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<title>The Project Gutenberg eBook of Die Gebete der Demut, by Francis Jammes</title>
<!-- TITLE="Die Gebete der Demut" -->
<!-- AUTHOR="Francis Jammes" -->
@@ -109,42 +109,7 @@ hr.hr10 { margin-left:45%; width:10%; }
</head>
<body>
-
-
-<pre>
-
-The Project Gutenberg EBook of Die Gebete der Demut, by Francis Jammes
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
-almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
-re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
-with this eBook or online at www.gutenberg.org/license
-
-
-Title: Die Gebete der Demut
-
-Author: Francis Jammes
-
-Translator: Ernst Stadler
-
-Release Date: July 14, 2012 [EBook #40231]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: ISO-8859-1
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE GEBETE DER DEMUT ***
-
-
-
-
-Produced by Jens Sadowski
-
-
-
-
-
-</pre>
+<div>*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 40231 ***</div>
<div class="centerpic">
<img src="images/cover.jpg" alt="" />
@@ -153,7 +118,7 @@ Produced by Jens Sadowski
<h1 style="line-height:1em; font-weight:normal; margin-bottom:5em; page-break-before:always;">
<span style="font-size:0.7em; letter-spacing:0.1em;">FRANCIS JAMMES</span><br />
<span style="font-size:0.9em;">DIE GEBETE DER DEMUT</span><br />
-<span style="font-size:0.5em;">ÜBERTRAGEN<br />VON</span><br />
+<span style="font-size:0.5em;">ÜBERTRAGEN<br />VON</span><br />
<span style="font-size:0.7em; letter-spacing:0.2em;">ERNST STADLER</span>
</h1>
@@ -166,59 +131,59 @@ KURT WOLFF VERLAG &bull; LEIPZIG<br />
<p class="center" style="page-break-before:always; font-size:0.8em; margin-top:5em; margin-bottom:5em;">
Dies Buch wurde<br />
gedruckt im August 1913 als neunter<br />
-Band der Bücherei &bdquo;Der jüngste Tag&ldquo; bei<br />
+Band der Bücherei &bdquo;Der jüngste Tag&ldquo; bei<br />
Poeschel &amp; Trepte in Leipzig
</p>
<p class="center" style="font-size:0.8em; margin-bottom:5em;">
-AUTORISIERTE ÜBERTRAGUNG<br />
+AUTORISIERTE ÜBERTRAGUNG<br />
COPYRIGHT BY KURT WOLFF VERLAG, LEIPZIG 1913
</p>
<h2 class="chapter" id="ch-1">
<a id="page-5" class="pagenum" title="5"></a>
-GEBET ZUM GESTÄNDNIS DER UNWISSENHEIT</h2>
+GEBET ZUM GESTÄNDNIS DER UNWISSENHEIT</h2>
<div class="poem">
<p class="line">Hernieder, steige hernieder in die Einfalt, die Gott will!</p>
<p class="line">Ich habe den Wespen zugesehen, die im Sand ihr Nest gebaut.</p>
<p class="line">Tu so wie sie, gebrechlich krankes Herz: sei still,</p>
-<p class="line">Schaffe dein Tagwerk, das Gott deinen Händen anvertraut.</p>
+<p class="line">Schaffe dein Tagwerk, das Gott deinen Händen anvertraut.</p>
<p class="line">Ich war voll Hoffart, die mein Leben falsch gemacht.</p>
<p class="line">Anders als alle andern meinte ich zu sein:</p>
-<p class="line">Jetzt weiß ich, o mein Gott, daß nie ich anderes vollbracht</p>
+<p class="line">Jetzt weiß ich, o mein Gott, daß nie ich anderes vollbracht</p>
<p class="line">Als jene Worte niederschreiben, die die Menschen sich erfanden,</p>
<p class="line">Seitdem zuerst im Paradies Adam und Eva aufgestanden</p>
-<p class="line">Unter den Früchten, die im Lichte unermeßlich blühten.</p>
-<p class="line">Und anders bin ich nicht als wie der ärmste Stein.</p>
+<p class="line">Unter den Früchten, die im Lichte unermeßlich blühten.</p>
+<p class="line">Und anders bin ich nicht als wie der ärmste Stein.</p>
<p class="line">Sieh hin, das Gras steht ruhig, und der Apfelbaum senkt schwer</p>
-<p class="line">Bebürdet sich zur Erde, zitternd und in liebendem Verlangen &mdash;</p>
-<p class="line">O nimm von meiner Seele, da so vieles Leiden über mich ergangen,</p>
-<p class="line">Die falsche Schöpferhoffart, die noch immer in ihr liegt.</p>
-<p class="line">Nichts weiß ich ja. Nichts bin ich. Und nichts will ich mehr</p>
-<p class="line">Als bloß zuweilen sehen, wie ein Nest im Wind sich wiegt
+<p class="line">Bebürdet sich zur Erde, zitternd und in liebendem Verlangen &mdash;</p>
+<p class="line">O nimm von meiner Seele, da so vieles Leiden über mich ergangen,</p>
+<p class="line">Die falsche Schöpferhoffart, die noch immer in ihr liegt.</p>
+<p class="line">Nichts weiß ich ja. Nichts bin ich. Und nichts will ich mehr</p>
+<p class="line">Als bloß zuweilen sehen, wie ein Nest im Wind sich wiegt
</p>
<p class="line">
<a id="page-6" class="pagenum" title="6"></a>
-Auf einer rötlichen Pappel oder einen Bettler über helle Straßen hinken,</p>
-<p class="line">Mühselig, an den Füßen Risse, die im Staube blutig blinken.</p>
+Auf einer rötlichen Pappel oder einen Bettler über helle Straßen hinken,</p>
+<p class="line">Mühselig, an den Füßen Risse, die im Staube blutig blinken.</p>
<p class="line">Mein Gott, nimm von mir diese Hoffart, die mein Leben giftig macht.</p>
-<p class="line">Gib, daß ich jenen Widdern ähnlich sei auf ihrer Weide,</p>
-<p class="line">Die immer gleich, aus Herbstes Schwermut, demutsvoll gebückt,</p>
-<p class="line">Zur Frühlingsfeier wandeln, die mit Grün den Anger schmückt,</p>
-<p class="line">Gib, daß im Schreiben meine Hoffart sich bescheide:</p>
-<p class="line">Daß endlich, endlich ich bekenne, daß mein Herz den Widerhall</p>
-<p class="line">Nur tönt der ganzen Welt, und daß mein sanfter Vater mir</p>
+<p class="line">Gib, daß ich jenen Widdern ähnlich sei auf ihrer Weide,</p>
+<p class="line">Die immer gleich, aus Herbstes Schwermut, demutsvoll gebückt,</p>
+<p class="line">Zur Frühlingsfeier wandeln, die mit Grün den Anger schmückt,</p>
+<p class="line">Gib, daß im Schreiben meine Hoffart sich bescheide:</p>
+<p class="line">Daß endlich, endlich ich bekenne, daß mein Herz den Widerhall</p>
+<p class="line">Nur tönt der ganzen Welt, und daß mein sanfter Vater mir</p>
<p class="line">Geduldig nur die Kinderregeln beigebracht.</p>
<p class="line">Der Ruhm ist eitel, Herr, und Geist und Schaffen leerer Schall &mdash;</p>
<p class="line">Du einzig hast sie ganz und gibst sie an die Menschen fort,</p>
-<p class="line">Die aber schwatzen immer bloß dasselbe Wort</p>
+<p class="line">Die aber schwatzen immer bloß dasselbe Wort</p>
<p class="line">Gleich einem Bienenschwarme, der durch sommerdunkle Zweige zieht.</p>
-<p class="line">Gib, daß, wenn heute früh ich mich vom Pult erhebe,</p>
-<p class="line">Ich jenen gleiche, die an diesem schönen Sonntag zu dir gehn</p>
-<p class="line">Und in der armen weißen Kirche, vor dich hingekniet,</p>
-<p class="line">Demütig lauter ihre Einfalt und Unwissenheit gestehn.
+<p class="line">Gib, daß, wenn heute früh ich mich vom Pult erhebe,</p>
+<p class="line">Ich jenen gleiche, die an diesem schönen Sonntag zu dir gehn</p>
+<p class="line">Und in der armen weißen Kirche, vor dich hingekniet,</p>
+<p class="line">Demütig lauter ihre Einfalt und Unwissenheit gestehn.
