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-The Project Gutenberg EBook of Neuestes Süddeutsches Kochbuch für alle
-Stände, by Viktorine Schiller
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
-other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of
-the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
-www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have
-to check the laws of the country where you are located before using this ebook.
-
-Title: Neuestes Süddeutsches Kochbuch für alle Stände
-
-Author: Viktorine Schiller
-
-Release Date: August 22, 2016 [EBook #52879]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: ISO-8859-1
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK NEUESTES SÜDDEUTSCHES ***
-
-
-
-
-Produced by Iris Schröder-Gehring and the Online Distributed
-Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This file was
-produced from images generously made available by The
-Internet Archive)
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-
- Neuestes
- Süddeutsches Kochbuch
- für alle Stände.
-
-
- Eine Sammlung
-
- von mehr als achthundert in vierzigjähriger
- Erfahrung erprobter Rezepte der feinen und
- bürgerlichen Kochkunst,
-
- herausgegeben
-
- von
-
- Viktorine Schiller.
-
-
- Stuttgart.
- ~E. Schweizerbart'sche Verlagshandlung.~
- 1843.
-
-
-
-
-Vorwort.
-
-
-Von vielen Seiten bin ich aufgefordert worden, meine Erfahrungen in der
-~feinern Kochkunst~, die ich mir in mehr als vierzigjähriger Praxis,
-sowohl bei Herrschaften als in großen Gasthöfen, in der ~Schweiz~,
-in ~München~, ~Augsburg~, ~Ulm~, ~Stuttgart~, ~Frankfurt a. M.~,
-~Heidelberg~, ~Heilbronn~ etc. gesammelt habe, durch den Druck bekannt
-zu machen; ich beschäftigte mich daher schon seit mehreren Jahren damit,
-und habe jezt die Freude, dem verehrlichen Publikum eine Sammlung
-Rezepte der schmackhaftesten Speisen etc. übergeben zu können.
-
-Alles, was ich hier beschrieben habe, ist hundert Mal durch mich selbst
-erprobt worden; stets habe ich darauf Rücksicht genommen, daß meine
-Speisen nichts der Gesundheit Nachtheiliges enthalten.
-
-Ich habe mir zwar hauptsächlich die ~feinere~ Kochkunst zur Aufgabe
-gewählt, doch ist die bürgerliche Küche keineswegs ausgeschlossen, so
-daß das Buch in jeder Haushaltung mit Nutzen gebraucht werden kann.
-
-Nicht durch unzweckmäßige Anhäufung von Rezepten, sondern durch gute
-Auswahl derselben soll sich dieses ~Süddeutsche Kochbuch~ vor anderen
-auszeichnen.
-
- Viktorine Schiller.
-
-
-
-
-Vorkenntnisse.
-
-
-I. Kenntniß der Kochgeschirre.
-
-Da man die Kochgeschirre nicht immer so, wie man wünscht, haben kann, so
-wird es nicht überflüssig erscheinen, wenn wir eine kurze Beschreibung
-derselben vorangehen lassen.
-
-
-1) ~Verzinnte Kupfergeschirre.~
-
-Verzinnte Kupfergeschirre sind oft verfälscht und der Gesundheit
-nachtheilig. Diese erkennt man an der Farbe der Verzinnung, die stark
-ins Bläuliche spielt und matten Glanz hat. Man probirt sie durch Reiben
-mit einem Finger; wird dieser schwärzlich davon gefärbt, so ist der
-Verdacht auf falsche Verzinnung schon sehr gegründet. Am sichersten aber
-geht man zu Werke, wenn man Weinessig und Wasser zu gleichen Theilen in
-das Gefäß gießt und zum Sieden bringt. Sodann gebe man Acht, ob sich
-der Geruch ändert; ist dieß der Fall, so ist das erste Zeichen falscher
-Verzinnung vorhanden. Darauf wirft man ein wenig Salz hinein, wovon die
-Flüssigkeit trübe wird, wenn die Verzinnung unächt ist; gute Verzinnung
-behält ihren silberartigen Glanz bei und die Flüssigkeit bleibt hell.
-Siedet man endlich obige Mischung in dem Geschirre, so muß die Farbe
-eines eisernen Nagels, den man in dieselbe hält, unverändert bleiben,
-und die Flüssigkeit darf keinen Kupfergeschmack angenommen haben, wenn
-die Verzinnung ächt seyn soll. Gießt man dann die Flüssigkeit aus, so
-sieht eine gute Verzinnung wie neu aus.
-
-Bei dem Gebrauche der verzinnten Geschirre aber hat man stets
-darauf Bedacht zu nehmen, daß sich kein Grünspan ansezt, was von
-zurückgebliebener Feuchtigkeit beim Reinigen derselben, auch nur
-von hinzugekommener feuchter Luft leicht geschehen kann; daher ist
-es nothwendig, daß die Geschirre vor dem Gebrauche jedesmal sauber
-gereinigt werden.
-
-
-2) ~Eiserne Kochgeschirre.~
-
-Eine andere Gattung von metallenen Kochgeschirren sind die ~eisernen~,
-die aber den verzinnten kupfernen weit nachstehen. Sie setzen leicht
-Rost an, wenn nur die geringste Feuchtigkeit, ja nur feuchte Luft dazu
-kommt; in diesem Falle sind sie der Gesundheit nachtheilig und müssen
-mit dem größten Fleiße und großer Mühe wieder gereinigt werden.
-
-Ein anderer Nachtheil der Eisengeschirre ist der, daß manche Speisen
-darin die Farbe verlieren, daß z. B. sonst weiß aussehende Speisen eine
-schwärzliche Färbung annehmen. Dieses geschieht besonders bei sauern
-Speisen oder bei solchen, die aus dem Pflanzenreiche genommen sind.
-
-Zu bemerken ist ferner, daß die eisernen Geschirre kein so starkes Feuer
-wie die kupfernen aushalten, ohne zu springen.
-
-
-3) ~Irdene Geschirre.~
-
-Die irdenen Geschirre (Töpfergeschirre) sind bei uns am meisten im
-Gebrauche, und man hält sie für die unschädlichsten.
-
-Das Irdengeschirr ist jedoch sehr verschieden, und fast überall hört man
-klagen, theils über die Schädlichkeit, theils über die Zerbrechlichkeit
-desselben.
-
-Eine geringe leichtauflösliche Glasur macht, daß das Irdengeschirr der
-Gesundheit sehr nachtheilig wird, und über kurz oder lang auch die
-derbste Natur, die beste Gesundheit zu untergraben und zu vernichten im
-Stande ist.
-
-Die Glasur des Töpfergeschirres soll eine so konsistente Masse seyn,
-daß sie nicht nur in sich, sondern auch mit dem Geschirre, welches sie
-überzieht, ~einen~ Körper bildet und unauflöslich ist. In holzarmen
-Gegenden aber, welche hauptsächlich von dem Vorwurfe, schlechtes
-Töpfergeschirr zu produziren, betroffen werden, wird die Waare nicht
-gehörig gebrannt, sondern gleichsam nur gebacken. Zugleich werden häufig
-nur solche Glasuren angewendet, welche selbst bei geringerem Hitzegrade
-in Fluß gerathen, nachher aber einen, von jeder Säure auflöslichen, nur
-dem äußern Scheine nach glasartigen Körper bilden, der manchmal sogar
-in Blättchen abspringt und auf diese Weise sogar auf mechanischem Wege
-verletzend wirken kann. Diesem Uebelstande vorzubeugen oder abzuhelfen,
-ist auch kein anderes Mittel vorhanden, als daß die Polizeibehörden
-ein wachsames Auge darauf richten und den Verkauf und Gebrauch eines
-Geschirres, das erwiesenermaßen nachtheilig auf die Gesundheit einwirken
-kann, durchaus hemmen.
-
-Uebrigens kann man sich leicht von der Schädlichkeit der Töpferwaaren
-überzeugen, wenn man guten und scharfen Weinessig in einem derartigen
-Gefäße über Nacht stehen läßt, und der Essig beim Abgießen, statt
-seine natürliche Weinfarbe behalten zu haben, trüb und grau erscheint.
-Dieß wird bei schlecht glasirtem Geschirr noch mehr der Fall seyn,
-wenn man eine Hand voll Salz dazu thut, wie dieses Mittel auch schon
-oben bei Prüfung der Verzinnung der Kupfergeschirre empfohlen worden
-ist. Am sichersten aber führt folgendes Mittel zur Gewißheit von dem
-Vorhandenseyn eines schädlichen Metalls in der Glasur: man nehme aus
-der Apotheke etwas Bleiprobe, gieße einige Tropfen davon in den über
-Nacht in dem glasirten Gefäße gestandenen Weinessig, worauf, wenn
-die Glasur wirklich schlecht ist, die Farbe des Essigs schwarz oder
-dunkelbraun wird. Bei gutgebrannten und gut glasirten Geschirren werden
-diese Proben nicht anschlagen und der Essig wird weder Farbe, noch
-Geruch, noch Geschmack ändern.
-
-Was die Zerbrechlichkeit des Irdengeschirres betrifft, so ist wohl das
-Beste, recht behutsam damit umzugehen. Auch das Einflechten desselben
-mit Draht hat wesentliche Vortheile, und die kleine Ausgabe, die es
-verursacht, wird reichlich durch die größere Dauerhaftigkeit des
-Geschirres ersezt. Wenn man aber keinen Drahtflechter (Drahtbinder,
-Hafenbinder) zur Hand hat, so nehme man seine Zuflucht zu andern
-Mitteln, seinem Irdengeschirre größere Dauerhaftigkeit zu geben, z. B.
-man überstreiche mit einem Pinsel das Geschirr einige Male mit dünnem
-Lehm, und wenn der Lehm trocken ist, mit Leinöl oder mit Eiweiß. Dieser
-Ueberzug erhält am Feuer eine ungemeine Härte.
-
-Ehe man aber ein neues irdenes Kochgeschirr gebraucht, mit Draht
-einflechten läßt, oder ihm den Lehmüberzug gibt, ist nothwendig, ihm
-zuvor den erdigen Geschmack zu nehmen, weil sonst die ersten Speisen,
-die darin gekocht werden, ungenießbar wären. Man lege es nämlich einen
-Tag lang in frisches Wasser und koche es dann bei gelindem Feuer aus.
-
-Diejenigen irdenen Gefäße, welche am meisten zum Dämpfen und Braten
-gebraucht werden, lassen sich am leichtesten reinigen, wenn man sie,
-noch warm, mit eichenen oder buchenen Sägespähnen (Sägmehl), oder, in
-Ermangelung derselben, mit Waizenkleie ausreibt.
-
-Es ist oben gesagt, daß holzarme Gegenden das schlechteste Irdengeschirr
-liefern, weil das gehörige Brennen desselben zu viel Holz erfordere
-und das Geschirr zu sehr vertheuere. Die Töpfer in solchen Gegenden
-nehmen daher leichtflüssige Glasur und brennen ihre Waare schlecht,
-damit sie dieselbe doch zu dem verlangten wohlfeilen Preise abgeben
-können. Wer aber ~gutes~ Töpfergeschirr haben will, darf nicht vom
-wohlfeilsten nehmen. Die Mehrausgabe wird durch die Dauerhaftigkeit und
-Unschädlichkeit des Geschirres wieder gut eingebracht.
-
-Eine andere Gattung irdenen Geschirres ist das sogenannte
-
-~Steingut~,
-
-welches sich seiner Dauerhaftigkeit und Reinlichkeit wegen besonders
-empfiehlt. Da es von Säuren nicht im mindesten angegriffen wird,
-auch bei gehöriger Reinlichkeit nichts von scharfen Substanzen sich
-ansetzen kann, so taugt das Steingut vor allen anderen Gefäßen gut zum
-Ansetzen und Aufbewahren des Essigs, so wie zum Aufbewahren von Milch
-und Butter. Bevor man aber ein Steingutgefäß zum Kochen verwendet, ist
-nothwendig, daß man Milch darin siedet, was auch sehr zur Vermehrung
-der Dauerhaftigkeit desselben beiträgt; außerdem würde es nur zum kalten
-Gebrauche taugen.
-
-
-II. Von der Reinerhaltung der Küchengeschirre.
-
-Wenn metallene Geschirre nicht äußerst rein gehalten werden, so sind
-sie der Gesundheit schädlich; es ist deßwegen bei der Behandlung und
-Reinigung derselben die äußerste Vorsicht nothwendig. Es wird daher
-nicht als überflüssig erscheinen, wenn hier einige allgemeine Regeln in
-dieser Beziehung aufgestellt werden.
-
-~Vor und nach dem Gebrauche müssen jedes Mal die Gefäße gereinigt
-werden.~ Z. B. wenn in einem metallenen Mörser Etwas gestoßen wird, so
-wische man ihn vor und nach dem Gebrauche sauber aus.
-
-In metallenen Gefäßen darf man nie Speisen von einer Mahlzeit zur
-andern, am wenigsten aber über Nacht stehen lassen, und nie in zinnernen
-Schüsseln Speisen aufwärmen.
-
-In wohlverzinnten Kupfergeschirren kann man jedoch ohne Bedenken
-besonders solche Speisen zubereiten, welche stark kochen müssen und
-viel Flüssigkeit zum Auskochen brauchen. Sollte sich aber bei aller
-Behutsamkeit doch etwas am Boden ansetzen, so darf man es ja nicht
-loskratzen, um es zu essen oder mit dem übrigen Gerüchte auf den Tisch
-zu bringen; wenn dieß bei einigen Speisen nicht gerade schädlich ist, so
-gibt es doch manche andere, welche das Metall angreifen, und dem, der
-den Ansatz auf dem Boden des Gefäßes genießt, gefährlich werden. Bei
-solchen verzinnten Gefäßen muß überhaupt fleißig nachgesehen werden, ob
-nicht durch den öftern Gebrauch oder durch das Reinigen hin und wieder
-etwas Zinn losgerissen sey, ob die Verzinnung nicht Ritze bekommen habe,
-so daß das Kupfer durchscheint. Solche verdorbene Verzinnung wäre sofort
-alsbald ausbessern zu lassen.
-
-
-III. Von der Kenntniß der Materialien zu den Speisen, der Zeit ihrer
-Anschaffung und Benützung und von ihrer Güte und Beschaffenheit.
