diff options
| -rw-r--r-- | .gitattributes | 3 | ||||
| -rw-r--r-- | 29436-0.txt | 1473 | ||||
| -rw-r--r-- | 29436-0.zip | bin | 0 -> 30133 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-8.txt | 1473 | ||||
| -rw-r--r-- | 29436-8.zip | bin | 0 -> 29893 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h.zip | bin | 0 -> 161234 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/29436-h.htm | 2112 | ||||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild1.png | bin | 0 -> 1156 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild10.png | bin | 0 -> 1265 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild2.png | bin | 0 -> 823 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild3.png | bin | 0 -> 18724 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild3_full.png | bin | 0 -> 63567 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild4.png | bin | 0 -> 6274 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild5.png | bin | 0 -> 11663 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild6.png | bin | 0 -> 4736 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild7.png | bin | 0 -> 5080 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild8a.gif | bin | 0 -> 137 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild8b.gif | bin | 0 -> 124 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild8c.gif | bin | 0 -> 127 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/bild9.png | bin | 0 -> 8819 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/decline.gif | bin | 0 -> 906 bytes | |||
| -rw-r--r-- | 29436-h/images/note24.gif | bin | 0 -> 151 bytes | |||
| -rw-r--r-- | LICENSE.txt | 11 | ||||
| -rw-r--r-- | README.md | 2 |
24 files changed, 5074 insertions, 0 deletions
diff --git a/.gitattributes b/.gitattributes new file mode 100644 index 0000000..6833f05 --- /dev/null +++ b/.gitattributes @@ -0,0 +1,3 @@ +* text=auto +*.txt text +*.md text diff --git a/29436-0.txt b/29436-0.txt new file mode 100644 index 0000000..0fc11c5 --- /dev/null +++ b/29436-0.txt @@ -0,0 +1,1473 @@ +The Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + + +Title: Meinauer Naturlehre + +Author: Various + +Editor: Wilhelm Wackernagel + +Release Date: July 18, 2009 [EBook #29436] + +Language: German + +Character set encoding: UTF-8 + +*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE *** + + + + +Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and +the Online Distributed Proofreading Team at +http://www.pgdp.net + + + + + + +[Dieser Text benutzt die UTF-8-Kodierung (Unicode). Wenn die Apostrophe, +Anführungszeichen und die Umlaute in diesem Absatz als seltsame Zeichen +dargestellt werden, sollten Sie in Ihrem Text-Anzeigeprogramm +„Zeichensatz“ oder „Datei-Kodierung“ auf Unicode (UTF-8) einstellen. +Eventuell ist es auch nötig, die Standardschrift zu ändern. Wenn das +auch nichts hilft, nehmen Sie stattdessen die Latin-1 Version dieses +Textes. + +Der Haupttext braucht „geschwänztes z“ (ȥ). Notwendigerweise können Sie +diese in z̧ (z mit cedilla) oder sogar ß ändern. + +Rechtschreibung, Zeichensetzung und Großschreibung sind ungeändert. +Bildbeschreibungen stehen am Ende des Textes, hinter die Anmerkungen.] + + + + + BIBLIOTHEK + + des + + LITERARISCHEN VEREINS + + In Stuttgart. + + XXII. + + + STUTTGART. + Gedruckt auf Kosten des Literarischen Vereins. + 1851. + + + + + _LITERARISCHER VEREIN_ + + in + + STUTTGART + + _Gegründet 1839_. + + + Protector: + + SEINE MAJESTÄT DER KÖNIG VON WÜRTTEMBERG. + + * * * + + _Präsident_: + Dr _Keller_, professor in Tübingen. + + _Secretär_: + Dr _Holland_, privatdocent in Tübingen. + + _Kassier_: + _Huzel_, reallehrer in Tübingen. + + _Ausschuss für das jahr 1851_: + + Gr. freiherr _Cotta_ v. _Cottendorf_, k. baier, + kämmerer in Stuttgart. + Dr _Fallati_, professor in Tübingen. + Hofrath dr _Grimm_, akademiker in Berlin. + Dr E. v. _Kausler_, archivrath in Stuttgart. + Dr _Klüpfel_, bibliothekar in Tübingen. + F. v. _Lehr_, director der k. privatbibliothek in Stuttgart. + Dr _Menzel_ in Stuttgart. + Dr _Michelant_, professor in Rennes. + Dr _Schmeller_, professor in München. + Oberstudienrath dr C. v. _Stälin_, + oberbibliothekar in Stuttgart. + Dr _Wackernagel_, professor in Basel. + Dr G. v. _Wächter_, kanzler in Tübingen. + + _Agent_: + _Fues_, sortimentsbuchhändler in Tübingen. + + + + + MEINAUER NATURLEHRE + + + Herausgegeben + + von + + WILHELM WACKERNAGEL. + + + STUTTGART. + _Gedruckt Auf Kosten Des Literarischen Vereins._ + 1851. + + + + + _Tübingen_, gedruckt bei Ludwig Friedrich Fues. + + + + +Vorwort. + + +Das altdeutsche Prosawerkchen, das auf den nachfolgenden Blättern +veröffentlicht wird, steht in der Basler Pergamenthandschrift B. VIII. +27[1] zwischen Hugos von Langenstein Marter der heil. Martina und +Schondochs Litthauer; es ist mit dem ersteren dieser Gedichte von +demselben Lohnschreiber des vierzehnten Jahrhunderts, einem Konrad von +S. Gallen,[2] sauber und zierlich aufgesetzt worden. Eine zweite +Handschrift, die es enthielte, ist zur Zeit noch unbekannt. Einzelne +Stücke daraus sind bereits an anderem Ort erschienen;[3] der +vollständige Abdruck, welcher hier nun vorliegt, wird sich durch den +bedeutenden Werth rechtfertigen, den dieses Buch für die +Litteraturgeschichte und namentlich für die Geschichte der +Naturwissenschaft besitzt. + +Es fehlt unsrer alten Litteratur nicht an anderen ganz deutsch oder +deutsch und lateinisch verfassten Prosaschriften aus eben diesem Gebiet. +Aber die übrigen gehœren entweder lediglich der Arzneikunde an, und sind +dann eine kaum zusammengehaltene Reihe von Recepten, wie die mit dem +Namen des Hippocrates aufgeschmückten in Zürich,[4] Basel[5] und +Leipzig[6] und selbst jene grosse Krankheits- und Heilmittellehre, deren +Handschriften in Breslau und München liegen;[7] oder sie verbinden, wie +Konrad von Megenberg,[8] die Medicin mit der gesammten Naturgeschichte, +oder weben endlich, wie das älteste Buch dieser ganzen Reihe, der +Lucidarius,[9] Weltbeschreibung, Weltgeschichte und Theologie in +einander. Den praktischen Bezug auf die Gesundheitspflege hat auch +unsre Schrift: sie behandelt in solcher Art gleich zu Anfang die vier +Temperamente. Die Hauptsache jedoch, während Thier- und Pflanzenkunde +u. s. f. gänzlich bei Seite bleiben, ist ihr die Astronomie, die Lehre +von der Gestalt der Erde, der Bewegung der Himmelskörper, der Berechnung +und Benennung der Zeiten nach Sonnen- und Mondenlauf und dem Lauf der +übrigen Gestirne. Und hier tritt uns, anziehend genug und überraschend, +eine Kenntniss entgegen, wie sie dem Mittelalter nicht allgemein +geläufig, wie sie der Kirche nicht immer genehm, ja von derselben +mehrfach verpœnt war. Der Verfasser weiss nicht bloss, woher Sonnen- und +Mondfinsterniss rühren (297c, ff.): er weiss auch, dass die Erde eine +Kugel (293a.)[10] und der Fall eine Bewegung nach deren Mittelpunkte +sei (294c.).[11] Kurz, er hat von diesen Dingen diejenige Kenntniss, bis +zu der schon das griechisch-rœmische Alterthum durch Eratosthenes und +Ptolemæus gelangt war. Nur erscheint die Ueberlieferung davon in der +Weise des Mittelalters trüb und verwirrt: Romulus z. B. und Numa +Pompilius, die er auf Anlass der Römischen Jahres- und Monatrechnung zu +nennen hat, sind ihm zu _meistern_, das heisst hier zu Astronomen, und +aus _Pompilius_ ist noch _Pompeius_ geworden (296a. b. 301d. ff.). Ich +vermuthe, dass er diesen antiken und überhaupt den ganzen Stoff seines +Buches durch Vermittelung der Aerzte und Naturgelehrten zu Montpellier +empfangen habe. Dahin deutet nebst der Erwähnung eines namhaften +Astronomen der in Spanien benachbarten Araber, des Alfraganus (293a.) +d. i. des Mohammed ben Ketir von Ferganah,[12] der diætetische +Abschnitt Bl. 297a. ff. Denn eben diese Regeln über Essen und Trinken, +Schlafen und Baden finden sich, theilweis mit beinahe wörtlicher +Uebereinstimmung, auch in einer Sammlung medicinischer Schriften +wieder, die, jetzt der Bibliothek zu Basel angehœrig, ihren Ursprung +in Montpellier genommen hat.[13] Sie lauten daselbst auf Provenzalisch +also: + +_Om quan ce leua de dormir deu anar petit epla esos membres estendre +eson cap penchenar. car lestendilar aferma locors el penchenar enfa +issir lo fum que pueia el cap lanueg_ + +_In en estiu deu hom som cors lauar am baynga freia car estrenh lo fum +delcor edona talent demaniar E deu se hom uestir de blancas camizas ede +bels uestimens car lo coragge dome sen alegra. epueis bregue las dens +elas gingiuas am bonas especias. epueis onhgua lo cors am debos enguens +car lo cors sen es gauis perlas bonas odors. E pueis mania debos +lectuaris confortatius et aias una liura daloe car aisso mou lacalor +naturalh edezembarga lacalor del pania edestiu lauentozitat pueis an sen +estar edeportar ab sos priuatz per es gauzir son cors. E quant uolra +maiar[14] osopar. caualgue. i. pauc que mais ne maniara_ + +Wo aber und von wem ist unser deutsches Buch verfasst worden? Es wäre +gewagt zu behaupten, so nahe gelegt auch die Behauptung ist, dass Hugo +von Langenstein, der die heil. Martina gedichtet, auch dieses in der +Handschrift gleich auf die Martina folgende Werk zuerst geschrieben +habe. Denn Hugo, der in seinen Versen so geschmacklos und der Sprache +nur wenig Meister ist,[15] konnte die Prosa schwerlich mit so leichter +Einfachheit handhaben; die zu solchem Werk erforderliche Gelehrsamkeit +hätte ihm vielleicht nicht gefehlt.[16] Aber ein Zeitgenosse wird es +gewesen sein (die Martina ist von 1293)[17] und ein Ordensbruder +Hugos, ein Deutschritter, und auch in dem Ordenshause auf der Meinau +angesessen, welches Hugo stiften helfen und in welchem er selbst +vielleicht als Commenthur sein Leben beschlossen hat.[18] Die +Handschrift ist sichtlich zuerst im Besitze Deutscher Ritter gewesen +und für solche gefertigt worden: ein Glied des Ordens hat die Martina +gedichtet, und die später erst beigefügten Reime Schondochs von dem +heidnischen König in Litthauen behandeln eine Ordenssage. Jene Diætetik +sodann setzt ein vornehm bequemes Herrenleben voraus, wie es solch einem +Orden vergönnt war; wirklich hat auch sie die Grundlage oder wenigstens +doch Beitræge hergegeben zu æhnlichen Anweisungen, die spæterhin für den +Hochmeister in Preussen von einem berühmten Arzte niedergeschrieben +wurden.[19] Und wenn endlich Bl. 298b. der Eurus _niderwint_, der Auster +_waȥȥirwint_, der Zephyrus _waltwint_ heisst, so sind das Benennungen, +die gerade auf der Meinau, in der nördlichen Bucht des Bodensees, am +füglichsten Platze waren: denn da ist östlich niederes ebneres Land, +westlich der Schwarzwald, südlich das grosse Schwabenmeer. Deshalb ist +der Titel „Meinauer Naturlehre“ schon früher gewæhlt[20] und auch +diessmal festgehalten worden. + +Die ursprüngliche Aufsetzung jedoch haben wir in der Basler Handschrift +so wenig von diesem Prosabüchlein als von der Martina. Beide enthalten +mancherlei Fehler, die auf eine nicht ganz leserlich gefertigte oder +stellenweis verwischte Urschrift zurückdeuten, und der Abschreiber +erweist sich oft gedankenlos und überall unkundig. Ich habe mich bemüht +die so entstandenen Fehler zu beseitigen; die Anmerkungen verzeichnen +bei jeder Besserung die handschriftliche Lesart. Nur wo es lateinische +und griechische Worte betrifft, habe ich lieber nicht geändert, da in +solchen schon die Urschrift irren mochte. In der Bearbeitung des Textes +noch weiter zugehn und so, wie es die Herausgeber altdeutscher Schriften +lieben, die Sprache ebenmæssiger zu machen, als sie im Munde des +Schreibers und wohl auch des Verfassers selber war, schien unerlaubt. +Es sind demnach mehrerlei Formen derselben Worte, mehrerlei Schreibungen +desselben Lautes gern und geflissentlich geduldet, und nur in einigen +unwesentlichen Stücken ist um das Geschäft des Lesers zu erleichtern +die strenge Buchstæblichkeit verlassen worden: die Abkürzungen sind +aufgelöst, die vocalischen _v_ gegen _u_, die consonantischen _u_ gegen +_v_ vertauscht; Präpositionen, wo sie mit ihren Substantiven in eins +geschrieben waren, davon getrennt; umgekehrt Zusammensetzungen, wo ihre +Bestandteile getrennt waren, in eins geschrieben; und endlich anstatt +der blossen Punkte noch andere Satzzeichen, aber mit mœglichster +Einfachheit des Verfahrens, eingefügt. + + _Basel_, im August 1850. + + +Wilhelm Wackernagel.+ + + + [Anmerkungen: + + 1. Ausführliche Beschreibung derselben in den Altd. Handschriften + der Basler Univ. Bibliothek S. 39 ff. + 2. Am Schluss der Martina, Bl. 292d: + _Der dis buoch geschriben hat + Der heizit von sant Gallen Cvonrat._ + Als Lohnschreiber bezeichnet er sich durch den Schlussvers der + Naturlehre, 304b: _Finis adest operis mercedem pasco_ (d. i. + _posco_) _laboris_. + 3. Altd. Lesebuch Sp. 767-774. + 4. Graffs Diutiska 2, 269. + 5. Haupts und Hoffmanns Altd. Blätter 2, 133. + 6. Aufsess Anzeiger f. Kunde des deutschen Mittelalters 2, 242. + 7. Hoffmanns Fundgruben 1, 317. Schmellers Bair. Wörterb. 3, 678. + 8. Büschings wöchentl. Nachr. 2, 273 ff. 293 ff. + 9. Aufsess und Mones Anzeiger 3, 311. Altd. Blätter 2, 5. + 10. Vgl. Haupts Zeitschr. f. Deutsches Alterthum 6, 145. + 11. _Wie swærer last sich neiget zer erden zenter_: der Kanzler + in vdHagens Minnesingern 2, 390b. + 12. Schnurrers Biblioth. Arab. 462 ff. + 13. Handschr. D. II. 11; vgl. Haupts Zeitschr. 5, 16. + 14. lies _maniar_ + 15. Altd. Handschr. d. Basler Univ. Bibl. 46. + 16. Ein Abschnitt der Martina (_von der menschlichen blœde_ + 114d.-137b.) ist nach Pabst Innocenz III. Schrift _de miseria + conditionis humanæ_ gearbeitet. + 17. _Als man mit warheit spurte + Do waz nach gottes geburte + Diz buoch gemachet daz ist war + Do man zalte tusent iar + vnde dar zvo zwei hundert + mit warheit vs gesundert. + Driv vnde nvnzic darzvo_ 292c. + 18. Im Jahr 1287 war er Commenthur zu Sumiswald (im Canton Bern); + 1298 lebte er noch zu Freiburg im Breisgau; Commenthur auf der + Meinau ward er nach Lassbergs Vermuthung 1319: Altd. Handschr. + d. Basl. Univ. Bibl. 40. Haupts Zeitschr. 7, 169. + 19. Auszüge aus diesem „Regiment des Lebens“ in Raumers Hist. + Taschenbuch 1, 189 ff. + 20. Altd. Lesebuch 767.] + + + * * * * * + * * * * + + +Deȥ menschin lip ist gemachet uȥ vier elementen[1]. da von +so wil ich dir sagen welhes siu sint. Daȥ erste ist diu erde. +diu ist kugeleht. daȥ mac man kiesin da bi. wan so der mane +verleschit, daȥ schinet uns an der ersten stunde der naht. aber +die da sint in oriente, die sehint des manen gebresten umbe die +dritten stunde der naht. daȥ ist darumbe. wan eȥ ist in e naht +dan uns. daȥ en mohte niemer gesehen, enwere daȥ[2] ertriche +niht kugeleht unde enmitten hoch. da von so gat in diu sunne e +uf danne uns. wonde si danne also gar michel ist, da von schinet +si sleht unde breit. unde daȥ mer hat dise welt in driu also +geteilit: [Bild 1] Daȥ minste heiȥit Europa, Daȥ ander affrica, +Daȥ dritte asya. Von dem ertriche sprichet ein phylosophus, +alfraganus „Den minsten sternen den der mensche mac gesehin, +der ist groȥir (293b.) danne daȥ ertriche alle sament, unde ein +Sterne ist als ein punctel gein dem himel.“ Nu merke wie groȥ +der himel si gein dem ertriche. Diu erde ist der andern elemente +reinate unde ein drussene. Unde diu erde ist von ir nature durre +unde kalt. also der naturen sint och ein teil liute. den +sprechint die arzate[3] Melancolici. die artent nach der erden, +unde sint sorghaft, gerne truric, gitic unde habende, ungetruwe, +zahe[4] unde swarzir varwe. Nu hest du ein element. daȥ ist diu +erde. + +Daȥ ander element ist daȥ wasser, unde ist och cugeleht umbe daȥ +ertriche. als in eime eige daȥ luter umbe den duttern gat, also +umbegat daȥ wasser die erde. nuwen daȥ uns got den luft hie lat, +daȥ wir genesen, eȥ solte anders alles hie waȥȥir sin. unde ist +och daȥ waȥȥir kalt unde fiuhte. der[5] naturen sint och die +liute, den die meister sprechint sanguinei. die ar-(293c.)tent +nach dem waȥȥir, unde sint gebinde, minnende, frolich, lachende, +unde rotenthafter varwen, unde singent, unde feiȥet sint si, +geturstic unde guotmuotic. Nu hestu daȥ ander element, daȥ +wasser. + +Daȥ dritte element daȥ ist der luft. der besluȥit in sich die +ersten zwei, unde ist warm unde fiuhte. darnach artent die, den +die arzate sprechint fleumatici, unde sint an slafenne gerne +drage, unde mugent vil speichlotun haben, unde hant herten sin, +veiȥt, unde wis sint siu gerne. Nu hestu daȥ dritte element. daȥ +ist der luft. + +Daȥ vierde ist daȥ[6] fiur, unde ist durre unde warm, unde +umbegat die andern alle. der nach artent die lute, die da +heiȥint colorici. die sint los, drugenhaft, zornic, gebinde unde +geturstic, ruh, cranc, durre, unde bleicher varwen. dise vier +element gent dem libe fuorunge. daȥ sint die erde, waȥȥir, luft +unde fiur. (293d.) + +Darnach[7] ob disen elementen gat ein gar luter gegni an, der +sibin[8] sternen, die da heiȥint planeten. die gant anders danne +ander sternen, daȥ man[9] sprichit, si sin die ierrenden +sternen. E danne ich dir von disen siben sternen sage, so wil +ich von den[10] obresten sagen, daȥ du eȥ deste baȥ merkest. ob +disen siben sternen, von den ich dir sagende wirde, sint alle +sternen, unde alle sternen an dise siben heiȥent die steten +sternen oder die gesteten, wonde si gestetent sint in die witen, +die da heiȥit daȥ firmamentum[11], daȥ siu gelich balde gant mit +dem firmamentum allumbe die elementa. Von dem lande gant si her +uber, da die sunne uf gat, hine da diu sunne under gat, under +die erde hine. von disen steten sternen en wil ich nihtesniht +sagen iegnote, nuwan daȥ dise sternen unde ir firmamentum also +balde (294a.) umbe gant, daȥ siu soltent mit in[12] umbe ciehin +die vier elementen, also gehes, daȥ nihtes niht en solte noch en +mohte begruonen oder bekumen. da von so het si got beschaffen, +dise[13] siben sternen, daȥ die[14] fuoren sulent die welt unde +den obresten sternen widerstan sulent. Daȥ firmamentum gat umbe +von orient vil swinde zuo dem occident. aber da wider her dan +gant die planeten von occident zuo orient. Spreche danne ieman +„ich en weiȥ waȥ du seist. ich weiȥ wol, die sternen gant alle +zuo orient uf unde ze occident under,“ deȥ antwurte ich also. +die steten sternen[15] gant von dem oriente zuo dem occidente +naturliche. den ganc hant si. aber die planete hant zwene genge. +einen betwungenlichen hant si mit dem firmamente von oriente, +unde der ganc nimet obern hant.[16] der ander ganc ist der +(294b.) naturlich ganc den die planeten hant von occidente wider +daȥ firmamente. der ganc ist so verdruckit, daȥ er kume[17] +schinet. wonde aber nieman mich lihte noch niht verstat, so wil +ich ein bizeichen setzin. nim ein wurmel unde setze daȥ umbe ein +umbe gendes rat, daȥ eȥ crieche wider deȥ rades lof. so gat daȥ +wurmel für sich, unde wirfet daȥ rat umbe diȥ wurmelin hin wider +vil menic werbe, e dan eȥ gecrieche wider an daȥ zeichen[18] da +eȥ an huob. also wirfet daȥ firmamentum die planeten von oriente +zuo dem occidente aller tegelich umbe. der wider strebint die +planete, unde sument sich, daȥ siu niht also schiere under gant +also die steten sternen. daȥ ander bizeichen ist. die meister +sprechint, unde ist och war: so diu creature ie liehter ist, +so dringet eȥ ie me hin uf, alse diu flamme. daȥ abir ie swerer +ist, daȥ duget so eȥ meist mac zuo (294c.) dem centrum, daȥ ist +zuo dem allir mittelsten puncten, der en mitten in dem +ertriche[19] stat. der heiȥit daȥ centrum, also der puncte der +en mitten in eime umbecreise ist, der heiȥit och der centrum, +als du kiesen[20] maht an dirre figuren: [Bild 2] nemest du +denne einen stein, unde wurfest in hohe uf, so heter zwene +genge, einen hin uf betwungenlichen, unde sinket doch +naturlichen, daȥ er drætecliche stiget. so er danne den +betwungenlichen ganc verlat, so vellet er swinde. also hant och +die planeten zwene genge. der erste planete heiȥit Saturnus, der +ander Jupiter, darnach Mars, unde danne die sunne, unde venus, +Mercurius unde der Mane. Jupiter unde venus sint geluckehaft, +Saturnus unde Mars ubil. aber die sunne unde der mane unde +mercurius sint etwenne guot, etwenne ubil. Saturnus ist kalt +unde durre, Jupiter heiȥ unde fiuhte, Mars unde (294d.) die +sunne heiȥ unde durre, der mane unde venus fiuhte unde calt. +Mercurius het mittelmæsige nature. unde het ie einer witern ganc +danne der ander. daȥ mahtu[21] allis kiesen ander figuren die +hie nach gat.[22] + + [Bild 3: Dise figura betiutet die welt wenne die elementen + und die himmele die hie getecket sint daz heizet ah die + welt. Der mazse iutet hundert iur und heizzet ouch diu welt. + Primus motus oder primum mobile deist er himel der oberest + der da umbe gat. / daz firmamentum / Saturnus / Jupiter / + Mars / Sol / Venus / Mercurius / der mane / daz fiur / der + luft / daz wassir / die erde] + +Kiut es[23] in tiuschen gelich, in latine heiȥit diu erste welt +mundus, diu ander welt seculum. In dem aller oberesten himel da +ist ewekeit, da got ist ob dem primum Mobile. aber hie ist zit, +zergenclikeit. Sit daȥ ich danne von der zit[24] geret ein wenic +habe, so wil (295a.) ich von der zit furbaȥ sagen. da von +wissest daȥ wir der zit niht me hant denne ein vil cleines +stundel, daȥ du eȥ kume maht vor[25] cleine merken. unde die für +gevarne[26] zit en ist niht ein[27] zit. die kunftige zit ist +niht ein zit. unde diȥ stundel en ist och niht[28] ein zit. eȥ +ist nuwen ein angenge der zite, als ein punctel einer linien +anegenge ist, unde ist doch niht ein linige. also ist eȥ umbe +diȥ stundel[29], Unde en ist niht ein zit. da von sprach der +wise man sant augustinus „wir sin in der zit, wir reden von der +zit. waȥ abir diu zit sie, des[30] vermisse wir genzliche. unde +geschiht der zit, als der ein linigen machen[31] wil mit einer +nadeln durch win in eime napfe. daz gestrichene en[32] ist niht. +daȥ du solt strichen en ist niht. unde belibet dir nuwen ein +punctel. der abir dich fraget waȥ danne diu zit sie, so sprich: +die zit ist ein twale an der (295b.) die zergenclichen dinc +beweget werdent.“ Ein naturliche dac, den die romer zuo mitter +naht an hebent,[33] wonde got wart ze mitter naht geborn, der +gat ze mitter naht uȥ. der het[34] vier unde zwenzic stunden, +die liute teilent in in ein naht unde in einen tac. die naht daȥ +ist der erden schetewe, die von der sunnen gant. Aber ein +meister, heiȥit aristotiles, der sprichet von dem tage, der da +deȥ naturlichen tages teil ist, unde sprichet sin wort zuo +latine also: „dies est lacio solis super terram.“ Der tac, +sprichet er, ist der sunnen ufganc ubir die erde. diu erste +stunde deȥ sunnentages, an der richȥet der planete die sunne. da +von heiȥit eȥ sunnentac. der ersten stunden deȥ mentages richȥet +der mane. da von heiȥit er mendag. an der ersten stunden deȥ +cistages richȥet Mars. da von heiȥit er martis tac. an der +ersten stunden der mitwochen so richȥet Mercurius. (295c.) An +der ersten stunden deȥ dunrestages richȥet Jupiter. An der[35] +ersten stunden deȥ fritages richȥet venus, daȥ betiutet eine +minnegotin. An der ersten stunden deȥ samȥtages richȥet +Saturnus. nach disen planeten hant die heiden ir tage in der +wochin genant, unde zellent siu also nach einander: Dies solis, +Dies lune, Dies martis, Dies mercurij, Dies iovis, Dies veneris, +Dies Saturni. Nu weistu wol iegliches tages waȥ planeten an der +ersten stunden richȥet. an der anderen stunden richȥent ie die +anderen. an der[36] dritten richȥent die dritten, die ie darnach +gant. als an dem samȥtage. der ersten stunden richȥet Saturnus, +an der andern Jupiter, an der dritten Mars, an der vierden sol, +an der fiunften venus, an der sehȥten Mercurius, an der sibenden +luna, an der ahten saturnus. also aber an unde uȥ, bis der tac +hine kume. unde tuo dem andern (295d.) als dem ersten, so weist +du alle stunden waȥ planeten denne richȥit. deȥ wartent die +wisen, so siu drenker gent[37] oder so siu laȥent. so wartent si +weder der stunden planeta übel oder guot si. aber die iuden +virent den samȥtage, unde heiȥit sabbatum zuo latin, unde nach +der iuden wisheit der sunnendag in latine prima sabbati, der +mendac secunda sabbati, Danach tercia sabbati, unde denne quarta +sabbati, quinta sabbati unde sexta sabbati. Aber die cristen die +sprechint dem sunnentage, den siu da virent, Dominica dies, daȥ +ist in tiuschen unsers herren tac. dem selben sprechint si och +prima feria, daȥ kit der erste dag. dem mentage sprechint siu +secunda feria, unde danne tercia feria, quarta feria, quinta +feria, sexta feria, unde danne sabbatum. dem tage[38] sprechen +wir als die iuden. wande sabbatum betutet ruowe. deȥ tages +ruowete got (296a.) von alleme dem werke daȥ er worhte, unde +ruowete och in dem grabe deȥ selbin tages nach der marter. der +denne fragte „warumbe en began wir niht ander vire, unde die +woche an ze vahinne den samȥtag als die iuden?“ dar zuo soltu +antwurten daȥ wir daȥ von der meisterschaft gottes hant. wan er +wart deȥ sunnentages geborn, deȥ selbin tages erstuont er, unde +sant sine gabe deȥ heiligen[39] geistes sinen[40] iungern an dem +selben tage. Daȥ iar teilent die liute in zwei, in den winter +unde in den sumer. abir die meister teilent eȥ in vier teil. +In den winter. der vat an sant clementen tac an. ein meister, +heiȥit numma pompeius, der vahet daȥ iar an in dem winter, so +die sunne in dem zeichen loufet daȥ da heiȥit capricornus. wan +so ist die sunne aller verrest von uns, unde beginnet uns nahen. +so ist eȥ och sol-(296b.)sticium hyemale, daȥ winterlich +solsticium. solsticium daȥ ist, so die sunne als verre ist, daȥ +si niht verrer mac, oder so nahe, daȥ si niht naher en mac. so +ist die sunne aller verrest, unde ist die zit kalt unde fiuhte. +so suln wir umbe keren die gewonheit unsers lebins, unde sulint +spulgen warmer spise. Daz ander teil heiȥit der lenze. daȥ vahit +an sant peters tag ane. Ein meister, heiȥit Romelus, der vahet +daȥ iar ane in dem lenzen, so die sunne loufet in dem zeichen +daȥ da heiȥit aries. wan so blugent elliu dinc. so ist eȥ och +equinoccium[41] vernale. zuo merzen so ist der lenzeliche +equinoccium. Equinoccium daȥ ist, so diu naht unde der tac +gelich lanc sint. daȥ iar gat zuo merzen von rehte an, nach der +heiligen schrift. wan diu welt wart gemaht xv^o. kal. aprilis. +unde me. unser herre gebiutet an eime buoche, heiȥit exodus, in +dem zwelften[42] capitele von dem (296c.) merzen unde sprichit +„Mensis iste primus erit vobis in mensibus.“ daȥ ist: dirre +manat sie iuch der erste under den manoden. so ist diu zit warm +unde fiuhte. so ist geismilch gesunt. so ist och decheine[43] +zit besser ze[44] laȥen, ze badenne unde zuo allem deme, daȥ den +lip reinet. Daȥ dritte teil heiȥit der sumer. der vahet an[45] +an sant urbans tag. ein lant, heiȥit arabia, deȥ landes liute +vahent daȥ iar an in dem sumer, so die sunne loufet an dem +zeichen daȥ da heiȥit cancer. die selbin geloubint daȥ die sunne +wurde gemaht an dem zeichen daȥ da heiȥet leo. so aber in cancro +diu sunne loufet, so ist eȥ solsticium estivale, daȥ sumerliche +solsticium, so uns die sunne aller nahest ist. so ist diu zit +warm unde durre. so sol man sich huoten vor allen heiȥin spisen +unde derrender unde vor zuo vil essenne, daȥ eime menschen sin +naturliche hizze iut cerga. so (296d.) sol man essen swaȥ kule +unde fuihte si. so sol man sich huoten vor unkiuschekeit unde +vor allem lasenne so man meiste mac. daȥ ist dem libe guot. unde +man sol kaltiu beder meȥeclich uben. Daȥ vierde teil deȥ iares +heiȥit der herbest, der[46] an vahet an sant Bartholomeus tag. +Etliche meistere unde die iuden vahent daȥ iar an in dem +herbest, so die sunne lofet in libra. unde so ist equinoccium +autumpnale, daȥ winterliche equinoccium. so sint tac unde naht +gelich lanc. so vahent siu daȥ iar an. wan der herbest ist ein +fruhtber zit. also daȥ iar denne ist beroubet von den alten +fruhten, unde die nuwen fruhte denne ane gant, also gat ein alt +iar us, ein nuwes an. so ist diu zit kalt unde durre. so sol man +bruchen die spise die warm unde fiuhter naturen sien, als iunge +huonre unde lemberin fleisch unde edil druben unde lutern virnen +win. unde sol man sich (297a.) huoten vor unkiuscheit mit +wiben[47]. deȥ herzen frode unde friheit ane bœse geluste ist +dem libe gar gesunt. zorn, sorge unde widermuote swendet die +craft unde den lip, unde dracheit. da von sol man die dracheit +vertriben. unde so man morgens von dem slafe gat, so sol man[48] +die arme gelich dennen, unde daȥ houbit strelen, unde ogen, den +munt unde die zene unde hende weschen dur suverheit unde dur +roscheit. so man denne essen sol, so sol man vor den[49] lip +muogen ein wenic mit etlicher arbeit. wan daȥ machet den lip +rosch unde liht, unde erhitzit den magen wol ze dowenne. ein +ieglich mensche enziehe sich trinkennes so eȥ meiste mac, aller +meiste kaltes waȥȥers uf daȥ essen. wan eȥ erkeltet den magen, +unde wan eȥ ierret den lip unde die spise. So man danne gisset +ze inbisse, so sol man uf senften betten ein wile slafen (297b.) +uf der rehten siten, unde darnach[50] sol man den slaf +vollebringen uf der lingen siten. unde danach en sol man nit +zestunt essen, biȥ der mage itel werde. daȥ sol man kiesen bi +der dunneda der speicholter unde bi der gerunge deȥ magen. wanne +swer in umbederbe iȥȥet[51] unde ane begerunge[52], so en vindet +diu spise niht deȥ magen naturliche wermede. da von kumit +ungesuntheit. Swer aber erbeitet rehter zit, biȥ daȥ er +begerunge gewinnet zessenne, der sol alzestunt essen. anders der +mage wirt zehant vol boser fuhtekeit, die der[53] mage samenot +von der ungesuntheit deȥ libes. unde der bœse toum[54] der +betrubet die hirne. unde der danach och isset, so ist die spise +alse si erschrecket sie, unde en git niht craft dem libe. diſe +lere wiset aristotiles. unde och dise, daȥ du wissest daȥ die +durrecheit unde keltene die vehtent wider die nature. (297c.) +die selben zwei die sint ein anegenge deȥ todeȥ. den soltu +widerstan. als ich geseit habe, so behalt die naturliche wermede +so du meist maht. warme spise ist gesunt unde die suoȥe. Aber da +wider so derret unde swechit den lip luzil essen unde vil +trinken unde vaste arbeiten unde vil wallen oder gan unde der +sunnen[55] schin, vor essenne slafen, oder uf herten betten +ligen, unde daȥ man bade in den[56] badern die mit listen gemaht +sint, daȥ siu selber warment. gesalzene spise oder durre spise +oder calte unde alten win unde dicke lasen die sint schedelich. +Nu weistu wol wie man daȥ iar in vier teile teilet. Nu wissist +daȥ wir da mitte vier frone vasten hant, wonde daȥ mensche uȥer +vier elementen gemachet[57] ist, daȥ eȥ allen sinen lip +verzehene gotte. Eine frone vaste ist die mittewoche nach sante +Lucien dage. die (297d.) ander ist die mittewoche nah dem +schurtage in der vasten. die dritte ist diu mittewoche nach deȥ +heiligen geistes dage, daȥ ist in der pfingestwuchen. die vierde +unde die hinderste frone vaste ist die mitwoche indem herbeste +nach deȥ heiligen cruces tage. Der babst het gebotten ze +vastenne den abent sant Peters, sancti andree, sancti symonis, +sancti pauli, Sancti iude, sancti Mathei. ist abir dirre +heiligen abent ein sunnentage, so sol man den samstag vasten. +also sol man anderen zwelfbotten abenden och tuon, eȥ si danne +ein sunnentac[58], durch etliches landes redeliche gewonheit, +Ane sancti iohannis ewangelisten abint, wonde er zuo hant nach +dem frolichen wichen naht tage gat, unde ane sancti philipes +unde[59] sancti iacobes abent an dem[60] ersten abent vor dem +meigetage. wande ez ist danne[61] ein (298a.) zit der +frouden.