summaryrefslogtreecommitdiff
diff options
context:
space:
mode:
-rw-r--r--.gitattributes4
-rw-r--r--LICENSE.txt11
-rw-r--r--README.md2
-rw-r--r--old/66797-0.txt1231
-rw-r--r--old/66797-0.zipbin27402 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h.zipbin981750 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/66797-h.htm1653
-rw-r--r--old/66797-h/images/cover.jpgbin175322 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/images/illu-002.jpgbin114771 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/images/illu-003a.jpgbin105906 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/images/illu-003b.jpgbin16581 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/images/illu-005.jpgbin52820 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/images/illu-021.jpgbin110850 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/images/illu-029.jpgbin133946 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/images/illu-032.jpgbin10358 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/images/illu-033.jpgbin122576 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/images/illu-035.jpgbin52392 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/66797-h/images/illu-044.jpgbin70519 -> 0 bytes
18 files changed, 17 insertions, 2884 deletions
diff --git a/.gitattributes b/.gitattributes
new file mode 100644
index 0000000..d7b82bc
--- /dev/null
+++ b/.gitattributes
@@ -0,0 +1,4 @@
+*.txt text eol=lf
+*.htm text eol=lf
+*.html text eol=lf
+*.md text eol=lf
diff --git a/LICENSE.txt b/LICENSE.txt
new file mode 100644
index 0000000..6312041
--- /dev/null
+++ b/LICENSE.txt
@@ -0,0 +1,11 @@
+This eBook, including all associated images, markup, improvements,
+metadata, and any other content or labor, has been confirmed to be
+in the PUBLIC DOMAIN IN THE UNITED STATES.
+
+Procedures for determining public domain status are described in
+the "Copyright How-To" at https://www.gutenberg.org.
+
+No investigation has been made concerning possible copyrights in
+jurisdictions other than the United States. Anyone seeking to utilize
+this eBook outside of the United States should confirm copyright
+status under the laws that apply to them.
diff --git a/README.md b/README.md
new file mode 100644
index 0000000..ace507e
--- /dev/null
+++ b/README.md
@@ -0,0 +1,2 @@
+Project Gutenberg (https://www.gutenberg.org) public repository for
+eBook #66797 (https://www.gutenberg.org/ebooks/66797)
diff --git a/old/66797-0.txt b/old/66797-0.txt
deleted file mode 100644
index 47ee062..0000000
--- a/old/66797-0.txt
+++ /dev/null
@@ -1,1231 +0,0 @@
-The Project Gutenberg eBook of Idisa, by Heinrich Langbein
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
-most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms
-of the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
-www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you
-will have to check the laws of the country where you are located before
-using this eBook.
-
-Title: Idisa
- eine thüringisch-fränkische Sage für unsere Jugend
-
-Author: Heinrich Langbein
-
-Illustrator: Wilhelm Scheibe
-
-Release Date: November 23, 2021 [eBook #66797]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: UTF-8
-
-Produced by: The Online Distributed Proofreading Team at
- https://www.pgdp.net
-
-*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK IDISA ***
-
-
-
-
- Anmerkungen zur Transkription
-
-
- Das Original ist in Fraktur gesetzt. Im Original gesperrter Text
- ist _so ausgezeichnet_. Im Original in Antiqua gesetzter Text ist
- ~so markiert~. Im Original fetter Text ist =so dargestellt=.
-
- Weitere Anmerkungen zur Transkription befinden sich am Ende des
- Buches.
-
-[Illustration: Cover]
-
-[Illustration: Bei Schwarzenbrunn.]
-
-
-
-
- Idisa,
-
- eine thüringisch-fränkische Sage
- für unsere Schuljugend,
-
- von
-
- Heinrich Langbein.
-
- Titelblatt und Bilder
-
- von
-
- Wilhelm Scheibe.
-
- [Illustration]
-
- Verlag der
- J. F. Albrecht’schen Hofbuchhandlung.
- Coburg 1908.
-
-
-
-
-[Illustration]
-
-
-
-
-Idisa.
-
-
-Nahe am Zusammenfluß der beiden Quellbäche der Werra bei Schwarzenbrunn
-teilt sich die von Eisfeld kommende Straße in einen nördlichen und
-einen östlichen Arm. Vor vielen hundert Jahren standen dort ein paar
-armselige Holzhütten, deren Bewohner in der nahen Goldwäscherei ihren
-Lebensunterhalt verdienten. Es war zwar herzlich wenig, was dabei
-herauskam, aber die meisten lebten doch mit den Ihren recht glücklich
-und zufrieden. Die Bewohner in dem letzten Häuschen da oben am »wirren«
-Wasser, wie sie es damals nannten, waren die ärmsten. Die bittere Not
-des Lebens hatte an ihrer Wiege gestanden, und es schien, als wollte
-sie ihnen Begleiterin sein bis an das Ende ihrer Tage. Als nun gar
-um die liebe Weihnachtszeit beim Vater das alte Leiden sich wieder
-einstellte, sodaß er gichtbrüchig darniederlag, da war die Not recht
-groß. Von Verdienst war keine Rede, und wenn die Mutter die Kleinsten
-zu Bett brachte und im Vaterunser die Worte sprach: »Unser täglich
-Brot gib uns heute«, rollten ihr die dicken, heißen Tränen über die
-abgehärmten Wangen. Mutter und Kinder hatten den Hunger kennen gelernt.
-Elias, oder wie sie ihn im Dorfe nannten Elis, der größte Knabe,
-verstand wohl die Schmerzen und Sorgen, die am Mutterherzen nagten,
-und tat, was in seinen schwachen Kräften stand, der Mutter hilfreich
-beizustehen. Bald gab es einen Botengang nach Steinheid, wo gegen
-tausend Arbeiter im Goldbergwerk beschäftigt waren, bald sammelte er
-Holz und Reisig für die Nachbarn, die ihm zum Lohn ein Geldstück oder
-ein Abendbrot verabreichten, bald trabte er als junger Klammermann
-durch den tiefen Schnee, um den Hausfrauen im nahen Städtchen
-geschnitzte Holzwaren feil zu bieten. Alles, was er verdiente, brachte
-er treulich der Mutter, und so fristeten die Armen notdürftig ihr
-Leben. Aufs Frühjahr zu ging es mit dem Vater, Gott sei Dank, wieder
-etwas besser, und wenn ihm auch noch lange nicht möglich war, seiner
-Arbeit in der Goldwäscherei nachzugehen, so konnte er doch wenigstens
-einige Stunden während des Tages am Fenster sitzen, oder, wenn die
-Sonne wärmer schien, vor dem Hause auf der Holzbank. Dann sah er vor
-sich den dunkeln, schweigsamen Wald, der da lag wie seine nächste
-Zukunft, und über sich den blauen, lachenden Himmel, -- seine Hoffnung.
-Die beiden Jüngsten waren gern bei ihm und hörten gar andächtig zu,
-wenn er von seinen Wanderfahrten erzählte, von den fremden Ländern und
-Leuten, die er gesehen und kennen gelernt hatte. Am meisten freute sich
-Elis der allmählich wiederkehrenden Gesundheit des Vaters, und jeder
-konnte es ihm anmerken, der ihm auf seinen Wegen begegnete. Frohsinn
-und Lebensfrische glänzten ihm wieder aus den blanken, blauen Augen.
-Spiegelte sich doch in ihnen das reine Kindesherz, das sich über
-jede Besserung im Befinden des Vaters innigst freute, wenn es auch
-genau wußte, der nächste Winter bringt das nächste Leid. Doch wozu
-an den Winter, an Gram und Sorge denken, wenn der Frühling über die
-Berge zieht, wenn der Wald zum Wandern lockt, wenn die ersten Blüten
-zum Gruße freundlich winken. Wie Heim- und Herzweh zieht es Elis zu
-seinen Bergen, zu seinem Wald. An einem schönen Sonntagmorgen sprang
-er hinaus in den kosenden, tosenden Mai. War’s doch, als sängen die
-Vögel alle nur für ihn, und der Kuckuck wollte nicht stille werden,
-ihm seinen Willkomm zuzurufen. Der Knabe hatte von den guten Eltern
-Erlaubnis bekommen, einmal so recht nach Herzenslust ohne besonderen
-Auftrag und, wenn möglich, ohne Gram und Sorge hinauszustreifen zu
-den Schluchten und Bergen des Waldes, der den Saargrund, die Elis
-längst bekannte Straße nach Steinheid, begrenzte. Alle Lieblingsplätze
-des Vaters, an denen sie beide so oft geweilt, wollte er besuchen und
-dann dem Vater erzählen, ob der Winter im Forst viel Schaden getan,
-ob Hirsch und Reh, ob Eichhorn, Häher und Specht gut überwintert, wie
-viel Meiler der »schwarze Martin« angelegt, und ob er im Aprilschnee
-noch irgendwo den Bären gespurt habe, der im Winter im Saargrund
-gesehen worden war, und vieles andere. Vielleicht konnte er auch
-einmal die höchste Spitze des großen Berges besuchen, den sie den Bleß
-nannten, an dessen nördlichem Fuß das »wirre« Wasser dahin rauschte
-und dessen Echo ihm so oft freundlich geantwortet, wenn er singend
-und pfeifend von Steinheid heimwärts kam. Der Weg ging steilan. Unter
-dem taufrischen Geäste wetterstarker Baumriesen, deren Gipfel noch
-kein Strahl der Morgensonne berührte, stieg er hinauf. Es war früh
-am Tage, und ehe die Kirchenglocken den Tag des Herrn einläuteten,
-hielten die Vöglein in den Zweigen ihre Sonntagsandacht. Wo Elis oft
-querbergein jubelnd und jauchzend -- wie es in Gesellschaft munterer
-Kameraden nicht anders sein kann -- herunter gesprungen war, da ging
-er jetzt ernst und einsam fürbaß. Es kam ihm plötzlich alles so ganz
-anders vor, so feierlich, als schritt der liebe Gott selbst neben ihm
-vorüber durch den lenzjungen Wald. Dazu war ihm die Gegend auf der
-Höhe des Berges, die er soeben erreicht hatte, fremd. Bis dahin war er
-noch nicht gekommen. Ob wohl auch jenseits der Höhe Menschen wohnen?
-Ob dort an der Südseite des Hanges die Bäume voller und frischer
-grünen, als im Saargrund, wo das Laub nur aus den Knospen lugte? Ob
-schon die Maienblumen im Jungholz in Blüte stehen? Ob jene Lichtung
-dort wohl einen Blick gewährt zum sonnigen Frankenland, zur trutzigen
-Bergfeste Coburg oder gar bis zum Hügelgelände des Maines? Alles,
-alles entsprach den Gedanken und stillen Wünschen unseres Elis. »Herr,
-wie sind deine Werke so groß und viel. Deine Güte reicht, so weit der
-Himmel ist.« Diese Worte, die ihm die Mutter so oft vorgesprochen
-hatte, hier empfand er sie in Wahrheit und Innigkeit. In heilig
-ernster Stimmung schritt er am jenseitigen Abhang hinab zum Tale, wo
-ein stilles, lauschiges Plätzchen ihm winkte und ihn einlud zu kurzer
-Rast. Unter glattstämmigen Buchen war vom Aprilsturm raschelndes Laub
-zu Haufen gejagt und da Elis die Morgenwanderung doch etwas ermüdet
-hatte, ließ er sich auf das weiche Kissen nieder, das ihm der liebe
-Gott hierhergelegt. Vor ihm aus niederem Felsgestein sprudelte eine
-muntere Quelle und lieblich flüsternd, neckisch spielend schlüpften
-die Wellen durch Laub und Moos. Droben am blauen Himmelszelt zog ein
-einsames Wölkchen leicht und luftig wie ein Himmelsschäfchen dahin,
-heimwärts zu seinen Geschwistern. Zu seinen Geschwistern! Auch Elis war
-bei seinen Geschwistern, bei Vater und bei Mutter. Der Traumgott hatte
-ihn umfangen. Glückselig lächelnd lag er da. Das Bächlein hörte er
-rauschen, die Quelle sah er sprudeln. Doch zu beiden Seiten derselben
-erblickte er jetzt einen wundervollen Garten, so schön, wie er kaum das
-Paradies sich gedacht hatte. Nixenkinder mit niedlichen Lockenköpfchen
-und hellstrahlenden Blaugucken kamen aus dem Bächlein herausgestiegen
-und gingen im Garten spazieren. Die Blumen des Zaubergartens fingen an
-zu läuten, die Glockenblumen bim baum, die Maienglöckchen kling kling.
-Die Vögel kamen alle und musizierten, die Immen und die Käfer fielen
-summend ein, die Schmetterlinge schwenkten bunte Fahnen, gelbe, rote
-und blaue. Jetzt reichten sich die Nixenkinder die Hände und tanzten
-einen Ringel-Reihen vor der Quelle, aus der die Tropfen hüpften wie
-Diamanten und Perlen. Die sprangen den Tänzerinnen ins schimmernde
-Goldhaar und hingen und funkelten da wie Himmelssterne. Die kleinsten
-der Nixen tanzten nicht, die saßen am Ufer, pflückten Vergißmeinnicht
-und Goldstern und flochten sich Kränzlein in die blonden Locken. Alle
-waren lustig und sangen zum Ringel-Reihen:
-
- Holdiri! Holdira!
- Heil der Mutter Idisa!
-
-Plötzlich verstummte der Gesang. Auf dem Felsen der Quelle fing eine
-große, große Glockenblume an wie eine Kirchenglocke bim baum, bim baum!
-Dann teilte sich der Felsen, und heraus stieg eine Frau, blendend weiß
-wie Kirschblüt und umhüllt mit einem Schleier von farrengrüner Seide.
-Die ließ ein wundersames Lied ertönen, aus dem Elis nur vernahm, daß
-sie tiefunglücklich sei, weil sie in ihrem Felsenschloß nicht eher Ruhe
-finde, bis sie den Menschen eine Wohltat erzeigt habe, und deutlich
-hörte er den Sang:
-
- »Der Quell aus meines Berges Grund
- Macht kranker Menschen Leib gesund;
- Steigt keiner noch in meine Flut,
- Daß Idisa auf ewig ruht?«
-
-An wen sollte Elis schneller denken, als an seinen kranken Vater! Er
-will aufspringen, der Fee zu danken für die offenbarte Zauberkraft, für
-die verheißene Wundergabe. Da gewahren ihn die Nixen, die während des
-Gesanges der Idisa mucksmäuschenstill dagesessen haben. Sie springen
-auf, fassen seine Hände und Holdiri, holdira singt es und klingt es wie
-zuvor. Alle scharen sich um den schmucken Knaben, denn noch nie haben
-sie ein ähnliches Wesen geschaut. Auch Idisa wird den Knaben gewahr.
-Wieder läutet die große, blaue Glockenblume bim baum, die Nixen
-verstummen, und die Fee lächelt süß und selig. Wie zum Dank streckt sie
-dem Knaben den schneeigen Arm entgegen und spricht:
-
- »Du hast Frau Idisa geschaut
- Das Heil des Quells ist dir vertraut,
- Nun find’ ich Ruh’, durch dich befreit,
- Hab’ Dank, hab’ Dank in Ewigkeit!«
-
-Und es begann ein Brausen im Walde, daß es stockfinster wurde
-ringsumher. Aber es kamen Marienkäferchen zu tausenden, die hatten
-auf den Flügeln statt schwarzer sieben goldfeurige Pünktchen;
-Johanniswürmchen flogen von Blatt zu Blatt, die zündeten, wo sie sich
-setzten, helle Lichtlein an; in den roten Tulpen flammte es auf, daß
-sie wie Leuchtkugeln dastanden, und die Goldsterne strahlten wie
-Feuerblumen. Es wäre wohl Elis recht unheimlich vorgekommen, wenn nicht
-die Glocken und Glöckchen immer noch so fröhlich dazwischen geläutet
-hätten. Unterdessen hatte sich der ganze Zug der Nixen im Felsenspalt
-verborgen, und als auch Idisa unter freundlichem Zuwinken eingetreten
-war, schloß sich die Schlucht. Moose umspannen den Felsen, und Farren
-wucherten empor, als sollte sich dieselbe nie mehr öffnen. Dann kam
-das helle Sonnengold über den Himmel gezogen, das alle Lichtlein
-verdunkelte; eines der Leuchtkäferchen aber kam herangeflogen und
-setzte sich Elis auf die Stirn gerade über das Auge. Der meinte schon
-den Funken zu spüren, fuhr schnell mit der Hand dahin und -- erwachte.
-
-Da war keine Spur der geschauten Herrlichkeit, kein Garten, keine
-Blumen. Das Leuchtkäferchen war auch nicht da, das Elis gebrannt
-hatte, aber ein Sonnenstrahl, der durchs Gezweige zitterte, hatte
-ihn ins Auge gestochen und aus dem Traume erweckt, daß er nach
-Hause ginge zu seinen Eltern und Geschwistern, die ihn schon lange
-erwarteten. Die Freude über das, was er gesehen und gehört hatte,
-trieb ihn an, schneller vorwärts zu gehen. Als er heimkam und die
-ganze Familie beisammen fand, konnte er nicht schnell genug erzählen,
-was ihm widerfahren war. Anfangs erschraken alle ob der merkwürdigen
-Geschichte, dann aber kam große Freude über sie. Das war sicher, hier
-war ein Wunder Gottes geschehen; Idisa war niemand anders, als der
-gute Schutzengel der Bleßbergquelle, den die heilige Jungfrau zur
-Rettung der armen, aber frommen Goldwäscherfamilie gesandt hatte.
-Es wurde entschieden, daß der Vater die Heilkraft der Quelle sobald
-als möglich erproben sollte, und alle waren schon im voraus voll der
-seligsten Erwartungen. Der Vater segnete Elis, seinen Retter; die
-Mutter und die Geschwister umarmten ihn mit Freudentränen in den
-Augen. Schon am nächsten Tage beriet man, wie der Vater am besten
-zur Idisaquelle gelangen könne. Auch die Nachbarn erfuhren, was
-der liebe Gott dem Elis durch einen Engel verraten hatte und waren
-ebenfalls darauf bedacht, den armen Kranken auf bequeme Weise nach
-der Quelle zu bringen. Zunächst mußte man warten bis zum nächsten
-Sonntag; da wollten dann einige starke Männer behülflich sein. So
-lange konnten aber die Knaben des Dorfes nicht warten. Schon am
-Montag zogen Elis und seine kleinen Freunde mit Hacken, Spaten und
-Schaufeln zum Idisa-Wasser. Da wurde ein Schutz gebaut, wie sie es
-bei dem Waldbächlein im Frühjahr so oft zum Zeitvertreib getan, und
-dann der Lauf des Wassers seitwärts gelenkt ins Niederholz. Vor dem
-Schutz wurde nun mit Hacken, Spaten und Schaufeln ein großes Loch
-ausgehoben, dann der Lauf des Bächleins zurückgelenkt ins alte Bett.
