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+The Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
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+Title: Meinauer Naturlehre
+
+Author: Various
+
+Editor: Wilhelm Wackernagel
+
+Release Date: July 18, 2009 [EBook #29436]
+
+Language: German
+
+Character set encoding: UTF-8
+
+*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE ***
+
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+Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and
+the Online Distributed Proofreading Team at
+http://www.pgdp.net
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+Rechtschreibung, Zeichensetzung und Großschreibung sind ungeändert.
+Bildbeschreibungen stehen am Ende des Textes, hinter die Anmerkungen.]
+
+
+
+
+ BIBLIOTHEK
+
+ des
+
+ LITERARISCHEN VEREINS
+
+ In Stuttgart.
+
+ XXII.
+
+
+ STUTTGART.
+ Gedruckt auf Kosten des Literarischen Vereins.
+ 1851.
+
+
+
+
+ _LITERARISCHER VEREIN_
+
+ in
+
+ STUTTGART
+
+ _Gegründet 1839_.
+
+
+ Protector:
+
+ SEINE MAJESTÄT DER KÖNIG VON WÜRTTEMBERG.
+
+ * * *
+
+ _Präsident_:
+ Dr _Keller_, professor in Tübingen.
+
+ _Secretär_:
+ Dr _Holland_, privatdocent in Tübingen.
+
+ _Kassier_:
+ _Huzel_, reallehrer in Tübingen.
+
+ _Ausschuss für das jahr 1851_:
+
+ Gr. freiherr _Cotta_ v. _Cottendorf_, k. baier,
+ kämmerer in Stuttgart.
+ Dr _Fallati_, professor in Tübingen.
+ Hofrath dr _Grimm_, akademiker in Berlin.
+ Dr E. v. _Kausler_, archivrath in Stuttgart.
+ Dr _Klüpfel_, bibliothekar in Tübingen.
+ F. v. _Lehr_, director der k. privatbibliothek in Stuttgart.
+ Dr _Menzel_ in Stuttgart.
+ Dr _Michelant_, professor in Rennes.
+ Dr _Schmeller_, professor in München.
+ Oberstudienrath dr C. v. _Stälin_,
+ oberbibliothekar in Stuttgart.
+ Dr _Wackernagel_, professor in Basel.
+ Dr G. v. _Wächter_, kanzler in Tübingen.
+
+ _Agent_:
+ _Fues_, sortimentsbuchhändler in Tübingen.
+
+
+
+
+ MEINAUER NATURLEHRE
+
+
+ Herausgegeben
+
+ von
+
+ WILHELM WACKERNAGEL.
+
+
+ STUTTGART.
+ _Gedruckt Auf Kosten Des Literarischen Vereins._
+ 1851.
+
+
+
+
+ _Tübingen_, gedruckt bei Ludwig Friedrich Fues.
+
+
+
+
+Vorwort.
+
+
+Das altdeutsche Prosawerkchen, das auf den nachfolgenden Blättern
+veröffentlicht wird, steht in der Basler Pergamenthandschrift B. VIII.
+27[1] zwischen Hugos von Langenstein Marter der heil. Martina und
+Schondochs Litthauer; es ist mit dem ersteren dieser Gedichte von
+demselben Lohnschreiber des vierzehnten Jahrhunderts, einem Konrad von
+S. Gallen,[2] sauber und zierlich aufgesetzt worden. Eine zweite
+Handschrift, die es enthielte, ist zur Zeit noch unbekannt. Einzelne
+Stücke daraus sind bereits an anderem Ort erschienen;[3] der
+vollständige Abdruck, welcher hier nun vorliegt, wird sich durch den
+bedeutenden Werth rechtfertigen, den dieses Buch für die
+Litteraturgeschichte und namentlich für die Geschichte der
+Naturwissenschaft besitzt.
+
+Es fehlt unsrer alten Litteratur nicht an anderen ganz deutsch oder
+deutsch und lateinisch verfassten Prosaschriften aus eben diesem Gebiet.
+Aber die übrigen gehœren entweder lediglich der Arzneikunde an, und sind
+dann eine kaum zusammengehaltene Reihe von Recepten, wie die mit dem
+Namen des Hippocrates aufgeschmückten in Zürich,[4] Basel[5] und
+Leipzig[6] und selbst jene grosse Krankheits- und Heilmittellehre, deren
+Handschriften in Breslau und München liegen;[7] oder sie verbinden, wie
+Konrad von Megenberg,[8] die Medicin mit der gesammten Naturgeschichte,
+oder weben endlich, wie das älteste Buch dieser ganzen Reihe, der
+Lucidarius,[9] Weltbeschreibung, Weltgeschichte und Theologie in
+einander. Den praktischen Bezug auf die Gesundheitspflege hat auch
+unsre Schrift: sie behandelt in solcher Art gleich zu Anfang die vier
+Temperamente. Die Hauptsache jedoch, während Thier- und Pflanzenkunde
+u. s. f. gänzlich bei Seite bleiben, ist ihr die Astronomie, die Lehre
+von der Gestalt der Erde, der Bewegung der Himmelskörper, der Berechnung
+und Benennung der Zeiten nach Sonnen- und Mondenlauf und dem Lauf der
+übrigen Gestirne. Und hier tritt uns, anziehend genug und überraschend,
+eine Kenntniss entgegen, wie sie dem Mittelalter nicht allgemein
+geläufig, wie sie der Kirche nicht immer genehm, ja von derselben
+mehrfach verpœnt war. Der Verfasser weiss nicht bloss, woher Sonnen- und
+Mondfinsterniss rühren (297c, ff.): er weiss auch, dass die Erde eine
+Kugel (293a.)[10] und der Fall eine Bewegung nach deren Mittelpunkte
+sei (294c.).[11] Kurz, er hat von diesen Dingen diejenige Kenntniss, bis
+zu der schon das griechisch-rœmische Alterthum durch Eratosthenes und
+Ptolemæus gelangt war. Nur erscheint die Ueberlieferung davon in der
+Weise des Mittelalters trüb und verwirrt: Romulus z. B. und Numa
+Pompilius, die er auf Anlass der Römischen Jahres- und Monatrechnung zu
+nennen hat, sind ihm zu _meistern_, das heisst hier zu Astronomen, und
+aus _Pompilius_ ist noch _Pompeius_ geworden (296a. b. 301d. ff.). Ich
+vermuthe, dass er diesen antiken und überhaupt den ganzen Stoff seines
+Buches durch Vermittelung der Aerzte und Naturgelehrten zu Montpellier
+empfangen habe. Dahin deutet nebst der Erwähnung eines namhaften
+Astronomen der in Spanien benachbarten Araber, des Alfraganus (293a.)
+d. i. des Mohammed ben Ketir von Ferganah,[12] der diætetische
+Abschnitt Bl. 297a. ff. Denn eben diese Regeln über Essen und Trinken,
+Schlafen und Baden finden sich, theilweis mit beinahe wörtlicher
+Uebereinstimmung, auch in einer Sammlung medicinischer Schriften
+wieder, die, jetzt der Bibliothek zu Basel angehœrig, ihren Ursprung
+in Montpellier genommen hat.[13] Sie lauten daselbst auf Provenzalisch
+also:
+
+_Om quan ce leua de dormir deu anar petit epla esos membres estendre
+eson cap penchenar. car lestendilar aferma locors el penchenar enfa
+issir lo fum que pueia el cap lanueg_
+
+_In en estiu deu hom som cors lauar am baynga freia car estrenh lo fum
+delcor edona talent demaniar E deu se hom uestir de blancas camizas ede
+bels uestimens car lo coragge dome sen alegra. epueis bregue las dens
+elas gingiuas am bonas especias. epueis onhgua lo cors am debos enguens
+car lo cors sen es gauis perlas bonas odors. E pueis mania debos
+lectuaris confortatius et aias una liura daloe car aisso mou lacalor
+naturalh edezembarga lacalor del pania edestiu lauentozitat pueis an sen
+estar edeportar ab sos priuatz per es gauzir son cors. E quant uolra
+maiar[14] osopar. caualgue. i. pauc que mais ne maniara_
+
+Wo aber und von wem ist unser deutsches Buch verfasst worden? Es wäre
+gewagt zu behaupten, so nahe gelegt auch die Behauptung ist, dass Hugo
+von Langenstein, der die heil. Martina gedichtet, auch dieses in der
+Handschrift gleich auf die Martina folgende Werk zuerst geschrieben
+habe. Denn Hugo, der in seinen Versen so geschmacklos und der Sprache
+nur wenig Meister ist,[15] konnte die Prosa schwerlich mit so leichter
+Einfachheit handhaben; die zu solchem Werk erforderliche Gelehrsamkeit
+hätte ihm vielleicht nicht gefehlt.[16] Aber ein Zeitgenosse wird es
+gewesen sein (die Martina ist von 1293)[17] und ein Ordensbruder
+Hugos, ein Deutschritter, und auch in dem Ordenshause auf der Meinau
+angesessen, welches Hugo stiften helfen und in welchem er selbst
+vielleicht als Commenthur sein Leben beschlossen hat.[18] Die
+Handschrift ist sichtlich zuerst im Besitze Deutscher Ritter gewesen
+und für solche gefertigt worden: ein Glied des Ordens hat die Martina
+gedichtet, und die später erst beigefügten Reime Schondochs von dem
+heidnischen König in Litthauen behandeln eine Ordenssage. Jene Diætetik
+sodann setzt ein vornehm bequemes Herrenleben voraus, wie es solch einem
+Orden vergönnt war; wirklich hat auch sie die Grundlage oder wenigstens
+doch Beitræge hergegeben zu æhnlichen Anweisungen, die spæterhin für den
+Hochmeister in Preussen von einem berühmten Arzte niedergeschrieben
+wurden.[19] Und wenn endlich Bl. 298b. der Eurus _niderwint_, der Auster
+_waȥȥirwint_, der Zephyrus _waltwint_ heisst, so sind das Benennungen,
+die gerade auf der Meinau, in der nördlichen Bucht des Bodensees, am
+füglichsten Platze waren: denn da ist östlich niederes ebneres Land,
+westlich der Schwarzwald, südlich das grosse Schwabenmeer. Deshalb ist
+der Titel „Meinauer Naturlehre“ schon früher gewæhlt[20] und auch
+diessmal festgehalten worden.
