summaryrefslogtreecommitdiff
diff options
context:
space:
mode:
-rw-r--r--.gitattributes3
-rw-r--r--29436-0.txt1473
-rw-r--r--29436-0.zipbin0 -> 30133 bytes
-rw-r--r--29436-8.txt1473
-rw-r--r--29436-8.zipbin0 -> 29893 bytes
-rw-r--r--29436-h.zipbin0 -> 161234 bytes
-rw-r--r--29436-h/29436-h.htm2112
-rw-r--r--29436-h/images/bild1.pngbin0 -> 1156 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild10.pngbin0 -> 1265 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild2.pngbin0 -> 823 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild3.pngbin0 -> 18724 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild3_full.pngbin0 -> 63567 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild4.pngbin0 -> 6274 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild5.pngbin0 -> 11663 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild6.pngbin0 -> 4736 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild7.pngbin0 -> 5080 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild8a.gifbin0 -> 137 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild8b.gifbin0 -> 124 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild8c.gifbin0 -> 127 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/bild9.pngbin0 -> 8819 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/decline.gifbin0 -> 906 bytes
-rw-r--r--29436-h/images/note24.gifbin0 -> 151 bytes
-rw-r--r--LICENSE.txt11
-rw-r--r--README.md2
24 files changed, 5074 insertions, 0 deletions
diff --git a/.gitattributes b/.gitattributes
new file mode 100644
index 0000000..6833f05
--- /dev/null
+++ b/.gitattributes
@@ -0,0 +1,3 @@
+* text=auto
+*.txt text
+*.md text
diff --git a/29436-0.txt b/29436-0.txt
new file mode 100644
index 0000000..0fc11c5
--- /dev/null
+++ b/29436-0.txt
@@ -0,0 +1,1473 @@
+The Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
+
+
+Title: Meinauer Naturlehre
+
+Author: Various
+
+Editor: Wilhelm Wackernagel
+
+Release Date: July 18, 2009 [EBook #29436]
+
+Language: German
+
+Character set encoding: UTF-8
+
+*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE ***
+
+
+
+
+Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and
+the Online Distributed Proofreading Team at
+http://www.pgdp.net
+
+
+
+
+
+
+[Dieser Text benutzt die UTF-8-Kodierung (Unicode). Wenn die Apostrophe,
+Anführungszeichen und die Umlaute in diesem Absatz als seltsame Zeichen
+dargestellt werden, sollten Sie in Ihrem Text-Anzeigeprogramm
+„Zeichensatz“ oder „Datei-Kodierung“ auf Unicode (UTF-8) einstellen.
+Eventuell ist es auch nötig, die Standardschrift zu ändern. Wenn das
+auch nichts hilft, nehmen Sie stattdessen die Latin-1 Version dieses
+Textes.
+
+Der Haupttext braucht „geschwänztes z“ (ȥ). Notwendigerweise können Sie
+diese in z̧ (z mit cedilla) oder sogar ß ändern.
+
+Rechtschreibung, Zeichensetzung und Großschreibung sind ungeändert.
+Bildbeschreibungen stehen am Ende des Textes, hinter die Anmerkungen.]
+
+
+
+
+ BIBLIOTHEK
+
+ des
+
+ LITERARISCHEN VEREINS
+
+ In Stuttgart.
+
+ XXII.
+
+
+ STUTTGART.
+ Gedruckt auf Kosten des Literarischen Vereins.
+ 1851.
+
+
+
+
+ _LITERARISCHER VEREIN_
+
+ in
+
+ STUTTGART
+
+ _Gegründet 1839_.
+
+
+ Protector:
+
+ SEINE MAJESTÄT DER KÖNIG VON WÜRTTEMBERG.
+
+ * * *
+
+ _Präsident_:
+ Dr _Keller_, professor in Tübingen.
+
+ _Secretär_:
+ Dr _Holland_, privatdocent in Tübingen.
+
+ _Kassier_:
+ _Huzel_, reallehrer in Tübingen.
+
+ _Ausschuss für das jahr 1851_:
+
+ Gr. freiherr _Cotta_ v. _Cottendorf_, k. baier,
+ kämmerer in Stuttgart.
+ Dr _Fallati_, professor in Tübingen.
+ Hofrath dr _Grimm_, akademiker in Berlin.
+ Dr E. v. _Kausler_, archivrath in Stuttgart.
+ Dr _Klüpfel_, bibliothekar in Tübingen.
+ F. v. _Lehr_, director der k. privatbibliothek in Stuttgart.
+ Dr _Menzel_ in Stuttgart.
+ Dr _Michelant_, professor in Rennes.
+ Dr _Schmeller_, professor in München.
+ Oberstudienrath dr C. v. _Stälin_,
+ oberbibliothekar in Stuttgart.
+ Dr _Wackernagel_, professor in Basel.
+ Dr G. v. _Wächter_, kanzler in Tübingen.
+
+ _Agent_:
+ _Fues_, sortimentsbuchhändler in Tübingen.
+
+
+
+
+ MEINAUER NATURLEHRE
+
+
+ Herausgegeben
+
+ von
+
+ WILHELM WACKERNAGEL.
+
+
+ STUTTGART.
+ _Gedruckt Auf Kosten Des Literarischen Vereins._
+ 1851.
+
+
+
+
+ _Tübingen_, gedruckt bei Ludwig Friedrich Fues.
+
+
+
+
+Vorwort.
+
+
+Das altdeutsche Prosawerkchen, das auf den nachfolgenden Blättern
+veröffentlicht wird, steht in der Basler Pergamenthandschrift B. VIII.
+27[1] zwischen Hugos von Langenstein Marter der heil. Martina und
+Schondochs Litthauer; es ist mit dem ersteren dieser Gedichte von
+demselben Lohnschreiber des vierzehnten Jahrhunderts, einem Konrad von
+S. Gallen,[2] sauber und zierlich aufgesetzt worden. Eine zweite
+Handschrift, die es enthielte, ist zur Zeit noch unbekannt. Einzelne
+Stücke daraus sind bereits an anderem Ort erschienen;[3] der
+vollständige Abdruck, welcher hier nun vorliegt, wird sich durch den
+bedeutenden Werth rechtfertigen, den dieses Buch für die
+Litteraturgeschichte und namentlich für die Geschichte der
+Naturwissenschaft besitzt.
+
+Es fehlt unsrer alten Litteratur nicht an anderen ganz deutsch oder
+deutsch und lateinisch verfassten Prosaschriften aus eben diesem Gebiet.
+Aber die übrigen gehœren entweder lediglich der Arzneikunde an, und sind
+dann eine kaum zusammengehaltene Reihe von Recepten, wie die mit dem
+Namen des Hippocrates aufgeschmückten in Zürich,[4] Basel[5] und
+Leipzig[6] und selbst jene grosse Krankheits- und Heilmittellehre, deren
+Handschriften in Breslau und München liegen;[7] oder sie verbinden, wie
+Konrad von Megenberg,[8] die Medicin mit der gesammten Naturgeschichte,
+oder weben endlich, wie das älteste Buch dieser ganzen Reihe, der
+Lucidarius,[9] Weltbeschreibung, Weltgeschichte und Theologie in
+einander. Den praktischen Bezug auf die Gesundheitspflege hat auch
+unsre Schrift: sie behandelt in solcher Art gleich zu Anfang die vier
+Temperamente. Die Hauptsache jedoch, während Thier- und Pflanzenkunde
+u. s. f. gänzlich bei Seite bleiben, ist ihr die Astronomie, die Lehre
+von der Gestalt der Erde, der Bewegung der Himmelskörper, der Berechnung
+und Benennung der Zeiten nach Sonnen- und Mondenlauf und dem Lauf der
+übrigen Gestirne. Und hier tritt uns, anziehend genug und überraschend,
+eine Kenntniss entgegen, wie sie dem Mittelalter nicht allgemein
+geläufig, wie sie der Kirche nicht immer genehm, ja von derselben
+mehrfach verpœnt war. Der Verfasser weiss nicht bloss, woher Sonnen- und
+Mondfinsterniss rühren (297c, ff.): er weiss auch, dass die Erde eine
+Kugel (293a.)[10] und der Fall eine Bewegung nach deren Mittelpunkte
+sei (294c.).[11] Kurz, er hat von diesen Dingen diejenige Kenntniss, bis
+zu der schon das griechisch-rœmische Alterthum durch Eratosthenes und
+Ptolemæus gelangt war. Nur erscheint die Ueberlieferung davon in der
+Weise des Mittelalters trüb und verwirrt: Romulus z. B. und Numa
+Pompilius, die er auf Anlass der Römischen Jahres- und Monatrechnung zu
+nennen hat, sind ihm zu _meistern_, das heisst hier zu Astronomen, und
+aus _Pompilius_ ist noch _Pompeius_ geworden (296a. b. 301d. ff.). Ich
+vermuthe, dass er diesen antiken und überhaupt den ganzen Stoff seines
+Buches durch Vermittelung der Aerzte und Naturgelehrten zu Montpellier
+empfangen habe. Dahin deutet nebst der Erwähnung eines namhaften
+Astronomen der in Spanien benachbarten Araber, des Alfraganus (293a.)
+d. i. des Mohammed ben Ketir von Ferganah,[12] der diætetische
+Abschnitt Bl. 297a. ff. Denn eben diese Regeln über Essen und Trinken,
+Schlafen und Baden finden sich, theilweis mit beinahe wörtlicher
+Uebereinstimmung, auch in einer Sammlung medicinischer Schriften
+wieder, die, jetzt der Bibliothek zu Basel angehœrig, ihren Ursprung
+in Montpellier genommen hat.[13] Sie lauten daselbst auf Provenzalisch
+also:
+
+_Om quan ce leua de dormir deu anar petit epla esos membres estendre
+eson cap penchenar. car lestendilar aferma locors el penchenar enfa
+issir lo fum que pueia el cap lanueg_
+
+_In en estiu deu hom som cors lauar am baynga freia car estrenh lo fum
+delcor edona talent demaniar E deu se hom uestir de blancas camizas ede
+bels uestimens car lo coragge dome sen alegra. epueis bregue las dens
+elas gingiuas am bonas especias. epueis onhgua lo cors am debos enguens
+car lo cors sen es gauis perlas bonas odors. E pueis mania debos
+lectuaris confortatius et aias una liura daloe car aisso mou lacalor
+naturalh edezembarga lacalor del pania edestiu lauentozitat pueis an sen
+estar edeportar ab sos priuatz per es gauzir son cors. E quant uolra
+maiar[14] osopar. caualgue. i. pauc que mais ne maniara_
+
+Wo aber und von wem ist unser deutsches Buch verfasst worden? Es wäre
+gewagt zu behaupten, so nahe gelegt auch die Behauptung ist, dass Hugo
+von Langenstein, der die heil. Martina gedichtet, auch dieses in der
+Handschrift gleich auf die Martina folgende Werk zuerst geschrieben
+habe. Denn Hugo, der in seinen Versen so geschmacklos und der Sprache
+nur wenig Meister ist,[15] konnte die Prosa schwerlich mit so leichter
+Einfachheit handhaben; die zu solchem Werk erforderliche Gelehrsamkeit
+hätte ihm vielleicht nicht gefehlt.[16] Aber ein Zeitgenosse wird es
+gewesen sein (die Martina ist von 1293)[17] und ein Ordensbruder
+Hugos, ein Deutschritter, und auch in dem Ordenshause auf der Meinau
+angesessen, welches Hugo stiften helfen und in welchem er selbst
+vielleicht als Commenthur sein Leben beschlossen hat.[18] Die
+Handschrift ist sichtlich zuerst im Besitze Deutscher Ritter gewesen
+und für solche gefertigt worden: ein Glied des Ordens hat die Martina
+gedichtet, und die später erst beigefügten Reime Schondochs von dem
+heidnischen König in Litthauen behandeln eine Ordenssage. Jene Diætetik
+sodann setzt ein vornehm bequemes Herrenleben voraus, wie es solch einem
+Orden vergönnt war; wirklich hat auch sie die Grundlage oder wenigstens
+doch Beitræge hergegeben zu æhnlichen Anweisungen, die spæterhin für den
+Hochmeister in Preussen von einem berühmten Arzte niedergeschrieben
+wurden.[19] Und wenn endlich Bl. 298b. der Eurus _niderwint_, der Auster
+_waȥȥirwint_, der Zephyrus _waltwint_ heisst, so sind das Benennungen,
+die gerade auf der Meinau, in der nördlichen Bucht des Bodensees, am
+füglichsten Platze waren: denn da ist östlich niederes ebneres Land,
+westlich der Schwarzwald, südlich das grosse Schwabenmeer. Deshalb ist
+der Titel „Meinauer Naturlehre“ schon früher gewæhlt[20] und auch
+diessmal festgehalten worden.
+
+Die ursprüngliche Aufsetzung jedoch haben wir in der Basler Handschrift
+so wenig von diesem Prosabüchlein als von der Martina. Beide enthalten
+mancherlei Fehler, die auf eine nicht ganz leserlich gefertigte oder
+stellenweis verwischte Urschrift zurückdeuten, und der Abschreiber
+erweist sich oft gedankenlos und überall unkundig. Ich habe mich bemüht
+die so entstandenen Fehler zu beseitigen; die Anmerkungen verzeichnen
+bei jeder Besserung die handschriftliche Lesart. Nur wo es lateinische
+und griechische Worte betrifft, habe ich lieber nicht geändert, da in
+solchen schon die Urschrift irren mochte. In der Bearbeitung des Textes
+noch weiter zugehn und so, wie es die Herausgeber altdeutscher Schriften
+lieben, die Sprache ebenmæssiger zu machen, als sie im Munde des
+Schreibers und wohl auch des Verfassers selber war, schien unerlaubt.
+Es sind demnach mehrerlei Formen derselben Worte, mehrerlei Schreibungen
+desselben Lautes gern und geflissentlich geduldet, und nur in einigen
+unwesentlichen Stücken ist um das Geschäft des Lesers zu erleichtern
+die strenge Buchstæblichkeit verlassen worden: die Abkürzungen sind
+aufgelöst, die vocalischen _v_ gegen _u_, die consonantischen _u_ gegen
+_v_ vertauscht; Präpositionen, wo sie mit ihren Substantiven in eins
+geschrieben waren, davon getrennt; umgekehrt Zusammensetzungen, wo ihre
+Bestandteile getrennt waren, in eins geschrieben; und endlich anstatt
+der blossen Punkte noch andere Satzzeichen, aber mit mœglichster
+Einfachheit des Verfahrens, eingefügt.
+
+ _Basel_, im August 1850.
+
+ +Wilhelm Wackernagel.+
+
+
+ [Anmerkungen:
+
+ 1. Ausführliche Beschreibung derselben in den Altd. Handschriften
+ der Basler Univ. Bibliothek S. 39 ff.
+ 2. Am Schluss der Martina, Bl. 292d:
+ _Der dis buoch geschriben hat
+ Der heizit von sant Gallen Cvonrat._
+ Als Lohnschreiber bezeichnet er sich durch den Schlussvers der
+ Naturlehre, 304b: _Finis adest operis mercedem pasco_ (d. i.
+ _posco_) _laboris_.
+ 3. Altd. Lesebuch Sp. 767-774.
+ 4. Graffs Diutiska 2, 269.
+ 5. Haupts und Hoffmanns Altd. Blätter 2, 133.
+ 6. Aufsess Anzeiger f. Kunde des deutschen Mittelalters 2, 242.
+ 7. Hoffmanns Fundgruben 1, 317. Schmellers Bair. Wörterb. 3, 678.
+ 8. Büschings wöchentl. Nachr. 2, 273 ff. 293 ff.
+ 9. Aufsess und Mones Anzeiger 3, 311. Altd. Blätter 2, 5.
+ 10. Vgl. Haupts Zeitschr. f. Deutsches Alterthum 6, 145.
+ 11. _Wie swærer last sich neiget zer erden zenter_: der Kanzler
+ in vdHagens Minnesingern 2, 390b.
+ 12. Schnurrers Biblioth. Arab. 462 ff.
+ 13. Handschr. D. II. 11; vgl. Haupts Zeitschr. 5, 16.
+ 14. lies _maniar_
+ 15. Altd. Handschr. d. Basler Univ. Bibl. 46.
+ 16. Ein Abschnitt der Martina (_von der menschlichen blœde_
+ 114d.-137b.) ist nach Pabst Innocenz III. Schrift _de miseria
+ conditionis humanæ_ gearbeitet.
+ 17. _Als man mit warheit spurte
+ Do waz nach gottes geburte
+ Diz buoch gemachet daz ist war
+ Do man zalte tusent iar
+ vnde dar zvo zwei hundert
+ mit warheit vs gesundert.
+ Driv vnde nvnzic darzvo_ 292c.
+ 18. Im Jahr 1287 war er Commenthur zu Sumiswald (im Canton Bern);
+ 1298 lebte er noch zu Freiburg im Breisgau; Commenthur auf der
+ Meinau ward er nach Lassbergs Vermuthung 1319: Altd. Handschr.
+ d. Basl. Univ. Bibl. 40. Haupts Zeitschr. 7, 169.
+ 19. Auszüge aus diesem „Regiment des Lebens“ in Raumers Hist.
+ Taschenbuch 1, 189 ff.
+ 20. Altd. Lesebuch 767.]
+
+
+ * * * * *
+ * * * *
+
+
+Deȥ menschin lip ist gemachet uȥ vier elementen[1]. da von
+so wil ich dir sagen welhes siu sint. Daȥ erste ist diu erde.
+diu ist kugeleht. daȥ mac man kiesin da bi. wan so der mane
+verleschit, daȥ schinet uns an der ersten stunde der naht. aber
+die da sint in oriente, die sehint des manen gebresten umbe die
+dritten stunde der naht. daȥ ist darumbe. wan eȥ ist in e naht
+dan uns. daȥ en mohte niemer gesehen, enwere daȥ[2] ertriche
+niht kugeleht unde enmitten hoch. da von so gat in diu sunne e
+uf danne uns. wonde si danne also gar michel ist, da von schinet
+si sleht unde breit. unde daȥ mer hat dise welt in driu also
+geteilit: [Bild 1] Daȥ minste heiȥit Europa, Daȥ ander affrica,
+Daȥ dritte asya. Von dem ertriche sprichet ein phylosophus,
+alfraganus „Den minsten sternen den der mensche mac gesehin,
+der ist groȥir (293b.) danne daȥ ertriche alle sament, unde ein
+Sterne ist als ein punctel gein dem himel.“ Nu merke wie groȥ
+der himel si gein dem ertriche. Diu erde ist der andern elemente
+reinate unde ein drussene. Unde diu erde ist von ir nature durre
+unde kalt. also der naturen sint och ein teil liute. den
+sprechint die arzate[3] Melancolici. die artent nach der erden,
+unde sint sorghaft, gerne truric, gitic unde habende, ungetruwe,
+zahe[4] unde swarzir varwe. Nu hest du ein element. daȥ ist diu
+erde.
+
+Daȥ ander element ist daȥ wasser, unde ist och cugeleht umbe daȥ
+ertriche. als in eime eige daȥ luter umbe den duttern gat, also
+umbegat daȥ wasser die erde. nuwen daȥ uns got den luft hie lat,
+daȥ wir genesen, eȥ solte anders alles hie waȥȥir sin. unde ist
+och daȥ waȥȥir kalt unde fiuhte. der[5] naturen sint och die
+liute, den die meister sprechint sanguinei. die ar-(293c.)tent
+nach dem waȥȥir, unde sint gebinde, minnende, frolich, lachende,
+unde rotenthafter varwen, unde singent, unde feiȥet sint si,
+geturstic unde guotmuotic. Nu hestu daȥ ander element, daȥ
+wasser.
+
+Daȥ dritte element daȥ ist der luft. der besluȥit in sich die
+ersten zwei, unde ist warm unde fiuhte. darnach artent die, den
+die arzate sprechint fleumatici, unde sint an slafenne gerne
+drage, unde mugent vil speichlotun haben, unde hant herten sin,
+veiȥt, unde wis sint siu gerne. Nu hestu daȥ dritte element. daȥ
+ist der luft.
+
+Daȥ vierde ist daȥ[6] fiur, unde ist durre unde warm, unde
+umbegat die andern alle. der nach artent die lute, die da
+heiȥint colorici. die sint los, drugenhaft, zornic, gebinde unde
+geturstic, ruh, cranc, durre, unde bleicher varwen. dise vier
+element gent dem libe fuorunge. daȥ sint die erde, waȥȥir, luft
+unde fiur. (293d.)
+
+Darnach[7] ob disen elementen gat ein gar luter gegni an, der
+sibin[8] sternen, die da heiȥint planeten. die gant anders danne
+ander sternen, daȥ man[9] sprichit, si sin die ierrenden
+sternen. E danne ich dir von disen siben sternen sage, so wil
+ich von den[10] obresten sagen, daȥ du eȥ deste baȥ merkest. ob
+disen siben sternen, von den ich dir sagende wirde, sint alle
+sternen, unde alle sternen an dise siben heiȥent die steten
+sternen oder die gesteten, wonde si gestetent sint in die witen,
+die da heiȥit daȥ firmamentum[11], daȥ siu gelich balde gant mit
+dem firmamentum allumbe die elementa. Von dem lande gant si her
+uber, da die sunne uf gat, hine da diu sunne under gat, under
+die erde hine. von disen steten sternen en wil ich nihtesniht
+sagen iegnote, nuwan daȥ dise sternen unde ir firmamentum also
+balde (294a.) umbe gant, daȥ siu soltent mit in[12] umbe ciehin
+die vier elementen, also gehes, daȥ nihtes niht en solte noch en
+mohte begruonen oder bekumen. da von so het si got beschaffen,
+dise[13] siben sternen, daȥ die[14] fuoren sulent die welt unde
+den obresten sternen widerstan sulent. Daȥ firmamentum gat umbe
+von orient vil swinde zuo dem occident. aber da wider her dan
+gant die planeten von occident zuo orient. Spreche danne ieman
+„ich en weiȥ waȥ du seist. ich weiȥ wol, die sternen gant alle
+zuo orient uf unde ze occident under,“ deȥ antwurte ich also.
+die steten sternen[15] gant von dem oriente zuo dem occidente
+naturliche. den ganc hant si. aber die planete hant zwene genge.
+einen betwungenlichen hant si mit dem firmamente von oriente,
+unde der ganc nimet obern hant.[16] der ander ganc ist der
+(294b.) naturlich ganc den die planeten hant von occidente wider
+daȥ firmamente. der ganc ist so verdruckit, daȥ er kume[17]
+schinet. wonde aber nieman mich lihte noch niht verstat, so wil
+ich ein bizeichen setzin. nim ein wurmel unde setze daȥ umbe ein
+umbe gendes rat, daȥ eȥ crieche wider deȥ rades lof. so gat daȥ
+wurmel für sich, unde wirfet daȥ rat umbe diȥ wurmelin hin wider
+vil menic werbe, e dan eȥ gecrieche wider an daȥ zeichen[18] da
+eȥ an huob. also wirfet daȥ firmamentum die planeten von oriente
+zuo dem occidente aller tegelich umbe. der wider strebint die
+planete, unde sument sich, daȥ siu niht also schiere under gant
+also die steten sternen. daȥ ander bizeichen ist. die meister
+sprechint, unde ist och war: so diu creature ie liehter ist,
+so dringet eȥ ie me hin uf, alse diu flamme. daȥ abir ie swerer
+ist, daȥ duget so eȥ meist mac zuo (294c.) dem centrum, daȥ ist
+zuo dem allir mittelsten puncten, der en mitten in dem
+ertriche[19] stat. der heiȥit daȥ centrum, also der puncte der
+en mitten in eime umbecreise ist, der heiȥit och der centrum,
+als du kiesen[20] maht an dirre figuren: [Bild 2] nemest du
+denne einen stein, unde wurfest in hohe uf, so heter zwene
+genge, einen hin uf betwungenlichen, unde sinket doch
+naturlichen, daȥ er drætecliche stiget. so er danne den
+betwungenlichen ganc verlat, so vellet er swinde. also hant och
+die planeten zwene genge. der erste planete heiȥit Saturnus, der
+ander Jupiter, darnach Mars, unde danne die sunne, unde venus,
+Mercurius unde der Mane. Jupiter unde venus sint geluckehaft,
+Saturnus unde Mars ubil. aber die sunne unde der mane unde
+mercurius sint etwenne guot, etwenne ubil. Saturnus ist kalt
+unde durre, Jupiter heiȥ unde fiuhte, Mars unde (294d.) die
+sunne heiȥ unde durre, der mane unde venus fiuhte unde calt.
+Mercurius het mittelmæsige nature. unde het ie einer witern ganc
+danne der ander. daȥ mahtu[21] allis kiesen ander figuren die
+hie nach gat.[22]
+
+ [Bild 3: Dise figura betiutet die welt wenne die elementen
+ und die himmele die hie getecket sint daz heizet ah die
+ welt. Der mazse iutet hundert iur und heizzet ouch diu welt.
+ Primus motus oder primum mobile deist er himel der oberest
+ der da umbe gat. / daz firmamentum / Saturnus / Jupiter /
+ Mars / Sol / Venus / Mercurius / der mane / daz fiur / der
+ luft / daz wassir / die erde]
+
+Kiut es[23] in tiuschen gelich, in latine heiȥit diu erste welt
+mundus, diu ander welt seculum. In dem aller oberesten himel da
+ist ewekeit, da got ist ob dem primum Mobile. aber hie ist zit,
+zergenclikeit. Sit daȥ ich danne von der zit[24] geret ein wenic
+habe, so wil (295a.) ich von der zit furbaȥ sagen. da von
+wissest daȥ wir der zit niht me hant denne ein vil cleines
+stundel, daȥ du eȥ kume maht vor[25] cleine merken. unde die für
+gevarne[26] zit en ist niht ein[27] zit. die kunftige zit ist
+niht ein zit. unde diȥ stundel en ist och niht[28] ein zit. eȥ
+ist nuwen ein angenge der zite, als ein punctel einer linien
+anegenge ist, unde ist doch niht ein linige. also ist eȥ umbe
+diȥ stundel[29], Unde en ist niht ein zit. da von sprach der
+wise man sant augustinus „wir sin in der zit, wir reden von der
+zit. waȥ abir diu zit sie, des[30] vermisse wir genzliche. unde
+geschiht der zit, als der ein linigen machen[31] wil mit einer
+nadeln durch win in eime napfe. daz gestrichene en[32] ist niht.
+daȥ du solt strichen en ist niht. unde belibet dir nuwen ein
+punctel. der abir dich fraget waȥ danne diu zit sie, so sprich:
+die zit ist ein twale an der (295b.) die zergenclichen dinc
+beweget werdent.“ Ein naturliche dac, den die romer zuo mitter
+naht an hebent,[33] wonde got wart ze mitter naht geborn, der
+gat ze mitter naht uȥ. der het[34] vier unde zwenzic stunden,
+die liute teilent in in ein naht unde in einen tac. die naht daȥ
+ist der erden schetewe, die von der sunnen gant. Aber ein
+meister, heiȥit aristotiles, der sprichet von dem tage, der da
+deȥ naturlichen tages teil ist, unde sprichet sin wort zuo
+latine also: „dies est lacio solis super terram.“ Der tac,
+sprichet er, ist der sunnen ufganc ubir die erde. diu erste
+stunde deȥ sunnentages, an der richȥet der planete die sunne. da
+von heiȥit eȥ sunnentac. der ersten stunden deȥ mentages richȥet
+der mane. da von heiȥit er mendag. an der ersten stunden deȥ
+cistages richȥet Mars. da von heiȥit er martis tac. an der
+ersten stunden der mitwochen so richȥet Mercurius. (295c.) An
+der ersten stunden deȥ dunrestages richȥet Jupiter. An der[35]
+ersten stunden deȥ fritages richȥet venus, daȥ betiutet eine
+minnegotin. An der ersten stunden deȥ samȥtages richȥet
+Saturnus. nach disen planeten hant die heiden ir tage in der
+wochin genant, unde zellent siu also nach einander: Dies solis,
+Dies lune, Dies martis, Dies mercurij, Dies iovis, Dies veneris,
+Dies Saturni. Nu weistu wol iegliches tages waȥ planeten an der
+ersten stunden richȥet. an der anderen stunden richȥent ie die
+anderen. an der[36] dritten richȥent die dritten, die ie darnach
+gant. als an dem samȥtage. der ersten stunden richȥet Saturnus,
+an der andern Jupiter, an der dritten Mars, an der vierden sol,
+an der fiunften venus, an der sehȥten Mercurius, an der sibenden
+luna, an der ahten saturnus. also aber an unde uȥ, bis der tac
+hine kume. unde tuo dem andern (295d.) als dem ersten, so weist
+du alle stunden waȥ planeten denne richȥit. deȥ wartent die
+wisen, so siu drenker gent[37] oder so siu laȥent. so wartent si
+weder der stunden planeta übel oder guot si. aber die iuden
+virent den samȥtage, unde heiȥit sabbatum zuo latin, unde nach
+der iuden wisheit der sunnendag in latine prima sabbati, der
+mendac secunda sabbati, Danach tercia sabbati, unde denne quarta
+sabbati, quinta sabbati unde sexta sabbati. Aber die cristen die
+sprechint dem sunnentage, den siu da virent, Dominica dies, daȥ
+ist in tiuschen unsers herren tac. dem selben sprechint si och
+prima feria, daȥ kit der erste dag. dem mentage sprechint siu
+secunda feria, unde danne tercia feria, quarta feria, quinta
+feria, sexta feria, unde danne sabbatum. dem tage[38] sprechen
+wir als die iuden. wande sabbatum betutet ruowe. deȥ tages
+ruowete got (296a.) von alleme dem werke daȥ er worhte, unde
+ruowete och in dem grabe deȥ selbin tages nach der marter. der
+denne fragte „warumbe en began wir niht ander vire, unde die
+woche an ze vahinne den samȥtag als die iuden?“ dar zuo soltu
+antwurten daȥ wir daȥ von der meisterschaft gottes hant. wan er
+wart deȥ sunnentages geborn, deȥ selbin tages erstuont er, unde
+sant sine gabe deȥ heiligen[39] geistes sinen[40] iungern an dem
+selben tage. Daȥ iar teilent die liute in zwei, in den winter
+unde in den sumer. abir die meister teilent eȥ in vier teil.
+In den winter. der vat an sant clementen tac an. ein meister,
+heiȥit numma pompeius, der vahet daȥ iar an in dem winter, so
+die sunne in dem zeichen loufet daȥ da heiȥit capricornus. wan
+so ist die sunne aller verrest von uns, unde beginnet uns nahen.
+so ist eȥ och sol-(296b.)sticium hyemale, daȥ winterlich
+solsticium. solsticium daȥ ist, so die sunne als verre ist, daȥ
+si niht verrer mac, oder so nahe, daȥ si niht naher en mac. so
+ist die sunne aller verrest, unde ist die zit kalt unde fiuhte.
+so suln wir umbe keren die gewonheit unsers lebins, unde sulint
+spulgen warmer spise. Daz ander teil heiȥit der lenze. daȥ vahit
+an sant peters tag ane. Ein meister, heiȥit Romelus, der vahet
+daȥ iar ane in dem lenzen, so die sunne loufet in dem zeichen
+daȥ da heiȥit aries. wan so blugent elliu dinc. so ist eȥ och
+equinoccium[41] vernale. zuo merzen so ist der lenzeliche
+equinoccium. Equinoccium daȥ ist, so diu naht unde der tac
+gelich lanc sint. daȥ iar gat zuo merzen von rehte an, nach der
+heiligen schrift. wan diu welt wart gemaht xv^o. kal. aprilis.
