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+The Project Gutenberg EBook of Wir Fanden Einen Pfad, by Christian Morgenstern
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+Title: Wir Fanden Einen Pfad
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+Author: Christian Morgenstern
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+Release Date: January, 2006 [EBook #9623]
+[This file was first posted on October 10, 2003]
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+Edition: 10
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+Language: German
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+Character set encoding: US-ASCII
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+*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK, WIR FANDEN EINEN PFAD ***
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+E-text prepared by Patricia Peters
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+This Etext is in German.
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+This book content was graciously contributed by the Gutenberg Projekt-DE.
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+Dieses Buch wurde uns freundlicherweise vom "Gutenberg Projekt-DE"
+zur Verfuegung gestellt. Das Projekt ist unter der Internet-Adresse
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+Wir fanden einen Pfad
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+Neue Gedichte
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+Christian Morgenstern
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+alphabetisch nach Titeln sortiert:
+
+"Brueder!"
+An den andern
+An eine Freundin
+(an einige)
+(an manche)
+(an viele)
+Bedenke, Freund ...
+Da nimm
+Das blosse Wollen ...
+Das ist der Ast in deinem Holz
+Der Engel ...
+Der Kranke
+Die Fusswaschung
+Die Sonne will sich sieben Male spiegeln
+Die zur Wahrheit wandern
+Du Weisheit meines hoehern Ich
+Du hast die Hand schon am Portal ...
+Einen Freund ueber seinen Liebeskummer zu troesten
+Erblinden mag ich ...
+Evolution
+Fass es, was sich dir enthuellt!
+Geschoepf nicht mehr ...
+Gib mir den Anblick deines Seins
+Hymne
+Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren
+Ich habe den MENSCHEN gesehn ...
+Ich hebe Dir mein Herz empor
+Ich will aus allem nehmen ...
+Im Baum, du liebes Voeglein dort
+Leis auf zarten Fuessen naht es
+Licht ist Liebe
+Lucifer
+Mit-erwacht
+Mond am Mittag
+Nach der Lektuere des Helsingforsers Cyclus 1912
+Nun wohne DU darin
+O Nacht ...
+O gib mir Freuden
+O ihr kleinmuetig Volk
+O wie gerne lern ich Milde
+Sieh nicht, was andre tun
+Stoer' nicht den Schlaf der liebsten Frau
+Von zwei Rosen ...
+Was klagst du an ...
+Wasserfall bei Nacht
+Wer vom Ziel nicht weiss ...
+Wie macht' ich mich von DEINEM Zauber los
+Wir fanden einen Pfad
+Wir fanden einen Pfad
+Ueberwinde!
+
+
+
+
+"Brueder!"
+
+Lied fuer ein neues Gesangbuch studierender Jugend
+"Brueder!"--Hoert das Wort!
+Soll's ein Wort nur bleiben?
+Soll's nicht Fruechte treiben
+fort und fort?
+
+Oft erscholl der Schwur!
+Ward auch oft gehalten--
+doch in engem, alten
+Sinne nur.
+
+O sein neuer Sinn!
+Lernt ihn doch erkennen!
+Lasst doch heiss ihn brennen
+durch euch hin!
+
+Allen Bruder sein!
+Allen helfen, dienen!
+Ist, seit ER erschienen,
+Ziel allein!
+
+Auch dem Boesewicht,
+der uns widerstrebet!
+Er auch ward gewebet
+einst aus Licht.
+
+"Liebt das Boese--gut!"
+lehren tiefe Seelen.
+Lernt am Hasse staehlen--
+Liebesmut!
+
+"Brueder!"--Hoert das Wort!
+Dass es Wahrheit werde--
+und dereinst die Erde
+Gottes Ort!
+
+
+
+An den andern
+
+Ich hatte mich im Hochgebirg verstiegen.
+Die Felsenwelt um mich, sie war wohl schoen;
+doch konnt ich keinen Ausgang mir ersiegen,
+noch einen Aufgang nach den lichten Hoehn;
+
+Da traf ich Dich, in aergster Not: den Andern!
+Mit Dir vereint, gewann ich frischen Mut.
+Von neuem hob ich an, mit Dir, zu wandern,
+und siehe da: Das Schicksal war uns gut.
+
+Wir fanden einen Pfad, der klar und einsam
+empor sich zog, bis, wo ein Tempel stand.
+Der Steig war steil, doch wagten wir's gemeinsam ...
+Und heut noch helfen wir uns, Hand in Hand.
+
+Mag sein, wir stehn an unsres Lebens Ende
+noch unterm Ziel,--genug, der Weg ist klar!
+Dass wir uns trafen, war die grosse Wende,
+Aus zwei Verirrten ward ein wissend Paar.
+
+
+
+
+An eine Freundin
+
+Lass den Helden in deiner Seele nicht sterben!
+Welkst du hin wie die Blume, der Baum im Herbst,--
+hoere nimmer doch auf, um den Kranz zu werben!
