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+*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 40231 ***
+
+FRANCIS JAMMES
+
+
+DIE GEBETE DER DEMUT
+
+
+ÜBERTRAGEN
+VON
+ERNST STADLER
+
+
+1913
+KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG
+
+
+Dies Buch wurde
+gedruckt im August 1913 als neunter
+Band der Bücherei »Der jüngste Tag« bei
+Poeschel & Trepte in Leipzig
+
+
+AUTORISIERTE ÜBERTRAGUNG
+COPYRIGHT BY KURT WOLFF VERLAG, LEIPZIG 1913
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+GEBET ZUM GESTÄNDNIS DER UNWISSENHEIT
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+
+ Hernieder, steige hernieder in die Einfalt, die Gott will!
+ Ich habe den Wespen zugesehen, die im Sand ihr Nest gebaut.
+ Tu so wie sie, gebrechlich krankes Herz: sei still,
+ Schaffe dein Tagwerk, das Gott deinen Händen anvertraut.
+ Ich war voll Hoffart, die mein Leben falsch gemacht.
+ Anders als alle andern meinte ich zu sein:
+ Jetzt weiß ich, o mein Gott, daß nie ich anderes vollbracht
+ Als jene Worte niederschreiben, die die Menschen sich erfanden,
+ Seitdem zuerst im Paradies Adam und Eva aufgestanden
+ Unter den Früchten, die im Lichte unermeßlich blühten.
+ Und anders bin ich nicht als wie der ärmste Stein.
+ Sieh hin, das Gras steht ruhig, und der Apfelbaum senkt schwer
+ Bebürdet sich zur Erde, zitternd und in liebendem Verlangen --
+ O nimm von meiner Seele, da so vieles Leiden über mich ergangen,
+ Die falsche Schöpferhoffart, die noch immer in ihr liegt.
+ Nichts weiß ich ja. Nichts bin ich. Und nichts will ich mehr
+ Als bloß zuweilen sehen, wie ein Nest im Wind sich wiegt
+ Auf einer rötlichen Pappel oder einen Bettler über helle Straßen hinken,
+ Mühselig, an den Füßen Risse, die im Staube blutig blinken.
+ Mein Gott, nimm von mir diese Hoffart, die mein Leben giftig macht.
+ Gib, daß ich jenen Widdern ähnlich sei auf ihrer Weide,
+ Die immer gleich, aus Herbstes Schwermut, demutsvoll gebückt,
+ Zur Frühlingsfeier wandeln, die mit Grün den Anger schmückt,
+ Gib, daß im Schreiben meine Hoffart sich bescheide:
+ Daß endlich, endlich ich bekenne, daß mein Herz den Widerhall
+ Nur tönt der ganzen Welt, und daß mein sanfter Vater mir
+ Geduldig nur die Kinderregeln beigebracht.
+ Der Ruhm ist eitel, Herr, und Geist und Schaffen leerer Schall --
+ Du einzig hast sie ganz und gibst sie an die Menschen fort,
+ Die aber schwatzen immer bloß dasselbe Wort
+ Gleich einem Bienenschwarme, der durch sommerdunkle Zweige zieht.
+ Gib, daß, wenn heute früh ich mich vom Pult erhebe,
+ Ich jenen gleiche, die an diesem schönen Sonntag zu dir gehn
+ Und in der armen weißen Kirche, vor dich hingekniet,
+ Demütig lauter ihre Einfalt und Unwissenheit gestehn.
+
+
+
+
+GEBET, MIT DEN ESELN INS HIMMELREICH EINZUGEHN
+
+
+ Wenn einst zu dir, mein Gott, der Ruf zu gehn mich heißt,
+ Dann gib, daß feiertäglich rings das Land im Sommerstaube gleißt.
+ Ich will nur so, wie ich getan hinieden,
+ Einen Weg mir wählen und für mich in Frieden
+ Ins Himmelreich hinwandeln, wo am hellen Tag die Sterne stehn.
+ Ich greife meinen Stock und auf der großen Straße will ich fürbaß gehn
+ Und zu den Eseln, meinen Freunden, sprech ich dies:
+ »Hier, das ist Francis Jammes: der geht ins Paradies,
+ Ins Land des lieben Gottes, wo es keine Hölle gibt,
+ Kommt mit mir, sanfte Freunde, die ihr so die Himmelsbläue liebt,
+ Arme geliebte Tiere, die mit einem kurzen Schlagen
+ Des Ohrs die Fliegen und die Prügel und die Bienen von sich jagen.«
+
+ Dann will inmitten dieser Tiere ich mich vor dir zeigen,
+ Die ich so liebe, weil den Kopf so sänftiglich sie neigen
+ Und ihre kleinen Füße aneinanderstemmen, wenn sie stille stehn,
+ Recht voller Sanftmut, daß es rührend ist, sie anzusehn.