</p>
</div>
@@ -227,25 +192,25 @@ Auf einer rötlichen Pappel oder einen Bettler über helle Straßen hinken,</p>
GEBET, MIT DEN ESELN INS HIMMELREICH EINZUGEHN</h2>
<div class="poem">
-<p class="line">Wenn einst zu dir, mein Gott, der Ruf zu gehn mich heißt,</p>
-<p class="line">Dann gib, daß feiertäglich rings das Land im Sommerstaube gleißt.</p>
+<p class="line">Wenn einst zu dir, mein Gott, der Ruf zu gehn mich heißt,</p>
+<p class="line">Dann gib, daß feiertäglich rings das Land im Sommerstaube gleißt.</p>
<p class="line">Ich will nur so, wie ich getan hinieden,</p>
-<p class="line">Einen Weg mir wählen und für mich in Frieden</p>
+<p class="line">Einen Weg mir wählen und für mich in Frieden</p>
<p class="line">Ins Himmelreich hinwandeln, wo am hellen Tag die Sterne stehn.</p>
-<p class="line">Ich greife meinen Stock und auf der großen Straße will ich fürbaß gehn</p>
+<p class="line">Ich greife meinen Stock und auf der großen Straße will ich fürbaß gehn</p>
<p class="line">Und zu den Eseln, meinen Freunden, sprech ich dies:</p>
<p class="line">&bdquo;Hier, das ist Francis Jammes: der geht ins Paradies,</p>
-<p class="line">Ins Land des lieben Gottes, wo es keine Hölle gibt,</p>
-<p class="line">Kommt mit mir, sanfte Freunde, die ihr so die Himmelsbläue liebt,</p>
+<p class="line">Ins Land des lieben Gottes, wo es keine Hölle gibt,</p>
+<p class="line">Kommt mit mir, sanfte Freunde, die ihr so die Himmelsbläue liebt,</p>
<p class="line">Arme geliebte Tiere, die mit einem kurzen Schlagen</p>
-<p class="line">Des Ohrs die Fliegen und die Prügel und die Bienen von sich jagen.&ldquo;</p>
+<p class="line">Des Ohrs die Fliegen und die Prügel und die Bienen von sich jagen.&ldquo;</p>
</div>
<div class="poem">
<p class="line">Dann will inmitten dieser Tiere ich mich vor dir zeigen,</p>
-<p class="line">Die ich so liebe, weil den Kopf so sänftiglich sie neigen</p>
-<p class="line">Und ihre kleinen Füße aneinanderstemmen, wenn sie stille stehn,</p>
-<p class="line">Recht voller Sanftmut, daß es rührend ist, sie anzusehn.</p>
+<p class="line">Die ich so liebe, weil den Kopf so sänftiglich sie neigen</p>
+<p class="line">Und ihre kleinen Füße aneinanderstemmen, wenn sie stille stehn,</p>
+<p class="line">Recht voller Sanftmut, daß es rührend ist, sie anzusehn.</p>
<p class="line">So tret ich vor dich hin in dieser tausend Ohren Zug,</p>
<p class="line">Gefolgt von solchen, denen einst der Korb um ihre Lenden schlug,</p>
<p class="line">Und denen, die im Joch der Gauklerkarren gingen,
@@ -253,19 +218,19 @@ GEBET, MIT DEN ESELN INS HIMMELREICH EINZUGEHN</h2>
<p class="line">
<a id="page-8" class="pagenum" title="8"></a>
Und vor geputzten Wagen, die voll Flittergold und Federn hingen,</p>
-<p class="line">Und solchen, über deren Leib verbeulte Kannen schwankten,</p>
-<p class="line">Und trächtigen Eselinnen schwer wie Schläuche, die zerbrochnen Schrittes wankten,</p>
-<p class="line">Und denen, über deren Bein man kleine Hosen streift,</p>
+<p class="line">Und solchen, über deren Leib verbeulte Kannen schwankten,</p>
+<p class="line">Und trächtigen Eselinnen schwer wie Schläuche, die zerbrochnen Schrittes wankten,</p>
+<p class="line">Und denen, über deren Bein man kleine Hosen streift,</p>
<p class="line">Die Fliegen abzuwehren, deren Schwarm vom Blute trunken sie umschweift</p>
-<p class="line">Und ihrem Leib die blauen, sickernd offnen Male läßt &mdash;</p>
+<p class="line">Und ihrem Leib die blauen, sickernd offnen Male läßt &mdash;</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Laß mich, mein Gott, mit diesen Eseln zu dir schreiten,</p>
-<p class="line">Gib, daß einträchtiglich die Engel uns geleiten</p>
-<p class="line">Zu den umbuschten Bächen, wo im Winde zitternd Kirschen hangen,</p>
-<p class="line">So glatt und hell wie Haut auf jungen Mädchenwangen,</p>
-<p class="line">Und gib, daß ich in jenem Seelenreiche,</p>
+<p class="line">Laß mich, mein Gott, mit diesen Eseln zu dir schreiten,</p>
+<p class="line">Gib, daß einträchtiglich die Engel uns geleiten</p>
+<p class="line">Zu den umbuschten Bächen, wo im Winde zitternd Kirschen hangen,</p>
+<p class="line">So glatt und hell wie Haut auf jungen Mädchenwangen,</p>
+<p class="line">Und gib, daß ich in jenem Seelenreiche,</p>
<p class="line">Zu deinen Wassern hingebeugt, den Eseln gleiche,</p>
<p class="line">Die alle sanfte, arme Demut ihres Gangs auf Erden</p>
<p class="line">Im lautern Quell der ewigen Liebe spiegeln werden.
@@ -274,50 +239,50 @@ Und vor geputzten Wagen, die voll Flittergold und Federn hingen,</p>
<h2 class="chapter" id="ch-3">
<a id="page-9" class="pagenum" title="9"></a>
-GEBET, UM GOTT EINFÄLTIGE WORTE ANZUBIETEN</h2>
+GEBET, UM GOTT EINFÄLTIGE WORTE ANZUBIETEN</h2>
<div class="poem">
<p class="line">Gleich jenem Bilderschnitzer, den ich heute Morgen sah, besorgt und still</p>
-<p class="line">Im klaren Lichte sich auf seine Arbeit bücken,</p>
-<p class="line">Heilige schnitzend für die Kanzel seines Dorfes: also will</p>
-<p class="line">In meine Seele ich die frommen Bilder drücken.</p>
+<p class="line">Im klaren Lichte sich auf seine Arbeit bücken,</p>
+<p class="line">Heilige schnitzend für die Kanzel seines Dorfes: also will</p>
+<p class="line">In meine Seele ich die frommen Bilder drücken.</p>
<p class="line">Er rief zu seiner armen Schnitzbank mich heran,</p>
-<p class="line">Sein hölzern Werk zu sehn, und lange stand ich so davor</p>
-<p class="line">Und sah den Löwenkopf zu Füßen von Sankt Markus und den Aar</p>
-<p class="line">Zu Füßen von Johannes und Sankt Lukas in den Händen</p>
-<p class="line">Ein offnes Buch, darin die heiligen Regeln ständen.</p>
-<p class="line">Des Bildners Linke hatte übern Meißel sich gestreckt,</p>
+<p class="line">Sein hölzern Werk zu sehn, und lange stand ich so davor</p>
+<p class="line">Und sah den Löwenkopf zu Füßen von Sankt Markus und den Aar</p>
+<p class="line">Zu Füßen von Johannes und Sankt Lukas in den Händen</p>
+<p class="line">Ein offnes Buch, darin die heiligen Regeln ständen.</p>
+<p class="line">Des Bildners Linke hatte übern Meißel sich gestreckt,</p>
<p class="line">Die Rechte, aufgehoben, hielt noch zaudernd einen Hammer ausgestreckt.</p>
-<p class="line">Draußen auf Schieferdächern tanzte Mittagsluft in blauen Lichtern,</p>
+<p class="line">Draußen auf Schieferdächern tanzte Mittagsluft in blauen Lichtern,</p>
<p class="line">Von welkenden Basilien stieg ein frommer Weihrauchduft empor</p>
<p class="line">Zu all den plumpen Heiligen mit den eckigen Gesichtern.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Mein Gott, so schöne heilige Arbeit haben meine Hände nicht bestellt.</p>
-<p class="line">Du wolltest nicht, o Gott, daß ich zu dieser Welt</p>
-<p class="line">In armer Stube käme, nah dem Fenster, wo zur Nacht</p>
-<p class="line">Die Kerze tanzend vor den grünen Scheiben wacht.
+<p class="line">Mein Gott, so schöne heilige Arbeit haben meine Hände nicht bestellt.</p>
+<p class="line">Du wolltest nicht, o Gott, daß ich zu dieser Welt</p>
+<p class="line">In armer Stube käme, nah dem Fenster, wo zur Nacht</p>
+<p class="line">Die Kerze tanzend vor den grünen Scheiben wacht.
</p>
<p class="line">
<a id="page-10" class="pagenum" title="10"></a>
-Und wo vom frühen Morgen an die hellen Hobel gehn.</p>
-<p class="line">Mein Gott, wie gerne hätt&rsquo; ich meine Heiligenbilder dir gebracht.</p>
+Und wo vom frühen Morgen an die hellen Hobel gehn.</p>
+<p class="line">Mein Gott, wie gerne hätt&rsquo; ich meine Heiligenbilder dir gebracht.</p>
<p class="line">Und all die zarten Kinder, die am Heimweg von der Schule sie gesehn,</p>
-<p class="line">Ständen vor meinen weisen Königen entzückt,</p>
+<p class="line">Ständen vor meinen weisen Königen entzückt,</p>
<p class="line">Die Gold und Weihrauch spendeten und Elfenbein.</p>
-<p class="line">Und neben den drei Königen aus Morgenland</p>
+<p class="line">Und neben den drei Königen aus Morgenland</p>
<p class="line">Schnitt ich ins Holz so wie aus Weihrauch eine Wolke ein,</p>
-<p class="line">Und hätte rings mein Bild mit Lilienkelchen ausgeschmückt,</p>
-<p class="line">Demütig schön wie Trinkgefäße, die ich in der Armen Stuben fand.</p>
+<p class="line">Und hätte rings mein Bild mit Lilienkelchen ausgeschmückt,</p>
+<p class="line">Demütig schön wie Trinkgefäße, die ich in der Armen Stuben fand.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Mein Gott, da immer noch mein Herz sich quält und fragt,</p>
+<p class="line">Mein Gott, da immer noch mein Herz sich quält und fragt,</p>
<p class="line">Ob es in rechter Demut sich dir nahe,</p>
-<p class="line">Nimm diese schlicht einfältigen Worte von mir an</p>
+<p class="line">Nimm diese schlicht einfältigen Worte von mir an</p>
<p class="line">Statt eines Kanzelstuhls, darin die reine Magd</p>
-<p class="line">Von früh bis spät Fürsprach mir hätt&rsquo; getan.
+<p class="line">Von früh bis spät Fürsprach mir hätt&rsquo; getan.