+
+Alle andern Kraenze bleiben zuruecke,
+schwinden hin wie die Glieder, die sie bedecken ...
+Dieser bleibt dir allein auf der grossen Bruecke--
+
+haelt dir droben die Geisterstirn noch umschlossen:
+und dereinst, wenn du wieder hinabgestiegen,
+wirst du gehn, wie von heiligem Schein umflossen.
+
+
+
+
+(an einige)
+
+Ihr kennt den Trost, der enttruebt,
+die fern den Schranken:--
+Werden draussen Taten geuebt,
+entsenden sie--Gedanken.
+
+
+
+
+(an manche)
+
+Ihr kennt es, das harte Leid,
+heisst es entsagen,
+mitzuwirken im Sturm der Zeit
+zu neuem Gottestagen.
+
+
+
+
+(an viele)
+
+Ihr kennt sie, die Leidenschaft,
+die uns verbindet:
+Helfen, helfen, mit einer Kraft,
+die alles ueberwindet.
+
+
+
+
+Bedenke, Freund, ...
+
+Bedenke, Freund, was wir zusammen sprachen.
+War's wert, dass wir den Bann des Schweigens brachen,
+um solche Nichtigkeiten auszutauschen?
+
+So schwaetzen wohl zwei Voegel miteinander,
+derweil in unablaessigem Gewander
+des Stromes strenge Wogen meerwaerts rauschen.
+
+Erwacht in dir nicht ein Gefuehl der Leere,
+erwaegst du, wie so auftut Jahre, Jahre
+nichts als Geschwaetz aus dir sich und dem andern,
+
+indessen nach der Gottheit Schoss und Meere
+der Geistesweisheit sternenspiegelklare
+Gewaesser ruhlos und gewaltig wandern?
+
+
+
+
+Da nimm
+
+Da nimm. Das lass ich dir zurueck, oWelt ...
+Es stammt von dir. Es sei von neuem dein.
+Da, wo ich jetzo will hinaus, hinein,
+bin ich nicht mehr auf dich gestellt.
+Da gilt der blasse Geist allein,
+den ich mir formte ueber dir
+ach, nur wie einen blassen Opferrauch,--
+da gilt nur noch der ach, so schwache Hauch,
+der von dem CHRISTUS lebt in mir.
+
+
+
+
+Das blosse Wollen ...
+
+Das blosse Wollen einer grossen Guete
+ist ganz gewiss ein hohes Menschentrachten.
+Doch es erhebt sich erst zur vollen B1uete,
+
+wenn Gnaden eines seherisch Erwachten
+den Kosmos nachtentleitetem Gemuete
+als Geisterkunstwerk zum Bewusstsein brachten.
+
+Dann waechst aus Riesenschoepfungsueberblicken,
+aus Aufschau zu verborgnen Bildnersphaeren,
+aus Selbstmiteinbezug in deren Stufen--
+
+ein Mitgefuehl mit dieser Welt Geschicken,
+das mehr als dunkle Herzenstriebe naehren,
+das hoechste Goetter mit ans Werk berufen.
+
+
+
+
+Das ist der Ast in deinem Holz
+
+Das ist der Ast in deinem Holz,
+an dem der Hobel haengt und haengt:
+dein Stolz,
+der immer wieder dich
+in seine steifen Stiefel zwaengt.
+
+Du moechtest auf den F1uegelschuhn
+tiefinnerlichster Freiheit fliehn,
+doch ihn
+verdriesst so bitterlich
+kein ander unabhaengig Tun.
+
+Er haelt dich fest: da stehst du starr:
+duerrknisternd-widerspenstig Holz:
+ein Stolz-
+verstotzter Stock, ein sich
+selbst widriger Hanswurst und Narr.
+
+
+
+
+Der Engel ...
+
+"Wo bist du hin? Noch eben warst du da--
+Was wandtest du dich wieder abwaerts, wehe,
+nach jenem Leben, das ich nicht verstehe,
+und warst mir juengst doch noch so innig nah.
+
+"Ich soll hinab mit dir in deine Welt,
+aus der die Schauer der Verwesung hauchen,
+ins Reich des Todes soll ich mit dir tauchen,
+das wie ein Leichnam fort und fort zerfaellt?
+
+"Wohl gibt es meinesgleichen, eingeweiht
+in eure fuerchterlichen Daseinsstufen ...
+Doch ich bin's nicht. Nur wie verworrnes Rufen
+erschreckt das Wort mich Eurer Zeitlichkeit.
+
+"Lass mich mein Haupt verhuellen, bis du neu
+mir wiederkehrst, so rein, wie ich dich liebe,
+von nichts erfuellt als suessem Geistestriebe
+und deinem Urbild wieder strahlend treu."
+
+
+
+
+Der Kranke
+
+Oft zu sterben wuenscht ich mir ...
+Und wie dankbar bin ich doch,
+dass ich leb und leide noch
+im gesetzten Nun und Hier.
