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authorRoger Frank <rfrank@pglaf.org>2025-10-14 19:59:38 -0700
committerRoger Frank <rfrank@pglaf.org>2025-10-14 19:59:38 -0700
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+ The Project Gutenberg eBook of Die Festungen gegenüber den gezogenen Geschützen, by Moritz von Prittwitz
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+<pre>
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+The Project Gutenberg EBook of Die Festungen gegenüber den gezogenen
+Geschützen, by Moritz von Prittwitz
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
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+Title: Die Festungen gegenüber den gezogenen Geschützen
+
+Author: Moritz von Prittwitz
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+Release Date: August 22, 2010 [EBook #33491]
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+Language: German
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+Character set encoding: UTF-8
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+*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE FESTUNGEN GEGENBER ***
+
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+
+Produced by Markus Brenner and Irma Spehar.
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+<h1><span class="pagenum"><a name="Page_170" id="Page_170">[170]</a></span>Die Festungen gegenüber den gezogenen
+Geschützen.</h1>
+
+<p class="writtenby">von</p>
+
+<p class="author">Moritz von Prittwitz</p>
+
+
+<p><span class="dropcap">D</span>ie neuern Verbesserungen im Geschützwesen sind zwar dienstlich noch
+nicht veröffentlicht worden, aber bereits zur Kenntniß so vieler preußischen
+und fremden Militairs gelangt, und so vielfach mündlich,
+schriftlich und in gedruckten Memoiren besprochen: daß es an der Zeit
+ist, gründlich und mit ruhiger Besonnenheit auch von Seiten der Ingenieure
+die Frage zu erörtern, welchen Einfluß diese Verbesserungen
+auf die Konstruction neuer Befestigungsanlagen ausüben werden, und
+welche Maßregeln in unsern bereits fertigen Festungen zu ergreifen
+sind, um den Wirkungen einer solchen verbesserten Angriffsartillerie
+so erfolgreich als möglich entgegenzutreten.</p>
+
+<p>Es kann zuvörderst durchaus nicht davon die Rede sein, diese
+Verbesserungen an und für sich leugnen, heruntersetzen oder gering
+schätzen zu wollen. Dazu stehen die bereits erlangten Resultate zu
+fest und für die Folge ist jedenfalls eher ein weiterer Fortschritt in
+diesen Verbesserungen zu erwarten als ein Rückschritt.</p>
+
+<p>Ebenso wenig kann es hier darauf ankommen, den Nachweis zu
+führen, in wie weit diese Verbesserungen auch der Festungs-Artillerie,
+ja dieser sogar vielleicht in höherm Grade als der Angriffs-Artillerie
+zu Gute kommen werden. Denn so wichtig auch die Beantwortung
+<em class="gesperrt">dieser</em> Frage für den vorliegenden Zweck wäre: so hat sie doch eben
+keinen Einfluß auf die positiven Maßregeln, welche die Vertheidigung
+nunmehr wegen dieser Verbesserungen zu ergreifen hat, und welche
+den eigentlichen Gegenstand der folgenden Blätter bilden.</p>
+
+<p>Es ist jedoch nothwendig, eine allgemeine Bemerkung in dieser
+Hinsicht vorauszuschicken, die zur richtigen Würdigung alles Nachstehenden
+von besondrer Wichtigkeit ist.</p>
+
+<p><span class="pagenum"><a name="Page_171" id="Page_171">[171]</a></span>Es giebt nämlich kein fortifikatorisches Vertheidigungsmittel, welches
+es auch sei, das nicht endlich durch den Feind zerstört, unschädlich
+gemacht, überwältigt oder überstiegen werden könnte. Dessenungeachtet
+kann dasselbe immer noch ein sehr wirksames Vertheidigungsmittel
+sein und bleiben. Seit Anwendung der Druckkugeln und Minenschächte
+beim Angriff z.&nbsp;B. haben die Kontreminen entschieden von
+ihrer Wirksamkeit verloren. Dennoch wird kein Ingenieur Anstand
+nehmen, sie in geeigneten Fällen anzuwenden. Ein ähnliches Verhältniß
+tritt bei dem Mauerwerk ein, wie wir dies später ausführlicher
+sehen werden. Bei Verbesserungen in der Kriegskunst handelt
+es sich also in Bezug auf die Befestigungsanlagen immer nur darum:
+ob die Kosten einer neuen fortifikatorischen Anlage mit dem davon
+zu erzielenden Nutzen im richtigen Verhältniß stehen? – bei bereits
+bestehenden fortifikatorischen Anlagen: ob es der Mühe und Kosten
+lohnt, diese oder jene Summe auf ihre Verbesserung zu verwenden,
+oder ob es vorzuziehen sei, diese Anlagen in ihrem jetzigen Zustande
+zu belassen?</p>
+
+<p>Die Beantwortung dieser Fragen ist nun äußerst schwierig, weil
+es gar keinen irgend brauchbaren Maaßstab giebt, um den Werth und
+die Widerstandsfähigkeit einer fortifikatorischen Anlage nur mit einiger
+Zuverlässigkeit zu messen. Es ist dabei Alles der individuellen Einsicht,
+man möchte sagen, dem Gefühl der Beurtheilenden überlassen
+und darum werden auch niemals bei fortifikatorischen Fragen dieser
+Art die Ansichten Mehrerer übereinstimmen. Man kann deswegen
+nichts Besseres thun, als die pro und contra in ausführlicher und unbeschränkter
+Discussion zu erörtern und dann nach bestem Ermessen
+zu urtheilen oder zu entscheiden.</p>
+
+<div class="tb"><hr /></div>
+
+<p>In Bezug auf die vorliegende Frage werden wir die aus der
+Verbesserung des Geschützwesens sich ergebenden Veränderungen und
+Verbesserungen in der Befestigung am Klarsten erkennen, wenn wir
+die verschiedenen Schußarten einzeln betrachten. Ich fange mit derjenigen
+an, die bisher und in neuester Zeit vorzugsweise besprochen
+worden ist, nämlich mit dem Brescheschuß.</p>
+
+
+
+
+<h2><span class="pagenum"><a name="Page_172" id="Page_172">[172]</a></span><a name="A_Brescheschuss" id="A_Brescheschuss"></a>A. Brescheschuß.</h2>
+
+
+<h3>1. Direkter Brescheschuß.</h3>
+
+<p>Wir müssen hier unterscheiden: die Breschelegung auf nahe und
+diejenige auf größere Entfernungen.</p>
+
+<p>Wenn die gewöhnlichen Breschbatterien einmal zum Feuern gekommen
+sind, ist die Breschelegung immer als eine Operation von
+kurzer Dauer angesehen worden, so daß die größere Wirksamkeit der
+gezogenen Geschütze hierbei von geringem Einfluß auf die Dauer der
+Belagerungen sein wird.</p>
+
+<p>In älterer Zeit hat man wohl mitunter den Escarpenmauern eine
+unverhältnißmäßige Dicke gegeben, um sie widerstandsfähiger gegen
+den Brescheschuß zu machen. In neuerer Zeit ist dies aber niemals
+– am Wenigsten bei unsern neuern preußischen Festungs-Bauten geschehen,
