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| author | nfenwick <nfenwick@pglaf.org> | 2025-01-27 09:47:49 -0800 |
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If you are not located in the United States, you'll -have to check the laws of the country where you are located before using -this ebook. - - - -Title: Papierprüfung - Eine Anleitung zum Untersuchen von Papier - -Author: Wilhelm Herzberg - -Release Date: September 1, 2019 [EBook #60206] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK PAPIERPRÜFUNG *** - - - - -Produced by Peter Becker, Reiner Ruf, and the Online -Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This -file was produced from images generously made available -by The Internet Archive) - - - - - - - #################################################################### - - Anmerkungen zur Transkription - - Der vorliegende Text wurde anhand der 1902 erschienenen Buchausgabe - so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische - Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und - heute nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen bleiben gegenüber - dem Original unverändert; fremdsprachliche Passagen wurden nicht - korrigiert. - - Besonders breite Tabellen im Original wurden der Übersichtlichkeit - halber geteilt bzw. umgestellt. Einige Kopfzeilen wurden mit - Legenden versehen, welche auf den ursprünglichen Tabellenkopf - hinweisen. Indizes wurden in geschweiften Klammern mit einem - vorangestelltem Unterstrich dargestellt (z. B. in H_{2}O). - - Besondere Schriftschnitte wurden in der vorliegenden Fassung mit - den folgenden Sonderzeichen gekennzeichnet: - - kursiv: _Unterstriche_ - fett: =Gleichheitszeichen= - gesperrt: +Pluszeichen+ - - #################################################################### - - - - - Papierprüfung. - - Eine Anleitung zum Untersuchen von Papier. - - Von - - Wilhelm Herzberg, - - Professor, Vorsteher der Abteilung für Papierprüfung an der Königlichen - Versuchsanstalt zu Charlottenburg. - - =Zweite, vollständig neubearbeitete Auflage.= - - Mit 65 Textfiguren und 16 Tafeln. - - [Illustration] - - Berlin. - +Verlag von Julius Springer.+ - 1902. - - - - - Alle Rechte, - insbesondere das Recht der Übersetzung in fremde Sprachen, - vorbehalten. - - Druck von Oscar Brandstetter, Leipzig. - - - - -Vorwort zur zweiten Auflage. - - -Seit dem Erscheinen der ersten Auflage der „+Papierprüfung+“ ist -an vielen Stellen für die Vervollkommnung und Ausgestaltung der -Versuchsverfahren mit Erfolg gearbeitet worden. Die Fachpresse hat über -die jeweiligen Fortschritte berichtet, in der vorliegenden zweiten -Auflage sollen sie den Fachkreisen im Zusammenhang unterbreitet werden. -Bei der Bearbeitung handelte es sich nicht um eine bloße Ergänzung der -einzelnen Abschnitte der ersten Auflage; die meisten Abschnitte mußten -vielmehr gänzlich umgearbeitet, neue hinzugefügt werden. Wenn hierbei -der eine oder der andere der im Laufe der Jahre gemachten Vorschläge -nicht berücksichtigt worden ist, so geschah es im Interesse der Sache, -denn nicht immer war das Vorgeschlagene besser als das Vorhandene. - -Das Interesse für die Papierprüfung und die Erkenntnis ihrer Bedeutung -für die Industrie ist in den beteiligten Kreisen von Jahr zu Jahr -gewachsen. Unmittelbar nach dem Erscheinen der ersten Auflage des -vorliegenden Werkes wurde diese ins Englische, Französische und -Italienische übersetzt, ein Beweis, daß auch das Ausland die Bedeutung -dieses Sondergebietes der Materialprüfung anerkannte und seine -Entwicklung auf der von +Hartig+ und +Hoyer+ geschaffenen Grundlage mit -Interesse verfolgte. - -Die Einrichtung verschiedener Papierprüfungsstellen im In- und Auslande -ist ein weiteres Zeugnis für das Bestreben, das auf diesem Gebiet -Geschaffene für die beteiligten Kreise nutzbringend zu gestalten. - -Über den Wert der Papierprüfung hat sich der Verein Deutscher -Papierfabrikanten im Jahre 1900 in einem an das Preußische -Kultusministerium gerichteten Schreiben wie folgt geäußert: - - „Die Deutsche Papier-Industrie hat seit Errichtung der Königlichen - mechanisch-technischen Versuchsanstalt in Charlottenburg den - Arbeiten derselben das lebhafteste Interesse entgegengebracht. - War es ihr auch im Anfang nicht immer bequem, in der zu gleicher - Zeit geschaffenen Abteilung für Papierprüfung einen strengen - Richter über sich zu haben, so hat sie doch nie mit dem Bekenntnis - zurückgehalten, daß sie in dieser Papierprüfung einen mächtigen - Faktor für die Förderung ihrer Bedeutung, ihres Wohles und ihres - Ruhmes gegenüber dem Auslande sieht.“ - -Diese Anerkennung wird alle diejenigen mit Genugtuung erfüllen, die -sich um die Begründung und Entwickelung der Abteilung verdient gemacht -haben, in erster Linie die Herren Geheimer Regierungsrat +Carl Hofmann+ -und Geheimer Regierungsrat Professor +A. Martens+. - -Meinen Kollegen, +G. Dalén+ und Dr. +Wisbar+, spreche ich auch an -dieser Stelle meinen Dank für die Unterstützung aus, die sie mir bei -Herausgabe der neuen Auflage bereitwilligst haben zu Teil werden lassen. - -+Charlottenburg+, Juli 1902. - - =Der Verfasser.= - - - - -Inhalt. - - - Seite - - +Bestimmung der Festigkeitseigenschaften+ 1 - Absolute Festigkeit und Dehnung 1 - Bestimmung der Maschinenrichtung 3 - +Schoppers+ Festigkeitsprüfer 13 - +Wendlers+ Festigkeitsprüfer 19 - Festigkeitsprüfer nach +Hartig-Reusch+ 22 - +Leuners+ Festigkeitsprüfer 26 - Berechnung der Reißlänge 28 - +Rehses+ Papierprüfer 30 - Tabelle zur Bestimmung der Feinheitsnummer 31 - - +Widerstand gegen Zerknittern+ 33 - +Kirchners+ Kniffrolle 39 - +Pfuhls+ Knitterer 42 - +Schoppers+ Falzer 44 - - +Bestimmung des Quadratmetergewichtes und der Dicke+ 47 - +Schoppers+ Dickenmesser 47 - +Rehses+ Dickenmesser 48 - - +Bestimmung des Aschengehaltes+ 50 - Aschengehalt verschiedener Rohstoffe 51 - Die +Post+sche Aschenwage 54 - +Reimanns+ Aschenwage 58 - - +Mikroskopische Untersuchung+ 62 - Vorbereitung des Papiers 62 - Herstellung der Präparate 65 - Untersuchung des durch Kochen erhaltenen Breies 67 - Verholzte Fasern 69 - Holzschliff 69 - Jute 71 - Strohstoff 71 - Zellstoffe 72 - Nadelholzzellstoff 72 - Birkenholzzellstoff 73 - Pappelholzzellstoff 74 - Strohzellstoff 76 - Alfa-(Esparto-)Zellstoff 78 - Jutezellstoff 79 - Manilazellstoff 80 - Adansoniazellstoff 80 - Beurteilung des Verholzungsgrades der Zellstoffe 83 - Verfahren nach Dr. +Klemm+ 83 - Verfahren nach +Behrens+ 84 - Lumpenfasern 85 - Baumwolle 85 - Leinen 86 - Hanf 87 - Wolle 88 - Seltener vorkommende Fasern 88 - Verschiedene Mahlungszustände von Papierfasern 91 - Feststellung der Mengenverhältnisse der Fasern 93 - - +Nachweis von Holzschliff und anderen verholzten Fasern+ 97 - Die Reaktion mit schwefelsaurem Anilin 97 - Die Phloroglucin-Reaktion 98 - Dr. +Wursters+ Reaktion mit Dimethyl-paraphenylen-diamin 99 - - +Bestimmung der Menge des Holzschliffes+ 100 - - +Bestimmung der Art der Leimung+ 106 - Tierische Leimung 106 - Kaseinleim 108 - Harzleimung 108 - Stärke 112 - - +Leimfestigkeit+ 114 - - +Nachweis von freiem Chlor und freier Säure+ 120 - - +Vergilbung+ 124 - - +Bestimmung der Saugfähigkeit von Löschpapier+ 127 - - +Prüfung von Filtrierpapier+ 130 - - +Anhang+ 134 - Vorschriften für die Lieferung und Prüfung von Papier zu - amtlichen Zwecken 134 - Auszug aus den Vorschriften für die Benutzung der - Versuchsanstalt zu Charlottenburg 141 - Auszug aus den Vorschriften für Frachtbriefpapiere 142 - „ „ „ „ „ Quittungskarten-Karton 143 - „ „ „ „ über die Herstellung von - Beitragsmarken zur - Invaliditätsversicherung 143 - Vorschriften für das Papier zu Standesregistern und - Registerauszügen 144 - Ausbildung im Papierprüfen 144 - Literatur 145 - - - - -Bestimmung der Festigkeitseigenschaften. - - -Absolute Festigkeit und Dehnung. - -Die absolute Festigkeit eines Papiers wird bei seiner Benutzung als -Schriftstück, Drucksache o. a. nur zum kleinen Teil in Anspruch -genommen. Trotzdem wird man von einem Papier, das lange aufbewahrt -und viel benutzt werden soll, aus zwei Gründen eine nicht zu geringe -Festigkeit verlangen müssen. Einmal zeigt jeder organische Körper im -Laufe der Zeit eine Abnahme seiner Festigkeit, und ferner gewährleisten -gute Festigkeitseigenschaften sorgfältige Herstellung des Papiers und -Verwendung guter Rohstoffe. - -Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet wird man die Forderung hoher -Festigkeitswerte für Papiere, die wichtigen Zwecken dienen sollen, als -gerechtfertigt anerkennen müssen. - -Die Festigkeit eines Papiers, d. h. der Widerstand, den es dem -Zerreißen entgegensetzt, gibt an sich kein Mittel an die Hand, die Güte -des Papiers ohne weiteres zu beurteilen, da sie beeinflußt wird von der -Dicke und Breite des Probestreifens; wir werden jedoch später sehen, -wie die mit Hilfe von Zerreißmaschinen gewonnenen Festigkeitswerte -unabhängig von diesen beiden Einflüssen zur Beurteilung der Güte von -Papier herangezogen werden können. - -Die Festigkeit eines Papiers ist nicht nach allen Richtungen gleich -groß. Maschinenpapier hat in der Richtung des Maschinenlaufes seine -größte, in der Richtung senkrecht hierzu seine geringste Festigkeit. -Dieser Unterschied findet seine Erklärung in der vorzugsweisen Lagerung -der Fasern in der Richtung des Maschinenlaufes und in der Beeinflussung -der Festigkeitswerte durch die Arbeit auf der Papiermaschine. Das -Verhältnis der geringeren Festigkeit zur größeren schwankt zwar, hält -sich aber meist zwischen den Grenzen 60 : 100 bis 75 : 100; jedoch -kommen auch Fälle vor, in denen die Festigkeitswerte in der Längs- -und Querrichtung wesentlich mehr, und andere, in denen sie wesentlich -weniger voneinander abweichen, wie nachfolgende Zusammenstellung an -einigen Beispielen zeigt. - - N = Laufende Nr. - Q = Querrichtung - L = Längsrichtung - V = Verhältnis von Querrichtung zu Längsrichtung - - ====+=================+=============+========+===============+========= - N | Art des Papiers | Reißlänge[1]| V | Bruchdehnung | V - | +------+------+ +-------+-------+ - | | Q | L | | Q | L | - | | km | km | | % | % | - ====+=================+======+======+========+=======+=======+========= - 1 | Schreibpapier | 1,57 | 4,73 | 33:100 | 1,7 | 1,5 | 113:100 - 2 | „ | 2,21 | 5,46 | 39:100 | 2,4 | 1,9 | 126:100 - 3 | Packpapier | 3,76 | 9,76 | 39:100 | 4,6 | 2,1 | 219:100 - 4 | „ | 4,25 | 9,06 | 47:100 | 6,7 | 2,8 | 239:100 - 5 | Konzeptpapier | 3,57 | 7,01 | 51:100 | 4,1 | 1,4 | 293:100 - 6 | Schreibpapier | 4,06 | 4,79 | 85:100 | 4,5 | 3,3 | 136:100 - 7 | „ | 4,22 | 4,80 | 88:100 | 3,2 | 2,0 | 160:100 - 8 | Urkundenpapier | 6,05 | 6,76 | 90:100 | 6,4 | 4,9 | 131:100 - 9 | Schreibpapier | 4,22 | 4,69 | 90:100 | 3,0 | 2,0 | 150:100 - 10 | Kanzleipapier | 4,05 | 4,44 | 91:100 | 4,6 | 3,2 | 156:100 - 11 | Schreibpapier | 4,37 | 4,60 | 95:100 | 6,3 | 3,3 | 191:100 - 12 | „ | 4,11 | 4,17 | 99:100 | 4,1 | 2,4 | 171:100 - -Ebenso wie die Festigkeit ist auch die Dehnung des Papiers in den -beiden Richtungen verschieden groß; das Verhältnis ist aber hier -umgekehrt, indem die Maschinenrichtung die kleinste, die Querrichtung -die größte Dehnung aufweist. - -Auch bei geschöpftem Papier treten, wenn auch nicht in dem Maße -wie beim Maschinenpapier, Verschiedenheiten in der Festigkeit und -Dehnung in verschiedenen Richtungen auf.[2] Da die Ansicht, daß beim -Handpapier die Festigkeit und Dehnbarkeit nach allen Richtungen gleich -groß sei, ziemlich verbreitet ist, so mag nachfolgend (Seite 3) eine -kleine Zusammenstellung einiger bei Prüfung von geschöpften Papieren -gewonnenen Ergebnisse folgen. - -Bei der Bestimmung der Festigkeitswerte einer Papiersorte wird -Maschinenrichtung und Querrichtung gesondert geprüft und aus den -erhaltenen Werten das Mittel gebildet. Dieses ist für die Einreihung in -eine der sechs Festigkeitsklassen[3] maßgebend. - - L = Laufende Nr. - W = Schwache Richtung - S = Starke Richtung - B = Bruchdehnung - - ====+=============+=============+=============+===========+============ - L | Art | Reißlänge | Verhältnis | B | Verhältnis - | des Papiers +------+------+ der +-----+-----+ der - | | W | S | schwachen | W | S | schwachen - | | | | Richtung | | | Richtung - | | km | km | zur starken | % | % | zur starken - ====+=============+======+======+=============+=====+=====+============ - 1 |} | 3,68 | 4,93 | 74 : 100 | 4,6 | 3,8 | 121 : 100 - 2 |} Urkunden- | 3,81 | 4,97 | 77 : 100 | 4,2 | 3,5 | 120 : 100 - 3 |} papier | 4,20 | 5,30 | 79 : 100 | 4,4 | 3,9 | 113 : 100 - 4 |} (hand- | 4,28 | 5,45 | 79 : 100 | 5,9 | 4,7 | 125 : 100 - 5 |} geschöpft)| 3,89 | 4,64 | 84 : 100 | 4,4 | 4,2 |(105 : 100) - 6 |} | 3,26 | 3,63 |(90 : 100)[4]| 4,3 | 3,4 | 126 : 100 - 7 | } | 2,82 | 4,12 | 68 : 100 | 4,6 | 4,2 |(110 : 100) - 8 | }Aktendeckel| 2,62 | 3,84 | 70 : 100 | 4,0 | 3,7 |(108 : 100) - 9 | } | 2,16 | 2,98 | 72 : 100 | 4,8 | 4,1 | 117 : 100 - 10 | }(hand- | 2,61 | 3,53 | 74 : 100 | 3,9 | 3,4 | 114 : 100 - 11 | } geschöpft)| 2,74 | 3,04 |(90 : 100) | 3,7 | 3,6 |(101 : 100) - 12 | } | 2,56 | 2,84 |(90 : 100) | 4,0 | 3,0 | 133 : 100 - -Da die Maschinenpapiere im allgemeinen parallel und senkrecht zur -Maschinenrichtung geschnitten werden, so entnimmt man die Probestreifen -in der später zu besprechenden Anzahl und Art zunächst parallel zu -einer beliebigen Kante des Bogens und darauf parallel zu der hierauf -senkrecht stehenden. - -Beim Handpapier verfährt man in derselben Weise. - -Hat man Veranlassung, die Maschinenrichtung vorher zu bestimmen, -entweder weil man nur diese prüfen will, oder weil die beiden -Richtungen nicht mit Sicherheit zu erkennen sind, so verfährt man in -folgender Weise: - -Man schneidet aus dem in Frage kommenden Material ein kreisförmiges -Stück von ungefähr 10 cm Durchmesser heraus und läßt dies wenige -Sekunden auf Wasser schwimmen; nimmt man es dann heraus und legt -es vorsichtig auf die flache Hand, wobei man zu verhindern hat, -daß es sich fest an die Handfläche schmiegt, so krümmen sich die -Ränder nach oben (Fig. 1a) und zwar schließlich so stark, daß sie -übereinandergreifen, wie es Fig. 1b darstellt. - -Der nicht gekrümmte Durchmesser _ab_ liegt in der Maschinenrichtung. - -Hat man denselben Versuch mit ungeleimtem oder schwach geleimtem Papier -vorzunehmen, so ist dies zunächst gegen das Durchdringen von Wasser -zu schützen; man löst zu diesem Zweck entweder Harz in Alkohol oder -tierischen Leim in Wasser, zieht das zu prüfende Papier durch eine -dieser Lösungen und läßt es trocknen. Das Papier hat nunmehr seine -Saugfähigkeit verloren und kann ohne Schwierigkeit dem angeführten -Versuch unterworfen werden. Zur Erklärung des Krümmens diene folgendes. - -[Illustration: - - Fig. 1a. Fig. 1b. - -Bestimmung der Maschinenrichtung im Papier.] - -Die untere Seite des Papiers saugt, während sie mit dem Wasser in -Berührung ist, Feuchtigkeit auf und die Fasern quellen; nun legen sich -die Fasern, wie schon erwähnt, auf dem Siebe vorzugsweise parallel zur -Richtung des Maschinenlaufes, und da die einzelne Faser quer zu ihrer -Längsachse die größte Quellungsfähigkeit besitzt, so wird das Bestreben -der unteren Faserschicht sich auszudehnen, quer zur Maschinenrichtung -größer sein als in der Längsrichtung, und dies dürfte die Ursache des -Aufrollens der Ränder sein. - -Die vorzugsweise Lagerung der Fasern in der Richtung des -Maschinenlaufes ist übrigens bei vielen Papieren mit bloßem Auge zu -erkennen, wenn man den Bogen schräg gegen das Licht hält, und ein -geübter Beobachter kann oft schon auf diese Weise erkennen, wie das -Papier auf der Maschine gelaufen ist. - -Eine noch einfachere Methode zur Bestimmung der Maschinenrichtung ist -von +Nickel+ vorgeschlagen worden und besteht darin, daß man zwei -Streifen von gleichen Abmessungen aus den beiden in Frage kommenden -Richtungen so aufeinanderlegt, daß sie sich decken. Faßt man sie nun an -dem einen Ende mit Daumen und Zeigefinger und läßt das andere Ende frei -herunterhängen, so werden sie entweder aufeinanderliegen (Fig. 2a), -oder auseinanderklaffen (Fig. 2b). Im ersten Fall ist der untere, im -zweiten der obere Streifen der aus der Maschinenrichtung. - -Die Erklärung dieser Erscheinung dürfte auch hier durch die Lagerung -der Fasern gegeben sein; bei dem aus der Maschinenrichtung herrührenden -Streifen liegen mehr Fasern mit ihrer Längsachse parallel zum Streifen -als bei dem Streifen aus der Querrichtung; die Folge davon wird sein, -daß sich ersterer beim Überhängen weniger durchbiegt als der letztere. - -[Illustration: - - Fig. 2a. Fig. 2b. - -Bestimmung der Maschinenrichtung im Papier.] - -Die Frage der bequemen Bestimmung der Maschinenrichtung kann außer -in den oben erwähnten Fällen noch verschiedentlich von praktischer -Bedeutung sein. Beim Kniffen von Aktendeckeln, Kartons u. s. w. wird -es nicht gleichgiltig sein, ob der Kniff in der Maschinenrichtung -oder Querrichtung liegt; bei der Herstellung von Büchern, besonders -von großen und dicken Geschäftsbüchern, ist es von Wert zu wissen, ob -alle Lagen in gleicher Weise gefalzt sind, weil sich sonst infolge -verschiedener Dehnung unscharfe Ränder zeigen. Diesen Umständen hat -man, wie es scheint, bisher nicht die nötige Beachtung geschenkt. - -Nachdem man so auf die eine oder andere Weise die beiden -Hauptrichtungen im Papier, nach welchen die Entnahme der Probestreifen -zu erfolgen hat, bestimmt hat, fragt es sich, wie lang und wie breit -diese zu wählen sind. - -+Martens+ hat sich mit dieser Frage eingehend beschäftigt und -nachgewiesen, daß die Breite des Probestreifens auf das Ergebnis für -Reißlänge und Bruchdehnung keinen Einfluß ausübt; die Bequemlichkeit -und Sicherheit des Arbeitens indessen, sowie der mit zunehmender Breite -wachsende Widerstand beim Zerreißen legt bei der Wahl der Streifen -einige Beschränkung auf. Die Breite von 15 mm hat sich als sehr -praktisch erwiesen, und sie wird in der Versuchsanstalt ausschließlich -angewendet, wenn nicht etwa das zu prüfende Material, wie es -beispielsweise bei den in der Telegraphie benutzten Papierstreifen der -Fall ist, schon an und für sich schmäler ist als 15 mm. - -In der Praxis wird man auch in den Fällen schmälere Streifen verwenden -müssen, in denen die gewöhnlichen Festigkeitsprüfer zum Zerreißen eines -15 mm breiten Streifens nicht ausreichen, wie es z. B. beim Prüfen von -Quittungskarten-Kartons, Preßspänen, Aktendeckeln, Pappen u. s. w. -vorkommen kann. - -Bei der Länge der Probestreifen liegen die Verhältnisse, soweit es -sich um die Dehnung ausgedrückt in Prozenten der ursprünglichen Länge -handelt, anders; die Dehnungsprozente sind nahezu dieselben bei -Streifenlängen von 180 mm an aufwärts; mit abnehmender Länge aber -wächst die Dehnung. Deshalb ist aus praktischen Gründen die Länge von -180 mm als +Normallänge+ angenommen worden; dies geschah namentlich -auch deshalb, weil diese Länge in beiden Richtungen aus dem einmal -geknifften Bogen des Reichsformates (33 × 42 cm) bequem entnommen -werden kann, und in diesem Zustand dürften wohl die meisten Papiere -zur Untersuchung gelangen. Es kann im Interesse der Einheitlichkeit -und der Vergleichbarkeit der Versuchsergebnisse nur geraten werden, -diese Länge allgemein zu Grunde zu legen. Soweit bekannt geworden ist, -ist dies auch an allen Stellen, welche sich in größerem Maßstabe mit -Papieruntersuchungen befassen, geschehen. - -Stehen nun von dem zu prüfenden Material nur kleine Bogen zur -Verfügung, aus denen diese Normalstreifen nicht entnommen werden -können, so darf man nicht außer acht lassen, daß die Dehnungsprozente -etwas höher ausfallen als bei Verwendung eines Streifens von 180 mm -Länge; auf die Festigkeit ist die Länge der Probestreifen ohne Einfluß, -wenn nicht gar zu kurze Streifen angewendet werden, die schwer gerade -einzuspannen sind. - -Das Ergebnis der Prüfung wird nun im allgemeinen um so wertvoller -sein, je mehr Streifen beim Versuch Verwendung gefunden haben; -nimmt man fünf Streifen aus jeder Richtung, so kann man sicher sein, -gute Durchschnittswerte zu erhalten, wenn man bei der Probenentnahme -zweckmäßig zu Werke geht. - -Bei Prüfung eines größeren Postens Papier tut man gut, aus fünf -verschiedenen Paketen je einen Bogen zu entnehmen und dann aus jedem -Bogen je einen Längs- und Querstreifen. - -Steht auch nur wenig Material zur Verfügung, so verfolge man doch immer -den Grundsatz, die Streifen an verschiedenen Stellen zu entnehmen und -unmittelbar nebeneinander nur dann, wenn es anders nicht möglich ist. - -Die Entnahme der Streifen geschieht bei den Prüfungen in der -Versuchsanstalt in folgender Weise. Von den zehn meist in einmal -geknifftem Zustand eingeschickten Probebogen werden zunächst fünf für -die Festigkeitsprüfung ausgewählt, welche äußerlich keine fehlerhaften -Stellen zeigen. Aus jedem dieser fünf Bogen wird je ein Streifen aus -der Längs- und Querrichtung entnommen, wie es Fig. 3 veranschaulicht. - -[Illustration: Fig. 3. - -Entnahme der Probestreifen.] - -Zerreißt nun beim Versuch ein Streifen an der Einspannstelle, oder ist -er von vornherein infolge eines erkennbaren Fehlers zu verwerfen, oder -liefert ein Streifen Werte, die von denen der anderen in auffälliger -Weise abweichen, so daß ein Irrtum vermutet werden kann, so kann man -unmittelbar neben dem ersten Streifen immer noch einige Ersatzstreifen -zur weiteren Prüfung herausnehmen. - -Auf das Schneiden der Streifen ist große Sorgfalt zu verwenden, -da die geringste Beschädigung, namentlich an den Rändern, den -Versuch ungünstig beeinflussen kann. Hat man nur hin und wieder -Festigkeitsversuche vorzunehmen, so wird man davon absehen können, -sich eine besondere Schneidevorrichtung zu beschaffen, wenn nicht dem -Festigkeitsapparat, wie es jetzt vielfach geschieht, schon eine solche -beigegeben ist. In Ermangelung einer besonderen Vorrichtung schneidet -man mit Hilfe eines eisernen Lineals und eines scharfen Messers, wobei -man auf eine möglichst parallele Führung des letzteren bedacht sein -muß. Als Unterlage bedient man sich beim Schneiden zweckmäßig eines -Zinkbleches oder einer Glasplatte, weil weichere Materialien, wie Holz, -Pappe etc., Eindrücken des Papiers beim Schneiden zulassen und auf -diese Weise die Ränder des Streifens nach unten umgebogen werden. Hat -man indessen täglich Festigkeitsprüfungen vorzunehmen, so ist diese Art -der Probeentnahme zu umständlich und zeitraubend und man wird sich dann -zweckmäßig eine Vorrichtung beschaffen, die schneller arbeitet.[5] -- -Fig. 4 zeigt die in der Versuchsanstalt in Gebrauch befindliche Scheere -zum Schneiden der Streifen. - -An der Holzplatte _P_ ist ein Messer _S__{2} fest angeschraubt, während -ein zweites _S__{1}, welches in Verbindung mit _S__{2} den Schnitt des -Papiers bewirkt, mit Hilfe des Handgriffes _H_ auf- und niedergeführt -werden kann. Eine Holzleiste _Lst_ ist so angebracht, daß sie parallel -der Schneide _S__{2} liegt und von dieser in einem Abstand von 15 mm -festgestellt werden kann. Unter der Leiste _Lst_ befindet sich ein -Kasten _K_, in welchen die abgeschnittenen Streifen fallen. Auf dem -Brett _P_ ist noch eine scharf gezeichnete Linie _L_ angebracht, die -senkrecht zu _S__{2} verläuft. Sie dient als Anlegezeichen, um zunächst -den ersten Schnitt genau senkrecht zu einer Bogenkante zu führen; die -Streifen werden dann beim Anlegen der ersten Schnittkante gegen die -Leiste _Lst_ ohne weiteres parallel und von 15 mm Breite geschnitten. -Die in den Handel gebrachten Schneidevorrichtungen mit doppeltem Messer -haben sich nicht bewährt, weil beim Schneiden in den meisten Fällen -eins der Messer versagt. - -[Illustration: Fig. 4. - -Vorrichtung zum Schneiden der Streifen.] - -Bevor man die Streifen in Gebrauch nimmt, überzeugt man sich, ob -ihre Ränder glatt sind und genau parallel verlaufen. Das letztere -sieht man am besten, wenn man die beiden Enden eines jeden Streifens -aufeinanderlegt; die zwei Hälften der Streifen müssen sich dann decken. - -Beim Zerreißen der Streifen ist auf die Feuchtigkeit der Luft im -Versuchsraum besonders zu achten, da sie auf die Festigkeits- und -Dehnungswerte von großem Einfluß ist. - -Der Einfluß der Feuchtigkeit äußert sich in zweierlei Weise. -Einmal nimmt das Papier, je nach dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft, -verschiedene Mengen Wasser in sich auf und ändert hierdurch sein -Gewicht; zweitens ändert das aufgenommene Wasser die Festigkeit und -Dehnbarkeit der im Papier vorhandenen Fasern. - -Zur Erläuterung mögen nachfolgend die Versuchsergebnisse, welche bei -Prüfung eines aus Lumpen hergestellten, mit Harzleim geleimten, guten -Schreibpapiers bei verschiedener Luftfeuchtigkeit gewonnen wurden, -wiedergegeben werden. - - R = Relative Feuchtigkeit der Luft - F = Feuchtigkeitsgehalt der zerrissenen Streifen - A = Maschinen-Richtung - Q = Quer-Richtung - M = Mittel - - =====+======+====================+=================+=================== - R | F | Bruchbelastung | Bruchdehnung | Reißlänge - | +------+------+------+-----+-----+-----+------+------+----- - | | A | Q | M | A | Q | M | A | Q | M - % | % | kg | kg | kg | % | % | % | km | km | km - =====+======+======+======+======+=====+=====+=====+======+======+===== - 100 | 15,2 | 2,34 | 1,75 | 2,05 | 3,2 | 6,3 | 4,8 | 1,68 | 1,23 | 1,46 - 90 | 11,3 | 3,41 | 2,30 | 2,86 | 2,8 | 5,8 | 4,3 | 2,40 | 1,64 | 2,02 - 80 | 6,5 | 5,57 | 4,03 | 4,30 | 2,5 | 4,7 | 3,6 | 4,06 | 3,00 | 3,53 - 70 | 6,2 | 5,74 | 4,14 | 4,94 | 2,1 | 4,3 | 3,2 | 4,25 | 3,09 | 3,67 - 60 | 5,5 | 6,15 | 4,49 | 5,32 | 1,9 | 3,9 | 2,9 | 4,50 | 3,33 | 3,92 - 50 | 4,6 | 6,59 | 4,71 | 5,65 | 1,7 | 3,4 | 2,6 | 4,76 | 3,43 | 4,20 - 40 | 3,8 | 6,74 | 4,93 | 5,84 | 1,6 | 3,3 | 2,5 | 4,91 | 3,61 | 4,26 - 30 | 2,3 | 7,21 | 5,05 | 6,13 | 1,5 | 2,6 | 2,1 | 5,39 | 3,80 | 4,60 - -Wie die Zusammenstellung zeigt, nimmt die Dehnung mit abnehmender -Feuchtigkeit ab, während die Festigkeit wächst. Es leuchtet somit ohne -weiteres ein, daß Ergebnisse von Festigkeitsprüfungen mit Papier nur -dann unmittelbar vergleichbar sind, wenn sie bei derselben relativen -Luftfeuchtigkeit ermittelt wurden. - -Die Versuchsanstalt hat denn auch bereits seit Jahren Vorkehrungen -getroffen, um die Festigkeitsprüfungen bei stets gleichem -Feuchtigkeitsgehalt ausführen zu können, und zwar ist hierfür -eine relative Luftfeuchtigkeit von 65% gewählt worden.[6] Da die -Luftfeuchtigkeit nun während des größten Teils des Jahres namentlich -im Winter geringer ist als 65%, so sind in dem Versuchsraum -Wasserzerstäuber aufgestellt, welche es ermöglichen, bei trockener -Luft den Feuchtigkeitsgehalt in kurzer Zeit auf die gewünschte Höhe zu -bringen. - -Den mit geringeren Hilfsmitteln ausgestatteten Versuchsräumen der -Praxis kann die fehlende Feuchtigkeit am einfachsten durch Sprengen -des Fußbodens, Aufhängen nasser Tücher, Kochen von Wasser u. s. w. -zugeführt werden. - -[Illustration: Fig. 5. - -Haarhygrometer.] - -Zur Messung der Feuchtigkeit der Luft werden +Koppe-Saussure+sche -Prozenthaarhygrometer mit Einstellvorrichtung benutzt, welche -wöchentlich zweimal mit einem +Aßmann+schen Psychrometer kontrolliert -werden. - -Dieses Hygrometer besteht aus einem gut entfetteten Haar, welches am -oberen Ende befestigt und am unteren um eine kleine Rolle geschlungen -ist, deren Achse einen Zeiger trägt (Fig. 5). Es wird durch ein -angehängtes Gewichtchen von 0,5 g gespannt. Bei trockener Luft verkürzt -sich das Haar und dreht den Zeiger nach links, beim Feuchtwerden -verlängert es sich, und das Gewicht bewirkt eine Bewegung des Zeigers -nach rechts. Bei vollkommener Sättigung der Luft mit Wasserdampf muß -der Zeiger auf den Punkt 100 rücken und dort stehen bleiben. - -Ein besonderer Vorzug dieses Feuchtigkeitsmessers gegenüber anderen -Haarhygrometern ist der, daß er zu jeder Zeit leicht auf die -Richtigkeit seiner Angaben geprüft werden kann; zu diesem Zweck wird -das dem Apparat beigegebene, mit Mousselin überzogene Rähmchen in -Wasser getaucht und auf der Rückseite des Instrumentes in eine hierfür -angebrachte Nute geschoben. Hierauf wird der Apparat vorn durch eine -Glasscheibe, hinten durch den Schieber geschlossen. Der abgeschlossene -Raum füllt sich nun in verhältnismäßig kurzer Zeit mit Feuchtigkeit, -das Haar sättigt sich, und der Zeiger rückt auf 100 vor. - -Sollte infolge von Veränderungen des Instrumentes durch äußere -Einflüsse dies nicht der Fall sein, so hat man nur den Schlüssel -durch das oben in der Glasscheibe befindliche Loch auf den Vierkant -aufzusetzen und durch Drehen den Zeiger genau auf 100 einzustellen. -Dabei ist es zweckmäßig, etwas auf das Kästchen zu klopfen, um die -Reibung des Zeigers zu überwinden. - -Nun ist das Instrument eingestellt und wird, nachdem Schieber, -Rähmchen und Glas entfernt sind, etwa 24 Stunden später die relative -Feuchtigkeit des Versuchsraumes richtig angeben. Unmittelbar nach der -Prüfung darf es nicht benutzt werden, da dann die Feuchtigkeit der Luft -zu gering angegeben wird. - -Man begegnet vielfach der irrigen Auffassung, daß das Haarhygrometer -zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit für wissenschaftliche Versuche -nicht geeignet sei. Prof. Dr. +Galle+, welcher über diesen Gegenstand -eine große Reihe eingehender Versuche angestellt hat, bemerkt hierzu -(Ergebnisse der meteorologischen Beobachtungen im Jahre 1882. -Veröffentlicht vom königlichen meteorologischen Institut Berlin 1883): -„Unterzieht man sich bei den Haarhygrometern alle 8-14 Tage der -geringen Mühe einer Bestimmung des Sättigungspunktes und sorgfältiger -Reinigung des Instrumentes, soweit dies nötig erscheint, so wird man -mit diesem Instrument die relative Feuchtigkeit mit mindestens ebenso -großer Genauigkeit und meist (namentlich im Winter) wohl +noch genauer+ -ablesen können, und zwar ohne alle Rechnung, als mit dem Psychrometer.“ - -Es sei noch besonders bemerkt, daß das Hygrometer am besten neben dem -Zerreißapparat aufzustellen ist und daß die Versuchsstreifen neben -dem Hygrometer zur Aufnahme der nötigen Feuchtigkeit auszulegen sind, -da die Feuchtigkeit an verschiedenen Stellen des Versuchsraumes, -namentlich in verschiedenen Höhenlagen, verschieden ist. - -In der Praxis ist es nun nicht immer möglich, die Prüfungen bei 65% -relativer Luftfeuchtigkeit vorzunehmen; man ist zuweilen gezwungen, -die Versuche bei einer anderen Feuchtigkeit auszuführen, wodurch die -Ergebnisse mehr oder weniger von den maßgebenden (bei 65% gewonnenen) -abweichen. - -Durch eingehende Versuche hat +Dalén+[7] für Reißlänge und Dehnung -Faktoren ermittelt, mit Hilfe deren man in der Lage ist, die bei zu -hoher oder zu niedriger Feuchtigkeit ermittelten Werte umzurechnen. Die -Fehler, die man hierbei zu befürchten hat, sind um so größer, je mehr -die Luftfeuchtigkeit von 65% abweicht. Aus diesem Grunde dürfte es, -damit die berechneten Werte einigermaßen zuverlässig werden, angebracht -sein, die Umrechnungen auf den zwischen 40% und 80% relativer -Luftfeuchtigkeit liegenden Spielraum zu beschränken. - -In nachstehender Tabelle sind innerhalb dieser Grenzen die Faktoren -zusammengestellt, mit denen man die gefundenen Werte für Reißlänge und -Dehnung multiplizieren muß, um annähernd Werte zu erhalten, die einer -Luftfeuchtigkeit von 65% entsprechen. - - Relative Luftfeuchtigkeit Faktor für - beim Zerreißen in % Reißlänge Dehnung - - 80 1,18 0,80 - 75 1,11 0,87 - 70 1,04 0,93 - 60 0,97 1,08 - 55 0,94 1,16 - 50 0,92 1,25 - 45 0,90 1,36 - 40 0,88 1,47 - -Mit Recht bemerkt aber +Dalén+ am Schluß seiner Abhandlung, daß man -diese Umrechnung nur als +Notbehelf+ ansehen soll, wenn es ganz -unmöglich ist, die Versuche bei 65% auszuführen. - -Die Versuchsstreifen brauchen, um sich dem Feuchtigkeitszustand von -65% anzupassen, mindestens eine halbe Stunde. Damit sie der Luft -möglichst viel Oberfläche darbieten, bedient man sich zweckmäßig -eines Rahmens, wie ihn Fig. 6 darstellt. In diesem Rahmen stehen die -Streifen schwach gekrümmt auf der hohen Kante, gestatten somit der Luft -ungehinderten Zutritt und sind außerdem durch ihre geringe Anspannung -gegen das Fortwehen durch Zugluft geschützt. - -[Illustration: Fig. 6. - -Vorrichtung zum Auslegen der Streifen.] - -Zum Zerreißen der Streifen bedient man sich verschiedener -Zerreißmaschinen, von denen hier die vier wichtigsten, die von -+Schopper+, +Wendler+, +Hartig-Reusch+ und +Leuner+ beschrieben werden -sollen.[8] - - [1] Vergl. S. 28. - - [2] +Hoyer+ hat schon in seinem 1882 erschienenen Werk „Das Papier“ - hierauf hingewiesen. - - [3] Siehe Anhang. - - [4] Da die Ungleichmäßigkeiten des Papierblattes an sich Abweichungen - in den Werten für Reißlänge und Bruchdehnung bedingen, so - sind die Fälle, in denen der Unterschied zwischen den beiden - Richtungen 10% und weniger beträgt, in Klammer gesetzt, weil - Unterschiede, die kleiner als 10% sind, sehr wohl Zufall sein - können. - - [5] Solche Schneidevorrichtungen, sowie alle übrigen Apparate, - Instrumente, Fasern, Lösungen u. s. w. für die Zwecke der - Papierprüfung können von der Firma +Louis Schopper+ in Leipzig, - Arndtstr. 27, bezogen werden. - - [6] Dr. +R. von Lenz+ prüft bei beliebiger Luftfeuchtigkeit, bestimmt - den Feuchtigkeitsgehalt des Papiers und berechnet nach einer - von ihm ermittelten Formel die Festigkeitswerte auf trockenes - Papier. (Papier-Zeitung 1891, No. 35.) - - [7] Der Einfluß der Luftfeuchtigkeit auf die Festigkeitseigenschaften - des Papiers. (Mitteilungen aus den technischen Versuchsanstalten - 1900, S. 133.) - - [8] Auf das +Horack+sche Dasymeter, das früher vielfach benutzt - wurde und stellenweise auch heute noch zu Festigkeitsversuchen - verwendet wird, soll nicht näher eingegangen werden, wegen der - völlig unzuverlässigen Ergebnisse, welche es liefert. Eine - Beschreibung und Abbildung dieses Apparates findet man in: - „+Hoyer.+ Das Papier, seine Beschaffenheit und deren Prüfung,“ - München 1882. - - -Schoppers Festigkeitsprüfer. - -Die Kraftmessung erfolgt bei dem +Schopper+schen Festigkeitsprüfer -durch eine Neigungswage. Die Wirkungsweise des Apparates ist aus Fig. 7 -ersichtlich. - -Der Belastungshebel _A_ bewegt sich zwischen zwei Kreissegmenten, von -denen das vordere _B_ mit einer Teilung versehen ist, deren Bezifferung -die Kraftleistung in kg angibt. Das hintere Segment ist gezahnt und -dient zur Aufnahme der Sperrklinken, die nach dem Bruch des Streifens -das Zurückfallen des Hebels _A_ verhindern. - -Statt des zweiten Armes des Krafthebels ist ein Bogensegment _C_ -angebracht, über welches eine Kette _D_ läuft, die am unteren Ende die -eine Einspannklemme _E__{1} trägt. Um die Einspannung des Streifens zu -erleichtern, kann diese Klemme während des Einspannens durch einen -Haken _F_ (oder einen Stift) an dem Segment _C_ festgelegt werden. - -Durch die Kette _D_ wird erreicht, daß sich die obere Klemme immer -senkrecht über der unteren _E__{2} befindet und so eine zwanglose -Beweglichkeit während des Versuches behält. - -[Illustration: Fig. 7. - -Schoppers Festigkeitsprüfer für Papier.] - -Die Messung der Dehnung erfolgt durch die Feststellung der -gegenseitigen Verschiebung der beiden Einspannklemmen _E__{1} und -_E__{2}. Um diese Verschiebung zu bestimmen, wird die Bewegung der -unteren Klemme mittels der Zahnstange _G_ auf den Dehnungshebel _H_ -übertragen, der statt des oberen Armes ein Zahnsegment trägt. An -diesem Hebel _H_, welcher sich um den Zapfen des Gewichtshebels _A_ -drehen kann, ist ein Zeiger _J_ angebracht, welcher sich über zwei am -Krafthebel befindliche Bogenteilungen bewegt. Die eine dieser Teilungen -gibt die Verlängerung des Streifens, welche mit der Verschiebung der -Klemmen gegeneinander gleichbedeutend ist, in mm, die andere, bei einer -Streifenlänge von 180 mm, direkt in Prozenten an. - -Das untere Ende der Zahnstange _G_ ist an einer Hülse befestigt, -welche sich auf einer mit der Antriebspindel parallelen Gleitstange -bewegen kann und während des Versuches von einem an der Antriebspindel -befestigten Mitnehmer bewegt wird. - -Diese Zahnstange, welche sich in einer festen Führung bewegt, -wird durch eine Bremsfeder fest gegen das gezahnte Segment des -Dehnungshebels gedrückt, so daß toter Gang ausgeschlossen ist. Die -hierdurch entstehende Zahnreibung wird vom Antrieb aufgenommen, ist -daher auf die Kraftmessung ohne Einfluß. - -An den Einspannklemmen sind Exzenterhebel zum Zusammendrücken der -Backen angebracht, wodurch eine einfache, bequeme und sichere -Einspannung des Streifens ermöglicht wird. - -An der Antriebsvorrichtung befindet sich eine Sperrvorrichtung, welche -für eine bestimmte Streifenlänge das richtige Einstellen der unteren -Klemme in der Nulllage sichert. - -Die Versuchsausführung geht nun in folgender Weise vor sich. - -Nachdem man den Belastungshebel mit Hilfe des hierfür bestimmten -Stiftes in der Nulllage festgestellt hat, legt man die obere -Einspannklemme mit Hilfe des hierzu angebrachten Hakens fest; dann -wird die Antriebspindel durch Drehen des Handrades in die Höchstlage -gebracht, die untere Klemme angehoben und mit der unter dem Nasenhebel -befindlichen Schraube festgestellt. Durch völliges Hochschieben der -Zugstangenhülse bringt man den Dehnungshebel in seine Nullstellung. - -Nunmehr wird der Streifen eingespannt. - -Nach erfolgter Einspannung befreit man die obere Klemme aus dem Haken, -löst den Gewichtshebel durch Entfernung des Haltestiftes aus, legt die -Sperrklinken ein und setzt den Apparat durch Drehen des Handrades in -Tätigkeit. - -Sobald der Streifen mit etwa ½ kg belastet ist, löst man, ohne mit -dem Drehen aufzuhören, die Schraube, welche die untere Klemme hochhält, -damit letztere beim Reißen des Streifens herunterfallen und den -Dehnungshebel auslösen kann. - -Nach dem Reißen des Streifens stehen, auch bei fortgesetztem Drehen des -Handrades, die Hebel für Belastung und Dehnung still und gestatten so -eine ruhige und sichere Ablesung. - -Fig. 8 zeigt den Apparat nach der Beendigung des Zerreißversuches. - -Je nach dem Verwendungszweck werden die +Schopper+schen Prüfer -mehr oder weniger stark gebaut und mit einem mehr oder minder schweren -Belastungsgewicht versehen. Der für Papierprüfungen meist verwendete -Apparat ist für 30 kg höchste Kraftleistung bestimmt (Fig. 8). Für -schwache Papiere bedient man sich zweckmäßiger eines Apparates von -10 kg Höchstleistung, weil in diesen Fällen der Ausschlag bei dem -30 kg Apparat zu klein sein würde. Handelt es sich um die Prüfung -von Papieren mit sehr geringer Festigkeit, wie Seiden-, Kopier-, -Zigarettenpapier u. s. w., so entfernt man das Belastungsgewicht vom -Krafthebel; hierdurch wird die Empfindlichkeit des Prüfers erhöht und -der Ausschlag des Hebels größer. Natürlich muß man für solche Fälle den -Wert der Teilung des Kraftmaßstabes besonders feststellen. - -[Illustration: Fig. 8. - -Schoppers Festigkeitsprüfer für Papier.] - -Für noch genauere Messungen der Festigkeit schwacher Körper hat die -Firma kürzlich einen Apparat gebaut (Fig. 9), bei dem der Krafthebel -und die obere Klemme auf Schneiden gelagert sind; hierdurch ist eine -sehr große Empfindlichkeit gewährleistet, und der Apparat kann zum -Prüfen von Woll- und Baumwollhaaren, Bastbündeln u. s. w. benützt -werden.[9] - -[Illustration: Fig. 9. - -Schoppers Festigkeitsprüfer für Pflanzen- und Tierhaare, -Elementarfasern, Bastbündel u. s. w.] - -[Illustration: Fig. 10. - -Schoppers 50 und 100 kg Festigkeitsprüfer für Pappe, starke -Aktendeckel, Stoffe u. s. w.] - -Zur Prüfung von Pappe, starken Aktendeckeln u. s. w. dient ein Apparat -bis zu 100 kg Kraftleistung[10] (Fig. 10). Bei diesem Apparat sind -für die Kraftmessung 2 Teilungen vorgesehen, eine für das Arbeiten mit -dem Hebel ohne Gewicht (Kraftleistung bis 50 kg) und eine zweite für -den mit dem Gewicht belasteten Hebel (Kraftleistung bis 100 kg). Die -Klemmen sind 50 mm breit. Im Übrigen ist dieser Prüfer so gebaut wie -der oben beschriebene. - -Der Antrieb der Apparate erfolgt mit der Hand; zur Erzielung größerer -Gleichmäßigkeit bei der Versuchsausführung können sie aber auch für -Wasserantrieb eingerichtet werden. Erforderlich hierfür ist ein -Wasserleitungsdruck von 3-4 Atm. - -Beim Aufstellen der +Schopper+schen Prüfer ist darauf zu achten, daß -der Zeiger des unbelasteten Krafthebels auf Null und die Luftblase der -am Gestell angebrachten Wasserwage in der Mitte einspielt. Die Reibung -des Krafthebels in der Nähe des Nullpunktes ist nur unbedeutend, das -Einspielen auf Null daher sehr befriedigend. - -Die Gesamtreibung im Apparat ist sehr gering. In der Versuchsanstalt -ist bereits eine ganze Anzahl geprüft worden, der Reibungsfehler war -selbst im ungünstigsten Falle kleiner als 1% der Gesamtbelastung. Der -Fehler verschwindet aber noch zum größten Teil, weil sich der Apparat -während des Versuches niemals in absoluter Ruhe befindet, er ist daher -für praktische Versuche ohne wesentliche Bedeutung. - -Die Vorteile, die der +Schopper+sche Apparat gegenüber anderen -hat, liegen, abgesehen von der soliden und kräftigen Ausführung, in -dem Vermeiden von Spiralfedern, in der besseren Ablesung von Bruchlast -und Bruchdehnung infolge der großen Maßstäbe und in der senkrechten -Anordnung. - -Durch das Vermeiden von Spiralfedern ist eine wiederholte Prüfung des -Apparates auf die Zuverlässigkeit seiner Angaben nicht erforderlich; -ist er vor der Benutzung geprüft und dann gut aufgestellt, so hat man -nur darauf zu achten, daß er nicht durch Stoß oder Schlag beschädigt -und daß er stets in sauberem Zustande gehalten wird. - -Diese Umstände machen den Apparat für praktische Bedürfnisse besonders -geeignet. - - [9] Eine genaue Beschreibung des Apparates und die Ergebnisse seiner - Prüfung hat +Dalén+ in den Mitt. a. d. techn. Vers. Anst. 1901, - S. 183 veröffentlicht. - - [10] Zur Prüfung von Materialien, die noch größere Kräfte erfordern - (starke Gewebe, Leder u. s. w.), werden nach denselben - Grundsätzen noch stärkere Maschinen (bis zu 1000 kg - Kraftleistung) gebaut. - - -Wendlers Festigkeitsprüfer.[11] - -Unter Hinweis auf Fig. 11-12 sei über den Bau und die Wirkungsweise des -Prüfers folgendes gesagt: - -Der +Antrieb+ erfolgt durch ein Handrad _a_, welches bei vielen -Apparaten auf Wunsch durch Schneckenrad und Schraube _s_ ersetzt -worden ist. Der Zapfen dieses Rades dreht sich in dem Lager _l_, -welches mit dem Bett _d_ aus einem Stück hergestellt ist. In diesem -Zapfen, welcher ausgebohrt ist, wird die Schraube _b_, welche mit dem -Schlitten _c_ fest verbunden ist und mit deren Hilfe die Fortbewegung -des Schlittens ermöglicht wird, geführt. Am Handrade befindet sich eine -Mutter, bestehend aus der Hülse _p_ und zwei Gewindebacken, welche -durch einen Kurvenschub geöffnet beziehungsweise geschlossen werden -können, je nachdem die Bewegung des Schlittens direkt mit der Hand oder -mit Hilfe des Handrades bewirkt werden soll. - -Bei einer Rechtsdrehung der Hülse wird die Verbindung geschlossen, d. -h. das Gewinde der Backen greift in die Vertiefungen der Schraube; -umgekehrt wird bei einer Linksdrehung die Verbindung geöffnet. - -Die +Einspannvorrichtung+ besteht aus 2 Klemmen _k_ und _k__{1}, von -denen die erstere am Wagen _w_, die letztere am Schlitten _c_ befestigt -ist. Zwischen den Backen dieser Klemmen wird der zu untersuchende -Papierstreifen eingespannt. Die Backen sind senkrecht zur Zugachse -wellenförmig ausgearbeitet, um ein Rutschen des Streifens in den -Klemmen zu verhindern. Die Backen selbst werden durch Schrauben _s__{1} -und _s__{2} zusammengepreßt.[12] - -[Illustration: Fig. 11. - -Wendlers Festigkeitsprüfer.] - -Die +Kraftmessung+ geschieht mittels Schraubenfedern, deren der Apparat -zwei von 9 und 20 kg Höchstkraftleistung besitzt. Die Feder wird an -einem Ende durch die Hülse _i_ gehalten, welche mit dem Bett _d_ fest -verbunden ist, am anderen durch den Wagen _w_. Die Zahnstange _f_ ist -mit dem Wagen _w_ verbunden und wird durch die Hülse _i_ geführt. Mit -dem Bett durch Schrauben verbunden sind die Sperrklinken _g_, welche in -die Zähne der Zahnstange greifen und, sobald das Papier gerissen, die -Feder am Zurückschnellen hindern. - -Der Wagen schiebt mit Hilfe des Hebels _h_ den Schleppzeiger _z_ vor -sich her über den Kraftmaßstab _r_. Der Schleppzeiger besitzt eine -Nullmarke, unter welcher man nach dem Zerreißen des Papiers auf dem -Maßstab die Bruchbelastung in Kilogramm abliest. - -Die +Dehnung+ wird bestimmt durch die gegenseitige Verschiebung des -Schleppzeigers, auf welchem der Dehnungsmaßstab _O_, geteilt nach den -Prozenten einer normalen Streifenlänge von 180 mm, angebracht ist, -und der Nullmarke des Schlittens. Man liest nach dem Zerreißen des zu -untersuchenden Streifens die Dehnung direkt in Prozenten ab. - -[Illustration: Fig. 12. - -Wendlers Festigkeitsprüfer.] - -Um ein Papier mit diesem Apparate zu prüfen, hebt man zunächst die -Sperrklinken auf, versetzt die Feder in Schwingungen und schiebt dann -den Schleppzeiger behutsam an den Hebel heran; man sieht nun zu, ob die -Nullmarke des Zeigers mit der des Maßstabes übereinstimmt; ist dies -nicht der Fall, so verschiebt man letzteren so lange, bis die Marken -sich decken. Man stellt jetzt die Feder vermittelst der Schraube _t_ -fest und verschiebt den Schlitten _c_, bis die beiden Nullmarken des -Dehnungsmaßstabes und des Schlittens übereinstimmen. Jetzt nimmt man -einen Streifen von dem zu untersuchenden Papier in den früher für die -Normalstreifen angegebenen Größenverhältnissen, klemmt denselben ein, -löst die Schraube _t_, legt die Sperrklinken ein und kann jetzt mit der -Untersuchung beginnen, indem man das Rad in möglichst gleichmäßige und -langsame Umdrehungen versetzt. - -Nach dem Zerreißen des Streifens liest man Belastung sowie Dehnung ab, -entlastet dann die Feder, indem man den Wagen mit der Hand festhält, -die Sperrklinken auslöst und nun den Wagen mit der Feder langsam -zurückgleiten läßt. - -Um eine andere Feder einzusetzen, nimmt man den Wagen, drückt die Feder -etwas zusammen, dreht sie um 90° und zieht den Wagen mit der Zahnstange -heraus. - -In der Versuchsanstalt werden vier dieser +Wendler+schen Apparate -elektrisch angetrieben; auf diese Weise wird ein sehr gleichmäßiger -Gang erzielt. - -Die von +Martens+ entworfene Ausrückvorrichtung[13] setzt die Apparate -im Augenblick des Streifenbruches außer Tätigkeit. - -Fig. 12 zeigt den Apparat nach dem Bruch eines Streifens. - - [11] Bezugsquelle +H. Bollmann+, Berlin S, Hasenhaide 63. - - [12] Bei den Apparaten der Versuchsanstalt sind die Schraubenklemmen - durch die besser wirkenden Exzenterklemmen mit ebenen Backen - ersetzt worden (vergl. Fig. 7). Die jetzt in den Handel - kommenden +Wendler+schen Prüfer werden auf Wunsch ebenfalls mit - diesen Klemmen versehen. - - [13] Beschrieben und abgebildet im Sonderheft III der Mitt. a. d. t. - Versuchsanstalten 1887. - - -Festigkeitsprüfer nach Hartig-Reusch. - -Unter Hinweis auf Fig. 13-14 sei hier das zum Verständnis des Apparates -Nötige gesagt. - -Der zu untersuchende Streifen wird durch die Klemmen _a_ und _b_ -festgelegt, deren wellenförmig eingeschnittene Backen das Herausziehen -des Streifens während des Versuchs verhindern sollen. Die eine der -Klemmen _b_ ist mit der Vorrichtung der Kraftübertragung verbunden, -während die andere sich an einem beweglichen Bock _A_ befindet, der -an jeder Stelle durch eine Schraube fest mit dem Grundbett verbunden -werden kann. Der Bock trägt ferner eine mit einer Marke versehene -Messingscheibe, welche auf einer im Bett eingelegten Meterteilung in -jeder Stellung die Entfernung der Vorderkanten der beiden Klemmen _a_ -und _b_ voneinander angibt. - -Die zweite Klemme _b_ ist durch den Wagen _B_ mit der Schraubenfeder -_F_, welche zum Zerreißen des Probestreifens dient, verbunden. _F_ muß -sich also beim Versuch soweit elastisch ausdehnen, als dem Widerstande, -welchen der Papierstreifen dem Zerreißen entgegensetzt, entspricht. -Gleichzeitig folgt jedoch der Wagen dem Zuge der Feder um soviel, als -das Papier sich bis zum Bruche dehnt. Diese beiden Bewegungen, die -Ausdehnung der Feder und die Verschiebung des Wagens, werden auf den -Zeichenstift _G_ übertragen, welcher die Versuchslinien auf dem hierfür -angebrachten Papier verzeichnet. - -Die senkrechten Ordinaten entsprechen den Federausdehnungen und -somit den zum Zerreißen erforderlich gewesenen Zugkräften und die -wagerechten Ordinaten den diesen Zugkräften entsprechenden Dehnungen -der Probestreifen. - -[Illustration: Fig. 13. - -Festigkeitsprüfer nach Hartig-Reusch.] - -[Illustration: Fig. 14. - -Schematische Darstellung des Hartig-Reuschschen Prüfers.] - -Die Tafel (Fig. 14), welche das Papier für die Schaulinien trägt, läßt -sich wagerecht verschieben, so daß es auf diese Weise möglich ist, -mehrere Kurven nebeneinander zu zeichnen. - -Zu jedem Apparat gehören 3 verschiedene Federn, je eine von 4, 9 und 18 -kg Zugkraft; zu jeder derselben gehört ein Maßstab, welcher bei jeder -Ausdehnung der Feder die hierfür aufzuwendende Kraft in kg angibt. Man -halte bei allen Versuchen den Grundsatz fest, die schwächste Feder -anzuwenden und nicht etwa ein Papier mit der 18 kg Feder zu prüfen, -welches schon bei einer Belastung von 7 kg zerreißt, denn je stärker -die Feder ist, um so größer sind die Ablesungsfehler am Maßstab. Es -kann sogar vorkommen, daß man bei Prüfung +einer+ Papiersorte -mit Vorteil zwei verschiedene Federn anwendet, wenn zum Zerreißen der -Querrichtung eine schwächere Feder genügt als für die Maschinenrichtung. - -Nachdem so kurz das Wichtigste über den Bau des Apparates -auseinandergesetzt ist, mag zur Beschreibung der Ausführung des -Versuchs selbst übergegangen werden. - -Der Bock _A_ wird so festgelegt, daß die vorhin erwähnte Marke mit -dem Teilstrich 0,18 m der Meterteilung zusammenfällt; der Wagen _B_ -wird durch einen Stift _O_ festgehalten. Der Streifen wird so zwischen -die Klemmen _a_ und _b_ gelegt, daß er keine Durchbiegung zeigt, und -nun werden die Schrauben mit Hilfe des hierfür gefertigten Schlüssels -schwach angezogen. Man löst alsdann den Bock _A_ wieder, verschiebt -ihn ein wenig in der Richtung nach _B_ zu und zieht die Klemmschrauben -fest an; würde man das stärkere Anziehen bei straff gespanntem Streifen -vornehmen, so liefe man Gefahr, ihn einzureißen. - -Man bringt nunmehr den Zeichenstift _G_ aus seiner Ruhelage, so daß -er sich gegen das auf der Schreibtafel aufgespannte Papier legt, -und zieht die Feder an; dadurch wird auf dem Papier die senkrechte -Nulllinie aufgezeichnet, die für die spätere Auszeichnung der einzelnen -Schaulinien von Wichtigkeit ist. Eine wagerechte Nulllinie zu zeichnen, -ist nicht ratsam, da der Stift nicht in allen Stellungen des Wagens -_B_ sich in gleicher Höhe befindet. Aus diesem Grunde muß man darauf -achten, daß sich der Streifen bei Beginn eines jeden Versuchs nicht in -gespanntem Zustand befindet, damit der Zeichenstift erst eine kurze -Strecke horizontal vorgehen kann, ehe er durch die Spannung der Feder -nach unten getrieben wird. So befindet sich an jedem einzelnen Diagramm -die für die Bestimmung nötige horizontale Nulllinie. - -Nachdem man den Bock _A_ nun ungefähr auf eine Entfernung von 0,17 m -festgeschraubt hat, so daß der Streifen schlaff zwischen den Klemmen -hängt, entfernt man den Stift _O_, legt die Sperrhaken ein, welche -beim Bruch des Streifens das Zusammenschnellen der Feder verhindern, -und schließt die Schraubenmutter _E_, welche mit dem Handrad _D_ -verbunden ist. Durch langsames und gleichmäßiges Drehen des Rades, bei -welchem man jede Unterbrechung und jedes stoßweise Vorgehen sorgfältig -zu vermeiden hat, wird nunmehr der Apparat in Tätigkeit gesetzt. Je -langsamer und gleichmäßiger die Versuche ausgeführt werden, um so -besser werden die einzelnen Resultate untereinander übereinstimmen. - -Ist die Spannung der Feder so groß geworden, daß sie gleich dem -Widerstand ist, welchen der Papierstreifen leistet, so zerreißt der -letztere, und der Versuch ist als beendigt anzusehen; der Stift wird -vom Diagramm abgehoben, die Schraubenmutter _E_ geöffnet, der Wagen -verschoben, bis der Stift _O_ eingesetzt werden kann und dann die Feder -ausgelöst. - -Der Streifen wird darauf unmittelbar an den Klemmen abgerissen und -der Apparat kann nun zum Zerreißen des zweiten Streifens benutzt -werden. Erfolgt der Bruch des Streifens nicht mindestens 1 cm von -der Einspannvorrichtung entfernt, so ist es geraten, den Versuch als -ungiltig zu betrachten, weil die Vermutung nahe liegt, daß der Streifen -schief eingespannt war. - -[Illustration: Fig. 15. - -Versuchsschaubild.] - -Sind auf oben angegebene Weise aus der Maschinenrichtung und -Querrichtung je 5 Streifen zerrissen worden, so wird deren Gewicht, -jede Richtung für sich, bestimmt, und es kann nunmehr an die -Auszeichnung und Ausmessung des Schaubildes gegangen werden. - -Fig. 15 zeigt 10 Schaulinien, wie sie bei Prüfung eines Konzeptpapiers -erhalten wurden. Die Querrichtung konnte mit Hilfe der 4 kg Feder -zerrissen werden, während für die Maschinenrichtung die nächst stärkere -Feder angewendet werden mußte. Bei der Ausmessung ist zu empfehlen, -die Anfangs- und Endpunkte _a_ und _e_ durch feine Nadelstiche -hervorzuheben und dann erst die Anfangspunkte horizontal und die -Endpunkte vertikal zu projizieren. Die Entfernung vom Schnittpunkt -dieser beiden Linien bis zum Punkt _a_ gibt die Dehnung des Streifens -an, die Entfernung desselben Punktes vom Punkte _e_ die Ausdehnung der -Feder und somit das Maß für die zum Zerreißen des Streifens notwendig -gewesene Kraft. Beide Längen werden mit den für sie bestimmten -Maßstäben ausgemessen, wobei es genügt, wenn die Bruchdehnung auf eine -und die Bruchbelastung auf zwei Dezimalstellen bestimmt wird. - -Die Ergebnisse, die der Apparat liefert, sind bei richtiger und -gewissenhafter Handhabung recht zuverlässig. - -Von Wert ist, daß das Schaubild als Versuchsurkunde aufbewahrt und -jederzeit zur Kontrolle der Prüfung herangezogen werden kann. - -Anders liegen die Verhältnisse, wenn man den Apparat vom Standpunkte -des Praktikers aus beurteilt; für diesen, dem es darauf ankommt, -möglichst schnell über die Festigkeit eines Papiers Aufschluß zu -erhalten, ist das Auszeichnen und Ausmessen der Schaulinie eine -zeitraubende Arbeit; deshalb ist der Apparat für die Praxis weniger -geeignet als die vorstehend beschriebenen, die direkte Ablesung von -Bruchbelastung und Bruchdehnung gestatten. - - -Leuners Festigkeitsprüfer. - -Der +Hartig-Reusch+sche Apparat wird in der oben beschriebenen -Ausführung nicht mehr angefertigt.[14] Der Erbauer, Mechaniker -+Leuner+ in Dresden, hat ihm, unter Beibehaltung des Grundgedankens, -eine etwas andere Gestalt gegeben (Fig. 16). Der wesentlichste -Unterschied gegenüber dem alten Apparat liegt in der Änderung der -Schreibvorrichtung und in dem kräftigeren Ausbau der einzelnen Teile. - -[Illustration: Fig. 16. - -Leuners Festigkeitsprüfer.] - -Die Vorrichtung zum Aufzeichnen der Bruchlast und Dehnung besteht -aus dem Zeichenstift _C_ und der Zeichenwalze _B_. Letztere ist auf -die Zugstange des Wagens _A_ drehbar aufgesteckt und durch zwei -Kegelräder und Stahlbändchen mit dem Gestell derart verbunden, daß -jede Verschiebung des Wagens _A_ eine Drehung der Zeichenwalze _B_ -herbeiführt. - -Zum Antrieb dient ein im Gestell gelagertes Handrad, welches beim -Drehen unter Vermittelung einer Schraube eine Schraubenfeder spannt. -Die Federspannung wird durch die Achse der Zeichenwalze _B_ auf den -Wagen _A_ und somit auf den eingespannten Probestreifen übertragen. -Der Zeichenstift _C_ wird dabei, der Federspannung entsprechend, in -der Richtung der Achse der Zeichenwalze verschoben; gleichzeitig folgt -der Wagen _A_ dem Zuge der Feder um soviel, als der Probestreifen -sich bis zum Bruche dehnt. Diese Verschiebung des Wagens _A_ hat eine -Drehung der Zeichenwalze _B_ zur Folge, so daß eine Kurve aufgezeichnet -wird, deren Ordinate der Festigkeit und deren Abscisse der Dehnung des -Probestreifens entspricht. - -[Illustration: Fig. 17.] - -Die Zeichenwalze _B_ ist verstellbar eingerichtet, so daß es möglich -ist, mehrere Schaulinien nebeneinander zu zeichnen. - -Nach dem Bruch des Probestreifens hindern zwei Sperrklinken das -Zurückschnellen der Feder. Bei geringer Spannung kann die Auslösung -der Feder mit der Hand geschehen, indem man den Wagen _A_ soweit nach -rechts zieht, daß die Sperrklinken aufgehoben und nach links umgelegt -werden können; hierauf läßt man den Wagen nach links gleiten, bis die -Feder in ihre Ruhelage gekommen ist. Bei größerer Spannung dagegen -muß die Auslösung mit Hilfe der Schraubenmutter und des Handrades -vollführt werden. Der Wagen wird mittels der angebrachten Haken mit dem -Gestell verbunden, dann werden die Sperrklinken nach dem Drehen des -Handrades nach links gelegt, und die Feder wird durch Rückwärtsdrehen -des Handrades in ihre Ruhelage gebracht. - -Das Ausmessen der gezeichneten Linien geschieht in folgender Weise. -Auf einer Glasplatte (Fig. 17) befinden sich zwei parallele Linien _d_ -und _e_ und eine hierzu senkrechte _oc_; der Kraftmaßstab ist entlang -dieser Senkrechten und der Dehnungsmaßstab entlang der unteren Linie -_e_ angebracht; beide Maßstäbe haben den Nullpunkt gemeinschaftlich bei -_o_. Man legt die Glasplatte mit der geteilten Seite derart auf die -Schaulinien, daß sich die Abscisse _AA_{1}_ (Nulllinie) zwischen den -Linien _de_ befindet. Nunmehr bringt man ein Lineal _F_ an die untere -Kante dieser Glasplatte, hält das Lineal fest und verschiebt die Platte -an letzterem soweit, bis die Senkrechte _oc_ die Bruchstelle bei _B_ -schneidet. In dieser Stellung der Glasplatte liest man die Bruchlast -bei _B_ und die Dehnung am Prozentmaßstab ab. Da alle Schaulinien eine -gemeinschaftliche Nulllinie haben, so kann man die Glasplatte, indem -man sie ohne weiteres dem Lineal entlang verschiebt, über jede einzelne -Schaulinie bringen und die Werte ablesen. (Die Teilungen sind auf der -unteren, dem Papier zugekehrten Seite der Glasplatte eingraviert, man -liest deshalb die Werte ohne parallaktischen Fehler ab.) - -Jedem Prüfer werden zwei Schraubenfedern von 10 und 20 kg höchster -Kraftleistung beigegeben. - - [14] Er wurde indessen eingehend beschrieben, weil er wohl noch - an manchen Stellen, namentlich zur Ausführung wissenschaftlicher - Prüfungen, in Gebrauch ist; ferner hat er geschichtliche - Bedeutung, denn +Hartig+ und +Hoyer+ haben ihn bei ihren - grundlegenden Arbeiten über die Einteilung der Papiere nach - Reißlänge und Dehnung benützt. - - -Berechnung der Reisslänge. - -Während die beim Zerreißen von Papier gefundene Bruchdehnung -unmittelbar zur Beurteilung herangezogen werden kann, ist dies bei -der Bruchlast ausgeschlossen, da sie mit der Breite und Dicke des -Probestreifens wechselt. Eine Verteilung der Bruchlast auf den -Querschnitt würde mit großen Fehlern behaftet sein. - -Man hat deshalb, um von dem Einfluß der Breite und Dicke des -Streifens unabhängig zu werden, nach +Hartigs+ Vorschlag den von -+Reuleaux+ geschaffenen Begriff der +Reißlänge+ eingeführt. -Man versteht unter Reißlänge diejenige Länge eines Papierstreifens von -beliebiger (aber gleichbleibender) Breite und Dicke, bei welcher er, -an einem Ende aufgehängt gedacht, infolge seines eigenen Gewichtes am -Aufhängepunkt abreißen würde. Diese Länge kann aus der ermittelten -Bruchlast abgeleitet werden. Ist z. B. _G_ das Gewicht eines 0,18 -m langen Streifens in g, welcher bei einer Belastung von _K_ kg -zerreißt, so muß berechnet werden, wie lang der Streifen sein muß, -um _K_ kg schwer zu sein; d. h. wenn man diese gesuchte Länge mit _x_ -bezeichnet: - - 0,18 _x_ 0,18 - ------ = ---- oder _x_ = ------ · _K_. - _G_ _K_ _G_ - -Die schließliche Angabe der Reißlänge erfolgt dann meist in m, während -die Berechnung der kleineren Zahlen wegen in km erfolgt. - -Aus dieser +Hartig+schen Formel ist ohne weiteres ersichtlich, daß die -Breite des Streifens keinen Einfluß auf die Reißlänge ausüben kann; -bei Verdoppelung der Breite würde z. B. zwar eine Verdoppelung von -_K_ eintreten, aber auch gleichzeitig eine solche von _G_, so daß das -Verhältnis wieder dasselbe wäre. - -Die +Hoyer+sche Formel zur Berechnung der Reißlänge lautet: - - R = (_p_ / _g b_) 1000 m. - -(_R_ = Reißlänge in Metern, _p_ = Bruchlast in Grammen, _b_ = Breite -des zerrissenen Streifens in Millimetern, _g_ = Gewicht eines -Quadratmeters des untersuchten Papiers). Diese Formel zu benützen, wird -sich besonders in Fabriken empfehlen, da hier das Quadratmetergewicht -bekannt ist; man kann dann das Auswiegen der Streifen sparen. - -Der weiteren Besprechung über die Berechnung der Reißlänge mögen die -bei Prüfung eines Normalpapiers 3a ermittelten Werte zu Grunde gelegt -werden. - -+Versuchs-Ergebnisse.+ - - =================================================================== - Maschinenrichtung - ---------+--------------------------------------------------------- - | | | Gewicht der - | | | fünf Streifen - | | +-------------+----------- - Streifen | Bruchbelastung | Bruchdehnung | lufttrocken | bei 100° C - aus dem | | | | getrocknet - Bogen | | | | - | | | | - Nr. | kg | % | g | g - =========+================+==============+=============+=========== - 1 | 7,46 | 2,4 | | - 2 | 6,84 | 2,3 | | - 3 | 7,38 | 2,4 | | - 4 | 6,49 | 2,4 | | - 5 | 6,31 | 2,5 | | - ---------+----------------+--------------+-------------+----------- - Summe | 34,48 | 12,0 | 1,220 | 1,128 - ---------+----------------+--------------+-------------+----------- - Mittel | 6,90 | 2,4 | | 0,226 - - =================================================================== - Querrichtung - ---------+----------------+--------------+------------------------- - | | | Gewicht der - | | | fünf Streifen - | | +-------------+----------- - Streifen | Bruchbelastung | Bruchdehnung | lufttrocken | bei 100° C - aus dem | | | | getrocknet - Bogen | | | | - | | | | - Nr. | kg | % | g | g - =========+================+==============+=============+=========== - 1 | 3,85 | 5,4 | | - 2 | 3,80 | 5,3 | | - 3 | 4,04 | 4,5 | | - 4 | 4,20 | 5,0 | | - 5 | 3,97 | 5,1 | | - ---------+----------------+--------------+-------------+----------- - Summe | 19,86 | 25,3 | 1,233 | 1,140 - ---------+----------------+--------------+-------------+----------- - Mittel | 3,97 | 5,1 | | 0,228 - -Aus dem Unterschied in dem Gewicht der Streifen bei Zimmerwärme und bei -100° C. getrocknet ergibt sich zunächst für das Papier ein mittlerer -Feuchtigkeitsgehalt von 7,5%. - -Nach der oben angeführten Formel für die Reißlänge ergibt sich ferner -für die Maschinenrichtung eine Reißlänge von rund 5,5 km = 5500 m, für -die Querrichtung eine solche von 3,15 km = 3150 m, im Mittel also 4325 -m. - -Als mittlere Bruchdehnung ergibt sich ohne weiteres 3,8%. - -Auf Grund dieser Mittelwerte[15] würde die Einreihung des Papiers in -eine der sechs Festigkeitsklassen erfolgen. - -Den Bruch: Länge durch Gewicht des Streifens, mit welchem man, wie oben -gezeigt, die durch den Versuch gefundene Bruchbelastung multiplizieren -muß, um die Reißlänge zu erhalten, nennt man die +Feinheitsnummer+ -des Papiers. Da sich diese bei gleicher Länge der Probestreifen für -unsere gewöhnlichen Schreib- und Druckpapiere innerhalb gewisser -Grenzen bewegt, so ist eine Tabelle aufgestellt worden, welche bei -einer Streifenlänge von 0,18 m für die am meisten vorkommenden Gewichte -(0,100 bis 0,419 g) die direkte Ablesung der Feinheitsnummer gestattet. - -Mit Hilfe der Tabelle vereinfacht sich die Berechnung der Reißlänge -bedeutend, indem man nur die unter dem Werte für das mittlere -Trockengewicht der geprüften fünf Streifen stehende Zahl mit der -mittleren Bruchbelastung in kg und mit 1000 zu multiplizieren hat, um -die Reißlänge in Metern zu erhalten. - -Auf die Berechnung des Arbeitsmoduls, der den Begriff der Reißlänge -und Dehnung in sich vereinigt, indem er den Arbeitsaufwand und zwar -in Meterkilogramm darstellt, bezogen auf einen Streifen von 1 m Länge -und 1 g Gewicht, soll nicht eingegangen werden, da von der Einreihung -des Arbeitsmoduls in die für die Normalpapiere aufgestellten Tabellen -Abstand genommen ist.[16] Wer sich eingehender hierüber unterrichten -will, findet nähere Angaben in der Originalarbeit von Prof. +Hartig+ in -Dresden (Papier-Zeitung 1881). - - [15] Die von verschiedenen Seiten aufgestellte Forderung, für die - Einteilung der Papiere nicht nur die Mittelwerte vorzuschreiben, - sondern auch für das Verhältnis der Querfestigkeit zur - Längsfestigkeit Bestimmungen zu treffen, wird man auf die Dauer - nicht von der Hand weisen können. - - [16] Vergl. a. +Hoyer+, Entstehung und Bedeutung der Papiernormalien. - 1888. S. 13. - - -Rehses Papierprüfer.[17] - -Dieser Papierprüfer unterscheidet sich von den bisher besprochenen -zunächst dadurch, daß beim Prüfen nicht +Streifen+, sondern -+Blättchen+ von Papier zur Verwendung kommen. Die Kraft wird bei diesem -Apparat durch eine Feder ausgeübt, welche auf einen Stempel drückt, der -das fest gespannte Papier durchlochen soll (Fig. 18). - -In einer Hülse _a_, auf welcher eine Millimeterteilung angebracht ist, -befindet sich eine Feder _b_, welche auf der einen Seite auf eine -Scheibe _c_ drückt, an welcher ein kleiner Stempel _d_ befestigt ist. - -Von der anderen Seite der Scheibe _c_ geht ein Stift _e_ durch das -Innere der Feder _b_ und berührt mit seinem Ende den Stift _f_, -welcher ebenfalls eine Millimeterteilung trägt und in einer Führung -_g_, an welcher ein Nonius angebracht ist, verschoben werden kann. -Diese Führung _g_, die als Fortsetzung eine Schraubenspindel _h_ -besitzt, welche in die an der Hülse _a_ befestigte Schraubenmutter _i_ -hineingeschraubt werden kann, ist an einer Hülse _k_ angebracht; diese -Hülse _k_, deren Umfang in 100 Teile geteilt ist, gleitet über Hülse -_a_ weg. - -[Illustration: Fig. 18. - -Rehses Papierprüfer.] - -Der Handgriff _l_ an der Scheibe _c_, welcher in einen Schlitz -vorgeschoben werden kann, dient dazu, den Stempel _d_ während des -Einspannens niederzudrücken. Das Einspannen des Papiers erfolgt bei -_n_, indem der Deckel _o_, welchen Fig. 18 auch im Durchschnitt -darstellt, durch die Schraube _p_ gegen das Ende der Hülse _a_ gedrückt -wird, und zwar paßt eine Erhöhung des Deckels _o_ in eine Vertiefung -der Hülsenwand, so daß das Papier ganz gleichmäßig eingespannt wird. -Die Prüfung geschieht in folgender Weise. - -Nachdem das Papier, welches man am besten in Blättchen von 3 qcm -schneidet, bei _n_ eingespannt ist und beide Millimeterteilungen auf -Null eingestellt sind, wird durch Hülse _k_ die Schraubenspindel _h_ -vorwärts geschraubt, wodurch auf die Feder _b_ ein Druck ausgeübt -wird. Um diesen Druck gleichmäßig auf die Feder _b_ zu verteilen, ist -zwischen der Feder und der Schraubenspindel ein loses dünnes Scheibchen -_q_ angebracht, welches im Mittelpunkt durchlocht ist und welchem der -Stift _e_ als Führung dient. Der Druck der Feder überträgt sich nun auf -die mit dem Stempel _d_ versehene Scheibe _c_, und der Stempel dehnt -das Papier, bis die Federspannung der Kraft, welche zum Durchlochen -des Papiers erforderlich ist, entspricht. Der Stift _f_ wird von der -Führung _g_ mitgenommen; er ist an der Drehung in der Hülse durch -die Nute und Feder _r_ verhindert und gibt, da er mit _e_ in steter -Berührung bleibt, in seiner Verschiebung gegen _g_ die Bruchbelastung -an, während die Ablesung an der Hülse _a_ die Summe von Bruchbelastung -und Dehnung anzeigt. - -Zieht man also von der an der Hülse _a_ abgelesenen Größe die an -dem Stift _g_ abgelesene ab, so ergibt sich eine Größe, welche der -Durchbiegung des Papiers entspricht. - -Im Papierlager zur schnellen Vergleichung verschiedener Papiersorten -kann dieser kleine Apparat vielleicht oft mit Vorteil verwendet werden. -Zur Ermittelung von Reißlänge und Dehnung ist er nicht geeignet. - - [17] A. +Martens+ gibt im Ergänzungsheft III der „Mitteilungen - aus den technischen Versuchsanstalten 1887“ eine - ausführliche Beschreibung des Apparates unter Mitteilung von - Versuchsergebnissen. - - -Tabelle zur Bestimmung der Feinheitsnummer. - -Die +stark+gedruckten Zahlen beziehen sich auf das Gewicht eines -Streifens von 0,18 m Länge, die darunter stehenden +schwach+gedruckten -geben die zugehörigen Feinheitsnummern an. - - =======+=======+=======+=======+=======+=======+=======+======= - =0,100=|=0,140=|=0,180=|=0,220=|=0,260=|=0,300=|=0,340=|=0,380= - 1,800 | 1,286 | 1,000 | 0,818 | 0,692 | 0,600 | 0,529 | 0,474 - | | | | | | | - =0,101=|=0,141=|=0,181=|=0,221=|=0,261=|=0,301=|=0,341=|=0,381= - 1,782 | 1,277 | 0,994 | 0,814 | 0,690 | 0,598 | 0,528 | 0,472 - | | | | | | | - =0,102=|=0,142=|=0,182=|=0,222=|=0,262=|=0,302=|=0,342=|=0,382= - 1,765 | 1,268 | 0,989 | 0,811 | 0,687 | 0,596 | 0,526 | 0,471 - | | | | | | | - =0,103=|=0,143=|=0,183=|=0,223=|=0,263=|=0,303=|=0,343=|=0,383= - 1,748 | 1,259 | 0,984 | 0,807 | 0,684 | 0,594 | 0,525 | 0,470 - | | | | | | | - =0,104=|=0,144=|=0,184=|=0,224=|=0,264=|=0,304=|=0,344=|=0,384= - 1,731 | 1,250 | 0,978 | 0,804 | 0,682 | 0,592 | 0,523 | 0,469 - | | | | | | | - =0,105=|=0,145=|=0,185=|=0,225=|=0,265=|=0,305=|=0,345=|=0,385= - 1,714 | 1,241 | 0,973 | 0,800 | 0,679 | 0,590 | 0,522 | 0,468 - | | | | | | | - =0,106=|=0,146=|=0,186=|=0,226=|=0,266=|=0,306=|=0,346=|=0,386= - 1,698 | 1,233 | 0,968 | 0,796 | 0,677 | 0,588 | 0,520 | 0,466 - | | | | | | | - =0,107=|=0,147=|=0,187=|=0,227=|=0,267=|=0,307=|=0,347=|=0,387= - 1,682 | 1,224 | 0,963 | 0,793 | 0,674 | 0,586 | 0,519 | 0,465 - | | | | | | | - =0,108=|=0,148=|=0,188=|=0,228=|=0,268=|=0,308=|=0,348=|=0,388= - 1,667 | 1,216 | 0,957 | 0,789 | 0,672 | 0,584 | 0,517 | 0,464 - | | | | | | | - =0,109=|=0,149=|=0,189=|=0,229=|=0,269=|=0,309=|=0,349=|=0,389= - 1,651 | 1,208 | 0,952 | 0,786 | 0,669 | 0,583 | 0,516 | 0,463 - | | | | | | | - =0,110=|=0,150=|=0,190=|=0,230=|=0,270=|=0,310=|=0,350=|=0,390= - 1,636 | 1,200 | 0,947 | 0,783 | 0,667 | 0,581 | 0,514 | 0,462 - | | | | | | | - =0,111=|=0,151=|=0,191=|=0,231=|=0,271=|=0,311=|=0,351=|=0,391= - 1,622 | 1,192 | 0,942 | 0,779 | 0,664 | 0,579 | 0,513 | 0,460 - | | | | | | | - =0,112=|=0,152=|=0,192=|=0,232=|=0,272=|=0,312=|=0,352=|=0,392= - 1,607 | 1,184 | 0,937 | 0,776 | 0,662 | 0,577 | 0,511 | 0,459 - | | | | | | | - =0,113=|=0,153=|=0,193=|=0,233=|=0,273=|=0,313=|=0,353=|=0,393= - 1,593 | 1,176 | 0,933 | 0,773 | 0,659 | 0,575 | 0,510 | 0,458 - | | | | | | | - =0,114=|=0,154=|=0,194=|=0,234=|=0,274=|=0,314=|=0,354=|=0,394= - 1,579 | 1,169 | 0,928 | 0,769 | 0,657 | 0,573 | 0,508 | 0,457 - | | | | | | | - =0,115=|=0,155=|=0,195=|=0,235=|=0,275=|=0,315=|=0,355=|=0,395= - 1,565 | 1,161 | 0,923 | 0,766 | 0,655 | 0,571 | 0,507 | 0,456 - | | | | | | | - =0,116=|=0,156=|=0,196=|=0,236=|=0,276=|=0,316=|=0,356=|=0,396= - 1,552 | 1,154 | 0,918 | 0,763 | 0,652 | 0,570 | 0,506 | 0,455 - | | | | | | | - =0,117=|=0,157=|=0,197=|=0,237=|=0,277=|=0,317=|=0,357=|=0,397= - 1,538 | 1,146 | 0,914 | 0,759 | 0,650 | 0,568 | 0,504 | 0,453 - | | | | | | | - =0,118=|=0,158=|=0,198=|=0,238=|=0,278=|=0,318=|=0,358=|=0,398= - 1,525 | 1,139 | 0,909 | 0,756 | 0,647 | 0,566 | 0,503 | 0,452 - | | | | | | | - =0,119=|=0,159=|=0,199=|=0,239=|=0,279=|=0,319=|=0,359=|=0,399= - 1,513 | 1,132 | 0,905 | 0,753 | 0,645 | 0,564 | 0,501 | 0,451 - | | | | | | | - =0,120=|=0,160=|=0,200=|=0,240=|=0,280=|=0,320=|=0,360=|=0,400= - 1,500 | 1,125 | 0,900 | 0,750 | 0,643 | 0,563 | 0,500 | 0,450 - | | | | | | | - =0,121=|=0,161=|=0,201=|=0,241=|=0,281=|=0,321=|=0,361=|=0,401= - 1,488 | 1,118 | 0,896 | 0,747 | 0,641 | 0,561 | 0,499 | 0,449 - | | | | | | | - =0,122=|=0,162=|=0,202=|=0,242=|=0,282=|=0,322=|=0,362=|=0,402= - 1,475 | 1,111 | 0,891 | 0,744 | 0,638 | 0,559 | 0,497 | 0,448 - | | | | | | | - =0,123=|=0,163=|=0,203=|=0,243=|=0,283=|=0,323=|=0,363=|=0,403= - 1,463 | 1,104 | 0,887 | 0,741 | 0,636 | 0,557 | 0,496 | 0,447 - | | | | | | | - =0,124=|=0,164=|=0,204=|=0,244=|=0,284=|=0,324=|=0,364=|=0,404= - 1,452 | 1,098 | 0,882 | 0,738 | 0,634 | 0,556 | 0,495 | 0,446 - | | | | | | | - =0,125=|=0,165=|=0,205=|=0,245=|=0,285=|=0,325=|=0,365=|=0,405= - 1,440 | 1,091 | 0,878 | 0,735 | 0,632 | 0,554 | 0,493 | 0,444 - | | | | | | | - =0,126=|=0,166=|=0,206=|=0,246=|=0,286=|=0,326=|=0,366=|=0,406= - 1,429 | 1,084 | 0,874 | 0,732 | 0,629 | 0,552 | 0,492 | 0,443 - | | | | | | | - =0,127=|=0,167=|=0,207=|=0,247=|=0,287=|=0,327=|=0,367=|=0,407= - 1,417 | 1,078 | 0,870 | 0,729 | 0,627 | 0,550 | 0,490 | 0,442 - | | | | | | | - =0,128=|=0,168=|=0,208=|=0,248=|=0,288=|=0,328=|=0,368=|=0,408= - 1,406 | 1,071 | 0,865 | 0,726 | 0,625 | 0,549 | 0,489 | 0,441 - | | | | | | | - =0,129=|=0,169=|=0,209=|=0,249=|=0,289=|=0,329=|=0,369=|=0,409= - 1,395 | 1,065 | 0,861 | 0,723 | 0,623 | 0,547 | 0,488 | 0,440 - | | | | | | | - =0,130=|=0,170=|=0,210=|=0,250=|=0,290=|=0,330=|=0,370=|=0,410= - 1,385 | 1,059 | 0,857 | 0,720 | 0,621 | 0,545 | 0,486 | 0,439 - | | | | | | | - =0,131=|=0,171=|=0,211=|=0,251=|=0,291=|=0,331=|=0,371=|=0,411= - 1,374 | 1,053 | 0,853 | 0,717 | 0,619 | 0,544 | 0,485 | 0,438 - | | | | | | | - =0,132=|=0,172=|=0,212=|=0,252=|=0,292=|=0,332=|=0,372=|=0,412= - 1,364 | 1,047 | 0,849 | 0,714 | 0,616 | 0,542 | 0,484 | 0,437 - | | | | | | | - =0,133=|=0,173=|=0,213=|=0,253=|=0,293=|=0,333=|=0,373=|=0,413= - 1,353 | 1,040 | 0,845 | 0,711 | 0,614 | 0,541 | 0,483 | 0,436 - | | | | | | | - =0,134=|=0,174=|=0,214=|=0,254=|=0,294=|=0,334=|=0,374=|=0,414= - 1,343 | 1,034 | 0,841 | 0,709 | 0,612 | 0,539 | 0,481 | 0,435 - | | | | | | | - =0,135=|=0,175=|=0,215=|=0,255=|=0,295=|=0,335=|=0,375=|=0,415= - 1,333 | 1,029 | 0,837 | 0,766 | 0,610 | 0,537 | 0,480 | 0,434 - | | | | | | | - =0,136=|=0,176=|=0,216=|=0,256=|=0,296=|=0,336=|=0,376=|=0,416= - 1,324 | 1,023 | 0,833 | 0,703 | 0,608 | 0,536 | 0,479 | 0,433 - | | | | | | | - =0,137=|=0,177=|=0,217=|=0,257=|=0,297=|=0,337=|=0,377=|=0,417= - 1,314 | 1,017 | 0,829 | 0,700 | 0,606 | 0,534 | 0,477 | 0,432 - | | | | | | | - =0,138=|=0,178=|=0,218=|=0,258=|=0,298=|=0,338=|=0,378=|=0,418= - 1,304 | 1,011 | 0,826 | 0,698 | 0,604 | 0,533 | 0,476 | 0,431 - | | | | | | | - =0,139=|=0,179=|=0,219=|=0,259=|=0,299=|=0,339=|=0,379=|=0,419= - 1,295 | 1,006 | 0,822 | 0,695 | 0,602 | 0,531 | 0,475 | 0,430 - - -Widerstand gegen Zerknittern. - -Reißlänge und Dehnung geben uns bis zu einem gewissen Grade einen -Anhalt zur Beurteilung der Festigkeitseigenschaften eines Papiers; -sie reichen aber nicht aus zur Gewinnung eines abschließenden Bildes -über das voraussichtliche Verhalten des Papiers gegenüber mechanischen -Einwirkungen, denen es während seiner Verwendung ausgesetzt ist. -Hierbei werden noch andere Eigenschaften des Papierblattes in Anspruch -genommen, für welche Reißlänge und Dehnung nicht immer einen Maßstab -abgeben, nämlich der Widerstand, den das Blatt dem Biegen, Falzen, -Zusammendrücken, Knittern, Abnützen und ähnlichen Einwirkungen -entgegensetzt; dieser Widerstand spielt bei der praktischen Verwendung -des Papiers vielfach eine große Rolle. - -Nun verläuft der Knitterwiderstand im großen und ganzen parallel mit -den durch Reißlänge und Dehnung zum Ausdruck gebrachten Eigenschaften, -d. h. bei hohen Werten für Reißlänge und Dehnung zeigt das Papier meist -auch einen hohen Widerstandsgrad gegen Reiben und Knittern. - -Dies trifft aber nicht immer zu; es gibt auch Papiere, die bei -hohen Werten für Reißlänge und Dehnung mechanischen Einwirkungen -obengenannter Art nur wenig Widerstand entgegensetzen und daher -für die praktische Verwendbarkeit, namentlich zu viel gebrauchten -Schriftstücken, Karten, Druckwerken u. s. w. nicht geeignet sind. -Dieser Umstand gab Veranlassung zur Einführung des Knitterversuches in -die amtliche Papierprüfung. - -In der Praxis wurde dieser Versuch lange ausgeführt, bevor es eine -amtliche Papierprüfung gab, wohl der beste Beweis dafür, daß ein -Bedürfnis hierfür vorlag; man hat ihn in Fachkreisen sehr treffend als -„Waschversuch“ bezeichnet, weil das Papier bei der Versuchsausführung, -natürlich im trockenen Zustand, ähnlich behandelt wird wie die Wäsche -beim Waschen mit der Hand. Der Versuch ist demnach subjektiv, von der -Person des Prüfenden abhängig; verschiedene Bemühungen, mechanisch -wirkende Vorrichtungen zu schaffen, die das Papier in gleicher Weise -beanspruchen, sind gescheitert, und man dürfte ihnen auch wohl für die -Zukunft Aussicht auf Erfolg absprechen müssen. - -Daß einem solchen Handversuch Mängel anhaften, muß ohne weiteres -zugegeben werden. Diese Mängel muß man aber mit in den Kauf nehmen, -bis man an Stelle der Knitterung ein anderes Prüfungsverfahren setzen -kann, das in gleicher Weise Aufschluß über die Verwendbarkeit von -Papier in oben angeführter Richtung gibt. Denn darüber ist man sich -wohl heute allgemein einig, daß man auf Grund der Reißlänge und Dehnung -allein kein abgegrenztes Urteil über die Festigkeitseigenschaften eines -Papiers abgeben kann. Ist ein zuverlässiges mechanisches Verfahren zum -Ersatz der Handknitterung gefunden, so wird wohl niemand zögern, es an -Stelle der letzteren, welche immer nur als Notbehelf anzusehen ist, zu -setzen. Bis dahin dürfte es aber im Interesse der Fachkreise liegen, -sich mit dem Handverfahren so viel wie möglich vertraut zu machen, um -auch ein eigenes Urteil abgeben zu können. Daß in dieser Beziehung -vieles besser sein könnte, soll nicht unerwähnt bleiben. - -Die Ausführung des Versuches geschieht in folgender Weise. - -Ein Stück des zu prüfenden Papiers, etwa 21 × 21 cm groß, wird zunächst -fest zusammengeballt, dann wieder aufgewickelt, wieder zusammengedrückt -und so weiter behandelt, bis der Bogen seine Steifheit verloren hat und -durch das wiederholte Zusammendrücken weich und lappig geworden ist. - -Das so vorbehandelte Blatt wird dann an zwei gegenüberliegenden Seiten -gefaßt und zwischen den Handballen in der Richtung senkrecht zu den -Seiten hin- und hergerieben. Dann faßt man es an den beiden anderen -Seiten und reibt in gleicher Weise. - -So stets die Richtungen wechselnd fährt man fort, bis das Blatt -durchgerieben ist. Man gewöhne sich von vornherein daran, beim Reiben -in jeder Richtung stets die gleiche Anzahl von Hin- und Herreibungen -auszuführen, da man auf diese Weise bis zu einem gewissen Grade einen -zahlenmäßigen Anhalt zur Beurteilung erhält. Man zählt hierbei nicht -die einzelnen Hin- und Herreibungen bis zum Bruch, sondern wie oft -man in den beiden Richtungen zusammen die Reibungsreihe, die sich der -Beobachter angeeignet hat, wiederholen kann, ehe das Blatt zu Bruch -geht. - -Ob die Reibungsreihe aus beispielsweise fünf, oder weniger oder mehr -Hin- und Herreibungen besteht, ist Sache eines jeden Prüfenden und -wird mehr oder weniger von Zufälligkeiten abhängen. Hat man sich aber -an eine bestimmte Anzahl gewöhnt, und dahin strebe man wie gesagt von -vornherein, dann behalte man sie auch stets bei. - -Papiere von sehr geringer Festigkeit, wie z. B. viele Sorten -Zeitungsdruck, zeigen schon nach der geschilderten Vorbehandlung -Bruchstellen in Gestalt mehr oder weniger großer Löcher. Die Bindung -der Fasern untereinander ist so schwach, daß sie schon durch das bloße -Zusammenballen ihren Zusammenhang teilweise verlieren; mit solchem -Material kann man den eigentlichen Reibversuch kaum ausführen, da das -Blatt schon zu Anfang sofort durchgerieben wird. - -Für solche Erzeugnisse kommt der niedrigste Grad der Beurteilung -„außerordentlich gering“ in Anwendung. - -Von den Papieren nun, die schon beim Zusammenballen ihren Zusammenhang -verlieren, herauf bis zu den festesten und zähesten Sorten, -welche erst nach einer großen Anzahl von Hin- und Herreibungen -durchgerieben werden, sind verschiedene Abstufungen hinsichtlich -der Widerstandsfähigkeit gegen das Reiben vorhanden. Um diese zu -kennzeichnen, sind die folgenden Beurteilungsgrade eingeführt worden: - - außerordentlich gering - sehr gering - gering - mittelmäßig - ziemlich groß - groß - sehr groß - außerordentlich groß. - -Dem Laien wird es zunächst unwahrscheinlich erscheinen, daß man Papiere -durch ein Handverfahren in so weitgehender Weise soll abstufen können; -eine kurze Zeit eigener Versuche aber wird ihn von der Möglichkeit -überzeugen. - -Die Ausführung des Versuches muß auch hier, wie bei der Bestimmung -von Reißlänge und Dehnung, bei stets gleicher Luftfeuchtigkeit, also -zweckmäßig bei 65% erfolgen; bei trockner Luft fällt das Ergebnis der -Prüfung anders aus als bei feuchter. - -Hat das Papier unter anderen Verhältnissen gelagert oder wird es z. -B. in der Fabrik von der Maschine weg entnommen, so muß man ihm durch -Auslegen oder Aushängen Zeit lassen, sich dem Feuchtigkeitszustand des -Versuchsraumes anzupassen. - -Um den vorher erwähnten Einfluß der Person des Versuchsausführenden auf -das Ergebnis nach Möglichkeit abzuschwächen, lasse man den Versuch, -wenn irgend möglich, von mehreren Personen gleichzeitig ausführen. -Ergeben sich hierbei Unterschiede, so werden Kontrollversuche -ausgeführt. Je mehr Versuche ausgeführt werden, ein um so -zutreffenderes Bild wird man von dem Widerstandsgrad des betreffenden -Papiers gewinnen. - -Ist man bei der Prüfung auf seine Person allein angewiesen, so begnüge -man sich wenigstens nicht mit einem Versuch, sondern führe deren zwei -bis drei aus. - -Bei dem Hinweis auf die Notwendigkeit der Einführung des -Knitterversuches wurde erwähnt, daß die Werte für Reißlänge, Dehnung -und Widerstand gegen Reiben nicht immer parallel verlaufen. Hierfür -mögen, nachdem nunmehr die Art und Ausführung des Versuches geschildert -ist, nachstehend einige Beispiele gegeben werden: - -+Normalpapiere 3b+: - - Mittlere Reißlänge: Mittlere Dehnung: Widerstand gegen Zerknittern: - - 3275 m 2,6 % gering - 3350 „ 2,4 „ gering - 3475 „ 2,3 „ sehr gering - 3525 „ 2,2 „ gering - 3550 „ 3,0 „ gering - 3575 „ 2,3 „ gering - 3650 „ 2,4 „ gering - 3750 „ 2,5 „ gering - 3975 „ 2,6 „ gering - - +Normalpapiere 4a+ - - 3750 „ 2,6 % sehr gering - 4200 „ 2,7 „ gering - 4675 „ 2,7 „ gering - 4675 „ 2,8 „ sehr gering - - +Normalpapiere 4b+: - - 3850 „ 2,0 % sehr gering - 3875 „ 3,3 „ gering - 4200 „ 2,4 „ gering - 4875 „ 2,5 „ mittelmäßig - - +Normalpapier 8a+: - - 3000 „ 2,9 % gering - - +Normalpapier 8b+: - - 3175 „ 2,5 % sehr gering - - +Pergamynpapiere+: - - 5925 „ 2,1 % gering - 6175 „ 2,1 „ gering - 6200 „ 2,0 „ gering - -Dies sind Beispiele dafür, daß es bei der Beurteilung der -Verwendungsfähigkeit eines Papiers unumgänglich notwendig ist, den -Widerstand gegen Zerknittern und Reiben mit heranzuziehen. - -Es erscheint im Interesse der Fachkreise angebracht, hierauf immer -wieder hinzuweisen, da die Ansicht, daß bei genügender Reißlänge und -Dehnung auch der Widerstand gegen Zerknittern genügend sein müsse, -immer wieder zum Ausdruck gebracht wird. - -Es bleibt nun noch die Frage zu erörtern, in welcher Weise man sich -mit dem Maßstab vertraut macht, der in der Versuchsanstalt bei der -Beurteilung der Papiere im Knitterwiderstand zur Anwendung gelangt. -Da ist zunächst zu bemerken, daß man sich, wenn irgend möglich, -persönlich über die Ausführung der Prüfung unterrichte, da auch die -weitgehendste Schilderung des Versuches die praktische Vorführung und -Erklärung nicht ersetzen kann. Die Unterweisung kann gelegentlich eines -Besuches in der Versuchsanstalt zu jeder Zeit erfolgen und jedem wird -Gelegenheit gegeben, sich eingehend über die Ausführung des Versuches -zu unterrichten. - -Als Material zur Aneignung des Maßstabes können für diejenigen, die -häufiger Papiere in der Versuchsanstalt prüfen lassen, diese Papiere -selbst dienen; es empfiehlt sich, einen genügenden Vorrat von der zur -Prüfung eingeschickten Sorte zurückzulegen und nach Empfang des Urteils -eine Reihe von Reibversuchen auszuführen. Durch die zurückgelegten -Muster, die sich natürlich auf die verschiedenen Widerstandsstufen -verteilen müssen, ist man dann auch in der Lage, seinen Maßstab von -Zeit zu Zeit zu prüfen. - -Wer nicht auf die geschilderte Weise in den Besitz des erforderlichen -Prüfungsmaterials gelangt, beschaffe sich Muster verschiedener -Festigkeit und lasse diese einmal in der Versuchsanstalt auf Widerstand -gegen Zerknittern prüfen. Ferner sei noch darauf hingewiesen, -daß die Firma +L. Schopper+-Leipzig Papiere der verschiedenen -Widerstandsstufen, welche in der Versuchsanstalt geprüft worden sind, -zum Verkauf hält. - -Daß auch der Praktiker bei einiger Übung und einigem Interesse -für die Sache sehr wohl in der Lage ist, ein Urteil über die -Widerstandsfähigkeit gegen Reiben und Knittern abzugeben und sich -wenigstens bis zu einem gewissen Grade versichern kann, ob sein Papier -Aussicht hat, bei der amtlichen Prüfung durchzukommen, zeigen die -Erfahrungen der Versuchsanstalt mit den Volontären; letztere kommen -zumeist in die Anstalt, ohne mit dem erwähnten Prüfungsverfahren -vertraut zu sein, und doch erlangen sie bald eine ziemliche Sicherheit -in der Bestimmung des Widerstandsgrades. - -Jeder Papiererzeuger und Verbraucher sollte sich auf alle Fälle, -selbst wenn ein mechanisches Verfahren als Ersatz für die -Handknitterung gefunden worden ist, mit letzterer vertraut machen -und vertraut erhalten, da sie ihm ein Mittel an die Hand gibt, an -jeder Stelle und ohne besondere Hilfsmittel sich ein Bild über die -Festigkeitseigenschaften eines Papiers zu verschaffen. Daß sich eine -solche Möglichkeit in vielen Fällen als wertvoll erweisen wird, bedarf -nicht erst weiterer Begründung. - -Wie schon erwähnt, sind alle bisher gemachten Versuche, die -Beanspruchung, die das Papier bei der Handknitterung erfährt, -auf mechanischem Wege zu erzielen, gescheitert. Bei der Eigenart -des Versuches, bei dem subjektives Empfinden eine gewisse Rolle -spielt, konnte man den Bestrebungen genannter Art einen Erfolg auch -kaum in Aussicht stellen. Aussichtsvoller erschien der Weg, neue -Prüfungsverfahren zu suchen, deren Ergebnisse eine ähnliche Abstufung -der Papiere gestatteten wie die verschiedenen Widerstandsstufen. - -In dieser Hinsicht sind drei Vorschläge zu erwähnen, nämlich die von -+Kirchner+, +Pfuhl+ und +Schopper+. - - -Kirchners Kniffrolle. - -+Winkler+ hat in seinem 1887 herausgegebenen „Papierkenner“ zuerst -den Vorschlag gemacht, gefalzte Papierstreifen zu prüfen und den -Unterschied festzustellen, den sie in der Festigkeit und Dehnbarkeit -gegenüber den ungefalzten Streifen zeigen. Dieser Unterschied, -von +Winkler+ „Falzverlust“ genannt, sollte zur Beurteilung der -„Biegsamkeit“ des Papiers dienen. - -Das Falzen wird von +Winkler+ durch eine besondere Vorrichtung -bewirkt, indem er die Streifen zwischen zwei aufeinander geschliffene -Stahlplatten, welche durch ein Scharnier verbunden sind, legt und mit -einem durch Hebeldruck bewegbaren 100 kg schweren Gewicht belastet. - -+Kirchner+ schlug vor,[18] statt des Gewichtes eine Rolle zur Erzeugung -des Falzes zu benutzen, weil hierdurch nach seiner Ansicht eine -größere Gleichmäßigkeit bei der Erzeugung der Falze gesichert sei; -er schlug dann weiter vor, +die Beurteilung des Papiers durch die -Handknitterung fallen zu lassen und an Stelle dessen die Beurteilung -auf Grund des Falzverlustes zu setzen+, von der Annahme ausgehend, daß -bei spröden und brüchigen Papieren der Falzverlust groß, bei festen und -widerstandsfähigen indessen klein sei; er hat eine Reihe von Papieren -im gefalzten und ungefalzten Zustande geprüft und den Falzverlust -ermittelt. - -Der +Kirchner+sche Kniffapparat besteht aus einer eisernen Rolle, -welche auf ihrem äußersten 19 mm breiten Umfange zylindrisch abgedreht -ist, und aus einer ebenen, wagerecht ausgerichteten, mit erhabenen -Rändern versehenen eisernen Bahn, in welcher die Rolle hin und her -bewegt werden kann (Fig. 19). - -[Illustration: Fig. 19. - -Kirchners Kniffrolle.] - -Das Kniffen der Papierstreifen wird in folgender Weise ausgeführt: -Die Enden der 15 mm breiten Probestreifen werden so aufeinander -gelegt, daß sich beim Zusammendrücken die zwei Streifenhälften deckend -aufeinander legen. Dieser leicht zusammengefaltete Streifen wird so in -die Rinne der Bahn gelegt, daß die Längskanten des Streifens parallel -zu den Führungsrändern der Rinne verlaufen. Hierauf wird die Rolle von -den freien Streifenenden her durch leisen seitlichen Druck über den -Probestreifen geführt und dieser auf diese Weise einmal stark geknifft. -Der Streifen wird dann aus der Rinne genommen, in dem Falz in der -entgegengesetzten Richtung umgelegt und zum zweiten Male geknifft. -Beim zweiten Kniffen läßt man jedoch das Gewicht nicht von den freien -Streifenenden gegen den Falz rollen, sondern gegen diesen direkt. - -Nachdem man auf diese Weise je 5 Streifen aus der Maschinenrichtung und -Querrichtung geknifft hat, ermittelt man ihre Festigkeit und Dehnung -in gleicher Weise, wie man zuvor die Festigkeit des betreffenden -Papiers an ungeknifften Streifen bestimmt hat. Die Einbuße, welche die -Papiere durch das Falzen in ihrer Festigkeit erleiden, der sogenannte -„Kniffverlust“ oder „Falzverlust“, wird in Prozenten der ursprünglichen -Bruchbelastung und Dehnung ausgedrückt. - -Nach diesen Vorbemerkungen soll auf die in der Versuchsanstalt zur -Beurteilung des +Kirchner+schen Vorschlages gemachten Versuche -eingegangen werden. - -Der Prüfung wurden insgesamt 87 Normalpapiere, aus 27 verschiedenen -Fabriken herrührend, zu Grunde gelegt und zwar zunächst Proben jeder -Verwendungsklasse von 1-4b, welche die Bedingungen für ihre jeweilige -Klasse erfüllten; es waren dies - - 8 Papiere der Klasse 1 aus 5 verschiedenen Fabriken - 10 „ „ „ 2a „ 6 „ „ - 10 „ „ „ 2b „ 7 „ „ - 10 „ „ „ 3a „ 5 „ „ - 10 „ „ „ 3b „ 8 „ „ - 10 „ „ „ 4a „ 8 „ „ - 10 „ „ „ 4b „ 8 „ „ - -Außerdem wurden noch 19 Papiere der Klassen 3a-4b, herrührend aus -10 verschiedenen Fabriken, zum Vergleich herangezogen, welche im -Widerstand gegen Zerknittern hinter den für die jeweiligen Klassen -verlangten Werten um 1-2 Stufen zurückbleiben. - -Das Kniffen der Streifen wurde mit einer 7500 g schweren Rolle von 150 -mm Durchmesser in der vorher geschilderten Weise ausgeführt. (Kniffen -und Gegenkniffen durch je einmaliges Überführen der Rolle.) - -Die Länge betrug bei allen Streifen 180 mm, die Breite 15 mm. Sämtliche -Versuche wurden bei Zimmerwärme und einer Luftfeuchtigkeit von 65% -ausgeführt. - -Die bei der Prüfung erhaltenen Werte[19] zeigten zunächst folgendes: - - 1. +Sowohl in der Maschinenrichtung als auch in der - Querrichtung ist der Dehnungs-Falzverlust größer als der - Festigkeits-Falzverlust.+ - - 2. +Der+ =Festigkeits-Falzverlust= +ist in der Maschinenrichtung - größer als in der Querrichtung.+ - - 3. +Der+ =Dehnungs-Falzverlust= +ist in den meisten Fällen in der - Maschinenrichtung größer als in der Querrichtung.+ - -Die aus der Maschinenrichtung entnommenen Streifen erleiden also -durch das Falzen eine größere Einbuße in ihrer Festigkeit als die -Querstreifen; diese Tatsache findet wohl in der Lagerung der Fasern -ihre Erklärung. Die Anzahl der Fasern, welche mehr oder weniger -parallel zur Maschinenrichtung liegen, ist größer als die der quer -hierzu liegenden; demgemäß werden beim Falzen der Streifen aus der -Maschinenrichtung mehr Fasern geknickt (und hierdurch geschwächt) als -bei den Querstreifen. - -Bildet man unter Zugrundelegung der mittleren Falzverluste Gruppen von -5 zu 5% und stellt diesen gegenüber die bei den verschiedenen Papieren -durch Handknitterung ermittelten Widerstandsstufen, so ergibt sich -nachstehende Übersicht: - -I. +Festigkeits-Falzverluste.+ - - ===========+===================================================== - | Anzahl der Papiere mit dem Widerstandsgrad: - Falzverlust+------+-----------+--------+----+----+--------------- - in % | | |ziemlich| |sehr|außerordentlich - |gering|mittelmäßig| groß |groß|groß| groß - ===========+======+===========+========+====+====+=============== - 0- 5,9 | -- | -- | -- | -- | 1 | 1 - 6-10,9 | -- | -- | 4 | -- | 2 | 2 - 11-15,9 | -- | 1 | 3 | 1 | 3 | -- - 16-20,9 | -- | 3 | 9 | 5 | 3 | 2 - 21-25,9 | -- | -- | 5 | 5 | 4 | -- - 26-30,9 | 2 | 1 | 3 | 8 | 3 | -- - 31-35,9 | -- | 2 | 2 | -- | 1 | -- - 36-40,9 | -- | 2 | -- | -- | -- | -- - 41-45,9 | 2 | 2 | 1 | -- | -- | -- - 46-50,9 | 1 | -- | 1 | -- | -- | -- - -II. +Dehnungs-Falzverluste.+ - - ===========+===================================================== - | Anzahl der Papiere mit dem Widerstandsgrad: - Falzverlust+------+-----------+--------+----+----+--------------- - in % | | |ziemlich| |sehr|außerordentlich - |gering|mittelmäßig| groß |groß|groß| groß - ===========+======+===========+========+====+====+=============== - 0- 5,9 | -- | -- | -- | -- | -- | -- - 6-10,9 | -- | -- | -- | -- | -- | -- - 11-15,9 | -- | -- | -- | -- | 1 | -- - 16-20,9 | -- | -- | 1 | -- | 3 | 2 - 21-25,9 | -- | -- | 1 | -- | 2 | -- - 26-30,9 | -- | -- | 2 | 1 | 2 | 1 - 31-35,9 | -- | 1 | 1 | 1 | 3 | 1 - 36-40,9 | -- | -- | 2 | 4 | 2 | 1 - 41-45,9 | -- | -- | 4 | 5 | 1 | -- - 46-50,9 | 2 | 1 | 5 | 3 | 2 | -- - 51-55,9 | -- | 2 | 3 | 1 | 2 | -- - 56-60,9 | 1 | -- | 3 | 2 | -- | -- - 61-65,9 | -- | 1 | 4 | 1 | 1 | -- - 66-70,9 | 1 | 5 | -- | -- | -- | -- - 71-75,9 | 1 | 1 | -- | 1 | -- | -- - 76-80,9 | -- | -- | 2 | -- | -- | -- - -Die Zusammenstellung zeigt, daß zwar im +allgemeinen+ mit wachsendem -Widerstand gegen Zerknittern der Falzverlust abnimmt, daß aber -anderseits bei demselben Knittergrad die Falzverluste beträchtlich -schwanken, und ferner, daß bei annähernd gleichem Falzverlust ganz -erhebliche Unterschiede im Widerstand gegen Zerknittern vorkommen. - -Unterschiede in der Handknitterung von mittelmäßig bis zu -außerordentlich groß oder von gering bis zu sehr groß kommen im -vorliegenden Falle durch den Falzverlust nicht zum Ausdruck. Diese -Unterschiede sind aber so groß, daß sie auch ohne ein ausgebildetes -Prüfungsverfahren (z. B. schon durch Einreißen, Umbiegen, o. a.) -erkannt werden können; wenn der Falzverlust für derartig verschiedene -Papiere nahezu gleiche Werte ergibt, so kann er als Ersatz für die -Handknitterung nicht in Frage kommen. - - [18] Wochenblatt für Papierfabrikation. 1894, Nr. 8-9. - - [19] Veröffentlicht in den Mitteilungen a. d. techn. Vers.-Anst. 1899 - S. 269. - - -Pfuhls Knitterer. - -Bei dem +Pfuhl+schen Knitterer wird ein Papierstreifen zwischen eine -Walze und eine gegen diese zu pressende Gummiplatte gebracht, ein Ende -festgelegt und dann der Streifen über sich selbst unter Andruck der -Gummiplatte einmal hin und her geführt. Die Wirkungsweise ist aus Fig. -20 zu ersehen. - -Der Papierstreifen _PP__{1} wird bei _a_ festgelegt und dann die Walze -in der Richtung des Pfeiles gedreht; dadurch wird der Streifen umgelegt -und ein Teil reibend über den anderen geführt. Durch Einpumpen von -Luft von unten her wird die Gummiplatte _G_ gegen Papier und Walze -gepreßt und der an einem Manometer abzulesende Druck so bemessen, daß -der Streifen durch einmaliges Hin- und Zurückführen zerstört wird. -Diesen Druck bezeichnet +Pfuhl+ als Reißdruck.[20] Auf Grund seiner -Versuche hat +Pfuhl+ folgende Beziehungen zwischen den Ergebnissen der -Handknitterung und dem Reißdruck festgestellt: - - ==========+======+======+=======+========+=====+==========+============ - Hand- | sehr |gering|mittel-|ziemlich|groß |sehr groß |außerordent- - knitterung|gering| | mäßig | groß | | | lich groß - ==========+======+======+=======+========+=====+==========+============ - Reißdruck | 0-3 | 3-6 | 6-16 | 16-26 |26-48|muß bei |muß bei 50 - in | | | | | |50 cm |cm Druck - cm Queck- | | | | | |2-3maliges|mehr als - silber- | | | | | |Knittern |3maliges - säule. | | | | | |aushalten.|Knittern - | | | | | | |aushalten. - -[Illustration: Fig. 20. - -Pfuhls Knitterer.] - -Der +Pfuhl+sche Knitterer ist im Technologischen Gewerbemuseum zu Wien -durch Prof. +Lauboeck+ einer eingehenden Prüfung unterzogen worden, -die zu dem Ergebnis führte,[21] daß der Apparat, so wie er jetzt -vorliegt, zur Einführung in die Papierprüfung noch nicht geeignet -ist. +Pfuhl+ hat den Apparat dann in einigen Punkten geändert.[22] -Prüfungsergebnisse, mit diesem abgeänderten Knitterer ermittelt, sind -bisher nicht bekannt geworden. - - [20] Eine eingehende Beschreibung des Knitterers findet sich in der - Papierzeitung 1896, Nr. 66-87 und 1898, Nr. 30, 58 und 59. - - [21] Mitteilungen des Technologischen Gewerbemuseums zu Wien 1897, - S. 1. - - [22] Papierzeitung 1898, Nr. 30, 58, 59 und Rigaer Industriezeitung - 1898, Nr. 21-23. - - -Schoppers Falzer. - -Bei dem +Schopper+schen Falzer wird ein Papierstreifen in ein -geschlitztes, hin und her zu bewegendes Blech gelegt und an beiden -Enden festgeklemmt; dann ermittelt man die Anzahl Falzungen, die der -Streifen bei bestimmter Zugspannung bis zum Bruch aushält. - -Der Falzer, von dem Fig. 21a Vorderansicht und Fig. 21b Grundriß -zeigt, hat ein dünnes, zur Aufnahme des Probestreifens mit einem -Schlitz versehenes Stahlblech (Schieber), das sich zwischen zwei -Paaren leicht drehbarer Rollen bewegt. Die Rollenpaare sind in den -Lagerstücken (12) angebracht und werden durch Klemmschrauben in -bestimmter Entfernung von dem Schieberblech festgehalten; die an den -Lagerstücken befindlichen Spiralfedern haben nur den Zweck, das genaue -Einstellen der Rollenpaare zu erleichtern. Senkrecht zu dem Stahlblech -befinden sich die Einspannklemmen (7), die mit ihren pyramidenförmig -zugespitzten Verlängerungen in die entsprechend geformten Öffnungen der -Hülsen (3) hineinragen. In diesen Hülsen befinden sich die zum Spannen -des Probestreifens dienenden Spiralfedern. Durch Anziehen der Schrauben -(4) kann die Spannung der Spiralfedern erhöht werden. Die jeweilige -Spannung wird durch den Stand eines kleinen Stiftes über einer auf der -Hülse (3) vorhandenen Teilung angegeben. - -Die Hülsen (3) sind in den Haltern (2) beweglich und werden, wenn -die Stifte (5) gehoben sind, mittels der Spiralfedern (6) so weit -gegeneinander geführt, daß die Einspannlänge richtig wird. Nach dem -Einspannen des Probestreifens wird durch Herausziehen der Hülsen (3) -bis zum Einschnappen der Stifte (5) dem Probestreifen eine kleine -Spannung erteilt und die freie Beweglichkeit der Klemmen bewirkt. Um -während des Versuches das Heruntersinken der Klemmen zu verhindern, -werden letztere durch Rollen (8) gestützt. - -Die Anzahl der Hin- und Herfalzungen wird vom Zählrad (18) angezeigt. -Das Zählrad ist durch den Hebel (21) mit dem Drücker (20) verbunden -und wird beim Reißen des Streifens durch das Zurückprallen der rechten -Klemme selbsttätig ausgelöst. - -Die Nulllage des Schiebers für das Einspannen des Streifens wird beim -Umlegen des Hebels (22) durch das Einschnappen des Hebelstiftes in ein -auf dem Antriebrad befindliches Loch gegeben. - -[Illustration: Fig. 21a.] - -[Illustration: Fig. 21b. - -Vorderansicht und Grundriß des Schopperschen Falzers.] - -Die Versuche werden in folgender Weise ausgeführt: - - 1. Der Fanghebel (22) wird zurückgeschlagen und das Antriebrad - gedreht, bis der Stift einschnappt. - - 2. Die Fangstifte (5) werden gehoben, wodurch die Klemmen die für - das Einspannen bestimmte Lage einnehmen. - - 3. Der Probestreifen wird in den Schlitz und in die - Klemmenöffnungen gelegt, die Klemmschrauben werden fest angezogen. - - 4. Die Hülsen (3) werden so weit nach außen gezogen, bis die Stifte - (5) einschnappen. - - 5. Das Zählrad (18) wird auf 0 eingestellt und eingerückt. - - 6. Das Antriebrad wird durch Anziehen des Hebels (22) ausgelöst und - dann gleichmäßig mit 100 bis 120 Umdrehungen in der Minute so lange - gedreht, bis der Bruch eintritt. - - 7. Die Anzahl Falzungen wird auf dem Zählrad abgelesen. - -In der Versuchsanstalt sind 3 +Schopper+sche Falzer unter Benutzung -eines Versuchsmaterials von fast 1000 Papieren einer sehr eingehenden -Prüfung unterzogen worden.[23] - -Es hat sich gezeigt, daß man die Papiere mit Hilfe des Falzers -im großen und ganzen in ähnlicher Weise abstufen kann, wie mit -der Handknitterung; man könnte somit der Frage näher treten, ob -es angebracht erscheint, die Handknitterung fallen zu lassen und -an ihre Stelle die Bestimmung des Falzwiderstandes mit Hilfe des -+Schopper+schen Falzers zu setzen. - -Als Falzklassen könnten natürlich zunächst nur die in Frage kommen, die -sich als Mittel aus sämtlichen Versuchen ergeben haben, nämlich der -Widerstandsstufe - - außerordentlich - gering entspr., die Falzklasse 0 mit 0- 2 Doppelfalzungen - sehr gering „ „ „ 1 „ 3- 6 „ - gering „ „ „ 2 „ 7- 20 „ - mittelmäßig „ „ „ 3 „ 21- 40 „ - ziemlich groß „ „ „ 4 „ 41- 80 „ - groß „ „ „ 5 „ 81-190 „ - sehr groß „ „ „ 6 „ 191-1000 „ - außerordentlich - groß „ „ „ 7 „ mehr als 1000 „ - - [23] Der umfangreiche Bericht hierüber ist in den „Mitt. a. d. techn. - Vers.-Anst.“ 1901, S. 161ff. veröffentlicht worden. - - - - -Bestimmung des Quadratmetergewichtes und der Dicke. - - -Zur Bestimmung des Quadratmetergewichtes ermittelt man zunächst das -Gewicht einer Anzahl Bogen und berechnet hieraus unter Berücksichtigung -der Bogengröße das Quadratmetergewicht. Wägt man 10 Bogen Reichsformat -(33×42 cm), so multipliziert man das in g ermittelte Gewicht mit 1000 -und dividiert die erhaltene Zahl durch 1386. - -Zur bequemeren Bestimmung sind besondere Wagen gebaut worden, welche -direkte Ablesung des Quadratmetergewichtes gestatten, wenn man an dem -einen Arm ein mit Hilfe eines beigegebenen Bleches ausgeschnittenes -Stück Papier aufhängt. - -[Illustration: Fig. 22. - -Schoppers Dickenmesser.] - -Für die Messung der Dicke des Papiers stehen verschiedene Dickenmesser -zur Verfügung. Bequeme Handhabung und genaue Ablesung gestattet der -+Schopper+sche Dickenmesser, dessen Wirkungsweise aus Fig. 22 zu -ersehen ist. - -Durch einen Druck auf den Hebel _H_ wird das Gestänge _G_ mit der am -unteren Ende befindlichen Platte _P_ angehoben, wobei gleichzeitig -der Zeiger _Z_ aus seiner Nullstellung nach rechts bewegt wird. Man -legt dann das Papier _Pa_ auf die untere mit dem Gestell festverbundene -Meßplatte _P__{1} und läßt _G_ durch langsames Freigeben des Hebels -_H_ nach unten gehen. Der Zeiger zeigt dann die Dicke des Papiers an; -mit Hilfe des am Zeiger befestigten Nonius kann man sie auf 1/1000 -mm ablesen. Zum Einstellen des Zeigers auf 0 dient nötigenfalls die -Scheibe _S_. - -Ein anderer Dickenmesser ist der von +Rehse+ (Fig. 23). - -[Illustration: Fig. 23. - -Rehses Dickenmesser.] - -Er besteht im wesentlichen aus der Mikrometerschraube _B__{1}, mit -welcher die Trommel _T_ fest verbunden ist, und der Gabel mit der -Stellschraube _B_. Die Kreisflächen der Enden beider Schrauben _B_ und -_B__{1}, zwischen denen die Dicke des Papiers gemessen werden soll, -können je nach Drehung der Mikrometerschraube näher aneinander gebracht -oder voneinander entfernt werden. Das Gewinde der Mikrometerschraube -besitzt eine Steigung von 0,5 mm, d. h. bei +einer+ Umdrehung der -Schraube verschiebt sich diese in der Längsachse um 0,5 mm; der Umfang -der Trommel _T_ ist in 100 gleiche Teile geteilt, folglich wird bei -0,01 Umdrehung der Schraube und somit der Trommel diese um - - 0,01 · 0,5 mm = 0,005 mm - -gegen die Fläche der festen Stellschraube verschoben; man hat also die -direkte Ablesung auf der Trommel mit 0,005 zu multiplizieren, um die -Dicke des Papiers in mm zu erhalten. - -Um gleichmäßiges Anlegen der Kreisflächen an das Papier zu ermöglichen, -ist mit der Mikrometerschraube eine sogenannte Reibungskuppelung, -an deren Ende sich der Kopf _H_ zum leichteren Handhaben des -Dickenmessers befindet, verbunden. Sobald das Papier genügend angepreßt -ist, gleitet bei Weiterdrehung des Kopfes _H_ die Kuppelung an der -Mikrometerschraube und verhindert, daß diese weiter bewegt wird. - -Die Stellschraube _B_ ermöglicht bei nicht mehr genauem Zusammenfallen -der Nulllinien ein Nachstellen. - -Der Dickenmesser ist zugleich so eingerichtet, daß er als -Taschenapparat benutzt werden kann, indem die Gabel nicht fest mit -dem Holzgestell verbunden, sondern nur durch ein federndes Blech -festgeklemmt ist. - -Die eigentliche Meßvorrichtung kann daher leicht aus dem Gestell -entfernt werden. - - - - -Bestimmung des Aschengehaltes. - - -Diejenigen Bestandteile des Papiers, welche beim Verbrennen und darauf -folgenden Glühen als unverbrennlich zurückbleiben, nennt man die -Asche; sie enthält die unorganischen Verbindungen im Gegensatz zu den -organischen (Cellulose, Leim, Stärke u. s. w.), welche beim Verbrennen -zum größten Teil als Kohlensäure entweichen. - -Die unorganischen Rückstände können aus drei verschiedenen Quellen -stammen; zunächst aus dem zur Herstellung des Papiers verwendeten -+Rohmaterial+ (Lumpen, Zellstoffe, Holzschliff), sodann aus den zum -+Leimen+ verwendeten Materialien, und schließlich können sie dem Papier -direkt als +Füllstoffe+ zugesetzt sein. - -Die Pflanzenzellen enthalten auch im reinsten Zustand (Baumwolle) stets -geringe Mengen unorganischer Verbindungen, und zwar sind +Kalk+ und -+Kieselerde+ die am meisten vorkommenden; der Kalk in Verbindung mit -+Oxalsäure+ und +Kohlensäure+, die Kieselsäure als solche. - -Der Anschaulichkeit wegen mögen hier einige Angaben über den -Aschengehalt verschiedener in der Papierfabrikation verwendeter -Rohstoffe gemacht werden. - -Selbstverständlich können die mitgeteilten Werte nicht als absolute -aufgefaßt werden; sie sind beständigen Schwankungen unterworfen, wie -auch schon bei einzelnen Rohstoffen, mit denen mehrere Bestimmungen -ausgeführt wurden, zu bemerken ist. Schon die Pflanze selbst wird bei -einer größeren Anzahl von Bestimmungen der mineralischen Rückstände -abweichende Werte ergeben, die man wohl auf klimatische Unterschiede -und wechselnde Bodenbeschaffenheit zurückführen kann; hierzu kommen die -verschiedenartigsten stets schwankenden Einflüsse der Fabrikation. - -Der teilweise sehr hohe Aschengehalt der Lumpen (Tabelle A) dürfte -seine Ursache wohl in ihrer mechanischen Verunreinigung durch Sand, -Erde etc. finden, falls nicht künstliche Beschwerungen vorgenommen -worden sind. Beide gehen im Laufe des Fabrikationsprozesses zum -größten Teil verloren, wie die Tabelle C ergibt; die dort aufgeführten -Halbzeuge sind meist aus den Lumpen der Tabelle A erzeugt worden. - -A. +Lumpen.+ - - =====+=============================+================ - Lfd. | Bezeichnung der | Aschengehalt[24] - Nr. | Lumpen | % - =====+=============================+================ - 1 | Hell Baumwolle | 1,20 - 2 | Reine weiße Baumwolle | 2,60 - 3 | Reine weiße Baumwolle | 3,50 - 4 | Rot Kattun | 3,50 - 5 | Blaue Strümpfe | 4,90 - 6 | Weiße Strümpfe | 1,03 - 7 | Kattun | 0,75 - 8 | Kattun 2 A | 3,00 - 9 | Kattun 2 C | 5,80 - 10 | Schmutzig Parchend | 3,70 - 11 | Weiß Parchend | 1,85 - 12 | Hellrot Halbleinen | 1,50 - 13 | Braun Halbleinen | 3,24 - 14 | Gute Halbwolle | 9,70 - 15 | Hellblau Leinen | 1,10 - 16 | Weiß Leinen 1 | 1,20 - 17 | Weiß Leinen 4 | 4,45 - 18 | f. leinene Flicken | 0,55 - 19 | Halbweiß Leinen | 3,30 - 20 | Halbweiß Leinen 5 | 1,70 - 21 | Halbweiß Leinen 3 | 0,32 - 22 | Halbweiß Leinen 3 | 3,90 - 23 | Halbweiß (Nähte) Leinen 4 | 3,30 - 24 | Halbweiß Leinen 1 | 0,60 - 25 | Halbweiß Leinen 2 | 1,20 - 26 | Sack 1 | 7,00 - 27 | Sack 2 | 3,55 - 28 | Sack 3 | 6,40 - 29 | Sack 4 | 2,55 - 30 | Sack 5 | 4,12 - 31 | Leinen V 3 | 3,33 - -Mittlerer Aschengehalt = 3,06%. - -B. +Anderweitige Rohstoffe.+ - - =====+=============================+================ - Lfd. | Bezeichnung des | Aschengehalt - Nr. | Rohstoffes | % - =====+=============================+================ - 1 | Ungebleichtes Flachsgarn | - | (Naßgespinnst) | 1,25 - 2 | Hanfgarn (ungebleicht) | 1,35 - 3 | Russischer Hanf | 1,41 - 4 | Italienischer Hanf | 1,03 - 5 | Badischer Hanf | 0,69 - 6 | Jute (roh) | 0,56 - 7 | Jute (zu Pappe verarbeitet) | 0,85 - 8 | Baumwolle (Louisiana) | - | ungebleicht | 0,53-0,85 - 9 | Espartogras | 1,91-2,00 - -Mittlerer Aschengehalt = 1,11%. - -C. +Halbzeuge.+ - - =====+===========================================+============= - Lfd. | Bezeichnung des | Aschengehalt - Nr. | Halbzeuges | % - =====+===========================================+============= - 1 | Leinen, gebleicht, Probe A | 1,10 - 2 | Leinen, gebleicht, Probe B | 0,36 - 3 | Leinen, gebleicht, Probe C | 1,40 - 4 | Leinen, gebleicht, Probe D | 1,86 - 5 | Weiß Leinen, mittlere Qualität, gebleicht | 0,23-0,29 - 6 | Blau Leinen, gebleicht | 0,12-0,34 - 7 | Sack, Probe A | 0,80 - 8 | Sack, Probe B | 0,70 - 9 | Sack, Probe C | 0,92 - 10 | Leinen, ungebleicht, Nr. 1 | 0,66 - 11 | Leinen, ungebleicht, Nr. 2 | 0,40 - 12 | Leinen, ungebleicht, Nr. 3 | 1,03 - 13 | Leinen, ungebleicht, Nr. 4 | 0,63 - 14 | Leinen, ungebleicht, Nr. 5 | 1,58 - 15 | Baumwolle, gebleicht, A | 0,79 - 16 | Baumwolle, gebleicht, B | 0,25 - 17 | Weiße Baumwolle, gebleicht | 0,24 - 18 | Bunte Baumwolle, gebleicht | 0,30-0,46 - 19 | Baumwolle, ungebleicht, 1 | 1,12 - 20 | Baumwolle, ungebleicht, 2 | 0,90 - 21 | Baumwolle, ungebleicht, 3 | 0,24 - 22 | Hanfstricke, gebleicht | 0,30 - -Mittlerer Aschengehalt = 0,74%. - -D. +Zellstoffe und Holzschliff.