-
-Wir würden bei der besten Zubereitung unserer Speisen den Zweck
-verfehlen, wenn wir nicht Sorgfalt trügen, alle Speisebedürfnisse
-in größtmöglicher Güte zu erhalten, oder sie zu rechter Zeit
-herbeizuschaffen und zu benützen, weil wenige das ganze Jahr hindurch
-in gleichem Preise und in gleicher Menge zu haben sind; wollen wir aber
-unsere Pflicht ganz erfüllen, so müssen wir auch noch auf ihren Einfluß
-auf die menschliche Gesundheit Rücksicht nehmen, und unsere Küchenzettel
-darnach ordnen. Endlich müssen wir auch unsere Aufmerksamkeit darauf
-wenden, daß wir alle der Gesundheit nachtheilige Ingredienzen vermeiden
-und die giftigen Mittel von den guten Lebensmitteln auf den ersten Blick
-unterscheiden lernen.
-
-Das Meiste, was wir in unsern Küchen gebrauchen, ist Fleisch zahmer
-Thiere, worunter das Ochsenfleisch das erste ist, weil es am häufigsten
-auf den Tisch gebracht wird oder werden kann. Es ist das ganze Jahr
-hindurch von gleicher Güte, und sein Werth hängt blos von dem Alter
-des Thiers und von dem Futter ab. Junges Rindfleisch hat einen sehr
-großen Vorzug vor dem alten; denn, obgleich die Brühe vom leztern am
-schmackhaftesten ist, so bleibt doch das Fleisch zäh, unschmackhaft und
-unverdaulich. Das Fleisch von einem jungen Ochsen hat frische Röthe, das
-Fett ist weiß und die Fasern sind zart; bei einem alten Ochsen ist das
-Fleisch von einer matten Farbe, so daß es beinahe ins Bläuliche fällt,
-und das Fett ist gelb. Das Rindfleisch ist an sich gesund und nahrhaft,
-besonders wegen der kräftigen Brühe, welche es gibt; wenn man es aber
-zu häufig genießt, beschwert es den Magen. Hartes und altes Fleisch ist
-unverdaulich.
-
-Es ist bekannt, daß das Kalbfleisch eine nahrhafte und gesunde Speise
-ist, deren Genuß selbst den meisten Kranken erlaubt wird, und sollte es
-auch Fälle geben, in welchen ihnen der Arzt eine zu schnell nährende
-Kost untersagen müßte, so verbietet er ihnen doch schwerlich die
-Brühe davon, welche von Kranken und Gesunden gerne genossen wird.
-Das Kalbfleisch muß schön weiß und die Nieren müssen recht mit Fett
-bewachsen seyn, sonst ist es ein Zeichen, daß das Kalb zu bald von der
-Mutter weggenommen wurde; das Fleisch ist dann roth, unappetitlich und
-unschmackhaft.
-
-Beim Hammelfleisch macht nicht nur das Alter und das Geschlecht,
-sondern auch die Jahreszeit, in der es geschlachtet wird, einen großen
-Unterschied. Nicht das ganze Jahr hindurch ist dieses Fleisch genießbar
-und schmackhaft, sondern die beste Schlachtzeit währt nur von Johannis
-bis in den Spätherbst; zu anderer Zeit ist das Fleisch gewöhnlich mager
-und zäh, so wie es auch immer von alten Thieren zu seyn pflegt. Gutes
-Hammelfleisch muß fett und von frischer Fleischfarbe seyn, und muß
-sich, wenn man es zwischen den Fingern drückt, weich anfühlen. Wenn
-das Fleisch von einem jungen Thiere gekocht ist, so kann es wohl, ohne
-Nachtheil für die Gesundheit, genossen werden; ist es aber alt und zäh,
-so ist es höchst unverdaulich, und man muß es, ehe man es kocht, wie ein
-großes Stück Rindfleisch, recht durchklopfen.
-
-Von Wildbret kann nicht viel gesagt werden, indem man es an manchen
-Orten selten bekommen kann. Viele ziehen das Rehfleisch dem andern
-Wildbret vor, weil es allzeit mürber und milder ist; auch kann man es
-beinahe das ganze Jahr hindurch haben. Je jünger das Wildbret ist, desto
-delikater ist sein Fleisch, sowie man auch bei allen Arten das weibliche
-dem männlichen vorzieht, weil es durchaus von zärterer Beschaffenheit
-ist; nur in der Brunstzeit, welche im September anfängt und bis Ende
-Oktober (jedoch nicht bei allem Wild) dauert, ist das Wildbret mager und
-unschmackhaft, und sollte ohne Noth nicht genossen werden. Sonst zählt
-man das Wildbret zu den gesundesten Speisen; denn es wird, ohne Speck
-bei seiner Zubereitung anzuwenden, auch Kranken zu essen erlaubt.
-
-
-IV. Von Giften, die in der Küche vorkommen.
-
-Unter der allgemeinen Benennung »~Gift~« wird Alles verstanden, was
-der Gesundheit nachtheilig ist und bei öfterem Genusse oft unheilbare
-Krankheiten nach sich zieht. Darum ist oben, bei Beschreibung der
-Kochgeschirre, schon angemerkt worden, daß sich in den kupfernen Gefäßen
-bei feuchter Luft gerne an den Fugen oder am Boden Grünspan ansezt, und
-wenn in einem solchen Geschirre gekocht würde, die schlimmsten Folgen
-daraus entstehen könnten. Auch die zinnernen Geschirre können uns sehr
-schädlich werden, weil das Zinn mehr oder weniger Arsenik enthält;
-lassen wir saure Speisen: Salat, Eier, fette Brühe u. dgl. in zinnernen
-Gefäßen stehen, so werden wir finden, daß das Zinn von sauren Sachen
-blaue Flecken bekommt, von Eiern und Salz hingegen schwarze Flecken
-entstehen; ein Beweis, daß etwas von seinen Theilen aufgelöst und in die
-Speisen übergegangen ist. Alle Feuchtigkeiten, Säuren und Honig lösen
-mit der Zeit das Zinn auf, und wäre in diesem auch kein Arsenik, so ist
-doch das Blei, mit dem das Zinn häufig vermischt ist, schon nachtheilig
-genug. Dieses Metall bewirkt Verstopfungen des Leibes, Lähmung und
-Auszehrung. In geringer Menge in den Körper gebracht, verursacht es
-wenigstens Magendrücken und Unverdaulichkeit.
-
-Insofern nur Blei und andere Metalle zur Glasur der irdenen
-Kochgeschirre angewendet werden, sind auch diese der Gesundheit
-schädlich, wenn man nämlich Milch und saure Sachen so lange darin
-aufbewahrt, daß sich die Glasur auflösen kann.
-
-Muß man also beim Gebrauche der Küchengeschirre, um Gift zu vermeiden,
-äußerst vorsichtig seyn, so ist dieses bei den Materialien zu den
-Speisen selbst um so dringender zu empfehlen.
-
-Das Fleisch und die Milch von krankem Vieh, ranziger Speck, ranzige
-Mandeln und ranzige Oele, verdorbene Eier und Barbenrogen wirken als
-heftige Gifte. Gleiche Vorsicht ist auch bei allen Arten von Schwämmen
-anzuwenden, weil sich leicht giftige darunter befinden können, deren
-Unterscheidung von den guten nicht so leicht ist. Ein Schwamm ist immer
-verdächtig, wenn er eine bläuliche Farbe hat, oder überhaupt bunt und
-hochgestielt ist. Zur Vorsicht muß man während des Kochens der Schwämme
-eine weiße Zwiebel beilegen; wird diese schwarz, so ist es Zeit, das
-Geschirr sammt dem Inhalte wegzuwerfen, weil dann gewiß giftige Schwämme
-untermengt sind. Ebenso können schädliche Samen unter den Linsen und
-andern Kernen und Früchten seyn, weßwegen sie sorgsam ausgeklaubt
-(ausgelesen) werden müssen.
-
-Im Pflanzenreiche finden wir noch eine Menge giftiger Stoffe,
-worunter sich der ~Schierling~ vorzüglich auszeichnet. Der ~große,
-wohlgefleckte, gemeine Garten-Schierling~ (_Conium maculatum_), den
-man auch Hundspetersilie nennt, blüht im Juli und August; seine Wurzel
-ist von mittlerer Dicke, runzlich, und von Geruch der Pastinakwurzel
-ähnlich; daher hat man traurige Beispiele, daß dieser Schierling zu
-Speisen genommen worden ist. Man unterscheidet den Schierling von
-der Petersilie durch den Geruch; auch sind der lezteren Blätter viel
-feiner und spitziger eingeschnitten, dunkler grün als die Blätter des
-Schierlings, und die Samengipfel sind zahlreicher und größer. Durch
-gleiche Merkmale unterscheidet er sich auch vom Körbel. Um seine Wurzel
-nicht für Pastinak anzusehen und zu nehmen, müssen wir bemerken, daß
-der Pastinak einen weißen Saft, eine reichere und dickere Wurzel
-hat, die auch weniger in Aeste getheilt ist. Der ~kleine Schierling~
-oder ~die Gartengleisse~ (_Aethusa Cynapium_) ist noch schwerer von
-der Petersilie zu unterscheiden; das Auge des Unerfahrenen wird,
-besonders wenn die Pflanze noch jung und am gefährlichsten ist, sehr
-leicht getäuscht, und man muß die Nase zu Hülfe nehmen, um Gleisse
-und Petersilie zu unterscheiden. Bei genauer Beobachtung merkt man
-jedoch unter den Stielen der Blumen 3 lange spitzige Blättchen, welche
-wie ein Bart hinabhängen, was bei der Petersilie nicht der Fall ist.
-Dieses sind neben dem Geruche die sichersten Kennzeichen, die Pflanzen
-von der Petersilie und andern Gewürzkräutern zu unterscheiden. Beide
-Schierlingsarten sind höchst schädlich, ja tödtlich, und gehören unter
-diejenigen Gifte, die scharf und betäubend zugleich sind.
-
-Noch ist zu bemerken, daß man ja bei Gemüsen, ehe man sie zum Feuer
-bringt, im Klauben (Lesen) und Waschen äußerst vorsichtig seyn muß,
-besonders des Mehlthaues wegen, der öfters auf den Blättern liegt und
-der Gesundheit sehr nachtheilig werden kann. Ebenso kann ein Stückchen
-Kalk, welcher von der Wand herab in das Kochgeschirr unversehens kömmt,
-oft heftige Krankheiten verursachen.
-
-
-V. Vom Holz und Wasser.
-
-Man könnte glauben, es wäre ganz gleichgültig, was für Holz und Wasser
-beim Kochen gebraucht wird; aber die Reinlichkeit u. a. m. belehrt eines
-Andern. Wenn wir zu einem Spießbraten Feuer von weichem Holze machten,
-so würde der Braten sammt der Sauce von den abgesprungenen Kohlen nicht
-nur unappetitlich aussehen, sondern auch nicht so leicht ausgebraten
-werden, weil hartes Holz immer ein langsameres, aber stärkeres Feuer
-gibt. Zum Heizen der Bratöfen kommt aber nicht so viel darauf an; doch
-ist immer zu bemerken, daß weiches Holz ein geschwindes und helles,
-hartes ein gelinderes, aber doch mehr Hitze machendes Feuer gibt.
-
-So müssen wir auch den Unterschied im ~Wasser~ bemerken, weil es auch in
-~weiches~ und ~hartes~ eingetheilt wird. Zu trockenen Hülsenfrüchten,
-wie auch zu trockenen Fischen, darf durchaus kein hartes Wasser
-genommen werden; sie würden beide, auch bei anhaltendem Kochen, nicht
-weich werden. Zum Waschen des Fleisches und der Gemüse ist es aber
-gleichgültig, ob das Wasser hart oder weich ist. So kocht sich auch das
-Fleisch in Wasser, das zu viel Salpetertheilchen enthält, roth, und
-dieses Wasser ist es vorzüglich, welches auch am wenigsten zum Kochen
-der Hülsenfrüchte taugt.
-
-Eine ganz einfache Probe des Wassers besteht darin, daß man in eine
-jede Art desselben ein Läppchen von Leinwand taucht; dasjenige, welches
-das weiche Wasser in sich gezogen hat, wird geschwinder trocken als
-dasjenige, welches mit dem harten Wasser befeuchtet wurde. Gutes Wasser
-muß klar, ohne Geruch und Geschmack, auch leicht am Gewicht seyn und,
-wenn man es schüttelt, stark Perlen werfen, aber keinen Schaum halten;
-mit Seife, welche sich leicht darin auflöst, muß es stark schäumen;
-sollte man aber an seinem Wohnorte modriges oder unreines Wasser haben,
-so kann man ihm in etwas zu Hülfe kommen, wenn man zu verschiedenen
-Malen glühendes Eisen darin ablöscht. Noch geschwinder erreicht man aber
-seinen Zweck, wenn man Vitriolspiritus in das Wasser tröpfelt, oder,
-wenn man diesen nicht bei der Hand hat, ein Glas voll Branntwein in das
-Wasser gießt, welcher dann das Unreine unverzüglich zu Boden schlägt.
-
-
-VI. Von dem Kochen.
-
-Eigentlich kann man das Kochen in zwei Grade eintheilen: der erste
-heißt Sieden, der andere Kochen. Bei dem ersten dürfen die Speisen nur
-langsam aufwallen; bei dem Kochen aber müssen sie anhaltend im Sieden
-erhalten werden, je nachdem die Speisen beschaffen sind. Sieden dürfen
-aber nur diejenigen Speisen, welche Flüchtiges und Geistiges enthalten,
-es mögen nun Flüssigkeiten, als Wein, Bier u. dgl., oder Speisen aus
-dem Pflanzenreiche seyn, die sich durch einen gewürzhaften Geschmack
-auszeichnen. Sieden müssen auch jene, welche sich leicht durch Wärme
-auflösen; kochen muß hingegen Alles, was aus mehr festen Bestandtheilen
-zusammengesezt ist, die entweder so trocken sind, daß sie Zeit brauchen,
-Feuchtigkeit genug in sich zu saugen, oder die so zäh sind, daß sie
-durch eine anhaltende Hitze allein mürbe gemacht werden können. Man
-muß immer sorgfältig auf den Unterschied des Wassers Rücksicht nehmen,
-da die Speisen bei hartem Wasser auch längere Zeit brauchen, um mürbe
-zu werden; während dagegen die grünen Gemüse ihre Farben in Brühen von
-hartem Wasser viel vollkommener beibehalten. Es ist aber auch nicht
-einerlei, ob wir die Speisen mit kaltem oder mit warmem Wasser zum Feuer
-bringen. Haben wir altes zähes Fleisch, so muß es früh mit kaltem Wasser
-zugesezt, bei gelindem Feuer langsam zum Kochen gebracht und die Hitze
-erst nach und nach erhöht werden. Bei diesem Verfahren wird die Brühe
-kräftiger und schmackhafter als das Fleisch selbst befunden werden. Will
-man hingegen die besten Säfte in dem Fleische behalten und dennoch eine
-gute Brühe haben, so ist dem langsamen Kochen vorzuziehen, wenn man das
-nicht gar zu alte Fleisch mit heißem Wasser zusezt und ihm dann bald
-einen starken Grad von Hitze gibt. Junge Thiere, die an sich schon
-zartes Fleisch haben, läßt man, nachdem sie blanchirt oder mit heißem
-Wasser eine halbe Viertelstunde lang gekocht haben, auf ganz gelindem
-Feuer langsam kochen. Grüne Gartenwächse darf man durchaus nicht mit
-kaltem Wasser zum Feuer setzen und sie nach und nach zum Sieden bringen,
-wenn sie nicht ohne Kraft und gutes Ansehen auf den Tisch kommen sollen;
-vielmehr muß man sie mit siedendem Wasser anbrühen und unverzüglich zum
-Kochen bringen, auch immer in vollkommenem Sude erhalten; daher man auch
-beim Einkochen kein kaltes, sondern immer warmes Wasser nachgießen muß.
