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| author | Roger Frank <rfrank@pglaf.org> | 2025-10-15 05:33:30 -0700 |
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diff --git a/9623-8.txt b/9623-8.txt new file mode 100644 index 0000000..0d70840 --- /dev/null +++ b/9623-8.txt @@ -0,0 +1,1491 @@ +Project Gutenberg's Wir fanden einen Pfad, by Christian Morgenstern + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + + +Title: Wir fanden einen Pfad + +Author: Christian Morgenstern + +Posting Date: October 24, 2011 [EBook #9623] +Release Date: January, 2006 +First Posted: October 10, 2003 + +Language: German + +Character set encoding: ISO-8859-1 + +*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK WIR FANDEN EINEN PFAD *** + + + + +Produced by Patricia Peters. HTML version by Al Haines. + + + + + + + + +This book content was graciously contributed by the Gutenberg Projekt-DE. +That project is reachable at the web site http://gutenberg.spiegel.de/. + +Dieses Buch wurde uns freundlicherweise vom "Gutenberg Projekt-DE" +zur Verfügung gestellt. Das Projekt ist unter der Internet-Adresse +http://gutenberg.spiegel.de/ erreichbar. + + + + +Wir fanden einen Pfad + +Neue Gedichte + +Christian Morgenstern + + + + + + + + alphabetisch nach Titeln sortiert: + + "Brüder!" + An den andern + An eine Freundin + (an einige) + (an manche) + (an viele) + Bedenke, Freund ... + Da nimm + Das bloße Wollen ... + Das ist der Ast in deinem Holz + Der Engel ... + Der Kranke + Die Fußwaschung + Die Sonne will sich sieben Male spiegeln + Die zur Wahrheit wandern + Du Weisheit meines höhern Ich + Du hast die Hand schon am Portal ... + Einen Freund über seinen Liebeskummer zu trösten + Erblinden mag ich ... + Evolution + Faß es, was sich dir enthüllt! + Geschöpf nicht mehr ... + Gib mir den Anblick deines Seins + Hymne + Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren + Ich habe den MENSCHEN gesehn ... + Ich hebe Dir mein Herz empor + Ich will aus allem nehmen ... + Im Baum, du liebes Vöglein dort + Leis auf zarten Füßen naht es + Licht ist Liebe + Lucifer + Mit-erwacht + Mond am Mittag + Nach der Lektüre des Helsingforsers Cyclus 1912 + Nun wohne DU darin + O Nacht ... + O gib mir Freuden + O ihr kleinmütig Volk + O wie gerne lern ich Milde + Sieh nicht, was andre tun + Stör' nicht den Schlaf der liebsten Frau + Von zwei Rosen ... + Was klagst du an ... + Wasserfall bei Nacht + Wer vom Ziel nicht weiß ... + Wie macht' ich mich von DEINEM Zauber los + Wir fanden einen Pfad + Überwinde! + + + + + "Brüder!" + + Lied für ein neues Gesangbuch studierender Jugend + "Brüder!"--Hört das Wort! + Soll's ein Wort nur bleiben? + Soll's nicht Früchte treiben + fort und fort? + + Oft erscholl der Schwur! + Ward auch oft gehalten-- + doch in engem, alten + Sinne nur. + + O sein neuer Sinn! + Lernt ihn doch erkennen! + Laßt doch heiß ihn brennen + durch euch hin! + + Allen Bruder sein! + Allen helfen, dienen! + Ist, seit ER erschienen, + Ziel allein! + + Auch dem Bösewicht, + der uns widerstrebet! + Er auch ward gewebet + einst aus Licht. + + "Liebt das Böse--gut!" + lehren tiefe Seelen. + Lernt am Hasse stählen-- + Liebesmut! + + "Brüder!"