+ - - =====+===========================================+============= - Lfd. | Art des Materials | Aschengehalt - Nr. | | % - =====+===========================================+============= - 1 | Sulfitzellstoff, ungebl., 1 | 0,48 - 2 | Sulfitzellstoff, ungebl., 2 | 0,51 - 3 | Sulfitzellstoff, gebleicht | 0,42 - 4 | Mitscherlich-Zellstoff, ungebleicht | 1,25 - 5 | Natronzellstoff, ungebleicht | 1,40 - 6 | Natronzellstoff, gebleicht | 1,34 - 7 | Strohzellstoff, ungebleicht | 2,30 - 8 | Strohzellstoff, gebleicht | 0,86-1,22 - 9 | Birkenzellstoff, ungebleicht | 0,65 - 10 | Birkenzellstoff, gebleicht | 1,57 - 11 | Fichten-Holzschliff | 0,43 - 12 | Kiefern-Holzschliff | 0,70 - 13 | Espen-Holzschliff | 0,36-0,44 - 14 | Linden-Holzschliff | 0,40 - -Mittlerer Aschengehalt = 0,94%. - -Wie aus den Tabellen B-D weiter ersichtlich ist, nähert sich der -mittlere Aschengehalt der reinen Rohstoffe, Halbzeuge, Zellstoffe und -des Holzschliffes dem Werte 1,0. - -Man sieht hieraus, daß die unverbrennlichen Rückstände der -Rohmaterialien einen verschwindend geringen Bruchteil ausmachen, und -wenn man für sie rund 1% in Anrechnung bringt, so wird dieses in allen -Fällen genügen. - -Ganz anders verhalten sich beispielsweise einige ausländische -Fasersorten, welche zur Herstellung von Papier benutzt werden. So -weisen die gebleichte +Adansoniafaser+ (die Bastfasern der in Afrika -heimischen +Adansonia digitata+, Affenbrotbaum) einen Aschengehalt von -5,70-7,19%, die Fasern, welche in Japan zur Herstellung von Papier -dienen, im Durchschnitt einen solchen von 2,5% auf. - -Da diese Rohstoffe aber bis jetzt für die deutsche Papierfabrikation -von geringer Bedeutung sind, so können sie hier außer acht gelassen -werden. - -Die zweite der oben angeführten Quellen für die Asche, der der -Papiermasse zugesetzte +Leim+, liefert bisweilen schon einen größeren -Prozentsatz an unverbrennlichen Bestandteilen. Bekanntlich wird der -größte Teil der bei uns erzeugten Papiere nicht wie früher durch -tierischen Leim, sondern durch den billigeren +Harzleim+ beschreibbar -gemacht. - -Ohne hier auf die Frage einzugehen, was der leimende Faktor im Harzleim -ist, sei nur bemerkt, daß bei dem Leimen des Papiers stets mit einem -Überschuß von Alaun gearbeitet wird und auf diese Weise eine gewisse -Menge überschüssiger Tonerdeverbindungen in das Papier gelangt. -Dieselben bleiben in der Asche als Tonerde (Al_{2}O_{3}) zurück und -können unter Umständen wohl bis 2% des Papiers ausmachen. Ein geleimtes -Papier kann demnach, ohne daß ihm Füllstoffe beigemengt sind, sehr wohl -einen Aschengehalt von 3,0% aufweisen. - -Endlich werden dem Papier auch aus verschiedenen Gründen, deren -Erörterung hier zu weit führen wurde, mineralische Füllstoffe direkt -zugesetzt. - -Hauptsächlich verwendet werden: - - +Kaolin+, Ton, Bleichererde, China Clay (Aluminiumsilikate), - - +Schwerspat+ (Baryumsulfat), - - +Permanentweiß+ (Blanc-fix, Blanc-Perle, künstlich hergestelltes - Baryumsulfat), - - +Gips+ (Calciumsulfat), - - +Asbestine+, +Talcum+ (vorzugsweise Magnesiumsilikat) - -und andere. - -Die Bestimmung der Aschenmenge in der Weise vorzunehmen, daß man einen -Bogen des zu prüfenden Papiers von bekanntem Gewicht verbrennt und -den übrig bleibenden schwarzen Rückstand dem Gewicht nach bestimmt, -eine Methode, wie sie wohl hin und wieder noch angewendet wird, ist -natürlich für die Erlangung einigermaßen genauer Werte unzulänglich, da -das Gewicht der noch nicht verbrannten Kohle mit zur Asche gerechnet -wird. - -Wenn es auch für die Zwecke der technischen Papierprüfung als -überflüssig erscheinen muß, eine Aschenbestimmung beispielsweise -bis auf 0,001 g genau auszuführen, denn ein so genaues Arbeiten -ist im Hinblick auf die Ungleichartigkeit des Rohmaterials und die -ungleichmäßige Verteilung der etwa vorhandenen Füllstoffe durch die -Papiermasse[25] sowie den Zweck der Prüfung nicht angebracht, so muß -man doch Bedacht darauf nehmen, Verfahren und Apparate anzuwenden bei -denen der Fehler 0,25% nicht übersteigt. - -Zwei Wagen sind es, welche zu diesem Zwecke vorzugsweise angewendet -werden und welche die geforderte Genauigkeit besitzen, nämlich die -+Post+sche und die +Reimann+sche Aschenwage. - - [24] Die Bestimmungen wurden im Platintiegel mit absolut trockenem - Material ausgeführt. - - [25] Ein Kupferdruckpapier ergab an verschiedenen Stellen ein und - desselben Bogens Aschenmengen von 13,65-14,71%. - - -Die Postsche Aschenwage. - -[Illustration: Fig. 24. - -Postsche Aschenwage.] - -Auf 2 horizontal gelagerten Stahlplatten _P_ (Fig. 24) liegt der Hebel -_H_ mit einer Stahlschneide _S_ auf; das eine Ende desselben bildet -den Zeiger _Z_, an dem anderen ist eine Stahlschneide eingelassen, -auf welche das Gehänge _G_ aufgelegt ist; in diesem Gehänge liegt das -Platindrahtnetz _D_, in welchem die Veraschung des Papiers vorgenommen -wird; der Zeiger _Z_ spielt über einer Teilung von 0-150; jeder -Teilstrich entspricht einem Belastungszuwachs von 1 Centigramm. - -Durch Niederdrücken des Hebels _A_ kann der ganze Hebel _H_ nebst dem -daran befindlichen Gehänge von den Platten _P_ abgehoben und so die -Wage festgestellt werden; auch dient _A_ dazu, heftige Schwingungen des -Zeigers, die beim Auflegen von Papier auf das Gehänge entstehen können, -zu mäßigen. - -Beim Wägen muß selbstverständlich der Hebel _H_ so liegen, daß er die -Walze, in welcher die Schneide _S_ eingelassen ist, nicht berührt. - -Mit Hilfe der Schraube _Sch_ wird die Wage so aufgestellt, daß bei -eingelegtem Drahtnetz der Zeiger sich auf den Nullpunkt der Teilung -einstellt. - -Man stelle die Wage so, daß sie vor Erschütterungen möglichst geschützt -ist, am besten auf ein Konsol, das an einer Tragewand angebracht ist; -ist ein solches nicht zu haben, so vermeide man wenigstens ein häufiges -Wechseln des Standortes der Wage. - -Der Versuch selbst geht in folgender Weise vor sich. - -Sobald der Zeiger bei eingelegtem Drahtnetz auf Null einspielt, legt -man in das Gehänge einen Streifen Papier, der nicht ganz die Breite des -Drahtnetzes besitzt, damit er nach dem Zusammenrollen gut in dasselbe -hineingeht. - -Zur Verwendung gelangt eine Papiermasse von dem Gewicht 1 g, weil -dann das Gewicht der Asche, in Centigrammen abgelesen, direkt den -Prozentgehalt bedeutet. - -Geht der Zeiger der Wage nach dem Auflegen des Papierstreifens über -den Teilstrich 100 hinaus, so reißt man so lange kleine Stückchen von -dem Streifen ab, bis der Zeiger auf 100 einspielt; steht er mit dem -aufgelegten Papier unter 100, so fügt man nach und nach geringe Mengen -Papier hinzu, bis das Gewicht von 100 Centigramm voll ist. - -Das nunmehr im Gehänge befindliche Papier wird darauf fest -zusammengerollt und in das Platindrahtnetz geschoben, in welchem es -verbrannt wird. - -Die Verbrennung geschieht am besten durch Gas mit Hilfe eines -Bunsenschen Brenners, welcher einen fächerförmigen Aufsatz trägt (Fig. -25). Durch diesen Aufsatz erzielt man eine Flamme, welche das ganze -Drahtnetz gleichzeitig umspielt und zum Glühen bringt, während man bei -Anwendung eines einfachen Brenners ohne Aufsatz die Flamme von Zeit zu -Zeit verschieben muß, um alle Teile des Papiers in dieselbe zu bringen. - -Steht Gas für diesen Versuch nicht zur Verfügung, so muß man sich mit -einer kräftigen Spiritusflamme begnügen, mit der man seinen Zweck -ebenso vollkommen, jedoch erst nach längerem Glühen erreicht. - -Bei Anwendung von Gas ist der Versuch in längstens 10 Minuten beendigt. - -Zum Auflegen des Drahtnetzes während der Veraschung bedient man -sich zweckmäßig einer Vorrichtung, wie sie in Fig. 25 dargestellt -ist. An einem Gestell _St_ befinden sich zwei durch Schrauben -festzulegende Gabeln _G_, welche in der dem Brenner entsprechenden -Höhe festgeschraubt werden. Die Drahtstangen der Gabeln sind mit -Porzellanröhrchen belegt, um eine Berührung des Platinnetzes mit dem -Eisendraht zu verhindern. Während des Versuches drehe man das Netz -häufiger, so daß die untere Seite auch nach oben zu liegen kommt, weil -die Verbrennung in dem dem Brenner zugekehrten Teile des Netzes nicht -so vollkommen ist wie oben. - -[Illustration: Fig. 25. - -Veraschungs-Gestell.] - -Einen Verlust hat man während dieses Umdrehens und auch bei dem ganzen -Versuch nicht zu befürchten, da die Asche auch bei den feineren -Papieren in sich zusammenhält. Man kann nun allerdings der Asche nicht -ohne weiteres ansehen, wann sie vollständig ausgeglüht und alles -Organische verbrannt ist. Meist wird dies der Fall sein, wenn nach dem -Entfernen der Flamme in dem Rückstand Glimmen nicht mehr zu bemerken -ist. Sieht man noch Teile der Asche weiter glimmen, besonders wenn man -mit der Hand vorsichtig etwas Luft dagegen fächelt, so ist dies ein -Beweis dafür, daß noch unverbrannte Kohleteilchen vorhanden sind; das -Glühen muß sodann fortgesetzt werden, bis diese Erscheinung nicht mehr -auftritt. - -Die Asche erscheint alsdann als eine weiße bis weißgraue Masse, -vorausgesetzt, daß das verwendete Papier nicht mit einem farbigen, -unorganischen Farbstoff gefärbt war, der auch in der Glühhitze seine -Farbe nicht verliert. - -Nach dem vollständigen Erkalten bringt man das Netz mit seinem -Inhalt in das Gehänge der Wage und liest ab, über welchem Teilstrich -der Zeiger spielt; die Zahl der angezeigten Centigramme gibt den -Aschengehalt des Papiers in Prozenten an. - -Zahlreiche Vergleichsversuche, die mit Hilfe einer chemischen Wage -angestellt wurden, ergaben als größten Fehler der Postschen Aschenwage -0,23%, so daß sie für praktische Zwecke als vollkommen genügend -bezeichnet werden kann. Auf zwei kleine Fehlerquellen, die sie in sich -birgt, wird später noch eingegangen. - -Hat man den Aschengehalt durch Ablesen an der Teilung festgestellt, so -muß man sich überzeugen, ob die Veraschung vollständig durchgeführt -ist; denn häufig sieht der Rückstand sehr weiß aus und glimmt auch nach -dem Entfernen der Flamme nicht mehr nach, und dennoch befinden sich -im Innern noch Kohleteilchen, bis zu denen keine atmosphärische Luft -gedrungen ist und welche aus diesem Grunde nicht verbrennen konnten. -Man drückt deshalb nach dem Ablesen die Asche auf einem Papierblatt -mit Hilfe eines Glasstabes auseinander; finden sich im Innern noch -schwarze, unverbrannte Teile vor, so ist der Versuch als verfehlt zu -betrachten und es muß ein anderer ausgeführt werden. - -Von den beiden Fehlerquellen, die oben kurz erwähnt wurden, steckt die -eine in dem Platinnetz, die andere in dem an dem Netz befindlichen -Griff aus Messing. - -Dadurch, daß der Platindraht in der Glühhitze mit der Kohle aus dem -Papier zusammenkommt, entsteht eine Verbindung des Platins mit dem -Kohlenstoff, das sogenannte +Kohlenstoffplatin+, das sich in der -Glühhitze verflüchtigt. - -Das Platinnetz wird also während des Versuches leichter. - -Ein Netz, welches in der Versuchsanstalt gebraucht wurde und welches -ursprünglich 16,566 g schwer war, wog nach 74 Veraschungen nur noch -16,142; es hatte demnach 0,424 g oder 2,6% seines Anfangsgewichtes -verloren. - -Die Zerstörung des Platinnetzes geht schließlich so weit, daß die -ursprünglich etwa 1 mm starken Drähte haardünn werden und das Netz -durch ein neues ersetzt werden muß. - -Die andere Fehlerquelle liegt, wie schon erwähnt, in dem Messinggriff -des Netzes; beim Erhitzen des Papiers entstehen im Innern, wo die Luft -nicht sofort zutreten kann, Produkte der trockenen Destillation; diese -Kohlenwasserstoffe schlagen sich an dem kälteren Griff zum Teil nieder -und bilden hier eine schwarze, kohlige, schwer zu entfernende Masse. - -Der Metallgriff wird also während des Versuches schwerer und hebt mehr -oder weniger den durch das Platinnetz verursachten Fehler wieder auf. - -Diese beiden Unzuträglichkeiten sind bei der +Reimann+schen Aschenwage -vermieden. - - -Reimanns Aschenwage. - -Der eine Arm des Wagebalkens ist mit einem Gewicht aus einem Stück -gearbeitet (Fig. 26); der andere trägt zwei Wagschalen, von denen -die obere zum Auflegen eines Glasröhrchens (Fig. 27), die untere für -Gewichte bestimmt ist. Da die Wage ohne Glasrohr bei einer Belastung -von 21 g sich im Gleichgewicht befindet, so wähle man das Röhrchen -so aus, daß es dem Gewicht von etwa 19 g nahe kommt, ohne jedoch -diese Grenze zu überschreiten. Auf die untere Wagschale bringt man an -Gewichten 2 g und zwar ein Grammgewicht als solches und den Rest in -Deci- und Centigrammstücken. Eine etwaige Differenz gleicht man auf -der unteren Wagschale mit kleinen Metallstückchen sowie mittels der zu -diesem Zweck angebrachten Schraube _R_ aus. - -[Illustration: Fig. 26. - -Reimanns Aschenwage.] - -Eine Pinselarretierung, wie sie Fig. 26 zeigt, hat sich für das -Auflegen und Abnehmen der Gewichte als sehr praktisch erwiesen. - -Der Gang der Aschenbestimmung ist folgender. - -Nachdem die Wage mit dem aufgelegten Glasröhrchen so aufgestellt -ist, daß die Zunge nach rechts und links um gleich viel Teilstriche -ausschlägt, wird das Grammgewicht von der unteren Schale entfernt -und statt dessen so viel Papier aufgelegt, daß die Wagenzunge wieder -gleichmäßig um den Nullpunkt der Teilung spielt. Diese Menge Papier, 1 -g schwer, wird zusammengerollt, in ein Platinnetz gesteckt, wie es Fig. -27 zeigt, und nun in derselben Weise mit Hilfe des Gestelles Fig. 25 -verascht, wie es vorher auseinandergesetzt wurde. - -Ist die Veraschung beendigt, so steckt man das Platinnetz in das -Glasröhrchen und schüttet die Asche hinein; geringes Klopfen mit dem -Netz gegen die Wände des Glases genügt, um den Rückstand ohne jeden -Verlust in das Röhrchen überzuführen. - -[Illustration: Fig. 27. - -Glasröhrchen und Platinnetz zum Veraschen.] - -Da sich die Platinnetze beim Gebrauch häufig verbiegen und -zusammendrücken und die Asche sich dann schwer aus ihnen entfernen -läßt, so weitet man sie von Zeit zu Zeit dadurch wieder auf, daß man -sie über einen entsprechend starken Holzstab zieht. Das Röhrchen, -welches jetzt die Asche des Papiers enthält, wird nunmehr auf die obere -Wagschale gelegt und das Grammgewicht, welches beim Abwägen des Papiers -von der Schale fortgenommen wurde, auf diese zurückgebracht. - -Die Zunge der Wage wird nun naturgemäß nach der Seite der beiden -Wagschalen zu ausschlagen, und zwar um so mehr, je größer das Gewicht -der Asche ist. Um dieses zu bestimmen, entfernt man von den kleinen -Gewichten allmählich so viel, daß der Ausschlag der Zunge nach beiden -Seiten des Nullstriches gleich groß ist. Die Summe dieser Gewichte -ergibt das Gewicht der Asche; in Centigrammen ausgedrückt, bedeutet sie -den Prozentgehalt des Papiers an unverbrennlichen Bestandteilen. Wären -beispielsweise behufs Herstellung des Gleichgewichtes der Wage nach dem -Auflegen des Röhrchens mit der Asche 11 cg heruntergenommen worden, -so hätten 1 g oder 100 cg Papier 11 cg unverbrennliche Bestandteile -hinterlassen, d. h. das Papier würde 11% Asche enthalten. - -Es erübrigt noch zu bemerken, daß Bruchteile von Centigrammen an dem -Ausschlagen auf der Teilung abgelesen werden; die Wagen sind meist so -gebaut, daß ein Ausschlag von zwei Teilstrichen einer Belastung von -1 cg entspricht; auf diese Weise läßt sich also der Aschengehalt auf -Viertelprozente genau ablesen. - -Handelt es sich darum, genauere Angaben als diese über die im -Papier enthaltenen Füllstoffe zu erhalten, so reichen die beiden -beschriebenen Wagen für die Bestimmung nicht mehr aus und es muß eine -quantitative Bestimmung mit Hilfe der chemischen Wage vorgenommen -werden. - -Hierbei ist dann auch die im Papier enthaltene Feuchtigkeit zu -berücksichtigen, welche bei den eben erwähnten Methoden wegen des -geringen Einflusses, den sie auf das Endergebnis ausübt, nicht in -Betracht gezogen ist. - -Um den Feuchtigkeitsgehalt im Papier zu bestimmen, werden ungefähr 1-2 -g in ein Trockengläschen gebracht, wie es Fig. 28 zeigt; dieses wird -dann ohne Deckel in einem Luftbad 30 Minuten lang auf ungefähr 105° C. -bis zum gleichbleibenden Gewicht erhitzt. - -Nach Abzug des Gewichtes der Trockenflasche erhält man das Gewicht des -Papiers. - -Das getrocknete Papier wird darauf, auf eine Platinnadel gespießt -oder mit einem Platindraht umwickelt, verbrannt und der Rückstand in -einem kleinen Porzellan- oder Platintiegel so lange geglüht, bis zwei -aufeinanderfolgende Wägungen dasselbe Ergebnis liefern. Beim Glühen -stellt man den Tiegel schräg und legt den Deckel schräg gegen die -Tiegelöffnung, damit die Luft besser hinzutreten kann. - -Aus dem Gewicht des Papiers und des Rückstandes läßt sich dann der -Aschengehalt in Prozenten berechnen. - -[Illustration: Fig. 28. - -Trockengläschen.] - -+Heyse+[26] hat eine Veraschungsvorrichtung vorgeschlagen unter -Verwendung eines Porzellantiegels mit durchlochtem Deckel. Durch -das Loch ragt ein mit einer feinen Öffnung versehenes hartgelötetes -Kupferrohr mit Platinspitze, durch welches während des Veraschens mit -Hilfe eines Gummiballes Luft in den Tiegel geblasen wird. Hierdurch -wird der Verbrennungsprozeß wesentlich beschleunigt. Beim Einblasen der -Luft muß man natürlich vorsichtig zu Werke gehen, da sonst leicht Asche -aus dem Tiegel fortgeblasen werden kann. - -Es folgt nunmehr die qualitative Bestimmung des in der Asche -enthaltenen Füllstoffes, deren Erörterung indessen außer dem -Bereich dieser Anleitung liegt; es soll hier nur der Grund kurz -angegeben werden, weshalb eine qualitative Analyse zu einer genauen -Aschenuntersuchung erforderlich ist. - -Bei der Veraschung finden mit den im Papier vorhandenen mineralischen -Füllstoffen infolge des Glühens mehr oder weniger weitgreifende -chemische Veränderungen statt, indem teilweise Bestandteile -ausgetrieben, teilweise Füllstoffe in andere Verbindungen übergeführt -werden; es sei hierfür nur ein Beispiel erwähnt. - -Angenommen, es wäre einem Papierstoff Gips zugesetzt, wasserhaltiger -schwefelsaurer Kalk, von der Zusammensetzung CaSO_{4} + 2 H_{2}O. -Dieser Körper gibt beim Glühen sein Wasser ab, und in der Asche -bleibt nur wasserfreier schwefelsaurer Kalk (CaSO_{4}) zurück. -Unter Zugrundelegung der angegebenen Formel ergibt sich, daß 172 -Gewichtsteile Gips 136 Gewichtsteile schwefelsauren Kalk hinterlassen. -Somit hat man einen Glühverlust von rund 21%, der in Rechnung zu ziehen -ist durch Erhöhung des gefundenen Aschengehaltes um rund 26%. - -Außerdem kann ein Teil des Gipses bei ungenügendem Luftzutritt während -der Veraschung in Calciumsulfid übergeführt werden, wodurch ein -weiterer Verlust entsteht. - - [26] Wochenblatt für Papierfabrikation 1899, S. 239. - - - - -Mikroskopische Untersuchung. - - -Die Aufgabe der mikroskopischen Papierprüfung besteht hauptsächlich -darin, die Art der Fasern zu bestimmen, aus denen ein Papier -hergestellt ist; in zweiter Linie soll sie Aufschluß darüber geben, -in welchem Zustand sich die Fasern befinden und in welchen Mengen -sie vorhanden sind, soweit sich letzteres durch Abschätzung des -mikroskopischen Bildes im Vergleich mit Mischungen von bekannter -Zusammensetzung beurteilen läßt. - -Durch Anwendung von Jodlösungen verschiedener Art gelingt es, die -Papierfasern in Gruppen zu trennen, die das Auge leicht durch ihre -verschiedene Färbung unterscheiden kann. Innerhalb dieser Gruppen -wiederum Unterschiede durch Färbung hervorzurufen, ist trotz aller -Versuche bisher nicht gelungen. Eine sichere Kenntnis des Baues der -Fasern bleibt daher ein unbedingtes Erfordernis zu ihrer Erkennung. Der -Bau der Zelle gibt hierzu Anhaltspunkte, obschon diese nicht immer so -sicher sind, daß Verwechselungen einzelner Fasern ausgeschlossen wären. - - -Vorbereitung des Papiers. - -Das Papier als solches ist zum Mikroskopieren nicht ohne weiteres -geeignet. Stellenweise wird vorgeschrieben, ein kleines Stück des -zu untersuchenden Papiers auf dem Objektglase in einem Tropfen -Wasser, Glycerin o. a. mit Präpariernadeln zu zerfasern und unter dem -Mikroskope zu betrachten; diese Methode ist roh und unvollkommen, weil -die neben den Fasern im Papier vorhandenen Körper, wie Leim, Stärke, -Füllstoffe u. s. w., den Bau der Zelle verdecken und ihr Erkennen -erschweren. Um diese der Untersuchung hinderlichen Bestandteile zu -entfernen, ist es erforderlich, das Papier zunächst in ganz verdünnter -Natron- oder Kalilauge zu kochen. - -Zur Erlangung einer guten Durchschnittsprobe entnimmt man, am besten -aus verschiedenen Bogen, kleine Stücke des zu untersuchenden -Materials, übergießt sie in einer Porzellanschale mit einer geringen -Menge etwa 5prozentiger Natronlauge, läßt diese einige Zeit einwirken, -fügt dann Wasser hinzu und erhitzt das Ganze zum Kochen. Schon -bei diesem Kochen verrät sich die Anwesenheit eines Faserstoffes, -nämlich die des Holzschliffes. Holzschliffhaltiges Papier färbt sich -erbsengelb, während holzschlifffreies Papier im Aussehen unverändert -bleibt. - -Man kocht ungefähr eine Viertelstunde und rührt dabei häufig mit -einem Glasstabe um; Papiere aus geringerem Material verlieren hierbei -ihren Zusammenhang ziemlich leicht und liefern eine breiige Masse, -während festere Papiere sich erst nach längerem Rühren zerfasern. Ist -das Kochen beendet, so bringt man das Ganze in einen unten durch ein -feinmaschiges Sieb verschlossenen Spültrichter von nebenstehender Form -(Fig. 29) und gießt Wasser über die darin befindliche Masse, um die den -Fasern anhaftende Lauge zu entfernen. - -[Illustration: Fig. 29. - -Spültrichter.] - -Der Brei wird dann in eine weithalsige, mit Glasstopfen versehene -Flasche gebracht, deren Boden etwa 2 cm hoch mit kleinen Granaten -bedeckt und die außerdem etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt ist. Die -weitere Zerfaserung wird nun dadurch bewirkt, daß die Flasche kräftig -geschüttelt wird, bis die Stoffklumpen verschwunden sind und ein -gleichmäßiger dünner Brei entstanden ist. Der so erhaltene Ganzstoff -wird mittels des erwähnten Siebtrichters abfiltriert und aus dem Brei -dann das Material für die mikroskopischen Präparate entnommen. - -Man erhält auf diese Weise klare mikroskopische Bilder, da die Fasern -durch den Kochprozeß von allen Stoffen befreit sind, die ihren Bau -verdecken und die mikroskopische Untersuchung erschweren; ferner läßt -sich der gewonnene Brei bequem präparieren und schließlich stellt die -erhaltene breiige Masse eine gute Durchschnittsprobe dar. - -Der Wasserzusatz in der Schüttelflasche hat einerseits den Zweck, die -Beweglichkeit des Stoffes zu erhöhen und die Fasern der Einwirkung -der Granaten leichter zugänglich zu machen, andererseits dient er -dazu, eine zu starke Einwirkung zu verhindern; nimmt man zu wenig -Wasser, so kann es vorkommen, daß die Fasern durch das Schütteln so -stark angegriffen werden, daß sie im mikroskopischen Bilde entstellt -erscheinen. Dieser Fall wird besonders dann eintreten, wenn man bei -wenig Brei und wenig Wasser sehr lange und kräftig schüttelt. Aber -auch bei hinreichendem Wasserzusatz ist das Schütteln nur so lange -fortzusetzen, bis die klumpigen Massen zerteilt sind. - -Bei Beobachtung dieser Vorsicht hat man keine störende Veränderung im -Zustande der Fasern zu befürchten. - -Sehr bequem ist, besonders bei kleinen Proben und sehr festem Papier, -die Vorbereitung im Reagensglase ohne Verwendung von Granaten. Man -kocht die Probe mehrere Minuten mit einer etwa 5prozentigen Lauge, -kühlt etwas ab, verschließt die Mündung des Röhrchens mit dem Daumen -und schüttelt so lange, bis vollständige Zerfaserung eingetreten ist. -Der Inhalt des Röhrchens wird dann auf ein kleines Sieb gebracht und -die zurückbleibende Fasermasse, nachdem sie mit Wasser gewaschen ist, -zur Herstellung der mikroskopischen Präparate benutzt. - -Die Reinigung der Schüttelflaschen, der Siebtrichter und -Porzellanschalen wird am besten gleich nach dem Gebrauch vorgenommen, -oder man stellt die benutzten Gegenstände (die Schüttelflaschen -geöffnet) in ein großes Gefäß mit Wasser, damit die Faserreste nicht -antrocknen. Die Schüttelflasche wird behufs Reinigung zur Hälfte mit -Wasser gefüllt, tüchtig durchgeschüttelt, wieder entleert und so -weiterbehandelt, bis in dem über den Granaten stehenden Wasser keine -Fasern mehr bemerkt werden; auch ganz vereinzelte Fasern sind in dem -Wasser deutlich sichtbar. - -Pappen und Preßspäne, welche beim Kochen mit Lauge nur schwer -erweichen, spaltet man vorher in dünne Blätter, um sie der Einwirkung -der Lauge leichter zugänglich zu machen. In solchen Fällen leistet -außerdem ein mechanisches Rührwerk, das sich z. B. leicht mit der -kleinen +Raabe+schen Turbine antreiben läßt, gute Dienste. - -Gefärbte Papiere werden im allgemeinen nicht anders behandelt -als ungefärbte. Die Farbe wird häufig schon durch den Kochprozeß -vollständig zerstört oder so umgewandelt, daß sie bei der Untersuchung -nicht hindert; auch bei widerstandsfähigeren Farben pflegt die -mikroskopische Untersuchung von gefärbtem Papierbrei im allgemeinen -nicht größere Schwierigkeiten zu machen als das Mikroskopieren von -ungefärbtem Brei. Eine besondere Behandlung des Papiers oder des -Breies zur Entfernung des Farbstoffes ist nur dann erforderlich, wenn -die Farbe so dunkel ist, daß sie den Bau der Faser verdeckt. Als -Farbstoff lösende oder zerstörende Mittel kommen hauptsächlich Alkohol, -Salzsäure, Salpetersäure und Chlorkalk in Betracht. Ein Verfahren, -das in allen Fällen zum Ziel führt, kann nicht angegeben werden, da -es in jedem Fall von der chemischen Natur des verwendeten Farbstoffes -abhängig ist. - -Nicht geleimte Papiere, Löschpapiere, Filtrierpapiere, Halbstoffe -u. s. w. lassen sich schon mit Wasser zerkochen. Indessen tut man gut, -auch in diesen Fällen etwas Lauge hinzuzufügen, da hierdurch bessere -Färbungen und klarere mikroskopische Bilder erzielt werden. Nur bei -wollhaltigen Papieren (Kalanderpapier, Schrenzpapier, Dachpappe -u. s. w.) ist Lauge ganz zu vermeiden, da Wolle von Natronlauge -aufgelöst wird. - - -Herstellung der Präparate. - -Wie schon erwähnt, wird das Erkennen der Fasern durch Anwendung -geeigneter färbender Lösungen wesentlich erleichtert; als solche kommen -vorzugsweise eine Jod-Jodkaliumlösung und eine Chlorzinkjodlösung von -bestimmter nachstehend angegebener Zusammensetzung in Betracht. - - 1. +Jod-Jodkaliumlösung.+ - Wasser 20 ccm - Jodkalium 2 g - Jod 1,15 „ - Glycerin 2 ccm - - 2. +Chlorzinkjodlösung.+ - -Man stelle zunächst die folgenden beiden Lösungen her: - - +Lösung A+ - 20 g trockenes Zinkchlorid in 10 g Wasser. - - +Lösung B+ - 2,1 g Jodkalium und 0,1 g Jod in 5 g Wasser. - -Man vermische dann A mit B, lasse den entstehenden Niederschlag sich -absetzen und gieße die überstehende klare Reaktionsflüssigkeit ab; in -diese bringt man ein Blättchen Jod. - -Auf genaue Innehaltung der Mengenverhältnisse der einzelnen -Bestandteile ist zu achten, da schon bei geringen Abweichungen die -Wirkung der Lösung beeinträchtigt wird. Beide Lösungen, die vor Licht -zu schützen sind, füllt man zum Gebrauch am vorteilhaftesten in braune -Pipettenflaschen. - -Die Art der Färbung der für die Papierfabrikation hauptsächlich in -Frage kommenden Fasern bei Anwendung der beiden Lösungen ist aus -nachstehender Zusammenstellung ersichtlich. - -Leider lassen sich die Färbungen der verschiedenen Fasern nicht bei -jedem Papier scharf abgrenzen, da die Farbtöne, zumal bei stark -zermahlenen Stoffen, zuweilen ineinander übergehen. - - ============================+========================================== - Fasern | Färbung in - | Jod-Jodkalium- | Chlorzinkjod- - | lösung[27] | lösung[28] - ============+===============+=====================+==================== - Gruppe I |Holzschliff, | teils leuchtend | - (Verholzte | rohe Jute, | gelbbraun, | zitronengelb bis - | schlecht | teils gelb, je | dunkelgelb - Fasern) |aufgeschlossene| nach Schichtendicke | - | Zellstoffe | und Verholzungsgrad | - +---------------+---------------------+-------------------- - | Strohstoff | teils gelbbraun, | teils gelb, - | | teils gelb, | teils blau, - | | teils grau | teils blauviolett - ------------+---------------+---------------------+-------------------- - | Holzzellstoff | | - | und Adansonia | grau bis braun | blau bis rotviolett - +---------------+---------------------+-------------------- - | Stroh- und | | blau bis - Gruppe II | Jutezellstoff | grau | blauviolett - (Zellstoffe)+---------------+---------------------+-------------------- - | Esparto | teils grau, | teils blau, teils - | | teils braun | weinrot - +---------------+---------------------+-------------------- - | Manilahanf | teils grau, | blau, blauviolett, - | | teils braun, | rotviolett, - | | teils gelbbraun | schmutziggelb, - | | | grünlichgelb - ------------+---------------+---------------------+-------------------- - Gruppe III | Leinen, Hanf, | schwach- bis | schwach bis stark - (Lumpen- | Baumwolle | dunkelbraun, dünne | weinrot[29] - fasern) | | Lamellen fast | - | | farblos | - -+Jenke+[30] hat empfohlen, die Fasern in folgender Lösung zu beobachten: - - 50 ccm gesättigte Chlormagnesiumlösung - 2,5 „ Jod-Jodkaliumlösung (2 g KJ, 1,15 g J, 20 ccm H_{2}O). - -Hierin erscheinen: - - Lumpen braun, - Strohzellstoff blauviolett, - Holzzellstoff ungefärbt bis schwach rötlich, - Holzschliff, rohe Jute gelb. - -+Behrens-Delft+[31] hat vorgeschlagen, die verschiedene -Aufnahmefähigkeit der Fasern für gewisse Anilinfarben zur Trennung zu -benutzen; man erzielt auf diese Weise unterscheidende Färbungen, die in -gewissen Fällen recht wertvoll sind (siehe S. 84). - -+v. Höhnel+[32] behandelt Faserbrei mit Jod-Jodkaliumlösung (eine etwa -3 cm starke Schicht soll rubinrot sein) und nach dem Abdrücken mit -Fließpapier mit Schwefelsäure von bestimmter, durch praktische Versuche -mit Fasern zu ermittelnder Stärke. - -Dann färben sich: - - Lumpen rotviolett, - Zellstoffe von Holz und Stroh rein blau, - Holzschliff und rohe Jute dunkelgelb. - - [27] Vergl. Tafel XIII. - - [28] Vergl. Tafel XIV. - - [29] Erscheinen die Lumpenfasern bläulich, so ist die Lösung zu stark - und muß vorsichtig mit Wasser verdünnt werden, bis sich die - Lumpen rot färben. Werden die Zellstofffasern nicht blau, - sondern rötlich gefärbt, so ist die Lösung zu schwach; sie kann - meist durch geringen Zusatz von Zinkchlorid brauchbar gemacht - werden; gelingt dies nicht, so ist die Lösung neu anzufertigen. - - [30] Papierzeitung 1900, No. 77. - - [31] +H. Behrens+, Mikrochemische Analyse 1896. - - [32] +v. Höhnel+, Über eine neue Methode der mikroskopischen - Papierprüfung. Mitt. a. d. Technol. Gew. Museum. Wien 1889, - S. 6-8. - - -Untersuchung des durch Kochen erhaltenen Breies. - -Zum Zerteilen des Breies auf dem Objektglase bedient man sich zweier -Präpariernadeln, am besten aus Platin, da andere Materialien, -namentlich Hornnadeln, von der Jodlösung stark angegriffen werden. - -[Illustration: Fig. 30. - -Mikroskopierbrücke.] - -Beim Arbeiten mit der Jod-Jodkaliumlösung kann man ein Klümpchen -des erhaltenen Breies ohne weiteres verwenden; beim Färben mit der -Chlorzinkjodlösung muß es erst von dem mechanisch anhaftenden Wasser -befreit werden. Zu diesem Zwecke drückt man es auf ein Stückchen -porösen Ton, Gips o. a.; fehlt es an derartigem Material, so läßt -sich das Wasser auch durch sorgfältiges Ausstreichen des Breies auf -der Hand entfernen. Die Beseitigung des Wassers ist bei Anwendung von -Chlorzinkjodlösung erforderlich, weil anderenfalls die Färbung nicht -mit der nötigen Schärfe eintritt. - -Das ausgedrückte Breiklümpchen bringt man auf das Objektglas, fügt 1-2 -Tropfen der Lösung hinzu und verteilt die Fasern möglichst gleichmäßig. - -Das Objektglas legt man hierbei hohl über eine weiße Unterlage, da -sich die Fasern auf diese Weise am besten vom Untergrund abheben. Fig. -30 zeigt eine Vorrichtung, wie sie zu diesem Zwecke angewendet wird. -Jedes Präparat wird mit einem Deckgläschen vom Rande der Flüssigkeit -aus vorsichtig bedeckt und mit einem scharf beschnittenen Stück -Fließpapier, welches man gegen den Rand hält, die zuviel zugesetzte -Lösung fortgenommen. Hierbei ist indessen darauf zu achten, daß man -das Papier nicht zu lange saugen läßt, da sonst zwischen Objekt- und -Deckglas Luftblasen entstehen, die beim Untersuchen stören. - -Zur staubfreien Aufbewahrung und bequemen Entnahme der Deckgläschen -hat die Firma +L. Schopper+-Leipzig auf Anregung der Versuchsanstalt -Behälter angefertigt, die sich als sehr praktisch erwiesen haben; aus -Fig. 31 ist deren Bau und Wirkungsweise ohne weiteres zu ersehen; die -Füllung mit Deckgläschen erfolgt bei abgenommenem Deckel nach dem -Herunterklappen der Rückwand, die Entnahme der Gläschen von unten; der -zwischen der unteren Platte und der Vorderwand befindliche Schlitz -kann mittels einer Schraube so eingestellt werden, daß immer nur das -unterste Deckgläschen entnommen werden kann. - -[Illustration: Fig. 31. - -Deckglasbehälter.] - -Für die Untersuchung der Fasern empfiehlt sich eine etwa 150fache -lineare Vergrößerung; man erkennt zwar viele Fasern schon bei einer -geringeren Vergrößerung, aber die Feinheiten des Faserbaues gehen -hierbei verloren. In der Versuchsanstalt wird mit +Zeiß+schen -Mikroskopen, gewöhnlich mit dem Okular Nr. 2 und dem Objektiv D, -gearbeitet. Diese Zusammenstellung entspricht ungefähr einer 150fachen -Vergrößerung, die für die Unterscheidung der Fasern meist ausreicht und -sich sehr gut bewährt hat. - -Will man sich einen Überblick über die Menge der verschiedenen -Faserarten verschaffen, so wählt man eine geringere, etwa 50fache -Vergrößerung, damit eine größere Fläche auf einmal übersehen werden -kann. - - -Unterscheidungsmerkmale der in der Tabelle Seite 66 aufgeführten -Fasern.[33] - - -Gruppe I: Verholzte Fasern. - - -Holzschliff[34] (Tafel I). - -Zur Herstellung von Holzschliff werden vorzugsweise Nadelhölzer (Pinus -Picea Fichte, P. sylvestris Kiefer, P. Abies Weißtanne und auch wohl P. -Larix Lärche) verwendet. - -Der anatomische Bau aller zu den Nadelhölzern gehörigen Arten ist sehr -gleichartig und deshalb die auf geringe Verschiedenheiten in dem Bau -der Markstrahlzellen gestützte Unterscheidung oft recht schwierig. -Bei der Papierprüfung hat diese Unterscheidung im allgemeinen wenig -Wert, und es soll daher, um den Stoff nicht unnütz zu erschweren -und zu erweitern, auf die anatomischen Verschiedenheiten der -einzelnen Koniferenarten nicht eingegangen werden. In +Wiesners+ -Technischer Mikroskopie und in ähnlichen Werken kann man die -Unterscheidungsmerkmale finden. - -[Illustration: Fig. 32.] - -[Illustration: Fig. 33.] - -Diejenigen Zellen nun, die dem Beobachter sofort auffallen und die am -zahlreichsten vertreten sind, sind die sogenannten +Holzzellen+, -teils dick- teils dünnwandige Zellen, die durch die Tüpfel oder -behöften Poren sehr charakteristisch gekennzeichnet sind. Die Tüpfel -erscheinen, von der Fläche aus gesehen, meist als zwei konzentrische -Kreise, wie dies aus Fig. 32, die eine schematische Darstellung dieser -Tüpfel, a) von der Fläche gesehen, b) in Seitenansicht, zeigt, deutlich -zu ersehen ist. Ansicht b) wird man indessen bei Untersuchungen selten -wahrnehmen. Die Tüpfel erscheinen mehr oder weniger elliptisch geformt -und zur Längsachse der Zelle schief gestellt. - -[Illustration: Fig. 34.] - -Wenn auch ein großer Teil der Holzzellen beim Schleifen des Holzes -zertrümmert wird (Fig. 33), so kommen doch auch noch viele gut -erhaltene im Papier vor, an denen man diese Tüpfel deutlich wahrnehmen -kann (Fig. 34). - -[Illustration: Fig. 35.] - -Neben diesen Holzzellen sind jedoch noch andere vorhanden, die sich -ebenso vorzüglich zur Erkennung des Holzschliffes eignen, nämlich die -+Markstrahlzellen+, welche im Stamme von der Mitte aus sternförmig nach -außen verlaufen und durch ihr gitterförmiges Gefüge auffallen. - -Fig. 35 zeigt derartige Markstrahlzellen, wie sie über darunter -liegende Holzzellen fortlaufen. - -Außer den Nadelhölzern werden auch in geringem Umfange Laubhölzer, -wie Birke, Pappel u. a., verschliffen. Zur Erkennung dieser -Laubholzschliffe wird auf das S. 73-75 bei Besprechung der Zellstoffe -aus diesen Hölzern Gesagte verwiesen. - - -Jute (Tafel II). - -Was man unter dem Namen Jute namentlich zur Herstellung von Packpapier, -Zuckerpapier, Briefumschlagpapier, sogenanntem Manilapapier u. s. w. -verwendet, sind die Bastzellen mehrerer ostindischer Pflanzenarten -(Corchorus olitorius, C. capsularis, C. fuscus, C. decemangulatus u. -a.). Sie lassen sich schwer bleichen und finden deswegen für feine -Papiere keine Verwendung. - -Die charakteristische Eigentümlichkeit der +Bastfasern+ dieser -Pflanzen besteht darin, daß die Wandstärke der Zellen an verschiedenen -Stellen verschieden ist und oft schon im Bereich des mikroskopischen -Bildes stark wechselt. Zuweilen ist die Wand sehr dünn, dann wird sie -mehr oder minder plötzlich dicker und verdickt sich oft so sehr, daß -die Höhlung der Zelle nur noch als eine dünne Linie erscheint oder auf -kurze Strecken vollständig verschwindet, um eine kurze Strecke weiter -dieselben Wandlungen von neuem durchzumachen (Fig. 36). - -[Illustration: Fig. 36.] - -Man darf indessen nicht erwarten, daß jede Zelle diese Merkmale so -auffallend zeigt wie eben geschildert; an manchen sind sie schwer -aufzufinden, und man muß die Zelle erst unter dem Mikroskop verfolgen, -um Verschiedenheiten in der Wandstärke zu entdecken. - -Stellenweise zeigen die Fasern Poren und ganz ähnliche Verdickungen -(Knoten), wie wir sie später bei der Leinenfaser regelmäßig antreffen -werden; diese Knoten heben sich in Jod-Jodkaliumlösung durch ihre in -ein mehr oder weniger gelbes Braun übergehende Färbung deutlich gegen -die anderen Teile der Zelle ab. - -Häufig kommt es vor, daß man die Jutefasern noch zu ganzen Bündeln -vereinigt in dem mikroskopischen Bilde erblickt (Tafel II). Zur -Erkennung des anatomischen Baues sind solche Bündel wenig geeignet, -weil meist eine Zelle die andere verdeckt. - -Hinsichtlich der charakteristischen Merkmale von Strohstoff und -schlecht aufgeschlossenem Holzzellstoff wird auf S. 76 u. 99 verwiesen. - - [33] Die Angaben über die Färbung in Jod-Jodkalium- und - Chlorzinkjodlösung sollen bei Besprechung der einzelnen Fasern - nicht wiederholt werden; es wird hierzu auf die Tabelle S. 66 - verwiesen. - - [34] Den Namen „Holzstoff“ für Holzschliff sollte man vermeiden, da - er als solcher angewendet ungenau und mit dem Vermerk - „+mechanisch zubereitet+“ versehen etwas umständlich ist. - - -Gruppe II: Zellstoffe. - - -Nadelholzzellstoff (Tafel III). - -Für das Erkennen des Nadelholzzellstoffes unter dem Mikroskop gilt -natürlich im allgemeinen das vorher beim Holzschliff Gesagte; man -erkennt ihn an den behöften Poren oder Tüpfeln der Holzzellen. Jedoch -ist zu bemerken, daß das Gefüge der Zellen infolge des voraufgegangenen -Kochprozesses weniger deutlich hervortritt als beim Holzschliff. Häufig -ist man nicht im stande, die beiden konzentrischen Kreise der Poren -genau wahrzunehmen; die Tüpfel erscheinen dann mehr wie kreisförmige -oder elliptisch geformte helle Stellen auf den Zellwänden. Ferner -fehlen meist die charakteristischen Markstrahlzellen, die nur in -seltenen Fällen und auch dann nur höchst undeutlich zu erkennen sind. -Neben den behöften Poren zeigen die Fasern große einfache Poren (Fig. -37), die im Gegensatz zu den ersteren durch den Kochprozeß weit klarer -sichtbar werden. - -[Illustration: Fig. 37.] - -[Illustration: Fig. 38.] - -Bei nicht völlig aufgeschlossenem Zellstoff kommt es vielfach vor, -daß die Fasern eine schwach gelbliche Färbung aufweisen. Dies beruht -darauf, daß man es nicht mit vollkommen reinem Zellstoff, sondern mit -Zellen zu thun hat, die noch, wenn auch in ganz geringem Maße, verholzt -sind. Es kann bei einem solchen Material, wenn man es makroskopisch mit -Phloroglucin behandelt, vorkommen, daß man infolge der auftretenden -Rotfärbung glaubt, es mit Holzschliff zu tun zu haben. - -Auf die Verschiedenheiten der von verschiedenen Nadelhölzern -herrührenden Zellstoffe soll hier nicht näher eingegangen werden; es -sei um so mehr auf das hierüber beim Holzschliff Gesagte verwiesen, als -die Unterscheidungsmerkmale hier noch weniger deutlich hervortreten als -beim geschliffenen Holz. - -Die meisten Zellstoffe dürften wohl von der Fichte herrühren, die sich -wegen ihres geringen Harzgehaltes am besten zur Fabrikation eignet. - -Auf eine Eigentümlichkeit sei noch besonders hingewiesen; es treten bei -manchen Holzzellstofffasern Erscheinungen auf, wie sie der Baumwolle -eigen sind, nämlich spiralförmige Windungen der Zelle und gitterförmige -Streifung der Zellwände (Fig. 38). Verwechselung mit Baumwolle ist -indessen bei einiger Übung ausgeschlossen. - - -Laubholzzellstoff. - -Die Fasern der Laubhölzer bieten nicht so charakteristische und leicht -auffindbare Merkmale dar wie die der Nadelhölzer. Die +Holzzellen+ -sind meist dünnwandig, die breiteren sparsam mit Poren versehen, die -eine scharf begrenzte mandelförmige, seltener rundliche Gestalt haben -und zur Längsachse der Zelle schief gestellt sind. - -Bemerkenswert sind bei den Laubhölzern die zahlreichen röhrenartigen -+Gefäße+, die einen größeren Porenreichtum aufweisen und zur -Unterscheidung der einzelnen Holzarten einen Anhalt geben. - - -Birkenholzzellstoff (Tafel IV). - -Die +Holzzellen+ der Birke sind oft sehr dünnwandig; die dickwandigen -sind den Bastzellen des Strohes nicht unähnlich. - -[Illustration: Fig. 39.] - -Die dünnwandigen Zellen tragen vielfach einfache mandelförmige -Poren, deren Längsachsen teilweise parallel, teilweise schief zur -Zellrichtung verlaufen (Fig. 39); zuweilen nehmen die Poren auch eine -mehr oder weniger rundliche Gestalt an. Die Enden der Zellen sind sehr -mannigfaltig, teilweise sehr spitz, teilweise abgestumpft bis rund. - -Die +Gefäße+, die oft noch vollständig und sehr schön erhalten -im Papier vorkommen, sind mit einer großen Anzahl einfacher -schlitzförmiger Poren versehen, die senkrecht zur Längsachse des -Gefäßes gestellt sind. Diese Poren sind zuweilen über das Gefäß -gleichmäßig verteilt (Fig. 40). - -[Illustration: Fig. 40.] - -An den Enden sieht man die gitterförmig durchbrochenen Querwände der -Gefäße sehr schön. Der Gefäßreichtum ist bei der Birke sehr groß. - -Der Birkenzellstoff gibt zwar ein sehr schön weißes, aber wenig festes -und dehnbares Papier und wird wohl nur in Ländern hergestellt, wo es an -anderen Holzarten, namentlich an Nadelhölzern, fehlt. - - -Pappelholzzellstoff (Tafel V). - -Zur Herstellung dürfte vorzugsweise das Holz der Zitterpappel (Populus -tremula) und der Weißpappel (P. alba) Verwendung finden. Unter den -Laubhölzern liefern diese beiden Hölzer den zur Bereitung von Papier -geeignetsten Zellstoff. - -Über die +Holzzellen+ der Pappel läßt sich kaum etwas anderes sagen -als über die der Birke; sie sind einander zum Verwechseln ähnlich; die -breiteren weisen hier nicht so viele und in der Regel kleinere Poren -auf als die der Birke. Schmale Zellen mit knotenförmigen Verdickungen -(Fig. 41) kommen ziemlich häufig vor. - -An +Gefäßen+ ist die Pappel ärmer als die Birke. Die Poren sind größer -als bei der Birke und von einem fünf- bis sechseckig-rundlichen Hof -umgeben (Fig. 42); auch große einfache Poren sind in den Gefäßwänden -vorhanden (Fig. 43). Charakteristisch für die Gefäße sind die -schwanzartigen Enden, die oft eine beträchtliche Länge erreichen (Fig. -43). Die gitterförmig durchbrochenen Querwände, die bei der Birke -so charakteristisch hervortreten, fehlen hier. Andere Laubhölzer, -wie Linde, Erle, Ahorn u. s. w., dürften wohl auch gelegentlich zu -Zellstoff verarbeitet werden, ein weiteres Eingehen hierauf erscheint -indessen nicht am Platze. - -[Illustration: Fig. 41.] - -[Illustration: Fig. 42.] - -[Illustration: Fig. 43.] - - -Strohzellstoff (Tafel VI). - -Zur Herstellung von Strohzellstoff wird das Stroh aller Getreidearten -verarbeitet, und es wird hauptsächlich von der Lage einer -Strohstofffabrik abhängen, ob sie mehr Roggenstroh, Weizenstroh -oder andere Strohsorten verwendet. Am meisten dürfte bei uns wohl -Roggenstroh zur Verarbeitung kommen. - -[Illustration: Fig. 44.] - -[Illustration: Fig. 45.] - -[Illustration: Fig. 46.] - -Es soll hier auf die Beschreibung der geringen anatomischen -Unterschiede, welche die einzelnen Stroharten im Bau der Oberhautzellen -aufweisen, aus demselben Grunde wie bei dem Holzzellstoff nicht -eingegangen werden; unser Urteil über ein Papier, das Strohzellstoff -enthält, wird nicht wesentlich vollkommener, wenn wir erfahren, daß -letzterer z. B. dem Weizenstroh entstammt. - -Aus einem mikroskopischen Bilde von Strohfasern heben sich sofort die -sehr charakteristisch geformten +Oberhautzellen+, dickwandige, mehr -oder weniger verkieselte Zellen, deren Ränder wellenförmig gebogen -sind, deutlich ab. Mit diesen wellenförmigen Ausrandungen schließen -die Zellen dicht aneinander, und in dem Strohstoff findet man noch -kleine Kolonien solcher innig miteinander verbundenen Zellen; im -Strohzellstoff und aus diesem hergestellten Papier sind sie selten. -Diese Oberhautzellen kommen in den mannigfachsten Größen vor; das -Verhältnis von Länge zu Breite wechselt von 1/1 bis auf mehr als 10/1. -Auch die Ausrandungen haben verschiedene Gestalt; bald hat man tiefe -Einbuchtungen, bald nur schwache Wellenlinien. Wenn nun auch diese -Oberhautzellen ein leichtes Erkennen des Strohzellstoffes ermöglichen, -so bilden sie doch nur einen geringen Teil aller aus dem Stroh -stammenden Zellen; unter diesen herrschen die +Bastzellen+ bei weitem -vor. Diese dünnen langgestreckten Fasern, welche von sehr regelmäßigem -Bau sind, werden von einem nach dem Ende zu sich verjüngenden schmalen -Hohlkanal durchzogen (Fig. 44). In ziemlich regelmäßigen Abständen -zeigt die Wandung knotige Verdickungen. Diese Verstärkungen erstrecken -sich oft auch nach dem Innern der Zelle, so daß das Lumen an diesen -Stellen eng zusammengeschnürt erscheint. - -[Illustration: Fig. 47a, b, c.] - -Die Bastzellen weisen zahlreiche Poren auf, die als dunkele Linien von -der Höhlung aus nach außen zu verlaufen. - -Neben diesen beiden Arten von Zellen, den Oberhaut- und Bastzellen, -findet sich beim Stroh eine große Anzahl sehr dünnwandiger -+Parenchymzellen+ (Fig. 45); diese sind an beiden Enden abgerundet; -teilweise erscheinen sie fast kreisförmig, teilweise sehr -langgestreckt, mehr oder weniger mit einfachen Poren versehen. Sie sind -von Wichtigkeit für die Untersuchung, weil sie, wie wir später sehen -werden, ein Mittel an die Hand geben, Strohzellstoff von Alfazellstoff -zu unterscheiden. - -In untergeordnetem Maße treten +Gefäße+ auf. - -Vielfach unverletzt trifft man +Tüpfelgefäße+ an, dünnwandige, -röhrenförmige Zellen, deren Wände von sehr zahlreichen rundlichen oder -schlitzförmigen Poren durchsetzt sind (Fig. 46). - -+Spiralgefäße+ in unversehrtem Zustande (Fig. 47a) sind sehr selten; -meist sind die Spiralen durch die Bearbeitung auseinandergezogen und -finden sich als wurmartige Gebilde im Präparate (Fig. 47b). Dasselbe -gilt von den +Ringgefäßen+; die Ringe sind meist aus den Gefäßen -herausgetreten und zeigen sich dem Beobachter als solche (Fig. 47c). -Zu erwähnen sind ferner noch die +Sklerenchymelemente+, sehr stark -verdickte und verkieselte Zellen (Fig. 48). - -[Illustration: Fig. 48.] - - -Alfa-(Esparto-)Zellstoff (Tafel VII). - -Die zu den Gramineen gehörigen Ligaeum Spartum und Stipa tenacissima, -zwei in Spanien und namentlich Nordafrika in großen Mengen vorkommende -Pflanzen, liefern das Rohmaterial für den Alfa- oder Espartozellstoff, -der dem Strohzellstoff sehr nahe steht, bei uns indessen nur in -beschränktem Maße Verwendung findet. Der Bau der Zellen ist dem der -Strohzellen sehr ähnlich, und es dürfte nicht immer möglich sein, zu -entscheiden, ob z. B. eine im Papier vorgefundene Oberhautzelle von -Stroh oder Esparto herrührt. - -Im allgemeinen ist der Bau der Alfazellen zierlicher und Länge und -Breite der Zellen sind kleiner als beim Stroh; jedoch ist es nicht -immer möglich, hierauf eine sichere Unterscheidung zu gründen. - -Die +Bastzellen+ sind im Gegensatz zu denen des Strohes kurz und häufig -in ihrer ganzen Länge im mikroskopischen Gesichtsfelde zu beobachten. -Sie sind sehr regelmäßig gebaut und haben stark verdickte Zellwände, so -daß der Hohlkanal oft nur als Linie erscheint. Unregelmäßigkeiten im -Verlauf der Höhlung, wie wir sie beim Stroh kennen gelernt haben, sind -beim Alfa nicht zu bemerken. - -Von den +Oberhautzellen+ läßt sich im wesentlichen nichts anderes -sagen als von denen des Strohes. Von verschiedenen Seiten ist auf -die angeblich verschiedenartig scharfe Ausrandung der Oberhautzellen -eine Unterscheidung gegründet worden, die indessen kaum stichhaltig -sein dürfte; hiernach sollen diese Zellen bei Alfa tiefer ausgerandet -sein als beim Stroh. Die zahlreichen Untersuchungen, die in der -Versuchsanstalt ausgeführt sind, haben jedoch gezeigt, daß auch Stroh -sehr tief ausgerandete Oberhautzellen aufweist. - -Die Zähnchen beim Alfastoff hingegen (Fig. 49) geben ein recht -gutes Unterscheidungsmerkmal ab. Diese finden sich in Alfapapieren -in ziemlicher Menge und in mannigfachster Form vor, bald kurz und -gedrungen, bald lang und spitzig, oder hakenförmig umgebogen. - -Große dünnwandige Parenchymzellen fehlen beim Alfastoff vollständig, -und so liefern diese beiden Elemente ein Mittel, Stroh und Alfa zu -unterscheiden. - -[Illustration: Fig. 49.] - -Die auch beim Alfastoff vorkommenden Sklerenchymelemente sind ähnlich -wie beim Stroh. - - -Zellstoff aus Jute, Manila und Adansonia. - -Die +Bastfasern+ dieser drei Pflanzenarten sind zum Teil einander so -ähnlich, daß sie, namentlich in Gemischen, nicht immer mit Sicherheit -voneinander unterschieden werden können.[35] Ein Umstand, der das -Bestimmen der Faserart erschwert, ist die oft sehr verschiedenartige -Färbung bei Behandlung mit mikrochemischen Reagentien. Diese -Verschiedenartigkeit wird dadurch veranlaßt, daß die Fasern, welche -im Rohzustande alle mehr oder weniger verholzt sind, im Hinblick auf -ihre vorzugsweise Verwendung zu Pack- und Briefumschlagpapier, selten -vollständig und gleichmäßig entholzt werden. Man findet daher oft alle -Übergänge von verholzten bis zu völlig aufgeschlossenen Fasern vor. - -Dies erschwert die Unterscheidung, und daher erscheint bei Abgabe -eines Urteils über die Stoffzusammensetzung eines Papiers, welches die -genannten Fasern enthält, besondere Vorsicht am Platze. - - -Jutezellstoff. - -Für den anatomischen Bau der Jutefaser gilt natürlich im allgemeinen -das Seite 71 Gesagte. Hinzuzufügen ist nur, inwieweit das -mikroskopische Bild sich durch den Aufschließungsprozeß geändert hat. - -In Bezug auf die Färbung der Fasern in den Jodlösungen wird auf Seite -66 verwiesen. - -Die Bündel von Fasern treten bei aufgeschlossener Jute seltener auf; -sie sind dann geschmeidiger als bei Fasern im Rohzustand und lösen sich -an den Enden meist in Einzelfasern auf. - -Die Einzelfaser ähnelt in ihrem Aussehen der Strohbastfaser, mit der -sie auch in ihren Abmessungen sehr übereinstimmt. - -Nach den Enden zu verjüngt sich die Faser meist ganz allmählich; die -Enden selbst sind gewöhnlich abgerundet. - -Außer den Zellen mit wechselndem Hohlkanal findet man, wenn auch -seltener, solche mit gleichmäßig verlaufendem Lumen und gleichmäßiger -Wandstärke; letztere ist oft so gering, daß die Zellwände -zusammenklappen und die Faser ein baumwollähnliches Aussehen erhält. - -In den Jodlösungen zeigen die Fasern Querstreifungen, die zum Teil von -Porengängen herrühren. - - -Manila (Tafel VIII). - -Hierher gehören die Bastfasern verschiedener Musaceen, namentlich -Musa textilis, M. sapientium, M. paradisiaca. Das über das Aussehen -der Jutefaser im Papier Gesagte gilt zum großen Teil auch für die -Manilafaser. Auch hier kommen Faserbündel vor, wenn auch nicht so -zahlreich als bei der Jute. Zuweilen fehlen die Bündel auch völlig. -Man beobachtet auch hier zweierlei +Bastfasern+, dickwandige mit -unregelmäßigem und dünnwandige, baumwollartige mit gleichmäßig -verlaufendem Hohlkanal. Indessen ist der Wechsel weniger ausgeprägt als -bei der Jute. - -Schlitzförmige Poren durchsetzen die Wand der Bastzellen häufig -in schräger Stellung. Die Manilafasern zeigen im Gegensatz zu -den Jutefasern meist protoplasmatischen Inhalt, der sich in den -Jodlösungen gelb bis gelbbraun färbt. Die Enden der Fasern zeigen -häufig bleistiftartige Zuspitzungen; die Spitze ist teils scharf, -teils abgestumpft. Die Querstreifung der Faser ist bei Manila noch -ausgeprägter, die Streifen sind hier zahlreicher und kräftiger. Sehr -charakteristisch für Manila sind dickwandige +Parenchymzellen+ mit -meist schrägen Wänden, die häufig die Form eines Rhombus besitzen und -in einem Papier, das größere Mengen Manila enthält, selten fehlen. - -Die übrigen Elemente, welche noch ab und zu in Manilapapieren -vorkommen, sind verhältnismäßig selten und kommen für das Erkennen -wenig in Betracht. Es gehören hierher Spiralgefäße, sowie die von -+Höhnel+ erwähnten Stegmata. - - -Adansonia (Tafel IX). - -[Illustration: Fig. 50.] - -Die Adansoniafaser stammt aus dem Bast des in Afrika heimischen -Affenbrodbaumes (Adansonia digitata). Der Bast kommt in etwa 80 cm -langen, 8-10 mm dicken und 40-50 mm breiten Stücken zu uns, ist von -brauner Farbe und zeigt große Festigkeit. Die Faser ist kräftig -gebaut, walzenförmig und wie schon erwähnt der Manila- und Jutefaser -teilweise sehr ähnlich. Charakteristisch ist die häufig vorkommende -Erscheinung, daß die Fasern in der Dicke Unregelmäßigkeiten zeigen -und sich nach dem Ende zu plötzlich verjüngen. Bei der Verarbeitung -lösen sich die äußersten Gewebeschichten vielfach ab, und die sehr -fein zerfaserten Strähnchen umgeben die Zellen an manchen Stellen wie -mit einem Schleier (Fig. 50). Diese Erscheinung tritt zwar auch bei -anderen Fasern auf, aber nie in solchem Umfange wie bei Adansonia. -Die Höhlung verläuft sehr verschieden; sie ist oft nur als dunkele -Linie erkennbar, erweitert sich dann plötzlich und nimmt mehr als die -Hälfte der Zellbreite ein. Die Enden sind meist abgerundet, seltener -zugespitzt. Bündel von zusammenhängenden Fasern kommen kaum vor. Sehr -häufig begegnet man Gruppen stark verkalkter +parenchymatischer+ -Zellen (Fig. 51) sowie dünnwandigen Parenchymzellen und Bruchstücken -von +netzartigen Gefäßen+ (Fig. 52). - -[Illustration: Fig. 51.] - -[Illustration: Fig. 52.] - -Hauptunterscheidungsmerkmale für Jute-, Manila- und Adansoniafasern. - - =============+=====================+==================+===============+ - | Färbung in | | - Faserart | Jod-Jodkalium- | Chlorzinkjod- | Hohlkanal | - | lösung | lösung | | - =============+=====================+==================+===============+ - {verholzt| leuchtend gelbbraun | gelb oder | in der Weite | - {ver- | oder braun | grüngelb | oft wechselnd | - {holzt | | | | - { | | | | - Jute{--------+---------------------+------------------+---------------+ - { | grau, bisweilen | blau, bisweilen | in der Weite | - {ent- | braun | rotviolett | oft wechselnd | - {holzt | | | | - { | | | | - -------------+---------------------+------------------+---------------+ - | | | bei den | - | | | dickwandigen | - | grau, | blau, rotviolett | Fasern von | - Manila | braun, | und gelb, sowie | wechselnder | - | gelblich | Zwischenfarben | Breite, bei | - | | | den | - | | | dünnwandigen | - | | | gleichmäßig | - -------------+---------------------+------------------+---------------+ - | | | die Weite | - Adansonia | schmutzig | | ändert sich | - | grau und | blau bis | mit der | - | braun | rotviolett | Breite | - | | | der Faser | - - ===============+================+==============+================== - | | | - Faserart | Enden | Poren | Nebenbestandteile - ===============+================+==============+================== - { | im allgemeinen | parallel zur | - { | abgerundet | Achse | keine - {verholzt | | gestellte | - { | | Schlitze | - Jute {---------+----------------+--------------+------------------ - { | im allgemeinen | parallel zur | - {entholzt | abgerundet | Achse | keine - { | | gestellte | - { | | Schlitze | - ---------------+----------------+--------------+------------------ - | | | - | | | Gruppen oder - | | schräg oder | einzelne - Manila | oft | parallel zur | Parenchymzellen - | bleistiftartig | Achse | mit ziemlich - | zugespitzt | gestellte | dicken schrägen - | | Schlitze | Wänden - | | | - ---------------+----------------+--------------+------------------ - | | schräg oder | verkalkte - Adansonia | | parallel zur | Parenchymzellen - | meistens | Achse | und - | abgerundet | gestellte | Gefäßbruchstücke - | | Schlitze | - -Für die Erkennung und das Auseinanderhalten der drei zuletzt -beschriebenen Faserarten bietet der Gesamteindruck, welchen das -mikroskopische Bild, als Ganzes betrachtet, auf den Beobachter macht, -oft einen Anhalt. Dieser durch die Gesamtwirkung von Streifung, -Abmessung, Krümmung, Starrheit u. s. w. der Fasern auf das Auge -hervorgerufene Eindruck läßt sich schwer beschreiben, dagegen geben -ihn die photographischen Aufnahmen (Tafel II, VIII, IX) wieder. Der -Beobachter muß sich durch eingehende Betrachtung mikroskopischer Bilder -der genannten drei Fasern mit dem Gesamteindruck vertraut machen. - -In vorstehender Tabelle[36] sind die ausgeprägtesten Merkmale der drei -Faserarten zur besseren Übersicht nochmals gegenübergestellt. - - [35] Vergl. Jute, Manila, Adansonia. Von +G. Dalén+ und Dr. +Wisbar+. - Mitt. aus den techn. Vers.-Anst. 1902. - - [36] Entnommen aus der erwähnten +Dalén-Wisbar+schen Arbeit. - - -Beurteilung des Verholzungsgrades der Zellstoffe. - -Die in der Papierfabrikation verwendeten Zellstoffe sind teils völlig -entholzt, teils enthalten sie noch geringe Mengen der Holzsubstanz; -es hängt dies ab von dem Aufschließungs- und Bleichprozeß, den -sie durchgemacht haben. Gebleichte Stoffe sind meist frei von -Holzsubstanz, ungebleichte oder halbgebleichte zeigen noch mehr oder -weniger starke Verholzung. Die Färbung der Fasern in Jodlösung läßt -oft schon erkennen, mit welchem Grade der Verholzung man es zu tun -hat. Deutlicher noch läßt sich dies durch Behandlung mit gewissen -Farbstoffen ermitteln. - - -Verfahren nach Dr. Klemm. - -Dr. +Klemm+ beurteilt den Grad, bis zu welchem die Holzzellen in -reine Zellstofffasern übergeführt worden sind, nach dem Farbton und -der Stärke der Färbung mit Malachitgrün in essigsaurer Lösung. (Der -Farbstoff wird in Wasser mit 2% Essigsäure bis zur Sättigung gelöst.) - -Das Reagens ist für mikroskopische Präparate und, wenn Zellstoffe als -solche vorliegen, auch makroskopisch anwendbar. - -Je reiner ein Zellstoff ist, um so weniger färbt er sich. Die besten -gebleichten Stoffe färben sich fast gar nicht, halbgebleichte -himmelblau, ungebleichte stark grün. - -In Verbindung mit Malachitgrün läßt sich nach +Klemm+ durch einen -zweiten Farbstoff herausfinden, ob Natron- oder Sulfitzellstoff -vorliegt. - -Dies geschieht durch eine gesättigte, mit 2% Alkohol versetzte Lösung -von Rosanilinsulfat in Wasser, die mit Schwefelsäure versetzt wird, bis -sie einen violetten Schimmer angenommen hat. - -Die Zellstoffe färben sich wie folgt: - - 1. Ungebleichter Sulfitzellstoff wird tief violettrot. - - 2. Gebleichter Sulfitzellstoff nimmt eine weniger starke und - weniger ins Violett spielende rote Färbung an. - - 3. Ungebleichter Natronzellstoff färbt sich durchschnittlich noch - etwas weniger als gebleichter Sulfitstoff. - - 4. Gebleichter Natronzellstoff erhält nur einen schwach rötlichen - Schimmer oder färbt sich überhaupt nicht. - -Die bei alleiniger Anwendung der Rosanilinlösung nicht mögliche -Unterscheidung von gebleichtem Sulfit- und ungebleichtem -Natronzellstoff läßt sich nach +Klemm+ bewerkstelligen, wenn außerdem -noch die Prüfung mit Malachitgrün vorgenommen wird. Färbt sich der -Zellstoff mit Rosanilinsulfat rot, mit Malachitgrün deutlich grün, so -hat man es mit ungebleichtem Natronzellstoff zu thun; färbt er sich mit -Rosanilinsulfat wohl auch rot, mit Malachitgrün dagegen schwach blau -oder gar nicht, so hat man auf gebleichten Sulfitzellstoff zu schließen. - - * * * * * - -Unter Zugrundelegung der von +Behrens+[37] für die Unterscheidung -von Gewebefasern vorgeschlagenen Doppelfärbung mit Malachitgrün und -Kongorot kann man die verschiedenen Reinheitsgrade der Zellstoffe -vielleicht noch deutlicher unterscheiden. - -Das zu prüfende Material wird durch Kochen mit verdünnter Natronlauge -aufgeschlossen. - -Der Faserbrei wird hierauf mit der 15-20fachen Menge einer etwa -½prozentigen Lösung von Malachitgrün in Wasser, die mit einigen -Tropfen Essigsäure angesäuert ist, einige Minuten erwärmt, dann, -nachdem er gut durchgeschüttelt worden ist, auf ein Sieb gebracht und -ausgewaschen, bis das Waschwasser fast farblos abläuft. Schon nach -dieser Vorbehandlung kann man sich oft ein Bild von dem Verholzungsgrad -der Fasern machen. Sind sie stark verholzt, so erscheinen sie stark -grün gefärbt; sind sie nicht oder wenig verholzt, so zeigen sie nur -eine schwache grünliche Färbung. - -Zur weiteren Beurteilung wird der mit Malachitgrün behandelte Stoff -in ähnlicher Weise mit einer 15-20fachen Menge wässeriger, etwa -½prozentiger Kongorotlösung, zu der man einige Körnchen Soda fügt, -gefärbt und ausgewaschen, bis das Waschwasser fast farblos abläuft. - -Aus dem so behandelten Stoff werden geringe Mengen entnommen und in -Wasser oder Wasser und Glycerin präpariert. Stark verholzte Fasern -erscheinen dann im mikroskopischen Bilde stark grün gefärbt, weniger -verholzte bläulichgrün bis hellgrün und unverholzte Fasern rot. - - [37] +H. Behrens+, Mikrochemische Analyse. 1896. S. 52. - - -Gruppe III: Lumpenfasern. - - -Baumwolle (Tafel X). - -Mit dem Namen Baumwolle bezeichnet man die +Samenhaare+ einiger -Gossypium-Arten (G. indicum, G. barbadense, G. herbaceum u. s. w.). -Diese Haare sind bis zu 5 cm lang, kegelförmig sich nach dem Ende zu -verjüngend, einzellig und ohne Querwände. Die Enden sind stumpf bis -rundlich, werden aber im Papier selten angetroffen. Die Zelle ist -einem Schlauche ähnlich, dessen Höhlung etwa ⅔ des ganzen Durchmessers -ausmacht. Trocknen diese Samenschläuche aus, so klappen die Wände, da -sie wegen ihres schwachen Baues dem Luftdruck nicht widerstehen können, -aufeinander, und die gleichzeitig auftretenden Spannungen der Wandung -veranlassen eine spiralförmige Drehung der Zelle, eine Erscheinung, -die zum leichten Erkennen der Baumwolle wesentlich beiträgt. Fig. 53 -gibt ein Bild der +rohen+ Baumwollfaser, an welchem diese Drehung sehr -deutlich zu beobachten ist. - -[Illustration: Fig. 53.] - -[Illustration: Fig. 54.] - -Bei den aus dem +Papier+ stammenden Baumwollfasern oder Faserteilchen -tritt diese Erscheinung seltener und weniger deutlich auf, da man es -immer nur mit verhältnismäßig kurzen Enden zu tun hat. - -Indessen ist die Baumwolle, wenn sie gut erhalten ist, auch ohne diese -spiralförmigen Windungen mit keiner der noch folgenden Lumpenfasern -zu verwechseln. Zunächst fehlen der Faser sowohl die dem Leinen und -Hanf eigentümlichen Poren, feine Kanäle, die von der Zellhöhle aus -durch die Wandung nach außen verlaufen, als auch die zahlreichen -knotenartigen Auftreibungen. Ferner zeigt die Zellwand vielfach -eine höchst charakteristische Streifung, die der ganzen Zelle eine -gitterförmige Zeichnung aufprägt (Fig. 54). Allerdings kommen auch -bei dem Nadelholzzellstoff derartig gitterförmig gezeichnete Zellen -vor, indessen ist eine Verwechselung mit diesen schon infolge der -verschiedenen Färbung ausgeschlossen. - -[Illustration: Fig. 55.] - -Die eigentümliche Streifung in Verbindung mit dem weiten Hohlkanal -der Zelle und das Fehlen von Poren und Knötchen, wie sie den -folgenden beiden Faserarten eigentümlich sind, bilden demnach sichere -Anhaltspunkte zur Erkennung der Baumwolle. Zudem hat sie von den -Lumpenfasern den größten Durchmesser und erscheint durch die Jodlösung -meist etwas dunkeler gefärbt als die Leinen- und Hanffaser. - -Es kommt zuweilen vor, daß durch Drehen oder Zusammendrücken der Faser -der Hohlkanal so eng wird, daß er nur als dunkele Linie erscheint -(Fig. 55); man hüte sich davor, in solchen Fällen die Faser mit der -Leinenfaser zu verwechseln. - - -Leinen (Tafel XI). - -Die +Bastzellen+ der Flachspflanze (Linum usitatissimum) sind etwa halb -so dick wie die Haare der Baumwolle, sehr regelmäßig gebaut und spitz -auslaufend. Im Papier allerdings wird man die natürlichen Enden der -Faser sehr selten beobachten, da diese durch den Fabrikationsprozeß -meist stark beschädigt werden (Fig. 56). - -[Illustration: Fig. 56.] - -[Illustration: Fig. 57.] - -Charakteristisch für die Leinenfasern sind die sich oft in sehr kurzen -Entfernungen wiederholenden Verschiebungen der Wand, welche bei der -Verarbeitung der Faser Anlaß zu Knotenbildungen geben. Bei sehr -starker Verdickung werden diese Knoten durch den Fabrikationsprozeß -häufig breitgepreßt, eine Erscheinung, die in manchen Fällen bis zum -vollständigen Bruch der Fasern an der verdickten Stelle führen kann. - -Neben diesen Knoten ist der enge Hohlkanal der Zelle für deren -Erkennung von Wichtigkeit. Da die Wände sehr stark sind, so ist das -Lumen meist nur als dunkele Linie zu beobachten. Dabei sind Zellen, bei -denen man diesen Hohlkanal von Anfang bis zu Ende verfolgen könnte, -nicht sehr häufig. Bei vielen, namentlich den schwächeren Fasern, sieht -man mit der früher angegebenen Vergrößerung das Lumen überhaupt nicht; -bei anderen erscheint es auf einer kurzen Strecke, wird dann so eng, -daß es dem Beobachter entschwindet, und kommt eine kurze Strecke weiter -mit großer Deutlichkeit wieder zum Vorschein. - -Zugleich ist die Wand der Zelle von zahlreichen Poren durchsetzt, die -von dem Inneren aus nach dem Rande zu verlaufen und als dunkele Linien -erscheinen (Fig. 57). - -Die Enden der Fasern sind oft sehr fein und lang ausgefasert (Fig. 56), -eine Eigentümlichkeit, die aber nicht nur, wie oft angegeben wird, dem -Flachs allein eigen ist, sondern auch bei Baumwolle vorkommen kann. - - -Hanf. - -Der anatomische Bau der Hanffaser ist dem des Flachses ungemein -ähnlich, und nur im rohen Zustande oder in groben Garnen kann man -die beiden Fasern, namentlich durch die Quellungserscheinungen in -Kupferoxydammoniak und die Bruchstücke der Oberhaut, mit Sicherheit -voneinander unterscheiden. Im Papier ist die Unterscheidung nicht mehr -möglich; die Quellungserscheinungen lassen im Stich, und Oberhautstücke -sind im Papier nicht mehr vorhanden. - -Es treten bei Hanf dieselben knotenartigen Auftreibungen auf wie bei -Flachs, dieselben zerquetschten Knoten und dieselben ausgefaserten -Enden. - -Es bleibt daher, wenn man bei einem Papier von Leinenfasern spricht, -die Frage offen, ob es sich nur um Leinen oder Hanf oder um ein Gemenge -beider handelt. Praktisch ist diese Lücke ohne Bedeutung, da die -beiden Fasern an sich als gleichwertig für die Beurteilung des Papiers -anzusehen sind. - -Zur Unterscheidung von Leinen und Baumwolle empfiehlt +Wiesner+[38] die -Behandlung der Fasern mit einer Mischung von verdünnter Chromsäure und -Schwefelsäure. Nach kurzer Einwirkungsdauer führt leichter Druck auf -das Deckglas zu einem Zerfall der Fasern. Leinen zerfällt in kurze, -quer abgetrennte Teile („wie wenn man einen Baumstamm durch die Säge in -Klötze zerlegt hätte“), Baumwolle in zahllose kleine Splitter. - - -Wolle (Tafel XII). - -Wollene Lumpen oder Abfälle werden in der Papierfabrikation nur zur -Herstellung einiger Sondererzeugnisse wie Kalanderwalzenpapier, -Schrenzpapier, geringere Sorten Löschpapier, Dachpappe u. a. -verarbeitet. Auch zum Melieren finden geringe Mengen gefärbter -Wollfasern Anwendung. - -Die Gegenwart von Wolle in einem Papier verrät sich meist schon durch -das Äußere, insbesondere durch die rauhe Oberfläche. Solche Papiere -dürfen, wie schon Seite 65 erwähnt, nicht mit Natronlauge aufgekocht -werden, weil diese die Wolle löst; man kocht in solchen Fällen nur mit -Wasser. - -Das Erkennen der Wolle unter dem Mikroskop bietet keine -Schwierigkeiten; sie weicht in ihrem Bau so sehr von den bisher -besprochenen Fasern ab, daß Verwechselungen ausgeschlossen sind. -Besonders ins Auge fällt die schuppenförmige Zeichnung der Fasern, -hervorgerufen durch die nebeneinander oder dachziegelförmig -übereinander liegenden Hornschuppen; allerdings werden diese Schuppen -bei der Bearbeitung der Lumpen mehr oder weniger entfernt, sie können -streckenweise sogar ganz fehlen. - -In der Jod-Jodkaliumlösung erscheint die Wolle leuchtend gelbbraun, -wenn sie ungefärbt in das Papier gelangt ist. War sie ursprünglich -gefärbt, so zeigt sich diese Farbe auch im mikroskopischen Bilde. - -Sind, wie meist bei den angeführten Sondererzeugnissen, größere Mengen -Wolle vorhanden, so kann man deren Menge annähernd durch Kochen mit -etwa 5prozentiger Natronlauge bestimmen. Die Wolle geht hierbei in -Lösung. Zu berücksichtigen sind hierbei etwa vorhandene Extraktivstoffe -sowie etwaige Verluste an Füllstoffen beim Auskochen. - - -Seltener vorkommende Fasern. - -Außer den vorgeschilderten Fasern, die in der Papierfabrikation -vorzugsweise zur Verwendung gelangen, sei noch kurz auf einige seltener -vorkommende ausländische Faserstoffe hingewiesen. Teils finden Papiere -aus solchen bei uns vielfach Verwendung (z. B. japanische Papiere), -teils gelangen derartige Fasern bei Verarbeitung von altem Papier, -Abfällen u. s. w. in unsere Papiere. In erster Linie sind hier die -Fasern japanischen Ursprungs zu erwähnen. - -Als wichtigstes Rohmaterial zur Herstellung von Papieren dient den -Japanern der Bast der drei Pflanzen - - Wickstroemia canescens (Gampi), - Edgeworthia papyrifera (Mitsu-mata oder Dsuiko), - Broussonetia papyrifera (Kodsu). - -Wenn man daher von Fasern japanischen Ursprungs spricht, sind in den -meisten Fällen diese drei Arten gemeint, welche in China und Japan in -bedeutender Menge gebaut werden und in ihrem Bast feine, geschmeidige -Fasern von großer Länge und Festigkeit besitzen. - -Im mikroskopischen Bilde zeigen die Fasern teils Ähnlichkeit mit -Strohbastfasern und Leinen, teils mit Baumwolle. In Jod-Jodkaliumlösung -färben sie sich schwach gelblich bis braun, in Chlorzinkjodlösung blau -und bläulich-rot. - -Eine eingehende Schilderung dieser Fasern unter Beigabe von Abbildungen -ist in den „Mitteilungen aus den technischen Versuchsanstalten“ 1888, -Sonderheft IV, veröffentlicht. - -Hier näher darauf einzugehen, erscheint im Hinblick auf das -verhältnismäßig seltene Vorkommen der Fasern und auf den Zweck des -vorliegenden Werkes nicht am Platze. - -Als weitere Rohstoffe, die in den Ländern ihrer Erzeugung zur -Anfertigung von Papier dienen, wären vielleicht zu erwähnen das -Bambusrohr, verschiedene Schilfrohrsorten[39], mannigfache Gräser, -Zuckerrohrrückstände u. a. m., deren mikroskopische Merkmale als -Papierfaser zum Teil noch wenig erforscht sind. - - * * * * * - -Es ist gewiß der berechtigte Wunsch eines jeden Mikroskopikers, bei der -Untersuchung gute Vergleichsproben reinen Materials zur Hand zu haben, -um diese zum Vergleich benutzen zu können. Namentlich für denjenigen -sind solche von Wert, der nicht dauernd mit dem Mikroskop arbeitet, dem -infolgedessen einmal gewonnene Bilder bald wieder aus dem Gedächtnis -entschwinden und der so geradezu gezwungen ist, aus dem Vergleich mit -bekannten Objekten seine Schlüsse zu ziehen. - -Leider sind bis jetzt für die mikroskopische Papierprüfung derartige -Präparate, die für eine Vergleichung wirklich wertvoll wären, -nicht geschaffen worden, und es ist fraglich, ob sie überhaupt in -zufriedenstellender Weise geschaffen werden können. Die Gelatine oder -andere ähnliche Einbettmassen, welche zum Präparieren der Fasern -dienen, nehmen den durch die Jodlösung gefärbten Fasern diese Färbung -und damit dem Beobachter einen Anhalt für ihre Unterscheidung, so -daß es ratsam sein dürfte, solche Präparate, die leicht zu Irrtümern -Anlaß geben können, zu vermeiden. Dauerpräparate dieser Art, die für -die Papierprüfung mit Unrecht warm empfohlen werden, haben außerdem -noch oft den Nachteil, daß die Fasern nicht aus Papier, sondern aus -dem unverarbeiteten Rohmaterial entnommen sind. Daß aber die Fasern -vor der Einwirkung der mechanischen Zerstörungsprozesse ein anderes -Bild abgeben als nachher, braucht nach dem Vorgesagten wohl nicht erst -erwähnt zu werden. - -Um nun die besprochene Lücke einigermaßen auszufüllen, verfahre man in -folgender Weise: Man koche eine geringe Menge verbürgt reinen Leinen-, -Baumwoll- u. s. w. Papiers in der oben näher angegebenen Weise mit -Natronlauge zu einem Brei. Diesen bringe man in eine gut verschließbare -Flasche und übergieße ihn mit Alkohol; er ist dann gegen Fäulnis -geschützt und unbegrenzt haltbar. Eine Sammlung derartig vorbereiteter -Papierfasern ist ein für den weniger Geübten nicht zu entbehrendes -Hilfsmittel für die Untersuchung, und selbst der mit dem Bau der Fasern -hinlänglich Vertraute wird in schwierigen Fällen gern seine Zuflucht -zu ihnen nehmen. Sie sollten daher auch stets den für Papierprüfung -zusammengestellten Mikroskopen beigegeben werden.[40] - -Allerdings ist nicht zu verkennen, daß es sehr große Schwierigkeiten -macht, Papiere zu erhalten, die wirklich nur aus einem einzigen -Rohstoff bestehen; meist finden sich auch bei der sorgfältigsten -Auswahl der Rohstoffe und der saubersten Verarbeitung geringe -Beimengungen anderer Stoffe, die den Beobachter leicht irreführen -können. Besonders aber hüte man sich, aus der handelsüblichen -Bezeichnung eines Papiers einen Schluß auf die zur Herstellung -verwendeten Fasern zu ziehen und etwa zu glauben, daß Hanfpapier aus -Hanf, Leinenpost aus Leinen, Manilapapier aus Manilahanf u. s. w. -bestehen müsse. Derartige Bezeichnungen stehen zu dem Papierrohstoff in -gar keiner Beziehung und verdanken lediglich dem geschäftlichen Verkehr -ihre Entstehung. - - [38] +Wiesner+, Die mikroskopische Untersuchung des Papiers. Wien - 1887. - - [39] Vergl. Ein neuer Rohstoff für die Papierindustrie (Arundo Donax, - Italienisches Pfahlrohr). Mitt. 1895. S. 24. - - [40] Die Firma +Schopper-Leipzig+ bringt derartige Proben in Breiform - in den Handel. Die Proben sind in der Versuchsanstalt geprüft - und die Flaschen mit dem Siegel der Anstalt verschlossen. - - -Verschiedene Mahlungszustände von Papierfasern. - -Es ist bekannt, daß eine Reihe von Fasern, unter den Lumpen besonders -die Leinenfasern, je länger sie im Holländer gemahlen werden, um so -mehr in feine Fibrillen zerfallen, so daß es unter Umständen nicht -mehr möglich ist, mit Sicherheit festzustellen, welchen Rohstoffen -die feinsten Teilchen entstammen. Diese weitgehende Mahlung wird -vorzugsweise bei festen Schreibpapieren, bei Zigarettenpapieren u. s. -w. ausgeübt. Man bezeichnet den so erhaltenen Stoff als „schmierig“. -Bei anderen Arten von Papier, z. B. bei Löschpapieren, will man -schmierigen Stoff soviel wie möglich vermeiden, und man mahlt daher so, -daß die Fasern möglichst nur verkürzt, nicht aber ausgefasert werden, -d. h. mit scharfen Messern und bei dünn eingetragenem Stoff; den so -erhaltenen Stoff bezeichnet man als „rösch“. - -Diese verschiedenen Mahlungsarten geben naturgemäß den Fasern im -mikroskopischen Bilde ein ganz verschiedenartiges Aussehen. Einige -Beispiele hierfür sind in Tafel XV wiedergegeben, nämlich: - - 1 Zigarettenpapier, - 1 holländisches Banknotenpapier, - 2 Photographiepapiere, - 3 Normalpapiere der Verwendungsklasse 1, - 1 Dokumentenpapier aus ungebleichten Lumpen, - 1 Löschpapier, - 1 Packpapier. - -Die Aufnahmen erfolgten bei einer 25fachen Vergrößerung. - -Wenn man den Zustand der Fasern von dem Papier Nr. 1 bis zu dem Nr. 10 -verfolgt, so wird man die großen Unterschiede, welche sich darbieten, -nicht verkennen können. Beim Papier Nr. 1 sind die Fasern derartig -vermahlen, daß man kaum noch einzelne gut erhaltene Faserbruchstücke -auffinden kann. Von Papier Nr. 2 gilt fast dasselbe, jedoch finden sich -hier schon mehrere noch bis zu einem gewissen Grade unversehrte Fasern. -Verfolgt man die Papiere weiter, so wird man im großen und ganzen eine -Abnahme feinster Fibrillen und eine Zunahme besser erhaltener Fasern -beobachten können, bis zu dem Papier Nr. 9 und Nr. 10, welche nur noch -in äußerst geringem Grade Zerstörungserscheinungen der Fasern zeigen. -Den Zustand der Fasern in jedem einzelnen Fall zu beschreiben, ist -außerordentlich schwer; das Bild wirkt in diesem Falle besser und ist -genügend aufklärend. Wenn daher von dem Untersuchenden verlangt wird, -er soll den Mahlungszustand der im Papier enthaltenen Fasern angeben, -so dürfte sein Urteil erheblich an Wert gewinnen, wenn der Erklärung -eine mikrophotographische Aufnahme der Fasern beigegeben würde. - -Vielleicht könnte man auch durch zahlreiche Aufnahmen Gruppen von -Mahlungszuständen schaffen, gewissermaßen Normalzustände, welche in -geeigneter Weise den Interessenten zugänglich zu machen wären. Man -könnte dann bei Untersuchung von Papier hinsichtlich des Faserzustandes -auf diese Normalien hinweisen und brauchte so nicht jedesmal dem -Untersuchungsbefund eine photographische Abbildung beizufügen. Aus -den hier vorliegenden Beispielen könnte man vielleicht folgende -Zusammenstellung schaffen (S. 93). - - Papier| Art des | Stoffzusammen- | Mittlere | Widerstand - Nr. | Papiers | setzung |Reiß-| Deh-| gegen - | | |länge| nung| Zerknittern - | | | m | % | - ======+================+===================+=====+=====+=============== - 2 | Holländisches | Wegen starker | 7275|11,1 |außerordentlich - |Banknotenpapier | Zermahlung nicht | | | groß - | | mit Sicherheit zu | | | - | | ermitteln; | | | - | | wahrscheinlich | | | - | | Leinen | | | - | | | | | - 3 | Normal 1[41] | Leinen, Zusatz | 6215| 4,7 | sehr groß - | | Baumwolle; ein | | | - | | Teil der Fasern | | | - | | stark zermahlen | | | - | | | | | - 4 |Dokumentenpapier| Leinen, geringe | 8425| 5,6 |außerordentlich - | aus | Mengen Baumwolle | | | groß - | ungebleichten | | | | - | Lumpen | | | | - | | | | | - 5 | Normal 1[41] | Leinen, Baumwolle | 6050| 4,2 | sehr groß - | | | | | - 6 | Normal 1[41] | Baumwolle, geringe| 6825| 7,2 |außerordentlich - | | Mengen Leinen | | | groß - | | | | | - 7 |Photographie- | Leinen, sehr | 2600| 3,8 | gering - | papier | geringe Mengen | | | - | | Baumwolle | | | - | | | | | - 8 |Photographie- | Leinen, sehr | 4350| 4,5 | gering - | papier | geringe Mengen | | | - | | Baumwolle | | | - | | | | | - 10 | Packpapier | Manilahanf | 6750| 4,5 |außerordentlich - | | | | | groß - - Gruppe I. Nr. 1-3; - „ II. „ 4, 5 und 6; - „ III. „ 7 und 8; - „ IV. „ 9 und 10. - -Kommt nun ein Papier auf den Zustand der Faser zur Untersuchung, so -könnte man einfach auf Grund des mikroskopischen Bildes unter Hinweis -auf die geschaffenen Normalgruppen erklären, daß das Papier sich im -Mahlungszustand beispielsweise der Gruppe II nähert. Solche Angaben -würden für den Fabrikanten in vielen Fällen von Wert sein. - -Mit acht der abgebildeten zehn Papiere sind Festigkeitsversuche -ausgeführt worden, und es wird interessant sein, die hierbei -ermittelten Werte kennen zu lernen (vergl. S. 92). - - [41] Die drei Normalpapiere 1 rühren aus drei verschiedenen Fabriken - her. - - -Feststellung der Mengenverhältnisse der Fasern. - -Man ist hierbei, abgesehen von den verholzten Fasern (vergl. S. -100), z. Z. ausschließlich auf das mikroskopische Bild angewiesen; -irgendwelche analytische Verfahren zur Trennung der Fasern sind -nicht bekannt. Deshalb sind die Angaben über die prozentische -Faserzusammensetzung eines Papiers immer nur als +annähernd+ zutreffend -anzusehen. Die Ermittelung kann aber doch so weit sicher gestaltet -werden, daß sie einen praktischen Wert erhält. - -Ein Bruchteil der Fasern ist bei den meisten Papieren infolge -mechanischer Einwirkungen während des Fabrikationsprozesses und -infolge von Ähnlichkeiten im anatomischen Bau überhaupt unbestimmbar, -wenigstens soweit es sich um Lumpen handelt. Diese werden auf dem Wege -durch die Papierfabrik von den Messern der Holländer, den Walzen u. s. -w. oft bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Der Bruchteil der auf diese -Weise unkenntlich gemachten Fasern wird demnach abhängen von der Art -der Bearbeitung des Rohmaterials; er wird größer sein bei Papieren, -welche sehr lange gemahlen sind, und geringer bei Papieren, bei denen -dies nicht der Fall war. - -Wesentlich günstiger liegen die Verhältnisse bei den Zellstoffen. Die -Art ihrer Herstellung bringt es mit sich, daß bei diesen die einzelnen -Zellen weniger verändert werden als bei den Lumpen, und da sie auch -bei der Verarbeitung zu Papier meist nur einer kurzen mechanischen -Behandlung unterliegen, so finden sie sich im allgemeinen weniger -verletzt im Papier vor. Da sie außerdem selten Neigung zeigen, sich -wie die Lumpen, insbesondere die Leinenfasern, der Länge nach in dünne -Lamellen zu zerfasern, sondern bei einer etwaigen Zertrümmerung meist -in Querstücke zerfallen, so kann man auch den Ursprung der Bruchstücke -besser feststellen als bei Lumpen. - -Die Verhältnisse für die Mengenbestimmung von Fasern im Papier an -der Hand des mikroskopischen Bildes liegen also bei Lumpenfasern -ungünstiger als bei den Zellstoffen. Es wird erheblich schwerer -sein, bei einem Lumpenpapier den annähernden Gehalt an Leinen- -und Baumwollfasern festzustellen, als bei einem anderen Papier zu -entscheiden, wie viel Lumpen- und Zellstofffasern es enthält. - -Die Verwertung des mikroskopischen Bildes zur Ermittelung der -ungefähren Mengenverhältnisse der einzelnen Fasersorten kann nun auf -zweierlei Weise geschehen; entweder zählt man die Fasern jeder Gattung -unter Beobachtung gewisser noch zu besprechender Punkte zusammen und -vergleicht die so gewonnenen Zahlen oder man vergleicht das Präparat -mit anderen von bekannter Stoffmischung lediglich nach dem Augenschein. - -Mit dem Auszählen eines einzigen Bildes ist natürlich nichts getan; es -ist nötig, daß eine große Anzahl von Gesichtsfeldern abgesucht wird, -da man nur dann ein annähernd richtiges Durchschnittsergebnis erwarten -darf. Wenn auch die Stoffmischung infolge der Vorbereitung als sehr -vollkommen angesehen werden kann, so kommt es doch vielfach vor, daß -beispielsweise bei einem aus gleichen Teilen Leinen und Zellstoff -bestehenden Papier in einem Bilde vorwiegend Leinen-, in einem anderen -vorwiegend Zellstofffasern gefunden werden. Diese Schwankungen werden -dann bei Benutzung einer großen Anzahl von Bildern wieder ausgeglichen. - -Beim Auszählen der Gesichtsfelder ist es zweckmäßig, den Halbmesser -beziehungsweise Durchmesser des Gesichtsfeldes als Längeneinheit -zu Grunde zu legen, denn einer solchen bedarf es bei der großen -Verschiedenheit in den Längen der einzelnen Faserstücke. Die in einem -Bilde vorhandenen Bruchstücke von Fasern, welche kürzer als die -gewählte Einheit sind, müssen als Bruchteile derselben geschätzt und -dann verrechnet werden. - -Die durch das Auszählen gewonnenen Zahlen -- nehmen wir an, es seien -Durchschnittswerte aus 50 Zählungen -- können zur prozentualen -Berechnung der Fasern ohne weiteres nur dann verwendet werden, wenn die -Annahme gerechtfertigt ist, daß gleiche Faserlängen der in Betracht -kommenden Stoffe auch gleich schwer sind. Wenn diese Voraussetzung -beispielsweise bei Leinen und Baumwolle zuträfe, so bestände ein -aus diesen Stoffen gefertigtes Papier, wenn in dem Gesichtsfelde im -Durchschnitt gefunden worden sind - - Leinenfasern 7, - Baumwollfasern 5, - -ohne Berücksichtigung der unbestimmbaren Fasern und der Füllstoffe -ungefähr aus - - 58% Leinenfasern und - 42% Baumwollfasern. - -Daß diese Voraussetzung aber nicht für alle Fasern zutreffen wird, -zeigt sich an dem anatomischen Bau der Fasern. Ein Beispiel soll dies -noch näher erläutern. - -Ein Ganzstoff wurde aus genau 50% leinenen Fasern und 50% Holzzellstoff -erzeugt, und es wurden in 100 verschiedenen Gesichtsfeldern die -einzelnen Fasern gezählt; im Mittel wurden gefunden 43,7% Längen -Leinenfasern und 56,3% Längen Holzzellstoff. - -Um auf die wahren Verhältnisse zu kommen, müßte man daher die -gefundenen Werte noch mit Koeffizienten multiplizieren, deren Größe -für die einzelnen Faserarten durch Auszählen einer großen Reihe von -Stoffmischungen zwar bestimmt werden könnte, die aber immerhin von -geringem praktischem Wert bleiben würden, weil die Methode allzu -umständlich werden würde und trotzdem noch erhebliche Unsicherheiten -bestehen blieben. Insbesondere ist für das Auszählen der Präparate ein -außerordentlich großer Zeitaufwand erforderlich. - -Bei einem Gehalt des Papiers an Strohzellstoff kommt ferner hinzu, daß -es noch schwerer als im angeführten Beispiel, wenn nicht gar unmöglich -ist, die mannigfachen, so verschieden gestalteten Fasern des Strohes -(Oberhautzellen, Parenchymzellen, Gefäße, Sklerenchymzellen u. s. w.) -auf eine Längeneinheit zu bringen. - -Diese Erwägungen lassen es zweckmäßig erscheinen, auf eine -Auszählung der Fasern des Bildes zu verzichten und den Versuch der -Mengenbestimmung der einzelnen Fasersorten auf dem zweiten der oben -angegebenen Wege, nämlich dem der Schätzung, zu unternehmen. - -Man muß sich hierbei zunächst klar darüber sein, worauf man die zu -machenden prozentischen Angaben beziehen will, ob auf das Papier als -solches, d. h. unter Berücksichtigung der etwa vorhandenen Füllstoffe, -oder nur auf das vorhandene Fasermaterial. Die nachfolgenden Angaben -beziehen sich nur auf den letzteren Fall. - -Um dem Auge in der Abschätzung des mikroskopischen Bildes Übung zu -verschaffen, ist es erforderlich, zunächst mit Stoffen bekannter -Zusammensetzung zu arbeiten; da man auch später Vergleichsmischungen -stets zur Hand haben muß, um in Zweifelsfällen einen sicheren Anhalt -zu haben, so ist es zweckmäßig, diese Mischungen ein für allemal -anzufertigen und dauernd aufzubewahren; es handelt sich hierbei nicht -um fertige Dauerpräparate gewöhnlicher Art, sondern um Stoffmischungen, -welche, wie schon Seite 90 erwähnt, in Flaschen unter Alkohol -aufbewahrt und von welchen in jedem einzelnen Bedarfsfalle frische -Präparate angefertigt werden. - -Man schätzt zunächst bei schwacher Vergrößerung die Gruppen ab und dann -bei stärkerer die einzelnen Faserarten. - -Dadurch, daß infolge der Färbung mit den Jodlösungen die Fasern -gruppenweise auseinander gehalten werden, wird dem Auge das Schätzen -wesentlich erleichtert, und die Erfahrung hat gezeigt, daß bei -gehöriger Übung seitens des Untersuchenden die auf diese Weise -gefundenen Werte den wirklichen Verhältnissen +annähernd+ entsprechen. - -Von großem Wert ist es natürlich, wenn die Schätzungen von mehreren -Beobachtern vorgenommen und aus den geschätzten Prozentsätzen die -Mittel gebildet werden. - - - - -Nachweis von Holzschliff und anderen verholzten Fasern. - - -Bei der Besprechung der mikroskopischen Prüfung wurde darauf -hingewiesen, mit Hilfe welcher Merkmale man den Holzschliff durch das -Mikroskop nachweisen kann. Einfacher als dort angegeben gestaltet sich -der Nachweis, wenn es sich nur darum handelt, das Vorhandensein von -verholzten Fasern überhaupt festzustellen. Wir besitzen eine große -Anzahl chemischer Verbindungen, die mit denjenigen Bestandteilen des -Holzes, die man kurzweg als +Holzsubstanz+ bezeichnet, mehr oder minder -starke, leicht und schnell zu erzeugende Färbungen geben. - -Da die verholzten Fasern und insbesondere der Holzschliff als Feinde -jedes für lange Aufbewahrung bestimmten Papiers betrachtet werden -müssen, so ist es von besonderer Wichtigkeit, Mittel zu besitzen, die -schnell und leicht Aufschluß über das Vorhandensein dieser Fasern geben. - -Von den Reagentien, die zum Nachweis verholzter Fasern empfohlen -werden, sollen hier nur einige besprochen werden, mit Hilfe deren der -Nachweis am schärfsten gelingt und welche daher auch am häufigsten -angewendet werden, nämlich: - - +Schwefelsaures Anilin+ (+Anilinsulfat+), - +Phloroglucin-Salzsäure+ und - +Dimethyl-paraphenylen-diamin+.[42] - - -Die Reaktion mit schwefelsaurem Anilin (Anilinsulfat). - -Man löst etwa 5 g schwefelsaures Anilin in 50 g destilliertem Wasser; -das Salz löst sich bei einigem Umschütteln ziemlich leicht und -man erhält eine klare, farblose Flüssigkeit, welche jedoch nicht -lichtbeständig ist, sondern sich ziemlich leicht zersetzt, wobei sie -eine violette Färbung annimmt; trotzdem reagiert sie auch während der -Zersetzung noch auf Holzschliff. Die Färbung, welche die Lösung von -Anilinsulfat auf holzschliffhaltigem Papier hervorbringt, ist eine sehr -schön hellgelbe. - - -Die Phloroglucin-Reaktion. - -Diese von +Wiesner+[43] entdeckte Reaktion für verholzte Zellen ist -wohl die empfindlichste von allen und zugleich die farbenprächtigste. -Zur Herstellung der Lösung verfährt man in folgender Weise: Man löst -1 g Phloroglucin in 50 ccm Alkohol und fügt etwa 25 ccm konzentrierte -Salzsäure hinzu; es entsteht eine schwach gelb gefärbte Flüssigkeit, -welche sich allmählich durch den Einfluß der Luft und des Lichtes -zersetzt; man tut daher gut, sich nie größere Mengen herzustellen, da -eine frisch bereitete Lösung schneller und schärfer wirkt als eine -schon in Zersetzung übergegangene. - -Die Färbung, welche diese Lösung auf holzhaltigem Papier hervorbringt, -ist sehr schön rot, und aus diesem Grunde ist die Phloroglucinlösung -der oben besprochenen vorzuziehen, weil diese beispielsweise bei gelben -Papieren keine so deutliche Reaktion veranlaßt als jene. - -Man lasse bei der Untersuchung auf verholzte Fasern mittels -Phloroglucin nicht außer acht, daß es gewisse Farbstoffe gibt, -welche sich, wie das in der Papierfabrikation vielfach verwendete -Metanilgelb, unter dem Einfluß freier Säuren ebenfalls rot färben und -daher möglicherweise zu der Annahme führen könnten, man hätte es mit -verholzten Fasern zu tun. - -Die Art und Weise des Auftretens der Reaktion ist aber anders als beim -Holzschliff. Bringt man Phloroglucin auf holzschliffhaltiges Papier, -so entsteht ganz allmählich eine an Tiefe zunehmende Rotfärbung, -wobei einzelne dickere Fasern besonders hervortreten und durch ihre -dunklere Färbung auffallen. Ist indessen kein Holzschliff, sondern -nur Metanilgelb vorhanden, so entsteht der Fleck ziemlich plötzlich; -das Papier erscheint ganz gleichmäßig gefärbt und es sind keine -einzelnen Fasern durch besonders hervortretende Färbung sichtbar; der -Fleck verblaßt in wenigen Minuten und umgibt sich mit einem violetten -Hof, während Holzschliffflecken erst nach längerer Zeit und ganz -allmählich verblassen und sich hierbei nicht mit einem Hof umgeben. -Sollten trotzdem noch Zweifel auftauchen, so befeuchte man das zu -untersuchende Papier mit verdünnter Salzsäure allein; entsteht auch -jetzt die Rotfärbung, so ist ein Farbstoff vorhanden, entsteht sie -nicht, so handelt es sich um Holzschliff. - - -Wursters Reaktion mit Dimethyl-paraphenylen-diamin.[44] - -Das Reagens gelangt entweder in Lösung oder in Form von Filtrierpapier, -das mit der Lösung getränkt ist, zur Anwendung; der Kürze wegen -bezeichnet der Entdecker die Mittel mit Di-Lösung und Di-Papier. - -Bei Anwendung der Lösung bringt man diese durch Auftropfen oder mit -Hilfe eines Pinsels auf das zu untersuchende Papier. Bei Gegenwart von -verholzten Fasern entsteht nach einiger Zeit ein orangeroter Fleck. -Dieser Fleck wird mit Wasser befeuchtet und erscheint dann karmoisinrot. - -Verwendet man statt der Lösung das Papier, so benetzt man es vor -dem Versuch mit einigen Tropfen Wasser, faltet es einmal zusammen -und bringt es unter Druck zwischen das zusammengelegte zu prüfende -Papier. Ist letzteres unter dem Reagenspapier durchfeuchtet, so wird -diese Stelle mit Wasser benetzt, und es entsteht dann ebenfalls eine -karmoisinrote Färbung. - -Lösung und Papier sind von der chemischen Fabrik von Dr. Theodor -+Schuchardt+ in Görlitz zu beziehen. - -Hat man mit Hilfe einer der geschilderten Reaktionen verholzte Fasern -nachgewiesen, so kann die weitere Frage, welcher Art die Fasern -sind, ob es sich insbesondere um Holzschliff handelt, nur durch eine -mikroskopische Untersuchung beantwortet werden. - -In Frage kommen von anderen verholzten Fasern hauptsächlich nicht -völlig aufgeschlossener Zellstoff, ungebleichte Jute und Adansonia, -deren Erkennen auf Grund der Angaben Seite 71 u. 80 ermöglicht wird. - -Über die Unterscheidung von Holzschliff und nicht völlig -aufgeschlossenem Holzzellstoff sei noch folgendes bemerkt. - -+Holzschliff+ zeigt infolge des Schleifprozesses nur Bruchstücke von -Zellen oder Zellgruppen. Besonders ins Auge fallen die Holzzellen mit -Tüpfeln und die gitterförmigen Markstrahlzellen. Natürliche Enden sind -nicht oder nur selten zu beobachten. - -+Holzzellstoff+ zeigt infolge des Aufschließens auf chemischem Wege -einzelne Zellen und Bruchstücke solcher; natürliche Enden der Faser -sind in großer Anzahl vorhanden. Die gitterförmigen Markstrahlzellen -fehlen in den meisten Fällen. - -Hiermit sind genug Anhaltspunkte gegeben, um Holzschliff und nicht -völlig aufgeschlossenen Holzzellstoff voneinander zu unterscheiden. - - [42] In +Müllers+ Abhandlung „+Die Bestimmung des Holzschliffes im - Papier+“ findet sich Seite 10 eine ausführlichere - Zusammenstellung von Holzschliffreagentien, die aufzuzählen hier - zu weit führen würde. - - [43] +Dingler+, Polytechnisches Journal 1878, S. 397. - - [44] Dr. +C. Wurster+, Die neuen Reagentien auf Holzschliff und - verholzte Pflanzenteile. 1900. - - -Die Bestimmung der Menge des Holzschliffes. - -Bekanntlich fehlt es zur Zeit noch an Verfahren, den Holzschliff eines -Papiers in wägbarer Form abzuscheiden und so seine genaue quantitative -Feststellung zu ermöglichen; ob dies jemals gelingen wird, erscheint -zweifelhaft und dürfte auch im allgemeinen nicht von großer Bedeutung -sein. Wenn für eine Papiersorte überhaupt Holzschliff zugelassen ist, -wird es sicher in den meisten Fällen ohne ernste Bedeutung sein, ob 5% -mehr oder weniger vorhanden sind. Nur in Streitfällen wäre ein genaues -Bestimmungsverfahren von Wert. - -Die bis jetzt zur Bestimmung der Holzschliffmenge eines Papiers -gemachten Vorschläge sind zweierlei Art; einmal soll der Gehalt auf -kolorimetrischem Wege und im zweiten Falle durch ein analytisches -Verfahren ermittelt werden. - -+Gädicke+[45] stellt sich durch Vermischen von Holzschliff und -schwedischem Filtrierpapier in verschiedenen Verhältnissen Papiere -von 10, 20, 30, 40, 50 u. s. w. % Holzschliffgehalt her, die er durch -schwefelsaures Anilin gelb färbt. Die verschiedenen Farbtöne, welche -je einen Holzschliffgehalt darstellen, werden als Deckfarbe aus -geeigneten Farbstoffen gemischt und auf Papier aufgetragen; auf diese -Weise entsteht eine Tabelle, aus welcher man die Menge des im Papier -enthaltenen Holzschliffes annähernd entnehmen kann, sobald man es mit -Anilinsulfat gefärbt hat; vorausgesetzt wird hierbei natürlich, daß -stets mit Lösungen von gleicher Konzentration gearbeitet wird. - -Dr. +Wurster+[46] verwendet das bereits erwähnte Di-Papier. Dieses -Di-Papier wird mit 1-2 Tropfen Wasser befeuchtet und, in der Mitte -zusammengelegt, zwischen das zu prüfende Papier gebracht. Ist letzteres -unter dem Reagenspapier durchfeuchtet, so wird diese Stelle mit viel -Wasser benetzt. Enthält das Papier Holzschliff, so tritt Rotfärbung -ein, und an dem Grad der Färbung des mit Filtrierpapier abgedrückten -aber noch feuchten Fleckes kann der Gehalt an geschliffenem Holz -annäherungsweise bestimmt werden. Dem Di-Papier wird nämlich eine -Farbentafel beigegeben, auf welche zehn verschiedene rote Farbtöne -aufgetragen sind, deren jeder einem bestimmten Holzschliffgehalt -entspricht. Hat man also das holzschliffhaltige Papier mit Hilfe des -Di-Papiers gefärbt, so sucht man auf der Tafel den Farbton aus, welcher -der erhaltenen Färbung am meisten entspricht. Die Zahl, welche sich auf -der Tafel befindet, gestattet die Bestimmung des Prozentgehaltes an -Holzschliff mit Hilfe der Gebrauchsanweisung, welche beigegeben ist. - -Die Verfahren von Dr. A. +Müller+[47] (Behandlung des Papiers mit -Kupferoxydammoniak) und von +Godeffroy und Coulon+[48] (Behandlung des -Papiers mit Goldchloridlösung) haben sich bei genauer Prüfung nicht als -brauchbar erwiesen. - -+Prof. Rudolf Benedikt und Max Bamberger+[49] wiesen an der Hand der -S. +Zeisel+schen Methoxylbestimmungsmethode nach, daß dem Lignin -(Holzsubstanz) eine ziemlich hohe Methylzahl zukommt; man versteht -unter Methylzahl diejenige Methylmenge in Zehntelprozenten, welche -sich beim Kochen der Substanz mit Jodwasserstoffsäure in Form von -Jodmethyl abspaltet. Die verschiedenen Holzarten verhalten sich hierbei -verschieden; es wurde im Mittel gefunden für Fichte die Methylzahl -22,6, Tanne 24,5, Aspe 22,6. Da man mit Hilfe des Mikroskopes -feststellen kann, welcher Art das in einem Papier vorhandene Holz ist, -so kann man dadurch ermitteln, welche Methylzahl man den Bestimmungen -zu Grunde legen muß. - -Bei der Untersuchung auf diejenigen Bestandteile des Holzes, welche -Methoxylgruppen enthalten und demgemäß die Abspaltung des Jodmethyls -veranlassen, ergab sich, daß hierbei nur jene Teile des Holzes in Frage -kommen, die man mit dem Namen Lignin bezeichnet. - -Reine Cellulose, gereinigte Baumwolle, Filtrierpapier liefern kein -Jodmethyl; die mit Wasser, Alkohol und Äther extrahierten Hölzer -liefern nach der Extraktion dieselbe Methylzahl wie vorher. - -Die Ausführung der Bestimmung der Methylzahl muß mit großer Sorgfalt -geschehen, da ein Fehler von nur einer Einheit in der Methylzahl den -Holzschliffgehalt schon um 5% falsch finden läßt. Nicht ausführbar -ist die Bestimmung der Methylzahl für Holz in einem Papier, welches -Gips oder Baryumsulfat enthält, da ein größerer Schwefelgehalt die -Methylzahl durch Bildung von Merkaptan herabdrückt. - -In der Versuchsanstalt wird die +annähernde+ Bestimmung der Menge des -vorhandenen Holzschliffes u. a. auch in folgender Weise ausgeführt. -Das Verfahren ist wie das von +Gaedicke+ und Dr. +Wurster+ ein -kolorimetrisches, unterscheidet sich jedoch von den beiden genannten -dadurch, daß zum Vergleich nicht ein künstlicher Farbton, sondern die -Färbung, welche irgend ein Holzschliffreagens mit Holzschliff erzeugt, -direkt benützt wird. - -Erforderlich zur Ausführung der Prüfung sind die nachfolgenden -Gegenstände. - - 1. Eine Glasplatte von etwa 10×20 cm Fläche. - - 2. Eine Pincette. - - 3. Ein beliebiges Reagens auf Holzschliff (Phloroglucin, - schwefelsaures Anilin o. a.). - - 4. Eine Reihe von Papieren mit bekanntem Holzschliffgehalt; wenn - möglich innerhalb der Grenzen 1-10% um je 1%, innerhalb 10-30% um - je 5% und von da ab um je 10% steigend; wenn diese Papiermuster - außerdem in verschiedenen Dicken zur Verfügung stehen, so ist dies - für die Ausführung der Prüfung sehr vorteilhaft. - -Die Art der Versuchsausführung selbst ist folgende. - -Zunächst wird festgestellt, ob das Quadratmeter-Gewicht des -zu prüfenden Papiers +ungefähr+ übereinstimmt mit dem der -Vergleichsproben; ist dies nicht der Fall, so wird beim Versuch durch -Aufeinanderlegen von zwei oder mehreren Blättern der dünneren Sorte -der Unterschied möglichst ausgeglichen; durch eine kleine Vorprobe mit -Phloroglucinlösung überzeugt man sich, ob das in Frage kommende Papier -viel oder wenig Holzschliff enthält, damit nicht alle Abstufungen zum -Vergleich herangezogen werden müssen. Von denjenigen Mustern, die man -auf Grund dieser Vorprüfung ausgewählt hat, schneidet man kleine etwa -3 qcm große Stücke ab, ebenso ein solches von dem zu untersuchenden -Papier. Sämtliche Proben bringt man in eine Schale von Glas oder -Porzellan, welche eine Phloroglucinlösung von beliebiger Stärke -enthält; man verfährt hierbei derart, daß die nächste Probe erst dann -in die Flüssigkeit gebracht wird, wenn die vorhergehende bereits von -beiden Seiten benetzt worden ist. Auf diese Weise vermeidet man das -Zusammenhaften der einzelnen Blätter, welches oft ein allseitiges -Benetzen verhindert. Nachdem die Lösung etwa zwei bis drei Minuten (bei -schwachen Lösungen fünf Minuten) eingewirkt hat, nimmt man zunächst -die Proben von bekanntem Gehalt heraus, läßt die daran haftende Lösung -abtropfen und legt sie mit wachsendem oder abnehmendem Gehalt an -Holzschliff der Reihe nach nebeneinander auf die Glasplatte; die zu -untersuchende Probe legt man unter diese Reihe. - -Man tut gut, die Proben nun sowohl im auffallenden als auch im -durchfallenden Licht zu betrachten, das letztere besonders bei Proben -von gleicher Dicke. Man wird sich weit eher als bei den anderen -kolorimetrischen Methoden für einen bestimmten Gehalt an Holzschliff -entscheiden können. - -Von besonderem Wert hat sich dies Verfahren erwiesen bei Papieren, -welche sehr wenig Holzschliff enthalten, beispielsweise weniger als 10%. - -Eine Schwierigkeit des Verfahrens liegt zur Zeit noch in der -Beschaffung der Vergleichspapiere, die im Handel nicht zu haben sind; -vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, die eine oder die andere -Papierfabrik zur Herstellung solcher Muster zu veranlassen, wobei die -weiter unten aufgeführten Gesichtspunkte zu beachten sein würden. - -Der Versuchsanstalt liegen bei ihren Prüfungen Papiere zu Grunde, die -seitens einiger Papierfabrikanten mit besonderer Vorsicht hergestellt -und der Anstalt zum Geschenke gemacht sind; sie enthalten 0,5, -1,0, 1,5 u. s. w. bis zu 90% Holzschliff und bilden ein wertvolles -Material zur annähernden Bestimmung dieses Faserstoffes im Papier. -Eine weitere Reihe von Papieren ist in der Versuchsanstalt mit den -denkbar einfachsten Mitteln hergestellt worden und dürften solche in -Ermangelung anderer, in einer Papierfabrik mit allen Hilfsmitteln -erzeugten Proben auch gute Dienste leisten. - -Eine sehr wertvolle Unterstützung der vorbeschriebenen annähernden -Bestimmung der Menge des im Papier vorhandenen Holzschliffes bietet die -mikroskopische Untersuchung, vorausgesetzt, daß der Untersuchende im -mikroskopischen Arbeiten und insbesondere im Schätzen der Bilder einen -gewissen Grad von Übung besitzt. - -Bei der Schätzung des Holzschliffes im mikroskopischen Bilde ist -natürlich, wie ausdrücklich hervorgehoben werden mag, ebensowenig ein -genaues Ergebnis zu erwarten wie bei dem geschilderten kolorimetrischen -Verfahren; indessen hat die Erfahrung gezeigt, daß die Schätzungen bei -genügender Übung im allgemeinen mit einem Fehler von weniger als 10% -behaftet sind. - -Um für die Schätzungen einen festen Anhalt zu haben, ist zunächst die -Herstellung bestimmter Stoffmischungen erforderlich; die Mischungen -werden nicht in Blättern geschöpft, sondern als Brei aufbewahrt, da sie -nur in dieser Form Verwendung finden. - -Auf die Herstellung der Präparate, sowohl des zu untersuchenden Papiers -als auch der Mischungen, ist große Sorgfalt zu verwenden. Man nehme für -die Präparate, soweit dies der Augenschein gestattet, immer möglichst -gleich viel Material, breite dies immer auf eine möglichst gleich große -Fläche aus und betrachte das Bild stets mit derselben Vergrößerung. Ein -Wechsel in den Objektiven und Okularen erzeugt große Unsicherheit im -Urteil. Die Abgabe des Urteils erfolgt nach dem Gesamteindruck, den das -Auge erhalten hat. - -Spuren oder ganz geringe Mengen Holzschliff in als holzfrei gehandelten -Papieren haben schon oft Veranlassung zu unliebsamen Erörterungen -zwischen dem Erzeuger und Abnehmer der Ware gegeben. Wenn auch ein -Fabrikant holzfreier Papiere lediglich holzfreie Rohstoffe verarbeitet, -so ist doch in jeder Fabrik die Möglichkeit gegeben, daß das fertige -Papier verholzte Fasern und zwar in erster Linie Holzsplitterchen -enthält. Die Ansichten über die Möglichkeit, Bedeutung und Zulässigkeit -solcher Verunreinigungen sind in Fachkreisen sehr geteilt, und ein -allgemein anerkannter Handelsbrauch darüber, ob und bis zu welchem -Grade als holzfrei gehandelte Papiere durch verholzte Fasern -verunreinigt sein dürfen, ohne als holzhaltig angesehen zu werden, -besteht nicht.[50] - -Die Versuchsanstalt hat von jeher den Standpunkt eingenommen, daß man -ein Papier nicht ohne weiteres als holzhaltig ansprechen soll, wenn man -verholzte Fasern in ihm nachweisen kann; der Papierfabrikant verlangt -mit Recht, daß man auch den Fabrikationsumständen bei der Beurteilung -solcher Fragen Rechnung trägt, und diese sind wie erwähnt derart, -daß unter den gewöhnlichen hier in Frage kommenden Verhältnissen -Verunreinigungen durch verholzte Fasern nicht sicher zu vermeiden sind. -Die Möglichkeiten solcher Verunreinigungen werden um so mehr in den -Hintergrund treten, je besser und wertvoller das erzeugte Papier ist, -und man wird um so mehr mit ihnen zu rechnen haben, je geringer die -Güte des erzeugten Materials ist. Aus diesem Grunde werden auch die -Ansprüche, die man an das Papier stellt, verschieden sein, und man -wird z. B. an ein Packpapier 5a und an ein Schreibpapier 3a, die beide -holzfrei sein sollen, nicht den gleichen Maßstab legen. Man wird in -jedem einzelnen Falle unter Berücksichtigung der Güte des Materials, -der Preislage und des Verwendungszweckes seine Entscheidung treffen -müssen. - -Von diesem Gesichtspunkt aus dürfte es sich, sofern nicht besondere -Fälle vorliegen, vielleicht empfehlen, bei holzfreien Packpapieren, -Aktendeckeln u. s. w. einen Gehalt an verholzten Fasern bis zu 3% -zuzulassen; bei Schreib- und Druckpapieren aus Lumpen mit oder ohne -Zusatz von Erde dürften höchstens bis zu 0,5%, bei den übrigen holzfrei -verlangten Sorten höchstens bis zu 1% an verholzten Fasern zulässig -sein. - -Diese Spielräume tragen wohl in reichlichem Maße den vorher -geschilderten Umständen Rechnung, ohne andererseits die Güte des -Papiers herabzudrücken; sind diese Grenzen aber überschritten, dann -kann man wohl nicht mehr verlangen, daß der Empfänger die „holzfrei“ -bestellte Ware als solche ansieht und abnimmt. - -Einen Anhalt zur Abschätzung geringer Mengen Holzschliff gibt Tafel -XVI; sie ist die Wiedergabe einer Zeichnung[51] nach Originalmustern. -Papiere mit 0,5%, 1%, 2%, 3% und 5% Holzschliff, etwa 75 g das qm -schwer, wurden mit salzsaurer Phloroglucinlösung behandelt und dann im -auffallenden Licht gezeichnet. - - [45] Sitzungen der Polytechnischen Gesellschaft zu Berlin 1882. - - [46] Papierzeitung 1887, Nr. 14ff. - - [47] Die qualitative und quantitative Bestimmung des Holzschliffes im - Papier. Von Dr. +A. Müller+. Julius Springer, Berlin. - - Der Gedanke, Kupferoxydammoniak zur Bestimmung des Holzes im - Papier zu verwenden, ist auch von +Merz+ durchgeführt worden; er - hat eine Anzahl von Versuchen angestellt (Papierzeitung 1886), - ist indessen nicht zu befriedigenden Ergebnissen gelangt. - - [48] Über die quantitative Bestimmung des Holzschliffes im Papier. - Von +Richard Godeffroy+ und +Max Coulon+. Mitteilungen des k. - k. Technologischen Gewerbe-Museums in Wien. Neue Folge. II. - Jahrgang 1888, Nr. 1 und 2, S. 18ff., S. 67 und 1889, S. 9ff. - - [49] Über eine quantitative Reaktion des Lignins. Von +Rudolf - Benedikt+ und +Max Bamberger+. Monatshefte für Chemie 1890, - S. 260. - - Zur Bestimmung des Holzschliffes im Papier. Von Prof. +Rudolf - Benedikt+ und +Max Bamberger+. Chemiker-Zeitung 1891, Nr. 14, - S. 221. - - [50] Vergl. Holzfreie Papiere. Vom Verfasser. Mitt. a. d. techn. - Vers.-Anst. 1900, S. 279. - - [51] Angefertigt von meinem Kollegen Dr. +Wisbar+. - - - - -Bestimmung der Art der Leimung. - - -Tierische Leimung. - -+Kiliani+ empfiehlt, zur Bestimmung des tierischen Leims dessen -Fähigkeit, in der Siedehitze gelbes Quecksilberoxyd zu reduzieren, zu -benutzen. - -Zum Versuch wird das Papier (10-15 g) möglichst fein zerkleinert und in -einem Becherglase mit destilliertem Wasser ausgekocht. - -Während des Kochens versetzt man in einem zweiten Becherglase eine -Lösung von Quecksilberchlorid mit verdünnter Ätznatronlösung, wobei man -darauf zu achten hat, daß letztere im Überschuß zugesetzt wird. - -Zu dem ausgefällten gelben Quecksilberoxyd fügt man den durch Kochen -des Papiers erhaltenen wässerigen Auszug. - -Kocht man diese Mischung eine Zeit lang, so wird bei Anwesenheit -von tierischem Leim der gelbe Niederschlag erst schmutziggrün, dann -schwarz; nach dem Kochen setzt sich am Boden des Becherglases ein -schwarzer Niederschlag von metallischem Quecksilber ab. - -Ist in dem Papier Tierleim nicht vorhanden, so verändert sich entweder -die gelbe Farbe des Quecksilberniederschlages nicht, oder sie geht nur -in Schmutziggrün über. - -Den erhaltenen Niederschlag bringt man zur weiteren Untersuchung auf -ein Filter, wäscht ihn mit Wasser und später mit verdünnter Salzsäure -aus. Bleibt bei diesem Auswaschen auf dem Filter ein schwarzer -Rückstand (metallisches Quecksilber), so ist in dem Papier Tierleim -vorhanden. - -Bei nicht tierisch geleimten Papieren löst sich der auf dem Filter -befindliche Niederschlag vollständig auf. - -Man tut gut, sich den Verlauf der Reaktion zunächst durch Kochen des -Niederschlages mit Gelatinelösung selbst vor Augen zu führen. - -Empfindlicher und einfacher als diese Quecksilberreaktion ist der -Nachweis des Tierleims durch Gerbsäure, der darauf beruht, daß letztere -mit Tierleim einen Niederschlag von gerbsaurem Leim (Leder) bildet. -Versetzt man eine nicht allzu dünne Leimlösung mit Gerbsäure, so -entsteht ein dicker gallertartiger Niederschlag, und selbst bei starker -Verdünnung der Lösung ist noch eine milchig-weiße Trübung zu bemerken, -aus welcher sich bald Flocken absetzen. - -Behufs Ausführung des Versuchs zieht man zunächst das Papier mit -destilliertem Wasser aus und dampft den Auszug etwas ein, damit die -Reaktion schärfer zu beobachten ist; zu diesem Auszug setzt man nach -dem Erkalten Chlorammonium (als Salz) und nach dem Auflösen verdünnte -Jod-Jodkaliumlösung im Überschuß; hierdurch fällt die mit aufgelöste -Stärke als blaue Jodstärke aus; sie wird abfiltriert und das Filtrat -mit einigen Tropfen Alaunlösung und dann mit einer Lösung von Gerbsäure -in Wasser versetzt. War das Papier tierisch geleimt, so entsteht -ein mehr oder weniger dicker, flockiger Niederschlag, der sich aber -zuweilen erst nach einiger Zeit bildet. - -Will man sich hiermit allein nicht begnügen, so filtriert man den -Niederschlag ab, trocknet und glüht ihn mit Natronkalk. War Tierleim -vorhanden, so bildet sich Ammoniak, das man mit Curcuma- oder rotem -Lackmuspapier (feucht) nachweisen kann, wenn es sich nicht schon durch -den Geruch bemerkbar macht. - -Zum Nachweis ganz geringer Mengen Tierleim oder wenn zur Prüfung nur -sehr wenig Material verfügbar ist, wie bei der Untersuchung alter -Handschriften, schlägt +Wiesner+ das +Millon+sche Reagens vor, welches -auf Eiweißstoffe, und diese sind ja im tierischen Leim stets vorhanden, -sehr empfindlich reagiert. - -Eine gewogene Menge metallisches Quecksilber wird mit dem gleichen -Gewicht rauchender Salpetersäure versetzt und einige Stunden lang an -einem kalten Orte sich selbst überlassen; hierauf setzt man eine gleich -große Menge destilliertes Wasser hinzu und läßt das Ganze 24 Stunden -stehen. - -Das zu untersuchende Papier wird auf ein Deckgläschen gelegt und -mit dem Reagens befeuchtet; hierauf bringt man es auf ein Drahtnetz -und erwärmt langsam. Ist tierischer Leim vorhanden, so färbt sich -das Papier in wenigen Minuten rot und zwar je nach der Menge des -vorhandenen Leims rosenrot bis ziegelrot. Später bräunt sich das -Papier, weshalb auf den Beginn der Färbung genau zu achten ist. - -Aus dem Zutreffen der +Millon+schen Reaktion kann aber nur unter -bestimmten Voraussetzungen auf Tierleim geschlossen werden. Diese sind: - - 1. Das Papier darf kein Eiweiß als solches enthalten. - - 2. Das Papier darf keine freien, einfach hydroxylierten - aromatischen Gruppen enthalten. - -Daß man bei Prüfung alter Beschreibstoffe, unter welchen oft feine -Pergamente vorkommen, die mit Papier große Ähnlichkeit haben, auf -die Beschaffenheit des Materials Rücksicht zu nehmen hat, ist -selbstverständlich. Solche Pergamente geben die +Millon+sche Reaktion -ausgezeichnet, weil sie aus leimgebender Masse bestehen. - -Die quantitative Bestimmung des Tierleims geschieht am besten durch -Ermittelung des Stickstoffgehaltes nach einem der hierfür bekannten -Verfahren (z. B. Kjeldahl). - - -Kaseinleim. - -Kasein, meist in Form von Ammonium-Albumin, wird in einigen Fabriken -beim Leimen mitverwendet,[52] um dem Papier erhöhte Leimfestigkeit und -besseren Griff zu verleihen. Bei der Herstellung gestrichener Papiere -findet es gleichfalls Verwendung. Zum Nachweis von Kasein benützt man -am besten die Reaktion von +Adamkiewicz+, nach der sich eine Mischung -von 1 Vol. konzentrierter Schwefelsäure und 2 Vol. Eisessig nach Zusatz -von Kasein beim Erwärmen schön rotviolett färbt. Tierleim gibt diese -Färbung nicht. - -Das Ausziehen des Kaseins aus dem Papier erfolgt durch Behandeln mit -Boraxlösung oder schwachen Laugen. Die Ausscheidung aus der Lösung -erfolgt dann durch Kochen mit Essigsäure. Das abgeschiedene Eiweiß wird -abfiltriert, getrocknet und in angegebener Weise geprüft. Entsteht (bei -sehr geringen Mengen Eiweiß) kein Niederschlag, so dampft man das Ganze -zur Trockene ein und prüft den Rückstand. - - -Harzleimung. - -Die Ansichten, welches bei der Anwendung des Harzleims die wirkenden -Faktoren seien, ob freies Harz, ob harzsaure Tonerde oder ein Gemenge -beider, sind noch geteilt. +Wurster+ behauptet, die Leimfestigkeit des -Papiers werde lediglich durch freies Harz bedingt, andere behaupten, -daß sie durch eine Verbindung des Harzes mit der Tonerde bewerkstelligt -wird. - -Daß auf alle Fälle immer freies Harz im Papier vorhanden ist, dürfte -wohl nicht mehr angezweifelt werden, und hierauf stützen sich im -wesentlichen die Verfahren für den Nachweis der Harzleimung. - -Eines der ältesten beruht darauf, daß eine alkoholische Lösung -von Harz, sobald sie mit Wasser stark verdünnt wird, sich durch -Ausscheidung von Harz milchig trübt. - -Man übergießt einen in kleine Stücke zerrissenen halben Bogen des zu -prüfenden Papiers mit absolutem Alkohol und bringt das Gefäß, in dem -das Ausziehen vorgenommen wird, etwa eine Viertelstunde lang in heißes -Wasser. Gießt man diesen Auszug in destilliertes Wasser, so scheidet -sich das Harz aus, und es entsteht eine milchig-weiße Trübung. - -Diese Reaktion ist indessen nicht sehr empfindlich; bei kleinen Mengen -Papier tritt sie meist nur undeutlich auf. Ihre Empfindlichkeit kann -aber gesteigert werden, wenn man dem Alkohol vor dem Kochen einige -Tropfen Salzsäure, Essigsäure o. a. zusetzt. - -Eine sehr deutliche Reaktion erhält man auch, wenn man das Papier mit -reiner Essigsäure (Eisessig) ohne Zusatz von Alkohol in der Wärme -auszieht und dann den Auszug mit Wasser versetzt; in diesem Falle -genügen schon wenige Quadratcentimeter Papier. Der Versuch kann bequem -in einem Reagensglase ausgeführt werden. Man bringt in dieses kleine -Stücke des zu untersuchenden Materials, übergießt mit 2-3 ccm Eisessig, -läßt einige Male aufkochen und füllt das Glas mit destilliertem -Wasser; ist Harzleim vorhanden, so entsteht eine dicke weiße Trübung, -anderenfalls bleibt die Flüssigkeit klar. - -Schwaches Opalisieren der Flüssigkeit ist nicht als Beweis für die -Anwesenheit von Harzleim anzusehen; die Essigsäure kann nämlich -unter Umständen geringe Mengen anderer Stoffe in Lösung bringen, -welche diese Erscheinung hervorrufen; sie entzieht z. B. etwa -vorhandenem Holzschliff ganz geringe Mengen Harz, löst bei vorhandenem -schwefelsaurem Kalk einen geringen Bruchteil dieses Füllstoffes -auf u. s. w. In diesen Fällen tritt beim Verdünnen mit Wasser -schwaches Opalisieren ein, das aber mit der Reaktion, welche von -Harzleim herrührt, kaum verwechselt werden kann. Um jedoch jeden -Zweifel zu beseitigen, tut man gut, einen Teil des Alkohol- oder -Essigsäureauszuges zur Trockene zu verdampfen und sich von der harzigen -Beschaffenheit des Rückstandes zu überzeugen. - -+Morawski+[53] schlägt vor, die +Storch+sche Reaktion zum Nachweis von -Harzöl auch bei der Untersuchung von Papier auf Harzleimung anzuwenden. -Löst man etwas Kolophonium in einem +trockenen+ Reagensglase durch -Erwärmen mit Essigsäureanhydrid und läßt nach dem Erkalten vorsichtig -einen Tropfen konzentrierte Schwefelsäure an dem Glase hinunterfließen, -so entsteht eine rote bis violette Färbung, die aber sogleich wieder -verschwindet, um einer braungelben Platz zu machen. Die Reaktion ist -sehr empfindlich und zeigt noch sehr geringe Mengen Harz an. Zum -Nachweis im Papier verfährt man mit etwa 10 qcm Papier ebenso. Wegen -der ätzenden Eigenschaften der beiden Reagentien ist Vorsicht geboten. - -+Wiesner+[54] benutzt zum Nachweis von Harzleim im Papier konzentrierte -Schwefelsäure und stützt sich hierbei auf die sogenannte +Raspail+sche -Reaktion. - -Nach +Raspail+ nehmen Harze und Fette, ähnlich wie Eiweißkörper, mit -Zucker und Schwefelsäure behandelt, eine intensiv rotviolette Farbe an. -Da nun durch die Einwirkung von konzentrierter Schwefelsäure auf die -im Papier vorhandene Cellulose Zucker entsteht, so läßt man auf das -zu untersuchende Papier einen Tropfen Schwefelsäure fallen. Ist das -Papier mit Harz geleimt, so entsteht eine rotviolette Färbung, welche -ausbleibt, wenn kein Harzleim vorhanden ist. - -Beim Eintreten der Reaktion hat man sich aber nachträglich zu -vergewissern, ob im Papier nicht auch Fette oder Eiweißkörper vorhanden -sind, da diese die Färbung ja auch geben. Dieser Umstand beeinträchtigt -natürlich den praktischen Wert der Reaktion erheblich. Ferner ist sie -nicht anwendbar, wenn das Papier verholzte Fasern enthält, da dann eine -so stark schmutziggrüne Färbung auftritt, daß die Harzreaktion völlig -verdeckt wird. - -Wertvoll für den Untersuchenden ist bei Anwendung dieser Reaktion der -Umstand, daß man zu ihrer Ausführung nur sehr wenig Papier braucht. - -Ein weiteres, in der Versuchsanstalt ermitteltes Verfahren, das sich -durch große Einfachheit in der Versuchsausführung auszeichnet, ist -das folgende. Man schneidet aus dem zu prüfenden Material ein etwa -handgroßes Stück heraus, legt es auf eine hohle Unterlage (Glasschale, -Uhrglas, Trinkglas o. a.) und läßt aus einer Tropfflasche etwa 4-6 -Tropfen Äther auf die Mitte des Blattes fallen. Der Äther breitet -sich auf dem Blatt mehr oder weniger aus und ist nach kurzer Zeit -verdunstet; die Verdunstung kann durch Zufächeln oder Zublasen von Luft -noch befördert werden, so daß der ganze Versuch kaum 15-20 Sekunden -in Anspruch nimmt. Bei harzgeleimten Papieren zeigt sich dann ein -mehr oder weniger deutlicher Harzrand. Bildet sich nach der ersten -Verdunstung kein Rand, so tut man gut, noch ein zweites und drittes -Mal zu tropfen, da zuweilen bei Papieren mit wenig Harzleim, z. B. bei -gleichzeitig vegetabilisch und tierisch geleimten, der Rand weniger -deutlich erscheint als sonst. - -[Illustration: Fig. 58.] - -Aus Fig. 58 ist zu ersehen, wie die Reaktion auftritt. Die Figuren -zeigen 4 verschiedene Papiersorten, welche in der eben geschilderten -Weise behandelt und dann im durchfallenden Licht photographisch -aufgenommen wurden. - -Besonders wertvoll dürfte sich dieses Verfahren beim Prüfen von -Büchern, Druckwerken, Handschriften, Landkarten u. s. w. erweisen, -da man diese direkt, ohne Teile davon zu entnehmen, dem Versuch -unterwerfen kann. Der zurückbleibende Harzrand wird das Versuchsobjekt -in den meisten Fällen nicht entwerten; man kann sich in diesen Fällen -mit einem Raum begnügen, der für einen einzigen Tropfen ausreicht, da -dieser schon, entweder beim ersten Male oder im Wiederholungsfall, das -Harz anzeigt. - -In den weitaus meisten Fällen wird es dem Ermessen des Untersuchenden -freistehen, sich der einen oder anderen der geschilderten Verfahren zu -bedienen; er wird sich dabei leiten lassen von äußeren Umständen, etwa -von den zur Verfügung stehenden Reagentien, der Menge des vorhandenen -Papiers u. s. w. In einigen besonderen Fällen aber wird er eine -Auswahl zu treffen haben. Handelt es sich z. B. um ein gefettetes -Papier, so kann man dieses nicht durch Ausziehen mit Alkohol oder -Eisessig untersuchen, da dann auch das Fett in Lösung geht und nachher -mit Wasser eine Trübung gibt; ebensowenig kann man in diesem Falle -die +Wiesner+sche Reaktion anwenden, da schon das vorhandene Fett -Ursache einer Färbung im Verein mit Schwefelsäure werden würde; auch -die Äther-Tropfmethode läßt hier im Stich, da schon durch das Fett -allein ein Rand erzeugt wird. Es bleibt also für diesen Fall nur die -+Morawski+sche Reaktion übrig, wobei man allerdings die wohl immer -zutreffende Voraussetzung machen muß, daß zum Fetten des Papiers keine -Harzöle Verwendung gefunden haben, denn diese geben die +Morawski+sche -Reaktion ebenfalls. Auch bei gefärbten Papieren wird man nicht immer -jede der angeführten Methoden anwenden können; je nach dem Verhalten -des Farbstoffes den anzuwendenden Reagentien gegenüber wird man eine -Auswahl vorzunehmen haben. Kurz, man kann zum Nachweis des Harzes -im Papier nicht gut eine allgemeine Vorschrift geben, die auch alle -besonderen Fälle in sich schließt; der Untersuchende muß vielmehr von -Fall zu Fall selbst seine Entscheidung treffen. - -Zur Bestimmung der Menge des vorhandenen Harzes (frei und gebunden) -kocht man das Papier mit etwa 5prozentiger Natronlauge, filtriert, -wäscht mit heißem Wasser aus und setzt zu dem Filtrat Schwefelsäure. -Das hierbei ausgeschiedene Harz wird durch Schütteln mit Äther -aufgenommen und bestimmt. - - -Stärke. - -Stärke wird beim Leimen vielfach angewendet, um dem Papier ein -schöneres Aussehen zu geben; die Stärkeleimung, welche als solche bei -uns nicht mehr in Gebrauch ist, ist älteren Datums als die animalische -und vegetabilische Leimung. - -+Wiesner+[55] hat nachgewiesen, daß beispielsweise alle Papiere des -+Papyrus Erzherzog Rainer+ ausschließlich durch Stärke beschreibbar -gemacht worden sind. - -Erst im Jahre 1377 tritt die tierische Leimung bei Papieren auf. - -Der Nachweis der Stärke im Papier geschieht mit Hilfe von stark -verdünnter Jod-Jodkaliumlösung; bringt man einen Tropfen auf -stärkehaltiges Papier, so entsteht eine Blau- oder Violettfärbung -infolge der Bildung von Jodstärke. Die Jodlösung muß sehr verdünnt -sein, weil sonst die Blaufärbung des Papiers durch die braune Farbe der -Lösung verdeckt wird. - -Zur Bestimmung der Menge der vorhandenen Stärke wird letztere durch -Behandlung des Papiers mit Diastase oder verdünnter Säure in Zucker -übergeführt und dieser mit Hilfe der hierfür bekannten Verfahren -bestimmt.