-
-Ganz anders verhält es sich mit den Hülsenfrüchten. Diese würden bei
-einem solchen Verfahren nimmermehr weich werden, und sie müssen eben
-deßwegen mit kaltem Wasser zum Feuer gebracht werden. Zwar pflegen
-Einige das erste Wasser abzugießen, sobald die Hülsenfrüchte zu sieden
-angefangen haben, und füllen anderes heißes Wasser darauf, welches das
-Weichwerden aber im geringsten nicht hindert. Man sucht ihnen durch
-diese Behandlung die Eigenschaft, Blähungen zu verursachen, zu benehmen.
-Andere wässern die Früchte, zur Beförderung des Kochens, eine Nacht über
-ein, wodurch sie aber viel an ihrem eigentlichen Geschmacke verlieren.
-
-Grüne Gartengemüse muß man, sobald sie zum Feuer gesezt werden, salzen;
-sie behalten dann ihre grüne Farbe besser, und nehmen nicht so leicht
-ein blasses Aussehen an.
-
-Noch eine Hauptsache beim Kochen ist die, daß das Feuer immer in einem
-gleichen Grade unterhalten wird, wie auch, daß nichts überläuft oder
-zu stark einkocht, oder eben durch Lezteres gar am Geschirre abhängt.
-Man muß darauf sehen, daß die Speisen durch das Kochen zur verlangten
-Zeit weich und ausgekocht genug sind; denn bleiben sie zu hart, so
-möchte sich unser Magen schlecht dabei befinden, so wie sie auch
-auf Augen und Gaumen keinen angenehmen Eindruck machen möchten. Die
-Speisen im Gegentheil, die zu weich geworden sind, so daß man sie mit
-der Gabel allein tranchiren kann, sind eben so wenig angenehm. Will
-man die Speisen schmackhaft kochen, so muß man sich auf dem Wege der
-Erfahrung damit bekannt machen, wie viel Zeit wohl jede Gattung von
-Fleisch, Fischen, Gemüsen etc. zum Weichkochen braucht, damit man sie
-weder zu früh, noch zu spät zum Feuer bringe. Doch kommt es auch bei
-manchen Speisen nicht auf die Dauer des Kochens, sondern oft auch auf
-andere Umstände an, so macht z. B. hartes oder weiches Wasser einen
-wesentlichen Unterschied, noch mehr aber die Art und Weise des Kochens.
-Manche Speisen verlangen Brühe vollauf, andere werden hingegen mit
-wenig Feuchtigkeit gedämpft; einige darf man im heißen Wasser nur
-anziehen lassen, andere müssen zugedeckt oft Stunden lang kochen. Was
-sich gern an das Geschirr anlegt, pflegt man in großen Küchen in ein
-verschlossenes Gefäße, in einen Kessel mit siedendem Wasser, zu setzen
-und darin zum Kochen zu bringen. Diese Vorrichtung nennt man in der
-Kochkunst ein ~Marienbad~. Man erreicht durch diese Methode nicht nur
-den Zweck, daß die Speisen nicht anbrennen können, sondern es werden
-auch dadurch sehr kräftige Brühen erhalten, indem alle Säfte beisammen
-bleiben, und nichts verflüchtigt. Ueberhaupt besteht die ganze Kochkunst
-oder das Wesen derselben darin, daß man allen Speisen die gehörige
-Weiche verschaffe, sie aber auch für den Gaumen angenehm und dabei der
-Gesundheit zuträglich mache und bereite.
-
- ~Anmerkung.~ Das Essen macht gewiß den wichtigsten Theil menschlichen
- Lebens aus, ja den nothwendigsten; denn der Arme wie der Reiche
- muß essen, folglich kochen; warum hat man noch keine Kochschulen,
- Kochinstitute, Kochereien oder wie man es nennen will, angelegt,
- wo junge Leute männlichen und weiblichen Geschlechts wirklich gut,
- zweckmäßig und nach verschiedenen Landesarten vom Grunde aus kochen
- lernen können, nicht allein um gute und brauchbare, wirklich dienende
- Köchinnen und Köche zu bilden, sondern auch Frauenzimmern aller
- Stände diese edle Kunst gründlich beizubringen?
-
-
-VII. Von den Zuthaten und vom Schmälzen.
-
-Die schicklichsten Zuthaten sind ~Salze~, ~Butter~, ~Gewürze~, ~Zucker~
-und ~Gewürzkräuter~.
-
-Von den ~Salzen~ hier nur einige allgemeine Regeln. Z. B. Fleischspeisen
-erfordern das meiste Salz, und wenn je irgendwo ein Uebermaß erlaubt
-ist, so ist es hier; denn nichts ist gleichsam ekelhafter und der
-Gesundheit nachtheiliger, als zu wenig gesalzene Fleischspeisen.
-Wildbret erfordert wieder weniger Salz, und unter diesem muß wieder
-fettes Fleisch am meisten gesalzen werden, wenn es nicht widerlich
-schmecken und der Gesundheit nachtheilig seyn soll. Da das Salz beim
-Kochen die Erhitzung des Wassers vermehrt, indem lezteres dadurch dicker
-wird und die fetten Theile demnach mehr auflöst, so verliert auch
-mancher Gegenstand durch zu langes Kochen in zu stark gesalzenem Wasser
-seine beste Kraft. Es wäre gut, wenn wir unsere Speisen zweimal salzten,
-ein Mal um die erste Absicht zu erreichen, d. h. um die Hitze des
-Wassers zu vermehren und zugleich die Auflösung gehörig zu befördern,
-das andere Mal kurz vor dem Anrichten als Würze, um den Wohlgeschmack
-zu erhöhen; nur müßte man dabei bedenken, daß durch zu starkes Salzen
-derselbe, statt verbessert, ganz verdorben werden kann.
-
-Beim Abschöpfen des Fettes von dem Fleische und den Speisen muß man sich
-vorzüglich bemühen, dabei das rechte Maß zu treffen. So unschmackhaft
-eine Speise ist, welcher es am gehörigen Fette (Butter) fehlt, so
-ekelhaft ist dagegen eine andere, die damit überladen ist, besonders
-aber dann, wenn die Butter nur frisch daran gethan wird und keine
-gehörige Verdämpfung und einige Mischung Statt findet.
-
-Gleiche Bewandtnis hat es auch mit dem ~Essig~. Wenn man Fleisch mit
-Essig durchdämpfen will, so kann man nicht sparsam damit umgehen,
-sondern man muß ihn so zeitig daran gießen, daß er das Fleisch ganz
-durchdringen kann; soll aber blos eine Sauce damit sauer gemacht werden,
-so ist er sparsamer und später daran zu gießen, weil er durch das
-Kochen zu sehr verdämpfen und die Sauce weniger pikant werden würde,
-wenn man nicht wieder nachgöße, was aber eine Art von Verschwendung
-wäre, da man ja mit weniger dasselbe ausrichten kann. Es ist also hier
-wieder die Bemerkung, die bei dem Salzen schon gemacht worden, nöthig,
-nämlich anfangs nur die Hälfte des zu verwendenden Essigs zu nehmen und
-einige Zeit vor dem Anrichten den übrigen nachzugießen.
-
-Eben dieses muß auch bei Anwendung der Gewürze beobachtet werden: sie
-sind nämlich erst kurz vor dem Anrichten zu den Speisen zu bringen, wenn
-es die Vorschrift nicht gerade anders erfordert. Der Fall, daß man die
-Gewürze gleich zu Anfang der Zubereitung an die Speisen thut, tritt bei
-dem Fleische ein, wenn man es mit kaltem Wasser zusezt; dadurch zieht
-sich die Kraft der Gewürze, sowie sie sich auflösen, in das Fleisch.
-Die Geschirre, worin man gewürzte Speisen kocht, müssen sorgfältig
-zugedeckt erhalten werden, damit durch die Verdünstung nicht das
-Wesentliche verloren gehe. So unentbehrlich indessen das Gewürz an den
-Speisen ist, da es dieselben leichter verdaulich, folglich auch gesünder
-macht, so muß man doch immer sparsam damit umgehen. Zu viele Gewürze
-verursachen in manchem Körper unangenehme Wirkungen: das Blut geräth
-in stärkere Bewegung; man fühlt mehr Hitze, schläft unruhig, und wird
-mit der Zeit oft kränklich und hinfällig. Um nun verdauen zu können,
-müssen alsdann die Speisen mit Gewürzen aller Art gleichsam überladen
-werden. Auch werden die Speisen durch zu viele Gewürze nichts weniger
-als schmackhaft; denn der ihnen eigenthümliche Geschmack wird dadurch
-gänzlich verdrängt. Liebt man aber ja den Geschmack der Gewürze so sehr,
-daß man ihn nicht entbehren kann, so haben wir unschädliche Gattungen
-derselben in unsern Gärten genug.
-
-
-VIII. Von Gewicht und Maas.
-
-Gewicht und Maas betreffend, so habe ich bei meinen Rezepten das
-bairische Gewicht und die bairische Schenkmaas angenommen, nämlich:
-
- das bairische Pfund ist 9/8 des alten augsburger oder schwäbischen,
- oder = 36 Loth württembergisch.
-
- 1 Quart = 1/4 Maas.
- 1 Maas bairisch ist = etwa 3 Schoppen }
- 1 Seidel = 1-1/2 Schoppen } württembergisch.
- 1 Bouteille = 1/2 Maas oder 2 Schoppen }
-
-
-
-
-Suppen.
-
-
-1. Gewöhnliche Fleischbrühe.
-
-Bereitet man blos aus Rind- oder Ochsenfleisch, Wasser und ein wenig
-Salz eine Fleischbrühe durch mehrstündiges Kochen, so ist dieses
-~einfache~ oder ~gemeine Fleischbrühe~, wie sie in der Folge genannt
-werden wird.
-
-In größeren Küchen, an Höfen, in Gasthäusern und bei größeren Familien
-fällt vom Geflügel Vieles ab, welches man reinlich abpuzt, mit einem
-Faden zusammenbindet und entweder mit dem Fleisch kocht, oder in einem
-eigenen Topfe, in welche einfache Brühe abgegossen worden, mitkochen
-läßt; man legt auch wohl ein Stück Schinken, einen Kalbsknoten und
-andere reinliche Knochen, welche vom Braten übrig geblieben sind, bei,
-und kocht dieses immer mit dem Ochsenfleisch. Eine Köchin, welche sich
-einen solchen Bouillontopf mit Ordnung und Reinlichkeit zuzurichten weiß
-und hält, wird großes Lob davon tragen, besonders aber wird sie sehr
-delikate Gemüse damit zubereiten können. Eine jede solche Fleischbrühe
-nennt man eine ~gemischte Fleischbrühe~.
-
-Sehr viele Menschen lieben auch den Geschmack einiger mit dem Fleische
-gekochten Gemüse und vorzüglich der sogenannten Küchenwurzeln;
-darunter versteht man gelbe Rüben, kleine Rüben (bairische Rüben),
-Zwiebel, Schneidzwiebelröhren, Boragen, Sellerie, Petersilie, Wirsing
-und Lorbeerblätter; auch Pfeffer und Ingwer im ungestoßenen Zustande
-werden ebenfalls bei Bereitung einer kräftigen Fleischbrühe als Gewürze
-angewendet. Man nennt dieß ~Fleischbrühe mit Kräutern, Wurzeln und
-Gewürzen~. Sollten jedoch Einige diese nicht lieben, so kann man die
-Wurzeln und Gemüse, nachdem sie sauber gepuzt und gewaschen sind, in
-einem besondern Töpfchen nebenbei kochen, um sie, wenn sie zu andern
-Sachen nothwendig sind, bei der Hand zu haben.
-
- ~Anmerkung.~ Die hier angegebenen Benennungen der Fleischbrühen
- kommen bei der Bereitung anderer Speisen wieder vor; deßwegen
- sind die Namen derselben mit gesperrter Schrift gedruckt, und ich
- wiederhole, daß, wenn eine Köchin gute Brühen und Farcen, Fett
- u. dgl. vorräthig hält, was ihr bei geregeltem Fleiße leicht werden
- wird, sie dadurch den feinsten Gaumen befriedigen kann. Bei den
- Fleischspeisen und namentlich bei dem Ochsenfleisch wird noch näher
- angegeben werden, was auf den Wohlgeschmack und die Schönheit der
- Zurichtung des Fleisches selbst Bezug hat.
-
-
-2. Bouillon.
-
-Man nimmt 2 Pfund Ochsenfleisch, eben so viel Kalbsknochen und eine alte
-Henne, thut dieses zusammen in einen dreimäßigen Topf, und sezt es mit
-kaltem Wasser und etwas Salz zum Feuer. Sobald es zu kochen anfängt,
-nimmt man den Schaum fleißig ab, thut 2 geschabte und geschnittene
-Selleriewurzeln, 2 Lorbeerblätter, eben so viele gelbe Rüben, Lauch,
-Petersilienwurzel, nebst einer mit 4 Gewürznelken besteckten Zwiebel
-dazu, und läßt es bei gelindem Feuer kochen bis das Fleisch weich ist.
-Alsdann nimmt man dieses heraus, gießt die Brühe durch ein Haarsieb,
-schöpft das Fett davon ab, und stellt sie an einen kühlen Ort. Diese
-Bouillon wird zu allen weißen Saucen gebraucht.
-
-
-3. Consommé.
