summaryrefslogtreecommitdiff
diff options
context:
space:
mode:
-rw-r--r--.gitattributes4
-rw-r--r--LICENSE.txt11
-rw-r--r--README.md2
-rw-r--r--old/69469-0.txt2246
-rw-r--r--old/69469-0.zipbin41063 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h.zipbin12440616 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/69469-h.htm2840
-rw-r--r--old/69469-h/images/cover.jpgbin873792 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p082_ill.jpgbin231776 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p082_ill_gross.jpgbin725711 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p120_ill.jpgbin117034 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p130_ill.jpgbin207646 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p162_ill.jpgbin243072 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p162_ill_gross.jpgbin760536 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p170_ill.jpgbin101626 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p210_ill.jpgbin74872 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p230_ill.jpgbin225441 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p242_ill.jpgbin226441 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p242_ill_gross.jpgbin673759 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p270_ill.jpgbin133557 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p300_ill.jpgbin55436 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p310_ill.jpgbin198990 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p330_ill.jpgbin243177 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p342_ill.jpgbin237475 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p342_ill_gross.jpgbin739319 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p343_ill.jpgbin235338 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p343_ill_gross.jpgbin734175 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p360_ill.jpgbin159512 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p410_ill.jpgbin144947 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p420_ill.jpgbin231155 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p441_ill.jpgbin234937 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p441_ill_gross.jpgbin730208 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p470_ill.jpgbin227857 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p490_ill.jpgbin226415 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p521_ill.jpgbin228380 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p521_ill_gross.jpgbin724544 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p540_ill.jpgbin225738 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p550_ill.jpgbin103660 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p570_ill.jpgbin230439 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p600_ill.jpgbin236630 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p601_ill.jpgbin234636 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p601_ill_gross.jpgbin756365 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p650_ill.jpgbin232629 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/p670_ill.jpgbin234012 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/schluss_deko.pngbin4618 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/titelseite_deko.pngbin3826 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/69469-h/images/verlagssignet.jpgbin224335 -> 0 bytes
47 files changed, 17 insertions, 5086 deletions
diff --git a/.gitattributes b/.gitattributes
new file mode 100644
index 0000000..d7b82bc
--- /dev/null
+++ b/.gitattributes
@@ -0,0 +1,4 @@
+*.txt text eol=lf
+*.htm text eol=lf
+*.html text eol=lf
+*.md text eol=lf
diff --git a/LICENSE.txt b/LICENSE.txt
new file mode 100644
index 0000000..6312041
--- /dev/null
+++ b/LICENSE.txt
@@ -0,0 +1,11 @@
+This eBook, including all associated images, markup, improvements,
+metadata, and any other content or labor, has been confirmed to be
+in the PUBLIC DOMAIN IN THE UNITED STATES.
+
+Procedures for determining public domain status are described in
+the "Copyright How-To" at https://www.gutenberg.org.
+
+No investigation has been made concerning possible copyrights in
+jurisdictions other than the United States. Anyone seeking to utilize
+this eBook outside of the United States should confirm copyright
+status under the laws that apply to them.
diff --git a/README.md b/README.md
new file mode 100644
index 0000000..c781fbd
--- /dev/null
+++ b/README.md
@@ -0,0 +1,2 @@
+Project Gutenberg (https://www.gutenberg.org) public repository for
+eBook #69469 (https://www.gutenberg.org/ebooks/69469)
diff --git a/old/69469-0.txt b/old/69469-0.txt
deleted file mode 100644
index c8df4db..0000000
--- a/old/69469-0.txt
+++ /dev/null
@@ -1,2246 +0,0 @@
-The Project Gutenberg eBook of Bäume und Sträucher, by Arabella
-Buckley
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
-most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms
-of the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
-www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you
-will have to check the laws of the country where you are located before
-using this eBook.
-
-Title: Bäume und Sträucher
-
-Author: Arabella Buckley
-
-Translators: Fritz Kriete
- Otto Rabes
-
-Release Date: December 4, 2022 [eBook #69469]
-
-Language: German
-
-Produced by: Peter Becker, Reiner Ruf, and the Online Distributed
- Proofreading Team at https://www.pgdp.net (The digitized
- holdings of the Staatsbibliothek zu Berlin are available to
- all interested parties worldwide free of charge for
- non-commercial use.)
-
-*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK BÄUME UND STRÄUCHER ***
-
-
- ####################################################################
-
- Anmerkungen zur Transkription
-
- Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1911 so weit
- wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler
- wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr
- verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert;
- fremdsprachliche Ausdrücke wurden nicht korrigiert.
-
- Die Buchanzeigen wurden der Übersichtlichkeit halber am Ende des
- Texts gesammelt dargestellt. Die originale Titelseite weist auf ‚16
- Illustrationen im Text‘ hin, obwohl 20 Abbildungen vorhanden sind.
- Dieser Fehler wurde in der vorliegenden elektronischen Ausgabe
- berichtigt.
-
- Die farbige Abbildung V. 6., Nr. 1, zeigt einen Vogelbeerzweig
- in Blüte und mit Früchten. Im Original wurde die Pflanze
- fälschlicherweise als ‚Schneeball‘ bezeichnet, was in der
- vorliegenden Bearbeitung korrigiert wurde. Die Abbildung eines
- Schneeballstrauches findet sich in der farbigen Abbildung V. 7.
-
- Besondere Schriftschnitte werden im vorliegenden Text mit Hilfe der
- folgenden Sonderzeichen gekennzeichnet:
-
- fett: =Gleichheitszeichen=
- gesperrt: +Pluszeichen+
- Antiqua: ~Tilden~
-
- ####################################################################
-
-
-
-
- Kinderaugen in der Natur
-
- [Illustration]
-
- Fünftes Buch
-
- Bäume und Sträucher
-
- Von Arabella B. Buckley (Mrs. Fisher)
-
- Einzige autorisierte Übertragung
- von Oberstudienrat ~Dr.~ Fritz Kriete in Halle und
- Studiendirektor ~Dr.~ Otto Rabes in Mülheim (Ruhr)
-
- Mit 8 bunten Vollbildern und 20 Illustrationen im Texte
-
- Zweite Auflage (7.-10. Tausend)
-
- [Illustration]
-
- Halle a. S.
- Hermann Gesenius
-
-
-
-
-Vorwort.
-
-
-Zur Einführung dieser Übersetzung sei hier kurz auf einige uns
-zusagende Eigentümlichkeiten dieser anspruchslosen Hefte hingewiesen,
-die uns veranlaßten, auf die Aufforderung der Verlagsbuchhandlung hin,
-sie ins Deutsche zu übertragen.
-
-Überall ist versucht, Stil und Satzbau so klar und einfach zu
-gestalten, daß nach dieser Seite hin Kindern beim Lesen keine
-Schwierigkeiten erwachsen.
-
-Die behandelten Stoffe aus dem Leben der Tiere und Pflanzen sind gut
-gewählt, dabei interessant -- nicht rein beschreibend -- gestaltet.
-
-Vielmehr ist jeder einzelne Abschnitt, der stets ein in sich
-abgeschlossenes Ganze bildet, so durchgeführt, daß er die kleinen Leser
-zu +eigenen+ Beobachtungen anregt.
-
-Endlich sind die farbenschönen Abbildungen einheitlich und naturgetreu
-ausgeführt, so daß auch sie das Interesse der Kinder beleben helfen.
-Überhaupt stand für unsere Erwägungen der Gedanke im Vordergrunde, daß
-diese Bücher geeignet sein könnten, sich im Kampfe gegen die unsere
-Jugend verseuchende Schundliteratur als nützlich zu erweisen.
-
- +Halle+, im Juni 1911.
-
- =Kriete. Rabes.=
-
-
-
-
-Inhalt.
-
-
- Seite
-
- Vorwort 3
-
- Lektion 1. Der Nutzen der Bäume 7
-
- „ 2. Wie ein Baum entsteht 10
-
- „ 3. Wie ein Baum wächst. -- Die Roßkastanie 15
-
- „ 4. Bäume mit Kätzchenblüten 19
-
- „ 5. Die deutsche Eiche 24
-
- „ 6. Gäste der Eiche 29
-
- „ 7. Die Buche und die edle Kastanie 34
-
- „ 8. Bäume, die Zapfen tragen 38
-
- „ 9. Hecken-Sträucher und -Bäume 43
-
- „ 10. Blühende Gartensträucher 48
-
- „ 11. Esche und Ulme 52
-
- „ 12. Im Parke 58
-
- „ 13. Blätter. Ihre Gestalt und ihr Stand 63
-
-
-
-
-Fünftes Buch.
-
-Bäume und Sträucher.
-
-
-
-
-Lektion 1.
-
-Der Nutzen der Bäume.
-
-
-Habt ihr wohl schon einmal darüber nachgedacht, wie nützlich die Bäume
-sind? Wir haben im dritten Buch gesehen, daß die Pflanzen die Luft,
-die wir einatmen, reinigen. Die Bäume mit ihren Hunderten von Blättern
-verrichten einen großen Teil dieser Arbeit, und sie nützen auch in
-anderer Weise noch sehr viel.
-
-Stellen wir uns einen kleinen Baum vor, der im Walde oder auf dem Felde
-wächst. Vielleicht wird er von Kaninchen oder Rehen abgefressen, ehe
-er ein Jahr alt ist. Wenn dies der Fall ist, so hat er als Nahrung
-genützt. Wächst er aber auf, so wirft er gleich im ersten Jahre seine
-Blätter im Herbst ab, und diese tragen dazu bei, fruchtbare Erde zu
-bilden und so Nahrung für andere Pflanzen zu liefern.
-
-So geht es nun jedes Jahr; der Baum treibt Blätter, reinigt die Luft
-und hilft fruchtbare Erde erzeugen. Aber sehr bald fangen die Insekten
-an, in dem jungen Schößling sich ein Heim einzurichten, denn alle Arten
-von Bäumen beherbergen Insekten, die davon leben. Schmetterlinge
-kommen und legen ihre Eier unter die Blätter, von denen sich die
-Raupen, wenn sie ausgekrochen sind, nähren. Der Käfer legt seine Eier
-in die Rinde, und seine Larve nährt sich da, bis sie selbst zum Käfer
-wird, oder bis der Specht oder die Spechtmeise sie finden und fressen.
-
-So bietet jeder Baum einer kleinen Kolonie von lebenden Wesen
-Unterkunft. Dann kommen die Vögel; sie schlafen nachts in seinen
-Zweigen und bauen in diesen ihre Nester im Frühlinge. Ulmen werden
-oft von den Krähen für ihren Horst gewählt; in den Fichten des Waldes
-schläft die Holztaube, und Fasanen und Falken ruhen auf ihren Zweigen,
-während Amsel und Drossel die Nacht gern in Nadelholz- oder anderem
-immergrünen Gebüsch zubringen.
-
-Wenn der Baum groß geworden ist, so trägt er Blüten und Früchte. Diese
-Früchte und ihre Samen dienen vielen Lebewesen als Nahrung. Die Vogel
-nähren sich von Beeren, Nüssen und Eicheln. Das Eichhörnchen baut sich
-ein Nest in Buchen und frißt alle Arten von Nüssen, die es finden kann.
-Für Feldmaus, Igel und Schwein bilden die Bucheckern und Eicheln eine
-vortreffliche Nahrung, die sie auf dem Boden finden, während wir die
-Frucht der Edelkastanie (Marone), des Walnußbaumes und Äpfel, Birnen
-und Kirschen aus dem Obstgarten essen.
-
-[Illustration: Roßkastanie, links unten Frucht.
-
- V. 1.
-
-]
-
-Wie nützlich sind doch die Bäume dem Menschen! Sie helfen, den Boden
-feucht und frisch zu halten. In einem Lande, wo Wälder sind, regnet
-es mehr als in einem baumarmen, und der Erdboden würde trocken und
-ausgedörrt werden, wenn die Bäume nicht ihren angenehmen Schatten
-spendeten. Wie das Weidevieh sich unter ihnen sammelt, wenn die
-Sonne ihre glühenden Strahlen herniedersendet, und wie friedlich
-wiederkäuend sie unter ihnen stehen, geschützt vor der Hitze und Glut!
-Und wie froh seid ihr auf dem Schulwege, wenn ihr unter ihrem Schatten
-dahingehen könnt, anstatt auf der staubigen Landstraße! Wie schön sind
-sie auch im Frühling, wenn die frischen grünen Blätter ausschlagen!
-Immer wieder macht uns der Gedanke froh, daß das Leben des Baumes alle
-Jahre von neuem beginnt.
-
-Andererseits gibt es Bäume, die so alt sind, daß sie uns an lang
-vergangene Zeiten erinnern. Der Gedanke, was für eine lange Geschichte
-solche Bäume erzählen könnten, trägt dazu bei, uns die Heimat lieb und
-wert zu machen.
-
-Aber selbst Bäume müssen endlich sterben, und wenn sie uns nützlich
-sein sollen, so müssen sie gefällt werden, ehe sie vermodern. Und wie
-nützlich ist uns nun erst der Baum nach seinem Tode!
-
-Wir wollen einmal den Lauf eines Tages betrachten und sehen, wie viel
-wir von dem Baume benutzen. Wenn man am Morgen aufsteht, ist das erste,
-was geschehen muß, daß ein Feuer mit Holz angezündet wird. Man setzt
-sich auf einen Stuhl; er ist aus Holz gemacht. Man öffnet die Tür;
-auch sie ist aus Holz. Ihr nehmt, wenn ihr nach der Schule geht, den
-Regenschirm; sein Stock war einst der Zweig eines Baumes. Ihr geht die
-Treppe hinab; ihre Stufen bestehen vielfach aus Holzplanken. Ihr habt
-auf eurem Schulwege eine Brücke zu überschreiten; sie ist aus Holz
-gebaut. Das Gattertor auf dem Felde, der Zaun um die Schule, alles
-besteht aus Holz.
-
-Ihr nehmt euren Platz in der Klasse ein. Eure Füße ruhen auf
-Holzbrettern, die vom Fichtenbaum stammen. Ihr sitzt auf hölzernen
-Bänken. Eure Schiefertafel hat einen hölzernen Rahmen. Das Tafelgestell
-und die Tafel selbst bestehen aus Holz. Der Lehrer öffnet die
-Tintenflasche, um die Tintenfässer zu füllen; den Kork der Flasche
-liefert die Rinde eines Baumes, während die Tinte selbst aus einer
-Säure gemacht ist, die aus Galläpfeln gewonnen wird. Diese werden durch
-den Stich eines Insekts auf den Blättern der Eiche hervorgerufen.
-
-Wenn ihr aus der Schule kommt, läßt euch vielleicht ein Landmann auf
-seinen Wagen steigen, der auch aus Holz gemacht ist, ebenso wie der
-Schubkarren, mit dem er den Dünger in den Garten fährt. Ihr legt
-eure Schulbücher in die alte eichene Kommode, die in der Ecke steht,
-und wenn ihr nach dem Abendessen zu Bett geht, seht ihr über eurem
-Kopfe die Stubendecke, die aus hölzernen Balken zusammengefügt ist.
-Ihr könntet noch vieles hinzufügen, was ich vergessen habe; und dann
-haben wir noch nicht aufgezählt das Gummi, den Terpentin, die Öle,
-die Gerbsäure und die vielen Wohlgerüche, die wir von den Bäumen
-erhalten. Auch haben wir noch nicht von Schiffen und Eisenbahnwagen
-gesprochen und von den hübschen Holzschnitzereien in unseren Kirchen
-und öffentlichen Bauten. Sicherlich, ohne Bäume würde es schlecht mit
-der Welt stehen!
-
- Nenne noch andere Dinge, die aus Holz gemacht sind.
-
-
-
-
-Lektion 2.
-
-Wie ein Baum entsteht.
-
-
-Wir sahen im dritten Buche, daß einige Pflanzen viel länger leben
-als andere. Manche leben nur ein Jahr, bilden Samen und sterben
-dann. Diese nennen wir einjährige Pflanzen. Andere leben zwei Jahre.
-Sie treiben im ersten Jahre ihre Wurzeln und Blätter, während sie
-im zweiten Blüten und Früchte bilden. Diese nennen wir zweijährige.
-Andere leben viele Jahre lang und heißen ausdauernde oder perennierende
-Pflanzen. Bäume sind ausdauernd, denn sie leben sehr viele Jahre. Es
-gibt Eichen, die mehr als tausend Jahre alt sind.
-
-Und doch begannen alle diese alten Bäume ihr Leben als kleine Samen wie
-die Bohne, die ihr im Blumentopfe zum Keimen brachtet. Wie haben sie
-es nun fertig gebracht, so lange zu leben? Wir werden dies am besten
-erfahren, wenn wir uns einen jungen Sämling ansehen.
-
-Man wird leicht imstande sein, irgend einen solchen im Walde zu finden,
-eine Eiche, eine Buche oder einen Haselnußstrauch, die aus einer in
-den Boden getretenen Nuß, Buchecker oder Eichel aufgewachsen sind. Ich
-werde eine Eiche wählen, weil ich eine dicht vor meiner Tür habe und
-euch ein Bild davon geben kann. Wenn ihr eine Eichel nehmt, sie in
-den Hals einer Flasche steckt mit der Spitze nach oben und vorher die
-Flasche mit Wasser füllt, so könnt ihr eine kleine Eiche aufziehen und
-sehen, ob sie der meinigen ähnlich ist.
-
-Zuerst treibt die Eichel aus einem Spalt einige Wurzeln nach unten.
-Dann spaltet sich die Schale vollständig, und man kann sehen, wie sich
-die beiden dicken Keimblätter öffnen, zwischen denen die wachsende
-Spitze liegt. Diese Spitze wächst nun beständig nach oben und treibt
-bald einige Blätter. Es ist manchmal eins, manchmal sind es auch zwei,
-eins über dem anderen, an der Seite des Stammes. Aber wenn der Herbst
-kommt, werden sicher zwei oder drei dicht zusammen an der Spitze des
-kleinen Baumes stehen. Unten an jedem Blatte dicht am Stamme sitzt eine
-kleine Knospe und am oberen Ende des Stammes eine kräftige Knospe,
-dicker als die übrigen.
-
-Der Unterschied zwischen der Eiche und der Bohne, die wir im dritten
-Buch beschrieben, ist der, daß ihr Stamm holzig ist. Wenn man ein
-anderes Eichenpflänzchen desselben Alters aus dem Walde holt und es
-durchschneidet, so wird man folgendes sehen (Fig. 1, Seite 13). In
-der Mitte ist ein runder weißer Fleck „~p~“. Dies ist das Mark oder
-der weiche Teil, den man aus einem Holunderzweige aushöhlt, wenn man
-sich eine Knallbüchse machen will. Dann kommt ein Ring von weichem
-weißlichen Holze „~w~“. Rund herum sitzt die Rinde „~b~“.
-
-[Illustration: Junge Eichen.
-
-1. Wachstum nach einem Jahr, 2. nach zwei, 3. nach drei Jahren.
-~r~ Ring, der von den Knospenschuppen gebildet wird.]
-
-Nun wißt ihr, daß das Wasser mit erdigen Bestandteilen darin von den
-Wurzeln aufsteigen muß, um in die Blätter zu gelangen und hier zur
-Nahrung verarbeitet zu werden. Es steigt durch diesen Ring lebenden
-Holzes auf, und wenn es zurückkommt, bildet es neues Holz und neue
-Rinde, da wo Holz und Rinde zusammenstoßen. Ihr wißt, wie leicht es
-ist, die Rinde vom Holze abzuschälen. Das kommt daher, daß zwischen
-dem neuen Holze und der Rinde eine zarte, dünne Zellschicht sitzt, die
-leicht zerreißt.
-
-Aber wenn der Herbst kommt, nehmen die Wurzeln kein Wasser mehr auf,
-und der rohe Saft, wie er genannt wird, steigt nicht mehr auf. Die
-Stengel der Blätter vertrocknen da, wo sie mit dem Stamme verbunden
-sind und fallen ab. Der Baum ruht während des Winters.
-
-[Illustration: Querschnitt des Eichenstammes.
-
-1. Zweig vom ersten Jahre. 2. Zweig vom zweiten Jahre. 3. Stumpf einer
-alten Eiche mit Jahresringen. ~p~ Mark. ~w~ Holz. ~b~ Rinde. ~w~2 Holz
-vom zweiten Jahre. ~m~ Markstrahl.]
-
-Nun beobachtet eure kleine Pflanze im nächsten Frühling. Ihr werdet
-sehen, wie aus der dicken Knospe an der Spitze und oft noch aus zwei
-anderen, die dicht daneben stehen, sich Zweige entwickeln, die eigene
-Blätter haben. Aber bei einem sehr jungen Baume sterben die kleineren
-gewöhnlich ab, und der Stamm wächst gerade in die Höhe. Man kann jedoch
-immer feststellen, wo das neue Wachstum im Frühling begann, weil sich
-dort ein Ring (s. Abb. S. 12, ~r~) befindet, der von den Schuppen der
-Knospen zurückgelassen wird. Das Holz des neuen Stückes wird gerade so
-sein wie das Holz des unteren Stückes im vorigen Jahre war. Aber dieses
-untere Stück setzt frisches Holz an und wird dicker (Fig. 2, S. 13).
-Der Saft steigt hinauf und hinunter, und ein neuer Ring von Holz bildet
-sich außerhalb des alten, ebenso wie ein sehr dünner neuer Ring von
-Rinde innerhalb der alten. So wird am Ende des zweiten Jahres das alte
-Stück unter den Schuppen zwei Holzringe haben (~w~ und ~w~2) mit einer
-Linie dazwischen, die zeigt, wo der Baum im Winter ruhte; das neue
-Stück dagegen hat nur einen Ring.
-
-Alles dies ist bei solchen kleinen Bäumen schwer zu sehen, und man
-muß den Querschnitt ansehen. Aber wenn man in den Wald geht, wo
-Bäume gefällt werden, so wird man an den alten Bäumen die Ringe viel
-deutlicher sehen, und man wird Vergnügen daran finden, die Stämme zu
-betrachten und zu zählen, wie alt die Bäume sind. Man kann nicht ganz
-sicher sein, daß man die Jahre richtig zählt, weil das alte Holz durch
-das neu wachsende zusammengepreßt wird und sehr hartes Holz in der
-Mitte des Stammes bildet, das sogenannte Kernholz. Aber sicherlich
-ist der Baum nicht jünger, sondern wahrscheinlich viel älter, als die
-Ringe, die man zählen kann, angeben.
-
-Nun kommen wir zu der Frage zurück, wie Bäume so alt werden können.
-Jahr für Jahr bilden sie einen neuen Ring, und diese Ringe werden immer
-schmäler und schmäler, je älter sie werden. Durch die jüngeren Ringe
-steigt der rohe Saft in die Blätter auf und kommt als Nahrung wieder
-herunter, um die verschiedenen Teile des Baumes zu nähren. In jedem
-Frühling werden Knospen an jedem Blatte gebildet, und diese Knospen
-sind wie neue Pflanzen. Sie wachsen mit frischer Kraft empor und
-bilden neue Nahrung für den Baum, der sie im Stamme und in den Zweigen
-emporträgt zu Licht und Luft.
-
-Das Kernholz des Stammes ist wirklich tot und vermodert manchmal,
-während der äußere Teil des Baumes noch weiter grünt. Aber viele
-Ringe im Innern des Baumes brauchen noch Nahrung, und wenn man einen
-gefällten Baum ansieht, so kann man sehen, wie sie diese bekommen.
-Neben den Ringen wird man einige Linien (~m~) bemerken, die wie
-die Speichen eines Rades von dem Mittelpunkt des Stammes ausgehen und
-sich bis zur Rinde erstrecken. Diese Linien bestehen aus Mark wie
-die, welche wir in der Mitte des jungen Schößlings der Eiche sahen.
-Durch sie hindurch dringt der Saft durch den ganzen Baum, bis sie
-zusammengepreßt werden.
-
-Es gibt auch Bäume, wie die Palmen, die ihr in Warmhäusern seht, die
-keine Ringe ansetzen. Aber sie sind keine bei uns wachsenden Bäume und
-gehen uns hier nichts an.
-
- Nehmt verschiedene Stücke von Baumzweigen und versucht, die Rinde,
- die innere Rinde, die Holzringe und das Kernholz zu erkennen.
- Flieder, Linde und Holunder zeigen sie sehr gut. Eiche und Fichte
- zeigen am besten das Kernholz.
-
-
-
-
-Lektion 3.
-
-Wie ein Baum wächst. -- Die Roßkastanie.
-
-
-Wenn ein junger Baum reichlich Holz und Zweige gebildet hat, beginnt
-er, einige seiner Knospen zu benutzen, um Blüten zu bilden. Diese
-Blütenknospen wachsen an denselben Stellen wie die Blätterknospen.
-An einigen Bäumen wachsen sie da, wo das Blatt aus dem Stamm
-hervorwächst. Bei anderen wachsen sie an der Spitze der Zweige. Sie
-sind im allgemeinen runder und weniger spitz als die Blätterknospen.
-Die Blüten der Eiche sind sehr klein, deshalb tut man besser, sich
-nach einem Roßkastanienbaum umzusehen und einen Zweig desselben für
-diese Lektion zu brechen. Man wird auf einer Roßkastanie fast zu jeder
-Zeit des Jahres Blütenknospen finden, ausgenommen, wenn er im vollen
-Blätterschmuck steht, denn dann sind sie sehr klein.
-
-Die beste Zeit darnach zu suchen, ist am Ende des Winters, wenn der
-Baum kahl ist. Zuerst sieh die kleineren Knospen an, die zu zwei und
-zwei einander am Zweige gegenüberstehen. Unter jeder Knospe sieht man
-eine Narbe, die die Stelle bezeichnet, wo das Blatt im letzten Jahre
-wuchs. Die Narbe hat die Form eines Pferdehufes und hat verschiedene
-schwarze Flecke, die wie die Nägel angeordnet sind. Diese Stellen
-zeigen, wo die Röhrenbündel waren, die den Saft in das Blatt führten.
-
-Nun zerpflückt eine der Knospen. Sie sind klein, und ihr werdet es
-nicht gerade leicht finden; aber ihr könnt die braunen, klebrigen
-Schuppen abnehmen, und dann werdet ihr im Innern zuerst einen
-feuchtklebrigen Flaum finden und dann die jungen, grünen Blätter, die
-dicht zusammengefaltet sind. Zwischen ihnen wächst eine grüne Spitze.
-
-[Illustration: Salweide.
-
-1. Silberweiße Kätzchen, Stempel tragend. 2. Goldgelbe Kätzchen, von
-Staubgefäßen gebildet.
-
- V. 2.
-
-]
-
-Wenn ihr nun diese Knospe hättet wachsen lassen, und sie Nahrung genug
-erhalten hätte, so würde sie im Frühling zu einem kleinen, Blätter
-tragenden Zweige herangewachsen sein. Aber selten werden alle
-Knospen an einem Zweige groß. Die stärkeren nehmen die Nahrung fort,
-und die schwächeren sterben entweder ab oder warten bis zum nächsten
-Jahre.
-
-Nun seht die Knospen an den Spitzen der Zweige an! Sie sind viel
-größer als die, die an den Seiten wachsen, und ihr könnt sie leicht
-untersuchen. Wenn ihr die klebrigen Schuppen fortgenommen habt -- es
-sind ihrer 12 bis 17 --, so werdet ihr zu denselben feuchtklebrigen,
-weißen Flaumhaaren kommen, die ihr in den Blattknospen fandet, und die
-ein warmes Bett für die im Innern wachsenden zarten Blättchen abgeben.
-
-Aber diese Knospe besteht nicht ganz aus Blättern wie die kleineren.
-Sie hat vier kleine hellgrüne Blätter, und in sie eingebettet liegt
-eine zierliche Rispe mit kleinen Knöpfchen (~F~).
-
-[Illustration: Zweig der Roßkastanie.
-
-1. Große Blütenknospe.
-
-2. Kleine Blätterknospe.
-
-3. Narbe vom vorjährigen Blattstiel.
-
-4. Gefäßröhren, in denen der Saft sich bewegt.
-
-5. Zweig, der vor zwei Jahren gebildet wurde.
-
-~I~. Blütenknospe (Längsschn.).
-
-~S~. Hüllschuppen.
-
-~L~. Gefaltete Blätter.
-
-~F~. Blütenanlagen.]
-
-Man kann die Blüten an dieser Rispe ohne Mikroskop wahrnehmen. Aber
-wenn man bis zum Mai wartet und sie beobachtet, so wird man sehen, wie
-sie sich allmählich zu einem lieblichen Blütenzweig entwickeln, und
-ich denke, ihr werdet sie um so lieber haben, sobald ihr wißt, wie
-der Baum sie im letzten Herbst vorbereitete, als er noch mit Blättern
-bedeckt war, und sie den ganzen Winter hindurch warm in klebrige
-Knospen einhüllte.
-
-Und während ihr nun auf die Entwicklung der Blüten wartet, seht euch
-den Baum selbst an. Der Stamm ist glatt und rund. Die Zweige beginnen
-ungefähr drei Meter über dem Boden. Zwei und zwei stehen einander
-gegenüber wie die Blätter, ausgenommen da, wo eine Knospe sich nicht
-entwickelt hat. Die unteren Zweige, die natürlich die ältesten sind,
-breiten sich am weitesten aus, so daß der Baum sich nach der Spitze hin
-in gefälliger Weise abrundet.
-
-Wenn dann der April kommt, fallen die braunen Schuppen von den
-Blattknospen ab, und der Baum ist mit hellgrünen, flaumhaarigen
-Blättern bedeckt. Sie sind geteilt in sieben Blättchen, die von der
-Spitze des Stengels wie ein halbgeöffneter Regenschirm herabhängen.
-Nach und nach, wenn sie kräftiger werden, entwickeln sie sich zu einem
-breiten Blatt aus sieben fingerartigen Teilen. Inzwischen wirft die
-Blütenknospe ihre Schuppen ab; die vier grünen Blätter kommen hervor,
-und die Blütenrispe streckt ihre schneeweißen, rot und gelb gestreiften
-Blüten heraus (siehe bunte Tafel I).
-
-Die Blüten, die dem Zweige am nächsten sitzen, öffnen sich zuerst
-und werden kräftig. Es sind vollständige Blüten mit fünf grünen
-Kelchblättern und fünf schön gekräuselten Blumen-Kronblättern, die
-sowohl Staubgefäße als Fruchtknoten im Innern haben. Aus diesen
-entstehen die Kastanien, die im Herbste reif werden. Die an der
-Rispe weiter oben sitzenden Blüten haben nur Staubgefäße im Innern
-der Blumenkronblätter. Sie verwelken, sobald sie ihren Blütenstaub
-ausgestreut haben.
-
-Wenn ihr eine ältere Blütenrispe bekommen könnt, nachdem die Blüten
-schon verwelkt sind, und den Fruchtknoten einer Blüte durchschneidet,
-so werdet ihr sehen, daß er drei Abteilungen hat mit je zwei kleinen
-Samen. Aber wenn ihr die stachelige Frucht im Herbst aufnehmt, so
-werdet ihr, obwohl sie in drei Teile zerspringt, nur eine oder zwei
-große Kastanien darin finden, seltener noch einige andere sehr kleine.
-Die großen Samen haben die anderen kleinen ausgehungert und sind groß
-und stark geworden. Sind die Kastanien braun und glänzend, so sind sie
-reif und werden keimen, sobald man sie sät.
-
-Obwohl die Roßkastanie im Sommer sehr schön ist, werden ihre Blätter
-sehr früh gelb und fallen im September ab, und dann kann man sehen, wie
-sich die Knospen für das nächste Jahr schon gebildet haben. Jedermann
-weiß, daß Roßkastanien bitter und nicht genießbar sind. Die süßen
-Kastanien, die wir rösten, kommen von einem ganz anderen Baum und sind
-keine Samen, sondern Früchte.
-
- Suche einen Roßkastanienzweig und untersuche die Knospen; beobachte
- im Mai den Fruchtknoten und die Frucht im September.
-
-
-
-
-Lektion 4.
-
-Bäume mit Kätzchenblüten.
-
-
-Die Roßkastanie ist einer der wenigen großen deutschen Bäume, die
-große Blütenrispen haben. Es gibt in den Hecken viele hübsche blühende
-Sträucher, wie Schwarz- und Weißdorn und Schneeball. Aber viele große
-Bäume haben kleine Blüten. Da einige dieser Bäume blühen, ehe sich ihre
-Blätter entfalten, so kann man ihre Blüten sehen. So wollen wir denn
-einige betrachten.
-
-Wenn in der Nähe eurer Wohnung viele Bienen sind, und dort einige
-Salweiden entweder in den Hecken oder Gehölzen wachsen, so geht an
-einem sonnigen Märztage hinaus, legt euch unter einen der Bäume und
-paßt auf.
-
-Bald werdet ihr ein Summen hören, das so lange dauert, wie die Sonne
-scheint. Denn die Bienen sind aus ihrem langen Winterschlafe erwacht
-und brauchen Honig und Blütenstaub, um Bienenbrot zu bereiten. Es
-blühen nur sehr wenige Blumen im März, und wenn der süße Duft des
-Honigs von den Blüten der Weide aufsteigt, so werden die Bienen seiner
-schnell gewahr.
-
-Ihr werdet mich vielleicht fragen, woran man eine Salweide erkennt.
-Ihr kennt sie sehr gut, obwohl ihr vielleicht den Namen nicht wißt. Es
-ist ein großer, buschiger Baum mit einem grauen Stamm; sie wächst in
-Hecken und feuchten Gehölzen. In manchen Gegenden schneiden die Leute
-am Palmsonntag Zweige davon ab und nennen sie Palmen.
-
-Im März und April werdet ihr an den Zweigen runde, weiche,
-walzenförmige Gebilde sehen, so groß wie Fingerhüte, die bald auf der
-einen, bald auf der anderen Seite des Zweiges wachsen. In diese stecken
-die Bienen ihre Köpfe hinein. Ihr erinnert euch an die Kätzchen, die
-wir im ersten Buch auf den Nußbäumen sahen. Diese weichen Gebilde,
-die sich dicht an die Weide schmiegen, sind auch Kätzchen. Bei Weiden
-stehen sie nach oben, anstatt wie bei dem Nußbaum nach unten zu
-hängen, und bei der Salweide umfassen sie den Zweig.
-
-Aber nun möchte ich, daß ihr noch weiter aufpaßt. Der Baum, unter
-dem ihr gerade sitzt, hat hoffentlich breite gelbe Kätzchen (vergl.
