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+This eBook, including all associated images, markup, improvements,
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+Project Gutenberg (https://www.gutenberg.org) public repository for
+eBook #69470 (https://www.gutenberg.org/ebooks/69470)
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-The Project Gutenberg eBook of Am Teich- und Flußufer, by Arabella
-B. Buckley
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
-most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms
-of the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
-www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you
-will have to check the laws of the country where you are located before
-using this eBook.
-
-Title: Am Teich- und Flußufer
-
-Author: Arabella B. Buckley
-
-Translators: Fritz Kriete
- Otto Rabes
-
-Release Date: December 4, 2022 [eBook #69470]
-
-Language: German
-
-Produced by: Peter Becker, Reiner Ruf, and the Online Distributed
- Proofreading Team at https://www.pgdp.net (The digitized
- holdings of the Staatsbibliothek zu Berlin are available to
- all interested parties worldwide free of charge for
- non-commercial use.)
-
-*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK AM TEICH- UND FLUSSUFER ***
-
-
- ####################################################################
-
- Anmerkungen zur Transkription
-
- Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1910 so weit
- wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler
- wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr
- verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert;
- fremdsprachliche Ausdrücke wurden nicht korrigiert.
-
- Die Buchanzeigen wurden der Übersichtlichkeit halber am Ende des
- Texts gesammelt dargestellt. Die originale Titelseite weist auf ‚16
- Illustrationen im Text‘ hin, obwohl nur neun vorhanden sind. Dieser
- Fehler wurde in der vorliegenden elektronischen Ausgabe korrigiert.
-
- Das Original wurde in Frakturschrift gesetzt; besondere
- Schriftschnitte werden im vorliegenden Text mit Hilfe der folgenden
- Sonderzeichen gekennzeichnet:
-
- kursiv: _Unterstriche_
- fett: =Gleichheitszeichen=
- gesperrt: +Pluszeichen+
- Antiqua: ~Tilden~
-
- ####################################################################
-
-
-
-
- Kinderaugen in der Natur
-
- Zweites Buch
-
- Am Teich- und Flußufer
-
- Von Arabella B. Buckley (Mrs. Fisher)
-
- Einzige autorisierte Übertragung
- von Oberstudienrat ~Dr.~ Fritz Kriete in Halle
- und
- Oberstudiendirektor ~Dr.~ Otto Rabes in Nordhausen
-
- Mit 8 bunten Vollbildern und 9 Illustrationen im Texte
-
- Dritte Auflage (11.-14. Tausend)
-
- Halle a. S.
-
- Hermann Gesenius
-
-
-
-
- Kinderaugen in der Natur
-
-
- Erstes Buch
- Tiere und Pflanzen in Wald und Feld
-
- Zweites Buch
- Am Teich- und Flußufer
-
- Drittes Buch
- Pflanzenleben in Feld und Garten
-
- Viertes Buch
- Aus dem Leben unserer Vögel
-
- Fünftes Buch
- Bäume und Sträucher
-
- Sechstes Buch
- Aus dem Leben der Insekten
-
-
- Bisheriger Absatz ungefähr 50000 Stück
-
-
-
-
-Vorwort.
-
-
-Zur Einführung dieser Übersetzung sei hier kurz auf einige uns
-zusagende Eigentümlichkeiten dieser anspruchslosen Hefte hingewiesen,
-die uns veranlaßten, auf die Aufforderung der Verlagsbuchhandlung hin,
-sie ins Deutsche zu übertragen.
-
-Überall ist versucht, Stil und Satzbau so klar und einfach zu
-gestalten, daß nach dieser Seite hin Kindern beim Lesen keine
-Schwierigkeiten erwachsen.
-
-Die behandelten Stoffe aus dem Leben der Tiere und Pflanzen sind gut
-gewählt, dabei interessant -- nicht rein beschreibend -- gestaltet.
-
-Vielmehr ist jeder einzelne Abschnitt, der stets ein in sich
-abgeschlossenes Ganzes bildet, so durchgeführt, daß er die kleinen
-Leser zu +eigenen+ Beobachtungen anregt.
-
-Endlich sind die farbenschönen Abbildungen einheitlich und naturgetreu
-ausgeführt, so daß auch sie das Interesse der Kinder beleben helfen.
-Überhaupt stand für unsere Erwägungen der Gedanke im Vordergrunde, daß
-diese Bücher geeignet sein könnten, sich im Kampfe gegen die unsere
-Jugend verseuchende Schundliteratur als nützlich zu erweisen.
-
- Kriete. Rabes.
-
-
-
-
-Inhalt.
-
-
- Vorwort 3
-
- Lektion 1. Das Leben des Frosches 7
-
- „ 2. Die Libelle und ihre Gefährten 10
-
- „ 3. Tief unten 14
-
- „ 4. Das Nest des Stichlings 18
-
- „ 5. Der Eisvogel 21
-
- „ 6. Die Wasserratte oder Wasserwühlmaus 24
-
- „ 7. Das grünfüßige Wasserhuhn und das Bläßhuhn 27
-
- „ 8. Wasserwanzen 31
-
- „ 9. Am Flußufer 34
-
- „ 10. Die Familie des Fischotters 38
-
- „ 11. Blumen für die Ausstellung 41
-
- „ 12. Gretes Wasserpflanzen 45
-
-
-
-
-Zweites Buch.
-
-Am Teich- und Flußufer.
-
-
-
-
-Lektion 1.
-
-Das Leben des Frosches.
-
-(Erstes Vollbild.)
-
-
-Quak, quak, quak lassen sich die Frösche im März hören. Sie machen in
-diesem Monat sehr viel Lärm, weil sie gerade aus ihrem Winterschlafe,
-den sie am Boden des Teiches gehalten haben, erwachen.
-
-Die weiblichen Frösche legen ihre winzigen dunklen Eier ins Wasser.
-Ein solches Ei ist nicht größer als ein Sandkorn. Aber es hat eine
-gallertartige Umhüllung, und diese schwillt und schwillt im Wasser,
-bis sie so groß ist wie eine Erbse. Das Ei bildet dann einen kleinen
-schwarzen Punkt in der Mitte, und die gallertartigen Klumpen kleben
-alle zusammen. Man kann sie fast in jedem Teiche sehen, wo sie vom
-Winde ans Ufer getrieben werden. Bald wird der schwarze Punkt größer.
-An einem Ende wächst ein Kopf, am anderen ein Schwanz. Der Kopf hat
-ein Maul, aber noch keine Augen. Der Schwanz ist mit einer Flosse
-versehen, und bald wiegt sich die Kaulquappe in ihrem schleimigen Bette
-hin und her.
-
-Nach einer Woche ungefähr schlängelt sie sich aus der Gallertmasse
-heraus und hängt sich mit dem Maule an eine Wasserpflanze (1). Dann
-wachsen ihr zwei sonderbare Büschel an beiden Seiten des Kopfes. Sie
-entnimmt damit dem Wasser die Luft zum Atmen. Man kann sie deutlich
-sehen, wenn man ein Glas in den Teich taucht und einige Kaulquappen
-fängt.
-
-Um diese Zeit läßt die Kaulquappe die Wasserpflanze los und schwimmt
-umher. An ihrem Maule ist ein scharfer Schnabel gewachsen, den sie
-gebraucht, um Stückchen von den Wasserpflanzen zur Nahrung abzunagen.
-Nun entwickeln sich auch Augen und Nasenlöcher (2). Die Büschel
-schrumpfen zusammen und an ihrer Stelle entstehen unter der Oberfläche
-des Körpers Gebilde, die Fischkiemen ähnlich sehen. Die Kaulquappe
-zieht Wasser durch das Maul ein und stößt es durch eine seitliche
-Öffnung hinter den Kiemen wieder aus. Wenn es durch die Kiemen geht,
-nehmen diese Luft heraus, und so atmet sie.
-
-Bald erscheinen nun zwei kleine Höcker an beiden Seiten des Körpers
-gerade da, wo der Schwanz beginnt. Sie werden größer und größer, bis
-endlich zwei Beine herauskommen. Diese Beine werden sehr lang und
-stark, und die Kaulquappe gebraucht dieselben zum Schwimmen. Auch zwei
-Vorderbeine wachsen heran, aber man kann sie nicht sehen, weil sie
-unter der Haut liegen. In einigen Tagen kommen auch sie zum Vorschein
-(3); sie sind kurz und gedrungen.
-
-Unsere Kaulquappe hat nun vier Beine und einen Schwanz. Sie hat
-vier Zehen an den Vorderfüßen und fünf Zehen an den Hinterfüßen;
-zwischen denen der letzteren befindet sich eine Haut. So sind also
-die Hinterfüße mit einer Schwimmhaut versehen, die der Quappe beim
-Schwimmen hilft.
-
-Sie kommt jetzt öfter an die Oberfläche des Wassers und läßt eine
-Luftblase aus dem Maule aufsteigen. Was meint ihr wohl, was geschehen
-ist? Die Öffnung hinter den Kiemen hat sich geschlossen, und an deren
-Stelle sind im Innern zwei Lungensäcke gewachsen. Deshalb kommt sie an
-die Oberfläche, um die Luft mit dem Maule einzuatmen, anstatt sie wie
-bisher aus dem Wasser durch die Kiemen aufzunehmen.
-
-Nun liebt sie es, sich in den Schatten einer Wasserpflanze zu setzen.
-Sie braucht den Schwanz nicht mehr, da sie ganz gut mit den Beinen
-schwimmen kann. Deshalb wird der Schwanz allmählich aufgesogen, um den
-Körper zu ernähren.
-
-Da habt ihr nun den kleinen Frosch (4). Wenn man die Sonne durch die
-Schwimmhaut des Fußes scheinen läßt, so kann man sehen, daß das Tier
-rotes Blut hat. Aber es ist kein warmes Blut wie das unsrige. Der
-Frosch ist immer kalt und schlüpfrig, weil sein Blut langsam fließt.
-
-Er hat jetzt zahlreiche Zähne im Oberkiefer und eine ganz sonderbare
-Zunge. Sie ist vorn am Maule angewachsen, sonst frei beweglich. Die
-sehr klebrige Spitze kann bis in den Schlund zurückgelegt werden. Er
-frißt jetzt keine Pflanzen mehr, sondern Insekten und Larven, die er
-fängt, indem er seine Zunge hervorschnellen läßt und schnell wieder
-zurückzieht.
-
-Der Frosch lebt während des Sommers hauptsächlich auf dem Lande. Wenn
-er nicht von Enten, Ratten oder Schlangen gefressen wird, läßt er sich
-bei Beginn der kalten Witterung auf den Boden des Teiches sinken, um
-dort im Schlamme seinen Winterschlaf zu halten.
-
-
-
-
-Lektion 2.
-
-Die Libelle und ihre Gefährten.
-
-(Zweites Vollbild.)
-
-
-Jedes Landkind sollte sich ein Teichnetz machen, wenn es etwas über
-Wassertiere lernen will. Man braucht nur einen Weidenzweig zu
-nehmen und daraus einen Reifen zu binden. Dann macht man einen Sack
-aus Musselin, näht unten einen kleinen Stein hinein und befestigt den
-Sack an dem Reifen. Aus einer Hecke schneidet man sich einen Stock und
-befestigt einen langen Bindfaden daran. Letzteren teilt man am unteren
-Ende und bindet die beiden Teile an den Seiten des Reifens fest. So
-hat man ein Netz, das man hinunterlassen und mit dem man Tiere von dem
-Grunde des Teiches heraufholen kann. Es ist auch gut, eine weithalsige
-Flasche mitzunehmen, in die alles, was man fängt, hineingesteckt wird.
-Ich kenne einen schattigen Teich in der Nähe eines Gutshofes, wo die
-Insekten an hellen sonnigen Tagen sehr geschäftig sind.
-
-[Illustration: Frosch und Kaulquappen.
-
-II.1]
-
-In einer Ecke des Teiches schwimmen die kleinen Taumelkäfer umher
-und beschreiben Kreise im Wasser. Ihre glänzenden schwarzen Rücken
-schimmern beinahe grün in der Sonne. Dann und wann springt einer in
-die Höhe, um ein Insekt aus der Luft zu fangen, und ein anderer taucht
-hinab, um eine Larve zu fressen. Taucht euer Netz ins Wasser, bringt
-es schnell unter einen Käfer, hebt ihn heraus und steckt ihn in die
-Flasche, so daß ihr ihn betrachten könnt.
-
-Man könnte meinen, daß er vier Augen hat, denn jedes seiner beiden
-Augen ist in zwei Teile geteilt. Die eine Hälfte ist nach oben in
-die Luft gerichtet, die andere nach unten ins Wasser. Während er
-umherschwimmt, kann er also die Fliegen in der Luft und die Larven im
-Wasser sehen.
-
-Mücken schweben über dem Teiche hin und her, und außerdem sehen wir
-ein Gewimmel von jenen Fliegen mit so feinen, durchsichtigen Flügeln,
-daß sie fast wie Gaze aussehen. Sie heißen Eintagsfliegen. Und jetzt
-erhebt sich ein weit prächtigeres Insekt, 7,5 ~cm~ lang mit vier großen
-Gazeflügeln, aus den Binsen und fliegt über den Teich.
-
-Alle Kinder kennen wohl die Libelle oder Wasserjungfer. Ihre reizenden
-Flügel haben Längs- und Queradern, die zum Teil mit Luft gefüllt sind
-und zum Atmen dienen, und schillern in der Sonne in roten, blauen und
-grünen Farben. Sie hat einen langen Hinterleib, eine dicke Brust mit
-sechs Beinen und einen runden Kopf mit sehr großen Augen.
-
-Jedes Auge hat mehr als zehntausend winzige Fenster, so daß sie
-nach oben und unten, nach rechts und links sehen kann, während sie
-dahinschießt und die Schmetterlinge und Motten, die ihr in den Weg
-kommen, fängt. Zuweilen setzt sie sich auf eine Pflanze oder einen
-Busch am Ufer und ruht, bis sie ihren Flug wieder aufnimmt.
-
-Wenn man im April öfter zu einem Teich geht, wo sich Libellen finden,
-kann man vielleicht beobachten, wie sie ihr Leben in der Luft beginnt.
-Dies geschieht folgendermaßen.
-
-Aus dem Wasser heraus kriecht ein großes Insekt auf den Stengel einer
-Pflanze. Es hat einen Körper mit sechs Beinen, der ebenso groß ist wie
-derjenige der Libelle. Aber es hat ein seltsames, schläfriges Aussehen,
-und an Stelle der Flügel sehen wir nur zwei kurze Stümpfe.
-
-[Illustration: ~a.~ Fressende Libellenlarve.
-
-~b.~ Libelle aus der Larvenhaut kriechend.]
-
-Langsam kriecht es am Stengel hinauf aus dem Wasser in die Luft. Dann
-ereignet sich etwas Seltsames. Die Haut auf dem Rücken zerreißt, und
-eine wirkliche Libelle kommt heraus.
-
-Zuerst erscheint der Kopf, dann der Körper mit seinen sechs Beinen und
-vier weichen runzeligen Flügeln und endlich der Hinterleib. Die Libelle
-kann noch nicht fliegen. Sie sitzt neben ihrer alten leeren Haut und
-streckt ihre Flügel langsam der Sonne entgegen. In einigen Stunden sind
-sie lang, stark und fest. Dann ist sie fähig, über den Teich zu fliegen
-und zu fressen.
-
-So kommt die Libelle in die Luft hinauf. Ihre Larve wird man nicht so
-leicht unter dem Wasser finden, aber wir wollen es in der nächsten
-Woche mit unserem Netz versuchen. Heute haben wir so viel auf der
-Oberfläche des Teiches gesehen, daß wir keine Zeit hatten, unten im
-Schlamme zu fischen.
-
-
-
-
-Lektion 3.
-
-Tief unten.
-
-
-Heute wollen wir unser Netz gebrauchen. Halte den Stock recht fest und
-wirf das Netz in den Teich, wie ein Fischer die Angelfliege auswirft.
-Der Stein wird das Netz langsam zum Sinken bringen. Wenn man es nun
-vorsichtig durch den Schlamm und die Wasserpflanzen zieht, wird man
-sicher etwas fangen.
-
-[Illustration: Libelle, am Igelkolben.
-
-II. 2.]
-
-Bringe dann das Netz ans Land, leere es auf dem Grase aus und
-setze alles, was du findest, in das klare Wasser der Flasche. Man
-findet vielleicht einen kleinen Fisch, einige Kaulquappen oder
-Wasserschnecken. Es ist auch wohl eins von den sonderbaren Geschöpfen
-darin, die auf Seite 13, Fig. ~a~ abgebildet sind. Ihr werdet gewiß
-nicht glauben, daß dies die Larve der Libelle ist. Aber es ist doch
-so. Es ist ein langes Insekt, das aus lauter Ringen besteht, sechs
-Beine besitzt und Augen, die denen der Libelle gleichen. Es hat keine
-Flügel; eine sonderbare Art von Arm, mit Zangen am Ende, kommt unter
-der Unterlippe hervor.
-
-Dieser Arm ist tatsächlich ein Teil der Unterlippe. Er wird Fangmaske
-genannt und besitzt Gelenke, so daß er unter die Unterlippe und
-zwischen die Beine zurückgeschlagen werden kann. Wenn die Larve nun
-Nahrung nötig hat, wartet sie ruhig im Schlamm, bis ein Käfer oder eine
-Wasserwanze vorbeikommt. Dann schnellt die Maske hervor und hält die
-Beute mit den Zangen fest.
-
-Nun betrachte den Hinterleib, der entweder spitz oder in drei
-lappenförmige Anhängsel ausläuft. Durch die Öffnung am Leibesende läuft
-Wasser in diesen und die darin enthaltene Luft dient zum Atmen. Jenes
-wird wieder ausgestoßen, durch den dadurch erzeugten Stoß bewegt sich
-die Larve fort.
-
-Diese Libellenlarve lebt zwei Jahre lang unten im Teich. Sie wechselt
-mehrere Male die Haut, und es wachsen ihr ein paar Flügelstümpfe. Dann
-kriecht sie an einem Stengel hinauf, wie wir in der letzten Lektion
-sahen, und wird eine Libelle.
-
-Aber was ist dies hier in unserem Netz? Zuerst könnte man denken, es
-wäre ein Stückchen Holz oder Schlamm mit kleinen Steinen darin, oder
-ein paar verfilzte Grashalme. Und so ist es auch. Aber im Innern sitzt
-etwas Lebendiges. Wenn man aufmerksam zusieht, so wird man bemerken,
-daß ein Insekt den vorderen Körperteil mit sechs Beinen herausstreckt.
-
-[Illustration: Köcherfliegen und ihre Larven.]
-
-Es ist ein weiches kleines Geschöpf, die Larve der Köcherfliege. Wenn
-man die Stückchen Gras oder die kleinen Steinchen usw. wegnimmt, so
-findet man die weiche Larve im Innern. Sie hat sechs Beine und eine
-Anzahl von kleinen Büscheln an den Seiten des Körpers. Damit atmet sie,
-ebenso wie die Kaulquappe mit den Kiemen.
-
-Man kann oft diese Larven der Köcherfliegen auf dem Grunde der
-Bäche kriechen sehen, wo sie wie kleine sich bewegende Bündel von
-Holzstückchen oder von Steinen erscheinen. Man kann sie aufnehmen, ohne
-ein Netz zu gebrauchen. Sie bauen diese Gehäuse um sich herum, um ihre
-weichen Körper zu schützen, die von Fischen gern gefressen werden.
-
-Allmählich verwandeln sie sich in kleine gelbbraune Insekten, die wie
-Motten aussehen. Am Abend fliegen sie über dem Wasser auf und ab. Wir
-haben sie nicht mit den Eintagsfliegen und Mücken zusammengesehen, weil
-sie den Sonnenschein nicht lieben.
-
-Ihr werdet wahrscheinlich noch viele kleine Wasserlarven mit eurem Netz
-herausfischen. Aber ihr müßt sorgfältig aufpassen, denn sie sind sehr
-klein. Einige von ihnen haben kleine Büschel an den Seiten. Dies sind
-die Larven der Mücken und Eintagsfliegen, die über dem Teiche fliegen.
-Sie alle leben einige Zeit im Wasser. Wenn letztere aber in die Luft
-herauskommen, leben sie nur noch kurze Zeit.
-
-
-
-
-Lektion 4.
-
-Das Nest des Stichlings.
-
-
-Es war ein lieblicher Frühlingstag. Die Sonne schien hell auf das
-frische Grün des Grases, und die Büsche an den Ufern des Flusses waren
-mit jungen Blättern bedeckt.
-
-In einer Ausbuchtung des Flusses baute ein kleiner Fisch sein Nest. Es
-war ein Stichling. Er war nicht länger als 5 ~cm~. Auf seinem Rücken
-standen drei Flossenstacheln empor. Knaben fangen diesen Fisch oft,
-halten ihn in Flaschen oder verkaufen ihn an Leute, die ein Aquarium
-haben.