-
-Man nehme 10 bis 12 Pfund Ochsenfleisch, 4 bis 5 Pfund Kalbsknochen
-und 6 Kalbsfüße, 3 alte sauber gepuzte Hühner, hacke Alles zusammen
-in Stückchen, thue es in einen großen Kessel, gieße so viel Wasser
-daran, daß es 3 Finger hoch darüber geht, lasse es 10 bis 12 Stunden
-lang kochen und schäume es fleißig ab. Gesalzen darf es nicht werden,
-und Kräuter und Wurzeln sollten nicht viel genommen werden, weil sie
-das Sauerwerden leicht herbeiführen; während des Kochens muß öfters
-aufgegossen werden. Man lasse es auf den halben Theil einkochen,
-ziehe es sodann durch ein Haarsieb, und lasse es über Nacht stehen,
-wenn es die Zeit erlaubt. Wenn man es am Tag darauf kochen will, so
-nehme man das Fett oben ab, thue das Uebrige wieder in eine Casserolle
-(Kastrol), und lasse es so lange kochen, bis eine Probe davon auf einem
-Teller in Tropfen stehen bleibt. Während des Kochens muß die Consommé
-immer abgeschäumt werden; sodann gieße man sie durch eine Leinwand
-in ein flaches Geschirr, und schneide sie, wenn sie fest gestanden,
-in Täfelchen wie Chokolade. Sie ist vorzüglich gut zu Geflügel und
-zum Glasiren. Auch kann man aus solcher Consommé zu jeder Zeit die
-kräftigste Fleischbrühe und davon die reinlichsten Suppen bereiten, wenn
-man nur Wasser, Feuer und Brod hat. Deßwegen ist sie für Reisen sehr zu
-empfehlen[A].
-
-
-4. Coulis (sprich Kuli).
-
-4 Pfund altes Ochsen- oder Kuhfleisch, 2 Kalbsknoten, 3 Kalbsfüße, 1
-altes Huhn, allerlei Wurzeln, Zwiebel, Muskatblüthe, Alles in kleine
-Stücke zerhackt, wird in einer bedeckten Casserolle oder Kessel mit 6
-Maas Wasser 4 bis 6 Stunden gekocht. Ferner läßt man in einer Casserolle
-1/2 Pfund Butter zerlaufen, rührt 2 starke Hände voll feines Mehl daran
-und läßt es zwei Minuten mit einander kochen; dann gießt man ein halbes
-Glas voll kaltes Wasser daran und rührt das Mehl damit glatt. Nun zieht
-man obige Kraftbrühe durch ein Haarsieb, nimmt das Fett oben ab, gießt
-die Brühe unter beständigem Rühren in die Casserolle und läßt sie mit
-dem Mehl noch 2 Minuten lang kochen; darauf gießt man diese Coulis in
-ein irdenes Geschirr und braucht sie zu allen weißen Saucen. Auf diese
-Art werden auch die Coulissuppen bereitet.
-
-
-5. Baumwollesuppe.
-
-1/4 Pfund Butter wird in einer Schüssel ganz leicht verrührt, nach
-und nach werden 4 Eier, 4 Eßlöffel voll süßer Rahm, 5 Kochlöffel voll
-Mehl daran gerührt; dieser Teig wird mit einem Kochlöffel in kochende
-Fleischbrühe gezettelt und Salz und Muskatnuß dazu gethan.
-
-
-6. Biersuppe auf gewöhnliche Art.
-
-Man läßt weißes Bier in einer messingenen Pfanne kochen, schöpft den
-weißen Schaum mit einem Schaumlöffel ab, läßt in einer Casserolle ein
-Stück Butter zerlaufen, gibt 1 Löffel voll Mehl dazu, läßt es nur wenig
-anziehen, rührt es glatt mit dem Bier, gießt 1 Schoppen gute gekochte
-Milch daran, läßt Alles nochmals miteinander aufkochen, schneidet ein
-Brod in Würfeln, und richtet die Suppe darüber an. Auch ist Salz und
-Muskatnuß nicht zu vergessen.
-
-
-7. Biersuppe auf feine Art.
-
-Man läßt eine halbe Maas Bier in einer messingenen Pfanne mit 6 Loth
-Zucker, einem Stück Zimmt und dem Gelben einer halben Citrone kochen,
-nimmt ein Stück Butter in eine Casserolle, läßt einen kleinen Löffel
-voll Mehl anziehen, gießt einen halben Schoppen guten süßen Rahm
-darein, ferner 2 Eiergelb und zieht das Bier durch ein Haarsieb in
-die Casserolle, läßt es mit einander aufkochen, schneidet ein Brod zu
-kleinen Stückchen, röstet sie im Schmalz schön gelb und richtet die
-Suppe darüber an.
-
-
-8. Brennsuppe.
-
-Man röstet in einer Pfanne in heißem Schmalz 2 Löffel voll Mehl gelb,
-löscht es mit kaltem Wasser ab, rührt es schön glatt, gießt so viel
-Wasser daran, als man braucht, thut Salz und Muskatnuß dazu, schneidet
-ein Brod in kleine Würfel und läßt es aufkochen, oder schneidet sie
-gleich in das Geschirr, in dem die Suppe aufgetragen wird, und läßt die
-Brühe durch einen Seiher darüber laufen.
-
-
-9. Weiße Brodsuppe für Kranke.
-
-2 Wecken werden eingeweicht, fest ausgedrückt, 3 Loth Mandeln mit
-Rosenwasser recht fein gestoßen, 1 Schoppen Mandelmilch, wie gewöhnlich,
-davon gemacht, mit den Wecken gut gerührt und gekocht, und wenn die
-Suppe angerichtet ist, Zimmt darauf gestreut.
-
-
-10. Blinde Chokoladesuppe.
-
-Man nimmt ein Stück Butter in eine Casserolle, röstet 2 Löffel voll Mehl
-hellgelb darin, rührt es mit guter Milch glatt an, gießt noch so viel
-Milch daran, als man glaubt nöthig zu haben, thut 3 Loth Zucker und
-gestoßenen Zimmt dazu, läßt es aufkochen, schneidet ein Brod in feine
-Stücke zum Bähen und richtet die Suppe über die gebähten Schnitten an.
-
-
-11. Braune Jussuppe.
-
-Man lege ein Stück Butter, geschnittene Zwiebeln und gelbe Rüben in
-eine Casserolle, schneide auch 3 Pfund mageres Ochsenfleisch in kleine
-Stückchen und lasse sie in der Casserolle schön gelb anschlagen,
-dann schneide man einen Kopf Weißkraut (Weißkohl) dazu und gieße
-einen Schöpflöffel voll Wasser daran. Wenn es gelb ist, decke man die
-Casserolle eine kleine Weile zu, gieße Fleischbrühe auf und lasse es 2
-bis 3 Stunden kochen. Dann ziehe man es durch ein Haarsieb, thue es in
-eine andere Casserolle und lasse es aufkochen. Dazu werden gebackene
-Erbsen auf folgende Weise gemacht: man nimmt eine halbe Maas Wasser
-in eine messingene Pfanne, thut ein Stück Butter von der Größe eines
-Hühnereies dazu und läßt es mit einander kochen, sodann rührt man
-feines Mehl daran, bis es ein dicker Brei ist. Diesen nimmt man in eine
-Schüssel, schlägt 5 bis 6 Eier daran, und thut 2 Messerspitzen voll
-Salz dazu. Diesen Teig treibe man durch einen Spatzenseiher in heißes
-Schmalz, und backe darin die so verfertigten Erbsen schön gelb aus. Der
-Spatzenseiher darf aber keine zu großen Löcher haben, und außerdem muß
-man Bedacht darauf nehmen, daß der Teig nicht zu weich wird, weil sonst
-die Erbsen nicht schön rund werden.
-
-
-12. Französische Jussuppe.
-
-Es kommt in eine Casserolle ein Stück Butter oder anderes Fett, der
-Boden wird mit Zwiebeln, gelben Rüben und Sellerie belegt, dann werden
-2 Pfund Ochsenfleisch in kleine Stückchen geschnitten und in die
-Casserolle gethan, hat man noch übrige Knochen, so werden sie auch
-dazu gethan. Dann wird die Casserolle zugedeckt, und man läßt es eine
-Stunde dämpfen, hernach deckt man die Casserolle wieder ab und läßt das
-Gedämpfte stark anschlagen; ist es gelb, so kommt ein Schöpflöffel voll
-Wasser daran; sodann wird die Casserolle mit Fleischbrühe aufgefüllt und
-man läßt es 2 Stunden kochen. Hierauf schneidet man von schwarzem Brod
-Schnittchen und thut sie in die Casserolle. Wenn Alles eine halbe Stunde
-mit einander aufgekocht hat, wird es durch ein Haarsieb getrieben. Dann
-läßt man es noch einmal in der Casserolle aufsieden und richtet darnach
-an. Wenn man will, kann man auch Eier in die Suppenschüssel schlagen.
-
-
-13. Süße Milchsuppe.
-
-Nehme 2 Loth abgezogene, fein gestoßene Mandeln, rühre sie nebst 3 Loth
-Zucker und etwas Zimmt mit einer halben Maas Milch in einer messingenen
-Pfanne an, lasse es mit einander aufkochen, schneide ein frisches Brod
-in feine Schnittchen und richte die Milch darüber an.
-
-
-14. Milchsuppe mit Mandeln.
-
-Man sezt 3 Schoppen Milch ans Feuer, thut ein fingerlanges Stück
-Vanille daran, läßt sie so lange kochen bis 1 Schoppen eingekocht ist.
-Dann nimmt man die Vanille mit einem Schaumlöffel heraus, thut 4 Loth
-abgezogene und fein gestoßene Mandeln und 2 Loth Zucker in die Milch,
-nimmt von einem Stück Brod die harte Rinde ab und schneidet es in feine
-Suppenschnittchen; darüber richtet man die Milch an.
-
-
-15. Suppe _à la patrie_.
-
-Zu einem halben Schoppen Rahm, einem ganzen Ei und dem Gelben von einem
-Ei rührt man so viel Mehl, daß es ein dicker Teig wird, den man auf
-dem Nudelnbrett messerrückendick auswellt; mit kleinen Ausstechmödeln
-sticht man verschiedene größere und kleinere Figuren davon aus, und
-backt sie schön gelb im heißen Schmalz. Ferner macht man gebackene und
-gesottene Klößchen von Geigen- (Gries-) Mehl, Spinatkräpfchen, gebackene
-Rosolen, kleine Fischwürstchen, grüne Klöße von Spinat, Krebsschnitten,
-gebackene Eierschnitten, gesottene Brätknödel aus Rindsbrät, gebackene
-italienische Makaroni, Eierkäs (s. Fischsuppe); dieses Alles, gehörig
-gesotten, gekocht und gebacken, wird zusammen in die Suppenschüssel
-gethan und folgende Sauce daran gemacht: zu 1 Vierling Butter, in einer
-Casserolle zergangen, rührt man 4 Löffel voll feines Mehl, läßt es ein
-wenig anlaufen, gießt einen halben Schöpflöffel voll Wasser daran und
-rührt es glatt, gießt Fleischbrühe daran, so viel als nöthig ist, läßt
-es noch einmal aufkochen und richtet in die Suppenschüssel an; Salz,
-Muskatnuß. (Es ist dieß in Baiern die gewöhnliche Suppe bei Hochzeiten.)
-
-
-16. Panadesuppe.
-
-Man schneidet 4 Mundbrod ein, wie zu einer Suppe, thuts in eine
-Casserolle, gießt kaltes Wasser daran und läßt sie mit 3 Loth Butter
-eine halbe Stunde lang kochen, treibt sie darauf durch ein Haarsieb in
-die Casserolle und läßt es nochmal aufkochen; Salz, Muskatnuß; sodann
-schlägt man 2 Eier in die Suppenschüssel, gießt ein wenig Milch daran,
-richtet die Suppe darüber an und streut geschnittenen Schnittlauch und
-Muskatnuß darauf.
-
-
-17. Brodpanadesuppe.
-
-Gebähte Schnitten von weißem Brod läßt man in einer Casserolle mit
-schwacher Fleischbrühe weich kochen, treibt sie durch ein Haarsieb, läßt
-sie in der Casserolle noch einmal anziehen und rührt ein Eiergelb daran.
-
-
-18. Reispanadesuppe für Kranke.
-
-4 Loth sauber gewaschenen Reis bindet man in ein leinenes Tüchlein,
-doch so, daß noch 3 Finger breit leer bleibt, siedet den Reis in einem
-Fußhafen mit halb Wasser und halb Fleischbrühe 2 bis 3 Stunden lang,
-verrührt ihn mit 1 Eigelb und 1 Löffel voll süßen Rahm recht fein, läßt
-es noch einmal anziehen und gibt dieses dem Kranken, je einen Löffel
-voll.
-
-
-19. Reisschleim für Kranke.
-
-4 Loth sauber gewaschenen Karolinerreis stoßt man recht fein, läßt ihn
-in einem kleinen Geschirr mit 1 Maas Wasser so lange kochen, bis er
-anfängt dick zu werden, preßt den Reis durch ein leinenes, nicht sehr
-festes Tuch, rührt ein Eigelb und einen Löffel voll süßen Rahm daran,
-läßt den Schleim noch einmal anziehen, zuckert oder salzt ihn und gibt
-dem Kranken je einen Löffel voll.
-
-
-20. Tropfsuppe.
-
-Man macht einen Teig von 2 Eiern, 2 Löffeln voll Mehl und Milch oder
-Wasser; macht Fleischbrühe oder Wasser siedend und läßt den Teig über
-einen Kochlöffel oder durch einen Schaumlöffel in die Casserolle
-einlaufen und thut beim Anrichten Schnittlauch, Muskatnuß und Salz dazu.
-
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-21. Verlorene Eiersuppe.
-
-Kochendes Wasser wird über fein geschnittenes, im Schmalz gelb
-geröstetes schwarzes Brod gegossen und aufgekocht; dann werden so viele
-Eier, als Personen am Tische sind, daran geschlagen; man läßt die Suppe
-ein wenig anziehen, salzt sie und streut Muskatnuß darauf.
-
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-22. Ordinäre Wassersuppe.
-
-Man schneidet recht feine Schnittchen von Brod, legt sie in die
-Schüssel, gießt kochendes Wasser darüber, läßt die Suppe langsam
-aufkochen und schmälzt sie mit heißem Schmalz, in welchem man zuvor
-Zwiebeln gelb röstet, ab.
-
-
-23. Weinsuppe.
-
-Man gießt einen Schoppen Wein in eine Pfanne, rührt einen Kochlöffel
-voll Mehl mit kaltem Wasser darein, schlägt 4 Eier daran und thut 3
-Loth Zucker, woran eine halbe Citrone abgerieben ist, dazu, gießt noch
-eine halbe Maas kaltes Wasser daran, läßt es unter beständigem Umrühren
-kochen und richtet es über geröstete Brodstückchen an.
-
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-24. Weinsuppe anderer Art.