+ So tret ich vor dich hin in dieser tausend Ohren Zug,
+ Gefolgt von solchen, denen einst der Korb um ihre Lenden schlug,
+ Und denen, die im Joch der Gauklerkarren gingen,
+ Und vor geputzten Wagen, die voll Flittergold und Federn hingen,
+ Und solchen, über deren Leib verbeulte Kannen schwankten,
+ Und trächtigen Eselinnen schwer wie Schläuche, die zerbrochnen Schrittes wankten,
+ Und denen, über deren Bein man kleine Hosen streift,
+ Die Fliegen abzuwehren, deren Schwarm vom Blute trunken sie umschweift
+ Und ihrem Leib die blauen, sickernd offnen Male läßt --
+
+ Laß mich, mein Gott, mit diesen Eseln zu dir schreiten,
+ Gib, daß einträchtiglich die Engel uns geleiten
+ Zu den umbuschten Bächen, wo im Winde zitternd Kirschen hangen,
+ So glatt und hell wie Haut auf jungen Mädchenwangen,
+ Und gib, daß ich in jenem Seelenreiche,
+ Zu deinen Wassern hingebeugt, den Eseln gleiche,
+ Die alle sanfte, arme Demut ihres Gangs auf Erden
+ Im lautern Quell der ewigen Liebe spiegeln werden.
+
+
+
+
+GEBET, UM GOTT EINFÄLTIGE WORTE ANZUBIETEN
+
+
+ Gleich jenem Bilderschnitzer, den ich heute Morgen sah, besorgt und still
+ Im klaren Lichte sich auf seine Arbeit bücken,
+ Heilige schnitzend für die Kanzel seines Dorfes: also will
+ In meine Seele ich die frommen Bilder drücken.
+ Er rief zu seiner armen Schnitzbank mich heran,
+ Sein hölzern Werk zu sehn, und lange stand ich so davor
+ Und sah den Löwenkopf zu Füßen von Sankt Markus und den Aar
+ Zu Füßen von Johannes und Sankt Lukas in den Händen
+ Ein offnes Buch, darin die heiligen Regeln ständen.
+ Des Bildners Linke hatte übern Meißel sich gestreckt,
+ Die Rechte, aufgehoben, hielt noch zaudernd einen Hammer ausgestreckt.
+ Draußen auf Schieferdächern tanzte Mittagsluft in blauen Lichtern,
+ Von welkenden Basilien stieg ein frommer Weihrauchduft empor
+ Zu all den plumpen Heiligen mit den eckigen Gesichtern.
+
+ Mein Gott, so schöne heilige Arbeit haben meine Hände nicht bestellt.
+ Du wolltest nicht, o Gott, daß ich zu dieser Welt
+ In armer Stube käme, nah dem Fenster, wo zur Nacht
+ Die Kerze tanzend vor den grünen Scheiben wacht.
+ Und wo vom frühen Morgen an die hellen Hobel gehn.
+ Mein Gott, wie gerne hätt' ich meine Heiligenbilder dir gebracht.
+ Und all die zarten Kinder, die am Heimweg von der Schule sie gesehn,
+ Ständen vor meinen weisen Königen entzückt,
+ Die Gold und Weihrauch spendeten und Elfenbein.
+ Und neben den drei Königen aus Morgenland
+ Schnitt ich ins Holz so wie aus Weihrauch eine Wolke ein,
+ Und hätte rings mein Bild mit Lilienkelchen ausgeschmückt,
+ Demütig schön wie Trinkgefäße, die ich in der Armen Stuben fand.
+
+ Mein Gott, da immer noch mein Herz sich quält und fragt,
+ Ob es in rechter Demut sich dir nahe,
+ Nimm diese schlicht einfältigen Worte von mir an
+ Statt eines Kanzelstuhls, darin die reine Magd
+ Von früh bis spät Fürsprach mir hätt' getan.
+
+
+
+
+GEBET, DASS EIN KIND NICHT STERBE
+
+
+ Mein Gott, erhalte seinen Eltern dieses zarte Kind,
+ Wie du wohl auch ein Kraut erhältst im bösen Wind.
+ Was macht es dir denn aus -- da doch die Mutter weint und fleht --,
+ Wenn es sogleich noch nicht zu dir hinübergeht
+ Als wie nach einem Spruch, der nicht zu ändern war?
+ Schenkst du ihm jetzt das Leben, wird es nächstes Jahr
+ Dir Rosen streun am sonnigen Fronleichnamstag!
+ Doch bist du ja allgütig. Und du bist es nicht,
+ Der Todesbläue ausgießt auf ein rosiges Gesicht,
+ Es wäre denn, du wolltest Heimatlosen eine Wohnstatt geben,
+ Wo bei den Müttern immerfort die Söhne leben.
+ Doch warum hier? Ach, da die Stunde schlägt,
+ Gedenke, Herr, vor diesem Kind, das sich zum Sterben legt,
+ Daß um die Mutter immer dir zu weilen ward gegeben.
+
+
+
+
+MEIN NIEDRER FREUND . . .
+
+
+ Mein niedrer Freund, mein treuer Hund, nun littest du den Tod,
+ Vor dem du oft so wie vor einer bösen Wespe dich versteckt,
+ Die dich bis untern Tisch, wo du dich bargst, bedroht.
+ Dein Kopf, in dieser kurzen Trauerstunde, hat sich zu mir aufgereckt.
+
+ Alltäglicher Gefährte, Wesen benedeiter Art,
+ Du, den der Hunger stillt, sobald dein Herr ihn teilt,
+ Der mit Tobias und mit Raphael hinausgeeilt,
+ Da sie zusammen sich aufmachten auf die Pilgerfahrt.