</p>
</div>
@@ -327,19 +292,19 @@ GEBET, DASS EIN KIND NICHT STERBE</h2>
<div class="poem">
<p class="line">Mein Gott, erhalte seinen Eltern dieses zarte Kind,</p>
-<p class="line">Wie du wohl auch ein Kraut erhältst im bösen Wind.</p>
+<p class="line">Wie du wohl auch ein Kraut erhältst im bösen Wind.</p>
<p class="line">Was macht es dir denn aus &mdash; da doch die Mutter weint und fleht &mdash;,</p>
-<p class="line">Wenn es sogleich noch nicht zu dir hinübergeht</p>
-<p class="line">Als wie nach einem Spruch, der nicht zu ändern war?</p>
-<p class="line">Schenkst du ihm jetzt das Leben, wird es nächstes Jahr</p>
+<p class="line">Wenn es sogleich noch nicht zu dir hinübergeht</p>
+<p class="line">Als wie nach einem Spruch, der nicht zu ändern war?</p>
+<p class="line">Schenkst du ihm jetzt das Leben, wird es nächstes Jahr</p>
<p class="line">Dir Rosen streun am sonnigen Fronleichnamstag!</p>
-<p class="line">Doch bist du ja allgütig. Und du bist es nicht,</p>
-<p class="line">Der Todesbläue ausgießt auf ein rosiges Gesicht,</p>
-<p class="line">Es wäre denn, du wolltest Heimatlosen eine Wohnstatt geben,</p>
-<p class="line">Wo bei den Müttern immerfort die Söhne leben.</p>
-<p class="line">Doch warum hier? Ach, da die Stunde schlägt,</p>
+<p class="line">Doch bist du ja allgütig. Und du bist es nicht,</p>
+<p class="line">Der Todesbläue ausgießt auf ein rosiges Gesicht,</p>
+<p class="line">Es wäre denn, du wolltest Heimatlosen eine Wohnstatt geben,</p>
+<p class="line">Wo bei den Müttern immerfort die Söhne leben.</p>
+<p class="line">Doch warum hier? Ach, da die Stunde schlägt,</p>
<p class="line">Gedenke, Herr, vor diesem Kind, das sich zum Sterben legt,</p>
-<p class="line">Daß um die Mutter immer dir zu weilen ward gegeben.
+<p class="line">Daß um die Mutter immer dir zu weilen ward gegeben.
</p>
</div>
@@ -349,13 +314,13 @@ MEIN NIEDRER FREUND .&nbsp;.&nbsp;.</h2>
<div class="poem">
<p class="line">Mein niedrer Freund, mein treuer Hund, nun littest du den Tod,</p>
-<p class="line">Vor dem du oft so wie vor einer bösen Wespe dich versteckt,</p>
+<p class="line">Vor dem du oft so wie vor einer bösen Wespe dich versteckt,</p>
<p class="line">Die dich bis untern Tisch, wo du dich bargst, bedroht.</p>
<p class="line">Dein Kopf, in dieser kurzen Trauerstunde, hat sich zu mir aufgereckt.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Alltäglicher Gefährte, Wesen benedeiter Art,</p>
+<p class="line">Alltäglicher Gefährte, Wesen benedeiter Art,</p>
<p class="line">Du, den der Hunger stillt, sobald dein Herr ihn teilt,</p>
<p class="line">Der mit Tobias und mit Raphael hinausgeeilt,</p>
<p class="line">Da sie zusammen sich aufmachten auf die Pilgerfahrt.</p>
@@ -365,13 +330,13 @@ MEIN NIEDRER FREUND .&nbsp;.&nbsp;.</h2>
<p class="line">Getreuer Knecht: du sollst mir hohes Beispiel sein.</p>
<p class="line">Du, der an mir so wie an seinem Gott ein Heiliger hing.</p>
<p class="line">All deine dunkle Klugheit, die wir nie begriffen, ging</p>
-<p class="line">Lebendig nun in einen fröhlich unschuldsvollen Himmel ein.</p>
+<p class="line">Lebendig nun in einen fröhlich unschuldsvollen Himmel ein.</p>
</div>
<div class="poem">
<p class="line">Soll mir dereinst, mein Gott, die Gnade werden,</p>
-<p class="line">Dich anzuschaun von Angesicht zu Angesicht am jüngsten Tag,</p>
-<p class="line">Gib, daß ein armer Hund ins Angesicht dem schauen mag,</p>
+<p class="line">Dich anzuschaun von Angesicht zu Angesicht am jüngsten Tag,</p>
+<p class="line">Gib, daß ein armer Hund ins Angesicht dem schauen mag,</p>
<p class="line">Der immer schon sein Gott ihm war auf Erden.
</p>
</div>
@@ -381,19 +346,19 @@ MEIN NIEDRER FREUND .&nbsp;.&nbsp;.</h2>
AMSTERDAM</h2>
<div class="poem">
-<p class="line">Die Häuser, spitzgegiebelt, scheinen sich zu neigen,</p>
+<p class="line">Die Häuser, spitzgegiebelt, scheinen sich zu neigen,</p>
<p class="line">Als wollten sie fallen. Masten vieler Schiffe, die dem Grau des Himmels sich vermischen,</p>
-<p class="line">Lehnen vornüber wie Gestrüpp von dürren Zweigen</p>
-<p class="line">Inmitten von grünem Laub, von Rot und rostigem Braun,</p>
+<p class="line">Lehnen vornüber wie Gestrüpp von dürren Zweigen</p>
+<p class="line">Inmitten von grünem Laub, von Rot und rostigem Braun,</p>
<p class="line">Von Kohlen, Widderfellen und gesalznen Fischen.</p>
</div>
<div class="poem">
<p class="line">Robinson Crusoe hat einst durch Amsterdam den Weg genommen</p>
-<p class="line">(So glaub ich wenigstens), da er von seiner grünen</p>
-<p class="line">Schattigen Insel, wo die frischen Kokosnüsse blühten, heimgekommen.</p>
-<p class="line">Wie schlug das Herz ihm, da er plötzlich vor sich nah</p>
-<p class="line">Die mächtigen Türen mit den schweren Bronzeklöppeln sah! .&nbsp;.&nbsp;.</p>
+<p class="line">(So glaub ich wenigstens), da er von seiner grünen</p>
+<p class="line">Schattigen Insel, wo die frischen Kokosnüsse blühten, heimgekommen.</p>
+<p class="line">Wie schlug das Herz ihm, da er plötzlich vor sich nah</p>
+<p class="line">Die mächtigen Türen mit den schweren Bronzeklöppeln sah! .&nbsp;.&nbsp;.</p>
</div>
<div class="poem">
@@ -410,30 +375,30 @@ AMSTERDAM</h2>
</p>
<p class="line">
<a id="page-14" class="pagenum" title="14"></a>
-Sich vor ihm stauten. Doch sein Herz vom Glück der Wiederkehr beschwert,</p>
-<p class="line">Dachte der Ziege, die im Weinberg seiner Insel er allein zurückgelassen,</p>
+Sich vor ihm stauten. Doch sein Herz vom Glück der Wiederkehr beschwert,</p>
+<p class="line">Dachte der Ziege, die im Weinberg seiner Insel er allein zurückgelassen,</p>
<p class="line">Und die vielleicht nun schon gestorben war.</p>
</div>
<div class="poem">
<p class="line">Dies alles fiel mir ein vor den ungeheuren Frachten im Hafen,</p>
<p class="line">Und ich sah im Geist die alten Juden, die an schwere Eisenwagen</p>
-<p class="line">Mit knochigen Fingern rühren, über denen grüne Ringe glänzen.</p>
-<p class="line">O sieh! Amsterdam will unter weißen Wimpern von Schnee entschlafen</p>
+<p class="line">Mit knochigen Fingern rühren, über denen grüne Ringe glänzen.</p>
+<p class="line">O sieh! Amsterdam will unter weißen Wimpern von Schnee entschlafen</p>
<p class="line">In den Geruch von Nebel und von bitterer Kohle eingeschlagen.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Die gewölbten weißen Buden, wo zur Nacht die Lampe glimmt,</p>
+<p class="line">Die gewölbten weißen Buden, wo zur Nacht die Lampe glimmt,</p>
<p class="line">Und aus denen man den Ruf und das Pfeifen der schweren Frauen vernimmt,</p>
-<p class="line">Hingen gestern im Abend wie Früchte, wie große Kürbisschalen.</p>
-<p class="line">Man sah Plakate blau und rot und grün im Licht aufstrahlen.</p>
+<p class="line">Hingen gestern im Abend wie Früchte, wie große Kürbisschalen.</p>
+<p class="line">Man sah Plakate blau und rot und grün im Licht aufstrahlen.</p>
<p class="line">Von gezuckertem Bier ein scharf prickelnder Duft</p>
<p class="line">Lag mir auf der Zunge und war mir ins Gesicht gestiegen.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Und in den Judenvierteln, die rings voller Abfälle liegen,</p>
+<p class="line">Und in den Judenvierteln, die rings voller Abfälle liegen,</p>
<p class="line">Stand der Geruch von kalten rohen Fischen.</p>
<p class="line">Auf dem klitschigen Pflaster lagen Orangenschalen umhergezerrt.