[56] - - [52] +Hofmann+, Handbuch der Papierfabrikation. 1891. S. 380. - - [53] Über eine empfindliche Reaktion zum Nachweise von Fichtenharz. - Von +Th. Morawski+. Mitteilungen aus dem K. K. Technologischen - Gewerbe-Museum in Wien. 1888. Nr. 1 und 2 Seite 13. - - [54] Die mikroskopische Untersuchung des Papiers. Von Prof. Dr. +Jul. - Wiesner+. Wien 1887. - - [55] Mitt. a. d. Sammlung des Papyrus Erzherzog Rainer. 1887. S. 45. - - [56] +Lunge+, Chemisch-technische Untersuchungsmethoden, Bd. III, - S. 392. - - - - -Leimfestigkeit. - - -Von einem Schreibpapier verlangt man, daß es leimfest ist, d. h. daß -Tintenschrift weder ausläuft noch durchschlägt. Die Forderung, daß die -Schriftzüge nicht auslaufen, ist ohne jede Einschränkung zu stellen; ob -das Papier dick oder dünn ist, die Schriftzeichen müssen scharfe Ränder -zeigen, wenn es als leimfest gelten soll. - -Bei der Beurteilung des Widerstandes des Papiers gegen das Durchdringen -der Tinte muß man seine Ansprüche mit der Dicke des Materials in -Einklang bringen, da naturgemäß unter sonst gleichen Umständen dickeres -Papier stärkere Schrift zu halten im stande ist als dünneres. - -Zur Beurteilung der Leimfestigkeit von Papier hat +Leonhardi+, gestützt -auf grundlegende, von +Schluttig+ ausgeführte Versuche, die Behandlung -mit neutraler Eisenchloridlösung, deren Eisengehalt 1,531% beträgt, -vorgeschlagen.[57] Nach seinen Beobachtungen soll diese Lösung in ihrer -Fähigkeit, Papiere zu durchdringen, mit den besseren Schreib- und -Kopiertinten übereinstimmen. - -Mittels einer Ziehfeder werden auf dem zu untersuchenden Papier Striche -mit der erwähnten Eisenchloridlösung gezogen; die Spitzen der Feder -stehen hierbei 1 mm auseinander. - -Nach dem Eintrocknen wird auf die Rückseite des Papiers eine geringe -Menge ätherischer Tanninlösung gegossen. - -Ist das Papier schlecht geleimt, so ist Eisenlösung durch das Papier -gedrungen und diese Stelle färbt sich dann bei dem Aufgießen der -Tanninlösung mehr oder weniger schwarz. - -+Post+ hat diesem Verfahren eine andere Ausführungsform gegeben, wobei -er zugleich in gewissem Maße auf die Dicke des Papiers Rücksicht nimmt. - -Die Eisenchloridlösung wird in einer Flasche aufbewahrt, wie sie Fig. -59 zeigt. Der bis auf den Boden gehende Stopfen ist eine Pipette, -welche oben mit einer feinen Gummimembran verschlossen ist. Die Pipette -läßt bei einem Druck auf die Gummischeibe stets Tropfen von 0,03 g -fallen. - -Man hängt die gefüllte Pipette so auf (Fig. 60), daß ihre Spitze -von der Tischplatte 10 cm entfernt ist, legt ein Stück des zu -untersuchenden Papiers darunter und läßt durch Drücken auf die -Gummimembran einen Tropfen der Eisenlösung fallen. Den Tropfen läßt man -nun so viel Sekunden auf dem Papier, wie dieses Gramm pro Quadratmeter -schwer ist. Nach Verlauf dieser Zeit nimmt man den Rest des Tropfens -mit Filtrierpapier auf. - -[Illustration: Fig. 59.] - -[Illustration: Fig. 60.] - -Hat man auf diese Weise 4-5 Flecke erzeugt, so behandelt man nach -völligem Trocknen die Rückseite des Papiers mit Tanninlösung wie vorher -angegeben. - -Von der Anwendung der +ätherischen+ Tanninlösung sollte man indessen -Abstand nehmen und statt dessen eine +wässerige+ Auflösung benützen, -weil der Äther ein Lösungsmittel für Harz ist und deshalb trotz seiner -schnellen Verdunstung in das Papier eindringen und so das Tannin in das -Innere des Blattes führen kann; man hat deshalb, wenn ein schwarzer -Niederschlag entsteht, nicht die Gewißheit, daß er auf der Rückseite -entstanden ist; er kann sich auch im Innern des Papierblattes gebildet -haben. - -Um dem vorzubeugen, befeuchtet man einen Flock Baumwolle mit wässeriger -Tanninlösung und fährt hiermit über die Rückseite des zu prüfenden -Papiers; das auf diese Weise schwach angefeuchtete Papier wird sofort -mit Fließpapier nachgetrocknet, so daß Eindringen von Feuchtigkeit in -das Papier von der Rückseite her nicht zu befürchten ist. - -+Osw. Schluttig+ und Dr. +G. S. Neumann+ haben die Ausführung der -Prüfung mit Eisenchlorid noch anders gestaltet.[58] Veranlassung hierzu -gaben die Arbeiten +Schuberts+ über das +Post+sche Verfahren[59] und -der Wunsch einen Weg zu finden, um auch Über den +Grad+ der Leimung ein -Urteil abgeben zu können. - -[Illustration: Fig. 61a.] - -[Illustration: Fig. 61b.] - -+Schluttig+ und +Neumann+ schlagen die Prüfung in folgender Weise vor: - -Das Papier _p_ wird auf einem hierfür hergerichteten dachartigen -Gestell (Fig. 61a-b) befestigt, dessen Seitenwände mit der Tischplatte -einen Winkel von 60° bilden. Ein Aufsatz trägt eine Blechrinne _f_, -die gegen _p_ um 45° geneigt ist. In ein Glasröhrchen von bestimmten -Abmessungen wird eine stets gleiche Menge Eisenchloridlösung gesaugt, -die in 100 Gewichtsteilen 1 g Eisen (als Eisenchlorid), 1 g Gummi -arabicum und 0,2 g Phenol enthält. Das Röhrchen wird oben mit dem -Finger verschlossen und so gegen _f_ gelegt, daß das untere Ende das -Papier berührt. Wird nun die obere Öffnung freigegeben, so fließt -die Lösung auf dem Papier herunter. In dieser Weise erzeugt man nach -jedesmaligem Verschieben des Aufsatzes um 3 cm noch zwei Streifen -(Fig. 62). 15 Minuten nach Bildung des dritten Streifens wird das -Blatt umgedreht und auf der Rückseite in gleicher Weise mit wässeriger -Tanninlösung (1prozentige Lösung mit 0,2 g Phenol) so behandelt, daß -sich die Streifen in der aus Fig. 63 ersichtlichen Weise kreuzen. - -Bei +nicht leimfesten+ Papieren färben sich die neun Kreuzungspunkte -der Streifen wenige Sekunden nach dem Herunterlaufen der Tanninlösung -schwarz. Ein Papier gilt als +leimfest+, wenn erst nach Verlauf einiger -Minuten Farbreaktionen auftreten, beginnend bei 1/6, so daß die inneren -Kreuzungspunkte 1/6, 2/6, 1/5 und 2/5 deutlich grau bis schwarz, wohl -auch einige der äußeren grau gefärbt sind. - -[Illustration: Fig. 62.] - -[Illustration: Fig. 63.] - -Zeigen die inneren Kreuzungspunkte nach 24 Stunden nur eine ganz -schwache graue Färbung, so gilt das Papier als +sehr leimfest+; zeigt -sich nach dieser Zeit an keinem der Kreuzungspunkte eine Färbung, so -ist das Papier +außerordentlich leimfest+. - -Bei zahlreichen vergleichenden Prüfungen auf Leimfestigkeit unter -Benutzung der beiden zuletzt geschilderten Verfahren einerseits -und unter Ausführung von Schreibversuchen mit verschiedenen Tinten -andererseits zeigte sich in den meisten Fällen Übereinstimmung in -den Ergebnissen. Vereinzelt kamen aber Abweichungen, teilweise recht -auffallender Art, vor, die zeigten, daß das Eindringen der Eisenlösung -nicht immer in gleicher Weise erfolgt wie das der Tinte. - -So wurden beim Arbeiten nach +Post+, namentlich bei der Untersuchung -von blauen Aktendeckeln und Packpapieren, Fälle beobachtet, in denen -die Eisenchloridtropfen das Material völlig durchdrangen, starke -Tintenschrift aber weder auslief noch durchdrang. - -Bei Anwendung des +Schluttig-Neumann+schen Verfahrens wurden u. -a. Fälle beobachtet, in denen Papiere nach der Farbbildung an -den Kreuzungspunkten als sehr leimfest hätten bezeichnet werden -müssen, während Tintenschrift durchschlug. Hier spielte wohl die -Oberflächenbeschaffenheit der Papiere eine Rolle, denn bei stark -geglätteten Papieren wird das Eindringen der Prüfungsflüssigkeit bei -horizontaler Lage des Papierblattes leichter und stärker erfolgen als -bei schräg liegendem Blatt. - -Auf die Einzelheiten der gemachten Beobachtungen kann hier nicht weiter -eingegangen werden; sie haben aber gezeigt, daß zur Beurteilung der -Leimfestigkeit von Papier unbedingt auch Versuche unter Verwendung -von Tinte ausgeführt werden müssen. Man wählt hierzu zweckmäßig 2-3 -gute Handelsmarken verschiedener Zusammensetzung aus, die man gut -verschlossen aufbewahrt. Für den Versuch entnimmt man jedesmal kleine -Mengen aus den Vorratsflaschen. - -Der Versuch selbst wird am besten mit einer Ziehfeder ausgeführt. -Man zieht Striche von verschiedener Dicke und achtet auf möglichst -gleichmäßige Ausführung. Zunächst werden die Spitzen der Feder für die -gewünschte Strichdicke eingestellt, dann Tinte bis zu einer gewissen -Marke eingefüllt und schließlich die Feder an einem Lineal entlang -geführt, so weit es angeht, stets mit gleicher Geschwindigkeit und in -derselben Neigung zum Papierblatt. Vor jedem neuen Strich wird die -Feder wieder gefüllt.[60] Die Striche werden untereinander gezogen und -Kreuzungen vermieden. - -Will man Über den Grad der Leimfestigkeit ein Urteil abgeben, so -steigert man die Strichdicke, etwa von ½ mm anfangend, von Versuch -zu Versuch um ¼ mm, bis die Tinte durchschlägt. Man kann dann -sein Urteil dahin zusammenfassen, daß das Papier leimfest ist für -Strichdicken bis zu ... mm. Dieses Urteil gibt ein klares Bild über die -Beschreibbarkeit des vorliegenden Materials, klarer als die Angaben -leimfest, sehr leimfest u. s. w. - -Gewöhnliche Schreibpapiere, wie Kanzlei- und Konzeptpapiere von etwa -80-100 g Quadratmetergewicht, wird man als genügend geleimt ansehen -können, wenn ¾ mm dicke Striche weder auslaufen noch durchschlagen. - -Hat man das Papier mit der Ziehfeder behandelt, so beschreibt man es -auch in gewöhnlicher Weise, wobei man gut tut, stets den gleichen -Wortlaut, z. B. Namen und Wohnort anzuwenden, da hierdurch eine -größere Gleichmäßigkeit in der Ausführung gesichert wird als bei stets -wechselnden Worten. - -Bei Papieren, die nur auf einer Seite beschrieben werden, wie -Briefumschlagpapier, kann man sich mit der Forderung begnügen, daß die -Schriftzüge scharfe Ränder aufweisen; ob sie Neigung zum Durchschlagen -zeigen, kommt praktisch nicht in Betracht. Bei Wechselpapieren kann -schwache Leimung sogar von besonderem Wert sein, da durch das tiefe -Eindringen der Tinte Fälschungen erschwert werden. - -Gegen die Ausführung der Versuche mit Tinte lassen sich naturgemäß -eine Reihe von Einwänden erheben. Einmal ist man abhängig von der -Beschaffenheit der Tinte, die auch in den besten Fabriken nicht immer -von gleicher Zusammensetzung hergestellt werden kann, ferner ist die -Art und Weise des Auftragens nicht immer gleich, es wird nicht immer -die gleiche Menge Tinte auf eine bestimmte Strichlänge kommen u. a. m. - -Ähnliche Einwände sind aber auch gegen die beiden geschilderten -Eisenchlorid-Verfahren zu machen. - -Man kann aber die Versuche mit Tinte, wie schon erwähnt, nicht -entbehren und man muß sich mit den Mängeln, so gut es geht, abfinden, -bis das Verfahren weiter ausgearbeitet ist. Vielleicht gelingt es, -eine Vorrichtung zu schaffen, mit Hilfe deren man die Tinte in stets -gleicher Weise auf das Papier bringen kann (gleiche Geschwindigkeit -beim Ziehen mit der Feder, gleiche Neigung der Feder zum Blatt, gleiche -Tintenmenge für eine Längeneinheit, gleicher Druck der Feder u. s. w.). - - [57] Papierzeitung 1884, S. 625. - - [58] Papierzeitung 1891, S. 1532. - - [59] Papierzeitung 1885, S. 1102. - - [60] Nach beendigtem Versuche reinige man die Feder gründlich, damit - sie so wenig wie möglich von der Tinte angegriffen wird. Werden - die Spitzen der Feder im Laufe des Gebrauches rauh, so müssen - sie neu eingeschliffen werden. - - - - -Nachweis von freiem Chlor und freier Säure. - - -Papiere, die freies Chlor und freie Säure enthalten, gehören zu den -Seltenheiten. Die ganzen Verhältnisse, unter denen das Papierblatt -entsteht, machen schon das Hineingelangen von Chlor und Säure in -das Papier außerordentlich schwierig. Überschüssiges Chlor aus dem -Halbstoff wird durch Hinzufügen von Entchlorungsmitteln und durch -die großen Wassermengen, mit denen die Faser in Berührung kommt, -unschädlich gemacht. Die in dem Stoff etwa vorhandene Säure, sei sie -nun direkt zugesetzt oder durch den Alaun hineingelangt, wird teils -gebunden, teils durch den Waschprozeß entfernt. - -Findet man daher ab und zu ein Papier, in dem man freies Chlor und -freie Säure nachweisen kann, so dürfte deren Anwesenheit auf besondere -Umstände bei der Fabrikation zurückzuführen sein. So kann ein Papier, -wenn beim Bleichen Chlorkalkschlamm in den Stoff gelangt ist, -Chlorkalkreste enthalten und noch eine Zeit lang die Chlorreaktion -geben. - -Der Nachweis des freien Chlors im Papier geschieht in ähnlicher Weise -wie bei Prüfung des Halbzeuges; man nimmt hierbei bekanntlich eine -geringe Menge des zu prüfenden Stoffes aus dem Holländer, preßt mit der -Hand aus und läßt wenige Tropfen einer Kaliumjodidstärkelösung darauf -fallen; ist noch freies Chlor vorhanden, so färbt sich das Halbzeug -infolge der Bildung von Jodstärke mehr oder weniger blau. - -Bei der Prüfung des fertigen Papiers verfährt man am besten in der -Weise, daß man es in Stücke zerschneidet, diese durch destilliertes -Wasser zieht und sie dann abwechselnd mit Kaliumjodidstärkepapier -übereinanderschichtet; das Ganze beschwert man mit einer Glasplatte. - -Das Wasser zieht etwa vorhandenes Chlor allmählich aus, das Chlorwasser -wirkt auf das Reagenspapier und erzeugt mehr oder weniger blaue -Streifen und Flecken. - -Das Kaliumjodidstärkepapier stellt man sich her, indem man gewöhnliche -Stärke mit kaltem Wasser zu einem Brei anrührt und diesen unter -Umrühren in siedendes Wasser gießt, in welchem man eine geringe -Menge Jodkalium aufgelöst hat; durch die erkaltete Lösung zieht man -Filtrierpapier. - -Wenn es so ziemlich einfach ist, sich von dem Vorhandensein freien -Chlors zu überzeugen, so ist der Nachweis freier Säure schwieriger. -Eine möglichst große Menge des zerkleinerten Papiers übergießt man in -einem Becherglase mit einer möglichst geringen Menge destillierten -Wassers; das Ganze erwärmt man etwa eine Stunde lang mäßig, wobei -ein häufiges Umrühren der Masse von Vorteil ist. Man darf dann wohl -mit Sicherheit annehmen, daß der weitaus größte Teil aller im Papier -enthaltenen, durch Wasser ausziehbaren Stoffe, also auch die freie -Säure, in Lösung gegangen ist; man gießt den Auszug ab und arbeitet -nun bei der weiteren Untersuchung allein mit diesem. Dasjenige Mittel, -dessen man sich in der Chemie gewöhnlich zum Nachweis der freien Säuren -bedient, das blaue Lackmuspapier, läßt sich im vorliegenden Falle nicht -anwenden, da in dem Auszug in den meisten Fällen Tonerdesalze vorhanden -sind, welche ebenfalls blaues Lackmuspapier rot färben. - -Ein Farbstoff, der nicht durch Tonerdesalze, wohl aber durch freie -Säure verändert wird, ist das Kongorot, und dieses kann man im -vorliegenden Fall verwenden. Man bringt in einen Teil des erhaltenen -Auszuges ein Stück Kongopapier,[61] das sich dann bei Gegenwart -freier Säure mehr oder weniger blau färbt. Die Empfindlichkeit des -Kongofarbstoffes ist erheblich geringer als die des Lackmus, und man -wird sich nicht immer mit der Kongoreaktion zufrieden geben können. -In solchen Fällen wird der wässerige Auszug aus dem Papier mit -Normalkalilauge unter Anwendung von Tropäolin als Indikator titriert. - -Von den Papieren, welche zum Umhüllen von Metallen Verwendung finden, -also zum Verpacken von Nähnadeln, Messern, Blattmetallen u. s. w., -verlangt der Verbraucher mit Recht, daß sie frei von Stoffen sind, -die das in Frage kommende Metall angreifen. Von diesem Gesichtspunkt -ausgehend wird bei Bestellung derartiger Papiere dem Fabrikanten -gewöhnlich vorgeschrieben, das Papier „chlor- und säurefrei“ zu -liefern. Mit dieser Bestimmung im Vertrag glaubt der Bezieher alles -getan zu haben, um seine Metallwaren gegen schädliche Einflüsse durch -das Papier geschützt zu wissen. Es herrscht eben weit verbreitet die -Ansicht, daß Papier, welches frei von Chlor und Säure ist, sich ohne -weiteres zum Einschlagen jedweder Metallwaren eignet. Obwohl schon -wiederholt, so insbesondere von Dr. +Stockmeier+ in Nürnberg, der -auf diesem Gebiet besonders erfahren ist, auf das Irrtümliche dieser -Auffassung hingewiesen worden ist, taucht sie immer wieder auf. -Beschwerden über Korrosion von Metallen durch chlor- und säurehaltige -Papiere kehren immer wieder. - -Zu fest scheint die Annahme gewurzelt, daß es bei der Beurteilung eines -Papiers zu dem erwähnten Zweck lediglich darauf ankommt, zu wissen, ob -es „chlor- und säurefrei“ ist. - -Gemeint ist hiermit natürlich freies Chlor und freie Säure, denn Chlor -und Säure in gebundenem Zustand sind wohl in jedem Papier vorhanden, -das als Einschlagpapier für Metalle in den Handel kommt. - -Der Lieferant eines Papiers, das zum Umhüllen von Metallwaren bestimmt -ist, kann die Bedingung „chlor- und säurefrei“ leicht eingehen,[62] -denn selbst wenn ein Papier unmittelbar nach der Herstellung Spuren -von freiem Chlor und freier Säure enthalten sollte, nach kurzer Zeit -werden beide in den gebundenen Zustand übergeführt sein; daher wird die -Prüfung auf freies Chlor und freie Säure wohl meist zu einem negativen -Ergebnis führen. Auf dieses Ergebnis fußt dann der Verbraucher, -hält das Papier für geeignet und ist erstaunt, wenn es dennoch -Metallgegenstände angreift. - -Es erscheint daher angebracht, auch an dieser Stelle darauf -hinzuweisen, daß die Ursache der Einwirkung auf Metalle ganz -verschiedenartig sein kann und daß die Gewährleistung für die Güte -des Papiers von einem anderen Gesichtspunkt aus gefordert und gegeben -werden sollte, als es jetzt meist geschieht. - -Wird Blattsilber von dem zum Verpacken benutzten Papier angegriffen, -so werden meist Schwefel oder Schwefelverbindungen die Ursache sein; -dasselbe Papier zum Umhüllen blanker Stahlwaren benutzt, könnte sich -vorzüglich bewähren, weil eine Einwirkung von Schwefel oder Sulfiden -auf Stahl nicht so leicht vorkommen dürfte. Enthält ein Papier -gleichzeitig Chloride und Alaun, so sind, worauf Dr. +Wurster+ schon -1888 in der Papierzeitung hingewiesen hat, bei feuchter Luft die -Bedingungen für die Bildung von Salzsäure gegeben; in einem solchen -Papier würden Stahlwaren Rost ansetzen, und Dr. +Stockmeier+ hat -einzelne solcher Fälle in der „Papierzeitung“ 1893, S. 2584 bekannt -gegeben und durch Analysenergebnisse belegt. Beim Verpacken von -Blattsilber in einem solchen Papier hätte man schädliche Einflüsse -viel weniger zu befürchten. - -Man wird also gut tun, dem Fabrikanten bei Bestellung von Papieren -zum Umhüllen von Metallen stets anzugeben, um welche Metalle es sich -handelt; er kann dann bei der Herstellung auf diejenigen Verbindungen -besonders Rücksicht nehmen, die dem Metall schädlich werden können. Die -Verbraucher solcher Papiere sollten sich aber die Frage vorlegen, ob -die Papiersorten, die man infolge jahrelanger Gewohnheit zum Verpacken -von Metallen verwendet, für diesen Zweck auch besonders geeignet sind. -So kommen Stahlnadeln fast ausschließlich in dem bekannten schwarzen -Nadelpapier verpackt zum Verkauf; der Käufer ist an diese Verpackung -gewöhnt, der Verkäufer ist daher bestrebt, sie beizubehalten, hält sie -auch wohl für besonders geeignet. Dies scheint aber nicht der Fall -zu sein. Bei einer Reihe von Vergleichsversuchen über das Verhalten -blank polierter Stahlwaren in schwarzem Nadelpapier einerseits und -gewöhnlichem Schreib- und Filtrierpapier andererseits zeigte sich in -den meisten Fällen, daß das Nadelpapier zum Verpacken am wenigsten -geeignet war. Die bisher ausgeführten Versuche sind allerdings zu einem -abschließenden Urteil nicht ausreichend, da sich die Erfahrungen aber -stets in der gleichen Richtung bewegten, so läge es wohl im Interesse -der Erzeuger und Verbraucher derartiger Papiere, wenn die Frage auf -breiter Grundlage gründlich studiert würde. Wie schon vorhin erwähnt, -gehören Alaun und Chloride zu denjenigen Stoffen, die unter Umständen -Stahlwaren angreifen können; man sollte also bei der Herstellung von -Nadelpapier hinsichtlich der Verwendung von Alaun sehr vorsichtig sein -und außerdem nur ungebleichte Stoffe verarbeiten; auch das Färben -sollte unterbleiben, wenigstens die jetzt übliche Färbung mit Blauholz, -bei der die Fasern vorher gebeizt werden. Von der Beize bleibt ein Teil -im Stoff zurück, der unter geeigneten äußeren Bedingungen schädlich -wirken kann. - -Gegenständen aus Silber, leonischen Fabrikaten u. s. w. sind, wie -schon erwähnt, Papiere, die Schwefel oder Schwefelverbindungen -enthalten, besonders gefährlich; bei der Auswahl der Rohstoffe für die -Erzeugung der Papiere sollte man hierauf gebührend Rücksicht nehmen. -Schwefelhaltige Farbstoffe, wie z. B. Ultramarin, sollte man natürlich -ganz ausschließen. - -Die reine Faser greift Metalle nicht an; man sollte also dahin streben, -Einschlagpapiere für Metalle lediglich aus reinem Fasermaterial -herzustellen und alle sonstigen Zusätze nach Möglichkeit vermeiden oder -doch so weit es angeht beschränken. - - [61] Hergestellt durch Eintauchen von Filtrierpapier in eine kochende - Lösung von wenig Kongorot in Wasser. - - [62] Namentlich wenn, wie dies sehr oft der Fall, die Papiere - ausschließlich aus ungebleichtem Natronzellstoff hergestellt - wurden. - - - - -Vergilbung. - - -Als Vergilbung bezeichnet man die Änderung des Farbtones eines Papiers -beim Lagern; sie ist in mehr oder minder hohem Maße und in mehr -oder weniger langen Zeiträumen bei allen Papieren zu beobachten[63] -und ist vorzugsweise auf die Einwirkung von Licht, Luft und Wärme -zurückzuführen. Am schnellsten geht die Vergilbung bei Einwirkung -von Licht oder Wärme von statten; werden diese beiden Faktoren -ausgeschlossen, wird das Papier also unter Abschluß von Licht in -ungeheizten Räumen aufbewahrt, so hält es sich lange unverändert. - -Am leichtesten vergilben, wie bekannt, Papiere mit verholzten Fasern, -also in erster Linie holzschliffhaltige Erzeugnisse; bei diesen bemerkt -man schon, wenn sie nur kurze Zeit von der Sonne beschienen wurden, den -Beginn der Vergilbung. Je mehr verholzte Fasern sie enthalten, um so -stärker vergilben sie. Das gleiche Verhalten zeigen Papiere, die mit -Farbstoffen getönt sind, die nicht lichtecht sind. - -Aber auch holzfreie Papiere, ohne Zusatz derartiger Farben hergestellt, -vergilben oft ziemlich stark, und nach den Untersuchungen von Dr. -+Klemm+ sind hier vorzugsweise seifenartige Verbindungen des Eisens mit -Harz- und Fettkörpern die Ursache. - -Die Menge dieser Verbindungen gibt ein Maß für die Beurteilung der -Vergilbungsneigung. - -Als bestes Mittel, diese Seifen aus dem Papier herauszulösen, empfiehlt -+Klemm+ eine Mischung von 2 Teilen Äther und 1 Teil Alkohol.[64] - -Mit diesen Anhaltspunkten ist der Weg zur Ermittelung der -Vergilbungsneigung eines Papiers gegeben. - -Aus einer abgewogenen Menge Papier (3 g) werden die Eisenseifen in -einem Extraktionsapparat (z. B. +Thorn+, +Soxhlet+) mit Hilfe des -Äther-Alkoholgemisches ausgezogen, und dann wird der Gehalt an Eisen -bestimmt. Hierzu wird der Auszug zur Trockne verdampft, geglüht und der -Rückstand mit Säure aufgenommen. - -Für die Eisenbestimmung leistet in den meisten Fällen das auf -Farbvergleich beruhende Verfahren mit Hilfe von Rhodanammonium und -einer titrierten Lösung von Eisenchlorid oder Ammoniakeisenalaun in der -von +Lunge+ und v. +Kéler+[65] ausgearbeiteten Form gute Dienste. Es -erlaubt die Bestimmung auf eine Genauigkeit von ±0,000001 g Eisen, wenn -5 ccm des Auszuges zur Untersuchung benutzt werden. Die Gesamtmenge des -vorhandenen Eisens darf aber nicht mehr als 0,00002 g betragen. Ist -mehr Eisen vorhanden und hat man den Auszug zunächst so hergestellt, -daß 5 ccm 1 g Papier entsprechen, so muß man entweder den Auszug -entsprechend verdünnen oder aber das Eisen in anderer Weise bestimmen. - -Der in Form von Eisenseifen in Papieren vorhandene Gehalt an Eisen -schwankt nach den bisherigen Erfahrungen zwischen 0,0002 g und 0,01 g -in 100 g Papier oder 0,2 g bis 10 g in 100 kg Papier. - -In einfacher, wenn auch nicht so einwandfreier Weise, kann man den -Versuch ausführen, wenn man die Eisenseifen mit Natronlauge auszieht. -Hierbei treten vielfach Zersetzungen ein, und man wird daher dieses -Verfahren nur wählen, wenn es sich lediglich um eine möglichst schnelle -Orientierung und annähernde Schätzung handelt. - -Man kocht 1 g Papier im Reagensglas mit 5 ccm einer 1prozentigen -alkoholischen Natronlauge aus, gießt die mehr oder weniger stark gelb -gefärbte Flüssigkeit, welche nunmehr die organischen Eisenverbindungen -enthält, in ein anderes, zuvor mit Salzsäure sorgfältig gereinigtes -Glas und fügt Salpetersäure bis zur deutlich sauren Reaktion hinzu; -dabei fällt das zur Leimung verwendete Harz aus. Hierauf versetzt man -die Lösung mit ungefähr 2 ccm einer 10prozentigen Rhodanammoniumlösung, -wodurch sie sich bei Gegenwart von Eisen mehr oder weniger rot färbt. -Zum Schluß setzt man noch 5 ccm Äther hinzu und schüttelt tüchtig durch. - -Der sich an der Oberfläche ansammelnde Äther nimmt den roten Farbstoff -auf und zeigt nun eine der Farbabstufungen von blaßrot bis blutrot. Je -dunkler die Farbe, um so mehr ist das Papier des Vergilbens fähig. - -+Klemm+ hat nach seinem Verfahren eine große Anzahl holzfreier Papiere -geprüft und sie gleichzeitig der Einwirkung des Lichtes ausgesetzt. -Hierbei zeigte sich, daß sie durch die infolge der Belichtung erzielte -Farbänderung einerseits und durch die Eisenreaktion andererseits in -gleicher Weise abgestuft wurden. - -Man hat also in dem Verfahren ein Mittel, sich durch einen -verhältnismäßig einfachen Versuch ein Bild von dem voraussichtlichen -Vergilben des Papiers zu machen. - - [63] Vergl. Dr. P. +Klemm+, Über die Farbbeständigkeit der Papiere. - Klimschs Jahrbuch 1901, S. 32. - - [64] Papierzeitung 1902, S. 961. Wochenblatt für Papierfabrikation - 1902, S. 810. - - [65] Zeitschrift für angewandte Chemie 1896, S. 3, und +Lunge+, - Chemisch-technische Untersuchungsmethoden, Bd. I, S. 325. - - - - -Bestimmung der Saugfähigkeit von Löschpapier. - - -Zur Bestimmung der Saugfähigkeit von Löschpapier bedient man sich -zweckmäßig eines von +Winkler+ vorgeschlagenen Apparates, dessen Bau -aus Fig. 64 zu ersehen ist.[66] - -An dem in vertikaler Richtung verschiebbaren und in jeder Lage durch -eine Schraube festzulegenden Querbalken befinden sich 4 Maßstäbe mit -Millimeterteilung und daneben 4 Klemmen zum Festhalten des zu prüfenden -Papiers. In dem unteren Teil des Gestelles befindet sich eine Schale -aus Zinkblech, in die so viel Wasser gegossen wird, daß die Maßstäbe -beim tiefsten Stand des Querbalkens die Oberfläche eben berühren. - -Zum Versuch entnimmt man Streifen von etwa 15 mm Breite (die Breite der -Streifen ist ohne Einfluß auf das Ergebnis) und 180 mm Länge, je 5 aus -der Maschinen- und Querrichtung. Diese bringt man bei hochgehobenem -Querbalken in die Klemme, wie es Fig. 64 zeigt, so daß sie +neben+ den -Maßstäben, und von diesen 1-2 mm entfernt, herunterhängen. Die untere -Kante der Streifen muß die Maßstäbe um 5-10 mm überragen. Bringt man -nun den Querbalken in seine tiefste Lage, so tauchen sämtliche Streifen -ins Wasser, und letzteres steigt im Papier auf, zuerst schneller, -dann immer langsamer. Die Schnelligkeit des Aufsteigens hängt von der -Saugfähigkeit des Papiers ab. Als Maß für die Beurteilung hat sich die -Saughöhe nach 10 Minuten allgemein eingebürgert. - -Da die Saughöhe in der Maschinenrichtung meist etwas größer ist als in -der Querrichtung, so prüft man 5 Streifen jeder Richtung und bildet aus -den abgelesenen 10 Werten das Mittel. - -Die Saughöhen der im Handel vorkommenden Löschpapiere sind sehr -verschieden; die schlechtesten, wie man sie namentlich in Schulheften -vorfindet, zeigen Saughöhen herunter bis zu 15 mm. Bei mittlerer -Handelsware findet man Saughöhen von etwa 40-60 mm, bei den besten -Erzeugnissen solche über 100 mm herauf bis 150 mm und mehr. - -[Illustration: Fig. 64. - -Winklers Löschpapierprüfer.] - -Dr. +Klemm+[67] hat für die Abstufung der Löschpapiere nach ihrer -Saugfähigkeit folgende Einteilung in Vorschlag gebracht: - - +Saughöhe nach 10 Min.+ +Saugfähigkeit.+ - - weniger als 20 mm +ungenügend+ - 20-40 mm +schwach+ - 41-60 „ +mittel+ - 61-90 „ +groß+ - mehr als 90 mm +sehr groß+. - -In Verbraucherkreisen zeigt sich vielfach eine besondere Vorliebe für -ausländische, namentlich englische Löschpapiere, die sachlich nicht -begründet ist. Zahlreiche Versuche[68] haben gezeigt, daß man nicht -nach ausländischen Erzeugnissen zu greifen braucht, um einer großen -Löschfähigkeit sicher zu sein; es gibt zur Genüge deutsche Fabrikate, -die den höchsten in dieser Hinsicht zu stellenden Anforderungen -genügen. - - [66] Das von +Favier+ vorgeschlagene Verfahren, die Löschfähigkeit - von der Fläche aus zu bestimmen, hat sich nicht als brauchbar - erwiesen. (Vergl. Mitt. a. d. techn. Vers. Anst. 1896, S. 46.) - - [67] Papier-Industriekalender. - - [68] Mitt. a. d. techn. Vers. Anst. 1896, S. 46. - - - - -Prüfung von Filtrierpapier. - - -Bei der Beurteilung eines Filtrierpapiers spielt die Geschwindigkeit, -mit der Flüssigkeiten durchlaufen, eine hervorragende Rolle; -unter sonst gleichen Umständen wird das Papier um so wertvoller -sein, je schneller das Durchlaufen erfolgt. Diese Eigenschaft des -Filtrierpapiers kann man zahlenmäßig zum Ausdruck bringen, indem -man die Zeit bestimmt, die eine bestimmte Menge Wasser braucht, um -unter einem bestimmten Druck durch eine bestimmte Fläche des Papiers -hindurchzulaufen. Meist geht man so zu Werke, daß man Filter von -bestimmter Größe in Trichter von bestimmtem Winkel legt und eine -bestimmte Wassermenge auf das Filter bringt. Bei diesem Vorgehen sind -aber die Versuchsbedingungen nicht immer die gleichen; die wirkende -Fläche des Filters ist nicht immer gleich groß, der Wasserdruck -schwankt, und außerdem kann das Ergebnis durch Nebenumstände (z. B. -Saugwirkungen) beeinflußt werden. - -Bei dem nachstehenden, in der Versuchsanstalt unter Zugrundelegung des -+Mariotte+schen Prinzips gebauten Apparat werden diese Fehlerquellen -vermieden. - - -Beschreibung des Apparates. - -Die Hauptteile und die Wirkungsweise des Apparates sind aus Fig. 65 zu -ersehen. - -Ein oben und unten offenes Glasrohr _G_ ist unten in eine Messinghülse -_M_ eingekittet. Oben ist eine mit 2 Bohrungen versehene Messingkappe -_N_ luftdicht aufgekittet; durch die eine Öffnung geht ein Trichterrohr -_T_, durch die andere ein mit einem Hahn _H_ versehenes Glasrohr. - -Das so durch das Glasrohr _G_ gebildete Gefäß steht durch das mit einem -Dreiwegehahn _D_ versehene Rohr _R_ mit dem aus Messing gefertigten -Filtrierzylinder _F_ in Verbindung; der obere abnehmbare und mit der -Ablaufrinne _A_ versehene Teil _E_ des Zylinders kann durch Schrauben -mit dem unteren Teil verbunden werden. Zwischen _F_ und _E_ wird das -zu prüfende Papier eingespannt; das aus _E_ durch die Ablaufrinne _A_ -ablaufende Wasser wird in dem Kolben _K_ aufgefangen und gemessen. - - -Versuchsausführung. - -Aus dem zu prüfenden Papier werden zunächst kreisrunde Stücke von -etwa 5 cm Durchmesser, wenn möglich je eins aus 10 verschiedenen -Bogen, entnommen. Man entfernt dann _E_ von _F_, stellt _D_ so, daß -durch _R_ kein Wasser abfließen kann, öffnet _H_ und gießt durch _T_ -+destilliertes, vor dem Gebrauch stark ausgekochtes Wasser+ von etwa -20° C. in _G_; nach beendigter Füllung wird _H_ wieder geschlossen. - -Dann wird _D_ so gestellt, daß langsam Wasser in den unteren Teil des -Filtrierzylinders tritt; ist dieser gefüllt und zwar so weit, daß -die Wasserkuppe über den oberen Rand von _F_ hervorragt, so stellt -man den Wasserzufluß bei _D_ ab und legt eins der 10 Blätter auf den -abgeflachten Rand von _F_; hierauf wird _E_ aufgesetzt, fest auf _F_ -geschraubt und dann durch Drehen von _D_ die Verbindung von _G_ mit _F_ -wieder hergestellt. Das Wasser dringt nun durch das Papier, füllt _E_ -und läuft dann durch _A_ in den Kolben _K_. Man kann nun bestimmen, -innerhalb welcher Zeit eine bestimmte Menge Wasser (z. B. 100 ccm) -durch das Papier hindurch geht. - -[Illustration: Fig. 65. - -Herzbergs Filtrierpapierprüfer.] - -Der Druck, unter dem das Ausfließen erfolgt, wird bedingt durch die -Entfernung der unteren Öffnung des Trichters _T_ von dem Wasserspiegel -in _E_; durch Verschieben von _T_ kann man also den Druck beliebig -einstellen. - -In der Versuchsanstalt wird bei Ausführung amtlicher Prüfungen -stets mit einer Druckhöhe von 50 mm gearbeitet; die Abmessungen des -Filtrierzylinders sind so gewählt, daß bei dem Filtrierpapier eine -wirksame Fläche von 10 qcm abgegrenzt wird. Die Durchlaufzeit von -100 ccm wird in Sekunden bestimmt; als Endergebnis wird diejenige -Wassermenge angegeben, die in einer Minute bei einem Wasserdruck von 50 -mm und einer Wasserwärme von 20° C. durch 100 qcm Papier läuft. - -Mit Hilfe des Filtrierapparates kann man auch die Festigkeit des -Filtrierpapiers im nassen Zustande feststellen, indem man durch -Höherziehen des Trichterrohres _T_ den Wasserdruck so lange steigert, -bis das eingespannte Papier durchreißt. - -Um einen Überblick über die Filtriergeschwindigkeit der im Handel -vorkommenden Filtrierpapiersorten für analytische Zwecke zu gewinnen, -wurden 30 verschiedene Proben aufgekauft und in geschilderter Weise -geprüft. Die in der Minute durchlaufende Wassermenge schwankte von 23 -ccm bis zu 760 ccm; die Verteilung innerhalb dieser Grenzen zeigt die -nachfolgende Zusammenstellung. - - =======+=======+=======+=======+=======+=======+=======+======== - 0-100 |101-200|201-300|301-400|401-500|501-600|601-700|701-800 - ccm | ccm | ccm | ccm | ccm | ccm | ccm | ccm - =======+=======+=======+=======+=======+=======+=======+======== - 4 | 3 | 7 | 4 | 3 | 3 | 4 | 2 - Papiere|Papiere|Papiere|Papiere|Papiere|Papiere|Papiere|Papiere - -Eine zweite wichtige Eigenschaft der Filtrierpapiere ist ihre -Scheidungsfähigkeit; man versteht hierunter die Fähigkeit, feste in -Flüssigkeiten schwimmende Körper, wie Niederschläge u. s. w., beim -Filtrieren mehr oder weniger vollkommen zurückzuhalten. Um sich in -dieser Hinsicht ein Bild von der Brauchbarkeit eines Filtrierpapiers -für chemische Arbeiten zu verschaffen, prüft man es zweckmäßig mit -einem Baryumsulfatniederschlag in folgender Weise. - -Gleiche Teile einer Baryumchloridlösung (122 g Salz in 1 Liter Wasser) -und Kaliumsulfatlösung (87 g Salz in 1 Liter Wasser) werden einmal heiß -und einmal kalt miteinander vermischt. Die heiße Fällung wird heiß, die -kalte in kaltem Zustande filtriert. Aus dem zu prüfenden Papier wird -ein Rundfilter von etwa 10 cm Durchmesser geschnitten, in gewöhnlicher -Weise in den Trichter glatt eingelegt und mit Wasser angefeuchtet. - -Papiere mit hervorragender Scheidungsfähigkeit ergeben selbst bei -kalt gefälltem und kalt filtriertem Baryumsulfat klare Filtrate; -andere lassen bei kalter Fällung die Flüssigkeit trübe durchlaufen, -liefern aber bei heiß gefälltem und heiß filtriertem Niederschlag eine -klare Lösung; noch andere zeigen in beiden Fällen trübe durchlaufende -Flüssigkeiten. - -Bei 5 in der Versuchsanstalt auf Antrag geprüften Sorten wurden -Durchlaufsmengen von 141, 203, 296, 952 und 1250 ccm beobachtet. - -Bei den Papieren 141 und 296 filtrierte kalt und heiß gefälltes -Baryumsulfat völlig klar, bei den übrigen die kalte Fällung stark -trübe, die heiße mehr oder weniger trübe. - -Handelt es sich um Filtrierpapiere für gewerbliche Zwecke oder um -solche des Haushaltes, so wird man naturgemäß bei der Prüfung den -Verwendungszweck berücksichtigen und nicht etwa die Brauchbarkeit -eines Kaffeefiltrierpapiers nach seinem Verhalten zu einer -Baryumsulfatfällung beurteilen. - -Die Prüfung eines Filtrierpapiers auf Fettstoffe und Eisen geschieht -in bekannter Weise durch Ausziehen mit Äther beziehungsweise durch -Behandeln mit Kaliumeisencyanür (oder Untersuchung der Asche). -Über die Art des zur Herstellung verwendeten Rohmaterials gibt die -mikroskopische Untersuchung, über den Gehalt an unverbrennlichen -Bestandteilen die Veraschung des Papiers Aufschluß. - - - - -Anhang. - - -Vorschriften für die Lieferung und Prüfung Von Papier zu amtlichen -Zwecken.[69] - -Vom 1. Januar 1893 ab treten unter gleichzeitiger Aufhebung der -Grundsätze für amtliche Papierprüfungen vom 5. Juli 1886 nachstehende -+Vorschriften für die Lieferung und Prüfung von Papier zu amtlichen -Zwecken+ in Kraft. - - -§ 1. - -Unter Zugrundelegung der folgenden Tabellen für die Stoff- und -Festigkeitsklassen (Tabelle I und II) sollen die zu amtlichen Zwecken -bestimmten Papiere die in Tabelle III gegebenen Eigenschaften, -Bogengrößen und Einheitsgewichte besitzen. Die Bogengröße 33 × 42 cm -ist überall, auch bei Formularen, Büchern u. s. w., vorzugsweise in -Anwendung zu bringen. - - -Tabelle I. - -Stoffklasse I bis IV. - -Klasse I. Papiere, nur aus Hadern, mit nicht mehr als 3% Asche. - -Klasse II. Papiere aus Hadern, mit Zusatz bis zu 25% von Cellulose, -Strohstoff, Esparto, aber frei von Holzschliff, mit nicht mehr als 5% -Asche. - -Klasse III. Papiere von beliebiger Stoffzusammensetzung, jedoch ohne -Zusatz von Holzschliff, mit nicht mehr als 15% Asche. - -Klasse IV. Papiere von beliebiger Stoffzusammensetzung und mit -beliebigem Aschengehalt. - - -Tabelle II. - -+Festigkeitsklasse+ 1-6. - - ====================+====+====+====+====+====+====+==================== - | | | | | | | Skala - +Klasse+ | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | für den Widerstand - | | | | | | | gegen Zerknittern - ====================+====+====+====+====+====+====+==================== - a Mittlere Reiß- | | | | | | | 0) außerordentlich - länge in Metern | | | | | | | gering, - mindestens |6000|5000|4000|3000|2000|1000| - b Mittlere Dehnung | | | | | | | 1) sehr gering, - in Prozenten der | | | | | | | 2) gering, - ursprünglichen | | | | | | | 3) mittelmäßig, - Länge mindestens | 4,5| 4 | 3 | 2,5| 2 | 1,5| 4) ziemlich groß, - c Widerstand gegen | | | | | | | 5) groß, - Zerknittern | 6 | 6 | 5 | 4 | 3 | 1 | 6) sehr groß, - | | | | | | | 7) außerordentlich - | | | | | | | groß. - -Unter Berücksichtigung der beiden Klassifikationstabellen I und II -gelten die in Tabelle III gegebenen Vorschriften. - - -Tabelle III. - -+Verwendungsklassen, Bogengrößen und Gewichte der Normalpapiere.+ - - - K: Klassenzeichen - S: Stoffklasse - F: Festigkeitsklasse - - ====+========================+=================+==========+============ - | | Eigenschaften |Bogengröße|Gewichte für - | +-----+-----------+ +------+----- - K | +Verwendungsart+ | | | | 1000 | 1 qm - | | S | F | | Bogen| - | | | | cm | kg | g - ====+========================+=====+===========+==========+======+===== - | A. +Schreibpapier.+ | | | | | - | | | | | | - 1 |Für besonders wichtige, | | | | | - | auf lange | | | | | - | Aufbewahrungsdauer | | | | | - | berechnete Urkunden |} I | 1 | 33×42 | 15 | -- - | Ordrepapier (Quart) |} | | 26,5×42 | 12 | -- - |Für Urkunden, | | | | | - | Standesamtsregister, | | | | | - | Geschäftsbücher | | | | | - | u. s. w.: | | | | | - 2a | für erste Sorte | I | 2 | 33×42 | 14 | -- - 2b | für zweite Sorte | I | 3 | 33×42 | 13 | -- - |Für das zu dauernder | | | | | - | Aufbewahrung bestimmte| | | | | - | Aktenpapier: | | | | | - 3a | für Kanzlei-, | | | | | - | Mundir- u. s. w. | | | | | - | Papier |} | | 33×42 | 13 | -- - | Briefpapier (Quart-)|} II | 3 | 26,5×42 | 10,4 | -- - | desgl. (Oktav-) |} | | 26,5×21 | 5,2 | -- - 3b | für Konzeptpapier | II | 4 | 33×42 | 13 | -- - |Für Papiere, welche für | | | | | - | den gewöhnlichen | | | | | - | Gebrauch bestimmt sind| | | | | - | und nur einige Jahre | | | | | - | in Akten u. s. w. | | | | | - | aufbewahrt werden | | | | | - | sollen: |{ | Reißlänge | | | - | |{ | 3500 m, | | | - | |{ | Dehnung | | | - | |{ | 2,75%, | | | - 4a | für Kanzlei-, Mundir- |{ | Widerstand| 33×42 | 12 | -- - | u. s. w. Papier |{ III| gegen | | | - | Briefpapier (Quart-)|{ |Zerknittern| 26,5×42 | 9,6 | -- - | desgl. (Oktav-)|{ | ziemlich | 26,5×21 | 4,8 | -- - | |{ | groß | | | - 4b | für Konzeptpapier | III| 4 | 33×42 | 12 | -- - |Bemerkung. Die unter A | | | | | - | 1-4b gegebenen | | | | | - | Vorschriften gelten | | | | | - | auch für solche | | | | | - | Schreibpapiere, welche| | | | | - | gleichzeitig bedruckt | | | | | - | werden | | | | | - | (Standesamtsregister, | | | | | - | Tabellenwerke | | | | | - | u. s. w.). | | | | | - |Für Briefumschläge, | | | | | - | Packpapier etc. und | | | | | - | zwar: | | | | | - 5a | für erste Sorte | II | 3 | -- | -- | -- - 5b | für zweite Sorte | III | 5 | -- | -- | -- - | für Briefumschläge | | | | | - | (für beide Sorten): | | | | | - | 1) bis zur Größe | | | | | - | 13×19 cm | -- | -- | -- | -- | 70 - | 2) für größere und | | | | | - | solche Umschläge,| | | | | - | welche für Geld- | | | | | - | und Wertsendungen| | | | | - | bestimmt sind | -- | -- | -- | -- | 115 - | für Packpapier: | | | | | - | für Klasse 5a | -- | -- | -- | -- | 130 - | für Klasse 5b | -- | -- | -- | -- | 115 - 6 |Für Papiere, welche zu | | | | | - | untergeordneten | | | | | - | Zwecken im täglichen | | | | | - | Verkehr verwendet | | | | | - | werden sollen und an | | | | | - | welche Ansprüche auf | | | | | - | Dauerhaftigkeit nicht | | | | | - | gestellt werden, kann | | | | | - | ohne besondere | | | | | - | Rücksicht auf eine | | | | | - | Festigkeitsklasse | | | | | - | gewählt werden | IV | -- | -- | -- | -- - | B. +Aktendeckel.+ | | | | | - 7a |Für Aktendeckel, welche | {| |} | | - | für häufigen Gebrauch | {| Reißlänge |} | | - | und längere | I {| 2500 m, |} 36×47 | 81,2 | 480 - | Aufbewahrung bestimmt | {| Dehnung |} | | - | sind | {| 3,5 % |} | | - | | | | | | - 7b |Für Aktendeckel, welche | {| Reißlänge |} | | - | für laufenden Gebrauch| III{| 2500 m, |} 36×47 | 42,3 | 250 - | bestimmt sind | {| Dehnung |} | | - | | | 2,5 % | | | - | C. +Druckpapier.+ {| I |} | | | - 8a |Für wichtigere, zu {| aber|} | | | - | dauernder {| bis |} 4 | -- | -- | -- - | Aufbewahrung {| zu |} | | | - | bestimmte Drucksachen{| 10% |} | | | - | {|Asche|} | | | - 8b |Für weniger wichtige | | | | | - | Drucksachen | III | 4 | -- | -- | -- - 8c |Für Drucksachen, welche | | | | | - | zu untergeordneten | | | | | - | Zwecken im täglichen | | | | | - | Verkehr verwendet | | | | | - | werden sollen, kann | | | | | - | ohne Rücksicht auf | | | | | - | eine Festigkeitsklasse| | | | | - | gewählt werden | IV | -- | -- | -- | -- - - ===========+==========================================+================ - | | Gewichte für - | +-------+-------- - Klassen- | +Verwendungsart+ | 1000 | - zeichen | | Bogen | 1 qm - | | kg | g - ===========+==========================================+=======+======== - | Für Bücher, Formulare u. s. w. sind in | | - | den Fällen, in welchen die normale | | - | Größe Nr. 1 = 33×42 nicht anwendbar | | - | ist, die nachfolgenden Bogengrößen | | - | oder vielfache derselben, in der Regel | | - | unter Innehaltung der gleichzeitig | | - | angegebenen Einheitsgewichte, zu | | - | benutzen | | - | Nr. 2 = 34×43 cm | 14,6 |} - | „ 3 = 36×45 „ | 16,2 |} 100 - | „ 4 = 38×48 „ | 18,2 |} - | „ 5 = 40×50 „ | 20,0 |} - | -------------------------------------+ | - | Nr. 6 = 42×53 cm | 24,5 |} - | „ 7 = 44×56 „ | 27,1 |} 110 - | „ 8 = 46×59 „ | 29,9 |} - | „ 9 = 48×64 „ | 33,8 |} - | -------------------------------------+ | - | Nr. 10 = 50×65 cm | -- |} nach - | „ 11 = 54×68 „ | -- |} Bedarf - | „ 12 = 57×78 „ | -- |} - -Gegen die in der vorstehenden Tabelle III angegebenen Einheitsgewichte -darf die Lieferung - - a. für Schreib- und Druckpapier um 2,5%, - - b. für Aktendeckel und Packpapier um 4,0% - -nach oben oder unten abweichen, wobei die Riesumhüllung (das -zum Verpacken von 1000 Bogen verwendete Umschlagpapier) bei der -Gewichtsfeststellung mitgewogen wird. - - -§ 2. - -Die Schreibpapiere der Stoffklassen I, II und III, soweit sie -den Verwendungsklassen 1 bis 4b angehören (§ 1), sind mit einem -Wasserzeichen zu versehen. Das Wasserzeichen soll im nassen Zustande -auf dem Siebe in das Papier gebracht werden. Es soll die Firma des -Erzeugers (Fabrikanten) in Buchstaben sowie neben dem Worte „Normal“ -das Zeichen der Verwendungsklasse, welcher das Papier genügen soll, -enthalten; die Hinzufügung einer Jahreszahl wird dem Fabrikanten -freigestellt. Abkürzung der Firmenbezeichnung ist gestattet, indessen -nur soweit, daß man ohne Zweifel und ohne weiteres auf den Inhaber -zurückgreifen kann. Das Wasserzeichen muß vollständig, wenn auch -unterbrochen, in jedem Bogen vorhanden sein. - - -§ 3. - -Papiere der Verwendungsklassen 1 bis 4b (§ 1) werden nur von -Firmen angenommen, deren Wasserzeichen bei der Königlichen -mechanisch-technischen Versuchsanstalt (Charlottenburg, Technische -Hochschule) angemeldet sind. - - -§ 4. - -Die mit dem vorschriftsmäßigen Wasserzeichen versehenen Normalpapiere -dürfen in ihrer Reißlänge um höchstens 10% und in ihrer Dehnbarkeit -ebenfalls um höchstens 10% nach unten hin von den in Tabelle III (§ -1) genannten Eigenschaften abweichen. Alle anderen Eigenschaften -müssen vorhanden sein, wenn das Papier bei der Prüfung als zu der im -Wasserzeichen angegebenen Verwendungsklasse gehörig anerkannt werden -soll. - - -§ 5. - -Dem Erzeuger des Papiers soll es freistehen, in Fällen, in welchen das -Papier den im Wasserzeichen angegebenen Eigenschaften bezüglich der -Verwendungsklasse nicht entspricht, durch nachträgliche Stempelung -(Trockenstempelung) eines jeden Bogens das Wasserzeichen ungültig -zu machen oder das Papier in eine niedrigere Verwendungsklasse -einzureihen, für welche seine Eigenschaften noch ausreichend sind. - -Dieses Recht nachträglicher Stempelung zum Zweck der Herabsetzung -des Papiers in eine niedrigere Verwendungsklasse als die in dem -Wasserzeichen angegebene soll auch dem Lieferanten zustehen. - - -§ 6. - -Zur Feststellung darüber, ob das gelieferte Papier der im Wasserzeichen -angegebenen Verwendungsklasse entspricht, sind vor der Verwendung, -namentlich vor dem Bedrucken des Papiers, Stichproben an die Königliche -mechanisch-technische Versuchsanstalt zur Prüfung einzusenden. - -Die Prüfung erfolgt auf die Erfüllung der im § 1 Tabelle I und II -bezeichneten Eigenschaften für die Gesamtgebühr von 20 Mk. für jede -Papiersorte. - -Bei Lieferungen, welche den Betrag von 300 Mk. nicht erreichen, kann -von einer Prüfung abgesehen werden. - -Bei Lieferungen von höherem Betrage ist wenigstens eine der gelieferten -Papiersorten jährlich abwechselnd zur Prüfung einzusenden. - -Genügt der Ausfall der Prüfung (§ 8), so hat die Behörde, im anderen -Falle der Lieferant die Prüfungsgebühren zu zahlen. - - -§ 7. - -Die Stichproben werden von den Behörden +aus verschiedenen Paketen+ der -Lieferung (im ganzen mindestens 10 Bogen) entnommen und zur Prüfung an -die Königliche mechanisch-technische Versuchsanstalt in Charlottenburg -eingesendet. - -Diese Proben müssen +unbeschrieben und von tadellosem Aussehen+ sein; -sie dürfen +nicht gerollt+ und nur soweit geknifft werden, daß die -ungeknifften Flächen mindestens 21 × 27 cm groß bleiben. Die Proben -sind +zwischen zwei steife Deckel+ zu verpacken, welche Beschädigungen -auf dem Postwege wirksam verhindern. - -Für die Prüfung von Papieren, welche bedruckt werden sollen, müssen die -Stichproben aus dem unbedruckten Papier (vor der Drucklegung) entnommen -werden. - - -§ 8. - -Die von der Versuchsanstalt über die amtliche Prüfung auszugebenden -Zeugnisse enthalten in erster Linie die Angabe: Ob das Papier den durch -das Wasserzeichen gekennzeichneten (bezw. den durch den Trockenstempel -als geringer angegebenen) Eigenschaften genügt oder nicht genügt. - -In zweiter Linie werden außerdem die Ergebnisse der Einzelprüfungen in -der bisher gebräuchlichen Weise mitgeteilt. - -Zeugnisse für Papiere ohne Wasserzeichen beschränken sich auf die -bisher gebräuchliche Form der Prüfungsbescheinigungen. - - -§ 9. - -Ergibt die amtliche Prüfung, daß das Papier der im Wasserzeichen -angegebenen Verwendungsklasse nicht genügt, so ist die Behörde -berechtigt, die ganze Lieferung von der Verwendung auszuschließen. -Papiere, welche durch den Trockenstempel in eine niedrigere -Verwendungsklasse eingereiht sind, dürfen von den Behörden nur für -diese Verwendungsklasse angenommen werden. - -Ergibt sich bei der amtlichen Prüfung, daß die durch die -Verwendungsklasse gegebenen Vorschriften durchweg nur sehr knapp -erfüllt oder geringe Abweichungen nach unten vorhanden sind, so -darf die Versuchsanstalt auf den generellen Antrag des durch das -Wasserzeichen genannten Firmeninhabers diesem das Prüfungsergebnis -mitteilen. - - -§ 10. - -Zur Erklärung des Wesens der Prüfungen und der in den vorstehenden -Tabellen sowie in den auszugebenden Prüfungszeugnissen gebrauchten -technischen Ausdrücke ist folgendes zu bemerken: - -Die Ausdauerfähigkeit und Güte eines Papiers ist im wesentlichen durch -seine Stoffzusammensetzung und seine Festigkeitseigenschaften bedingt. - -Zur Feststellung der Stoffzusammensetzung dient vornehmlich die -mikroskopische Untersuchung. Zur Zeit gilt die Erfahrung, daß die -Lumpenfasern das ausdauerfähigste Material geben; am wenigsten -ausdauerfähig sind die Papiere mit Holzschliff. Die mikroskopische -Untersuchung kann auch zugleich angenähert die Mengenverhältnisse der -Faserstoffe feststellen. - -Der Aschengehalt gibt diejenigen Papierbestandteile an, welche -beim Verbrennen und darauf folgenden Glühen als unverbrennlich -zurückbleiben; sie betragen bei Papier, dem keine mineralischen -Füllstoffe zugesetzt sind, höchstens 3%. Die mineralischen Füllstoffe -dienen dazu, das Papier im Aussehen und Griff besser, es druckfähiger, -billiger oder schwer zu machen. Die zulässigen Grenzen sind in den -„Vorschriften“ gegeben. - -Das zu Schreibzwecken dienende Papier muß leimfest sein, damit es sich -gut beschreibt und die Tinte nicht durchläßt. - -Zu den Festigkeitseigenschaften rechnet man Festigkeit gegen Zerreißen, -Dehnbarkeit und Widerstand gegen Zerknittern und Reiben. - -Die Festigkeit des Papiers wird in zwei aufeinander senkrechten -Richtungen (Maschinenrichtung und Querrichtung) bestimmt; als Grundlage -für die Beurteilung dient das Mittel aus beiden Bestimmungen, die -sogenannte mittlere Reißlänge. Man versteht unter Reißlänge diejenige -Länge eines Streifens von gleichbleibender Breite und Dicke, bei -welcher er, an einem Ende aufgehängt gedacht, infolge seines eigenen -Gewichts abreißen würde. - -Die Reißlänge, welche also von der Dicke und Breite des Streifens -unabhängig ist, nimmt zu mit der Güte des Papiers. - -Die Bruchdehnung wird bei der Bestimmung der Reißlänge mitgemessen; -sie drückt die Verlängerung des Probestreifens bis zum Zerreißen aus -und wird in Prozenten seiner ursprünglichen Länge angegeben. Sie nimmt -ebenfalls zu mit der Güte des Papiers. - -Die Widerstandsfähigkeit gegen Zerknittern und Reiben kann nicht durch -Zahlenwerte ausgedrückt werden, weil dieser Versuch nicht mit Hilfe von -Apparaten, sondern durch Knittern und Reiben mit der Hand ausgeführt -wird. Die zur Bemessung des Widerstandsgrades angenommene Skala, von -den geringeren Sorten zu den besseren aufsteigend, ist folgende: - - 0 = außerordentlich gering, - 1 = sehr gering, - 2 = gering, - 3 = mittelmäßig, - 4 = ziemlich groß, - 5 = groß, - 6 = sehr groß, - 7 = außerordentlich groß. - - -§ 11. - -Die Behörden sind verpflichtet, die durch Tabelle III der -„Vorschriften“ gegebenen Grenzwerte für die Stoff- und -Festigkeitsklassen ihren Lieferungsbedingungen zu Grunde zu legen. - -In die über die Papierlieferung abzuschließenden Verträge ist -die Bestimmung aufzunehmen, daß der Lieferant sich allen in den -„Vorschriften“ ihm auferlegten Verpflichtungen zu unterwerfen habe. - -Die „Vorschriften“ sind jedem Lieferungsvertrage anzuheften und zu -dem Zweck von der Königlichen mechanisch-technischen Versuchsanstalt -(Charlottenburg, Technische Hochschule) im Abdruck auf Verlangen -abzugeben. - - +Berlin+, den 17. November 1891. - - +Königliches Staats-Ministerium.+ - - [69] Die Versuchsanstalt hat nach eingehenden Verhandlungen mit - Vertretern der Papierindustrie und des Papierhandels einen - neuen Entwurf für „Vorschriften“ ausgearbeitet, der z. Z. den - maßgebenden Stellen zur Entscheidung vorliegt. - - -Auszug aus den Vorschriften für die Benutzung der Versuchsanstalt zu -Charlottenburg. - - -Gebührenordnung. - - - Z = Zahl der Versuche - A = Ansatz - B = Betrag[70] - - ==============+========================================+====+=====+==== - +Gegenstand | | Z | A | B - der | +Versuchsausführung.+ | | | - Versuche+ | | | Nr. | Mk. - ==============+========================================+====+=====+==== - | =Papierprüfung.= | | | - =Festigkeit= |Prüfung der Festigkeit und Dehnung nach | | | - | 2 Richtungen in je 5 Versuchen | 10 |=300=| 10 - =Zerknittern= |Prüfung auf Widerstand gegen Zerknittern| -- |=301=| 2 - =Aschengehalt=|Bestimmung des Aschengehaltes in | | | - | Prozenten | -- |=302=| 3 - | Desgleichen mit Prüfung der | | | - | qualitativen Zusammensetzung der | | | - | Asche | -- |=303=| 10 - | Desgleichen mit Prüfung der | | | - | quantitativen Zusammensetzung der | | | - | Asche | -- |=304=| 50 - =Dicke= und Messung der Papierdicke und Bestimmung | | | - =Gewicht= | des Gewichtes für das Quadratmeter | -- |=305=| 2 - =Holzschliff= |Untersuchung auf das Vorhandensein | | | - | verholzter Fasern | -- |=306=| 1 - | Desgleichen mit Bestimmung der Art der | | | - | verholzten Fasern | -- |=307=| 2 - |Schätzung der Menge des Holzschliffes | | | - | nach der Methode von +Herzberg+ | -- |=308=| 5 - =Faserarten= |Mikroskopische Feststellung der im | | | - | Papier enthaltenen Faserarten | -- |=309=| 5 - | Desgleichen mit Schätzung des | | | - | Mengenverhältnisses der einzelnen | | | - | Faserarten | -- |=310=| 10 - =Chemische |Chemische Untersuchung des Papiers auf | | | - Zusammen- | Farbstoff, Leimung, Gehalt an freier | | | - setzung= | Säure, Chlor u. s. w., je nach dem | | | - | Umfange der verlangten Untersuchung | -- |=311=|5-50 - | Desgleichen, quantitativ | -- |=312=| 10 - | | | | bis - | | | |100 - =Vollständige |Die vollständige Untersuchung eines | | | - Untersuchung= | Papiers auf Festigkeit, Dehnung, | | | - | Widerstand gegen Zerknittern, | | | - | Bestimmung des Aschengehaltes, | | | - | mikroskopische Untersuchung und | -- |=313=| 20 - | Leimfestigkeit | -- |=313=| 20 - - - Z = Zahl der Versuche - A = Ansatz - B = Betrag[71] - - ===============+=======================================+====+=====+==== - +Gegenstand | | Z | A | B - der | +Versuchsausführung.+ | | | - Versuche+ | | | Nr. | Mk. - ===============+=======================================+====+=====+==== - | =Stoffprüfung.= | | | - =Festigkeit= |Prüfung der Festigkeit und Dehnung von | | | - | Zeugstoffen nach Kette und Schuß in | | | - | je 3 Versuchen | 6 |=314=| 12 - |Prüfung von Fäden auf Zugfestigkeit und| | | - | Dehnung in 10 Versuchen, mit | | | - | Bestimmung der Feinheitsnummer | | | - | und Dehnungszahl | 10 |=315=| 10 - =Aschengehalt= |Bestimmung des Aschengehaltes | -- |=316=| 3 - =Faserart= |Bestimmung der Faserart in Schuß und | | | - | Kette | -- |=317=| 5 - =Fadenzahl= |Bestimmung der Fadenzahl auf 1 cm in | | | - | Schuß- und Kettenrichtung | -- |=318=| 2 - =Fadenstellung= Bestimmung der Fadenstellung | -- |=319=| 2 - =Schlichte, |Untersuchung des Stoffes auf Schlichte,| | | - Farbe, Wasser- | Stärke, Farbe, Wasserdurchlässigkeit | | | - durchlässig- | u. s. w., je nach dem Umfange der | | | - keit= u. s. w. | gewünschten Prüfung | -- |=320=|3-50 - =Vollständige |Die vollständige Untersuchung eines | | | - Untersuchung= | Stoffes nach den Ansätzen 314, 316 | | | - | bis 319 | -- |=321=| 20 - | Desgleichen einschließlich der | | | - | Untersuchung der Schuß- und | | | - | Kettenfäden in je 5 Versuchen | | | - | nach Ansatz 315 | -- |=322=| 26 - - -Probematerial. - -Für Papierprüfungen, welche auch die Ansätze 300 und 301 umfassen, -sind 10 Bogen jeder Sorte, +zwischen steifen Deckeln verpackt+ (nicht -gerollt), einzusenden. Bei Prüfungen nach den übrigen Ansätzen genügt -weniger Material in beliebiger Verpackung. - -Bei Einreichung des Antrages sind die Ansatznummern (300-313) -anzugeben, nach denen geprüft werden soll. - - [70] Die Beträge gelten für die Prüfung +eines+ Papiers. Bei - Prüfungen für Ausländer werden die Gebühren um 50% erhöht. Außer - den Gebührenbeträgen sind zu zahlen 1 Mk. 50 Pf. für Stempel und - ferner die Auslagen für Schreibhilfe und Postbestellgeld. - - [71] Die Beträge gelten für die Prüfung +eines+ Stoffes. Bei - Prüfungen für Ausländer werden die Gebühren um 50% erhöht. Außer - den Gebührenbeträgen sind zu zahlen 1 Mk. 50 Pf. für Stempel und - ferner die Auslagen für Schreibhilfe und Postbestellgeld. - - -Auszug aus den Vorschriften für Frachtbriefpapiere. - - (Reichs-Eisenbahnamt. 13. Oktober 1892.) - -Zu den Frachtbriefen ist Normalpapier 4a mit vorschriftsmäßigem -Wasserzeichen zu verwenden (vergl. S. 136). Die Farbe des Papiers muß -entschieden weiß sein und das Gewicht bei der für Frachtbriefe durch -die Verkehrsordnung vorgeschriebenen Bogengröße von 76×60 cm für je -1000 Bogen (4000 Frachtbriefe) 39 kg betragen. Eine Abweichung von -diesem Einheitsgewicht um 2,5% nach oben und unten ist gestattet. Bei -der Gewichtsfeststellung wird die Riesumhüllung (das zum Verpacken von -1000 Bogen verwendete Umschlagpapier) mit gewogen. - -Fabrikanten, die Frachtbriefpapier herstellen, haben ihr Wasserzeichen -bei einer mit der Prüfung von Papier zu amtlichen Zwecken in einem -Bundesstaat beauftragten Behörde anzumelden. Die Prüfung, ob das -Frachtbriefpapier den vorbezeichneten Bedingungen entspricht, erfolgt -nach Maßgabe der bei diesen Behörden bestehenden Vorschriften. - - -Auszug aus den Vorschriften für Quittungskarten-Karton. - - (Gesetz betreffend Invaliditäts- und Altersversicherung vom 22. - Juni 1889.)[72] - -Der Karton muß aus Zellstoff, Leinen und Baumwolle hergestellt sein. -Der Zellstoffgehalt darf nicht mehr als 50% betragen. Der Gehalt an -Leinen muß mindestens 5% größer sein als der Baumwollgehalt. Der -Aschengehalt darf 4% nicht übersteigen. Der Karton muß mit Eisenoxyd -und Bleichromat nach niedergelegtem Muster gelb gefärbt sein und ein -Quadratmetergewicht von 277-283 g aufweisen. - -Die mittlere Reißlänge muß 4500 m, die mittlere Dehnung 4% betragen. - - (+Bekanntmachungen des Reichskanzlers vom 13. Juli 1893 und 8. - Juni 1898.+) - -Die für die Selbstversicherung vom Bundesrat vorgeschriebenen -besonderen Quittungskarten (Formular B) müssen in Stoff und Format -den vorstehenden Bedingungen ebenfalls entsprechen, aber nach -niedergelegtem Muster grau gefärbt sein. - -Die graue Färbung ist durch Zuteilen von naturblauer Lumpenfaser zum -Stoff und Abtönen mit Miloriblau und Chromgelb herzustellen. - - (4. Januar 1900.) - - [72] Reichsgesetzblatt 1889, S. 97. - - -Auszug aus den Vorschriften über die Herstellung von Beitragsmarken zur -Invaliditätsversicherung. - - (13. November 1899.) - -Zum Druck sämtlicher Beitragsmarken ist reines Lumpenpapier zu -verwenden, welches fein gemahlen, in der Durchsicht gleichmäßig sein -und eine Reißlänge von wenigstens 3000 m, eine Dehnung von mindestens -1,9% und einen Aschengehalt von höchstens 12% haben muß. - -Das Markenpapier ist mit einem unsichtbaren Aufdruck zu versehen, der -die Möglichkeit gewährt, die Echtheit der Marken jederzeit zu prüfen. -Die Verwendung eines Wasserzeichens an Stelle des Aufdruckes bedarf der -besonderen Genehmigung des Reichs-Versicherungsamtes. - - -Vorschriften für das Papier zu Standesregistern und Registerauszügen. - - (Ministerium des Innern. 2. April 1892.) - -Das Papier für die - - Standesregister muß der Stoffklasse I, Festigkeitskl. 2, - (Verwendungskl. 2a), - Registerauszüge „ „ „ I, „ 3, - ( „ 2b) - -angehören. - - -Ausbildung im Papierprüfen. - -Zur Ausbildung im Papierprüfen nimmt die Charlottenburger -Versuchsanstalt Volontäre auf. Bestimmte Anforderungen an deren -Vorbildung werden nicht gestellt. Bewerber müssen dem Aufnahmegesuch -Lebenslauf und Abschriften der in ihrem Besitz befindlichen Zeugnisse -beifügen; daraufhin erfolgt die Entscheidung über die Aufnahme. - -Die Ausbildung nimmt drei Monate in Anspruch und erfolgt für -Reichsdeutsche kostenfrei; Ausländer zahlen 300 Mk. - -Gegenstand des Unterrichtes bilden in erster Linie die gesamten -Papierprüfungsverfahren; hierbei wird auf die Ausbildung im -Mikroskopieren besonderes Gewicht gelegt. In zweiter Linie erfolgt -die Unterweisung im Prüfen der wichtigsten Rohstoffe für die -Papierfabrikation. In der zweiten Hälfte der Ausbildungszeit können die -Volontäre auf Wunsch auch Fragen bearbeiten, die für sie besonderes -Interesse haben. - -Die bisher gemachten Erfahrungen haben gezeigt, daß die Teilnahme an -diesen Ausbildungskursen für das spätere Fortkommen der Teilnehmer -vielfach von Wert gewesen ist, so daß allen jungen Papiermachern -dringend anzuraten ist, von dieser im Interesse der Papierindustrie -geschaffenen Einrichtung Gebrauch zu machen. Frühzeitige Anmeldung -empfiehlt sich, da nur eine beschränkte Anzahl von Plätzen zur -Verfügung steht. - -Zur Ausführung amtlicher Prüfungen, wie vielfach angenommen wird, -dürfen die Volontäre nicht herangezogen werden; die ganze Zeit, welche -sie in der Anstalt zubringen, wird ausschließlich auf ihre Ausbildung -verwendet. - - - - -Literatur.[73] - - - +Behrens+, Anleitung zur mikrochemischen Analyse, Hamburg 1896. - - +Beveridge+, Papermakers’ Pocket Book, London 1901. - - +Clapperton+, Practical Paper Making, London 1894. - - +Cross & Bevan+, Cellulose, London 1895. - - +Erdmann-König+, Waarenkunde, Leipzig 1895. - - +Griffin & Little+, The Chemistry of Paper Making, New York 1894. - - +Hanausek+, Lehrbuch der technischen Mikroskopie, Stuttgart 1901. - - +Hofmann+, Handbuch der Papierfabrikation, Berlin 1891. - - +Hofmann+, Normalpapier, Berlin 1892. - - +v. Höhnel+, Die Mikroskopie der technisch verwendeten Faserstoffe, - Wien 1887. - - +v. Hoyer+, Das Papier, seine Beschaffenheit und deren Prüfung, - München 1882. - - +v. Hoyer+, Die Fabrikation des Papiers, Braunschweig 1887. - - +v. Hoyer+, Ueber die Entstehung und Bedeutung der Papiernormalien, - sowie deren Einfluß auf die Fabrikation, München 1888. - - +Kirchner+, Das Papier, Biberach. - - +Klemm+, Papier-Industrie-Kalender, Leipzig. - - +Lohnes+, Papier-Kalender, Dresden. - - +Lunge+, Chemisch-technische Untersuchungsmethoden, 3. Band, Berlin - 1900, Artikel „Papier“ von W. Herzberg. - - +Mierzinski+, Handbuch der praktischen Papierfabrikation, Wien 1886. - - +Müller+, Qualitative und quantitative Bestimmung des Holzschliffes - im Papier, Berlin 1887. - - +Muspratt+’s Chemie, 6. Band, Braunschweig 1898, Artikel - „Papierprüfung“ von Dr. Klemm. - - +Muth+, Jahrbuch der Papierindustrie, Leipzig 1890. - - +Rejtö+, Anleitung für Private zur Durchführung der Papierprüfung, - Budapest 1893. - - +Rössel+, Papiere und Papierprüfung mit Berücksichtigung der in der - Schweiz verwendeten Schreib- und Druckpapiere, Biel 1895. - - +L. Rostaing, M. Rostaing et Fleury Percie du Sert+, Végétaux - propres à la fabrication de la Cellulose et du Papier, Paris 1899. - - +Schacht+, Prüfung der im Handel vorkommenden Gewebe, Berlin 1853. - - +Vétillart+, Études sur les fibres végétales textiles, Paris 1876. - - +Wiesner+, Die Rohstoffe des Pflanzenreiches, 8. Lieferung, Leipzig - 1902, Artikel: Papierfasern. - - +Wiesner+, Die mikroskopische Untersuchung des Papiers, Wien 1887. - - +Wiesner+, Einleitung in die Technische Mikroskopie, Wien 1867. - - +Winkler+, Der Papierkenner, Leipzig 1887. - - +Winkler+, Die Trockengehaltsbestimmung der Papierfaserstoffe - (Ermittelung des Wassergehaltes), Leipzig 1902. - - [73] Selbständige Werke, die sich in mehr oder minder umfangreichem - Maße mit der Papierprüfung befassen. - - - - -[Illustration: Tafel I. - -Holzschliff von Nadelholz.] - -[Illustration: Tafel II. - -Jute.] - -[Illustration: Tafel III. - -Nadelholzzellstoff.] - -[Illustration: Tafel IV. - -Birkenholzzellstoff.] - -[Illustration: Tafel V. - -Pappelholzzellstoff.] - -[Illustration: Tafel VI. - -Strohzellstoff.] - -[Illustration: Tafel VII. - -Alfa-(Esparto-)Zellstoff.] - -[Illustration: Tafel VIII. - -Manila.] - -[Illustration: Tafel IX. - -Adansonia.] - -[Illustration: Tafel X. - -Baumwolle.] - -[Illustration: Tafel XI. - -Leinen.] - -[Illustration: Tafel XII. - -Wolle.] - -[Illustration: Tafel XIII. - -Färbung der Fasern in Jod-Jodkaliumlösung. - - Leinen, Baumwolle braun - Holz- und Strohzellstoff grau - Holzschliff gelbbraun -] - -[Illustration: Tafel XIV. - -Färbung der Fasern in Chlorzinkjodlösung. - - Leinen, Baumwolle weinrot - Holz- und Strohzellstoff violett - Holzschliff gelb -] - -[Illustration: Tafel XV. - -Verschiedene Mahlungszustände von Papierfasern. - -No. 1. Cigarettenpapier.] - -[Illustration: No. 6. Normalpapier 1.] - -[Illustration: No. 2. Holländisches Banknotenpapier.] - -[Illustration: No. 7. Deutsches Photographiepapier.] - -[Illustration: No. 3. Normalpapier 1.] - -[Illustration: No. 8. Französisches Photographiepapier.] - -[Illustration: No. 4. Urkundenpapier aus ungebleichten Lumpen.] - -[Illustration: No. 9. Löschpapier.] - -[Illustration: No. 5. Normalpapier 1.] - -[Illustration: No. 10. Manilapackpapier.] - -[Illustration: Tafel XVI. - -Phloroglucinreaction - -bei Papieren mit geringem Holzschliffgehalt. - - 0,5% 1% 2% - - 2,5% 3% 5% -] - - - - -Oskar Leuner’s - -+Mechanisches Institut+ - -in der K. S. Technischen Hochschule - -Dresden - - Bureau: Lannerstrasse 3 - in Verbindung mit der - K. S. Technischen Hochschule - seit 1876 - -[Illustration: Vielfach prämiirt.] - -[Illustration: Vielfach prämiirt.] - - empfiehlt: - - Sämmtliche Apparate zur technischen und zur exakten Gasanalyse, - Apparate zur Heizwerthbestimmung der Gase etc. etc. nach Angabe des - Herrn Geh. Hofrath Professor Dr. Walther Hempel, Dresden. - - Toepler’sche Universal-Apparate für Demonstrationen in Mechanik. - - Als eigene Erfindungen und Konstruktionen. - - =Selbstregistrierende Zerreiss-Apparate und Zerreiss-Maschinen= - - zur Untersuchung von Papier, Gespinnsten, Geweben, Leder etc. etc., - für Belastungen bis zu 3000 Kilo. - - =Querprofil- und Thalwegsprofil-Zeichner,= - - Instrumente zur selbstthätigen Aufzeichnung der Querprofile und der - Thalwegsprofile von Wasserläufen. - - =Wassergeschwindigkeitszeichner,= - - Instrument zur selbstthätigen Aufzeichnung von - Wassergeschwindigkeiten. - - =Instrumente zur Untersuchung eiserner Brücken,= als: - - =Spannungszeichner,= - - Instrument zur selbstthätigen Aufzeichnung der Spannungsänderungen - in den Gliedern eiserner Brücken. - - =Biegungszeichner,= - - Instrument zur selbstthätigen Aufzeichnung der Auf- und der - Durchbiegungen der Tragwände etc. eiserner Brücken. - - =Drahtspannapparate= - - zur Beobachtung bleibender Formänderungen bei eisernen Brücken. - - =Horizontalschwingungszeichner,= - - Instrument zur selbstthätigen Aufzeichnung der horizontalen - Schwingungen eiserner Brücken ohne Benutzung eines festen Punktes. - - =Pfeilzeichner,= - - zur Untersuchung von Eisenbahnschienen etc. - - =Zugkraftzeichner, Rauchmesser,= - - ferner: - - Von Feuchtigkeitsänderungen der Luft unabhängige Influenzmaschinen - mit 2 bis mit 60 rotierenden Scheiben für Hand- und Motoren-Betrieb. - - ============== Verbessertes Toepler-System. ============== - - +Oskar Leuner.+ - - - - -Louis Schopper, Leipzig. - -Anstalt für Präcisions-Mechanik. - -Fabrik und Contor: Arndtstr. 27. * Fernsprecher: No. 3262. - -[Illustration: Gegr. im Jahre 1881.] - -Fabrikation und Export - -======wissenschaftlicher und technischer Apparate.====== - -Specialität: - - Papier-Prüfungs-Apparate, - Pappen-, Papier- und Präcisions-Waagen - für die gesamte - Papier-, Pappen- und Papierstoff-Industrie. - Chemikalien, Reagentien, Präparier- und Färbmittel. - - Sämtliche in der Papierfabrikation verwendeten Faserstoffe in - Alkohol als Vergleichspräparate bei mikroskopischen Untersuchungen, - Dauerpräparate. - - Papiere mit verschiedenem Widerstand gegen Zerknittern. - - Vollständige Papier-Prüfungs-Einrichtungen nach dem Muster der - Kgl. mech. techn. Versuchsanstalt in Charlottenburg (Abteilung für - Papier-Prüfung). - - Feinste Referenzen. - Vielfach prämiiert. - - Patente im In- und - Auslande. - - - - - +Neuester Apparat+ - - zur Bestimmung des - - =Trocken- resp. Feuchtigkeitsgehaltes fester Körper, Modell 1902,= - - von - - =Louis Schopper, Leipzig.= - - D. R. G. M. No. 171196. - -[Illustration: Unübertroffenes System.] - - Dieser Apparat ist vorläufig für Gas- und Spiritusheizung - eingerichtet, für Dampf- und elektrische Heizung ist er in - Vorbereitung. Er führt dem Trockengut ununterbrochen große Mengen - warmer Luft zu, trocknet daher schnell und billig. - - - - - CARL ZEISS - - Optische Werkstaette - - JENA - - Berlin NW. London W. - Dorotheenstr. 29. 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M. 6,--. - - =Praxis und Theorie der Leder-Erzeugung.= Ein Leitfaden für Lohe-, - Weiss-, Sämisch- und Glacé-Gerberei von +=J. Jettmar=+. Mit 51 - Textfiguren. - - geb. M. 10,--. - - =Carbolsäure und Carbolsäurepräparate=, ihre Geschichte, - Fabrikation, Anwendung und Untersuchung. Von Dr. +=H. Köhler=+. Mit - 23 Holzschnitten im Text. - - M. 4,--; geb. M. 5,--. - - =Die Verunreinigung der Gewässer=, deren schädliche Folgen, sowie - die Reinigung von Trink- und Schmutzwasser. Von Professor Dr. - +=J. König=+ (Münster i. W.). Zweite vollständig umgearbeitete - und vermehrte Auflage. Mit zahlreichen Abbildungen im Text und 7 - lithogr. Tafeln. Zwei Bände. - - M. 26,--; geb. M. 28,40. - - =Die Prüfung der chemischen Reagentien auf Reinheit.= Von Dr. +=C. - Krauch=+ (Darmstadt). Dritte, umgearbeitete und sehr vermehrte - Auflage. - - geb. M. 9,--. - - =Physikalisch-chemische Tabellen= von Prof. Dr. +=H. Landolt=+ - und Prof. Dr. +=R. Börnstein=+ (Berlin). Unter Mitw. hervorrag. - Fachmänner bearbeitet. Zweite Auflage. - - M. 21,--. - - =Tabellarische Uebersicht über die künstlichen organischen - Farbstoffe= und ihre Anwendung in Färberei und Zeugdruck. Von Dr. - +=Adolf Lehne=+. Mit Ausfärbungen jedes einzelnen Farbstoffes und - Zeugdruckmustern. In 6 Lieferungen M. 36,--; in Halbleder geb. M. - 40,--. -- Ergänzungsband. In 4 Lieferungen M. 21.--; in Halbleder - geb. M. 25,--. - - =Chemisch-technische Untersuchungsmethoden.= Mit Benutzung der - früheren von Dr. Fr. Böckmann bearbeiteten Auflagen und unter - Mitwirkung zahlreicher hervorragender Fachmänner herausgegeben - von Professor Dr. +=Georg Lunge=+ (Zürich). Vierte, vollständig - umgearbeitete und vermehrte Auflage. In 3 Bänden. - - Band I: Mit 146 Textabb. M. 16,--; in - Halbleder geb. M. 18,--. - - Band II: Mit 143 Textabb. M. 16,--; in - Halbleder geb. M. 18,--. - - Band III: Mit 104 Textabb. M. 23.--; in - Halbleder geb. M. 25,--. - - =Taschenbuch für die Soda-, Pottasche- und Ammoniak-Fabrikation.= - Herausgegeben von Prof. Dr. +=G. Lunge=+ (Zürich). Dritte, - umgearbeitete Auflage. Mit 18 in den Text gedruckten Figuren. - - In Lederband M. 7,--. - - =Grundzüge der Elektrochemie auf experimenteller Basis.= Von Dr. - +=R. Lüpke=+ (Berlin). Dritte Auflage. Mit 77 Textfiguren und 28 - Tabellen. - - M. 5,--; geb. M. 6,--. - - =Kurze Anleitung zur Appretur-Analyse.= Von Dr. +=Wilh. Massot=+ - (Krefeld). - - geb. M. 2,60. - - =Anleitung zur quantitativen Bestimmung der organischen - Atomgruppen.= Von Dr. +=H. Meyer=+ (Wien). Mit Textabb. - - geb. M. 3,--. - - =Mikroskopische Wasseranalyse.= Anleitung zur Untersuchung des - Wassers mit besonderer Berücksichtigung von Trink- und Abwasser. - Von Prof. Dr. +=C. Mez=+ (Breslau). Mit 8 lith. Tafeln und - Textabbildungen. - - M. 20,--; geb. M. 21,60. - - =Die qualitative und quantitative Bestimmung des Holzschliffes im - Papier.= von Dr. +=Albr. Müller=+. 1887. - - geb. M. 3,--. - - =Die Fabrikation des Papieres=, insonderheit des auf der Maschine - gefertigten, nebst gründlicher Auseinandersetzung der in ihr - vorkommenden chemischen Processe und Anweisung zur Prüfung der - angewandten Materialien. Von Dr. +=L. Müller=+. Mit in den Text - gedruckten Holzschnitten und lithographischen Tafeln. Vierte, neu - bearbeitete und vermehrte Auflage. 1877. - - geb. M. 24,--. - - =Chemie der organischen Farbstoffe.= Von Professor Dr. +=R. - Nietzki=+ (Basel). Vierte vermehrte Auflage. - - geb. M. 8,--. - - =Anilinschwarz und seine Anwendung in Färberei und Zeugdruck.= - Von Dr. +E. Noelting+ und Dr. +=A. Lehne=+, (Herausgeber der - Färber-Zeitung). Mit 11 Abbildungen im Text und 32 Zeugdruckmustern - und Ausfärbungen auf 4 Tafeln. - - geb. M. 8,--. - - =Leitfaden für Zuckerfabrikchemiker= zur Untersuchung der in der - Zuckerfabrikation vorkommenden Produkte und Hilfsstoffe. Von Dr. - +=E. Preuss=+ (Berlin). Mit 33 Textabbildungen. - - geb. M. 4,--. - - =Leitfaden für gerbereichemische Untersuchungen.= Von Prof. +=H. - R. Procter=+ (Leeds). Deutsche Ausgabe von Dr. +Joh. Paessler+ - (Freiberg). Mit 30 in den Text gedruckten Figuren. - - geb. M. 8,--. - - =Die Fabrikation der Weinsäure.= Von Dr. +=Hermann Rasch=+. Mit in - den Text gedruckten Abbildungen. - - M. 2,40. - - =Die Fabrikation der Kartoffelstärke.= Von Professor Dr. +=O. - Saare=+. Mit zahlr. Textabbild. und 5 Tafeln. - - geb. M. 15,--. - - =Der Zeugdruck=, Bleicherei, Färberei, Druckerei und Appretur - baumwollener Gewebe. Von +=A. Sansone=+ (Manchester). Deutsche - Ausgabe von +B. Pick+ (Mülhausen). Mit Textabbildungen, 23 - Figuren-Tafeln u. 12 Musterkarten. - - geb. M. 10,--. - - =Grundlagen der Kokschemie.= Von Hütteningenieur +=Oscar - Simmersbach=+. - - M. 2,40. - - =Bleichen und Färben der Seide und Halbseide= im Strang und Stück. - Von +=Carl H. Steinbeck=+. Mit zahlreichen Textfiguren und 80 - Ausfärbungen auf 10 Tafeln. - - geb. M. 16,--. - - =Die künstliche Seide.= Ihre Herstellung, Eigenschaften und - Verwendung. Unter besonderer Berücksichtigung der Patent-Litteratur - bearbeitet von Dr. +=Carl Süvern=+. Mit 25 Textfiguren und 2 - Musterbeilagen. - - geb. M. 7,--. - - =Anlage, Konstruktion und Einrichtung von Bleicherei- und - Färberei-Lokalitäten.= Von +=J. Trey=+ (Schaffhausen). Mit 73 in - den Text gedruckten Abbildungen. - - M. 2,40. - - =Anleitung zur chemisch-technischen Analyse.= Für den Gebrauch an - Unterrichts-Laboratorien bearb. von Prof. +=F. Ulzer=+ u. Dr. +=A. - Fraenkel=+ (Wien). Mit Textabbildungen. - - geb. M. 5,--. - - =Die physikalischen und chemischen Methoden der quantitativen - Bestimmung organischer Verbindungen.= Von Dr. +=W. Vaubel=+ - (Darmstadt). Zwei Bände mit 95 in den Text gedruckten Figuren. - - M. 24,--; geb. M. 26,40. - - =Vorschriften für die Lieferung und Prüfung von Papier zu amtlichen - Zwecken.= (Sonderabdruck aus den „Mittheilungen aus den Kgl. - technischen Versuchsanstalten“.) - - 25 Pf. - - =Vorschriften für die Benutzung der Kgl. mechan.-techn. - Versuchsanstalt.= (Sonderabdruck aus den „Mittheilungen aus den - Kgl. technischen Versuchsanstalten“.) - - 30 Pf. - - * * * * * - - =Wissenschaftliche Abhandlungen der Physikalisch-Technischen - Reichsanstalt.= - - Band I: Mit Abbildungen im Text. M. 30,--. - Band II: Mit Abbildungen im Text. M. 30,--. - Band III: Mit Abbildungen im Text. M. 30,--. - - =Mittheilungen aus den Königlichen technischen Versuchsanstalten - zu Berlin.= Herausgegeben im Auftrage der Königl. - Aufsichts-Kommission. Jährl. 6-8 Hefte. Preis für den Jahrgang M. - 12,--. - - =Chemiker-Kalender.= Ein Hülfsbuch für Chemiker, Physiker, - Mineralogen, Industrielle, Pharmaceuten, Hüttenmänner etc. Von Dr. - +=Rudolf Biedermann=+. Erscheint alljährlich. In zwei Theilen. I. - Theil in Leinw., II. Theil (Beilage) geh.: Preis zusammen M. 4,--. - I. Theil in Leder, II. Theil (Beilage) geh.: Preis zusammen M. 4,50. - - =Zeitschrift für angewandte Chemie.= Organ des Vereins deutscher - Chemiker. Begründet von Professor Dr. +=Ferd. Fischer=+. Im - Auftrage des Vereins herausgegeben von Dr. +=L. Wenghöffer=+. - Erscheint wöchentlich. Preis für den Jahrgang M. 20,--; für das - Ausland zuzüglich Porto. - - =Färber-Zeitung.= Zeitschrift für Färberei, Zeugdruck und den - gesammten Farbenverbrauch. Unter Mitwirkung von Dr. +Heinrich - Lange+, Leiter der königl. Färberei- und Appreturschule in Crefeld, - herausgegeben von Dr. +=Adolf Lehne=+. Preis des Jahrgangs von 24 - Heften mit Mustern M. 16,--; für das Ausland M. 18,40. - -+Zu beziehen durch jede Buchhandlung.+ - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Papierprüfung, by Wilhelm Herzberg - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK PAPIERPRÜFUNG *** - -***** This file should be named 60206-0.txt or 60206-0.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/6/0/2/0/60206/ - -Produced by Peter Becker, Reiner Ruf, and the Online -Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This -file was produced from images generously made available -by The Internet Archive) - - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. 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Information about the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the -mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its -volunteers and employees are scattered throughout numerous -locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt -Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to -date contact information can be found at the Foundation's web site and -official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. 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You may copy it, give it away or re-use it under the terms -of the Project Gutenberg License included with this eBook or online at -www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll -have to check the laws of the country where you are located before using -this ebook. - - - -Title: Papierprüfung - Eine Anleitung zum Untersuchen von Papier - -Author: Wilhelm Herzberg - -Release Date: September 1, 2019 [EBook #60206] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK PAPIERPRÜFUNG *** - - - - -Produced by Peter Becker, Reiner Ruf, and the Online -Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This -file was produced from images generously made available -by The Internet Archive) - - - - - - -</pre> - - -<div class="transnote"> - -<p class="s3 center"><b>Anmerkungen zur Transkription</b></p> - -<p class="p0">Der vorliegende Text wurde anhand der 1902 erschienenen -Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. -Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche -und heute nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen bleiben gegenüber -dem Original unverändert; fremdsprachliche Passagen wurden nicht -korrigiert.</p> - -<p class="p0">Nicht alle Punkte des Inhaltsverzeichnisses entsprechen einem -eigenständigen Abschnitt im Text. Entsprechende Verweise wurden vom -Bearbeiter sinngemäß zugeordnet.</p> - -<p class="p0 nohtml">Einige besonders breite Tabellen im Original -wurden der Übersichtlichkeit halber geteilt bzw. umgestellt; -insbesondere im <a href="#Anhang">Anhang</a> erschien dies aber nicht -immer sinnvoll, so dass diese Tabellen u. U. im Querformat bzw. mit -einer kleineren Schriftart betrachtet werden sollten. Abhängig von der -im jeweiligen Lesegerät installierten Schriftart können die im Original -gesperrt gedruckten Passagen gesperrt, in serifenloser Schrift, oder -aber sowohl serifenlos als auch gesperrt erscheinen.</p> - -</div> - -<div class="titelei"> - -<h1><span class="sans">Papierprüfung.</span></h1> - -<p class="s3 center mtop2">Eine Anleitung zum Untersuchen von Papier.</p> - -<p class="s4 center mtop3">Von</p> - -<p class="s3 center mtop1">Wilhelm Herzberg,</p> - -<p class="s5 center">Professor, Vorsteher der Abteilung für Papierprüfung an der Königlichen -Versuchsanstalt zu Charlottenburg.</p> - -<p class="center mtop2"><b>Zweite, vollständig neubearbeitete Auflage.</b></p> - -<p class="center mtop2">Mit 65 Textfiguren und 16 Tafeln.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="signet" name="signet"> - <img class="mtop3 w5em" src="images/signet.jpg" - alt="Verlagssignet" /></a> -</div> - -<p class="s4 center mtop3"><b>Berlin.</b><br /> -<em class="gesperrt">Verlag von Julius Springer.</em><br /> -1902.</p> - -<div class="break-before padtop5"> - -<hr class="r15" /> - -<p class="s5 center">Alle Rechte,<br /> -insbesondere das Recht der Übersetzung in fremde Sprachen,<br /> -vorbehalten.</p> - -<hr class="r15" /> - -<p class="s6 center padtop5"><span class="bt">  Druck von Oscar Brandstetter, -Leipzig.  </span></p> - -</div> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_v" id="Seite_v">[S. v]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Vorwort_zur_zweiten_Auflage">Vorwort zur zweiten -Auflage.</h2> - -</div> - -<p>Seit dem Erscheinen der ersten Auflage der „<em class="gesperrt">Papierprüfung</em>“ -ist an vielen Stellen für die Vervollkommnung und Ausgestaltung der -Versuchsverfahren mit Erfolg gearbeitet worden. Die Fachpresse hat über -die jeweiligen Fortschritte berichtet, in der vorliegenden zweiten -Auflage sollen sie den Fachkreisen im Zusammenhang unterbreitet werden. -Bei der Bearbeitung handelte es sich nicht um eine bloße Ergänzung der -einzelnen Abschnitte der ersten Auflage; die meisten Abschnitte mußten -vielmehr gänzlich umgearbeitet, neue hinzugefügt werden. Wenn hierbei -der eine oder der andere der im Laufe der Jahre gemachten Vorschläge -nicht berücksichtigt worden ist, so geschah es im Interesse der Sache, -denn nicht immer war das Vorgeschlagene besser als das Vorhandene.</p> - -<p>Das Interesse für die Papierprüfung und die Erkenntnis ihrer Bedeutung -für die Industrie ist in den beteiligten Kreisen von Jahr zu Jahr -gewachsen. Unmittelbar nach dem Erscheinen der ersten Auflage des -vorliegenden Werkes wurde diese ins Englische, Französische und -Italienische übersetzt, ein Beweis, daß auch das Ausland die Bedeutung -dieses Sondergebietes der Materialprüfung anerkannte und seine -Entwicklung auf der von <em class="gesperrt">Hartig</em> und <em class="gesperrt">Hoyer</em> geschaffenen -Grundlage mit Interesse verfolgte.</p> - -<p>Die Einrichtung verschiedener Papierprüfungsstellen im In- und Auslande -ist ein weiteres Zeugnis für das Bestreben, das auf diesem Gebiet -Geschaffene für die beteiligten Kreise nutzbringend zu gestalten.</p> - -<p>Über den Wert der Papierprüfung hat sich der Verein Deutscher -Papierfabrikanten im Jahre 1900 in einem an das Preußische -Kultusministerium gerichteten Schreiben wie folgt geäußert:</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>„Die Deutsche Papier-Industrie hat seit Errichtung der Königlichen -mechanisch-technischen Versuchsanstalt in Char<span class="pagenum"><a name="Seite_vi" id="Seite_vi">[S. vi]</a></span>lottenburg den -Arbeiten derselben das lebhafteste Interesse entgegengebracht. -War es ihr auch im Anfang nicht immer bequem, in der zu gleicher -Zeit geschaffenen Abteilung für Papierprüfung einen strengen -Richter über sich zu haben, so hat sie doch nie mit dem Bekenntnis -zurückgehalten, daß sie in dieser Papierprüfung einen mächtigen -Faktor für die Förderung ihrer Bedeutung, ihres Wohles und ihres -Ruhmes gegenüber dem Auslande sieht.“</p></div> - -<p>Diese Anerkennung wird alle diejenigen mit Genugtuung erfüllen, die -sich um die Begründung und Entwickelung der Abteilung verdient gemacht -haben, in erster Linie die Herren Geheimer Regierungsrat <em class="gesperrt">Carl -Hofmann</em> und Geheimer Regierungsrat Professor <em class="gesperrt">A. Martens</em>.</p> - -<p>Meinen Kollegen, <em class="gesperrt">G. Dalén</em> und Dr. <em class="gesperrt">Wisbar</em>, spreche ich -auch an dieser Stelle meinen Dank für die Unterstützung aus, die sie -mir bei Herausgabe der neuen Auflage bereitwilligst haben zu Teil -werden lassen.</p> - -<p><em class="gesperrt">Charlottenburg</em>, Juli 1902.</p> - -<p class="s4 right mright2"><b>Der Verfasser.</b></p> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_vii" id="Seite_vii">[S. vii]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Inhalt">Inhalt.</h2> - -</div> - -<table class="toc" summary="Inhaltsverzeichnis"> - <tr> - <td class="s5" colspan="2"> - <div class="right">Seite</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <em class="gesperrt">Bestimmung der Festigkeitseigenschaften</em> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Bestimmung_der_Festigkeitseigenschaften">1</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Absolute Festigkeit und Dehnung</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Absolute_Festigkeit_und_Dehnung">1</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Bestimmung der Maschinenrichtung</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Bestimmung_der_Maschinenrichtung">3</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2"><em class="gesperrt">Schoppers</em> Festigkeitsprüfer</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Schoppers_Festigkeitspruefer">13</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2"><em class="gesperrt">Wendlers</em> Festigkeitsprüfer</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Wendlers_Festigkeitspruefer">19</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Festigkeitsprüfer nach <em class="gesperrt">Hartig-Reusch</em></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Festigkeitspruefer_nach_Hartig_Reusch">22</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2"><em class="gesperrt">Leuners</em> Festigkeitsprüfer</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Leuners_Festigkeitspruefer">26</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Berechnung der Reißlänge</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Berechnung_der_Reisslaenge">28</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2"><em class="gesperrt">Rehses</em> Papierprüfer</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Rehses_Papierpruefer">30</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Tabelle zur Bestimmung der Feinheitsnummer</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Tabelle_zur_bestimmung_der_Feinheitsnummer">31</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Widerstand gegen Zerknittern</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Widerstand_gegen_Zerknittern">33</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2"><em class="gesperrt">Kirchners</em> Kniffrolle</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Kirchners_Kniffrolle">39</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2"><em class="gesperrt">Pfuhls</em> Knitterer</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Pfuhls_Knitterer">42</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2"><em class="gesperrt">Schoppers</em> Falzer</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Schoppers_Falzer">44</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Bestimmung des Quadratmetergewichtes - und der Dicke</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Bestimmung_des_Quadratmetergewichtes_und_der_Dicke">47</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2"><em class="gesperrt">Schoppers</em> Dickenmesser</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Schoppers_Dickenmesser">47</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2"><em class="gesperrt">Rehses</em> Dickenmesser</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Rehses_Dickenmesser">48</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Bestimmung des Aschengehaltes</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Bestimmung_des_Aschengehaltes">50</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Aschengehalt verschiedener Rohstoffe</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Aschengehalt_verschiedener_Rohstoffe">51</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Die <em class="gesperrt">Post</em>sche Aschenwage</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Die_Postsche_Aschenwage">54</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2"><em class="gesperrt">Reimanns</em> Aschenwage</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Reimanns_Aschenwage">58</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Mikroskopische Untersuchung</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Mikroskopische_Untersuchung">62</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Vorbereitung des Papiers</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Vorbereitung_des_Papiers">62</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Herstellung der Präparate</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Herstellung_der_Praeparate">65</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Untersuchung des durch Kochen erhaltenen Breies</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Untersuchung_des_durch_Kochen_erhaltenen_Breies">67</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Verholzte Fasern</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Verholzte_Fasern">69</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Holzschliff</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Holzschliff">69</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Jute</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Jute">71</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Strohstoff</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Strohstoff">71</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Zellstoffe</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Gruppe_II_Zellstoffe">72</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Nadelholzzellstoff</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Nadelholzzellstoff">72</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Birkenholzzellstoff</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Birkenholzzellstoff">73</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Pappelholzzellstoff</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Pappelholzzellstoff">74</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Strohzellstoff</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Strohzellstoff">76</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Alfa-(Esparto-)Zellstoff</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Alfa_Esparto_Zellstoff">78</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Jutezellstoff</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Jutezellstoff">79</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Manilazellstoff</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Manila">80</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Adansoniazellstoff</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Adansonia">80</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> -<span class="pagenum"><a name="Seite_viii" id="Seite_viii"><span class="s4">[S. viii]</span></a></span> - <div class="mleft2">Beurteilung des Verholzungsgrades der Zellstoffe</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Beurteilung_des_Verholzungsgrades_der_Zellstoffe">83</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Verfahren nach Dr. <em class="gesperrt">Klemm</em></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Verfahren_nach_Dr_Klemm">83</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Verfahren nach <em class="gesperrt">Behrens</em></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Verfahren_nach_Behrens">84</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Lumpenfasern</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Gruppe_III_Lumpenfasern">85</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Baumwolle</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Baumwolle">85</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Leinen</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Leinen">86</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Hanf</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Hanf">87</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft3">Wolle</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Wolle">88</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Seltener vorkommende Fasern</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Seltener_vorkommende_Fasern">88</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Verschiedene Mahlungszustände von Papierfasern</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Verschiedene_Mahlungszustaende_von_Papierfasern">91</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Feststellung der Mengenverhältnisse der Fasern</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Feststellung_der_Mengenverhaeltnisse_der_Fasern">93</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Nachweis von Holzschliff und anderen verholzten Fasern</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Nachweis_von_Holzschliff_und_anderen_verholzten_Fasern">97</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Die Reaktion mit schwefelsaurem Anilin</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Die_Reaktion_mit_schwefelsaurem_Anilin">97</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Die Phloroglucin-Reaktion</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Die_Phloroglucin_Reaktion">98</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Dr. <em class="gesperrt">Wursters</em> Reaktion - mit Dimethyl-paraphenylen-diamin</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Wursters_Reaktion_mit_Dimethyl-paraphenylen-diamin">99</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Bestimmung der Menge des Holzschliffes</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Die_Bestimmung_der_Menge_des_Holzschliffes">100</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Bestimmung der Art der Leimung</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Bestimmung_der_Art_der_Leimung">106</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Tierische Leimung</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Tierische_Leimung">106</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Kaseinleim</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Kaseinleim">108</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Harzleimung</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Harzleimung">108</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Stärke</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Staerke">112</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Leimfestigkeit</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Leimfestigkeit">114</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Nachweis von freiem Chlor und freier Säure</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Nachweis_von_freiem_Chlor_und_freier_Saeure">120</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Vergilbung</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Vergilbung">124</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Bestimmung der Saugfähigkeit von Löschpapier</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Bestimmung_der_Saugfaehigkeit_von_Loeschpapier">127</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Prüfung von Filtrierpapier</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Pruefung_von_Filtrierpapier">130</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat padtop1"> - <em class="gesperrt">Anhang</em> - </td> - <td class="vab padtop1"> - <div class="right"><a href="#Anhang">134</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Vorschriften für die Lieferung und Prüfung von - Papier zu amtlichen Zwecken</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Papier_zu_amtlichen_Zwecken">134</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Auszug aus den Vorschriften für die Benutzung der - Versuchsanstalt zu Charlottenburg</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Benutzungsvorschriften">141</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Auszug aus den Vorschriften für Frachtbriefpapiere</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Frachtbriefpapiere">142</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">  „   „   „    „    „ Quittungskarten-Karton</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Quittungskarten">143</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">  „   „   „    „    - über die Herstellung von Beitragsmarken zur Invaliditätsversicherung</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Beitragsmarken">143</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Vorschriften für das Papier zu Standesregistern und Registerauszügen</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Standesregister">144</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Ausbildung im Papierprüfen</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Ausbildung">144</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="mleft2">Literatur</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="right"><a href="#Literatur73">145</a></div> - </td> - </tr> -</table> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_1" id="Seite_1">[S. 1]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Bestimmung_der_Festigkeitseigenschaften">Bestimmung -der Festigkeitseigenschaften.</h2> - -</div> - -<h3 id="Absolute_Festigkeit_und_Dehnung">Absolute Festigkeit und -Dehnung.</h3> - -<p>Die absolute Festigkeit eines Papiers wird bei seiner Benutzung als -Schriftstück, Drucksache o. a. nur zum kleinen Teil in Anspruch -genommen. Trotzdem wird man von einem Papier, das lange aufbewahrt -und viel benutzt werden soll, aus zwei Gründen eine nicht zu geringe -Festigkeit verlangen müssen. Einmal zeigt jeder organische Körper im -Laufe der Zeit eine Abnahme seiner Festigkeit, und ferner gewährleisten -gute Festigkeitseigenschaften sorgfältige Herstellung des Papiers und -Verwendung guter Rohstoffe.</p> - -<p>Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet wird man die Forderung hoher -Festigkeitswerte für Papiere, die wichtigen Zwecken dienen sollen, als -gerechtfertigt anerkennen müssen.</p> - -<p>Die Festigkeit eines Papiers, d. h. der Widerstand, den es dem -Zerreißen entgegensetzt, gibt an sich kein Mittel an die Hand, die Güte -des Papiers ohne weiteres zu beurteilen, da sie beeinflußt wird von der -Dicke und Breite des Probestreifens; wir werden jedoch später sehen, -wie die mit Hilfe von Zerreißmaschinen gewonnenen Festigkeitswerte -unabhängig von diesen beiden Einflüssen zur Beurteilung der Güte von -Papier herangezogen werden können.</p> - -<p>Die Festigkeit eines Papiers ist nicht nach allen Richtungen gleich -groß. Maschinenpapier hat in der Richtung des Maschinenlaufes seine -größte, in der Richtung senkrecht hierzu seine geringste Festigkeit. -Dieser Unterschied findet seine Erklärung in der vorzugsweisen Lagerung -der Fasern in der Richtung des Maschinenlaufes und in der Beeinflussung -der Festigkeitswerte durch die Arbeit auf der Papiermaschine. Das -Verhältnis der geringeren Festigkeit zur<span class="pagenum"><a name="Seite_2" id="Seite_2">[S. 2]</a></span> größeren schwankt zwar, -hält sich aber meist zwischen den Grenzen 60 : 100 bis 75 : 100; jedoch -kommen auch Fälle vor, in denen die Festigkeitswerte in der Längs- -und Querrichtung wesentlich mehr, und andere, in denen sie wesentlich -weniger voneinander abweichen, wie nachfolgende Zusammenstellung an -einigen Beispielen zeigt.</p> - -<table class="festigkeit noebook" summary="Festigkeitseigenschaften (HTML)"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Laufende<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Art des Papiers</div> - </td> - <td class="bdt bb bbr pad0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Reißlänge<a name="FNAnker_1_1" id="FNAnker_1_1"></a><a href="#Fussnote_1_1" class="fnanchor">[1]</a></div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Verhältnis<br /> - von<br /> - Querrichtung<br /> - zu Längsrichtung</div> - </td> - <td class="bdt bb bbr pad0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Bruchdehnung</div> - </td> - <td class="bdt bdb pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Verhältnis<br /> - von<br /> - Querrichtung<br /> - zu Längsrichtung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 br bdb vam"> - <div class="center">Quer-<br /> - richtung<br /> - km</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb vam"> - <div class="center">Längs-<br /> - richtung<br /> - km</div> - </td> - <td class="s5 br bdb vam"> - <div class="center">Quer-<br /> - richtung<br /> - %</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb vam"> - <div class="center">Längs-<br /> - richtung<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5 padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1,57</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">4,73</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">33 : 100</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1,7</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">1,5</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">113 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,21</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">5,46</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">39 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">1,9</div> - </td> - <td> - <div class="center">126 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Packpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,76</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">9,76</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">39 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,6</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,1</div> - </td> - <td> - <div class="center">219 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,25</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">9,06</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">47 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,7</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,8</div> - </td> - <td> - <div class="center">239 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Konzeptpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,57</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">7,01</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">51 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,1</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">1,4</div> - </td> - <td> - <div class="center">293 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,06</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,79</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">85 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,5</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,3</div> - </td> - <td> - <div class="center">136 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,22</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,80</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">88 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,2</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,0</div> - </td> - <td> - <div class="center">160 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Urkundenpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,05</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">6,76</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">90 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,9</div> - </td> - <td> - <div class="center">131 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,22</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,69</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">90 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,0</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,0</div> - </td> - <td> - <div class="center">150 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Kanzleipapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,05</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,44</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">91 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,6</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,2</div> - </td> - <td> - <div class="center">156 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,37</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,60</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">95 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,3</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,3</div> - </td> - <td> - <div class="center">191 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,11</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,17</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">99 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,1</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,4</div> - </td> - <td> - <div class="center">171 : 100</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit showebook" summary="Festigkeitseigenschaften (e-Books; I)"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Laufende<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Art des Papiers</div> - </td> - <td class="bdt bb bbr pad0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Reißlänge<a name="FNAnker_1_2" id="FNAnker_1_2"></a><a href="#Fussnote_1_2" class="fnanchor">[1]</a></div> - </td> - <td class="bdt bdb pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Verhältnis<br /> - von<br /> - Querrichtung<br /> - zu Längsrichtung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 br bdb vam"> - <div class="center">Quer-<br /> - richtung<br /> - km</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb vam"> - <div class="center">Längs-<br /> - richtung<br /> - km</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5 padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1,57</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">4,73</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">33 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,21</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">5,46</div> - </td> - <td> - <div class="center">39 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Packpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,76</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">9,76</div> - </td> - <td> - <div class="center">39 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,25</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">9,06</div> - </td> - <td> - <div class="center">47 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Konzeptpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,57</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">7,01</div> - </td> - <td> - <div class="center">51 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,16</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,79</div> - </td> - <td> - <div class="center">85 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,22</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,80</div> - </td> - <td> - <div class="center">88 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Urkundenpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,05</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">6,76</div> - </td> - <td> - <div class="center">90 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,22</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,69</div> - </td> - <td> - <div class="center">90 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Kanzleipapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,05</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,44</div> - </td> - <td> - <div class="center">91 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,37</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,60</div> - </td> - <td> - <div class="center">95 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,11</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,17</div> - </td> - <td> - <div class="center">99 : 100</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit showebook" summary="Festigkeitseigenschaften (e-Books; II)"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Laufende<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Art des Papiers</div> - </td> - <td class="bdt bb bbr pad0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Bruchdehnung</div> - </td> - <td class="bdt bdb pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Verhältnis<br /> - von<br /> - Querrichtung<br /> - zu Längsrichtung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 br bdb vam"> - <div class="center">Quer-<br /> - richtung<br /> - %</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb vam"> - <div class="center">Längs-<br /> - richtung<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5 padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1,7</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">1,5</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">113 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">1,9</div> - </td> - <td> - <div class="center">126 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Packpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,6</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,1</div> - </td> - <td> - <div class="center">219 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,7</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,8</div> - </td> - <td> - <div class="center">239 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Konzeptpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,1</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">1,4</div> - </td> - <td> - <div class="center">293 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,5</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,3</div> - </td> - <td> - <div class="center">136 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,2</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,0</div> - </td> - <td> - <div class="center">160 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Urkundenpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,9</div> - </td> - <td> - <div class="center">131 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,0</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,0</div> - </td> - <td> - <div class="center">150 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Kanzleipapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,6</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,2</div> - </td> - <td> - <div class="center">156 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> - Schreibpapier - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,3</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,3</div> - </td> - <td> - <div class="center">191 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="bbr padl0_5"> -     „ - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,1</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,4</div> - </td> - <td> - <div class="center">171 : 100</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p>Ebenso wie die Festigkeit ist auch die Dehnung des Papiers in den -beiden Richtungen verschieden groß; das Verhältnis ist aber hier -umgekehrt, indem die Maschinenrichtung die kleinste, die Querrichtung -die größte Dehnung aufweist.