summaryrefslogtreecommitdiff
path: root/9623-8.txt
diff options
context:
space:
mode:
authorRoger Frank <rfrank@pglaf.org>2025-10-15 05:33:30 -0700
committerRoger Frank <rfrank@pglaf.org>2025-10-15 05:33:30 -0700
commit546f702f7f7a6c6651dd76c186aba5c98c52d282 (patch)
treeee361de1fd56205b9c683b1b7a700613d14caec1 /9623-8.txt
initial commit of ebook 9623HEADmain
Diffstat (limited to '9623-8.txt')
-rw-r--r--9623-8.txt1491
1 files changed, 1491 insertions, 0 deletions
diff --git a/9623-8.txt b/9623-8.txt
new file mode 100644
index 0000000..0d70840
--- /dev/null
+++ b/9623-8.txt
@@ -0,0 +1,1491 @@
+Project Gutenberg's Wir fanden einen Pfad, by Christian Morgenstern
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
+
+
+Title: Wir fanden einen Pfad
+
+Author: Christian Morgenstern
+
+Posting Date: October 24, 2011 [EBook #9623]
+Release Date: January, 2006
+First Posted: October 10, 2003
+
+Language: German
+
+Character set encoding: ISO-8859-1
+
+*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK WIR FANDEN EINEN PFAD ***
+
+
+
+
+Produced by Patricia Peters. HTML version by Al Haines.
+
+
+
+
+
+
+
+
+This book content was graciously contributed by the Gutenberg Projekt-DE.
+That project is reachable at the web site http://gutenberg.spiegel.de/.
+
+Dieses Buch wurde uns freundlicherweise vom "Gutenberg Projekt-DE"
+zur Verfügung gestellt. Das Projekt ist unter der Internet-Adresse
+http://gutenberg.spiegel.de/ erreichbar.
+
+
+
+
+Wir fanden einen Pfad
+
+Neue Gedichte
+
+Christian Morgenstern
+
+
+
+
+
+
+
+ alphabetisch nach Titeln sortiert:
+
+ "Brüder!"
+ An den andern
+ An eine Freundin
+ (an einige)
+ (an manche)
+ (an viele)
+ Bedenke, Freund ...
+ Da nimm
+ Das bloße Wollen ...
+ Das ist der Ast in deinem Holz
+ Der Engel ...
+ Der Kranke
+ Die Fußwaschung
+ Die Sonne will sich sieben Male spiegeln
+ Die zur Wahrheit wandern
+ Du Weisheit meines höhern Ich
+ Du hast die Hand schon am Portal ...
+ Einen Freund über seinen Liebeskummer zu trösten
+ Erblinden mag ich ...
+ Evolution
+ Faß es, was sich dir enthüllt!
+ Geschöpf nicht mehr ...
+ Gib mir den Anblick deines Seins
+ Hymne
+ Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren
+ Ich habe den MENSCHEN gesehn ...
+ Ich hebe Dir mein Herz empor
+ Ich will aus allem nehmen ...
+ Im Baum, du liebes Vöglein dort
+ Leis auf zarten Füßen naht es
+ Licht ist Liebe
+ Lucifer
+ Mit-erwacht
+ Mond am Mittag
+ Nach der Lektüre des Helsingforsers Cyclus 1912
+ Nun wohne DU darin
+ O Nacht ...
+ O gib mir Freuden
+ O ihr kleinmütig Volk
+ O wie gerne lern ich Milde
+ Sieh nicht, was andre tun
+ Stör' nicht den Schlaf der liebsten Frau
+ Von zwei Rosen ...
+ Was klagst du an ...
+ Wasserfall bei Nacht
+ Wer vom Ziel nicht weiß ...
+ Wie macht' ich mich von DEINEM Zauber los
+ Wir fanden einen Pfad
+ Überwinde!
+
+
+
+
+ "Brüder!"
+
+ Lied für ein neues Gesangbuch studierender Jugend
+ "Brüder!"--Hört das Wort!
+ Soll's ein Wort nur bleiben?
+ Soll's nicht Früchte treiben
+ fort und fort?
+
+ Oft erscholl der Schwur!
+ Ward auch oft gehalten--
+ doch in engem, alten
+ Sinne nur.
+
+ O sein neuer Sinn!
+ Lernt ihn doch erkennen!
+ Laßt doch heiß ihn brennen
+ durch euch hin!
+
+ Allen Bruder sein!
+ Allen helfen, dienen!
+ Ist, seit ER erschienen,
+ Ziel allein!
+
+ Auch dem Bösewicht,
+ der uns widerstrebet!
+ Er auch ward gewebet
+ einst aus Licht.
+
+ "Liebt das Böse--gut!"
+ lehren tiefe Seelen.
+ Lernt am Hasse stählen--
+ Liebesmut!
+
+ "Brüder!"--Hört das Wort!
+ Daß es Wahrheit werde--
+ und dereinst die Erde
+ Gottes Ort!
+
+
+
+ An den andern
+
+ Ich hatte mich im Hochgebirg verstiegen.
+ Die Felsenwelt um mich, sie war wohl schön;
+ doch konnt ich keinen Ausgang mir ersiegen,
+ noch einen Aufgang nach den lichten Höhn;
+
+ Da traf ich Dich, in ärgster Not: den Andern!
+ Mit Dir vereint, gewann ich frischen Mut.
+ Von neuem hob ich an, mit Dir, zu wandern,
+ und siehe da: Das Schicksal war uns gut.
