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You may copy it, give it away or -re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included -with this eBook or online at www.gutenberg.org/license - - -Title: Die Kinder auf dem Abendberg - Eine Weihnachtsgabe - -Author: Ida Hahn-Hahn - -Release Date: December 29, 2019 [EBook #61042] - -Language: German - -Character set encoding: ISO-8859-1 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE KINDER AUF DEM ABENDBERG *** - - - - -Produced by Jens Sadowski and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net. This book was -produced from images made available by the HathiTrust -Digital Library. - - - - - - - - - - Die Kinder - auf - dem Abendberg. - - - Von - Ida Gräfin Hahn-Hahn. - - Eine Weihnachtsgabe. - - - Berlin. - Verlag von Alexander Duncker, - Königl. Hofbuchhändler. - 1843. - - - Allen Müttern. - - - - -Nachdem ich halb Europa von Gibraltar bis Danemora durchstreift habe, -reiste ich in diesem Spätsommer nach der Schweiz, nicht sowol um das -Land, als hauptsächlich um liebe Freunde wiederzusehen. Doch kaum hatte -ich den Jura überschritten, als das Land selbst, diese großartige, -mächtige, reiche Natur, ihren alten unzerstörbaren Zauber über mich -übten, so daß mir die Schweiz schöner erschien, als irgend ein Land, das -ich je gesehen. Der Eine mag Tyrol vorziehen, der Andere die Pyrenäen; -dennoch glaube ich, daß Alle eingestehen werden: eine solche Vereinigung -aller Contraste, aller Bedingungen zu einem vielseitigen Leben findet -man dort nicht; findet nicht so viel Städte so nah beisammen und in so -eigenthümlichem Character ausgeprägt; nicht so viel Punkte auf denen man -allen Comfort der Civilisation neben allen Schönheiten der Natur -genießt. Wer sich für den Gewerbfleiß und die industrielle Thätigkeit -interessirt, gehe nach dem hellen Zürch, dem ernsthaften Basel, dem -eleganten Genf; wer für die Cultur des Bodens, nach dem Canton Bern, der -_ein_ üppiger Garten ist, oder an den Leman, dessen nördliches Ufer, der -Höhenzug des nackten, felsigen Jorat, durch unglaubliche Mühe in _ein_ -Rebgelände verwandelt ist. Wen das rastlose Ringen und Treiben der -Civilisation, die keine Ruhe kennt, ermattet, der gehe in die milden -Felsenthale des Canton Uri oder zu den grünen Wiesen von Unterwalden, -oder in das stille Schwytz. Wer die Fremden, die Reisenden beobachten -und sich mit ihnen unterhalten und zerstreuen will, suche die Orte auf, -wo sie sich vorzugsweise drängen: Luzern, Thun, Interlachen, den Genfer -See. Wer die Geschichte liebt, kann durch die Schweiz wandelnd einen -lehrreichen Cursus über die Unzulänglichkeit und Vergänglichkeit -menschlicher Institutionen machen, bei Realta in Graubündten beginnend, -und wenn ihm die gegenwärtigen nicht gefallen, so kann er aus jener -Betrachtung den Trost schöpfen, daß auch sie nicht dauern werden: die -Römermacht ist verschwunden, die Obergewalt des deutschen Kaisers -gebrochen, die Aristokratie gestürzt; -- die moderne Demokratie wird -auch fallen. Wer am materiellen Wohlbehagen seine Freude hat, etablire -sich in irgend einem guten Gasthof, der in der Schweiz eben so leicht, -als in Deutschland schwer zu finden ist, und er wird haben, was der Leib -nur begehrt. Er wird auch nicht durch den Anblick fremden Elends aus -seinem Behagen aufgescheucht werden, z. B. nicht in Genf, wo die -Armenanstalten so vortrefflich sind, daß es keine Bettler giebt. So -haben Sachkundige mir versichert, und allerdings bin ich dort nie, auch -bei wochenlanger Anwesenheit, einem Bettler begegnet. Genf ist eine sehr -wohlhabende Stadt, die über 80 Millionärs zählt. Basel soll deren über -noch einmal so viel haben. Herr Christoph Merian, Handelsherr zu Basel, -besitzt ein Vermögen von 37 Millionen Fl. rhein. Doch nicht auf den -Handelstand beschränkt sich diese Wohlhabenheit. Es giebt Bauern im -Simmenthal und Emmenthal (Canton Bern), deren Vermögen 100,000 -Schweizerfranken übersteigt, und man sieht es diesen unglaublich netten, -tüchtigen, wohlgehaltenen Dorfschaften auch an. Solch ein Bauer -- der -könnte glücklich sein, glücklicher als jeder andere Mensch! Sein -Grundstück gehört ihm, und ist frei von jeder Abgabe, wie sie auch -heißen möge. Er kennt weder directe, noch indirecte Steuer. Ungezählt, -unüberwacht kann er seine Producte verkaufen; kein Zoll beschränkt -Handel und Wandel. Sein Haus, sein Garten, sein Vieh, sein Feld -- Alles -ist von der besten Qualität, das Erdreich wie die Race und wie die -Bestellung, so daß seine Mühe und Aufmerksamkeit durch Gedeihen belohnt -wird. Er selbst mit den Seinen betreibt die Geschäfte des Landbauern, -bestellt die Wiesen und Aecker, besorgt Haus und Heerde. In dieser -gesunden Thätigkeit, welche seine Kräfte nicht übersteigt, findet er -zweckmäßige Beschäftigung, die wohlthätige, die ihn schützt vor den -Selbstqualen der Phantasie und vor dem unbefriedigenden Streben des -Geistes. Aber unsre Zeit ist nicht die der Zufriedenheit noch der -Befriedigbarkeit; es sind allzuviel Schranken weggerissen. Völker, -Stände, Einzelne fühlen das; dumpf die Einen, die Andern klar. Es geht -ein großes Suchen durch die Welt, aber das Was, das Wo, das Wie -- -darüber ist man nicht einig, wird es auch nicht werden, kaum daß die -Parteien sich untereinander darüber verständigen werden. Was in der -antiken Welt der Menschheit einen Halt und Zusammenhang gab: die -Vaterlandsliebe; -- und was in der alten: der Glaube; -- das ist in -unsrer Welt gebrochen und am Boden, und Jeder arbeitet sich ab, auf -seine eigne Hand, für seine eigne Rechnung, ohne Vaterlandsliebe, ohne -Glauben, ja, ohne Ueberzeugung, nur für seine kahle Meinung -- die -unerquicklichste Danaidenarbeit! So ist denn auch das allgemeine, -schwüle, unruhige Unbehagen bis zu den Bauern der Schweiz gedrungen, und -sie mögten gern etwas Andres sein, als sie sind, und mehr noch haben, -als sie schon besitzen. Wenn Alle -- Alles wollen, so ist es sehr -natürlich, daß Niemand zufrieden sein kann. Dennoch -- wie sie auch sein -möge, die Schweiz, so ist sie schön; denn Gott hat sie schön gemacht, -hat ihr die Herrlichkeit ihrer Natur gegeben, eine unvergängliche -Glorie. O, man sieht sich müde auf der Welt, todtmüde an all den -räthselhaften und herben Geschicken, und das Auge wird so namenlos -traurig und das Herz so namenlos schwer, wenn sie dazwischen haften -bleiben. Das ist so herrlich in der Schweiz, daß der Blick nicht -untergehen kann im Menschenwerk, daß die wundervolle Schöpfung Gottes -ihn immer und immer wieder anzieht. Von all dem bangen, schmerzlichen, -wüsten Treiben auf der Erde gleitet er empor zu den Bergen, welche die -Jahrtausende und ihre Kämpfe gesehen haben und in unvergänglichem -Frieden, schneeweiß und rosenroth, stralen; und von den Bergen steigt er -zum Himmel, und vom Himmel zu Gott. Dann wird der Blick wieder hell, und -das Herz wieder freudig; denn die ewige Zuversicht, die in der Seele -wohnt, schüttelt die Entmuthigung ab, und liebend und hoffend kehrt man -zu den Menschen zurück, weil man daran erinnert worden ist, daß Gott -über ihnen waltet. - -Für mich giebt es einen goldnen Faden, der lichtend durch das Wirrsal -der Gegenwart läuft: es ist das große Erbarmen mit fremdem Leid. Den -Armen, den Kranken, den Gefangenen, den Verbrechern, Allen auf denen -sonst außer ihrem jammervollen Loos noch der Druck der allgemeinen -Vernachlässigung, gar Verachtung lag, Allen wendet man einen Blick der -Theilnahme zu. Man denkt daran, daß sie Menschen sind, und trotz -Versunkenheit oder Strafwürdigkeit doch Menschen bleiben; in diesem Sinn -behandelt man sie, gönnt den Armen Unterstützung, den Kranken Zuflucht, -den Gefangenen menschliche Behandlung; sammelt man die Verlornen, -bewacht man die Kinder. Es könnte in dieser Richtung wol noch Manches -geschehen, und vor Allem: es könnte _besser_ geschehen, anspruchloser, -schlichter. Jetzt nehmen sich Einige der Sache an, weil etwa ein König -sich dafür interessirt; Andere machen eine Modesache daraus, und haben -ihren Wohlthätigkeitsverein