-
-Ein Stück Butter läßt man in einer Casserolle verlaufen, thut 1
-Kochlöffel voll Mehl dazu und läßt es anlaufen, alsdann löscht man es
-mit kaltem Wasser ab, gießt einen Schoppen Wein dazu, wirft 3 Loth
-Zucker, ein Stück Zimmt, von einer Citrone das Gelbe hinein, läßt es mit
-einander aufkochen und richtet es über geröstete Brodstückchen an.
-
-
-25. Weinsuppe mit süßem Rahm.
-
-Man macht 1 Schoppen Rahm und 1 Schoppen Wein warm (jeden Theil aber
-allein), kocht einen halben Vierling Zucker, welcher an einer Citrone
-abgerieben wurde, mit 4 Eigelb und dem Wein und Rahm mit einander,
-röstet gewürfelt geschnittene Wecken im Schmalz, legt sie in die dazu
-bestimmte Schüssel, gießt das Gekochte daran und streut Safran auf die
-Suppe.
-
-
-26. Endiviensuppe.
-
-Man legt ein Stückchen Butter in eine Casserolle und dämpft darin ganz
-fein geschnittene, sauber gewaschene, schöne gelbe Endivie gut weich,
-streut sodann so viel Mehl darauf, als man zwischen 3 Fingern fassen
-kann, gießt Fleischbrühe daran, läßt sie noch einmal aufkochen und
-richtet über 2 der Länge nach geschnittene und auf dem Rost schön gelb
-gebähte Mundbrode an; Salz, Muskatnuß.
-
-
-27. Franzosensuppe.
-
-1 Kopf Weißkohl, Wirsing, 2 Kohlrabi, 2 Sellerie, 2 gelbe Rüben, 1
-weiße Rübe, 1 Hand voll Petersilienkraut; dieses Alles wird so fein
-geschnitten, wie Nudeln, und mit kaltem Wasser ans Feuer gesezt, wo
-man es halbweich kochen läßt. Sodann gießt man es durch ein Haarsieb
-und wieder kaltes Wasser daran, läßt es sauber ablaufen und kocht es
-in einer Casserolle in Fleischbrühe weich. Wenn man hat, kann man auch
-Leber, Magen und Herz von Geflügel, in Stückchen geschnitten, dazu thun
-und fein geschnittenes Brod damit aufkochen; auch kann man Alles so
-weich kochen, daß es sich durch einen Suppenseiher treiben läßt. Doch
-läßt man in diesem Fall den Kohl und die Leber weg.
-
-
-28. Geriebene Gerstensuppe.
-
-Mache von 1 bis 2 Eiern und Mehl einen festen Teig und reibe diesen
-auf dem Reibeisen, dann streue das Geriebene, sobald es ein wenig
-abgetrocknet ist, unter immerwährendem Rühren in siedende Fleischbrühe.
-Beim Anrichten streut man Schnittlauch darauf.
-
-
-29. Griessuppe.
-
-In siedende Fleischbrühe in einer Casserolle rührt man 4 Hände voll
-Griesmehl, thut Hühnerei groß Butter dazu, läßt dieses eine Zeit lang
-miteinander kochen, schlägt 2 Eiergelb in eine Suppenschüssel, rührt sie
-glatt mit 2 Eßlöffel voll saurem Rahm, rührt die Suppe dazu und streut
-Schnittlauch und Muskatnuß darauf.
-
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-30. Habergrützsuppe.
-
-2 Hände voll sauber verlesene Habergrütze läßt man mit einer halben
-Maas Wasser halb einkochen, rührt ein Stückchen Butter daran, läßt es
-nochmals aufkochen, treibt es durch ein Haarsieb in ein anderes Geschirr
-und rührt 2 Eiergelb, Salz und Muskatnuß daran.
-
-Diese Suppe ist sehr gut für magere Leute, die eine trockene Natur haben.
-
-
-31. Kartoffelsuppe.
-
-Kartoffel werden roh geschält und gewaschen und mit einem Stück Fett
-in einer Casserolle weich gedämpft. Deßgleichen werden Petersilie,
-Sellerie und Schnittlauch zusammen weich gedämpft und durch einen Seiher
-getrieben. Dann werden Zwiebel und Petersilie fein gewiegt und mit
-einem Stücke Butter von der Größe eines Hühnereies in einer Casserolle
-gedämpft. Hierauf kommt ein Kochlöffel voll Mehl und die Kartoffeln
-dazu; das Ganze wird mit Fleischbrühe aufgegossen, worauf man es noch
-einmal aufkochen läßt. Dann kommen zwei Eiergelb mit zwei Löffel voll
-saurem Rahm in die Schüssel, und die Suppe wird angerichtet, auch
-Muskatnuß und Salz daran gethan.
-
-
-32. Karviolsuppe.
-
-Schönen weißen Karviol macht man blumenweis aus, zieht die grüne Haut ab
-und siedet ihn im Salzwasser weich. Hierauf rührt man einen Kochlöffel
-voll Mehl in verlaufene Butter, wendet es einige Male um, gießt zuerst
-ein Glas voll kaltes Wasser daran, rührt es schön glatt, dann einen
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe, thut den Karviol dazu und läßt es
-langsam kochen.
-
-Hiezu mache man einen Eierkäs auf folgende Art: In einer kleinen
-Schüssel werden 6 Eier an einen Kochlöffel voll Mehl geschlagen und mit
-diesem wohl verrührt; dann gießt man 1-1/2 Schoppen Milch dazu, schmiert
-ein Geschirr mit Butter, schüttet die Masse in dasselbe, und stellt
-es ins kochende Wasser oder in das Bratrohr und läßt die Masse darin
-fest werden. Ist es Zeit zum Anrichten, so thut man den Karviol in die
-Terrine, gießt Fleischbrühe daran, sticht mit dem Löffel Knödel aus dem
-Eierkäs und thut sie in die Terrine, auch Salz und Muskatnuß dazu.
-
-
-33. Körbelsuppe.
-
-2 Hände voll sauber gewaschener Körbel werden fein gewiegt (wozu man
-auch etwas Petersilienkraut nehmen kann) und 1/4 Stunde in einer
-Casserolle in Butter gedämpft. Dann kommt ein kleiner Kochlöffel voll
-Mehl daran, und so läßt man es in Fleischbrühe aufkochen. 2 Eiergelb
-werden in die Suppenschüssel geschlagen, 2 Eßlöffel voll süße Milch dazu
-gethan, und die Suppe darüber angerichtet, auch kommt Salz und Muskatnuß
-daran. Hiezu können die unten beschriebenen Buttermocken gegeben werden.
-Zu bemerken ist noch, daß im Monat Mai der Körbel am besten zu Suppen
-taugt.
-
-
-34. Kräutersuppe.
-
-Körbelkraut, Petersilie, Sauerampfer, Gartenkresse und Schnittlauch
-werden rein gewaschen und, nachdem das Wasser ausgedrückt, fein gewiegt
-und mit einem Stück Butter in einer Casserolle eine Viertelstunde
-lang gedämpft; dann kommt ein Kochlöffel voll Mehl dazu und wird
-mit Fleischbrühe aufgegossen, worauf man Alles zusammen noch eine
-Viertelstunde kochen läßt. Nachdem dieses über gebackene Semmelschnitten
-angerichtet ist, werden drei Löffel voll saurer Rahm mit 2 Eiergelb
-verrührt und darauf gethan.
-
-
-35. Reissuppe.
-
-Der Reis wird gereinigt und mit siedendheißem Wasser angebrüht; so
-läßt man ihn eine Viertelstunde stehen, dann wird er ausgewaschen und
-wieder angebrüht und man läßt ihn nochmals eine Viertelstunde stehen;
-dann kommt er in eine Casserolle, es wird sehr fette Fleischbrühe
-daran gegossen und auf schwachem Kohlenfeuer langsam aufgekocht. Beim
-Anrichten schon kann Parmesankäse in die Schüssel gethan, oder auch
-besonders auf die Tafel gegeben werden.
-
-
-36. Reissuppe anderer Art.
-
-Es werden Brockelerbsen ausgemacht und mit Zwiebel, Petersilie und
-Butter gedämpft bis sie weich sind; dann wird ein kleiner Kochlöffel
-voll Mehl daran gerührt und etwas Fleischbrühe dazu gegossen; so läßt
-man sie eine Viertelstunde, oder bis sie weich sind, kochen, und treibt
-sie durch ein Haarsieb. Der Reis muß so behandelt werden wie bei No. 35;
-dann wird beides miteinander angerichtet.
-
-Auf einen Fasttag kann die nämliche Suppe mit dürren Erbsen gegeben
-werden, nur mit dem Unterschied, daß der Reis mit Butter gekocht, dann
-mit Wasser aufgegossen wird. Wenn der Reis weich ist, wird er mit
-den Erbsen vermengt und noch eine Viertelstunde gekocht; sodann wird
-Muskatnuß dazu gethan und angerichtet.
-
-
-38. Reissuppe mit Schinken.
-
-Es wird 1/2 Pfund Reis angebrüht und eine halbe Stunde stehen gelassen;
-dann siedet man ihn ab, brüht ihn nochmals an und läßt ihn wieder
-eine Viertelstunde stehen; dann wird er sauber ausgewaschen, es kommt
-Fleischbrühe daran, und er wird damit weich gekocht; dann werden 1/2
-Pfund Schinken und 1/4 Pfund Parmesankäs, der auf dem Reibeisen gerieben
-ist, zusammen in die Suppenschüssel gethan, der Reis wird darüber
-angerichtet und Muskatnuß darauf gerieben.
-
-
-37. Sauerampfersuppe.
-
-Man wiegt eine Hand voll sauber gewaschenen Sauerampfer und 2
-Schalottenzwiebeln zusammen recht fein, thut ein Stück Butter in eine
-Casserolle, dämpft Alles miteinander, rührt einen Kochlöffel voll
-Mehl darein, gießt Fleischbrühe oder Jus daran, läßt es noch einmal
-aufkochen, richtet über die unten beschriebenen Suppenknödel an, und
-rührt 2 Eiergelb nebst 2 Löffel voll süßen Rahm daran, thut auch Salz
-und Muskatnuß dazu.
-
-
-39. Sagosuppe.
-
-Ostindischer Sago braucht zwei Stunden zum Kochen; hieländischer nur
-eine halbe Stunde. Man gießt in eine Casserolle helle Fleischbrühe, läßt
-den Sago langsam dareinlaufen, deckt ihn zu, läßt ihn schön langsam
-kochen, rührt ihn öfters um, gießt so viel Fleischbrühe daran, als man
-Suppe braucht, schlägt 2 Eiergelb in die Suppenschüssel, zwei Löffel
-voll süßen Rahm dazu, und richtet den Sago darüber an; Muskatnuß ist gut
-daran. 1/4 Pfund Sago ist hinlänglich für 8 Personen.
-
-
-40. Milchsagosuppe.
-
-Mit einem Stückchen Butter von der Größe eines Hühnereies wird Milch ans
-Feuer gesezt und darin 1/4 Pfund weißer Sago so lange gekocht, bis eine
-Maas Milch eingekocht ist; hierauf kommt Zucker und Zimmt dazu und die
-Suppe wird angerichtet.
-
-
-41. Selleriesuppe.
-
-Man läßt ein Stück Butter in einer Casserolle zergehen, schneidet 3
-bis 4 sauber gewaschene und gepuzte Sellerie so fein wie geschnittene
-Nudeln, und thut sie mit 2 fein gewiegten Schalottenzwiebeln und zwei
-gewiegten Lauchstängeln in die Casserolle; dann deckt man dieselbe zu
-und läßt die Sellerie weich dämpfen. Sind sie weich, so streut man so
-viel Mehl darauf, als man zwischen drei Fingern fassen kann, gießt
-Fleischbrühe oder Jus daran, so viel als man Suppe braucht, läßt es noch
-eine Viertelstunde kochen, richtet es über geröstete Brodbrosamen an und
-reibt Muskatnuß darauf.
-
-
-42. Spargelsuppe.
-
-Man nehme Spargeln, schneide das Weiße davon, schabe sie ein wenig ab,
-binde sie wieder in Büscheln zusammen und siede sie weich in kochendem
-Salzwasser. Sind sie weich, so nehme man sie heraus, schneide die
-Köpfchen davon, thue sie in die Suppenterrine, das Uebrige nehme man
-in einen Mörser und stoße es. In einer Casserolle dämpft man mit Butter
-die gestoßenen Spargeln, thut 2 gewiegte Schalottenzwiebeln dazu; haben
-sie eine halbe Viertelstunde gedämpft, so rührt man einen Kochlöffel
-voll Mehl an die Spargeln, gießt helle Fleischbrühe daran, läßt es eine
-Viertelstunde aneinander kochen, zieht es durch ein Haarsieb, thut es
-wieder in die Casserolle, läßt es noch einmal aufkochen, thut eine
-Messerspitze voll gestoßene Muskatblüthe dazu, verrührt in einem kleinen
-Geschirre 2 Eiergelb und 2 Löffel voll sauren Rahm, gießt sie in die
-Suppenterrine an die Spargeln und richtet die Suppe an.
-
-
-43. Weichselsuppe für Kranke.
-
-Gedörrte Weichseln wascht man sauber in warmem Wasser, stoßt sie im
-Mörser ganz fein, thut sie in eine Casserolle, gießt Wasser daran, so
-viel man Suppe nöthig hat, läßt es eine halbe Stunde miteinander kochen,
-zieht es durch ein enges Haarsieb, thut es nochmal in eine Casserolle,
-läßt es noch einmal aufkochen, reibt ein Stück Zucker ein wenig an der
-Citrone ab, und wenn es die Krankheit erlaubt, kann noch Wein und Zimmt
-dazu genommen werden. Man richtet es über gebähte Brodschnitten an.
-
-
-44. Suppe mit Rosolo.
-
-Es wird Spinat gewaschen, ausgedrückt und mit Zwiebeln fein gewiegt;
-auch kann etwas kalter Braten, oder in Ermangelung desselben können
-2 hart gesottene Eier mit gewiegt werden. Dann wird von 2 Eiern ein
-Nudelnteig gemacht und fein ausgetrieben. Der Spinat wird mit einem
-Ei und dem Gelben von einem Ei angerührt, dann je ein Löffel voll
-auf die Nudelkuchen aufgelegt, die man überschlägt, aussticht und in
-Fleischbrühe aufkocht. Auch kommt Salz und Muskatnuß in den Spinat.
-
-
-45. Brieschensuppe.