+
+ Wir fanden einen Pfad, der klar und einsam
+ empor sich zog, bis, wo ein Tempel stand.
+ Der Steig war steil, doch wagten wir's gemeinsam ...
+ Und heut noch helfen wir uns, Hand in Hand.
+
+ Mag sein, wir stehn an unsres Lebens Ende
+ noch unterm Ziel,--genug, der Weg ist klar!
+ Daß wir uns trafen, war die große Wende,
+ Aus zwei Verirrten ward ein wissend Paar.
+
+
+
+
+ An eine Freundin
+
+ Laß den Helden in deiner Seele nicht sterben!
+ Welkst du hin wie die Blume, der Baum im Herbst,--
+ höre nimmer doch auf, um den Kranz zu werben!
+
+ Alle andern Kränze bleiben zurücke,
+ schwinden hin wie die Glieder, die sie bedecken ...
+ Dieser bleibt dir allein auf der großen Brücke--
+
+ hält dir droben die Geisterstirn noch umschlossen:
+ und dereinst, wenn du wieder hinabgestiegen,
+ wirst du gehn, wie von heiligem Schein umflossen.
+
+
+
+
+ (an einige)
+
+ Ihr kennt den Trost, der enttrübt,
+ die fern den Schranken:--
+ Werden draußen Taten geübt,
+ entsenden sie--Gedanken.
+
+
+
+
+ (an manche)
+
+ Ihr kennt es, das harte Leid,
+ heißt es entsagen,
+ mitzuwirken im Sturm der Zeit
+ zu neuem Gottestagen.
+
+
+
+
+ (an viele)
+
+ Ihr kennt sie, die Leidenschaft,
+ die uns verbindet:
+ Helfen, helfen, mit einer Kraft,
+ die alles überwindet.
+
+
+
+
+ Bedenke, Freund, ...
+
+ Bedenke, Freund, was wir zusammen sprachen.
+ War's wert, daß wir den Bann des Schweigens brachen,
+ um solche Nichtigkeiten auszutauschen?
+
+ So schwätzen wohl zwei Vögel miteinander,
+ derweil in unablässigem Gewander
+ des Stromes strenge Wogen meerwärts rauschen.
+
+ Erwacht in dir nicht ein Gefühl der Leere,
+ erwägst du, wie so auftut Jahre, Jahre
+ nichts als Geschwätz aus dir sich und dem andern,
+
+ indessen nach der Gottheit Schoß und Meere
+ der Geistesweisheit sternenspiegelklare
+ Gewässer ruhlos und gewaltig wandern?
+
+
+
+
+ Da nimm
+
+ Da nimm. Das laß ich dir zurück, oWelt ...
+ Es stammt von dir. Es sei von neuem dein.
+ Da, wo ich jetzo will hinaus, hinein,
+ bin ich nicht mehr auf dich gestellt.
+ Da gilt der blasse Geist allein,
+ den ich mir formte über dir
+ ach, nur wie einen blassen Opferrauch,--
+ da gilt nur noch der ach, so schwache Hauch,
+ der von dem CHRISTUS lebt in mir.
+
+
+
+
+ Das bloße Wollen ...
+
+ Das bloße Wollen einer großen Güte
+ ist ganz gewiß ein hohes Menschentrachten.
+ Doch es erhebt sich erst zur vollen B1üte,
+
+ wenn Gnaden eines seherisch Erwachten
+ den Kosmos nachtentleitetem Gemüte
+ als Geisterkunstwerk zum Bewußtsein brachten.
+
+ Dann wächst aus Riesenschöpfungsüberblicken,
+ aus Aufschau zu verborgnen Bildnersphären,
+ aus Selbstmiteinbezug in deren Stufen--
+
+ ein Mitgefühl mit dieser Welt Geschicken,
+ das mehr als dunkle Herzenstriebe nähren,
+ das höchste Götter mit ans Werk berufen.
+
+
+
+
+ Das ist der Ast in deinem Holz
+
+ Das ist der Ast in deinem Holz,
+ an dem der Hobel hängt und hängt:
+ dein Stolz,
+ der immer wieder dich
+ in seine steifen Stiefel zwängt.
+
+ Du möchtest auf den F1ügelschuhn
+ tiefinnerlichster Freiheit fliehn,
+ doch ihn
+ verdrießt so bitterlich
+ kein ander unabhängig Tun.
+
+ Er hält dich fest: da stehst du starr:
+ dürrknisternd-widerspenstig Holz:
+ ein Stolz-
+ verstotzter Stock, ein sich
+ selbst widriger Hanswurst und Narr.
+
+
+
+
+ Der Engel ...
+
+ "Wo bist du hin? Noch eben warst du da--
+ Was wandtest du dich wieder abwärts, wehe,
+ nach jenem Leben, das ich nicht verstehe,
+ und warst mir jüngst doch noch so innig nah.
+
+ "Ich soll hinab mit dir in deine Welt,
+ aus der die Schauer der Verwesung hauchen,
+ ins Reich des Todes soll ich mit dir tauchen,
+ das wie ein Leichnam fort und fort zerfällt?
+
+ "Wohl gibt es meinesgleichen, eingeweiht
+ in eure fürchterlichen Daseinsstufen ...
+ Doch ich bin's nicht. Nur wie verworrnes Rufen
+ erschreckt das Wort mich Eurer Zeitlichkeit.
+
+ "Laß mich mein Haupt verhüllen, bis du neu
+ mir wiederkehrst, so rein, wie ich dich liebe,
+ von nichts erfüllt als süßem Geistestriebe
+ und deinem Urbild wieder strahlend treu."