so gut wie ihre Loge im Theater oder ihre -Soiree; noch Andere, besonders Frauen mit einem gewissen unruhigen -Geschäftigkeitstrieb, füllen damit ihre Zeit aus. Es ist also gar nicht -so beschaffen, daß wir uns damit trösten dürften. Wir fühlen uns nur so -elend, daß wir bereit sind, fremdem Elend abzuhelfen; das ist's! weiter -nichts! aber ihnen, den Elenden, den Unglücklichen, den Verabsäumten, -wird etwas dadurch geholfen. Bei der Menge werden sich immer -verschiedene kleinliche Triebfedern finden, welche sie dem Impuls folgen -lassen, den Einer gegeben, Einer, der keine andere hatte, als Liebe zu -den Menschen um Gottes Willen. So war im 17ten Jahrhundert Vincent de -Paule in Frankreich, der die Findelhäuser gründete, und alle Hospitäler -und Gefängnisse zu verbessern strebte. So war im vorigen Jahrhundert der -Abbé de l'Epée, der zuerst die geistige und moralische Erziehung der -Taubstummen unternahm. Was sie thaten, scheint uns jetzt ein Kleines, -weil die Sache so großen und glücklichen Erfolg gehabt, und die ganze -civilisirte Welt zur Nachfolge angeeifert hat. Welche Kämpfe jene Männer -zu bestehen, welche Ausdauer sie zu beweisen, welche Vorurtheile sie zu -überwinden, welche tausend bittere und niederschlagende Erfahrungen sie -zu machen hatten: das ist in ihren starken und muthigen Herzen begraben -worden, so daß wir nichts von ihnen sehen, als ihre heilbringende, -segenvolle, lichte Erscheinung. Die Reihe solcher Menschen ist nicht -geschlossen, kann es nicht sein. So lange es Leid giebt, wird es -Helfende geben, und es giebt noch viel, sehr viel hartes, heißes Leid -auf der Welt, und in der schönen Schweiz vorzugsweise eins der herbsten --- den Cretinismus, diese traurig geheimnißvolle Krankheit, die sich -freilich überall, und in verschiedenen Abstufungen und Graden zeigt, -aber doch grade dort wuchert. Wer in der Schweiz gewesen ist, im Berner -Oberland wie in Chamouny, im Canton Uri wie im Wallis, überall wo es -hohe Berge und tiefe schattige Thäler giebt, wird einen Blick des -Erbarmens oder des Entsetzens für die Jammerbilder gehabt haben, die er -dort gewahrt -- für die durch den Cretinismus zum Stumpfsinn, ja zur -Thierheit herabgesunkenen Menschen. - -Es mögen jetzt ungefähr zehn Jahr sein, daß ein junger Mensch aus Zürch -bei einer Wanderung durch den Canton Uri einen alten Cretin zu einem -Muttergottesbilde wanken sah vor dem er ein halbvergessenes Gebet -stammelte. Der Anblick ging dem Jüngling durch die Seele, und er dachte: -wenn diese Jammervollen nur dahin zu bringen wären, daß der Gedanke an -Gott in ihrem Bewußtsein aufdämmere, so sei keine Mühe die man an sie -wende verloren. Der Gedanke verließ ihn nicht mehr, und gab seinem Leben -die Richtung. Er studirte die Arzneiwissenschaften, und besonders Alles -was den Cretinismus betraf, mit dem sich theoretisch schon manche -gelehrte Männer beschäftigt, und der Praxis durch Beobachtung und -Studium vorgearbeitet hatten. Er durchwanderte die Schweiz um -Forschungen an Ort und Stelle über den Einfluß der Erd- und -Luftbeschaffenheit auf die Krankheit zu machen. Er widmete all seine -Zeit, seine Gedanken, seine Bestrebungen dem Zweck, den er sich -vorgesetzt. Darauf ward er practischer Arzt. Er war ein einsamer Mensch, -ohne Eltern, ohne Geschwister, ohne die Bande, welche unsere äußern -Verhältnisse zu bestimmen pflegen, indem sie uns an und in einen -gewissen Kreis weisen. Er war ganz unabhängig. Da nahm er sein kleines -Vermögen, und kaufte auf dem Abendberg im Berner Oberland, einige -tausend Fuß über dem Meeresspiegel, ein Stück Land, das groß genug war -um ihm Wiesen zum Weideplatz für eine kleine Heerde, Wald zum -Holzbedarf, und Raum für einen Garten und für ein Paar hölzerne Häuser -zu geben, die er bauen ließ. Als seine kleinen Anstalten fertig waren, -zog er hinauf mit einigen kranken Kindern. Jetzt hat er ihnen nichts -weiter zu geben -- als sein ganzes Leben. Seit zwei Jahren sind sie auf -dem Abendberg. - -Gott hat gewollt, daß ich an diesen umdämmerten und verschleierten -Seelen einen Antheil nehme -- für den es keine Worte giebt. Als ich -diesen Sommer nach meiner Rückkehr aus Schweden in einer Zeitung einen -kurzen Bericht über die Anstalt des Doktor Guggenbühl las, beschloß ich -gleich sie sobald wie möglich zu besuchen, und am 12ten September that -ich es von Interlachen aus. Es war ein trüber Tag, und kaum auf der -Hälfte des Weges fing es an zu regnen, und regnete bis ich wieder am -Nachmittage herabkam, so daß ich nicht die wundervolle Aussicht auf die -Schneeberge, nicht die kleine Kapelle, nicht die ganze Umgebung des -Hauses gesehen habe -- was auch freilich nur Nebensachen sind. Ich fand -den Doktor Guggenbühl mit seinen eilf Kindern in einem großen Zimmer -versammelt, wo die meisten an einem Tisch saßen und theils Lectionen -nahmen, theils spielten. Die Lectionen bestehen darin, daß sie sehr -große Buchstaben kennen und nachsprechen lernen, nachsprechen, indem man -ihren Mund in die Stellung bringt, die er beim Aussprechen jedes -Buchstaben annimmt, und indem man diesen sehr laut und unablässig -wiederholt. Das Spiel besteht in einer Zusammenfügung kleiner Holzstücke -zu allerlei willkürlichen Figuren, oder im Bilderbesehen. Aber man muß -Beides mit ihnen treiben, sonst verfallen sie in ein stupides -unbewegliches Anstarren der Bilder, oder sie machen nur einen wüsten -Lärm, indem sie mit dem Holz auf den Tisch schlagen. Eins saß in einer -kleinen Schaukel, ein andres auf einem Wiegenpferd. Ein drittes, drei -Jahr alt und vor Kurzem herausgekommen, lag da, ohne Bewegung, ohne -Willen, ohne Kraft. Man hob es auf: Kopf und Glieder hingen schlaff -herab. Ob es bequem liegt oder unbequem, gleichviel! es verändert nicht -selbst seine Lage. Es fordert keine Speise; es ißt auch nicht allein; es -würde umkommen, wenn man ihm nicht Nahrung einflößte. Das schauerliche -Zeichen des Cretinismus: die Stirn, welche über den Augenbraunen -eingedrückt ist, hatte es in einem so hohen Grade, daß man den Finger in -die Grube legen konnte. Doctor Guggenbühl hat die Ueberzeugung, daß wenn -man diese Kinder in den allerersten Jahren, oder noch besser Monaten -ihres Lebens in die frische, klare, reine Bergluft bringt, ihnen -angemessene leichte Nahrung giebt, die Glieder stärkt durch Bäder und -Frictionen, die höchste Reinlichkeit und auch innere Mittel anwendet, -und sich unablässig bemüht ihre Sinne zu wecken, Auge, Ohr, Tastsinn, -welche immer geneigt sind einzuschlafen: so dürfe man hoffen sie zum -Bewußtsein zu bringen. Sehr kluge und gelehrte Leute dürften sie wol -nimmer werden; aber doch geschickt genug zu einem Handwerk, oder zu -häuslichen und mechanischen Geschäften; und auf jeden Fall: Herr ihrer -Körper würden sie werden, und nicht ein menschlich geformtes Stück -Fleisch bleiben, dem alle und jede Fähigkeit zur Aeußerung einer -bewußten Lebensthätigkeit fehlt. Beginnt man aber diese Behandlung bei -einem solchen Kinde erst _nach_ dem siebenten Jahr, so hält er dafür, -daß sie wol den körperlichen Zustand verbessern, Krämpfe, Convulsionen -lindern und heben könne, welche sich mit den Jahren einstellen und oft -eine fürchterliche Höhe erreichen; doch für die geistige Entwickelung -hofft er deshalb wenig mehr, weil das Gehirn bis zum siebenten Jahr die -Größe und Consistenz und Beschaffenheit erlangt hat, welche es für die -ganze Lebenszeit des Menschen beibehalten wird. Der ganze Organismus -leidet durch das Leiden oder die Krankhaftigkeit des Gehirns, weil dies -im engsten Zusammenhange mit dem Rückenmark und dessen Nerven steht, und -es war mir sehr interessant, daß ich dadurch an die Ansichten über -Schädelbildung des Doctor Carus erinnert wurde, von denen Doktor -Guggenbühl mit lebhafter Beistimmung sprach. Doch hat er mehre Kinder, -über sieben Jahr alt, aufgenommen, eben um ihren elenden körperlichen -Zustand zu verbessern. Er machte eine Aeußerung, die mir hohes Vertrauen -zu ihm gegeben, weil sie mir gezeigt hat, daß er das Wohl Anderer, aber -nicht eine sogenannte Berühmtheit für sich selbst bezwecke. Er sagte: -»Große Erfolge habe ich nicht aufzuweisen und ich strebe nicht danach.