+unde me. unser herre gebiutet an eime buoche, heiȥit exodus, in
+dem zwelften[42] capitele von dem (296c.) merzen unde sprichit
+„Mensis iste primus erit vobis in mensibus.“ daȥ ist: dirre
+manat sie iuch der erste under den manoden. so ist diu zit warm
+unde fiuhte. so ist geismilch gesunt. so ist och decheine[43]
+zit besser ze[44] laȥen, ze badenne unde zuo allem deme, daȥ den
+lip reinet. Daȥ dritte teil heiȥit der sumer. der vahet an[45]
+an sant urbans tag. ein lant, heiȥit arabia, deȥ landes liute
+vahent daȥ iar an in dem sumer, so die sunne loufet an dem
+zeichen daȥ da heiȥit cancer. die selbin geloubint daȥ die sunne
+wurde gemaht an dem zeichen daȥ da heiȥet leo. so aber in cancro
+diu sunne loufet, so ist eȥ solsticium estivale, daȥ sumerliche
+solsticium, so uns die sunne aller nahest ist. so ist diu zit
+warm unde durre. so sol man sich huoten vor allen heiȥin spisen
+unde derrender unde vor zuo vil essenne, daȥ eime menschen sin
+naturliche hizze iut cerga. so (296d.) sol man essen swaȥ kule
+unde fuihte si. so sol man sich huoten vor unkiuschekeit unde
+vor allem lasenne so man meiste mac. daȥ ist dem libe guot. unde
+man sol kaltiu beder meȥeclich uben. Daȥ vierde teil deȥ iares
+heiȥit der herbest, der[46] an vahet an sant Bartholomeus tag.
+Etliche meistere unde die iuden vahent daȥ iar an in dem
+herbest, so die sunne lofet in libra. unde so ist equinoccium
+autumpnale, daȥ winterliche equinoccium. so sint tac unde naht
+gelich lanc. so vahent siu daȥ iar an. wan der herbest ist ein
+fruhtber zit. also daȥ iar denne ist beroubet von den alten
+fruhten, unde die nuwen fruhte denne ane gant, also gat ein alt
+iar us, ein nuwes an. so ist diu zit kalt unde durre. so sol man
+bruchen die spise die warm unde fiuhter naturen sien, als iunge
+huonre unde lemberin fleisch unde edil druben unde lutern virnen
+win. unde sol man sich (297a.) huoten vor unkiuscheit mit
+wiben[47]. deȥ herzen frode unde friheit ane bœse geluste ist
+dem libe gar gesunt. zorn, sorge unde widermuote swendet die
+craft unde den lip, unde dracheit. da von sol man die dracheit
+vertriben. unde so man morgens von dem slafe gat, so sol man[48]
+die arme gelich dennen, unde daȥ houbit strelen, unde ogen, den
+munt unde die zene unde hende weschen dur suverheit unde dur
+roscheit. so man denne essen sol, so sol man vor den[49] lip
+muogen ein wenic mit etlicher arbeit. wan daȥ machet den lip
+rosch unde liht, unde erhitzit den magen wol ze dowenne. ein
+ieglich mensche enziehe sich trinkennes so eȥ meiste mac, aller
+meiste kaltes waȥȥers uf daȥ essen. wan eȥ erkeltet den magen,
+unde wan eȥ ierret den lip unde die spise. So man danne gisset
+ze inbisse, so sol man uf senften betten ein wile slafen (297b.)
+uf der rehten siten, unde darnach[50] sol man den slaf
+vollebringen uf der lingen siten. unde danach en sol man nit
+zestunt essen, biȥ der mage itel werde. daȥ sol man kiesen bi
+der dunneda der speicholter unde bi der gerunge deȥ magen. wanne
+swer in umbederbe iȥȥet[51] unde ane begerunge[52], so en vindet
+diu spise niht deȥ magen naturliche wermede. da von kumit
+ungesuntheit. Swer aber erbeitet rehter zit, biȥ daȥ er
+begerunge gewinnet zessenne, der sol alzestunt essen. anders der
+mage wirt zehant vol boser fuhtekeit, die der[53] mage samenot
+von der ungesuntheit deȥ libes. unde der bœse toum[54] der
+betrubet die hirne. unde der danach och isset, so ist die spise
+alse si erschrecket sie, unde en git niht craft dem libe. diſe
+lere wiset aristotiles. unde och dise, daȥ du wissest daȥ die
+durrecheit unde keltene die vehtent wider die nature. (297c.)
+die selben zwei die sint ein anegenge deȥ todeȥ. den soltu
+widerstan. als ich geseit habe, so behalt die naturliche wermede
+so du meist maht. warme spise ist gesunt unde die suoȥe. Aber da
+wider so derret unde swechit den lip luzil essen unde vil
+trinken unde vaste arbeiten unde vil wallen oder gan unde der
+sunnen[55] schin, vor essenne slafen, oder uf herten betten
+ligen, unde daȥ man bade in den[56] badern die mit listen gemaht
+sint, daȥ siu selber warment. gesalzene spise oder durre spise
+oder calte unde alten win unde dicke lasen die sint schedelich.
+Nu weistu wol wie man daȥ iar in vier teile teilet. Nu wissist
+daȥ wir da mitte vier frone vasten hant, wonde daȥ mensche uȥer
+vier elementen gemachet[57] ist, daȥ eȥ allen sinen lip
+verzehene gotte. Eine frone vaste ist die mittewoche nach sante
+Lucien dage. die (297d.) ander ist die mittewoche nah dem
+schurtage in der vasten. die dritte ist diu mittewoche nach deȥ
+heiligen geistes dage, daȥ ist in der pfingestwuchen. die vierde
+unde die hinderste frone vaste ist die mitwoche indem herbeste
+nach deȥ heiligen cruces tage. Der babst het gebotten ze
+vastenne den abent sant Peters, sancti andree, sancti symonis,
+sancti pauli, Sancti iude, sancti Mathei. ist abir dirre
+heiligen abent ein sunnentage, so sol man den samstag vasten.
+also sol man anderen zwelfbotten abenden och tuon, eȥ si danne
+ein sunnentac[58], durch etliches landes redeliche gewonheit,
+Ane sancti iohannis ewangelisten abint, wonde er zuo hant nach
+dem frolichen wichen naht tage gat, unde ane sancti philipes
+unde[59] sancti iacobes abent an dem[60] ersten abent vor dem
+meigetage. wande ez ist danne[61] ein (298a.) zit der
+frouden.[62] Noch danne sint sehȥ hochzit der abint man vasten
+sol. Wihe naht, Pfingsten, Sunegiht, Laurenti, unser frowen
+messe der erren, unde och sant Markes tac. als[63] daȥ iar in
+vier zit geteilet ist, also teilent och die arzate den
+naturlichen tac, der vier unde zwenzic stunden het, in vier
+teil, unde iegliches het sehȥ stunde. daȥ erste daȥ ist die
+mittenaht. darzuo horint drie stunden die der vor sint unde drie
+dar nach, unde sint fiuhte unde kalt. daȥ ander teil daȥ ist der
+sunnen ufganc. darzuo horint drie stunden dervor unde drie
+dernach, unde sint warm unde fiuhte. das dritte teil ist der
+mittetac. darzuo horint drie stunden der vor unde dernach drie,
+unde sint warm unde durre. daȥ vierde ist der sunnen underganc.
+darzuo horint drie stunden die dervor sint unde drie dernach,
+unde sint kalt unde (298b.) durre. daȥ mahtu kiesin an dirre
+figuren, die da betiutet den[64] naturlichen tag der an der
+mitten naht ane gat unde zuo mitter naht uȥ als ein umbecreis.
+[Bild 4: occidens oriens] also vahent die romer den naturlichen
+tac an. also teilit man deȥ menschen lebtage in vier. daȥ erste
+ist die kintheit, iugent, manheit unde daȥ alter. also sint och
+vier winde, unde het ieglicher zwene anhenge oder zwene knehte.
+der erste heiȥit Boreas. der weget von septentrione[65], daȥ ist
+von deȥ Herwagenes gerihte[66], daȥ ist von der mitter naht.
+der ander heiȥit eurus, bisa oder nider wint, unde weget von
+oriente. der dritte heizit Auster, waȥȥirwint, von dem mittem
+tage. der vierde heiȥit waltwint oder aberer wint, zephirus, von
+occidente. (298c.) [Bild 5] dise winde unde ir anhengende winde
+maht du kiesin an dirre figuren.[67] wande danne diu zit nach
+dem manen unde der sunnen underscheiden[68] ist, da von wil ich
+sagen etwaȥ von in, e danne ich iut me von der zit sage. Nu
+wissest daȥ etliche meistere sprechint daȥ alle sternen irn
+schin enpfahent von der sunnen. so sprechint andere, dekein[69]
+sterne wan der mane enpfahit den schin von der sunnen. also
+enloikenet nieman daȥ der mane enpfahet sin licht von der
+sunnen. wonde denne der mane vil niderer ist, unde wonde er sich
+och hinderet[70], so kumet er etwenne under die sunnen unde
+bedeckit si uns, daȥ uns (298d.) dunkit, si sie erlöschin. unde
+der gebreste der sunnen heisset eclipsis solis, daȥ ist ein
+gebreste der sunnen. alse du[71] kiesen maht an dirre
+figuren.[72] [Bild 6: die sunne / der Mane / die erde] unde
+wissest daȥ man[73] in dem eclipsim niut ensiht in allem lande.
+der selbe eclipsis enwiderfert nuwan[74] so der mane enzundet
+wirt. so sich der mane gehindert so verre, daȥ er die rihte
+gegen[75] der sunne ist gestellet, daȥ die erde der
+enzwischen[76] ist, so schinet diu sunne uf daȥ ertriche, unde
+deȥ ertriches schatewe driffet an den manen, daȥ er swarz
+wirdet. der gebreste heiȥit eclipsis lune, daȥ ist ein gebreste
+deȥ manen, unde ist werlicher[77] ein breste deȥ maneschines
+denne der breste der[78] der sunne widervert. wenne die sunne
+verleschit niht. so verleschit der mane. deȥ manen (299a.)
+bresten kiesint elliu lant wol. unde der eclipsis en widervert
+niemer, nuwen so der mane volschinec[79] unde vierzehennehtic
+ist, als du hie kusest. da von waȥ es wider die nature unde ein
+wunderlich gottes zeichin, daȥ die sunne, die eclipsin niht en
+het, nuwan so der mane enzundet wirt,[80] [Bild 7: die sunne /
+die erde / der mane] als ich da vor geseit habe, daȥ die sunne,
+sprich ich, do got martert wart, eclipsim hete, swie so der mane
+ioch do volschinec[81] waȥ. da von liset man von eime wisen
+heiden; der waȥ in criechen landen von einer stat, heiȥit
+athene, da warent houbtschuolen, der wise man hieȥ diosius; do
+der den wunderlichen gebresten ersach, do sprach er „aut deus
+nature patitur, aut mundi machina dissolvetur,“ daz ist:
+antweder got[82] der naturen lidet not, oder (299b.) der welte
+stift oder machunge sol zerstorit werden. Ein meister, heiȥit
+Martianus, der wil, eȥ en sie danne eclipsis lune, daȥ der mane
+elliu zit volschinic sie, swie ioch wise liute sprechint daȥ der
+mane gebrestenlich lieht habe von eime manade an den anderen.
+unde sprichet denne ieman „wie mac dirre meister danne war
+gehaben, sit man wol sihet daȥ der mane etwenne crumb ist, also
+[Bild 8a], etwenne halb, also [Bild 8b], etwenne vol, also
+[Bild 8c]“, deȥ entwurt ich dir. Der mane ist alle zit halb
+lieht, halb vinster. wonde denne der mane niderer ist denne die
+sunne, so er denne enzundet wirt unde bi der sunnen gat, so ist
+er obene lieht unde unden vinster. so er denne hinebaȥ kumet von
+der sunnen, so sehen wir nuwan den halben schin. so er denne
+aller verrest cumet, so sehen wir den vollen schin, unde ist
+andert-(299c.)halb vinster. also ist der mane an dem teile
+volles lichtes[83], daȥ gein der sunnen ist gerihtet, unde an
+dem andern teile ist er vinster. unde so der mane uns niht
+enschinet, so er enzundet wirt, so sprichit man im coniunctio.
+unde die namen het der mane nah einander, also du kiesen maht
+an dirre figuren.[84] [Bild 9: Moneydes Diadomos Anphitrites
+Panphilimios Diatomos Moneydes // die sunne / coniunctio]
+[85]tusent iar heiȥent ewen, daȥ ist ein alter. hundert iar
+heissent seculum, daȥ ist ein welt, vunfzehen[86] heissent
+indictio. daȥ hant die romer gemaht, do si vor so gewaltic
+warent, daȥ siu herschetent vil bi uber alle riche, do mahtent
+siu in diu lant cinshaft alle iar. wonde eȥ denne kumberlich waȥ
+alle[87] iar zuo rome varn zins antwurten, da von gebutent siu
+den von verren landen daȥ si so vunf iar (299d.) uȥ giengent
+golt ze cinse brahtent, zeime zeichen daȥ siu heren werent. Abir
+nach fiunf iaren, daȥ si[88] brahtent silber, daȥ man der mitte
+soldener bereite, soldener daȥ sint die da vehtent umbe solt,
+daȥ ist lon. Aber danne nach fiunf iaren, daȥ siu brahtent
+gesmide, daȥ man wafen da mitte wider gemahte. unde ie fiunf iar
+heissent lustrum. so cam[89] der zins von allen landen in
+dirre[90] indictione aller zuo samene. daȥ man danne niemer
+vergesse[91] dirre zal, so hant die romer uf gesezzit[92] daȥ
+dekein privilegium, daȥ ist hantvestene, frome were, man
+enschribe danne under fiunfzehin iaren welhes iares der brief
+wurde gegebin. unde die zal schriben wir och an drier hande[93]
+briefen, an hantvestenen[94], an den briefen da mitte man
+kirwihe beciuget[95], unde an den briefen die man schribet an
+die groȥen osterliche kerzen. der dan-(300a.)ne gerne wuste
+under disen fiunfzehin iaren in welheme iare wir ieze sint,
+der tuo driu zuo den iaren von gottes geburte, wande got an dem
+vierden iare geborn wart, unde teile danne die gottes iar zuo
+fiunfzehinen. en belibet danne niht uber, so sin wir in dem
+fiunfzehendesten iare. belibet aber danne uber, also menges so
+danne uber belibet, in eime solichen sin wir. der ahte tac vor
+dem octobri ist ein anegenge dirre fiunfzehin iare unde ein
+ende. Nu wil ich dir sagen von der zit die man ahtet in eime
+sundern iare. da wissest daȥ man drier[96] hande manoden war
+nimet. die[97] ersten sint der sunnen manden, die andern sint
+deȥ manen manden, die dritten der gewonheite manden. E danne ich
+da von iht sage, so wil ich dir ein wenic kunden vor hin daȥ
+guot darzuo ze wissenne ist. Der umbeganc (300b.) den alle
+sternen hant umbe uns an dem himele heiȥit zodiacus.[98] dirre
+zodiacus ist zerteilit in zwelfiu[99], unde ieglich zeichen ist
+geteilit in driȥic stucke, unde ieglich stucke heiȥit ein
+gradus, daȥ ist ein staffel. unde so du wellest wissen an
+welheme zeichen unde in welheme gradu die sunne[100] sie, so
+nime die zale der tage die da für sint gevarn in dem manden in
+dem du eȥ besuochen wilt, unde tuo fiunfzehin darzuo. werdent
+denne driȥic oder minre da, so ist och diu sunne in der staffeln
+deȥ zeichens daȥ[101] zuo dem mande horit. driffet denne ubir
+driȥic, so ist die sunne user dem zeichin. also menges danne
+uberic ist, in einer solichen staffeln deȥ andern zeichenes ist
+die sunne. Ein philosophus, ein vollecomen meister, sprichit
+„die sunne ubermisset ein zeichen der zwelfer an eime ganzen
+manode.“ (300c.) da neimet[102] er der sunnen manden. der sunnen
+mande daȥ ist die zit, die wile die sunne an eime zeichen louft.
+Ein zeichin heiȥit aries. daȥ betiutet einen wider. wan so ist
+die sunne als ein wider hindene swach gegen[103] dem winter,
+wonde si wenic durrekeite unde wermede het. Abir da vorne gegen
+dem sumer ist si me creftic. daȥ halbe teil deȥ himels obne daȥ
+wir da sehint, daȥ heiȥit hemisporium[104]. daȥ wir denne niht
+ensehen, daȥ heiȥit och also. als hie: [Bild 10] wonde denne die
+sunne, so si an dem ariete gat, von dem understen emisperio sich
+gekeret hat zuo dem obersten, als ein wider, der in dem winter
+als uf der lingen siten lac, der keret sich ze sumer uf die
+rehte, unde och da von heiȥit diȥ zeichen aries, an dem die
+sunne wart gemaht, als die cristenheit sprichet. abir anders
+sprechint arabes. daȥ sint liute von eime (300d.) lande, daȥ
+heiȥit arabia. die sprechint, die sunne wurde gemaht in leone.
+§ Ein ander zeichin heiȥit taurus. wan die zit so diu sunne
+loufet in tauro, so schinet der ohsen arbeit, unde als ein ohse
+sterker ist danne ein wider, als ist die zit danne sterker danne
+die erste an durre unde an wermede. § Ein ander zeichen heiȥit
+gemini. wan so ist diu zit zwivaltic an wermede unde an durre.
+§ Ein ander zeichen heiȥit Kanker. wan als der crebse hinder
+sich[105] gat, als gat danne die sunne zuo dem understen
+emisperio von irme hohsten gange, so ist solsticium estivale.
+§ Ein ander zeichen heiȥit Leo. wan als daȥ tier gar heiȥir
+naturen ist unde ubil, als ist die sunne denne gar heiȥ unde
+durre, danne ist daȥ laȥen schade, wann danne die lute
+versmahtent sint von hitzen unde von durrekeit. so sint huntlich
+(301a.) tage. wan so gat die sunne bi eime sternen, der heiȥit
+canis, wan er als reht ubil ist. § Ein ander zeichen heiȥȥet
+virgo. danne ist diu zit unberhaft als ein maget. § Ein ander
+zeichen heiȥet[106] libra. so sint tac unde naht als gelich
+lanc, als der ein ding wege mit einer wagen. § Ein ander zeichen
+heiȥȥit Scorpio. so ist diu zit ein wile minneclich unde danach
+calt unde drureclich, als daȥ scorpio. daȥ leckit mit der zungen
+unde stichet danne mit dem zagele. § Ein ander zeichen heiȥit
+sagitarius. wan so schuzit der winter an uns sine freisen,
+waȥgewittere, wint, regen, hagel, sne unde frost. § Ein ander
+zeichen heiȥit capricornus. wan als der capricornus uf stiget
+nach den loubirn, als stiget die sunne danne von dem understen
+emisperio zuo dem obersten. so langent die tage, unde ist
+(301b.) solsticium hyemale. § Ein ander zeichen heiȥit aquarius.
+so ist der luft gar wasserehte unde fuhte. § Ein anders heiȥit
+pisches. so ist die zit so gar wasserehte, daȥ man mohte
+sprechin, elliu dinc swumment als vische. Och sprechint etlich
+meistere daȥ dise zwelf zeichen also genant sint darumbe, wan
+die sternen die in der selbin gegni sint, die sint gestalt nach
+den tieren nach den si genant sint. Nu sol ich von deȥ manen
+manden sagen. deȥ manen mande ist diu zit in der der mane wider
+keren mac von der sunnen. so er enzündet wirt, so lat er die
+sunne fur gan unde sumet sich, biȥ er wider zuo der sunnen
+kumet. Also wider keret er von der sunnen wider zuo der sunnen
+alle tac vier puncten. unde ie ein puncte ist ein zehinde
+teil eines zeichins der zwelf zeichine. Einer hande zal,
+he-(301c.)iȥit epacte, die leret welhes tages der mane enzundet
+werde. die ist swere unde erdroȥȥenlich. da von vant uns der
+keiser iulius, der waȥ an den sternen ein guot meister, der vant
+ein besir zale. die heiȥit die guldin zal. Er wartete eines
+iares welhes tages der mane enzundet wurde, unde schreib eines
+dar. also tet er an allen den tagen da der mane ander wart, bis
+daȥ iar uȥ kam. deȥ andern iares, so der mane enzundet wart, so
+schreip er zwei. Deȥ dritten iares driu, unde also biȥ an das
+niunzehende iar. do schreip er niunzehene. an dem zwenzicgosten
+iare, wa dan eines geschriben waȥ, da wart ie der mane enzündet.
+als gat diȥe rechenunge an dem einen an unde an nunzehenen uȥ.
+Nu wil ich von dem gewonlichen manden sagen. der gewonlich mande
+daȥ sint die tage die von den alten ziten unde nu geschriben
+sint in unsern ka-(301d.)lendenern. da von wiȥȥet daȥ romelus
+der meister waȥ der erste under den romeren der daȥ iar mit den
+manden teilte. der mahte niht wan zehen manden, Unde sprach, eȥ
+were ein iar. daȥ tet er darumbe, wan ein frouwe ein kint niht
+langer treit dan zehin manden. unde in sinen ziten waȥ gewonlich
+daȥ ein frowe nach ires mannes tode an ander man beleip uber
+zehin manden. den ersten manden nante er marcium, wande sin
+vater mars hieȥ. oder als die heidene gloubint[107], mars daȥ
+ist ein stritgot. nach dem mac och dirre mande wol heiȥin. wan
+die romschen kunge fuorent die zit an den strit, so siu urluge
+hetent. Do nante romulus den anderen manden aprilem. den namen
+gab er im von dem worte aperire. wan in der zit so tuont
+sich[108] uf deȥ ertriches unde der boume pori. Do nante er den
+dritten Mæien, nach dem worte[109] Ma-(302a.)iores. wan die
+merren mahtent danne ir spil ze rome. Den vierden nande er
+Junium. wan so hetent die iungen ir spil. Den fiunften nante er
+Quintilem, nach dem worte quinque. Den sehsten sextilem, nach
+dem worte sex. Der sibinde heiȥit september, von septem unde von
+ymber, als der spreche „er ist der sibinde nach dem regenlichen
+manden.“ daȥ ist der merze, ze gelicher wiȥ, heiȥit der ahte
+mande october, von octo unde von ymber. Unde der niunde
+november, von novem unde ymber. Der zehinde December, von decem
+und ymber. Da nach kam ein meister, der heiȥet[110] numma
+pompeius, der merrete daȥ iar mit zwein manden. daȥ waȥ
+ianuarius unde Februarius. Nach der heiden geloube ianus daȥ ist
+deȥ iares got. der het zwei houbet, daȥ er hindene unde vorne
+gesehe. nach deme ist der ianuarius genant, wan der mande ist
+(302b.) ein ende deȥ furgevarnen iares unde ein anegenge deȥ
+kunftigen iares. er mac och heiȥen nach dem worte ianua. wan als
+man zuo einer duren in gat, als gat man zuo disem[111], manden
+in daz iar. nach der heidene geloube Februus daȥ ist der hellen
+got. darnach ist[112] der februarius genant, wan die romer
+warent noch do heidene unde begiengint[113] deȥ hellegotes
+hogezit in dem februario. wie denne doch meister numma dem iare
+zwelf manden gebe, doch mahte er eȥ ze kurz. wande die manden
+warent manen manden. die engenuogten[114] niht der sunnen loufe.
+da von kam ein andere, daȥ waȥ keiser iulius, der mahte den[115]
+kalendener rehte unde irvollette den gebresten mit einlof dagen,
+die tet er darzuo unde ein vierteil eines tages. da von het daȥ
+iar driu hundert unde sehzic unde fiunf tage unde sehz stunden.
+doch ubergreif (302c.) er mit eime zwelften teile einre stunden.
+Dirre Julius teilte iglichem manden sine tage vil ordenlich,
+er vienc an an dem mercen. dem gab er ein unde driȥic tage, dem
+andern driȥic, unde also biȥ uȥ. dem geraden gap er gerade, dem
+ungeraden gab er ungerade. do er do herumbe an den ianuarium
+kam, dem solte er ein unde driȥic tage han gegebin, unde gebrast
+im eines tages. den nam er dem februario unde ervollete den
+ianuarium unde sprach „der Februarius kumit sime gebresten wol
+nach, so eȥ schaltiar sint.“ wan er do keiser waȥ, do wart der
+mande der vor quintilis hieȥ Julius genant. daȥ tatent im die
+romer ze liebe, wan er in dem manden[116] geborn wart. ze
+glicher wis tatent siu dem keiser augusto. der waȥ in dem
+sextili geborn.[117] der mande wart augustus genant. aber keiser
+augustus nidete daȥ (302d.) sin mande eines tages kurzir waȥ
+danne iulius, unde nam einen tac uȥ dem Februario unde leite den
+in sinen manden. do beleip der februarius mit eht unde zwenzic
+dagen. wan do drie manden nah enander giengent der ieglicher ein
+unde driȥic hete, der iulius, augustus unde september, da von
+nam der keiser augustus einen tac uȥ dem septembri unde gab in
+dem octobri, unde nam einen uȥ dem novembri unde gap in dem
+decembri. also stant die manden noch bi unsern ziten. Danach
+wissest daȥ ieglich mande drier hande tage het, daȥ sint
+kalende, none unde Idus. kalende daȥ[118] ist als der spreche
+colende. wan an dem ersten tage iegliches manden so uobtent siu
+eine gotin, die hieȥ iuno. kalo daȥ sprichet ruofen. da von
+kumet och wol calende. wan so rief ein butel vor hin etwie lange
+(303a.) unde kunte den merkit[119] unde die hohgezit. kalo daȥ
+ist guot. da von heiȥit eȥ och kalende, wan so hantgiftet ein
+friunt dem andern in dem namen daȥ im[120] gelucke unde guot
+davon volgete. Non daȥ ist niht. da von kumet none. wan kein got
+enthilt niht die hohgezit iunonis in den tagen. oder none daȥ
+ist als nove. wan die tage so fundent romer niuwe reht. nundine
+daȥ sint mestage. wan do hie vor die mestage in disen tagen
+warent, da von heiȥent dise tage none. § ydus daȥ kumet von eim
+kriechschen worte ydos, daȥ ist ein teilunge. wan dise tage sint
+vil bi der halbe mande, oder won[121] sich die mestage danne
+schiedent. Nu soltu wissen, in ieglichem manden sint zwene ubile
+tage. nach der heiden gelouben waȥ eȥ ubel, daȥ man an den tagen
+kein werk an vienc, unde wer an (303b.) den tagen siech wart,
+der starb oder genas kume. an den selben tagen plagete got daȥ
+volk von egipto mit den groȥen slegen. och warent etlich
+heidene, die opfirtent an disen tagen ir eigen menslich bluot
+dem hellegote der da heiȥit pluto. da von wart eȥ verbotten, daȥ
+nieman laȥin solte an disen tagen, daȥ man iht arcwane daȥ man
+menslich bluot opfere dem duvele. § Sant Augustinus verbiutet
+daȥ man iht bluot opfere plutoni noch hohgezit began iunon an
+den kalendis. Der irkennen welle in ieglichem manden weles sint
+verworfene tage, unde wele stunde schedelich ist an den selben
+tagen, der lerne an disen versen. Armis gunfe dei calatos
+adamare dabatur. Lixa memor conflans gelidos limpfantia quosdam.
+Omne lumen aaron bagis consortia laudat. Thielinkat ei coequata
+gracia lim (303c.) liphradus. ie zwei wort horint an einen
+manden. Daȥ erste zalet obne her abe, daȥ ander zalet undene uf.
+der erste buochstabe an der ersten sillaben bezeichint wel tage
+verworfen si. wan als verre der buochstabe stat in dem a b c,
+also mengen tac stat der tac in dem kalendario. ze gelicher wis
+bezeichenet der erste buochstabe an der andern sillaben wel
+stunde in dem selben tage verworfen si. Nu han ich geseit von
+der zit die man geschriben mac unde stete ist. nu wil ich sagen
+von der[122] bewegelichen zit die man ahtet bi dem loufe deȥ
+manen unde het keine stat in dem kalendario. unde der zite sint
+fiunfe, septuagesima, quadragesima, pascha, rogationes,
+pentecoste. wie aber der adventus bewegelich si, so en
+horit[123] er doch niht zuo disen. wan man ahtet sin niht nach
+dem manen. die dage die da heiȥent (303d.) septuagesima, mit
+den[124] begat man die sibinzic iar in den die kint von israhel
+warent gevangen ze babilonie. quadragesima, mit den begat man
+die vierzic tage die Moyses vastete unde enpfienc die zehin
+gebot von unsirme herren. Helyas vastete och vierzic tage unde
+wart gezuckit an ein heinlich clare stat. och vastete unser
+herre ihesus cristus selb vierzic tage unde uberwant deȥ tievils
+bekorunge. wan dan alle gotes getat uns ein lere ist unde ein
+wec, wir suln[125] och vierzic tage vasten, unde sulent gote
+unser lebin zehinden, als wir och unser guot zehinden.
+den osteren sprechint die iuden pascha unde die criechen
+phase. phase daȥ ist in latine transitus. wan unser herre
+ihesus cristus do uber fuor von der dotlicheit zuo der
+untotlicheit[126], danne suln wir uber varen von den sunden zuo
+den (304a.) tugenden, daȥ wir von disim lebinne mugent komen zuo
+dem ewigen lebinne. AMen. Die zit so man mit den crucen get, die
+tage heiȥent rogationes, von dem worte rogare. wan diu heilic
+cristenheit manet uns daȥ wir betent unde vastent unde mit den
+crucen gant, niht alleine fur die wolfe die dem libe schadent,
+me halt fur die wolfe die der sele schadent. Pentecosten daȥ
+kumet von dem crieschin worte pente, daȥ ist fiunfe, unde coste,
+daȥ ist zehene, als der spreche „fiunf werbe zehine.“ also menic
+dag ist och von ostern biȥ pfingsten. unde die zit begat die
+cristenheit, wan die e Moysi wart gegebin uf dem lihten berge,
+unde unsers[127] herren iungern enpfiengent den heiligen geist.
+Nu han ich geseit von den ziten die man ahtet nach dem manen. Nu
+wissest daȥ der sunnentac (304b.) der da stat nach dem fiunften
+tage vor dem Decembri unde vor dem dritten tage hin in Decembri,
+der sunnentac ist ein anegenge deȥ adventus, daȥ uns kunftic ist
+der tac an dem got geborn wart, deȥ die wissagen vor lange
+begeret hettent.
+
+Finis adest operis. mercedem posco[128] laboris.
+
+
+ [Anmerkungen:
+
+ 1: In der Handschrift _elemente_
+ 2. Zweimal _de_
+ 3. _azzate_
+ 4. _zahet_
+ 5. _fiuhte. der_] _fúhter_
+ 6. _daȥ_ fehlt.
+ 7. Bis hieher wechseln rothe und blaue Anfangsbuchstaben
+ der Absätze.
+ 8. _der sibinder_
+ 9. _mensche_
+ 10. _dem_
+ 11. _firmentum_
+ 12. _im_
+ 13. _disen_
+ 14. _de siv die_
+ 15. _sternent_
+ 16. _halb_
+ 17. _kvmume_
+ 18. _zeichein_ oder _zeichem_
+ 19. _etriche_
+ 20. _dú kien_
+ 21. _maht_
+ 22. Die Kreise mit blauer, die Worte ausserhalb mit rother Farbe.
+ [[Bild 3]]
+ 23. _Kútes_
+ 24. Dahinter als Merkzeichen ein durchkreuzter Kreis mit einem
+ Punkt in jedem Viertel. Vgl. 298c. 299c. [[Anm. 67, 85]]
+ 25. _volle_
+ 26. _gevarne_ am Rande nachgetragen.
+ 27. _ein_ nachgetragen.
+ 28. _niht_ am Rande nachgetragen.
+ 29. _studel_
+ 30. _dc_
+ 31. _mache_
+ 32. _ein_
+ 33. Dahinter noch _der gat_
+ 34. _bi_
+ 35. _And’ der_
+ 36. _andē_
+ 37. Aus _drekengen_ gebessert.
+ 38. _ta- tage_
+ 39. _heilige_
+ 40. _sine_
+ 41. _equiuocciū_; nachher _equiuociū_
+ 42. _zwelten_
+ 43. _den cheine_
+ 44. _ze_ fehlt.
+ 45. _nahet_ ohne _an_.
+ 46. _dem_
+ 47. Dahinter fast eine ganze Zeile unlesbar ausgeschabt.
+ 48. _man_ fehlt.
+ 49. _dē_ gebessert aus _hindē_
+ 50. Dahinter noch _vf der lingen siten_
+ 51. _vmbe der beizzet_
+ 52. _begegerunge_
+ 53. _die der_ zweimal.
+ 54. _lŏm_
+ 55. _sunē_
+ 56. _dem_
+ 57. _gemahet_
+ 58. _sunnentac_ fehlt.
+ 59. _vn ane_
+ 60. _den_
+ 61. _dannē_
+ 62. Dahinter noch _danne_.
