Wo, was er lieb hat, liegt!
- Sell is kee’ Elendwelt wie die,
- Wo alle Luscht betriegt;
- Dort hat das Lewe ewiglich
- Iwer der Dodt gesiegt.
-
- Dort find m’r, was m’r do verliert,
- Un b’halt’s in Ewigkeit;
- Dort lewe unsre Dodte all.
- In Licht un ew’ger Freid!
- Wie oft, wann ich in Druwel bin,
- Denk ich an selli Ruh,
- Un wott, wann’s nor Gott’s Wille wär,
- Ich ging ihr schneller zu;
- Doch wart ich bis mei’ Schtindle schlägt,
- Nor’d sag ich -- Welt, adju!
-
-
-
-
-[Illustration:
-
- Wie manchmal sass mei Dady dort,
- Am Sommer Nachmiddag;
- Die Hände uf der Schoos gekreizt,
- Sei Schtock bei Seite lag.
-
- …
-
- Er seht v’rleicht d’r Kerchhof dort,
- Der schun die Mammi helt;
- Er sehnt v’rleicht nooch seiner Ruh,
- Dort in der bessere Welt!]
-
-
-
-
-_The following translations of four of the preceding poems were made
-by the author himself, and are here appended as possessing additional
-interest on this account._
-
-
-
-
-_THE OLD SCHOOL-HOUSE AT THE CREEK._
-
-
- To-day it is just twenty years,
- Since I began to roam;
- Now, safely back, I stand once more,
- Before the quaint old school-house door,
- Close by my father’s home.
-
- I’ve been in many houses since,
- Of marble built, and brick;
- Though grander far, their aim they miss,
- To lure my heart’s old love from this
- Old school-house at the creek.
-
- Let those who dream of happier scenes,
- Go forth those scenes to find;
- They’ll learn what thousands have confessed,
- That with our home our heart’s true rest
- Is ever left behind.
-
- I’ve travelled long and travelled far,
- Till weary, worn, and sick;
- How joyless all that I have found,
- Compared with scenes that lie around
- This school-house at the creek.
-
- How home-like is this spot to me!
- I stand, and think, and gaze!
- The buried past unlocks its graves,
- While memory o’er my spirit waves
- The wand of other days.
-
- The little creek still idles by,
- With bright and playful flow;
- And little fish still sport and glide,
- Where yon low elder shades the tide,
- As they did long ago.
-
- The white-oak stands before the door,
- And shades the roof at noon;
- The grape-vine, too, is fresh and green;
- The robin’s nest!--Ah, hark!--I ween
- That is the same old tune!
-
- The swallows skip across the mead--
- The foremost one is best!
- And, look ye at the gable there,
- A house of stubble, mud, and hair--
- That is the swallow’s nest!
-
- The young are very still just now--
- They all are sleeping sound;
- Wait till the old with worms appear,
- Then you the hungry cry shall hear
- From mouths that lie around!
-
- These scenes are as they were of yore,
- Though void of former glee;
- But I have changed!--From yonder brook
- The boy’s reflected rosy look,
- No more smiles out on me!
-
- I stand, like Ossian in his vale,
- And watch the shadowy train!
- Now joy, now sadness me beguile,
- And tears will course o’er every smile,
- And bring their pleasing pain!
-
- ’Twas here I first attended school,
- When I was very small:
- There was the Master on his stool,
- There was his whip and there his rule--
- I seem to see it all.
-
- The long desks ranged along the walls,
- With books and inkstands crowned;
- Here on this side the large girls sat,
- And there the tricky boys on that--
- See! how they peep around!
-
- The Master eyes them closely now,
- They’d better have a care;
- The one that writes a billet-doux--
- The one that plays his antics, too--
- And that chap laughing there!
-
- For all the scholars, large and small,
- Are under equal rule;
- Which is quite right--whoever breaks
- The Master’s rules, a whipping takes,
- Or leaves at once the school.
-
- Around the cosy stove, in rows,
- The little tribe appears;
- What hummings make those busy bees--
- They better like their A, B, C’s,
- Than boxing at their ears!
-
- Those benches are by far too high--
- Their feet don’t reach the floor!
- Full many a weary back gets sick,
- In that old school-house at the creek,
- And feels most woful sore!
-
- Poor innocents! behold them sit,
- In miseries and woes!
- It is no wonder, I declare,
- If they should learn but little there,
- On benches such as those!
-
- With all these drawbacks, that was still
- A well conducted school;
- For Master such, in vain you look,
- Who cyphers through the Ainsworth book,
- And never skips a rule!