« -In Bern hatte ich ihn gleichgültig und kurzabfertigend Charlatan nennen -hören. _Ich_ nenne denjenigen Arzt Charlatan, der seine Mittel und -Behandlungsweise als unfehlbar darzustellen sucht und für jede Kur den -glänzendsten Erfolg gleichsam auf der Hand trägt. Wer sich aus der -Wissenschaft eine Glorie zu machen strebt, kann sehr leicht ein -Charlatan werden; wer die Menschheit liebt, und ihr mit seinen besten -Kräften bis zur größten Selbstaufopferung zu dienen und zu nützen sucht --- unmöglich! Ebensowenig gehört der Doctor Guggenbühl zu jenen -unerfreulichen Sectirern, die leider überall heftig grassiren, und am -heftigsten vielleicht in der Schweiz, und die statt Religion -- -Pietismus haben. Ohne einen tiefen Glauben an göttliche Führung, ohne -demüthige Bereitwilligkeit sich der Hand unterzuordnen, welche sie -lenkt, ohne die herzstärkende Zuversicht ein Werkzeug dieser Hand zu -sein -- kann Niemand der Menschheit Heil und Segen bringen. Er mag ohne -sie wohl die Kraft haben, die Alles unternimmt, doch die Ausdauer, die -Alles durchführt und die Liebe, die Alles überwindet, hat er nicht; -diese Blüten gedeihen nur auf dem Grund und Boden der Religion, und wie -wäre es möglich ein solches Werk der Barmherzigkeit zu beginnen ohne sie -zu pflegen? Dies nenne ich fromm sein, und so halte ich den Doctor -Guggenbühl für einen sehr frommen Mann. Wie er es ist, wie hoch und frei -und weit die Religion ihm das Herz gemacht, geht daraus hervor, daß er -in der Verschiedenheit der Confession kein Hinderniß zu einem -gemeinsamen wohlthätigen Wirken sieht. Er nahm als Pflegerinnen für -seine Kinder zwei barmherzige Schwestern aus dem katholischen Canton -Freiburg. Die _liberalen_ Herrn von Bern, die ihm für seine Anstalt eine -kleine Beihülfe von 600 Schweizerfranken gegeben, nahmen ihm nach dem -Beschluß einer Synode die frommen Frauen, aus Furcht vor deren -Proselytenmacherei. Voll so heiligen Eifers ist die reformirte Kirche zu -Bern! die unsäglich wohlthätige Wirksamkeit der _Soeur Rose_ ist nicht -ersetzt, obgleich er zwei Frauenzimmer gefunden hat, die sich mit Geduld -und Liebe ihrer schweren Pflicht bei den Kindern widmen. Er glaubt wie -ich: daß ein solcher Beruf besser durch Frauen ausgeführt werde, die -sich ganz von allen irdischen Banden abgelöst haben, und bei ihrem -Wirken nur an die himmlische Zukunft denken. Darum will er es mit den -reformirten _Soeurs grises_ versuchen, welche jetzt ein methodistischer -Pfarrer zu Lausanne heranbildet, sobald sie ihre öffentliche Thätigkeit -beginnen. Die Katholikinnen sind ihm so willkommen wie die -Methodistinnen, sobald derselbe, der alleinige göttliche Geist -- die -Liebe! sie beseelt. Außer jenen Frauenzimmern hat er in einem jungen -Menschen, den er dazu herangebildet, einen geduldigen und treuen Helfer -gefunden, der mit unglaublicher Sanftmuth den Lectionen und Spielen der -Kinder vorsteht. Zwei Mägde, welche die Küche und das Haus, -- zwei -Knechte, welche Garten und Heerde besorgen, gehören mit in diesen Kreis. -Die Heerde besteht aus einem Dutzend Ziegen, vier Kühen, zwei Eseln, als -Lastthieren, und einem Pferd. Wiesen und Garten sind ergiebig und die -Kirschbäume gedeihen vortrefflich. Die Einrichtung des Hauses ist -einfach bis zur Aermlichkeit; hölzerne Wände, Bänke, Stühle; arme kleine -Betten. Die beiden engen Zimmerlein des Doctor Guggenbühl sind wahre -Zellen! ein Schreibtisch, ein Bücher- und ein Apothekerschrank in dem -einen -- in dem andern sein Bett, und ein großer Tisch vor einem Sopha, -der für Fremde bestimmt ist -- das füllt sie; und an so wenig -Bedürfnisse kann man sich gewöhnen, wenn man die eigene Person einer -höheren Idee unterordnet. - -Die meisten Kinder haben blutarme Eltern, die nichts zahlen können. -Hauptsächlich lebt und zehrt die kleine Anstalt von ihrem Eigenthum, -ihrem Grund und Boden; Gemüse, Milch, Brennholz giebt es da oben. Ferner -ist der Doctor Guggenbühl practischer Arzt, freilich nur in den Dörfern -des Thals von Interlachen; das mag ihm einiges Einkommen verschaffen. -Milde Seelen giebt es denn doch auch in der Nähe und Ferne, die sich für -ein so menschenfreundliches Unternehmen durch Unterstützung theilnehmend -erweisen, und ein Gotteskasten steht in dem großen Zimmer, wo der Fremde -die Kinder beisammen findet. So existirt die kleine Anstalt. Gott segne -und behüte sie! Hat einst die heilige Theresie gesagt als sie die -Reformation des Carmeliterordens unternahm: »Theresie und 9 Dukaten, das -ist sehr wenig, aber Gott, Theresie und 9 Dukaten ist genug;« hat einst -der Abbé de l'Epée mit seinem geringen Einkommen von 2000 Franken zehn -Jahr lang seine geliebten taubstummen Zöglinge erhalten: so wird Gott -denn auch wol sorgen für die Kinder auf dem Abendberg. Ich aber habe mir -das Wort gegeben die Herzen für sie zu erwärmen und zu gewinnen so sehr -ich kann; denn dies ist eine große und heilige Angelegenheit der ganzen -Menschheit! denn diese Armen, diese Elenden, diese Versunkenen sind -unsers Geschlechts! Ja, ja! sind ebensogut unsers Geschlechts als die -hohen und großen Geister, mit denen die Verwandtschaft unserm stolzen -Geiste so wohl thut, sind auch mit Schmerzen von ihren Müttern geboren, -sind auch mit Freuden von ihren Vätern begrüßt, sind auch bestimmt der -Segnungen theilhaft zu werden, die Gott den Menschen während ihres -irdischen Lebensabschnittes ertheilt, sind auch begnadet mit einer -unsterblichen Seele, welche nur nicht der krankhaft irdischen Stoffe -Herr werden kann, die sich um sie ballen, und für welche der Tod, mehr -noch als für uns Alle, eine selige Befreiung sein wird. Keines dieser -Kinder war boshaft oder hämisch; das werden sie nur da draußen, wenn man -sie neckt und plagt. Im Gegentheil! die, welchen das Bewußtsein -aufdämmerte waren freundlichen Gemüths, reichten ihren Pflegern die -Hand, suchten sich an sie zu schmiegen, suchten sie anzulächeln, was -freilich auf den armen mißbildeten Gesichtern sehr unlieblich aussah. -Ein kleines Mädchen wurde gar nicht müde uns, den Fremden, die Hand zu -geben, und ein siebenjähriger Knabe, kaum ellenhoch, kam mühselig an -seinem Stock daher gewankt, und sah mich an so freundlich er nur konnte. -Ach, sie haben ja kein andres Mittel um ihr Wohlwollen auszudrücken; -denn sprechen konnte Keines. Die Buchstaben und den eignen Namen nennen -konnten Einige, und das hatten sie erst da oben gelernt. Aber weil sie -doch wenigstens _das_ gelernt haben, so giebt das Muth um an die -Möglichkeit der Erweiterung ihrer Begriffe und Vorstellungen zu glauben. -Die ersten Jahre sind für die Entwickelung des Cretinismus die -gefährlichsten, die entscheidenden. Sind die Kinder in gesunder Luft und -Pflege erwachsen oder auch nur herangewachsen, so dürfen sie in ihre -Thäler zurückkehren ohne Furcht der Krankheit zu verfallen, doch -freilich nicht mit der Gewißheit dereinst ihren Kindern ihre Gesundheit -zu übertragen, denn es ist nichts Seltenes, daß die Kinder ganz starker, -gesunder Eltern mit dem räthselhaften Uebel geboren werden. Fährt man -aber fort sich nicht blos theoretisch, sondern auch practisch mit dessen -Bekämpfung zu beschäftigen, so ist nicht vorauszusehen wie weit man in -der Erkenntniß und Beherrschung des Cretinismus noch kommen, und zu -welchen trostreichen Resultaten man gelangen könne. - -Mir war es eine unsägliche Erquickung inmitten unserer Zeit einen -Menschen zu finden, der sich in Ruhe und Stille der Wohlfahrt seiner -Mitmenschen annimmt, keine Verse und Phrasen über ihr Heil macht, weder -eine prunkende Wissenschaft noch eine starre Religiosität zum blendenden -Aushängeschild für die Menge braucht, und nicht philanthropisch, sondern -barmherzig ist, d. h. nicht menschenfreundlich mit einem Rückblick auf -das eitle Ich, sondern menschenfreundlich mit dem Aufblick zu Gott. - -Als wir nach ein Paar Stunden fortgehen wollten hing ein dichter Nebel, -der als feiner Regen herabfiel, um den Berg, und verhüllte den schmalen -steilen Fußpfad, indem er ihn zugleich sehr schlüpfrig machte. Der -Doctor Guggenbühl gab mir zur Stütze einen Knecht mit, an dessen Arm ich -wohlbehalten herabkam. Dieser Mann -- ebenfalls ein Zürcher, wie auch -der junge Lehrer der Kinder -- hatte ohne im geringsten ein Geßnerscher -Schäfer zu sein, ein so gutes verständiges treuherziges Wesen, daß es -mir sehr angenehm war ihn sprechen zu hören von dem Leben und den -Einrichtungen da oben. Jedes Wort drückte herzliche Verehrung für seinen -Herrn, und herzliche Theilnahme für die Kinder ganz unbefangen aus, und -dazwischen lobte er das Gedeihen seiner Heerde und seiner Gartenfrüchte -eben so herzlich. »Der Berg giebts gern« -- antwortete er auf meine -Frage ob der Boden fruchtbar sei. Als wir durch das große Dorf Matten am -Fuß des Abendbergs gingen, riefen ihn die Leute unter ihren Hausthüren -an: »Wie gehts auf dem Berg? was machen die Kinder?