-
-Es war interessant, ihn zu beobachten, wie er im Schatten der Büsche
-bei der Arbeit war. Er brachte Stückchen von Wurzelfasern und feines
-Gras herbei und machte daraus ein kleines Gewebe in Form einer Schüssel
-am Boden des Flusses. Dann schleppte er andere Stücke herbei und klebte
-sie mit Speichel zusammen. Auf diese Weise baute er Seiten und ein
-rundes Dach. Als das Nest fertig war, hatte es die Größe einer dicken
-Stachelbeere.
-
-Es lag ungefähr 15 ~cm~ unter dem Wasserspiegel und war an zwei Seiten
-offen. Wenn der Stichling den Kopf am einen Ende heraussteckte, so sah
-der Schwanz am anderen hervor. Aber er hatte es auch nicht gebaut, um
-darin zu wohnen. Er brauchte es für die Eier.
-
-[Illustration: Stichlinge und ihr Nest.]
-
-Es war ein hübscher kleiner Fisch mit glänzendem Rücken und
-leuchtendrotem Bauch. Seine Augen waren bläulich-grün und glänzten wie
-Juwelen.
-
-Als das Nest fertig war, schwamm er fort, um eine Gefährtin zu suchen.
-Er kam bald mit einer solchen zurück, einem kleinen Fisch, der nicht
-so glänzend war wie er. Er spielte mit dem Weibchen, trieb es vor sich
-her und schmeichelte ihm, bis es zuletzt in das eine Loch des Nestes
-hineinschwamm und nach einer Weile am anderen Ende wieder herauskam.
-
-Das Weibchen hatte eine Anzahl kleiner gelber Eier in das Nest gelegt.
-Dann schwamm es fort und kümmerte sich nicht mehr darum.
-
-Der männliche Stichling schwamm nun in das Nest hinein und übernahm die
-Sorge für die Eier. Ein Ei war nicht größer als ein Mohnsamen, und das
-ganze Bündel war sehr klein. Er schüttelte das Nest auf und stieß die
-Eier in eine versteckte, sichere Ecke. Dann schwamm er vor dem Neste
-herum und bewegte lebhaft seine Brustflossen und erneuerte dadurch
-beständig die Atemluft in der Umgebung der Eier.
-
-Manchmal schwamm er in das Nest hinein und brachte schmutzigen Sand im
-Maule heraus. Man sieht, er wollte das Nest rein halten.
-
-Dies setzte er drei Wochen lang fort, bis die Brut ausgekrochen war.
-Eine Anzahl winziger Fischchen entschlüpfte den Eiern. Sie waren so
-klein und durchsichtig, daß man es nicht für möglich gehalten hätte,
-daß ein anderer Fisch sie sehen konnte. Aber der Stichling wußte
-es besser. Es gab eine Menge hungriger Fische, die der zarten Brut
-aufpaßten, um sie zu fressen. Die kleinen Fischlein waren sehr schwach
-und hatten noch dazu einen Dottersack unter ihrem Körper zu tragen, dem
-sie so lange Nahrung entnahmen, bis sie fressen konnten.
-
-So richtete denn der tapfere kleine Stichling seine drei
-Flossenstacheln in die Höhe und schoß zornig auf die Fische los, die
-nach seinen Kleinen schnappten. Er packte sie bei den Flossen, schlug
-nach ihren Augen und trieb sie in die Flucht.
-
-Dann machte er ein kleines rundes Loch im Sande auf dem Grunde des
-Flusses, sammelte die kleinen Stichlinge darin und bewachte sie.
-Selbst nachdem ihre Rückenstacheln gewachsen waren, und sie schon
-dreist umherschwammen, folgte er ihnen in den Fluß hinaus, um sie zu
-beschützen.
-
-Man kann viele Nester von Stichlingen in Flüssen und Teichen finden,
-wenn man aufmerksam danach sucht. Man kann auch gefangene Stichlinge
-mit einer reichlichen Menge von Wasserpflanzen und Futter in ein
-kleines Aquarium setzen und wird dann sehen, wie sie ihr Nest bauen,
-und was für ein guter Vater ein Stichling ist.
-
-
-
-
-Lektion 5.
-
-Der Eisvogel.
-
-(Drittes Vollbild.)
-
-
-Still! Macht kein Geräusch! Da sitzt ein Eisvogel auf dem Zweige
-eines Weidenbaumes, der über den Fluß hinüberhängt. Wenn wir ihn
-erschrecken, wird er fortfliegen, und wir werden ihn nicht wiedersehen.
-
-Wie hübsch er sich aus dem Hintergrunde der grauen Blätter abhebt. Mit
-seinem langen Schnabel und stumpfen Schwanz ist er nicht viel größer
-als ein Sperling; er scheint alle Farben des Regenbogens an sich zu
-tragen.
-
-Er hat einen blauen Streifen auf dem Rücken, Kopf und Flügel sind
-meergrün, mit blauen Flecken auf den Spitzen der Federn. Der Schnabel
-ist schwarz, Hals und Kehle sind weiß. Am Auge hat er einen von weichen
-weißen Federn umgebenen roten Streifen, und die Brust ist rostrot.
-Selbst die Füße sind rot und sehen auf dem dunklen Zweige ganz bunt aus.
-
-Er sieht in die ruhige, tiefe Stelle des Flußes unter der Weide
-hinunter und beobachtet die dort schwimmenden Fische. Da! jetzt schießt
-er hinab! Nun ist er wieder oben und trägt etwas im Schnabel. Es ist
-ein kleiner Weißfisch. Er schlägt ihn mit dem Kopfe gegen den Zweig und
-schlingt ihn hinunter, mit dem Kopfe voran.
-
-[Illustration: Eisvögel, unten das Männchen fischend.
-
-II. 3.]
-
-Er fängt mehrere Fische in derselben Weise. Während er den letzten
-frißt, kommt ein anderer Eisvogel und setzt sich neben ihn. Es ist sein
-Weibchen, das in einiger Entfernung gefischt hat. Es ist nicht ganz
-so bunt wie das Männchen und hat einen kleinen roten Fleck unter der
-Kehle.
-
-Nun fliegen sie fort und stoßen im Fluge einen scharfen Schrei aus,
-der wie „Tit-tit-tit“ klingt. Sie leben in den Büschen und Bäumen am
-Flußufer. Denn man muß nicht denken, daß Vögel immer in Nestern wohnen.
-Das Nest ist nur eine Wiege für ihre Eier und die Kleinen. Sobald sie
-fliegen können, verlassen es die jungen Vögel mit den Alten und wohnen
-in keinem Neste mehr, bis sie eins für ihre eigenen Eier bauen.
-
-Da man das Nest eines Eisvogels nicht leicht findet, so will ich euch
-etwas davon erzählen. Wenn das Weibchen Eier legen will, höhlen die
-Eisvögel eine Röhre mit einem Kessel am Ende in dem steilen Ufer aus
-und schießen, wenn das Nest fertig ist, so schnell hinein, daß man
-nicht sehen kann, wo sie geblieben sind.
-
-Aber wenn man wüßte, wo es wäre und es von oben her aufgraben könnte,
-so würde man einen behaglichen Raum finden, ungefähr einen halben
-Fuß im Quadrat. Den Boden desselben haben die alten Eisvögel mit
-Fischgräten ausgepolstert. Sie bilden einen hübschen durchbrochenen
-Fußboden, durch den das Wasser ablaufen kann.
-
-Auf dem Boden liegen einige glänzend weiße Eier. Gewöhnlich legt das
-Weibchen sieben. Und bald sind sieben kleine Eisvögel in dem Neste,
-von denen jeder die hübschen Farben hat, von denen ich euch erzählt
-habe. Der einzige Unterschied zwischen ihnen und den alten Vögeln ist
-der, daß ihre Schnäbel kürzer sind.
-
-Wenn es schwer ist, das Nest eines Eisvogels zu finden, so wird man
-doch häufiger junge Vögel auf dem Flusse sehen. Ich ging einmal mit
-einem Freunde zum Angeln, und während seine Angelrute über dem Wasser
-hing, flogen plötzlich zwei junge Eisvögel auf und setzten sich darauf.
-Sie ruhten einen Augenblick und flogen dann weiter. Dasselbe Schauspiel
-wiederholte sich noch einmal. Es waren augenscheinlich junge Vögel, die
-gerade aus dem Neste kamen und noch nicht weit fliegen konnten.
-
-Die Eisvögel sind die buntesten Vögel, die man auf dem Flusse sehen
-kann. Sie sehen so hübsch aus, wenn sie zwischen den grünen Blättern
-über dem Wasser hin und her fliegen, daß man sie immer gern wieder
-sieht, wenn man sie einmal beobachtet hat.
-
-
-
-
-Lektion 6.
-
-Die Wasserratte oder Wasserwühlmaus.
-
-(Viertes Vollbild.)
-
-
-Habt ihr jemals eine Wasserratte gesehen? Ich meine nicht eine
-Landratte, die im Wasser schwimmt, sondern eine Wasserratte oder
-Wasserwühlmaus, wie sie genannt werden sollte, denn sie ist keine
-wirkliche Ratte. Ich beobachtete einmal eine solche unbemerkt. Was
-glaubt ihr, was sie machte? Sie saß auf den Hinterbeinen und hielt in
-den Vorderpfoten ein Blatt von der gelbblühenden Schwertlilie, die so
-dicht am Flußufer wächst. Es war das Stück des Blattes, das nahe an der
-Wurzel wächst und dick und saftig ist. Sie nagte so eifrig daran, daß
-sie mich zuerst gar nicht sah.
-
-Es war ein tüchtiger kleiner Bursche, nicht ganz so groß wie eine
-Ratte. Sie nährt sich von Pflanzen. Wenn sie keine Blätter der gelben
-Schwertlilie bekommen kann, frißt sie Wasserlinsen oder selbst die
-Rinde junger Weiden. Ich konnte sehen, daß sie einen kurzen, dicken
-Hals und einen runden Kopf mit kurzer Schnauze hatte. Die Augen waren
-klein und die Ohren so dicht mit Pelz bedeckt, daß man sie kaum sehen
-konnte. Der runde Schwanz war nicht sehr lang und mit kurzen Haaren
-bedeckt.
-
-Ich setzte mich in der Nähe still ans Ufer. Sofort blickte sie sich um
-und sah mich. Aber da ich mich nicht rührte, dachte sie vielleicht, daß
-ich nichts Lebendiges wäre und kaute an ihrem Blatte weiter.
-
-Endlich berührte ich mit dem Fuße ein welkes Blatt. Ihre Ohren waren
-sehr scharf. Sie wandte ihre kleinen hellen Augen auf mich, und in
-einem Augenblick war sie im Wasser und schwamm fort. Ich kam zu spät,
-um sie in ihr Loch schlüpfen zu sehen, aber ich fand ein anderes, nicht
-weit von den Schwertlilien, dicht unter dem Wasser.
-
-Ich wußte, daß ich den Bau nicht finden würde, denn die Wasserratten
-graben sehr lange Gänge. Ich ging mehrere Tage an dieselbe Stelle und
-nahm etwas Brot mit, das ich dort ließ. Endlich eines Tages, als ich
-wartend da saß, kam mein kleiner Freund heraus und fraß das Brot. Dann
-trafen wir uns öfters, und das Tier wurde ganz zahm. Aber ich mußte
-sehr vorsichtig sein. Die geringste Kleinigkeit erschreckte es, und
-plumps sprang es ins Wasser.
-
-Wenn man am Abend oder am frühen Morgen, wenn alles ganz ruhig ist,
-an einen Teich oder Fluß geht, so kann man manchmal eine Wasserratte
-im Wasser schwimmen oder am Ufer fressen sehen. Sie hat scharfe gelbe
-Zähne. Die unteren sind groß und zeigen sich deutlich über der kurzen
-Unterlippe.
-
-[Illustration: Wasser-Wühlmaus (Wasserratte).
-
-II. 4.]
-
-[Illustration: Grünfüßige Wasserhühner mit Jungen.
-
-II. 5.]
-
-Die jungen Wasserratten sind sehr niedliche kleine Geschöpfe. Sie
-werden in einem Neste geboren, das die Alten aus trockenem Grase in dem
-Bau angelegt haben. Wenn sie herauskommen, schwimmen sie mit den
-Alten umher und fressen Wasserlinsen.
-
-Aber obgleich die Wasserratte meistens im Wasser lebt, kommt sie doch
-zuweilen ans Land, um ihren Wintervorrat einzusammeln. Sie ist oft dem
-Landmann sehr lästig, denn sie liebt Mohrrüben und Kartoffeln und kommt
-am Abend auf die Felder, um von diesen Früchten zu fressen und einen
-Teil derselben nach ihrem Bau zu tragen.
-
-Ein Landmann grub einmal den Bau einer Wasserratte auf und fand darin
-fast fünf Liter Stücken von Kartoffeln und Rüben.
-
-
-
-
-Lektion 7.
-
-Das grünfüßige Wasserhuhn und das Bläßhuhn.
-
-(Fünftes und sechstes Vollbild.)
-
-
-Wenn euer Weg zur Schule an einem Flusse entlang führt, wo Bäume das
-Wasser überschatten, so werdet ihr wahrscheinlich schon ein Wasserhuhn
-und seine Jungen gesehen haben. Vielleicht wißt ihr auch, wo das Nest
-ist, das gewöhnlich zwischen Binsen oder Schilf steht oder sich auf
-einem Baumzweige befindet, der über dem Wasser hängt.
-
-Das Nest besteht aus trockenen Binsen, und obwohl es ganz dicht am
-Wasser liegt, ist es trocken und warm. Beim Baden kann man wohl
-hineinsehen. Man wird gegen acht blaßgraue Eier mit rotbraunen Flecken
-finden. Die Eier sind auch vielleicht schon ausgebrütet, und dann sind
-die jungen Vögel mit der Mutter in den Binsen verborgen. Sie sehen aus
-wie kleine schwarze Flaumklumpen mit einem roten Fleck auf dem Kopfe
-und weißen Federschwänzen, und sie können laufen und schwimmen, sobald
-sie ausgebrütet sind. Während der ganzen Zeit, wo ihr in der Nähe seid,
-wird die Mutter rufen „kruck, kruck“, um euch fortzutreiben.
-
-Das Wasserhuhn ist ein schwarzer Vogel mit einer hellroten Stirn und
-gelbem Schnabel. Am Rande der Flügel und unter dem Schwanze hat es
-weiße Federn. Wenn es im Wasser ist, schnellt es fortwährend den Kopf
-nach unten, so daß man die weißen Federn sieht und selbst die grünen
-Beine mit den roten Bändern.
-
-Sehr bald nachdem die Jungen ausgebrütet sind, schlüpfen sie aus dem
-Neste und schwimmen um die Mutter herum. Wenn man ganz still in den
-Büschen liegt, kann man sie vielleicht ans Ufer kommen sehen, um Würmer
-oder Schnecken zu fressen. Dann kann man beobachten, daß die Füße nicht
-mit Schwimmhäuten versehen sind wie bei der Ente, sondern daß alle vier
-Zehen frei sind.
-
-Aber wenn man das geringste Geräusch macht, so stößt die Mutter einen
-Schrei aus, der wie „krek, krek“ klingt, und alle tauchen ins Wasser
-und schwimmen zu einer sicheren Stelle in den Binsen. Sie kehren nicht
-zum Neste zurück und selbst, wenn man mit einem Stocke in die Binsen
-schlägt, rühren sie sich nicht. Sie wissen, daß sie in ihrem Verstecke
-sicher sind.
-
-Dieser Vogel wird oft Moorhuhn genannt, weil er sich auch bisweilen auf
-dem Moore findet. Aber Wasserhuhn ist der bessere Name.
-
-Wenn nun ein größerer See irgendwo in der Nähe ist, kann man das
-Wasserhuhn dort finden und daneben noch einen anderen Vogel, den man
-anfangs für ein solches halten kann, denn er taucht in ganz derselben
-Weise. Aber wenn man ihn genauer betrachtet, wird man erkennen, daß
-dieser zweite Vogel keine rote Stirn, sondern einen großen kahlen Fleck
-auf dem Kopfe hat, und daß er größer ist als das Wasserhuhn.
-
-Dieser Vogel heißt Bläßhuhn wegen des weißen Streifens auf der Stirn.
-Wenn man ihn am Ufer beobachtet, wie er Samen oder Insekten frißt,
-so kann man sehen, daß die drei Vorderzehen von einer faltigen Haut
-umgeben sind, doch hängen sie nicht zusammen.
-
-Aber das Bläßhuhn ist nicht leicht zu beobachten; denn es ist sehr
-scheu. Es fliegt weg oder taucht unter das Wasser, ehe man in seine
-Nähe kommen kann. Es hat scharfe Krallen, die ihm beim Klettern helfen,
-und mit denen es den verletzt, der es zu fangen versucht.
-
-Das Bläßhuhn baut sein Nest in die Schwertlilien oder das Schilf und
-zwar so, daß es fast das Wasser berührt. Manchmal ertrinken die Jungen,
-wenn ein Hochwasser kommt.
-
-Wenn ein Boot in die Nähe des Nestes kommt, so schlüpft das Bläßhuhn in
-das Schilf und ruft „käck, käck, käck“, um den Nahenden fortzulocken.
-Wenn man das Nest aber doch entdeckt, wird man ungefähr zehn Eier darin
-finden. Sie sehen den Eiern des Wasserhuhns ähnlich, sind aber größer
-und haben dunklere und kleinere Flecken. Wenn die Eier ausgebrütet
-sind, kann man die Jungen an der kahlen Stelle auf dem Kopfe erkennen,
-sonst sind sie schwarz und ähneln Flaumklumpen wie die des grünfüßigen
-Wasserhuhns.
-
-Im Winter findet man Bläßhühner weder auf den Flüssen noch auf Teichen.
-Mit vielen anderen ihresgleichen ziehen sie nach dem Süden in wärmere
-Gegenden und warten dort, bis der Frühling wiederkommt.
-
-[Illustration: Bläßhühner mit Jungen.
-
-II. 6.]
-
-
-
-
-Lektion 8.
-
-Wasserwanzen.
-
-
-Wenn ihr aus der Schule nach Hause kommt und an einem Teich vorbeigeht,
-so könnt ihr ganz sicher sein, eine oder mehrere von den drei
-Wasserwanzen dieser Lektion zu finden, und ich möchte euch empfehlen,
-sie zu beobachten.
-
-Die erste ist ein langes, dünnes, schwarzes Insekt. Es läuft auf der
-Wasseroberfläche hin und sieht aus wie eine Nadel auf Beinen. Es wird
-„Wasserläufer“ genannt. Wenn es auf der Wasseroberfläche dahinrennt,
-sieht es aus, als ob es das Wasser mit seinen Beinen ausmessen wollte.
-
-Der Wasserläufer hat sehr feine Haare unter dem Körper und an den
-Beinen. Die Luft zwischen diesen Haaren verhindert, daß er naß wird,
-und daß er untergeht. Er hat zwei lange Fühler und einen langen dünnen
-Rüssel. Die Beine und der Körper haben eine gelbliche Farbe, und die
-Flügel sind glänzend schwarz.
-
-Wenn man den Wasserläufer beobachtet, wird man sehen, daß er sehr
-schnell über den Teich dahinläuft. Er fängt eine Wasserfliege, hält
-sie in den Vorderklauen und saugt alle Flüssigkeit aus ihrem Körper.
-Obgleich er Flügel hat, fliegt er nicht oft.
-
-Die nächste Wasserwanze ist nicht so dünn. Sie ist ungefähr einen
-Zoll lang und hat einen flachen Körper mit grauen Flügeln. Sie hat
-sehr kurze Fühler, und die Vorderbeine sind dick, stark und mit Klauen
-bewehrt. Deshalb heißt sie „Wasserskorpion“. Sie braucht diese Klauen,
-um die Insekten im Wasser zu ergreifen, die sie mit ihrem scharfen
-Rüssel aussaugt.
-
-[Illustration: ~a.~ Wasserskorpion. ~b.~ Ruderwanze. ~c.~ Wasserläufer.]
-
-Der Wasserskorpion schwimmt sehr langsam unter dem Wasser oder kriecht
-im Schlamme und ist leicht zu fangen. Sehr leicht ist dies, wenn er
-aus dem Wasser heraufkommt, um Luft zu schöpfen. Dies tut er auf
-eine ganz sonderbare Weise. Er hat zwei lange Borsten am Ende des
-Hinterleibs. Wenn er sie zusammenlegt, bilden sie eine Röhre wie einen
-Strohhalm. Er kommt nahe an die Oberfläche, steckt das Ende der Röhre
-in die Luft und zieht dann etwas von dieser in den Körper ein. Die Eier
-des Wasserskorpions kleben auf den Blättern von Wasserpflanzen und
-sehen wie Samenkörner aus.