-In der Vertiefung sammelte sich soviel Wasser, daß ein Mann bequem
-darinnen baden konnte. Mitgebrachte Steinkrüge füllten die Knaben an
-der Quelle und waren erstaunt, daß der Felsenbrunnen gar nicht so kalt
-war wie anderes Gebirgswasser. Auf dem Heimwege sprachen sie ganz
-selbstverständlich noch einmal beim »schwarzen Martin« vor, ihrem
-alten Freunde, der um eine gruselige Geschichte niemals verlegen war.
-Die neue Sage »vom Mönch auf dem Moritzturm in Coburg« hatte er ganz
-besonders ins Herz geschlossen und ihnen wohl schon ein dutzendmal
-erzählt. Heute saß Martin neben seinen qualmenden Meilern und hatte
-bei sich zwei Baumäste liegen, die sich oben zu einer Gabel teilten.
-Er war eben daran, die Rinde abzuschälen und die Äste zu glätten, als
-die Kinder neugierig hinzutraten. Sie erfuhren, daß er die Äste für
-Elis Vater zurecht geschnitten habe; auf sie solle er sich zeitweise
-stützen, wenn er wieder auf den Beinen sei, um zur Wunderquelle zu
-gehen. Martin hatte solche Stützen bei einem alten Invaliden in Eisfeld
-gesehen, und die Leute nannten sie da Krücken oder Stelzen. Zu Hause
-brachte Elis mit der Nachricht von Martins liebevoller Fürsorge und
-trefflicher Kunstfertigkeit neue Freude ins Haus. Der Trank, den die
-Knaben mitgebracht hatten, ließ schon eine gelinde Besserung eintreten
-und unter dem Geleit und der Beihülfe freundlicher Nachbarn ging
-es am nächsten Sonntage zum heilversprechenden Quellenbade, wobei
-die von Meister Martin gefertigten Stelzen sehr gute Dienste taten.
-Allgemein wurde seine Kunstfertigkeit anerkannt und gelobt. Als sie
-in einem fernen Kirchdorfe den Mittag einläuteten, kam man an der
-Felsenquelle an. Es war nichts zu sehen als die kleine Waldblöße, deren
-moosüberzogene Decke von den starken Wurzelästen der ringsum stehenden
-Buchen da und dort in die Höhe gehoben war, das Wasserloch, das Elis
-und seine Kameraden ganz geschickt gegraben hatten und aus dem Walde
-lugende Waldmeister und junggrüne Farren. Halbtausendjährige Linden
-spreiteten am Eingang das Geäst zu einem Portal, durch das man zur
-waldumfriedigten Quellenbucht wie zu einem Heiligtum eintrat. Wie oft
-mögen die heidnischen Ahnen aus den nahen Siedelungen hierhergekommen
-sein, aus dem Wehen und Rauschen des Waldes fromm erschauernd den
-Willen der Gottheit erforscht und vor dem Felsgestein des Quells die
-geheimnisvolle Zauberkraft menschenfreundlicher Geister zu Hülfe
-gerufen haben. Seit hundert und aber hundert Jahren sprang der Quell,
-dessen Heilkraft heute erprobt werden sollte. Und er tat Wunder! Wie
-wohltuend berieselte es die schmerzenden Glieder, wie erquickte es den
-siechen Leib, wie wirkte es belebend auf den ganzen Menschen! An Leib
-und Seele frisch gekräftigt fühlte sich Elis Vater und ward wohlgemut
--- und hoffnungsfroh. Daß die holde Erscheinung Elis nicht getäuscht
-hatte, war sicher und gewiß. Die Mutter dankte allen aufs herzlichste,
-als sie nach Hause kamen, für alle Liebe und Güte. Die Nachbarn
-versprachen, am nächsten Sonntag den Weg nochmals mitzumachen, dann
-ging jeder seinem Hause zu und bald war es still im ganzen Dörfchen.
-Während der Woche trank der Vater das Wasser, das sie nicht vergessen
-hatten mit nach Hause zu nehmen, und am Sonntag machte er sich mit
-seinen lieben Freunden wieder auf den Weg zum Bleßberg. Es merkte
-jeder, daß es viel schneller ging, als vor acht Tagen, und der Vater
-konnte es gar nicht aussagen, wie wohl ihm damals das Bad getan und wie
-ihn der Trunk der Idisa erfrischt und gestärkt habe. Er wiederholte
-nun den Gang öfters, auch in der Woche, nur von Elis und einigen
-seiner Kameraden begleitet. Den Umweg über den Bleßberg vermieden sie
-natürlich; denn auf leicht gangbarem Waldweg, der nach Schalkau führte,
-kam man von Schwarzenbrunn aus in kurzer Zeit zur gottgesegneten
-Quelle. Wie gute Dienste taten da die Stelzen. Doch bald waren sie
-ganz entbehrlich. Wo links der Quelle eine Buche ihre schlanken Äste
-zu einem leicht durchbrochenen Gitterwerk ausstreckte, hängte sie
-Elis Vater ins Gezweige zur Erinnerung an seine Genesung, dann fiel
-er nieder auf die Kniee zum heißen Dankgebete gegen den lieben Gott,
-der das Gnadenwasser geschaffen, und gegen die heilige Maria, die
-Mutter Gottes, die seinem lieben Elis die Wunderkraft der Idisaquelle
-vertraut habe. Schon nach kurzer Zeit war es in der ganzen Gegend
-bekannt, daß dort am Südabhang des Bleßberges eine Quelle sprudele, die
-Heilung schaffe allen Lahmen und Gichtbrüchigen, und viele kamen von
-fern und nah, da zu baden und zu genesen. Als gar im nächsten Jahre
-die Wallfahrer, die alljährlich einige Tage vor Peter-Paul (welches
-der 29. Juni ist) zur Steinheider Kapelle kamen, sich geweihte Pässe
-für ihre fromme Pilgerfahrt zu holen, von dem Gesundbrunnen hörten,
-verbreitete sich der Ruhm der Idisaquelle von Land zu Land.
-
-In der Gegend von Würzburg lebte ein steinreicher Mann, der lag krank
-seit manchem Jahre. Weil er aber rechtschaffen und gottesfürchtig,
-barmherzig und gütig war, verriet ihm die heilige Jungfrau, die er
-nach dem Glauben seiner Väter verehrte, im Traume die Stätte der von
-Gott geschaffenen Heilquelle und forderte ihn auf, dahin zu pilgern.
-Nach mehreren Tagen gelangte er nach einer schmerzensreichen Reise an
-den Bleßberg, wo schon einige Hütten zur Beherbergung fremder Gäste
-entstanden waren. Er badete einen über den anderen Tag im Heilbade,
-trank vom Gnadenbrunnen der Idisa und genas und dankte Gott. In
-Eisfeld wohnten geschickte Bau- und Handwerksleute, von denen ließ er
-etliche kommen, das Bad bequem herrichten, erweitern und verschönern.
-Auch bauten sie ihm einige Schritte abwärts nach seinem Plan ein gar
-stattliches Haus und legten einen schönen Garten bei demselben an; denn
-er gedachte des öfteren hierher zurückzukehren und in den Sommermonaten
-einige Wochen hier zu verleben. Nicht weit von der Quelle, wo aus
-Brettern und Balken gezimmert das Bethäuslein stand, ließ er eine
-kleine Kapelle errichten, die er seiner Retterin weihte, und die ihr
-zu Lob und Ehr von nun ab den Namen trug »_Mariahilf_«. Ihr Name wird
-jetzt noch mit Dank und Ehren genannt. Der kleinen armen Gemeinde
-schenkte er eine große Summe Geldes, die sie zum Ausschmücken des
-Kirchleins, zur Erhaltung des Bades und zum Erbauen von Wohnhäusern
-verwenden sollte. Die arme Goldwäscherfamilie brauchte nicht mehr zu
-sorgen und zu seufzen. Der Edle aus dem Frankenlande hatte von dem
-braven Elis und seinen Eltern gehört und schenkte ihnen so viel, daß
-sie Hunger und Kummer vergessen konnten. Über sein Besitztum setzte
-er einen Hausvogt ein, der sollte schalten und walten nach Belieben,
-jedoch nur mit Liebe und Güte. Dann erst kehrte der Fremde zurück
-in seine Heimat. Das Dörflein am Heilbrunnen wuchs und wurde zu
-einem berühmten Orte; Tausende von Gläubigen beteten alljährlich in
-»Mariahilf« zur heiligen Jungfrau. Im Juni namentlich wimmelte es von
-Wallfahrern in der ganzen Gegend. In allen Dörfern waren Bethäuser und
-Kapellen gebaut zu Gottes Lob und Ehre. An den Wegen nach Steinheid,
-nach Schalkau und Eisfeld waren heilige Bilder errichtet, vor denen
-dankbare Menschen knieten und beteten. Viele Grafen und Edle des
-Landes kamen und Tausende aus dem gemeinen Volke. Wer geheilt vom
-Platze ging, hing nach heißem Dankgebet seine Stelzen, mit denen er auf
-oft beschwerlichen Wegen zum Gnadenborn gepilgert war, an den Wänden
-des Kirchleins auf, daß man der großen Zahl der Wunder und Werke Gottes
-gedenke, und so kam es, daß das Dorf an der Idisaquelle den Namen
-»_Stelzen_« erhielt und so heißt bis zum heutigen Tage.
-
-[Illustration: Stelzen mit Bleßberg.]
-
-Wohl zwei Jahrhunderte lang hatte Frau Idisa ihr Heilwasser für Jung
-und Alt, für Reich und Arm zur Genesung gespendet. Von Elis und seinem
-Vater wußten nur die allerältesten Leute zu erzählen. Das Goldbergwerk
-in Steinheid war fast eingegangen, nur noch einige Familien wohnten in
-dem Städtchen. Die Hussiten waren hereingebrochen, hatten Steinheid
-verwüstet und die Bergwerke zum größten Teil zerstört. Da kam nach dem
-Dorfe Stelzen ein fremder Mann, der zog in das Haus vor der Quelle,
-das nach dem Tode des Wohltäters der kleinen Gemeinde von Hand zu
-Hand gegangen war und nun jahrzehntelang schon verlassen da stand.
-Von entfernten Verwandten, die es niemals gesehen hatten, war es ihm
-als Erbe zugefallen. Bald kamen viele Arbeiter mit Handgerät, die
-fingen an, das Haus und den Garten nach den Wünschen des neuen Herrn
-herzurichten und um den Garten herum eine hohe Mauer zu erbauen, daß
-niemand es sehen sollte, wenn der Herr des Gartens dort zwischen Blumen
-und blühenden Bäumen spazieren ging. Es war alles gar herrlich und
-lieblich zugerichtet, doch der fremde Besitzer flößte allen Schrecken
-ein, die ihn sahen. Finster und bleich war sein Gesicht, tief gefurcht
-die niedere Stirn; die unsteten Augen senkte er meist zu Boden, als
-getraue er sich, niemanden anzuschauen. Wenn ihm einer ein »Grüß Gott!«
-oder »Gelobt sei Jesus Christus« bot, dann stellte er sich, als hörte
-er es nicht und dankte nie. Die einen lasen in dem Gesicht schweren
-Kummer und Schuldbewußtsein, andere Lebensüberdruß und Verzweiflung,
-wieder andere kalten Stolz und hartherziges, geiziges Wesen. Haus und
-Garten des Fremdlings waren fertig gestellt, aber noch behauten die
-Steinmetzen Stein auf Stein. Dazu hatten Arbeiter aus dem Hüttengrund,
-wo unlängst das erste Eisenhammerwerk erbaut worden war, eine schwere,
-eisenbeschlagene Tür herübergeschafft, die lehnte zwischen den Steinen.
-Da, eines Tages, als die Leute aus den Häusern traten, sahen sie, wie
-die Steinmetzen die behauenen Steine zum Bade schafften und anfingen,
-eine Mauer aufzurichten, da solches bei einem Bade gar schicklich und
-wohlanständig sei. Das sahen wohl alle ein, aber gar wenige freuten
-sich der fremden Fürsorge und trauten ihr wenig Gutes zu. Indeß der Bau
-wurde fertig gestellt, und durch ein kleines, stets offenes Pförtlein
-konnte man zum Bade gelangen. Die Kranken gingen ungehindert hinein und
-heraus, und fast schämte man sich der übertriebenen Ängstlichkeit und
-des Mißtrauens, das man gezeigt hatte; viele dankten dem Fremden im
-stillen für seine Fürsorge. Es mochte Mitte Juni sein. In den meisten
-Häusern von Stelzen wurde geräumt und gewirtschaftet; man erwartete
-Gäste. Die Wallfahrer kamen in den nächsten Tagen, und man sah sie
-gern, weil sie stets einen Tag für die Idisaquelle übrig hatten, dort
-zu danken und zu beten. Oft brachten sie kranke Angehörige mit, die im
-Bade Heilung suchten und fanden.
-
-Der reiche Griesgram wußte vom Besuch der Wallfahrer und hatte darauf
-seinen Plan aufgebaut, um rechten Gewinn davon zu haben. Am nächsten
-Sonntagmorgen, als die in Stelzen weilenden Kranken zu gewohnter Stunde
-zum Bade kamen, fanden sie dasselbe mit jener großen Tür verschlossen,
-die der Fremde hatte kommen lassen. Dabei aber stand der finstere
-Mann selbst und heischte ein Geldstück für den Besuch des Bades. Da
-halfen alle Vorstellungen der Kranken nichts. »Das Bad ist mir zu Erb
-und Eigen worden«, sprach der Hartherzige, »und nur, wer seinen Schoß
-entrichtet, darf durch die Pforte«. Ein lahmer, schwacher Greis, dessen
-ehrwürdiges Haar schon längst gesilbert war, kam auch auf zwei Krücken
-herangehumpelt. Als er das Tor gewahrte, bat er flehentlich um Einlaß.
-
-»Lieber Mann«, sprach er, »viele Tage habe ich mich abgemüht, hierher
-zu kommen, laßt mich ein, ich will Euch zahlen, was ihr begehrt,
-zweifach und dreifach, wenn ich wieder gesund bin.«
-
-»Erst das Geld«, so fuhr ihn der Harte an, »dann öffnet sich das Tor.«
-
-Der Alte ging nicht von der Stelle, und unter Tränen bat er um Einlaß
-zu der Gottesquelle.
-
-Vergeblich!
-
-»Bedenkt, daß heute Sonntag ist«, sagte der Greis, »der ein Vater ist
-der Armen und Reichen, der jedes Unrecht bestraft und jede gute Tat
-belohnt, -- er wird Euch eure Wohltat vergelten hundertfältig und wird
-Euch segnen, wenn Ihr mich einlaßt.«
-
-»Was kümmert mich das?« sprach der Geizhals höhnisch, »Idisa ist meine
-Herrin; sie will ich lieb haben, sie soll mich reich machen. An deines
-Gottes Segen ist mir gar nichts gelegen.« --
-
-Da ward des Alten bleiches Gesicht rot vor Zorn; die matten Augen
-leuchteten wie Feuer, und seine Stimme klang furchtbar, als er rief:
-
-»So soll Gottes Fluch dich treffen, wenn du seinen Segen verspottest.«
-
-Schluchzend hinkte er von dannen. Im Kirchlein zu Stelzen fand man
-ihn am Abend. Gott hatte sein letztes Gebet erhört und ihn erlöst von
-seinen Leiden.
-
-Alle Leute rührte das Schicksal des Armen; der hartherzige Reiche
-aber spürte nicht das geringste Mitleid. Geiz und Habsucht erfüllten
-seine Seele wie böse Geister und ließen keinen Raum für das Gute.
-Die nächste Woche sollte seine Glückswoche werden. Da kamen die
-Wallfahrer vom Lande nördlich des Thüringer Waldes bis aus der Gegend
-des Eichsfeldes und der goldenen Aue. Lahme und Kranke brachten sie
-mit zum Idisa-Wasser, die hatten Geld und zahlten wohl ein Silberstück
-für ihre Genesung. Die Wallfahrer kamen. In Steinheid ließen sie
-sich nach alter Sitte die Pilgerpässe weihen, doch zum Idisa-Wasser
-kam keiner. Bis zum Harz und bis zur Unstrut war es schon bekannt
-geworden, und viele erfuhren es auf dem Wege, daß ein Geizhals das
-gottgesegnete Wasser der Idisa als Erbe und Eigentum sich beimaß und um
-des schnöden Gewinnes halber das Bad gesperrt hatte. Vorüber ging der
-Zug der frommen Wanderer und ging zum ersten Male hinab bis ins sonnige
-Frankenland. Im Maintale gegenüber dem Kloster Banz war jüngst eine
-neue Wallfahrtskirche gegründet worden, die hatte als Gnadenort einen
-Ruf weit und breit. Dorthin strömten am Tage Peter-Paul die Wallfahrer
-zu tausenden und beteten zu den vierzehn heiligen Nothelfern, denen
-die Kirche geweiht war und von deren Fürsprache man Hülfe und Beistand
-für alle Schwachen und Kranken erwartete. Es war auch in Thüringen
-manche Heilquelle bekannt geworden, die Genesung und Gesundheit
-spendete. Im unteren Frankenlande, wo die Saale den Fuß der Bodenlaube
-umrauscht, hat der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn bald
-darauf Brunnen und Bäder errichtet, die spendeten Kraft allen, die da
-kamen, schwächlich und gebrechlich. Heute geht der Ruf dieses Bades bis
-weit über die deutschen Grenzen hinaus.
-
-Dort an der Bleßbergquelle der Mann, der mit so harten Worten den
-guten Alten soweit gebracht hatte, daß er lieber sterben als leben
-wollte, fand keine Ruhe mehr von jenem Sonntage an, da die Wallfahrer
-die Quelle umgingen und zum ersten Male Vierzehnheiligen besuchten.
-Heftige Schmerzen stellten sich bei ihm ein, so daß er selbst sein Bad
-aufsuchen mußte. Täglich schleppte er die müden Glieder dahin, aber von
-Stärkung, von Genesung keine Spur; schwach und immer schwächer wurde
-sein Leib. Er warf sich vor der Felsenschlucht der Idisa auf die Knie
-und tat, was er schon fast verlernt hatte: er betete. Flehentlich rief
-er Idisa beim Namen und schwur bei allen Heiligen, ihr alles zu opfern,
-was er besitze, -- umsonst!
-
-Bleich vor Schrecken und zitternd vor Angst stieg er wieder und wieder
-in das Wasser seiner angebeteten Göttin, kalt und schaurig umfängt
-es ihn, ein Frösteln zieht ihm durch alle Glieder, er ruft nach
-seinem Golde, nach allen Schätzen, sie dem Wasser zu opfern, er stößt
-einen gräßlichen Fluch aus gegen Idisa, die dem Wasser die Heilkraft
-genommen: da sieht er in Todesängsten zwei weiße Arme aus der kalten
-Flut sich erheben, die ihn eisern umfassen und niederziehen. Die
-Erde erbebt, der Felsblock zerspringt und zum Strom wird Quelle und
-Bächlein. Die stolze Mauer stürzt und rauschend strömt die Flut durch
-den blühenden Garten, alles mit sich niederreißend, Haus und Steinwand,
-Büsche und Bäume. Verschüttet und verschollen blieb der talwärts
-getriebene Leichnam des Fremdlings. Versagt blieb ihm ein ehrliches
-Begräbnis.