-
-Man nimmt 2 Brieschen, blanchirt sie ein wenig ab, wiegt sie auf einem
-Wiegblock, desgleichen auch Zwiebeln und Petersilie, leztere aber nicht
-sehr fein, thut ein Stück Butter wie ein Hühnerei in eine Casserolle,
-und das Gewiegte dazu, dämpft es eine halbe Stunde mit einander, rührt
-2 Kochlöffel voll Mehl daran, gießt gute Bouillon dazu, rührt Alles
-recht schön glatt, so daß es keine Knollen gibt. Dann gießt man so
-viel Fleischbrühe daran, als man Suppe will, schlägt zwei Eiergelb in
-die Suppenschüssel, zwei Löffel voll sauren Rahm und richtet die Suppe
-darüber an, thut auch Salz und Muskatnuß daran.
-
-
-46. Fischsuppe.
-
-Schabe von einem Fisch, von welcher Gattung er ist (gewöhnlich nimmt
-man Weißfisch, Asch oder Barbe, oder auch Aal) das Fleisch von den
-Gräthen, thue in eine Casserolle ein Stück Butter, schneide Zwiebel,
-für 2 Kreuzer Wecken, hacke die Fischgräthe, thue etwas Petersilie
-dazu, dämpfe Alles zusammen in der Casserolle eine Stunde lang, gieße an
-Fasttagen Wasser daran, lasse es eine Stunde kochen, dann gieße es durch
-ein Haarsieb, thue es wieder in die Casserolle und lasse es nochmals
-aufkochen. Von dem abgeschabten Fischbrät mache kleine Knödel, wie
-öfters beschrieben wird, und richte das Gekochte darüber an.
-
-
-47. Glacesuppe von Tauben.
-
-Die Tauben werden ausgenommen, aber nicht gewaschen; die Brust wird
-ausgeschnitten; der übrige Körper wird mit Leber, Herz und Magen,
-nachdem der leztere aufgeschnitten und gereinigt ist, mit Rindsknochen
-gehackt, mit Butter nach Belieben eine Stunde lang gedämpft und mit
-Fleischbrühe, in Ermangelung derselben auch mit Wasser, aufgegossen. Die
-Brust wird gesotten, in kleine Stücke geschnitten, mit 3 hartgesottenen,
-feingewiegten Eiern und etwas Schnittlauch in die Schüssel gethan, durch
-ein Haarsieb darüber angerichtet und Muskatnuß darauf gestreut.
-
-
-48. Glacesuppe von Kalbsfüßen.
-
-Es werden 6 Kalbsfüße rein gewaschen, abgezogen, in eine Casserolle oder
-einen Topf gethan, mit Sellerie, Gelbrüben und Petersilie weichgekocht
-und dann in kleine Stückchen geschnitten. Diese werden wieder in eine
-Casserolle oder einen Topf gethan; die Brühe schüttet man durch einen
-Seiher wieder an die Stückchen und läßt sie nochmals aufkochen. Von
-Fischbrät können kleine Knödel darein gemacht werden. 2 Eiergelb werden
-in die Schüssel gethan und darüber angerichtet; Muskatnuß und Salz dazu.
-
-
-49. Hirnsuppe.
-
-2 Kalbshirn legt man in laues Wasser und nimmt die Haut davon ab;
-wiegt Zwiebel und Petersilie mit einander, und dämpft die Hirn mit dem
-Gewiegten in einer Casserolle mit Butter eine halbe Viertelstunde lang.
-Dann rührt man einen halben Kochlöffel voll Mehl an das Hirn, aber so,
-daß das Hirn nicht ganz bedeckt ist; gießt Fleischbrühe daran und läßt
-es aufkochen; Salz, Muskatnuß.
-
-
-50. Kalbfleischsuppe.
-
-2 Pfund Kalbfleisch, fein geschnitten, werden in einer Casserolle
-mit einem Stück Butter, mit Sellerie, Pastinak und Petersilie sehr
-weich gedämpft, 3 Kochlöffel voll Mehl darauf gestreut, 2 Löffel voll
-Fleischbrühe darauf gegossen und noch eine halbe Stunde zusammen
-gekocht; dann wird es durch ein Haarsieb getrieben und auf zwei Eiergelb
-in die Suppenterrine angerichtet, auch etwas Muskatnuß und Schnittlauch
-darauf gethan.
-
-
-51. Königssuppe.
-
-2 sauber gepuzte und gewaschene Hühner werden klein gehackt, ein Pfund
-mageres Ochsenfleisch in kleine Stückchen geschnitten, und beides in
-einer Casserolle, in welcher ein Stück Butter so groß wie ein Hühnerei
-ist, mit einer Sellerie- und Pastinakwurzel zugesezt und 2 bis 3
-Stunden gedämpft. Dann wird ein Kochlöffel voll Mehl darauf gestreut,
-Fleischbrühe oder Jus daran gegossen und noch eine halbe Stunde gekocht.
-Nach diesem treibt man es mit Fleischbrühe durch ein Haarsieb, läßt es
-noch einmal aufkochen, schlägt vier Eiergelb in die Suppenterrine, thut
-einen halben Schoppen dicken, süßen Rahm daran, und richtet die Suppe
-darüber an. Salz, Muskatnuß.
-
-
-52. Lebersuppe.
-
-Man hackt eine Kalbsleber mit Zwiebeln, thut ein Stück Butter in eine
-Casserolle, dämpft die Leber darin, schneidet für 2 Kreuzer Wecken
-darein, dämpft es eine halbe Stunde miteinander, gießt Fleischbrühe oder
-Jus daran, läßt es eine Stunde kochen, zieht es durch ein Haarsieb,
-thut es wieder in die Casserolle, läßt es nochmals aufkochen, schlägt 2
-Eiergelb in eine Suppenschüssel, 2 Löffel voll süßen Rahm und gebähte
-Brodschnitten dazu, und richtet die Suppe darüber an; Salz, Muskatnuß.
-
-
-53. Lungensuppe für Schwindsüchtige.
-
-Eine Kalbslunge und etwas vom Herz schneidet man in kleine Stückchen;
-die Lunge, wenn es möglich ist, muß gerade von dem Kalb genommen
-werden; 6 Krebse stößt man lebendig und thut sie zu der Lunge; 1 Hand
-voll Körbelkraut, eben so viel Ehrenpreis, etliche Kuhblätter, alles
-wohlgewaschen, thut man in einen Topf, gießt 2 Maas Wasser daran, läßt
-den halben Theil einkochen und zieht es durch ein Haarsieb. Man kann
-gebähte Brodschnitten dazu geben oder mit Eiergelb abrühren.
-
-
-54. Schneckensuppe.
-
-50 Stück Schnecken werden wie gewöhnlich gesotten, sauber gepuzt,
-abgeschleimt und noch eine halbe Stunde gekocht, dann gewiegt.
-Gleichfalls wiegt man eine Hand voll Petersilie, eben so viel
-Körbelkraut, eben so viel Sauerampfer recht fein zusammen, und
-dämpft die Schnecken damit in zerlassener Butter eine Viertelstunde
-lang; sodann läßt man sie mit einem Kochlöffel voll Mehl und einem
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe aufkochen (Fleischbrühe gießt man
-nach, bis es genug ist). Diese Suppe wird nun über gebähte Schnitten
-angerichtet und 2 Eiergelb mit 2 Löffeln voll saurem Rahm daran gerührt,
-und mit Salz, Muskatnuß etc. nach Belieben gewürzt.
-
-
-55. Citronensuppe für Kranke.
-
-4 frische Eiergelb verrührt man in einem Topf, reibt ein Stückchen
-Zucker an einer Citrone ab, von 2 Citronen den Saft, 1 Schoppen
-Boragewasser, 1 Schoppen schwarzes Kirschenwasser rührt man auf einem
-Kohlenfeuer so lange bis es anfängt zu kochen; wenn es die Krankheit
-erlaubt, kann etwas Wein dazu genommen werden.
-
-
-56. Suppe _à la Reine_ (sprich Rähn).
-
-Von einer alten Henne wird die Brust ausgeschnitten; der übrige Körper
-in Stückchen gehackt, mit etwas Kalbfleisch, allerlei Arten Wurzeln,
-als: Pastinak, Sellerie, Gelbrüben, Lauch und Zwiebeln in 1/8 Pfund
-Butter in einer zugedeckten Casserolle 1 Stunde lang gedämpft; eine
-kleine Hand voll Mehl darauf gestreut, umgewendet und Fleischbrühe
-darauf gegossen; hierauf läßt man das Ganze noch eine halbe Stunde
-kochen. Die Brust von der Henne wird fein gewiegt, mit einem Ei und
-etwas Butter im Mörser gestoßen und kleine Klöße daraus gemacht, die man
-eine 1/8 Stunde kochen läßt. Das Glaß (_Glace_) wird durch ein Haarsieb
-gegossen, und dann die Klöße, auch etwas Muskatnuß und Schnittlauch,
-dazu gethan.
-
-
-57. Welsche Suppe.
-
-Von einem welschen Hahnen nimmt man die Füße, den Kragen und den Kopf,
-auch die Flügel vom zweiten Gelenk an, und hackt alles ganz fein. Mit
-einem Stücke Butter dämpft man sodann geschnittene Zwiebel, das Gehackte
-und für 2 Kreuzer geschnittenes Milchbrod eine halbe Stunde lang; gießt
-hierauf gute Jus dazu, läßt es eine Stunde lang mit einander kochen,
-schlägt 3 Eiergelb mit 2 Löffeln voll saurem Rahm in die Suppenschüssel.
-Die Suppe zieht man noch einmal durch ein Haarsieb, läßt sie in der
-Casserolle wieder heiß werden, rührt sie in die Suppenschüssel und thut
-Salz und Muskatnuß daran.
-
-
-58. Kraftsuppe für Kranke.
-
-Ein altes, sauber gepuztes und gewaschenes Huhn bratet man halbgar,
-stoßt es in einem Mörser sammt den Knochen ganz fein, läßt es in einer
-Casserolle eine Stunde lang kochen, indem man nach und nach 2 Maas
-Fleischbrühe dazu gießt, preßt es durch ein reines Tuch, läßt es mit 1/4
-Pfund abgezogenen, feingestoßenen Mandeln noch einmal aufkochen und kann
-es dann über gebähte Weckenschnitten anrichten.
-
-
-59. Kräutersuppe für Kranke.
-
-Die jungen Blätter von Portulak, Endivie, Pfaffenöhrlein, Sauerampfer
-(jedes 3 Loth), Körbelkraut (6 Loth), wascht man im lauen Wasser, drückt
-es fest aus, wiegt es so fein als möglich, läßt es eine halbe Stunde mit
-einem Stückchen Butter in einer Casserolle dämpfen, nimmt 3 Finger voll
-Mehl dazu, löscht es mit Fleischbrühe ab und gibt es dem Kranken. Man
-kann auch feine Knödel dazu geben.
-
-
-60. Suppe für Genesende.
-
-Ein frischgelegtes Ei wird gesotten, geschält, durch ein Haarsieb
-getrieben, in einem Quart Wasser, einem Quart Wein, etwas Zucker
-und Zimmt eine Viertelstunde gekocht, über gebähte Brodschnitten
-angerichtet, und sollte der Wein noch zu stark für den Kranken seyn, so
-kann Fleischbrühe dafür genommen werden.
-
-
-
-
-Fußnote:
-
-
-[A] Wollten sich einige meiner Leser und Leserinnen über die sonderbaren
-Zusammensetzungen mancher Gerichte wundern, und in diesem Buche Dinge
-finden, die nach ihrer Ansicht wohl hätten wegbleiben können, so mögen
-sie bedenken, daß dieses Buch auch für solche geschrieben ist, die an
-Höfen und in großen Häusern die Küche zu besorgen haben, daß diesen mit
-Manchfaltigkeiten sehr gedient, und daß der Geschmack verschieden ist.
-Sollte aber hier und da noch etwas mangeln, so bitte ich, Kleinigkeiten
-nach eigenem Gutdünken ab- und zugeben zu wollen.
-
-
-
-
-Suppenknöpflein (Klöße, Knödel).
-
-
-61. Butterknöpflein.
-
-Ein halb Pfund zerlassene Butter rührt man recht schaumig, nimmt 6 Eier
-und zu jedem eine Hand voll geriebenes Mutschelmehl und einen Kochlöffel
-voll feines Mehl (dieses wird aber nur nach und nach, nicht auf einmal,
-zu der Butter gerührt), macht Knödel, so groß wie eine Welschnuß, die in
-kochender Fleischbrühe gesotten werden. Man kann sie in die Suppe geben.
-
-
-62. Markknöpflein.
-
-Ein Viertelpfund Ochsenmark läßt man verlaufen, gießt es durch ein
-Haarsieb auf kaltes Wasser, rührt es mit dem Wasser eine Viertelstunde,
-gießt das leztere ab, läßt das Fett verlaufen, rührt es noch einmal mit
-Wasser, bis es ganz weiß ist, schlägt nach und nach 5 Eier daran, mit
-jedem derselben eine Hand voll geriebenes Mutschel- (Geigen-) Mehl,
-läßt Alles eine halbe Stunde stehen, legt kleine Knödel von dem Teig in
-kochende Fleischbrühe, läßt sie eine halbe Viertelstunde kochen und gibt
-sie in die Suppe.
-
-
-63. Bechemelle.
-
-Kalbfleisch wird in kleine Stückchen geschnitten, in einer Casserolle
-mit einem Stück Butter, Zwiebel, gelben Rüben und Sellerie weich
-gedämpft, dann thut man 3 Hände voll Mehl dazu, läßt es nochmals
-miteinander dämpfen, treibt Alles durch einen Seiher, schlägt 4 Eier
-daran, rührt es mit Salz und Muskatnuß recht untereinander in einer
-Schüssel, bestreicht eine lange Form mit Butter, füllt die Masse hinein,
-siedet sie in Dunst, schneidet oder sticht Küchlein davon aus, wendet
-sie in Eiern und geriebenem Brod um und backt die Küchlein im Schmalz.
-
-
-64. Gebackene Griesknöpflein.
-
-4 bis 5 Hände voll Gries kocht man in einer halben Maas Milch eine
-Viertelstunde recht dick, rührt dann in einer Schüssel 4 Eier daran
-(aber nur nach und nach) und backt im heißen Schmalz kleine Knödeln
-davon.
-
-
-65. Gezupfte Knöpflein.
-
-Das Weiche von 3 Wecken wird zu kleinen Stückchen gezupft, ein halber
-Vierling zerlassene Butter darüber gegossen, 3 Eier, Salz, Muskatnuß
-damit verrührt, eine halbe Stunde stehen gelassen, und kleine Knödel, in
-der Größe einer Welschnuß, in halb Wasser halb Fleischbrühe von dem Teig
-eingelegt. Man gibt sie in die Suppe.
-
-
-66. Bratknöpflein.