+
+Bleibt mir doch damit noch Zeit,
+abzubauen manch Gebrest,
+komm ich nimmer auch zum Rest,
+werd ich besser doch bereit.
+
+Wenn ich jetzt nichtwirken kann,
+helf ich also doch dem Mir,
+das dereinst nach Nun und Hier
+wirken wird im Dort und Dann.'
+
+
+
+
+Die Fusswaschung
+
+Ich danke dir, du stummer Stein,
+und neige mich zu dir hernieder:
+Ich schulde dir mein Pflanzensein.
+
+Ich danke euch, ihr Grund und Flor,
+und buecke mich zu euch hernieder:
+Ihr halft zum Tiere mir empor.
+
+Ich danke euch, Stein, Kraut und Tier,
+und beuge mich zu euch hernieder:
+Ihr halft mir alle drei zu Mir.
+
+Wir danken dir, du Menschenkind,
+und lassen fromm uns vor dir nieder:
+weil dadurch, dass du bist, wir sind.
+
+Es dankt aus aller Gottheit Ein-
+und aller Gottheit Vielfalt wieder.
+In Dank verschlingt sich alles Sein.
+
+
+
+
+Die Sonne will sich sieben Male spiegeln
+
+Die Sonne will sich sieben Male spiegeln,
+in allen unsern sieben Leibesgliedern:
+dass sie ihr siebenmal ihr Bild erwidern.
+
+Die Sonne will uns siebenmal entsiegeln.
+
+
+
+
+Die zur Wahrheit wandern
+
+Die zur Wahrheit wandern,
+wandern allein,
+keiner kann dem andern
+Wegbruder sein.
+
+Eine Spanne gehn wir,
+scheint es, im Chor ...
+bis zuletzt sich, sehn wir,
+jeder verlor.
+
+Selbst der Liebste ringet
+irgendwo fern;
+doch wer's ganz vollbringet,
+siegt sich zum Stern,
+
+schafft, sein selbst Durchchrister,
+Neugottesgrund--
+und ihn gruesst Geschwister
+Ewiger Bund.
+
+
+
+
+Du Weisheit meines hoehern Ich
+
+Du Weisheit meines hoehern Ich,
+die ueber mir den Fittich spreitet
+und mich vom Anfang her geleitet,
+wie es am besten war fuer mich,--
+
+Wenn Unmut oft mich anfocht: nun--
+Es war der Unmut eines Knaben!
+Des Mannes reife Blicke haben
+die Kraft, voll Dank auf Dir zu ruhn.
+
+
+
+
+Du hast die Hand schon am Portal
+
+Du hast die Hand schon am Portal
+und tastest nach der Klinke Hand
+(denn noch erhellt sie dir kein Strahl).
+
+Du wirst erst wach, wenn sie sie fand,
+sei's dieses, sei's das naechste Mal;--
+dann wirst du weiss stehn wie die Wand,
+
+davor du lange dumpf geirrt;
+und wie ein Leichnam hinfaellt, wird
+dein Leib hinfallen in den Sand.
+
+
+
+
+Einen Freund ueber seinen Liebeskummer zu troesten
+
+Einen Freund ueber seinen Liebeskummer zu troesten
+Wir muessen immer wieder uns begegnen
+und immer wieder durch einander leiden,
+bis eines Tages wir das alles segnen.
+
+An diesem Tage wird das Leiden weichen,
+das Leiden wenigstens, das Blindheit zeugte,
+das uns wie blinden Wald im Sturme beugte.
+
+Dann werden wir in neues Ziel und Leben
+wie Fluesse in ein Meer zusammenfliessen,
+und kein Getrenntsein wird uns mehr verdriessen.
+
+Dann endlich wird das, ... suchet nicht das Ihre'
+Wahrheit geworden sein in unsern Seelen.
+Und wie an Kraft wird's uns an Glueck nicht fehlen.
+
+
+
+
+Erblinden mag ich
+
+Erblinden mag ich, sprach ich kuehn,--
+mir bleibt nichts Neues mehr zu schauen! ...
+Da wandelt sich der Erde Gruen
+zum odemraubend kuehlen Grauen.
+
+Ein Schleier faellt auf die so recht
+geliebten Wesen und Gelaende,
+und zu der--Geister Lichtgeschlecht
+erhebt--ein Blinder seine Haende ...
+
+
+
+
+Evolution
+
+Kaum dass sich, was sich einst von Dir getrennt,
+in seiner Sonderwesensart erkannt,
+begehrt zurueck es in sein Element.
+
+Es fuehlt sich selbst und doch zugleich verbannt
+und sehnt sich heim in seines Ursprungs Schoss ...
+Doch vor ihm steht noch ehern unverwandt
+
+Aeonengross sein menschheitliches Los!
+
+
+
+
+Fass es, was sich dir enthuellt!
+
+Fass es, was sich dir enthuellt!
+Ahne dich hinan zur Sonne!
