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diff --git a/29436-0.txt b/29436-0.txt new file mode 100644 index 0000000..0fc11c5 --- /dev/null +++ b/29436-0.txt @@ -0,0 +1,1473 @@ +The Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + + +Title: Meinauer Naturlehre + +Author: Various + +Editor: Wilhelm Wackernagel + +Release Date: July 18, 2009 [EBook #29436] + +Language: German + +Character set encoding: UTF-8 + +*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE *** + + + + +Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and +the Online Distributed Proofreading Team at +http://www.pgdp.net + + + + + + +[Dieser Text benutzt die UTF-8-Kodierung (Unicode). 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VIII. +27[1] zwischen Hugos von Langenstein Marter der heil. Martina und +Schondochs Litthauer; es ist mit dem ersteren dieser Gedichte von +demselben Lohnschreiber des vierzehnten Jahrhunderts, einem Konrad von +S. Gallen,[2] sauber und zierlich aufgesetzt worden. Eine zweite +Handschrift, die es enthielte, ist zur Zeit noch unbekannt. Einzelne +Stücke daraus sind bereits an anderem Ort erschienen;[3] der +vollständige Abdruck, welcher hier nun vorliegt, wird sich durch den +bedeutenden Werth rechtfertigen, den dieses Buch für die +Litteraturgeschichte und namentlich für die Geschichte der +Naturwissenschaft besitzt. + +Es fehlt unsrer alten Litteratur nicht an anderen ganz deutsch oder +deutsch und lateinisch verfassten Prosaschriften aus eben diesem Gebiet. +Aber die übrigen gehœren entweder lediglich der Arzneikunde an, und sind +dann eine kaum zusammengehaltene Reihe von Recepten, wie die mit dem +Namen des Hippocrates aufgeschmückten in Zürich,[4] Basel[5] und +Leipzig[6] und selbst jene grosse Krankheits- und Heilmittellehre, deren +Handschriften in Breslau und München liegen;[7] oder sie verbinden, wie +Konrad von Megenberg,[8] die Medicin mit der gesammten Naturgeschichte, +oder weben endlich, wie das älteste Buch dieser ganzen Reihe, der +Lucidarius,[9] Weltbeschreibung, Weltgeschichte und Theologie in +einander. Den praktischen Bezug auf die Gesundheitspflege hat auch +unsre Schrift: sie behandelt in solcher Art gleich zu Anfang die vier +Temperamente. Die Hauptsache jedoch, während Thier- und Pflanzenkunde +u. s. f. gänzlich bei Seite bleiben, ist ihr die Astronomie, die Lehre +von der Gestalt der Erde, der Bewegung der Himmelskörper, der Berechnung +und Benennung der Zeiten nach Sonnen- und Mondenlauf und dem Lauf der +übrigen Gestirne. Und hier tritt uns, anziehend genug und überraschend, +eine Kenntniss entgegen, wie sie dem Mittelalter nicht allgemein +geläufig, wie sie der Kirche nicht immer genehm, ja von derselben +mehrfach verpœnt war. Der Verfasser weiss nicht bloss, woher Sonnen- und +Mondfinsterniss rühren (297c, ff.): er weiss auch, dass die Erde eine +Kugel (293a.)[10] und der Fall eine Bewegung nach deren Mittelpunkte +sei (294c.).[11] Kurz, er hat von diesen Dingen diejenige Kenntniss, bis +zu der schon das griechisch-rœmische Alterthum durch Eratosthenes und +Ptolemæus gelangt war. Nur erscheint die Ueberlieferung davon in der +Weise des Mittelalters trüb und verwirrt: Romulus z. B. und Numa +Pompilius, die er auf Anlass der Römischen Jahres- und Monatrechnung zu +nennen hat, sind ihm zu _meistern_, das heisst hier zu Astronomen, und +aus _Pompilius_ ist noch _Pompeius_ geworden (296a. b. 301d. ff.). Ich +vermuthe, dass er diesen antiken und überhaupt den ganzen Stoff seines +Buches durch Vermittelung der Aerzte und Naturgelehrten zu Montpellier +empfangen habe. Dahin deutet nebst der Erwähnung eines namhaften +Astronomen der in Spanien benachbarten Araber, des Alfraganus (293a.) +d. i. des Mohammed ben Ketir von Ferganah,[12] der diætetische +Abschnitt Bl. 297a. ff. Denn eben diese Regeln über Essen und Trinken, +Schlafen und Baden finden sich, theilweis mit beinahe wörtlicher +Uebereinstimmung, auch in einer Sammlung medicinischer Schriften +wieder, die, jetzt der Bibliothek zu Basel angehœrig, ihren Ursprung +in Montpellier genommen hat.[13] Sie lauten daselbst auf Provenzalisch +also: + +_Om quan ce leua de dormir deu anar petit epla esos membres estendre +eson cap penchenar. car lestendilar aferma locors el penchenar enfa +issir lo fum que pueia el cap lanueg_ + +_In en estiu deu hom som cors lauar am baynga freia car estrenh lo fum +delcor edona talent demaniar E deu se hom uestir de blancas camizas ede +bels uestimens car lo coragge dome sen alegra. epueis bregue las dens +elas gingiuas am bonas especias. epueis onhgua lo cors am debos enguens +car lo cors sen es gauis perlas bonas odors. E pueis mania debos +lectuaris confortatius et aias una liura daloe car aisso mou lacalor +naturalh edezembarga lacalor del pania edestiu lauentozitat pueis an sen +estar edeportar ab sos priuatz per es gauzir son cors. E quant uolra +maiar[14] osopar. caualgue. i. pauc que mais ne maniara_ + +Wo aber und von wem ist unser deutsches Buch verfasst worden? Es wäre +gewagt zu behaupten, so nahe gelegt auch die Behauptung ist, dass Hugo +von Langenstein, der die heil. Martina gedichtet, auch dieses in der +Handschrift gleich auf die Martina folgende Werk zuerst geschrieben +habe. Denn Hugo, der in seinen Versen so geschmacklos und der Sprache +nur wenig Meister ist,[15] konnte die Prosa schwerlich mit so leichter +Einfachheit handhaben; die zu solchem Werk erforderliche Gelehrsamkeit +hätte ihm vielleicht nicht gefehlt.[16] Aber ein Zeitgenosse wird es +gewesen sein (die Martina ist von 1293)[17] und ein Ordensbruder +Hugos, ein Deutschritter, und auch in dem Ordenshause auf der Meinau +angesessen, welches Hugo stiften helfen und in welchem er selbst +vielleicht als Commenthur sein Leben beschlossen hat.[18] Die +Handschrift ist sichtlich zuerst im Besitze Deutscher Ritter gewesen +und für solche gefertigt worden: ein Glied des Ordens hat die Martina +gedichtet, und die später erst beigefügten Reime Schondochs von dem +heidnischen König in Litthauen behandeln eine Ordenssage. Jene Diætetik +sodann setzt ein vornehm bequemes Herrenleben voraus, wie es solch einem +Orden vergönnt war; wirklich hat auch sie die Grundlage oder wenigstens +doch Beitræge hergegeben zu æhnlichen Anweisungen, die spæterhin für den +Hochmeister in Preussen von einem berühmten Arzte niedergeschrieben +wurden.