--Hört das Wort! + Daß es Wahrheit werde-- + und dereinst die Erde + Gottes Ort! + + + + An den andern + + Ich hatte mich im Hochgebirg verstiegen. + Die Felsenwelt um mich, sie war wohl schön; + doch konnt ich keinen Ausgang mir ersiegen, + noch einen Aufgang nach den lichten Höhn; + + Da traf ich Dich, in ärgster Not: den Andern! + Mit Dir vereint, gewann ich frischen Mut. + Von neuem hob ich an, mit Dir, zu wandern, + und siehe da: Das Schicksal war uns gut. + + Wir fanden einen Pfad, der klar und einsam + empor sich zog, bis, wo ein Tempel stand. + Der Steig war steil, doch wagten wir's gemeinsam ... + Und heut noch helfen wir uns, Hand in Hand. + + Mag sein, wir stehn an unsres Lebens Ende + noch unterm Ziel,--genug, der Weg ist klar! + Daß wir uns trafen, war die große Wende, + Aus zwei Verirrten ward ein wissend Paar. + + + + + An eine Freundin + + Laß den Helden in deiner Seele nicht sterben! + Welkst du hin wie die Blume, der Baum im Herbst,-- + höre nimmer doch auf, um den Kranz zu werben! + + Alle andern Kränze bleiben zurücke, + schwinden hin wie die Glieder, die sie bedecken ... + Dieser bleibt dir allein auf der großen Brücke-- + + hält dir droben die Geisterstirn noch umschlossen: + und dereinst, wenn du wieder hinabgestiegen, + wirst du gehn, wie von heiligem Schein umflossen. + + + + + (an einige) + + Ihr kennt den Trost, der enttrübt, + die fern den Schranken:-- + Werden draußen Taten geübt, + entsenden sie--Gedanken. + + + + + (an manche) + + Ihr kennt es, das harte Leid, + heißt es entsagen, + mitzuwirken im Sturm der Zeit + zu neuem Gottestagen. + + + + + (an viele) + + Ihr kennt sie, die Leidenschaft, + die uns verbindet: + Helfen, helfen, mit einer Kraft, + die alles überwindet. + + + + + Bedenke, Freund, ... + + Bedenke, Freund, was wir zusammen sprachen. + War's wert, daß wir den Bann des Schweigens brachen, + um solche Nichtigkeiten auszutauschen? + + So schwätzen wohl zwei Vögel miteinander, + derweil in unablässigem Gewander + des Stromes strenge Wogen meerwärts rauschen. + + Erwacht in dir nicht ein Gefühl der Leere, + erwägst du, wie so auftut Jahre, Jahre + nichts als Geschwätz aus dir sich und dem andern, + + indessen nach der Gottheit Schoß und Meere + der Geistesweisheit sternenspiegelklare + Gewässer ruhlos und gewaltig wandern? + + + + + Da nimm + + Da nimm. Das laß ich dir zurück, oWelt ... + Es stammt von dir. Es sei von neuem dein. + Da, wo ich jetzo will hinaus, hinein, + bin ich nicht mehr auf dich gestellt. + Da gilt der blasse Geist allein, + den ich mir formte über dir + ach, nur wie einen blassen Opferrauch,-- + da gilt nur noch der ach, so schwache Hauch, + der von dem CHRISTUS lebt in mir. + + + + + Das bloße Wollen ... + + Das bloße Wollen einer großen Güte + ist ganz gewiß ein hohes Menschentrachten. + Doch es erhebt sich erst zur vollen B1üte, + + wenn Gnaden eines seherisch Erwachten + den Kosmos nachtentleitetem Gemüte + als Geisterkunstwerk zum Bewußtsein brachten. + + Dann wächst aus Riesenschöpfungsüberblicken, + aus Aufschau zu verborgnen Bildnersphären, + aus Selbstmiteinbezug in deren Stufen-- + + ein Mitgefühl mit dieser Welt Geschicken, + das mehr als dunkle Herzenstriebe nähren, + das höchste Götter mit ans Werk berufen. + + + + + Das ist der Ast in deinem Holz + + Das ist der Ast in deinem Holz, + an dem der Hobel hängt und hängt: + dein Stolz, + der immer wieder dich + in seine steifen Stiefel zwängt. + + Du möchtest auf den F1ügelschuhn + tiefinnerlichster Freiheit fliehn, + doch ihn + verdrießt so bitterlich + kein ander unabhängig Tun. + + Er hält dich fest: da stehst du starr: + dürrknisternd-widerspenstig Holz: + ein Stolz- + verstotzter Stock, ein sich + selbst widriger Hanswurst und Narr. + + + + + Der Engel ... + + "Wo bist du hin? Noch eben warst du da-- + Was wandtest du dich wieder