diff options
| author | nfenwick <nfenwick@pglaf.org> | 2025-02-02 22:18:43 -0800 |
|---|---|---|
| committer | nfenwick <nfenwick@pglaf.org> | 2025-02-02 22:18:43 -0800 |
| commit | e810bd17bc5493802e76ad81d60f449ef9bce448 (patch) | |
| tree | 27ae80bd5cd20d9a48fb793e38e56b1e0ea153f8 | |
| parent | 84c8236a652fb405fd65a4ba4e79114aa409bea0 (diff) | |
125 files changed, 17 insertions, 4848 deletions
diff --git a/.gitattributes b/.gitattributes new file mode 100644 index 0000000..d7b82bc --- /dev/null +++ b/.gitattributes @@ -0,0 +1,4 @@ +*.txt text eol=lf +*.htm text eol=lf +*.html text eol=lf +*.md text eol=lf diff --git a/LICENSE.txt b/LICENSE.txt new file mode 100644 index 0000000..6312041 --- /dev/null +++ b/LICENSE.txt @@ -0,0 +1,11 @@ +This eBook, including all associated images, markup, improvements, +metadata, and any other content or labor, has been confirmed to be +in the PUBLIC DOMAIN IN THE UNITED STATES. + +Procedures for determining public domain status are described in +the "Copyright How-To" at https://www.gutenberg.org. + +No investigation has been made concerning possible copyrights in +jurisdictions other than the United States. Anyone seeking to utilize +this eBook outside of the United States should confirm copyright +status under the laws that apply to them. diff --git a/README.md b/README.md new file mode 100644 index 0000000..9271059 --- /dev/null +++ b/README.md @@ -0,0 +1,2 @@ +Project Gutenberg (https://www.gutenberg.org) public repository for +eBook #68826 (https://www.gutenberg.org/ebooks/68826) diff --git a/old/68826-0.txt b/old/68826-0.txt deleted file mode 100644 index 071ab44..0000000 --- a/old/68826-0.txt +++ /dev/null @@ -1,2044 +0,0 @@ -The Project Gutenberg eBook of Das Haus in der Sonne, by Carl Larsson - -This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and -most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions -whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms -of the Project Gutenberg License included with this eBook or online at -www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you -will have to check the laws of the country where you are located before -using this eBook. - -Title: Das Haus in der Sonne - -Author: Carl Larsson - -Release Date: August 24, 2022 [eBook #68826] - -Language: German - -Produced by: Marc-André Seekamp and the Online Distributed Proofreading - Team at https://www.pgdp.net - -*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS HAUS IN DER SONNE *** - - - - - -Anmerkungen zur Transkription: Im Original gesperrt gedruckter Text -wurde mit ~ markiert. Im Original in Antiqua gedruckter Text wurde mit -= markiert. Im Original kursiv gedruckter Text wurde mit _ markiert. -Rechtschreibung und Zeichensetzung des Originals wurden beibehalten. - - - - -[Illustration] - -198. bis 249. Tausend. 1921. - -[Illustration: =IDUNA=] - - - - - CARL LARSSON - - DAS HAUS - IN DER SONNE - - [Illustration] - - 1921 - - KARL ROBERT LANGEWIESCHE - - VERLAG / KÖNIGSTEIN IM TAUNUS & LEIPZIG - - - - -[Illustration] - -Alle Rechte vorbehalten. Auch das der Übersetzung. Amerikanisches -„Copyright“ bei Albert Bonnier, Stockholm. Übersetzung der Texte von -Frau Ellen Grönland-Jungbeck. Druck der Graphischen Anstalt Schirmer & -Mahlau in Frankfurt a. M. - -Die fünf großen, prachtvoll ausgestatteten Originalausgaben der -Larsson’schen Bilderwerke erschienen im Verlage =ALBERT BONNIER -IN STOCKHOLM=, teils in Folio-, teils in Querfolioformat. Von -einigen dieser Werke gab es Ausgaben mit deutschem Text im Verlag -Bruno Cassirer, Berlin, welche aber zur Zeit vergriffen sind. Die -schwedischen Originalausgaben dagegen sind erhältlich, jedoch natürlich -unter den heutigen Valutaverhältnissen für ~deutsche~ Käufer ziemlich -kostspielig. Deutsche Interessenten wollen sich durch ihren Buchhändler -vor der Bestellung beim schwedischen Verleger nach den jemaligen -Tagespreisen erkundigen. Es liegen in diesen Prachtausgaben vor: - -=ETT HEM= („Ein Heim“). 24 farbige Bilder mit Text und -Textillustrationen. 1899. Inhalt deckt sich teilweise mit dem „Haus in -der Sonne“. - -=LARSSONS= („Familie Larsson“). 32 farb. Bilder mit Text u. -Textillustrat. 1902. Inhalt ebenfalls teilw. identisch mit dem „Haus in -der Sonne“. - -=SPADARFVET= („Bei uns auf dem Lande“). 24 farb. Bilder mit Text u. -Textillustrationen. 1906. - -=ÅT SOLSIDEN= („Laßt Licht herein“). 32 farb. Bilder mit Text u. -Textillustrationen. 1910. - -=ANDRAS BARN= („Anderer Leute Kinder“). 32 farb. Bilder mit Text u. -Textillustrationen. 1913. - -Die große ~Original-Radierung~ Emil Ernst Heinsdorff’s: „=IN MEMORIAM -CARL LARSSON=“, nach welcher für dieses Buch die gegenstehende kleine -Zeichnung vom Künstler geschaffen wurde, ist im Verlage Karl Robert -Langewiesche, Königstein im Taunus erschienen. ~Platten~größe 31 : 45 -cm. 25 Vorzugsdrucke auf van Geldern, numeriert 1-25, vom Künstler -handschriftlich signiert, in Schweden je 30 Kronen, in Dänemark und -Norwegen je 36 Kronen. Die weiteren Abzüge auf Bütten, vom Künstler -ebenfalls handschriftlich signiert, in Schweden je 15 Kronen, in -Dänemark und Norwegen je 18 Kronen. - -[Illustration: in memoriam - -=Carl Larsson=] - - - - -[Illustration] - -E. E. L. U. E. E. H. - -1908. 27. Oktober. 1909. - - - - -[Illustration] - -Wer den Menschen zeigt, wie sie ein reines, schönes und heldenhaftes -Leben führen können inmitten aller Armseligkeit unserer Städte und -Dörfer; wer sie lehrt, ihr Brot zu essen und der Ruhe zu genießen und -mit Menschen umzugehen, ohne daß man sich nachher schämen muß, der wird -dem Menschenleben seinen Glanz wiedergeben, und sein Name wird in der -Geschichte wertgehalten werden. - - Ralph Waldo Emerson - -[Illustration] - -[Illustration: =Brita und ich.=] - -[Illustration: =Karin und Kersti.=] - - - - -[Illustration] - - _Sundborn, am Heiligabend 1898._ - -Gerade am Heiligabend, und gerade hier in Sundborn will ich diesen -Text zu den Bildern aus meinem lieben Heim in Dalekarlien beginnen. -Ich denke dadurch etwas Weihnachtsstimmung hereinzubekommen und Dich, -lieber Leser und Beschauer, in Deiner frohesten Stimmung anzutreffen. -Um es so wagen zu können, Dich für mich und das Meine zu interessieren. - -Ich habe Dich ja so lieb! Du wirst bald merken, daß es gerade das -Interesse dafür, wie Du es hast, ist, welches mich veranlaßt, die -hier vorliegenden Bilder herausgeben zu lassen. Nimm es nun auf, wie -Du willst, jedenfalls, ich ~muß~ sie Dir zeigen. Sei mein Freund! -Dann wirst Du mich weniger anmaßend, und meine Betrachtungen weniger -sentimental finden. - -Also! Wenn ich jetzt so bei Dir an Deine Stimmung appelliere, muß ich -gestehen, daß ich selbst ein klein wenig mißgestimmt bin, denn, bei -näherer Betrachtung sehe ich soeben, daß meine Kinder viel zu viel -„Julklapps“ bekommen. Damit werden sie verwöhnt und ~das~ ist nicht -gut. Ich erhielt während meiner ganzen Kindheit nur ein einziges -Weihnachtsgeschenk, das aber war mir zeitlebens von Nutzen, denn aus -ihm erwuchs in meinem kleinen, vertrockneten Herzen die Tugend der -Dankbarkeit: - -Vater, Mutter und ich saßen eines Heiligabends in dem einzigen -Zimmer, welches wir besaßen, vor dem Kaminfeuer. Viel Armut war darin -zu finden, aber keine Mißgunst. Mutter betrachtete die sogenannten -„besseren“ Leute, als seien sie in der Tat so etwas wie höhere Wesen, -denen es ganz selbstverständlich gut gehen müsse, Vater dagegen fand -alles um sich herum so ausgezeichnet, wie es nicht besser hätte -sein können; und wäre er plötzlich -- na, sagen wir mal -- zum -Staatsminister ernannt worden, so würde ihn „diese kleine Veränderung“ -weder erstaunt, noch sonderlich beglückt haben. - -[Illustration: Die Mutter des Künstlers] - -Weil uns so gänzlich alles Weihnachtliche fehlte, so fing der Vater, -wohl in der Absicht, uns dennoch etwas in Weihnachtsstimmung zu -versetzen, an, von seiner Heimat in Sörmland zu erzählen. Er erzählte, -wie ~wir~ im fünfzehnten Jahrhundert den Bauernhof „Hammarby“ gegen -„Klein-Löfhulta“ eingetauscht hatten: „Von der alten Fräulein Lillie“ -sagte er so ruhig, als sei es gestern gewesen. Von wem er es selbst -wußte, weiß ich nicht. Er erzählte weiter, daß der See früher bis zu -der uralten Kirche reichte und meinte, das sei ihm auch ganz klar, -weil er einst, noch als kleiner Knabe, dort einen, in einen Stein -festgenieteten eisernen Ring gefunden habe, einen solchen, an dem -Schiffe festgekettet wurden, so daß ja als sicher anzunehmen sei, daß -unsere Vorfahren Wikinger gewesen wären. - -(Diese anmutige, behende Art, seine Vorfahren anzudeuten, hat eine -gewisse Ähnlichkeit mit der grundlegenden Absicht dieses Buches. Auch -dieses soll dartun, wie beim schwedischen Bauern die Anhänglichkeit an -Heimat und Scholle zu tief wurzelt, als daß es möglich wäre, sie selbst -durch den neuesten amerikanischen Patentpflug auszuroden.) - -Während er noch so halblaut plauderte, tat sich die Tür ein wenig auf, -um dann sofort wieder zuzuschlagen. Aber ich hatte doch gehört, daß -etwas hereingeworfen wurde, und meinen Augen war das Vorüberhuschen des -Rockes einer Dragoneruniform nicht entgangen. - -Auf dem Fußboden lag ein kleines Paket mit der Aufschrift „Carl“ und -es enthielt ein Bonbon, ein stattliches Bonbon, ein königliches, mit -Fransen aus Seidenpapier und mit einem, in Spiralform darauf geklebten -Vers. Es war ein Begräbnis-Bonbon. Und deshalb war der Vers sehr -trostreich. - -Seitdem steht der Name von Sergeant Erbsmann mit goldenen Lettern in -flammender Schrift auf der reinsten Seite meiner Erinnerungen. - - * * * * * - -Und jetzt sitze ich selbst und verteile Weihnachtsgaben im eigenen -Nest. In diesem Nest, von dem ich erzählen will. - -Zunächst etwas darüber, wie es mein wurde. - -Vor einigen Jahren machten mein Schwiegervater und ich eine kleine -Reise nach Dalarna, um Siljan herum. Dann aber führte uns ein kleiner -Abstecher nach dem Heimatort meines Schwiegervaters, Sundborn, wo zwei -alte Schwestern von ihm in einem ihm gehörenden Häuschen wohnten. - -Es war ein kleiner, häßlicher, unansehnlicher, auf einem Schlackenhügel -gelegener Bau. Man nannte ihn „Klein-Hyttenäs“, zum Unterschiede -von dem, dem Nachbarn gehörenden „großen“ Hyttenäs. -- Das bißchen -Erde, auf dem Kartoffeln gebaut wurden, war von anderswo hierher -gebracht worden, und nur eine Hand voll Lehm ermöglichte es einigen -Fliedersträuchern, den Duft und die Pracht Persiens über das Ganze -zu verbreiten. Das Hüttlein steht unweit derjenigen Stelle, wo der -Sundbornsbach eine Biegung macht, und wo er sich eine Kleinigkeit -erweitert. Ein schmaler, abschüssiger Fußpfad führt unmittelbar zum -Wasser, und dort liegt ein alter Nachen, um anzudeuten, daß hier -„der Hafen“ sei. Neun schlanke Birken hatten unaufgefordert in der -Schlacke Fuß, d. h. Wurzeln, gefaßt und sie machten in der Tat nicht -den Eindruck, als litten sie hier unter Langerweile. Auch den beiden -Alten konnte man keine Not ansehen. Zwei Muster von Ordnung. Und hatten -doch nicht mehr, als sie so gerade zum Leben brauchten. Im Hause war -alles sauber und nett. Die Möbel vom einfachsten Schlage, altmodisch -und haltbar, ein Erbstück ihrer Eltern, die auf einem Gut in der Nähe -gewohnt hatten. - -[Illustration] - -An dieser Stätte überfiel mich das herrliche Gefühl der -Abgeschiedenheit vom Lärm und Getriebe der großen Welt, so, wie ich es -nur einmal vorher empfunden hatte. Und das war in einem ~französischen~ -Bauernhof gewesen. - -Als mein Schwiegervater mir daher vorschlug, mir im selben Dorf ein -nicht zu großes Gut zu kaufen, lehnte ich mit absoluter Bestimmtheit -ab, und begründete das, indem ich ihm erklärte, daß sich nur etwas, was -diesem kleinen Idyll gleiche, für einen Künstler eignen würde. - -Einige Jahre später starb die eine der Schwestern. Die andere mochte -nicht allein so einsam wohnen bleiben, und da erinnerte sich mein -Schwiegervater meiner damaligen Äußerung, und schenkte mir das Haus mit -allem, was darin war. - -Dafür soll er bedankt sein! Es tut mir in der Seele leid, daß dieser -Ehrenmann starb, ehe er sehen konnte, wieviel Segen seine Gabe brachte. -Denn sie hat viel zu unserm Glück beigetragen. Dort ist gezimmert und -gemauert worden, jeden Sommer, soweit die Zeit und der Geldbeutel es -zuließen. Meine Arbeit floß so leicht, ich hätte fast gesagt im Takt -mit den Axtschlägen und dem Hämmern der Zimmerleute aus dem Dorf. Jedes -Brett, jeder Nagel, jeder Wochenlohn kostete mich einen kummervollen -Seufzer, aber ich dachte, kommt Zeit, kommt Rat. Das Haus ~mußte~ ich -so haben, genau so, wie ich haben ~wollte~, sonst hätte ich mich nie -darin wohl gefühlt, und daß meine Arbeit darunter hätte leiden müssen, -war mir klar. - -Das Ergebnis dieser Umgestaltung meiner Hütte ist es, welches ich Euch -zeigen will. Euch, die Ihr zum Teil größere Landhäuser besitzen möget -als ich. Zum Teil vielleicht auch nur Luftschlösser. Es geschieht nicht -in eitler Absicht, zu zeigen, wie ich es habe, sondern weil ich meine, -hierbei so verständig zuwege gegangen zu sein, daß es, wie ich glaube, -als -- soll ich riskieren, es geradeaus zu sagen? -- ~Vorbild~ dienen -könnte -- (so, jetzt ist es raus!) für Viele, welche das Bedürfnis -haben, ihr Heim in netter Weise einzurichten. - -Hier ist es, ein Haus, welches nicht viele Taler wert war, und dessen -Möbel noch wertloser waren. Die „Renovierung“ (klingt das nicht -großartig?) wurde durch geradezu lebensgefährliche Hiebe auf das -jährliche Einkommen -- welches mitunter so, manchmal aber auch anders -war -- bestritten. - -Und jetzt ist die Hütte fertig -- glaube ich. - - * * * * * - -Wenn Du dieses Hauses Schwelle betrittst, bist Du bei glücklichen -Menschen. Sonst ist nichts Merkwürdiges hier, außer der Hütte selbst. - -Der liebe Gott hat mich in reichstem Maße mit den guten Gaben des -irdischen Lebens gesegnet. Meine Frau ist sicher einer von seinen -Engeln, der meinetwegen soweit irdisch wurde, als erforderlich ist, -um einem einfachen Haushalt vorzustehen und dafür zu sorgen, daß die -Kinder ordentlich und sauber sind. - -Doch, wenn sie, Karin, in später Dämmerstunde in einer Ecke kauert, und -kaum ~mehr~ von ihr zu erkennen ist als die runden, träumenden Augen, -welche still, aber tiefernst zu mir herüberblicken, so voll von ewiger, -unveränderlicher Liebe, da ... da stürze ich zu ihren Füßen, berge -meinen häßlichen, kahlen Kopf in ihren Schoß und fühle, wie ich mit ihr -fortschwebe, still und sanft, in reine Luftschichten, in Gefilde, wo -nur Friede herrscht, wo das Grün im hellsten Schimmer steht, wo eine -Silberflut durch die herrlichste Landschaft flieht, wo die Luft nicht -durch die ~Sonne~ erwärmt und erleuchtet wird, sondern durch Gottes, -des Vaters strahlendes Lächeln. - -[Illustration: Karin.] - -Da wandern selige Geschöpfe in unschuldsvoller Nacktheit, schön und -rein, wie die Blumen. Bei diesem oder jenem glaube ich irgend etwas -wiederzufinden, irgend einen Zug, etwas, ich weiß nicht was, was ich -glaube gesehen zu haben bei ... Ist es nicht? ... Ja ... nein .:: wie -eigentümlich! - -Die wunderbarsten Akkorde ertönen, die diese Gestalten bald zum -Lächeln, bald zum Weinen bringen. Mitten in dieser Glückseligkeit sehen -wir sie zu uns herabsinken und ihre Blicke fragen: „Woher? Daher? Wir -waren so grenzenlos unglücklich dort, wo nur Haß und Bosheit regieren! -Oder zehrende Langeweile! Und ihr, ihr lächelt das Lächeln der Seligen?“ - -Karin, deren Augen auch ~reden~ können, war gerade im Begriff, etwas zu -antworten, worüber ich mich sicher gefreut, und was mir geschmeichelt -hätte, als ein durchdringendes Heulen aus dem Jammertal uns rasch in -die gute Stube zurückrief. Es war Kersti, unser jüngstes Kind, die wild -schreiend hereingestürzt kam. - -Da war irgend etwas, was sie haben ~wollte~. Ob es der Mond oder ein -Stück Zucker war, weiß ich nicht mehr, nur, daß Karin das Gör in -die Küche warf, „bis sie wieder lieb wäre“. Brita, die diese Strafe -grauenhaft fand, heulte. Und Lisbeth kam herein, Laute von sich gebend, -die nie enden zu wollen schienen. Bei Suzanne, die auch nur ein Mensch -ist, tropften schwere Tränen auf die Schürze herunter, Ulf schluchzt -nun ein für allemal ohne Grund und Ursache, und Pontus, der keine -richtigen Tränen herausbringt, schneidet Gesichter -- in einer höchst -unangenehmen Weise. Mitten in diesem ganzen Elend geht Lisbeth in die -Küche heraus, kommt mit Kersti an der Hand zurück, und führt sie mit -festem Schritt und den Blick streng und resolut auf uns gerichtet, zu -ihrem Platz am Eßtisch. - -[Illustration] - -Es war nämlich Abendbrotszeit. Niemand wagte, die Sache weiter zu -berühren -- denn Lisbeth ist ein Charakter. Nach kaum fünf Minuten -strahlt die ganze Familie in Glück, Friede und Einvernehmen. Kersti -fragt, ob Papa ein von ihr gedichtetes, schönes Lied hören will, -ähnlich wie sie immer zu dichten pflegt: - - „Und der Kuckuck er ruft, - auf der Wiese so blau.“ - -Jetzt küßte ich Karin vor all den Gören. Mögen sie denken, was sie -wollen. - - * * * * * - -Einst sagte ich in einem verzweifelten Augenblick meines Lebens zu mir -selbst: „Es muß doch spaßhaft sein, weiter zu leben, um zu sehen, wie -es später wird.“ - -Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen. - -Als ich einst einem guten Freund, Kamerad und ehemaligen Schüler die -Bilder dieses Buches zeigte, sagte er: „Du hast das Rätsel des Lebens -gelöst!“ Das verstand ich nicht sogleich, aber einige Jahre später -schlug ich mir mit der Hand vor den Kopf und sagte: „Ja, das hab ich!“ -Und zwar als ich mich verheiratete! - -Wenn -- o, möge es so werden! -- die verheirateten Leute ein klein -wenig Freude an diesem Buche haben, so soll es andererseits den -Unverheirateten zum großen Nutzen dienen! - -Junggeselle! Es gilt das Leben! Löse eine Fahrkarte nach Falun. Dort -wirst Du von Johann und meinem kleinen wohlgenährten „Braune“ abgeholt. -Nachher darfst Du ganz ungestört in meiner ländlichen Equipage -sitzen und Dich der schönen Landschaft von Dalarna erfreuen, die Du -durchfährst. Da die Fahrt wenigstens ein und eine viertel Stunde -dauert, hast Du Zeit genug. Du darfst Dich mit Johann unterhalten und -erfährst, daß Du „Sveden“ berührst, den Ort, wo Svedenborg geboren -wurde, und wo Linné seine Hochzeit mit Sara Morea feierte. Dann fährst -Du hinauf und herunter über ein paar langgestreckte Hügel, und wenn Du -ein praktischer Mann bist, so wirst Du Dich über die gut gepflegten -Wälder freuen oder darüber, wie gleichmäßig und schön der Hafer steht. -Bist Du aber eine gefühlvolle Seele, so luge hinein zwischen die -Baumstämme und erfrische Dein an Staub gewöhntes Auge, indem Du Dir den -mit weichem Moos bewachsenen Waldboden ansiehst, auf dem die kleinen -Elfen sich tummeln und tanzen zwischen dem Preißelbeerkraut und den -Waldblumen. (Dies aber geschieht erst spät am Tage.) - -Dann kommst Du (vorbei am Krokfors -- dem Anwesen, auf dem die letzten -drei Generationen der Vorfahren meiner Frau lebten --) zum Bach -herunter, der Dir murmelnd zuruft: „Eile Dich doch, sie warten auf Dich -mit dem Essen.“ - -Endlich poltert der Wagen über die Brücke in das Kirchdorf Sundborn. - -Unter Euch braust der Fluß, der die Holzflöße nach Korsnäs und Runn -herunterbringt. - -Der Wagen holpert herein zwischen altem Gerümpel und dampfenden -Düngerhaufen, über des Nachbars Hof durch die kleine grüne -Gartenpforte, die Hühner, halb besinnungslos, aus ihrem Mittagsschlaf -aufschreckend. - -Johann hält vor der Veranda, wo Kapo, der Ordnung halber, etwas knurrt, -aber Euch gleich den Rücken kehrt, um seinen Freund Braune zu begrüßen. -Dann machst Du es genau so, wie alle andern Leute, anstatt uns zu -umarmen, stehst Du und begaffst die Wandmalereien über dem Schrank, -worin die Feuerspritze verborgen ist, und mit mildem Gesichtsausdruck -liest Du den lieblichen Vers über der Haustüre: - - „Sei willkommen, Lieber Du, - Bei Carl Larsson und seiner Fru!“ - - * * * * * - -Nun gehst Du in einen kleinen Vorplatz hinein, wo es Dir kaum möglich -sein wird, zwischen all den Kindersachen einen Haken ausfindig zu -machen, auf dem Dein Überzieher Platz hätte. Wirf ihn Helena zu, sie -wird ihn Dir irgendwo hinlegen, wo Du ihn nie wiederfindest. - -Du wirfst einen Blick auf Dein angenehmes Gesicht im Spiegel, -„striegelst“ Dein Haar mit der Bürste, und entledigst Dich durch -Stampfen des äußerlichen Schmutzes dieser sündhaften Welt. Du wählst -eine der drei Türen. Natürlich die, die zum Eßzimmer führt. Du -machst sie auf und begegnest einem „Gottes Friede“, das an der Wand -geschrieben steht. - -Durch die Glastüren des Schrankes siehst Du all das Tischgerät blinken -und strahlen. Auf dem Büfett stehen Reihen von Flaschen und Krügen, die -eine Auswahl Deiner Lieblingsgetränke enthalten. Karin kann dies nicht -leiden, aber ich finde immer, daß es so gediegen und solide aussieht. -Über dem Schrank hängen drei Teller, bemalt von Liljefors und Kreuger. - -Jetzt ist der Tisch gedeckt, die Kinder stehen ungeduldig wartend -hinter den Stühlen und Dein Platz neben mir auf dem Sofa erwartet Dich. - -Ulf betet salbungsvoll (wir glauben, daß er mal Prediger wird): - -„Gott, gib jedem Kinde seine Nahrung, fleißigen Männern und Frauen -ebenfalls!“ - -Da Du ein sehr fleißiger Mensch bist, so ißt Du dementsprechend. Und -darüber freuen wir uns alle. Du genießest, was das Haus zu bieten -vermag, und obwohl dieses oder jenes anders ist, als Du es gewohnt -bist, läßt Du es Dir gut schmecken, und daran tust Du recht. Jeden -Sonntag essen wir zum Frühstück sogenannte „Flottmölja“, hier in -Dalarna ein allgemein bekanntes Gericht, bestehend aus in Milch -gekochtem „Knäckebröd“, gemengt mit einer Sauce aus Ziegenkäse und -Gott weiß, was die Köchin alles hineingetan hat. Als Fleisch ißt man -gebratenen Speck dazu oder ebensolchen grünen Hering. - -Aber es kann auch sein, daß man Dich mit einem Essen anzuführen -versucht, welches auf italienische Manier zubereitet ist. Dieses -lernten die Frauen von der Signora Bellio, als sie sich mal einige -Wochen hier oben bei uns ausruhte. Und Du bekommst Zwiebeln zum -Hammelbraten auf französische Art. Du darfst Gesichter schneiden so -viel Du Lust hast, aber muckse Dich nicht! Bei uns ~sollst Du unser~ -Essen haben. Damit basta! Ich war kürzlich bei einem sehr netten -jungverheirateten Ehepaar eingeladen; bei dem Abendessen hörte ich -jemand sagen: „Es ist keine Frage, daß die junge Frau gut kocht, wenn -sie bloß die verwünschte Muskatblüte weglassen möchte beim Spinat.“ -Nein sie ~soll~ gerade dies Gewürz in ~ihrem~ Essen haben, ebenso -wie sie in allen andern Dingen ihren eigenen Geschmack haben sollen, -geradeso, wie ihr eigenes Wesen, so daß man auch merkt, daß man bei -~ihnen~ ist. Nur wenn das Essen nicht sauber oder nicht mit Sorgfalt -zubereitet ist, oder nicht mit einem freudigen Herzen dargeboten wird ---, dann darfst Du Dich beschweren. - -Übrigens -- da von Essen und Trinken die Rede ist: -- fanden wir -da kürzlich ein altes Buch mit dem schönen Titel „Adelige Übungen, -viertes Heft, mit dazugehörigen Kupferstichen, gedruckt in dem Sal -der Königlichen Buchdruckerei. Niclas Wankyfs Druckerei. Anno 1690“. -Darin stehet zu lesen: „~Usus Globorum~, das heißt: Den Nutzen, den -man von den Globen in der Astronomie und der Geographie hat: Von -Skantz Oeconomia oder Wirtschafts- und Landwirtschaftsbuch: Ärztebuch, -Gartenbuch und zuletzt Kochbuch.“ - -Karin beabsichtigt, Dir nach einem Rezept des letzteren ein Gericht zu -kochen. Das Rezept ist folgendes: - -„~Kraft-Brühe.~ Nimm 3 Rebhühner, 2 Kapaune, das Viertel eines Schafes, -eine Kalbskeule, schneide von allen das Fett ab, zerschlage die Knochen -der Vögel, lege alles zusammen in eine Zinn- oder Kupferflasche, ohne -irgendwelche Flüssigkeit, tue den Deckel fest darauf und verklebe ihn -mit Brotteig. Laß das Ganze in einem Kessel voll Wasser kochen, sieh -aber zu, daß der Deckel der Flasche nicht ins Wasser kommt. Wenn man -nicht alles verderben lassen will, nimm die Flasche heraus, wenn es 12 -Stunden gekocht hat, siebe es durch ein Leinentuch und drücke den Saft -gut aus.“ - -Karin meint, daß es im ganzen einen Teller Suppe geben wird: aber wenn -Du diese Suppe erst verzehrt hast, denke ich, wirst Du heben können, -was Du willst, wenn es auch noch so schwer wäre. Sicherlich wirst Du -leise in das Tischgebet einstimmen: - - „~Gestärkt~ verlasse ich den Tisch, - hab’ Dank, o guter Vater.“ - -[Illustration] - -[Illustration: =Apfelblüte.=] - -[Illustration: =18 Jahre!=] - -[Illustration] - - * * * * * - -Wenn die Kinder im Bett waren und die Dienstmädchen sich auf ihr -Kämmerchen neben der Waschküche verzogen hatten, pflegten Karin und -ich uns im Eßzimmer besonders wohl zu fühlen. Ich las ihr etwas vor, -während sie die Löcher und Risse flickte, die im Laufe des Tages in -den verschiedenen Kleidungsstücken der Gören entstanden waren. Jetzt, -seitdem ich ein gar zu unwohnliches Garderobenzimmer zu einer Art -Atelier umgemodelt habe, sitzen wir meistens dort. Es liegt in einer -Reihe mit den beiden Schlafzimmern, und von da aus kann Karin ihre -Kleinen hören, wenn sie aufwachen und eines beruhigenden Wortes, eines -Kusses oder einer Abreibung bedürfen, sofern ihnen zu heiß ist, um -einschlafen zu können. - -An den sonnigen, regenfreien Tagen essen wir unter der großen Birke -hinter dem Wohnhaus. Weißt Du, diese Birke ist das schönste von allem! -Wenn dieser Baum nicht wäre, hätte die ganze Besitzung gar keinen Wert -für mich. Er gibt einen so herrlichen Schatten, und es ist dort gerade -so ein ganz klein wenig zugig, so viel, daß sich weder Mücken noch -Motten dort wohlfühlen. - -Die Manieren sind dort noch ungezwungener, und die Kleinen mit den -bloßen Füßchen verzehren dicke Milch mit einem Eifer, der himmlisch -ist. Und wie sie sich unterhalten und herumtummeln! Wenn Karin jemand -klar machen will, wie wundernett es ist, sich mit der munteren Schar -abzugeben, pflegt sie mit leuchtenden Augen, voll Überzeugung zu sagen: -„Es macht viel, viel mehr Spaß, als ins Theater zu gehen!“ - -Als ich heute mit hausväterlicher Würde zwischen ihnen saß und so -erbaulich wie möglich versuchte, ihnen auseinanderzusetzen, daß es -Gottes Fügung war, daß der einfache Soldat Bernadotte aus Pau König -von Schweden und Norwegen wurde, und daß dies sicher auf einem Blatt -im Buche des Schicksals vorher bestimmt gewesen sei, sagte Lisbeth mit -einer unnachahmlichen Schulterbewegung: „König? Ah, man verheiratet -sich ganz einfach mit einer Prinzessin und die Sache ist fertig!“ - -Es ist ja gewiß recht dumm, aber man muß darüber lachen. Und so sind -sie immer. In der Schule fragte der Lehrer, was man unter „Schmarotzer“ -verstehe -- nach meiner Ansicht nichts, was man den Kindern -beizubringen braucht! -- Keiner in der Klasse konnte diese Frage -beantworten, außer Pontus, der einen Finger hochhielt (das Schäfchen) -und sich dann äußerte: „Ja, das sind solche, die immer im Sommer zum -Besuch kommen, wenn man auf dem Lande wohnt“ ... Als mir dies erzählt -wurde, lachte ich wahrlich nicht. - -Ein anderes Mal gab Lisbeth folgendes zum besten: „Ich hatte gestern -Namenstag und ~Pontus~ heute, wir sind beinahe Zwillinge.“ - -Also -- um auf meine Hütte zurückzukommen, können wir ja auch so tun, -als wäre draußen ein Platzregen und wir müßten in der „guten Stube“ -Kaffee trinken. - -Diese Stube ist der Tempel der Faulheit. - -Hier auf dem Sofa hat vorhin ein Mann seine vor Faulheit gebrochenen -Glieder ausgestreckt und sowohl seinen Körper als seinen Geist in -wonnigem Nichtstun gedehnt; und dieser Mann schämt sich jetzt, hier -einem -- nehmen wir an -- ~großen~ Publikum solches zu beichten. - -Es ist mir wahrlich, wenn die Gewissensbisse zuweilen sehr schlimm -sind, ein großer Trost, zu wissen, daß mein Hund ~noch~ fauler ist als -sein Herr. - -Außer der Faulheit und der Treue teilt er mit mir noch eine -Eigenschaft, nämlich seine Vorliebe für Hühner. Er kann kein Huhn -sehen, ohne sofort hinter ihm herzulaufen, und trotz meiner energischen -Kommandorufe, welche meine ganze Willenskraft und meinen vollen Zorn in -sich vereinen, ist das Huhn mit einem Biß ins Jenseits befördert. So, -als hätte es nie existiert. - -Ich versuche jedesmal, ihm die Untugend durch eine gehörige Tracht -Prügel auszutreiben. Aber es hilft nichts. Da sagte mir so ein Weiser, -wie sie uns mitunter auf unserm Lebenspfade begegnen, daß es nichts -leichteres gäbe, als dem abzuhelfen. - -„Binde dem Hund das totgebissene Huhn um den Hals, und wenn es da -gehangen hat, bis es anfängt, übel zu riechen, da, glaube ich, hat der -Hund für alle Zeiten den Geschmack an Hühnern verloren.