-
- That he was cross, I must confess;
- He whipped us through and through;
- But still most wholesome rules observed;
- Who felt the rod, the rod deserved--
- According to his view!
-
- This duty he with zest performed,
- Though charmless to us all!
- ’Tis strange, our nature never could
- Delight in what is for our good--
- ’Tis owing to the Fall!
-
- When a new Master took the school,
- Around the question ran:
- “Oh, is he Irish? Is he cross?”
- How much our gain, how much our loss,
- Depended on that man!
-
- Then when the autumn school began,
- We eyed the Master shy!
- His rules, his whip, told very quick,
- That he to former rules would stick,
- And ancient methods ply.
-
- Still was there little of complaint;
- We had our pleasures too;
- This world does not just always dish
- Our fare as sweet as we could wish,
- Yet sweeter than is due!
-
- At noon-day, when the school left out,
- We had of sport our fill;
- Some play the race, some houses wall,
- Some love a stirring game of ball,
- Some choose the soldier drill.
-
- The large girls sweep; the larger boys--
- What mischief they are at!
- They tease, they laugh, they hang about,
- Until the Master turns them out--
- The rules were strict in that!
-
- The little girls, of “ring” most fond,
- Their giggling circle drew;
- When larger girls joined in the ring--
- Now is it not a curious thing?--
- The large boys did it too!
-
- The large ones always tagged the large--
- The small ones always missed!
- Then for the prize began the race;
- The one that’s caught, has now to face
- The music, and be kissed!
-
- Old Christmas brought a glorious time--
- Its mem’ry still is sweet!
- We barred the Master firmly out,
- With bolts, and nails, and timbers stout--
- The blockade was complete!
-
- Then came the struggle fierce and long!
- The fun was very fine!
- And whilst he thumped and pried about,
- We thrust the terms of treaty out,
- Demanding him to sign!
-
- The treaty signed--the conflict o’er,
- Once Master now were we!
- Then chestnuts, apples, and such store,
- Were spread our joyous eyes before--
- We shared the feast with glee!
-
- Oh, where are now the school-mates, who
- Here studied long ago?
- Some scattered o’er the world’s wide waste!
- By fortune hither, thither chased!
- Some, in the church-yard low!
-
- My muse has struck a tender vein!
- And asks a soothing flow;
- O Time! what changes thou hast made,
- Since I around this school-house played,
- Just twenty years ago!
-
- Good bye! Old school-house! Echo sad,
- “Good bye! Good bye!” replies;
- I leave you yet a friendly tear!
- Fond mem’ry bids me drop it here,
- ’Mid scenes that gave it rise!
-
- Ye, who shall live when I am dead--
- Write down my wishes quick--
- Protect it, love it, let it stand,
- A way-mark in this changing land--
- That school-house at the creek.
-
-
-
-
-_THE OLD-TIME HEARTH-FIRE._
-
-
- The poets praise, in touching rhyme,
- The hearth-fire of the olden time;
- I read their verse with many a sigh,
- And think of times and joys gone by.
- Thus dreaming o’er the past, I’m fain
- To think I see it all again.
-
- Now, sights like these are truly rare,
- Coal fires are fashion every where;
- Among the so-called class elite,
- There is nor stove nor fire in sight.
- You wonder?--yes, ’tis even so--
- The heat comes somehow from below!
-
- One feels quite lost--things do not fit--
- No place to look, no place to sit--
- The room is warm--how strange to me--
- And yet no fire to stir or see!
- Such modes!--away, ’tis nothing worth,
- Give me the old-time glowing hearth.
-
- I ever feel for that dear spot,
- A home-sick love that ceases not;
- Whate’er I do, where’er I roam,
- My heart returns to that hearth-home;
- I never can recall the cheer
- Of that old hearth, without a tear.
-
- There lay the back-log round and thick;
- In front a row of stone or brick;
- On that we laid the smaller wood;
- Then rose the flame--how warm and good!
- And when without the storm-wind blew,
- What roaring in the chimney flue!
-
- Against the jam--forethought is good--
- Is piled the ready-needed wood;
- Just opposite--a thing how rare--
- Inviting leans the rustic chair,
- And in the chimney-corner stand
- The tongs and shovel near at hand.
-
- The mantle-shelf, familiar still,
- Holds candlesticks and coffee-mill;
- The smoothing irons, large and small,
- The lard-lamp overtops them all;
- And sulphur sticks--they burn you know,
- From faintest coal when fire is low.
-
- Oft have I watched at even-tide
- Strange ghost-forms through the embers glide;
- The glowing coals, white, black and red,
- Now livid are, and now seem dead!