abwärts, wehe, + nach jenem Leben, das ich nicht verstehe, + und warst mir jüngst doch noch so innig nah. + + "Ich soll hinab mit dir in deine Welt, + aus der die Schauer der Verwesung hauchen, + ins Reich des Todes soll ich mit dir tauchen, + das wie ein Leichnam fort und fort zerfällt? + + "Wohl gibt es meinesgleichen, eingeweiht + in eure fürchterlichen Daseinsstufen ... + Doch ich bin's nicht. Nur wie verworrnes Rufen + erschreckt das Wort mich Eurer Zeitlichkeit. + + "Laß mich mein Haupt verhüllen, bis du neu + mir wiederkehrst, so rein, wie ich dich liebe, + von nichts erfüllt als süßem Geistestriebe + und deinem Urbild wieder strahlend treu." + + + + + Der Kranke + + Oft zu sterben wünscht ich mir ... + Und wie dankbar bin ich doch, + daß ich leb und leide noch + im gesetzten Nun und Hier. + + Bleibt mir doch damit noch Zeit, + abzubauen manch Gebrest, + komm ich nimmer auch zum Rest, + werd ich besser doch bereit. + + Wenn ich jetzt nichtwirken kann, + helf ich also doch dem Mir, + das dereinst nach Nun und Hier + wirken wird im Dort und Dann.' + + + + + Die Fußwaschung + + Ich danke dir, du stummer Stein, + und neige mich zu dir hernieder: + Ich schulde dir mein Pflanzensein. + + Ich danke euch, ihr Grund und Flor, + und bücke mich zu euch hernieder: + Ihr halft zum Tiere mir empor. + + Ich danke euch, Stein, Kraut und Tier, + und beuge mich zu euch hernieder: + Ihr halft mir alle drei zu Mir. + + Wir danken dir, du Menschenkind, + und lassen fromm uns vor dir nieder: + weil dadurch, daß du bist, wir sind. + + Es dankt aus aller Gottheit Ein- + und aller Gottheit Vielfalt wieder. + In Dank verschlingt sich alles Sein. + + + + + Die Sonne will sich sieben Male spiegeln + + Die Sonne will sich sieben Male spiegeln, + in allen unsern sieben Leibesgliedern: + daß sie ihr siebenmal ihr Bild erwidern. + + Die Sonne will uns siebenmal entsiegeln. + + + + + Die zur Wahrheit wandern + + Die zur Wahrheit wandern, + wandern allein, + keiner kann dem andern + Wegbruder sein. + + Eine Spanne gehn wir, + scheint es, im Chor ... + bis zuletzt sich, sehn wir, + jeder verlor. + + Selbst der Liebste ringet + irgendwo fern; + doch wer's ganz vollbringet, + siegt sich zum Stern, + + schafft, sein selbst Durchchrister, + Neugottesgrund-- + und ihn grüßt Geschwister + Ewiger Bund. + + + + + Du Weisheit meines höhern Ich + + Du Weisheit meines höhern Ich, + die über mir den Fittich spreitet + und mich vom Anfang her geleitet, + wie es am besten war für mich,-- + + Wenn Unmut oft mich anfocht: nun-- + Es war der Unmut eines Knaben! + Des Mannes reife Blicke haben + die Kraft, voll Dank auf Dir zu ruhn. + + + + + Du hast die Hand schon am Portal + + Du hast die Hand schon am Portal + und tastest nach der Klinke Hand + (denn noch erhellt sie dir kein Strahl). + + Du wirst erst wach, wenn sie sie fand, + sei's dieses, sei's das nächste Mal;-- + dann wirst du weiß stehn wie die Wand, + + davor du lange dumpf geirrt; + und wie ein Leichnam hinfällt, wird + dein Leib hinfallen in den Sand. + + + + + Einen Freund über seinen Liebeskummer zu trösten + + Einen Freund über seinen Liebeskummer zu trösten + Wir müssen immer wieder uns begegnen + und immer wieder durch einander leiden, + bis eines Tages wir das alles segnen. + + An diesem Tage wird das Leiden weichen, + das Leiden wenigstens, das Blindheit zeugte, + das uns wie blinden Wald im Sturme beugte. + + Dann werden wir in neues Ziel und Leben + wie Flüsse in ein Meer zusammenfließen, + und kein Getrenntsein wird uns