[62] Noch danne sint sehȥ hochzit der abint man vasten +sol. Wihe naht, Pfingsten, Sunegiht, Laurenti, unser frowen +messe der erren, unde och sant Markes tac. als[63] daȥ iar in +vier zit geteilet ist, also teilent och die arzate den +naturlichen tac, der vier unde zwenzic stunden het, in vier +teil, unde iegliches het sehȥ stunde. daȥ erste daȥ ist die +mittenaht. darzuo horint drie stunden die der vor sint unde drie +dar nach, unde sint fiuhte unde kalt. daȥ ander teil daȥ ist der +sunnen ufganc. darzuo horint drie stunden dervor unde drie +dernach, unde sint warm unde fiuhte. das dritte teil ist der +mittetac. darzuo horint drie stunden der vor unde dernach drie, +unde sint warm unde durre. daȥ vierde ist der sunnen underganc. +darzuo horint drie stunden die dervor sint unde drie dernach, +unde sint kalt unde (298b.) durre. daȥ mahtu kiesin an dirre +figuren, die da betiutet den[64] naturlichen tag der an der +mitten naht ane gat unde zuo mitter naht uȥ als ein umbecreis. +[Bild 4: occidens oriens] also vahent die romer den naturlichen +tac an. also teilit man deȥ menschen lebtage in vier. daȥ erste +ist die kintheit, iugent, manheit unde daȥ alter. also sint och +vier winde, unde het ieglicher zwene anhenge oder zwene knehte. +der erste heiȥit Boreas. der weget von septentrione[65], daȥ ist +von deȥ Herwagenes gerihte[66], daȥ ist von der mitter naht. +der ander heiȥit eurus, bisa oder nider wint, unde weget von +oriente. der dritte heizit Auster, waȥȥirwint, von dem mittem +tage. der vierde heiȥit waltwint oder aberer wint, zephirus, von +occidente. (298c.) [Bild 5] dise winde unde ir anhengende winde +maht du kiesin an dirre figuren.[67] wande danne diu zit nach +dem manen unde der sunnen underscheiden[68] ist, da von wil ich +sagen etwaȥ von in, e danne ich iut me von der zit sage. Nu +wissest daȥ etliche meistere sprechint daȥ alle sternen irn +schin enpfahent von der sunnen. so sprechint andere, dekein[69] +sterne wan der mane enpfahit den schin von der sunnen. also +enloikenet nieman daȥ der mane enpfahet sin licht von der +sunnen. wonde denne der mane vil niderer ist, unde wonde er sich +och hinderet[70], so kumet er etwenne under die sunnen unde +bedeckit si uns, daȥ uns (298d.) dunkit, si sie erlöschin. unde +der gebreste der sunnen heisset eclipsis solis, daȥ ist ein +gebreste der sunnen. alse du[71] kiesen maht an dirre +figuren.[72] [Bild 6: die sunne / der Mane / die erde] unde +wissest daȥ man[73] in dem eclipsim niut ensiht in allem lande. +der selbe eclipsis enwiderfert nuwan[74] so der mane enzundet +wirt. so sich der mane gehindert so verre, daȥ er die rihte +gegen[75] der sunne ist gestellet, daȥ die erde der +enzwischen[76] ist, so schinet diu sunne uf daȥ ertriche, unde +deȥ ertriches schatewe driffet an den manen, daȥ er swarz +wirdet. der gebreste heiȥit eclipsis lune, daȥ ist ein gebreste +deȥ manen, unde ist werlicher[77] ein breste deȥ maneschines +denne der breste der[78] der sunne widervert. wenne die sunne +verleschit niht. so verleschit der mane. deȥ manen (299a.) +bresten kiesint elliu lant wol. unde der eclipsis en widervert +niemer, nuwen so der mane volschinec[79] unde vierzehennehtic +ist, als du hie kusest. da von waȥ es wider die nature unde ein +wunderlich gottes zeichin, daȥ die sunne, die eclipsin niht en +het, nuwan so der mane enzundet wirt,[80] [Bild 7: die sunne / +die erde / der mane] als ich da vor geseit habe, daȥ die sunne, +sprich ich, do got martert wart, eclipsim hete, swie so der mane +ioch do volschinec[81] waȥ. da von liset man von eime wisen +heiden; der waȥ in criechen landen von einer stat, heiȥit +athene, da warent houbtschuolen, der wise man hieȥ diosius; do +der den wunderlichen gebresten ersach, do sprach er „aut deus +nature patitur, aut mundi machina dissolvetur,“ daz ist: +antweder got[82] der naturen lidet not, oder (299b.) der welte +stift oder machunge sol zerstorit werden. Ein meister, heiȥit +Martianus, der wil, eȥ en sie danne eclipsis lune, daȥ der mane +elliu zit volschinic sie, swie ioch wise liute sprechint daȥ der +mane gebrestenlich lieht habe von eime manade an den anderen. +unde sprichet denne ieman „wie mac dirre meister danne war +gehaben, sit man wol sihet daȥ der mane etwenne crumb ist, also +[Bild 8a], etwenne halb, also [Bild 8b], etwenne vol, also +[Bild 8c]“, deȥ entwurt ich dir. Der mane ist alle zit halb +lieht, halb vinster. wonde denne der mane niderer ist denne die +sunne, so er denne enzundet wirt unde bi der sunnen gat, so ist +er obene lieht unde unden vinster. so er denne hinebaȥ kumet von +der sunnen, so sehen wir nuwan den halben schin. so er denne +aller verrest cumet, so sehen wir den vollen schin, unde ist +andert-(299c.)halb vinster. also ist der mane an dem teile +volles lichtes[83], daȥ gein der sunnen ist gerihtet, unde an +dem andern teile ist er vinster. unde so der mane uns niht +enschinet, so er enzundet wirt, so sprichit man im coniunctio. +unde die namen het der mane nah einander, also du kiesen maht +an dirre figuren.[84] [Bild 9: Moneydes Diadomos Anphitrites +Panphilimios Diatomos Moneydes // die sunne / coniunctio] +[85]tusent iar heiȥent ewen, daȥ ist ein alter. hundert iar +heissent seculum, daȥ ist ein welt, vunfzehen[86] heissent +indictio. daȥ hant die romer gemaht, do si vor so gewaltic +warent, daȥ siu herschetent vil bi uber alle riche, do mahtent +siu in diu lant cinshaft alle iar. wonde eȥ denne kumberlich waȥ +alle[87] iar zuo rome varn zins antwurten, da von gebutent siu +den von verren landen daȥ si so vunf iar (299d.) uȥ giengent +golt ze cinse brahtent, zeime zeichen daȥ siu heren werent. Abir +nach fiunf iaren, daȥ si[88] brahtent silber, daȥ man der mitte +soldener bereite, soldener daȥ sint die da vehtent umbe solt, +daȥ ist lon. Aber danne nach fiunf iaren, daȥ siu brahtent +gesmide, daȥ man wafen da mitte wider gemahte. unde ie fiunf iar +heissent lustrum. so cam[89] der zins von allen landen in +dirre[90] indictione aller zuo samene. daȥ man danne niemer +vergesse[91] dirre zal, so hant die romer uf gesezzit[92] daȥ +dekein privilegium, daȥ ist hantvestene, frome were, man +enschribe danne under fiunfzehin iaren welhes iares der brief +wurde gegebin. unde die zal schriben wir och an drier hande[93] +briefen, an hantvestenen[94], an den briefen da mitte man +kirwihe beciuget[95], unde an den briefen die man schribet an +die groȥen osterliche kerzen. der dan-(300a.)ne gerne wuste +under disen fiunfzehin iaren in welheme iare wir ieze sint, +der tuo driu zuo den iaren von gottes geburte, wande got an dem +vierden iare geborn wart, unde teile danne die gottes iar zuo +fiunfzehinen. en belibet danne niht uber, so sin wir in dem +fiunfzehendesten iare. belibet aber danne uber, also menges so +danne uber belibet, in eime solichen sin wir. der ahte tac vor +dem octobri ist ein anegenge dirre fiunfzehin iare unde ein +ende. Nu wil ich dir sagen von der zit die man ahtet in eime +sundern iare. da wissest daȥ man drier[96] hande manoden war +nimet. die[97] ersten sint der sunnen manden, die andern sint +deȥ manen manden, die dritten der gewonheite manden. E danne ich +da von iht sage, so wil ich dir ein wenic kunden vor hin daȥ +guot darzuo ze wissenne ist. Der umbeganc (300b.) den alle +sternen hant umbe uns an dem himele heiȥit zodiacus.[98] dirre +zodiacus ist zerteilit in zwelfiu[99], unde ieglich zeichen ist +geteilit in driȥic stucke, unde ieglich stucke heiȥit ein +gradus, daȥ ist ein staffel. unde so du wellest wissen an +welheme zeichen unde in welheme gradu die sunne[100] sie, so +nime die zale der tage die da für sint gevarn in dem manden in +dem du eȥ besuochen wilt, unde tuo fiunfzehin darzuo. werdent +denne driȥic oder minre da, so ist och diu sunne in der staffeln +deȥ zeichens daȥ[101] zuo dem mande horit. driffet denne ubir +driȥic, so ist die sunne user dem zeichin. also menges danne +uberic ist, in einer solichen staffeln deȥ andern zeichenes ist +die sunne. Ein philosophus, ein vollecomen meister, sprichit +„die sunne ubermisset ein zeichen der zwelfer an eime ganzen +manode.“ (300c.) da neimet[102] er der sunnen manden. der sunnen +mande daȥ ist die zit, die wile die sunne an eime zeichen louft. +Ein zeichin heiȥit aries. daȥ betiutet einen wider. wan so ist +die sunne als ein wider hindene swach gegen[103] dem winter, +wonde si wenic durrekeite unde wermede het. Abir da vorne gegen +dem sumer ist si me creftic. daȥ halbe teil deȥ himels obne daȥ +wir da sehint, daȥ heiȥit hemisporium[104]. daȥ wir denne niht +ensehen, daȥ heiȥit och also. als hie: [Bild 10] wonde denne die +sunne, so si an dem ariete gat, von dem understen emisperio sich +gekeret hat zuo dem obersten, als ein wider, der in dem winter +als uf der lingen siten lac, der keret sich ze sumer uf die +rehte, unde och da von heiȥit diȥ zeichen aries, an dem die +sunne wart gemaht, als die cristenheit sprichet. abir anders +sprechint arabes. daȥ sint liute von eime (300d.) lande, daȥ +heiȥit arabia. die sprechint, die sunne wurde gemaht in leone. +§ Ein ander zeichin heiȥit taurus. wan die zit so diu sunne +loufet in tauro, so schinet der ohsen arbeit, unde als ein ohse +sterker ist danne ein wider, als ist die zit danne sterker danne +die erste an durre unde an wermede. § Ein ander zeichen heiȥit +gemini. wan so ist diu zit zwivaltic an wermede unde an durre. +§ Ein ander zeichen heiȥit Kanker. wan als der crebse hinder +sich[105] gat, als gat danne die sunne zuo dem understen +emisperio von irme hohsten gange, so ist solsticium estivale. +§ Ein ander zeichen heiȥit Leo. wan als daȥ tier gar heiȥir +naturen ist unde ubil, als ist die sunne denne gar heiȥ unde +durre, danne ist daȥ laȥen schade, wann danne die lute +versmahtent sint von hitzen unde von durrekeit. so sint huntlich +(301a.) tage. wan so gat die sunne bi eime sternen, der heiȥit +canis, wan er als reht ubil ist. § Ein ander zeichen heiȥȥet +virgo. danne ist diu zit unberhaft als ein maget. § Ein ander +zeichen heiȥet[106] libra. so sint tac unde naht als gelich +lanc, als der ein ding wege mit einer wagen. § Ein ander zeichen +heiȥȥit Scorpio. so ist diu zit ein wile minneclich unde danach +calt unde drureclich, als daȥ scorpio. daȥ leckit mit der zungen +unde stichet danne mit dem zagele. § Ein ander zeichen heiȥit +sagitarius. wan so schuzit der winter an uns sine freisen, +waȥgewittere, wint, regen, hagel, sne unde frost. § Ein ander +zeichen heiȥit capricornus. wan als der capricornus uf stiget +nach den loubirn, als stiget die sunne danne von dem understen +emisperio zuo dem obersten. so langent die tage, unde ist +(301b.) solsticium hyemale. § Ein ander zeichen heiȥit aquarius. +so ist der luft gar wasserehte unde fuhte. § Ein anders heiȥit +pisches. so ist die zit so gar wasserehte, daȥ man mohte +sprechin, elliu dinc swumment als vische. Och sprechint etlich +meistere daȥ dise zwelf zeichen also genant sint darumbe, wan +die sternen die in der selbin gegni sint, die sint gestalt nach +den tieren nach den si genant sint. Nu sol ich von deȥ manen +manden sagen. deȥ manen mande ist diu zit in der der mane wider +keren mac von der sunnen. so er enzündet wirt, so lat er die +sunne fur gan unde sumet sich, biȥ er wider zuo der sunnen +kumet. Also wider keret er von der sunnen wider zuo der sunnen +alle tac vier puncten. unde ie ein puncte ist ein zehinde +teil eines zeichins der zwelf zeichine. Einer hande zal, +he-(301c.)iȥit epacte, die leret welhes tages der mane enzundet +werde. die ist swere unde erdroȥȥenlich. da von vant uns der +keiser iulius, der waȥ an den sternen ein guot meister, der vant +ein besir zale. die heiȥit die guldin zal. Er wartete eines +iares welhes tages der mane enzundet wurde, unde schreib eines +dar. also tet er an allen den tagen da der mane ander wart, bis +daȥ iar uȥ kam. deȥ andern iares, so der mane enzundet wart, so +schreip er zwei. Deȥ dritten iares driu, unde also biȥ an das +niunzehende iar. do schreip er niunzehene. an dem zwenzicgosten +iare, wa dan eines geschriben waȥ, da wart ie der mane enzündet. +als gat diȥe rechenunge an dem einen an unde an nunzehenen uȥ. +Nu wil ich von dem gewonlichen manden sagen. der gewonlich mande +daȥ sint die tage die von den alten ziten unde nu geschriben +sint in unsern ka-(301d.)lendenern. da von wiȥȥet daȥ romelus +der meister waȥ der erste under den romeren der daȥ iar mit den +manden teilte. der mahte niht wan zehen manden, Unde sprach, eȥ +were ein iar. daȥ tet er darumbe, wan ein frouwe ein kint niht +langer treit dan zehin manden. unde in sinen ziten waȥ gewonlich +daȥ ein frowe nach ires mannes tode an ander man beleip uber +zehin manden. den ersten manden nante er marcium, wande sin +vater mars hieȥ. oder als die heidene gloubint[107], mars daȥ +ist ein stritgot. nach dem mac och dirre mande wol heiȥin. wan +die romschen kunge fuorent die zit an den strit, so siu urluge +hetent. Do nante romulus den anderen manden aprilem. den namen +gab er im von dem worte aperire. wan in der zit so tuont +sich[108] uf deȥ ertriches unde der boume pori. Do nante er den +dritten Mæien, nach dem worte[109] Ma-(302a.)iores. wan die +merren mahtent danne ir spil ze rome. Den vierden nande er +Junium. wan so hetent die iungen ir spil. Den fiunften nante er +Quintilem, nach dem worte quinque. Den sehsten sextilem, nach +dem worte sex. Der sibinde heiȥit september, von septem unde von +ymber, als der spreche „er ist der sibinde nach dem regenlichen +manden.“ daȥ ist der merze, ze gelicher wiȥ, heiȥit der ahte +mande october, von octo unde von ymber. Unde der niunde +november, von novem unde ymber. Der zehinde December, von decem +und ymber. Da nach kam ein meister, der heiȥet[110] numma +pompeius, der merrete daȥ iar mit zwein manden. daȥ waȥ +ianuarius unde Februarius. Nach der heiden geloube ianus daȥ ist +deȥ iares got. der het zwei houbet, daȥ er hindene unde vorne +gesehe. nach deme ist der ianuarius genant, wan der mande ist +(302b.) ein ende deȥ furgevarnen iares unde ein anegenge deȥ +kunftigen iares. er mac och heiȥen nach dem worte ianua. wan als +man zuo einer duren in gat, als gat man zuo disem[111], manden +in daz iar. nach der heidene geloube Februus daȥ ist der hellen +got. darnach ist[112] der februarius genant, wan die romer +warent noch do heidene unde begiengint[113] deȥ hellegotes +hogezit in dem februario. wie denne doch meister numma dem iare +zwelf manden gebe, doch mahte er eȥ ze kurz. wande die manden +warent manen manden. die engenuogten[114] niht der sunnen loufe. +da von kam ein andere, daȥ waȥ keiser iulius, der mahte den[115] +kalendener rehte unde irvollette den gebresten mit einlof dagen, +die tet er darzuo unde ein vierteil eines tages. da von het daȥ +iar driu hundert unde sehzic unde fiunf tage unde sehz stunden. +doch ubergreif (302c.) er mit eime zwelften teile einre stunden. +Dirre Julius teilte iglichem manden sine tage vil ordenlich, +er vienc an an dem mercen. dem gab er ein unde driȥic tage, dem +andern driȥic, unde also biȥ uȥ. dem geraden gap er gerade, dem +ungeraden gab er ungerade. do er do herumbe an den ianuarium +kam, dem solte er ein unde driȥic tage han gegebin, unde gebrast +im eines tages. den nam er dem februario unde ervollete den +ianuarium unde sprach „der Februarius kumit sime gebresten wol +nach, so eȥ schaltiar sint.“ wan er do keiser waȥ, do wart der +mande der vor quintilis hieȥ Julius genant. daȥ tatent im die +romer ze liebe, wan er in dem manden[116] geborn wart. ze +glicher wis tatent siu dem keiser augusto. der waȥ in dem +sextili geborn.[117] der mande wart augustus genant. aber keiser +augustus nidete daȥ (302d.) sin mande eines tages kurzir waȥ +danne iulius, unde nam einen tac uȥ dem Februario unde leite den +in sinen manden. do beleip der februarius mit eht unde zwenzic +dagen. wan do drie manden nah enander giengent der ieglicher ein +unde driȥic hete, der iulius, augustus unde september, da von +nam der keiser augustus einen tac uȥ dem septembri unde gab in +dem octobri, unde nam einen uȥ dem novembri unde gap in dem +decembri. also stant die manden noch bi unsern ziten. Danach +wissest daȥ ieglich mande drier hande tage het, daȥ sint +kalende, none unde Idus. kalende daȥ[118] ist als der spreche +colende. wan an dem ersten tage iegliches manden so uobtent siu +eine gotin, die hieȥ iuno. kalo daȥ sprichet ruofen. da von +kumet och wol calende. wan so rief ein butel vor hin etwie lange +(303a.) unde kunte den merkit[119] unde die hohgezit. kalo daȥ +ist guot. da von heiȥit eȥ och kalende, wan so hantgiftet ein +friunt dem andern in dem namen daȥ im[120] gelucke unde guot +davon volgete. Non daȥ ist niht. da von kumet none. wan kein got +enthilt niht die hohgezit iunonis in den tagen. oder none daȥ +ist als nove. wan die tage so fundent romer niuwe reht. nundine +daȥ sint mestage. wan do hie vor die mestage in disen tagen +warent, da von heiȥent dise tage none. § ydus daȥ kumet von eim +kriechschen worte ydos, daȥ ist ein teilunge. wan dise tage sint +vil bi der halbe mande, oder won[121] sich die mestage danne +schiedent. Nu soltu wissen, in ieglichem manden sint zwene ubile +tage. nach der heiden gelouben waȥ eȥ ubel, daȥ man an den tagen +kein werk an vienc, unde wer an (303b.) den tagen siech wart, +der starb oder genas kume. an den selben tagen plagete got daȥ +volk von egipto mit den groȥen slegen. och warent etlich +heidene, die opfirtent an disen tagen ir eigen menslich bluot +dem hellegote der da heiȥit pluto. da von wart eȥ verbotten, daȥ +nieman laȥin solte an disen tagen, daȥ man iht arcwane daȥ man +menslich bluot opfere dem duvele. § Sant Augustinus verbiutet +daȥ man iht bluot opfere plutoni noch hohgezit began iunon an +den kalendis. Der irkennen welle in ieglichem manden weles sint +verworfene tage, unde wele stunde schedelich ist an den selben +tagen, der lerne an disen versen. Armis gunfe dei calatos +adamare dabatur. Lixa memor conflans gelidos limpfantia quosdam. +Omne lumen aaron bagis consortia laudat. Thielinkat ei coequata +gracia lim (303c.) liphradus. ie zwei wort horint an einen +manden. Daȥ erste zalet obne her abe, daȥ ander zalet undene uf. +der erste buochstabe an der ersten sillaben bezeichint wel tage +verworfen si. wan als verre der buochstabe stat in dem a b c, +also mengen tac stat der tac in dem kalendario. ze gelicher wis +bezeichenet der erste buochstabe an der andern sillaben wel +stunde in dem selben tage verworfen si. Nu han ich geseit von +der zit die man geschriben mac unde stete ist. nu wil ich sagen +von der[122] bewegelichen zit die man ahtet bi dem loufe deȥ +manen unde het keine stat in dem kalendario. unde der zite sint +fiunfe, septuagesima, quadragesima, pascha, rogationes, +pentecoste. wie aber der adventus bewegelich si, so en +horit[123] er doch niht zuo disen. wan man ahtet sin niht nach +dem manen. die dage die da heiȥent (303d.) septuagesima, mit +den[124] begat man die sibinzic iar in den die kint von israhel +warent gevangen ze babilonie. quadragesima, mit den begat man +die vierzic tage die Moyses vastete unde enpfienc die zehin +gebot von unsirme herren. Helyas vastete och vierzic tage unde +wart gezuckit an ein heinlich clare stat. och vastete unser +herre ihesus cristus selb vierzic tage unde uberwant deȥ tievils +bekorunge. wan dan alle gotes getat uns ein lere ist unde ein +wec, wir suln[125] och vierzic tage vasten, unde sulent gote +unser lebin zehinden, als wir och unser guot zehinden. +den osteren sprechint die iuden pascha unde die criechen +phase. phase daȥ ist in latine transitus. wan unser herre +ihesus cristus do uber fuor von der dotlicheit zuo der +untotlicheit[126], danne suln wir uber varen von den sunden zuo +den (304a.) tugenden, daȥ wir von disim lebinne mugent komen zuo +dem ewigen lebinne. AMen. Die zit so man mit den crucen get, die +tage heiȥent rogationes, von dem worte rogare. wan diu heilic +cristenheit manet uns daȥ wir betent unde vastent unde mit den +crucen gant, niht alleine fur die wolfe die dem libe schadent, +me halt fur die wolfe die der sele schadent. Pentecosten daȥ +kumet von dem crieschin worte pente, daȥ ist fiunfe, unde coste, +daȥ ist zehene, als der spreche „fiunf werbe zehine.“ also menic +dag ist och von ostern biȥ pfingsten. unde die zit begat die +cristenheit, wan die e Moysi wart gegebin uf dem lihten berge, +unde unsers[127] herren iungern enpfiengent den heiligen geist. +Nu han ich geseit von den ziten die man ahtet nach dem manen. Nu +wissest daȥ der sunnentac (304b.) der da stat nach dem fiunften +tage vor dem Decembri unde vor dem dritten tage hin in Decembri, +der sunnentac ist ein anegenge deȥ adventus, daȥ uns kunftic ist +der tac an dem got geborn wart, deȥ die wissagen vor lange +begeret hettent. + +Finis adest operis. mercedem posco[128] laboris. + + + [Anmerkungen: + + 1: In der Handschrift _elemente_ + 2. Zweimal _de_ + 3. _azzate_ + 4. _zahet_ + 5. _fiuhte. der_] _fúhter_ + 6. _daȥ_ fehlt. + 7. Bis hieher wechseln rothe und blaue Anfangsbuchstaben + der Absätze. + 8. _der sibinder_ + 9. _mensche_ + 10. _dem_ + 11. _firmentum_ + 12. _im_ + 13. _disen_ + 14. _de siv die_ + 15. _sternent_ + 16. _halb_ + 17. _kvmume_ + 18. _zeichein_ oder _zeichem_ + 19. _etriche_ + 20. _dú kien_ + 21. _maht_ + 22. Die Kreise mit blauer, die Worte ausserhalb mit rother Farbe. + [[Bild 3]] + 23. _Kútes_ + 24. Dahinter als Merkzeichen ein durchkreuzter Kreis mit einem + Punkt in jedem Viertel. Vgl. 298c. 299c. [[Anm. 67, 85]] + 25. _volle_ + 26. _gevarne_ am Rande nachgetragen. + 27. _ein_ nachgetragen. + 28. _niht_ am Rande nachgetragen. + 29. _studel_ + 30. _dc_ + 31. _mache_ + 32. _ein_ + 33. Dahinter noch _der gat_ + 34. _bi_ + 35. _And’ der_ + 36. _andē_ + 37. Aus _drekengen_ gebessert. + 38. _ta- tage_ + 39. _heilige_ + 40. _sine_ + 41. _equiuocciū_; nachher _equiuociū_ + 42. _zwelten_ + 43. _den cheine_ + 44. _ze_ fehlt. + 45. _nahet_ ohne _an_. + 46. _dem_ + 47. Dahinter fast eine ganze Zeile unlesbar ausgeschabt. + 48. _man_ fehlt. + 49. _dē_ gebessert aus _hindē_ + 50. Dahinter noch _vf der lingen siten_ + 51. _vmbe der beizzet_ + 52. _begegerunge_ + 53. _die der_ zweimal. + 54. _lŏm_ + 55. _sunē_ + 56. _dem_ + 57. _gemahet_ + 58. _sunnentac_ fehlt. + 59. _vn ane_ + 60. _den_ + 61. _dannē_ + 62. Dahinter noch _danne_. + 63. _alles_ + 64. _betútetet_; _den_ fehlt. + 65. _septetrione_ + 66. _wegenes gerihte._ _H’._ + 67. Dahinter ein durchkreuzter und punktierter Kreis wie 294d. + [[Anm. 24]] + 68. _vn scheiden_ + 69. _den keī_ + 70. _hinderer_ + 71. _dú_ + 72. Das Bild der Sonne roth. [[Bild 6]] + 73. _man_ fehlt. + 74. _niemer_ + 75. _gengen_ + 76. _entwichen_ + 77. _werlichen_ + 78. _den_ + 79. _vol schinmet_ + 80. Sonne und Mond in nachstehendem Bilde roth gemalt. [[Bild 7]] + 81. _vol schinet_ + 82. _got_ zweimal. + 83. _lieht’es_ + 84. Die Mondbilder halb roth, halb schwarz; die Sonne roth. + [[Bild 9]] + 85. Am Rande das Merkzeichen wie 294d. 298c. [[Anm. 24, 67]] + 86. _wufzehē_ + 87. _allē_ + 88. _daȥ si_] _dez_ + 89. _cum_ + 90. _indirre_ zweimal. + 91. _nīe ein v’gessin_ + 92. Zweimal _vf gezzit_ + 93. _handē_ + 94. _hant vestene_ + 95. _betrúget_ + 96. _drie_ + 97. _dc die_; _c_ von späterer Hand. + 98. _sodiacg zodiacg_ + 99. _in zwelfú_ _īzwelfvi_ + 100. _svnnē_ + 101. _da_ + 102. _nemet_ + 103. _gegegen_ + 104. _hemispiriū_ + 105. _si_ + 106. _heiȥet_ fehlt; _zeichen_ aus _heizhen_ gebessert. + 107. _glŏbit_ + 108. _sich_ fehlt. + 109. _worete_ + 110. _hiezet_ + 111. _disen_ + 112. _ist_ fehlt. + 113. _begegint_ + 114. _hegenvotēt_ + 115. _der_ + 116. _mandem_ + 117. _genant_ + 118. _Idus kalende. Dc_ + 119. _merkint_ + 120. _in_ + 121. _von_. + 122. _der_ fehlt. + 123. _horint_ + 124. _dem_ + 125. _wan súl_ + 126. _vntolicheit_ + 127. _vnser_ + 128. _pasco_] + + * * * * * + * * * * + + [Bilder: + + 1 (293a): Kreis in drei Teile: Osten (»asya«), NW (Europa), + SW (»affrica«) + 2 (294c): Kreis mit mittelpunkt + 3 (294d): Konzentrische Kreise, siehe Text + 4 (298b): Kreis in 8 Teile + 5 (298c): Nord: Affricus / Notus / Auster / Meridies + Ost: subsolanus / vulturus / eurus / oriens + Süd: Tricius / Aquilo / Boreas / Septentrio + West: Chorus / Favorius / Zephirus / occidens + 6 (298d): Verdunkelung: »der Mane« zwischen »die sunne« und + »die erde« + 7 (299a): Mondfinsternis: »die erde« zwischen »der mane« und + »die sunne« + 8a (299b): Halbmond [»crumb«] + 8b: schwartzer Halbmond + 8c: schwartzer Kreis + 9 (299c): Mondphasen: die sunne / coniunctio // Moneydes / + Diadomos / Anphitrites / Panphilimios / Diatomos / Moneydes + 10 (300c): Blumenform] + + * * * * * + * * * * + +Druckfehler und Unregelmässigkeiten: + + (295b.) die liute teilent in in ein naht unde in einen tac + [d.h., »einteilen« + in] + (297b.) diſe lere wiset aristotiles. + [langes »s« im Original] + (298d.) + (299a.) [Punkte fehlen] + + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various + +*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE *** + +***** This file should be named 29436-0.txt or 29436-0.zip ***** +This and all associated files of various formats will be found in: + http://www.gutenberg.org/2/9/4/3/29436/ + +Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and +the Online Distributed Proofreading Team at +http://www.pgdp.net + + +Updated editions will replace the previous one--the old editions +will be renamed. + +Creating the works from public domain print editions means that no +one owns a United States copyright in these works, so the Foundation +(and you!) can copy and distribute it in the United States without +permission and without paying copyright royalties. Special rules, +set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to +copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to +protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project +Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you +charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you +do not charge anything for copies of this eBook, complying with the +rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose +such as creation of derivative works, reports, performances and +research. They may be modified and printed and given away--you may do +practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is +subject to the trademark license, especially commercial +redistribution. + + + +*** START: FULL LICENSE *** + +THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE +PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK + +To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free +distribution of electronic works, by using or distributing this work +(or any other work associated in any way with the phrase "Project +Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project +Gutenberg-tm License (available with this file or online at +http://gutenberg.org/license). + + +Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm +electronic works + +1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm +electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to +and accept all the terms of this license and intellectual property +(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all +the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy +all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession. +If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project +Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the +terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or +entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8. + +1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be +used on or associated in any way with an electronic work by people who +agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few +things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works +even without complying with the full terms of this agreement. See +paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project +Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement +and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic +works. See paragraph 1.E below. + +1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" +or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project +Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the +collection are in the public domain in the United States. If an +individual work is in the public domain in the United States and you are +located in the United States, we do not claim a right to prevent you from +copying, distributing, performing, displaying or creating derivative +works based on the work as long as all references to Project Gutenberg +are removed. Of course, we hope that you will support the Project +Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by +freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of +this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with +the work. You can easily comply with the terms of this agreement by +keeping this work in the same format with its attached full Project +Gutenberg-tm License when you share it without charge with others. + +1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern +what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in +a constant state of change. If you are outside the United States, check +the laws of your country in addition to the terms of this agreement +before downloading, copying, displaying, performing, distributing or +creating derivative works based on this work or any other Project +Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning +the copyright status of any work in any country outside the United +States. + +1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: + +1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate +access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently +whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the +phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project +Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, +copied or distributed: + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + +1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived +from the public domain (does not contain a notice indicating that it is +posted with permission of the copyright holder), the work can be copied +and distributed to anyone in the United States without paying any fees +or charges. If you are redistributing or providing access to a work +with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the +work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 +through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the +Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or +1.E.9. + +1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted +with the permission of the copyright holder, your use and distribution +must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional +terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked +to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the +permission of the copyright holder found at the beginning of this work. + +1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm +License terms from this work, or any files containing a part of this +work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. + +1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this +electronic work, or any part of this electronic work, without +prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with +active links or immediate access to the full terms of the Project +Gutenberg-tm License. + +1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, +compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any +word processing or hypertext form. However, if you provide access to or +distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than +"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version +posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org), +you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a +copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon +request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other +form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm +License as specified in paragraph 1.E.1. + +1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, +performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works +unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. + +1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing +access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided +that + +- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from + the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method + you already use to calculate your applicable taxes. The fee is + owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he + has agreed to donate royalties under this paragraph to the + Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments + must be paid within 60 days following each date on which you + prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax + returns. Royalty payments should be clearly marked as such and + sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the + address specified in Section 4, "Information about donations to + the Project Gutenberg Literary Archive Foundation." + +- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies + you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he + does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm + License. You must require such a user to return or + destroy all copies of the works possessed in a physical medium + and discontinue all use of and all access to other copies of + Project Gutenberg-tm works. + +- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any + money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the + electronic work is discovered and reported to you within 90 days + of receipt of the work. + +- You comply with all other terms of this agreement for free + distribution of Project Gutenberg-tm works. + +1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm +electronic work or group of works on different terms than are set +forth in this agreement, you must obtain permission in writing from +both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael +Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the +Foundation as set forth in Section 3 below. + +1.F. + +1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable +effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread +public domain works in creating the Project Gutenberg-tm +collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic +works, and the medium on which they may be stored, may contain +"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or +corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual +property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a +computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by +your equipment. + +1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right +of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project +Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project +Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project +Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all +liability to you for damages, costs and expenses, including legal +fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT +LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE +PROVIDED IN PARAGRAPH F3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE +TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE +LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR +INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH +DAMAGE. + +1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a +defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can +receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a +written explanation to the person you received the work from. If you +received the work on a physical medium, you must return the medium with +your written explanation. The person or entity that provided you with +the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a +refund. If you received the work electronically, the person or entity +providing it to you may choose to give you a second opportunity to +receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy +is also defective, you may demand a refund in writing without further +opportunities to fix the problem. + +1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth +in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER +WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO +WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. + +1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied +warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. +If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the +law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be +interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by +the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any +provision of this agreement shall not void the remaining provisions. + +1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the +trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone +providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance +with this agreement, and any volunteers associated with the production, +promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, +harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, +that arise directly or indirectly from any of the following which you do +or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm +work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any +Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause. + + +Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm + +Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of +electronic works in formats readable by the widest variety of computers +including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists +because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from +people in all walks of life. + +Volunteers and financial support to provide volunteers with the +assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's +goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will +remain freely available for generations to come. In 2001, the Project +Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure +and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. +To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation +and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 +and the Foundation web page at http://www.pglaf.org. + + +Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive +Foundation + +The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit +501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the +state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal +Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification +number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at +http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent +permitted by U.S. federal laws and your state's laws. + +The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. +Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered +throughout numerous locations. Its business office is located at +809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email +business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact +information can be found at the Foundation's web site and official +page at http://pglaf.org + +For additional contact information: + Dr. Gregory B. Newby + Chief Executive and Director + gbnewby@pglaf.org + + +Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation + +Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide +spread public support and donations to carry out its mission of +increasing the number of public domain and licensed works that can be +freely distributed in machine readable form accessible by the widest +array of equipment including outdated equipment. Many small donations +($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt +status with the IRS. + +The Foundation is committed to complying with the laws regulating +charities and charitable donations in all 50 states of the United +States. Compliance requirements are not uniform and it takes a +considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up +with these requirements. We do not solicit donations in locations +where we have not received written confirmation of compliance. To +SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any +particular state visit http://pglaf.org + +While we cannot and do not solicit contributions from states where we +have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition +against accepting unsolicited donations from donors in such states who +approach us with offers to donate. + +International donations are gratefully accepted, but we cannot make +any statements concerning tax treatment of donations received from +outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. + +Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation +methods and addresses. Donations are accepted in a number of other +ways including checks, online payments and credit card donations. +To donate, please visit: http://pglaf.org/donate + + +Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic +works. + +Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm +concept of a library of electronic works that could be freely shared +with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project +Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support. + + +Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed +editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. +unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily +keep eBooks in compliance with any particular paper edition. + + +Most people start at our Web site which has the main PG search facility: + + http://www.gutenberg.org + +This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, +including how to make donations to the Project Gutenberg Literary +Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to +subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. diff --git a/29436-0.zip b/29436-0.zip Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..ad38ab2 --- /dev/null +++ b/29436-0.zip diff --git a/29436-8.txt b/29436-8.txt new file mode 100644 index 0000000..d905b1b --- /dev/null +++ b/29436-8.txt @@ -0,0 +1,1473 @@ +The Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + + +Title: Meinauer Naturlehre + +Author: Various + +Editor: Wilhelm Wackernagel + +Release Date: July 18, 2009 [EBook #29436] + +Language: German + +Character set encoding: ISO-8859-1 + +*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE *** + + + + +Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and +the Online Distributed Proofreading Team at +http://www.pgdp.net + + + + + + +[Dieser Text ist fr Benutzer gedacht, deren Text-Anzeigeprogramm +nicht die volle Unicode (UTF8) Version anzeigen kann. An- und +Abfhrungsstriche aus dem Original wurden durch Guillemets ersetzt, +und einige Buchstaben sind mit Klammern geschrieben: + + [oe] + [-e] [)o] usw.: Vokale mit lang- bzw. kurz-zeichen + +Im Haupttext (die Naturlehre) bedeutet das Zeichen nicht -ss- sondern +geschwnztes z. Das eszet ist sonst nicht gebraucht. + +Rechtschreibung, Zeichensetzung und Groschreibung sind ungendert. +Bildbeschreibungen stehen am Ende des Textes, hinter die Anmerkungen.] + + + + + BIBLIOTHEK + + des + + LITERARISCHEN VEREINS + + In Stuttgart. + + XXII. + + + STUTTGART. + Gedruckt auf Kosten des Literarischen Vereins. + 1851. + + + + + _LITERARISCHER VEREIN_ + + in + + STUTTGART + + _Gegrndet 1839_. + + + Protector: + + SEINE MAJESTT DER KNIG VON WRTTEMBERG. + + * * * + + _Prsident_: + Dr _Keller_, professor in Tbingen. + + _Secretr_: + Dr _Holland_, privatdocent in Tbingen. + + _Kassier_: + _Huzel_, reallehrer in Tbingen. + + _Ausschuss fr das jahr 1851_: + + Gr. freiherr _Cotta_ v. _Cottendorf_, k. baier, + kmmerer in Stuttgart. + Dr _Fallati_, professor in Tbingen. + Hofrath dr _Grimm_, akademiker in Berlin. + Dr E. v. _Kausler_, archivrath in Stuttgart. + Dr _Klpfel_, bibliothekar in Tbingen. + F. v. _Lehr_, director der k. privatbibliothek in Stuttgart. + Dr _Menzel_ in Stuttgart. + Dr _Michelant_, professor in Rennes. + Dr _Schmeller_, professor in Mnchen. + Oberstudienrath dr C. v. _Stlin_, + oberbibliothekar in Stuttgart. + Dr _Wackernagel_, professor in Basel. + Dr G. v. _Wchter_, kanzler in Tbingen. + + _Agent_: + _Fues_, sortimentsbuchhndler in Tbingen. + + + + + MEINAUER NATURLEHRE + + + Herausgegeben + + von + + WILHELM WACKERNAGEL. + + + STUTTGART. + _Gedruckt Auf Kosten Des Literarischen Vereins._ + 1851. + + + + + _Tbingen_, gedruckt bei Ludwig Friedrich Fues. + + + + +Vorwort. + + +Das altdeutsche Prosawerkchen, das auf den nachfolgenden Blttern +verffentlicht wird, steht in der Basler Pergamenthandschrift B. VIII. +27[1] zwischen Hugos von Langenstein Marter der heil. Martina und +Schondochs Litthauer; es ist mit dem ersteren dieser Gedichte von +demselben Lohnschreiber des vierzehnten Jahrhunderts, einem Konrad von +S. Gallen,[2] sauber und zierlich aufgesetzt worden. Eine zweite +Handschrift, die es enthielte, ist zur Zeit noch unbekannt. Einzelne +Stcke daraus sind bereits an anderem Ort erschienen;[3] der +vollstndige Abdruck, welcher hier nun vorliegt, wird sich durch den +bedeutenden Werth rechtfertigen, den dieses Buch fr die +Litteraturgeschichte und namentlich fr die Geschichte der +Naturwissenschaft besitzt. + +Es fehlt unsrer alten Litteratur nicht an anderen ganz deutsch oder +deutsch und lateinisch verfassten Prosaschriften aus eben diesem Gebiet. +Aber die brigen geh[oe]ren entweder lediglich der Arzneikunde an, und +sind dann eine kaum zusammengehaltene Reihe von Recepten, wie die mit +dem Namen des Hippocrates aufgeschmckten in Zrich,[4] Basel[5] und +Leipzig[6] und selbst jene grosse Krankheits- und Heilmittellehre, deren +Handschriften in Breslau und Mnchen liegen;[7] oder sie verbinden, wie +Konrad von Megenberg,[8] die Medicin mit der gesammten Naturgeschichte, +oder weben endlich, wie das lteste Buch dieser ganzen Reihe, der +Lucidarius,[9] Weltbeschreibung, Weltgeschichte und Theologie in +einander. Den praktischen Bezug auf die Gesundheitspflege hat auch unsre +Schrift: sie behandelt in solcher Art gleich zu Anfang die vier +Temperamente. Die Hauptsache jedoch, whrend Thier- und Pflanzenkunde +u.s.f. gnzlich bei Seite bleiben, ist ihr die Astronomie, die Lehre +von der Gestalt der Erde, der Bewegung der Himmelskrper, der Berechnung +und Benennung der Zeiten nach Sonnen- und Mondenlauf und dem Lauf der +brigen Gestirne. Und hier tritt uns, anziehend genug und berraschend, +eine Kenntniss entgegen, wie sie dem Mittelalter nicht allgemein +gelufig, wie sie der Kirche nicht immer genehm, ja von derselben +mehrfach verp[oe]nt war. Der Verfasser weiss nicht bloss, woher Sonnen- +und Mondfinsterniss rhren (297c,ff.): er weiss auch, dass die Erde +eine Kugel (293a.)[10] und der Fall eine Bewegung nach deren +Mittelpunkte sei (294c.).[11] Kurz, er hat von diesen Dingen diejenige +Kenntniss, bis zu der schon das griechisch-r[oe]mische Alterthum durch +Eratosthenes und Ptolemus gelangt war. Nur erscheint die Ueberlieferung +davon in der Weise des Mittelalters trb und verwirrt: Romulus z.B. +und Numa Pompilius, die er auf Anlass der Rmischen Jahres- und +Monatrechnung zu nennen hat, sind ihm zu _meistern_, das heisst hier zu +Astronomen, und aus _Pompilius_ ist noch _Pompeius_ geworden (296a.b. +301d.ff.). Ich vermuthe, dass er diesen antiken und berhaupt den +ganzen Stoff seines Buches durch Vermittelung der Aerzte und +Naturgelehrten zu Montpellier empfangen habe. Dahin deutet nebst der +Erwhnung eines namhaften Astronomen der in Spanien benachbarten Araber, +des Alfraganus (293a.) d.i. des Mohammed ben Ketir von Ferganah,[12] +der ditetische Abschnitt Bl. 297a. ff. Denn eben diese Regeln ber +Essen und Trinken, Schlafen und Baden finden sich, theilweis mit beinahe +wrtlicher Uebereinstimmung, auch in einer Sammlung medicinischer +Schriften wieder, die, jetzt der Bibliothek zu Basel angeh[oe]rig, ihren +Ursprung in Montpellier genommen hat.[13] Sie lauten daselbst auf +Provenzalisch also: + +_Om quan ce leua de dormir deu anar petit epla esos membres estendre +eson cap penchenar. car lestendilar aferma locors el penchenar enfa +issir lo fum que pueia el cap lanueg_ + +_In en estiu deu hom som cors lauar am baynga freia car estrenh lo fum +delcor edona talent demaniar E deu se hom uestir de blancas camizas ede +bels uestimens car lo coragge dome sen alegra. epueis bregue las dens +elas gingiuas am bonas especias. epueis onhgua lo cors am debos enguens +car lo cors sen es gauis perlas bonas odors. Epueis mania debos +lectuaris confortatius et aias una liura daloe car aisso mou lacalor +naturalh edezembarga lacalor del pania edestiu lauentozitat pueis an sen +estar edeportar ab sos priuatz per es gauzir son cors. Equant uolra +maiar[14] osopar. caualgue. i. pauc que mais ne maniara_ + +Wo aber und von wem ist unser deutsches Buch verfasst worden? Es wre +gewagt zu behaupten, so nahe gelegt auch die Behauptung ist, dass Hugo +von Langenstein, der die heil. Martina gedichtet, auch dieses in der +Handschrift gleich auf die Martina folgende Werk zuerst geschrieben +habe. Denn Hugo, der in seinen Versen so geschmacklos und der Sprache +nur wenig Meister ist,[15] konnte die Prosa schwerlich mit so leichter +Einfachheit handhaben; die zu solchem Werk erforderliche Gelehrsamkeit +htte ihm vielleicht nicht gefehlt.[16] Aber ein Zeitgenosse wird es +gewesen sein (die Martina ist von 1293)[17] und ein Ordensbruder +Hugos, ein Deutschritter, und auch in dem Ordenshause auf der Meinau +angesessen, welches Hugo stiften helfen und in welchem er selbst +vielleicht als Commenthur sein Leben beschlossen hat.[18] Die +Handschrift ist sichtlich zuerst im Besitze Deutscher Ritter gewesen +und fr solche gefertigt worden: ein Glied des Ordens hat die Martina +gedichtet, und die spter erst beigefgten Reime Schondochs von dem +heidnischen Knig in Litthauen behandeln eine Ordenssage. Jene Ditetik +sodann setzt ein vornehm bequemes Herrenleben voraus, wie es solch einem +Orden vergnnt war; wirklich hat auch sie die Grundlage oder wenigstens +doch Beitrge hergegeben zu hnlichen Anweisungen, die spterhin fr den +Hochmeister in Preussen von einem berhmten Arzte niedergeschrieben +wurden.[19] Und wenn endlich Bl. 298b. der Eurus _niderwint_, der Auster +_wairwint_, der Zephyrus _waltwint_ heisst, so sind das Benennungen, +die gerade auf der Meinau, in der nrdlichen Bucht des Bodensees, am +fglichsten Platze waren: denn da ist stlich niederes ebneres Land, +westlich der Schwarzwald, sdlich das grosse Schwabenmeer. Deshalb ist +der Titel Meinauer Naturlehre schon frher gewhlt[20] und auch +diessmal festgehalten worden. + +Die ursprngliche Aufsetzung jedoch haben wir in der Basler Handschrift +so wenig von diesem Prosabchlein als von der Martina. Beide enthalten +mancherlei Fehler, die auf eine nicht ganz leserlich gefertigte oder +stellenweis verwischte Urschrift zurckdeuten, und der Abschreiber +erweist sich oft gedankenlos und berall unkundig. Ich habe mich bemht +die so entstandenen Fehler zu beseitigen; die Anmerkungen verzeichnen +bei jeder Besserung die handschriftliche Lesart. Nur wo es lateinische +und griechische Worte betrifft, habe ich lieber nicht gendert, da in +solchen schon die Urschrift irren mochte. In der Bearbeitung des Textes +noch weiter zugehn und so, wie es die Herausgeber altdeutscher Schriften +lieben, die Sprache ebenmssiger zu machen, als sie im Munde des +Schreibers und wohl auch des Verfassers selber war, schien unerlaubt. +Es sind demnach mehrerlei Formen derselben Worte, mehrerlei Schreibungen +desselben Lautes gern und geflissentlich geduldet, und nur in einigen +unwesentlichen Stcken ist um das Geschft des Lesers zu erleichtern +die strenge Buchstblichkeit verlassen worden: die Abkrzungen sind +aufgelst, die vocalischen _v_ gegen _u_, die consonantischen _u_ gegen +_v_ vertauscht; Prpositionen, wo sie mit ihren Substantiven in eins +geschrieben waren, davon getrennt; umgekehrt Zusammensetzungen, wo ihre +Bestandteile getrennt waren, in eins geschrieben; und endlich anstatt +der blossen Punkte noch andere Satzzeichen, aber mit m[oe]glichster +Einfachheit des Verfahrens, eingefgt. + + _Basel_, im August 1850. + + +Wilhelm Wackernagel.+ + + + [Anmerkungen: + + 1. Ausfhrliche Beschreibung derselben in den Altd. Handschriften + der Basler Univ. Bibliothek S.39ff. + 2. Am Schluss der Martina, Bl. 292d: + _Der dis buoch geschriben hat + Der heizit von sant Gallen Cvonrat._ + Als Lohnschreiber bezeichnet er sich durch den Schlussvers der + Naturlehre, 304b: _Finis adest operis mercedem pasco_ (d.i. + _posco_) _laboris_. + 3. Altd. Lesebuch Sp. 767-774. + 4. Graffs Diutiska 2, 269. + 5. Haupts und Hoffmanns Altd. Bltter 2, 133. + 6. Aufsess Anzeiger f. Kunde des deutschen Mittelalters 2, 242. + 7. Hoffmanns Fundgruben 1, 317. Schmellers Bair. Wrterb. 3, 678. + 8. Bschings wchentl. Nachr. 2, 273ff. 293ff. + 9. Aufsess und Mones Anzeiger 3, 311. Altd. Bltter 2,5. + 10. Vgl. Haupts Zeitschr. f. Deutsches Alterthum 6, 145. + 11. _Wie swrer last sich neiget zer erden zenter_: der Kanzler + in vdHagens Minnesingern 2, 390b. + 12. Schnurrers Biblioth. Arab. 462ff. + 13. Handschr. D. II. 11; vgl. Haupts Zeitschr. 5,16. + 14. lies _maniar_ + 15. Altd. Handschr. d. Basler Univ. Bibl.46. + 16. Ein Abschnitt der Martina (_von der menschlichen bl[oe]de_ + 114d.-137b.) ist nach Pabst Innocenz III. Schrift _de miseria + conditionis human_ gearbeitet. + 17. _Als man mit warheit spurte + Do waz nach gottes geburte + Diz buoch gemachet daz ist war + Do man zalte tusent iar + vnde dar zvo zwei hundert + mit warheit vs gesundert. + Driv vnde nvnzic darzvo_ 292c. + 18. Im Jahr 1287 war er Commenthur zu Sumiswald (imCanton Bern); + 1298 lebte er noch zu Freiburg im Breisgau; Commenthur auf der + Meinau ward er nach Lassbergs Vermuthung 1319: Altd. Handschr. + d. Basl. Univ. Bibl. 40. Haupts Zeitschr. 7, 169. + 19. Auszge aus diesem Regiment des Lebens in Raumers Hist. + Taschenbuch 1, 189ff. + 20. Altd. Lesebuch 767.] + + + * * * * * + * * * * + + +De menschin lip ist gemachet u vier elementen[1]. da von +so wil ich dir sagen welhes siu sint. Da erste ist diu erde. +diu ist kugeleht. da mac man kiesin da bi. wan so der mane +verleschit, da schinet uns an der ersten stunde der naht. aber +die da sint in oriente, die sehint des manen gebresten umbe die +dritten stunde der naht. da ist darumbe. wan e ist in e naht +dan uns. da en mohte niemer gesehen, enwere da[2] ertriche +niht kugeleht unde enmitten hoch. da von so gat in diu sunne e +uf danne uns. wonde si danne also gar michel ist, da von schinet +si sleht unde breit. unde da mer hat dise welt in driu also +geteilit: [Bild1] Da minste heiit Europa, Da ander affrica, +Da dritte asya. Von dem ertriche sprichet ein phylosophus, +alfraganus Den minsten sternen den der mensche mac gesehin, +der ist groir (293b.) danne da ertriche alle sament, unde ein +Sterne ist als ein punctel gein dem himel. Nu merke wie gro +der himel si gein dem ertriche. Diu erde ist der andern elemente +reinate unde ein drussene. Unde diu erde ist von ir nature durre +unde kalt. also der naturen sint och ein teil liute. den +sprechint die arzate[3] Melancolici. die artent nach der erden, +unde sint sorghaft, gerne truric, gitic unde habende, ungetruwe, +zahe[4] unde swarzir varwe. Nu hest du ein element. da ist diu +erde. + +Da ander element ist da wasser, unde ist och cugeleht umbe da +ertriche. als in eime eige da luter umbe den duttern gat, also +umbegat da wasser die erde. nuwen da uns got den luft hie lat, +da wir genesen, e solte anders alles hie wair sin. unde ist +och da wair kalt unde fiuhte. der[5] naturen sint och die +liute, den die meister sprechint sanguinei. die ar-(293c.)tent +nach dem wair, unde sint gebinde, minnende, frolich, lachende, +unde rotenthafter varwen, unde singent, unde feiet sint si, +geturstic unde guotmuotic. Nu hestu da ander element, da +wasser. + +Da dritte element da ist der luft. der besluit in sich die +ersten zwei, unde ist warm unde fiuhte. darnach artent die, den +die arzate sprechint fleumatici, unde sint an slafenne gerne +drage, unde mugent vil speichlotun haben, unde hant herten sin, +veit, unde wis sint siu gerne. Nu hestu da dritte element. da +ist der luft. + +Da vierde ist da[6] fiur, unde ist durre unde warm, unde +umbegat die andern alle. der nach artent die lute, die da +heiint colorici. die sint los, drugenhaft, zornic, gebinde unde +geturstic, ruh, cranc, durre, unde bleicher varwen. dise vier +element gent dem libe fuorunge. da sint die erde, wair, luft +unde fiur. (293d.) + +Darnach[7] ob disen elementen gat ein gar luter gegni an, der +sibin[8] sternen, die da heiint planeten. die gant anders danne +ander sternen, da man[9] sprichit, si sin die ierrenden +sternen. Edanne ich dir von disen siben sternen sage, so wil +ich von den[10] obresten sagen, da du e deste ba merkest. ob +disen siben sternen, von den ich dir sagende wirde, sint alle +sternen, unde alle sternen an dise siben heient die steten +sternen oder die gesteten, wonde si gestetent sint in die witen, +die da heiit da firmamentum[11], da siu gelich balde gant mit +dem firmamentum allumbe die elementa. Von dem lande gant si her +uber, da die sunne uf gat, hine da diu sunne under gat, under +die erde hine. von disen steten sternen en wil ich nihtesniht +sagen iegnote, nuwan da dise sternen unde ir firmamentum also +balde (294a.) umbe gant, da siu soltent mit in[12] umbe ciehin +die vier elementen, also gehes, da nihtes niht en solte noch en +mohte begruonen oder bekumen. da von so het si got beschaffen, +dise[13] siben sternen, da die[14] fuoren sulent die welt unde +den obresten sternen widerstan sulent. Da firmamentum gat umbe +von orient vil swinde zuo dem occident. aber da wider her dan +gant die planeten von occident zuo orient. Spreche danne ieman +ich en wei wa du seist. ich wei wol, die sternen gant alle +zuo orient uf unde ze occident under, de antwurte ich also. +die steten sternen[15] gant von dem oriente zuo dem occidente +naturliche. den ganc hant si. aber die planete hant zwene genge. +einen betwungenlichen hant si mit dem firmamente von oriente, +unde der ganc nimet obern hant.[16] der ander ganc ist der +(294b.) naturlich ganc den die planeten hant von occidente wider +da firmamente. der ganc ist so verdruckit, da er kume[17] +schinet. wonde aber nieman mich lihte noch niht verstat, so wil +ich ein bizeichen setzin. nim ein wurmel unde setze da umbe ein +umbe gendes rat, da e crieche wider de rades lof. so gat da +wurmel fr sich, unde wirfet da rat umbe di wurmelin hin wider +vil menic werbe, edan e gecrieche wider an da zeichen[18] da +e an huob. also wirfet da firmamentum die planeten von oriente +zuo dem occidente aller tegelich umbe. der wider strebint die +planete, unde sument sich, da siu niht also schiere under gant +also die steten sternen. da ander bizeichen ist. die meister +sprechint, unde ist och war: so diu creature ie liehter ist, +so dringet e ie me hin uf, alse diu flamme. da abir ie swerer +ist, da duget so e meist mac zuo (294c.) dem centrum, da ist +zuo dem allir mittelsten puncten, der en mitten in dem +ertriche[19] stat. der heiit da centrum, also der puncte der +en mitten in eime umbecreise ist, der heiit och der centrum, +als du kiesen[20] maht an dirre figuren: [Bild2] nemest du +denne einen stein, unde wurfest in hohe uf, so heter zwene +genge, einen hin uf betwungenlichen, unde sinket doch +naturlichen, da er drtecliche stiget. so er danne den +betwungenlichen ganc verlat, so vellet er swinde. also hant och +die planeten zwene genge. der erste planete heiit Saturnus, der +ander Jupiter, darnach Mars, unde danne die sunne, unde venus, +Mercurius unde der Mane. Jupiter unde venus sint geluckehaft, +Saturnus unde Mars ubil. aber die sunne unde der mane unde +mercurius sint etwenne guot, etwenne ubil. Saturnus ist kalt +unde durre, Jupiter hei unde fiuhte, Mars unde (294d.) die +sunne hei unde durre, der mane unde venus fiuhte unde calt. +Mercurius het mittelmsige nature. unde het ie einer witern ganc +danne der ander. da mahtu[21] allis kiesen ander figuren die +hie nach gat.