“ - -Kaum war der Rat erteilt und von mir angenommen, als ich die wilde Jagd -in Hauptmann Linderdahls Hühnerhof hörte. Es war ein außerordentlich -fettes, gesprenkeltes Huhn, welches sein Leben hatte hergeben müssen. -Ich befolgte den Rat des Weisen, und führte das arme Hundevieh so -ausgestattet an einer Kette durch das ganze Dorf. Hin und wieder gab -ich ihm einen kleinen Hieb, um ihm meine Absicht begreiflicher zu -machen. - -Etwas so Jämmerliches sah die Welt noch nie. Die ganze Bevölkerung -war Zeuge dieser schandbaren Prozession. Das Huhn zwischen den -Vorderbeinen, mit eingezogenem Schwanz und düsterem Blick, so wurde der -Hund vorwärts getrieben. Das Jungenspack jubelte. Mein Herz krümmte -sich. Endlich, zu Hause angelangt, wurde er an die Kette gelegt. - -Als ich nach einer Weile herauskam, um mich voller Grausamkeit in aller -Stille an seiner Schmach zu weiden ... war das Huhn bis auf den letzten -Rest verzehrt, und Kapo kam auf mich zu voller Dankbarkeit, mit dem -Schwanze wedelnd, um mir verständlich zu machen, wie ~ausgezeichnet~ -ihm das Huhn geschmeckt habe. - -Du reizender Kapo! Du verwöhnter Liebling der Familie! - -[Illustration] - - * * * * * - -Da Suzanne gerade im Salon ist bei ihren geliebten Blumen, nehme ich -die Gelegenheit wahr, eine oft an mich gerichtete Frage zu beantworten, -nämlich die, ob meine Kinder „Talente besitzen“. Gar keine! Sie sind, -Gott sei Dank, so wie die Leute im allgemeinen. Anfangs glaubte man, -daß Suzanne eine Künstlerin werden würde. Diese Meinung kam auf, -nachdem sie dieses und ähnliche Bilder vollbracht hatte: - -[Illustration] - -Seitdem haben alle die andern Kinder auch Figuren gezeichnet, und immer -sollten sie Papa und Mama vorstellen. - -Als ich klein war, zeichnete ich nur Offiziere und Birnen, das war wohl -das, was mir am besten gefiel. Und mit diesem Fünkchen Talent habe ich -es allmählich soweit gebracht, daß ich richtige Bilder male, die mir -meine Freunde abkaufen. - - * * * * * - -Bitte, sei so gut und tritt näher in mein Atelier! Wenn ich jemand da -hineinkomplimentiere, so geschieht das nur aus purer Höflichkeit und -mit dem geheimen Wunsch, daß Betreffender irgend einen Grund finden -möge, dieser Einladung ~nicht~ Folge zu leisten. - -Denn es ist für beide Teile angenehmer, wenn ich bei der -Atelierbesichtigung nicht zugegen bin, damit die Leute ungestört und -nach Herzenslust darin kritisieren können. Sie dürfen meinetwegen -herzlich gern „finden“, so viel und was sie wollen. - -Es ist unmöglich, allen zu gefallen. Wer ~den~ Versuch macht, der -gefällt keinem, schrieb mir mal der selige Professor Scholander. -Also, Du wirst mir eben so lieb sein, auch wenn Dir meine Kunst kein -Vergnügen bereitet, aber sei um alles in der Welt nicht ~bös~, weil ich -nicht ganz nach Deinem Geschmack malen kann; -- so etwas war auch schon -da. -- Denn dann finde ich, daß Du ein wenig dumm und sehr ungerecht -bist. - -Zurzeit ist es kein Risiko, einen Blick hineinzuwerfen. Es steht -weiter nichts drin als eine alte Studie von Lisbeth und eine Skizze zu -einem der Wandgemälde für die Mädchenschule in Gotenburg. Es ist die -alte Anna, die dort als Modell für eine Hausfrau aus dem fünfzehnten -Jahrhundert sitzt. - -Die Anna gehört nicht zu meinen Verehrerinnen, sie findet, daß ich sie -so alt „abmale“: und sie ist doch ~nur~ neunundsechzig Jahre alt (wie -sie sagt). - -Ihr verdanke ich die Entdeckung, daß die Hütte ihr Gespenst hat. -Eigentlich muß man Kapo die Ehre dieser Entdeckung lassen. „Denn die -Tiere sehen, was unseren Blicken verborgen ist,“ so sagt wenigstens -Anna. Während der langen Wintermonate, die wir in Stockholm verbringen, -wird die Hütte von Anna und Kapo versorgt und bewacht. Eines Nachts -fuhr Kapo aus dem Schlaf, zitternd, bellend und winselnd, und das, -was die Alte da über den Fußboden schreiten sah --, ja, das war das -Gespenst der Hütte! Jetzt kennt und weiß es die ganze Gemeinde; und hat -seitdem um die Weihnachtszeit, während der wir stets in Sundborn sind, -irgend einer der Dorfbewohner etwas bei uns zu suchen, so benutzt er -sicherlich die kurze Zeit am Tage, wo es noch hell ist, um die Hütte -nicht nach Eintritt der Dunkelheit betreten zu müssen. - -Ja, auch ich habe das Gespenst wohl bestimmt ~gehört~. Aber ~gesehen~ -hab’ ich es nie. - -Als ich meinen Kindern einmal erzählte, daß es aussehe wie eine alte -magere Frau, in einer Mütze mit langen Bändern unter dem Kinn -- uhh --- mit, man weiß nicht was -- uuhh -- in ihrer gestreiften Schürze, da -schrieen sie mir alle, wie aus einem Munde entgegen: „Nein, so sieht -es ganz und ~gar nicht~ aus. ~Es ist ein schwarzer Mann mit glühenden -Augen!~“ Ich muß wirklich gestehen, daß ich mich furchtbar schämte -darüber, daß ich so wenig über das Aussehen meines eigenen Gespenstes -orientiert war! Meinetwegen darf es ja freilich aussehen wie es will; -ich sage nur, „Gott segne es, weil es so viel dazu beigetragen hat, die -Poesie der Hütte zu erhöhen“. - -Aber, wir wollten uns ja im Atelier umsehen: Du siehst einen alten -gestützten Tisch, der einige Jahrhunderte hindurch wohl noch ausreichen -wird. Auf dem kolossalen, alten Lehnstuhl dort, der sicherlich -wenigstens zwei Jahrhunderte hinter sich hat, habe ich gesessen und -alle die Bilder gezeichnet für „Sehlstedts Lieder“ und Victor Rydbergs -„Singoalla“. Er leistet einem ordentlich Gesellschaft, denn er spricht -und räsonniert während der ganzen Zeit, die man dasitzt, vor sich hin. -Er hat die gleichen Eigenheiten und Manieren, wie die meisten Alten. - -„Du warst ein Windhund und Durchgänger, Carl Larsson,“ sagt er, „glaube -nur, ich weiß schon Bescheid über Deine Vergangenheit. Du bist ein -ganz verwöhnter Schlingel, der immer gelobt wurde, statt etwas auf -die Finger zu bekommen. Und wie unverschämt Du ältere Leute wie mich -behandelst! Es geschieht Dir ganz recht, wenn Du jetzt getadelt wirst, -gerade, wenn Du ~versuchst~, etwas Ehrbares aus Dir zu machen. Und -jammerst Du auch etwas, so verringert das doch keineswegs Deine große -Schuld. Sei dankbar für die Schläge, Tunichtgut!“ ... - -Ho, ho, ist das ein alter Nörgler. Mitunter wird er so unangenehm, daß -ich fortgehen muß. Dann wird er ganz still und verlegen. Im Grunde -genommen mag er mich wohl doch ganz gern leiden. Das habe ich gemerkt, -wenn ich zuweilen in einem Augenblicke tiefsten Mißmuts meinen Kopf an -seine eine Seitenlehne legte, denn da fühlte ich es so weich und sanft. -Und deutlich hörte ich ihn dann murmeln: „Weine Dich ruhig aus, mein -Junge, aber nimm Dich in acht, daß es niemand merkt!“ - -Vielleicht ist es unfein von mir, das Verhältnis zwischen dem alten -Lehnstuhl und mir der Öffentlichkeit preiszugeben. Aber nein, wieso! - -Am Paneel läuft ein Wandfries entlang, der das Leben des Erlösers -darstellt. Es ist ein im vorigen Jahrhundert gemaltes Bauerngemälde -aus der Provinz Halland. Alle Personen außer Christus selbst, in -der damaligen Tracht jenes Landes. Es besitzt dieselbe ursprüngliche -Naivität und Grazie wie Giottos Fresken, aber für mich hat es ein weit -höheres Interesse. - -Diese schwedischen Bauernmaler aus dem Ende des vorigen Jahrhunderts -sind es, die mir, ich gestehe es offen ein, als Vorbild dienen. Denke -zum Beispiel an die alten Gemälde, die man in den Bauernhöfen hier -in Dalarna oder in Norrland findet. So ein tiefes, ernstes Gefühl, -gepaart mit einem so drastischen, gesunden Humor. Und welch’ nationales -Stilgefühl! Sie sind für mich ein weit kostbarerer Schatz, als es die -Erzgrube von Gellivara jemals für jemanden werden kann. - -So, jetzt machen wir kehrt. Du wunderst Dich über die hohe Säule an -dem Sofa. Das ist mein Farbenschrank, richtig schlau eingerichtet, -mit Fächern und Namen der Farben versehen; obendrauf sitzt ein Mann, -nach meiner Zeichnung von Tischlermeister Bergström ausgesägt. Auf die -Schiebetür habe ich mein Teuerstes (~meine~ Karin) gemalt. - -Seit einiger Zeit bin ich damit beschäftigt, mir einen richtigen, -großen Kasten von Atelier zu bauen, mit Nordlicht und viel Platz, damit -man sich ordentlich darin bewegen kann. Seitdem nun dieses seiner -ursprünglichen Bestimmung entzogen ist, nennt man das neue nur noch -~das~ Atelier. Das, in dem wir uns jetzt befinden, hat nach und nach -einen ganz anderen Charakter angenommen und ist der Arbeitssaal der -Kinder geworden. Die Jungens hobeln und hämmern, und Suzanne webt darin. - -Hier pflegen wir den Weihnachtsheiligabend zu feiern. Und dann ist hier -echte Weihnachtsstimmung, mit den beiden Alten und all den Kindern und -den netten Dienerinnen und dem braven Johann. Und hier sitze ich wie -ein Patriarch und verteile alle „Julklapps“. Von allen für alle. Im -Kamin knistert und knastert das lange Klafterholz, und mitten im Saal -steht die schönste der Tannen, die wir am Morgen aus dem Walde geholt -haben. - -Du herrliches Weihnachtsfest hier oben im hohen Norden. Wie rein und -heilig du bist! - -[Illustration] - - * * * * * - -[Illustration] - -Übrigens bei dieser kleinen Vignette will ich Dich einen Augenblick -mit hinausnehmen auf den Hof. Da war, als wir hierher kamen, nicht -viel Grünes zu sehen. Aber ich schaffte die Schlacken hier und da -beiseite, kaufte gute Muttererde, womit ich die Gräben ausfüllte, und -setzte Pflänzlinge von Birken, Linden, Kastanien, Weiden, Weißdorn, -Berberitzen und anderen „dummen Ziersträuchern“, Erlen, Holunder, -Faulbaum, Espen, ja sogar Eichen, Apfelbäume, Jasmin, Rosen, Stachel- -und Johannisbeersträucher, eine kleine Fichte und eine kleine Kiefer. -Diese kleine Zeichnung stellt die zuletzt genannte dar, wie sie im -Winter aussieht, geschützt durch einige lange Klafterhölzer. Alle sind -gut gediehen, nur diese eine nicht. Sie steht jetzt im achten Jahr und -lebt ihr kleines, elendes Leben, aber sie ist mein liebstes Kind. Jeden -Morgen besuche ich sie zuerst, um zu sehen, ob sie nicht über Nacht -etwas gewachsen ist. - - * * * * * - -Anna und die Köchin sind zwei Potentaten, denen es schwer wird, sich -unter einer Decke wohlzufühlen. Unter der Küchendecke nämlich. - -Die Alte will im Winter dort in der Wärme wohnen, und wenn ihr Bett -herausgeschleppt wird und Emma hineinzieht, wird es ihr jedesmal von -neuem schwer. Darüber sind sie sich aber einig, daß die Küche der -einzige, noch „vernünftige Raum“ im Hause ist. Diese Küche ist nämlich -außerordentlich stillos, aber sauber und für ihre Zwecke einigermaßen -gemütlich geordnet. Eines Winters sollte während unserer Abwesenheit -etwas renoviert werden, da nahmen sie die Gelegenheit wahr, den alten, -aus gewaltigen Steinblöcken gemauerten Herd beiseite zu schaffen, um -statt dessen diesen lächerlich-jämmerlichen Eisenkasten hinzustellen, -geschmückt mit Ornamenten, schaurigen, gefühllosen Schnörkeln, und -(-- schöner Gedanke, woher bekamst du ihn, du Bosinders Mechanische -Werkstatt?) -- Thorwaldsens „Nacht!“ - -Diese Eisenblechbepanzerung statt des alten, gemauerten Herdmantels! --- Zuerst, als ich diesen Vandalismus entdeckte, war ich alles andere, -als gut gelaunt. Um die heiligen Steine des Herdes zu retten, baute ich -aus ihnen zwischen zwei Kirschsträuchern im Garten eine Bank und einen -Tisch, wo wir im Sommer unsern Nachmittagskaffee zu trinken pflegen. - -In der Küche seht ihr meine älteste und meine jüngste Tochter mit -Buttern beschäftigt. Denke mal an, wie gut für Suzanne, Kerstis sichere -und feste Unterstützung zu genießen! Willst Du wissen, wie das kleine -Kätzchen heißt? Es heißt Hans. - -[Illustration] - -[Illustration: =Das Frühstück der Siebenschläferin.=] - -[Illustration: =In der Küche.=] - -[Illustration: Lebende Bilder.] - - * * * * * - -[Illustration] - -Die entzückendsten Szenen aber spielen sich im Schlafzimmer der Kinder -ab. Karins Vergleich mit dem Theater war kein Zufall. - -Über dieses Zimmer äußerte sich einst Tante Emmy, als ich (um mehr Luft -zu bekommen) das feine platte Dach herunter gehauen, ein Seitenfenster -zugebaut, kleine Fensterscheiben in der Vorderwand angebracht und die -fast neuen Tapeten mit einem weißen Anstrich versehen hatte, daß ~sie~ -auf keinen Fall in einem solchen Gefängnisloch schlafen möchte. - -Nein, Tantchen, wiederhole das nicht noch einmal! - -Ihr seht doch, daß es auf dem Bilde ein Sonntagmorgen ist. Es heißt, es -~wurde~ ein solcher. Mein geliebtes Weib war soeben nach einer schweren -und ernsten Krankheit vom Tode errettet. Sie hatte die Kinder wieder -zu sich hereinbekommen; und da so alles wieder Glück und Freude war, -verbreitete dieser Glücksschein seinen goldenen Schimmer sowohl über -die Kinderschar wie über die Wände und die Decke. - -Das leuchtet Euch doch gewiß ein. - -[Illustration] - - * * * * * - -Unter der Hütte hausen Ratten und eine Ameisengemeinde. In der -Dielenfüllung führen Bienen das Regiment. Ihren Ein- und Ausgang -bewerkstelligen sie dadurch, daß sie zwischen zwei Wandbalken hin- und -herlaufen. - -Gleich nach unserer Übersiedelung nach hier hing ich drei Starenkästen -in die Bäume, und sehr bald war der in der großen Birke von einem -Starenpaare bevölkert. In zwei von den Kästen nisten zu unserer -Freude diese netten Vögel regelmäßig im Frühjahr. Den dritten hat -Sperlingspack erobert. - -Wo aber die Fledermäuse hausen, die abends um unsere Hütte flattern, -weiß ich nicht. - -Ich wußte nicht recht, wo ich diese Zeichnung hinbringen sollte, -aber mein Lieber, Du gestattest, daß ich sie hier einschiebe. Sie -stellt meine Frau dar, wie sie mir die Haare schneidet da draußen -auf dem Schlackenhügel, so im Spätherbst, wenn wir nach Stockholm -zurückzukehren gedenken und ich so aussehe, daß niemand in meiner -Gesellschaft die Eisenbahn benutzen kann. - -[Illustration] - - * * * * * - -Eben als ich dieses schrieb, zogen Donner und Blitz über das Dorf -Sundborn hin. Es war ein richtiger Platzregen, und das war ein Segen -nach der langen Dürre. Jetzt bestrahlt die Sonne mit ihrem weichen, -warmen Glanz das nasse Laub, welches sich so schön abhebt von der noch -grollenden schweren Gewitterwolke, die noch immer hinter dem Wättberg -steht. - -Ich nehme Papier, Tintenfaß und Feder mit, um unter der großen Birke -fortzufahren. - -Was möchtet Ihr nun wohl noch wissen? - - * * * * * - -Alle Gedenktage werden bei uns in der gleichen Weise gefeiert. -Frühmorgens, spätestens um fünf Uhr, fängt es mit Pulverdampf und -Böllerschüssen an. - -Die Jungens aus Bjus und des Müllers Svea spielen auf Gitarre und Geige -das Lied vom „Neck“, welches Anna Sundin, die im Dorf die schönste -Stimme hat, mit ihrem Gesang begleitet. - -Einst wurde auch ich so gefeiert an einem Olofstag. Ich war ganz -unvorbereitet, denn wer in aller Welt konnte ahnen, daß jemandem -dieser, mein überzähliger Name bekannt sei, und daher hatte ich auch -meine Gefühle nicht in eine auf einen solchen Belagerungszustand -gerichtete Stimmung versetzt. Ich heulte, und es pochte in mir vor -Bewegung, als mir eins der Kinder einen von Mama gedichteten Vers -vortrug, worin die Rede davon war, wie edel, wie über alle menschlichen -Begriffe erhaben ich sei, o ... wir wollen lieber nicht davon reden. - - * * * * * - -Es ist keine Kleinigkeit, etwas über Wände, Fenster und Decken zu -schreiben. Deshalb empfinde ich es als eine Erholung, mit Dir einen -Spaziergang durchs Dorf zu machen. Wir hätten ein Stück den Bach -herunter rudern können und zusehen, wenn die Kinder baden. Da ist eine -gute Badestelle. Der Platz heißt „das Lärmeiland“ und gehört mir jetzt -als Eigentum. Seit jener Zeit, in der ich frühmorgens die Jungens -direkt aus den Betten dort hinaus mitnahm (wir ruderten hinüber -- -zuerst warf ich die Kinder, dann mich selbst in die Tiefe --) ist es -die allgemeine Badestelle für die ganze Gegend. Im Sommer krabbelt und -wimmelt es da drüben den ganzen Tag von nackten schönen Gestalten. Sie -machen sich ein Sprungbrett, und es klatscht und plumpst und spritzt -hoch auf; sie klettern hinauf in die Kähne, balancieren dort einen -Augenblick, fallen pardautz ins Wasser und kommen pustend, schreiend -und lachend wieder heraus. - -Und meine beiden Nachen sind während des ganzen Tages verliehen, -verliehen nach Reih’ und Ordnung an die Jungens und an die Mädels. - -[Illustration] - -Am 15. August fängt das Krebsfischen an. Dann ist es, als sei neues -Leben in uns gekommen. Alle Netze und Angelruten sind bereit, und wenn -die Uhr Mitternacht schlägt, rudere ich hinaus, das Wetter mag sein -wie es will, und in tiefschwarzer Nacht versenke ich die Netze in das -~noch~ schwärzere Wasser, schlafe dann bis fünf Uhr, um welche Zeit -die größeren Kinder geweckt werden; und dann ziehen wir die Netze ein, -während die Sonne wie ein ~Eier~kuchen über den Schilfwipfeln aufsteigt. - -[Illustration] - - - - -[Illustration] - - _~Sundborn~, im Sommer 1902._ - - Karin. - - -Streng genommen, wäre ich vor fünfzig Jahren geboren. Aber mein -eigentliches Dasein fing im Jahre 1882 an. Denn da trafen wir uns in -Frankreich, Grèz-par-Nemours: Karin und ich. - -Singdudelidudelidudelidej! - -Ein lang aufgeschossener Norweger und ich lebten ein glückliches -Kameradschaftsleben, als einzige Skandinavier zwischen den anderen -Ausländern, dort in der kleinen Künstlerkolonie, als wir von Madame -Laurent hörten, daß eine Schar Malerinnen zu uns herauskommen wollte. -„Dann laufen wir weg!“ sagte ich zu Lundh; aber ~er~ wollte sie sich -erst ansehen. - -Wir gingen nach dem Bahnhof, um ihnen zu begegnen. Es waren zwei -„Fuhren“. Wir begrüßten sie, und sagten einige freundliche Worte. Als -wir auseinandergingen, sagte ich zu Lundh, daß es schade sei, daß -Fräulein Bergöö eine solche Kartoffelnase habe. - -Bei mir zu Hause machte ich Versuche, die senkrechte Wand -hinaufzulaufen -- und ich ~tat~ es auch. - -Da wurde mir klar, daß ich in Karin Bergöö verliebt war. - - * * * * * - -Darauf folgte so viel. Der Sommer verging, mit ~wenig~ Malerei, aber -viel Esserei, Tanz und ... vielem, vielem noch. - -Und dann kamen die Kostüm- und Maskenfeste. Auf einem solchen sollte -der lange Lundh der „Letzte der Mohikaner“ sein. Er hatte sich zwei -Pferdeschwänze gekauft und dachte, daß diese gemeinsam mit einer -Schwimmhose und roter Farbe die Erscheinung, wie man zu sagen pflegt, -„illusorisch“ machen würde. Ich sollte den Freundesdienst der Bemalung -übernehmen. Es war Pastellmalerei. - -Während dieser Arbeit vertraute mir der eingebildete Mensch an, daß die -kleine Karin Bergöö ihn angesehen habe, mit Blicken ... - -Ich war gerade mit seinem Rücken beschäftigt, so daß er ~meine Blicke~ -nicht sehen konnte. Jetzt bemalte ich ihn nicht länger, sondern -wechselte die Technik und ~zeichnete~ mit Kreide. Ich wählte die -blauen, weil es die härtesten waren, und drückte sie erbarmungslos -hinein in seine zarte Haut, aber dieser Teufel ertrug die Martern wie -ein echter Indianer. Nun ja, wenn sein armer Leib auch litt, was war -seine Pein gegen die Qual meiner Seele! - -Immerhin muß dies meinem Wesen etwas, ich weiß nicht was, verliehen -haben, wodurch die Sache ihrem Ziele näher gebracht wurde, denn gerade -bei diesem Maskenfest bekam ich eine Ahnung davon, ~wer~ der rechte war. - -Lundh war es jedenfalls durchaus nicht. - -Als Karin mir einige Tage später (auf ihre niedliche Art) einen Antrag -machte, gab ich ihr mein Jawort. - -Und dann malten wir die „=mère Morot=“ zu gleicher Zeit. - -Die Schuppen fielen mir von den Augen! Bis dahin hatte ich keine Form -in mein sogenanntes Talent hineinbekommen, aber jetzt schuf ich, wie -ich annehme, gleich ein kleines Meisterwerk. - -Denn ich erhielt einen Preis für das Bild, ein Kaufangebot vom -französischen Staat und durch Vermittelung meiner Freunde Birger und -Pauli wurde es telegraphisch an Pontus Fürstenberg verkauft. - - * * * * * - -Für das Geld kaufte ich mir eine Uhr, und für das, was übrig blieb, -fuhr ich nach Hause und verheiratete mich. -- -- - -Karin war schon seit vielen Monaten zu Hause, um die Handtücher zu -säumen. Und da wurden wir in den Kirchen aufgeboten -- und der Freier -kam nicht. Die Frist war fast verstrichen, und es wurde fraglich, ob -das Aufgebot nicht wiederholt werden müßte. - -Aber endlich kam ich in gewaltigem Staat und herrlicher Pracht, mit -goldener Uhr, blauer Weste und ebensolchen Beinkleidern. - -Mein Schwiegervater, ein Kaufmann, warf mich heraus, weil er glaubte, -ich sei ein Handlungsreisender, und diese Menschensorte war ihm -verhaßt; aber ich klammerte mich fest an den Türpfosten und sagte, wer -ich sei. Ungern ließ er mich verweilen. - -Wenn ich jetzt das Bild dieses jungen einfältigen Mädchens betrachte, -ist es mir unbegreiflich, wie ich mich in so eine verlieben konnte. - -Aber das kam wohl daher, daß ich damals selbst noch jung und dumm war. - -Gewiß hatte sie schon zu jener Zeit ein wenig Lieblichkeit an sich, -und im übrigen wählt man seinen Lebenskameraden wohl immer „nach -Gefühl“. Aber, wenn ich diese Karin mit jener vergleiche, für die ich -jetzt noch, nach fast zwanzigjähriger Ehe schwärmen kann, daß ich fast -verrückt werde: Ja dann. - -Von Jahr zu Jahr wird es hiermit schlimmer. - -Die Altertumsforscher verwundern sich so, wenn sie finden, daß die -von den Männern am heißesten geliebten Frauen stets im Alter zwischen -vierzig und sechzig Jahren standen. - -Ich verstehe das so gut. Karin ist jetzt dreiundvierzig Jahre alt, und -wenn sie sechzig wird, ist meine Liebe wahrscheinlich lästig. - -Weil dann noch die Eifersucht hinzukommt. - - * * * * * - -Es ist mir doch noch in dunkler Erinnerung, daß sie niedlich war. -- - -Und daß ich mein junges Weib im Brautstaat auf das Fleckchen Erde -hinstellte, wo ich mich zum ersten Male im Leben glücklich fühlte, und -wo sich die ersten grünen Sprossen an der bis dahin siechen Pflanze -meiner Künstlerbegabung zeigten, in Laurents Garten in Grèz-par-Nemours -Dep. Seine und Marne, das wird Euch sicher verständlich sein. - -Dorthin begaben wir uns unmittelbar nach der Hochzeit. Dort, wo ich -meine Braut in meinem eignen Reich empfing, war es wie im Märchen. -Die alten Männer und Frauen standen die Dorfstraße entlang voller -Erwartung an ihren Gartenpforten, und die Pensionäre der beiden -Künstlerpensionate mit Bewohnern aus aller Herren Länder gaben ein -großes Fest. Essen mit Tanz, Bowlen und Toaste. Spada sang: „=Ah che -dolore, ah Mama mia= ...“ und „der Sarg“ (Coffin war sein englischer -Name) röchelte: „=John Browns body lays at mouldering in the grave= ...“ - -Aber in der Nacht klang unter unseren Fenstern das schwedische -Quartett: „Welche Blitze aus den Augen Brunhildens ...“ und auf mir -ruhten Karins dunkle ernste Kuhaugen ... - - * * * * * - -Gott gab mir mein liebes Weib Karin. Und sie gab mir die kleine -Suzanne. -- Mein Leben war jetzt ebenso licht und freudig wie der -Haarschopf der Kleinen. - -In einer Ecke des Ateliers stand versteckt das Randstück eines -kassierten Bildes, welches ich einst im Verdruß in Stücke geschnitten -und unter Freunde und Bekannte verteilt hatte. Aber ein Stück behielt -ich selbst. Als bitteres Andenken. Unter anderem war ein Rokokostuhl -darauf gemalt. Darauf kleckste ich das Bild des kleinen lachenden -Würgels, festgehalten von ihrer Mutter. - -So setzte ich diesen lichten Punkt auf einen Hintergrund von Sorge, als -Ausdruck jubelnden Glückes! - -[Illustration] - -[Illustration] - -[Illustration: =Im Schlafzimmer der kleinen Mädchen.=] - -[Illustration: =Das neue Buch.=] - -[Illustration: Im Atelier.] - - - - -[Illustration] - - In Paranthese. - - -Es ist wieder einmal Schriftstellerwetter. Zum Malen taugt er nicht, -dieser Sommer 1902. Das heißt, es geht schon stark dem Spätherbst zu. - -Es gießt, und die ganze Natur macht den Eindruck einer nassen -Kompresse. Dennoch finden wir es herrlich, über die Wiesen zu wandern, -weich auf dem schwankenden Moos, wenn es unter den Füßen schwipp, -schwapp sagt. Man geht der Nase nach, den Bach entlang, man schlürft -die neblige Luft, welche anscheinend die Lungen vom Staube rein wäscht, -in sich hinein. Und, denk einmal an, keine Mücken und Schnaken, man -kann sich ganz ungestört seines Lebens freuen. - -Und keine Vereine und dergleichen Überflüssigkeiten, erfunden von -dem männlichen Teil der Bevölkerung, welcher all’ dieses als Ausrede -gebraucht, um sich in Kaffeehäusern und Gasthöfen festkneipen zu können. - -Jetzt werde ich die Schuhe wechseln, in die Hütte hineinschlüpfen -und von mir und den Meinen schreiben! Wenn ich doch wenigstens, -wie ein richtiger Schriftsteller, zusammenlügen dürfte, soviel ich -Lust hätte. Aber hier bin ich beauftragt, Euch alle meine kleinen -Familieninterieurs auf die Nase zu hängen. Abgesehen von der verdammten -Mühe, bedenkt doch meine persönliche Schüchternheit ... - -[Illustration] - - - - -[Illustration: Ulf zu Pferde.] - - Ulf und Pontus. - - -In einer Oktobernacht, nachdem ich eine Stunde geschlafen hatte, wurd’ -ich um eins geweckt, und Karin sagte mit einem leidenden Lächeln: „Mein -armer Junge, ich hätte es Dir so gern gegönnt, etwas zu schlafen, aber -Du wirst wohl Madame Chose holen müssen“. - -In jener Zeit arbeitete ich am eifrigsten an meinem Triptychon, -hatte Modelle für das Gemälde von früh 8 Uhr bis nachmittags 5 Uhr, -und für die Skulpturen von 8 bis 12 Uhr abends, so daß ich wirklich -abgearbeitet war. - -Aber dieses war doch ein Beweis dafür, was für eine tapfere Seele meine -Frau ist, und das wollte ich hier nicht unerwähnt lassen. Eine Stunde -später fand sich der Junge ein. - -Als ich in dieser freien Republik und im sozialistischen 22. Revier -der Stadt Paris den Bengel Björn nennen wollte, wurde mir das mit der -Bemerkung, daß dieses kein Name sei, ganz einfach verweigert. (Daß -er Pontus heißen sollte, wurde mir erst einige Tage später klar!) -Sie verwiesen mich auf sechs starke Bände, die Namen der gesamten -Christenheit und aller Heiligen enthaltend, worin ich nach der Meinung -dieser Beamtenseelen „=tout ce que fairait votre bonheur=“ finden -würde. Idioten! - -Ich nannte ihn vor Ärger auf der Stelle Robert, weil ich am selben -Morgen von jemanden diesen Namen mit der Bemerkung, daß er häßlich sei, -hatte nennen hören. - -Jetzt aber steht er jedenfalls in dem schwedischen Kirchenbuch als -Pontus Robert eingetragen, während er in einigen Jahren aus den -französischen Geburtslisten aufgerufen werden wird als der „=Citoyen -Robert=“ geboren von ausländischen Eltern. - -~Ulfs~ Name ~träumte~ ich. Obgleich damals statt seiner, seine -Schwester Suzanne ankam: ~Selbst~ kam er erst zwei Jahre später. - -Ob diese Jungens irgendwelche militärische Veranlagung besitzen, wird -sich zeigen, wenn „jemand unseren Felsen zu nahe kommen sollte“. -Ich für meine Person hoffe, daß sie tapfer in und durch das Leben -wandern werden, um einmal, wenn der Zeitpunkt da ist, dem Tode mit -Ruhe ins Auge schauen zu können. Ich erinnere sie an die Worte unserer -heidnischen Vorfahren: - -~Es gibt nur ein Unglück, und das ist die Schande.~ - -[Illustration: „Papa, ich esse Waffeln!