+
+ Getreuer Knecht: du sollst mir hohes Beispiel sein.
+ Du, der an mir so wie an seinem Gott ein Heiliger hing.
+ All deine dunkle Klugheit, die wir nie begriffen, ging
+ Lebendig nun in einen fröhlich unschuldsvollen Himmel ein.
+
+ Soll mir dereinst, mein Gott, die Gnade werden,
+ Dich anzuschaun von Angesicht zu Angesicht am jüngsten Tag,
+ Gib, daß ein armer Hund ins Angesicht dem schauen mag,
+ Der immer schon sein Gott ihm war auf Erden.
+
+
+
+
+AMSTERDAM
+
+
+ Die Häuser, spitzgegiebelt, scheinen sich zu neigen,
+ Als wollten sie fallen. Masten vieler Schiffe, die dem Grau des Himmels sich vermischen,
+ Lehnen vornüber wie Gestrüpp von dürren Zweigen
+ Inmitten von grünem Laub, von Rot und rostigem Braun,
+ Von Kohlen, Widderfellen und gesalznen Fischen.
+
+ Robinson Crusoe hat einst durch Amsterdam den Weg genommen
+ (So glaub ich wenigstens), da er von seiner grünen
+ Schattigen Insel, wo die frischen Kokosnüsse blühten, heimgekommen.
+ Wie schlug das Herz ihm, da er plötzlich vor sich nah
+ Die mächtigen Türen mit den schweren Bronzeklöppeln sah! . . .
+
+ Schaute er voll Neugier in die Halbgeschosse, wo in Reihen
+ Die Schreiber sitzen, in ihr Rechnungsbuch versenkt?
+ Kam ihn die Sehnsucht an, zu weinen, da er an den Papageien
+ Dachte, den er so liebte, und den schweren Sonnenschirm,
+ Der auf der traurigen und gnadenreichen Insel oft ihm Schutz geschenkt?
+
+ Ach, deine Wege, Herr, so rief er aus, sind wunderbar!
+ Da all die Kisten mit den Tulpenmustern auf den Gassen
+ Sich vor ihm stauten. Doch sein Herz vom Glück der Wiederkehr beschwert,
+ Dachte der Ziege, die im Weinberg seiner Insel er allein zurückgelassen,
+ Und die vielleicht nun schon gestorben war.
+
+ Dies alles fiel mir ein vor den ungeheuren Frachten im Hafen,
+ Und ich sah im Geist die alten Juden, die an schwere Eisenwagen
+ Mit knochigen Fingern rühren, über denen grüne Ringe glänzen.
+ O sieh! Amsterdam will unter weißen Wimpern von Schnee entschlafen
+ In den Geruch von Nebel und von bitterer Kohle eingeschlagen.
+
+ Die gewölbten weißen Buden, wo zur Nacht die Lampe glimmt,
+ Und aus denen man den Ruf und das Pfeifen der schweren Frauen vernimmt,
+ Hingen gestern im Abend wie Früchte, wie große Kürbisschalen.
+ Man sah Plakate blau und rot und grün im Licht aufstrahlen.
+ Von gezuckertem Bier ein scharf prickelnder Duft
+ Lag mir auf der Zunge und war mir ins Gesicht gestiegen.
+
+ Und in den Judenvierteln, die rings voller Abfälle liegen,
+ Stand der Geruch von kalten rohen Fischen.
+ Auf dem klitschigen Pflaster lagen Orangenschalen umhergezerrt.
+
+ Ein aufgedunsener Kopf hielt weite Augen aufgesperrt.
+ Ein Arm, der Reden hielt, schwang Zwiebeln in der Luft.
+
+ Rebekka, du verkauftest an den schmalen Tischen
+ Schwitzendes Zuckerzeug, armselig hergerichtet . . .
+
+ Der Himmel strömte wie ein unsichtbares Meer
+ Wolken von Wellen in die starrenden Kanäle.
+ Stille lag auf der Handelsstadt und stieg, ein unsichtbarer Rauch,
+ Feierlich von den starken hohen Dächern her
+ Und Indien trat beim Anblick dieser Häuserreihn vor meine Seele.
+
+ Oh, und ich träumte, daß ich so ein Handelsherr einst war,
+ Von denen, die aus Amsterdam in jenen Tagen
+ Gen China segelten und vor ihrem Gehn
+ Die Hut des Hauses einem treuen Diener aufgetragen.
+ Ganz so wie Robinson hätt ich vor dem Notar
+ Die Vollmachtschrift umständlich mit der Unterschrift versehn.
+
+ Meine strenge Rechtlichkeit hätt' meinen Reichtum aufgebaut.
+ Mein Handel hätte geblüht so wie im Mondenschein
+ Ein Lichtstrahl, der am Schnabel meines runden Schiffes säße.
+ Die großen Herren von Bombay gingen bei mir aus und ein
+ Und hätten mit heißem Blick auf mein kräftig schönes Weib geschaut.
+
+ Ein Mohr mit goldnen Ringen, vom Mogul entsandt,
+ Käme zu handeln, lächelnd unter seinem Sonnenschirm!