[22] + + [Bild 3: Dise figura betiutet die welt wenne die elementen + und die himmele die hie getecket sint daz heizet ah die + welt. Der mazse iutet hundert iur und heizzet ouch diu welt. + Primus motus oder primum mobile deist er himel der oberest + der da umbe gat. / daz firmamentum / Saturnus / Jupiter / + Mars / Sol / Venus / Mercurius / der mane / daz fiur / der + luft / daz wassir / die erde] + +Kiut es[23] in tiuschen gelich, in latine heiit diu erste welt +mundus, diu ander welt seculum. In dem aller oberesten himel da +ist ewekeit, da got ist ob dem primum Mobile. aber hie ist zit, +zergenclikeit. Sit da ich danne von der zit[24] geret ein wenic +habe, so wil (295a.) ich von der zit furba sagen. da von +wissest da wir der zit niht me hant denne ein vil cleines +stundel, da du e kume maht vor[25] cleine merken. unde die fr +gevarne[26] zit en ist niht ein[27] zit. die kunftige zit ist +niht ein zit. unde di stundel en ist och niht[28] ein zit. e +ist nuwen ein angenge der zite, als ein punctel einer linien +anegenge ist, unde ist doch niht ein linige. also ist e umbe +di stundel[29], Unde en ist niht ein zit. da von sprach der +wise man sant augustinus wir sin in der zit, wir reden von der +zit. wa abir diu zit sie, des[30] vermisse wir genzliche. unde +geschiht der zit, als der ein linigen machen[31] wil mit einer +nadeln durch win in eime napfe. daz gestrichene en[32] ist niht. +da du solt strichen en ist niht. unde belibet dir nuwen ein +punctel. der abir dich fraget wa danne diu zit sie, so sprich: +die zit ist ein twale an der (295b.) die zergenclichen dinc +beweget werdent. Ein naturliche dac, den die romer zuo mitter +naht an hebent,[33] wonde got wart ze mitter naht geborn, der +gat ze mitter naht u. der het[34] vier unde zwenzic stunden, +die liute teilent in in ein naht unde in einen tac. die naht da +ist der erden schetewe, die von der sunnen gant. Aber ein +meister, heiit aristotiles, der sprichet von dem tage, der da +de naturlichen tages teil ist, unde sprichet sin wort zuo +latine also: dies est lacio solis super terram. Der tac, +sprichet er, ist der sunnen ufganc ubir die erde. diu erste +stunde de sunnentages, an der richet der planete die sunne. da +von heiit e sunnentac. der ersten stunden de mentages richet +der mane. da von heiit er mendag. an der ersten stunden de +cistages richet Mars. da von heiit er martis tac. an der +ersten stunden der mitwochen so richet Mercurius. (295c.) An +der ersten stunden de dunrestages richet Jupiter. An der[35] +ersten stunden de fritages richet venus, da betiutet eine +minnegotin. An der ersten stunden de samtages richet +Saturnus. nach disen planeten hant die heiden ir tage in der +wochin genant, unde zellent siu also nach einander: Dies solis, +Dies lune, Dies martis, Dies mercurij, Dies iovis, Dies veneris, +Dies Saturni. Nu weistu wol iegliches tages wa planeten an der +ersten stunden richet. an der anderen stunden richent ie die +anderen. an der[36] dritten richent die dritten, die ie darnach +gant. als an dem samtage. der ersten stunden richet Saturnus, +an der andern Jupiter, an der dritten Mars, an der vierden sol, +an der fiunften venus, an der sehten Mercurius, an der sibenden +luna, an der ahten saturnus. also aber an unde u, bis der tac +hine kume. unde tuo dem andern (295d.) als dem ersten, so weist +du alle stunden wa planeten denne richit. de wartent die +wisen, so siu drenker gent[37] oder so siu laent. so wartent si +weder der stunden planeta bel oder guot si. aber die iuden +virent den samtage, unde heiit sabbatum zuo latin, unde nach +der iuden wisheit der sunnendag in latine prima sabbati, der +mendac secunda sabbati, Danach tercia sabbati, unde denne quarta +sabbati, quinta sabbati unde sexta sabbati. Aber die cristen die +sprechint dem sunnentage, den siu da virent, Dominica dies, da +ist in tiuschen unsers herren tac. dem selben sprechint si och +prima feria, da kit der erste dag. dem mentage sprechint siu +secunda feria, unde danne tercia feria, quarta feria, quinta +feria, sexta feria, unde danne sabbatum. dem tage[38] sprechen +wir als die iuden. wande sabbatum betutet ruowe. de tages +ruowete got (296a.) von alleme dem werke da er worhte, unde +ruowete och in dem grabe de selbin tages nach der marter. der +denne fragte warumbe en began wir niht ander vire, unde die +woche an ze vahinne den samtag als die iuden? dar zuo soltu +antwurten da wir da von der meisterschaft gottes hant. wan er +wart de sunnentages geborn, de selbin tages erstuont er, unde +sant sine gabe de heiligen[39] geistes sinen[40] iungern an dem +selben tage. Da iar teilent die liute in zwei, in den winter +unde in den sumer. abir die meister teilent e in vier teil. +In den winter. der vat an sant clementen tac an. ein meister, +heiit numma pompeius, der vahet da iar an in dem winter, so +die sunne in dem zeichen loufet da da heiit capricornus. wan +so ist die sunne aller verrest von uns, unde beginnet uns nahen. +so ist e och sol-(296b.)sticium hyemale, da winterlich +solsticium. solsticium da ist, so die sunne als verre ist, da +si niht verrer mac, oder so nahe, da si niht naher en mac. so +ist die sunne aller verrest, unde ist die zit kalt unde fiuhte. +so suln wir umbe keren die gewonheit unsers lebins, unde sulint +spulgen warmer spise. Daz ander teil heiit der lenze. da vahit +an sant peters tag ane. Ein meister, heiit Romelus, der vahet +da iar ane in dem lenzen, so die sunne loufet in dem zeichen +da da heiit aries. wan so blugent elliu dinc. so ist e och +equinoccium[41] vernale. zuo merzen so ist der lenzeliche +equinoccium. Equinoccium da ist, so diu naht unde der tac +gelich lanc sint. da iar gat zuo merzen von rehte an, nach der +heiligen schrift. wan diu welt wart gemaht xv^o. kal. aprilis. +unde me. unser herre gebiutet an eime buoche, heiit exodus, in +dem zwelften[42] capitele von dem (296c.) merzen unde sprichit +Mensis iste primus erit vobis in mensibus. da ist: dirre +manat sie iuch der erste under den manoden. so ist diu zit warm +unde fiuhte. so ist geismilch gesunt. so ist och decheine[43] +zit besser ze[44] laen, ze badenne unde zuo allem deme, da den +lip reinet. Da dritte teil heiit der sumer. der vahet an[45] +an sant urbans tag. ein lant, heiit arabia, de landes liute +vahent da iar an in dem sumer, so die sunne loufet an dem +zeichen da da heiit cancer. die selbin geloubint da die sunne +wurde gemaht an dem zeichen da da heiet leo. so aber in cancro +diu sunne loufet, so ist e solsticium estivale, da sumerliche +solsticium, so uns die sunne aller nahest ist. so ist diu zit +warm unde durre. so sol man sich huoten vor allen heiin spisen +unde derrender unde vor zuo vil essenne, da eime menschen sin +naturliche hizze iut cerga. so (296d.) sol man essen swa kule +unde fuihte si. so sol man sich huoten vor unkiuschekeit unde +vor allem lasenne so man meiste mac. da ist dem libe guot. unde +man sol kaltiu beder meeclich uben. Da vierde teil de iares +heiit der herbest, der[46] an vahet an sant Bartholomeus tag. +Etliche meistere unde die iuden vahent da iar an in dem +herbest, so die sunne lofet in libra. unde so ist equinoccium +autumpnale, da winterliche equinoccium. so sint tac unde naht +gelich lanc. so vahent siu da iar an. wan der herbest ist ein +fruhtber zit. also da iar denne ist beroubet von den alten +fruhten, unde die nuwen fruhte denne ane gant, also gat ein alt +iar us, ein nuwes an. so ist diu zit kalt unde durre. so sol man +bruchen die spise die warm unde fiuhter naturen sien, als iunge +huonre unde lemberin fleisch unde edil druben unde lutern virnen +win. unde sol man sich (297a.) huoten vor unkiuscheit mit +wiben[47]. de herzen frode unde friheit ane b[oe]se geluste ist +dem libe gar gesunt. zorn, sorge unde widermuote swendet die +craft unde den lip, unde dracheit. da von sol man die dracheit +vertriben. unde so man morgens von dem slafe gat, so sol man[48] +die arme gelich dennen, unde da houbit strelen, unde ogen, den +munt unde die zene unde hende weschen dur suverheit unde dur +roscheit. so man denne essen sol, so sol man vor den[49] lip +muogen ein wenic mit etlicher arbeit. wan da machet den lip +rosch unde liht, unde erhitzit den magen wol ze dowenne. ein +ieglich mensche enziehe sich trinkennes so e meiste mac, aller +meiste kaltes waers uf da essen. wan e erkeltet den magen, +unde wan e ierret den lip unde die spise. So man danne gisset +ze inbisse, so sol man uf senften betten ein wile slafen (297b.) +uf der rehten siten, unde darnach[50] sol man den slaf +vollebringen uf der lingen siten. unde danach en sol man nit +zestunt essen, bi der mage itel werde. da sol man kiesen bi +der dunneda der speicholter unde bi der gerunge de magen. wanne +swer in umbederbe iet[51] unde ane begerunge[52], so en vindet +diu spise niht de magen naturliche wermede. da von kumit +ungesuntheit. Swer aber erbeitet rehter zit, bi da er +begerunge gewinnet zessenne, der sol alzestunt essen. anders der +mage wirt zehant vol boser fuhtekeit, die der[53] mage samenot +von der ungesuntheit de libes. unde der b[oe]se toum[54] der +betrubet die hirne. unde der danach och isset, so ist die spise +alse si erschrecket sie, unde en git niht craft dem libe. di[s]e +lere wiset aristotiles. unde och dise, da du wissest da die +durrecheit unde keltene die vehtent wider die nature. (297c.) +die selben zwei die sint ein anegenge de tode. den soltu +widerstan. als ich geseit habe, so behalt die naturliche wermede +so du meist maht. warme spise ist gesunt unde die suoe. Aber da +wider so derret unde swechit den lip luzil essen unde vil +trinken unde vaste arbeiten unde vil wallen oder gan unde der +sunnen[55] schin, vor essenne slafen, oder uf herten betten +ligen, unde da man bade in den[56] badern die mit listen gemaht +sint, da siu selber warment. gesalzene spise oder durre spise +oder calte unde alten win unde dicke lasen die sint schedelich. +Nu weistu wol wie man da iar in vier teile teilet. Nu wissist +da wir da mitte vier frone vasten hant, wonde da mensche uer +vier elementen gemachet[57] ist, da e allen sinen lip +verzehene gotte. Eine frone vaste ist die mittewoche nach sante +Lucien dage. die (297d.) ander ist die mittewoche nah dem +schurtage in der vasten. die dritte ist diu mittewoche nach de +heiligen geistes dage, da ist in der pfingestwuchen. die vierde +unde die hinderste frone vaste ist die mitwoche indem herbeste +nach de heiligen cruces tage. Der babst het gebotten ze +vastenne den abent sant Peters, sancti andree, sancti symonis, +sancti pauli, Sancti iude, sancti Mathei. ist abir dirre +heiligen abent ein sunnentage, so sol man den samstag vasten. +also sol man anderen zwelfbotten abenden och tuon, e si danne +ein sunnentac[58], durch etliches landes redeliche gewonheit, +Ane sancti iohannis ewangelisten abint, wonde er zuo hant nach +dem frolichen wichen naht tage gat, unde ane sancti philipes +unde[59] sancti iacobes abent an dem[60] ersten abent vor dem +meigetage. wande ez ist danne[61] ein (298a.) zit der +frouden.[62] Noch danne sint seh hochzit der abint man vasten +sol. Wihe naht, Pfingsten, Sunegiht, Laurenti, unser frowen +messe der erren, unde och sant Markes tac. als[63] da iar in +vier zit geteilet ist, also teilent och die arzate den +naturlichen tac, der vier unde zwenzic stunden het, in vier +teil, unde iegliches het seh stunde. da erste da ist die +mittenaht. darzuo horint drie stunden die der vor sint unde drie +dar nach, unde sint fiuhte unde kalt. da ander teil da ist der +sunnen ufganc. darzuo horint drie stunden dervor unde drie +dernach, unde sint warm unde fiuhte. das dritte teil ist der +mittetac. darzuo horint drie stunden der vor unde dernach drie, +unde sint warm unde durre. da vierde ist der sunnen underganc. +darzuo horint drie stunden die dervor sint unde drie dernach, +unde sint kalt unde (298b.) durre. da mahtu kiesin an dirre +figuren, die da betiutet den[64] naturlichen tag der an der +mitten naht ane gat unde zuo mitter naht u als ein umbecreis. +[Bild4: occidens oriens] also vahent die romer den naturlichen +tac an. also teilit man de menschen lebtage in vier. da erste +ist die kintheit, iugent, manheit unde da alter. also sint och +vier winde, unde het ieglicher zwene anhenge oder zwene knehte. +der erste heiit Boreas. der weget von septentrione[65], da ist +von de Herwagenes gerihte[66], da ist von der mitter naht. +der ander heiit eurus, bisa oder nider wint, unde weget von +oriente. der dritte heizit Auster, wairwint, von dem mittem +tage. der vierde heiit waltwint oder aberer wint, zephirus, von +occidente. (298c.) [Bild5] dise winde unde ir anhengende winde +maht du kiesin an dirre figuren.[67] wande danne diu zit nach +dem manen unde der sunnen underscheiden[68] ist, da von wil ich +sagen etwa von in, edanne ich iut me von der zit sage. Nu +wissest da etliche meistere sprechint da alle sternen irn +schin enpfahent von der sunnen. so sprechint andere, dekein[69] +sterne wan der mane enpfahit den schin von der sunnen. also +enloikenet nieman da der mane enpfahet sin licht von der +sunnen. wonde denne der mane vil niderer ist, unde wonde er sich +och hinderet[70], so kumet er etwenne under die sunnen unde +bedeckit si uns, da uns (298d.) dunkit, si sie erlschin. unde +der gebreste der sunnen heisset eclipsis solis, da ist ein +gebreste der sunnen. alse du[71] kiesen maht an dirre +figuren.[72] [Bild6: die sunne / der Mane / die erde] unde +wissest da man[73] in dem eclipsim niut ensiht in allem lande. +der selbe eclipsis enwiderfert nuwan[74] so der mane enzundet +wirt. so sich der mane gehindert so verre, da er die rihte +gegen[75] der sunne ist gestellet, da die erde der +enzwischen[76] ist, so schinet diu sunne uf da ertriche, unde +de ertriches schatewe driffet an den manen, da er swarz +wirdet. der gebreste heiit eclipsis lune, da ist ein gebreste +de manen, unde ist werlicher[77] ein breste de maneschines +denne der breste der[78] der sunne widervert. wenne die sunne +verleschit niht. so verleschit der mane. de manen (299a.) +bresten kiesint elliu lant wol. unde der eclipsis en widervert +niemer, nuwen so der mane volschinec[79] unde vierzehennehtic +ist, als du hie kusest. da von wa es wider die nature unde ein +wunderlich gottes zeichin, da die sunne, die eclipsin niht en +het, nuwan so der mane enzundet wirt,[80] [Bild7: die sunne / +die erde / der mane] als ich da vor geseit habe, da die sunne, +sprich ich, do got martert wart, eclipsim hete, swie so der mane +ioch do volschinec[81] wa. da von liset man von eime wisen +heiden; der wa in criechen landen von einer stat, heiit +athene, da warent houbtschuolen, der wise man hie diosius; do +der den wunderlichen gebresten ersach, do sprach er aut deus +nature patitur, aut mundi machina dissolvetur, daz ist: +antweder got[82] der naturen lidet not, oder (299b.) der welte +stift oder machunge sol zerstorit werden. Ein meister, heiit +Martianus, der wil, e en sie danne eclipsis lune, da der mane +elliu zit volschinic sie, swie ioch wise liute sprechint da der +mane gebrestenlich lieht habe von eime manade an den anderen. +unde sprichet denne ieman wie mac dirre meister danne war +gehaben, sit man wol sihet da der mane etwenne crumb ist, also +[Bild8a], etwenne halb, also [Bild8b], etwenne vol, also +[Bild8c], de entwurt ich dir. Der mane ist alle zit halb +lieht, halb vinster. wonde denne der mane niderer ist denne die +sunne, so er denne enzundet wirt unde bi der sunnen gat, so ist +er obene lieht unde unden vinster. so er denne hineba kumet von +der sunnen, so sehen wir nuwan den halben schin. so er denne +aller verrest cumet, so sehen wir den vollen schin, unde ist +andert-(299c.)halb vinster. also ist der mane an dem teile +volles lichtes[83], da gein der sunnen ist gerihtet, unde an +dem andern teile ist er vinster. unde so der mane uns niht +enschinet, so er enzundet wirt, so sprichit man im coniunctio. +unde die namen het der mane nah einander, also du kiesen maht +an dirre figuren.[84] [Bild 9: Moneydes Diadomos Anphitrites +Panphilimios Diatomos Moneydes // die sunne / coniunctio] +[85]tusent iar heient ewen, da ist ein alter. hundert iar +heissent seculum, da ist ein welt, vunfzehen[86] heissent +indictio. da hant die romer gemaht, do si vor so gewaltic +warent, da siu herschetent vil bi uber alle riche, do mahtent +siu in diu lant cinshaft alle iar. wonde e denne kumberlich wa +alle[87] iar zuo rome varn zins antwurten, da von gebutent siu +den von verren landen da si so vunf iar (299d.) u giengent +golt ze cinse brahtent, zeime zeichen da siu heren werent. Abir +nach fiunf iaren, da si[88] brahtent silber, da man der mitte +soldener bereite, soldener da sint die da vehtent umbe solt, +da ist lon. Aber danne nach fiunf iaren, da siu brahtent +gesmide, da man wafen da mitte wider gemahte. unde ie fiunf iar +heissent lustrum. so cam[89] der zins von allen landen in +dirre[90] indictione aller zuo samene. da man danne niemer +vergesse[91] dirre zal, so hant die romer uf gesezzit[92] da +dekein privilegium, da ist hantvestene, frome were, man +enschribe danne under fiunfzehin iaren welhes iares der brief +wurde gegebin. unde die zal schriben wir och an drier hande[93] +briefen, an hantvestenen[94], an den briefen da mitte man +kirwihe beciuget[95], unde an den briefen die man schribet an +die groen osterliche kerzen. der dan-(300a.)ne gerne wuste +under disen fiunfzehin iaren in welheme iare wir ieze sint, +der tuo driu zuo den iaren von gottes geburte, wande got an dem +vierden iare geborn wart, unde teile danne die gottes iar zuo +fiunfzehinen. en belibet danne niht uber, so sin wir in dem +fiunfzehendesten iare. belibet aber danne uber, also menges so +danne uber belibet, in eime solichen sin wir. der ahte tac vor +dem octobri ist ein anegenge dirre fiunfzehin iare unde ein +ende. Nu wil ich dir sagen von der zit die man ahtet in eime +sundern iare. da wissest da man drier[96] hande manoden war +nimet. die[97] ersten sint der sunnen manden, die andern sint +de manen manden, die dritten der gewonheite manden. Edanne ich +da von iht sage, so wil ich dir ein wenic kunden vor hin da +guot darzuo ze wissenne ist. Der umbeganc (300b.) den alle +sternen hant umbe uns an dem himele heiit zodiacus.[98] dirre +zodiacus ist zerteilit in zwelfiu[99], unde ieglich zeichen ist +geteilit in driic stucke, unde ieglich stucke heiit ein +gradus, da ist ein staffel. unde so du wellest wissen an +welheme zeichen unde in welheme gradu die sunne[100] sie, so +nime die zale der tage die da fr sint gevarn in dem manden in +dem du e besuochen wilt, unde tuo fiunfzehin darzuo. werdent +denne driic oder minre da, so ist och diu sunne in der staffeln +de zeichens da[101] zuo dem mande horit. driffet denne ubir +driic, so ist die sunne user dem zeichin. also menges danne +uberic ist, in einer solichen staffeln de andern zeichenes ist +die sunne. Ein philosophus, ein vollecomen meister, sprichit +die sunne ubermisset ein zeichen der zwelfer an eime ganzen +manode. (300c.) da neimet[102] er der sunnen manden. der sunnen +mande da ist die zit, die wile die sunne an eime zeichen louft. +Ein zeichin heiit aries. da betiutet einen wider. wan so ist +die sunne als ein wider hindene swach gegen[103] dem winter, +wonde si wenic durrekeite unde wermede het. Abir da vorne gegen +dem sumer ist si me creftic. da halbe teil de himels obne da +wir da sehint, da heiit hemisporium[104]. da wir denne niht +ensehen, da heiit och also. als hie: [Bild10] wonde denne die +sunne, so si an dem ariete gat, von dem understen emisperio sich +gekeret hat zuo dem obersten, als ein wider, der in dem winter +als uf der lingen siten lac, der keret sich ze sumer uf die +rehte, unde och da von heiit di zeichen aries, an dem die +sunne wart gemaht, als die cristenheit sprichet. abir anders +sprechint arabes. da sint liute von eime (300d.) lande, da +heiit arabia. die sprechint, die sunne wurde gemaht in leone. +Ein ander zeichin heiit taurus. wan die zit so diu sunne +loufet in tauro, so schinet der ohsen arbeit, unde als ein ohse +sterker ist danne ein wider, als ist die zit danne sterker danne +die erste an durre unde an wermede. Ein ander zeichen heiit +gemini. wan so ist diu zit zwivaltic an wermede unde an durre. +Ein ander zeichen heiit Kanker. wan als der crebse hinder +sich[105] gat, als gat danne die sunne zuo dem understen +emisperio von irme hohsten gange, so ist solsticium estivale. +Ein ander zeichen heiit Leo. wan als da tier gar heiir +naturen ist unde ubil, als ist die sunne denne gar hei unde +durre, danne ist da laen schade, wann danne die lute +versmahtent sint von hitzen unde von durrekeit. so sint huntlich +(301a.) tage. wan so gat die sunne bi eime sternen, der heiit +canis, wan er als reht ubil ist. Ein ander zeichen heiet +virgo. danne ist diu zit unberhaft als ein maget. Ein ander +zeichen heiet[106] libra. so sint tac unde naht als gelich +lanc, als der ein ding wege mit einer wagen. Ein ander zeichen +heiit Scorpio. so ist diu zit ein wile minneclich unde danach +calt unde drureclich, als da scorpio. da leckit mit der zungen +unde stichet danne mit dem zagele. Ein ander zeichen heiit +sagitarius. wan so schuzit der winter an uns sine freisen, +wagewittere, wint, regen, hagel, sne unde frost. Ein ander +zeichen heiit capricornus. wan als der capricornus uf stiget +nach den loubirn, als stiget die sunne danne von dem understen +emisperio zuo dem obersten. so langent die tage, unde ist +(301b.) solsticium hyemale. Ein ander zeichen heiit aquarius. +so ist der luft gar wasserehte unde fuhte. Ein anders heiit +pisches. so ist die zit so gar wasserehte, da man mohte +sprechin, elliu dinc swumment als vische. Och sprechint etlich +meistere da dise zwelf zeichen also genant sint darumbe, wan +die sternen die in der selbin gegni sint, die sint gestalt nach +den tieren nach den si genant sint. Nu sol ich von de manen +manden sagen. de manen mande ist diu zit in der der mane wider +keren mac von der sunnen. so er enzndet wirt, so lat er die +sunne fur gan unde sumet sich, bi er wider zuo der sunnen +kumet. Also wider keret er von der sunnen wider zuo der sunnen +alle tac vier puncten. unde ie ein puncte ist ein zehinde +teil eines zeichins der zwelf zeichine. Einer hande zal, +he-(301c.)iit epacte, die leret welhes tages der mane enzundet +werde. die ist swere unde erdroenlich. da von vant uns der +keiser iulius, der wa an den sternen ein guot meister, der vant +ein besir zale. die heiit die guldin zal. Er wartete eines +iares welhes tages der mane enzundet wurde, unde schreib eines +dar. also tet er an allen den tagen da der mane ander wart, bis +da iar u kam. de andern iares, so der mane enzundet wart, so +schreip er zwei. De dritten iares driu, unde also bi an das +niunzehende iar. do schreip er niunzehene. an dem zwenzicgosten +iare, wa dan eines geschriben wa, da wart ie der mane enzndet. +als gat die rechenunge an dem einen an unde an nunzehenen u. +Nu wil ich von dem gewonlichen manden sagen. der gewonlich mande +da sint die tage die von den alten ziten unde nu geschriben +sint in unsern ka-(301d.)lendenern. da von wiet da romelus +der meister wa der erste under den romeren der da iar mit den +manden teilte. der mahte niht wan zehen manden, Unde sprach, e +were ein iar. da tet er darumbe, wan ein frouwe ein kint niht +langer treit dan zehin manden. unde in sinen ziten wa gewonlich +da ein frowe nach ires mannes tode an ander man beleip uber +zehin manden. den ersten manden nante er marcium, wande sin +vater mars hie. oder als die heidene gloubint[107], mars da +ist ein stritgot. nach dem mac och dirre mande wol heiin. wan +die romschen kunge fuorent die zit an den strit, so siu urluge +hetent. Do nante romulus den anderen manden aprilem. den namen +gab er im von dem worte aperire. wan in der zit so tuont +sich[108] uf de ertriches unde der boume pori. Do nante er den +dritten Mien, nach dem worte[109] Ma-(302a.)iores. wan die +merren mahtent danne ir spil ze rome. Den vierden nande er +Junium. wan so hetent die iungen ir spil. Den fiunften nante er +Quintilem, nach dem worte quinque. Den sehsten sextilem, nach +dem worte sex. Der sibinde heiit september, von septem unde von +ymber, als der spreche er ist der sibinde nach dem regenlichen +manden. da ist der merze, ze gelicher wi, heiit der ahte +mande october, von octo unde von ymber. Unde der niunde +november, von novem unde ymber. Der zehinde December, von decem +und ymber. Da nach kam ein meister, der heiet[110] numma +pompeius, der merrete da iar mit zwein manden. da wa +ianuarius unde Februarius. Nach der heiden geloube ianus da ist +de iares got. der het zwei houbet, da er hindene unde vorne +gesehe. nach deme ist der ianuarius genant, wan der mande ist +(302b.) ein ende de furgevarnen iares unde ein anegenge de +kunftigen iares. er mac och heien nach dem worte ianua. wan als +man zuo einer duren in gat, als gat man zuo disem[111], manden +in daz iar. nach der heidene geloube Februus da ist der hellen +got. darnach ist[112] der februarius genant, wan die romer +warent noch do heidene unde begiengint[113] de hellegotes +hogezit in dem februario. wie denne doch meister numma dem iare +zwelf manden gebe, doch mahte er e ze kurz. wande die manden +warent manen manden. die engenuogten[114] niht der sunnen loufe. +da von kam ein andere, da wa keiser iulius, der mahte den[115] +kalendener rehte unde irvollette den gebresten mit einlof dagen, +die tet er darzuo unde ein vierteil eines tages. da von het da +iar driu hundert unde sehzic unde fiunf tage unde sehz stunden. +doch ubergreif (302c.) er mit eime zwelften teile einre stunden. +Dirre Julius teilte iglichem manden sine tage vil ordenlich, +er vienc an an dem mercen. dem gab er ein unde driic tage, dem +andern driic, unde also bi u. dem geraden gap er gerade, dem +ungeraden gab er ungerade. do er do herumbe an den ianuarium +kam, dem solte er ein unde driic tage han gegebin, unde gebrast +im eines tages. den nam er dem februario unde ervollete den +ianuarium unde sprach der Februarius kumit sime gebresten wol +nach, so e schaltiar sint. wan er do keiser wa, do wart der +mande der vor quintilis hie Julius genant. da tatent im die +romer ze liebe, wan er in dem manden[116] geborn wart. ze +glicher wis tatent siu dem keiser augusto. der wa in dem +sextili geborn.[117] der mande wart augustus genant. aber keiser +augustus nidete da (302d.) sin mande eines tages kurzir wa +danne iulius, unde nam einen tac u dem Februario unde leite den +in sinen manden. do beleip der februarius mit eht unde zwenzic +dagen. wan do drie manden nah enander giengent der ieglicher ein +unde driic hete, der iulius, augustus unde september, da von +nam der keiser augustus einen tac u dem septembri unde gab in +dem octobri, unde nam einen u dem novembri unde gap in dem +decembri. also stant die manden noch bi unsern ziten. Danach +wissest da ieglich mande drier hande tage het, da sint +kalende, none unde Idus. kalende da[118] ist als der spreche +colende. wan an dem ersten tage iegliches manden so uobtent siu +eine gotin, die hie iuno. kalo da sprichet ruofen. da von +kumet och wol calende. wan so rief ein butel vor hin etwie lange +(303a.) unde kunte den merkit[119] unde die hohgezit. kalo da +ist guot. da von heiit e och kalende, wan so hantgiftet ein +friunt dem andern in dem namen da im[120] gelucke unde guot +davon volgete. Non da ist niht. da von kumet none. wan kein got +enthilt niht die hohgezit iunonis in den tagen. oder none da +ist als nove. wan die tage so fundent romer niuwe reht. nundine +da sint mestage. wan do hie vor die mestage in disen tagen +warent, da von heient dise tage none. ydus da kumet von eim +kriechschen worte ydos, da ist ein teilunge. wan dise tage sint +vil bi der halbe mande, oder won[121] sich die mestage danne +schiedent. Nu soltu wissen, in ieglichem manden sint zwene ubile +tage. nach der heiden gelouben wa e ubel, da man an den tagen +kein werk an vienc, unde wer an (303b.) den tagen siech wart, +der starb oder genas kume. an den selben tagen plagete got da +volk von egipto mit den groen slegen. och warent etlich +heidene, die opfirtent an disen tagen ir eigen menslich bluot +dem hellegote der da heiit pluto. da von wart e verbotten, da +nieman lain solte an disen tagen, da man iht arcwane da man +menslich bluot opfere dem duvele. Sant Augustinus verbiutet +da man iht bluot opfere plutoni noch hohgezit began iunon an +den kalendis. Der irkennen welle in ieglichem manden weles sint +verworfene tage, unde wele stunde schedelich ist an den selben +tagen, der lerne an disen versen. Armis gunfe dei calatos +adamare dabatur. Lixa memor conflans gelidos limpfantia quosdam. +Omne lumen aaron bagis consortia laudat. Thielinkat ei coequata +gracia lim (303c.) liphradus. ie zwei wort horint an einen +manden. Da erste zalet obne her abe, da ander zalet undene uf. +der erste buochstabe an der ersten sillaben bezeichint wel tage +verworfen si. wan als verre der buochstabe stat in dem a b c, +also mengen tac stat der tac in dem kalendario. ze gelicher wis +bezeichenet der erste buochstabe an der andern sillaben wel +stunde in dem selben tage verworfen si. Nu han ich geseit von +der zit die man geschriben mac unde stete ist. nu wil ich sagen +von der[122] bewegelichen zit die man ahtet bi dem loufe de +manen unde het keine stat in dem kalendario. unde der zite sint +fiunfe, septuagesima, quadragesima, pascha, rogationes, +pentecoste. wie aber der adventus bewegelich si, so en +horit[123] er doch niht zuo disen. wan man ahtet sin niht nach +dem manen. die dage die da heient (303d.) septuagesima, mit +den[124] begat man die sibinzic iar in den die kint von israhel +warent gevangen ze babilonie. quadragesima, mit den begat man +die vierzic tage die Moyses vastete unde enpfienc die zehin +gebot von unsirme herren. Helyas vastete och vierzic tage unde +wart gezuckit an ein heinlich clare stat. och vastete unser +herre ihesus cristus selb vierzic tage unde uberwant de tievils +bekorunge. wan dan alle gotes getat uns ein lere ist unde ein +wec, wir suln[125] och vierzic tage vasten, unde sulent gote +unser lebin zehinden, als wir och unser guot zehinden. +den osteren sprechint die iuden pascha unde die criechen +phase. phase da ist in latine transitus. wan unser herre +ihesus cristus do uber fuor von der dotlicheit zuo der +untotlicheit[126], danne suln wir uber varen von den sunden zuo +den (304a.) tugenden, da wir von disim lebinne mugent komen zuo +dem ewigen lebinne. AMen. Die zit so man mit den crucen get, die +tage heient rogationes, von dem worte rogare. wan diu heilic +cristenheit manet uns da wir betent unde vastent unde mit den +crucen gant, niht alleine fur die wolfe die dem libe schadent, +me halt fur die wolfe die der sele schadent. Pentecosten da +kumet von dem crieschin worte pente, da ist fiunfe, unde coste, +da ist zehene, als der spreche fiunf werbe zehine. also menic +dag ist och von ostern bi pfingsten. unde die zit begat die +cristenheit, wan die e Moysi wart gegebin uf dem lihten berge, +unde unsers[127] herren iungern enpfiengent den heiligen geist. +Nu han ich geseit von den ziten die man ahtet nach dem manen. Nu +wissest da der sunnentac (304b.) der da stat nach dem fiunften +tage vor dem Decembri unde vor dem dritten tage hin in Decembri, +der sunnentac ist ein anegenge de adventus, da uns kunftic ist +der tac an dem got geborn wart, de die wissagen vor lange +begeret hettent. + +Finis adest operis. mercedem posco[128] laboris. + + + [Anmerkungen: + + 1: In der Handschrift _elemente_ + 2. Zweimal _de_ + 3. _azzate_ + 4. _zahet_ + 5. _fiuhte. der_] _fhter_ + 6. _da_ fehlt. + 7. Bis hieher wechseln rothe und blaue Anfangsbuchstaben + der Abstze. + 8. _der sibinder_ + 9. _mensche_ + 10. _dem_ + 11. _firmentum_ + 12. _im_ + 13. _disen_ + 14. _de siv die_ + 15. _sternent_ + 16. _halb_ + 17. _kvmume_ + 18. _zeichein_ oder _zeichem_ + 19. _etriche_ + 20. _d kien_ + 21. _maht_ + 22. Die Kreise mit blauer, die Worte ausserhalb mit rother Farbe. + [[Bild 3]] + 23. _Ktes_ + 24. Dahinter als Merkzeichen ein durchkreuzter Kreis mit einem + Punkt in jedem Viertel. Vgl. 298c. 299c. [[Anm. 67, 85]] + 25. _volle_ + 26. _gevarne_ am Rande nachgetragen. + 27. _ein_ nachgetragen. + 28. _niht_ am Rande nachgetragen. + 29. _studel_ + 30. _dc_ + 31. _mache_ + 32. _ein_ + 33. Dahinter noch _der gat_ + 34. _bi_ + 35. _And' der_ + 36. _and[-e]_ + 37. Aus _drekengen_ gebessert. + 38. _ta- tage_ + 39. _heilige_ + 40. _sine_ + 41. _equiuocci[-u]_; nachher _equiuoci[-u]_ + 42. _zwelten_ + 43. _den cheine_ + 44. _ze_ fehlt. + 45. _nahet_ ohne _an_. + 46. _dem_ + 47. Dahinter fast eine ganze Zeile unlesbar ausgeschabt. + 48. _man_ fehlt. + 49. _d[-e]_ gebessert aus _hind[-e]_ + 50. Dahinter noch _vf der lingen siten_ + 51. _vmbe der beizzet_ + 52. _begegerunge_ + 53. _die der_ zweimal. + 54. _l[)o]m_ + 55. _sun[-e]_ + 56. _dem_ + 57. _gemahet_ + 