-bunte Tafel II), und wenn ihr einen Zweig abpflückt und ihn
-genau anseht, werdet ihr sehen, wie die gelben Staubbeutel rund um die
-Kätzchen herumstehen. Aber ihr findet vielleicht ganz in der Nähe einen
-anderen Baum derselben Art, auf dem die Kätzchen weich und grau sind
-(vergl. bunte Tafel II, 1). Sie sind viel länger und schmäler
-als die gelben Kätzchen.
-
-[Illustration: Blüten der Salweide.
-
-1. Blüte mit Fruchtknoten. 2. Blüte mit Staubgefäßen. ~L.~
-Blattschuppe. ~H.~ Honigdrüse. ~O.~ Fruchtknoten. ~S.~ Staubgefäß.]
-
-Pflücke einen Zweig von jedem dieser Bäume und nimm ihn mit zur Schule.
-Wenn ihr die Kätzchen zerpflückt, so werdet ihr finden, daß jedes
-derselben aus winzigen Blüten besteht. Bei den gelben Kätzchen besteht
-jede Blüte nur aus einem kleinen schuppigen Blatte (~L~, 2) mit zwei
-Staubgefäßen. Nein! Ich habe etwas vergessen. Es ist noch etwas anderes
-dabei, denn unten an dem schuppigen Blatt sitzt ein kleiner Becher
-(~H~), der einen Tropfen Honig enthält. So sind, wie ihr seht, sehr
-viele Tropfen Honig in einem Kätzchen.
-
-Wenn ihr nun die grauen Kätzchen zerpflückt, so werdet ihr denselben
-Honigbecher (~H~) unten an der Blütenschuppe finden, aber anstatt der
-Staubgefäße bemerkt ihr einen kleinen Fruchtknoten (~O~) in der Form
-einer Flasche mit einer verschrumpften Narbe.
-
-Nun könnt ihr auch sehen, wozu der Honig dient. Da die Staubgefäße und
-Fruchtknoten auf verschiedenen Bäumen sitzen, so müssen die Blüten die
-Bienen in die Versuchung bringen, den Blütenstaub fortzutragen. Es ist
-klug, Weiden dahin zu pflanzen, wo in der Nachbarschaft Bienen gehalten
-werden; denn diese holen im Frühling eine Menge Honig aus ihnen heraus.
-Die Korbweide, die in Sümpfen wächst, und deren Zweige zu Körben
-verarbeitet werden, blüht zu derselben Zeit wie die Salweide. Aber
-die gemeine Silber-, auch Kopfweide genannt, die oft ein großer Baum
-wird, und die Bruch- oder Knackweide, deren Zweige beim Versuche, sie
-zu biegen, so leicht brechen, blühen später, erst nachdem die Blätter
-hervorgewachsen sind. Alle blühen aber immerhin noch frühzeitig, und
-wenn die winzigen, mit weißem Flaum bedeckten Samen aus den Kätzchen
-herausgeweht sind, benutzen manche Vögel sie beim Nestbau.
-
-Ein anderer Baum, der blüht, ehe die Blätter kommen, ist die deutsche
-Pappel, die fast überall wächst. Pappeln haben zwei Arten von Blüten
-auf verschiedenen Bäumen wie die Weiden. Aber sie haben keinen Honig,
-und so kommen keine Bienen in ihre Nähe. Ich denke, daß ihr bald
-erraten werdet, wie die Übertragung des Blütenstaubes geschieht, wenn
-ihr Pappeln in eurer Nähe habt und sie beobachtet. Die stürmischen
-Aprilwinde schwingen die lang herabhängenden Kätzchen hin und her und
-der trockene Blütenstaub wird durch die Luft von Baum zu Baum geweht.
-
-[Illustration: Zweige der Pappel.
-
-1. Kätzchen mit Staubgefäßblüten. 1~a~. Einzelne Blüte vergrößert. 2.
-Kätzchen mit Stempelblüten, die also einen Fruchtknoten enthalten.
-2~a~. Einzelblüte vergrößert.]
-
-Wißt ihr auch wohl, welchen Baum ich unter „deutscher Pappel“ verstehe?
-Nicht jene hohen steifen Bäume, die gerade zum Himmel emporsteigen.
-Diese kommen aus Italien und heißen italienische Pappeln. Die
-deutschen Pappeln sind sehr breitästige Bäume mit großen Blättern,
-die an langen Stielen hängen. Bei der Silberpappel sind die Blätter
-unterseits weißfilzig, und die der Espe oder Zitterpappel sind auf der
-Unterseite mit seidenartigen Haaren bedeckt. Die Blätter drehen sich an
-ihren langen Stielen, wenn der Wind geht, und sehen sehr hübsch aus,
-wenn sie ihre weißen Seiten zeigen.
-
-Noch einen anderen Baum mit zweierlei Blüten müßt ihr aufsuchen. Die
-Blüten mit Staubgefäßen bilden lange lose Kätzchen, während die mit dem
-Stempel und Fruchtknoten in kleinen, mit Schuppen umgebenen Knospen
-sitzen. Dies ist unser Freund, der Eichbaum, nachdem er zu einem großen
-Baume herangewachsen ist. Die Eiche blüht im Frühling, gerade wenn die
-Blätter hervorkommen. Man kann leicht die Kätzchen erkennen, wie sie
-im Winde hin- und herschwanken, aber die Blüten, aus denen die Eicheln
-entstehen, sind sehr klein und wachsen einzeln oder in Paaren zwischen
-den Stielen der Blätter und der Zweige. Jede ist von einer kleinen Zahl
-von Schuppen umgeben, die sich nach und nach zu dem Becher der Eichel
-verhärten.
-
-Die Eiche ist ein so wichtiger Baum, daß wir von ihr in einer
-besonderen Lektion sprechen müssen.
-
- Suche im März Weidenkätzchen mit weiblichen und männlichen Blüten.
- Suche nach dem Honigbecher. Suche Blätter und Zweige der deutschen
- Pappel.
-
-
-
-
-Lektion 5.
-
-Die deutsche Eiche.
-
-
-Ich möchte wissen, ob es in eurer Nachbarschaft Wälder gibt, wo die
-Eichen dicht zusammen wachsen, oder wo sie mit Buchen und anderen
-Bäumen gemischt stehen.
-
-Sie haben gerade, kahle Stämme; manche sind 3, manche 6, manche 10
-Meter hoch, ehe sich die Zweige nach oben ausbreiten. Ihr erinnert euch
-aber doch, daß eure kleine Eiche Knospen hatte an dem ganzen Stamm
-hinauf, bald auf der einen, bald auf der anderen Seite. Wie kommt es,
-daß aus diesen Knospen keine Zweige entstanden sind?
-
-[Illustration: Eichenzweig mit Eicheln.
-
-1. Gewöhnliche Eiche mit gestielten Eicheln. 2. Eiche, deren Früchte
-den Zweigen aufsitzen.
-
- V. 3.
-
-]
-
-Der Grund ist der, daß in einem dichten Walde, wo die Bäume eng
-zusammengedrängt stehen, jeder Baum sein Haupt zum Licht emporheben
-will. Wenn nun im Frühling sich die Knospen und Blätter an der Spitze
-des kleinen Baumes öffnen, und der Saft von den Wurzeln aus durch den
-Stamm in sie hinaufsteigt, so brauchen diese sehr viel davon, um sich
-zu entwickeln. Nur eine kleine Menge des Saftes steigt wieder hinab,
-um neues Holz zu bilden. Deshalb erhalten die unteren Knospen nicht
-Nahrung genug zum Wachstum, und sie sterben entweder ab oder ruhen,
-das heißt, sie warten auf eine andere Gelegenheit, die sich vielleicht
-niemals findet. Dazu kommt, daß im dichten Walde die unteren Zweige mit
-ihren Blättern zu wenig Licht bekommen, um weiter wachsen zu können.
-Aus diesen Gründen wachsen die Eichen im Walde höher und höher und
-bilden erst hoch über dem Boden eine breitästige Krone.
-
-Aber wenn man zufällig eine alte Eiche im offenen Felde oder am
-Waldrande findet, wo sie reichlich Platz hat und von allen Seiten genug
-Licht bekommt, so wird man sehen, daß sie ganz anders aufgewachsen ist.
-Der Stamm ist viel dicker, und die Zweige setzen viel weiter unten an.
-Bei vielen dieser Eichen kann ein erwachsener Mensch die unteren Zweige
-erreichen. Die Zweige sind sehr stark und breiten sich weit aus, so
-daß eine alte Eiche im Freien viel Platz einnimmt. Wenn der Stamm nicht
-sehr kräftig wäre, könnte er das Gewicht solcher mächtigen Zweige nicht
-tragen. Aber er hat am Boden einen großen Umfang, der sich dann etwas
-vermindert, so daß er sich wie ein starker Pfeiler erhebt, bis er
-wieder da umfangreicher wird, wo die Äste sich abzweigen.
-
-Ein bedeutender englischer Ingenieur, namens Smeaton, der den
-Eddystone-Leuchtturm baute, gestaltete ihn wie den Stamm einer Eiche,
-und der Leuchtturm trotzte mehr als hundert Jahre lang dem Wind und den
-Wogen.
-
-Die Eiche hat eine sehr starke, dicke Wurzel, von der lange
-Abzweigungen sich ganz um den Baum herum verbreiten. Ich kann euch ein
-Mittel sagen, durch das ihr erkennen könnt, wie weit sich die Wurzeln
-eines Baumes unter der Erde ausbreiten. Betrachtet die Zweige und
-seht, wie weit sie sich vom Stamme aus erstrecken, denn die Wurzeln
-reichen gerade so weit in der Erde, wie die Zweige über derselben sich
-ausdehnen.
-
-Der Grund dieser Erscheinung ist sehr interessant. Ihr werdet euch
-daran erinnern, daß die Spitzen der Wurzeln gewissermaßen den Mund der
-Pflanzen vorstellen. Sie ziehen das Wasser ein. Wenn es nun regnet,
-rieseln die Regentropfen von Blatt zu Blatt, bis sie an die Spitzen
-der Zweige kommen, dann tröpfeln sie nieder und dringen in die Erde
-ein. Die Wurzeln würden sehr wenig Regenwasser bekommen, wenn sie da
-aufhörten, wo ein Mensch sich hinstellt, um sich vor dem Regen zu
-schützen. Aber wenn der Baum sich immer mehr ausbreitet, breiten sich
-ebenso die Wurzeln aus, bis sie die Stelle erreichen, wo das meiste
-Wasser von den äußeren Zweigen niedertropft.
-
-Man wird die Kenntnis dieses Umstandes beim Garten- oder Feldbau
-nützlich finden, denn Baumwurzeln sind oft sehr störend.
-
-Wenn ihr nun die rauhe Rinde der alten Eiche betrachtet habt, die so
-nützlich beim Gerben des Leders ist, so seht die Zweige an. Sie breiten
-sich nach allen Richtungen aus, und da wo ein neuer Zweig beginnt, ist
-ein dicker Knoten.
-
-[Illustration: Kätzchen der Eiche.]
-
-Man kann den Grund davon erkennen, wenn man den jungen Baum ansieht
-(Seite 12) oder den Ast eines alten Baumes. An der Spitze der Zweige
-sitzt nicht nur eine Knospe wie bei der Roßkastanie, sondern zwei,
-drei oder sogar noch mehr. Alle diese Knospen drängen sich zusammen,
-und die mittlere stirbt gewöhnlich ab. Die anderen wachsen nach
-verschiedenen Richtungen hin und bilden die sogenannten „Kniegelenke“,
-wie die Tischler sie nennen. Sie wurden in alten Zeiten zum Schiffsbau
-gebraucht, weil sie sehr stark sind. Aber jetzt, wo die Schiffe aus
-Eisen gebaut werden, wird dies Holz nicht so viel mehr benutzt, und
-gerade Planken und Pfähle sind wertvoller. Es ist daher besser, Eichen
-in Wälder zu pflanzen, wo ihre Stämme gerade und glatt aufwachsen.
-
-Eichenholz ist immer wertvoll gewesen. Die eichenen Deckenbalken in
-manchen alten Häusern sind viele hundert Jahre alt und halten noch
-immer so gut wie früher. In vielen Bauernhäusern finden sich alte
-Truhen und geschnitzte Möbel aus Eichenholz, die ein sehr hohes Alter
-haben, denn das Kernholz der Eiche ist sehr stark und fest.
-
-Man kann Stamm und Zweige der Eiche am besten im Winter erkennen. Wenn
-dann der April vorüber ist, bekommen alle Knospen eine hübsche rote
-Farbe, die Blätter öffnen sich, und die losen Kätzchen hängen zwischen
-ihnen nieder, während die zierlichen Fruchtblüten sich zwischen den
-Blattstielen und den Zweig einschmiegen.
-
-Sobald die Blätter völlig heraus sind, und die Eicheln anfangen, sich
-zu formen, versucht, ob ihr die beiden Arten der deutschen Eiche
-herausfinden könnt. Ihre Blätter haben im großen und ganzen dieselbe
-Form. Die Stiel- oder Sommereiche hat langgestielte Eicheln (daher
-der Name!), während die Blätter auf so kurzen Stielen stehen, daß sie
-beinahe den Zweig berühren. Bei der zweiten Art, der Stein- oder
-Wintereiche, ist’s umgekehrt, die Eicheln sitzen auf ganz kurzen, die
-Blätter dagegen auf langen Stielen.
-
-Die immergrüne Eiche, die oft in Gärten wächst, ist aus Italien
-gekommen. Ihre Blüten gleichen fast denen der Steineiche.
-
- Beobachte an einem Eichenzweige die Knospen. Beachte an einem
- Eichenklotz das dunklere Kernholz und die Jahresringe, sowie die
- rauhe Rinde. Suche die beiden Arten der Eiche zu finden und zu
- unterscheiden. Beachte die Schuppen, die zusammenwachsen und den
- Becher der Eichel bilden.
-
-
-
-
-Lektion 6.
-
-Gäste der Eiche.
-
-
-Die Eiche nährt mehr Geschöpfe als irgend ein andrer Baum. Nicht nur
-fressen das Schwein, der Igel, das Eichhörnchen und die Feldmaus
-Eicheln, sondern mehr als fünfzig Arten von Insekten holen sich ihre
-Nahrung von irgend einem Teile des Baumes.
-
-Viele derselben sind zu klein für euch, als daß ihr sie finden könntet,
-aber es wird euch Spaß machen, nach den andern zu suchen. Wenn ihr
-einen Eichbaum im Mai untersucht, werdet ihr wahrscheinlich einige
-seiner Blätter aufgerollt finden, entweder von der Spitze nach dem
-Stiele hin oder von einer Seite nach der anderen. Wenn man die Rolle
-aufwickelt, wird man eine Raupe oder vielleicht eine Puppe im Innern
-finden. Es gibt zwei Arten von Raupen, die Eichenblätter aufrollen.
-Die eine, die des Eichenkahnspinners, ist ziemlich groß. Sie rollt das
-Blatt in unordentlicher Weise auf und spinnt einen Kokon rund herum in
-der Form eines kleinen Kahnes. Wenn der Spinner auskriecht, hat er
-hellgrüne Vorderflügel mit zwei hellgelben, geraden Schräglinien.
-
-Die andere Raupe, die ihr sicher finden werdet, verrichtet ihre Arbeit
-ordentlicher. Sie macht eine sehr saubere Rolle und befestigt sie
-mit feinen Fäden. Dann nährt sie sich von dem Innern der Rolle, bis
-sie sich verpuppt und später als Schmetterling auskriecht. Wenn man
-im Juni eine Eiche schüttelt, so werden viele solcher Schmetterlinge
-auffliegen. Es ist der grüne Eichenwickler, dessen Vorderflügel
-hellgrün, dessen Hinterflügel aber grau gefärbt sind. Die Raupe ist
-viel kleiner als die vorige, die den kahnförmigen Kokon spinnt, woher
-sie auch einfach Kahnspinner genannt wird. Ein anderes Insekt, welches
-ihr viel leichter finden werdet, ist die Larve des großen Hirschkäfers.
-Um diese zu finden, müßt ihr in die Rinde alter Bäume schneiden, wo die
-dicke Larve ein Bett für sich unter der Rinde aushöhlt. Sie verweilt da
-und nährt sich von dem Holze des Baumes drei oder vier Jahre lang, bis
-sie sich in den Käfer verwandelt. Ihr erinnert euch, daß der Specht mit
-seinem Schnabel an den Baum klopft, wenn er daran emporklimmt. Es sind
-Larven wie diese, die er zu finden versucht.
-
-[Illustration: Aufgerollte Eichenblätter mit Puppe im Innern.]
-
-Aber die sonderbarsten Heimstätten an einer Eiche sind die Gallen, die
-von weiblichen Insekten gebildet werden, die ihre Eier an irgend einen
-Teil des Baumes legen. Jedes Landkind kennt diese an den Spitzen der
-Zweige wachsenden braunen, rotbäckigen Eichengalläpfel, die von vielen
-Leuten fälschlich für Früchte gehalten werden.
-
-Wenn man die Galläpfel mit einem scharfen Messer durchschneidet, so
-wird man finden, daß sie weich und schwammig sind und im Innern aus
-einer Anzahl Kammern bestehen. In jeder dieser Kammern sitzt entweder
-eine Larve oder ein Kokon oder ein fertiges Insekt, das im Begriff
-ist, auszukriechen. Oder der Gallapfel ist vielleicht auch leer; alle
-Bewohner sind schon ausgeflogen.
-
-[Illustration: Eichen-Gallapfel. Querschnitt durch den Gallapfel, der
-die Larvenkammern im Innern zeigt.]
-
-Laßt uns sehen, wie diese Eichengallen zustande kommen. Früh im Jahre
-läßt sich eine kleine Wespe, Eichengallwespe genannt, auf dem Zweige
-nieder und durchbohrt die Rinde mit einer Röhre, die eine scharfe
-Spitze hat. Sie trägt diese Röhre am hinteren Ende ihres Körpers
-zusammengerollt, bis sie dieselbe gebraucht. Dann sticht sie damit in
-den Zweig und preßt mit etwas Saft einige Eier zugleich in das Loch.
-
-In sehr kurzer Zeit entsteht eine Schwellung, und die schwammige Galle
-wächst um die Eier herum, von denen jedes in einer Kammer für sich
-sitzt. Wenn nun die Larven auskriechen, finden sie reichlich weiche
-Nahrung, bis sie ihre Kokons spinnen.
-
-Eine andere dieser Wespenarten legt ihre Eier auf die losen Kätzchen.
-Man kann sie leicht wie kleine braune Johannisbeeren an den Stengeln
-hängen sehen (3, S. 33) nachdem die Blüten verwelkt sind. Denn obgleich
-der Stengel gewöhnlich abfällt, bleibt er, falls Gallen daran sind,
-hängen, bis das Insekt ausgekrochen ist.
-
-In diesen „Beerengallen“ sitzt je eine Larve, ebenso wie in denen,
-die man unter den Blättern findet. Es gibt wenigstens zwei Arten von
-Blättergallen. Die eine ist hellrot und wird einfach „Eichenblattgalle“
-genannt. Die andere ist sehr klein, rosig, haarig und platt. Es gibt
-sehr viele davon unter jedem Blatt, und sie heißen „Knopfgallen“ (2, S.
-33). Die Larve bleibt in diesen Gallen, nachdem die Blätter abgefallen
-sind, und ihr werdet leicht imstande sein, sie zu finden.
-
-Die nächste Galle (1, S. 33) werdet ihr sicher für eine Knospe
-halten. Sie wird „Eichenrose“ genannt und entsteht wirklich aus einer
-Eichenknospe, in die das Insekt seine Eier früh im Frühling hineinlegt.
-Anstatt sich dann zu einem Zweige mit grünen Blättern zu entwickeln,
-bedeckt sich die Knospe mit Schuppen, und eine Anzahl von Larven
-kriecht im Innern derselben aus.
-
-[Illustration: Eichengallen.
-
-1. Eichenrose. 2. Knopfgallen. 3. Beerengallen. 4. Braune Eichengallen.]
-
-Zuletzt sind nun noch die dicken braunen Gallen zu erwähnen, die
-einfach Eichengallen (4, S. 33) genannt werden. Sie wachsen in der
-Mitte der Zweige und bleiben den ganzen Winter hindurch hängen,
-nachdem die Insekten ausgeflogen sind. Die Galle ist den Bäumen
-sehr schädlich, denn sie entzieht ihnen viel Saft. Sie ist den
-Gallen ähnlich, die wir von Asien erhalten, und deren Gerbsäure wir
-gebrauchen, um Tinte daraus zu machen.
-
-Viele andere Bäume außer der Eiche haben auch Gallen, und wenn ihr
-einen sonderbaren Klumpen an einem Baum findet oder eine seltsam
-geformte Knospe, die ganz anders aussieht als das, was man an
-diesem Baume zu sehen gewohnt ist, so rate ich euch, dieses Gebilde
-aufzuschneiden und nachzusehen, ob eine Larve darinsitzt.
-
- Suche so viele Eichengallen, wie du finden kannst. Suche die Blatt
- aufrollende Raupe und versuche, die Larve des Hirschkäfers zu finden.
-
-
-
-
-Lektion 7.
-
-Die Buche und die edle Kastanie.
-
-
-Wenn ihr im Frühling durch die Wälder geht, so solltet ihr beobachten,
-wie die Bäume sich mit Blättern schmücken. Einer der schönsten ist
-die Buche (vergl. bunte Tafel IV, 1). Man kann sie mitten im Winter
-an ihrer grauen Rinde, ihrem hohen, glatten Stamme, der eine breite
-Blätterkrone trägt, und ihren braunen, spitzen Knospen erkennen, die
-hintereinander bald auf der einen, bald auf der anderen Seite der
-Zweige wachsen. Wie verschieden sind sie von den dicken Knospen der
-Roßkastanie, und doch halten sie die kleinen Blätter im Inneren ebenso
-sicher und warm.
-
-[Illustration: 1. Buchenzweig. 2. Frucht der Buche (Buchecker). 3.
-Eßbare Kastanie, Zweig mit Blüten. 4. Kastanien in der Schale.
-
- V. 4.
-
-]
-
-[Illustration: 1. Kiefer mit Zapfen. 2. Fichte (Rottanne) mit Zapfen.
-
- V. 5.
-
-]
-
-Zerpflücke eine von ihnen im Anfang des Frühlings, gerade ehe sie
-aufbrechen! Du wirst zuerst eine Anzahl von glänzenden, braunen
-Schuppen finden, die dicht übereinander liegen. Unter diesen liegen
-einige durchscheinende Schuppen, die so weich sind wie Seide und
-die zarten, kleinen Blätter umhüllen. Diese sind fächerförmig
-zusammengefaltet und haben einen Saum von silberglänzenden Haaren. In
-der Mitte endlich liegt die zarte Spitze der Knospe sicher verborgen.
-
-Einige Tage später werden diese hellgrünen Blätter sich öffnen; die
-Schuppen hängen dann lose nieder, während der aus feinen Haaren
-bestehende seidenartige Saum nun unter den Blättern zu sehen ist. Jedes
-der Blätter ist oval und an der Kante eingekerbt, und die Stengel, an
-denen sie wachsen, hängen zuerst hinunter und richten sich dann langsam
-auf. Um die Zeit, wo die Blätter völlig ausgewachsen sind, hängen die
-braunen Blütenbüschel zwischen ihnen.
-
-Die Blüten, die Staubgefäße haben, sind weich und seidenartig und
-hängen an langen, dünnen Stengeln; aber die mit Fruchtknoten stehen auf
-kurzen Stengeln in der Nähe des Endes der Zweige. Zwei oder drei von
-ihnen sitzen auf einem Stiel; ihre klebrigen Narben stehen empor, und
-eine Anzahl von stachligen Schuppen umgibt sie.
-
-Diese Schuppen sind denen ähnlich, die wir bei der Eichel sahen. Sie
-wachsen zu einer harten, mit Stacheln bedeckten Schale heran und
-schließen allmählich zwei oder drei kleine Nüsse ein. Wenn dann der
-Herbst kommt, fällt die Buchenmast (vergl. bunte Tafel IV,
-2), wie sie genannt wird, herunter, die Schale zerspringt in vier
-Teile, und dann sieht man im Inneren die dreieckigen Nüsse, die die
-vertrocknete Narbe noch auf der Spitze tragen.
-
-[Illustration: Buchenknospen im Winter. Von der oberen Knospe sind die
-braunen Schuppen entfernt.]
-
-Was ist nun wohl der Grund, daß diese Schuppen zu einer harten Schale
-zusammenwachsen, und warum springen sie im Herbste auf? Weil die
-Eichhörnchen und Feldmäuse sich hauptsächlich von Bucheckern nähren
-und alle Nüsse fressen würden, ehe sie reif sind, sind diese mit einer
-Schale umgeben, die sie in ihrem grünen Zustande schützt. Aber nun
-platzt die Schale und fällt ab, gerade wenn die Früchte reif sind. Der
-Baum kann eine Menge von ihnen den Eichhörnchen und anderen Tieren zur
-Nahrung überlassen, wenn diese nur einige in den Boden treten oder
-sie so eingraben, daß sie aufwachsen. Buchen wachsen so leicht aus
-dem Samen auf, daß es nicht nötig ist, sie zu pflanzen. Aber will man
-einen Buchenwald gesund erhalten, um sein Holz später als Nutzholz zu
-verwenden, so muß man sehr sorgfältig sein. Die Bäume werden mehr als
-zweihundert Jahre alt, obgleich sie in einem Alter von ungefähr neunzig
-Jahren gefällt werden können.
-
-Tüchtige Forstleute lassen immer nur ein Revier des Waldes fällen,
-damit ein Teil desselben stets als Nutzholz Verwendung finden kann.
-In der Abteilung, die gefällt werden soll, werden zuerst die anderen
-Bäume und die jungen, verkümmerten Buchen niedergeschlagen, um Luft
-und Licht einzulassen. Dann warten sie einige Jahre, bis ein Herbst
-kommt, wo die Buchenmast gut geraten ist, und die Samen kräftig und
-zur Aufzucht geeignet sind. Dies geschieht gewöhnlich alle drei oder
-vier Jahre. Dann fangen sie an, Stämme zu Bauholz auszuschlagen, und
-schaffen auf diese Weise Raum für die jungen Schößlinge, die bald
-lustig emporwachsen.
-
-Darauf fällen sie jedes Jahr einige Bäume und holzen den Wald in
-ungefähr zehn Jahren ab. Um diese Zeit haben die jungen Buchen schon
-eine hübsche Blattkrone an der Spitze und wachsen kräftig auf, während
-der Forstmann einen anderen Teil des Waldes abholzt.
-
-Wohl ist die Buche im Frühling schön, aber noch viel schöner nimmt sie
-sich im Herbst aus, wenn ihre Blätter sich gelb, braun und rot färben
-und den Boden des Waldes mit einem bunten Teppich bedecken. Die jungen
-Buchen behalten ihre Blätter den ganzen Winter hindurch ebenso wie
-die Buchenhecken, die beschnitten werden, so daß sie nicht zu Bäumen
-heranwachsen können.
-
-Ihr kennt nun vielleicht noch einen anderen Baum, der gleichfalls
-seine Früchte in eine Schale, die aus stacheligen Schuppen besteht,
-einschließt. Dies ist die süße oder Eßkastanie (vergl. bunte Tafel IV,
-3), die in den wärmeren Gebieten Deutschlands und des südlichen Europas
-gut gedeiht und anderwärts vielfach in Gärten gezogen wird. Sie öffnet
-ihre Blätter später als die Buche und blüht nicht vor Juli. Im Oktober
-platzt die Schale, und die Früchte sind reif. Und wenn ihr diese
-einsammelt, um sie zum Rösten mit nach Hause zu nehmen, so könnt ihr
-die Überbleibsel der Blüte bemerken, die eine Art von borstiger Krause
-an der Spitze der Früchte bildet (vergl. bunte Tafel IV, 4). Ganz spät
-im Herbste ist die edle Kastanie ein Baum, der einen imposanten Anblick
-gewährt. Ihre langen schmalen, am Rande scharf eingekerbten Blätter
-färben sich goldbraun und bleiben lange am Baume hängen.
-
-In den Ländern, wo die edle Kastanie gut gedeiht, sind viele Balken an
-alten Häusern aus ihrem Holze hergestellt, während die schlanken Stämme
-junger Bäume zu Hopfenstangen verwendet werden. Buchenholz wird in
-großen Mengen zur Anfertigung von Stühlen gebraucht.
-
-Birke und Erle sind gleichfalls Bäume mit Kätzchen und hartschaligen
-Früchten. Sie blühen früh im Jahre, ehe die Blätter heraus sind. Die
-Erle wächst am Ufer von Flüssen oder auf feuchtem Boden. Die Birke
-findet sich in Wäldern und ist an ihrem schlanken Stamme zu erkennen,
-dessen silberweiße Rinde weithin leuchtet, an ihren dunkelbraunen
-Zweigen und ihren dunkelgrünen Blättern, die nach dem Regen sehr stark
-duften, weil das Harz aus ihnen herausquillt. Manche kranke Birken
-haben große Büschel von Zweigen, die auf den oberen Ästen wachsen und
-wie Krähennester aussehen.
-
- Suche im Frühling einen Birkenzweig mit Knospen; ebenso im Herbst
- Bucheckern und Kastanien in der Schale. Vergleiche eine süße
- Kastanie, die eine Frucht ist, mit einer Roßkastanie, die ein Same
- ist. Suche Erlen- und Birkenfrüchte.
-
-
-
-
-Lektion 8.
-
-Bäume, die Zapfen tragen.
-
-
-Kiefern, Fichten und Lärchen wachsen fast in allen Gegenden
-Deutschlands. Es sind interessante und nützliche Bäume. Sie alle
-bilden ihren Samen in holzartigen Zapfen, und ihre Blätter sind sehr
-schmal oder nadelförmig, ganz ungleich den Blättern der meisten anderen
-Bäume.
-
-Ein großer Teil des Bauholzes, das wir brauchen, kommt von
-Nadelholzbäumen, die in Norwegen, Deutschland und anderen Ländern
-angepflanzt werden. Meistens ist es Kiefern- und Fichtenholz. Ohne
-Zweifel habt ihr schon die kleinen, runden Stellen, „Äste“ genannt,
-in einer Planke bemerkt und habt diese ausgepocht, so daß ein Loch
-entstand. Es sind dies Stellen, wo Zweige wuchsen und abbrachen, und
-sich der Stamm um sie herum schloß; sie sind gewöhnlich in Kiefern- und
-Fichtenholz. Der Saft in diesen Bäumen ist harzig, und man zapft ihn
-ab, um Terpentin daraus zu gewinnen. Wenn man bei einem Spaziergange
-durch den Wald die Blätter eines Nadelholzbaumes zerdrückt, so wird man
-den starken Geruch nach dem harzigen Safte bemerken.
-
-Jedes Kind hat wohl schon die Zapfen von Nadelholzbäumen aufgelesen;
-man kann leicht drei verschiedene Arten finden, die von der Kiefer, von
-der Fichte und der Lärche.
-
-Die Kiefer ist ein mächtiger Baum mit ausgebreiteter Krone, dessen
-Stamm mit einer rotbraunen, tiefrissigen Rinde bedeckt ist. Die
-dunkelgrünen Blätter sind sehr schmal und ungefähr 5 ~cm~ lang (vergl.
-bunte Tafel V, 1). Sie wachsen zu zweien in einer Scheide aus braunen
-Schuppen. Ihre Zapfen haben fast keine Stiele, sie buchten sich am
-unteren Ende aus und verjüngen sich nach oben hin zu einer stumpfen
-Spitze. Sie bestehen aus einer Anzahl dicker holzartiger Schuppen,
-die aussehen, als wären sie am Ende zurückgebogen. Das bewirkt eine
-verdickte kopfförmige Stelle mit einem braunen, schuppigen Flecke am
-Ende der Schuppenspitze. Diese Schuppen liegen so dicht übereinander,
-daß, ehe die Zapfen reif sind, kein Tropfen Regen hineindringen kann,
-und es dauert zwei, auch drei Jahre, bis sie reif werden. Manchmal
-hängen sie während dieser ganzen Zeit an dem Baume. Manchmal fallen sie
-früher ab. Sobald sie reif werden, biegen sich die holzartigen Schuppen
-nach außen, und man kann im Innern einer jeden zwei durchscheinende
-Schuppen sehen, die die Form eines Fliegenflügels haben. Sie stehen
-aufrecht an der holzartigen Schuppe.
-
-Schiebe vorsichtig ein Messer unter das untere Ende einer solchen
-Schuppe und ziehe sie heraus! Man wird am Ende einer jeden einen Samen
-finden, wenn man nicht etwa die zarte durchscheinende Haut zerstört hat.
-
-Diese Samen sind nämlich geflügelt; sie haben keine Samenkapsel über
-sich, sondern wachsen nackt an der Innenseite der holzartigen Schuppe.
-Nach einer gewissen Zeit fallen sie heraus und werden vom Winde
-fortgeweht. Hat man einen Zapfen, der zu alt ist, so wird man keine
-Samen mehr darin finden.
-
-Alle zapfentragenden Bäume haben solche geflügelte Samen; ihre Zapfen
-sehen sich zwar alle ähnlich, doch kann man an ihnen recht gut die
-einzelnen Arten unterscheiden.
-
-Die Fichte (vergl. bunte Tafel V, 2) ist sehr verschieden von
-der Kiefer. Ihre sich weit ausbreitenden Zweige wachsen fast bis
-auf den Boden hinunter, und ihre nadelförmigen Blätter, die 1½–2
-Zentimeter lang sind, stehen einzeln. Ihre Zapfen sind lang und
-schmal, und die Schuppen sind nicht so dick wie bei den Kiefern.
-Aber der Hauptunterschied ist, daß die Enden der Schuppen nicht
-knopfförmig verdickt sind; sie sind vielmehr zugespitzt und ganz wenig
-einwärts gebogen, und daran kann man Fichtenzapfen von Kiefernzapfen
-unterscheiden. Die Fichten haben zwei Samen in jeder Schuppe wie die
-Kiefern, aber diese reifen in einem Jahre. Die Fichte ist ein echt
-deutscher Baum.
-
-[Illustration: Zweig der Lärche mit Zapfen.]
-
-Bei der Lärche, die besonders häufig in kälteren Ländern anzutreffen
-ist, und der Zeder, die vom Libanon in Palästina kommt und bei uns
-häufig in Parkanlagen, Gärten usw. anzutreffen ist, wächst der Samen
-gleichfalls in Zapfen, aber diese Bäume sind recht verschieden von der
-Kiefer und Fichte. Ihre nadelförmigen Blätter sind sehr dünn und stehen
-zu Büscheln von 18 oder 20 zusammen in derselben Scheide. Die Zapfen
-der Zeder stehen aufrecht und sind eiförmig, aber dieser Baum erzeugt
-in Deutschland selten Zapfen.