-
-Die dritte Wasserwanze kennt ihr sicher. Es ist ein kleines Insekt, das
-einem Käfer ähnlich ist, mit sechs Beinen, von denen zwei sehr lang
-sind. Es schwimmt auf dem Rücken und bewegt sich mit diesen beiden
-Beinen fort, als ob es Ruder wären. Deshalb heißt es Rückenschwimmer
-oder Ruderwanze.
-
-Die Ruderwanze hat einen langen Saugrüssel aber man sieht ihn kaum,
-wenn man sie nicht in ein Glas setzt und genau zusieht. Denn da sie auf
-dem Rücken schwimmt, biegt sie den Kopf auf die Brust hinunter, so daß
-der Rüssel zwischen den Beinen liegt.
-
-Die Augen befinden sich an der Seite des Kopfes und sind sehr groß,
-so daß die Ruderwanze nach oben und unten sehen kann. Das ist sehr
-nützlich für sie, denn sie schwimmt zwischen die Kaulquappen und Larven
-und ergreift sie mit den Klauen. Dann sticht sie die Beute mit dem
-scharfen Rüssel an und saugt alle Flüssigkeit aus ihrem weichen Körper.
-Die Ruderwanze schwimmt stets im Wasser oder kriecht im Schlamm. Abends
-kommt sie manchmal an die Wasseroberfläche und fliegt zu einem anderen
-Teiche oder Graben.
-
-Die weibliche Ruderwanze legt kleine, längliche, weiße Eier auf die
-Wasserpflanzen. Man kann sie im März finden, und schon im April sieht
-man die kleinen Wanzen auf dem Rücken schwimmen, gerade wie die Alten.
-
-Wenn man sich etwas Mühe gibt, kann man diese drei verschiedenen
-Wasserwanzen im Netze fangen, sie in ein Glasgefäß setzen und alles
-beobachten, was ich euch erzählt habe.
-
-
-
-
-Lektion 9.
-
-Am Flußufer.
-
-
-Wir wollen eine kurze Strecke am Flußufer hinwandern. Wie hübsch ist es
-da, wenn die Abendsonne durch das Laub der Bäume scheint! Was für eine
-Menge von kleinen Geschöpfen freuen sich ihres Lebens in der Luft und
-im Wasser!
-
-Der kleine blasse Hans, der aus der Stadt gekommen ist, um einen
-freien Tag hier zu verleben, sagt: „Ich möchte, ich könnte auf dem
-Lande leben.“ Wenn er nach seiner Wohnung in der engen Stadtstraße
-zurückkehrt, wo es nur hartes Pflaster gibt und kein grünes Gras, keine
-schattigen Bäume und kein lustig dahinfließendes Wasser, dann wird er
-oft an diesen Spaziergang am Flußufer denken.
-
-[Illustration: Kaulkopf und Eintagsfliegen.]
-
-Sieh jene Fische von ungefähr 7-8 ~cm~ Länge, die unter der Brücke
-hin- und herschwimmen. Sie heißen Kaulköpfe, weil sie einen breiten,
-dicken Kopf haben. Sie haben an jeder Seite des Kopfes einen spitzen
-Wangenstachel, den man fühlen kann, wenn man den Fisch in die Hand
-nimmt. Der Eisvogel weiß das ganz gut; er verschlingt keinen Kaulkopf,
-denn sie würden ihm im Halse stecken bleiben.
-
-Der Kaulkopf lebt unter Steinen und frißt Insekten und die Eier anderer
-Fische. Sieh da! Fritz hat einen gefangen und ihn in das Glas gesteckt.
-Nun kann Hans sehen, was für ein hübsches Auge der Kaulkopf hat, und
-wie schön die roten, grünen, braunen und gelben Farben auf seinen
-Schuppen schillern.
-
-[Illustration: Mücke mit Larve. (Die Linien geben die wirkliche Größe
-an.)]
-
-Wie geschäftig die Fliegen mit den langen Flügeln und den drei
-langen Borsten an dem Hinterleibe sind! Es sind Eintagsfliegen, die
-über dem Wasser hin- und herfliegen. Sie suchen keine Nahrung, denn
-Eintagsfliegen fressen nicht und leben nur kurze Zeit. Aber sie haben
-lange Zeit als Larven unter dem Wasser gelebt wie die Larve der
-Wasserjungfer. Sie legen nur ihre Eier und sterben dann.
-
-Die Mücken, die über jener tiefen, ruhigen Stelle in der Nähe der
-Mühle fliegen, sind ganz anders. Die eine hat mich gerade in die Hand
-gestochen und mir Blut ausgesogen und so weiß ich, daß sie Nahrung zu
-sich nimmt. Aber die Mücken haben auch kein so langes Leben im Wasser
-wie die Eintagsfliegen.
-
-Diese Mücken sind erst vor einigen Wochen ans Licht der Welt gekommen.
-Die weibliche Mücke legt einige klebrige Eier, nicht größer als die
-Spitze einer Stecknadel, auf die Oberfläche des Wassers. Bald kriechen
-aus den Eiern Larven aus, die wie winzige Würmchen aussehen und feine
-Härchen an den Seiten haben. Sie schwimmen im Wasser umher und nähren
-sich von kleinen Stückchen der Wasserpflanzen.
-
-Warum schwimmen sie wohl mit den Köpfen nach unten? Weil sie nur durch
-eine Öffnung am Hinterleib atmen können und deshalb denselben in die
-Luft emporstrecken müssen.
-
-In ungefähr drei Wochen wechselt jede Larve ihre Haut dreimal. Nach der
-vierten Häutung ist die Larve von einer Hülle umgeben, und wenn man
-genauer hinsieht, erkennt man eine vollständige Mücke mit Flügeln im
-Innern der Umhüllung.
-
-Nun muß sie auskriechen, und das ist sehr gefährlich. Denn wenn sie
-dabei ins Wasser fällt, muß sie ertrinken. Darum streckt sie sich
-vorsichtig auf der Oberfläche des Wassers und beginnt den Kopf durch
-einen Schlitz in der Umhüllung zu stecken. Dann kriecht sie langsam
-heraus und steht auf den Fußspitzen auf der leeren Haut, die wie ein
-Boot auf dem Wasser schwimmt. Sie breitet die Flügel aus, und nun ist
-sie endlich in Sicherheit: sie fliegt fort. Manchmal weht der Wind sie
-um, ehe sie ganz auskriechen kann, und dann ertrinkt sie.
-
-Wenn man im Monat Mai einen Eimer Wasser aus einem Teiche holt und ihn
-im Freien hinstellt, kann man vielleicht die Mücke aufwachsen sehen,
-denn es ist sehr wahrscheinlich, daß eine Menge darin sind. Aber man
-muß scharfe Augen haben, da die Larven sehr klein sind.
-
-Und nun geht die Sonne unter, und Vögel, Tiere und Blumen gehen zur
-Ruhe. Bald werden die Nachtschmetterlinge, die Eulen und Fledermäuse
-hervorkommen. Wir müssen nach Hause gehen.
-
-
-
-
-Lektion 10.
-
-Die Familie des Fischotters.
-
-(Siebentes Vollbild.)
-
-
-Gegen fünf Uhr morgens untersuchte Wilhelm, der Sohn des Wildhüters,
-die Fallen, die für Wiesel, Iltisse und anderes Raubzeug gelegt
-waren. Sein Weg führte ihn über eine Brücke, die über den Fluß ging,
-und als er in die Nähe derselben kam, hörte er ein sonderbares Pfeifen.
-
-[Illustration: Fischotter, einen Fisch fressend.
-
-II. 7.]
-
-Nun hatte Wilhelm, der auf dem Lande groß geworden war, ein scharfes
-Ohr für die Stimmen der Tiere. Er wußte, daß dieses Pfeifen von einem
-männlichen oder weiblichen Otter herrührte, der im Flusse mit seinen
-Jungen fischte.
-
-Gerade unter der Brücke, wo das Ufer sehr hoch war, wuchs eine alte
-Weide mit weit über das Wasser hängenden Zweigen. Das Wasser hatte
-das Ufer unter der Weide fortgewaschen, so daß zwischen ihren starken
-Wurzeln ein großes Loch entstanden war.
-
-Wilhelm wußte nun, daß dieses Loch der Bau eines Fischotternpaares war.
-Manchesmal hatten die Otterhunde im Wasser bei diesem Loche gestanden
-und mit aller Kraft gebellt. Aber sie konnten nicht hinein, und die
-Otter waren viel zu vorsichtig, um herauszukommen.
-
-Die Hunde waren jetzt weit fort, und alles war an diesem frühen
-Morgen ganz still. Daher legte sich Wilhelm in das dichte Gras oben
-auf dem Ufer und wartete: Nach einer Weile kam der Otter geräuschlos
-dahergeschwommen, und zwar so, daß nur die Nase aus dem Wasser
-hervorsah.
-
-Die alten Otter schwammen so leise, daß Wilhelm sie gar nicht bemerkt
-haben würde. Aber die Jungen spielten und warfen sich im Wasser umher,
-so daß bald ihre mit braunem Pelze bedeckten Rücken, bald der weiße
-Bauch im Lichte der frühen Morgensonne glänzten, und das Wasser um sie
-her emporspritzte.
-
-Der Fluß war an dieser Stelle sehr breit, und gerade der Weide
-gegenüber war eine kleine Insel. Wilhelm war so gut im hohen Grase
-versteckt, daß die Otter ihn nicht bemerkten. Daher kletterten sie
-nacheinander auf die Insel hinauf. Jeder trug einen Fisch im Maule, den
-sie anfingen zu fressen. Sie begannen dicht hinter dem Kopfe und ließen
-nur ein kleines Stückchen vom Schwanze über.
-
-Während sie fraßen, konnte Wilhelm sie genau beobachten. Sie hatten
-einen langen biegsamen Körper, einen breiten, flachen Kopf, ein kurzes
-breites Maul und eine ebensolche Nase. Die Füße waren mit Schwimmhäuten
-versehen wie bei der Ente, aber jeder Fuß hatte noch scharfe Krallen.
-Die Pelze hatten eine angenehme braune Farbe, aber die langen Haare
-der alten Otter waren grob und sahen nicht so weich aus wie die der
-Jungen. Die Schwänze waren dick und stark und ihnen sehr nützlich beim
-Schwimmen.
-
-Der alte männliche Otter biß wütend auf seinen Fisch ein und warf
-zuweilen den Jungen kleine Stücke hin, die bald mit ihrem kleinen Fisch
-fertig waren. Zuletzt war alles aufgefressen außer den Köpfen und
-Schwänzen. Dann glitt der alte Otter vom Ufer hinab ins Wasser, die
-anderen folgten ihm, und sie begannen wieder zu fischen.
-
-Es gibt jetzt weniger Fischotter als früher in Deutschland. Aber sie
-sind doch an vielen Stellen noch zu finden. Wenn man sie bei ihrem Bau
-beobachten will, so muß man früh am Morgen aufstehen.
-
-
-
-
-Lektion 11.
-
-Blumen für die Ausstellung.
-
-(Achtes Vollbild.)
-
-
-„Wohin gehst du, Grete?“ fragte Peter, als er sie an einem
-Sonnabendnachmittag im Juli im Heckengange traf. „Ich suche nach Blumen
-für die in nächster Woche stattfindende Blumenausstellung“, sagte
-Grete, „ich will sie noch nicht pflücken, ich will bloß nachsehen,
-welche Blumen ich finden kann.“
-
-„Darf ich mitgehen?“
-
-„Ja, wenn du den Mund halten kannst. Ich will eine neue Art von
-Blumenstrauß sammeln, aus Blumen, die im Wasser wachsen.“
-
-„Aber sie werden alle verwelken, wenn du sie in einen Strauß bindest.“
-
-„Ich will auch keinen Strauß daraus machen. Ich werde eine von Vaters
-großen Zinnschüsseln nehmen, die er für das Hundefutter gebraucht, und
-die Pflanzen im Wasser schwimmen lassen.“
-
-So machten sich Peter und Grete also nach ihrem Lieblingsteiche auf den
-Weg.
-
-„Sieh, Peter, ich muß eine von jenen schönen gelben Wasserrosen
-haben mit ihren großen glänzend grünen Blättern und eine von ihren
-sonderbaren Samenkapseln, die zurückbleiben, nachdem die gelben
-Blumenkronblätter abgefallen sind. Ich weiß, daß die Pflanze einen
-dicken Stamm im Schlamm unten im Teiche hat, und die langen Stengel
-wachsen gerade herauf, so daß die Blätter auf der Oberfläche des
-Wassers schwimmen. Kleine Käfer kriechen in die Blüte hinein und holen
-Honig aus dem Innern der gelben Blüte.“
-
-„Dann muß ich einige von jenen weißen Sternen mit dem gelben Punkt in
-der Mitte haben. Sie sehen so hübsch aus zwischen den feinen grünen
-Blättern, die in drei Lappen geteilt sind. Das ist der Wasserhahnenfuß,
-und wenn du etwas davon mit deinem Stock heranholst, so werden wir
-sehen, daß die Pflanze noch andere Blätter unter dem Wasser hat, die in
-feine Streifen gespalten sind wie schmale Grashalme.“
-
-[Illustration: Weiße und gelbe Wasserrose.
-
-II. 8.]
-
-„Warum sollte sie zwei Arten von Blättern haben, Grete?“
-
-„Die eine Art sind die schwimmenden Blätter, die auf dem Wasser liegen.
-Auch die Blüten ragen aus dem Wasser heraus, so daß die Insekten an sie
-herankommen können. Die anderen Blätter sind feiner und breiten sich im
-Wasser aus. Und sieh, Peter, die gelben Linien auf den weißen Blüten
-zeigen gerade nach dem schmalen Ende des Blütenblattes, wo die Insekten
-den Honig finden.“
-
-[Illustration: 1. Wasserlinse. 2., 4. Blüten der Wasserlinse. 3.
-Befestigung der Wurzeln.]
-
-„Dann muß ich noch Wasserlinsen haben. Sie werden die Schüssel so
-hübsch füllen.“
-
-„Aber Wasserlinsen sind nicht hübsch, Grete. Sie bestehen nur aus
-Blättern.“
-
-„Nein, Peter, das ist gerade nicht der Fall. Paul sagte mir neulich,
-daß die Wasserlinse keine wirklichen Blätter hat. Jede Pflanze besteht
-aus einem Stückchen Stengel mit einer dünnen Wurzel, die in das Wasser
-hinabhängt. Sehr kleine Blüten wachsen zuweilen aus einem kleinen
-Spalt an der Seite des Stengels. Ich werde versuchen, einige davon zu
-bekommen. Aber es wird nicht leicht sein, da sie sehr klein sind und
-bloß aus zwei kleinen Staubbeuteln und einem Fruchtknoten bestehen, und
-Wasserlinsen nur auf dem Wasser schwimmen.“
-
-„Dann möchte ich noch den blühenden Fieber- oder Bitterklee haben. Ich
-fürchte, es ist dafür ziemlich spät im Jahre, aber es gibt noch einige
-davon an dem flachen Ende des Teiches. Du mußt nach einer großen Ähre
-rotweißer Blüten ausschauen, die wie Glockenblumen geformt und mit
-weißen Haaren besetzt sind. Ah! da ist eine, deren Knospen sich gerade
-öffnen; sie wird am Mittwoch so weit sein.“
-
-„Nun müssen wir noch eine andere finden. Eine kleine Pflanze, das
-ährige Tausendblatt, die fast ganz unter dem Wasser wächst, außer der
-Ähre mit den zierlichen rötlichen Blüten, die über die Oberfläche
-hervorragt. Sieh die hübschen Blätter an, die sternartig um den Stengel
-stehen und so schön im Wasser ausgebreitet sind. Wenn du die Blüten
-genau ansiehst, so wirst du bemerken, daß die oberen nur Staubbeutel
-und die unteren nur Fruchtknoten tragen. Aber sie sind so klein, daß
-sie nicht leicht zu sehen sind.“
-
-„Nun darf ich keine mehr auswählen, denn ich muß jede Pflanze
-beschreiben, und das wird lange Zeit in Anspruch nehmen.“
-
-
-
-
-Lektion 12.
-
-Gretes Wasserpflanzen.
-
-
-Als der Mittwoch kam, war Gretes Schüssel fertig. Sie hatte sie mit an
-den Teich genommen und unter die Wasserlinsen getaucht. Sie kam ganz
-voll von diesen Wasserpflanzen heraus, die dann von ihr sorgfältig
-ausgelesen wurden, so daß nur die besten zurückblieben. Dann trug sie
-die Schüssel in das Ausstellungszimmer.
-
-Darauf setzte sie die gelbe Wasserrose in die Mitte der Schüssel, so
-daß die Blüte und der Stengel mit der Samenkapsel gerade in die Höhlung
-zwischen den Lappen des großen grünen Blattes paßte. Dann setzte sie
-einige Stengel des Wasserhahnenfußes hier und da ein, so daß die
-hübschen weißen Blüten dicht über der Oberfläche des Wassers standen.
-
-An die Seiten der Wasserrose steckte sie zwei Stengel des blühenden
-Bitterklees. Endlich kamen noch einige Tausendblatt um den Rand der
-Schüssel herum, so daß ihre zierlichen roten Blütenstengel eine hübsche
-Einfassung bildeten.
-
-Dann beschrieb Grete ihre Blumen in der folgenden Weise:
-
-1. Die gelbe Wasserrose wächst im Teiche. Sie hat einen dicken Stengel,
-der tief unten im Schlamm wurzelt. Ich habe ihn einmal gesehen, als der
-Teich gereinigt wurde. Im März sehen wir noch nichts auf der Oberfläche
-des Wassers. Aber im Mai ragen die langen glänzenden Blätter auf langen
-Stengeln über das Wasser heraus. Sie sind herzförmig zugespitzt.
-
-Im Juni kommen die Knospen heraus. Sie sehen aus wie grüne
-gelbgefleckte Knötchen. Aber wenn sie größer werden, öffnen sich
-die fünf äußeren Blätter oder Kelchblätter, und wir sehen, daß sie
-im Innern ganz gelb sind. Dann können wir auch die kleinen inneren
-Blumenkronblätter sehen, die in zwei Reihen angeordnet sind; nach ihnen
-kommen eine Anzahl Staubgefäße, die aus dünnen Fäden mit Staubbeuteln
-an der Spitze bestehen. Gerade in der Mitte ist der Stempel mit den
-Samenanlagen im Fruchtknoten.
-
-Dieser ist wie eine Wasserflasche geformt mit einem runden Kissen auf
-der Spitze und hat eine Anzahl von klebrigen Streifen, die auf dem
-Kissen in Form eines Sterns liegen. In den Blüten findet man oft kleine
-Käfer. Sie fliegen hinein und saugen den Honig von der Rückseite der
-Blumenblätter.
-
-[Illustration: Wasserhahnenfuß mit zwei Arten von Blättern.]
-
-2. Der Wasserhahnenfuß wächst in unserem Teiche und ist mit der
-Sumpfdotterblume nahe verwandt. Er hat fünf äußere grüne Blätter
-oder Kelchblätter. Sie sind gegen den Stiel zurückgeschlagen, wenn
-die Blüte offen ist. Sie fallen oft ab. Die Blüte hat fünf weiße
-Blumenkronblätter, die in der Mitte der Blüte, wo Honigtropfen sitzen,
-mit Gelb gestreift sind. Innerhalb der Blumenkronblätter stehen
-viele Staubgefäße und dann in der Mitte der Blüte eine Anzahl von
-Fruchtknoten, jede mit einem Samen im Innern.
-
-Der Wasserhahnenfuß hat zwei Arten von Blättern. Die Blätter, die auf
-der Oberfläche des Wassers schwimmen, sind flach und bestehen aus drei
-Lappen. Die Blätter unter dem Wasser sind fadenförmig und breiten sich
-nach allen Seiten aus.
-
-3. Es gibt sehr viel Wasserlinsen in unserem Teiche. Jede Pflanze hat
-eine kleine Wurzel im Wasser und am andern Ende eine Art Stamm. Sie hat
-keine Blätter. Die winzigen Blüten kommen manchmal aus einem Schlitz
-an der Seite des Stengels heraus. Die Blüte besteht nur aus zwei
-Staubgefäßen und einem kleinen Fruchtknoten.
-
-[Illustration: Ähriges Tausendblatt.]
-
-4. Der blühende Bitterklee hat jetzt fast ausgeblüht. Er wächst am
-Rande des Teiches und seine Blätter sind dreizählig. Die rötlichen
-Blüten stehen auf kleinen Stielen an einem großen Stengel. Sie sind wie
-eine fünfspitzige Schale gestaltet und tragen viele weiße Haare auf der
-Innenseite.