</p>
@@ -452,54 +417,54 @@ Ein aufgedunsener Kopf hielt weite Augen aufgesperrt.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Der Himmel strömte wie ein unsichtbares Meer</p>
-<p class="line">Wolken von Wellen in die starrenden Kanäle.</p>
+<p class="line">Der Himmel strömte wie ein unsichtbares Meer</p>
+<p class="line">Wolken von Wellen in die starrenden Kanäle.</p>
<p class="line">Stille lag auf der Handelsstadt und stieg, ein unsichtbarer Rauch,</p>
-<p class="line">Feierlich von den starken hohen Dächern her</p>
-<p class="line">Und Indien trat beim Anblick dieser Häuserreihn vor meine Seele.</p>
+<p class="line">Feierlich von den starken hohen Dächern her</p>
+<p class="line">Und Indien trat beim Anblick dieser Häuserreihn vor meine Seele.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Oh, und ich träumte, daß ich so ein Handelsherr einst war,</p>
+<p class="line">Oh, und ich träumte, daß ich so ein Handelsherr einst war,</p>
<p class="line">Von denen, die aus Amsterdam in jenen Tagen</p>
<p class="line">Gen China segelten und vor ihrem Gehn</p>
<p class="line">Die Hut des Hauses einem treuen Diener aufgetragen.</p>
-<p class="line">Ganz so wie Robinson hätt ich vor dem Notar</p>
-<p class="line">Die Vollmachtschrift umständlich mit der Unterschrift versehn.</p>
+<p class="line">Ganz so wie Robinson hätt ich vor dem Notar</p>
+<p class="line">Die Vollmachtschrift umständlich mit der Unterschrift versehn.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Meine strenge Rechtlichkeit hätt&rsquo; meinen Reichtum aufgebaut.</p>
-<p class="line">Mein Handel hätte geblüht so wie im Mondenschein</p>
-<p class="line">Ein Lichtstrahl, der am Schnabel meines runden Schiffes säße.</p>
-<p class="line">Die großen Herren von Bombay gingen bei mir aus und ein
+<p class="line">Meine strenge Rechtlichkeit hätt&rsquo; meinen Reichtum aufgebaut.</p>
+<p class="line">Mein Handel hätte geblüht so wie im Mondenschein</p>
+<p class="line">Ein Lichtstrahl, der am Schnabel meines runden Schiffes säße.</p>
+<p class="line">Die großen Herren von Bombay gingen bei mir aus und ein
</p>
<p class="line">
<a id="page-16" class="pagenum" title="16"></a>
-Und hätten mit heißem Blick auf mein kräftig schönes Weib geschaut.</p>
+Und hätten mit heißem Blick auf mein kräftig schönes Weib geschaut.</p>
</div>
<div class="poem">
<p class="line">Ein Mohr mit goldnen Ringen, vom Mogul entsandt,</p>
-<p class="line">Käme zu handeln, lächelnd unter seinem Sonnenschirm!</p>
-<p class="line">Bei seinen wilden Geschichten hätte meiner schlanken Ältesten Herz gebebt,</p>
-<p class="line">Und zum Abschied hätte er ihr ein Gewand</p>
-<p class="line">Geschenkt, rubinenfarben, von Sklavenhänden gewebt.</p>
+<p class="line">Käme zu handeln, lächelnd unter seinem Sonnenschirm!</p>
+<p class="line">Bei seinen wilden Geschichten hätte meiner schlanken Ältesten Herz gebebt,</p>
+<p class="line">Und zum Abschied hätte er ihr ein Gewand</p>
+<p class="line">Geschenkt, rubinenfarben, von Sklavenhänden gewebt.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Die Bilder meiner Lieben hätt&rsquo; ich dann nachher</p>
+<p class="line">Die Bilder meiner Lieben hätt&rsquo; ich dann nachher</p>
<p class="line">Bei einem armen geschickten Maler bestellt:</p>
-<p class="line">Mein Weib, mit hellen rosigen Wangen, schön und schwer,</p>
-<p class="line">Die Söhne, deren starke Jugend alle Welt</p>
-<p class="line">Entzückte und der Töchter Anmut, mannigfalt und rein.</p>
+<p class="line">Mein Weib, mit hellen rosigen Wangen, schön und schwer,</p>
+<p class="line">Die Söhne, deren starke Jugend alle Welt</p>
+<p class="line">Entzückte und der Töchter Anmut, mannigfalt und rein.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Und also wär&rsquo; ich heute, statt ich selbst zu sein,</p>
-<p class="line">Ein andrer und auf meinen Reisen im Vorübergehn</p>
-<p class="line">Hätt ich mir wohl das altehrwürdige Haus besehn,</p>
-<p class="line">Und meine Seele hätte träumend gebebt</p>
+<p class="line">Und also wär&rsquo; ich heute, statt ich selbst zu sein,</p>
+<p class="line">Ein andrer und auf meinen Reisen im Vorübergehn</p>
+<p class="line">Hätt ich mir wohl das altehrwürdige Haus besehn,</p>
+<p class="line">Und meine Seele hätte träumend gebebt</p>
<p class="line">Vor den schlichten Worten: Hier hat Francis Jammes gelebt.
</p>
</div>
@@ -511,78 +476,78 @@ ICH WAR IN HAMBURG</h2>
<div class="poem">
<p class="line2">&bdquo;Ich war vier Monde in Hamburg, dann im Haag.</p>
<p class="line2">Ich nahm das Schiff nach London. Es lag</p>
-<p class="line2">Am 10. Jänner 1705 im Hafen. In zehen Jahren</p>
-<p class="line2">Und neun Monaten war ich nicht daheim. Zu einer größern Reise auszufahren,</p>
-<p class="line2">Rüst ich mich nun .&nbsp;. mit meinen zweiundsiebenzig Jahren,</p>
+<p class="line2">Am 10. Jänner 1705 im Hafen. In zehen Jahren</p>
+<p class="line2">Und neun Monaten war ich nicht daheim. Zu einer größern Reise auszufahren,</p>
+<p class="line2">Rüst ich mich nun .&nbsp;. mit meinen zweiundsiebenzig Jahren,</p>
<p class="line2">Nach einem Leben reich gesegnet mit Abenteuern und Gefahren.</p>
-<p class="line2">Ich ward genug umhergeschüttelt und verschlagen,</p>
-<p class="line2">Zu lernen, wie süß es ist, sein Leben in der Stille auszutragen.&ldquo;</p>
+<p class="line2">Ich ward genug umhergeschüttelt und verschlagen,</p>
+<p class="line2">Zu lernen, wie süß es ist, sein Leben in der Stille auszutragen.&ldquo;</p>
</div>
<div class="poem">
<p class="line">So steht&rsquo;s geschrieben auf dem letzten Blatt</p>
-<p class="line">Von Robinson Crusoes Geschichte. Ein Duft wie von Muskatsträuchern hat</p>
-<p class="line">Von seinem wunderbar geblümten Rock sich losgemacht.</p>
+<p class="line">Von Robinson Crusoes Geschichte. Ein Duft wie von Muskatsträuchern hat</p>
+<p class="line">Von seinem wunderbar geblümten Rock sich losgemacht.</p>
<p class="line">Das ferne Gewitter, das wie eine alte Schiffskanone kracht,</p>
-<p class="line">Läßt Albions Veste erzittern. Und auf dem Bild, darauf mein Auge blickt,</p>
-<p class="line">Sieht man den alten Seehelden, wie er über der Bibel sinnt und Dankgebete zum Himmel schickt.</p>
+<p class="line">Läßt Albions Veste erzittern. Und auf dem Bild, darauf mein Auge blickt,</p>
+<p class="line">Sieht man den alten Seehelden, wie er über der Bibel sinnt und Dankgebete zum Himmel schickt.</p>
<p class="line">Mitten auf dem Tische das Fernrohr steht,</p>
-<p class="line">Mit dem er einst die Spur der nackten Füße erspäht</p>
+<p class="line">Mit dem er einst die Spur der nackten Füße erspäht</p>
<p class="line">An die Wand gelehnt friedlich beieinander weilen</p>
-<p class="line">Der Sonnenschirm und die Mütze aus Ziegenfell und der Bogen mit den Pfeilen</p>
+<p class="line">Der Sonnenschirm und die Mütze aus Ziegenfell und der Bogen mit den Pfeilen</p>
<p class="line">Und die Axt zum Entern und das Seemannsschwert.</p>
<p class="line">Hier das Medaillon von Freitag. Und nahe dabei,</p>
<p class="line">Gegen die Karte der verlassenen Insel gekehrt,</p>
-<p class="line">Ein Strohkäfig mit einem sehr grünen Papagei.
+<p class="line">Ein Strohkäfig mit einem sehr grünen Papagei.