-
-Als die angstvoll in ihren Häusern verborgenen Bewohner von Stelzen
-nach dem Sturm sich wieder herauswagten, war von aller Herrlichkeit
-um Haus und Quelle keine Spur mehr zu sehen. Ruhig war das Wasser
-zurückgetreten in sein kleines Bett, und murmelnd floß es talabwärts
-wie ehedem.
-
-[Illustration: An der Itzquelle.]
-
-Wenn heute dein Weg dich hinführt zur Quelle der Idisa, dann siehst
-du sie ganz nahe der Kirche und dem Schulhause von Stelzen aus einem
-Felsen springen und in ein winziges Bächlein sich ergießen, das
-still und friedlich zunächst dem Dorfe zufließt, bis es in munterem
-Laufe seinen Weg zum Tale nimmt. Vor der Quelle findest du im
-Bleßbergwald noch ein freies, wundersam lauschiges Plätzchen, umrahmt
-und beschattet von hochstämmigen Buchen, Fichten und Edeltannen. Bei
-der ganzen Lage und Beschaffenheit des Platzes ist es der Phantasie
-leicht, Ort und Zeit, von denen die Sage dir erzählt, wieder vor’s Auge
-zu zaubern. Verschwunden ist der Segen der Heilkraft, von dem eine alte
-Überlieferung aus vorlutherischer Zeit erzählt: der Herr hat’s gegeben,
-der Herr hat’s genommen! Das Hervorbrechen der Quelle aber und das
-Bächlein, das heute als _Itz_ hinabfließt ins Tal, das als Fluß durch
-Wiese und Wald, durch Dorf und Stadt sich drängt, die Erde befruchtend
-und seine treibende Kraft in den Dienst frohtätiger Menschen stellend,
-ist zu einem dauernden Segen geworden: Der Name des Herrn sei gelobt!
-
-In Stelzen zieht heute noch dann und wann die aus den Dörfern der
-Umgegend sich vereinende Gemeinde hinaus in den nahen, von allen guten
-Geistern belebten Wald, um ihrem Herrn und Gott ein Fest zu feiern.
-Über der Quelle ist dann eine einfache Kanzel erhöht. Die Ruhebänke
-ringsum werden zu Kirchenbänken, und über Priester und Gemeinde spannt
-sich die grüne Kuppel des Waldes. Die gläubigen Herzen empfinden
-die Wahrheit des uralten Bibelwortes: »Gewißlich ist der Herr an
-diesem Ort,« und in allen Seelen bezeugt sich die Vererbung des
-altväterlichen, frommen Glaubens, der im geheimnisvollen Wehen und
-Rauschen des Waldes, im Flüstern und Sprudeln der Quellen und in allen
-Regungen der Natur Äußerungen des allgegenwärtigen Gottes vernahm.
-Man gedenkt der alten Zeiten, da die Güte und Gnade des Herrn in der
-Heilkraft des Idisaquells sich offenbarte, man bedenkt, daß der Herr
-auch im Leben und Wesen der neuen Zeit durch Wohltun und Segen sich
-bezeugt, und man erkennt, daß das Wort von der Offenbarung Gottes eine
-ewige Wahrheit ist.
-
-[Illustration]
-
-[Illustration: Blick von der Veste Coburg nach dem Bleßberg.]
-
-
-
-
-[Illustration]
-
-
-
-
-Anmerkungen.
-
-
-Zu Seite 3.
-
-=Schwarzenbrunn=, an der Poststraße, die von Eisfeld durch den
-Saargrund nach Steinheid und weiter nach Neuhaus a. R. führt, kann
-sein Bestehen bis zum Jahre 1317 zurück nachweisen. Auch der Beweis
-des Vorkommens von Gold ist erbracht. Bis in die neueste Zeit fand
-man dort Spuren von Edelmetallen. Obwohl Herzog Ernst Friedrich I.
-von Hildburghausen noch 1716 einige Münzen von bei Schwarzenbrunn
-gefundenem Golde prägen ließ, ist ein bergmännischer Betrieb nicht
-im geringsten mehr lohnend. Die 1716 geprägte Münze trug auf der
-einen Seite neben dem Bild und Namen des Herzogs die Umschrift: »Zu
-Schwarzenbrunn aus der Goldwäsche. Hildburghausen 1716«; auf der
-anderen Seite standen die Worte:
-
- »Der Schwarzenbrunn gibt Gold,
- Dergleichen auch Schalkau,
- Das Salz schenkt Lindenau,
- Gott ist dem Lande hold.«
-
-
-Zu Seite 3.
-
-=Werra.= Das Bächlein »dringet und wirret sich gleich mit Macht und
-Gewalt hin und wieder, bald da herümb, bald dort herümb, durch die
-unwegsame und wirrsame Gründe daselbst abhin, bei anderhalb Viertelmeil
-wegslang, auffs Dorf Schirnroda (oberhalb Schwarzenbrunn) zu: darum es
-auch von den Einwohnern in, an und für dem Walde daselbst herumb von
-solchen vielen Vermischen und fast unsäglich wunderbaren Verwirren,
-das Wirre- oder Werre-Wasser und die Werra genannt wird«. (Seb. Güth,
-Meininger Chronica 1676.)
-
-»In den mitlern Zeiten Vierra, Werraha, Werra, Wisera, Veseraha,
-Weseraha, itzo die Werra, und Weser, einer von den großen Flüssen
-Deutschlands«. (Chr. Junker »Anleitung zu der Geographie der mittleren
-Zeiten 1712«.)
-
-Nach jetzt allgemein gültiger Annahme ist die Werra als Oberlauf
-der Weser anzusehen und das Wort Werra als eine Zusammenziehung von
-Wisera, Weseraha bezw. Werraha zu erklären. Das Schluß-a findet sich
-bei Flußnamen häufig; es ist eine Zusammenziehung des althochdeutschen
-~aha~ = Wasser, Bach.
-
-Die Werra wird aus zwei Quellbächen gebildet, die oberhalb
-Schwarzenbrunn zusammenkommen und von denen der östliche den Saargrund
-durchfließt. Dieser Bach wurde früher »trockene Werra« genannt, wird
-aber jetzt meist als Saar bezeichnet.
-
-
-Zu Seite 4.
-
-=Steinheid=, an der Poststraße Eisfeld-Neuhaus a. R., bis 1160 zurück
-nachzuweisen, einer der höchstgelegenen (814 ~m~) Orte des Thüringer
-Waldes, war früher eine reiche Bergstadt. Verfallene Stollen und
-Schachte sind heute noch Zeugen früherer, umfangreicher bergmännischer
-Tätigkeit. Wenn auch in der langen Spanne Zeit, die zwischen dem
-Eingehen der Werke und der Gegenwart liegt, bezüglich des Goldreichtums
-die Überlieferung etwas übertreibend und ausschmückend eingegriffen
-hat, so war doch der Gewinn an Gold durchaus nicht gering. Durch die
-Hussitenkriege (besonders um 1430) erlitt das gewerbfleißige Leben
-große Einbuße. Die Zerstörung der Bergwerke war eine so nachhaltige,
-den ganzen Ort schädigende, daß auch die von Kurfürst Johann Friedrich
-dem Großmütigen, von Herzog Johann Kasimir, Herzog Ernst dem Frommen
-und Herzog Albrecht gewährten Freiheiten und die auf gewinnbringende
-Regelung des Betriebs bedachten Bergordnungen eine wesentliche
-Förderung nicht brachten. -- Im Jahre 1533 wurden die Bergwerke
-energisch wieder in Stand und Betrieb gesetzt, und die Jahre 1576--1580
-scheinen auch wieder eine etwas höher gehende Entwicklung gebracht
-zu haben, aber durch den Dreißigjährigen Krieg und durch spätere
-Feuersbrünste kam über den Ort solches Unglück, daß er sich nicht
-wieder zu erholen oder auch nur annähernd zu seiner früheren Bedeutung
-zu erheben vermochte.
-
-Zu Seite 22. -- Vor dem Jahre 1528 stand in Steinheid eine der Mutter
-Gottes geweihte Kapelle (»Zu unsrer lieben Frauen Berg«), in der die
-vorüberziehenden Wallfahrer um gesegnete Pässe für eine glückliche
-und ihrem Seelenheil gedeihliche Reise vorsprachen oder auch ihre
-Reisepässe sich weihen ließen. Die überaus große Zahl der Besucher
-brachten der Kirche und dem Ort reiche Einkünfte.
-
-
-Zu Seite 6.
-
-=Bären=, Wölfe, Wildschweine, Luchse waren im südlichen Teil des
-Thüringer Waldes und in den angrenzenden Gebieten durchaus keine
-Seltenheit. Sie gehörten zu den friedlosen Tieren und waren jagdfrei.
-Ja, man machte es den Bewohnern gewisser Gegenden geradezu zur
-Pflicht, diese Tiere abzuschießen, um sie auszurotten. Die Bewohner
-von Wiesenfeld hatten z. B. die Pflicht, in ihren Gemarkungen
-jährlich einen Wolf zu fangen, wenn sie aber deren zehn in einem Jahre
-erlegten, sollten sie auf zehn Jahre frei sein. (Henneberg. Urbarium
-ca. 1340.) Im Jahre 1656 wurden auch Gothaer Gemeinden gesetzlich zur
-Wolfsjagd verpflichtet. -- Bei Schloß Hohenstein gibt es eine Wüstung
-Wolfersdorf; unsere Wohlsbach hießen früher Wolfeswac = Wolfstümpel.
-Auch verschiedene Flur- und Forstbezeichnungen lassen auf das
-Vorhandensein von Wölfen, Bären u. s. w. schließen, z. B. Wolfsrangen
-am Nordabhang des Festungsberges, Bärenstange, ein Forstort an der
-Wildbahn, Bärenhölzchen zwischen Coburg und Neuses.
-
-1571 wurde der Förster Wolff bei Sachsendorf (direkt bei
-Schwarzenbrunn) von einem Bären angefallen und zerfleischt. In der
-Nähe des Inselsberges kam der Bär bis zum 16. Jahrhundert häufig vor.
-Bei Schmalkalden fanden 1587, 1592, 1594 und 1603 Bärenjagden statt,
-bei Brotterode 1585. Der letzte Bär in Thüringen wurde 1686 in der
-gothaischen Forstei Winterstein erlegt. Das Vorhandensein von Wölfen
-läßt sich im Thüringerwald bis 1859 nachweisen. Im Winter 1858/59
-trieb sich ein Wolf vagabundierend bei Friedrichroda umher; 63 Stück
-Rotwild waren ihm zum Opfer gefallen. Am 6. Mai 1859 wurde er bei
-Heldburg erlegt. Auch 1785 war bei Heldburg ein Wolf getötet worden,
-der besonders unter den Schafen der Umgegend großen Schaden angerichtet
-hatte. Der letzte Luchs wurde am 24. März 1819 im Gothaer Revier
-Stutzhaus geschossen. Im Norden des Thüringer Waldes wurden Luchse im
-18. Jahrhundert vielfach nachgewiesen, Wildschweine kamen da und dort
-noch in späterer Zeit vor.
-
-
-Zu Seite 6.
-
-Der =Bleßberg=, 864 ~m~ hoch, einer der höchsten Punkte des
-südöstlichen Thüringer Waldes, bietet eine der schönsten Rundsichten
-und weitesten Fernsichten über das thüringische und fränkische
-Land. Drei Türme auf fernen Berggipfeln zeigen uns nach Norden hin
-aussichtsreiche Höhen des Thüringer Waldes, den etwa 24 ~km~ in der
-Luftlinie entfernten Adlersberg bei Suhl, den Kirchberg mit dem
-Fröbelturm bei Oberweißbach und die Kursdorfer Koppe. Nach Osten hin
-sehen wir das Fichtelgebirge, nach Westen schweift der Blick bis zu den
-Bergen der Rhön. Im Süden soll man die etwa 64 ~km~ entfernte Altenburg
-bei Bamberg sehen, man begnügt sich jedoch gern mit dem klaren Ausblick
-bis zum Staffelberg, bis zur Veste und Stadt Coburg, aus deren
-Häuserreihen man die Moritzkirche deutlich herausragen sieht. Der
-Bleßberg, der auf den verschiedensten Wegen bequem zu erreichen ist,
-war wegen seiner Aussicht zu allen Zeiten vielbesucht und war einer
-der ersten Berge im südlichen Teil des Thüringer Waldes, der mit einem
-Aussichtsturm versehen war. Der frühere, hölzerne Turm wurde schon vor
-mehrern Jahren durch einen eisernen ersetzt.
-
-
-Zu Seite 12.
-
-Die Sage vom =Mönch auf dem Moritzturm= findet sich abgedruckt bei
-
- v. Heeringen, G., Wanderungen durch Franken, Seite 35,
-
- Heckenhayn, Th., Lesebuch II, Seite 389,
- Neues »Coburgisches Lesebuch«, 1. Teil,
-
- Bechstein, L., Der fränkische Sagenschatz, 1. Band.
-
-
-Zu Seite 16.
-
-Der reiche Mann von =Würzburg=, der am Wunderbrunnen der Idisa Heilung
-gefunden hat, findet sich übereinstimmend in den verschiedensten
-Aufzeichnungen.
-
-
-Zu Seite 17.
-
-Die Kapelle =Mariahilf= hat verschiedene Wandlungen in ihrem Auf- und
-Ausbau durchgemacht und stand bis 1647. Eine Pfeilerinschrift an der
-Ostseite der heutigen Kirche (~MCCCCLXVII Walpurgis wart angehobn diss
-Bau Maria~) weist auf einen vorgenommenen Neubau im Jahre 1467 hin. Die
-gottesdienstlichen Verrichtungen besorgten vormals die Augustinermönche
-von Königsberg in Franken. Die erste Ansiedelung hieß Mariahilf; der
-Name Stelzen ist für den Ort erst später aufgekommen.
-
-
-Zu Seite 17.
-
-=Wallfahrer und Wallfahrtswege.= Mehrfach erwähnt wird in
-geschichtlichen Aufzeichnungen, daß noch im 15. Jahrhundert alljährlich
-Hunderte von Grafen, Rittern, Edlen und noch viele, viele aus dem
-gemeinen Volk zur Wunderquelle Mariahilf gewallfahrt sind. Die
-Hauptwege führten von Eisfeld, von Schalkau und von Steinheid aus zur
-Quelle. Am Wege zwischen Eisfeld und Stelzen, ganz in der Nähe des
-letztgenannten Ortes, steht heute noch ein etwa 2 ~m~ hoher, steinerner
-Bildstock aus der Wallfahrtszeit. Auch nach der Schalkauer Seite zu
-hatte sich bei Stelzen ein Stein als Überrest einer heiligen Station
-jahrhundertelang erhalten. Der angrenzende Flurteil heißt heute noch
-»der weiße Stein«. An der Straße von Stelzen nach Schalkau steht bei
-Mausendorf ein großer, eigenartig behauener Stein, der, wie die Leute
-sagen, »der heiligen Zeit« entstammt.
-
-
-Zu Seite 18.
-
-=Stelzen.= Die Annahme, daß der Ortsname von den daselbst aufbewahrten
-Krücken, Stöcken, Stelzbeinen herkommen kann, wird bestärkt durch die
-Tatsache, daß noch bis zum Jahre 1830, in dem eine umfassende Reparatur
-der Kirche vorgenommen wurde, Stelzen u. s. w. auf dem Kirchboden des
-Ortes als für den Ortsnamen charakteristische Wahrzeichen aufbewahrt
-wurden.
-
-
-Zu Seite 19.
-
-=Eisenindustrie im Hüttengrund.= Schon im 15. Jahrhundert führte
-der zwischen Köppelsdorf und Blechhammer sich hinziehende Teil
-des Steinachtales auf eine Stunde lang den Namen Hüttengrund. Die
-Bewohner, die in ihren einzeln oder zerstreut liegenden, zuweilen auch
-in kleinen Gruppen zusammenstehenden Häusern bis 1848 eine Gemeinde
-für sich bildeten, hatten schon frühzeitig gelernt, das im Thüringer
-Wald gewonnene Eisen in Eisenhämmern, Blechhämmern u. a. Werken in
-verschiedenster Weise zu verarbeiten. Der Bergbau in Thüringen läßt
-sich im allgemeinen etwa bis zum Jahre 1000 zurück nachweisen; der
-Sage nach soll man bei Schmalkalden allerdings schon im 4. Jahrhundert
-Erzlager gefunden und deren praktische Ausnutzung gekannt haben. In
-der frühesten Zeit wurden Abbau, Schmelzen und Verarbeiten des Eisens
-oft von ein und derselben Person, meist von einem Schmiede im Walde,
-betrieben. Er grub sein Eisen selbst, schmolz es im Holzkohlenfeuer und
-gab ihm unter dem Druck der vom reißenden Waldbach in Betrieb gesetzten
-Hämmer die gewünschten Formen.
-
-
-Zu Seite 23.
-
-=Vierzehnheiligen=, das »fränkische Mekka«, ist noch heutzutage einer
-der Hauptwallfahrtsorte Bayerns. An den Hauptfesttagen »Himmelfahrt«
-und »Peter-Paul« (29. Juni) soll sich die Zahl der Wallfahrer
-schon auf 50000 belaufen haben. Die wunderbare Erscheinung des von
-vierzehn Heiligen umgebenen Christuskindes, die ein junger Schäfer um
-1445 gesehen haben will, gab dem Abt von Langheim Veranlassung zur
-Gründung der ersten Kapelle, die mit reichem Ablaß begnadet wurde. Im
-Jahre 1485 pilgerte Kaiser Friedrich III., 1518 Albrecht Dürer, 1562
-Kaiser Ferdinand I. zu den vierzehn heiligen Nothelfern, von deren
-Wundertätigkeit zahllose Stiftungen in einer Seitenkapelle der Kirche
-Zeugnis geben sollen.
-
-
-Zu Seite 23.
-
-=Kissingen=, an der fränkischen Saale am Fuß der Ruine Bodenlaube,
-jetzt Weltbadeort, verdankt seine Begründung dem Fürstbischof Julius
-Echter von Mespelbrunn, geboren 1544.
-
-
-Zu Seite 24.
-
-Der =Schauplatz der Sage= ist heute ein von Buchen, Fichten und
-Edeltannen beschattetes, freies, lauschiges Plätzchen am Fuße des
-Bleßbergwaldes. Bänke stehen ringsum, eine einfache Kanzel über der
-niederen Grotte weist auf irgend ein frommes Fest (Gustav-Adolf-Fest,
-Missionsfest u. dergl.) hin, das an dem alten Heiligtum abgehalten
-wurde. In früherer Zeit, bis 1750, standen am Eingang zur Grotte vier
-mächtige uralte Linden, deren Alter auf tausend Jahre geschätzt wurde,
-und die Annahme, daß schon in alter Heidenzeit hier eine den Göttern
-geweihte Stätte bestanden hat, ist nicht direkt von der Hand zu weisen.