+
+
+
+
+ Der Kranke
+
+ Oft zu sterben wünscht ich mir ...
+ Und wie dankbar bin ich doch,
+ daß ich leb und leide noch
+ im gesetzten Nun und Hier.
+
+ Bleibt mir doch damit noch Zeit,
+ abzubauen manch Gebrest,
+ komm ich nimmer auch zum Rest,
+ werd ich besser doch bereit.
+
+ Wenn ich jetzt nichtwirken kann,
+ helf ich also doch dem Mir,
+ das dereinst nach Nun und Hier
+ wirken wird im Dort und Dann.'
+
+
+
+
+ Die Fußwaschung
+
+ Ich danke dir, du stummer Stein,
+ und neige mich zu dir hernieder:
+ Ich schulde dir mein Pflanzensein.
+
+ Ich danke euch, ihr Grund und Flor,
+ und bücke mich zu euch hernieder:
+ Ihr halft zum Tiere mir empor.
+
+ Ich danke euch, Stein, Kraut und Tier,
+ und beuge mich zu euch hernieder:
+ Ihr halft mir alle drei zu Mir.
+
+ Wir danken dir, du Menschenkind,
+ und lassen fromm uns vor dir nieder:
+ weil dadurch, daß du bist, wir sind.
+
+ Es dankt aus aller Gottheit Ein-
+ und aller Gottheit Vielfalt wieder.
+ In Dank verschlingt sich alles Sein.
+
+
+
+
+ Die Sonne will sich sieben Male spiegeln
+
+ Die Sonne will sich sieben Male spiegeln,
+ in allen unsern sieben Leibesgliedern:
+ daß sie ihr siebenmal ihr Bild erwidern.
+
+ Die Sonne will uns siebenmal entsiegeln.
+
+
+
+
+ Die zur Wahrheit wandern
+
+ Die zur Wahrheit wandern,
+ wandern allein,
+ keiner kann dem andern
+ Wegbruder sein.
+
+ Eine Spanne gehn wir,
+ scheint es, im Chor ...
+ bis zuletzt sich, sehn wir,
+ jeder verlor.
+
+ Selbst der Liebste ringet
+ irgendwo fern;
+ doch wer's ganz vollbringet,
+ siegt sich zum Stern,
+
+ schafft, sein selbst Durchchrister,
+ Neugottesgrund--
+ und ihn grüßt Geschwister
+ Ewiger Bund.
+
+
+
+
+ Du Weisheit meines höhern Ich
+
+ Du Weisheit meines höhern Ich,
+ die über mir den Fittich spreitet
+ und mich vom Anfang her geleitet,
+ wie es am besten war für mich,--
+
+ Wenn Unmut oft mich anfocht: nun--
+ Es war der Unmut eines Knaben!
+ Des Mannes reife Blicke haben
+ die Kraft, voll Dank auf Dir zu ruhn.
+
+
+
+
+ Du hast die Hand schon am Portal
+
+ Du hast die Hand schon am Portal
+ und tastest nach der Klinke Hand
+ (denn noch erhellt sie dir kein Strahl).
+
+ Du wirst erst wach, wenn sie sie fand,
+ sei's dieses, sei's das nächste Mal;--
+ dann wirst du weiß stehn wie die Wand,
+
+ davor du lange dumpf geirrt;
+ und wie ein Leichnam hinfällt, wird
+ dein Leib hinfallen in den Sand.
+
+
+
+
+ Einen Freund über seinen Liebeskummer zu trösten
+
+ Einen Freund über seinen Liebeskummer zu trösten
+ Wir müssen immer wieder uns begegnen
+ und immer wieder durch einander leiden,
+ bis eines Tages wir das alles segnen.
+
+ An diesem Tage wird das Leiden weichen,
+ das Leiden wenigstens, das Blindheit zeugte,
+ das uns wie blinden Wald im Sturme beugte.
+
+ Dann werden wir in neues Ziel und Leben
+ wie Flüsse in ein Meer zusammenfließen,
+ und kein Getrenntsein wird uns mehr verdrießen.
+
+ Dann endlich wird das, ... suchet nicht das Ihre'
+ Wahrheit geworden sein in unsern Seelen.
+ Und wie an Kraft wird's uns an Glück nicht fehlen.
+
+
+
+
+ Erblinden mag ich
+
+ Erblinden mag ich, sprach ich kühn,--
+ mir bleibt nichts Neues mehr zu schauen! ...
+ Da wandelt sich der Erde Grün
+ zum odemraubend kühlen Grauen.
+
+ Ein Schleier fällt auf die so recht
+ geliebten Wesen und Gelände,
+ und zu der--Geister Lichtgeschlecht
+ erhebt--ein Blinder seine Hände ...
+
+
+
+
+ Evolution
+
+ Kaum daß sich, was sich einst von Dir getrennt,
+ in seiner Sonderwesensart erkannt,
+ begehrt zurück es in sein Element.
+
+ Es fühlt sich selbst und doch zugleich verbannt
+ und sehnt sich heim in seines Ursprungs Schoß ...
+ Doch vor ihm steht noch ehern unverwandt
+
+ Äonengroß sein menschheitliches Los!
+
+
+
+
+ Faß es, was sich dir enthüllt!
+
+ Faß es, was sich dir enthüllt!
+ Ahne dich hinan zur Sonne!
+ Ahne, welche Schöpfer-Wonne
+ jedes Wesen dort erfüllt!