+ Bei seinen wilden Geschichten hätte meiner schlanken Ältesten Herz gebebt,
+ Und zum Abschied hätte er ihr ein Gewand
+ Geschenkt, rubinenfarben, von Sklavenhänden gewebt.
+
+ Die Bilder meiner Lieben hätt' ich dann nachher
+ Bei einem armen geschickten Maler bestellt:
+ Mein Weib, mit hellen rosigen Wangen, schön und schwer,
+ Die Söhne, deren starke Jugend alle Welt
+ Entzückte und der Töchter Anmut, mannigfalt und rein.
+
+ Und also wär' ich heute, statt ich selbst zu sein,
+ Ein andrer und auf meinen Reisen im Vorübergehn
+ Hätt ich mir wohl das altehrwürdige Haus besehn,
+ Und meine Seele hätte träumend gebebt
+ Vor den schlichten Worten: Hier hat Francis Jammes gelebt.
+
+
+
+
+ICH WAR IN HAMBURG
+
+
+ »Ich war vier Monde in Hamburg, dann im Haag.
+ Ich nahm das Schiff nach London. Es lag
+ Am 10. Jänner 1705 im Hafen. In zehen Jahren
+ Und neun Monaten war ich nicht daheim. Zu einer größern Reise auszufahren,
+ Rüst ich mich nun . . mit meinen zweiundsiebenzig Jahren,
+ Nach einem Leben reich gesegnet mit Abenteuern und Gefahren.
+ Ich ward genug umhergeschüttelt und verschlagen,
+ Zu lernen, wie süß es ist, sein Leben in der Stille auszutragen.«
+
+ So steht's geschrieben auf dem letzten Blatt
+ Von Robinson Crusoes Geschichte. Ein Duft wie von Muskatsträuchern hat
+ Von seinem wunderbar geblümten Rock sich losgemacht.
+ Das ferne Gewitter, das wie eine alte Schiffskanone kracht,
+ Läßt Albions Veste erzittern. Und auf dem Bild, darauf mein Auge blickt,
+ Sieht man den alten Seehelden, wie er über der Bibel sinnt und Dankgebete zum Himmel schickt.
+ Mitten auf dem Tische das Fernrohr steht,
+ Mit dem er einst die Spur der nackten Füße erspäht
+ An die Wand gelehnt friedlich beieinander weilen
+ Der Sonnenschirm und die Mütze aus Ziegenfell und der Bogen mit den Pfeilen
+ Und die Axt zum Entern und das Seemannsschwert.
+ Hier das Medaillon von Freitag. Und nahe dabei,
+ Gegen die Karte der verlassenen Insel gekehrt,
+ Ein Strohkäfig mit einem sehr grünen Papagei.
+ Wie du, Robinson, hab ich Sturm und Gewitter ertragen,
+ Sah, wie du, über meinem Kopf das Meer zum Himmel aufschlagen
+ In bleigrauen Wellenbergen. So wühlte
+ Der Orkan meiner Liebe, der das Deck überspülte,
+ Und warf mich auf die Knie und höhnte. Crusoe, Crusoe, das Meer
+ Und die Liebe sind Geschwister von altersher
+ Und beide glühen aus dörrenden Sonnen Brand
+ Auf unser Herz und höhlen es aus gleich einer Muschel am Strand.
+ Und die Taue knirschen und singen wie die Fraun,
+ Und in unserm Blut ist diese schwarze See, die schwillt
+ Und uns mit dem bittern Rauschen ihrer Wasser füllt.
+
+ Alter englischer Freund! Du warst der klügere, traun!
+ Von uns beiden. Denn wo auch dein Fahrzeug Schiffbruch litt,
+ Immer hattest du sauber geschnürt dein Bündel mit:
+ In Juan Fernandez und am Cap
+ Der guten Hoffnung. Klug und sorglich. O, ich hab'
+ Sie lieb, diese nüchterne und praktische Poesie,
+ Und ich liebe, Crusoe, deine Witwe, die,
+ Während du in der Ferne weiltest, dein Hab und Gut verwahrt.
+
+ Nun darfst du, da sie all die Jahre für dich gespart,
+ Friedlich die Tage, die dir noch bleiben,
+ In dem lieben grauen Hause wohnen, das meine Verse zu Anfang beschreiben.
+ Nichts hast du auf deiner Insel vergessen, alles ist wie immer zur Stell':
+ Der Sonnenschirm und die Mütze aus Ziegenfell.
+ Was ich heimgebracht habe? -- so wirst du fragen, --
+ Von der wüsten Insel, von der mich das Schicksal zurückgetragen?
+ Nichts, keine Ankerboje, keinen Käfig für die Hühner, nicht ein einzig kleines Ding.
+ Still! Laß dir erzählen, wie es geschah, daß mich die Brandung fing.
+
+ Es war im sanften April, wo der Frühling wie ein Meer
+ Sich den Vögeln auftut, verwegnen Ceylonschwimmern,
+ Die nach Perlen tauchen, die aus weißblauen Luftabgründen schimmern:
+ Rotkehlchen, Amseln, Lerchen und Nachtigallen --
+ Man hörte, von den Gärten der kleinen Häuser her,
+ Wie das Herz des Flieders aufbrach über den roten Pfirsichkorallen.