“] - - - - -[Illustration] - -Kersti ist das liebenswürdigste kleine Kind, welches es gibt. -Wenigstens kann man sich kein braveres denken. Sie ist immer vergnügt -und langweilt sich nie, ganz gleich, ob sie mit Kameraden oder -Geschwistern spielt oder ob sie allein ist. Vor einigen Jahren war sie -zart und durchsichtig. Wenn sie uns damals weggerafft wäre, hätten wir -das ganze natürlich gefunden und wir wären davon überzeugt gewesen, -daß sie bei der Jungfrau Maria als Hofdame einherginge. Denn ein -solch’ kleines Juwel zu entbehren hätte selbst das Himmelreich sich -nicht leisten können. Alles, was sie in die Hände bekommt, wird ein -Spielzeug. Und oft redet sie in Reimen und Versen. - -[Illustration: Bei der Arbeit.] - - - - -[Illustration: Liebhabertheater.] - - Brita und ich. - - -So, jetzt wurde ich der Kleinen habhaft und zufällig gerieten wir vor -den Spiegel. Welch’ ein Motiv! Ohne Brita erst los zu lassen, ordnete -ich eine Staffelei, langte mir ein Papier und ergriff eine Feder. - -Und, ha, ha, ha, wie fand es Brita lustig -- die ersten fünf Minuten. -- - -Die übrige Zeit der Sitzung, welche acht Tage dauerte (das heißt, -nachts schliefen wir und da ließ ich das Gör los), schrie sie aus -Leibeskräften. - -Denkt Euch, mit dieser kleinen Wildkatze, heulend, an den Haaren -ziehend, (ja!) und Fußtritte austeilend, und bei alledem mit Hand und -Auge sicher die Linien mit Feder und Tusche ziehen zu sollen. Ja, ja, -Ihr! - -Und dann noch mein linker Arm, der geradezu wie gelähmt wurde! Dieses -war ein Rekord in seiner Art. - -Wenigstens meiner eigenen, bescheidenen Meinung nach. - -[Illustration] - - - - - Ferienaufgaben. - - -Das Bild hat wohl bald eine ~historische~ Bedeutung, denn ich bin -gewiß, daß unser jetziger Kultusminister, der frühere Rektor meiner -Jungens, diese Unsitte abschaffen wird. - -Sieh diesen armen Jungen, Pontus, an, der hier sitzt und sich zu den -Vögeln hinauslehnt und dem der Fliederduft in die Nase zieht, ihm -zurufend: Komm hier heraus! - -Als ich mich soeben Pontus gegenüber groß tat, daß ich in diesem -Buche so in verschmitzter Art für die Abschaffung der Ferienaufgaben -einträte, antwortete er trocken: „Einen Menschen einen halben Sommer -hindurch mit Modellsitzungen zu quälen, müßte auch gesetzlich verboten -werden!“ - -[Illustration: Ferienarbeiten.] - -Jetzt ist er schon weit draußen auf dem Hof. - -Es ist nicht der Mühe wert, mit solchen Schlingeln Mitleid zu fühlen! - -[Illustration] - -[Illustration] - -[Illustration: =Erbsendöppen.=] - -[Illustration: =Geburtstagsmorgen.=] - -[Illustration: Puppentheater.] - - - - -[Illustration] - - Apfelblüte. - - -Wenn man doch jetzt Dichter wäre. Dann könnte man sich der Sache -schnell entledigen. Sicher ist, daß ich in Prosa nicht mehr daraus zu -machen vermag, als was Ihr mit eigenen Augen auf dem Bilde seht. - -Aber mein allerfeinster Instinkt läßt es mich ahnen, wie die Versfüße -im Takt mit Lisbeths kleinen Beinen und allen andern um den kleinen -Apfelbaum herumtanzen würden. Und wenn wir so eine Weile getanzt -hätten, würde sich die ganze Welt um uns im Kreise drehen! Heißa! Sie -könnte es nicht lassen! - -[Illustration] - - - - - Das Frühstück der Siebenschläferin. - - -Aber wie sieht sie verweint und häßlich aus, meine kleine süße Kersti! -Ist es vielleicht, weil Esbjörn auf ihrem Hut Rad gefahren ist? - -Oder aus demselben Grunde, wie die Katze, oder um ihre eigenen Worte -zu gebrauchen: „Pamphilos hat, seitdem Suzanne fortfuhr, so traurig -ausgesehen, sie ist gar nicht mehr vergnügt!“ - -Nein, mein Lieber, das ist nur deshalb, weil sie, wie die Überschrift -andeutet, in die für ihr empfindsames Ehrgefühl peinliche Lage geraten -ist, aus den auf dem Frühstückstisch befindlichen Resten sich ihre -Mahlzeit suchen und diese dann ganz allein verzehren zu müssen. - -Und das genügt, um die Lebensfreude eines solchen kleinen Menschen zu -zerstören. - -Und dann Du, Erwachsener! Warum glaubst Du wohl, daß Du mit saurer -Physiognomie umherläufst! - -[Illustration] - - - - -[Illustration] - - Gratulation. - - - „Du wirst es Dir denken können, daß Karintag heut’ ist, - Wir haben deshalb draußen die blau-gelbe Fahne gehißt“ - -und dann folgt ein langes, unbeschreiblich schönes, zärtliches -Namenstagsgedicht, dessen Schluß lautet: - - „Du wirst aus unseren so dargebrachten Gefühlen wohl hören, - Wie hoch wir Dich als Gattin, Mutter und Herrin verehren.“ - -Sehr schön! - -Der Dichter liegt übrigens lauschend im Nebenzimmer und hört -glückstrahlend zu, wie die Mädels deklamieren. - -[Illustration] - - - - - Achtzehn Jahre. - - -Kürzlich ist Suzanne aus London, wo sie bei ihrer, mit einem Engländer -verheirateten Tante weilte, zurückgekehrt; und nun lebt sie mit vier -Geschwistern, welchen sie die Wirtschaft besorgt, in Falun. - -Gerade jetzt kamen sie nach Hause -- es ist Sonnabend. Stolz auf die -uralte Mähre „Lisa“ geklettert, ritt ich ihnen entgegen. Ulf kam -per Rad und die andern von Braune gefahren. Denkt Euch, diese ganze -Kavalkade über Sundborns Brücke! - -Suzanne legte sehr ordentlich ihr Wirtschaftsbuch vor. Die Buchführung -stimmte. - -Ich glaube, sie haben sich meistens von Blaubeerensuppe und Eierkuchen -ernährt. - -[Illustration: Suzanne und noch Jemand] - - - - - Genesung. - - -Ja, es gibt Ereignisse, bei denen unsere ganze Philosophie nicht -ausreicht. - -[Illustration] - -Ich philosophierte so, wie Dickens seinen Mark Tapley philosophieren -ließ: geradezu seine ganze Ehre daran zu setzen, froh und vergnügt zu -sein, mitten in niedrigster Selbstsucht allem Betrug und menschlicher -Jämmerlichkeit. - -Ja, froh zu sein, ja! Das kann in recht verschiedener Weise geschehen. -Der, welcher gedankenlos grinsend durch das Leben geht, der ist es -nicht, den ich meine. - -Nein, der, welcher es in klarer Winternacht unternimmt, in das Weltall -hinauszusteigen und dort einen Spaziergang macht -- einen ganz kleinen --- um Gottes willen nicht zu weit, nicht weiter, als daß er sich -wieder zurückfindet! -- und hier und da auf der Milchstraße einen -Abstecher macht, und denen auf den Sternbildern freundlich zunickt und -nicht vom Entsetzen gepackt wird vor des Raumes und der Zeit ewigem -und unendlichem Fortgang, sondern der, welcher im starken Vertrauen -auf das Rechte und Gute, und auf eine sichere Allmacht es riskiert, -lächelnd, fest und ruhig, sich in allen versteckten Winkeln der Natur -umzuschauen, von dem meine ich, daß er der rechte sei. Mein froher -Mensch. - -Ich selbst? Ach, ich bin ein armes, suchendes, zagendes Menschenkind, -aber ich besitze wenigstens so viel ~Verstand~, froh ~auszusehen~, auch -wenn mir das Herz in der Kehle steckt. Und schon das rechne ich mir zur -Ehre an. - -Aber .... - -Dann kommt das Totengerippe klappernd Deine Treppe hinauf. Du schlägst -die Tür ins Schloß und hältst zu. Näher und näher kommt es. Es faßt an -die Klinke und zieht, stärker und stärker; Du vermagst nicht länger -.... Die Spalte wird größer und größer, jetzt kannst Du ihm in seine -unergründlichen Augen schauen, die Dir alles und nichts sagen. - - * * * * * - -Welch’ eine Welt! Deine Kräfte sind zu Ende. Du warst eben im Begriff, -Deinen Griff loszulassen, weil Deine Finger erstarren ... - -Da geht er. So ganz ohne weiteres! - -Sie ist gerettet! -- „Alle Gefahr vorüber!“ sagt der Arzt, und ich -finde ihn herrlich und mächtig, ich würde seine Knie umfassen, -dürfte ich meinen Gefühlen nachgeben. Aber das, was ich küsse, sind -ihre, meines geliebten, armen, kleinen, abgemagerten Weibes schmale -Fingerspitzen, die Ärmelspitzen und der von der Pflegerin geflochtene -Zopf, der sich so schwarz abhebt von dem weißen Bett. - -Mit welcher bezaubernden Pracht schimmert einem das Leben wieder! - -Und Du gehst auf den Zehenspitzen, und Du flüsterst, aber Du -fühlst, daß Du vor Glückseligkeit strahlst, und Du ziehst Dich -in die Einsamkeit zurück, setzt Dich hin und läßt es unbehindert -heruntertropfen in das Gesangbuch, an der Stelle, wo Du gestern lasest: - -„Siehe, das Grab wird geöffnet und in dessen Tiefe verschwindet -Dein Freund. Er kehret nicht zu Dir zurück, aber bald wirft Du ihm -nachfolgen. Bald ruhen unsere erstarrten Glieder, und weder Sommerwind -noch Sonnenschein wird ihnen wieder Leben spenden.“ - -[Illustration] - -[Illustration] - -[Illustration: =Genesung.=] - -[Illustration: =Das Weihnachtsmahl.=] - -[Illustration: Karin und Lisbeth.] - - - - - Das Weihnachtsmahl. - - -Gute Gewissen und gute Mägen sind für den Weihnachtsabend so sehr -notwendig, um pro primo, alles gut schmecken zu lassen, und pro -secundo, damit der Magen alles vertragen kann. - -All’ diese Herrlichkeit wird zunächst von den alten Männern und den -Gören in Augenschein genommen. Dann erscheinen Johann, Johanna und -Sanna, alle drei kerzengrade und mit feierlichem Ausdruck. Aber Johann -trägt seine Geige unter dem Arm, und Johanna hat einen ganz, ganz -kleinen Schelmenblick im Auge. - -[Illustration: Weihnachtsmorgen.] - -Wenn alles in der Küche fertig ist, kommen die drei Dienstmädchen, -Anna, Tilda und Martina herein, Nürnberger Puppen gleichend, so adrett -und aufgeputzt, frisch gestärkt und gebügelt, die gesunden, fröhlichen, -tüchtigen, ehrlichen Mädels! ... Na, und da, sieh mal an, da kommt der -kleine Bäckström mit seiner Alten. Sie strahlen wie ein paar Kerzen bei -der Weihnachtsmesse. Ja, die besitzen Liebe und Zufriedenheit! Zuletzt -kommt Tekla, eigensinnig am Schürzenzipfel kauend und schüchtern -lächelnd. - -Jetzt sagt Karin: -- Bitte seid so gut! und Suzanne und Lisbeth reichen -das Brot herum. Bald darauf klirren Messer und Gabeln, die Männer -räuspern sich, aus irgend einer angenehmen Veranlassung, und Johanna -bringt die Mädchen zum Erröten und Lachen. - -Nach einer Stunde ruht ein Schimmer von Zufriedenheit auf allen -Zügen, man hat das Bewußtsein, daß man seine Sache gut gemacht hat, -ohne Unordnung und Betrug. Und dann kommt der Kaffee mit Bretzeln und -Schürzkuchen. Und dann wird geknixt und treu drückt man sich die Hände. - -Johann aber stimmt die Geige: Der Reigen geht durch die ganze Hütte, in -jeden Winkel hinein, hinauf und hinunter über alle Treppen, zuletzt im -Kreis um die alten Greise herum. - -Die lächeln zufrieden und geehrt. - - - - -[Illustration] - -[Illustration] - - Frosinchen geht einst mit zur Stadt - Die sie noch kaum gesehen hat. - Ein =A-B-C=-Buch kauft sie dort: - Drin prangt ein Huhn, das immerfort - Nur süßes Zuckerzeug tut legen. - Frosinchen, stolz auf solchen Segen, - Verläßt voll Wissensdurst den Laden! - O weh! wie kam sie bald zu Schaden! - -[Illustration] - - Zu Hause sagt das Mütterlein: - „Nun wollen wir mal fleißig sein“. - -[Illustration] - - „Zuerst da lernen wir geschwind - Die fünf Vokale, liebes Kind!“ - -[Illustration] - - „Sodann, so merk’ Dir, dies ist „=b=“, - Nach links gedreht wird es ein „=d=“. - -[Illustration] - - „Na, sieh mal an, Du dummer Daus! - Bei Dir das „=t=“ wie „=f=“ sieht aus!“ - -[Illustration] - - „Nein, nein, wie bist Du schrecklich dumm, - Mir dreht das Herz im Leib sich um!“ - -[Illustration] - - „Ganz spielend lernt sonst eine Jede! - Doch Du, mein Kind, bist mir ~zu~ blöde“! - -[Illustration] - - Der Mutter Schelten kränkt Papa, - ~Er~ übernimmt das Lehramt da. - Indes Mama erzürnt entweichet, - Frolinchens Backe sanft er streichet. - -[Illustration] - - Und Kind und Vater still beglückt - Man hier auf diesem Bild erblickt. - -[Illustration] - - Doch balde folgt dem Glücke Pein, - Denn die Gelehrsamkeit bleibt klein. - -[Illustration] - - Verzweifelt fliegt das Buch zur Wand, - Indes der Vater fortgerannt. - -- -- -- -- - -[Illustration] - - Doch andern Morgens liegt im Buch - Von süßem Zuckerzeug genug. - Und Vater, Mutter sowie Kind - Nun wieder froh und einig sind. - -[Illustration: Sonnenblumen.] - -[Illustration: =Das Blumenfenster.=] - -[Illustration: =Das Angeln.=] - -[Illustration: Großmutter und Enkelin.] - - - - - Die - Muster-Erziehung. - - -[Illustration] - - Eufrosinchen, klein und putzig - Die ist heute schrecklich schmutzig. - -[Illustration] - - Doch als Mutter waschen will, - Schreit sie sehr und hält nicht still. - -[Illustration] - - Vatern macht das Schreien wild: - Was er tut -- zeigt dieses Bild. - Kaum sieht das der Galgenstrick, - Lacht er laut und voller Glück. - -[Illustration] - - Mutter wundert sich indessen, - Daß der Schmerz so rasch vergessen. - -[Illustration] - - Derweil Mädi mit Bedacht -- -- -- - ~Tut, was Vater vorgemacht~. - -[Illustration] - - Dies gefällt der Mutter nicht: - Furchtbar ist das Strafgericht. - - - - - „Wenn Du’s wagst -- --“ - - oder - - „Der Respekt geht über alles.“ - - -[Illustration] - - „Du! mein Bild -- das ist noch naß! - Lisbeth Göre, läßt Du das!“ - -[Illustration] - - Lisbeth läßt es gleich dabei - -- kehrt den Rücken der Stafflei. - -[Illustration] - - „-- Lisbeth, wage Dich nur dran, - gleich holt Dich der Kuckuck dann!“ - -[Illustration] - - Lisbeth ihr Vorhaben läßt, - aber -- die Idee sitzt fest. - -[Illustration] - - „Lisbeth, rührst mein Bild Du an, - Haue kriegst gewiß Du dann!“ - -[Illustration] - - Lisbeth, die vor Neugier bebt -- - ~Dennoch~ ihren Finger hebt. - -[Illustration] - - Niemand ernst noch bleiben kann, - Lisbeth tippt zuletzt doch dran. - -[Illustration] - - Hieraus lebt: Zu jeder Frist - ~Lisbeth ein Charakter ist~. - -[Illustration] - -[Illustration: =Unter der großen Birke.=] - -[Illustration: =Die Schneeschuhe.=] - -[Illustration: Die Weihnachtsgarbe der Vögel.] - - - - -Eine Scherzfrage lautet: „Welche Ähnlichkeit besteht zwischen Kronos -und Carl Larsson?“ Und wenn der Dumme, der so gefragt wird, dann -zunächst nur den Mund aufsperrt, dann bekommt er zur Antwort: „Daß -beide von ihren Kindern leben!“ - -Allerdings. Doch laßt mich jetzt, bevor ich diese Zeilen schließe, auch -noch ein paar ernste Worte hinzufügen. Daß diese Bilder mit Motiven aus -meinem Heim in die Welt verstreut werden, macht wenigstens mich selbst -froh. Es liegt darin etwas von dem „Hinausgehen und allen Völkern -predigen“. Worüber? Über das Glück des Fünfzigjährigen? Glück? Ganzes -Glück gibt es nicht! Der Schuh drückt stets irgendwo, und das ebenso -gut bei denen, die viele Schuhe besitzen als bei denen, welche gar -keine haben. Aber die Kinder -- und von ihnen handelt eigentlich dieses -Buch -- sind die Träger unserer Hoffnungen und unserer Sehnsucht. -Diese sind ebenso wie Du und ich tot geboren. Und doch: ihre rosigen -Wangen und dicken krummen Beinchen, ihr fröhliches Geplapper, ihre -bitteren Puppen- und Schularbeitssorgen, ihre verdrehte Ausdrucksweise, -ihr Appetit, all’, all’ dieses erregt unser Entzücken, wir lachen, -bis uns die Tränen an den von des Lebens Sorge durchfurchten Wangen -herunterrollen, und wir drücken sie fast tot, diese Kleinen und danken -Gott, daß er sie uns gab, denn wenn wir einst fort sind, dann -- zum -Kuckuck! -- sind diese noch da! Schließet sie, diese ~meine~ Kleinen, -in ~Eure~ Arme, Ihr seid es mir schuldig, denn Eure Kleinen sind mir -fast ebenso lieb, wie meine eigenen. ~Ihnen gehört das Himmelreich! -Sowohl Deinen wie meinen Kindern!~ - - C. L. - -[Illustration] - -*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS HAUS IN DER SONNE *** - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the -United States without permission and without paying copyright -royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part -of this license, apply to copying and distributing Project -Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm -concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark, -and may not be used if you charge for an eBook, except by following -the terms of the trademark license, including paying royalties for use -of the Project Gutenberg trademark. If you do not charge anything for -copies of this eBook, complying with the trademark license is very -easy. You may use this eBook for nearly any purpose such as creation -of derivative works, reports, performances and research. Project -Gutenberg eBooks may be modified and printed and given away--you may -do practically ANYTHING in the United States with eBooks not protected -by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the trademark -license, especially commercial redistribution. - -START: FULL LICENSE - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full -Project Gutenberg-tm License available with this file or online at -www.gutenberg.org/license. - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project -Gutenberg-tm electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or -destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your -possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a -Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound -by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the -person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph -1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project -Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this -agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm -electronic works. See paragraph 1.E below. - -1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the -Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection -of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual -works in the collection are in the public domain in the United -States. If an individual work is unprotected by copyright law in the -United States and you are located in the United States, we do not -claim a right to prevent you from copying, distributing, performing, -displaying or creating derivative works based on the work as long as -all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope -that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting -free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm -works in compliance with the terms of this agreement for keeping the -Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily -comply with the terms of this agreement by keeping this work in the -same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when -you share it without charge with others. - -1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern -what you can do with this work. Copyright laws in most countries are -in a constant state of change. If you are outside the United States, -check the laws of your country in addition to the terms of this -agreement before downloading, copying, displaying, performing, -distributing or creating derivative works based on this work or any -other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no -representations concerning the copyright status of any work in any -country other than the United States. - -1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: - -1.E.1. The following sentence, with active links to, or other -immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear -prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work -on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the -phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, -performed, viewed, copied or distributed: - - This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and - most other parts of the world at no cost and with almost no - restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it - under the terms of the Project Gutenberg License included with this - eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the - United States, you will have to check the laws of the country where - you are located before using this eBook. - -1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is -derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not -contain a notice indicating that it is posted with permission of the -copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in -the United States without paying any fees or charges. If you are -redistributing or providing access to a work with the phrase "Project -Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply -either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or -obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm -trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted -with the permission of the copyright holder, your use and distribution -must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any -additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms -will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works -posted with the permission of the copyright holder found at the -beginning of this work. - -1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm -License terms from this work, or any files containing a part of this -work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. - -1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this -electronic work, or any part of this electronic work, without -prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with -active links or immediate access to the full terms of the Project -Gutenberg-tm License. - -1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including -any word processing or hypertext form. However, if you provide access -to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format -other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official -version posted on the official Project Gutenberg-tm website -(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense -to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means -of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain -Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the -full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing -access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works -provided that: - -* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from - the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method - you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed - to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has - agreed to donate royalties under this paragraph to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid - within 60 days following each date on which you prepare (or are - legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty - payments should be clearly marked as such and sent to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in - Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg - Literary Archive Foundation." - -* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies - you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he - does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm - License. You must require such a user to return or destroy all - copies of the works possessed in a physical medium and discontinue - all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm - works. - -* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of - any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the - electronic work is discovered and reported to you within 90 days of - receipt of the work. - -* You comply with all other terms of this agreement for free - distribution of Project Gutenberg-tm works. - -1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project -Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than -are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing -from the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, the manager of -the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the Foundation as set -forth in Section 3 below. - -1.F. - -1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable -effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread -works not protected by U.S. copyright law in creating the Project -Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm -electronic works, and the medium on which they may be stored, may -contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate -or corrupt data, transcription errors, a copyright or other -intellectual property infringement, a defective or damaged disk or -other medium, a computer virus, or computer codes that damage or -cannot be read by your equipment. - -1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right -of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project -Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project -Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all -liability to you for damages, costs and expenses, including legal -fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT -LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE -PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE -TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE -LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR -INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH -DAMAGE. - -1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a -defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can -receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a -written explanation to the person you received the work from. If you -received the work on a physical medium, you must return the medium -with your written explanation. The person or entity that provided you -with the defective work may elect to provide a replacement copy in -lieu of a refund. If you received the work electronically, the person -or entity providing it to you may choose to give you a second -opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If -the second copy is also defective, you may demand a refund in writing -without further opportunities to fix the problem. - -1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO -OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT -LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. - -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of -damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement -violates the law of the state applicable to this agreement, the -agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or -limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or -unenforceability of any provision of this agreement shall not void the -remaining provisions. - -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in -accordance with this agreement, and any volunteers associated with the -production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm -electronic works, harmless from all liability, costs and expenses, -including legal fees, that arise directly or indirectly from any of -the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this -or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or -additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any -Defect you cause. - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of -computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It -exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations -from people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future -generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see -Sections 3 and 4 and the Foundation information page at -www.gutenberg.org - -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non-profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's business office is located at 809 North 1500 West, -Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up -to date contact information can be found at the Foundation's website -and official page at www.gutenberg.org/contact - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without -widespread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine-readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To SEND -DONATIONS or determine the status of compliance for any particular -state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. To -donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project -Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be -freely shared with anyone. For forty years, he produced and -distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of -volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in -the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not -necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper -edition. - -Most people start at our website which has the main PG search -facility: www.gutenberg.org - -This website includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. diff --git a/old/68826-0.zip b/old/68826-0.zip Binary files differdeleted file mode 100644 index b94248d..0000000 --- a/old/68826-0.zip +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h.zip b/old/68826-h.zip Binary files differdeleted file mode 100644 index ed12f9e..0000000 --- a/old/68826-h.zip +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/68826-h.htm b/old/68826-h/68826-h.htm deleted file mode 100644 index 700f540..0000000 --- a/old/68826-h/68826-h.htm +++ /dev/null @@ -1,2804 +0,0 @@ -<!DOCTYPE html> -<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="de" lang="de"> -<head> - <meta charset="UTF-8" /> - <title> - Das Haus in der Sonne, by Carl Larsson—A Project Gutenberg eBook - </title> - <link rel="icon" href="images/cover.jpg" type="image/x-cover" /> - <style> - -body { - width: 80%; - max-width: 40em; - margin: auto; -} - -h1,h2 { - text-align: center; - clear: both; -} - -h1 { - font-size: 3.5em; - letter-spacing: -0.05em; - margin-top: 0; -} -p { - text-indent: 1em; - margin: 0; - text-align: justify; -} - -hr { - width: 33%; - margin-top: 2em; - margin-bottom: 2em; - margin-left: 33.5%; - margin-right: 33.5%; - clear: both; -} - -hr.tb {width: 0;} - -div.chapter {page-break-before: always;} -h2.nobreak {page-break-before: avoid;} - -a[title].pagenum -{ - position: absolute; - right: 3%; -} - -a[title].pagenum:after -{ - content: attr(title); - border: 1px solid silver; - display: inline; - font-size: x-small; - text-align: right; - color: #808080; - background-color: inherit; - font-style: normal; - padding: 1px 4px 1px 4px; - font-variant: normal; - font-weight: normal; - text-decoration: none; - text-indent: 0; - letter-spacing: 0; -} - -.center {text-align: center;} - -.right {text-align: right;} - -.gesperrt -{ - letter-spacing: 0.2em; - margin-right: -0.2em; -} - -em.gesperrt -{ - font-style: normal; -} - -.caption { - text-align: center; - margin-bottom:0.75em; -} - -.epilogue { - font-size: larger; - margin-left: 5em; - margin-right: 5em; -} -/* Images */ - -img { - max-width: 100%; - height: auto; -} - -.figcenter { - margin: auto; - text-align: center; - page-break-inside: avoid; - max-width: 100%; -} - -.figleft { - float: left; - clear: both; - margin-left: 0; - margin-bottom: 1em; - margin-top: 1em; - margin-right: 1em; - padding: 0; - text-align: center; - page-break-inside: avoid; - max-width: 100%; -} - -.image_left { - margin: 0 auto; - text-align: left; - vertical-align: bottom; - max-width: 650px; - page-break-before: always; - page-break-after: always; -} - -.image_right { - margin: 0 auto; - text-align: right; - vertical-align: bottom; - max-width: 650px; - page-break-before: always; - page-break-after: always; -} - -.x-ebookmaker .figleft {float: none; text-align: center; margin-right: 0;} - -.figright { - float: right; - clear: both; - margin-left: 1em; - margin-bottom: 1em; - margin-top: 1em; - margin-right: 0; - padding: 0; - text-align: center; - page-break-inside: avoid; - max-width: 100%; -} -.x-ebookmaker .figright {float: none; text-align: center; margin-left: 0;} - -/* Poetry */ -.poetry-image-container { - clear: both; -} -.poetry-container { - text-align: center; -} -.poetry-container-right { - text-align: center; - float: left; - width: 50%; -} -.poetry-container-left { - text-align: center; - float: right; - width: 50%; -} -.poetry {text-align: left; margin-left: 5%; margin-right: 5%;} -.poetry .stanza {margin: 1em auto;} -.poetry .verse {text-indent: -3em; padding-left: 8em;} -.poetry-container-right .poetry .verse { - padding-left: 3em; - margin-left: 0; - margin-right: 0; -} -.poetry-container-left .poetry .verse { - padding-left: 3em; - margin-left: 0; - margin-right: 0; -} -/* large inline blocks don't split well on paged devices */ -@media print { .poetry {display: block;} } -.x-ebookmaker .poetry {display: block;} - -/* Poetry indents */ -.poetry .indent0 {text-indent: -3em;} - -.author { - text-align: center; - font-size: 2em; - margin-top: 4em; - letter-spacing: -0.05em; - text-indent: 0; - page-break-before: always; -} - -.space-above { - margin-top: 8em; -} - -.space-below { - margin-bottom: 8em; -} - -.publisher { - text-align: center; - font-size: 1.5em; - letter-spacing: -0.05em; - font-weight: bold; -} - -.publisher_notes { - text-align: justify; - width: 24em; - margin: 0 auto; - text-indent: 1em; -} - -.location-date { - font-style: italic; - text-align: right; - font-size: medium; - font-weight: normal; -} - -.location-date .gesperrt { - font-style: italic; -} - -p.drop-cap { - text-indent: 0; - margin-top: 2em; - clear: both; -} - -p.drop-cap:first-letter { - font-size: 2.5em; - float: left; - margin: 0.05em 0.1em 0 0; - line-height: 0.75; -} - -.transnote { - background-color: #E6E6FA; - color: black; - font-size:smaller; - padding: 1em; - margin: 3em; - margin-bottom:5em; - font-family:sans-serif, serif; -} - -.transnote p { - text-indent: 0em; -} - </style> - </head> -<body> -<div lang='en' xml:lang='en'> -<p style='text-align:center; font-size:1.2em; font-weight:bold'>The Project Gutenberg eBook of <span lang='de' xml:lang='de'>Das Haus in der Sonne</span>, by Carl Larsson</p> -<div style='display:block; margin:1em 0'> -This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and -most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions -whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms -of the Project Gutenberg License included with this eBook or online -at <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>. If you -are not located in the United States, you will have to check the laws of the -country where you are located before using this eBook. -</div> -</div> - -<p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:1em; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Title: <span lang='de' xml:lang='de'>Das Haus in der Sonne</span></p> -<p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:0; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Author: Carl Larsson</p> -<p style='display:block; text-indent:0; margin:1em 0'>Release Date: August 24, 2022 [eBook #68826]</p> -<p style='display:block; text-indent:0; margin:1em 0'>Language: German</p> - <p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:0; margin-left:2em; text-indent:-2em; text-align:left'>Produced by: Marc-André Seekamp and the Online Distributed Proofreading Team at https://www.pgdp.net</p> -<div style='margin-top:2em; margin-bottom:4em'>*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK <span lang='de' xml:lang='de'>DAS HAUS IN DER SONNE</span> ***</div> - -<div class="transnote"> -<p>Anmerkungen zur Transkription: Rechtschreibung und Zeichensetzung des Originals wurden beibehalten.</p> -</div> - -<div class="figcenter"> -<img id="coverpage" src="images/cover.jpg" width="1758" height="2560" alt="Cover" /> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="1"></a></p> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/illu-001.jpg" width="600" height="708" alt="" /> -</div> - -<p class="center" style="font-size: larger;">198. bis 249. Tausend. 1921.</p> - -<p><a class="pagenum" title="2"></a></p> - -<div class="figcenter space-above"> -<img src="images/illu-002.jpg" width="400" height="631" alt="IDUNA" /> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="3"></a></p> -<p class="author">CARL LARSSON</p> - -<h1>DAS HAUS<br />IN DER SONNE</h1> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/illu-003.jpg" width="200" height="127" alt="Initialen" /> -</div> - -<p class="publisher space-above">1921<br /> -<span style="font-size: 1.4em;">KARL ROBERT LANGEWIESCHE</span><br /> -VERLAG / KÖNIGSTEIN IM TAUNUS & LEIPZIG -</p> - -<p><a class="pagenum" title="4"></a></p> -<div class="chapter"> -<div class="figcenter"> -<img src="images/illu-004.jpg" width="133" height="200" alt="Arbeiten und nicht verzweifeln" /> -</div> -</div> - -<p class="publisher_notes" style="text-indent: 0;">Alle Rechte vorbehalten. Auch das der Übersetzung. -Amerikanisches „Copyright“ bei Albert Bonnier, -Stockholm. Übersetzung der Texte von Frau Ellen -Grönland-Jungbeck. Druck der Graphischen -Anstalt Schirmer & Mahlau in Frankfurt a. M.</p> - -<p class="publisher_notes">Die fünf großen, prachtvoll ausgestatteten -Originalausgaben der Larsson’schen Bilderwerke -erschienen im Verlage <span class="antiqua">ALBERT BONNIER -IN STOCKHOLM</span>, teils in Folio-, teils in -Querfolioformat. Von einigen dieser Werke gab es -Ausgaben mit deutschem Text im Verlag Bruno -Cassirer, Berlin, welche aber zur Zeit vergriffen -sind. Die schwedischen Originalausgaben dagegen -sind erhältlich, jedoch natürlich unter den heutigen -Valutaverhältnissen für <em class="gesperrt">deutsche</em> Käufer ziemlich -kostspielig. Deutsche Interessenten wollen sich durch -ihren Buchhändler vor der Bestellung beim schwedischen -Verleger nach den jemaligen Tagespreisen -erkundigen. Es liegen in diesen Prachtausgaben vor:</p> - -<p class="publisher_notes"><span class="antiqua">ETT HEM</span> („Ein Heim“). 24 farbige Bilder -mit Text und Textillustrationen. 1899. Inhalt -deckt sich teilweise mit dem „Haus in der Sonne“.</p> - -<p class="publisher_notes"><span class="antiqua">LARSSONS</span> („Familie Larsson“). 32 farb. -Bilder mit Text u. Textillustrat. 1902. Inhalt ebenfalls -teilw. identisch mit dem „Haus in der Sonne“.</p> - -<p class="publisher_notes"><span class="antiqua">SPADARFVET</span> („Bei uns auf dem Lande“). -24 farb. Bilder mit Text u. Textillustrationen. 1906.</p> - -<p class="publisher_notes"><span class="antiqua">ÅT SOLSIDEN</span> („Laßt Licht herein“). -32 farb. Bilder mit Text u. Textillustrationen. 1910.</p> - -<p class="publisher_notes"><span class="antiqua">ANDRAS BARN</span> („Anderer Leute Kinder“). -32 farb. Bilder mit Text u. Textillustrationen. 1913.</p> - -<p class="publisher_notes">Die große <em class="gesperrt">Original-Radierung</em> Emil -Ernst Heinsdorff’s: „<span class="antiqua">IN MEMORIAM CARL -LARSSON</span>“, nach welcher für dieses Buch die -gegenstehende kleine Zeichnung vom Künstler -geschaffen wurde, ist im Verlage Karl Robert -Langewiesche, Königstein im Taunus erschienen. -<em class="gesperrt">Platten</em>größe 31 : 45 cm. 25 Vorzugsdrucke -auf van Geldern, numeriert 1-25, vom Künstler -handschriftlich signiert, in Schweden je 30 Kronen, -in Dänemark und Norwegen je 36 Kronen. Die -weiteren Abzüge auf Bütten, vom Künstler ebenfalls -handschriftlich signiert, in Schweden je 15 -Kronen, in Dänemark und Norwegen je 18 Kronen.</p> - -<p><a class="pagenum" title="5"></a></p> -<div class="figcenter space-above"> -<img src="images/illu-005.jpg" width="600" height="749" alt="in memoriam Carl Larsson" /> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="6"></a></p> -<div class="figcenter space-above"> -<img src="images/illu-006.jpg" width="154" height="109" alt="Rose" /> -</div> - -<p class="center">E. E. L. U. E. E. H.</p> - -<p class="center">1908. 27. Oktober. 1909.</p> - -<div class="chapter figcenter space-above"> - -<p><a class="pagenum" title="7"></a></p> -<img src="images/illu-007.jpg" width="600" height="413" alt="" /> -</div> - -<p class="drop-cap" style="font-size: larger; max-width: 600px; margin: 0 auto;">Wer den Menschen zeigt, wie sie ein reines, schönes und -heldenhaftes Leben führen können inmitten aller -Armseligkeit unserer Städte und Dörfer; wer sie lehrt, ihr -Brot zu essen und der Ruhe zu genießen und mit Menschen -umzugehen, ohne daß man sich nachher schämen muß, -der wird dem Menschenleben seinen Glanz wiedergeben, -und sein Name wird in der Geschichte wertgehalten werden.</p> - -<p class="center" style="font-size: larger; font-weight: bold;"> -Ralph Waldo Emerson<br /> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="8"></a></p> -<div class="figcenter space-above space-below"> -<img src="images/illu-008.jpg" width="300" height="485" alt="" /> -</div> - -<div class="image_left"> -<a href="images/brita_och_jag.jpg" id="brita_och_jag"><img src="images/illu-009.jpg" width="500" height="1129" alt=""/></a> -<span class="antiqua">Brita und ich.</span></div> - -<div class="image_right"> -<span class="antiqua">Karin und Kersti.</span> -<a href="images/karin_and_kersti.jpg" id="karin_and_kersti"><img src="images/illu-010.jpg" width="500" height="1113" alt=""/></a> -</div> - -<div class="chapter"> -<p><a class="pagenum" title="9"></a></p> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/illu-011.jpg" width="600" height="389" alt="" /> -</div> - -<h2 class="location-date nobreak">Sundborn, am Heiligabend 1898.</h2> -</div> - -<p class="drop-cap">Gerade am Heiligabend, und gerade hier in Sundborn will ich diesen Text zu -den Bildern aus meinem lieben Heim in Dalekarlien beginnen. Ich denke dadurch -etwas Weihnachtsstimmung hereinzubekommen und Dich, lieber Leser -und Beschauer, in Deiner frohesten Stimmung anzutreffen. Um es so wagen zu können, -Dich für mich und das Meine zu interessieren.</p> - -<p>Ich habe Dich ja so lieb! Du wirst bald merken, daß es gerade das Interesse -dafür, wie Du es hast, ist, welches mich veranlaßt, die hier vorliegenden Bilder -herausgeben zu lassen. Nimm es nun auf, wie Du willst, jedenfalls, ich <em class="gesperrt">muß</em> sie Dir -zeigen. Sei mein Freund! Dann wirst Du mich weniger anmaßend, und meine Betrachtungen -weniger sentimental finden.</p> - -<p>Also! Wenn ich jetzt so bei Dir an Deine Stimmung appelliere, muß ich gestehen, -daß ich selbst ein klein wenig mißgestimmt bin, denn, bei näherer Betrachtung -sehe ich soeben, daß meine Kinder viel zu viel „Julklapps“ bekommen. Damit werden -sie verwöhnt und <em class="gesperrt">das</em> ist nicht gut. Ich erhielt während meiner ganzen Kindheit -nur ein einziges Weihnachtsgeschenk, das aber war mir zeitlebens von Nutzen, denn -aus ihm erwuchs in meinem kleinen, vertrockneten Herzen die Tugend der Dankbarkeit:</p> - -<p>Vater, Mutter und ich saßen eines Heiligabends in dem einzigen Zimmer, welches -wir besaßen, vor dem Kaminfeuer. Viel Armut war darin zu finden, aber keine -Mißgunst. Mutter betrachtete die sogenannten „besseren“ Leute, als seien sie in der -Tat so etwas wie höhere Wesen, denen es ganz selbstverständlich gut gehen müsse, -Vater dagegen fand alles um sich herum so ausgezeichnet, wie es nicht besser hätte -sein können; und wäre er plötzlich — na, sagen wir mal — zum Staatsminister ernannt -worden, so würde ihn „diese kleine Veränderung“ weder erstaunt, noch sonderlich -beglückt haben.</p> - -<p><a class="pagenum" title="10"></a></p> - -<div class="figleft"> -<img src="images/illu-012.jpg" width="200" height="245" alt="" /> -<p class="caption">Die Mutter des Künstlers</p> -</div> - -<p>Weil uns so gänzlich alles Weihnachtliche fehlte, so -fing der Vater, wohl in der Absicht, uns dennoch etwas -in Weihnachtsstimmung zu versetzen, an, von seiner Heimat -in Sörmland zu erzählen. Er erzählte, wie <em class="gesperrt">wir</em> im fünfzehnten -Jahrhundert den Bauernhof „Hammarby“ gegen -„Klein-Löfhulta“ eingetauscht hatten: „Von der alten -Fräulein Lillie“ sagte er so ruhig, als sei es gestern gewesen. -Von wem er es selbst wußte, weiß ich nicht. Er -erzählte weiter, daß der See früher bis zu der uralten -Kirche reichte und meinte, das sei ihm auch ganz klar, -weil er einst, noch als kleiner Knabe, dort einen, in einen -Stein festgenieteten eisernen Ring gefunden habe, einen -solchen, an dem Schiffe festgekettet wurden, so daß ja als -sicher anzunehmen sei, daß unsere Vorfahren Wikinger gewesen wären.</p> - -<p>(Diese anmutige, behende Art, seine Vorfahren anzudeuten, hat eine gewisse Ähnlichkeit -mit der grundlegenden Absicht dieses Buches. Auch dieses soll dartun, wie -beim schwedischen Bauern die Anhänglichkeit an Heimat und Scholle zu tief wurzelt, -als daß es möglich wäre, sie selbst durch den neuesten amerikanischen Patentpflug -auszuroden.)</p> - -<p>Während er noch so halblaut plauderte, tat sich die Tür ein wenig auf, um dann -sofort wieder zuzuschlagen. Aber ich hatte doch gehört, daß etwas hereingeworfen -wurde, und meinen Augen war das Vorüberhuschen des Rockes einer Dragoneruniform -nicht entgangen.</p> - -<p>Auf dem Fußboden lag ein kleines Paket mit der Aufschrift „Carl“ und es enthielt -ein Bonbon, ein stattliches Bonbon, ein königliches, mit Fransen aus Seidenpapier -und mit einem, in Spiralform darauf geklebten Vers. Es war ein Begräbnis-Bonbon. -Und deshalb war der Vers sehr trostreich.</p> - -<p>Seitdem steht der Name von Sergeant Erbsmann mit goldenen Lettern in flammender -Schrift auf der reinsten Seite meiner Erinnerungen.</p> - -<p class="drop-cap">Und jetzt sitze ich selbst und verteile Weihnachtsgaben im eigenen Nest. In -diesem Nest, von dem ich erzählen will.</p> - -<p>Zunächst etwas darüber, wie es mein wurde.</p> - -<p>Vor einigen Jahren machten mein Schwiegervater und ich eine kleine Reise nach -Dalarna, um Siljan herum. Dann aber führte uns ein kleiner Abstecher nach dem -Heimatort meines Schwiegervaters, Sundborn, wo zwei alte Schwestern von ihm in -einem ihm gehörenden Häuschen wohnten.</p> - -<p>Es war ein kleiner, häßlicher, unansehnlicher, auf einem Schlackenhügel gelegener -Bau. Man nannte ihn „Klein-Hyttenäs“, zum Unterschiede von dem, dem Nachbarn -gehörenden „großen“ Hyttenäs. — Das bißchen Erde, auf dem Kartoffeln gebaut<a class="pagenum" title="11"></a> -wurden, war von anderswo hierher gebracht worden, und nur eine Hand voll Lehm -ermöglichte es einigen Fliedersträuchern, den Duft und die Pracht Persiens über das -Ganze zu verbreiten. Das Hüttlein -steht unweit derjenigen Stelle, wo -der Sundbornsbach eine Biegung -macht, und wo er sich eine Kleinigkeit -erweitert. Ein schmaler, abschüssiger -Fußpfad führt unmittelbar -zum Wasser, und dort liegt -ein alter Nachen, um anzudeuten, -daß hier „der Hafen“ sei. Neun -schlanke Birken hatten unaufgefordert -in der Schlacke Fuß, d. h. Wurzeln, gefaßt und sie machten in der Tat nicht -den Eindruck, als litten sie hier unter Langerweile. Auch den beiden Alten konnte -man keine Not ansehen. Zwei Muster von Ordnung. Und hatten doch nicht mehr, als -sie so gerade zum Leben brauchten. Im Hause war alles sauber und nett. Die -Möbel vom einfachsten Schlage, altmodisch und haltbar, ein Erbstück ihrer Eltern, die -auf einem Gut in der Nähe gewohnt hatten.</p> - -<p class="figright"> -<img src="images/illu-013.jpg" width="300" height="162" alt="" /> -</p> - -<p>An dieser Stätte überfiel mich das herrliche Gefühl der Abgeschiedenheit vom -Lärm und Getriebe der großen Welt, so, wie ich es nur einmal vorher empfunden -hatte. Und das war in einem <em class="gesperrt">französischen</em> Bauernhof gewesen.</p> - -<p>Als mein Schwiegervater mir daher vorschlug, mir im selben Dorf ein nicht zu -großes Gut zu kaufen, lehnte ich mit absoluter Bestimmtheit ab, und begründete das, -indem ich ihm erklärte, daß sich nur etwas, was diesem kleinen Idyll gleiche, für einen -Künstler eignen würde.</p> - -<p>Einige Jahre später starb die eine der Schwestern. Die andere mochte nicht allein -so einsam wohnen bleiben, und da erinnerte sich mein Schwiegervater meiner damaligen -Äußerung, und schenkte mir das Haus mit allem, was darin war.</p> - -<p>Dafür soll er bedankt sein! Es tut mir in der Seele leid, daß dieser Ehrenmann -starb, ehe er sehen konnte, wieviel Segen seine Gabe brachte. Denn sie hat -viel zu unserm Glück beigetragen. Dort ist gezimmert und gemauert worden, jeden -Sommer, soweit die Zeit und der Geldbeutel es zuließen. Meine Arbeit floß so leicht, -ich hätte fast gesagt im Takt mit den Axtschlägen und dem Hämmern der Zimmerleute -aus dem Dorf. Jedes Brett, jeder Nagel, jeder Wochenlohn kostete mich einen -kummervollen Seufzer, aber ich dachte, kommt Zeit, kommt Rat. Das Haus <em class="gesperrt">mußte</em> -ich so haben, genau so, wie ich haben <em class="gesperrt">wollte</em>, sonst hätte ich mich nie darin wohl -gefühlt, und daß meine Arbeit darunter hätte leiden müssen, war mir klar.</p> - -<p>Das Ergebnis dieser Umgestaltung meiner Hütte ist es, welches ich Euch zeigen -will. Euch, die Ihr zum Teil größere Landhäuser besitzen möget als ich. Zum Teil -vielleicht auch nur Luftschlösser. Es geschieht nicht in eitler Absicht, zu zeigen, wie -ich es habe, sondern weil ich meine, hierbei so verständig zuwege gegangen zu sein, daß<a class="pagenum" title="12"></a> -es, wie ich glaube, als — soll ich riskieren, es geradeaus zu sagen? — <em class="gesperrt">Vorbild</em> -dienen könnte — (so, jetzt ist es raus!) für Viele, welche das Bedürfnis haben, ihr -Heim in netter Weise einzurichten.</p> - -<p>Hier ist es, ein Haus, welches nicht viele Taler wert war, und dessen Möbel -noch wertloser waren. Die „Renovierung“ (klingt das nicht großartig?) wurde durch -geradezu lebensgefährliche Hiebe auf das jährliche Einkommen — welches mitunter -so, manchmal aber auch anders war — bestritten.</p> - -<p>Und jetzt ist die Hütte fertig — glaube ich.</p> - -<p class="drop-cap">Wenn Du dieses Hauses Schwelle betrittst, bist Du bei glücklichen Menschen. -Sonst ist nichts Merkwürdiges hier, außer der Hütte selbst.</p> - -<p>Der liebe Gott hat mich in reichstem Maße mit den guten Gaben des irdischen -Lebens gesegnet. Meine Frau ist sicher einer von seinen Engeln, der meinetwegen -soweit irdisch wurde, als erforderlich ist, um einem einfachen Haushalt vorzustehen -und dafür zu sorgen, daß die Kinder ordentlich und sauber sind.</p> - -<p>Doch, wenn sie, Karin, in später Dämmerstunde in -einer Ecke kauert, und kaum <em class="gesperrt">mehr</em> von ihr zu erkennen -ist als die runden, träumenden Augen, welche still, aber -tiefernst zu mir herüberblicken, so voll von ewiger, unveränderlicher -Liebe, da ... da stürze ich zu ihren Füßen, -berge meinen häßlichen, kahlen Kopf in ihren Schoß und -fühle, wie ich mit ihr fortschwebe, still und sanft, in reine -Luftschichten, in Gefilde, wo nur Friede herrscht, wo das -Grün im hellsten Schimmer steht, wo eine Silberflut -durch die herrlichste Landschaft flieht, wo die Luft nicht -durch die <em class="gesperrt">Sonne</em> erwärmt und erleuchtet wird, sondern -durch Gottes, des Vaters strahlendes Lächeln.</p> - -<div class="figleft"> -<img src="images/illu-014.jpg" width="200" height="248" alt=""/> -<p class="caption">Karin.</p> -</div> - -<p>Da wandern selige Geschöpfe in unschuldsvoller Nacktheit, -schön und rein, wie die Blumen. Bei diesem oder -jenem glaube ich irgend etwas wiederzufinden, irgend einen Zug, etwas, ich weiß nicht -was, was ich glaube gesehen zu haben bei ... Ist es nicht? ... Ja ... nein .:: -wie eigentümlich!</p> - -<p>Die wunderbarsten Akkorde ertönen, die diese Gestalten bald zum Lächeln, bald -zum Weinen bringen. Mitten in dieser Glückseligkeit sehen wir sie zu uns herabsinken -und ihre Blicke fragen: „Woher? Daher? Wir waren so grenzenlos unglücklich -dort, wo nur Haß und Bosheit regieren! Oder zehrende Langeweile! Und ihr, -ihr lächelt das Lächeln der Seligen?“</p> - -<p>Karin, deren Augen auch <em class="gesperrt">reden</em> können, war gerade im Begriff, etwas zu -antworten, worüber ich mich sicher gefreut, und was mir geschmeichelt hätte, als ein -durchdringendes Heulen aus dem Jammertal uns rasch in die gute Stube zurückrief. -Es war Kersti, unser jüngstes Kind, die wild schreiend hereingestürzt kam.</p> - -<p><a class="pagenum" title="13"></a></p> - -<p>Da war irgend etwas, was sie haben <em class="gesperrt">wollte</em>. Ob es der Mond oder ein Stück -Zucker war, weiß ich nicht mehr, nur, daß Karin das Gör in die Küche warf, „bis -sie wieder lieb wäre“. Brita, die diese Strafe grauenhaft fand, -heulte. Und Lisbeth kam herein, Laute von sich gebend, die -nie enden zu wollen schienen. Bei Suzanne, die auch nur ein -Mensch ist, tropften schwere Tränen auf die Schürze herunter, -Ulf schluchzt nun ein für allemal ohne Grund und Ursache, und -Pontus, der keine richtigen Tränen herausbringt, schneidet Gesichter -— in einer höchst unangenehmen Weise. Mitten in diesem -ganzen Elend geht Lisbeth in die Küche heraus, kommt mit -Kersti an der Hand zurück, und führt sie mit festem Schritt und den Blick streng und -resolut auf uns gerichtet, zu ihrem Platz am Eßtisch.</p> - -<p class="figright"> -<img src="images/illu-015.jpg" width="150" height="166" alt="" /> -</p> - -<p>Es war nämlich Abendbrotszeit. Niemand wagte, die Sache weiter zu berühren -— denn Lisbeth ist ein Charakter. Nach kaum fünf Minuten strahlt die ganze -Familie in Glück, Friede und Einvernehmen. Kersti fragt, ob Papa ein von ihr gedichtetes, -schönes Lied hören will, ähnlich wie sie immer zu dichten pflegt:</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">„Und der Kuckuck er ruft,</div> - <div class="verse">auf der Wiese so blau.“</div> - </div> -</div> -</div> - -<p>Jetzt küßte ich Karin vor all den Gören. Mögen sie denken, was sie wollen.</p> - -<p class="drop-cap">Einst sagte ich in einem verzweifelten Augenblick meines Lebens zu mir selbst: -„Es muß doch spaßhaft sein, weiter zu leben, um zu sehen, wie es später wird.“</p> - -<p>Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen.</p> - -<p>Als ich einst einem guten Freund, Kamerad und ehemaligen Schüler die Bilder -dieses Buches zeigte, sagte er: „Du hast das Rätsel des Lebens gelöst!“ Das verstand -ich nicht sogleich, aber einige Jahre später schlug ich mir mit der Hand vor -den Kopf und sagte: „Ja, das hab ich!“ Und zwar als ich mich verheiratete!</p> - -<p>Wenn — o, möge es so werden! — die verheirateten Leute ein klein wenig -Freude an diesem Buche haben, so soll es andererseits den Unverheirateten zum großen -Nutzen dienen!</p> - -<p>Junggeselle! Es gilt das Leben! Löse eine Fahrkarte nach Falun. Dort wirst Du -von Johann und meinem kleinen wohlgenährten „Braune“ abgeholt. Nachher darfst -Du ganz ungestört in meiner ländlichen Equipage sitzen und Dich der schönen Landschaft -von Dalarna erfreuen, die Du durchfährst. Da die Fahrt wenigstens ein und -eine viertel Stunde dauert, hast Du Zeit genug. Du darfst Dich mit Johann unterhalten -und erfährst, daß Du „Sveden“ berührst, den Ort, wo Svedenborg geboren -wurde, und wo Linné seine Hochzeit mit Sara Morea feierte. Dann fährst Du hinauf -und herunter über ein paar langgestreckte Hügel, und wenn Du ein praktischer -Mann bist, so wirst Du Dich über die gut gepflegten Wälder freuen oder darüber, -wie gleichmäßig und schön der Hafer steht. Bist Du aber eine gefühlvolle Seele, so luge<a class="pagenum" title="14"></a> -hinein zwischen die Baumstämme und erfrische Dein an Staub gewöhntes Auge, indem -Du Dir den mit weichem Moos bewachsenen Waldboden ansiehst, auf dem die -kleinen Elfen sich tummeln und tanzen zwischen dem Preißelbeerkraut und den Waldblumen. -(Dies aber geschieht erst spät am Tage.)</p> - -<p>Dann kommst Du (vorbei am Krokfors — dem Anwesen, auf dem die letzten -drei Generationen der Vorfahren meiner Frau lebten —) zum Bach herunter, der -Dir murmelnd zuruft: „Eile Dich doch, sie warten auf Dich mit dem Essen.“</p> - -<p>Endlich poltert der Wagen über die Brücke in das Kirchdorf Sundborn.</p> - -<p>Unter Euch braust der Fluß, der die Holzflöße nach Korsnäs und Runn herunterbringt.</p> - -<p>Der Wagen holpert herein zwischen altem Gerümpel und dampfenden Düngerhaufen, -über des Nachbars Hof durch die kleine grüne Gartenpforte, die Hühner, -halb besinnungslos, aus ihrem Mittagsschlaf aufschreckend.</p> - -<p>Johann hält vor der Veranda, wo Kapo, der Ordnung halber, etwas knurrt, -aber Euch gleich den Rücken kehrt, um seinen Freund Braune zu begrüßen. Dann -machst Du es genau so, wie alle andern Leute, anstatt uns zu umarmen, stehst Du -und begaffst die Wandmalereien über dem Schrank, worin die Feuerspritze verborgen -ist, und mit mildem Gesichtsausdruck liest Du den lieblichen Vers über der Haustüre:</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">„Sei willkommen, Lieber Du,</div> - <div class="verse indent0">Bei Carl Larsson und seiner Fru!“</div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="drop-cap">Nun gehst Du in einen kleinen Vorplatz hinein, wo es Dir kaum möglich sein -wird, zwischen all den Kindersachen einen Haken ausfindig zu machen, auf dem Dein -Überzieher Platz hätte. Wirf ihn Helena zu, sie wird ihn Dir irgendwo hinlegen, -wo Du ihn nie wiederfindest.