+
+ Klimm empor dann dieser Geister
+ Stufen bis zur höchsten Schar!
+ Und dann endlich nimm Ihn wahr:
+ Aller dieser Geister Meister!
+
+ Und dann komm mit Ihm herab!
+ Unter Menschen und Dämonen
+ komm mit Ihm, den Leib bewohnen,
+ den ein Mensch Ihm fromm ergab.
+
+ Faßt ein Herz des Opfers Größe!
+ Mißt ein Geist dies Opfer ganz!--
+ Wie ein Gott des Himmels Glanz
+ tauscht um Menschennot und--blöße!
+
+
+
+
+ Geschöpf nicht mehr ...
+
+ Geschöpf nicht mehr, Gebieter der Gedanken,
+ des Willens Herr, nicht mehr in Willens Frone,
+ der flutenden Empfindung Maß und Meister,
+
+ zu tief um an Verneinung zu erkranken,
+ zu frei, als daß Verstocktheit in ihm wohne:
+ So bindet sich ein Mensch ans Reich der Geister:
+
+ So findet er den Pfad zum Thron der Throne.
+
+
+
+
+ Gib mir den Anblick deines Seins
+
+ Gib mir den Anblick deines Seins, o Welt ...
+ Den Sinnenschein laß langsam mich durchdringen ...
+
+ So wie ein Haus sich nach und nach erhellt,
+ bis es des Tages Strahlen ganz durchschwingen--
+ und so wie wenn dies Haus dem Himmmelsglanz
+ noch Dach und Wand zum Opfer könnte bringen--
+ daß es zuletzt, von goldner Fülle ganz
+ durchströmt, als wie ein Geisterbauwerk stände,
+ gleich einer geistdurchleuchteten Monstranz:
+
+ So möchte auch die Starrheit meiner Wände
+ sich lösen, daß dein volles Sein in mein,
+ mein volles Sein in dein Sein Einlaß fände--
+ und so sich rein vereinte Sein mit Sein.
+
+
+
+
+ Hymne
+
+ Wie in lauter Helligkeit
+ fließen wir nach allen Seiten ...
+ Erdenbreiten, Erdenzeiten
+ schwinden ewigkeitenweit ...
+
+ Wie ein Atmen ganz im Licht
+ ist es, wie ein schimmernd Schweben
+ Himmels-Licht--in Deinem Leben
+ lebten je wir, je wir--nicht?
+
+ Konnten fern von Dir verziehen,
+ flohen Dich, verbannt, verdammt
+ Doch in Deine Harmonien
+ kehren heim, die Dir entstammt.
+
+
+
+
+ Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren
+
+ Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren,
+ ich geh im Gott mit allem Mein zu sterben,
+ ich kehre heim, o Gott, als Dein zu leben.
+
+ Erst wurde ich aus Deinem Ich gegeben,
+ dann galt es dies Gegebne zu erwerben,
+ Dir als ein Du es Brust an Brust zu heben.
+
+ Da wollte Stolz es mittendrin verderben,
+ und es ward Dir, und Du warst ihm verloren ...
+ Bis daß Du übermächtig mich beschworen!
+
+ Da ward ich Dir zum andernmal geboren:
+ denn ich verstand zum erstenmal zu sterben,
+ denn ich empfand zum erstenmal zu leben.
+
+
+
+
+ Ich habe den MENSCHEN gesehn
+
+ Ich habe den MENSCHEN gesehn in seiner tiefsten Gestalt,
+ ich kenne die Welt bis auf den Grundgehalt.
+
+ Ich weiß, daß Liebe, Liebe ihr tiefster Sinn,
+ und daß ich da, um immer mehr zu lieben, bin.
+
+ Ich breite die Arme aus, wie ER getan,
+ ich möchte die ganze Welt, wie ER, umfahrn.
+
+
+
+
+ Ich hebe Dir mein Herz empor
+
+ Ich hebe Dir mein Herz empor
+ als rechte Gralesschale,
+ das all sein Blut im Durst verlor
+ nach Deinem reinen Mahle,
+ o CHRIST!
+
+ O füll es neu bis an den Rand
+ mit Deines Blutes Rosenbrand,
+ daß: DEN fortan ich trage
+ durch Erdennächt' und--tage,
+ DU bist!
+
+
+
+
+ Ich will aus allem nehmen
+
+ Ich will aus allem nehmen, was mich nährt,
+ was übereinstimmt mit mir längst Vertrautem;
+ so wird mir manches stille Glück gewährt.
+
+ In Eurer Weisheit fand ich manch geheime
+ Bestätigung zu von mir selbst Geschautem
+ und brachte sie zu meiner Art in Reime.
+
+ Es gibt so vieles Schöne, Gute, Wahre;
+ wie bin ich dankbar, daß ich Mensch sein darf
+ und immer Neues solcher Art erfahre!'
+
+ Erfahre denn noch dies dazu: entfernt
+ bist du vom Ernst noch. Dein Gewissen warf
+ dir noch nicht vor, daß Weisheit sich nur--lernt.
+
+ Mit solchem Blumenpflücken, Kränzchenwinden--
+ was ist getan? sieh dir ins Angesicht
+ und prüfe, ach, solch allzu lau Empfinden.
+
+ Du fühlst der Weisheit Weg noch nicht als--Pflicht.
+ Und so: ob von G1ühwürmchen oder Sternen
+ dir Licht zufließt--dir ist's das gleiche Licht.