-
-Ein Pfund Kalbs- oder Rindsbrät wird, wenn es nicht schon vom Metzger
-mit Milch angemacht worden ist, mit einer halben Maas Milch gerührt,
-das Gelbe von einer halben Citrone fein gewiegt, ein halber Vierling
-verlaufene Butter wird mit dem Brät noch einmal recht untereinander
-gerührt, die Knödel in laues Wasser eingelegt, aber nicht gekocht, sonst
-werden sie rauh; wenn sie einen weißen Schaum werfen, sind sie fertig.
-Man gibt sie in Fleischbrühe.
-
-
-
-
-Ochsenfleisch.
-
-
-67. Ochsenfleisch gut zu sieden.
-
-Es wird ein wenig geklopft, mit einem Bindfaden umwunden, mit kaltem
-Wasser an's Feuer gesezt und zugedeckt. Ist es Zeit zum Abschäumen, so
-nimmt man den Schaum so lange oben weg, bis es nicht mehr schäumt; dann
-schneidet man Zwiebeln, gelbe Rüben, Sellerie darein, und läßt es sehr
-langsam weich kochen. Eine halbe Stunde vor dem Anrichten wird es nach
-Belieben gesalzen.
-
-Es ist sehr gut, wenn man vor dem Anrichten des Fleisches einen
-Schöpflöffel voll Jus auf die Platte gießt, auf der man es auftragen
-will.
-
-
-68. Ochsenfleisch auf englische Art.
-
-Man siedet in 2 Maas Wasser ein Stück Ochsenfleisch von der Brust,
-schneidet 3 Zwiebeln dazu, auch 2 Lorbeerblätter, eine in Stückchen
-geschnittene Selleriewurzel, gelbe Rüben, ganze Nelken, und wenn das
-Fleisch halb weich ist, gießt man 3 Maas süßen Rahm dazu, läßt es darin
-vollends weich kochen, richtet es auf eine Platte an, zieht die Sauce
-durch ein Haarsieb darüber und garnirt die Platte mit Petersilie.
-
-
-69. Ochsenfleisch auf englische Art.
-
-Ein Stück von der Brust stellt man in einem Topfe zum Feuer, schäumt es
-gehörig ab, nimmt es, wenn es halb ausgekocht ist, aus dem Topfe auf
-ein Brett, schneidet die Knochen heraus, wickelt und bindet es fest
-zusammen, sezt es in einer Casserolle mit Speck, Zwiebeln, Sellerie,
-gelben Rüben, Salz und Pfeffer, Citronen und Nelken wieder an's Feuer,
-gießt ein Glas Wein und einen halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe
-daran, deckt die Casserolle zu und läßt es eine Stunde lang sieden. Ist
-das Fleisch weich, so nimmt man es aus der Casserolle und stellt es
-in einer Schüssel zur Wärme. Hierauf streut man ein wenig Mehl in die
-Casserolle, treibt die Fleischbrühe durch ein Haarsieb, gießt sie wieder
-in die erstere, legt das Fleisch wieder darein, thut das Gelbe von einer
-halben Citrone, fein gewiegt, so wie auch den Saft derselben in die
-Casserolle, und läßt das Fleisch auskochen.
-
-
-70. Ochsenfleisch auf italienische Art.
-
-Man spickt ein Stück Ochsenfleisch vom innern Schlägel, oder ein fettes
-Schwanzstück mit Speck und Schinken, wendet es im Salz und Pfeffer
-um, legt nun das Fleisch in eine Casserolle, thut 2 Lorbeerblätter,
-3 Zwiebeln, gelbe Rüben, Sellerie dazu, stellt es auf ein starkes
-Kohlenfeuer, gießt 1 Schoppen Wein und eine halb Maas Wasser daran, läßt
-es 2 bis 3 Stunden so stehen, stößt ein Stück Speck, ein Stück Schinken,
-2 Knoblauchszähnchen, Basilikum, Thimian, Estragon, Körbelkraut ganz
-fein; wenn das Fleisch weich ist, legt man es in eine andere Casserolle,
-nimmt das Fett von der Fleischbrühe ab, gießt die leztere wieder an das
-Fleisch, das Gestoßene auch dazu, nebst einem Schöpflöffel voll Jus,
-läßt nun Alles noch einmal miteinander aufkochen, richtet das Fleisch
-an und gießt die Sauce darüber. Die Franzosen und die Deutschen essen
-das Fleisch auf folgende Art gerne: Man läßt einen Kochlöffel voll Mehl
-in einem Stück Butter gelb anlaufen, gießt einen Schoppen Wein, einen
-Schöpflöffel voll gute Jus daran, läßt es stark mit dem Fleisch kochen,
-richtet dieses an, zieht die Sauce durch ein Haarsieb darüber und drückt
-den Saft von einer halben Citrone darauf.
-
-
-71. Ochsenfleisch auf böhmische Art.
-
-Ein Stück Ochsenfleisch von der Brust oder vom dicken Lappen reibt
-man mit Salz und Pfeffer gut ein und bratet es auf einem Rost, bis es
-halb gar ist, läßt es in einer Casserolle mit einem Schöpflöffel voll
-Fleischbrühe, weißem Bier, einem halben Schoppen Wein, etwas Essig, von
-einer halben Citrone das Gelbe fein gewiegt, den Saft derselben weich
-kochen, schneidet 2 Loth abgezogene Mandeln der Länge nach, reibt ein
-Stück braunen Lebkuchen, und thut dieses nebst ein wenig Zucker auch
-zu dem Fleisch; richtet dieses auf einer Platte an und gießt die Sauce
-darüber.
-
-
-72. Ochsenfleisch auf polnische Art.
-
-Man legt ein Stück Ochsenfleisch, welches man will, in ein Geschirr,
-thut ein paar Zwiebeln, wovon eine mit 4 Nelken besteckt wird, eine
-Selleriewurzel, ein Lorbeerblatt und ein wenig Muskatblüthe dazu,
-bedeckt das Fleisch mit Speck, salzt es, gießt 2 Schöpflöffel voll
-Wasser daran und läßt es langsam miteinander sieden. Hierauf bindet man
-einige Wirsingköpfe, nachdem sie gereinigt worden, mit Bindfaden fest
-zusammen, daß sie ganz bleiben, brüht sie ein wenig ab, legt sie eine
-Weile in frisches Wasser und dann zu dem Ochsenfleisch, wenn dieses
-etwas weich ist. Man läßt nun Alles miteinander so lange kochen bis nur
-noch ein wenig Jus bei dem Fleisch ist, legt dieses auf eine Platte,
-läßt den Wirsing auf einem Sieb ablaufen, nimmt die Bindfäden weg, legt
-die Köpfe um das Fleisch herum und gießt ein wenig Jus über das Essen.
-
-
-73. Ochsenfleisch mit feinen Kräutern.
-
-Man kocht ein beliebiges Stück Ochsenfleisch weich. Nun wiegt man 6
-Schalottenzwiebeln, das Gelbe und das Mark von einer Citrone, Basilikum,
-Thimian, Estragon, 2 Löffel voll Kapern recht sein, dämpft das Gewiegte
-mit einem Stück Butter und 3 Fingern voll Mehl, legt das Fleisch auf die
-Kräuter, läßt Alles noch eine halbe Stunde miteinander dämpfen, gießt
-einen halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe daran, richtet die Kräuter
-auf eine Platte an, legt das Fleisch darauf und bestreicht es mit
-zerlassener Consommé.
-
-
-74. Ochsenfleisch mit Kräutersauce.
-
-Ein gutes Stück Ochsenfleisch schneidet man in fingerdicke Stückchen,
-klopft sie ein wenig und legt sie mit einem Stück Butter in eine
-Casserolle. Von einer Citrone wird das Gelbe fein gewiegt mit dem Mark,
-nur die weiße Haut bleibt weg; dann reibt man eine Hand voll schwarzes
-Brod, wiegt eine Hand voll Körbel mit Petersilie und Sellerie recht
-fein, mengt es unter das geriebene Brod und thut es zum Fleisch, zu
-welchem noch ein Schoppen rother Wein und ein Schöpflöffel voll Jus
-oder Fleischbrühe gegossen, und Salz, Pfeffer und Muskatnuß, aber sehr
-wenig, gethan werden. So sezt man es zum Feuer und läßt es eine Stunde
-lang kochen. Nach dem Anrichten gießt man die Sauce darüber. -- Alles
-Fleisch, was auf diese oder ähnliche Art zubereitet wird, ist
-schmackhafter, wenn man es nicht zu lange kochen läßt und nicht stark
-salzt.
-
-
-75. Ochsenfleisch anderer Art.
-
-Man läßt ein Stück vom Brustkern weich kochen, nimmt es alsdann heraus,
-bestreut es mit Salz und Pfeffer, legt es auf einen Rost, übergießt
-es mit zerlaufener Butter und Citronensaft, läßt es schön gelb braten
-und richtet es auf eine Platte an. Dazu kann man Meerrettig geben oder
-darüber anrichten.
-
-
-76. Ochsenfleisch anderer Art.
-
-Man spickt ein Stück Ochsenfleisch mit Speck und Schinken, legt die
-Hälfte von folgenden Kräutern in eine Casserolle, das Fleisch darauf
-und auf dieses die andere Hälfte der Kräuter, als: Petersilie, Thimian,
-Basilikum, Selleriekraut, eine ganze Citrone in Blätter geschnitten,
-Lorbeerblätter, gießt auch etwas Provenceröl über das Fleisch, läßt es
-über Nacht in den Kräutern liegen, gießt den andern Tag Wasser daran,
-läßt das Fleisch auf Kohlen weich kochen, richtet es dann an, zieht die
-Jus durch ein Haarsieb darüber und garnirt es mit Petersilie.
-
-
-77. Ochsenfleisch anderer Art.
-
-Man nimmt ein Stück Ochsenfleisch von den Rippen, oder die sogenannte
-Herrenmaus, schneidet die Knochen davon hübsch ab und legt das Fleisch
-in eine Casserolle, in welcher ein Stück Fett, was es auch für Fett seyn
-mag, zergangen ist, thut allerlei Kräuter und Wurzeln dazu, gießt ein
-Glas Wein, ein halbes Glas Essig, einen halben Löffel voll Fleischbrühe
-oder Wasser daran und läßt es auf schwachem Kohlenfeuer langsam kochen.
-Während des Kochens wendet man es öfters um, nimmt, wenn es fertig ist,
-das Fett ab, gießt noch einen Löffel voll Fleischbrühe daran, treibt
-die Brühe durch ein Haarsieb, läßt es noch einmal in der Casserolle
-aufkochen, und thut beim Anrichten noch Citronen dazu.
-
-
-78. Gebratenes Ochsenfleisch.
-
-Ein Rippenstück, oder ein Stück vom Brustkern, überhaupt ein gutes,
-saftiges Stück Ochsenfleisch, am besten der dicke Lappen, wird mit Salz
-und Pfeffer eingerieben und am Spieße, oder, wenn man keinen hat, in
-Butterpapier eingebunden und im Ofen gebraten. Zu diesem Behufe sezt man
-das Fleisch in einer Bratpfanne mit Zwiebeln, Citronen, Lorbeerblättern,
-Nelken, Pfeffer zu, gießt ein Glas Wein und ein halbes Glas Essig, einen
-halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe oder Wasser daran und läßt es
-schön gelb braten, indem man es öfters mit der Sauce übergießt. Eine
-halbe Stunde vor dem Anrichten gießt man die Brühe ab und schöpft das
-Fett herunter und schüttet sie wieder in die Bratpfanne (man kann auch,
-wenn man will, ein Glas Madeirawein daran gießen), läßt es noch einmal
-aufkochen und richtet es auf eine Platte an. Die Sauce wird extra dazu
-gegeben.
-
-
-79. Ochsenfleisch mit einer Kruste.
-
-Hiezu nimmt man den Brustkern oder das Rippenstück, haut den Lappen
-unten weg, siedet es recht weich und macht Krebsbutter, wie sie hier
-öfters beschrieben wird. Hierauf sezt man ein Viertelpfund Reis in einer
-Casserolle mit ein wenig fetter Fleischbrühe zu, läßt ihn aufquellen,
-gießt wieder ein wenig Fleischbrühe daran, und wenn er weich ist, stoßt
-man ihn in einem Mörser zu Brei, thut ihn in eine Schüssel, reibt ein
-Viertelpfund Parmesankäs daran, ein Viertelpfund Krebsbutter, drei Stück
-ausgewaschene, ausgegräthete Sardellen, welche in einem Mörser gestoßen
-wurden, rührt dieses Alles eine halbe Viertelstunde miteinander, reibt
-das Ochsenfleisch auf einem Brett mit Salz, Pfeffer, Muskatblüthe
-ein, streicht von dem Reis Messerrücken dick auf das Ochsenfleisch,
-sowohl an die Seiten als auch oben, legt das Fleisch in eine Bratpfanne
-auf Hölzchen, läßt es im Ofen schön gelb braten und gießt noch einen
-Eßlöffel voll Bratenbrühe daran.
-
-
-80. Ochsenfleisch mit Trüffeln.
-
-Das Ochsenfleisch wird in einer Casserolle oder im Ofen schön
-abgebraten. Dann werden Kartoffeln roh geschält und sauber gewaschen,
-mit einem Stücke Butter halb weich gekocht und dann mit 1 Schoppen
-sauern Rahm übergossen. Mittlerweile werden 3 bis 4 große Trüffeln mit
-einer Bürste sauber abgewaschen, die rauhe Haut davon abgeschnitten, die
-Trüffeln in dünne Stückchen geschnitten und unter die Kartoffeln gethan.
-Sodann läßt man dieselben noch eine Viertelstunde kochen, richtet auf
-eine Platte an, legt das Fleisch darauf und gießt noch etwas von der
-Sauce über das Fleisch.
-
-
-81. Ochsenfleisch mit Sauerampfer.
-
-Ein saftiges Stück Ochsenfleisch sezt man mit kaltem Wasser ans Feuer;
-ist es gar geworden, nimmt man es aus dem Topfe auf ein Brett, reibt es
-mit Salz und Pfeffer ein, reinigt 4 Sardellen, sticht mit einem Messer
-Löcher in das Fleisch und thut je in ein Loch eine Sardelle mit einem
-Stückchen Citrone. In eine Casserolle kommt ein großes Stück Fett,
-geschnittene Zwiebel und das Fleisch darauf, das man im Ofen schön gelb
-braten läßt. Die Sauerampfer brüht man mit kochendem Wasser an, läßt
-sie eine Viertelstunde stehen, drückt sie aus und wiegt sie fein. Dann
-kommt ein Stück Butter in eine Casserolle, darauf gewiegte Zwiebel,
-Petersilie und ein Kochlöffel voll Mehl; wenn dieß Alles angezogen hat,
-thut man die Sauerampfer dazu und wendet Alles um; dann kommt geriebene
-Muskatnuß, Salz und Pfeffer nach Belieben, auch ein Löffel voll
-Fleischbrühe daran; nachdem man es noch einmal hat aufkochen lassen,
-richtet man es auf eine Platte an und legt das gebratene Fleisch darauf.