+
+Die ursprüngliche Aufsetzung jedoch haben wir in der Basler Handschrift
+so wenig von diesem Prosabüchlein als von der Martina. Beide enthalten
+mancherlei Fehler, die auf eine nicht ganz leserlich gefertigte oder
+stellenweis verwischte Urschrift zurückdeuten, und der Abschreiber
+erweist sich oft gedankenlos und überall unkundig. Ich habe mich bemüht
+die so entstandenen Fehler zu beseitigen; die Anmerkungen verzeichnen
+bei jeder Besserung die handschriftliche Lesart. Nur wo es lateinische
+und griechische Worte betrifft, habe ich lieber nicht geändert, da in
+solchen schon die Urschrift irren mochte. In der Bearbeitung des Textes
+noch weiter zugehn und so, wie es die Herausgeber altdeutscher Schriften
+lieben, die Sprache ebenmæssiger zu machen, als sie im Munde des
+Schreibers und wohl auch des Verfassers selber war, schien unerlaubt.
+Es sind demnach mehrerlei Formen derselben Worte, mehrerlei Schreibungen
+desselben Lautes gern und geflissentlich geduldet, und nur in einigen
+unwesentlichen Stücken ist um das Geschäft des Lesers zu erleichtern
+die strenge Buchstæblichkeit verlassen worden: die Abkürzungen sind
+aufgelöst, die vocalischen _v_ gegen _u_, die consonantischen _u_ gegen
+_v_ vertauscht; Präpositionen, wo sie mit ihren Substantiven in eins
+geschrieben waren, davon getrennt; umgekehrt Zusammensetzungen, wo ihre
+Bestandteile getrennt waren, in eins geschrieben; und endlich anstatt
+der blossen Punkte noch andere Satzzeichen, aber mit mœglichster
+Einfachheit des Verfahrens, eingefügt.
+
+ _Basel_, im August 1850.
+
+ +Wilhelm Wackernagel.+
+
+
+ [Anmerkungen:
+
+ 1. Ausführliche Beschreibung derselben in den Altd. Handschriften
+ der Basler Univ. Bibliothek S. 39 ff.
+ 2. Am Schluss der Martina, Bl. 292d:
+ _Der dis buoch geschriben hat
+ Der heizit von sant Gallen Cvonrat._
+ Als Lohnschreiber bezeichnet er sich durch den Schlussvers der
+ Naturlehre, 304b: _Finis adest operis mercedem pasco_ (d. i.
+ _posco_) _laboris_.
+ 3. Altd. Lesebuch Sp. 767-774.
+ 4. Graffs Diutiska 2, 269.
+ 5. Haupts und Hoffmanns Altd. Blätter 2, 133.
+ 6. Aufsess Anzeiger f. Kunde des deutschen Mittelalters 2, 242.
+ 7. Hoffmanns Fundgruben 1, 317. Schmellers Bair. Wörterb. 3, 678.
+ 8. Büschings wöchentl. Nachr. 2, 273 ff. 293 ff.
+ 9. Aufsess und Mones Anzeiger 3, 311. Altd. Blätter 2, 5.
+ 10. Vgl. Haupts Zeitschr. f. Deutsches Alterthum 6, 145.
+ 11. _Wie swærer last sich neiget zer erden zenter_: der Kanzler
+ in vdHagens Minnesingern 2, 390b.
+ 12. Schnurrers Biblioth. Arab. 462 ff.
+ 13. Handschr. D. II. 11; vgl. Haupts Zeitschr. 5, 16.
+ 14. lies _maniar_
+ 15. Altd. Handschr. d. Basler Univ. Bibl. 46.
+ 16. Ein Abschnitt der Martina (_von der menschlichen blœde_
+ 114d.-137b.) ist nach Pabst Innocenz III. Schrift _de miseria
+ conditionis humanæ_ gearbeitet.
+ 17. _Als man mit warheit spurte
+ Do waz nach gottes geburte
+ Diz buoch gemachet daz ist war
+ Do man zalte tusent iar
+ vnde dar zvo zwei hundert
+ mit warheit vs gesundert.
+ Driv vnde nvnzic darzvo_ 292c.
+ 18. Im Jahr 1287 war er Commenthur zu Sumiswald (im Canton Bern);
+ 1298 lebte er noch zu Freiburg im Breisgau; Commenthur auf der
+ Meinau ward er nach Lassbergs Vermuthung 1319: Altd. Handschr.
+ d. Basl. Univ. Bibl. 40. Haupts Zeitschr. 7, 169.
+ 19. Auszüge aus diesem „Regiment des Lebens“ in Raumers Hist.
+ Taschenbuch 1, 189 ff.
+ 20. Altd. Lesebuch 767.]
+
+
+ * * * * *
+ * * * *
+
+
+Deȥ menschin lip ist gemachet uȥ vier elementen[1]. da von
+so wil ich dir sagen welhes siu sint. Daȥ erste ist diu erde.
+diu ist kugeleht. daȥ mac man kiesin da bi. wan so der mane
+verleschit, daȥ schinet uns an der ersten stunde der naht. aber
+die da sint in oriente, die sehint des manen gebresten umbe die
+dritten stunde der naht. daȥ ist darumbe. wan eȥ ist in e naht
+dan uns. daȥ en mohte niemer gesehen, enwere daȥ[2] ertriche
+niht kugeleht unde enmitten hoch. da von so gat in diu sunne e
+uf danne uns. wonde si danne also gar michel ist, da von schinet
+si sleht unde breit. unde daȥ mer hat dise welt in driu also
+geteilit: [Bild 1] Daȥ minste heiȥit Europa, Daȥ ander affrica,
+Daȥ dritte asya. Von dem ertriche sprichet ein phylosophus,
+alfraganus „Den minsten sternen den der mensche mac gesehin,
+der ist groȥir (293b.) danne daȥ ertriche alle sament, unde ein
+Sterne ist als ein punctel gein dem himel.“ Nu merke wie groȥ
+der himel si gein dem ertriche. Diu erde ist der andern elemente
+reinate unde ein drussene. Unde diu erde ist von ir nature durre
+unde kalt. also der naturen sint och ein teil liute. den
+sprechint die arzate[3] Melancolici. die artent nach der erden,
+unde sint sorghaft, gerne truric, gitic unde habende, ungetruwe,
+zahe[4] unde swarzir varwe. Nu hest du ein element. daȥ ist diu
+erde.
+
+Daȥ ander element ist daȥ wasser, unde ist och cugeleht umbe daȥ
+ertriche. als in eime eige daȥ luter umbe den duttern gat, also
+umbegat daȥ wasser die erde. nuwen daȥ uns got den luft hie lat,
+daȥ wir genesen, eȥ solte anders alles hie waȥȥir sin. unde ist
+och daȥ waȥȥir kalt unde fiuhte. der[5] naturen sint och die
+liute, den die meister sprechint sanguinei. die ar-(293c.)tent
+nach dem waȥȥir, unde sint gebinde, minnende, frolich, lachende,
+unde rotenthafter varwen, unde singent, unde feiȥet sint si,
+geturstic unde guotmuotic. Nu hestu daȥ ander element, daȥ
+wasser.