-
-Lärchenzapfen sind ganz klein, nicht größer als 2 bis 3 ~cm~ lang; sie
-wachsen in einer Reihe an den Zweigen. Die holzigen Schuppen liegen
-nicht sehr dicht übereinander.
-
-Ich denke, ihr könnt die Zapfen von allen diesen Bäumen, ausgenommen
-die der Zeder, finden. Natürlich muß man nach den Zapfen der Fichten
-und Lärchen im Herbst suchen, weil sie jedes Jahr reif werden; aber
-Kiefernzapfen sitzen das ganze Jahr hindurch auf den Bäumen. Wenn ihr
-diese Bäume im Frühling und im Anfang des Sommers anseht, so werdet
-ihr die männlichen Blütenstände an den Zweigen stehen sehen. Der gelbe
-Blütenstaub wird dann in ganzen Wolken umhergeblasen, so daß er auf die
-Narben der Samenknospen in den jungen Zapfen fällt.
-
-[Illustration: Zweig der Eibe.
-
- 1. Mit Blüten im Frühling.
-
- 2. Mit roten Beeren und Samen im Herbst.
-
-]
-
-Kiefern, Fichten und Zedern sind immergrüne Bäume. Ihre Nadeln bleiben
-drei oder mehr Jahre lang auf dem Baume, und da die Zweige nicht von
-demselben Alter sind, so fallen sie in verschiedenen Jahren ab, so
-daß die Bäume immer grün sind. Die Lärche hingegen wirft ihre Nadeln
-jedes Jahr ab, und man kann sie leicht im Herbste an ihren kahlen,
-herabhängenden Zweigen erkennen, die mit kleinen braunen Zapfen bedeckt
-sind.
-
-Kiefern und Fichten gedeihen auch in sehr magerem Boden und ihre Samen
-keimen sehr leicht. Wenn ihr einen Kiefernwald oder einen Wald, in dem
-Kiefern und Fichten gemischt stehen, in der Nähe habt, so versucht eine
-junge Keimpflanze zu finden. Sie ist sehr eigenartig, denn sie schießt
-in einem langen dünnen Stämmchen auf und trägt die Samenschale mit sich
-empor. Fällt diese ab, so sieht man fünf oder sechs lange Keimblätter
-darunter und in ihrer Mitte eine Knospe mit den wirklichen Kiefern-
-oder Fichtenblättern.
-
-Es gibt noch einen anderen Baum, den ihr gut kennt, und der auch
-nadelförmige Blätter hat. Diese wachsen alle um den Stamm herum, zwei
-zusammen in jeder Scheide, aber sie stehen in Reihen an den beiden
-Seiten des Zweiges wie die Federstrahlen an dem Schaft der Feder.
-Dies ist die Eibe, die man so oft in Parks und Gärten findet. Sie
-trägt keine Zapfen. Ihre nackten Samen sitzen einzeln in einer roten,
-saftigen Beere. Die Staubgefäßblüten wachsen nicht auf demselben Baume
-wie die roten Beeren, aber wenn ihr sorgfältig sucht, werdet ihr sie
-auf einem anderen Baume finden.
-
- Suche einen Kiefern- und einen Fichtenzweig. Vergleiche die Zapfen
- der beiden Bäume. Versuche den Zweig einer Zeder, den Zweig einer
- Lärche mit Zapfen, eine Kiefern- oder Fichtenkeimpflanze, den Zweig
- einer Eibe mit Staubgefäßblüten im April und einen anderen mit den
- roten Beeren und den nackten Samen im Herbst zu finden.
-
-
-
-
-Lektion 9.
-
-Hecken-Sträucher und -Bäume.
-
-
-Als Umzäunung von Dorfgärten oder als Einfassung der Wege in
-Parkanlagen finden wir überall in Deutschland Hecken. Am meisten aber
-sind Hecken im Bereiche des ehemaligen Herzogtums Holstein angelegt, wo
-sie auch zur Einfassung und Abgrenzung der Felder und Wiesen dienen. So
-unansehnlich diese Hecken auch auf den ersten Blick erscheinen mögen,
-sie haben doch alle ihre besonderen Schönheiten, und muntere Vögel
-haben sich in allen angesiedelt, da sie im dichten Gezweig Schutz für
-sich und ihre Nester haben.
-
-Laßt uns zuerst die Gartenhecken betrachten! Habt ihr jemals daran
-gedacht, daß diese aus jungen Bäumen hergestellt sind, die immer wieder
-geschoren werden, so daß nur Zweige und Blätter verbleiben, die nicht
-zu großen Stämmen heranwachsen können? Eine Buchsbaumhecke besteht aus
-scharf beschnittenen Buchsbäumen, die in unseren Gärten sehr niedrig
-bleiben. In England sind die Stechpalmenhecken sehr beliebt, deren
-stachelige Blätter das Vieh verhindern, hindurchzubrechen. Wenn man
-einzelne der Stechpalmen in einer solchen Hecke wachsen läßt, so werden
-sie oft dreißig Fuß hoch.
-
-Die Weißdornhecke besteht aus dem Hage- oder Weißdorn, den wir oft
-auf Rasenplätzen als stattlichen Baum finden. Die Buchenhecke ist aus
-wohl beschnittenen Buchen gezogen, und die verwelkten Blätter bleiben
-im Winter an ihr hängen wie an jungen Buchen. Aus den Eiben, die nur
-selten noch in Deutschland wild wachsen, kann man gleichfalls schöne
-Hecken herstellen, aber man muß sich hüten, sie da zu pflanzen, wo
-Pferde und Rindvieh in der Nähe sind, denn in einem harten Winter
-fressen die Tiere oft die giftigen Blätter und sterben.
-
-[Illustration: 1. Vogelbeere, Blüte (links) und Frucht (rechts unten).
-2. Pfaffenhütlein (Spindelbaum), Blüte rechts, Frucht links.
-
- V. 6.
-
-]
-
-Alle diese Hecken bestehen nur aus einer Art von Bäumen. Sie sind
-lange nicht so interessant wie die gemischten Hecken, in denen wir
-Brombeeren, Nüsse und alle möglichen Früchte und Blumen finden.
-
-Ihr kennt wohl alle den Schwarzdorn, dessen kleine weiße Blüten an
-dem schwarzen Stamme aufblühen, wenn kaum der Winter vorbei ist,
-während er noch ohne Blätter ist. Ist dies der Fall, so wißt ihr wohl
-auch, daß ihr im Herbst unter seinen kleinen dunkelgrünen Blättern
-dunkelblaue Schlehen findet, und daß man diese Früchte sammeln kann,
-um Schlehensyrup oder Schlehenwein zu bereiten. Der Schwarzdorn eignet
-sich nicht so gut zu Hecken, da seine Wurzeln weit ins Feld hinaus
-wandern, und er sich oft zu einem Baume auswächst und so eine Lücke in
-der Hecke läßt.
-
-Der Weißdorn oder Hagedorn eignet sich viel besser dazu, denn er wächst
-schnell zu einer lebenden Hecke heran, wenn er ordentlich beschnitten
-wird, und das Vieh kann diese wegen der Dornen nicht durchbrechen. Man
-kann aber die Früchte des Weißdorns, die sogenannten „Mehlbeeren“,
-nicht benutzen und muß sie den Vögeln überlassen.
-
-Dann wird man in den Hecken oder im Walde wahrscheinlich auch den
-Holzapfelbaum finden mit sich weit ausbreitenden Zweigen, die häufig
-mit Dornen besetzt sind. Er hat ovale Blätter mit scharfen Spitzen, die
-auf der Unterseite, wenn sie jung sind, Flaum haben. Seine rot-weißen
-Blüten kommen im Mai hervor, und im Herbst findet man den rot und
-gelben Holzapfel an ihrer Stelle. Die Frucht ist sauer, herb und
-ungenießbar.
-
-Ein anderer Heckenbaum ist die wilde Kirsche, von deren Früchten
-die Vögel im Sommer fressen, so daß er dazu beiträgt, sie vom Korn
-fernzuhalten. Es ist ein buschartiger Strauch mit roter Rinde und
-eiförmigen Blättern, die am Rande doppelt gesägt sind. Seine Blüten
-wachsen auf kurzen Stielen und zwar zu vier oder fünf wie unsere
-Gartenkirschen; die Frucht ist glänzend rot, wenn sie reif ist. Ebenso
-findet man in Hecken die Trauben- oder Vogelkirsche (siehe Abb. S. 47),
-deren Blüten in langgestielten, überhängenden Trauben wachsen, und
-deren Früchte glänzendschwarz gefärbt sind.
-
-Schwarzdorn, Weißdorn, Holzapfel und Kirsche gehören alle zu der
-Familie der Rosenblütler, die, wie ihr euch erinnert, so viele Früchte
-tragende Pflanzen enthält. Dazu gehört auch der hübsche Vogelbeerbaum
-(vergl. bunte Tafel IV, 1), oft auch gemeine Eberesche genannt, weil
-die Blätter in Blättchen zerschnitten sind gleich denen der Esche. Man
-findet die kleinen, weißen Blüten der Eberesche im Mai geöffnet. Aber
-viel schöner sieht diese im Herbst aus, wenn die roten Beeren reif sind
-und in vollen Büscheln am Baume hängen. In manchen Gegenden wurden
-Ebereschen früher gepflanzt, um Hexen fernzuhalten, da man ihnen eine
-derartige Kraft zuschrieb.
-
-Noch von zwei anderen Heckensträuchern will ich euch erzählen. Der eine
-ist der Schneeball (2, S. 47), der dunkelgrüne, drei- oder fünfzackige
-Blätter mit gekerbtem Rande hat. Diese Blätter färben sich im Herbste
-schön rot. Seine weißen Blüten wachsen in einer flachen Dolde. Die
-äußeren sind groß und haben weder Staubgefäße noch Fruchtknoten. Ihr
-Zweck ist, Bienen und andere Insekten anzulocken, die zu den kleineren
-Blüten in der Mitte kommen, um Honig zu holen. Diese mittleren Blüten
-sind vollständig, und die Insekten bringen Blütenstaub auf die Narbe,
-so daß dann im Fruchtknoten Samen gebildet werden kann. Der Schneeball
-trägt im Herbste schöne korallenrote Beeren.
-
-[Illustration: 1. Trauben- oder Vogelkirsche. 2. Schneeball.]
-
-Der andere Busch, der in einer Höhe von ungefähr fünf Fuß in den
-Hecken wächst, heißt Pfaffenhütlein oder Spindelbaum, weil sein Holz
-zu Spindeln verarbeitet wird. Er hat einen glatten, grauen Stamm
-und schmale, grüne Blätter, die =sehr giftig= sind. Die kleinen,
-grün-weißen Blüten im Mai wird man kaum bemerken. Aber im Herbst hat er
-hübsche, eigentümliche Früchte. Vier rote Fruchtknoten wachsen zu einer
-Kapsel zusammen, die auf einem kurzen Stiele sitzt. Sie sehen sehr
-sonderbar aus, und wenn man sie öffnet, so wird man finden, daß der
-Samen im Innern mit einer glänzenden orangefarbigen Haut bedeckt ist.
-
- Suche Blumen und Früchte des Schwarzdorns, des Weißdorns, des
- Holzapfels, der wilden Kirsche, der Eberesche, des Schneeballs und
- des Spindelbaums.
-
-
-
-
-Lektion 10.
-
-Blühende Gartensträucher.
-
-
-In Hausgärten, wo kein Platz ist, große Bäume anzupflanzen, kann man
-doch in den Ecken viele blühende Sträucher ziehen, und viele von ihnen
-sind sehr hübsch. Der erste, der im Jahre blüht, ist die japanische
-Quitte (vergl. bunte Tafel VII). Sie wächst an den Mauern der
-Landhäuser und verleiht ihnen ein freundliches Ansehen, auch wenn die
-Bäume kahl sind. Ihre dunkelroten Knospen zeigen sich schon im März,
-und während des April entfalten sich die tiefroten Blüten. Sie gleichen
-in der Form Birnblüten und wachsen in kleinen Büscheln dicht am Stamm.
-Wenn man keine im Garten hat, wird es leicht sein, einen Ableger von
-dem Strauch irgend eines Nachbars zu erhalten und groß zu ziehen. Im
-Herbste trägt sie eine harte grüne Frucht.
-
-Bald nachdem die japanische Quitte in voller Blüte steht, wird die
-rotblühende Johannisbeere ihre Blütentrauben in vielen Gärten zeigen.
-Sie stammt aus Nordamerika und ist über ganz Deutschland verbreitet.
-Man wird sie leicht daran erkennen, daß ihre Blätter ganz denen der
-Johannisbeerbüsche im Gemüsegarten ähnlich sehen und ihre hübschen
-herabhängenden roten oder rosa Blütentrauben den grünen Blüten unserer
-Johannis- und Stachelbeeren. Im Herbst hängen dann Büschel von
-schwarzen Beeren an dem Strauche, die nicht gut zu essen sind. Ein
-Ableger der rotblühenden Johannisbeere wird ohne jede Mühe aufwachsen.
-
-[Illustration: Die wilde Berberitze.]
-
-Ein anderer sehr hübscher Strauch blüht im frühen Sommer. Es ist die
-Berberitze, deren kleine scharlachrote Früchte manchmal zur Füllung
-von Konfituren verwendet werden. Die Berberitze ist ein interessanter
-Strauch, denn bei ihr sind einige Blätter in Dornen verwandelt, so
-daß an jedem Gelenk ein dreispitziger Dorn sitzt neben den weichen,
-gefransten Blättern. Die wilde Berberitze hat gelbe Blüten mit
-hellroten Staubbeuteln, aber es gibt eine Gartenart mit immergrünen
-Blättern, die tieforangefarbige Blüten hat. Sie sind klein und hängen
-in einer langen Traube herunter, und wenn ihr geschickt seid, könnt ihr
-einen Versuch machen sowohl mit der wilden wie mit der Gartenberberitze.
-
-Seht sorgfältig eine der Blüten an, und ihr werdet bemerken, daß von
-den sechs Staubgefäßen je eins auf einem Blumenkronblatt liegt. Unten
-an dem letzteren, fast in der Mitte der Blüte, sind zwei Drüsen, aus
-denen tropfenweise Honig quillt. Die klebrige Narbe auf dem Fruchtboden
-steht aufrecht in der Mitte der Blüte.
-
-Nehmt nun eine Nadel und berührt eins der Staubgefäße am Fuße, gerade
-da, wo die Honigtropfen sitzen. Es schnellt auf, wie von einer Feder
-bewegt, und berührt die klebrige Narbe; nach einer Weile wird es wieder
-zurückschnellen. Wenn nun die Biene auf der Suche nach Honig ihren
-Kopf in die Blüte steckt, berührt sie mit dem Rüssel das Staubgefäß,
-so daß es aufspringt und den Kopf des Insekts trifft. Dieses wird mit
-Blütenstaub bedeckt, den es zu einer anderen Blüte trägt. Oder der
-Staubbeutel läßt etwas Blütenstaub auf seiner eignen Narbe, ehe er
-wieder zurückschnellt.
-
-Aber wir müssen weiter, denn wenn die Aprilwinde wehen, und der
-Sonnenschein überall Blumen hervorlockt, wird es eine Menge Sträucher
-geben, die zu beobachten sind. Da ist der Besenginster mit seinen
-hellgelben Blüten, die wie Erbsenblüten geformt sind. Man kann den
-Besenginster auf der Heide wachsend finden. Er ist dem Stechginster
-sehr ähnlich, hat aber einen glatten grünen Stamm ohne Stacheln. Aber
-bei dem Besenginster stehen die Blüten einzeln, während sie beim
-Stechginster hellgelbe Trauben bilden. Der Ginster hat keinen Honig,
-aber die Bienen kommen zu ihm, um Blütenstaub zu holen, aus dem sie
-Bienenbrot machen.
-
-In der Nähe des Ginsters steht vielleicht ein Fliederbusch, und
-ihr könnt beobachten, wie hübsch die beiden Farben, gelb und lila,
-zusammenpassen. Man kann aus den beiden Sträuchern einen sehr hübschen
-Strauß binden. Aber ein solcher wird noch viel schöner, wenn man einen
-Goldregen mit seinen langen goldigen Blütentrauben hinzunehmen kann.
-Der Goldregen hat viel Honig in seinen Blüten, und wenn die Bienen erst
-einmal ihren Weg zu ihm gefunden haben, bleiben sie oft lange Zeit in
-jeder Blüte stecken. Du kannst viele von ihnen auf einem Baume sehen.
-Goldregenschoten sehen kleinen Erbsenschoten sehr ähnlich, =aber
-hütet euch, die Samen in ihnen zu essen, denn sie sind sehr giftig=.
-
-Hierauf wird der Rhododendron seine schönen purpurroten Blüten über
-den glänzend grünen Blättern öffnen. Der Rhododendron stammt aus
-Nordamerika. Aber der Holunder, der dort in der Ecke steht und seinen
-freundlichen Schatten über eine Bank wirft, ist ein echter deutscher
-Strauch, der fast verdient, ein Baum genannt zu werden. Er blüht im
-Juni; aber er ist einer der ersten, der sich im Frühling mit Blättern
-bedeckt. Obgleich nicht groß, hat er doch einen dicken Stamm, und seine
-Rinde ist rauh und korkartig.
-
-Wenn man sich Knallbüchsen machen will, muß man junge Zweige nehmen,
-denn in den alten ist das Mark durch die äußeren Holzringe auf
-einen geringen Raum zusammengedrückt. Die Blätter des Holunders
-sind gegenständig, und jedes Blatt ist in fünf bis sieben einzelne
-Teilblättchen zerschnitten mit einem an der Spitze. Die kleine weiße
-Blüte wächst in breiten, flachen Dolden, die als Frucht im Herbste die
-süßen schwarzen Holunderbeeren hinterlassen.
-
-Wenn ihr keinen Holunder im Garten habt, so findet sich dafür
-vielleicht ein Schneeballstrauch (siehe bunte Tafel VII). Dies ist eine
-Gartenspielart des wilden Schneeballs. Seine Blüten sind keine flachen
-Dolden wie bei letzterem, sondern wachsen mehr in Form eines Balles.
-Sie haben keine Staubgefäße und keinen Fruchtboden und erzeugen keinen
-Samen. Die Blätter färben sich im Herbste purpurrot und sehen dann sehr
-hübsch aus.
-
-Nach dem Schneeball blüht auch die Waldrebe, deren wilde Art
-unscheinbare gelbgrüne, innen weißgefärbte Blüten besitzt. In unseren
-Gärten und an den Portalen vieler Häuser werden Waldrebenarten
-gezüchtet, die aus Südeuropa stammen und sich von unserer heimischen
-Waldrebe durch große blaue oder weiße prächtige Blüten unterscheiden.
-Die Waldrebe ist eine Kletterpflanze wie das Geißblatt und der wilde
-Wein, neben denen sie zuweilen auch zur Bekleidung von Lauben und
-Veranden benutzt wird.
-
- Suche Blüten und Blätter der erwähnten Sträucher!
-
-
-
-
-Lektion 11.
-
-Esche und Ulme.
-
-
-Nächst der Eiche sind die beiden nützlichsten, hartes Holz liefernden
-Bäume die Esche und Ulme. Sie blühen sehr früh im Jahre, ehe sie sich
-mit Blättern bedecken.
-
-[Illustration: Rote Blüten der japanischen Quitte (~Pyrus japonica~).
-Weiße Blüten des Schneeballes (~Viburnum opulus~).
-
- V. 7.
-
-]
-
-Man kann Eschen selbst im Winter überall an zwei Merkmalen erkennen.
-Erstens an den Spitzen der Zweige, die plattgedrückt sind, als wenn
-sie unter einer Presse gelegen hätten, und zweitens an den schwarzen
-Knospen, die wie kleine Pyramiden geformt sind (siehe Abbildung S. 54).
-Kein anderer Baum hat solche schwarzen Knospen. Die Farbe des Stammes
-ist aschgrau, und die Zweige wachsen sehr zierlich, erst fliehen
-sie seitwärts von dem Stamm, um dann zu einer zarten, lichten Krone
-emporzustreben.
-
-Im April fangen die Eschenknospen der Seitenzweige in der Nähe des
-Gipfels an, sich zu schwarzroten Blütentrauben zu öffnen. Die einzelne
-Blüte ist sehr klein. Sie hat keine Blumenblätter; sie besteht nur aus
-einem Fruchtknoten und zwei dunkelvioletten Staubgefäßen. Aber diese
-zierlichen Blüten stehen so dicht gedrängt, daß der ganze Baum von
-ihnen bunt schimmert.
-
-Gegen Ende Mai beginnen dann die Blätter sich zu öffnen. Sie stehen
-sich gegenüber an den Seiten der Zweige, und jedes Blatt ist in sieben
-oder neun Blättchen zerschnitten, von denen eins als überzählig an
-der Spitze steht. Auch von anderen Pflanzen sind die Blätter so wie
-hier zerteilt und du könntest denken, jedes Teilblättchen wäre ein
-ganzes Blatt. Doch wenn es Blätter wären, müßte eine Knospe an dem
-Grunde eines jedem, nahe dem Stamme, wachsen und außerdem müßte eine
-weiter wachsende Spitze am Ende stehen. Doch ist weder das eine
-noch das andere der Fall, und daraus magst du ersehen, daß alle die
-Einzelblättchen zusammen ein Blatt bilden, und beim Welken fallen alle
-Blättchen zusammen ab.
-
-[Illustration: Spitze eines Eschenzweiges.
-
- 1. Blatt mit neun Teilblättchen.
- 2. Blüten.
- 3. Junge Früchte.
-
-]
-
-Der Baum ist den ganzen Sommer hindurch sehr schön, und seine
-blaugrünen Blätter unterscheiden sich deutlich von denen aller anderen
-Bäume. Aber früh im Herbste werden sie gelb und fallen ab. Dann kann
-man den Baum an seinen sonderbaren, langen, flachen, schmalen Früchten
-(siehe Abbildung, 3) erkennen, die in Büscheln von den Zweigen hängen
-wie ein Schlüsselbund. Sie hängen manchmal noch mitten im Winter am
-Baume, bis die rauhen Winde sie abreißen.
-
-Man findet oft junge Eschen im Garten wachsend, denn ihre Samen sind
-sehr keimfähig. Aber Kaninchen lieben die jungen Schößlinge, und so
-kommen sie selten hoch. Junge Eschenstämme werden oft zu Spazierstöcken
-und Hopfenstangen verarbeitet, und das Holz der ausgewachsenen Bäume
-verkauft sich sehr gut zum Wagen- und Möbelbau.
-
-Die Ulme oder Rüster ist ein so allgemein bekannter Baum, daß ihr
-vielleicht denkt, es sei nichts Interessantes an ihm. Aber habt ihr
-wohl bemerkt, daß die Zweige einer Ulme bis tief zu dem Boden hinab
-am Stamme wachsen, wenn sie nicht abgehauen werden. Und sicher wissen
-viele von euch nicht, daß sich an dem Zweige oft Verdickungen bilden,
-die ein der Korkrinde ähnliches Aussehen haben. Dies verleiht dem Baume
-ein kränkliches Aussehen.
-
-[Illustration: Zweig der Ulme, der mit korkähnlichen Verdickungen
-bedeckt ist.]
-
-Er ist in Wirklichkeit ganz gesund, aber diese Zweige zeigen, daß die
-Ulme eine der Korkrinde ähnliche Rinde hat. Schon am Stamme ist sie
-dick und rauh und an den kleinen Zweigen, wo sie keinen Platz hat,
-sich auszubreiten, bildet sie diese Verdickungen. Der innere Teil der
-Rinde, Bast genannt, ist sehr zähe und wird zur Anfertigung von Matten
-und Seilen gebraucht.
-
-Die Feld-Ulme kommt bei uns sehr häufig vor und zwar besonders als
-Alleebaum und in Parkanlagen, auf Wiesen und Weideplätzen.
-
-Die Berg-Ulme findet in bergigem Gelände ähnliche Verwendung,
-unterscheidet sich aber von der vorigen durch ihren schwächeren Wuchs
-und ihre größeren Blätter, die sehr lang zugespitzt und auch behaart
-sind.
-
-Selbst im Winter könnt ihr eine Menge Knospen an der Ulme zählen,
-und wenn der April kommt, und ihr durch die Zweige blickt, so werdet
-ihr eine purpurne Färbung sich über den Gipfel des Baumes ziehen
-sehen. Dies verursachen die zierlichen purpurnen Blüten, die sich an
-den Zweigen öffnen. Nun beobachtet den Baum! Gegen Ende April lugen
-die frischen, grünen Blätter aus den Blattknospen hervor. Aber schon
-beginnen die breitgeflügelten Früchte zu fallen und werden vom Winde zu
-Haufen zusammengeweht.
-
-Ihr kennt sicher diese kleinen, flachen, grünlichen Scheibchen, mit
-einem Klümpchen in der Mitte, das anzeigt, wo der Same sitzt. Sie
-werden vom Winde am Rande des Feldes und in den Straßen hingetrieben
-und füllen oft die Rinnsteine. Wenn sie von der kleinblättrigen
-Feldulme herrühren, so ist es zweifelhaft, ob sie aufwachsen werden.
-Aber wenn ihr eine großblättrige Bergulme im Garten habt, könnt ihr die
-Früchte leicht erkennen, weil sie ganz in der Mitte des Scheibchens
-sitzen, während sie bei der Feldulme näher an die Spitze heranliegen.
-Diese Samen sind reif, und es lohnt sich, sie zu säen.
-
-Alle großen Waldulmen liefern sehr gutes Bauholz. Sie leben oft vier-
-bis fünfhundert Jahre, aber die beste Zeit, sie abzuholzen ist, wenn
-sie ungefähr 120 Jahre alt sind.
-
-[Illustration: Ulmenzweige. 1. Zweig mit Blüten. 2. Zweig mit Früchten.]
-
-Auf der Ulme leben eine Menge Insekten. Das schädlichste von ihnen
-ist ein Käfer, der sich nach der inneren Rinde durchfrißt und den
-Saft aufsaugt. Dann bohrt der weibliche Käfer kleine Gänge an beiden
-Seiten der Röhre. In jeden Gang legt er ein Ei, und wenn die Larven
-auskriechen, fressen sie das Holz. Die Bäume ganzer Wälder sind schon
-manchmal durch diesen Ulmensplintkäfer zerstört worden.
-
- Suche den Zweig einer Esche und betrachte Zweige und Knospen. Suche
- ein Büschel von Eschenfrüchten. Suche die korkartigen Zweige der Ulme
- und die grünen Samenscheibchen im Mai. Suche in vermoderten Ulmen
- nach den Gängen des Ulmensplintkäfers.
-
-
-
-
-Lektion 12.
-
-Im Parke.
-
-
-In unseren großen Parks wird man alle Arten der deutschen Bäume finden
-neben vielen anderen, die deshalb interessant sind, weil sie aus dem
-Auslande stammen. Alleen von mehreren Kilometern Länge werden oft mit
-einer Art von Bäumen bepflanzt, mit Kastanien, Buchen, Eichen oder
-Linden, und da die Bäume hier frei stehen, so entwickeln sie sich
-meist schöner als in den Wäldern. Wir haben bis jetzt noch nicht von
-der Linde gesprochen, aber ihr kennt diesen schönen Baum sehr gut
-mit seinem geraden, glatten Stamme, seinen hellgrünen, herzförmigen
-Blättern, die auf der einen Seite größer als auf der anderen und oben
-zugespitzt sind, und seinen gelblichgrünen Blüten, die an einem langen
-Stiele hängen, der aus der Mitte eines gelbgrünen Blattes hervorwächst
-(siehe bunte Tafel VIII, 2).
-
-Pflückt einige von diesen Blüten im Juli oder einige der runden,
-flaumigen Früchte, die gerippt sind, im Herbste, wenn sie reif sind.
-Das Blatt, aus dem sie hervorwachsen, heißt Deckblatt und ist etwas
-Ähnliches wie die Schuppen, auf denen die Staubgefäße der Weide und
-die Samen der Fichte wachsen. Bei der Linde ist das Deckblatt lang
-geworden, und dient dazu, im Winde die Frucht mit fortzutragen. Die
-innere Rinde oder der Bast der Linde ist sehr nützlich zur Anfertigung
-von Tauen, und die Bienen lieben die Linde von allen Bäumen am meisten,
-weil ihre Blüten einen süßen Duft ausströmen und eine Menge Honig in
-ihren Kelchen bergen.
-
-Ein anderer Baum, der den Bienen fast ebenso nützlich ist wie die Linde
-und noch früher blüht, ist der Bergahorn. Seine grünen Blütentrauben
-hängen von den Zweigen herab, ehe die Blätter ganz heraus sind. Der
-Bergahorn ist ein sehr schöner Baum mit großen fünflappigen Blättern,
-der dem Feldahorn sehr ähnelt. Wenn man bei warmem Wetter unter
-einem Bergahorn steht, so wird man oft bemerken, daß Tropfen davon
-herunterfallen, und daß seine Blätter klebrig sind. Alle Ahornarten
-enthalten nämlich eine große Menge zuckerigen Saftes, der aufsteigt
-und aus den Blättern quillt, entweder da, wo sich ein Riß in ihnen
-befindet, weil sie trocken sind, oder da, wo ein Insekt ein Loch
-gebissen hat. Ihr habt gewiß schon die kleinen, schädlichen Blattläuse
-bemerkt, die an Rosen und anderen Pflanzen dicht zusammensitzen und
-ihnen den Saft aussaugen. Hunderte und Tausende von ihnen nähren sich
-von dem Saft der Bäume, und dazu kommen noch andere Insekten, wie
-z. B. die Schaumzikade, deren Larve sich ganz mit Schaum bedeckt, der
-vom Volke „Kuckucksspeichel“ genannt wird. Durch die Risse, die die
-Insekten verursachen, sickert der Saft des Ahorns heraus und fließt
-über die Blätter.
-
-Die Frucht dieses Baumes ist sehr sonderbar. Sie ist geflügelt wie
-die der Esche, aber zwei Früchte wachsen zusammen, so daß die beiden
-Flügel sich wie die eines Schmetterlings ausbreiten (siehe Abbildung).
-Die Flügel der Feldahornfrucht breiten sich weiter aus als die des
-Bergahorns.
-
-[Illustration: Ahornzweig mit Frucht.]
-
-Das Holz des Ahorns wird zur Anfertigung von Möbeln gern benutzt. Sehr
-viele unserer Pulte und Kleiderschränke werden aus amerikanischem
-Ahorn gemacht, denn dort sind Ahornarten viel verbreiteter als bei
-uns. Ahornzucker, den amerikanische Kinder sehr lieben, wird aus dem
-zuckerhaltigen Safte einer amerikanischen Art bereitet, der deshalb
-„Zuckerahorn“ heißt.
-
-[Illustration: 1. Erdbeerbaum mit Blüte und Frucht. 2. Lindenzweig in
-Blüte.
-
- V. 8.
-
-]
-
-Ein anderer Baum, den man in Gärten und Parks findet, ist der
-Walnußbaum, der von den Römern nach Deutschland gebracht wurde. Es ist
-ein großer, sich weit ausbreitender Baum mit einem rauhen Stamm und
-starken, krummen Ästen und Zweigen. Die Blätter sind gefiedert wie
-die der Esche, aber sie sind viel größer. Sie haben einen hübschen,
-rötlichen Schimmer, wenn sie jung sind, und einen starken Geruch, wenn
-man sie zerdrückt.
-
-Diese Bäume wachsen so schnell, daß sie in zehn Jahren ungefähr 7 Meter
-hoch werden; dann beginnen sie zu blühen und Früchte zu bilden. Sie
-wachsen bis zu einer Höhe von 20-25 Meter. Im April kann man die langen
-Kätzchen von dem Baume herabhängen sehen, gerade wenn die Blätter
-hervorbrechen. Die männlichen Blüten sitzen an der Spitze der Zweige
-des letzten Jahres. Aber die kleinen Gruppen von Blüten, aus denen sich
-die Walnüsse entwickeln, sitzen auf den neuen Zweigen, die sich gerade
-aus den Knospen gebildet haben. Ihr alle kennt die Walnuß. Sie ist in
-eine grüne Schale eingeschlossen, deren Saft eure Finger braun färbt,
-wenn ihr sie abschält. Sobald die grüne Schale entfernt ist, kann man
-ein Messer zwischen die beiden Hälften der harten Schale schieben und
-sie auseinander spalten. So trennt man den Fruchtkern, den man essen
-kann, in der Mitte, gerade da, wo der Keim der zukünftigen Pflanze
-liegt. Wenn man genau hinsieht, kann man die kleine weiße Knospe und
-die Wurzel unterscheiden, die zwischen den Samenblättern am spitzen
-Ende der Nuß liegt. Das Holz des Walnußbaumes ist sehr wertvoll für die
-Anfertigung von Möbeln, denn es wird dunkelbraun, wenn der Baum alt
-ist, und ist sehr schön gemasert.
-
-Ich möchte euch nun noch von einem anderen baumartigen Strauche
-erzählen, der in Südeuropa heimisch ist und bei uns zuweilen in
-Parkanlagen und Gärten gezogen wird. Es ist der Erdbeerbaum, so
-genannt, weil seine Früchte Erdbeeren ähnlich sehen. Es ist ein
-immergrüner Strauch mit grünen, glänzenden Blättern von der Form eines
-Lorbeerblattes, die am Rande grob gezähnt sind. Die krugförmigen Blüten
-sind wachsgelb und hängen an gebogenen Stielen. Aber das Sonderbarste
-an diesem Strauche ist, daß es ein Jahr dauert, bis die Früchte
-reif werden. Zuerst sind sie blaßgelb, dann färben sie sich immer
-dunkler bis sie glänzend rot sind und zu zweien oder dreien zwischen
-den dunkelgrünen Blättern hängen, gerade wenn der Baum wieder seine
-hübschen weißgrünen Blüten treibt.
-
-Unter den Bäumen, die man in Parks finden kann, wirst du besonders
-viele Nadelbäume bemerken, die aus fremden Ländern bei uns eingeführt
-sind und entweder ihres schönen Wuchses oder auch ihrer eigenartig
-gefärbten Nadeln wegen von den Gärtnern gezüchtet werden. Häufig finden
-wir auch die großen Magnolien und die Tulpenbäume, von denen erstere
-so schöne, große, weiße und rötliche Blüten haben. Aber dies sind
-Fremdlinge, und wir müssen zufrieden sein, wenn wir etwas über deutsche
-Bäume wissen.