- We look, and think, and can with ease
- See in the fire just what we please.
-
- How sweet to sit the hearth-fire by,
- Till living coals to embers die;
- White ashes, creeping o’er their crest,
- Come as if covering them for rest;
- How dream-like fades their glowing light,
- Like eyes that sink to sleep at night.
-
- Sit we beside a _certain_ friend,
- In love the evening hour to spend;
- To double eyes, at such an hour,
- The coals have a most charming power!
- As one, appear such mutual souls,
- They see the same forms in the coals.
-
- O’er youth, as all the poets say,
- The hearth-fire holds enchanting sway;
- For then their dreaming fancy sees
- A cottage mid a clump of trees;
- They ask no greater bliss to share
- Than just to live together there.
-
- Some think the hearth-fire spell o’er hearts
- Is close allied to witching arts!
- One thing is sure--oft to that shrine,
- Fond memory draws this heart of mine;
- And round that hearth’s soft evening gleams,
- My spirit dreams its sweetest dreams.
-
- When I that hearth in fancy see,
- My childhood all comes back to me;
- Then lives my father as before--
- Then is my mother there once more;
- And brothers, sisters, scattered wide,
- Come home again at even-tide.
-
-
-
-
-_HOME-SICKNESS._
-
-
- I know not what the reason is:
- Where’er I dwell or roam,
- I make a pilgrimage each year,
- To my old childhood home.
- Have nothing there to give or get--
- No legacy, no gold--
- Yet by some home-attracting power
- I’m evermore controlled:
- This is the way the home-sick do,
- I often have been told.
-
- As nearer to the spot I come
- More sweetly am I drawn;
- And something in my heart begins
- To urge me faster on.
- Ere quite I’ve reached the last hill-top--
- You’ll smile at me, I ween!--
- I stretch myself high as I can,
- To catch the view serene--
- The dear old stone house through the trees
- With shutters painted green!
-
- See! how the kitchen chimney smokes!
- That ofttimes gave me joy;
- When, from the fields, that curling cloud
- I witnessed as a boy!
- And see! the purple window panes,
- They seem as red as blood.
- I often wondered what did that,
- But guess it, never could.
- Ah! many a thing a child knows not.
- Did it, it were not good!
-
- How do I love those poplar trees;
- What tall and stately things!
- See! on the top of one just now
- A starling sits and sings.
- He’ll fall!--the twig bends with his weight!
- He likes that danger best.
- I see the red upon his wings,--
- Dark shining is the rest.
- I ween his little wife has built
- On that same tree her nest.
-
- O, I remember very well
- When those three poplar trees
- Not thicker than my finger were,
- And could be bent with ease.
- My mother was at grandpa’s house,
- And trees like these had he;
- She brought three scions home, and said,
- “Boys, plant them there for me.”
- Can you believe--they grew so tall
- And made the trees you see!
-
- See! really I am near the house;
- How short the distance seems!
- There is no sense of time when one
- Goes musing in his dreams.
- There is the shop--the corn-crib, too--
- The cider-press--just see!
- The barn--the spring with drinking cup
- Hung up against the tree.
- The yard-fence--and the little gate
- Just where it used to be.
-
- All, all is still! They know not yet
- That there’s a stranger near;
- I guess old Watch, the dog, is dead,
- Or barking, he’d appear.
- What fearful bellowings he made
- Whene’er he heard the gate;
- The travellers always feared him sore,
- He bounced at such a rate;
- But though the bark was woful loud,
- The bite was never great!
-
- All, all is still! The door is shut.
- I muse with beating heart;
- Hark! there’s a little rattling now
- Back in the kitchen part.
- I’ll not go in! I cannot yet;
- I’m overcome, I fear!
- The same old bench here on the porch,
- I’ll rest a little here.
- Behind this grape-vine I can hide
- The falling of a tear!
-
- Two spots on this old friendly porch
- I love, nor can forget,
- Till dimly in the night of death
- My life’s last sun shall set!
- When first I left my father’s house,
- One summer morning bright,
- My mother at _that_ railing wept
- Till I was out of sight!
- Now like a holy star that spot
- Shines in this world’s dull night.
-
- Still, still I see her at that spot,
- With handkerchief in hand;
- Her cheeks are red--her eyes are wet--
- There, there I see her stand!
- ’Twas there I gave her my good-bye,
- There, did her blessing crave,
- And oh, with what a mother’s heart
- She that sought blessing gave.
- It was the last--ere I returned
- She rested in her grave!
-
- When now I call her form to mind,
- Wherever I may be,
- She still is standing at that rail
- And weeping on for me!