[19] Und wenn endlich Bl. 298b. der Eurus _niderwint_, der Auster +_waȥȥirwint_, der Zephyrus _waltwint_ heisst, so sind das Benennungen, +die gerade auf der Meinau, in der nördlichen Bucht des Bodensees, am +füglichsten Platze waren: denn da ist östlich niederes ebneres Land, +westlich der Schwarzwald, südlich das grosse Schwabenmeer. Deshalb ist +der Titel „Meinauer Naturlehre“ schon früher gewæhlt[20] und auch +diessmal festgehalten worden. + +Die ursprüngliche Aufsetzung jedoch haben wir in der Basler Handschrift +so wenig von diesem Prosabüchlein als von der Martina. Beide enthalten +mancherlei Fehler, die auf eine nicht ganz leserlich gefertigte oder +stellenweis verwischte Urschrift zurückdeuten, und der Abschreiber +erweist sich oft gedankenlos und überall unkundig. Ich habe mich bemüht +die so entstandenen Fehler zu beseitigen; die Anmerkungen verzeichnen +bei jeder Besserung die handschriftliche Lesart. Nur wo es lateinische +und griechische Worte betrifft, habe ich lieber nicht geändert, da in +solchen schon die Urschrift irren mochte. In der Bearbeitung des Textes +noch weiter zugehn und so, wie es die Herausgeber altdeutscher Schriften +lieben, die Sprache ebenmæssiger zu machen, als sie im Munde des +Schreibers und wohl auch des Verfassers selber war, schien unerlaubt. +Es sind demnach mehrerlei Formen derselben Worte, mehrerlei Schreibungen +desselben Lautes gern und geflissentlich geduldet, und nur in einigen +unwesentlichen Stücken ist um das Geschäft des Lesers zu erleichtern +die strenge Buchstæblichkeit verlassen worden: die Abkürzungen sind +aufgelöst, die vocalischen _v_ gegen _u_, die consonantischen _u_ gegen +_v_ vertauscht; Präpositionen, wo sie mit ihren Substantiven in eins +geschrieben waren, davon getrennt; umgekehrt Zusammensetzungen, wo ihre +Bestandteile getrennt waren, in eins geschrieben; und endlich anstatt +der blossen Punkte noch andere Satzzeichen, aber mit mœglichster +Einfachheit des Verfahrens, eingefügt. + + _Basel_, im August 1850. + + +Wilhelm Wackernagel.+ + + + [Anmerkungen: + + 1. Ausführliche Beschreibung derselben in den Altd. Handschriften + der Basler Univ. Bibliothek S. 39 ff. + 2. Am Schluss der Martina, Bl. 292d: + _Der dis buoch geschriben hat + Der heizit von sant Gallen Cvonrat._ + Als Lohnschreiber bezeichnet er sich durch den Schlussvers der + Naturlehre, 304b: _Finis adest operis mercedem pasco_ (d. i. + _posco_) _laboris_. + 3. Altd. Lesebuch Sp. 767-774. + 4. Graffs Diutiska 2, 269. + 5. Haupts und Hoffmanns Altd. Blätter 2, 133. + 6. Aufsess Anzeiger f. Kunde des deutschen Mittelalters 2, 242. + 7. Hoffmanns Fundgruben 1, 317. Schmellers Bair. Wörterb. 3, 678. + 8. Büschings wöchentl. Nachr. 2, 273 ff. 293 ff. + 9. Aufsess und Mones Anzeiger 3, 311. Altd. Blätter 2, 5. + 10. Vgl. Haupts Zeitschr. f. Deutsches Alterthum 6, 145. + 11. _Wie swærer last sich neiget zer erden zenter_: der Kanzler + in vdHagens Minnesingern 2, 390b. + 12. Schnurrers Biblioth. Arab. 462 ff. + 13. Handschr. D. II. 11; vgl. Haupts Zeitschr. 5, 16. + 14. lies _maniar_ + 15. Altd. Handschr. d. Basler Univ. Bibl. 46. + 16. Ein Abschnitt der Martina (_von der menschlichen blœde_ + 114d.-137b.) ist nach Pabst Innocenz III. Schrift _de miseria + conditionis humanæ_ gearbeitet. + 17. _Als man mit warheit spurte + Do waz nach gottes geburte + Diz buoch gemachet daz ist war + Do man zalte tusent iar + vnde dar zvo zwei hundert + mit warheit vs gesundert. + Driv vnde nvnzic darzvo_ 292c. + 18. Im Jahr 1287 war er Commenthur zu Sumiswald (im Canton Bern); + 1298 lebte er noch zu Freiburg im Breisgau; Commenthur auf der + Meinau ward er nach Lassbergs Vermuthung 1319: Altd. Handschr. + d. Basl. Univ. Bibl. 40. Haupts Zeitschr. 7, 169. + 19. Auszüge aus diesem „Regiment des Lebens“ in Raumers Hist. + Taschenbuch 1, 189 ff. + 20. Altd. Lesebuch 767.] + + + * * * * * + * * * * + + +Deȥ menschin lip ist gemachet uȥ vier elementen[1]. da von +so wil ich dir sagen welhes siu sint. Daȥ erste ist diu erde. +diu ist kugeleht. daȥ mac man kiesin da bi. wan so der mane +verleschit, daȥ schinet uns an der ersten stunde der naht. aber +die da sint in oriente, die sehint des manen gebresten umbe die +dritten stunde der naht. daȥ ist darumbe. wan eȥ ist in e naht +dan uns. daȥ en mohte niemer gesehen, enwere daȥ[2] ertriche +niht kugeleht unde enmitten hoch. da von so gat in diu sunne e +uf danne uns. wonde si danne also gar michel ist, da von schinet +si sleht unde breit. unde daȥ mer hat dise welt in driu also +geteilit: [Bild 1] Daȥ minste heiȥit Europa, Daȥ ander affrica, +Daȥ dritte asya. Von dem ertriche sprichet ein phylosophus, +alfraganus „Den minsten sternen den der mensche mac gesehin, +der ist groȥir (293b.) danne daȥ ertriche alle sament, unde ein +Sterne ist als ein punctel gein dem himel.“ Nu merke wie groȥ +der himel si gein dem ertriche. Diu erde ist der andern elemente +reinate unde ein drussene. Unde diu erde ist von ir nature durre +unde kalt. also der naturen sint och ein teil liute. den +sprechint die arzate[3] Melancolici. die artent nach der erden, +unde sint sorghaft, gerne truric, gitic unde habende, ungetruwe, +zahe[4] unde swarzir varwe. Nu hest du ein element. daȥ ist diu +erde. + +Daȥ ander element ist daȥ wasser, unde ist och cugeleht umbe daȥ +ertriche. als in eime eige daȥ luter umbe den duttern gat, also +umbegat daȥ wasser die erde. nuwen daȥ uns got den luft hie lat, +daȥ wir genesen, eȥ solte anders alles hie waȥȥir sin. unde ist +och daȥ waȥȥir kalt unde fiuhte. der[5] naturen sint och die +liute, den die meister sprechint sanguinei. die ar-(293c.)tent +nach dem waȥȥir, unde sint gebinde, minnende, frolich, lachende, +unde rotenthafter varwen, unde singent, unde feiȥet sint si, +geturstic unde guotmuotic. Nu hestu daȥ ander element, daȥ +wasser. + +Daȥ dritte element daȥ ist der luft. der besluȥit in sich die +ersten zwei, unde ist warm unde fiuhte. darnach artent die, den +die arzate sprechint fleumatici, unde sint an slafenne gerne +drage, unde mugent vil speichlotun haben, unde hant herten sin, +veiȥt, unde wis sint siu gerne. Nu hestu daȥ dritte element. daȥ +ist der luft. + +Daȥ vierde ist daȥ[6] fiur, unde ist durre unde warm, unde +umbegat die andern alle. der nach artent die lute, die da +heiȥint colorici. die sint los, drugenhaft, zornic, gebinde unde +geturstic, ruh, cranc, durre, unde bleicher varwen. dise vier +element gent dem libe fuorunge. daȥ sint die erde, waȥȥir, luft +unde fiur. (293d.) + +Darnach[7] ob disen elementen gat ein gar luter gegni an, der +sibin[8] sternen, die da heiȥint planeten. die gant anders danne +ander sternen, daȥ man[9] sprichit, si sin die ierrenden +sternen. E danne ich dir von disen siben sternen sage, so wil +ich von den[10] obresten sagen, daȥ du eȥ deste baȥ merkest. ob +disen siben sternen, von den ich dir sagende wirde, sint alle +sternen, unde alle sternen an dise siben heiȥent die steten +sternen oder die gesteten, wonde si gestetent sint in die witen, +die