+Ahne, welche Schoepfer-Wonne
+jedes Wesen dort erfuellt!
+
+Klimm empor dann dieser Geister
+Stufen bis zur hoechsten Schar!
+Und dann endlich nimm Ihn wahr:
+Aller dieser Geister Meister!
+
+Und dann komm mit Ihm herab!
+Unter Menschen und Daemonen
+komm mit Ihm, den Leib bewohnen,
+den ein Mensch Ihm fromm ergab.
+
+Fasst ein Herz des Opfers Groesse!
+Misst ein Geist dies Opfer ganz!--
+Wie ein Gott des Himmels Glanz
+tauscht um Menschennot und--bloesse!
+
+
+
+
+Geschoepf nicht mehr ...
+
+Geschoepf nicht mehr, Gebieter der Gedanken,
+des Willens Herr, nicht mehr in Willens Frone,
+der flutenden Empfindung Mass und Meister,
+
+zu tief um an Verneinung zu erkranken,
+zu frei, als dass Verstocktheit in ihm wohne:
+So bindet sich ein Mensch ans Reich der Geister:
+
+So findet er den Pfad zum Thron der Throne.
+
+
+
+
+Gib mir den Anblick deines Seins
+
+Gib mir den Anblick deines Seins, o Welt ...
+Den Sinnenschein lass langsam mich durchdringen ...
+
+So wie ein Haus sich nach und nach erhellt,
+bis es des Tages Strahlen ganz durchschwingen--
+und so wie wenn dies Haus dem Himmmelsglanz
+noch Dach und Wand zum Opfer koennte bringen--
+dass es zuletzt, von goldner Fuelle ganz
+durchstroemt, als wie ein Geisterbauwerk staende,
+gleich einer geistdurchleuchteten Monstranz:
+
+So moechte auch die Starrheit meiner Waende
+sich loesen, dass dein volles Sein in mein,
+mein volles Sein in dein Sein Einlass faende--
+und so sich rein vereinte Sein mit Sein.
+
+
+
+
+Hymne
+
+Wie in lauter Helligkeit
+fliessen wir nach allen Seiten ...
+Erdenbreiten, Erdenzeiten
+schwinden ewigkeitenweit ...
+
+Wie ein Atmen ganz im Licht
+ist es, wie ein schimmernd Schweben
+Himmels-Licht--in Deinem Leben
+lebten je wir, je wir--nicht?
+
+Konnten fern von Dir verziehen,
+flohen Dich, verbannt, verdammt
+Doch in Deine Harmonien
+kehren heim, die Dir entstammt.
+
+
+
+
+Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren
+
+Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren,
+ich geh im Gott mit allem Mein zu sterben,
+ich kehre heim, o Gott, als Dein zu leben.
+
+Erst wurde ich aus Deinem Ich gegeben,
+dann galt es dies Gegebne zu erwerben,
+Dir als ein Du es Brust an Brust zu heben.
+
+Da wollte Stolz es mittendrin verderben,
+und es ward Dir, und Du warst ihm verloren ...
+Bis dass Du uebermaechtig mich beschworen!
+
+Da ward ich Dir zum andernmal geboren:
+denn ich verstand zum erstenmal zu sterben,
+denn ich empfand zum erstenmal zu leben.
+
+
+
+
+Ich habe den MENSCHEN gesehn
+
+Ich habe den MENSCHEN gesehn in seiner tiefsten Gestalt,
+ich kenne die Welt bis auf den Grundgehalt.
+
+Ich weiss, dass Liebe, Liebe ihr tiefster Sinn,
+und dass ich da, um immer mehr zu lieben, bin.
+
+Ich breite die Arme aus, wie ER getan,
+ich moechte die ganze Welt, wie ER, umfahrn.
+
+
+
+
+Ich hebe Dir mein Herz empor
+
+Ich hebe Dir mein Herz empor
+als rechte Gralesschale,
+das all sein Blut im Durst verlor
+nach Deinem reinen Mahle,
+o CHRIST!
+
+O fuell es neu bis an den Rand
+mit Deines Blutes Rosenbrand,
+dass: DEN fortan ich trage
+durch Erdennaecht' und--tage,
+DU bist!
+
+
+
+
+Ich will aus allem nehmen
+
+Ich will aus allem nehmen, was mich naehrt,
+was uebereinstimmt mit mir laengst Vertrautem;
+so wird mir manches stille Glueck gewaehrt.
+
+In Eurer Weisheit fand ich manch geheime
+Bestaetigung zu von mir selbst Geschautem
+und brachte sie zu meiner Art in Reime.
+
+Es gibt so vieles Schoene, Gute, Wahre;
+wie bin ich dankbar, dass ich Mensch sein darf
+und immer Neues solcher Art erfahre!'
+
+Erfahre denn noch dies dazu: entfernt
+bist du vom Ernst noch. Dein Gewissen warf
+dir noch nicht vor, dass Weisheit sich nur--lernt.