+
+ Oh, ich habe nicht an jene andern Korallen gedacht,
+ Die einst die goldne Perusa und ihren Stolz zu Falle gebracht.
+
+ Die Liebe und der Himmel und die Erde lagen, so schien es, im Traum beisammen.
+ Selig wie eine Nacht der Nächte sank die Nacht.
+ Aber bald begann das Duften der Obstblüte brünstiger aufzuflammen.
+ Da hab ich, Robinson, alle Gefahren vergessen
+ Des vergangenen Lebens und habe vermessen
+ Und unbedacht des Spruchs der Alten, die in ihren Rahmen träumen,
+ Nur begierig, ein neues Geschwader in den Wellen aufschäumen
+ Zu sehen, den Kompaß meines liebetollen Herzens hinausgedreht
+ Nach einer Insel, die schwer und ernst wie der Tag in den Wassern steht.
+
+ Die Insel war verzaubert und war nichts als ein Weib.
+
+ Die Stimme ihrer Vögel machte mich ihr zu eigen.
+ Andere haben mich betört mit Feuer und Vulkan.
+ Oh, ich liebte, Crusoe, die Berge, die von Yucatan
+ Unterm Meer fortlaufen, bis sie in den Antillen wieder zum Licht aufsteigen.
+ Mein Geschlecht hat unter jenen Mädchen gelebt, die mit ihren Händen
+ Die Flammen im Busen bedecken und lange Abschiedsküsse senden.
+ Aber hier hat mich nicht das Feuer, hier hat mich der Schnee versehrt,
+ Oh, ein Schnee, den kein hungriger Blitz jemals verzehrt,
+ Schnee, dessen klare Augen die unbewegte Macht
+ Des Feuers spiegeln, das ein Hirt im Winter mitten zwischen dem Eis entfacht.
+ O Crusoe, dies ist die Insel der wildesten Schrecken,
+ Denn mit ihrer Kälte weiß sie die Flammen in deinem Busen zu wecken.
+
+ Wie es geschah, daß ich dennoch heil die Flucht genommen?
+ O Freund, Virgil allein verstünde hier zu entkommen.
+ Denn der ganze große Ozean hält nicht so fest
+ Wie die eine sanfte Welle, die mich umschlang und nicht von sich läßt.
+ Jetzt denk ich wie du, mein Crusoe,
+ Daß es gut ist, in seinem Zimmer zu träumen!
+ Mein Kaffeekessel summt mir wie ein englischer Roman im Ohr.
+ Ich habe Liebesbriefe, die singen mir ihre Sehnsucht vor --
+ So hat dir, Crusoe, der große Ozean gesungen,
+ In dessen Reich deine herrliche Seele gedrungen.
+ Werd ich eines Tages wieder hinausziehn? Wer will es sagen?
+ Und dennoch sehn ich mich so, noch einmal die Arme zu schlagen
+ Um jene weiße Boje Weib und auf erregten Meeren
+ Inmitten hoher Wellen lachend wiederzukehren.
+ Alle Vögel dieses Märzmondes laden mich zur Liebe ein.
+ Heut' Morgen, beim Erwachen, da sie die neuen Weisen probten, drang ihre Stimme zu mir herein.
+ Ein Sperling sprach mir lange zu. Was soll ich tun?
+ O kleine Vögel ihr, Rotkehlchen meiner Seele, euerm Sang
+ Kann ich nicht folgen . . . oder, ach! mir ist zu folgen bang.
+ Die Sträucher sind zu grün. Ich würde eure Lust beengen . . .
+ Erst müssen Schatten sich über die Wälder hängen.
+
+
+
+
+DIE KIRCHE, MIT BLÄTTERN GESCHMÜCKT
+
+
+ Der Dichter ist in seiner Seele Wald allein.
+ Sein Herz ist matt vom langen Weg und schwer von Harme.
+ Er wartet, ach vergebens! unter der Lianen Spiegelschein
+ Und blauen Balsamblumen auf den guten Samariter, der sich sein erbarme.
+
+ Er fleht zu Gott. Der schweigt. Da hält sein Jammer sich nicht mehr.
+ Schmerz lastet auf ihm wie Gewitterschlag so schwer.
+ »Gib Antwort, Herr, was hat dein Wille über mich erkannt?
+ Aus deiner Freude selbst bin ich verbannt.
+ Wie ausgedörrt leb' ich in meinem großen Leid.
+ O kehre wieder! Gib mir doch die Munterkeit
+ Des Vogels, der sich singend dort im Herzen dieses Sandbeerbaumes regt --
+ Was will dein Zürnen mir, daß es mich so in Stücke schlägt?«
+
+ »Ich pflüge deine Seele. Sei geduldig, Kind!
+ Du leidest, weil mein Herz mit dir gerecht zu sein mich heißt.
+ Laß mich in deiner Seele wohnen, immer . . . dann noch, wenn der Wind
+ Die letzten Rosen von den Sträuchern reißt.
+ Geh nicht von mir. O sieh, ich brauche dich und deine Qual.
+ O mein geliebter Sohn. Ich brauch' die Tränen die in deinen Augen stehn.
+ Ich brauche einen Vogel, mir zu singen überm Kreuzespfahl.