-
- Suche die Blüten und Früchte der Linde; die Blätter der Ahornarten,
- die von Honigtau kleben; die Blätter und Kätzchen des Walnußbaumes.
- Öffne eine Walnuß und suche im Innern die junge Keimpflanze.
-
-
-
-
-Lektion 13.
-
-Blätter. Ihre Gestalt und ihr Stand.
-
-
-Im Sommer, wenn die Bäume voll belaubt sind, und ihr sie kennen gelernt
-habt, solltet ihr Zweige von verschiedenen Bäumen holen und beobachten,
-wie die Blätter an den Ästen wachsen, und welche Formen sie haben.
-
-Wir haben schon bemerkt, daß einige Bäume wie die Roßkastanie und der
-Ahorn gegenständige Blätter haben, wo eins dem anderen am Stengel
-gegenübersteht, also zwei aus einem Sproßknoten wachsen. Andere
-dagegen, wie die Ulme und die Buche z. B., haben wechselständige
-Blätter, so daß jedes seinen Sproßknoten hat. Aber es gibt viele Arten
-von wechselständigen Blättern, und es wird euch Vergnügen bereiten, sie
-ausfindig zu machen.
-
-Bei der Ulme und der Buche kommt jedes zweite Blatt genau über dem
-darunter stehenden heraus. Blatt 1 entspringt an der einen Seite des
-Zweiges, Blatt 2 auf der anderen Seite, Blatt 3 genau über Blatt
-1. Aber wenn ihr einen Zweig der Zitterpappel oder Espe nehmt, so
-wird es Blatt 4 sein, das genau über Blatt 1 steht. Dann nehmt einen
-Eichenzweig. Ihr werdet sehen, daß ihr sechs Blätter zählen müßt, ehe
-ihr eins genau über dem ersten stehend findet. Alle diese Unterschiede
-haben ihren Zweck, und wenn man die Bäume im Walde genau ansieht, so
-wird man finden, wie diese verschiedenen Anordnungen die Blätter in
-Stellungen bringt, wodurch sie am besten Licht und Luft erhalten.
-
-Ferner ist dann die Form der Blätter zu beachten. Botaniker haben sehr
-viele Namen, um die Gestalt, den Rand, die Adern und die Abteilungen
-der Blätter zu beschreiben. Ich kann euch nur einige davon sagen, so
-daß ihr eure Augen öffnen und andere selbst finden mögt.
-
-Blätter, die ungeteilt sind, so daß man nicht ein Stück abreißen kann,
-ohne das Ganze zu beschädigen, heißen einfache. Die Blätter der Ulme,
-Buche, Edelkastanie, Linde, Eiche, Weide, des Bergahorns und viele
-andere sind einfach.
-
-Blätter, die in verschiedene Teile zerschnitten sind, so daß man einen
-abreißen kann, ohne die anderen zu berühren, heißen zusammengesetzte.
-Die Blätter der Roßkastanie, Esche, Rose, des Vogelbeerbaumes und
-des Holunders sind zusammengesetzt. Ihr müßt euch ins Gedächtnis
-zurückrufen, daß die Abteilungen Blattabschnitte und nicht Blätter
-sind, weil sie am Ende keine wachsende Spitze und im Blattwinkel keine
-Knospen haben. Die Blättchen wachsen aus der Spitze des Blattstengels
-heraus (Roßkastanie) oder aus der schmalen grünen Mittellinie (Rose),
-die nicht der Stengel, sondern die Mittelrippe des Blattes ist.
-
-Nehmt nun alle einfachen Blätter, die ihr habt und seht, wie sie
-gestaltet sind. Die beste Weise, dies herauszufinden ist, ein Blatt auf
-eure Schiefertafel zu legen und eine Linie herumzuziehen. Das ist sehr
-leicht bei einem Buchenblatt oder dem Blatte einer Edelkastanie. Aber
-wenn ihr ein Eichenblatt nehmt, so geht der Rand zuweilen bis an die
-Mittelrippe, so daß man meinen kann, ein geteiltes Blatt zu haben.
-
-Um die Form eines Blattes festzustellen, muß man es anders machen. Man
-muß, am Stengel des Blattes beginnend, eine Linie um die äußersten
-Punkte desselben herumziehen, bis man wieder an den Stengel kommt.
-Wenn man ein Ahornblatt so mit einer Linie umzieht, so wird eine Figur
-heraus kommen, die einer Niere ähnlich ist. Das Blatt des Bergahorns
-wird mehr herzförmig sein, länger und in einer stumpfen Spitze endend.
-Ein Eichenblatt ist länglich rund, länger als breit. Das Ulmen- und
-das Buchenblatt ist eiförmig oder oval, wie man sagt, während das
-der Edelkastanie schmal und lang ist. Ein Lindenblatt endlich ist
-herzförmig, aber ungleich, da eine Seite größer ist als die andere. Es
-ist ungleichseitig.
-
-[Illustration: Zusammengesetzte Blätter. 1. Roßkastanie. 2. Rose.]
-
-Nun laßt uns untersuchen, wie die verschiedenen Blätter am Rande
-ausgezackt sind. Einige, wie die des Flieders und des Efeus, sind
-glattrandig. Andere sind buchtig und das Blatt der Stechpalme ist
-grobstachlig gezähnt zu seinem Schutze. Aber wenn ihr die Blätter an
-der Spitze des Baumes betrachtet, wohin das Vieh nicht reichen kann,
-so werdet ihr oft finden, daß diese Blätter keine Stacheln erzeugen.
-
-Andere Blätter haben rund um den Rand Zähnchen. Das Blatt der edlen
-Kastanie ist am Rande wie eine Säge ausgezackt. Das Blatt einer Birke
-ist ebenso, aber wenn man es genau betrachtet, so wird man sehen, daß
-es zwei Reihen von Zähnchen hat. Der Rand der großen Zähnchen ist
-noch einmal gezähnt. Dieses Blatt hat also einen doppelt gezähnten
-Rand. Andere Blätter haben tiefe Einschnitte oder Lappen. Der Rand
-eines Eichenblattes ist manchmal nur buchtig, manchmal hat er tiefe
-Einschnitte. Das Blatt eines Bergahorns hat fünf große, spitze
-Abteilungen oder Lappen.
-
-Vergleicht das Blatt des Bergahorns mit dem der Eiche. Ihr werdet
-sehen, daß die Adern, die das Skelett der verschiedenen Blattformen
-ausmachen, nicht überall gleich laufen. Beim Bergahornblatt gehen die
-großen Adern oder Rippen von der Spitze des Stengels aus und breiten
-sich aus gleich fünf Fingern, während die kleinen Adern von den großen
-ausgehen. Ein solches Blatt heißt handförmig, weil die Adern gleich
-sind den Fingern an der Hand. Beim Eichenblatt dagegen läuft eine
-lange Rippe in der Mitte empor. Von ihr gehen die kleineren aus wie
-die Strahlen einer Vogelfeder. So sagt man vom Eichenblatt, daß es
-federartig geädert oder gefiedert ist von Fieder, was gleichbedeutend
-mit Feder ist.
-
-[Illustration: Formen und Ränder von Blättern.
-
-1. Buche -- eiförmig, Rand buchtig. 2. Eiche -- verkehrt eiförmig,
-tief buchtig. 3. Edelkastanie -- breitlanzettlich, lang und spitz
-gezähnt. 4. Birke -- doppelt gezähnt. 5. Linde -- herzförmig oder
-schief-dreieckig. 6. Bergahorn -- herzförmig, fünflappig, handförmig.
-7. Ahorn -- nierenförmig, fünflappig, handförmig.]
-
-Nun nehmt die zusammengesetzten Blätter der Roßkastanie, der Esche und
-der Rose. Bei der ersteren wachsen die Blattabschnitte gerade wie bei
-dem Bergahorn. Sieben Rippen gehen von der Spitze des Stengels aus
-und verbreiten sich wie Finger; es ist also auch ein handförmiges oder
-gefingertes Blatt. Aber bei der Esche und Rose geht eine Rippe in der
-Mitte empor und die einzelnen Blättchen sind federartig angeordnet.
-Diese Blätter nennt man also gefiedert.
-
-Es gibt außerdem viele Übergangsformen von Blättern, und wenn ihr sie
-sammelt und in einem alten Schreibhefte ordnet, werdet ihr bald eine
-Vorstellung von der Bedeutung der Namen bekommen.
-
- Beschreibe die Blätter der Eiche, der Roßkastanie und der Ulme und
- ihre Stellung. Ordne die einfachen und zusammengesetzten Blätter, die
- du finden kannst, in einem Schreibhefte und beschreibe sie.
-
-[Illustration]
-
-
-
-
- Kinderaugen in der Natur
-
-
- Erstes Buch
- Tiere und Pflanzen in Wald und Feld
-
- Zweites Buch
- Am Teich- und Flußufer
-
- Drittes Buch
- Pflanzenleben in Feld und Garten
-
- Viertes Buch
- Aus dem Leben unserer Vögel
-
- Fünftes Buch
- Bäume und Sträucher
-
- Sechstes Buch
- Aus dem Leben der Insekten
-
-
- Bisheriger Absatz ungefähr 50000 Stück
-
-
-
-
-Verlag von Hermann Gesenius in Halle (Saale)
-
-
-Von 8 bis 10 Jahren.
-
-~Dr.~ Hartmanns Jungmädchenbücher:
-
- Band 1. =Rotschwanz und Büschelohr=, verfaßt von +Magda Schelling+.
- Gebunden M. 1.20.
-
- Band 2. =Kriemhilds Rosengarten.= Alten Volkssagen nacherzählt von
- +Ilse Treu+. Gebunden M. 1.20.
-
- Band 3. =Walhall.= Alten Volkssagen nacherzählt von +Ilse Treu+.
- Gebunden M. 1.20.
-
- Band 4. =Vogelgesellschaft bei Buchfinks=, verfaßt von +Magda
- Schelling+. Gebunden M. 1.20.
-
- Band 5. =Das Stuttgarter Hutzelmännlein.= +Eduard Mörike+ nacherzählt
- von +Elfriede Kittelmann+. Gebunden M. 1.20.
-
-=Die höheren Mädchenschulen=: Die Bücher wollen dem Mangel an
-gediegenem Lesestoff für Mädchen von 8 bis 10 Jahren abhelfen. Sie
-erfüllen ihren Zweck in jeder Weise aufs beste. Die äußere Ausstattung
-mit dem Buntbild der zwei lesenden Mädchen ist sehr gefällig und
-lockt die Kinder; Papier und Druck sind sehr gut und die Einteilung
-in kurze Geschichten oder Kapitel für dieses Alter sehr glücklich.
-Die Stoffe sind aufs günstigste gewählt. Band 1 und 4 bieten
-Naturwissenschaftliches. Die Erzählungen sind so lebendig, daß man
-fast menschlichen Anteil an dem Schicksal der Tiere und Pflanzen
-nimmt. Dabei lernen die Kinder eine Menge, ohne die Absicht irgendwie
-zu merken. Die Geschichten sind in hohem Maße geeignet, Anteil und
-Liebe an der Natur bei den Kindern zu wecken. In Band 2 und 3 werden
-in ebenso ansprechender Weise altdeutsche und nordische Sagen erzählt.
-Der Heldenkreis um Dietrich von Bern und die Götter Walhalls treten den
-Kindern nahe. In Band 5 wird die allerliebste Erzählung vom Stuttgarter
-Hutzelmännchen nacherzählt. All die krausen Ranken in Stil und
-Erzählweise sind abgeschnitten, die für die Kinder -- und nicht nur für
-diese -- das reizende Märchen so schlimm verwirren, so daß sich alle an
-seinem humorvollen Kern freuen können. Für Schülerinnen-Büchereien sind
-die Bändchen eine wertvolle Bereicherung. Für den Familienkreis haben
-sie noch den Vorzug, daß Knaben sie ebenso gern lesen, und daß sie sich
-vorzüglich zum Vorlesen eignen, so daß sie recht zum Handbuch geeignet
-sind.
-
- J. L.
-
-
-
-
-[Illustration:
-
- KUNSTANSTALT
- FR. EUGEN KÖHLER, G.m.b.H.
- GERA-UNTERMHAUS.
-
-]
-
-*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK BÄUME UND STRÄUCHER ***
-
-Updated editions will replace the previous one--the old editions will
-be renamed.
-
-Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright
-law means that no one owns a United States copyright in these works,
-so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the
-United States without permission and without paying copyright
-royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part
-of this license, apply to copying and distributing Project
-Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm
-concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark,
-and may not be used if you charge for an eBook, except by following
-the terms of the trademark license, including paying royalties for use
-of the Project Gutenberg trademark. If you do not charge anything for
-copies of this eBook, complying with the trademark license is very
-easy. You may use this eBook for nearly any purpose such as creation
-of derivative works, reports, performances and research. Project
-Gutenberg eBooks may be modified and printed and given away--you may
-do practically ANYTHING in the United States with eBooks not protected
-by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the trademark
-license, especially commercial redistribution.
-
-START: FULL LICENSE
-
-THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
-PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK
-
-To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
-distribution of electronic works, by using or distributing this work
-(or any other work associated in any way with the phrase "Project
-Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full
-Project Gutenberg-tm License available with this file or online at
-www.gutenberg.org/license.
-
-Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project
-Gutenberg-tm electronic works
-
-1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
-electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
-and accept all the terms of this license and intellectual property
-(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
-the terms of this agreement, you must cease using and return or
-destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your
-possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a
-Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound
-by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the
-person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph
-1.E.8.
-
-1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
-used on or associated in any way with an electronic work by people who
-agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
-things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
-even without complying with the full terms of this agreement. See
-paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
-Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this
-agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm
-electronic works. See paragraph 1.E below.
-
-1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the
-Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection
-of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual
-works in the collection are in the public domain in the United
-States. If an individual work is unprotected by copyright law in the
-United States and you are located in the United States, we do not
-claim a right to prevent you from copying, distributing, performing,
-displaying or creating derivative works based on the work as long as
-all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope
-that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting
-free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm
-works in compliance with the terms of this agreement for keeping the
-Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily
-comply with the terms of this agreement by keeping this work in the
-same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when
-you share it without charge with others.
-
-1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
-what you can do with this work. Copyright laws in most countries are
-in a constant state of change. If you are outside the United States,
-check the laws of your country in addition to the terms of this
-agreement before downloading, copying, displaying, performing,
-distributing or creating derivative works based on this work or any
-other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no
-representations concerning the copyright status of any work in any
-country other than the United States.
-
-1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
-
-1.E.1. The following sentence, with active links to, or other
-immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear
-prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work
-on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the
-phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed,
-performed, viewed, copied or distributed:
-
- This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
- most other parts of the world at no cost and with almost no
- restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it
- under the terms of the Project Gutenberg License included with this
- eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the
- United States, you will have to check the laws of the country where
- you are located before using this eBook.
-
-1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is
-derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not
-contain a notice indicating that it is posted with permission of the
-copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in
-the United States without paying any fees or charges. If you are
-redistributing or providing access to a work with the phrase "Project
-Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply
-either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or
-obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm
-trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
-with the permission of the copyright holder, your use and distribution
-must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any
-additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms
-will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works
-posted with the permission of the copyright holder found at the
-beginning of this work.
-
-1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
-License terms from this work, or any files containing a part of this
-work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.
-
-1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
-electronic work, or any part of this electronic work, without
-prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
-active links or immediate access to the full terms of the Project
-Gutenberg-tm License.
-
-1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
-compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including
-any word processing or hypertext form. However, if you provide access
-to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format
-other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official
-version posted on the official Project Gutenberg-tm website
-(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense
-to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means
-of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain
-Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the
-full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1.
-
-1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
-performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
-unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
-access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works
-provided that:
-
-* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
- the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
- you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed
- to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has
- agreed to donate royalties under this paragraph to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid
- within 60 days following each date on which you prepare (or are
- legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty
- payments should be clearly marked as such and sent to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in
- Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg
- Literary Archive Foundation."
-
-* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
- you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
- does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
- License. You must require such a user to return or destroy all
- copies of the works possessed in a physical medium and discontinue
- all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm
- works.
-
-* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
- any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
- electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
- receipt of the work.
-
-* You comply with all other terms of this agreement for free
- distribution of Project Gutenberg-tm works.
-
-1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project
-Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than
-are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing
-from the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, the manager of
-the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the Foundation as set
-forth in Section 3 below.
-
-1.F.
-
-1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
-effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
-works not protected by U.S. copyright law in creating the Project
-Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm
-electronic works, and the medium on which they may be stored, may
-contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate
-or corrupt data, transcription errors, a copyright or other
-intellectual property infringement, a defective or damaged disk or
-other medium, a computer virus, or computer codes that damage or
-cannot be read by your equipment.
-
-1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
-of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
-Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
-Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
-liability to you for damages, costs and expenses, including legal
-fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
-LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
-PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
-TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
-LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
-INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
-DAMAGE.
-
-1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
-defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
-receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
-written explanation to the person you received the work from. If you
-received the work on a physical medium, you must return the medium
-with your written explanation. The person or entity that provided you
-with the defective work may elect to provide a replacement copy in
-lieu of a refund. If you received the work electronically, the person
-or entity providing it to you may choose to give you a second
-opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If
-the second copy is also defective, you may demand a refund in writing
-without further opportunities to fix the problem.
-
-1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
-in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO
-OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT
-LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
-
-1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
-warranties or the exclusion or limitation of certain types of
-damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement
-violates the law of the state applicable to this agreement, the
-agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or
-limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or
-unenforceability of any provision of this agreement shall not void the
-remaining provisions.
-
-1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
-trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
-providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in
-accordance with this agreement, and any volunteers associated with the
-production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm
-electronic works, harmless from all liability, costs and expenses,
-including legal fees, that arise directly or indirectly from any of
-the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this
-or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or
-additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any
-Defect you cause.
-
-Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
-
-Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
-electronic works in formats readable by the widest variety of
-computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It
-exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations
-from people in all walks of life.
-
-Volunteers and financial support to provide volunteers with the
-assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
-goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
-remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
-and permanent future for Project Gutenberg-tm and future
-generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see
-Sections 3 and 4 and the Foundation information page at
-www.gutenberg.org
-
-Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation
-
-The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non-profit
-501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
-state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
-Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
-number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by
-U.S. federal laws and your state's laws.
-
-The Foundation's business office is located at 809 North 1500 West,
-Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up
-to date contact information can be found at the Foundation's website
-and official page at www.gutenberg.org/contact
-
-Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
-Literary Archive Foundation
-
-Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without
-widespread public support and donations to carry out its mission of
-increasing the number of public domain and licensed works that can be
-freely distributed in machine-readable form accessible by the widest
-array of equipment including outdated equipment. Many small donations
-($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
-status with the IRS.
-
-The Foundation is committed to complying with the laws regulating
-charities and charitable donations in all 50 states of the United
-States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
-considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
-with these requirements. We do not solicit donations in locations
-where we have not received written confirmation of compliance. To SEND
-DONATIONS or determine the status of compliance for any particular
-state visit www.gutenberg.org/donate
-
-While we cannot and do not solicit contributions from states where we
-have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
-against accepting unsolicited donations from donors in such states who
-approach us with offers to donate.
-
-International donations are gratefully accepted, but we cannot make
-any statements concerning tax treatment of donations received from
-outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
-
-Please check the Project Gutenberg web pages for current donation
-methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
-ways including checks, online payments and credit card donations. To
-donate, please visit: www.gutenberg.org/donate
-
-Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works
-
-Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
-Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be
-freely shared with anyone. For forty years, he produced and
-distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of
-volunteer support.
-
-Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
-editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in
-the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
-necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper
-edition.
-
-Most people start at our website which has the main PG search
-facility: www.gutenberg.org
-
-This website includes information about Project Gutenberg-tm,
-including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
-subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
diff --git a/old/69469-0.zip b/old/69469-0.zip
deleted file mode 100644
index 09552c9..0000000
--- a/old/69469-0.zip
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h.zip b/old/69469-h.zip
deleted file mode 100644
index a14457b..0000000
--- a/old/69469-h.zip
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/69469-h.htm b/old/69469-h/69469-h.htm
deleted file mode 100644
index 8e596e1..0000000
--- a/old/69469-h/69469-h.htm
+++ /dev/null
@@ -1,2840 +0,0 @@
-<!DOCTYPE html>
-<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="de" lang="de">
-<head>
- <meta charset="UTF-8">
- <title>
- Bäume und Sträucher, by Arabella B. Buckley—A Project Gutenberg eBook
- </title>
- <link rel="icon" href="images/cover.jpg" type="image/x-cover">
- <style> /* <![CDATA[ */
-
-body {
- margin-left: 10%;
- margin-right: 10%;
-}
-
-div.schmal {
- width: 70%;
- margin: auto 15%;}
-.x-ebookmaker div.schmal {
- width: 90%;
- margin: auto 5%;}
-
-h1,h2 {
- text-align: center; /* all headings centered */
- clear: both;
- font-weight: normal;}
-
-h1,.s1 {font-size: 275%;}
-.s2 {font-size: 175%;}
-h2 {font-size: 150%;}
-.s3 {font-size: 125%;}
-.s4 {font-size: 110%;}
-.s5 {font-size: 90%;}
-.s6 {font-size: 70%;}
-
-h2 {
- padding-top: 0;
- page-break-before: avoid;}
-
-h2.nobreak {
- padding-top: 3em;
- margin-bottom: 1.5em;}
-
-p {
- margin-top: .51em;
- text-align: justify;
- margin-bottom: .49em;
- text-indent: 1.5em;}
-
-p.p0,p.center {text-indent: 0;}
-
-.mtop0_5 {margin-top: 0.5em;}
-.mtop1 {margin-top: 1em;}
-.mtop2 {margin-top: 2em;}
-.mtop3 {margin-top: 3em;}
-.mbot0_5 {margin-bottom: 0.5em;}
-.mbot2 {margin-bottom: 2em;}
-.mbot3 {margin-bottom: 3em;}
-.mright1 {margin-right: 1em;}
-.mright2 {margin-right: 2em;}
-
-.padtop1 {padding-top: 1em;}
-.padtop2 {padding-top: 2em;}
-.padright1 {padding-right: 1em;}
-
-hr {
- width: 33%;
- margin-top: 2em;
- margin-bottom: 2em;
- margin-left: 33.5%;
- margin-right: 33.5%;
- clear: both;
-}
-
-hr.full {width: 95%; margin-left: 2.5%; margin-right: 2.5%;}
-
-hr.r10 {width: 10%; margin: auto 45%;}
-
-div.chapter {page-break-before: always;}
-
-.break-before {page-break-before: always;}
-
-table {
- margin-left: auto;
- margin-right: auto;
-}
-
-table.toc {
- max-width: 70%;
- margin: auto;}
-.x-ebookmaker table.toc {
- max-width: 95%;
- margin: auto;}
-
-.vab {vertical-align: bottom;}
-.vat {vertical-align: top;}
-
-.csstab {display: table;}
-.cssrow {display: table-row;}
-.csscell {display: table-cell;}
-
-.pagenum { /* uncomment the next line for invisible page numbers */
- /* visibility: hidden; */
- position: absolute;
- left: 94%;
- font-size: 70%;
- color: #777777;
- text-align: right;
- font-style: normal;
- font-weight: normal;
- font-variant: normal;
- text-indent: 0;
-} /* page numbers */
-
-.bb {border-bottom: 2px solid;}
-
-.bbd {border-bottom: medium black dotted;}
-
-.btd {border-top: medium black dotted;}
-
-.center {text-align: center;}
-
-.right {text-align: right;}
-
-.left {text-align: left;}
-
-.antiqua {font-style: italic;}
-
-.gesperrt
-{
- letter-spacing: 0.2em;
- margin-right: -0.2em;
-}
-
-.x-ebookmaker .gesperrt {
- letter-spacing: 0.15em;
- margin-right: -0.25em;}
-
-em.gesperrt
-{
- font-style: normal;
-}
-
-.x-ebookmaker em.gesperrt {
- font-family: sans-serif, serif;
- font-size: 90%;
- margin-right: 0;}
-
-.caption {
- text-align: center;
- font-size: 90%;}
-
-.caption_left {
- font-size: 75%;
- text-align: left;
- margin-left: 1em;}
-
-.caption_gross {
- font-size: 95%;
- text-align: center;}
-
-/* Images */
-
-img {
- max-width: 100%;
- height: auto;
-}
-
-img.w100 {width: 100%;}
-
-.figcenter {
- margin: 1.5em auto 1em auto;
- text-align: center;
- page-break-inside: avoid;
- max-width: 100%;}
-
-/* Transcriber's notes */
-.transnote {
- background-color: #E6E6FA;
- color: black;
- font-size: smaller;
- padding: 0.5em;
- margin-bottom: 5em;
- page-break-before: always;}
-
-.nohtml {visibility: hidden; display: none;}
-.x-ebookmaker .nohtml {visibility: visible; display: inline;}
-
-/* Illustration classes */
-.illowe10 {width: 10em;}
-.illowe12 {width: 12em;}
-.illowe17 {width: 17em;}
-.illowe21 {width: 21em;}
-.illowe23 {width: 23em;}
-.illowe25 {width: 25em;}
-.illowe28 {width: 28em;}
-.illowe29 {width: 29em;}
-.illowe32 {width: 32em;}
-.illowe33 {width: 33em;}
-.illowe34 {width: 34em;}
-.illowe35 {width: 35em;}
-.illowe37 {width: 37em;}
-.illowe38 {width: 38em;}
-.illowe40 {width: 40em;}
-.illowe41 {width: 41em;}
-.illowe44 {width: 44em;}
-.illowe50 {width: 50em;}
-
-.x-ebookmaker .illowe10 {width: 20%; margin: auto 40%;}
-.x-ebookmaker .illowe12 {width: 24%; margin: auto 38%;}
-.x-ebookmaker .illowe17 {width: 34%; margin: auto 33%;}
-.x-ebookmaker .illowe21 {width: 42%; margin: auto 29%;}
-.x-ebookmaker .illowe23 {width: 46%; margin: auto 27%;}
-.x-ebookmaker .illowe25 {width: 50%; margin: auto 25%;}
-.x-ebookmaker .illowe28 {width: 56%; margin: auto 22%;}
-.x-ebookmaker .illowe29 {width: 58%; margin: auto 21%;}
-.x-ebookmaker .illowe32 {width: 64%; margin: auto 18%;}
-.x-ebookmaker .illowe33 {width: 66%; margin: auto 17%;}
-.x-ebookmaker .illowe34 {width: 68%; margin: auto 16%;}
-.x-ebookmaker .illowe35 {width: 70%; margin: auto 15%;}
-.x-ebookmaker .illowe37 {width: 74%; margin: auto 13%;}
-.x-ebookmaker .illowe38 {width: 76%; margin: auto 12%;}
-.x-ebookmaker .illowe40 {width: 80%; margin: auto 10%;}
-.x-ebookmaker .illowe41 {width: 82%; margin: auto 9%;}
-.x-ebookmaker .illowe44 {width: 88%; margin: auto 6%;}
-.x-ebookmaker .illowe50 {width: 100%; margin: auto;}
-
- /* ]]> */ </style>
-</head>
-<body>
-<div lang='en' xml:lang='en'>
-<p style='text-align:center; font-size:1.2em; font-weight:bold'>The Project Gutenberg eBook of <span lang='de' xml:lang='de'>Bäume und Sträucher</span>, by Arabella Buckley</p>
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
-most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms
-of the Project Gutenberg License included with this eBook or online
-at <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>. If you
-are not located in the United States, you will have to check the laws of the
-country where you are located before using this eBook.
-</div>
-</div>
-
-<p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:1em; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Title: <span lang='de' xml:lang='de'>Bäume und Sträucher</span></p>
-<p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:0; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Author: Arabella Buckley</p>
-<p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:0; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Translators: Fritz Kriete</p>
-<p style='display:block; margin-top:0; margin-bottom:0; margin-left:2em;'>Otto Rabes</p>
-<p style='display:block; text-indent:0; margin:1em 0'>Release Date: December 4, 2022 [eBook #69469]</p>
-<p style='display:block; text-indent:0; margin:1em 0'>Language: German</p>
- <p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:0; margin-left:2em; text-indent:-2em; text-align:left'>Produced by: Peter Becker, Reiner Ruf, and the Online Distributed Proofreading Team at https://www.pgdp.net (The digitized holdings of the Staatsbibliothek zu Berlin are available to all interested parties worldwide free of charge for non-commercial use.)</p>
-<div style='margin-top:2em; margin-bottom:4em'>*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK <span lang='de' xml:lang='de'>BÄUME UND STRÄUCHER</span> ***</div>
-
-<div class="transnote mbot3">
-<p class="s3 center"><b>Anmerkungen zur Transkription</b></p>
-
-<p class="p0">Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von
-1911 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische
-Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute
-nicht mehr verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original
-unverändert; fremdsprachliche Ausdrücke wurden nicht korrigiert.</p>
-
-<p class="p0">Die <a href="#anz">Buchanzeigen</a> wurden der
-Übersichtlichkeit halber am Ende des Texts gesammelt dargestellt. Die
-originale Titelseite weist auf ‚16 Illustrationen im Text‘ hin, obwohl
-20 Abbildungen vorhanden sind. Dieser Fehler wurde in der vorliegenden
-elektronischen Ausgabe berichtigt.</p>
-
-<p class="p0">Die <a href="#p441_ill">farbige Abbildung V. 6.</a>, Nr. 1, zeigt einen
-Vogelbeerzweig in Blüte und mit Früchten. Im Original wurde die Pflanze
-fälschlicherweise als ‚Schneeball‘ bezeichnet, was in der vorliegenden
-Bearbeitung korrigiert wurde. Die Abbildung eines Schneeballstrauches
-findet sich in der <a href="#p521_ill">farbigen Abbildung V. 7.</a></p>
-
-<p class="p0">Das Original wurde in Frakturschrift gesetzt; Passagen
-in <span class="antiqua">Antiquaschrift</span> werden im vorliegenden
-Text kursiv dargestellt. <span class="nohtml">Abhängig von der im
-jeweiligen Lesegerät installierten Schriftart können die im Original
-<em class="gesperrt">gesperrt</em> gedruckten Passagen gesperrt, in
-serifenloser Schrift, oder aber sowohl serifenlos als auch gesperrt
-erscheinen.</span></p>
-
-</div>
-
-<p class="s1 center mtop3 break-before">Kinderaugen in der Natur</p>
-
-<div class="figcenter illowe12" id="titelseite_deko1">
- <img class="w100" src="images/titelseite_deko.png" alt="Dekoration">
-</div>
-
-<p class="s3 center padtop1">Fünftes Buch</p>
-
-<h1 class="s2">Bäume und Sträucher</h1>
-
-<p class="s3 center">Von Arabella B. Buckley (Mrs. Fisher)</p>
-
-<p class="s4 center">Einzige autorisierte Übertragung<br>
-von Oberstudienrat <span class="antiqua">Dr.</span> Fritz
-Kriete in Halle und<br>
-Studiendirektor <span class="antiqua">Dr.</span> Otto
-Rabes in Mülheim (Ruhr)</p>
-
-<hr class="r10">
-
-<p class="center">Mit 8 bunten Vollbildern und 20 Illustrationen im Texte</p>
-
-<hr class="r10">
-
-<p class="center">Zweite Auflage (7.–10. Tausend)</p>
-
-<div class="figcenter illowe12" id="titelseite_deko2">
- <img class="w100 mbot2" src="images/titelseite_deko.png" alt="Dekoration">
-</div>
-
-<p class="s3 center padtop2">Halle a. S.<br>
-Hermann Gesenius</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_3">[S. 3]</span></p>
-
-<h2 class="nobreak" id="Vorwort">Vorwort.</h2>
-
-</div>
-
-<div class="s4">
-
-<p>Zur Einführung dieser Übersetzung sei hier kurz auf einige uns
-zusagende Eigentümlichkeiten dieser anspruchslosen Hefte hingewiesen,
-die uns veranlaßten, auf die Aufforderung der Verlagsbuchhandlung hin,
-sie ins Deutsche zu übertragen.</p>
-
-<p>Überall ist versucht, Stil und Satzbau so klar und einfach zu
-gestalten, daß nach dieser Seite hin Kindern beim Lesen keine
-Schwierigkeiten erwachsen.</p>
-
-<p>Die behandelten Stoffe aus dem Leben der Tiere und Pflanzen sind gut
-gewählt, dabei interessant — nicht rein beschreibend — gestaltet.</p>
-
-<p>Vielmehr ist jeder einzelne Abschnitt, der stets ein in sich
-abgeschlossenes Ganze bildet, so durchgeführt, daß er die kleinen Leser
-zu <em class="gesperrt">eigenen</em> Beobachtungen anregt.</p>
-
-<p>Endlich sind die farbenschönen Abbildungen<span class="pagenum" id="Seite_4"><span class="s5">[S. 4]</span></span> einheitlich und naturgetreu
-ausgeführt, so daß auch sie das Interesse der Kinder beleben helfen.