mehr verdrießen. + + Dann endlich wird das, ... suchet nicht das Ihre' + Wahrheit geworden sein in unsern Seelen. + Und wie an Kraft wird's uns an Glück nicht fehlen. + + + + + Erblinden mag ich + + Erblinden mag ich, sprach ich kühn,-- + mir bleibt nichts Neues mehr zu schauen! ... + Da wandelt sich der Erde Grün + zum odemraubend kühlen Grauen. + + Ein Schleier fällt auf die so recht + geliebten Wesen und Gelände, + und zu der--Geister Lichtgeschlecht + erhebt--ein Blinder seine Hände ... + + + + + Evolution + + Kaum daß sich, was sich einst von Dir getrennt, + in seiner Sonderwesensart erkannt, + begehrt zurück es in sein Element. + + Es fühlt sich selbst und doch zugleich verbannt + und sehnt sich heim in seines Ursprungs Schoß ... + Doch vor ihm steht noch ehern unverwandt + + Äonengroß sein menschheitliches Los! + + + + + Faß es, was sich dir enthüllt! + + Faß es, was sich dir enthüllt! + Ahne dich hinan zur Sonne! + Ahne, welche Schöpfer-Wonne + jedes Wesen dort erfüllt! + + Klimm empor dann dieser Geister + Stufen bis zur höchsten Schar! + Und dann endlich nimm Ihn wahr: + Aller dieser Geister Meister! + + Und dann komm mit Ihm herab! + Unter Menschen und Dämonen + komm mit Ihm, den Leib bewohnen, + den ein Mensch Ihm fromm ergab. + + Faßt ein Herz des Opfers Größe! + Mißt ein Geist dies Opfer ganz!-- + Wie ein Gott des Himmels Glanz + tauscht um Menschennot und--blöße! + + + + + Geschöpf nicht mehr ... + + Geschöpf nicht mehr, Gebieter der Gedanken, + des Willens Herr, nicht mehr in Willens Frone, + der flutenden Empfindung Maß und Meister, + + zu tief um an Verneinung zu erkranken, + zu frei, als daß Verstocktheit in ihm wohne: + So bindet sich ein Mensch ans Reich der Geister: + + So findet er den Pfad zum Thron der Throne. + + + + + Gib mir den Anblick deines Seins + + Gib mir den Anblick deines Seins, o Welt ... + Den Sinnenschein laß langsam mich durchdringen ... + + So wie ein Haus sich nach und nach erhellt, + bis es des Tages Strahlen ganz durchschwingen-- + und so wie wenn dies Haus dem Himmmelsglanz + noch Dach und Wand zum Opfer könnte bringen-- + daß es zuletzt, von goldner Fülle ganz + durchströmt, als wie ein Geisterbauwerk stände, + gleich einer geistdurchleuchteten Monstranz: + + So möchte auch die Starrheit meiner Wände + sich lösen, daß dein volles Sein in mein, + mein volles Sein in dein Sein Einlaß fände-- + und so sich rein vereinte Sein mit Sein. + + + + + Hymne + + Wie in lauter Helligkeit + fließen wir nach allen Seiten ... + Erdenbreiten, Erdenzeiten + schwinden ewigkeitenweit ... + + Wie ein Atmen ganz im Licht + ist es, wie ein schimmernd Schweben + Himmels-Licht--in Deinem Leben + lebten je wir, je wir--nicht? + + Konnten fern von Dir verziehen, + flohen Dich, verbannt, verdammt + Doch in Deine Harmonien + kehren heim, die Dir entstammt. + + + + + Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren + + Ich bin aus Gott wie alles Sein geboren, + ich geh im Gott mit allem Mein zu sterben, + ich kehre heim, o Gott, als Dein zu leben. + + Erst wurde ich aus Deinem Ich gegeben, + dann galt es dies Gegebne zu erwerben, + Dir als ein Du es Brust an Brust zu heben. + + Da wollte Stolz es mittendrin verderben, + und es ward Dir, und Du warst ihm verloren ... + Bis daß Du übermächtig mich beschworen! + + Da ward ich Dir zum andernmal geboren: + denn ich verstand zum erstenmal zu sterben, + denn ich empfand zum erstenmal zu leben. + + + + + Ich habe den MENSCHEN gesehn + + Ich habe den MENSCHEN gesehn in seiner