da heiȥit daȥ firmamentum[11], daȥ siu gelich balde gant mit +dem firmamentum allumbe die elementa. Von dem lande gant si her +uber, da die sunne uf gat, hine da diu sunne under gat, under +die erde hine. von disen steten sternen en wil ich nihtesniht +sagen iegnote, nuwan daȥ dise sternen unde ir firmamentum also +balde (294a.) umbe gant, daȥ siu soltent mit in[12] umbe ciehin +die vier elementen, also gehes, daȥ nihtes niht en solte noch en +mohte begruonen oder bekumen. da von so het si got beschaffen, +dise[13] siben sternen, daȥ die[14] fuoren sulent die welt unde +den obresten sternen widerstan sulent. Daȥ firmamentum gat umbe +von orient vil swinde zuo dem occident. aber da wider her dan +gant die planeten von occident zuo orient. Spreche danne ieman +„ich en weiȥ waȥ du seist. ich weiȥ wol, die sternen gant alle +zuo orient uf unde ze occident under,“ deȥ antwurte ich also. +die steten sternen[15] gant von dem oriente zuo dem occidente +naturliche. den ganc hant si. aber die planete hant zwene genge. +einen betwungenlichen hant si mit dem firmamente von oriente, +unde der ganc nimet obern hant.[16] der ander ganc ist der +(294b.) naturlich ganc den die planeten hant von occidente wider +daȥ firmamente. der ganc ist so verdruckit, daȥ er kume[17] +schinet. wonde aber nieman mich lihte noch niht verstat, so wil +ich ein bizeichen setzin. nim ein wurmel unde setze daȥ umbe ein +umbe gendes rat, daȥ eȥ crieche wider deȥ rades lof. so gat daȥ +wurmel für sich, unde wirfet daȥ rat umbe diȥ wurmelin hin wider +vil menic werbe, e dan eȥ gecrieche wider an daȥ zeichen[18] da +eȥ an huob. also wirfet daȥ firmamentum die planeten von oriente +zuo dem occidente aller tegelich umbe. der wider strebint die +planete, unde sument sich, daȥ siu niht also schiere under gant +also die steten sternen. daȥ ander bizeichen ist. die meister +sprechint, unde ist och war: so diu creature ie liehter ist, +so dringet eȥ ie me hin uf, alse diu flamme. daȥ abir ie swerer +ist, daȥ duget so eȥ meist mac zuo (294c.) dem centrum, daȥ ist +zuo dem allir mittelsten puncten, der en mitten in dem +ertriche[19] stat. der heiȥit daȥ centrum, also der puncte der +en mitten in eime umbecreise ist, der heiȥit och der centrum, +als du kiesen[20] maht an dirre figuren: [Bild 2] nemest du +denne einen stein, unde wurfest in hohe uf, so heter zwene +genge, einen hin uf betwungenlichen, unde sinket doch +naturlichen, daȥ er drætecliche stiget. so er danne den +betwungenlichen ganc verlat, so vellet er swinde. also hant och +die planeten zwene genge. der erste planete heiȥit Saturnus, der +ander Jupiter, darnach Mars, unde danne die sunne, unde venus, +Mercurius unde der Mane. Jupiter unde venus sint geluckehaft, +Saturnus unde Mars ubil. aber die sunne unde der mane unde +mercurius sint etwenne guot, etwenne ubil. Saturnus ist kalt +unde durre, Jupiter heiȥ unde fiuhte, Mars unde (294d.) die +sunne heiȥ unde durre, der mane unde venus fiuhte unde calt. +Mercurius het mittelmæsige nature. unde het ie einer witern ganc +danne der ander. daȥ mahtu[21] allis kiesen ander figuren die +hie nach gat.[22] + + [Bild 3: Dise figura betiutet die welt wenne die elementen + und die himmele die hie getecket sint daz heizet ah die + welt. Der mazse iutet hundert iur und heizzet ouch diu welt. + Primus motus oder primum mobile deist er himel der oberest + der da umbe gat. / daz firmamentum / Saturnus / Jupiter / + Mars / Sol / Venus / Mercurius / der mane / daz fiur / der + luft / daz wassir / die erde] + +Kiut es[23] in tiuschen gelich, in latine heiȥit diu erste welt +mundus, diu ander welt seculum. In dem aller oberesten himel da +ist ewekeit, da got ist ob dem primum Mobile. aber hie ist zit, +zergenclikeit. Sit daȥ ich danne von der zit[24] geret ein wenic +habe, so wil (295a.) ich von der zit furbaȥ sagen. da von +wissest daȥ wir der zit niht me hant denne ein vil cleines +stundel, daȥ du eȥ kume maht vor[25] cleine merken. unde die für +gevarne[26] zit en ist niht ein[27] zit. die kunftige zit ist +niht ein zit. unde diȥ stundel en ist och niht[28] ein zit. eȥ +ist nuwen ein angenge der zite, als ein punctel einer linien +anegenge ist, unde ist doch niht ein linige. also ist eȥ umbe +diȥ stundel[29], Unde en ist niht ein zit. da von sprach der +wise man sant augustinus „wir sin in der zit, wir reden von der +zit. waȥ abir diu zit sie, des[30] vermisse wir genzliche. unde +geschiht der zit, als der ein linigen machen[31] wil mit einer +nadeln durch win in eime napfe. daz gestrichene en[32] ist niht. +daȥ du solt strichen en ist niht. unde belibet dir nuwen ein +punctel. der abir dich fraget waȥ danne diu zit sie, so sprich: +die zit ist ein twale an der (295b.) die zergenclichen dinc +beweget werdent.“ Ein naturliche dac, den die romer zuo mitter +naht an hebent,[33] wonde got wart ze mitter naht geborn, der +gat ze mitter naht uȥ. der het[34] vier unde zwenzic stunden, +die liute teilent in in ein naht unde in einen tac. die naht daȥ +ist der erden schetewe, die von der sunnen gant. Aber ein +meister, heiȥit aristotiles, der sprichet von dem tage, der da +deȥ naturlichen tages teil ist, unde sprichet sin wort zuo +latine also: „dies est lacio solis super terram.“ Der tac, +sprichet er, ist der sunnen ufganc ubir die erde. diu erste +stunde deȥ sunnentages, an der richȥet der planete die sunne. da +von heiȥit eȥ sunnentac. der ersten stunden deȥ mentages richȥet +der mane. da von heiȥit er mendag. an der ersten stunden deȥ +cistages richȥet Mars. da von heiȥit er martis tac. an der +ersten stunden der mitwochen so richȥet Mercurius. (295c.) An +der ersten stunden deȥ dunrestages richȥet Jupiter. An der[35] +ersten stunden deȥ fritages richȥet venus, daȥ betiutet eine +minnegotin. An der ersten stunden deȥ samȥtages richȥet +Saturnus. nach disen planeten hant die heiden ir tage in der +wochin genant, unde zellent siu also nach einander: Dies solis, +Dies lune, Dies martis, Dies mercurij, Dies iovis, Dies veneris, +Dies Saturni. Nu weistu wol iegliches tages waȥ planeten an der +ersten stunden richȥet. an der anderen stunden richȥent ie die +anderen. an der[36] dritten richȥent die dritten, die ie darnach +gant. als an dem samȥtage. der ersten stunden richȥet Saturnus, +an der andern Jupiter, an der dritten Mars, an der vierden sol, +an der fiunften venus, an der sehȥten Mercurius, an der sibenden +luna, an der ahten saturnus. also aber an unde uȥ, bis der tac +hine kume. unde tuo dem andern (295d.) als dem ersten, so weist +du alle stunden waȥ planeten denne richȥit. deȥ wartent die +wisen, so siu drenker gent[37] oder so siu laȥent. so wartent si +weder der stunden planeta übel oder guot si. aber die iuden +virent den samȥtage, unde heiȥit sabbatum zuo latin, unde nach +der iuden wisheit der sunnendag in latine prima sabbati, der +mendac secunda sabbati, Danach tercia sabbati, unde denne quarta +sabbati, quinta sabbati unde sexta sabbati. Aber die cristen die +sprechint dem sunnentage, den siu da virent, Dominica dies, daȥ +ist in tiuschen unsers herren tac. dem selben sprechint si och +prima feria, daȥ kit der erste dag. dem mentage sprechint siu +secunda feria, unde danne tercia feria, quarta feria, quinta +feria, sexta feria, unde danne sabbatum. dem tage[38] sprechen +wir als die iuden. wande sabbatum betutet ruowe. deȥ tages +ruowete got (296a.) von alleme dem werke daȥ er worhte, unde +ruowete och in dem grabe deȥ selbin tages nach der marter. der +denne fragte „warumbe en began wir niht ander vire, unde die +woche an ze vahinne den samȥtag als die iuden?