- She is in no familiar spot,
- As oft in former years;
- And never to my fancy she
- As in her grave appears;
- I see her only at that rail,
- Bedewed with holy tears.
-
- What draws my eye to yonder spot--
- That bench against the wall?
- What holy mem’ries cluster there,
- My heart still knows them all!
- How often sat my father there
- On summer afternoon;
- Hands meekly crossed upon his lap,
- He looked so lost and lone,
- As if he saw an empty world,
- And hoped to leave it soon.
-
- Doth a return of childhood’s joys
- Across his spirit gleam?
- Or is his fancy busy now
- With some loved youthful dream?
- He raises now his eyes and looks
- On yon hill’s sacred crest;
- Perhaps he sees the graveyard there
- Where mother’s sleep is blest,
- And longs to slumber by her side,
- In death’s last peaceful rest.
-
- All, all is still! I hesitate--
- I fain would pass the door,
- But fear the pain of missing all
- This home contained of yore.
- For, ah, it is not what it was
- Though its inmates are kind;
- What with our parents once we lose
- We nevermore shall find;
- Death goes before and reaps the sheaves;
- We can but glean behind.
-
- Such is the fate of earthly loves
- Where all things die or change.
- Yes, even in the homestead here,
- I feel alone and strange.
- O were it not for yon bright heaven,
- With its unchanging rest,
- How heavy would our burdens be,
- Our life how sore distressed;
- But hope illumes our pathway to
- The regions of the blest.
-
- That is a lovely Fatherland:
- There I shall never roam;
- No mother there with tearful eyes,
- Shall see me leave that home.
- No father there shall seek the grave
- Where his beloved lies;
- That is no vale of woes like this,
- Where all we cherish dies;
- The beautiful is permanent
- In those unchanging skies.
-
- There we shall find what here we lose,
- And keep it evermore;
- There we shall join our sainted dead,
- Who are but gone before.
- I’m fain, in lonely hours, to lift
- The veil that let them through,
- And wish it were God’s holy will
- To let me pass it too;
- Yet patience! till my hour shall come,
- To bid the world, Adieu!
-
-
-
-
-_THE OLD SLEEPING ROOM._
-
-
- I come, a pilgrim wan and worn,
- Back to the house where I was born--
- I softly tread to-day!
- My heart bears, as a holy thing,
- The many memories I bring
- From life’s long weary way.
-
- Familiar are these stairs indeed,
- Which to the second story lead,--
- How natural to me!
- Just as of old--I do declare,--
- The knot-hole in the wash-board there--
- ’Tis open still--just see!
-
- Nine steps--I need not count them, though--
- I’ll lay you what you will ’tis so:
- The short flight there has four.
- This hand-rail on the entry-side--
- What sport for boys adown to slide,
- As we were wont of yore.
-
- The window at the head is seen,
- Venetian shutters, painted green,
- And they are closed up still.
- The ghostly light of evening falls,
- So pale upon the stairs and walls,
- I feel a timid chill!
-
- Half smiling now, and now half sad--
- Half weeping now, and yet half glad,
- Do I ascend these stairs.
- I reach the top--I touch the door--
- It opens as it did of yore--
- I did it unawares!
-
- The dear old room! How many a night,
- From evening hour till morning light,
- Here child and boy I slept!
- There in the corner stood my bed:
- Here was the foot, and there the head--
- All this my memory kept.
-
- How sweet our childhood sleep appears;
- One rests not so in after years--
- Ah! this too well I know!
- Life fills the anxious heart with cares,
- A wakeful head the pillow bears,
- And night’s dull hours move slow.
-
- The moon is up--’tis full and bright;
- It pours its mellow flood of light
- Upon the bed and floor;
- What moves upon the wall about?
- The shadowy play of trees without:
- I’ve seen that oft before.
-
- All, all is still, save but the wail
- Of lonely cricket’s evening tale,
- Hid in the window sill.
- Hark! in the closet, tick--tick--tick!
- It is the death-watch’s ghostly click;
- I wish that worm were still!
-
- If there be ghosts,--ah, who can tell?
- This place, this hour, would suit them well;
- Perhaps some may be near!
- I see naught with my eyes that’s real,
- Yet in my spirit’s sense I feel
- As if they might be here.
-
- Yes, ghosts are here from childhood’s hours,
- They have no forms, but come as powers,
- And give me pleasing pain;
- They mirror to my heart the plays,
- Of all my early halcyon days,
- Which cannot come again!
-
- Angels are here, so pure and rare,
- They play upon the moon-beams there,
- They glide along the wall.