-Überhaupt stand für unsere Erwägungen der Gedanke im Vordergrunde, daß
-diese Bücher geeignet sein könnten, sich im Kampfe gegen die unsere
-Jugend verseuchende Schundliteratur als nützlich zu erweisen.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Halle</em>, im Juni 1911.</p>
-
-<p class="right mright1"><b>Kriete.&#8194;Rabes.</b></p>
-
-</div>
-
-<div class="chapter">
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_5">[S. 5]</span></p>
-
-<h2 class="nobreak" id="Inhalt">Inhalt.</h2>
-
-</div>
-
-<table class="toc">
- <tr>
- <td class="s5" colspan="3">
- &#160;
- </td>
- <td class="s5">
- <div class="right">Seite</div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">Vorwort</div>
- </td>
- <td class="vat">
- &#160;
- </td>
- <td class="vat">
- &#160;
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Vorwort">3</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">Lektion</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;1.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Der Nutzen der Bäume</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_1">7</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;2.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Wie ein Baum entsteht</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_2">10</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;3.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Wie ein Baum wächst. — Die Roßkastanie</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_3">15</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;4.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Bäume mit Kätzchenblüten</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_4">19</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;5.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Die deutsche Eiche</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_5">24</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;6.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Gäste der Eiche</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_6">29</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;7.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Die Buche und die edle Kastanie</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_7">34</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;8.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Bäume, die Zapfen tragen</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_8">38</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">&#8199;9.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Hecken-Sträucher und -Bäume</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_9">43</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">10.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Blühende Gartensträucher</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_10">48</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">11.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Esche und Ulme</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_11">52</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">12.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Im Parke</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_12">58</a></div>
- </td>
- </tr>
- <tr>
- <td class="vat">
- <div class="center">„</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">13.</div>
- </td>
- <td class="vat">
- <div class="left">Blätter. Ihre Gestalt und ihr Stand</div>
- </td>
- <td class="vab">
- <div class="right"><a href="#Lektion_13">63</a></div>
- </td>
- </tr>
-</table>
-
-<div class="chapter">
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_7">[S. 7]</span></p>
-
-<p class="s2 center mtop3 break-before">Fünftes Buch.<br>
-<b>Bäume und Sträucher.</b></p>
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_1">Lektion 1.<br>
-<b>Der Nutzen der Bäume.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Habt ihr wohl schon einmal darüber nachgedacht, wie nützlich die Bäume
-sind? Wir haben im dritten Buch gesehen, daß die Pflanzen die Luft,
-die wir einatmen, reinigen. Die Bäume mit ihren Hunderten von Blättern
-verrichten einen großen Teil dieser Arbeit, und sie nützen auch in
-anderer Weise noch sehr viel.</p>
-
-<p>Stellen wir uns einen kleinen Baum vor, der im Walde oder auf dem Felde
-wächst. Vielleicht wird er von Kaninchen oder Rehen abgefressen, ehe
-er ein Jahr alt ist. Wenn dies der Fall ist, so hat er als Nahrung
-genützt. Wächst er aber auf, so wirft er gleich im ersten Jahre seine
-Blätter im Herbst ab, und diese tragen dazu bei, fruchtbare Erde zu
-bilden und so Nahrung für andere Pflanzen zu liefern.</p>
-
-<p>So geht es nun jedes Jahr; der Baum treibt Blätter, reinigt die Luft
-und hilft fruchtbare Erde erzeugen. Aber sehr bald fangen die Insekten
-an, in dem jungen Schößling sich ein Heim einzurichten, denn alle Arten
-von Bäumen beherbergen Insekten, die davon leben. Schmetterlinge<span class="pagenum" id="Seite_8">[S. 8]</span>
-kommen und legen ihre Eier unter die Blätter, von denen sich die
-Raupen, wenn sie ausgekrochen sind, nähren. Der Käfer legt seine Eier
-in die Rinde, und seine Larve nährt sich da, bis sie selbst zum Käfer
-wird, oder bis der Specht oder die Spechtmeise sie finden und fressen.</p>
-
-<p>So bietet jeder Baum einer kleinen Kolonie von lebenden Wesen
-Unterkunft. Dann kommen die Vögel; sie schlafen nachts in seinen
-Zweigen und bauen in diesen ihre Nester im Frühlinge. Ulmen werden
-oft von den Krähen für ihren Horst gewählt; in den Fichten des Waldes
-schläft die Holztaube, und Fasanen und Falken ruhen auf ihren Zweigen,
-während Amsel und Drossel die Nacht gern in Nadelholz- oder anderem
-immergrünen Gebüsch zubringen.</p>
-
-<p>Wenn der Baum groß geworden ist, so trägt er Blüten und Früchte. Diese
-Früchte und ihre Samen dienen vielen Lebewesen als Nahrung. Die Vogel
-nähren sich von Beeren, Nüssen und Eicheln. Das Eichhörnchen baut sich
-ein Nest in Buchen und frißt alle Arten von Nüssen, die es finden kann.
-Für Feldmaus, Igel und Schwein bilden die Bucheckern und Eicheln eine
-vortreffliche Nahrung, die sie auf dem Boden finden, während wir die
-Frucht der Edelkastanie (Marone), des Walnußbaumes und Äpfel, Birnen
-und Kirschen aus dem Obstgarten essen.</p>
-
-<div class="figcenter illowe29" id="p082_ill">
- <img class="w100" src="images/p082_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Roßkastanie, links unten Frucht.</div>
- <div class="caption_left">V. 1.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p082_ill_gross.jpg"
- id="p082_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>Wie nützlich sind doch die Bäume dem Menschen! Sie helfen, den Boden
-feucht und frisch zu halten. In einem Lande, wo Wälder sind, regnet
-es mehr als in einem baumarmen, und der Erdboden würde trocken und
-ausgedörrt werden, wenn die Bäume nicht ihren angenehmen Schatten
-spendeten. Wie das Weidevieh sich unter ihnen sammelt, wenn die
-Sonne ihre glühenden Strahlen herniedersendet, und wie friedlich
-wiederkäuend sie unter ihnen stehen, geschützt vor der Hitze und Glut!
-Und wie froh seid ihr auf dem Schulwege, wenn ihr unter ihrem Schatten
-dahingehen könnt, anstatt auf der staubigen Landstraße! Wie schön sind
-sie auch im Frühling, wenn die frischen grünen Blätter ausschlagen!
-Immer wieder macht uns der Gedanke froh, daß das Leben des Baumes alle
-Jahre von neuem beginnt.</p>
-
-<p>Andererseits gibt es Bäume, die so alt sind, daß sie uns an lang
-vergangene Zeiten erinnern. Der Gedanke, was für eine lange Geschichte
-solche Bäume erzählen könnten, trägt dazu bei, uns die Heimat lieb und
-wert zu machen.</p>
-
-<p>Aber selbst Bäume müssen endlich sterben, und wenn sie uns nützlich
-sein sollen, so müssen sie gefällt werden, ehe sie vermodern. Und wie
-nützlich ist uns nun erst der Baum nach seinem Tode!</p>
-
-<p>Wir wollen einmal den Lauf eines Tages betrachten und sehen, wie viel
-wir von dem Baume benutzen. Wenn man am Morgen aufsteht, ist das erste,
-was geschehen muß, daß ein Feuer mit Holz angezündet wird. Man setzt
-sich auf einen Stuhl; er ist aus Holz gemacht. Man öffnet die Tür;
-auch sie ist aus Holz. Ihr nehmt, wenn ihr nach der Schule geht, den
-Regenschirm; sein Stock war einst der Zweig eines Baumes. Ihr geht die
-Treppe hinab; ihre Stufen bestehen vielfach aus Holzplanken. Ihr habt
-auf eurem Schulwege eine Brücke zu überschreiten; sie ist aus Holz
-gebaut. Das Gattertor auf dem Felde, der Zaun um die Schule, alles
-besteht aus Holz.</p>
-
-<p>Ihr nehmt euren Platz in der Klasse ein. Eure Füße ruhen auf
-Holzbrettern, die vom Fichtenbaum stammen.<span class="pagenum" id="Seite_10">[S. 10]</span> Ihr sitzt auf hölzernen
-Bänken. Eure Schiefertafel hat einen hölzernen Rahmen. Das Tafelgestell
-und die Tafel selbst bestehen aus Holz. Der Lehrer öffnet die
-Tintenflasche, um die Tintenfässer zu füllen; den Kork der Flasche
-liefert die Rinde eines Baumes, während die Tinte selbst aus einer
-Säure gemacht ist, die aus Galläpfeln gewonnen wird. Diese werden durch
-den Stich eines Insekts auf den Blättern der Eiche hervorgerufen.</p>
-
-<p>Wenn ihr aus der Schule kommt, läßt euch vielleicht ein Landmann auf
-seinen Wagen steigen, der auch aus Holz gemacht ist, ebenso wie der
-Schubkarren, mit dem er den Dünger in den Garten fährt. Ihr legt
-eure Schulbücher in die alte eichene Kommode, die in der Ecke steht,
-und wenn ihr nach dem Abendessen zu Bett geht, seht ihr über eurem
-Kopfe die Stubendecke, die aus hölzernen Balken zusammengefügt ist.
-Ihr könntet noch vieles hinzufügen, was ich vergessen habe; und dann
-haben wir noch nicht aufgezählt das Gummi, den Terpentin, die Öle,
-die Gerbsäure und die vielen Wohlgerüche, die wir von den Bäumen
-erhalten. Auch haben wir noch nicht von Schiffen und Eisenbahnwagen
-gesprochen und von den hübschen Holzschnitzereien in unseren Kirchen
-und öffentlichen Bauten. Sicherlich, ohne Bäume würde es schlecht mit
-der Welt stehen!</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Nenne noch andere Dinge, die aus Holz gemacht sind.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_2">Lektion 2.<br>
-<b>Wie ein Baum entsteht.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Wir sahen im dritten Buche, daß einige Pflanzen viel länger leben
-als andere. Manche leben nur ein Jahr,<span class="pagenum" id="Seite_11">[S. 11]</span> bilden Samen und sterben
-dann. Diese nennen wir einjährige Pflanzen. Andere leben zwei Jahre.
-Sie treiben im ersten Jahre ihre Wurzeln und Blätter, während sie
-im zweiten Blüten und Früchte bilden. Diese nennen wir zweijährige.
-Andere leben viele Jahre lang und heißen ausdauernde oder perennierende
-Pflanzen. Bäume sind ausdauernd, denn sie leben sehr viele Jahre. Es
-gibt Eichen, die mehr als tausend Jahre alt sind.</p>
-
-<p>Und doch begannen alle diese alten Bäume ihr Leben als kleine Samen wie
-die Bohne, die ihr im Blumentopfe zum Keimen brachtet. Wie haben sie
-es nun fertig gebracht, so lange zu leben? Wir werden dies am besten
-erfahren, wenn wir uns einen jungen Sämling ansehen.</p>
-
-<p>Man wird leicht imstande sein, irgend einen solchen im Walde zu finden,
-eine Eiche, eine Buche oder einen Haselnußstrauch, die aus einer in
-den Boden getretenen Nuß, Buchecker oder Eichel aufgewachsen sind. Ich
-werde eine Eiche wählen, weil ich eine dicht vor meiner Tür habe und
-euch ein Bild davon geben kann. Wenn ihr eine Eichel nehmt, sie in
-den Hals einer Flasche steckt mit der Spitze nach oben und vorher die
-Flasche mit Wasser füllt, so könnt ihr eine kleine Eiche aufziehen und
-sehen, ob sie der meinigen ähnlich ist.</p>
-
-<p>Zuerst treibt die Eichel aus einem Spalt einige Wurzeln nach unten.
-Dann spaltet sich die Schale vollständig, und man kann sehen, wie sich
-die beiden dicken Keimblätter öffnen, zwischen denen die wachsende
-Spitze liegt. Diese Spitze wächst nun beständig nach oben und treibt
-bald einige Blätter. Es ist manchmal eins, manchmal sind es auch zwei,
-eins über dem anderen, an der Seite des Stammes.<span class="pagenum" id="Seite_12">[S. 12]</span> Aber wenn der Herbst
-kommt, werden sicher zwei oder drei dicht zusammen an der Spitze des
-kleinen Baumes stehen. Unten an jedem Blatte dicht am Stamme sitzt eine
-kleine Knospe und am oberen Ende des Stammes eine kräftige Knospe,
-dicker als die übrigen.</p>
-
-<p>Der Unterschied zwischen der Eiche und der Bohne, die wir im dritten
-Buch beschrieben, ist der, daß ihr Stamm holzig ist. Wenn man ein
-anderes Eichenpflänzchen desselben Alters aus dem Walde holt und es
-durchschneidet, so wird man folgendes sehen (<a href="#p130_ill">Fig. 1, Seite 13</a>). In der
-Mitte ist ein runder weißer Fleck „<span class="antiqua">p</span>“. Dies ist das Mark oder
-der weiche Teil, den man aus einem Holunderzweige aushöhlt, wenn man
-sich eine Knallbüchse machen will. Dann kommt ein Ring von weichem
-weißlichen Holze „<span class="antiqua">w</span>“. Rund herum sitzt die Rinde „<span class="antiqua">b</span>“.</p>
-
-<div class="figcenter illowe21" id="p120_ill">
- <img class="w100" src="images/p120_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Junge Eichen.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Wachstum nach einem Jahr, 2. nach
- zwei, 3. nach drei Jahren. <span class="antiqua">r</span> Ring, der von den
- Knospenschuppen gebildet wird.</span></div>
-</div>
-
-<p>Nun wißt ihr, daß das Wasser mit erdigen Bestandteilen darin von den
-Wurzeln aufsteigen muß, um in die Blätter zu gelangen und hier zur
-Nahrung verarbeitet zu werden. Es steigt durch diesen Ring lebenden
-Holzes auf, und wenn es zurückkommt, bildet es neues Holz und neue
-Rinde, da wo Holz und Rinde<span class="pagenum" id="Seite_13">[S. 13]</span> zusammenstoßen. Ihr wißt, wie leicht es
-ist, die Rinde vom Holze abzuschälen. Das kommt daher, daß zwischen
-dem neuen Holze und der Rinde eine zarte, dünne Zellschicht sitzt, die
-leicht zerreißt.</p>
-
-<p>Aber wenn der Herbst kommt, nehmen die Wurzeln kein Wasser mehr auf,
-und der rohe Saft, wie er genannt wird, steigt nicht mehr auf. Die
-Stengel der Blätter vertrocknen da, wo sie mit dem Stamme verbunden
-sind und fallen ab. Der Baum ruht während des Winters.</p>
-
-<div class="figcenter illowe44" id="p130_ill">
- <img class="w100" src="images/p130_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Querschnitt des Eichenstammes.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Zweig vom ersten Jahre. 2. Zweig
- vom zweiten Jahre. 3. Stumpf einer alten Eiche mit Jahresringen.
- <span class="antiqua">p</span> Mark. <span class="antiqua">w</span> Holz.
- <span class="antiqua">b</span> Rinde. <span class="antiqua">w</span>2 Holz
- vom zweiten Jahre. <span class="antiqua">m</span> Markstrahl.</span></div>
-</div>
-
-<p>Nun beobachtet eure kleine Pflanze im nächsten Frühling. Ihr werdet
-sehen, wie aus der dicken Knospe an der Spitze und oft noch aus zwei
-anderen, die dicht daneben stehen, sich Zweige entwickeln, die eigene
-Blätter haben. Aber bei einem sehr jungen Baume sterben die kleineren
-gewöhnlich ab, und der Stamm wächst gerade in die Höhe. Man kann jedoch
-immer feststellen, wo das neue Wachstum im Frühling begann, weil sich
-dort ein Ring (s.<a href="#p120_ill">Abb. S. 12</a>, <span class="antiqua">r</span>)<span class="pagenum" id="Seite_14">[S. 14]</span> befindet, der von den Schuppen
-der Knospen zurückgelassen wird. Das Holz des neuen Stückes wird gerade
-so sein wie das Holz des unteren Stückes im vorigen Jahre war. Aber
-dieses untere Stück setzt frisches Holz an und wird dicker (<a href="#p130_ill">Fig. 2,
-S. 13</a>). Der Saft steigt hinauf und hinunter, und ein neuer Ring von
-Holz bildet sich außerhalb des alten, ebenso wie ein sehr dünner neuer
-Ring von Rinde innerhalb der alten. So wird am Ende des zweiten Jahres
-das alte Stück unter den Schuppen zwei Holzringe haben (<span class="antiqua">w</span> und
-<span class="antiqua">w</span>2) mit einer Linie dazwischen, die zeigt, wo der Baum im Winter
-ruhte; das neue Stück dagegen hat nur einen Ring.</p>
-
-<p>Alles dies ist bei solchen kleinen Bäumen schwer zu sehen, und man
-muß den Querschnitt ansehen. Aber wenn man in den Wald geht, wo
-Bäume gefällt werden, so wird man an den alten Bäumen die Ringe viel
-deutlicher sehen, und man wird Vergnügen daran finden, die Stämme zu
-betrachten und zu zählen, wie alt die Bäume sind. Man kann nicht ganz
-sicher sein, daß man die Jahre richtig zählt, weil das alte Holz durch
-das neu wachsende zusammengepreßt wird und sehr hartes Holz in der
-Mitte des Stammes bildet, das sogenannte Kernholz. Aber sicherlich
-ist der Baum nicht jünger, sondern wahrscheinlich viel älter, als die
-Ringe, die man zählen kann, angeben.</p>
-
-<p>Nun kommen wir zu der Frage zurück, wie Bäume so alt werden können.
-Jahr für Jahr bilden sie einen neuen Ring, und diese Ringe werden immer
-schmäler und schmäler, je älter sie werden. Durch die jüngeren Ringe
-steigt der rohe Saft in die Blätter auf und kommt als Nahrung wieder
-herunter, um die verschiedenen<span class="pagenum" id="Seite_15">[S. 15]</span> Teile des Baumes zu nähren. In jedem
-Frühling werden Knospen an jedem Blatte gebildet, und diese Knospen
-sind wie neue Pflanzen. Sie wachsen mit frischer Kraft empor und
-bilden neue Nahrung für den Baum, der sie im Stamme und in den Zweigen
-emporträgt zu Licht und Luft.</p>
-
-<p>Das Kernholz des Stammes ist wirklich tot und vermodert manchmal,
-während der äußere Teil des Baumes noch weiter grünt. Aber viele
-Ringe im Innern des Baumes brauchen noch Nahrung, und wenn man einen
-gefällten Baum ansieht, so kann man sehen, wie sie diese bekommen.
-Neben den Ringen wird man einige Linien (<span class="antiqua">m</span>) bemerken, die wie
-die Speichen eines Rades von dem Mittelpunkt des Stammes ausgehen und
-sich bis zur Rinde erstrecken. Diese Linien bestehen aus Mark wie
-die, welche wir in der Mitte des jungen Schößlings der Eiche sahen.
-Durch sie hindurch dringt der Saft durch den ganzen Baum, bis sie
-zusammengepreßt werden.</p>
-
-<p>Es gibt auch Bäume, wie die Palmen, die ihr in Warmhäusern seht, die
-keine Ringe ansetzen. Aber sie sind keine bei uns wachsenden Bäume und
-gehen uns hier nichts an.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Nehmt verschiedene Stücke von Baumzweigen und versucht, die Rinde,
-die innere Rinde, die Holzringe und das Kernholz zu erkennen.
-Flieder, Linde und Holunder zeigen sie sehr gut. Eiche und Fichte
-zeigen am besten das Kernholz.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_3">Lektion 3.<br>
-<b>Wie ein Baum wächst. — Die Roßkastanie.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Wenn ein junger Baum reichlich Holz und Zweige gebildet hat, beginnt
-er, einige seiner Knospen zu benutzen,<span class="pagenum" id="Seite_16">[S. 16]</span> um Blüten zu bilden. Diese
-Blütenknospen wachsen an denselben Stellen wie die Blätterknospen.
-An einigen Bäumen wachsen sie da, wo das Blatt aus dem Stamm
-hervorwächst. Bei anderen wachsen sie an der Spitze der Zweige. Sie
-sind im allgemeinen runder und weniger spitz als die Blätterknospen.
-Die Blüten der Eiche sind sehr klein, deshalb tut man besser, sich
-nach einem Roßkastanienbaum umzusehen und einen Zweig desselben für
-diese Lektion zu brechen. Man wird auf einer Roßkastanie fast zu jeder
-Zeit des Jahres Blütenknospen finden, ausgenommen, wenn er im vollen
-Blätterschmuck steht, denn dann sind sie sehr klein.</p>
-
-<p>Die beste Zeit darnach zu suchen, ist am Ende des Winters, wenn der
-Baum kahl ist. Zuerst sieh die kleineren Knospen an, die zu zwei und
-zwei einander am Zweige gegenüberstehen. Unter jeder Knospe sieht man
-eine Narbe, die die Stelle bezeichnet, wo das Blatt im letzten Jahre
-wuchs. Die Narbe hat die Form eines Pferdehufes und hat verschiedene
-schwarze Flecke, die wie die Nägel angeordnet sind. Diese Stellen
-zeigen, wo die Röhrenbündel waren, die den Saft in das Blatt führten.</p>
-
-<p>Nun zerpflückt eine der Knospen. Sie sind klein, und ihr werdet es
-nicht gerade leicht finden; aber ihr könnt die braunen, klebrigen
-Schuppen abnehmen, und dann werdet ihr im Innern zuerst einen
-feuchtklebrigen Flaum finden und dann die jungen, grünen Blätter, die
-dicht zusammengefaltet sind. Zwischen ihnen wächst eine grüne Spitze.</p>
-
-<div class="figcenter illowe35" id="p162_ill">
- <img class="w100" src="images/p162_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Salweide.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Silberweiße Kätzchen, Stempel
- tragend. 2. Goldgelbe Kätzchen, von Staubgefäßen gebildet.</span></div>
- <div class="caption_left">V. 2.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p162_ill_gross.jpg"
- id="p162_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>Wenn ihr nun diese Knospe hättet wachsen lassen, und sie Nahrung genug
-erhalten hätte, so würde sie im Frühling zu einem kleinen, Blätter
-tragenden Zweige herangewachsen sein. Aber selten werden alle
-Knospen an einem Zweige groß. Die stärkeren nehmen die Nahrung fort,
-und die schwächeren sterben entweder ab oder warten bis zum nächsten
-Jahre.</p>
-
-<p>Nun seht die Knospen an den Spitzen der Zweige an! Sie sind viel
-größer als die, die an den Seiten wachsen, und ihr könnt sie leicht
-untersuchen. Wenn ihr die klebrigen Schuppen fortgenommen habt — es
-sind ihrer 12 bis 17 —, so werdet ihr zu denselben feuchtklebrigen,
-weißen Flaumhaaren kommen, die ihr in den Blattknospen fandet, und die
-ein warmes Bett für die im Innern wachsenden zarten Blättchen abgeben.</p>
-
-<p>Aber diese Knospe besteht nicht ganz aus Blättern wie die kleineren.
-Sie hat vier kleine hellgrüne Blätter, und in sie eingebettet liegt
-eine zierliche Rispe mit kleinen Knöpfchen (<span class="antiqua">F</span>).</p>
-
-<div class="figcenter illowe23" id="p170_ill">
- <img class="w100" src="images/p170_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Zweig der Roßkastanie.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Große Blütenknospe.
- 2. Kleine Blätterknospe.
- 3. Narbe vom vorjährigen Blattstiel.
- 4. Gefäßröhren, in denen der Saft sich bewegt.
- 5. Zweig, der vor zwei Jahren gebildet wurde.
- <span class="antiqua">I</span>. Blütenknospe (Längsschn.).
- <span class="antiqua">S</span>. Hüllschuppen.
- <span class="antiqua">L</span>. Gefaltete Blätter.
- <span class="antiqua">F</span>. Blütenanlagen.</span></div>
-</div>
-
-<p>Man kann die Blüten an dieser Rispe ohne Mikroskop wahrnehmen. Aber
-wenn man bis zum Mai wartet und sie beobachtet, so wird man sehen, wie
-sie sich allmählich zu einem lieblichen Blütenzweig entwickeln, und
-ich denke, ihr werdet sie um so lieber haben, sobald ihr wißt, wie
-der<span class="pagenum" id="Seite_18">[S. 18]</span> Baum sie im letzten Herbst vorbereitete, als er noch mit Blättern
-bedeckt war, und sie den ganzen Winter hindurch warm in klebrige
-Knospen einhüllte.</p>
-
-<p>Und während ihr nun auf die Entwicklung der Blüten wartet, seht euch
-den Baum selbst an. Der Stamm ist glatt und rund. Die Zweige beginnen
-ungefähr drei Meter über dem Boden. Zwei und zwei stehen einander
-gegenüber wie die Blätter, ausgenommen da, wo eine Knospe sich nicht
-entwickelt hat. Die unteren Zweige, die natürlich die ältesten sind,
-breiten sich am weitesten aus, so daß der Baum sich nach der Spitze hin
-in gefälliger Weise abrundet.</p>
-
-<p>Wenn dann der April kommt, fallen die braunen Schuppen von den
-Blattknospen ab, und der Baum ist mit hellgrünen, flaumhaarigen
-Blättern bedeckt. Sie sind geteilt in sieben Blättchen, die von der
-Spitze des Stengels wie ein halbgeöffneter Regenschirm herabhängen.
-Nach und nach, wenn sie kräftiger werden, entwickeln sie sich zu einem
-breiten Blatt aus sieben fingerartigen Teilen. Inzwischen wirft die
-Blütenknospe ihre Schuppen ab; die vier grünen Blätter kommen hervor,
-und die Blütenrispe streckt ihre schneeweißen, rot und gelb gestreiften
-Blüten heraus (siehe <a href="#p082_ill">bunte Tafel I</a>).</p>
-
-<p>Die Blüten, die dem Zweige am nächsten sitzen, öffnen sich zuerst
-und werden kräftig. Es sind vollständige Blüten mit fünf grünen
-Kelchblättern und fünf schön gekräuselten Blumen-Kronblättern, die
-sowohl Staubgefäße als Fruchtknoten im Innern haben. Aus diesen
-entstehen die Kastanien, die im Herbste reif werden. Die an der
-Rispe weiter oben sitzenden Blüten haben nur Staubgefäße im<span class="pagenum" id="Seite_19">[S. 19]</span> Innern
-der Blumenkronblätter. Sie verwelken, sobald sie ihren Blütenstaub
-ausgestreut haben.</p>
-
-<p>Wenn ihr eine ältere Blütenrispe bekommen könnt, nachdem die Blüten
-schon verwelkt sind, und den Fruchtknoten einer Blüte durchschneidet,
-so werdet ihr sehen, daß er drei Abteilungen hat mit je zwei kleinen
-Samen. Aber wenn ihr die stachelige Frucht im Herbst aufnehmt, so
-werdet ihr, obwohl sie in drei Teile zerspringt, nur eine oder zwei
-große Kastanien darin finden, seltener noch einige andere sehr kleine.
-Die großen Samen haben die anderen kleinen ausgehungert und sind groß
-und stark geworden. Sind die Kastanien braun und glänzend, so sind sie
-reif und werden keimen, sobald man sie sät.</p>
-
-<p>Obwohl die Roßkastanie im Sommer sehr schön ist, werden ihre Blätter
-sehr früh gelb und fallen im September ab, und dann kann man sehen, wie
-sich die Knospen für das nächste Jahr schon gebildet haben. Jedermann
-weiß, daß Roßkastanien bitter und nicht genießbar sind. Die süßen
-Kastanien, die wir rösten, kommen von einem ganz anderen Baum und sind
-keine Samen, sondern Früchte.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Suche einen Roßkastanienzweig und untersuche die Knospen;
-beobachte im Mai den Fruchtknoten und die Frucht im September.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_4">Lektion 4.<br>
-<b>Bäume mit Kätzchenblüten.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Die Roßkastanie ist einer der wenigen großen deutschen Bäume, die
-große Blütenrispen haben. Es gibt in den Hecken viele hübsche blühende
-Sträucher, wie Schwarz-<span class="pagenum" id="Seite_20">[S. 20]</span> und Weißdorn und Schneeball. Aber viele große
-Bäume haben kleine Blüten. Da einige dieser Bäume blühen, ehe sich ihre
-Blätter entfalten, so kann man ihre Blüten sehen. So wollen wir denn
-einige betrachten.</p>
-
-<p>Wenn in der Nähe eurer Wohnung viele Bienen sind, und dort einige
-Salweiden entweder in den Hecken oder Gehölzen wachsen, so geht an
-einem sonnigen Märztage hinaus, legt euch unter einen der Bäume und
-paßt auf.</p>
-
-<p>Bald werdet ihr ein Summen hören, das so lange dauert, wie die Sonne
-scheint. Denn die Bienen sind aus ihrem langen Winterschlafe erwacht
-und brauchen Honig und Blütenstaub, um Bienenbrot zu bereiten. Es
-blühen nur sehr wenige Blumen im März, und wenn der süße Duft des
-Honigs von den Blüten der Weide aufsteigt, so werden die Bienen seiner
-schnell gewahr.</p>
-
-<p>Ihr werdet mich vielleicht fragen, woran man eine Salweide erkennt.
-Ihr kennt sie sehr gut, obwohl ihr vielleicht den Namen nicht wißt. Es
-ist ein großer, buschiger Baum mit einem grauen Stamm; sie wächst in
-Hecken und feuchten Gehölzen. In manchen Gegenden schneiden die Leute
-am Palmsonntag Zweige davon ab und nennen sie Palmen.</p>
-
-<p>Im März und April werdet ihr an den Zweigen runde, weiche,
-walzenförmige Gebilde sehen, so groß wie Fingerhüte, die bald auf der
-einen, bald auf der anderen Seite des Zweiges wachsen. In diese stecken
-die Bienen ihre Köpfe hinein. Ihr erinnert euch an die Kätzchen, die
-wir im ersten Buch auf den Nußbäumen sahen. Diese weichen Gebilde,
-die sich dicht an die Weide schmiegen, sind auch Kätzchen. Bei Weiden
-stehen sie nach oben,<span class="pagenum" id="Seite_21">[S. 21]</span> anstatt wie bei dem Nußbaum nach unten zu
-hängen, und bei der Salweide umfassen sie den Zweig.</p>
-
-<p>Aber nun möchte ich, daß ihr noch weiter aufpaßt. Der Baum, unter
-dem ihr gerade sitzt, hat hoffentlich breite gelbe Kätzchen (vergl.
-<a href="#p162_ill">bunte Tafel II</a>), und wenn ihr einen Zweig abpflückt und ihn
-genau anseht, werdet ihr sehen, wie die gelben Staubbeutel rund um die
-Kätzchen herumstehen. Aber ihr findet vielleicht ganz in der Nähe einen
-anderen Baum derselben Art, auf dem die Kätzchen weich und grau sind
-(vergl. <a href="#p162_ill">bunte Tafel II</a>, 1). Sie sind viel länger und schmäler
-als die gelben Kätzchen.</p>
-
-<div class="figcenter illowe28" id="p210_ill">
- <img class="w100" src="images/p210_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Blüten der Salweide.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Blüte mit Fruchtknoten. 2. Blüte
- mit Staubgefäßen. <span class="antiqua">L.</span> Blattschuppe.
- <span class="antiqua">H.</span> Honigdrüse. <span class="antiqua">O.</span>
- Fruchtknoten. <span class="antiqua">S.</span> Staubgefäß.</span></div>
-</div>
-
-<p>Pflücke einen Zweig von jedem dieser Bäume und nimm ihn mit zur Schule.
-Wenn ihr die Kätzchen zerpflückt, so werdet ihr finden, daß jedes
-derselben aus winzigen Blüten besteht. Bei den gelben Kätzchen besteht
-jede Blüte nur aus einem kleinen schuppigen Blatte (<span class="antiqua">L</span>, 2) mit
-zwei Staubgefäßen. Nein! Ich habe etwas vergessen. Es ist noch etwas
-anderes dabei, denn unten an dem schuppigen Blatt sitzt ein kleiner
-Becher (<span class="antiqua">H</span>), der einen Tropfen Honig enthält. So sind, wie ihr
-seht, sehr viele Tropfen Honig in einem Kätzchen.</p>
-
-<p>Wenn ihr nun die grauen Kätzchen zerpflückt, so<span class="pagenum" id="Seite_22">[S. 22]</span> werdet ihr denselben
-Honigbecher (<span class="antiqua">H</span>) unten an der Blütenschuppe finden, aber anstatt
-der Staubgefäße bemerkt ihr einen kleinen Fruchtknoten (<span class="antiqua">O</span>) in
-der Form einer Flasche mit einer verschrumpften Narbe.</p>
-
-<p>Nun könnt ihr auch sehen, wozu der Honig dient. Da die Staubgefäße und
-Fruchtknoten auf verschiedenen Bäumen sitzen, so müssen die Blüten die
-Bienen in die Versuchung bringen, den Blütenstaub fortzutragen. Es ist
-klug, Weiden dahin zu pflanzen, wo in der Nachbarschaft Bienen gehalten
-werden; denn diese holen im Frühling eine Menge Honig aus ihnen heraus.
-Die Korbweide, die in Sümpfen wächst, und deren Zweige zu Körben
-verarbeitet werden, blüht zu derselben Zeit wie die Salweide. Aber
-die gemeine Silber-, auch Kopfweide genannt, die oft ein großer Baum
-wird, und die Bruch- oder Knackweide, deren Zweige beim Versuche, sie
-zu biegen, so leicht brechen, blühen später, erst nachdem die Blätter
-hervorgewachsen sind. Alle blühen aber immerhin noch frühzeitig, und
-wenn die winzigen, mit weißem Flaum bedeckten Samen aus den Kätzchen
-herausgeweht sind, benutzen manche Vögel sie beim Nestbau.</p>
-
-<p>Ein anderer Baum, der blüht, ehe die Blätter kommen, ist die deutsche
-Pappel, die fast überall wächst. Pappeln haben zwei Arten von Blüten
-auf verschiedenen Bäumen wie die Weiden. Aber sie haben keinen Honig,
-und so kommen keine Bienen in ihre Nähe. Ich denke, daß ihr bald
-erraten werdet, wie die Übertragung des Blütenstaubes geschieht, wenn
-ihr Pappeln in eurer Nähe habt und sie beobachtet. Die stürmischen
-Aprilwinde schwingen die lang herabhängenden Kätzchen hin und her<span class="pagenum" id="Seite_23">[S. 23]</span> und
-der trockene Blütenstaub wird durch die Luft von Baum zu Baum geweht.</p>
-
-<div class="figcenter illowe40" id="p230_ill">
- <img class="w100" src="images/p230_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Zweige der Pappel.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Kätzchen mit Staubgefäßblüten.
- 1<span class="antiqua">a</span>. Einzelne Blüte vergrößert. 2. Kätzchen mit
- Stempelblüten, die also einen Fruchtknoten enthalten.
- 2<span class="antiqua">a</span>. Einzelblüte vergrößert.</span></div>
-</div>
-
-<p>Wißt ihr auch wohl, welchen Baum ich unter „deutscher Pappel“ verstehe?
-Nicht jene hohen steifen Bäume, die gerade zum Himmel emporsteigen.