-
-5. Das Tausendblatt wächst fast ganz unter dem Wasser. Nur die rote
-Blütenähre ragt in die Luft hinein. Die Blüten an der Spitze der
-Ähre haben nur Staubgefäße mit Staubbeuteln. Die unteren haben nur
-Fruchtknoten mit den Samenkapseln. Die Blätter des Tausendblatts sind
-schmal wie Grashalme, aber ganz kurz. Sie stehen um den Stengel wie die
-Speichen eines Rades oder die Strahlen eines Sterns.
-
-Gretes Strauß aus Wasserblumen und ihre Beschreibung gewann den Preis.
-
-[Illustration]
-
-
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-
-Verlag von Hermann Gesenius in Halle (Saale)
-
-Von 8 bis 10 Jahren.
-
-
-Dr. Hartmanns Jungmädchenbücher:
-
- Band 1. =Rotschwanz und Büschelohr=, verfaßt von +Magda Schelling+.
- Gebunden M. 1.20.
-
- Band 2. =Kriemhilds Rosengarten.= Alten Volkssagen nacherzählt von
- +Ilse Treu+. Gebunden M. 1.20.
-
- Band 3. =Walhall.= Alten Volkssagen nacherzählt von +Ilse Treu+.
- Gebunden M. 1.20.
-
- Band 4. =Vogelgesellschaft bei Buchfinks=, verfaßt von +Magda
- Schelling+. Gebunden M. 1.20.
-
- Band 5. =Das Stuttgarter Hutzelmännlein.= +Eduard Mörike+ nacherzählt
- von +Elfriede Kittelmann+. Gebunden M. 1.20.
-
-=Die höheren Mädchenschulen=: Die Bücher wollen dem Mangel an
-gediegenem Lesestoff für Mädchen von 8 bis 10 Jahren abhelfen. Sie
-erfüllen ihren Zweck in jeder Weise aufs beste. Die äußere Ausstattung
-mit dem Buntbild der zwei lesenden Mädchen ist sehr gefällig und
-lockt die Kinder; Papier und Druck sind sehr gut und die Einteilung
-in kurze Geschichten oder Kapitel für dieses Alter sehr glücklich.
-Die Stoffe sind aufs günstigste gewählt. Band 1 und 4 bieten
-Naturwissenschaftliches. Die Erzählungen sind so lebendig, daß man
-fast menschlichen Anteil an dem Schicksal der Tiere und Pflanzen
-nimmt. Dabei lernen die Kinder eine Menge, ohne die Absicht irgendwie
-zu merken. Die Geschichten sind in hohem Maße geeignet, Anteil und
-Liebe an der Natur bei den Kindern zu wecken. In Band 2 und 3 werden
-in ebenso ansprechender Weise altdeutsche und nordische Sagen erzählt.
-Der Heldenkreis um Dietrich von Bern und die Götter Walhalls treten den
-Kindern nahe. In Band 5 wird die allerliebste Erzählung vom Stuttgarter
-Hutzelmännchen nacherzählt. All die krausen Ranken in Stil und
-Erzählweise sind abgeschnitten, die für die Kinder -- und nicht nur für
-diese -- das reizende Märchen so schlimm verwirren, so daß sich alle an
-seinem humorvollen Kern freuen können. Für Schülerinnen-Büchereien sind
-die Bändchen eine wertvolle Bereicherung. Für den Familienkreis haben
-sie noch den Vorzug, daß Knaben sie ebenso gern lesen, und daß sie sich
-vorzüglich zum Vorlesen eignen, so daß sie recht zum Handbuch geeignet
-sind.
-
- J. L.
-
-
-
-
-Verlag von Hermann Gesenius in Halle.
-
-
-Bilder aus dem Aquarium
-
-von
-
-Prof. ~Dr.~ W. Heß.
-
- I. Die wirbellosen Tiere des Meeres. Mit 126 eingedruckten
- Abbildungen. Brosch. M. 2.--, geb. M. 3.--.
-
- II. Die wirbellosen Tiere des Süßwassers. Mit 150 eingedruckten
- Abbildungen. Brosch. M. 2.--, geb. M. 3.--.
-
-
-=Inhalt des ersten Teiles=: Der Hummer -- Granate und Garneele -- Der
-Bernhardkrebs -- Porzellankrebs und Olive -- Die Taschenkrebse -- Die
-Meerheuschrecke -- Flohkrebs und Sandhüpfer -- Der Schwertschwanz
--- Der Meerfloh -- Entenmuschel und Meereichel -- Der Tintenfisch
--- Das Wellhorn -- Die Strandschnecke -- Die Purpurschnecken -- Die
-Napfschnecke -- Die Käferschnecke -- Der Seehase -- Die Doris --
-Die warzige Fadenschnecke -- Die Auster -- Die Kammmuschel -- Die
-Miesmuschel -- Die Seeperlmuschel -- Die Messerscheide -- Der Bohrwurm
--- Die Keulenscheide -- Die Traubenscheide -- Die Goldraupe -- Der
-Sandwurm -- Die Wurmrohre -- Der Spinnenwurm -- Die Seewalze -- Der
-Haarstern -- Der Seestern -- Der Seeigel -- Die Seenelke -- Die
-Ohrenqualle -- Der ästige Röhrenpolyp -- Die Schwämme -- Die Rhizopoden
--- Das Leuchttierchen.
-
-=Inhalt des zweiten Teiles=: Das Süßwasseraquarium -- Die Schwimmkäfer
--- Der Taumelkäfer -- Die Wasserkäfer -- Die Stechmücke -- Die
-Büschel- und Zuckmücke -- Die Waffenfliege -- Die Wasserwanzen --
-Die Wasserläufer -- Die Eintagsfliegen und Afterfrühlingsfliegen --
-Die große Schmaljungfer -- Die Wassernadel -- Die Köcherfliegen und
-Wasserflorfliegen -- Die Wasserspinne -- Der Flußkrebs -- Flohkrebs
-und Wasserassel -- Die Wasserflöhe -- Der krebsartige Kiemenfuß -- Der
-fischförmige Kiemenfuß -- Die gemeine Fischlaus -- Der Muschelkrebs
--- Die Barschlaus -- Die Hüpferlinge -- Die Schlammschnecke und
-Tellerschnecke -- Die lebendig gebärende Sumpfschnecke -- Die Maler-
-und Perlmuschel -- Die Kreismuschel -- Die Rädertiere -- Die Blutegel
--- Der Krebsegel -- Die Fadenwürmer -- Das wunderbare Doppeltier -- Die
-Leberegel -- Der Federbuschwirbler -- Der Keulenträger-Polyp -- Der
-Süßwasserpolyp -- Die Schwämme -- Die Infusorien -- Das Sonnentierchen.
-
-
-
-
-Verlag von Hermann Gesenius in Halle.
-
-
-_Kummer, Paul._
-
-=Deutsche Blumenwelt in Charakterbildern.= Neue Ausgabe. Brosch.
-M. 2.--; geb. M. 2.50.
-
-=Inhalt=: I. Deutsche Frühlingszeichen. 1. Das Schneeglöckchen. 2.
-Das Veilchen. 3. Die Primel. -- II. Im Wald und auf der Heide. 1.
-Der Frühlingswald. 2. Der Schlehdorn. 3. Die Maiblume. 4. Unsere
-Waldbeeren. 5. Zwischen Himmel und Erde. 6. Streifereien im Nadelwald.
--- III. In Feld und Flur 1. Miniaturblumen, 2. Im Blütenschnee. 3.
-Nur ein Feldblumenstrauß. 4. Am Feldrain. 5. Im Wiesengrund. -- IV.
-Auf Bergeshöh. 1. Ein Brockensträußchen. 2. Allerlei Bergkräuter.
-3. Arnika. -- V. Im Reich der Gewässer. 1. Brunnenkresse. 2. Das
-Vergißmeinnicht. 3. Die Königinnen der Gewässer. 4. Die Wassermyrte.
-5. Die kleinsten Blütenpflänzchen. -- VI. In Dorf und Stadt. 1. Die
-Getreuen des Dorfes. 2. Vegetabilische Schlangen. 3. Am Wege. 4. Die
-Straßenflora. 5. Deutsche Gartenblumen. 6. Nachtblüten. VII. Blicke aus
-der Höhe. Blumen und Zahlen.
-
-
-_Kummer, Paul._
-
-=Kryptogamische Charakterbilder.= Mit 220 eingedruckten Abbildungen.
-Zweite Ausgabe. Brosch. M. 3.--; geb. M. 3.50.
-
-=Inhalt=: I. Farne. Lebende Zeugen der Vorwelt. -- II. Moose. Ein
-deutsches Waldgeheimnis. Im grünen Winterpelz. Wiesenmoose. Die Torf-
-und Sumpfmoose. Amoretten im Moosreiche. Moose in Flur und Wald. An
-Stein und Fels. Ein zierlicher Erbfehler. Zwei Komiker der Mooswelt.
-Der kleinste Frühlingsgruß. Ein Ariadnefaden. Allerlei Lebermoose. --
-III. Flechten. Auf dem Boden der Heide. Das sogenannte Renntiermoos.
-Die Alterszierde des Baumes. Ein Segen aus hohem Norden. Eine
-ausschließliche Gebirgsflechte. Im Rosettenschmuck. Lichenologische
-Felsenflora. Eine verwischte Reichsgrenze. Die kleinsten Pokale.
-Seltsame Naturinschriften. -- IV. Algen. Der Auswurf des Meeres.
-Im Reich der Wasserfee. -- V. Pilze. Die Pilze unserer Wälder. Der
-Fliegenpilz. Das Gelbhähnel. Pfennigpilze. Merkwürdige Staubpilze.
-Unterirdische Gewächse. Die Wunder der Schleimpilze. Kleinstes Unkraut.
-Baumschwämme. Was ist Schimmel?
-
-Letzteres Buch wurde in dem Aufsatz „Die Privatlektüre in der
-Präparandenanstalt nach ihrer Stoffauswahl und Einrichtung“ in den
-„Pädagogischen Blättern für Lehrerbildung und Lehrerbildungsanstalten
-1902, Heft 12“ empfohlen.
-
-
-
-
-Verlag von Hermann Gesenius in Halle.
-
-
-Nützliche und schädliche Insekten in Garten und Feld
-
-von =Kuno Lohrenz=.
-
-Mit 250 Abbildungen auf 16 nach der Natur gezeichneten kolor. Tafeln.
-+Anhang+: Gesetz, betreffend die Bekämpfung der Reblaus vom Juli 1904.
-In Pappband gebunden M. 3.50.
-
-=Das Land.= Das Buch wendet sich ganz besonders an den Landmann,
-Gärtner, an Obst- und Gemüsezüchter usw. Es legt in anschaulicher
-Weise dar, welche Art Nutzen viele Insekten bringen, und wie diese zu
-schützen und zu hegen sind, anderseits, welche Schäden und Gefahren der
-Landwirtschaft von den Insekten drohen, und mit welchen Mitteln die
-Gefahren bekämpft und beseitigt werden können. Die bunten Tafeln sind
-in Zeichnung und Farbengebung mit der größten Naturtreue hergestellt
-und stellen die Insekten in ihrer ganzen Entwickelung dar, meist sind
-auch Blatt-, Rinden- oder Fruchtstücke, in denen sich das Insekt
-entwickelt, beigegeben. Wegen seiner hervorragenden Nützlichkeit sollte
-das Buch in keiner ländlichen Fortbildungsschul- und Dorfbibliothek
-fehlen.
-
-
- =Lohrenz=, Kuno, =Nützliche und schädliche Insekten im Walde=. Mit
- 194 Abbildungen auf 16 nach der Natur gezeichneten kolorierten
- Tafeln. In Pappband gebunden M. 3.50.
-
-Aus =Landwirtschaftlicher Wochenschrift f. d. Provinz Sachsen=.
-Besonders günstig und empfehlenswert wirkt das Buch durch die dem Texte
-beigegebenen reichlichen und gut ausgeführten farbig hergestellten
-Tafeln, nach deren Besichtigung ein im Walde gefundenes Insekt leicht
-bestimmt und dann das Erforderliche nachgelesen werden kann. Durch
-den billigen Preis von M. 3,50 ist somit jedermann, der Interesse
-für den Wald und die in ihm lebenden Insekten hat, und der nicht nur
-immer Erträge aus demselben herausnehmen, sondern ihn auch schützen
-und pflegen will, sehr gute Gelegenheit geboten, sich Unterweisung und
-guten Rat zu holen.
-
- _Lorentz, R._, Direktor des Technikums in Stargard i. Meckl., =Rätsel
- im Obstbau=. Praktisch wissenschaftliche Erklärung der natürlichen
- Ursachen früher Tragbarkeit, sowie der künstlichen Mittel zur
- Erzielung derselben, des Nichtwachsens von Veredlungen usw., mit
- besonderer Berücksichtigung des Erwerbs-Obstbaues.
-
- Brosch. M. 1.50, geb. M. 2.20.
-
-Völlig neue Methode, auf wissenschaftlicher Grundlage beruhend,
-praktische Durchführbarkeit erprobt und erwiesen, schnellen und reichen
-Gewinn verheißend.
-
-
- _Stefan, Theodor_, Lehrer, =Obstbaumzucht=. Eine leicht
- verständliche, kurze Anleitung über =Obstbaumpflege=. In steifem
- Umschlag geheftet M. 0.40.
-
-+Mitteilungen über Bienen- und Geflügelzucht, Gartenbau und Fischerei.+
-=Stefans Obstbaumzucht ist ein kleines=, aber sehr gutes Büchlein, das
-jeder, der nur ein Fleckchen Erde sein eigen nennt, sich beschaffen
-sollte. Am Schlusse ist ein Arbeitskalender für die einzelnen Monate
-des Jahres angefügt.
-
-*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK AM TEICH- UND FLUSSUFER ***
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-opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If
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- Am Teich- und Flußufer, by Arabella B. Buckley—A Project Gutenberg eBook
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-<p style='text-align:center; font-size:1.2em; font-weight:bold'>The Project Gutenberg eBook of <span lang='de' xml:lang='de'>Am Teich- und Flußufer</span>, by Arabella B. Buckley</p>
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
-most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms
-of the Project Gutenberg License included with this eBook or online
-at <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>. If you
-are not located in the United States, you will have to check the laws of the
-country where you are located before using this eBook.
-</div>
-</div>
-
-<p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:1em; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Title: <span lang='de' xml:lang='de'>Am Teich- und Flußufer</span></p>
-<p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:0; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Author: Arabella B. Buckley</p>
-<p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:0; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Translators: Fritz Kriete</p>
-<p style='display:block; margin-top:0; margin-bottom:0; margin-left:2em;'>Otto Rabes</p>
-<p style='display:block; text-indent:0; margin:1em 0'>Release Date: December 4, 2022 [eBook #69470]</p>
-<p style='display:block; text-indent:0; margin:1em 0'>Language: German</p>
- <p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:0; margin-left:2em; text-indent:-2em; text-align:left'>Produced by: Peter Becker, Reiner Ruf, and the Online Distributed Proofreading Team at https://www.pgdp.net (The digitized holdings of the Staatsbibliothek zu Berlin are available to all interested parties worldwide free of charge for non-commercial use.)</p>
-<div style='margin-top:2em; margin-bottom:4em'>*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK <span lang='de' xml:lang='de'>AM TEICH- UND FLUSSUFER</span> ***</div>
-
-<div class="transnote mbot3">
-
-<p class="s3 center"><b>Anmerkungen zur Transkription</b></p>
-
-<p class="p0">Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1910
-so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler
-wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr
-verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert;
-fremdsprachliche Ausdrücke wurden nicht korrigiert.</p>
-
-<p class="p0">Die <a href="#anz">Buchanzeigen</a> wurden der
-Übersichtlichkeit halber am Ende des Texts gesammelt dargestellt. Die
-originale Titelseite weist auf ‚16 Illustrationen im Text‘ hin, obwohl
-nur neun vorhanden sind. Dieser Fehler wurde in der vorliegenden
-elektronischen Ausgabe korrigiert.</p>
-
-<p class="p0">Das Original wurde in Frakturschrift gesetzt; Passagen
-in <span class="antiqua">Antiquaschrift</span> werden im vorliegenden
-Text kursiv dargestellt. <span class="nohtml">Abhängig von der im
-jeweiligen Lesegerät installierten Schriftart können die im Original
-<em class="gesperrt">gesperrt</em> gedruckten Passagen gesperrt, in
-serifenloser Schrift, oder aber sowohl serifenlos als auch gesperrt
-erscheinen.</span></p>
-
-</div>
-
-<p class="s1 center mtop3 break-before">Kinderaugen in der Natur</p>
-
-<hr class="r20">
-
-<p class="s3 center padtop1">Zweites Buch</p>
-
-<h1 class="s2">Am Teich- und Flußufer</h1>
-
-<p class="s3 center">Von Arabella B. Buckley (Mrs. Fisher)</p>
-
-<p class="s4 center">Einzige autorisierte Übertragung<br>
-von Oberstudienrat <span class="antiqua">Dr.</span> Fritz
-Kriete in Halle<br>
-und<br>
-Oberstudiendirektor <span class="antiqua">Dr.</span> Otto
-Rabes in Nordhausen</p>
-
-<hr class="r10">
-
-<p class="center">Mit 8 bunten Vollbildern und 9 Illustrationen im Texte</p>
-
-<hr class="r10">
-
-<p class="center">Dritte Auflage (11.–14. Tausend)</p>
-
-<hr class="r20">
-
-<p class="s3 center padtop2">Halle a. S.<br>
-Hermann Gesenius</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_3">[S. 3]</span></p>
-
-<h2 class="nobreak" id="Vorwort">Vorwort.</h2>
-
-</div>
-
-<div class="s4">
-
-<p>Zur Einführung dieser Übersetzung sei hier kurz auf einige uns
-zusagende Eigentümlichkeiten dieser anspruchslosen Hefte hingewiesen,
-die uns veranlaßten, auf die Aufforderung der Verlagsbuchhandlung hin,
-sie ins Deutsche zu übertragen.</p>
-
-<p>Überall ist versucht, Stil und Satzbau so klar und einfach zu
-gestalten, daß nach dieser Seite hin Kindern beim Lesen keine
-Schwierigkeiten erwachsen.</p>
-
-<p>Die behandelten Stoffe aus dem Leben der Tiere und Pflanzen sind gut
-gewählt, dabei interessant — nicht rein beschreibend — gestaltet.</p>
-
-<p>Vielmehr ist jeder einzelne Abschnitt, der stets ein in sich
-abgeschlossenes Ganzes bildet, so durchgeführt, daß er die kleinen
-Leser zu <em class="gesperrt">eigenen</em> Beobachtungen anregt.</p>
-
-<p>Endlich sind die farbenschönen Abbildungen<span class="pagenum" id="Seite_4">[S. 4]</span> einheitlich und naturgetreu
-ausgeführt, so daß auch sie das Interesse der Kinder beleben helfen.
-Überhaupt stand für unsere Erwägungen der Gedanke im Vordergrunde, daß
-diese Bücher geeignet sein könnten, sich im Kampfe gegen die unsere
-Jugend verseuchende Schundliteratur als nützlich zu erweisen.</p>
-
-<p class="right mright1"><b>Kriete.&#8194;Rabes.</b></p>
-
-</div>
-
-<div class="chapter">
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_5">[S. 5]</span></p>
-
-<h2 class="nobreak" id="Inhalt">Inhalt.</h2>
-
-</div>
-
-<table class="toc">
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">Vorwort</div>
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- &#160;
- </td>
- <td class="vat">
- &#160;
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Vorwort">3</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">Lektion</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;1.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Das Leben des Frosches</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_1">7</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;2.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Die Libelle und ihre Gefährten</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_2">10</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;3.</div>
- </td>
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- <div class="left">Tief unten</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_3">14</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;4.</div>
- </td>
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- <div class="left">Das Nest des Stichlings</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_4">18</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;5.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Der Eisvogel</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_5">21</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;6.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Die Wasserratte oder Wasserwühlmaus</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_6">24</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
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- </td>
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- <div class="left">&#8199;7.</div>
- </td>
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- <div class="left">Das grünfüßige Wasserhuhn und das Bläßhuhn</div>
- </td>
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- <div class="right"><a href="#Lektion_7">27</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
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- <div class="left">&#8199;8.</div>
- </td>
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- <div class="left">Wasserwanzen</div>
- </td>
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- </tr>
- <tr>
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- </td>
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- </td>
- </tr>
- <tr>
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- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">10.</div>
- </td>
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- <div class="left">Die Familie des Fischotters</div>
- </td>
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- </td>
- </tr>
- <tr>
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- <div class="center">„</div>
- </td>
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- <div class="left">Blumen für die Ausstellung</div>
- </td>
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- <div class="right"><a href="#Lektion_11">41</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">12.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Gretes Wasserpflanzen</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_12">45</a></div>
- </td>
- </tr>
-</table>
-
-<div class="chapter">
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_7">[S. 7]</span></p>
-
-<p class="s2 center mtop3 break-before">Zweites Buch.<br>
-<b>Am Teich- und Flußufer.</b></p>
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_1">Lektion 1.<br>
-<b>Das Leben des Frosches.</b></h2>
-
-<p class="s5 center mbot2">(<a href="#p101_ill">Erstes Vollbild.</a>)</p>
-
-</div>
-
-<p>Quak, quak, quak lassen sich die Frösche im März hören. Sie machen in
-diesem Monat sehr viel Lärm, weil sie gerade aus ihrem Winterschlafe,
-den sie am Boden des Teiches gehalten haben, erwachen.</p>
-
-<p>Die weiblichen Frösche legen ihre winzigen dunklen Eier ins Wasser.