</p>
<p class="line">
<a id="page-18" class="pagenum" title="18"></a>
Wie du, Robinson, hab ich Sturm und Gewitter ertragen,</p>
-<p class="line">Sah, wie du, über meinem Kopf das Meer zum Himmel aufschlagen</p>
-<p class="line">In bleigrauen Wellenbergen. So wühlte</p>
-<p class="line">Der Orkan meiner Liebe, der das Deck überspülte,</p>
-<p class="line">Und warf mich auf die Knie und höhnte. Crusoe, Crusoe, das Meer</p>
+<p class="line">Sah, wie du, über meinem Kopf das Meer zum Himmel aufschlagen</p>
+<p class="line">In bleigrauen Wellenbergen. So wühlte</p>
+<p class="line">Der Orkan meiner Liebe, der das Deck überspülte,</p>
+<p class="line">Und warf mich auf die Knie und höhnte. Crusoe, Crusoe, das Meer</p>
<p class="line">Und die Liebe sind Geschwister von altersher</p>
-<p class="line">Und beide glühen aus dörrenden Sonnen Brand</p>
-<p class="line">Auf unser Herz und höhlen es aus gleich einer Muschel am Strand.</p>
+<p class="line">Und beide glühen aus dörrenden Sonnen Brand</p>
+<p class="line">Auf unser Herz und höhlen es aus gleich einer Muschel am Strand.</p>
<p class="line">Und die Taue knirschen und singen wie die Fraun,</p>
<p class="line">Und in unserm Blut ist diese schwarze See, die schwillt</p>
-<p class="line">Und uns mit dem bittern Rauschen ihrer Wasser füllt.</p>
+<p class="line">Und uns mit dem bittern Rauschen ihrer Wasser füllt.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Alter englischer Freund! Du warst der klügere, traun!</p>
+<p class="line">Alter englischer Freund! Du warst der klügere, traun!</p>
<p class="line">Von uns beiden. Denn wo auch dein Fahrzeug Schiffbruch litt,</p>
-<p class="line">Immer hattest du sauber geschnürt dein Bündel mit:</p>
+<p class="line">Immer hattest du sauber geschnürt dein Bündel mit:</p>
<p class="line">In Juan Fernandez und am Cap</p>
<p class="line">Der guten Hoffnung. Klug und sorglich. O, ich hab&rsquo;</p>
-<p class="line">Sie lieb, diese nüchterne und praktische Poesie,</p>
+<p class="line">Sie lieb, diese nüchterne und praktische Poesie,</p>
<p class="line">Und ich liebe, Crusoe, deine Witwe, die,</p>
-<p class="line">Während du in der Ferne weiltest, dein Hab und Gut verwahrt.</p>
+<p class="line">Während du in der Ferne weiltest, dein Hab und Gut verwahrt.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Nun darfst du, da sie all die Jahre für dich gespart,</p>
+<p class="line">Nun darfst du, da sie all die Jahre für dich gespart,</p>
<p class="line">Friedlich die Tage, die dir noch bleiben,</p>
<p class="line">In dem lieben grauen Hause wohnen, das meine Verse zu Anfang beschreiben.</p>
<p class="line">Nichts hast du auf deiner Insel vergessen, alles ist wie immer zur Stell&rsquo;:
</p>
<p class="line">
<a id="page-19" class="pagenum" title="19"></a>
-Der Sonnenschirm und die Mütze aus Ziegenfell.</p>
+Der Sonnenschirm und die Mütze aus Ziegenfell.</p>
<p class="line">Was ich heimgebracht habe? &mdash; so wirst du fragen, &mdash;</p>
-<p class="line">Von der wüsten Insel, von der mich das Schicksal zurückgetragen?</p>
-<p class="line">Nichts, keine Ankerboje, keinen Käfig für die Hühner, nicht ein einzig kleines Ding.</p>
-<p class="line">Still! Laß dir erzählen, wie es geschah, daß mich die Brandung fing.</p>
+<p class="line">Von der wüsten Insel, von der mich das Schicksal zurückgetragen?</p>
+<p class="line">Nichts, keine Ankerboje, keinen Käfig für die Hühner, nicht ein einzig kleines Ding.</p>
+<p class="line">Still! Laß dir erzählen, wie es geschah, daß mich die Brandung fing.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Es war im sanften April, wo der Frühling wie ein Meer</p>
-<p class="line">Sich den Vögeln auftut, verwegnen Ceylonschwimmern,</p>
-<p class="line">Die nach Perlen tauchen, die aus weißblauen Luftabgründen schimmern:</p>
+<p class="line">Es war im sanften April, wo der Frühling wie ein Meer</p>
+<p class="line">Sich den Vögeln auftut, verwegnen Ceylonschwimmern,</p>
+<p class="line">Die nach Perlen tauchen, die aus weißblauen Luftabgründen schimmern:</p>
<p class="line">Rotkehlchen, Amseln, Lerchen und Nachtigallen &mdash;</p>
-<p class="line">Man hörte, von den Gärten der kleinen Häuser her,</p>
-<p class="line">Wie das Herz des Flieders aufbrach über den roten Pfirsichkorallen.</p>
+<p class="line">Man hörte, von den Gärten der kleinen Häuser her,</p>
+<p class="line">Wie das Herz des Flieders aufbrach über den roten Pfirsichkorallen.</p>
</div>
<div class="poem">
@@ -592,16 +557,16 @@ Der Sonnenschirm und die Mütze aus Ziegenfell.</p>
<div class="poem">
<p class="line">Die Liebe und der Himmel und die Erde lagen, so schien es, im Traum beisammen.</p>
-<p class="line">Selig wie eine Nacht der Nächte sank die Nacht.</p>
-<p class="line">Aber bald begann das Duften der Obstblüte brünstiger aufzuflammen.</p>
+<p class="line">Selig wie eine Nacht der Nächte sank die Nacht.</p>
+<p class="line">Aber bald begann das Duften der Obstblüte brünstiger aufzuflammen.</p>
<p class="line">Da hab ich, Robinson, alle Gefahren vergessen</p>
<p class="line">Des vergangenen Lebens und habe vermessen</p>
-<p class="line">Und unbedacht des Spruchs der Alten, die in ihren Rahmen träumen,
+<p class="line">Und unbedacht des Spruchs der Alten, die in ihren Rahmen träumen,
</p>
<p class="line">
<a id="page-20" class="pagenum" title="20"></a>
-Nur begierig, ein neues Geschwader in den Wellen aufschäumen</p>
-<p class="line">Zu sehen, den Kompaß meines liebetollen Herzens hinausgedreht</p>
+Nur begierig, ein neues Geschwader in den Wellen aufschäumen</p>
+<p class="line">Zu sehen, den Kompaß meines liebetollen Herzens hinausgedreht</p>
<p class="line">Nach einer Insel, die schwer und ernst wie der Tag in den Wassern steht.</p>
</div>
@@ -610,51 +575,51 @@ Nur begierig, ein neues Geschwader in den Wellen aufschäumen</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Die Stimme ihrer Vögel machte mich ihr zu eigen.</p>
-<p class="line">Andere haben mich betört mit Feuer und Vulkan.</p>
+<p class="line">Die Stimme ihrer Vögel machte mich ihr zu eigen.</p>
+<p class="line">Andere haben mich betört mit Feuer und Vulkan.</p>
<p class="line">Oh, ich liebte, Crusoe, die Berge, die von Yucatan</p>
<p class="line">Unterm Meer fortlaufen, bis sie in den Antillen wieder zum Licht aufsteigen.</p>
-<p class="line">Mein Geschlecht hat unter jenen Mädchen gelebt, die mit ihren Händen</p>
-<p class="line">Die Flammen im Busen bedecken und lange Abschiedsküsse senden.</p>
+<p class="line">Mein Geschlecht hat unter jenen Mädchen gelebt, die mit ihren Händen</p>
+<p class="line">Die Flammen im Busen bedecken und lange Abschiedsküsse senden.</p>
<p class="line">Aber hier hat mich nicht das Feuer, hier hat mich der Schnee versehrt,</p>
<p class="line">Oh, ein Schnee, den kein hungriger Blitz jemals verzehrt,</p>
<p class="line">Schnee, dessen klare Augen die unbewegte Macht</p>
<p class="line">Des Feuers spiegeln, das ein Hirt im Winter mitten zwischen dem Eis entfacht.</p>
<p class="line">O Crusoe, dies ist die Insel der wildesten Schrecken,</p>
-<p class="line">Denn mit ihrer Kälte weiß sie die Flammen in deinem Busen zu wecken.</p>
+<p class="line">Denn mit ihrer Kälte weiß sie die Flammen in deinem Busen zu wecken.</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Wie es geschah, daß ich dennoch heil die Flucht genommen?</p>
-<p class="line">O Freund, Virgil allein verstünde hier zu entkommen.
+<p class="line">Wie es geschah, daß ich dennoch heil die Flucht genommen?</p>
+<p class="line">O Freund, Virgil allein verstünde hier zu entkommen.
</p>
<p class="line">
<a id="page-21" class="pagenum" title="21"></a>
-Denn der ganze große Ozean hält nicht so fest</p>
-<p class="line">Wie die eine sanfte Welle, die mich umschlang und nicht von sich läßt.</p>
+Denn der ganze große Ozean hält nicht so fest</p>
+<p class="line">Wie die eine sanfte Welle, die mich umschlang und nicht von sich läßt.</p>
<p class="line">Jetzt denk ich wie du, mein Crusoe,</p>
-<p class="line">Daß es gut ist, in seinem Zimmer zu träumen!</p>
+<p class="line">Daß es gut ist, in seinem Zimmer zu träumen!</p>
<p class="line">Mein Kaffeekessel summt mir wie ein englischer Roman im Ohr.</p>
<p class="line">Ich habe Liebesbriefe, die singen mir ihre Sehnsucht vor &mdash;</p>
-<p class="line">So hat dir, Crusoe, der große Ozean gesungen,</p>
+<p class="line">So hat dir, Crusoe, der große Ozean gesungen,</p>
<p class="line">In dessen Reich deine herrliche Seele gedrungen.</p>
<p class="line">Werd ich eines Tages wieder hinausziehn? Wer will es sagen?</p>
<p class="line">Und dennoch sehn ich mich so, noch einmal die Arme zu schlagen</p>
-<p class="line">Um jene weiße Boje Weib und auf erregten Meeren</p>
+<p class="line">Um jene weiße Boje Weib und auf erregten Meeren</p>
<p class="line">Inmitten hoher Wellen lachend wiederzukehren.</p>
-<p class="line">Alle Vögel dieses Märzmondes laden mich zur Liebe ein.</p>
+<p class="line">Alle Vögel dieses Märzmondes laden mich zur Liebe ein.</p>
<p class="line">Heut&rsquo; Morgen, beim Erwachen, da sie die neuen Weisen probten, drang ihre Stimme zu mir herein.</p>
<p class="line">Ein Sperling sprach mir lange zu. Was soll ich tun?</p>
-<p class="line">O kleine Vögel ihr, Rotkehlchen meiner Seele, euerm Sang</p>
+<p class="line">O kleine Vögel ihr, Rotkehlchen meiner Seele, euerm Sang</p>
<p class="line">Kann ich nicht folgen .&nbsp;.&nbsp;. oder, ach! mir ist zu folgen bang.</p>
-<p class="line">Die Sträucher sind zu grün. Ich würde eure Lust beengen .&nbsp;.&nbsp;.</p>
-<p class="line">Erst müssen Schatten sich über die Wälder hängen.