-Diese kommen aus Italien und heißen italienische Pappeln. Die<span class="pagenum" id="Seite_24">[S. 24]</span>
-deutschen Pappeln sind sehr breitästige Bäume mit großen Blättern,
-die an langen Stielen hängen. Bei der Silberpappel sind die Blätter
-unterseits weißfilzig, und die der Espe oder Zitterpappel sind auf der
-Unterseite mit seidenartigen Haaren bedeckt. Die Blätter drehen sich an
-ihren langen Stielen, wenn der Wind geht, und sehen sehr hübsch aus,
-wenn sie ihre weißen Seiten zeigen.</p>
-
-<p>Noch einen anderen Baum mit zweierlei Blüten müßt ihr aufsuchen. Die
-Blüten mit Staubgefäßen bilden lange lose Kätzchen, während die mit dem
-Stempel und Fruchtknoten in kleinen, mit Schuppen umgebenen Knospen
-sitzen. Dies ist unser Freund, der Eichbaum, nachdem er zu einem großen
-Baume herangewachsen ist. Die Eiche blüht im Frühling, gerade wenn die
-Blätter hervorkommen. Man kann leicht die Kätzchen erkennen, wie sie
-im Winde hin- und herschwanken, aber die Blüten, aus denen die Eicheln
-entstehen, sind sehr klein und wachsen einzeln oder in Paaren zwischen
-den Stielen der Blätter und der Zweige. Jede ist von einer kleinen Zahl
-von Schuppen umgeben, die sich nach und nach zu dem Becher der Eichel
-verhärten.</p>
-
-<p>Die Eiche ist ein so wichtiger Baum, daß wir von ihr in einer
-besonderen Lektion sprechen müssen.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Suche im März Weidenkätzchen mit weiblichen und männlichen
-Blüten. Suche nach dem Honigbecher. Suche Blätter und Zweige der deutschen
-Pappel.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_5">Lektion 5.<br>
-<b>Die deutsche Eiche.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Ich möchte wissen, ob es in eurer Nachbarschaft Wälder gibt, wo die
-Eichen dicht zusammen wachsen, oder wo sie mit Buchen und anderen
-Bäumen gemischt stehen.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_25">[S. 25]</span></p>
-
-<p>Sie haben gerade, kahle Stämme; manche sind 3, manche 6, manche 10
-Meter hoch, ehe sich die Zweige nach oben ausbreiten. Ihr erinnert euch
-aber doch, daß eure kleine Eiche Knospen hatte an dem ganzen Stamm
-hinauf, bald auf der einen, bald auf der anderen Seite. Wie kommt es,
-daß aus diesen Knospen keine Zweige entstanden sind?</p>
-
-<div class="figcenter illowe35" id="p242_ill">
- <img class="w100" src="images/p242_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Eichenzweig mit Eicheln.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Gewöhnliche Eiche mit gestielten
- Eicheln. 2. Eiche, deren Früchte den Zweigen aufsitzen.</span></div>
- <div class="caption_left">V. 3.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p242_ill_gross.jpg"
- id="p242_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>Der Grund ist der, daß in einem dichten Walde, wo die Bäume eng
-zusammengedrängt stehen, jeder Baum sein Haupt zum Licht emporheben
-will. Wenn nun im Frühling sich die Knospen und Blätter an der Spitze
-des kleinen Baumes öffnen, und der Saft von den Wurzeln aus durch den
-Stamm in sie hinaufsteigt, so brauchen diese sehr viel davon, um sich
-zu entwickeln. Nur eine kleine Menge des Saftes steigt wieder hinab,
-um neues Holz zu bilden. Deshalb erhalten die unteren Knospen nicht
-Nahrung genug zum Wachstum, und sie sterben entweder ab oder ruhen,
-das heißt, sie warten auf eine andere Gelegenheit, die sich vielleicht
-niemals findet. Dazu kommt, daß im dichten Walde die unteren Zweige mit
-ihren Blättern zu wenig Licht bekommen, um weiter wachsen zu können.
-Aus diesen Gründen wachsen die Eichen im Walde höher und höher und
-bilden erst hoch über dem Boden eine breitästige Krone.</p>
-
-<p>Aber wenn man zufällig eine alte Eiche im offenen Felde oder am
-Waldrande findet, wo sie reichlich Platz hat und von allen Seiten genug
-Licht bekommt, so wird man sehen, daß sie ganz anders aufgewachsen ist.
-Der Stamm ist viel dicker, und die Zweige setzen viel weiter unten an.
-Bei vielen dieser Eichen kann ein erwachsener Mensch die unteren Zweige
-erreichen. Die Zweige sind sehr stark und<span class="pagenum" id="Seite_26">[S. 26]</span> breiten sich weit aus, so
-daß eine alte Eiche im Freien viel Platz einnimmt. Wenn der Stamm nicht
-sehr kräftig wäre, könnte er das Gewicht solcher mächtigen Zweige nicht
-tragen. Aber er hat am Boden einen großen Umfang, der sich dann etwas
-vermindert, so daß er sich wie ein starker Pfeiler erhebt, bis er
-wieder da umfangreicher wird, wo die Äste sich abzweigen.</p>
-
-<p>Ein bedeutender englischer Ingenieur, namens Smeaton, der den
-Eddystone-Leuchtturm baute, gestaltete ihn wie den Stamm einer Eiche,
-und der Leuchtturm trotzte mehr als hundert Jahre lang dem Wind und den
-Wogen.</p>
-
-<p>Die Eiche hat eine sehr starke, dicke Wurzel, von der lange
-Abzweigungen sich ganz um den Baum herum verbreiten. Ich kann euch ein
-Mittel sagen, durch das ihr erkennen könnt, wie weit sich die Wurzeln
-eines Baumes unter der Erde ausbreiten. Betrachtet die Zweige und
-seht, wie weit sie sich vom Stamme aus erstrecken, denn die Wurzeln
-reichen gerade so weit in der Erde, wie die Zweige über derselben sich
-ausdehnen.</p>
-
-<p>Der Grund dieser Erscheinung ist sehr interessant. Ihr werdet euch
-daran erinnern, daß die Spitzen der Wurzeln gewissermaßen den Mund der
-Pflanzen vorstellen. Sie ziehen das Wasser ein. Wenn es nun regnet,
-rieseln die Regentropfen von Blatt zu Blatt, bis sie an die Spitzen
-der Zweige kommen, dann tröpfeln sie nieder und dringen in die Erde
-ein. Die Wurzeln würden sehr wenig Regenwasser bekommen, wenn sie da
-aufhörten, wo ein Mensch sich hinstellt, um sich vor dem Regen zu
-schützen. Aber wenn der Baum sich immer mehr ausbreitet, breiten sich<span class="pagenum" id="Seite_27">[S. 27]</span>
-ebenso die Wurzeln aus, bis sie die Stelle erreichen, wo das meiste
-Wasser von den äußeren Zweigen niedertropft.</p>
-
-<p>Man wird die Kenntnis dieses Umstandes beim Garten- oder Feldbau
-nützlich finden, denn Baumwurzeln sind oft sehr störend.</p>
-
-<p>Wenn ihr nun die rauhe Rinde der alten Eiche betrachtet habt, die so
-nützlich beim Gerben des Leders ist, so seht die Zweige an. Sie breiten
-sich nach allen Richtungen aus, und da wo ein neuer Zweig beginnt, ist
-ein dicker Knoten.</p>
-
-<div class="figcenter illowe37" id="p270_ill">
- <img class="w100" src="images/p270_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Kätzchen der Eiche.</div>
-</div>
-
-<p>Man kann den Grund davon erkennen, wenn man den jungen Baum ansieht
-(<a href="#p120_ill">Seite 12</a>) oder den Ast eines alten Baumes. An der Spitze der Zweige
-sitzt nicht nur<span class="pagenum" id="Seite_28">[S. 28]</span> eine Knospe wie bei der Roßkastanie, sondern zwei,
-drei oder sogar noch mehr. Alle diese Knospen drängen sich zusammen,
-und die mittlere stirbt gewöhnlich ab. Die anderen wachsen nach
-verschiedenen Richtungen hin und bilden die sogenannten „Kniegelenke“,
-wie die Tischler sie nennen. Sie wurden in alten Zeiten zum Schiffsbau
-gebraucht, weil sie sehr stark sind. Aber jetzt, wo die Schiffe aus
-Eisen gebaut werden, wird dies Holz nicht so viel mehr benutzt, und
-gerade Planken und Pfähle sind wertvoller. Es ist daher besser, Eichen
-in Wälder zu pflanzen, wo ihre Stämme gerade und glatt aufwachsen.</p>
-
-<p>Eichenholz ist immer wertvoll gewesen. Die eichenen Deckenbalken in
-manchen alten Häusern sind viele hundert Jahre alt und halten noch
-immer so gut wie früher. In vielen Bauernhäusern finden sich alte
-Truhen und geschnitzte Möbel aus Eichenholz, die ein sehr hohes Alter
-haben, denn das Kernholz der Eiche ist sehr stark und fest.</p>
-
-<p>Man kann Stamm und Zweige der Eiche am besten im Winter erkennen. Wenn
-dann der April vorüber ist, bekommen alle Knospen eine hübsche rote
-Farbe, die Blätter öffnen sich, und die losen Kätzchen hängen zwischen
-ihnen nieder, während die zierlichen Fruchtblüten sich zwischen den
-Blattstielen und den Zweig einschmiegen.</p>
-
-<p>Sobald die Blätter völlig heraus sind, und die Eicheln anfangen, sich
-zu formen, versucht, ob ihr die beiden Arten der deutschen Eiche
-herausfinden könnt. Ihre Blätter haben im großen und ganzen dieselbe
-Form. Die Stiel- oder Sommereiche hat langgestielte Eicheln (daher
-der Name!), während die Blätter auf so kurzen Stielen stehen, daß sie
-beinahe den Zweig berühren. Bei der zweiten Art, der<span class="pagenum" id="Seite_29">[S. 29]</span> Stein- oder
-Wintereiche, ist’s umgekehrt, die Eicheln sitzen auf ganz kurzen, die
-Blätter dagegen auf langen Stielen.</p>
-
-<p>Die immergrüne Eiche, die oft in Gärten wächst, ist aus Italien
-gekommen. Ihre Blüten gleichen fast denen der Steineiche.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Beobachte an einem Eichenzweige die Knospen. Beachte an
-einem Eichenklotz das dunklere Kernholz und die Jahresringe, sowie die rauhe
-Rinde. Suche die beiden Arten der Eiche zu finden und zu unterscheiden.
-Beachte die Schuppen, die zusammenwachsen und den Becher der Eichel bilden.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_6">Lektion 6.<br>
-<b>Gäste der Eiche.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Die Eiche nährt mehr Geschöpfe als irgend ein andrer Baum. Nicht nur
-fressen das Schwein, der Igel, das Eichhörnchen und die Feldmaus
-Eicheln, sondern mehr als fünfzig Arten von Insekten holen sich ihre
-Nahrung von irgend einem Teile des Baumes.</p>
-
-<p>Viele derselben sind zu klein für euch, als daß ihr sie finden könntet,
-aber es wird euch Spaß machen, nach den andern zu suchen. Wenn ihr
-einen Eichbaum im Mai untersucht, werdet ihr wahrscheinlich einige
-seiner Blätter aufgerollt finden, entweder von der Spitze nach dem
-Stiele hin oder von einer Seite nach der anderen. Wenn man die Rolle
-aufwickelt, wird man eine Raupe oder vielleicht eine Puppe im Innern
-finden. Es gibt zwei Arten von Raupen, die Eichenblätter aufrollen.
-Die eine, die des Eichenkahnspinners, ist ziemlich groß. Sie rollt das
-Blatt in unordentlicher Weise auf und spinnt einen Kokon rund herum in
-der Form eines kleinen Kahnes. Wenn der<span class="pagenum" id="Seite_30">[S. 30]</span> Spinner auskriecht, hat er
-hellgrüne Vorderflügel mit zwei hellgelben, geraden Schräglinien.</p>
-
-<p>Die andere Raupe, die ihr sicher finden werdet, verrichtet ihre Arbeit
-ordentlicher. Sie macht eine sehr saubere Rolle und befestigt sie
-mit feinen Fäden. Dann nährt sie sich von dem Innern der Rolle, bis
-sie sich verpuppt und später als Schmetterling auskriecht. Wenn man
-im Juni eine Eiche schüttelt, so werden viele solcher Schmetterlinge
-auffliegen. Es ist der grüne Eichenwickler, dessen Vorderflügel
-hellgrün, dessen Hinterflügel aber grau gefärbt sind. Die Raupe ist
-viel kleiner als die vorige, die den kahnförmigen Kokon spinnt, woher
-sie auch einfach Kahnspinner genannt wird. Ein anderes Insekt, welches
-ihr viel leichter finden werdet, ist die Larve des großen Hirschkäfers.
-Um diese zu finden, müßt ihr in die Rinde alter Bäume schneiden, wo die
-dicke Larve ein Bett für sich unter der Rinde aushöhlt. Sie verweilt da
-und nährt sich von dem Holze des Baumes drei oder vier Jahre lang, bis
-sie sich in den Käfer verwandelt. Ihr erinnert euch, daß der Specht mit
-seinem Schnabel an den Baum klopft, wenn er daran emporklimmt. Es sind
-Larven wie diese, die er zu finden versucht.</p>
-
-<div class="figcenter illowe29" id="p300_ill">
- <img class="w100" src="images/p300_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Aufgerollte Eichenblätter mit Puppe im Innern.</div>
-</div>
-
-<p>Aber die sonderbarsten Heimstätten an einer Eiche sind die Gallen, die
-von weiblichen Insekten gebildet werden, die ihre Eier an irgend einen
-Teil des Baumes legen.<span class="pagenum" id="Seite_31">[S. 31]</span> Jedes Landkind kennt diese an den Spitzen der
-Zweige wachsenden braunen, rotbäckigen Eichengalläpfel, die von vielen
-Leuten fälschlich für Früchte gehalten werden.</p>
-
-<p>Wenn man die Galläpfel mit einem scharfen Messer durchschneidet, so
-wird man finden, daß sie weich und schwammig sind und im Innern aus
-einer Anzahl Kammern bestehen. In jeder dieser Kammern sitzt entweder
-eine Larve oder ein Kokon oder ein fertiges Insekt, das im Begriff
-ist, auszukriechen. Oder der Gallapfel ist vielleicht auch leer; alle
-Bewohner sind schon ausgeflogen.</p>
-
-<div class="figcenter illowe40" id="p310_ill">
- <img class="w100" src="images/p310_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Eichen-Gallapfel. Querschnitt durch den Gallapfel, der
- die Larvenkammern im Innern zeigt.</div>
-</div>
-
-<p>Laßt uns sehen, wie diese Eichengallen zustande kommen. Früh im Jahre
-läßt sich eine kleine Wespe, Eichengallwespe genannt, auf dem Zweige
-nieder und durchbohrt die<span class="pagenum" id="Seite_32">[S. 32]</span> Rinde mit einer Röhre, die eine scharfe
-Spitze hat. Sie trägt diese Röhre am hinteren Ende ihres Körpers
-zusammengerollt, bis sie dieselbe gebraucht. Dann sticht sie damit in
-den Zweig und preßt mit etwas Saft einige Eier zugleich in das Loch.</p>
-
-<p>In sehr kurzer Zeit entsteht eine Schwellung, und die schwammige Galle
-wächst um die Eier herum, von denen jedes in einer Kammer für sich
-sitzt. Wenn nun die Larven auskriechen, finden sie reichlich weiche
-Nahrung, bis sie ihre Kokons spinnen.</p>
-
-<p>Eine andere dieser Wespenarten legt ihre Eier auf die losen Kätzchen.
-Man kann sie leicht wie kleine braune Johannisbeeren an den Stengeln
-hängen sehen (3, <a href="#p330_ill">S. 33</a>) nachdem die Blüten verwelkt sind. Denn obgleich
-der Stengel gewöhnlich abfällt, bleibt er, falls Gallen daran sind,
-hängen, bis das Insekt ausgekrochen ist.</p>
-
-<p>In diesen „Beerengallen“ sitzt je eine Larve, ebenso wie in denen,
-die man unter den Blättern findet. Es gibt wenigstens zwei Arten von
-Blättergallen. Die eine ist hellrot und wird einfach „Eichenblattgalle“
-genannt. Die andere ist sehr klein, rosig, haarig und platt. Es gibt
-sehr viele davon unter jedem Blatt, und sie heißen „Knopfgallen“ (2, <a href="#p330_ill">S.
-33</a>). Die Larve bleibt in diesen Gallen, nachdem die Blätter abgefallen
-sind, und ihr werdet leicht imstande sein, sie zu finden.</p>
-
-<p>Die nächste Galle (1, <a href="#p330_ill">S. 33</a>) werdet ihr sicher für eine Knospe
-halten. Sie wird „Eichenrose“ genannt und entsteht wirklich aus einer
-Eichenknospe, in die das Insekt seine Eier früh im Frühling hineinlegt.
-Anstatt sich dann zu einem Zweige mit grünen Blättern zu entwickeln,
-bedeckt<span class="pagenum" id="Seite_33">[S. 33]</span> sich die Knospe mit Schuppen, und eine Anzahl von Larven
-kriecht im Innern derselben aus.</p>
-
-<div class="figcenter illowe32" id="p330_ill">
- <img class="w100" src="images/p330_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Eichengallen.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Eichenrose. 2. Knopfgallen. 3.
- Beerengallen. 4. Braune Eichengallen.</span></div>
-</div>
-
-<p>Zuletzt sind nun noch die dicken braunen Gallen zu erwähnen, die
-einfach Eichengallen (4, <a href="#p330_ill">S. 33</a>) genannt werden. Sie wachsen in der
-Mitte der Zweige und bleiben<span class="pagenum" id="Seite_34">[S. 34]</span> den ganzen Winter hindurch hängen,
-nachdem die Insekten ausgeflogen sind. Die Galle ist den Bäumen
-sehr schädlich, denn sie entzieht ihnen viel Saft. Sie ist den
-Gallen ähnlich, die wir von Asien erhalten, und deren Gerbsäure wir
-gebrauchen, um Tinte daraus zu machen.</p>
-
-<p>Viele andere Bäume außer der Eiche haben auch Gallen, und wenn ihr
-einen sonderbaren Klumpen an einem Baum findet oder eine seltsam
-geformte Knospe, die ganz anders aussieht als das, was man an
-diesem Baume zu sehen gewohnt ist, so rate ich euch, dieses Gebilde
-aufzuschneiden und nachzusehen, ob eine Larve darinsitzt.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Suche so viele Eichengallen, wie du finden kannst. Suche
-die Blatt aufrollende Raupe und versuche, die Larve des Hirschkäfers zu
-finden.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_7">Lektion 7.<br>
-<b>Die Buche und die edle Kastanie.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Wenn ihr im Frühling durch die Wälder geht, so solltet ihr beobachten,
-wie die Bäume sich mit Blättern schmücken. Einer der schönsten ist
-die Buche (vergl. <a href="#p342_ill">bunte Tafel IV</a>, 1). Man kann sie mitten im
-Winter an ihrer grauen Rinde, ihrem hohen, glatten Stamme, der eine
-breite Blätterkrone trägt, und ihren braunen, spitzen Knospen erkennen,
-die hintereinander bald auf der einen, bald auf der anderen Seite der
-Zweige wachsen. Wie verschieden sind sie von den dicken Knospen der
-Roßkastanie, und doch halten sie die kleinen Blätter im Inneren ebenso
-sicher und warm.</p>
-
-<div class="figcenter illowe34" id="p342_ill">
- <img class="w100" src="images/p342_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">1. Buchenzweig. 2. Frucht der Buche (Buchecker). 3.
- Eßbare Kastanie, Zweig mit Blüten. 4. Kastanien in der Schale.</div>
- <div class="caption_left">V. 4.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p342_ill_gross.jpg"
- id="p342_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<div class="figcenter illowe34" id="p343_ill">
- <img class="w100" src="images/p343_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">1. Kiefer mit Zapfen. 2. Fichte (Rottanne) mit
- Zapfen.</div>
- <div class="caption_left">V. 5.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p343_ill_gross.jpg"
- id="p343_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>Zerpflücke eine von ihnen im Anfang des Frühlings, gerade ehe sie
-aufbrechen! Du wirst zuerst eine Anzahl von glänzenden, braunen
-Schuppen finden, die dicht übereinander liegen. Unter diesen liegen
-einige durchscheinende Schuppen, die so weich sind wie Seide und
-die zarten, kleinen Blätter umhüllen. Diese sind fächerförmig
-zusammengefaltet und haben einen Saum von silberglänzenden Haaren. In
-der Mitte endlich liegt die zarte Spitze der Knospe sicher verborgen.</p>
-
-<p>Einige Tage später werden diese hellgrünen Blätter sich öffnen; die
-Schuppen hängen dann lose nieder, während der aus feinen Haaren
-bestehende seidenartige Saum nun unter den Blättern zu sehen ist. Jedes
-der Blätter ist oval und an der Kante eingekerbt, und die Stengel, an
-denen sie wachsen, hängen zuerst hinunter und richten sich dann langsam
-auf. Um die Zeit, wo die Blätter völlig ausgewachsen sind, hängen die
-braunen Blütenbüschel zwischen ihnen.</p>
-
-<p>Die Blüten, die Staubgefäße haben, sind weich und seidenartig und
-hängen an langen, dünnen Stengeln; aber die mit Fruchtknoten stehen auf
-kurzen Stengeln in der Nähe des Endes der Zweige. Zwei oder drei von
-ihnen sitzen auf einem Stiel; ihre klebrigen Narben stehen empor, und
-eine Anzahl von stachligen Schuppen umgibt sie.</p>
-
-<p>Diese Schuppen sind denen ähnlich, die wir bei der Eichel sahen. Sie
-wachsen zu einer harten, mit Stacheln bedeckten Schale heran und
-schließen allmählich zwei oder drei kleine Nüsse ein. Wenn dann der
-Herbst kommt, fällt die Buchenmast (vergl. <a href="#p342_ill">bunte Tafel IV</a>,
-2), wie sie genannt wird, herunter, die Schale zerspringt in vier
-Teile, und dann sieht man im Inneren die dreieckigen Nüsse, die die
-vertrocknete Narbe noch auf der Spitze tragen.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_36">[S. 36]</span></p>
-
-<div class="figcenter illowe17" id="p360_ill">
- <img class="w100" src="images/p360_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Buchenknospen im Winter. Von der oberen Knospe sind die
- braunen Schuppen entfernt.</div>
-</div>
-
-<p>Was ist nun wohl der Grund, daß diese Schuppen zu einer harten Schale
-zusammenwachsen, und warum springen sie im Herbste auf? Weil die
-Eichhörnchen und Feldmäuse sich hauptsächlich von Bucheckern nähren
-und alle Nüsse fressen würden, ehe sie reif sind, sind diese mit einer
-Schale umgeben, die sie in ihrem grünen Zustande schützt. Aber nun
-platzt die Schale und fällt ab, gerade wenn die Früchte reif sind. Der
-Baum kann eine Menge von ihnen den Eichhörnchen und anderen Tieren zur
-Nahrung überlassen, wenn diese nur einige in den Boden treten oder
-sie so eingraben, daß sie aufwachsen. Buchen wachsen so leicht aus
-dem Samen auf, daß es nicht nötig ist, sie zu pflanzen. Aber will man
-einen Buchenwald gesund erhalten, um sein Holz später als Nutzholz zu
-verwenden, so muß man sehr sorgfältig sein. Die Bäume werden mehr als
-zweihundert Jahre alt, obgleich sie in einem Alter von ungefähr neunzig
-Jahren gefällt werden können.</p>
-
-<p>Tüchtige Forstleute lassen immer nur ein Revier des Waldes fällen,
-damit ein Teil desselben stets als Nutzholz Verwendung finden kann.
-In der Abteilung, die gefällt werden soll, werden zuerst die anderen
-Bäume und die jungen, verkümmerten<span class="pagenum" id="Seite_37">[S. 37]</span> Buchen niedergeschlagen, um Luft
-und Licht einzulassen. Dann warten sie einige Jahre, bis ein Herbst
-kommt, wo die Buchenmast gut geraten ist, und die Samen kräftig und
-zur Aufzucht geeignet sind. Dies geschieht gewöhnlich alle drei oder
-vier Jahre. Dann fangen sie an, Stämme zu Bauholz auszuschlagen, und
-schaffen auf diese Weise Raum für die jungen Schößlinge, die bald
-lustig emporwachsen.</p>
-
-<p>Darauf fällen sie jedes Jahr einige Bäume und holzen den Wald in
-ungefähr zehn Jahren ab. Um diese Zeit haben die jungen Buchen schon
-eine hübsche Blattkrone an der Spitze und wachsen kräftig auf, während
-der Forstmann einen anderen Teil des Waldes abholzt.</p>
-
-<p>Wohl ist die Buche im Frühling schön, aber noch viel schöner nimmt sie
-sich im Herbst aus, wenn ihre Blätter sich gelb, braun und rot färben
-und den Boden des Waldes mit einem bunten Teppich bedecken. Die jungen
-Buchen behalten ihre Blätter den ganzen Winter hindurch ebenso wie
-die Buchenhecken, die beschnitten werden, so daß sie nicht zu Bäumen
-heranwachsen können.</p>
-
-<p>Ihr kennt nun vielleicht noch einen anderen Baum, der gleichfalls
-seine Früchte in eine Schale, die aus stacheligen Schuppen besteht,
-einschließt. Dies ist die süße oder Eßkastanie (vergl. <a href="#p342_ill">bunte Tafel
-IV</a>, 3), die in den wärmeren Gebieten Deutschlands und des
-südlichen Europas gut gedeiht und anderwärts vielfach in Gärten gezogen
-wird. Sie öffnet ihre Blätter später als die Buche und blüht nicht vor
-Juli. Im Oktober platzt die Schale, und die Früchte sind reif. Und
-wenn ihr diese einsammelt, um sie zum Rösten mit nach Hause zu nehmen,
-so könnt ihr die Überbleibsel der Blüte bemerken, die eine Art von
-borstiger<span class="pagenum" id="Seite_38">[S. 38]</span> Krause an der Spitze der Früchte bildet (vergl. <a href="#p342_ill">bunte Tafel
-IV</a>, 4). Ganz spät im Herbste ist die edle Kastanie ein Baum, der
-einen imposanten Anblick gewährt. Ihre langen schmalen, am Rande scharf
-eingekerbten Blätter färben sich goldbraun und bleiben lange am Baume
-hängen.</p>
-
-<p>In den Ländern, wo die edle Kastanie gut gedeiht, sind viele Balken an
-alten Häusern aus ihrem Holze hergestellt, während die schlanken Stämme
-junger Bäume zu Hopfenstangen verwendet werden. Buchenholz wird in
-großen Mengen zur Anfertigung von Stühlen gebraucht.</p>
-
-<p>Birke und Erle sind gleichfalls Bäume mit Kätzchen und hartschaligen
-Früchten. Sie blühen früh im Jahre, ehe die Blätter heraus sind. Die
-Erle wächst am Ufer von Flüssen oder auf feuchtem Boden. Die Birke
-findet sich in Wäldern und ist an ihrem schlanken Stamme zu erkennen,
-dessen silberweiße Rinde weithin leuchtet, an ihren dunkelbraunen
-Zweigen und ihren dunkelgrünen Blättern, die nach dem Regen sehr stark
-duften, weil das Harz aus ihnen herausquillt. Manche kranke Birken
-haben große Büschel von Zweigen, die auf den oberen Ästen wachsen und
-wie Krähennester aussehen.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Suche im Frühling einen Birkenzweig mit Knospen; ebenso im
-Herbst Bucheckern und Kastanien in der Schale. Vergleiche eine süße Kastanie,
-die eine Frucht ist, mit einer Roßkastanie, die ein Same ist. Suche Erlen- und
-Birkenfrüchte.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_8">Lektion 8.<br>
-<b>Bäume, die Zapfen tragen.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Kiefern, Fichten und Lärchen wachsen fast in allen Gegenden
-Deutschlands. Es sind interessante und nützliche<span class="pagenum" id="Seite_39">[S. 39]</span> Bäume. Sie alle
-bilden ihren Samen in holzartigen Zapfen, und ihre Blätter sind sehr
-schmal oder nadelförmig, ganz ungleich den Blättern der meisten anderen
-Bäume.</p>
-
-<p>Ein großer Teil des Bauholzes, das wir brauchen, kommt von
-Nadelholzbäumen, die in Norwegen, Deutschland und anderen Ländern
-angepflanzt werden. Meistens ist es Kiefern- und Fichtenholz. Ohne
-Zweifel habt ihr schon die kleinen, runden Stellen, „Äste“ genannt,
-in einer Planke bemerkt und habt diese ausgepocht, so daß ein Loch
-entstand. Es sind dies Stellen, wo Zweige wuchsen und abbrachen, und
-sich der Stamm um sie herum schloß; sie sind gewöhnlich in Kiefern- und
-Fichtenholz. Der Saft in diesen Bäumen ist harzig, und man zapft ihn
-ab, um Terpentin daraus zu gewinnen. Wenn man bei einem Spaziergange
-durch den Wald die Blätter eines Nadelholzbaumes zerdrückt, so wird man
-den starken Geruch nach dem harzigen Safte bemerken.</p>
-
-<p>Jedes Kind hat wohl schon die Zapfen von Nadelholzbäumen aufgelesen;
-man kann leicht drei verschiedene Arten finden, die von der Kiefer, von
-der Fichte und der Lärche.</p>
-
-<p>Die Kiefer ist ein mächtiger Baum mit ausgebreiteter Krone, dessen
-Stamm mit einer rotbraunen, tiefrissigen Rinde bedeckt ist. Die
-dunkelgrünen Blätter sind sehr schmal und ungefähr 5 <span class="antiqua">cm</span> lang
-(vergl. <a href="#p343_ill">bunte Tafel V</a>, 1). Sie wachsen zu zweien in einer
-Scheide aus braunen Schuppen. Ihre Zapfen haben fast keine Stiele, sie
-buchten sich am unteren Ende aus und verjüngen sich nach oben hin zu
-einer stumpfen Spitze. Sie bestehen aus einer Anzahl dicker holzartiger
-Schuppen, die aussehen, als wären sie am Ende zurückgebogen. Das
-bewirkt eine verdickte kopfförmige<span class="pagenum" id="Seite_40">[S. 40]</span> Stelle mit einem braunen,
-schuppigen Flecke am Ende der Schuppenspitze. Diese Schuppen liegen so
-dicht übereinander, daß, ehe die Zapfen reif sind, kein Tropfen Regen
-hineindringen kann, und es dauert zwei, auch drei Jahre, bis sie reif
-werden. Manchmal hängen sie während dieser ganzen Zeit an dem Baume.
-Manchmal fallen sie früher ab. Sobald sie reif werden, biegen sich die
-holzartigen Schuppen nach außen, und man kann im Innern einer jeden
-zwei durchscheinende Schuppen sehen, die die Form eines Fliegenflügels
-haben. Sie stehen aufrecht an der holzartigen Schuppe.</p>
-
-<p>Schiebe vorsichtig ein Messer unter das untere Ende einer solchen
-Schuppe und ziehe sie heraus! Man wird am Ende einer jeden einen Samen
-finden, wenn man nicht etwa die zarte durchscheinende Haut zerstört hat.</p>
-
-<p>Diese Samen sind nämlich geflügelt; sie haben keine Samenkapsel über
-sich, sondern wachsen nackt an der Innenseite der holzartigen Schuppe.
-Nach einer gewissen Zeit fallen sie heraus und werden vom Winde
-fortgeweht. Hat man einen Zapfen, der zu alt ist, so wird man keine
-Samen mehr darin finden.</p>
-
-<p>Alle zapfentragenden Bäume haben solche geflügelte Samen; ihre Zapfen
-sehen sich zwar alle ähnlich, doch kann man an ihnen recht gut die
-einzelnen Arten unterscheiden.</p>
-
-<p>Die Fichte (vergl. <a href="#p343_ill">bunte Tafel V</a>, 2) ist sehr verschieden von
-der Kiefer. Ihre sich weit ausbreitenden Zweige wachsen fast bis
-auf den Boden hinunter, und ihre nadelförmigen Blätter, die 1½–2
-Zentimeter lang sind, stehen einzeln. Ihre Zapfen sind lang und
-schmal, und die Schuppen sind nicht so dick wie bei den Kiefern.
-Aber der Hauptunterschied ist, daß die Enden der Schuppen<span class="pagenum" id="Seite_41">[S. 41]</span> nicht
-knopfförmig verdickt sind; sie sind vielmehr zugespitzt und ganz wenig
-einwärts gebogen, und daran kann man Fichtenzapfen von Kiefernzapfen
-unterscheiden. Die Fichten haben zwei Samen in jeder Schuppe wie die
-Kiefern, aber diese reifen in einem Jahre. Die Fichte ist ein echt
-deutscher Baum.</p>
-
-<div class="figcenter illowe50" id="p410_ill">
- <img class="w100" src="images/p410_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Zweig der Lärche mit Zapfen.</div>
-</div>
-
-<p>Bei der Lärche, die besonders häufig in kälteren Ländern anzutreffen
-ist, und der Zeder, die vom Libanon in Palästina kommt und bei uns
-häufig in Parkanlagen, Gärten usw. anzutreffen ist, wächst der Samen
-gleichfalls in Zapfen, aber diese Bäume sind recht verschieden von der
-Kiefer und Fichte. Ihre nadelförmigen Blätter sind sehr dünn und stehen
-zu Büscheln von 18 oder 20 zusammen in derselben Scheide. Die Zapfen
-der Zeder stehen aufrecht und sind eiförmig, aber dieser Baum erzeugt
-in Deutschland selten Zapfen.</p>
-
-<p>Lärchenzapfen sind ganz klein, nicht größer als 2 bis 3 <span class="antiqua">cm</span> lang;
-sie wachsen in einer Reihe an den Zweigen. Die holzigen Schuppen liegen
-nicht sehr dicht übereinander.</p>
-
-<p>Ich denke, ihr könnt die Zapfen von allen diesen Bäumen, ausgenommen
-die der Zeder, finden. Natürlich<span class="pagenum" id="Seite_42">[S. 42]</span> muß man nach den Zapfen der Fichten
-und Lärchen im Herbst suchen, weil sie jedes Jahr reif werden; aber
-Kiefernzapfen sitzen das ganze Jahr hindurch auf den Bäumen. Wenn ihr
-diese Bäume im Frühling und im Anfang des Sommers anseht, so werdet
-ihr die männlichen Blütenstände an den Zweigen stehen sehen. Der gelbe
-Blütenstaub wird dann in ganzen Wolken umhergeblasen, so daß er auf die
-Narben der Samenknospen in den jungen Zapfen fällt.</p>
-
-<div class="figcenter illowe32" id="p420_ill">
- <img class="w100" src="images/p420_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Zweig der Eibe.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Mit Blüten im Frühling.</span></div>
- <div class="caption"><span class="s5">2. Mit roten Beeren und Samen im Herbst.</span></div>
-</div>
-
-<p>Kiefern, Fichten und Zedern sind immergrüne Bäume. Ihre Nadeln bleiben
-drei oder mehr Jahre lang auf dem Baume, und da die Zweige nicht von
-demselben Alter sind, so fallen sie in verschiedenen Jahren ab, so
-daß die Bäume immer grün sind. Die Lärche hingegen wirft ihre Nadeln
-jedes Jahr ab, und man kann sie leicht im Herbste an ihren kahlen,
-herabhängenden Zweigen erkennen, die mit kleinen braunen Zapfen bedeckt
-sind.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_43">[S. 43]</span></p>
-
-<p>Kiefern und Fichten gedeihen auch in sehr magerem Boden und ihre Samen
-keimen sehr leicht. Wenn ihr einen Kiefernwald oder einen Wald, in dem
-Kiefern und Fichten gemischt stehen, in der Nähe habt, so versucht eine
-junge Keimpflanze zu finden. Sie ist sehr eigenartig, denn sie schießt
-in einem langen dünnen Stämmchen auf und trägt die Samenschale mit sich
-empor. Fällt diese ab, so sieht man fünf oder sechs lange Keimblätter
-darunter und in ihrer Mitte eine Knospe mit den wirklichen Kiefern-
-oder Fichtenblättern.</p>
-
-<p>Es gibt noch einen anderen Baum, den ihr gut kennt, und der auch
-nadelförmige Blätter hat. Diese wachsen alle um den Stamm herum, zwei
-zusammen in jeder Scheide, aber sie stehen in Reihen an den beiden
-Seiten des Zweiges wie die Federstrahlen an dem Schaft der Feder.