-Ein solches Ei ist nicht größer als ein Sandkorn. Aber es hat eine
-gallertartige Umhüllung, und diese schwillt und schwillt im Wasser,
-bis sie so groß ist wie eine Erbse. Das Ei bildet dann einen kleinen
-schwarzen Punkt in der Mitte, und die gallertartigen Klumpen kleben
-alle zusammen. Man kann sie fast in jedem Teiche sehen, wo sie vom
-Winde ans Ufer getrieben werden. Bald wird der schwarze Punkt größer.
-An einem Ende wächst ein Kopf, am anderen ein Schwanz. Der Kopf hat
-ein Maul,<span class="pagenum" id="Seite_8">[S. 8]</span> aber noch keine Augen. Der Schwanz ist mit einer Flosse
-versehen, und bald wiegt sich die Kaulquappe in ihrem schleimigen Bette
-hin und her.</p>
-
-<p>Nach einer Woche ungefähr schlängelt sie sich aus der Gallertmasse
-heraus und hängt sich mit dem Maule an eine Wasserpflanze (1). Dann
-wachsen ihr zwei sonderbare Büschel an beiden Seiten des Kopfes. Sie
-entnimmt damit dem Wasser die Luft zum Atmen. Man kann sie deutlich
-sehen, wenn man ein Glas in den Teich taucht und einige Kaulquappen
-fängt.</p>
-
-<p>Um diese Zeit läßt die Kaulquappe die Wasserpflanze los und schwimmt
-umher. An ihrem Maule ist ein scharfer Schnabel gewachsen, den sie
-gebraucht, um Stückchen von den Wasserpflanzen zur Nahrung abzunagen.
-Nun entwickeln sich auch Augen und Nasenlöcher (2). Die Büschel
-schrumpfen zusammen und an ihrer Stelle entstehen unter der Oberfläche
-des Körpers Gebilde, die Fischkiemen ähnlich sehen. Die Kaulquappe
-zieht Wasser durch das Maul ein und stößt es durch eine seitliche
-Öffnung hinter den Kiemen wieder aus. Wenn es durch die Kiemen geht,
-nehmen diese Luft heraus, und so atmet sie.</p>
-
-<p>Bald erscheinen nun zwei kleine Höcker an beiden Seiten des Körpers
-gerade da, wo der Schwanz beginnt. Sie werden größer und größer,<span class="pagenum" id="Seite_9">[S. 9]</span> bis
-endlich zwei Beine herauskommen. Diese Beine werden sehr lang und
-stark, und die Kaulquappe gebraucht dieselben zum Schwimmen. Auch zwei
-Vorderbeine wachsen heran, aber man kann sie nicht sehen, weil sie
-unter der Haut liegen. In einigen Tagen kommen auch sie zum Vorschein
-(3); sie sind kurz und gedrungen.</p>
-
-<p>Unsere Kaulquappe hat nun vier Beine und einen Schwanz. Sie hat
-vier Zehen an den Vorderfüßen und fünf Zehen an den Hinterfüßen;
-zwischen denen der letzteren befindet sich eine Haut. So sind also
-die Hinterfüße mit einer Schwimmhaut versehen, die der Quappe beim
-Schwimmen hilft.</p>
-
-<p>Sie kommt jetzt öfter an die Oberfläche des Wassers und läßt eine
-Luftblase aus dem Maule aufsteigen. Was meint ihr wohl, was geschehen
-ist? Die Öffnung hinter den Kiemen hat sich geschlossen, und an deren
-Stelle sind im Innern zwei Lungensäcke gewachsen. Deshalb kommt sie an
-die Oberfläche, um die Luft mit dem Maule einzuatmen, anstatt sie wie
-bisher aus dem Wasser durch die Kiemen aufzunehmen.</p>
-
-<p>Nun liebt sie es, sich in den Schatten einer Wasserpflanze zu setzen.
-Sie braucht den Schwanz nicht mehr, da sie ganz gut mit den Beinen
-schwimmen kann. Deshalb wird der Schwanz allmählich aufgesogen, um den
-Körper zu ernähren.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_10">[S. 10]</span></p>
-
-<p>Da habt ihr nun den kleinen Frosch (4). Wenn man die Sonne durch die
-Schwimmhaut des Fußes scheinen läßt, so kann man sehen, daß das Tier
-rotes Blut hat. Aber es ist kein warmes Blut wie das unsrige. Der
-Frosch ist immer kalt und schlüpfrig, weil sein Blut langsam fließt.</p>
-
-<p>Er hat jetzt zahlreiche Zähne im Oberkiefer und eine ganz sonderbare
-Zunge. Sie ist vorn am Maule angewachsen, sonst frei beweglich. Die
-sehr klebrige Spitze kann bis in den Schlund zurückgelegt werden. Er
-frißt jetzt keine Pflanzen mehr, sondern Insekten und Larven, die er
-fängt, indem er seine Zunge hervorschnellen läßt und schnell wieder
-zurückzieht.</p>
-
-<p>Der Frosch lebt während des Sommers hauptsächlich auf dem Lande. Wenn
-er nicht von Enten, Ratten oder Schlangen gefressen wird, läßt er sich
-bei Beginn der kalten Witterung auf den Boden des Teiches sinken, um
-dort im Schlamme seinen Winterschlaf zu halten.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_2">Lektion 2.<br>
-<b>Die Libelle und ihre Gefährten.</b></h2>
-
-<p class="s5 center mbot2">(<a href="#p142_ill">Zweites Vollbild.</a>)</p>
-
-</div>
-
-<p>Jedes Landkind sollte sich ein Teichnetz machen, wenn es etwas über
-Wassertiere lernen will. Man<span class="pagenum" id="Seite_11">[S. 11]</span> braucht nur einen Weidenzweig zu
-nehmen und daraus einen Reifen zu binden. Dann macht man einen Sack
-aus Musselin, näht unten einen kleinen Stein hinein und befestigt den
-Sack an dem Reifen. Aus einer Hecke schneidet man sich einen Stock und
-befestigt einen langen Bindfaden daran. Letzteren teilt man am unteren
-Ende und bindet die beiden Teile an den Seiten des Reifens fest. So
-hat man ein Netz, das man hinunterlassen und mit dem man Tiere von dem
-Grunde des Teiches heraufholen kann. Es ist auch gut, eine weithalsige
-Flasche mitzunehmen, in die alles, was man fängt, hineingesteckt wird.
-Ich kenne einen schattigen Teich in der Nähe eines Gutshofes, wo die
-Insekten an hellen sonnigen Tagen sehr geschäftig sind.</p>
-
-<div class="figcenter illowe33" id="p101_ill">
- <img class="w100" src="images/p101_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Frosch und Kaulquappen.</div>
- <div class="caption_left">II. 1.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p101_ill_gross.jpg"
- id="p101_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>In einer Ecke des Teiches schwimmen die kleinen Taumelkäfer umher
-und beschreiben Kreise im Wasser. Ihre glänzenden schwarzen Rücken
-schimmern beinahe grün in der Sonne. Dann und wann springt einer in
-die Höhe, um ein Insekt aus der Luft zu fangen, und ein anderer taucht
-hinab, um eine Larve zu fressen. Taucht euer Netz ins Wasser, bringt
-es schnell unter einen Käfer, hebt ihn heraus und steckt ihn in die
-Flasche, so daß ihr ihn betrachten könnt.</p>
-
-<p>Man könnte meinen, daß er vier Augen hat, denn jedes seiner beiden
-Augen ist in zwei Teile<span class="pagenum" id="Seite_12">[S. 12]</span> geteilt. Die eine Hälfte ist nach oben in
-die Luft gerichtet, die andere nach unten ins Wasser. Während er
-umherschwimmt, kann er also die Fliegen in der Luft und die Larven im
-Wasser sehen.</p>
-
-<p>Mücken schweben über dem Teiche hin und her, und außerdem sehen wir ein
-Gewimmel von jenen Fliegen mit so feinen, durchsichtigen Flügeln, daß
-sie fast wie Gaze aussehen. Sie heißen Eintagsfliegen. Und jetzt erhebt
-sich ein weit prächtigeres Insekt, 7,5 <span class="antiqua">cm</span> lang mit vier großen
-Gazeflügeln, aus den Binsen und fliegt über den Teich.</p>
-
-<p>Alle Kinder kennen wohl die Libelle oder Wasserjungfer. Ihre reizenden
-Flügel haben Längs- und Queradern, die zum Teil mit Luft gefüllt sind
-und zum Atmen dienen, und schillern in der Sonne in roten, blauen und
-grünen Farben. Sie hat einen langen Hinterleib, eine dicke Brust mit
-sechs Beinen und einen runden Kopf mit sehr großen Augen.</p>
-
-<p>Jedes Auge hat mehr als zehntausend winzige Fenster, so daß sie
-nach oben und unten, nach rechts und links sehen kann, während sie
-dahinschießt und die Schmetterlinge und Motten, die ihr in den Weg
-kommen, fängt. Zuweilen setzt sie sich auf eine Pflanze oder einen
-Busch am Ufer und ruht, bis sie ihren Flug wieder aufnimmt.</p>
-
-<p>Wenn man im April öfter zu einem Teich geht, wo sich Libellen finden,
-kann man vielleicht beobachten,<span class="pagenum" id="Seite_13">[S. 13]</span> wie sie ihr Leben in der Luft beginnt.
-Dies geschieht folgendermaßen.</p>
-
-<p>Aus dem Wasser heraus kriecht ein großes Insekt auf den Stengel einer
-Pflanze. Es hat einen Körper mit sechs Beinen, der ebenso groß ist wie
-derjenige der Libelle. Aber es hat ein seltsames, schläfriges Aussehen,
-und an Stelle der Flügel sehen wir nur zwei kurze Stümpfe.</p>
-
-<div class="figcenter illowe30" id="p130_ill">
- <img class="w100" src="images/p130_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption"><span class="antiqua">a.</span> Fressende Libellenlarve.<br>
- <span class="antiqua">b.</span> Libelle aus der Larvenhaut kriechend.</div>
-</div>
-
-<p>Langsam kriecht es am Stengel hinauf aus<span class="pagenum" id="Seite_14">[S. 14]</span> dem Wasser in die Luft. Dann
-ereignet sich etwas Seltsames. Die Haut auf dem Rücken zerreißt, und
-eine wirkliche Libelle kommt heraus.</p>
-
-<p>Zuerst erscheint der Kopf, dann der Körper mit seinen sechs Beinen und
-vier weichen runzeligen Flügeln und endlich der Hinterleib. Die Libelle
-kann noch nicht fliegen. Sie sitzt neben ihrer alten leeren Haut und
-streckt ihre Flügel langsam der Sonne entgegen. In einigen Stunden sind
-sie lang, stark und fest. Dann ist sie fähig, über den Teich zu fliegen
-und zu fressen.</p>
-
-<p>So kommt die Libelle in die Luft hinauf. Ihre Larve wird man nicht so
-leicht unter dem Wasser finden, aber wir wollen es in der nächsten
-Woche mit unserem Netz versuchen. Heute haben wir so viel auf der
-Oberfläche des Teiches gesehen, daß wir keine Zeit hatten, unten im
-Schlamme zu fischen.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_3">Lektion 3.<br>
-<b>Tief unten.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Heute wollen wir unser Netz gebrauchen. Halte den Stock recht fest und
-wirf das Netz in den Teich, wie ein Fischer die Angelfliege auswirft.
-Der Stein wird das Netz langsam zum Sinken bringen. Wenn man es nun
-vorsichtig durch den Schlamm und die Wasserpflanzen zieht, wird man
-sicher etwas fangen.</p>
-
-<div class="figcenter illowe33" id="p142_ill">
- <img class="w100" src="images/p142_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Libelle, am Igelkolben.</div>
- <div class="caption_left">II. 2.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p142_ill_gross.jpg"
- id="p142_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_15">[S. 15]</span></p>
-
-<p>Bringe dann das Netz ans Land, leere es auf dem Grase aus und
-setze alles, was du findest, in das klare Wasser der Flasche. Man
-findet vielleicht einen kleinen Fisch, einige Kaulquappen oder
-Wasserschnecken. Es ist auch wohl eins von den sonderbaren Geschöpfen
-darin, die auf <a href="#p130_ill">Seite 13, Fig. <span class="antiqua">a</span></a> abgebildet sind. Ihr werdet
-gewiß nicht glauben, daß dies die Larve der Libelle ist. Aber es ist
-doch so. Es ist ein langes Insekt, das aus lauter Ringen besteht, sechs
-Beine besitzt und Augen, die denen der Libelle gleichen. Es hat keine
-Flügel; eine sonderbare Art von Arm, mit Zangen am Ende, kommt unter
-der Unterlippe hervor.</p>
-
-<p>Dieser Arm ist tatsächlich ein Teil der Unterlippe. Er wird Fangmaske
-genannt und besitzt Gelenke, so daß er unter die Unterlippe und
-zwischen die Beine zurückgeschlagen werden kann. Wenn die Larve nun
-Nahrung nötig hat, wartet sie ruhig im Schlamm, bis ein Käfer oder eine
-Wasserwanze vorbeikommt. Dann schnellt die Maske hervor und hält die
-Beute mit den Zangen fest.</p>
-
-<p>Nun betrachte den Hinterleib, der entweder spitz oder in drei
-lappenförmige Anhängsel ausläuft. Durch die Öffnung am Leibesende läuft
-Wasser in diesen und die darin enthaltene Luft dient zum Atmen. Jenes
-wird wieder ausgestoßen, durch den dadurch erzeugten Stoß bewegt sich
-die Larve fort.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_16">[S. 16]</span></p>
-
-<p>Diese Libellenlarve lebt zwei Jahre lang unten im Teich. Sie wechselt
-mehrere Male die Haut, und es wachsen ihr ein paar Flügelstümpfe. Dann
-kriecht sie an einem Stengel hinauf, wie wir in der letzten Lektion
-sahen, und wird eine Libelle.</p>
-
-<p>Aber was ist dies hier in unserem Netz? Zuerst könnte man denken, es
-wäre ein Stückchen Holz oder Schlamm mit kleinen Steinen darin, oder
-ein paar verfilzte Grashalme. Und so ist es auch. Aber im Innern sitzt
-etwas Lebendiges. Wenn man aufmerksam zusieht, so wird man bemerken,
-daß ein Insekt den vorderen Körperteil mit sechs Beinen herausstreckt.</p>
-
-<div class="figcenter illowe50" id="p160_ill">
- <img class="w100" src="images/p160_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Köcherfliegen und ihre Larven.</div>
-</div>
-
-<p>Es ist ein weiches kleines Geschöpf, die Larve der Köcherfliege. Wenn
-man die Stückchen Gras<span class="pagenum" id="Seite_17">[S. 17]</span> oder die kleinen Steinchen usw. wegnimmt, so
-findet man die weiche Larve im Innern. Sie hat sechs Beine und eine
-Anzahl von kleinen Büscheln an den Seiten des Körpers. Damit atmet sie,
-ebenso wie die Kaulquappe mit den Kiemen.</p>
-
-<p>Man kann oft diese Larven der Köcherfliegen auf dem Grunde der
-Bäche kriechen sehen, wo sie wie kleine sich bewegende Bündel von
-Holzstückchen oder von Steinen erscheinen. Man kann sie aufnehmen, ohne
-ein Netz zu gebrauchen. Sie bauen diese Gehäuse um sich herum, um ihre
-weichen Körper zu schützen, die von Fischen gern gefressen werden.</p>
-
-<p>Allmählich verwandeln sie sich in kleine gelbbraune Insekten, die wie
-Motten aussehen. Am Abend fliegen sie über dem Wasser auf und ab. Wir
-haben sie nicht mit den Eintagsfliegen und Mücken zusammengesehen, weil
-sie den Sonnenschein nicht lieben.</p>
-
-<p>Ihr werdet wahrscheinlich noch viele kleine Wasserlarven mit eurem Netz
-herausfischen. Aber ihr müßt sorgfältig aufpassen, denn sie sind sehr
-klein. Einige von ihnen haben kleine Büschel an den Seiten. Dies sind
-die Larven der Mücken und Eintagsfliegen, die über dem Teiche fliegen.
-Sie alle leben einige Zeit im Wasser. Wenn letztere aber in die Luft
-herauskommen, leben sie nur noch kurze Zeit.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_18">[S. 18]</span></p>
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_4">Lektion 4.<br>
-<b>Das Nest des Stichlings.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Es war ein lieblicher Frühlingstag. Die Sonne schien hell auf das
-frische Grün des Grases, und die Büsche an den Ufern des Flusses waren
-mit jungen Blättern bedeckt.</p>
-
-<p>In einer Ausbuchtung des Flusses baute ein kleiner Fisch sein Nest.
-Es war ein Stichling. Er war nicht länger als 5 <span class="antiqua">cm</span>. Auf seinem
-Rücken standen drei Flossenstacheln empor. Knaben fangen diesen Fisch
-oft, halten ihn in Flaschen oder verkaufen ihn an Leute, die ein
-Aquarium haben.</p>
-
-<p>Es war interessant, ihn zu beobachten, wie er im Schatten der Büsche
-bei der Arbeit war. Er brachte Stückchen von Wurzelfasern und feines
-Gras herbei und machte daraus ein kleines Gewebe in Form einer Schüssel
-am Boden des Flusses. Dann schleppte er andere Stücke herbei und klebte
-sie mit Speichel zusammen. Auf diese Weise baute er Seiten und ein
-rundes Dach. Als das Nest fertig war, hatte es die Größe einer dicken
-Stachelbeere.</p>
-
-<p>Es lag ungefähr 15 <span class="antiqua">cm</span> unter dem Wasserspiegel und war an zwei
-Seiten offen. Wenn der Stichling den Kopf am einen Ende heraussteckte,
-so sah der Schwanz am anderen hervor. Aber er hatte es auch nicht
-gebaut, um darin zu wohnen.<span class="pagenum" id="Seite_19">[S. 19]</span> Er brauchte es für die Eier.</p>
-
-<div class="figcenter illowe30" id="p190_ill">
- <img class="w100" src="images/p190_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Stichlinge und ihr Nest.</div>
-</div>
-
-<p>Es war ein hübscher kleiner Fisch mit glänzendem Rücken und
-leuchtendrotem Bauch. Seine Augen waren bläulich-grün und glänzten wie
-Juwelen.</p>
-
-<p>Als das Nest fertig war, schwamm er fort, um eine Gefährtin zu suchen.
-Er kam bald mit einer solchen zurück, einem kleinen Fisch,<span class="pagenum" id="Seite_20">[S. 20]</span> der nicht
-so glänzend war wie er. Er spielte mit dem Weibchen, trieb es vor sich
-her und schmeichelte ihm, bis es zuletzt in das eine Loch des Nestes
-hineinschwamm und nach einer Weile am anderen Ende wieder herauskam.</p>
-
-<p>Das Weibchen hatte eine Anzahl kleiner gelber Eier in das Nest gelegt.
-Dann schwamm es fort und kümmerte sich nicht mehr darum.</p>
-
-<p>Der männliche Stichling schwamm nun in das Nest hinein und übernahm die
-Sorge für die Eier. Ein Ei war nicht größer als ein Mohnsamen, und das
-ganze Bündel war sehr klein. Er schüttelte das Nest auf und stieß die
-Eier in eine versteckte, sichere Ecke. Dann schwamm er vor dem Neste
-herum und bewegte lebhaft seine Brustflossen und erneuerte dadurch
-beständig die Atemluft in der Umgebung der Eier.</p>
-
-<p>Manchmal schwamm er in das Nest hinein und brachte schmutzigen Sand im
-Maule heraus. Man sieht, er wollte das Nest rein halten.</p>
-
-<p>Dies setzte er drei Wochen lang fort, bis die Brut ausgekrochen war.