+<p class="line">Die Sträucher sind zu grün. Ich würde eure Lust beengen .&nbsp;.&nbsp;.</p>
+<p class="line">Erst müssen Schatten sich über die Wälder hängen.
</p>
</div>
<h2 class="chapter" id="ch-8">
<a id="page-22" class="pagenum" title="22"></a>
-DIE KIRCHE, MIT BLÄTTERN GESCHMÜCKT</h2>
+DIE KIRCHE, MIT BLÄTTERN GESCHMÜCKT</h2>
<div class="poem">
<p class="line">Der Dichter ist in seiner Seele Wald allein.</p>
@@ -664,34 +629,34 @@ DIE KIRCHE, MIT BLÄTTERN GESCHMÜCKT</h2>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">Er fleht zu Gott. Der schweigt. Da hält sein Jammer sich nicht mehr.</p>
+<p class="line">Er fleht zu Gott. Der schweigt. Da hält sein Jammer sich nicht mehr.</p>
<p class="line">Schmerz lastet auf ihm wie Gewitterschlag so schwer.</p>
-<p class="line">&bdquo;Gib Antwort, Herr, was hat dein Wille über mich erkannt?</p>
+<p class="line">&bdquo;Gib Antwort, Herr, was hat dein Wille über mich erkannt?</p>
<p class="line">Aus deiner Freude selbst bin ich verbannt.</p>
-<p class="line">Wie ausgedörrt leb&rsquo; ich in meinem großen Leid.</p>
+<p class="line">Wie ausgedörrt leb&rsquo; ich in meinem großen Leid.</p>
<p class="line">O kehre wieder! Gib mir doch die Munterkeit</p>
<p class="line">Des Vogels, der sich singend dort im Herzen dieses Sandbeerbaumes regt &mdash;</p>
-<p class="line">Was will dein Zürnen mir, daß es mich so in Stücke schlägt?&ldquo;</p>
+<p class="line">Was will dein Zürnen mir, daß es mich so in Stücke schlägt?&ldquo;</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">&bdquo;Ich pflüge deine Seele. Sei geduldig, Kind!</p>
-<p class="line">Du leidest, weil mein Herz mit dir gerecht zu sein mich heißt.</p>
-<p class="line">Laß mich in deiner Seele wohnen, immer .&nbsp;.&nbsp;. dann noch, wenn der Wind</p>
-<p class="line">Die letzten Rosen von den Sträuchern reißt.</p>
+<p class="line">&bdquo;Ich pflüge deine Seele. Sei geduldig, Kind!</p>
+<p class="line">Du leidest, weil mein Herz mit dir gerecht zu sein mich heißt.</p>
+<p class="line">Laß mich in deiner Seele wohnen, immer .&nbsp;.&nbsp;. dann noch, wenn der Wind</p>
+<p class="line">Die letzten Rosen von den Sträuchern reißt.</p>
<p class="line">Geh nicht von mir. O sieh, ich brauche dich und deine Qual.
</p>
<p class="line">
<a id="page-23" class="pagenum" title="23"></a>
-O mein geliebter Sohn. Ich brauch&rsquo; die Tränen die in deinen Augen stehn.</p>
-<p class="line">Ich brauche einen Vogel, mir zu singen überm Kreuzespfahl.</p>
+O mein geliebter Sohn. Ich brauch&rsquo; die Tränen die in deinen Augen stehn.</p>
+<p class="line">Ich brauche einen Vogel, mir zu singen überm Kreuzespfahl.</p>
<p class="line">Rotkehlchen meiner Seele, willst du von mir gehn?&ldquo;</p>
</div>
<div class="poem">
-<p class="line">&bdquo;Mein Gott, auf deiner Stirne, die den Kranz von Dornen trägt,</p>
+<p class="line">&bdquo;Mein Gott, auf deiner Stirne, die den Kranz von Dornen trägt,</p>
<p class="line">Will ich dir singen durch dein langes Todesgraun.</p>
-<p class="line">Doch wenn die Schreckenskrone dann in Blüten schlägt,</p>
+<p class="line">Doch wenn die Schreckenskrone dann in Blüten schlägt,</p>
<p class="line">Verstatte du, mein Gott, dem Vogel, dort sein Nest zu baun.&ldquo;
</p>
</div>
@@ -701,15 +666,15 @@ O mein geliebter Sohn. Ich brauch&rsquo; die Tränen die in deinen Augen stehn.</
DIE TAUBE .&nbsp;.&nbsp;.</h2>
<div class="poem">
-<p class="line">Die Taube, die den Zweig des Ölbaums hält,</p>
+<p class="line">Die Taube, die den Zweig des Ölbaums hält,</p>
<p class="line">Das ist die Jungfrau, die den Frieden bringt der Welt.</p>
-<p class="line">Das Osterlamm, das man zur Schwelle trägt,</p>
-<p class="line">Wird einst zum Lamme, das ans Kreuz man schlägt.</p>
-<p class="line">Nur Stück um Stück wird das Geheimnis offenbar.</p>
-<p class="line">Der brennende Busch ertönte, ehe Pfingsten war.</p>
+<p class="line">Das Osterlamm, das man zur Schwelle trägt,</p>
+<p class="line">Wird einst zum Lamme, das ans Kreuz man schlägt.</p>
+<p class="line">Nur Stück um Stück wird das Geheimnis offenbar.</p>
+<p class="line">Der brennende Busch ertönte, ehe Pfingsten war.</p>
<p class="line">Vor Noahs Arche schwamm die Kirche auf der Wasserflut,</p>
-<p class="line">Und Noah schwamm darauf, eh Moses drüber hat geruht;</p>
-<p class="line">Moses war überm Wasser, ehedenn Sankt Peter war:</p>
+<p class="line">Und Noah schwamm darauf, eh Moses drüber hat geruht;</p>
+<p class="line">Moses war überm Wasser, ehedenn Sankt Peter war:</p>
<p class="line">Von Stund zu Stunde reiner macht das Licht sich offenbar.</p>
</div>
@@ -721,7 +686,7 @@ DIE TAUBE .&nbsp;.&nbsp;.</h2>
<hr class="fat" />
<p class="center" style="font-size:1.8em; margin-bottom:0.5em; font-weight:bold;">
DER<br />
-JÜNGSTE TAG
+JÜNGSTE TAG
</p>
<p class="center" style="font-size:1.4em; margin-bottom:0.5em;">
@@ -730,55 +695,55 @@ NEUE DICHTUNGEN
<hr class="fat" />
<div style="font-size:0.9em">
-<p>Der Jüngste Tag stellt eine Sammlung von kleineren
-Werken jüngerer Dichter dar, die als charakteristisch für
+<p>Der Jüngste Tag stellt eine Sammlung von kleineren
+Werken jüngerer Dichter dar, die als charakteristisch für
unsere Zeit und als zukunftweisend zu gelten haben.
</p>
-<p>Im Jüngsten Tag erscheinen eine Anzahl Erstlingswerke,
+<p>Im Jüngsten Tag erscheinen eine Anzahl Erstlingswerke,
aber auch neue Dichtungen anerkannter Autoren
-sollen veröffentlicht werden. Die Dichtungen des &bdquo;Jüngsten
+sollen veröffentlicht werden. Die Dichtungen des &bdquo;Jüngsten
Tages&ldquo; sind gleich weit entfernt von lebensfremder Literatenliteratur
-wie von populärem Kitsch. Aus diesen
-Werken soll das Lebens- und Weltgefühl unserer Zeit
-strömen, ihre Entzückungen, Schmerzen, Begeisterungen,
-Reizsamkeit und Kraft. Menschliche Gefühle werden in
-knapper Form ausgedrückt und sollen menschliche Gefühle
+wie von populärem Kitsch. Aus diesen
+Werken soll das Lebens- und Weltgefühl unserer Zeit
+strömen, ihre Entzückungen, Schmerzen, Begeisterungen,
+Reizsamkeit und Kraft. Menschliche Gefühle werden in
+knapper Form ausgedrückt und sollen menschliche Gefühle
erwecken.
</p>
<p>Da das charakteristischste und konzentriertste dichterische
Ausdrucksmittel unserer Zeit sich in der Lyrik darstellt,
-so wird der Jüngste Tag vorwiegend lyrische
-Werke veröffentlichen, aber auch programmatische und
+so wird der Jüngste Tag vorwiegend lyrische
+Werke veröffentlichen, aber auch programmatische und
bedeutsame kleine Prosaschriften sollen geboten werden.
-Nicht nur auf deutsche Dichter soll sich der Jüngste Tag
-beschränken, sondern auch ausländische Dichtungen sollen
+Nicht nur auf deutsche Dichter soll sich der Jüngste Tag
+beschränken, sondern auch ausländische Dichtungen sollen
zeigen, dass es gewisse Elemente gibt, die der Dichtung
-aller Länder in unserer Zeit (wie in der bildenden
+aller Länder in unserer Zeit (wie in der bildenden
Kunst) gemeinsam sind.
</p>
-<p>Der Jüngste Tag wird, getreu dem Spiegel seines Wortes,
+<p>Der Jüngste Tag wird, getreu dem Spiegel seines Wortes,
versuchen, alles notwendige zu sammeln, das ihm aus der
-Stärke des Zeitlichen heraus, ewiges Dasein verspricht.
+Stärke des Zeitlichen heraus, ewiges Dasein verspricht.
Dies Unternehmen soll nicht mehr an der Gebundenheit
-von Zeitschriften leiden. So soll der Jüngste Tag mehr
-als ein Buch sein und weniger als eine Bücherei.
+von Zeitschriften leiden. So soll der Jüngste Tag mehr
+als ein Buch sein und weniger als eine Bücherei.
</p>
<p>Jeder Beitrag erscheint einzeln als gesondertes Heft
zum Preise von 80 Pfennig geheftet, M 1.50 gebunden.