“ dar zuo soltu +antwurten daȥ wir daȥ von der meisterschaft gottes hant. wan er +wart deȥ sunnentages geborn, deȥ selbin tages erstuont er, unde +sant sine gabe deȥ heiligen[39] geistes sinen[40] iungern an dem +selben tage. Daȥ iar teilent die liute in zwei, in den winter +unde in den sumer. abir die meister teilent eȥ in vier teil. +In den winter. der vat an sant clementen tac an. ein meister, +heiȥit numma pompeius, der vahet daȥ iar an in dem winter, so +die sunne in dem zeichen loufet daȥ da heiȥit capricornus. wan +so ist die sunne aller verrest von uns, unde beginnet uns nahen. +so ist eȥ och sol-(296b.)sticium hyemale, daȥ winterlich +solsticium. solsticium daȥ ist, so die sunne als verre ist, daȥ +si niht verrer mac, oder so nahe, daȥ si niht naher en mac. so +ist die sunne aller verrest, unde ist die zit kalt unde fiuhte. +so suln wir umbe keren die gewonheit unsers lebins, unde sulint +spulgen warmer spise. Daz ander teil heiȥit der lenze. daȥ vahit +an sant peters tag ane. Ein meister, heiȥit Romelus, der vahet +daȥ iar ane in dem lenzen, so die sunne loufet in dem zeichen +daȥ da heiȥit aries. wan so blugent elliu dinc. so ist eȥ och +equinoccium[41] vernale. zuo merzen so ist der lenzeliche +equinoccium. Equinoccium daȥ ist, so diu naht unde der tac +gelich lanc sint. daȥ iar gat zuo merzen von rehte an, nach der +heiligen schrift. wan diu welt wart gemaht xv^o. kal. aprilis. +unde me. unser herre gebiutet an eime buoche, heiȥit exodus, in +dem zwelften[42] capitele von dem (296c.) merzen unde sprichit +„Mensis iste primus erit vobis in mensibus.“ daȥ ist: dirre +manat sie iuch der erste under den manoden. so ist diu zit warm +unde fiuhte. so ist geismilch gesunt. so ist och decheine[43] +zit besser ze[44] laȥen, ze badenne unde zuo allem deme, daȥ den +lip reinet. Daȥ dritte teil heiȥit der sumer. der vahet an[45] +an sant urbans tag. ein lant, heiȥit arabia, deȥ landes liute +vahent daȥ iar an in dem sumer, so die sunne loufet an dem +zeichen daȥ da heiȥit cancer. die selbin geloubint daȥ die sunne +wurde gemaht an dem zeichen daȥ da heiȥet leo. so aber in cancro +diu sunne loufet, so ist eȥ solsticium estivale, daȥ sumerliche +solsticium, so uns die sunne aller nahest ist. so ist diu zit +warm unde durre. so sol man sich huoten vor allen heiȥin spisen +unde derrender unde vor zuo vil essenne, daȥ eime menschen sin +naturliche hizze iut cerga. so (296d.) sol man essen swaȥ kule +unde fuihte si. so sol man sich huoten vor unkiuschekeit unde +vor allem lasenne so man meiste mac. daȥ ist dem libe guot. unde +man sol kaltiu beder meȥeclich uben. Daȥ vierde teil deȥ iares +heiȥit der herbest, der[46] an vahet an sant Bartholomeus tag. +Etliche meistere unde die iuden vahent daȥ iar an in dem +herbest, so die sunne lofet in libra. unde so ist equinoccium +autumpnale, daȥ winterliche equinoccium. so sint tac unde naht +gelich lanc. so vahent siu daȥ iar an. wan der herbest ist ein +fruhtber zit. also daȥ iar denne ist beroubet von den alten +fruhten, unde die nuwen fruhte denne ane gant, also gat ein alt +iar us, ein nuwes an. so ist diu zit kalt unde durre. so sol man +bruchen die spise die warm unde fiuhter naturen sien, als iunge +huonre unde lemberin fleisch unde edil druben unde lutern virnen +win. unde sol man sich (297a.) huoten vor unkiuscheit mit +wiben[47]. deȥ herzen frode unde friheit ane bœse geluste ist +dem libe gar gesunt. zorn, sorge unde widermuote swendet die +craft unde den lip, unde dracheit. da von sol man die dracheit +vertriben. unde so man morgens von dem slafe gat, so sol man[48] +die arme gelich dennen, unde daȥ houbit strelen, unde ogen, den +munt unde die zene unde hende weschen dur suverheit unde dur +roscheit. so man denne essen sol, so sol man vor den[49] lip +muogen ein wenic mit etlicher arbeit. wan daȥ machet den lip +rosch unde liht, unde erhitzit den magen wol ze dowenne. ein +ieglich mensche enziehe sich trinkennes so eȥ meiste mac, aller +meiste kaltes waȥȥers uf daȥ essen. wan eȥ erkeltet den magen, +unde wan eȥ ierret den lip unde die spise. So man danne gisset +ze inbisse, so sol man uf senften betten ein wile slafen (297b.) +uf der rehten siten, unde darnach[50] sol man den slaf +vollebringen uf der lingen siten. unde danach en sol man nit +zestunt essen, biȥ der mage itel werde. daȥ sol man kiesen bi +der dunneda der speicholter unde bi der gerunge deȥ magen. wanne +swer in umbederbe iȥȥet[51] unde ane begerunge[52], so en vindet +diu spise niht deȥ magen naturliche wermede. da von kumit +ungesuntheit. Swer aber erbeitet rehter zit, biȥ daȥ er +begerunge gewinnet zessenne, der sol alzestunt essen. anders der +mage wirt zehant vol boser fuhtekeit, die der[53] mage samenot +von der ungesuntheit deȥ libes. unde der bœse toum[54] der +betrubet die hirne. unde der danach och isset, so ist die spise +alse si erschrecket sie, unde en git niht craft dem libe. diſe +lere wiset aristotiles. unde och dise, daȥ du wissest daȥ die +durrecheit unde keltene die vehtent wider die nature. (297c.) +die selben zwei die sint ein anegenge deȥ todeȥ. den soltu +widerstan. als ich geseit habe, so behalt die naturliche wermede +so du meist maht. warme spise ist gesunt unde die suoȥe. Aber da +wider so derret unde swechit den lip luzil essen unde vil +trinken unde vaste arbeiten unde vil wallen oder gan unde der +sunnen[55] schin, vor essenne slafen, oder uf herten betten +ligen, unde daȥ man bade in den[56] badern die mit listen gemaht +sint, daȥ siu selber warment. gesalzene spise oder durre spise +oder calte unde alten win unde dicke lasen die sint schedelich. +Nu weistu wol wie man daȥ iar in vier teile teilet. Nu wissist +daȥ wir da mitte vier frone vasten hant, wonde daȥ mensche uȥer +vier elementen gemachet[57] ist, daȥ eȥ allen sinen lip +verzehene gotte. Eine frone vaste ist die mittewoche nach sante +Lucien dage. die (297d.) ander ist die mittewoche nah dem +schurtage in der vasten. die dritte ist diu mittewoche nach deȥ +heiligen geistes dage, daȥ ist in der pfingestwuchen. die vierde +unde die hinderste frone vaste ist die mitwoche indem herbeste +nach deȥ heiligen cruces tage. Der babst het gebotten ze +vastenne den abent sant Peters, sancti andree, sancti symonis, +sancti pauli, Sancti iude, sancti Mathei. ist abir dirre +heiligen abent ein sunnentage, so sol man den samstag vasten. +also sol man anderen zwelfbotten abenden och tuon, eȥ si danne +ein sunnentac[58], durch etliches landes redeliche gewonheit, +Ane sancti iohannis ewangelisten abint, wonde er zuo hant nach +dem frolichen wichen naht tage gat, unde ane sancti philipes +unde[59] sancti iacobes abent an dem[60] ersten abent vor dem +meigetage. wande ez ist danne[61] ein (298a.) zit der +frouden.