+indem man wohl erkannte, daß der dadurch zu erzielende Zeitgewinn,
+mit den erforderlichen Kosten durchaus in keinem Verhältniß
+stehe – (wie dies auch bereits in meinen Beiträgen zur angewandten
+Befestigungskunst S.&nbsp;6. ausgesprochen ist). In dieser Beziehung
+ändert sich also durch die Anwendung der gezogenen Geschütze nichts
+Wesentliches.</p>
+
+<p>Ebenso haben bekanntlich die Engländer bereits vor 50 Jahren im spanischen
+Kriege den direkten Brescheschuß bis auf 800 Schritt Entfernung mit
+Erfolg in Anwendung gebracht. Ich brauche die mannigfaltigen Verhandlungen
+über diese Art des Brescheschießens nicht zu wiederholen. Es
+wurde schon damals hervorgehoben, daß es mit dem Brescheschießen
+allein nicht abgemacht sei; daß man vielmehr bis zur Bresche approchiren
+müsse – und daß ein ohne gedeckte Annäherung ausgeführter
+Sturm stets ein sehr blutiger sein werde. Außerdem vertheidigten
+sich auch diejenigen Festungen, deren Mauern aus der Entfernung gesehen
+werden konnten, noch mit großer Energie und wenn auch im
+Allgemeinen die Nothwendigkeit anerkannt wurde, das Mauerwerk
+möglichst dem feindlichen Feuer zu entziehen, so kamen doch Fälle genug
+vor, (auch bei unsern neuern Festungs-Bauten) in welchen man
+trotz jener allbekannten Erfahrungen keinen Anstand nahm, Mauerwerk
+dem entfernten feindlichen directen Schuß auszusetzen:</p>
+<p><span class="pagenum"><a name="Page_173" id="Page_173">[173]</a></span></p>
+
+<div class="listlevel">
+<p>entweder, weil man ein Breschelegen an der blosgegebenen Stelle
+überhaupt nicht fürchtete;</p>
+
+<p>oder, weil man durch ein überlegenes Geschützfeuer die Erbauung
+und das Feuer der feindlichen Breschbatterie unmöglich zu
+machen hoffte;</p>
+
+<p>oder endlich, weil es kein anderes Mittel gab, den Zweck zu erreichen,
+namentlich weil es an Platz fehlte, um besser gedeckte
+Festungswerke aufzuführen, an Stellen, wo es darauf
+ankam, gewisse Terraintheile unter Feuer zu nehmen.</p>
+</div>
+
+<p>Alle diese Verhältnisse bestehen auch jetzt noch, nur mit dem Unterschiede,
+daß das was sonst auf 800 Schritt ausführbar war, jetzt
+auch auf die doppelte und größere Entfernung möglich ist.</p>
+
+<p>Auch die Erfahrungen bei Sebastopol haben hierin nichts geändert.
+Denn sie ergeben, daß das Mauerwerk der Küstenforts von dem
+Feuer der Schiffe durchaus nicht auf eine bemerkenswerthe Weise beschädigt
+wurde und wenn die von Weitem gesehenen Mauerwerke auf
+den Landfronten in einer 11monatlichen Belagerung endlich zusammengeschossen
+wurden, und der Malakoff bei dem letzten Sturm noch einen
+solchen Widerstand leistete, daß seine geringe Besatzung sich nur in
+Folge einer Kapitulation ergab, so kann man unmöglich daraus folgern,
+daß fortan die Anwendung des Mauerwerks in den Festungen
+ganz unzulässig sei. Es liegen uns in dieser Beziehung auch zwei
+sehr wichtige und competente Zeugnisse vor.</p>
+
+<p>General Niel sagt nämlich in seiner Belagerung von Sebastopol,
+S.&nbsp;443:</p>
+
+<div class="blockquot"><p>„Betroffen von der langen Dauer der Belagerung von Sebastopol
+haben einige fremde Offiziere die Ansicht ausgesprochen,
+daß die Mauerescarpen von keinem unbestrittenen Nutzen bei
+der Vertheidigung der Festungen seien.“</p>
+
+<p>„Sebastopol, ein großes verschanztes Lager, vertheidigt durch
+Erdbefestigungen von starkem Profil, zog seine vornehmste Stärke
+von einer Geschützarmirung, wie man sie nur in einem großen
+Kriegshafen finden kann, – und von einer zahlreichen Armee,
+die immer ihre freien Verbindungen mit dem Innern von Rußland
+behalten hat. Wäre die Enceinte mit guten gemauerten
+Escarpen versehen gewesen, hätte man darin Bresche legen und
+<span class="pagenum"><a name="Page_174" id="Page_174">[174]</a></span>durch enge Zugänge eindringen müssen, hinter denen die Spitzen
+unserer Angriffs-Colonnen eine Armee gefunden haben würden:
+<em class="gesperrt">so wäre Sebastopol eine nicht zu erobernde Festung
+gewesen</em>.“</p>
+
+<p>„Man vergleiche die Angriffsarbeiten vor Sebastopol mit
+denen einer gewöhnlichen Belagerung und man wird finden, daß
+am 8. September, dem Tage des letzten Sturmes, nach den
+größten Anstrengungen nur erst die Cheminements fertig waren,
+welche der Krönung des Glacis vorhergehen. Man war also
+noch gar nicht in den Bereich der schwierigsten und mörderischsten
+Arbeiten einer Belagerung gelangt und es lag auch keine Veranlassung
+vor, sich darauf einzulassen, da die Gräben und Brustwehren
+der Enceinte nicht sturmfrei waren, wie es der Erfolg
+gezeigt hat. Die Schwierigkeit bestand vielmehr eben so sehr
+darin, die russische Armee auf einem seit lange zur Vertheidigung
+eingerichteten Terrain, als das materielle Hinderniß der
+Befestigung zu überwältigen. Unsere letzten Parallelen waren
+30 Meter<a name="FNanchor_1_1" id="FNanchor_1_1"></a><a href="#Footnote_1_1" class="fnanchor">[1]</a> von den angegriffenen Werken entfernt und man
+konnte daher sich unerwartet auf den Feind werfen, den das
+Feuer unserer Artillerie bis zum letzten Augenblick genöthigt
+hatte, Schutz unter zahlreichen Blendungen zu suchen. Wäre man
+mit den Angriffsarbeiten weiter vorgegangen, würde man die
+russische Armee nur veranlaßt haben, die Initiative des Angriffs
+zu ergreifen.“</p></div>
+
+<div class="footnote"><p class="noindent"><a name="Footnote_1_1" id="Footnote_1_1"></a><a href="#FNanchor_1_1"><span class="label">[1]</span></a> 95½ preuß. Fuß.</p></div>
+
+<div class="blockquot"><p>„Das Fehlen der Escarpenmauern, welche den Platz vor
+einer Leiterersteigung geschützt hätten, übte nicht weniger Einfluß
+auf die Vertheidigung aus, denn die Belagerten waren genöthigt,
+fortwährend in den Kehlen ihrer Werke starke Reserven bereit zu
+halten, um einen Angriff zurückzuschlagen, mit dem sie vom Beginn
+der Belagerung an bedroht waren.“ –</p></div>
+
+<p>Ganz übereinstimmend hiermit spricht sich der so kriegserfahrene
+oberste englische Ingenieur-General Sir John Fox Burgoyne in seinen
+„Military opinions“ (S.&nbsp;190 bis 196) (Über Erdwerke und
+die Vertheidigung von Sebastopol) aus. Er sagt:</p>
+<p><span class="pagenum"><a name="Page_175" id="Page_175">[175]</a></span></p>
+<div class="blockquot"><p>„Es sind kürzlich einige irrige Ansichten darüber in England
+in Umlauf gekommen, (denn im Auslande denkt man nicht
+daran [?]) daß die lange Vertheidigung von Sebastopol hauptsächlich
+den Vorzügen der Erdwerke vor gemauerten Werken, und