</p> - -<p>Du wirfst einen Blick auf Dein angenehmes Gesicht im Spiegel, „striegelst“ Dein -Haar mit der Bürste, und entledigst Dich durch Stampfen des äußerlichen Schmutzes -dieser sündhaften Welt. Du wählst eine der drei Türen. Natürlich die, die zum Eßzimmer -führt. Du machst sie auf und begegnest einem „Gottes Friede“, das an der -Wand geschrieben steht.</p> - -<p>Durch die Glastüren des Schrankes siehst Du all das Tischgerät blinken und -strahlen. Auf dem Büfett stehen Reihen von Flaschen und Krügen, die eine Auswahl -Deiner Lieblingsgetränke enthalten. Karin kann dies nicht leiden, aber ich finde -immer, daß es so gediegen und solide aussieht. Über dem Schrank hängen drei Teller, -bemalt von Liljefors und Kreuger.</p> - -<p>Jetzt ist der Tisch gedeckt, die Kinder stehen ungeduldig wartend hinter den -Stühlen und Dein Platz neben mir auf dem Sofa erwartet Dich.</p> - -<p>Ulf betet salbungsvoll (wir glauben, daß er mal Prediger wird):</p> - -<p>„Gott, gib jedem Kinde seine Nahrung, fleißigen Männern und Frauen ebenfalls!“</p> - -<p><a class="pagenum" title="15"></a></p> - -<p>Da Du ein sehr fleißiger Mensch bist, so ißt Du dementsprechend. Und darüber -freuen wir uns alle. Du genießest, was das Haus zu bieten vermag, und obwohl dieses -oder jenes anders ist, als Du es gewohnt bist, läßt Du es Dir gut schmecken, und -daran tust Du recht. Jeden Sonntag essen wir zum Frühstück sogenannte „Flottmölja“, -hier in Dalarna ein allgemein bekanntes Gericht, bestehend aus in Milch gekochtem -„Knäckebröd“, gemengt mit einer Sauce aus Ziegenkäse und Gott weiß, was die -Köchin alles hineingetan hat. Als Fleisch ißt man gebratenen Speck dazu oder ebensolchen -grünen Hering.</p> - -<p>Aber es kann auch sein, daß man Dich mit einem Essen anzuführen versucht, -welches auf italienische Manier zubereitet ist. Dieses lernten die Frauen von der -Signora Bellio, als sie sich mal einige Wochen hier oben bei uns ausruhte. Und Du -bekommst Zwiebeln zum Hammelbraten auf französische Art. Du darfst Gesichter -schneiden so viel Du Lust hast, aber muckse Dich nicht! Bei uns <em class="gesperrt">sollst Du unser</em> -Essen haben. Damit basta! Ich war kürzlich bei einem sehr netten jungverheirateten -Ehepaar eingeladen; bei dem Abendessen hörte ich jemand sagen: „Es ist keine Frage, -daß die junge Frau gut kocht, wenn sie bloß die verwünschte Muskatblüte weglassen -möchte beim Spinat.“ Nein sie <em class="gesperrt">soll</em> gerade dies Gewürz in <em class="gesperrt">ihrem</em> Essen -haben, ebenso wie sie in allen andern Dingen ihren eigenen Geschmack haben sollen, -geradeso, wie ihr eigenes Wesen, so daß man auch merkt, daß man bei <em class="gesperrt">ihnen</em> ist. -Nur wenn das Essen nicht sauber oder nicht mit Sorgfalt zubereitet ist, oder nicht -mit einem freudigen Herzen dargeboten wird —, dann darfst Du Dich beschweren.</p> - -<p>Übrigens — da von Essen und Trinken die Rede ist: — fanden wir da kürzlich -ein altes Buch mit dem schönen Titel „Adelige Übungen, viertes Heft, mit dazugehörigen -Kupferstichen, gedruckt in dem Sal der Königlichen Buchdruckerei. Niclas -Wankyfs Druckerei. Anno 1690“. Darin stehet zu lesen: „<em class="gesperrt">Usus Globorum</em>, -das heißt: Den Nutzen, den man von den Globen in der Astronomie und der Geographie -hat: Von Skantz Oeconomia oder Wirtschafts- und Landwirtschaftsbuch: -Ärztebuch, Gartenbuch und zuletzt Kochbuch.“</p> - -<p>Karin beabsichtigt, Dir nach einem Rezept des letzteren ein Gericht zu kochen. Das -Rezept ist folgendes:</p> - -<p>„<em class="gesperrt">Kraft-Brühe.</em> Nimm 3 Rebhühner, 2 Kapaune, das Viertel eines Schafes, -eine Kalbskeule, schneide von allen das Fett ab, zerschlage die Knochen der Vögel, lege -alles zusammen in eine Zinn- oder Kupferflasche, ohne irgendwelche Flüssigkeit, tue den -Deckel fest darauf und verklebe ihn mit Brotteig. Laß das Ganze in einem Kessel voll -Wasser kochen, sieh aber zu, daß der Deckel der Flasche nicht ins Wasser kommt. Wenn -man nicht alles verderben lassen will, nimm die Flasche heraus, wenn es 12 Stunden gekocht -hat, siebe es durch ein Leinentuch und drücke den Saft gut aus.“</p> - -<p>Karin meint, daß es im ganzen einen Teller Suppe geben wird: aber wenn Du -diese Suppe erst verzehrt hast, denke ich, wirst Du heben können, was Du willst, wenn es -auch noch so schwer wäre. Sicherlich wirst Du leise in das Tischgebet einstimmen:</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">„<em class="gesperrt">Gestärkt</em> verlasse ich den Tisch,</div> - <div class="verse">hab’ Dank, o guter Vater.“</div> - </div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="16"></a></p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-018.jpg" width="400" height="540" alt="" /> -</p> - -<div class="image_left"> -<a href="images/appelblom.jpg" id="appelblom"><img src="images/illu-019.jpg" width="500" height="952" alt=""/></a> -<span class="antiqua">Apfelblüte.</span></div> - -<div class="image_right"> -<span class="antiqua">18 Jahre!</span> -<a href="images/age_of_seventeen.jpg" id="age_of_seventeen"><img src="images/illu-020.jpg" width="500" height="1091" alt=""/></a> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="17"></a></p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-021.jpg" width="400" height="547" alt="med „klängingen“" /> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="18"></a></p> - -<p class="drop-cap">Wenn die Kinder im Bett waren und die Dienstmädchen sich auf ihr Kämmerchen -neben der Waschküche verzogen hatten, pflegten Karin und ich uns im Eßzimmer besonders -wohl zu fühlen. Ich las ihr etwas vor, während sie die Löcher und Risse flickte, -die im Laufe des Tages in den verschiedenen Kleidungsstücken der Gören entstanden -waren. Jetzt, seitdem ich ein gar zu unwohnliches Garderobenzimmer zu einer Art Atelier -umgemodelt habe, sitzen wir meistens dort. Es liegt in einer Reihe mit den beiden Schlafzimmern, -und von da aus kann Karin ihre Kleinen hören, wenn sie aufwachen und eines -beruhigenden Wortes, eines Kusses oder einer Abreibung bedürfen, sofern ihnen zu -heiß ist, um einschlafen zu können.</p> - -<p>An den sonnigen, regenfreien Tagen essen wir unter der großen Birke hinter dem -Wohnhaus. Weißt Du, diese Birke ist das schönste von allem! Wenn dieser Baum nicht -wäre, hätte die ganze Besitzung gar keinen Wert für mich. Er gibt einen so herrlichen -Schatten, und es ist dort gerade so ein ganz klein wenig zugig, so viel, daß sich weder -Mücken noch Motten dort wohlfühlen.</p> - -<p>Die Manieren sind dort noch ungezwungener, und die Kleinen mit den bloßen Füßchen -verzehren dicke Milch mit einem Eifer, der himmlisch ist. Und wie sie sich unterhalten -und herumtummeln! Wenn Karin jemand klar machen will, wie wundernett es -ist, sich mit der munteren Schar abzugeben, pflegt sie mit leuchtenden Augen, voll Überzeugung -zu sagen: „Es macht viel, viel mehr Spaß, als ins Theater zu gehen!“</p> - -<p>Als ich heute mit hausväterlicher Würde zwischen ihnen saß und so erbaulich wie -möglich versuchte, ihnen auseinanderzusetzen, daß es Gottes Fügung war, daß der einfache -Soldat Bernadotte aus Pau König von Schweden und Norwegen wurde, und -daß dies sicher auf einem Blatt im Buche des Schicksals vorher bestimmt gewesen sei, -sagte Lisbeth mit einer unnachahmlichen Schulterbewegung: „König? Ah, man verheiratet -sich ganz einfach mit einer Prinzessin und die Sache ist fertig!“</p> - -<p>Es ist ja gewiß recht dumm, aber man muß darüber lachen. Und so sind sie immer. -In der Schule fragte der Lehrer, was man unter „Schmarotzer“ verstehe — nach meiner -Ansicht nichts, was man den Kindern beizubringen braucht! — Keiner in der Klasse -konnte diese Frage beantworten, außer Pontus, der einen Finger hochhielt (das Schäfchen) -und sich dann äußerte: „Ja, das sind solche, die immer im Sommer zum Besuch -kommen, wenn man auf dem Lande wohnt“ ... Als mir dies erzählt wurde, lachte ich -wahrlich nicht.</p> - -<p>Ein anderes Mal gab Lisbeth folgendes zum besten: „Ich hatte gestern Namenstag -und <em class="gesperrt">Pontus</em> heute, wir sind beinahe Zwillinge.“</p> - -<p>Also — um auf meine Hütte zurückzukommen, können wir ja auch so tun, als wäre -draußen ein Platzregen und wir müßten in der „guten Stube“ Kaffee trinken.</p> - -<p>Diese Stube ist der Tempel der Faulheit.</p> - -<p>Hier auf dem Sofa hat vorhin ein Mann seine vor Faulheit gebrochenen Glieder -ausgestreckt und sowohl seinen Körper als seinen Geist in wonnigem Nichtstun gedehnt; -und dieser Mann schämt sich jetzt, hier einem — nehmen wir an — <em class="gesperrt">großen</em> Publikum -solches zu beichten.</p> - -<p><a class="pagenum" title="19"></a></p> - -<p>Es ist mir wahrlich, wenn die Gewissensbisse zuweilen sehr schlimm sind, ein -großer Trost, zu wissen, daß mein Hund <em class="gesperrt">noch</em> fauler ist als sein Herr.</p> - -<p>Außer der Faulheit und der Treue teilt er mit mir noch eine Eigenschaft, nämlich -seine Vorliebe für Hühner. Er kann kein Huhn sehen, ohne sofort hinter ihm herzulaufen, -und trotz meiner energischen Kommandorufe, welche meine ganze Willenskraft -und meinen vollen Zorn in sich vereinen, ist das Huhn mit einem Biß ins Jenseits -befördert. So, als hätte es nie existiert.</p> - -<p>Ich versuche jedesmal, ihm die Untugend durch eine gehörige Tracht Prügel auszutreiben. -Aber es hilft nichts. Da sagte mir so ein Weiser, wie sie uns mitunter -auf unserm Lebenspfade begegnen, daß es nichts leichteres gäbe, als dem abzuhelfen.</p> - -<p>„Binde dem Hund das totgebissene Huhn um den Hals, und wenn es da gehangen -hat, bis es anfängt, übel zu riechen, da, glaube ich, hat der Hund für alle Zeiten den -Geschmack an Hühnern verloren.“</p> - -<p>Kaum war der Rat erteilt und von mir angenommen, als ich die wilde Jagd in -Hauptmann Linderdahls Hühnerhof hörte. Es war ein außerordentlich fettes, gesprenkeltes -Huhn, welches sein Leben hatte hergeben müssen. Ich befolgte den Rat des -Weisen, und führte das arme Hundevieh so ausgestattet an einer Kette durch das ganze -Dorf. Hin und wieder gab ich ihm einen kleinen Hieb, um ihm meine Absicht begreiflicher -zu machen.</p> - -<p>Etwas so Jämmerliches sah die Welt noch nie. Die ganze Bevölkerung war Zeuge -dieser schandbaren Prozession. Das Huhn zwischen den Vorderbeinen, mit eingezogenem -Schwanz und düsterem Blick, so wurde der Hund vorwärts getrieben. Das Jungenspack -jubelte. Mein Herz krümmte sich. Endlich, zu Hause angelangt, wurde er an die -Kette gelegt.</p> - -<p>Als ich nach einer Weile herauskam, um mich voller Grausamkeit in aller Stille an -seiner Schmach zu weiden ... war das Huhn bis auf den letzten Rest verzehrt, und -Kapo kam auf mich zu voller Dankbarkeit, mit dem Schwanze wedelnd, um mir verständlich -zu machen, wie <em class="gesperrt">ausgezeichnet</em> ihm das Huhn geschmeckt habe.</p> - -<p>Du reizender Kapo! Du verwöhnter Liebling der Familie!</p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-023.jpg" width="250" height="230" alt="Kapo" /> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="20"></a></p> - -<p class="drop-cap">Da Suzanne gerade im Salon ist bei ihren geliebten Blumen, nehme ich die Gelegenheit -wahr, eine oft an mich gerichtete Frage zu beantworten, nämlich die, ob meine -Kinder „Talente besitzen“. Gar keine! Sie sind, Gott sei Dank, so wie die Leute im -allgemeinen. Anfangs glaubte -man, daß Suzanne eine Künstlerin -werden würde. Diese Meinung -kam auf, nachdem sie dieses -und ähnliche Bilder vollbracht -hatte:</p> - -<p class="figleft"> -<img src="images/illu-024.jpg" width="400" height="228" alt="" /> -</p> - -<p>Seitdem haben alle die andern -Kinder auch Figuren gezeichnet, -und immer sollten sie Papa und -Mama vorstellen.</p> - -<p>Als ich klein war, zeichnete -ich nur Offiziere und Birnen, das war wohl das, was mir am besten gefiel. Und mit -diesem Fünkchen Talent habe ich es allmählich soweit gebracht, daß ich richtige Bilder -male, die mir meine Freunde abkaufen.</p> - -<p class="drop-cap">Bitte, sei so gut und tritt näher in mein Atelier! Wenn ich jemand da hineinkomplimentiere, -so geschieht das nur aus purer Höflichkeit und mit dem geheimen Wunsch, -daß Betreffender irgend einen Grund finden möge, dieser Einladung <em class="gesperrt">nicht</em> Folge -zu leisten.</p> - -<p>Denn es ist für beide Teile angenehmer, wenn ich bei der Atelierbesichtigung nicht -zugegen bin, damit die Leute ungestört und nach Herzenslust darin kritisieren können. -Sie dürfen meinetwegen herzlich gern „finden“, so viel und was sie wollen.</p> - -<p>Es ist unmöglich, allen zu gefallen. Wer <em class="gesperrt">den</em> Versuch macht, der gefällt keinem, -schrieb mir mal der selige Professor Scholander. Also, Du wirst mir eben so lieb sein, -auch wenn Dir meine Kunst kein Vergnügen bereitet, aber sei um alles in der Welt -nicht <em class="gesperrt">bös</em>, weil ich nicht ganz nach Deinem Geschmack malen kann; — so etwas war -auch schon da. — Denn dann finde ich, daß Du ein wenig dumm und sehr ungerecht bist.</p> - -<p>Zurzeit ist es kein Risiko, einen Blick hineinzuwerfen. Es steht weiter nichts -drin als eine alte Studie von Lisbeth und eine Skizze zu einem der Wandgemälde -für die Mädchenschule in Gotenburg. Es ist die alte Anna, die dort als Modell für -eine Hausfrau aus dem fünfzehnten Jahrhundert sitzt.</p> - -<p>Die Anna gehört nicht zu meinen Verehrerinnen, sie findet, daß ich sie so alt -„abmale“: und sie ist doch <em class="gesperrt">nur</em> neunundsechzig Jahre alt (wie sie sagt).</p> - -<p>Ihr verdanke ich die Entdeckung, daß die Hütte ihr Gespenst hat. Eigentlich muß -man Kapo die Ehre dieser Entdeckung lassen. „Denn die Tiere sehen, was unseren -Blicken verborgen ist,“ so sagt wenigstens Anna. Während der langen Wintermonate, -die wir in Stockholm verbringen, wird die Hütte von Anna und Kapo versorgt und<a class="pagenum" title="21"></a> -bewacht. Eines Nachts fuhr Kapo aus dem Schlaf, zitternd, bellend und winselnd, und -das, was die Alte da über den Fußboden schreiten sah —, ja, das war das Gespenst -der Hütte! Jetzt kennt und weiß es die ganze Gemeinde; und hat seitdem um die Weihnachtszeit, -während der wir stets in Sundborn sind, irgend einer der Dorfbewohner -etwas bei uns zu suchen, so benutzt er sicherlich die kurze Zeit am Tage, wo es noch -hell ist, um die Hütte nicht nach Eintritt der Dunkelheit betreten zu müssen.</p> - -<p>Ja, auch ich habe das Gespenst wohl bestimmt <em class="gesperrt">gehört</em>. Aber <em class="gesperrt">gesehen</em> hab’ -ich es nie.</p> - -<p>Als ich meinen Kindern einmal erzählte, daß es aussehe wie eine alte magere -Frau, in einer Mütze mit langen Bändern unter dem Kinn — uhh — mit, man weiß -nicht was — uuhh — in ihrer gestreiften Schürze, da schrieen sie mir alle, wie aus -einem Munde entgegen: „Nein, so sieht es ganz und <em class="gesperrt">gar nicht</em> aus. <em class="gesperrt">Es ist ein -schwarzer Mann mit glühenden Augen!</em>“ Ich muß wirklich gestehen, -daß ich mich furchtbar schämte darüber, daß ich so wenig über das Aussehen meines -eigenen Gespenstes orientiert war! Meinetwegen darf es ja freilich aussehen wie es -will; ich sage nur, „Gott segne es, weil es so viel dazu beigetragen hat, die Poesie -der Hütte zu erhöhen“.</p> - -<p>Aber, wir wollten uns ja im Atelier umsehen: Du siehst einen alten gestützten -Tisch, der einige Jahrhunderte hindurch wohl noch ausreichen wird. Auf dem kolossalen, -alten Lehnstuhl dort, der sicherlich wenigstens zwei Jahrhunderte hinter sich hat, -habe ich gesessen und alle die Bilder gezeichnet für „Sehlstedts Lieder“ und Victor -Rydbergs „Singoalla“. Er leistet einem ordentlich Gesellschaft, denn er spricht und -räsonniert während der ganzen Zeit, die man dasitzt, vor sich hin. Er hat die gleichen -Eigenheiten und Manieren, wie die meisten Alten.</p> - -<p>„Du warst ein Windhund und Durchgänger, Carl Larsson,“ sagt er, „glaube nur, -ich weiß schon Bescheid über Deine Vergangenheit. Du bist ein ganz verwöhnter -Schlingel, der immer gelobt wurde, statt etwas auf die Finger zu bekommen. Und wie -unverschämt Du ältere Leute wie mich behandelst! Es geschieht Dir ganz recht, wenn -Du jetzt getadelt wirst, gerade, wenn Du <em class="gesperrt">versuchst</em>, etwas Ehrbares aus Dir zu -machen. Und jammerst Du auch etwas, so verringert das doch keineswegs Deine große -Schuld. Sei dankbar für die Schläge, Tunichtgut!“ ...</p> - -<p>Ho, ho, ist das ein alter Nörgler. Mitunter wird er so unangenehm, daß ich fortgehen -muß. Dann wird er ganz still und verlegen. Im Grunde genommen mag er -mich wohl doch ganz gern leiden. Das habe ich gemerkt, wenn ich zuweilen in einem -Augenblicke tiefsten Mißmuts meinen Kopf an seine eine Seitenlehne legte, denn da -fühlte ich es so weich und sanft. Und deutlich hörte ich ihn dann murmeln: „Weine -Dich ruhig aus, mein Junge, aber nimm Dich in acht, daß es niemand merkt!“</p> - -<p>Vielleicht ist es unfein von mir, das Verhältnis zwischen dem alten Lehnstuhl und -mir der Öffentlichkeit preiszugeben. Aber nein, wieso!</p> - -<p>Am Paneel läuft ein Wandfries entlang, der das Leben des Erlösers darstellt. -Es ist ein im vorigen Jahrhundert gemaltes Bauerngemälde aus der Provinz Halland.<a class="pagenum" title="22"></a> -Alle Personen außer Christus selbst, in der damaligen Tracht jenes Landes. Es besitzt -dieselbe ursprüngliche Naivität und Grazie wie Giottos Fresken, aber für mich hat -es ein weit höheres Interesse.</p> - -<p>Diese schwedischen Bauernmaler aus dem Ende des vorigen Jahrhunderts sind -es, die mir, ich gestehe es offen ein, als Vorbild dienen. Denke zum Beispiel an die -alten Gemälde, die man in den Bauernhöfen hier in Dalarna oder in Norrland findet. -So ein tiefes, ernstes Gefühl, gepaart mit einem so drastischen, gesunden Humor. Und -welch’ nationales Stilgefühl! Sie sind für mich ein weit kostbarerer Schatz, als es die -Erzgrube von Gellivara jemals für jemanden werden kann.</p> - -<p>So, jetzt machen wir kehrt. Du wunderst Dich über die hohe Säule an dem Sofa. -Das ist mein Farbenschrank, richtig schlau eingerichtet, mit Fächern und Namen der -Farben versehen; obendrauf sitzt ein Mann, nach meiner Zeichnung von Tischlermeister -Bergström ausgesägt. Auf die Schiebetür habe ich mein Teuerstes (<em class="gesperrt">meine</em> Karin) -gemalt.</p> - -<p>Seit einiger Zeit bin ich damit beschäftigt, mir einen richtigen, großen Kasten -von Atelier zu bauen, mit Nordlicht und viel Platz, damit man sich ordentlich darin -bewegen kann. Seitdem nun dieses seiner ursprünglichen Bestimmung entzogen ist, -nennt man das neue nur noch <em class="gesperrt">das</em> Atelier. Das, in dem wir uns jetzt befinden, hat nach -und nach einen ganz anderen Charakter angenommen und ist der Arbeitssaal der -Kinder geworden. Die Jungens hobeln und hämmern, und Suzanne webt darin.</p> - -<p>Hier pflegen wir den Weihnachtsheiligabend zu feiern. Und dann ist hier echte -Weihnachtsstimmung, mit den beiden Alten und all den Kindern und den netten Dienerinnen -und dem braven Johann. Und hier sitze ich wie ein Patriarch und verteile alle -„Julklapps“. Von allen für alle. Im Kamin knistert und knastert das lange -Klafterholz, und mitten im Saal steht die schönste der Tannen, die wir am Morgen -aus dem Walde geholt haben.</p> - -<p>Du herrliches Weihnachtsfest hier oben im hohen Norden. Wie rein und -heilig du bist!</p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-026.jpg" width="300" height="169" alt="" /> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="23"></a></p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-027.jpg" width="200" height="200" alt="Kiefer" /> -</p> - -<p class="drop-cap">Übrigens bei dieser kleinen Vignette will ich Dich einen Augenblick mit hinausnehmen -auf den Hof. Da war, als wir hierher kamen, nicht viel Grünes zu sehen. -Aber ich schaffte die Schlacken hier und da beiseite, kaufte gute Muttererde, womit -ich die Gräben ausfüllte, und setzte Pflänzlinge von Birken, Linden, Kastanien, -Weiden, Weißdorn, Berberitzen und anderen „dummen Ziersträuchern“, Erlen, -Holunder, Faulbaum, Espen, ja sogar Eichen, Apfelbäume, Jasmin, Rosen, Stachel- -und Johannisbeersträucher, eine kleine Fichte und eine kleine Kiefer. Diese kleine -Zeichnung stellt die zuletzt genannte dar, wie sie im Winter aussieht, geschützt durch -einige lange Klafterhölzer. Alle sind gut gediehen, nur diese eine nicht. Sie steht -jetzt im achten Jahr und lebt ihr kleines, elendes Leben, aber sie ist mein liebstes -Kind. Jeden Morgen besuche ich sie zuerst, um zu sehen, ob sie nicht über Nacht etwas -gewachsen ist.</p> - -<p class="drop-cap">Anna und die Köchin sind zwei Potentaten, denen es schwer wird, sich unter -einer Decke wohlzufühlen. Unter der Küchendecke nämlich.</p> - -<p>Die Alte will im Winter dort in der Wärme wohnen, und wenn ihr Bett herausgeschleppt -wird und Emma hineinzieht, wird es ihr jedesmal von neuem schwer. -Darüber sind sie sich aber einig, daß die Küche der einzige, noch „vernünftige Raum“ -im Hause ist. Diese Küche ist nämlich außerordentlich stillos, aber sauber und für ihre -Zwecke einigermaßen gemütlich geordnet. Eines Winters sollte während unserer Abwesenheit -etwas renoviert werden, da nahmen sie die Gelegenheit wahr, den alten, -aus gewaltigen Steinblöcken gemauerten Herd beiseite zu schaffen, um statt dessen -diesen lächerlich-jämmerlichen Eisenkasten hinzustellen, geschmückt mit Ornamenten, -schaurigen, gefühllosen Schnörkeln, und (— schöner Gedanke, woher bekamst du ihn, -du Bosinders Mechanische Werkstatt?) — Thorwaldsens „Nacht!“</p> - -<p>Diese Eisenblechbepanzerung statt des alten, gemauerten Herdmantels! — Zuerst, -als ich diesen Vandalismus entdeckte, war ich alles andere, als gut gelaunt. Um die -heiligen Steine des Herdes zu retten, baute ich aus ihnen zwischen zwei Kirschsträuchern -im Garten eine Bank und einen Tisch, wo wir im Sommer unsern Nachmittagskaffee -zu trinken pflegen.</p> - -<p>In der Küche seht ihr meine älteste und meine jüngste Tochter mit Buttern beschäftigt. -Denke mal an, wie gut für Suzanne, Kerstis sichere und feste Unterstützung -zu genießen! Willst Du wissen, wie das kleine Kätzchen heißt? Es heißt Hans.</p> - -<p><a class="pagenum" title="24"></a></p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-028.jpg" width="300" height="554" alt="" /> -</p> - -<div class="image_left"> -<a href="images/sjusoverskans_dystra_frukost.jpg" id="sjusoverskans_dystra_frukost"><img src="images/illu-029.jpg" width="600" height="843" alt="" /></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Das Frühstück der Siebenschläferin.</span></p></div> - -<div class="image_left space-above"> -<a href="images/koeket_av_carl_larsson_1898.jpg" id="koeket_av_carl_larsson_1898"><img src="images/illu-030.jpg" width="600" height="400" alt=""/></a> -<p class="right"><span class="antiqua">In der Küche.</span></p></div> - -<p><a class="pagenum" title="25"></a></p> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/illu-031.jpg" width="600" height="734" alt=""/> -<p class="caption">Lebende Bilder.</p> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="26"></a></p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-032a.jpg" width="400" height="285" alt="" /> -</p> - -<p class="drop-cap">Die entzückendsten Szenen aber spielen sich im Schlafzimmer der Kinder ab. -Karins Vergleich mit dem Theater war kein Zufall.</p> - -<p>Über dieses Zimmer äußerte sich einst Tante Emmy, als ich (um mehr Luft zu -bekommen) das feine platte Dach herunter gehauen, ein Seitenfenster zugebaut, kleine -Fensterscheiben in der Vorderwand angebracht und die fast neuen Tapeten mit einem -weißen Anstrich versehen hatte, daß <em class="gesperrt">sie</em> auf keinen Fall in einem solchen Gefängnisloch -schlafen möchte.</p> - -<p>Nein, Tantchen, wiederhole das nicht noch einmal!</p> - -<p>Ihr seht doch, daß es auf dem Bilde ein Sonntagmorgen ist. Es heißt, es <em class="gesperrt">wurde</em> -ein solcher. Mein geliebtes Weib war soeben nach einer schweren und ernsten Krankheit -vom Tode errettet. Sie hatte die Kinder wieder zu sich hereinbekommen; und -da so alles wieder Glück und Freude war, verbreitete dieser Glücksschein seinen goldenen -Schimmer sowohl über die Kinderschar wie über die Wände und die Decke.</p> - -<p>Das leuchtet Euch doch gewiß ein.</p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-032b.jpg" width="400" height="308" alt=""/> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="27"></a></p> - -<p class="drop-cap">Unter der Hütte hausen Ratten und eine Ameisengemeinde. In der Dielenfüllung -führen Bienen das Regiment. Ihren Ein- und Ausgang bewerkstelligen sie dadurch, -daß sie zwischen zwei Wandbalken hin- und herlaufen.</p> - -<p>Gleich nach unserer Übersiedelung nach hier hing ich drei Starenkästen in die -Bäume, und sehr bald war der in der großen Birke von einem Starenpaare bevölkert. -In zwei von den Kästen nisten zu unserer Freude diese netten Vögel regelmäßig -im Frühjahr. Den dritten hat Sperlingspack erobert.</p> - -<p>Wo aber die Fledermäuse hausen, die -abends um unsere Hütte flattern, weiß ich nicht.</p> - -<p class="figright"> -<img src="images/illu-033.jpg" width="250" height="196" alt=""/> -</p> - -<p>Ich wußte nicht recht, wo ich diese Zeichnung -hinbringen sollte, aber mein Lieber, Du -gestattest, daß ich sie hier einschiebe. Sie stellt -meine Frau dar, wie sie mir die Haare schneidet -da draußen auf dem Schlackenhügel, so im -Spätherbst, wenn wir nach Stockholm zurückzukehren -gedenken und ich so aussehe, daß -niemand in meiner Gesellschaft die Eisenbahn -benutzen kann.</p> - -<p class="drop-cap">Eben als ich dieses schrieb, zogen Donner und Blitz über das Dorf Sundborn hin. -Es war ein richtiger Platzregen, und das war ein Segen nach der langen Dürre. Jetzt -bestrahlt die Sonne mit ihrem weichen, warmen Glanz das nasse Laub, welches sich so -schön abhebt von der noch grollenden schweren Gewitterwolke, die noch immer hinter -dem Wättberg steht.</p> - -<p>Ich nehme Papier, Tintenfaß und Feder mit, um unter der großen Birke fortzufahren.</p> - -<p>Was möchtet Ihr nun wohl noch wissen?</p> - -<p class="drop-cap">Alle Gedenktage werden bei uns in der gleichen Weise gefeiert. Frühmorgens, -spätestens um fünf Uhr, fängt es mit Pulverdampf und Böllerschüssen an.</p> - -<p>Die Jungens aus Bjus und des Müllers Svea spielen auf Gitarre und Geige -das Lied vom „Neck“, welches Anna Sundin, die im Dorf die schönste Stimme hat, -mit ihrem Gesang begleitet.</p> - -<p>Einst wurde auch ich so gefeiert an einem Olofstag. Ich war ganz unvorbereitet, -denn wer in aller Welt konnte ahnen, daß jemandem dieser, mein überzähliger Name -bekannt sei, und daher hatte ich auch meine Gefühle nicht in eine auf einen solchen -Belagerungszustand gerichtete Stimmung versetzt. Ich heulte, und es pochte in mir vor -Bewegung, als mir eins der Kinder einen von Mama gedichteten Vers vortrug, worin -die Rede davon war, wie edel, wie über alle menschlichen Begriffe erhaben ich sei, -o ... wir wollen lieber nicht davon reden.</p> - -<p><a class="pagenum" title="28"></a></p> - -<p class="drop-cap">Es ist keine Kleinigkeit, etwas über Wände, Fenster und Decken zu schreiben. -Deshalb empfinde ich es als eine Erholung, mit Dir einen Spaziergang durchs Dorf -zu machen. Wir hätten ein Stück den Bach herunter rudern können und zusehen, -wenn die Kinder baden. Da ist eine gute Badestelle. Der Platz heißt „das Lärmeiland“ -und gehört mir jetzt als Eigentum. Seit jener Zeit, in der ich frühmorgens die -Jungens direkt aus den Betten dort hinaus mitnahm (wir ruderten hinüber — zuerst -warf ich die Kinder, dann mich selbst in die Tiefe —) ist es die allgemeine Badestelle -für die ganze Gegend. Im Sommer krabbelt und wimmelt es da drüben -den ganzen Tag von nackten schönen Gestalten. Sie machen sich ein Sprungbrett, und -es klatscht und plumpst und spritzt hoch auf; sie klettern hinauf in die Kähne, balancieren -dort einen Augenblick, fallen pardautz ins Wasser und kommen pustend, -schreiend und lachend wieder -heraus.