+ 63. _alles_
+ 64. _betútetet_; _den_ fehlt.
+ 65. _septetrione_
+ 66. _wegenes gerihte._ _H’._
+ 67. Dahinter ein durchkreuzter und punktierter Kreis wie 294d.
+ [[Anm. 24]]
+ 68. _vn scheiden_
+ 69. _den keī_
+ 70. _hinderer_
+ 71. _dú_
+ 72. Das Bild der Sonne roth. [[Bild 6]]
+ 73. _man_ fehlt.
+ 74. _niemer_
+ 75. _gengen_
+ 76. _entwichen_
+ 77. _werlichen_
+ 78. _den_
+ 79. _vol schinmet_
+ 80. Sonne und Mond in nachstehendem Bilde roth gemalt. [[Bild 7]]
+ 81. _vol schinet_
+ 82. _got_ zweimal.
+ 83. _lieht’es_
+ 84. Die Mondbilder halb roth, halb schwarz; die Sonne roth.
+ [[Bild 9]]
+ 85. Am Rande das Merkzeichen wie 294d. 298c. [[Anm. 24, 67]]
+ 86. _wufzehē_
+ 87. _allē_
+ 88. _daȥ si_] _dez_
+ 89. _cum_
+ 90. _indirre_ zweimal.
+ 91. _nīe ein v’gessin_
+ 92. Zweimal _vf gezzit_
+ 93. _handē_
+ 94. _hant vestene_
+ 95. _betrúget_
+ 96. _drie_
+ 97. _dc die_; _c_ von späterer Hand.
+ 98. _sodiacg zodiacg_
+ 99. _in zwelfú_ _īzwelfvi_
+ 100. _svnnē_
+ 101. _da_
+ 102. _nemet_
+ 103. _gegegen_
+ 104. _hemispiriū_
+ 105. _si_
+ 106. _heiȥet_ fehlt; _zeichen_ aus _heizhen_ gebessert.
+ 107. _glŏbit_
+ 108. _sich_ fehlt.
+ 109. _worete_
+ 110. _hiezet_
+ 111. _disen_
+ 112. _ist_ fehlt.
+ 113. _begegint_
+ 114. _hegenvotēt_
+ 115. _der_
+ 116. _mandem_
+ 117. _genant_
+ 118. _Idus kalende. Dc_
+ 119. _merkint_
+ 120. _in_
+ 121. _von_.
+ 122. _der_ fehlt.
+ 123. _horint_
+ 124. _dem_
+ 125. _wan súl_
+ 126. _vntolicheit_
+ 127. _vnser_
+ 128. _pasco_]
+
+ * * * * *
+ * * * *
+
+ [Bilder:
+
+ 1 (293a): Kreis in drei Teile: Osten (»asya«), NW (Europa),
+ SW (»affrica«)
+ 2 (294c): Kreis mit mittelpunkt
+ 3 (294d): Konzentrische Kreise, siehe Text
+ 4 (298b): Kreis in 8 Teile
+ 5 (298c): Nord: Affricus / Notus / Auster / Meridies
+ Ost: subsolanus / vulturus / eurus / oriens
+ Süd: Tricius / Aquilo / Boreas / Septentrio
+ West: Chorus / Favorius / Zephirus / occidens
+ 6 (298d): Verdunkelung: »der Mane« zwischen »die sunne« und
+ »die erde«
+ 7 (299a): Mondfinsternis: »die erde« zwischen »der mane« und
+ »die sunne«
+ 8a (299b): Halbmond [»crumb«]
+ 8b: schwartzer Halbmond
+ 8c: schwartzer Kreis
+ 9 (299c): Mondphasen: die sunne / coniunctio // Moneydes /
+ Diadomos / Anphitrites / Panphilimios / Diatomos / Moneydes
+ 10 (300c): Blumenform]
+
+ * * * * *
+ * * * *
+
+Druckfehler und Unregelmässigkeiten:
+
+ (295b.) die liute teilent in in ein naht unde in einen tac
+ [d.h., »einteilen« + in]
+ (297b.) diſe lere wiset aristotiles.
+ [langes »s« im Original]
+ (298d.)
+ (299a.) [Punkte fehlen]
+
+
+
+
+
+
+End of the Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various
+
+*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE ***
+
+***** This file should be named 29436-0.txt or 29436-0.zip *****
+This and all associated files of various formats will be found in:
+ http://www.gutenberg.org/2/9/4/3/29436/
+
+Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and
+the Online Distributed Proofreading Team at
+http://www.pgdp.net
+
+
+Updated editions will replace the previous one--the old editions
+will be renamed.
+
+Creating the works from public domain print editions means that no
+one owns a United States copyright in these works, so the Foundation
+(and you!) can copy and distribute it in the United States without
+permission and without paying copyright royalties. Special rules,
+set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to
+copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to
+protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project
+Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you
+charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you
+do not charge anything for copies of this eBook, complying with the
+rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose
+such as creation of derivative works, reports, performances and
+research. They may be modified and printed and given away--you may do
+practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is
+subject to the trademark license, especially commercial
+redistribution.
+
+
+
+*** START: FULL LICENSE ***
+
+THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
+PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK
+
+To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
+distribution of electronic works, by using or distributing this work
+(or any other work associated in any way with the phrase "Project
+Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project
+Gutenberg-tm License (available with this file or online at
+http://gutenberg.org/license).
+
+
+Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm
+electronic works
+
+1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
+electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
+and accept all the terms of this license and intellectual property
+(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
+the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy
+all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession.
+If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project
+Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the
+terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or
+entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.
+
+1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
+used on or associated in any way with an electronic work by people who
+agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
+things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
+even without complying with the full terms of this agreement. See
+paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
+Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement
+and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic
+works. See paragraph 1.E below.
+
+1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation"
+or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
+Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the
+collection are in the public domain in the United States. If an
+individual work is in the public domain in the United States and you are
+located in the United States, we do not claim a right to prevent you from
+copying, distributing, performing, displaying or creating derivative
+works based on the work as long as all references to Project Gutenberg
+are removed. Of course, we hope that you will support the Project
+Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by
+freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of
+this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with
+the work. You can easily comply with the terms of this agreement by
+keeping this work in the same format with its attached full Project
+Gutenberg-tm License when you share it without charge with others.
+
+1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
+what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in
+a constant state of change. If you are outside the United States, check
+the laws of your country in addition to the terms of this agreement
+before downloading, copying, displaying, performing, distributing or
+creating derivative works based on this work or any other Project
+Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning
+the copyright status of any work in any country outside the United
+States.
+
+1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
+
+1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate
+access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently
+whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the
+phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project
+Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed,
+copied or distributed:
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
+
+1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived
+from the public domain (does not contain a notice indicating that it is
+posted with permission of the copyright holder), the work can be copied
+and distributed to anyone in the United States without paying any fees
+or charges. If you are redistributing or providing access to a work
+with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the
+work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1
+through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the
+Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or
+1.E.9.
+
+1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
+with the permission of the copyright holder, your use and distribution
+must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional
+terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked
+to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the
+permission of the copyright holder found at the beginning of this work.
+
+1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
+License terms from this work, or any files containing a part of this
+work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.
+
+1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
+electronic work, or any part of this electronic work, without
+prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
+active links or immediate access to the full terms of the Project
+Gutenberg-tm License.
+
+1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
+compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any
+word processing or hypertext form. However, if you provide access to or
+distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than
+"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version
+posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org),
+you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a
+copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon
+request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other
+form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm
+License as specified in paragraph 1.E.1.
+
+1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
+performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
+unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
+
+1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
+access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided
+that
+
+- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
+ the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
+ you already use to calculate your applicable taxes. The fee is
+ owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he
+ has agreed to donate royalties under this paragraph to the
+ Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments
+ must be paid within 60 days following each date on which you
+ prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax
+ returns. Royalty payments should be clearly marked as such and
+ sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the
+ address specified in Section 4, "Information about donations to
+ the Project Gutenberg Literary Archive Foundation."
+
+- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
+ you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
+ does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
+ License. You must require such a user to return or
+ destroy all copies of the works possessed in a physical medium
+ and discontinue all use of and all access to other copies of
+ Project Gutenberg-tm works.
+
+- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any
+ money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
+ electronic work is discovered and reported to you within 90 days
+ of receipt of the work.
+
+- You comply with all other terms of this agreement for free
+ distribution of Project Gutenberg-tm works.
+
+1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm
+electronic work or group of works on different terms than are set
+forth in this agreement, you must obtain permission in writing from
+both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
+Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the
+Foundation as set forth in Section 3 below.
+
+1.F.
+
+1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
+effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
+public domain works in creating the Project Gutenberg-tm
+collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic
+works, and the medium on which they may be stored, may contain
+"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or
+corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual
+property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a
+computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by
+your equipment.
+
+1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
+of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
+Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
+Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
+liability to you for damages, costs and expenses, including legal
+fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
+LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
+PROVIDED IN PARAGRAPH F3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
+TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
+LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
+INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
+DAMAGE.
+
+1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
+defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
+receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
+written explanation to the person you received the work from. If you
+received the work on a physical medium, you must return the medium with
+your written explanation. The person or entity that provided you with
+the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a
+refund. If you received the work electronically, the person or entity
+providing it to you may choose to give you a second opportunity to
+receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy
+is also defective, you may demand a refund in writing without further
+opportunities to fix the problem.
+
+1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
+in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER
+WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
+WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
+
+1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
+warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages.
+If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the
+law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be
+interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by
+the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any
+provision of this agreement shall not void the remaining provisions.
+
+1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
+trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
+providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance
+with this agreement, and any volunteers associated with the production,
+promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works,
+harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees,
+that arise directly or indirectly from any of the following which you do
+or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm
+work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any
+Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.
+
+
+Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
+
+Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
+electronic works in formats readable by the widest variety of computers
+including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists
+because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
+people in all walks of life.
+
+Volunteers and financial support to provide volunteers with the
+assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
+goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
+remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
+and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
+To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
+and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
+and the Foundation web page at http://www.pglaf.org.
+
+
+Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive
+Foundation
+
+The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
+501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
+state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
+Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
+number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at
+http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
+permitted by U.S. federal laws and your state's laws.
+
+The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
+Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
+throughout numerous locations. Its business office is located at
+809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
+business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact
+information can be found at the Foundation's web site and official
+page at http://pglaf.org
+
+For additional contact information:
+ Dr. Gregory B. Newby
+ Chief Executive and Director
+ gbnewby@pglaf.org
+
+
+Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation
+
+Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
+spread public support and donations to carry out its mission of
+increasing the number of public domain and licensed works that can be
+freely distributed in machine readable form accessible by the widest
+array of equipment including outdated equipment. Many small donations
+($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
+status with the IRS.
+
+The Foundation is committed to complying with the laws regulating
+charities and charitable donations in all 50 states of the United
+States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
+considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
+with these requirements. We do not solicit donations in locations
+where we have not received written confirmation of compliance. To
+SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any
+particular state visit http://pglaf.org
+
+While we cannot and do not solicit contributions from states where we
+have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
+against accepting unsolicited donations from donors in such states who
+approach us with offers to donate.
+
+International donations are gratefully accepted, but we cannot make
+any statements concerning tax treatment of donations received from
+outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
+
+Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
+methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
+ways including checks, online payments and credit card donations.
+To donate, please visit: http://pglaf.org/donate
+
+
+Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic
+works.
+
+Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm
+concept of a library of electronic works that could be freely shared
+with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project
+Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.
+
+
+Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
+editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S.
+unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily
+keep eBooks in compliance with any particular paper edition.
+
+
+Most people start at our Web site which has the main PG search facility:
+
+ http://www.gutenberg.org
+
+This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
+including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
+Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
+subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
diff --git a/29436-0.zip b/29436-0.zip
new file mode 100644
index 0000000..ad38ab2
--- /dev/null
+++ b/29436-0.zip
Binary files differ
diff --git a/29436-8.txt b/29436-8.txt
new file mode 100644
index 0000000..d905b1b
--- /dev/null
+++ b/29436-8.txt
@@ -0,0 +1,1473 @@
+The Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
+
+
+Title: Meinauer Naturlehre
+
+Author: Various
+
+Editor: Wilhelm Wackernagel
+
+Release Date: July 18, 2009 [EBook #29436]
+
+Language: German
+
+Character set encoding: ISO-8859-1
+
+*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE ***
+
+
+
+
+Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and
+the Online Distributed Proofreading Team at
+http://www.pgdp.net
+
+
+
+
+
+
+[Dieser Text ist fr Benutzer gedacht, deren Text-Anzeigeprogramm
+nicht die volle Unicode (UTF8) Version anzeigen kann. An- und
+Abfhrungsstriche aus dem Original wurden durch Guillemets ersetzt,
+und einige Buchstaben sind mit Klammern geschrieben:
+
+ [oe]
+ [-e] [)o] usw.: Vokale mit lang- bzw. kurz-zeichen
+
+Im Haupttext (die Naturlehre) bedeutet das Zeichen nicht -ss- sondern
+geschwnztes z. Das eszet ist sonst nicht gebraucht.
+
+Rechtschreibung, Zeichensetzung und Groschreibung sind ungendert.
+Bildbeschreibungen stehen am Ende des Textes, hinter die Anmerkungen.]
+
+
+
+
+ BIBLIOTHEK
+
+ des
+
+ LITERARISCHEN VEREINS
+
+ In Stuttgart.
+
+ XXII.
+
+
+ STUTTGART.
+ Gedruckt auf Kosten des Literarischen Vereins.
+ 1851.
+
+
+
+
+ _LITERARISCHER VEREIN_
+
+ in
+
+ STUTTGART
+
+ _Gegrndet 1839_.
+
+
+ Protector:
+
+ SEINE MAJESTT DER KNIG VON WRTTEMBERG.
+
+ * * *
+
+ _Prsident_:
+ Dr _Keller_, professor in Tbingen.
+
+ _Secretr_:
+ Dr _Holland_, privatdocent in Tbingen.
+
+ _Kassier_:
+ _Huzel_, reallehrer in Tbingen.
+
+ _Ausschuss fr das jahr 1851_:
+
+ Gr. freiherr _Cotta_ v. _Cottendorf_, k. baier,
+ kmmerer in Stuttgart.
+ Dr _Fallati_, professor in Tbingen.
+ Hofrath dr _Grimm_, akademiker in Berlin.
+ Dr E. v. _Kausler_, archivrath in Stuttgart.
+ Dr _Klpfel_, bibliothekar in Tbingen.
+ F. v. _Lehr_, director der k. privatbibliothek in Stuttgart.
+ Dr _Menzel_ in Stuttgart.
+ Dr _Michelant_, professor in Rennes.
+ Dr _Schmeller_, professor in Mnchen.
+ Oberstudienrath dr C. v. _Stlin_,
+ oberbibliothekar in Stuttgart.
+ Dr _Wackernagel_, professor in Basel.
+ Dr G. v. _Wchter_, kanzler in Tbingen.
+
+ _Agent_:
+ _Fues_, sortimentsbuchhndler in Tbingen.
+
+
+
+
+ MEINAUER NATURLEHRE
+
+
+ Herausgegeben
+
+ von
+
+ WILHELM WACKERNAGEL.
+
+
+ STUTTGART.
+ _Gedruckt Auf Kosten Des Literarischen Vereins._
+ 1851.
+
+
+
+
+ _Tbingen_, gedruckt bei Ludwig Friedrich Fues.
+
+
+
+
+Vorwort.
+
+
+Das altdeutsche Prosawerkchen, das auf den nachfolgenden Blttern
+verffentlicht wird, steht in der Basler Pergamenthandschrift B. VIII.
+27[1] zwischen Hugos von Langenstein Marter der heil. Martina und
+Schondochs Litthauer; es ist mit dem ersteren dieser Gedichte von
+demselben Lohnschreiber des vierzehnten Jahrhunderts, einem Konrad von
+S. Gallen,[2] sauber und zierlich aufgesetzt worden. Eine zweite
+Handschrift, die es enthielte, ist zur Zeit noch unbekannt. Einzelne
+Stcke daraus sind bereits an anderem Ort erschienen;[3] der
+vollstndige Abdruck, welcher hier nun vorliegt, wird sich durch den
+bedeutenden Werth rechtfertigen, den dieses Buch fr die
+Litteraturgeschichte und namentlich fr die Geschichte der
+Naturwissenschaft besitzt.
+
+Es fehlt unsrer alten Litteratur nicht an anderen ganz deutsch oder
+deutsch und lateinisch verfassten Prosaschriften aus eben diesem Gebiet.
+Aber die brigen geh[oe]ren entweder lediglich der Arzneikunde an, und
+sind dann eine kaum zusammengehaltene Reihe von Recepten, wie die mit
+dem Namen des Hippocrates aufgeschmckten in Zrich,[4] Basel[5] und
+Leipzig[6] und selbst jene grosse Krankheits- und Heilmittellehre, deren
+Handschriften in Breslau und Mnchen liegen;[7] oder sie verbinden, wie
+Konrad von Megenberg,[8] die Medicin mit der gesammten Naturgeschichte,
+oder weben endlich, wie das lteste Buch dieser ganzen Reihe, der
+Lucidarius,[9] Weltbeschreibung, Weltgeschichte und Theologie in
+einander. Den praktischen Bezug auf die Gesundheitspflege hat auch unsre
+Schrift: sie behandelt in solcher Art gleich zu Anfang die vier
+Temperamente. Die Hauptsache jedoch, whrend Thier- und Pflanzenkunde
+u.s.f. gnzlich bei Seite bleiben, ist ihr die Astronomie, die Lehre
+von der Gestalt der Erde, der Bewegung der Himmelskrper, der Berechnung
+und Benennung der Zeiten nach Sonnen- und Mondenlauf und dem Lauf der
+brigen Gestirne. Und hier tritt uns, anziehend genug und berraschend,
+eine Kenntniss entgegen, wie sie dem Mittelalter nicht allgemein
+gelufig, wie sie der Kirche nicht immer genehm, ja von derselben
+mehrfach verp[oe]nt war. Der Verfasser weiss nicht bloss, woher Sonnen-
+und Mondfinsterniss rhren (297c,ff.): er weiss auch, dass die Erde
+eine Kugel (293a.)[10] und der Fall eine Bewegung nach deren
+Mittelpunkte sei (294c.).[11] Kurz, er hat von diesen Dingen diejenige
+Kenntniss, bis zu der schon das griechisch-r[oe]mische Alterthum durch
+Eratosthenes und Ptolemus gelangt war. Nur erscheint die Ueberlieferung
+davon in der Weise des Mittelalters trb und verwirrt: Romulus z.B.
+und Numa Pompilius, die er auf Anlass der Rmischen Jahres- und
+Monatrechnung zu nennen hat, sind ihm zu _meistern_, das heisst hier zu
+Astronomen, und aus _Pompilius_ ist noch _Pompeius_ geworden (296a.b.
+301d.ff.). Ich vermuthe, dass er diesen antiken und berhaupt den
+ganzen Stoff seines Buches durch Vermittelung der Aerzte und
+Naturgelehrten zu Montpellier empfangen habe. Dahin deutet nebst der
+Erwhnung eines namhaften Astronomen der in Spanien benachbarten Araber,
+des Alfraganus (293a.) d.i. des Mohammed ben Ketir von Ferganah,[12]
+der ditetische Abschnitt Bl. 297a. ff. Denn eben diese Regeln ber
+Essen und Trinken, Schlafen und Baden finden sich, theilweis mit beinahe
+wrtlicher Uebereinstimmung, auch in einer Sammlung medicinischer
+Schriften wieder, die, jetzt der Bibliothek zu Basel angeh[oe]rig, ihren
+Ursprung in Montpellier genommen hat.[13] Sie lauten daselbst auf
+Provenzalisch also:
+
+_Om quan ce leua de dormir deu anar petit epla esos membres estendre
+eson cap penchenar. car lestendilar aferma locors el penchenar enfa
+issir lo fum que pueia el cap lanueg_
+
+_In en estiu deu hom som cors lauar am baynga freia car estrenh lo fum
+delcor edona talent demaniar E deu se hom uestir de blancas camizas ede
+bels uestimens car lo coragge dome sen alegra. epueis bregue las dens
+elas gingiuas am bonas especias. epueis onhgua lo cors am debos enguens
+car lo cors sen es gauis perlas bonas odors. Epueis mania debos
+lectuaris confortatius et aias una liura daloe car aisso mou lacalor
+naturalh edezembarga lacalor del pania edestiu lauentozitat pueis an sen
+estar edeportar ab sos priuatz per es gauzir son cors. Equant uolra
+maiar[14] osopar. caualgue. i. pauc que mais ne maniara_
+
+Wo aber und von wem ist unser deutsches Buch verfasst worden? Es wre
+gewagt zu behaupten, so nahe gelegt auch die Behauptung ist, dass Hugo
+von Langenstein, der die heil. Martina gedichtet, auch dieses in der
+Handschrift gleich auf die Martina folgende Werk zuerst geschrieben
+habe. Denn Hugo, der in seinen Versen so geschmacklos und der Sprache
+nur wenig Meister ist,[15] konnte die Prosa schwerlich mit so leichter
+Einfachheit handhaben; die zu solchem Werk erforderliche Gelehrsamkeit
+htte ihm vielleicht nicht gefehlt.[16] Aber ein Zeitgenosse wird es
+gewesen sein (die Martina ist von 1293)[17] und ein Ordensbruder
+Hugos, ein Deutschritter, und auch in dem Ordenshause auf der Meinau
+angesessen, welches Hugo stiften helfen und in welchem er selbst
+vielleicht als Commenthur sein Leben beschlossen hat.[18] Die
+Handschrift ist sichtlich zuerst im Besitze Deutscher Ritter gewesen
+und fr solche gefertigt worden: ein Glied des Ordens hat die Martina
+gedichtet, und die spter erst beigefgten Reime Schondochs von dem
+heidnischen Knig in Litthauen behandeln eine Ordenssage. Jene Ditetik
+sodann setzt ein vornehm bequemes Herrenleben voraus, wie es solch einem
+Orden vergnnt war; wirklich hat auch sie die Grundlage oder wenigstens
+doch Beitrge hergegeben zu hnlichen Anweisungen, die spterhin fr den
+Hochmeister in Preussen von einem berhmten Arzte niedergeschrieben
+wurden.[19] Und wenn endlich Bl. 298b. der Eurus _niderwint_, der Auster
+_wairwint_, der Zephyrus _waltwint_ heisst, so sind das Benennungen,
+die gerade auf der Meinau, in der nrdlichen Bucht des Bodensees, am
+fglichsten Platze waren: denn da ist stlich niederes ebneres Land,
+westlich der Schwarzwald, sdlich das grosse Schwabenmeer. Deshalb ist
+der Titel Meinauer Naturlehre schon frher gewhlt[20] und auch
+diessmal festgehalten worden.
+
+Die ursprngliche Aufsetzung jedoch haben wir in der Basler Handschrift
+so wenig von diesem Prosabchlein als von der Martina. Beide enthalten
+mancherlei Fehler, die auf eine nicht ganz leserlich gefertigte oder
+stellenweis verwischte Urschrift zurckdeuten, und der Abschreiber
+erweist sich oft gedankenlos und berall unkundig. Ich habe mich bemht
+die so entstandenen Fehler zu beseitigen; die Anmerkungen verzeichnen
+bei jeder Besserung die handschriftliche Lesart. Nur wo es lateinische
+und griechische Worte betrifft, habe ich lieber nicht gendert, da in
+solchen schon die Urschrift irren mochte. In der Bearbeitung des Textes
+noch weiter zugehn und so, wie es die Herausgeber altdeutscher Schriften
+lieben, die Sprache ebenmssiger zu machen, als sie im Munde des
+Schreibers und wohl auch des Verfassers selber war, schien unerlaubt.
+Es sind demnach mehrerlei Formen derselben Worte, mehrerlei Schreibungen
+desselben Lautes gern und geflissentlich geduldet, und nur in einigen
+unwesentlichen Stcken ist um das Geschft des Lesers zu erleichtern
+die strenge Buchstblichkeit verlassen worden: die Abkrzungen sind
+aufgelst, die vocalischen _v_ gegen _u_, die consonantischen _u_ gegen
+_v_ vertauscht; Prpositionen, wo sie mit ihren Substantiven in eins
+geschrieben waren, davon getrennt; umgekehrt Zusammensetzungen, wo ihre
+Bestandteile getrennt waren, in eins geschrieben; und endlich anstatt
+der blossen Punkte noch andere Satzzeichen, aber mit m[oe]glichster
+Einfachheit des Verfahrens, eingefgt.
+
+ _Basel_, im August 1850.
+
+ +Wilhelm Wackernagel.+
+
+
+ [Anmerkungen:
+
+ 1. Ausfhrliche Beschreibung derselben in den Altd. Handschriften
+ der Basler Univ. Bibliothek S.39ff.
+ 2. Am Schluss der Martina, Bl. 292d:
+ _Der dis buoch geschriben hat
+ Der heizit von sant Gallen Cvonrat._
+ Als Lohnschreiber bezeichnet er sich durch den Schlussvers der
+ Naturlehre, 304b: _Finis adest operis mercedem pasco_ (d.i.
+ _posco_) _laboris_.
+ 3. Altd. Lesebuch Sp. 767-774.
+ 4. Graffs Diutiska 2, 269.
+ 5. Haupts und Hoffmanns Altd. Bltter 2, 133.
+ 6. Aufsess Anzeiger f. Kunde des deutschen Mittelalters 2, 242.
+ 7. Hoffmanns Fundgruben 1, 317. Schmellers Bair. Wrterb. 3, 678.
+ 8. Bschings wchentl. Nachr. 2, 273ff. 293ff.
+ 9. Aufsess und Mones Anzeiger 3, 311. Altd. Bltter 2,5.
+ 10. Vgl. Haupts Zeitschr. f. Deutsches Alterthum 6, 145.
+ 11. _Wie swrer last sich neiget zer erden zenter_: der Kanzler
+ in vdHagens Minnesingern 2, 390b.
+ 12. Schnurrers Biblioth. Arab. 462ff.
+ 13. Handschr. D. II. 11; vgl. Haupts Zeitschr. 5,16.
+ 14. lies _maniar_
+ 15. Altd. Handschr. d. Basler Univ. Bibl.46.
+ 16. Ein Abschnitt der Martina (_von der menschlichen bl[oe]de_
+ 114d.-137b.) ist nach Pabst Innocenz III. Schrift _de miseria
+ conditionis human_ gearbeitet.
+ 17. _Als man mit warheit spurte
+ Do waz nach gottes geburte
+ Diz buoch gemachet daz ist war
+ Do man zalte tusent iar
+ vnde dar zvo zwei hundert
+ mit warheit vs gesundert.
+ Driv vnde nvnzic darzvo_ 292c.
+ 18. Im Jahr 1287 war er Commenthur zu Sumiswald (imCanton Bern);
+ 1298 lebte er noch zu Freiburg im Breisgau; Commenthur auf der
+ Meinau ward er nach Lassbergs Vermuthung 1319: Altd. Handschr.
+ d. Basl. Univ. Bibl. 40. Haupts Zeitschr. 7, 169.
+ 19. Auszge aus diesem Regiment des Lebens in Raumers Hist.
+ Taschenbuch 1, 189ff.
+ 20. Altd. Lesebuch 767.]
+
+
+ * * * * *
+ * * * *
+
+
+De menschin lip ist gemachet u vier elementen[1]. da von
+so wil ich dir sagen welhes siu sint. Da erste ist diu erde.
+diu ist kugeleht. da mac man kiesin da bi. wan so der mane
+verleschit, da schinet uns an der ersten stunde der naht. aber
+die da sint in oriente, die sehint des manen gebresten umbe die
+dritten stunde der naht. da ist darumbe. wan e ist in e naht
+dan uns. da en mohte niemer gesehen, enwere da[2] ertriche
+niht kugeleht unde enmitten hoch. da von so gat in diu sunne e
+uf danne uns. wonde si danne also gar michel ist, da von schinet
+si sleht unde breit. unde da mer hat dise welt in driu also
+geteilit: [Bild1] Da minste heiit Europa, Da ander affrica,
+Da dritte asya. Von dem ertriche sprichet ein phylosophus,
+alfraganus Den minsten sternen den der mensche mac gesehin,
+der ist groir (293b.) danne da ertriche alle sament, unde ein
+Sterne ist als ein punctel gein dem himel. Nu merke wie gro
+der himel si gein dem ertriche. Diu erde ist der andern elemente
+reinate unde ein drussene. Unde diu erde ist von ir nature durre
+unde kalt. also der naturen sint och ein teil liute. den
+sprechint die arzate[3] Melancolici. die artent nach der erden,
+unde sint sorghaft, gerne truric, gitic unde habende, ungetruwe,
+zahe[4] unde swarzir varwe. Nu hest du ein element. da ist diu
+erde.
+
+Da ander element ist da wasser, unde ist och cugeleht umbe da
+ertriche. als in eime eige da luter umbe den duttern gat, also
+umbegat da wasser die erde. nuwen da uns got den luft hie lat,
+da wir genesen, e solte anders alles hie wair sin. unde ist
+och da wair kalt unde fiuhte. der[5] naturen sint och die
+liute, den die meister sprechint sanguinei. die ar-(293c.)tent
+nach dem wair, unde sint gebinde, minnende, frolich, lachende,
+unde rotenthafter varwen, unde singent, unde feiet sint si,
+geturstic unde guotmuotic. Nu hestu da ander element, da
+wasser.
+
+Da dritte element da ist der luft. der besluit in sich die
+ersten zwei, unde ist warm unde fiuhte. darnach artent die, den
+die arzate sprechint fleumatici, unde sint an slafenne gerne
+drage, unde mugent vil speichlotun haben, unde hant herten sin,
+veit, unde wis sint siu gerne. Nu hestu da dritte element. da
+ist der luft.
+
+Da vierde ist da[6] fiur, unde ist durre unde warm, unde
+umbegat die andern alle. der nach artent die lute, die da
+heiint colorici. die sint los, drugenhaft, zornic, gebinde unde
+geturstic, ruh, cranc, durre, unde bleicher varwen. dise vier
+element gent dem libe fuorunge. da sint die erde, wair, luft
+unde fiur. (293d.)
+
+Darnach[7] ob disen elementen gat ein gar luter gegni an, der
+sibin[8] sternen, die da heiint planeten. die gant anders danne
+ander sternen, da man[9] sprichit, si sin die ierrenden
+sternen. Edanne ich dir von disen siben sternen sage, so wil
+ich von den[10] obresten sagen, da du e deste ba merkest. ob
+disen siben sternen, von den ich dir sagende wirde, sint alle
+sternen, unde alle sternen an dise siben heient die steten
+sternen oder die gesteten, wonde si gestetent sint in die witen,
+die da heiit da firmamentum[11], da siu gelich balde gant mit
+dem firmamentum allumbe die elementa. Von dem lande gant si her
+uber, da die sunne uf gat, hine da diu sunne under gat, under
+die erde hine. von disen steten sternen en wil ich nihtesniht
+sagen iegnote, nuwan da dise sternen unde ir firmamentum also
+balde (294a.) umbe gant, da siu soltent mit in[12] umbe ciehin
+die vier elementen, also gehes, da nihtes niht en solte noch en
+mohte begruonen oder bekumen. da von so het si got beschaffen,
+dise[13] siben sternen, da die[14] fuoren sulent die welt unde
+den obresten sternen widerstan sulent. Da firmamentum gat umbe
+von orient vil swinde zuo dem occident. aber da wider her dan
+gant die planeten von occident zuo orient. Spreche danne ieman
+ich en wei wa du seist. ich wei wol, die sternen gant alle
+zuo orient uf unde ze occident under, de antwurte ich also.
+die steten sternen[15] gant von dem oriente zuo dem occidente
+naturliche. den ganc hant si. aber die planete hant zwene genge.