+der Geschicklichkeit zuzuschreiben ist, mit welcher die russischen Ingenieure
+sich diese vermeintliche Entdeckung zu Nutze zu machen
+wußten.“</p>
+
+<p>„Schon vor einigen Jahren wurde dieser Gegenstand lebhaft
+verhandelt und verfochten, und jetzt, wo bei der glänzenden Vertheidigung
+von Sebastopol dergleichen Erdwerke in Anwendung
+gekommen sind, soll daraus ein siegreicher Beweis für ein System
+gezogen werden, was damit durchaus in keiner Verbindung steht.“</p>
+
+<p>„Die Russen waren genöthigt, ihre Vertheidigungswerke bei
+einer unerwarteten Veranlassung rasch auszuführen und sie benutzten
+dazu das seit unvordenklichen Zeiten in solchen Fällen angewandte
+Mittel, nämlich Erdwerke – nicht aus freier Wahl,
+sondern weil ihnen nichts anderes übrig blieb und sie verdienen
+in dieser Beziehung das größte Lob, – nicht aber wegen der
+vorurtheilsfreien Anwendung von Erdwerken, sondern wegen ihrer
+energischen Vertheidigung, trotz der Schwäche und Unvollkommenheit
+solcher Werke.“</p>
+
+<p>„Die Hauptargumente gegen das Mauerwerk sind, außer
+seiner großen Kostbarkeit, daß es aus der Entfernung in Bresche
+gelegt werden kann und daß die abspringenden Steinstücke den
+Vertheidigern gefährlicher sind, als Voll- und Hohlkugeln. Aber
+man muß sich klar machen, daß diese Übelstände nicht nothwendig
+mit gemauerten Werken verbunden sind, daß vielmehr, wo
+diese Übelstände vorkommen, dies daher rührt, daß die betreffenden
+Festungsanlagen von sehr altem Datum sind, oder die Localität
+so beschränkt ist, daß es für zweckmäßigere Anlagen, namentlich
+für Senkung des Mauerwerks unter den Horizont, so daß
+bloß die Brustwehr zu sehen ist, an Platz mangelt. Denn will
+man das System der Anwendung von Erdwerken durchaus als
+eine neuere Verbesserung ansehen, so muß man es mit dem in
+neuerer Zeit von den Ingenieuren immer als Regel aufgestellten
+System vergleichen, daß die Brustwehren aus Erde bestehen und
+<span class="pagenum"><a name="Page_176" id="Page_176">[176]</a></span>daß die Escarpen von außen nicht gesehen seien, bis man an
+den Graben gelangt. Hierdurch werden die oben gedachten zwei
+Übelstände gehoben.“</p>
+
+<p>„Eine der wesentlichsten Vertheidigungsmittel ist immer eine
+senkrechte Wand oder Mauer, welche die Angreifer passiren müssen.
+Ist diese Mauer über 30 Fuß hoch und flankirt, dann ist sie ein
+formidables Hinderniß und eine Ersteigung desselben (und etwas
+anderes bleibt nicht übrig, so lange die Mauer nicht zerstört
+ist) ein höchst gewagtes Unternehmen, was nur bei vollständiger
+Überraschung oder großer Schwäche des Vertheidigers gelingen
+kann.“</p>
+
+<p>„Daraus folgt die Nothwendigkeit, eine Bresche zu bilden;
+aber in solche gute gedeckte Werke kann die Bresche (direkt) nur
+gelegt werden, mittelst Batterien auf der Contrescarpe und die
+große Zunahme der Schwierigkeiten ist bekannt, welche der Angreifer
+findet, je mehr sich seine Approchen und Batterien dem
+Platze nähern. Und wenn denn auch wirklich eine oder mehrere
+Breschen zu Stande gekommen sind, haben dieselben für den
+Sturm doch nur immer eine begrenzte Ausdehnung, während
+Erdwerke auf dem ganzen Umkreis des Platzes eine solche Bresche
+darstellen.“</p>
+
+<p>„Wenden wir das Vorstehende auf Sebastopol an. Die
+Franzosen hatten endlich nach ungeheueren Anstrengungen und
+Opfern, ein Logement 30 Yards<a name="FNanchor_2_2" id="FNanchor_2_2"></a><a href="#Footnote_2_2" class="fnanchor">[2]</a> von dem Graben der feindlichen
+Werke sich verschafft. Es steht fest, daß die Schwierigkeiten
+weiter vorzugehen so groß für sie wurden, daß sie nicht näher an
+den Platz heranrücken konnten, und doch, wäre der Platz auf die
+gewöhnliche Weise mit permanenten Werken befestigt gewesen,
+hätten sie nothwendig Breschbatterien auf der Contrescarpe anlegen
+müssen, um Breschen von einiger Ausdehnung zu erlangen,
+welche für die starken Angriffskolonnen, durch welche allein der
+Platz genommen werden konnte, doch nicht genügenden Raum gewährt
+haben würden. Ebenso wäre es bei den innern Retranchements
+gewesen.“</p></div>
+
+<div class="footnote"><p class="noindent"><a name="Footnote_2_2" id="Footnote_2_2"></a><a href="#FNanchor_2_2"><span class="label">[2]</span></a> 87⅓ preuß. Fuß.</p></div>
+
+<p><span class="pagenum"><a name="Page_177" id="Page_177">[177]</a></span></p>
+<div class="blockquot"><p>„Obgleich bei Befestigungsanlagen das Mauerwerk in der
+Regel vor dem feindlichen Geschützfeuer aus der Entfernung gedeckt
+werden soll, so giebt es doch Fälle, wo man davon absehen
+muß und auch absehen kann. Namentlich ist dies der Fall bei
+Küstenbatterien. Denn manchmal liegt eine kleine Insel, ein
+Felsen, oder schmaler Terrainabschnitt sehr günstig, um die feindlichen
+Schiffe abzuhalten, ist aber nur gerade groß genug für
+einen größern oder kleinern Thurm. Um aber die nöthige Geschützzahl
+aufzustellen, müssen mehrere Stockwerke und darum ein
+hohes Gebäude angelegt werden. Solche Gebäude haben nun
+trotz der ihnen anklebenden Mängel, die man auch nach Möglichkeit
+beseitigen muß, oft eine sehr kräftige Wirkung, und es ist
+durchaus ein Irrthum, daß sie durch Feuer von Schiffen so leicht
+zerstört und zum Schweigen gebracht werden können.“</p>
+
+<p>„Aber auch außer den Fällen, wo Mauern dem Feuer der
+Schiffs-Artillerie ausgesetzt werden, sind sie auch sonst noch zulässig,
+ja oft unvermeidlich.“</p>
+
+<p>„So kommt es manchmal vor, daß ein befestigter Punkt nur
+Sicherheit gegen einen Handstreich gewähren soll, wie z.&nbsp;B. in
+allen Fällen, wo die Umstände nicht gestatten, Geschütz dagegen
+in Anwendung zu bringen. Ebenso wenn der Zweck des Werkes
+erfüllt ist, sobald der Feind genöthigt wird, vielleicht mit großer
+Schwierigkeit Geschütze dagegen aufzustellen, oder auch zum
+Schluß der Kehlen der Außenwerke, wo es darauf ankommt, daß
+das Mauerwerk von unserer eigenen Artillerie wieder eingeschossen
+werden kann. In allen diesen Fällen ist Mauerwerk den Erdwällen
+vorzuziehen.“ –</p></div>
+
+<p>Nach solchen Zeugnissen wird man die Anwendung von gemauerten
+Escarpen in den Festungen auch jetzt noch gerechtfertigt und nicht
+unnütz finden und den neuen preußischen Festungsanlagen nur an wenig
+Stellen den Vorwurf machen können, Mauerwerk blosgegeben zu
+haben, wo es besser durch Erdwälle gedeckt worden wäre. Letzteres
+findet namentlich bei mehrern ältern Thurmforts statt, bei denen es