-Eine Anzahl winziger Fischchen entschlüpfte den Eiern. Sie waren so
-klein und durchsichtig, daß man es nicht für möglich gehalten hätte,
-daß ein anderer Fisch sie sehen konnte. Aber der Stichling wußte
-es besser. Es gab eine Menge hungriger Fische, die der zarten Brut
-aufpaßten, um sie zu fressen. Die kleinen Fischlein<span class="pagenum" id="Seite_21">[S. 21]</span> waren sehr schwach
-und hatten noch dazu einen Dottersack unter ihrem Körper zu tragen, dem
-sie so lange Nahrung entnahmen, bis sie fressen konnten.</p>
-
-<p>So richtete denn der tapfere kleine Stichling seine drei
-Flossenstacheln in die Höhe und schoß zornig auf die Fische los, die
-nach seinen Kleinen schnappten. Er packte sie bei den Flossen, schlug
-nach ihren Augen und trieb sie in die Flucht.</p>
-
-<p>Dann machte er ein kleines rundes Loch im Sande auf dem Grunde des
-Flusses, sammelte die kleinen Stichlinge darin und bewachte sie.
-Selbst nachdem ihre Rückenstacheln gewachsen waren, und sie schon
-dreist umherschwammen, folgte er ihnen in den Fluß hinaus, um sie zu
-beschützen.</p>
-
-<p>Man kann viele Nester von Stichlingen in Flüssen und Teichen finden,
-wenn man aufmerksam danach sucht. Man kann auch gefangene Stichlinge
-mit einer reichlichen Menge von Wasserpflanzen und Futter in ein
-kleines Aquarium setzen und wird dann sehen, wie sie ihr Nest bauen,
-und was für ein guter Vater ein Stichling ist.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_5">Lektion 5.<br>
-<b>Der Eisvogel.</b></h2>
-
-<p class="s5 center mbot2">(<a href="#p221_ill">Drittes Vollbild.</a>)</p>
-
-</div>
-
-<p>Still! Macht kein Geräusch! Da sitzt ein Eisvogel auf dem Zweige
-eines Weidenbaumes, der<span class="pagenum" id="Seite_22">[S. 22]</span> über den Fluß hinüberhängt. Wenn wir ihn
-erschrecken, wird er fortfliegen, und wir werden ihn nicht wiedersehen.</p>
-
-<p>Wie hübsch er sich aus dem Hintergrunde der grauen Blätter abhebt. Mit
-seinem langen Schnabel und stumpfen Schwanz ist er nicht viel größer
-als ein Sperling; er scheint alle Farben des Regenbogens an sich zu
-tragen.</p>
-
-<p>Er hat einen blauen Streifen auf dem Rücken, Kopf und Flügel sind
-meergrün, mit blauen Flecken auf den Spitzen der Federn. Der Schnabel
-ist schwarz, Hals und Kehle sind weiß. Am Auge hat er einen von weichen
-weißen Federn umgebenen roten Streifen, und die Brust ist rostrot.
-Selbst die Füße sind rot und sehen auf dem dunklen Zweige ganz bunt aus.</p>
-
-<p>Er sieht in die ruhige, tiefe Stelle des Flußes unter der Weide
-hinunter und beobachtet die dort schwimmenden Fische. Da! jetzt schießt
-er hinab! Nun ist er wieder oben und trägt etwas im Schnabel. Es ist
-ein kleiner Weißfisch. Er schlägt ihn mit dem Kopfe gegen den Zweig und
-schlingt ihn hinunter, mit dem Kopfe voran.</p>
-
-<div class="figcenter illowe34" id="p221_ill">
- <img class="w100" src="images/p221_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Eisvögel, unten das Männchen fischend.</div>
- <div class="caption_left">II. 3.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p221_ill_gross.jpg"
- id="p221_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>Er fängt mehrere Fische in derselben Weise. Während er den letzten
-frißt, kommt ein anderer Eisvogel und setzt sich neben ihn. Es ist sein
-Weibchen, das in einiger Entfernung gefischt hat.<span class="pagenum" id="Seite_23">[S. 23]</span> Es ist nicht ganz
-so bunt wie das Männchen und hat einen kleinen roten Fleck unter der
-Kehle.</p>
-
-<p>Nun fliegen sie fort und stoßen im Fluge einen scharfen Schrei aus,
-der wie „Tit-tit-tit“ klingt. Sie leben in den Büschen und Bäumen am
-Flußufer. Denn man muß nicht denken, daß Vögel immer in Nestern wohnen.
-Das Nest ist nur eine Wiege für ihre Eier und die Kleinen. Sobald sie
-fliegen können, verlassen es die jungen Vögel mit den Alten und wohnen
-in keinem Neste mehr, bis sie eins für ihre eigenen Eier bauen.</p>
-
-<p>Da man das Nest eines Eisvogels nicht leicht findet, so will ich euch
-etwas davon erzählen. Wenn das Weibchen Eier legen will, höhlen die
-Eisvögel eine Röhre mit einem Kessel am Ende in dem steilen Ufer aus
-und schießen, wenn das Nest fertig ist, so schnell hinein, daß man
-nicht sehen kann, wo sie geblieben sind.</p>
-
-<p>Aber wenn man wüßte, wo es wäre und es von oben her aufgraben könnte,
-so würde man einen behaglichen Raum finden, ungefähr einen halben
-Fuß im Quadrat. Den Boden desselben haben die alten Eisvögel mit
-Fischgräten ausgepolstert. Sie bilden einen hübschen durchbrochenen
-Fußboden, durch den das Wasser ablaufen kann.</p>
-
-<p>Auf dem Boden liegen einige glänzend weiße Eier. Gewöhnlich legt das
-Weibchen sieben. Und<span class="pagenum" id="Seite_24">[S. 24]</span> bald sind sieben kleine Eisvögel in dem Neste,
-von denen jeder die hübschen Farben hat, von denen ich euch erzählt
-habe. Der einzige Unterschied zwischen ihnen und den alten Vögeln ist
-der, daß ihre Schnäbel kürzer sind.</p>
-
-<p>Wenn es schwer ist, das Nest eines Eisvogels zu finden, so wird man
-doch häufiger junge Vögel auf dem Flusse sehen. Ich ging einmal mit
-einem Freunde zum Angeln, und während seine Angelrute über dem Wasser
-hing, flogen plötzlich zwei junge Eisvögel auf und setzten sich darauf.
-Sie ruhten einen Augenblick und flogen dann weiter. Dasselbe Schauspiel
-wiederholte sich noch einmal. Es waren augenscheinlich junge Vögel, die
-gerade aus dem Neste kamen und noch nicht weit fliegen konnten.</p>
-
-<p>Die Eisvögel sind die buntesten Vögel, die man auf dem Flusse sehen
-kann. Sie sehen so hübsch aus, wenn sie zwischen den grünen Blättern
-über dem Wasser hin und her fliegen, daß man sie immer gern wieder
-sieht, wenn man sie einmal beobachtet hat.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_6">Lektion 6.<br>
-<b>Die Wasserratte oder Wasserwühlmaus.</b></h2>
-
-<p class="s5 center mbot2">(<a href="#p262_ill">Viertes Vollbild.</a>)</p>
-
-</div>
-
-<p>Habt ihr jemals eine Wasserratte gesehen? Ich meine nicht eine
-Landratte, die im Wasser schwimmt,<span class="pagenum" id="Seite_25">[S. 25]</span> sondern eine Wasserratte oder
-Wasserwühlmaus, wie sie genannt werden sollte, denn sie ist keine
-wirkliche Ratte. Ich beobachtete einmal eine solche unbemerkt. Was
-glaubt ihr, was sie machte? Sie saß auf den Hinterbeinen und hielt in
-den Vorderpfoten ein Blatt von der gelbblühenden Schwertlilie, die so
-dicht am Flußufer wächst. Es war das Stück des Blattes, das nahe an der
-Wurzel wächst und dick und saftig ist. Sie nagte so eifrig daran, daß
-sie mich zuerst gar nicht sah.</p>
-
-<p>Es war ein tüchtiger kleiner Bursche, nicht ganz so groß wie eine
-Ratte. Sie nährt sich von Pflanzen. Wenn sie keine Blätter der gelben
-Schwertlilie bekommen kann, frißt sie Wasserlinsen oder selbst die
-Rinde junger Weiden. Ich konnte sehen, daß sie einen kurzen, dicken
-Hals und einen runden Kopf mit kurzer Schnauze hatte. Die Augen waren
-klein und die Ohren so dicht mit Pelz bedeckt, daß man sie kaum sehen
-konnte. Der runde Schwanz war nicht sehr lang und mit kurzen Haaren
-bedeckt.</p>
-
-<p>Ich setzte mich in der Nähe still ans Ufer. Sofort blickte sie sich um
-und sah mich. Aber da ich mich nicht rührte, dachte sie vielleicht, daß
-ich nichts Lebendiges wäre und kaute an ihrem Blatte weiter.</p>
-
-<p>Endlich berührte ich mit dem Fuße ein welkes<span class="pagenum" id="Seite_26">[S. 26]</span> Blatt. Ihre Ohren waren
-sehr scharf. Sie wandte ihre kleinen hellen Augen auf mich, und in
-einem Augenblick war sie im Wasser und schwamm fort. Ich kam zu spät,
-um sie in ihr Loch schlüpfen zu sehen, aber ich fand ein anderes, nicht
-weit von den Schwertlilien, dicht unter dem Wasser.</p>
-
-<p>Ich wußte, daß ich den Bau nicht finden würde, denn die Wasserratten
-graben sehr lange Gänge. Ich ging mehrere Tage an dieselbe Stelle und
-nahm etwas Brot mit, das ich dort ließ. Endlich eines Tages, als ich
-wartend da saß, kam mein kleiner Freund heraus und fraß das Brot. Dann
-trafen wir uns öfters, und das Tier wurde ganz zahm. Aber ich mußte
-sehr vorsichtig sein. Die geringste Kleinigkeit erschreckte es, und
-plumps sprang es ins Wasser.</p>
-
-<p>Wenn man am Abend oder am frühen Morgen, wenn alles ganz ruhig ist,
-an einen Teich oder Fluß geht, so kann man manchmal eine Wasserratte
-im Wasser schwimmen oder am Ufer fressen sehen. Sie hat scharfe gelbe
-Zähne. Die unteren sind groß und zeigen sich deutlich über der kurzen
-Unterlippe.</p>
-
-<div class="figcenter illowe34" id="p262_ill">
- <img class="w100" src="images/p262_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Wasser-Wühlmaus (Wasserratte).</div>
- <div class="caption_left">II. 4.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p262_ill_gross.jpg"
- id="p262_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<div class="figcenter illowe33" id="p263_ill">
- <img class="w100" src="images/p263_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Grünfüßige Wasserhühner mit Jungen.</div>
- <div class="caption_left">II. 5.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p263_ill_gross.jpg"
- id="p263_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>Die jungen Wasserratten sind sehr niedliche kleine Geschöpfe. Sie
-werden in einem Neste geboren, das die Alten aus trockenem Grase in dem
-Bau angelegt haben. Wenn sie herauskommen,<span class="pagenum" id="Seite_27">[S. 27]</span> schwimmen sie mit den
-Alten umher und fressen Wasserlinsen.</p>
-
-<p>Aber obgleich die Wasserratte meistens im Wasser lebt, kommt sie doch
-zuweilen ans Land, um ihren Wintervorrat einzusammeln. Sie ist oft dem
-Landmann sehr lästig, denn sie liebt Mohrrüben und Kartoffeln und kommt
-am Abend auf die Felder, um von diesen Früchten zu fressen und einen
-Teil derselben nach ihrem Bau zu tragen.</p>
-
-<p>Ein Landmann grub einmal den Bau einer Wasserratte auf und fand darin
-fast fünf Liter Stücken von Kartoffeln und Rüben.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_7">Lektion 7.<br>
-<b>Das grünfüßige Wasserhuhn und das Bläßhuhn.</b></h2>
-
-<p class="s5 center mbot2">(<a href="#p263_ill">Fünftes</a> und
-<a href="#p302_ill">sechstes Vollbild</a>.)</p>
-
-</div>
-
-<p>Wenn euer Weg zur Schule an einem Flusse entlang führt, wo Bäume das
-Wasser überschatten, so werdet ihr wahrscheinlich schon ein Wasserhuhn
-und seine Jungen gesehen haben. Vielleicht wißt ihr auch, wo das Nest
-ist, das gewöhnlich zwischen Binsen oder Schilf steht oder sich auf
-einem Baumzweige befindet, der über dem Wasser hängt.</p>
-
-<p>Das Nest besteht aus trockenen Binsen, und obwohl es ganz dicht am
-Wasser liegt, ist es trocken<span class="pagenum" id="Seite_28">[S. 28]</span> und warm. Beim Baden kann man wohl
-hineinsehen. Man wird gegen acht blaßgraue Eier mit rotbraunen Flecken
-finden. Die Eier sind auch vielleicht schon ausgebrütet, und dann sind
-die jungen Vögel mit der Mutter in den Binsen verborgen. Sie sehen aus
-wie kleine schwarze Flaumklumpen mit einem roten Fleck auf dem Kopfe
-und weißen Federschwänzen, und sie können laufen und schwimmen, sobald
-sie ausgebrütet sind. Während der ganzen Zeit, wo ihr in der Nähe seid,
-wird die Mutter rufen „kruck, kruck“, um euch fortzutreiben.</p>
-
-<p>Das Wasserhuhn ist ein schwarzer Vogel mit einer hellroten Stirn und
-gelbem Schnabel. Am Rande der Flügel und unter dem Schwanze hat es
-weiße Federn. Wenn es im Wasser ist, schnellt es fortwährend den Kopf
-nach unten, so daß man die weißen Federn sieht und selbst die grünen
-Beine mit den roten Bändern.</p>
-
-<p>Sehr bald nachdem die Jungen ausgebrütet sind, schlüpfen sie aus dem
-Neste und schwimmen um die Mutter herum. Wenn man ganz still in den
-Büschen liegt, kann man sie vielleicht ans Ufer kommen sehen, um Würmer
-oder Schnecken zu fressen. Dann kann man beobachten, daß die Füße nicht
-mit Schwimmhäuten versehen sind wie bei der Ente, sondern daß alle vier
-Zehen frei sind.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_29">[S. 29]</span></p>
-
-<p>Aber wenn man das geringste Geräusch macht, so stößt die Mutter einen
-Schrei aus, der wie „krek, krek“ klingt, und alle tauchen ins Wasser
-und schwimmen zu einer sicheren Stelle in den Binsen. Sie kehren nicht
-zum Neste zurück und selbst, wenn man mit einem Stocke in die Binsen
-schlägt, rühren sie sich nicht. Sie wissen, daß sie in ihrem Verstecke
-sicher sind.</p>
-
-<p>Dieser Vogel wird oft Moorhuhn genannt, weil er sich auch bisweilen auf
-dem Moore findet. Aber Wasserhuhn ist der bessere Name.</p>
-
-<p>Wenn nun ein größerer See irgendwo in der Nähe ist, kann man das
-Wasserhuhn dort finden und daneben noch einen anderen Vogel, den man
-anfangs für ein solches halten kann, denn er taucht in ganz derselben
-Weise. Aber wenn man ihn genauer betrachtet, wird man erkennen, daß
-dieser zweite Vogel keine rote Stirn, sondern einen großen kahlen Fleck
-auf dem Kopfe hat, und daß er größer ist als das Wasserhuhn.</p>
-
-<p>Dieser Vogel heißt Bläßhuhn wegen des weißen Streifens auf der Stirn.
-Wenn man ihn am Ufer beobachtet, wie er Samen oder Insekten frißt,
-so kann man sehen, daß die drei Vorderzehen von einer faltigen Haut
-umgeben sind, doch hängen sie nicht zusammen.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_30">[S. 30]</span></p>
-
-<p>Aber das Bläßhuhn ist nicht leicht zu beobachten; denn es ist sehr
-scheu. Es fliegt weg oder taucht unter das Wasser, ehe man in seine
-Nähe kommen kann. Es hat scharfe Krallen, die ihm beim Klettern helfen,
-und mit denen es den verletzt, der es zu fangen versucht.</p>
-
-<p>Das Bläßhuhn baut sein Nest in die Schwertlilien oder das Schilf und
-zwar so, daß es fast das Wasser berührt. Manchmal ertrinken die Jungen,
-wenn ein Hochwasser kommt.</p>
-
-<p>Wenn ein Boot in die Nähe des Nestes kommt, so schlüpft das Bläßhuhn in
-das Schilf und ruft „käck, käck, käck“, um den Nahenden fortzulocken.
-Wenn man das Nest aber doch entdeckt, wird man ungefähr zehn Eier darin
-finden. Sie sehen den Eiern des Wasserhuhns ähnlich, sind aber größer
-und haben dunklere und kleinere Flecken. Wenn die Eier ausgebrütet
-sind, kann man die Jungen an der kahlen Stelle auf dem Kopfe erkennen,
-sonst sind sie schwarz und ähneln Flaumklumpen wie die des grünfüßigen
-Wasserhuhns.</p>
-
-<p>Im Winter findet man Bläßhühner weder auf den Flüssen noch auf Teichen.
-Mit vielen anderen ihresgleichen ziehen sie nach dem Süden in wärmere
-Gegenden und warten dort, bis der Frühling wiederkommt.</p>
-
-<div class="figcenter illowe33" id="p302_ill">
- <img class="w100" src="images/p302_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Bläßhühner mit Jungen.</div>
- <div class="caption_left">II. 6.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p302_ill_gross.jpg"
- id="p302_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<div class="chapter">
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_31">[S. 31]</span></p>
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_8">Lektion 8.<br>
-<b>Wasserwanzen.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Wenn ihr aus der Schule nach Hause kommt und an einem Teich vorbeigeht,
-so könnt ihr ganz sicher sein, eine oder mehrere von den drei
-Wasserwanzen dieser Lektion zu finden, und ich möchte euch empfehlen,
-sie zu beobachten.</p>
-
-<p>Die erste ist ein langes, dünnes, schwarzes Insekt. Es läuft auf der
-Wasseroberfläche hin und sieht aus wie eine Nadel auf Beinen. Es wird
-„Wasserläufer“ genannt. Wenn es auf der Wasseroberfläche dahinrennt,
-sieht es aus, als ob es das Wasser mit seinen Beinen ausmessen wollte.</p>
-
-<p>Der Wasserläufer hat sehr feine Haare unter dem Körper und an den
-Beinen. Die Luft zwischen diesen Haaren verhindert, daß er naß wird,
-und daß er untergeht. Er hat zwei lange Fühler und einen langen dünnen
-Rüssel. Die Beine und der Körper haben eine gelbliche Farbe, und die
-Flügel sind glänzend schwarz.</p>
-
-<p>Wenn man den Wasserläufer beobachtet, wird man sehen, daß er sehr
-schnell über den Teich dahinläuft. Er fängt eine Wasserfliege, hält
-sie in den Vorderklauen und saugt alle Flüssigkeit aus ihrem Körper.
-Obgleich er Flügel hat, fliegt er nicht oft.</p>
-
-<p>Die nächste Wasserwanze ist nicht so dünn. Sie<span class="pagenum" id="Seite_32">[S. 32]</span> ist ungefähr einen
-Zoll lang und hat einen flachen Körper mit grauen Flügeln. Sie hat
-sehr kurze Fühler, und die Vorderbeine sind dick, stark und mit Klauen
-bewehrt. Deshalb heißt sie „Wasserskorpion“. Sie braucht diese Klauen,
-um die Insekten im Wasser zu ergreifen, die sie mit ihrem scharfen
-Rüssel aussaugt.</p>
-
-<div class="figcenter illowe45" id="p320_ill">
- <img class="w100" src="images/p320_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption"><span class="antiqua">a.</span> Wasserskorpion.
- <span class="antiqua">b.</span> Ruderwanze.
- <span class="antiqua">c.</span> Wasserläufer.</div>
-</div>
-
-<p>Der Wasserskorpion schwimmt sehr langsam unter dem Wasser oder kriecht
-im Schlamme und ist leicht zu fangen. Sehr leicht ist dies, wenn er<span class="pagenum" id="Seite_33">[S. 33]</span>
-aus dem Wasser heraufkommt, um Luft zu schöpfen. Dies tut er auf
-eine ganz sonderbare Weise. Er hat zwei lange Borsten am Ende des
-Hinterleibs. Wenn er sie zusammenlegt, bilden sie eine Röhre wie einen
-Strohhalm. Er kommt nahe an die Oberfläche, steckt das Ende der Röhre
-in die Luft und zieht dann etwas von dieser in den Körper ein. Die Eier
-des Wasserskorpions kleben auf den Blättern von Wasserpflanzen und
-sehen wie Samenkörner aus.</p>
-
-<p>Die dritte Wasserwanze kennt ihr sicher. Es ist ein kleines Insekt, das
-einem Käfer ähnlich ist, mit sechs Beinen, von denen zwei sehr lang
-sind. Es schwimmt auf dem Rücken und bewegt sich mit diesen beiden
-Beinen fort, als ob es Ruder wären. Deshalb heißt es Rückenschwimmer
-oder Ruderwanze.</p>
-
-<p>Die Ruderwanze hat einen langen Saugrüssel aber man sieht ihn kaum,
-wenn man sie nicht in ein Glas setzt und genau zusieht. Denn da sie auf
-dem Rücken schwimmt, biegt sie den Kopf auf die Brust hinunter, so daß
-der Rüssel zwischen den Beinen liegt.</p>
-
-<p>Die Augen befinden sich an der Seite des Kopfes und sind sehr groß,
-so daß die Ruderwanze nach oben und unten sehen kann. Das ist sehr
-nützlich für sie, denn sie schwimmt zwischen die Kaulquappen und Larven
-und ergreift sie mit den Klauen. Dann<span class="pagenum" id="Seite_34">[S. 34]</span> sticht sie die Beute mit dem
-scharfen Rüssel an und saugt alle Flüssigkeit aus ihrem weichen Körper.