-
-
-Zu Seite 25.
-
-=Idisa = Itz.= Früher hat man das Wort Itz vielfach auf wendischen
-Ursprung zurückgeführt, jedoch ist die Silbe als selbständiges Wort
-im Wendischen bezw. Slavischen nicht nachzuweisen. Die Slaven, in
-Deutschland vielfach Wenden genannt, bewohnten im 6. Jahrhundert u. a.
-die Gegend zwischen Thüringerwald und Main, also auch das Gebiet des
-heutigen Herzogtums Coburg. Der Name Wende = wind, mit einem deutschen
-Personennamen zusammengesetzt, findet sich südlich des Thüringer Waldes
-vielfach bei Ansiedelungen, in denen nach dem Zurückschlagen der Slaven
-unfreie, einem deutschen Herren unterworfene und zugehörige Wenden
-untergebracht waren. So entstand im Coburgischen Ottowind, dicht an der
-Grenze Rückerswind, Almerswind, Herbartswind, nicht weit von der Grenze
-Gundelswind, Poppenwind u. a. Die Endung itz in unseren Ortsnamen
-Creidlitz, Meischnitz, Mödlitz und in den uns mehr oder weniger
-benachbarten Mürschnitz, Schierschnitz, Käßlitz, Föritz, Köditz,
-Oberloquitz, Siegritz, Eichitz, Marktgölitz-Schwürbitz, Mitwitz,
-Redwitz, Kirchenlamitz, Teuschnitz u. v. v. a. wird gern als ein Rest
-ursprünglich slavischer Benennung bezw. für den Ort als ein Beweis
-slavischen Ursprungs angesehen. Wie schon erwähnt, bestreitet man bei
-dem selbständigen Wort Itz eine Abstammung aus dem Slavischen und nimmt
-eine Ableitung aus dem Deutschen an. »Die ältesten überlieferten Formen
-des Namens lauten _Itesa_ (Schannat, ~corpus traditionum Fuldensium~),
-um 1071 _Itisa_ (Sprenger, Banz 1050--1251), um 1227 _Ytisa_ und
-_Itysa_ (Sprenger, Banz). Slavischen Charakter tragen diese Formen
-nicht, vielmehr lassen sie mit Wahrscheinlichkeit eine Erklärung aus
-dem Deutschen zu, indem das Wort als ein Kompositum aus ahd. ~itis~
-und ~aha~ betrachtet werden kann. Itis (starkes Femininum) bedeutet
-eine hehre, ehrwürdige Frau; nach Grimm, Mythol. 372 scheint es schon
-in frühster Zeit gleich dem griechischen νύμφη (Nymphe) vorzugsweise
-auf übermenschliche Wesen angewandt worden zu sein, die geringer als
-Göttinnen, höher als irdische Frauen angesehen wurden. Vergleiche auch
-den Merseburger Zauberspruch, der beginnt: ~=eiris sâzun idisî=~ ...
-(= =einst setzten sich Idise=). ~Aha~ ist schon früh in einfaches a
-übergegangen, wie denn z. B. Steinaha (die Steinach) im 10. Jahrhundert
-Steina heißt ...« -- Siehe auch Anm. Werra, Seite 28. -- »Danach
-bedeutete _Itisaha_, _Itisa_ das Wasser göttlicher Jungfrauen«. (~Dr.~
-F. Riemann, die Ortsnamen des Herzogtums Coburg.)
-
-[Illustration]
-
-
-Druck: Union, Coburg.
-
-
-
-
- Weitere Anmerkungen zur Transkription
-
-
- Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert.
-
- Korrekturen:
-
- S. 30: Wustung → Wüstung
- Hohenstein gibt es eine {Wüstung} Wolfersdorf
-
-
-*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK IDISA ***
-
-Updated editions will replace the previous one--the old editions will
-be renamed.
-
-Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright
-law means that no one owns a United States copyright in these works,
-so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the
-United States without permission and without paying copyright
-royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part
-of this license, apply to copying and distributing Project
-Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm
-concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark,
-and may not be used if you charge for an eBook, except by following
-the terms of the trademark license, including paying royalties for use
-of the Project Gutenberg trademark. If you do not charge anything for
-copies of this eBook, complying with the trademark license is very
-easy. You may use this eBook for nearly any purpose such as creation
-of derivative works, reports, performances and research. Project
-Gutenberg eBooks may be modified and printed and given away--you may
-do practically ANYTHING in the United States with eBooks not protected
-by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the trademark
-license, especially commercial redistribution.
-
-START: FULL LICENSE
-
-THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
-PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK
-
-To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
-distribution of electronic works, by using or distributing this work
-(or any other work associated in any way with the phrase "Project
-Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full
-Project Gutenberg-tm License available with this file or online at
-www.gutenberg.org/license.
-
-Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project
-Gutenberg-tm electronic works
-
-1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
-electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
-and accept all the terms of this license and intellectual property
-(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
-the terms of this agreement, you must cease using and return or
-destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your
-possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a
-Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound
-by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the
-person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph
-1.E.8.
-
-1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
-used on or associated in any way with an electronic work by people who
-agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
-things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
-even without complying with the full terms of this agreement. See
-paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
-Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this
-agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm
-electronic works. See paragraph 1.E below.
-
-1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the
-Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection
-of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual
-works in the collection are in the public domain in the United
-States. If an individual work is unprotected by copyright law in the
-United States and you are located in the United States, we do not
-claim a right to prevent you from copying, distributing, performing,
-displaying or creating derivative works based on the work as long as
-all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope
-that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting
-free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm
-works in compliance with the terms of this agreement for keeping the
-Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily
-comply with the terms of this agreement by keeping this work in the
-same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when
-you share it without charge with others.
-
-1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
-what you can do with this work. Copyright laws in most countries are
-in a constant state of change. If you are outside the United States,
-check the laws of your country in addition to the terms of this
-agreement before downloading, copying, displaying, performing,
-distributing or creating derivative works based on this work or any
-other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no
-representations concerning the copyright status of any work in any
-country other than the United States.
-
-1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
-
-1.E.1. The following sentence, with active links to, or other
-immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear
-prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work
-on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the
-phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed,
-performed, viewed, copied or distributed:
-
- This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
- most other parts of the world at no cost and with almost no
- restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it
- under the terms of the Project Gutenberg License included with this
- eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the
- United States, you will have to check the laws of the country where
- you are located before using this eBook.
-
-1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is
-derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not
-contain a notice indicating that it is posted with permission of the
-copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in
-the United States without paying any fees or charges. If you are
-redistributing or providing access to a work with the phrase "Project
-Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply
-either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or
-obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm
-trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
-with the permission of the copyright holder, your use and distribution
-must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any
-additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms
-will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works
-posted with the permission of the copyright holder found at the
-beginning of this work.
-
-1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
-License terms from this work, or any files containing a part of this
-work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.
-
-1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
-electronic work, or any part of this electronic work, without
-prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
-active links or immediate access to the full terms of the Project
-Gutenberg-tm License.
-
-1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
-compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including
-any word processing or hypertext form. However, if you provide access
-to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format
-other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official
-version posted on the official Project Gutenberg-tm website
-(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense
-to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means
-of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain
-Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the
-full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1.
-
-1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
-performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
-unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
-access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works
-provided that:
-
-* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
- the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
- you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed
- to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has
- agreed to donate royalties under this paragraph to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid
- within 60 days following each date on which you prepare (or are
- legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty
- payments should be clearly marked as such and sent to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in
- Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg
- Literary Archive Foundation."
-
-* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
- you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
- does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
- License. You must require such a user to return or destroy all
- copies of the works possessed in a physical medium and discontinue
- all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm
- works.
-
-* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
- any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
- electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
- receipt of the work.
-
-* You comply with all other terms of this agreement for free
- distribution of Project Gutenberg-tm works.
-
-1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project
-Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than
-are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing
-from the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, the manager of
-the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the Foundation as set
-forth in Section 3 below.
-
-1.F.
-
-1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
-effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
-works not protected by U.S. copyright law in creating the Project
-Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm
-electronic works, and the medium on which they may be stored, may
-contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate
-or corrupt data, transcription errors, a copyright or other
-intellectual property infringement, a defective or damaged disk or
-other medium, a computer virus, or computer codes that damage or
-cannot be read by your equipment.
-
-1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
-of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
-Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
-Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
-liability to you for damages, costs and expenses, including legal
-fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
-LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
-PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
-TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
-LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
-INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
-DAMAGE.
-
-1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
-defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
-receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
-written explanation to the person you received the work from. If you
-received the work on a physical medium, you must return the medium
-with your written explanation. The person or entity that provided you
-with the defective work may elect to provide a replacement copy in
-lieu of a refund. If you received the work electronically, the person
-or entity providing it to you may choose to give you a second
-opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If
-the second copy is also defective, you may demand a refund in writing
-without further opportunities to fix the problem.
-
-1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
-in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO
-OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT
-LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
-
-1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
-warranties or the exclusion or limitation of certain types of
-damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement
-violates the law of the state applicable to this agreement, the
-agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or
-limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or
-unenforceability of any provision of this agreement shall not void the
-remaining provisions.
-
-1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
-trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
-providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in
-accordance with this agreement, and any volunteers associated with the
-production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm
-electronic works, harmless from all liability, costs and expenses,
-including legal fees, that arise directly or indirectly from any of
-the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this
-or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or
-additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any
-Defect you cause.
-
-Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
-
-Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
-electronic works in formats readable by the widest variety of
-computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It
-exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations
-from people in all walks of life.
-
-Volunteers and financial support to provide volunteers with the
-assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
-goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
-remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
-and permanent future for Project Gutenberg-tm and future
-generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see
-Sections 3 and 4 and the Foundation information page at
-www.gutenberg.org
-
-Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation
-
-The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non-profit
-501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
-state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
-Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
-number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by
-U.S. federal laws and your state's laws.
-
-The Foundation's business office is located at 809 North 1500 West,
-Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up
-to date contact information can be found at the Foundation's website
-and official page at www.gutenberg.org/contact
-
-Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
-Literary Archive Foundation
-
-Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without
-widespread public support and donations to carry out its mission of
-increasing the number of public domain and licensed works that can be
-freely distributed in machine-readable form accessible by the widest
-array of equipment including outdated equipment. Many small donations
-($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
-status with the IRS.
-
-The Foundation is committed to complying with the laws regulating
-charities and charitable donations in all 50 states of the United
-States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
-considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
-with these requirements. We do not solicit donations in locations
-where we have not received written confirmation of compliance. To SEND
-DONATIONS or determine the status of compliance for any particular
-state visit www.gutenberg.org/donate
-
-While we cannot and do not solicit contributions from states where we
-have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
-against accepting unsolicited donations from donors in such states who
-approach us with offers to donate.
-
-International donations are gratefully accepted, but we cannot make
-any statements concerning tax treatment of donations received from
-outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
-
-Please check the Project Gutenberg web pages for current donation
-methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
-ways including checks, online payments and credit card donations. To
-donate, please visit: www.gutenberg.org/donate
-
-Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works
-
-Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
-Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be
-freely shared with anyone. For forty years, he produced and
-distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of
-volunteer support.
-
-Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
-editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in
-the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
-necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper
-edition.
-
-Most people start at our website which has the main PG search
-facility: www.gutenberg.org
-
-This website includes information about Project Gutenberg-tm,
-including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
-subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
diff --git a/old/66797-0.zip b/old/66797-0.zip
deleted file mode 100644
index 3db1070..0000000
--- a/old/66797-0.zip
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h.zip b/old/66797-h.zip
deleted file mode 100644
index 5931dcc..0000000
--- a/old/66797-h.zip
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/66797-h.htm b/old/66797-h/66797-h.htm
deleted file mode 100644
index 1dfe205..0000000
--- a/old/66797-h/66797-h.htm
+++ /dev/null
@@ -1,1653 +0,0 @@
-<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN"
- "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd">
-<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="de" lang="de">
- <head>
- <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html;charset=utf-8" />
- <meta http-equiv="Content-Style-Type" content="text/css" />
- <title>
- Idisa, by Heinrich Langbein&mdash;A Project Gutenberg eBook
- </title>
- <link rel="coverpage" href="images/cover.jpg" />
- <style type="text/css">
-
-body {
- margin-left: 10%;
- margin-right: 10%;
-}
-
-h1, h2, h3 {
- text-align: center; /* all headings centered */
- clear: both;
-}
-
-p {
- margin-top: .51em;
- text-align: justify;
- margin-bottom: .49em;
- text-indent: 1em;
-}
-
-.h2 {
- text-align: center;
- text-indent: 0;
- font-size: x-large;
- font-weight: bold;
-}
-
-.hang p {
- margin-left: 2em;
- text-indent: -1em;
-}
-.p2 {margin-top: 2em;}
-
-hr {
- width: 33%;
- margin-top: 2em;
- margin-bottom: 2em;
- margin-left: 33.5%;
- margin-right: 33.5%;
- clear: both;
-}
-
-hr.chap {width: 65%; margin-left: 17.5%; margin-right: 17.5%;}
-@media print { hr.chap {display: none; visibility: hidden;} }
-
-div.chapter {page-break-before: always;}
-h2.nobreak {page-break-before: avoid;}
-
-.pagenum {
- position: absolute;
- left: 92%;
- font-size: smaller;
- text-align: right;
- font-style: normal;
- font-weight: normal;
- font-variant: normal;
-} /* page numbers */
-
-.smaller { font-size: smaller; }
-
-.larger { font-size: larger; }
-
-.center {
- text-align: center;
- text-indent: 0;
-}
-
-.gesperrt {
- font-style: italic;
-}
-
-.antiqua {
- font-family: sans-serif;
- font-style: normal;
-}
-
-.caption {font-size: 90%;}
-
-/* Images */
-
-img {
- max-width: 100%;
- height: auto;
-}
-
-img.w100 {width: 100%;}
-
-.figcenter {
- margin: auto;
- margin-bottom: 3ex;
- text-align: center;
- page-break-inside: avoid;
- max-width: 100%;
-}
-
-/* Poetry */
-.poetry-container {text-align: center;}
-.poetry {text-align: left; margin-left: 5%; margin-right: 5%;}
-.poetry .stanza {margin: 1em auto;}
-.poetry .verse {text-indent: -3em; padding-left: 3em;}
-/* large inline blocks don't split well on paged devices */
-@media print { .poetry {display: block;} }
-.x-ebookmaker .poetry {display: block;}
-
-/* Poetry indents */
-.poetry .indent0 {text-indent: -3em;}
-
-/* Transcriber's notes */
-.transnote {
- background-color: #E6E6FA;
- color: black;
- font-size:smaller;
- padding:0.5em;
- margin-bottom:5em;
-}
-
-.transnote p {
- text-indent: 0;
-}
-
-.corr p {
- margin-left: 2em;
- text-indent: -1em;
-}
-
-/* Illustration classes */
-.illowp100 {width: 100%;}
-.illowp60 {width: 60%;}
-.x-ebookmaker .illowp60 {width: 100%;}
-
- </style>
- </head>
-<body>
-
-<div style='text-align:center; font-size:1.2em; font-weight:bold'>The Project Gutenberg eBook of Idisa, by Heinrich Langbein</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
-most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms
-of the Project Gutenberg License included with this eBook or online
-at <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>. If you
-are not located in the United States, you will have to check the laws of the
-country where you are located before using this eBook.
-</div>
-
-<p style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:0; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Title: Idisa</p>
-<p style='display:block; margin-top:0; margin-bottom:1em; margin-left:2em; text-indent:0;'>eine thüringisch-fränkische Sage für unsere Jugend</p>
-
-<div style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:1em; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Author: Heinrich Langbein</div>
-
-<div style='display:block; margin-top:1em; margin-bottom:1em; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Illustrator: Wilhelm Scheibe</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>Release Date: November 23, 2021 [eBook #66797]</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>Language: German</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>Character set encoding: UTF-8</div>
-
-<div style='display:block; margin-left:2em; text-indent:-2em'>Produced by: The Online Distributed Proofreading Team at https://www.pgdp.net</div>
-
-<div style='margin-top:2em; margin-bottom:4em'>*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK IDISA ***</div>
-
-<div class="transnote">
-<p class="h2">Anmerkungen zur Transkription</p>
-
-<p>Das Original ist in Fraktur gesetzt.
-Im Original gesperrter Text ist <em class="gesperrt">so ausgezeichnet</em>.
-Im Original in Antiqua gesetzter Text ist <em class="antiqua">so markiert</em>.
-</p>
-
-<p>Weitere Anmerkungen zur Transkription befinden sich
-am <a href="#tnextra">Ende des Buches</a>.</p>
-</div>
-
-<div class="figcenter illowp60" id="cover">
- <img class="w100" src="images/cover.jpg" alt="Cover" />
-</div>
-
-<div class="chapter">
-<div class="figcenter illowp100" id="illu-002">
- <img class="w100" src="images/illu-002.jpg" alt="" />
- <div class="caption">Bei Schwarzenbrunn.</div>
-</div>
-
-<hr class="chap x-ebookmaker-drop" />
-</div>
-
-<div class="chapter">
-
-<div class="figcenter" id="illu-003a">
- <img src="images/illu-003a.jpg" alt="Dekoration" />
-</div>
-
-<h1>Idisa,</h1>
-
-<p class="center larger">eine thüringisch-fränkische Sage
-für unsere Schuljugend,</p>
-
-<p class="center smaller">von</p>
-
-<p class="center">Heinrich Langbein.</p>
-
-<p class="center p2">Titelblatt und Bilder</p>
-
-<p class="center smaller">von</p>
-
-<p class="center">Wilhelm Scheibe.</p>
-
-<div class="figcenter" id="illu-003b">
- <img src="images/illu-003b.jpg" alt="Dekoration" />
-</div>
-
-<p class="center p2">Verlag der<br />
-J. F. Albrecht’schen Hofbuchhandlung.<br />
-Coburg 1908.
-</p>
-
-<hr class="chap x-ebookmaker-drop" />
-</div>
-
-<div class="chapter">
-<p><span class="pagenum" id="Seite_3">[3]</span></p>
-<h2 class="nobreak" id="Idisa">
-<img src="images/illu-005.jpg" alt="Dekoration" /><br />
-Idisa.</h2>
-</div>
-
-<p>Nahe am Zusammenfluß der beiden Quellbäche
-der Werra bei Schwarzenbrunn teilt sich die von Eisfeld
-kommende Straße in einen nördlichen und einen östlichen
-Arm. Vor vielen hundert Jahren standen dort ein paar
-armselige Holzhütten, deren Bewohner in der nahen Goldwäscherei
-ihren Lebensunterhalt verdienten. Es war zwar
-herzlich wenig, was dabei herauskam, aber die meisten
-lebten doch mit den Ihren recht glücklich und zufrieden.