58. _sunnentac_ fehlt. + 59. _vn ane_ + 60. _den_ + 61. _dann[-e]_ + 62. Dahinter noch _danne_. + 63. _alles_ + 64. _bettetet_; _den_ fehlt. + 65. _septetrione_ + 66. _wegenes gerihte._ _H'._ + 67. Dahinter ein durchkreuzter und punktierter Kreis wie 294d. + [[Anm. 24]] + 68. _vn scheiden_ + 69. _den ke[-i]_ + 70. _hinderer_ + 71. _d_ + 72. Das Bild der Sonne roth. [[Bild 6]] + 73. _man_ fehlt. + 74. _niemer_ + 75. _gengen_ + 76. _entwichen_ + 77. _werlichen_ + 78. _den_ + 79. _vol schinmet_ + 80. Sonne und Mond in nachstehendem Bilde roth gemalt. [[Bild 7]] + 81. _vol schinet_ + 82. _got_ zweimal. + 83. _lieht'es_ + 84. Die Mondbilder halb roth, halb schwarz; die Sonne roth. + [[Bild 9]] + 85. Am Rande das Merkzeichen wie 294d. 298c. [[Anm. 24, 67]] + 86. _wufzeh[-e]_ + 87. _all[-e]_ + 88. _da si_] _dez_ + 89. _cum_ + 90. _indirre_ zweimal. + 91. _n[-i]e ein v'gessin_ + 92. Zweimal _vf gezzit_ + 93. _hand[-e]_ + 94. _hant vestene_ + 95. _betrget_ + 96. _drie_ + 97. _dc die_; _c_ von spterer Hand. + 98. _sodiacg zodiacg_ + 99. _in zwelf_ _[-i]zwelfvi_ + 100. _svnn[-e]_ + 101. _da_ + 102. _nemet_ + 103. _gegegen_ + 104. _hemispiri[-u]_ + 105. _si_ + 106. _heiet_ fehlt; _zeichen_ aus _heizhen_ gebessert. + 107. _gl[)o]bit_ + 108. _sich_ fehlt. + 109. _worete_ + 110. _hiezet_ + 111. _disen_ + 112. _ist_ fehlt. + 113. _begegint_ + 114. _hegenvot[-e]t_ + 115. _der_ + 116. _mandem_ + 117. _genant_ + 118. _Idus kalende. Dc_ + 119. _merkint_ + 120. _in_ + 121. _von_. + 122. _der_ fehlt. + 123. _horint_ + 124. _dem_ + 125. _wan sl_ + 126. _vntolicheit_ + 127. _vnser_ + 128. _pasco_] + + * * * * * + * * * * + + [Bilder: + + 1 (293a): Kreis in drei Teile: Osten (asya), NW (Europa), + SW (affrica) + 2 (294c): Kreis mit mittelpunkt + 3 (294d): Konzentrische Kreise, siehe Text + 4 (298b): Kreis in 8 Teile + 5 (298c): Nord: Affricus / Notus / Auster / Meridies + Ost: subsolanus / vulturus / eurus / oriens + Sd: Tricius / Aquilo / Boreas / Septentrio + West: Chorus / Favorius / Zephirus / occidens + 6 (298d): Verdunkelung: der Mane zwischen die sunne und + die erde + 7 (299a): Mondfinsternis: die erde zwischen der mane und + die sunne + 8a (299b): Halbmond [crumb] + 8b: schwartzer Halbmond + 8c: schwartzer Kreis + 9 (299c): Mondphasen: die sunne / coniunctio // Moneydes / + Diadomos / Anphitrites / Panphilimios / Diatomos / Moneydes + 10 (300c): Blumenform] + + * * * * * + * * * * + +Druckfehler und Unregelmssigkeiten: + + (295b.) die liute teilent in in ein naht unde in einen tac + [d.h., einteilen + in] + (297b.) di[s]e lere wiset aristotiles. + [langes s im Original] + (298d.) + (299a.) [Punkte fehlen] + + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various + +*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE *** + +***** This file should be named 29436-8.txt or 29436-8.zip ***** +This and all associated files of various formats will be found in: + http://www.gutenberg.org/2/9/4/3/29436/ + +Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and +the Online Distributed Proofreading Team at +http://www.pgdp.net + + +Updated editions will replace the previous one--the old editions +will be renamed. + +Creating the works from public domain print editions means that no +one owns a United States copyright in these works, so the Foundation +(and you!) can copy and distribute it in the United States without +permission and without paying copyright royalties. Special rules, +set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to +copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to +protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project +Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you +charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you +do not charge anything for copies of this eBook, complying with the +rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose +such as creation of derivative works, reports, performances and +research. They may be modified and printed and given away--you may do +practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is +subject to the trademark license, especially commercial +redistribution. + + + +*** START: FULL LICENSE *** + +THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE +PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK + +To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free +distribution of electronic works, by using or distributing this work +(or any other work associated in any way with the phrase "Project +Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project +Gutenberg-tm License (available with this file or online at +http://gutenberg.org/license). + + +Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm +electronic works + +1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm +electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to +and accept all the terms of this license and intellectual property +(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all +the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy +all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession. +If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project +Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the +terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or +entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8. + +1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be +used on or associated in any way with an electronic work by people who +agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few +things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works +even without complying with the full terms of this agreement. See +paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project +Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement +and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic +works. See paragraph 1.E below. + +1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" +or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project +Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the +collection are in the public domain in the United States. If an +individual work is in the public domain in the United States and you are +located in the United States, we do not claim a right to prevent you from +copying, distributing, performing, displaying or creating derivative +works based on the work as long as all references to Project Gutenberg +are removed. Of course, we hope that you will support the Project +Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by +freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of +this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with +the work. You can easily comply with the terms of this agreement by +keeping this work in the same format with its attached full Project +Gutenberg-tm License when you share it without charge with others. + +1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern +what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in +a constant state of change. If you are outside the United States, check +the laws of your country in addition to the terms of this agreement +before downloading, copying, displaying, performing, distributing or +creating derivative works based on this work or any other Project +Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning +the copyright status of any work in any country outside the United +States. + +1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: + +1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate +access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently +whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the +phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project +Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, +copied or distributed: + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + +1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived +from the public domain (does not contain a notice indicating that it is +posted with permission of the copyright holder), the work can be copied +and distributed to anyone in the United States without paying any fees +or charges. If you are redistributing or providing access to a work +with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the +work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 +through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the +Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or +1.E.9. + +1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted +with the permission of the copyright holder, your use and distribution +must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional +terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked +to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the +permission of the copyright holder found at the beginning of this work. + +1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm +License terms from this work, or any files containing a part of this +work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. + +1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this +electronic work, or any part of this electronic work, without +prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with +active links or immediate access to the full terms of the Project +Gutenberg-tm License. + +1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, +compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any +word processing or hypertext form. However, if you provide access to or +distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than +"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version +posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org), +you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a +copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon +request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other +form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm +License as specified in paragraph 1.E.1. + +1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, +performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works +unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. + +1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing +access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided +that + +- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from + the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method + you already use to calculate your applicable taxes. The fee is + owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he + has agreed to donate royalties under this paragraph to the + Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments + must be paid within 60 days following each date on which you + prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax + returns. Royalty payments should be clearly marked as such and + sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the + address specified in Section 4, "Information about donations to + the Project Gutenberg Literary Archive Foundation." + +- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies + you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he + does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm + License. You must require such a user to return or + destroy all copies of the works possessed in a physical medium + and discontinue all use of and all access to other copies of + Project Gutenberg-tm works. + +- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any + money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the + electronic work is discovered and reported to you within 90 days + of receipt of the work. + +- You comply with all other terms of this agreement for free + distribution of Project Gutenberg-tm works. + +1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm +electronic work or group of works on different terms than are set +forth in this agreement, you must obtain permission in writing from +both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael +Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the +Foundation as set forth in Section 3 below. + +1.F. + +1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable +effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread +public domain works in creating the Project Gutenberg-tm +collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic +works, and the medium on which they may be stored, may contain +"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or +corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual +property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a +computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by +your equipment. + +1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right +of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project +Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project +Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project +Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all +liability to you for damages, costs and expenses, including legal +fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT +LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE +PROVIDED IN PARAGRAPH F3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE +TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE +LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR +INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH +DAMAGE. + +1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a +defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can +receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a +written explanation to the person you received the work from. If you +received the work on a physical medium, you must return the medium with +your written explanation. The person or entity that provided you with +the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a +refund. If you received the work electronically, the person or entity +providing it to you may choose to give you a second opportunity to +receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy +is also defective, you may demand a refund in writing without further +opportunities to fix the problem. + +1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth +in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER +WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO +WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. + +1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied +warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. +If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the +law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be +interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by +the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any +provision of this agreement shall not void the remaining provisions. + +1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the +trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone +providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance +with this agreement, and any volunteers associated with the production, +promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, +harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, +that arise directly or indirectly from any of the following which you do +or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm +work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any +Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause. + + +Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm + +Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of +electronic works in formats readable by the widest variety of computers +including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists +because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from +people in all walks of life. + +Volunteers and financial support to provide volunteers with the +assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's +goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will +remain freely available for generations to come. In 2001, the Project +Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure +and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. +To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation +and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 +and the Foundation web page at http://www.pglaf.org. + + +Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive +Foundation + +The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit +501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the +state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal +Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification +number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at +http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent +permitted by U.S. federal laws and your state's laws. + +The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. +Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered +throughout numerous locations. Its business office is located at +809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email +business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact +information can be found at the Foundation's web site and official +page at http://pglaf.org + +For additional contact information: + Dr. Gregory B. Newby + Chief Executive and Director + gbnewby@pglaf.org + + +Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation + +Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide +spread public support and donations to carry out its mission of +increasing the number of public domain and licensed works that can be +freely distributed in machine readable form accessible by the widest +array of equipment including outdated equipment. Many small donations +($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt +status with the IRS. + +The Foundation is committed to complying with the laws regulating +charities and charitable donations in all 50 states of the United +States. Compliance requirements are not uniform and it takes a +considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up +with these requirements. We do not solicit donations in locations +where we have not received written confirmation of compliance. To +SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any +particular state visit http://pglaf.org + +While we cannot and do not solicit contributions from states where we +have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition +against accepting unsolicited donations from donors in such states who +approach us with offers to donate. + +International donations are gratefully accepted, but we cannot make +any statements concerning tax treatment of donations received from +outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. + +Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation +methods and addresses. Donations are accepted in a number of other +ways including checks, online payments and credit card donations. +To donate, please visit: http://pglaf.org/donate + + +Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic +works. + +Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm +concept of a library of electronic works that could be freely shared +with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project +Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support. + + +Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed +editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. +unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily +keep eBooks in compliance with any particular paper edition. + + +Most people start at our Web site which has the main PG search facility: + + http://www.gutenberg.org + +This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, +including how to make donations to the Project Gutenberg Literary +Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to +subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. diff --git a/29436-8.zip b/29436-8.zip Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..74f5d38 --- /dev/null +++ b/29436-8.zip diff --git a/29436-h.zip b/29436-h.zip Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..ee75aaf --- /dev/null +++ b/29436-h.zip diff --git a/29436-h/29436-h.htm b/29436-h/29436-h.htm new file mode 100644 index 0000000..0832faf --- /dev/null +++ b/29436-h/29436-h.htm @@ -0,0 +1,2112 @@ +<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" +"http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> + +<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> + +<head> +<title>Meinauer Naturlehre</title> +<meta http-equiv = "Content-Type" content = "text/html; charset=UTF-8" /> + +<style type = "text/css"> + +body {margin-left: 10%; margin-right: 10%;} +div.titlepage, div.intro, div.maintext +{margin-top: 4em; margin-bottom: 4em;} + + +hr {width: 80%; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; +text-align: center;} +hr.mid {width: 40%;} +hr.tiny {width: 20%;} +hr.micro {width: 10%;} + +sup {font-size: 75%; line-height: 50%;} +sub {font-size: 100%;} +em {font-style: normal; font-weight: normal; letter-spacing: .2em; +margin-right: -.2em;} +p.caption em {letter-spacing: normal; margin-right: 0;} + +a {text-decoration: none;} +a.tag {vertical-align: .3em; font-size: 80%; padding-left: .25em; +line-height: .1em;} +p.caption a {font-style: normal;} + +h1, h2, h3, h4, h5, h6 {text-align: center; font-style: normal; +font-weight: normal; line-height: 1.5; margin-top: .5em; +margin-bottom: .5em;} + +h1 {font-size: 200%;} +h2 {font-size: 175%;} +h3 {font-size: 150%;} +div.intro h3 {font-weight: bold;} +h4 {font-size: 120%;} +h5 {font-size: 100%;} +h6 {font-size: 85%;} + +p {margin-top: .5em; margin-bottom: 0em; line-height: 1.2; clear: right;} + +p.space {margin-top: 1em;} +p.illustration {text-align: center; clear: both; +margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;} +p.caption {font-style: italic; margin: 1em 2em;} +span.figfloat {float: left; clear: left; width: auto; +margin: .5em 1em 0 0;} + +div.verse {margin: .5em 2em; font-style: italic;} +div.verse p {margin-top: 0; margin-left: 4em; text-indent: -4em;} + +p.center {text-align: center;} +p.right {text-align: right;} + + +/* footnotes */ + +div.footnote {font-size: 92%; margin: 2em;} +div.footnote p {line-height: normal;} + +span.footnote {float: right; clear: right; width: 25%; font-size: 85%; +padding: .5em 0 .5em .5em; margin: .5em 0 .25em 1em; +border-top: 2px solid #999; border-left: 2px solid #999; +border-bottom: 2px solid #999; } + + +/* floating paragraph or drop cap */ + +.firstletter {font-size: 150%; font-weight: bold; line-height: .67em;} +.firstletter.red {color: #C00; background-color: inherit;} +.firstletter.blue {color: #00C; background-color: inherit;} + +/* text formatting */ + +.smallroman {font-size: 80%;} + +.larger {font-size: 110%;} +.extended {letter-spacing: 0.2em; margin-right: -.2em;} + + +/* correction popup */ + +ins.correction {text-decoration: none; border-bottom: thin dotted red;} + +/* page number */ + +span.pagenum {position: absolute; right: 2%; font-size: 90%; +font-weight: normal; font-style: normal; text-align: right; +text-indent: 0em;} + +/* Transcriber's Note */ + +.mynote {background-color: #DDE; color: #000; +font-family: sans-serif; font-size: 90%;} + +div.mynote {margin: 1em 5%; padding: .5em 1em 1em;} +p.mynote {margin: 1em 5%; padding: 1em;} +div.mynote a {text-decoration: none;} + +</style> +</head> + +<body> + + +<pre> + +The Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + + +Title: Meinauer Naturlehre + +Author: Various + +Editor: Wilhelm Wackernagel + +Release Date: July 18, 2009 [EBook #29436] + +Language: German + +Character set encoding: UTF-8 + +*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE *** + + + + +Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and +the Online Distributed Proofreading Team at +http://www.pgdp.net + + + + + + +</pre> + +<div class = "mynote"> + +<p><a name = "start" id = "start">Dieser Text</a> benutzt die +UTF-8-Kodierung (Unicode). Wenn die Apostrophe, Anführungszeichen und +die Umlaute in diesem Absatz als seltsame Zeichen dargestellt werden, +könnte es auch an Ihrem inkompatiblen Browser oder an fehlenden Fonts +(Zeichensätzen) liegen. Stellen Sie zunächst sicher, dass der +„Zeichensatz“ oder „Datei-Kodierung“ auf Unicode (UTF-8) eingestellt +ist. Eventuell ist es auch nötig, die Standardschrift Ihres Browser zu +ändern.</p> + +<p>Einige Druckfehler sind korrigiert und mit <ins class = "correction" +title = "wie so">popups</ins> notiert. Rechtschreibung, Zeichensetzung +und Großschreibung sind ungeändert.</p> + +<p>Der Haupttext braucht „geschwänztes z“ (<b>ȥ</b>). Notwendigerweise +können Sie diese in <b>z̧</b> (z mit cedilla) oder sogar <b>ß</b> +ändern.</p> + +<p>Das Buch war schwarzweiß gedruckt. Bildfarben, sowie auch das Zeichen +<img src = "images/note24.gif" width = "21" height = "21" +alt = "siehe anmerkung 24" />, +sind wie in die Anmerkungen beschrieben.</p> + +<p class = "center"> +<a href = "#vorwort">Vorwort</a><br /> +<a href = "#naturlehre">Meinauer Naturlehre</a></p> +</div> + + + + +<div class = "titlepage"> + +<h1>BIBLIOTHEK</h1> + +<h6>DES</h6> + +<h3 class = "extended"><b>LITERARISCHEN VEREINS</b></h3> + +<h5>IN STUTTGART.</h5> + +<h4>XXII.</h4> + +<hr class = "mid" /> + +<h5><b>STUTTGART.</b></h5> + +<h6>GEDRUCKT AUF KOSTEN DES LITERARISCHEN VEREINS.</h6> + +<h5>1851.</h5> + +</div> + +<hr /> + +<div class = "titlepage"> + +<h3><em>LITERARISCHER VEREIN</em></h3> + +<h6>IN</h6> + +<h4>STUTTGART</h4> + +<h6><em>GEGRÜNDET 1839</em>.</h6> + +<hr class = "tiny" /> + +<h6>PROTECTOR:</h6> + +<h5>SEINE MAJESTÄT DER KÖNIG VON WÜRTTEMBERG.</h5> + +<h4>* <sub>*</sub> *</h4> + +<h5><em>Präsident</em>:</h5> + +<p>Dr <em>Keller</em>, professor in Tübingen.</p> + +<h5><em>Secretär</em>:</h5> + +<p>Dr <em>Holland</em>, privatdocent in Tübingen.</p> + +<h5><em>Kassier</em>:</h5> + +<p><em>Huzel</em>, reallehrer in Tübingen.</p> + +<h5><em>Ausschuss für das jahr 1851</em>:</h5> + +<p>Gr. freiherr <em>Cotta</em> v. <em>Cottendorf</em>, k. baier, +kämmerer in Stuttgart.</p> + +<p>Dr <em>Fallati</em>, professor in Tübingen.</p> + +<p>Hofrath dr <em>Grimm</em>, akademiker in Berlin.</p> + +<p>Dr E. v. <em>Kausler</em>, archivrath in Stuttgart.</p> + +<p>Dr <em>Klüpfel</em>, bibliothekar in Tübingen.</p> + +<p>F. v. <em>Lehr</em>, director der k. privatbibliothek in +Stuttgart.</p> + +<p>Dr <em>Menzel</em> in Stuttgart.</p> + +<p>Dr <em>Michelant</em>, professor in Rennes.</p> + +<p>Dr <em>Schmeller</em>, professor in München.</p> + +<p>Oberstudienrath dr C. v. <em>Stälin</em>, oberbibliothekar in +Stuttgart.</p> + +<p>Dr <em>Wackernagel</em>, professor in Basel.</p> + +<p>Dr G. v. <em>Wächter</em>, kanzler in Tübingen.</p> + +<h5><em>Agent</em>:</h5> + +<p><em>Fues</em>, sortimentsbuchhändler in Tübingen.</p> + +</div> + +<hr /> + +<div class = "titlepage"> + +<h2><em><b>MEINAUER NATURLEHRE</b></em></h2> + +<p> <br /> </p> + +<h6>HERAUSGEGEBEN</h6> + +<p> </p> + +<h6>VON</h6> + +<p> </p> + +<h5><b>WILHELM WACKERNAGEL.</b></h5> + +<p> <br /> </p> + +<p class = "illustration"> +<img src = "images/decline.gif" width = "285" height = "14" +alt = "----" /></p> + +<p> </p> + +<h5><b>STUTTGART.</b></h5> + +<h6><em>GEDRUCKT AUF KOSTEN DES LITERARISCHEN VEREINS</em>.</h6> + +<h5>1851.</h5> + +</div> + +<hr /> + +<div class = "titlepage"> + +<hr class = "mid" /> + +<h6><em>Tübingen</em>, gedruckt bei Ludwig Friedrich Fues.</h6> + +</div> + +<div class = "intro"> + +<span class = "pagenum">V</span> +<h3><a name = "vorwort" id = "vorwort"><em>Vorwort</em>.</a></h3> + +<hr class = "micro" /> + +<p><span class = "firstletter">D</span>as altdeutsche Prosawerkchen, das +auf den nachfolgenden Blättern veröffentlicht wird, steht in der Basler +Pergamenthandschrift B. VIII. 27<a class = "tag" name = "intro_tag1" id += "intro_tag1" href = "#intro_note1">1</a> zwischen Hugos von +Langenstein Marter der heil. Martina und Schondochs Litthauer; es ist +mit dem ersteren dieser Gedichte von demselben Lohnschreiber des +vierzehnten Jahrhunderts, einem Konrad von S. Gallen,<a class = "tag" +name = "intro_tag2" id = "intro_tag2" href = "#intro_note2">2</a> sauber +und zierlich aufgesetzt worden. Eine zweite Handschrift, die es +enthielte, ist zur Zeit noch unbekannt. Einzelne Stücke daraus sind +bereits an anderem Ort erschienen;<a class = "tag" name = "intro_tag3" +id = "intro_tag3" href = "#intro_note3">3</a> der vollständige Abdruck, +welcher hier nun vorliegt, wird sich durch den bedeutenden Werth +rechtfertigen, den dieses Buch für die Litteraturgeschichte und +namentlich für die Geschichte der Naturwissenschaft besitzt.</p> + +<p>Es fehlt unsrer alten Litteratur nicht an anderen ganz deutsch oder +deutsch und lateinisch verfassten Prosaschriften aus eben diesem Gebiet. +Aber die übrigen gehœren entweder lediglich der Arzneikunde an, und sind +dann eine kaum zusammengehaltene Reihe von Recepten, wie die mit dem +Namen des Hippocrates aufgeschmückten in Zürich,<a class = "tag" name = +"intro_tag4" id = "intro_tag4" href = "#intro_note4">4</a> Basel<a class += "tag" name = "intro_tag5" id = "intro_tag5" href = +"#intro_note5">5</a> und Leipzig<a class = "tag" name = "intro_tag6" id += "intro_tag6" href = "#intro_note6">6</a> und selbst jene grosse +Krankheits- und Heilmittellehre, deren Handschriften in Breslau und +München liegen;<a class = "tag" name = "intro_tag7" id = "intro_tag7" +href = "#intro_note7">7</a> oder sie verbinden, wie Konrad von +Megenberg,<a class = "tag" name = "intro_tag8" id = "intro_tag8" href = +"#intro_note8">8</a> die +<span class = "pagenum">VI</span> +Medicin mit der gesammten Naturgeschichte, oder weben endlich, wie das +älteste Buch dieser ganzen Reihe, der Lucidarius,<a class = "tag" name = +"intro_tag9" id = "intro_tag9" href = "#intro_note9">9</a> +Weltbeschreibung, Weltgeschichte und Theologie in einander. Den +praktischen Bezug auf die Gesundheitspflege hat auch unsre Schrift: sie +behandelt in solcher Art gleich zu Anfang die vier Temperamente. Die +Hauptsache jedoch, während Thier- und Pflanzenkunde u. s. f. +gänzlich bei Seite bleiben, ist ihr die Astronomie, die Lehre von der +Gestalt der Erde, der Bewegung der Himmelskörper, der Berechnung und +Benennung der Zeiten nach Sonnen- und Mondenlauf und dem Lauf der +übrigen Gestirne. Und hier tritt uns, anziehend genug und überraschend, +eine Kenntniss entgegen, wie sie dem Mittelalter nicht allgemein +geläufig, wie sie der Kirche nicht immer genehm, ja von derselben +mehrfach verpœnt war. Der Verfasser weiss nicht bloss, woher Sonnen- und +Mondfinsterniss rühren (297c, ff.): er weiss auch, dass die Erde +eine Kugel (293a.)<a class = "tag" name = "intro_tag10" id = +"intro_tag10" href = "#intro_note10">10</a> und der Fall eine Bewegung +nach deren Mittelpunkte sei (294c.).