« und er mußte ihnen -Rede stehen. Wie diese Theilnahme mich freute! Und wer von uns könnte -sie versagen? Lob, Ehrenzeichen, Beifall, Auszeichnungen, sind -tausendmal durch Mißbrauch entweiht, und können Keinen freuen, der für -eine Idee lebt. Aber ein Wort des Danks, ein Händedruck, ein Zeichen der -Theilnahme an seinem Werk: _das_ freut ihn, weil es ihm zeigt, daß es -eine Gemeinschaft der Guten auf Erden giebt. - -_Dresden_, im November 1842. - - - Gedruckt bei _A. W. Schade_, Grünstraße 18. - - - Berlin. - Verlag von Alexander Duncker, - Königl. Hofbuchhändler. - 1843. - - - Anmerkungen zur Transkription - -Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigert. - - - - - -End of Project Gutenberg's Die Kinder auf dem Abendberg, by Ida Hahn-Hahn - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE KINDER AUF DEM ABENDBERG *** - -***** This file should be named 61042-8.txt or 61042-8.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/6/1/0/4/61042/ - -Produced by Jens Sadowski and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net. This book was -produced from images made available by the HathiTrust -Digital Library. - - -Updated editions will replace the previous one--the old editions -will be renamed. - -Creating the works from public domain print editions means that no -one owns a United States copyright in these works, so the Foundation -(and you!) can copy and distribute it in the United States without -permission and without paying copyright royalties. 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Email contact links and up to date contact -information can be found at the Foundation's web site and official -page at http://pglaf.org - -For additional contact information: - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To -SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any -particular state visit http://pglaf.org - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. 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Thus, we do not necessarily -keep eBooks in compliance with any particular paper edition. - - -Most people start at our Web site which has the main PG search facility: - - http://www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. diff --git a/old/61042-8.zip b/old/61042-8.zip Binary files differdeleted file mode 100644 index 5c2945b..0000000 --- a/old/61042-8.zip +++ /dev/null diff --git a/old/61042-h.zip b/old/61042-h.zip Binary files differdeleted file mode 100644 index 5f6c072..0000000 --- a/old/61042-h.zip +++ /dev/null diff --git a/old/61042-h/61042-h.htm b/old/61042-h/61042-h.htm deleted file mode 100644 index af047d2..0000000 --- a/old/61042-h/61042-h.htm +++ /dev/null @@ -1,1101 +0,0 @@ -<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN" -"http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd"> -<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" lang="de" xml:lang="de"> -<head> -<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html;charset=iso-8859-1" /> -<title>The Project Gutenberg eBook of Die Kinder auf dem Abendberg, by Ida Hahn-Hahn</title> - <link rel="coverpage" href="images/cover.jpg" /> - <!-- TITLE="Die Kinder auf dem Abendberg" --> - <!-- AUTHOR="Ida Hahn-Hahn" --> - <!-- LANGUAGE="de" --> - <!-- PUBLISHER="Alexander Duncker, Berlin" --> - <!-- DATE="1843" --> - <!-- COVER="images/cover.jpg" --> - -<style type='text/css'> - -body { margin-left:15%; margin-right:15%; } - -div.frontmatter { page-break-before:always; } -div.backmatter { page-break-before:always; } -h1.title { text-indent:0; text-align:center; } -h1.title .line2 { font-size:0.5em; } -.aut { text-indent:0; text-align:center; font-weight:bold; margin-bottom:1em; } -.aut .line1{ font-size:0.8em; } -.logo { margin-bottom:1em; } -.delim { margin-bottom:0.5em; } -.ornament { margin:4em; } -.subt { text-indent:0; text-align:center; margin-bottom:1em; } -.pub { text-indent:0; text-align:center; } -.pub .line2{ font-weight:bold; } -.pub .line3{ font-size:0.8em; } -.pub .line4{ display:inline-block; border-top:2px solid black; - margin-top:0.3em; padding-top:0.3em; } -div.backmatter .pub { margin-top:4em; } -.ded { text-indent:0; text-align:center; margin-top:4em; } -.printer { text-indent:0; text-align:center; margin-top:4em; font-size:0.8em; } - -div.chapter{ page-break-before:always; } - -p { margin:0; text-align:justify; text-indent:1em; } -p.first { text-indent:0; margin-top:4em; } -span.firstchar { font-size:2em; font-weight:bold; } - -/* "emphasis"--used for spaced out text */ -em { font-style:italic; } - -/* antiqua--use to mark alternative font for foreign language parts if so desired */ -.antiqua { font-style:italic; } - -.underline { text-decoration: underline; } -.hidden { display:none; } - -a:link { text-decoration: none; color: rgb(10%,30%,60%); } -a:visited { text-decoration: none; color: rgb(10%,30%,60%); } -a:hover { text-decoration: underline; } -a:active { text-decoration: underline; } - -/* Transcriber's note */ -.trnote { font-size:0.8em; line-height:1.2em; background-color: #ccc; - color: #000; border: black 1px dotted; margin: 2em; padding: 1em; - page-break-before:always; margin-top:3em; } -.trnote p { text-indent:0; margin-bottom:1em; } -.trnote ul { margin-left: 0; padding-left: 0; } -.trnote li { text-align: left; margin-bottom: 0.5em; margin-left: 1em; } -.trnote ul li { list-style-type: square; } -.trnote .transnote { text-indent:0; text-align:center; font-weight:bold; } - -/* page numbers */ -a[title].pagenum { position: absolute; right: 1%; } -a[title].pagenum:after { content: attr(title); color: gray; background-color: inherit; - letter-spacing: 0; text-indent: 0; text-align: right; font-style: normal; - font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: x-small; - border: 1px solid silver; padding: 1px 4px 1px 4px; - display: inline; } - -div.centerpic { text-align:center; text-indent:0; display:block; } - -@media handheld { - body { margin-left:0; margin-right:0; } - em { letter-spacing:0; margin-right:0; font-style:italic; } - a.pagenum { display:none; } - a.pagenum:after { display:none; } -} - -</style> -</head> - -<body> - - -<pre> - -The Project Gutenberg EBook of Die Kinder auf dem Abendberg, by Ida Hahn-Hahn - -This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with -almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or -re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included -with this eBook or online at www.gutenberg.org/license - - -Title: Die Kinder auf dem Abendberg - Eine Weihnachtsgabe - -Author: Ida Hahn-Hahn - -Release Date: December 29, 2019 [EBook #61042] - -Language: German - -Character set encoding: ISO-8859-1 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE KINDER AUF DEM ABENDBERG *** - - - - -Produced by Jens Sadowski and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net. This book was -produced from images made available by the HathiTrust -Digital Library. - - - - - - -</pre> - - -<div class="frontmatter chapter"> -<div class="centerpic"> -<img src="images/cover.jpg" alt="" /></div> - -</div> - -<div class="frontmatter chapter"> -<h1 class="title"> -<span class="line1">Die Kinder</span><br /> -<span class="line2">auf</span><br /> -<span class="line3">dem Abendberg.