-Die Bewohner in dem letzten Häuschen da oben am
-»wirren« Wasser, wie sie es damals nannten, waren die
-ärmsten. Die bittere Not des Lebens hatte an ihrer Wiege
-gestanden, und es schien, als wollte sie ihnen Begleiterin
-sein bis an das Ende ihrer Tage. Als nun gar um die
-liebe Weihnachtszeit beim Vater das alte Leiden sich
-wieder einstellte, sodaß er gichtbrüchig darniederlag, da<span class="pagenum" id="Seite_4">[4]</span>
-war die Not recht groß. Von Verdienst war keine
-Rede, und wenn die Mutter die Kleinsten zu Bett
-brachte und im Vaterunser die Worte sprach: »Unser
-täglich Brot gib uns heute«, rollten ihr die dicken, heißen
-Tränen über die abgehärmten Wangen. Mutter und
-Kinder hatten den Hunger kennen gelernt. Elias, oder
-wie sie ihn im Dorfe nannten Elis, der größte Knabe,
-verstand wohl die Schmerzen und Sorgen, die am Mutterherzen
-nagten, und tat, was in seinen schwachen Kräften
-stand, der Mutter hilfreich beizustehen. Bald gab es einen
-Botengang nach Steinheid, wo gegen tausend Arbeiter im
-Goldbergwerk beschäftigt waren, bald sammelte er Holz
-und Reisig für die Nachbarn, die ihm zum Lohn ein
-Geldstück oder ein Abendbrot verabreichten, bald trabte er
-als junger Klammermann durch den tiefen Schnee, um
-den Hausfrauen im nahen Städtchen geschnitzte Holzwaren
-feil zu bieten. Alles, was er verdiente, brachte er treulich
-der Mutter, und so fristeten die Armen notdürftig ihr
-Leben. Aufs Frühjahr zu ging es mit dem Vater, Gott
-sei Dank, wieder etwas besser, und wenn ihm auch noch
-lange nicht möglich war, seiner Arbeit in der Goldwäscherei
-nachzugehen, so konnte er doch wenigstens einige Stunden
-während des Tages am Fenster sitzen, oder, wenn die
-Sonne wärmer schien, vor dem Hause auf der Holzbank.
-Dann sah er vor sich den dunkeln, schweigsamen Wald,<span class="pagenum" id="Seite_5">[5]</span>
-der da lag wie seine nächste Zukunft, und über sich den
-blauen, lachenden Himmel, &ndash; seine Hoffnung. Die beiden
-Jüngsten waren gern bei ihm und hörten gar andächtig
-zu, wenn er von seinen Wanderfahrten erzählte, von den
-fremden Ländern und Leuten, die er gesehen und kennen gelernt
-hatte. Am meisten freute sich Elis der allmählich
-wiederkehrenden Gesundheit des Vaters, und jeder konnte
-es ihm anmerken, der ihm auf seinen Wegen begegnete.
-Frohsinn und Lebensfrische glänzten ihm wieder aus den
-blanken, blauen Augen. Spiegelte sich doch in ihnen das
-reine Kindesherz, das sich über jede Besserung im Befinden
-des Vaters innigst freute, wenn es auch genau wußte, der
-nächste Winter bringt das nächste Leid. Doch wozu an
-den Winter, an Gram und Sorge denken, wenn der
-Frühling über die Berge zieht, wenn der Wald zum
-Wandern lockt, wenn die ersten Blüten zum Gruße freundlich
-winken. Wie Heim- und Herzweh zieht es Elis zu seinen
-Bergen, zu seinem Wald. An einem schönen Sonntagmorgen
-sprang er hinaus in den kosenden, tosenden Mai.
-War’s doch, als sängen die Vögel alle nur für ihn, und
-der Kuckuck wollte nicht stille werden, ihm seinen Willkomm
-zuzurufen. Der Knabe hatte von den guten Eltern
-Erlaubnis bekommen, einmal so recht nach Herzenslust
-ohne besonderen Auftrag und, wenn möglich, ohne Gram
-und Sorge hinauszustreifen zu den Schluchten und Bergen<span class="pagenum" id="Seite_6">[6]</span>
-des Waldes, der den Saargrund, die Elis längst bekannte
-Straße nach Steinheid, begrenzte. Alle Lieblingsplätze
-des Vaters, an denen sie beide so oft geweilt, wollte er
-besuchen und dann dem Vater erzählen, ob der Winter im
-Forst viel Schaden getan, ob Hirsch und Reh, ob Eichhorn,
-Häher und Specht gut überwintert, wie viel Meiler der
-»schwarze Martin« angelegt, und ob er im Aprilschnee
-noch irgendwo den Bären gespurt habe, der im Winter im
-Saargrund gesehen worden war, und vieles andere. Vielleicht
-konnte er auch einmal die höchste Spitze des großen
-Berges besuchen, den sie den Bleß nannten, an dessen nördlichem
-Fuß das »wirre« Wasser dahin rauschte und dessen
-Echo ihm so oft freundlich geantwortet, wenn er singend
-und pfeifend von Steinheid heimwärts kam. Der Weg ging
-steilan. Unter dem taufrischen Geäste wetterstarker Baumriesen,
-deren Gipfel noch kein Strahl der Morgensonne
-berührte, stieg er hinauf. Es war früh am Tage, und
-ehe die Kirchenglocken den Tag des Herrn einläuteten,
-hielten die Vöglein in den Zweigen ihre Sonntagsandacht.
-Wo Elis oft querbergein jubelnd und jauchzend &ndash; wie
-es in Gesellschaft munterer Kameraden nicht anders sein
-kann &ndash; herunter gesprungen war, da ging er jetzt ernst
-und einsam fürbaß. Es kam ihm plötzlich alles so ganz
-anders vor, so feierlich, als schritt der liebe Gott selbst
-neben ihm vorüber durch den lenzjungen Wald. Dazu war<span class="pagenum" id="Seite_7">[7]</span>
-ihm die Gegend auf der Höhe des Berges, die er soeben
-erreicht hatte, fremd. Bis dahin war er noch nicht gekommen.
-Ob wohl auch jenseits der Höhe Menschen wohnen? Ob
-dort an der Südseite des Hanges die Bäume voller und
-frischer grünen, als im Saargrund, wo das Laub nur
-aus den Knospen lugte? Ob schon die Maienblumen im
-Jungholz in Blüte stehen? Ob jene Lichtung dort wohl
-einen Blick gewährt zum sonnigen Frankenland, zur
-trutzigen Bergfeste Coburg oder gar bis zum Hügelgelände
-des Maines? Alles, alles entsprach den Gedanken und
-stillen Wünschen unseres Elis. »Herr, wie sind deine
-Werke so groß und viel. Deine Güte reicht, so weit der
-Himmel ist.« Diese Worte, die ihm die Mutter so oft
-vorgesprochen hatte, hier empfand er sie in Wahrheit und
-Innigkeit. In heilig ernster Stimmung schritt er am
-jenseitigen Abhang hinab zum Tale, wo ein stilles, lauschiges
-Plätzchen ihm winkte und ihn einlud zu kurzer Rast. Unter
-glattstämmigen Buchen war vom Aprilsturm raschelndes
-Laub zu Haufen gejagt und da Elis die Morgenwanderung
-doch etwas ermüdet hatte, ließ er sich auf das weiche Kissen
-nieder, das ihm der liebe Gott hierhergelegt. Vor ihm
-aus niederem Felsgestein sprudelte eine muntere Quelle
-und lieblich flüsternd, neckisch spielend schlüpften die Wellen
-durch Laub und Moos. Droben am blauen Himmelszelt
-zog ein einsames Wölkchen leicht und luftig wie ein<span class="pagenum" id="Seite_8">[8]</span>
-Himmelsschäfchen dahin, heimwärts zu seinen Geschwistern.
-Zu seinen Geschwistern! Auch Elis war bei seinen Geschwistern,
-bei Vater und bei Mutter. Der Traumgott
-hatte ihn umfangen. Glückselig lächelnd lag er da. Das
-Bächlein hörte er rauschen, die Quelle sah er sprudeln.
-Doch zu beiden Seiten derselben erblickte er jetzt einen
-wundervollen Garten, so schön, wie er kaum das Paradies
-sich gedacht hatte. Nixenkinder mit niedlichen Lockenköpfchen
-und hellstrahlenden Blaugucken kamen aus dem Bächlein
-herausgestiegen und gingen im Garten spazieren. Die
-Blumen des Zaubergartens fingen an zu läuten, die
-Glockenblumen bim baum, die Maienglöckchen kling kling.
-Die Vögel kamen alle und musizierten, die Immen und
-die Käfer fielen summend ein, die Schmetterlinge schwenkten
-bunte Fahnen, gelbe, rote und blaue. Jetzt reichten sich
-die Nixenkinder die Hände und tanzten einen Ringel-Reihen
-vor der Quelle, aus der die Tropfen hüpften wie
-Diamanten und Perlen. Die sprangen den Tänzerinnen
-ins schimmernde Goldhaar und hingen und funkelten da
-wie Himmelssterne. Die kleinsten der Nixen tanzten nicht,
-die saßen am Ufer, pflückten Vergißmeinnicht und Goldstern
-und flochten sich Kränzlein in die blonden Locken.
-Alle waren lustig und sangen zum Ringel-Reihen:</p>
-
-<div class="poetry-container">
-<div class="poetry">
- <div class="stanza">
- <div class="verse indent0">Holdiri! Holdira!</div>
- <div class="verse indent0">Heil der Mutter Idisa!</div>
- </div>
-</div>
-</div>
-<p><span class="pagenum" id="Seite_9">[9]</span></p>
-<p>Plötzlich verstummte der Gesang. Auf dem Felsen
-der Quelle fing eine große, große Glockenblume an wie
-eine Kirchenglocke bim baum, bim baum! Dann teilte
-sich der Felsen, und heraus stieg eine Frau, blendend weiß
-wie Kirschblüt und umhüllt mit einem Schleier von farrengrüner
-Seide. Die ließ ein wundersames Lied ertönen,
-aus dem Elis nur vernahm, daß sie tiefunglücklich sei,
-weil sie in ihrem Felsenschloß nicht eher Ruhe finde, bis
-sie den Menschen eine Wohltat erzeigt habe, und deutlich
-hörte er den Sang:</p>
-
-<div class="poetry-container">
-<div class="poetry">
- <div class="stanza">
- <div class="verse indent0">»Der Quell aus meines Berges Grund</div>
- <div class="verse indent0">Macht kranker Menschen Leib gesund;</div>
- <div class="verse indent0">Steigt keiner noch in meine Flut,</div>
- <div class="verse indent0">Daß Idisa auf ewig ruht?«</div>
- </div>
-</div>
-</div>
-
-<p>An wen sollte Elis schneller denken, als an seinen
-kranken Vater! Er will aufspringen, der Fee zu danken
-für die offenbarte Zauberkraft, für die verheißene Wundergabe.
-Da gewahren ihn die Nixen, die während des
-Gesanges der Idisa mucksmäuschenstill dagesessen haben.
-Sie springen auf, fassen seine Hände und Holdiri, holdira
-singt es und klingt es wie zuvor. Alle scharen sich um
-den schmucken Knaben, denn noch nie haben sie ein ähnliches
-Wesen geschaut. Auch Idisa wird den Knaben gewahr.
-Wieder läutet die große, blaue Glockenblume bim baum,<span class="pagenum" id="Seite_10">[10]</span>
-die Nixen verstummen, und die Fee lächelt süß und selig.
-Wie zum Dank streckt sie dem Knaben den schneeigen
-Arm entgegen und spricht:</p>
-
-<div class="poetry-container">
-<div class="poetry">
- <div class="stanza">
- <div class="verse indent0">»Du hast Frau Idisa geschaut</div>
- <div class="verse indent0">Das Heil des Quells ist dir vertraut,</div>
- <div class="verse indent0">Nun find’ ich Ruh’, durch dich befreit,</div>
- <div class="verse indent0">Hab’ Dank, hab’ Dank in Ewigkeit!«</div>
- </div>
-</div>
-</div>
-
-<p>Und es begann ein Brausen im Walde, daß es
-stockfinster wurde ringsumher. Aber es kamen Marienkäferchen
-zu tausenden, die hatten auf den Flügeln statt
-schwarzer sieben goldfeurige Pünktchen; Johanniswürmchen
-flogen von Blatt zu Blatt, die zündeten, wo sie sich setzten,
-helle Lichtlein an; in den roten Tulpen flammte es auf, daß
-sie wie Leuchtkugeln dastanden, und die Goldsterne strahlten
-wie Feuerblumen. Es wäre wohl Elis recht unheimlich
-vorgekommen, wenn nicht die Glocken und Glöckchen
-immer noch so fröhlich dazwischen geläutet hätten. Unterdessen
-hatte sich der ganze Zug der Nixen im Felsenspalt
-verborgen, und als auch Idisa unter freundlichem Zuwinken
-eingetreten war, schloß sich die Schlucht. Moose
-umspannen den Felsen, und Farren wucherten empor,
-als sollte sich dieselbe nie mehr öffnen. Dann kam das
-helle Sonnengold über den Himmel gezogen, das alle
-Lichtlein verdunkelte; eines der Leuchtkäferchen aber kam<span class="pagenum" id="Seite_11">[11]</span>
-herangeflogen und setzte sich Elis auf die Stirn gerade
-über das Auge. Der meinte schon den Funken zu spüren,
-fuhr schnell mit der Hand dahin und &ndash; erwachte.</p>
-
-<p>Da war keine Spur der geschauten Herrlichkeit, kein
-Garten, keine Blumen. Das Leuchtkäferchen war auch
-nicht da, das Elis gebrannt hatte, aber ein Sonnenstrahl,
-der durchs Gezweige zitterte, hatte ihn ins Auge gestochen
-und aus dem Traume erweckt, daß er nach Hause ginge
-zu seinen Eltern und Geschwistern, die ihn schon lange
-erwarteten. Die Freude über das, was er gesehen und
-gehört hatte, trieb ihn an, schneller vorwärts zu gehen.
-Als er heimkam und die ganze Familie beisammen fand,
-konnte er nicht schnell genug erzählen, was ihm widerfahren
-war. Anfangs erschraken alle ob der merkwürdigen
-Geschichte, dann aber kam große Freude über sie. Das
-war sicher, hier war ein Wunder Gottes geschehen;
-Idisa war niemand anders, als der gute Schutzengel
-der Bleßbergquelle, den die heilige Jungfrau zur Rettung
-der armen, aber frommen Goldwäscherfamilie gesandt
-hatte. Es wurde entschieden, daß der Vater die Heilkraft
-der Quelle sobald als möglich erproben sollte, und alle
-waren schon im voraus voll der seligsten Erwartungen.
-Der Vater segnete Elis, seinen Retter; die Mutter und
-die Geschwister umarmten ihn mit Freudentränen in den
-Augen. Schon am nächsten Tage beriet man, wie der<span class="pagenum" id="Seite_12">[12]</span>
-Vater am besten zur Idisaquelle gelangen könne. Auch
-die Nachbarn erfuhren, was der liebe Gott dem Elis
-durch einen Engel verraten hatte und waren ebenfalls
-darauf bedacht, den armen Kranken auf bequeme Weise
-nach der Quelle zu bringen. Zunächst mußte man warten
-bis zum nächsten Sonntag; da wollten dann einige starke
-Männer behülflich sein. So lange konnten aber die
-Knaben des Dorfes nicht warten. Schon am Montag
-zogen Elis und seine kleinen Freunde mit Hacken, Spaten
-und Schaufeln zum Idisa-Wasser. Da wurde ein Schutz
-gebaut, wie sie es bei dem Waldbächlein im Frühjahr so
-oft zum Zeitvertreib getan, und dann der Lauf des
-Wassers seitwärts gelenkt ins Niederholz. Vor dem
-Schutz wurde nun mit Hacken, Spaten und Schaufeln
-ein großes Loch ausgehoben, dann der Lauf des Bächleins
-zurückgelenkt ins alte Bett. In der Vertiefung sammelte
-sich soviel Wasser, daß ein Mann bequem darinnen baden
-konnte. Mitgebrachte Steinkrüge füllten die Knaben an
-der Quelle und waren erstaunt, daß der Felsenbrunnen
-gar nicht so kalt war wie anderes Gebirgswasser. Auf
-dem Heimwege sprachen sie ganz selbstverständlich noch
-einmal beim »schwarzen Martin« vor, ihrem alten
-Freunde, der um eine gruselige Geschichte niemals verlegen
-war. Die neue Sage »vom Mönch auf dem
-Moritzturm in Coburg« hatte er ganz besonders ins<span class="pagenum" id="Seite_13">[13]</span>
-Herz geschlossen und ihnen wohl schon ein dutzendmal
-erzählt. Heute saß Martin neben seinen qualmenden
-Meilern und hatte bei sich zwei Baumäste liegen, die
-sich oben zu einer Gabel teilten. Er war eben daran, die
-Rinde abzuschälen und die Äste zu glätten, als die Kinder
-neugierig hinzutraten. Sie erfuhren, daß er die Äste für
-Elis Vater zurecht geschnitten habe; auf sie solle er sich
-zeitweise stützen, wenn er wieder auf den Beinen sei, um
-zur Wunderquelle zu gehen. Martin hatte solche Stützen
-bei einem alten Invaliden in Eisfeld gesehen, und die
-Leute nannten sie da Krücken oder Stelzen. Zu Hause
-brachte Elis mit der Nachricht von Martins liebevoller
-Fürsorge und trefflicher Kunstfertigkeit neue Freude ins
-Haus. Der Trank, den die Knaben mitgebracht hatten,
-ließ schon eine gelinde Besserung eintreten und unter dem
-Geleit und der Beihülfe freundlicher Nachbarn ging es
-am nächsten Sonntage zum heilversprechenden Quellenbade,
-wobei die von Meister Martin gefertigten Stelzen
-sehr gute Dienste taten. Allgemein wurde seine Kunstfertigkeit
-anerkannt und gelobt. Als sie in einem fernen
-Kirchdorfe den Mittag einläuteten, kam man an der
-Felsenquelle an. Es war nichts zu sehen als die kleine
-Waldblöße, deren moosüberzogene Decke von den starken
-Wurzelästen der ringsum stehenden Buchen da und dort
-in die Höhe gehoben war, das Wasserloch, das Elis<span class="pagenum" id="Seite_14">[14]</span>
-und seine Kameraden ganz geschickt gegraben hatten
-und aus dem Walde lugende Waldmeister und junggrüne
-Farren. Halbtausendjährige Linden spreiteten am
-Eingang das Geäst zu einem Portal, durch das man
-zur waldumfriedigten Quellenbucht wie zu einem Heiligtum
-eintrat. Wie oft mögen die heidnischen Ahnen aus
-den nahen Siedelungen hierhergekommen sein, aus dem
-Wehen und Rauschen des Waldes fromm erschauernd den
-Willen der Gottheit erforscht und vor dem Felsgestein
-des Quells die geheimnisvolle Zauberkraft menschenfreundlicher
-Geister zu Hülfe gerufen haben. Seit hundert
-und aber hundert Jahren sprang der Quell, dessen Heilkraft
-heute erprobt werden sollte. Und er tat Wunder!