<a class = "tag" name = +"intro_tag11" id = "intro_tag11" href = "#intro_note11">11</a> Kurz, er +hat von diesen Dingen diejenige Kenntniss, bis zu der schon das +griechisch-rœmische Alterthum durch Eratosthenes und Ptolemæus gelangt +war. Nur erscheint die Ueberlieferung davon in der Weise des +Mittelalters trüb und verwirrt: Romulus z. B. und Numa Pompilius, +die er auf Anlass der Römischen Jahres- und Monatrechnung zu nennen hat, +sind ihm zu <i>meistern</i>, das heisst hier zu Astronomen, und aus +<i>Pompilius</i> ist noch <i>Pompeius</i> geworden (296a. b. +301d. ff.). Ich vermuthe, dass er diesen antiken und überhaupt den +ganzen Stoff seines Buches durch Vermittelung der Aerzte und +Naturgelehrten zu Montpellier empfangen habe. Dahin deutet nebst der +Erwähnung eines namhaften Astronomen der in Spanien benachbarten Araber, +des Alfraganus (293a.) d. i. des Mohammed ben Ketir von Ferganah,<a +class = "tag" name = "intro_tag12" id = "intro_tag12" href = +"#intro_note12">12</a> der diætetische Abschnitt Bl. 297a. ff. Denn eben +diese Regeln über Essen und Trinken, Schlafen und Baden finden sich, +theilweis mit beinahe wörtlicher Uebereinstimmung, auch in einer +Sammlung +<span class = "pagenum">VII</span> +medicinischer Schriften wieder, die, jetzt der Bibliothek zu Basel +angehœrig, ihren Ursprung in Montpellier genommen hat.<a class = "tag" +name = "intro_tag13" id = "intro_tag13" href = "#intro_note13">13</a> +Sie lauten daselbst auf Provenzalisch also:</p> + +<p><i>Om quan ce leua de dormir deu anar petit epla esos membres +estendre eson cap penchenar. car lestendilar aferma locors el penchenar +enfa issir lo fum que pueia el cap lanueg</i></p> + +<p><i>In en estiu deu hom som cors lauar am baynga freia car estrenh lo +fum delcor edona talent demaniar E deu se hom uestir de blancas camizas +ede bels uestimens car lo coragge dome sen alegra. epueis bregue las +dens elas gingiuas am bonas especias. epueis onhgua lo cors am debos +enguens car lo cors sen es gauis perlas bonas odors. E pueis mania +debos lectuaris confortatius et aias una liura daloe car aisso mou +lacalor naturalh edezembarga lacalor del pania edestiu lauentozitat +pueis an sen estar edeportar ab sos priuatz per es gauzir son cors. +E quant uolra maiar<a class = "tag" name = "intro_tag14" id = +"intro_tag14" href = "#intro_note14">14</a> osopar. caualgue. i. pauc +que mais ne maniara</i></p> + +<p>Wo aber und von wem ist unser deutsches Buch verfasst worden? Es wäre +gewagt zu behaupten, so nahe gelegt auch die Behauptung ist, dass Hugo +von Langenstein, der die heil. Martina gedichtet, auch dieses in der +Handschrift gleich auf die Martina folgende Werk zuerst geschrieben +habe. Denn Hugo, der in seinen Versen so geschmacklos und der Sprache +nur wenig Meister ist,<a class = "tag" name = "intro_tag15" id = +"intro_tag15" href = "#intro_note15">15</a> konnte die Prosa schwerlich +mit so leichter Einfachheit handhaben; die zu solchem Werk erforderliche +Gelehrsamkeit hätte ihm vielleicht nicht gefehlt.<a class = "tag" name = +"intro_tag16" id = "intro_tag16" href = "#intro_note16">16</a> Aber ein +Zeitgenosse wird es gewesen sein (die Martina ist von 1293)<a class = +"tag" name = "intro_tag17" id = "intro_tag17" href = +"#intro_note17">17</a> und ein Ordensbruder Hugos, ein +<span class = "pagenum">VIII</span> +Deutschritter, und auch in dem Ordenshause auf der Meinau angesessen, +welches Hugo stiften helfen und in welchem er selbst vielleicht als +Commenthur sein Leben beschlossen hat.<a class = "tag" name = +"intro_tag18" id = "intro_tag18" href = "#intro_note18">18</a> Die +Handschrift ist sichtlich zuerst im Besitze Deutscher Ritter gewesen und +für solche gefertigt worden: ein Glied des Ordens hat die Martina +gedichtet, und die später erst beigefügten Reime Schondochs von dem +heidnischen König in Litthauen behandeln eine Ordenssage. Jene Diætetik +sodann setzt ein vornehm bequemes Herrenleben voraus, wie es solch einem +Orden vergönnt war; wirklich hat auch sie die Grundlage oder wenigstens +doch Beitræge hergegeben zu æhnlichen Anweisungen, die spæterhin für den +Hochmeister in Preussen von einem berühmten Arzte niedergeschrieben +wurden.<a class = "tag" name = "intro_tag19" id = "intro_tag19" href = +"#intro_note19">19</a> Und wenn endlich Bl. 298b. der Eurus +<i>niderwint</i>, der Auster <i>waȥȥirwint</i>, der Zephyrus +<i>waltwint</i> heisst, so sind das Benennungen, die gerade auf der +Meinau, in der nördlichen Bucht des Bodensees, am füglichsten Platze +waren: denn da ist östlich niederes ebneres Land, westlich der +Schwarzwald, südlich das grosse Schwabenmeer. Deshalb ist der Titel +„Meinauer Naturlehre“ schon früher gewæhlt<a class = "tag" name = +"intro_tag20" id = "intro_tag20" href = "#intro_note20">20</a> und auch +diessmal festgehalten worden.</p> + +<p>Die ursprüngliche Aufsetzung jedoch haben wir in der Basler +Handschrift so wenig von diesem Prosabüchlein als von der Martina. Beide +enthalten mancherlei Fehler, die auf eine nicht ganz leserlich +gefertigte oder stellenweis verwischte Urschrift zurückdeuten, und der +Abschreiber erweist sich oft gedankenlos und überall unkundig. Ich habe +mich bemüht die so entstandenen Fehler zu beseitigen; die Anmerkungen +verzeichnen bei jeder Besserung die handschriftliche Lesart. Nur wo es +lateinische und griechische Worte betrifft, habe ich lieber nicht +geändert, da in solchen schon die Urschrift irren mochte. In der +Bearbeitung des Textes noch +<span class = "pagenum">IX</span> +weiter zugehn und so, wie es die Herausgeber altdeutscher Schriften +lieben, die Sprache ebenmæssiger zu machen, als sie im Munde des +Schreibers und wohl auch des Verfassers selber war, schien unerlaubt. Es +sind demnach mehrerlei Formen derselben Worte, mehrerlei Schreibungen +desselben Lautes gern und geflissentlich geduldet, und nur in einigen +unwesentlichen Stücken ist um das Geschäft des Lesers zu erleichtern die +strenge Buchstæblichkeit verlassen worden: die Abkürzungen sind +aufgelöst, die vocalischen <i>v</i> gegen <i>u</i>, die consonantischen +<i>u</i> gegen <i>v</i> vertauscht; Präpositionen, wo sie mit ihren +Substantiven in eins geschrieben waren, davon getrennt; umgekehrt +Zusammensetzungen, wo ihre Bestandteile getrennt waren, in eins +geschrieben; und endlich anstatt der blossen Punkte noch andere +Satzzeichen, aber mit mœglichster Einfachheit des Verfahrens, +eingefügt.</p> + +<p class = "space"><em>Basel</em>, im August 1850.</p> + +<p class = "right"><span class = "larger"> +<b>Wilhelm Wackernagel.</b></span></p> + + +<div class = "footnote"> + +<p><a name = "intro_note1" id = "intro_note1" href = +"#intro_tag1">1)</a> +Ausführliche Beschreibung derselben in den Altd. Handschriften der +Basler Univ. Bibliothek S. 39 ff.</p> + +<p><a name = "intro_note2" id = "intro_note2" href = +"#intro_tag2">2)</a> +Am Schluss der Martina, Bl. 292d:</p> + +<div class = "verse"> +<p>Der dis buoch geschriben hat</p> +<p>Der heizit von sant Gallen Cvonrat.</p> +</div> + +<p>Als Lohnschreiber bezeichnet er sich durch den Schlussvers der +Naturlehre, 304b: <i>Finis adest operis mercedem pasco</i> (d. i. +<i>posco</i>) <i>laboris</i>.]</p> + +<p><a name = "intro_note3" id = "intro_note3" href = +"#intro_tag3">3)</a> +Altd. Lesebuch Sp. 767–774.</p> + +<p><a name = "intro_note4" id = "intro_note4" href = +"#intro_tag4">4)</a> +Graffs Diutiska 2, 269.</p> + +<p><a name = "intro_note5" id = "intro_note5" href = +"#intro_tag5">5)</a> +Haupts und Hoffmanns Altd. Blätter 2, 133.</p> + +<p><a name = "intro_note6" id = "intro_note6" href = +"#intro_tag6">6)</a> +Aufsess Anzeiger f. Kunde des deutschen Mittelalters 2, 242.</p> + +<p><a name = "intro_note7" id = "intro_note7" href = +"#intro_tag7">7)</a> +Hoffmanns Fundgruben 1, 317. Schmellers Bair. Wörterb. 3, 678.</p> + +<p><a name = "intro_note8" id = "intro_note8" href = +"#intro_tag8">8)</a> +Büschings wöchentl. Nachr. 2, 273 ff. 293 ff.</p> + +<p><a name = "intro_note9" id = "intro_note9" href = +"#intro_tag9">9)</a> +Aufsess und Mones Anzeiger 3, 311. Altd. Blätter 2, 5.</p> + +<p><a name = "intro_note10" id = "intro_note10" href = +"#intro_tag10">10)</a> +Vgl. Haupts Zeitschr. f. Deutsches Alterthum 6, 145.</p> + +<p><a name = "intro_note11" id = "intro_note11" href = +"#intro_tag11">11)</a> +<i>Wie swærer last sich neiget zer erden zenter</i>: der Kanzler in +vdHagens Minnesingern 2, 390b.</p> + +<p><a name = "intro_note12" id = "intro_note12" href = +"#intro_tag12">12)</a> +Schnurrers Biblioth. Arab. 462 ff.</p> + +<p><a name = "intro_note13" id = "intro_note13" href = +"#intro_tag13">13)</a> +Handschr. D. II. 11; vgl. Haupts Zeitschr. 5, 16.</p> + +<p><a name = "intro_note14" id = "intro_note14" href = +"#intro_tag14">14)</a> +lies <i>maniar</i></p> + +<p><a name = "intro_note15" id = "intro_note15" href = +"#intro_tag15">15)</a> +Altd. Handschr. d. Basler Univ. Bibl. 46.</p> + +<p><a name = "intro_note16" id = "intro_note16" href = +"#intro_tag16">16)</a> +Ein Abschnitt der Martina (<i>von der menschlichen blœde</i> +114d.–137b.) ist nach Pabst Innocenz III. Schrift <i>de miseria +conditionis humanæ</i> gearbeitet.</p> + +<p><a name = "intro_note17" id = "intro_note17" href = +"#intro_tag17">17)</a></p> + +<div class = "verse"> +<p>Als man mit warheit spurte</p> +<p>Do waz nach gottes geburte</p> +<p>Diz buoch gemachet daz ist war</p> +<p>Do man zalte tusent iar</p> +<p>vnde dar zvo zwei hundert</p> +<p>mit warheit vs gesundert.</p> +<p>Driv vnde nvnzic darzvo 292c.</p> +</div> + +<p><a name = "intro_note18" id = "intro_note18" href = +"#intro_tag18">18)</a> +Im Jahr 1287 war er Commenthur zu Sumiswald (im Canton Bern); 1298 +lebte er noch zu Freiburg im Breisgau; Commenthur auf der Meinau ward er +nach Lassbergs Vermuthung 1319: Altd. Handschr. d. Basl. Univ. Bibl. 40. +Haupts Zeitschr. 7, 169.</p> + +<p><a name = "intro_note19" id = "intro_note19" href = +"#intro_tag19">19)</a> +Auszüge aus diesem „Regiment des Lebens“ in Raumers Hist. Taschenbuch 1, +189 ff.</p> + +<p><a name = "intro_note20" id = "intro_note20" href = +"#intro_tag20">20)</a> +Altd. Lesebuch 767.</p> +</div> + +</div> +<!-- end div intro --> + +<div class = "maintext"> +<a name = "naturlehre" id = "naturlehre"> </a> + +<span class = "pagenum">1</span> +<p><span class = "firstletter red">D</span>eȥ menschin lip ist gemachet +uȥ vier elementen<a class = "tag" name = "tag1" id = "tag1" href = +"#note1">1</a>. +<span class = "footnote"> +<a name = "note1" id = "note1" href = "#tag1">1)</a> +In der Handschrift <i>elemente</i><br /> +<a name = "note2" id = "note2" href = "#tag2">2)</a> +Zweimal <i>de</i></span> +da von so wil ich dir sagen welhes siu sint. Daȥ erste ist diu erde. diu +ist kugeleht. daȥ mac man kiesin da bi. wan so der mane verleschit, daȥ +schinet uns an der ersten stunde der naht. aber die da sint in oriente, +die sehint des manen gebresten umbe die dritten stunde der naht. daȥ ist +darumbe. wan eȥ ist in e naht dan uns. daȥ en mohte niemer gesehen, +enwere daȥ<a class = "tag" name = "tag2" id = "tag2" href = +"#note2">2</a> +ertriche niht kugeleht unde enmitten hoch. da von so gat in diu sunne e +uf danne uns. wonde si danne also gar michel ist, da von schinet si +sleht unde breit. unde daȥ mer hat dise welt in driu also geteilit:<br +/> +<span class= "figfloat"> +<img src = "images/bild1.png" width = "66" height = "65" +alt = "circle divided in half and quarter" /></span> +Daȥ minste heiȥit Europa, Daȥ ander affrica, Daȥ dritte asya. Von dem +ertriche sprichet ein phylosophus, alfraganus „Den minsten sternen den +der mensche mac gesehin, der ist groȥir (293b.) danne daȥ ertriche alle +sament, unde ein Sterne ist als ein punctel gein dem himel.“ Nu merke +wie groȥ der himel si gein dem ertriche. Diu erde ist der andern +elemente reinate unde ein drussene. Unde diu erde ist von ir nature +durre unde kalt. also der naturen sint och ein teil liute. den sprechint +die arzate<a class = "tag" name = "tag3" id = "tag3" href = +"#note3">3</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note3" id = "note3" href = "#tag3">3)</a> +<i>azzate</i><br /> +<a name = "note4" id = "note4" href = "#tag4">4)</a> +<i>zahet</i></span> +Melancolici. die artent nach der erden, unde sint sorghaft, gerne +truric, gitic unde habende, ungetruwe, zahe<a class = "tag" name = +"tag4" id = "tag4" href = "#note4">4</a> +unde swarzir varwe. Nu hest du ein element. daȥ ist diu erde.</p> + +<p><span class = "footnote"> +<a name = "note5" id = "note5" href = "#tag5">5)</a> +<i>fiuhte. der</i>] <i>fúhter</i></span> +<span class = "firstletter blue">D</span>aȥ ander element ist daȥ +wasser, unde ist och cugeleht umbe daȥ ertriche. als in eime eige daȥ +luter umbe den duttern gat, also umbegat daȥ wasser die erde. nuwen daȥ +uns got den luft hie lat, daȥ wir genesen, eȥ solte anders alles hie +waȥȥir sin. unde ist och daȥ waȥȥir kalt unde fiuhte. der<a class = +"tag" name = "tag5" id = "tag5" href = "#note5">5</a> +naturen sint och die liute, den die meister sprechint sanguinei. die +ar-(293c.)tent nach dem waȥȥir, unde sint gebinde, minnende, frolich, +lachende, unde rotenthafter varwen, unde singent, unde feiȥet sint si, +geturstic unde guotmuotic. Nu hestu daȥ ander element, daȥ wasser.</p> + +<span class = "pagenum">2</span> +<p><span class = "firstletter red">D</span>aȥ dritte element daȥ ist der +luft. der besluȥit in sich die ersten zwei, unde ist warm unde fiuhte. +darnach artent die, den die arzate sprechint fleumatici, unde sint an +slafenne gerne drage, unde mugent vil speichlotun haben, unde hant +herten sin, veiȥt, unde wis sint siu gerne. Nu hestu daȥ dritte element. +daȥ ist der luft.</p> + +<p><span class = "firstletter blue">D</span>aȥ vierde ist daȥ<a class = +"tag" name = "tag6" id = "tag6" href = "#note6">6</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note6" id = "note6" href = "#tag6">6)</a> +<i>daȥ</i> fehlt.</span> +fiur, unde ist durre unde warm, unde umbegat die andern alle. der nach +artent die lute, die da heiȥint colorici. die sint los, drugenhaft, +zornic, gebinde unde geturstic, ruh, cranc, durre, unde bleicher varwen. +dise vier element gent dem libe fuorunge. daȥ sint die erde, waȥȥir, +luft unde fiur. (293d.)</p> + +<p><span class = "firstletter red">D</span>arnach<a class = "tag" name = +"tag7" id = "tag7" href = "#note7">7</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note7" id = "note7" href = "#tag7">7)</a> +Bis hieher wechseln rothe und blaue Anfangsbuchstaben der Absätze.<br /> +<a name = "note8" id = "note8" href = "#tag8">8)</a> +<i>der sibinder</i><br /> +<a name = "note9" id = "note9" href = "#tag9">9)</a> +<i>mensche</i><br /> +<a name = "note10" id = "note10" href = "#tag10">10)</a> +<i>dem</i><br /> +<a name = "note11" id = "note11" href = "#tag11">11)</a> +<i>firmentum</i></span> +ob disen elementen gat ein gar luter gegni an, der sibin<a class = "tag" +name = "tag8" id = "tag8" href = "#note8">8</a> +sternen, die da heiȥint planeten. die gant anders danne ander sternen, +daȥ man<a class = "tag" name = "tag9" id = "tag9" href = "#note9">9</a> +sprichit, si sin die ierrenden sternen. E danne ich dir von disen +siben sternen sage, so wil ich von den<a class = "tag" name = "tag10" id += "tag10" href = "#note10">10</a> +obresten sagen, daȥ du eȥ deste baȥ merkest. ob disen siben sternen, von +den ich dir sagende wirde, sint alle sternen, unde alle sternen an dise +siben heiȥent die steten sternen oder die gesteten, wonde si gestetent +sint in die witen, die da heiȥit daȥ firmamentum<a class = "tag" name = +"tag11" id = "tag11" href = "#note11">11</a>, +daȥ siu gelich balde gant mit dem firmamentum allumbe die elementa. Von +dem lande gant si her uber, da die sunne uf gat, hine da diu sunne under +gat, under die erde hine. von disen steten sternen en wil ich nihtesniht +sagen iegnote, nuwan daȥ dise sternen unde ir firmamentum also balde +(294a.) umbe gant, daȥ siu soltent mit in<a class = "tag" name = "tag12" +id = "tag12" href = "#note12">12</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note12" id = "note12" href = "#tag12">12)</a> +<i>im</i><br /> +<a name = "note13" id = "note13" href = "#tag13">13)</a> +<i>disen</i><br /> +<a name = "note14" id = "note14" href = "#tag14">14)</a> +<i>de siv die</i></span> +umbe ciehin die vier elementen, also gehes, daȥ nihtes niht en solte +noch en mohte begruonen oder bekumen. da von so het si got beschaffen, +dise<a class = "tag" name = "tag13" id = "tag13" href = "#note13">13</a> +siben sternen, daȥ die<a class = "tag" name = "tag14" id = "tag14" href += "#note14">14</a> +fuoren sulent die welt unde den obresten sternen widerstan sulent. Daȥ +firmamentum gat umbe von orient vil swinde zuo dem occident. aber da +wider her dan gant die planeten von occident zuo orient. Spreche danne +ieman „ich en weiȥ waȥ du seist. ich weiȥ wol, die sternen gant alle zuo +orient uf unde ze occident under,“ deȥ antwurte ich also. die steten +sternen<a class = "tag" name = "tag15" id = "tag15" href = +"#note15">15</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note15" id = "note15" href = "#tag15">15)</a> +<i>sternent</i><br /> +<a name = "note16" id = "note16" href = "#tag16">16)</a> +<i>halb</i><br /> +<a name = "note17" id = "note17" href = "#tag17">17)</a> +<i>kvmume</i></span> +gant von dem oriente zuo dem occidente naturliche. den ganc hant si. +aber die planete hant zwene genge. +<span class = "pagenum">3</span> +einen betwungenlichen hant si mit dem firmamente von oriente, unde der +ganc nimet obern hant.<a class = "tag" name = "tag16" id = "tag16" href += "#note16">16</a> +der ander ganc ist der (294b.) naturlich ganc den die planeten hant von +occidente wider daȥ firmamente. der ganc ist so verdruckit, daȥ er +kume<a class = "tag" name = "tag17" id = "tag17" href = "#note17">17</a> +schinet. wonde aber nieman mich lihte noch niht verstat, so wil ich ein +bizeichen setzin. nim ein wurmel unde setze daȥ umbe ein umbe gendes +rat, daȥ eȥ crieche wider deȥ rades lof. so gat daȥ wurmel für sich, +unde wirfet daȥ rat umbe diȥ wurmelin hin wider vil menic werbe, +e dan eȥ gecrieche wider an daȥ zeichen<a class = "tag" name = +"tag18" id = "tag18" href = "#note18">18</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note18" id = "note18" href = "#tag18">18)</a> +<i>zeichein</i> oder <i>zeichem</i></span> +da eȥ an huob. also wirfet daȥ firmamentum die planeten von oriente zuo +dem occidente aller tegelich umbe. der wider strebint die planete, unde +sument sich, daȥ siu niht also schiere under gant also die steten +sternen. daȥ ander bizeichen ist. die meister sprechint, unde ist och +war: so diu creature ie liehter ist, so dringet eȥ ie me hin uf, alse +diu flamme. daȥ abir ie swerer ist, daȥ duget so eȥ meist mac zuo +(294c.) dem centrum, daȥ ist zuo dem allir mittelsten puncten, der en +mitten in dem ertriche<a class = "tag" name = "tag19" id = "tag19" href += "#note19">19</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note19" id = "note19" href = "#tag19">19)</a> +<i>etriche</i><br /> +<a name = "note20" id = "note20" href = "#tag20">20)</a> +<i>dú kien</i></span> +stat. der heiȥit daȥ centrum, also der puncte der en mitten in eime +umbecreise ist, der heiȥit och der centrum, als du kiesen<a class = +"tag" name = "tag20" id = "tag20" href = "#note20">20</a> +maht an dirre figuren:<br /> +<span class= "figfloat"> +<img src = "images/bild2.png" width = "55" height = "56" +alt = "circel mit mittelpunkt" /></span> +nemest du denne einen stein, unde wurfest in hohe uf, so heter zwene +genge, einen hin uf betwungenlichen, unde sinket doch naturlichen, daȥ +er drætecliche stiget. so er danne den betwungenlichen ganc verlat, so +vellet er swinde. also hant och die planeten zwene genge. der erste +planete heiȥit Saturnus, der ander Jupiter, darnach Mars, unde danne die +sunne, unde venus, Mercurius unde der Mane. Jupiter unde venus sint +geluckehaft, Saturnus unde Mars ubil. aber die sunne unde der mane unde +mercurius sint etwenne guot, etwenne ubil. Saturnus ist kalt unde durre, +Jupiter heiȥ unde fiuhte, Mars unde (294d.) die sunne heiȥ unde durre, +der mane unde venus fiuhte unde calt. +<span class = "footnote"> +<a name = "note21" id = "note21" href = "#tag21">21)</a> +<i>maht</i><br /> +<a name = "note22" id = "note22" href = "#tag22">22)</a> +Die Kreise mit blauer, die Worte ausserhalb mit rother Farbe.</span> +Mercurius het mittelmæsige nature. unde het ie einer witern ganc danne +der ander. daȥ mahtu<a class = "tag" name = "tag21" id = "tag21" href = +"#note21">21</a> +allis kiesen ander figuren die hie nach gat.<a class = "tag" name = +"tag22" id = "tag22" href = "#note22">22</a></p> + +<span class = "pagenum">4</span> + +<p class = "illustration"> +<img src = "images/bild3.png" width = "490" height = "419" +alt = "sehe unten" /></p> + +<p class = "caption"> +<em>[Oben:]</em> Dise figura betiutet die welt wenne die elementen und +die himmele die hie getecket sint daz heizet ah die welt.<br /> +<em>[Unten:]</em> Der mazse iutet hundert iur und heizzet ouch diu +welt.<br /> +<em>[Innen:]</em> Primus motus oder primum mobile deist er himel der +oberest der da umbe gat / daz firmamentum / Saturnus / Jupiter / Mars / +Sol / Venus / Mercurius / der manu / daz fiur / der luft / daz wassir / +die erde<br /> +<a href = "images/bild3_full.png" target = "_blank">Grösseres +Bild</a></p> + +<p><span class = "footnote"> +<a name = "note23" id = "note23" href = "#tag23">23)</a> +<i>Kútes</i><br /> +<a name = "note24" id = "note24" href = "#tag24">24)</a> +Dahinter als Merkzeichen ein durchkreuzter Kreis mit einem Punkt in +jedem Viertel. Vgl. <a href = "#note67">298c.</a> <a href = +"#note85">299c.</a><br /> +<a name = "note25" id = "note25" href = "#tag25">25)</a> +<i>volle</i><br /> +<a name = "note26" id = "note26" href = "#tag26">26)</a> +<i>gevarne</i> am Rande nachgetragen.<br /> +<a name = "note27" id = "note27" href = "#tag27">27)</a> +<i>ein</i> nachgetragen.<br /> +<a name = "note28" id = "note28" href = "#tag28">28)</a> +<i>niht</i> am Rande nachgetragen.<br /> +<a name = "note29" id = "note29" href = "#tag29">29)</a> +<i>studel</i><br /> +<a name = "note30" id = "note30" href = "#tag30">30)</a> +<i>dc</i><br /> +<a name = "note31" id = "note31" href = "#tag31">31)</a> +<i>mache</i><br /> +<a name = "note32" id = "note32" href = "#tag32">32)</a> +<i>ein</i></span> +Kiut es<a class = "tag" name = "tag23" id = "tag23" href = +"#note23">23</a> +in tiuschen gelich, in latine heiȥit diu erste welt mundus, diu ander +welt seculum. In dem aller oberesten himel da ist ewekeit, da got ist ob +dem primum Mobile. aber hie ist zit, zergenclikeit. Sit daȥ ich danne +von der zit<a class = "tag" name = "tag24" id = "tag24" href = +"#note24">24</a> +<img src = "images/note24.gif" width = "21" height = "21" +alt = "siehe Text" /> +geret ein wenic habe, so wil (295a.) ich von der zit furbaȥ sagen. da +von wissest daȥ wir der zit niht me hant denne ein vil cleines stundel, +daȥ du eȥ kume maht vor<a class = "tag" name = "tag25" id = "tag25" href += "#note25">25</a> +cleine merken. unde die für gevarne<a class = "tag" name = "tag26" id = +"tag26" href = "#note26">26</a> +zit en ist niht ein<a class = "tag" name = "tag27" id = "tag27" href = +"#note27">27</a> +zit. die kunftige zit ist niht ein zit. unde diȥ stundel en ist och +niht<a class = "tag" name = "tag28" id = "tag28" href = "#note28">28</a> +ein zit. eȥ ist nuwen ein angenge der zite, als ein punctel einer linien +anegenge ist, unde ist doch niht ein linige. also ist eȥ umbe diȥ +stundel<a class = "tag" name = "tag29" id = "tag29" href = +"#note29">29</a>, +Unde en ist niht ein zit. da von sprach der wise man sant augustinus +„wir sin in der zit, wir reden von der zit. waȥ abir diu zit sie, des<a +class = "tag" name = "tag30" id = "tag30" href = "#note30">30</a> +vermisse wir genzliche. unde geschiht der zit, als der ein linigen +machen<a class = "tag" name = "tag31" id = "tag31" href = +"#note31">31</a> +wil mit einer nadeln durch win in eime napfe. daz gestrichene en<a class += "tag" name = "tag32" id = "tag32" href = "#note32">32</a> +ist niht. daȥ du solt strichen en ist niht. unde belibet dir nuwen ein +punctel. der abir dich fraget waȥ danne diu zit sie, so sprich: die zit +ist ein twale an der (295b.) die zergenclichen dinc beweget werdent.“ +<span class = "pagenum">5</span> +Ein naturliche dac, den die romer zuo mitter naht an hebent,<a class = +"tag" name = "tag33" id = "tag33" href = "#note33">33</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note33" id = "note33" href = "#tag33">33)</a> +Dahinter noch <i>der gat</i><br /> +<a name = "note34" id = "note34" href = "#tag34">34)</a> +<i>bi</i></span> +wonde got wart ze mitter naht geborn, der gat ze mitter naht uȥ. der +het<a class = "tag" name = "tag34" id = "tag34" href = "#note34">34</a> +vier unde zwenzic stunden, die liute teilent in in ein naht unde in +einen tac. die naht daȥ ist der erden schetewe, die von der sunnen gant. +Aber ein meister, heiȥit aristotiles, der sprichet von dem tage, der da +deȥ naturlichen tages teil ist, unde sprichet sin wort zuo latine also: +„dies est lacio solis super terram.“ Der tac, sprichet er, ist der +sunnen ufganc ubir die erde. diu erste stunde deȥ sunnentages, an der +richȥet der planete die sunne. da von heiȥit eȥ sunnentac. der ersten +stunden deȥ mentages richȥet der mane. da von heiȥit er mendag. an der +ersten stunden deȥ cistages richȥet Mars. da von heiȥit er martis tac. +an der ersten stunden der mitwochen so richȥet Mercurius. (295c.) An der +ersten stunden deȥ dunrestages richȥet Jupiter. An der<a class = "tag" +name = "tag35" id = "tag35" href = "#note35">35</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note35" id = "note35" href = "#tag35">35)</a> +<i>And’ der</i></span> +ersten stunden deȥ fritages richȥet venus, daȥ betiutet eine minnegotin. +An der ersten stunden deȥ samȥtages richȥet Saturnus. nach disen +planeten hant die heiden ir tage in der wochin genant, unde zellent siu +also nach einander: Dies solis, Dies lune, Dies martis, Dies mercurij, +Dies iovis, Dies veneris, Dies Saturni. Nu weistu wol iegliches tages +waȥ planeten an der ersten stunden richȥet. an der anderen stunden +richȥent ie die anderen. an der<a class = "tag" name = "tag36" id = +"tag36" href = "#note36">36</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note36" id = "note36" href = "#tag36">36)</a> +<i>andē</i></span> +dritten richȥent die dritten, die ie darnach gant. als an dem samȥtage. +der ersten stunden richȥet Saturnus, an der andern Jupiter, an der +dritten Mars, an der vierden sol, an der fiunften venus, an der sehȥten +Mercurius, an der sibenden luna, an der ahten saturnus. also aber an +unde uȥ, bis der tac hine kume. unde tuo dem andern (295d.) als dem +ersten, so weist du alle stunden waȥ planeten denne richȥit. deȥ wartent +die wisen, so siu drenker gent<a class = "tag" name = "tag37" id = +"tag37" href = "#note37">37</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note37" id = "note37" href = "#tag37">37)</a> +Aus <i>drekengen</i> gebessert.</span> +oder so siu laȥent. so wartent si weder der stunden planeta übel oder +guot si. aber die iuden virent den samȥtage, unde heiȥit sabbatum zuo +latin, unde nach der iuden wisheit der sunnendag in latine prima +sabbati, der mendac secunda sabbati, Danach tercia sabbati, unde denne +quarta sabbati, quinta sabbati unde sexta sabbati. Aber die cristen die +sprechint dem sunnentage, den siu da virent, Dominica dies, daȥ ist in +tiuschen unsers herren tac. dem selben sprechint +<span class = "pagenum">6</span> +si och prima feria, daȥ kit der erste dag. dem mentage sprechint siu +secunda feria, unde danne tercia feria, quarta feria, quinta feria, +sexta feria, unde danne sabbatum. dem tage<a class = "tag" name = +"tag38" id = "tag38" href = "#note38">38</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note38" id = "note38" href = "#tag38">38)</a> +<i>ta- tage</i></span> +sprechen wir als die iuden. wande sabbatum betutet ruowe. deȥ tages +ruowete got (296a.) von alleme dem werke daȥ er worhte, unde ruowete och +in dem grabe deȥ selbin tages nach der marter. der denne fragte „warumbe +en began wir niht ander vire, unde die woche an ze vahinne den samȥtag +als die iuden?“ dar zuo soltu antwurten daȥ wir daȥ von der +meisterschaft gottes hant. wan er wart deȥ sunnentages geborn, deȥ +selbin tages erstuont er, unde sant sine gabe deȥ heiligen<a class = +"tag" name = "tag39" id = "tag39" href = "#note39">39</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note39" id = "note39" href = "#tag39">39)</a> +<i>heilige</i><br /> +<a name = "note40" id = "note40" href = "#tag40">40)</a> +<i>sine</i></span> +geistes sinen<a class = "tag" name = "tag40" id = "tag40" href = +"#note40">40</a> +iungern an dem selben tage. Daȥ iar teilent die liute in zwei, in den +winter unde in den sumer. abir die meister teilent eȥ in vier teil. In +den winter. der vat an sant clementen tac an. ein meister, heiȥit numma +pompeius, der vahet daȥ iar an in dem winter, so die sunne in dem +zeichen loufet daȥ da heiȥit capricornus. wan so ist die sunne aller +verrest von uns, unde beginnet uns nahen. so ist eȥ och +sol-(296b.)sticium hyemale, daȥ winterlich solsticium. solsticium daȥ +ist, so die sunne als verre ist, daȥ si niht verrer mac, oder so nahe, +daȥ si niht naher en mac. so ist die sunne aller verrest, unde ist die +zit kalt unde fiuhte. so suln wir umbe keren die gewonheit unsers +lebins, unde sulint spulgen warmer spise. Daz ander teil heiȥit der +lenze. daȥ vahit an sant peters tag ane. Ein meister, heiȥit Romelus, +der vahet daȥ iar ane in dem lenzen, so die sunne loufet in dem zeichen +daȥ da heiȥit aries. wan so blugent elliu dinc. so ist eȥ och +equinoccium<a class = "tag" name = "tag41" id = "tag41" href = +"#note41">41</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note41" id = "note41" href = "#tag41">41)</a> +<i>equiuocciū</i>; nachher <i>equiuociū</i><br /> +<a name = "note42" id = "note42" href = "#tag42">42)</a> +<i>zwelten</i></span> +vernale. zuo merzen so ist der lenzeliche equinoccium. Equinoccium daȥ +ist, so diu naht unde der tac gelich lanc sint. daȥ iar gat zuo merzen +von rehte an, nach der heiligen schrift. wan diu welt wart gemaht +xv<sup>o.</sup> kal. aprilis. unde me. unser herre gebiutet an eime +buoche, heiȥit exodus, in dem zwelften<a class = "tag" name = "tag42" id += "tag42" href = "#note42">42</a> +capitele von dem (296c.) merzen unde sprichit „Mensis iste primus erit +vobis in mensibus.“ daȥ ist: dirre manat sie iuch der erste under den +manoden. so ist diu zit warm unde fiuhte. so ist geismilch gesunt. so +ist och decheine<a class = "tag" name = "tag43" id = "tag43" href = +"#note43">43</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note43" id = "note43" href = "#tag43">43)</a> +<i>den cheine</i><br /> +<a name = "note44" id = "note44" href = "#tag44">44)</a> +<i>ze</i> fehlt.<br /> +<a name = "note45" id = "note45" href = "#tag45">45)</a> +<i>nahet</i> ohne <i>an</i>.