</p> - -<p>Auch bei geschöpftem Papier treten, wenn auch nicht in dem Maße -wie beim Maschinenpapier, Verschiedenheiten in der Festigkeit und -Dehnung in verschiedenen Richtungen auf.<a name="FNAnker_2_2" id="FNAnker_2_2"></a><a href="#Fussnote_2_2" class="fnanchor">[2]</a> Da die Ansicht, daß beim -Handpapier die Festigkeit und Dehnbarkeit nach allen Richtungen gleich -groß sei, ziemlich verbreitet ist, so mag nachfolgend (Seite 3) eine -kleine Zusammenstellung einiger bei Prüfung von geschöpften Papieren -gewonnenen Ergebnisse folgen.</p> - -<p>Bei der Bestimmung der Festigkeitswerte einer Papiersorte wird -Maschinenrichtung und Querrichtung gesondert geprüft und aus den -erhaltenen Werten das Mittel gebildet. Dieses ist für die Einreihung in -eine der sechs Festigkeitsklassen<a name="FNAnker_3_3" id="FNAnker_3_3"></a><a href="#Fussnote_3_3" class="fnanchor">[3]</a> maßgebend.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_3" id="Seite_3">[S. 3]</a></span></p> - -<table class="festigkeit noebook" summary="Richtungen (HTML)"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Laufende<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr pad0_5 vam" rowspan="2" colspan="2"> - <div class="center">Art des Papiers</div> - </td> - <td class="bdt bb bbr pad0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Reißlänge</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Verhältnis<br /> - der<br /> - schwachen<br /> - Richtung<br /> - zur starken</div> - </td> - <td class="bdt bb bbr pad0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Bruchdehnung</div> - </td> - <td class="bdt bdb pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Verhältnis<br /> - der<br /> - schwachen<br /> - Richtung<br /> - zur starken</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 br bdb vam"> - <div class="center">Schwache<br /> - Richtung<br /> - km</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb vam"> - <div class="center">Starke<br /> - Richtung<br /> - km</div> - </td> - <td class="s5 br bdb vam"> - <div class="center">Schwache<br /> - Richtung<br /> - %</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb vam"> - <div class="center">Starke<br /> - Richtung<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="padtop0_5 padl0_5" rowspan="6"> - <img class="center h7_5em vam" src="images/klammer_h6_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bbr padtop0_5" rowspan="6"> - <div class="center vam">Urkunden-<br /> - papier<br /> - (hand-<br /> - geschöpft)</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">3,68</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">4,93</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">74 : 100</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">4,6</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">3,8</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">121 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,81</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,97</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">77 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,2</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,5</div> - </td> - <td> - <div class="center">120 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,20</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">5,30</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">79 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,9</div> - </td> - <td> - <div class="center">113 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,28</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">5,45</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">79 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,9</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,7</div> - </td> - <td> - <div class="center">125 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,89</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,64</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">84 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,2</div> - </td> - <td> - <div class="center">(105 : 100)</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,26</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,63</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">  (90:100)<a name="FNAnker_4_4" id="FNAnker_4_4"></a><a href="#Fussnote_4_4" class="fnanchor">[4]</a></div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,3</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,4</div> - </td> - <td> - <div class="center">126 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="padl0_5" rowspan="6"> - <img class="center h7_5em vam" src="images/klammer_h6_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bbr" rowspan="6"> - <div class="center vam">Akten-<br /> - deckel<br /> - (hand-<br /> - geschöpft)</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,82</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,12</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">68 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,6</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,2</div> - </td> - <td> - <div class="center">(110 : 100)</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,62</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,84</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">70 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,0</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,7</div> - </td> - <td> - <div class="center">(108 : 100)</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,16</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,98</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">72 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,8</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,1</div> - </td> - <td> - <div class="center">117 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,61</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,53</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">74 : 100</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,9</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,4</div> - </td> - <td> - <div class="center">114 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,74</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,04</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">(90 : 100)</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,7</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,6</div> - </td> - <td> - <div class="center">(101 : 100)</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,56</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,84</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">(90 : 100)</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,0</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,0</div> - </td> - <td> - <div class="center">133 : 100</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit showebook" summary="Richtungen (e-Books, I)"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Laufende<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr pad0_5 vam" rowspan="2" colspan="2"> - <div class="center">Art des Papiers</div> - </td> - <td class="bdt bb bbr pad0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Reißlänge</div> - </td> - <td class="bdt bdb pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Verhältnis<br /> - der<br /> - schwachen<br /> - Richtung<br /> - zur starken</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 br bdb vam"> - <div class="center">Schwache<br /> - Richtung<br /> - km</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb vam"> - <div class="center">Starke<br /> - Richtung<br /> - km</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="padtop0_5 padl0_5" rowspan="6"> - <img class="center h7_5em vam" src="images/klammer_h6_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bbr padtop0_5" rowspan="6"> - <div class="center vam">Urkunden-<br /> - papier<br /> - (hand-<br /> - geschöpft)</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">3,68</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">4,93</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">74 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,81</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,97</div> - </td> - <td> - <div class="center">77 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,20</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">5,30</div> - </td> - <td> - <div class="center">79 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,28</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">5,45</div> - </td> - <td> - <div class="center">79 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,89</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,64</div> - </td> - <td> - <div class="center">84 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,26</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,63</div> - </td> - <td> - <div class="center">  (90:100)<a name="FNAnker_4_4b" id="FNAnker_4_4b"></a><a href="#Fussnote_4_4b" class="fnanchor">[4]</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="padl0_5" rowspan="6"> - <img class="center h7_5em vam" src="images/klammer_h6_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bbr" rowspan="6"> - <div class="center vam">Akten-<br /> - deckel<br /> - (hand-<br /> - geschöpft)</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,82</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,12</div> - </td> - <td> - <div class="center">68 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,62</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,84</div> - </td> - <td> - <div class="center">70 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,16</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,98</div> - </td> - <td> - <div class="center">72 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,61</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,53</div> - </td> - <td> - <div class="center">74 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,74</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,04</div> - </td> - <td> - <div class="center">(90 : 100)</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,56</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,84</div> - </td> - <td> - <div class="center">(90 : 100)</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit showebook" summary="Richtungen (e-Books, II)"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Laufende<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr pad0_5 vam" rowspan="2" colspan="2"> - <div class="center">Art des Papiers</div> - </td> - <td class="bdt bb bbr pad0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Bruchdehnung</div> - </td> - <td class="bdt bdb pad0_5 vam" rowspan="2"> - <div class="center">Verhältnis<br /> - der<br /> - schwachen<br /> - Richtung<br /> - zur starken</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 br bdb vam"> - <div class="center">Schwache<br /> - Richtung<br /> - %</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb vam"> - <div class="center">Starke<br /> - Richtung<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="padtop0_5 padl0_5" rowspan="6"> - <img class="center h7_5em vam" src="images/klammer_h6_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bbr padtop0_5" rowspan="6"> - <div class="center vam">Urkunden-<br /> - papier<br /> - (hand-<br /> - geschöpft)</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">4,6</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">3,8</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">121 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,2</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,5</div> - </td> - <td> - <div class="center">120 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,9</div> - </td> - <td> - <div class="center">113 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,9</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,7</div> - </td> - <td> - <div class="center">125 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,2</div> - </td> - <td> - <div class="center">(105 : 100)</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,3</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,4</div> - </td> - <td> - <div class="center">126 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="padl0_5" rowspan="6"> - <img class="center h7_5em vam" src="images/klammer_h6_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bbr" rowspan="6"> - <div class="center vam">Akten-<br /> - deckel<br /> - (hand-<br /> - geschöpft)</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,6</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,2</div> - </td> - <td> - <div class="center">(110 : 100)</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,0</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,7</div> - </td> - <td> - <div class="center">(108 : 100)</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,8</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,1</div> - </td> - <td> - <div class="center">117 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,9</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,4</div> - </td> - <td> - <div class="center">114 : 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,7</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,6</div> - </td> - <td> - <div class="center">(101 : 100)</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,0</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,0</div> - </td> - <td> - <div class="center">133 : 100</div> - </td> - </tr> -</table> - -<h3 class="unsichtbar" id="Bestimmung_der_Maschinenrichtung" -title="Bestimmung der Maschinenrichtung"> </h3> - -<p>Da die Maschinenpapiere im allgemeinen parallel und senkrecht zur -Maschinenrichtung geschnitten werden, so entnimmt man die Probestreifen -in der später zu besprechenden Anzahl und Art zunächst parallel zu -einer beliebigen Kante des Bogens und darauf parallel zu der hierauf -senkrecht stehenden.</p> - -<p>Beim Handpapier verfährt man in derselben Weise.</p> - -<p>Hat man Veranlassung, die Maschinenrichtung vorher zu bestimmen, -entweder weil man nur diese prüfen will, oder weil die beiden -Richtungen nicht mit Sicherheit zu erkennen sind, so verfährt man in -folgender Weise:</p> - -<p>Man schneidet aus dem in Frage kommenden Material ein kreisförmiges -Stück von ungefähr 10 cm Durchmesser heraus und läßt dies wenige -Sekunden auf Wasser schwimmen; nimmt man es dann heraus und legt -es vorsichtig auf die flache Hand, wobei man zu verhindern hat, -daß es sich fest an die Handfläche schmiegt, so krümmen sich die -Ränder nach oben (<a href="#fig1a">Fig. 1a</a>) und zwar schließlich so stark, daß sie -übereinandergreifen, wie es <a href="#fig1b">Fig. 1b</a> darstellt.</p> - -<p>Der nicht gekrümmte Durchmesser <i>ab</i> liegt in der Maschinenrichtung.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_4" id="Seite_4">[S. 4]</a></span></p> - -<p>Hat man denselben Versuch mit ungeleimtem oder schwach geleimtem Papier -vorzunehmen, so ist dies zunächst gegen das Durchdringen von Wasser -zu schützen; man löst zu diesem Zweck entweder Harz in Alkohol oder -tierischen Leim in Wasser, zieht das zu prüfende Papier durch eine -dieser Lösungen und läßt es trocknen. Das Papier hat nunmehr seine -Saugfähigkeit verloren und kann ohne Schwierigkeit dem angeführten -Versuch unterworfen werden. Zur Erklärung des Krümmens diene folgendes.</p> - -<div class="figcontainer"> - <div class="figsub"> - <div class="center mtop1"><i><b>a</b></i></div> - <a id="fig1a" name="fig1a"> - <img src="images/fig1a.jpg" - alt="" /></a> - <div class="center"><i><b>b</b></i></div> - <p class="caption padtop1">Fig. 1a.</p> -</div> - -<div class="figsub"> - <div class="center mtop1"><i><b>a</b></i></div> - <a id="fig1b" name="fig1b"> - <img src="images/fig1b.jpg" - alt="" /></a> - <div class="center"><i><b>b</b></i></div> - <p class="caption padtop1">Fig. 1b.</p> - </div> - -<p class="caption padtop0_5">Bestimmung der Maschinenrichtung im Papier.</p> - -</div> - -<p class="mtop1">Die untere Seite des Papiers saugt, während sie mit dem Wasser in -Berührung ist, Feuchtigkeit auf und die Fasern quellen; nun legen sich -die Fasern, wie schon erwähnt, auf dem Siebe vorzugsweise parallel zur -Richtung des Maschinenlaufes, und da die einzelne Faser quer zu ihrer -Längsachse die größte Quellungsfähigkeit besitzt, so wird das Bestreben -der unteren Faserschicht sich auszudehnen, quer zur Maschinenrichtung -größer sein als in der Längsrichtung, und dies dürfte die Ursache des -Aufrollens der Ränder sein.</p> - -<p>Die vorzugsweise Lagerung der Fasern in der Richtung des -Maschinenlaufes ist übrigens bei vielen Papieren mit bloßem Auge zu -erkennen, wenn man den Bogen schräg gegen das Licht hält, und ein -geübter Beobachter kann oft schon auf diese Weise erkennen, wie das -Papier auf der Maschine gelaufen ist.</p> - -<p>Eine noch einfachere Methode zur Bestimmung der Maschinenrichtung ist -von <em class="gesperrt">Nickel</em> vorgeschlagen worden und besteht darin, daß<span class="pagenum"><a name="Seite_5" id="Seite_5">[S. 5]</a></span> man zwei -Streifen von gleichen Abmessungen aus den beiden in Frage kommenden -Richtungen so aufeinanderlegt, daß sie sich decken. Faßt man sie nun an -dem einen Ende mit Daumen und Zeigefinger und läßt das andere Ende frei -herunterhängen, so werden sie entweder aufeinanderliegen (<a href="#fig2a">Fig. 2a</a>), -oder auseinanderklaffen (<a href="#fig2b">Fig. 2b</a>). Im ersten Fall ist der untere, im -zweiten der obere Streifen der aus der Maschinenrichtung.</p> - -<p>Die Erklärung dieser Erscheinung dürfte auch hier durch die Lagerung -der Fasern gegeben sein; bei dem aus der Maschinenrichtung herrührenden -Streifen liegen mehr Fasern mit ihrer Längsachse parallel zum Streifen -als bei dem Streifen aus der Querrichtung; die Folge davon wird sein, -daß sich ersterer beim Überhängen weniger durchbiegt als der letztere.</p> - -<div class="figcontainer"> - <div class="figsub"> - <a id="fig2a" name="fig2a"> - <img class="mtop1" src="images/fig2a.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 2a.</p> -</div> - -<div class="figsub"> - <a id="fig2b" name="fig2b"> - <img class="mtop1" src="images/fig2b.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 2b.</p> - </div> - -<p class="caption mbot1 padtop0_5">Bestimmung der Maschinenrichtung im Papier.</p> - -</div> - -<p class="mtop1">Die Frage der bequemen Bestimmung der Maschinenrichtung kann außer -in den oben erwähnten Fällen noch verschiedentlich von praktischer -Bedeutung sein. Beim Kniffen von Aktendeckeln, Kartons u. s. w. wird -es nicht gleichgiltig sein, ob der Kniff in der Maschinenrichtung -oder Querrichtung liegt; bei der Herstellung von Büchern, besonders -von großen und dicken Geschäftsbüchern, ist es von Wert zu wissen, ob -alle Lagen in gleicher Weise gefalzt sind, weil sich sonst infolge -verschiedener Dehnung unscharfe Ränder zeigen. Diesen Umständen hat -man, wie es scheint, bisher nicht die nötige Beachtung geschenkt.</p> - -<p>Nachdem man so auf die eine oder andere Weise die beiden -Hauptrichtungen im Papier, nach welchen die Entnahme der Probe<span class="pagenum"><a name="Seite_6" id="Seite_6">[S. 6]</a></span>streifen -zu erfolgen hat, bestimmt hat, fragt es sich, wie lang und wie breit -diese zu wählen sind.</p> - -<p><em class="gesperrt">Martens</em> hat sich mit dieser Frage eingehend beschäftigt und -nachgewiesen, daß die Breite des Probestreifens auf das Ergebnis für -Reißlänge und Bruchdehnung keinen Einfluß ausübt; die Bequemlichkeit -und Sicherheit des Arbeitens indessen, sowie der mit zunehmender Breite -wachsende Widerstand beim Zerreißen legt bei der Wahl der Streifen -einige Beschränkung auf. Die Breite von 15 mm hat sich als sehr -praktisch erwiesen, und sie wird in der Versuchsanstalt ausschließlich -angewendet, wenn nicht etwa das zu prüfende Material, wie es -beispielsweise bei den in der Telegraphie benutzten Papierstreifen der -Fall ist, schon an und für sich schmäler ist als 15 mm.</p> - -<p>In der Praxis wird man auch in den Fällen schmälere Streifen verwenden -müssen, in denen die gewöhnlichen Festigkeitsprüfer zum Zerreißen eines -15 mm breiten Streifens nicht ausreichen, wie es z. B. beim Prüfen von -Quittungskarten-Kartons, Preßspänen, Aktendeckeln, Pappen u. s. w. -vorkommen kann.</p> - -<p>Bei der Länge der Probestreifen liegen die Verhältnisse, soweit es -sich um die Dehnung ausgedrückt in Prozenten der ursprünglichen Länge -handelt, anders; die Dehnungsprozente sind nahezu dieselben bei -Streifenlängen von 180 mm an aufwärts; mit abnehmender Länge aber -wächst die Dehnung. Deshalb ist aus praktischen Gründen die Länge -von 180 mm als <em class="gesperrt">Normallänge</em> angenommen worden; dies geschah -namentlich auch deshalb, weil diese Länge in beiden Richtungen aus -dem einmal geknifften Bogen des Reichsformates (33 × 42 cm) bequem -entnommen werden kann, und in diesem Zustand dürften wohl die -meisten Papiere zur Untersuchung gelangen. Es kann im Interesse der -Einheitlichkeit und der Vergleichbarkeit der Versuchsergebnisse nur -geraten werden, diese Länge allgemein zu Grunde zu legen. Soweit -bekannt geworden ist, ist dies auch an allen Stellen, welche sich in -größerem Maßstabe mit Papieruntersuchungen befassen, geschehen.</p> - -<p>Stehen nun von dem zu prüfenden Material nur kleine Bogen zur -Verfügung, aus denen diese Normalstreifen nicht entnommen werden -können, so darf man nicht außer acht lassen, daß die Dehnungsprozente -etwas höher ausfallen als bei Verwendung eines Streifens von 180 mm -Länge; auf die Festigkeit ist die Länge der Probestreifen ohne Einfluß, -wenn nicht gar zu kurze Streifen angewendet werden, die schwer gerade -einzuspannen sind.</p> - -<p>Das Ergebnis der Prüfung wird nun im allgemeinen um so wertvoller -sein, je mehr Streifen beim Versuch Verwendung ge<span class="pagenum"><a name="Seite_7" id="Seite_7">[S. 7]</a></span>funden haben; -nimmt man fünf Streifen aus jeder Richtung, so kann man sicher sein, -gute Durchschnittswerte zu erhalten, wenn man bei der Probenentnahme -zweckmäßig zu Werke geht.</p> - -<p>Bei Prüfung eines größeren Postens Papier tut man gut, aus fünf -verschiedenen Paketen je einen Bogen zu entnehmen und dann aus jedem -Bogen je einen Längs- und Querstreifen.</p> - -<p>Steht auch nur wenig Material zur Verfügung, so verfolge man doch immer -den Grundsatz, die Streifen an verschiedenen Stellen zu entnehmen und -unmittelbar nebeneinander nur dann, wenn es anders nicht möglich ist.</p> - -<p>Die Entnahme der Streifen geschieht bei den Prüfungen in der -Versuchsanstalt in folgender Weise. Von den zehn meist in einmal -geknifftem Zustand eingeschickten Probebogen werden zunächst fünf für -die Festigkeitsprüfung ausgewählt, welche äußerlich keine fehlerhaften -Stellen zeigen. Aus jedem dieser fünf Bogen wird je ein Streifen aus -der Längs- und Querrichtung entnommen, wie es <a href="#fig3">Fig. 3</a> veranschaulicht.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig3" name="fig3"> - <img class="mtop1" src="images/fig3.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 3.<br /> - Entnahme der Probestreifen.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Zerreißt nun beim Versuch ein Streifen an der Einspannstelle, oder ist -er von vornherein infolge eines erkennbaren Fehlers zu verwerfen, oder -liefert ein Streifen Werte, die von denen der anderen in auffälliger -Weise abweichen, so daß ein Irrtum vermutet werden kann, so kann man -unmittelbar neben dem ersten Streifen immer noch einige Ersatzstreifen -zur weiteren Prüfung herausnehmen.</p> - -<p>Auf das Schneiden der Streifen ist große Sorgfalt zu verwenden, -da die geringste Beschädigung, namentlich an den Rändern, den -Versuch ungünstig beeinflussen kann. Hat man nur hin und wieder -Festigkeitsversuche vorzunehmen, so wird man davon absehen können, -sich eine besondere Schneidevorrichtung zu beschaffen, wenn nicht dem -Festigkeitsapparat, wie es jetzt vielfach geschieht, schon eine solche -beigegeben ist. In Ermangelung einer besonderen Vorrichtung schneidet -man mit Hilfe eines eisernen Lineals und eines scharfen Messers, wobei -man auf eine möglichst parallele Führung des letzteren bedacht sein -muß. Als Unterlage bedient man sich beim<span class="pagenum"><a name="Seite_8" id="Seite_8">[S. 8]</a></span> Schneiden zweckmäßig eines -Zinkbleches oder einer Glasplatte, weil weichere Materialien, wie Holz, -Pappe etc., Eindrücken des Papiers beim Schneiden zulassen und auf -diese Weise die Ränder des Streifens nach unten umgebogen werden. Hat -man indessen täglich Festigkeitsprüfungen vorzunehmen, so ist diese Art -der Probeentnahme zu umständlich und zeitraubend und man wird sich dann -zweckmäßig eine Vorrichtung beschaffen, die schneller arbeitet.<a name="FNAnker_5_5" id="FNAnker_5_5"></a><a href="#Fussnote_5_5" class="fnanchor">[5]</a> — -<a href="#fig4">Fig. 4</a> zeigt die in der Versuchsanstalt in Gebrauch befindliche Scheere -zum Schneiden der Streifen.</p> - -<p>An der Holzplatte <i>P</i> ist ein Messer <i>S</i><sub>2</sub> fest angeschraubt, während -ein zweites <i>S</i><sub>1</sub>, welches in Verbindung mit <i>S</i><sub>2</sub> den Schnitt des -Papiers bewirkt, mit Hilfe des Handgriffes <i>H</i> auf- und niedergeführt -werden kann. Eine Holzleiste <i>Lst</i> ist so angebracht, daß sie parallel -der Schneide <i>S</i><sub>2</sub> liegt und von dieser in einem Abstand von 15 mm -festgestellt werden kann. Unter der Leiste <i>Lst</i> befindet sich ein -Kasten <i>K</i>, in welchen die abgeschnittenen Streifen fallen. Auf dem -Brett <i>P</i> ist noch eine scharf gezeichnete Linie <i>L</i> angebracht, die -senkrecht zu <i>S</i><sub>2</sub> verläuft. Sie dient als Anlegezeichen, um zunächst -den ersten Schnitt genau senkrecht zu einer Bogenkante zu führen; die -Streifen werden dann beim Anlegen der ersten Schnittkante gegen die -Leiste <i>Lst</i> ohne weiteres parallel und von 15 mm Breite geschnitten. -Die in den Handel gebrachten Schneidevorrichtungen mit doppeltem Messer -haben sich nicht bewährt, weil beim Schneiden in den meisten Fällen -eins der Messer versagt.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig4" name="fig4"> - <img class="mtop1" src="images/fig4.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 4.<br /> - Vorrichtung zum Schneiden der Streifen.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Bevor man die Streifen in Gebrauch nimmt, überzeugt man sich, ob -ihre Ränder glatt sind und genau parallel verlaufen. Das letztere -sieht man am besten, wenn man die beiden Enden eines jeden Streifens -aufeinanderlegt; die zwei Hälften der Streifen müssen sich dann decken.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_9" id="Seite_9">[S. 9]</a></span></p> - -<p>Beim Zerreißen der Streifen ist auf die Feuchtigkeit der Luft im -Versuchsraum besonders zu achten, da sie auf die Festigkeits- und -Dehnungswerte von großem Einfluß ist.</p> - -<p>Der Einfluß der Feuchtigkeit äußert sich in zweierlei Weise. -Einmal nimmt das Papier, je nach dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft, -verschiedene Mengen Wasser in sich auf und ändert hierdurch sein -Gewicht; zweitens ändert das aufgenommene Wasser die Festigkeit und -Dehnbarkeit der im Papier vorhandenen Fasern.</p> - -<p>Zur Erläuterung mögen nachfolgend die Versuchsergebnisse, welche bei -Prüfung eines aus Lumpen hergestellten, mit Harzleim geleimten, guten -Schreibpapiers bei verschiedener Luftfeuchtigkeit gewonnen wurden, -wiedergegeben werden.</p> - -<table class="festigkeit noebook" summary="Dehnung und Feuchtigkeit (HTML)"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5" rowspan="2"> - <div class="center">Relative<br /> - Feuchtig-<br /> - keit<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5" rowspan="2"> - <div class="center">Feuchtigkeits-<br /> - gehalt der<br /> - zerrissenen<br /> - Streifen<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bb bbr pad0_5" colspan="3"> - <div class="center">Bruchbelastung</div> - </td> - <td class="bdt bb bbr pad0_5" colspan="3"> - <div class="center">Bruchdehnung</div> - </td> - <td class="bdt bb pad0_5" colspan="3"> - <div class="center">Reißlänge</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Maschinen-<br /> - Richtung<br /> - kg</div> - </td> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Quer-<br /> - Richtung<br /> - kg</div> - </td> - <td class="bbr bdb padtb0_5"> - <div class="center">Mittel<br /> - kg</div> - </td> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Maschinen-<br /> - Richtung<br /> - %</div> - </td> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Quer-<br /> - Richtung<br /> - %</div> - </td> - <td class="bbr bdb padtb0_5"> - <div class="center">Mittel<br /> - %</div> - </td> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Maschinen-<br /> - Richtung<br /> - km</div> - </td> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Quer-<br /> - Richtung<br /> - km</div> - </td> - <td class="bdb padtb0_5"> - <div class="center">Mittel<br /> - km</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">100</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">15,2</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">2,34</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1,75</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">2,05</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">3,2</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">6,3</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">4,8</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1,68</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1,23</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">1,46</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 90</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">11,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,41</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,30</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,86</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,8</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,40</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,64</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,02</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 80</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,57</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,03</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,30</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,7</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,06</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,00</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,53</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 70</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,74</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,14</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4,94</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,3</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3,2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,25</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,09</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,67</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 60</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,15</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,49</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">5,32</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,9</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,50</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,33</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,92</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 50</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4,6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,59</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,71</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">5,65</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,7</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,76</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,43</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,20</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 40</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3,8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,74</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,93</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">5,84</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,3</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,91</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,61</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,26</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 30</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">7,21</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,05</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">6,13</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,6</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2,1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,39</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,80</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,60</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit showebook" summary="Dehnung und Feuchtigkeit (e-Books, I)"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5" rowspan="2"> - <div class="center">Relative<br /> - Feuchtig-<br /> - keit<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5" rowspan="2"> - <div class="center">Feuchtigkeits-<br /> - gehalt der<br /> - zerrissenen<br /> - Streifen<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bb pad0_5" colspan="3"> - <div class="center">Bruchbelastung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Maschinen-<br /> - Richtung<br /> - kg</div> - </td> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Quer-<br /> - Richtung<br /> - kg</div> - </td> - <td class="bdb padtb0_5"> - <div class="center">Mittel<br /> - kg</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">100</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">15,2</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">2,34</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1,75</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">2,05</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 90</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">11,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,41</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,30</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,86</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 80</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,57</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,03</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,30</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 70</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,74</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,14</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,94</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 60</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,15</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,49</div> - </td> - <td> - <div class="center">5,32</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 50</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4,6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,59</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,71</div> - </td> - <td> - <div class="center">5,65</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 40</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3,8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">6,74</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,93</div> - </td> - <td> - <div class="center">5,84</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 30</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">7,21</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,05</div> - </td> - <td> - <div class="center">6,13</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit showebook" summary="Dehnung und Feuchtigkeit (e-Books, II)"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5" rowspan="2"> - <div class="center">Relative<br /> - Feuchtig-<br /> - keit<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5" rowspan="2"> - <div class="center">Feuchtigkeits-<br /> - gehalt der<br /> - zerrissenen<br /> - Streifen<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bb pad0_5" colspan="3"> - <div class="center">Bruchdehnung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Maschinen-<br /> - Richtung<br /> - %</div> - </td> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Quer-<br /> - Richtung<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdb padtb0_5"> - <div class="center">Mittel<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">100</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">15,2</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">3,2</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">6,3</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">4,8</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 90</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">11,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,8</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,3</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 80</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,7</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,6</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 70</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,3</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 60</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,9</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,9</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 50</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4,6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,7</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,4</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,6</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 40</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3,8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,3</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,5</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 30</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,6</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,1</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit showebook" summary="Dehnung und Feuchtigkeit (e-Books, III)"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5" rowspan="2"> - <div class="center">Relative<br /> - Feuchtig-<br /> - keit<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr padtb0_5" rowspan="2"> - <div class="center">Feuchtigkeits-<br /> - gehalt der<br /> - zerrissenen<br /> - Streifen<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bb pad0_5" colspan="3"> - <div class="center">Reißlänge</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Maschinen-<br /> - Richtung<br /> - km</div> - </td> - <td class="br bdb padtb0_5"> - <div class="center">Quer-<br /> - Richtung<br /> - km</div> - </td> - <td class="bdb padtb0_5"> - <div class="center">Mittel<br /> - km</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">100</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">15,2</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1,68</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1,23</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">1,46</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 90</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">11,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2,40</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,64</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,02</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 80</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,06</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,00</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,53</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 70</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,25</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,09</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,67</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 60</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,50</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,33</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,92</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 50</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4,6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,76</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,43</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,20</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 40</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3,8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4,91</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,61</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,26</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 30</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5,39</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3,80</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,60</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p>Wie die Zusammenstellung zeigt, nimmt die Dehnung mit abnehmender -Feuchtigkeit ab, während die Festigkeit wächst. Es leuchtet somit ohne -weiteres ein, daß Ergebnisse von Festigkeitsprüfungen mit Papier nur -dann unmittelbar vergleichbar sind, wenn sie bei derselben relativen -Luftfeuchtigkeit ermittelt wurden.</p> - -<p>Die Versuchsanstalt hat denn auch bereits seit Jahren Vorkehrungen -getroffen, um die Festigkeitsprüfungen bei stets gleichem -Feuchtigkeitsgehalt ausführen zu können, und zwar ist hierfür -eine relative Luftfeuchtigkeit von 65% gewählt worden.<a name="FNAnker_6_6" id="FNAnker_6_6"></a><a href="#Fussnote_6_6" class="fnanchor">[6]</a> Da die -Luftfeuchtigkeit nun während des größten Teils des Jahres namentlich -im Winter geringer ist als 65%, so sind in dem Versuchsraum -Wasserzerstäuber aufgestellt, welche es ermöglichen, bei trockener<span class="pagenum"><a name="Seite_10" id="Seite_10">[S. 10]</a></span> -Luft den Feuchtigkeitsgehalt in kurzer Zeit auf die gewünschte Höhe zu -bringen.</p> - -<p>Den mit geringeren Hilfsmitteln ausgestatteten Versuchsräumen der -Praxis kann die fehlende Feuchtigkeit am einfachsten durch Sprengen -des Fußbodens, Aufhängen nasser Tücher, Kochen von Wasser u. s. w. -zugeführt werden.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig5" name="fig5"> - <img class="mtop1" src="images/fig5.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 5.<br /> - Haarhygrometer.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Zur Messung der Feuchtigkeit der Luft werden <em class="gesperrt">Koppe-Saussure</em>sche -Prozenthaarhygrometer mit Einstellvorrichtung benutzt, welche -wöchentlich zweimal mit einem <em class="gesperrt">Aßmann</em>schen Psychrometer -kontrolliert werden.</p> - -<p>Dieses Hygrometer besteht aus einem gut entfetteten Haar,<span class="pagenum"><a name="Seite_11" id="Seite_11">[S. 11]</a></span> welches am -oberen Ende befestigt und am unteren um eine kleine Rolle geschlungen -ist, deren Achse einen Zeiger trägt (<a href="#fig5">Fig. 5</a>). Es wird durch ein -angehängtes Gewichtchen von 0,5 g gespannt. Bei trockener Luft verkürzt -sich das Haar und dreht den Zeiger nach links, beim Feuchtwerden -verlängert es sich, und das Gewicht bewirkt eine Bewegung des Zeigers -nach rechts. Bei vollkommener Sättigung der Luft mit Wasserdampf muß -der Zeiger auf den Punkt 100 rücken und dort stehen bleiben.</p> - -<p>Ein besonderer Vorzug dieses Feuchtigkeitsmessers gegenüber anderen -Haarhygrometern ist der, daß er zu jeder Zeit leicht auf die -Richtigkeit seiner Angaben geprüft werden kann; zu diesem Zweck wird -das dem Apparat beigegebene, mit Mousselin überzogene Rähmchen in -Wasser getaucht und auf der Rückseite des Instrumentes in eine hierfür -angebrachte Nute geschoben. Hierauf wird der Apparat vorn durch eine -Glasscheibe, hinten durch den Schieber geschlossen. Der abgeschlossene -Raum füllt sich nun in verhältnismäßig kurzer Zeit mit Feuchtigkeit, -das Haar sättigt sich, und der Zeiger rückt auf 100 vor.</p> - -<p>Sollte infolge von Veränderungen des Instrumentes durch äußere -Einflüsse dies nicht der Fall sein, so hat man nur den Schlüssel -durch das oben in der Glasscheibe befindliche Loch auf den Vierkant -aufzusetzen und durch Drehen den Zeiger genau auf 100 einzustellen. -Dabei ist es zweckmäßig, etwas auf das Kästchen zu klopfen, um die -Reibung des Zeigers zu überwinden.</p> - -<p>Nun ist das Instrument eingestellt und wird, nachdem Schieber, -Rähmchen und Glas entfernt sind, etwa 24 Stunden später die relative -Feuchtigkeit des Versuchsraumes richtig angeben. Unmittelbar nach der -Prüfung darf es nicht benutzt werden, da dann die Feuchtigkeit der Luft -zu gering angegeben wird.</p> - -<p>Man begegnet vielfach der irrigen Auffassung, daß das Haarhygrometer -zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit für wissenschaftliche Versuche -nicht geeignet sei. Prof. Dr. <em class="gesperrt">Galle</em>, welcher über diesen -Gegenstand eine große Reihe eingehender Versuche angestellt hat, -bemerkt hierzu (Ergebnisse der meteorologischen Beobachtungen im Jahre -1882. Veröffentlicht vom königlichen meteorologischen Institut Berlin -1883): „Unterzieht man sich bei den Haarhygrometern alle 8–14 Tage der -geringen Mühe einer Bestimmung des Sättigungspunktes und sorgfältiger -Reinigung des Instrumentes, soweit dies nötig erscheint, so wird man -mit diesem Instrument die relative Feuchtigkeit mit mindestens ebenso -großer Genauigkeit und meist (namentlich im Winter) wohl <em class="gesperrt">noch -genauer</em> ablesen können, und zwar ohne alle Rechnung, als mit dem -Psychrometer.“</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_12" id="Seite_12">[S. 12]</a></span></p> - -<p>Es sei noch besonders bemerkt, daß das Hygrometer am besten neben dem -Zerreißapparat aufzustellen ist und daß die Versuchsstreifen neben -dem Hygrometer zur Aufnahme der nötigen Feuchtigkeit auszulegen sind, -da die Feuchtigkeit an verschiedenen Stellen des Versuchsraumes, -namentlich in verschiedenen Höhenlagen, verschieden ist.</p> - -<p>In der Praxis ist es nun nicht immer möglich, die Prüfungen bei 65% -relativer Luftfeuchtigkeit vorzunehmen; man ist zuweilen gezwungen, -die Versuche bei einer anderen Feuchtigkeit auszuführen, wodurch die -Ergebnisse mehr oder weniger von den maßgebenden (bei 65% gewonnenen) -abweichen.</p> - -<p>Durch eingehende Versuche hat <em class="gesperrt">Dalén</em><a name="FNAnker_7_7" id="FNAnker_7_7"></a><a href="#Fussnote_7_7" class="fnanchor">[7]</a> für Reißlänge und Dehnung -Faktoren ermittelt, mit Hilfe deren man in der Lage ist, die bei zu -hoher oder zu niedriger Feuchtigkeit ermittelten Werte umzurechnen. Die -Fehler, die man hierbei zu befürchten hat, sind um so größer, je mehr -die Luftfeuchtigkeit von 65% abweicht. Aus diesem Grunde dürfte es, -damit die berechneten Werte einigermaßen zuverlässig werden, angebracht -sein, die Umrechnungen auf den zwischen 40% und 80% relativer -Luftfeuchtigkeit liegenden Spielraum zu beschränken.</p> - -<p>In nachstehender Tabelle sind innerhalb dieser Grenzen die Faktoren -zusammengestellt, mit denen man die gefundenen Werte für Reißlänge und -Dehnung multiplizieren muß, um annähernd Werte zu erhalten, die einer -Luftfeuchtigkeit von 65% entsprechen.</p> - -<table class="mtop1 mbot1" summary="Reißlänge und Dehnung vs. Luftfeuchtigkeit"> - <tr> - <td class="s5 padr1" rowspan="2"> - <div class="center">Relative Luftfeuchtigkeit<br /> - beim Zerreißen in %</div> - </td> - <td class="s5" colspan="2"> - <div class="center">Faktor für</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 padr1"> - <div class="center">Reißlänge</div> - </td> - <td class="s5"> - <div class="center">Dehnung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">80</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">1,18</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">0,80</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">75</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,11</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,87</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">70</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,04</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,93</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">60</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,97</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,08</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">55</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,94</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,16</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">50</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,92</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,25</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">45</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,90</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,36</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">40</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,88</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,47</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p>Mit Recht bemerkt aber <em class="gesperrt">Dalén</em> am Schluß seiner Abhandlung, daß -man diese Umrechnung nur als <em class="gesperrt">Notbehelf</em> ansehen soll, wenn es -ganz unmöglich ist, die Versuche bei 65% auszuführen.</p> - -<p>Die Versuchsstreifen brauchen, um sich dem Feuchtigkeits<span class="pagenum"><a name="Seite_13" id="Seite_13">[S. 13]</a></span>zustand von -65% anzupassen, mindestens eine halbe Stunde. Damit sie der Luft -möglichst viel Oberfläche darbieten, bedient man sich zweckmäßig -eines Rahmens, wie ihn <a href="#fig6">Fig. 6</a> darstellt. In diesem Rahmen stehen die -Streifen schwach gekrümmt auf der hohen Kante, gestatten somit der Luft -ungehinderten Zutritt und sind außerdem durch ihre geringe Anspannung -gegen das Fortwehen durch Zugluft geschützt.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig6" name="fig6"> - <img class="mtop1" src="images/fig6.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 6.<br /> - Vorrichtung zum Auslegen der Streifen.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Zum Zerreißen der Streifen bedient man sich verschiedener -Zerreißmaschinen, von denen hier die vier wichtigsten, die von -<em class="gesperrt">Schopper</em>, <em class="gesperrt">Wendler</em>, <em class="gesperrt">Hartig-Reusch</em> und <em class="gesperrt">Leuner</em> -beschrieben werden sollen.<a name="FNAnker_8_8" id="FNAnker_8_8"></a><a href="#Fussnote_8_8" class="fnanchor">[8]</a></p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_1_1" id="Fussnote_1_1"></a><a name="Fussnote_1_2" id="Fussnote_1_2"></a><a href="#FNAnker_1_1"><span class="label">[1]</span></a> Vergl. S. 28.</p> - -</div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_2_2" id="Fussnote_2_2"></a><a href="#FNAnker_2_2"><span class="label">[2]</span></a> <em class="gesperrt">Hoyer</em> hat schon in seinem 1882 erschienenen Werk -„Das Papier“ hierauf hingewiesen.</p> - -</div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_3_3" id="Fussnote_3_3"></a><a href="#FNAnker_3_3"><span class="label">[3]</span></a> Siehe Anhang.</p> - -</div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_4_4" id="Fussnote_4_4"></a><a name="Fussnote_4_4b" id="Fussnote_4_4b"></a><a href="#FNAnker_4_4"><span class="label">[4]</span></a> Da die Ungleichmäßigkeiten des Papierblattes an sich -Abweichungen in den Werten für Reißlänge und Bruchdehnung bedingen, so -sind die Fälle, in denen der Unterschied zwischen den beiden Richtungen -10% und weniger beträgt, in Klammer gesetzt, weil Unterschiede, die -kleiner als 10% sind, sehr wohl Zufall sein können.</p> - -</div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_5_5" id="Fussnote_5_5"></a><a href="#FNAnker_5_5"><span class="label">[5]</span></a> Solche Schneidevorrichtungen, sowie alle übrigen Apparate, -Instrumente, Fasern, Lösungen u. s. w. für die Zwecke der Papierprüfung -können von der Firma <em class="gesperrt">Louis Schopper</em> in Leipzig, Arndtstr. 27, -bezogen werden.</p> - -</div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_6_6" id="Fussnote_6_6"></a><a href="#FNAnker_6_6"><span class="label">[6]</span></a> Dr. <em class="gesperrt">R. von Lenz</em> prüft bei beliebiger -Luftfeuchtigkeit, bestimmt den Feuchtigkeitsgehalt des Papiers und -berechnet nach einer von ihm ermittelten Formel die Festigkeitswerte -auf trockenes Papier. (Papier-Zeitung 1891, No. 35.)</p> - -</div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_7_7" id="Fussnote_7_7"></a><a href="#FNAnker_7_7"><span class="label">[7]</span></a> Der Einfluß der Luftfeuchtigkeit auf die -Festigkeitseigenschaften des Papiers. (Mitteilungen aus den technischen -Versuchsanstalten 1900, S. 133.)</p> - -</div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_8_8" id="Fussnote_8_8"></a><a href="#FNAnker_8_8"><span class="label">[8]</span></a> Auf das <em class="gesperrt">Horack</em>sche Dasymeter, das früher vielfach -benutzt wurde und stellenweise auch heute noch zu Festigkeitsversuchen -verwendet wird, soll nicht näher eingegangen werden, wegen der völlig -unzuverlässigen Ergebnisse, welche es liefert. Eine Beschreibung und -Abbildung dieses Apparates findet man in: „<em class="gesperrt">Hoyer.</em> Das Papier, -seine Beschaffenheit und deren Prüfung,“ München 1882.</p> - -</div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Schoppers_Festigkeitspruefer">Schoppers Festigkeitsprüfer.</h3> - -</div> - -<p>Die Kraftmessung erfolgt bei dem <em class="gesperrt">Schopper</em>schen Festigkeitsprüfer -durch eine Neigungswage. Die Wirkungsweise des Apparates ist aus <a href="#fig7">Fig. 7</a> -ersichtlich.</p> - -<p>Der Belastungshebel <i>A</i> bewegt sich zwischen zwei Kreissegmenten, von -denen das vordere <i>B</i> mit einer Teilung versehen ist, deren Bezifferung -die Kraftleistung in kg angibt. Das hintere Segment ist gezahnt und -dient zur Aufnahme der Sperrklinken, die nach dem Bruch des Streifens -das Zurückfallen des Hebels <i>A</i> verhindern.</p> - -<p>Statt des zweiten Armes des Krafthebels ist ein Bogensegment <i>C</i> -angebracht, über welches eine Kette <i>D</i> läuft, die am unteren Ende die -eine Einspannklemme <i>E</i><sub>1</sub> trägt. Um die Einspannung des Streifens zu -erleichtern, kann diese Klemme während des Ein<span class="pagenum"><a name="Seite_14" id="Seite_14">[S. 14]</a></span>spannens durch einen -Haken <i>F</i> (oder einen Stift) an dem Segment <i>C</i> festgelegt werden.</p> - -<p>Durch die Kette <i>D</i> wird erreicht, daß sich die obere Klemme immer -senkrecht über der unteren <i>E</i><sub>2</sub> befindet und so eine zwanglose -Beweglichkeit während des Versuches behält.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig7" name="fig7"> - <img class="mtop1" src="images/fig7.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 7.<br /> - Schoppers Festigkeitsprüfer für Papier.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Die Messung der Dehnung erfolgt durch die Feststellung der -gegenseitigen Verschiebung der beiden Einspannklemmen <i>E</i><sub>1</sub> und -<i>E</i><sub>2</sub>. Um diese Verschiebung zu bestimmen, wird die Bewegung der -unteren Klemme mittels der Zahnstange <i>G</i> auf den Dehnungshebel <i>H</i> -übertragen, der statt des oberen Armes ein Zahnsegment trägt. An -diesem Hebel <i>H</i>, welcher sich um den Zapfen des Gewichtshebels <i>A</i> -drehen kann, ist ein Zeiger <i>J</i> angebracht, welcher sich über zwei am -Krafthebel befindliche Bogenteilungen bewegt. Die eine dieser Teilungen -gibt die Verlängerung des Streifens, welche mit der Verschiebung der -Klemmen gegeneinander gleichbedeutend ist, in mm, die andere, bei einer -Streifenlänge von 180 mm, direkt in Prozenten an.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_15" id="Seite_15">[S. 15]</a></span></p> - -<p>Das untere Ende der Zahnstange <i>G</i> ist an einer Hülse befestigt, -welche sich auf einer mit der Antriebspindel parallelen Gleitstange -bewegen kann und während des Versuches von einem an der Antriebspindel -befestigten Mitnehmer bewegt wird.</p> - -<p>Diese Zahnstange, welche sich in einer festen Führung bewegt, -wird durch eine Bremsfeder fest gegen das gezahnte Segment des -Dehnungshebels gedrückt, so daß toter Gang ausgeschlossen ist. Die -hierdurch entstehende Zahnreibung wird vom Antrieb aufgenommen, ist -daher auf die Kraftmessung ohne Einfluß.</p> - -<p>An den Einspannklemmen sind Exzenterhebel zum Zusammendrücken der -Backen angebracht, wodurch eine einfache, bequeme und sichere -Einspannung des Streifens ermöglicht wird.</p> - -<p>An der Antriebsvorrichtung befindet sich eine Sperrvorrichtung, welche -für eine bestimmte Streifenlänge das richtige Einstellen der unteren -Klemme in der Nulllage sichert.</p> - -<p>Die Versuchsausführung geht nun in folgender Weise vor sich.</p> - -<p>Nachdem man den Belastungshebel mit Hilfe des hierfür bestimmten -Stiftes in der Nulllage festgestellt hat, legt man die obere -Einspannklemme mit Hilfe des hierzu angebrachten Hakens fest; dann -wird die Antriebspindel durch Drehen des Handrades in die Höchstlage -gebracht, die untere Klemme angehoben und mit der unter dem Nasenhebel -befindlichen Schraube festgestellt. Durch völliges Hochschieben der -Zugstangenhülse bringt man den Dehnungshebel in seine Nullstellung.</p> - -<p>Nunmehr wird der Streifen eingespannt.</p> - -<p>Nach erfolgter Einspannung befreit man die obere Klemme aus dem Haken, -löst den Gewichtshebel durch Entfernung des Haltestiftes aus, legt die -Sperrklinken ein und setzt den Apparat durch Drehen des Handrades in -Tätigkeit.</p> - -<p>Sobald der Streifen mit etwa ½ kg belastet ist, löst man, ohne mit -dem Drehen aufzuhören, die Schraube, welche die untere Klemme hochhält, -damit letztere beim Reißen des Streifens herunterfallen und den -Dehnungshebel auslösen kann.</p> - -<p>Nach dem Reißen des Streifens stehen, auch bei fortgesetztem Drehen des -Handrades, die Hebel für Belastung und Dehnung still und gestatten so -eine ruhige und sichere Ablesung.</p> - -<p><a href="#fig8">Fig. 8</a> zeigt den Apparat nach der Beendigung des Zerreißversuches.</p> - -<p>Je nach dem Verwendungszweck werden die <em class="gesperrt">Schopper</em>schen Prüfer -mehr oder weniger stark gebaut und mit einem mehr oder minder schweren -Belastungsgewicht versehen. Der für Papierprüfungen meist verwendete -Apparat ist für 30 kg höchste Kraft<span class="pagenum"><a name="Seite_16" id="Seite_16">[S. 16]</a></span>leistung -bestimmt (<a href="#fig8">Fig. 8</a>). Für -schwache Papiere bedient man sich zweckmäßiger eines Apparates von -10 kg Höchstleistung, weil in diesen Fällen der Ausschlag bei dem -30 kg Apparat zu klein sein würde. Handelt es sich um die Prüfung -von Papieren mit sehr geringer Festigkeit, wie Seiden-, Kopier-, -Zigarettenpapier u. s. w., so entfernt man das Belastungsgewicht vom -Krafthebel; hierdurch wird die Empfindlichkeit des Prüfers erhöht und -der Ausschlag des Hebels größer. Natürlich muß man für solche Fälle den -Wert der Teilung des Kraftmaßstabes besonders feststellen.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig8" name="fig8"> - <img class="mtop1" src="images/fig8.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 8.<br /> - Schoppers Festigkeitsprüfer für Papier.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Für noch genauere Messungen der Festigkeit schwacher Körper hat die -Firma kürzlich einen Apparat gebaut (<a href="#fig9">Fig. 9</a>), bei dem der Krafthebel -und die obere Klemme auf Schneiden gelagert sind; hierdurch ist eine -sehr große Empfindlichkeit gewährleistet, und der<span class="pagenum"><a name="Seite_17" id="Seite_17">[S. 17]</a></span> Apparat kann zum -Prüfen von Woll- und Baumwollhaaren, Bastbündeln u. s. w. benützt -werden.<a name="FNAnker_9_9" id="FNAnker_9_9"></a><a href="#Fussnote_9_9" class="fnanchor">[9]</a></p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig9" name="fig9"> - <img class="mtop1" src="images/fig9.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 9.<br /> - Schoppers Festigkeitsprüfer für Pflanzen- und Tierhaare, - Elementarfasern, Bastbündel u. s. w.</p> -</div> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_18" id="Seite_18">[S. 18]</a></span></p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig10" name="fig10"> - <img class="mtop1" src="images/fig10.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 10.<br /> - Schoppers 50 und 100 kg Festigkeitsprüfer für Pappe, starke - Aktendeckel, Stoffe u. s. w.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Zur Prüfung von Pappe, starken Aktendeckeln u. s. w. dient ein Apparat -bis zu 100 kg Kraftleistung<a name="FNAnker_10_10" id="FNAnker_10_10"></a><a href="#Fussnote_10_10" class="fnanchor">[10]</a> -(<a href="#fig10">Fig. 10</a>). Bei diesem<span class="pagenum"><a name="Seite_19" id="Seite_19">[S. 19]</a></span> Apparat sind -für die Kraftmessung 2 Teilungen vorgesehen, eine für das Arbeiten mit -dem Hebel ohne Gewicht (Kraftleistung bis 50 kg) und eine zweite für -den mit dem Gewicht belasteten Hebel (Kraftleistung bis 100 kg). Die -Klemmen sind 50 mm breit. Im Übrigen ist dieser Prüfer so gebaut wie -der oben beschriebene.</p> - -<p>Der Antrieb der Apparate erfolgt mit der Hand; zur Erzielung größerer -Gleichmäßigkeit bei der Versuchsausführung können sie aber auch für -Wasserantrieb eingerichtet werden. Erforderlich hierfür ist ein -Wasserleitungsdruck von 3–4 Atm.</p> - -<p>Beim Aufstellen der <em class="gesperrt">Schopper</em>schen Prüfer ist darauf zu achten, -daß der Zeiger des unbelasteten Krafthebels auf Null und die Luftblase -der am Gestell angebrachten Wasserwage in der Mitte einspielt. -Die Reibung des Krafthebels in der Nähe des Nullpunktes ist nur -unbedeutend, das Einspielen auf Null daher sehr befriedigend.</p> - -<p>Die Gesamtreibung im Apparat ist sehr gering. In der Versuchsanstalt -ist bereits eine ganze Anzahl geprüft worden, der Reibungsfehler war -selbst im ungünstigsten Falle kleiner als 1% der Gesamtbelastung. Der -Fehler verschwindet aber noch zum größten Teil, weil sich der Apparat -während des Versuches niemals in absoluter Ruhe befindet, er ist daher -für praktische Versuche ohne wesentliche Bedeutung.</p> - -<p>Die Vorteile, die der <em class="gesperrt">Schopper</em>sche Apparat gegenüber anderen -hat, liegen, abgesehen von der soliden und kräftigen Ausführung, in -dem Vermeiden von Spiralfedern, in der besseren Ablesung von Bruchlast -und Bruchdehnung infolge der großen Maßstäbe und in der senkrechten -Anordnung.</p> - -<p>Durch das Vermeiden von Spiralfedern ist eine wiederholte Prüfung des -Apparates auf die Zuverlässigkeit seiner Angaben nicht erforderlich; -ist er vor der Benutzung geprüft und dann gut aufgestellt, so hat man -nur darauf zu achten, daß er nicht durch Stoß oder Schlag beschädigt -und daß er stets in sauberem Zustande gehalten wird.</p> - -<p>Diese Umstände machen den Apparat für praktische Bedürfnisse besonders -geeignet.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_9_9" id="Fussnote_9_9"></a><a href="#FNAnker_9_9"><span class="label">[9]</span></a> Eine genaue Beschreibung des Apparates und die Ergebnisse -seiner Prüfung hat <em class="gesperrt">Dalén</em> in den Mitt. a. d. techn. Vers. Anst. -1901, S. 183 veröffentlicht.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_10_10" id="Fussnote_10_10"></a><a href="#FNAnker_10_10"><span class="label">[10]</span></a> Zur Prüfung von Materialien, die noch größere Kräfte -erfordern (starke Gewebe, Leder u. s. w.), werden nach denselben -Grundsätzen noch stärkere Maschinen (bis zu 1000 kg Kraftleistung) -gebaut.</p> - -</div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Wendlers_Festigkeitspruefer" title="Wendlers Festigkeitsprüfer.">Wendlers -Festigkeitsprüfer.<a name="FNAnker_11_11" id="FNAnker_11_11"></a><a href="#Fussnote_11_11" class="fnanchor"><span class="s6 vat">[11]</span></a></h3> - -</div> - -<p>Unter Hinweis auf <a href="#fig11">Fig. 11</a>–<a href="#fig12">12</a> sei über den Bau und die Wirkungsweise des -Prüfers folgendes gesagt:</p> - -<p>Der <em class="gesperrt">Antrieb</em> erfolgt durch ein Handrad <i>a</i>, welches bei vielen -Apparaten auf Wunsch durch Schneckenrad und Schraube <i>s</i> ersetzt<span class="pagenum"><a name="Seite_20" id="Seite_20">[S. 20]</a></span> -worden ist. Der Zapfen dieses Rades dreht sich in dem Lager <i>l</i>, -welches mit dem Bett <i>d</i> aus einem Stück hergestellt ist. In diesem -Zapfen, welcher ausgebohrt ist, wird die Schraube <i>b</i>, welche mit dem -Schlitten <i>c</i> fest verbunden ist und mit deren Hilfe die Fortbewegung -des Schlittens ermöglicht wird, geführt. Am Handrade befindet sich eine -Mutter, bestehend aus der Hülse <i>p</i> und zwei Gewindebacken, welche -durch einen Kurvenschub geöffnet beziehungsweise geschlossen werden -können, je nachdem die Bewegung des Schlittens direkt mit der Hand oder -mit Hilfe des Handrades bewirkt werden soll.</p> - -<p>Bei einer Rechtsdrehung der Hülse wird die Verbindung geschlossen, -d. h. das Gewinde der Backen greift in die Vertiefungen der Schraube; -umgekehrt wird bei einer Linksdrehung die Verbindung geöffnet.</p> - -<p>Die <em class="gesperrt">Einspannvorrichtung</em> besteht aus 2 Klemmen <i>k</i> und <i>k</i><sub>1</sub>, -von denen die erstere am Wagen <i>w</i>, die letztere am Schlitten <i>c</i> -befestigt ist. Zwischen den Backen dieser Klemmen wird der zu -untersuchende Papierstreifen eingespannt. Die Backen sind senkrecht -zur Zugachse wellenförmig ausgearbeitet, um ein Rutschen des Streifens -in den Klemmen zu verhindern. Die Backen selbst werden durch Schrauben -<i>s</i><sub>1</sub> und <i>s</i><sub>2</sub> zusammengepreßt.<a name="FNAnker_12_12" id="FNAnker_12_12"></a><a href="#Fussnote_12_12" class="fnanchor">[12]</a></p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig11" name="fig11"> - <img class="mtop1" src="images/fig11.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 11.<br /> - Wendlers Festigkeitsprüfer.</p> - <p class="s6 center ebhide"><a href="images/fig11_gross.jpg">❏<br /> - GRÖSSERES BILD</a></p> -</div> - -<p class="mtop1">Die <em class="gesperrt">Kraftmessung</em> geschieht mittels Schraubenfedern, deren der -Apparat zwei von 9 und 20 kg Höchstkraftleistung besitzt. Die Feder -wird an einem Ende durch die Hülse <i>i</i> gehalten, welche mit dem Bett -<i>d</i> fest verbunden ist, am anderen durch den<span class="pagenum"><a name="Seite_21" id="Seite_21">[S. 21]</a></span> Wagen <i>w</i>. Die Zahnstange -<i>f</i> ist mit dem Wagen <i>w</i> verbunden und wird durch die Hülse <i>i</i> -geführt. Mit dem Bett durch Schrauben verbunden sind die Sperrklinken -<i>g</i>, welche in die Zähne der Zahnstange greifen und, sobald das Papier -gerissen, die Feder am Zurückschnellen hindern.</p> - -<p>Der Wagen schiebt mit Hilfe des Hebels <i>h</i> den Schleppzeiger <i>z</i> vor -sich her über den Kraftmaßstab <i>r</i>. Der Schleppzeiger besitzt eine -Nullmarke, unter welcher man nach dem Zerreißen des Papiers auf dem -Maßstab die Bruchbelastung in Kilogramm abliest.</p> - -<p>Die <em class="gesperrt">Dehnung</em> wird bestimmt durch die gegenseitige Verschiebung -des Schleppzeigers, auf welchem der Dehnungsmaßstab <i>O</i>, geteilt nach -den Prozenten einer normalen Streifenlänge von 180 mm, angebracht ist, -und der Nullmarke des Schlittens. Man liest nach dem Zerreißen des zu -untersuchenden Streifens die Dehnung direkt in Prozenten ab.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig12" name="fig12"> - <img class="mtop1" src="images/fig12.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 12.<br /> - Wendlers Festigkeitsprüfer.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Um ein Papier mit diesem Apparate zu prüfen, hebt man zunächst die -Sperrklinken auf, versetzt die Feder in Schwingungen und schiebt dann -den Schleppzeiger behutsam an den Hebel heran; man sieht nun zu, ob die -Nullmarke des Zeigers mit der des Maßstabes übereinstimmt; ist dies -nicht der Fall, so verschiebt man letzteren so lange, bis die Marken -sich decken. Man stellt jetzt die Feder vermittelst der Schraube <i>t</i> -fest und verschiebt den Schlitten <i>c</i>, bis die beiden Nullmarken des -Dehnungsmaßstabes und des Schlittens übereinstimmen. Jetzt nimmt man -einen Streifen von dem zu untersuchenden Papier in den früher für die -Normalstreifen angegebenen Größenverhältnissen, klemmt denselben ein, -löst die Schraube <i>t</i>, legt die Sperrklinken ein und kann jetzt mit der -Unter<span class="pagenum"><a name="Seite_22" id="Seite_22">[S. 22]</a></span>suchung beginnen, indem man das Rad in möglichst gleichmäßige und -langsame Umdrehungen versetzt.</p> - -<p>Nach dem Zerreißen des Streifens liest man Belastung sowie Dehnung ab, -entlastet dann die Feder, indem man den Wagen mit der Hand festhält, -die Sperrklinken auslöst und nun den Wagen mit der Feder langsam -zurückgleiten läßt.</p> - -<p>Um eine andere Feder einzusetzen, nimmt man den Wagen, drückt die Feder -etwas zusammen, dreht sie um 90° und zieht den Wagen mit der Zahnstange -heraus.</p> - -<p>In der Versuchsanstalt werden vier dieser <em class="gesperrt">Wendler</em>schen Apparate -elektrisch angetrieben; auf diese Weise wird ein sehr gleichmäßiger -Gang erzielt.</p> - -<p>Die von <em class="gesperrt">Martens</em> entworfene Ausrückvorrichtung<a name="FNAnker_13_13" id="FNAnker_13_13"></a><a href="#Fussnote_13_13" class="fnanchor">[13]</a> setzt die -Apparate im Augenblick des Streifenbruches außer Tätigkeit.</p> - -<p><a href="#fig12">Fig. 12</a> zeigt den Apparat nach dem Bruch eines Streifens.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_11_11" id="Fussnote_11_11"></a><a href="#FNAnker_11_11"><span class="label">[11]</span></a> Bezugsquelle <em class="gesperrt">H. Bollmann</em>, Berlin S, Hasenhaide 63.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_12_12" id="Fussnote_12_12"></a><a href="#FNAnker_12_12"><span class="label">[12]</span></a> Bei den Apparaten der Versuchsanstalt sind die -Schraubenklemmen durch die besser wirkenden Exzenterklemmen mit -ebenen Backen ersetzt worden (vergl. Fig. 7). Die jetzt in den Handel -kommenden <em class="gesperrt">Wendler</em>schen Prüfer werden auf Wunsch ebenfalls mit -diesen Klemmen versehen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_13_13" id="Fussnote_13_13"></a><a href="#FNAnker_13_13"><span class="label">[13]</span></a> Beschrieben und abgebildet im Sonderheft III der Mitt. a. -d. t. Versuchsanstalten 1887.</p> - -</div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Festigkeitspruefer_nach_Hartig_Reusch">Festigkeitsprüfer nach -Hartig-Reusch.</h3> - -</div> - -<p>Unter Hinweis auf <a href="#fig13">Fig. 13</a>–<a href="#fig14">14</a> sei hier das zum Verständnis des Apparates -Nötige gesagt.</p> - -<p>Der zu untersuchende Streifen wird durch die Klemmen <i>a</i> und <i>b</i> -festgelegt, deren wellenförmig eingeschnittene Backen das Herausziehen -des Streifens während des Versuchs verhindern sollen. Die eine der -Klemmen <i>b</i> ist mit der Vorrichtung der Kraftübertragung verbunden, -während die andere sich an einem beweglichen Bock <i>A</i> befindet, der -an jeder Stelle durch eine Schraube fest mit dem Grundbett verbunden -werden kann. Der Bock trägt ferner eine mit einer Marke versehene -Messingscheibe, welche auf einer im Bett eingelegten Meterteilung in -jeder Stellung die Entfernung der Vorderkanten der beiden Klemmen <i>a</i> -und <i>b</i> voneinander angibt.</p> - -<p>Die zweite Klemme <i>b</i> ist durch den Wagen <i>B</i> mit der Schraubenfeder -<i>F</i>, welche zum Zerreißen des Probestreifens dient, verbunden. <i>F</i> muß -sich also beim Versuch soweit elastisch ausdehnen, als dem Widerstande, -welchen der Papierstreifen dem Zerreißen entgegensetzt, entspricht. -Gleichzeitig folgt jedoch der Wagen dem Zuge der Feder um soviel, als -das Papier sich bis zum Bruche dehnt. Diese beiden Bewegungen, die -Ausdehnung der Feder und die Verschiebung des Wagens, werden auf den -Zeichenstift <i>G</i> übertragen, welcher die Versuchslinien auf dem hierfür -angebrachten Papier verzeichnet.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_23" id="Seite_23">[S. 23]</a></span></p> - -<p>Die senkrechten Ordinaten entsprechen den Federausdehnungen und -somit den zum Zerreißen erforderlich gewesenen Zugkräften und die -wagerechten Ordinaten den diesen Zugkräften entsprechenden Dehnungen -der Probestreifen.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig13" name="fig13"> - <img class="mtop1" src="images/fig13.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 13.<br /> - Festigkeitsprüfer nach Hartig-Reusch.</p> - <p class="s6 center ebhide"><a href="images/fig13_gross.jpg">❏<br /> - GRÖSSERES BILD</a></p> -</div> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig14" name="fig14"> - <img class="mtop1" src="images/fig14.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 14.<br /> - Schematische Darstellung des Hartig-Reuschschen Prüfers.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Die Tafel (<a href="#fig14">Fig. 14</a>), welche das Papier für die Schaulinien trägt, läßt -sich wagerecht verschieben, so daß es auf diese Weise möglich ist, -mehrere Kurven nebeneinander zu zeichnen.</p> - -<p>Zu jedem Apparat gehören 3 verschiedene Federn, je eine von 4, 9 und 18 -kg Zugkraft; zu jeder derselben gehört ein Maßstab, welcher bei jeder -Ausdehnung der Feder die hierfür aufzuwendende Kraft in kg angibt. Man -halte bei allen Versuchen den Grundsatz fest, die schwächste Feder -anzuwenden und nicht etwa ein Papier mit der 18 kg Feder zu prüfen, -welches schon bei einer Belastung von 7 kg zerreißt, denn je stärker -die Feder ist, um so größer sind die Ablesungsfehler am Maßstab. Es -kann sogar vorkommen, daß man bei Prüfung <em class="gesperrt">einer</em> Papiersorte -mit Vorteil zwei verschiedene Federn anwendet, wenn zum Zerreißen der -Querrichtung eine schwächere Feder genügt als für die Maschinenrichtung.</p> - -<p>Nachdem so kurz das Wichtigste über den Bau des Apparates -auseinandergesetzt ist, mag zur Beschreibung der Ausführung des -Versuchs selbst übergegangen werden.</p> - -<p>Der Bock <i>A</i> wird so festgelegt, daß die vorhin erwähnte Marke mit -dem Teilstrich 0,18 m der Meterteilung zusammenfällt; der Wagen <i>B</i> -wird durch einen Stift <i>O</i> festgehalten. Der Streifen wird so zwischen -die Klemmen <i>a</i> und <i>b</i> gelegt, daß er keine Durchbiegung zeigt, und -nun werden die Schrauben mit Hilfe des hierfür gefertigten Schlüssels -schwach angezogen. Man löst alsdann den Bock <i>A</i> wieder, verschiebt -ihn ein wenig in der Richtung nach <i>B</i> zu und zieht die Klemmschrauben -fest an; würde man das stärkere Anziehen bei straff gespanntem Streifen -vornehmen, so liefe man Gefahr, ihn einzureißen.</p> - -<p>Man bringt nunmehr den Zeichenstift <i>G</i> aus seiner Ruhelage, so daß -er sich gegen das auf der Schreibtafel aufgespannte Papier legt, -und zieht die Feder an; dadurch wird auf dem Papier die senkrechte -Nulllinie aufgezeichnet, die für die spätere Auszeichnung der einzelnen -Schaulinien von Wichtigkeit ist. Eine wagerechte Nulllinie zu zeichnen, -ist nicht ratsam, da der Stift nicht in allen Stellungen des Wagens -<i>B</i> sich in gleicher Höhe befindet. Aus diesem Grunde muß man darauf -achten, daß sich der Streifen bei Beginn eines jeden Versuchs nicht in -gespanntem Zustand befindet, damit der Zeichenstift erst eine kurze -Strecke horizontal vorgehen kann, ehe er durch die Spannung der Feder -nach unten getrieben wird. So befindet sich an jedem einzelnen Diagramm -die für die Bestimmung nötige horizontale Nulllinie.</p> - -<p>Nachdem man den Bock <i>A</i> nun ungefähr auf eine Entfernung von 0,17 m -festgeschraubt hat, so daß der Streifen schlaff zwischen<span class="pagenum"><a name="Seite_25" id="Seite_25">[S. 25]</a></span> den Klemmen -hängt, entfernt man den Stift <i>O</i>, legt die Sperrhaken ein, welche -beim Bruch des Streifens das Zusammenschnellen der Feder verhindern, -und schließt die Schraubenmutter <i>E</i>, welche mit dem Handrad <i>D</i> -verbunden ist. Durch langsames und gleichmäßiges Drehen des Rades, bei -welchem man jede Unterbrechung und jedes stoßweise Vorgehen sorgfältig -zu vermeiden hat, wird nunmehr der Apparat in Tätigkeit gesetzt. Je -langsamer und gleichmäßiger die Versuche ausgeführt werden, um so -besser werden die einzelnen Resultate untereinander übereinstimmen.</p> - -<p>Ist die Spannung der Feder so groß geworden, daß sie gleich dem -Widerstand ist, welchen der Papierstreifen leistet, so zerreißt der -letztere, und der Versuch ist als beendigt anzusehen; der Stift wird -vom Diagramm abgehoben, die Schraubenmutter <i>E</i> geöffnet, der Wagen -verschoben, bis der Stift <i>O</i> eingesetzt werden kann und dann die Feder -ausgelöst.</p> - -<p>Der Streifen wird darauf unmittelbar an den Klemmen abgerissen und -der Apparat kann nun zum Zerreißen des zweiten Streifens benutzt -werden. Erfolgt der Bruch des Streifens nicht mindestens 1 cm von -der Einspannvorrichtung entfernt, so ist es geraten, den Versuch als -ungiltig zu betrachten, weil die Vermutung nahe liegt, daß der Streifen -schief eingespannt war.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig15" name="fig15"> - <img class="mtop1" src="images/fig15.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 15.<br /> - Versuchsschaubild.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Sind auf oben angegebene Weise aus der Maschinenrichtung und -Querrichtung je 5 Streifen zerrissen worden, so wird deren Gewicht, -jede Richtung für sich, bestimmt, und es kann nunmehr an die -Auszeichnung und Ausmessung des Schaubildes gegangen werden.</p> - -<p><a href="#fig15">Fig. 15</a> zeigt 10 Schaulinien, wie sie bei Prüfung eines Konzeptpapiers -erhalten wurden. Die Querrichtung konnte mit Hilfe der 4 kg Feder -zerrissen werden, während für die Maschinenrichtung die nächst stärkere -Feder angewendet werden mußte. Bei der Ausmessung ist zu empfehlen, -die Anfangs- und Endpunkte <i>a</i> und <i>e</i> durch feine Nadelstiche -hervorzuheben und dann erst die Anfangspunkte horizontal und die -Endpunkte vertikal zu projizieren. Die Entfernung vom Schnittpunkt -dieser beiden Linien bis zum Punkt <i>a</i> gibt die Dehnung des Streifens -an, die Entfernung des<span class="pagenum"><a name="Seite_26" id="Seite_26">[S. 26]</a></span>selben Punktes vom Punkte <i>e</i> die Ausdehnung der -Feder und somit das Maß für die zum Zerreißen des Streifens notwendig -gewesene Kraft. Beide Längen werden mit den für sie bestimmten -Maßstäben ausgemessen, wobei es genügt, wenn die Bruchdehnung auf eine -und die Bruchbelastung auf zwei Dezimalstellen bestimmt wird.</p> - -<p>Die Ergebnisse, die der Apparat liefert, sind bei richtiger und -gewissenhafter Handhabung recht zuverlässig.</p> - -<p>Von Wert ist, daß das Schaubild als Versuchsurkunde aufbewahrt und -jederzeit zur Kontrolle der Prüfung herangezogen werden kann.</p> - -<p>Anders liegen die Verhältnisse, wenn man den Apparat vom Standpunkte -des Praktikers aus beurteilt; für diesen, dem es darauf ankommt, -möglichst schnell über die Festigkeit eines Papiers Aufschluß zu -erhalten, ist das Auszeichnen und Ausmessen der Schaulinie eine -zeitraubende Arbeit; deshalb ist der Apparat für die Praxis weniger -geeignet als die vorstehend beschriebenen, die direkte Ablesung von -Bruchbelastung und Bruchdehnung gestatten.</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Leuners_Festigkeitspruefer">Leuners Festigkeitsprüfer.</h3> - -</div> - -<p>Der <em class="gesperrt">Hartig-Reusch</em>sche Apparat wird in der oben beschriebenen -Ausführung nicht mehr angefertigt.<a name="FNAnker_14_14" id="FNAnker_14_14"></a><a href="#Fussnote_14_14" class="fnanchor">[14]</a> Der Erbauer, Mechaniker -<em class="gesperrt">Leuner</em> in Dresden, hat ihm, unter Beibehaltung des -Grundgedankens, eine etwas andere Gestalt gegeben (<a href="#fig16">Fig. 16</a>). Der -wesentlichste Unterschied gegenüber dem alten Apparat liegt in der -Änderung der Schreibvorrichtung und in dem kräftigeren Ausbau der -einzelnen Teile.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig16" name="fig16"> - <img class="mtop1" src="images/fig16.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 16.<br /> - Leuners Festigkeitsprüfer.</p> -</div> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_27" id="Seite_27">[S. 27]</a></span></p> - -<p class="mtop1">Die Vorrichtung zum Aufzeichnen der Bruchlast und Dehnung besteht -aus dem Zeichenstift <i>C</i> und der Zeichenwalze <i>B</i>. Letztere ist auf -die Zugstange des Wagens <i>A</i> drehbar aufgesteckt und durch zwei -Kegelräder und Stahlbändchen mit dem Gestell derart verbunden, daß -jede Verschiebung des Wagens <i>A</i> eine Drehung der Zeichenwalze <i>B</i> -herbeiführt.</p> - -<p>Zum Antrieb dient ein im Gestell gelagertes Handrad, welches beim -Drehen unter Vermittelung einer Schraube eine Schraubenfeder spannt. -Die Federspannung wird durch die Achse der Zeichenwalze <i>B</i> auf den -Wagen <i>A</i> und somit auf den eingespannten Probestreifen übertragen. -Der Zeichenstift <i>C</i> wird dabei, der Federspannung entsprechend, in -der Richtung der Achse der Zeichenwalze verschoben; gleichzeitig folgt -der Wagen <i>A</i> dem Zuge der Feder um soviel, als der Probestreifen -sich bis zum Bruche dehnt. Diese Verschiebung des Wagens <i>A</i> hat eine -Drehung der Zeichenwalze <i>B</i> zur Folge, so daß eine Kurve aufgezeichnet -wird, deren Ordinate der Festigkeit und deren Abscisse der Dehnung des -Probestreifens entspricht.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig17" name="fig17"> - <img class="mtop1" src="images/fig17.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 17.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Die Zeichenwalze <i>B</i> ist verstellbar eingerichtet, so daß es möglich -ist, mehrere Schaulinien nebeneinander zu zeichnen.</p> - -<p>Nach dem Bruch des Probestreifens hindern zwei Sperrklinken das -Zurückschnellen der Feder. Bei geringer Spannung kann die Auslösung -der Feder mit der Hand geschehen, indem man den Wagen <i>A</i> soweit nach -rechts zieht, daß die Sperrklinken aufgehoben und nach links umgelegt -werden können; hierauf läßt man den Wagen nach links gleiten, bis die -Feder in ihre Ruhelage gekommen ist. Bei größerer Spannung dagegen -muß die<span class="pagenum"><a name="Seite_28" id="Seite_28">[S. 28]</a></span> Auslösung mit Hilfe der Schraubenmutter und des Handrades -vollführt werden. Der Wagen wird mittels der angebrachten Haken mit dem -Gestell verbunden, dann werden die Sperrklinken nach dem Drehen des -Handrades nach links gelegt, und die Feder wird durch Rückwärtsdrehen -des Handrades in ihre Ruhelage gebracht.</p> - -<p>Das Ausmessen der gezeichneten Linien geschieht in folgender Weise. -Auf einer Glasplatte (<a href="#fig17">Fig. 17</a>) befinden sich zwei parallele Linien <i>d</i> -und <i>e</i> und eine hierzu senkrechte <i>oc</i>; der Kraftmaßstab ist entlang -dieser Senkrechten und der Dehnungsmaßstab entlang der unteren Linie -<i>e</i> angebracht; beide Maßstäbe haben den Nullpunkt gemeinschaftlich bei -<i>o</i>. Man legt die Glasplatte mit der geteilten Seite derart auf die -Schaulinien, daß sich die Abscisse <i>AA<sub>1</sub></i> (Nulllinie) zwischen den -Linien <i>de</i> befindet. Nunmehr bringt man ein Lineal <i>F</i> an die untere -Kante dieser Glasplatte, hält das Lineal fest und verschiebt die Platte -an letzterem soweit, bis die Senkrechte <i>oc</i> die Bruchstelle bei <i>B</i> -schneidet. In dieser Stellung der Glasplatte liest man die Bruchlast -bei <i>B</i> und die Dehnung am Prozentmaßstab ab. Da alle Schaulinien eine -gemeinschaftliche Nulllinie haben, so kann man die Glasplatte, indem -man sie ohne weiteres dem Lineal entlang verschiebt, über jede einzelne -Schaulinie bringen und die Werte ablesen. (Die Teilungen sind auf der -unteren, dem Papier zugekehrten Seite der Glasplatte eingraviert, man -liest deshalb die Werte ohne parallaktischen Fehler ab.)</p> - -<p>Jedem Prüfer werden zwei Schraubenfedern von 10 und 20 kg höchster -Kraftleistung beigegeben.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_14_14" id="Fussnote_14_14"></a><a href="#FNAnker_14_14"><span class="label">[14]</span></a> Er wurde indessen eingehend beschrieben, weil er wohl -noch an manchen Stellen, namentlich zur Ausführung wissenschaftlicher -Prüfungen, in Gebrauch ist; ferner hat er geschichtliche Bedeutung, -denn <em class="gesperrt">Hartig</em> und <em class="gesperrt">Hoyer</em> haben ihn bei ihren grundlegenden -Arbeiten über die Einteilung der Papiere nach Reißlänge und Dehnung -benützt.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Berechnung_der_Reisslaenge">Berechnung der Reisslänge.</h3> - -</div> - -<p>Während die beim Zerreißen von Papier gefundene Bruchdehnung -unmittelbar zur Beurteilung herangezogen werden kann, ist dies bei -der Bruchlast ausgeschlossen, da sie mit der Breite und Dicke des -Probestreifens wechselt. Eine Verteilung der Bruchlast auf den -Querschnitt würde mit großen Fehlern behaftet sein.</p> - -<p>Man hat deshalb, um von dem Einfluß der Breite und Dicke des -Streifens unabhängig zu werden, nach <em class="gesperrt">Hartigs</em> Vorschlag den von -<em class="gesperrt">Reuleaux</em> geschaffenen Begriff der <em class="gesperrt">Reißlänge</em> eingeführt. -Man versteht unter Reißlänge diejenige Länge eines Papierstreifens von -beliebiger (aber gleichbleibender) Breite und Dicke, bei welcher er, -an einem Ende aufgehängt gedacht, infolge seines eigenen Gewichtes am -Aufhängepunkt abreißen würde. Diese Länge kann aus der ermittelten -Bruchlast abgeleitet werden. Ist z. B. <i>G</i> das Gewicht eines 0,18 -m langen Streifens in g, welcher bei einer Belastung von <i>K</i> kg -zer<span class="pagenum"><a name="Seite_29" id="Seite_29">[S. 29]</a></span>reißt, so muß berechnet werden, wie lang der Streifen sein muß, -um <i>K</i> kg schwer zu sein; d. h. wenn man diese gesuchte Länge mit <i>x</i> -bezeichnet:</p> - -<div class="center mtop1 mbot1"> -<span class="hfrac"><span class="numerator">0,18</span><span class="denominator"><i>G</i></span></span> = -<span class="hfrac"><span class="numerator"><i>x</i></span><span class="denominator"><i>K</i></span></span> -oder <i>x</i> = -<span class="hfrac"><span class="numerator">0,18</span><span class="denominator"><i>G</i></span></span> <b>·</b> <i>K</i> -</div> - -<p>Die schließliche Angabe der Reißlänge erfolgt dann meist in m, während -die Berechnung der kleineren Zahlen wegen in km erfolgt.</p> - -<p>Aus dieser <em class="gesperrt">Hartig</em>schen Formel ist ohne weiteres ersichtlich, daß -die Breite des Streifens keinen Einfluß auf die Reißlänge ausüben kann; -bei Verdoppelung der Breite würde z. B. zwar eine Verdoppelung von -<i>K</i> eintreten, aber auch gleichzeitig eine solche von <i>G</i>, so daß das -Verhältnis wieder dasselbe wäre.</p> - -<p>Die <em class="gesperrt">Hoyer</em>sche Formel zur Berechnung der Reißlänge lautet:</p> - -<div class="center mtop1 mbot1"> -<i>R</i> = -<span class="hfrac"><span class="numerator"><i>p</i></span><span -class="denominator"><i>g b</i></span></span> 1000 m. -</div> - -<p>(<i>R</i> = Reißlänge in Metern, <i>p</i> = Bruchlast in Grammen, <i>b</i> = Breite -des zerrissenen Streifens in Millimetern, <i>g</i> = Gewicht eines -Quadratmeters des untersuchten Papiers). Diese Formel zu benützen, wird -sich besonders in Fabriken empfehlen, da hier das Quadratmetergewicht -bekannt ist; man kann dann das Auswiegen der Streifen sparen.</p> - -<p>Der weiteren Besprechung über die Berechnung der Reißlänge mögen die -bei Prüfung eines Normalpapiers 3a ermittelten Werte zu Grunde gelegt -werden.</p> - -<p class="center"><em class="gesperrt">Versuchs-Ergebnisse.</em></p> - -<table class="festigkeit noebook" summary="Versuchsergebnisse (HTML)"> - <tr> - <td class="bdt bdr bb" colspan="5"> - <div class="center">Maschinenrichtung</div> - </td> - <td class="bdt bb" colspan="5"> - <div class="center">Querrichtung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Streifen<br /> - aus dem<br /> - Bogen</div> - <div class="center padtop0_5 vab">Nr.</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Bruch-<br /> - be-<br /> - lastung</div> - <div class="center padtop0_5 vab">kg</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Bruch-<br /> - dehnung</div> - <div class="center padtop0_5 vab">%</div> - </td> - <td class="s5 bb bdb bdr" colspan="2"> - <div class="center">Gewicht der<br /> - fünf Streifen</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Streifen<br /> - aus dem<br /> - Bogen</div> - <div class="center padtop0_5 vab">Nr.</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Bruch-<br /> - be-<br /> - lastung</div> - <div class="center padtop0_5 vab">kg</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Bruch-<br /> - dehnung</div> - <div class="center padtop0_5 vab">%</div> - </td> - <td class="s5 bb bb" colspan="2"> - <div class="center">Gewicht der<br /> - fünf Streifen</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 br bdb"> - <div class="center vam">luft-<br /> - trocken</div> - <div class="center padtop0_5 vab">g</div> - </td> - <td class="s5 bdb bdr"> - <div class="center vam">bei 100° C<br /> - getrocknet</div> - <div class="center padtop0_5 vab">g</div> - </td> - <td class="s5 br bdb"> - <div class="center vam">luft-<br /> - trocken</div> - <div class="center padtop0_5 vab">g</div> - </td> - <td class="s5 bdb"> - <div class="center vam">bei 100° C<br /> - getrocknet</div> - <div class="center padtop0_5 vab">g</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7,46</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3,85</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5,4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,84</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3,80</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7,38</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4,04</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,49</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4,20</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5,0</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5">5</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5"> 6,31</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5"> 2,5</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center padbot0_5"> </div> - </td> - <td class="bdr bb"> - <div class="center padbot0_5"> </div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5">5</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5"> 3,97</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5"> 5,1</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center padbot0_5"> </div> - </td> - <td class="bb"> - <div class="center padbot0_5"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 bbr bb"> - Summe - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center">34,48</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center">12,0</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center">1,220</div> - </td> - <td class="bdr bb"> - <div class="center">1,128</div> - </td> - <td class="s5 bbr bb"> - Summe - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center">19,86</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center">25,3</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center">1,233</div> - </td> - <td class="bb"> - <div class="center">1,140</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 bbr bb"> - Mittel - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center"> 6,90</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center"> 2,4</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bdr bb"> - <div class="center">0,226</div> - </td> - <td class="s5 bbr bb"> - Mittel - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center"> 3,97</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center"> 5,1</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bb"> - <div class="center">0,228</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit showebook" summary="Versuchsergebnisse (e-Books)"> - <tr> - <td class="bdt bb" colspan="5"> - <div class="center">Maschinenrichtung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Streifen<br /> - aus dem<br /> - Bogen</div> - <div class="center padtop0_5 vab">Nr.</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Bruch-<br /> - be-<br /> - lastung</div> - <div class="center padtop0_5 vab">kg</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Bruch-<br /> - dehnung</div> - <div class="center padtop0_5 vab">%</div> - </td> - <td class="s5 bb bdb" colspan="2"> - <div class="center">Gewicht der<br /> - fünf Streifen</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 br bdb"> - <div class="center vam">luft-<br /> - trocken</div> - <div class="center padtop0_5 vab">g</div> - </td> - <td class="s5 bdb"> - <div class="center vam">bei 100° C<br /> - getrocknet</div> - <div class="center padtop0_5 vab">g</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7,46</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,84</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7,38</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,49</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5">5</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5"> 6,31</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5"> 2,5</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center padbot0_5"> </div> - </td> - <td class="bb"> - <div class="center padbot0_5"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 bbr bb"> - Summe - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center">34,48</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center">12,0</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center">1,220</div> - </td> - <td class="bb"> - <div class="center">1,128</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 bbr"> - Mittel - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6,90</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2,4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center">0,226</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt bb" colspan="5"> - <div class="center">Querrichtung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Streifen<br /> - aus dem<br /> - Bogen</div> - <div class="center padtop0_5 vab">Nr.</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Bruch-<br /> - be-<br /> - lastung</div> - <div class="center padtop0_5 vab">kg</div> - </td> - <td class="s5 bbr bdb" rowspan="2"> - <div class="center vam">Bruch-<br /> - dehnung</div> - <div class="center padtop0_5 vab">%</div> - </td> - <td class="s5 bb bb" colspan="2"> - <div class="center">Gewicht der<br /> - fünf Streifen</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 br bdb"> - <div class="center vam">luft-<br /> - trocken</div> - <div class="center padtop0_5 vab">g</div> - </td> - <td class="s5 bdb"> - <div class="center vam">bei 100° C<br /> - getrocknet</div> - <div class="center padtop0_5 vab">g</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3,85</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5,4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3,80</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5,3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4,04</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4,5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4,20</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5,0</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5">5</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5"> 3,97</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center padbot0_5"> 5,1</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center padbot0_5"> </div> - </td> - <td class="bb"> - <div class="center padbot0_5"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 bbr bb"> - Summe - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center">19,86</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center">25,3</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center">1,233</div> - </td> - <td class="bb"> - <div class="center">1,140</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 bbr bb"> - Mittel - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center"> 3,97</div> - </td> - <td class="bbr bb"> - <div class="center"> 5,1</div> - </td> - <td class="br bb"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bb"> - <div class="center">0,228</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_30" id="Seite_30">[S. 30]</a></span></p> - -<p>Aus dem Unterschied in dem Gewicht der Streifen bei Zimmerwärme und bei -100° C. getrocknet ergibt sich zunächst für das Papier ein mittlerer -Feuchtigkeitsgehalt von 7,5%.</p> - -<p>Nach der oben angeführten Formel für die Reißlänge ergibt sich ferner -für die Maschinenrichtung eine Reißlänge von rund 5,5 km = 5500 m, für -die Querrichtung eine solche von 3,15 km = 3150 m, im Mittel also 4325 -m.</p> - -<p>Als mittlere Bruchdehnung ergibt sich ohne weiteres 3,8%.</p> - -<p>Auf Grund dieser Mittelwerte<a name="FNAnker_15_15" id="FNAnker_15_15"></a><a href="#Fussnote_15_15" class="fnanchor">[15]</a> würde die Einreihung des Papiers in -eine der sechs Festigkeitsklassen erfolgen.</p> - -<p>Den Bruch: Länge durch Gewicht des Streifens, mit welchem man, wie oben -gezeigt, die durch den Versuch gefundene Bruchbelastung multiplizieren -muß, um die Reißlänge zu erhalten, nennt man die <em class="gesperrt">Feinheitsnummer</em> -des Papiers. Da sich diese bei gleicher Länge der Probestreifen für -unsere gewöhnlichen Schreib- und Druckpapiere innerhalb gewisser -Grenzen bewegt, so ist eine Tabelle aufgestellt worden, welche bei -einer Streifenlänge von 0,18 m für die am meisten vorkommenden Gewichte -(0,100 bis 0,419 g) die direkte Ablesung der Feinheitsnummer gestattet.</p> - -<p>Mit Hilfe der Tabelle vereinfacht sich die Berechnung der Reißlänge -bedeutend, indem man nur die unter dem Werte für das mittlere -Trockengewicht der geprüften fünf Streifen stehende Zahl mit der -mittleren Bruchbelastung in kg und mit 1000 zu multiplizieren hat, um -die Reißlänge in Metern zu erhalten.</p> - -<p>Auf die Berechnung des Arbeitsmoduls, der den Begriff der Reißlänge -und Dehnung in sich vereinigt, indem er den Arbeitsaufwand und zwar -in Meterkilogramm darstellt, bezogen auf einen Streifen von 1 m Länge -und 1 g Gewicht, soll nicht eingegangen werden, da von der Einreihung -des Arbeitsmoduls in die für die Normalpapiere aufgestellten Tabellen -Abstand genommen ist.<a name="FNAnker_16_16" id="FNAnker_16_16"></a><a href="#Fussnote_16_16" class="fnanchor">[16]</a> Wer sich eingehender hierüber unterrichten -will, findet nähere Angaben in der Originalarbeit von Prof. -<em class="gesperrt">Hartig</em> in Dresden (Papier-Zeitung 1881).</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_15_15" id="Fussnote_15_15"></a><a href="#FNAnker_15_15"><span class="label">[15]</span></a> Die von verschiedenen Seiten aufgestellte Forderung, für -die Einteilung der Papiere nicht nur die Mittelwerte vorzuschreiben, -sondern auch für das Verhältnis der Querfestigkeit zur Längsfestigkeit -Bestimmungen zu treffen, wird man auf die Dauer nicht von der Hand -weisen können.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_16_16" id="Fussnote_16_16"></a><a href="#FNAnker_16_16"><span class="label">[16]</span></a> Vergl. a. <em class="gesperrt">Hoyer</em>, Entstehung und Bedeutung der -Papiernormalien. 1888. S. 13.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Rehses_Papierpruefer" title="Rehses Papierprüfer">Rehses -Papierprüfer.<a name="FNAnker_17_17" id="FNAnker_17_17"></a><a href="#Fussnote_17_17" class="fnanchor">[17]</a></h3> - -</div> - -<p>Dieser Papierprüfer unterscheidet sich von den bisher besprochenen -zunächst dadurch, daß beim Prüfen nicht <em class="gesperrt">Streifen</em>,<span class="pagenum"><a name="Seite_31" id="Seite_31">[S. 31]</a><br /><a name="Seite_32" id="Seite_32">[S. 32]</a></span> sondern -<em class="gesperrt">Blättchen</em> von Papier zur Verwendung kommen. Die Kraft wird bei -diesem Apparat durch eine Feder ausgeübt, welche auf einen Stempel -drückt, der das fest gespannte Papier durchlochen soll (<a href="#fig18">Fig. 18</a>).</p> - -<p>In einer Hülse <i>a</i>, auf welcher eine Millimeterteilung angebracht ist, -befindet sich eine Feder <i>b</i>, welche auf der einen Seite auf eine -Scheibe <i>c</i> drückt, an welcher ein kleiner Stempel <i>d</i> befestigt ist.</p> - -<p>Von der anderen Seite der Scheibe <i>c</i> geht ein Stift <i>e</i> durch das -Innere der Feder <i>b</i> und berührt mit seinem Ende den Stift <i>f</i>, -welcher ebenfalls eine Millimeterteilung trägt und in einer Führung -<i>g</i>, an welcher ein Nonius angebracht ist, verschoben werden kann. -Diese Führung <i>g</i>, die als Fortsetzung eine Schraubenspindel <i>h</i> -besitzt, welche in die an der Hülse <i>a</i> befestigte Schraubenmutter <i>i</i> -hineingeschraubt werden kann, ist an einer Hülse <i>k</i> angebracht; diese -Hülse <i>k</i>, deren Umfang in 100 Teile geteilt ist, gleitet über Hülse -<i>a</i> weg.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig18" name="fig18"> - <img class="mtop1" src="images/fig18.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 18.<br /> - Rehses Papierprüfer.</p> -</div> - -<p>Der Handgriff <i>l</i> an der Scheibe <i>c</i>, welcher in einen Schlitz -vorgeschoben werden kann, dient dazu, den Stempel <i>d</i> während des -Einspannens niederzudrücken. Das Einspannen des Papiers erfolgt bei -<i>n</i>, indem der Deckel <i>o</i>, welchen <a href="#fig18">Fig. 18</a> auch im Durchschnitt -darstellt, durch die Schraube <i>p</i> gegen das Ende der Hülse <i>a</i> gedrückt -wird, und zwar paßt eine Erhöhung des Deckels <i>o</i> in eine Vertiefung -der Hülsenwand, so daß das Papier ganz gleichmäßig eingespannt wird. -Die Prüfung geschieht in folgender Weise.</p> - -<p>Nachdem das Papier, welches man am besten in Blättchen von<span class="pagenum"><a name="Seite_33" id="Seite_33">[S. 33]</a></span> 3 qcm -schneidet, bei <i>n</i> eingespannt ist und beide Millimeterteilungen auf -Null eingestellt sind, wird durch Hülse <i>k</i> die Schraubenspindel <i>h</i> -vorwärts geschraubt, wodurch auf die Feder <i>b</i> ein Druck ausgeübt -wird. Um diesen Druck gleichmäßig auf die Feder <i>b</i> zu verteilen, ist -zwischen der Feder und der Schraubenspindel ein loses dünnes Scheibchen -<i>q</i> angebracht, welches im Mittelpunkt durchlocht ist und welchem der -Stift <i>e</i> als Führung dient. Der Druck der Feder überträgt sich nun auf -die mit dem Stempel <i>d</i> versehene Scheibe <i>c</i>, und der Stempel dehnt -das Papier, bis die Federspannung der Kraft, welche zum Durchlochen -des Papiers erforderlich ist, entspricht. Der Stift <i>f</i> wird von der -Führung <i>g</i> mitgenommen; er ist an der Drehung in der Hülse durch -die Nute und Feder <i>r</i> verhindert und gibt, da er mit <i>e</i> in steter -Berührung bleibt, in seiner Verschiebung gegen <i>g</i> die Bruchbelastung -an, während die Ablesung an der Hülse <i>a</i> die Summe von Bruchbelastung -und Dehnung anzeigt.</p> - -<p>Zieht man also von der an der Hülse <i>a</i> abgelesenen Größe die an -dem Stift <i>g</i> abgelesene ab, so ergibt sich eine Größe, welche der -Durchbiegung des Papiers entspricht.</p> - -<p>Im Papierlager zur schnellen Vergleichung verschiedener Papiersorten -kann dieser kleine Apparat vielleicht oft mit Vorteil verwendet werden. -Zur Ermittelung von Reißlänge und Dehnung ist er nicht geeignet.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_17_17" id="Fussnote_17_17"></a><a href="#FNAnker_17_17"><span class="label">[17]</span></a> A. <em class="gesperrt">Martens</em> gibt im Ergänzungsheft III der -„Mitteilungen aus den technischen Versuchsanstalten 1887“ eine -ausführliche Beschreibung des Apparates unter Mitteilung von -Versuchsergebnissen.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Tabelle_zur_bestimmung_der_Feinheitsnummer">Tabelle -zur Bestimmung der Feinheitsnummer.</h3> - -</div> - -<p class="s5 center">Die <b>stark</b>gedruckten Zahlen beziehen sich auf das Gewicht -eines Streifens von 0,18 m Länge, die darunter stehenden -<em class="gesperrt">schwach</em>gedruckten geben die zugehörigen Feinheitsnummern an.