+
+Daȥ dritte element daȥ ist der luft. der besluȥit in sich die
+ersten zwei, unde ist warm unde fiuhte. darnach artent die, den
+die arzate sprechint fleumatici, unde sint an slafenne gerne
+drage, unde mugent vil speichlotun haben, unde hant herten sin,
+veiȥt, unde wis sint siu gerne. Nu hestu daȥ dritte element. daȥ
+ist der luft.
+
+Daȥ vierde ist daȥ[6] fiur, unde ist durre unde warm, unde
+umbegat die andern alle. der nach artent die lute, die da
+heiȥint colorici. die sint los, drugenhaft, zornic, gebinde unde
+geturstic, ruh, cranc, durre, unde bleicher varwen. dise vier
+element gent dem libe fuorunge. daȥ sint die erde, waȥȥir, luft
+unde fiur. (293d.)
+
+Darnach[7] ob disen elementen gat ein gar luter gegni an, der
+sibin[8] sternen, die da heiȥint planeten. die gant anders danne
+ander sternen, daȥ man[9] sprichit, si sin die ierrenden
+sternen. E danne ich dir von disen siben sternen sage, so wil
+ich von den[10] obresten sagen, daȥ du eȥ deste baȥ merkest. ob
+disen siben sternen, von den ich dir sagende wirde, sint alle
+sternen, unde alle sternen an dise siben heiȥent die steten
+sternen oder die gesteten, wonde si gestetent sint in die witen,
+die da heiȥit daȥ firmamentum[11], daȥ siu gelich balde gant mit
+dem firmamentum allumbe die elementa. Von dem lande gant si her
+uber, da die sunne uf gat, hine da diu sunne under gat, under
+die erde hine. von disen steten sternen en wil ich nihtesniht
+sagen iegnote, nuwan daȥ dise sternen unde ir firmamentum also
+balde (294a.) umbe gant, daȥ siu soltent mit in[12] umbe ciehin
+die vier elementen, also gehes, daȥ nihtes niht en solte noch en
+mohte begruonen oder bekumen. da von so het si got beschaffen,
+dise[13] siben sternen, daȥ die[14] fuoren sulent die welt unde
+den obresten sternen widerstan sulent. Daȥ firmamentum gat umbe
+von orient vil swinde zuo dem occident. aber da wider her dan
+gant die planeten von occident zuo orient. Spreche danne ieman
+„ich en weiȥ waȥ du seist. ich weiȥ wol, die sternen gant alle
+zuo orient uf unde ze occident under,“ deȥ antwurte ich also.
+die steten sternen[15] gant von dem oriente zuo dem occidente
+naturliche. den ganc hant si. aber die planete hant zwene genge.
+einen betwungenlichen hant si mit dem firmamente von oriente,
+unde der ganc nimet obern hant.[16] der ander ganc ist der
+(294b.) naturlich ganc den die planeten hant von occidente wider
+daȥ firmamente. der ganc ist so verdruckit, daȥ er kume[17]
+schinet. wonde aber nieman mich lihte noch niht verstat, so wil
+ich ein bizeichen setzin. nim ein wurmel unde setze daȥ umbe ein
+umbe gendes rat, daȥ eȥ crieche wider deȥ rades lof. so gat daȥ
+wurmel für sich, unde wirfet daȥ rat umbe diȥ wurmelin hin wider
+vil menic werbe, e dan eȥ gecrieche wider an daȥ zeichen[18] da
+eȥ an huob. also wirfet daȥ firmamentum die planeten von oriente
+zuo dem occidente aller tegelich umbe. der wider strebint die
+planete, unde sument sich, daȥ siu niht also schiere under gant
+also die steten sternen. daȥ ander bizeichen ist. die meister
+sprechint, unde ist och war: so diu creature ie liehter ist,
+so dringet eȥ ie me hin uf, alse diu flamme. daȥ abir ie swerer
+ist, daȥ duget so eȥ meist mac zuo (294c.) dem centrum, daȥ ist
+zuo dem allir mittelsten puncten, der en mitten in dem
+ertriche[19] stat. der heiȥit daȥ centrum, also der puncte der
+en mitten in eime umbecreise ist, der heiȥit och der centrum,
+als du kiesen[20] maht an dirre figuren: [Bild 2] nemest du
+denne einen stein, unde wurfest in hohe uf, so heter zwene
+genge, einen hin uf betwungenlichen, unde sinket doch
+naturlichen, daȥ er drætecliche stiget. so er danne den
+betwungenlichen ganc verlat, so vellet er swinde. also hant och
+die planeten zwene genge. der erste planete heiȥit Saturnus, der
+ander Jupiter, darnach Mars, unde danne die sunne, unde venus,
+Mercurius unde der Mane. Jupiter unde venus sint geluckehaft,
+Saturnus unde Mars ubil. aber die sunne unde der mane unde
+mercurius sint etwenne guot, etwenne ubil. Saturnus ist kalt
+unde durre, Jupiter heiȥ unde fiuhte, Mars unde (294d.) die
+sunne heiȥ unde durre, der mane unde venus fiuhte unde calt.
+Mercurius het mittelmæsige nature. unde het ie einer witern ganc
+danne der ander. daȥ mahtu[21] allis kiesen ander figuren die
+hie nach gat.[22]
+
+ [Bild 3: Dise figura betiutet die welt wenne die elementen
+ und die himmele die hie getecket sint daz heizet ah die
+ welt. Der mazse iutet hundert iur und heizzet ouch diu welt.
+ Primus motus oder primum mobile deist er himel der oberest
+ der da umbe gat. / daz firmamentum / Saturnus / Jupiter /
+ Mars / Sol / Venus / Mercurius / der mane / daz fiur / der
+ luft / daz wassir / die erde]
+
+Kiut es[23] in tiuschen gelich, in latine heiȥit diu erste welt
+mundus, diu ander welt seculum. In dem aller oberesten himel da
+ist ewekeit, da got ist ob dem primum Mobile. aber hie ist zit,
+zergenclikeit. Sit daȥ ich danne von der zit[24] geret ein wenic
+habe, so wil (295a.) ich von der zit furbaȥ sagen. da von
+wissest daȥ wir der zit niht me hant denne ein vil cleines
+stundel, daȥ du eȥ kume maht vor[25] cleine merken. unde die für
+gevarne[26] zit en ist niht ein[27] zit. die kunftige zit ist
+niht ein zit. unde diȥ stundel en ist och niht[28] ein zit. eȥ
+ist nuwen ein angenge der zite, als ein punctel einer linien
+anegenge ist, unde ist doch niht ein linige. also ist eȥ umbe
+diȥ stundel[29], Unde en ist niht ein zit. da von sprach der
+wise man sant augustinus „wir sin in der zit, wir reden von der
+zit. waȥ abir diu zit sie, des[30] vermisse wir genzliche. unde
+geschiht der zit, als der ein linigen machen[31] wil mit einer
+nadeln durch win in eime napfe. daz gestrichene en[32] ist niht.