- Back to this ark, like Noah’s dove,
- They bring their sprigs of peace and love;
- I hail their friendly call.
-
- These spirits guard us in our ways,
- So mother’s Holy Bible says--
- And I believe it, too;
- Have we the “Our Father” said,
- They watch that night around our bed:
- Most certainly they do!
-
- This did our mother often tell,
- We children all believed it well,
- And did as we were told.
- You don’t believe?--you’re wiser--you?
- Than mother and the Bible too?
- Such folly makes you bold.
-
- For me this faith wrought like a charm;
- I slept quite free from fear or harm,
- In peace till morning light.
- I hold it still--I still believe,
- That they who pray this prayer, receive
- An Angel-guard at night.
-
- I’ve often wished I were again
- A child as innocent as then;
- But that can never be;
- So I will keep, as best I can,
- The life of childhood in the man:
- The child-life nurse in me.
-
- But see! high up has gone the moon;
- How long I’ve lingered here alone!
- ’Tis time for me to leave.
- Good by, my little room, good by!
- Hold! there is something in my eye!
- This parting makes me grieve!
-
-
-
-
-Wortverzeichniss.
-
-
-Zur Erklärung vieler in den vorstehenden Gedichten vorkommender
-Wörter, und zur Vereinfachung dieses Wortverzeichnisses ist es
-nur nothwendig auf einige Haupteigenthümlichkeiten oder vielmehr
-Regeln aufmerksam zu machen, und diese Regeln sind es gerade, welche
-dem Pennsylvanisch-Deutschen Gleichberechtigung mit den übrigen
-volksüblichen deutschen Mundarten geltend machen.
-
-Das Pennsylvanisch-Deutsche gehört zu den süddeutschen Mundarten.
-Der ihm am verwandteste Dialekt ist der pfälzische, oder mehr noch
-vielleicht die Westricher Abart desselben, und es lässt sich diese
-Verwandtschaft auf die frühzeitige Einwanderung von Pfälzern nach
-Ost-Pennsylvanien zurückführen.
-
-Wie alle Dialekte zeigt auch dieser manchfache Eigenthümlichkeiten
-in verschiedenen Lokalitäten; allein in ihrer Gesammtheit hat die
-pennsylvanisch-deutsche Mundart gewisse Grundzüge, die überall
-erkennbar sind und als siegreiches Resultat eines hundertjährigen
-Ringens der Pfälzer Mundart mit andern süddeutschen, ja sogar mit
-sächsischen und mährischen Dialekten, und namentlich mit der englischen
-Sprache, betrachtet werden dürfen.
-
-Die Ansicht, als seien alle Deutsch-Pennsylvanier von rein
-deutscher Abstammung ist eine sehr irrige. Die Namen schon, mehr
-noch aber die Stammbäume vieler jetzt ganz deutscher -- d. h.
-pennsylvanisch-deutscher -- Familien in den Landdistrikten bekunden
-eine schottische, irische, schwedische oder französische Herkunft.
-In manchen Gegenden, wie im Lechathale, hat sich das Deutsche reiner
-erhalten; in andern Gegenden, wie im Susquehanna Thale und jenseits des
-Alleghany Gebirges, ist es mehr vermengt mit dem Englischen; überall
-aber trägt es dieselben Grundzüge, die da sind:
-
-1. Ein Streben nach Vereinfachung und Verschmelzung wo zwei
-verschiedene Vokale (Diphthonge) oder Consonanten zusammen kommen,
-wobei sich der stärkere Vokal oder Consonant gewöhnlich verdoppelt;
-z. B. auch in aach; klein in kleen; Kinder in Kinner; Kopf in
-Kopp. Dasselbe Streben nach Vereinfachung zeigt sich auch bei den
-Triphthongen, die zu verwandten Diphthongen werden, wie Gebäude und
-Geläute in Gebei und Geleit. Erwähnenswerthe Ausnahmen bilden ähnlich
-lautende Worte mit demselben Diphthong, von denen einer bleibt, der
-andere verschmilzt, wie Weide (Baum) bleibt Weide; Weide (Grasfeld)
-wird zu Weed; Laib (Brod) wird Leeb; Leib (Körper) bleibt Leib.
-Merkwürdig ist der Diphthong _oi_, der in Hoi, Heu; Roi, Reihe; und Boi
-(Pie) Kuchen, vorkommt.
-
-2. Das _st_ hat durchschnittlich den Klang des _scht_. Ausnahmen
-hiervon bilden nur Worte, die aus dem Englischen acceptirt wurden,
-und das Wörtchen ist, -- das grösstentheils wie das westricher und
-englische _is_ ausgesprochen wird; denn nur in wenigen Lokalitäten hört
-man noch das eigentliche Pfälzer oder schwäbische _isch_.