+einen betwungenlichen hant si mit dem firmamente von oriente,
+unde der ganc nimet obern hant.[16] der ander ganc ist der
+(294b.) naturlich ganc den die planeten hant von occidente wider
+da firmamente. der ganc ist so verdruckit, da er kume[17]
+schinet. wonde aber nieman mich lihte noch niht verstat, so wil
+ich ein bizeichen setzin. nim ein wurmel unde setze da umbe ein
+umbe gendes rat, da e crieche wider de rades lof. so gat da
+wurmel fr sich, unde wirfet da rat umbe di wurmelin hin wider
+vil menic werbe, edan e gecrieche wider an da zeichen[18] da
+e an huob. also wirfet da firmamentum die planeten von oriente
+zuo dem occidente aller tegelich umbe. der wider strebint die
+planete, unde sument sich, da siu niht also schiere under gant
+also die steten sternen. da ander bizeichen ist. die meister
+sprechint, unde ist och war: so diu creature ie liehter ist,
+so dringet e ie me hin uf, alse diu flamme. da abir ie swerer
+ist, da duget so e meist mac zuo (294c.) dem centrum, da ist
+zuo dem allir mittelsten puncten, der en mitten in dem
+ertriche[19] stat. der heiit da centrum, also der puncte der
+en mitten in eime umbecreise ist, der heiit och der centrum,
+als du kiesen[20] maht an dirre figuren: [Bild2] nemest du
+denne einen stein, unde wurfest in hohe uf, so heter zwene
+genge, einen hin uf betwungenlichen, unde sinket doch
+naturlichen, da er drtecliche stiget. so er danne den
+betwungenlichen ganc verlat, so vellet er swinde. also hant och
+die planeten zwene genge. der erste planete heiit Saturnus, der
+ander Jupiter, darnach Mars, unde danne die sunne, unde venus,
+Mercurius unde der Mane. Jupiter unde venus sint geluckehaft,
+Saturnus unde Mars ubil. aber die sunne unde der mane unde
+mercurius sint etwenne guot, etwenne ubil. Saturnus ist kalt
+unde durre, Jupiter hei unde fiuhte, Mars unde (294d.) die
+sunne hei unde durre, der mane unde venus fiuhte unde calt.
+Mercurius het mittelmsige nature. unde het ie einer witern ganc
+danne der ander. da mahtu[21] allis kiesen ander figuren die
+hie nach gat.[22]
+
+ [Bild 3: Dise figura betiutet die welt wenne die elementen
+ und die himmele die hie getecket sint daz heizet ah die
+ welt. Der mazse iutet hundert iur und heizzet ouch diu welt.
+ Primus motus oder primum mobile deist er himel der oberest
+ der da umbe gat. / daz firmamentum / Saturnus / Jupiter /
+ Mars / Sol / Venus / Mercurius / der mane / daz fiur / der
+ luft / daz wassir / die erde]
+
+Kiut es[23] in tiuschen gelich, in latine heiit diu erste welt
+mundus, diu ander welt seculum. In dem aller oberesten himel da
+ist ewekeit, da got ist ob dem primum Mobile. aber hie ist zit,
+zergenclikeit. Sit da ich danne von der zit[24] geret ein wenic
+habe, so wil (295a.) ich von der zit furba sagen. da von
+wissest da wir der zit niht me hant denne ein vil cleines
+stundel, da du e kume maht vor[25] cleine merken. unde die fr
+gevarne[26] zit en ist niht ein[27] zit. die kunftige zit ist
+niht ein zit. unde di stundel en ist och niht[28] ein zit. e
+ist nuwen ein angenge der zite, als ein punctel einer linien
+anegenge ist, unde ist doch niht ein linige. also ist e umbe
+di stundel[29], Unde en ist niht ein zit. da von sprach der
+wise man sant augustinus wir sin in der zit, wir reden von der
+zit. wa abir diu zit sie, des[30] vermisse wir genzliche. unde
+geschiht der zit, als der ein linigen machen[31] wil mit einer
+nadeln durch win in eime napfe. daz gestrichene en[32] ist niht.
+da du solt strichen en ist niht. unde belibet dir nuwen ein
+punctel. der abir dich fraget wa danne diu zit sie, so sprich:
+die zit ist ein twale an der (295b.) die zergenclichen dinc
+beweget werdent. Ein naturliche dac, den die romer zuo mitter
+naht an hebent,[33] wonde got wart ze mitter naht geborn, der
+gat ze mitter naht u. der het[34] vier unde zwenzic stunden,
+die liute teilent in in ein naht unde in einen tac. die naht da
+ist der erden schetewe, die von der sunnen gant. Aber ein
+meister, heiit aristotiles, der sprichet von dem tage, der da
+de naturlichen tages teil ist, unde sprichet sin wort zuo
+latine also: dies est lacio solis super terram. Der tac,
+sprichet er, ist der sunnen ufganc ubir die erde. diu erste
+stunde de sunnentages, an der richet der planete die sunne. da
+von heiit e sunnentac. der ersten stunden de mentages richet
+der mane. da von heiit er mendag. an der ersten stunden de
+cistages richet Mars. da von heiit er martis tac. an der
+ersten stunden der mitwochen so richet Mercurius. (295c.) An
+der ersten stunden de dunrestages richet Jupiter. An der[35]
+ersten stunden de fritages richet venus, da betiutet eine
+minnegotin. An der ersten stunden de samtages richet
+Saturnus. nach disen planeten hant die heiden ir tage in der
+wochin genant, unde zellent siu also nach einander: Dies solis,
+Dies lune, Dies martis, Dies mercurij, Dies iovis, Dies veneris,
+Dies Saturni. Nu weistu wol iegliches tages wa planeten an der
+ersten stunden richet. an der anderen stunden richent ie die
+anderen. an der[36] dritten richent die dritten, die ie darnach
+gant. als an dem samtage. der ersten stunden richet Saturnus,
+an der andern Jupiter, an der dritten Mars, an der vierden sol,
+an der fiunften venus, an der sehten Mercurius, an der sibenden
+luna, an der ahten saturnus. also aber an unde u, bis der tac
+hine kume. unde tuo dem andern (295d.) als dem ersten, so weist
+du alle stunden wa planeten denne richit. de wartent die
+wisen, so siu drenker gent[37] oder so siu laent. so wartent si
+weder der stunden planeta bel oder guot si. aber die iuden
+virent den samtage, unde heiit sabbatum zuo latin, unde nach
+der iuden wisheit der sunnendag in latine prima sabbati, der
+mendac secunda sabbati, Danach tercia sabbati, unde denne quarta
+sabbati, quinta sabbati unde sexta sabbati. Aber die cristen die
+sprechint dem sunnentage, den siu da virent, Dominica dies, da
+ist in tiuschen unsers herren tac. dem selben sprechint si och
+prima feria, da kit der erste dag. dem mentage sprechint siu
+secunda feria, unde danne tercia feria, quarta feria, quinta
+feria, sexta feria, unde danne sabbatum. dem tage[38] sprechen
+wir als die iuden. wande sabbatum betutet ruowe. de tages
+ruowete got (296a.) von alleme dem werke da er worhte, unde
+ruowete och in dem grabe de selbin tages nach der marter. der
+denne fragte warumbe en began wir niht ander vire, unde die
+woche an ze vahinne den samtag als die iuden? dar zuo soltu
+antwurten da wir da von der meisterschaft gottes hant. wan er
+wart de sunnentages geborn, de selbin tages erstuont er, unde
+sant sine gabe de heiligen[39] geistes sinen[40] iungern an dem
+selben tage. Da iar teilent die liute in zwei, in den winter
+unde in den sumer. abir die meister teilent e in vier teil.
+In den winter. der vat an sant clementen tac an. ein meister,
+heiit numma pompeius, der vahet da iar an in dem winter, so
+die sunne in dem zeichen loufet da da heiit capricornus. wan
+so ist die sunne aller verrest von uns, unde beginnet uns nahen.
+so ist e och sol-(296b.)sticium hyemale, da winterlich
+solsticium. solsticium da ist, so die sunne als verre ist, da
+si niht verrer mac, oder so nahe, da si niht naher en mac. so
+ist die sunne aller verrest, unde ist die zit kalt unde fiuhte.
+so suln wir umbe keren die gewonheit unsers lebins, unde sulint
+spulgen warmer spise. Daz ander teil heiit der lenze. da vahit
+an sant peters tag ane. Ein meister, heiit Romelus, der vahet
+da iar ane in dem lenzen, so die sunne loufet in dem zeichen
+da da heiit aries. wan so blugent elliu dinc. so ist e och
+equinoccium[41] vernale. zuo merzen so ist der lenzeliche
+equinoccium. Equinoccium da ist, so diu naht unde der tac
+gelich lanc sint. da iar gat zuo merzen von rehte an, nach der
+heiligen schrift. wan diu welt wart gemaht xv^o. kal. aprilis.
+unde me. unser herre gebiutet an eime buoche, heiit exodus, in
+dem zwelften[42] capitele von dem (296c.) merzen unde sprichit
+Mensis iste primus erit vobis in mensibus. da ist: dirre
+manat sie iuch der erste under den manoden. so ist diu zit warm
+unde fiuhte. so ist geismilch gesunt. so ist och decheine[43]
+zit besser ze[44] laen, ze badenne unde zuo allem deme, da den
+lip reinet. Da dritte teil heiit der sumer. der vahet an[45]
+an sant urbans tag. ein lant, heiit arabia, de landes liute
+vahent da iar an in dem sumer, so die sunne loufet an dem
+zeichen da da heiit cancer. die selbin geloubint da die sunne
+wurde gemaht an dem zeichen da da heiet leo. so aber in cancro
+diu sunne loufet, so ist e solsticium estivale, da sumerliche
+solsticium, so uns die sunne aller nahest ist. so ist diu zit
+warm unde durre. so sol man sich huoten vor allen heiin spisen
+unde derrender unde vor zuo vil essenne, da eime menschen sin
+naturliche hizze iut cerga. so (296d.) sol man essen swa kule
+unde fuihte si. so sol man sich huoten vor unkiuschekeit unde
+vor allem lasenne so man meiste mac. da ist dem libe guot. unde
+man sol kaltiu beder meeclich uben. Da vierde teil de iares
+heiit der herbest, der[46] an vahet an sant Bartholomeus tag.
+Etliche meistere unde die iuden vahent da iar an in dem
+herbest, so die sunne lofet in libra. unde so ist equinoccium
+autumpnale, da winterliche equinoccium. so sint tac unde naht
+gelich lanc. so vahent siu da iar an. wan der herbest ist ein
+fruhtber zit. also da iar denne ist beroubet von den alten
+fruhten, unde die nuwen fruhte denne ane gant, also gat ein alt
+iar us, ein nuwes an. so ist diu zit kalt unde durre. so sol man
+bruchen die spise die warm unde fiuhter naturen sien, als iunge
+huonre unde lemberin fleisch unde edil druben unde lutern virnen
+win. unde sol man sich (297a.) huoten vor unkiuscheit mit
+wiben[47]. de herzen frode unde friheit ane b[oe]se geluste ist
+dem libe gar gesunt. zorn, sorge unde widermuote swendet die
+craft unde den lip, unde dracheit. da von sol man die dracheit
+vertriben. unde so man morgens von dem slafe gat, so sol man[48]
+die arme gelich dennen, unde da houbit strelen, unde ogen, den
+munt unde die zene unde hende weschen dur suverheit unde dur
+roscheit. so man denne essen sol, so sol man vor den[49] lip
+muogen ein wenic mit etlicher arbeit. wan da machet den lip
+rosch unde liht, unde erhitzit den magen wol ze dowenne. ein
+ieglich mensche enziehe sich trinkennes so e meiste mac, aller
+meiste kaltes waers uf da essen. wan e erkeltet den magen,
+unde wan e ierret den lip unde die spise. So man danne gisset
+ze inbisse, so sol man uf senften betten ein wile slafen (297b.)
+uf der rehten siten, unde darnach[50] sol man den slaf
+vollebringen uf der lingen siten. unde danach en sol man nit
+zestunt essen, bi der mage itel werde. da sol man kiesen bi
+der dunneda der speicholter unde bi der gerunge de magen. wanne
+swer in umbederbe iet[51] unde ane begerunge[52], so en vindet
+diu spise niht de magen naturliche wermede. da von kumit
+ungesuntheit. Swer aber erbeitet rehter zit, bi da er
+begerunge gewinnet zessenne, der sol alzestunt essen. anders der
+mage wirt zehant vol boser fuhtekeit, die der[53] mage samenot
+von der ungesuntheit de libes. unde der b[oe]se toum[54] der
+betrubet die hirne. unde der danach och isset, so ist die spise
+alse si erschrecket sie, unde en git niht craft dem libe. di[s]e
+lere wiset aristotiles. unde och dise, da du wissest da die
+durrecheit unde keltene die vehtent wider die nature. (297c.)
+die selben zwei die sint ein anegenge de tode. den soltu
+widerstan. als ich geseit habe, so behalt die naturliche wermede
+so du meist maht. warme spise ist gesunt unde die suoe. Aber da
+wider so derret unde swechit den lip luzil essen unde vil
+trinken unde vaste arbeiten unde vil wallen oder gan unde der
+sunnen[55] schin, vor essenne slafen, oder uf herten betten
+ligen, unde da man bade in den[56] badern die mit listen gemaht
+sint, da siu selber warment. gesalzene spise oder durre spise
+oder calte unde alten win unde dicke lasen die sint schedelich.
+Nu weistu wol wie man da iar in vier teile teilet. Nu wissist
+da wir da mitte vier frone vasten hant, wonde da mensche uer
+vier elementen gemachet[57] ist, da e allen sinen lip
+verzehene gotte. Eine frone vaste ist die mittewoche nach sante
+Lucien dage. die (297d.) ander ist die mittewoche nah dem
+schurtage in der vasten. die dritte ist diu mittewoche nach de
+heiligen geistes dage, da ist in der pfingestwuchen. die vierde
+unde die hinderste frone vaste ist die mitwoche indem herbeste
+nach de heiligen cruces tage. Der babst het gebotten ze
+vastenne den abent sant Peters, sancti andree, sancti symonis,
+sancti pauli, Sancti iude, sancti Mathei. ist abir dirre
+heiligen abent ein sunnentage, so sol man den samstag vasten.
+also sol man anderen zwelfbotten abenden och tuon, e si danne
+ein sunnentac[58], durch etliches landes redeliche gewonheit,
+Ane sancti iohannis ewangelisten abint, wonde er zuo hant nach
+dem frolichen wichen naht tage gat, unde ane sancti philipes
+unde[59] sancti iacobes abent an dem[60] ersten abent vor dem
+meigetage. wande ez ist danne[61] ein (298a.) zit der
+frouden.[62] Noch danne sint seh hochzit der abint man vasten
+sol. Wihe naht, Pfingsten, Sunegiht, Laurenti, unser frowen
+messe der erren, unde och sant Markes tac. als[63] da iar in
+vier zit geteilet ist, also teilent och die arzate den
+naturlichen tac, der vier unde zwenzic stunden het, in vier
+teil, unde iegliches het seh stunde. da erste da ist die
+mittenaht. darzuo horint drie stunden die der vor sint unde drie
+dar nach, unde sint fiuhte unde kalt. da ander teil da ist der
+sunnen ufganc. darzuo horint drie stunden dervor unde drie
+dernach, unde sint warm unde fiuhte. das dritte teil ist der
+mittetac. darzuo horint drie stunden der vor unde dernach drie,
+unde sint warm unde durre. da vierde ist der sunnen underganc.
+darzuo horint drie stunden die dervor sint unde drie dernach,
+unde sint kalt unde (298b.) durre. da mahtu kiesin an dirre
+figuren, die da betiutet den[64] naturlichen tag der an der
+mitten naht ane gat unde zuo mitter naht u als ein umbecreis.
+[Bild4: occidens oriens] also vahent die romer den naturlichen
+tac an. also teilit man de menschen lebtage in vier. da erste
+ist die kintheit, iugent, manheit unde da alter. also sint och
+vier winde, unde het ieglicher zwene anhenge oder zwene knehte.
+der erste heiit Boreas. der weget von septentrione[65], da ist
+von de Herwagenes gerihte[66], da ist von der mitter naht.
+der ander heiit eurus, bisa oder nider wint, unde weget von
+oriente. der dritte heizit Auster, wairwint, von dem mittem
+tage. der vierde heiit waltwint oder aberer wint, zephirus, von
+occidente. (298c.) [Bild5] dise winde unde ir anhengende winde
+maht du kiesin an dirre figuren.[67] wande danne diu zit nach
+dem manen unde der sunnen underscheiden[68] ist, da von wil ich
+sagen etwa von in, edanne ich iut me von der zit sage. Nu
+wissest da etliche meistere sprechint da alle sternen irn
+schin enpfahent von der sunnen. so sprechint andere, dekein[69]
+sterne wan der mane enpfahit den schin von der sunnen. also
+enloikenet nieman da der mane enpfahet sin licht von der
+sunnen. wonde denne der mane vil niderer ist, unde wonde er sich
+och hinderet[70], so kumet er etwenne under die sunnen unde
+bedeckit si uns, da uns (298d.) dunkit, si sie erlschin. unde
+der gebreste der sunnen heisset eclipsis solis, da ist ein
+gebreste der sunnen. alse du[71] kiesen maht an dirre
+figuren.[72] [Bild6: die sunne / der Mane / die erde] unde
+wissest da man[73] in dem eclipsim niut ensiht in allem lande.
+der selbe eclipsis enwiderfert nuwan[74] so der mane enzundet
+wirt. so sich der mane gehindert so verre, da er die rihte
+gegen[75] der sunne ist gestellet, da die erde der
+enzwischen[76] ist, so schinet diu sunne uf da ertriche, unde
+de ertriches schatewe driffet an den manen, da er swarz
+wirdet. der gebreste heiit eclipsis lune, da ist ein gebreste
+de manen, unde ist werlicher[77] ein breste de maneschines
+denne der breste der[78] der sunne widervert. wenne die sunne
+verleschit niht. so verleschit der mane. de manen (299a.)
+bresten kiesint elliu lant wol. unde der eclipsis en widervert
+niemer, nuwen so der mane volschinec[79] unde vierzehennehtic
+ist, als du hie kusest. da von wa es wider die nature unde ein
+wunderlich gottes zeichin, da die sunne, die eclipsin niht en
+het, nuwan so der mane enzundet wirt,[80] [Bild7: die sunne /
+die erde / der mane] als ich da vor geseit habe, da die sunne,
+sprich ich, do got martert wart, eclipsim hete, swie so der mane
+ioch do volschinec[81] wa. da von liset man von eime wisen
+heiden; der wa in criechen landen von einer stat, heiit
+athene, da warent houbtschuolen, der wise man hie diosius; do
+der den wunderlichen gebresten ersach, do sprach er aut deus
+nature patitur, aut mundi machina dissolvetur, daz ist:
+antweder got[82] der naturen lidet not, oder (299b.) der welte
+stift oder machunge sol zerstorit werden. Ein meister, heiit
+Martianus, der wil, e en sie danne eclipsis lune, da der mane
+elliu zit volschinic sie, swie ioch wise liute sprechint da der
+mane gebrestenlich lieht habe von eime manade an den anderen.
+unde sprichet denne ieman wie mac dirre meister danne war
+gehaben, sit man wol sihet da der mane etwenne crumb ist, also
+[Bild8a], etwenne halb, also [Bild8b], etwenne vol, also
+[Bild8c], de entwurt ich dir. Der mane ist alle zit halb
+lieht, halb vinster. wonde denne der mane niderer ist denne die
+sunne, so er denne enzundet wirt unde bi der sunnen gat, so ist
+er obene lieht unde unden vinster. so er denne hineba kumet von
+der sunnen, so sehen wir nuwan den halben schin. so er denne
+aller verrest cumet, so sehen wir den vollen schin, unde ist
+andert-(299c.)halb vinster. also ist der mane an dem teile
+volles lichtes[83], da gein der sunnen ist gerihtet, unde an
+dem andern teile ist er vinster. unde so der mane uns niht
+enschinet, so er enzundet wirt, so sprichit man im coniunctio.
+unde die namen het der mane nah einander, also du kiesen maht
+an dirre figuren.[84] [Bild 9: Moneydes Diadomos Anphitrites
+Panphilimios Diatomos Moneydes // die sunne / coniunctio]
+[85]tusent iar heient ewen, da ist ein alter. hundert iar
+heissent seculum, da ist ein welt, vunfzehen[86] heissent
+indictio. da hant die romer gemaht, do si vor so gewaltic
+warent, da siu herschetent vil bi uber alle riche, do mahtent
+siu in diu lant cinshaft alle iar. wonde e denne kumberlich wa
+alle[87] iar zuo rome varn zins antwurten, da von gebutent siu
+den von verren landen da si so vunf iar (299d.) u giengent
+golt ze cinse brahtent, zeime zeichen da siu heren werent. Abir
+nach fiunf iaren, da si[88] brahtent silber, da man der mitte
+soldener bereite, soldener da sint die da vehtent umbe solt,
+da ist lon. Aber danne nach fiunf iaren, da siu brahtent
+gesmide, da man wafen da mitte wider gemahte. unde ie fiunf iar
+heissent lustrum. so cam[89] der zins von allen landen in
+dirre[90] indictione aller zuo samene. da man danne niemer
+vergesse[91] dirre zal, so hant die romer uf gesezzit[92] da
+dekein privilegium, da ist hantvestene, frome were, man
+enschribe danne under fiunfzehin iaren welhes iares der brief
+wurde gegebin. unde die zal schriben wir och an drier hande[93]
+briefen, an hantvestenen[94], an den briefen da mitte man
+kirwihe beciuget[95], unde an den briefen die man schribet an
+die groen osterliche kerzen. der dan-(300a.)ne gerne wuste
+under disen fiunfzehin iaren in welheme iare wir ieze sint,
+der tuo driu zuo den iaren von gottes geburte, wande got an dem
+vierden iare geborn wart, unde teile danne die gottes iar zuo
+fiunfzehinen. en belibet danne niht uber, so sin wir in dem
+fiunfzehendesten iare. belibet aber danne uber, also menges so
+danne uber belibet, in eime solichen sin wir. der ahte tac vor
+dem octobri ist ein anegenge dirre fiunfzehin iare unde ein
+ende. Nu wil ich dir sagen von der zit die man ahtet in eime
+sundern iare. da wissest da man drier[96] hande manoden war
+nimet. die[97] ersten sint der sunnen manden, die andern sint
+de manen manden, die dritten der gewonheite manden. Edanne ich
+da von iht sage, so wil ich dir ein wenic kunden vor hin da
+guot darzuo ze wissenne ist. Der umbeganc (300b.) den alle
+sternen hant umbe uns an dem himele heiit zodiacus.[98] dirre
+zodiacus ist zerteilit in zwelfiu[99], unde ieglich zeichen ist
+geteilit in driic stucke, unde ieglich stucke heiit ein
+gradus, da ist ein staffel. unde so du wellest wissen an
+welheme zeichen unde in welheme gradu die sunne[100] sie, so
+nime die zale der tage die da fr sint gevarn in dem manden in
+dem du e besuochen wilt, unde tuo fiunfzehin darzuo. werdent
+denne driic oder minre da, so ist och diu sunne in der staffeln
+de zeichens da[101] zuo dem mande horit. driffet denne ubir
+driic, so ist die sunne user dem zeichin. also menges danne
+uberic ist, in einer solichen staffeln de andern zeichenes ist
+die sunne. Ein philosophus, ein vollecomen meister, sprichit
+die sunne ubermisset ein zeichen der zwelfer an eime ganzen
+manode. (300c.) da neimet[102] er der sunnen manden. der sunnen
+mande da ist die zit, die wile die sunne an eime zeichen louft.
+Ein zeichin heiit aries. da betiutet einen wider. wan so ist
+die sunne als ein wider hindene swach gegen[103] dem winter,
+wonde si wenic durrekeite unde wermede het. Abir da vorne gegen
+dem sumer ist si me creftic. da halbe teil de himels obne da
+wir da sehint, da heiit hemisporium[104]. da wir denne niht
+ensehen, da heiit och also. als hie: [Bild10] wonde denne die
+sunne, so si an dem ariete gat, von dem understen emisperio sich
+gekeret hat zuo dem obersten, als ein wider, der in dem winter
+als uf der lingen siten lac, der keret sich ze sumer uf die
+rehte, unde och da von heiit di zeichen aries, an dem die
+sunne wart gemaht, als die cristenheit sprichet. abir anders
+sprechint arabes. da sint liute von eime (300d.) lande, da
+heiit arabia. die sprechint, die sunne wurde gemaht in leone.
+Ein ander zeichin heiit taurus. wan die zit so diu sunne
+loufet in tauro, so schinet der ohsen arbeit, unde als ein ohse
+sterker ist danne ein wider, als ist die zit danne sterker danne
+die erste an durre unde an wermede. Ein ander zeichen heiit
+gemini. wan so ist diu zit zwivaltic an wermede unde an durre.
+Ein ander zeichen heiit Kanker. wan als der crebse hinder
+sich[105] gat, als gat danne die sunne zuo dem understen
+emisperio von irme hohsten gange, so ist solsticium estivale.
+Ein ander zeichen heiit Leo. wan als da tier gar heiir
+naturen ist unde ubil, als ist die sunne denne gar hei unde
+durre, danne ist da laen schade, wann danne die lute
+versmahtent sint von hitzen unde von durrekeit. so sint huntlich
+(301a.) tage. wan so gat die sunne bi eime sternen, der heiit
+canis, wan er als reht ubil ist. Ein ander zeichen heiet
+virgo. danne ist diu zit unberhaft als ein maget. Ein ander
+zeichen heiet[106] libra. so sint tac unde naht als gelich
+lanc, als der ein ding wege mit einer wagen. Ein ander zeichen
+heiit Scorpio. so ist diu zit ein wile minneclich unde danach
+calt unde drureclich, als da scorpio. da leckit mit der zungen
+unde stichet danne mit dem zagele. Ein ander zeichen heiit
+sagitarius. wan so schuzit der winter an uns sine freisen,
+wagewittere, wint, regen, hagel, sne unde frost. Ein ander
+zeichen heiit capricornus. wan als der capricornus uf stiget
+nach den loubirn, als stiget die sunne danne von dem understen
+emisperio zuo dem obersten. so langent die tage, unde ist
+(301b.) solsticium hyemale. Ein ander zeichen heiit aquarius.
+so ist der luft gar wasserehte unde fuhte. Ein anders heiit
+pisches. so ist die zit so gar wasserehte, da man mohte
+sprechin, elliu dinc swumment als vische. Och sprechint etlich
+meistere da dise zwelf zeichen also genant sint darumbe, wan
+die sternen die in der selbin gegni sint, die sint gestalt nach
+den tieren nach den si genant sint. Nu sol ich von de manen
+manden sagen. de manen mande ist diu zit in der der mane wider
+keren mac von der sunnen. so er enzndet wirt, so lat er die
+sunne fur gan unde sumet sich, bi er wider zuo der sunnen
+kumet. Also wider keret er von der sunnen wider zuo der sunnen
+alle tac vier puncten. unde ie ein puncte ist ein zehinde
+teil eines zeichins der zwelf zeichine. Einer hande zal,
+he-(301c.)iit epacte, die leret welhes tages der mane enzundet
+werde. die ist swere unde erdroenlich. da von vant uns der
+keiser iulius, der wa an den sternen ein guot meister, der vant
+ein besir zale. die heiit die guldin zal. Er wartete eines
+iares welhes tages der mane enzundet wurde, unde schreib eines
+dar. also tet er an allen den tagen da der mane ander wart, bis
+da iar u kam. de andern iares, so der mane enzundet wart, so
+schreip er zwei. De dritten iares driu, unde also bi an das
+niunzehende iar. do schreip er niunzehene. an dem zwenzicgosten
+iare, wa dan eines geschriben wa, da wart ie der mane enzndet.
+als gat die rechenunge an dem einen an unde an nunzehenen u.
+Nu wil ich von dem gewonlichen manden sagen. der gewonlich mande
+da sint die tage die von den alten ziten unde nu geschriben
+sint in unsern ka-(301d.)lendenern. da von wiet da romelus
+der meister wa der erste under den romeren der da iar mit den
+manden teilte. der mahte niht wan zehen manden, Unde sprach, e
+were ein iar. da tet er darumbe, wan ein frouwe ein kint niht
+langer treit dan zehin manden. unde in sinen ziten wa gewonlich
+da ein frowe nach ires mannes tode an ander man beleip uber
+zehin manden. den ersten manden nante er marcium, wande sin
+vater mars hie. oder als die heidene gloubint[107], mars da
+ist ein stritgot. nach dem mac och dirre mande wol heiin. wan
+die romschen kunge fuorent die zit an den strit, so siu urluge
+hetent. Do nante romulus den anderen manden aprilem. den namen
+gab er im von dem worte aperire. wan in der zit so tuont
+sich[108] uf de ertriches unde der boume pori. Do nante er den
+dritten Mien, nach dem worte[109] Ma-(302a.)iores. wan die
+merren mahtent danne ir spil ze rome. Den vierden nande er
+Junium. wan so hetent die iungen ir spil. Den fiunften nante er
+Quintilem, nach dem worte quinque. Den sehsten sextilem, nach
+dem worte sex. Der sibinde heiit september, von septem unde von
+ymber, als der spreche er ist der sibinde nach dem regenlichen
+manden. da ist der merze, ze gelicher wi, heiit der ahte
+mande october, von octo unde von ymber. Unde der niunde
+november, von novem unde ymber. Der zehinde December, von decem
+und ymber. Da nach kam ein meister, der heiet[110] numma
+pompeius, der merrete da iar mit zwein manden. da wa
+ianuarius unde Februarius. Nach der heiden geloube ianus da ist
+de iares got. der het zwei houbet, da er hindene unde vorne
+gesehe. nach deme ist der ianuarius genant, wan der mande ist
+(302b.) ein ende de furgevarnen iares unde ein anegenge de
+kunftigen iares. er mac och heien nach dem worte ianua. wan als
+man zuo einer duren in gat, als gat man zuo disem[111], manden
+in daz iar. nach der heidene geloube Februus da ist der hellen
+got. darnach ist[112] der februarius genant, wan die romer
+warent noch do heidene unde begiengint[113] de hellegotes
+hogezit in dem februario. wie denne doch meister numma dem iare
+zwelf manden gebe, doch mahte er e ze kurz. wande die manden
+warent manen manden. die engenuogten[114] niht der sunnen loufe.
+da von kam ein andere, da wa keiser iulius, der mahte den[115]
+kalendener rehte unde irvollette den gebresten mit einlof dagen,
+die tet er darzuo unde ein vierteil eines tages. da von het da
+iar driu hundert unde sehzic unde fiunf tage unde sehz stunden.
+doch ubergreif (302c.) er mit eime zwelften teile einre stunden.
+Dirre Julius teilte iglichem manden sine tage vil ordenlich,
+er vienc an an dem mercen. dem gab er ein unde driic tage, dem
+andern driic, unde also bi u. dem geraden gap er gerade, dem
+ungeraden gab er ungerade. do er do herumbe an den ianuarium
+kam, dem solte er ein unde driic tage han gegebin, unde gebrast
+im eines tages. den nam er dem februario unde ervollete den
+ianuarium unde sprach der Februarius kumit sime gebresten wol
+nach, so e schaltiar sint. wan er do keiser wa, do wart der
+mande der vor quintilis hie Julius genant. da tatent im die
+romer ze liebe, wan er in dem manden[116] geborn wart. ze
+glicher wis tatent siu dem keiser augusto. der wa in dem
+sextili geborn.[117] der mande wart augustus genant. aber keiser
+augustus nidete da (302d.) sin mande eines tages kurzir wa
+danne iulius, unde nam einen tac u dem Februario unde leite den
+in sinen manden. do beleip der februarius mit eht unde zwenzic
+dagen. wan do drie manden nah enander giengent der ieglicher ein
+unde driic hete, der iulius, augustus unde september, da von
+nam der keiser augustus einen tac u dem septembri unde gab in
+dem octobri, unde nam einen u dem novembri unde gap in dem
+decembri. also stant die manden noch bi unsern ziten. Danach
+wissest da ieglich mande drier hande tage het, da sint
+kalende, none unde Idus. kalende da[118] ist als der spreche
+colende. wan an dem ersten tage iegliches manden so uobtent siu
+eine gotin, die hie iuno. kalo da sprichet ruofen. da von
+kumet och wol calende. wan so rief ein butel vor hin etwie lange
+(303a.) unde kunte den merkit[119] unde die hohgezit. kalo da
+ist guot. da von heiit e och kalende, wan so hantgiftet ein
+friunt dem andern in dem namen da im[120] gelucke unde guot
+davon volgete. Non da ist niht. da von kumet none. wan kein got
+enthilt niht die hohgezit iunonis in den tagen. oder none da
+ist als nove. wan die tage so fundent romer niuwe reht. nundine
+da sint mestage. wan do hie vor die mestage in disen tagen
+warent, da von heient dise tage none. ydus da kumet von eim
+kriechschen worte ydos, da ist ein teilunge. wan dise tage sint
+vil bi der halbe mande, oder won[121] sich die mestage danne
+schiedent. Nu soltu wissen, in ieglichem manden sint zwene ubile
+tage. nach der heiden gelouben wa e ubel, da man an den tagen
+kein werk an vienc, unde wer an (303b.) den tagen siech wart,
+der starb oder genas kume. an den selben tagen plagete got da
+volk von egipto mit den groen slegen. och warent etlich
+heidene, die opfirtent an disen tagen ir eigen menslich bluot
+dem hellegote der da heiit pluto. da von wart e verbotten, da
+nieman lain solte an disen tagen, da man iht arcwane da man
+menslich bluot opfere dem duvele. Sant Augustinus verbiutet
+da man iht bluot opfere plutoni noch hohgezit began iunon an
+den kalendis. Der irkennen welle in ieglichem manden weles sint
+verworfene tage, unde wele stunde schedelich ist an den selben
+tagen, der lerne an disen versen. Armis gunfe dei calatos
+adamare dabatur. Lixa memor conflans gelidos limpfantia quosdam.