-Wie wohltuend berieselte es die schmerzenden Glieder,
-wie erquickte es den siechen Leib, wie wirkte es belebend
-auf den ganzen Menschen! An Leib und Seele frisch
-gekräftigt fühlte sich Elis Vater und ward wohlgemut &ndash;
-und hoffnungsfroh. Daß die holde Erscheinung Elis
-nicht getäuscht hatte, war sicher und gewiß. Die Mutter
-dankte allen aufs herzlichste, als sie nach Hause kamen,
-für alle Liebe und Güte. Die Nachbarn versprachen, am
-nächsten Sonntag den Weg nochmals mitzumachen, dann
-ging jeder seinem Hause zu und bald war es still im
-ganzen Dörfchen. Während der Woche trank der Vater
-das Wasser, das sie nicht vergessen hatten mit nach<span class="pagenum" id="Seite_15">[15]</span>
-Hause zu nehmen, und am Sonntag machte er sich mit
-seinen lieben Freunden wieder auf den Weg zum Bleßberg.
-Es merkte jeder, daß es viel schneller ging, als vor
-acht Tagen, und der Vater konnte es gar nicht aussagen,
-wie wohl ihm damals das Bad getan und wie ihn der
-Trunk der Idisa erfrischt und gestärkt habe. Er wiederholte
-nun den Gang öfters, auch in der Woche, nur von
-Elis und einigen seiner Kameraden begleitet. Den Umweg
-über den Bleßberg vermieden sie natürlich; denn auf leicht
-gangbarem Waldweg, der nach Schalkau führte, kam
-man von Schwarzenbrunn aus in kurzer Zeit zur gottgesegneten
-Quelle. Wie gute Dienste taten da die Stelzen.
-Doch bald waren sie ganz entbehrlich. Wo links der
-Quelle eine Buche ihre schlanken Äste zu einem leicht
-durchbrochenen Gitterwerk ausstreckte, hängte sie Elis
-Vater ins Gezweige zur Erinnerung an seine Genesung,
-dann fiel er nieder auf die Kniee zum heißen Dankgebete
-gegen den lieben Gott, der das Gnadenwasser
-geschaffen, und gegen die heilige Maria, die Mutter
-Gottes, die seinem lieben Elis die Wunderkraft der
-Idisaquelle vertraut habe. Schon nach kurzer Zeit war es
-in der ganzen Gegend bekannt, daß dort am Südabhang
-des Bleßberges eine Quelle sprudele, die Heilung schaffe
-allen Lahmen und Gichtbrüchigen, und viele kamen von
-fern und nah, da zu baden und zu genesen. Als gar<span class="pagenum" id="Seite_16">[16]</span>
-im nächsten Jahre die Wallfahrer, die alljährlich einige
-Tage vor Peter-Paul (welches der 29.&nbsp;Juni ist) zur
-Steinheider Kapelle kamen, sich geweihte Pässe für ihre
-fromme Pilgerfahrt zu holen, von dem Gesundbrunnen
-hörten, verbreitete sich der Ruhm der Idisaquelle von
-Land zu Land.</p>
-
-<p>In der Gegend von Würzburg lebte ein steinreicher
-Mann, der lag krank seit manchem Jahre. Weil er aber
-rechtschaffen und gottesfürchtig, barmherzig und gütig
-war, verriet ihm die heilige Jungfrau, die er nach dem
-Glauben seiner Väter verehrte, im Traume die Stätte
-der von Gott geschaffenen Heilquelle und forderte ihn
-auf, dahin zu pilgern. Nach mehreren Tagen gelangte
-er nach einer schmerzensreichen Reise an den Bleßberg,
-wo schon einige Hütten zur Beherbergung fremder Gäste
-entstanden waren. Er badete einen über den anderen Tag
-im Heilbade, trank vom Gnadenbrunnen der Idisa und
-genas und dankte Gott. In Eisfeld wohnten geschickte
-Bau- und Handwerksleute, von denen ließ er etliche
-kommen, das Bad bequem herrichten, erweitern und verschönern.
-Auch bauten sie ihm einige Schritte abwärts nach
-seinem Plan ein gar stattliches Haus und legten einen
-schönen Garten bei demselben an; denn er gedachte des
-öfteren hierher zurückzukehren und in den Sommermonaten
-einige Wochen hier zu verleben. Nicht weit von der Quelle,<span class="pagenum" id="Seite_17">[17]</span>
-wo aus Brettern und Balken gezimmert das Bethäuslein
-stand, ließ er eine kleine Kapelle errichten, die er seiner
-Retterin weihte, und die ihr zu Lob und Ehr von nun
-ab den Namen trug »<em class="gesperrt">Mariahilf</em>«. Ihr Name wird
-jetzt noch mit Dank und Ehren genannt. Der kleinen
-armen Gemeinde schenkte er eine große Summe Geldes,
-die sie zum Ausschmücken des Kirchleins, zur Erhaltung
-des Bades und zum Erbauen von Wohnhäusern verwenden
-sollte. Die arme Goldwäscherfamilie brauchte
-nicht mehr zu sorgen und zu seufzen. Der Edle aus dem
-Frankenlande hatte von dem braven Elis und seinen
-Eltern gehört und schenkte ihnen so viel, daß sie Hunger
-und Kummer vergessen konnten. Über sein Besitztum
-setzte er einen Hausvogt ein, der sollte schalten und
-walten nach Belieben, jedoch nur mit Liebe und Güte.
-Dann erst kehrte der Fremde zurück in seine Heimat.
-Das Dörflein am Heilbrunnen wuchs und wurde zu
-einem berühmten Orte; Tausende von Gläubigen beteten
-alljährlich in »Mariahilf« zur heiligen Jungfrau. Im
-Juni namentlich wimmelte es von Wallfahrern in der
-ganzen Gegend. In allen Dörfern waren Bethäuser
-und Kapellen gebaut zu Gottes Lob und Ehre. An den
-Wegen nach Steinheid, nach Schalkau und Eisfeld waren
-heilige Bilder errichtet, vor denen dankbare Menschen
-knieten und beteten. Viele Grafen und Edle des Landes<span class="pagenum" id="Seite_18">[18]</span>
-kamen und Tausende aus dem gemeinen Volke. Wer
-geheilt vom Platze ging, hing nach heißem Dankgebet
-seine Stelzen, mit denen er auf oft beschwerlichen Wegen
-zum Gnadenborn gepilgert war, an den Wänden des
-Kirchleins auf, daß man der großen Zahl der Wunder
-und Werke Gottes gedenke, und so kam es, daß das
-Dorf an der Idisaquelle den Namen »<em class="gesperrt">Stelzen</em>« erhielt
-und so heißt bis zum heutigen Tage.</p>
-
-<div class="figcenter illowp100" id="illu-021">
- <img class="w100" src="images/illu-021.jpg" alt="" />
- <div class="caption">Stelzen mit Bleßberg.</div>
-</div>
-
-<p>Wohl zwei Jahrhunderte lang hatte Frau Idisa
-ihr Heilwasser für Jung und Alt, für Reich und Arm
-zur Genesung gespendet. Von Elis und seinem Vater
-wußten nur die allerältesten Leute zu erzählen. Das
-Goldbergwerk in Steinheid war fast eingegangen, nur
-noch einige Familien wohnten in dem Städtchen. Die
-Hussiten waren hereingebrochen, hatten Steinheid verwüstet
-und die Bergwerke zum größten Teil zerstört.
-Da kam nach dem Dorfe Stelzen ein fremder Mann,
-der zog in das Haus vor der Quelle, das nach dem Tode
-des Wohltäters der kleinen Gemeinde von Hand zu Hand
-gegangen war und nun jahrzehntelang schon verlassen da
-stand. Von entfernten Verwandten, die es niemals gesehen
-hatten, war es ihm als Erbe zugefallen. Bald kamen viele
-Arbeiter mit Handgerät, die fingen an, das Haus und den
-Garten nach den Wünschen des neuen Herrn herzurichten
-und um den Garten herum eine hohe Mauer zu erbauen,
-<span class="pagenum" id="Seite_19">[19]</span>daß niemand es sehen sollte, wenn der Herr des Gartens
-dort zwischen Blumen und blühenden Bäumen spazieren
-ging. Es war alles gar herrlich und lieblich zugerichtet,
-doch der fremde Besitzer flößte allen Schrecken ein, die
-ihn sahen. Finster und bleich war sein Gesicht, tief
-gefurcht die niedere Stirn; die unsteten Augen senkte er
-meist zu Boden, als getraue er sich, niemanden anzuschauen.
-Wenn ihm einer ein »Grüß Gott!« oder
-»Gelobt sei Jesus Christus« bot, dann stellte er sich,
-als hörte er es nicht und dankte nie. Die einen lasen
-in dem Gesicht schweren Kummer und Schuldbewußtsein,
-andere Lebensüberdruß und Verzweiflung, wieder andere
-kalten Stolz und hartherziges, geiziges Wesen. Haus
-und Garten des Fremdlings waren fertig gestellt, aber
-noch behauten die Steinmetzen Stein auf Stein. Dazu
-hatten Arbeiter aus dem Hüttengrund, wo unlängst das
-erste Eisenhammerwerk erbaut worden war, eine schwere,
-eisenbeschlagene Tür herübergeschafft, die lehnte zwischen
-den Steinen. Da, eines Tages, als die Leute aus den
-Häusern traten, sahen sie, wie die Steinmetzen die behauenen
-Steine zum Bade schafften und anfingen, eine Mauer aufzurichten,
-da solches bei einem Bade gar schicklich und
-wohlanständig sei. Das sahen wohl alle ein, aber gar
-wenige freuten sich der fremden Fürsorge und trauten ihr
-wenig Gutes zu. Indeß der Bau wurde fertig gestellt,<span class="pagenum" id="Seite_20">[20]</span>
-und durch ein kleines, stets offenes Pförtlein konnte man
-zum Bade gelangen. Die Kranken gingen ungehindert
-hinein und heraus, und fast schämte man sich der übertriebenen
-Ängstlichkeit und des Mißtrauens, das man
-gezeigt hatte; viele dankten dem Fremden im stillen für
-seine Fürsorge. Es mochte Mitte Juni sein. In den
-meisten Häusern von Stelzen wurde geräumt und gewirtschaftet;
-man erwartete Gäste. Die Wallfahrer kamen in
-den nächsten Tagen, und man sah sie gern, weil sie stets
-einen Tag für die Idisaquelle übrig hatten, dort zu
-danken und zu beten. Oft brachten sie kranke Angehörige
-mit, die im Bade Heilung suchten und fanden.</p>
-
-<p>Der reiche Griesgram wußte vom Besuch der Wallfahrer
-und hatte darauf seinen Plan aufgebaut, um rechten
-Gewinn davon zu haben. Am nächsten Sonntagmorgen,
-als die in Stelzen weilenden Kranken zu gewohnter
-Stunde zum Bade kamen, fanden sie dasselbe mit jener
-großen Tür verschlossen, die der Fremde hatte kommen
-lassen. Dabei aber stand der finstere Mann selbst und
-heischte ein Geldstück für den Besuch des Bades. Da
-halfen alle Vorstellungen der Kranken nichts. »Das Bad
-ist mir zu Erb und Eigen worden«, sprach der Hartherzige,
-»und nur, wer seinen Schoß entrichtet, darf durch die
-Pforte«. Ein lahmer, schwacher Greis, dessen ehrwürdiges
-Haar schon längst gesilbert war, kam auch auf zwei<span class="pagenum" id="Seite_21">[21]</span>
-Krücken herangehumpelt. Als er das Tor gewahrte, bat
-er flehentlich um Einlaß.</p>
-
-<p>»Lieber Mann«, sprach er, »viele Tage habe ich
-mich abgemüht, hierher zu kommen, laßt mich ein, ich
-will Euch zahlen, was ihr begehrt, zweifach und dreifach,
-wenn ich wieder gesund bin.«</p>
-
-<p>»Erst das Geld«, so fuhr ihn der Harte an, »dann
-öffnet sich das Tor.«</p>
-
-<p>Der Alte ging nicht von der Stelle, und unter Tränen
-bat er um Einlaß zu der Gottesquelle.</p>
-
-<p>Vergeblich!</p>
-
-<p>»Bedenkt, daß heute Sonntag ist«, sagte der Greis,
-»der ein Vater ist der Armen und Reichen, der jedes Unrecht
-bestraft und jede gute Tat belohnt, &ndash; er wird Euch
-eure Wohltat vergelten hundertfältig und wird Euch
-segnen, wenn Ihr mich einlaßt.«</p>
-
-<p>»Was kümmert mich das?« sprach der Geizhals
-höhnisch, »Idisa ist meine Herrin; sie will ich lieb haben,
-sie soll mich reich machen. An deines Gottes Segen ist
-mir gar nichts gelegen.«&nbsp;&ndash;</p>
-
-<p>Da ward des Alten bleiches Gesicht rot vor Zorn;
-die matten Augen leuchteten wie Feuer, und seine Stimme
-klang furchtbar, als er rief:</p>
-
-<p>»So soll Gottes Fluch dich treffen, wenn du seinen
-Segen verspottest.«</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_22">[22]</span></p>
-
-<p>Schluchzend hinkte er von dannen. Im Kirchlein zu
-Stelzen fand man ihn am Abend. Gott hatte sein letztes
-Gebet erhört und ihn erlöst von seinen Leiden.</p>
-
-<p>Alle Leute rührte das Schicksal des Armen; der
-hartherzige Reiche aber spürte nicht das geringste Mitleid.
-Geiz und Habsucht erfüllten seine Seele wie böse Geister
-und ließen keinen Raum für das Gute. Die nächste Woche
-sollte seine Glückswoche werden. Da kamen die Wallfahrer
-vom Lande nördlich des Thüringer Waldes bis aus der
-Gegend des Eichsfeldes und der goldenen Aue. Lahme
-und Kranke brachten sie mit zum Idisa-Wasser, die hatten
-Geld und zahlten wohl ein Silberstück für ihre Genesung.
-Die Wallfahrer kamen. In Steinheid ließen sie sich nach
-alter Sitte die Pilgerpässe weihen, doch zum Idisa-Wasser
-kam keiner. Bis zum Harz und bis zur Unstrut war es
-schon bekannt geworden, und viele erfuhren es auf dem
-Wege, daß ein Geizhals das gottgesegnete Wasser der Idisa
-als Erbe und Eigentum sich beimaß und um des schnöden
-Gewinnes halber das Bad gesperrt hatte. Vorüber ging
-der Zug der frommen Wanderer und ging zum ersten
-Male hinab bis ins sonnige Frankenland. Im Maintale
-gegenüber dem Kloster Banz war jüngst eine neue Wallfahrtskirche
-gegründet worden, die hatte als Gnadenort
-einen Ruf weit und breit. Dorthin strömten am Tage
-Peter-Paul die Wallfahrer zu tausenden und beteten zu den<span class="pagenum" id="Seite_23">[23]</span>
-vierzehn heiligen Nothelfern, denen die Kirche geweiht war
-und von deren Fürsprache man Hülfe und Beistand für
-alle Schwachen und Kranken erwartete. Es war auch
-in Thüringen manche Heilquelle bekannt geworden, die
-Genesung und Gesundheit spendete. Im unteren Frankenlande,
-wo die Saale den Fuß der Bodenlaube umrauscht,
-hat der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn
-bald darauf Brunnen und Bäder errichtet, die spendeten
-Kraft allen, die da kamen, schwächlich und gebrechlich.
-Heute geht der Ruf dieses Bades bis weit über die
-deutschen Grenzen hinaus.</p>
-
-<p>Dort an der Bleßbergquelle der Mann, der mit so
-harten Worten den guten Alten soweit gebracht hatte,
-daß er lieber sterben als leben wollte, fand keine Ruhe
-mehr von jenem Sonntage an, da die Wallfahrer die
-Quelle umgingen und zum ersten Male Vierzehnheiligen
-besuchten. Heftige Schmerzen stellten sich bei ihm ein, so
-daß er selbst sein Bad aufsuchen mußte. Täglich schleppte
-er die müden Glieder dahin, aber von Stärkung, von
-Genesung keine Spur; schwach und immer schwächer wurde
-sein Leib. Er warf sich vor der Felsenschlucht der Idisa
-auf die Knie und tat, was er schon fast verlernt hatte:
-er betete. Flehentlich rief er Idisa beim Namen und
-schwur bei allen Heiligen, ihr alles zu opfern, was er
-besitze, &ndash; umsonst!</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_24">[24]</span></p>
-
-<p>Bleich vor Schrecken und zitternd vor Angst stieg
-er wieder und wieder in das Wasser seiner angebeteten
-Göttin, kalt und schaurig umfängt es ihn, ein Frösteln
-zieht ihm durch alle Glieder, er ruft nach seinem
-Golde, nach allen Schätzen, sie dem Wasser zu opfern,
-er stößt einen gräßlichen Fluch aus gegen Idisa, die
-dem Wasser die Heilkraft genommen: da sieht er in
-Todesängsten zwei weiße Arme aus der kalten Flut sich
-erheben, die ihn eisern umfassen und niederziehen. Die
-Erde erbebt, der Felsblock zerspringt und zum Strom
-wird Quelle und Bächlein. Die stolze Mauer stürzt und
-rauschend strömt die Flut durch den blühenden Garten,
-alles mit sich niederreißend, Haus und Steinwand, Büsche
-und Bäume. Verschüttet und verschollen blieb der talwärts
-getriebene Leichnam des Fremdlings. Versagt blieb
-ihm ein ehrliches Begräbnis.</p>
-
-<p>Als die angstvoll in ihren Häusern verborgenen
-Bewohner von Stelzen nach dem Sturm sich wieder herauswagten,
-war von aller Herrlichkeit um Haus und
-Quelle keine Spur mehr zu sehen. Ruhig war das Wasser
-zurückgetreten in sein kleines Bett, und murmelnd floß es
-talabwärts wie ehedem.</p>
-
-<div class="figcenter illowp100" id="illu-029">
- <img class="w100" src="images/illu-029.jpg" alt="" />
- <div class="caption">An der Itzquelle.</div>
-</div>
-
-<p>Wenn heute dein Weg dich hinführt zur Quelle der
-Idisa, dann siehst du sie ganz nahe der Kirche und dem
-Schulhause von Stelzen aus einem Felsen springen und
-<span class="pagenum" id="Seite_25">[25]</span>in ein winziges Bächlein sich ergießen, das still und
-friedlich zunächst dem Dorfe zufließt, bis es in munterem
-Laufe seinen Weg zum Tale nimmt. Vor der Quelle
-findest du im Bleßbergwald noch ein freies, wundersam
-lauschiges Plätzchen, umrahmt und beschattet von hochstämmigen
-Buchen, Fichten und Edeltannen. Bei der
-ganzen Lage und Beschaffenheit des Platzes ist es der
-Phantasie leicht, Ort und Zeit, von denen die Sage dir
-erzählt, wieder vor’s Auge zu zaubern. Verschwunden
-ist der Segen der Heilkraft, von dem eine alte Überlieferung
-aus vorlutherischer Zeit erzählt: der Herr hat’s
-gegeben, der Herr hat’s genommen! Das Hervorbrechen
-der Quelle aber und das Bächlein, das heute als <em class="gesperrt">Itz</em>
-hinabfließt ins Tal, das als Fluß durch Wiese und Wald,
-durch Dorf und Stadt sich drängt, die Erde befruchtend
-und seine treibende Kraft in den Dienst frohtätiger Menschen
-stellend, ist zu einem dauernden Segen geworden: Der
-Name des Herrn sei gelobt!</p>
-
-<p>In Stelzen zieht heute noch dann und wann die
-aus den Dörfern der Umgegend sich vereinende Gemeinde
-hinaus in den nahen, von allen guten Geistern belebten
-Wald, um ihrem Herrn und Gott ein Fest zu feiern.