+daȥ du solt strichen en ist niht. unde belibet dir nuwen ein
+punctel. der abir dich fraget waȥ danne diu zit sie, so sprich:
+die zit ist ein twale an der (295b.) die zergenclichen dinc
+beweget werdent.“ Ein naturliche dac, den die romer zuo mitter
+naht an hebent,[33] wonde got wart ze mitter naht geborn, der
+gat ze mitter naht uȥ. der het[34] vier unde zwenzic stunden,
+die liute teilent in in ein naht unde in einen tac. die naht daȥ
+ist der erden schetewe, die von der sunnen gant. Aber ein
+meister, heiȥit aristotiles, der sprichet von dem tage, der da
+deȥ naturlichen tages teil ist, unde sprichet sin wort zuo
+latine also: „dies est lacio solis super terram.“ Der tac,
+sprichet er, ist der sunnen ufganc ubir die erde. diu erste
+stunde deȥ sunnentages, an der richȥet der planete die sunne. da
+von heiȥit eȥ sunnentac. der ersten stunden deȥ mentages richȥet
+der mane. da von heiȥit er mendag. an der ersten stunden deȥ
+cistages richȥet Mars. da von heiȥit er martis tac. an der
+ersten stunden der mitwochen so richȥet Mercurius. (295c.) An
+der ersten stunden deȥ dunrestages richȥet Jupiter. An der[35]
+ersten stunden deȥ fritages richȥet venus, daȥ betiutet eine
+minnegotin. An der ersten stunden deȥ samȥtages richȥet
+Saturnus. nach disen planeten hant die heiden ir tage in der
+wochin genant, unde zellent siu also nach einander: Dies solis,
+Dies lune, Dies martis, Dies mercurij, Dies iovis, Dies veneris,
+Dies Saturni. Nu weistu wol iegliches tages waȥ planeten an der
+ersten stunden richȥet. an der anderen stunden richȥent ie die
+anderen. an der[36] dritten richȥent die dritten, die ie darnach
+gant. als an dem samȥtage. der ersten stunden richȥet Saturnus,
+an der andern Jupiter, an der dritten Mars, an der vierden sol,
+an der fiunften venus, an der sehȥten Mercurius, an der sibenden
+luna, an der ahten saturnus. also aber an unde uȥ, bis der tac
+hine kume. unde tuo dem andern (295d.) als dem ersten, so weist
+du alle stunden waȥ planeten denne richȥit. deȥ wartent die
+wisen, so siu drenker gent[37] oder so siu laȥent. so wartent si
+weder der stunden planeta übel oder guot si. aber die iuden
+virent den samȥtage, unde heiȥit sabbatum zuo latin, unde nach
+der iuden wisheit der sunnendag in latine prima sabbati, der
+mendac secunda sabbati, Danach tercia sabbati, unde denne quarta
+sabbati, quinta sabbati unde sexta sabbati. Aber die cristen die
+sprechint dem sunnentage, den siu da virent, Dominica dies, daȥ
+ist in tiuschen unsers herren tac. dem selben sprechint si och
+prima feria, daȥ kit der erste dag. dem mentage sprechint siu
+secunda feria, unde danne tercia feria, quarta feria, quinta
+feria, sexta feria, unde danne sabbatum. dem tage[38] sprechen
+wir als die iuden. wande sabbatum betutet ruowe. deȥ tages
+ruowete got (296a.) von alleme dem werke daȥ er worhte, unde
+ruowete och in dem grabe deȥ selbin tages nach der marter. der
+denne fragte „warumbe en began wir niht ander vire, unde die
+woche an ze vahinne den samȥtag als die iuden?“ dar zuo soltu
+antwurten daȥ wir daȥ von der meisterschaft gottes hant. wan er
+wart deȥ sunnentages geborn, deȥ selbin tages erstuont er, unde
+sant sine gabe deȥ heiligen[39] geistes sinen[40] iungern an dem
+selben tage. Daȥ iar teilent die liute in zwei, in den winter
+unde in den sumer. abir die meister teilent eȥ in vier teil.
+In den winter. der vat an sant clementen tac an. ein meister,
+heiȥit numma pompeius, der vahet daȥ iar an in dem winter, so
+die sunne in dem zeichen loufet daȥ da heiȥit capricornus. wan
+so ist die sunne aller verrest von uns, unde beginnet uns nahen.
+so ist eȥ och sol-(296b.)sticium hyemale, daȥ winterlich
+solsticium. solsticium daȥ ist, so die sunne als verre ist, daȥ
+si niht verrer mac, oder so nahe, daȥ si niht naher en mac. so
+ist die sunne aller verrest, unde ist die zit kalt unde fiuhte.
+so suln wir umbe keren die gewonheit unsers lebins, unde sulint
+spulgen warmer spise. Daz ander teil heiȥit der lenze. daȥ vahit
+an sant peters tag ane. Ein meister, heiȥit Romelus, der vahet
+daȥ iar ane in dem lenzen, so die sunne loufet in dem zeichen
+daȥ da heiȥit aries. wan so blugent elliu dinc. so ist eȥ och
+equinoccium[41] vernale. zuo merzen so ist der lenzeliche
+equinoccium. Equinoccium daȥ ist, so diu naht unde der tac
+gelich lanc sint. daȥ iar gat zuo merzen von rehte an, nach der
+heiligen schrift. wan diu welt wart gemaht xv^o. kal. aprilis.
+unde me. unser herre gebiutet an eime buoche, heiȥit exodus, in
+dem zwelften[42] capitele von dem (296c.) merzen unde sprichit
+„Mensis iste primus erit vobis in mensibus.“ daȥ ist: dirre
+manat sie iuch der erste under den manoden. so ist diu zit warm
+unde fiuhte. so ist geismilch gesunt. so ist och decheine[43]
+zit besser ze[44] laȥen, ze badenne unde zuo allem deme, daȥ den
+lip reinet. Daȥ dritte teil heiȥit der sumer. der vahet an[45]
+an sant urbans tag. ein lant, heiȥit arabia, deȥ landes liute
+vahent daȥ iar an in dem sumer, so die sunne loufet an dem
+zeichen daȥ da heiȥit cancer. die selbin geloubint daȥ die sunne
+wurde gemaht an dem zeichen daȥ da heiȥet leo. so aber in cancro
+diu sunne loufet, so ist eȥ solsticium estivale, daȥ sumerliche
+solsticium, so uns die sunne aller nahest ist. so ist diu zit
+warm unde durre. so sol man sich huoten vor allen heiȥin spisen
+unde derrender unde vor zuo vil essenne, daȥ eime menschen sin
+naturliche hizze iut cerga. so (296d.) sol man essen swaȥ kule
+unde fuihte si. so sol man sich huoten vor unkiuschekeit unde
+vor allem lasenne so man meiste mac. daȥ ist dem libe guot. unde
+man sol kaltiu beder meȥeclich uben. Daȥ vierde teil deȥ iares
+heiȥit der herbest, der[46] an vahet an sant Bartholomeus tag.
+Etliche meistere unde die iuden vahent daȥ iar an in dem
+herbest, so die sunne lofet in libra. unde so ist equinoccium
+autumpnale, daȥ winterliche equinoccium. so sint tac unde naht
+gelich lanc. so vahent siu daȥ iar an. wan der herbest ist ein
+fruhtber zit. also daȥ iar denne ist beroubet von den alten
+fruhten, unde die nuwen fruhte denne ane gant, also gat ein alt
+iar us, ein nuwes an. so ist diu zit kalt unde durre. so sol man
+bruchen die spise die warm unde fiuhter naturen sien, als iunge
+huonre unde lemberin fleisch unde edil druben unde lutern virnen
+win. unde sol man sich (297a.) huoten vor unkiuscheit mit
+wiben[47]. deȥ herzen frode unde friheit ane bœse geluste ist
+dem libe gar gesunt. zorn, sorge unde widermuote swendet die
+craft unde den lip, unde dracheit. da von sol man die dracheit
+vertriben. unde so man morgens von dem slafe gat, so sol man[48]
+die arme gelich dennen, unde daȥ houbit strelen, unde ogen, den
+munt unde die zene unde hende weschen dur suverheit unde dur
+roscheit. so man denne essen sol, so sol man vor den[49] lip
+muogen ein wenic mit etlicher arbeit. wan daȥ machet den lip
+rosch unde liht, unde erhitzit den magen wol ze dowenne. ein
+ieglich mensche enziehe sich trinkennes so eȥ meiste mac, aller
+meiste kaltes waȥȥers uf daȥ essen. wan eȥ erkeltet den magen,
+unde wan eȥ ierret den lip unde die spise. So man danne gisset
+ze inbisse, so sol man uf senften betten ein wile slafen (297b.)
+uf der rehten siten, unde darnach[50] sol man den slaf
+vollebringen uf der lingen siten. unde danach en sol man nit
+zestunt essen, biȥ der mage itel werde. daȥ sol man kiesen bi
+der dunneda der speicholter unde bi der gerunge deȥ magen. wanne
+swer in umbederbe iȥȥet[51] unde ane begerunge[52], so en vindet
+diu spise niht deȥ magen naturliche wermede. da von kumit
+ungesuntheit. Swer aber erbeitet rehter zit, biȥ daȥ er
+begerunge gewinnet zessenne, der sol alzestunt essen. anders der
+mage wirt zehant vol boser fuhtekeit, die der[53] mage samenot
+von der ungesuntheit deȥ libes. unde der bœse toum[54] der
+betrubet die hirne. unde der danach och isset, so ist die spise
+alse si erschrecket sie, unde en git niht craft dem libe. diſe
+lere wiset aristotiles. unde och dise, daȥ du wissest daȥ die
+durrecheit unde keltene die vehtent wider die nature. (297c.)
+die selben zwei die sint ein anegenge deȥ todeȥ. den soltu
+widerstan. als ich geseit habe, so behalt die naturliche wermede
+so du meist maht. warme spise ist gesunt unde die suoȥe. Aber da
+wider so derret unde swechit den lip luzil essen unde vil
+trinken unde vaste arbeiten unde vil wallen oder gan unde der
+sunnen[55] schin, vor essenne slafen, oder uf herten betten
+ligen, unde daȥ man bade in den[56] badern die mit listen gemaht
+sint, daȥ siu selber warment. gesalzene spise oder durre spise
+oder calte unde alten win unde dicke lasen die sint schedelich.