</p>
-<p>Der Jüngste Tag wird auch im Abonnement geliefert
+<p>Der Jüngste Tag wird auch im Abonnement geliefert
und zwar als Serien von je 6 Heften. Der Abonnements-Preis
-beträgt M 4.20 für die broschierte, M 7.80
-für die gebundene Ausgabe. Jede bessere Buchhandlung
-nimmt Abonnements entgegen. Für diejenigen, die die
+beträgt M 4.20 für die broschierte, M 7.80
+für die gebundene Ausgabe. Jede bessere Buchhandlung
+nimmt Abonnements entgegen. Für diejenigen, die die
Hefte lieber in einem gebundenen Bande vereinen
wollen, wird eine Einbanddecke zum Preise von M 1.50
-für jede Serie geliefert.
+für jede Serie geliefert.
</p>
</div>
@@ -792,16 +757,16 @@ für jede Serie geliefert.
</p>
<p class="noindent">FRANZ WERFEL: Die Versuchung &bull;
-Ein Gespräch
+Ein Gespräch
</p>
<p class="noindent">WALTER HASENCLEVER: Das unendliche
-Gespräch &bull; Eine nächtliche
+Gespräch &bull; Eine nächtliche
Szene
</p>
<p class="noindent">FRANZ KAFKA: Der Heizer &bull; Eine
-Erzählung
+Erzählung
</p>
<p class="noindent">FERDINAND HARDEKOPF: Der
@@ -826,7 +791,7 @@ Knaben &bull; Skizzen
Demut &bull; Gedichte
</p>
-<p class="noindent">MAURICE BARRÈS: Der Mord an
+<p class="noindent">MAURICE BARRÈS: Der Mord an
der Jungfrau
</p>
@@ -846,50 +811,50 @@ KURT WOLFF VERLAG &bull; LEIPZIG
<p class="center" style="page-break-before:always; letter-spacing:0.2em; margin-bottom:1em;">
<span class="em">Pressestimmen<br />
-über die sechs ersten Hefte des<br />
-<span style="font-size:1.4em;">&bdquo;JÜNGSTEN TAGES&ldquo;</span></span>
+über die sechs ersten Hefte des<br />
+<span style="font-size:1.4em;">&bdquo;JÜNGSTEN TAGES&ldquo;</span></span>
</p>
<div style="font-size:0.8em;">
-<p><span class="em">Professor Witkowski:</span> &bdquo;Ein neues verheißungsvolles Unternehmen.
+<p><span class="em">Professor Witkowski:</span> &bdquo;Ein neues verheißungsvolles Unternehmen.
Der Gesamteindruck ist der einer kultivierten, nach
starkem Leben verlangenden Dichterjugend.&ldquo;
</p>
-<p><span class="em">Zeitschrift für Bücherfreunde:</span> &bdquo;.&nbsp;.&nbsp;. am höchsten steht das Gespräch
+<p><span class="em">Zeitschrift für Bücherfreunde:</span> &bdquo;.&nbsp;.&nbsp;. am höchsten steht das Gespräch
&bdquo;Die Versuchung&ldquo; von Franz Werfel. Der Dichter zwischen
-Satan und Erzengel, ein nach außen gestelltes Innenbild der
-kämpfenden Wonnen, der Versuchungen und der seligen Erkenntnisse
-des Dichters von heute. Das ist wirklich &sbquo;Jüngster
+Satan und Erzengel, ein nach außen gestelltes Innenbild der
+kämpfenden Wonnen, der Versuchungen und der seligen Erkenntnisse
+des Dichters von heute. Das ist wirklich &sbquo;Jüngster
Tag&lsquo; .&nbsp;.&nbsp;.&ldquo;
</p>
<p><span class="em">Die neue Rundschau:</span> &bdquo;Die Unmittelbarkeit, mit der Kafka statt
-der Realität die ihm eigentümliche Formsprache setzt, macht
+der Realität die ihm eigentümliche Formsprache setzt, macht
ihn der expressionistischen Richtung heutiger Malerei verwandt.
Als er seine neue Novelle &bdquo;Der Heizer&ldquo; schrieb, die in Amerika
-spielt, wollte er nichts von Amerika hören, obwohl er nie dort
+spielt, wollte er nichts von Amerika hören, obwohl er nie dort
gewesen ist. Er schrieb das Amerika seines Kopfes, in dem die
-Freiheitsstatue keine Fackel, sondern ein Schwert trägt, weil
-dies besser in den Satz paßt. &mdash; Ich glaube, Walser hätte es
+Freiheitsstatue keine Fackel, sondern ein Schwert trägt, weil
+dies besser in den Satz paßt. &mdash; Ich glaube, Walser hätte es
ebenso gemacht.&ldquo;
</p>
-<p><span class="em">Berliner Börsen-Courier:</span> &bdquo;.&nbsp;.&nbsp;. So schafft der Dichter Carl Ehrenstein
-eine beziehungsreiche, an Klängen schon entzündete Kunst
+<p><span class="em">Berliner Börsen-Courier:</span> &bdquo;.&nbsp;.&nbsp;. So schafft der Dichter Carl Ehrenstein
+eine beziehungsreiche, an Klängen schon entzündete Kunst
der bis zum Paradoxen verwickelten Urschmerzen. Seine Klagen
-werden hingesprochen wie Träume (immer denkt und glaubt
-man daran) zu erzählen sind. Und am Ende dieser wirklichen
+werden hingesprochen wie Träume (immer denkt und glaubt
+man daran) zu erzählen sind. Und am Ende dieser wirklichen
Gedichte in Prosa ist einem, als habe man eine weite Reise
-gemacht. Wir lieben dieses Buch .&nbsp;.&nbsp;. Es gibt Klänge, die das
+gemacht. Wir lieben dieses Buch .&nbsp;.&nbsp;. Es gibt Klänge, die das
Herz zittern machen.&ldquo;
</p>
-<p><span class="em">Königsberger Hartungsche Zeitung:</span> &bdquo;Emmy Hennings schafft unmittelbar
+<p><span class="em">Königsberger Hartungsche Zeitung:</span> &bdquo;Emmy Hennings schafft unmittelbar
aus ihren seelischen Evolutionen heraus und das gibt
ihren Versen jene faszinierende Unmittelbarkeit, der sich keiner
-entziehen kann. Ihr Vortrag ist still und ohne Prätention. Aber
-im Innern dieser leicht hingesagten Strophen fühlt man das
+entziehen kann. Ihr Vortrag ist still und ohne Prätention. Aber
+im Innern dieser leicht hingesagten Strophen fühlt man das
Leben pulsen.&ldquo;
</p>
</div>
@@ -905,7 +870,7 @@ ARKADIA
<p class="center" style="font-size:1.2em; letter-spacing:0.3em;">
EIN JAHRBUCH<br />
-FÜR DICHTKUNST
+FÜR DICHTKUNST
</p>
<p class="center" style="font-size:1em;">
@@ -921,18 +886,18 @@ BUCHAUSSTATTUNG VON E. R. WEISS
<p class="noindent" style="font-size:0.8em;">
DRAMATISCHES: <span class="em">Robert Walser</span>, Tobold / <span class="em">Franz
-Werfel</span>, Das Opfer / <span class="em">Franz Blei</span>, Der Mäcen. EPISCHES:
+Werfel</span>, Das Opfer / <span class="em">Franz Blei</span>, Der Mäcen. EPISCHES:
<span class="em">Franz Kafka</span>, Das Urteil / <span class="em">Otto Stoessl</span>, Aus der Villa Obweger
-/ <span class="em">Moritz Heimann</span>, Ein Begräbnis im November /
+/ <span class="em">Moritz Heimann</span>, Ein Begräbnis im November /
<span class="em">Max Mell</span>, Jugendgeschichte Zeno Balderonis von Jeruditz /
<span class="em">Oskar Baum</span>, Der Antrag / <span class="em">Willy Speier</span>, Christus in den
Weizenfeldern / <span class="em">Martin Beradt</span>, Der Neurastheniker / <span class="em">Max
Brod</span>, Notwehr / <span class="em">Alfred Wolfenstein</span>, Dika / <span class="em">Hans Janowitz</span>,
-Ein Ausbruch / <span class="em">Hans Janowitz</span>, Szene der Erfüllung /
+Ein Ausbruch / <span class="em">Hans Janowitz</span>, Szene der Erfüllung /
<span class="em">Kurt Tucholsky</span>, Kindertheater / <span class="em">Heinrich Eduard Jacob</span>,
-Fremder Schläfer im Kupee / <span class="em">Robert Walser</span>, Zwei Aufsätze:
+Fremder Schläfer im Kupee / <span class="em">Robert Walser</span>, Zwei Aufsätze:
Rinaldini &mdash; Lenau. LYRISCHES: <span class="em">Franz Blei</span>,
-Liebeslied des Sardinischen Seeräubers / <span class="em">Robert Walser</span>,
+Liebeslied des Sardinischen Seeräubers / <span class="em">Robert Walser</span>,
Handharfe am Tage / <span class="em">Max Brod</span>, Vier Gedichte / <span class="em">Heinrich
Lautensack</span>, Beichte / <span class="em">Otto Pick</span>, Gedichte /
Franz Janowitz, Gedichte.
@@ -961,16 +926,16 @@ GEORG HEYM
<p class="noindent" style="margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Herbert Eulenberg in der B. Z. am Mittag:</span> Es ist der bedeutendste
unter den wenigen von unsern jungen Lyrikern,
-die überhaupt heute in Frage kommen. &mdash; Er hat die empfindlichsten
-Nerven und Sinne, die ein Dichter haben muß.
+die überhaupt heute in Frage kommen. &mdash; Er hat die empfindlichsten
+Nerven und Sinne, die ein Dichter haben muß.