+
+Mit solchem Blumenpfluecken, Kraenzchenwinden--
+was ist getan? sieh dir ins Angesicht
+und pruefe, ach, solch allzu lau Empfinden.
+
+Du fuehlst der Weisheit Weg noch nicht als--Pflicht.
+Und so: ob von G1uehwuermchen oder Sternen
+dir Licht zufliesst--dir ist's das gleiche Licht.
+
+Dir sind die echten Tiefen, wahren Fernen
+noch stumm; sie, deren Siegel einzig bricht:
+ein tiefdemuetig lebenlanges--Lernen.
+
+
+
+
+Im Baum, du liebes Voeglein dort
+
+Im Baum, du liebes Voeglein dort,
+was ist dein Lied, dein Lied im Grund?
+Dein kleines Lied ist Gotteswort,
+dein kleiner Kehlkopf Gottes Mund.
+
+'Ich singe' singt noch nicht aus dir,
+es toent die ewige Schoepfermacht
+noch ungetruebt in reiner Pracht
+in dir, du kleine suesse Zier.
+
+
+
+
+Leis auf zarten Fuessen naht es
+
+Leis auf zarten Fuessen naht es,
+vor dem Schlafen wie ein Faecheln:
+Horch, o Seele, meines Rates,
+lass dir Glueck und Troestung laecheln--:
+
+Die in Liebe dir verbunden,
+werden immer um dich bleiben,
+werden klein und grosse Runden
+treugesellt mit dir beschreiben.
+
+Und sie werden an dir bauen,
+unverwandt, wie du an ihnen,--
+und, erwacht zu Einem Schauen,
+werdet ihr wetteifernd dienen!
+
+
+
+
+Licht ist Liebe
+
+Licht ist Liebe ...Sonnen-Weben
+Liebes-Strahlung einer Welt
+schoepferischer Wesenheiten--
+
+die durch unerhoerte Zeiten
+uns an ihrem Herzen haelt,
+und die uns zuletzt gegeben
+
+ihren hoechsten Geist in eines
+Menschen Huelle waehrend dreier
+Jahre: da Er kam in Seines
+
+Vaters Erbteil--nun der Erde
+innerlichstes Himmelsfeuer:
+dass auch sie einst Sonne werde.
+
+
+
+
+Lucifer
+
+"Ich will mein Licht vor eurem Licht verschliessen,
+ich will euch nicht, ihr sollt mich nicht geniessen,
+bevor ich nicht ein Eigenlicht geworden.
+
+"So bring ich wohl das Boese zur Erscheinung,
+als Geist der Sonderheit und der Verneinung,
+doch neue Welt erschafft mein Geisterorden.
+
+"Aus Widerspruch zum unbeirrten Wesen,
+aus Irr-tum soll ein Goetterstamm genesen,
+der sich aus sich--und nicht aus euch--entscheidet.
+
+"Der nicht von Anbeginn in Wahrheit wandelt,
+der sich die Wahrheit leidend erst erhandelt,
+der sich die Wahrheit handelnd erst erleidet."
+
+
+
+
+Mit-erwacht
+
+Dein Wunsch war immer--fliegen!
+Nun naht dir die Erfuellung.
+
+Du wirst den Raum besiegen,
+nach jener Weltenthuellung,
+die uns zu Freien machte
+vom Schlaf der blinden Runden.
+
+Nun hast du, Mit-Erwachte,
+dein Schwingenkleid gefunden!
+
+
+
+
+Mond am Mittag
+
+Der weisse blaue Raum
+im Mittagsonnenschein,
+getruebt von keinem Flaum ...
+Der weisse Mond allein
+
+geistert in hoher Ferne
+der Stern des Eloah,
+der sich vom Sonnensterne
+verbannte, um von da
+
+des Logos Licht zu strahlen,
+bis dass er selber kam
+und in den dunklen Talen
+auf ewig Wohnung nahm ...
+
+Der weite blaue Raum
+im Mittagsonnenschein,
+getruebt von keinem Flaum ...
+Der weisse Mond allein
+
+geistert in hoher Ferne ...
+
+
+
+
+Nach der Lektuere des Helsingforsers Cyclus 1912
+
+Zur Schoenheit fuehrt Dein Werk:
+denn Schoenheit stroemt
+zuletzt durch alle Offenbarung ein,
+die es uns gibt. Aus Menschen-Schmerzlichkeiten
+hinauf zu immer hoehern Harmonien
+entbindest Du das schwindelnde Gefuehl,
+bis es vereint
+mit dem Zusammenklang
+unuebersehbarer Verkuender GOTTES
+und SEINER nie gefassten Herrlichkeit
+mitschwingt im Liebeslicht
+der Seligkeit ...
+Aus Schoenheit kommt,
+zur Schoenheit fuehrt
+Dein Werk.
+
+
+
+
+Nun wohne DU darin
+
+Nun wohne DU darin,
+in diesem leeren Hause,
+aus dem der Welt Gebrause
+herausfloh und dahin.