+Nu weistu wol wie man daȥ iar in vier teile teilet. Nu wissist
+daȥ wir da mitte vier frone vasten hant, wonde daȥ mensche uȥer
+vier elementen gemachet[57] ist, daȥ eȥ allen sinen lip
+verzehene gotte. Eine frone vaste ist die mittewoche nach sante
+Lucien dage. die (297d.) ander ist die mittewoche nah dem
+schurtage in der vasten. die dritte ist diu mittewoche nach deȥ
+heiligen geistes dage, daȥ ist in der pfingestwuchen. die vierde
+unde die hinderste frone vaste ist die mitwoche indem herbeste
+nach deȥ heiligen cruces tage. Der babst het gebotten ze
+vastenne den abent sant Peters, sancti andree, sancti symonis,
+sancti pauli, Sancti iude, sancti Mathei. ist abir dirre
+heiligen abent ein sunnentage, so sol man den samstag vasten.
+also sol man anderen zwelfbotten abenden och tuon, eȥ si danne
+ein sunnentac[58], durch etliches landes redeliche gewonheit,
+Ane sancti iohannis ewangelisten abint, wonde er zuo hant nach
+dem frolichen wichen naht tage gat, unde ane sancti philipes
+unde[59] sancti iacobes abent an dem[60] ersten abent vor dem
+meigetage. wande ez ist danne[61] ein (298a.) zit der
+frouden.[62] Noch danne sint sehȥ hochzit der abint man vasten
+sol. Wihe naht, Pfingsten, Sunegiht, Laurenti, unser frowen
+messe der erren, unde och sant Markes tac. als[63] daȥ iar in
+vier zit geteilet ist, also teilent och die arzate den
+naturlichen tac, der vier unde zwenzic stunden het, in vier
+teil, unde iegliches het sehȥ stunde. daȥ erste daȥ ist die
+mittenaht. darzuo horint drie stunden die der vor sint unde drie
+dar nach, unde sint fiuhte unde kalt. daȥ ander teil daȥ ist der
+sunnen ufganc. darzuo horint drie stunden dervor unde drie
+dernach, unde sint warm unde fiuhte. das dritte teil ist der
+mittetac. darzuo horint drie stunden der vor unde dernach drie,
+unde sint warm unde durre. daȥ vierde ist der sunnen underganc.
+darzuo horint drie stunden die dervor sint unde drie dernach,
+unde sint kalt unde (298b.) durre. daȥ mahtu kiesin an dirre
+figuren, die da betiutet den[64] naturlichen tag der an der
+mitten naht ane gat unde zuo mitter naht uȥ als ein umbecreis.
+[Bild 4: occidens oriens] also vahent die romer den naturlichen
+tac an. also teilit man deȥ menschen lebtage in vier. daȥ erste
+ist die kintheit, iugent, manheit unde daȥ alter. also sint och
+vier winde, unde het ieglicher zwene anhenge oder zwene knehte.
+der erste heiȥit Boreas. der weget von septentrione[65], daȥ ist
+von deȥ Herwagenes gerihte[66], daȥ ist von der mitter naht.
+der ander heiȥit eurus, bisa oder nider wint, unde weget von
+oriente. der dritte heizit Auster, waȥȥirwint, von dem mittem
+tage. der vierde heiȥit waltwint oder aberer wint, zephirus, von
+occidente. (298c.) [Bild 5] dise winde unde ir anhengende winde
+maht du kiesin an dirre figuren.[67] wande danne diu zit nach
+dem manen unde der sunnen underscheiden[68] ist, da von wil ich
+sagen etwaȥ von in, e danne ich iut me von der zit sage. Nu
+wissest daȥ etliche meistere sprechint daȥ alle sternen irn
+schin enpfahent von der sunnen. so sprechint andere, dekein[69]
+sterne wan der mane enpfahit den schin von der sunnen. also
+enloikenet nieman daȥ der mane enpfahet sin licht von der
+sunnen. wonde denne der mane vil niderer ist, unde wonde er sich
+och hinderet[70], so kumet er etwenne under die sunnen unde
+bedeckit si uns, daȥ uns (298d.) dunkit, si sie erlöschin. unde
+der gebreste der sunnen heisset eclipsis solis, daȥ ist ein
+gebreste der sunnen. alse du[71] kiesen maht an dirre
+figuren.[72] [Bild 6: die sunne / der Mane / die erde] unde
+wissest daȥ man[73] in dem eclipsim niut ensiht in allem lande.
+der selbe eclipsis enwiderfert nuwan[74] so der mane enzundet
+wirt. so sich der mane gehindert so verre, daȥ er die rihte
+gegen[75] der sunne ist gestellet, daȥ die erde der
+enzwischen[76] ist, so schinet diu sunne uf daȥ ertriche, unde
+deȥ ertriches schatewe driffet an den manen, daȥ er swarz
+wirdet. der gebreste heiȥit eclipsis lune, daȥ ist ein gebreste
+deȥ manen, unde ist werlicher[77] ein breste deȥ maneschines
+denne der breste der[78] der sunne widervert. wenne die sunne
+verleschit niht. so verleschit der mane. deȥ manen (299a.)
+bresten kiesint elliu lant wol. unde der eclipsis en widervert
+niemer, nuwen so der mane volschinec[79] unde vierzehennehtic
+ist, als du hie kusest. da von waȥ es wider die nature unde ein
+wunderlich gottes zeichin, daȥ die sunne, die eclipsin niht en
+het, nuwan so der mane enzundet wirt,[80] [Bild 7: die sunne /
+die erde / der mane] als ich da vor geseit habe, daȥ die sunne,
+sprich ich, do got martert wart, eclipsim hete, swie so der mane
+ioch do volschinec[81] waȥ. da von liset man von eime wisen
+heiden; der waȥ in criechen landen von einer stat, heiȥit
+athene, da warent houbtschuolen, der wise man hieȥ diosius; do
+der den wunderlichen gebresten ersach, do sprach er „aut deus
+nature patitur, aut mundi machina dissolvetur,“ daz ist:
+antweder got[82] der naturen lidet not, oder (299b.) der welte
+stift oder machunge sol zerstorit werden. Ein meister, heiȥit
+Martianus, der wil, eȥ en sie danne eclipsis lune, daȥ der mane
+elliu zit volschinic sie, swie ioch wise liute sprechint daȥ der
+mane gebrestenlich lieht habe von eime manade an den anderen.
+unde sprichet denne ieman „wie mac dirre meister danne war
+gehaben, sit man wol sihet daȥ der mane etwenne crumb ist, also
+[Bild 8a], etwenne halb, also [Bild 8b], etwenne vol, also
+[Bild 8c]“, deȥ entwurt ich dir. Der mane ist alle zit halb
+lieht, halb vinster. wonde denne der mane niderer ist denne die
+sunne, so er denne enzundet wirt unde bi der sunnen gat, so ist
+er obene lieht unde unden vinster. so er denne hinebaȥ kumet von
+der sunnen, so sehen wir nuwan den halben schin. so er denne
+aller verrest cumet, so sehen wir den vollen schin, unde ist
+andert-(299c.)halb vinster. also ist der mane an dem teile
+volles lichtes[83], daȥ gein der sunnen ist gerihtet, unde an
+dem andern teile ist er vinster. unde so der mane uns niht
+enschinet, so er enzundet wirt, so sprichit man im coniunctio.