</p>
<p class="noindent" style="margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Frankfurter Zeitung:</span> Welch ein Anschauen, welche Leidenschaft
bildlicher Gestaltung! Ewige Helligkeit, unbarmherziges
-Licht breitet er über jede Erscheinung der Wirklichkeit
-u. der Träume, über Leben u. Sterben, Schrecken
+Licht breitet er über jede Erscheinung der Wirklichkeit
+u. der Träume, über Leben u. Sterben, Schrecken
und Beruhigung. Georg Heym war ein Dichter. Es gibt in der
-deutschen Lyrik keinen, dem er irgendwie geglichen hätte.
+deutschen Lyrik keinen, dem er irgendwie geglichen hätte.
</p>
</div>
@@ -989,12 +954,12 @@ deutschen Lyrik keinen, dem er irgendwie geglichen hätte.
<p class="center" style="margin-bottom:0.5em;">Geheftet M 3.&mdash; &bull; Halbpergamentband M 4.&mdash;
</p>
-<p class="noindent" style="margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Dr. Rudolf Fürst in der Vossischen Zeitung:</span> Bei all dem
-ganz Besonderen, dem schier Unerhörten, das er in den
-feinsten Gefühl- und Vorstellungsnüancen ausdrücken will,
-zeigt der rasch Gereifte eine ungewöhnliche Beherrschtheit
+<p class="noindent" style="margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Dr. Rudolf Fürst in der Vossischen Zeitung:</span> Bei all dem
+ganz Besonderen, dem schier Unerhörten, das er in den
+feinsten Gefühl- und Vorstellungsnüancen ausdrücken will,
+zeigt der rasch Gereifte eine ungewöhnliche Beherrschtheit
der Ausdrucksmittel. Wir haben viel in Georg Heym,
-dem Fünfundzwanzigjährigen, verloren. Artifex periit.
+dem Fünfundzwanzigjährigen, verloren. Artifex periit.
</p>
</div>
@@ -1012,9 +977,9 @@ dem Fünfundzwanzigjährigen, verloren. Artifex periit.
<p class="noindent" style="margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Leipziger Tageblatt:</span> .&nbsp;.&nbsp;. Novellen, in denen auf engstem
Raume alle Qual der Menschheit von der kindlichen Verzweiflung
-erster Enttäuschung bis zu Hunger, Entartung,
+erster Enttäuschung bis zu Hunger, Entartung,
Wahnsinn, Krankheit und Tod mit einer unheimlichen
-Klarheit und Kraft zu einer fürchterlichen Anklage zusammengepreßt
+Klarheit und Kraft zu einer fürchterlichen Anklage zusammengepreßt
erscheint.
</p>
</div>
@@ -1034,7 +999,7 @@ FRANZ WERFEL &bull; WIR SIND
</p>
<p class="center" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;">
-In vorzüglicher Ausstattung. Druck der Offizin W. Drugulin
+In vorzüglicher Ausstattung. Druck der Offizin W. Drugulin
</p>
<p class="center" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;">
@@ -1042,20 +1007,20 @@ Geheftet M 3.&mdash; &bull; Gebunden M 4.50
</p>
<p class="center" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;">Vorzugsausgabe 15 numerierte, vom Autor signierte Exemplare
-auf schwerem Japanbütten in Ganzlederbd. M 35.&mdash;
+auf schwerem Japanbütten in Ganzlederbd. M 35.&mdash;
</p>
-<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Frankfurter Zeitung:</span> .&nbsp;.&nbsp;. ein ganz großer Dichter, mit
+<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Frankfurter Zeitung:</span> .&nbsp;.&nbsp;. ein ganz großer Dichter, mit
allem Ernste sei das gesagt.
</p>
<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Neue Rundschau:</span> .&nbsp;.&nbsp;. Whitmans kosmische Liebe und
-Goethes unersättliche Lust zu fühlen hat sich Werfel
+Goethes unersättliche Lust zu fühlen hat sich Werfel
durch das Recht der Wiedergeburt zu eigen gemacht.
</p>
-<p class="center" style="font-size:1.2em; margin-bottom:0.5em;">ELSE LASKER-SCHÜLER
+<p class="center" style="font-size:1.2em; margin-bottom:0.5em;">ELSE LASKER-SCHÜLER
</p>
<p class="center" style="font-size:1em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">GESICHTE. Essays u. and. Geschichten</span>
@@ -1069,22 +1034,22 @@ Geheftet M 4.&mdash; &bull; Gebunden M 5.&mdash;
</p>
<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;">Sterndeuterei / Handschrift / Johann Hansen und Ingeborg
-Coldstrup / Künstler / In der Morgenfrühe / Elberfeld im
-dreihundertjährigen Jubiläumsschmuck / Arme Kinder
-reicher Leute / Am Kurfürstendamm / Die beiden weißen
-Bänke vom Kurfürstendamm / Die Odenwaldschule /
-Lasker-Schüler kontra B. und Genossen / Coranna / Die
+Coldstrup / Künstler / In der Morgenfrühe / Elberfeld im
+dreihundertjährigen Jubiläumsschmuck / Arme Kinder
+reicher Leute / Am Kurfürstendamm / Die beiden weißen
+Bänke vom Kurfürstendamm / Die Odenwaldschule /
+Lasker-Schüler kontra B. und Genossen / Coranna / Die
schwere Stunde / Peter Hille / Karl Kraus / Loos / Oskar
Kokoschka / Peter Baum / Franz Werfel / S. Lublinski /
Paul Leppin / Richard Dehmel / Max Brod / Alfred Kerr /
Bei Guy de Maupassant / Albert Heine / Karl Vogt / Paul
Lindau / Bei Julius Lieban / Friedrich von Schennis / Tilla
-Durieux / Paul Zech / Rudolf Blümner / William Wauer /
-Wauer-Walden via München und so weiter / Emmy
+Durieux / Paul Zech / Rudolf Blümner / William Wauer /
+Wauer-Walden via München und so weiter / Emmy
Destinn / Franziska Schultz / Kete Parsenow / Ruth /
-Unser Café / Marie Böhm / Der Alpenkönig und der
+Unser Café / Marie Böhm / Der Alpenkönig und der
Menschenfeind / Egon Adler / Ein Amen / Wenn mein
-Herz gesund wär &mdash; / Der Eisenbahnräuber / Im neopathetischen
+Herz gesund wär &mdash; / Der Eisenbahnräuber / Im neopathetischen
Kabarett / Kabarett Nachtlicht, Wien / Apollotheater /
Tigerin, Affe und Kuckuck / Im Zirkus / Zirkuspferde /
Zirkus Busch.
@@ -1112,14 +1077,14 @@ MAX DAUTHENDEY
<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Das Literarische Echo:</span> Die &bdquo;Reliquien&ldquo; beweisen die ganze
starke, eigenartige Begabung des Dichters, seine sinnliche,
-farbige Sprache, seine schöpferische Kraft. Reif und schön
-glänzt es, inbrünstige Liebeslieder und Gedichte von jenen
+farbige Sprache, seine schöpferische Kraft. Reif und schön
+glänzt es, inbrünstige Liebeslieder und Gedichte von jenen
unheimlichen, mystischen Stimmungen, die Rilke mit soviel
prunkender Spielerei zu erzwingen sucht, die Dauthendey
-aber in großer, fast starrer Einfachheit zeichnet.
+aber in großer, fast starrer Einfachheit zeichnet.
Sein Hauptthema bleibt immer die Liebe und die Freude
-an der Schönheit der Welt; die Lebenslust ist die typische
-Eigenart seiner Schöpfungen.
+an der Schönheit der Welt; die Lebenslust ist die typische
+Eigenart seiner Schöpfungen.
</p>
<p class="center" style="font-size:1em; letter-spacing:0.2em; margin-bottom: 0.5em;">
@@ -1136,14 +1101,14 @@ Einbandzeichnung von E. R. WEISS
<p class="center" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;">Geheftet M 2.&mdash; &bull; Gebunden M 3.50
</p>
-<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Berliner Tageblatt:</span> Hier könnte ich wirklich jedes Gedicht
-herausgreifen, um die Fülle eines schaffens-, liebes- und
-lebensfrohen Gemüts, einer unermüdlichen, unerschöpflichen
+<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Berliner Tageblatt:</span> Hier könnte ich wirklich jedes Gedicht
+herausgreifen, um die Fülle eines schaffens-, liebes- und
+lebensfrohen Gemüts, einer unermüdlichen, unerschöpflichen
Phantasie anzudeuten.
</p>
-<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Ernst Lissauer:</span> Da glänzt eine Heiterkeit, die an die lichte
-Liebenswürdigkeit fränkischer Landschaften mahnt, Weinduft
+<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Ernst Lissauer:</span> Da glänzt eine Heiterkeit, die an die lichte
+Liebenswürdigkeit fränkischer Landschaften mahnt, Weinduft
ist darin.
</p>
@@ -1162,7 +1127,7 @@ ist darin.
<p class="center" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;">Geheftet M 2.&mdash; &bull; Zweite Auflage &bull; Gebunden M 3.50
</p>
-<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Das Literarische Echo:</span> Vorzügliche Karikaturen, grellbunte
+<p class="noindent" style="font-size:0.8em; margin-bottom:0.5em;"><span class="em">Das Literarische Echo:</span> Vorzügliche Karikaturen, grellbunte
Spiegelbilder des Lebens auf einem ernsten dunklen
Hintergrund.
</p>
@@ -1173,383 +1138,6 @@ Hintergrund.
</div>
-
-
-
-
-
-
-
-<pre>
-
-
-
-
-
-End of the Project Gutenberg EBook of Die Gebete der Demut, by Francis Jammes
-
-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE GEBETE DER DEMUT ***
-
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-works. See paragraph 1.E below.
-
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-both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
-Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the
-Foundation as set forth in Section 3 below.
-
-1.F.
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-Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
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