-Dies ist die Eibe, die man so oft in Parks und Gärten findet. Sie
-trägt keine Zapfen. Ihre nackten Samen sitzen einzeln in einer roten,
-saftigen Beere. Die Staubgefäßblüten wachsen nicht auf demselben Baume
-wie die roten Beeren, aber wenn ihr sorgfältig sucht, werdet ihr sie
-auf einem anderen Baume finden.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Suche einen Kiefern- und einen Fichtenzweig. Vergleiche
-die Zapfen der beiden Bäume. Versuche den Zweig einer Zeder, den Zweig einer
-Lärche mit Zapfen, eine Kiefern- oder Fichtenkeimpflanze, den Zweig einer Eibe
-mit Staubgefäßblüten im April und einen anderen mit den roten Beeren und den
-nackten Samen im Herbst zu finden.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_9">Lektion 9.<br>
-<b>Hecken-Sträucher und -Bäume.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Als Umzäunung von Dorfgärten oder als Einfassung der Wege in
-Parkanlagen finden wir überall in Deutschland<span class="pagenum" id="Seite_44">[S. 44]</span> Hecken. Am meisten aber
-sind Hecken im Bereiche des ehemaligen Herzogtums Holstein angelegt, wo
-sie auch zur Einfassung und Abgrenzung der Felder und Wiesen dienen. So
-unansehnlich diese Hecken auch auf den ersten Blick erscheinen mögen,
-sie haben doch alle ihre besonderen Schönheiten, und muntere Vögel
-haben sich in allen angesiedelt, da sie im dichten Gezweig Schutz für
-sich und ihre Nester haben.</p>
-
-<p>Laßt uns zuerst die Gartenhecken betrachten! Habt ihr jemals daran
-gedacht, daß diese aus jungen Bäumen hergestellt sind, die immer wieder
-geschoren werden, so daß nur Zweige und Blätter verbleiben, die nicht
-zu großen Stämmen heranwachsen können? Eine Buchsbaumhecke besteht aus
-scharf beschnittenen Buchsbäumen, die in unseren Gärten sehr niedrig
-bleiben. In England sind die Stechpalmenhecken sehr beliebt, deren
-stachelige Blätter das Vieh verhindern, hindurchzubrechen. Wenn man
-einzelne der Stechpalmen in einer solchen Hecke wachsen läßt, so werden
-sie oft dreißig Fuß hoch.</p>
-
-<p>Die Weißdornhecke besteht aus dem Hage- oder Weißdorn, den wir oft
-auf Rasenplätzen als stattlichen Baum finden. Die Buchenhecke ist aus
-wohl beschnittenen Buchen gezogen, und die verwelkten Blätter bleiben
-im Winter an ihr hängen wie an jungen Buchen. Aus den Eiben, die nur
-selten noch in Deutschland wild wachsen, kann man gleichfalls schöne
-Hecken herstellen, aber man muß sich hüten, sie da zu pflanzen, wo
-Pferde und Rindvieh in der Nähe sind, denn in einem harten Winter
-fressen die Tiere oft die giftigen Blätter und sterben.</p>
-
-<div class="figcenter illowe32" id="p441_ill">
- <img class="w100" src="images/p441_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">1. Vogelbeere, Blüte (links) und Frucht (rechts unten).
- 2. Pfaffenhütlein (Spindelbaum), Blüte rechts, Frucht links.</div>
- <div class="caption_left">V. 6.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p441_ill_gross.jpg"
- id="p441_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>Alle diese Hecken bestehen nur aus einer Art von Bäumen. Sie sind
-lange nicht so interessant wie die gemischten Hecken, in denen wir
-Brombeeren, Nüsse und alle möglichen Früchte und Blumen finden.</p>
-
-<p>Ihr kennt wohl alle den Schwarzdorn, dessen kleine weiße Blüten an
-dem schwarzen Stamme aufblühen, wenn kaum der Winter vorbei ist,
-während er noch ohne Blätter ist. Ist dies der Fall, so wißt ihr wohl
-auch, daß ihr im Herbst unter seinen kleinen dunkelgrünen Blättern
-dunkelblaue Schlehen findet, und daß man diese Früchte sammeln kann,
-um Schlehensyrup oder Schlehenwein zu bereiten. Der Schwarzdorn eignet
-sich nicht so gut zu Hecken, da seine Wurzeln weit ins Feld hinaus
-wandern, und er sich oft zu einem Baume auswächst und so eine Lücke in
-der Hecke läßt.</p>
-
-<p>Der Weißdorn oder Hagedorn eignet sich viel besser dazu, denn er wächst
-schnell zu einer lebenden Hecke heran, wenn er ordentlich beschnitten
-wird, und das Vieh kann diese wegen der Dornen nicht durchbrechen. Man
-kann aber die Früchte des Weißdorns, die sogenannten „Mehlbeeren“,
-nicht benutzen und muß sie den Vögeln überlassen.</p>
-
-<p>Dann wird man in den Hecken oder im Walde wahrscheinlich auch den
-Holzapfelbaum finden mit sich weit ausbreitenden Zweigen, die häufig
-mit Dornen besetzt sind. Er hat ovale Blätter mit scharfen Spitzen, die
-auf der Unterseite, wenn sie jung sind, Flaum haben. Seine rot-weißen
-Blüten kommen im Mai hervor, und im Herbst findet man den rot und
-gelben Holzapfel an ihrer Stelle. Die Frucht ist sauer, herb und
-ungenießbar.</p>
-
-<p>Ein anderer Heckenbaum ist die wilde Kirsche, von deren Früchten
-die Vögel im Sommer fressen, so daß er dazu<span class="pagenum" id="Seite_46">[S. 46]</span> beiträgt, sie vom Korn
-fernzuhalten. Es ist ein buschartiger Strauch mit roter Rinde und
-eiförmigen Blättern, die am Rande doppelt gesägt sind. Seine Blüten
-wachsen auf kurzen Stielen und zwar zu vier oder fünf wie unsere
-Gartenkirschen; die Frucht ist glänzend rot, wenn sie reif ist. Ebenso
-findet man in Hecken die Trauben- oder Vogelkirsche (siehe <a href="#p470_ill">Abb. S. 47</a>),
-deren Blüten in langgestielten, überhängenden Trauben wachsen, und
-deren Früchte glänzendschwarz gefärbt sind.</p>
-
-<p>Schwarzdorn, Weißdorn, Holzapfel und Kirsche gehören alle zu der
-Familie der Rosenblütler, die, wie ihr euch erinnert, so viele Früchte
-tragende Pflanzen enthält. Dazu gehört auch der hübsche Vogelbeerbaum
-(vergl. <a href="#p441_ill">bunte Tafel V</a>, 1), oft auch gemeine Eberesche genannt,
-weil die Blätter in Blättchen zerschnitten sind gleich denen der Esche.
-Man findet die kleinen, weißen Blüten der Eberesche im Mai geöffnet.
-Aber viel schöner sieht diese im Herbst aus, wenn die roten Beeren reif
-sind und in vollen Büscheln am Baume hängen. In manchen Gegenden wurden
-Ebereschen früher gepflanzt, um Hexen fernzuhalten, da man ihnen eine
-derartige Kraft zuschrieb.</p>
-
-<p>Noch von zwei anderen Heckensträuchern will ich euch erzählen. Der eine
-ist der Schneeball (2, <a href="#p470_ill">S. 47</a>), der dunkelgrüne, drei- oder fünfzackige
-Blätter mit gekerbtem Rande hat. Diese Blätter färben sich im Herbste
-schön rot. Seine weißen Blüten wachsen in einer flachen Dolde. Die
-äußeren sind groß und haben weder Staubgefäße noch Fruchtknoten. Ihr
-Zweck ist, Bienen und andere Insekten anzulocken, die zu den kleineren
-Blüten in der Mitte kommen, um Honig zu holen. Diese mittleren Blüten
-sind vollständig, und die<span class="pagenum" id="Seite_47">[S. 47]</span> Insekten bringen Blütenstaub auf die Narbe,
-so daß dann im Fruchtknoten Samen gebildet werden kann. Der Schneeball
-trägt im Herbste schöne korallenrote Beeren.</p>
-
-<div class="figcenter illowe35" id="p470_ill">
- <img class="w100" src="images/p470_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">1. Trauben- oder Vogelkirsche. 2. Schneeball.</div>
-</div>
-
-<p>Der andere Busch, der in einer Höhe von ungefähr fünf Fuß in den
-Hecken wächst, heißt <a href="#p441_ill">Pfaffenhütlein</a> oder Spindelbaum, weil sein Holz
-zu Spindeln verarbeitet<span class="pagenum" id="Seite_48">[S. 48]</span> wird. Er hat einen glatten, grauen Stamm und
-schmale, grüne Blätter, die <b>sehr giftig</b> sind. Die kleinen,
-grün-weißen Blüten im Mai wird man kaum bemerken. Aber im Herbst hat er
-hübsche, eigentümliche Früchte. Vier rote Fruchtknoten wachsen zu einer
-Kapsel zusammen, die auf einem kurzen Stiele sitzt. Sie sehen sehr
-sonderbar aus, und wenn man sie öffnet, so wird man finden, daß der
-Samen im Innern mit einer glänzenden orangefarbigen Haut bedeckt ist.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Suche Blumen und Früchte des Schwarzdorns, des Weißdorns,
-des Holzapfels, der wilden Kirsche, der Eberesche, des Schneeballs und
-des Spindelbaums.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_10">Lektion 10.<br>
-<b>Blühende Gartensträucher.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>In Hausgärten, wo kein Platz ist, große Bäume anzupflanzen, kann man
-doch in den Ecken viele blühende Sträucher ziehen, und viele von ihnen
-sind sehr hübsch. Der erste, der im Jahre blüht, ist die japanische
-Quitte (vergl. <a href="#p521_ill">bunte Tafel VII</a>). Sie wächst an den Mauern der
-Landhäuser und verleiht ihnen ein freundliches Ansehen, auch wenn die
-Bäume kahl sind. Ihre dunkelroten Knospen zeigen sich schon im März,
-und während des April entfalten sich die tiefroten Blüten. Sie gleichen
-in der Form Birnblüten und wachsen in kleinen Büscheln dicht am Stamm.
-Wenn man keine im Garten hat, wird es leicht sein, einen Ableger von
-dem Strauch irgend eines Nachbars zu erhalten und groß zu ziehen. Im
-Herbste trägt sie eine harte grüne Frucht.</p>
-
-<p>Bald nachdem die japanische Quitte in voller Blüte<span class="pagenum" id="Seite_49">[S. 49]</span> steht, wird die
-rotblühende Johannisbeere ihre Blütentrauben in vielen Gärten zeigen.
-Sie stammt aus Nordamerika und ist über ganz Deutschland verbreitet.
-Man wird sie leicht daran erkennen, daß ihre Blätter ganz denen der
-Johannisbeerbüsche im Gemüsegarten ähnlich sehen und ihre hübschen
-herabhängenden roten oder rosa Blütentrauben den grünen Blüten unserer
-Johannis- und Stachelbeeren. Im Herbst hängen dann Büschel von
-schwarzen Beeren an dem Strauche, die nicht gut zu essen sind. Ein
-Ableger der rotblühenden Johannisbeere wird ohne jede Mühe aufwachsen.</p>
-
-<div class="figcenter illowe34" id="p490_ill">
- <img class="w100" src="images/p490_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Die wilde Berberitze.</div>
-</div>
-
-<p>Ein anderer sehr hübscher Strauch blüht im frühen Sommer. Es ist die
-Berberitze, deren kleine scharlachrote Früchte manchmal zur Füllung
-von Konfituren verwendet werden. Die Berberitze ist ein interessanter
-Strauch, denn bei ihr sind einige Blätter in Dornen verwandelt, so
-daß an jedem Gelenk ein dreispitziger Dorn sitzt neben den weichen,
-gefransten Blättern. Die wilde Berberitze hat gelbe Blüten mit
-hellroten Staubbeuteln,<span class="pagenum" id="Seite_50">[S. 50]</span> aber es gibt eine Gartenart mit immergrünen
-Blättern, die tieforangefarbige Blüten hat. Sie sind klein und hängen
-in einer langen Traube herunter, und wenn ihr geschickt seid, könnt ihr
-einen Versuch machen sowohl mit der wilden wie mit der Gartenberberitze.</p>
-
-<p>Seht sorgfältig eine der Blüten an, und ihr werdet bemerken, daß von
-den sechs Staubgefäßen je eins auf einem Blumenkronblatt liegt. Unten
-an dem letzteren, fast in der Mitte der Blüte, sind zwei Drüsen, aus
-denen tropfenweise Honig quillt. Die klebrige Narbe auf dem Fruchtboden
-steht aufrecht in der Mitte der Blüte.</p>
-
-<p>Nehmt nun eine Nadel und berührt eins der Staubgefäße am Fuße, gerade
-da, wo die Honigtropfen sitzen. Es schnellt auf, wie von einer Feder
-bewegt, und berührt die klebrige Narbe; nach einer Weile wird es wieder
-zurückschnellen. Wenn nun die Biene auf der Suche nach Honig ihren
-Kopf in die Blüte steckt, berührt sie mit dem Rüssel das Staubgefäß,
-so daß es aufspringt und den Kopf des Insekts trifft. Dieses wird mit
-Blütenstaub bedeckt, den es zu einer anderen Blüte trägt. Oder der
-Staubbeutel läßt etwas Blütenstaub auf seiner eignen Narbe, ehe er
-wieder zurückschnellt.</p>
-
-<p>Aber wir müssen weiter, denn wenn die Aprilwinde wehen, und der
-Sonnenschein überall Blumen hervorlockt, wird es eine Menge Sträucher
-geben, die zu beobachten sind. Da ist der Besenginster mit seinen
-hellgelben Blüten, die wie Erbsenblüten geformt sind. Man kann den
-Besenginster auf der Heide wachsend finden. Er ist dem Stechginster
-sehr ähnlich, hat aber einen glatten grünen Stamm ohne Stacheln. Aber
-bei dem Besenginster stehen<span class="pagenum" id="Seite_51">[S. 51]</span> die Blüten einzeln, während sie beim
-Stechginster hellgelbe Trauben bilden. Der Ginster hat keinen Honig,
-aber die Bienen kommen zu ihm, um Blütenstaub zu holen, aus dem sie
-Bienenbrot machen.</p>
-
-<p>In der Nähe des Ginsters steht vielleicht ein Fliederbusch, und
-ihr könnt beobachten, wie hübsch die beiden Farben, gelb und lila,
-zusammenpassen. Man kann aus den beiden Sträuchern einen sehr hübschen
-Strauß binden. Aber ein solcher wird noch viel schöner, wenn man einen
-Goldregen mit seinen langen goldigen Blütentrauben hinzunehmen kann.
-Der Goldregen hat viel Honig in seinen Blüten, und wenn die Bienen erst
-einmal ihren Weg zu ihm gefunden haben, bleiben sie oft lange Zeit in
-jeder Blüte stecken. Du kannst viele von ihnen auf einem Baume sehen.
-Goldregenschoten sehen kleinen Erbsenschoten sehr ähnlich, <b>aber
-hütet euch, die Samen in ihnen zu essen, denn sie sind sehr giftig</b>.</p>
-
-<p>Hierauf wird der Rhododendron seine schönen purpurroten Blüten über
-den glänzend grünen Blättern öffnen. Der Rhododendron stammt aus
-Nordamerika. Aber der Holunder, der dort in der Ecke steht und seinen
-freundlichen Schatten über eine Bank wirft, ist ein echter deutscher
-Strauch, der fast verdient, ein Baum genannt zu werden. Er blüht im
-Juni; aber er ist einer der ersten, der sich im Frühling mit Blättern
-bedeckt. Obgleich nicht groß, hat er doch einen dicken Stamm, und seine
-Rinde ist rauh und korkartig.</p>
-
-<p>Wenn man sich Knallbüchsen machen will, muß man junge Zweige nehmen,
-denn in den alten ist das Mark durch die äußeren Holzringe auf
-einen geringen Raum<span class="pagenum" id="Seite_52">[S. 52]</span> zusammengedrückt. Die Blätter des Holunders
-sind gegenständig, und jedes Blatt ist in fünf bis sieben einzelne
-Teilblättchen zerschnitten mit einem an der Spitze. Die kleine weiße
-Blüte wächst in breiten, flachen Dolden, die als Frucht im Herbste die
-süßen schwarzen Holunderbeeren hinterlassen.</p>
-
-<p>Wenn ihr keinen Holunder im Garten habt, so findet sich dafür
-vielleicht ein Schneeballstrauch (siehe <a href="#p521_ill">bunte Tafel VII</a>). Dies
-ist eine Gartenspielart des wilden Schneeballs. Seine Blüten sind keine
-flachen Dolden wie bei letzterem, sondern wachsen mehr in Form eines
-Balles. Sie haben keine Staubgefäße und keinen Fruchtboden und erzeugen
-keinen Samen. Die Blätter färben sich im Herbste purpurrot und sehen
-dann sehr hübsch aus.</p>
-
-<p>Nach dem Schneeball blüht auch die Waldrebe, deren wilde Art
-unscheinbare gelbgrüne, innen weißgefärbte Blüten besitzt. In unseren
-Gärten und an den Portalen vieler Häuser werden Waldrebenarten
-gezüchtet, die aus Südeuropa stammen und sich von unserer heimischen
-Waldrebe durch große blaue oder weiße prächtige Blüten unterscheiden.
-Die Waldrebe ist eine Kletterpflanze wie das Geißblatt und der wilde
-Wein, neben denen sie zuweilen auch zur Bekleidung von Lauben und
-Veranden benutzt wird.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Suche Blüten und Blätter der erwähnten Sträucher!</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_11">Lektion 11.<br>
-<b>Esche und Ulme.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Nächst der Eiche sind die beiden nützlichsten, hartes Holz liefernden
-Bäume die Esche und Ulme. Sie blühen sehr früh im Jahre, ehe sie sich
-mit Blättern bedecken.</p>
-
-<div class="figcenter illowe33" id="p521_ill">
- <img class="w100" src="images/p521_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Rote Blüten der japanischen Quitte
- (<span class="antiqua">Pyrus japonica</span>). Weiße Blüten des Schneeballes
- (<span class="antiqua">Viburnum opulus</span>).</div>
- <div class="caption_left">V. 7.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p521_ill_gross.jpg"
- id="p521_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>Man kann Eschen selbst im Winter überall an zwei Merkmalen erkennen.
-Erstens an den Spitzen der Zweige, die plattgedrückt sind, als wenn
-sie unter einer Presse gelegen hätten, und zweitens an den schwarzen
-Knospen, die wie kleine Pyramiden geformt sind (siehe <a href="#p540_ill">Abbildung S. 54</a>).
-Kein anderer Baum hat solche schwarzen Knospen. Die Farbe des Stammes
-ist aschgrau, und die Zweige wachsen sehr zierlich, erst fliehen
-sie seitwärts von dem Stamm, um dann zu einer zarten, lichten Krone
-emporzustreben.</p>
-
-<p>Im April fangen die Eschenknospen der Seitenzweige in der Nähe des
-Gipfels an, sich zu schwarzroten Blütentrauben zu öffnen. Die einzelne
-Blüte ist sehr klein. Sie hat keine Blumenblätter; sie besteht nur aus
-einem Fruchtknoten und zwei dunkelvioletten Staubgefäßen. Aber diese
-zierlichen Blüten stehen so dicht gedrängt, daß der ganze Baum von
-ihnen bunt schimmert.</p>
-
-<p>Gegen Ende Mai beginnen dann die Blätter sich zu öffnen. Sie stehen
-sich gegenüber an den Seiten der Zweige, und jedes Blatt ist in sieben
-oder neun Blättchen zerschnitten, von denen eins als überzählig an
-der Spitze steht. Auch von anderen Pflanzen sind die Blätter so wie
-hier zerteilt und du könntest denken, jedes Teilblättchen wäre ein
-ganzes Blatt. Doch wenn es Blätter wären, müßte eine Knospe an dem
-Grunde eines jedem, nahe dem Stamme, wachsen und außerdem müßte eine
-weiter wachsende Spitze am Ende stehen. Doch ist weder das eine
-noch das andere der Fall, und daraus magst du ersehen, daß alle die
-Einzelblättchen zusammen ein Blatt bilden, und beim Welken fallen alle
-Blättchen zusammen ab.</p>
-
-<div class="figcenter illowe38" id="p540_ill">
- <img class="w100" src="images/p540_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Spitze eines Eschenzweiges.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Blatt mit neun Teilblättchen.</span></div>
- <div class="caption"><span class="s5">2. Blüten.</span></div>
- <div class="caption"><span class="s5">3. Junge Früchte.</span></div>
-</div>
-
-<p>Der Baum ist den ganzen Sommer hindurch sehr<span class="pagenum" id="Seite_54">[S. 54]</span> schön, und seine
-blaugrünen Blätter unterscheiden sich deutlich von denen aller anderen
-Bäume. Aber früh im Herbste werden sie gelb und fallen ab. Dann kann
-man den Baum an seinen sonderbaren, langen, flachen, schmalen Früchten
-(siehe <a href="#p540_ill">Abbildung, 3</a>) erkennen, die in Büscheln von den Zweigen hängen
-wie ein Schlüsselbund. Sie hängen manchmal<span class="pagenum" id="Seite_55">[S. 55]</span> noch mitten im Winter am
-Baume, bis die rauhen Winde sie abreißen.</p>
-
-<p>Man findet oft junge Eschen im Garten wachsend, denn ihre Samen sind
-sehr keimfähig. Aber Kaninchen lieben die jungen Schößlinge, und so
-kommen sie selten hoch. Junge Eschenstämme werden oft zu Spazierstöcken
-und Hopfenstangen verarbeitet, und das Holz der ausgewachsenen Bäume
-verkauft sich sehr gut zum Wagen- und Möbelbau.</p>
-
-<p>Die Ulme oder Rüster ist ein so allgemein bekannter Baum, daß ihr
-vielleicht denkt, es sei nichts Interessantes an ihm. Aber habt ihr
-wohl bemerkt, daß die Zweige einer Ulme bis tief zu dem Boden hinab
-am Stamme wachsen, wenn sie nicht abgehauen werden. Und sicher wissen
-viele von euch nicht, daß sich an dem Zweige oft Verdickungen bilden,
-die ein der Korkrinde ähnliches Aussehen haben. Dies verleiht dem Baume
-ein kränkliches Aussehen.</p>
-
-<div class="figcenter illowe23" id="p550_ill">
- <img class="w100" src="images/p550_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Zweig der Ulme, der mit korkähnlichen Verdickungen
- bedeckt ist.</div>
-</div>
-
-<p>Er ist in Wirklichkeit ganz gesund, aber diese Zweige zeigen, daß die
-Ulme eine der Korkrinde ähnliche Rinde hat. Schon am Stamme ist sie
-dick und rauh und an den kleinen Zweigen, wo sie keinen Platz hat,
-sich auszubreiten,<span class="pagenum" id="Seite_56">[S. 56]</span> bildet sie diese Verdickungen. Der innere Teil der
-Rinde, Bast genannt, ist sehr zähe und wird zur Anfertigung von Matten
-und Seilen gebraucht.</p>
-
-<p>Die Feld-Ulme kommt bei uns sehr häufig vor und zwar besonders als
-Alleebaum und in Parkanlagen, auf Wiesen und Weideplätzen.</p>
-
-<p>Die Berg-Ulme findet in bergigem Gelände ähnliche Verwendung,
-unterscheidet sich aber von der vorigen durch ihren schwächeren Wuchs
-und ihre größeren Blätter, die sehr lang zugespitzt und auch behaart
-sind.</p>
-
-<p>Selbst im Winter könnt ihr eine Menge Knospen an der Ulme zählen,
-und wenn der April kommt, und ihr durch die Zweige blickt, so werdet
-ihr eine purpurne Färbung sich über den Gipfel des Baumes ziehen
-sehen. Dies verursachen die zierlichen purpurnen Blüten, die sich an
-den Zweigen öffnen. Nun beobachtet den Baum! Gegen Ende April lugen
-die frischen, grünen Blätter aus den Blattknospen hervor. Aber schon
-beginnen die breitgeflügelten Früchte zu fallen und werden vom Winde zu
-Haufen zusammengeweht.</p>
-
-<p>Ihr kennt sicher diese kleinen, flachen, grünlichen Scheibchen, mit
-einem Klümpchen in der Mitte, das anzeigt, wo der Same sitzt. Sie
-werden vom Winde am Rande des Feldes und in den Straßen hingetrieben
-und füllen oft die Rinnsteine. Wenn sie von der kleinblättrigen
-Feldulme herrühren, so ist es zweifelhaft, ob sie aufwachsen werden.
-Aber wenn ihr eine großblättrige Bergulme im Garten habt, könnt ihr die
-Früchte leicht erkennen, weil sie ganz in der Mitte des Scheibchens
-sitzen, während sie bei der Feldulme näher<span class="pagenum" id="Seite_57">[S. 57]</span> an die Spitze heranliegen.
-Diese Samen sind reif, und es lohnt sich, sie zu säen.</p>
-
-<p>Alle großen Waldulmen liefern sehr gutes Bauholz. Sie leben oft vier-
-bis fünfhundert Jahre, aber die beste Zeit, sie abzuholzen ist, wenn
-sie ungefähr 120 Jahre alt sind.</p>
-
-<div class="figcenter illowe50" id="p570_ill">
- <img class="w100" src="images/p570_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Ulmenzweige. 1. Zweig mit Blüten. 2. Zweig mit Früchten.</div>
-</div>
-
-<p>Auf der Ulme leben eine Menge Insekten. Das schädlichste von ihnen
-ist ein Käfer, der sich nach der inneren Rinde durchfrißt und den
-Saft aufsaugt. Dann bohrt der weibliche Käfer kleine Gänge an beiden
-Seiten der Röhre. In jeden Gang legt er ein Ei, und wenn die Larven
-auskriechen, fressen sie das Holz. Die Bäume ganzer Wälder<span class="pagenum" id="Seite_58">[S. 58]</span> sind schon
-manchmal durch diesen Ulmensplintkäfer zerstört worden.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Suche den Zweig einer Esche und betrachte Zweige und
-Knospen. Suche ein Büschel von Eschenfrüchten. Suche die korkartigen Zweige
-der Ulme und die grünen Samenscheibchen im Mai. Suche in vermoderten Ulmen
-nach den Gängen des Ulmensplintkäfers.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_12">Lektion 12.<br>
-<b>Im Parke.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>In unseren großen Parks wird man alle Arten der deutschen Bäume finden
-neben vielen anderen, die deshalb interessant sind, weil sie aus dem
-Auslande stammen. Alleen von mehreren Kilometern Länge werden oft mit
-einer Art von Bäumen bepflanzt, mit Kastanien, Buchen, Eichen oder
-Linden, und da die Bäume hier frei stehen, so entwickeln sie sich
-meist schöner als in den Wäldern. Wir haben bis jetzt noch nicht von
-der Linde gesprochen, aber ihr kennt diesen schönen Baum sehr gut
-mit seinem geraden, glatten Stamme, seinen hellgrünen, herzförmigen
-Blättern, die auf der einen Seite größer als auf der anderen und oben
-zugespitzt sind, und seinen gelblichgrünen Blüten, die an einem langen
-Stiele hängen, der aus der Mitte eines gelbgrünen Blattes hervorwächst
-(siehe <a href="#p601_ill">bunte Tafel VIII</a>, 2).</p>
-
-<p>Pflückt einige von diesen Blüten im Juli oder einige der runden,
-flaumigen Früchte, die gerippt sind, im Herbste, wenn sie reif sind.
-Das Blatt, aus dem sie hervorwachsen, heißt Deckblatt und ist etwas
-Ähnliches wie die Schuppen, auf denen die Staubgefäße der Weide und
-die Samen der Fichte wachsen. Bei der Linde ist das Deckblatt lang<span class="pagenum" id="Seite_59">[S. 59]</span>
-geworden, und dient dazu, im Winde die Frucht mit fortzutragen. Die
-innere Rinde oder der Bast der Linde ist sehr nützlich zur Anfertigung
-von Tauen, und die Bienen lieben die Linde von allen Bäumen am meisten,
-weil ihre Blüten einen süßen Duft ausströmen und eine Menge Honig in
-ihren Kelchen bergen.</p>
-
-<p>Ein anderer Baum, der den Bienen fast ebenso nützlich ist wie die Linde
-und noch früher blüht, ist der Bergahorn. Seine grünen Blütentrauben
-hängen von den Zweigen herab, ehe die Blätter ganz heraus sind. Der
-Bergahorn ist ein sehr schöner Baum mit großen fünflappigen Blättern,
-der dem Feldahorn sehr ähnelt. Wenn man bei warmem Wetter unter
-einem Bergahorn steht, so wird man oft bemerken, daß Tropfen davon
-herunterfallen, und daß seine Blätter klebrig sind. Alle Ahornarten
-enthalten nämlich eine große Menge zuckerigen Saftes, der aufsteigt
-und aus den Blättern quillt, entweder da, wo sich ein Riß in ihnen
-befindet, weil sie trocken sind, oder da, wo ein Insekt ein Loch
-gebissen hat. Ihr habt gewiß schon die kleinen, schädlichen Blattläuse
-bemerkt, die an Rosen und anderen Pflanzen dicht zusammensitzen und
-ihnen den Saft aussaugen. Hunderte und Tausende von ihnen nähren sich
-von dem Saft der Bäume, und dazu kommen noch andere Insekten, wie
-z.&#160;B. die Schaumzikade, deren Larve sich ganz mit Schaum bedeckt, der
-vom Volke „Kuckucksspeichel“ genannt wird. Durch die Risse, die die
-Insekten verursachen, sickert der Saft des Ahorns heraus und fließt
-über die Blätter.</p>
-
-<p>Die Frucht dieses Baumes ist sehr sonderbar. Sie ist geflügelt wie
-die der Esche, aber zwei Früchte wachsen zusammen,<span class="pagenum" id="Seite_60">[S. 60]</span> so daß die beiden
-Flügel sich wie die eines Schmetterlings ausbreiten (siehe <a href="#p600_ill">Abbildung</a>).
-Die Flügel der Feldahornfrucht breiten sich weiter aus als die des
-Bergahorns.</p>
-
-<div class="figcenter illowe41" id="p600_ill">
- <img class="w100" src="images/p600_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Ahornzweig mit Frucht.</div>
-</div>
-
-<p>Das Holz des Ahorns wird zur Anfertigung von Möbeln gern benutzt. Sehr
-viele unserer Pulte und Kleiderschränke werden aus amerikanischem
-Ahorn gemacht, denn dort sind Ahornarten viel verbreiteter als bei
-uns. Ahornzucker, den amerikanische Kinder sehr lieben, wird aus dem
-zuckerhaltigen Safte einer amerikanischen Art bereitet, der deshalb
-„Zuckerahorn“ heißt.</p>
-
-<div class="figcenter illowe33" id="p601_ill">
- <img class="w100" src="images/p601_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">1. Erdbeerbaum mit Blüte und Frucht. 2. Lindenzweig in
- Blüte.</div>
- <div class="caption_left">V. 8.</div>
- <div class="caption_gross x-ebookmaker-drop"><a href="images/p601_ill_gross.jpg"
- id="p601_ill_gross" rel="nofollow">⇒<br>
- <span class="s6">GRÖSSERES BILD</span></a></div>
-</div>
-
-<p>Ein anderer Baum, den man in Gärten und Parks findet, ist der
-Walnußbaum, der von den Römern nach Deutschland gebracht wurde. Es ist
-ein großer, sich weit ausbreitender Baum mit einem rauhen Stamm und
-starken, krummen Ästen und Zweigen. Die Blätter sind gefiedert wie
-die der Esche, aber sie sind viel größer. Sie haben einen hübschen,
-rötlichen Schimmer, wenn sie jung sind, und einen starken Geruch, wenn
-man sie zerdrückt.</p>
-
-<p>Diese Bäume wachsen so schnell, daß sie in zehn Jahren ungefähr 7 Meter
-hoch werden; dann beginnen sie zu blühen und Früchte zu bilden. Sie
-wachsen bis zu einer Höhe von 20–25 Meter. Im April kann man die langen
-Kätzchen von dem Baume herabhängen sehen, gerade wenn die Blätter
-hervorbrechen. Die männlichen Blüten sitzen an der Spitze der Zweige
-des letzten Jahres. Aber die kleinen Gruppen von Blüten, aus denen sich
-die Walnüsse entwickeln, sitzen auf den neuen Zweigen, die sich gerade
-aus den Knospen gebildet haben. Ihr alle kennt die Walnuß. Sie ist in
-eine grüne Schale eingeschlossen, deren Saft eure Finger braun färbt,
-wenn ihr sie abschält. Sobald die grüne Schale entfernt ist, kann man
-ein Messer zwischen die beiden Hälften der harten Schale schieben und
-sie auseinander spalten. So trennt man den Fruchtkern, den man essen
-kann, in der Mitte, gerade da, wo der Keim der zukünftigen Pflanze
-liegt. Wenn man genau hinsieht, kann man die kleine weiße Knospe und
-die Wurzel unterscheiden, die zwischen den Samenblättern am spitzen
-Ende der Nuß liegt. Das Holz des Walnußbaumes ist sehr wertvoll für die
-Anfertigung von Möbeln, denn es<span class="pagenum" id="Seite_62">[S. 62]</span> wird dunkelbraun, wenn der Baum alt
-ist, und ist sehr schön gemasert.</p>
-
-<p>Ich möchte euch nun noch von einem anderen baumartigen Strauche
-erzählen, der in Südeuropa heimisch ist und bei uns zuweilen in
-Parkanlagen und Gärten gezogen wird. Es ist der <a href="#p601_ill">Erdbeerbaum</a>, so
-genannt, weil seine Früchte Erdbeeren ähnlich sehen. Es ist ein
-immergrüner Strauch mit grünen, glänzenden Blättern von der Form eines
-Lorbeerblattes, die am Rande grob gezähnt sind. Die krugförmigen Blüten
-sind wachsgelb und hängen an gebogenen Stielen. Aber das Sonderbarste
-an diesem Strauche ist, daß es ein Jahr dauert, bis die Früchte
-reif werden. Zuerst sind sie blaßgelb, dann färben sie sich immer
-dunkler bis sie glänzend rot sind und zu zweien oder dreien zwischen
-den dunkelgrünen Blättern hängen, gerade wenn der Baum wieder seine
-hübschen weißgrünen Blüten treibt.</p>
-
-<p>Unter den Bäumen, die man in Parks finden kann, wirst du besonders
-viele Nadelbäume bemerken, die aus fremden Ländern bei uns eingeführt
-sind und entweder ihres schönen Wuchses oder auch ihrer eigenartig
-gefärbten Nadeln wegen von den Gärtnern gezüchtet werden. Häufig finden
-wir auch die großen Magnolien und die Tulpenbäume, von denen erstere
-so schöne, große, weiße und rötliche Blüten haben. Aber dies sind
-Fremdlinge, und wir müssen zufrieden sein, wenn wir etwas über deutsche
-Bäume wissen.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Suche die Blüten und Früchte der Linde; die Blätter der
-Ahornarten, die von Honigtau kleben; die Blätter und Kätzchen des Walnußbaumes.