</p> - -<table class="feinheit noebook" summary="Bestimmung der Feinheitsnummer (HTML)"> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,100</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,120</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,140</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,160</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,180</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,200</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,220</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,240</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,260</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,280</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,300</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,320</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,340</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,360</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,380</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,400</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,800</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,500</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,286</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,125</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,000</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,900</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,818</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,750</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,692</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,643</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,600</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,563</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,529</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,500</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,474</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,450</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,101</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,121</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,141</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,161</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,181</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,201</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,221</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,241</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,261</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,281</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,301</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,321</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,341</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,361</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,381</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,401</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,782</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,488</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,277</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,118</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,994</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,896</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,814</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,747</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,690</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,641</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,598</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,561</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,528</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,499</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,472</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,449</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,102</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,122</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,142</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,162</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,182</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,202</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,222</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,242</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,262</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,282</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,302</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,322</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,342</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,362</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,382</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,402</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,765</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,475</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,268</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,111</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,989</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,891</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,811</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,744</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,687</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,638</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,596</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,559</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,526</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,497</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,471</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,448</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,103</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,123</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,143</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,163</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,183</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,203</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,223</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,243</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,263</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,283</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,303</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,323</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,343</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,363</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,383</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,403</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,748</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,463</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,259</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,104</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,984</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,887</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,807</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,741</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,684</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,636</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,594</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,557</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,525</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,496</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,470</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,447</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,104</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,124</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,144</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,164</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,184</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,204</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,224</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,244</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,264</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,284</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,304</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,324</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,344</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,364</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,384</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,404</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,731</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,452</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,250</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,098</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,978</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,882</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,804</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,738</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,682</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,634</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,592</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,556</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,523</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,495</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,469</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,446</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,105</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,125</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,145</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,165</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,185</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,205</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,225</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,245</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,265</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,285</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,305</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,325</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,345</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,365</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,385</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,405</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,714</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,440</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,241</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,091</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,973</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,878</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,800</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,735</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,679</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,632</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,590</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,554</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,522</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,493</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,468</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,444</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,106</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,126</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,146</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,166</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,186</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,206</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,226</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,246</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,266</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,286</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,306</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,326</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,346</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,366</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,386</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,406</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,698</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,429</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,233</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,084</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,968</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,874</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,796</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,732</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,677</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,629</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,588</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,552</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,520</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,492</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,466</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,443</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,107</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,127</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,147</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,167</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,187</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,207</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,227</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,247</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,267</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,287</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,307</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,327</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,347</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,367</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,387</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,407</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,682</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,417</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,224</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,078</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,963</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,870</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,793</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,729</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,674</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,627</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,586</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,550</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,519</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,490</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,465</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,442</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,108</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,128</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,148</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,168</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,188</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,208</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,228</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,248</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,268</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,288</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,308</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,328</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,348</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,368</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,388</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,408</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,667</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,406</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,216</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,071</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,957</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,863</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,789</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,726</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,672</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,625</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,584</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,549</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,517</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,489</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,464</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,441</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,109</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,129</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,149</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,169</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,189</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,209</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,229</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,249</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,269</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,289</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,309</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,329</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,349</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,369</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,389</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,409</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,651</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,395</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,208</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,065</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,952</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,861</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,786</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,723</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,669</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,623</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,583</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,547</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,516</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,488</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,463</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,440</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,110</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,130</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,150</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,170</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,190</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,210</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,230</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,250</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,270</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,290</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,310</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,330</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,350</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,370</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,390</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,410</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,636</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,385</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,200</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,059</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,947</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,857</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,783</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,720</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,667</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,621</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,581</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,545</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,514</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,486</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,462</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,439</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,111</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,131</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,151</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,171</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,191</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,211</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,231</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,251</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,271</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,291</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,311</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,331</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,351</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,371</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,391</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,411</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,622</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,374</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,192</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,053</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,942</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,853</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,779</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,717</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,664</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,619</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,579</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,544</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,513</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,485</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,460</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,438</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,112</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,132</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,152</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,172</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,192</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,212</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,232</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,252</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,272</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,292</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,312</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,332</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,352</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,372</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,392</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,412</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,607</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,364</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,184</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,047</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,937</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,849</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,776</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,714</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,662</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,616</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,577</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,542</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,511</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,484</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,459</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,437</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,113</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,133</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,153</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,173</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,193</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,213</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,233</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,253</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,273</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,293</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,313</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,333</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,353</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,373</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,393</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,413</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,593</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,353</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,176</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,040</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,933</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,845</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,773</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,711</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,659</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,614</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,575</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,541</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,510</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,483</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,458</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,436</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,114</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,134</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,154</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,174</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,194</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,214</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,234</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,254</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,274</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,294</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,314</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,334</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,354</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,374</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,394</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,414</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,579</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,343</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,169</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,034</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,928</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,841</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,769</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,709</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,657</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,612</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,573</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,539</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,508</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,481</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,457</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,435</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,115</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,135</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,155</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,175</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,195</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,215</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,235</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,255</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,275</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,295</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,315</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,335</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,355</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,375</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,395</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,415</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,565</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,333</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,161</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,029</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,923</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,837</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,766</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,706</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,655</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,610</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,571</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,537</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,507</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,480</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,456</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,434</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,116</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,136</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,156</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,176</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,196</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,216</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,236</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,256</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,276</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,296</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,316</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,336</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,356</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,376</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,396</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,416</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,552</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,324</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,154</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,023</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,918</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,833</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,763</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,703</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,652</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,608</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,570</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,536</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,506</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,479</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,455</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,433</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,117</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,137</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,157</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,177</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,197</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,217</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,237</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,257</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,277</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,297</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,317</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,337</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,357</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,377</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,397</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,417</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,538</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,314</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,146</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,017</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,914</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,829</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,759</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,700</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,650</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,606</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,568</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,534</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,504</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,477</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,453</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,432</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,118</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,138</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,158</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,178</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,198</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,218</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,238</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,258</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,278</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,298</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,318</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,338</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,358</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,378</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,398</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,418</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,525</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,304</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,139</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,011</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,909</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,826</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,756</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,698</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,647</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,604</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,566</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,533</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,503</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,476</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,452</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,431</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,119</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,139</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,159</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,179</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,199</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,219</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,239</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,259</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,279</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,299</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,319</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,339</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,359</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,379</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,399</div> - </td> - <td> - <div class="center bold padtop0_5">0,419</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,513</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,295</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,132</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,006</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,905</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,822</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,753</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,695</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,645</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,602</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,564</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,531</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,501</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,475</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,451</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,430</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="feinheit showebook" summary="Bestimmung der Feinheitsnummer (e-Books)"> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,100</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,101</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,102</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,103</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,104</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,105</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,106</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,107</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,108</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,109</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,800</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,782</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,765</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,748</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,731</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,714</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,698</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,682</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,667</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,651</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,110</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,111</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,112</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,113</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,114</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,115</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,116</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,117</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,118</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,119</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,636</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,622</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,607</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,593</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,579</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,565</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,552</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,538</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,525</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,513</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,120</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,121</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,122</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,123</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,124</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,125</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,126</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,127</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,128</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,129</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,500</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,488</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,475</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,463</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,452</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,440</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,429</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,417</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,406</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,395</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,130</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,131</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,132</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,133</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,134</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,135</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,136</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,137</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,138</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,139</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,385</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,374</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,364</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,353</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,343</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,333</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,324</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,314</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,304</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,295</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,140</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,141</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,142</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,143</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,144</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,145</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,146</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,147</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,148</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,149</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,286</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,277</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,268</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,259</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,250</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,241</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,233</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,224</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,216</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,208</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,150</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,151</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,152</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,153</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,154</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,155</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,156</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,157</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,158</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,159</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,200</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,192</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,184</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,176</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,169</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,161</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,154</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,146</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,139</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,132</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,160</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,161</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,162</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,163</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,164</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,165</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,166</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,167</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,168</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,169</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,125</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,118</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,111</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,104</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,098</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,091</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,084</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,078</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,071</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,065</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,170</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,171</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,172</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,173</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,174</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,175</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,176</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,177</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,178</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,179</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,059</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,053</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,047</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,040</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,034</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,029</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,023</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,017</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1,011</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,006</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,180</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,181</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,182</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,183</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,184</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,185</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,186</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,187</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,188</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,189</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">1,000</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,994</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,989</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,984</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,978</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,973</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,968</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,963</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,957</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,952</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,190</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,191</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,192</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,193</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,194</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,195</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,196</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,197</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,198</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,199</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,947</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,942</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,937</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,933</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,928</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,923</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,918</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,914</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,909</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,905</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,200</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,201</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,202</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,203</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,204</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,205</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,206</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,207</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,208</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,209</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,900</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,896</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,891</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,887</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,882</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,878</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,874</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,870</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,865</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,861</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,210</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,211</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,212</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,213</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,214</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,215</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,216</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,217</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,218</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,219</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,857</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,853</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,849</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,845</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,841</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,837</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,833</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,829</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,826</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,822</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,220</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,221</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,222</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,223</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,224</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,225</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,226</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,227</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,228</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,229</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,818</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,814</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,811</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,807</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,804</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,800</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,796</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,793</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,789</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,786</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,230</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,231</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,232</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,233</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,234</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,235</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,236</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,237</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,238</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,239</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,783</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,779</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,776</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,773</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,769</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,766</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,763</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,759</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,756</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,753</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,240</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,241</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,242</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,243</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,244</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,245</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,246</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,247</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,248</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,249</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,750</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,747</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,744</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,741</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,738</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,735</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,732</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,729</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,726</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,723</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,250</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,251</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,252</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,253</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,254</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,255</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,256</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,257</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,258</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,259</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,720</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,717</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,714</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,711</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,709</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,706</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,703</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,700</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,698</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,695</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,260</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,261</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,262</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,263</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,264</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,265</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,266</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,267</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,268</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,269</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,692</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,690</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,687</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,684</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,682</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,679</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,677</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,674</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,672</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,669</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,270</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,271</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,272</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,273</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,274</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,275</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,276</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,277</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,278</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,279</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,667</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,664</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,662</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,659</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,657</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,655</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,652</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,650</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,647</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,645</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,280</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,281</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,282</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,283</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,284</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,285</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,286</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,287</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,288</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,289</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,643</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,641</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,638</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,636</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,634</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,632</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,629</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,627</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,625</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,623</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,290</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,291</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,292</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,293</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,294</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,295</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,296</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,297</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,298</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,299</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,621</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,619</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,616</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,614</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,612</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,610</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,608</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,606</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,604</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,602</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,300</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,301</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,302</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,303</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,304</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,305</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,306</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,307</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,308</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,309</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,600</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,598</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,596</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,594</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,592</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,590</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,588</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,586</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,584</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,583</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,310</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,311</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,312</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,313</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,314</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,315</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,316</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,317</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,318</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,319</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,581</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,579</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,577</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,575</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,573</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,571</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,570</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,568</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,566</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,564</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,320</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,321</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,322</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,323</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,324</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,325</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,326</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,327</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,328</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,329</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,563</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,561</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,559</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,557</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,556</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,554</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,552</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,550</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,549</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,547</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,330</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,331</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,332</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,333</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,334</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,335</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,336</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,337</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,338</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,339</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,545</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,544</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,542</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,541</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,539</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,537</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,536</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,534</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,533</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,531</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,340</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,341</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,342</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,343</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,344</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,345</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,346</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,347</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,348</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,349</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,529</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,528</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,526</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,525</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,523</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,522</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,520</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,519</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,517</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,516</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,350</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,351</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,352</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,353</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,354</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,355</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,356</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,357</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,358</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,359</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,514</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,513</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,511</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,510</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,508</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,507</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,506</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,504</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,506</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,501</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,360</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,361</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,362</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,363</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,364</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,365</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,366</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,367</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,368</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,369</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,500</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,499</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,497</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,496</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,495</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,493</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,492</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,490</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,489</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,488</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,370</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,371</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,372</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,373</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,374</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,375</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,376</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,377</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,378</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,379</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,486</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,485</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,484</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,483</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,481</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,480</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,479</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,477</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,476</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,475</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,380</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,381</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,382</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,383</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,384</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,385</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,386</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,387</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,388</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,389</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,474</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,472</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,471</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,470</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,469</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,468</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,466</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,465</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,464</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,463</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,390</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,391</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,392</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,393</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,394</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,395</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,396</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,397</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,398</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,399</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,462</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,460</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,459</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,458</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,457</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,456</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,455</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,453</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,452</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,451</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,400</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,401</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,402</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,403</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,404</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,405</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,406</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,407</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,408</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,409</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,450</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,449</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,448</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,447</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,446</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,444</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,443</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,442</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,441</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,440</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,410</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,411</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,412</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,413</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,414</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,415</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,416</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,417</div> - </td> - <td class="bdt br"> - <div class="center bold padtop0_5">0,418</div> - </td> - <td class="bdt"> - <div class="center bold padtop0_5">0,419</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br"> - <div class="center">0,439</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,438</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,437</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,436</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,435</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,434</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,433</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,432</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">0,431</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,430</div> - </td> - </tr> -</table> - -<div class="chapter"> - -<h2 class="nobreak" id="Widerstand_gegen_Zerknittern">Widerstand -gegen Zerknittern.</h2> - -</div> - -<p>Reißlänge und Dehnung geben uns bis zu einem gewissen Grade einen -Anhalt zur Beurteilung der Festigkeitseigenschaften eines Papiers; -sie reichen aber nicht aus zur Gewinnung eines abschließenden Bildes -über das voraussichtliche Verhalten des Papiers gegenüber mechanischen -Einwirkungen, denen es während seiner Verwendung ausgesetzt ist. -Hierbei werden noch andere Eigenschaften des Papierblattes in Anspruch -genommen, für welche Reißlänge und Dehnung nicht immer einen Maßstab -abgeben, nämlich der Widerstand, den das Blatt dem Biegen, Falzen, -Zusammendrücken, Knittern, Abnützen und ähnlichen Einwirkungen -entgegensetzt; dieser Widerstand spielt bei der praktischen Verwendung -des Papiers vielfach eine große Rolle.</p> - -<p>Nun verläuft der Knitterwiderstand im großen und ganzen parallel mit -den durch Reißlänge und Dehnung zum Ausdruck gebrachten Eigenschaften, -d. h. bei hohen Werten für Reißlänge und Dehnung zeigt das Papier meist -auch einen hohen Widerstandsgrad gegen Reiben und Knittern.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_34" id="Seite_34">[S. 34]</a></span></p> - -<p>Dies trifft aber nicht immer zu; es gibt auch Papiere, die bei -hohen Werten für Reißlänge und Dehnung mechanischen Einwirkungen -obengenannter Art nur wenig Widerstand entgegensetzen und daher -für die praktische Verwendbarkeit, namentlich zu viel gebrauchten -Schriftstücken, Karten, Druckwerken u. s. w. nicht geeignet sind. -Dieser Umstand gab Veranlassung zur Einführung des Knitterversuches in -die amtliche Papierprüfung.</p> - -<p>In der Praxis wurde dieser Versuch lange ausgeführt, bevor es eine -amtliche Papierprüfung gab, wohl der beste Beweis dafür, daß ein -Bedürfnis hierfür vorlag; man hat ihn in Fachkreisen sehr treffend als -„Waschversuch“ bezeichnet, weil das Papier bei der Versuchsausführung, -natürlich im trockenen Zustand, ähnlich behandelt wird wie die Wäsche -beim Waschen mit der Hand. Der Versuch ist demnach subjektiv, von der -Person des Prüfenden abhängig; verschiedene Bemühungen, mechanisch -wirkende Vorrichtungen zu schaffen, die das Papier in gleicher Weise -beanspruchen, sind gescheitert, und man dürfte ihnen auch wohl für die -Zukunft Aussicht auf Erfolg absprechen müssen.</p> - -<p>Daß einem solchen Handversuch Mängel anhaften, muß ohne weiteres -zugegeben werden. Diese Mängel muß man aber mit in den Kauf nehmen, -bis man an Stelle der Knitterung ein anderes Prüfungsverfahren setzen -kann, das in gleicher Weise Aufschluß über die Verwendbarkeit von -Papier in oben angeführter Richtung gibt. Denn darüber ist man sich -wohl heute allgemein einig, daß man auf Grund der Reißlänge und Dehnung -allein kein abgegrenztes Urteil über die Festigkeitseigenschaften eines -Papiers abgeben kann. Ist ein zuverlässiges mechanisches Verfahren zum -Ersatz der Handknitterung gefunden, so wird wohl niemand zögern, es an -Stelle der letzteren, welche immer nur als Notbehelf anzusehen ist, zu -setzen. Bis dahin dürfte es aber im Interesse der Fachkreise liegen, -sich mit dem Handverfahren so viel wie möglich vertraut zu machen, um -auch ein eigenes Urteil abgeben zu können. Daß in dieser Beziehung -vieles besser sein könnte, soll nicht unerwähnt bleiben.</p> - -<p>Die Ausführung des Versuches geschieht in folgender Weise.</p> - -<p>Ein Stück des zu prüfenden Papiers, etwa 21 × 21 cm groß, wird zunächst -fest zusammengeballt, dann wieder aufgewickelt, wieder zusammengedrückt -und so weiter behandelt, bis der Bogen seine Steifheit verloren hat und -durch das wiederholte Zusammendrücken weich und lappig geworden ist.</p> - -<p>Das so vorbehandelte Blatt wird dann an zwei gegenüberliegenden Seiten -gefaßt und zwischen den Handballen in der Richtung senkrecht zu den -Seiten hin- und hergerieben. Dann faßt<span class="pagenum"><a name="Seite_35" id="Seite_35">[S. 35]</a></span> man es an den beiden anderen -Seiten und reibt in gleicher Weise.</p> - -<p>So stets die Richtungen wechselnd fährt man fort, bis das Blatt -durchgerieben ist. Man gewöhne sich von vornherein daran, beim Reiben -in jeder Richtung stets die gleiche Anzahl von Hin- und Herreibungen -auszuführen, da man auf diese Weise bis zu einem gewissen Grade einen -zahlenmäßigen Anhalt zur Beurteilung erhält. Man zählt hierbei nicht -die einzelnen Hin- und Herreibungen bis zum Bruch, sondern wie oft -man in den beiden Richtungen zusammen die Reibungsreihe, die sich der -Beobachter angeeignet hat, wiederholen kann, ehe das Blatt zu Bruch -geht.</p> - -<p>Ob die Reibungsreihe aus beispielsweise fünf, oder weniger oder mehr -Hin- und Herreibungen besteht, ist Sache eines jeden Prüfenden und -wird mehr oder weniger von Zufälligkeiten abhängen. Hat man sich aber -an eine bestimmte Anzahl gewöhnt, und dahin strebe man wie gesagt von -vornherein, dann behalte man sie auch stets bei.</p> - -<p>Papiere von sehr geringer Festigkeit, wie z. B. viele Sorten -Zeitungsdruck, zeigen schon nach der geschilderten Vorbehandlung -Bruchstellen in Gestalt mehr oder weniger großer Löcher. Die Bindung -der Fasern untereinander ist so schwach, daß sie schon durch das bloße -Zusammenballen ihren Zusammenhang teilweise verlieren; mit solchem -Material kann man den eigentlichen Reibversuch kaum ausführen, da das -Blatt schon zu Anfang sofort durchgerieben wird.</p> - -<p>Für solche Erzeugnisse kommt der niedrigste Grad der Beurteilung -„außerordentlich gering“ in Anwendung.</p> - -<p>Von den Papieren nun, die schon beim Zusammenballen ihren Zusammenhang -verlieren, herauf bis zu den festesten und zähesten Sorten, -welche erst nach einer großen Anzahl von Hin- und Herreibungen -durchgerieben werden, sind verschiedene Abstufungen hinsichtlich -der Widerstandsfähigkeit gegen das Reiben vorhanden. Um diese zu -kennzeichnen, sind die folgenden Beurteilungsgrade eingeführt worden:</p> - -<p class="p0 mleft6">außerordentlich gering<br /> -sehr gering<br /> -gering<br /> -mittelmäßig<br /> -ziemlich groß<br /> -groß<br /> -sehr groß<br /> -außerordentlich groß.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_36" id="Seite_36">[S. 36]</a></span></p> - -<p>Dem Laien wird es zunächst unwahrscheinlich erscheinen, daß man Papiere -durch ein Handverfahren in so weitgehender Weise soll abstufen können; -eine kurze Zeit eigener Versuche aber wird ihn von der Möglichkeit -überzeugen.</p> - -<p>Die Ausführung des Versuches muß auch hier, wie bei der Bestimmung -von Reißlänge und Dehnung, bei stets gleicher Luftfeuchtigkeit, also -zweckmäßig bei 65% erfolgen; bei trockner Luft fällt das Ergebnis der -Prüfung anders aus als bei feuchter.</p> - -<p>Hat das Papier unter anderen Verhältnissen gelagert oder wird es -z. B. in der Fabrik von der Maschine weg entnommen, so muß man ihm durch -Auslegen oder Aushängen Zeit lassen, sich dem Feuchtigkeitszustand des -Versuchsraumes anzupassen.</p> - -<p>Um den vorher erwähnten Einfluß der Person des Versuchsausführenden auf -das Ergebnis nach Möglichkeit abzuschwächen, lasse man den Versuch, -wenn irgend möglich, von mehreren Personen gleichzeitig ausführen. -Ergeben sich hierbei Unterschiede, so werden Kontrollversuche -ausgeführt. Je mehr Versuche ausgeführt werden, ein um so -zutreffenderes Bild wird man von dem Widerstandsgrad des betreffenden -Papiers gewinnen.</p> - -<p>Ist man bei der Prüfung auf seine Person allein angewiesen, so begnüge -man sich wenigstens nicht mit einem Versuch, sondern führe deren zwei -bis drei aus.</p> - -<p>Bei dem Hinweis auf die Notwendigkeit der Einführung des -Knitterversuches wurde erwähnt, daß die Werte für Reißlänge, Dehnung -und Widerstand gegen Reiben nicht immer parallel verlaufen. Hierfür -mögen, nachdem nunmehr die Art und Ausführung des Versuches geschildert -ist, nachstehend einige Beispiele gegeben werden:</p> - -<table summary="Knitterversuche"> - <tr> - <td colspan="3"> - <div class="center padtop1"><em class="gesperrt">Normalpapiere - 3b:</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s5 padr1"> - <div class="center vam">Mittlere Reißlänge:</div> - </td> - <td class="s5 padr1"> - <div class="center vam">Mittlere Dehnung:</div> - </td> - <td class="s5"> - <div class="center vam">Widerstand gegen Zerknittern:</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">3275 m</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">2,6%</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">3350 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,4 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">3475 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,3 „</div> - </td> - <td> - <div class="center mleft2">sehr gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">3525 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,2 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">3550 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,0 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">3575 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,3 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">3650 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,4 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">3750 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,5 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">3975 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,6 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> -<span class="pagenum"><a name="Seite_37" id="Seite_37">[S. 37]</a></span> - <div class="center padtop1"><em class="gesperrt">Normalpapiere - 4a:</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">3750 „</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">2,6%</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center mleft2">sehr gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">4200 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,7 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">4675 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,7 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">4675 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,8 „</div> - </td> - <td> - <div class="center mleft2">sehr gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> - <div class="center padtop1"><em class="gesperrt">Normalpapiere - 4b:</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">3850 „</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">2,0%</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center mleft2">sehr gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">3875 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,3 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">4200 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,4 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">4875 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,5 „</div> - </td> - <td> - <div class="center mleft2"> mittelmäßig</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> - <div class="center padtop1"><em class="gesperrt">Normalpapier - 8a:</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">3000 „</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">2,9%</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> - <div class="center padtop1"><em class="gesperrt">Normalpapier - 8b:</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">3175 „</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">2,5%</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center mleft2">sehr gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td colspan="3"> - <div class="center padtop1"><em class="gesperrt">Pergamynpapiere</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">5925 „</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">2,1%</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">6175 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,1 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">6200 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,0 „</div> - </td> - <td> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p class="mtop1">Dies sind Beispiele dafür, daß es bei der Beurteilung der -Verwendungsfähigkeit eines Papiers unumgänglich notwendig ist, den -Widerstand gegen Zerknittern und Reiben mit heranzuziehen.</p> - -<p>Es erscheint im Interesse der Fachkreise angebracht, hierauf immer -wieder hinzuweisen, da die Ansicht, daß bei genügender Reißlänge und -Dehnung auch der Widerstand gegen Zerknittern genügend sein müsse, -immer wieder zum Ausdruck gebracht wird.</p> - -<p>Es bleibt nun noch die Frage zu erörtern, in welcher Weise man sich -mit dem Maßstab vertraut macht, der in der Versuchsanstalt bei der -Beurteilung der Papiere im Knitterwiderstand zur Anwendung gelangt. -Da ist zunächst zu bemerken, daß man sich, wenn irgend möglich, -persönlich über die Ausführung der Prüfung unterrichte, da auch die -weitgehendste Schilderung des Versuches die praktische Vorführung und -Erklärung nicht ersetzen kann. Die Unterweisung kann gelegentlich eines -Besuches in der Versuchsanstalt zu jeder Zeit erfolgen und jedem wird -Gelegenheit gegeben, sich eingehend über die Ausführung des Versuches -zu unterrichten.</p> - -<p>Als Material zur Aneignung des Maßstabes können für diejenigen, die -häufiger Papiere in der Versuchsanstalt prüfen lassen,<span class="pagenum"><a name="Seite_38" id="Seite_38">[S. 38]</a></span> diese Papiere -selbst dienen; es empfiehlt sich, einen genügenden Vorrat von der zur -Prüfung eingeschickten Sorte zurückzulegen und nach Empfang des Urteils -eine Reihe von Reibversuchen auszuführen. Durch die zurückgelegten -Muster, die sich natürlich auf die verschiedenen Widerstandsstufen -verteilen müssen, ist man dann auch in der Lage, seinen Maßstab von -Zeit zu Zeit zu prüfen.</p> - -<p>Wer nicht auf die geschilderte Weise in den Besitz des erforderlichen -Prüfungsmaterials gelangt, beschaffe sich Muster verschiedener -Festigkeit und lasse diese einmal in der Versuchsanstalt auf Widerstand -gegen Zerknittern prüfen. Ferner sei noch darauf hingewiesen, daß -die Firma <em class="gesperrt">L. Schopper</em>-Leipzig Papiere der verschiedenen -Widerstandsstufen, welche in der Versuchsanstalt geprüft worden sind, -zum Verkauf hält.</p> - -<p>Daß auch der Praktiker bei einiger Übung und einigem Interesse -für die Sache sehr wohl in der Lage ist, ein Urteil über die -Widerstandsfähigkeit gegen Reiben und Knittern abzugeben und sich -wenigstens bis zu einem gewissen Grade versichern kann, ob sein Papier -Aussicht hat, bei der amtlichen Prüfung durchzukommen, zeigen die -Erfahrungen der Versuchsanstalt mit den Volontären; letztere kommen -zumeist in die Anstalt, ohne mit dem erwähnten Prüfungsverfahren -vertraut zu sein, und doch erlangen sie bald eine ziemliche Sicherheit -in der Bestimmung des Widerstandsgrades.</p> - -<p>Jeder Papiererzeuger und Verbraucher sollte sich auf alle Fälle, -selbst wenn ein mechanisches Verfahren als Ersatz für die -Handknitterung gefunden worden ist, mit letzterer vertraut machen -und vertraut erhalten, da sie ihm ein Mittel an die Hand gibt, an -jeder Stelle und ohne besondere Hilfsmittel sich ein Bild über die -Festigkeitseigenschaften eines Papiers zu verschaffen. Daß sich eine -solche Möglichkeit in vielen Fällen als wertvoll erweisen wird, bedarf -nicht erst weiterer Begründung.</p> - -<p>Wie schon erwähnt, sind alle bisher gemachten Versuche, die -Beanspruchung, die das Papier bei der Handknitterung erfährt, -auf mechanischem Wege zu erzielen, gescheitert. Bei der Eigenart -des Versuches, bei dem subjektives Empfinden eine gewisse Rolle -spielt, konnte man den Bestrebungen genannter Art einen Erfolg auch -kaum in Aussicht stellen. Aussichtsvoller erschien der Weg, neue -Prüfungsverfahren zu suchen, deren Ergebnisse eine ähnliche Abstufung -der Papiere gestatteten wie die verschiedenen Widerstandsstufen.</p> - -<p>In dieser Hinsicht sind drei Vorschläge zu erwähnen, nämlich die von -<em class="gesperrt">Kirchner</em>, <em class="gesperrt">Pfuhl</em> und <em class="gesperrt">Schopper</em>.</p> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_39" id="Seite_39">[S. 39]</a></span></p> - -<h3 id="Kirchners_Kniffrolle">Kirchners Kniffrolle.</h3> - -</div> - -<p><em class="gesperrt">Winkler</em> hat in seinem 1887 herausgegebenen „Papierkenner“ zuerst -den Vorschlag gemacht, gefalzte Papierstreifen zu prüfen und den -Unterschied festzustellen, den sie in der Festigkeit und Dehnbarkeit -gegenüber den ungefalzten Streifen zeigen. Dieser Unterschied, von -<em class="gesperrt">Winkler</em> „Falzverlust“ genannt, sollte zur Beurteilung der -„Biegsamkeit“ des Papiers dienen.</p> - -<p>Das Falzen wird von <em class="gesperrt">Winkler</em> durch eine besondere Vorrichtung -bewirkt, indem er die Streifen zwischen zwei aufeinander geschliffene -Stahlplatten, welche durch ein Scharnier verbunden sind, legt und mit -einem durch Hebeldruck bewegbaren 100 kg schweren Gewicht belastet.</p> - -<p><em class="gesperrt">Kirchner</em> schlug vor,<a name="FNAnker_18_18" id="FNAnker_18_18"></a><a href="#Fussnote_18_18" class="fnanchor">[18]</a> statt des Gewichtes eine Rolle zur -Erzeugung des Falzes zu benutzen, weil hierdurch nach seiner Ansicht -eine größere Gleichmäßigkeit bei der Erzeugung der Falze gesichert sei; -er schlug dann weiter vor, <em class="gesperrt">die Beurteilung des Papiers durch die -Handknitterung fallen zu lassen und an Stelle dessen die Beurteilung -auf Grund des Falzverlustes zu setzen</em>, von der Annahme ausgehend, -daß bei spröden und brüchigen Papieren der Falzverlust groß, bei -festen und widerstandsfähigen indessen klein sei; er hat eine Reihe -von Papieren im gefalzten und ungefalzten Zustande geprüft und den -Falzverlust ermittelt.</p> - -<p>Der <em class="gesperrt">Kirchner</em>sche Kniffapparat besteht aus einer eisernen Rolle, -welche auf ihrem äußersten 19 mm breiten Umfange zylindrisch abgedreht -ist, und aus einer ebenen, wagerecht ausgerichteten, mit erhabenen -Rändern versehenen eisernen Bahn, in welcher die Rolle hin und her -bewegt werden kann (<a href="#fig19">Fig. 19</a>).</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig19" name="fig19"> - <img class="mtop1" src="images/fig19.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 19.<br /> - Kirchners Kniffrolle.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Das Kniffen der Papierstreifen wird in folgender Weise ausgeführt: -Die Enden der 15 mm breiten Probestreifen werden so<span class="pagenum"><a name="Seite_40" id="Seite_40">[S. 40]</a></span> aufeinander -gelegt, daß sich beim Zusammendrücken die zwei Streifenhälften deckend -aufeinander legen. Dieser leicht zusammengefaltete Streifen wird so in -die Rinne der Bahn gelegt, daß die Längskanten des Streifens parallel -zu den Führungsrändern der Rinne verlaufen. Hierauf wird die Rolle von -den freien Streifenenden her durch leisen seitlichen Druck über den -Probestreifen geführt und dieser auf diese Weise einmal stark geknifft. -Der Streifen wird dann aus der Rinne genommen, in dem Falz in der -entgegengesetzten Richtung umgelegt und zum zweiten Male geknifft. -Beim zweiten Kniffen läßt man jedoch das Gewicht nicht von den freien -Streifenenden gegen den Falz rollen, sondern gegen diesen direkt.</p> - -<p>Nachdem man auf diese Weise je 5 Streifen aus der Maschinenrichtung und -Querrichtung geknifft hat, ermittelt man ihre Festigkeit und Dehnung -in gleicher Weise, wie man zuvor die Festigkeit des betreffenden -Papiers an ungeknifften Streifen bestimmt hat. Die Einbuße, welche die -Papiere durch das Falzen in ihrer Festigkeit erleiden, der sogenannte -„Kniffverlust“ oder „Falzverlust“, wird in Prozenten der ursprünglichen -Bruchbelastung und Dehnung ausgedrückt.</p> - -<p>Nach diesen Vorbemerkungen soll auf die in der Versuchsanstalt zur -Beurteilung des <em class="gesperrt">Kirchner</em>schen Vorschlages gemachten Versuche -eingegangen werden.</p> - -<p>Der Prüfung wurden insgesamt 87 Normalpapiere, aus 27 verschiedenen -Fabriken herrührend, zu Grunde gelegt und zwar zunächst Proben jeder -Verwendungsklasse von 1–4b, welche die Bedingungen für ihre jeweilige -Klasse erfüllten; es waren dies</p> - -<table summary="Kirchners Kniffe"> - <tr> - <td> -  8 - </td> - <td> - <div class="center"> Papiere </div> - </td> - <td> - <div class="center">der</div> - </td> - <td> - <div class="center"> Klasse </div> - </td> - <td> - 1 - </td> - <td> - <div class="center"> aus </div> - </td> - <td> - <div class="center">5</div> - </td> - <td> - <div class="center"> verschiedenen </div> - </td> - <td> - <div class="center">Fabriken</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - 10 - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - 2a - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">6</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - 10 - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - 2b - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">7</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - 10 - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - 3a - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">5</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - 10 - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - 3b - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">8</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - 10 - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - 4a - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">8</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - 10 - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - 4b - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">8</div> - </td> - <td> - <div class="center"> „ </div> - </td> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p>Außerdem wurden noch 19 Papiere der Klassen 3a–4b, herrührend aus -10 verschiedenen Fabriken, zum Vergleich herangezogen, welche im -Widerstand gegen Zerknittern hinter den für die jeweiligen Klassen -verlangten Werten um 1–2 Stufen zurückbleiben.</p> - -<p>Das Kniffen der Streifen wurde mit einer 7500 g schweren Rolle von 150 -mm Durchmesser in der vorher geschilderten Weise ausgeführt. (Kniffen -und Gegenkniffen durch je einmaliges Überführen der Rolle.)</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_41" id="Seite_41">[S. 41]</a></span></p> - -<p>Die Länge betrug bei allen Streifen 180 mm, die Breite 15 mm. Sämtliche -Versuche wurden bei Zimmerwärme und einer Luftfeuchtigkeit von 65% -ausgeführt.</p> - -<p>Die bei der Prüfung erhaltenen Werte<a name="FNAnker_19_19" id="FNAnker_19_19"></a><a href="#Fussnote_19_19" class="fnanchor">[19]</a> zeigten zunächst folgendes:</p> - -<ol class="ergebnisliste"> - -<li><em class="gesperrt">Sowohl in der Maschinenrichtung als auch in der -Querrichtung ist der Dehnungs-Falzverlust größer als der -Festigkeits-Falzverlust.</em></li> - -<li><em class="gesperrt">Der</em> <b>Festigkeits-Falzverlust</b> <em class="gesperrt">ist in der -Maschinenrichtung größer als in der Querrichtung.</em></li> - -<li><em class="gesperrt">Der</em> <b>Dehnungs-Falzverlust</b> <em class="gesperrt">ist in den meisten -Fällen in der Maschinenrichtung größer als in der Querrichtung.</em></li> - -</ol> - -<p>Die aus der Maschinenrichtung entnommenen Streifen erleiden also -durch das Falzen eine größere Einbuße in ihrer Festigkeit als die -Querstreifen; diese Tatsache findet wohl in der Lagerung der Fasern -ihre Erklärung. Die Anzahl der Fasern, welche mehr oder weniger -parallel zur Maschinenrichtung liegen, ist größer als die der quer -hierzu liegenden; demgemäß werden beim Falzen der Streifen aus der -Maschinenrichtung mehr Fasern geknickt (und hierdurch geschwächt) als -bei den Querstreifen.</p> - -<p>Bildet man unter Zugrundelegung der mittleren Falzverluste Gruppen von -5 zu 5% und stellt diesen gegenüber die bei den verschiedenen Papieren -durch Handknitterung ermittelten Widerstandsstufen, so ergibt sich -nachstehende Übersicht:</p> - -<p class="s5 center mtop2">I. <em class="gesperrt">Festigkeits-Falzverluste.</em></p> - -<table class="feinheit" summary="Festigkeits-Falzverluste"> - <tr> - <td class="vam bdt bbr bdb pad0_5" rowspan="2"> - <div class="center">Falzverlust<br /> - in %</div> - </td> - <td class="vam bdt bb pad0_5" colspan="6"> - <div class="center">Anzahl der Papiere mit dem Widerstandsgrad:</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vam br bdb pad0_5"> - <div class="center">gering</div> - </td> - <td class="vam br bdb pad0_5"> - <div class="center">mittel-<br /> - mäßig</div> - </td> - <td class="vam br bdb pad0_5"> - <div class="center">ziemlich<br /> - groß</div> - </td> - <td class="vam br bdb pad0_5"> - <div class="center">groß</div> - </td> - <td class="vam br bdb pad0_5"> - <div class="center">sehr groß</div> - </td> - <td class="vam bdb pad0_5"> - <div class="center">außer-<br /> - ordentlich<br /> - groß</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 0– 5,9</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">1</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6–10,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td> - <div class="center">2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11–15,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">16–20,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td> - <div class="center">2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">21–25,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">26–30,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">31–35,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">36–40,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">41–45,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">46–50,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_42" id="Seite_42">[S. 42]</a></span></p> - -<p class="s5 center mtop2">II. <em class="gesperrt">Dehnungs-Falzverluste.</em></p> - -<table class="feinheit" summary="Dehnungs-Falzverluste"> - <tr> - <td class="vam bdt bbr bdb pad0_5" rowspan="2"> - <div class="center">Falzverlust<br /> - in %</div> - </td> - <td class="vam bdt bb pad0_5" colspan="6"> - <div class="center">Anzahl der Papiere mit dem Widerstandsgrad:</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vam br bdb pad0_5"> - <div class="center">gering</div> - </td> - <td class="vam br bdb pad0_5"> - <div class="center">mittel-<br /> - mäßig</div> - </td> - <td class="vam br bdb pad0_5"> - <div class="center">ziemlich<br /> - groß</div> - </td> - <td class="vam br bdb pad0_5"> - <div class="center">groß</div> - </td> - <td class="vam br bdb pad0_5"> - <div class="center">sehr groß</div> - </td> - <td class="vam bdb pad0_5"> - <div class="center">außer-<br /> - ordentlich<br /> - groß</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 0– 5,9</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6–10,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11–15,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">16–20,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td> - <div class="center">2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">21–25,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">26–30,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td> - <div class="center">1</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">31–35,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td> - <div class="center">1</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">36–40,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td> - <div class="center">1</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">41–45,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">46–50,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">51–55,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">56–60,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">61–65,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">66–70,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">71–75,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">76–80,9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p>Die Zusammenstellung zeigt, daß zwar im <em class="gesperrt">allgemeinen</em> mit -wachsendem Widerstand gegen Zerknittern der Falzverlust abnimmt, daß -aber anderseits bei demselben Knittergrad die Falzverluste beträchtlich -schwanken, und ferner, daß bei annähernd gleichem Falzverlust ganz -erhebliche Unterschiede im Widerstand gegen Zerknittern vorkommen.</p> - -<p>Unterschiede in der Handknitterung von mittelmäßig bis zu -außerordentlich groß oder von gering bis zu sehr groß kommen im -vorliegenden Falle durch den Falzverlust nicht zum Ausdruck. Diese -Unterschiede sind aber so groß, daß sie auch ohne ein ausgebildetes -Prüfungsverfahren (z. B. schon durch Einreißen, Umbiegen, o. a.) -erkannt werden können; wenn der Falzverlust für derartig verschiedene -Papiere nahezu gleiche Werte ergibt, so kann er als Ersatz für die -Handknitterung nicht in Frage kommen.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_18_18" id="Fussnote_18_18"></a><a href="#FNAnker_18_18"><span class="label">[18]</span></a> Wochenblatt für Papierfabrikation. 1894, Nr. 8–9.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_19_19" id="Fussnote_19_19"></a><a href="#FNAnker_19_19"><span class="label">[19]</span></a> Veröffentlicht in den Mitteilungen a. d. techn. -Vers.-Anst. 1899 S. 269.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Pfuhls_Knitterer">Pfuhls Knitterer.</h3> - -</div> - -<p>Bei dem <em class="gesperrt">Pfuhl</em>schen Knitterer wird ein Papierstreifen zwischen -eine Walze und eine gegen diese zu pressende Gummiplatte gebracht, ein -Ende festgelegt und dann der Streifen über sich selbst unter Andruck -der Gummiplatte einmal hin und her geführt. Die Wirkungsweise ist aus -<a href="#fig20">Fig. 20</a> zu ersehen.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_43" id="Seite_43">[S. 43]</a></span></p> - -<p>Der Papierstreifen <i>PP</i><sub>1</sub> wird bei <i>a</i> festgelegt und dann die Walze -in der Richtung des Pfeiles gedreht; dadurch wird der Streifen umgelegt -und ein Teil reibend über den anderen geführt. Durch Einpumpen von Luft -von unten her wird die Gummiplatte <i>G</i> gegen Papier und Walze gepreßt -und der an einem Manometer abzulesende Druck so bemessen, daß der -Streifen durch einmaliges Hin- und Zurückführen zerstört wird. Diesen -Druck bezeichnet <em class="gesperrt">Pfuhl</em> als Reißdruck.<a name="FNAnker_20_20" id="FNAnker_20_20"></a><a href="#Fussnote_20_20" class="fnanchor">[20]</a> Auf Grund seiner -Versuche hat <em class="gesperrt">Pfuhl</em> folgende Beziehungen zwischen den Ergebnissen -der Handknitterung und dem Reißdruck festgestellt:</p> - -<table class="feinheit" summary="Handknitterung"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr vam padtb0_5"> - <div class="center">Handknitterung</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam padtb0_5"> - <div class="center">sehr<br /> - gering</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam padtb0_5"> - <div class="center">gering</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam padtb0_5"> - <div class="center">mittel-<br /> - mäßig</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam padtb0_5"> - <div class="center">ziemlich<br /> - groß</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam padtb0_5"> - <div class="center">groß</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam padtb0_5"> - <div class="center">sehr groß</div> - </td> - <td class="bdt bdb vam padtb0_5"> - <div class="center">außerordentlich<br /> - groß</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat padtop0_5"> - <div class="center">Reißdruck in<br /> - cm Queck-<br /> - silbersäule.</div> - </td> - <td class="br vat padtop0_5"> - <div class="center">0–3</div> - </td> - <td class="br vat padtop0_5"> - <div class="center">3–6</div> - </td> - <td class="br vat padtop0_5"> - <div class="center">6–16</div> - </td> - <td class="br vat padtop0_5"> - <div class="center">16–26</div> - </td> - <td class="br vat padtop0_5"> - <div class="center">26–48</div> - </td> - <td class="br vat padtop0_5"> - <div class="center">muß bei 50 cm<br /> - 2–3maliges<br /> - Knittern aus-<br /> - halten.</div> - </td> - <td class="vat padtop0_5"> - <div class="center">muß bei 50 cm<br /> - Druck mehr als <br /> - 3maliges<br /> - Knittern<br /> - aushalten.</div> - </td> - </tr> -</table> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig20" name="fig20"> - <img class="mtop1" src="images/fig20.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 20.<br /> - Pfuhls Knitterer.</p> -</div> - -<p>Der <em class="gesperrt">Pfuhl</em>sche Knitterer ist im Technologischen Gewerbemuseum zu -Wien durch Prof. <em class="gesperrt">Lauboeck</em> einer eingehenden Prüfung unterzogen -worden, die zu dem Ergebnis führte,<a name="FNAnker_21_21" id="FNAnker_21_21"></a><a href="#Fussnote_21_21" class="fnanchor">[21]</a> daß der Apparat, so wie er -jetzt vorliegt, zur Einführung in die Papierprüfung noch<span class="pagenum"><a name="Seite_44" id="Seite_44">[S. 44]</a></span> nicht -geeignet ist. <em class="gesperrt">Pfuhl</em> hat den Apparat dann in einigen Punkten -geändert.<a name="FNAnker_22_22" id="FNAnker_22_22"></a><a href="#Fussnote_22_22" class="fnanchor">[22]</a> Prüfungsergebnisse, mit diesem abgeänderten Knitterer -ermittelt, sind bisher nicht bekannt geworden.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_20_20" id="Fussnote_20_20"></a><a href="#FNAnker_20_20"><span class="label">[20]</span></a> Eine eingehende Beschreibung des Knitterers findet sich -in der Papierzeitung 1896, Nr. 66–87 und 1898, Nr. 30, 58 und 59.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_21_21" id="Fussnote_21_21"></a><a href="#FNAnker_21_21"><span class="label">[21]</span></a> Mitteilungen des Technologischen Gewerbemuseums zu Wien -1897, S. 1.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_22_22" id="Fussnote_22_22"></a><a href="#FNAnker_22_22"><span class="label">[22]</span></a> Papierzeitung 1898, Nr. 30, 58, 59 und Rigaer -Industriezeitung 1898, Nr. 21–23.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Schoppers_Falzer">Schoppers Falzer.</h3> - -</div> - -<p>Bei dem <em class="gesperrt">Schopper</em>schen Falzer wird ein Papierstreifen in ein -geschlitztes, hin und her zu bewegendes Blech gelegt und an beiden -Enden festgeklemmt; dann ermittelt man die Anzahl Falzungen, die der -Streifen bei bestimmter Zugspannung bis zum Bruch aushält.</p> - -<p>Der Falzer, von dem <a href="#fig21a">Fig. 21a</a> Vorderansicht -und <a href="#fig21b">Fig. 21b</a> Grundriß -zeigt, hat ein dünnes, zur Aufnahme des Probestreifens mit einem -Schlitz versehenes Stahlblech (Schieber), das sich zwischen zwei -Paaren leicht drehbarer Rollen bewegt. Die Rollenpaare sind in den -Lagerstücken (12) angebracht und werden durch Klemmschrauben in -bestimmter Entfernung von dem Schieberblech festgehalten; die an den -Lagerstücken befindlichen Spiralfedern haben nur den Zweck, das genaue -Einstellen der Rollenpaare zu erleichtern. Senkrecht zu dem Stahlblech -befinden sich die Einspannklemmen (7), die mit ihren pyramidenförmig -zugespitzten Verlängerungen in die entsprechend geformten Öffnungen der -Hülsen (3) hineinragen. In diesen Hülsen befinden sich die zum Spannen -des Probestreifens dienenden Spiralfedern. Durch Anziehen der Schrauben -(4) kann die Spannung der Spiralfedern erhöht werden. Die jeweilige -Spannung wird durch den Stand eines kleinen Stiftes über einer auf der -Hülse (3) vorhandenen Teilung angegeben.</p> - -<p>Die Hülsen (3) sind in den Haltern (2) beweglich und werden, wenn -die Stifte (5) gehoben sind, mittels der Spiralfedern (6) so weit -gegeneinander geführt, daß die Einspannlänge richtig wird. Nach dem -Einspannen des Probestreifens wird durch Herausziehen der Hülsen (3) -bis zum Einschnappen der Stifte (5) dem Probestreifen eine kleine -Spannung erteilt und die freie Beweglichkeit der Klemmen bewirkt. Um -während des Versuches das Heruntersinken der Klemmen zu verhindern, -werden letztere durch Rollen (8) gestützt.</p> - -<p>Die Anzahl der Hin- und Herfalzungen wird vom Zählrad (18) angezeigt. -Das Zählrad ist durch den Hebel (21) mit dem Drücker (20) verbunden -und wird beim Reißen des Streifens durch das Zurückprallen der rechten -Klemme selbsttätig ausgelöst.</p> - -<p>Die Nulllage des Schiebers für das Einspannen des Streifens<span class="pagenum"><a name="Seite_45" id="Seite_45">[S. 45]</a><br /><a name="Seite_46" id="Seite_46">[S. 46]</a></span> wird beim -Umlegen des Hebels (22) durch das Einschnappen des Hebelstiftes in ein -auf dem Antriebrad befindliches Loch gegeben.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig21a" name="fig21a"> - <img class="mtop1" src="images/fig21a.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 21a.</p> -</div> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig21b" name="fig21b"> - <img class="mtop1" src="images/fig21b.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 21b.<br /> - Vorderansicht und Grundriß des Schopperschen Falzers.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Die Versuche werden in folgender Weise ausgeführt:</p> - -<ol class="ergebnisliste"> - -<li>Der Fanghebel (22) wird zurückgeschlagen und das Antriebrad -gedreht, bis der Stift einschnappt.</li> - -<li>Die Fangstifte (5) werden gehoben, wodurch die Klemmen die für -das Einspannen bestimmte Lage einnehmen.</li> - -<li>Der Probestreifen wird in den Schlitz und in die -Klemmenöffnungen gelegt, die Klemmschrauben werden fest angezogen.</li> - -<li>Die Hülsen (3) werden so weit nach außen gezogen, bis die Stifte -(5) einschnappen.</li> - -<li>Das Zählrad (18) wird auf 0 eingestellt und eingerückt.</li> - -<li>Das Antriebrad wird durch Anziehen des Hebels (22) ausgelöst und -dann gleichmäßig mit 100 bis 120 Umdrehungen in der Minute so lange -gedreht, bis der Bruch eintritt.</li> - -<li>Die Anzahl Falzungen wird auf dem Zählrad abgelesen.</li> - -</ol> - -<p>In der Versuchsanstalt sind 3 <em class="gesperrt">Schopper</em>sche Falzer unter -Benutzung eines Versuchsmaterials von fast 1000 Papieren einer sehr -eingehenden Prüfung unterzogen worden.<a name="FNAnker_23_23" id="FNAnker_23_23"></a><a href="#Fussnote_23_23" class="fnanchor">[23]</a></p> - -<p>Es hat sich gezeigt, daß man die Papiere mit Hilfe des Falzers -im großen und ganzen in ähnlicher Weise abstufen kann, wie mit -der Handknitterung; man könnte somit der Frage näher treten, ob -es angebracht erscheint, die Handknitterung fallen zu lassen und -an ihre Stelle die Bestimmung des Falzwiderstandes mit Hilfe des -<em class="gesperrt">Schopper</em>schen Falzers zu setzen.</p> - -<p>Als Falzklassen könnten natürlich zunächst nur die in Frage kommen, die -sich als Mittel aus sämtlichen Versuchen ergeben haben, nämlich der -Widerstandsstufe</p> - -<table class="s5" summary="Falzklassen"> - <tr> - <td> - außerordentlich gering - </td> - <td> - <div class="center"> - entspr.,</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - die</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - Falzklasse</div> - </td> - <td> - 0 - </td> - <td> - <div class="center"> - mit</div> - </td> - <td> - <div class="center"> -   0–   2</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - Doppelfalzungen</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - sehr gering - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - 1 - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> -   3–   6</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - gering - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - 2 - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> -   7–  20</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - mittelmäßig - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - 3 - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> -  21–  40</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - ziemlich groß - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - 4 - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> -  41–  80</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - groß - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - 5 - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> -  81– 190</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - sehr groß - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - 6 - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - 191–1000</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - außerordentlich groß - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td> - 7 - </td> - <td> - <div class="center"> - „</div> - </td> - <td colspan="2"> - mehr als 1000   <span class="mleft1">„</span> - </td> - </tr> -</table> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_23_23" id="Fussnote_23_23"></a><a href="#FNAnker_23_23"><span class="label">[23]</span></a> Der umfangreiche Bericht hierüber ist in den „Mitt. a. d. -techn. Vers.-Anst.“ 1901, S. 161ff. veröffentlicht worden.</p></div> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_47" id="Seite_47">[S. 47]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Bestimmung_des_Quadratmetergewichtes_und_der_Dicke">Bestimmung -des Quadratmetergewichtes und der Dicke.</h2> - -</div> - -<p>Zur Bestimmung des Quadratmetergewichtes ermittelt man zunächst das -Gewicht einer Anzahl Bogen und berechnet hieraus unter Berücksichtigung -der Bogengröße das Quadratmetergewicht. Wägt man 10 Bogen Reichsformat -(33×42 cm), so multipliziert man das in g ermittelte Gewicht mit 1000 -und dividiert die erhaltene Zahl durch 1386.</p> - -<p>Zur bequemeren Bestimmung sind besondere Wagen gebaut worden, welche -direkte Ablesung des Quadratmetergewichtes gestatten, wenn man an dem -einen Arm ein mit Hilfe eines beigegebenen Bleches ausgeschnittenes -Stück Papier aufhängt.</p> - -<h3 class="unsichtbar" id="Schoppers_Dickenmesser" -title="Schoppers Dickenmesser."> </h3> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig22" name="fig22"> - <img class="mtop1" src="images/fig22.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 22.<br /> - Schoppers Dickenmesser.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Für die Messung der Dicke des Papiers stehen verschiedene Dickenmesser -zur Verfügung. Bequeme Handhabung und genaue Ablesung gestattet der -<em class="gesperrt">Schopper</em>sche Dickenmesser, dessen Wirkungsweise -aus <a href="#fig22">Fig. 22</a> zu ersehen ist.