+Omne lumen aaron bagis consortia laudat. Thielinkat ei coequata
+gracia lim (303c.) liphradus. ie zwei wort horint an einen
+manden. Da erste zalet obne her abe, da ander zalet undene uf.
+der erste buochstabe an der ersten sillaben bezeichint wel tage
+verworfen si. wan als verre der buochstabe stat in dem a b c,
+also mengen tac stat der tac in dem kalendario. ze gelicher wis
+bezeichenet der erste buochstabe an der andern sillaben wel
+stunde in dem selben tage verworfen si. Nu han ich geseit von
+der zit die man geschriben mac unde stete ist. nu wil ich sagen
+von der[122] bewegelichen zit die man ahtet bi dem loufe de
+manen unde het keine stat in dem kalendario. unde der zite sint
+fiunfe, septuagesima, quadragesima, pascha, rogationes,
+pentecoste. wie aber der adventus bewegelich si, so en
+horit[123] er doch niht zuo disen. wan man ahtet sin niht nach
+dem manen. die dage die da heient (303d.) septuagesima, mit
+den[124] begat man die sibinzic iar in den die kint von israhel
+warent gevangen ze babilonie. quadragesima, mit den begat man
+die vierzic tage die Moyses vastete unde enpfienc die zehin
+gebot von unsirme herren. Helyas vastete och vierzic tage unde
+wart gezuckit an ein heinlich clare stat. och vastete unser
+herre ihesus cristus selb vierzic tage unde uberwant de tievils
+bekorunge. wan dan alle gotes getat uns ein lere ist unde ein
+wec, wir suln[125] och vierzic tage vasten, unde sulent gote
+unser lebin zehinden, als wir och unser guot zehinden.
+den osteren sprechint die iuden pascha unde die criechen
+phase. phase da ist in latine transitus. wan unser herre
+ihesus cristus do uber fuor von der dotlicheit zuo der
+untotlicheit[126], danne suln wir uber varen von den sunden zuo
+den (304a.) tugenden, da wir von disim lebinne mugent komen zuo
+dem ewigen lebinne. AMen. Die zit so man mit den crucen get, die
+tage heient rogationes, von dem worte rogare. wan diu heilic
+cristenheit manet uns da wir betent unde vastent unde mit den
+crucen gant, niht alleine fur die wolfe die dem libe schadent,
+me halt fur die wolfe die der sele schadent. Pentecosten da
+kumet von dem crieschin worte pente, da ist fiunfe, unde coste,
+da ist zehene, als der spreche fiunf werbe zehine. also menic
+dag ist och von ostern bi pfingsten. unde die zit begat die
+cristenheit, wan die e Moysi wart gegebin uf dem lihten berge,
+unde unsers[127] herren iungern enpfiengent den heiligen geist.
+Nu han ich geseit von den ziten die man ahtet nach dem manen. Nu
+wissest da der sunnentac (304b.) der da stat nach dem fiunften
+tage vor dem Decembri unde vor dem dritten tage hin in Decembri,
+der sunnentac ist ein anegenge de adventus, da uns kunftic ist
+der tac an dem got geborn wart, de die wissagen vor lange
+begeret hettent.
+
+Finis adest operis. mercedem posco[128] laboris.
+
+
+ [Anmerkungen:
+
+ 1: In der Handschrift _elemente_
+ 2. Zweimal _de_
+ 3. _azzate_
+ 4. _zahet_
+ 5. _fiuhte. der_] _fhter_
+ 6. _da_ fehlt.
+ 7. Bis hieher wechseln rothe und blaue Anfangsbuchstaben
+ der Abstze.
+ 8. _der sibinder_
+ 9. _mensche_
+ 10. _dem_
+ 11. _firmentum_
+ 12. _im_
+ 13. _disen_
+ 14. _de siv die_
+ 15. _sternent_
+ 16. _halb_
+ 17. _kvmume_
+ 18. _zeichein_ oder _zeichem_
+ 19. _etriche_
+ 20. _d kien_
+ 21. _maht_
+ 22. Die Kreise mit blauer, die Worte ausserhalb mit rother Farbe.
+ [[Bild 3]]
+ 23. _Ktes_
+ 24. Dahinter als Merkzeichen ein durchkreuzter Kreis mit einem
+ Punkt in jedem Viertel. Vgl. 298c. 299c. [[Anm. 67, 85]]
+ 25. _volle_
+ 26. _gevarne_ am Rande nachgetragen.
+ 27. _ein_ nachgetragen.
+ 28. _niht_ am Rande nachgetragen.
+ 29. _studel_
+ 30. _dc_
+ 31. _mache_
+ 32. _ein_
+ 33. Dahinter noch _der gat_
+ 34. _bi_
+ 35. _And' der_
+ 36. _and[-e]_
+ 37. Aus _drekengen_ gebessert.
+ 38. _ta- tage_
+ 39. _heilige_
+ 40. _sine_
+ 41. _equiuocci[-u]_; nachher _equiuoci[-u]_
+ 42. _zwelten_
+ 43. _den cheine_
+ 44. _ze_ fehlt.
+ 45. _nahet_ ohne _an_.
+ 46. _dem_
+ 47. Dahinter fast eine ganze Zeile unlesbar ausgeschabt.
+ 48. _man_ fehlt.
+ 49. _d[-e]_ gebessert aus _hind[-e]_
+ 50. Dahinter noch _vf der lingen siten_
+ 51. _vmbe der beizzet_
+ 52. _begegerunge_
+ 53. _die der_ zweimal.
+ 54. _l[)o]m_
+ 55. _sun[-e]_
+ 56. _dem_
+ 57. _gemahet_
+ 58. _sunnentac_ fehlt.
+ 59. _vn ane_
+ 60. _den_
+ 61. _dann[-e]_
+ 62. Dahinter noch _danne_.
+ 63. _alles_
+ 64. _bettetet_; _den_ fehlt.
+ 65. _septetrione_
+ 66. _wegenes gerihte._ _H'._
+ 67. Dahinter ein durchkreuzter und punktierter Kreis wie 294d.
+ [[Anm. 24]]
+ 68. _vn scheiden_
+ 69. _den ke[-i]_
+ 70. _hinderer_
+ 71. _d_
+ 72. Das Bild der Sonne roth. [[Bild 6]]
+ 73. _man_ fehlt.
+ 74. _niemer_
+ 75. _gengen_
+ 76. _entwichen_
+ 77. _werlichen_
+ 78. _den_
+ 79. _vol schinmet_
+ 80. Sonne und Mond in nachstehendem Bilde roth gemalt. [[Bild 7]]
+ 81. _vol schinet_
+ 82. _got_ zweimal.
+ 83. _lieht'es_
+ 84. Die Mondbilder halb roth, halb schwarz; die Sonne roth.
+ [[Bild 9]]
+ 85. Am Rande das Merkzeichen wie 294d. 298c. [[Anm. 24, 67]]
+ 86. _wufzeh[-e]_
+ 87. _all[-e]_
+ 88. _da si_] _dez_
+ 89. _cum_
+ 90. _indirre_ zweimal.
+ 91. _n[-i]e ein v'gessin_
+ 92. Zweimal _vf gezzit_
+ 93. _hand[-e]_
+ 94. _hant vestene_
+ 95. _betrget_
+ 96. _drie_
+ 97. _dc die_; _c_ von spterer Hand.
+ 98. _sodiacg zodiacg_
+ 99. _in zwelf_ _[-i]zwelfvi_
+ 100. _svnn[-e]_
+ 101. _da_
+ 102. _nemet_
+ 103. _gegegen_
+ 104. _hemispiri[-u]_
+ 105. _si_
+ 106. _heiet_ fehlt; _zeichen_ aus _heizhen_ gebessert.
+ 107. _gl[)o]bit_
+ 108. _sich_ fehlt.
+ 109. _worete_
+ 110. _hiezet_
+ 111. _disen_
+ 112. _ist_ fehlt.
+ 113. _begegint_
+ 114. _hegenvot[-e]t_
+ 115. _der_
+ 116. _mandem_
+ 117. _genant_
+ 118. _Idus kalende. Dc_
+ 119. _merkint_
+ 120. _in_
+ 121. _von_.
+ 122. _der_ fehlt.
+ 123. _horint_
+ 124. _dem_
+ 125. _wan sl_
+ 126. _vntolicheit_
+ 127. _vnser_
+ 128. _pasco_]
+
+ * * * * *
+ * * * *
+
+ [Bilder:
+
+ 1 (293a): Kreis in drei Teile: Osten (asya), NW (Europa),
+ SW (affrica)
+ 2 (294c): Kreis mit mittelpunkt
+ 3 (294d): Konzentrische Kreise, siehe Text
+ 4 (298b): Kreis in 8 Teile
+ 5 (298c): Nord: Affricus / Notus / Auster / Meridies
+ Ost: subsolanus / vulturus / eurus / oriens
+ Sd: Tricius / Aquilo / Boreas / Septentrio
+ West: Chorus / Favorius / Zephirus / occidens
+ 6 (298d): Verdunkelung: der Mane zwischen die sunne und
+ die erde
+ 7 (299a): Mondfinsternis: die erde zwischen der mane und
+ die sunne
+ 8a (299b): Halbmond [crumb]
+ 8b: schwartzer Halbmond
+ 8c: schwartzer Kreis
+ 9 (299c): Mondphasen: die sunne / coniunctio // Moneydes /
+ Diadomos / Anphitrites / Panphilimios / Diatomos / Moneydes
+ 10 (300c): Blumenform]
+
+ * * * * *
+ * * * *
+
+Druckfehler und Unregelmssigkeiten:
+
+ (295b.) die liute teilent in in ein naht unde in einen tac
+ [d.h., einteilen + in]
+ (297b.) di[s]e lere wiset aristotiles.
+ [langes s im Original]
+ (298d.)
+ (299a.) [Punkte fehlen]
+
+
+
+
+
+
+End of the Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various
+
+*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE ***
+
+***** This file should be named 29436-8.txt or 29436-8.zip *****
+This and all associated files of various formats will be found in:
+ http://www.gutenberg.org/2/9/4/3/29436/
+
+Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and
+the Online Distributed Proofreading Team at
+http://www.pgdp.net
+
+
+Updated editions will replace the previous one--the old editions
+will be renamed.
+
+Creating the works from public domain print editions means that no
+one owns a United States copyright in these works, so the Foundation
+(and you!) can copy and distribute it in the United States without
+permission and without paying copyright royalties. Special rules,
+set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to
+copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to
+protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project
+Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you
+charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you
+do not charge anything for copies of this eBook, complying with the
+rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose
+such as creation of derivative works, reports, performances and
+research. They may be modified and printed and given away--you may do
+practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is
+subject to the trademark license, especially commercial
+redistribution.
+
+
+
+*** START: FULL LICENSE ***
+
+THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
+PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK
+
+To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
+distribution of electronic works, by using or distributing this work
+(or any other work associated in any way with the phrase "Project
+Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project
+Gutenberg-tm License (available with this file or online at
+http://gutenberg.org/license).
+
+
+Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm
+electronic works
+
+1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
+electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
+and accept all the terms of this license and intellectual property
+(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
+the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy
+all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession.
+If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project
+Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the
+terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or
+entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.
+
+1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
+used on or associated in any way with an electronic work by people who
+agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
+things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
+even without complying with the full terms of this agreement. See
+paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
+Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement
+and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic
+works. See paragraph 1.E below.
+
+1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation"
+or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
+Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the
+collection are in the public domain in the United States. If an
+individual work is in the public domain in the United States and you are
+located in the United States, we do not claim a right to prevent you from
+copying, distributing, performing, displaying or creating derivative
+works based on the work as long as all references to Project Gutenberg
+are removed. Of course, we hope that you will support the Project
+Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by
+freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of
+this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with
+the work. You can easily comply with the terms of this agreement by
+keeping this work in the same format with its attached full Project
+Gutenberg-tm License when you share it without charge with others.
+
+1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
+what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in
+a constant state of change. If you are outside the United States, check
+the laws of your country in addition to the terms of this agreement
+before downloading, copying, displaying, performing, distributing or
+creating derivative works based on this work or any other Project
+Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning
+the copyright status of any work in any country outside the United
+States.
+
+1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
+
+1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate
+access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently
+whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the
+phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project
+Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed,
+copied or distributed:
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
+
+1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived
+from the public domain (does not contain a notice indicating that it is
+posted with permission of the copyright holder), the work can be copied
+and distributed to anyone in the United States without paying any fees
+or charges. If you are redistributing or providing access to a work
+with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the
+work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1
+through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the
+Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or
+1.E.9.
+
+1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
+with the permission of the copyright holder, your use and distribution
+must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional
+terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked
+to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the
+permission of the copyright holder found at the beginning of this work.
+
+1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
+License terms from this work, or any files containing a part of this
+work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.
+
+1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
+electronic work, or any part of this electronic work, without
+prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
+active links or immediate access to the full terms of the Project
+Gutenberg-tm License.
+
+1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
+compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any
+word processing or hypertext form. However, if you provide access to or
+distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than
+"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version
+posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org),
+you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a
+copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon
+request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other
+form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm
+License as specified in paragraph 1.E.1.
+
+1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
+performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
+unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
+
+1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
+access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided
+that
+
+- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
+ the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
+ you already use to calculate your applicable taxes. The fee is
+ owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he
+ has agreed to donate royalties under this paragraph to the
+ Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments
+ must be paid within 60 days following each date on which you
+ prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax
+ returns. Royalty payments should be clearly marked as such and
+ sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the
+ address specified in Section 4, "Information about donations to
+ the Project Gutenberg Literary Archive Foundation."
+
+- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
+ you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
+ does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
+ License. You must require such a user to return or
+ destroy all copies of the works possessed in a physical medium
+ and discontinue all use of and all access to other copies of
+ Project Gutenberg-tm works.
+
+- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any
+ money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
+ electronic work is discovered and reported to you within 90 days
+ of receipt of the work.
+
+- You comply with all other terms of this agreement for free
+ distribution of Project Gutenberg-tm works.
+
+1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm
+electronic work or group of works on different terms than are set
+forth in this agreement, you must obtain permission in writing from
+both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
+Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the
+Foundation as set forth in Section 3 below.
+
+1.F.
+
+1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
+effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
+public domain works in creating the Project Gutenberg-tm
+collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic
+works, and the medium on which they may be stored, may contain
+"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or
+corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual
+property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a
+computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by
+your equipment.
+
+1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
+of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
+Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
+Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
+liability to you for damages, costs and expenses, including legal
+fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
+LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
+PROVIDED IN PARAGRAPH F3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
+TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
+LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
+INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
+DAMAGE.
+
+1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
+defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
+receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
+written explanation to the person you received the work from. If you
+received the work on a physical medium, you must return the medium with
+your written explanation. The person or entity that provided you with
+the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a
+refund. If you received the work electronically, the person or entity
+providing it to you may choose to give you a second opportunity to
+receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy
+is also defective, you may demand a refund in writing without further
+opportunities to fix the problem.
+
+1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
+in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER
+WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
+WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
+
+1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
+warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages.
+If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the
+law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be
+interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by
+the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any
+provision of this agreement shall not void the remaining provisions.
+
+1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
+trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
+providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance
+with this agreement, and any volunteers associated with the production,
+promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works,
+harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees,
+that arise directly or indirectly from any of the following which you do
+or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm
+work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any
+Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.
+
+
+Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
+
+Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
+electronic works in formats readable by the widest variety of computers
+including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists
+because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
+people in all walks of life.
+
+Volunteers and financial support to provide volunteers with the
+assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
+goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
+remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
+and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
+To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
+and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
+and the Foundation web page at http://www.pglaf.org.
+
+
+Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive
+Foundation
+
+The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
+501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
+state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
+Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
+number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at
+http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
+permitted by U.S. federal laws and your state's laws.
+
+The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
+Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
+throughout numerous locations. Its business office is located at
+809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
+business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact
+information can be found at the Foundation's web site and official
+page at http://pglaf.org
+
+For additional contact information:
+ Dr. Gregory B. Newby
+ Chief Executive and Director
+ gbnewby@pglaf.org
+
+
+Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation
+
+Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
+spread public support and donations to carry out its mission of
+increasing the number of public domain and licensed works that can be
+freely distributed in machine readable form accessible by the widest
+array of equipment including outdated equipment. Many small donations
+($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
+status with the IRS.
+
+The Foundation is committed to complying with the laws regulating
+charities and charitable donations in all 50 states of the United
+States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
+considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
+with these requirements. We do not solicit donations in locations
+where we have not received written confirmation of compliance. To
+SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any
+particular state visit http://pglaf.org
+
+While we cannot and do not solicit contributions from states where we
+have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
+against accepting unsolicited donations from donors in such states who
+approach us with offers to donate.
+
+International donations are gratefully accepted, but we cannot make
+any statements concerning tax treatment of donations received from
+outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
+
+Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
+methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
+ways including checks, online payments and credit card donations.
+To donate, please visit: http://pglaf.org/donate
+
+
+Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic
+works.
+
+Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm
+concept of a library of electronic works that could be freely shared
+with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project
+Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.
+
+
+Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
+editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S.
+unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily
+keep eBooks in compliance with any particular paper edition.
+
+
+Most people start at our Web site which has the main PG search facility:
+
+ http://www.gutenberg.org
+
+This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
+including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
+Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
+subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
diff --git a/29436-8.zip b/29436-8.zip
new file mode 100644
index 0000000..74f5d38
--- /dev/null
+++ b/29436-8.zip
Binary files differ
diff --git a/29436-h.zip b/29436-h.zip
new file mode 100644
index 0000000..ee75aaf
--- /dev/null
+++ b/29436-h.zip
Binary files differ
diff --git a/29436-h/29436-h.htm b/29436-h/29436-h.htm
new file mode 100644
index 0000000..0832faf
--- /dev/null
+++ b/29436-h/29436-h.htm
@@ -0,0 +1,2112 @@
+<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN"
+"http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd">
+
+<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
+
+<head>
+<title>Meinauer Naturlehre</title>
+<meta http-equiv = "Content-Type" content = "text/html; charset=UTF-8" />
+
+<style type = "text/css">
+
+body {margin-left: 10%; margin-right: 10%;}
+div.titlepage, div.intro, div.maintext
+{margin-top: 4em; margin-bottom: 4em;}
+
+
+hr {width: 80%; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;
+text-align: center;}
+hr.mid {width: 40%;}
+hr.tiny {width: 20%;}
+hr.micro {width: 10%;}
+
+sup {font-size: 75%; line-height: 50%;}
+sub {font-size: 100%;}
+em {font-style: normal; font-weight: normal; letter-spacing: .2em;
+margin-right: -.2em;}
+p.caption em {letter-spacing: normal; margin-right: 0;}
+
+a {text-decoration: none;}
+a.tag {vertical-align: .3em; font-size: 80%; padding-left: .25em;
+line-height: .1em;}
+p.caption a {font-style: normal;}
+
+h1, h2, h3, h4, h5, h6 {text-align: center; font-style: normal;
+font-weight: normal; line-height: 1.5; margin-top: .5em;
+margin-bottom: .5em;}
+
+h1 {font-size: 200%;}
+h2 {font-size: 175%;}
+h3 {font-size: 150%;}
+div.intro h3 {font-weight: bold;}
+h4 {font-size: 120%;}
+h5 {font-size: 100%;}
+h6 {font-size: 85%;}
+
+p {margin-top: .5em; margin-bottom: 0em; line-height: 1.2; clear: right;}
+
+p.space {margin-top: 1em;}
+p.illustration {text-align: center; clear: both;
+margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;}
+p.caption {font-style: italic; margin: 1em 2em;}
+span.figfloat {float: left; clear: left; width: auto;
+margin: .5em 1em 0 0;}
+
+div.verse {margin: .5em 2em; font-style: italic;}
+div.verse p {margin-top: 0; margin-left: 4em; text-indent: -4em;}
+
+p.center {text-align: center;}
+p.right {text-align: right;}
+
+
+/* footnotes */
+
+div.footnote {font-size: 92%; margin: 2em;}
+div.footnote p {line-height: normal;}
+
+span.footnote {float: right; clear: right; width: 25%; font-size: 85%;
+padding: .5em 0 .5em .5em; margin: .5em 0 .25em 1em;
+border-top: 2px solid #999; border-left: 2px solid #999;
+border-bottom: 2px solid #999; }
+
+
+/* floating paragraph or drop cap */
+
+.firstletter {font-size: 150%; font-weight: bold; line-height: .67em;}
+.firstletter.red {color: #C00; background-color: inherit;}
+.firstletter.blue {color: #00C; background-color: inherit;}
+
+/* text formatting */
+
+.smallroman {font-size: 80%;}
+
+.larger {font-size: 110%;}
+.extended {letter-spacing: 0.2em; margin-right: -.2em;}
+
+
+/* correction popup */
+
+ins.correction {text-decoration: none; border-bottom: thin dotted red;}
+
+/* page number */
+
+span.pagenum {position: absolute; right: 2%; font-size: 90%;
+font-weight: normal; font-style: normal; text-align: right;
+text-indent: 0em;}
+
+/* Transcriber's Note */
+
+.mynote {background-color: #DDE; color: #000;
+font-family: sans-serif; font-size: 90%;}
+
+div.mynote {margin: 1em 5%; padding: .5em 1em 1em;}
+p.mynote {margin: 1em 5%; padding: 1em;}
+div.mynote a {text-decoration: none;}
+
+</style>
+</head>
+
+<body>
+
+
+<pre>
+
+The Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
+
+
+Title: Meinauer Naturlehre
+
+Author: Various
+
+Editor: Wilhelm Wackernagel
+
+Release Date: July 18, 2009 [EBook #29436]
+
+Language: German
+
+Character set encoding: UTF-8
+
+*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE ***
+
+
+
+
+Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and
+the Online Distributed Proofreading Team at
+http://www.pgdp.net
+
+
+
+
+
+
+</pre>
+
+<div class = "mynote">
+
+<p><a name = "start" id = "start">Dieser Text</a> benutzt die
+UTF-8-Kodierung (Unicode). Wenn die Apostrophe, Anführungszeichen und
+die Umlaute in diesem Absatz als seltsame Zeichen dargestellt werden,
+könnte es auch an Ihrem inkompatiblen Browser oder an fehlenden Fonts
+(Zeichensätzen) liegen. Stellen Sie zunächst sicher, dass der
+„Zeichensatz“ oder „Datei-Kodierung“ auf Unicode (UTF-8) eingestellt
+ist. Eventuell ist es auch nötig, die Standardschrift Ihres Browser zu
+ändern.</p>
+
+<p>Einige Druckfehler sind korrigiert und mit <ins class = "correction"
+title = "wie so">popups</ins> notiert. Rechtschreibung, Zeichensetzung
+und Großschreibung sind ungeändert.</p>
+
+<p>Der Haupttext braucht „geschwänztes z“ (<b>ȥ</b>). Notwendigerweise
+können Sie diese in <b>z̧</b> (z mit cedilla) oder sogar <b>ß</b>
+ändern.</p>
+
+<p>Das Buch war schwarzweiß gedruckt. Bildfarben, sowie auch das Zeichen
+<img src = "images/note24.gif" width = "21" height = "21"
+alt = "siehe anmerkung 24" />,
+sind wie in die Anmerkungen beschrieben.</p>
+
+<p class = "center">
+<a href = "#vorwort">Vorwort</a><br />
+<a href = "#naturlehre">Meinauer Naturlehre</a></p>
+</div>
+
+
+
+
+<div class = "titlepage">
+
+<h1>BIBLIOTHEK</h1>
+
+<h6>DES</h6>
+
+<h3 class = "extended"><b>LITERARISCHEN VEREINS</b></h3>
+
+<h5>IN STUTTGART.</h5>
+
+<h4>XXII.</h4>
+
+<hr class = "mid" />
+
+<h5><b>STUTTGART.</b></h5>
+
+<h6>GEDRUCKT AUF KOSTEN DES LITERARISCHEN VEREINS.</h6>
+
+<h5>1851.</h5>
+
+</div>
+
+<hr />
+
+<div class = "titlepage">
+
+<h3><em>LITERARISCHER VEREIN</em></h3>
+
+<h6>IN</h6>
+
+<h4>STUTTGART</h4>
+
+<h6><em>GEGRÜNDET 1839</em>.</h6>
+
+<hr class = "tiny" />
+
+<h6>PROTECTOR:</h6>
+
+<h5>SEINE MAJESTÄT DER KÖNIG VON WÜRTTEMBERG.</h5>
+
+<h4>* &nbsp; <sub>*</sub> &nbsp; *</h4>
+
+<h5><em>Präsident</em>:</h5>
+
+<p>Dr <em>Keller</em>, professor in Tübingen.</p>
+
+<h5><em>Secretär</em>:</h5>
+
+<p>Dr <em>Holland</em>, privatdocent in Tübingen.</p>
+
+<h5><em>Kassier</em>:</h5>
+
+<p><em>Huzel</em>, reallehrer in Tübingen.</p>
+
+<h5><em>Ausschuss für das jahr 1851</em>:</h5>
+
+<p>Gr. freiherr <em>Cotta</em> v. <em>Cottendorf</em>, k. baier,
+kämmerer in Stuttgart.</p>
+
+<p>Dr <em>Fallati</em>, professor in Tübingen.</p>
+
+<p>Hofrath dr <em>Grimm</em>, akademiker in Berlin.</p>
+
+<p>Dr E. v. <em>Kausler</em>, archivrath in Stuttgart.</p>
+
+<p>Dr <em>Klüpfel</em>, bibliothekar in Tübingen.</p>
+
+<p>F. v. <em>Lehr</em>, director der k. privatbibliothek in
+Stuttgart.</p>
+
+<p>Dr <em>Menzel</em> in Stuttgart.</p>
+
+<p>Dr <em>Michelant</em>, professor in Rennes.</p>
+
+<p>Dr <em>Schmeller</em>, professor in München.</p>
+
+<p>Oberstudienrath dr C. v. <em>Stälin</em>, oberbibliothekar in
+Stuttgart.</p>
+
+<p>Dr <em>Wackernagel</em>, professor in Basel.</p>
+
+<p>Dr G. v. <em>Wächter</em>, kanzler in Tübingen.</p>
+
+<h5><em>Agent</em>:</h5>
+
+<p><em>Fues</em>, sortimentsbuchhändler in Tübingen.</p>
+
+</div>
+
+<hr />
+
+<div class = "titlepage">
+
+<h2><em><b>MEINAUER NATURLEHRE</b></em></h2>
+
+<p>&nbsp;<br />&nbsp;</p>
+
+<h6>HERAUSGEGEBEN</h6>
+
+<p>&nbsp;</p>
+
+<h6>VON</h6>
+
+<p>&nbsp;</p>
+
+<h5><b>WILHELM WACKERNAGEL.</b></h5>
+
+<p>&nbsp;<br />&nbsp;</p>
+
+<p class = "illustration">
+<img src = "images/decline.gif" width = "285" height = "14"
+alt = "----" /></p>
+
+<p>&nbsp;</p>
+
+<h5><b>STUTTGART.</b></h5>
+
+<h6><em>GEDRUCKT AUF KOSTEN DES LITERARISCHEN VEREINS</em>.</h6>
+
+<h5>1851.</h5>
+
+</div>
+
+<hr />
+
+<div class = "titlepage">
+
+<hr class = "mid" />
+
+<h6><em>Tübingen</em>, gedruckt bei Ludwig Friedrich Fues.</h6>
+
+</div>
+
+<div class = "intro">
+
+<span class = "pagenum">V</span>
+<h3><a name = "vorwort" id = "vorwort"><em>Vorwort</em>.</a></h3>
+
+<hr class = "micro" />
+
+<p><span class = "firstletter">D</span>as altdeutsche Prosawerkchen, das
+auf den nachfolgenden Blättern veröffentlicht wird, steht in der Basler
+Pergamenthandschrift B. VIII. 27<a class = "tag" name = "intro_tag1" id
+= "intro_tag1" href = "#intro_note1">1</a> zwischen Hugos von
+Langenstein Marter der heil. Martina und Schondochs Litthauer; es ist
+mit dem ersteren dieser Gedichte von demselben Lohnschreiber des
+vierzehnten Jahrhunderts, einem Konrad von S. Gallen,<a class = "tag"
+name = "intro_tag2" id = "intro_tag2" href = "#intro_note2">2</a> sauber
+und zierlich aufgesetzt worden. Eine zweite Handschrift, die es
+enthielte, ist zur Zeit noch unbekannt. Einzelne Stücke daraus sind
+bereits an anderem Ort erschienen;<a class = "tag" name = "intro_tag3"
+id = "intro_tag3" href = "#intro_note3">3</a> der vollständige Abdruck,
+welcher hier nun vorliegt, wird sich durch den bedeutenden Werth
+rechtfertigen, den dieses Buch für die Litteraturgeschichte und
+namentlich für die Geschichte der Naturwissenschaft besitzt.</p>
+
+<p>Es fehlt unsrer alten Litteratur nicht an anderen ganz deutsch oder
+deutsch und lateinisch verfassten Prosaschriften aus eben diesem Gebiet.
+Aber die übrigen gehœren entweder lediglich der Arzneikunde an, und sind
+dann eine kaum zusammengehaltene Reihe von Recepten, wie die mit dem
+Namen des Hippocrates aufgeschmückten in Zürich,<a class = "tag" name =
+"intro_tag4" id = "intro_tag4" href = "#intro_note4">4</a> Basel<a class
+= "tag" name = "intro_tag5" id = "intro_tag5" href =
+"#intro_note5">5</a> und Leipzig<a class = "tag" name = "intro_tag6" id
+= "intro_tag6" href = "#intro_note6">6</a> und selbst jene grosse
+Krankheits- und Heilmittellehre, deren Handschriften in Breslau und
+München liegen;<a class = "tag" name = "intro_tag7" id = "intro_tag7"
+href = "#intro_note7">7</a> oder sie verbinden, wie Konrad von
+Megenberg,<a class = "tag" name = "intro_tag8" id = "intro_tag8" href =
+"#intro_note8">8</a> die
+<span class = "pagenum">VI</span>
+Medicin mit der gesammten Naturgeschichte, oder weben endlich, wie das
+älteste Buch dieser ganzen Reihe, der Lucidarius,<a class = "tag" name =
+"intro_tag9" id = "intro_tag9" href = "#intro_note9">9</a>
+Weltbeschreibung, Weltgeschichte und Theologie in einander. Den
+praktischen Bezug auf die Gesundheitspflege hat auch unsre Schrift: sie
+behandelt in solcher Art gleich zu Anfang die vier Temperamente. Die
+Hauptsache jedoch, während Thier- und Pflanzenkunde u.&nbsp;s.&nbsp;f.