-Über der Quelle ist dann eine einfache Kanzel erhöht.
-Die Ruhebänke ringsum werden zu Kirchenbänken, und
-über Priester und Gemeinde spannt sich die grüne<span class="pagenum" id="Seite_26">[26]</span>
-Kuppel des Waldes. Die gläubigen Herzen empfinden
-die Wahrheit des uralten Bibelwortes: »Gewißlich ist der
-Herr an diesem Ort,« und in allen Seelen bezeugt sich
-die Vererbung des altväterlichen, frommen Glaubens, der
-im geheimnisvollen Wehen und Rauschen des Waldes, im
-Flüstern und Sprudeln der Quellen und in allen Regungen
-der Natur Äußerungen des allgegenwärtigen Gottes vernahm.
-Man gedenkt der alten Zeiten, da die Güte und
-Gnade des Herrn in der Heilkraft des Idisaquells sich
-offenbarte, man bedenkt, daß der Herr auch im Leben
-und Wesen der neuen Zeit durch Wohltun und Segen sich
-bezeugt, und man erkennt, daß das Wort von der Offenbarung
-Gottes eine ewige Wahrheit ist.</p>
-
-<div class="figcenter" id="illu-032">
- <img src="images/illu-032.jpg" alt="Dekoration" />
-</div>
-
-<hr class="chap x-ebookmaker-drop" />
-
-<div class="figcenter illowp100" id="illu-033">
- <img class="w100" src="images/illu-033.jpg" alt="" />
- <div class="caption">Blick von der Veste Coburg nach dem Bleßberg.</div>
-</div>
-
-<hr class="chap x-ebookmaker-drop" />
-
-<div class="chapter">
-<p><span class="pagenum" id="Seite_27">[27]</span></p>
-<h2 class="nobreak" id="Anmerkungen"><img src="images/illu-035.jpg" alt="Dekoration" /><br />
-Anmerkungen.</h2>
-</div>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_3">3</a>.</h3>
-
-<p><b>Schwarzenbrunn</b>, an der Poststraße, die von Eisfeld durch den
-Saargrund nach Steinheid und weiter nach Neuhaus a. R. führt,
-kann sein Bestehen bis zum Jahre 1317 zurück nachweisen. Auch
-der Beweis des Vorkommens von Gold ist erbracht. Bis in die
-neueste Zeit fand man dort Spuren von Edelmetallen. Obwohl Herzog
-Ernst Friedrich&nbsp;I. von Hildburghausen noch 1716 einige Münzen
-von bei Schwarzenbrunn gefundenem Golde prägen ließ, ist ein
-bergmännischer Betrieb nicht im geringsten mehr lohnend. Die 1716
-geprägte Münze trug auf der einen Seite neben dem Bild und
-Namen des Herzogs die Umschrift: »Zu Schwarzenbrunn aus der
-Goldwäsche. Hildburghausen 1716«; auf der anderen Seite standen
-die Worte:</p>
-
-<div class="poetry-container">
-<div class="poetry">
- <div class="stanza">
- <div class="verse indent0">»Der Schwarzenbrunn gibt Gold,</div>
- <div class="verse indent0">Dergleichen auch Schalkau,</div>
- <div class="verse indent0">Das Salz schenkt Lindenau,</div>
- <div class="verse indent0">Gott ist dem Lande hold.«</div>
- </div>
-</div>
-</div>
-<p><span class="pagenum" id="Seite_28">[28]</span></p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_3">3</a>.</h3>
-
-<p><b>Werra.</b> Das Bächlein »dringet und wirret sich gleich mit
-Macht und Gewalt hin und wieder, bald da herümb, bald dort
-herümb, durch die unwegsame und wirrsame Gründe daselbst abhin,
-bei anderhalb Viertelmeil wegslang, auffs Dorf Schirnroda (oberhalb
-Schwarzenbrunn) zu: darum es auch von den Einwohnern in, an
-und für dem Walde daselbst herumb von solchen vielen Vermischen
-und fast unsäglich wunderbaren Verwirren, das Wirre- oder Werre-Wasser
-und die Werra genannt wird«. (Seb. Güth, Meininger
-Chronica 1676.)</p>
-
-<p>»In den mitlern Zeiten Vierra, Werraha, Werra, Wisera,
-Veseraha, Weseraha, itzo die Werra, und Weser, einer von den großen
-Flüssen Deutschlands«. (Chr. Junker »Anleitung zu der Geographie
-der mittleren Zeiten 1712«.)</p>
-
-<p>Nach jetzt allgemein gültiger Annahme ist die Werra als Oberlauf
-der Weser anzusehen und das Wort Werra als eine Zusammenziehung
-von Wisera, Weseraha bezw. Werraha zu erklären. Das
-Schluß-a findet sich bei Flußnamen häufig; es ist eine Zusammenziehung
-des althochdeutschen <em class="antiqua">aha</em> = Wasser, Bach.</p>
-
-<p>Die Werra wird aus zwei Quellbächen gebildet, die oberhalb
-Schwarzenbrunn zusammenkommen und von denen der östliche den
-Saargrund durchfließt. Dieser Bach wurde früher »trockene Werra«
-genannt, wird aber jetzt meist als Saar bezeichnet.</p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_4">4</a>.</h3>
-
-<p><b>Steinheid</b>, an der Poststraße Eisfeld-Neuhaus a. R., bis
-1160 zurück nachzuweisen, einer der höchstgelegenen (814&nbsp;<em class="antiqua">m</em>) Orte
-des Thüringer Waldes, war früher eine reiche Bergstadt. Verfallene
-Stollen und Schachte sind heute noch Zeugen früherer, umfangreicher
-bergmännischer Tätigkeit. Wenn auch in der langen Spanne Zeit,<span class="pagenum" id="Seite_29">[29]</span>
-die zwischen dem Eingehen der Werke und der Gegenwart liegt,
-bezüglich des Goldreichtums die Überlieferung etwas übertreibend
-und ausschmückend eingegriffen hat, so war doch der Gewinn an
-Gold durchaus nicht gering. Durch die Hussitenkriege (besonders um
-1430) erlitt das gewerbfleißige Leben große Einbuße. Die Zerstörung
-der Bergwerke war eine so nachhaltige, den ganzen Ort schädigende,
-daß auch die von Kurfürst Johann Friedrich dem Großmütigen, von
-Herzog Johann Kasimir, Herzog Ernst dem Frommen und Herzog
-Albrecht gewährten Freiheiten und die auf gewinnbringende Regelung
-des Betriebs bedachten Bergordnungen eine wesentliche Förderung
-nicht brachten. &ndash; Im Jahre 1533 wurden die Bergwerke energisch
-wieder in Stand und Betrieb gesetzt, und die Jahre 1576&ndash;1580
-scheinen auch wieder eine etwas höher gehende Entwicklung gebracht
-zu haben, aber durch den Dreißigjährigen Krieg und durch spätere
-Feuersbrünste kam über den Ort solches Unglück, daß er sich nicht
-wieder zu erholen oder auch nur annähernd zu seiner früheren
-Bedeutung zu erheben vermochte.</p>
-
-<p>Zu Seite <a href="#Seite_22">22</a>. &ndash; Vor dem Jahre 1528 stand in Steinheid eine
-der Mutter Gottes geweihte Kapelle (»Zu unsrer lieben Frauen
-Berg«), in der die vorüberziehenden Wallfahrer um gesegnete Pässe
-für eine glückliche und ihrem Seelenheil gedeihliche Reise vorsprachen
-oder auch ihre Reisepässe sich weihen ließen. Die überaus große
-Zahl der Besucher brachten der Kirche und dem Ort reiche Einkünfte.</p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_6">6</a>.</h3>
-
-<p><b>Bären</b>, Wölfe, Wildschweine, Luchse waren im südlichen Teil
-des Thüringer Waldes und in den angrenzenden Gebieten durchaus
-keine Seltenheit. Sie gehörten zu den friedlosen Tieren und waren
-jagdfrei. Ja, man machte es den Bewohnern gewisser Gegenden
-geradezu zur Pflicht, diese Tiere abzuschießen, um sie auszurotten.
-Die Bewohner von Wiesenfeld hatten z. B. die Pflicht, in ihren<span class="pagenum" id="Seite_30">[30]</span>
-Gemarkungen jährlich einen Wolf zu fangen, wenn sie aber deren
-zehn in einem Jahre erlegten, sollten sie auf zehn Jahre frei sein.
-(Henneberg. Urbarium ca. 1340.) Im Jahre 1656 wurden auch
-Gothaer Gemeinden gesetzlich zur Wolfsjagd verpflichtet. &ndash; Bei Schloß
-Hohenstein gibt es eine <span id="corr030">Wüstung</span> Wolfersdorf; unsere Wohlsbach
-hießen früher Wolfeswac = Wolfstümpel. Auch verschiedene Flur-
-und Forstbezeichnungen lassen auf das Vorhandensein von Wölfen,
-Bären u. s. w. schließen, z. B. Wolfsrangen am Nordabhang des
-Festungsberges, Bärenstange, ein Forstort an der Wildbahn, Bärenhölzchen
-zwischen Coburg und Neuses.</p>
-
-<p>1571 wurde der Förster Wolff bei Sachsendorf (direkt bei
-Schwarzenbrunn) von einem Bären angefallen und zerfleischt. In
-der Nähe des Inselsberges kam der Bär bis zum 16.&nbsp;Jahrhundert
-häufig vor. Bei Schmalkalden fanden 1587, 1592, 1594 und 1603
-Bärenjagden statt, bei Brotterode 1585. Der letzte Bär in Thüringen
-wurde 1686 in der gothaischen Forstei Winterstein erlegt. Das
-Vorhandensein von Wölfen läßt sich im Thüringerwald bis 1859
-nachweisen. Im Winter 1858/59 trieb sich ein Wolf vagabundierend
-bei Friedrichroda umher; 63 Stück Rotwild waren ihm zum Opfer
-gefallen. Am 6.&nbsp;Mai 1859 wurde er bei Heldburg erlegt. Auch
-1785 war bei Heldburg ein Wolf getötet worden, der besonders
-unter den Schafen der Umgegend großen Schaden angerichtet hatte.
-Der letzte Luchs wurde am 24.&nbsp;März 1819 im Gothaer Revier
-Stutzhaus geschossen. Im Norden des Thüringer Waldes wurden
-Luchse im 18.&nbsp;Jahrhundert vielfach nachgewiesen, Wildschweine kamen
-da und dort noch in späterer Zeit vor.</p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_6">6</a>.</h3>
-
-<p>Der <b>Bleßberg</b>, 864&nbsp;<em class="antiqua">m</em> hoch, einer der höchsten Punkte des
-südöstlichen Thüringer Waldes, bietet eine der schönsten Rundsichten und
-weitesten Fernsichten über das thüringische und fränkische Land. Drei<span class="pagenum" id="Seite_31">[31]</span>
-Türme auf fernen Berggipfeln zeigen uns nach Norden hin aussichtsreiche
-Höhen des Thüringer Waldes, den etwa 24&nbsp;<em class="antiqua">km</em> in der Luftlinie
-entfernten Adlersberg bei Suhl, den Kirchberg mit dem Fröbelturm
-bei Oberweißbach und die Kursdorfer Koppe. Nach Osten hin sehen
-wir das Fichtelgebirge, nach Westen schweift der Blick bis zu den
-Bergen der Rhön. Im Süden soll man die etwa 64&nbsp;<em class="antiqua">km</em> entfernte
-Altenburg bei Bamberg sehen, man begnügt sich jedoch gern mit
-dem klaren Ausblick bis zum Staffelberg, bis zur Veste und Stadt
-Coburg, aus deren Häuserreihen man die Moritzkirche deutlich herausragen
-sieht. Der Bleßberg, der auf den verschiedensten Wegen
-bequem zu erreichen ist, war wegen seiner Aussicht zu allen Zeiten
-vielbesucht und war einer der ersten Berge im südlichen Teil des
-Thüringer Waldes, der mit einem Aussichtsturm versehen war. Der
-frühere, hölzerne Turm wurde schon vor mehrern Jahren durch einen
-eisernen ersetzt.</p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_12">12</a>.</h3>
-
-<p>Die Sage vom <b>Mönch auf dem Moritzturm</b> findet sich abgedruckt
-bei</p>
-
-<div class="hang">
-<p>v. Heeringen, G., Wanderungen durch Franken, Seite 35,</p>
-
-<p>Heckenhayn, Th., Lesebuch II, Seite 389,<br />
-<span class="smaller">Neues »Coburgisches Lesebuch«, 1.&nbsp;Teil,</span></p>
-
-<p>Bechstein, L., Der fränkische Sagenschatz, 1.&nbsp;Band.</p>
-</div>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_16">16</a>.</h3>
-
-<p>Der reiche Mann von <b>Würzburg</b>, der am Wunderbrunnen
-der Idisa Heilung gefunden hat, findet sich übereinstimmend in den
-verschiedensten Aufzeichnungen.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_32">[32]</span></p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_17">17</a>.</h3>
-
-<p>Die Kapelle <b>Mariahilf</b> hat verschiedene Wandlungen in ihrem
-Auf- und Ausbau durchgemacht und stand bis 1647. Eine Pfeilerinschrift
-an der Ostseite der heutigen Kirche (<em class="antiqua">MCCCCLXVII
-Walpurgis wart angehobn diss Bau Maria</em>) weist auf einen
-vorgenommenen Neubau im Jahre 1467 hin. Die gottesdienstlichen
-Verrichtungen besorgten vormals die Augustinermönche von Königsberg
-in Franken. Die erste Ansiedelung hieß Mariahilf; der Name
-Stelzen ist für den Ort erst später aufgekommen.</p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_17">17</a>.</h3>
-
-<p><b>Wallfahrer und Wallfahrtswege.</b> Mehrfach erwähnt wird
-in geschichtlichen Aufzeichnungen, daß noch im 15.&nbsp;Jahrhundert
-alljährlich Hunderte von Grafen, Rittern, Edlen und noch viele,
-viele aus dem gemeinen Volk zur Wunderquelle Mariahilf gewallfahrt
-sind. Die Hauptwege führten von Eisfeld, von Schalkau und
-von Steinheid aus zur Quelle. Am Wege zwischen Eisfeld und
-Stelzen, ganz in der Nähe des letztgenannten Ortes, steht heute
-noch ein etwa 2&nbsp;<em class="antiqua">m</em> hoher, steinerner Bildstock aus der Wallfahrtszeit.
-Auch nach der Schalkauer Seite zu hatte sich bei Stelzen
-ein Stein als Überrest einer heiligen Station jahrhundertelang
-erhalten. Der angrenzende Flurteil heißt heute noch »der weiße
-Stein«. An der Straße von Stelzen nach Schalkau steht bei
-Mausendorf ein großer, eigenartig behauener Stein, der, wie die
-Leute sagen, »der heiligen Zeit« entstammt.</p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_18">18</a>.</h3>
-
-<p><b>Stelzen.</b> Die Annahme, daß der Ortsname von den daselbst
-aufbewahrten Krücken, Stöcken, Stelzbeinen herkommen kann, wird<span class="pagenum" id="Seite_33">[33]</span>
-bestärkt durch die Tatsache, daß noch bis zum Jahre 1830, in dem
-eine umfassende Reparatur der Kirche vorgenommen wurde, Stelzen
-u. s. w. auf dem Kirchboden des Ortes als für den Ortsnamen
-charakteristische Wahrzeichen aufbewahrt wurden.</p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_19">19</a>.</h3>
-
-<p><b>Eisenindustrie im Hüttengrund.</b> Schon im 15.&nbsp;Jahrhundert
-führte der zwischen Köppelsdorf und Blechhammer sich hinziehende
-Teil des Steinachtales auf eine Stunde lang den Namen Hüttengrund.
-Die Bewohner, die in ihren einzeln oder zerstreut liegenden,
-zuweilen auch in kleinen Gruppen zusammenstehenden Häusern bis
-1848 eine Gemeinde für sich bildeten, hatten schon frühzeitig gelernt,
-das im Thüringer Wald gewonnene Eisen in Eisenhämmern, Blechhämmern
-u. a. Werken in verschiedenster Weise zu verarbeiten. Der
-Bergbau in Thüringen läßt sich im allgemeinen etwa bis zum
-Jahre 1000 zurück nachweisen; der Sage nach soll man bei Schmalkalden
-allerdings schon im 4.&nbsp;Jahrhundert Erzlager gefunden und
-deren praktische Ausnutzung gekannt haben. In der frühesten Zeit
-wurden Abbau, Schmelzen und Verarbeiten des Eisens oft von ein
-und derselben Person, meist von einem Schmiede im Walde, betrieben.