+
+Was ist nun noch mein Sinn,--
+als dass auf eine Pause
+ich einzig DEINE Klause,
+mein Grund und Ursprung bin!
+
+
+
+
+O Nacht ...
+
+O Nacht, du Sternenbronnen,
+ich bade Leib und Geist
+in deinen tausend Sonnen--
+
+O Nacht, die mich umfleusst
+mit Offenbarungswonnen,
+ergib mir, was du weisst!
+
+O Nacht, du tiefer Bronnen ...
+
+
+
+
+O gib mir Freuden
+
+O gib mir Freuden, nicht mit dem verstrickt,
+was ich als niedres Ich in mir empfinde,
+gib solche Freuden mir zum Angebinde
+wie Geist sie Geist, der Seele Seele schickt.
+
+O nicht mehr dieser schalen Freuden Pein,
+die doch erkauft nur sind von fremden--Leiden!
+Schenk Herzen mir, die sich fuer DICH entscheiden,
+so wird auch meines wahrhaft froehlich sein.
+
+
+
+
+O ihr kleinmuetig Volk
+
+O ihr kleinmuetig Volk, die ihr vom Heute
+nicht loskommt, die ihr meint: so ist es, war es
+und wird es sein, so lange Menschen leben--.
+
+O wuerdet ihr doch andrer Hoffnung Beute
+und lerntet wieder schauen Offenbares
+und Hirn und Herz zu hoechstem Ziel erheben!
+
+
+
+
+O wie gerne lern ich Milde
+
+O wie gerne lern ich Milde,
+liebes Herz, von deinem Munde,
+folge dir in stillem Bunde
+in gelaeuterte Gefilde!
+
+Und wir schaun zurueck zusammen
+auf die Welt, samt ihrem Schelten,
+und anstatt sie zu verdammen,
+lassen wir sie gehn und gelten.
+
+
+
+
+Sieh nicht
+
+I
+
+Sieh nicht, was andre tun,
+der andern sind so viel,
+du kommst nur in ein Spiel,
+das nimmermehr wird ruhn.
+
+Geh einfach Gottes Pfad,
+lass nichts sonst Fuehrer sein,
+so gehst du recht und grad,
+und gingst du ganz allein.
+
+
+II
+
+Verlange nichts von irgendwem,
+lass jedermann sein Wesen,
+du bist von irgendwelcher Fehm
+zum Richter nicht erlesen.
+
+Tu still dein Werk und gib der Welt
+allein von deinem Frieden,
+und hab dein Sach auf nichts gestellt
+und niemanden hienieden.
+
+
+
+
+Stoer' nicht den Schlaf der liebsten Frau
+
+Stoer' nicht den Schlaf der liebsten Frau, mein Licht!
+Stoer' ihren zarten, zarten Schlummer nicht.
+
+Wie ist sie ferne jetzt. Und doch so nah.
+Ein Fluestern--und sie waere wieder da.
+
+Sei still, mein Herz, sei stiller noch, mein Mund,
+mit Engeln redet wohl ihr Geist zur Stund.
+
+
+
+
+Von zwei Rosen ...
+
+Von zwei Rosen
+duftet eine
+anders, als die
+andre Rose.
+
+Von zwei Engeln
+mag so einer
+anders, als der
+andre schoen sein.
+
+So in unzaehl-
+baren zarten
+Andersheiten
+mag der Himmel,
+
+mag des Vaters
+Goettersoehne-
+reich seraphisch
+abgestuft sein ...
+
+
+
+
+Was klagst du an
+
+Was klagst du an
+die boese Welt
+um das und dies?
+bist du ein Mann,
+der niemals Spelt
+ins Feuer blies?
+
+Hat Hass und Harm
+und Wahn und Sucht
+dich nie verfuehrt,
+dass blind dein Arm
+der Flammen Flucht
+noch mehr geschuert?
+
+Was duenkst du dich
+des unteilhaft,
+was Weltbrand naehrt!
+Zuerst zerbrich
+die Leidenschaft,
+die dich noch schwaert.
+
+In dich hinein
+nimm allen Zwist,
+der Welt sorg nit;
+je wie du rein
+von Schlacke bist,
+wird sie es mit.
+
+
+
+
+Wasserfall bei Nacht
+
+I
+
+Ruhe, Ruhe, tiefe Ruhe.
+Lautlos schlummern Menschen, Tiere.
+Nur des Gipfels Gletschertruhe
+schuettet talwaerts ihre
+Wasser.
+
+Geisterstille, Geisterfuelle,
+oeffnet Eure Himmelsschranke!
+Bleibe schlafend, liebe Huelle,
+schwebt, Empfindung und Gedanke,
+aufwaerts!
+
+Aufwaerts in die Geisterhallen
+taste dich, mein hoeher Wesen!
+Lass des Lebens Schleier fallen,
+Koste, seingenesen,
+Freiheit!