+gänzlich bei Seite bleiben, ist ihr die Astronomie, die Lehre von der
+Gestalt der Erde, der Bewegung der Himmelskörper, der Berechnung und
+Benennung der Zeiten nach Sonnen- und Mondenlauf und dem Lauf der
+übrigen Gestirne. Und hier tritt uns, anziehend genug und überraschend,
+eine Kenntniss entgegen, wie sie dem Mittelalter nicht allgemein
+geläufig, wie sie der Kirche nicht immer genehm, ja von derselben
+mehrfach verpœnt war. Der Verfasser weiss nicht bloss, woher Sonnen- und
+Mondfinsterniss rühren (297c,&nbsp;ff.): er weiss auch, dass die Erde
+eine Kugel (293a.)<a class = "tag" name = "intro_tag10" id =
+"intro_tag10" href = "#intro_note10">10</a> und der Fall eine Bewegung
+nach deren Mittelpunkte sei (294c.).<a class = "tag" name =
+"intro_tag11" id = "intro_tag11" href = "#intro_note11">11</a> Kurz, er
+hat von diesen Dingen diejenige Kenntniss, bis zu der schon das
+griechisch-rœmische Alterthum durch Eratosthenes und Ptolemæus gelangt
+war. Nur erscheint die Ueberlieferung davon in der Weise des
+Mittelalters trüb und verwirrt: Romulus z.&nbsp;B. und Numa Pompilius,
+die er auf Anlass der Römischen Jahres- und Monatrechnung zu nennen hat,
+sind ihm zu <i>meistern</i>, das heisst hier zu Astronomen, und aus
+<i>Pompilius</i> ist noch <i>Pompeius</i> geworden (296a.&nbsp;b.
+301d.&nbsp;ff.). Ich vermuthe, dass er diesen antiken und überhaupt den
+ganzen Stoff seines Buches durch Vermittelung der Aerzte und
+Naturgelehrten zu Montpellier empfangen habe. Dahin deutet nebst der
+Erwähnung eines namhaften Astronomen der in Spanien benachbarten Araber,
+des Alfraganus (293a.) d.&nbsp;i. des Mohammed ben Ketir von Ferganah,<a
+class = "tag" name = "intro_tag12" id = "intro_tag12" href =
+"#intro_note12">12</a> der diætetische Abschnitt Bl. 297a. ff. Denn eben
+diese Regeln über Essen und Trinken, Schlafen und Baden finden sich,
+theilweis mit beinahe wörtlicher Uebereinstimmung, auch in einer
+Sammlung
+<span class = "pagenum">VII</span>
+medicinischer Schriften wieder, die, jetzt der Bibliothek zu Basel
+angehœrig, ihren Ursprung in Montpellier genommen hat.<a class = "tag"
+name = "intro_tag13" id = "intro_tag13" href = "#intro_note13">13</a>
+Sie lauten daselbst auf Provenzalisch also:</p>
+
+<p><i>Om quan ce leua de dormir deu anar petit epla esos membres
+estendre eson cap penchenar. car lestendilar aferma locors el penchenar
+enfa issir lo fum que pueia el cap lanueg</i></p>
+
+<p><i>In en estiu deu hom som cors lauar am baynga freia car estrenh lo
+fum delcor edona talent demaniar E deu se hom uestir de blancas camizas
+ede bels uestimens car lo coragge dome sen alegra. epueis bregue las
+dens elas gingiuas am bonas especias. epueis onhgua lo cors am debos
+enguens car lo cors sen es gauis perlas bonas odors. E&nbsp;pueis mania
+debos lectuaris confortatius et aias una liura daloe car aisso mou
+lacalor naturalh edezembarga lacalor del pania edestiu lauentozitat
+pueis an sen estar edeportar ab sos priuatz per es gauzir son cors.
+E&nbsp;quant uolra maiar<a class = "tag" name = "intro_tag14" id =
+"intro_tag14" href = "#intro_note14">14</a> osopar. caualgue. i. pauc
+que mais ne maniara</i></p>
+
+<p>Wo aber und von wem ist unser deutsches Buch verfasst worden? Es wäre
+gewagt zu behaupten, so nahe gelegt auch die Behauptung ist, dass Hugo
+von Langenstein, der die heil. Martina gedichtet, auch dieses in der
+Handschrift gleich auf die Martina folgende Werk zuerst geschrieben
+habe. Denn Hugo, der in seinen Versen so geschmacklos und der Sprache
+nur wenig Meister ist,<a class = "tag" name = "intro_tag15" id =
+"intro_tag15" href = "#intro_note15">15</a> konnte die Prosa schwerlich
+mit so leichter Einfachheit handhaben; die zu solchem Werk erforderliche
+Gelehrsamkeit hätte ihm vielleicht nicht gefehlt.<a class = "tag" name =
+"intro_tag16" id = "intro_tag16" href = "#intro_note16">16</a> Aber ein
+Zeitgenosse wird es gewesen sein (die Martina ist von 1293)<a class =
+"tag" name = "intro_tag17" id = "intro_tag17" href =
+"#intro_note17">17</a> und ein Ordensbruder Hugos, ein
+<span class = "pagenum">VIII</span>
+Deutschritter, und auch in dem Ordenshause auf der Meinau angesessen,
+welches Hugo stiften helfen und in welchem er selbst vielleicht als
+Commenthur sein Leben beschlossen hat.<a class = "tag" name =
+"intro_tag18" id = "intro_tag18" href = "#intro_note18">18</a> Die
+Handschrift ist sichtlich zuerst im Besitze Deutscher Ritter gewesen und
+für solche gefertigt worden: ein Glied des Ordens hat die Martina
+gedichtet, und die später erst beigefügten Reime Schondochs von dem
+heidnischen König in Litthauen behandeln eine Ordenssage. Jene Diætetik
+sodann setzt ein vornehm bequemes Herrenleben voraus, wie es solch einem
+Orden vergönnt war; wirklich hat auch sie die Grundlage oder wenigstens
+doch Beitræge hergegeben zu æhnlichen Anweisungen, die spæterhin für den
+Hochmeister in Preussen von einem berühmten Arzte niedergeschrieben
+wurden.<a class = "tag" name = "intro_tag19" id = "intro_tag19" href =
+"#intro_note19">19</a> Und wenn endlich Bl. 298b. der Eurus
+<i>niderwint</i>, der Auster <i>waȥȥirwint</i>, der Zephyrus
+<i>waltwint</i> heisst, so sind das Benennungen, die gerade auf der
+Meinau, in der nördlichen Bucht des Bodensees, am füglichsten Platze
+waren: denn da ist östlich niederes ebneres Land, westlich der
+Schwarzwald, südlich das grosse Schwabenmeer. Deshalb ist der Titel
+„Meinauer Naturlehre“ schon früher gewæhlt<a class = "tag" name =
+"intro_tag20" id = "intro_tag20" href = "#intro_note20">20</a> und auch
+diessmal festgehalten worden.</p>
+
+<p>Die ursprüngliche Aufsetzung jedoch haben wir in der Basler
+Handschrift so wenig von diesem Prosabüchlein als von der Martina. Beide
+enthalten mancherlei Fehler, die auf eine nicht ganz leserlich
+gefertigte oder stellenweis verwischte Urschrift zurückdeuten, und der
+Abschreiber erweist sich oft gedankenlos und überall unkundig. Ich habe
+mich bemüht die so entstandenen Fehler zu beseitigen; die Anmerkungen
+verzeichnen bei jeder Besserung die handschriftliche Lesart. Nur wo es
+lateinische und griechische Worte betrifft, habe ich lieber nicht
+geändert, da in solchen schon die Urschrift irren mochte. In der
+Bearbeitung des Textes noch
+<span class = "pagenum">IX</span>
+weiter zugehn und so, wie es die Herausgeber altdeutscher Schriften
+lieben, die Sprache ebenmæssiger zu machen, als sie im Munde des
+Schreibers und wohl auch des Verfassers selber war, schien unerlaubt. Es
+sind demnach mehrerlei Formen derselben Worte, mehrerlei Schreibungen
+desselben Lautes gern und geflissentlich geduldet, und nur in einigen
+unwesentlichen Stücken ist um das Geschäft des Lesers zu erleichtern die
+strenge Buchstæblichkeit verlassen worden: die Abkürzungen sind
+aufgelöst, die vocalischen <i>v</i> gegen <i>u</i>, die consonantischen
+<i>u</i> gegen <i>v</i> vertauscht; Präpositionen, wo sie mit ihren
+Substantiven in eins geschrieben waren, davon getrennt; umgekehrt
+Zusammensetzungen, wo ihre Bestandteile getrennt waren, in eins
+geschrieben; und endlich anstatt der blossen Punkte noch andere
+Satzzeichen, aber mit mœglichster Einfachheit des Verfahrens,
+eingefügt.</p>
+
+<p class = "space"><em>Basel</em>, im August 1850.</p>
+
+<p class = "right"><span class = "larger">
+<b>Wilhelm Wackernagel.</b></span></p>
+
+
+<div class = "footnote">
+
+<p><a name = "intro_note1" id = "intro_note1" href =
+"#intro_tag1">1)</a>
+Ausführliche Beschreibung derselben in den Altd. Handschriften der
+Basler Univ. Bibliothek S.&nbsp;39&nbsp;ff.</p>
+
+<p><a name = "intro_note2" id = "intro_note2" href =
+"#intro_tag2">2)</a>
+Am Schluss der Martina, Bl. 292d:</p>
+
+<div class = "verse">
+<p>Der dis buoch geschriben hat</p>
+<p>Der heizit von sant Gallen Cvonrat.</p>
+</div>
+
+<p>Als Lohnschreiber bezeichnet er sich durch den Schlussvers der
+Naturlehre, 304b: <i>Finis adest operis mercedem pasco</i> (d.&nbsp;i.
+<i>posco</i>) <i>laboris</i>.]</p>
+
+<p><a name = "intro_note3" id = "intro_note3" href =
+"#intro_tag3">3)</a>
+Altd. Lesebuch Sp. 767&ndash;774.</p>
+
+<p><a name = "intro_note4" id = "intro_note4" href =
+"#intro_tag4">4)</a>
+Graffs Diutiska 2, 269.</p>
+
+<p><a name = "intro_note5" id = "intro_note5" href =
+"#intro_tag5">5)</a>
+Haupts und Hoffmanns Altd. Blätter 2, 133.</p>
+
+<p><a name = "intro_note6" id = "intro_note6" href =
+"#intro_tag6">6)</a>
+Aufsess Anzeiger f. Kunde des deutschen Mittelalters 2, 242.</p>
+
+<p><a name = "intro_note7" id = "intro_note7" href =
+"#intro_tag7">7)</a>
+Hoffmanns Fundgruben 1, 317. Schmellers Bair. Wörterb. 3, 678.</p>
+
+<p><a name = "intro_note8" id = "intro_note8" href =
+"#intro_tag8">8)</a>
+Büschings wöchentl. Nachr. 2, 273&nbsp;ff. 293&nbsp;ff.</p>
+
+<p><a name = "intro_note9" id = "intro_note9" href =
+"#intro_tag9">9)</a>
+Aufsess und Mones Anzeiger 3, 311. Altd. Blätter 2,&nbsp;5.</p>
+
+<p><a name = "intro_note10" id = "intro_note10" href =
+"#intro_tag10">10)</a>
+Vgl. Haupts Zeitschr. f. Deutsches Alterthum 6, 145.</p>
+
+<p><a name = "intro_note11" id = "intro_note11" href =
+"#intro_tag11">11)</a>
+<i>Wie swærer last sich neiget zer erden zenter</i>: der Kanzler in
+vdHagens Minnesingern 2, 390b.</p>
+
+<p><a name = "intro_note12" id = "intro_note12" href =
+"#intro_tag12">12)</a>
+Schnurrers Biblioth. Arab. 462&nbsp;ff.</p>
+
+<p><a name = "intro_note13" id = "intro_note13" href =
+"#intro_tag13">13)</a>
+Handschr. D. II. 11; vgl. Haupts Zeitschr. 5,&nbsp;16.</p>
+
+<p><a name = "intro_note14" id = "intro_note14" href =
+"#intro_tag14">14)</a>
+lies <i>maniar</i></p>
+
+<p><a name = "intro_note15" id = "intro_note15" href =
+"#intro_tag15">15)</a>
+Altd. Handschr. d. Basler Univ. Bibl.&nbsp;46.</p>
+
+<p><a name = "intro_note16" id = "intro_note16" href =
+"#intro_tag16">16)</a>
+Ein Abschnitt der Martina (<i>von der menschlichen blœde</i>
+114d.&ndash;137b.) ist nach Pabst Innocenz III. Schrift <i>de miseria
+conditionis humanæ</i> gearbeitet.</p>
+
+<p><a name = "intro_note17" id = "intro_note17" href =
+"#intro_tag17">17)</a></p>
+
+<div class = "verse">
+<p>Als man mit warheit spurte</p>
+<p>Do waz nach gottes geburte</p>
+<p>Diz buoch gemachet daz ist war</p>
+<p>Do man zalte tusent iar</p>
+<p>vnde dar zvo zwei hundert</p>
+<p>mit warheit vs gesundert.</p>
+<p>Driv vnde nvnzic darzvo &nbsp; 292c.</p>
+</div>
+
+<p><a name = "intro_note18" id = "intro_note18" href =
+"#intro_tag18">18)</a>
+Im Jahr 1287 war er Commenthur zu Sumiswald (im&nbsp;Canton Bern); 1298
+lebte er noch zu Freiburg im Breisgau; Commenthur auf der Meinau ward er
+nach Lassbergs Vermuthung 1319: Altd. Handschr. d. Basl. Univ. Bibl. 40.
+Haupts Zeitschr. 7, 169.</p>
+
+<p><a name = "intro_note19" id = "intro_note19" href =
+"#intro_tag19">19)</a>
+Auszüge aus diesem „Regiment des Lebens“ in Raumers Hist. Taschenbuch 1,
+189&nbsp;ff.</p>
+
+<p><a name = "intro_note20" id = "intro_note20" href =
+"#intro_tag20">20)</a>
+Altd. Lesebuch 767.</p>
+</div>
+
+</div>
+<!-- end div intro -->
+
+<div class = "maintext">
+<a name = "naturlehre" id = "naturlehre">&nbsp;</a>
+
+<span class = "pagenum">1</span>
+<p><span class = "firstletter red">D</span>eȥ menschin lip ist gemachet
+uȥ vier elementen<a class = "tag" name = "tag1" id = "tag1" href =
+"#note1">1</a>.
+<span class = "footnote">
+<a name = "note1" id = "note1" href = "#tag1">1)</a>
+In der Handschrift <i>elemente</i><br />
+<a name = "note2" id = "note2" href = "#tag2">2)</a>
+Zweimal <i>de</i></span>
+da von so wil ich dir sagen welhes siu sint. Daȥ erste ist diu erde. diu
+ist kugeleht. daȥ mac man kiesin da bi. wan so der mane verleschit, daȥ
+schinet uns an der ersten stunde der naht. aber die da sint in oriente,
+die sehint des manen gebresten umbe die dritten stunde der naht. daȥ ist
+darumbe. wan eȥ ist in e naht dan uns. daȥ en mohte niemer gesehen,
+enwere daȥ<a class = "tag" name = "tag2" id = "tag2" href =
+"#note2">2</a>
+ertriche niht kugeleht unde enmitten hoch. da von so gat in diu sunne e
+uf danne uns. wonde si danne also gar michel ist, da von schinet si
+sleht unde breit. unde daȥ mer hat dise welt in driu also geteilit:<br
+/>
+<span class= "figfloat">
+<img src = "images/bild1.png" width = "66" height = "65"
+alt = "circle divided in half and quarter" /></span>
+Daȥ minste heiȥit Europa, Daȥ ander affrica, Daȥ dritte asya. Von dem
+ertriche sprichet ein phylosophus, alfraganus „Den minsten sternen den
+der mensche mac gesehin, der ist groȥir (293b.) danne daȥ ertriche alle
+sament, unde ein Sterne ist als ein punctel gein dem himel.“ Nu merke
+wie groȥ der himel si gein dem ertriche. Diu erde ist der andern
+elemente reinate unde ein drussene. Unde diu erde ist von ir nature
+durre unde kalt. also der naturen sint och ein teil liute. den sprechint
+die arzate<a class = "tag" name = "tag3" id = "tag3" href =
+"#note3">3</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note3" id = "note3" href = "#tag3">3)</a>
+<i>azzate</i><br />
+<a name = "note4" id = "note4" href = "#tag4">4)</a>
+<i>zahet</i></span>
+Melancolici. die artent nach der erden, unde sint sorghaft, gerne
+truric, gitic unde habende, ungetruwe, zahe<a class = "tag" name =
+"tag4" id = "tag4" href = "#note4">4</a>
+unde swarzir varwe. Nu hest du ein element. daȥ ist diu erde.</p>
+
+<p><span class = "footnote">
+<a name = "note5" id = "note5" href = "#tag5">5)</a>
+<i>fiuhte. der</i>] <i>fúhter</i></span>
+<span class = "firstletter blue">D</span>aȥ ander element ist daȥ
+wasser, unde ist och cugeleht umbe daȥ ertriche. als in eime eige daȥ
+luter umbe den duttern gat, also umbegat daȥ wasser die erde. nuwen daȥ
+uns got den luft hie lat, daȥ wir genesen, eȥ solte anders alles hie
+waȥȥir sin. unde ist och daȥ waȥȥir kalt unde fiuhte. der<a class =
+"tag" name = "tag5" id = "tag5" href = "#note5">5</a>
+naturen sint och die liute, den die meister sprechint sanguinei. die
+ar-(293c.)tent nach dem waȥȥir, unde sint gebinde, minnende, frolich,
+lachende, unde rotenthafter varwen, unde singent, unde feiȥet sint si,
+geturstic unde guotmuotic. Nu hestu daȥ ander element, daȥ wasser.</p>
+
+<span class = "pagenum">2</span>
+<p><span class = "firstletter red">D</span>aȥ dritte element daȥ ist der
+luft. der besluȥit in sich die ersten zwei, unde ist warm unde fiuhte.
+darnach artent die, den die arzate sprechint fleumatici, unde sint an
+slafenne gerne drage, unde mugent vil speichlotun haben, unde hant
+herten sin, veiȥt, unde wis sint siu gerne. Nu hestu daȥ dritte element.
+daȥ ist der luft.</p>
+
+<p><span class = "firstletter blue">D</span>aȥ vierde ist daȥ<a class =
+"tag" name = "tag6" id = "tag6" href = "#note6">6</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note6" id = "note6" href = "#tag6">6)</a>
+<i>daȥ</i> fehlt.</span>
+fiur, unde ist durre unde warm, unde umbegat die andern alle. der nach
+artent die lute, die da heiȥint colorici. die sint los, drugenhaft,
+zornic, gebinde unde geturstic, ruh, cranc, durre, unde bleicher varwen.
+dise vier element gent dem libe fuorunge. daȥ sint die erde, waȥȥir,
+luft unde fiur. (293d.)</p>
+
+<p><span class = "firstletter red">D</span>arnach<a class = "tag" name =
+"tag7" id = "tag7" href = "#note7">7</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note7" id = "note7" href = "#tag7">7)</a>
+Bis hieher wechseln rothe und blaue Anfangsbuchstaben der Absätze.<br />
+<a name = "note8" id = "note8" href = "#tag8">8)</a>
+<i>der sibinder</i><br />
+<a name = "note9" id = "note9" href = "#tag9">9)</a>
+<i>mensche</i><br />
+<a name = "note10" id = "note10" href = "#tag10">10)</a>
+<i>dem</i><br />
+<a name = "note11" id = "note11" href = "#tag11">11)</a>
+<i>firmentum</i></span>
+ob disen elementen gat ein gar luter gegni an, der sibin<a class = "tag"
+name = "tag8" id = "tag8" href = "#note8">8</a>
+sternen, die da heiȥint planeten. die gant anders danne ander sternen,
+daȥ man<a class = "tag" name = "tag9" id = "tag9" href = "#note9">9</a>
+sprichit, si sin die ierrenden sternen. E&nbsp;danne ich dir von disen
+siben sternen sage, so wil ich von den<a class = "tag" name = "tag10" id
+= "tag10" href = "#note10">10</a>
+obresten sagen, daȥ du eȥ deste baȥ merkest. ob disen siben sternen, von
+den ich dir sagende wirde, sint alle sternen, unde alle sternen an dise
+siben heiȥent die steten sternen oder die gesteten, wonde si gestetent
+sint in die witen, die da heiȥit daȥ firmamentum<a class = "tag" name =
+"tag11" id = "tag11" href = "#note11">11</a>,
+daȥ siu gelich balde gant mit dem firmamentum allumbe die elementa. Von
+dem lande gant si her uber, da die sunne uf gat, hine da diu sunne under
+gat, under die erde hine. von disen steten sternen en wil ich nihtesniht
+sagen iegnote, nuwan daȥ dise sternen unde ir firmamentum also balde
+(294a.) umbe gant, daȥ siu soltent mit in<a class = "tag" name = "tag12"
+id = "tag12" href = "#note12">12</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note12" id = "note12" href = "#tag12">12)</a>
+<i>im</i><br />
+<a name = "note13" id = "note13" href = "#tag13">13)</a>
+<i>disen</i><br />
+<a name = "note14" id = "note14" href = "#tag14">14)</a>
+<i>de siv die</i></span>
+umbe ciehin die vier elementen, also gehes, daȥ nihtes niht en solte
+noch en mohte begruonen oder bekumen. da von so het si got beschaffen,
+dise<a class = "tag" name = "tag13" id = "tag13" href = "#note13">13</a>
+siben sternen, daȥ die<a class = "tag" name = "tag14" id = "tag14" href
+= "#note14">14</a>
+fuoren sulent die welt unde den obresten sternen widerstan sulent. Daȥ
+firmamentum gat umbe von orient vil swinde zuo dem occident. aber da
+wider her dan gant die planeten von occident zuo orient. Spreche danne
+ieman „ich en weiȥ waȥ du seist. ich weiȥ wol, die sternen gant alle zuo
+orient uf unde ze occident under,“ deȥ antwurte ich also. die steten
+sternen<a class = "tag" name = "tag15" id = "tag15" href =
+"#note15">15</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note15" id = "note15" href = "#tag15">15)</a>
+<i>sternent</i><br />
+<a name = "note16" id = "note16" href = "#tag16">16)</a>
+<i>halb</i><br />
+<a name = "note17" id = "note17" href = "#tag17">17)</a>
+<i>kvmume</i></span>
+gant von dem oriente zuo dem occidente naturliche. den ganc hant si.
+aber die planete hant zwene genge.
+<span class = "pagenum">3</span>
+einen betwungenlichen hant si mit dem firmamente von oriente, unde der
+ganc nimet obern hant.<a class = "tag" name = "tag16" id = "tag16" href
+= "#note16">16</a>
+der ander ganc ist der (294b.) naturlich ganc den die planeten hant von
+occidente wider daȥ firmamente. der ganc ist so verdruckit, daȥ er
+kume<a class = "tag" name = "tag17" id = "tag17" href = "#note17">17</a>
+schinet. wonde aber nieman mich lihte noch niht verstat, so wil ich ein
+bizeichen setzin. nim ein wurmel unde setze daȥ umbe ein umbe gendes
+rat, daȥ eȥ crieche wider deȥ rades lof. so gat daȥ wurmel für sich,
+unde wirfet daȥ rat umbe diȥ wurmelin hin wider vil menic werbe,
+e&nbsp;dan eȥ gecrieche wider an daȥ zeichen<a class = "tag" name =
+"tag18" id = "tag18" href = "#note18">18</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note18" id = "note18" href = "#tag18">18)</a>
+<i>zeichein</i> oder <i>zeichem</i></span>
+da eȥ an huob. also wirfet daȥ firmamentum die planeten von oriente zuo
+dem occidente aller tegelich umbe. der wider strebint die planete, unde
+sument sich, daȥ siu niht also schiere under gant also die steten
+sternen. daȥ ander bizeichen ist. die meister sprechint, unde ist och
+war: so diu creature ie liehter ist, so dringet eȥ ie me hin uf, alse
+diu flamme. daȥ abir ie swerer ist, daȥ duget so eȥ meist mac zuo
+(294c.) dem centrum, daȥ ist zuo dem allir mittelsten puncten, der en
+mitten in dem ertriche<a class = "tag" name = "tag19" id = "tag19" href
+= "#note19">19</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note19" id = "note19" href = "#tag19">19)</a>
+<i>etriche</i><br />
+<a name = "note20" id = "note20" href = "#tag20">20)</a>
+<i>dú kien</i></span>
+stat. der heiȥit daȥ centrum, also der puncte der en mitten in eime
+umbecreise ist, der heiȥit och der centrum, als du kiesen<a class =
+"tag" name = "tag20" id = "tag20" href = "#note20">20</a>
+maht an dirre figuren:<br />
+<span class= "figfloat">
+<img src = "images/bild2.png" width = "55" height = "56"
+alt = "circel mit mittelpunkt" /></span>
+nemest du denne einen stein, unde wurfest in hohe uf, so heter zwene
+genge, einen hin uf betwungenlichen, unde sinket doch naturlichen, daȥ
+er drætecliche stiget. so er danne den betwungenlichen ganc verlat, so
+vellet er swinde. also hant och die planeten zwene genge. der erste
+planete heiȥit Saturnus, der ander Jupiter, darnach Mars, unde danne die
+sunne, unde venus, Mercurius unde der Mane. Jupiter unde venus sint
+geluckehaft, Saturnus unde Mars ubil. aber die sunne unde der mane unde
+mercurius sint etwenne guot, etwenne ubil. Saturnus ist kalt unde durre,
+Jupiter heiȥ unde fiuhte, Mars unde (294d.) die sunne heiȥ unde durre,
+der mane unde venus fiuhte unde calt.
+<span class = "footnote">
+<a name = "note21" id = "note21" href = "#tag21">21)</a>
+<i>maht</i><br />
+<a name = "note22" id = "note22" href = "#tag22">22)</a>
+Die Kreise mit blauer, die Worte ausserhalb mit rother Farbe.</span>
+Mercurius het mittelmæsige nature. unde het ie einer witern ganc danne
+der ander. daȥ mahtu<a class = "tag" name = "tag21" id = "tag21" href =
+"#note21">21</a>
+allis kiesen ander figuren die hie nach gat.<a class = "tag" name =
+"tag22" id = "tag22" href = "#note22">22</a></p>
+
+<span class = "pagenum">4</span>
+
+<p class = "illustration">
+<img src = "images/bild3.png" width = "490" height = "419"
+alt = "sehe unten" /></p>
+
+<p class = "caption">
+<em>[Oben:]</em> Dise figura betiutet die welt wenne die elementen und
+die himmele die hie getecket sint daz heizet ah die welt.<br />
+<em>[Unten:]</em> Der mazse iutet hundert iur und heizzet ouch diu
+welt.<br />
+<em>[Innen:]</em> Primus motus oder primum mobile deist er himel der
+oberest der da umbe gat / daz firmamentum / Saturnus / Jupiter / Mars /
+Sol / Venus / Mercurius / der manu / daz fiur / der luft / daz wassir /
+die erde<br />
+<a href = "images/bild3_full.png" target = "_blank">Grösseres
+Bild</a></p>
+
+<p><span class = "footnote">
+<a name = "note23" id = "note23" href = "#tag23">23)</a>
+<i>Kútes</i><br />
+<a name = "note24" id = "note24" href = "#tag24">24)</a>
+Dahinter als Merkzeichen ein durchkreuzter Kreis mit einem Punkt in
+jedem Viertel. Vgl. <a href = "#note67">298c.</a> <a href =
+"#note85">299c.</a><br />
+<a name = "note25" id = "note25" href = "#tag25">25)</a>
+<i>volle</i><br />
+<a name = "note26" id = "note26" href = "#tag26">26)</a>
+<i>gevarne</i> am Rande nachgetragen.<br />
+<a name = "note27" id = "note27" href = "#tag27">27)</a>
+<i>ein</i> nachgetragen.<br />
+<a name = "note28" id = "note28" href = "#tag28">28)</a>
+<i>niht</i> am Rande nachgetragen.<br />
+<a name = "note29" id = "note29" href = "#tag29">29)</a>
+<i>studel</i><br />
+<a name = "note30" id = "note30" href = "#tag30">30)</a>
+<i>dc</i><br />
+<a name = "note31" id = "note31" href = "#tag31">31)</a>
+<i>mache</i><br />
+<a name = "note32" id = "note32" href = "#tag32">32)</a>
+<i>ein</i></span>
+Kiut es<a class = "tag" name = "tag23" id = "tag23" href =
+"#note23">23</a>
+in tiuschen gelich, in latine heiȥit diu erste welt mundus, diu ander
+welt seculum. In dem aller oberesten himel da ist ewekeit, da got ist ob
+dem primum Mobile. aber hie ist zit, zergenclikeit. Sit daȥ ich danne
+von der zit<a class = "tag" name = "tag24" id = "tag24" href =
+"#note24">24</a>
+<img src = "images/note24.gif" width = "21" height = "21"
+alt = "siehe Text" />
+geret ein wenic habe, so wil (295a.) ich von der zit furbaȥ sagen. da
+von wissest daȥ wir der zit niht me hant denne ein vil cleines stundel,
+daȥ du eȥ kume maht vor<a class = "tag" name = "tag25" id = "tag25" href
+= "#note25">25</a>
+cleine merken. unde die für gevarne<a class = "tag" name = "tag26" id =
+"tag26" href = "#note26">26</a>
+zit en ist niht ein<a class = "tag" name = "tag27" id = "tag27" href =
+"#note27">27</a>
+zit. die kunftige zit ist niht ein zit. unde diȥ stundel en ist och
+niht<a class = "tag" name = "tag28" id = "tag28" href = "#note28">28</a>
+ein zit. eȥ ist nuwen ein angenge der zite, als ein punctel einer linien
+anegenge ist, unde ist doch niht ein linige. also ist eȥ umbe diȥ
+stundel<a class = "tag" name = "tag29" id = "tag29" href =
+"#note29">29</a>,
+Unde en ist niht ein zit. da von sprach der wise man sant augustinus
+„wir sin in der zit, wir reden von der zit. waȥ abir diu zit sie, des<a
+class = "tag" name = "tag30" id = "tag30" href = "#note30">30</a>
+vermisse wir genzliche. unde geschiht der zit, als der ein linigen
+machen<a class = "tag" name = "tag31" id = "tag31" href =
+"#note31">31</a>
+wil mit einer nadeln durch win in eime napfe. daz gestrichene en<a class
+= "tag" name = "tag32" id = "tag32" href = "#note32">32</a>
+ist niht. daȥ du solt strichen en ist niht. unde belibet dir nuwen ein
+punctel. der abir dich fraget waȥ danne diu zit sie, so sprich: die zit
+ist ein twale an der (295b.) die zergenclichen dinc beweget werdent.“
+<span class = "pagenum">5</span>
+Ein naturliche dac, den die romer zuo mitter naht an hebent,<a class =
+"tag" name = "tag33" id = "tag33" href = "#note33">33</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note33" id = "note33" href = "#tag33">33)</a>
+Dahinter noch <i>der gat</i><br />
+<a name = "note34" id = "note34" href = "#tag34">34)</a>
+<i>bi</i></span>
+wonde got wart ze mitter naht geborn, der gat ze mitter naht uȥ. der
+het<a class = "tag" name = "tag34" id = "tag34" href = "#note34">34</a>
+vier unde zwenzic stunden, die liute teilent in in ein naht unde in
+einen tac. die naht daȥ ist der erden schetewe, die von der sunnen gant.
+Aber ein meister, heiȥit aristotiles, der sprichet von dem tage, der da
+deȥ naturlichen tages teil ist, unde sprichet sin wort zuo latine also:
+„dies est lacio solis super terram.“ Der tac, sprichet er, ist der
+sunnen ufganc ubir die erde. diu erste stunde deȥ sunnentages, an der
+richȥet der planete die sunne. da von heiȥit eȥ sunnentac. der ersten
+stunden deȥ mentages richȥet der mane. da von heiȥit er mendag. an der
+ersten stunden deȥ cistages richȥet Mars. da von heiȥit er martis tac.
+an der ersten stunden der mitwochen so richȥet Mercurius. (295c.) An der
+ersten stunden deȥ dunrestages richȥet Jupiter. An der<a class = "tag"
+name = "tag35" id = "tag35" href = "#note35">35</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note35" id = "note35" href = "#tag35">35)</a>
+<i>And’ der</i></span>
+ersten stunden deȥ fritages richȥet venus, daȥ betiutet eine minnegotin.