tiefsten Gestalt, + ich kenne die Welt bis auf den Grundgehalt. + + Ich weiß, daß Liebe, Liebe ihr tiefster Sinn, + und daß ich da, um immer mehr zu lieben, bin. + + Ich breite die Arme aus, wie ER getan, + ich möchte die ganze Welt, wie ER, umfahrn. + + + + + Ich hebe Dir mein Herz empor + + Ich hebe Dir mein Herz empor + als rechte Gralesschale, + das all sein Blut im Durst verlor + nach Deinem reinen Mahle, + o CHRIST! + + O füll es neu bis an den Rand + mit Deines Blutes Rosenbrand, + daß: DEN fortan ich trage + durch Erdennächt' und--tage, + DU bist! + + + + + Ich will aus allem nehmen + + Ich will aus allem nehmen, was mich nährt, + was übereinstimmt mit mir längst Vertrautem; + so wird mir manches stille Glück gewährt. + + In Eurer Weisheit fand ich manch geheime + Bestätigung zu von mir selbst Geschautem + und brachte sie zu meiner Art in Reime. + + Es gibt so vieles Schöne, Gute, Wahre; + wie bin ich dankbar, daß ich Mensch sein darf + und immer Neues solcher Art erfahre!' + + Erfahre denn noch dies dazu: entfernt + bist du vom Ernst noch. Dein Gewissen warf + dir noch nicht vor, daß Weisheit sich nur--lernt. + + Mit solchem Blumenpflücken, Kränzchenwinden-- + was ist getan? sieh dir ins Angesicht + und prüfe, ach, solch allzu lau Empfinden. + + Du fühlst der Weisheit Weg noch nicht als--Pflicht. + Und so: ob von G1ühwürmchen oder Sternen + dir Licht zufließt--dir ist's das gleiche Licht. + + Dir sind die echten Tiefen, wahren Fernen + noch stumm; sie, deren Siegel einzig bricht: + ein tiefdemütig lebenlanges--Lernen. + + + + + Im Baum, du liebes Vöglein dort + + Im Baum, du liebes Vöglein dort, + was ist dein Lied, dein Lied im Grund? + Dein kleines Lied ist Gotteswort, + dein kleiner Kehlkopf Gottes Mund. + + 'Ich singe' singt noch nicht aus dir, + es tönt die ewige Schöpfermacht + noch ungetrübt in reiner Pracht + in dir, du kleine süße Zier. + + + + + Leis auf zarten Füßen naht es + + Leis auf zarten Füßen naht es, + vor dem Schlafen wie ein Fächeln: + Horch, o Seele, meines Rates, + laß dir Glück und Tröstung lächeln--: + + Die in Liebe dir verbunden, + werden immer um dich bleiben, + werden klein und große Runden + treugesellt mit dir beschreiben. + + Und sie werden an dir bauen, + unverwandt, wie du an ihnen,-- + und, erwacht zu Einem Schauen, + werdet ihr wetteifernd dienen! + + + + + Licht ist Liebe + + Licht ist Liebe ...Sonnen-Weben + Liebes-Strahlung einer Welt + schöpferischer Wesenheiten-- + + die durch unerhörte Zeiten + uns an ihrem Herzen hält, + und die uns zuletzt gegeben + + ihren höchsten Geist in eines + Menschen Hülle während dreier + Jahre: da Er kam in Seines + + Vaters Erbteil--nun der Erde + innerlichstes Himmelsfeuer: + daß auch sie einst Sonne werde. + + + + + Lucifer + + "Ich will mein Licht vor eurem Licht verschließen, + ich will euch nicht, ihr sollt mich nicht genießen, + bevor ich nicht ein Eigenlicht geworden. + + "So bring ich wohl das Böse zur Erscheinung, + als Geist der Sonderheit und der Verneinung, + doch neue Welt erschafft mein Geisterorden. + + "Aus Widerspruch zum unbeirrten Wesen, + aus Irr-tum soll ein Götterstamm genesen, + der sich aus sich--und nicht aus euch--entscheidet. + + "Der nicht von Anbeginn in Wahrheit wandelt, + der sich die Wahrheit leidend erst erhandelt, + der sich die Wahrheit handelnd erst erleidet." + + + + + Mit-erwacht + + Dein Wunsch war immer--fliegen! + Nun naht dir die Erfüllung. + + Du wirst den Raum besiegen, + nach jener Weltenthüllung, + die uns zu Freien