+allerdings wünschenswerth sein wird, nachträglich noch
+<span class="pagenum"><a name="Page_178" id="Page_178">[178]</a></span>entweder auf Verwandlung der gemauerten Brustwehren
+in Erdbrustwehren, oder auf Deckung der von Außen gesehenen
+kasernirten Etage
+Bedacht zu nehmen.</p>
+
+<p>Ich bemerke in letzterer Beziehung, daß es da, wo Raum genug
+vorhanden ist und die Höhenverhältnisse es gestatten, wohlfeiler und
+zweckmäßiger sein wird, die obere kasemattirte Etage beizubehalten
+und lieber den vorliegenden deckenden Wall cavalierartig zu erhöhen.</p>
+
+<p>Bei einem Umbau oder Neubau solcher Kasematten, würde demnächst
+auch zu untersuchen sein, ob nicht die Konstruktion der kasemattirten
+Batterie auf Tafel 80&nbsp;B. meiner Beiträge etc. oder eine
+ähnliche Konstruktion in Anwendung kommen könnte, namentlich wenn
+die Bedeckung der Erdscharten mittelst Eisenbahnschienen, sich bewähren
+sollte, und dadurch die Möglichkeit gegeben wäre, das ganze
+Mauerwerk, auch über den Scharten, mit Erde zu decken.<a name="FNanchor_3_3" id="FNanchor_3_3"></a><a href="#Footnote_3_3" class="fnanchor">[3]</a> Eine
+Eindeckung der Scharten mit Balken erscheint dagegen nach den auf
+<span class="pagenum"><a name="Page_179" id="Page_179">[179]</a></span>S.&nbsp;46 meiner Beiträge beschriebenen Versuchen mit hölzernen bedeckten
+Geschützständen, nicht rathsam.</p>
+
+<div class="footnote"><p class="noindent"><a name="Footnote_3_3" id="Footnote_3_3"></a><a href="#FNanchor_3_3"><span class="label">[3]</span></a> Nach einer mir gewordnen Mittheilung von zwei fremdherrlichen
+Offizieren haben dieselben neuerdings in England Versuchen
+mit gezogenen Geschützen von schwerem Kaliber gegen
+Bekleidungen von Eisen beigewohnt, welche sehr günstige Resultate
+ergaben. So weit sie beobachten konnten, bestand diese
+vor einer Mauer angebrachte Bekleidung aus horizontal über
+einander gelegten, mit einer Nuthe und Feder versehenen, Eisenschienen
+(wahrscheinlich Puddlingsstahl) von 12′ Länge, 8″ Breite,
+4″ Dicke. Die Schartenwangen waren ebenfalls mit Eisen
+bekleidet. Das Mauerwerk zeigte sich als ganz entbehrlich.
+Der Unternehmer (aus Wales) war seiner Sache so sicher, daß
+er sich hinter diese Eisenwand während der Versuche stellen zu
+wollen erklärte. Er behauptete, eine solche Eisenwand koste nicht
+mehr, als eine Mauer und war bereit für die Befestigung von
+Antwerpen dergleichen Eisenbekleidungen zu liefern. Genauere
+Kenntniß zu nehmen, gestattete er nicht. Es scheint, daß durch
+die Nuthen und Federn der Stoß des Geschosses sich auf die
+ganze Fläche des Eisens vertheilt.</p>
+
+<p>Sollte sich eine derartige Benutzung des Eisens bewähren,
+so steht eine ausgedehntere Anwendung desselben zu erwarten
+und würde darin ein ganz wesentliches Vertheidigungsmittel
+gegen den Brescheschuß gegeben sein.</p></div>
+
+<p>Ich gehe nunmehr über zu dem</p>
+
+
+<h3>2. indirekten Brescheschuß.</h3>
+
+<p>Schon im Jahre 1824 hatten die Woolwicher Versuche gezeigt,
+daß es möglich sei, Festungsmauern, auch wenn man sie nicht sehen
+kann, aus größerer Entfernung durch flache Bogenschüsse zu zerstören.
+(Siehe meine Beiträge zur angewandten Befestigungskunst S.&nbsp;88.&nbsp;ff.)
+Dies Verfahren erregte schon damals großes Aufsehen und gab zu
+vielfachen Discussionen Veranlassung, als deren Endergebniß sich
+Folgendes herausstellte:</p>
+
+<div class="listlevel">
+<p>a) daß dies indirekte Brescheverfahren allerdings unter Umständen
+sehr wohl anwendbar erscheine;</p>
+
+<p>b) daß es namentlich auch gegen alle kasemattirte Flankirungen
+und flankirende Linien, wenn der Feind sich in die Verlängerung
+der auf die letztern treffenden Gräben aufstellen kann,
+mit gutem Erfolge werde gebraucht werden können;</p>
+
+<p>c) daß dieses neue Verfahren zwar die meist sehr schwierige
+Erbauung der Contre- und Breschbatterien und das Brescheschießen
+aus der Nähe, sonst aber die übrigen langwierigen
+Belagerungsoperationen und Annäherungsarbeiten nicht
+erspart;</p>
+
+<p>d) daß das Brescheschießen aus der Entfernung, außerdem, daß
+die Beurtheilung der Gangbarkeit der Bresche sehr schwierig
+sei, dem Vertheidiger den Punkt bezeichne, wo man eindringen
+will und ihm gestatte, geeignete Gegenmaßregeln zu
+treffen, Abschnitte anzulegen, die Bresche zu unterminiren,
+und dergleichen, so daß dies neue Brescheverfahren nur denjenigen
+schlechtern Festungen besonders gefährlich werden
+wird, bei welchen ein sogenannter beschleunigter Angriff
+stattfinden kann.</p>
+</div>
+
+<p>Durch die neuern Verbesserungen in diesem Verfahren, in Folge
+Anwendung von gezogenen Geschützen, hat sich nun in diesen Verhältnissen
+nichts Wesentliches geändert und es steht daher keineswegs
+<span class="pagenum"><a name="Page_180" id="Page_180">[180]</a></span>zu besorgen, daß dasselbe die Festungen so ohne Weiteres zum Falle
+bringen werde, wie dies, namentlich von artilleristischer Seite, mehrfach
+vorausgesetzt wird: denn es verkürzt, wie gesagt, nur <em class="gesperrt">eine</em> der
+verschiedenen Angriffsoperationen und zwar in einem Verhältniß,
+das in der Wirklichkeit gewiß ein ganz anderes und um viele Procente
+geringeres, als das auf unsern Exercierplätzen erzielte sein wird,
+wo weder das Feuer der Festung, noch die Unkenntniß der Entfernungen
+und Wirkungen störend influirt.</p>
+
+<p>Ich will nicht einmal ein Gewicht darauf legen, daß, wie Einige
+behaupten, die vergrößerte Wirkung der Geschütze auch eine viel entferntere
+Anlage der ersten Parallele nothwendig machen und dadurch
+(wie bei Sebastopol) den feindlichen Angriff sehr verzögern werde,
+weil ich glaube, daß die Entfernung der ersten Parallele größtentheils
+von andern Umständen abhängig ist.</p>
+
+<p>Es kommt nun darauf an, zu untersuchen, ob die Vertheidigung
+nicht auch Mittel hat, sowohl bei neuanzulegenden Festungen, als bei
+bereits vorhandenen, die Wirkung des in Rede stehenden Verfahrens
+zu vernichten oder wenigstens zu ermäßigen. Um dies besser zu übersehen,
+müssen wir die drei Fälle unterscheiden, welche hauptsächlich
+vorkommen können, nämlich das indirekte Brescheschießen</p>
+
+<div class="listlevel">
+<p>a) gegen Escarpenmauern quer über den Graben,</p>
+
+<p>b) gegen Flankenkasematten und flankirende Linien, die der
+Länge der Festungsgräben nach getroffen werden können,</p>
+
+<p>c) gegen Reduits hinter deckenden Wällen oder Glaciscreten.</p>
+</div>
+
+