-
-3. Ueberall ist die Neigung vorherrschend das t in d, b in w, p in b, g
-in kh und z in s umzuwandeln.
-
-4. Von den eigenthümlichsten Kennzeichen des westricher Dialektes, dem
-Verwandeln des d und t in r, und dem Verschmelzen des d und t nach l
-in ll; wie laden in lare, Gewitter in Gewirrer, halten in halle, mild
-in mill -- findet man im Pennsylvanisch-Deutschen kaum eine Spur.
-Auch ist die Weglassung der Endsylbe _en_ bei weitem nicht so streng;
-das _n_ geht zwar oft in einen Nasenlaut auf, der hier mit einem
-(’) Apostrophen bezeichnet wird; manchmal wird es auch ganz fallen
-gelassen, aber nie das _e_ mit dem _n_.
-
-5. Auf die Satzbildung hat das Englische einen merklichen Einfluss
-ausgeübt. Wo in dieser Beziehung gegen die Regeln der hochdeutschen
-Grammatik verstossen zu werden scheint, da ist es immer eine
-Vertauschung der englischen Regel für die deutsche, was dem deutschen
-Ohr die Satzbildung allerdings oft sehr sonderbar erklingen lässt. So
-z. B.: Hen, scherr _der_ blind Gaul uf; mer welle uf _der_ Markt fahre
--- (Heinrich, schirre _den_ blinden Gaul auf; wir wollen auf _den_
-Markt fahren).
-
-Die hie und da vorkommenden hochdeutschen Worte hat HARBAUGH nur des
-Reimes halber eingeführt, und viele englische Ausdrücke, mit denen er
-einige seiner Gedichte ursprünglich überladen hatte, sind auf seinen
-Wunsch durch pennsylvanisch-deutsche ersetzt worden.
-
-Schliesslich ist noch zu erwähnen, dass die Schreibweise oder
-Orthographie so gewählt wurde, damit die oben angeführten Grundzüge
-auch für Leser im alten Vaterlande, oder im Vergleich mit anderen
-Werken über deutsche Volksdialekte, so deutlich wie möglich
-hervortreten möchten.
-
-J. M. B.
-
-
- A
-
- Abbattig, besonders.
- Aern, Erndte.
- Affis, _office_, Amtslokal.
- affect, _affect_, afficiren.
- altfäschen, _old-fashioned_, altmodisch.
- arg gut, sehr gut.
- artlich, ziemlich.
-
-
- B
-
- Babblelaab, Pappellaub.
- ball, bald.
- bass uff, passe auf.
- Bänks, _bank_, Ufer.
- Beese, Böse.
- Bense, _pence_, Pfennige.
- beseid, _beside_, daneben.
- Bisness, _business_, Geschäft.
- biet, _beat_, übertreffen.
- blanscht, pflanzt.
- blogt, plagt.
- Boghie, _buggy_, elegantes, leichtes
- Fuhrwerk.
- Bole, _bowl_, Schale.
- Bordkerch, Gallerie der Kirche.
- Bortsch, _porch_, Portal.
- Bresent, _present_, Geschenk.
- Brick, _brick_, Backstein, Brücke.
- Bungert, Baumgarten.
- bummerisch, pommerisch, schwer.
- Buschleit, Leute auf dem Lande.
- Buwele, Büblein.
-
-
- C
-
- Courts, _Courts_, Gericht.
- compliet, _complete_, vollständig.
- cunsiddert, _considered_, bedacht.
- cumpaunde, _compound_, verständigen, abrechnen.
-
-
- D
-
- Dady, Dädy, Vater.
- dapper, tapfer, schnell.
- darch, dorch, durch.
- däre, dieser.
- Desk, _desk_, Schreibpult.
- Dheerle, Thürchen.
- Dhier, Thüre.
- Dhreen, Thräne.
- Diehlings, _dealings_, Verkehr, Geschäfte.
- dichdiglich, tüchtig.
- d’no, nachher.
- dreemisch, träumerisch.
- Drep, Tröpfe.
- Drunnel Bett, _trundle bed_, Rollbett.
- Druwel, Trubel, Sorge.
- Dschäck, _Jack_, Engl. Abkürz. für John.
- Dscheneral ’Leckschen, _general election_, Allgemeine Wahl.
- Dschent’lleit, _gentlemen_.
- dschillt, _chilled_, kalt geworden.
- Dschim, _Jim_, Engl. Abkürz. für James.