-Die Ruderwanze schwimmt stets im Wasser oder kriecht im Schlamm. Abends
-kommt sie manchmal an die Wasseroberfläche und fliegt zu einem anderen
-Teiche oder Graben.</p>
-
-<p>Die weibliche Ruderwanze legt kleine, längliche, weiße Eier auf die
-Wasserpflanzen. Man kann sie im März finden, und schon im April sieht
-man die kleinen Wanzen auf dem Rücken schwimmen, gerade wie die Alten.</p>
-
-<p>Wenn man sich etwas Mühe gibt, kann man diese drei verschiedenen
-Wasserwanzen im Netze fangen, sie in ein Glasgefäß setzen und alles
-beobachten, was ich euch erzählt habe.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_9">Lektion 9.<br>
-<b>Am Flußufer.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Wir wollen eine kurze Strecke am Flußufer hinwandern. Wie hübsch ist es
-da, wenn die Abendsonne durch das Laub der Bäume scheint! Was für eine
-Menge von kleinen Geschöpfen freuen sich ihres Lebens in der Luft und
-im Wasser!</p>
-
-<p>Der kleine blasse Hans, der aus der Stadt gekommen ist, um einen
-freien Tag hier zu verleben, sagt: „Ich möchte, ich könnte auf dem
-Lande leben.“<span class="pagenum" id="Seite_35">[S. 35]</span> Wenn er nach seiner Wohnung in der engen Stadtstraße
-zurückkehrt, wo es nur hartes Pflaster gibt und kein grünes Gras, keine
-schattigen Bäume und kein lustig dahinfließendes Wasser, dann wird er
-oft an diesen Spaziergang am Flußufer denken.</p>
-
-<div class="figcenter illowe50" id="p350_ill">
- <img class="w100" src="images/p350_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Kaulkopf und Eintagsfliegen.</div>
-</div>
-
-<p>Sieh jene Fische von ungefähr 7–8 <span class="antiqua">cm</span> Länge, die unter der Brücke
-hin- und herschwimmen. Sie heißen Kaulköpfe, weil sie einen breiten,
-dicken Kopf haben. Sie haben an jeder Seite des Kopfes einen spitzen
-Wangenstachel, den man fühlen kann, wenn man den Fisch in die Hand
-nimmt. Der<span class="pagenum" id="Seite_36">[S. 36]</span> Eisvogel weiß das ganz gut; er verschlingt keinen Kaulkopf,
-denn sie würden ihm im Halse stecken bleiben.</p>
-
-<p>Der Kaulkopf lebt unter Steinen und frißt Insekten und die Eier anderer
-Fische. Sieh da! Fritz hat einen gefangen und ihn in das Glas gesteckt.
-Nun kann Hans sehen, was für ein hübsches Auge der Kaulkopf hat, und
-wie schön die roten, grünen, braunen und gelben Farben auf seinen
-Schuppen schillern.</p>
-
-<div class="figcenter illowe43" id="p360_ill">
- <img class="w100" src="images/p360_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Mücke mit Larve. (Die Linien geben die wirkliche Größe
- an.)</div>
-</div>
-
-<p>Wie geschäftig die Fliegen mit den langen Flügeln und den drei
-langen Borsten an dem Hinterleibe sind! Es sind Eintagsfliegen, die
-über dem Wasser hin- und herfliegen. Sie suchen keine Nahrung, denn
-Eintagsfliegen fressen nicht und leben nur kurze Zeit. Aber sie haben
-lange Zeit als<span class="pagenum" id="Seite_37">[S. 37]</span> Larven unter dem Wasser gelebt wie die Larve der
-Wasserjungfer. Sie legen nur ihre Eier und sterben dann.</p>
-
-<p>Die Mücken, die über jener tiefen, ruhigen Stelle in der Nähe der
-Mühle fliegen, sind ganz anders. Die eine hat mich gerade in die Hand
-gestochen und mir Blut ausgesogen und so weiß ich, daß sie Nahrung zu
-sich nimmt. Aber die Mücken haben auch kein so langes Leben im Wasser
-wie die Eintagsfliegen.</p>
-
-<p>Diese Mücken sind erst vor einigen Wochen ans Licht der Welt gekommen.
-Die weibliche Mücke legt einige klebrige Eier, nicht größer als die
-Spitze einer Stecknadel, auf die Oberfläche des Wassers. Bald kriechen
-aus den Eiern Larven aus, die wie winzige Würmchen aussehen und feine
-Härchen an den Seiten haben. Sie schwimmen im Wasser umher und nähren
-sich von kleinen Stückchen der Wasserpflanzen.</p>
-
-<p>Warum schwimmen sie wohl mit den Köpfen nach unten? Weil sie nur durch
-eine Öffnung am Hinterleib atmen können und deshalb denselben in die
-Luft emporstrecken müssen.</p>
-
-<p>In ungefähr drei Wochen wechselt jede Larve ihre Haut dreimal. Nach der
-vierten Häutung ist die Larve von einer Hülle umgeben, und wenn man
-genauer hinsieht, erkennt man eine vollständige Mücke mit Flügeln im
-Innern der Umhüllung.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_38">[S. 38]</span></p>
-
-<p>Nun muß sie auskriechen, und das ist sehr gefährlich. Denn wenn sie
-dabei ins Wasser fällt, muß sie ertrinken. Darum streckt sie sich
-vorsichtig auf der Oberfläche des Wassers und beginnt den Kopf durch
-einen Schlitz in der Umhüllung zu stecken. Dann kriecht sie langsam
-heraus und steht auf den Fußspitzen auf der leeren Haut, die wie ein
-Boot auf dem Wasser schwimmt. Sie breitet die Flügel aus, und nun ist
-sie endlich in Sicherheit: sie fliegt fort. Manchmal weht der Wind sie
-um, ehe sie ganz auskriechen kann, und dann ertrinkt sie.</p>
-
-<p>Wenn man im Monat Mai einen Eimer Wasser aus einem Teiche holt und ihn
-im Freien hinstellt, kann man vielleicht die Mücke aufwachsen sehen,
-denn es ist sehr wahrscheinlich, daß eine Menge darin sind. Aber man
-muß scharfe Augen haben, da die Larven sehr klein sind.</p>
-
-<p>Und nun geht die Sonne unter, und Vögel, Tiere und Blumen gehen zur
-Ruhe. Bald werden die Nachtschmetterlinge, die Eulen und Fledermäuse
-hervorkommen. Wir müssen nach Hause gehen.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_10">Lektion 10.<br>
-<b>Die Familie des Fischotters.</b></h2>
-
-<p class="s5 center mbot2">(<a href="#p381_ill">Siebentes Vollbild.</a>)</p>
-
-</div>
-
-<p>Gegen fünf Uhr morgens untersuchte Wilhelm, der Sohn des Wildhüters,
-die Fallen, die für Wiesel,<span class="pagenum" id="Seite_39">[S. 39]</span> Iltisse und anderes Raubzeug gelegt
-waren. Sein Weg führte ihn über eine Brücke, die über den Fluß ging,
-und als er in die Nähe derselben kam, hörte er ein sonderbares Pfeifen.</p>
-
-<div class="figcenter illowe33" id="p381_ill">
- <img class="w100" src="images/p381_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Fischotter, einen Fisch fressend.</div>
- <div class="caption_left">II. 7.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p381_ill_gross.jpg"
- id="p381_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>Nun hatte Wilhelm, der auf dem Lande groß geworden war, ein scharfes
-Ohr für die Stimmen der Tiere. Er wußte, daß dieses Pfeifen von einem
-männlichen oder weiblichen Otter herrührte, der im Flusse mit seinen
-Jungen fischte.</p>
-
-<p>Gerade unter der Brücke, wo das Ufer sehr hoch war, wuchs eine alte
-Weide mit weit über das Wasser hängenden Zweigen. Das Wasser hatte
-das Ufer unter der Weide fortgewaschen, so daß zwischen ihren starken
-Wurzeln ein großes Loch entstanden war.</p>
-
-<p>Wilhelm wußte nun, daß dieses Loch der Bau eines Fischotternpaares war.
-Manchesmal hatten die Otterhunde im Wasser bei diesem Loche gestanden
-und mit aller Kraft gebellt. Aber sie konnten nicht hinein, und die
-Otter waren viel zu vorsichtig, um herauszukommen.</p>
-
-<p>Die Hunde waren jetzt weit fort, und alles war an diesem frühen
-Morgen ganz still. Daher legte sich Wilhelm in das dichte Gras oben
-auf dem Ufer und wartete: Nach einer Weile kam der Otter geräuschlos
-dahergeschwommen, und zwar so, daß nur die Nase aus dem Wasser
-hervorsah.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_40">[S. 40]</span></p>
-
-<p>Die alten Otter schwammen so leise, daß Wilhelm sie gar nicht bemerkt
-haben würde. Aber die Jungen spielten und warfen sich im Wasser umher,
-so daß bald ihre mit braunem Pelze bedeckten Rücken, bald der weiße
-Bauch im Lichte der frühen Morgensonne glänzten, und das Wasser um sie
-her emporspritzte.</p>
-
-<p>Der Fluß war an dieser Stelle sehr breit, und gerade der Weide
-gegenüber war eine kleine Insel. Wilhelm war so gut im hohen Grase
-versteckt, daß die Otter ihn nicht bemerkten. Daher kletterten sie
-nacheinander auf die Insel hinauf. Jeder trug einen Fisch im Maule, den
-sie anfingen zu fressen. Sie begannen dicht hinter dem Kopfe und ließen
-nur ein kleines Stückchen vom Schwanze über.</p>
-
-<p>Während sie fraßen, konnte Wilhelm sie genau beobachten. Sie hatten
-einen langen biegsamen Körper, einen breiten, flachen Kopf, ein kurzes
-breites Maul und eine ebensolche Nase. Die Füße waren mit Schwimmhäuten
-versehen wie bei der Ente, aber jeder Fuß hatte noch scharfe Krallen.
-Die Pelze hatten eine angenehme braune Farbe, aber die langen Haare
-der alten Otter waren grob und sahen nicht so weich aus wie die der
-Jungen. Die Schwänze waren dick und stark und ihnen sehr nützlich beim
-Schwimmen.</p>
-
-<p>Der alte männliche Otter biß wütend auf seinen<span class="pagenum" id="Seite_41">[S. 41]</span> Fisch ein und warf
-zuweilen den Jungen kleine Stücke hin, die bald mit ihrem kleinen Fisch
-fertig waren. Zuletzt war alles aufgefressen außer den Köpfen und
-Schwänzen. Dann glitt der alte Otter vom Ufer hinab ins Wasser, die
-anderen folgten ihm, und sie begannen wieder zu fischen.</p>
-
-<p>Es gibt jetzt weniger Fischotter als früher in Deutschland. Aber sie
-sind doch an vielen Stellen noch zu finden. Wenn man sie bei ihrem Bau
-beobachten will, so muß man früh am Morgen aufstehen.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_11">Lektion 11.<br>
-<b>Blumen für die Ausstellung.</b></h2>
-
-<p class="s5 center mbot2">(<a href="#p422_ill">Achtes Vollbild.</a>)</p>
-
-</div>
-
-<p>„Wohin gehst du, Grete?“ fragte Peter, als er sie an einem
-Sonnabendnachmittag im Juli im Heckengange traf. „Ich suche nach Blumen
-für die in nächster Woche stattfindende Blumenausstellung“, sagte
-Grete, „ich will sie noch nicht pflücken, ich will bloß nachsehen,
-welche Blumen ich finden kann.“</p>
-
-<p>„Darf ich mitgehen?“</p>
-
-<p>„Ja, wenn du den Mund halten kannst. Ich will eine neue Art von
-Blumenstrauß sammeln, aus Blumen, die im Wasser wachsen.“</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_42">[S. 42]</span></p>
-
-<p>„Aber sie werden alle verwelken, wenn du sie in einen Strauß bindest.“</p>
-
-<p>„Ich will auch keinen Strauß daraus machen. Ich werde eine von Vaters
-großen Zinnschüsseln nehmen, die er für das Hundefutter gebraucht, und
-die Pflanzen im Wasser schwimmen lassen.“</p>
-
-<p>So machten sich Peter und Grete also nach ihrem Lieblingsteiche auf den
-Weg.</p>
-
-<p>„Sieh, Peter, ich muß eine von jenen schönen gelben Wasserrosen
-haben mit ihren großen glänzend grünen Blättern und eine von ihren
-sonderbaren Samenkapseln, die zurückbleiben, nachdem die gelben
-Blumenkronblätter abgefallen sind. Ich weiß, daß die Pflanze einen
-dicken Stamm im Schlamm unten im Teiche hat, und die langen Stengel
-wachsen gerade herauf, so daß die Blätter auf der Oberfläche des
-Wassers schwimmen. Kleine Käfer kriechen in die Blüte hinein und holen
-Honig aus dem Innern der gelben Blüte.“</p>
-
-<p>„Dann muß ich einige von jenen weißen Sternen mit dem gelben Punkt in
-der Mitte haben. Sie sehen so hübsch aus zwischen den feinen grünen
-Blättern, die in drei Lappen geteilt sind. Das ist der Wasserhahnenfuß,
-und wenn du etwas davon mit deinem Stock heranholst, so werden wir
-sehen, daß die Pflanze noch andere Blätter unter dem Wasser hat, die in
-feine Streifen gespalten sind<span class="pagenum" id="Seite_43">[S. 43]</span> wie schmale Grashalme.“</p>
-
-<div class="figcenter illowe34" id="p422_ill">
- <img class="w100" src="images/p422_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Weiße und gelbe Wasserrose.</div>
- <div class="caption_left">II. 8.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p422_ill_gross.jpg"
- id="p422_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>„Warum sollte sie zwei Arten von Blättern haben, Grete?“</p>
-
-<p>„Die eine Art sind die schwimmenden Blätter, die auf dem Wasser liegen.
-Auch die Blüten ragen aus dem Wasser heraus, so daß die Insekten an sie
-herankommen können. Die anderen Blätter sind feiner und breiten sich im
-Wasser aus. Und sieh, Peter, die gelben Linien auf den weißen Blüten
-zeigen gerade nach dem schmalen Ende des Blütenblattes, wo die Insekten
-den Honig finden.“</p>
-
-<div class="figcenter illowe26" id="p430_ill">
- <img class="w100" src="images/p430_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">1. Wasserlinse. 2., 4. Blüten der Wasserlinse. 3.