machte + vom Schlaf der blinden Runden. + + Nun hast du, Mit-Erwachte, + dein Schwingenkleid gefunden! + + + + + Mond am Mittag + + Der weiße blaue Raum + im Mittagsonnenschein, + getrübt von keinem Flaum ... + Der weiße Mond allein + + geistert in hoher Ferne + der Stern des Eloah, + der sich vom Sonnensterne + verbannte, um von da + + des Logos Licht zu strahlen, + bis daß er selber kam + und in den dunklen Talen + auf ewig Wohnung nahm ... + + Der weite blaue Raum + im Mittagsonnenschein, + getrübt von keinem Flaum ... + Der weiße Mond allein + + geistert in hoher Ferne ... + + + + + Nach der Lektüre des Helsingforsers Cyclus 1912 + + Zur Schönheit führt Dein Werk: + denn Schönheit strömt + zuletzt durch alle Offenbarung ein, + die es uns gibt. Aus Menschen-Schmerzlichkeiten + hinauf zu immer höhern Harmonien + entbindest Du das schwindelnde Gefühl, + bis es vereint + mit dem Zusammenklang + unübersehbarer Verkünder GOTTES + und SEINER nie gefassten Herrlichkeit + mitschwingt im Liebeslicht + der Seligkeit ... + Aus Schönheit kommt, + zur Schönheit führt + Dein Werk. + + + + + Nun wohne DU darin + + Nun wohne DU darin, + in diesem leeren Hause, + aus dem der Welt Gebrause + herausfloh und dahin. + + Was ist nun noch mein Sinn,-- + als daß auf eine Pause + ich einzig DEINE Klause, + mein Grund und Ursprung bin! + + + + + O Nacht ... + + O Nacht, du Sternenbronnen, + ich bade Leib und Geist + in deinen tausend Sonnen-- + + O Nacht, die mich umfleußt + mit Offenbarungswonnen, + ergib mir, was du weißt! + + O Nacht, du tiefer Bronnen ... + + + + + O gib mir Freuden + + O gib mir Freuden, nicht mit dem verstrickt, + was ich als niedres Ich in mir empfinde, + gib solche Freuden mir zum Angebinde + wie Geist sie Geist, der Seele Seele schickt. + + O nicht mehr dieser schalen Freuden Pein, + die doch erkauft nur sind von fremden--Leiden! + Schenk Herzen mir, die sich für DICH entscheiden, + so wird auch meines wahrhaft fröhlich sein. + + + + + O ihr kleinmütig Volk + + O ihr kleinmütig Volk, die ihr vom Heute + nicht loskommt, die ihr meint: so ist es, war es + und wird es sein, so lange Menschen leben--. + + O würdet ihr doch andrer Hoffnung Beute + und lerntet wieder schauen Offenbares + und Hirn und Herz zu höchstem Ziel erheben! + + + + + O wie gerne lern ich Milde + + O wie gerne lern ich Milde, + liebes Herz, von deinem Munde, + folge dir in stillem Bunde + in geläuterte Gefilde! + + Und wir schaun zurück zusammen + auf die Welt, samt ihrem Schelten, + und anstatt sie zu verdammen, + lassen wir sie gehn und gelten. + + + + + Sieh nicht + + I + + Sieh nicht, was andre tun, + der andern sind so viel, + du kommst nur in ein Spiel, + das nimmermehr wird ruhn. + + Geh einfach Gottes Pfad, + laß nichts sonst Führer sein, + so gehst du recht und grad, + und gingst du ganz allein. + + + II + + Verlange nichts von irgendwem, + laß jedermann sein Wesen, + du bist von irgendwelcher Fehm + zum Richter nicht erlesen. + + Tu still dein Werk und gib der Welt + allein von deinem Frieden, + und hab dein Sach auf nichts gestellt + und niemanden hienieden. + + + + + Stör' nicht den Schlaf der liebsten Frau + + Stör' nicht den Schlaf der liebsten Frau, mein Licht! + Stör' ihren zarten, zarten Schlummer nicht. + + Wie ist sie ferne jetzt. Und doch so nah. + Ein Flüstern--und sie wäre wieder da. + + Sei still, mein Herz, sei stiller noch, mein Mund, + mit Engeln redet wohl ihr Geist zur Stund. + + + + + Von zwei Rosen ... + + Von zwei Rosen + duftet eine + anders, als