+
+ Dir sind die echten Tiefen, wahren Fernen
+ noch stumm; sie, deren Siegel einzig bricht:
+ ein tiefdemütig lebenlanges--Lernen.
+
+
+
+
+ Im Baum, du liebes Vöglein dort
+
+ Im Baum, du liebes Vöglein dort,
+ was ist dein Lied, dein Lied im Grund?
+ Dein kleines Lied ist Gotteswort,
+ dein kleiner Kehlkopf Gottes Mund.
+
+ 'Ich singe' singt noch nicht aus dir,
+ es tönt die ewige Schöpfermacht
+ noch ungetrübt in reiner Pracht
+ in dir, du kleine süße Zier.
+
+
+
+
+ Leis auf zarten Füßen naht es
+
+ Leis auf zarten Füßen naht es,
+ vor dem Schlafen wie ein Fächeln:
+ Horch, o Seele, meines Rates,
+ laß dir Glück und Tröstung lächeln--:
+
+ Die in Liebe dir verbunden,
+ werden immer um dich bleiben,
+ werden klein und große Runden
+ treugesellt mit dir beschreiben.
+
+ Und sie werden an dir bauen,
+ unverwandt, wie du an ihnen,--
+ und, erwacht zu Einem Schauen,
+ werdet ihr wetteifernd dienen!
+
+
+
+
+ Licht ist Liebe
+
+ Licht ist Liebe ...Sonnen-Weben
+ Liebes-Strahlung einer Welt
+ schöpferischer Wesenheiten--
+
+ die durch unerhörte Zeiten
+ uns an ihrem Herzen hält,
+ und die uns zuletzt gegeben
+
+ ihren höchsten Geist in eines
+ Menschen Hülle während dreier
+ Jahre: da Er kam in Seines
+
+ Vaters Erbteil--nun der Erde
+ innerlichstes Himmelsfeuer:
+ daß auch sie einst Sonne werde.
+
+
+
+
+ Lucifer
+
+ "Ich will mein Licht vor eurem Licht verschließen,
+ ich will euch nicht, ihr sollt mich nicht genießen,
+ bevor ich nicht ein Eigenlicht geworden.
+
+ "So bring ich wohl das Böse zur Erscheinung,
+ als Geist der Sonderheit und der Verneinung,
+ doch neue Welt erschafft mein Geisterorden.
+
+ "Aus Widerspruch zum unbeirrten Wesen,
+ aus Irr-tum soll ein Götterstamm genesen,
+ der sich aus sich--und nicht aus euch--entscheidet.
+
+ "Der nicht von Anbeginn in Wahrheit wandelt,
+ der sich die Wahrheit leidend erst erhandelt,
+ der sich die Wahrheit handelnd erst erleidet."
+
+
+
+
+ Mit-erwacht
+
+ Dein Wunsch war immer--fliegen!
+ Nun naht dir die Erfüllung.
+
+ Du wirst den Raum besiegen,
+ nach jener Weltenthüllung,
+ die uns zu Freien machte
+ vom Schlaf der blinden Runden.
+
+ Nun hast du, Mit-Erwachte,
+ dein Schwingenkleid gefunden!
+
+
+
+
+ Mond am Mittag
+
+ Der weiße blaue Raum
+ im Mittagsonnenschein,
+ getrübt von keinem Flaum ...
+ Der weiße Mond allein
+
+ geistert in hoher Ferne
+ der Stern des Eloah,
+ der sich vom Sonnensterne
+ verbannte, um von da
+
+ des Logos Licht zu strahlen,
+ bis daß er selber kam
+ und in den dunklen Talen
+ auf ewig Wohnung nahm ...
+
+ Der weite blaue Raum
+ im Mittagsonnenschein,
+ getrübt von keinem Flaum ...
+ Der weiße Mond allein
+
+ geistert in hoher Ferne ...
+
+
+
+
+ Nach der Lektüre des Helsingforsers Cyclus 1912
+
+ Zur Schönheit führt Dein Werk:
+ denn Schönheit strömt
+ zuletzt durch alle Offenbarung ein,
+ die es uns gibt. Aus Menschen-Schmerzlichkeiten
+ hinauf zu immer höhern Harmonien
+ entbindest Du das schwindelnde Gefühl,
+ bis es vereint
+ mit dem Zusammenklang
+ unübersehbarer Verkünder GOTTES
+ und SEINER nie gefassten Herrlichkeit
+ mitschwingt im Liebeslicht
+ der Seligkeit ...
+ Aus Schönheit kommt,
+ zur Schönheit führt
+ Dein Werk.
+
+
+
+
+ Nun wohne DU darin
+
+ Nun wohne DU darin,
+ in diesem leeren Hause,
+ aus dem der Welt Gebrause
+ herausfloh und dahin.
+
+ Was ist nun noch mein Sinn,--
+ als daß auf eine Pause
+ ich einzig DEINE Klause,
+ mein Grund und Ursprung bin!
+
+
+
+
+ O Nacht ...
+
+ O Nacht, du Sternenbronnen,
+ ich bade Leib und Geist
+ in deinen tausend Sonnen--
+
+ O Nacht, die mich umfleußt
+ mit Offenbarungswonnen,
+ ergib mir, was du weißt!
+
+ O Nacht, du tiefer Bronnen ...
+
+
+
+
+ O gib mir Freuden
+
+ O gib mir Freuden, nicht mit dem verstrickt,
+ was ich als niedres Ich in mir empfinde,
+ gib solche Freuden mir zum Angebinde
+ wie Geist sie Geist, der Seele Seele schickt.