+ Rotkehlchen meiner Seele, willst du von mir gehn?«
+
+ »Mein Gott, auf deiner Stirne, die den Kranz von Dornen trägt,
+ Will ich dir singen durch dein langes Todesgraun.
+ Doch wenn die Schreckenskrone dann in Blüten schlägt,
+ Verstatte du, mein Gott, dem Vogel, dort sein Nest zu baun.«
+
+
+
+
+DIE TAUBE . . .
+
+
+ Die Taube, die den Zweig des Ölbaums hält,
+ Das ist die Jungfrau, die den Frieden bringt der Welt.
+ Das Osterlamm, das man zur Schwelle trägt,
+ Wird einst zum Lamme, das ans Kreuz man schlägt.
+ Nur Stück um Stück wird das Geheimnis offenbar.
+ Der brennende Busch ertönte, ehe Pfingsten war.
+ Vor Noahs Arche schwamm die Kirche auf der Wasserflut,
+ Und Noah schwamm darauf, eh Moses drüber hat geruht;
+ Moses war überm Wasser, ehedenn Sankt Peter war:
+ Von Stund zu Stunde reiner macht das Licht sich offenbar.
+
+
+
+
+
+
+DER JÜNGSTE TAG
+
+NEUE DICHTUNGEN
+
+Der Jüngste Tag stellt eine Sammlung von kleineren Werken jüngerer Dichter
+dar, die als charakteristisch für unsere Zeit und als zukunftweisend zu
+gelten haben.
+
+Im Jüngsten Tag erscheinen eine Anzahl Erstlingswerke, aber auch neue
+Dichtungen anerkannter Autoren sollen veröffentlicht werden. Die Dichtungen
+des »Jüngsten Tages« sind gleich weit entfernt von lebensfremder
+Literatenliteratur wie von populärem Kitsch. Aus diesen Werken soll das
+Lebens- und Weltgefühl unserer Zeit strömen, ihre Entzückungen, Schmerzen,
+Begeisterungen, Reizsamkeit und Kraft. Menschliche Gefühle werden in
+knapper Form ausgedrückt und sollen menschliche Gefühle erwecken.
+
+Da das charakteristischste und konzentriertste dichterische Ausdrucksmittel
+unserer Zeit sich in der Lyrik darstellt, so wird der Jüngste Tag
+vorwiegend lyrische Werke veröffentlichen, aber auch programmatische und
+bedeutsame kleine Prosaschriften sollen geboten werden. Nicht nur auf
+deutsche Dichter soll sich der Jüngste Tag beschränken, sondern auch
+ausländische Dichtungen sollen zeigen, dass es gewisse Elemente gibt, die
+der Dichtung aller Länder in unserer Zeit (wie in der bildenden Kunst)
+gemeinsam sind.
+
+Der Jüngste Tag wird, getreu dem Spiegel seines Wortes, versuchen, alles
+notwendige zu sammeln, das ihm aus der Stärke des Zeitlichen heraus, ewiges
+Dasein verspricht. Dies Unternehmen soll nicht mehr an der Gebundenheit von
+Zeitschriften leiden. So soll der Jüngste Tag mehr als ein Buch sein und
+weniger als eine Bücherei.
+
+Jeder Beitrag erscheint einzeln als gesondertes Heft zum Preise von 80
+Pfennig geheftet, M 1.50 gebunden.
+
+Der Jüngste Tag wird auch im Abonnement geliefert und zwar als Serien von
+je 6 Heften. Der Abonnements-Preis beträgt M 4.20 für die broschierte, M
+7.80 für die gebundene Ausgabe. Jede bessere Buchhandlung nimmt Abonnements
+entgegen. Für diejenigen, die die Hefte lieber in einem gebundenen Bande
+vereinen wollen, wird eine Einbanddecke zum Preise von M 1.50 für jede
+Serie geliefert.