die + andre Rose. + + Von zwei Engeln + mag so einer + anders, als der + andre schön sein. + + So in unzähl- + baren zarten + Andersheiten + mag der Himmel, + + mag des Vaters + Göttersöhne- + reich seraphisch + abgestuft sein ... + + + + + Was klagst du an + + Was klagst du an + die böse Welt + um das und dies? + bist du ein Mann, + der niemals Spelt + ins Feuer blies? + + Hat Haß und Harm + und Wahn und Sucht + dich nie verführt, + daß blind dein Arm + der Flammen Flucht + noch mehr geschürt? + + Was dünkst du dich + des unteilhaft, + was Weltbrand nährt! + Zuerst zerbrich + die Leidenschaft, + die dich noch schwärt. + + In dich hinein + nimm allen Zwist, + der Welt sorg nit; + je wie du rein + von Schlacke bist, + wird sie es mit. + + + + + Wasserfall bei Nacht + + I + + Ruhe, Ruhe, tiefe Ruhe. + Lautlos schlummern Menschen, Tiere. + Nur des Gipfels Gletschertruhe + schüttet talwärts ihre + Wasser. + + Geisterstille, Geisterfülle, + öffnet Eure Himmelsschranke! + Bleibe schlafend, liebe Hülle, + schwebt, Empfindung und Gedanke, + aufwärts! + + Aufwärts in die Geisterhallen + taste dich, mein höher Wesen! + Laß des Lebens Schleier fallen, + Koste, seingenesen, + Freiheit! + + + II + + Unablässig Sinken + weißer Wogenwucht, + laß mich, deine Bucht, + dein Geheimnis trinken. + + Engel wölken leise + aus der Wasser Schoß, + lösen groß sich los + nach Dämonenweise. + + Strahlen bis zum bleichen + Mond der Häupter Firn ... + Und auf Schläfer-Stirn + malen sie das Zeichen ... + + Taufen gern Erhörten + mit der Weisheit Tau. + Und von ferner Schau + dämmert dem Enttörten. + + + + + Wer vom Ziel nicht weiß + + Wer vom Ziel nicht weiß, + kann den Weg nicht haben, + wird im selben Kreis + all sein Leben traben; + kommt am Ende hin, + wo er hergerückt, + hat der Menge Sinn + nur noch mehr zerstückt. + + Wer vom Ziel nichts kennt, + kann's doch heut erfahren; + wenn es ihn nur brennt + nach dem Göttlich-Wahren; + wenn in Eitelkeit + er nicht ganz versunken + und vom Wein der Zeit + nicht bis oben trunken. + + Denn zu fragen ist + nach den stillen Dingen, + und zu wagen ist, + will man Licht erringen: + wer nicht suchen kann, + wie nur je ein Freier, + bleibt im Trugesbann + siebenfacher Schleier. + + + + + Wie macht' ich mich von DEINEM Zauber los + + Wie macht' ich mich von DEINEM Zauber los + und tauchte wieder nieder in die Tiefe + und stiege wieder in des Dunkels Schoß, + wenn nicht auch dort DEIN selbes Wesen riefe, + an dessen Geisterlicht ich hier mein Sein, + als wie der Schmetterling am Licht, erlabe, + doch ohne daß mir die vollkommne Gabe + zum Untergang wird und zur Todespein. + + Wie könnte ich von solcher Stätte scheiden, + wo jeder letzte Glückestraum erfüllt, + verharrte nicht ein ungeheures Leiden, + sogar von diesem Himmel nur--verhüllt. + Und da mir dessen Stachel ist geblieben, + wie könnt' ich nun, als brennend von DIR gehn, + um DICH in jener Welt noch mehr zu lieben, + in der sie DICH, als Sonne, noch nicht sehn. + + Von Liebe so von DIR hinabgezwungen + vom Himmel auf die Erde, weiß ich doch: + nur immer wieder von DIR selbst durchdrungen, + ertrag' ich freudig solcher Sendung Joch. + DU mußtest DICH als Quell mir offenbaren, + der unaufhörlich rnir Erneuung bringt. + Nun kann ich auch gleich DIR zur Hölle fahren, + da mich DEIN Himmel ewiglich verjüngt. + + + + + Wir fanden einen Pfad + + So wie ein Mensch, am trüben Tag, der Sonne vergisst,-- + sie aber strahlt und leuchtet unaufhörlich,-- + so mag man Dein an trübem