+unde die namen het der mane nah einander, also du kiesen maht
+an dirre figuren.[84] [Bild 9: Moneydes Diadomos Anphitrites
+Panphilimios Diatomos Moneydes // die sunne / coniunctio]
+[85]tusent iar heiȥent ewen, daȥ ist ein alter. hundert iar
+heissent seculum, daȥ ist ein welt, vunfzehen[86] heissent
+indictio. daȥ hant die romer gemaht, do si vor so gewaltic
+warent, daȥ siu herschetent vil bi uber alle riche, do mahtent
+siu in diu lant cinshaft alle iar. wonde eȥ denne kumberlich waȥ
+alle[87] iar zuo rome varn zins antwurten, da von gebutent siu
+den von verren landen daȥ si so vunf iar (299d.) uȥ giengent
+golt ze cinse brahtent, zeime zeichen daȥ siu heren werent. Abir
+nach fiunf iaren, daȥ si[88] brahtent silber, daȥ man der mitte
+soldener bereite, soldener daȥ sint die da vehtent umbe solt,
+daȥ ist lon. Aber danne nach fiunf iaren, daȥ siu brahtent
+gesmide, daȥ man wafen da mitte wider gemahte. unde ie fiunf iar
+heissent lustrum. so cam[89] der zins von allen landen in
+dirre[90] indictione aller zuo samene. daȥ man danne niemer
+vergesse[91] dirre zal, so hant die romer uf gesezzit[92] daȥ
+dekein privilegium, daȥ ist hantvestene, frome were, man
+enschribe danne under fiunfzehin iaren welhes iares der brief
+wurde gegebin. unde die zal schriben wir och an drier hande[93]
+briefen, an hantvestenen[94], an den briefen da mitte man
+kirwihe beciuget[95], unde an den briefen die man schribet an
+die groȥen osterliche kerzen. der dan-(300a.)ne gerne wuste
+under disen fiunfzehin iaren in welheme iare wir ieze sint,
+der tuo driu zuo den iaren von gottes geburte, wande got an dem
+vierden iare geborn wart, unde teile danne die gottes iar zuo
+fiunfzehinen. en belibet danne niht uber, so sin wir in dem
+fiunfzehendesten iare. belibet aber danne uber, also menges so
+danne uber belibet, in eime solichen sin wir. der ahte tac vor
+dem octobri ist ein anegenge dirre fiunfzehin iare unde ein
+ende. Nu wil ich dir sagen von der zit die man ahtet in eime
+sundern iare. da wissest daȥ man drier[96] hande manoden war
+nimet. die[97] ersten sint der sunnen manden, die andern sint
+deȥ manen manden, die dritten der gewonheite manden. E danne ich
+da von iht sage, so wil ich dir ein wenic kunden vor hin daȥ
+guot darzuo ze wissenne ist. Der umbeganc (300b.) den alle
+sternen hant umbe uns an dem himele heiȥit zodiacus.[98] dirre
+zodiacus ist zerteilit in zwelfiu[99], unde ieglich zeichen ist
+geteilit in driȥic stucke, unde ieglich stucke heiȥit ein
+gradus, daȥ ist ein staffel. unde so du wellest wissen an
+welheme zeichen unde in welheme gradu die sunne[100] sie, so
+nime die zale der tage die da für sint gevarn in dem manden in
+dem du eȥ besuochen wilt, unde tuo fiunfzehin darzuo. werdent
+denne driȥic oder minre da, so ist och diu sunne in der staffeln
+deȥ zeichens daȥ[101] zuo dem mande horit. driffet denne ubir
+driȥic, so ist die sunne user dem zeichin. also menges danne
+uberic ist, in einer solichen staffeln deȥ andern zeichenes ist
+die sunne. Ein philosophus, ein vollecomen meister, sprichit
+„die sunne ubermisset ein zeichen der zwelfer an eime ganzen
+manode.“ (300c.) da neimet[102] er der sunnen manden. der sunnen
+mande daȥ ist die zit, die wile die sunne an eime zeichen louft.
+Ein zeichin heiȥit aries. daȥ betiutet einen wider. wan so ist
+die sunne als ein wider hindene swach gegen[103] dem winter,
+wonde si wenic durrekeite unde wermede het. Abir da vorne gegen
+dem sumer ist si me creftic. daȥ halbe teil deȥ himels obne daȥ
+wir da sehint, daȥ heiȥit hemisporium[104]. daȥ wir denne niht
+ensehen, daȥ heiȥit och also. als hie: [Bild 10] wonde denne die
+sunne, so si an dem ariete gat, von dem understen emisperio sich
+gekeret hat zuo dem obersten, als ein wider, der in dem winter
+als uf der lingen siten lac, der keret sich ze sumer uf die
+rehte, unde och da von heiȥit diȥ zeichen aries, an dem die
+sunne wart gemaht, als die cristenheit sprichet. abir anders
+sprechint arabes. daȥ sint liute von eime (300d.) lande, daȥ
+heiȥit arabia. die sprechint, die sunne wurde gemaht in leone.
+§ Ein ander zeichin heiȥit taurus. wan die zit so diu sunne
+loufet in tauro, so schinet der ohsen arbeit, unde als ein ohse
+sterker ist danne ein wider, als ist die zit danne sterker danne
+die erste an durre unde an wermede. § Ein ander zeichen heiȥit
+gemini. wan so ist diu zit zwivaltic an wermede unde an durre.
+§ Ein ander zeichen heiȥit Kanker. wan als der crebse hinder
+sich[105] gat, als gat danne die sunne zuo dem understen
+emisperio von irme hohsten gange, so ist solsticium estivale.
+§ Ein ander zeichen heiȥit Leo. wan als daȥ tier gar heiȥir
+naturen ist unde ubil, als ist die sunne denne gar heiȥ unde
+durre, danne ist daȥ laȥen schade, wann danne die lute
+versmahtent sint von hitzen unde von durrekeit. so sint huntlich
+(301a.) tage. wan so gat die sunne bi eime sternen, der heiȥit
+canis, wan er als reht ubil ist. § Ein ander zeichen heiȥȥet
+virgo. danne ist diu zit unberhaft als ein maget. § Ein ander
+zeichen heiȥet[106] libra. so sint tac unde naht als gelich
+lanc, als der ein ding wege mit einer wagen. § Ein ander zeichen
+heiȥȥit Scorpio. so ist diu zit ein wile minneclich unde danach
+calt unde drureclich, als daȥ scorpio. daȥ leckit mit der zungen
+unde stichet danne mit dem zagele. § Ein ander zeichen heiȥit
+sagitarius. wan so schuzit der winter an uns sine freisen,
+waȥgewittere, wint, regen, hagel, sne unde frost. § Ein ander
+zeichen heiȥit capricornus. wan als der capricornus uf stiget
+nach den loubirn, als stiget die sunne danne von dem understen
+emisperio zuo dem obersten. so langent die tage, unde ist
+(301b.) solsticium hyemale. § Ein ander zeichen heiȥit aquarius.
+so ist der luft gar wasserehte unde fuhte. § Ein anders heiȥit
+pisches. so ist die zit so gar wasserehte, daȥ man mohte
+sprechin, elliu dinc swumment als vische. Och sprechint etlich
+meistere daȥ dise zwelf zeichen also genant sint darumbe, wan
+die sternen die in der selbin gegni sint, die sint gestalt nach
+den tieren nach den si genant sint. Nu sol ich von deȥ manen
+manden sagen. deȥ manen mande ist diu zit in der der mane wider
+keren mac von der sunnen. so er enzündet wirt, so lat er die
+sunne fur gan unde sumet sich, biȥ er wider zuo der sunnen
+kumet. Also wider keret er von der sunnen wider zuo der sunnen
+alle tac vier puncten. unde ie ein puncte ist ein zehinde
+teil eines zeichins der zwelf zeichine. Einer hande zal,
+he-(301c.)iȥit epacte, die leret welhes tages der mane enzundet
+werde. die ist swere unde erdroȥȥenlich. da von vant uns der
+keiser iulius, der waȥ an den sternen ein guot meister, der vant
+ein besir zale. die heiȥit die guldin zal. Er wartete eines
+iares welhes tages der mane enzundet wurde, unde schreib eines
+dar. also tet er an allen den tagen da der mane ander wart, bis
+daȥ iar uȥ kam. deȥ andern iares, so der mane enzundet wart, so
+schreip er zwei. Deȥ dritten iares driu, unde also biȥ an das
+niunzehende iar. do schreip er niunzehene. an dem zwenzicgosten
+iare, wa dan eines geschriben waȥ, da wart ie der mane enzündet.
+als gat diȥe rechenunge an dem einen an unde an nunzehenen uȥ.