- Dschuryman, _juryman_, Einer vom
- Geschworenen-Gericht.
-
-
- E
-
- ebaut, _about_, eig. ungefähr; hier „ebaut
- en” -- ein sehr.
- eccording, _according_, gemäss.
- eenig, irgend eine.
- Edschent, Agent.
- enacht, in Acht.
- enanner, einander.
- ennihau, _anyhow_, wenigstens, jedenfalls.
- ep, ehe.
- eppes, etwas.
- Eppel, Aepfel.
-
-
- F
-
- Fäct, _fact_, That.
- färewell, _fare well_, Lebewohl.
- Fäschins, _fashions_, Moden.
- Fens, _fence_, Zaun.
- Ferge, Furchen.
- Fifty-six, Sechs und fünfzig Pfund
- Gewicht.
- Fitz, Ruthe.
- Fitzeel, Ruthenöl.
- fixt, _fixed_, festgestellt.
- Fla’, _flaw_, Fehler.
- Floor, _floor_, Flur.
- Fors, _force_, Gewalt.
-
-
- G
-
- gaschtig, garstig.
- gaunscht, schaukelt.
- gebärrt, _barred_, verriegelt.
- geclos’t, _closed_, abgeschlossen.
- gedscheest, _chased_, gejagt.
- gedschumpt, _jumped_, gehüpft.
- geele, gelbe.
- gefixt, _fixed_, hergerichtet.
- Gehm, _game_, Spiel.
- Gekreider, Kräuter.
- gelänst, _launched_, hergeben.
- gemixt, _mixed_, gemischt.
- gepliehst, _pleased_, erfreut.
- gemisst, _missed_, verfehlt.
- Geprall, Geprahle.
- geschpeit, _spied_, erblickt.
- geschteibert, gestützt.
- geseint, _signed_, unterzeichnet.
- gewott, gewünscht, gewollt.
- g’rescht, _arrested_, arretirt, verklagt.
- Gut bei, _good by_, Lebewohl.
- g’wippt, gepeitscht.
-
-
- H
-
- hänkere, _hanker_, gelüsten.
- Haunds, _hounds_, Hunde.
- Heemet, Heimath.
- heemelt, anheimeln.
- heert, hört.
- heewe, heben.
- heile, heulen.
- heist, _hoist_, aufziehen.
- heitsedag, heutzutage.
- Helm, Halme.
- hen, haben.
- Hiwwel, Hiwle, Hügel.
- Hoiet, Heuet.
- Hollerbisch, Holunderbüsche.
- hocke, sitzen, setzen.
- Humbuk, _humbug_, Täuschung.
-
-
- I
-
- imme, in einem.
-
-
- J
-
- Jacht, Getümmel, Geräusch.
- jes, indied, _yes indeed_, ja, in der That.
- jummert, jammert.
- juscht ’mol, nur einmal.
- juschtament, wirklich.
-
-
- K
-
- Kärridsch reide, _ride in a carriage_, in einem schönen Fuhrwerk
- fahren.
- Käsch, _cash_, baar.
- kee’, keine.
- Kees, Käse.
- Kepp, Köpfe.
- Keschte, Kastanien.
- Klapbord-Fens, _clap-board fence_, Lattenzaun.
- knitz, schalkhaft.
- Kohleffe, Kohlenöfen.
- Kräcks, _cracks_, Risse.
- kreislich, (von grässlich) sehr.
- Krick, _creek_, Bach.
- Krischdag, Christtag.
- Krutze, _cob_, Welschkorn-Griebs.
- Kunne-Miehl, Kunden-Mühle.
- Kunschtabler, _constable_, Gerichtsbeamter.
- kumme raus, machen Staat.
-
-
- L
-
- Lah, _law_, Gesetz.
- Ledscherbuch, _ledger_, Hauptbuch.
- leie, liegen; lei’ für liegt.
- Lettcher, Lättchen.
- lewig, lebendig.
- liewe, liebe.
- loh, niedrig, gemein.
- lohnsom, _lonesome_, einsam.
- Lofletters, _love letters_, Liebesbriefe.
- lubt, _looped_, mittelst Schleife
- befestigen.
-
-
- M
-
- mänedscht, _managed_, verwaltet, besorgt.
- Mäntelbord, _mantel-piece_, Kamingesimse.
- meh’, mehr.
- Meeschter, Meister.
- mied, müde.
- Misserie, _misery_, Elend.
- mitnanner, mit einander.
- Muschkrotte, Moschusratten.
-
-
- N
-
- Nau, _now_, jetzt, nun.
- naus, hinaus.