+
+
+II
+
+Unablaessig Sinken
+weisser Wogenwucht,
+lass mich, deine Bucht,
+dein Geheimnis trinken.
+
+Engel woelken leise
+aus der Wasser Schoss,
+loesen gross sich los
+nach Daemonenweise.
+
+Strahlen bis zum bleichen
+Mond der Haeupter Firn ...
+Und auf Schlaefer-Stirn
+malen sie das Zeichen ...
+
+Taufen gern Erhoerten
+mit der Weisheit Tau.
+Und von ferner Schau
+daemmert dem Enttoerten.
+
+
+
+
+Wer vom Ziel nicht weiss
+
+Wer vom Ziel nicht weiss,
+kann den Weg nicht haben,
+wird im selben Kreis
+all sein Leben traben;
+kommt am Ende hin,
+wo er hergerueckt,
+hat der Menge Sinn
+nur noch mehr zerstueckt.
+
+Wer vom Ziel nichts kennt,
+kann's doch heut erfahren;
+wenn es ihn nur brennt
+nach dem Goettlich-Wahren;
+wenn in Eitelkeit
+er nicht ganz versunken
+und vom Wein der Zeit
+nicht bis oben trunken.
+
+Denn zu fragen ist
+nach den stillen Dingen,
+und zu wagen ist,
+will man Licht erringen:
+wer nicht suchen kann,
+wie nur je ein Freier,
+bleibt im Trugesbann
+siebenfacher Schleier.
+
+
+
+
+Wie macht' ich mich von DEINEM Zauber los
+
+Wie macht' ich mich von DEINEM Zauber los
+und tauchte wieder nieder in die Tiefe
+und stiege wieder in des Dunkels Schoss,
+wenn nicht auch dort DEIN selbes Wesen riefe,
+an dessen Geisterlicht ich hier mein Sein,
+als wie der Schmetterling am Licht, erlabe,
+doch ohne dass mir die vollkommne Gabe
+zum Untergang wird und zur Todespein.
+
+Wie koennte ich von solcher Staette scheiden,
+wo jeder letzte Glueckestraum erfuellt,
+verharrte nicht ein ungeheures Leiden,
+sogar von diesem Himmel nur--verhuellt.
+Und da mir dessen Stachel ist geblieben,
+wie koennt' ich nun, als brennend von DIR gehn,
+um DICH in jener Welt noch mehr zu lieben,
+in der sie DICH, als Sonne, noch nicht sehn.
+
+Von Liebe so von DIR hinabgezwungen
+vom Himmel auf die Erde, weiss ich doch:
+nur immer wieder von DIR selbst durchdrungen,
+ertrag' ich freudig solcher Sendung Joch.
+DU musstest DICH als Quell mir offenbaren,
+der unaufhoerlich rnir Erneuung bringt.
+Nun kann ich auch gleich DIR zur Hoelle fahren,
+da mich DEIN Himmel ewiglich verjuengt.
+
+
+
+
+Wir fanden einen Pfad
+
+So wie ein Mensch, am trueben Tag, der Sonne vergisst,--
+sie aber strahlt und leuchtet unaufhoerlich,--
+so mag man Dein an truebem Tag vergessen,
+um wiederum und immer wiederum
+erschuettert, ja geblendet zu empfinden,
+wie unerschoepflich fort und fort und fort
+Dein Sonnengeist uns dunklen Wandrern strahlt.
+
+
+
+
+Ueberwinde!
+
+Ueberwinde! Jede Stunde,
+die du siegreich ueberwindest,
+sei getrost, dass du im Pfunde
+deines neuen Lebens findest.
+
+Jede Schmach und jede Schande,
+jeder Schmerz und jedes Leiden
+wird bei richtigem Verstande
+deinen Aufstieg mehr entscheiden.
+
+Ohne Erbschuld wirst du funkeln,
+abermals vor Enkeln rege,
+ungezaehltem Volk im Dunkeln
+weist ein Sieger Sonnenwege.
+
+
+Ende dieses Projekt Gutenberg Etextes Wir fanden einen Pfad, von
+Christian Morgenstern.
+
+
+
+
+*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK, WIR FANDEN EINEN PFAD ***
+
+This file should be named 7wfpf10.txt or 7wfpf10.zip
+Corrected EDITIONS of our eBooks get a new NUMBER, 7wfpf11.txt
+VERSIONS based on separate sources get new LETTER, 7wfpf10a.txt
+
+Project Gutenberg eBooks are often created from several printed
+editions, all of which are confirmed as Public Domain in the US
+unless a copyright notice is included. Thus, we usually do not
+keep eBooks in compliance with any particular paper edition.
+
+We are now trying to release all our eBooks one year in advance
+of the official release dates, leaving time for better editing.
+Please be encouraged to tell us about any error or corrections,
+even years after the official publication date.
+
+Please note neither this listing nor its contents are final til
+midnight of the last day of the month of any such announcement.