</p> - -<p>Durch einen Druck auf den Hebel <i>H</i> wird das Gestänge <i>G</i> mit der am -unteren Ende befindlichen Platte <i>P</i> angehoben, wobei<span class="pagenum"><a name="Seite_48" id="Seite_48">[S. 48]</a></span> gleichzeitig -der Zeiger <i>Z</i> aus seiner Nullstellung nach rechts bewegt wird. Man -legt dann das Papier <i>Pa</i> auf die untere mit dem Gestell festverbundene -Meßplatte <i>P</i><sub>1</sub> und läßt <i>G</i> durch langsames Freigeben des Hebels -<i>H</i> nach unten gehen. Der Zeiger zeigt dann die Dicke des Papiers an; -mit Hilfe des am Zeiger befestigten Nonius kann man sie auf -<span class="nowrap"><span class="zaehler">1</span>⁄<span class="nenner">1000</span></span> -mm ablesen. Zum Einstellen des Zeigers auf 0 dient nötigenfalls die -Scheibe <i>S</i>.</p> - -<h3 class="unsichtbar" id="Rehses_Dickenmesser" -title="Rehses Dickenmesser."> </h3> - -<p>Ein anderer Dickenmesser ist der von <em class="gesperrt">Rehse</em> (<a href="#fig23">Fig. 23</a>).</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig23" name="fig23"> - <img class="mtop1" src="images/fig23.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 23.<br /> - Rehses Dickenmesser.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Er besteht im wesentlichen aus der Mikrometerschraube <i>B</i><sub>1</sub>, mit -welcher die Trommel <i>T</i> fest verbunden ist, und der Gabel mit der -Stellschraube <i>B</i>. Die Kreisflächen der Enden beider Schrauben <i>B</i> und -<i>B</i><sub>1</sub>, zwischen denen die Dicke des Papiers gemessen werden soll, -können je nach Drehung der Mikrometerschraube näher aneinander gebracht -oder voneinander entfernt werden. Das Gewinde der Mikrometerschraube -besitzt eine Steigung von 0,5 mm, d. h. bei <em class="gesperrt">einer</em> Umdrehung der -Schraube verschiebt sich diese in der Längsachse um 0,5 mm; der Umfang -der Trommel <i>T</i> ist in 100 gleiche Teile geteilt, folglich wird bei -0,01 Umdrehung der Schraube und somit der Trommel diese um</p> - -<p class="center">0,01 · 0,5 mm = 0,005 mm</p> - -<p class="p0">gegen die Fläche der festen Stellschraube verschoben; man hat also die -direkte Ablesung auf der Trommel mit 0,005 zu multiplizieren, um die -Dicke des Papiers in mm zu erhalten.</p> - -<p>Um gleichmäßiges Anlegen der Kreisflächen an das Papier zu ermöglichen, -ist mit der Mikrometerschraube eine sogenannte Reibungskuppelung, -an deren Ende sich der Kopf <i>H</i> zum leichteren<span class="pagenum"><a name="Seite_49" id="Seite_49">[S. 49]</a></span> Handhaben des -Dickenmessers befindet, verbunden. Sobald das Papier genügend angepreßt -ist, gleitet bei Weiterdrehung des Kopfes <i>H</i> die Kuppelung an der -Mikrometerschraube und verhindert, daß diese weiter bewegt wird.</p> - -<p>Die Stellschraube <i>B</i> ermöglicht bei nicht mehr genauem Zusammenfallen -der Nulllinien ein Nachstellen.</p> - -<p>Der Dickenmesser ist zugleich so eingerichtet, daß er als -Taschenapparat benutzt werden kann, indem die Gabel nicht fest mit -dem Holzgestell verbunden, sondern nur durch ein federndes Blech -festgeklemmt ist.</p> - -<p>Die eigentliche Meßvorrichtung kann daher leicht aus dem Gestell -entfernt werden.</p> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_50" id="Seite_50">[S. 50]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Bestimmung_des_Aschengehaltes">Bestimmung -des Aschengehaltes.</h2> - -</div> - -<p>Diejenigen Bestandteile des Papiers, welche beim Verbrennen und darauf -folgenden Glühen als unverbrennlich zurückbleiben, nennt man die -Asche; sie enthält die unorganischen Verbindungen im Gegensatz zu den -organischen (Cellulose, Leim, Stärke u. s. w.), welche beim Verbrennen -zum größten Teil als Kohlensäure entweichen.</p> - -<p>Die unorganischen Rückstände können aus drei verschiedenen Quellen -stammen; zunächst aus dem zur Herstellung des Papiers verwendeten -<em class="gesperrt">Rohmaterial</em> (Lumpen, Zellstoffe, Holzschliff), sodann aus den -zum <em class="gesperrt">Leimen</em> verwendeten Materialien, und schließlich können sie -dem Papier direkt als <em class="gesperrt">Füllstoffe</em> zugesetzt sein.</p> - -<p>Die Pflanzenzellen enthalten auch im reinsten Zustand (Baumwolle) stets -geringe Mengen unorganischer Verbindungen, und zwar sind <em class="gesperrt">Kalk</em> -und <em class="gesperrt">Kieselerde</em> die am meisten vorkommenden; der Kalk in -Verbindung mit <em class="gesperrt">Oxalsäure</em> und <em class="gesperrt">Kohlensäure</em>, die Kieselsäure -als solche.</p> - -<p>Der Anschaulichkeit wegen mögen hier einige Angaben über den -Aschengehalt verschiedener in der Papierfabrikation verwendeter -Rohstoffe gemacht werden.</p> - -<p>Selbstverständlich können die mitgeteilten Werte nicht als absolute -aufgefaßt werden; sie sind beständigen Schwankungen unterworfen, wie -auch schon bei einzelnen Rohstoffen, mit denen mehrere Bestimmungen -ausgeführt wurden, zu bemerken ist. Schon die Pflanze selbst wird bei -einer größeren Anzahl von Bestimmungen der mineralischen Rückstände -abweichende Werte ergeben, die man wohl auf klimatische Unterschiede -und wechselnde Bodenbeschaffenheit zurückführen kann; hierzu kommen die -verschiedenartigsten stets schwankenden Einflüsse der Fabrikation.</p> - -<p>Der teilweise sehr hohe Aschengehalt der Lumpen (Tabelle A) dürfte -seine Ursache wohl in ihrer mechanischen Verunreinigung durch Sand, -Erde etc. finden, falls nicht künstliche Beschwerungen<span class="pagenum"><a name="Seite_51" id="Seite_51">[S. 51]</a></span> vorgenommen -worden sind. Beide gehen im Laufe des Fabrikationsprozesses zum -größten Teil verloren, wie die Tabelle C ergibt; die dort aufgeführten -Halbzeuge sind meist aus den Lumpen der Tabelle A erzeugt worden.</p> - -<h3 class="unsichtbar" id="Aschengehalt_verschiedener_Rohstoffe" -title="Aschengehalt verschiedener Rohstoffe."> </h3> - -<table class="feinheit noebook" summary="Aschengehalte"> - <tr> - <td class="center padtop1" colspan="6"> - <div class="center mbot0_5">A. <em class="gesperrt">Lumpen.</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Bezeichnung der<br /> - Lumpen</div> - </td> - <td class="bdt bdb bdr"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<a name="FNAnker_24_24" id="FNAnker_24_24"></a><a href="#Fussnote_24_24" class="fnanchor">[24]</a><br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Bezeichnung der<br /> - Lumpen</div> - </td> - <td class="bdt bdb"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="padlr0_5">Hell Baumwolle</div> - </td> - <td class="bdr padtop0_5"> - <div class="center">1,20</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">17</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="padlr0_5">Weiß Leinen 4</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">4,45</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Reine weiße Baumwolle</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">2,60</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">18</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">f. leinene Flicken</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,55</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Reine weiße Baumwolle</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">3,50</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">19</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,30</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Rot Kattun</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">3,50</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">20</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen 5</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,70</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Blaue Strümpfe</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">4,90</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">21</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen 3</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,32</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Weiße Strümpfe</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">1,03</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">22</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen 3</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,90</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Kattun</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,75</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">23</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß (Nähte) Leinen 4</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,30</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Kattun 2A</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">3,00</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">24</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen 1</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,60</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Kattun 2C</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">5,00</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">25</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen 2</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,20</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Schmutzig Parchend</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">3,70</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">26</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack 1</div> - </td> - <td> - <div class="center">7,00</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Weiß Parchend</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">1,85</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">27</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack 2</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,55</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Hellrot Halbleinen</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">1,50</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">28</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack 3</div> - </td> - <td> - <div class="center">6,40</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">13</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Braun Halbleinen</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">3,24</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">29</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack 4</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,55</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">14</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Gute Halbwolle</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">9,70</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">30</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack 5</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,12</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">15</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Hellblau Leinen</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">1,10</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">31</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen V3</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,33</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">16</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Weiß Leinen 1</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">1,20</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center" colspan="6"> - <div class="center mbot1 padtop0_5">Mittlerer Aschengehalt = 3,06%.</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center padtop1" colspan="6"> - <div class="center mbot0_5">B. <em class="gesperrt">Anderweitige - Rohstoffe.</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Bezeichnung des<br /> - Rohstoffes</div> - </td> - <td class="bdt bdb bdr"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Bezeichnung des<br /> - Rohstoffes</div> - </td> - <td class="bdt bdb"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5 vat"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br padtop0_5 vat"> - <div class="padlr0_5">Ungebleichtes Flachsgarn<br /> - (Naßgespinnst)</div> - </td> - <td class="bdr padtop0_5 vab"> - <div class="center">1,25</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vat"> - <div class="center">6</div> - </td> - <td class="br padtop0_5 vat"> - <div class="padlr0_5">Jute (roh)</div> - </td> - <td class="padtop0_5 vat"> - <div class="center">0,56</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Hanfgarn (ungebleicht)</div> - </td> - <td class="bdr vat"> - <div class="center">1,35</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">7</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Jute (zu Pappe<br /> - verarbeitet</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">0,85</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Russischer Hanf</div> - </td> - <td class="bdr vat"> - <div class="center">1,41</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">8</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle (Louisiana)<br /> - ungebleicht</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">0,53–0,85</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Italienischer Hanf</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">1,03</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Espartogras</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,91–2,00</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Badischer Hanf</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,69</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center" colspan="6"> - <div class="center mbot1 padtop0_5">Mittlerer Aschengehalt = 1,11%.</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center padtop1" colspan="6"> -<span class="pagenum"><a name="Seite_52" id="Seite_52"><span class="s3">[S. 52]</span></a></span> - <div class="center mbot0_5">C. <em class="gesperrt">Halbzeuge.</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Bezeichnung des<br /> - Halbzeuges</div> - </td> - <td class="bdt bdb bdr"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Bezeichnung des<br /> - Halbzeuges</div> - </td> - <td class="bdt bdb"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="padlr0_5">Leinen, gebleicht, Probe A</div> - </td> - <td class="bdr padtop0_5"> - <div class="center">1,10</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center">13</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="padlr0_5">Leinen, ungebleicht, Nr. 4</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">0,68</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, gebleicht, Probe B</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,36</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">14</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, ungebleicht, Nr. 5</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,58</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, gebleicht, Probe C</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">1,40</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">15</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle, gebleicht, A</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,79</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, gebleicht, Probe D</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">1,86</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">16</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle, gebleicht, B</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,25</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Weiß Leinen, mittlere<br /> - Qualität, gebleicht</div> - </td> - <td class="bdr vab"> - <div class="center">0,23–0,29</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">17</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Weiße Baumwolle,<br /> - gebleicht</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">0,24</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Blau Leinen, gebleicht</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,12–0,34</div> - </td> - <td class="bbr vat" rowspan="2"> - <div class="center">18</div> - </td> - <td class="br vat" rowspan="2"> - <div class="padlr0_5">Bunte Baumwolle,<br /> - gebleicht</div> - </td> - <td class="vab" rowspan="2"> - <div class="center">0,30–0,46</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack, Probe A</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,80</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack, Probe B</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,70</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">19</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle, ungebleicht, 1</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,12</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack, Probe C</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,92</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">20</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle, ungebleicht, 2</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,90</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, ungebleicht, Nr. 1</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,66</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">21</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle, ungebleicht, 3</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,24</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, ungebleicht, Nr. 2</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,40</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">22</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Hanfstricke, gebleicht</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,30</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, ungebleicht, Nr. 3</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">1,03</div> - </td> - <td class="bbr"> - - </td> - <td class="br"> - - </td> - <td> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center" colspan="6"> - <div class="center mbot1 padtop0_5">Mittlerer Aschengehalt = 0,74%.</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center padtop1" colspan="6"> - <div class="center mbot0_5">D. <em class="gesperrt">Zellstoffe und - Holzschliff.</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Art des Materials</div> - </td> - <td class="bdt bdb bdr"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<br /> - %</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Art des Materials</div> - </td> - <td class="bdt bdb"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="padlr0_5">Sulfitzellstoff, ungebl., 1</div> - </td> - <td class="bdr padtop0_5"> - <div class="center">0,48</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="padlr0_5">Strohzellstoff, gebleicht</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">0,86–1,22</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sulfitzellstoff, ungebl., 2</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,51</div> - </td> - <td class="bbr vat" rowspan="2"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="br vat" rowspan="2"> - <div class="padlr0_5">Birkenzsllstoff,<br /> - ungebleicht</div> - </td> - <td class="vab" rowspan="2"> - <div class="center">0,65</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sulfitzellstoff, gebleicht</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">0,42</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat" rowspan="2"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="br vat" rowspan="2"> - <div class="padlr0_5">Mitscherlich-Zellstoff,<br /> - ungebleicht</div> - </td> - <td class="bdr vab" rowspan="2"> - <div class="center">0,48</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Birkenzsllstoff, gebleicht</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,57</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Fichten-Holzschliff</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,43</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat" rowspan="2"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="br vat" rowspan="2"> - <div class="padlr0_5">Natronzellstoff,<br /> - ungebleicht</div> - </td> - <td class="bdr vab" rowspan="2"> - <div class="center">1,40</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Kiefern-Holzschliff</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,70</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">13</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Espen-Holzschliff</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,36–0,44</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Natronzellstoff, gebleicht</div> - </td> - <td class="bdr"> - <div class="center">1,34</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center">14</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Linden-Holzschliff</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,40</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Strohzellstoff,<br /> - ungebleicht</div> - </td> - <td class="bdr vab"> - <div class="center">2,30</div> - </td> - <td class="bbr"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5"> </div> - </td> - <td> - <div class="center"> </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center" colspan="6"> - <div class="center padtop0_5">Mittlerer Aschengehalt = 0,94%.</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="feinheit showebook" summary="Aschengehalte"> - <tr> - <td class="center padtop1" colspan="3"> - <div class="center mbot0_5">A. <em class="gesperrt">Lumpen.</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Bezeichnung der<br /> - Lumpen</div> - </td> - <td class="bdt bdb"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<a name="FNAnker_24_24a" id="FNAnker_24_24a"></a><a href="#Fussnote_24_24" class="fnanchor">[24]</a><br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="padlr0_5">Hell Baumwolle</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">1,20</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Reine weiße Baumwolle</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,60</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Reine weiße Baumwolle</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,50</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Rot Kattun</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,50</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Blaue Strümpfe</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,90</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Weiße Strümpfe</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,03</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Kattun</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,75</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Kattun 2A</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,00</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Kattun 2C</div> - </td> - <td> - <div class="center">5,00</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Schmutzig Parchend</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,70</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Weiß Parchend</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,85</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Hellrot Halbleinen</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,50</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">13</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Braun Halbleinen</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,24</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">14</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Gute Halbwolle</div> - </td> - <td> - <div class="center">9,70</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">15</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Hellblau Leinen</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,10</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">16</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Weiß Leinen 1</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,20</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">17</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Weiß Leinen 4</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,45</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">18</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">f. leinene Flicken</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,55</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">19</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,30</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">20</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen 5</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,70</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">21</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen 3</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,32</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">22</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen 3</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,90</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">23</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß (Nähte) Leinen 4</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,30</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">24</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen 1</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,60</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">25</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Halbweiß Leinen 2</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,20</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">26</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack 1</div> - </td> - <td> - <div class="center">7,00</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">27</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack 2</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,55</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">28</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack 3</div> - </td> - <td> - <div class="center">6,40</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">29</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack 4</div> - </td> - <td> - <div class="center">2,55</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">30</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack 5</div> - </td> - <td> - <div class="center">4,12</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">31</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen V3</div> - </td> - <td> - <div class="center">3,33</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center" colspan="3"> - <div class="center mbot1 padtop0_5">Mittlerer Aschengehalt = 3,06%.</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center padtop1" colspan="3"> - <div class="center mbot0_5">B. <em class="gesperrt">Anderweitige - Rohstoffe.</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Bezeichnung des<br /> - Rohstoffes</div> - </td> - <td class="bdt bdb"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5 vat"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="br padtop0_5 vat"> - <div class="padlr0_5">Ungebleichtes Flachsgarn<br /> - (Naßgespinnst)</div> - </td> - <td class="padtop0_5 vab"> - <div class="center">1,25</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Hanfgarn (ungebleicht)</div> - </td> - <td class="vat"> - <div class="center">1,35</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Russischer Hanf</div> - </td> - <td class="vat"> - <div class="center">1,41</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Italienischer Hanf</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,03</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Badischer Hanf</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,69</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">6</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Jute (roh)</div> - </td> - <td class="vat"> - <div class="center">0,56</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">7</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Jute (zu Pappe<br /> - verarbeitet</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">0,85</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">8</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle (Louisiana)<br /> - ungebleicht</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">0,53–0,85</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Espartogras</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,91–2,00</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center" colspan="3"> - <div class="center mbot1 padtop0_5">Mittlerer Aschengehalt = 1,11%.</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center padtop1" colspan="3"> - <div class="center mbot0_5">C. <em class="gesperrt">Halbzeuge.</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Bezeichnung des<br /> - Halbzeuges</div> - </td> - <td class="bdt bdb"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="padlr0_5">Leinen, gebleicht, Probe A</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center">1,10</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, gebleicht, Probe B</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,36</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, gebleicht, Probe C</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,40</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, gebleicht, Probe D</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,86</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Weiß Leinen, mittlere<br /> - Qualität, gebleicht</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">0,23–0,29</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Blau Leinen, gebleicht</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,12–0,34</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack, Probe A</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,80</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack, Probe B</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,70</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sack, Probe C</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,92</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, ungebleicht, Nr. 1</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,66</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, ungebleicht, Nr. 2</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,40</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, ungebleicht, Nr. 3</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,03</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">13</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, ungebleicht, Nr. 4</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,68</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">14</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Leinen, ungebleicht, Nr. 5</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,58</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">15</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle, gebleicht, A</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,79</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">16</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle, gebleicht, B</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,25</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">17</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Weiße Baumwolle,<br /> - gebleicht</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">0,24</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">18</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Bunte Baumwolle,<br /> - gebleicht</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">0,30–0,46</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">19</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle, ungebleicht, 1</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,12</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">20</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle, ungebleicht, 2</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,90</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">21</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Baumwolle, ungebleicht, 3</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,24</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">22</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Hanfstricke, gebleicht</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,30</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center" colspan="3"> - <div class="center mbot1 padtop0_5">Mittlerer Aschengehalt = 0,74%.</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center padtop1" colspan="3"> - <div class="center mbot0_5">D. <em class="gesperrt">Zellstoffe und - Holzschliff.</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr"> - <div class="center">Lfd.<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <div class="center">Art des Materials</div> - </td> - <td class="bdt bdb"> - <div class="center">Aschen<br /> - gehalt<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sulfitzellstoff, ungebl., 1</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,48</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sulfitzellstoff, ungebl., 2</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,51</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Sulfitzellstoff, gebleicht</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,42</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Mitscherlich-Zellstoff,<br /> - ungebleicht</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">0,48</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Natronzellstoff,<br /> - ungebleicht</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">1,40</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Natronzellstoff, gebleicht</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,34</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Strohzellstoff,<br /> - ungebleicht</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">2,30</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Strohzellstoff, gebleicht</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,86–1,22</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 9</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="padlr0_5">Birkenzsllstoff,<br /> - ungebleicht</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">0,65</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Birkenzsllstoff, gebleicht</div> - </td> - <td> - <div class="center">1,57</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">11</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Fichten-Holzschliff</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,43</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">12</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Kiefern-Holzschliff</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,70</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">13</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Espen-Holzschliff</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,36–0,44</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr"> - <div class="center">14</div> - </td> - <td class="br"> - <div class="padlr0_5">Linden-Holzschliff</div> - </td> - <td> - <div class="center">0,40</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="center" colspan="3"> - <div class="center padtop0_5">Mittlerer Aschengehalt = 0,94%.</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p>Wie aus den Tabellen B-D weiter ersichtlich ist, nähert sich der -mittlere Aschengehalt der reinen Rohstoffe, Halbzeuge, Zellstoffe und -des Holzschliffes dem Werte 1,0.</p> - -<p>Man sieht hieraus, daß die unverbrennlichen Rückstände der -Rohmaterialien einen verschwindend geringen Bruchteil ausmachen, und -wenn man für sie rund 1% in Anrechnung bringt, so wird dieses in allen -Fällen genügen.</p> - -<p>Ganz anders verhalten sich beispielsweise einige ausländische<span class="pagenum"><a name="Seite_53" id="Seite_53">[S. 53]</a></span> -Fasersorten, welche zur Herstellung von Papier benutzt werden. So -weisen die gebleichte <em class="gesperrt">Adansoniafaser</em> (die Bastfasern der -in Afrika heimischen <em class="gesperrt">Adansonia digitata</em>, Affenbrotbaum) -einen Aschengehalt von 5,70–7,19%, die Fasern, welche in Japan zur -Herstellung von Papier dienen, im Durchschnitt einen solchen von 2,5% -auf.</p> - -<p>Da diese Rohstoffe aber bis jetzt für die deutsche Papierfabrikation -von geringer Bedeutung sind, so können sie hier außer acht gelassen -werden.</p> - -<p>Die zweite der oben angeführten Quellen für die Asche, der der -Papiermasse zugesetzte <em class="gesperrt">Leim</em>, liefert bisweilen schon einen -größeren Prozentsatz an unverbrennlichen Bestandteilen. Bekanntlich -wird der größte Teil der bei uns erzeugten Papiere nicht wie früher -durch tierischen Leim, sondern durch den billigeren <em class="gesperrt">Harzleim</em> -beschreibbar gemacht.</p> - -<p>Ohne hier auf die Frage einzugehen, was der leimende Faktor im Harzleim -ist, sei nur bemerkt, daß bei dem Leimen des Papiers stets mit einem -Überschuß von Alaun gearbeitet wird und auf diese Weise eine gewisse -Menge überschüssiger Tonerdeverbindungen in das Papier gelangt. -Dieselben bleiben in der Asche als Tonerde (Al<sub>2</sub>O<sub>3</sub>) zurück und -können unter Umständen wohl bis 2% des Papiers ausmachen. Ein geleimtes -Papier kann demnach, ohne daß ihm Füllstoffe beigemengt sind, sehr wohl -einen Aschengehalt von 3,0% aufweisen.</p> - -<p>Endlich werden dem Papier auch aus verschiedenen Gründen, deren -Erörterung hier zu weit führen wurde, mineralische Füllstoffe direkt -zugesetzt.</p> - -<p>Hauptsächlich verwendet werden:</p> - -<ul class="aufzaehlung"> - -<li><em class="gesperrt">Kaolin</em>, Ton, Bleichererde, China Clay (Aluminiumsilikate),</li> - -<li><em class="gesperrt">Schwerspat</em> (Baryumsulfat),</li> - -<li><em class="gesperrt">Permanentweiß</em> (Blanc-fix, Blanc-Perle, künstlich -hergestelltes Baryumsulfat),</li> - -<li><em class="gesperrt">Gips</em> (Calciumsulfat),</li> - -<li><em class="gesperrt">Asbestine</em>, <em class="gesperrt">Talcum</em> (vorzugsweise Magnesiumsilikat)</li> - -</ul> - -<p class="p0">und andere.</p> - -<p>Die Bestimmung der Aschenmenge in der Weise vorzunehmen, daß man einen -Bogen des zu prüfenden Papiers von bekanntem Gewicht verbrennt und -den übrig bleibenden schwarzen Rückstand dem Gewicht nach bestimmt, -eine Methode, wie sie wohl hin und wieder noch angewendet wird, ist -natürlich für die Erlangung einigermaßen genauer Werte unzulänglich, da -das Gewicht der noch nicht verbrannten Kohle mit zur Asche gerechnet -wird.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_54" id="Seite_54">[S. 54]</a></span></p> - -<p>Wenn es auch für die Zwecke der technischen Papierprüfung als -überflüssig erscheinen muß, eine Aschenbestimmung beispielsweise -bis auf 0,001 g genau auszuführen, denn ein so genaues Arbeiten -ist im Hinblick auf die Ungleichartigkeit des Rohmaterials und die -ungleichmäßige Verteilung der etwa vorhandenen Füllstoffe durch die -Papiermasse<a name="FNAnker_25_25" id="FNAnker_25_25"></a><a href="#Fussnote_25_25" class="fnanchor">[25]</a> sowie den Zweck der Prüfung nicht angebracht, so muß -man doch Bedacht darauf nehmen, Verfahren und Apparate anzuwenden bei -denen der Fehler 0,25% nicht übersteigt.</p> - -<p>Zwei Wagen sind es, welche zu diesem Zwecke vorzugsweise angewendet -werden und welche die geforderte Genauigkeit besitzen, nämlich die -<em class="gesperrt">Post</em>sche und die <em class="gesperrt">Reimann</em>sche Aschenwage.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_24_24" id="Fussnote_24_24"></a><a name="Fussnote_24_24a" id="Fussnote_24_24a"></a><a href="#FNAnker_24_24"><span class="label noeb">[24]</span></a><a href="#FNAnker_24_24a"><span class="label noht">[24]</span></a> Die Bestimmungen wurden im Platintiegel mit absolut -trockenem Material ausgeführt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_25_25" id="Fussnote_25_25"></a><a href="#FNAnker_25_25"><span class="label">[25]</span></a> Ein Kupferdruckpapier ergab an verschiedenen Stellen ein -und desselben Bogens Aschenmengen von 13,65–14,71%.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Die_Postsche_Aschenwage">Die Postsche Aschenwage.</h3> - -</div> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig24" name="fig24"> - <img class="mtop1" src="images/fig24.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 24.<br /> - Postsche Aschenwage.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Auf 2 horizontal gelagerten Stahlplatten <i>P</i> (<a href="#fig24">Fig. 24</a>) liegt der Hebel -<i>H</i> mit einer Stahlschneide <i>S</i> auf; das eine Ende desselben bildet -den Zeiger <i>Z</i>, an dem anderen ist eine Stahlschneide eingelassen, -auf<span class="pagenum"><a name="Seite_55" id="Seite_55">[S. 55]</a></span> welche das Gehänge <i>G</i> aufgelegt ist; in diesem Gehänge liegt das -Platindrahtnetz <i>D</i>, in welchem die Veraschung des Papiers vorgenommen -wird; der Zeiger <i>Z</i> spielt über einer Teilung von 0–150; jeder -Teilstrich entspricht einem Belastungszuwachs von 1 Centigramm.</p> - -<p>Durch Niederdrücken des Hebels <i>A</i> kann der ganze Hebel <i>H</i> nebst dem -daran befindlichen Gehänge von den Platten <i>P</i> abgehoben und so die -Wage festgestellt werden; auch dient <i>A</i> dazu, heftige Schwingungen des -Zeigers, die beim Auflegen von Papier auf das Gehänge entstehen können, -zu mäßigen.</p> - -<p>Beim Wägen muß selbstverständlich der Hebel <i>H</i> so liegen, daß er die -Walze, in welcher die Schneide <i>S</i> eingelassen ist, nicht berührt.</p> - -<p>Mit Hilfe der Schraube <i>Sch</i> wird die Wage so aufgestellt, daß bei -eingelegtem Drahtnetz der Zeiger sich auf den Nullpunkt der Teilung -einstellt.</p> - -<p>Man stelle die Wage so, daß sie vor Erschütterungen möglichst geschützt -ist, am besten auf ein Konsol, das an einer Tragewand angebracht ist; -ist ein solches nicht zu haben, so vermeide man wenigstens ein häufiges -Wechseln des Standortes der Wage.</p> - -<p>Der Versuch selbst geht in folgender Weise vor sich.</p> - -<p>Sobald der Zeiger bei eingelegtem Drahtnetz auf Null einspielt, legt -man in das Gehänge einen Streifen Papier, der nicht ganz die Breite des -Drahtnetzes besitzt, damit er nach dem Zusammenrollen gut in dasselbe -hineingeht.</p> - -<p>Zur Verwendung gelangt eine Papiermasse von dem Gewicht 1 g, weil -dann das Gewicht der Asche, in Centigrammen abgelesen, direkt den -Prozentgehalt bedeutet.</p> - -<p>Geht der Zeiger der Wage nach dem Auflegen des Papierstreifens über -den Teilstrich 100 hinaus, so reißt man so lange kleine Stückchen von -dem Streifen ab, bis der Zeiger auf 100 einspielt; steht er mit dem -aufgelegten Papier unter 100, so fügt man nach und nach geringe Mengen -Papier hinzu, bis das Gewicht von 100 Centigramm voll ist.</p> - -<p>Das nunmehr im Gehänge befindliche Papier wird darauf fest -zusammengerollt und in das Platindrahtnetz geschoben, in welchem es -verbrannt wird.</p> - -<p>Die Verbrennung geschieht am besten durch Gas mit Hilfe eines -Bunsenschen Brenners, welcher einen fächerförmigen Aufsatz trägt -(<a href="#fig25">Fig. 25</a>). Durch diesen Aufsatz erzielt man eine Flamme, welche das ganze -Drahtnetz gleichzeitig umspielt und zum Glühen bringt, während man bei -Anwendung eines einfachen Brenners ohne Aufsatz die Flamme von Zeit zu -Zeit verschieben muß, um alle Teile des Papiers in dieselbe zu bringen.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_56" id="Seite_56">[S. 56]</a></span></p> - -<p>Steht Gas für diesen Versuch nicht zur Verfügung, so muß man sich mit -einer kräftigen Spiritusflamme begnügen, mit der man seinen Zweck -ebenso vollkommen, jedoch erst nach längerem Glühen erreicht.</p> - -<p>Bei Anwendung von Gas ist der Versuch in längstens 10 Minuten beendigt.</p> - -<p>Zum Auflegen des Drahtnetzes während der Veraschung bedient man -sich zweckmäßig einer Vorrichtung, wie sie in <a href="#fig25">Fig. 25</a> dargestellt -ist. An einem Gestell <i>St</i> befinden sich zwei durch Schrauben -festzulegende Gabeln <i>G</i>, welche in der dem Brenner entsprechenden -Höhe festgeschraubt werden. Die Drahtstangen der Gabeln sind mit -Porzellanröhrchen belegt, um eine Berührung des Platinnetzes mit dem -Eisendraht zu verhindern. Während des Versuches drehe man das Netz -häufiger, so daß die untere Seite auch nach oben zu liegen kommt, weil -die Verbrennung in dem dem Brenner zugekehrten Teile des Netzes nicht -so vollkommen ist wie oben.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig25" name="fig25"> - <img class="mtop1" src="images/fig25.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 25.<br /> - Veraschungs-Gestell.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Einen Verlust hat man während dieses Umdrehens und auch bei dem ganzen -Versuch nicht zu befürchten, da die Asche auch bei den feineren -Papieren in sich zusammenhält. Man kann nun allerdings der Asche nicht -ohne weiteres ansehen, wann sie vollständig ausgeglüht und alles -Organische verbrannt ist. Meist wird dies der Fall sein, wenn nach dem -Entfernen der Flamme in dem Rückstand Glimmen nicht mehr zu bemerken -ist. Sieht man noch Teile der Asche weiter glimmen, besonders wenn man -mit der Hand vorsichtig etwas Luft dagegen fächelt, so ist dies ein -Beweis dafür, daß noch unverbrannte Kohleteilchen vorhanden sind; das -Glühen muß sodann fortgesetzt werden, bis diese Erscheinung nicht mehr -auftritt.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_57" id="Seite_57">[S. 57]</a></span></p> - -<p>Die Asche erscheint alsdann als eine weiße bis weißgraue Masse, -vorausgesetzt, daß das verwendete Papier nicht mit einem farbigen, -unorganischen Farbstoff gefärbt war, der auch in der Glühhitze seine -Farbe nicht verliert.</p> - -<p>Nach dem vollständigen Erkalten bringt man das Netz mit seinem -Inhalt in das Gehänge der Wage und liest ab, über welchem Teilstrich -der Zeiger spielt; die Zahl der angezeigten Centigramme gibt den -Aschengehalt des Papiers in Prozenten an.</p> - -<p>Zahlreiche Vergleichsversuche, die mit Hilfe einer chemischen Wage -angestellt wurden, ergaben als größten Fehler der Postschen Aschenwage -0,23%, so daß sie für praktische Zwecke als vollkommen genügend -bezeichnet werden kann. Auf zwei kleine Fehlerquellen, die sie in sich -birgt, wird später noch eingegangen.</p> - -<p>Hat man den Aschengehalt durch Ablesen an der Teilung festgestellt, so -muß man sich überzeugen, ob die Veraschung vollständig durchgeführt -ist; denn häufig sieht der Rückstand sehr weiß aus und glimmt auch nach -dem Entfernen der Flamme nicht mehr nach, und dennoch befinden sich -im Innern noch Kohleteilchen, bis zu denen keine atmosphärische Luft -gedrungen ist und welche aus diesem Grunde nicht verbrennen konnten. -Man drückt deshalb nach dem Ablesen die Asche auf einem Papierblatt -mit Hilfe eines Glasstabes auseinander; finden sich im Innern noch -schwarze, unverbrannte Teile vor, so ist der Versuch als verfehlt zu -betrachten und es muß ein anderer ausgeführt werden.</p> - -<p>Von den beiden Fehlerquellen, die oben kurz erwähnt wurden, steckt die -eine in dem Platinnetz, die andere in dem an dem Netz befindlichen -Griff aus Messing.</p> - -<p>Dadurch, daß der Platindraht in der Glühhitze mit der Kohle aus dem -Papier zusammenkommt, entsteht eine Verbindung des Platins mit dem -Kohlenstoff, das sogenannte <em class="gesperrt">Kohlenstoffplatin</em>, das sich in der -Glühhitze verflüchtigt.</p> - -<p>Das Platinnetz wird also während des Versuches leichter.</p> - -<p>Ein Netz, welches in der Versuchsanstalt gebraucht wurde und welches -ursprünglich 16,566 g schwer war, wog nach 74 Veraschungen nur noch -16,142; es hatte demnach 0,424 g oder 2,6% seines Anfangsgewichtes -verloren.</p> - -<p>Die Zerstörung des Platinnetzes geht schließlich so weit, daß die -ursprünglich etwa 1 mm starken Drähte haardünn werden und das Netz -durch ein neues ersetzt werden muß.</p> - -<p>Die andere Fehlerquelle liegt, wie schon erwähnt, in dem Messinggriff -des Netzes; beim Erhitzen des Papiers entstehen im Innern, wo die Luft -nicht sofort zutreten kann, Produkte der trockenen Destillation; diese -Kohlenwasserstoffe schlagen sich an dem<span class="pagenum"><a name="Seite_58" id="Seite_58">[S. 58]</a></span> kälteren Griff zum Teil nieder -und bilden hier eine schwarze, kohlige, schwer zu entfernende Masse.</p> - -<p>Der Metallgriff wird also während des Versuches schwerer und hebt mehr -oder weniger den durch das Platinnetz verursachten Fehler wieder auf.</p> - -<p>Diese beiden Unzuträglichkeiten sind bei der <em class="gesperrt">Reimann</em>schen -Aschenwage vermieden.</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Reimanns_Aschenwage">Reimanns Aschenwage.</h3> - -</div> - -<p>Der eine Arm des Wagebalkens ist mit einem Gewicht aus einem Stück -gearbeitet (<a href="#fig26">Fig. 26</a>); der andere trägt zwei Wagschalen, von denen -die obere zum Auflegen eines Glasröhrchens (<a href="#fig27">Fig. 27</a>), die untere für -Gewichte bestimmt ist. Da die Wage ohne Glasrohr bei einer Belastung -von 21 g sich im Gleichgewicht befindet, so wähle man das Röhrchen -so aus, daß es dem Gewicht von etwa 19 g nahe kommt, ohne jedoch -diese Grenze zu überschreiten. Auf die untere Wagschale bringt man an -Gewichten 2 g und zwar ein Grammgewicht als solches und den Rest in -Deci- und Centigrammstücken. Eine etwaige Differenz gleicht man auf -der unteren Wagschale mit kleinen Metallstückchen sowie mittels der zu -diesem Zweck angebrachten Schraube <i>R</i> aus.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig26" name="fig26"> - <img class="mtop1" src="images/fig26.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 26.<br /> - Reimanns Aschenwage.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Eine Pinselarretierung, wie sie <a href="#fig26">Fig. 26</a> zeigt, hat sich für das -Auflegen und Abnehmen der Gewichte als sehr praktisch erwiesen.</p> - -<p>Der Gang der Aschenbestimmung ist folgender.</p> - -<p>Nachdem die Wage mit dem aufgelegten Glasröhrchen so aufgestellt -ist, daß die Zunge nach rechts und links um gleich viel Teilstriche -ausschlägt, wird<span class="pagenum"><a name="Seite_59" id="Seite_59">[S. 59]</a></span> das Grammgewicht von der unteren Schale entfernt -und statt dessen so viel Papier aufgelegt, daß die Wagenzunge wieder -gleichmäßig um den Nullpunkt der Teilung spielt. Diese Menge Papier, 1 -g schwer, wird zusammengerollt, in ein Platinnetz gesteckt, wie es -<a href="#fig27">Fig. 27</a> zeigt, und nun in derselben Weise mit Hilfe -des Gestelles <a href="#fig25">Fig. 25</a> -verascht, wie es vorher auseinandergesetzt wurde.</p> - -<p>Ist die Veraschung beendigt, so steckt man das Platinnetz in das -Glasröhrchen und schüttet die Asche hinein; geringes Klopfen mit dem -Netz gegen die Wände des Glases genügt, um den Rückstand ohne jeden -Verlust in das Röhrchen überzuführen.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig27" name="fig27"> - <img class="mtop1" src="images/fig27.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 27.<br /> - Glasröhrchen und Platinnetz zum Veraschen.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Da sich die Platinnetze beim Gebrauch häufig verbiegen und -zusammendrücken und die Asche sich dann schwer aus ihnen entfernen -läßt, so weitet man sie von Zeit zu Zeit dadurch wieder auf, daß man -sie über einen entsprechend starken Holzstab zieht. Das Röhrchen, -welches jetzt die Asche des Papiers enthält, wird nunmehr auf die obere -Wagschale gelegt und das Grammgewicht, welches beim Abwägen des Papiers -von der Schale fortgenommen wurde, auf diese zurückgebracht.</p> - -<p>Die Zunge der Wage wird nun naturgemäß nach der Seite der beiden -Wagschalen zu ausschlagen, und zwar um so mehr, je größer das Gewicht -der Asche ist. Um dieses zu bestimmen, entfernt man von den kleinen -Gewichten allmählich so viel, daß der Ausschlag der Zunge nach beiden -Seiten des Nullstriches gleich groß ist. Die Summe dieser Gewichte -ergibt das Gewicht der Asche; in Centigrammen ausgedrückt, bedeutet sie -den Prozentgehalt des Papiers an unverbrennlichen Bestandteilen. Wären -beispielsweise behufs Herstellung des Gleichgewichtes der Wage nach dem -Auflegen des Röhrchens mit der Asche 11 cg heruntergenommen worden, -so hätten 1 g oder 100 cg Papier 11 cg unverbrennliche Bestandteile -hinterlassen, d. h. das Papier würde 11% Asche enthalten.</p> - -<p>Es erübrigt noch zu bemerken, daß Bruchteile von Centigrammen an dem -Ausschlagen auf der Teilung abgelesen werden; die Wagen sind meist so -gebaut, daß ein Ausschlag von zwei Teilstrichen einer Belastung von -1 cg entspricht; auf diese Weise läßt sich also der Aschengehalt auf -Viertelprozente genau ablesen.</p> - -<p>Handelt es sich darum, genauere Angaben als diese über die im -Papier enthaltenen Füllstoffe zu erhalten, so reichen die beiden<span class="pagenum"><a name="Seite_60" id="Seite_60">[S. 60]</a></span> -beschriebenen Wagen für die Bestimmung nicht mehr aus und es muß eine -quantitative Bestimmung mit Hilfe der chemischen Wage vorgenommen -werden.</p> - -<p>Hierbei ist dann auch die im Papier enthaltene Feuchtigkeit zu -berücksichtigen, welche bei den eben erwähnten Methoden wegen des -geringen Einflusses, den sie auf das Endergebnis ausübt, nicht in -Betracht gezogen ist.</p> - -<p>Um den Feuchtigkeitsgehalt im Papier zu bestimmen, werden ungefähr 1–2 -g in ein Trockengläschen gebracht, wie es <a href="#fig28">Fig. 28</a> zeigt; dieses wird -dann ohne Deckel in einem Luftbad 30 Minuten lang auf ungefähr 105° C. -bis zum gleichbleibenden Gewicht erhitzt.</p> - -<p>Nach Abzug des Gewichtes der Trockenflasche erhält man das Gewicht des -Papiers.</p> - -<p>Das getrocknete Papier wird darauf, auf eine Platinnadel gespießt -oder mit einem Platindraht umwickelt, verbrannt und der Rückstand in -einem kleinen Porzellan- oder Platintiegel so lange geglüht, bis zwei -aufeinanderfolgende Wägungen dasselbe Ergebnis liefern. Beim Glühen -stellt man den Tiegel schräg und legt den Deckel schräg gegen die -Tiegelöffnung, damit die Luft besser hinzutreten kann.</p> - -<p>Aus dem Gewicht des Papiers und des Rückstandes läßt sich dann der -Aschengehalt in Prozenten berechnen.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig28" name="fig28"> - <img class="mtop1" src="images/fig28.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 28.<br /> - Trockengläschen.</p> -</div> - -<p class="mtop1"><em class="gesperrt">Heyse</em><a name="FNAnker_26_26" id="FNAnker_26_26"></a><a href="#Fussnote_26_26" class="fnanchor">[26]</a> hat eine Veraschungsvorrichtung vorgeschlagen unter -Verwendung eines Porzellantiegels mit durchlochtem Deckel. Durch -das Loch ragt ein mit einer feinen Öffnung versehenes hartgelötetes -Kupferrohr mit Platinspitze, durch welches während des Veraschens mit -Hilfe eines Gummiballes Luft in den Tiegel geblasen wird. Hierdurch -wird der Verbrennungsprozeß wesentlich beschleunigt. Beim Einblasen der -Luft muß man natürlich vorsichtig zu Werke gehen, da sonst leicht Asche -aus dem Tiegel fortgeblasen werden kann.</p> - -<p>Es folgt nunmehr die qualitative Bestimmung des in der Asche -enthaltenen Füllstoffes, deren Erörterung indessen außer dem -Bereich dieser Anleitung liegt; es soll hier nur der Grund kurz -angegeben werden, weshalb eine qualitative Analyse zu einer genauen -Aschenuntersuchung erforderlich ist.</p> - -<p>Bei der Veraschung finden mit den im Papier vorhandenen<span class="pagenum"><a name="Seite_61" id="Seite_61">[S. 61]</a></span> mineralischen -Füllstoffen infolge des Glühens mehr oder weniger weitgreifende -chemische Veränderungen statt, indem teilweise Bestandteile -ausgetrieben, teilweise Füllstoffe in andere Verbindungen übergeführt -werden; es sei hierfür nur ein Beispiel erwähnt.</p> - -<p>Angenommen, es wäre einem Papierstoff Gips zugesetzt, wasserhaltiger -schwefelsaurer Kalk, von der Zusammensetzung CaSO<sub>4</sub> + 2 H<sub>2</sub>O. -Dieser Körper gibt beim Glühen sein Wasser ab, und in der Asche -bleibt nur wasserfreier schwefelsaurer Kalk (CaSO<sub>4</sub>) zurück. -Unter Zugrundelegung der angegebenen Formel ergibt sich, daß 172 -Gewichtsteile Gips 136 Gewichtsteile schwefelsauren Kalk hinterlassen. -Somit hat man einen Glühverlust von rund 21%, der in Rechnung zu ziehen -ist durch Erhöhung des gefundenen Aschengehaltes um rund 26%.</p> - -<p>Außerdem kann ein Teil des Gipses bei ungenügendem Luftzutritt während -der Veraschung in Calciumsulfid übergeführt werden, wodurch ein -weiterer Verlust entsteht.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_26_26" id="Fussnote_26_26"></a><a href="#FNAnker_26_26"><span class="label">[26]</span></a> Wochenblatt für Papierfabrikation 1899, S. 239.</p></div> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_62" id="Seite_62">[S. 62]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Mikroskopische_Untersuchung">Mikroskopische -Untersuchung.</h2> - -</div> - -<p>Die Aufgabe der mikroskopischen Papierprüfung besteht hauptsächlich -darin, die Art der Fasern zu bestimmen, aus denen ein Papier -hergestellt ist; in zweiter Linie soll sie Aufschluß darüber geben, -in welchem Zustand sich die Fasern befinden und in welchen Mengen -sie vorhanden sind, soweit sich letzteres durch Abschätzung des -mikroskopischen Bildes im Vergleich mit Mischungen von bekannter -Zusammensetzung beurteilen läßt.</p> - -<p>Durch Anwendung von Jodlösungen verschiedener Art gelingt es, die -Papierfasern in Gruppen zu trennen, die das Auge leicht durch ihre -verschiedene Färbung unterscheiden kann. Innerhalb dieser Gruppen -wiederum Unterschiede durch Färbung hervorzurufen, ist trotz aller -Versuche bisher nicht gelungen. Eine sichere Kenntnis des Baues der -Fasern bleibt daher ein unbedingtes Erfordernis zu ihrer Erkennung. Der -Bau der Zelle gibt hierzu Anhaltspunkte, obschon diese nicht immer so -sicher sind, daß Verwechselungen einzelner Fasern ausgeschlossen wären.</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Vorbereitung_des_Papiers">Vorbereitung des Papiers.</h3> - -</div> - -<p>Das Papier als solches ist zum Mikroskopieren nicht ohne weiteres -geeignet. Stellenweise wird vorgeschrieben, ein kleines Stück des -zu untersuchenden Papiers auf dem Objektglase in einem Tropfen -Wasser, Glycerin o. a. mit Präpariernadeln zu zerfasern und unter dem -Mikroskope zu betrachten; diese Methode ist roh und unvollkommen, weil -die neben den Fasern im Papier vorhandenen Körper, wie Leim, Stärke, -Füllstoffe u. s. w., den Bau der Zelle verdecken und ihr Erkennen -erschweren. Um diese der Untersuchung hinderlichen Bestandteile zu -entfernen, ist es erforderlich, das Papier zunächst in ganz verdünnter -Natron- oder Kalilauge zu kochen.</p> - -<p>Zur Erlangung einer guten Durchschnittsprobe entnimmt man, am besten -aus verschiedenen Bogen, kleine Stücke des zu<span class="pagenum"><a name="Seite_63" id="Seite_63">[S. 63]</a></span> untersuchenden -Materials, übergießt sie in einer Porzellanschale mit einer geringen -Menge etwa 5prozentiger Natronlauge, läßt diese einige Zeit einwirken, -fügt dann Wasser hinzu und erhitzt das Ganze zum Kochen. Schon -bei diesem Kochen verrät sich die Anwesenheit eines Faserstoffes, -nämlich die des Holzschliffes. Holzschliffhaltiges Papier färbt sich -erbsengelb, während holzschlifffreies Papier im Aussehen unverändert -bleibt.</p> - -<p>Man kocht ungefähr eine Viertelstunde und rührt dabei häufig mit -einem Glasstabe um; Papiere aus geringerem Material verlieren hierbei -ihren Zusammenhang ziemlich leicht und liefern eine breiige Masse, -während festere Papiere sich erst nach längerem Rühren zerfasern. Ist -das Kochen beendet, so bringt man das Ganze in einen unten durch ein -feinmaschiges Sieb verschlossenen Spültrichter von nebenstehender Form -(<a href="#fig29">Fig. 29</a>) und gießt Wasser über die darin befindliche Masse, um die den -Fasern anhaftende Lauge zu entfernen.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig29" name="fig29"> - <img class="mtop1" src="images/fig29.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 29.<br /> - Spültrichter.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Der Brei wird dann in eine weithalsige, mit Glasstopfen versehene -Flasche gebracht, deren Boden etwa 2 cm hoch mit kleinen Granaten -bedeckt und die außerdem etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt ist. Die -weitere Zerfaserung wird nun dadurch bewirkt, daß die Flasche kräftig -geschüttelt wird, bis die Stoffklumpen verschwunden sind und ein -gleichmäßiger dünner Brei entstanden ist. Der so erhaltene Ganzstoff -wird mittels des erwähnten Siebtrichters abfiltriert und aus dem Brei -dann das Material für die mikroskopischen Präparate entnommen.</p> - -<p>Man erhält auf diese Weise klare mikroskopische Bilder, da die Fasern -durch den Kochprozeß von allen Stoffen befreit sind, die ihren Bau -verdecken und die mikroskopische Untersuchung erschweren; ferner läßt -sich der gewonnene Brei bequem präparieren und schließlich stellt die -erhaltene breiige Masse eine gute Durchschnittsprobe dar.</p> - -<p>Der Wasserzusatz in der Schüttelflasche hat einerseits den Zweck, die -Beweglichkeit des Stoffes zu erhöhen und die Fasern der Einwirkung -der Granaten leichter zugänglich zu machen, andererseits dient er -dazu, eine zu starke Einwirkung zu verhindern; nimmt man zu wenig -Wasser, so kann es vorkommen, daß die Fasern durch das Schütteln so -stark angegriffen werden,<span class="pagenum"><a name="Seite_64" id="Seite_64">[S. 64]</a></span> daß sie im mikroskopischen Bilde entstellt -erscheinen. Dieser Fall wird besonders dann eintreten, wenn man bei -wenig Brei und wenig Wasser sehr lange und kräftig schüttelt. Aber -auch bei hinreichendem Wasserzusatz ist das Schütteln nur so lange -fortzusetzen, bis die klumpigen Massen zerteilt sind.</p> - -<p>Bei Beobachtung dieser Vorsicht hat man keine störende Veränderung im -Zustande der Fasern zu befürchten.</p> - -<p>Sehr bequem ist, besonders bei kleinen Proben und sehr festem Papier, -die Vorbereitung im Reagensglase ohne Verwendung von Granaten. Man -kocht die Probe mehrere Minuten mit einer etwa 5prozentigen Lauge, -kühlt etwas ab, verschließt die Mündung des Röhrchens mit dem Daumen -und schüttelt so lange, bis vollständige Zerfaserung eingetreten ist. -Der Inhalt des Röhrchens wird dann auf ein kleines Sieb gebracht und -die zurückbleibende Fasermasse, nachdem sie mit Wasser gewaschen ist, -zur Herstellung der mikroskopischen Präparate benutzt.</p> - -<p>Die Reinigung der Schüttelflaschen, der Siebtrichter und -Porzellanschalen wird am besten gleich nach dem Gebrauch vorgenommen, -oder man stellt die benutzten Gegenstände (die Schüttelflaschen -geöffnet) in ein großes Gefäß mit Wasser, damit die Faserreste nicht -antrocknen. Die Schüttelflasche wird behufs Reinigung zur Hälfte mit -Wasser gefüllt, tüchtig durchgeschüttelt, wieder entleert und so -weiterbehandelt, bis in dem über den Granaten stehenden Wasser keine -Fasern mehr bemerkt werden; auch ganz vereinzelte Fasern sind in dem -Wasser deutlich sichtbar.</p> - -<p>Pappen und Preßspäne, welche beim Kochen mit Lauge nur schwer -erweichen, spaltet man vorher in dünne Blätter, um sie der Einwirkung -der Lauge leichter zugänglich zu machen. In solchen Fällen leistet -außerdem ein mechanisches Rührwerk, das sich z. B. leicht mit der -kleinen <em class="gesperrt">Raabe</em>schen Turbine antreiben läßt, gute Dienste.</p> - -<p>Gefärbte Papiere werden im allgemeinen nicht anders behandelt -als ungefärbte. Die Farbe wird häufig schon durch den Kochprozeß -vollständig zerstört oder so umgewandelt, daß sie bei der Untersuchung -nicht hindert; auch bei widerstandsfähigeren Farben pflegt die -mikroskopische Untersuchung von gefärbtem Papierbrei im allgemeinen -nicht größere Schwierigkeiten zu machen als das Mikroskopieren von -ungefärbtem Brei. Eine besondere Behandlung des Papiers oder des -Breies zur Entfernung des Farbstoffes ist nur dann erforderlich, wenn -die Farbe so dunkel ist, daß sie den Bau der Faser verdeckt. Als -Farbstoff lösende oder zerstörende Mittel kommen hauptsächlich Alkohol, -Salzsäure, Salpetersäure und Chlorkalk in Betracht. Ein Verfahren, -das in allen Fällen zum Ziel<span class="pagenum"><a name="Seite_65" id="Seite_65">[S. 65]</a></span> führt, kann nicht angegeben werden, da -es in jedem Fall von der chemischen Natur des verwendeten Farbstoffes -abhängig ist.</p> - -<p>Nicht geleimte Papiere, Löschpapiere, Filtrierpapiere, Halbstoffe -u. s. w. lassen sich schon mit Wasser zerkochen. Indessen tut man gut, -auch in diesen Fällen etwas Lauge hinzuzufügen, da hierdurch bessere -Färbungen und klarere mikroskopische Bilder erzielt werden. Nur bei -wollhaltigen Papieren (Kalanderpapier, Schrenzpapier, Dachpappe -u. s. w.) ist Lauge ganz zu vermeiden, da Wolle von Natronlauge aufgelöst -wird.</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Herstellung_der_Praeparate">Herstellung der Präparate.</h3> - -</div> - -<p>Wie schon erwähnt, wird das Erkennen der Fasern durch Anwendung -geeigneter färbender Lösungen wesentlich erleichtert; als solche kommen -vorzugsweise eine Jod-Jodkaliumlösung und eine Chlorzinkjodlösung von -bestimmter nachstehend angegebener Zusammensetzung in Betracht.</p> - -<p class="mtop1">1. <em class="gesperrt">Jod-Jodkaliumlösung.</em></p> - -<div class="csstab mleft3"> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell"> - Wasser - </div> - <div class="csscell right mleft3"> - 20    - </div> - <div class="csscell"> - ccm - </div> - </div> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell"> - Jodkalium - </div> - <div class="csscell right mleft3"> -  2    - </div> - <div class="csscell"> - g - </div> - </div> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell"> - Jod - </div> - <div class="csscell right mleft3"> -  1,15 - </div> - <div class="csscell"> - „ - </div> - </div> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell"> - Glycerin - </div> - <div class="csscell right mleft3"> -  2    - </div> - <div class="csscell"> - ccm - </div> - </div> -</div> - -<p class="mtop1">2. <em class="gesperrt">Chlorzinkjodlösung.</em></p> - -<p>Man stelle zunächst die folgenden beiden Lösungen her:</p> - -<div class="csstab mleft3"> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell"> - <em class="gesperrt mleft3">Lösung A</em> - </div> - </div> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell"> - 20 g trockenes Zinkchlorid in 10 g Wasser. - </div> - </div> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell mleft3"> - <em class="gesperrt mleft3">Lösung B</em> - </div> - </div> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell"> - 2,1 g Jodkalium und 0,1 g Jod in 5 g Wasser. - </div> - </div> -</div> - -<p>Man vermische dann A mit B, lasse den entstehenden Niederschlag sich -absetzen und gieße die überstehende klare Reaktionsflüssigkeit ab; in -diese bringt man ein Blättchen Jod.</p> - -<p>Auf genaue Innehaltung der Mengenverhältnisse der einzelnen -Bestandteile ist zu achten, da schon bei geringen Abweichungen die -Wirkung der Lösung beeinträchtigt wird. Beide Lösungen, die vor Licht -zu schützen sind, füllt man zum Gebrauch am vorteilhaftesten in braune -Pipettenflaschen.</p> - -<p>Die Art der Färbung der für die Papierfabrikation hauptsächlich in -Frage kommenden Fasern bei Anwendung der beiden Lösungen ist aus -nachstehender Zusammenstellung ersichtlich.</p> - -<p>Leider lassen sich die Färbungen der verschiedenen Fasern nicht bei -jedem Papier scharf abgrenzen, da die Farbtöne, zumal bei stark -zermahlenen Stoffen, zuweilen ineinander übergehen.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_66" id="Seite_66">[S. 66]</a></span></p> - -<table id="Faserfaerbung" class="feinheit faserfaerbung" summary="Faserfärbung"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr vam" colspan="2" rowspan="2"> - <div class="center">Fasern</div> - </td> - <td class="bdt" colspan="2"> - <div class="center">Färbung in</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br bdb"> - <div class="center">Jod-Jodkalium-<br /> - lösung<a name="FNAnker_27_27" id="FNAnker_27_27"></a><a href="#Fussnote_27_27" class="fnanchor">[27]</a></div> - </td> - <td class="bdb"> - <div class="center">Chlorzinkjod-<br /> - lösung<a name="FNAnker_28_28" id="FNAnker_28_28"></a><a href="#Fussnote_28_28" class="fnanchor">[28]</a></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br bbb vam" rowspan="2"> - <div class="center">Gruppe I<br /> - (Verholzte<br /> - Fasern)</div> - </td> - <td class="bb bbr vam"> - <div class="center">Holzschliff, rohe<br /> - Jute, schlecht<br /> - aufgeschlossene<br /> - Zellstoffe</div> - </td> - <td class="br bb vam"> - <div class="center">teils leuchtend gelb-<br /> - braun, teils gelb, je<br /> - nach Schichtendicke<br /> - und Verholzungsgrad</div> - </td> - <td class="bb vam"> - <div class="center">zitronengelb bis<br /> - dunkelgelb</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr bbb vam"> - <div class="center">Strohstoff</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">teils gelbbraun, teils<br /> - gelb, teils grau</div> - </td> - <td class="bbb vam"> - <div class="center">teils gelb, teils blau<br /> - teils blauviolett</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br bbb vam" rowspan="4"> - <div class="center">Gruppe II<br /> - (Zellstoffe)</div> - </td> - <td class="bb bbr vam"> - <div class="center">Holzzellstoff<br /> - und Adansonia</div> - </td> - <td class="br bb vam"> - <div class="center">grau bis braun</div> - </td> - <td class="bb vam"> - <div class="center">blau bis blauviolett</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr bb vam"> - <div class="center">Stroh- und<br /> - Jutezellstoff</div> - </td> - <td class="br bb vam"> - <div class="center">grau</div> - </td> - <td class="bb vam"> - <div class="center">blau bis blauviolett</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr bb vam"> - <div class="center">Esparto</div> - </td> - <td class="br bb vam"> - <div class="center">teils grau, teils braun</div> - </td> - <td class="bb vam"> - <div class="center">teils blau, teils<br /> - weinrot</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr bbb vam"> - <div class="center">Manilahanf</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">teils grau, teils braun,<br /> - teils gelbbraun</div> - </td> - <td class="bbb vam"> - <div class="center">blau, blauviolett, rot-<br /> - violett, schmutzig-<br /> - gelb, grünlichgelb</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vam"> - <div class="center">Gruppe III<br /> - (Lumpenfasern)</div> - </td> - <td class="bbr vam"> - <div class="center">Leinen, Hanf<br /> - Baumwolle</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">schwach bis dunkel-<br /> - braun, dünnen Lamellen<br /> - fast farblos</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">schwach bis stark<br /> - weinrot<a name="FNAnker_29_29" id="FNAnker_29_29"></a><a href="#Fussnote_29_29" class="fnanchor">[29]</a></div> - </td> - </tr> -</table> - -<p><em class="gesperrt">Jenke</em><a name="FNAnker_30_30" id="FNAnker_30_30"></a><a href="#Fussnote_30_30" class="fnanchor">[30]</a> hat empfohlen, die Fasern in folgender Lösung zu -beobachten:</p> - -<table summary="Lösungen nach Jenke"> - <tr> - <td> - <div class="center">50  </div> - </td> - <td> - <div class="center">ccm </div> - </td> - <td> - gesättigte Chlormagnesiumlösung - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center"> 2,5</div> - </td> - <td> - <div class="center">„ </div> - </td> - <td> - Jod-Jodkaliumlösung (2 g KJ, 1,15 g J, 20 ccm H<sub>2</sub>O). - </td> - </tr> -</table> - -<p>Hierin erscheinen:</p> - -<table summary="Farben nach Jenke"> - <tr> - <td> - Lumpen - </td> - <td> - braun, - </td> - </tr> - <tr> - <td> - Strohzellstoff - </td> - <td> - blauviolett, - </td> - </tr> - <tr> - <td> - Holzzellstoff - </td> - <td> - ungefärbt bis schwach rötlich, - </td> - </tr> - <tr> - <td> - Holzschliff, rohe Jute - </td> - <td> - gelb. - </td> - </tr> -</table> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_67" id="Seite_67">[S. 67]</a></span></p> - -<p><em class="gesperrt">Behrens-Delft</em><a name="FNAnker_31_31" id="FNAnker_31_31"></a><a href="#Fussnote_31_31" class="fnanchor">[31]</a> hat vorgeschlagen, die verschiedene -Aufnahmefähigkeit der Fasern für gewisse Anilinfarben zur Trennung zu -benutzen; man erzielt auf diese Weise unterscheidende Färbungen, die in -gewissen Fällen recht wertvoll sind (siehe S. 84).</p> - -<p><em class="gesperrt">v. Höhnel</em><a name="FNAnker_32_32" id="FNAnker_32_32"></a><a href="#Fussnote_32_32" class="fnanchor">[32]</a> behandelt Faserbrei mit Jod-Jodkaliumlösung (eine -etwa 3 cm starke Schicht soll rubinrot sein) und nach dem Abdrücken mit -Fließpapier mit Schwefelsäure von bestimmter, durch praktische Versuche -mit Fasern zu ermittelnder Stärke.</p> - -<p>Dann färben sich:</p> - -<table summary="Farben nach Höhnel"> - <tr> - <td> - Lumpen - </td> - <td> - rotviolett, - </td> - </tr> - <tr> - <td> - Zellstoffe von Holz und Stroh - </td> - <td> - rein blau, - </td> - </tr> - <tr> - <td> - Holzschliff und rohe Jute - </td> - <td> - dunkelgelb. - </td> - </tr> -</table> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_27_27" id="Fussnote_27_27"></a><a href="#FNAnker_27_27"><span class="label">[27]</span></a> Vergl. Tafel XIII.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_28_28" id="Fussnote_28_28"></a><a href="#FNAnker_28_28"><span class="label">[28]</span></a> Vergl. Tafel XIV.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_29_29" id="Fussnote_29_29"></a><a href="#FNAnker_29_29"><span class="label">[29]</span></a> Erscheinen die Lumpenfasern bläulich, so ist die Lösung -zu stark und muß vorsichtig mit Wasser verdünnt werden, bis sich die -Lumpen rot färben. Werden die Zellstofffasern nicht blau, sondern -rötlich gefärbt, so ist die Lösung zu schwach; sie kann meist durch -geringen Zusatz von Zinkchlorid brauchbar gemacht werden; gelingt dies -nicht, so ist die Lösung neu anzufertigen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_30_30" id="Fussnote_30_30"></a><a href="#FNAnker_30_30"><span class="label">[30]</span></a> Papierzeitung 1900, No. 77.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_31_31" id="Fussnote_31_31"></a><a href="#FNAnker_31_31"><span class="label">[31]</span></a> <em class="gesperrt">H. Behrens</em>, Mikrochemische Analyse 1896.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_32_32" id="Fussnote_32_32"></a><a href="#FNAnker_32_32"><span class="label">[32]</span></a> <em class="gesperrt">v. Höhnel</em>, Über eine neue Methode der -mikroskopischen Papierprüfung. Mitt. a. d. Technol. Gew. Museum. Wien -1889, S. 6–8.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Untersuchung_des_durch_Kochen_erhaltenen_Breies">Untersuchung -des durch Kochen erhaltenen Breies.</h3> - -</div> - -<p>Zum Zerteilen des Breies auf dem Objektglase bedient man sich zweier -Präpariernadeln, am besten aus Platin, da andere Materialien, -namentlich Hornnadeln, von der Jodlösung stark angegriffen werden.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig30" name="fig30"> - <img class="mtop1" src="images/fig30.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 30.<br /> - Mikroskopierbrücke.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Beim Arbeiten mit der Jod-Jodkaliumlösung kann man ein Klümpchen -des erhaltenen Breies ohne weiteres verwenden; beim Färben mit der -Chlorzinkjodlösung muß es erst von dem mechanisch anhaftenden Wasser -befreit werden. Zu diesem Zwecke drückt man es auf ein Stückchen -porösen Ton, Gips o. a.; fehlt es an derartigem Material, so läßt -sich das Wasser auch durch sorgfältiges Ausstreichen des Breies auf -der Hand entfernen. Die Beseitigung des Wassers ist bei Anwendung von -Chlorzinkjodlösung erforder<span class="pagenum"><a name="Seite_68" id="Seite_68">[S. 68]</a></span>lich, weil anderenfalls die Färbung nicht -mit der nötigen Schärfe eintritt.</p> - -<p>Das ausgedrückte Breiklümpchen bringt man auf das Objektglas, fügt 1–2 -Tropfen der Lösung hinzu und verteilt die Fasern möglichst gleichmäßig.</p> - -<p>Das Objektglas legt man hierbei hohl über eine weiße Unterlage, da -sich die Fasern auf diese Weise am besten vom Untergrund abheben. -<a href="#fig30">Fig. 30</a> zeigt eine Vorrichtung, wie sie zu diesem Zwecke angewendet wird. -Jedes Präparat wird mit einem Deckgläschen vom Rande der Flüssigkeit -aus vorsichtig bedeckt und mit einem scharf beschnittenen Stück -Fließpapier, welches man gegen den Rand hält, die zuviel zugesetzte -Lösung fortgenommen. Hierbei ist indessen darauf zu achten, daß man -das Papier nicht zu lange saugen läßt, da sonst zwischen Objekt- und -Deckglas Luftblasen entstehen, die beim Untersuchen stören.</p> - -<p>Zur staubfreien Aufbewahrung und bequemen Entnahme der Deckgläschen hat -die Firma <em class="gesperrt">L. Schopper</em>-Leipzig auf Anregung der Versuchsanstalt -Behälter angefertigt, die sich als sehr praktisch erwiesen haben; aus -<a href="#fig31">Fig. 31</a> ist deren Bau und Wirkungsweise ohne weiteres zu ersehen; die -Füllung mit Deckgläschen erfolgt bei abgenommenem Deckel nach dem -Herunterklappen der Rückwand, die Entnahme der Gläschen von unten; der -zwischen der unteren Platte und der Vorderwand befindliche Schlitz -kann mittels einer Schraube so eingestellt werden, daß immer nur das -unterste Deckgläschen entnommen werden kann.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig31" name="fig31"> - <img class="mtop1" src="images/fig31.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 31.<br /> - Deckglasbehälter.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Für die Untersuchung der Fasern empfiehlt sich eine etwa 150fache -lineare Vergrößerung; man erkennt zwar viele Fasern schon bei einer -geringeren Vergrößerung, aber die Feinheiten des Faserbaues gehen -hierbei verloren. In der Versuchsanstalt wird mit <em class="gesperrt">Zeiß</em>schen -Mikroskopen, gewöhnlich mit dem Okular Nr. 2 und dem Objektiv D, -gearbeitet. Diese Zusammenstellung entspricht ungefähr einer 150fachen -Vergrößerung, die für die Unterscheidung der Fasern meist ausreicht und -sich sehr gut bewährt hat.</p> - -<p>Will man sich einen Überblick über die Menge der verschiedenen -Faserarten verschaffen, so wählt man eine geringere, etwa 50fache -Vergrößerung, damit eine größere Fläche auf einmal übersehen werden -kann.</p> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_69" id="Seite_69">[S. 69]</a></span></p> - -<h3 id="Verholzte_Fasern" title="Verholzte Fasern">Unterscheidungsmerkmale -der in der Tabelle Seite 66 aufgeführten -Fasern.<a name="FNAnker_33_33" id="FNAnker_33_33"></a><a href="#Fussnote_33_33" class="fnanchor"><span class="s6 vat">[33]</span></a><br /> -Gruppe I: Verholzte Fasern.</h3> - -</div> - -<h4 id="Holzschliff" title="Holzschliff">Holzschliff<a name="FNAnker_34_34" id="FNAnker_34_34"></a><a href="#Fussnote_34_34" class="fnanchor"><span class="s5 vat">[34]</span></a> -(<a href="#tafel1">Tafel I</a>).</h4> - -<p>Zur Herstellung von Holzschliff werden vorzugsweise Nadelhölzer (Pinus -Picea Fichte, P. sylvestris Kiefer, P. Abies Weißtanne und auch wohl P. -Larix Lärche) verwendet.</p> - -<p>Der anatomische Bau aller zu den Nadelhölzern gehörigen Arten ist sehr -gleichartig und deshalb die auf geringe Verschiedenheiten in dem Bau -der Markstrahlzellen gestützte Unterscheidung oft recht schwierig. -Bei der Papierprüfung hat diese Unterscheidung im allgemeinen wenig -Wert, und es soll daher, um den Stoff nicht unnütz zu erschweren -und zu erweitern, auf die anatomischen Verschiedenheiten der -einzelnen Koniferenarten nicht eingegangen werden. In <em class="gesperrt">Wiesners</em> -Technischer Mikroskopie und in ähnlichen Werken kann man die -Unterscheidungsmerkmale finden.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig32" name="fig32"> - <img class="mtop1" src="images/fig32.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 32.</p> -</div> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig33" name="fig33"> - <img class="mtop1" src="images/fig33.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 33.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Diejenigen Zellen nun, die dem Beobachter sofort auffallen und die am -zahlreichsten vertreten sind, sind die sogenannten <em class="gesperrt">Holzzellen</em>, -teils dick- teils dünnwandige Zellen, die durch die Tüpfel oder -behöften Poren sehr charakteristisch gekennzeichnet sind. Die Tüpfel -erscheinen, von der Fläche<span class="pagenum"><a name="Seite_70" id="Seite_70">[S. 70]</a></span> aus gesehen, meist als zwei konzentrische -Kreise, wie dies aus <a href="#fig32">Fig. 32</a>, die eine schematische Darstellung dieser -Tüpfel, a) von der Fläche gesehen, b) in Seitenansicht, zeigt, deutlich -zu ersehen ist. Ansicht b) wird man indessen bei Untersuchungen selten -wahrnehmen. Die Tüpfel erscheinen mehr oder weniger elliptisch geformt -und zur Längsachse der Zelle schief gestellt.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig34" name="fig34"> - <img class="mtop1" src="images/fig34.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 34.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Wenn auch ein großer Teil der Holzzellen beim Schleifen des Holzes -zertrümmert wird (<a href="#fig33">Fig. 33</a>), so kommen doch auch noch viele gut -erhaltene im Papier vor, an denen man diese Tüpfel deutlich wahrnehmen -kann (<a href="#fig34">Fig. 34</a>).</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig35" name="fig35"> - <img class="mtop1" src="images/fig35.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 35.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Neben diesen Holzzellen sind jedoch noch andere vorhanden, die sich -ebenso vorzüglich zur Erkennung des Holzschliffes eignen, nämlich die -<em class="gesperrt">Markstrahlzellen</em>, welche im Stamme von der Mitte aus sternförmig -nach außen verlaufen und durch ihr gitterförmiges Gefüge auffallen.</p> - -<p><a href="#fig35">Fig. 35</a> zeigt derartige Markstrahlzellen, wie sie über darunter -liegende Holzzellen fortlaufen.</p> - -<p>Außer den Nadelhölzern werden auch in geringem Umfange Laubhölzer, -wie Birke, Pappel u. a., verschliffen. Zur Erkennung dieser -Laubholzschliffe wird auf das <a href="#Laubholzzellstoff">S. 73–75</a> bei Besprechung der Zellstoffe -aus diesen Hölzern Gesagte verwiesen.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_71" id="Seite_71">[S. 71]</a></span></p> - -<h4 id="Jute" title="Jute">Jute (<a href="#tafel2">Tafel II</a>).</h4> - -<p>Was man unter dem Namen Jute namentlich zur Herstellung von Packpapier, -Zuckerpapier, Briefumschlagpapier, sogenanntem Manilapapier u. s. w. -verwendet, sind die Bastzellen mehrerer ostindischer Pflanzenarten -(Corchorus olitorius, C. capsularis, C. fuscus, C. decemangulatus -u. a.). Sie lassen sich schwer bleichen und finden deswegen für feine -Papiere keine Verwendung.</p> - -<p>Die charakteristische Eigentümlichkeit der <em class="gesperrt">Bastfasern</em> dieser -Pflanzen besteht darin, daß die Wandstärke der Zellen an verschiedenen -Stellen verschieden ist und oft schon im Bereich des mikroskopischen -Bildes stark wechselt. Zuweilen ist die Wand sehr dünn, dann wird sie -mehr oder minder plötzlich dicker und verdickt sich oft so sehr, daß -die Höhlung der Zelle nur noch als eine dünne Linie erscheint oder auf -kurze Strecken vollständig verschwindet, um eine kurze Strecke weiter -dieselben Wandlungen von neuem durchzumachen (<a href="#fig36">Fig. 36</a>).</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig36" name="fig36"> - <img class="mtop1" src="images/fig36.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 36.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Man darf indessen nicht erwarten, daß jede Zelle diese Merkmale so -auffallend zeigt wie eben geschildert; an manchen sind sie schwer -aufzufinden, und man muß die Zelle erst unter dem Mikroskop verfolgen, -um Verschiedenheiten in der Wandstärke zu entdecken.</p> - -<p>Stellenweise zeigen die Fasern Poren und ganz ähnliche Verdickungen -(Knoten), wie wir sie später bei der Leinenfaser regelmäßig antreffen -werden; diese Knoten heben sich in Jod-Jodkaliumlösung durch ihre in -ein mehr oder weniger gelbes Braun übergehende Färbung deutlich gegen -die anderen Teile der Zelle ab.</p> - -<p>Häufig kommt es vor, daß man die Jutefasern noch zu ganzen Bündeln -vereinigt in dem mikroskopischen Bilde erblickt (<a href="#tafel2">Tafel II</a>). Zur -Erkennung des anatomischen Baues sind solche Bündel wenig geeignet, -weil meist eine Zelle die andere verdeckt.</p> - -<h4 class="unsichtbar" id="Strohstoff" -title="Strohstoff."> </h4> - -<p>Hinsichtlich der charakteristischen Merkmale von Strohstoff und -schlecht aufgeschlossenem Holzzellstoff wird auf <a href="#Strohzellstoff">S. 76</a> -u. <a href="#schlecht_aufgeschlossen">99</a> verwiesen.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_33_33" id="Fussnote_33_33"></a><a href="#FNAnker_33_33"><span class="label">[33]</span></a> Die Angaben über die Färbung in Jod-Jodkalium- und -Chlorzinkjodlösung sollen bei Besprechung der einzelnen Fasern nicht -wiederholt werden; es wird hierzu auf die <a href="#Faserfaerbung">Tabelle S. 66</a> verwiesen.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_34_34" id="Fussnote_34_34"></a><a href="#FNAnker_34_34"><span class="label">[34]</span></a> Den Namen „Holzstoff“ für Holzschliff sollte man -vermeiden, da er als solcher angewendet ungenau und mit dem Vermerk -„<em class="gesperrt">mechanisch zubereitet</em>“ versehen etwas umständlich ist.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_72" id="Seite_72">[S. 72]</a></span></p> - -<h3 id="Gruppe_II_Zellstoffe">Gruppe II: Zellstoffe.</h3> - -</div> - -<h4 id="Nadelholzzellstoff" title="Nadelholzzellstoff">Nadelholzzellstoff -(<a href="#tafel3">Tafel III</a>).</h4> - -<p>Für das Erkennen des Nadelholzzellstoffes unter dem Mikroskop gilt -natürlich im allgemeinen das vorher beim Holzschliff Gesagte; man -erkennt ihn an den behöften Poren oder Tüpfeln der Holzzellen. Jedoch -ist zu bemerken, daß das Gefüge der Zellen infolge des voraufgegangenen -Kochprozesses weniger deutlich hervortritt als beim Holzschliff. Häufig -ist man nicht im stande, die beiden konzentrischen Kreise der Poren -genau wahrzunehmen; die Tüpfel erscheinen dann mehr wie kreisförmige -oder elliptisch geformte helle Stellen auf den Zellwänden. Ferner -fehlen meist die charakteristischen Markstrahlzellen, die nur in -seltenen Fällen und auch dann nur höchst undeutlich zu erkennen sind. -Neben den behöften Poren zeigen die Fasern große einfache Poren -(<a href="#fig37">Fig. 37</a>), die im Gegensatz zu den ersteren durch den Kochprozeß weit klarer -sichtbar werden.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig37" name="fig37"> - <img class="mtop1" src="images/fig37.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 37.</p> -</div> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig38" name="fig38"> - <img class="mtop1" src="images/fig38.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 38.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Bei nicht völlig aufgeschlossenem Zellstoff kommt es vielfach vor, -daß die Fasern eine schwach gelbliche Färbung aufweisen. Dies beruht -darauf, daß man es nicht mit vollkommen reinem Zellstoff, sondern mit -Zellen zu thun hat, die noch, wenn auch in ganz geringem Maße, verholzt -sind. Es kann bei einem solchen Material, wenn man es makroskopisch mit -Phloroglucin behandelt,<span class="pagenum"><a name="Seite_73" id="Seite_73">[S. 73]</a></span> vorkommen, daß man infolge der auftretenden -Rotfärbung glaubt, es mit Holzschliff zu tun zu haben.</p> - -<p>Auf die Verschiedenheiten der von verschiedenen Nadelhölzern -herrührenden Zellstoffe soll hier nicht näher eingegangen werden; es -sei um so mehr auf das hierüber beim Holzschliff Gesagte verwiesen, als -die Unterscheidungsmerkmale hier noch weniger deutlich hervortreten als -beim geschliffenen Holz.</p> - -<p>Die meisten Zellstoffe dürften wohl von der Fichte herrühren, die sich -wegen ihres geringen Harzgehaltes am besten zur Fabrikation eignet.</p> - -<p>Auf eine Eigentümlichkeit sei noch besonders hingewiesen; es treten bei -manchen Holzzellstofffasern Erscheinungen auf, wie sie der Baumwolle -eigen sind, nämlich spiralförmige Windungen der Zelle und gitterförmige -Streifung der Zellwände (<a href="#fig38">Fig. 38</a>). Verwechselung mit Baumwolle ist -indessen bei einiger Übung ausgeschlossen.</p> - -<p id="Laubholzzellstoff" class="s4 center mtop2 mbot1"><b>Laubholzzellstoff.</b></p> - -<p>Die Fasern der Laubhölzer bieten nicht so charakteristische und leicht -auffindbare Merkmale dar wie die der Nadelhölzer. Die <em class="gesperrt">Holzzellen</em> -sind meist dünnwandig, die breiteren sparsam mit Poren versehen, die -eine scharf begrenzte mandelförmige, seltener rundliche Gestalt haben -und zur Längsachse der Zelle schief gestellt sind.</p> - -<p>Bemerkenswert sind bei den Laubhölzern die zahlreichen röhrenartigen -<em class="gesperrt">Gefäße</em>, die einen größeren Porenreichtum aufweisen und zur -Unterscheidung der einzelnen Holzarten einen Anhalt geben.</p> - -<h4 id="Birkenholzzellstoff" title="Birkenholzzellstoff">Birkenholzzellstoff -(<a href="#tafel4">Tafel IV</a>).</h4> - -<p>Die <em class="gesperrt">Holzzellen</em> der Birke sind oft sehr dünnwandig; die -dickwandigen sind den Bastzellen des Strohes nicht unähnlich.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig39" name="fig39"> - <img class="mtop1" src="images/fig39.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 39.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Die dünnwandigen Zellen tragen vielfach einfache mandelförmige -Poren, deren Längsachsen teilweise parallel, teilweise schief zur -Zellrichtung verlaufen (<a href="#fig39">Fig. 39</a>); zuweilen nehmen die Poren auch eine -mehr oder weniger rundliche Gestalt an. Die Enden der Zellen sind sehr -mannigfaltig, teilweise sehr spitz, teilweise abgestumpft bis rund.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_74" id="Seite_74">[S. 74]</a></span></p> - -<p>Die <em class="gesperrt">Gefäße</em>, die oft noch vollständig und sehr schön erhalten -im Papier vorkommen, sind mit einer großen Anzahl einfacher -schlitzförmiger Poren versehen, die senkrecht zur Längsachse des -Gefäßes gestellt sind. Diese Poren sind zuweilen über das Gefäß -gleichmäßig verteilt (<a href="#fig40">Fig. 40</a>).</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig40" name="fig40"> - <img class="mtop1" src="images/fig40.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 40.</p> -</div> - -<p class="mtop1">An den Enden sieht man die gitterförmig durchbrochenen Querwände der -Gefäße sehr schön. Der Gefäßreichtum ist bei der Birke sehr groß.</p> - -<p>Der Birkenzellstoff gibt zwar ein sehr schön weißes, aber wenig festes -und dehnbares Papier und wird wohl nur in Ländern hergestellt, wo es an -anderen Holzarten, namentlich an Nadelhölzern, fehlt.</p> - -<h4 id="Pappelholzzellstoff" title="Pappelholzzellstoff">Pappelholzzellstoff -(<a href="#tafel5">Tafel V</a>).</h4> - -<p>Zur Herstellung dürfte vorzugsweise das Holz der Zitterpappel (Populus -tremula) und der Weißpappel (P. alba) Verwendung finden. Unter den -Laubhölzern liefern diese beiden Hölzer den zur Bereitung von Papier -geeignetsten Zellstoff.</p> - -<p>Über die <em class="gesperrt">Holzzellen</em> der Pappel läßt sich kaum etwas anderes -sagen als über die der Birke; sie sind einander zum Verwechseln -ähnlich; die breiteren weisen hier nicht so viele und in der Regel -kleinere Poren auf als die der Birke. Schmale Zellen mit knotenförmigen -Verdickungen (<a href="#fig41">Fig. 41</a>) kommen ziemlich häufig vor.</p> - -<p>An <em class="gesperrt">Gefäßen</em> ist die Pappel ärmer als die Birke. Die Poren<span class="pagenum"><a name="Seite_75" id="Seite_75">[S. 75]</a></span> sind -größer als bei der Birke und von einem fünf- bis sechseckig-rundlichen -Hof umgeben (<a href="#fig42">Fig. 42</a>); auch große einfache Poren sind in den -Gefäßwänden vorhanden (<a href="#fig43">Fig. 43</a>). Charakteristisch für die Gefäße sind -die schwanzartigen Enden, die oft eine beträchtliche Länge erreichen -(<a href="#fig43">Fig. 43</a>). Die gitterförmig durchbrochenen Querwände, die bei der Birke -so charakteristisch hervortreten, fehlen hier. Andere Laubhölzer, -wie Linde, Erle, Ahorn u. s. w., dürften wohl auch gelegentlich zu -Zellstoff verarbeitet werden, ein weiteres Eingehen hierauf erscheint -indessen nicht am Platze.</p> - -<div class="figcontainer"> - <div class="figsub"> - <a id="fig41" name="fig41"> - <img src="images/fig41.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 41.</p> -</div> - -<div class="figsub"> - <a id="fig42" name="fig42"> - <img src="images/fig42.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 42.</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="fig43" name="fig43"> - <img src="images/fig43.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 43.</p> - </div> - -</div> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_76" id="Seite_76">[S. 76]</a></span></p> - -<h4 id="Strohzellstoff" title="Strohzellstoff">Strohzellstoff -(<a href="#tafel6">Tafel VI</a>).</h4> - -<p>Zur Herstellung von Strohzellstoff wird das Stroh aller Getreidearten -verarbeitet, und es wird hauptsächlich von der Lage einer -Strohstofffabrik abhängen, ob sie mehr Roggenstroh, Weizenstroh -oder andere Strohsorten verwendet. Am meisten dürfte bei uns wohl -Roggenstroh zur Verarbeitung kommen.</p> - -<div class="figcontainer"> - <div class="figsub"> - <a id="fig44" name="fig44"> - <img src="images/fig44.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 44.</p> -</div> - -<div class="figsub"> - <a id="fig45" name="fig45"> - <img src="images/fig45.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 45.</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="fig46" name="fig46"> - <img src="images/fig46.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 46.</p> - </div> - -</div> - -<p class="mtop1">Es soll hier auf die Beschreibung der geringen anatomischen -Unterschiede, welche die einzelnen Stroharten im Bau der Oberhautzellen -aufweisen, aus demselben Grunde wie bei dem Holzzellstoff nicht -eingegangen werden; unser Urteil über ein Papier, das Strohzellstoff -enthält, wird nicht wesentlich vollkommener, wenn wir erfahren, daß -letzterer z. B. dem Weizenstroh entstammt.</p> - -<p>Aus einem mikroskopischen Bilde von Strohfasern heben sich<span class="pagenum"><a name="Seite_77" id="Seite_77">[S. 77]</a></span> sofort die -sehr charakteristisch geformten <em class="gesperrt">Oberhautzellen</em>, dickwandige, -mehr oder weniger verkieselte Zellen, deren Ränder wellenförmig gebogen -sind, deutlich ab. Mit diesen wellenförmigen Ausrandungen schließen -die Zellen dicht aneinander, und in dem Strohstoff findet man noch -kleine Kolonien solcher innig miteinander verbundenen Zellen; im -Strohzellstoff und aus diesem hergestellten Papier sind sie selten. -Diese Oberhautzellen kommen in den mannigfachsten Größen vor; das -Verhältnis von Länge zu Breite wechselt von <span class="nowrap"><span class="zaehler">1</span>⁄<span class="nenner">1</span></span> bis auf mehr als -<span class="nowrap"><span class="zaehler">10</span>⁄<span class="nenner">1</span></span>. Auch die Ausrandungen haben verschiedene Gestalt; bald hat -man tiefe Einbuchtungen, bald nur schwache Wellenlinien. Wenn nun -auch diese Oberhautzellen ein leichtes Erkennen des Strohzellstoffes -ermöglichen, so bilden sie doch nur einen geringen Teil aller aus dem -Stroh stammenden Zellen; unter diesen herrschen die <em class="gesperrt">Bastzellen</em> -bei weitem vor. Diese dünnen langgestreckten Fasern, welche von -sehr regelmäßigem Bau sind, werden von einem nach dem Ende zu sich -verjüngenden schmalen Hohlkanal durchzogen (<a href="#fig44">Fig. 44</a>). In ziemlich -regelmäßigen Abständen zeigt die Wandung knotige Verdickungen. Diese -Verstärkungen erstrecken sich oft auch nach dem Innern der Zelle, so -daß das Lumen an diesen Stellen eng zusammengeschnürt erscheint.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig47" name="fig47"> - <img class="mtop1" src="images/fig47.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 47a, b, c.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Die Bastzellen weisen zahlreiche Poren auf, die als dunkele Linien von -der Höhlung aus nach außen zu verlaufen.</p> - -<p>Neben diesen beiden Arten von Zellen, den Oberhaut- und Bastzellen, -findet sich beim Stroh eine große Anzahl sehr dünnwandiger -<em class="gesperrt">Parenchymzellen</em> (<a href="#fig45">Fig. 45</a>); diese sind an beiden Enden -abgerundet; teilweise erscheinen sie fast kreisförmig, teilweise sehr -langgestreckt, mehr oder weniger mit einfachen Poren versehen. Sie sind -von Wichtigkeit für die Untersuchung, weil sie, wie wir später sehen -werden, ein Mittel an die Hand geben, Strohzellstoff von Alfazellstoff -zu unterscheiden.</p> - -<p>In untergeordnetem Maße treten <em class="gesperrt">Gefäße</em> auf.</p> - -<p>Vielfach unverletzt trifft man <em class="gesperrt">Tüpfelgefäße</em> an, dünnwandige, -röhrenförmige Zellen, deren Wände von sehr zahlreichen rundlichen oder -schlitzförmigen Poren durchsetzt sind (<a href="#fig46">Fig. 46</a>).</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_78" id="Seite_78">[S. 78]</a></span></p> - -<p><em class="gesperrt">Spiralgefäße</em> in unversehrtem Zustande (<a href="#fig47">Fig. 47a</a>) sind -sehr selten; meist sind die Spiralen durch die Bearbeitung -auseinandergezogen und finden sich als wurmartige Gebilde im -Präparate (<a href="#fig47">Fig. 47b</a>). Dasselbe gilt von den <em class="gesperrt">Ringgefäßen</em>; die -Ringe sind meist aus den Gefäßen herausgetreten und zeigen sich dem -Beobachter als solche (<a href="#fig47">Fig. 47c</a>). Zu erwähnen sind ferner noch die -<em class="gesperrt">Sklerenchymelemente</em>, sehr stark verdickte und verkieselte Zellen -(<a href="#fig48">Fig. 48</a>).</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig48" name="fig48"> - <img class="mtop1" src="images/fig48.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 48.</p> -</div> - -<h4 id="Alfa_Esparto_Zellstoff" -title="Alfa-(Esparto-)Zellstoff">Alfa-(Esparto-)Zellstoff -(<a href="#tafel7">Tafel VII</a>).</h4> - -<p>Die zu den Gramineen gehörigen Ligaeum Spartum und Stipa tenacissima, -zwei in Spanien und namentlich Nordafrika in großen Mengen vorkommende -Pflanzen, liefern das Rohmaterial für den Alfa- oder Espartozellstoff, -der dem Strohzellstoff sehr nahe steht, bei uns indessen nur in -beschränktem Maße Verwendung findet. Der Bau der Zellen ist dem der -Strohzellen sehr ähnlich, und es dürfte nicht immer möglich sein, zu -entscheiden, ob z. B. eine im Papier vorgefundene Oberhautzelle von -Stroh oder Esparto herrührt.</p> - -<p>Im allgemeinen ist der Bau der Alfazellen zierlicher und Länge und -Breite der Zellen sind kleiner als beim Stroh; jedoch ist es nicht -immer möglich, hierauf eine sichere Unterscheidung zu gründen.</p> - -<p>Die <em class="gesperrt">Bastzellen</em> sind im Gegensatz zu denen des Strohes kurz -und häufig in ihrer ganzen Länge im mikroskopischen Gesichtsfelde -zu beobachten. Sie sind sehr regelmäßig gebaut und haben stark -verdickte Zellwände, so daß der Hohlkanal oft nur als Linie erscheint. -Unregelmäßigkeiten im Verlauf der Höhlung, wie wir sie beim Stroh -kennen gelernt haben, sind beim Alfa nicht zu bemerken.</p> - -<p>Von den <em class="gesperrt">Oberhautzellen</em> läßt sich im wesentlichen nichts anderes -sagen als von denen des Strohes. Von verschiedenen Seiten ist auf -die angeblich verschiedenartig scharfe Ausrandung der Oberhautzellen -eine Unterscheidung gegründet worden, die indessen kaum stichhaltig -sein dürfte; hiernach sollen diese Zellen bei Alfa tiefer ausgerandet -sein als beim Stroh. Die zahlreichen Untersuchungen, die in der -Versuchsanstalt ausgeführt sind, haben jedoch gezeigt, daß auch Stroh -sehr tief ausgerandete Oberhautzellen aufweist.</p> - -<p>Die Zähnchen beim Alfastoff hingegen (<a href="#fig49">Fig. 49</a>) geben ein<span class="pagenum"><a name="Seite_79" id="Seite_79">[S. 79]</a></span> recht -gutes Unterscheidungsmerkmal ab. Diese finden sich in Alfapapieren -in ziemlicher Menge und in mannigfachster Form vor, bald kurz und -gedrungen, bald lang und spitzig, oder hakenförmig umgebogen.</p> - -<p>Große dünnwandige Parenchymzellen fehlen beim Alfastoff vollständig, -und so liefern diese beiden Elemente ein Mittel, Stroh und Alfa zu -unterscheiden.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig49" name="fig49"> - <img class="mtop1" src="images/fig49.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 49.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Die auch beim Alfastoff vorkommenden Sklerenchymelemente sind ähnlich -wie beim Stroh.</p> - -<p class="s4 center mtop2 mbot1"><b>Zellstoff aus Jute, Manila und -Adansonia.</b></p> - -<p>Die <em class="gesperrt">Bastfasern</em> dieser drei Pflanzenarten sind zum Teil -einander so ähnlich, daß sie, namentlich in Gemischen, nicht immer -mit Sicherheit voneinander unterschieden werden können.<a name="FNAnker_35_35" id="FNAnker_35_35"></a><a href="#Fussnote_35_35" class="fnanchor">[35]</a> Ein -Umstand, der das Bestimmen der Faserart erschwert, ist die oft -sehr verschiedenartige Färbung bei Behandlung mit mikrochemischen -Reagentien. Diese Verschiedenartigkeit wird dadurch veranlaßt, daß -die Fasern, welche im Rohzustande alle mehr oder weniger verholzt -sind, im Hinblick auf ihre vorzugsweise Verwendung zu Pack- und -Briefumschlagpapier, selten vollständig und gleichmäßig entholzt -werden. Man findet daher oft alle Übergänge von verholzten bis zu -völlig aufgeschlossenen Fasern vor.</p> - -<p>Dies erschwert die Unterscheidung, und daher erscheint bei Abgabe -eines Urteils über die Stoffzusammensetzung eines Papiers, welches die -genannten Fasern enthält, besondere Vorsicht am Platze.</p> - -<h4 id="Jutezellstoff">Jutezellstoff.</h4> - -<p>Für den anatomischen Bau der Jutefaser gilt natürlich im allgemeinen -das Seite 71 Gesagte. Hinzuzufügen ist nur, inwieweit das -mikroskopische Bild sich durch den Aufschließungsprozeß geändert hat.</p> - -<p>In Bezug auf die Färbung der Fasern in den Jodlösungen wird auf Seite -66 verwiesen.</p> - -<p>Die Bündel von Fasern treten bei aufgeschlossener Jute seltener auf; -sie sind dann geschmeidiger als bei Fasern im Rohzustand und lösen sich -an den Enden meist in Einzelfasern auf.</p> - -<p>Die Einzelfaser ähnelt in ihrem Aussehen der Strohbastfaser, mit der -sie auch in ihren Abmessungen sehr übereinstimmt.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_80" id="Seite_80">[S. 80]</a></span></p> - -<p>Nach den Enden zu verjüngt sich die Faser meist ganz allmählich; die -Enden selbst sind gewöhnlich abgerundet.</p> - -<p>Außer den Zellen mit wechselndem Hohlkanal findet man, wenn auch -seltener, solche mit gleichmäßig verlaufendem Lumen und gleichmäßiger -Wandstärke; letztere ist oft so gering, daß die Zellwände -zusammenklappen und die Faser ein baumwollähnliches Aussehen erhält.</p> - -<p>In den Jodlösungen zeigen die Fasern Querstreifungen, die zum Teil von -Porengängen herrühren.</p> - -<h4 id="Manila" title="Manila">Manila (<a href="#tafel8">Tafel VIII</a>).</h4> - -<p>Hierher gehören die Bastfasern verschiedener Musaceen, namentlich -Musa textilis, M. sapientium, M. paradisiaca. Das über das Aussehen -der Jutefaser im Papier Gesagte gilt zum großen Teil auch für die -Manilafaser. Auch hier kommen Faserbündel vor, wenn auch nicht so -zahlreich als bei der Jute. Zuweilen fehlen die Bündel auch völlig. -Man beobachtet auch hier zweierlei <em class="gesperrt">Bastfasern</em>, dickwandige -mit unregelmäßigem und dünnwandige, baumwollartige mit gleichmäßig -verlaufendem Hohlkanal. Indessen ist der Wechsel weniger ausgeprägt als -bei der Jute.</p> - -<p>Schlitzförmige Poren durchsetzen die Wand der Bastzellen häufig -in schräger Stellung. Die Manilafasern zeigen im Gegensatz zu -den Jutefasern meist protoplasmatischen Inhalt, der sich in den -Jodlösungen gelb bis gelbbraun färbt. Die Enden der Fasern zeigen -häufig bleistiftartige Zuspitzungen; die Spitze ist teils scharf, -teils abgestumpft. Die Querstreifung der Faser ist bei Manila noch -ausgeprägter, die Streifen sind hier zahlreicher und kräftiger. Sehr -charakteristisch für Manila sind dickwandige <em class="gesperrt">Parenchymzellen</em> mit -meist schrägen Wänden, die häufig die Form eines Rhombus besitzen und -in einem Papier, das größere Mengen Manila enthält, selten fehlen.</p> - -<p>Die übrigen Elemente, welche noch ab und zu in Manilapapieren -vorkommen, sind verhältnismäßig selten und kommen für das Erkennen -wenig in Betracht. Es gehören hierher Spiralgefäße, sowie die von -<em class="gesperrt">Höhnel</em> erwähnten Stegmata.</p> - -<h4 id="Adansonia" title="Adansonia">Adansonia (<a href="#tafel9">Tafel IX</a>).</h4> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig50" name="fig50"> - <img class="mtop1" src="images/fig50.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 50.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Die Adansoniafaser stammt aus dem Bast des in Afrika heimischen -Affenbrodbaumes (Adansonia digitata). Der Bast kommt in etwa 80 cm -langen, 8–10 mm dicken und 40–50 mm breiten Stücken zu uns, ist von -brauner Farbe und zeigt große Festigkeit. Die Faser ist kräftig -gebaut, walzenförmig und wie schon erwähnt<span class="pagenum"><a name="Seite_81" id="Seite_81">[S. 81]</a></span> der Manila- und Jutefaser -teilweise sehr ähnlich. Charakteristisch ist die häufig vorkommende -Erscheinung, daß die Fasern in der Dicke Unregelmäßigkeiten zeigen -und sich nach dem Ende zu plötzlich verjüngen. Bei der Verarbeitung -lösen sich die äußersten Gewebeschichten vielfach ab, und die sehr -fein zerfaserten Strähnchen umgeben die Zellen an manchen Stellen wie -mit einem Schleier (<a href="#fig50">Fig. 50</a>). Diese Erscheinung tritt zwar auch bei -anderen Fasern auf, aber nie in solchem Umfange wie bei Adansonia. -Die Höhlung verläuft sehr verschieden; sie ist oft nur als dunkele -Linie erkennbar, erweitert sich dann plötzlich und nimmt mehr als die -Hälfte der Zellbreite ein. Die Enden sind meist abgerundet, seltener -zugespitzt. Bündel von zusammenhängenden Fasern kommen kaum vor. Sehr -häufig begegnet man Gruppen stark verkalkter <em class="gesperrt">paren<span class="pagenum"><a name="Seite_82" id="Seite_82">[S. 82]</a></span>chymatischer</em> -Zellen (<a href="#fig51">Fig. 51</a>) sowie dünnwandigen Parenchymzellen und Bruchstücken -von <em class="gesperrt">netzartigen Gefäßen</em> (<a href="#fig52">Fig. 52</a>).</p> - -<div class="figcontainer"> - <div class="figsub"> - <a id="fig51" name="fig51"> - <img src="images/fig51.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 51.</p> -</div> - -<div class="figsub"> - <a id="fig52" name="fig52"> - <img src="images/fig52.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 52.</p> - </div> - -</div> - -<p id="Hauptunterscheidungsmerkmale" class="s4 center mtop1"><b>Hauptunterscheidungsmerkmale für Jute-, -Manila- und Adansoniafasern.</b></p> - -<table class="festigkeit noebook" summary="Unterscheidung: Jute, Manila, Adansonia"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr vam" colspan="3" rowspan="2"> - <div class="center">Faserart</div> - </td> - <td class="bdt br pad0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Färbung in</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam" rowspan="2"> - <div class="center">Hohlkanal</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam" rowspan="2"> - <div class="center">Enden</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam" rowspan="2"> - <div class="center">Poren</div> - </td> - <td class="bdt bdb vam" rowspan="2"> - <div class="center">Neben-<br /> - bestandteile</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdb br padlr0_5 vam"> - <div class="center">Jod-Jod-<br /> - kalium-<br /> - lösung</div> - </td> - <td class="bdb br padlr0_5 vam"> - <div class="center">Chlor-<br /> - zinkjod-<br /> - lösung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt vam" rowspan="2"> - <div class="center">Jute</div> - </td> - <td class="bdt vam" rowspan="2"> - <img class="center h9_5em vam" src="images/klammer_h8_l.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bdt bb bbr padlr0_5 vam"> - verholzt - </td> - <td class="bdt br bb vam"> - <div class="center">leuchtend<br /> - gelbbraun<br /> - oder<br /> - braun</div> - </td> - <td class="bdt br bb vam"> - <div class="center">gelb oder<br /> - grüngelb</div> - </td> - <td class="bdt br bb vam"> - <div class="center">in der Weite<br /> - oft wechselnd</div> - </td> - <td class="bdt br bb vam"> - <div class="center">im allge-<br /> - meinen abge-<br /> - rundet</div> - </td> - <td class="bdt br bb vam"> - <div class="center">parallel zur<br /> - Achse ge-<br /> - stellte<br /> - Schlitze</div> - </td> - <td class="bdt bb vam"> - <div class="center">keine</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padlr0_5 vam"> - entholzt - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">grau,<br /> - bisweilen<br /> - braun</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">blau bis-<br /> - weilen rot-<br /> - violett</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">in der Weite<br /> - oft wechselnd</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">im allge-<br /> - meinen abge-<br /> - rundet</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">parallel zur<br /> - Achse ge-<br /> - stellte<br /> - Schlitze</div> - </td> - <td class="bbb vam"> - <div class="center">keine</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbt bbr bbb vam" colspan="3"> - <div class="center">Manila</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">grau,<br /> - braun,<br /> - gelblich</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">blau, rot-<br /> - violett<br /> - und gelb,<br /> - sowie<br /> - Zwischen-<br /> - farben</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">bei den dick-<br /> - wandigen Fa-<br /> - sern von<br /> - wechselnder<br /> - Breite, bei den<br /> - dünnwandi-<br /> - gen gleich-<br /> - mäßig</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">oft blei-<br /> - stiftartig<br /> - zugespitzt</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">schräg oder<br /> - parallel zur<br /> - Achse ge-<br /> - stellte<br /> - Schlitze</div> - </td> - <td class="bbb vam"> - <div class="center">Gruppen oder<br /> - einzelne Pa-<br /> - renchym-<br /> - zellen mit<br /> - ziemlich<br /> - dicken schrä-<br /> - gen Wänden</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam" colspan="3"> - <div class="center">Adansonia</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">schmutzig<br /> - grau und<br /> - braun</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">blau bis<br /> - rotviolett</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">die Weite<br /> - ändert sich<br /> - mit der Breite<br /> - der Faser</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">meistens<br /> - ab-<br /> - gerundet</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">schräg oder<br /> - parallel zur<br /> - Achse ge-<br /> - stellte<br /> - Schlitze</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">verkalkte Pa-<br /> - renchym-<br /> - zellen und<br /> - Gefäßbruch-<br /> - stücke</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit showebook" summary="Unterscheidung: Jute, Manila, Adansonia"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr vam" colspan="3" rowspan="2"> - <div class="center">Faserart</div> - </td> - <td class="bdt br pad0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Färbung in</div> - </td> - <td class="bdt bdb vam" rowspan="2"> - <div class="center">Hohlkanal</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdb br padlr0_5 vam"> - <div class="center">Jod-Jod-<br /> - kalium-<br /> - lösung</div> - </td> - <td class="bdb br padlr0_5 vam"> - <div class="center">Chlor-<br /> - zinkjod-<br /> - lösung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt vam" rowspan="2"> - <div class="center">Jute</div> - </td> - <td class="bdt vam" rowspan="2"> - <img class="center h9_5em vam" src="images/klammer_h8_l.