</p> - -<p class="figleft"> -<img src="images/illu-034a.jpg" width="350" height="232" alt=""/> -</p> - -<p>Und meine beiden Nachen -sind während des ganzen Tages -verliehen, verliehen nach Reih’ -und Ordnung an die Jungens -und an die Mädels.</p> - -<p>Am 15. August fängt das -Krebsfischen an. Dann ist es, -als sei neues Leben in uns gekommen. -Alle Netze und Angelruten -sind bereit, und wenn die -Uhr Mitternacht schlägt, rudere -ich hinaus, das Wetter mag sein wie es will, und in tiefschwarzer Nacht versenke -ich die Netze in das <em class="gesperrt">noch</em> schwärzere Wasser, schlafe dann bis fünf Uhr, um welche -Zeit die größeren Kinder geweckt werden; und dann ziehen wir die Netze ein, während -die Sonne wie ein <em class="gesperrt">Eier</em>kuchen über den Schilfwipfeln aufsteigt.</p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-034b.jpg" width="300" height="122" alt=""/> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="29"></a></p> - -<div class="chapter"> -<p class="figcenter space-above"> -<img src="images/illu-035.jpg" width="300" height="300" alt=""/> -</p> - -<p class="location-date"> -<em class="gesperrt">Sundborn</em>, im Sommer 1902.</p> -<h2 class="nobreak">Karin.</h2> -</div> - -<p class="drop-cap">Streng genommen, wäre ich vor fünfzig Jahren geboren. Aber mein eigentliches -Dasein fing im Jahre 1882 an. Denn da trafen wir uns in Frankreich, -Grèz-par-Nemours: Karin und ich.</p> - -<p>Singdudelidudelidudelidej!</p> - -<p>Ein lang aufgeschossener Norweger und ich lebten ein glückliches Kameradschaftsleben, -als einzige Skandinavier zwischen den anderen Ausländern, dort in der -kleinen Künstlerkolonie, als wir von Madame Laurent hörten, daß eine Schar Malerinnen -zu uns herauskommen wollte. „Dann laufen wir weg!“ sagte ich zu Lundh; -aber <em class="gesperrt">er</em> wollte sie sich erst ansehen.</p> - -<p>Wir gingen nach dem Bahnhof, um ihnen zu begegnen. Es waren zwei „Fuhren“. -Wir begrüßten sie, und sagten einige freundliche Worte. Als wir auseinandergingen, -sagte ich zu Lundh, daß es schade sei, daß Fräulein Bergöö eine solche Kartoffelnase habe.</p> - -<p>Bei mir zu Hause machte ich Versuche, die senkrechte Wand hinaufzulaufen — -und ich <em class="gesperrt">tat</em> es auch.</p> - -<p>Da wurde mir klar, daß ich in Karin Bergöö verliebt war.</p> - -<hr class="tb" /> - -<p>Darauf folgte so viel. Der Sommer verging, mit <em class="gesperrt">wenig</em> Malerei, aber viel -Esserei, Tanz und ... vielem, vielem noch.</p> - -<p>Und dann kamen die Kostüm- und Maskenfeste. Auf einem solchen sollte der -lange Lundh der „Letzte der Mohikaner“ sein. Er hatte sich zwei Pferdeschwänze gekauft -und dachte, daß diese gemeinsam mit einer Schwimmhose und roter Farbe die -Erscheinung, wie man zu sagen pflegt, „illusorisch“ machen würde. Ich sollte den -Freundesdienst der Bemalung übernehmen. Es war Pastellmalerei.</p> - -<p>Während dieser Arbeit vertraute mir der eingebildete Mensch an, daß die kleine -Karin Bergöö ihn angesehen habe, mit Blicken ...</p> - -<p><a class="pagenum" title="30"></a></p> - -<p>Ich war gerade mit seinem Rücken beschäftigt, so daß er <em class="gesperrt">meine Blicke</em> nicht -sehen konnte. Jetzt bemalte ich ihn nicht länger, sondern wechselte die Technik und -<em class="gesperrt">zeichnete</em> mit Kreide. Ich wählte die blauen, weil es die härtesten waren, und -drückte sie erbarmungslos hinein in seine zarte Haut, aber dieser Teufel ertrug die -Martern wie ein echter Indianer. Nun ja, wenn sein armer Leib auch litt, was war -seine Pein gegen die Qual meiner Seele!</p> - -<p>Immerhin muß dies meinem Wesen etwas, ich weiß nicht was, verliehen haben, -wodurch die Sache ihrem Ziele näher gebracht wurde, denn gerade bei diesem Maskenfest -bekam ich eine Ahnung davon, <em class="gesperrt">wer</em> der rechte war.</p> - -<p>Lundh war es jedenfalls durchaus nicht.</p> - -<p>Als Karin mir einige Tage später (auf ihre niedliche Art) einen Antrag machte, -gab ich ihr mein Jawort.</p> - -<p>Und dann malten wir die „<span class="antiqua" lang="fr" xml:lang="fr">mère Morot</span>“ zu gleicher Zeit.</p> - -<p>Die Schuppen fielen mir von den Augen! Bis dahin hatte ich keine Form in mein -sogenanntes Talent hineinbekommen, aber jetzt schuf ich, wie ich annehme, gleich ein -kleines Meisterwerk.</p> - -<p>Denn ich erhielt einen Preis für das Bild, ein Kaufangebot vom französischen -Staat und durch Vermittelung meiner Freunde Birger und Pauli wurde es telegraphisch -an Pontus Fürstenberg verkauft.</p> - -<hr class="tb" /> - -<p>Für das Geld kaufte ich mir eine Uhr, und für das, was übrig blieb, fuhr ich nach -Hause und verheiratete mich. — —</p> - -<p>Karin war schon seit vielen Monaten zu Hause, um die Handtücher zu säumen. Und -da wurden wir in den Kirchen aufgeboten — und der Freier kam nicht. Die Frist war -fast verstrichen, und es wurde fraglich, ob das Aufgebot nicht wiederholt werden müßte.</p> - -<p>Aber endlich kam ich in gewaltigem Staat und herrlicher Pracht, mit goldener -Uhr, blauer Weste und ebensolchen Beinkleidern.</p> - -<p>Mein Schwiegervater, ein Kaufmann, warf mich heraus, weil er glaubte, ich sei -ein Handlungsreisender, und diese Menschensorte war ihm verhaßt; aber ich klammerte -mich fest an den Türpfosten und sagte, wer ich sei. Ungern ließ er mich verweilen.</p> - -<p>Wenn ich jetzt das Bild dieses jungen einfältigen Mädchens betrachte, ist es mir -unbegreiflich, wie ich mich in so eine verlieben konnte.</p> - -<p>Aber das kam wohl daher, daß ich damals selbst noch jung und dumm war.</p> - -<p>Gewiß hatte sie schon zu jener Zeit ein wenig Lieblichkeit an sich, und im übrigen -wählt man seinen Lebenskameraden wohl immer „nach Gefühl“. Aber, wenn ich diese -Karin mit jener vergleiche, für die ich jetzt noch, nach fast zwanzigjähriger Ehe schwärmen -kann, daß ich fast verrückt werde: Ja dann.</p> - -<p>Von Jahr zu Jahr wird es hiermit schlimmer.</p> - -<p>Die Altertumsforscher verwundern sich so, wenn sie finden, daß die von den -Männern am heißesten geliebten Frauen stets im Alter zwischen vierzig und sechzig -Jahren standen.</p> - -<p><a class="pagenum" title="31"></a></p> - -<p>Ich verstehe das so gut. Karin ist jetzt dreiundvierzig Jahre alt, und wenn sie -sechzig wird, ist meine Liebe wahrscheinlich lästig.</p> - -<p>Weil dann noch die Eifersucht hinzukommt.</p> - -<hr class="tb" /> - -<p>Es ist mir doch noch in dunkler Erinnerung, daß sie niedlich war. —</p> - -<p>Und daß ich mein junges Weib im Brautstaat auf das Fleckchen Erde hinstellte, -wo ich mich zum ersten Male im Leben glücklich fühlte, und wo sich die ersten grünen -Sprossen an der bis dahin siechen Pflanze meiner Künstlerbegabung zeigten, in Laurents -Garten in Grèz-par-Nemours Dep. Seine und Marne, das wird Euch sicher -verständlich sein.</p> - -<p>Dorthin begaben wir uns unmittelbar nach der Hochzeit. Dort, wo ich meine -Braut in meinem eignen Reich empfing, war es wie im Märchen. Die alten Männer -und Frauen standen die Dorfstraße entlang voller Erwartung an ihren Gartenpforten, -und die Pensionäre der beiden Künstlerpensionate mit Bewohnern aus aller Herren -Länder gaben ein großes Fest. Essen mit Tanz, Bowlen und Toaste. Spada sang: -„<span class="antiqua">Ah che dolore, ah Mama mia</span> ...“ und „der Sarg“ (Coffin war sein englischer -Name) röchelte: „<span class="antiqua">John Browns body lays at mouldering in the grave</span> ...“</p> - -<p>Aber in der Nacht klang unter unseren Fenstern das schwedische Quartett: -„Welche Blitze aus den Augen Brunhildens ...“ und auf mir ruhten Karins dunkle -ernste Kuhaugen ...</p> - -<hr class="tb" /> - -<p>Gott gab mir mein liebes Weib Karin. Und sie gab mir die kleine Suzanne. — -Mein Leben war jetzt ebenso licht und freudig wie der Haarschopf der Kleinen.</p> - -<p>In einer Ecke des Ateliers stand versteckt das Randstück eines kassierten Bildes, -welches ich einst im Verdruß in Stücke geschnitten und unter Freunde und Bekannte -verteilt hatte. Aber ein Stück behielt ich selbst. Als bitteres Andenken. Unter anderem -war ein Rokokostuhl darauf gemalt. Darauf kleckste ich das Bild des kleinen -lachenden Würgels, festgehalten von ihrer Mutter.</p> - -<p>So setzte ich diesen lichten Punkt auf einen Hintergrund von Sorge, als Ausdruck -jubelnden Glückes!</p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-037.jpg" width="250" height="228" alt=""/> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="32"></a></p> - -<p class="figcenter space-above space-below"> -<img src="images/illu-038.jpg" width="400" height="414" alt=""/> -</p> - -<div class="image_left"> -<a href="images/mammas_och_smaflickornas_rum.jpg" id="mammas_och_smaflickornas_rum"><img src="images/illu-039.jpg" width="600" height="398" alt="" /></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Im Schlafzimmer der kleinen Mädchen.</span></p></div> - -<div class="image_left space-above"> -<a href="images/the_new_book.jpg" id="the_new_book"><img src="images/illu-040.jpg" width="600" height="404" alt="" /></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Das neue Buch.</span></p></div> - -<p><a class="pagenum" title="33"></a></p> - -<div class="figcenter space-above space-below"> -<img src="images/illu-041.jpg" width="450" height="599" alt=""/> -<p class="caption">Im Atelier.</p> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="34"></a></p> - -<div class="chapter"> -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-042a.jpg" width="300" height="203" alt=""/> -</p> - -<h2 class="nobreak" id="In_Paranthese">In Paranthese.</h2> -</div> - -<p>Es ist wieder einmal Schriftstellerwetter. Zum Malen taugt er nicht, dieser -Sommer 1902. Das heißt, es geht schon stark dem Spätherbst zu.</p> - -<p>Es gießt, und die ganze Natur macht den Eindruck einer nassen Kompresse. -Dennoch finden wir es herrlich, über die Wiesen zu wandern, weich auf dem schwankenden -Moos, wenn es unter den Füßen schwipp, schwapp sagt. Man geht der Nase -nach, den Bach entlang, man schlürft die neblige Luft, welche anscheinend die Lungen -vom Staube rein wäscht, in sich hinein. Und, denk einmal an, keine Mücken und -Schnaken, man kann sich ganz ungestört seines Lebens freuen.</p> - -<p>Und keine Vereine und dergleichen Überflüssigkeiten, erfunden von dem männlichen -Teil der Bevölkerung, welcher all’ dieses als Ausrede gebraucht, um sich in -Kaffeehäusern und Gasthöfen festkneipen zu können.</p> - -<p>Jetzt werde ich die Schuhe wechseln, in die Hütte hineinschlüpfen und von mir -und den Meinen schreiben! Wenn ich doch wenigstens, wie ein richtiger Schriftsteller, -zusammenlügen dürfte, soviel ich Lust hätte. Aber hier bin ich beauftragt, Euch alle -meine kleinen Familieninterieurs auf die Nase zu hängen. Abgesehen von der verdammten -Mühe, bedenkt doch meine persönliche Schüchternheit ...</p> - -<p class="figcenter space-below"> -<img src="images/illu-042b.jpg" width="300" height="301" alt=""/> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="35"></a></p> - -<div class="chapter"> -<div class="figcenter"> -<img src="images/illu-043.jpg" width="600" height="566" alt=""/> -<p class="caption">Ulf zu Pferde.</p> -</div> -<h2 class="nobreak" id="Ulf_und_Pontus">Ulf und Pontus.</h2> -</div> - -<p>In einer Oktobernacht, nachdem ich eine Stunde geschlafen hatte, wurd’ ich um -eins geweckt, und Karin sagte mit einem leidenden Lächeln: „Mein armer Junge, ich -hätte es Dir so gern gegönnt, etwas zu schlafen, aber Du wirst wohl Madame Chose -holen müssen“.</p> - -<p>In jener Zeit arbeitete ich am eifrigsten an meinem Triptychon, hatte Modelle -für das Gemälde von früh 8 Uhr bis nachmittags 5 Uhr, und für die Skulpturen von -8 bis 12 Uhr abends, so daß ich wirklich abgearbeitet war.</p> - -<p>Aber dieses war doch ein Beweis dafür, was für eine tapfere Seele meine Frau -ist, und das wollte ich hier nicht unerwähnt lassen. Eine Stunde später fand sich der -Junge ein.</p> - -<p>Als ich in dieser freien Republik und im sozialistischen 22. Revier der Stadt -Paris den Bengel Björn nennen wollte, wurde mir das mit der Bemerkung, daß -dieses kein Name sei, ganz einfach verweigert. (Daß er Pontus heißen sollte, wurde -mir erst einige Tage später klar!) Sie verwiesen mich auf sechs starke Bände, die<a class="pagenum" title="36"></a> -Namen der gesamten Christenheit und aller Heiligen enthaltend, worin ich nach der -Meinung dieser Beamtenseelen „<span class="antiqua">tout ce que fairait votre bonheur</span>“ finden würde. -Idioten!</p> - -<p>Ich nannte ihn vor Ärger auf der Stelle Robert, weil ich am selben Morgen von -jemanden diesen Namen mit der Bemerkung, daß er häßlich sei, hatte nennen hören.</p> - -<p>Jetzt aber steht er jedenfalls in dem schwedischen Kirchenbuch als Pontus Robert -eingetragen, während er in einigen Jahren aus den französischen Geburtslisten -aufgerufen werden wird als der „<span class="antiqua">Citoyen Robert</span>“ geboren von ausländischen Eltern.</p> - -<p><em class="gesperrt">Ulfs</em> Name <em class="gesperrt">träumte</em> ich. Obgleich damals statt seiner, seine Schwester Suzanne -ankam: <em class="gesperrt">Selbst</em> kam er erst zwei Jahre später.</p> - -<p>Ob diese Jungens irgendwelche militärische Veranlagung besitzen, wird sich zeigen, -wenn „jemand unseren Felsen zu nahe kommen sollte“. Ich für meine Person -hoffe, daß sie tapfer in und durch das Leben wandern werden, um einmal, wenn der -Zeitpunkt da ist, dem Tode mit Ruhe ins Auge schauen zu können. Ich erinnere sie -an die Worte unserer heidnischen Vorfahren:</p> - -<p><em class="gesperrt">Es gibt nur ein Unglück, und das ist die Schande.</em></p> - -<div class="figcenter space-below"> -<img src="images/illu-044.jpg" width="300" height="428" alt=""/> -<p class="caption">„Papa, ich esse Waffeln!“</p> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="37"></a></p> - -<div class="chapter"> -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-045a.jpg" width="400" height="529" alt=""/> -</p> -</div> - -<p>Kersti ist das liebenswürdigste kleine Kind, welches es gibt. Wenigstens kann man -sich kein braveres denken. Sie ist immer vergnügt und langweilt sich nie, ganz gleich, -ob sie mit Kameraden oder Geschwistern spielt oder ob sie allein ist. Vor einigen Jahren -war sie zart und durchsichtig. Wenn sie uns damals weggerafft wäre, hätten wir -das ganze natürlich gefunden und wir wären davon überzeugt gewesen, daß sie bei der -Jungfrau Maria als Hofdame einherginge. Denn ein solch’ kleines Juwel zu entbehren -hätte selbst das Himmelreich sich nicht leisten können. Alles, was sie in die -Hände bekommt, wird ein Spielzeug. Und oft redet sie in Reimen und Versen.</p> - -<div class="figcenter space-below"> -<img src="images/illu-045b.jpg" width="600" height="282" alt=""/> -<p class="caption">Bei der Arbeit.</p> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="38"></a></p> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/illu-046a.jpg" width="600" height="394" alt=""/> -<p class="caption">Liebhabertheater.</p> -</div> - -<div class="chapter"> -<h2 class="nobreak" id="Brita_und_ich">Brita und ich.</h2> -</div> - - -<p>So, jetzt wurde ich der Kleinen habhaft und zufällig gerieten wir vor den Spiegel. -Welch’ ein Motiv! Ohne Brita erst los zu lassen, ordnete ich eine Staffelei, langte mir -ein Papier und ergriff eine Feder.</p> - -<p>Und, ha, ha, ha, wie fand es Brita lustig — die ersten fünf Minuten. —</p> - -<p>Die übrige Zeit der Sitzung, welche acht Tage dauerte (das heißt, nachts schliefen -wir und da ließ ich das Gör los), schrie sie aus Leibeskräften.</p> - -<p>Denkt Euch, mit dieser kleinen Wildkatze, heulend, an den Haaren ziehend, (ja!) -und Fußtritte austeilend, und bei alledem mit Hand und Auge sicher die Linien mit -Feder und Tusche ziehen zu sollen. Ja, ja, Ihr!</p> - -<p>Und dann noch mein linker Arm, der geradezu wie gelähmt wurde! Dieses war -ein Rekord in seiner Art.</p> - -<p>Wenigstens meiner eigenen, bescheidenen Meinung nach.</p> - -<p class="figcenter space-below"> -<img src="images/illu-046b.jpg" width="180" height="121" alt=""/> -</p> - -<div class="chapter"> -<p><a class="pagenum" title="39"></a></p> - -<h2 class="nobreak" id="Ferienaufgaben">Ferienaufgaben.</h2> -</div> - -<p>Das Bild hat wohl bald eine <em class="gesperrt">historische</em> Bedeutung, denn ich bin gewiß, -daß unser jetziger Kultusminister, der frühere Rektor meiner Jungens, diese Unsitte -abschaffen wird.</p> - -<p>Sieh diesen armen Jungen, Pontus, an, der hier sitzt und sich zu den Vögeln -hinauslehnt und dem der Fliederduft in die Nase zieht, ihm zurufend: Komm hier heraus!</p> - -<p>Als ich mich soeben Pontus gegenüber groß tat, daß ich in diesem Buche so in -verschmitzter Art für die Abschaffung der Ferienaufgaben einträte, antwortete er -trocken: „Einen Menschen einen halben Sommer hindurch mit Modellsitzungen zu -quälen, müßte auch gesetzlich verboten werden!“</p> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/illu-047a.jpg" width="600" height="385" alt=""/> -<p class="caption">Ferienarbeiten.</p> -</div> - -<p>Jetzt ist er schon weit draußen auf dem Hof.</p> - -<p>Es ist nicht der Mühe wert, mit solchen Schlingeln Mitleid zu fühlen!</p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-047b.jpg" width="180" height="140" alt=""/> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="40"></a></p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-048.jpg" width="300" height="585" alt=""/> -</p> - -<div class="image_left"> -<a href="images/erbsen.jpg" id="erbsen"><img src="images/illu-049.jpg" width="600" height="390" alt="" /></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Erbsendöppen.</span></p></div> - -<div class="image_left space-above"> -<a href="images/namnsdag.jpg" id="namnsdag"><img src="images/illu-050.jpg" width="600" height="399" alt=""/></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Geburtstagsmorgen.</span></p></div> - -<p><a class="pagenum" title="41"></a></p> - -<div class="figcenter space-below"> -<img src="images/illu-051.jpg" width="400" height="459" alt=""/> -<p class="caption">Puppentheater.</p> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="42"></a></p> -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-052a.jpg" width="600" height="412" alt=""/> -</p> - -<div class="chapter"> -<h2 class="nobreak" id="Apfelbluete">Apfelblüte.</h2> -</div> - -<p>Wenn man doch jetzt Dichter wäre. Dann könnte man sich der Sache schnell -entledigen. Sicher ist, daß ich in Prosa nicht mehr daraus zu machen vermag, als -was Ihr mit eigenen Augen auf dem Bilde seht.</p> - -<p>Aber mein allerfeinster Instinkt läßt es mich ahnen, wie die Versfüße im Takt -mit Lisbeths kleinen Beinen und allen andern um den kleinen Apfelbaum herumtanzen -würden. Und wenn wir so eine Weile getanzt hätten, würde sich die ganze Welt -um uns im Kreise drehen! Heißa! Sie könnte es nicht lassen!</p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-052b.jpg" width="400" height="120" alt=""/> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="43"></a></p> - -<div class="chapter"> -<h2 class="nobreak" id="Das_Fruehstueck_der_Siebenschlaeferin">Das Frühstück der Siebenschläferin.</h2> -</div> - - -<p>Aber wie sieht sie verweint und häßlich aus, meine kleine süße Kersti! Ist es -vielleicht, weil Esbjörn auf ihrem Hut Rad gefahren ist?</p> - -<p>Oder aus demselben Grunde, wie die Katze, oder um ihre eigenen Worte zu gebrauchen: -„Pamphilos hat, seitdem Suzanne fortfuhr, so traurig ausgesehen, sie ist -gar nicht mehr vergnügt!“</p> - -<p>Nein, mein Lieber, das ist nur deshalb, weil sie, wie die Überschrift andeutet, in -die für ihr empfindsames Ehrgefühl peinliche Lage geraten ist, aus den auf dem Frühstückstisch -befindlichen Resten sich ihre Mahlzeit suchen und diese dann ganz allein -verzehren zu müssen.</p> - -<p>Und das genügt, um die Lebensfreude eines solchen kleinen Menschen zu zerstören.</p> - -<p>Und dann Du, Erwachsener! Warum glaubst Du wohl, daß Du mit saurer -Physiognomie umherläufst!</p> - -<p class="figcenter space-below"> -<img src="images/illu-053.jpg" width="450" height="356" alt=""/> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="44"></a></p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-054.jpg" width="600" height="456" alt=""/> -</p> - -<div class="chapter"> -<h2 class="nobreak" id="Gratulation">Gratulation.</h2> -</div> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">„Du wirst es Dir denken können, daß Karintag heut’ ist,</div> - <div class="verse indent0">Wir haben deshalb draußen die blau-gelbe Fahne gehißt“</div> - </div> -</div> -</div> - -<p>und dann folgt ein langes, unbeschreiblich schönes, zärtliches Namenstagsgedicht, -dessen Schluß lautet:</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">„Du wirst aus unseren so dargebrachten Gefühlen wohl hören,</div> - <div class="verse indent0">Wie hoch wir Dich als Gattin, Mutter und Herrin verehren.“</div> - </div> -</div> -</div> - -<p>Sehr schön!</p> - -<p>Der Dichter liegt übrigens lauschend im Nebenzimmer und hört glückstrahlend -zu, wie die Mädels deklamieren.</p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-054b.jpg" width="150" height="177" alt=""/> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="45"></a></p> - -<div class="chapter"> -<h2 class="nobreak" id="Achtzehn_Jahre">Achtzehn Jahre.</h2> -</div> - - -<p>Kürzlich ist Suzanne aus London, wo sie bei ihrer, mit einem Engländer verheirateten -Tante weilte, zurückgekehrt; und nun lebt sie mit vier Geschwistern, welchen -sie die Wirtschaft besorgt, in Falun.</p> - -<p>Gerade jetzt kamen sie nach Hause — es ist Sonnabend. Stolz auf die uralte -Mähre „Lisa“ geklettert, ritt ich ihnen entgegen. Ulf kam per Rad und die andern -von Braune gefahren. Denkt Euch, diese ganze Kavalkade über Sundborns Brücke!</p> - -<p>Suzanne legte sehr ordentlich ihr Wirtschaftsbuch vor. Die Buchführung -stimmte.</p> - -<p>Ich glaube, sie haben sich meistens von Blaubeerensuppe und Eierkuchen ernährt.</p> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/illu-055.jpg" width="300" height="437" alt=""/> -<p class="caption">Suzanne und noch Jemand</p> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="46"></a></p> - -<div class="chapter"> -<h2 class="nobreak" id="Genesung">Genesung.</h2> -</div> - -<div class="figleft"> -<img src="images/illu-056.jpg" width="200" height="404" alt=""/> -</div> - -<p>Ja, es gibt Ereignisse, bei denen unsere ganze Philosophie -nicht ausreicht.</p> - -<p>Ich philosophierte so, wie Dickens seinen Mark Tapley -philosophieren ließ: geradezu seine ganze Ehre daran -zu setzen, froh und vergnügt zu sein, mitten in niedrigster -Selbstsucht allem Betrug und menschlicher Jämmerlichkeit.</p> - -<p>Ja, froh zu sein, ja! Das kann in recht verschiedener -Weise geschehen. Der, welcher gedankenlos grinsend durch -das Leben geht, der ist es nicht, den ich meine.</p> - -<p>Nein, der, welcher es in klarer Winternacht unternimmt, -in das Weltall hinauszusteigen und dort einen -Spaziergang macht — einen ganz kleinen — um Gottes -willen nicht zu weit, nicht weiter, als daß er sich wieder -zurückfindet! — und hier und da auf der Milchstraße -einen Abstecher macht, und denen auf den Sternbildern -freundlich zunickt und nicht vom Entsetzen gepackt wird -vor des Raumes und der Zeit ewigem und unendlichem -Fortgang, sondern der, welcher im starken Vertrauen auf das Rechte und Gute, -und auf eine sichere Allmacht es riskiert, lächelnd, fest und ruhig, sich in allen versteckten -Winkeln der Natur umzuschauen, von dem meine ich, daß er der rechte sei. -Mein froher Mensch.</p> - -<p>Ich selbst? Ach, ich bin ein armes, suchendes, zagendes Menschenkind, aber ich -besitze wenigstens so viel <em class="gesperrt">Verstand</em>, froh <em class="gesperrt">auszusehen</em>, auch wenn mir das -Herz in der Kehle steckt. Und schon das rechne ich mir zur Ehre an.</p> - -<p>Aber ....</p> - -<p>Dann kommt das Totengerippe klappernd Deine Treppe hinauf. Du schlägst die -Tür ins Schloß und hältst zu. Näher und näher kommt es. Es faßt an die Klinke und -zieht, stärker und stärker; Du vermagst nicht länger .... Die Spalte wird größer -und größer, jetzt kannst Du ihm in seine unergründlichen Augen schauen, die Dir alles -und nichts sagen.</p> - -<hr class="tb" /> - -<p>Welch’ eine Welt! Deine Kräfte sind zu Ende. Du warst eben im Begriff, -Deinen Griff loszulassen, weil Deine Finger erstarren ...</p> - -<p>Da geht er. So ganz ohne weiteres!</p> - -<p>Sie ist gerettet! — „Alle Gefahr vorüber!“ sagt der Arzt, und ich finde ihn -herrlich und mächtig, ich würde seine Knie umfassen, dürfte ich meinen Gefühlen nachgeben.<a class="pagenum" title="47"></a> -Aber das, was ich küsse, sind ihre, meines geliebten, armen, kleinen, abgemagerten -Weibes schmale Fingerspitzen, die Ärmelspitzen und der von der Pflegerin -geflochtene Zopf, der sich so schwarz abhebt von dem weißen Bett.</p> - -<p>Mit welcher bezaubernden Pracht schimmert einem das Leben wieder!</p> - -<p>Und Du gehst auf den Zehenspitzen, und Du flüsterst, aber Du fühlst, daß Du -vor Glückseligkeit strahlst, und Du ziehst Dich in die Einsamkeit zurück, setzt Dich -hin und läßt es unbehindert heruntertropfen in das Gesangbuch, an der Stelle, wo -Du gestern lasest:</p> - -<p>„Siehe, das Grab wird geöffnet und in dessen Tiefe verschwindet Dein Freund. -Er kehret nicht zu Dir zurück, aber bald wirft Du ihm nachfolgen. Bald ruhen unsere -erstarrten Glieder, und weder Sommerwind noch Sonnenschein wird ihnen wieder -Leben spenden.“</p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-057.jpg" width="400" height="634" alt=""/> -</p> - -<p><a class="pagenum" title="48"></a></p> - -<p class="figcenter space-above space-below"> -<img src="images/illu-058.jpg" width="400" height="522" alt=""/> -</p> - -<div class="image_left space-above"> -<a href="images/konvalescens.jpg" id="konvalescens"><img src="images/illu-059.jpg" width="600" height="457" alt=""/></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Genesung.</span></p></div> - -<div class="image_left space-above"> -<a href="images/julaftonen.jpg" id="julaftonen"><img src="images/illu-060.jpg" width="600" height="412" alt=""/></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Das Weihnachtsmahl.</span></p></div> - -<p><a class="pagenum" title="49"></a></p> - -<div class="figcenter space-above space-below"> -<img src="images/illu-061.jpg" width="500" height="689" alt=""/> -<p class="caption">Karin und Lisbeth.</p> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="50"></a></p> - -<div class="chapter"> -<h2 class="nobreak" id="Das_Weihnachtsmahl">Das Weihnachtsmahl.</h2> -</div> - -<div class="figleft"> -<img src="images/illu-062.jpg" width="250" height="336" alt=""/> -<p class="caption">Weihnachtsmorgen.</p> -</div> - -<p>Gute Gewissen und gute Mägen sind -für den Weihnachtsabend so sehr notwendig, -um pro primo, alles gut schmecken -zu lassen, und pro secundo, damit der Magen -alles vertragen kann.</p> - -<p>All’ diese Herrlichkeit wird zunächst -von den alten Männern und den Gören in -Augenschein genommen. Dann erscheinen -Johann, Johanna und Sanna, alle drei -kerzengrade und mit feierlichem Ausdruck. -Aber Johann trägt seine Geige unter dem -Arm, und Johanna hat einen ganz, ganz -kleinen Schelmenblick im Auge.</p> - -<p>Wenn alles in der Küche fertig ist, -kommen die drei Dienstmädchen, Anna, -Tilda und Martina herein, Nürnberger -Puppen gleichend, so adrett und aufgeputzt, frisch gestärkt und gebügelt, die gesunden, -fröhlichen, tüchtigen, ehrlichen Mädels! ... Na, und da, sieh mal an, da kommt der -kleine Bäckström mit seiner Alten. Sie strahlen wie ein paar Kerzen bei der Weihnachtsmesse. -Ja, die besitzen Liebe und Zufriedenheit! Zuletzt kommt Tekla, eigensinnig -am Schürzenzipfel kauend und schüchtern lächelnd.</p> - -<p>Jetzt sagt Karin: — Bitte seid so gut! und Suzanne und Lisbeth reichen das -Brot herum. Bald darauf klirren Messer und Gabeln, die Männer räuspern sich, -aus irgend einer angenehmen Veranlassung, und Johanna bringt die Mädchen zum -Erröten und Lachen.