- neiser, _nice_, artig.
- Nescht, Aeste.
- net, nicht.
- Niss, Nüsse.
- nooch, nach; zum Unterschied
- von noch.
- nor’d, nachher.
- Noschen, _notion_, Neigung.
- Notis, _notice_, Nachricht.
- numme, nur einmal.
-
-
- O
-
- owig, oberhalb.
-
-
- P
-
- Pihwie,[A] (_Muscicapa phebe._)
- plenti, _plenty_, genug.
- plehn, _plain_, deutlich.
- Plicht, Pflicht.
- Pool, _poll_, Stimmplatz.
- Pränks, _pranks_, Possenstreiche.
- pretend, _pretend_, vorgegeben.
- Proposal, _proposal_, Vorschlag.
-
-
- R
-
- Räpps, _raps_, Ohrfeigen.
- rechel, rechne, erachte.
- Rees, _race_, Mühlbach.
- rejert, regnet.
- Rehs, _race_, Wettlauf.
- rei’, herein.
- Rigel, _rail_, Queerriegel des Zauns.
- Roi, Reihe.
- Rhud, Ruthe.
- Ruhl, _rule_, Regel.
-
-
- S
-
- Schap, _shop_, Schuppen.
- Scherze, Schürzen.
- schiepisch, _sheepy_, schaafsmässige.
- schier, beinahe.
- schkippe, _skip_, stossweis fliegen,
- überhüpfen.
- schlick, _sleek_, glatt.
- schlohe, _slow_, langsam.
- schmärt, _smart_, flink.
- schnock, _snug_, wohl verwahrt.
- Schoh, _show_, Schauausstellung.
- Speicher, Dachstube.
- schpreie, _spry_, lebhafter, feuriger.
- schpukig, gespenstig.
- Schpuchte, Neckereien.
- Schqueier, _Esquire_, Friedensrichter.
- Schreiwes, etwas Geschriebenes.
- schreeks, schräg.
- schtärt, _start_, abreisen.
- Schteil, _style_, Art, Lebensart.
- Schtenner, Standfass.
- schtoppt, _stopped_, hält an.
- schur, _sure_, sicher.
- Schwalme, Schwalben.
- sehft, _saves_, spart.
- sehm, selbe, dasselbe.
- seifere, _cypher_, rechnen.
- selli, seller, selbige, jener.
- sellmol, damals.
- seinscht, _sign_, unterzeichnest.
- Sent, _cent_, Pfennig.
- Set, Paar, Partie, Gesellschaft.
- Sill, _sill_, Schwelle.
- Sinn, Sünde.
- sitscht, sitzest.
- Sold’scher, _soldier_, Soldat.
- Sool, _soul_, Seele.
- Suht, _suit_, Klage, Prozessverhandlu’g
- sunnerbari, sonderbare.
-
-
- T
-
- ’täggt, _tagged_, angeschlagen im
- Kinderspiel.
- Tollhaus, _toll_, Zoll-Haus.
- Tornpeik, _turnpike_, Chaussee.
- Träw’lers, _travelers_, Reisenden.
- Tschäps, _chaps_, Burschen.
-
-
- U
-
- ufgedresst, _dressed up_, herausgeputzt.
-
-
- V
-
- Vendu, _vendue_, öffentliche Versteigerung.
- vernaddert, vernarrt.
- vermisst, _missed_, nicht getroffen.
- verschpettle, verspotten.
- verschwappe, _swap_, vertauschen.
-
-
- W
-
- wackrig, wach, hell.
- Wälli, _valley_, Thal.
- wammer, wenn man.
- Wassum, Waasen.
- watscht, _watched_, beobachtet.
- werri, selli werri, _very_, sehr, gerade dieser.
- wieschte, wüste.
- Wip, _whip_, Peitsche, Ruthe.
- Wolkegedimmel, Wolkengetümmel.
-
-
- X
-
- ’xäktly, _exactly_, genau.
-
-
- Z
-
- Zeppel, Zöpfchen.
- Zuhk, Zug.
-
-[A] (The Fly-catcher), ein kleiner Vogel, der mehr als sicherer Vorbote
-des Frühlingswetters als seines Gesanges wegen beliebt ist. Der
-Obertheil des Körpers ist dunkel-olivenfarbig, der ganze Untertheil
-hellgelb. In der Volkssprache heisst er schlechtweg Pihwie (Engl.)
-_Pewit_.
-
-
-
-
-
-End of the Project Gutenberg EBook of Harbaugh's Harfe, by Henry Harbaugh
-
-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK HARBAUGH'S HARFE ***
-
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