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bdt bb bbr padlr0_5 vam"> - verholzt - </td> - <td class="bdt br bb vam"> - <div class="center">leuchtend<br /> - gelbbraun<br /> - oder<br /> - braun</div> - </td> - <td class="bdt br bb vam"> - <div class="center">gelb oder<br /> - grüngelb</div> - </td> - <td class="bdt bb vam"> - <div class="center">in der Weite<br /> - oft wechselnd</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padlr0_5 vam"> - entholzt - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">grau,<br /> - bisweilen<br /> - braun</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">blau bis-<br /> - weilen rot-<br /> - violett</div> - </td> - <td class="bbb vam"> - <div class="center">in der Weite<br /> - oft wechselnd</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbt bbr bbb vam" colspan="3"> - <div class="center">Manila</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">grau,<br /> - braun,<br /> - gelblich</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">blau, rot-<br /> - violett<br /> - und gelb,<br /> - sowie<br /> - Zwischen-<br /> - farben</div> - </td> - <td class="bbb vam"> - <div class="center">bei den dick-<br /> - wandigen Fa-<br /> - sern von<br /> - wechselnder<br /> - Breite, bei den<br /> - dünnwandi-<br /> - gen gleich-<br /> - mäßig</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam" colspan="3"> - <div class="center">Adansonia</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">schmutzig<br /> - grau und<br /> - braun</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">blau bis<br /> - rotviolett</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">die Weite<br /> - ändert sich<br /> - mit der Breite<br /> - der Faser</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit showebook" summary="Unterscheidung: Jute, Manila, Adansonia"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr vam" colspan="3"> - <div class="center">Faserart</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">Enden</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">Poren</div> - </td> - <td class="bdt bdb vam"> - <div class="center">Neben-<br /> - bestandteile</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt vam" rowspan="2"> - <div class="center">Jute</div> - </td> - <td class="bdt vam" rowspan="2"> - <img class="center h9_5em vam" src="images/klammer_h8_l.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bdt bb bbr padlr0_5 vam"> - verholzt - </td> - <td class="bdt br bb vam"> - <div class="center">im allge-<br /> - meinen abge-<br /> - rundet</div> - </td> - <td class="bdt br bb vam"> - <div class="center">parallel zur<br /> - Achse ge-<br /> - stellte<br /> - Schlitze</div> - </td> - <td class="bdt bb vam"> - <div class="center">keine</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padlr0_5 vam"> - entholzt - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">im allge-<br /> - meinen abge-<br /> - rundet</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">parallel zur<br /> - Achse ge-<br /> - stellte<br /> - Schlitze</div> - </td> - <td class="bbb vam"> - <div class="center">keine</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbt bbr bbb vam" colspan="3"> - <div class="center">Manila</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">oft blei-<br /> - stiftartig<br /> - zugespitzt</div> - </td> - <td class="br bbb vam"> - <div class="center">schräg oder<br /> - parallel zur<br /> - Achse ge-<br /> - stellte<br /> - Schlitze</div> - </td> - <td class="bbb vam"> - <div class="center">Gruppen oder<br /> - einzelne Pa-<br /> - renchym-<br /> - zellen mit<br /> - ziemlich<br /> - dicken schrä-<br /> - gen Wänden</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam" colspan="3"> - <div class="center">Adansonia</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">meistens<br /> - ab-<br /> - gerundet</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">schräg oder<br /> - parallel zur<br /> - Achse ge-<br /> - stellte<br /> - Schlitze</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">verkalkte Pa-<br /> - renchym-<br /> - zellen und<br /> - Gefäßbruch-<br /> - stücke</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p>Für die Erkennung und das Auseinanderhalten der drei zuletzt -beschriebenen Faserarten bietet der Gesamteindruck, welchen das -mikroskopische Bild, als Ganzes betrachtet, auf den Beobachter<span class="pagenum"><a name="Seite_83" id="Seite_83">[S. 83]</a></span> macht, -oft einen Anhalt. Dieser durch die Gesamtwirkung von Streifung, -Abmessung, Krümmung, Starrheit u. s. w. der Fasern auf das Auge -hervorgerufene Eindruck läßt sich schwer beschreiben, dagegen geben -ihn die photographischen Aufnahmen (<a href="#tafel2">Tafel II</a>, -<a href="#tafel8">VIII</a>, <a href="#tafel9">IX</a>) wieder. Der -Beobachter muß sich durch eingehende Betrachtung mikroskopischer Bilder -der genannten drei Fasern mit dem Gesamteindruck vertraut machen.</p> - -<p>In <a href="#Hauptunterscheidungsmerkmale">vorstehender Tabelle</a><a name="FNAnker_36_36" id="FNAnker_36_36"></a><a href="#Fussnote_36_36" class="fnanchor">[36]</a> sind die ausgeprägtesten Merkmale der drei -Faserarten zur besseren Übersicht nochmals gegenübergestellt.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_35_35" id="Fussnote_35_35"></a><a href="#FNAnker_35_35"><span class="label">[35]</span></a> Vergl. Jute, Manila, Adansonia. Von <em class="gesperrt">G. Dalén</em> und -Dr. <em class="gesperrt">Wisbar</em>. Mitt. aus den techn. Vers.-Anst. 1902.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_36_36" id="Fussnote_36_36"></a><a href="#FNAnker_36_36"><span class="label">[36]</span></a> Entnommen aus der erwähnten <em class="gesperrt">Dalén-Wisbar</em>schen -Arbeit.</p></div> - -</div> -<div class="section"> - -<h3 id="Beurteilung_des_Verholzungsgrades_der_Zellstoffe">Beurteilung -des Verholzungsgrades der Zellstoffe.</h3> - -</div> - -<p>Die in der Papierfabrikation verwendeten Zellstoffe sind teils völlig -entholzt, teils enthalten sie noch geringe Mengen der Holzsubstanz; -es hängt dies ab von dem Aufschließungs- und Bleichprozeß, den -sie durchgemacht haben. Gebleichte Stoffe sind meist frei von -Holzsubstanz, ungebleichte oder halbgebleichte zeigen noch mehr oder -weniger starke Verholzung. Die Färbung der Fasern in Jodlösung läßt -oft schon erkennen, mit welchem Grade der Verholzung man es zu tun -hat. Deutlicher noch läßt sich dies durch Behandlung mit gewissen -Farbstoffen ermitteln.</p> - -<h4 id="Verfahren_nach_Dr_Klemm">Verfahren nach Dr. Klemm.</h4> - -<p>Dr. <em class="gesperrt">Klemm</em> beurteilt den Grad, bis zu welchem die Holzzellen in -reine Zellstofffasern übergeführt worden sind, nach dem Farbton und -der Stärke der Färbung mit Malachitgrün in essigsaurer Lösung. (Der -Farbstoff wird in Wasser mit 2% Essigsäure bis zur Sättigung gelöst.)</p> - -<p>Das Reagens ist für mikroskopische Präparate und, wenn Zellstoffe als -solche vorliegen, auch makroskopisch anwendbar.</p> - -<p>Je reiner ein Zellstoff ist, um so weniger färbt er sich. Die besten -gebleichten Stoffe färben sich fast gar nicht, halbgebleichte -himmelblau, ungebleichte stark grün.</p> - -<p>In Verbindung mit Malachitgrün läßt sich nach <em class="gesperrt">Klemm</em> durch -einen zweiten Farbstoff herausfinden, ob Natron- oder Sulfitzellstoff -vorliegt.</p> - -<p>Dies geschieht durch eine gesättigte, mit 2% Alkohol versetzte Lösung -von Rosanilinsulfat in Wasser, die mit Schwefelsäure versetzt wird, bis -sie einen violetten Schimmer angenommen hat.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_84" id="Seite_84">[S. 84]</a></span></p> - -<p>Die Zellstoffe färben sich wie folgt:</p> - -<ol class="ergebnisliste"> - -<li> Ungebleichter Sulfitzellstoff wird tief violettrot.</li> - -<li> Gebleichter Sulfitzellstoff nimmt eine weniger starke und -weniger ins Violett spielende rote Färbung an.</li> - -<li> Ungebleichter Natronzellstoff färbt sich durchschnittlich noch -etwas weniger als gebleichter Sulfitstoff.</li> - -<li> Gebleichter Natronzellstoff erhält nur einen schwach rötlichen -Schimmer oder färbt sich überhaupt nicht.</li> - -</ol> - -<p>Die bei alleiniger Anwendung der Rosanilinlösung nicht mögliche -Unterscheidung von gebleichtem Sulfit- und ungebleichtem -Natronzellstoff läßt sich nach <em class="gesperrt">Klemm</em> bewerkstelligen, wenn -außerdem noch die Prüfung mit Malachitgrün vorgenommen wird. Färbt sich -der Zellstoff mit Rosanilinsulfat rot, mit Malachitgrün deutlich grün, -so hat man es mit ungebleichtem Natronzellstoff zu thun; färbt er sich -mit Rosanilinsulfat wohl auch rot, mit Malachitgrün dagegen schwach -blau oder gar nicht, so hat man auf gebleichten Sulfitzellstoff zu -schließen.</p> - -<hr class="tb" /> - -<h4 class="unsichtbar" id="Verfahren_nach_Behrens" -title="Verfahren nach Behrens."> </h4> - -<p>Unter Zugrundelegung der von <em class="gesperrt">Behrens</em><a name="FNAnker_37_37" id="FNAnker_37_37"></a><a href="#Fussnote_37_37" class="fnanchor">[37]</a> für die Unterscheidung -von Gewebefasern vorgeschlagenen Doppelfärbung mit Malachitgrün und -Kongorot kann man die verschiedenen Reinheitsgrade der Zellstoffe -vielleicht noch deutlicher unterscheiden.</p> - -<p>Das zu prüfende Material wird durch Kochen mit verdünnter Natronlauge -aufgeschlossen.</p> - -<p>Der Faserbrei wird hierauf mit der 15–20fachen Menge einer etwa -½prozentigen Lösung von Malachitgrün in Wasser, die mit einigen -Tropfen Essigsäure angesäuert ist, einige Minuten erwärmt, dann, -nachdem er gut durchgeschüttelt worden ist, auf ein Sieb gebracht und -ausgewaschen, bis das Waschwasser fast farblos abläuft. Schon nach -dieser Vorbehandlung kann man sich oft ein Bild von dem Verholzungsgrad -der Fasern machen. Sind sie stark verholzt, so erscheinen sie stark -grün gefärbt; sind sie nicht oder wenig verholzt, so zeigen sie nur -eine schwache grünliche Färbung.</p> - -<p>Zur weiteren Beurteilung wird der mit Malachitgrün behandelte Stoff -in ähnlicher Weise mit einer 15–20fachen Menge wässeriger, etwa -½prozentiger Kongorotlösung, zu der man einige Körnchen Soda fügt, -gefärbt und ausgewaschen, bis das Waschwasser fast farblos abläuft.</p> - -<p>Aus dem so behandelten Stoff werden geringe Mengen entnommen und in -Wasser oder Wasser und Glycerin präpariert. Stark<span class="pagenum"><a name="Seite_85" id="Seite_85">[S. 85]</a></span> verholzte Fasern -erscheinen dann im mikroskopischen Bilde stark grün gefärbt, weniger -verholzte bläulichgrün bis hellgrün und unverholzte Fasern rot.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_37_37" id="Fussnote_37_37"></a><a href="#FNAnker_37_37"><span class="label">[37]</span></a> <em class="gesperrt">H. Behrens</em>, Mikrochemische Analyse. 1896. S. 52.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Gruppe_III_Lumpenfasern">Gruppe III: Lumpenfasern.</h3> - -</div> - -<h4 id="Baumwolle" title="Baumwolle">Baumwolle (<a href="#tafel10">Tafel X</a>).</h4> - -<p>Mit dem Namen Baumwolle bezeichnet man die <em class="gesperrt">Samenhaare</em> einiger -Gossypium-Arten (G. indicum, G. barbadense, G. herbaceum u. s. w.). -Diese Haare sind bis zu 5 cm lang, kegelförmig sich nach dem Ende zu -verjüngend, einzellig und ohne Querwände. Die Enden sind stumpf bis -rundlich, werden aber im Papier selten angetroffen. Die Zelle ist einem -Schlauche ähnlich, dessen Höhlung etwa ⅔ des ganzen Durchmessers -ausmacht. Trocknen diese Samenschläuche aus, so klappen die Wände, da -sie wegen ihres schwachen Baues dem Luftdruck nicht widerstehen können, -aufeinander, und die gleichzeitig auftretenden Spannungen der Wandung -veranlassen eine spiralförmige Drehung der Zelle, eine Erscheinung, die -zum leichten Erkennen der Baumwolle wesentlich beiträgt. <a href="#fig53">Fig. 53</a> gibt -ein Bild der <em class="gesperrt">rohen</em> Baumwollfaser, an welchem diese Drehung sehr -deutlich zu beobachten ist.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig53" name="fig53"> - <img class="mtop1" src="images/fig53.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 53.</p> -</div> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig54" name="fig54"> - <img class="mtop1" src="images/fig54.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 54.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Bei den aus dem <em class="gesperrt">Papier</em> stammenden Baumwollfasern oder -Faserteilchen tritt diese Erscheinung seltener und weniger deutlich -auf, da man es immer nur mit verhältnismäßig kurzen Enden zu tun hat.</p> - -<p>Indessen ist die Baumwolle, wenn sie gut erhalten ist, auch ohne diese -spiralförmigen Windungen mit keiner der noch folgenden Lumpenfasern -zu verwechseln. Zunächst fehlen der Faser sowohl die dem Leinen und -Hanf eigentümlichen Poren, feine Kanäle, die von der Zellhöhle aus -durch die Wandung nach außen ver<span class="pagenum"><a name="Seite_86" id="Seite_86">[S. 86]</a></span>laufen, als auch die zahlreichen -knotenartigen Auftreibungen. Ferner zeigt die Zellwand vielfach -eine höchst charakteristische Streifung, die der ganzen Zelle eine -gitterförmige Zeichnung aufprägt (<a href="#fig54">Fig. 54</a>). Allerdings kommen auch -bei dem Nadelholzzellstoff derartig gitterförmig gezeichnete Zellen -vor, indessen ist eine Verwechselung mit diesen schon infolge der -verschiedenen Färbung ausgeschlossen.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig55" name="fig55"> - <img class="mtop1" src="images/fig55.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 55.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Die eigentümliche Streifung in Verbindung mit dem weiten Hohlkanal -der Zelle und das Fehlen von Poren und Knötchen, wie sie den -folgenden beiden Faserarten eigentümlich sind, bilden demnach sichere -Anhaltspunkte zur Erkennung der Baumwolle. Zudem hat sie von den -Lumpenfasern den größten Durchmesser und erscheint durch die Jodlösung -meist etwas dunkeler gefärbt als die Leinen- und Hanffaser.</p> - -<p>Es kommt zuweilen vor, daß durch Drehen oder Zusammendrücken der Faser -der Hohlkanal so eng wird, daß er nur als dunkele Linie erscheint -(<a href="#fig55">Fig. 55</a>); man hüte sich davor, in solchen Fällen die Faser mit der -Leinenfaser zu verwechseln.</p> - -<h4 id="Leinen" title="Leinen">Leinen (<a href="#tafel11">Tafel XI</a>).</h4> - -<p>Die <em class="gesperrt">Bastzellen</em> der Flachspflanze (Linum usitatissimum) sind etwa -halb so dick wie die Haare der Baumwolle, sehr regelmäßig gebaut und -spitz auslaufend. Im Papier allerdings wird man die natürlichen Enden -der Faser sehr selten beobachten, da diese durch den Fabrikationsprozeß -meist stark beschädigt werden (Fig. 56).</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig56" name="fig56"> - <img class="mtop1" src="images/fig56.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 56.</p> -</div> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig57" name="fig57"> - <img class="mtop1" src="images/fig57.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 57.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Charakteristisch für die Leinenfasern sind die sich oft in sehr kurzen -Entfernungen wiederholenden Verschiebungen der Wand, welche bei der -Verarbeitung der Faser Anlaß zu Knotenbildungen<span class="pagenum"><a name="Seite_87" id="Seite_87">[S. 87]</a></span> geben. Bei sehr -starker Verdickung werden diese Knoten durch den Fabrikationsprozeß -häufig breitgepreßt, eine Erscheinung, die in manchen Fällen bis zum -vollständigen Bruch der Fasern an der verdickten Stelle führen kann.</p> - -<p>Neben diesen Knoten ist der enge Hohlkanal der Zelle für deren -Erkennung von Wichtigkeit. Da die Wände sehr stark sind, so ist das -Lumen meist nur als dunkele Linie zu beobachten. Dabei sind Zellen, bei -denen man diesen Hohlkanal von Anfang bis zu Ende verfolgen könnte, -nicht sehr häufig. Bei vielen, namentlich den schwächeren Fasern, sieht -man mit der früher angegebenen Vergrößerung das Lumen überhaupt nicht; -bei anderen erscheint es auf einer kurzen Strecke, wird dann so eng, -daß es dem Beobachter entschwindet, und kommt eine kurze Strecke weiter -mit großer Deutlichkeit wieder zum Vorschein.</p> - -<p>Zugleich ist die Wand der Zelle von zahlreichen Poren durchsetzt, die -von dem Inneren aus nach dem Rande zu verlaufen und als dunkele Linien -erscheinen (<a href="#fig57">Fig. 57</a>).</p> - -<p>Die Enden der Fasern sind oft sehr fein und lang ausgefasert (<a href="#fig56">Fig. 56</a>), -eine Eigentümlichkeit, die aber nicht nur, wie oft angegeben wird, dem -Flachs allein eigen ist, sondern auch bei Baumwolle vorkommen kann.</p> - -<h4 id="Hanf">Hanf.</h4> - -<p>Der anatomische Bau der Hanffaser ist dem des Flachses ungemein -ähnlich, und nur im rohen Zustande oder in groben Garnen kann man -die beiden Fasern, namentlich durch die Quellungserscheinungen in -Kupferoxydammoniak und die Bruchstücke der Oberhaut, mit Sicherheit -voneinander unterscheiden. Im Papier ist die Unterscheidung nicht mehr -möglich; die Quellungserscheinungen lassen im Stich, und Oberhautstücke -sind im Papier nicht mehr vorhanden.</p> - -<p>Es treten bei Hanf dieselben knotenartigen Auftreibungen auf wie bei -Flachs, dieselben zerquetschten Knoten und dieselben ausgefaserten -Enden.</p> - -<p>Es bleibt daher, wenn man bei einem Papier von Leinenfasern spricht, -die Frage offen, ob es sich nur um Leinen oder Hanf oder um ein Gemenge -beider handelt. Praktisch ist diese Lücke ohne Bedeutung, da die -beiden Fasern an sich als gleichwertig für die Beurteilung des Papiers -anzusehen sind.</p> - -<p>Zur Unterscheidung von Leinen und Baumwolle empfiehlt -<em class="gesperrt">Wiesner</em><a name="FNAnker_38_38" id="FNAnker_38_38"></a><a href="#Fussnote_38_38" class="fnanchor">[38]</a> die Behandlung der Fasern mit einer Mischung von<span class="pagenum"><a name="Seite_88" id="Seite_88">[S. 88]</a></span> -verdünnter Chromsäure und Schwefelsäure. Nach kurzer Einwirkungsdauer -führt leichter Druck auf das Deckglas zu einem Zerfall der Fasern. -Leinen zerfällt in kurze, quer abgetrennte Teile („wie wenn man einen -Baumstamm durch die Säge in Klötze zerlegt hätte“), Baumwolle in -zahllose kleine Splitter.</p> - -<h4 id="Wolle" title="Wolle">Wolle (<a href="#tafel12">Tafel XII</a>).</h4> - -<p>Wollene Lumpen oder Abfälle werden in der Papierfabrikation nur zur -Herstellung einiger Sondererzeugnisse wie Kalanderwalzenpapier, -Schrenzpapier, geringere Sorten Löschpapier, Dachpappe u. a. -verarbeitet. Auch zum Melieren finden geringe Mengen gefärbter -Wollfasern Anwendung.</p> - -<p>Die Gegenwart von Wolle in einem Papier verrät sich meist schon durch -das Äußere, insbesondere durch die rauhe Oberfläche. Solche Papiere -dürfen, wie schon Seite 65 erwähnt, nicht mit Natronlauge aufgekocht -werden, weil diese die Wolle löst; man kocht in solchen Fällen nur mit -Wasser.</p> - -<p>Das Erkennen der Wolle unter dem Mikroskop bietet keine -Schwierigkeiten; sie weicht in ihrem Bau so sehr von den bisher -besprochenen Fasern ab, daß Verwechselungen ausgeschlossen sind. -Besonders ins Auge fällt die schuppenförmige Zeichnung der Fasern, -hervorgerufen durch die nebeneinander oder dachziegelförmig -übereinander liegenden Hornschuppen; allerdings werden diese Schuppen -bei der Bearbeitung der Lumpen mehr oder weniger entfernt, sie können -streckenweise sogar ganz fehlen.</p> - -<p>In der Jod-Jodkaliumlösung erscheint die Wolle leuchtend gelbbraun, -wenn sie ungefärbt in das Papier gelangt ist. War sie ursprünglich -gefärbt, so zeigt sich diese Farbe auch im mikroskopischen Bilde.</p> - -<p>Sind, wie meist bei den angeführten Sondererzeugnissen, größere Mengen -Wolle vorhanden, so kann man deren Menge annähernd durch Kochen mit -etwa 5prozentiger Natronlauge bestimmen. Die Wolle geht hierbei in -Lösung. Zu berücksichtigen sind hierbei etwa vorhandene Extraktivstoffe -sowie etwaige Verluste an Füllstoffen beim Auskochen.</p> - -<div class="section"> - -<h3 id="Seltener_vorkommende_Fasern">Seltener vorkommende Fasern.</h3> - -</div> - -<p>Außer den vorgeschilderten Fasern, die in der Papierfabrikation -vorzugsweise zur Verwendung gelangen, sei noch kurz auf einige seltener -vorkommende ausländische Faserstoffe hingewiesen. Teils finden Papiere -aus solchen bei uns vielfach Verwendung (z. B. japanische Papiere), -teils gelangen derartige Fasern bei Ver<span class="pagenum"><a name="Seite_89" id="Seite_89">[S. 89]</a></span>arbeitung von altem Papier, -Abfällen u. s. w. in unsere Papiere. In erster Linie sind hier die -Fasern japanischen Ursprungs zu erwähnen.</p> - -<p>Als wichtigstes Rohmaterial zur Herstellung von Papieren dient den -Japanern der Bast der drei Pflanzen</p> - -<ul class="aufzaehlung"> - - <li>Wickstroemia canescens (Gampi),</li> - - <li>Edgeworthia papyrifera (Mitsu-mata oder Dsuiko),</li> - - <li>Broussonetia papyrifera (Kodsu).</li> - -</ul> - -<p>Wenn man daher von Fasern japanischen Ursprungs spricht, sind in den -meisten Fällen diese drei Arten gemeint, welche in China und Japan in -bedeutender Menge gebaut werden und in ihrem Bast feine, geschmeidige -Fasern von großer Länge und Festigkeit besitzen.</p> - -<p>Im mikroskopischen Bilde zeigen die Fasern teils Ähnlichkeit mit -Strohbastfasern und Leinen, teils mit Baumwolle. In Jod-Jodkaliumlösung -färben sie sich schwach gelblich bis braun, in Chlorzinkjodlösung blau -und bläulich-rot.</p> - -<p>Eine eingehende Schilderung dieser Fasern unter Beigabe von Abbildungen -ist in den „Mitteilungen aus den technischen Versuchsanstalten“ 1888, -Sonderheft IV, veröffentlicht.</p> - -<p>Hier näher darauf einzugehen, erscheint im Hinblick auf das -verhältnismäßig seltene Vorkommen der Fasern und auf den Zweck des -vorliegenden Werkes nicht am Platze.</p> - -<p>Als weitere Rohstoffe, die in den Ländern ihrer Erzeugung zur -Anfertigung von Papier dienen, wären vielleicht zu erwähnen das -Bambusrohr, verschiedene Schilfrohrsorten<a name="FNAnker_39_39" id="FNAnker_39_39"></a><a href="#Fussnote_39_39" class="fnanchor">[39]</a>, mannigfache Gräser, -Zuckerrohrrückstände u. a. m., deren mikroskopische Merkmale als -Papierfaser zum Teil noch wenig erforscht sind.</p> - -<hr class="tb" /> - -<p>Es ist gewiß der berechtigte Wunsch eines jeden Mikroskopikers, bei der -Untersuchung gute Vergleichsproben reinen Materials zur Hand zu haben, -um diese zum Vergleich benutzen zu können. Namentlich für denjenigen -sind solche von Wert, der nicht dauernd mit dem Mikroskop arbeitet, dem -infolgedessen einmal gewonnene Bilder bald wieder aus dem Gedächtnis -entschwinden und der so geradezu gezwungen ist, aus dem Vergleich mit -bekannten Objekten seine Schlüsse zu ziehen.</p> - -<p>Leider sind bis jetzt für die mikroskopische Papierprüfung derartige -Präparate, die für eine Vergleichung wirklich wertvoll<span class="pagenum"><a name="Seite_90" id="Seite_90">[S. 90]</a></span> wären, -nicht geschaffen worden, und es ist fraglich, ob sie überhaupt in -zufriedenstellender Weise geschaffen werden können. Die Gelatine oder -andere ähnliche Einbettmassen, welche zum Präparieren der Fasern -dienen, nehmen den durch die Jodlösung gefärbten Fasern diese Färbung -und damit dem Beobachter einen Anhalt für ihre Unterscheidung, so -daß es ratsam sein dürfte, solche Präparate, die leicht zu Irrtümern -Anlaß geben können, zu vermeiden. Dauerpräparate dieser Art, die für -die Papierprüfung mit Unrecht warm empfohlen werden, haben außerdem -noch oft den Nachteil, daß die Fasern nicht aus Papier, sondern aus -dem unverarbeiteten Rohmaterial entnommen sind. Daß aber die Fasern -vor der Einwirkung der mechanischen Zerstörungsprozesse ein anderes -Bild abgeben als nachher, braucht nach dem Vorgesagten wohl nicht erst -erwähnt zu werden.</p> - -<p id="Praeparat_unter_Alkohol">Um nun die besprochene Lücke einigermaßen auszufüllen, verfahre man in -folgender Weise: Man koche eine geringe Menge verbürgt reinen Leinen-, -Baumwoll- u. s. w. Papiers in der oben näher angegebenen Weise mit -Natronlauge zu einem Brei. Diesen bringe man in eine gut verschließbare -Flasche und übergieße ihn mit Alkohol; er ist dann gegen Fäulnis -geschützt und unbegrenzt haltbar. Eine Sammlung derartig vorbereiteter -Papierfasern ist ein für den weniger Geübten nicht zu entbehrendes -Hilfsmittel für die Untersuchung, und selbst der mit dem Bau der Fasern -hinlänglich Vertraute wird in schwierigen Fällen gern seine Zuflucht -zu ihnen nehmen. Sie sollten daher auch stets den für Papierprüfung -zusammengestellten Mikroskopen beigegeben werden.<a name="FNAnker_40_40" id="FNAnker_40_40"></a><a href="#Fussnote_40_40" class="fnanchor">[40]</a></p> - -<p>Allerdings ist nicht zu verkennen, daß es sehr große Schwierigkeiten -macht, Papiere zu erhalten, die wirklich nur aus einem einzigen -Rohstoff bestehen; meist finden sich auch bei der sorgfältigsten -Auswahl der Rohstoffe und der saubersten Verarbeitung geringe -Beimengungen anderer Stoffe, die den Beobachter leicht irreführen -können. Besonders aber hüte man sich, aus der handelsüblichen -Bezeichnung eines Papiers einen Schluß auf die zur Herstellung -verwendeten Fasern zu ziehen und etwa zu glauben, daß Hanfpapier aus -Hanf, Leinenpost aus Leinen, Manilapapier aus Manilahanf u. s. w. -bestehen müsse. Derartige Bezeichnungen stehen zu dem Papierrohstoff in -gar keiner Beziehung und verdanken lediglich dem geschäftlichen Verkehr -ihre Entstehung.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_38_38" id="Fussnote_38_38"></a><a href="#FNAnker_38_38"><span class="label">[38]</span></a> <em class="gesperrt">Wiesner</em>, Die mikroskopische Untersuchung des -Papiers. Wien 1887.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_39_39" id="Fussnote_39_39"></a><a href="#FNAnker_39_39"><span class="label">[39]</span></a> Vergl. Ein neuer Rohstoff für die Papierindustrie (Arundo -Donax, Italienisches Pfahlrohr). Mitt. 1895. S. 24.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_40_40" id="Fussnote_40_40"></a><a href="#FNAnker_40_40"><span class="label">[40]</span></a> Die Firma <em class="gesperrt">Schopper-Leipzig</em> bringt derartige Proben -in Breiform in den Handel. Die Proben sind in der Versuchsanstalt -geprüft und die Flaschen mit dem Siegel der Anstalt verschlossen.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_91" id="Seite_91">[S. 91]</a></span></p> - -<h3 id="Verschiedene_Mahlungszustaende_von_Papierfasern">Verschiedene -Mahlungszustände von Papierfasern.</h3> - -</div> - -<p>Es ist bekannt, daß eine Reihe von Fasern, unter den Lumpen besonders -die Leinenfasern, je länger sie im Holländer gemahlen werden, um so -mehr in feine Fibrillen zerfallen, so daß es unter Umständen nicht -mehr möglich ist, mit Sicherheit festzustellen, welchen Rohstoffen -die feinsten Teilchen entstammen. Diese weitgehende Mahlung wird -vorzugsweise bei festen Schreibpapieren, bei Zigarettenpapieren u. s. w. -ausgeübt. Man bezeichnet den so erhaltenen Stoff als „schmierig“. -Bei anderen Arten von Papier, z. B. bei Löschpapieren, will man -schmierigen Stoff soviel wie möglich vermeiden, und man mahlt daher so, -daß die Fasern möglichst nur verkürzt, nicht aber ausgefasert werden, -d. h. mit scharfen Messern und bei dünn eingetragenem Stoff; den so -erhaltenen Stoff bezeichnet man als „rösch“.</p> - -<p>Diese verschiedenen Mahlungsarten geben naturgemäß den Fasern im -mikroskopischen Bilde ein ganz verschiedenartiges Aussehen. Einige -Beispiele hierfür sind in <a href="#tafel15">Tafel XV</a> wiedergegeben, nämlich:</p> - -<ul class="aufzaehlung"> - - <li>1 Zigarettenpapier,</li> - - <li>1 holländisches Banknotenpapier,</li> - - <li>2 Photographiepapiere,</li> - - <li>3 Normalpapiere der Verwendungsklasse 1,</li> - - <li>1 Dokumentenpapier aus ungebleichten Lumpen,</li> - - <li>1 Löschpapier,</li> - - <li>1 Packpapier.</li> - -</ul> - -<p>Die Aufnahmen erfolgten bei einer 25fachen Vergrößerung.</p> - -<p>Wenn man den Zustand der Fasern von dem Papier <a href="#tafel15_1">Nr. 1</a> -bis zu dem <a href="#tafel15_10">Nr. 10</a> -verfolgt, so wird man die großen Unterschiede, welche sich darbieten, -nicht verkennen können. Beim Papier <a href="#tafel15_1">Nr. 1</a> sind die Fasern derartig -vermahlen, daß man kaum noch einzelne gut erhaltene Faserbruchstücke -auffinden kann. Von Papier <a href="#tafel15_2">Nr. 2</a> gilt fast dasselbe, jedoch finden sich -hier schon mehrere noch bis zu einem gewissen Grade unversehrte Fasern. -Verfolgt man die Papiere weiter, so wird man im großen und ganzen eine -Abnahme feinster Fibrillen und eine Zunahme besser erhaltener Fasern -beobachten können, bis zu dem Papier <a href="#tafel15_9">Nr. 9</a> -und <a href="#tafel15_10">Nr. 10</a>, welche nur noch -in äußerst geringem Grade Zerstörungserscheinungen der Fasern zeigen. -Den Zustand der Fasern in jedem einzelnen Fall zu beschreiben, ist -außerordentlich schwer; das Bild wirkt in diesem Falle besser und ist -genügend aufklärend. Wenn daher von dem Untersuchenden verlangt wird, -er soll den Mahlungs<span class="pagenum"><a name="Seite_92" id="Seite_92">[S. 92]</a></span>zustand der im Papier enthaltenen Fasern angeben, -so dürfte sein Urteil erheblich an Wert gewinnen, wenn der Erklärung -eine mikrophotographische Aufnahme der Fasern beigegeben würde.</p> - -<p>Vielleicht könnte man auch durch zahlreiche Aufnahmen Gruppen von -Mahlungszuständen schaffen, gewissermaßen Normalzustände, welche in -geeigneter Weise den Interessenten zugänglich zu machen wären. Man -könnte dann bei Untersuchung von Papier hinsichtlich des Faserzustandes -auf diese Normalien hinweisen und brauchte so nicht jedesmal dem -Untersuchungsbefund eine photographische Abbildung beizufügen. Aus -den hier vorliegenden Beispielen könnte man vielleicht folgende -Zusammenstellung schaffen (<a href="#Papiergruppen">S. 93</a>).</p> - -<table id="Werte_aus_mikroskop_Aufnahmen" class="feinheit" summary="mikroskopische Aufnahmen"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr vam" rowspan="2"> - <div class="center">Papier<br /> - Nr.</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr vam" rowspan="2"> - <div class="center">Art des Papiers</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr vam" rowspan="2"> - <div class="center">Stoff-<br /> - zusammensetzung</div> - </td> - <td class="bdt bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">Mittlere</div> - </td> - <td class="bdt bdb vam" rowspan="2"> - <div class="center">Widerstand<br /> - gegen<br /> - Zerknittern</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br bdb vam"> - <div class="center">Reiß-<br /> - länge<br /> - m</div> - </td> - <td class="bbr bdb vam"> - <div class="center">Deh-<br /> - nung<br /> - %</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5 vat"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vat"> - <div class="center vat">Holländisches<br /> - Banknotenpapier</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vat"> - <div class="center">Wegen starker Zer-<br /> - mahlung nicht mit<br /> - Sicherheit zu er-<br /> - mitteln; wahr-<br /> - scheinlich Leinen</div> - </td> - <td class="br padtop0_5 vat"> - <div class="center">7275</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vat"> - <div class="center">11,1</div> - </td> - <td class="padtop0_5 vat"> - <div class="center">außerordentlich<br /> - groß</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Normal - 1<a name="FNAnker_41_41" id="FNAnker_41_41"></a><a href="#Fussnote_41_41" class="fnanchor">[41]</a></div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Leinen, Zusatz<br /> - Baumwolle; ein Teil<br /> - der Fasern stark<br /> - zermahlen</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="center">6215</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 4,7</div> - </td> - <td class="vat"> - <div class="center">sehr groß</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 4</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Dokumentenpapier<br /> - aus ungebleichten<br /> - Lumpen</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Leinen, geringe<br /> - Mengen Baumwolle</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="center">8425</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 5,6</div> - </td> - <td class="vat"> - <div class="center">außerordentlich<br /> - groß</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Normal - 1<a name="FNAnker_41_41a" id="FNAnker_41_41a"></a><a href="#Fussnote_41_41a" class="fnanchor">[41]</a></div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Leinen, Baumwolle</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="center">6050</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 4,2</div> - </td> - <td class="vat"> - <div class="center">sehr groß</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Normal - 1<a name="FNAnker_41_41b" id="FNAnker_41_41b"></a><a href="#Fussnote_41_41a" class="fnanchor">[41]</a></div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Baumwolle, geringe<br /> - Mengen Leinen</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="center">6825</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 7,2</div> - </td> - <td class="vat"> - <div class="center">außerordentlich<br /> - groß</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 7</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Photographiepapier</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Leinen, sehr geringe<br /> - Mengen Baumwolle</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="center">2600</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 3,8</div> - </td> - <td class="vat"> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 8</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Photographiepapier</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Leinen, sehr geringe<br /> - Mengen Baumwolle</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="center">4350</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 4,5</div> - </td> - <td class="vat"> - <div class="center">gering</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Packpapier</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">Manilahanf</div> - </td> - <td class="br vat"> - <div class="center">6750</div> - </td> - <td class="bbr vat"> - <div class="center"> 4,5</div> - </td> - <td class="vat"> - <div class="center">außerordentlich<br /> - groß</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_93" id="Seite_93">[S. 93]</a></span></p> - -<table class="mtop2" id="Papiergruppen" summary="Gruppierung der Papiere"> - <tr> - <td> - <div class="center">Gruppe</div> - </td> - <td> - <div class="right">I. </div> - </td> - <td> - <div class="center">Nr. </div> - </td> - <td> - 1–3; - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - <td> - <div class="right">II. </div> - </td> - <td> - <div class="center">„ </div> - </td> - <td> - 4, 5 und 6; - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - <td> - <div class="right">III. </div> - </td> - <td> - <div class="center">„ </div> - </td> - <td> - 7 und 8; - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="center">„</div> - </td> - <td> - <div class="right">IV. </div> - </td> - <td> - <div class="center">„ </div> - </td> - <td> - 9 und 10. - </td> - </tr> -</table> - -<p>Kommt nun ein Papier auf den Zustand der Faser zur Untersuchung, so -könnte man einfach auf Grund des mikroskopischen Bildes unter Hinweis -auf die geschaffenen Normalgruppen erklären, daß das Papier sich im -Mahlungszustand beispielsweise der Gruppe II nähert. Solche Angaben -würden für den Fabrikanten in vielen Fällen von Wert sein.</p> - -<p>Mit acht der abgebildeten zehn Papiere sind Festigkeitsversuche -ausgeführt worden, und es wird interessant sein, die hierbei -ermittelten Werte kennen zu lernen (vergl. <a href="#Werte_aus_mikroskop_Aufnahmen">S. 92</a>).</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_41_41" id="Fussnote_41_41"></a><a name="Fussnote_41_41a" id="Fussnote_41_41a"></a><a name="Fussnote_41_41b" id="Fussnote_41_41b"></a><a href="#FNAnker_41_41"><span class="label">[41]</span></a> Die drei Normalpapiere 1 rühren aus drei verschiedenen -Fabriken her.</p></div> - -</div> - -<div class="section"> - -<h3 id="Feststellung_der_Mengenverhaeltnisse_der_Fasern">Feststellung -der Mengenverhältnisse der Fasern.</h3> - -</div> - -<p>Man ist hierbei, abgesehen von den verholzten Fasern (vergl. -<a href="#Die_Bestimmung_der_Menge_des_Holzschliffes">S. 100</a>), z. Z. ausschließlich auf das mikroskopische Bild angewiesen; -irgendwelche analytische Verfahren zur Trennung der Fasern sind -nicht bekannt. Deshalb sind die Angaben über die prozentische -Faserzusammensetzung eines Papiers immer nur als <em class="gesperrt">annähernd</em> -zutreffend anzusehen. Die Ermittelung kann aber doch so weit sicher -gestaltet werden, daß sie einen praktischen Wert erhält.</p> - -<p>Ein Bruchteil der Fasern ist bei den meisten Papieren infolge -mechanischer Einwirkungen während des Fabrikationsprozesses und -infolge von Ähnlichkeiten im anatomischen Bau überhaupt unbestimmbar, -wenigstens soweit es sich um Lumpen handelt. Diese werden auf dem Wege -durch die Papierfabrik von den Messern der Holländer, den Walzen u. s. w. -oft bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Der Bruchteil der auf diese -Weise unkenntlich gemachten Fasern wird demnach abhängen von der Art -der Bearbeitung des Rohmaterials; er wird größer sein bei Papieren, -welche sehr lange gemahlen sind, und geringer bei Papieren, bei denen -dies nicht der Fall war.</p> - -<p>Wesentlich günstiger liegen die Verhältnisse bei den Zellstoffen. Die -Art ihrer Herstellung bringt es mit sich, daß bei diesen die einzelnen -Zellen weniger verändert werden als bei den Lumpen, und da sie auch -bei der Verarbeitung zu Papier meist nur einer kurzen mechanischen -Behandlung unterliegen, so finden sie sich im allgemeinen weniger -verletzt im Papier vor. Da sie außerdem selten Neigung zeigen, sich -wie die Lumpen, insbesondere die Leinenfasern, der Länge nach in dünne -Lamellen zu<span class="pagenum"><a name="Seite_94" id="Seite_94">[S. 94]</a></span> zerfasern, sondern bei einer etwaigen Zertrümmerung meist -in Querstücke zerfallen, so kann man auch den Ursprung der Bruchstücke -besser feststellen als bei Lumpen.</p> - -<p>Die Verhältnisse für die Mengenbestimmung von Fasern im Papier an -der Hand des mikroskopischen Bildes liegen also bei Lumpenfasern -ungünstiger als bei den Zellstoffen. Es wird erheblich schwerer -sein, bei einem Lumpenpapier den annähernden Gehalt an Leinen- -und Baumwollfasern festzustellen, als bei einem anderen Papier zu -entscheiden, wie viel Lumpen- und Zellstofffasern es enthält.</p> - -<p>Die Verwertung des mikroskopischen Bildes zur Ermittelung der -ungefähren Mengenverhältnisse der einzelnen Fasersorten kann nun auf -zweierlei Weise geschehen; entweder zählt man die Fasern jeder Gattung -unter Beobachtung gewisser noch zu besprechender Punkte zusammen und -vergleicht die so gewonnenen Zahlen oder man vergleicht das Präparat -mit anderen von bekannter Stoffmischung lediglich nach dem Augenschein.</p> - -<p>Mit dem Auszählen eines einzigen Bildes ist natürlich nichts getan; es -ist nötig, daß eine große Anzahl von Gesichtsfeldern abgesucht wird, -da man nur dann ein annähernd richtiges Durchschnittsergebnis erwarten -darf. Wenn auch die Stoffmischung infolge der Vorbereitung als sehr -vollkommen angesehen werden kann, so kommt es doch vielfach vor, daß -beispielsweise bei einem aus gleichen Teilen Leinen und Zellstoff -bestehenden Papier in einem Bilde vorwiegend Leinen-, in einem anderen -vorwiegend Zellstofffasern gefunden werden. Diese Schwankungen werden -dann bei Benutzung einer großen Anzahl von Bildern wieder ausgeglichen.</p> - -<p>Beim Auszählen der Gesichtsfelder ist es zweckmäßig, den Halbmesser -beziehungsweise Durchmesser des Gesichtsfeldes als Längeneinheit -zu Grunde zu legen, denn einer solchen bedarf es bei der großen -Verschiedenheit in den Längen der einzelnen Faserstücke. Die in einem -Bilde vorhandenen Bruchstücke von Fasern, welche kürzer als die -gewählte Einheit sind, müssen als Bruchteile derselben geschätzt und -dann verrechnet werden.</p> - -<p>Die durch das Auszählen gewonnenen Zahlen — nehmen wir an, es seien -Durchschnittswerte aus 50 Zählungen — können zur prozentualen -Berechnung der Fasern ohne weiteres nur dann verwendet werden, wenn die -Annahme gerechtfertigt ist, daß gleiche Faserlängen der in Betracht -kommenden Stoffe auch gleich schwer sind. Wenn diese Voraussetzung -beispielsweise bei Leinen und Baumwolle zuträfe, so bestände ein -aus diesen Stoffen gefertigtes Papier, wenn in dem Gesichtsfelde im -Durchschnitt gefunden worden sind</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_95" id="Seite_95">[S. 95]</a></span></p> - -<div class="centre-container"> - <div class="centre"> - <div class="zeile">Leinenfasern 7,</div> - <div class="zeile">Baumwollfasern 5,</div> - </div> -</div> - -<p class="p0">ohne Berücksichtigung der unbestimmbaren Fasern und der Füllstoffe -ungefähr aus</p> - -<div class="centre-container"> - <div class="centre"> - <div class="zeile">58% Leinenfasern und</div> - <div class="zeile">42% Baumwollfasern.</div> - </div> -</div> - -<p>Daß diese Voraussetzung aber nicht für alle Fasern zutreffen wird, -zeigt sich an dem anatomischen Bau der Fasern. Ein Beispiel soll dies -noch näher erläutern.</p> - -<p>Ein Ganzstoff wurde aus genau 50% leinenen Fasern und 50% Holzzellstoff -erzeugt, und es wurden in 100 verschiedenen Gesichtsfeldern die -einzelnen Fasern gezählt; im Mittel wurden gefunden 43,7% Längen -Leinenfasern und 56,3% Längen Holzzellstoff.</p> - -<p>Um auf die wahren Verhältnisse zu kommen, müßte man daher die -gefundenen Werte noch mit Koeffizienten multiplizieren, deren Größe -für die einzelnen Faserarten durch Auszählen einer großen Reihe von -Stoffmischungen zwar bestimmt werden könnte, die aber immerhin von -geringem praktischem Wert bleiben würden, weil die Methode allzu -umständlich werden würde und trotzdem noch erhebliche Unsicherheiten -bestehen blieben. Insbesondere ist für das Auszählen der Präparate ein -außerordentlich großer Zeitaufwand erforderlich.</p> - -<p>Bei einem Gehalt des Papiers an Strohzellstoff kommt ferner hinzu, daß -es noch schwerer als im angeführten Beispiel, wenn nicht gar unmöglich -ist, die mannigfachen, so verschieden gestalteten Fasern des Strohes -(Oberhautzellen, Parenchymzellen, Gefäße, Sklerenchymzellen u. s. w.) -auf eine Längeneinheit zu bringen.</p> - -<p>Diese Erwägungen lassen es zweckmäßig erscheinen, auf eine -Auszählung der Fasern des Bildes zu verzichten und den Versuch der -Mengenbestimmung der einzelnen Fasersorten auf dem zweiten der oben -angegebenen Wege, nämlich dem der Schätzung, zu unternehmen.</p> - -<p>Man muß sich hierbei zunächst klar darüber sein, worauf man die zu -machenden prozentischen Angaben beziehen will, ob auf das Papier als -solches, d. h. unter Berücksichtigung der etwa vorhandenen Füllstoffe, -oder nur auf das vorhandene Fasermaterial. Die nachfolgenden Angaben -beziehen sich nur auf den letzteren Fall.</p> - -<p>Um dem Auge in der Abschätzung des mikroskopischen Bildes Übung zu -verschaffen, ist es erforderlich, zunächst mit Stoffen bekannter -Zusammensetzung zu arbeiten; da man auch später Ver<span class="pagenum"><a name="Seite_96" id="Seite_96">[S. 96]</a></span>gleichsmischungen -stets zur Hand haben muß, um in Zweifelsfällen einen sicheren Anhalt -zu haben, so ist es zweckmäßig, diese Mischungen ein für allemal -anzufertigen und dauernd aufzubewahren; es handelt sich hierbei nicht -um fertige Dauerpräparate gewöhnlicher Art, sondern um Stoffmischungen, -welche, wie schon <a href="#Praeparat_unter_Alkohol">Seite 90</a> erwähnt, in Flaschen unter Alkohol -aufbewahrt und von welchen in jedem einzelnen Bedarfsfalle frische -Präparate angefertigt werden.</p> - -<p>Man schätzt zunächst bei schwacher Vergrößerung die Gruppen ab und dann -bei stärkerer die einzelnen Faserarten.</p> - -<p>Dadurch, daß infolge der Färbung mit den Jodlösungen die Fasern -gruppenweise auseinander gehalten werden, wird dem Auge das Schätzen -wesentlich erleichtert, und die Erfahrung hat gezeigt, daß bei -gehöriger Übung seitens des Untersuchenden die auf diese Weise -gefundenen Werte den wirklichen Verhältnissen <em class="gesperrt">annähernd</em> -entsprechen.</p> - -<p>Von großem Wert ist es natürlich, wenn die Schätzungen von mehreren -Beobachtern vorgenommen und aus den geschätzten Prozentsätzen die -Mittel gebildet werden.</p> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_97" id="Seite_97">[S. 97]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Nachweis_von_Holzschliff_und_anderen_verholzten_Fasern">Nachweis -von Holzschliff und anderen verholzten Fasern.</h2> - -</div> - -<p>Bei der Besprechung der mikroskopischen Prüfung wurde darauf -hingewiesen, mit Hilfe welcher Merkmale man den Holzschliff durch das -Mikroskop nachweisen kann. Einfacher als dort angegeben gestaltet sich -der Nachweis, wenn es sich nur darum handelt, das Vorhandensein von -verholzten Fasern überhaupt festzustellen. Wir besitzen eine große -Anzahl chemischer Verbindungen, die mit denjenigen Bestandteilen des -Holzes, die man kurzweg als <em class="gesperrt">Holzsubstanz</em> bezeichnet, mehr oder -minder starke, leicht und schnell zu erzeugende Färbungen geben.</p> - -<p>Da die verholzten Fasern und insbesondere der Holzschliff als Feinde -jedes für lange Aufbewahrung bestimmten Papiers betrachtet werden -müssen, so ist es von besonderer Wichtigkeit, Mittel zu besitzen, die -schnell und leicht Aufschluß über das Vorhandensein dieser Fasern geben.</p> - -<p>Von den Reagentien, die zum Nachweis verholzter Fasern empfohlen -werden, sollen hier nur einige besprochen werden, mit Hilfe deren der -Nachweis am schärfsten gelingt und welche daher auch am häufigsten -angewendet werden, nämlich:</p> - -<ul class="aufzaehlung"> - -<li><em class="gesperrt">Schwefelsaures Anilin</em> (<em class="gesperrt">Anilinsulfat</em>),</li> - -<li><em class="gesperrt">Phloroglucin-Salzsäure</em> und</li> - -<li><em class="gesperrt">Dimethyl-paraphenylen-diamin</em>.<a name="FNAnker_42_42" id="FNAnker_42_42"></a><a href="#Fussnote_42_42" class="fnanchor">[42]</a></li> - -</ul> - -<h3 id="Die_Reaktion_mit_schwefelsaurem_Anilin" title="Die Reaktion mit -schwefelsaurem Anilin.">Die Reaktion mit schwefelsaurem Anilin -(Anilinsulfat).</h3> - -<p>Man löst etwa 5 g schwefelsaures Anilin in 50 g destilliertem Wasser; -das Salz löst sich bei einigem Umschütteln ziemlich leicht und -man erhält eine klare, farblose Flüssigkeit, welche jedoch nicht<span class="pagenum"><a name="Seite_98" id="Seite_98">[S. 98]</a></span> -lichtbeständig ist, sondern sich ziemlich leicht zersetzt, wobei sie -eine violette Färbung annimmt; trotzdem reagiert sie auch während der -Zersetzung noch auf Holzschliff. Die Färbung, welche die Lösung von -Anilinsulfat auf holzschliffhaltigem Papier hervorbringt, ist eine sehr -schön hellgelbe.</p> - -<h3 id="Die_Phloroglucin_Reaktion">Die Phloroglucin-Reaktion.</h3> - -<p>Diese von <em class="gesperrt">Wiesner</em><a name="FNAnker_43_43" id="FNAnker_43_43"></a><a href="#Fussnote_43_43" class="fnanchor">[43]</a> entdeckte Reaktion für verholzte -Zellen ist wohl die empfindlichste von allen und zugleich die -farbenprächtigste. Zur Herstellung der Lösung verfährt man in folgender -Weise: Man löst 1 g Phloroglucin in 50 ccm Alkohol und fügt etwa 25 -ccm konzentrierte Salzsäure hinzu; es entsteht eine schwach gelb -gefärbte Flüssigkeit, welche sich allmählich durch den Einfluß der Luft -und des Lichtes zersetzt; man tut daher gut, sich nie größere Mengen -herzustellen, da eine frisch bereitete Lösung schneller und schärfer -wirkt als eine schon in Zersetzung übergegangene.</p> - -<p>Die Färbung, welche diese Lösung auf holzhaltigem Papier hervorbringt, -ist sehr schön rot, und aus diesem Grunde ist die Phloroglucinlösung -der oben besprochenen vorzuziehen, weil diese beispielsweise bei gelben -Papieren keine so deutliche Reaktion veranlaßt als jene.</p> - -<p>Man lasse bei der Untersuchung auf verholzte Fasern mittels -Phloroglucin nicht außer acht, daß es gewisse Farbstoffe gibt, -welche sich, wie das in der Papierfabrikation vielfach verwendete -Metanilgelb, unter dem Einfluß freier Säuren ebenfalls rot färben und -daher möglicherweise zu der Annahme führen könnten, man hätte es mit -verholzten Fasern zu tun.</p> - -<p>Die Art und Weise des Auftretens der Reaktion ist aber anders als beim -Holzschliff. Bringt man Phloroglucin auf holzschliffhaltiges Papier, -so entsteht ganz allmählich eine an Tiefe zunehmende Rotfärbung, -wobei einzelne dickere Fasern besonders hervortreten und durch ihre -dunklere Färbung auffallen. Ist indessen kein Holzschliff, sondern -nur Metanilgelb vorhanden, so entsteht der Fleck ziemlich plötzlich; -das Papier erscheint ganz gleichmäßig gefärbt und es sind keine -einzelnen Fasern durch besonders hervortretende Färbung sichtbar; der -Fleck verblaßt in wenigen Minuten und umgibt sich mit einem violetten -Hof, während Holzschliffflecken erst nach längerer Zeit und ganz -allmählich verblassen und sich hierbei nicht mit einem Hof umgeben. -Sollten trotzdem noch Zweifel auftauchen,<span class="pagenum"><a name="Seite_99" id="Seite_99">[S. 99]</a></span> so befeuchte man das zu -untersuchende Papier mit verdünnter Salzsäure allein; entsteht auch -jetzt die Rotfärbung, so ist ein Farbstoff vorhanden, entsteht sie -nicht, so handelt es sich um Holzschliff.</p> - -<h3 id="Wursters_Reaktion_mit_Dimethyl-paraphenylen-diamin" title="Wursters -Reaktion mit Dimethyl-paraphenylen-diamin.">Wursters Reaktion mit -Dimethyl-paraphenylen-diamin.<a name="FNAnker_44_44" id="FNAnker_44_44"></a><a href="#Fussnote_44_44" class="fnanchor"><span class="s6 vat">[44]</span></a></h3> - -<p>Das Reagens gelangt entweder in Lösung oder in Form von Filtrierpapier, -das mit der Lösung getränkt ist, zur Anwendung; der Kürze wegen -bezeichnet der Entdecker die Mittel mit Di-Lösung und Di-Papier.</p> - -<p>Bei Anwendung der Lösung bringt man diese durch Auftropfen oder mit -Hilfe eines Pinsels auf das zu untersuchende Papier. Bei Gegenwart von -verholzten Fasern entsteht nach einiger Zeit ein orangeroter Fleck. -Dieser Fleck wird mit Wasser befeuchtet und erscheint dann karmoisinrot.</p> - -<p>Verwendet man statt der Lösung das Papier, so benetzt man es vor -dem Versuch mit einigen Tropfen Wasser, faltet es einmal zusammen -und bringt es unter Druck zwischen das zusammengelegte zu prüfende -Papier. Ist letzteres unter dem Reagenspapier durchfeuchtet, so wird -diese Stelle mit Wasser benetzt, und es entsteht dann ebenfalls eine -karmoisinrote Färbung.</p> - -<p>Lösung und Papier sind von der chemischen Fabrik von Dr. Theodor -<em class="gesperrt">Schuchardt</em> in Görlitz zu beziehen.</p> - -<p>Hat man mit Hilfe einer der geschilderten Reaktionen verholzte Fasern -nachgewiesen, so kann die weitere Frage, welcher Art die Fasern -sind, ob es sich insbesondere um Holzschliff handelt, nur durch eine -mikroskopische Untersuchung beantwortet werden.</p> - -<p id="schlecht_aufgeschlossen">In Frage kommen von anderen verholzten Fasern hauptsächlich nicht -völlig aufgeschlossener Zellstoff, ungebleichte Jute und Adansonia, -deren Erkennen auf Grund der Angaben <a href="#Jute">Seite 71</a> u. <a href="#Adansonia">80</a> ermöglicht wird.</p> - -<p>Über die Unterscheidung von Holzschliff und nicht völlig -aufgeschlossenem Holzzellstoff sei noch folgendes bemerkt.</p> - -<p><em class="gesperrt">Holzschliff</em> zeigt infolge des Schleifprozesses nur Bruchstücke -von Zellen oder Zellgruppen. Besonders ins Auge fallen die Holzzellen -mit Tüpfeln und die gitterförmigen Markstrahlzellen. Natürliche Enden -sind nicht oder nur selten zu beobachten.</p> - -<p><em class="gesperrt">Holzzellstoff</em> zeigt infolge des Aufschließens auf chemischem -Wege einzelne Zellen und Bruchstücke solcher; natürliche Enden<span class="pagenum"><a name="Seite_100" id="Seite_100">[S. 100]</a></span> -der Faser sind in großer Anzahl vorhanden. Die gitterförmigen -Markstrahlzellen fehlen in den meisten Fällen.</p> - -<p>Hiermit sind genug Anhaltspunkte gegeben, um Holzschliff und nicht -völlig aufgeschlossenen Holzzellstoff voneinander zu unterscheiden.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_42_42" id="Fussnote_42_42"></a><a href="#FNAnker_42_42"><span class="label">[42]</span></a> In <em class="gesperrt">Müllers</em> Abhandlung „<em class="gesperrt">Die Bestimmung des -Holzschliffes im Papier</em>“ findet sich Seite 10 eine ausführlichere -Zusammenstellung von Holzschliffreagentien, die aufzuzählen hier zu -weit führen würde.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_43_43" id="Fussnote_43_43"></a><a href="#FNAnker_43_43"><span class="label">[43]</span></a> <em class="gesperrt">Dingler</em>, Polytechnisches Journal 1878, S. 397.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_44_44" id="Fussnote_44_44"></a><a href="#FNAnker_44_44"><span class="label">[44]</span></a> Dr. <em class="gesperrt">C. Wurster</em>, Die neuen Reagentien auf -Holzschliff und verholzte Pflanzenteile. 1900.</p></div> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<h2 class="nobreak" id="Die_Bestimmung_der_Menge_des_Holzschliffes">Die -Bestimmung der Menge des Holzschliffes.</h2> - -</div> - -<p>Bekanntlich fehlt es zur Zeit noch an Verfahren, den Holzschliff eines -Papiers in wägbarer Form abzuscheiden und so seine genaue quantitative -Feststellung zu ermöglichen; ob dies jemals gelingen wird, erscheint -zweifelhaft und dürfte auch im allgemeinen nicht von großer Bedeutung -sein. Wenn für eine Papiersorte überhaupt Holzschliff zugelassen ist, -wird es sicher in den meisten Fällen ohne ernste Bedeutung sein, ob 5% -mehr oder weniger vorhanden sind. Nur in Streitfällen wäre ein genaues -Bestimmungsverfahren von Wert.</p> - -<p>Die bis jetzt zur Bestimmung der Holzschliffmenge eines Papiers -gemachten Vorschläge sind zweierlei Art; einmal soll der Gehalt auf -kolorimetrischem Wege und im zweiten Falle durch ein analytisches -Verfahren ermittelt werden.</p> - -<p><em class="gesperrt">Gädicke</em><a name="FNAnker_45_45" id="FNAnker_45_45"></a><a href="#Fussnote_45_45" class="fnanchor">[45]</a> stellt sich durch Vermischen von Holzschliff und -schwedischem Filtrierpapier in verschiedenen Verhältnissen Papiere -von 10, 20, 30, 40, 50 u. s. w. % Holzschliffgehalt her, die er durch -schwefelsaures Anilin gelb färbt. Die verschiedenen Farbtöne, welche -je einen Holzschliffgehalt darstellen, werden als Deckfarbe aus -geeigneten Farbstoffen gemischt und auf Papier aufgetragen; auf diese -Weise entsteht eine Tabelle, aus welcher man die Menge des im Papier -enthaltenen Holzschliffes annähernd entnehmen kann, sobald man es mit -Anilinsulfat gefärbt hat; vorausgesetzt wird hierbei natürlich, daß -stets mit Lösungen von gleicher Konzentration gearbeitet wird.</p> - -<p>Dr. <em class="gesperrt">Wurster</em><a name="FNAnker_46_46" id="FNAnker_46_46"></a><a href="#Fussnote_46_46" class="fnanchor">[46]</a> verwendet das bereits erwähnte Di-Papier. Dieses -Di-Papier wird mit 1–2 Tropfen Wasser befeuchtet und, in der Mitte -zusammengelegt, zwischen das zu prüfende Papier gebracht. Ist letzteres -unter dem Reagenspapier durchfeuchtet, so wird diese Stelle mit viel -Wasser benetzt. Enthält das Papier Holzschliff, so tritt Rotfärbung -ein, und an dem Grad der Färbung des mit Filtrierpapier abgedrückten -aber noch feuchten Fleckes kann der Gehalt an geschliffenem Holz -annäherungsweise bestimmt werden. Dem Di-Papier wird nämlich eine -Farbentafel beigegeben, auf<span class="pagenum"><a name="Seite_101" id="Seite_101">[S. 101]</a></span> welche zehn verschiedene rote Farbtöne -aufgetragen sind, deren jeder einem bestimmten Holzschliffgehalt -entspricht. Hat man also das holzschliffhaltige Papier mit Hilfe des -Di-Papiers gefärbt, so sucht man auf der Tafel den Farbton aus, welcher -der erhaltenen Färbung am meisten entspricht. Die Zahl, welche sich auf -der Tafel befindet, gestattet die Bestimmung des Prozentgehaltes an -Holzschliff mit Hilfe der Gebrauchsanweisung, welche beigegeben ist.</p> - -<p>Die Verfahren von Dr. A. <em class="gesperrt">Müller</em><a name="FNAnker_47_47" id="FNAnker_47_47"></a><a href="#Fussnote_47_47" class="fnanchor">[47]</a> (Behandlung des Papiers mit -Kupferoxydammoniak) und von <em class="gesperrt">Godeffroy und Coulon</em><a name="FNAnker_48_48" id="FNAnker_48_48"></a><a href="#Fussnote_48_48" class="fnanchor">[48]</a> (Behandlung -des Papiers mit Goldchloridlösung) haben sich bei genauer Prüfung nicht -als brauchbar erwiesen.</p> - -<p><em class="gesperrt">Prof. Rudolf Benedikt und Max Bamberger</em><a name="FNAnker_49_49" id="FNAnker_49_49"></a><a href="#Fussnote_49_49" class="fnanchor">[49]</a> wiesen an der -Hand der S. <em class="gesperrt">Zeisel</em>schen Methoxylbestimmungsmethode nach, daß -dem Lignin (Holzsubstanz) eine ziemlich hohe Methylzahl zukommt; man -versteht unter Methylzahl diejenige Methylmenge in Zehntelprozenten, -welche sich beim Kochen der Substanz mit Jodwasserstoffsäure in -Form von Jodmethyl abspaltet. Die verschiedenen Holzarten verhalten -sich hierbei verschieden; es wurde im Mittel gefunden für Fichte -die Methylzahl 22,6, Tanne 24,5, Aspe 22,6. Da man mit Hilfe des -Mikroskopes feststellen kann, welcher Art das in einem Papier -vorhandene Holz ist, so kann man dadurch ermitteln, welche Methylzahl -man den Bestimmungen zu Grunde legen muß.</p> - -<p>Bei der Untersuchung auf diejenigen Bestandteile des Holzes, welche -Methoxylgruppen enthalten und demgemäß die Abspaltung des Jodmethyls -veranlassen, ergab sich, daß hierbei nur jene Teile des Holzes in Frage -kommen, die man mit dem Namen Lignin bezeichnet.</p> - -<p>Reine Cellulose, gereinigte Baumwolle, Filtrierpapier liefern kein -Jodmethyl; die mit Wasser, Alkohol und Äther extrahierten Hölzer -liefern nach der Extraktion dieselbe Methylzahl wie vorher.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_102" id="Seite_102">[S. 102]</a></span></p> - -<p>Die Ausführung der Bestimmung der Methylzahl muß mit großer Sorgfalt -geschehen, da ein Fehler von nur einer Einheit in der Methylzahl den -Holzschliffgehalt schon um 5% falsch finden läßt. Nicht ausführbar -ist die Bestimmung der Methylzahl für Holz in einem Papier, welches -Gips oder Baryumsulfat enthält, da ein größerer Schwefelgehalt die -Methylzahl durch Bildung von Merkaptan herabdrückt.</p> - -<p>In der Versuchsanstalt wird die <em class="gesperrt">annähernde</em> Bestimmung der -Menge des vorhandenen Holzschliffes u. a. auch in folgender Weise -ausgeführt. Das Verfahren ist wie das von <em class="gesperrt">Gaedicke</em> und Dr. -<em class="gesperrt">Wurster</em> ein kolorimetrisches, unterscheidet sich jedoch von -den beiden genannten dadurch, daß zum Vergleich nicht ein künstlicher -Farbton, sondern die Färbung, welche irgend ein Holzschliffreagens mit -Holzschliff erzeugt, direkt benützt wird.</p> - -<p>Erforderlich zur Ausführung der Prüfung sind die nachfolgenden -Gegenstände.</p> - -<ol class="ergebnisliste"> - -<li> Eine Glasplatte von etwa 10 × 20 cm Fläche.</li> - -<li> Eine Pincette.</li> - -<li> Ein beliebiges Reagens auf Holzschliff (Phloroglucin, -schwefelsaures Anilin o. a.).</li> - -<li> Eine Reihe von Papieren mit bekanntem Holzschliffgehalt; wenn -möglich innerhalb der Grenzen 1–10% um je 1%, innerhalb 10–30% um -je 5% und von da ab um je 10% steigend; wenn diese Papiermuster -außerdem in verschiedenen Dicken zur Verfügung stehen, so ist dies -für die Ausführung der Prüfung sehr vorteilhaft.</li> - -</ol> - -<p>Die Art der Versuchsausführung selbst ist folgende.</p> - -<p>Zunächst wird festgestellt, ob das Quadratmeter-Gewicht des zu -prüfenden Papiers <em class="gesperrt">ungefähr</em> übereinstimmt mit dem der -Vergleichsproben; ist dies nicht der Fall, so wird beim Versuch durch -Aufeinanderlegen von zwei oder mehreren Blättern der dünneren Sorte -der Unterschied möglichst ausgeglichen; durch eine kleine Vorprobe mit -Phloroglucinlösung überzeugt man sich, ob das in Frage kommende Papier -viel oder wenig Holzschliff enthält, damit nicht alle Abstufungen zum -Vergleich herangezogen werden müssen. Von denjenigen Mustern, die man -auf Grund dieser Vorprüfung ausgewählt hat, schneidet man kleine etwa -3 qcm große Stücke ab, ebenso ein solches von dem zu untersuchenden -Papier. Sämtliche Proben bringt man in eine Schale von Glas oder -Porzellan, welche eine Phloroglucinlösung von beliebiger Stärke -enthält; man verfährt hierbei derart, daß die nächste Probe erst dann -in die Flüssig<span class="pagenum"><a name="Seite_103" id="Seite_103">[S. 103]</a></span>keit gebracht wird, wenn die vorhergehende bereits von -beiden Seiten benetzt worden ist. Auf diese Weise vermeidet man das -Zusammenhaften der einzelnen Blätter, welches oft ein allseitiges -Benetzen verhindert. Nachdem die Lösung etwa zwei bis drei Minuten (bei -schwachen Lösungen fünf Minuten) eingewirkt hat, nimmt man zunächst -die Proben von bekanntem Gehalt heraus, läßt die daran haftende Lösung -abtropfen und legt sie mit wachsendem oder abnehmendem Gehalt an -Holzschliff der Reihe nach nebeneinander auf die Glasplatte; die zu -untersuchende Probe legt man unter diese Reihe.</p> - -<p>Man tut gut, die Proben nun sowohl im auffallenden als auch im -durchfallenden Licht zu betrachten, das letztere besonders bei Proben -von gleicher Dicke. Man wird sich weit eher als bei den anderen -kolorimetrischen Methoden für einen bestimmten Gehalt an Holzschliff -entscheiden können.</p> - -<p>Von besonderem Wert hat sich dies Verfahren erwiesen bei Papieren, -welche sehr wenig Holzschliff enthalten, beispielsweise weniger als 10%.</p> - -<p>Eine Schwierigkeit des Verfahrens liegt zur Zeit noch in der -Beschaffung der Vergleichspapiere, die im Handel nicht zu haben sind; -vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, die eine oder die andere -Papierfabrik zur Herstellung solcher Muster zu veranlassen, wobei die -weiter unten aufgeführten Gesichtspunkte zu beachten sein würden.</p> - -<p>Der Versuchsanstalt liegen bei ihren Prüfungen Papiere zu Grunde, die -seitens einiger Papierfabrikanten mit besonderer Vorsicht hergestellt -und der Anstalt zum Geschenke gemacht sind; sie enthalten 0,5, -1,0, 1,5 u. s. w. bis zu 90% Holzschliff und bilden ein wertvolles -Material zur annähernden Bestimmung dieses Faserstoffes im Papier. -Eine weitere Reihe von Papieren ist in der Versuchsanstalt mit den -denkbar einfachsten Mitteln hergestellt worden und dürften solche in -Ermangelung anderer, in einer Papierfabrik mit allen Hilfsmitteln -erzeugten Proben auch gute Dienste leisten.</p> - -<p>Eine sehr wertvolle Unterstützung der vorbeschriebenen annähernden -Bestimmung der Menge des im Papier vorhandenen Holzschliffes bietet die -mikroskopische Untersuchung, vorausgesetzt, daß der Untersuchende im -mikroskopischen Arbeiten und insbesondere im Schätzen der Bilder einen -gewissen Grad von Übung besitzt.</p> - -<p>Bei der Schätzung des Holzschliffes im mikroskopischen Bilde ist -natürlich, wie ausdrücklich hervorgehoben werden mag, ebensowenig ein -genaues Ergebnis zu erwarten wie bei dem geschilderten kolorimetrischen -Verfahren; indessen hat die Erfahrung gezeigt, daß<span class="pagenum"><a name="Seite_104" id="Seite_104">[S. 104]</a></span> die Schätzungen bei -genügender Übung im allgemeinen mit einem Fehler von weniger als 10% -behaftet sind.</p> - -<p>Um für die Schätzungen einen festen Anhalt zu haben, ist zunächst die -Herstellung bestimmter Stoffmischungen erforderlich; die Mischungen -werden nicht in Blättern geschöpft, sondern als Brei aufbewahrt, da sie -nur in dieser Form Verwendung finden.</p> - -<p>Auf die Herstellung der Präparate, sowohl des zu untersuchenden Papiers -als auch der Mischungen, ist große Sorgfalt zu verwenden. Man nehme für -die Präparate, soweit dies der Augenschein gestattet, immer möglichst -gleich viel Material, breite dies immer auf eine möglichst gleich große -Fläche aus und betrachte das Bild stets mit derselben Vergrößerung. Ein -Wechsel in den Objektiven und Okularen erzeugt große Unsicherheit im -Urteil. Die Abgabe des Urteils erfolgt nach dem Gesamteindruck, den das -Auge erhalten hat.</p> - -<p>Spuren oder ganz geringe Mengen Holzschliff in als holzfrei gehandelten -Papieren haben schon oft Veranlassung zu unliebsamen Erörterungen -zwischen dem Erzeuger und Abnehmer der Ware gegeben. Wenn auch ein -Fabrikant holzfreier Papiere lediglich holzfreie Rohstoffe verarbeitet, -so ist doch in jeder Fabrik die Möglichkeit gegeben, daß das fertige -Papier verholzte Fasern und zwar in erster Linie Holzsplitterchen -enthält. Die Ansichten über die Möglichkeit, Bedeutung und Zulässigkeit -solcher Verunreinigungen sind in Fachkreisen sehr geteilt, und ein -allgemein anerkannter Handelsbrauch darüber, ob und bis zu welchem -Grade als holzfrei gehandelte Papiere durch verholzte Fasern -verunreinigt sein dürfen, ohne als holzhaltig angesehen zu werden, -besteht nicht.<a name="FNAnker_50_50" id="FNAnker_50_50"></a><a href="#Fussnote_50_50" class="fnanchor">[50]</a></p> - -<p>Die Versuchsanstalt hat von jeher den Standpunkt eingenommen, daß man -ein Papier nicht ohne weiteres als holzhaltig ansprechen soll, wenn man -verholzte Fasern in ihm nachweisen kann; der Papierfabrikant verlangt -mit Recht, daß man auch den Fabrikationsumständen bei der Beurteilung -solcher Fragen Rechnung trägt, und diese sind wie erwähnt derart, -daß unter den gewöhnlichen hier in Frage kommenden Verhältnissen -Verunreinigungen durch verholzte Fasern nicht sicher zu vermeiden sind. -Die Möglichkeiten solcher Verunreinigungen werden um so mehr in den -Hintergrund treten, je besser und wertvoller das erzeugte Papier ist, -und man wird um so mehr mit ihnen zu rechnen haben, je geringer die -Güte des erzeugten Materials ist. Aus diesem Grunde werden auch die -Ansprüche, die man an das Papier stellt, verschieden sein, und man<span class="pagenum"><a name="Seite_105" id="Seite_105">[S. 105]</a></span> -wird z. B. an ein Packpapier 5a und an ein Schreibpapier 3a, die beide -holzfrei sein sollen, nicht den gleichen Maßstab legen. Man wird in -jedem einzelnen Falle unter Berücksichtigung der Güte des Materials, -der Preislage und des Verwendungszweckes seine Entscheidung treffen -müssen.</p> - -<p>Von diesem Gesichtspunkt aus dürfte es sich, sofern nicht besondere -Fälle vorliegen, vielleicht empfehlen, bei holzfreien Packpapieren, -Aktendeckeln u. s. w. einen Gehalt an verholzten Fasern bis zu 3% -zuzulassen; bei Schreib- und Druckpapieren aus Lumpen mit oder ohne -Zusatz von Erde dürften höchstens bis zu 0,5%, bei den übrigen holzfrei -verlangten Sorten höchstens bis zu 1% an verholzten Fasern zulässig -sein.</p> - -<p>Diese Spielräume tragen wohl in reichlichem Maße den vorher -geschilderten Umständen Rechnung, ohne andererseits die Güte des -Papiers herabzudrücken; sind diese Grenzen aber überschritten, dann -kann man wohl nicht mehr verlangen, daß der Empfänger die „holzfrei“ -bestellte Ware als solche ansieht und abnimmt.</p> - -<p>Einen Anhalt zur Abschätzung geringer Mengen Holzschliff gibt -<a href="#tafel16">Tafel XVI</a>; sie ist die Wiedergabe einer Zeichnung<a name="FNAnker_51_51" id="FNAnker_51_51"></a><a href="#Fussnote_51_51" class="fnanchor">[51]</a> nach Originalmustern. -Papiere mit 0,5%, 1%, 2%, 3% und 5% Holzschliff, etwa 75 g das qm -schwer, wurden mit salzsaurer Phloroglucinlösung behandelt und dann im -auffallenden Licht gezeichnet.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_45_45" id="Fussnote_45_45"></a><a href="#FNAnker_45_45"><span class="label">[45]</span></a> Sitzungen der Polytechnischen Gesellschaft zu Berlin -1882.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_46_46" id="Fussnote_46_46"></a><a href="#FNAnker_46_46"><span class="label">[46]</span></a> Papierzeitung 1887, Nr. 14ff.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_47_47" id="Fussnote_47_47"></a><a href="#FNAnker_47_47"><span class="label">[47]</span></a> Die qualitative und quantitative Bestimmung des -Holzschliffes im Papier. Von Dr. <em class="gesperrt">A. Müller</em>. Julius Springer, -Berlin. -</p> -<p> -Der Gedanke, Kupferoxydammoniak zur Bestimmung des Holzes im Papier zu -verwenden, ist auch von <em class="gesperrt">Merz</em> durchgeführt worden; er hat eine -Anzahl von Versuchen angestellt (Papierzeitung 1886), ist indessen -nicht zu befriedigenden Ergebnissen gelangt.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_48_48" id="Fussnote_48_48"></a><a href="#FNAnker_48_48"><span class="label">[48]</span></a> Über die quantitative Bestimmung des Holzschliffes -im Papier. Von <em class="gesperrt">Richard Godeffroy</em> und <em class="gesperrt">Max Coulon</em>. -Mitteilungen des k. k. Technologischen Gewerbe-Museums in Wien. Neue -Folge. II. Jahrgang 1888, Nr. 1 und 2, S. 18ff., S. 67 und 1889, S. -9ff.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_49_49" id="Fussnote_49_49"></a><a href="#FNAnker_49_49"><span class="label">[49]</span></a> Über eine quantitative Reaktion des Lignins. Von -<em class="gesperrt">Rudolf Benedikt</em> und <em class="gesperrt">Max Bamberger</em>. Monatshefte für Chemie -1890, S. 260. -</p> -<p> -Zur Bestimmung des Holzschliffes im Papier. Von Prof. <em class="gesperrt">Rudolf -Benedikt</em> und <em class="gesperrt">Max Bamberger</em>. Chemiker-Zeitung 1891, Nr. 14, -S. 221.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_50_50" id="Fussnote_50_50"></a><a href="#FNAnker_50_50"><span class="label">[50]</span></a> Vergl. Holzfreie Papiere. Vom Verfasser. Mitt. a. d. -techn. Vers.-Anst. 1900, S. 279.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_51_51" id="Fussnote_51_51"></a><a href="#FNAnker_51_51"><span class="label">[51]</span></a> Angefertigt von meinem Kollegen Dr. <em class="gesperrt">Wisbar</em>.</p></div> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_106" id="Seite_106">[S. 106]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Bestimmung_der_Art_der_Leimung">Bestimmung der Art -der Leimung.</h2> - -</div> - -<h3 id="Tierische_Leimung">Tierische Leimung.</h3> - -<p><em class="gesperrt">Kiliani</em> empfiehlt, zur Bestimmung des tierischen Leims dessen -Fähigkeit, in der Siedehitze gelbes Quecksilberoxyd zu reduzieren, zu -benutzen.</p> - -<p>Zum Versuch wird das Papier (10–15 g) möglichst fein zerkleinert und in -einem Becherglase mit destilliertem Wasser ausgekocht.</p> - -<p>Während des Kochens versetzt man in einem zweiten Becherglase eine -Lösung von Quecksilberchlorid mit verdünnter Ätznatronlösung, wobei man -darauf zu achten hat, daß letztere im Überschuß zugesetzt wird.</p> - -<p>Zu dem ausgefällten gelben Quecksilberoxyd fügt man den durch Kochen -des Papiers erhaltenen wässerigen Auszug.</p> - -<p>Kocht man diese Mischung eine Zeit lang, so wird bei Anwesenheit -von tierischem Leim der gelbe Niederschlag erst schmutziggrün, dann -schwarz; nach dem Kochen setzt sich am Boden des Becherglases ein -schwarzer Niederschlag von metallischem Quecksilber ab.</p> - -<p>Ist in dem Papier Tierleim nicht vorhanden, so verändert sich entweder -die gelbe Farbe des Quecksilberniederschlages nicht, oder sie geht nur -in Schmutziggrün über.</p> - -<p>Den erhaltenen Niederschlag bringt man zur weiteren Untersuchung auf -ein Filter, wäscht ihn mit Wasser und später mit verdünnter Salzsäure -aus. Bleibt bei diesem Auswaschen auf dem Filter ein schwarzer -Rückstand (metallisches Quecksilber), so ist in dem Papier Tierleim -vorhanden.</p> - -<p>Bei nicht tierisch geleimten Papieren löst sich der auf dem Filter -befindliche Niederschlag vollständig auf.</p> - -<p>Man tut gut, sich den Verlauf der Reaktion zunächst durch<span class="pagenum"><a name="Seite_107" id="Seite_107">[S. 107]</a></span> Kochen des -Niederschlages mit Gelatinelösung selbst vor Augen zu führen.</p> - -<p>Empfindlicher und einfacher als diese Quecksilberreaktion ist der -Nachweis des Tierleims durch Gerbsäure, der darauf beruht, daß letztere -mit Tierleim einen Niederschlag von gerbsaurem Leim (Leder) bildet. -Versetzt man eine nicht allzu dünne Leimlösung mit Gerbsäure, so -entsteht ein dicker gallertartiger Niederschlag, und selbst bei starker -Verdünnung der Lösung ist noch eine milchig-weiße Trübung zu bemerken, -aus welcher sich bald Flocken absetzen.</p> - -<p>Behufs Ausführung des Versuchs zieht man zunächst das Papier mit -destilliertem Wasser aus und dampft den Auszug etwas ein, damit die -Reaktion schärfer zu beobachten ist; zu diesem Auszug setzt man nach -dem Erkalten Chlorammonium (als Salz) und nach dem Auflösen verdünnte -Jod-Jodkaliumlösung im Überschuß; hierdurch fällt die mit aufgelöste -Stärke als blaue Jodstärke aus; sie wird abfiltriert und das Filtrat -mit einigen Tropfen Alaunlösung und dann mit einer Lösung von Gerbsäure -in Wasser versetzt. War das Papier tierisch geleimt, so entsteht -ein mehr oder weniger dicker, flockiger Niederschlag, der sich aber -zuweilen erst nach einiger Zeit bildet.</p> - -<p>Will man sich hiermit allein nicht begnügen, so filtriert man den -Niederschlag ab, trocknet und glüht ihn mit Natronkalk. War Tierleim -vorhanden, so bildet sich Ammoniak, das man mit Curcuma- oder rotem -Lackmuspapier (feucht) nachweisen kann, wenn es sich nicht schon durch -den Geruch bemerkbar macht.</p> - -<p>Zum Nachweis ganz geringer Mengen Tierleim oder wenn zur Prüfung nur -sehr wenig Material verfügbar ist, wie bei der Untersuchung alter -Handschriften, schlägt <em class="gesperrt">Wiesner</em> das <em class="gesperrt">Millon</em>sche Reagens -vor, welches auf Eiweißstoffe, und diese sind ja im tierischen Leim -stets vorhanden, sehr empfindlich reagiert.</p> - -<p>Eine gewogene Menge metallisches Quecksilber wird mit dem gleichen -Gewicht rauchender Salpetersäure versetzt und einige Stunden lang an -einem kalten Orte sich selbst überlassen; hierauf setzt man eine gleich -große Menge destilliertes Wasser hinzu und läßt das Ganze 24 Stunden -stehen.</p> - -<p>Das zu untersuchende Papier wird auf ein Deckgläschen gelegt und -mit dem Reagens befeuchtet; hierauf bringt man es auf ein Drahtnetz -und erwärmt langsam. Ist tierischer Leim vorhanden, so färbt sich -das Papier in wenigen Minuten rot und zwar je nach der Menge des -vorhandenen Leims rosenrot bis ziegelrot. Später bräunt sich das -Papier, weshalb auf den Beginn der Färbung genau zu achten ist.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_108" id="Seite_108">[S. 108]</a></span></p> - -<p>Aus dem Zutreffen der <em class="gesperrt">Millon</em>schen Reaktion kann aber nur unter -bestimmten Voraussetzungen auf Tierleim geschlossen werden. Diese sind:</p> - -<ol class="ergebnisliste"> - -<li> Das Papier darf kein Eiweiß als solches enthalten.</li> - -<li> Das Papier darf keine freien, einfach hydroxylierten -aromatischen Gruppen enthalten.</li> - -</ol> - -<p>Daß man bei Prüfung alter Beschreibstoffe, unter welchen oft feine -Pergamente vorkommen, die mit Papier große Ähnlichkeit haben, auf -die Beschaffenheit des Materials Rücksicht zu nehmen hat, ist -selbstverständlich. Solche Pergamente geben die <em class="gesperrt">Millon</em>sche -Reaktion ausgezeichnet, weil sie aus leimgebender Masse bestehen.</p> - -<p>Die quantitative Bestimmung des Tierleims geschieht am besten durch -Ermittelung des Stickstoffgehaltes nach einem der hierfür bekannten -Verfahren (z. B. Kjeldahl).</p> - -<h3 id="Kaseinleim">Kaseinleim.</h3> - -<p>Kasein, meist in Form von Ammonium-Albumin, wird in einigen Fabriken -beim Leimen mitverwendet,<a name="FNAnker_52_52" id="FNAnker_52_52"></a><a href="#Fussnote_52_52" class="fnanchor">[52]</a> um dem Papier erhöhte Leimfestigkeit und -besseren Griff zu verleihen. Bei der Herstellung gestrichener Papiere -findet es gleichfalls Verwendung. Zum Nachweis von Kasein benützt man -am besten die Reaktion von <em class="gesperrt">Adamkiewicz</em>, nach der sich eine -Mischung von 1 Vol. konzentrierter Schwefelsäure und 2 Vol. Eisessig -nach Zusatz von Kasein beim Erwärmen schön rotviolett färbt. Tierleim -gibt diese Färbung nicht.</p> - -<p>Das Ausziehen des Kaseins aus dem Papier erfolgt durch Behandeln mit -Boraxlösung oder schwachen Laugen. Die Ausscheidung aus der Lösung -erfolgt dann durch Kochen mit Essigsäure. Das abgeschiedene Eiweiß wird -abfiltriert, getrocknet und in angegebener Weise geprüft. Entsteht (bei -sehr geringen Mengen Eiweiß) kein Niederschlag, so dampft man das Ganze -zur Trockene ein und prüft den Rückstand.</p> - -<h3 id="Harzleimung">Harzleimung.</h3> - -<p>Die Ansichten, welches bei der Anwendung des Harzleims die wirkenden -Faktoren seien, ob freies Harz, ob harzsaure Tonerde oder ein Gemenge -beider, sind noch geteilt. <em class="gesperrt">Wurster</em> behauptet, die Leimfestigkeit -des Papiers werde lediglich durch freies Harz<span class="pagenum"><a name="Seite_109" id="Seite_109">[S. 109]</a></span> bedingt, andere -behaupten, daß sie durch eine Verbindung des Harzes mit der Tonerde -bewerkstelligt wird.</p> - -<p>Daß auf alle Fälle immer freies Harz im Papier vorhanden ist, dürfte -wohl nicht mehr angezweifelt werden, und hierauf stützen sich im -wesentlichen die Verfahren für den Nachweis der Harzleimung.</p> - -<p>Eines der ältesten beruht darauf, daß eine alkoholische Lösung -von Harz, sobald sie mit Wasser stark verdünnt wird, sich durch -Ausscheidung von Harz milchig trübt.</p> - -<p>Man übergießt einen in kleine Stücke zerrissenen halben Bogen des zu -prüfenden Papiers mit absolutem Alkohol und bringt das Gefäß, in dem -das Ausziehen vorgenommen wird, etwa eine Viertelstunde lang in heißes -Wasser. Gießt man diesen Auszug in destilliertes Wasser, so scheidet -sich das Harz aus, und es entsteht eine milchig-weiße Trübung.</p> - -<p>Diese Reaktion ist indessen nicht sehr empfindlich; bei kleinen Mengen -Papier tritt sie meist nur undeutlich auf. Ihre Empfindlichkeit kann -aber gesteigert werden, wenn man dem Alkohol vor dem Kochen einige -Tropfen Salzsäure, Essigsäure o. a. zusetzt.</p> - -<p>Eine sehr deutliche Reaktion erhält man auch, wenn man das Papier mit -reiner Essigsäure (Eisessig) ohne Zusatz von Alkohol in der Wärme -auszieht und dann den Auszug mit Wasser versetzt; in diesem Falle -genügen schon wenige Quadratcentimeter Papier. Der Versuch kann bequem -in einem Reagensglase ausgeführt werden. Man bringt in dieses kleine -Stücke des zu untersuchenden Materials, übergießt mit 2–3 ccm Eisessig, -läßt einige Male aufkochen und füllt das Glas mit destilliertem -Wasser; ist Harzleim vorhanden, so entsteht eine dicke weiße Trübung, -anderenfalls bleibt die Flüssigkeit klar.</p> - -<p>Schwaches Opalisieren der Flüssigkeit ist nicht als Beweis für die -Anwesenheit von Harzleim anzusehen; die Essigsäure kann nämlich -unter Umständen geringe Mengen anderer Stoffe in Lösung bringen, -welche diese Erscheinung hervorrufen; sie entzieht z. B. etwa -vorhandenem Holzschliff ganz geringe Mengen Harz, löst bei vorhandenem -schwefelsaurem Kalk einen geringen Bruchteil dieses Füllstoffes -auf u. s. w. In diesen Fällen tritt beim Verdünnen mit Wasser -schwaches Opalisieren ein, das aber mit der Reaktion, welche von -Harzleim herrührt, kaum verwechselt werden kann. Um jedoch jeden -Zweifel zu beseitigen, tut man gut, einen Teil des Alkohol- oder -Essigsäureauszuges zur Trockene zu verdampfen und sich von der harzigen -Beschaffenheit des Rückstandes zu überzeugen.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_110" id="Seite_110">[S. 110]</a></span></p> - -<p><em class="gesperrt">Morawski</em><a name="FNAnker_53_53" id="FNAnker_53_53"></a><a href="#Fussnote_53_53" class="fnanchor">[53]</a> schlägt vor, die <em class="gesperrt">Storch</em>sche Reaktion -zum Nachweis von Harzöl auch bei der Untersuchung von Papier -auf Harzleimung anzuwenden. Löst man etwas Kolophonium in einem -<em class="gesperrt">trockenen</em> Reagensglase durch Erwärmen mit Essigsäureanhydrid -und läßt nach dem Erkalten vorsichtig einen Tropfen konzentrierte -Schwefelsäure an dem Glase hinunterfließen, so entsteht eine rote bis -violette Färbung, die aber sogleich wieder verschwindet, um einer -braungelben Platz zu machen. Die Reaktion ist sehr empfindlich und -zeigt noch sehr geringe Mengen Harz an. Zum Nachweis im Papier verfährt -man mit etwa 10 qcm Papier ebenso. Wegen der ätzenden Eigenschaften der -beiden Reagentien ist Vorsicht geboten.</p> - -<p><em class="gesperrt">Wiesner</em><a name="FNAnker_54_54" id="FNAnker_54_54"></a><a href="#Fussnote_54_54" class="fnanchor">[54]</a> benutzt zum Nachweis von Harzleim im Papier -konzentrierte Schwefelsäure und stützt sich hierbei auf die sogenannte -<em class="gesperrt">Raspail</em>sche Reaktion.</p> - -<p>Nach <em class="gesperrt">Raspail</em> nehmen Harze und Fette, ähnlich wie Eiweißkörper, -mit Zucker und Schwefelsäure behandelt, eine intensiv rotviolette Farbe -an. Da nun durch die Einwirkung von konzentrierter Schwefelsäure auf -die im Papier vorhandene Cellulose Zucker entsteht, so läßt man auf das -zu untersuchende Papier einen Tropfen Schwefelsäure fallen. Ist das -Papier mit Harz geleimt, so entsteht eine rotviolette Färbung, welche -ausbleibt, wenn kein Harzleim vorhanden ist.</p> - -<p>Beim Eintreten der Reaktion hat man sich aber nachträglich zu -vergewissern, ob im Papier nicht auch Fette oder Eiweißkörper vorhanden -sind, da diese die Färbung ja auch geben. Dieser Umstand beeinträchtigt -natürlich den praktischen Wert der Reaktion erheblich. Ferner ist sie -nicht anwendbar, wenn das Papier verholzte Fasern enthält, da dann eine -so stark schmutziggrüne Färbung auftritt, daß die Harzreaktion völlig -verdeckt wird.</p> - -<p>Wertvoll für den Untersuchenden ist bei Anwendung dieser Reaktion der -Umstand, daß man zu ihrer Ausführung nur sehr wenig Papier braucht.</p> - -<p>Ein weiteres, in der Versuchsanstalt ermitteltes Verfahren, das sich -durch große Einfachheit in der Versuchsausführung auszeichnet, ist -das folgende. Man schneidet aus dem zu prüfenden Material ein etwa -handgroßes Stück heraus, legt es auf eine hohle<span class="pagenum"><a name="Seite_111" id="Seite_111">[S. 111]</a></span> Unterlage (Glasschale, -Uhrglas, Trinkglas o. a.) und läßt aus einer Tropfflasche etwa 4–6 -Tropfen Äther auf die Mitte des Blattes fallen. Der Äther breitet -sich auf dem Blatt mehr oder weniger aus und ist nach kurzer Zeit -verdunstet; die Verdunstung kann durch Zufächeln oder Zublasen von Luft -noch befördert werden, so daß der ganze Versuch kaum 15–20 Sekunden -in Anspruch nimmt. Bei harzgeleimten Papieren zeigt sich dann ein -mehr oder weniger deutlicher Harzrand. Bildet sich nach der ersten -Verdunstung kein Rand, so tut man gut, noch ein zweites und drittes -Mal zu tropfen, da zuweilen bei Papieren mit wenig Harzleim, z. B. bei -gleichzeitig vegetabilisch und tierisch geleimten, der Rand weniger -deutlich erscheint als sonst.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig58" name="fig58"> - <img class="mtop1" src="images/fig58.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 58.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Aus <a href="#fig58">Fig. 58</a> ist zu ersehen, wie die Reaktion auftritt. Die Figuren -zeigen 4 verschiedene Papiersorten, welche in der eben geschilderten -Weise behandelt und dann im durchfallenden Licht photographisch -aufgenommen wurden.</p> - -<p>Besonders wertvoll dürfte sich dieses Verfahren beim Prüfen von -Büchern, Druckwerken, Handschriften, Landkarten u. s. w. erweisen, -da man diese direkt, ohne Teile davon zu entnehmen, dem Versuch -unterwerfen kann. Der zurückbleibende Harzrand wird das Versuchsobjekt -in den meisten Fällen nicht entwerten; man kann sich in diesen Fällen -mit einem Raum begnügen, der für einen einzigen Tropfen ausreicht, da -dieser schon, entweder beim ersten Male oder im Wiederholungsfall, das -Harz anzeigt.</p> - -<p>In den weitaus meisten Fällen wird es dem Ermessen des Untersuchenden -freistehen, sich der einen oder anderen der geschilderten Verfahren zu -bedienen; er wird sich dabei leiten lassen von äußeren Umständen, etwa -von den zur Verfügung stehenden Reagentien, der Menge des vorhandenen -Papiers u. s. w. In einigen<span class="pagenum"><a name="Seite_112" id="Seite_112">[S. 112]</a></span> besonderen Fällen aber wird er eine -Auswahl zu treffen haben. Handelt es sich z. B. um ein gefettetes -Papier, so kann man dieses nicht durch Ausziehen mit Alkohol oder -Eisessig untersuchen, da dann auch das Fett in Lösung geht und nachher -mit Wasser eine Trübung gibt; ebensowenig kann man in diesem Falle -die <em class="gesperrt">Wiesner</em>sche Reaktion anwenden, da schon das vorhandene -Fett Ursache einer Färbung im Verein mit Schwefelsäure werden würde; -auch die Äther-Tropfmethode läßt hier im Stich, da schon durch das -Fett allein ein Rand erzeugt wird. Es bleibt also für diesen Fall -nur die <em class="gesperrt">Morawski</em>sche Reaktion übrig, wobei man allerdings -die wohl immer zutreffende Voraussetzung machen muß, daß zum Fetten -des Papiers keine Harzöle Verwendung gefunden haben, denn diese -geben die <em class="gesperrt">Morawski</em>sche Reaktion ebenfalls. Auch bei gefärbten -Papieren wird man nicht immer jede der angeführten Methoden anwenden -können; je nach dem Verhalten des Farbstoffes den anzuwendenden -Reagentien gegenüber wird man eine Auswahl vorzunehmen haben. Kurz, -man kann zum Nachweis des Harzes im Papier nicht gut eine allgemeine -Vorschrift geben, die auch alle besonderen Fälle in sich schließt; der -Untersuchende muß vielmehr von Fall zu Fall selbst seine Entscheidung -treffen.</p> - -<p>Zur Bestimmung der Menge des vorhandenen Harzes (frei und gebunden) -kocht man das Papier mit etwa 5prozentiger Natronlauge, filtriert, -wäscht mit heißem Wasser aus und setzt zu dem Filtrat Schwefelsäure. -Das hierbei ausgeschiedene Harz wird durch Schütteln mit Äther -aufgenommen und bestimmt.</p> - -<h3 id="Staerke">Stärke.</h3> - -<p>Stärke wird beim Leimen vielfach angewendet, um dem Papier ein -schöneres Aussehen zu geben; die Stärkeleimung, welche als solche bei -uns nicht mehr in Gebrauch ist, ist älteren Datums als die animalische -und vegetabilische Leimung.</p> - -<p><em class="gesperrt">Wiesner</em><a name="FNAnker_55_55" id="FNAnker_55_55"></a><a href="#Fussnote_55_55" class="fnanchor">[55]</a> hat nachgewiesen, daß beispielsweise alle Papiere -des <em class="gesperrt">Papyrus Erzherzog Rainer</em> ausschließlich durch Stärke -beschreibbar gemacht worden sind.</p> - -<p>Erst im Jahre 1377 tritt die tierische Leimung bei Papieren auf.</p> - -<p>Der Nachweis der Stärke im Papier geschieht mit Hilfe von stark -verdünnter Jod-Jodkaliumlösung; bringt man einen Tropfen auf -stärkehaltiges Papier, so entsteht eine Blau- oder Violettfärbung -infolge der Bildung von Jodstärke. Die Jodlösung muß sehr ver<span class="pagenum"><a name="Seite_113" id="Seite_113">[S. 113]</a></span>dünnt -sein, weil sonst die Blaufärbung des Papiers durch die braune Farbe der -Lösung verdeckt wird.</p> - -<p>Zur Bestimmung der Menge der vorhandenen Stärke wird letztere durch -Behandlung des Papiers mit Diastase oder verdünnter Säure in Zucker -übergeführt und dieser mit Hilfe der hierfür bekannten Verfahren -bestimmt.<a name="FNAnker_56_56" id="FNAnker_56_56"></a><a href="#Fussnote_56_56" class="fnanchor">[56]</a></p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_52_52" id="Fussnote_52_52"></a><a href="#FNAnker_52_52"><span class="label">[52]</span></a> <em class="gesperrt">Hofmann</em>, Handbuch der Papierfabrikation. 1891. S. -380.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_53_53" id="Fussnote_53_53"></a><a href="#FNAnker_53_53"><span class="label">[53]</span></a> Über eine empfindliche Reaktion zum Nachweise von -Fichtenharz. Von <em class="gesperrt">Th. Morawski</em>. Mitteilungen aus dem K. K. -Technologischen Gewerbe-Museum in Wien. 1888. Nr. 1 und 2 Seite 13.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_54_54" id="Fussnote_54_54"></a><a href="#FNAnker_54_54"><span class="label">[54]</span></a> Die mikroskopische Untersuchung des Papiers. Von Prof. -Dr. <em class="gesperrt">Jul. Wiesner</em>. Wien 1887.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_55_55" id="Fussnote_55_55"></a><a href="#FNAnker_55_55"><span class="label">[55]</span></a> Mitt. a. d. Sammlung des Papyrus Erzherzog Rainer. 1887. -S. 45.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_56_56" id="Fussnote_56_56"></a><a href="#FNAnker_56_56"><span class="label">[56]</span></a> <em class="gesperrt">Lunge</em>, Chemisch-technische Untersuchungsmethoden, -Bd. III, S. 392.</p></div> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_114" id="Seite_114">[S. 114]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Leimfestigkeit">Leimfestigkeit.</h2> - -</div> - -<p>Von einem Schreibpapier verlangt man, daß es leimfest ist, d. h. daß -Tintenschrift weder ausläuft noch durchschlägt. Die Forderung, daß die -Schriftzüge nicht auslaufen, ist ohne jede Einschränkung zu stellen; ob -das Papier dick oder dünn ist, die Schriftzeichen müssen scharfe Ränder -zeigen, wenn es als leimfest gelten soll.</p> - -<p>Bei der Beurteilung des Widerstandes des Papiers gegen das Durchdringen -der Tinte muß man seine Ansprüche mit der Dicke des Materials in -Einklang bringen, da naturgemäß unter sonst gleichen Umständen dickeres -Papier stärkere Schrift zu halten im stande ist als dünneres.</p> - -<p>Zur Beurteilung der Leimfestigkeit von Papier hat <em class="gesperrt">Leonhardi</em>, -gestützt auf grundlegende, von <em class="gesperrt">Schluttig</em> ausgeführte Versuche, -die Behandlung mit neutraler Eisenchloridlösung, deren Eisengehalt -1,531% beträgt, vorgeschlagen.<a name="FNAnker_57_57" id="FNAnker_57_57"></a><a href="#Fussnote_57_57" class="fnanchor">[57]</a> Nach seinen Beobachtungen soll diese -Lösung in ihrer Fähigkeit, Papiere zu durchdringen, mit den besseren -Schreib- und Kopiertinten übereinstimmen.</p> - -<p>Mittels einer Ziehfeder werden auf dem zu untersuchenden Papier Striche -mit der erwähnten Eisenchloridlösung gezogen; die Spitzen der Feder -stehen hierbei 1 mm auseinander.</p> - -<p>Nach dem Eintrocknen wird auf die Rückseite des Papiers eine geringe -Menge ätherischer Tanninlösung gegossen.</p> - -<p>Ist das Papier schlecht geleimt, so ist Eisenlösung durch das Papier -gedrungen und diese Stelle färbt sich dann bei dem Aufgießen der -Tanninlösung mehr oder weniger schwarz.</p> - -<p><em class="gesperrt">Post</em> hat diesem Verfahren eine andere Ausführungsform gegeben, -wobei er zugleich in gewissem Maße auf die Dicke des Papiers Rücksicht -nimmt.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_115" id="Seite_115">[S. 115]</a></span></p> - -<p>Die Eisenchloridlösung wird in einer Flasche aufbewahrt, wie sie -<a href="#fig59">Fig. 59</a> zeigt. Der bis auf den Boden gehende Stopfen ist eine Pipette, -welche oben mit einer feinen Gummimembran verschlossen ist. Die Pipette -läßt bei einem Druck auf die Gummischeibe stets Tropfen von 0,03 g -fallen.</p> - -<p>Man hängt die gefüllte Pipette so auf (<a href="#fig60">Fig. 60</a>), daß ihre Spitze -von der Tischplatte 10 cm entfernt ist, legt ein Stück des zu -untersuchenden Papiers darunter und läßt durch Drücken auf die -Gummimembran einen Tropfen der Eisenlösung fallen. Den Tropfen läßt man -nun so viel Sekunden auf dem Papier, wie dieses Gramm pro Quadratmeter -schwer ist. Nach Verlauf dieser Zeit nimmt man den Rest des Tropfens -mit Filtrierpapier auf.</p> - -<div class="figcontainer"> - <div class="figsub"> - <a id="fig59" name="fig59"> - <img src="images/fig59.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 59.</p> -</div> - -<div class="figsub"> - <a id="fig60" name="fig60"> - <img src="images/fig60.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 60.</p> - </div> - -</div> - -<p class="mtop1">Hat man auf diese Weise 4–5 Flecke erzeugt, so behandelt man nach -völligem Trocknen die Rückseite des Papiers mit Tanninlösung wie vorher -angegeben.</p> - -<p>Von der Anwendung der <em class="gesperrt">ätherischen</em> Tanninlösung sollte man -indessen Abstand nehmen und statt dessen eine <em class="gesperrt">wässerige</em> -Auflösung benützen, weil der Äther ein Lösungsmittel für Harz ist und -deshalb trotz seiner schnellen Verdunstung in das Papier eindringen und -so das Tannin in das Innere des Blattes führen kann; man hat deshalb, -wenn ein schwarzer Niederschlag entsteht, nicht die<span class="pagenum"><a name="Seite_116" id="Seite_116">[S. 116]</a></span> Gewißheit, daß -er auf der Rückseite entstanden ist; er kann sich auch im Innern des -Papierblattes gebildet haben.</p> - -<p>Um dem vorzubeugen, befeuchtet man einen Flock Baumwolle mit wässeriger -Tanninlösung und fährt hiermit über die Rückseite des zu prüfenden -Papiers; das auf diese Weise schwach angefeuchtete Papier wird sofort -mit Fließpapier nachgetrocknet, so daß Eindringen von Feuchtigkeit in -das Papier von der Rückseite her nicht zu befürchten ist.</p> - -<p><em class="gesperrt">Osw. Schluttig</em> und Dr. <em class="gesperrt">G. S. Neumann</em> haben die Ausführung -der Prüfung mit Eisenchlorid noch anders gestaltet.<a name="FNAnker_58_58" id="FNAnker_58_58"></a><a href="#Fussnote_58_58" class="fnanchor">[58]</a> Veranlassung -hierzu gaben die Arbeiten <em class="gesperrt">Schuberts</em> über das <em class="gesperrt">Post</em>sche -Verfahren<a name="FNAnker_59_59" id="FNAnker_59_59"></a><a href="#Fussnote_59_59" class="fnanchor">[59]</a> und der Wunsch einen Weg zu finden, um auch Über den -<em class="gesperrt">Grad</em> der Leimung ein Urteil abgeben zu können.</p> - -<div class="figcontainer"> - <div class="figsub"> - <a id="fig61a" name="fig61a"> - <img src="images/fig61a.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 61a.</p> -</div> - -<div class="figsub"> - <a id="fig61b" name="fig61b"> - <img src="images/fig61b.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 61b.</p> - </div> - -</div> - -<p class="mtop1"><em class="gesperrt">Schluttig</em> und <em class="gesperrt">Neumann</em> schlagen die Prüfung in folgender -Weise vor:</p> - -<p>Das Papier <i>p</i> wird auf einem hierfür hergerichteten dachartigen -Gestell (<a href="#fig61a">Fig. 61a</a>–<a href="#fig61b">b</a>) befestigt, dessen Seitenwände mit der Tischplatte -einen Winkel von 60° bilden. Ein Aufsatz trägt eine Blechrinne <i>f</i>, -die gegen <i>p</i> um 45° geneigt ist. In ein Glasröhrchen von bestimmten -Abmessungen wird eine stets gleiche Menge Eisenchloridlösung gesaugt, -die in 100 Gewichtsteilen 1 g Eisen (als Eisenchlorid), 1 g Gummi -arabicum und 0,2 g Phenol enthält. Das Röhrchen wird oben mit dem -Finger verschlossen und so gegen <i>f</i> gelegt, daß das untere Ende das -Papier berührt. Wird nun die obere Öffnung freigegeben, so fließt -die Lösung auf dem Papier herunter. In dieser Weise erzeugt man nach -jedesmaligem Verschieben des Aufsatzes um 3 cm noch zwei Streifen -(<a href="#fig62">Fig. 62</a>). 15 Minuten nach Bil<span class="pagenum"><a name="Seite_117" id="Seite_117">[S. 117]</a></span>dung des dritten Streifens wird das -Blatt umgedreht und auf der Rückseite in gleicher Weise mit wässeriger -Tanninlösung (1prozentige Lösung mit 0,2 g Phenol) so behandelt, daß -sich die Streifen in der aus <a href="#fig63">Fig. 63</a> ersichtlichen Weise kreuzen.</p> - -<p>Bei <em class="gesperrt">nicht leimfesten</em> Papieren färben sich die neun -Kreuzungspunkte der Streifen wenige Sekunden nach dem Herunterlaufen -der Tanninlösung schwarz. Ein Papier gilt als <em class="gesperrt">leimfest</em>, wenn -erst nach Verlauf einiger Minuten Farbreaktionen auftreten, beginnend -bei <span class="zaehler">1</span>⁄<span class="nenner">6</span>, -so daß die inneren Kreuzungspunkte -<span class="zaehler">1</span>⁄<span class="nenner">6</span>, -<span class="zaehler">2</span>⁄<span class="nenner">6</span>, -<span class="zaehler">1</span>⁄<span class="nenner">5</span> und -<span class="zaehler">2</span>⁄<span class="nenner">5</span> -deutlich grau bis schwarz, wohl auch einige der äußeren grau gefärbt -sind.</p> - -<div class="figcontainer"> - <div class="figsub"> - <a id="fig62" name="fig62"> - <img src="images/fig62.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 62.</p> -</div> - -<div class="figsub"> - <a id="fig63" name="fig63"> - <img src="images/fig63.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop1">Fig. 63.</p> - </div> - -</div> - -<p class="mtop1">Zeigen die inneren Kreuzungspunkte nach 24 Stunden nur eine ganz -schwache graue Färbung, so gilt das Papier als <em class="gesperrt">sehr leimfest</em>; -zeigt sich nach dieser Zeit an keinem der Kreuzungspunkte eine Färbung, -so ist das Papier <em class="gesperrt">außerordentlich leimfest</em>.</p> - -<p>Bei zahlreichen vergleichenden Prüfungen auf Leimfestigkeit unter -Benutzung der beiden zuletzt geschilderten Verfahren einerseits -und unter Ausführung von Schreibversuchen mit verschiedenen Tinten -andererseits zeigte sich in den meisten Fällen Übereinstimmung in -den Ergebnissen. Vereinzelt kamen aber Abweichungen, teilweise recht -auffallender Art, vor, die zeigten, daß das Eindringen der Eisenlösung -nicht immer in gleicher Weise erfolgt wie das der Tinte.</p> - -<p>So wurden beim Arbeiten nach <em class="gesperrt">Post</em>, namentlich bei der -Untersuchung von blauen Aktendeckeln und Packpapieren, Fälle -beobachtet, in denen die Eisenchloridtropfen das Material völlig<span class="pagenum"><a name="Seite_118" id="Seite_118">[S. 118]</a></span> -durchdrangen, starke Tintenschrift aber weder auslief noch durchdrang.</p> - -<p>Bei Anwendung des <em class="gesperrt">Schluttig-Neumann</em>schen Verfahrens wurden -u. a. Fälle beobachtet, in denen Papiere nach der Farbbildung an -den Kreuzungspunkten als sehr leimfest hätten bezeichnet werden -müssen, während Tintenschrift durchschlug. Hier spielte wohl die -Oberflächenbeschaffenheit der Papiere eine Rolle, denn bei stark -geglätteten Papieren wird das Eindringen der Prüfungsflüssigkeit bei -horizontaler Lage des Papierblattes leichter und stärker erfolgen als -bei schräg liegendem Blatt.</p> - -<p>Auf die Einzelheiten der gemachten Beobachtungen kann hier nicht weiter -eingegangen werden; sie haben aber gezeigt, daß zur Beurteilung der -Leimfestigkeit von Papier unbedingt auch Versuche unter Verwendung -von Tinte ausgeführt werden müssen. Man wählt hierzu zweckmäßig 2–3 -gute Handelsmarken verschiedener Zusammensetzung aus, die man gut -verschlossen aufbewahrt. Für den Versuch entnimmt man jedesmal kleine -Mengen aus den Vorratsflaschen.</p> - -<p>Der Versuch selbst wird am besten mit einer Ziehfeder ausgeführt. -Man zieht Striche von verschiedener Dicke und achtet auf möglichst -gleichmäßige Ausführung. Zunächst werden die Spitzen der Feder für die -gewünschte Strichdicke eingestellt, dann Tinte bis zu einer gewissen -Marke eingefüllt und schließlich die Feder an einem Lineal entlang -geführt, so weit es angeht, stets mit gleicher Geschwindigkeit und in -derselben Neigung zum Papierblatt. Vor jedem neuen Strich wird die -Feder wieder gefüllt.<a name="FNAnker_60_60" id="FNAnker_60_60"></a><a href="#Fussnote_60_60" class="fnanchor">[60]</a> Die Striche werden untereinander gezogen und -Kreuzungen vermieden.</p> - -<p>Will man Über den Grad der Leimfestigkeit ein Urteil abgeben, so -steigert man die Strichdicke, etwa von ½ mm anfangend, von Versuch -zu Versuch um ¼ mm, bis die Tinte durchschlägt. Man kann dann -sein Urteil dahin zusammenfassen, daß das Papier leimfest ist für -Strichdicken bis zu... mm. Dieses Urteil gibt ein klares Bild über die -Beschreibbarkeit des vorliegenden Materials, klarer als die Angaben -leimfest, sehr leimfest u. s. w.</p> - -<p>Gewöhnliche Schreibpapiere, wie Kanzlei- und Konzeptpapiere von etwa -80–100 g Quadratmetergewicht, wird man als genügend geleimt ansehen -können, wenn ¾ mm dicke Striche weder auslaufen noch durchschlagen.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_119" id="Seite_119">[S. 119]</a></span></p> - -<p>Hat man das Papier mit der Ziehfeder behandelt, so beschreibt man es -auch in gewöhnlicher Weise, wobei man gut tut, stets den gleichen -Wortlaut, z. B. Namen und Wohnort anzuwenden, da hierdurch eine -größere Gleichmäßigkeit in der Ausführung gesichert wird als bei stets -wechselnden Worten.</p> - -<p>Bei Papieren, die nur auf einer Seite beschrieben werden, wie -Briefumschlagpapier, kann man sich mit der Forderung begnügen, daß die -Schriftzüge scharfe Ränder aufweisen; ob sie Neigung zum Durchschlagen -zeigen, kommt praktisch nicht in Betracht. Bei Wechselpapieren kann -schwache Leimung sogar von besonderem Wert sein, da durch das tiefe -Eindringen der Tinte Fälschungen erschwert werden.</p> - -<p>Gegen die Ausführung der Versuche mit Tinte lassen sich naturgemäß -eine Reihe von Einwänden erheben. Einmal ist man abhängig von der -Beschaffenheit der Tinte, die auch in den besten Fabriken nicht immer -von gleicher Zusammensetzung hergestellt werden kann, ferner ist die -Art und Weise des Auftragens nicht immer gleich, es wird nicht immer -die gleiche Menge Tinte auf eine bestimmte Strichlänge kommen u. a. m.</p> - -<p>Ähnliche Einwände sind aber auch gegen die beiden geschilderten -Eisenchlorid-Verfahren zu machen.</p> - -<p>Man kann aber die Versuche mit Tinte, wie schon erwähnt, nicht -entbehren und man muß sich mit den Mängeln, so gut es geht, abfinden, -bis das Verfahren weiter ausgearbeitet ist. Vielleicht gelingt es, -eine Vorrichtung zu schaffen, mit Hilfe deren man die Tinte in stets -gleicher Weise auf das Papier bringen kann (gleiche Geschwindigkeit -beim Ziehen mit der Feder, gleiche Neigung der Feder zum Blatt, gleiche -Tintenmenge für eine Längeneinheit, gleicher Druck der Feder u. s. w.).</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_57_57" id="Fussnote_57_57"></a><a href="#FNAnker_57_57"><span class="label">[57]</span></a> Papierzeitung 1884, S. 625.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_58_58" id="Fussnote_58_58"></a><a href="#FNAnker_58_58"><span class="label">[58]</span></a> Papierzeitung 1891, S. 1532.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_59_59" id="Fussnote_59_59"></a><a href="#FNAnker_59_59"><span class="label">[59]</span></a> Papierzeitung 1885, S. 1102.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_60_60" id="Fussnote_60_60"></a><a href="#FNAnker_60_60"><span class="label">[60]</span></a> Nach beendigtem Versuche reinige man die Feder gründlich, -damit sie so wenig wie möglich von der Tinte angegriffen wird. Werden -die Spitzen der Feder im Laufe des Gebrauches rauh, so müssen sie neu -eingeschliffen werden.</p></div> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_120" id="Seite_120">[S. 120]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Nachweis_von_freiem_Chlor_und_freier_Saeure">Nachweis -von freiem Chlor und freier Säure.</h2> - -</div> - -<p>Papiere, die freies Chlor und freie Säure enthalten, gehören zu den -Seltenheiten. Die ganzen Verhältnisse, unter denen das Papierblatt -entsteht, machen schon das Hineingelangen von Chlor und Säure in -das Papier außerordentlich schwierig. Überschüssiges Chlor aus dem -Halbstoff wird durch Hinzufügen von Entchlorungsmitteln und durch -die großen Wassermengen, mit denen die Faser in Berührung kommt, -unschädlich gemacht. Die in dem Stoff etwa vorhandene Säure, sei sie -nun direkt zugesetzt oder durch den Alaun hineingelangt, wird teils -gebunden, teils durch den Waschprozeß entfernt.</p> - -<p>Findet man daher ab und zu ein Papier, in dem man freies Chlor und -freie Säure nachweisen kann, so dürfte deren Anwesenheit auf besondere -Umstände bei der Fabrikation zurückzuführen sein. So kann ein Papier, -wenn beim Bleichen Chlorkalkschlamm in den Stoff gelangt ist, -Chlorkalkreste enthalten und noch eine Zeit lang die Chlorreaktion -geben.</p> - -<p>Der Nachweis des freien Chlors im Papier geschieht in ähnlicher Weise -wie bei Prüfung des Halbzeuges; man nimmt hierbei bekanntlich eine -geringe Menge des zu prüfenden Stoffes aus dem Holländer, preßt mit der -Hand aus und läßt wenige Tropfen einer Kaliumjodidstärkelösung darauf -fallen; ist noch freies Chlor vorhanden, so färbt sich das Halbzeug -infolge der Bildung von Jodstärke mehr oder weniger blau.</p> - -<p>Bei der Prüfung des fertigen Papiers verfährt man am besten in der -Weise, daß man es in Stücke zerschneidet, diese durch destilliertes -Wasser zieht und sie dann abwechselnd mit Kaliumjodidstärkepapier -übereinanderschichtet; das Ganze beschwert man mit einer Glasplatte.</p> - -<p>Das Wasser zieht etwa vorhandenes Chlor allmählich aus, das Chlorwasser -wirkt auf das Reagenspapier und erzeugt mehr oder weniger blaue -Streifen und Flecken.</p> - -<p>Das Kaliumjodidstärkepapier stellt man sich her, indem man gewöhnliche -Stärke mit kaltem Wasser zu einem Brei anrührt und<span class="pagenum"><a name="Seite_121" id="Seite_121">[S. 121]</a></span> diesen unter -Umrühren in siedendes Wasser gießt, in welchem man eine geringe -Menge Jodkalium aufgelöst hat; durch die erkaltete Lösung zieht man -Filtrierpapier.</p> - -<p>Wenn es so ziemlich einfach ist, sich von dem Vorhandensein freien -Chlors zu überzeugen, so ist der Nachweis freier Säure schwieriger. -Eine möglichst große Menge des zerkleinerten Papiers übergießt man in -einem Becherglase mit einer möglichst geringen Menge destillierten -Wassers; das Ganze erwärmt man etwa eine Stunde lang mäßig, wobei -ein häufiges Umrühren der Masse von Vorteil ist. Man darf dann wohl -mit Sicherheit annehmen, daß der weitaus größte Teil aller im Papier -enthaltenen, durch Wasser ausziehbaren Stoffe, also auch die freie -Säure, in Lösung gegangen ist; man gießt den Auszug ab und arbeitet -nun bei der weiteren Untersuchung allein mit diesem. Dasjenige Mittel, -dessen man sich in der Chemie gewöhnlich zum Nachweis der freien Säuren -bedient, das blaue Lackmuspapier, läßt sich im vorliegenden Falle nicht -anwenden, da in dem Auszug in den meisten Fällen Tonerdesalze vorhanden -sind, welche ebenfalls blaues Lackmuspapier rot färben.</p> - -<p>Ein Farbstoff, der nicht durch Tonerdesalze, wohl aber durch freie -Säure verändert wird, ist das Kongorot, und dieses kann man im -vorliegenden Fall verwenden. Man bringt in einen Teil des erhaltenen -Auszuges ein Stück Kongopapier,<a name="FNAnker_61_61" id="FNAnker_61_61"></a><a href="#Fussnote_61_61" class="fnanchor">[61]</a> das sich dann bei Gegenwart -freier Säure mehr oder weniger blau färbt. Die Empfindlichkeit des -Kongofarbstoffes ist erheblich geringer als die des Lackmus, und man -wird sich nicht immer mit der Kongoreaktion zufrieden geben können. -In solchen Fällen wird der wässerige Auszug aus dem Papier mit -Normalkalilauge unter Anwendung von Tropäolin als Indikator titriert.</p> - -<p>Von den Papieren, welche zum Umhüllen von Metallen Verwendung finden, -also zum Verpacken von Nähnadeln, Messern, Blattmetallen u. s. w., -verlangt der Verbraucher mit Recht, daß sie frei von Stoffen sind, -die das in Frage kommende Metall angreifen. Von diesem Gesichtspunkt -ausgehend wird bei Bestellung derartiger Papiere dem Fabrikanten -gewöhnlich vorgeschrieben, das Papier „chlor- und säurefrei“ zu -liefern. Mit dieser Bestimmung im Vertrag glaubt der Bezieher alles -getan zu haben, um seine Metallwaren gegen schädliche Einflüsse durch -das Papier geschützt zu wissen. Es herrscht eben weit verbreitet die -Ansicht, daß Papier, welches frei von Chlor und Säure ist, sich ohne -weiteres zum Ein<span class="pagenum"><a name="Seite_122" id="Seite_122">[S. 122]</a></span>schlagen jedweder Metallwaren eignet. Obwohl schon -wiederholt, so insbesondere von Dr. <em class="gesperrt">Stockmeier</em> in Nürnberg, -der auf diesem Gebiet besonders erfahren ist, auf das Irrtümliche -dieser Auffassung hingewiesen worden ist, taucht sie immer wieder auf. -Beschwerden über Korrosion von Metallen durch chlor- und säurehaltige -Papiere kehren immer wieder.</p> - -<p>Zu fest scheint die Annahme gewurzelt, daß es bei der Beurteilung eines -Papiers zu dem erwähnten Zweck lediglich darauf ankommt, zu wissen, ob -es „chlor- und säurefrei“ ist.</p> - -<p>Gemeint ist hiermit natürlich freies Chlor und freie Säure, denn Chlor -und Säure in gebundenem Zustand sind wohl in jedem Papier vorhanden, -das als Einschlagpapier für Metalle in den Handel kommt.</p> - -<p>Der Lieferant eines Papiers, das zum Umhüllen von Metallwaren bestimmt -ist, kann die Bedingung „chlor- und säurefrei“ leicht eingehen,<a name="FNAnker_62_62" id="FNAnker_62_62"></a><a href="#Fussnote_62_62" class="fnanchor">[62]</a> -denn selbst wenn ein Papier unmittelbar nach der Herstellung Spuren -von freiem Chlor und freier Säure enthalten sollte, nach kurzer Zeit -werden beide in den gebundenen Zustand übergeführt sein; daher wird die -Prüfung auf freies Chlor und freie Säure wohl meist zu einem negativen -Ergebnis führen. Auf dieses Ergebnis fußt dann der Verbraucher, -hält das Papier für geeignet und ist erstaunt, wenn es dennoch -Metallgegenstände angreift.</p> - -<p>Es erscheint daher angebracht, auch an dieser Stelle darauf -hinzuweisen, daß die Ursache der Einwirkung auf Metalle ganz -verschiedenartig sein kann und daß die Gewährleistung für die Güte -des Papiers von einem anderen Gesichtspunkt aus gefordert und gegeben -werden sollte, als es jetzt meist geschieht.</p> - -<p>Wird Blattsilber von dem zum Verpacken benutzten Papier angegriffen, -so werden meist Schwefel oder Schwefelverbindungen die Ursache sein; -dasselbe Papier zum Umhüllen blanker Stahlwaren benutzt, könnte sich -vorzüglich bewähren, weil eine Einwirkung von Schwefel oder Sulfiden -auf Stahl nicht so leicht vorkommen dürfte. Enthält ein Papier -gleichzeitig Chloride und Alaun, so sind, worauf Dr. <em class="gesperrt">Wurster</em> -schon 1888 in der Papierzeitung hingewiesen hat, bei feuchter Luft die -Bedingungen für die Bildung von Salzsäure gegeben; in einem solchen -Papier würden Stahlwaren Rost ansetzen, und Dr. <em class="gesperrt">Stockmeier</em> hat -einzelne solcher Fälle in der „Papierzeitung“ 1893, S. 2584 bekannt -gegeben und durch Analysenergebnisse belegt. Beim Verpacken von -Blattsilber in<span class="pagenum"><a name="Seite_123" id="Seite_123">[S. 123]</a></span> einem solchen Papier hätte man schädliche Einflüsse -viel weniger zu befürchten.</p> - -<p>Man wird also gut tun, dem Fabrikanten bei Bestellung von Papieren -zum Umhüllen von Metallen stets anzugeben, um welche Metalle es sich -handelt; er kann dann bei der Herstellung auf diejenigen Verbindungen -besonders Rücksicht nehmen, die dem Metall schädlich werden können. Die -Verbraucher solcher Papiere sollten sich aber die Frage vorlegen, ob -die Papiersorten, die man infolge jahrelanger Gewohnheit zum Verpacken -von Metallen verwendet, für diesen Zweck auch besonders geeignet sind. -So kommen Stahlnadeln fast ausschließlich in dem bekannten schwarzen -Nadelpapier verpackt zum Verkauf; der Käufer ist an diese Verpackung -gewöhnt, der Verkäufer ist daher bestrebt, sie beizubehalten, hält sie -auch wohl für besonders geeignet. Dies scheint aber nicht der Fall -zu sein. Bei einer Reihe von Vergleichsversuchen über das Verhalten -blank polierter Stahlwaren in schwarzem Nadelpapier einerseits und -gewöhnlichem Schreib- und Filtrierpapier andererseits zeigte sich in -den meisten Fällen, daß das Nadelpapier zum Verpacken am wenigsten -geeignet war. Die bisher ausgeführten Versuche sind allerdings zu einem -abschließenden Urteil nicht ausreichend, da sich die Erfahrungen aber -stets in der gleichen Richtung bewegten, so läge es wohl im Interesse -der Erzeuger und Verbraucher derartiger Papiere, wenn die Frage auf -breiter Grundlage gründlich studiert würde. Wie schon vorhin erwähnt, -gehören Alaun und Chloride zu denjenigen Stoffen, die unter Umständen -Stahlwaren angreifen können; man sollte also bei der Herstellung von -Nadelpapier hinsichtlich der Verwendung von Alaun sehr vorsichtig sein -und außerdem nur ungebleichte Stoffe verarbeiten; auch das Färben -sollte unterbleiben, wenigstens die jetzt übliche Färbung mit Blauholz, -bei der die Fasern vorher gebeizt werden. Von der Beize bleibt ein Teil -im Stoff zurück, der unter geeigneten äußeren Bedingungen schädlich -wirken kann.</p> - -<p>Gegenständen aus Silber, leonischen Fabrikaten u. s. w. sind, wie -schon erwähnt, Papiere, die Schwefel oder Schwefelverbindungen -enthalten, besonders gefährlich; bei der Auswahl der Rohstoffe für die -Erzeugung der Papiere sollte man hierauf gebührend Rücksicht nehmen. -Schwefelhaltige Farbstoffe, wie z. B. Ultramarin, sollte man natürlich -ganz ausschließen.</p> - -<p>Die reine Faser greift Metalle nicht an; man sollte also dahin streben, -Einschlagpapiere für Metalle lediglich aus reinem Fasermaterial -herzustellen und alle sonstigen Zusätze nach Möglichkeit vermeiden oder -doch so weit es angeht beschränken.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_61_61" id="Fussnote_61_61"></a><a href="#FNAnker_61_61"><span class="label">[61]</span></a> Hergestellt durch Eintauchen von Filtrierpapier in eine -kochende Lösung von wenig Kongorot in Wasser.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_62_62" id="Fussnote_62_62"></a><a href="#FNAnker_62_62"><span class="label">[62]</span></a> Namentlich wenn, wie dies sehr oft der Fall, die Papiere -ausschließlich aus ungebleichtem Natronzellstoff hergestellt wurden.