</span> +zit besser ze<a class = "tag" name = "tag44" id = "tag44" href = +"#note44">44</a> +laȥen, ze badenne unde zuo allem deme, daȥ den lip reinet. Daȥ dritte +<span class = "pagenum">7</span> +teil heiȥit der sumer. der vahet an<a class = "tag" name = "tag45" id = +"tag45" href = "#note45">45</a> +an sant urbans tag. ein lant, heiȥit arabia, deȥ landes liute vahent daȥ +iar an in dem sumer, so die sunne loufet an dem zeichen daȥ da heiȥit +cancer. die selbin geloubint daȥ die sunne wurde gemaht an dem zeichen +daȥ da heiȥet leo. so aber in cancro diu sunne loufet, so ist eȥ +solsticium estivale, daȥ sumerliche solsticium, so uns die sunne aller +nahest ist. so ist diu zit warm unde durre. so sol man sich huoten vor +allen heiȥin spisen unde derrender unde vor zuo vil essenne, daȥ eime +menschen sin naturliche hizze iut cerga. so (296d.) sol man essen swaȥ +kule unde fuihte si. so sol man sich huoten vor unkiuschekeit unde vor +allem lasenne so man meiste mac. daȥ ist dem libe guot. unde man sol +kaltiu beder meȥeclich uben. Daȥ vierde teil deȥ iares heiȥit der +herbest, der<a class = "tag" name = "tag46" id = "tag46" href = +"#note46">46</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note46" id = "note46" href = "#tag46">46)</a> +<i>dem</i></span> +an vahet an sant Bartholomeus tag. Etliche meistere unde die iuden +vahent daȥ iar an in dem herbest, so die sunne lofet in libra. unde so +ist equinoccium autumpnale, daȥ winterliche equinoccium. so sint tac +unde naht gelich lanc. so vahent siu daȥ iar an. wan der herbest ist ein +fruhtber zit. also daȥ iar denne ist beroubet von den alten fruhten, +unde die nuwen fruhte denne ane gant, also gat ein alt iar us, ein nuwes +an. so ist diu zit kalt unde durre. so sol man bruchen die spise die +warm unde fiuhter naturen sien, als iunge huonre unde lemberin fleisch +unde edil druben unde lutern virnen win. unde sol man sich (297a.) +huoten vor unkiuscheit mit wiben<a class = "tag" name = "tag47" id = +"tag47" href = "#note47">47</a>. +<span class = "footnote"> +<a name = "note47" id = "note47" href = "#tag47">47)</a> +Dahinter fast eine ganze Zeile unlesbar ausgeschabt.<br /> +<a name = "note48" id = "note48" href = "#tag48">48)</a> +<i>man</i> fehlt.<br /> +<a name = "note49" id = "note49" href = "#tag49">49)</a> +<i>dē</i> gebessert aus <i>hindē</i></span> +deȥ herzen frode unde friheit ane bœse geluste ist dem libe gar gesunt. +zorn, sorge unde widermuote swendet die craft unde den lip, unde +dracheit. da von sol man die dracheit vertriben. unde so man morgens von +dem slafe gat, so sol man<a class = "tag" name = "tag48" id = "tag48" +href = "#note48">48</a> +die arme gelich dennen, unde daȥ houbit strelen, unde ogen, den munt +unde die zene unde hende weschen dur suverheit unde dur roscheit. so man +denne essen sol, so sol man vor den<a class = "tag" name = "tag49" id = +"tag49" href = "#note49">49</a> +lip muogen ein wenic mit etlicher arbeit. wan daȥ machet den lip rosch +unde liht, unde erhitzit den magen wol ze dowenne. ein ieglich mensche +enziehe sich trinkennes so eȥ meiste mac, aller meiste kaltes waȥȥers uf +daȥ essen. wan eȥ erkeltet den magen, unde wan eȥ ierret den lip unde +die spise. So man danne gisset ze inbisse, so sol man uf senften betten +ein wile +<span class = "pagenum">8</span> +slafen (297b.) uf der rehten siten, unde darnach<a class = "tag" name = +"tag50" id = "tag50" href = "#note50">50</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note50" id = "note50" href = "#tag50">50)</a> +Dahinter noch <i>vf der lingen siten</i><br /> +<a name = "note51" id = "note51" href = "#tag51">51)</a> +<i>vmbe der beizzet</i><br /> +<a name = "note52" id = "note52" href = "#tag52">52)</a> +<i>begegerunge</i><br /> +<a name = "note53" id = "note53" href = "#tag53">53)</a> +<i>die der</i> zweimal.<br /> +<a name = "note54" id = "note54" href = "#tag54">54)</a> +<i>lŏm</i></span> +sol man den slaf vollebringen uf der lingen siten. unde danach en sol +man nit zestunt essen, biȥ der mage itel werde. daȥ sol man kiesen bi +der dunneda der speicholter unde bi der gerunge deȥ magen. wanne swer in +umbederbe iȥȥet<a class = "tag" name = "tag51" id = "tag51" href = +"#note51">51</a> +unde ane begerunge<a class = "tag" name = "tag52" id = "tag52" href = +"#note52">52</a>, +so en vindet diu spise niht deȥ magen naturliche wermede. da von kumit +ungesuntheit. Swer aber erbeitet rehter zit, biȥ daȥ er begerunge +gewinnet zessenne, der sol alzestunt essen. anders der mage wirt zehant +vol boser fuhtekeit, die der<a class = "tag" name = "tag53" id = "tag53" +href = "#note53">53</a> +mage samenot von der ungesuntheit deȥ libes. unde der bœse toum<a class += "tag" name = "tag54" id = "tag54" href = "#note54">54</a> +der betrubet die hirne. unde der danach och isset, so ist die spise alse +si erschrecket sie, unde en git niht craft dem libe. <ins class = +"correction" title = "langes »s« im Original">diſe</ins> lere wiset +aristotiles. unde och dise, daȥ du wissest daȥ die durrecheit unde +keltene die vehtent wider die nature. (297c.) die selben zwei die sint +ein anegenge deȥ todeȥ. den soltu widerstan. als ich geseit habe, so +behalt die naturliche wermede so du meist maht. warme spise ist gesunt +unde die suoȥe. Aber da wider so derret unde swechit den lip luzil essen +unde vil trinken unde vaste arbeiten unde vil wallen oder gan unde der +sunnen<a class = "tag" name = "tag55" id = "tag55" href = +"#note55">55</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note55" id = "note55" href = "#tag55">55)</a> +<i>sunē</i><br /> +<a name = "note56" id = "note56" href = "#tag56">56)</a> +<i>dem</i><br /> +<a name = "note57" id = "note57" href = "#tag57">57)</a> +<i>gemahet</i></span> +schin, vor essenne slafen, oder uf herten betten ligen, unde daȥ man +bade in den<a class = "tag" name = "tag56" id = "tag56" href = +"#note56">56</a> +badern die mit listen gemaht sint, daȥ siu selber warment. gesalzene +spise oder durre spise oder calte unde alten win unde dicke lasen die +sint schedelich. Nu weistu wol wie man daȥ iar in vier teile teilet. Nu +wissist daȥ wir da mitte vier frone vasten hant, wonde daȥ mensche uȥer +vier elementen gemachet<a class = "tag" name = "tag57" id = "tag57" href += "#note57">57</a> +ist, daȥ eȥ allen sinen lip verzehene gotte. Eine frone vaste ist die +mittewoche nach sante Lucien dage. die (297d.) ander ist die mittewoche +nah dem schurtage in der vasten. die dritte ist diu mittewoche nach deȥ +heiligen geistes dage, daȥ ist in der pfingestwuchen. die vierde unde +die hinderste frone vaste ist die mitwoche indem herbeste nach deȥ +heiligen cruces tage. Der babst het gebotten ze vastenne den abent sant +Peters, sancti andree, sancti symonis, sancti pauli, Sancti iude, sancti +Mathei. ist abir dirre heiligen abent ein sunnentage, so sol man den +samstag vasten. also sol man anderen zwelfbotten abenden +<span class = "pagenum">9</span> +och tuon, eȥ si danne ein sunnentac<a class = "tag" name = "tag58" id = +"tag58" href = "#note58">58</a>, +<span class = "footnote"> +<a name = "note58" id = "note58" href = "#tag58">58)</a> +<i>sunnentac</i> fehlt.<br /> +<a name = "note59" id = "note59" href = "#tag59">59)</a> +<i>vn ane</i><br /> +<a name = "note60" id = "note60" href = "#tag60">60)</a> +<i>den</i><br /> +<a name = "note61" id = "note61" href = "#tag61">61)</a> +<i>dannē</i><br /> +<a name = "note62" id = "note62" href = "#tag62">62)</a> +Dahinter noch <i>danne</i>.<br /> +<a name = "note63" id = "note63" href = "#tag63">63)</a> +<i>alles</i></span> +durch etliches landes redeliche gewonheit, Ane sancti iohannis +ewangelisten abint, wonde er zuo hant nach dem frolichen wichen naht +tage gat, unde ane sancti philipes unde<a class = "tag" name = "tag59" +id = "tag59" href = "#note59">59</a> +sancti iacobes abent an dem<a class = "tag" name = "tag60" id = "tag60" +href = "#note60">60</a> +ersten abent vor dem meigetage. wande ez ist danne<a class = "tag" name += "tag61" id = "tag61" href = "#note61">61</a> +ein (298a.) zit der frouden.<a class = "tag" name = "tag62" id = "tag62" +href = "#note62">62</a> +Noch danne sint sehȥ hochzit der abint man vasten sol. Wihe naht, +Pfingsten, Sunegiht, Laurenti, unser frowen messe der erren, unde och +sant Markes tac. als<a class = "tag" name = "tag63" id = "tag63" href = +"#note63">63</a> +daȥ iar in vier zit geteilet ist, also teilent och die arzate den +naturlichen tac, der vier unde zwenzic stunden het, in vier teil, unde +iegliches het sehȥ stunde. daȥ erste daȥ ist die mittenaht. darzuo +horint drie stunden die der vor sint unde drie dar nach, unde sint +fiuhte unde kalt. daȥ ander teil daȥ ist der sunnen ufganc. darzuo +horint drie stunden dervor unde drie dernach, unde sint warm unde +fiuhte. das dritte teil ist der mittetac. darzuo horint drie stunden der +vor unde dernach drie, unde sint warm unde durre. daȥ vierde ist der +sunnen underganc. darzuo horint drie stunden die dervor sint unde drie +dernach, unde sint kalt unde (298b.) durre. daȥ mahtu kiesin an dirre +figuren, die da betiutet den<a class = "tag" name = "tag64" id = "tag64" +href = "#note64">64</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note64" id = "note64" href = "#tag64">64)</a> +<i>betútetet</i>; <i>den</i> fehlt.</span> +naturlichen tag der an der mitten naht ane gat unde zuo mitter naht uȥ +als ein umbecreis.<br /> +<span class= "figfloat"> +<img src = "images/bild4.png" width = "216" height = "213" +alt = "occidens oriens" /></span> +also vahent die romer den naturlichen tac an. also teilit man deȥ +menschen lebtage in vier. daȥ erste ist die kintheit, iugent, manheit +unde daȥ alter. also sint och vier winde, unde het ieglicher zwene +anhenge oder zwene knehte. der erste heiȥit Boreas. der weget von +septentrione<a class = "tag" name = "tag65" id = "tag65" href = +"#note65">65</a>, +<span class = "footnote"> +<a name = "note65" id = "note65" href = "#tag65">65)</a> +<i>septetrione</i><br /> +<a name = "note66" id = "note66" href = "#tag66">66)</a> +<i>wegenes gerihte. H’.</i></span> +daȥ ist von deȥ Herwagenes gerihte<a class = "tag" name = "tag66" id = +"tag66" href = "#note66">66</a>, +daȥ ist von der mitter naht. der ander heiȥit eurus, bisa oder nider +<span class = "pagenum">10</span> +wint, unde weget von oriente. der dritte heizit Auster, waȥȥirwint, von +dem mittem tage. der vierde heiȥit waltwint oder aberer wint, zephirus, +von occidente. (298c.)</p> +<p class = "illustration"> +<img src = "images/bild5.png" width = "248" height = "254" +alt = "siehe unten" /></p> +<p class = "caption"> +Affricus / Notus / Auster / Meridies // subsolanus / vulturus / eurus / +oriens<br /> +Tricius / Aquilo / Boreas / Septentrio // Chorus / Favorius / Zephirus / +occidens</p> +<p><span class = "footnote"> +<a name = "note67" id = "note67" href = "#tag67">67)</a> +Dahinter ein durchkreuzter und punktierter Kreis wie <a href = +"#note24">294d.</a><br /> +<a name = "note68" id = "note68" href = "#tag68">68)</a> +<i>vn scheiden</i><br /> +<a name = "note69" id = "note69" href = "#tag69">69)</a> +<i>den keī</i><br /> +<a name = "note70" id = "note70" href = "#tag70">70)</a> +<i>hinderer</i><br /> +<a name = "note71" id = "note71" href = "#tag71">71)</a> +<i>dú</i><br /> +<a name = "note72" id = "note72" href = "#tag72">72)</a> +Das Bild der Sonne roth.</span> +dise winde unde ir anhengende winde maht du kiesin an dirre figuren.<a +class = "tag" name = "tag67" id = "tag67" href = "#note67">67</a> +<img src = "images/note24.gif" width = "21" height = "21" +alt = "siehe Text" /> +wande danne diu zit nach dem manen unde der sunnen underscheiden<a class += "tag" name = "tag68" id = "tag68" href = "#note68">68</a> +ist, da von wil ich sagen etwaȥ von in, e danne ich iut me von der +zit sage. Nu wissest daȥ etliche meistere sprechint daȥ alle sternen irn +schin enpfahent von der sunnen. so sprechint andere, dekein<a class = +"tag" name = "tag69" id = "tag69" href = "#note69">69</a> +sterne wan der mane enpfahit den schin von der sunnen. also enloikenet +nieman daȥ der mane enpfahet sin licht von der sunnen. wonde denne der +mane vil niderer ist, unde wonde er sich och hinderet<a class = "tag" +name = "tag70" id = "tag70" href = "#note70">70</a>, +so kumet er etwenne under die sunnen unde bedeckit si uns, daȥ uns +(298<ins class = "correction" title = ". fehlt">d.</ins>) dunkit, si sie +erlöschin. unde der gebreste der sunnen heisset eclipsis solis, daȥ ist +ein gebreste der sunnen. alse du<a class = "tag" name = "tag71" id = +"tag71" href = "#note71">71</a> +kiesen maht an dirre figuren.<a class = "tag" name = "tag72" id = +"tag72" href = "#note72">72</a><br /> +<span class= "figfloat"> +<img src = "images/bild6.png" width = "191" height = "194" +alt = "Verdunkelung" /></span> +unde wissest daȥ man<a class = "tag" name = "tag73" id = "tag73" href = +"#note73">73</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note73" id = "note73" href = "#tag73">73)</a> +<i>man</i> fehlt.<br /> +<a name = "note74" id = "note74" href = "#tag74">74)</a> +<i>niemer</i><br /> +<a name = "note75" id = "note75" href = "#tag75">75)</a> +<i>gengen</i><br /> +<a name = "note76" id = "note76" href = "#tag76">76)</a> +<i>entwichen</i></span> +in dem eclipsim niut ensiht in allem lande. der selbe eclipsis +enwiderfert nuwan<a class = "tag" name = "tag74" id = "tag74" href = +"#note74">74</a> +so der mane enzundet wirt. so sich der mane gehindert so verre, daȥ er +die rihte +<span class = "pagenum">11</span> +gegen<a class = "tag" name = "tag75" id = "tag75" href = +"#note75">75</a> +der sunne ist gestellet, daȥ die erde der enzwischen<a class = "tag" +name = "tag76" id = "tag76" href = "#note76">76</a> +ist, so schinet diu sunne uf daȥ ertriche, unde deȥ ertriches schatewe +driffet an den manen, daȥ er swarz wirdet. der gebreste heiȥit eclipsis +lune, daȥ ist ein gebreste deȥ manen, unde ist werlicher<a class = "tag" +name = "tag77" id = "tag77" href = "#note77">77</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note77" id = "note77" href = "#tag77">77)</a> +<i>werlichen</i><br /> +<a name = "note78" id = "note78" href = "#tag78">78)</a> +<i>den</i><br /> +<a name = "note79" id = "note79" href = "#tag79">79)</a> +<i>vol schinmet</i><br /> +<a name = "note80" id = "note80" href = "#tag80">80)</a> +Sonne und Mond in nachstehendem Bilde roth gemalt.</span> +ein breste deȥ maneschines denne der breste der<a class = "tag" name = +"tag78" id = "tag78" href = "#note78">78</a> +der sunne widervert. wenne die sunne verleschit niht. so verleschit der +mane. deȥ manen (299<ins class = "correction" title = ". fehlt">a.</ins>) bresten kiesint elliu lant wol. unde der eclipsis en +widervert niemer, nuwen so der mane volschinec<a class = "tag" name = +"tag79" id = "tag79" href = "#note79">79</a> +unde vierzehennehtic ist, als du hie kusest. da von waȥ es wider die +nature unde ein wunderlich gottes zeichin, daȥ die sunne, die eclipsin +niht en het, nuwan so der mane enzundet wirt,<a class = "tag" name = +"tag80" id = "tag80" href = "#note80">80</a> +<br /> +<span class= "figfloat"> +<img src = "images/bild7.png" width = "192" height = "203" +alt = "Mondfinsternis" /></span> +als ich da vor geseit habe, daȥ die sunne, sprich ich, do got martert +wart, eclipsim hete, swie so der mane ioch do volschinec<a class = "tag" +name = "tag81" id = "tag81" href = "#note81">81</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note81" id = "note81" href = "#tag81">81)</a> +<i>vol schinet</i></span> +waȥ. da von liset man von eime wisen heiden; der waȥ in criechen landen +von einer stat, heiȥit athene, da warent houbtschuolen, der wise man +hieȥ diosius; do der den wunderlichen gebresten ersach, do sprach er +„aut deus nature patitur, aut mundi machina dissolvetur,“ daz ist: +antweder got<a class = "tag" name = "tag82" id = "tag82" href = +"#note82">82</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note82" id = "note82" href = "#tag82">82)</a> +<i>got</i> zweimal.</span> +der naturen lidet not, oder (299b.) der welte stift oder machunge sol +zerstorit werden. Ein meister, heiȥit Martianus, der wil, eȥ en sie +danne eclipsis lune, daȥ der mane elliu zit volschinic sie, swie ioch +wise liute sprechint daȥ der mane gebrestenlich lieht habe von eime +manade an den anderen. unde sprichet denne ieman „wie mac dirre meister +danne war gehaben, sit man wol sihet daȥ der mane etwenne crumb ist, +also +<img src = "images/bild8a.gif" width = "13" height = "21" +alt = "krummond" />, +etwenne halb, also +<img src = "images/bild8b.gif" width = "13" height = "21" alt = +"schwarzer krummond" />, +etwenne vol, also +<img src = "images/bild8c.gif" width = "21" height = "21" alt = +"schwarzer mond" />“, +deȥ entwurt ich dir. Der mane ist alle zit halb lieht, halb vinster. +wonde denne der mane niderer ist denne die sunne, so er denne enzundet +wirt +<span class = "pagenum">12</span> +unde bi der sunnen gat, so ist er obene lieht unde unden vinster. so er +denne hinebaȥ kumet von der sunnen, so sehen wir nuwan den halben schin. +so er denne aller verrest cumet, so sehen wir den vollen schin, unde ist +andert-(299c.)halb vinster. also ist der mane an dem teile volles +lichtes<a class = "tag" name = "tag83" id = "tag83" href = +"#note83">83</a>, +<span class = "footnote"> +<a name = "note83" id = "note83" href = "#tag83">83)</a> +<i>lieht’es</i><br /> +<a name = "note84" id = "note84" href = "#tag84">84)</a> +Die Mondbilder halb roth, halb schwarz; die Sonne roth.</span> +daȥ gein der sunnen ist gerihtet, unde an dem andern teile ist er +vinster. unde so der mane uns niht enschinet, so er enzundet wirt, so +sprichit man im coniunctio. unde die namen het der mane nah einander, +also du kiesen maht an dirre figuren.<a class = "tag" name = "tag84" id += "tag84" href = "#note84">84</a></p> + +<p class = "illustration"> +<img src = "images/bild9.png" width = "289" height = "273" +alt = "Mondphasen" /></p> +<p class = "caption"> +die sunne / coniunctio<br /> +Moneydes / Diadomos / Anphitrites / Panphilimios / Diatomos / +Moneydes</p> + +<p><span class = "footnote"> +<a name = "note85" id = "note85" href = "#tag85">85)</a> +Am Rande das Merkzeichen wie <a href = "#note24">294d.</a> <a href = +"#note67">298c.</a><br /> +<a name = "note86" id = "note86" href = "#tag86">86)</a> +<i>wufzehē</i><br /> +<a name = "note87" id = "note87" href = "#tag87">87)</a> +<i>allē</i><br /> +<a name = "note88" id = "note88" href = "#tag88">88)</a> +<i>daȥ si</i>] <i>dez</i></span> +<img src = "images/note24.gif" width = "21" height = "21" +alt = "siehe Text" /> +<a class = "tag" name = "tag85" id = "tag85" href = +"#note85">85</a>tusent iar heiȥent ewen, daȥ ist ein alter. hundert iar +heissent seculum, daȥ ist ein welt, vunfzehen<a class = "tag" name = +"tag86" id = "tag86" href = "#note86">86</a> +heissent indictio. daȥ hant die romer gemaht, do si vor so gewaltic +warent, daȥ siu herschetent vil bi uber alle riche, do mahtent siu in +diu lant cinshaft alle iar. wonde eȥ denne kumberlich waȥ alle<a class = +"tag" name = "tag87" id = "tag87" href = "#note87">87</a> +iar zuo rome varn zins antwurten, da von gebutent siu den von verren +landen daȥ si so vunf iar (299d.) uȥ giengent golt ze cinse brahtent, +zeime zeichen daȥ siu heren werent. Abir nach fiunf iaren, daȥ si<a +class = "tag" name = "tag88" id = "tag88" href = "#note88">88</a> +brahtent silber, daȥ man der mitte soldener bereite, soldener daȥ sint +die da vehtent umbe solt, daȥ ist lon. Aber danne nach fiunf iaren, daȥ +siu brahtent gesmide, daȥ man wafen da mitte wider gemahte. unde ie +fiunf iar heissent lustrum. so cam<a class = "tag" name = "tag89" id = +"tag89" href = "#note89">89</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note89" id = "note89" href = "#tag89">89)</a> +<i>cum</i><br /> +<a name = "note90" id = "note90" href = "#tag90">90)</a> +<i>indirre</i> zweimal.<br /> +<a name = "note91" id = "note91" href = "#tag91">91)</a> +<i>nīe ein v’gessin</i><br /> +<a name = "note92" id = "note92" href = "#tag92">92)</a> +Zweimal <i>vf gezzit</i><br /> +<a name = "note93" id = "note93" href = "#tag93">93)</a> +<i>handē</i><br /> +<a name = "note94" id = "note94" href = "#tag94">94)</a> +<i>hant vestene</i><br /> +<a name = "note95" id = "note95" href = "#tag95">95)</a> +<i>betrúget</i></span> +der zins von allen landen in dirre<a class = "tag" name = "tag90" id = +"tag90" href = "#note90">90</a> +indictione aller zuo samene. daȥ man danne niemer vergesse<a class = +"tag" name = "tag91" id = "tag91" href = "#note91">91</a> +dirre zal, so hant die romer uf gesezzit<a class = "tag" name = "tag92" +id = "tag92" href = "#note92">92</a> +daȥ dekein privilegium, +<span class = "pagenum">13</span> +daȥ ist hantvestene, frome were, man enschribe danne under fiunfzehin +iaren welhes iares der brief wurde gegebin. unde die zal schriben wir +och an drier hande<a class = "tag" name = "tag93" id = "tag93" href = +"#note93">93</a> +briefen, an hantvestenen<a class = "tag" name = "tag94" id = "tag94" +href = "#note94">94</a>, +an den briefen da mitte man kirwihe beciuget<a class = "tag" name = +"tag95" id = "tag95" href = "#note95">95</a>, +unde an den briefen die man schribet an die groȥen osterliche kerzen. +der dan-(300a.)ne gerne wuste under disen fiunfzehin iaren in welheme +iare wir ieze sint, der tuo driu zuo den iaren von gottes geburte, wande +got an dem vierden iare geborn wart, unde teile danne die gottes iar zuo +fiunfzehinen. en belibet danne niht uber, so sin wir in dem +fiunfzehendesten iare. belibet aber danne uber, also menges so danne +uber belibet, in eime solichen sin wir. der ahte tac vor dem octobri ist +ein anegenge dirre fiunfzehin iare unde ein ende. Nu wil ich dir sagen +von der zit die man ahtet in eime sundern iare. da wissest daȥ man +drier<a class = "tag" name = "tag96" id = "tag96" href = +"#note96">96</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note96" id = "note96" href = "#tag96">96)</a> +<i>drie</i><br /> +<a name = "note97" id = "note97" href = "#tag97">97)</a> +<i>dc die</i>; <i>c</i> von späterer Hand.</span> +hande manoden war nimet. die<a class = "tag" name = "tag97" id = "tag97" +href = "#note97">97</a> +ersten sint der sunnen manden, die andern sint deȥ manen manden, die +dritten der gewonheite manden. E danne ich da von iht sage, so wil +ich dir ein wenic kunden vor hin daȥ guot darzuo ze wissenne ist. Der +umbeganc (300b.) den alle sternen hant umbe uns an dem himele heiȥit +zodiacus.<a class = "tag" name = "tag98" id = "tag98" href = +"#note98">98</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note98" id = "note98" href = "#tag98">98)</a> +<i>sodiacg zodiacg</i><br /> +<a name = "note99" id = "note99" href = "#tag99">99)</a> +<i>in zwelfú īzwelfvi</i><br /> +<a name = "note100" id = "note100" href = "#tag100">100)</a> +<i>svnnē</i><br /> +<a name = "note101" id = "note101" href = "#tag101">101)</a> +<i>da</i></span> +dirre zodiacus ist zerteilit in zwelfiu<a class = "tag" name = "tag99" +id = "tag99" href = "#note99">99</a>, +unde ieglich zeichen ist geteilit in driȥic stucke, unde ieglich stucke +heiȥit ein gradus, daȥ ist ein staffel. unde so du wellest wissen an +welheme zeichen unde in welheme gradu die sunne<a class = "tag" name = +"tag100" id = "tag100" href = "#note100">100</a> +sie, so nime die zale der tage die da für sint gevarn in dem manden in +dem du eȥ besuochen wilt, unde tuo fiunfzehin darzuo. werdent denne +driȥic oder minre da, so ist och diu sunne in der staffeln deȥ zeichens +daȥ<a class = "tag" name = "tag101" id = "tag101" href = +"#note101">101</a> +zuo dem mande horit. driffet denne ubir driȥic, so ist die sunne user +dem zeichin. also menges danne uberic ist, in einer solichen staffeln +deȥ andern zeichenes ist die sunne. Ein philosophus, ein vollecomen +meister, sprichit „die sunne ubermisset ein zeichen der zwelfer an eime +ganzen manode.“ (300c.) da neimet<a class = "tag" name = "tag102" id = +"tag102" href = "#note102">102</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note102" id = "note102" href = "#tag102">102)</a> +<i>nemet</i><br /> +<a name = "note103" id = "note103" href = "#tag103">103)</a> +<i>gegegen</i><br /> +<a name = "note104" id = "note104" href = "#tag104">104)</a> +<i>hemispiriū</i></span> +er der sunnen manden. der sunnen mande daȥ ist die zit, die wile die +sunne an eime zeichen louft. Ein zeichin heiȥit aries. daȥ betiutet +einen wider. wan so ist die sunne als ein wider hindene swach gegen<a +class = "tag" name = "tag103" id = "tag103" href = "#note103">103</a> +dem winter, wonde si wenic durrekeite unde wermede het. Abir da vorne +gegen dem sumer ist si me creftic. daȥ +<span class = "pagenum">14</span> +halbe teil deȥ himels obne daȥ wir da sehint, daȥ heiȥit hemisporium<a +class = "tag" name = "tag104" id = "tag104" href = "#note104">104</a>. +daȥ wir denne niht ensehen, daȥ heiȥit och also. als hie:<br /> +<span class = "figfloat"> +<img src = "images/bild10.png" width = "72" height = "70" +alt = "Blumenform?" /></span> +wonde denne die sunne, so si an dem ariete gat, von dem understen +emisperio sich gekeret hat zuo dem obersten, als ein wider, der in dem +winter als uf der lingen siten lac, der keret sich ze sumer uf die +rehte, unde och da von heiȥit diȥ zeichen aries, an dem die sunne wart +gemaht, als die cristenheit sprichet. abir anders sprechint arabes. daȥ +sint liute von eime (300d.) lande, daȥ heiȥit arabia. die sprechint, die +sunne wurde gemaht in leone. § Ein ander zeichin heiȥit taurus. wan +die zit so diu sunne loufet in tauro, so schinet der ohsen arbeit, unde +als ein ohse sterker ist danne ein wider, als ist die zit danne sterker +danne die erste an durre unde an wermede. § Ein ander zeichen +heiȥit gemini. wan so ist diu zit zwivaltic an wermede unde an durre. +§ Ein ander zeichen heiȥit Kanker. wan als der crebse hinder sich<a +class = "tag" name = "tag105" id = "tag105" href = "#note105">105</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note105" id = "note105" href = "#tag105">105)</a> +<i>si</i></span> +gat, als gat danne die sunne zuo dem understen emisperio von irme +hohsten gange, so ist solsticium estivale. § Ein ander zeichen +heiȥit Leo. wan als daȥ tier gar heiȥir naturen ist unde ubil, als ist +die sunne denne gar heiȥ unde durre, danne ist daȥ laȥen schade, wann +danne die lute versmahtent sint von hitzen unde von durrekeit. so sint +huntlich (301a.) tage. wan so gat die sunne bi eime sternen, der heiȥit +canis, wan er als reht ubil ist. § Ein ander zeichen heiȥȥet virgo. +danne ist diu zit unberhaft als ein maget. § Ein ander zeichen +heiȥet<a class = "tag" name = "tag106" id = "tag106" href = +"#note106">106</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note106" id = "note106" href = "#tag106">106)</a> +<i>heiȥet</i> fehlt; <i>zeichen</i> aus <i>heizhen</i> gebessert.</span> +libra. so sint tac unde naht als gelich lanc, als der ein ding wege mit +einer wagen. § Ein ander zeichen heiȥȥit Scorpio. so ist diu zit +ein wile minneclich unde danach calt unde drureclich, als daȥ scorpio. +daȥ leckit mit der zungen unde stichet danne mit dem zagele. § Ein +ander zeichen heiȥit sagitarius. wan so schuzit der winter an uns sine +freisen, waȥgewittere, wint, regen, hagel, sne unde frost. § Ein +ander zeichen heiȥit capricornus. wan als der capricornus uf stiget nach +den loubirn, als stiget die sunne danne von dem understen emisperio zuo +dem obersten. so langent die tage, unde ist (301b.) solsticium hyemale. +§ Ein ander zeichen heiȥit aquarius. so ist der luft gar wasserehte +unde +<span class = "pagenum">15</span> +fuhte. § Ein anders heiȥit pisches. so ist die zit so gar +wasserehte, daȥ man mohte sprechin, elliu dinc swumment als vische. Och +sprechint etlich meistere daȥ dise zwelf zeichen also genant sint +darumbe, wan die sternen die in der selbin gegni sint, die sint gestalt +nach den tieren nach den si genant sint. Nu sol ich von deȥ manen manden +sagen. deȥ manen mande ist diu zit in der der mane wider keren mac von +der sunnen. so er enzündet wirt, so lat er die sunne fur gan unde sumet +sich, biȥ er wider zuo der sunnen kumet. Also wider keret er von der +sunnen wider zuo der sunnen alle tac vier puncten. unde ie ein puncte +ist ein zehinde teil eines zeichins der zwelf zeichine. Einer hande zal, +he-(301c.)iȥit epacte, die leret welhes tages der mane enzundet werde. +die ist swere unde erdroȥȥenlich. da von vant uns der keiser iulius, der +waȥ an den sternen ein guot meister, der vant ein besir zale. die heiȥit +die guldin zal. Er wartete eines iares welhes tages der mane enzundet +wurde, unde schreib eines dar. also tet er an allen den tagen da der +mane ander wart, bis daȥ iar uȥ kam. deȥ andern iares, so der mane +enzundet wart, so schreip er zwei. Deȥ dritten iares driu, unde also biȥ +an das niunzehende iar. do schreip er niunzehene. an dem zwenzicgosten +iare, wa dan eines geschriben waȥ, da wart ie der mane enzündet. als gat +diȥe rechenunge an dem einen an unde an nunzehenen uȥ. Nu wil ich von +dem gewonlichen manden sagen. der gewonlich mande daȥ sint die tage die +von den alten ziten unde nu geschriben sint in unsern +ka-(301d.)lendenern. da von wiȥȥet daȥ romelus der meister waȥ der erste +under den romeren der daȥ iar mit den manden teilte. der mahte niht wan +zehen manden, Unde sprach, eȥ were ein iar. daȥ tet er darumbe, wan ein +frouwe ein kint niht langer treit dan zehin manden. unde in sinen ziten +waȥ gewonlich daȥ ein frowe nach ires mannes tode an ander man beleip +uber zehin manden. den ersten manden nante er marcium, wande sin vater +mars hieȥ. oder als die heidene gloubint<a class = "tag" name = "tag107" +id = "tag107" href = "#note107">107</a>, +<span class = "footnote"> +<a name = "note107" id = "note107" href = "#tag107">107)</a> +<i>glŏbit</i><br /> +<a name = "note108" id = "note108" href = "#tag108">108)</a> +<i>sich</i> fehlt.<br /> +<a name = "note109" id = "note109" href = "#tag109">109)</a> +<i>worete</i></span> +mars daȥ ist ein stritgot. nach dem mac och dirre mande wol heiȥin. wan +die romschen kunge fuorent die zit an den strit, so siu urluge hetent. +Do nante romulus den anderen manden aprilem. den namen gab er im von dem +worte aperire. wan in der zit so tuont sich<a class = "tag" name = +"tag108" id = "tag108" href = "#note108">108</a> +uf deȥ ertriches unde der +<span class = "pagenum">16</span> +boume pori. Do nante er den dritten Mæien, nach dem worte<a class = +"tag" name = "tag109" id = "tag109" href = "#note109">109</a> +Ma-(302a.)iores. wan die merren mahtent danne ir spil ze rome. Den +vierden nande er Junium. wan so hetent die iungen ir spil. Den fiunften +nante er Quintilem, nach dem worte quinque. Den sehsten sextilem, nach +dem worte sex. Der sibinde heiȥit september, von septem unde von ymber, +als der spreche „er ist der sibinde nach dem regenlichen manden.“ daȥ +ist der merze, ze gelicher wiȥ, heiȥit der ahte mande october, von octo +unde von ymber. Unde der niunde november, von novem unde ymber. Der +zehinde December, von decem und ymber. Da nach kam ein meister, der +heiȥet<a class = "tag" name = "tag110" id = "tag110" href = +"#note110">110</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note110" id = "note110" href = "#tag110">110)</a> +<i>hiezet</i></span> +numma pompeius, der merrete daȥ iar mit zwein manden. daȥ waȥ ianuarius +unde Februarius. Nach der heiden geloube ianus daȥ ist deȥ iares got. +der het zwei houbet, daȥ er hindene unde vorne gesehe. nach deme ist der +ianuarius genant, wan der mande ist (302b.) ein ende deȥ furgevarnen +iares unde ein anegenge deȥ kunftigen iares. er mac och heiȥen nach dem +worte ianua. wan als man zuo einer duren in gat, als gat man zuo disem<a +class = "tag" name = "tag111" id = "tag111" href = "#note111">111</a>, +<span class = "footnote"> +<a name = "note111" id = "note111" href = "#tag111">111)</a> +<i>disen</i><br /> +<a name = "note112" id = "note112" href = "#tag112">112)</a> +<i>ist</i> fehlt.