+<h4><em class="antiqua">ad a.</em><br />
+
+<em class="gesperrt">Gegen Escarpen quer über die Festungsgräben.</em></h4>
+
+<p>Wir haben schon oben gesehen, warum man die gemauerten
+Escarpen – Wassergräben ausgenommen – nicht entbehren kann.</p>
+
+<p>Um sie vor dem indirekten Brescheschuß zu sichern, wird es vor
+Allem rathsam sein, sie überall mit Contrescarpen zu versehen und
+demnächst die Gräben möglichst eng und tief, auch den bedeckten Weg
+nicht zu breit zu machen, damit die einfallenden Geschosse die Mauer
+unter möglichst steilem Winkel treffen, der, wenn er mehr als 7° beträgt,
+<span class="pagenum"><a name="Page_181" id="Page_181">[181]</a></span>wegen des dann erforderlichen Munitionsaufwandes die Anwendung
+des indirekten Brescheschusses nach dem jetzigen Stande der
+Sache, schon bedenklich macht.</p>
+
+<p>Daß die freistehenden Mauern bei wesentlich geringern Kosten,
+wenigstens ebenso gut widerstehen, als Futtermauern und Dechargenkasematten,
+durfte nach den Jülicher Versuchen als feststehend anzusehen
+sein.</p>
+
+<p>Sehr zu beachten wird es bei Neuanlagen ferner sein, daß auch
+die Dächer der freistehenden Mauern nicht von Außen gesehen werden
+können, damit der Feind an denselben nicht die Wirkung seines
+Brescheschießens erkennen könne. Auch bei vielen bereits vorhandenen
+Anlagen wird sich diese Verbesserung noch nachträglich anbringen
+lassen.</p>
+
+<p>Es ist davon die Rede gewesen, die Wirkung der Geschosse bei
+ihrer jetzigen Einrichtung dadurch zu paralisiren, daß man sie durch
+Wände von Balken, Brettern oder Flechtwerk, die man vor den
+Escarpenmauern oder auch auf der Contrescarpe anbrächte, ehe sie an
+die Mauer gelangen: allein es würde dann der Artillerie gewiß sehr
+bald gelingen, die Explosion so zu verzögern, daß sie erst stattfände,
+nachdem die Mauer getroffen ist.</p>
+
+
+<h4><em class="antiqua">ad b.</em><br />
+
+<em class="gesperrt">Gegen kasemattirte Flanken und flankirende Linien, der
+Länge der Festungsgräben nach.</em></h4>
+
+<p>Für Neuanlagen wird in Folge dessen der seit lange anerkannte,
+in meinen Beiträgen (Seite 123) bereits ausführlich behandelte, aber
+leider auch bei unsern Neuanlagen sehr wenig beachtete Grundsatz
+sich geltend machen, daß man dem Feinde immer so viel als möglich
+gerade Fronten und keine Saillants, am wenigsten spitze Saillants
+entgegensetzen müsse, vielmehr das Polygonaltracee immer den Vorzug
+verdiene, bei dem die Verlängerungen der Gräben so nahe wie
+möglich der Festung liegen, so daß der Feind immer nur erst bei größerer
+Annäherung in diesen Verlängerungen seine indirekten Contrebatterien
+aufstellen kann.</p>
+
+<p><span class="pagenum"><a name="Page_182" id="Page_182">[182]</a></span>Demnächst werden die Grabencaponieren, wie es auch schon häufig
+geschehen ist, in vielen Fällen zweckmäßig an den Saillants angebracht
+werden können.</p>
+
+<p>Ein drittes sehr wirksames auch bei fertigen Festungen fast immer
+noch anzuwendendes Hülfsmittel sind Reverskasematten und Gallerien
+in den ausspringenden Winkeln der Contrescarpe. Sie haben zwar
+den Nachtheil, daß auch sie durch die feindlichen Angriffsminen zerstört
+werden können, ehe sie in Wirksamkeit treten. Allein dies ist
+immer eine zeitraubende Operation, die erst in Anwendung kommen
+kann, wenn der Feind mit seinen Approchen bis an die Glaciscrete
+gelangt ist.</p>
+
+<p>Die Anwendung von Erdmasken, halben Koffers, Diamants und
+dergleichen vor den flankirenden Batterien wird ebenfalls unter Umständen
+in Anwendung kommen können, obgleich sie großen Einschränkungen
+aus andern Ursachen unterliegt.</p>
+
+<p>Aber selbst wenn uns diese einfachen und wirksamen, auch für bereits
+fertige Werke anwendbare Mittel nicht zu Gebote ständen, fragte
+es sich immer noch, ob man wegen der Möglichkeit solcher indirekten
+Contrebatterien unter allen Umständen die gewöhnlichen Grabencaponieren
+aufgeben müsse? Ich glaube es nicht. Eine gute Grabenvertheidigung
+ist das wichtigste Sicherungsmittel gegen einen gewaltsamen
+Angriff und erreicht man diesen Zweck am Einfachsten durch
+Grabencaponieren, dann muß man sich es schon gefallen lassen, daß
+im Laufe einer förmlichen Belagerung, ein oder zwei Flanken durch
+indirekten Schuß unbrauchbar gemacht werden, was sonst allerdings
+nur durch direkte in ihrer Ausführung und Anwendung viel schwierigere
+Contrebatterien zu geschehen pflegt. Der Feind muß dann immer
+noch erst den Sturm wagen.</p>
+
+<p>Übrigens wird die Wirkung der indirekten Contrebatterien in der
+Wirklichkeit, noch schwerer zu beurtheilen sein, als die der Breschbatterien,
+weil ihr Zweck nicht der ist, die ganze Escarpenmauer zum
+Einsturz zu bringen, sondern blos die Scharten zu zerstören; der Zustand
+der Scharten aber von Außen fast gar nicht zu beurtheilen
+sein wird.</p>
+
+<p>Schließlich bemerke ich, daß die von einer Seite vorgeschlagene
+Erhöhung der Wälle und der bedeckten Wege an den Stellen, über
+<span class="pagenum"><a name="Page_183" id="Page_183">[183]</a></span>welche die Geschosse der indirekten Contrebatterien hinwegstreichen,
+einerseits wegen der dadurch bedingten partiellen Erhöhungen der
+Feuerlinie nicht ausführbar sein, andernseits den Einfallswinkel meistens
+nur unbedeutend vergrößern würde, so daß von diesem Mittel
+jedenfalls abstrahirt werden muß.</p>
+
+
+<h4><em class="antiqua">ad c.</em><br />
+
+<em class="gesperrt">Gegen Reduits.</em></h4>
+
+<p>Der Zweck der Reduits ist immer der, dem Feinde, nachdem er
+die vordere Linie genommen hat, noch einen Widerstand in zweiter
+Linie entgegenzusetzen. – Die Anlage von Reduits gilt daher als
+eine wesentliche Verstärkung, namentlich gegen den gewaltsamen Angriff,
+indem es bei einem solchen kaum denkbar ist, daß nachdem der
+Feind die vordere Vertheidigungslinie überwältigt hat, er noch so viel
+Kraft besitzen sollte, auch noch in demselben Anlauf das zweite Hinderniß
+zu besiegen. Da nun bei allen Befestigungsanlagen es die
+erste Bedingung ist, den Feind zu einem förmlichen Angriff zu nöthigen:
+so werden auch jetzt noch die Reduits diesen Zweck zu erfüllen
+vollkommen im Stande sein, indem es nicht wohl denkbar ist, daß der
+Feind ohne förmliche Belagerungsarbeiten, Batteriebau und dergleichen,
+ein oder mehrere Reduits sollte außer Thätigkeit setzen können.</p>
+
+<p>Gegen den förmlichen Angriff leisten die Reduits weniger, weil,
+wenn der Angreifer erst die vordere Linie genommen hat, der Widerstand