</p></div> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_124" id="Seite_124">[S. 124]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Vergilbung">Vergilbung.</h2> - -</div> - -<p>Als Vergilbung bezeichnet man die Änderung des Farbtones eines Papiers -beim Lagern; sie ist in mehr oder minder hohem Maße und in mehr -oder weniger langen Zeiträumen bei allen Papieren zu beobachten<a name="FNAnker_63_63" id="FNAnker_63_63"></a><a href="#Fussnote_63_63" class="fnanchor">[63]</a> -und ist vorzugsweise auf die Einwirkung von Licht, Luft und Wärme -zurückzuführen. Am schnellsten geht die Vergilbung bei Einwirkung -von Licht oder Wärme von statten; werden diese beiden Faktoren -ausgeschlossen, wird das Papier also unter Abschluß von Licht in -ungeheizten Räumen aufbewahrt, so hält es sich lange unverändert.</p> - -<p>Am leichtesten vergilben, wie bekannt, Papiere mit verholzten Fasern, -also in erster Linie holzschliffhaltige Erzeugnisse; bei diesen bemerkt -man schon, wenn sie nur kurze Zeit von der Sonne beschienen wurden, den -Beginn der Vergilbung. Je mehr verholzte Fasern sie enthalten, um so -stärker vergilben sie. Das gleiche Verhalten zeigen Papiere, die mit -Farbstoffen getönt sind, die nicht lichtecht sind.</p> - -<p>Aber auch holzfreie Papiere, ohne Zusatz derartiger Farben hergestellt, -vergilben oft ziemlich stark, und nach den Untersuchungen von Dr. -<em class="gesperrt">Klemm</em> sind hier vorzugsweise seifenartige Verbindungen des -Eisens mit Harz- und Fettkörpern die Ursache.</p> - -<p>Die Menge dieser Verbindungen gibt ein Maß für die Beurteilung der -Vergilbungsneigung.</p> - -<p>Als bestes Mittel, diese Seifen aus dem Papier herauszulösen, empfiehlt -<em class="gesperrt">Klemm</em> eine Mischung von 2 Teilen Äther und 1 Teil Alkohol.<a name="FNAnker_64_64" id="FNAnker_64_64"></a><a href="#Fussnote_64_64" class="fnanchor">[64]</a></p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_125" id="Seite_125">[S. 125]</a></span></p> - -<p>Mit diesen Anhaltspunkten ist der Weg zur Ermittelung der -Vergilbungsneigung eines Papiers gegeben.</p> - -<p>Aus einer abgewogenen Menge Papier (3 g) werden die Eisenseifen in -einem Extraktionsapparat (z. B. <em class="gesperrt">Thorn</em>, <em class="gesperrt">Soxhlet</em>) mit Hilfe -des Äther-Alkoholgemisches ausgezogen, und dann wird der Gehalt an -Eisen bestimmt. Hierzu wird der Auszug zur Trockne verdampft, geglüht -und der Rückstand mit Säure aufgenommen.</p> - -<p>Für die Eisenbestimmung leistet in den meisten Fällen das auf -Farbvergleich beruhende Verfahren mit Hilfe von Rhodanammonium und -einer titrierten Lösung von Eisenchlorid oder Ammoniakeisenalaun in -der von <em class="gesperrt">Lunge</em> und v. <em class="gesperrt">Kéler</em><a name="FNAnker_65_65" id="FNAnker_65_65"></a><a href="#Fussnote_65_65" class="fnanchor">[65]</a> ausgearbeiteten Form gute -Dienste. Es erlaubt die Bestimmung auf eine Genauigkeit von ±0,000001 -g Eisen, wenn 5 ccm des Auszuges zur Untersuchung benutzt werden. Die -Gesamtmenge des vorhandenen Eisens darf aber nicht mehr als 0,00002 -g betragen. Ist mehr Eisen vorhanden und hat man den Auszug zunächst -so hergestellt, daß 5 ccm 1 g Papier entsprechen, so muß man entweder -den Auszug entsprechend verdünnen oder aber das Eisen in anderer Weise -bestimmen.</p> - -<p>Der in Form von Eisenseifen in Papieren vorhandene Gehalt an Eisen -schwankt nach den bisherigen Erfahrungen zwischen 0,0002 g und 0,01 g -in 100 g Papier oder 0,2 g bis 10 g in 100 kg Papier.</p> - -<p>In einfacher, wenn auch nicht so einwandfreier Weise, kann man den -Versuch ausführen, wenn man die Eisenseifen mit Natronlauge auszieht. -Hierbei treten vielfach Zersetzungen ein, und man wird daher dieses -Verfahren nur wählen, wenn es sich lediglich um eine möglichst schnelle -Orientierung und annähernde Schätzung handelt.</p> - -<p>Man kocht 1 g Papier im Reagensglas mit 5 ccm einer 1prozentigen -alkoholischen Natronlauge aus, gießt die mehr oder weniger stark gelb -gefärbte Flüssigkeit, welche nunmehr die organischen Eisenverbindungen -enthält, in ein anderes, zuvor mit Salzsäure sorgfältig gereinigtes -Glas und fügt Salpetersäure bis zur deutlich sauren Reaktion hinzu; -dabei fällt das zur Leimung verwendete Harz aus. Hierauf versetzt man -die Lösung mit ungefähr 2 ccm einer 10prozentigen Rhodanammoniumlösung, -wodurch sie sich bei Gegenwart von Eisen mehr oder weniger rot färbt. -Zum Schluß setzt man noch 5 ccm Äther hinzu und schüttelt tüchtig durch.</p> - -<p>Der sich an der Oberfläche ansammelnde Äther nimmt den<span class="pagenum"><a name="Seite_126" id="Seite_126">[S. 126]</a></span> roten Farbstoff -auf und zeigt nun eine der Farbabstufungen von blaßrot bis blutrot. Je -dunkler die Farbe, um so mehr ist das Papier des Vergilbens fähig.</p> - -<p><em class="gesperrt">Klemm</em> hat nach seinem Verfahren eine große Anzahl holzfreier -Papiere geprüft und sie gleichzeitig der Einwirkung des Lichtes -ausgesetzt. Hierbei zeigte sich, daß sie durch die infolge der -Belichtung erzielte Farbänderung einerseits und durch die Eisenreaktion -andererseits in gleicher Weise abgestuft wurden.</p> - -<p>Man hat also in dem Verfahren ein Mittel, sich durch einen -verhältnismäßig einfachen Versuch ein Bild von dem voraussichtlichen -Vergilben des Papiers zu machen.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_63_63" id="Fussnote_63_63"></a><a href="#FNAnker_63_63"><span class="label">[63]</span></a> Vergl. Dr. P. <em class="gesperrt">Klemm</em>, Über die Farbbeständigkeit -der Papiere. Klimschs Jahrbuch 1901, S. 32.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_64_64" id="Fussnote_64_64"></a><a href="#FNAnker_64_64"><span class="label">[64]</span></a> Papierzeitung 1902, S. 961. Wochenblatt für -Papierfabrikation 1902, S. 810.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_65_65" id="Fussnote_65_65"></a><a href="#FNAnker_65_65"><span class="label">[65]</span></a> Zeitschrift für angewandte Chemie 1896, S. 3, und -<em class="gesperrt">Lunge</em>, Chemisch-technische Untersuchungsmethoden, Bd. I, S. 325.</p></div> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_127" id="Seite_127">[S. 127]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Bestimmung_der_Saugfaehigkeit_von_Loeschpapier">Bestimmung -der Saugfähigkeit von Löschpapier.</h2> - -</div> - -<p>Zur Bestimmung der Saugfähigkeit von Löschpapier bedient man sich -zweckmäßig eines von <em class="gesperrt">Winkler</em> vorgeschlagenen Apparates, dessen -Bau aus <a href="#fig64">Fig. 64</a> zu ersehen ist.<a name="FNAnker_66_66" id="FNAnker_66_66"></a><a href="#Fussnote_66_66" class="fnanchor">[66]</a></p> - -<p>An dem in vertikaler Richtung verschiebbaren und in jeder Lage durch -eine Schraube festzulegenden Querbalken befinden sich 4 Maßstäbe mit -Millimeterteilung und daneben 4 Klemmen zum Festhalten des zu prüfenden -Papiers. In dem unteren Teil des Gestelles befindet sich eine Schale -aus Zinkblech, in die so viel Wasser gegossen wird, daß die Maßstäbe -beim tiefsten Stand des Querbalkens die Oberfläche eben berühren.</p> - -<p>Zum Versuch entnimmt man Streifen von etwa 15 mm Breite (die Breite der -Streifen ist ohne Einfluß auf das Ergebnis) und 180 mm Länge, je 5 aus -der Maschinen- und Querrichtung. Diese bringt man bei hochgehobenem -Querbalken in die Klemme, wie es <a href="#fig64">Fig. 64</a> zeigt, so daß sie <em class="gesperrt">neben</em> -den Maßstäben, und von diesen 1–2 mm entfernt, herunterhängen. Die -untere Kante der Streifen muß die Maßstäbe um 5–10 mm überragen. Bringt -man nun den Querbalken in seine tiefste Lage, so tauchen sämtliche -Streifen ins Wasser, und letzteres steigt im Papier auf, zuerst -schneller, dann immer langsamer. Die Schnelligkeit des Aufsteigens -hängt von der Saugfähigkeit des Papiers ab. Als Maß für die Beurteilung -hat sich die Saughöhe nach 10 Minuten allgemein eingebürgert.</p> - -<p>Da die Saughöhe in der Maschinenrichtung meist etwas größer ist als in -der Querrichtung, so prüft man 5 Streifen jeder Richtung und bildet aus -den abgelesenen 10 Werten das Mittel.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_128" id="Seite_128">[S. 128]</a></span></p> - -<p>Die Saughöhen der im Handel vorkommenden Löschpapiere sind sehr -verschieden; die schlechtesten, wie man sie namentlich in Schulheften -vorfindet, zeigen Saughöhen herunter bis zu 15 mm. Bei mittlerer -Handelsware findet man Saughöhen von etwa 40–60 mm, bei den besten -Erzeugnissen solche über 100 mm herauf bis 150 mm und mehr.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig64" name="fig64"> - <img class="mtop1" src="images/fig64.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 64.<br /> - Winklers Löschpapierprüfer.</p> -</div> - -<p class="mbot1">Dr. <em class="gesperrt">Klemm</em><a name="FNAnker_67_67" id="FNAnker_67_67"></a><a href="#Fussnote_67_67" class="fnanchor">[67]</a> hat für die Abstufung der Löschpapiere nach ihrer -Saugfähigkeit folgende Einteilung in Vorschlag gebracht:</p> - -<table summary="Löschpapierprüfung"> - <tr> - <td class="s5 padr1"> - <div class="center"><em class="gesperrt">Saughöhe nach - 10 Min.</em></div> - </td> - <td class="s5"> - <div class="center"><em class="gesperrt">Saugfähigkeit.</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padtop0_5"> - <div class="mleft2">weniger als 20 mm</div> - </td> - <td class="padtop0_5"> - <div class="center mleft1"><em class="gesperrt">ungenügend</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="mleft2">20–40 mm</div> - </td> - <td> - <div class="mleft1"><em class="gesperrt">schwach</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="mleft2">41–60  „</div> - </td> - <td> - <div class="mleft1"><em class="gesperrt">mittel</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="mleft2">61–90  „</div> - </td> - <td> - <div class="mleft1"><em class="gesperrt">groß</em></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td> - <div class="mleft2">mehr als 90 mm</div> - </td> - <td> - <div class="mleft1"><em class="gesperrt">sehr groß</em>.</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_129" id="Seite_129">[S. 129]</a></span></p> - -<p>In Verbraucherkreisen zeigt sich vielfach eine besondere Vorliebe für -ausländische, namentlich englische Löschpapiere, die sachlich nicht -begründet ist. Zahlreiche Versuche<a name="FNAnker_68_68" id="FNAnker_68_68"></a><a href="#Fussnote_68_68" class="fnanchor">[68]</a> haben gezeigt, daß man nicht -nach ausländischen Erzeugnissen zu greifen braucht, um einer großen -Löschfähigkeit sicher zu sein; es gibt zur Genüge deutsche Fabrikate, -die den höchsten in dieser Hinsicht zu stellenden Anforderungen -genügen.</p> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_66_66" id="Fussnote_66_66"></a><a href="#FNAnker_66_66"><span class="label">[66]</span></a> Das von <em class="gesperrt">Favier</em> vorgeschlagene Verfahren, die -Löschfähigkeit von der Fläche aus zu bestimmen, hat sich nicht als -brauchbar erwiesen. (Vergl. Mitt. a. d. techn. Vers. Anst. 1896, S. -46.)</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_67_67" id="Fussnote_67_67"></a><a href="#FNAnker_67_67"><span class="label">[67]</span></a> Papier-Industriekalender.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_68_68" id="Fussnote_68_68"></a><a href="#FNAnker_68_68"><span class="label">[68]</span></a> Mitt. a. d. techn. Vers. Anst. 1896, S. 46.</p></div> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_130" id="Seite_130">[S. 130]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Pruefung_von_Filtrierpapier">Prüfung von -Filtrierpapier.</h2> - -</div> - -<p>Bei der Beurteilung eines Filtrierpapiers spielt die Geschwindigkeit, -mit der Flüssigkeiten durchlaufen, eine hervorragende Rolle; -unter sonst gleichen Umständen wird das Papier um so wertvoller -sein, je schneller das Durchlaufen erfolgt. Diese Eigenschaft des -Filtrierpapiers kann man zahlenmäßig zum Ausdruck bringen, indem -man die Zeit bestimmt, die eine bestimmte Menge Wasser braucht, um -unter einem bestimmten Druck durch eine bestimmte Fläche des Papiers -hindurchzulaufen. Meist geht man so zu Werke, daß man Filter von -bestimmter Größe in Trichter von bestimmtem Winkel legt und eine -bestimmte Wassermenge auf das Filter bringt. Bei diesem Vorgehen sind -aber die Versuchsbedingungen nicht immer die gleichen; die wirkende -Fläche des Filters ist nicht immer gleich groß, der Wasserdruck -schwankt, und außerdem kann das Ergebnis durch Nebenumstände (z. B. -Saugwirkungen) beeinflußt werden.</p> - -<p>Bei dem nachstehenden, in der Versuchsanstalt unter Zugrundelegung -des <em class="gesperrt">Mariotte</em>schen Prinzips gebauten Apparat werden diese -Fehlerquellen vermieden.</p> - -<p class="s3 center mtop2 mbot1"><b>Beschreibung des Apparates.</b></p> - -<p>Die Hauptteile und die Wirkungsweise des Apparates sind aus <a href="#fig65">Fig. 65</a> zu -ersehen.</p> - -<p>Ein oben und unten offenes Glasrohr <i>G</i> ist unten in eine Messinghülse -<i>M</i> eingekittet. Oben ist eine mit 2 Bohrungen versehene Messingkappe -<i>N</i> luftdicht aufgekittet; durch die eine Öffnung geht ein Trichterrohr -<i>T</i>, durch die andere ein mit einem Hahn <i>H</i> versehenes Glasrohr.</p> - -<p>Das so durch das Glasrohr <i>G</i> gebildete Gefäß steht durch das mit einem -Dreiwegehahn <i>D</i> versehene Rohr <i>R</i> mit dem aus Messing<span class="pagenum"><a name="Seite_131" id="Seite_131">[S. 131]</a></span> gefertigten -Filtrierzylinder <i>F</i> in Verbindung; der obere abnehmbare und mit der -Ablaufrinne <i>A</i> versehene Teil <i>E</i> des Zylinders kann durch Schrauben -mit dem unteren Teil verbunden werden. Zwischen <i>F</i> und <i>E</i> wird das -zu prüfende Papier eingespannt; das aus <i>E</i> durch die Ablaufrinne <i>A</i> -ablaufende Wasser wird in dem Kolben <i>K</i> aufgefangen und gemessen.</p> - -<p class="s3 center mtop2 mbot1"><b>Versuchsausführung.</b></p> - -<p>Aus dem zu prüfenden Papier werden zunächst kreisrunde Stücke von -etwa 5 cm Durchmesser, wenn möglich je eins aus 10 verschiedenen -Bogen, entnommen. Man entfernt dann <i>E</i> von <i>F</i>, stellt <i>D</i> so, daß -durch <i>R</i> kein Wasser abfließen kann, öffnet <i>H</i> und gießt durch <i>T</i> -<em class="gesperrt">destilliertes, vor dem Gebrauch stark ausgekochtes Wasser</em> von -etwa 20° C. in <i>G</i>; nach beendigter Füllung wird <i>H</i> wieder geschlossen.</p> - -<p>Dann wird <i>D</i> so gestellt, daß langsam Wasser in den unteren Teil des -Filtrierzylinders tritt; ist dieser gefüllt und zwar so weit, daß -die Wasserkuppe über den oberen Rand von <i>F</i> hervorragt, so stellt -man den Wasserzufluß bei <i>D</i> ab und legt eins der 10 Blätter auf den -abgeflachten Rand von <i>F</i>; hierauf wird <i>E</i> aufgesetzt, fest auf <i>F</i> -geschraubt und dann durch Drehen von <i>D</i> die Verbindung von <i>G</i> mit <i>F</i> -wieder hergestellt. Das Wasser dringt nun durch das Papier, füllt <i>E</i> -und läuft dann durch <i>A</i> in den Kolben <i>K</i>. Man kann nun bestimmen, -innerhalb welcher Zeit eine bestimmte Menge Wasser (z. B. 100 ccm) -durch das Papier hindurch geht.</p> - -<div class="figcenter"> - <a id="fig65" name="fig65"> - <img class="mtop1" src="images/fig65.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption padtop0_5">Fig. 65.<br /> - Herzbergs Filtrierpapierprüfer.</p> -</div> - -<p class="mtop1">Der Druck, unter dem das Ausfließen erfolgt, wird bedingt durch die -Entfernung der unteren Öffnung des Trichters <i>T</i> von dem Wasserspiegel -in <i>E</i>; durch Verschieben von <i>T</i> kann man also den Druck beliebig -einstellen.</p> - -<p>In der Versuchsanstalt wird bei Ausführung amtlicher Prüfungen -stets mit einer Druckhöhe von 50 mm gearbeitet; die Abmessungen des -Filtrierzylinders sind so gewählt, daß bei dem Filtrierpapier eine -wirksame Fläche von 10 qcm abgegrenzt wird. Die Durchlaufzeit von -100 ccm wird in Sekunden bestimmt; als End<span class="pagenum"><a name="Seite_132" id="Seite_132">[S. 132]</a></span>ergebnis wird diejenige -Wassermenge angegeben, die in einer Minute bei einem Wasserdruck von 50 -mm und einer Wasserwärme von 20° C. durch 100 qcm Papier läuft.</p> - -<p>Mit Hilfe des Filtrierapparates kann man auch die Festigkeit des -Filtrierpapiers im nassen Zustande feststellen, indem man durch -Höherziehen des Trichterrohres <i>T</i> den Wasserdruck so lange steigert, -bis das eingespannte Papier durchreißt.</p> - -<p>Um einen Überblick über die Filtriergeschwindigkeit der im Handel -vorkommenden Filtrierpapiersorten für analytische Zwecke zu gewinnen, -wurden 30 verschiedene Proben aufgekauft und in geschilderter Weise -geprüft. Die in der Minute durchlaufende Wassermenge schwankte von 23 -ccm bis zu 760 ccm; die Verteilung innerhalb dieser Grenzen zeigt die -nachfolgende Zusammenstellung.</p> - -<table class="feinheit" summary="Filtriergeschwindigkeit"> - <tr> - <td class="bdt bdb br padtb0_5"> - <div class="center">0–100<br /> - ccm</div> - </td> - <td class="bdt bdb br padtb0_5"> - <div class="center">101–200<br /> - ccm</div> - </td> - <td class="bdt bdb br padtb0_5"> - <div class="center">201–300<br /> - ccm</div> - </td> - <td class="bdt bdb br padtb0_5"> - <div class="center">301–400<br /> - ccm</div> - </td> - <td class="bdt bdb br padtb0_5"> - <div class="center">401–500<br /> - ccm</div> - </td> - <td class="bdt bdb br padtb0_5"> - <div class="center">501–600<br /> - ccm</div> - </td> - <td class="bdt bdb br padtb0_5"> - <div class="center">601–700<br /> - ccm</div> - </td> - <td class="bdt bdb padtb0_5"> - <div class="center">701–800<br /> - ccm</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br padtb0_5"> - <div class="center">4 Papiere</div> - </td> - <td class="br padtb0_5"> - <div class="center">3 Papiere</div> - </td> - <td class="br padtb0_5"> - <div class="center">7 Papiere</div> - </td> - <td class="br padtb0_5"> - <div class="center">4 Papiere</div> - </td> - <td class="br padtb0_5"> - <div class="center">3 Papiere</div> - </td> - <td class="br padtb0_5"> - <div class="center">3 Papiere</div> - </td> - <td class="br padtb0_5"> - <div class="center">4 Papiere</div> - </td> - <td class="padtb0_5"> - <div class="center">2 Papiere</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p>Eine zweite wichtige Eigenschaft der Filtrierpapiere ist ihre -Scheidungsfähigkeit; man versteht hierunter die Fähigkeit, feste in -Flüssigkeiten schwimmende Körper, wie Niederschläge u. s. w., beim -Filtrieren mehr oder weniger vollkommen zurückzuhalten. Um sich in -dieser Hinsicht ein Bild von der Brauchbarkeit eines Filtrierpapiers -für chemische Arbeiten zu verschaffen, prüft man es zweckmäßig mit -einem Baryumsulfatniederschlag in folgender Weise.</p> - -<p>Gleiche Teile einer Baryumchloridlösung (122 g Salz in 1 Liter Wasser) -und Kaliumsulfatlösung (87 g Salz in 1 Liter Wasser) werden einmal heiß -und einmal kalt miteinander vermischt. Die heiße Fällung wird heiß, die -kalte in kaltem Zustande filtriert. Aus dem zu prüfenden Papier wird -ein Rundfilter von etwa 10 cm Durchmesser geschnitten, in gewöhnlicher -Weise in den Trichter glatt eingelegt und mit Wasser angefeuchtet.</p> - -<p>Papiere mit hervorragender Scheidungsfähigkeit ergeben selbst bei -kalt gefälltem und kalt filtriertem Baryumsulfat klare Filtrate; -andere lassen bei kalter Fällung die Flüssigkeit trübe durchlaufen, -liefern aber bei heiß gefälltem und heiß filtriertem Niederschlag eine -klare Lösung; noch andere zeigen in beiden Fällen trübe durchlaufende -Flüssigkeiten.</p> - -<p>Bei 5 in der Versuchsanstalt auf Antrag geprüften Sorten wurden -Durchlaufsmengen von 141, 203, 296, 952 und 1250 ccm beobachtet.</p> - -<p>Bei den Papieren 141 und 296 filtrierte kalt und heiß ge<span class="pagenum"><a name="Seite_133" id="Seite_133">[S. 133]</a></span>fälltes -Baryumsulfat völlig klar, bei den übrigen die kalte Fällung stark -trübe, die heiße mehr oder weniger trübe.</p> - -<p>Handelt es sich um Filtrierpapiere für gewerbliche Zwecke oder um -solche des Haushaltes, so wird man naturgemäß bei der Prüfung den -Verwendungszweck berücksichtigen und nicht etwa die Brauchbarkeit -eines Kaffeefiltrierpapiers nach seinem Verhalten zu einer -Baryumsulfatfällung beurteilen.</p> - -<p>Die Prüfung eines Filtrierpapiers auf Fettstoffe und Eisen geschieht -in bekannter Weise durch Ausziehen mit Äther beziehungsweise durch -Behandeln mit Kaliumeisencyanür (oder Untersuchung der Asche). -Über die Art des zur Herstellung verwendeten Rohmaterials gibt die -mikroskopische Untersuchung, über den Gehalt an unverbrennlichen -Bestandteilen die Veraschung des Papiers Aufschluß.</p> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_134" id="Seite_134">[S. 134]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Anhang">Anhang.</h2> - -</div> - -<h3 id="Papier_zu_amtlichen_Zwecken">Vorschriften für die Lieferung und Prüfung Von Papier zu amtlichen -Zwecken.<a name="FNAnker_69_69" id="FNAnker_69_69"></a><a href="#Fussnote_69_69" class="fnanchor"><span class="s6 vat">[69]</span></a></h3> - -<div class="vorschriften"> - -<p>Vom 1. Januar 1893 ab treten unter gleichzeitiger Aufhebung der -Grundsätze für amtliche Papierprüfungen vom 5. Juli 1886 nachstehende -<em class="gesperrt">Vorschriften für die Lieferung und Prüfung von Papier zu amtlichen -Zwecken</em> in Kraft.</p> - -<p class="center mtop1 mbot1">§ 1.</p> - -<p>Unter Zugrundelegung der folgenden Tabellen für die Stoff- und -Festigkeitsklassen (<a href="#Tabelle_I">Tabelle I</a> und <a href="#Tabelle_II">II</a>) sollen die zu amtlichen Zwecken -bestimmten Papiere die in <a href="#Tabelle_III">Tabelle III</a> gegebenen Eigenschaften, -Bogengrößen und Einheitsgewichte besitzen. Die Bogengröße 33 × 42 cm -ist überall, auch bei Formularen, Büchern u. s. w., vorzugsweise in -Anwendung zu bringen.</p> - -<p id="Tabelle_I" class="center mtop2"><em class="gesperrt">Tabelle I</em>.</p> - -<p class="center mbot1"><em class="gesperrt">Stoffklasse I bis IV.</em></p> - -<p>Klasse I. Papiere, nur aus Hadern, mit nicht mehr als 3% Asche.</p> - -<p>Klasse II. Papiere aus Hadern, mit Zusatz bis zu 25% von Cellulose, -Strohstoff, Esparto, aber frei von Holzschliff, mit nicht mehr als 5% -Asche.</p> - -<p>Klasse III. Papiere von beliebiger Stoffzusammensetzung, jedoch ohne -Zusatz von Holzschliff, mit nicht mehr als 15% Asche.</p> - -<p>Klasse IV. Papiere von beliebiger Stoffzusammensetzung und mit -beliebigem Aschengehalt.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_135" id="Seite_135">[S. 135]</a></span></p> - -<p id="Tabelle_II" class="center mtop2"><em class="gesperrt">Tabelle II</em>.</p> - -<p class="center mbot1"><em class="gesperrt">Festigkeitsklasse</em> 1–6.</p> - -<table class="festigkeit" summary="Festigkeitsklassen 1–6"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr vam" colspan="2"> - <div class="center"><em class="gesperrt">Klasse</em></div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">1</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr vam"> - <div class="center">6</div> - </td> - <td class="bdt bdb vam" colspan="2"> - <div class="center">Skala<br /> - für den Widerstand<br /> - gegen Zerknittern</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padtop0_5 vat"> - a - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vat"> - Mittlere Reißlänge in<br /> - Metern mindestens - </td> - <td class="br padlr0_5 padtop0_5 vab"> - <div class="center">6000</div> - </td> - <td class="br padlr0_5 padtop0_5 vab"> - <div class="center">5000</div> - </td> - <td class="br padlr0_5 padtop0_5 vab"> - <div class="center">4000</div> - </td> - <td class="br padlr0_5 padtop0_5 vab"> - <div class="center">3000</div> - </td> - <td class="br padlr0_5 padtop0_5 vab"> - <div class="center">2000</div> - </td> - <td class="bbr padlr0_5 padtop0_5 vab"> - <div class="center">1000</div> - </td> - <td class="padtop0_5 padlr0_5 vat"> - 0) - </td> - <td class="padtop0_5 vat"> - außerordentlich<br /> - gering, - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat" rowspan="3"> - b - </td> - <td class="bbr vat" rowspan="3"> - Mittlere Dehnung in Pro-<br /> - zenten der ursprüng-<br /> - lichen Länge mindestens - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bbr padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="padlr0_5 vat"> - 1) - </td> - <td class="vat"> - sehr gering, - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bbr padlr0_5 vab"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="padlr0_5 vat"> - 2) - </td> - <td class="vat"> - gering, - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center">4,5</div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center">2,5</div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="bbr padlr0_5 vab"> - <div class="center">1,5</div> - </td> - <td class="padlr0_5 vat"> - 3) - </td> - <td class="vat"> - mittelmäßig, - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat" rowspan="2"> - c - </td> - <td class="bbr vat" rowspan="2"> - Widerstand gegen Zer-<br /> - knittern - </td> - <td class="br padlr0_5 vab" rowspan="2"> - <div class="center">6  </div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab" rowspan="2"> - <div class="center">6</div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab" rowspan="2"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab" rowspan="2"> - <div class="center">4  </div> - </td> - <td class="br padlr0_5 vab" rowspan="2"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="bbr padlr0_5 vab" rowspan="2"> - <div class="center">1  </div> - </td> - <td class="padlr0_5 vat"> - 4) - </td> - <td class="vat"> - ziemlich groß, - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padlr0_5 vat"> - 5) - </td> - <td class="vat"> - sehr groß, - </td> - </tr> - <tr> - <td rowspan="2"> - - </td> - <td class="bbr" rowspan="2"> - - </td> - <td class="br" rowspan="2"> - - </td> - <td class="br" rowspan="2"> - - </td> - <td class="br" rowspan="2"> - - </td> - <td class="br" rowspan="2"> - - </td> - <td class="br" rowspan="2"> - - </td> - <td class="bbr" rowspan="2"> - - </td> - <td class="padlr0_5 vat"> - 6) - </td> - <td class="vat"> - sehr groß, - </td> - </tr> - <tr> - <td class="padlr0_5 vat"> - 7) - </td> - <td class="vat"> - außerordentlich groß. - </td> - </tr> -</table> - -<p>Unter Berücksichtigung der beiden Klassifikationstabellen <a href="#Tabelle_I">I</a> -und <a href="#Tabelle_II">II</a> gelten die in <a href="#Tabelle_III">Tabelle III</a> gegebenen Vorschriften.</p> - -<p id="Tabelle_III" class="center mtop2"><em class="gesperrt">Tabelle III</em>.</p> - -<p class="center mbot1"><em class="gesperrt">Verwendungsklassen, Bogengrößen -und Gewichte der Normalpapiere</em>.</p> - -<table class="festigkeit" summary="Verwendungsklassen, etc."> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr vam" rowspan="2"> - <div class="center">Klassen-<br /> - zeichen</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr vam" colspan="2" rowspan="2"> - <div class="center"><em class="gesperrt">Verwendungsart</em></div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr bb vam" colspan="5"> - <div class="center">Eigenschaften</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr vam" colspan="2" rowspan="2"> - <div class="center">Bogen-<br /> - größe<br /> - <span class="s5">cm</span></div> - </td> - <td class="bdt bb vam" colspan="2"> - <div class="center">Gewichte für</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br bdb vam" colspan="3"> - <div class="center">Stoff-<br /> - klasse</div> - </td> - <td class="bbr bdb vam" colspan="2"> - <div class="center">Festig-<br /> - keits<br /> - klasse</div> - </td> - <td class="br bdb vam"> - <div class="center">1000<br /> - Bogen<br /> - <span class="s5">kg</span></div> - </td> - <td class="bdb vam"> - <div class="center">1 qm<br /> - <span class="s5">g</span></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bdt bbr padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="bdt bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">A. <em class="gesperrt">Schreibpapier</em></div> - </td> - <td class="br padtop0_5 vam" colspan="3"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="br padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="padtop0_5 vam"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">1 </div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - Für besonders wichtige, auf lange<br /> - Aufbewahrungsdauer berechnete<br /> - Urkunden - </td> - <td class="vab" rowspan="2"> - <img class="center h2_5em vam" src="images/klammer_h2_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="br vab" colspan="2" rowspan="2"> - <div class="padbot0_5"> I</div> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2" rowspan="2"> - <div class="center padbot0_5">1</div> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2"> - <div class="center">  33×42</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center">15  </div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <span class="mleft1">Ordrepapier (Quart)</span> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2"> - <div class="center">26,5×42</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center">12  </div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - <div class="center">Für Urkunden, Standesamtsregister,<br /> - Geschäftsbücher u. s. w.:</div> - </td> - <td class="br padtop0_5 vam" colspan="3"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="br padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="padtop0_5 vam"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">2a</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für erste Sorte</span> - </td> - <td class="vat"> - - </td> - <td class="vam br" colspan="2"> - I - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">2</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">  33×42</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">14  </div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">2b</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für zweite Sorte</span> - </td> - <td class="vat"> - - </td> - <td class="vam br" colspan="2"> - I - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">  33×42</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">13  </div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - Für das zu dauernder Aufbewahrung<br /> - bestimmte Aktenpapier: - </td> - <td class="br padtop0_5 vam" colspan="3"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="br padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="padtop0_5 vam"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">3a</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <div class="mleft1">für Kanzlei-, Mundir- u. s. w. Papier</div> - </td> - <td class="vab" rowspan="3"> - <img class="center h3_5em vam" src="images/klammer_h3_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="br vab" colspan="2" rowspan="3"> - <div class="padbot0_5 vam">II</div> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2" rowspan="3"> - <div class="center padbot0_5">3</div> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2"> - <div class="center">  33×42</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center">13  </div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <span class="mleft1">Briefpapier (Quart-)</span> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2"> - <div class="center">26,5×42</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center">10,4</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam"> - <div class="center"> </div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <span class="mleft1">desgl. (Oktav-)</span> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2"> - <div class="center">26,5×21</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"> 5,2</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">3b</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für Konzeptpapier</span> - </td> - <td class="vat"> - - </td> - <td class="vam br" colspan="2"> - II - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">  33×42</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">13  </div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td id="Frachtbriefe" class="bbr padtop0_5 vam"> -<span class="pagenum"><a name="Seite_136" id="Seite_136">[S. 136]</a></span> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - Für Papiere, welche für den gewöhnlichen<br /> - Gebrauch bestimmt sind und nur<br /> - einige Jahre in Akten u. s. w.<br /> - aufbewahrt werden sollen: - </td> - <td class="br padtop0_5 vam" colspan="3"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="br padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="padtop0_5 vam"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">4a</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für Kanzlei-, Mundir- usw. Papier</span><br /> - <span class="mleft1">Briefpapier (Quart-)</span><br /> - <span class="mleft1">desgl. (Oktav-)</span> - </td> - <td class="vat"> - <img class="center h11em vam" src="images/klammer_h8_l.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="vam br" colspan="2"> - III - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">Reißlänge<br /> - 3500 m,<br /> - Dehnung<br /> - 2,75%,<br /> - Widerstand<br /> - gegen Zer-<br /> - knittern<br /> - ziemlich<br /> - groß</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">  33×42<br /> - 26,5×42<br /> - 26,5×21</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">12  <br /> -  9,6<br /> -  4,8</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">–<br /> - –<br /> - –</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">4b</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für Konzeptpapier</span> - </td> - <td class="vat"> - - </td> - <td class="vam br" colspan="2"> - III - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">  33×42</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">12  </div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - Bemerkung. Die unter A 1–4b gegebenen<br /> - Vorschriften gelten auch für solche<br /> - Schreibpapiere, welche gleichzeitig<br /> - bedruckt werden (Standesamtsregister,<br /> - Tabellenwerke u. s. w.). - </td> - <td class="br padtop0_5 vam" colspan="3"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="br padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="padtop0_5 vam"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - Für Briefumschläge, Packpapier etc.<br /> - und zwar: - </td> - <td class="br padtop0_5 vam" colspan="3"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="br padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="padtop0_5 vam"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">5a</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für erste Sorte</span> - </td> - <td class="vat"> - - </td> - <td class="vam br" colspan="2"> - II - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">3</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">5b</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für zweite Sorte</span> - </td> - <td class="vat"> - - </td> - <td class="vam br" colspan="2"> - III - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">5</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für Briefumschläge (für beide Sorten):</span> - </td> - <td class="vat"> - - </td> - <td class="vam br" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="br vam"> - - </td> - <td class="vam"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft2">1) bis zur Größe 13×19 cm</span> - </td> - <td class="vam br" colspan="3"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center"> 70</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <div class="mleft2">2) für größere und solche Umschläge,<br /> - welche für Geld- und Wertsendungen<br /> - bestimmt sind</div> - </td> - <td class="vam br" colspan="3"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">115</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <div class="mleft2">für Packpapier:</div> - </td> - <td class="vam br" colspan="3"> - - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - - </td> - <td class="br vam"> - - </td> - <td class="vam"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für Klasse 5a</span> - </td> - <td class="vat"> - - </td> - <td class="vam br" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">130</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für Klasse 5b</span> - </td> - <td class="vat"> - - </td> - <td class="vam br" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="bbr vam" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">115</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5 vat"> - <div class="center">6 </div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vat" colspan="2"> - Für Papiere, welche zu untergeordneten<br /> - Zwecken im täglichen Verkehr verwendet<br /> - werden sollen und an welche Ansprüche<br /> - auf Dauerhaftigkeit nicht gestellt<br /> - werden, kann ohne besondere Rücksicht<br /> - auf eine Festigkeitsklasse gewählt werden - </td> - <td class="br padtop0_5 vab" colspan="3"> - <div class="center">IV</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vab" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vab" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br padtop0_5 vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="padtop0_5 vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop1 vat"> -<span class="pagenum"><a name="Seite_137" id="Seite_137">[S. 137]</a></span> - - </td> - <td class="bbr padtop1 vat" colspan="2"> - <div class="center">B. <em class="gesperrt">Aktendeckel</em>.</div> - </td> - <td class="br padtop1 vab" colspan="3"> - - </td> - <td class="bbr padtop1 vab" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr padtop1 vab" colspan="2"> - - </td> - <td class="br padtop1 vab"> - - </td> - <td class="padtop1 vab"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">7a</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - Für Aktendeckel, welche - </td> - <td class="vam" rowspan="2"> - - </td> - <td class="vam" rowspan="2"> - I - </td> - <td class="vam br" rowspan="2"> - - </td> - <td class="vam" rowspan="2"> - <img class="center h4_5em vam" src="images/klammer_h5_l.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bbr vam" rowspan="2"> - <div class="center">Reißlänge<br /> - 2500 m,<br /> - Dehnung<br /> - 3,5%</div> - </td> - <td class="vam" rowspan="2"> - <img class="center h4_5em vam" src="images/klammer_h5_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bbr vam" rowspan="2"> - <div class="center">36×47</div> - </td> - <td class="br vam" rowspan="2"> - <div class="center">81,2</div> - </td> - <td class="vam" rowspan="2"> - <div class="center">480</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für häufigen Gebrauch und längere</span><br /> - <span class="mleft1">Aufbewahrung bestimmt sind</span> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">7b</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - Für Aktendeckel, welche - </td> - <td class="vam" rowspan="2"> - - </td> - <td class="vam" rowspan="2"> - III - </td> - <td class="vam br" rowspan="2"> - - </td> - <td class="vam" rowspan="2"> - <img class="center h4_5em vam" src="images/klammer_h5_l.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bbr vam" rowspan="2"> - <div class="center">Reißlänge<br /> - 2500 m,<br /> - Dehnung<br /> - 2,5%</div> - </td> - <td class="vam" rowspan="2"> - <img class="center h4_5em vam" src="images/klammer_h5_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="bbr vam" rowspan="2"> - <div class="center">36×47</div> - </td> - <td class="br vam" rowspan="2"> - <div class="center">42,3</div> - </td> - <td class="vam" rowspan="2"> - <div class="center">250</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - <span class="mleft1">für laufenden Gebrauch bestimmt sind</span> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop1 vat"> - - </td> - <td class="bbr padtop1 vat" colspan="2"> - <div class="center">C. <em class="gesperrt">Druckpapier</em>.</div> - </td> - <td class="br padtop1 vab" colspan="3"> - - </td> - <td class="bbr padtop1 vab" colspan="2"> - - </td> - <td class="bbr padtop1 vab" colspan="2"> - - </td> - <td class="br padtop1 vab"> - - </td> - <td class="padtop1 vab"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">8a</div> - </td> - <td class="vat"> - Für wichtigere, zu dauernder Aufbewahrung<br /> - bestimmte Drucksachen - </td> - <td class="bbr vam"> - <img class="center h5_5em vam" src="images/klammer_h5_l.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="br vat" colspan="3"> - <div class="center">I<br /> - aber<br /> - bis zu<br /> - 10%<br /> - Asche</div> - </td> - <td class="vam"> - <img class="center h5_5em vam" src="images/klammer_h5_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="vam bbr"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="vam bbr" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vam br"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">8b</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - Für weniger wichtige Drucksachen - </td> - <td class="br vab" colspan="3"> - <div class="center">III</div> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2"> - <div class="center">4</div> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vat"> - <div class="center">8c</div> - </td> - <td class="bbr vat" colspan="2"> - Für Drucksachen, welche zu untergeordneten<br /> - Zwecken im täglichen Verkehr verwendet<br /> - werden sollen, kann ohne Rücksicht auf<br /> - eine Festigkeitsklasse gewählt werden - </td> - <td class="br vab" colspan="3"> - <div class="center">IV</div> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="bbr vab" colspan="2"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> -</table> - -<table class="festigkeit" summary="Verwendungsklassen, etc.; 2. Teil"> - <tr> - <td class="bdt bdb bbr vam" rowspan="2"> - <div class="center">Klassen-<br /> - zeichen</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr vam" colspan="2" rowspan="2"> - <div class="center"><em class="gesperrt">Verwendungsart</em></div> - </td> - <td class="bdt bb vam" colspan="3"> - <div class="center">Gewichte für</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br bdb vam"> - <div class="center">1000<br /> - Bogen<br /> - <span class="s5">kg</span></div> - </td> - <td class="bdb vam" colspan="2"> - <div class="center">1 qm<br /> - <span class="s5">g</span></div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr padtop0_5 vam"> - - </td> - <td class="bbr padtop0_5 vam" colspan="2"> - Für Bücher, Formulare u. s. w. sind in den Fällen, in<br /> - welchen die normale Größe Nr. 1 = 33×42 nicht anwendbar<br /> - ist, die nachfolgenden Bogengrößen oder vielfache derselben,<br /> - in der Regel unter Innehaltung der gleichzeitig angegebenen<br /> - Einheitsgewichte, zu benutzen - </td> - <td class="br vam"> - - </td> - <td class="vam" colspan="2"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam" rowspan="4"> - - </td> - <td class="vam" rowspan="4"> -    - </td> - <td class="bbr vam"> - <span class="mleft2"> Nr.  2 = 34×43 cm</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">14,6</div> - </td> - <td class="vam" rowspan="4"> - <img class="center h5_5em vam" src="images/klammer_h3_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="vam" rowspan="4"> - <div class="center">100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam"> - <span class="mleft2"> „   3 = 36×45  „</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">16,2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam"> - <span class="mleft2"> „   4 = 38×48  „</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">18,2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr bbb vam"> - <span class="mleft2"> „   5 = 40×50  „</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">20,0</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam" rowspan="4"> - - </td> - <td class="vam" rowspan="4"> -    - </td> - <td class="bbr vam"> - <span class="mleft2"> Nr.  6 = 42×53 cm</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">24,5</div> - </td> - <td class="vam" rowspan="4"> - <img class="center h5_5em vam" src="images/klammer_h3_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="vam" rowspan="4"> - <div class="center">110</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam"> - <span class="mleft2"> „   7 = 44×56  „</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">27,1</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam"> - <span class="mleft2"> „   8 = 46×59  „</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">29,9</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr bbb vam"> - <span class="mleft2"> „   9 = 48×64  „</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">33,8</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam" rowspan="3"> - - </td> - <td class="vam" rowspan="3"> -    - </td> - <td class="bbr vam"> - <span class="mleft2"> Nr. 10 = 50×65 cm</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="vam" rowspan="4"> - <img class="center h4_5em vam" src="images/klammer_h3_r.jpg" - alt="" /> - </td> - <td class="vam" rowspan="4"> - <div class="center">nach<br /> - Bedarf</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam"> - <span class="mleft2"> „  11 = 54×68  „</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="bbr vam"> - <span class="mleft2"> „  12 = 57×78  „</span> - </td> - <td class="br vam"> - <div class="center">–</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_138" id="Seite_138">[S. 138]</a></span></p> - -<p>Gegen die in der vorstehenden <a href="#Tabelle_III">Tabelle III</a> angegebenen Einheitsgewichte -darf die Lieferung</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>a. für Schreib- und Druckpapier um 2,5%,</p> - -<p>b. für Aktendeckel und Packpapier um 4,0%</p></div> - -<p class="p0">nach oben oder unten abweichen, wobei die Riesumhüllung (das -zum Verpacken von 1000 Bogen verwendete Umschlagpapier) bei der -Gewichtsfeststellung mitgewogen wird.</p> - -<p class="center mtop2 mbot1">§ 2.</p> - -<p>Die Schreibpapiere der Stoffklassen I, II und III, soweit sie -den <a href="#Tabelle_I">Verwendungsklassen 1 bis 4b</a> angehören (§ 1), sind mit einem -Wasserzeichen zu versehen. Das Wasserzeichen soll im nassen Zustande -auf dem Siebe in das Papier gebracht werden. Es soll die Firma des -Erzeugers (Fabrikanten) in Buchstaben sowie neben dem Worte „Normal“ -das Zeichen der Verwendungsklasse, welcher das Papier genügen soll, -enthalten; die Hinzufügung einer Jahreszahl wird dem Fabrikanten -freigestellt. Abkürzung der Firmenbezeichnung ist gestattet, indessen -nur soweit, daß man ohne Zweifel und ohne weiteres auf den Inhaber -zurückgreifen kann. Das Wasserzeichen muß vollständig, wenn auch -unterbrochen, in jedem Bogen vorhanden sein.</p> - -<p class="center mtop2 mbot1">§ 3.</p> - -<p>Papiere der <a href="#Tabelle_I">Verwendungsklassen 1 bis 4b</a> (§ 1) werden nur von -Firmen angenommen, deren Wasserzeichen bei der Königlichen -mechanisch-technischen Versuchsanstalt (Charlottenburg, Technische -Hochschule) angemeldet sind.</p> - -<p class="center mtop2 mbot1">§ 4.</p> - -<p>Die mit dem vorschriftsmäßigen Wasserzeichen versehenen Normalpapiere -dürfen in ihrer Reißlänge um höchstens 10% und in ihrer Dehnbarkeit -ebenfalls um höchstens 10% nach unten hin von den in <a href="#Tabelle_III">Tabelle III</a> -(§ 1) genannten Eigenschaften abweichen. Alle anderen Eigenschaften -müssen vorhanden sein, wenn das Papier bei der Prüfung als zu der im -Wasserzeichen angegebenen Verwendungsklasse gehörig anerkannt werden -soll.</p> - -<p class="center mtop2 mbot1">§ 5.</p> - -<p>Dem Erzeuger des Papiers soll es freistehen, in Fällen, in welchen das -Papier den im Wasserzeichen angegebenen Eigenschaften bezüglich der -Verwendungsklasse nicht entspricht, durch nachträgliche Stempelung -(Trockenstempelung) eines jeden Bogens das Wasserzeichen ungültig -zu machen oder das Papier in eine niedrigere Verwendungsklasse -einzureihen, für welche seine Eigenschaften noch ausreichend sind.</p> - -<p>Dieses Recht nachträglicher Stempelung zum Zweck der Herabsetzung -des Papiers in eine niedrigere Verwendungsklasse als die in dem -Wasserzeichen angegebene soll auch dem Lieferanten zustehen.</p> - -<p class="center mtop2 mbot1">§ 6.</p> - -<p>Zur Feststellung darüber, ob das gelieferte Papier der im Wasserzeichen -angegebenen Verwendungsklasse entspricht, sind vor der Verwendung, -namentlich vor dem Bedrucken des Papiers, Stichproben an die Königliche -mechanisch-technische Versuchsanstalt zur Prüfung einzusenden.</p> - -<p>Die Prüfung erfolgt auf die Erfüllung der im § 1 <a href="#Tabelle_I">Tabelle I</a> -und <a href="#Tabelle_II">II</a> -bezeichneten Eigenschaften für die Gesamtgebühr von 20 Mk. für jede -Papiersorte.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_139" id="Seite_139">[S. 139]</a></span></p> - -<p>Bei Lieferungen, welche den Betrag von 300 Mk. nicht erreichen, kann -von einer Prüfung abgesehen werden.</p> - -<p>Bei Lieferungen von höherem Betrage ist wenigstens eine der gelieferten -Papiersorten jährlich abwechselnd zur Prüfung einzusenden.</p> - -<p>Genügt der Ausfall der Prüfung (<a href="#Par_8">§ 8</a>), so hat die Behörde, im anderen -Falle der Lieferant die Prüfungsgebühren zu zahlen.</p> - -<p class="center mtop2 mbot1">§ 7.</p> - -<p>Die Stichproben werden von den Behörden <em class="gesperrt">aus verschiedenen -Paketen</em> der Lieferung (im ganzen mindestens 10 Bogen) entnommen und -zur Prüfung an die Königliche mechanisch-technische Versuchsanstalt in -Charlottenburg eingesendet.</p> - -<p>Diese Proben müssen <em class="gesperrt">unbeschrieben und von tadellosem Aussehen</em> -sein; sie dürfen <em class="gesperrt">nicht gerollt</em> und nur soweit geknifft werden, -daß die ungeknifften Flächen mindestens 21 × 27 cm groß bleiben. Die -Proben sind <em class="gesperrt">zwischen zwei steife Deckel</em> zu verpacken, welche -Beschädigungen auf dem Postwege wirksam verhindern.</p> - -<p>Für die Prüfung von Papieren, welche bedruckt werden sollen, müssen die -Stichproben aus dem unbedruckten Papier (vor der Drucklegung) entnommen -werden.</p> - -<p id="Par_8" class="center mtop2 mbot1">§ 8.</p> - -<p>Die von der Versuchsanstalt über die amtliche Prüfung auszugebenden -Zeugnisse enthalten in erster Linie die Angabe: Ob das Papier den durch -das Wasserzeichen gekennzeichneten (bezw. den durch den Trockenstempel -als geringer angegebenen) Eigenschaften genügt oder nicht genügt.</p> - -<p>In zweiter Linie werden außerdem die Ergebnisse der Einzelprüfungen in -der bisher gebräuchlichen Weise mitgeteilt.</p> - -<p>Zeugnisse für Papiere ohne Wasserzeichen beschränken sich auf die -bisher gebräuchliche Form der Prüfungsbescheinigungen.</p> - -<p class="center mtop2 mbot1">§ 9.</p> - -<p>Ergibt die amtliche Prüfung, daß das Papier der im Wasserzeichen -angegebenen Verwendungsklasse nicht genügt, so ist die Behörde -berechtigt, die ganze Lieferung von der Verwendung auszuschließen. -Papiere, welche durch den Trockenstempel in eine niedrigere -Verwendungsklasse eingereiht sind, dürfen von den Behörden nur für -diese Verwendungsklasse angenommen werden.</p> - -<p>Ergibt sich bei der amtlichen Prüfung, daß die durch die -Verwendungsklasse gegebenen Vorschriften durchweg nur sehr knapp -erfüllt oder geringe Abweichungen nach unten vorhanden sind, so -darf die Versuchsanstalt auf den generellen Antrag des durch das -Wasserzeichen genannten Firmeninhabers diesem das Prüfungsergebnis -mitteilen.</p> - -<p class="center mtop2 mbot1">§ 10.</p> - -<p>Zur Erklärung des Wesens der Prüfungen und der in den vorstehenden -Tabellen sowie in den auszugebenden Prüfungszeugnissen gebrauchten -technischen Ausdrücke ist folgendes zu bemerken:</p> - -<p>Die Ausdauerfähigkeit und Güte eines Papiers ist im wesentlichen durch -seine Stoffzusammensetzung und seine Festigkeitseigenschaften bedingt.</p> - -<p>Zur Feststellung der Stoffzusammensetzung dient vornehmlich die -mikroskopische Untersuchung. Zur Zeit gilt die Erfahrung, daß die -Lumpenfasern das ausdauerfähigste Material geben; am wenigsten -ausdauerfähig sind die<span class="pagenum"><a name="Seite_140" id="Seite_140">[S. 140]</a></span> Papiere mit Holzschliff. Die mikroskopische -Untersuchung kann auch zugleich angenähert die Mengenverhältnisse der -Faserstoffe feststellen.</p> - -<p>Der Aschengehalt gibt diejenigen Papierbestandteile an, welche -beim Verbrennen und darauf folgenden Glühen als unverbrennlich -zurückbleiben; sie betragen bei Papier, dem keine mineralischen -Füllstoffe zugesetzt sind, höchstens 3%. Die mineralischen Füllstoffe -dienen dazu, das Papier im Aussehen und Griff besser, es druckfähiger, -billiger oder schwer zu machen. Die zulässigen Grenzen sind in den -„Vorschriften“ gegeben.</p> - -<p>Das zu Schreibzwecken dienende Papier muß leimfest sein, damit es sich -gut beschreibt und die Tinte nicht durchläßt.</p> - -<p>Zu den Festigkeitseigenschaften rechnet man Festigkeit gegen Zerreißen, -Dehnbarkeit und Widerstand gegen Zerknittern und Reiben.</p> - -<p>Die Festigkeit des Papiers wird in zwei aufeinander senkrechten -Richtungen (Maschinenrichtung und Querrichtung) bestimmt; als Grundlage -für die Beurteilung dient das Mittel aus beiden Bestimmungen, die -sogenannte mittlere Reißlänge. Man versteht unter Reißlänge diejenige -Länge eines Streifens von gleichbleibender Breite und Dicke, bei -welcher er, an einem Ende aufgehängt gedacht, infolge seines eigenen -Gewichts abreißen würde.</p> - -<p>Die Reißlänge, welche also von der Dicke und Breite des Streifens -unabhängig ist, nimmt zu mit der Güte des Papiers.</p> - -<p>Die Bruchdehnung wird bei der Bestimmung der Reißlänge mitgemessen; -sie drückt die Verlängerung des Probestreifens bis zum Zerreißen aus -und wird in Prozenten seiner ursprünglichen Länge angegeben. Sie nimmt -ebenfalls zu mit der Güte des Papiers.</p> - -<p>Die Widerstandsfähigkeit gegen Zerknittern und Reiben kann nicht durch -Zahlenwerte ausgedrückt werden, weil dieser Versuch nicht mit Hilfe von -Apparaten, sondern durch Knittern und Reiben mit der Hand ausgeführt -wird. Die zur Bemessung des Widerstandsgrades angenommene Skala, von -den geringeren Sorten zu den besseren aufsteigend, ist folgende:</p> - -<div class="blockquot"> -<p class="p0">0 = außerordentlich gering,<br /> -1 = sehr gering,<br /> -2 = gering,<br /> -3 = mittelmäßig,<br /> -4 = ziemlich groß,<br /> -5 = groß,<br /> -6 = sehr groß,<br /> -7 = außerordentlich groß.</p> - -</div> - -<p class="center mtop2 mbot1">§ 11.</p> - -<p>Die Behörden sind verpflichtet, die durch <a href="#Tabelle_III">Tabelle III</a> der -„Vorschriften“ gegebenen Grenzwerte für die Stoff- und -Festigkeitsklassen ihren Lieferungsbedingungen zu Grunde zu legen.</p> - -<p>In die über die Papierlieferung abzuschließenden Verträge ist -die Bestimmung aufzunehmen, daß der Lieferant sich allen in den -„Vorschriften“ ihm auferlegten Verpflichtungen zu unterwerfen habe.</p> - -<p>Die „Vorschriften“ sind jedem Lieferungsvertrage anzuheften und zu -dem Zweck von der Königlichen mechanisch-technischen Versuchsanstalt -(Charlottenburg, Technische Hochschule) im Abdruck auf Verlangen -abzugeben.</p> - -<p class="mleft1"><em class="gesperrt">Berlin</em>, den 17. November 1891.</p> - -<p class="right mright2"><em class="gesperrt">Königliches Staats-Ministerium.</em></p> - -</div> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_69_69" id="Fussnote_69_69"></a><a href="#FNAnker_69_69"><span class="label">[69]</span></a> Die Versuchsanstalt hat nach eingehenden Verhandlungen -mit Vertretern der Papierindustrie und des Papierhandels einen neuen -Entwurf für „Vorschriften“ ausgearbeitet, der z. Z. den maßgebenden -Stellen zur Entscheidung vorliegt.</p></div> - -</div> - -<div class="section mtop3"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_141" id="Seite_141">[S. 141]</a></span></p> - -<h3 id="Benutzungsvorschriften">Auszug aus den Vorschriften für die -Benutzung der Versuchsanstalt zu Charlottenburg.</h3> - -</div> - -<div class="vorschriften"> - -<p class="center"><b>Gebührenordnung.</b></p> - -<table class="pruefung" summary="Gebührenordnung, Papierprüfung"> - <tr> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">Gegenstand<br /> - der<br /> - Versuche</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">Versuchsausführung</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr vam"> - <div class="center">Zahl<br /> - der<br /> - Ver-<br /> - suche</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <p class="center">An-<br /> - satz</p> - <p class="s5 center vab">Nr.</p> - </td> - <td class="bdt bdb"> - <p class="center">Be-<br /> - trag<a name="FNAnker_70_70" id="FNAnker_70_70"></a><a href="#Fussnote_70_70" class="fnanchor vat">[70]</a></p> - <p class="s5 center vab">Mk.</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br padtop0_5"> - - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="s4 center padtop0_5"><b>Papierprüfung.</b></div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - - </td> - <td class="br padtop0_5"> - - </td> - <td class="padtop0_5"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td id="Festigkeit_Papier" class="br vat"> - <b class="s4">Festigkeit</b> - </td> - <td class="br vat"> - Prüfung der Festigkeit und Dehnung nach<br /> - 2 Richtungen in je 5 Versuchen - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>300</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">10</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td id="Zerknittern_Papier" class="br vat"> - <b class="s4">Zerknittern</b> - </td> - <td class="br vat"> - Prüfung auf Widerstand gegen Zerknittern - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>301</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - <b class="s4">Aschengehalt</b> - </td> - <td class="br vat"> - Bestimmung des Aschengehaltes in Prozenten - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>302</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - - </td> - <td class="br vat"> - <div class="mleft2">Desgleichen mit Prüfung der qualitativen<br /> - Zusammensetzung der Asche</div> - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>303</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">10</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - - </td> - <td class="br vat"> - <div class="mleft2">Desgleichen mit Prüfung der quantitativen<br /> - Zusammensetzung der Asche</div> - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>304</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">50</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - <b class="s4">Dicke</b> und<br /> - <b class="s4">Gewicht</b> - </td> - <td class="br vat"> - Messung der Papierdicke und Bestimmung des<br /> - Gewichtes für das Quadratmeter - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>305</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - <b class="s4">Holzschliff</b> - </td> - <td class="br vat"> - Untersuchung auf das Vorhandensein verholzter<br /> - Fasern - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>306</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 1</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - - </td> - <td class="br vat"> - <div class="mleft2">Desgleichen mit Bestimmung der Art der<br /> - verholzten Fasern</div> - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>307</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - - </td> - <td class="br vat"> - <div class="mleft2">Schätzung der Menge des Holzschliffes nach<br /> - der Methode von <em class="gesperrt">Herzberg</em></div> - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>308</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - <b class="s4">Faserarten</b> - </td> - <td class="br vat"> - Mikroskopische Feststellung der im Papier<br /> - enthaltenen Faserarten - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>309</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - - </td> - <td class="br vat"> - <div class="mleft2">Desgleichen mit Schätzung des Mengen-<br /> - verhältnisses der einzelnen Faserarten</div> - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>310</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">10</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - <b class="s4">Chemische<br /> - Zusammensetzung</b> - </td> - <td class="br vat"> - Chemische Untersuchung des Papiers auf Farbstoff,<br /> - Leimung, Gehalt an freier Säure, Chlor u. s. w.,<br /> - je nach dem Umfange der verlangten Untersuchung - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>311</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">5–50</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - - </td> - <td class="br vat"> - <div class="mleft2">Desgleichen, quantitativ</div> - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>312</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">10 bis<br /> - 100</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td id="vollstaendige_Untersuchung_Papier" class="br vat"> - <b class="s4">Vollständige<br /> - Untersuchung</b> - </td> - <td class="br vat"> - Die vollständige Untersuchung eines Papiers auf<br /> - Festigkeit, Dehnung, Widerstand gegen Zerknittern,<br /> - Bestimmung des Aschengehaltes, mikroskopische<br /> - Untersuchung und Leimfestigkeit - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>313</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">20</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_142" id="Seite_142">[S. 142]</a></span></p> - -<table class="pruefung" summary="Gebührenordnung, Papierprüfung"> - <tr> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">Gegenstand<br /> - der<br /> - Versuche</div> - </td> - <td class="bdt bdb br vam"> - <div class="center">Versuchsausführung</div> - </td> - <td class="bdt bdb bbr vam"> - <div class="center">Zahl<br /> - der<br /> - Ver-<br /> - suche</div> - </td> - <td class="bdt bdb br"> - <p class="center">An-<br /> - satz</p> - <p class="s5 center vab">Nr.</p> - </td> - <td class="bdt bdb"> - <p class="center">Be-<br /> - trag<a name="FNAnker_71_71" id="FNAnker_71_71"></a><a href="#Fussnote_71_71" class="fnanchor vat">[71]</a></p> - <p class="s5 center vab">Mk.</p> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br padtop0_5"> - - </td> - <td class="br padtop0_5"> - <div class="s4 center padtop0_5"><b>Stoffprüfung.</b></div> - </td> - <td class="bbr padtop0_5"> - - </td> - <td class="br padtop0_5"> - - </td> - <td class="padtop0_5"> - - </td> - </tr> - <tr> - <td id="Festigkeit_Stoff" class="br vat"> - <b class="s4">Festigkeit</b> - </td> - <td class="br vat"> - Prüfung der Festigkeit und Dehnung von<br /> - Zeugstoffen nach Kette und Schuß in je 3<br /> - Versuchen - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center"> 6</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>314</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">12</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td id="Feinheitsnummer" class="br vat"> - - </td> - <td class="br vat"> - Prüfung von Fäden auf Zugfestigkeit und<br /> - Dehnung in 10 Versuchen, mit Bestimmung der<br /> - Feinheitsnummer und Dehnungszahl - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">10</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>315</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">10</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td id="Aschengehalt" class="br vat"> - <b class="s4">Aschengehalt</b> - </td> - <td class="br vat"> - Bestimmung des Aschengehaltes - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>316</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 3</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - <b class="s4">Faserart</b> - </td> - <td class="br vat"> - Bestimmung der Faserart in Schuß und Kette - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>317</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 5</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - <b class="s4">Fadenzahl</b> - </td> - <td class="br vat"> - Bestimmung der Fadenzahl auf 1 cm in Schuß-<br /> - und Kettenrichtung - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>318</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td id="Fadenstellung" class="br vat"> - <b class="s4">Fadenstellung</b> - </td> - <td class="br vat"> - Bestimmung der Fadenstellung - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>319</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center"> 2</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - <b class="s4">Schlichte, Farbe<br /> - Wasserdurch-<br /> - lässigkeit</b> u. s. w. - </td> - <td class="br vat"> - Untersuchung des Stoffes auf Schlichte, Stärke,<br /> - Farbe, Wasserdurchlässigkiet u. s. w., je nach<br /> - dem Umfange der gewünschten Prüfung - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>320</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">3–50</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - <b class="s4">Vollständige<br /> - Untersuchung</b> - </td> - <td class="br vat"> - Die vollständige Untersuchung eines Stoffes nach<br /> - den Ansätzen <a href="#Festigkeit_Stoff">314</a>, <a href="#Aschengehalt">316</a> - bis <a href="#Fadenstellung">319</a> - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>321</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">20</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="br vat"> - - </td> - <td class="br vat"> - <div class="mleft2">Desgleichen einschließlich der Untersuchung<br /> - der Schuß- und Kettenfäden in je 5 Versuchen<br /> - nach Ansatz <a href="#Feinheitsnummer">315</a></div> - </td> - <td class="bbr vab"> - <div class="center">–</div> - </td> - <td class="br vab"> - <div class="center"><b>322</b></div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="center">26</div> - </td> - </tr> -</table> - -<p class="center mtop2 mbot1"><b>Probematerial.</b></p> - -<p>Für Papierprüfungen, welche auch die Ansätze <a href="#Festigkeit_Papier">300</a> und <a href="#Zerknittern_Papier">301</a> umfassen, sind -10 Bogen jeder Sorte, <em class="gesperrt">zwischen steifen Deckeln verpackt</em> (nicht -gerollt), einzusenden. Bei Prüfungen nach den übrigen Ansätzen genügt -weniger Material in beliebiger Verpackung.</p> - -<p>Bei Einreichung des Antrages sind die Ansatznummern -(<a href="#Festigkeit_Papier">300</a>–<a href="#vollstaendige_Untersuchung_Papier">313</a>) -anzugeben, nach denen geprüft werden soll.</p> - -</div> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_70_70" id="Fussnote_70_70"></a><a href="#FNAnker_70_70"><span class="label">[70]</span></a> Die Beträge gelten für die Prüfung <em class="gesperrt">eines</em> Papiers. -Bei Prüfungen für Ausländer werden die Gebühren um 50% erhöht. Außer -den Gebührenbeträgen sind zu zahlen 1 Mk. 50 Pf. für Stempel und ferner -die Auslagen für Schreibhilfe und Postbestellgeld.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_71_71" id="Fussnote_71_71"></a><a href="#FNAnker_71_71"><span class="label">[71]</span></a> Die Beträge gelten für die Prüfung <em class="gesperrt">eines</em> Stoffes. -Bei Prüfungen für Ausländer werden die Gebühren um 50% erhöht. Außer -den Gebührenbeträgen sind zu zahlen 1 Mk. 50 Pf. für Stempel und ferner -die Auslagen für Schreibhilfe und Postbestellgeld.</p></div> - -</div> - -<div class="section mtop3"> - -<h3 id="Frachtbriefpapiere">Auszug aus den Vorschriften für -Frachtbriefpapiere.</h3> - -</div> - -<div class="vorschriften"> - -<p class="s5 center mbot1">(Reichs-Eisenbahnamt. 13. Oktober 1892.)</p> - -<p>Zu den Frachtbriefen ist Normalpapier 4a mit vorschriftsmäßigem -Wasserzeichen zu verwenden (vergl. <a href="#Frachtbriefe">S. 136</a>). Die Farbe des Papiers muß -entschieden weiß sein und das Gewicht bei der für Frachtbriefe durch -die Verkehrsordnung<span class="pagenum"><a name="Seite_143" id="Seite_143">[S. 143]</a></span> vorgeschriebenen Bogengröße von 76×60 cm für je -1000 Bogen (4000 Frachtbriefe) 39 kg betragen. Eine Abweichung von -diesem Einheitsgewicht um 2,5% nach oben und unten ist gestattet. Bei -der Gewichtsfeststellung wird die Riesumhüllung (das zum Verpacken von -1000 Bogen verwendete Umschlagpapier) mit gewogen.</p> - -<p>Fabrikanten, die Frachtbriefpapier herstellen, haben ihr Wasserzeichen -bei einer mit der Prüfung von Papier zu amtlichen Zwecken in einem -Bundesstaat beauftragten Behörde anzumelden. Die Prüfung, ob das -Frachtbriefpapier den vorbezeichneten Bedingungen entspricht, erfolgt -nach Maßgabe der bei diesen Behörden bestehenden Vorschriften.</p> - -</div> - -<div class="section mtop3"> - -<h3 id="Quittungskarten">Auszug aus den Vorschriften für -Quittungskarten-Karton.</h3> - -</div> - -<div class="vorschriften"> - -<p class="s5 center mbot1">(Gesetz betreffend Invaliditäts- und Altersversicherung vom 22. -Juni 1889.)<a name="FNAnker_72_72" id="FNAnker_72_72"></a><a href="#Fussnote_72_72" class="fnanchor">[72]</a></p> - -<p>Der Karton muß aus Zellstoff, Leinen und Baumwolle hergestellt sein. -Der Zellstoffgehalt darf nicht mehr als 50% betragen. Der Gehalt an -Leinen muß mindestens 5% größer sein als der Baumwollgehalt. Der -Aschengehalt darf 4% nicht übersteigen. Der Karton muß mit Eisenoxyd -und Bleichromat nach niedergelegtem Muster gelb gefärbt sein und ein -Quadratmetergewicht von 277–283 g aufweisen.</p> - -<p>Die mittlere Reißlänge muß 4500 m, die mittlere Dehnung 4% betragen.</p> - -<p class="s5 center mtop1 mbot1">(<em class="gesperrt">Bekanntmachungen des Reichskanzlers vom 13. Juli 1893 und 8. -Juni 1898.</em>)</p> - -<p>Die für die Selbstversicherung vom Bundesrat vorgeschriebenen -besonderen Quittungskarten (Formular B) müssen in Stoff und Format -den vorstehenden Bedingungen ebenfalls entsprechen, aber nach -niedergelegtem Muster grau gefärbt sein.</p> - -<p>Die graue Färbung ist durch Zuteilen von naturblauer Lumpenfaser zum -Stoff und Abtönen mit Miloriblau und Chromgelb herzustellen.</p> - -<p class="right mright2">(4. Januar 1900.)</p> - -</div> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_72_72" id="Fussnote_72_72"></a><a href="#FNAnker_72_72"><span class="label">[72]</span></a> Reichsgesetzblatt 1889, S. 97.</p></div> - -</div> - -<div class="section mtop3"> - -<h3 id="Beitragsmarken">Auszug aus den Vorschriften über die Herstellung -von Beitragsmarken zur Invaliditätsversicherung.</h3> - -</div> - -<div class="vorschriften"> - -<p class="s5 center mbot1">(13. November 1899.)</p> - -<p>Zum Druck sämtlicher Beitragsmarken ist reines Lumpenpapier zu -verwenden, welches fein gemahlen, in der Durchsicht gleichmäßig sein -und eine Reißlänge von wenigstens 3000 m, eine Dehnung von mindestens -1,9% und einen Aschengehalt von höchstens 12% haben muß.</p> - -<p>Das Markenpapier ist mit einem unsichtbaren Aufdruck zu versehen, der -die Möglichkeit gewährt, die Echtheit der Marken jederzeit zu prüfen. -Die Verwendung eines Wasserzeichens an Stelle des Aufdruckes bedarf der -besonderen Genehmigung des Reichs-Versicherungsamtes.</p> - -</div> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_144" id="Seite_144">[S. 144]</a></span></p> - -<div class="section mtop3"> - -<h3 id="Standesregister">Vorschriften für das Papier zu Standesregistern -und Registerauszügen.</h3> - -</div> - -<div class="vorschriften"> - -<p class="s5 center mbot1">(Ministerium des Innern. 2. April 1892.)</p> - -<p>Das Papier für die</p> - -<div class="csstab mleft2"> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell"> - Standesregister - </div> - <div class="csscell center"> - muß - </div> - <div class="csscell center"> - der - </div> - <div class="csscell center"> - Stoffklasse - </div> - <div class="csscell center"> - I, - </div> - <div class="csscell center"> - Festigkeitskl. - </div> - <div class="csscell center"> - 2, - </div> - <div class="csscell center"> - ( - </div> - <div class="csscell center"> - Verwendungskl. - </div> - <div class="csscell"> - 2a), - </div> - </div> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell"> - Registerauszüge - </div> - <div class="csscell center"> - „ - </div> - <div class="csscell center"> - „ - </div> - <div class="csscell center"> - „ - </div> - <div class="csscell center"> - I, - </div> - <div class="csscell center"> - „ - </div> - <div class="csscell center"> - 3, - </div> - <div class="csscell center"> - ( - </div> - <div class="csscell center"> - „ - </div> - <div class="csscell"> - 2b) - </div> - </div> -</div> - -<p class="p0">angehören.</p> - -</div> - -<div class="section mtop3"> - -<h3 id="Ausbildung">Ausbildung im Papierprüfen.</h3> - -</div> - -<div class="vorschriften"> - -<p>Zur Ausbildung im Papierprüfen nimmt die Charlottenburger -Versuchsanstalt Volontäre auf. Bestimmte Anforderungen an deren -Vorbildung werden nicht gestellt. Bewerber müssen dem Aufnahmegesuch -Lebenslauf und Abschriften der in ihrem Besitz befindlichen Zeugnisse -beifügen; daraufhin erfolgt die Entscheidung über die Aufnahme.</p> - -<p>Die Ausbildung nimmt drei Monate in Anspruch und erfolgt für -Reichsdeutsche kostenfrei; Ausländer zahlen 300 Mk.</p> - -<p>Gegenstand des Unterrichtes bilden in erster Linie die gesamten -Papierprüfungsverfahren; hierbei wird auf die Ausbildung im -Mikroskopieren besonderes Gewicht gelegt. In zweiter Linie erfolgt -die Unterweisung im Prüfen der wichtigsten Rohstoffe für die -Papierfabrikation. In der zweiten Hälfte der Ausbildungszeit können die -Volontäre auf Wunsch auch Fragen bearbeiten, die für sie besonderes -Interesse haben.</p> - -<p>Die bisher gemachten Erfahrungen haben gezeigt, daß die Teilnahme an -diesen Ausbildungskursen für das spätere Fortkommen der Teilnehmer -vielfach von Wert gewesen ist, so daß allen jungen Papiermachern -dringend anzuraten ist, von dieser im Interesse der Papierindustrie -geschaffenen Einrichtung Gebrauch zu machen. Frühzeitige Anmeldung -empfiehlt sich, da nur eine beschränkte Anzahl von Plätzen zur -Verfügung steht.</p> - -<p>Zur Ausführung amtlicher Prüfungen, wie vielfach angenommen wird, -dürfen die Volontäre nicht herangezogen werden; die ganze Zeit, welche -sie in der Anstalt zubringen, wird ausschließlich auf ihre Ausbildung -verwendet.</p> - -</div> - -<div class="chapter"> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_145" id="Seite_145">[S. 145]</a></span></p> - -<h2 class="nobreak" id="Literatur73" title="Literatur.">Literatur.<a name="FNAnker_73_73" id="FNAnker_73_73"></a><a href="#Fussnote_73_73" class="fnanchor"><span class="s6 vat">[73]</span></a></h2> - -</div> - -<div class="s5 mleft2"> - -<p><em class="gesperrt">Behrens</em>, Anleitung zur mikrochemischen Analyse, Hamburg 1896.</p> - -<p><em class="gesperrt">Beveridge</em>, Papermakers’ Pocket Book, London 1901.</p> - -<p><em class="gesperrt">Clapperton</em>, Practical Paper Making, London 1894.</p> - -<p><em class="gesperrt">Cross & Bevan</em>, Cellulose, London 1895.</p> - -<p><em class="gesperrt">Erdmann-König</em>, Waarenkunde, Leipzig 1895.</p> - -<p><em class="gesperrt">Griffin & Little</em>, The Chemistry of Paper Making, New York -1894.</p> - -<p><em class="gesperrt">Hanausek</em>, Lehrbuch der technischen Mikroskopie, Stuttgart -1901.</p> - -<p><em class="gesperrt">Hofmann</em>, Handbuch der Papierfabrikation, Berlin 1891.</p> - -<p><em class="gesperrt">Hofmann</em>, Normalpapier, Berlin 1892.</p> - -<p><em class="gesperrt">v. Höhnel</em>, Die Mikroskopie der technisch verwendeten -Faserstoffe, Wien 1887.</p> - -<p><em class="gesperrt">v. Hoyer</em>, Das Papier, seine Beschaffenheit und deren -Prüfung, München 1882.</p> - -<p><em class="gesperrt">v. Hoyer</em>, Die Fabrikation des Papiers, Braunschweig 1887.</p> - -<p><em class="gesperrt">v. Hoyer</em>, Ueber die Entstehung und Bedeutung der -Papiernormalien, sowie deren Einfluß auf die Fabrikation, München -1888.</p> - -<p><em class="gesperrt">Kirchner</em>, Das Papier, Biberach.</p> - -<p><em class="gesperrt">Klemm</em>, Papier-Industrie-Kalender, Leipzig.</p> - -<p><em class="gesperrt">Lohnes</em>, Papier-Kalender, Dresden.</p> - -<p><em class="gesperrt">Lunge</em>, Chemisch-technische Untersuchungsmethoden, 3. Band, -Berlin 1900, Artikel „Papier“ von W. Herzberg.</p> - -<p><em class="gesperrt">Mierzinski</em>, Handbuch der praktischen Papierfabrikation, Wien -1886.</p> - -<p><em class="gesperrt">Müller</em>, Qualitative und quantitative Bestimmung des -Holzschliffes im Papier, Berlin 1887.</p> - -<p><em class="gesperrt">Muspratt</em>’s Chemie, 6. Band, Braunschweig 1898, Artikel -„Papierprüfung“ von Dr. Klemm.</p> - -<p><em class="gesperrt">Muth</em>, Jahrbuch der Papierindustrie, Leipzig 1890.</p> - -<p><em class="gesperrt">Rejtö</em>, Anleitung für Private zur Durchführung der -Papierprüfung, Budapest 1893.</p> - -<p><span class="pagenum"><a name="Seite_146" id="Seite_146">[S. 146]</a></span></p> - -<p><em class="gesperrt">Rössel</em>, Papiere und Papierprüfung mit Berücksichtigung der -in der Schweiz verwendeten Schreib- und Druckpapiere, Biel 1895.</p> - -<p><em class="gesperrt">L. Rostaing, M. Rostaing et Fleury Percie du Sert</em>, Végétaux -propres à la fabrication de la Cellulose et du Papier, Paris 1899.</p> - -<p><em class="gesperrt">Schacht</em>, Prüfung der im Handel vorkommenden Gewebe, Berlin -1853.</p> - -<p><em class="gesperrt">Vétillart</em>, Études sur les fibres végétales textiles, Paris -1876.</p> - -<p><em class="gesperrt">Wiesner</em>, Die Rohstoffe des Pflanzenreiches, 8. Lieferung, -Leipzig 1902, Artikel: Papierfasern.</p> - -<p><em class="gesperrt">Wiesner</em>, Die mikroskopische Untersuchung des Papiers, Wien -1887.</p> - -<p><em class="gesperrt">Wiesner</em>, Einleitung in die Technische Mikroskopie, Wien 1867.</p> - -<p><em class="gesperrt">Winkler</em>, Der Papierkenner, Leipzig 1887.</p> - -<p><em class="gesperrt">Winkler</em>, Die Trockengehaltsbestimmung der Papierfaserstoffe -(Ermittelung des Wassergehaltes), Leipzig 1902.</p></div> - -<div class="footnotes"> - -<div class="footnote"> - -<p><a name="Fussnote_73_73" id="Fussnote_73_73"></a><a href="#FNAnker_73_73"><span class="label">[73]</span></a> Selbständige Werke, die sich in mehr oder minder -umfangreichem Maße mit der Papierprüfung befassen.</p></div> - -</div> - -<hr class="full" /> - -<h2 class="unsichtbar" id="Tafeln" title="Tafeln"> </h2> - -<div class="figcenter"><a id="tafel1" name="tafel1"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel I.</p> - <img src="images/tafel1.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Holzschliff von Nadelholz.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel2" name="tafel2"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel II.</p> - <img src="images/tafel2.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Jute.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel3" name="tafel3"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel III.</p> - <img src="images/tafel3.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Nadelholzzellstoff.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel4" name="tafel4"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel IV.</p> - <img src="images/tafel4.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Birkenholzzellstoff.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel5" name="tafel5"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel V.</p> - <img src="images/tafel5.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Pappelholzzellstoff.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel6" name="tafel6"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel VI.</p> - <img src="images/tafel6.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Strohzellstoff.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel7" name="tafel7"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel VII.</p> - <img src="images/tafel7.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Alfa-(Esparto-)Zellstoff.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel8" name="tafel8"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel VIII.</p> - <img src="images/tafel8.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Manila.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel9" name="tafel9"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel IX.</p> - <img src="images/tafel9.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Adansonia.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel10" name="tafel10"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel X.</p> - <img src="images/tafel10.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Baumwolle.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel11" name="tafel11"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel XI.</p> - <img src="images/tafel11.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Leinen.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel12" name="tafel12"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel XII.</p> - <img src="images/tafel12.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel mbot1">Wolle.</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel13" name="tafel13"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel XIII.</p> - <img src="images/tafel13.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel">Färbung der Fasern in Jod-Jodkaliumlösung.</p> - <p class="p0 caption1 mbot1">Leinen, Baumwolle braun<br /> - Holz- und Strohzellstoff grau<br /> - Holzschliff gelbbraun</p> -</div> - -<div class="figcenter"><a id="tafel14" name="tafel14"></a> - <p class="captop padtop1">Tafel XIV.</p> - <img src="images/tafel14.jpg" - alt="" /> - <p class="captafel">Färbung der Fasern in Chlorzinkjodlösung.</p> - <p class="p0 caption1 mbot1">Leinen, Baumwolle weinrot<br /> - Holz- und Strohzellstoff violett<br /> - Holzschliff gelb</p> -</div> - -<div class="figcontainer break-before"> - -<p id="tafel15" class="captop mtop3">Tafel XV.</p> - -<p class="s4 center"><b>Verschiedene Mahlungszustände von -Papierfasern.</b></p> - - <div class="figsub"> - <a id="tafel15_1" name="tafel15_1"> - <img class="mtop1" src="images/tafel15_1.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">No. 1. Cigarettenpapier.</p> -</div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel15_2" name="tafel15_2"> - <img class="mtop1" src="images/tafel15_2.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">No. 2. Holländisches Banknotenpapier.</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel15_3" name="tafel15_3"> - <img class="mtop1" src="images/tafel15_3.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">No. 3. Normalpapier 1.</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel15_4" name="tafel15_4"> - <img class="mtop1" src="images/tafel15_4.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">No. 4. Urkundenpapier aus ungebleichten Lumpen.</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel15_5" name="tafel15_5"> - <img class="mtop1" src="images/tafel15_5.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">No. 5. Normalpapier 1.</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel15_6" name="tafel15_6"> - <img class="mtop1" src="images/tafel15_6.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">No. 6. Normalpapier 1.</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel15_7" name="tafel15_7"> - <img class="mtop1" src="images/tafel15_7.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">No. 7. Deutsches Photographiepapier.</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel15_8" name="tafel15_8"> - <img class="mtop1" src="images/tafel15_8.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">No. 8. Französisches Photographiepapier.</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel15_9" name="tafel15_9"> - <img class="mtop1" src="images/tafel15_9.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">No. 9. Löschpapier.</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel15_10" name="tafel15_10"> - <img class="mtop1" src="images/tafel15_10.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">No. 10. Manilapackpapier.</p> - </div> - -</div> - -<div class="figcontainer break-before"> - -<p id="tafel16" class="captop mtop3">Tafel XVI.</p> - -<p class="s4 center"><b>Phloroglucinreaction</b><br /> -<b>bei Papieren mit geringem Holzschliffgehalt.</b></p> - - <div class="figsub"> - <a id="tafel16_a" name="tafel16_a"> - <img class="mtop1" src="images/tafel16_a.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">0,5%</p> -</div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel16_b" name="tafel16_b"> - <img class="mtop1" src="images/tafel16_b.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">1%</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel16_c" name="tafel16_c"> - <img class="mtop1" src="images/tafel16_c.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">2%</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel16_d" name="tafel16_d"> - <img class="mtop1" src="images/tafel16_d.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">2,5%</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel16_e" name="tafel16_e"> - <img class="mtop1" src="images/tafel16_e.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">3%</p> - </div> - -<div class="figsub"> - <a id="tafel16_f" name="tafel16_f"> - <img class="mtop1" src="images/tafel16_f.jpg" - alt="" /></a> - <p class="caption mbot1">5%</p> - </div> - -</div> - -<hr class="full" /> - -<div class="reklame"> - -<div class="section"> - -<p class="s1 center"><b>Oskar Leuner’s</b></p> - -</div> - -<p class="s2 center"><span class="mleft0_2">M</span><span class="mleft0_2">e</span><span class="mleft0_2">c</span><span class="mleft0_2">h</span><span class="mleft0_2">a</span><span class="mleft0_2">n</span><span class="mleft0_2">i</span><span class="mleft0_2">s</span><span class="mleft0_2">c</span><span class="mleft0_2">h</span><span class="mleft0_2">e</span><span class="mleft0_2">s</span> -<span class="mleft0_2">I</span><span class="mleft0_2">n</span><span class="mleft0_2">s</span><span class="mleft0_2">t</span><span class="mleft0_2">i</span><span class="mleft0_2">t</span><span class="mleft0_2">u</span><span class="mleft0_2">t</span></p> - -<div class="centre-container"> - <div class="centre"> -<div class="csstab"> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell center vam"> - <div class="figcenter"> - <a id="adv_leuner_1_grau" name="adv_leuner_1_grau"> - <img class="w10em" src="images/adv_leuner_1_grau.jpg" alt="" /></a> - <p class="caption1">Vielfach prämiirt.</p> - </div> - </div> - <div class="csscell center vat"> - <div class="s4">in der K. S. Technischen Hochschule</div> - <div class="s2 mtop0_5 mbot0_5"><b>Dresden</b></div> - <div class="s5">Bureau: Lannerstrasse 3<br /> - in Verbindung mit der<br /> - K. S. Technischen<br /> - Hochschule seit 1876</div> - </div> - <div class="csscell center vam"> - <div class="figcenter"> - <a id="adv_leuner_2_grau" name="adv_leuner_2_grau"> - <img class="w10em" src="images/adv_leuner_2_grau.jpg" alt="" /></a> - <p class="caption1">Vielfach prämiirt.</p> - </div> - </div> - </div> -</div> - </div> -</div> - -<p class="s5 center">empfiehlt:</p> - -<p class="s5 center">Sämmtliche Apparate zur technischen und zur exakten Gasanalyse, -Apparate zur Heizwerthbestimmung der Gase etc. etc. nach Angabe des -Herrn Geh. Hofrath Professor Dr. Walther Hempel, Dresden.</p> - -<hr class="r15" /> - -<p class="s5 center">Toepler’sche Universal-Apparate für Demonstrationen in Mechanik.</p> - -<hr class="r15" /> - -<p class="s5 center">Als eigene Erfindungen und Konstruktionen.</p> - -<p class="center"><b>Selbstregistrierende Zerreiss-Apparate und Zerreiss-Maschinen</b></p> - -<p class="s5 center">zur Untersuchung von Papier, Gespinnsten, Geweben, Leder etc. etc., -für Belastungen bis zu 3000 Kilo.</p> - -<hr class="r15" /> - -<p class="center"><b>Querprofil- und Thalwegsprofil-Zeichner,</b></p> - -<p class="s5 center">Instrumente zur selbstthätigen Aufzeichnung der Querprofile und der -Thalwegsprofile von Wasserläufen.</p> - -<p class="center"><b>Wassergeschwindigkeitszeichner,</b></p> - -<p class="s5 center">Instrument zur selbstthätigen Aufzeichnung von -Wassergeschwindigkeiten.</p> - -<hr class="r15" /> - -<p class="center"><b>Instrumente zur Untersuchung eiserner Brücken,</b> -<span class="s5">als:</span> <b>Spannungszeichner,</b></p> - -<p class="s5 center">Instrument zur selbstthätigen Aufzeichnung der Spannungsänderungen -in den Gliedern eiserner Brücken.</p> - -<p class="center"><b>Biegungszeichner,</b></p> - -<p class="s5 center">Instrument zur selbstthätigen Aufzeichnung der Auf- und der -Durchbiegungen der Tragwände etc. eiserner Brücken.</p> - -<p class="center"><b>Drahtspannapparate</b></p> - -<p class="s5 center">zur Beobachtung bleibender Formänderungen bei eisernen Brücken.</p> - -<p class="center"><b>Horizontalschwingungszeichner,</b></p> - -<p class="s5 center">Instrument zur selbstthätigen Aufzeichnung der horizontalen -Schwingungen eiserner Brücken ohne Benutzung eines festen Punktes.</p> - -<p class="center"><b>Pfeilzeichner,</b></p> - -<p class="s5 center">zur Untersuchung von Eisenbahnschienen etc.</p> - -<hr class="r15" /> - -<p class="center"><b>Zugkraftzeichner, Rauchmesser,</b></p> - -<p class="s5 center">ferner:</p> - -<p class="s5 center">Von Feuchtigkeitsänderungen der Luft unabhängige Influenzmaschinen -mit 2 bis mit 60 rotierenden Scheiben für Hand- und Motoren-Betrieb.</p> - -<p class="center">========== <span class="s5">Verbessertes Toepler-System.</span> -==========</p> - -<p class="right mright2"><em class="gesperrt">Oskar Leuner.</em></p> - -<div class="section"> - -<p class="s1 center mtop3"><b>Louis Schopper, Leipzig.</b></p> - -</div> - -<p class="s2 center">Anstalt für Präcisions-Mechanik.</p> - -<p class="s4 center">Fabrik und Contor: Arndtstr. 27. <span class="s3 vam">*</span> -Fernsprecher: No. 3262.</p> - - <div class="figcenter"> - <a id="adv_schopper_1" name="adv_schopper_1"> - <img src="images/adv_schopper_1.jpg" alt="" /></a> - </div> - -<p class="s3 center">Fabrikation und Export</p> - -<p class="s3 center"><span class="s3 vam">===</span> wissenschaftlicher und -technischer Apparate. <span class="s3 vam">===</span></p> - -<p class="s5 center">Specialität:</p> - -<p class="s2 center"><b>Papier-Prüfungs-Apparate,</b><br /> -<span class="s5"><b>Pappen-, Papier- und Präcisions-Waagen</b></span></p> - -<p class="s5 center">für die gesamte<br /> -Papier-, Pappen- und Papierstoff-Industrie.<br /> -Chemikalien, Reagentien, Präparier- und Färbmittel.</p> - -<p class="s5 center">Sämtliche in der Papierfabrikation verwendeten Faserstoffe in -Alkohol als Vergleichspräparate bei mikroskopischen Untersuchungen, -Dauerpräparate.</p> - -<p class="s5 center">Papiere mit verschiedenem Widerstand gegen Zerknittern.</p> - -<p class="s5 center">Vollständige Papier-Prüfungs-Einrichtungen nach dem Muster der -Kgl. mech. techn. Versuchsanstalt in Charlottenburg (Abteilung für -Papier-Prüfung).</p> - -<div class="centre-container"> - <div class="zentriert"> -<div class="csstab"> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell center s5 vam"> - <b>Feinste Referenzen<br /> - Vielfach prämiiert.</b> - </div> - <div class="csscell center vam padl2 padr2"> - <div class="figcenter"> - <a id="adv_schopper_2" name="adv_schopper_2"> - <img class="w1em" src="images/adv_schopper_2.jpg" alt="" /></a> - </div> - </div> - <div class="csscell center s5 vam"> - <b>Patente im In- und<br /> - Auslande.</b> - </div> - </div> -</div> - </div> -</div> - -<div class="section mtop3"> - -<p class="s2 center mtop3"><em class="gesperrt">Neuester Apparat</em></p> - -</div> - -<p class="s5 center">zur Bestimmung des</p> - -<p class="s3 center"><b>Trocken- resp. Feuchtigkeitsgehaltes fester Körper, -Modell 1902,</b></p> - -<p class="s5 center">von</p> - -<p class="s2 center"><b>Louis Schopper, Leipzig.</b></p> - -<p class="s5 center">D. R. G. M. No. 171196.</p> - - <div class="figcenter"> - <a id="adv_schopper_3" name="adv_schopper_3"> - <img src="images/adv_schopper_3.jpg" alt="" /></a> - <p class="caption"><b>Unübertroffenes System.</b></p> - </div> - -<p class="s5 center">Dieser Apparat ist vorläufig für Gas- und Spiritusheizung -eingerichtet, für Dampf- und elektrische Heizung ist er in -Vorbereitung. Er führt dem Trockengut ununterbrochen große Mengen -warmer Luft zu, trocknet daher schnell und billig.</p> - -<div class="section mtop3"> - -<p class="s1 center mtop3"><b>CARL ZEISS</b></p> - -</div> - -<p class="s3 center">Optische Werkstaette</p> - -<p class="s1 center">JENA</p> - -<div class="centre-container"> - <div class="zentriert"> -<div class="csstab"> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell s3 center padr1"> - <span class="mright1"><b>Berlin NW.</b></span><br /> - <span class="s6 mright1">Dorotheenstr. 29.</span> - </div> - <div class="csscell s3 center padl1"> - <b>London W.</b><br /> - <span class="s6">Margaret Str. 29 Regent Str.</span> - </div> - </div> -</div> - </div> -</div> - -<div class="centre-container"> - <div class="zentriert"> -<div class="csstab"> - <div class="cssrow"> - <div class="csscell s3 center"> - <b>Wien IX, 3</b><br /> - <span class="s6">Ferstelgasse 1.</span> - </div> - </div> -</div> - </div> -</div> - -<table summary="Mikroskop"> - <tr> - <td class="vam" rowspan="5"> - <div class="figcenter"> - <a id="adv_zeiss_1" name="adv_zeiss_1"> - <img src="images/adv_zeiss_1.jpg" alt="" /></a> - </div> - </td> - <td class="vab"> - <div class="figcenter"> - <a id="adv_zeiss_2" name="adv_zeiss_2"> - <img class="w7em" src="images/adv_zeiss_2.jpg" alt="" /></a> - </div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s2"> - <div class="center">Mikroskope</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s4"> - <div class="center">für alle wissenschaftliche<br /> - und technische Zwecke<br /> - im speziellen auch für</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="s2"> - <div class="center">Papier-<br /> - Untersuchung</div> - </td> - </tr> - <tr> - <td class="vat"> - <div class="figcenter"> - <a id="adv_zeiss_3" name="adv_zeiss_3"> - <img class="w7em" src="images/adv_zeiss_3.jpg" alt="" /></a> - </div> - </td> - </tr> -</table> - -<hr class="double" /> - -<p class="center">Kataloge stehen den Herren Interessenten kostenfrei -zur Verfügung.</p> - -</div> - -<hr class="full" /> - -<div class="section"> - -<p class="s4 center mtop3"><em class="gesperrt">Verlag von Julius Springer in -Berlin N.</em></p> - -</div> - -<div class="block"> - -<hr class="double" /> - -<p><b>Analyse der Fette und Wachsarten.</b> Von Professor Dr. -<em class="gesperrt"><b>Rudolf Benedikt</b></em> (Wien). Vierte, erweiterte Auflage. -Herausgegeben von Professor F. <em class="gesperrt">Ulzer</em> (Wien). Mit dem -Bildniss Benedikts in Photogravure und zahlr. Textfiguren.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">Unter der Presse.</p> - -<p><b>Anleitung zur Erkennung, Prüfung und Werthbestimmung der -gebräuchlichsten Chemikalien</b> für den technischen, analytischen -und pharmaceutischen Gebrauch. Von Dr. <em class="gesperrt"><b>Max Biechele</b></em>.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 5,—.</p> - -<p><b>Quantitative Analyse durch Elektrolyse.</b> Von Geh. Reg.-Rath -Prof. Dr. <em class="gesperrt"><b>A. Classen</b></em> (Aachen). Vierte, umgearbeitete -Auflage. Unter Mitwirkung von Dr. W. <em class="gesperrt">Löb</em> (Aachen). Mit 74 -Textabbildungen und 6 Tafeln.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 8,—.</p> - -<p><b>Die Analyse der Harze, Balsame und Gummiharze</b>, nebst ihrer -Chemie und Pharmakognosie. Von Dr. <em class="gesperrt"><b>Karl Dieterich</b></em> -(Helfenberg.)</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 7,—.</p> - -<p><b>Das Wasser</b>, seine Verwendung, Reinigung und Beurtheilung, -mit besonderer Berücksichtigung d. gewerblichen Abwässer und -d. Flussverunreinigung. Von Dr. <em class="gesperrt"><b>Ferd. Fischer</b></em> -(Göttingen). Dritte, umgearbeitete Auflage. Mit Textabbildungen.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 12,—.</p> - -<p><b>Spektralanalytischer Nachweis künstlicher organischer -Farbstoffe.</b> Zum Gebrauche bei wissenschaftlichen -und gewerblichen Untersuchungen bearbeitet von <em class="gesperrt"><b>J. -Formanek</b></em> (Prag). Mit Textfiguren und 58 lithograph. Tafeln.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 10,—.</p> - -<p class="mbot2"><b>Fortschritte der Theerfarbenfabrikation und verwandter -Industriezweige.</b> An der Hand der systematisch geordneten und -mit kritischen Anmerkungen versehenen Deutschen Reichspatente -dargestellt von Prof. Dr. <em class="gesperrt"><b>P. Friedlaender</b></em> (Wien). -I: 1877–1887 M. 24,—. II: 1887–1890 M. 24,—. III: 1891–1894 M. -40,—. IV: 1894–1897 M. 50,—. V: 1897–1900 M. 40,—.</p> - -<p><b>Die Mercerisation der Baumwolle</b> mit specieller -Berücksichtigung der in- und ausländischen Patente. Von <em class="gesperrt"><b>Paul -Gardner</b></em>. Mit 57 Textfiguren.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 6,—.</p> - -<p><b>Die ätherischen Oele.</b> Bearbeitet im Auftrage der Firma -<em class="gesperrt">Schimmel</em> & Co. in Leipzig von <em class="gesperrt"><b>E. Gildemeister</b></em> -und <em class="gesperrt"><b>Fr. Hoffmann</b></em>. Mit 4 Karten und zahlreichen -Abbildungen.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 20,—; geb. M. 23,—.</p> - -<p><b>Das Trocknen mit Luft und Dampf.</b> Von Oberingenieur <em class="gesperrt"><b>E. -Hausbrand</b></em>. Mit Textfiguren und 2 Tafeln.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 3,—.</p> - -<p><b>Verdampfen, Kondensieren und Kühlen.</b> Von Oberingenieur -<em class="gesperrt"><b>E. Hausbrand</b></em> (Berlin). Mit 21 Textfiguren und 76 -Tabellen. Zweite, durchgesehene Auflage.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 9,—.</p> - -<p><b>Färbereichemische Untersuchungen.</b> Anleitung zur -Untersuchung, Bewerthung und Anwendung der wichtigsten Färberei-, -Druckerei-, Bleicherei- und Appretur-Artikel. Von Dr. <em class="gesperrt"><b>Paul -Heermann</b></em>. Mit Abbildungen auf zwei Tafeln.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 4,—.</p> - -<p><b>Die Chromgerbung.</b> Von Dr. <em class="gesperrt"><b>S. Hegel</b></em>. -Unter besonderer Berücksichtigung der in- und ausländischen -Patentlitteratur.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 3,—.</p> - -<p><b>Die Streichgarn- und Kunstwoll-Spinnerei</b> in ihrer -gegenwärtigen Gestalt. Von <em class="gesperrt"><b>Emil Hennig</b></em> (Guben). -Praktische Winke und Rathschläge im Gebiet dieser Industrie. Mit 40 -in den Text gedr. Abbild.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 5,—.</p> - -<p><b>Die Fabrikation der Bleichmaterialien.</b> Von <em class="gesperrt"><b>Victor -Hölbling</b></em> (Wien). Mit 240 in den Text gedruckten Figuren.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 8,—.</p> - -<p><b>Die Färberei und Bleicherei der Gespinnstfasern.</b> Von -Professor <em class="gesperrt"><b>J. J. Hummel</b></em> (Leeds). Deutsche Bearbeitung -von Professor Dr. <em class="gesperrt">Edmund Knecht</em> (Manchester). Mit -zahlreichen Holzschnitten. Zweite vermehrte Auflage.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb, M. 8,—.</p> - -<p><b>Die thierische Leimung für endloses Papier.</b> Von -<em class="gesperrt"><b>Ferdinand Jagenberg</b></em>. Mit Textabbild. u. 1 lith. -Tafel. 1878.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">kart. M. 6,—.</p> - -<p><b>Praxis und Theorie der Leder-Erzeugung.</b> Ein Leitfaden -für Lohe-, Weiss-, Sämisch- und Glacé-Gerberei von <em class="gesperrt"><b>J. -Jettmar</b></em>. Mit 51 Textfiguren.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 10,—.</p> - -<p><b>Carbolsäure und Carbolsäurepräparate</b>, ihre Geschichte, -Fabrikation, Anwendung und Untersuchung. Von Dr. <em class="gesperrt"><b>H. -Köhler</b></em>. Mit 23 Holzschnitten im Text.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 4,—; geb. M. 5,—.</p> - -<p><b>Die Verunreinigung der Gewässer</b>, deren schädliche Folgen, -sowie die Reinigung von Trink- und Schmutzwasser. Von Professor -Dr. <em class="gesperrt"><b>J. König</b></em> (Münster i. W.). Zweite vollständig -umgearbeitete und vermehrte Auflage. Mit zahlreichen Abbildungen im -Text und 7 lithogr. Tafeln. Zwei Bände.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 26,—; geb. M. 28,40.</p> - -<p><b>Die Prüfung der chemischen Reagentien auf Reinheit.</b> Von Dr. -<em class="gesperrt"><b>C. Krauch</b></em> (Darmstadt). Dritte, umgearbeitete und sehr -vermehrte Auflage.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 9,—.</p> - -<p><b>Physikalisch-chemische Tabellen</b> von Prof. Dr. <em class="gesperrt"><b>H. -Landolt</b></em> und Prof. Dr. <em class="gesperrt"><b>R. Börnstein</b></em> (Berlin). -Unter Mitw. hervorrag. Fachmänner bearbeitet. Zweite Auflage.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 21,—.</p> - -<p class="mbot2"><b>Tabellarische Uebersicht über die künstlichen organischen -Farbstoffe</b> und ihre Anwendung in Färberei und Zeugdruck. Von -Dr. <em class="gesperrt"><b>Adolf Lehne</b></em>. Mit Ausfärbungen jedes einzelnen -Farbstoffes und Zeugdruckmustern. In 6 Lieferungen M. 36,—; in -Halbleder geb. M. 40,—. — Ergänzungsband. In 4 Lieferungen M. -21.—; in Halbleder geb. M. 25,—.</p> - -<p><b>Chemisch-technische Untersuchungsmethoden.</b> Mit Benutzung -der früheren von Dr. Fr. Böckmann bearbeiteten Auflagen und unter -Mitwirkung zahlreicher hervorragender Fachmänner herausgegeben -von Professor Dr. <em class="gesperrt"><b>Georg Lunge</b></em> (Zürich). Vierte, -vollständig umgearbeitete und vermehrte Auflage. In 3 Bänden.</p> - -<p class="padl1">Band I: Mit 146 Textabb. M. 16,—; in -Halbleder geb. M. 18,—.</p> - -<p class="padl1">Band II: Mit 143 Textabb. M. 16,—; in -Halbleder geb. M. 18,—.</p> - -<p class="padl1 mbot2">Band III: Mit 104 Textabb. M. 23.—; in -Halbleder geb. M. 25,—.</p> - -<p><b>Taschenbuch für die Soda-, Pottasche- und -Ammoniak-Fabrikation.</b> Herausgegeben von Prof. Dr. <em class="gesperrt"><b>G. -Lunge</b></em> (Zürich). Dritte, umgearbeitete Auflage. Mit 18 in -den Text gedruckten Figuren.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">In Lederband M. 7,—.</p> - -<p><b>Grundzüge der Elektrochemie auf experimenteller Basis.</b> -Von Dr. <em class="gesperrt"><b>R. Lüpke</b></em> (Berlin). Dritte Auflage. Mit 77 -Textfiguren und 28 Tabellen.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 5,—; geb. M. 6,—.</p> - -<p><b>Kurze Anleitung zur Appretur-Analyse.</b> Von Dr. <em class="gesperrt"><b>Wilh. -Massot</b></em> (Krefeld).</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 2,60.</p> - -<p><b>Anleitung zur quantitativen Bestimmung der organischen -Atomgruppen.</b> Von Dr. <em class="gesperrt"><b>H. Meyer</b></em> (Wien). Mit Textabb.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 3,—.</p> - -<p><b>Mikroskopische Wasseranalyse.</b> Anleitung zur Untersuchung des -Wassers mit besonderer Berücksichtigung von Trink- und Abwasser. -Von Prof. Dr. <em class="gesperrt"><b>C. Mez</b></em> (Breslau). Mit 8 lith. Tafeln -und Textabbildungen.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 20,—; geb. M. 21,60.</p> - -<p><b>Die qualitative und quantitative Bestimmung des Holzschliffes im -Papier.</b> von Dr. <em class="gesperrt"><b>Albr. Müller</b></em>. 1887.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 3,—.</p> - -<p><b>Die Fabrikation des Papieres</b>, insonderheit des auf der -Maschine gefertigten, nebst gründlicher Auseinandersetzung der in -ihr vorkommenden chemischen Processe und Anweisung zur Prüfung -der angewandten Materialien. Von Dr. <em class="gesperrt"><b>L. Müller</b></em>. Mit -in den Text gedruckten Holzschnitten und lithographischen Tafeln. -Vierte, neu bearbeitete und vermehrte Auflage. 1877.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 24,—.</p> - -<p><b>Chemie der organischen Farbstoffe.</b> Von Professor Dr. -<em class="gesperrt"><b>R. Nietzki</b></em> (Basel). Vierte vermehrte Auflage.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 8,—.</p> - -<p><b>Anilinschwarz und seine Anwendung in Färberei und Zeugdruck.</b> -Von Dr. <em class="gesperrt">E. Noelting</em> und Dr. <em class="gesperrt"><b>A. Lehne</b></em>, -(Herausgeber der Färber-Zeitung). Mit 11 Abbildungen im Text und 32 -Zeugdruckmustern und Ausfärbungen auf 4 Tafeln.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 8,—.</p> - -<p><b>Leitfaden für Zuckerfabrikchemiker</b> zur Untersuchung der in -der Zuckerfabrikation vorkommenden Produkte und Hilfsstoffe. Von -Dr. <em class="gesperrt"><b>E. Preuss</b></em> (Berlin). Mit 33 Textabbildungen.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 4,—.</p> - -<p><b>Leitfaden für gerbereichemische Untersuchungen.</b> Von Prof. -<em class="gesperrt"><b>H. R. Procter</b></em> (Leeds). Deutsche Ausgabe von Dr. -<em class="gesperrt">Joh. Paessler</em> (Freiberg). Mit 30 in den Text gedruckten -Figuren.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 8,—.</p> - -<p><b>Die Fabrikation der Weinsäure.</b> Von Dr. <em class="gesperrt"><b>Hermann -Rasch</b></em>. Mit in den Text gedruckten Abbildungen.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 2,40.</p> - -<p><b>Die Fabrikation der Kartoffelstärke.</b> Von Professor Dr. -<em class="gesperrt"><b>O. Saare</b></em>. Mit zahlr. Textabbild. und 5 Tafeln.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 15,—.</p> - -<p><b>Der Zeugdruck</b>, Bleicherei, Färberei, Druckerei und -Appretur baumwollener Gewebe. Von <em class="gesperrt"><b>A. Sansone</b></em> -(Manchester). Deutsche Ausgabe von <em class="gesperrt">B. Pick</em> (Mülhausen). Mit -Textabbildungen, 23 Figuren-Tafeln u. 12 Musterkarten.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 10,—.</p> - -<p><b>Grundlagen der Kokschemie.</b> Von Hütteningenieur <em class="gesperrt"><b>Oscar -Simmersbach</b></em>.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 2,40.</p> - -<p><b>Bleichen und Färben der Seide und Halbseide</b> im Strang -und Stück. Von <em class="gesperrt"><b>Carl H. Steinbeck</b></em>. Mit zahlreichen -Textfiguren und 80 Ausfärbungen auf 10 Tafeln.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 16,—.</p> - -<p><b>Die künstliche Seide.</b> Ihre Herstellung, Eigenschaften und -Verwendung. Unter besonderer Berücksichtigung der Patent-Litteratur -bearbeitet von Dr. <em class="gesperrt"><b>Carl Süvern</b></em>. Mit 25 Textfiguren -und 2 Musterbeilagen.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 7,—.</p> - -<p><b>Anlage, Konstruktion und Einrichtung von Bleicherei- und -Färberei-Lokalitäten.</b> Von <em class="gesperrt"><b>J. Trey</b></em> (Schaffhausen). -Mit 73 in den Text gedruckten Abbildungen.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 2,40.</p> - -<p><b>Anleitung zur chemisch-technischen Analyse.</b> Für den Gebrauch -an Unterrichts-Laboratorien bearb. von Prof. <em class="gesperrt"><b>F. Ulzer</b></em> -u. Dr. <em class="gesperrt"><b>A. Fraenkel</b></em> (Wien). Mit Textabbildungen.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">geb. M. 5,—.</p> - -<p><b>Die physikalischen und chemischen Methoden der quantitativen -Bestimmung organischer Verbindungen.</b> Von Dr. <em class="gesperrt"><b>W. -Vaubel</b></em> (Darmstadt). Zwei Bände mit 95 in den Text -gedruckten Figuren.</p> - -<p class="right mright2 mbot2">M. 24,—; geb. M. 26,40.</p> - -<p><b>Vorschriften für die Lieferung und Prüfung von Papier zu -amtlichen Zwecken.</b> (Sonderabdruck aus den „Mittheilungen aus -den Kgl. technischen Versuchsanstalten“.)</p> - -<p class="right mright2 mbot2">25 Pf.</p> - -<p><b>Vorschriften für die Benutzung der Kgl. mechan.-techn. -Versuchsanstalt.</b> (Sonderabdruck aus den „Mittheilungen aus den -Kgl. technischen Versuchsanstalten“.)</p> - -<p class="right mright2 mbot2">30 Pf.</p> - -<hr class="r15" /> - -<p><b>Wissenschaftliche Abhandlungen der Physikalisch-Technischen -Reichsanstalt.</b></p> - -<p class="padl1">Band I: Mit Abbildungen im Text. M. 30,—.</p> - -<p class="padl1">Band II: Mit Abbildungen im Text. M. 30,—.</p> - -<p class="padl1 mbot2">Band III: Mit Abbildungen im Text. M. 30,—.</p> - -<p><b>Mittheilungen aus den Königlichen technischen Versuchsanstalten -zu Berlin.</b> Herausgegeben im Auftrage der Königl. -Aufsichts-Kommission. Jährl. 6–8 Hefte. Preis für den Jahrgang M. -12,—.</p> - -<p><b>Chemiker-Kalender.</b> Ein Hülfsbuch für Chemiker, Physiker, -Mineralogen, Industrielle, Pharmaceuten, Hüttenmänner etc. Von -Dr. <em class="gesperrt"><b>Rudolf Biedermann</b></em>. Erscheint alljährlich. In -zwei Theilen. I. Theil in Leinw., II. Theil (Beilage) geh.: Preis -zusammen M. 4,—. I. Theil in Leder, II. Theil (Beilage) geh.: -Preis zusammen M. 4,50.</p> - -<p><b>Zeitschrift für angewandte Chemie.</b> Organ des Vereins -deutscher Chemiker. Begründet von Professor Dr. <em class="gesperrt"><b>Ferd. -Fischer</b></em>. Im Auftrage des Vereins herausgegeben von Dr. -<em class="gesperrt"><b>L. Wenghöffer</b></em>. Erscheint wöchentlich. Preis für den -Jahrgang M. 20,—; für das Ausland zuzüglich Porto.</p> - -<p><b>Färber-Zeitung.</b> Zeitschrift für Färberei, Zeugdruck und den -gesammten Farbenverbrauch. Unter Mitwirkung von Dr. <em class="gesperrt">Heinrich -Lange</em>, Leiter der königl. Färberei- und Appreturschule in -Crefeld, herausgegeben von Dr. <em class="gesperrt"><b>Adolf Lehne</b></em>. Preis des -Jahrgangs von 24 Heften mit Mustern M. 16,—; für das Ausland M. -18,40.</p></div> - -<hr class="double" /> - -<p class="center mbot2"><b><em class="gesperrt">Zu beziehen durch jede -Buchhandlung.</em></b></p> - - - - - - - - -<pre> - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Papierprüfung, by Wilhelm Herzberg - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK PAPIERPRÜFUNG *** - -***** This file should be named 60206-h.htm or 60206-h.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/6/0/2/0/60206/ - -Produced by Peter Becker, Reiner Ruf, and the Online -Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This -file was produced from images generously made available -by The Internet Archive) - - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. 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INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in -accordance with this agreement, and any volunteers associated with the -production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm -electronic works, harmless from all liability, costs and expenses, -including legal fees, that arise directly or indirectly from any of -the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this -or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or -additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any -Defect you cause. - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of -computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It -exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations -from people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future -generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see -Sections 3 and 4 and the Foundation information page at -www.gutenberg.org Section 3. Information about the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the -mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its -volunteers and employees are scattered throughout numerous -locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt -Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to -date contact information can be found at the Foundation's web site and -official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To SEND -DONATIONS or determine the status of compliance for any particular -state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. To -donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project -Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be -freely shared with anyone. For forty years, he produced and -distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of -volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in -the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not -necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper -edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search -facility: www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - - - -</pre> - -</body> -</html> diff --git a/old/60206-h/images/adv_leuner_1_grau.jpg b/old/60206-h/images/adv_leuner_1_grau.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e3a041d..0000000 --- a/old/60206-h/images/adv_leuner_1_grau.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/60206-h/images/adv_leuner_2_grau.jpg b/old/60206-h/images/adv_leuner_2_grau.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b2476d6..0000000 --- a/old/60206-h/images/adv_leuner_2_grau.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/60206-h/images/adv_schopper_1.jpg 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