Tag vergessen, + um wiederum und immer wiederum + erschüttert, ja geblendet zu empfinden, + wie unerschöpflich fort und fort und fort + Dein Sonnengeist uns dunklen Wandrern strahlt. + + + + + Überwinde! + + Überwinde! Jede Stunde, + die du siegreich überwindest, + sei getrost, daß du im Pfunde + deines neuen Lebens findest. + + Jede Schmach und jede Schande, + jeder Schmerz und jedes Leiden + wird bei richtigem Verstande + deinen Aufstieg mehr entscheiden. + + Ohne Erbschuld wirst du funkeln, + abermals vor Enkeln rege, + ungezähltem Volk im Dunkeln + weist ein Sieger Sonnenwege. + + +Ende dieses Projekt Gutenberg Etextes Wir fanden einen Pfad, von +Christian Morgenstern. + + + + + + + + + + +End of Project Gutenberg's Wir fanden einen Pfad, by Christian Morgenstern + +*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK WIR FANDEN EINEN PFAD *** + +***** This file should be named 9623-8.txt or 9623-8.zip ***** +This and all associated files of various formats will be found in: + https://www.gutenberg.org/9/6/2/9623/ + +Produced by Patricia Peters. HTML version by Al Haines. + +Updated editions will replace the previous one--the old editions +will be renamed. + +Creating the works from public domain print editions means that no +one owns a United States copyright in these works, so the Foundation +(and you!) can copy and distribute it in the United States without +permission and without paying copyright royalties. Special rules, +set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to +copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to +protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project +Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you +charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you +do not charge anything for copies of this eBook, complying with the +rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose +such as creation of derivative works, reports, performances and +research. 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It exists +because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from +people in all walks of life. + +Volunteers and financial support to provide volunteers with the +assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's +goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will +remain freely available for generations to come. In 2001, the Project +Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure +and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. +To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation +and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 +and the Foundation web page at https://www.pglaf.org. + + +Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive +Foundation + +The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit +501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the +state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal +Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification +number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at +https://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent +permitted by U.S. federal laws and your state's laws. + +The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. +Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered +throughout numerous locations. Its business office is located at +809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email +business@pglaf.org. 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