+The official release date of all Project Gutenberg eBooks is at
+Midnight, Central Time, of the last day of the stated month. A
+preliminary version may often be posted for suggestion, comment
+and editing by those who wish to do so.
+
+Most people start at our Web sites at:
+http://gutenberg.net or
+http://promo.net/pg
+
+These Web sites include award-winning information about Project
+Gutenberg, including how to donate, how to help produce our new
+eBooks, and how to subscribe to our email newsletter (free!).
+
+
+Those of you who want to download any eBook before announcement
+can get to them as follows, and just download by date. This is
+also a good way to get them instantly upon announcement, as the
+indexes our cataloguers produce obviously take a while after an
+announcement goes out in the Project Gutenberg Newsletter.
+
+http://www.ibiblio.org/gutenberg/etext05 or
+ftp://ftp.ibiblio.org/pub/docs/books/gutenberg/etext05
+
+Or /etext04, 03, 02, 01, 00, 99, 98, 97, 96, 95, 94, 93, 92, 92,
+91 or 90
+
+Just search by the first five letters of the filename you want,
+as it appears in our Newsletters.
+
+
+Information about Project Gutenberg (one page)
+
+We produce about two million dollars for each hour we work. The
+time it takes us, a rather conservative estimate, is fifty hours
+to get any eBook selected, entered, proofread, edited, copyright
+searched and analyzed, the copyright letters written, etc. Our
+projected audience is one hundred million readers. If the value
+per text is nominally estimated at one dollar then we produce $2
+million dollars per hour in 2002 as we release over 100 new text
+files per month: 1240 more eBooks in 2001 for a total of 4000+
+We are already on our way to trying for 2000 more eBooks in 2002
+If they reach just 1-2% of the world's population then the total
+will reach over half a trillion eBooks given away by year's end.
+
+The Goal of Project Gutenberg is to Give Away 1 Trillion eBooks!
+This is ten thousand titles each to one hundred million readers,
+which is only about 4% of the present number of computer users.
+
+Here is the briefest record of our progress (* means estimated):
+
+eBooks Year Month
+
+ 1 1971 July
+ 10 1991 January
+ 100 1994 January
+ 1000 1997 August
+ 1500 1998 October
+ 2000 1999 December
+ 2500 2000 December
+ 3000 2001 November
+ 4000 2001 October/November
+ 6000 2002 December*
+ 9000 2003 November*
+10000 2004 January*
+
+
+The Project Gutenberg Literary Archive Foundation has been created
+to secure a future for Project Gutenberg into the next millennium.
+
+We need your donations more than ever!
+
+As of February, 2002, contributions are being solicited from people
+and organizations in: Alabama, Alaska, Arkansas, Connecticut,
+Delaware, District of Columbia, Florida, Georgia, Hawaii, Illinois,
+Indiana, Iowa, Kansas, Kentucky, Louisiana, Maine, Massachusetts,
+Michigan, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New
+Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, North Carolina, Ohio,
+Oklahoma, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, South
+Dakota, Tennessee, Texas, Utah, Vermont, Virginia, Washington, West
+Virginia, Wisconsin, and Wyoming.
+
+We have filed in all 50 states now, but these are the only ones
+that have responded.
+
+As the requirements for other states are met, additions to this list
+will be made and fund raising will begin in the additional states.
+Please feel free to ask to check the status of your state.
+
+In answer to various questions we have received on this:
+
+We are constantly working on finishing the paperwork to legally
+request donations in all 50 states. If your state is not listed and
+you would like to know if we have added it since the list you have,
+just ask.
+
+While we cannot solicit donations from people in states where we are
+not yet registered, we know of no prohibition against accepting
+donations from donors in these states who approach us with an offer to
+donate.
+
+International donations are accepted, but we don't know ANYTHING about
+how to make them tax-deductible, or even if they CAN be made
+deductible, and don't have the staff to handle it even if there are
+ways.
+
+Donations by check or money order may be sent to:
+
+ PROJECT GUTENBERG LITERARY ARCHIVE FOUNDATION
+ 809 North 1500 West
+ Salt Lake City, UT 84116
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+Contact us if you want to arrange for a wire transfer or payment
+method other than by check or money order.
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+[Employee Identification Number] 64-622154. Donations are
+tax-deductible to the maximum extent permitted by law. As fund-raising
+requirements for other states are met, additions to this list will be
+made and fund-raising will begin in the additional states.
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+We need your donations more than ever!
+
+You can get up to date donation information online at:
+
+http://www.gutenberg.net/donation.html
+
+
+***
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+If you can't reach Project Gutenberg,
+you can always email directly to:
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+Michael S. Hart <hart@pobox.com>
+
+Prof. Hart will answer or forward your message.
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+
+**The Legal Small Print**
+
+
+(Three Pages)
+
+***START**THE SMALL PRINT!**FOR PUBLIC DOMAIN EBOOKS**START***
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+You may distribute copies of this eBook electronically, or by
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+ [*] The eBook may be readily converted by the reader at
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