[62] Noch danne sint sehȥ hochzit der abint man vasten +sol. Wihe naht, Pfingsten, Sunegiht, Laurenti, unser frowen +messe der erren, unde och sant Markes tac. als[63] daȥ iar in +vier zit geteilet ist, also teilent och die arzate den +naturlichen tac, der vier unde zwenzic stunden het, in vier +teil, unde iegliches het sehȥ stunde. daȥ erste daȥ ist die +mittenaht. darzuo horint drie stunden die der vor sint unde drie +dar nach, unde sint fiuhte unde kalt. daȥ ander teil daȥ ist der +sunnen ufganc. darzuo horint drie stunden dervor unde drie +dernach, unde sint warm unde fiuhte. das dritte teil ist der +mittetac. darzuo horint drie stunden der vor unde dernach drie, +unde sint warm unde durre. daȥ vierde ist der sunnen underganc. +darzuo horint drie stunden die dervor sint unde drie dernach, +unde sint kalt unde (298b.) durre. daȥ mahtu kiesin an dirre +figuren, die da betiutet den[64] naturlichen tag der an der +mitten naht ane gat unde zuo mitter naht uȥ als ein umbecreis. +[Bild 4: occidens oriens] also vahent die romer den naturlichen +tac an. also teilit man deȥ menschen lebtage in vier. daȥ erste +ist die kintheit, iugent, manheit unde daȥ alter. also sint och +vier winde, unde het ieglicher zwene anhenge oder zwene knehte. +der erste heiȥit Boreas. der weget von septentrione[65], daȥ ist +von deȥ Herwagenes gerihte[66], daȥ ist von der mitter naht. +der ander heiȥit eurus, bisa oder nider wint, unde weget von +oriente. der dritte heizit Auster, waȥȥirwint, von dem mittem +tage. der vierde heiȥit waltwint oder aberer wint, zephirus, von +occidente. (298c.) [Bild 5] dise winde unde ir anhengende winde +maht du kiesin an dirre figuren.[67] wande danne diu zit nach +dem manen unde der sunnen underscheiden[68] ist, da von wil ich +sagen etwaȥ von in, e danne ich iut me von der zit sage. Nu +wissest daȥ etliche meistere sprechint daȥ alle sternen irn +schin enpfahent von der sunnen. so sprechint andere, dekein[69] +sterne wan der mane enpfahit den schin von der sunnen. also +enloikenet nieman daȥ der mane enpfahet sin licht von der +sunnen. wonde denne der mane vil niderer ist, unde wonde er sich +och hinderet[70], so kumet er etwenne under die sunnen unde +bedeckit si uns, daȥ uns (298d.) dunkit, si sie erlöschin. unde +der gebreste der sunnen heisset eclipsis solis, daȥ ist ein +gebreste der sunnen. alse du[71] kiesen maht an dirre +figuren.[72] [Bild 6: die sunne / der Mane / die erde] unde +wissest daȥ man[73] in dem eclipsim niut ensiht in allem lande. +der selbe eclipsis enwiderfert nuwan[74] so der mane enzundet +wirt. so sich der mane gehindert so verre, daȥ er die rihte +gegen[75] der sunne ist gestellet, daȥ die erde der +enzwischen[76] ist, so schinet diu sunne uf daȥ ertriche, unde +deȥ ertriches schatewe driffet an den manen, daȥ er swarz +wirdet. der gebreste heiȥit eclipsis lune, daȥ ist ein gebreste +deȥ manen, unde ist werlicher[77] ein breste deȥ maneschines +denne der breste der[78] der sunne widervert. wenne die sunne +verleschit niht. so verleschit der mane. deȥ manen (299a.) +bresten kiesint elliu lant wol. unde der eclipsis en widervert +niemer, nuwen so der mane volschinec[79] unde vierzehennehtic +ist, als du hie kusest. da von waȥ es wider die nature unde ein +wunderlich gottes zeichin, daȥ die sunne, die eclipsin niht en +het, nuwan so der mane enzundet wirt,[80] [Bild 7: die sunne / +die erde / der mane] als ich da vor geseit habe, daȥ die sunne, +sprich ich, do got martert wart, eclipsim hete, swie so der mane +ioch do volschinec[81] waȥ. da von liset man von eime wisen +heiden; der waȥ in criechen landen von einer stat, heiȥit +athene, da warent houbtschuolen, der wise man hieȥ diosius; do +der den wunderlichen gebresten ersach, do sprach er „aut deus +nature patitur, aut mundi machina dissolvetur,“ daz ist: +antweder got[82] der naturen lidet not, oder (299b.) der welte +stift oder machunge sol zerstorit werden. Ein meister, heiȥit +Martianus, der wil, eȥ en sie danne eclipsis lune, daȥ der mane +elliu zit volschinic sie, swie ioch wise liute sprechint daȥ der +mane gebrestenlich lieht habe von eime manade an den anderen. +unde sprichet denne ieman „wie mac dirre meister danne war +gehaben, sit man wol sihet daȥ der mane etwenne crumb ist, also +[Bild 8a], etwenne halb, also [Bild 8b], etwenne vol, also +[Bild 8c]“, deȥ entwurt ich dir. Der mane ist alle zit halb +lieht, halb vinster. wonde denne der mane niderer ist denne die +sunne, so er denne enzundet wirt unde bi der sunnen gat, so ist +er obene lieht unde unden vinster. so er denne hinebaȥ kumet von +der sunnen, so sehen wir nuwan den halben schin. so er denne +aller verrest cumet, so sehen wir den vollen schin, unde ist +andert-(299c.)halb vinster. also ist der mane an dem teile +volles lichtes[83], daȥ gein der sunnen ist gerihtet, unde an +dem andern teile ist er vinster. unde so der mane uns niht +enschinet, so er enzundet wirt, so sprichit man im coniunctio. +unde die namen het der mane nah einander, also du kiesen maht +an dirre figuren.