+
+ O nicht mehr dieser schalen Freuden Pein,
+ die doch erkauft nur sind von fremden--Leiden!
+ Schenk Herzen mir, die sich für DICH entscheiden,
+ so wird auch meines wahrhaft fröhlich sein.
+
+
+
+
+ O ihr kleinmütig Volk
+
+ O ihr kleinmütig Volk, die ihr vom Heute
+ nicht loskommt, die ihr meint: so ist es, war es
+ und wird es sein, so lange Menschen leben--.
+
+ O würdet ihr doch andrer Hoffnung Beute
+ und lerntet wieder schauen Offenbares
+ und Hirn und Herz zu höchstem Ziel erheben!
+
+
+
+
+ O wie gerne lern ich Milde
+
+ O wie gerne lern ich Milde,
+ liebes Herz, von deinem Munde,
+ folge dir in stillem Bunde
+ in geläuterte Gefilde!
+
+ Und wir schaun zurück zusammen
+ auf die Welt, samt ihrem Schelten,
+ und anstatt sie zu verdammen,
+ lassen wir sie gehn und gelten.
+
+
+
+
+ Sieh nicht
+
+ I
+
+ Sieh nicht, was andre tun,
+ der andern sind so viel,
+ du kommst nur in ein Spiel,
+ das nimmermehr wird ruhn.
+
+ Geh einfach Gottes Pfad,
+ laß nichts sonst Führer sein,
+ so gehst du recht und grad,
+ und gingst du ganz allein.
+
+
+ II
+
+ Verlange nichts von irgendwem,
+ laß jedermann sein Wesen,
+ du bist von irgendwelcher Fehm
+ zum Richter nicht erlesen.
+
+ Tu still dein Werk und gib der Welt
+ allein von deinem Frieden,
+ und hab dein Sach auf nichts gestellt
+ und niemanden hienieden.
+
+
+
+
+ Stör' nicht den Schlaf der liebsten Frau
+
+ Stör' nicht den Schlaf der liebsten Frau, mein Licht!
+ Stör' ihren zarten, zarten Schlummer nicht.
+
+ Wie ist sie ferne jetzt. Und doch so nah.
+ Ein Flüstern--und sie wäre wieder da.
+
+ Sei still, mein Herz, sei stiller noch, mein Mund,
+ mit Engeln redet wohl ihr Geist zur Stund.
+
+
+
+
+ Von zwei Rosen ...
+
+ Von zwei Rosen
+ duftet eine
+ anders, als die
+ andre Rose.
+
+ Von zwei Engeln
+ mag so einer
+ anders, als der
+ andre schön sein.
+
+ So in unzähl-
+ baren zarten
+ Andersheiten
+ mag der Himmel,
+
+ mag des Vaters
+ Göttersöhne-
+ reich seraphisch
+ abgestuft sein ...
+
+
+
+
+ Was klagst du an
+
+ Was klagst du an
+ die böse Welt
+ um das und dies?
+ bist du ein Mann,
+ der niemals Spelt
+ ins Feuer blies?
+
+ Hat Haß und Harm
+ und Wahn und Sucht
+ dich nie verführt,
+ daß blind dein Arm
+ der Flammen Flucht
+ noch mehr geschürt?
+
+ Was dünkst du dich
+ des unteilhaft,
+ was Weltbrand nährt!
+ Zuerst zerbrich
+ die Leidenschaft,
+ die dich noch schwärt.
+
+ In dich hinein
+ nimm allen Zwist,
+ der Welt sorg nit;
+ je wie du rein
+ von Schlacke bist,
+ wird sie es mit.
+
+
+
+
+ Wasserfall bei Nacht
+
+ I
+
+ Ruhe, Ruhe, tiefe Ruhe.
+ Lautlos schlummern Menschen, Tiere.
+ Nur des Gipfels Gletschertruhe
+ schüttet talwärts ihre
+ Wasser.
+
+ Geisterstille, Geisterfülle,
+ öffnet Eure Himmelsschranke!
+ Bleibe schlafend, liebe Hülle,
+ schwebt, Empfindung und Gedanke,
+ aufwärts!
+
+ Aufwärts in die Geisterhallen
+ taste dich, mein höher Wesen!
+ Laß des Lebens Schleier fallen,
+ Koste, seingenesen,
+ Freiheit!
+
+
+ II
+
+ Unablässig Sinken
+ weißer Wogenwucht,
+ laß mich, deine Bucht,
+ dein Geheimnis trinken.
+
+ Engel wölken leise
+ aus der Wasser Schoß,
+ lösen groß sich los
+ nach Dämonenweise.
+
+ Strahlen bis zum bleichen
+ Mond der Häupter Firn ...
+ Und auf Schläfer-Stirn
+ malen sie das Zeichen ...
+
+ Taufen gern Erhörten
+ mit der Weisheit Tau.
+ Und von ferner Schau
+ dämmert dem Enttörten.
+
+
+
+
+ Wer vom Ziel nicht weiß
+
+ Wer vom Ziel nicht weiß,
+ kann den Weg nicht haben,
+ wird im selben Kreis
+ all sein Leben traben;
+ kommt am Ende hin,
+ wo er hergerückt,
+ hat der Menge Sinn
+ nur noch mehr zerstückt.
+
+ Wer vom Ziel nichts kennt,
+ kann's doch heut erfahren;
+ wenn es ihn nur brennt
+ nach dem Göttlich-Wahren;
+ wenn in Eitelkeit
+ er nicht ganz versunken
+ und vom Wein der Zeit
+ nicht bis oben trunken.