+Nu wil ich von dem gewonlichen manden sagen. der gewonlich mande
+daȥ sint die tage die von den alten ziten unde nu geschriben
+sint in unsern ka-(301d.)lendenern. da von wiȥȥet daȥ romelus
+der meister waȥ der erste under den romeren der daȥ iar mit den
+manden teilte. der mahte niht wan zehen manden, Unde sprach, eȥ
+were ein iar. daȥ tet er darumbe, wan ein frouwe ein kint niht
+langer treit dan zehin manden. unde in sinen ziten waȥ gewonlich
+daȥ ein frowe nach ires mannes tode an ander man beleip uber
+zehin manden. den ersten manden nante er marcium, wande sin
+vater mars hieȥ. oder als die heidene gloubint[107], mars daȥ
+ist ein stritgot. nach dem mac och dirre mande wol heiȥin. wan
+die romschen kunge fuorent die zit an den strit, so siu urluge
+hetent. Do nante romulus den anderen manden aprilem. den namen
+gab er im von dem worte aperire. wan in der zit so tuont
+sich[108] uf deȥ ertriches unde der boume pori. Do nante er den
+dritten Mæien, nach dem worte[109] Ma-(302a.)iores. wan die
+merren mahtent danne ir spil ze rome. Den vierden nande er
+Junium. wan so hetent die iungen ir spil. Den fiunften nante er
+Quintilem, nach dem worte quinque. Den sehsten sextilem, nach
+dem worte sex. Der sibinde heiȥit september, von septem unde von
+ymber, als der spreche „er ist der sibinde nach dem regenlichen
+manden.“ daȥ ist der merze, ze gelicher wiȥ, heiȥit der ahte
+mande october, von octo unde von ymber. Unde der niunde
+november, von novem unde ymber. Der zehinde December, von decem
+und ymber. Da nach kam ein meister, der heiȥet[110] numma
+pompeius, der merrete daȥ iar mit zwein manden. daȥ waȥ
+ianuarius unde Februarius. Nach der heiden geloube ianus daȥ ist
+deȥ iares got. der het zwei houbet, daȥ er hindene unde vorne
+gesehe. nach deme ist der ianuarius genant, wan der mande ist
+(302b.) ein ende deȥ furgevarnen iares unde ein anegenge deȥ
+kunftigen iares. er mac och heiȥen nach dem worte ianua. wan als
+man zuo einer duren in gat, als gat man zuo disem[111], manden
+in daz iar. nach der heidene geloube Februus daȥ ist der hellen
+got. darnach ist[112] der februarius genant, wan die romer
+warent noch do heidene unde begiengint[113] deȥ hellegotes
+hogezit in dem februario. wie denne doch meister numma dem iare
+zwelf manden gebe, doch mahte er eȥ ze kurz. wande die manden
+warent manen manden. die engenuogten[114] niht der sunnen loufe.
+da von kam ein andere, daȥ waȥ keiser iulius, der mahte den[115]
+kalendener rehte unde irvollette den gebresten mit einlof dagen,
+die tet er darzuo unde ein vierteil eines tages. da von het daȥ
+iar driu hundert unde sehzic unde fiunf tage unde sehz stunden.
+doch ubergreif (302c.) er mit eime zwelften teile einre stunden.
+Dirre Julius teilte iglichem manden sine tage vil ordenlich,
+er vienc an an dem mercen. dem gab er ein unde driȥic tage, dem
+andern driȥic, unde also biȥ uȥ. dem geraden gap er gerade, dem
+ungeraden gab er ungerade. do er do herumbe an den ianuarium
+kam, dem solte er ein unde driȥic tage han gegebin, unde gebrast
+im eines tages. den nam er dem februario unde ervollete den
+ianuarium unde sprach „der Februarius kumit sime gebresten wol
+nach, so eȥ schaltiar sint.“ wan er do keiser waȥ, do wart der
+mande der vor quintilis hieȥ Julius genant. daȥ tatent im die
+romer ze liebe, wan er in dem manden[116] geborn wart. ze
+glicher wis tatent siu dem keiser augusto. der waȥ in dem
+sextili geborn.[117] der mande wart augustus genant. aber keiser
+augustus nidete daȥ (302d.) sin mande eines tages kurzir waȥ
+danne iulius, unde nam einen tac uȥ dem Februario unde leite den
+in sinen manden. do beleip der februarius mit eht unde zwenzic
+dagen. wan do drie manden nah enander giengent der ieglicher ein
+unde driȥic hete, der iulius, augustus unde september, da von
+nam der keiser augustus einen tac uȥ dem septembri unde gab in
+dem octobri, unde nam einen uȥ dem novembri unde gap in dem
+decembri. also stant die manden noch bi unsern ziten. Danach
+wissest daȥ ieglich mande drier hande tage het, daȥ sint
+kalende, none unde Idus. kalende daȥ[118] ist als der spreche
+colende. wan an dem ersten tage iegliches manden so uobtent siu
+eine gotin, die hieȥ iuno. kalo daȥ sprichet ruofen. da von
+kumet och wol calende. wan so rief ein butel vor hin etwie lange
+(303a.) unde kunte den merkit[119] unde die hohgezit. kalo daȥ
+ist guot. da von heiȥit eȥ och kalende, wan so hantgiftet ein
+friunt dem andern in dem namen daȥ im[120] gelucke unde guot
+davon volgete. Non daȥ ist niht. da von kumet none. wan kein got
+enthilt niht die hohgezit iunonis in den tagen. oder none daȥ
+ist als nove. wan die tage so fundent romer niuwe reht. nundine
+daȥ sint mestage. wan do hie vor die mestage in disen tagen
+warent, da von heiȥent dise tage none. § ydus daȥ kumet von eim
+kriechschen worte ydos, daȥ ist ein teilunge. wan dise tage sint
+vil bi der halbe mande, oder won[121] sich die mestage danne
+schiedent. Nu soltu wissen, in ieglichem manden sint zwene ubile
+tage. nach der heiden gelouben waȥ eȥ ubel, daȥ man an den tagen
+kein werk an vienc, unde wer an (303b.) den tagen siech wart,
+der starb oder genas kume. an den selben tagen plagete got daȥ
+volk von egipto mit den groȥen slegen. och warent etlich
+heidene, die opfirtent an disen tagen ir eigen menslich bluot
+dem hellegote der da heiȥit pluto. da von wart eȥ verbotten, daȥ
+nieman laȥin solte an disen tagen, daȥ man iht arcwane daȥ man
+menslich bluot opfere dem duvele. § Sant Augustinus verbiutet
+daȥ man iht bluot opfere plutoni noch hohgezit began iunon an
+den kalendis. Der irkennen welle in ieglichem manden weles sint
+verworfene tage, unde wele stunde schedelich ist an den selben
+tagen, der lerne an disen versen. Armis gunfe dei calatos
+adamare dabatur. Lixa memor conflans gelidos limpfantia quosdam.
+Omne lumen aaron bagis consortia laudat. Thielinkat ei coequata
+gracia lim (303c.) liphradus. ie zwei wort horint an einen
+manden. Daȥ erste zalet obne her abe, daȥ ander zalet undene uf.
+der erste buochstabe an der ersten sillaben bezeichint wel tage
+verworfen si. wan als verre der buochstabe stat in dem a b c,
+also mengen tac stat der tac in dem kalendario. ze gelicher wis
+bezeichenet der erste buochstabe an der andern sillaben wel
+stunde in dem selben tage verworfen si. Nu han ich geseit von
+der zit die man geschriben mac unde stete ist. nu wil ich sagen
+von der[122] bewegelichen zit die man ahtet bi dem loufe deȥ
+manen unde het keine stat in dem kalendario. unde der zite sint
+fiunfe, septuagesima, quadragesima, pascha, rogationes,
+pentecoste. wie aber der adventus bewegelich si, so en
+horit[123] er doch niht zuo disen. wan man ahtet sin niht nach
+dem manen. die dage die da heiȥent (303d.) septuagesima, mit
+den[124] begat man die sibinzic iar in den die kint von israhel
+warent gevangen ze babilonie. quadragesima, mit den begat man
+die vierzic tage die Moyses vastete unde enpfienc die zehin
+gebot von unsirme herren. Helyas vastete och vierzic tage unde
+wart gezuckit an ein heinlich clare stat. och vastete unser
+herre ihesus cristus selb vierzic tage unde uberwant deȥ tievils
+bekorunge. wan dan alle gotes getat uns ein lere ist unde ein
+wec, wir suln[125] och vierzic tage vasten, unde sulent gote
+unser lebin zehinden, als wir och unser guot zehinden.
+den osteren sprechint die iuden pascha unde die criechen
+phase. phase daȥ ist in latine transitus. wan unser herre
+ihesus cristus do uber fuor von der dotlicheit zuo der
+untotlicheit[126], danne suln wir uber varen von den sunden zuo
+den (304a.) tugenden, daȥ wir von disim lebinne mugent komen zuo
+dem ewigen lebinne. AMen. Die zit so man mit den crucen get, die
+tage heiȥent rogationes, von dem worte rogare. wan diu heilic
+cristenheit manet uns daȥ wir betent unde vastent unde mit den
+crucen gant, niht alleine fur die wolfe die dem libe schadent,
+me halt fur die wolfe die der sele schadent. Pentecosten daȥ
+kumet von dem crieschin worte pente, daȥ ist fiunfe, unde coste,
+daȥ ist zehene, als der spreche „fiunf werbe zehine.“ also menic
+dag ist och von ostern biȥ pfingsten. unde die zit begat die
+cristenheit, wan die e Moysi wart gegebin uf dem lihten berge,
+unde unsers[127] herren iungern enpfiengent den heiligen geist.