-Er grub sein Eisen selbst, schmolz es im Holzkohlenfeuer und gab
-ihm unter dem Druck der vom reißenden Waldbach in Betrieb
-gesetzten Hämmer die gewünschten Formen.</p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_23">23</a>.</h3>
-
-<p><b>Vierzehnheiligen</b>, das »fränkische Mekka«, ist noch heutzutage
-einer der Hauptwallfahrtsorte Bayerns. An den Hauptfesttagen
-»Himmelfahrt« und »Peter-Paul« (29.&nbsp;Juni) soll sich die Zahl<span class="pagenum" id="Seite_34">[34]</span>
-der Wallfahrer schon auf 50000 belaufen haben. Die wunderbare
-Erscheinung des von vierzehn Heiligen umgebenen Christuskindes, die ein
-junger Schäfer um 1445 gesehen haben will, gab dem Abt von Langheim
-Veranlassung zur Gründung der ersten Kapelle, die mit reichem
-Ablaß begnadet wurde. Im Jahre 1485 pilgerte Kaiser Friedrich&nbsp;III.,
-1518 Albrecht Dürer, 1562 Kaiser Ferdinand&nbsp;I. zu den vierzehn
-heiligen Nothelfern, von deren Wundertätigkeit zahllose Stiftungen
-in einer Seitenkapelle der Kirche Zeugnis geben sollen.</p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_23">23</a>.</h3>
-
-<p><b>Kissingen</b>, an der fränkischen Saale am Fuß der Ruine
-Bodenlaube, jetzt Weltbadeort, verdankt seine Begründung dem Fürstbischof
-Julius Echter von Mespelbrunn, geboren 1544.</p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_24">24</a>.</h3>
-
-<p>Der <b>Schauplatz der Sage</b> ist heute ein von Buchen, Fichten
-und Edeltannen beschattetes, freies, lauschiges Plätzchen am Fuße des
-Bleßbergwaldes. Bänke stehen ringsum, eine einfache Kanzel über
-der niederen Grotte weist auf irgend ein frommes Fest (Gustav-Adolf-Fest,
-Missionsfest u. dergl.) hin, das an dem alten Heiligtum
-abgehalten wurde. In früherer Zeit, bis 1750, standen am Eingang
-zur Grotte vier mächtige uralte Linden, deren Alter auf tausend Jahre
-geschätzt wurde, und die Annahme, daß schon in alter Heidenzeit
-hier eine den Göttern geweihte Stätte bestanden hat, ist nicht direkt
-von der Hand zu weisen.</p>
-
-<p><span class="pagenum" id="Seite_35">[35]</span></p>
-
-<h3>Zu Seite <a href="#Seite_25">25</a>.</h3>
-
-<p><b>Idisa = Itz.</b> Früher hat man das Wort Itz vielfach auf
-wendischen Ursprung zurückgeführt, jedoch ist die Silbe als selbständiges
-Wort im Wendischen bezw. Slavischen nicht nachzuweisen. Die
-Slaven, in Deutschland vielfach Wenden genannt, bewohnten im
-6.&nbsp;Jahrhundert u. a. die Gegend zwischen Thüringerwald und Main,
-also auch das Gebiet des heutigen Herzogtums Coburg. Der Name
-Wende = wind, mit einem deutschen Personennamen zusammengesetzt,
-findet sich südlich des Thüringer Waldes vielfach bei Ansiedelungen,
-in denen nach dem Zurückschlagen der Slaven unfreie, einem deutschen
-Herren unterworfene und zugehörige Wenden untergebracht waren.
-So entstand im Coburgischen Ottowind, dicht an der Grenze Rückerswind,
-Almerswind, Herbartswind, nicht weit von der Grenze Gundelswind,
-Poppenwind u. a. Die Endung itz in unseren Ortsnamen
-Creidlitz, Meischnitz, Mödlitz und in den uns mehr oder weniger
-benachbarten Mürschnitz, Schierschnitz, Käßlitz, Föritz, Köditz, Oberloquitz,
-Siegritz, Eichitz, Marktgölitz-Schwürbitz, Mitwitz, Redwitz,
-Kirchenlamitz, Teuschnitz u. v. v. a. wird gern als ein Rest ursprünglich
-slavischer Benennung bezw. für den Ort als ein Beweis
-slavischen Ursprungs angesehen. Wie schon erwähnt, bestreitet man
-bei dem selbständigen Wort Itz eine Abstammung aus dem Slavischen
-und nimmt eine Ableitung aus dem Deutschen an. »Die ältesten
-überlieferten Formen des Namens lauten <em class="gesperrt">Itesa</em> (Schannat, <em class="antiqua">corpus
-traditionum Fuldensium</em>), um 1071 <em class="gesperrt">Itisa</em> (Sprenger, Banz
-1050&ndash;1251), um 1227 <em class="gesperrt">Ytisa</em> und <em class="gesperrt">Itysa</em> (Sprenger, Banz).
-Slavischen Charakter tragen diese Formen nicht, vielmehr lassen sie
-mit Wahrscheinlichkeit eine Erklärung aus dem Deutschen zu, indem
-das Wort als ein Kompositum aus ahd. <em class="antiqua">itis</em> und <em class="antiqua">aha</em> betrachtet
-werden kann. Itis (starkes Femininum) bedeutet eine hehre, ehrwürdige
-Frau; nach Grimm, Mythol. 372 scheint es schon in frühster
-Zeit gleich dem griechischen νύμφη (Nymphe) vorzugsweise auf übermenschliche
-Wesen angewandt worden zu sein, die geringer als
-Göttinnen, höher als irdische Frauen angesehen wurden. Vergleiche auch<span class="pagenum" id="Seite_36">[36]</span>
-den Merseburger Zauberspruch, der beginnt: <em class="antiqua"><b>eiris sâzun idisî</b></em> …
-(= <b>einst setzten sich Idise</b>). <em class="antiqua">Aha</em> ist schon früh in einfaches a übergegangen,
-wie denn z. B. Steinaha (die Steinach) im 10.&nbsp;Jahrhundert
-Steina heißt&nbsp;…« &ndash; Siehe auch Anm. Werra, Seite 28. &ndash;
-»Danach bedeutete <em class="gesperrt">Itisaha</em>, <em class="gesperrt">Itisa</em> das Wasser göttlicher Jungfrauen«.
-(<em class="antiqua">Dr.</em> F. Riemann, die Ortsnamen des Herzogtums Coburg.)</p>
-
-<div class="figcenter illowp100" id="illu-044">
- <img class="w100" src="images/illu-044.jpg" alt="Itzquelle" />
-</div>
-
-<p class="center p2 smaller">Druck: Union, Coburg.</p>
-
-<hr class="chap x-ebookmaker-drop" />
-
-<div class="transnote chapter" id="tnextra">
-
-<p class="h2">Weitere Anmerkungen zur Transkription</p>
-
-<p>Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert.</p>
-
-<p>Korrekturen:</p>
-<div class="corr">
-<p>
-S. 30: Wustung → Wüstung<br />
-Hohenstein gibt es eine <a href="#corr030">Wüstung</a> Wolfersdorf</p>
-</div>
-</div>
-
-<div style='display:block; margin-top:4em'>*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK IDISA ***</div>
-<div style='text-align:left'>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Updated editions will replace the previous one&#8212;the old editions will
-be renamed.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright
-law means that no one owns a United States copyright in these works,
-so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United
-States without permission and without paying copyright
-royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part
-of this license, apply to copying and distributing Project
-Gutenberg&#8482; electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG&#8482;
-concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark,
-and may not be used if you charge for an eBook, except by following
-the terms of the trademark license, including paying royalties for use
-of the Project Gutenberg trademark. If you do not charge anything for
-copies of this eBook, complying with the trademark license is very
-easy. You may use this eBook for nearly any purpose such as creation
-of derivative works, reports, performances and research. Project
-Gutenberg eBooks may be modified and printed and given away--you may
-do practically ANYTHING in the United States with eBooks not protected
-by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the trademark
-license, especially commercial redistribution.
-</div>
-
-<div style='margin:0.83em 0; font-size:1.1em; text-align:center'>START: FULL LICENSE<br />
-<span style='font-size:smaller'>THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE<br />
-PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK</span>
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-To protect the Project Gutenberg&#8482; mission of promoting the free
-distribution of electronic works, by using or distributing this work
-(or any other work associated in any way with the phrase &#8220;Project
-Gutenberg&#8221;), you agree to comply with all the terms of the Full
-Project Gutenberg&#8482; License available with this file or online at
-www.gutenberg.org/license.
-</div>
-
-<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'>
-Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg&#8482; electronic works
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg&#8482;
-electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
-and accept all the terms of this license and intellectual property
-(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
-the terms of this agreement, you must cease using and return or
-destroy all copies of Project Gutenberg&#8482; electronic works in your
-possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a
-Project Gutenberg&#8482; electronic work and you do not agree to be bound
-by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the person
-or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.B. &#8220;Project Gutenberg&#8221; is a registered trademark. It may only be
-used on or associated in any way with an electronic work by people who
-agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
-things that you can do with most Project Gutenberg&#8482; electronic works
-even without complying with the full terms of this agreement. See
-paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
-Gutenberg&#8482; electronic works if you follow the terms of this
-agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg&#8482;
-electronic works. See paragraph 1.E below.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation (&#8220;the
-Foundation&#8221; or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection
-of Project Gutenberg&#8482; electronic works. Nearly all the individual
-works in the collection are in the public domain in the United
-States. If an individual work is unprotected by copyright law in the
-United States and you are located in the United States, we do not
-claim a right to prevent you from copying, distributing, performing,
-displaying or creating derivative works based on the work as long as
-all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope
-that you will support the Project Gutenberg&#8482; mission of promoting
-free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg&#8482;
-works in compliance with the terms of this agreement for keeping the
-Project Gutenberg&#8482; name associated with the work. You can easily
-comply with the terms of this agreement by keeping this work in the
-same format with its attached full Project Gutenberg&#8482; License when
-you share it without charge with others.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
-what you can do with this work. Copyright laws in most countries are
-in a constant state of change. If you are outside the United States,
-check the laws of your country in addition to the terms of this
-agreement before downloading, copying, displaying, performing,
-distributing or creating derivative works based on this work or any
-other Project Gutenberg&#8482; work. The Foundation makes no
-representations concerning the copyright status of any work in any
-country other than the United States.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.1. The following sentence, with active links to, or other
-immediate access to, the full Project Gutenberg&#8482; License must appear
-prominently whenever any copy of a Project Gutenberg&#8482; work (any work
-on which the phrase &#8220;Project Gutenberg&#8221; appears, or with which the
-phrase &#8220;Project Gutenberg&#8221; is associated) is accessed, displayed,
-performed, viewed, copied or distributed:
-</div>
-
-<blockquote>
- <div style='display:block; margin:1em 0'>
- This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
- other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
- whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms
- of the Project Gutenberg License included with this eBook or online
- at <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>. If you
- are not located in the United States, you will have to check the laws
- of the country where you are located before using this eBook.
- </div>
-</blockquote>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.2. If an individual Project Gutenberg&#8482; electronic work is
-derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not
-contain a notice indicating that it is posted with permission of the
-copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in
-the United States without paying any fees or charges. If you are
-redistributing or providing access to a work with the phrase &#8220;Project
-Gutenberg&#8221; associated with or appearing on the work, you must comply
-either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or
-obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg&#8482;
-trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.3. If an individual Project Gutenberg&#8482; electronic work is posted
-with the permission of the copyright holder, your use and distribution
-must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any
-additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms
-will be linked to the Project Gutenberg&#8482; License for all works
-posted with the permission of the copyright holder found at the
-beginning of this work.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg&#8482;
-License terms from this work, or any files containing a part of this
-work or any other work associated with Project Gutenberg&#8482;.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
-electronic work, or any part of this electronic work, without
-prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
-active links or immediate access to the full terms of the Project
-Gutenberg&#8482; License.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
-compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including
-any word processing or hypertext form. However, if you provide access
-to or distribute copies of a Project Gutenberg&#8482; work in a format
-other than &#8220;Plain Vanilla ASCII&#8221; or other format used in the official
-version posted on the official Project Gutenberg&#8482; website
-(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense
-to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means
-of obtaining a copy upon request, of the work in its original &#8220;Plain
-Vanilla ASCII&#8221; or other form. Any alternate format must include the
-full Project Gutenberg&#8482; License as specified in paragraph 1.E.1.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
-performing, copying or distributing any Project Gutenberg&#8482; works
-unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
-access to or distributing Project Gutenberg&#8482; electronic works
-provided that:
-</div>
-
-<div style='margin-left:0.7em;'>
- <div style='text-indent:-0.7em'>
- &#8226; You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
- the use of Project Gutenberg&#8482; works calculated using the method
- you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed
- to the owner of the Project Gutenberg&#8482; trademark, but he has
- agreed to donate royalties under this paragraph to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid
- within 60 days following each date on which you prepare (or are
- legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty
- payments should be clearly marked as such and sent to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in
- Section 4, &#8220;Information about donations to the Project Gutenberg
- Literary Archive Foundation.&#8221;
- </div>
-
- <div style='text-indent:-0.7em'>
- &#8226; You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
- you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
- does not agree to the terms of the full Project Gutenberg&#8482;
- License. You must require such a user to return or destroy all
- copies of the works possessed in a physical medium and discontinue
- all use of and all access to other copies of Project Gutenberg&#8482;
- works.
- </div>
-
- <div style='text-indent:-0.7em'>
- &#8226; You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
- any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
- electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
- receipt of the work.
- </div>
-
- <div style='text-indent:-0.7em'>
- &#8226; You comply with all other terms of this agreement for free
- distribution of Project Gutenberg&#8482; works.
- </div>
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project
-Gutenberg&#8482; electronic work or group of works on different terms than
-are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing
-from the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, the manager of
-the Project Gutenberg&#8482; trademark. Contact the Foundation as set
-forth in Section 3 below.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
-effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
-works not protected by U.S. copyright law in creating the Project
-Gutenberg&#8482; collection. Despite these efforts, Project Gutenberg&#8482;
-electronic works, and the medium on which they may be stored, may
-contain &#8220;Defects,&#8221; such as, but not limited to, incomplete, inaccurate
-or corrupt data, transcription errors, a copyright or other
-intellectual property infringement, a defective or damaged disk or
-other medium, a computer virus, or computer codes that damage or
-cannot be read by your equipment.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the &#8220;Right
-of Replacement or Refund&#8221; described in paragraph 1.F.3, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
-Gutenberg&#8482; trademark, and any other party distributing a Project
-Gutenberg&#8482; electronic work under this agreement, disclaim all
-liability to you for damages, costs and expenses, including legal
-fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
-LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
-PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
-TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
-LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
-INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
-DAMAGE.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
-defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
-receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
-written explanation to the person you received the work from. If you
-received the work on a physical medium, you must return the medium
-with your written explanation. The person or entity that provided you
-with the defective work may elect to provide a replacement copy in
-lieu of a refund. If you received the work electronically, the person
-or entity providing it to you may choose to give you a second
-opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If
-the second copy is also defective, you may demand a refund in writing
-without further opportunities to fix the problem.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
-in paragraph 1.F.3, this work is provided to you &#8216;AS-IS&#8217;, WITH NO
-OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT
-LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
-warranties or the exclusion or limitation of certain types of
-damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement
-violates the law of the state applicable to this agreement, the
-agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or
-limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or
-unenforceability of any provision of this agreement shall not void the
-remaining provisions.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
-trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
-providing copies of Project Gutenberg&#8482; electronic works in
-accordance with this agreement, and any volunteers associated with the
-production, promotion and distribution of Project Gutenberg&#8482;
-electronic works, harmless from all liability, costs and expenses,
-including legal fees, that arise directly or indirectly from any of
-the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this
-or any Project Gutenberg&#8482; work, (b) alteration, modification, or
-additions or deletions to any Project Gutenberg&#8482; work, and (c) any
-Defect you cause.
-</div>
-
-<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'>
-Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg&#8482;
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Project Gutenberg&#8482; is synonymous with the free distribution of
-electronic works in formats readable by the widest variety of
-computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It
-exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations
-from people in all walks of life.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Volunteers and financial support to provide volunteers with the
-assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg&#8482;&#8217;s
-goals and ensuring that the Project Gutenberg&#8482; collection will
-remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
-and permanent future for Project Gutenberg&#8482; and future
-generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see
-Sections 3 and 4 and the Foundation information page at www.gutenberg.org.
-</div>
-
-<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'>
-Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non-profit
-501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
-state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
-Revenue Service. The Foundation&#8217;s EIN or federal tax identification
-number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by
-U.S. federal laws and your state&#8217;s laws.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-The Foundation&#8217;s business office is located at 809 North 1500 West,
-Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up
-to date contact information can be found at the Foundation&#8217;s website
-and official page at www.gutenberg.org/contact
-</div>
-
-<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'>
-Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Project Gutenberg&#8482; depends upon and cannot survive without widespread
-public support and donations to carry out its mission of
-increasing the number of public domain and licensed works that can be
-freely distributed in machine-readable form accessible by the widest
-array of equipment including outdated equipment. Many small donations
-($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
-status with the IRS.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-The Foundation is committed to complying with the laws regulating
-charities and charitable donations in all 50 states of the United
-States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
-considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
-with these requirements. We do not solicit donations in locations
-where we have not received written confirmation of compliance. To SEND
-DONATIONS or determine the status of compliance for any particular state
-visit <a href="https://www.gutenberg.org/donate/">www.gutenberg.org/donate</a>.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-While we cannot and do not solicit contributions from states where we
-have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
-against accepting unsolicited donations from donors in such states who
-approach us with offers to donate.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-International donations are gratefully accepted, but we cannot make
-any statements concerning tax treatment of donations received from
-outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Please check the Project Gutenberg web pages for current donation
-methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
-ways including checks, online payments and credit card donations. To
-donate, please visit: www.gutenberg.org/donate
-</div>
-
-<div style='display:block; font-size:1.1em; margin:1em 0; font-weight:bold'>
-Section 5. General Information About Project Gutenberg&#8482; electronic works
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
-Gutenberg&#8482; concept of a library of electronic works that could be
-freely shared with anyone. For forty years, he produced and
-distributed Project Gutenberg&#8482; eBooks with only a loose network of
-volunteer support.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Project Gutenberg&#8482; eBooks are often created from several printed
-editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in
-the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
-necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper
-edition.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-Most people start at our website which has the main PG search
-facility: <a href="https://www.gutenberg.org">www.gutenberg.org</a>.
-</div>
-
-<div style='display:block; margin:1em 0'>
-This website includes information about Project Gutenberg&#8482;,
-including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
-subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
-</div>
-
-</div>
diff --git a/old/66797-h/images/cover.jpg b/old/66797-h/images/cover.jpg
deleted file mode 100644
index 6d8c9cd..0000000
--- a/old/66797-h/images/cover.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/images/illu-002.jpg b/old/66797-h/images/illu-002.jpg
deleted file mode 100644
index 22bca9a..0000000
--- a/old/66797-h/images/illu-002.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/images/illu-003a.jpg b/old/66797-h/images/illu-003a.jpg
deleted file mode 100644
index 48f045b..0000000
--- a/old/66797-h/images/illu-003a.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/images/illu-003b.jpg b/old/66797-h/images/illu-003b.jpg
deleted file mode 100644
index 3efd5d9..0000000
--- a/old/66797-h/images/illu-003b.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/images/illu-005.jpg b/old/66797-h/images/illu-005.jpg
deleted file mode 100644
index f0d2f60..0000000
--- a/old/66797-h/images/illu-005.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/images/illu-021.jpg b/old/66797-h/images/illu-021.jpg
deleted file mode 100644
index 654078f..0000000
--- a/old/66797-h/images/illu-021.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/images/illu-029.jpg b/old/66797-h/images/illu-029.jpg
deleted file mode 100644
index 0048a77..0000000
--- a/old/66797-h/images/illu-029.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/images/illu-032.jpg b/old/66797-h/images/illu-032.jpg
deleted file mode 100644
index 1d4195e..0000000
--- a/old/66797-h/images/illu-032.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/images/illu-033.jpg b/old/66797-h/images/illu-033.jpg
deleted file mode 100644
index ac8650a..0000000
--- a/old/66797-h/images/illu-033.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/images/illu-035.jpg b/old/66797-h/images/illu-035.jpg
deleted file mode 100644
index 99a31c4..0000000
--- a/old/66797-h/images/illu-035.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/66797-h/images/illu-044.jpg b/old/66797-h/images/illu-044.jpg
deleted file mode 100644
index 252cbb3..0000000
--- a/old/66797-h/images/illu-044.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