+
+ Denn zu fragen ist
+ nach den stillen Dingen,
+ und zu wagen ist,
+ will man Licht erringen:
+ wer nicht suchen kann,
+ wie nur je ein Freier,
+ bleibt im Trugesbann
+ siebenfacher Schleier.
+
+
+
+
+ Wie macht' ich mich von DEINEM Zauber los
+
+ Wie macht' ich mich von DEINEM Zauber los
+ und tauchte wieder nieder in die Tiefe
+ und stiege wieder in des Dunkels Schoß,
+ wenn nicht auch dort DEIN selbes Wesen riefe,
+ an dessen Geisterlicht ich hier mein Sein,
+ als wie der Schmetterling am Licht, erlabe,
+ doch ohne daß mir die vollkommne Gabe
+ zum Untergang wird und zur Todespein.
+
+ Wie könnte ich von solcher Stätte scheiden,
+ wo jeder letzte Glückestraum erfüllt,
+ verharrte nicht ein ungeheures Leiden,
+ sogar von diesem Himmel nur--verhüllt.
+ Und da mir dessen Stachel ist geblieben,
+ wie könnt' ich nun, als brennend von DIR gehn,
+ um DICH in jener Welt noch mehr zu lieben,
+ in der sie DICH, als Sonne, noch nicht sehn.
+
+ Von Liebe so von DIR hinabgezwungen
+ vom Himmel auf die Erde, weiß ich doch:
+ nur immer wieder von DIR selbst durchdrungen,
+ ertrag' ich freudig solcher Sendung Joch.
+ DU mußtest DICH als Quell mir offenbaren,
+ der unaufhörlich rnir Erneuung bringt.
+ Nun kann ich auch gleich DIR zur Hölle fahren,
+ da mich DEIN Himmel ewiglich verjüngt.
+
+
+
+
+ Wir fanden einen Pfad
+
+ So wie ein Mensch, am trüben Tag, der Sonne vergisst,--
+ sie aber strahlt und leuchtet unaufhörlich,--
+ so mag man Dein an trübem Tag vergessen,
+ um wiederum und immer wiederum
+ erschüttert, ja geblendet zu empfinden,
+ wie unerschöpflich fort und fort und fort
+ Dein Sonnengeist uns dunklen Wandrern strahlt.
+
+
+
+
+ Überwinde!
+
+ Überwinde! Jede Stunde,
+ die du siegreich überwindest,
+ sei getrost, daß du im Pfunde
+ deines neuen Lebens findest.
+
+ Jede Schmach und jede Schande,
+ jeder Schmerz und jedes Leiden
+ wird bei richtigem Verstande
+ deinen Aufstieg mehr entscheiden.
+
+ Ohne Erbschuld wirst du funkeln,
+ abermals vor Enkeln rege,
+ ungezähltem Volk im Dunkeln
+ weist ein Sieger Sonnenwege.
+
+
+Ende dieses Projekt Gutenberg Etextes Wir fanden einen Pfad, von
+Christian Morgenstern.
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+End of Project Gutenberg's Wir fanden einen Pfad, by Christian Morgenstern
+
+*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK WIR FANDEN EINEN PFAD ***
+
+***** This file should be named 9623-8.txt or 9623-8.zip *****
+This and all associated files of various formats will be found in:
+ https://www.gutenberg.org/9/6/2/9623/
+
+Produced by Patricia Peters. HTML version by Al Haines.
+
+Updated editions will replace the previous one--the old editions
+will be renamed.
+
+Creating the works from public domain print editions means that no
+one owns a United States copyright in these works, so the Foundation
+(and you!) can copy and distribute it in the United States without
+permission and without paying copyright royalties. Special rules,
+set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to
+copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to
+protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project
+Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you
+charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you
+do not charge anything for copies of this eBook, complying with the
+rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose
+such as creation of derivative works, reports, performances and
+research. They may be modified and printed and given away--you may do
+practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is
+subject to the trademark license, especially commercial
+redistribution.
+
+
+
+*** START: FULL LICENSE ***
+
+THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
+PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK
+
+To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
+distribution of electronic works, by using or distributing this work
+(or any other work associated in any way with the phrase "Project
+Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project
+Gutenberg-tm License (available with this file or online at
+https://gutenberg.org/license).
+
+
+Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm
+electronic works
+
+1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
+electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
+and accept all the terms of this license and intellectual property
+(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
+the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy
+all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession.
+If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project
+Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the
+terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or
+entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.
+
+1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
+used on or associated in any way with an electronic work by people who
+agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
+things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
+even without complying with the full terms of this agreement. See
+paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
+Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement
+and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic
+works. See paragraph 1.E below.
+
+1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation"
+or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
+Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the
+collection are in the public domain in the United States. If an
+individual work is in the public domain in the United States and you are
+located in the United States, we do not claim a right to prevent you from
+copying, distributing, performing, displaying or creating derivative
+works based on the work as long as all references to Project Gutenberg
+are removed. Of course, we hope that you will support the Project
+Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by
+freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of
+this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with
+the work. You can easily comply with the terms of this agreement by
+keeping this work in the same format with its attached full Project
+Gutenberg-tm License when you share it without charge with others.
+
+1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
+what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in
+a constant state of change. If you are outside the United States, check
+the laws of your country in addition to the terms of this agreement
+before downloading, copying, displaying, performing, distributing or
+creating derivative works based on this work or any other Project
+Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning
+the copyright status of any work in any country outside the United
+States.