<br /> +<a name = "note113" id = "note113" href = "#tag113">113)</a> +<i>begegint</i><br /> +<a name = "note114" id = "note114" href = "#tag114">114)</a> +<i>hegenvotēt</i><br /> +<a name = "note115" id = "note115" href = "#tag115">115)</a> +<i>der</i></span> +manden in daz iar. nach der heidene geloube Februus daȥ ist der hellen +got. darnach ist<a class = "tag" name = "tag112" id = "tag112" href = +"#note112">112</a> +der februarius genant, wan die romer warent noch do heidene unde +begiengint<a class = "tag" name = "tag113" id = "tag113" href = +"#note113">113</a> +deȥ hellegotes hogezit in dem februario. wie denne doch meister numma +dem iare zwelf manden gebe, doch mahte er eȥ ze kurz. wande die manden +warent manen manden. die engenuogten<a class = "tag" name = "tag114" id += "tag114" href = "#note114">114</a> +niht der sunnen loufe. da von kam ein andere, daȥ waȥ keiser iulius, der +mahte den<a class = "tag" name = "tag115" id = "tag115" href = +"#note115">115</a> +kalendener rehte unde irvollette den gebresten mit einlof dagen, die tet +er darzuo unde ein vierteil eines tages. da von het daȥ iar driu hundert +unde sehzic unde fiunf tage unde sehz stunden. doch ubergreif (302c.) er +mit eime zwelften teile einre stunden. Dirre Julius teilte iglichem +manden sine tage vil ordenlich, er vienc an an dem mercen. dem gab er +ein unde driȥic tage, dem andern driȥic, unde also biȥ uȥ. dem geraden +gap er gerade, dem ungeraden gab er ungerade. do er do herumbe an den +ianuarium kam, dem solte er ein unde driȥic tage han gegebin, unde +gebrast im eines tages. den nam er dem februario unde ervollete den +ianuarium unde sprach „der Februarius kumit sime gebresten wol nach, so +eȥ schaltiar +<span class = "pagenum">17</span> +sint.“ wan er do keiser waȥ, do wart der mande der vor quintilis hieȥ +Julius genant. daȥ tatent im die romer ze liebe, wan er in dem manden<a +class = "tag" name = "tag116" id = "tag116" href = "#note116">116</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note116" id = "note116" href = "#tag116">116)</a> +<i>mandem</i><br /> +<a name = "note117" id = "note117" href = "#tag117">117)</a> +<i>genant</i></span> +geborn wart. ze glicher wis tatent siu dem keiser augusto. der waȥ in +dem sextili geborn.<a class = "tag" name = "tag117" id = "tag117" href = +"#note117">117</a> +der mande wart augustus genant. aber keiser augustus nidete daȥ (302d.) +sin mande eines tages kurzir waȥ danne iulius, unde nam einen tac uȥ dem +Februario unde leite den in sinen manden. do beleip der februarius mit +eht unde zwenzic dagen. wan do drie manden nah enander giengent der +ieglicher ein unde driȥic hete, der iulius, augustus unde september, da +von nam der keiser augustus einen tac uȥ dem septembri unde gab in dem +octobri, unde nam einen uȥ dem novembri unde gap in dem decembri. also +stant die manden noch bi unsern ziten. Danach wissest daȥ ieglich mande +drier hande tage het, daȥ sint kalende, none unde Idus. kalende daȥ<a +class = "tag" name = "tag118" id = "tag118" href = "#note118">118</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note118" id = "note118" href = "#tag118">118)</a> +<i>Idus kalende. Dc</i><br /> +<a name = "note119" id = "note119" href = "#tag119">119)</a> +<i>merkint</i><br /> +<a name = "note120" id = "note120" href = "#tag120">120)</a> +<i>in</i></span> +ist als der spreche colende. wan an dem ersten tage iegliches manden so +uobtent siu eine gotin, die hieȥ iuno. kalo daȥ sprichet ruofen. da von +kumet och wol calende. wan so rief ein butel vor hin etwie lange (303a.) +unde kunte den merkit<a class = "tag" name = "tag119" id = "tag119" href += "#note119">119</a> +unde die hohgezit. kalo daȥ ist guot. da von heiȥit eȥ och kalende, wan +so hantgiftet ein friunt dem andern in dem namen daȥ im<a class = "tag" +name = "tag120" id = "tag120" href = "#note120">120</a> +gelucke unde guot davon volgete. Non daȥ ist niht. da von kumet none. +wan kein got enthilt niht die hohgezit iunonis in den tagen. oder none +daȥ ist als nove. wan die tage so fundent romer niuwe reht. nundine daȥ +sint mestage. wan do hie vor die mestage in disen tagen warent, da von +heiȥent dise tage none. § ydus daȥ kumet von eim kriechschen worte +ydos, daȥ ist ein teilunge. wan dise tage sint vil bi der halbe mande, +oder won<a class = "tag" name = "tag121" id = "tag121" href = +"#note121">121</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note121" id = "note121" href = "#tag121">121)</a> +<i>von</i>.</span> +sich die mestage danne schiedent. Nu soltu wissen, in ieglichem manden +sint zwene ubile tage. nach der heiden gelouben waȥ eȥ ubel, daȥ man an +den tagen kein werk an vienc, unde wer an (303b.) den tagen siech wart, +der starb oder genas kume. an den selben tagen plagete got daȥ volk von +egipto mit den groȥen slegen. och warent etlich heidene, die opfirtent +an disen tagen ir eigen menslich bluot dem hellegote der da heiȥit +pluto. da von wart eȥ verbotten, daȥ nieman laȥin solte an disen tagen, +daȥ man iht arcwane daȥ man menslich bluot opfere dem +<span class = "pagenum">18</span> +duvele. § Sant Augustinus verbiutet daȥ man iht bluot opfere +plutoni noch hohgezit began iunon an den kalendis. Der irkennen welle in +ieglichem manden weles sint verworfene tage, unde wele stunde schedelich +ist an den selben tagen, der lerne an disen versen. Armis gunfe dei +calatos adamare dabatur. Lixa memor conflans gelidos limpfantia quosdam. +Omne lumen aaron bagis consortia laudat. Thielinkat ei coequata gracia +lim (303c.) liphradus. ie zwei wort horint an einen manden. Daȥ erste +zalet obne her abe, daȥ ander zalet undene uf. der erste buochstabe an +der ersten sillaben bezeichint wel tage verworfen si. wan als verre der +buochstabe stat in dem a b c, also mengen tac stat der tac in dem +kalendario. ze gelicher wis bezeichenet der erste buochstabe an der +andern sillaben wel stunde in dem selben tage verworfen si. Nu han ich +geseit von der zit die man geschriben mac unde stete ist. nu wil ich +sagen von der<a class = "tag" name = "tag122" id = "tag122" href = +"#note122">122</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note122" id = "note122" href = "#tag122">122)</a> +<i>der</i> fehlt.<br /> +<a name = "note123" id = "note123" href = "#tag123">123)</a> +<i>horint</i><br /> +<a name = "note124" id = "note124" href = "#tag124">124)</a> +<i>dem</i></span> +bewegelichen zit die man ahtet bi dem loufe deȥ manen unde het keine +stat in dem kalendario. unde der zite sint fiunfe, septuagesima, +quadragesima, pascha, rogationes, pentecoste. wie aber der adventus +bewegelich si, so en horit<a class = "tag" name = "tag123" id = "tag123" +href = "#note123">123</a> +er doch niht zuo disen. wan man ahtet sin niht nach dem manen. die dage +die da heiȥent (303d.) septuagesima, mit den<a class = "tag" name = +"tag124" id = "tag124" href = "#note124">124</a> +begat man die sibinzic iar in den die kint von israhel warent gevangen +ze babilonie. quadragesima, mit den begat man die vierzic tage die +Moyses vastete unde enpfienc die zehin gebot von unsirme herren. Helyas +vastete och vierzic tage unde wart gezuckit an ein heinlich clare stat. +och vastete unser herre ihesus cristus selb vierzic tage unde uberwant +deȥ tievils bekorunge. wan dan alle gotes getat uns ein lere ist unde +ein wec, wir suln<a class = "tag" name = "tag125" id = "tag125" href = +"#note125">125</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note125" id = "note125" href = "#tag125">125)</a> +<i>wan súl</i><br /> +<a name = "note126" id = "note126" href = "#tag126">126)</a> +<i>vntolicheit</i></span> +och vierzic tage vasten, unde sulent gote unser lebin zehinden, als wir +och unser guot zehinden. den osteren sprechint die iuden pascha unde die +criechen phase. phase daȥ ist in latine transitus. wan unser herre +ihesus cristus do uber fuor von der dotlicheit zuo der untotlicheit<a +class = "tag" name = "tag126" id = "tag126" href = "#note126">126</a>, +danne suln wir uber varen von den sunden zuo den (304a.) tugenden, daȥ +wir von disim lebinne mugent komen zuo dem ewigen lebinne. A<span class += "smallroman">M</span>en. Die zit so man mit den crucen get, die tage +heiȥent rogationes, von dem worte rogare. wan diu heilic cristenheit +manet uns daȥ +<span class = "pagenum">19</span> +wir betent unde vastent unde mit den crucen gant, niht alleine fur die +wolfe die dem libe schadent, me halt fur die wolfe die der sele +schadent. Pentecosten daȥ kumet von dem crieschin worte pente, daȥ ist +fiunfe, unde coste, daȥ ist zehene, als der spreche „fiunf werbe +zehine.“ also menic dag ist och von ostern biȥ pfingsten. unde die zit +begat die cristenheit, wan die e Moysi wart gegebin uf dem lihten berge, +unde unsers<a class = "tag" name = "tag127" id = "tag127" href = +"#note127">127</a> +<span class = "footnote"> +<a name = "note127" id = "note127" href = "#tag127">127)</a> +<i>vnser</i></span> +herren iungern enpfiengent den heiligen geist. Nu han ich geseit von den +ziten die man ahtet nach dem manen. Nu wissest daȥ der sunnentac (304b.) +der da stat nach dem fiunften tage vor dem Decembri unde vor dem dritten +tage hin in Decembri, der sunnentac ist ein anegenge deȥ adventus, daȥ +uns kunftic ist der tac an dem got geborn wart, deȥ die wissagen vor +lange begeret hettent.</p> + +<p class = "center"> +Finis adest operis. mercedem posco<a class = "tag" name = "tag128" id = +"tag128" href = "#note128">128</a> laboris.</p> + +<p><span class = "footnote"> +<a name = "note128" id = "note128" href = "#tag128">128)</a> +<i>pasco</i></span></p> + +</div> +<!-- end div maintext --> + + + + + + + + +<pre> + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various + +*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE *** + +***** This file should be named 29436-h.htm or 29436-h.zip ***** +This and all associated files of various formats will be found in: + http://www.gutenberg.org/2/9/4/3/29436/ + +Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and +the Online Distributed Proofreading Team at +http://www.pgdp.net + + +Updated editions will replace the previous one--the old editions +will be renamed. + +Creating the works from public domain print editions means that no +one owns a United States copyright in these works, so the Foundation +(and you!) can copy and distribute it in the United States without +permission and without paying copyright royalties. Special rules, +set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to +copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to +protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project +Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you +charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you +do not charge anything for copies of this eBook, complying with the +rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose +such as creation of derivative works, reports, performances and +research. They may be modified and printed and given away--you may do +practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is +subject to the trademark license, especially commercial +redistribution. + + + +*** START: FULL LICENSE *** + +THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE +PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK + +To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free +distribution of electronic works, by using or distributing this work +(or any other work associated in any way with the phrase "Project +Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project +Gutenberg-tm License (available with this file or online at +http://gutenberg.org/license). + + +Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm +electronic works + +1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm +electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to +and accept all the terms of this license and intellectual property +(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all +the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy +all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession. +If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project +Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the +terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or +entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8. + +1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be +used on or associated in any way with an electronic work by people who +agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few +things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works +even without complying with the full terms of this agreement. See +paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project +Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement +and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic +works. See paragraph 1.E below. + +1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" +or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project +Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the +collection are in the public domain in the United States. If an +individual work is in the public domain in the United States and you are +located in the United States, we do not claim a right to prevent you from +copying, distributing, performing, displaying or creating derivative +works based on the work as long as all references to Project Gutenberg +are removed. Of course, we hope that you will support the Project +Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by +freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of +this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with +the work. You can easily comply with the terms of this agreement by +keeping this work in the same format with its attached full Project +Gutenberg-tm License when you share it without charge with others. + +1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern +what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in +a constant state of change. If you are outside the United States, check +the laws of your country in addition to the terms of this agreement +before downloading, copying, displaying, performing, distributing or +creating derivative works based on this work or any other Project +Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning +the copyright status of any work in any country outside the United +States. + +1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: + +1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate +access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently +whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the +phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project +Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, +copied or distributed: + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + +1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived +from the public domain (does not contain a notice indicating that it is +posted with permission of the copyright holder), the work can be copied +and distributed to anyone in the United States without paying any fees +or charges. If you are redistributing or providing access to a work +with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the +work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 +through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the +Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or +1.E.9. + +1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted +with the permission of the copyright holder, your use and distribution +must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional +terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked +to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the +permission of the copyright holder found at the beginning of this work. + +1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm +License terms from this work, or any files containing a part of this +work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. + +1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this +electronic work, or any part of this electronic work, without +prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with +active links or immediate access to the full terms of the Project +Gutenberg-tm License. + +1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, +compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any +word processing or hypertext form. However, if you provide access to or +distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than +"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version +posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org), +you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a +copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon +request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other +form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm +License as specified in paragraph 1.E.1. + +1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, +performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works +unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. + +1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing +access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided +that + +- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from + the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method + you already use to calculate your applicable taxes. The fee is + owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he + has agreed to donate royalties under this paragraph to the + Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments + must be paid within 60 days following each date on which you + prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax + returns. Royalty payments should be clearly marked as such and + sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the + address specified in Section 4, "Information about donations to + the Project Gutenberg Literary Archive Foundation." + +- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies + you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he + does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm + License. You must require such a user to return or + destroy all copies of the works possessed in a physical medium + and discontinue all use of and all access to other copies of + Project Gutenberg-tm works. + +- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any + money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the + electronic work is discovered and reported to you within 90 days + of receipt of the work. + +- You comply with all other terms of this agreement for free + distribution of Project Gutenberg-tm works. + +1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm +electronic work or group of works on different terms than are set +forth in this agreement, you must obtain permission in writing from +both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael +Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the +Foundation as set forth in Section 3 below. + +1.F. + +1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable +effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread +public domain works in creating the Project Gutenberg-tm +collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic +works, and the medium on which they may be stored, may contain +"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or +corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual +property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a +computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by +your equipment. + +1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right +of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project +Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project +Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project +Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all +liability to you for damages, costs and expenses, including legal +fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT +LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE +PROVIDED IN PARAGRAPH F3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE +TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE +LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR +INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH +DAMAGE. + +1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a +defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can +receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a +written explanation to the person you received the work from. If you +received the work on a physical medium, you must return the medium with +your written explanation. The person or entity that provided you with +the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a +refund. If you received the work electronically, the person or entity +providing it to you may choose to give you a second opportunity to +receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy +is also defective, you may demand a refund in writing without further +opportunities to fix the problem. + +1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth +in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER +WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO +WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. + +1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied +warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. +If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the +law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be +interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by +the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any +provision of this agreement shall not void the remaining provisions. + +1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the +trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone +providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance +with this agreement, and any volunteers associated with the production, +promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, +harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, +that arise directly or indirectly from any of the following which you do +or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm +work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any +Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause. + + +Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm + +Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of +electronic works in formats readable by the widest variety of computers +including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists +because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from +people in all walks of life. + +Volunteers and financial support to provide volunteers with the +assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's +goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will +remain freely available for generations to come. In 2001, the Project +Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure +and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. +To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation +and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 +and the Foundation web page at http://www.pglaf.org. + + +Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive +Foundation + +The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit +501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the +state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal +Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification +number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at +http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent +permitted by U.S. federal laws and your state's laws. + +The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. +Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered +throughout numerous locations. Its business office is located at +809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email +business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact +information can be found at the Foundation's web site and official +page at http://pglaf.org + +For additional contact information: + Dr. Gregory B. Newby + Chief Executive and Director + gbnewby@pglaf.org + + +Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation + +Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide +spread public support and donations to carry out its mission of +increasing the number of public domain and licensed works that can be +freely distributed in machine readable form accessible by the widest +array of equipment including outdated equipment. Many small donations +($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt +status with the IRS. + +The Foundation is committed to complying with the laws regulating +charities and charitable donations in all 50 states of the United +States. Compliance requirements are not uniform and it takes a +considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up +with these requirements. We do not solicit donations in locations +where we have not received written confirmation of compliance. To +SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any +particular state visit http://pglaf.org + +While we cannot and do not solicit contributions from states where we +have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition +against accepting unsolicited donations from donors in such states who +approach us with offers to donate. + +International donations are gratefully accepted, but we cannot make +any statements concerning tax treatment of donations received from +outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. + +Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation +methods and addresses. Donations are accepted in a number of other +ways including checks, online payments and credit card donations. +To donate, please visit: http://pglaf.org/donate + + +Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic +works. + +Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm +concept of a library of electronic works that could be freely shared +with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project +Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support. + + +Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed +editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. +unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily +keep eBooks in compliance with any particular paper edition. + + +Most people start at our Web site which has the main PG search facility: + + http://www.gutenberg.org + +This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, +including how to make donations to the Project Gutenberg Literary +Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to +subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. + + +</pre> + +</body> +</html> diff --git a/29436-h/images/bild1.png b/29436-h/images/bild1.png Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..5a9789a --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild1.png diff --git a/29436-h/images/bild10.png b/29436-h/images/bild10.png Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..cdd1185 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild10.png diff --git a/29436-h/images/bild2.png b/29436-h/images/bild2.png Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..fbe3ae2 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild2.png diff --git a/29436-h/images/bild3.png b/29436-h/images/bild3.png Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..16266a2 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild3.png diff --git a/29436-h/images/bild3_full.png b/29436-h/images/bild3_full.png Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..ac6cae4 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild3_full.png diff --git a/29436-h/images/bild4.png b/29436-h/images/bild4.png Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..bc637bf --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild4.png diff --git a/29436-h/images/bild5.png b/29436-h/images/bild5.png Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..dfe7d11 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild5.png diff --git a/29436-h/images/bild6.png b/29436-h/images/bild6.png Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..4539428 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild6.png diff --git a/29436-h/images/bild7.png b/29436-h/images/bild7.png Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..fd5a370 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild7.png diff --git a/29436-h/images/bild8a.gif b/29436-h/images/bild8a.gif Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..4321dc4 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild8a.gif diff --git a/29436-h/images/bild8b.gif b/29436-h/images/bild8b.gif Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..2923bf6 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild8b.gif diff --git a/29436-h/images/bild8c.gif b/29436-h/images/bild8c.gif Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..ef2016a --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild8c.gif diff --git a/29436-h/images/bild9.png b/29436-h/images/bild9.png Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..2fda600 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/bild9.png diff --git a/29436-h/images/decline.gif b/29436-h/images/decline.gif Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..196b00b --- /dev/null +++ b/29436-h/images/decline.gif diff --git a/29436-h/images/note24.gif b/29436-h/images/note24.gif Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..e6c8da2 --- /dev/null +++ b/29436-h/images/note24.gif diff --git a/LICENSE.txt b/LICENSE.txt new file mode 100644 index 0000000..6312041 --- /dev/null +++ b/LICENSE.txt @@ -0,0 +1,11 @@ +This eBook, including all associated images, markup, improvements, +metadata, and any other content or labor, has been confirmed to be +in the PUBLIC DOMAIN IN THE UNITED STATES. + +Procedures for determining public domain status are described in +the "Copyright How-To" at https://www.gutenberg.org. + +No investigation has been made concerning possible copyrights in +jurisdictions other than the United States. Anyone seeking to utilize +this eBook outside of the United States should confirm copyright +status under the laws that apply to them. diff --git a/README.md b/README.md new file mode 100644 index 0000000..c4e1fe7 --- /dev/null +++ b/README.md @@ -0,0 +1,2 @@ +Project Gutenberg (https://www.gutenberg.org) public repository for +eBook #29436 (https://www.gutenberg.org/ebooks/29436) |