[84] [Bild 9: Moneydes Diadomos Anphitrites +Panphilimios Diatomos Moneydes // die sunne / coniunctio] +[85]tusent iar heiȥent ewen, daȥ ist ein alter. hundert iar +heissent seculum, daȥ ist ein welt, vunfzehen[86] heissent +indictio. daȥ hant die romer gemaht, do si vor so gewaltic +warent, daȥ siu herschetent vil bi uber alle riche, do mahtent +siu in diu lant cinshaft alle iar. wonde eȥ denne kumberlich waȥ +alle[87] iar zuo rome varn zins antwurten, da von gebutent siu +den von verren landen daȥ si so vunf iar (299d.) uȥ giengent +golt ze cinse brahtent, zeime zeichen daȥ siu heren werent. Abir +nach fiunf iaren, daȥ si[88] brahtent silber, daȥ man der mitte +soldener bereite, soldener daȥ sint die da vehtent umbe solt, +daȥ ist lon. Aber danne nach fiunf iaren, daȥ siu brahtent +gesmide, daȥ man wafen da mitte wider gemahte. unde ie fiunf iar +heissent lustrum. so cam[89] der zins von allen landen in +dirre[90] indictione aller zuo samene. daȥ man danne niemer +vergesse[91] dirre zal, so hant die romer uf gesezzit[92] daȥ +dekein privilegium, daȥ ist hantvestene, frome were, man +enschribe danne under fiunfzehin iaren welhes iares der brief +wurde gegebin. unde die zal schriben wir och an drier hande[93] +briefen, an hantvestenen[94], an den briefen da mitte man +kirwihe beciuget[95], unde an den briefen die man schribet an +die groȥen osterliche kerzen. der dan-(300a.)ne gerne wuste +under disen fiunfzehin iaren in welheme iare wir ieze sint, +der tuo driu zuo den iaren von gottes geburte, wande got an dem +vierden iare geborn wart, unde teile danne die gottes iar zuo +fiunfzehinen. en belibet danne niht uber, so sin wir in dem +fiunfzehendesten iare. belibet aber danne uber, also menges so +danne uber belibet, in eime solichen sin wir. der ahte tac vor +dem octobri ist ein anegenge dirre fiunfzehin iare unde ein +ende. Nu wil ich dir sagen von der zit die man ahtet in eime +sundern iare. da wissest daȥ man drier[96] hande manoden war +nimet. die[97] ersten sint der sunnen manden, die andern sint +deȥ manen manden, die dritten der gewonheite manden. E danne ich +da von iht sage, so wil ich dir ein wenic kunden vor hin daȥ +guot darzuo ze wissenne ist. Der umbeganc (300b.) den alle +sternen hant umbe uns an dem himele heiȥit zodiacus.[98] dirre +zodiacus ist zerteilit in zwelfiu[99], unde ieglich zeichen ist +geteilit in driȥic stucke, unde ieglich stucke heiȥit ein +gradus, daȥ ist ein staffel. unde so du wellest wissen an +welheme zeichen unde in welheme gradu die sunne[100] sie, so +nime die zale der tage die da für sint gevarn in dem manden in +dem du eȥ besuochen wilt, unde tuo fiunfzehin darzuo. werdent +denne driȥic oder minre da, so ist och diu sunne in der staffeln +deȥ zeichens daȥ[101] zuo dem mande horit. driffet denne ubir +driȥic, so ist die sunne user dem zeichin. also menges danne +uberic ist, in einer solichen staffeln deȥ andern zeichenes ist +die sunne. Ein philosophus, ein vollecomen meister, sprichit +„die sunne ubermisset ein zeichen der zwelfer an eime ganzen +manode.“ (300c.) da neimet[102] er der sunnen manden. der sunnen +mande daȥ ist die zit, die wile die sunne an eime zeichen louft. +Ein zeichin heiȥit aries. daȥ betiutet einen wider. wan so ist +die sunne als ein wider hindene swach gegen[103] dem winter, +wonde si wenic durrekeite unde wermede het. Abir da vorne gegen +dem sumer ist si me creftic. daȥ halbe teil deȥ himels obne daȥ +wir da sehint, daȥ heiȥit hemisporium[104]. daȥ wir denne niht +ensehen, daȥ heiȥit och also. als hie: [Bild 10] wonde denne die +sunne, so si an dem ariete gat, von dem understen emisperio sich +gekeret hat zuo dem obersten, als ein wider, der in dem winter +als uf der lingen siten lac, der keret sich ze sumer uf die +rehte, unde och da von heiȥit diȥ zeichen aries, an dem die +sunne wart gemaht, als die cristenheit sprichet. abir anders +sprechint arabes. daȥ sint liute von eime (300d.) lande, daȥ +heiȥit arabia. die sprechint, die sunne wurde gemaht in leone. +§ Ein ander zeichin heiȥit taurus. wan die zit so diu sunne +loufet in tauro, so schinet der ohsen arbeit, unde als ein ohse +sterker ist danne ein wider, als ist die zit danne sterker danne +die erste an durre unde an wermede. § Ein ander zeichen heiȥit +gemini. wan so ist diu zit zwivaltic an wermede unde an durre. +§ Ein ander zeichen heiȥit Kanker. wan als der crebse hinder +sich[105] gat, als gat danne die sunne zuo dem understen +emisperio von irme hohsten gange, so ist solsticium estivale. +§ Ein ander zeichen heiȥit Leo. wan als daȥ tier gar heiȥir +naturen ist unde ubil, als ist die sunne denne gar heiȥ unde +durre, danne ist daȥ laȥen schade, wann danne die lute +versmahtent sint von hitzen unde von durrekeit. so sint huntlich +(301a.) tage. wan so gat die sunne bi eime sternen, der heiȥit +canis, wan er als reht ubil ist. § Ein ander zeichen heiȥȥet +virgo. danne ist diu zit unberhaft als ein maget. § Ein ander +zeichen heiȥet[106] libra. so sint tac unde naht als gelich +lanc, als der ein ding wege mit einer wagen. § Ein ander zeichen +heiȥȥit Scorpio. so ist diu zit ein wile minneclich unde danach +calt unde drureclich, als daȥ scorpio. daȥ leckit mit der zungen +unde stichet danne mit dem zagele. § Ein ander zeichen heiȥit +sagitarius. wan so schuzit der winter an uns sine freisen, +waȥgewittere, wint, regen, hagel, sne unde frost. § Ein ander +zeichen heiȥit capricornus. wan als der capricornus uf stiget +nach den loubirn, als stiget die sunne danne von dem understen +emisperio zuo dem obersten. so langent die tage, unde ist +(301b.) solsticium hyemale. § Ein ander zeichen heiȥit aquarius. +so ist der luft gar wasserehte unde fuhte. § Ein anders heiȥit +pisches. so ist die zit so gar wasserehte, daȥ man mohte +sprechin, elliu dinc swumment als vische. Och sprechint etlich +meistere daȥ dise zwelf zeichen also genant sint darumbe, wan +die sternen die in der selbin gegni sint, die sint gestalt nach +den tieren nach den si genant sint. Nu sol ich von deȥ manen +manden sagen. deȥ manen mande ist diu zit in der der mane wider +keren mac von der sunnen. so er enzündet wirt, so lat er die +sunne fur gan unde sumet sich, biȥ er wider zuo der sunnen +kumet. Also wider keret er von der sunnen wider zuo der sunnen +alle tac vier puncten. unde ie ein puncte ist ein zehinde +teil eines zeichins der zwelf zeichine. Einer hande zal, +he-(301c.)iȥit epacte, die leret welhes tages der mane enzundet +werde. die ist swere unde erdroȥȥenlich. da von vant uns der +keiser iulius, der waȥ an den sternen ein guot meister, der vant +ein besir zale. die heiȥit die guldin zal. Er wartete eines +iares welhes tages der mane enzundet wurde, unde schreib eines +dar. also tet er an allen den tagen da der mane ander wart, bis +daȥ iar uȥ kam. deȥ andern iares, so der mane enzundet wart, so +schreip er zwei. Deȥ dritten iares driu, unde also biȥ an das +niunzehende iar. do schreip er niunzehene. an dem zwenzicgosten +iare, wa dan eines geschriben waȥ, da wart ie der mane enzündet. +als gat diȥe rechenunge an dem einen an unde an nunzehenen uȥ. +Nu wil ich von dem gewonlichen manden sagen. der gewonlich mande +daȥ sint die tage die von den alten ziten unde nu geschriben +sint in unsern ka-(301d.)lendenern. da von wiȥȥet daȥ romelus +der meister waȥ der erste under den romeren der daȥ iar mit