</span> -</h1> - -<p class="aut"> -<span class="line1">Von</span><br /> -<span class="line2">Ida Gräfin Hahn-Hahn.</span> -</p> - -<div class="centerpic logo"> -<img src="images/logo.jpg" alt="" /></div> - -<p class="subt"> -Eine Weihnachtsgabe. -</p> - -<div class="centerpic delim"> -<img src="images/delim.jpg" alt="" /></div> - -<p class="pub"> -<span class="line1">Berlin.</span><br /> -<span class="line2">Verlag von Alexander Duncker,</span><br /> -<span class="line3">Königl. Hofbuchhändler.</span><br /> -<span class="line4">1843.</span> -</p> - -</div> - -<div class="frontmatter chapter"> -<p class="ded"> -Allen Müttern. -</p> - -</div> - -<div class="chapter"> -</div> - -<p class="first"> -<a id="page-5" class="pagenum" title="5"></a> -<span class="firstchar">N</span><span class="postfirstchar">achdem</span> ich halb Europa von Gibraltar bis Danemora -durchstreift habe, reiste ich in diesem Spätsommer -nach der Schweiz, nicht sowol um das Land, als -hauptsächlich um liebe Freunde wiederzusehen. Doch -kaum hatte ich den Jura überschritten, als das Land -selbst, diese großartige, mächtige, reiche Natur, ihren -alten unzerstörbaren Zauber über mich übten, so daß -mir die Schweiz schöner erschien, als irgend ein Land, -das ich je gesehen. Der Eine mag Tyrol vorziehen, -der Andere die Pyrenäen; dennoch glaube ich, daß Alle -eingestehen werden: eine solche Vereinigung aller Contraste, -aller Bedingungen zu einem vielseitigen Leben -findet man dort nicht; findet nicht so viel Städte so -nah beisammen und in so eigenthümlichem Character -ausgeprägt; nicht so viel Punkte auf denen man allen -Comfort der Civilisation neben allen Schönheiten der -Natur genießt. Wer sich für den Gewerbfleiß und die -<a id="page-6" class="pagenum" title="6"></a> -industrielle Thätigkeit interessirt, gehe nach dem hellen -Zürch, dem ernsthaften Basel, dem eleganten Genf; wer -für die Cultur des Bodens, nach dem Canton Bern, -der <em>ein</em> üppiger Garten ist, oder an den Leman, dessen -nördliches Ufer, der Höhenzug des nackten, felsigen -Jorat, durch unglaubliche Mühe in <em>ein</em> Rebgelände -verwandelt ist. Wen das rastlose Ringen und Treiben -der Civilisation, die keine Ruhe kennt, ermattet, der gehe -in die milden Felsenthale des Canton Uri oder zu den -grünen Wiesen von Unterwalden, oder in das stille -Schwytz. Wer die Fremden, die Reisenden beobachten -und sich mit ihnen unterhalten und zerstreuen will, suche -die Orte auf, wo sie sich vorzugsweise drängen: Luzern, -Thun, Interlachen, den Genfer See. Wer die Geschichte -liebt, kann durch die Schweiz wandelnd einen lehrreichen -Cursus über die Unzulänglichkeit und Vergänglichkeit -menschlicher Institutionen machen, bei Realta in -Graubündten beginnend, und wenn ihm die gegenwärtigen -nicht gefallen, so kann er aus jener Betrachtung -den Trost schöpfen, daß auch sie nicht dauern werden: -die Römermacht ist verschwunden, die Obergewalt des -deutschen Kaisers gebrochen, die Aristokratie gestürzt; -– die moderne Demokratie wird auch fallen. Wer -am materiellen Wohlbehagen seine Freude hat, etablire -sich in irgend einem guten Gasthof, der in der Schweiz -eben so leicht, als in Deutschland schwer zu finden ist, -<a id="page-7" class="pagenum" title="7"></a> -und er wird haben, was der Leib nur begehrt. Er -wird auch nicht durch den Anblick fremden Elends aus -seinem Behagen aufgescheucht werden, z. B. nicht in -Genf, wo die Armenanstalten so vortrefflich sind, daß -es keine Bettler giebt. So haben Sachkundige mir versichert, -und allerdings bin ich dort nie, auch bei wochenlanger -Anwesenheit, einem Bettler begegnet. Genf -ist eine sehr wohlhabende Stadt, die über 80 Millionärs -zählt. Basel soll deren über noch einmal so viel haben. -Herr Christoph Merian, Handelsherr zu Basel, -besitzt ein Vermögen von 37 Millionen Fl. rhein. Doch -nicht auf den Handelstand beschränkt sich diese Wohlhabenheit. -Es giebt Bauern im Simmenthal und Emmenthal -(Canton Bern), deren Vermögen 100,000 Schweizerfranken -übersteigt, und man sieht es diesen unglaublich -netten, tüchtigen, wohlgehaltenen Dorfschaften auch -an. Solch ein Bauer – der könnte glücklich sein, glücklicher -als jeder andere Mensch! Sein Grundstück gehört -ihm, und ist frei von jeder Abgabe, wie sie auch -heißen möge. Er kennt weder directe, noch indirecte -Steuer. Ungezählt, unüberwacht kann er seine Producte -verkaufen; kein Zoll beschränkt Handel und Wandel. -Sein Haus, sein Garten, sein Vieh, sein Feld – -Alles ist von der besten Qualität, das Erdreich wie -die Race und wie die Bestellung, so daß seine Mühe -und Aufmerksamkeit durch Gedeihen belohnt wird. Er -<a id="page-8" class="pagenum" title="8"></a> -selbst mit den Seinen betreibt die Geschäfte des Landbauern, -bestellt die Wiesen und Aecker, besorgt Haus -und Heerde. In dieser gesunden Thätigkeit, welche seine -Kräfte nicht übersteigt, findet er zweckmäßige Beschäftigung, -die wohlthätige, die ihn schützt vor den Selbstqualen -der Phantasie und vor dem unbefriedigenden -Streben des Geistes. Aber unsre Zeit ist nicht die der -Zufriedenheit noch der Befriedigbarkeit; es sind allzuviel -Schranken weggerissen. Völker, Stände, Einzelne -fühlen das; dumpf die Einen, die Andern klar. Es -geht ein großes Suchen durch die Welt, aber das Was, -das Wo, das Wie – darüber ist man nicht einig, wird -es auch nicht werden, kaum daß die Parteien sich untereinander -darüber verständigen werden. Was in der -antiken Welt der Menschheit einen Halt und Zusammenhang -gab: die Vaterlandsliebe; – und was in der -alten: der Glaube; – das ist in unsrer Welt gebrochen -und am Boden, und Jeder arbeitet sich ab, auf -seine eigne Hand, für seine eigne Rechnung, ohne Vaterlandsliebe, -ohne Glauben, ja, ohne Ueberzeugung, -nur für seine kahle Meinung – die unerquicklichste Danaidenarbeit! -So ist denn auch das allgemeine, schwüle, -unruhige Unbehagen bis zu den Bauern der Schweiz gedrungen, -und sie mögten gern etwas Andres sein, als -sie sind, und mehr noch haben, als sie schon besitzen. -Wenn Alle – Alles wollen, so ist es sehr natürlich, -<a id="page-9" class="pagenum" title="9"></a> -daß Niemand zufrieden sein kann. Dennoch – wie -sie auch sein möge, die Schweiz, so ist sie schön; denn -Gott hat sie schön gemacht, hat ihr die Herrlichkeit ihrer -Natur gegeben, eine unvergängliche Glorie. O, man -sieht sich müde auf der Welt, todtmüde an all den räthselhaften -und herben Geschicken, und das Auge wird so -namenlos traurig und das Herz so namenlos schwer, -wenn sie dazwischen haften bleiben. Das ist so herrlich -in der Schweiz, daß der Blick nicht untergehen kann -im Menschenwerk, daß die wundervolle Schöpfung Gottes -ihn immer und immer wieder anzieht. Von all dem -bangen, schmerzlichen, wüsten Treiben auf der Erde gleitet -er empor zu den Bergen, welche die Jahrtausende -und ihre Kämpfe gesehen haben und in unvergänglichem -Frieden, schneeweiß und rosenroth, stralen; und -von den Bergen steigt er zum Himmel, und vom Himmel -zu Gott. Dann wird der Blick wieder hell, und -das Herz wieder freudig; denn die ewige Zuversicht, -die in der Seele wohnt, schüttelt die Entmuthigung ab, -und liebend und hoffend kehrt man zu den Menschen -zurück, weil man daran erinnert worden ist, daß Gott -über ihnen waltet. -</p> - -<p> -Für mich giebt es einen goldnen Faden, der lichtend -durch das Wirrsal der Gegenwart läuft: es ist -das große Erbarmen mit fremdem Leid. Den Armen, -den Kranken, den Gefangenen, den Verbrechern, Allen -<a id="page-10" class="pagenum" title="10"></a> -auf denen sonst außer ihrem jammervollen Loos noch -der Druck der allgemeinen Vernachlässigung, gar Verachtung -lag, Allen wendet man einen Blick der Theilnahme -zu. Man denkt daran, daß sie Menschen sind, -und trotz Versunkenheit oder Strafwürdigkeit doch Menschen -bleiben; in diesem Sinn behandelt man sie, gönnt -den Armen Unterstützung, den Kranken Zuflucht, den -Gefangenen menschliche