+An der ersten stunden deȥ samȥtages richȥet Saturnus. nach disen
+planeten hant die heiden ir tage in der wochin genant, unde zellent siu
+also nach einander: Dies solis, Dies lune, Dies martis, Dies mercurij,
+Dies iovis, Dies veneris, Dies Saturni. Nu weistu wol iegliches tages
+waȥ planeten an der ersten stunden richȥet. an der anderen stunden
+richȥent ie die anderen. an der<a class = "tag" name = "tag36" id =
+"tag36" href = "#note36">36</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note36" id = "note36" href = "#tag36">36)</a>
+<i>andē</i></span>
+dritten richȥent die dritten, die ie darnach gant. als an dem samȥtage.
+der ersten stunden richȥet Saturnus, an der andern Jupiter, an der
+dritten Mars, an der vierden sol, an der fiunften venus, an der sehȥten
+Mercurius, an der sibenden luna, an der ahten saturnus. also aber an
+unde uȥ, bis der tac hine kume. unde tuo dem andern (295d.) als dem
+ersten, so weist du alle stunden waȥ planeten denne richȥit. deȥ wartent
+die wisen, so siu drenker gent<a class = "tag" name = "tag37" id =
+"tag37" href = "#note37">37</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note37" id = "note37" href = "#tag37">37)</a>
+Aus <i>drekengen</i> gebessert.</span>
+oder so siu laȥent. so wartent si weder der stunden planeta übel oder
+guot si. aber die iuden virent den samȥtage, unde heiȥit sabbatum zuo
+latin, unde nach der iuden wisheit der sunnendag in latine prima
+sabbati, der mendac secunda sabbati, Danach tercia sabbati, unde denne
+quarta sabbati, quinta sabbati unde sexta sabbati. Aber die cristen die
+sprechint dem sunnentage, den siu da virent, Dominica dies, daȥ ist in
+tiuschen unsers herren tac. dem selben sprechint
+<span class = "pagenum">6</span>
+si och prima feria, daȥ kit der erste dag. dem mentage sprechint siu
+secunda feria, unde danne tercia feria, quarta feria, quinta feria,
+sexta feria, unde danne sabbatum. dem tage<a class = "tag" name =
+"tag38" id = "tag38" href = "#note38">38</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note38" id = "note38" href = "#tag38">38)</a>
+<i>ta- tage</i></span>
+sprechen wir als die iuden. wande sabbatum betutet ruowe. deȥ tages
+ruowete got (296a.) von alleme dem werke daȥ er worhte, unde ruowete och
+in dem grabe deȥ selbin tages nach der marter. der denne fragte „warumbe
+en began wir niht ander vire, unde die woche an ze vahinne den samȥtag
+als die iuden?“ dar zuo soltu antwurten daȥ wir daȥ von der
+meisterschaft gottes hant. wan er wart deȥ sunnentages geborn, deȥ
+selbin tages erstuont er, unde sant sine gabe deȥ heiligen<a class =
+"tag" name = "tag39" id = "tag39" href = "#note39">39</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note39" id = "note39" href = "#tag39">39)</a>
+<i>heilige</i><br />
+<a name = "note40" id = "note40" href = "#tag40">40)</a>
+<i>sine</i></span>
+geistes sinen<a class = "tag" name = "tag40" id = "tag40" href =
+"#note40">40</a>
+iungern an dem selben tage. Daȥ iar teilent die liute in zwei, in den
+winter unde in den sumer. abir die meister teilent eȥ in vier teil. In
+den winter. der vat an sant clementen tac an. ein meister, heiȥit numma
+pompeius, der vahet daȥ iar an in dem winter, so die sunne in dem
+zeichen loufet daȥ da heiȥit capricornus. wan so ist die sunne aller
+verrest von uns, unde beginnet uns nahen. so ist eȥ och
+sol-(296b.)sticium hyemale, daȥ winterlich solsticium. solsticium daȥ
+ist, so die sunne als verre ist, daȥ si niht verrer mac, oder so nahe,
+daȥ si niht naher en mac. so ist die sunne aller verrest, unde ist die
+zit kalt unde fiuhte. so suln wir umbe keren die gewonheit unsers
+lebins, unde sulint spulgen warmer spise. Daz ander teil heiȥit der
+lenze. daȥ vahit an sant peters tag ane. Ein meister, heiȥit Romelus,
+der vahet daȥ iar ane in dem lenzen, so die sunne loufet in dem zeichen
+daȥ da heiȥit aries. wan so blugent elliu dinc. so ist eȥ och
+equinoccium<a class = "tag" name = "tag41" id = "tag41" href =
+"#note41">41</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note41" id = "note41" href = "#tag41">41)</a>
+<i>equiuocciū</i>; nachher <i>equiuociū</i><br />
+<a name = "note42" id = "note42" href = "#tag42">42)</a>
+<i>zwelten</i></span>
+vernale. zuo merzen so ist der lenzeliche equinoccium. Equinoccium daȥ
+ist, so diu naht unde der tac gelich lanc sint. daȥ iar gat zuo merzen
+von rehte an, nach der heiligen schrift. wan diu welt wart gemaht
+xv<sup>o.</sup> kal. aprilis. unde me. unser herre gebiutet an eime
+buoche, heiȥit exodus, in dem zwelften<a class = "tag" name = "tag42" id
+= "tag42" href = "#note42">42</a>
+capitele von dem (296c.) merzen unde sprichit „Mensis iste primus erit
+vobis in mensibus.“ daȥ ist: dirre manat sie iuch der erste under den
+manoden. so ist diu zit warm unde fiuhte. so ist geismilch gesunt. so
+ist och decheine<a class = "tag" name = "tag43" id = "tag43" href =
+"#note43">43</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note43" id = "note43" href = "#tag43">43)</a>
+<i>den cheine</i><br />
+<a name = "note44" id = "note44" href = "#tag44">44)</a>
+<i>ze</i> fehlt.<br />
+<a name = "note45" id = "note45" href = "#tag45">45)</a>
+<i>nahet</i> ohne <i>an</i>.</span>
+zit besser ze<a class = "tag" name = "tag44" id = "tag44" href =
+"#note44">44</a>
+laȥen, ze badenne unde zuo allem deme, daȥ den lip reinet. Daȥ dritte
+<span class = "pagenum">7</span>
+teil heiȥit der sumer. der vahet an<a class = "tag" name = "tag45" id =
+"tag45" href = "#note45">45</a>
+an sant urbans tag. ein lant, heiȥit arabia, deȥ landes liute vahent daȥ
+iar an in dem sumer, so die sunne loufet an dem zeichen daȥ da heiȥit
+cancer. die selbin geloubint daȥ die sunne wurde gemaht an dem zeichen
+daȥ da heiȥet leo. so aber in cancro diu sunne loufet, so ist eȥ
+solsticium estivale, daȥ sumerliche solsticium, so uns die sunne aller
+nahest ist. so ist diu zit warm unde durre. so sol man sich huoten vor
+allen heiȥin spisen unde derrender unde vor zuo vil essenne, daȥ eime
+menschen sin naturliche hizze iut cerga. so (296d.) sol man essen swaȥ
+kule unde fuihte si. so sol man sich huoten vor unkiuschekeit unde vor
+allem lasenne so man meiste mac. daȥ ist dem libe guot. unde man sol
+kaltiu beder meȥeclich uben. Daȥ vierde teil deȥ iares heiȥit der
+herbest, der<a class = "tag" name = "tag46" id = "tag46" href =
+"#note46">46</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note46" id = "note46" href = "#tag46">46)</a>
+<i>dem</i></span>
+an vahet an sant Bartholomeus tag. Etliche meistere unde die iuden
+vahent daȥ iar an in dem herbest, so die sunne lofet in libra. unde so
+ist equinoccium autumpnale, daȥ winterliche equinoccium. so sint tac
+unde naht gelich lanc. so vahent siu daȥ iar an. wan der herbest ist ein
+fruhtber zit. also daȥ iar denne ist beroubet von den alten fruhten,
+unde die nuwen fruhte denne ane gant, also gat ein alt iar us, ein nuwes
+an. so ist diu zit kalt unde durre. so sol man bruchen die spise die
+warm unde fiuhter naturen sien, als iunge huonre unde lemberin fleisch
+unde edil druben unde lutern virnen win. unde sol man sich (297a.)
+huoten vor unkiuscheit mit wiben<a class = "tag" name = "tag47" id =
+"tag47" href = "#note47">47</a>.
+<span class = "footnote">
+<a name = "note47" id = "note47" href = "#tag47">47)</a>
+Dahinter fast eine ganze Zeile unlesbar ausgeschabt.<br />
+<a name = "note48" id = "note48" href = "#tag48">48)</a>
+<i>man</i> fehlt.<br />
+<a name = "note49" id = "note49" href = "#tag49">49)</a>
+<i>dē</i> gebessert aus <i>hindē</i></span>
+deȥ herzen frode unde friheit ane bœse geluste ist dem libe gar gesunt.
+zorn, sorge unde widermuote swendet die craft unde den lip, unde
+dracheit. da von sol man die dracheit vertriben. unde so man morgens von
+dem slafe gat, so sol man<a class = "tag" name = "tag48" id = "tag48"
+href = "#note48">48</a>
+die arme gelich dennen, unde daȥ houbit strelen, unde ogen, den munt
+unde die zene unde hende weschen dur suverheit unde dur roscheit. so man
+denne essen sol, so sol man vor den<a class = "tag" name = "tag49" id =
+"tag49" href = "#note49">49</a>
+lip muogen ein wenic mit etlicher arbeit. wan daȥ machet den lip rosch
+unde liht, unde erhitzit den magen wol ze dowenne. ein ieglich mensche
+enziehe sich trinkennes so eȥ meiste mac, aller meiste kaltes waȥȥers uf
+daȥ essen. wan eȥ erkeltet den magen, unde wan eȥ ierret den lip unde
+die spise. So man danne gisset ze inbisse, so sol man uf senften betten
+ein wile
+<span class = "pagenum">8</span>
+slafen (297b.) uf der rehten siten, unde darnach<a class = "tag" name =
+"tag50" id = "tag50" href = "#note50">50</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note50" id = "note50" href = "#tag50">50)</a>
+Dahinter noch <i>vf der lingen siten</i><br />
+<a name = "note51" id = "note51" href = "#tag51">51)</a>
+<i>vmbe der beizzet</i><br />
+<a name = "note52" id = "note52" href = "#tag52">52)</a>
+<i>begegerunge</i><br />
+<a name = "note53" id = "note53" href = "#tag53">53)</a>
+<i>die der</i> zweimal.<br />
+<a name = "note54" id = "note54" href = "#tag54">54)</a>
+<i>lŏm</i></span>
+sol man den slaf vollebringen uf der lingen siten. unde danach en sol
+man nit zestunt essen, biȥ der mage itel werde. daȥ sol man kiesen bi
+der dunneda der speicholter unde bi der gerunge deȥ magen. wanne swer in
+umbederbe iȥȥet<a class = "tag" name = "tag51" id = "tag51" href =
+"#note51">51</a>
+unde ane begerunge<a class = "tag" name = "tag52" id = "tag52" href =
+"#note52">52</a>,
+so en vindet diu spise niht deȥ magen naturliche wermede. da von kumit
+ungesuntheit. Swer aber erbeitet rehter zit, biȥ daȥ er begerunge
+gewinnet zessenne, der sol alzestunt essen. anders der mage wirt zehant
+vol boser fuhtekeit, die der<a class = "tag" name = "tag53" id = "tag53"
+href = "#note53">53</a>
+mage samenot von der ungesuntheit deȥ libes. unde der bœse toum<a class
+= "tag" name = "tag54" id = "tag54" href = "#note54">54</a>
+der betrubet die hirne. unde der danach och isset, so ist die spise alse
+si erschrecket sie, unde en git niht craft dem libe. <ins class =
+"correction" title = "langes »s« im Original">diſe</ins> lere wiset
+aristotiles. unde och dise, daȥ du wissest daȥ die durrecheit unde
+keltene die vehtent wider die nature. (297c.) die selben zwei die sint
+ein anegenge deȥ todeȥ. den soltu widerstan. als ich geseit habe, so
+behalt die naturliche wermede so du meist maht. warme spise ist gesunt
+unde die suoȥe. Aber da wider so derret unde swechit den lip luzil essen
+unde vil trinken unde vaste arbeiten unde vil wallen oder gan unde der
+sunnen<a class = "tag" name = "tag55" id = "tag55" href =
+"#note55">55</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note55" id = "note55" href = "#tag55">55)</a>
+<i>sunē</i><br />
+<a name = "note56" id = "note56" href = "#tag56">56)</a>
+<i>dem</i><br />
+<a name = "note57" id = "note57" href = "#tag57">57)</a>
+<i>gemahet</i></span>
+schin, vor essenne slafen, oder uf herten betten ligen, unde daȥ man
+bade in den<a class = "tag" name = "tag56" id = "tag56" href =
+"#note56">56</a>
+badern die mit listen gemaht sint, daȥ siu selber warment. gesalzene
+spise oder durre spise oder calte unde alten win unde dicke lasen die
+sint schedelich. Nu weistu wol wie man daȥ iar in vier teile teilet. Nu
+wissist daȥ wir da mitte vier frone vasten hant, wonde daȥ mensche uȥer
+vier elementen gemachet<a class = "tag" name = "tag57" id = "tag57" href
+= "#note57">57</a>
+ist, daȥ eȥ allen sinen lip verzehene gotte. Eine frone vaste ist die
+mittewoche nach sante Lucien dage. die (297d.) ander ist die mittewoche
+nah dem schurtage in der vasten. die dritte ist diu mittewoche nach deȥ
+heiligen geistes dage, daȥ ist in der pfingestwuchen. die vierde unde
+die hinderste frone vaste ist die mitwoche indem herbeste nach deȥ
+heiligen cruces tage. Der babst het gebotten ze vastenne den abent sant
+Peters, sancti andree, sancti symonis, sancti pauli, Sancti iude, sancti
+Mathei. ist abir dirre heiligen abent ein sunnentage, so sol man den
+samstag vasten. also sol man anderen zwelfbotten abenden
+<span class = "pagenum">9</span>
+och tuon, eȥ si danne ein sunnentac<a class = "tag" name = "tag58" id =
+"tag58" href = "#note58">58</a>,
+<span class = "footnote">
+<a name = "note58" id = "note58" href = "#tag58">58)</a>
+<i>sunnentac</i> fehlt.<br />
+<a name = "note59" id = "note59" href = "#tag59">59)</a>
+<i>vn ane</i><br />
+<a name = "note60" id = "note60" href = "#tag60">60)</a>
+<i>den</i><br />
+<a name = "note61" id = "note61" href = "#tag61">61)</a>
+<i>dannē</i><br />
+<a name = "note62" id = "note62" href = "#tag62">62)</a>
+Dahinter noch <i>danne</i>.<br />
+<a name = "note63" id = "note63" href = "#tag63">63)</a>
+<i>alles</i></span>
+durch etliches landes redeliche gewonheit, Ane sancti iohannis
+ewangelisten abint, wonde er zuo hant nach dem frolichen wichen naht
+tage gat, unde ane sancti philipes unde<a class = "tag" name = "tag59"
+id = "tag59" href = "#note59">59</a>
+sancti iacobes abent an dem<a class = "tag" name = "tag60" id = "tag60"
+href = "#note60">60</a>
+ersten abent vor dem meigetage. wande ez ist danne<a class = "tag" name
+= "tag61" id = "tag61" href = "#note61">61</a>
+ein (298a.) zit der frouden.<a class = "tag" name = "tag62" id = "tag62"
+href = "#note62">62</a>
+Noch danne sint sehȥ hochzit der abint man vasten sol. Wihe naht,
+Pfingsten, Sunegiht, Laurenti, unser frowen messe der erren, unde och
+sant Markes tac. als<a class = "tag" name = "tag63" id = "tag63" href =
+"#note63">63</a>
+daȥ iar in vier zit geteilet ist, also teilent och die arzate den
+naturlichen tac, der vier unde zwenzic stunden het, in vier teil, unde
+iegliches het sehȥ stunde. daȥ erste daȥ ist die mittenaht. darzuo
+horint drie stunden die der vor sint unde drie dar nach, unde sint
+fiuhte unde kalt. daȥ ander teil daȥ ist der sunnen ufganc. darzuo
+horint drie stunden dervor unde drie dernach, unde sint warm unde
+fiuhte. das dritte teil ist der mittetac. darzuo horint drie stunden der
+vor unde dernach drie, unde sint warm unde durre. daȥ vierde ist der
+sunnen underganc. darzuo horint drie stunden die dervor sint unde drie
+dernach, unde sint kalt unde (298b.) durre. daȥ mahtu kiesin an dirre
+figuren, die da betiutet den<a class = "tag" name = "tag64" id = "tag64"
+href = "#note64">64</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note64" id = "note64" href = "#tag64">64)</a>
+<i>betútetet</i>; <i>den</i> fehlt.</span>
+naturlichen tag der an der mitten naht ane gat unde zuo mitter naht uȥ
+als ein umbecreis.<br />
+<span class= "figfloat">
+<img src = "images/bild4.png" width = "216" height = "213"
+alt = "occidens oriens" /></span>
+also vahent die romer den naturlichen tac an. also teilit man deȥ
+menschen lebtage in vier. daȥ erste ist die kintheit, iugent, manheit
+unde daȥ alter. also sint och vier winde, unde het ieglicher zwene
+anhenge oder zwene knehte. der erste heiȥit Boreas. der weget von
+septentrione<a class = "tag" name = "tag65" id = "tag65" href =
+"#note65">65</a>,
+<span class = "footnote">
+<a name = "note65" id = "note65" href = "#tag65">65)</a>
+<i>septetrione</i><br />
+<a name = "note66" id = "note66" href = "#tag66">66)</a>
+<i>wegenes gerihte. H’.</i></span>
+daȥ ist von deȥ Herwagenes gerihte<a class = "tag" name = "tag66" id =
+"tag66" href = "#note66">66</a>,
+daȥ ist von der mitter naht. der ander heiȥit eurus, bisa oder nider
+<span class = "pagenum">10</span>
+wint, unde weget von oriente. der dritte heizit Auster, waȥȥirwint, von
+dem mittem tage. der vierde heiȥit waltwint oder aberer wint, zephirus,
+von occidente. (298c.)</p>
+<p class = "illustration">
+<img src = "images/bild5.png" width = "248" height = "254"
+alt = "siehe unten" /></p>
+<p class = "caption">
+Affricus / Notus / Auster / Meridies // subsolanus / vulturus / eurus /
+oriens<br />
+Tricius / Aquilo / Boreas / Septentrio // Chorus / Favorius / Zephirus /
+occidens</p>
+<p><span class = "footnote">
+<a name = "note67" id = "note67" href = "#tag67">67)</a>
+Dahinter ein durchkreuzter und punktierter Kreis wie <a href =
+"#note24">294d.</a><br />
+<a name = "note68" id = "note68" href = "#tag68">68)</a>
+<i>vn scheiden</i><br />
+<a name = "note69" id = "note69" href = "#tag69">69)</a>
+<i>den keī</i><br />
+<a name = "note70" id = "note70" href = "#tag70">70)</a>
+<i>hinderer</i><br />
+<a name = "note71" id = "note71" href = "#tag71">71)</a>
+<i>dú</i><br />
+<a name = "note72" id = "note72" href = "#tag72">72)</a>
+Das Bild der Sonne roth.</span>
+dise winde unde ir anhengende winde maht du kiesin an dirre figuren.<a
+class = "tag" name = "tag67" id = "tag67" href = "#note67">67</a>
+<img src = "images/note24.gif" width = "21" height = "21"
+alt = "siehe Text" />
+wande danne diu zit nach dem manen unde der sunnen underscheiden<a class
+= "tag" name = "tag68" id = "tag68" href = "#note68">68</a>
+ist, da von wil ich sagen etwaȥ von in, e&nbsp;danne ich iut me von der
+zit sage. Nu wissest daȥ etliche meistere sprechint daȥ alle sternen irn
+schin enpfahent von der sunnen. so sprechint andere, dekein<a class =
+"tag" name = "tag69" id = "tag69" href = "#note69">69</a>
+sterne wan der mane enpfahit den schin von der sunnen. also enloikenet
+nieman daȥ der mane enpfahet sin licht von der sunnen. wonde denne der
+mane vil niderer ist, unde wonde er sich och hinderet<a class = "tag"
+name = "tag70" id = "tag70" href = "#note70">70</a>,
+so kumet er etwenne under die sunnen unde bedeckit si uns, daȥ uns
+(298<ins class = "correction" title = ". fehlt">d.</ins>) dunkit, si sie
+erlöschin. unde der gebreste der sunnen heisset eclipsis solis, daȥ ist
+ein gebreste der sunnen. alse du<a class = "tag" name = "tag71" id =
+"tag71" href = "#note71">71</a>
+kiesen maht an dirre figuren.<a class = "tag" name = "tag72" id =
+"tag72" href = "#note72">72</a><br />
+<span class= "figfloat">
+<img src = "images/bild6.png" width = "191" height = "194"
+alt = "Verdunkelung" /></span>
+unde wissest daȥ man<a class = "tag" name = "tag73" id = "tag73" href =
+"#note73">73</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note73" id = "note73" href = "#tag73">73)</a>
+<i>man</i> fehlt.<br />
+<a name = "note74" id = "note74" href = "#tag74">74)</a>
+<i>niemer</i><br />
+<a name = "note75" id = "note75" href = "#tag75">75)</a>
+<i>gengen</i><br />
+<a name = "note76" id = "note76" href = "#tag76">76)</a>
+<i>entwichen</i></span>
+in dem eclipsim niut ensiht in allem lande. der selbe eclipsis
+enwiderfert nuwan<a class = "tag" name = "tag74" id = "tag74" href =
+"#note74">74</a>
+so der mane enzundet wirt. so sich der mane gehindert so verre, daȥ er
+die rihte
+<span class = "pagenum">11</span>
+gegen<a class = "tag" name = "tag75" id = "tag75" href =
+"#note75">75</a>
+der sunne ist gestellet, daȥ die erde der enzwischen<a class = "tag"
+name = "tag76" id = "tag76" href = "#note76">76</a>
+ist, so schinet diu sunne uf daȥ ertriche, unde deȥ ertriches schatewe
+driffet an den manen, daȥ er swarz wirdet. der gebreste heiȥit eclipsis
+lune, daȥ ist ein gebreste deȥ manen, unde ist werlicher<a class = "tag"
+name = "tag77" id = "tag77" href = "#note77">77</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note77" id = "note77" href = "#tag77">77)</a>
+<i>werlichen</i><br />
+<a name = "note78" id = "note78" href = "#tag78">78)</a>
+<i>den</i><br />
+<a name = "note79" id = "note79" href = "#tag79">79)</a>
+<i>vol schinmet</i><br />
+<a name = "note80" id = "note80" href = "#tag80">80)</a>
+Sonne und Mond in nachstehendem Bilde roth gemalt.</span>
+ein breste deȥ maneschines denne der breste der<a class = "tag" name =
+"tag78" id = "tag78" href = "#note78">78</a>
+der sunne widervert. wenne die sunne verleschit niht. so verleschit der
+mane. deȥ manen (299<ins class = "correction" title = ". fehlt">a.</ins>) bresten kiesint elliu lant wol. unde der eclipsis en
+widervert niemer, nuwen so der mane volschinec<a class = "tag" name =
+"tag79" id = "tag79" href = "#note79">79</a>
+unde vierzehennehtic ist, als du hie kusest. da von waȥ es wider die
+nature unde ein wunderlich gottes zeichin, daȥ die sunne, die eclipsin
+niht en het, nuwan so der mane enzundet wirt,<a class = "tag" name =
+"tag80" id = "tag80" href = "#note80">80</a>
+<br />
+<span class= "figfloat">
+<img src = "images/bild7.png" width = "192" height = "203"
+alt = "Mondfinsternis" /></span>
+als ich da vor geseit habe, daȥ die sunne, sprich ich, do got martert
+wart, eclipsim hete, swie so der mane ioch do volschinec<a class = "tag"
+name = "tag81" id = "tag81" href = "#note81">81</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note81" id = "note81" href = "#tag81">81)</a>
+<i>vol schinet</i></span>
+waȥ. da von liset man von eime wisen heiden; der waȥ in criechen landen
+von einer stat, heiȥit athene, da warent houbtschuolen, der wise man
+hieȥ diosius; do der den wunderlichen gebresten ersach, do sprach er
+„aut deus nature patitur, aut mundi machina dissolvetur,“ daz ist:
+antweder got<a class = "tag" name = "tag82" id = "tag82" href =
+"#note82">82</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note82" id = "note82" href = "#tag82">82)</a>
+<i>got</i> zweimal.</span>
+der naturen lidet not, oder (299b.) der welte stift oder machunge sol
+zerstorit werden. Ein meister, heiȥit Martianus, der wil, eȥ en sie
+danne eclipsis lune, daȥ der mane elliu zit volschinic sie, swie ioch
+wise liute sprechint daȥ der mane gebrestenlich lieht habe von eime
+manade an den anderen. unde sprichet denne ieman „wie mac dirre meister
+danne war gehaben, sit man wol sihet daȥ der mane etwenne crumb ist,
+also
+<img src = "images/bild8a.gif" width = "13" height = "21"
+alt = "krummond" />,
+etwenne halb, also
+<img src = "images/bild8b.gif" width = "13" height = "21" alt =
+"schwarzer krummond" />,
+etwenne vol, also
+<img src = "images/bild8c.gif" width = "21" height = "21" alt =
+"schwarzer mond" />“,
+deȥ entwurt ich dir. Der mane ist alle zit halb lieht, halb vinster.
+wonde denne der mane niderer ist denne die sunne, so er denne enzundet
+wirt
+<span class = "pagenum">12</span>
+unde bi der sunnen gat, so ist er obene lieht unde unden vinster. so er
+denne hinebaȥ kumet von der sunnen, so sehen wir nuwan den halben schin.
+so er denne aller verrest cumet, so sehen wir den vollen schin, unde ist
+andert-(299c.)halb vinster. also ist der mane an dem teile volles
+lichtes<a class = "tag" name = "tag83" id = "tag83" href =
+"#note83">83</a>,
+<span class = "footnote">
+<a name = "note83" id = "note83" href = "#tag83">83)</a>
+<i>lieht’es</i><br />
+<a name = "note84" id = "note84" href = "#tag84">84)</a>
+Die Mondbilder halb roth, halb schwarz; die Sonne roth.</span>
+daȥ gein der sunnen ist gerihtet, unde an dem andern teile ist er
+vinster. unde so der mane uns niht enschinet, so er enzundet wirt, so
+sprichit man im coniunctio. unde die namen het der mane nah einander,
+also du kiesen maht an dirre figuren.<a class = "tag" name = "tag84" id
+= "tag84" href = "#note84">84</a></p>
+
+<p class = "illustration">
+<img src = "images/bild9.png" width = "289" height = "273"
+alt = "Mondphasen" /></p>
+<p class = "caption">
+die sunne / coniunctio<br />
+Moneydes / Diadomos / Anphitrites / Panphilimios / Diatomos /
+Moneydes</p>
+
+<p><span class = "footnote">
+<a name = "note85" id = "note85" href = "#tag85">85)</a>
+Am Rande das Merkzeichen wie <a href = "#note24">294d.</a> <a href =
+"#note67">298c.</a><br />
+<a name = "note86" id = "note86" href = "#tag86">86)</a>
+<i>wufzehē</i><br />
+<a name = "note87" id = "note87" href = "#tag87">87)</a>
+<i>allē</i><br />
+<a name = "note88" id = "note88" href = "#tag88">88)</a>
+<i>daȥ si</i>] <i>dez</i></span>
+<img src = "images/note24.gif" width = "21" height = "21"
+alt = "siehe Text" />
+<a class = "tag" name = "tag85" id = "tag85" href =
+"#note85">85</a>tusent iar heiȥent ewen, daȥ ist ein alter. hundert iar
+heissent seculum, daȥ ist ein welt, vunfzehen<a class = "tag" name =
+"tag86" id = "tag86" href = "#note86">86</a>
+heissent indictio. daȥ hant die romer gemaht, do si vor so gewaltic
+warent, daȥ siu herschetent vil bi uber alle riche, do mahtent siu in
+diu lant cinshaft alle iar. wonde eȥ denne kumberlich waȥ alle<a class =
+"tag" name = "tag87" id = "tag87" href = "#note87">87</a>
+iar zuo rome varn zins antwurten, da von gebutent siu den von verren
+landen daȥ si so vunf iar (299d.) uȥ giengent golt ze cinse brahtent,
+zeime zeichen daȥ siu heren werent. Abir nach fiunf iaren, daȥ si<a
+class = "tag" name = "tag88" id = "tag88" href = "#note88">88</a>
+brahtent silber, daȥ man der mitte soldener bereite, soldener daȥ sint
+die da vehtent umbe solt, daȥ ist lon. Aber danne nach fiunf iaren, daȥ
+siu brahtent gesmide, daȥ man wafen da mitte wider gemahte. unde ie
+fiunf iar heissent lustrum. so cam<a class = "tag" name = "tag89" id =
+"tag89" href = "#note89">89</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note89" id = "note89" href = "#tag89">89)</a>
+<i>cum</i><br />
+<a name = "note90" id = "note90" href = "#tag90">90)</a>
+<i>indirre</i> zweimal.<br />
+<a name = "note91" id = "note91" href = "#tag91">91)</a>
+<i>nīe ein v’gessin</i><br />
+<a name = "note92" id = "note92" href = "#tag92">92)</a>
+Zweimal <i>vf gezzit</i><br />
+<a name = "note93" id = "note93" href = "#tag93">93)</a>
+<i>handē</i><br />
+<a name = "note94" id = "note94" href = "#tag94">94)</a>
+<i>hant vestene</i><br />
+<a name = "note95" id = "note95" href = "#tag95">95)</a>
+<i>betrúget</i></span>
+der zins von allen landen in dirre<a class = "tag" name = "tag90" id =
+"tag90" href = "#note90">90</a>
+indictione aller zuo samene. daȥ man danne niemer vergesse<a class =
+"tag" name = "tag91" id = "tag91" href = "#note91">91</a>
+dirre zal, so hant die romer uf gesezzit<a class = "tag" name = "tag92"
+id = "tag92" href = "#note92">92</a>
+daȥ dekein privilegium,
+<span class = "pagenum">13</span>
+daȥ ist hantvestene, frome were, man enschribe danne under fiunfzehin
+iaren welhes iares der brief wurde gegebin. unde die zal schriben wir
+och an drier hande<a class = "tag" name = "tag93" id = "tag93" href =
+"#note93">93</a>
+briefen, an hantvestenen<a class = "tag" name = "tag94" id = "tag94"
+href = "#note94">94</a>,
+an den briefen da mitte man kirwihe beciuget<a class = "tag" name =
+"tag95" id = "tag95" href = "#note95">95</a>,
+unde an den briefen die man schribet an die groȥen osterliche kerzen.