den +manden teilte. der mahte niht wan zehen manden, Unde sprach, eȥ +were ein iar. daȥ tet er darumbe, wan ein frouwe ein kint niht +langer treit dan zehin manden. unde in sinen ziten waȥ gewonlich +daȥ ein frowe nach ires mannes tode an ander man beleip uber +zehin manden. den ersten manden nante er marcium, wande sin +vater mars hieȥ. oder als die heidene gloubint[107], mars daȥ +ist ein stritgot. nach dem mac och dirre mande wol heiȥin. wan +die romschen kunge fuorent die zit an den strit, so siu urluge +hetent. Do nante romulus den anderen manden aprilem. den namen +gab er im von dem worte aperire. wan in der zit so tuont +sich[108] uf deȥ ertriches unde der boume pori. Do nante er den +dritten Mæien, nach dem worte[109] Ma-(302a.)iores. wan die +merren mahtent danne ir spil ze rome. Den vierden nande er +Junium. wan so hetent die iungen ir spil. Den fiunften nante er +Quintilem, nach dem worte quinque. Den sehsten sextilem, nach +dem worte sex. Der sibinde heiȥit september, von septem unde von +ymber, als der spreche „er ist der sibinde nach dem regenlichen +manden.“ daȥ ist der merze, ze gelicher wiȥ, heiȥit der ahte +mande october, von octo unde von ymber. Unde der niunde +november, von novem unde ymber. Der zehinde December, von decem +und ymber. Da nach kam ein meister, der heiȥet[110] numma +pompeius, der merrete daȥ iar mit zwein manden. daȥ waȥ +ianuarius unde Februarius. Nach der heiden geloube ianus daȥ ist +deȥ iares got. der het zwei houbet, daȥ er hindene unde vorne +gesehe. nach deme ist der ianuarius genant, wan der mande ist +(302b.) ein ende deȥ furgevarnen iares unde ein anegenge deȥ +kunftigen iares. er mac och heiȥen nach dem worte ianua. wan als +man zuo einer duren in gat, als gat man zuo disem[111], manden +in daz iar. nach der heidene geloube Februus daȥ ist der hellen +got. darnach ist[112] der februarius genant, wan die romer +warent noch do heidene unde begiengint[113] deȥ hellegotes +hogezit in dem februario. wie denne doch meister numma dem iare +zwelf manden gebe, doch mahte er eȥ ze kurz. wande die manden +warent manen manden. die engenuogten[114] niht der sunnen loufe. +da von kam ein andere, daȥ waȥ keiser iulius, der mahte den[115] +kalendener rehte unde irvollette den gebresten mit einlof dagen, +die tet er darzuo unde ein vierteil eines tages. da von het daȥ +iar driu hundert unde sehzic unde fiunf tage unde sehz stunden. +doch ubergreif (302c.) er mit eime zwelften teile einre stunden. +Dirre Julius teilte iglichem manden sine tage vil ordenlich, +er vienc an an dem mercen. dem gab er ein unde driȥic tage, dem +andern driȥic, unde also biȥ uȥ. dem geraden gap er gerade, dem +ungeraden gab er ungerade. do er do herumbe an den ianuarium +kam, dem solte er ein unde driȥic tage han gegebin, unde gebrast +im eines tages. den nam er dem februario unde ervollete den +ianuarium unde sprach „der Februarius kumit sime gebresten wol +nach, so eȥ schaltiar sint.“ wan er do keiser waȥ, do wart der +mande der vor quintilis hieȥ Julius genant. daȥ tatent im die +romer ze liebe, wan er in dem manden[116] geborn wart. ze +glicher wis tatent siu dem keiser augusto. der waȥ in dem +sextili geborn.[117] der mande wart augustus genant. aber keiser +augustus nidete daȥ (302d.) sin mande eines tages kurzir waȥ +danne iulius, unde nam einen tac uȥ dem Februario unde leite den +in sinen manden. do beleip der februarius mit eht unde zwenzic +dagen. wan do drie manden nah enander giengent der ieglicher ein +unde driȥic hete, der iulius, augustus unde september, da von +nam der keiser augustus einen tac uȥ dem septembri unde gab in +dem octobri, unde nam einen uȥ dem novembri unde gap in dem +decembri. also stant die manden noch bi unsern ziten. Danach +wissest daȥ ieglich mande drier hande tage het, daȥ sint +kalende, none unde Idus. kalende daȥ[118] ist als der spreche +colende. wan an dem ersten tage iegliches manden so uobtent siu +eine gotin, die hieȥ iuno. kalo daȥ sprichet ruofen. da von +kumet och wol calende. wan so rief ein butel vor hin etwie lange +(303a.) unde kunte den merkit[119] unde die hohgezit. kalo daȥ +ist guot. da von heiȥit eȥ och kalende, wan so hantgiftet ein +friunt dem andern in dem namen daȥ im[120] gelucke unde guot +davon volgete. Non daȥ ist niht. da von kumet none. wan kein got +enthilt niht die hohgezit iunonis in den tagen. oder none daȥ +ist als nove. wan die tage so fundent romer niuwe reht. nundine +daȥ sint mestage. wan do hie vor die mestage in disen tagen +warent, da von heiȥent dise tage none. § ydus daȥ kumet von eim +kriechschen worte ydos, daȥ ist ein teilunge. wan dise tage sint +vil bi der halbe mande, oder won[121] sich die mestage danne +schiedent. Nu soltu wissen, in ieglichem manden sint zwene ubile +tage. nach der heiden gelouben waȥ eȥ ubel, daȥ man an den tagen +kein werk an vienc, unde wer an (303b.) den tagen siech wart, +der starb oder genas kume. an den selben tagen plagete got daȥ +volk von egipto mit den groȥen slegen. och warent etlich +heidene, die opfirtent an disen tagen ir eigen menslich bluot +dem hellegote der da heiȥit pluto. da von wart eȥ verbotten, daȥ +nieman laȥin solte an disen tagen, daȥ man iht arcwane daȥ man +menslich bluot opfere dem duvele. § Sant Augustinus verbiutet +daȥ man iht bluot opfere plutoni noch hohgezit began iunon an +den kalendis. Der irkennen welle in ieglichem manden weles sint +verworfene tage, unde wele stunde schedelich ist an den selben +tagen, der lerne an disen versen. Armis gunfe dei calatos +adamare dabatur. Lixa memor conflans gelidos limpfantia quosdam. +Omne lumen aaron bagis consortia laudat. Thielinkat ei coequata +gracia lim (303c.) liphradus. ie zwei wort horint an einen +manden. Daȥ erste zalet obne her abe, daȥ ander zalet undene uf. +der erste buochstabe an der ersten sillaben bezeichint wel tage +verworfen si. wan als verre der buochstabe stat in dem a b c, +also mengen tac stat der tac in dem kalendario. ze gelicher wis +bezeichenet der erste buochstabe an der andern sillaben wel +stunde in dem selben tage verworfen si. Nu han ich geseit von +der zit die man geschriben mac unde stete ist. nu wil ich sagen +von der[122] bewegelichen zit die man ahtet bi dem loufe deȥ +manen unde het keine stat in dem kalendario. unde der zite sint +fiunfe, septuagesima, quadragesima, pascha, rogationes, +pentecoste. wie aber der adventus bewegelich si, so en +horit[123] er doch niht zuo disen. wan man ahtet sin niht nach +dem manen. die dage die da heiȥent (303d.) septuagesima, mit +den[124] begat man die sibinzic iar in den die kint von israhel +warent gevangen ze babilonie. quadragesima, mit den begat man +die vierzic tage die