Behandlung; sammelt man die -Verlornen, bewacht man die Kinder. Es könnte in -dieser Richtung wol noch Manches geschehen, und vor -Allem: es könnte <em>besser</em> geschehen, anspruchloser, schlichter. -Jetzt nehmen sich Einige der Sache an, weil etwa -ein König sich dafür interessirt; Andere machen eine -Modesache daraus, und haben ihren Wohlthätigkeitsverein -so gut wie ihre Loge im Theater oder ihre Soiree; -noch Andere, besonders Frauen mit einem gewissen unruhigen -Geschäftigkeitstrieb, füllen damit ihre Zeit aus. -Es ist also gar nicht so beschaffen, daß wir uns damit -trösten dürften. Wir fühlen uns nur so elend, daß -wir bereit sind, fremdem Elend abzuhelfen; das ist’s! -weiter nichts! aber ihnen, den Elenden, den Unglücklichen, -den Verabsäumten, wird etwas dadurch geholfen. -Bei der Menge werden sich immer verschiedene -kleinliche Triebfedern finden, welche sie dem Impuls folgen -lassen, den Einer gegeben, Einer, der keine andere -hatte, als Liebe zu den Menschen um Gottes Willen. -<a id="page-11" class="pagenum" title="11"></a> -So war im 17ten Jahrhundert Vincent de Paule in -Frankreich, der die Findelhäuser gründete, und alle Hospitäler -und Gefängnisse zu verbessern strebte. So war -im vorigen Jahrhundert der Abbé de l’Epée, der zuerst -die geistige und moralische Erziehung der Taubstummen -unternahm. Was sie thaten, scheint uns jetzt ein Kleines, -weil die Sache so großen und glücklichen Erfolg -gehabt, und die ganze civilisirte Welt zur Nachfolge -angeeifert hat. Welche Kämpfe jene Männer zu bestehen, -welche Ausdauer sie zu beweisen, welche Vorurtheile -sie zu überwinden, welche tausend bittere und niederschlagende -Erfahrungen sie zu machen hatten: das -ist in ihren starken und muthigen Herzen begraben worden, -so daß wir nichts von ihnen sehen, als ihre heilbringende, -segenvolle, lichte Erscheinung. Die Reihe solcher -Menschen ist nicht geschlossen, kann es nicht sein. -So lange es Leid giebt, wird es Helfende geben, und -es giebt noch viel, sehr viel hartes, heißes Leid auf der -Welt, und in der schönen Schweiz vorzugsweise eins -der herbsten – den Cretinismus, diese traurig geheimnißvolle -Krankheit, die sich freilich überall, und in verschiedenen -Abstufungen und Graden zeigt, aber doch -grade dort wuchert. Wer in der Schweiz gewesen ist, -im Berner Oberland wie in Chamouny, im Canton Uri -wie im Wallis, überall wo es hohe Berge und tiefe -schattige Thäler giebt, wird einen Blick des Erbarmens -<a id="page-12" class="pagenum" title="12"></a> -oder des Entsetzens für die Jammerbilder gehabt haben, -die er dort gewahrt – für die durch den Cretinismus -zum Stumpfsinn, ja zur Thierheit herabgesunkenen -Menschen. -</p> - -<p> -Es mögen jetzt ungefähr zehn Jahr sein, daß ein -junger Mensch aus Zürch bei einer Wanderung durch -den Canton Uri einen alten Cretin zu einem Muttergottesbilde -wanken sah vor dem er ein halbvergessenes -Gebet stammelte. Der Anblick ging dem Jüngling durch -die Seele, und er dachte: wenn diese Jammervollen nur -dahin zu bringen wären, daß der Gedanke an Gott in -ihrem Bewußtsein aufdämmere, so sei keine Mühe die -man an sie wende verloren. Der Gedanke verließ ihn -nicht mehr, und gab seinem Leben die Richtung. Er -studirte die Arzneiwissenschaften, und besonders Alles -was den Cretinismus betraf, mit dem sich theoretisch -schon manche gelehrte Männer beschäftigt, und der Praxis -durch Beobachtung und Studium vorgearbeitet hatten. -Er durchwanderte die Schweiz um Forschungen -an Ort und Stelle über den Einfluß der Erd- und -Luftbeschaffenheit auf die Krankheit zu machen. Er -widmete all seine Zeit, seine Gedanken, seine Bestrebungen -dem Zweck, den er sich vorgesetzt. Darauf ward -er practischer Arzt. Er war ein einsamer Mensch, ohne -Eltern, ohne Geschwister, ohne die Bande, welche unsere -äußern Verhältnisse zu bestimmen pflegen, indem -<a id="page-13" class="pagenum" title="13"></a> -sie uns an und in einen gewissen Kreis weisen. Er -war ganz unabhängig. Da nahm er sein kleines Vermögen, -und kaufte auf dem Abendberg im Berner Oberland, -einige tausend Fuß über dem Meeresspiegel, ein -Stück Land, das groß genug war um ihm Wiesen zum -Weideplatz für eine kleine Heerde, Wald zum Holzbedarf, -und Raum für einen Garten und für ein Paar -hölzerne Häuser zu geben, die er bauen ließ. Als seine -kleinen Anstalten fertig waren, zog er hinauf mit einigen -kranken Kindern. Jetzt hat er ihnen nichts weiter -zu geben – als sein ganzes Leben. Seit zwei Jahren -sind sie auf dem Abendberg. -</p> - -<p> -Gott hat gewollt, daß ich an diesen umdämmerten -und verschleierten Seelen einen Antheil nehme – für -den es keine Worte giebt. Als ich diesen Sommer nach -meiner Rückkehr aus Schweden in einer Zeitung einen -kurzen Bericht über die Anstalt des Doktor Guggenbühl -las, beschloß ich gleich sie sobald wie möglich zu -besuchen, und am 12ten September that ich es von -Interlachen aus. Es war ein trüber Tag, und kaum -auf der Hälfte des Weges fing es an zu regnen, und -regnete bis ich wieder am Nachmittage herabkam, so -daß ich nicht die wundervolle Aussicht auf die Schneeberge, -nicht die kleine Kapelle, nicht die ganze Umgebung -des Hauses gesehen habe – was auch freilich -nur Nebensachen sind. Ich fand den Doktor Guggenbühl -<a id="page-14" class="pagenum" title="14"></a> -mit seinen eilf Kindern in einem großen Zimmer -versammelt, wo die meisten an einem Tisch saßen und -theils Lectionen nahmen, theils spielten. Die Lectionen -bestehen darin, daß sie sehr große Buchstaben kennen -und nachsprechen lernen, nachsprechen, indem man ihren -Mund in die Stellung bringt, die er beim Aussprechen -jedes Buchstaben annimmt, und indem man -diesen sehr laut und unablässig wiederholt. Das Spiel -besteht in einer Zusammenfügung kleiner Holzstücke zu -allerlei willkürlichen Figuren, oder im Bilderbesehen. -Aber man muß Beides mit ihnen treiben, sonst verfallen -sie in ein stupides unbewegliches Anstarren der Bilder, -oder sie machen nur einen wüsten Lärm, indem sie -mit dem Holz auf den Tisch schlagen. Eins saß in -einer kleinen Schaukel, ein andres auf einem Wiegenpferd. -Ein drittes, drei Jahr alt und vor Kurzem -herausgekommen, lag da, ohne Bewegung, ohne Willen, -ohne Kraft. Man hob es auf: Kopf und Glieder -hingen schlaff herab. Ob es bequem liegt oder unbequem, -gleichviel! es verändert nicht selbst seine Lage. -Es fordert keine Speise; es ißt auch nicht allein; es -würde umkommen, wenn man ihm nicht Nahrung einflößte. -Das schauerliche Zeichen des Cretinismus: die -Stirn, welche über den Augenbraunen eingedrückt ist, -hatte es in einem so hohen Grade, daß man den Finger -in die Grube legen konnte. Doctor Guggenbühl -<a id="page-15" class="pagenum" title="15"></a> -hat die Ueberzeugung, daß wenn man diese Kinder in -den allerersten Jahren, oder noch besser Monaten ihres -Lebens in die frische, klare, reine Bergluft bringt, -ihnen angemessene leichte Nahrung giebt, die Glieder -stärkt durch Bäder und Frictionen, die höchste Reinlichkeit -und auch innere Mittel anwendet, und sich unablässig -bemüht ihre Sinne zu wecken, Auge, Ohr, Tastsinn, -welche immer geneigt sind einzuschlafen: so dürfe -man hoffen sie zum Bewußtsein zu bringen. Sehr kluge -und gelehrte Leute dürften sie wol nimmer werden; aber -doch geschickt genug zu einem Handwerk, oder zu häuslichen -und mechanischen Geschäften; und auf jeden Fall: -Herr ihrer Körper würden sie werden, und nicht ein -menschlich geformtes Stück Fleisch bleiben, dem alle -und jede Fähigkeit zur Aeußerung einer bewußten Lebensthätigkeit -fehlt. Beginnt man aber diese Behandlung -bei einem solchen Kinde erst <em>nach</em> dem siebenten -Jahr, so hält er dafür, daß sie wol den körperlichen -Zustand verbessern, Krämpfe, Convulsionen lindern und -heben könne, welche sich mit den Jahren einstellen und -oft eine fürchterliche Höhe erreichen; doch für die geistige -Entwickelung hofft er deshalb wenig mehr, weil -das Gehirn bis zum siebenten Jahr die Größe und -Consistenz und Beschaffenheit erlangt hat, welche es für -die ganze Lebenszeit des Menschen beibehalten wird. -Der ganze Organismus leidet durch das Leiden oder -<a id="page-16" class="pagenum" title="16"></a> -die Krankhaftigkeit des Gehirns, weil dies im engsten -Zusammenhange mit dem Rückenmark und dessen Nerven -steht, und es war mir sehr interessant, daß ich dadurch -an die Ansichten über Schädelbildung des Doctor -Carus erinnert wurde, von denen Doktor Guggenbühl -mit lebhafter Beistimmung sprach. Doch hat er -mehre Kinder, über sieben Jahr alt, aufgenommen, eben -um ihren elenden körperlichen Zustand zu verbessern. -Er machte eine Aeußerung, die mir hohes Vertrauen -zu ihm gegeben, weil sie mir gezeigt hat, daß er das -Wohl Anderer, aber nicht eine sogenannte Berühmtheit -für sich selbst bezwecke. Er sagte: „Große Erfolge -habe ich nicht aufzuweisen und ich strebe nicht danach.