+der dan-(300a.)ne gerne wuste under disen fiunfzehin iaren in welheme
+iare wir ieze sint, der tuo driu zuo den iaren von gottes geburte, wande
+got an dem vierden iare geborn wart, unde teile danne die gottes iar zuo
+fiunfzehinen. en belibet danne niht uber, so sin wir in dem
+fiunfzehendesten iare. belibet aber danne uber, also menges so danne
+uber belibet, in eime solichen sin wir. der ahte tac vor dem octobri ist
+ein anegenge dirre fiunfzehin iare unde ein ende. Nu wil ich dir sagen
+von der zit die man ahtet in eime sundern iare. da wissest daȥ man
+drier<a class = "tag" name = "tag96" id = "tag96" href =
+"#note96">96</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note96" id = "note96" href = "#tag96">96)</a>
+<i>drie</i><br />
+<a name = "note97" id = "note97" href = "#tag97">97)</a>
+<i>dc die</i>; <i>c</i> von späterer Hand.</span>
+hande manoden war nimet. die<a class = "tag" name = "tag97" id = "tag97"
+href = "#note97">97</a>
+ersten sint der sunnen manden, die andern sint deȥ manen manden, die
+dritten der gewonheite manden. E&nbsp;danne ich da von iht sage, so wil
+ich dir ein wenic kunden vor hin daȥ guot darzuo ze wissenne ist. Der
+umbeganc (300b.) den alle sternen hant umbe uns an dem himele heiȥit
+zodiacus.<a class = "tag" name = "tag98" id = "tag98" href =
+"#note98">98</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note98" id = "note98" href = "#tag98">98)</a>
+<i>sodiacg zodiacg</i><br />
+<a name = "note99" id = "note99" href = "#tag99">99)</a>
+<i>in zwelfú īzwelfvi</i><br />
+<a name = "note100" id = "note100" href = "#tag100">100)</a>
+<i>svnnē</i><br />
+<a name = "note101" id = "note101" href = "#tag101">101)</a>
+<i>da</i></span>
+dirre zodiacus ist zerteilit in zwelfiu<a class = "tag" name = "tag99"
+id = "tag99" href = "#note99">99</a>,
+unde ieglich zeichen ist geteilit in driȥic stucke, unde ieglich stucke
+heiȥit ein gradus, daȥ ist ein staffel. unde so du wellest wissen an
+welheme zeichen unde in welheme gradu die sunne<a class = "tag" name =
+"tag100" id = "tag100" href = "#note100">100</a>
+sie, so nime die zale der tage die da für sint gevarn in dem manden in
+dem du eȥ besuochen wilt, unde tuo fiunfzehin darzuo. werdent denne
+driȥic oder minre da, so ist och diu sunne in der staffeln deȥ zeichens
+daȥ<a class = "tag" name = "tag101" id = "tag101" href =
+"#note101">101</a>
+zuo dem mande horit. driffet denne ubir driȥic, so ist die sunne user
+dem zeichin. also menges danne uberic ist, in einer solichen staffeln
+deȥ andern zeichenes ist die sunne. Ein philosophus, ein vollecomen
+meister, sprichit „die sunne ubermisset ein zeichen der zwelfer an eime
+ganzen manode.“ (300c.) da neimet<a class = "tag" name = "tag102" id =
+"tag102" href = "#note102">102</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note102" id = "note102" href = "#tag102">102)</a>
+<i>nemet</i><br />
+<a name = "note103" id = "note103" href = "#tag103">103)</a>
+<i>gegegen</i><br />
+<a name = "note104" id = "note104" href = "#tag104">104)</a>
+<i>hemispiriū</i></span>
+er der sunnen manden. der sunnen mande daȥ ist die zit, die wile die
+sunne an eime zeichen louft. Ein zeichin heiȥit aries. daȥ betiutet
+einen wider. wan so ist die sunne als ein wider hindene swach gegen<a
+class = "tag" name = "tag103" id = "tag103" href = "#note103">103</a>
+dem winter, wonde si wenic durrekeite unde wermede het. Abir da vorne
+gegen dem sumer ist si me creftic. daȥ
+<span class = "pagenum">14</span>
+halbe teil deȥ himels obne daȥ wir da sehint, daȥ heiȥit hemisporium<a
+class = "tag" name = "tag104" id = "tag104" href = "#note104">104</a>.
+daȥ wir denne niht ensehen, daȥ heiȥit och also. als hie:<br />
+<span class = "figfloat">
+<img src = "images/bild10.png" width = "72" height = "70"
+alt = "Blumenform?" /></span>
+wonde denne die sunne, so si an dem ariete gat, von dem understen
+emisperio sich gekeret hat zuo dem obersten, als ein wider, der in dem
+winter als uf der lingen siten lac, der keret sich ze sumer uf die
+rehte, unde och da von heiȥit diȥ zeichen aries, an dem die sunne wart
+gemaht, als die cristenheit sprichet. abir anders sprechint arabes. daȥ
+sint liute von eime (300d.) lande, daȥ heiȥit arabia. die sprechint, die
+sunne wurde gemaht in leone. §&nbsp;Ein ander zeichin heiȥit taurus. wan
+die zit so diu sunne loufet in tauro, so schinet der ohsen arbeit, unde
+als ein ohse sterker ist danne ein wider, als ist die zit danne sterker
+danne die erste an durre unde an wermede. §&nbsp;Ein ander zeichen
+heiȥit gemini. wan so ist diu zit zwivaltic an wermede unde an durre.
+§&nbsp;Ein ander zeichen heiȥit Kanker. wan als der crebse hinder sich<a
+class = "tag" name = "tag105" id = "tag105" href = "#note105">105</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note105" id = "note105" href = "#tag105">105)</a>
+<i>si</i></span>
+gat, als gat danne die sunne zuo dem understen emisperio von irme
+hohsten gange, so ist solsticium estivale. §&nbsp;Ein ander zeichen
+heiȥit Leo. wan als daȥ tier gar heiȥir naturen ist unde ubil, als ist
+die sunne denne gar heiȥ unde durre, danne ist daȥ laȥen schade, wann
+danne die lute versmahtent sint von hitzen unde von durrekeit. so sint
+huntlich (301a.) tage. wan so gat die sunne bi eime sternen, der heiȥit
+canis, wan er als reht ubil ist. §&nbsp;Ein ander zeichen heiȥȥet virgo.
+danne ist diu zit unberhaft als ein maget. §&nbsp;Ein ander zeichen
+heiȥet<a class = "tag" name = "tag106" id = "tag106" href =
+"#note106">106</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note106" id = "note106" href = "#tag106">106)</a>
+<i>heiȥet</i> fehlt; <i>zeichen</i> aus <i>heizhen</i> gebessert.</span>
+libra. so sint tac unde naht als gelich lanc, als der ein ding wege mit
+einer wagen. §&nbsp;Ein ander zeichen heiȥȥit Scorpio. so ist diu zit
+ein wile minneclich unde danach calt unde drureclich, als daȥ scorpio.
+daȥ leckit mit der zungen unde stichet danne mit dem zagele. §&nbsp;Ein
+ander zeichen heiȥit sagitarius. wan so schuzit der winter an uns sine
+freisen, waȥgewittere, wint, regen, hagel, sne unde frost. §&nbsp;Ein
+ander zeichen heiȥit capricornus. wan als der capricornus uf stiget nach
+den loubirn, als stiget die sunne danne von dem understen emisperio zuo
+dem obersten. so langent die tage, unde ist (301b.) solsticium hyemale.
+§&nbsp;Ein ander zeichen heiȥit aquarius. so ist der luft gar wasserehte
+unde
+<span class = "pagenum">15</span>
+fuhte. §&nbsp;Ein anders heiȥit pisches. so ist die zit so gar
+wasserehte, daȥ man mohte sprechin, elliu dinc swumment als vische. Och
+sprechint etlich meistere daȥ dise zwelf zeichen also genant sint
+darumbe, wan die sternen die in der selbin gegni sint, die sint gestalt
+nach den tieren nach den si genant sint. Nu sol ich von deȥ manen manden
+sagen. deȥ manen mande ist diu zit in der der mane wider keren mac von
+der sunnen. so er enzündet wirt, so lat er die sunne fur gan unde sumet
+sich, biȥ er wider zuo der sunnen kumet. Also wider keret er von der
+sunnen wider zuo der sunnen alle tac vier puncten. unde ie ein puncte
+ist ein zehinde teil eines zeichins der zwelf zeichine. Einer hande zal,
+he-(301c.)iȥit epacte, die leret welhes tages der mane enzundet werde.
+die ist swere unde erdroȥȥenlich. da von vant uns der keiser iulius, der
+waȥ an den sternen ein guot meister, der vant ein besir zale. die heiȥit
+die guldin zal. Er wartete eines iares welhes tages der mane enzundet
+wurde, unde schreib eines dar. also tet er an allen den tagen da der
+mane ander wart, bis daȥ iar uȥ kam. deȥ andern iares, so der mane
+enzundet wart, so schreip er zwei. Deȥ dritten iares driu, unde also biȥ
+an das niunzehende iar. do schreip er niunzehene. an dem zwenzicgosten
+iare, wa dan eines geschriben waȥ, da wart ie der mane enzündet. als gat
+diȥe rechenunge an dem einen an unde an nunzehenen uȥ. Nu wil ich von
+dem gewonlichen manden sagen. der gewonlich mande daȥ sint die tage die
+von den alten ziten unde nu geschriben sint in unsern
+ka-(301d.)lendenern. da von wiȥȥet daȥ romelus der meister waȥ der erste
+under den romeren der daȥ iar mit den manden teilte. der mahte niht wan
+zehen manden, Unde sprach, eȥ were ein iar. daȥ tet er darumbe, wan ein
+frouwe ein kint niht langer treit dan zehin manden. unde in sinen ziten
+waȥ gewonlich daȥ ein frowe nach ires mannes tode an ander man beleip
+uber zehin manden. den ersten manden nante er marcium, wande sin vater
+mars hieȥ. oder als die heidene gloubint<a class = "tag" name = "tag107"
+id = "tag107" href = "#note107">107</a>,
+<span class = "footnote">
+<a name = "note107" id = "note107" href = "#tag107">107)</a>
+<i>glŏbit</i><br />
+<a name = "note108" id = "note108" href = "#tag108">108)</a>
+<i>sich</i> fehlt.<br />
+<a name = "note109" id = "note109" href = "#tag109">109)</a>
+<i>worete</i></span>
+mars daȥ ist ein stritgot. nach dem mac och dirre mande wol heiȥin. wan
+die romschen kunge fuorent die zit an den strit, so siu urluge hetent.
+Do nante romulus den anderen manden aprilem. den namen gab er im von dem
+worte aperire. wan in der zit so tuont sich<a class = "tag" name =
+"tag108" id = "tag108" href = "#note108">108</a>
+uf deȥ ertriches unde der
+<span class = "pagenum">16</span>
+boume pori. Do nante er den dritten Mæien, nach dem worte<a class =
+"tag" name = "tag109" id = "tag109" href = "#note109">109</a>
+Ma-(302a.)iores. wan die merren mahtent danne ir spil ze rome. Den
+vierden nande er Junium. wan so hetent die iungen ir spil. Den fiunften
+nante er Quintilem, nach dem worte quinque. Den sehsten sextilem, nach
+dem worte sex. Der sibinde heiȥit september, von septem unde von ymber,
+als der spreche „er ist der sibinde nach dem regenlichen manden.“ daȥ
+ist der merze, ze gelicher wiȥ, heiȥit der ahte mande october, von octo
+unde von ymber. Unde der niunde november, von novem unde ymber. Der
+zehinde December, von decem und ymber. Da nach kam ein meister, der
+heiȥet<a class = "tag" name = "tag110" id = "tag110" href =
+"#note110">110</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note110" id = "note110" href = "#tag110">110)</a>
+<i>hiezet</i></span>
+numma pompeius, der merrete daȥ iar mit zwein manden. daȥ waȥ ianuarius
+unde Februarius. Nach der heiden geloube ianus daȥ ist deȥ iares got.
+der het zwei houbet, daȥ er hindene unde vorne gesehe. nach deme ist der
+ianuarius genant, wan der mande ist (302b.) ein ende deȥ furgevarnen
+iares unde ein anegenge deȥ kunftigen iares. er mac och heiȥen nach dem
+worte ianua. wan als man zuo einer duren in gat, als gat man zuo disem<a
+class = "tag" name = "tag111" id = "tag111" href = "#note111">111</a>,
+<span class = "footnote">
+<a name = "note111" id = "note111" href = "#tag111">111)</a>
+<i>disen</i><br />
+<a name = "note112" id = "note112" href = "#tag112">112)</a>
+<i>ist</i> fehlt.<br />
+<a name = "note113" id = "note113" href = "#tag113">113)</a>
+<i>begegint</i><br />
+<a name = "note114" id = "note114" href = "#tag114">114)</a>
+<i>hegenvotēt</i><br />
+<a name = "note115" id = "note115" href = "#tag115">115)</a>
+<i>der</i></span>
+manden in daz iar. nach der heidene geloube Februus daȥ ist der hellen
+got. darnach ist<a class = "tag" name = "tag112" id = "tag112" href =
+"#note112">112</a>
+der februarius genant, wan die romer warent noch do heidene unde
+begiengint<a class = "tag" name = "tag113" id = "tag113" href =
+"#note113">113</a>
+deȥ hellegotes hogezit in dem februario. wie denne doch meister numma
+dem iare zwelf manden gebe, doch mahte er eȥ ze kurz. wande die manden
+warent manen manden. die engenuogten<a class = "tag" name = "tag114" id
+= "tag114" href = "#note114">114</a>
+niht der sunnen loufe. da von kam ein andere, daȥ waȥ keiser iulius, der
+mahte den<a class = "tag" name = "tag115" id = "tag115" href =
+"#note115">115</a>
+kalendener rehte unde irvollette den gebresten mit einlof dagen, die tet
+er darzuo unde ein vierteil eines tages. da von het daȥ iar driu hundert
+unde sehzic unde fiunf tage unde sehz stunden. doch ubergreif (302c.) er
+mit eime zwelften teile einre stunden. Dirre Julius teilte iglichem
+manden sine tage vil ordenlich, er vienc an an dem mercen. dem gab er
+ein unde driȥic tage, dem andern driȥic, unde also biȥ uȥ. dem geraden
+gap er gerade, dem ungeraden gab er ungerade. do er do herumbe an den
+ianuarium kam, dem solte er ein unde driȥic tage han gegebin, unde
+gebrast im eines tages. den nam er dem februario unde ervollete den
+ianuarium unde sprach „der Februarius kumit sime gebresten wol nach, so
+eȥ schaltiar
+<span class = "pagenum">17</span>
+sint.“ wan er do keiser waȥ, do wart der mande der vor quintilis hieȥ
+Julius genant. daȥ tatent im die romer ze liebe, wan er in dem manden<a
+class = "tag" name = "tag116" id = "tag116" href = "#note116">116</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note116" id = "note116" href = "#tag116">116)</a>
+<i>mandem</i><br />
+<a name = "note117" id = "note117" href = "#tag117">117)</a>
+<i>genant</i></span>
+geborn wart. ze glicher wis tatent siu dem keiser augusto. der waȥ in
+dem sextili geborn.<a class = "tag" name = "tag117" id = "tag117" href =
+"#note117">117</a>
+der mande wart augustus genant. aber keiser augustus nidete daȥ (302d.)
+sin mande eines tages kurzir waȥ danne iulius, unde nam einen tac uȥ dem
+Februario unde leite den in sinen manden. do beleip der februarius mit
+eht unde zwenzic dagen. wan do drie manden nah enander giengent der
+ieglicher ein unde driȥic hete, der iulius, augustus unde september, da
+von nam der keiser augustus einen tac uȥ dem septembri unde gab in dem
+octobri, unde nam einen uȥ dem novembri unde gap in dem decembri. also
+stant die manden noch bi unsern ziten. Danach wissest daȥ ieglich mande
+drier hande tage het, daȥ sint kalende, none unde Idus. kalende daȥ<a
+class = "tag" name = "tag118" id = "tag118" href = "#note118">118</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note118" id = "note118" href = "#tag118">118)</a>
+<i>Idus kalende. Dc</i><br />
+<a name = "note119" id = "note119" href = "#tag119">119)</a>
+<i>merkint</i><br />
+<a name = "note120" id = "note120" href = "#tag120">120)</a>
+<i>in</i></span>
+ist als der spreche colende. wan an dem ersten tage iegliches manden so
+uobtent siu eine gotin, die hieȥ iuno. kalo daȥ sprichet ruofen. da von
+kumet och wol calende. wan so rief ein butel vor hin etwie lange (303a.)
+unde kunte den merkit<a class = "tag" name = "tag119" id = "tag119" href
+= "#note119">119</a>
+unde die hohgezit. kalo daȥ ist guot. da von heiȥit eȥ och kalende, wan
+so hantgiftet ein friunt dem andern in dem namen daȥ im<a class = "tag"
+name = "tag120" id = "tag120" href = "#note120">120</a>
+gelucke unde guot davon volgete. Non daȥ ist niht. da von kumet none.
+wan kein got enthilt niht die hohgezit iunonis in den tagen. oder none
+daȥ ist als nove. wan die tage so fundent romer niuwe reht. nundine daȥ
+sint mestage. wan do hie vor die mestage in disen tagen warent, da von
+heiȥent dise tage none. §&nbsp;ydus daȥ kumet von eim kriechschen worte
+ydos, daȥ ist ein teilunge. wan dise tage sint vil bi der halbe mande,
+oder won<a class = "tag" name = "tag121" id = "tag121" href =
+"#note121">121</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note121" id = "note121" href = "#tag121">121)</a>
+<i>von</i>.</span>
+sich die mestage danne schiedent. Nu soltu wissen, in ieglichem manden
+sint zwene ubile tage. nach der heiden gelouben waȥ eȥ ubel, daȥ man an
+den tagen kein werk an vienc, unde wer an (303b.) den tagen siech wart,
+der starb oder genas kume. an den selben tagen plagete got daȥ volk von
+egipto mit den groȥen slegen. och warent etlich heidene, die opfirtent
+an disen tagen ir eigen menslich bluot dem hellegote der da heiȥit
+pluto. da von wart eȥ verbotten, daȥ nieman laȥin solte an disen tagen,
+daȥ man iht arcwane daȥ man menslich bluot opfere dem
+<span class = "pagenum">18</span>
+duvele. §&nbsp;Sant Augustinus verbiutet daȥ man iht bluot opfere
+plutoni noch hohgezit began iunon an den kalendis. Der irkennen welle in
+ieglichem manden weles sint verworfene tage, unde wele stunde schedelich
+ist an den selben tagen, der lerne an disen versen. Armis gunfe dei
+calatos adamare dabatur. Lixa memor conflans gelidos limpfantia quosdam.
+Omne lumen aaron bagis consortia laudat. Thielinkat ei coequata gracia
+lim (303c.) liphradus. ie zwei wort horint an einen manden. Daȥ erste
+zalet obne her abe, daȥ ander zalet undene uf. der erste buochstabe an
+der ersten sillaben bezeichint wel tage verworfen si. wan als verre der
+buochstabe stat in dem a b c, also mengen tac stat der tac in dem
+kalendario. ze gelicher wis bezeichenet der erste buochstabe an der
+andern sillaben wel stunde in dem selben tage verworfen si. Nu han ich
+geseit von der zit die man geschriben mac unde stete ist. nu wil ich
+sagen von der<a class = "tag" name = "tag122" id = "tag122" href =
+"#note122">122</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note122" id = "note122" href = "#tag122">122)</a>
+<i>der</i> fehlt.<br />
+<a name = "note123" id = "note123" href = "#tag123">123)</a>
+<i>horint</i><br />
+<a name = "note124" id = "note124" href = "#tag124">124)</a>
+<i>dem</i></span>
+bewegelichen zit die man ahtet bi dem loufe deȥ manen unde het keine
+stat in dem kalendario. unde der zite sint fiunfe, septuagesima,
+quadragesima, pascha, rogationes, pentecoste. wie aber der adventus
+bewegelich si, so en horit<a class = "tag" name = "tag123" id = "tag123"
+href = "#note123">123</a>
+er doch niht zuo disen. wan man ahtet sin niht nach dem manen. die dage
+die da heiȥent (303d.) septuagesima, mit den<a class = "tag" name =
+"tag124" id = "tag124" href = "#note124">124</a>
+begat man die sibinzic iar in den die kint von israhel warent gevangen
+ze babilonie. quadragesima, mit den begat man die vierzic tage die
+Moyses vastete unde enpfienc die zehin gebot von unsirme herren. Helyas
+vastete och vierzic tage unde wart gezuckit an ein heinlich clare stat.
+och vastete unser herre ihesus cristus selb vierzic tage unde uberwant
+deȥ tievils bekorunge. wan dan alle gotes getat uns ein lere ist unde
+ein wec, wir suln<a class = "tag" name = "tag125" id = "tag125" href =
+"#note125">125</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note125" id = "note125" href = "#tag125">125)</a>
+<i>wan súl</i><br />
+<a name = "note126" id = "note126" href = "#tag126">126)</a>
+<i>vntolicheit</i></span>
+och vierzic tage vasten, unde sulent gote unser lebin zehinden, als wir
+och unser guot zehinden. den osteren sprechint die iuden pascha unde die
+criechen phase. phase daȥ ist in latine transitus. wan unser herre
+ihesus cristus do uber fuor von der dotlicheit zuo der untotlicheit<a
+class = "tag" name = "tag126" id = "tag126" href = "#note126">126</a>,
+danne suln wir uber varen von den sunden zuo den (304a.) tugenden, daȥ
+wir von disim lebinne mugent komen zuo dem ewigen lebinne. A<span class
+= "smallroman">M</span>en. Die zit so man mit den crucen get, die tage
+heiȥent rogationes, von dem worte rogare. wan diu heilic cristenheit
+manet uns daȥ
+<span class = "pagenum">19</span>
+wir betent unde vastent unde mit den crucen gant, niht alleine fur die
+wolfe die dem libe schadent, me halt fur die wolfe die der sele
+schadent. Pentecosten daȥ kumet von dem crieschin worte pente, daȥ ist
+fiunfe, unde coste, daȥ ist zehene, als der spreche „fiunf werbe
+zehine.“ also menic dag ist och von ostern biȥ pfingsten. unde die zit
+begat die cristenheit, wan die e Moysi wart gegebin uf dem lihten berge,
+unde unsers<a class = "tag" name = "tag127" id = "tag127" href =
+"#note127">127</a>
+<span class = "footnote">
+<a name = "note127" id = "note127" href = "#tag127">127)</a>
+<i>vnser</i></span>
+herren iungern enpfiengent den heiligen geist. Nu han ich geseit von den
+ziten die man ahtet nach dem manen. Nu wissest daȥ der sunnentac (304b.)
+der da stat nach dem fiunften tage vor dem Decembri unde vor dem dritten
+tage hin in Decembri, der sunnentac ist ein anegenge deȥ adventus, daȥ
+uns kunftic ist der tac an dem got geborn wart, deȥ die wissagen vor
+lange begeret hettent.</p>
+
+<p class = "center">
+Finis adest operis. mercedem posco<a class = "tag" name = "tag128" id =
+"tag128" href = "#note128">128</a> laboris.</p>
+
+<p><span class = "footnote">
+<a name = "note128" id = "note128" href = "#tag128">128)</a>
+<i>pasco</i></span></p>
+
+</div>
+<!-- end div maintext -->
+
+
+
+
+
+
+
+
+<pre>
+
+
+
+
+
+End of the Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various
+
+*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE ***
+
+***** This file should be named 29436-h.htm or 29436-h.zip *****
+This and all associated files of various formats will be found in:
+ http://www.gutenberg.org/2/9/4/3/29436/
+
+Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and
+the Online Distributed Proofreading Team at
+http://www.pgdp.net
+
+
+Updated editions will replace the previous one--the old editions
+will be renamed.
+
+Creating the works from public domain print editions means that no
+one owns a United States copyright in these works, so the Foundation
+(and you!) can copy and distribute it in the United States without
+permission and without paying copyright royalties. Special rules,
+set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to
+copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to
+protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project
+Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you
+charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you
+do not charge anything for copies of this eBook, complying with the
+rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose
+such as creation of derivative works, reports, performances and
+research. They may be modified and printed and given away--you may do
+practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is
+subject to the trademark license, especially commercial
+redistribution.
+
+
+
+*** START: FULL LICENSE ***
+
+THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
+PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK
+
+To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
+distribution of electronic works, by using or distributing this work
+(or any other work associated in any way with the phrase "Project
+Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project
+Gutenberg-tm License (available with this file or online at
+http://gutenberg.org/license).
+
+
+Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm
+electronic works
+
+1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
+electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
+and accept all the terms of this license and intellectual property
+(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
+the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy
+all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession.
+If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project
+Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the
+terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or
+entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.
+
+1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
+used on or associated in any way with an electronic work by people who
+agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
+things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
+even without complying with the full terms of this agreement. See
+paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
+Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement
+and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic
+works. See paragraph 1.E below.
+
+1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation"
+or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
+Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the
+collection are in the public domain in the United States. If an
+individual work is in the public domain in the United States and you are
+located in the United States, we do not claim a right to prevent you from
+copying, distributing, performing, displaying or creating derivative
+works based on the work as long as all references to Project Gutenberg
+are removed. Of course, we hope that you will support the Project
+Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by
+freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of
+this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with
+the work. You can easily comply with the terms of this agreement by
+keeping this work in the same format with its attached full Project
+Gutenberg-tm License when you share it without charge with others.
+
+1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
+what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in
+a constant state of change. If you are outside the United States, check
+the laws of your country in addition to the terms of this agreement
+before downloading, copying, displaying, performing, distributing or
+creating derivative works based on this work or any other Project
+Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning
+the copyright status of any work in any country outside the United
+States.
+
+1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
+
+1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate
+access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently
+whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the
+phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project
+Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed,
+copied or distributed:
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
+
+1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived
+from the public domain (does not contain a notice indicating that it is
+posted with permission of the copyright holder), the work can be copied
+and distributed to anyone in the United States without paying any fees
+or charges. If you are redistributing or providing access to a work
+with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the
+work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1
+through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the
+Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or
+1.E.9.
+
+1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
+with the permission of the copyright holder, your use and distribution
+must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional
+terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked
+to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the
+permission of the copyright holder found at the beginning of this work.
+
+1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
+License terms from this work, or any files containing a part of this
+work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.
+
+1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
+electronic work, or any part of this electronic work, without
+prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
+active links or immediate access to the full terms of the Project
+Gutenberg-tm License.
+
+1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
+compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any
+word processing or hypertext form. However, if you provide access to or
+distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than
+"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version
+posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org),
+you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a
+copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon
+request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other
+form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm
+License as specified in paragraph 1.E.1.
+
+1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
+performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
+unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
+
+1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
+access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided
+that
+
+- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
+ the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
+ you already use to calculate your applicable taxes. The fee is
+ owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he
+ has agreed to donate royalties under this paragraph to the
+ Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments
+ must be paid within 60 days following each date on which you
+ prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax
+ returns. Royalty payments should be clearly marked as such and
+ sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the
+ address specified in Section 4, "Information about donations to
+ the Project Gutenberg Literary Archive Foundation."
+
+- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
+ you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
+ does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
+ License. You must require such a user to return or
+ destroy all copies of the works possessed in a physical medium
+ and discontinue all use of and all access to other copies of
+ Project Gutenberg-tm works.
+
+- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any
+ money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
+ electronic work is discovered and reported to you within 90 days
+ of receipt of the work.
+
+- You comply with all other terms of this agreement for free
+ distribution of Project Gutenberg-tm works.
+
+1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm
+electronic work or group of works on different terms than are set
+forth in this agreement, you must obtain permission in writing from
+both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
+Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the
+Foundation as set forth in Section 3 below.
+
+1.F.
+
+1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
+effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
+public domain works in creating the Project Gutenberg-tm
+collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic
+works, and the medium on which they may be stored, may contain
+"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or
+corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual
+property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a
+computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by
+your equipment.
+
+1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
+of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
+Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
+Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
+liability to you for damages, costs and expenses, including legal
+fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
+LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
+PROVIDED IN PARAGRAPH F3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
+TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
+LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
+INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
+DAMAGE.
+
+1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
+defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
+receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
+written explanation to the person you received the work from. If you
+received the work on a physical medium, you must return the medium with
+your written explanation. The person or entity that provided you with
+the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a
+refund. If you received the work electronically, the person or entity
+providing it to you may choose to give you a second opportunity to
+receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy
+is also defective, you may demand a refund in writing without further
+opportunities to fix the problem.
+
+1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
+in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER
+WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
+WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
+
+1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
+warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages.
+If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the
+law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be
+interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by
+the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any
+provision of this agreement shall not void the remaining provisions.
+
+1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
+trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
+providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance
+with this agreement, and any volunteers associated with the production,
+promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works,
+harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees,
+that arise directly or indirectly from any of the following which you do
+or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm
+work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any
+Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.
+
+
+Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
+
+Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
+electronic works in formats readable by the widest variety of computers
+including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists
+because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
+people in all walks of life.
+
+Volunteers and financial support to provide volunteers with the
+assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
+goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
+remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
+and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
+To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
+and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
+and the Foundation web page at http://www.pglaf.org.
+
+
+Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive
+Foundation
+
+The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
+501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
+state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
+Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
+number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at
+http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
+permitted by U.S. federal laws and your state's laws.
+
+The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
+Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
+throughout numerous locations. Its business office is located at
+809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
+business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact
+information can be found at the Foundation's web site and official
+page at http://pglaf.org
+
+For additional contact information:
+ Dr. Gregory B. Newby
+ Chief Executive and Director
+ gbnewby@pglaf.org
+
+
+Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation
+
+Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
+spread public support and donations to carry out its mission of
+increasing the number of public domain and licensed works that can be
+freely distributed in machine readable form accessible by the widest
+array of equipment including outdated equipment. Many small donations
+($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
+status with the IRS.
+
+The Foundation is committed to complying with the laws regulating
+charities and charitable donations in all 50 states of the United
+States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
+considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
+with these requirements. We do not solicit donations in locations
+where we have not received written confirmation of compliance. To
+SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any
+particular state visit http://pglaf.org
+
+While we cannot and do not solicit contributions from states where we
+have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
+against accepting unsolicited donations from donors in such states who
+approach us with offers to donate.
+
+International donations are gratefully accepted, but we cannot make
+any statements concerning tax treatment of donations received from
+outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
+
+Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
+methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
+ways including checks, online payments and credit card donations.
+To donate, please visit: http://pglaf.org/donate
+
+
+Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic
+works.
+
+Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm
+concept of a library of electronic works that could be freely shared
+with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project
+Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.
+
+
+Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
+editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S.
+unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily
+keep eBooks in compliance with any particular paper edition.
+
+
+Most people start at our Web site which has the main PG search facility:
+
+ http://www.gutenberg.org
+
+This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
+including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
+Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
+subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
+
+
+</pre>
+
+</body>
+</html>
diff --git a/29436-h/images/bild1.png b/29436-h/images/bild1.png
new file mode 100644
index 0000000..5a9789a
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild1.png
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild10.png b/29436-h/images/bild10.png
new file mode 100644
index 0000000..cdd1185
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild10.png
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild2.png b/29436-h/images/bild2.png
new file mode 100644
index 0000000..fbe3ae2
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild2.png
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild3.png b/29436-h/images/bild3.png
new file mode 100644
index 0000000..16266a2
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild3.png
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild3_full.png b/29436-h/images/bild3_full.png
new file mode 100644
index 0000000..ac6cae4
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild3_full.png
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild4.png b/29436-h/images/bild4.png
new file mode 100644
index 0000000..bc637bf
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild4.png
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild5.png b/29436-h/images/bild5.png
new file mode 100644
index 0000000..dfe7d11
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild5.png
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild6.png b/29436-h/images/bild6.png
new file mode 100644
index 0000000..4539428
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild6.png
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild7.png b/29436-h/images/bild7.png
new file mode 100644
index 0000000..fd5a370
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild7.png
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild8a.gif b/29436-h/images/bild8a.gif
new file mode 100644
index 0000000..4321dc4
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild8a.gif
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild8b.gif b/29436-h/images/bild8b.gif
new file mode 100644
index 0000000..2923bf6
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild8b.gif
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild8c.gif b/29436-h/images/bild8c.gif
new file mode 100644
index 0000000..ef2016a
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild8c.gif
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/bild9.png b/29436-h/images/bild9.png
new file mode 100644
index 0000000..2fda600
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/bild9.png
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/decline.gif b/29436-h/images/decline.gif
new file mode 100644
index 0000000..196b00b
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/decline.gif
Binary files differ
diff --git a/29436-h/images/note24.gif b/29436-h/images/note24.gif
new file mode 100644
index 0000000..e6c8da2
--- /dev/null
+++ b/29436-h/images/note24.gif
Binary files differ
diff --git a/LICENSE.txt b/LICENSE.txt
new file mode 100644
index 0000000..6312041
--- /dev/null
+++ b/LICENSE.txt
@@ -0,0 +1,11 @@
+This eBook, including all associated images, markup, improvements,
+metadata, and any other content or labor, has been confirmed to be
+in the PUBLIC DOMAIN IN THE UNITED STATES.
+
+Procedures for determining public domain status are described in
+the "Copyright How-To" at https://www.gutenberg.org.
+
+No investigation has been made concerning possible copyrights in
+jurisdictions other than the United States. Anyone seeking to utilize
+this eBook outside of the United States should confirm copyright
+status under the laws that apply to them.
diff --git a/README.md b/README.md
new file mode 100644
index 0000000..c4e1fe7
--- /dev/null
+++ b/README.md
@@ -0,0 +1,2 @@
+Project Gutenberg (https://www.gutenberg.org) public repository for
+eBook #29436 (https://www.gutenberg.org/ebooks/29436)