+des zweiten Hindernisses meist nicht mehr lange zu dauern
+pflegt.</p>
+
+<p>Nachdem hiermit das Wesen der Reduits im Allgemeinen angedeutet
+ist, und zwar gilt das eben Gesagte auch mehr oder weniger
+für die Reduits in den Waffenplätzen, muß ich hier wieder auf den
+oben ausgeführten Satz zurückkommen, daß darum ein Vertheidigungsmittel
+noch nicht zu verwerfen ist, weil es der Feind überwältigen
+kann. Es kommt vielmehr immer darauf an, daß der Widerstand,
+den es zu leisten vermag, mit seinen Kosten noch im angemessenen
+Verhältniß stehe. Und dies wird auch jetzt noch bei den meisten Reduits
+der Fall sein, trotz der unverkennbaren großen Wirksamkeit des
+indirekten Brescheschusses gegen dieselben: denn sie werden nach wie
+<span class="pagenum"><a name="Page_184" id="Page_184">[184]</a></span>vor allen Anlagen eine große Sicherheit gegen den gewaltsamen Angriff
+gewähren und wenn sie diesen Zweck erfüllt haben, dann mag
+immer eins und das andere von ihnen dem indirekten Brescheschuß
+gleich beim Beginn der Belagerung unterliegen, wobei immer noch
+diejenigen Schwierigkeiten für den Feind, um solche Breschen benutzen
+zu können, bestehen, die wir schon eben bei den Escarpen im Allgemeinen
+kennen gelernt haben. –</p>
+
+<p>Daß man die Reduits ganz aufgeben und gar keine mehr anlegen
+müsse, ist daher eine Folgerung, die meines Erachtens aus den
+Ergebnissen unserer verbesserten Artillerie nicht gezogen werden kann.</p>
+
+<p>Allerdings werden wir bei der Neuanlage von Reduits sie der
+Wirksamkeit des indirekten Schusses möglichst entziehen müssen. Dies
+wird geschehen, wenn wir</p>
+
+<div class="listlevel">
+<p>a) diesen Reduits niemals eine solche Lage geben, daß die indirekten
+Batterien gegen sie in der Verlängerung von Gräben
+oder Linien des bedeckten Weges aufgestellt werden
+können. Hierzu wird wesentlich beitragen die schon oben
+als nothwendig hervorgehobene, möglichst frontale Anlage
+unserer Befestigungs-Linien. Bei vorhandenen Reduits in
+den eingehenden Waffenplätzen werden Traversen Abhülfe
+gewähren;</p>
+
+<p>b) wenn wir die Reduits immer so nahe als möglich an die
+deckenden Brustwehren heranrücken, so daß der Einfallwinkel
+der feindlichen Geschosse wo möglich größer als 7° wird.</p>
+
+<p class="itemcont">Die einer solchen Lage zum Vorwurf gemachte nachtheilige
+Wirkung der Steinsplitter auf die Vertheidiger des
+vorliegenden Walls wird durch leichte Rückenwehren von
+Brettern, Balken und doppelten Flechtzäunen auf der
+Contrescarpe oder dem Revers des Wallgangs größtentheils
+unschädlich gemacht werden können. –</p>
+
+<p>c) Wenn wir diese Reduits nicht zu groß machen (indem ihre
+Größe nicht ihrer Wirksamkeit proportional ist) vielmehr
+den durch sie gewährten bombensichern Raum uns auf andere
+Weise beschaffen, indem wir</p>
+
+<p>d) namentlich die Hohltraversen vermehren, welche verhältnißmäßig
+mit geringen Kosten diesen Zweck erfüllen und den
+<span class="pagenum"><a name="Page_185" id="Page_185">[185]</a></span>Nutzen haben, in unmittelbarster Nähe der Breschen, einer
+bereitstehenden Truppe bis zum Augenblicke der wirklichen
+Action, ein geschütztes Unterkommen zu gewähren; und indem wir</p>
+
+<p>e) einen Theil des erforderlichen bombensicheren Raums uns
+an Stellen schaffen, die vom feindlichen Feuer nicht beunruhigt
+werden können, also unter den Wällen der Werke etc.</p>
+</div>
+
+<p>Hiernach wird es z.&nbsp;B. nach einer vom General Todleben mir
+angedeuteten Idee zulässig sein, hinter den Profilmauern eines größern
+Werks zwei kleine Reduits anzubringen, die mit kreuzendem
+Feuer das Innere des vorliegenden Werks bestreichen, ohne von den
+indirekten Batterien des Feindes mit Erfolg gefaßt werden zu
+können.</p>
+
+<p>Schließlich bemerke ich noch, daß durch die bisherigen Versuche
+durchaus noch nicht erwiesen ist, daß in größern Reduits (Defensivkasernen)
+wo kein nachstürzender oder dahinter liegender Wall vorhanden
+ist, überhaupt eine brauchbare Bresche zu erlangen sei, d.&nbsp;h.
+eine solche, in welcher man sich festsetzen kann. Im Gegentheil dürfte
+dies in Ermangelung eines Erdwalls sehr schwierig sein. –</p>
+
+<p>Ich glaube, das Vorstehende wird wenigstens im Stande sein,
+die Ingenieure und Festungsvertheidiger einigermaßen über die Wirkungen
+des verbesserten direkten und indirekten Brescheschusses zu beruhigen,
+wenn ich auch die Wichtigkeit desselben keineswegs unterschätze.
+Wir wollen nun sehen, ob die gezogenen Geschütze den Festungswerken
+nicht vielleicht auf andere Weise ebenso nachtheilig und
+nachtheiliger werden können. Ich gehe nämlich über zu dem</p>
+
+
+
+
+<h2><a name="B_Demontirschuss" id="B_Demontirschuss"></a>B. Demontirschuß.</h2>
+
+
+<p>So weit ich die Sache zu beurtheilen vermag, wird hier ein ziemliches
+Gleichgewicht zwischen den gezogenen Geschützen des Angriffs
+und der Vertheidigung stattfinden, mit folgenden Modifikationen:</p>
+
+<div class="listlevel">
+<p>a) Der Angreifer kann seine demontirte Artillerie beliebig ergänzen,
+der Vertheidiger nicht. Je mehr daher der Angreifer gleich von
+Hause aus Geschütze gegen die Festung aufstellen kann, je eher
+wird er ein Übergewicht über dieselbe erlangen und behaupten
+<span class="pagenum"><a name="Page_186" id="Page_186">[186]</a></span>und dies Übergewicht wird bei gezogenen Geschützen an und für
+sich viel bedeutender und intensiver sein. Daraus folgt</p>
+
+<div class="listlevel">
+<p><i>α)</i> daß das Gleichgewicht der Festungsartillerie gegen die Angriffsartillerie
+nur durch eine sehr starke Geschütz-Dotirung
+der Festungen einigermaßen wird erlangt werden können und</p>
+
+<p><i>β)</i> daß nur <em class="gesperrt">große</em> Festungen noch der feindlichen Artillerie
+allenfalls gewachsen sein werden, kleine Festungen dagegen
+jetzt in einer noch viel nachtheiligeren Lage sich der Angriffs-Artillerie
+gegenüber befinden, als es schon bei dem bisherigen
+Zustande des Geschützwesens der Fall war. Kleine
+Festungen sind daher ganz aufzugeben, oder bedeutend zu
+erweitern.</p></div>
+</div>
+
+<p>Die zweite Modifikation in jenem Gleichgewicht beider Artillerien
+in Bezug auf den Demontirschuß ist die, daß</p>
+
+<div class="listlevel">
+<p>b) der Vertheidiger in der Regel eine dominirende Aufstellung haben
+wird, die, wie die Geschichte aller Belagerungen lehrt und sich
+auch theoretisch darthun läßt, immer große Vortheile gewährt.