“ -In Bern hatte ich ihn gleichgültig und kurzabfertigend -Charlatan nennen hören. <em>Ich</em> nenne denjenigen Arzt -Charlatan, der seine Mittel und Behandlungsweise als -unfehlbar darzustellen sucht und für jede Kur den glänzendsten -Erfolg gleichsam auf der Hand trägt. Wer -sich aus der Wissenschaft eine Glorie zu machen strebt, -kann sehr leicht ein Charlatan werden; wer die Menschheit -liebt, und ihr mit seinen besten Kräften bis zur größten -Selbstaufopferung zu dienen und zu nützen sucht – -unmöglich! Ebensowenig gehört der Doctor Guggenbühl -zu jenen unerfreulichen Sectirern, die leider überall -heftig grassiren, und am heftigsten vielleicht in der -Schweiz, und die statt Religion – Pietismus haben. -<a id="page-17" class="pagenum" title="17"></a> -Ohne einen tiefen Glauben an göttliche Führung, ohne -demüthige Bereitwilligkeit sich der Hand unterzuordnen, -welche sie lenkt, ohne die herzstärkende Zuversicht ein Werkzeug -dieser Hand zu sein – kann Niemand der Menschheit -Heil und Segen bringen. Er mag ohne sie wohl die -Kraft haben, die Alles unternimmt, doch die Ausdauer, -die Alles durchführt und die Liebe, die Alles überwindet, -hat er nicht; diese Blüten gedeihen nur auf dem -Grund und Boden der Religion, und wie wäre es möglich -ein solches Werk der Barmherzigkeit zu beginnen -ohne sie zu pflegen? Dies nenne ich fromm sein, und -so halte ich den Doctor Guggenbühl für einen sehr frommen -Mann. Wie er es ist, wie hoch und frei und weit -die Religion ihm das Herz gemacht, geht daraus hervor, -daß er in der Verschiedenheit der Confession kein -Hinderniß zu einem gemeinsamen wohlthätigen Wirken -sieht. Er nahm als Pflegerinnen für seine Kinder zwei -barmherzige Schwestern aus dem katholischen Canton -Freiburg. Die <em>liberalen</em> Herrn von Bern, die ihm -für seine Anstalt eine kleine Beihülfe von 600 Schweizerfranken -gegeben, nahmen ihm nach dem Beschluß einer -Synode die frommen Frauen, aus Furcht vor deren -Proselytenmacherei. Voll so heiligen Eifers ist die -reformirte Kirche zu Bern! die unsäglich wohlthätige -Wirksamkeit der <span class="antiqua">Soeur Rose</span> ist nicht ersetzt, obgleich -er zwei Frauenzimmer gefunden hat, die sich mit Geduld -<a id="page-18" class="pagenum" title="18"></a> -und Liebe ihrer schweren Pflicht bei den Kindern -widmen. Er glaubt wie ich: daß ein solcher Beruf -besser durch Frauen ausgeführt werde, die sich ganz -von allen irdischen Banden abgelöst haben, und bei ihrem -Wirken nur an die himmlische Zukunft denken. -Darum will er es mit den reformirten <span class="antiqua">Soeurs grises</span> -versuchen, welche jetzt ein methodistischer Pfarrer zu -Lausanne heranbildet, sobald sie ihre öffentliche Thätigkeit -beginnen. Die Katholikinnen sind ihm so willkommen -wie die Methodistinnen, sobald derselbe, der alleinige -göttliche Geist – die Liebe! sie beseelt. Außer jenen -Frauenzimmern hat er in einem jungen Menschen, -den er dazu herangebildet, einen geduldigen und treuen -Helfer gefunden, der mit unglaublicher Sanftmuth den -Lectionen und Spielen der Kinder vorsteht. Zwei Mägde, -welche die Küche und das Haus, – zwei Knechte, welche -Garten und Heerde besorgen, gehören mit in diesen Kreis. -Die Heerde besteht aus einem Dutzend Ziegen, vier Kühen, -zwei Eseln, als Lastthieren, und einem Pferd. Wiesen -und Garten sind ergiebig und die Kirschbäume gedeihen -vortrefflich. Die Einrichtung des Hauses ist einfach -bis zur Aermlichkeit; hölzerne Wände, Bänke, Stühle; -arme kleine Betten. Die beiden engen Zimmerlein des -Doctor Guggenbühl sind wahre Zellen! ein Schreibtisch, -ein Bücher- und ein Apothekerschrank in dem einen -– in dem andern sein Bett, und ein großer Tisch -<a id="page-19" class="pagenum" title="19"></a> -vor einem Sopha, der für Fremde bestimmt ist – das -füllt sie; und an so wenig Bedürfnisse kann man sich -gewöhnen, wenn man die eigene Person einer höheren -Idee unterordnet. -</p> - -<p> -Die meisten Kinder haben blutarme Eltern, die nichts -zahlen können. Hauptsächlich lebt und zehrt die kleine -Anstalt von ihrem Eigenthum, ihrem Grund und Boden; -Gemüse, Milch, Brennholz giebt es da oben. Ferner -ist der Doctor Guggenbühl practischer Arzt, freilich -nur in den Dörfern des Thals von Interlachen; das -mag ihm einiges Einkommen verschaffen. Milde Seelen -giebt es denn doch auch in der Nähe und Ferne, -die sich für ein so menschenfreundliches Unternehmen -durch Unterstützung theilnehmend erweisen, und ein Gotteskasten -steht in dem großen Zimmer, wo der Fremde -die Kinder beisammen findet. So existirt die kleine Anstalt. -Gott segne und behüte sie! Hat einst die heilige -Theresie gesagt als sie die Reformation des Carmeliterordens -unternahm: „Theresie und 9 Dukaten, das ist -sehr wenig, aber Gott, Theresie und 9 Dukaten ist genug;“ -hat einst der Abbé de l’Epée mit seinem geringen -Einkommen von 2000 Franken zehn Jahr lang seine -geliebten taubstummen Zöglinge erhalten: so wird Gott -denn auch wol sorgen für die Kinder auf dem Abendberg. -Ich aber habe mir das Wort gegeben die Herzen -für sie zu erwärmen und zu gewinnen so sehr ich -<a id="page-20" class="pagenum" title="20"></a> -kann; denn dies ist eine große und heilige Angelegenheit -der ganzen Menschheit! denn diese Armen, diese -Elenden, diese Versunkenen sind unsers Geschlechts! Ja, -ja! sind ebensogut unsers Geschlechts als die hohen und -großen Geister, mit denen die Verwandtschaft unserm -stolzen Geiste so wohl thut, sind auch mit Schmerzen -von ihren Müttern geboren, sind auch mit Freuden -von ihren Vätern begrüßt, sind auch bestimmt der Segnungen -theilhaft zu werden, die Gott den Menschen -während ihres irdischen Lebensabschnittes ertheilt, sind -auch begnadet mit einer unsterblichen Seele, welche nur -nicht der krankhaft irdischen Stoffe Herr werden kann, -die sich um sie ballen, und für welche der Tod, mehr -noch als für uns Alle, eine selige Befreiung sein wird. -Keines dieser Kinder war boshaft oder hämisch; das -werden sie nur da draußen, wenn man sie neckt und -plagt. Im Gegentheil! die, welchen das Bewußtsein -aufdämmerte waren freundlichen Gemüths, reichten ihren -Pflegern die Hand, suchten sich an sie zu schmiegen, -suchten sie anzulächeln, was freilich auf den armen -mißbildeten Gesichtern sehr unlieblich aussah. Ein -kleines Mädchen wurde gar nicht müde uns, den Fremden, -die Hand zu geben, und ein siebenjähriger Knabe, -kaum ellenhoch, kam mühselig an seinem Stock daher -gewankt, und sah mich an so freundlich er nur konnte. -Ach, sie haben ja kein andres Mittel um ihr Wohlwollen -<a id="page-21" class="pagenum" title="21"></a> -auszudrücken; denn sprechen konnte Keines. Die -Buchstaben und den eignen Namen nennen konnten Einige, -und das hatten sie erst da oben gelernt. Aber -weil sie doch wenigstens <em>das</em> gelernt haben, so giebt -das Muth um an die Möglichkeit der Erweiterung ihrer -Begriffe und Vorstellungen zu glauben. Die ersten -Jahre sind für die Entwickelung des Cretinismus die -gefährlichsten, die entscheidenden. Sind die Kinder in -gesunder Luft und Pflege erwachsen oder auch nur herangewachsen, -so dürfen sie in ihre Thäler zurückkehren -ohne Furcht der Krankheit zu verfallen, doch freilich -nicht mit der Gewißheit dereinst ihren