+Nu han ich geseit von den ziten die man ahtet nach dem manen. Nu
+wissest daȥ der sunnentac (304b.) der da stat nach dem fiunften
+tage vor dem Decembri unde vor dem dritten tage hin in Decembri,
+der sunnentac ist ein anegenge deȥ adventus, daȥ uns kunftic ist
+der tac an dem got geborn wart, deȥ die wissagen vor lange
+begeret hettent.
+
+Finis adest operis. mercedem posco[128] laboris.
+
+
+ [Anmerkungen:
+
+ 1: In der Handschrift _elemente_
+ 2. Zweimal _de_
+ 3. _azzate_
+ 4. _zahet_
+ 5. _fiuhte. der_] _fúhter_
+ 6. _daȥ_ fehlt.
+ 7. Bis hieher wechseln rothe und blaue Anfangsbuchstaben
+ der Absätze.
+ 8. _der sibinder_
+ 9. _mensche_
+ 10. _dem_
+ 11. _firmentum_
+ 12. _im_
+ 13. _disen_
+ 14. _de siv die_
+ 15. _sternent_
+ 16. _halb_
+ 17. _kvmume_
+ 18. _zeichein_ oder _zeichem_
+ 19. _etriche_
+ 20. _dú kien_
+ 21. _maht_
+ 22. Die Kreise mit blauer, die Worte ausserhalb mit rother Farbe.
+ [[Bild 3]]
+ 23. _Kútes_
+ 24. Dahinter als Merkzeichen ein durchkreuzter Kreis mit einem
+ Punkt in jedem Viertel. Vgl. 298c. 299c. [[Anm. 67, 85]]
+ 25. _volle_
+ 26. _gevarne_ am Rande nachgetragen.
+ 27. _ein_ nachgetragen.
+ 28. _niht_ am Rande nachgetragen.
+ 29. _studel_
+ 30. _dc_
+ 31. _mache_
+ 32. _ein_
+ 33. Dahinter noch _der gat_
+ 34. _bi_
+ 35. _And’ der_
+ 36. _andē_
+ 37. Aus _drekengen_ gebessert.
+ 38. _ta- tage_
+ 39. _heilige_
+ 40. _sine_
+ 41. _equiuocciū_; nachher _equiuociū_
+ 42. _zwelten_
+ 43. _den cheine_
+ 44. _ze_ fehlt.
+ 45. _nahet_ ohne _an_.
+ 46. _dem_
+ 47. Dahinter fast eine ganze Zeile unlesbar ausgeschabt.
+ 48. _man_ fehlt.
+ 49. _dē_ gebessert aus _hindē_
+ 50. Dahinter noch _vf der lingen siten_
+ 51. _vmbe der beizzet_
+ 52. _begegerunge_
+ 53. _die der_ zweimal.
+ 54. _lŏm_
+ 55. _sunē_
+ 56. _dem_
+ 57. _gemahet_
+ 58. _sunnentac_ fehlt.
+ 59. _vn ane_
+ 60. _den_
+ 61. _dannē_
+ 62. Dahinter noch _danne_.
+ 63. _alles_
+ 64. _betútetet_; _den_ fehlt.
+ 65. _septetrione_
+ 66. _wegenes gerihte._ _H’._
+ 67. Dahinter ein durchkreuzter und punktierter Kreis wie 294d.
+ [[Anm. 24]]
+ 68. _vn scheiden_
+ 69. _den keī_
+ 70. _hinderer_
+ 71. _dú_
+ 72. Das Bild der Sonne roth. [[Bild 6]]
+ 73. _man_ fehlt.
+ 74. _niemer_
+ 75. _gengen_
+ 76. _entwichen_
+ 77. _werlichen_
+ 78. _den_
+ 79. _vol schinmet_
+ 80. Sonne und Mond in nachstehendem Bilde roth gemalt. [[Bild 7]]
+ 81. _vol schinet_
+ 82. _got_ zweimal.
+ 83. _lieht’es_
+ 84. Die Mondbilder halb roth, halb schwarz; die Sonne roth.
+ [[Bild 9]]
+ 85. Am Rande das Merkzeichen wie 294d. 298c. [[Anm. 24, 67]]
+ 86. _wufzehē_
+ 87. _allē_
+ 88. _daȥ si_] _dez_
+ 89. _cum_
+ 90. _indirre_ zweimal.
+ 91. _nīe ein v’gessin_
+ 92. Zweimal _vf gezzit_
+ 93. _handē_
+ 94. _hant vestene_
+ 95. _betrúget_
+ 96. _drie_
+ 97. _dc die_; _c_ von späterer Hand.
+ 98. _sodiacg zodiacg_
+ 99. _in zwelfú_ _īzwelfvi_
+ 100. _svnnē_
+ 101. _da_
+ 102. _nemet_
+ 103. _gegegen_
+ 104. _hemispiriū_
+ 105. _si_
+ 106. _heiȥet_ fehlt; _zeichen_ aus _heizhen_ gebessert.
+ 107. _glŏbit_
+ 108. _sich_ fehlt.
+ 109. _worete_
+ 110. _hiezet_
+ 111. _disen_
+ 112. _ist_ fehlt.
+ 113. _begegint_
+ 114. _hegenvotēt_
+ 115. _der_
+ 116. _mandem_
+ 117. _genant_
+ 118. _Idus kalende. Dc_
+ 119. _merkint_
+ 120. _in_
+ 121. _von_.
+ 122. _der_ fehlt.
+ 123. _horint_
+ 124. _dem_
+ 125. _wan súl_
+ 126. _vntolicheit_
+ 127. _vnser_
+ 128. _pasco_]
+
+ * * * * *
+ * * * *
+
+ [Bilder:
+
+ 1 (293a): Kreis in drei Teile: Osten (»asya«), NW (Europa),
+ SW (»affrica«)
+ 2 (294c): Kreis mit mittelpunkt
+ 3 (294d): Konzentrische Kreise, siehe Text
+ 4 (298b): Kreis in 8 Teile
+ 5 (298c): Nord: Affricus / Notus / Auster / Meridies
+ Ost: subsolanus / vulturus / eurus / oriens
+ Süd: Tricius / Aquilo / Boreas / Septentrio
+ West: Chorus / Favorius / Zephirus / occidens
+ 6 (298d): Verdunkelung: »der Mane« zwischen »die sunne« und
+ »die erde«
+ 7 (299a): Mondfinsternis: »die erde« zwischen »der mane« und
+ »die sunne«
+ 8a (299b): Halbmond [»crumb«]
+ 8b: schwartzer Halbmond
+ 8c: schwartzer Kreis
+ 9 (299c): Mondphasen: die sunne / coniunctio // Moneydes /
+ Diadomos / Anphitrites / Panphilimios / Diatomos / Moneydes
+ 10 (300c): Blumenform]
+
+ * * * * *
+ * * * *
+
+Druckfehler und Unregelmässigkeiten:
+
+ (295b.) die liute teilent in in ein naht unde in einen tac
+ [d.h., »einteilen« + in]
+ (297b.) diſe lere wiset aristotiles.
+ [langes »s« im Original]
+ (298d.)
+ (299a.) [Punkte fehlen]
+
+
+
+
+
+
+End of the Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various
+
+*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE ***
+
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+redistribution.
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+
+
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+Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement
+and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic
+works. See paragraph 1.E below.
+
+1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation"
+or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
+Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the
+collection are in the public domain in the United States. If an
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+
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+
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+ money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
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+ of receipt of the work.
+
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+
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+assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
+goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
+remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
+and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
+To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
+and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
+and the Foundation web page at http://www.pglaf.org.
+
+
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+Foundation
+
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+information can be found at the Foundation's web site and official
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+Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation
+
+Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
+spread public support and donations to carry out its mission of
+increasing the number of public domain and licensed works that can be
+freely distributed in machine readable form accessible by the widest
+array of equipment including outdated equipment. Many small donations
+($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
+status with the IRS.
+
+The Foundation is committed to complying with the laws regulating
+charities and charitable donations in all 50 states of the United
+States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
+considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
+with these requirements. We do not solicit donations in locations
+where we have not received written confirmation of compliance. To
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+particular state visit http://pglaf.org
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+While we cannot and do not solicit contributions from states where we
+have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
+against accepting unsolicited donations from donors in such states who
+approach us with offers to donate.
+
+International donations are gratefully accepted, but we cannot make
+any statements concerning tax treatment of donations received from
+outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
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+Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
+methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
+ways including checks, online payments and credit card donations.
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+
+Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic
+works.
+
+Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm
+concept of a library of electronic works that could be freely shared
+with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project
+Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.
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+
+Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
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