+
+KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG
+
+_Im Sommer 1913 erschienen:_
+
+FRANZ WERFEL: Die Versuchung · Ein Gespräch
+
+WALTER HASENCLEVER: Das unendliche Gespräch · Eine nächtliche Szene
+
+FRANZ KAFKA: Der Heizer · Eine Erzählung
+
+FERDINAND HARDEKOPF: Der Abend · Ein Dialog
+
+EMMY HENNINGS: Die letzte Freude · Gedichte
+
+CARL EHRENSTEIN: Klagen eines Knaben · Skizzen
+
+_Im Herbst 1913 folgten:_
+
+GEORG TRAKL: Gedichte (Doppelheft)
+
+FRANCIS JAMMES: Die Gebete der Demut · Gedichte
+
+MAURICE BARRÈS: Der Mord an der Jungfrau
+
+BERTHOLD VIERTEL: Die Spur · Gedichte
+
+OTTOKAR BREZINA: Hymnen
+
+_Eine Bestellkarte liegt bei!_
+
+KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG
+
+_Pressestimmen über die sechs ersten Hefte des »JÜNGSTEN TAGES«_
+
+_Professor Witkowski:_ »Ein neues verheißungsvolles Unternehmen. Der
+Gesamteindruck ist der einer kultivierten, nach starkem Leben verlangenden
+Dichterjugend.«
+
+_Zeitschrift für Bücherfreunde:_ ». . . am höchsten steht das Gespräch »Die
+Versuchung« von Franz Werfel. Der Dichter zwischen Satan und Erzengel, ein
+nach außen gestelltes Innenbild der kämpfenden Wonnen, der Versuchungen und
+der seligen Erkenntnisse des Dichters von heute. Das ist wirklich >Jüngster
+Tag< . . .«
+
+_Die neue Rundschau:_ »Die Unmittelbarkeit, mit der Kafka statt der
+Realität die ihm eigentümliche Formsprache setzt, macht ihn der
+expressionistischen Richtung heutiger Malerei verwandt. Als er seine neue
+Novelle »Der Heizer« schrieb, die in Amerika spielt, wollte er nichts von
+Amerika hören, obwohl er nie dort gewesen ist. Er schrieb das Amerika
+seines Kopfes, in dem die Freiheitsstatue keine Fackel, sondern ein Schwert
+trägt, weil dies besser in den Satz paßt. -- Ich glaube, Walser hätte es
+ebenso gemacht.«
+
+_Berliner Börsen-Courier:_ ». . . So schafft der Dichter Carl Ehrenstein
+eine beziehungsreiche, an Klängen schon entzündete Kunst der bis zum
+Paradoxen verwickelten Urschmerzen. Seine Klagen werden hingesprochen wie
+Träume (immer denkt und glaubt man daran) zu erzählen sind. Und am Ende
+dieser wirklichen Gedichte in Prosa ist einem, als habe man eine weite
+Reise gemacht. Wir lieben dieses Buch . . . Es gibt Klänge, die das Herz
+zittern machen.«
+
+_Königsberger Hartungsche Zeitung:_ »Emmy Hennings schafft unmittelbar aus
+ihren seelischen Evolutionen heraus und das gibt ihren Versen jene
+faszinierende Unmittelbarkeit, der sich keiner entziehen kann. Ihr Vortrag
+ist still und ohne Prätention. Aber im Innern dieser leicht hingesagten
+Strophen fühlt man das Leben pulsen.«
+
+KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG
+
+ARKADIA
+
+EIN JAHRBUCH FÜR DICHTKUNST
+
+HERAUSGEGEBEN VON MAX BROD
+
+BUCHAUSSTATTUNG VON E. R. WEISS
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+Geheftet M 4.50 · Gebunden M 6.--
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+INHALT:
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+DRAMATISCHES: _Robert Walser_, Tobold / _Franz Werfel_, Das Opfer / _Franz
+Blei_, Der Mäcen. EPISCHES: _Franz Kafka_, Das Urteil / _Otto Stoessl_, Aus
+der Villa Obweger / _Moritz Heimann_, Ein Begräbnis im November / _Max
+Mell_, Jugendgeschichte Zeno Balderonis von Jeruditz / _Oskar Baum_, Der
+Antrag / _Willy Speier_, Christus in den Weizenfeldern / _Martin Beradt_,
+Der Neurastheniker / _Max Brod_, Notwehr / _Alfred Wolfenstein_, Dika /
+_Hans Janowitz_, Ein Ausbruch / _Hans Janowitz_, Szene der Erfüllung /
+_Kurt Tucholsky_, Kindertheater / _Heinrich Eduard Jacob_, Fremder Schläfer
+im Kupee / _Robert Walser_, Zwei Aufsätze: Rinaldini -- Lenau. LYRISCHES:
+_Franz Blei_, Liebeslied des Sardinischen Seeräubers / _Robert Walser_,
+Handharfe am Tage / _Max Brod_, Vier Gedichte / _Heinrich Lautensack_,
+Beichte / _Otto Pick_, Gedichte / Franz Janowitz, Gedichte.
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+KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG
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+GEORG HEYM
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+_DER EWIGE TAG_
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+Zweite Auflage
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+Geheftet M 3.-- · Halbpergamentband M 4.--
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+_Herbert Eulenberg in der B. Z. am Mittag:_ Es ist der bedeutendste unter
+den wenigen von unsern jungen Lyrikern, die überhaupt heute in Frage
+kommen. -- Er hat die empfindlichsten Nerven und Sinne, die ein Dichter
+haben muß.
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+_Frankfurter Zeitung:_ Welch ein Anschauen, welche Leidenschaft bildlicher
+Gestaltung! Ewige Helligkeit, unbarmherziges Licht breitet er über jede
+Erscheinung der Wirklichkeit u. der Träume, über Leben u. Sterben,
+Schrecken und Beruhigung. Georg Heym war ein Dichter. Es gibt in der
+deutschen Lyrik keinen, dem er irgendwie geglichen hätte.
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+_UMBRA VITAE_
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+_GEDICHTE AUS DEM NACHLASS_
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+Zweite Auflage
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+Geheftet M 3.-- · Halbpergamentband M 4.--
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+_Dr. Rudolf Fürst in der Vossischen Zeitung:_ Bei all dem ganz Besonderen,
+dem schier Unerhörten, das er in den feinsten Gefühl- und
+Vorstellungsnüancen ausdrücken will, zeigt der rasch Gereifte eine
+ungewöhnliche Beherrschtheit der Ausdrucksmittel. Wir haben viel in Georg
+Heym, dem Fünfundzwanzigjährigen, verloren. Artifex periit.