Kindern ihre Gesundheit -zu übertragen, denn es ist nichts Seltenes, daß -die Kinder ganz starker, gesunder Eltern mit dem räthselhaften -Uebel geboren werden. Fährt man aber fort -sich nicht blos theoretisch, sondern auch practisch mit -dessen Bekämpfung zu beschäftigen, so ist nicht vorauszusehen -wie weit man in der Erkenntniß und Beherrschung -des Cretinismus noch kommen, und zu welchen -trostreichen Resultaten man gelangen könne. -</p> - -<p> -Mir war es eine unsägliche Erquickung inmitten unserer -Zeit einen Menschen zu finden, der sich in Ruhe -und Stille der Wohlfahrt seiner Mitmenschen annimmt, -keine Verse und Phrasen über ihr Heil macht, weder -eine prunkende Wissenschaft noch eine starre Religiosität -zum blendenden Aushängeschild für die Menge -<a id="page-22" class="pagenum" title="22"></a> -braucht, und nicht philanthropisch, sondern barmherzig -ist, d. h. nicht menschenfreundlich mit einem Rückblick -auf das eitle Ich, sondern menschenfreundlich mit dem -Aufblick zu Gott. -</p> - -<p> -Als wir nach ein Paar Stunden fortgehen wollten -hing ein dichter Nebel, der als feiner Regen herabfiel, -um den Berg, und verhüllte den schmalen steilen Fußpfad, -indem er ihn zugleich sehr schlüpfrig machte. Der -Doctor Guggenbühl gab mir zur Stütze einen Knecht -mit, an dessen Arm ich wohlbehalten herabkam. Dieser -Mann – ebenfalls ein Zürcher, wie auch der junge -Lehrer der Kinder – hatte ohne im geringsten ein Geßnerscher -Schäfer zu sein, ein so gutes verständiges treuherziges -Wesen, daß es mir sehr angenehm war ihn -sprechen zu hören von dem Leben und den Einrichtungen -da oben. Jedes Wort drückte herzliche Verehrung -für seinen Herrn, und herzliche Theilnahme für die Kinder -ganz unbefangen aus, und dazwischen lobte er das -Gedeihen seiner Heerde und seiner Gartenfrüchte eben -so herzlich. „Der Berg giebts gern“ – antwortete er -auf meine Frage ob der Boden fruchtbar sei. Als wir -durch das große Dorf Matten am Fuß des Abendbergs -gingen, riefen ihn die Leute unter ihren Hausthüren -an: „Wie gehts auf dem Berg? was machen die Kinder?“ -und er mußte ihnen Rede stehen. Wie diese Theilnahme -mich freute! Und wer von uns könnte sie versagen? -<a id="page-23" class="pagenum" title="23"></a> -Lob, Ehrenzeichen, Beifall, Auszeichnungen, sind -tausendmal durch Mißbrauch entweiht, und können Keinen -freuen, der für eine Idee lebt. Aber ein Wort des -Danks, ein Händedruck, ein Zeichen der Theilnahme an -seinem Werk: <em>das</em> freut ihn, weil es ihm zeigt, daß -es eine Gemeinschaft der Guten auf Erden giebt. -</p> - -<p> -<i>Dresden</i>, im November 1842. -</p> - -<div class="centerpic ornament"> -<img src="images/ornament.jpg" alt="" /></div> - -<div class="backmatter chapter"> -<p class="printer"> -Gedruckt bei <i>A. W. Schade</i>, Grünstraße 18. -</p> - -</div> - -<div class="backmatter chapter"> -<p class="pub"> -<span class="line1">Berlin.</span><br /> -<span class="line2">Verlag von Alexander Duncker,</span><br /> -<span class="line3">Königl. Hofbuchhändler.</span><br /> -<span class="line4">1843.</span> -</p> - -</div> - -<div class="trnote chapter"> -<p class="transnote"> -Anmerkungen zur Transkription -</p> - -<p> -Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigert. -</p> - -</div> - - - - - - - - - -<pre> - - - - - -End of Project Gutenberg's Die Kinder auf dem Abendberg, by Ida Hahn-Hahn - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE KINDER AUF DEM ABENDBERG *** - -***** This file should be named 61042-h.htm or 61042-h.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/6/1/0/4/61042/ - -Produced by Jens Sadowski and the Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net. This book was -produced from images made available by the HathiTrust -Digital Library. - - -Updated editions will replace the previous one--the old editions -will be renamed. - -Creating the works from public domain print editions means that no -one owns a United States copyright in these works, so the Foundation -(and you!) can copy and distribute it in the United States without -permission and without paying copyright royalties. Special rules, -set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to -copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to -protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project -Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you -charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you -do not charge anything for copies of this eBook, complying with the -rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose -such as creation of derivative works, reports, performances and -research. 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INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance -with this agreement, and any volunteers associated with the production, -promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, -harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, -that arise directly or indirectly from any of the following which you do -or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm -work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any -Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause. - - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of computers -including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists -because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from -people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. -To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation -and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 -and the Foundation web page at http://www.pglaf.org. - - -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive -Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at -http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent -permitted by U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. -Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered -throughout numerous locations. Its business office is located at -809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email -business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact -information can be found at the Foundation's web site and official -page at http://pglaf.org - -For additional contact information: - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To -SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any -particular state visit http://pglaf.org - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. -To donate, please visit: http://pglaf.org/donate - - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic -works. - -Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm -concept of a library of electronic works that could be freely shared -with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project -Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support. - - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. -unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily -keep eBooks in compliance with any particular paper edition. - - -Most people start at our Web site which has the main PG search facility: - - http://www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - - -</pre> - -</body> -</html> diff --git a/old/61042-h/images/cover.jpg b/old/61042-h/images/cover.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index a3a874c..0000000 --- a/old/61042-h/images/cover.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/61042-h/images/delim.jpg b/old/61042-h/images/delim.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 7799765..0000000 --- a/old/61042-h/images/delim.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/61042-h/images/logo.jpg b/old/61042-h/images/logo.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 2658ff8..0000000 --- a/old/61042-h/images/logo.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/61042-h/images/ornament.jpg b/old/61042-h/images/ornament.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4da213c..0000000 --- a/old/61042-h/images/ornament.jpg +++ /dev/null |