+
+1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
+
+1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate
+access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently
+whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the
+phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project
+Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed,
+copied or distributed:
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
+almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or
+re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
+with this eBook or online at www.gutenberg.org
+
+1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived
+from the public domain (does not contain a notice indicating that it is
+posted with permission of the copyright holder), the work can be copied
+and distributed to anyone in the United States without paying any fees
+or charges. If you are redistributing or providing access to a work
+with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the
+work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1
+through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the
+Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or
+1.E.9.
+
+1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
+with the permission of the copyright holder, your use and distribution
+must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional
+terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked
+to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the
+permission of the copyright holder found at the beginning of this work.
+
+1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
+License terms from this work, or any files containing a part of this
+work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.
+
+1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
+electronic work, or any part of this electronic work, without
+prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
+active links or immediate access to the full terms of the Project
+Gutenberg-tm License.
+
+1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
+compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any
+word processing or hypertext form. However, if you provide access to or
+distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than
+"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version
+posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org),
+you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a
+copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon
+request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other
+form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm
+License as specified in paragraph 1.E.1.
+
+1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
+performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
+unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
+
+1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
+access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided
+that
+
+- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
+ the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
+ you already use to calculate your applicable taxes. The fee is
+ owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he
+ has agreed to donate royalties under this paragraph to the
+ Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments
+ must be paid within 60 days following each date on which you
+ prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax
+ returns. Royalty payments should be clearly marked as such and
+ sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the
+ address specified in Section 4, "Information about donations to
+ the Project Gutenberg Literary Archive Foundation."
+
+- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
+ you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
+ does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
+ License. You must require such a user to return or
+ destroy all copies of the works possessed in a physical medium
+ and discontinue all use of and all access to other copies of
+ Project Gutenberg-tm works.
+
+- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any
+ money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
+ electronic work is discovered and reported to you within 90 days
+ of receipt of the work.
+
+- You comply with all other terms of this agreement for free
+ distribution of Project Gutenberg-tm works.
+
+1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm
+electronic work or group of works on different terms than are set
+forth in this agreement, you must obtain permission in writing from
+both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
+Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the
+Foundation as set forth in Section 3 below.
+
+1.F.
+
+1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
+effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
+public domain works in creating the Project Gutenberg-tm
+collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic
+works, and the medium on which they may be stored, may contain
+"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or
+corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual
+property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a
+computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by
+your equipment.
+
+1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
+of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
+Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
+Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
+liability to you for damages, costs and expenses, including legal
+fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
+LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
+PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
+TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
+LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
+INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
+DAMAGE.
+
+1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
+defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
+receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
+written explanation to the person you received the work from. If you
+received the work on a physical medium, you must return the medium with
+your written explanation. The person or entity that provided you with
+the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a
+refund. If you received the work electronically, the person or entity
+providing it to you may choose to give you a second opportunity to
+receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy
+is also defective, you may demand a refund in writing without further
+opportunities to fix the problem.
+
+1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
+in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER
+WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
+WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
+
+1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
+warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages.
+If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the
+law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be
+interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by
+the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any
+provision of this agreement shall not void the remaining provisions.
+
+1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
+trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
+providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance
+with this agreement, and any volunteers associated with the production,
+promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works,
+harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees,
+that arise directly or indirectly from any of the following which you do
+or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm
+work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any
+Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.
+
+
+Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
+
+Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
+electronic works in formats readable by the widest variety of computers
+including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists
+because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
+people in all walks of life.
+
+Volunteers and financial support to provide volunteers with the
+assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
+goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
+remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
+and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
+To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
+and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
+and the Foundation web page at https://www.pglaf.org.
+
+
+Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive
+Foundation
+
+The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
+501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
+state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
+Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
+number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at
+https://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
+permitted by U.S. federal laws and your state's laws.
+
+The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
+Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
+throughout numerous locations. Its business office is located at
+809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
+business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact
+information can be found at the Foundation's web site and official
+page at https://pglaf.org
+
+For additional contact information:
+ Dr. Gregory B. Newby
+ Chief Executive and Director
+ gbnewby@pglaf.org
+
+
+Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation
+
+Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
+spread public support and donations to carry out its mission of
+increasing the number of public domain and licensed works that can be
+freely distributed in machine readable form accessible by the widest
+array of equipment including outdated equipment. Many small donations
+($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
+status with the IRS.
+
+The Foundation is committed to complying with the laws regulating
+charities and charitable donations in all 50 states of the United
+States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
+considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
+with these requirements. We do not solicit donations in locations
+where we have not received written confirmation of compliance. To
+SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any
+particular state visit https://pglaf.org
+
+While we cannot and do not solicit contributions from states where we
+have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
+against accepting unsolicited donations from donors in such states who
+approach us with offers to donate.
+
+International donations are gratefully accepted, but we cannot make
+any statements concerning tax treatment of donations received from
+outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
+
+Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
+methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
+ways including including checks, online payments and credit card
+donations. To donate, please visit: https://pglaf.org/donate
+
+
+Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic
+works.
+
+Professor Michael S. Hart was the originator of the Project Gutenberg-tm
+concept of a library of electronic works that could be freely shared
+with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project
+Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.
+
+
+Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
+editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S.
+unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily
+keep eBooks in compliance with any particular paper edition.
+
+
+Most people start at our Web site which has the main PG search facility:
+
+ https://www.gutenberg.org
+
+This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
+including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
+Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
+subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.