- Befestigung der Wurzeln.</div>
-</div>
-
-<p>„Dann muß ich noch Wasserlinsen haben. Sie werden die Schüssel so
-hübsch füllen.“</p>
-
-<p>„Aber Wasserlinsen sind nicht hübsch, Grete. Sie bestehen nur aus
-Blättern.“</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_44">[S. 44]</span></p>
-
-<p>„Nein, Peter, das ist gerade nicht der Fall. Paul sagte mir neulich,
-daß die Wasserlinse keine wirklichen Blätter hat. Jede Pflanze besteht
-aus einem Stückchen Stengel mit einer dünnen Wurzel, die in das Wasser
-hinabhängt. Sehr kleine Blüten wachsen zuweilen aus einem kleinen
-Spalt an der Seite des Stengels. Ich werde versuchen, einige davon zu
-bekommen. Aber es wird nicht leicht sein, da sie sehr klein sind und
-bloß aus zwei kleinen Staubbeuteln und einem Fruchtknoten bestehen, und
-Wasserlinsen nur auf dem Wasser schwimmen.“</p>
-
-<p>„Dann möchte ich noch den blühenden Fieber- oder Bitterklee haben. Ich
-fürchte, es ist dafür ziemlich spät im Jahre, aber es gibt noch einige
-davon an dem flachen Ende des Teiches. Du mußt nach einer großen Ähre
-rotweißer Blüten ausschauen, die wie Glockenblumen geformt und mit
-weißen Haaren besetzt sind. Ah! da ist eine, deren Knospen sich gerade
-öffnen; sie wird am Mittwoch so weit sein.“</p>
-
-<p>„Nun müssen wir noch eine andere finden. Eine kleine Pflanze, das
-ährige Tausendblatt, die fast ganz unter dem Wasser wächst, außer der
-Ähre mit den zierlichen rötlichen Blüten, die über die Oberfläche
-hervorragt. Sieh die hübschen Blätter an, die sternartig um den Stengel
-stehen und so schön im Wasser ausgebreitet sind.<span class="pagenum" id="Seite_45">[S. 45]</span> Wenn du die Blüten
-genau ansiehst, so wirst du bemerken, daß die oberen nur Staubbeutel
-und die unteren nur Fruchtknoten tragen. Aber sie sind so klein, daß
-sie nicht leicht zu sehen sind.“</p>
-
-<p>„Nun darf ich keine mehr auswählen, denn ich muß jede Pflanze
-beschreiben, und das wird lange Zeit in Anspruch nehmen.“</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_12">Lektion 12.<br>
-<b>Gretes Wasserpflanzen.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Als der Mittwoch kam, war Gretes Schüssel fertig. Sie hatte sie mit an
-den Teich genommen und unter die Wasserlinsen getaucht. Sie kam ganz
-voll von diesen Wasserpflanzen heraus, die dann von ihr sorgfältig
-ausgelesen wurden, so daß nur die besten zurückblieben. Dann trug sie
-die Schüssel in das Ausstellungszimmer.</p>
-
-<p>Darauf setzte sie die gelbe Wasserrose in die Mitte der Schüssel, so
-daß die Blüte und der Stengel mit der Samenkapsel gerade in die Höhlung
-zwischen den Lappen des großen grünen Blattes paßte. Dann setzte sie
-einige Stengel des Wasserhahnenfußes hier und da ein, so daß die
-hübschen weißen Blüten dicht über der Oberfläche des Wassers standen.</p>
-
-<p>An die Seiten der Wasserrose steckte sie zwei<span class="pagenum" id="Seite_46">[S. 46]</span> Stengel des blühenden
-Bitterklees. Endlich kamen noch einige Tausendblatt um den Rand der
-Schüssel herum, so daß ihre zierlichen roten Blütenstengel eine hübsche
-Einfassung bildeten.</p>
-
-<p>Dann beschrieb Grete ihre Blumen in der folgenden Weise:</p>
-
-<p>1. Die gelbe Wasserrose wächst im Teiche. Sie hat einen dicken Stengel,
-der tief unten im Schlamm wurzelt. Ich habe ihn einmal gesehen, als der
-Teich gereinigt wurde. Im März sehen wir noch nichts auf der Oberfläche
-des Wassers. Aber im Mai ragen die langen glänzenden Blätter auf langen
-Stengeln über das Wasser heraus. Sie sind herzförmig zugespitzt.</p>
-
-<p>Im Juni kommen die Knospen heraus. Sie sehen aus wie grüne
-gelbgefleckte Knötchen. Aber wenn sie größer werden, öffnen sich
-die fünf äußeren Blätter oder Kelchblätter, und wir sehen, daß sie
-im Innern ganz gelb sind. Dann können wir auch die kleinen inneren
-Blumenkronblätter sehen, die in zwei Reihen angeordnet sind; nach ihnen
-kommen eine Anzahl Staubgefäße, die aus dünnen Fäden mit Staubbeuteln
-an der Spitze bestehen. Gerade in der Mitte ist der Stempel mit den
-Samenanlagen im Fruchtknoten.</p>
-
-<p>Dieser ist wie eine Wasserflasche geformt mit einem runden Kissen auf
-der Spitze und hat eine<span class="pagenum" id="Seite_47">[S. 47]</span> Anzahl von klebrigen Streifen, die auf dem
-Kissen in Form eines Sterns liegen. In den Blüten findet man oft kleine
-Käfer. Sie fliegen hinein und saugen den Honig von der Rückseite der
-Blumenblätter.</p>
-
-<div class="figcenter illowe21" id="p470_ill">
- <img class="w100" src="images/p470_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Wasserhahnenfuß mit zwei Arten von Blättern.</div>
-</div>
-
-<p>2. Der Wasserhahnenfuß wächst in unserem Teiche und ist mit der
-Sumpfdotterblume nahe verwandt. Er hat fünf äußere grüne Blätter
-oder Kelchblätter. Sie sind gegen den Stiel zurückgeschlagen, wenn
-die Blüte offen ist. Sie fallen oft ab. Die Blüte hat fünf weiße
-Blumenkronblätter, die in der Mitte der Blüte, wo Honigtropfen sitzen,
-mit Gelb gestreift sind. Innerhalb der Blumenkronblätter stehen
-viele Staubgefäße und dann in der<span class="pagenum" id="Seite_48">[S. 48]</span> Mitte der Blüte eine Anzahl von
-Fruchtknoten, jede mit einem Samen im Innern.</p>
-
-<p>Der Wasserhahnenfuß hat zwei Arten von Blättern. Die Blätter, die auf
-der Oberfläche des Wassers schwimmen, sind flach und bestehen aus drei
-Lappen. Die Blätter unter dem Wasser sind fadenförmig und breiten sich
-nach allen Seiten aus.</p>
-
-<p>3. Es gibt sehr viel Wasserlinsen in unserem Teiche. Jede Pflanze hat
-eine kleine Wurzel im Wasser und am andern Ende eine Art Stamm. Sie hat
-keine Blätter. Die winzigen Blüten kommen manchmal aus einem Schlitz
-an der Seite des Stengels heraus. Die Blüte besteht nur aus zwei
-Staubgefäßen und einem kleinen Fruchtknoten.</p>
-
-<div class="figcenter illowe25" id="p480_ill">
- <img class="w100" src="images/p480_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Ähriges Tausendblatt.</div>
-</div>
-
-<p>4. Der blühende Bitterklee hat jetzt fast ausgeblüht.<span class="pagenum" id="Seite_49">[S. 49]</span> Er wächst am
-Rande des Teiches und seine Blätter sind dreizählig. Die rötlichen
-Blüten stehen auf kleinen Stielen an einem großen Stengel. Sie sind wie
-eine fünfspitzige Schale gestaltet und tragen viele weiße Haare auf der
-Innenseite.</p>
-
-<p>5. Das Tausendblatt wächst fast ganz unter dem Wasser. Nur die rote
-Blütenähre ragt in die Luft hinein. Die Blüten an der Spitze der
-Ähre haben nur Staubgefäße mit Staubbeuteln. Die unteren haben nur
-Fruchtknoten mit den Samenkapseln. Die Blätter des Tausendblatts sind
-schmal wie Grashalme, aber ganz kurz. Sie stehen um den Stengel wie die
-Speichen eines Rades oder die Strahlen eines Sterns.</p>
-
-<p>Gretes Strauß aus Wasserblumen und ihre Beschreibung gewann den Preis.</p>
-
-<div class="figcenter illowe10" id="schluss_deko">
- <img class="w100 padtop1" src="images/schluss_deko.png" alt="Schlussdekoration">
-</div>
-
-<hr class="full x-ebookmaker-drop">
-
-<div class="schmal">
-
-<p class="s2 center mtop3 break-before"><span class="bbd">Kinderaugen in der Natur</span></p>
-
-<p class="s3 center mtop2">Erstes Buch<br>
-Tiere und Pflanzen in Wald und Feld</p>
-
-<p class="center mtop0_5 mbot0_5">••••</p>
-
-<p class="s3 center">Zweites Buch<br>
-Am Teich- und Flußufer</p>
-
-<p class="center mtop0_5 mbot0_5">••••</p>
-
-<p class="s3 center">Drittes Buch<br>
-Pflanzenleben in Feld und Garten</p>
-
-<p class="center mtop0_5 mbot0_5">••••</p>
-
-<p class="s3 center">Viertes Buch<br>
-Aus dem Leben unserer Vögel</p>
-
-<p class="center mtop0_5 mbot0_5">••••</p>
-
-<p class="s3 center">Fünftes Buch<br>
-Bäume und Sträucher</p>
-
-<p class="center mtop0_5 mbot0_5">••••</p>
-
-<p class="s3 center">Sechstes Buch<br>
-Aus dem Leben der Insekten</p>
-
-<p class="s4 center mtop2"><span class="btd">Bisheriger Absatz ungefähr 50000 Stück</span></p>
-
-<p class="s3 center mtop3 break-before" id="anz"><span class="bb">Verlag von Hermann
-Gesenius in Halle (Saale)</span></p>
-
-<p class="s4 center mtop1">Von 8 bis 10 Jahren.</p>
-
-<p class="s2 center"><b><span class="antiqua">Dr.</span> Hartmanns
-Jungmädchenbücher:</b></p>
-
-<div class="csstab s4">
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell vat padright1">Band&#160;1.</div>
- <div class="csscell vat"><b>Rotschwanz und Büschelohr</b>, verfaßt von
- <em class="gesperrt">Magda Schelling</em>. Gebunden M. 1.20.</div>
- </div>
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell vat padright1">Band&#160;2.</div>
- <div class="csscell vat"><b>Kriemhilds Rosengarten.</b> Alten Volkssagen
- nacherzählt von <em class="gesperrt">Ilse Treu</em>. Gebunden M. 1.20.</div>
- </div>
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell vat padright1">Band&#160;3.</div>
- <div class="csscell vat"><b>Walhall.</b> Alten Volkssagen nacherzählt von
- <em class="gesperrt">Ilse Treu</em>. Gebunden M. 1.20.</div>
- </div>
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell vat padright1">Band&#160;4.</div>
- <div class="csscell vat"><b>Vogelgesellschaft bei Buchfinks</b>, verfaßt
- von <em class="gesperrt">Magda Schelling</em>. Gebunden M. 1.20.</div>
- </div>
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell vat padright1">Band&#160;5.</div>
- <div class="csscell vat"><b>Das Stuttgarter Hutzelmännlein.</b>
- <em class="gesperrt">Eduard Mörike</em> nacherzählt von
- <em class="gesperrt">Elfriede Kittelmann</em>. Gebunden M. 1.20.</div>
- </div>
-</div>
-
-<p class="s5 mtop1"><b>Die höheren Mädchenschulen</b>: Die Bücher wollen dem Mangel
-an gediegenem Lesestoff für Mädchen von 8 bis 10 Jahren abhelfen.
-Sie erfüllen ihren Zweck in jeder Weise aufs beste. Die äußere
-Ausstattung mit dem Buntbild der zwei lesenden Mädchen ist sehr
-gefällig und lockt die Kinder; Papier und Druck sind sehr gut und
-die Einteilung in kurze Geschichten oder Kapitel für dieses Alter
-sehr glücklich. Die Stoffe sind aufs günstigste gewählt. Band 1 und 4
-bieten Naturwissenschaftliches. Die Erzählungen sind so lebendig, daß
-man fast menschlichen Anteil an dem Schicksal der Tiere und Pflanzen
-nimmt. Dabei lernen die Kinder eine Menge, ohne die Absicht irgendwie
-zu merken. Die Geschichten sind in hohem Maße geeignet, Anteil und
-Liebe an der Natur bei den Kindern zu wecken. In Band 2 und 3 werden
-in ebenso ansprechender Weise altdeutsche und nordische Sagen erzählt.
-Der Heldenkreis um Dietrich von Bern und die Götter Walhalls treten den
-Kindern nahe. In Band 5 wird die allerliebste Erzählung vom Stuttgarter
-Hutzelmännchen nacherzählt. All die krausen Ranken in Stil und
-Erzählweise sind abgeschnitten, die für die Kinder — und nicht nur für
-diese — das reizende Märchen so schlimm verwirren, so daß sich alle an
-seinem humorvollen Kern freuen können. Für Schülerinnen-Büchereien sind
-die Bändchen eine wertvolle Bereicherung. Für den Familienkreis haben
-sie noch den Vorzug, daß Knaben sie ebenso gern lesen, und daß sie sich
-vorzüglich zum Vorlesen eignen, so daß sie recht zum Handbuch geeignet
-sind.</p>
-
-<p class="right mright2">J. L.</p>
-
-<p class="s3 center mtop3 break-before"><b class="bb">&#8195;Verlag von
-Hermann Gesenius in Halle.&#8195;</b></p>
-
-<p class="s2 center mtop1"><b>Bilder aus dem Aquarium</b></p>
-
-<p class="center">von</p>
-
-<p class="s3 center">Prof. <span class="antiqua">Dr.</span> W. Heß.</p>
-
-<div class="csstab">
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell right vat padright1">I.</div>
- <div class="csscell vat">Die wirbellosen Tiere des Meeres. Mit 126
- eingedruckten Abbildungen. Brosch. <span class="nowrap">M. 2.—</span>,
- geb. <span class="nowrap">M. 3.—</span>.</div>
- </div>
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell right vat padright1">II.</div>
- <div class="csscell vat">Die wirbellosen Tiere des Süßwassers. Mit 150
- eingedruckten Abbildungen. Brosch. <span class="nowrap">M. 2.—</span>,
- geb. <span class="nowrap">M. 3.—</span>.</div>
- </div>
-</div>
-
-<p class="s5"><b>Inhalt des ersten Teiles</b>: Der Hummer — Granate und Garneele —
-Der Bernhardkrebs — Porzellankrebs und Olive — Die Taschenkrebse —
-Die Meerheuschrecke — Flohkrebs und Sandhüpfer — Der Schwertschwanz
-— Der Meerfloh — Entenmuschel und Meereichel — Der Tintenfisch
-— Das Wellhorn — Die Strandschnecke — Die Purpurschnecken — Die
-Napfschnecke — Die Käferschnecke — Der Seehase — Die Doris —
-Die warzige Fadenschnecke — Die Auster — Die Kammmuschel — Die
-Miesmuschel — Die Seeperlmuschel — Die Messerscheide — Der Bohrwurm
-— Die Keulenscheide — Die Traubenscheide — Die Goldraupe — Der
-Sandwurm — Die Wurmrohre — Der Spinnenwurm — Die Seewalze — Der
-Haarstern — Der Seestern — Der Seeigel — Die Seenelke — Die
-Ohrenqualle — Der ästige Röhrenpolyp — Die Schwämme — Die Rhizopoden
-— Das Leuchttierchen.</p>
-
-<p class="s5"><b>Inhalt des zweiten Teiles</b>: Das Süßwasseraquarium — Die
-Schwimmkäfer — Der Taumelkäfer — Die Wasserkäfer — Die Stechmücke
-— Die Büschel- und Zuckmücke — Die Waffenfliege — Die Wasserwanzen
-— Die Wasserläufer — Die Eintagsfliegen und Afterfrühlingsfliegen —
-Die große Schmaljungfer — Die Wassernadel — Die Köcherfliegen und
-Wasserflorfliegen — Die Wasserspinne — Der Flußkrebs — Flohkrebs
-und Wasserassel — Die Wasserflöhe — Der krebsartige Kiemenfuß — Der
-fischförmige Kiemenfuß — Die gemeine Fischlaus — Der Muschelkrebs
-— Die Barschlaus — Die Hüpferlinge — Die Schlammschnecke und
-Tellerschnecke — Die lebendig gebärende Sumpfschnecke — Die Maler-
-und Perlmuschel — Die Kreismuschel — Die Rädertiere — Die Blutegel
-— Der Krebsegel — Die Fadenwürmer — Das wunderbare Doppeltier — Die
-Leberegel — Der Federbuschwirbler — Der Keulenträger-Polyp — Der
-Süßwasserpolyp — Die Schwämme — Die Infusorien — Das Sonnentierchen.</p>
-
-<p class="s3 center mtop3 break-before"><b class="bb">&#8195;Verlag von
-Hermann Gesenius in Halle.&#8195;</b></p>
-
-<p class="p0 mtop2"><b class="s3 bb">Kummer, Paul.</b> <b>Deutsche Blumenwelt in
-Charakterbildern.</b> Neue Ausgabe. Brosch. <span class="nowrap">M. 2.—</span>;
-geb. <span class="nowrap">M. 2.50</span>.</p>
-
-<p class="s5"><b>Inhalt</b>: I. Deutsche Frühlingszeichen. 1. Das
-Schneeglöckchen. 2. Das Veilchen. 3. Die Primel. — II. Im
-Wald und auf der Heide. 1. Der Frühlingswald. 2. Der Schlehdorn. 3.
-Die Maiblume. 4. Unsere Waldbeeren. 5. Zwischen Himmel und Erde.
-6. Streifereien im Nadelwald. — III. In Feld und Flur 1.
-Miniaturblumen, 2. Im Blütenschnee. 3. Nur ein Feldblumenstrauß. 4.
-Am Feldrain. 5. Im Wiesengrund. — IV. Auf Bergeshöh. 1. Ein
-Brockensträußchen. 2. Allerlei Bergkräuter. 3. Arnika. — V.
-Im Reich der Gewässer. 1. Brunnenkresse. 2. Das Vergißmeinnicht. 3.
-Die Königinnen der Gewässer. 4. Die Wassermyrte. 5. Die kleinsten
-Blütenpflänzchen. — VI. In Dorf und Stadt. 1. Die Getreuen des
-Dorfes. 2. Vegetabilische Schlangen. 3. Am Wege. 4. Die Straßenflora.
-5. Deutsche Gartenblumen. 6. Nachtblüten. VII. Blicke aus der
-Höhe. Blumen und Zahlen.</p>
-
-<p class="p0 mtop2"><b class="s3 bb">Kummer, Paul.</b> <b>Kryptogamische
-Charakterbilder.</b> Mit 220 eingedruckten Abbildungen. Zweite Ausgabe. Brosch.
-<span class="nowrap">M. 3.—</span>; geb. <span class="nowrap">M. 3.50</span>.</p>
-
-<p class="s5"><b>Inhalt</b>: I. Farne. Lebende Zeugen der Vorwelt. —
-II. Moose. Ein deutsches Waldgeheimnis. Im grünen Winterpelz.
-Wiesenmoose. Die Torf- und Sumpfmoose. Amoretten im Moosreiche. Moose
-in Flur und Wald. An Stein und Fels. Ein zierlicher Erbfehler. Zwei
-Komiker der Mooswelt. Der kleinste Frühlingsgruß. Ein Ariadnefaden.
-Allerlei Lebermoose. — III. Flechten. Auf dem Boden der Heide.
-Das sogenannte Renntiermoos. Die Alterszierde des Baumes. Ein Segen aus
-hohem Norden. Eine ausschließliche Gebirgsflechte. Im Rosettenschmuck.
-Lichenologische Felsenflora. Eine verwischte Reichsgrenze. Die
-kleinsten Pokale. Seltsame Naturinschriften. — IV. Algen. Der
-Auswurf des Meeres. Im Reich der Wasserfee. — V. Pilze. Die
-Pilze unserer Wälder. Der Fliegenpilz. Das Gelbhähnel. Pfennigpilze.
-Merkwürdige Staubpilze. Unterirdische Gewächse. Die Wunder der
-Schleimpilze. Kleinstes Unkraut. Baumschwämme. Was ist Schimmel?</p>
-
-<p class="s5">Letzteres Buch wurde in dem Aufsatz „Die Privatlektüre in der
-Präparandenanstalt nach ihrer Stoffauswahl und Einrichtung“ in den
-„Pädagogischen Blättern für Lehrerbildung und Lehrerbildungsanstalten
-1902, Heft 12“ empfohlen.</p>
-
-<p class="s2 center mtop3 break-before"><b class="bb">&#8195;Verlag von
-Hermann Gesenius in Halle.&#8195;</b></p>
-
-<p class="s3 center"><span class="s4">Nützliche und schädliche Insekten in
-Garten und Feld</span><br>
-von <b>Kuno Lohrenz</b>.</p>
-
-<p class="p0 s4">Mit 250 Abbildungen auf 16 nach der Natur gezeichneten kolor. Tafeln.
-<em class="gesperrt">Anhang</em>: Gesetz, betreffend die Bekämpfung der Reblaus vom Juli
-1904. In Pappband gebunden <span class="nowrap">M. 3.50</span>.</p>
-
-<p class="s5"><b>Das Land.</b> Das Buch wendet sich ganz besonders an den Landmann,
-Gärtner, an Obst- und Gemüsezüchter usw. Es legt in anschaulicher
-Weise dar, welche Art Nutzen viele Insekten bringen, und wie diese zu
-schützen und zu hegen sind, anderseits, welche Schäden und Gefahren der
-Landwirtschaft von den Insekten drohen, und mit welchen Mitteln die
-Gefahren bekämpft und beseitigt werden können. Die bunten Tafeln sind
-in Zeichnung und Farbengebung mit der größten Naturtreue hergestellt
-und stellen die Insekten in ihrer ganzen Entwickelung dar, meist sind
-auch Blatt-, Rinden- oder Fruchtstücke, in denen sich das Insekt
-entwickelt, beigegeben. Wegen seiner hervorragenden Nützlichkeit sollte
-das Buch in keiner ländlichen Fortbildungsschul- und Dorfbibliothek
-fehlen.</p>
-
-<p class="s4 center mtop2"><b>Lohrenz</b>, Kuno, <b>Nützliche und schädliche Insekten im
-Walde</b>.</p>
-
-<p class="center">Mit 194 Abbildungen auf 16 nach der Natur gezeichneten
-kolorierten Tafeln. In Pappband gebunden <span class="nowrap">M. 3.50</span>.</p>
-
-<p class="s5">Aus <b>Landwirtschaftlicher Wochenschrift f.&#160;d. Provinz Sachsen</b>.
-Besonders günstig und empfehlenswert wirkt das Buch durch die dem Texte
-beigegebenen reichlichen und gut ausgeführten farbig hergestellten
-Tafeln, nach deren Besichtigung ein im Walde gefundenes Insekt leicht
-bestimmt und dann das Erforderliche nachgelesen werden kann. Durch
-den billigen Preis von M. 3,50 ist somit jedermann, der Interesse
-für den Wald und die in ihm lebenden Insekten hat, und der nicht nur
-immer Erträge aus demselben herausnehmen, sondern ihn auch schützen
-und pflegen will, sehr gute Gelegenheit geboten, sich Unterweisung und
-guten Rat zu holen.</p>
-
-<p class="p0 mtop2"><b class="s3 bb">Lorentz, R.</b>, Direktor des Technikums in Stargard i. Meckl.,
-<b>Rätsel im Obstbau</b>. Praktisch wissenschaftliche Erklärung der
-natürlichen Ursachen früher Tragbarkeit, sowie der künstlichen Mittel
-zur Erzielung derselben, des Nichtwachsens von Veredlungen usw., mit
-besonderer Berücksichtigung des Erwerbs-Obstbaues.</p>
-
-<p class="center">Brosch. M. 1.50, geb. M. 2.20.</p>
-
-<p>Völlig neue Methode, auf wissenschaftlicher Grundlage beruhend,
-praktische Durchführbarkeit erprobt und erwiesen, schnellen und reichen
-Gewinn verheißend.</p>
-
-<p class="p0 mtop2"><b class="s3 bb">Stefan, Theodor</b>, Lehrer, <b>Obstbaumzucht</b>. Eine leicht
-verständliche, kurze Anleitung über <b>Obstbaumpflege</b>. In steifem
-Umschlag geheftet M. 0.40.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Mitteilungen über Bienen- und Geflügelzucht, Gartenbau und
-Fischerei.</em> <b>Stefans Obstbaumzucht ist ein kleines</b>, aber sehr
-gutes Büchlein, das jeder, der nur ein Fleckchen Erde sein eigen nennt,
-sich beschaffen sollte. Am Schlusse ist ein Arbeitskalender für die
-einzelnen Monate des Jahres angefügt.</p>
-
-</div>
-
-<hr class="full x-ebookmaker-drop">
-
-<div lang='en' xml:lang='en'>
-<div style='display:block; margin-top:4em'>*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK <span lang='de' xml:lang='de'>AM TEICH- UND FLUSSUFER</span> ***</div>
-<div style='text-align:left'>
-
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-Updated editions will replace the previous one&#8212;the old editions will
-be renamed.
-</div>
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-do practically ANYTHING in the United States with eBooks not protected
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-license, especially commercial redistribution.
-</div>
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- </div>
-</blockquote>
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-1.E.2. If an individual Project Gutenberg&#8482; electronic work is
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-Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
-</div>
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-Section 5. General Information About Project Gutenberg&#8482; electronic works
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-Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
-Gutenberg&#8482; concept of a library of electronic works that could be
-freely shared with anyone. For forty years, he produced and
-distributed Project Gutenberg&#8482; eBooks with only a loose network of
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-</div>
-
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-Project Gutenberg&#8482; eBooks are often created from several printed
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-the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
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-</div>
-
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-facility: <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>.
-</div>
-
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-including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
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