+Bei Anlage oder Verbesserung von Festungswerken wird man
+daher stets bedacht sein müssen, sich diesen wesentlichen Vortheil
+durch hohe Erdwälle (Kavaliere) zu verschaffen. (Vergleiche auch
+meine Beiträge zur angewandten Befestigungskunst S.&nbsp;34. Ich
+habe darum auch bereits oben empfohlen, freiliegende Reduits
+nicht abzutragen, sondern lieber die vorliegenden Wälle zu erhöhen.)</p>
+</div>
+
+
+
+
+<h2><span class="pagenum"><a name="Page_187" id="Page_187">[187]</a></span><a name="C_Der_Ricochettschuss" id="C_Der_Ricochettschuss"></a>C. Der Ricochettschuß.</h2>
+
+
+<p>Ich verstehe hierunter nicht nur den eigentlichen Ricochettschuß,
+sondern jeden Schuß oder flachen Bogenwurf, mittelst dessen Voll- und
+Hohlkugeln, sowie Shrapnels und Granaten gegen offene Wallgänge
+der Länge nach über die deckende Brustwehr der anliegenden Face
+hinweg im flachen oder stärkern Bogen geschleudert werden. So weit
+mir bekannt, haben nicht blos Granaten aus Haubitzen, sondern auch
+Shrapnels aus glatten Geschützen auf diese Weise gegen offene
+Wälle angewandt, ganz günstige Resultate gegeben, und wenn auch
+diese Art von Feuer aus gezogenen Geschützen und aus großen Entfernungen
+bisher noch nicht ausgebildet worden ist: so steht dies doch
+für die Folge zu erwarten und die Wirkung eines solchen Feuers
+kann nicht zweifelhaft sein, während zugleich eine Erwiederung desselben
+von Seiten der Festung, indem man die Parallelen des Angreifers
+– wie es auch in der Belagerung von Sebastopol versucht
+wurde – echarpirend beschießt, doch bei Weitem nicht ebenso erfolgreich
+wirken kann.</p>
+
+<p>Gegen ein solches Feuer wird es nun bei bereits fertigen Werken
+kein anderes Mittel geben, als Vervielfältigung der Traversen,
+– wie sie auch in Sebastopol stattfand – und wo möglich, nachträgliche
+<span class="pagenum"><a name="Page_188" id="Page_188">[188]</a></span>Anbringung von Hohltraversen. Aber es ist nicht zu verkennen,
+daß dieses Mittel der eigentlichen Geschützaufstellung sehr viel Raum
+entzieht und daher ebenfalls nur bei geräumigen Festungen anwendbar,
+in kleinen Festungen aber mehr oder weniger unausführbar ist –
+ein Argument mehr, gegen das Bestehen der kleinen Festungen.</p>
+
+<p>Bei neuen Anlagen wird sich dagegen auch hier die schon mehrfach
+hervorgehobene frontale Lage der Wälle dem Angriff gegenüber
+empfehlen.</p>
+
+
+
+
+<h2><a name="D_Der_Enfilirschuss" id="D_Der_Enfilirschuss"></a>D. Der Enfilirschuß.</h2>
+
+
+<p>Ich will unter dieser Bezeichnung zuletzt noch alle diejenigen
+Schußarten und flachen Bogenwürfe zusammenfassen, welche, außer
+den bereits gedachten, aus großen Entfernungen gegen die Werke oder
+das Innere der Festungen und die darin befindlichen Gebäude, nach
+verschiedenen Richtungen, und namentlich von erhöhten Punkten aus,
+gerichtet werden können.</p>
+
+<p>Man hatte bisher ziemlich allgemein den Grundsatz angenommen,
+daß Angriffsbatterien auf größern Entfernungen (über 1200 bis 1500
+Schritt hinaus) den Festungen wenig nachtheilig seien. Schon die
+Einführung der Bombenkanonen hat diesen Grundsatz sehr erschüttert
+und wir sehen bereits in Sebastopol den Geschützkampf erfolgreich in
+großen Entfernungen eröffnet. Die gezogenen Geschütze werden dies
+in noch höherm Grade geschehen lassen und dominirende Höhen, die
+bisher unbeachtet geblieben sind, werden künftig von großem Einfluß
+auf die Vertheidigung sein. Ich erkenne an, daß dieser Umstand für
+mehrere von unseren in unebenem Terrain gelegenen Festungen von
+großer Bedeutung ist – einer größern vielleicht, als der verbesserte
+Brescheschuß – und es wird daher ein Gegenstand von der größten
+Wichtigkeit sein, daß das Terrain vor unsern Festungen auf 4000 ja
+bis 5000 Schritt untersucht und die Haupthöhen desselben durch Nivellements
+ermittelt und gemessen werden, indem, wie schon eine
+flüchtige Besichtigung zeigt, manche bisher unbeachteten Höhen künftig
+durch Seiten- und Rückenfeuer die Vertheidigungsfähigkeit einzelner
+unserer Werke auf das Nachtheiligste beeinträchtigen möchten. Als
+Gegenmittel gegen diesen Übelstand erscheint einerseits die Vervielfältigung
+<span class="pagenum"><a name="Page_189" id="Page_189">[189]</a></span>von Traversen, andererseits die Anlage weit vorgeschobener
+Werke geboten, beides Maßregeln, die zwar mehr oder weniger ausführbar
+sein werden, unter allen Umständen aber, namentlich die Letztere,
+– die reiflichste Erwägung erfordern, die daher den betreffenden
+Herrn Inspekteuren, Platz-Ingenieuren und Festungs-Bau-Direktoren
+im Verein mit den Artillerie-Offizieren der Plätze nur auf’s Angelegentlichste
+empfohlen werden kann.</p>
+
+<p>In Bezug auf die Sicherung der großen Pulvermagazine gegen
+das direkte und indirekte Feuer solcher entfernten Batterien ist bereits
+eine Berichterstattung erfolgt, worüber die höhere Entscheidung abgewartet
+werden muß. –</p>
+
+<p>Es ist nicht zu verkennen, daß die Befestigungskunst – wie es in
+der Kriegskunst schon mehrmals vorgekommen – sich gegenüber
+den jetzigen wesentlichen Verbesserungen des Geschützwesens und der
+Feuerwaffen überhaupt in der schwierigen Lage befindet, mit diesen
+Verbesserungen schwer Schritt halten zu können, einerseits, weil die
+Gegenmaßregeln ihrer Natur nach überhaupt erst ermittelt werden
+müssen und nur nach und nach Eingang finden können, andererseits
+weil die vorhandenen, auf hundertjährige Dauer und länger, angelegten
+Befestigungen diesen Neuerungen nicht ohne Weiteres folgen können
+und eine Umformung derselben nur in viel längern Zeiträumen
+und mit viel größerem Kostenaufwand möglich ist, als z.&nbsp;B. die Umformung
+der Artillerie, der Feuerwaffen etc. Dem Ingenieur wird daher
+nichts übrig bleiben, als daß er diese Neuerungen und Verbesserungen
+aufmerksam verfolge. – Daß er ferner auf’s Reiflichste erwäge,
+welche Veränderungen die bisherigen Begriffe von Defilement,
+Kasematten, Flankirung, Tracee, Profil, Developpement und Größe
+der Festungen etc. erleiden werden und erleiden müssen, – daß er bemüht
+sei, danach die alten Befestigungen zu verbessern und umzuformen und
+die neuen von Hause aus anzulegen – endlich, daß er sich bewußt
+werde, welche andere Mittel in seiner reichen Rüstkammer als: die
+Wassergräben, Contrescarpen, Reversgallerien, Traversen, Cavaliere
+und vor Allem die Contreminen, das Infanteriefeuer und die active
+Vertheidigung, ihm noch zu Gebote stehen, um auch ferner noch den
+Dienst des Ingenieurs, wenn auch meist nur als Schutzwaffe, aber
+<span class="pagenum"><a name="Page_190" id="Page_190">[190]</a></span>als eine sehr hülfreiche, ja unentbehrliche, erscheinen zu lassen, welche
+noch immer Hülfs- und Vertheidigungsmittel genug besitzt, um nicht,
+wie Einige vielleicht meinen mögen, schon beim ersten Schuß eines
+gezogenen Feld-Sechspfünders die Vertheidigung der Festungen muthlos
+aufzugeben.</p>
+
+<p>Berlin, den 24. November 1860.</p>
+
+<p class="signature"><span style="padding-right: 1.5ex">v. <em class="gesperrt">Prittwitz</em>,</span><br />
+Generallieutenant.</p>
+
+
+
+
+<div class="note">
+<p>Anmerkungen zur Transkription: Dieser Artikel erschien 1861 im
+„Archiv für die Offiziere der Königlich Preußischen Artillerie- und
+Ingenieur-Corps.“, 25. Jahrgang, 49. Band, Kapitel X und XI.
+Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert, kleinere
+Unregelmäßigkeiten in der Schreibweise wurden beibehalten.</p>
+
+<p>Das Originalbuch ist in Frakturschrift gedruckt. Die Umlaute Ae, Oe und
+Ue wurden durch Ä, Ö, Ü ersetzt. Die Fraktur-Ligatur für „etc.“ wurde
+durch etc. ersetzt.</p>
+</div>
+
+
+<div class="note">
+<p>Transcriber’s Notes: This article has originally been published in 1861
+in “Archiv für die Offiziere der Königlich Preußischen Artillerie- und
+Ingenieur-Corps.”, 25th year of publication, volume 49, chapters X and
+XI. Obvious printing errors have been corrected, while minor
+irregularities in the spelling have been retained.</p>
+
+<p>The original book is printed in Fraktur font. The Umlauts Ae, Oe and Ue
+have been replaced by Ä, Ö, Ü. The ligature for “etc.” has been replaced
+by etc.</p>
+</div>
+
+
+
+
+
+
+
+
+<pre>
+
+
+
+
+
+End of the Project Gutenberg EBook of Die Festungen gegenüber den gezogene
+ Geschützen, by Moritz von Prittwitz
+
+*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE FESTUNGEN GEGENBER ***
+
+***** This file should be named 33491-h.htm or 33491-h.zip *****
+This and all associated files of various formats will be found in:
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+
+Produced by Markus Brenner and Irma Spehar.
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+Updated editions will replace the previous one--the old editions
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+Creating the works from public domain print editions means that no
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+Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm
+electronic works
+
+1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
+electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
+and accept all the terms of this license and intellectual property
+(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
+the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy
+all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession.
+If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project
+Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the
+terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or
+entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.
+
+1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
+used on or associated in any way with an electronic work by people who
+agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
+things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
+even without complying with the full terms of this agreement. See
+paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
+Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement
+and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic
+works. See paragraph 1.E below.
+
+1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation"
+or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
+Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the
+collection are in the public domain in the United States. If an
+individual work is in the public domain in the United States and you are
+located in the United States, we do not claim a right to prevent you from
+copying, distributing, performing, displaying or creating derivative
+works based on the work as long as all references to Project Gutenberg
+are removed. Of course, we hope that you will support the Project
+Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by
+freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of
+this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with
+the work. You can easily comply with the terms of this agreement by
+keeping this work in the same format with its attached full Project
+Gutenberg-tm License when you share it without charge with others.
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+1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
+what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in
+a constant state of change. If you are outside the United States, check
+the laws of your country in addition to the terms of this agreement
+before downloading, copying, displaying, performing, distributing or
+creating derivative works based on this work or any other Project
+Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning
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+States.
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+1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
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+access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently
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+phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project
+Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed,
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+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
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+from the public domain (does not contain a notice indicating that it is
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+or charges. If you are redistributing or providing access to a work
+with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the
+work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1
+through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the
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+1.E.9.
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+1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
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+terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked
+to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the
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+1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
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+ you already use to calculate your applicable taxes. The fee is
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+ and discontinue all use of and all access to other copies of
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+ money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
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+
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+ distribution of Project Gutenberg-tm works.
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+electronic work or group of works on different terms than are set
+forth in this agreement, you must obtain permission in writing from
+both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
+Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the
+Foundation as set forth in Section 3 below.
+
+1.F.
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+effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
+public domain works in creating the Project Gutenberg-tm
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+works, and the medium on which they may be stored, may contain
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+work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any
+Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.
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+
+Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
+
+Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
+electronic works in formats readable by the widest variety of computers
+including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists
+because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
+people in all walks of life.
+
+Volunteers and financial support to provide volunteers with the
+assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
+goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
+remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
+and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
+To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
+and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
+and the Foundation web page at https://www.pglaf.org.
+
+
+Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive
+Foundation
+
+The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
+501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
+state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
+Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
+number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at
+https://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
+permitted by U.S. federal laws and your state's laws.
+
+The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
+Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
+throughout numerous locations. Its business office is located at
+809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
+business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact
+information can be found at the Foundation's web site and official
+page at https://pglaf.org
+
+For additional contact information:
+ Dr. Gregory B. Newby
+ Chief Executive and Director
+ gbnewby@pglaf.org
+
+
+Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation
+
+Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
+spread public support and donations to carry out its mission of
+increasing the number of public domain and licensed works that can be
+freely distributed in machine readable form accessible by the widest
+array of equipment including outdated equipment. Many small donations
+($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
+status with the IRS.
+
+The Foundation is committed to complying with the laws regulating
+charities and charitable donations in all 50 states of the United
+States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
+considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
+with these requirements. We do not solicit donations in locations
+where we have not received written confirmation of compliance. To
+SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any
+particular state visit https://pglaf.org
+
+While we cannot and do not solicit contributions from states where we
+have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
+against accepting unsolicited donations from donors in such states who
+approach us with offers to donate.
+
+International donations are gratefully accepted, but we cannot make
+any statements concerning tax treatment of donations received from
+outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
+
+Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
+methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
+ways including including checks, online payments and credit card
+donations. To donate, please visit: https://pglaf.org/donate
+
+
+Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic
+works.
+
+Professor Michael S. Hart was the originator of the Project Gutenberg-tm
+concept of a library of electronic works that could be freely shared
+with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project
+Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.
+
+
+Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
+editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S.
+unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily
+keep eBooks in compliance with any particular paper edition.
+
+
+Most people start at our Web site which has the main PG search facility:
+
+ https://www.gutenberg.org
+
+This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
+including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
+Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
+subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
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