</p> - -<p>Nach einer Stunde ruht ein Schimmer von Zufriedenheit auf allen Zügen, man -hat das Bewußtsein, daß man seine Sache gut gemacht hat, ohne Unordnung und Betrug. -Und dann kommt der Kaffee mit Bretzeln und Schürzkuchen. Und dann wird -geknixt und treu drückt man sich die Hände.</p> - -<p>Johann aber stimmt die Geige: Der Reigen geht durch die ganze Hütte, in jeden -Winkel hinein, hinauf und hinunter über alle Treppen, zuletzt im Kreis um die -alten Greise herum.</p> - -<p>Die lächeln zufrieden und geehrt.</p> - -<p><a class="pagenum" title="51"></a></p> - -<div class="chapter"> -<h2 class="nobreak" id="ABC">ABC.</h2> -<div class="figcenter"> -<img src="images/illu-063a.jpg" width="400" height="300" alt=""/> -</div> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-063b.jpg" width="400" height="299" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Frosinchen geht einst mit zur Stadt</div> - <div class="verse indent0">Die sie noch kaum gesehen hat.</div> - <div class="verse indent0">Ein <span class="antiqua">A-B-C</span>-Buch kauft sie dort:</div> - <div class="verse indent0">Drin prangt ein Huhn, das immerfort</div> - <div class="verse indent0">Nur süßes Zuckerzeug tut legen.</div> - <div class="verse indent0">Frosinchen, stolz auf solchen Segen,</div> - <div class="verse indent0">Verläßt voll Wissensdurst den Laden!</div> - <div class="verse indent0">O weh! wie kam sie bald zu Schaden!</div> - </div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="52"></a></p> - -<div class="poetry-image-container"> -<div class="figleft"> -<img src="images/illu-064a.jpg" width="300" height="352" alt=""/> -</div> - -<div class="poetry-container-right"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">Zu Hause sagt das Mütterlein:</div> - <div class="verse">„Nun wollen wir mal fleißig sein“.</div> - </div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="poetry-image-container"> -<div class="figright"> -<img src="images/illu-064b.jpg" width="300" height="345" alt=""/> -</div> - -<div class="poetry-container-left"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">„Zuerst da lernen wir geschwind</div> - <div class="verse">Die fünf Vokale, liebes Kind!“</div> - </div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="poetry-image-container"> -<div class="figleft"> -<img src="images/illu-064c.jpg" width="300" height="321" alt=""/> -</div> - -<div class="poetry-container-right"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">„Sodann, so merk’ Dir, dies ist „<b><span class="antiqua">b</span></b>“,</div> - <div class="verse">Nach links gedreht wird es ein „<b><span class="antiqua">d</span></b>“.</div> - </div> -</div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="53"></a></p> -<div class="poetry-image-container"> -<div class="figleft"> -<img src="images/illu-065a.jpg" width="300" height="376" alt=""/> -</div> - -<div class="poetry-container-right"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">„Na, sieh mal an, Du dummer Daus!</div> - <div class="verse">Bei Dir das „<b><span class="antiqua">t</span></b>“ wie „<b><span class="antiqua">f</span></b>“ sieht aus!“</div> - </div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="poetry-image-container"> -<div class="figright"> -<img src="images/illu-065b.jpg" width="300" height="361" alt=""/> -</div> - -<div class="poetry-container-left"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">„Nein, nein, wie bist Du schrecklich dumm,</div> - <div class="verse">Mir dreht das Herz im Leib sich um!“</div> - </div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="poetry-image-container"> -<div class="figleft"> -<img src="images/illu-065c.jpg" width="300" height="299" alt=""/> -</div> - -<div class="poetry-container-right"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">„Ganz spielend lernt sonst eine Jede!</div> - <div class="verse">Doch Du, mein Kind, bist mir <em class="gesperrt">zu</em> blöde“!</div> - </div> -</div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="54"></a></p> -<div class="poetry-image-container"> -<div class="figleft"> -<img src="images/illu-066a.jpg" width="300" height="354" alt=""/> -</div> - -<div class="poetry-container-right"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">Der Mutter Schelten kränkt Papa,</div> - <div class="verse"><em class="gesperrt">Er</em> übernimmt das Lehramt da.</div> - <div class="verse">Indes Mama erzürnt entweichet,</div> - <div class="verse">Frolinchens Backe sanft er streichet.</div> - </div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="poetry-image-container"> -<div class="figright"> -<img src="images/illu-066b.jpg" width="300" height="286" alt=""/> -</div> - -<div class="poetry-container-left"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">Und Kind und Vater still beglückt</div> - <div class="verse">Man hier auf diesem Bild erblickt.</div> - </div> -</div> -</div> -</div> - -<div class="poetry-image-container"> -<div class="figleft"> -<img src="images/illu-066c.jpg" width="300" height="363" alt=""/> -</div> - -<div class="poetry-container-right"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse">Doch balde folgt dem Glücke Pein,</div> - <div class="verse">Denn die Gelehrsamkeit bleibt klein.</div> - </div> -</div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="55"></a></p> -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-067a.jpg" width="400" height="244" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Verzweifelt fliegt das Buch zur Wand,</div> - <div class="verse indent0">Indes der Vater fortgerannt.</div> - <div class="verse indent0">— — — —</div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-067b.jpg" width="400" height="317" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Doch andern Morgens liegt im Buch</div> - <div class="verse indent0">Von süßem Zuckerzeug genug.</div> - <div class="verse indent0">Und Vater, Mutter sowie Kind</div> - <div class="verse indent0">Nun wieder froh und einig sind.</div> - </div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="56"></a></p> - -<div class="figcenter space-above space-below"> -<img src="images/illu-068.jpg" width="450" height="791" alt=""/> -<p class="caption">Sonnenblumen.</p> -</div> - -<div class="image_left space-above"> -<a href="images/blomsterfonstret.jpg" id="blomsterfonstret"><img src="images/illu-069.jpg" width="600" height="400" alt=""/></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Das Blumenfenster.</span></p></div> - -<div class="image_left space-above"> -<a href="images/lisbeth_metar.jpg" id="lisbeth_metar"><img src="images/illu-070.jpg" width="600" height="386" alt=""/></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Das Angeln.</span></p></div> - -<p><a class="pagenum" title="57"></a></p> - -<div class="figcenter space-above space-below"> -<img src="images/illu-071.jpg" width="600" height="419" alt=""/> -<p class="caption">Großmutter und Enkelin.</p> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="58"></a></p> - -<div class="chapter"> -<h2 class="nobreak" id="Die">Die Muster-Erziehung.</h2> -</div> - - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-072a.jpg" width="400" height="260" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Eufrosinchen, klein und putzig</div> - <div class="verse indent0">Die ist heute schrecklich schmutzig.</div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-072b.jpg" width="400" height="255" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Doch als Mutter waschen will,</div> - <div class="verse indent0">Schreit sie sehr und hält nicht still.</div> - </div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="59"></a></p> -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-073a.jpg" width="400" height="290" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Vatern macht das Schreien wild:</div> - <div class="verse indent0">Was er tut — zeigt dieses Bild.</div> - <div class="verse indent0">Kaum sieht das der Galgenstrick,</div> - <div class="verse indent0">Lacht er laut und voller Glück.</div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-073b.jpg" width="400" height="281" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Mutter wundert sich indessen,</div> - <div class="verse indent0">Daß der Schmerz so rasch vergessen.</div> - </div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="60"></a></p> -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-074a.jpg" width="400" height="288" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Derweil Mädi mit Bedacht — — —</div> - <div class="verse indent0"><em class="gesperrt">Tut, was Vater vorgemacht</em>.</div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-074b.jpg" width="400" height="270" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container space-below"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Dies gefällt der Mutter nicht:</div> - <div class="verse indent0">Furchtbar ist das Strafgericht.</div> - </div> -</div> -</div> - -<p><a class="pagenum" title="61"></a></p> -<div class="chapter"> -<h2 class="nobreak" id="Wenn_Dus_wagst_mdash">„Wenn Du’s wagst — —“<br/> -<span style="font-size: smaller;">oder</span><br/> -„Der Respekt geht über alles.“</h2> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-075a.jpg" width="400" height="316" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">„Du! mein Bild — das ist noch naß!</div> - <div class="verse indent0">Lisbeth Göre, läßt Du das!“</div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-075b.jpg" width="400" height="323" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Lisbeth läßt es gleich dabei</div> - <div class="verse indent0">— kehrt den Rücken der Stafflei.</div> - </div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="62"></a></p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-076a.jpg" width="400" height="305" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">„— Lisbeth, wage Dich nur dran,</div> - <div class="verse indent0">gleich holt Dich der Kuckuck dann!“</div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-076b.jpg" width="400" height="313" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Lisbeth ihr Vorhaben läßt,</div> - <div class="verse indent0">aber — die Idee sitzt fest.</div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-076c.jpg" width="400" height="283" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">„Lisbeth, rührst mein Bild Du an,</div> - <div class="verse indent0">Haue kriegst gewiß Du dann!“</div> - </div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="63"></a></p> -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-077a.jpg" width="400" height="346" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Lisbeth, die vor Neugier bebt —</div> - <div class="verse indent0"><em class="gesperrt">Dennoch</em> ihren Finger hebt.</div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-077b.jpg" width="400" height="322" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Niemand ernst noch bleiben kann,</div> - <div class="verse indent0">Lisbeth tippt zuletzt doch dran.</div> - </div> -</div> -</div> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-077c.jpg" width="400" height="366" alt=""/> -</p> - -<div class="poetry-container"> -<div class="poetry"> - <div class="stanza"> - <div class="verse indent0">Hieraus lebt: Zu jeder Frist</div> - <div class="verse indent0"><em class="gesperrt">Lisbeth ein Charakter ist</em>.</div> - </div> -</div> -</div> -<p><a class="pagenum" title="64"></a></p> -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-078.jpg" width="500" height="563" alt=""/> -</p> - -<div class="image_left space-above"> -<a href="images/frukost_under_stora_bjorken.jpg" id="frukost_under_stora_bjorken"><img src="images/illu-079.jpg" width="600" height="394" alt=""/></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Unter der großen Birke.</span></p></div> - -<div class="image_left space-above"> -<a href="images/snowshoes.jpg" id="snowshoes"><img src="images/illu-080.jpg" width="600" height="407" alt=""/></a> -<p class="right"><span class="antiqua">Die Schneeschuhe.</span></p></div> - -<p><a class="pagenum" title="65"></a></p> - -<p class="figcenter space-above"> -<img src="images/illu-081.jpg" width="400" height="836" alt=""/> -</p><p class="center">Die Weihnachtsgarbe der Vögel.</p> - -<p><a class="pagenum" title="66"></a></p> -<div class="chapter" id="Eine_Scherzfrage_lautet_Welche"></div> - -<p class="drop-cap epilogue">Eine Scherzfrage lautet: „Welche -Ähnlichkeit besteht zwischen Kronos -und Carl Larsson?“ Und wenn der -Dumme, der so gefragt wird, dann zunächst -nur den Mund aufsperrt, dann -bekommt er zur Antwort: „Daß beide -von ihren Kindern leben!“</p> - -<p class="epilogue">Allerdings. Doch laßt mich jetzt, bevor -ich diese Zeilen schließe, auch noch -ein paar ernste Worte hinzufügen. Daß -diese Bilder mit Motiven aus meinem -Heim in die Welt verstreut werden, macht -wenigstens mich selbst froh. Es liegt darin -etwas von dem „Hinausgehen und allen -Völkern predigen“. Worüber? Über -das Glück des Fünfzigjährigen? Glück? -Ganzes Glück gibt es nicht! Der Schuh -drückt stets irgendwo, und das ebenso -gut bei denen, die viele Schuhe besitzen -als bei denen, welche gar keine haben. -Aber die Kinder — und von ihnen -handelt eigentlich dieses Buch — sind<a class="pagenum" title="67"></a> -die Träger unserer Hoffnungen und -unserer Sehnsucht. Diese sind ebenso -wie Du und ich tot geboren. Und -doch: ihre rosigen Wangen und dicken -krummen Beinchen, ihr fröhliches -Geplapper, ihre bitteren Puppen- -und Schularbeitssorgen, ihre verdrehte -Ausdrucksweise, ihr Appetit, all’, all’ -dieses erregt unser Entzücken, wir -lachen, bis uns die Tränen an den -von des Lebens Sorge durchfurchten -Wangen herunterrollen, und wir -drücken sie fast tot, diese Kleinen und -danken Gott, daß er sie uns gab, denn -wenn wir einst fort sind, dann — -zum Kuckuck! — sind diese noch da! -Schließet sie, diese <em class="gesperrt">meine</em> Kleinen, in -<em class="gesperrt">Eure</em> Arme, Ihr seid es mir schuldig, -denn Eure Kleinen sind mir fast ebenso -lieb, wie meine eigenen. <em class="gesperrt">Ihnen gehört -das Himmelreich! Sowohl -Deinen wie meinen Kindern!</em></p> - -<p class="right epilogue"> -C. L.</p> - -<p><a class="pagenum" title="68"></a></p> - -<p class="figcenter"> -<img src="images/illu-084.jpg" width="300" height="858" alt=""/> -</p> - -<div lang='en' xml:lang='en'> -<div style='display:block; margin-top:4em'>*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK <span lang='de' xml:lang='de'>DAS HAUS IN DER SONNE</span> ***</div> -<div style='text-align:left'> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -Updated editions will replace the previous one—the old editions will -be renamed. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part -of this license, apply to copying and distributing Project -Gutenberg™ electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG™ -concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark, -and may not be used if you charge for an eBook, except by following -the terms of the trademark license, including paying royalties for use -of the Project Gutenberg trademark. If you do not charge anything for -copies of this eBook, complying with the trademark license is very -easy. You may use this eBook for nearly any purpose such as creation -of derivative works, reports, performances and research. Project -Gutenberg eBooks may be modified and printed and given away—you may -do practically ANYTHING in the United States with eBooks not protected -by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the trademark -license, especially commercial redistribution. -</div> - -<div style='margin-top:1em; font-size:1.1em; text-align:center'>START: FULL LICENSE</div> -<div style='text-align:center;font-size:0.9em'>THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE</div> -<div style='text-align:center;font-size:0.9em'>PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -To protect the Project Gutenberg™ mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase “Project -Gutenberg”), you agree to comply with all the terms of the Full -Project Gutenberg™ License available with this file or online at -www.gutenberg.org/license. -</div> - -<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'> -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg™ electronic works -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg™ -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or -destroy all copies of Project Gutenberg™ electronic works in your -possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a -Project Gutenberg™ electronic work and you do not agree to be bound -by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the person -or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.B. “Project Gutenberg” is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg™ electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project -Gutenberg™ electronic works if you follow the terms of this -agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg™ -electronic works. See paragraph 1.E below. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation (“the -Foundation” or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection -of Project Gutenberg™ electronic works. Nearly all the individual -works in the collection are in the public domain in the United -States. If an individual work is unprotected by copyright law in the -United States and you are located in the United States, we do not -claim a right to prevent you from copying, distributing, performing, -displaying or creating derivative works based on the work as long as -all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope -that you will support the Project Gutenberg™ mission of promoting -free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg™ -works in compliance with the terms of this agreement for keeping the -Project Gutenberg™ name associated with the work. You can easily -comply with the terms of this agreement by keeping this work in the -same format with its attached full Project Gutenberg™ License when -you share it without charge with others. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern -what you can do with this work. Copyright laws in most countries are -in a constant state of change. If you are outside the United States, -check the laws of your country in addition to the terms of this -agreement before downloading, copying, displaying, performing, -distributing or creating derivative works based on this work or any -other Project Gutenberg™ work. The Foundation makes no -representations concerning the copyright status of any work in any -country other than the United States. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.E.1. The following sentence, with active links to, or other -immediate access to, the full Project Gutenberg™ License must appear -prominently whenever any copy of a Project Gutenberg™ work (any work -on which the phrase “Project Gutenberg” appears, or with which the -phrase “Project Gutenberg” is associated) is accessed, displayed, -performed, viewed, copied or distributed: -</div> - -<blockquote> - <div style='display:block; margin:1em 0'> - This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most - other parts of the world at no cost and with almost no restrictions - whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms - of the Project Gutenberg License included with this eBook or online - at <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>. If you - are not located in the United States, you will have to check the laws - of the country where you are located before using this eBook. - </div> -</blockquote> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.E.2. If an individual Project Gutenberg™ electronic work is -derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not -contain a notice indicating that it is posted with permission of the -copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in -the United States without paying any fees or charges. If you are -redistributing or providing access to a work with the phrase “Project -Gutenberg” associated with or appearing on the work, you must comply -either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or -obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg™ -trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.E.3. If an individual Project Gutenberg™ electronic work is posted -with the permission of the copyright holder, your use and distribution -must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any -additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms -will be linked to the Project Gutenberg™ License for all works -posted with the permission of the copyright holder found at the -beginning of this work. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg™ -License terms from this work, or any files containing a part of this -work or any other work associated with Project Gutenberg™. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this -electronic work, or any part of this electronic work, without -prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with -active links or immediate access to the full terms of the Project -Gutenberg™ License. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including -any word processing or hypertext form. However, if you provide access -to or distribute copies of a Project Gutenberg™ work in a format -other than “Plain Vanilla ASCII” or other format used in the official -version posted on the official Project Gutenberg™ website -(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense -to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means -of obtaining a copy upon request, of the work in its original “Plain -Vanilla ASCII” or other form. Any alternate format must include the -full Project Gutenberg™ License as specified in paragraph 1.E.1. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg™ works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing -access to or distributing Project Gutenberg™ electronic works -provided that: -</div> - -<div style='margin-left:0.7em;'> - <div style='text-indent:-0.7em'> - • You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from - the use of Project Gutenberg™ works calculated using the method - you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed - to the owner of the Project Gutenberg™ trademark, but he has - agreed to donate royalties under this paragraph to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid - within 60 days following each date on which you prepare (or are - legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty - payments should be clearly marked as such and sent to the Project - Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in - Section 4, “Information about donations to the Project Gutenberg - Literary Archive Foundation.” - </div> - - <div style='text-indent:-0.7em'> - • You provide a full refund of any money paid by a user who notifies - you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he - does not agree to the terms of the full Project Gutenberg™ - License. You must require such a user to return or destroy all - copies of the works possessed in a physical medium and discontinue - all use of and all access to other copies of Project Gutenberg™ - works. - </div> - - <div style='text-indent:-0.7em'> - • You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of - any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the - electronic work is discovered and reported to you within 90 days of - receipt of the work. - </div> - - <div style='text-indent:-0.7em'> - • You comply with all other terms of this agreement for free - distribution of Project Gutenberg™ works. - </div> -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project -Gutenberg™ electronic work or group of works on different terms than -are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing -from the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, the manager of -the Project Gutenberg™ trademark. Contact the Foundation as set -forth in Section 3 below. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.F. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable -effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread -works not protected by U.S. copyright law in creating the Project -Gutenberg™ collection. Despite these efforts, Project Gutenberg™ -electronic works, and the medium on which they may be stored, may -contain “Defects,” such as, but not limited to, incomplete, inaccurate -or corrupt data, transcription errors, a copyright or other -intellectual property infringement, a defective or damaged disk or -other medium, a computer virus, or computer codes that damage or -cannot be read by your equipment. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the “Right -of Replacement or Refund” described in paragraph 1.F.3, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project -Gutenberg™ trademark, and any other party distributing a Project -Gutenberg™ electronic work under this agreement, disclaim all -liability to you for damages, costs and expenses, including legal -fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT -LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE -PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE -TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE -LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR -INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH -DAMAGE. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a -defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can -receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a -written explanation to the person you received the work from. If you -received the work on a physical medium, you must return the medium -with your written explanation. The person or entity that provided you -with the defective work may elect to provide a replacement copy in -lieu of a refund. If you received the work electronically, the person -or entity providing it to you may choose to give you a second -opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If -the second copy is also defective, you may demand a refund in writing -without further opportunities to fix the problem. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you ‘AS-IS’, WITH NO -OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT -LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of -damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement -violates the law of the state applicable to this agreement, the -agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or -limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or -unenforceability of any provision of this agreement shall not void the -remaining provisions. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg™ electronic works in -accordance with this agreement, and any volunteers associated with the -production, promotion and distribution of Project Gutenberg™ -electronic works, harmless from all liability, costs and expenses, -including legal fees, that arise directly or indirectly from any of -the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this -or any Project Gutenberg™ work, (b) alteration, modification, or -additions or deletions to any Project Gutenberg™ work, and (c) any -Defect you cause. -</div> - -<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'> -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg™ -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -Project Gutenberg™ is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of -computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It -exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations -from people in all walks of life. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg™’s -goals and ensuring that the Project Gutenberg™ collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg™ and future -generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see -Sections 3 and 4 and the Foundation information page at www.gutenberg.org. -</div> - -<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'> -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non-profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation’s EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state’s laws. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -The Foundation’s business office is located at 809 North 1500 West, -Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up -to date contact information can be found at the Foundation’s website -and official page at www.gutenberg.org/contact -</div> - -<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'> -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -Project Gutenberg™ depends upon and cannot survive without widespread -public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine-readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To SEND -DONATIONS or determine the status of compliance for any particular state -visit <a href="https://www.gutenberg.org/donate/">www.gutenberg.org/donate</a>. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -Please check the Project Gutenberg web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. To -donate, please visit: www.gutenberg.org/donate -</div> - -<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'> -Section 5. General Information About Project Gutenberg™ electronic works -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project -Gutenberg™ concept of a library of electronic works that could be -freely shared with anyone. For forty years, he produced and -distributed Project Gutenberg™ eBooks with only a loose network of -volunteer support. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -Project Gutenberg™ eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in -the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not -necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper -edition. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -Most people start at our website which has the main PG search -facility: <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>. -</div> - -<div style='display:block; margin:1em 0'> -This website includes information about Project Gutenberg™, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. -</div> - -</div> -</div> -</body> -</html> diff --git a/old/68826-h/images/age_of_seventeen.jpg b/old/68826-h/images/age_of_seventeen.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 02f1540..0000000 --- a/old/68826-h/images/age_of_seventeen.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/appelblom.jpg b/old/68826-h/images/appelblom.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 76d349d..0000000 --- a/old/68826-h/images/appelblom.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/blomsterfonstret.jpg b/old/68826-h/images/blomsterfonstret.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e326170..0000000 --- a/old/68826-h/images/blomsterfonstret.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/brita_och_jag.jpg b/old/68826-h/images/brita_och_jag.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 26dbdb5..0000000 --- a/old/68826-h/images/brita_och_jag.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/cover.jpg b/old/68826-h/images/cover.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a9b2de2..0000000 --- a/old/68826-h/images/cover.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/erbsen.jpg b/old/68826-h/images/erbsen.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index f9a0f2a..0000000 --- a/old/68826-h/images/erbsen.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/frukost_under_stora_bjorken.jpg b/old/68826-h/images/frukost_under_stora_bjorken.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b9eea67..0000000 --- a/old/68826-h/images/frukost_under_stora_bjorken.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-001.jpg b/old/68826-h/images/illu-001.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5d36b39..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-001.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-002.jpg b/old/68826-h/images/illu-002.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index d65b019..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-002.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-003.jpg b/old/68826-h/images/illu-003.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2fe547a..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-003.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-004.jpg b/old/68826-h/images/illu-004.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e33dfa9..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-004.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-005.jpg b/old/68826-h/images/illu-005.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 729891c..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-005.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-006.jpg b/old/68826-h/images/illu-006.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e3033ad..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-006.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-007.jpg b/old/68826-h/images/illu-007.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 56ef1e0..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-007.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-008.jpg b/old/68826-h/images/illu-008.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ccc517e..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-008.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-009.jpg b/old/68826-h/images/illu-009.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 7181f6d..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-009.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-010.jpg b/old/68826-h/images/illu-010.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2490a30..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-010.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-011.jpg b/old/68826-h/images/illu-011.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 437d81a..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-011.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-012.jpg b/old/68826-h/images/illu-012.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 022e038..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-012.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-013.jpg b/old/68826-h/images/illu-013.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 181b55a..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-013.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-014.jpg b/old/68826-h/images/illu-014.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 1fd4d4b..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-014.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-015.jpg b/old/68826-h/images/illu-015.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 9265307..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-015.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-018.jpg b/old/68826-h/images/illu-018.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 8629b67..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-018.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-019.jpg b/old/68826-h/images/illu-019.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 9f1ee9f..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-019.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-020.jpg b/old/68826-h/images/illu-020.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index c6d207f..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-020.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-021.jpg b/old/68826-h/images/illu-021.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a38116b..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-021.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-023.jpg b/old/68826-h/images/illu-023.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 79f036c..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-023.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-024.jpg b/old/68826-h/images/illu-024.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 336074e..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-024.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-026.jpg b/old/68826-h/images/illu-026.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5207b02..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-026.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-027.jpg b/old/68826-h/images/illu-027.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 43ebe9e..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-027.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-028.jpg b/old/68826-h/images/illu-028.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 45f362b..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-028.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-029.jpg b/old/68826-h/images/illu-029.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 84a67f8..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-029.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-030.jpg b/old/68826-h/images/illu-030.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 289911f..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-030.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-031.jpg b/old/68826-h/images/illu-031.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2f8a0aa..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-031.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-032a.jpg b/old/68826-h/images/illu-032a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index dc894e3..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-032a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-032b.jpg b/old/68826-h/images/illu-032b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 321b5ee..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-032b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-033.jpg b/old/68826-h/images/illu-033.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index c1d446a..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-033.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-034a.jpg b/old/68826-h/images/illu-034a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 28504c8..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-034a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-034b.jpg b/old/68826-h/images/illu-034b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 73cb4c2..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-034b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-035.jpg b/old/68826-h/images/illu-035.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e617486..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-035.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-037.jpg b/old/68826-h/images/illu-037.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 6458789..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-037.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-038.jpg b/old/68826-h/images/illu-038.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ce81e44..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-038.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-039.jpg b/old/68826-h/images/illu-039.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 7d3e5eb..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-039.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-040.jpg b/old/68826-h/images/illu-040.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 043d882..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-040.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-041.jpg b/old/68826-h/images/illu-041.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 75a1c9d..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-041.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-042a.jpg b/old/68826-h/images/illu-042a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ced9ddd..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-042a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-042b.jpg b/old/68826-h/images/illu-042b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 03c82ed..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-042b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-043.jpg b/old/68826-h/images/illu-043.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 83cb0c4..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-043.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-044.jpg b/old/68826-h/images/illu-044.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 25993d2..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-044.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-045a.jpg b/old/68826-h/images/illu-045a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a066b96..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-045a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-045b.jpg b/old/68826-h/images/illu-045b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 9164138..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-045b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-046a.jpg b/old/68826-h/images/illu-046a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4d5d7fb..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-046a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-046b.jpg b/old/68826-h/images/illu-046b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 8d5bbc8..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-046b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-047a.jpg b/old/68826-h/images/illu-047a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 60d9af5..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-047a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-047b.jpg b/old/68826-h/images/illu-047b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2a3e566..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-047b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-048.jpg b/old/68826-h/images/illu-048.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b101c40..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-048.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-049.jpg b/old/68826-h/images/illu-049.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 54698fa..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-049.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-050.jpg b/old/68826-h/images/illu-050.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 30d688c..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-050.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-051.jpg b/old/68826-h/images/illu-051.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ed41dd8..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-051.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-052a.jpg b/old/68826-h/images/illu-052a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4c8f8b4..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-052a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-052b.jpg b/old/68826-h/images/illu-052b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 6410cb1..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-052b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-053.jpg b/old/68826-h/images/illu-053.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2d013a7..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-053.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-054.jpg b/old/68826-h/images/illu-054.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 6778b90..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-054.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-054b.jpg b/old/68826-h/images/illu-054b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b8bb1f2..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-054b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-055.jpg b/old/68826-h/images/illu-055.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 94fe612..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-055.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-056.jpg b/old/68826-h/images/illu-056.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2233144..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-056.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-057.jpg b/old/68826-h/images/illu-057.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 22c4792..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-057.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-058.jpg b/old/68826-h/images/illu-058.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4d911ec..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-058.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-059.jpg b/old/68826-h/images/illu-059.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5c2e6d9..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-059.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-060.jpg b/old/68826-h/images/illu-060.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e517dc4..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-060.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-061.jpg b/old/68826-h/images/illu-061.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 52dd332..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-061.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-062.jpg b/old/68826-h/images/illu-062.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 40ff229..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-062.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-063a.jpg b/old/68826-h/images/illu-063a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4f84368..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-063a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-063b.jpg b/old/68826-h/images/illu-063b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5315494..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-063b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-064a.jpg b/old/68826-h/images/illu-064a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 9d5f461..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-064a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-064b.jpg b/old/68826-h/images/illu-064b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index f94bfd3..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-064b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-064c.jpg b/old/68826-h/images/illu-064c.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2210219..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-064c.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-065a.jpg b/old/68826-h/images/illu-065a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index feee727..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-065a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-065b.jpg b/old/68826-h/images/illu-065b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a7534a2..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-065b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-065c.jpg b/old/68826-h/images/illu-065c.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 691b8ee..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-065c.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-066a.jpg b/old/68826-h/images/illu-066a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index f43ca94..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-066a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-066b.jpg b/old/68826-h/images/illu-066b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index f579267..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-066b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-066c.jpg b/old/68826-h/images/illu-066c.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index f84dc31..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-066c.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-067a.jpg b/old/68826-h/images/illu-067a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a067e0f..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-067a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-067b.jpg b/old/68826-h/images/illu-067b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 60b4b8c..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-067b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-068.jpg b/old/68826-h/images/illu-068.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 8a9a1c2..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-068.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-069.jpg b/old/68826-h/images/illu-069.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 66a213e..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-069.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-070.jpg b/old/68826-h/images/illu-070.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index d088377..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-070.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-071.jpg b/old/68826-h/images/illu-071.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 8ffb288..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-071.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-072a.jpg b/old/68826-h/images/illu-072a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 932f484..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-072a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-072b.jpg b/old/68826-h/images/illu-072b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 7275b8c..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-072b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-073a.jpg b/old/68826-h/images/illu-073a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b8ac9a8..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-073a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-073b.jpg b/old/68826-h/images/illu-073b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a53b98e..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-073b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-074a.jpg b/old/68826-h/images/illu-074a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a3707ec..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-074a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-074b.jpg b/old/68826-h/images/illu-074b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ade3f8c..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-074b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-075a.jpg b/old/68826-h/images/illu-075a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 3254cc3..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-075a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-075b.jpg b/old/68826-h/images/illu-075b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 198ba20..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-075b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-076a.jpg b/old/68826-h/images/illu-076a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b20d512..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-076a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-076b.jpg b/old/68826-h/images/illu-076b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2e087fb..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-076b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-076c.jpg b/old/68826-h/images/illu-076c.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 87e9745..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-076c.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-077a.jpg b/old/68826-h/images/illu-077a.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b45fdaf..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-077a.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-077b.jpg b/old/68826-h/images/illu-077b.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 0393f33..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-077b.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-077c.jpg b/old/68826-h/images/illu-077c.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 0ca62dd..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-077c.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-078.jpg b/old/68826-h/images/illu-078.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 3a7f234..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-078.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-079.jpg b/old/68826-h/images/illu-079.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index f7cff1d..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-079.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-080.jpg b/old/68826-h/images/illu-080.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 0bd8f6a..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-080.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-081.jpg b/old/68826-h/images/illu-081.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 1ac37f3..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-081.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/illu-084.jpg b/old/68826-h/images/illu-084.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 812802a..0000000 --- a/old/68826-h/images/illu-084.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/julaftonen.jpg b/old/68826-h/images/julaftonen.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index bf05448..0000000 --- a/old/68826-h/images/julaftonen.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/karin_and_kersti.jpg b/old/68826-h/images/karin_and_kersti.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e2d2434..0000000 --- a/old/68826-h/images/karin_and_kersti.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/koeket_av_carl_larsson_1898.jpg b/old/68826-h/images/koeket_av_carl_larsson_1898.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 54ed33a..0000000 --- a/old/68826-h/images/koeket_av_carl_larsson_1898.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/konvalescens.jpg b/old/68826-h/images/konvalescens.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 3252600..0000000 --- a/old/68826-h/images/konvalescens.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/lisbeth_metar.jpg b/old/68826-h/images/lisbeth_metar.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 8c91d25..0000000 --- a/old/68826-h/images/lisbeth_metar.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/mammas_och_smaflickornas_rum.jpg b/old/68826-h/images/mammas_och_smaflickornas_rum.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a0feae8..0000000 --- a/old/68826-h/images/mammas_och_smaflickornas_rum.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/namnsdag.jpg b/old/68826-h/images/namnsdag.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 21f3587..0000000 --- a/old/68826-h/images/namnsdag.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/sjusoverskans_dystra_frukost.jpg b/old/68826-h/images/sjusoverskans_dystra_frukost.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 96032ab..0000000 --- a/old/68826-h/images/sjusoverskans_dystra_frukost.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/snowshoes.jpg b/old/68826-h/images/snowshoes.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4225169..0000000 --- a/old/68826-h/images/snowshoes.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/68826-h/images/the_new_book.jpg b/old/68826-h/images/the_new_book.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 607826b..0000000 --- a/old/68826-h/images/the_new_book.jpg +++ /dev/null |