Moyses vastete unde enpfienc die zehin +gebot von unsirme herren. Helyas vastete och vierzic tage unde +wart gezuckit an ein heinlich clare stat. och vastete unser +herre ihesus cristus selb vierzic tage unde uberwant deȥ tievils +bekorunge. wan dan alle gotes getat uns ein lere ist unde ein +wec, wir suln[125] och vierzic tage vasten, unde sulent gote +unser lebin zehinden, als wir och unser guot zehinden. +den osteren sprechint die iuden pascha unde die criechen +phase. phase daȥ ist in latine transitus. wan unser herre +ihesus cristus do uber fuor von der dotlicheit zuo der +untotlicheit[126], danne suln wir uber varen von den sunden zuo +den (304a.) tugenden, daȥ wir von disim lebinne mugent komen zuo +dem ewigen lebinne. AMen. Die zit so man mit den crucen get, die +tage heiȥent rogationes, von dem worte rogare. wan diu heilic +cristenheit manet uns daȥ wir betent unde vastent unde mit den +crucen gant, niht alleine fur die wolfe die dem libe schadent, +me halt fur die wolfe die der sele schadent. Pentecosten daȥ +kumet von dem crieschin worte pente, daȥ ist fiunfe, unde coste, +daȥ ist zehene, als der spreche „fiunf werbe zehine.“ also menic +dag ist och von ostern biȥ pfingsten. unde die zit begat die +cristenheit, wan die e Moysi wart gegebin uf dem lihten berge, +unde unsers[127] herren iungern enpfiengent den heiligen geist. +Nu han ich geseit von den ziten die man ahtet nach dem manen. Nu +wissest daȥ der sunnentac (304b.) der da stat nach dem fiunften +tage vor dem Decembri unde vor dem dritten tage hin in Decembri, +der sunnentac ist ein anegenge deȥ adventus, daȥ uns kunftic ist +der tac an dem got geborn wart, deȥ die wissagen vor lange +begeret hettent. + +Finis adest operis. mercedem posco[128] laboris. + + + [Anmerkungen: + + 1: In der Handschrift _elemente_ + 2. Zweimal _de_ + 3. _azzate_ + 4. _zahet_ + 5. _fiuhte. der_] _fúhter_ + 6. _daȥ_ fehlt. + 7. Bis hieher wechseln rothe und blaue Anfangsbuchstaben + der Absätze. + 8. _der sibinder_ + 9. _mensche_ + 10. _dem_ + 11. _firmentum_ + 12. _im_ + 13. _disen_ + 14. _de siv die_ + 15. _sternent_ + 16. _halb_ + 17. _kvmume_ + 18. _zeichein_ oder _zeichem_ + 19. _etriche_ + 20. _dú kien_ + 21. _maht_ + 22. Die Kreise mit blauer, die Worte ausserhalb mit rother Farbe. + [[Bild 3]] + 23. _Kútes_ + 24. Dahinter als Merkzeichen ein durchkreuzter Kreis mit einem + Punkt in jedem Viertel. Vgl. 298c. 299c. [[Anm. 67, 85]] + 25. _volle_ + 26. _gevarne_ am Rande nachgetragen. + 27. _ein_ nachgetragen. + 28. _niht_ am Rande nachgetragen. + 29. _studel_ + 30. _dc_ + 31. _mache_ + 32. _ein_ + 33. Dahinter noch _der gat_ + 34. _bi_ + 35. _And’ der_ + 36. _andē_ + 37. Aus _drekengen_ gebessert. + 38. _ta- tage_ + 39. _heilige_ + 40. _sine_ + 41. _equiuocciū_; nachher _equiuociū_ + 42. _zwelten_ + 43. _den cheine_ + 44. _ze_ fehlt. + 45. _nahet_ ohne _an_. + 46. _dem_ + 47. Dahinter fast eine ganze Zeile unlesbar ausgeschabt. + 48. _man_ fehlt. + 49. _dē_ gebessert aus _hindē_ + 50. Dahinter noch _vf der lingen siten_ + 51. _vmbe der beizzet_ + 52. _begegerunge_ + 53. _die der_ zweimal. + 54. _lŏm_ + 55. _sunē_ + 56. _dem_ + 57. _gemahet_ + 58. _sunnentac_ fehlt. + 59. _vn ane_ + 60. _den_ + 61. _dannē_ + 62. Dahinter noch _danne_. + 63. _alles_ + 64. _betútetet_; _den_ fehlt. + 65. _septetrione_ + 66. _wegenes gerihte._ _H’._ + 67. Dahinter ein durchkreuzter und punktierter Kreis wie 294d. + [[Anm. 24]] + 68. _vn scheiden_ + 69. _den keī_ + 70. _hinderer_ + 71. _dú_ + 72. Das Bild der Sonne roth. [[Bild 6]] + 73. _man_ fehlt. + 74. _niemer_ + 75. _gengen_ + 76. _entwichen_ + 77. _werlichen_ + 78. _den_ + 79. _vol schinmet_ + 80. Sonne und Mond in nachstehendem Bilde roth gemalt. [[Bild 7]] + 81. _vol schinet_ + 82. _got_ zweimal. + 83. _lieht’es_ + 84. Die Mondbilder halb roth, halb schwarz; die Sonne roth. + [[Bild 9]] + 85. Am Rande das Merkzeichen wie 294d. 298c. [[Anm. 24, 67]] + 86. _wufzehē_ + 87. _allē_ + 88. _daȥ si_] _dez_ + 89. _cum_ + 90. _indirre_ zweimal. + 91. _nīe ein v’gessin_ + 92. Zweimal _vf gezzit_ + 93. _handē_ + 94. _hant vestene_ + 95. _betrúget_ + 96. _drie_ + 97. _dc die_; _c_ von späterer Hand. + 98. _sodiacg zodiacg_ + 99. _in zwelfú_ _īzwelfvi_ + 100. _svnnē_ + 101. _da_ + 102. _nemet_ + 103. _gegegen_ + 104. _hemispiriū_ + 105. _si_ + 106. _heiȥet_ fehlt; _zeichen_ aus _heizhen_ gebessert. + 107. _glŏbit_ + 108. _sich_ fehlt. + 109. _worete_ + 110. _hiezet_ + 111. _disen_ + 112. _ist_ fehlt. + 113. _begegint_ + 114. _hegenvotēt_ + 115. _der_ + 116. _mandem_ + 117. _genant_ + 118. _Idus kalende. Dc_ + 119. _merkint_ + 120. _in_ + 121. _von_. + 122. _der_ fehlt. + 123. _horint_ + 124. _dem_ + 125. _wan súl_ + 126. _vntolicheit_ + 127. _vnser_ + 128. _pasco_] + + * * * * * + * * * * + + [Bilder: + + 1 (293a): Kreis in drei Teile: Osten (»asya«), NW (Europa), + SW (»affrica«) + 2 (294c): Kreis mit mittelpunkt + 3 (294d): Konzentrische Kreise, siehe Text + 4 (298b): Kreis in 8 Teile + 5 (298c): Nord: Affricus / Notus / Auster / Meridies + Ost: subsolanus / vulturus / eurus / oriens + Süd: Tricius / Aquilo / Boreas / Septentrio + West: Chorus / Favorius / Zephirus / occidens + 6 (298d): Verdunkelung: »der Mane« zwischen »die sunne« und + »die erde« + 7 (299a): Mondfinsternis: »die erde« zwischen »der mane« und + »die sunne« + 8a (299b): Halbmond [»crumb«] + 8b: schwartzer Halbmond + 8c: schwartzer Kreis + 9 (299c): Mondphasen: die sunne / coniunctio // Moneydes / + Diadomos / Anphitrites / Panphilimios / Diatomos / Moneydes + 10 (300c): Blumenform] + + * * * * * + * * * * + +Druckfehler und Unregelmässigkeiten: + + (295b.) die liute teilent in in ein naht unde in einen tac + [d.h., »einteilen« + in] + (297b.) diſe lere wiset aristotiles. + [langes »s« im Original] + (298d.) + (299a.) [Punkte fehlen] + + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of Meinauer Naturlehre, by Various + +*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK MEINAUER NATURLEHRE *** + +***** This file should be named 29436-0.txt or 29436-0.zip ***** +This and all associated files of various formats will be found in: + http://www.gutenberg.org/2/9/4/3/29436/ + +Produced by Louise Hope, Nicola Kerrison, Taavi Kalju and +the Online Distributed Proofreading Team at +http://www.pgdp.net + + +Updated editions will replace the previous one--the old editions +will be renamed. + +Creating the works from public domain print editions means that no +one owns a United States copyright in these works, so the Foundation +(and you!) can copy and distribute it in the United States without +permission and without paying copyright royalties. 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