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+_DER DIEB_
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+_EIN NOVELLENBUCH_
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+Geheftet M 3.-- · Gebunden M 4.--
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+_Leipziger Tageblatt:_ . . . Novellen, in denen auf engstem Raume alle Qual
+der Menschheit von der kindlichen Verzweiflung erster Enttäuschung bis zu
+Hunger, Entartung, Wahnsinn, Krankheit und Tod mit einer unheimlichen
+Klarheit und Kraft zu einer fürchterlichen Anklage zusammengepreßt
+erscheint.
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+KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG
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+FRANZ WERFEL · WIR SIND
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+_NEUE GEDICHTE_
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+In vorzüglicher Ausstattung. Druck der Offizin W. Drugulin
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+Geheftet M 3.-- · Gebunden M 4.50
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+Vorzugsausgabe 15 numerierte, vom Autor signierte Exemplare auf schwerem
+Japanbütten in Ganzlederbd. M 35.--
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+_Frankfurter Zeitung:_ . . . ein ganz großer Dichter, mit allem Ernste sei
+das gesagt.
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+_Neue Rundschau:_ . . . Whitmans kosmische Liebe und Goethes unersättliche
+Lust zu fühlen hat sich Werfel durch das Recht der Wiedergeburt zu eigen
+gemacht.
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+ELSE LASKER-SCHÜLER
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+_GESICHTE. Essays u. and. Geschichten_
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+Geheftet M 4.-- · Gebunden M 5.--
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+INHALT:
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+Sterndeuterei / Handschrift / Johann Hansen und Ingeborg Coldstrup /
+Künstler / In der Morgenfrühe / Elberfeld im dreihundertjährigen
+Jubiläumsschmuck / Arme Kinder reicher Leute / Am Kurfürstendamm / Die
+beiden weißen Bänke vom Kurfürstendamm / Die Odenwaldschule /
+Lasker-Schüler kontra B. und Genossen / Coranna / Die schwere Stunde /
+Peter Hille / Karl Kraus / Loos / Oskar Kokoschka / Peter Baum / Franz
+Werfel / S. Lublinski / Paul Leppin / Richard Dehmel / Max Brod / Alfred
+Kerr / Bei Guy de Maupassant / Albert Heine / Karl Vogt / Paul Lindau / Bei
+Julius Lieban / Friedrich von Schennis / Tilla Durieux / Paul Zech / Rudolf
+Blümner / William Wauer / Wauer-Walden via München und so weiter / Emmy
+Destinn / Franziska Schultz / Kete Parsenow / Ruth / Unser Café / Marie
+Böhm / Der Alpenkönig und der Menschenfeind / Egon Adler / Ein Amen / Wenn
+mein Herz gesund wär -- / Der Eisenbahnräuber / Im neopathetischen Kabarett
+/ Kabarett Nachtlicht, Wien / Apollotheater / Tigerin, Affe und Kuckuck /
+Im Zirkus / Zirkuspferde / Zirkus Busch.
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+KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG
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+MAX DAUTHENDEY
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+_RELIQUIEN_
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+Gedichte -- Buchausstattung von E. R. WEISS
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+Geheftet M 2.50 · Dritte Auflage · Gebunden M 4.--
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+_Das Literarische Echo:_ Die »Reliquien« beweisen die ganze starke,
+eigenartige Begabung des Dichters, seine sinnliche, farbige Sprache, seine
+schöpferische Kraft. Reif und schön glänzt es, inbrünstige Liebeslieder und
+Gedichte von jenen unheimlichen, mystischen Stimmungen, die Rilke mit
+soviel prunkender Spielerei zu erzwingen sucht, die Dauthendey aber in
+großer, fast starrer Einfachheit zeichnet. Sein Hauptthema bleibt immer die
+Liebe und die Freude an der Schönheit der Welt; die Lebenslust ist die
+typische Eigenart seiner Schöpfungen.
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+_SINGSANGBUCH_
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+_LIEBESLIEDER_
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+Vom Dichter neu durchgesehene Ausgabe / Zweite Auflage Einbandzeichnung von
+E. R. WEISS
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+Geheftet M 2.-- · Gebunden M 3.50
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+_Berliner Tageblatt:_ Hier könnte ich wirklich jedes Gedicht herausgreifen,
+um die Fülle eines schaffens-, liebes- und lebensfrohen Gemüts, einer
+unermüdlichen, unerschöpflichen Phantasie anzudeuten.
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+_Ernst Lissauer:_ Da glänzt eine Heiterkeit, die an die lichte
+Liebenswürdigkeit fränkischer Landschaften mahnt, Weinduft ist darin.
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+_DIE AMMENBALLADE_
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+Acht Liebesabenteuer gedichtet von acht Ammen
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+_NEUN PARISER MORITATEN_
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+Vom Dichter neu durchgesehene Ausgabe
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+Geheftet M 2.-- · Zweite Auflage · Gebunden M 3.50
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+_Das Literarische Echo:_ Vorzügliche Karikaturen, grellbunte Spiegelbilder
+des Lebens auf einem ernsten dunklen Hintergrund.
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+KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG
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+End of the Project Gutenberg EBook of Die Gebete der Demut, by Francis Jammes
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+*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 40231 ***