-Öffne eine Walnuß und suche im Innern die junge Keimpflanze.</p>
-
-<div class="chapter">
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_63">[S. 63]</span></p>
-
-<h2 class="nobreak" id="Lektion_13">Lektion 13.<br>
-<b>Blätter. Ihre Gestalt und ihr Stand.</b></h2>
-
-</div>
-
-<p>Im Sommer, wenn die Bäume voll belaubt sind, und ihr sie kennen gelernt
-habt, solltet ihr Zweige von verschiedenen Bäumen holen und beobachten,
-wie die Blätter an den Ästen wachsen, und welche Formen sie haben.</p>
-
-<p>Wir haben schon bemerkt, daß einige Bäume wie die Roßkastanie und der
-Ahorn gegenständige Blätter haben, wo eins dem anderen am Stengel
-gegenübersteht, also zwei aus einem Sproßknoten wachsen. Andere
-dagegen, wie die Ulme und die Buche z. B., haben wechselständige
-Blätter, so daß jedes seinen Sproßknoten hat. Aber es gibt viele Arten
-von wechselständigen Blättern, und es wird euch Vergnügen bereiten, sie
-ausfindig zu machen.</p>
-
-<p>Bei der Ulme und der Buche kommt jedes zweite Blatt genau über dem
-darunter stehenden heraus. Blatt 1 entspringt an der einen Seite des
-Zweiges, Blatt 2 auf der anderen Seite, Blatt 3 genau über Blatt
-1. Aber wenn ihr einen Zweig der Zitterpappel oder Espe nehmt, so
-wird es Blatt 4 sein, das genau über Blatt 1 steht. Dann nehmt einen
-Eichenzweig. Ihr werdet sehen, daß ihr sechs Blätter zählen müßt, ehe
-ihr eins genau über dem ersten stehend findet. Alle diese Unterschiede
-haben ihren Zweck, und wenn man die Bäume im Walde genau ansieht, so
-wird man finden, wie diese verschiedenen Anordnungen die Blätter in
-Stellungen bringt, wodurch sie am besten Licht und Luft erhalten.</p>
-
-<p>Ferner ist dann die Form der Blätter zu beachten. Botaniker haben sehr
-viele Namen, um die Gestalt, den<span class="pagenum" id="Seite_64">[S. 64]</span> Rand, die Adern und die Abteilungen
-der Blätter zu beschreiben. Ich kann euch nur einige davon sagen, so
-daß ihr eure Augen öffnen und andere selbst finden mögt.</p>
-
-<p>Blätter, die ungeteilt sind, so daß man nicht ein Stück abreißen kann,
-ohne das Ganze zu beschädigen, heißen einfache. Die Blätter der Ulme,
-Buche, Edelkastanie, Linde, Eiche, Weide, des Bergahorns und viele
-andere sind einfach.</p>
-
-<p>Blätter, die in verschiedene Teile zerschnitten sind, so daß man einen
-abreißen kann, ohne die anderen zu berühren, heißen zusammengesetzte.
-Die Blätter der Roßkastanie, Esche, Rose, des Vogelbeerbaumes und
-des Holunders sind zusammengesetzt. Ihr müßt euch ins Gedächtnis
-zurückrufen, daß die Abteilungen Blattabschnitte und nicht Blätter
-sind, weil sie am Ende keine wachsende Spitze und im Blattwinkel keine
-Knospen haben. Die Blättchen wachsen aus der Spitze des Blattstengels
-heraus (Roßkastanie) oder aus der schmalen grünen Mittellinie (Rose),
-die nicht der Stengel, sondern die Mittelrippe des Blattes ist.</p>
-
-<p>Nehmt nun alle einfachen Blätter, die ihr habt und seht, wie sie
-gestaltet sind. Die beste Weise, dies herauszufinden ist, ein Blatt auf
-eure Schiefertafel zu legen und eine Linie herumzuziehen. Das ist sehr
-leicht bei einem Buchenblatt oder dem Blatte einer Edelkastanie. Aber
-wenn ihr ein Eichenblatt nehmt, so geht der Rand zuweilen bis an die
-Mittelrippe, so daß man meinen kann, ein geteiltes Blatt zu haben.</p>
-
-<p>Um die Form eines Blattes festzustellen, muß man es anders machen. Man
-muß, am Stengel des Blattes beginnend, eine Linie um die äußersten
-Punkte desselben herumziehen, bis man wieder an den Stengel kommt.<span class="pagenum" id="Seite_65">[S. 65]</span>
-Wenn man ein Ahornblatt so mit einer Linie umzieht, so wird eine Figur
-heraus kommen, die einer Niere ähnlich ist. Das Blatt des Bergahorns
-wird mehr herzförmig sein, länger und in einer stumpfen Spitze endend.
-Ein Eichenblatt ist länglich rund, länger als breit. Das Ulmen- und
-das Buchenblatt ist eiförmig oder oval, wie man sagt, während das
-der Edelkastanie schmal und lang ist. Ein Lindenblatt endlich ist
-herzförmig, aber ungleich, da eine Seite größer ist als die andere. Es
-ist ungleichseitig.</p>
-
-<div class="figcenter illowe44" id="p650_ill">
- <img class="w100" src="images/p650_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Zusammengesetzte Blätter. 1. Roßkastanie. 2. Rose.</div>
-</div>
-
-<p>Nun laßt uns untersuchen, wie die verschiedenen Blätter am Rande
-ausgezackt sind. Einige, wie die des Flieders und des Efeus, sind
-glattrandig. Andere sind buchtig und das Blatt der Stechpalme ist
-grobstachlig gezähnt zu seinem Schutze. Aber wenn ihr die Blätter an
-der Spitze<span class="pagenum" id="Seite_66">[S. 66]</span> des Baumes betrachtet, wohin das Vieh nicht reichen kann,
-so werdet ihr oft finden, daß diese Blätter keine Stacheln erzeugen.</p>
-
-<p>Andere Blätter haben rund um den Rand Zähnchen. Das Blatt der edlen
-Kastanie ist am Rande wie eine Säge ausgezackt. Das Blatt einer Birke
-ist ebenso, aber wenn man es genau betrachtet, so wird man sehen, daß
-es zwei Reihen von Zähnchen hat. Der Rand der großen Zähnchen ist
-noch einmal gezähnt. Dieses Blatt hat also einen doppelt gezähnten
-Rand. Andere Blätter haben tiefe Einschnitte oder Lappen. Der Rand
-eines Eichenblattes ist manchmal nur buchtig, manchmal hat er tiefe
-Einschnitte. Das Blatt eines Bergahorns hat fünf große, spitze
-Abteilungen oder Lappen.</p>
-
-<p>Vergleicht das Blatt des Bergahorns mit dem der Eiche. Ihr werdet
-sehen, daß die Adern, die das Skelett der verschiedenen Blattformen
-ausmachen, nicht überall gleich laufen. Beim Bergahornblatt gehen die
-großen Adern oder Rippen von der Spitze des Stengels aus und breiten
-sich aus gleich fünf Fingern, während die kleinen Adern von den großen
-ausgehen. Ein solches Blatt heißt handförmig, weil die Adern gleich
-sind den Fingern an der Hand. Beim Eichenblatt dagegen läuft eine
-lange Rippe in der Mitte empor. Von ihr gehen die kleineren aus wie
-die Strahlen einer Vogelfeder. So sagt man vom Eichenblatt, daß es
-federartig geädert oder gefiedert ist von Fieder, was gleichbedeutend
-mit Feder ist.</p>
-
-<div class="figcenter illowe35" id="p670_ill">
- <img class="w100" src="images/p670_ill.jpg" alt="">
- <div class="caption">Formen und Ränder von Blättern.</div>
- <div class="caption"><span class="s5">1. Buche — eiförmig, Rand buchtig.
- 2. Eiche — verkehrt eiförmig, tief buchtig. 3. Edelkastanie —
- breitlanzettlich, lang und spitz gezähnt. 4. Birke — doppelt gezähnt.
- 5. Linde — herzförmig oder schief-dreieckig. 6. Bergahorn — herzförmig,
- fünflappig, handförmig. 7. Ahorn — nierenförmig, fünflappig,
- handförmig.</span></div>
-</div>
-
-<p>Nun nehmt die zusammengesetzten Blätter der Roßkastanie, der Esche und
-der Rose. Bei der ersteren wachsen die Blattabschnitte gerade wie bei
-dem Bergahorn. Sieben<span class="pagenum" id="Seite_68">[S. 68]</span> Rippen gehen von der Spitze des Stengels aus
-und verbreiten sich wie Finger; es ist also auch ein handförmiges oder
-gefingertes Blatt. Aber bei der Esche und Rose geht eine Rippe in der
-Mitte empor und die einzelnen Blättchen sind federartig angeordnet.
-Diese Blätter nennt man also gefiedert.</p>
-
-<p>Es gibt außerdem viele Übergangsformen von Blättern, und wenn ihr sie
-sammelt und in einem alten Schreibhefte ordnet, werdet ihr bald eine
-Vorstellung von der Bedeutung der Namen bekommen.</p>
-
-<p class="s5 mtop2">Beschreibe die Blätter der Eiche, der Roßkastanie und der
-Ulme und ihre Stellung. Ordne die einfachen und zusammengesetzten Blätter, die
-du finden kannst, in einem Schreibhefte und beschreibe sie.</p>
-
-<div class="figcenter illowe10" id="schluss_deko">
- <img class="w100" src="images/schluss_deko.png" alt="Schluss">
-</div>
-
-<hr class="full x-ebookmaker-drop">
-
-<div class="schmal">
-
-<p class="s2 center mtop3 break-before" id="anz"><span class="bbd">Kinderaugen in der Natur</span></p>
-
-<p class="s3 center mtop2">Erstes Buch<br>
-Tiere und Pflanzen in Wald und Feld</p>
-
-<p class="center mtop0_5 mbot0_5">••••</p>
-
-<p class="s3 center">Zweites Buch<br>
-Am Teich- und Flußufer</p>
-
-<p class="center mtop0_5 mbot0_5">••••</p>
-
-<p class="s3 center">Drittes Buch<br>
-Pflanzenleben in Feld und Garten</p>
-
-<p class="center mtop0_5 mbot0_5">••••</p>
-
-<p class="s3 center">Viertes Buch<br>
-Aus dem Leben unserer Vögel</p>
-
-<p class="center mtop0_5 mbot0_5">••••</p>
-
-<p class="s3 center">Fünftes Buch<br>
-Bäume und Sträucher</p>
-
-<p class="center mtop0_5 mbot0_5">••••</p>
-
-<p class="s3 center">Sechstes Buch<br>
-Aus dem Leben der Insekten</p>
-
-<p class="s4 center mtop2"><span class="btd">Bisheriger Absatz ungefähr 50000 Stück</span></p>
-
-<p class="s3 center mtop3 break-before"><span class="bb">Verlag von Hermann
-Gesenius in Halle (Saale)</span></p>
-
-<p class="s4 center mtop1">Von 8 bis 10 Jahren.</p>
-
-<p class="s2 center"><b><span class="antiqua">Dr.</span> Hartmanns
-Jungmädchenbücher:</b></p>
-
-<div class="csstab s4">
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell vat padright1">Band&#160;1.</div>
- <div class="csscell vat"><b>Rotschwanz und Büschelohr</b>, verfaßt von
- <em class="gesperrt">Magda Schelling</em>. Gebunden M. 1.20.</div>
- </div>
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell vat padright1">Band&#160;2.</div>
- <div class="csscell vat"><b>Kriemhilds Rosengarten.</b> Alten Volkssagen
- nacherzählt von <em class="gesperrt">Ilse Treu</em>. Gebunden M. 1.20.</div>
- </div>
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell vat padright1">Band&#160;3.</div>
- <div class="csscell vat"><b>Walhall.</b> Alten Volkssagen nacherzählt von
- <em class="gesperrt">Ilse Treu</em>. Gebunden M. 1.20.</div>
- </div>
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell vat padright1">Band&#160;4.</div>
- <div class="csscell vat"><b>Vogelgesellschaft bei Buchfinks</b>, verfaßt
- von <em class="gesperrt">Magda Schelling</em>. Gebunden M. 1.20.</div>
- </div>
- <div class="cssrow">
- <div class="csscell vat padright1">Band&#160;5.</div>
- <div class="csscell vat"><b>Das Stuttgarter Hutzelmännlein.</b>
- <em class="gesperrt">Eduard Mörike</em> nacherzählt von
- <em class="gesperrt">Elfriede Kittelmann</em>. Gebunden M. 1.20.</div>
- </div>
-</div>
-
-<p class="s5 mtop1"><b>Die höheren Mädchenschulen</b>: Die Bücher wollen dem Mangel
-an gediegenem Lesestoff für Mädchen von 8 bis 10 Jahren abhelfen.
-Sie erfüllen ihren Zweck in jeder Weise aufs beste. Die äußere
-Ausstattung mit dem Buntbild der zwei lesenden Mädchen ist sehr
-gefällig und lockt die Kinder; Papier und Druck sind sehr gut und
-die Einteilung in kurze Geschichten oder Kapitel für dieses Alter
-sehr glücklich. Die Stoffe sind aufs günstigste gewählt. Band 1 und 4
-bieten Naturwissenschaftliches. Die Erzählungen sind so lebendig, daß
-man fast menschlichen Anteil an dem Schicksal der Tiere und Pflanzen
-nimmt. Dabei lernen die Kinder eine Menge, ohne die Absicht irgendwie
-zu merken. Die Geschichten sind in hohem Maße geeignet, Anteil und
-Liebe an der Natur bei den Kindern zu wecken. In Band 2 und 3 werden
-in ebenso ansprechender Weise altdeutsche und nordische Sagen erzählt.
-Der Heldenkreis um Dietrich von Bern und die Götter Walhalls treten den
-Kindern nahe. In Band 5 wird die allerliebste Erzählung vom Stuttgarter
-Hutzelmännchen nacherzählt. All die krausen Ranken in Stil und
-Erzählweise sind abgeschnitten, die für die Kinder — und nicht nur für
-diese — das reizende Märchen so schlimm verwirren, so daß sich alle an
-seinem humorvollen Kern freuen können. Für Schülerinnen-Büchereien sind
-die Bändchen eine wertvolle Bereicherung. Für den Familienkreis haben
-sie noch den Vorzug, daß Knaben sie ebenso gern lesen, und daß sie sich
-vorzüglich zum Vorlesen eignen, so daß sie recht zum Handbuch geeignet
-sind.</p>
-
-<p class="right mright2">J. L.</p>
-
-</div>
-
-<div class="figcenter illowe25" id="verlagssignet">
- <img class="w100 mtop3" src="images/verlagssignet.jpg" alt="">
-</div>
-
-<div lang='en' xml:lang='en'>
-<div style='display:block; margin-top:4em'>*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK <span lang='de' xml:lang='de'>BÄUME UND STRÄUCHER</span> ***</div>
-<div style='text-align:left'>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Updated editions will replace the previous one&#8212;the old editions will
-be renamed.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright
-law means that no one owns a United States copyright in these works,
-so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United
-States without permission and without paying copyright
-royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part
-of this license, apply to copying and distributing Project
-Gutenberg&#8482; electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG&#8482;
-concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark,
-and may not be used if you charge for an eBook, except by following
-the terms of the trademark license, including paying royalties for use
-of the Project Gutenberg trademark. If you do not charge anything for
-copies of this eBook, complying with the trademark license is very
-easy. You may use this eBook for nearly any purpose such as creation
-of derivative works, reports, performances and research. Project
-Gutenberg eBooks may be modified and printed and given away&#8212;you may
-do practically ANYTHING in the United States with eBooks not protected
-by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the trademark
-license, especially commercial redistribution.
-</div>
-
-<div style='margin-top:1em; font-size:1.1em; text-align:center'>START: FULL LICENSE</div>
-<div style='text-align:center;font-size:0.9em'>THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE</div>
-<div style='text-align:center;font-size:0.9em'>PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-To protect the Project Gutenberg&#8482; mission of promoting the free
-distribution of electronic works, by using or distributing this work
-(or any other work associated in any way with the phrase &#8220;Project
-Gutenberg&#8221;), you agree to comply with all the terms of the Full
-Project Gutenberg&#8482; License available with this file or online at
-www.gutenberg.org/license.
-</div>
-
-<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'>
-Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg&#8482; electronic works
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg&#8482;
-electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
-and accept all the terms of this license and intellectual property
-(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
-the terms of this agreement, you must cease using and return or
-destroy all copies of Project Gutenberg&#8482; electronic works in your
-possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a
-Project Gutenberg&#8482; electronic work and you do not agree to be bound
-by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the person
-or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.B. &#8220;Project Gutenberg&#8221; is a registered trademark. It may only be
-used on or associated in any way with an electronic work by people who
-agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
-things that you can do with most Project Gutenberg&#8482; electronic works
-even without complying with the full terms of this agreement. See
-paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
-Gutenberg&#8482; electronic works if you follow the terms of this
-agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg&#8482;
-electronic works. See paragraph 1.E below.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation (&#8220;the
-Foundation&#8221; or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection
-of Project Gutenberg&#8482; electronic works. Nearly all the individual
-works in the collection are in the public domain in the United
-States. If an individual work is unprotected by copyright law in the
-United States and you are located in the United States, we do not
-claim a right to prevent you from copying, distributing, performing,
-displaying or creating derivative works based on the work as long as
-all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope
-that you will support the Project Gutenberg&#8482; mission of promoting
-free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg&#8482;
-works in compliance with the terms of this agreement for keeping the
-Project Gutenberg&#8482; name associated with the work. You can easily
-comply with the terms of this agreement by keeping this work in the
-same format with its attached full Project Gutenberg&#8482; License when
-you share it without charge with others.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
-what you can do with this work. Copyright laws in most countries are
-in a constant state of change. If you are outside the United States,
-check the laws of your country in addition to the terms of this
-agreement before downloading, copying, displaying, performing,
-distributing or creating derivative works based on this work or any
-other Project Gutenberg&#8482; work. The Foundation makes no
-representations concerning the copyright status of any work in any
-country other than the United States.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.1. The following sentence, with active links to, or other
-immediate access to, the full Project Gutenberg&#8482; License must appear
-prominently whenever any copy of a Project Gutenberg&#8482; work (any work
-on which the phrase &#8220;Project Gutenberg&#8221; appears, or with which the
-phrase &#8220;Project Gutenberg&#8221; is associated) is accessed, displayed,
-performed, viewed, copied or distributed:
-</div>
-
-<blockquote>
- <div style='display:block; margin:1em 0'>
- This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
- other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
- whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms
- of the Project Gutenberg License included with this eBook or online
- at <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>. If you
- are not located in the United States, you will have to check the laws
- of the country where you are located before using this eBook.
- </div>
-</blockquote>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.2. If an individual Project Gutenberg&#8482; electronic work is
-derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not
-contain a notice indicating that it is posted with permission of the
-copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in
-the United States without paying any fees or charges. If you are
-redistributing or providing access to a work with the phrase &#8220;Project
-Gutenberg&#8221; associated with or appearing on the work, you must comply
-either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or
-obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg&#8482;
-trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.3. If an individual Project Gutenberg&#8482; electronic work is posted
-with the permission of the copyright holder, your use and distribution
-must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any
-additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms
-will be linked to the Project Gutenberg&#8482; License for all works
-posted with the permission of the copyright holder found at the
-beginning of this work.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg&#8482;
-License terms from this work, or any files containing a part of this
-work or any other work associated with Project Gutenberg&#8482;.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
-electronic work, or any part of this electronic work, without
-prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
-active links or immediate access to the full terms of the Project
-Gutenberg&#8482; License.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
-compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including
-any word processing or hypertext form. However, if you provide access
-to or distribute copies of a Project Gutenberg&#8482; work in a format
-other than &#8220;Plain Vanilla ASCII&#8221; or other format used in the official
-version posted on the official Project Gutenberg&#8482; website
-(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense
-to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means
-of obtaining a copy upon request, of the work in its original &#8220;Plain
-Vanilla ASCII&#8221; or other form. Any alternate format must include the
-full Project Gutenberg&#8482; License as specified in paragraph 1.E.1.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
-performing, copying or distributing any Project Gutenberg&#8482; works
-unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
-access to or distributing Project Gutenberg&#8482; electronic works
-provided that:
-</div>
-
-<div style='margin-left:0.7em;'>
- <div style='text-indent:-0.7em'>
- &#8226; You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
- the use of Project Gutenberg&#8482; works calculated using the method
- you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed
- to the owner of the Project Gutenberg&#8482; trademark, but he has
- agreed to donate royalties under this paragraph to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid
- within 60 days following each date on which you prepare (or are
- legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty
- payments should be clearly marked as such and sent to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in
- Section 4, &#8220;Information about donations to the Project Gutenberg
- Literary Archive Foundation.&#8221;
- </div>
-
- <div style='text-indent:-0.7em'>
- &#8226; You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
- you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
- does not agree to the terms of the full Project Gutenberg&#8482;
- License. You must require such a user to return or destroy all
- copies of the works possessed in a physical medium and discontinue
- all use of and all access to other copies of Project Gutenberg&#8482;
- works.
- </div>
-
- <div style='text-indent:-0.7em'>
- &#8226; You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
- any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
- electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
- receipt of the work.
- </div>
-
- <div style='text-indent:-0.7em'>
- &#8226; You comply with all other terms of this agreement for free
- distribution of Project Gutenberg&#8482; works.
- </div>
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project
-Gutenberg&#8482; electronic work or group of works on different terms than
-are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing
-from the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, the manager of
-the Project Gutenberg&#8482; trademark. Contact the Foundation as set
-forth in Section 3 below.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
-effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
-works not protected by U.S. copyright law in creating the Project
-Gutenberg&#8482; collection. Despite these efforts, Project Gutenberg&#8482;
-electronic works, and the medium on which they may be stored, may
-contain &#8220;Defects,&#8221; such as, but not limited to, incomplete, inaccurate
-or corrupt data, transcription errors, a copyright or other
-intellectual property infringement, a defective or damaged disk or
-other medium, a computer virus, or computer codes that damage or
-cannot be read by your equipment.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the &#8220;Right
-of Replacement or Refund&#8221; described in paragraph 1.F.3, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
-Gutenberg&#8482; trademark, and any other party distributing a Project
-Gutenberg&#8482; electronic work under this agreement, disclaim all
-liability to you for damages, costs and expenses, including legal
-fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
-LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
-PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
-TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
-LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
-INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
-DAMAGE.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
-defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
-receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
-written explanation to the person you received the work from. If you
-received the work on a physical medium, you must return the medium
-with your written explanation. The person or entity that provided you
-with the defective work may elect to provide a replacement copy in
-lieu of a refund. If you received the work electronically, the person
-or entity providing it to you may choose to give you a second
-opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If
-the second copy is also defective, you may demand a refund in writing
-without further opportunities to fix the problem.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
-in paragraph 1.F.3, this work is provided to you &#8216;AS-IS&#8217;, WITH NO
-OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT
-LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
-warranties or the exclusion or limitation of certain types of
-damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement
-violates the law of the state applicable to this agreement, the
-agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or
-limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or
-unenforceability of any provision of this agreement shall not void the
-remaining provisions.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
-trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
-providing copies of Project Gutenberg&#8482; electronic works in
-accordance with this agreement, and any volunteers associated with the
-production, promotion and distribution of Project Gutenberg&#8482;
-electronic works, harmless from all liability, costs and expenses,
-including legal fees, that arise directly or indirectly from any of
-the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this
-or any Project Gutenberg&#8482; work, (b) alteration, modification, or
-additions or deletions to any Project Gutenberg&#8482; work, and (c) any
-Defect you cause.
-</div>
-
-<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'>
-Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg&#8482;
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Project Gutenberg&#8482; is synonymous with the free distribution of
-electronic works in formats readable by the widest variety of
-computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It
-exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations
-from people in all walks of life.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Volunteers and financial support to provide volunteers with the
-assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg&#8482;&#8217;s
-goals and ensuring that the Project Gutenberg&#8482; collection will
-remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
-and permanent future for Project Gutenberg&#8482; and future
-generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see
-Sections 3 and 4 and the Foundation information page at www.gutenberg.org.
-</div>
-
-<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'>
-Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non-profit
-501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
-state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
-Revenue Service. The Foundation&#8217;s EIN or federal tax identification
-number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by
-U.S. federal laws and your state&#8217;s laws.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-The Foundation&#8217;s business office is located at 809 North 1500 West,
-Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up
-to date contact information can be found at the Foundation&#8217;s website
-and official page at www.gutenberg.org/contact
-</div>
-
-<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'>
-Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Project Gutenberg&#8482; depends upon and cannot survive without widespread
-public support and donations to carry out its mission of
-increasing the number of public domain and licensed works that can be
-freely distributed in machine-readable form accessible by the widest
-array of equipment including outdated equipment. Many small donations
-($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
-status with the IRS.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-The Foundation is committed to complying with the laws regulating
-charities and charitable donations in all 50 states of the United
-States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
-considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
-with these requirements. We do not solicit donations in locations
-where we have not received written confirmation of compliance. To SEND
-DONATIONS or determine the status of compliance for any particular state
-visit <a href="https://www.gutenberg.org/donate/">www.gutenberg.org/donate</a>.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-While we cannot and do not solicit contributions from states where we
-have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
-against accepting unsolicited donations from donors in such states who
-approach us with offers to donate.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-International donations are gratefully accepted, but we cannot make
-any statements concerning tax treatment of donations received from
-outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Please check the Project Gutenberg web pages for current donation
-methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
-ways including checks, online payments and credit card donations. To
-donate, please visit: www.gutenberg.org/donate
-</div>
-
-<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'>
-Section 5. General Information About Project Gutenberg&#8482; electronic works
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
-Gutenberg&#8482; concept of a library of electronic works that could be
-freely shared with anyone. For forty years, he produced and
-distributed Project Gutenberg&#8482; eBooks with only a loose network of
-volunteer support.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Project Gutenberg&#8482; eBooks are often created from several printed
-editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in
-the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
-necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper
-edition.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Most people start at our website which has the main PG search
-facility: <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-This website includes information about Project Gutenberg&#8482;,
-including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
-subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
-</div>
-
-</div>
-</div>
-</body>
-</html>
diff --git a/old/69469-h/images/cover.jpg b/old/69469-h/images/cover.jpg
deleted file mode 100644
index 5821cc0..0000000
--- a/old/69469-h/images/cover.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p082_ill.jpg b/old/69469-h/images/p082_ill.jpg
deleted file mode 100644
index ed3d783..0000000
--- a/old/69469-h/images/p082_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p082_ill_gross.jpg b/old/69469-h/images/p082_ill_gross.jpg
deleted file mode 100644
index eac5999..0000000
--- a/old/69469-h/images/p082_ill_gross.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p120_ill.jpg b/old/69469-h/images/p120_ill.jpg
deleted file mode 100644
index d0d97b1..0000000
--- a/old/69469-h/images/p120_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p130_ill.jpg b/old/69469-h/images/p130_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 575080a..0000000
--- a/old/69469-h/images/p130_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p162_ill.jpg b/old/69469-h/images/p162_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 3e29bf5..0000000
--- a/old/69469-h/images/p162_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p162_ill_gross.jpg b/old/69469-h/images/p162_ill_gross.jpg
deleted file mode 100644
index 87ee835..0000000
--- a/old/69469-h/images/p162_ill_gross.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p170_ill.jpg b/old/69469-h/images/p170_ill.jpg
deleted file mode 100644
index dc3c115..0000000
--- a/old/69469-h/images/p170_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p210_ill.jpg b/old/69469-h/images/p210_ill.jpg
deleted file mode 100644
index bf333a0..0000000
--- a/old/69469-h/images/p210_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p230_ill.jpg b/old/69469-h/images/p230_ill.jpg
deleted file mode 100644
index b1b44c0..0000000
--- a/old/69469-h/images/p230_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p242_ill.jpg b/old/69469-h/images/p242_ill.jpg
deleted file mode 100644
index ee5ba11..0000000
--- a/old/69469-h/images/p242_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p242_ill_gross.jpg b/old/69469-h/images/p242_ill_gross.jpg
deleted file mode 100644
index 868c968..0000000
--- a/old/69469-h/images/p242_ill_gross.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p270_ill.jpg b/old/69469-h/images/p270_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 86dd6a7..0000000
--- a/old/69469-h/images/p270_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p300_ill.jpg b/old/69469-h/images/p300_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 2917d24..0000000
--- a/old/69469-h/images/p300_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p310_ill.jpg b/old/69469-h/images/p310_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 34ed190..0000000
--- a/old/69469-h/images/p310_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p330_ill.jpg b/old/69469-h/images/p330_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 195dee3..0000000
--- a/old/69469-h/images/p330_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p342_ill.jpg b/old/69469-h/images/p342_ill.jpg
deleted file mode 100644
index cec71e9..0000000
--- a/old/69469-h/images/p342_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p342_ill_gross.jpg b/old/69469-h/images/p342_ill_gross.jpg
deleted file mode 100644
index 0c31f4d..0000000
--- a/old/69469-h/images/p342_ill_gross.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p343_ill.jpg b/old/69469-h/images/p343_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 7db8003..0000000
--- a/old/69469-h/images/p343_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p343_ill_gross.jpg b/old/69469-h/images/p343_ill_gross.jpg
deleted file mode 100644
index 41454eb..0000000
--- a/old/69469-h/images/p343_ill_gross.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p360_ill.jpg b/old/69469-h/images/p360_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 5d3ef1a..0000000
--- a/old/69469-h/images/p360_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p410_ill.jpg b/old/69469-h/images/p410_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 732d502..0000000
--- a/old/69469-h/images/p410_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p420_ill.jpg b/old/69469-h/images/p420_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 6e5d431..0000000
--- a/old/69469-h/images/p420_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p441_ill.jpg b/old/69469-h/images/p441_ill.jpg
deleted file mode 100644
index cb644eb..0000000
--- a/old/69469-h/images/p441_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p441_ill_gross.jpg b/old/69469-h/images/p441_ill_gross.jpg
deleted file mode 100644
index 90c4567..0000000
--- a/old/69469-h/images/p441_ill_gross.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p470_ill.jpg b/old/69469-h/images/p470_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 6507ff3..0000000
--- a/old/69469-h/images/p470_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p490_ill.jpg b/old/69469-h/images/p490_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 373d866..0000000
--- a/old/69469-h/images/p490_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p521_ill.jpg b/old/69469-h/images/p521_ill.jpg
deleted file mode 100644
index e82269d..0000000
--- a/old/69469-h/images/p521_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p521_ill_gross.jpg b/old/69469-h/images/p521_ill_gross.jpg
deleted file mode 100644
index b5b2a15..0000000
--- a/old/69469-h/images/p521_ill_gross.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p540_ill.jpg b/old/69469-h/images/p540_ill.jpg
deleted file mode 100644
index fd198e7..0000000
--- a/old/69469-h/images/p540_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p550_ill.jpg b/old/69469-h/images/p550_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 3f08a66..0000000
--- a/old/69469-h/images/p550_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p570_ill.jpg b/old/69469-h/images/p570_ill.jpg
deleted file mode 100644
index dd780aa..0000000
--- a/old/69469-h/images/p570_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p600_ill.jpg b/old/69469-h/images/p600_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 174731b..0000000
--- a/old/69469-h/images/p600_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p601_ill.jpg b/old/69469-h/images/p601_ill.jpg
deleted file mode 100644
index e4341dc..0000000
--- a/old/69469-h/images/p601_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p601_ill_gross.jpg b/old/69469-h/images/p601_ill_gross.jpg
deleted file mode 100644
index 012c8be..0000000
--- a/old/69469-h/images/p601_ill_gross.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p650_ill.jpg b/old/69469-h/images/p650_ill.jpg
deleted file mode 100644
index f531a43..0000000
--- a/old/69469-h/images/p650_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/p670_ill.jpg b/old/69469-h/images/p670_ill.jpg
deleted file mode 100644
index 98f5efd..0000000
--- a/old/69469-h/images/p670_ill.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/schluss_deko.png b/old/69469-h/images/schluss_deko.png
deleted file mode 100644
index 20c462d..0000000
--- a/old/69469-h/images/schluss_deko.png
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/titelseite_deko.png b/old/69469-h/images/titelseite_deko.png
deleted file mode 100644
index ccba37a..0000000
--- a/old/69469-h/images/titelseite_deko.png
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/69469-h/images/verlagssignet.jpg b/old/69469-h/images/verlagssignet.jpg
deleted file mode 100644
index 02f5cd9..0000000
--- a/old/69469-h/images/verlagssignet.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