-Die Sauce kann auch besonders gegeben werden.
-
-
-82. Gefülltes Ochsenfleisch.
-
-Ein Stück von der dünnen Brust oder vom Lappen schneidet man in der
-Mitte auf und macht folgende Fülle dazu: für 1 Kreuzer weißes Brod wird
-am Reibeisen abgerieben und feine Suppenschnittchen davon geschnitten,
-die man mit siedender Fleischbrühe so angießt, daß sie nur feucht und
-weich davon werden; mit diesen Schnittchen vermengt man ein halbes Pfund
-gut durchgearbeitetes Schweinsbrät und thut Pfeffer und Muskatnuß dazu.
-Von diesem Brät wird die Hälfte auf das Fleisch gelegt und auf das
-Fleisch und das Brät kommt noch ein halber Vierling sauber gewaschener
-Sardellen. Die andere Hälfte des Bräts wird über eine Mengung von
-Kapern, Oliven, Champignons und klein gewiegten Citronenschalen
-geschlagen, zusammengerollt, in ein weißes Tuch gebunden, dieses
-zugenäht und in einer Casserolle mit zwei Theilen Wasser, einem Theil
-Wein und einem Theil Essig 2 Stunden lang gekocht, wonach das Fleisch
-noch schön weiß bleiben muß. Man kann eine Rahm- oder eine Trüffelsauce
-dazu geben.
-
-
-
-
-Saucen zum Ochsenfleisch.
-
-
-83. Zwiebelsauce.
-
-2 große Hände voll Schalottenzwiebeln dämpft man in einer kleinen
-Casserolle, nebst einem Stück Butter und etwas Zucker, so lange bis
-die Zwiebeln gelb sind. Dann streut man 3 Finger voll Mehl auf die
-Zwiebeln, thut etwas Essig, Fleischbrühe, Pfeffer daran und läßt es
-miteinander kochen bis es Zeit zum Anrichten ist.
-
-
-84. Zwiebelsauce anderer Art.
-
-Man läßt ein Stück Schmalz in einer Casserolle recht heiß werden,
-thut ungefähr 1 Loth Zucker darein, läßt es so lange auf dem Feuer
-bis der Zucker recht braun aussieht, dann wirft man eine Hand voll
-fein geschnittene Zwiebeln darein, bräunt diese ganz dunkel, rührt 2
-Kochlöffel voll Mehl, einen Schöpflöffel voll Fleischbrühe und etwas
-guten Essig daran, zieht Alles durch ein Haarsieb, thut den Saft und das
-Gelbe einer halben Citrone dazu, nebst etwas Pfeffer, Nelken und einem
-Lorbeerblatt.
-
-
-85. Kalte Senfsauce.
-
-Eine Hand voll Körbelkraut, sauber gewaschen und gepuzt, eben so viel
-Petersilie und etwas Estragon, wiegt man zusammen recht fein, drückt von
-6 hartgesottenen Eiern das Gelbe durch ein Haarsieb, thut Alles zusammen
-in eine Schüssel, 2 Eßlöffel voll Senf dazu, Salz und Pfeffer, 2 Löffel
-voll Provenceröl, guten Kräuteressig und macht es miteinander an.
-
-
-86. Warme Senfsauce.
-
-Man läßt in einer Casserolle mit einem Stück Butter eine gewiegte
-Zwiebel mit etwas Citrone ein wenig anlaufen, streut einen kleinen
-Löffel voll Mehl daran, läßt es ein paar Minuten dämpfen, gießt einen
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe dazu und einen Eßlöffel voll Senf, läßt
-es mit einander aufkochen, schlägt 2 Eiergelb in ein Geschirr, thut
-einen Eßlöffel voll kaltes Wasser daran und zieht die Sauce langsam
-durch ein Haarsieb an die Eier.
-
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-87. Kalte Kräutersauce.
-
-Eine Hand voll Schnittlauch schneidet man recht fein, wiegt eine Hand
-voll Körbelkraut, eben so viel Petersilie, 2 Schalottenzwiebeln recht
-fein zusammen, rührt 2 hartgesottene Eiergelb mit Essig und Oel ganz
-glatt, Salz und Pfeffer nach Belieben, das Gewiegte dazu, richtet es in
-eine Sauceschüssel an und gibt es zum Rindfleisch.
-
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-88. Meerrettig.
-
-An den geriebenen Meerrettig gießt man Essig, damit er nicht blau wird,
-versüßt ihn mit Zucker und gibt ihn zum Ochsenfleisch.
-
-
-89. Gekochter Meerrettig.
-
-2 Loth Butter läßt man in einer kleinen Kachel zerlaufen, nimmt einen
-Kochlöffel voll Mehl dazu, den Meerrettig darein, dämpft Alles 3 Minuten
-miteinander, rührt ihn dann mit 3 Löffeln voll süßem Rahm glatt und
-macht ihn mit Fleischbrühe in der Dicke zurecht.
-
-
-90. Meerrettig mit Mandeln.
-
-Guter geriebener Meerrettig und 2 Loth abgezogene, fein gestoßene
-Mandeln werden in einer Casserolle mit 2 Loth Butter, 1 Loth Zucker und
-ein wenig Rahm oder Milch aufgekocht.
-
-Man kann den Meerrettig zu Fischen, Gänsen und Enten geben.
-
-
-
-
-Pastetchen.
-
-
-91. Häringspastetchen.
-
-Man wellt mürben Butterteig messerrückendick aus, legt blecherne
-Pastetenmödelchen damit aus (zu 12 Törtchen müssen 24 Fleckchen
-ausgestoßen werden), bestreicht 12 davon mit Wasser, die andern
-sticht man mit einem runden Mödelchen aus, legt sie umgekehrt auf das
-Bestrichene und macht fort bis alle bedeckt sind, stupft sie mit einem
-heißen Messer ein wenig, bestreicht sie mit Eiergelb und backt sie gelb
-im Ofen. Sodann macht man folgende Fülle darein: gereinigte Häringe
-wiegt man nicht zu fein; ferner wiegt man eine Hand voll Zwiebeln und
-Petersilie, nebst dem Gelben von einer Citrone fein und dämpft das
-Gewiegte mit hühnereigroß Butter in einer Casserolle eine Zeit lang,
-legt die Häringe dazu, wendet es einige Mal um und gießt ein paar
-Eßlöffel voll Fleischbrühe daran. Ist es Zeit zum Anrichten, so legt
-man von der Masse einen Kaffeelöffel voll in die Pastete und deckt den
-Deckel darauf, dann thut man sie auf eine Platte und gibt sie nach der
-Suppe zur Tafel.
-
-
-92. Gerührte Rahmpastetchen.
-
-Man rührt 3 Loth Butter mit 1 Schoppen sauren Rahm leicht, rührt
-6 Eiergelb daran, eine halbe Muskatnuß, 1 Messerspitze voll Salz,
-den Schnee von den 6 Eierweiß, mischt 6 Loth Mehl unter die Masse,
-bestreicht kleine Pastetenmödelchen mit Butter, füllt die Masse darein
-und backt die Pastetchen gelb. Man kann sie zu Rothwildbret und zu
-eingemachtem Kalbfleisch geben.
-
-
-93. Fülle zu Pastetchen auf französische Art.
-
-1 Pfund abgehäutetes Kalbfleisch, ein halbes Pfund Ochsennierenfett
-und die Schale einer Citrone hackt man miteinander wie einen Teig,
-nimmt den Saft der Citrone und gedämpfte Zwiebeln dazu, so wie einen
-abgeriebenen, eingeweichten und ausgedrückten Wecken. Nun kommt Alles
-in einen Reibstein, wird mit 4 Eiern, 1 Messerspitze voll gestoßenem
-Pfeffer, eben so viel Muskatnuß und Zimmt, 2 Eßlöffeln voll kaltem
-Wasser ganz schaumig gerührt. Man macht nun einen Butterteig, wellt ihn
-2 Messerrücken dick aus, legt ihn auf ein schwarzes, mit Mehl bestreutes
-Blech, macht einen runden Boden davon, belegt diesen mit Speck, thut das
-Gewiegte darauf, belegt die Pastete oben wieder mit Speck, läßt aber
-einen 2 Finger breiten Rand leer, macht einen Deckel von dem Butterteig
-darüber, bestreicht ihn mit kaltem Wasser, faßt den Deckel mit einem 2
-Finger breiten Reif von Butterteig ein, schneidet allerlei Blumen mit
-einem warmen Messer darein, bestreicht ihn mit Eiern, backt die Pastete
-und gibt sie kalt zu Tische.
-
-
-
-
-Gemüse.
-
-
-94. Bohnen.
-
-Den Bohnen werden die Fäden abgezogen und sie 1 oder 2 Mal gespalten,
-dann werden sie mit kochendem Wasser zugesezt, weich gekocht, das Wasser
-abgeschüttet und die Bohnen mit heißer Butter und Zwiebeln geschmälzt.
-Vor dem Auftragen kommt noch Pfeffer und Muskatnuß dazu; wenn man will,
-auch ein paar Eßlöffel voll Jus.
-
-
-95. Bohnen auf englische Art.
-
-Die Bohnen werden ebenfalls gekocht, wie bei No. 94, nur mit dem
-Unterschied, daß sie nicht so weich gekocht werden, wie die vorigen;
-hierauf werden in einer Casserolle Zwiebeln und Petersilie in einem
-Stück Butter gedämpft, dann die Bohnen dazu gethan und Alles vollends
-mit einander weich gedämpft. Sind die Bohnen weich, so streut man ein
-wenig Mehl darauf, ein wenig Fleischbrühe, Muskatnuß und etwas Zucker.
-Die Bohnen sind auf diese Art sehr schmackhaft und gut.
-
-
-96. Bohnen auf gewöhnliche Art.
-
-Die Bohnen werden ebenfalls geputzt, gewaschen und mit kochendem Wasser
-ans Feuer gesezt. Sind sie weich, so werden sie abgeschüttet, man nimmt
-ein Stück Fett in eine Pfanne, röstet 2 Löffel voll Mehl braun darin und
-thut Zwiebeln, Petersilie und Bohnenkraut dazu; dieses wird mit einem
-halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe abgelöscht und damit aufgekocht.
-Man schüttet dieses an die Bohnen und läßt sie noch eine halbe Stunde
-kochen.
-
- ~Anmerkung.~ Die Gemüse sind sehr schmackhaft und gut, wenn sie alle
- mit kochendem Wasser ans Feuer gesezt werden. Sie behalten dann die
- schöne grüne Farbe.
-
-
-97. Erbsen.
-
-Die Erbsen werden ausgelesen, über Nacht in kaltes Wasser gelegt,
-gewaschen, mit kaltem Wasser zugesezt, weich gekocht, durch einen Seiher
-getrieben, in einem Stück Butter oder Schweinsfett ein wenig Mehl
-geröstet, an die Erbsen geschüttet und nochmals mit diesem aufgekocht.
-
-
-98. Brockelerbsen.
-
-Die Brockelerbsen werden ausgemacht, ausgelesen, daß die von Würmern
-angefressenen Erbsen wegkommen, Petersilie und Zwiebel in einer
-Casserolle mit einem Stück Butter gedämpft, die Brockelerbsen dazu
-gethan und Alles weich gedämpft; dann streut man ein wenig Mehl darüber,
-gießt etwas Fleischbrühe daran und läßt sie eine Viertelstunde kochen.
-
-
-99. Brockelerbsen mit Hühnern (für eine Tafel von 40 Personen).
-
-Die Brockelerbsen werden in einer Casserolle mit einem Stück Butter,
-einer Hand voll gewiegter Petersilie und Zwiebel eine halbe Stunde
-gedämpft; dann werden 6 sauber gepuzte junge Hühner auch eine halbe
-Stunde lang gedämpft, der Saft von den Hühnern wird an die Brockelerbsen
-gethan, ein kleiner Kochlöffel voll Mehl, nebst 2 Loth Zucker dazu; man
-läßt es miteinander aufkochen, schneidet die Brust und die Schlägelchen
-von den Hühnern weg, richtet die Brockelerbsen auf eine Platte an,
-garnirt sie mit den Hühnern und streicht sie mit zerlassenem Consommé an.
-
-
-100. Linsen mit Fasan.
-
-Man bratet den Fasan halbgar (siehe unter Braten), läßt ein Achtel gute
-böhmische Linsen, welche sauber gelesen und gewaschen worden sind, im
-Salzwasser weich kochen, treibt sie durch einen Seiher, gießt ein Glas
-Essig daran und thut die Hälfte von den Linsen in eine Schüssel, legt
-den Fasan, dem man die Brust sammt Schenkeln und Schlägeln ausschneidet,
-auch in die Schüssel, die andere Hälfte von den Linsen darüber, stellt
-sie in ein Bratrohr und läßt sie eine Kruste ziehen.
-
-
-101. Hopfen mit Kalbshirn.
-
-2 bis 3 Hände voll in Büscheln gebundene Hopfen werden mit einer Hand
-voll Salz weich gekocht. Sodann werden 4 Kalbshirn in einer Pfanne mit
-halb Essig halb Wasser so gesotten, daß nur ein einziger Sud darüber
-geht. Petersilie und Körbelkraut, je eine Hand voll, Schnittlauch,
-Schalottenzwiebeln werden gewiegt und in einer Casserolle, worin
-zerlaufene Butter ist, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuß und dem Hirn eine
-Viertelstunde lang gedämpft; nach diesem ein wenig Fleischbrühe, der
-Saft von einer halben Citrone daran gegossen, 3 Finger voll Mehl daran
-gestreut und das Ganze ein wenig gerüttelt. Beim Anrichten wird das Hirn
-mitten auf die Platte, um das Hirn her der Hopfen gelegt und die Sauce
-darüber gegossen.
-
-
-102. Kartoffelbrei.
-
-Weiße Kartoffeln schält man roh ab, thut ein Stück Butter in eine
-Casserolle, die Kartoffeln dazu, einen Schöpflöffel voll Wasser daran
-und läßt sie darin weich kochen; dann reibt man sie durch ein Haarsieb,
-thut sie wieder in eine Casserolle, gießt eine halbe Maas Milch dazu
-und ein Stück Butter, rührt den Brei eine Viertelstunde miteinander und
-stellt ihn wieder auf Kohlen, daß er heiß wird. Beim Anrichten läßt man
-Butter in einem Pfännchen heiß werden, richtet den Kartoffelbrei auf
-eine Platte an und gießt die Butter darüber.
-
-
-103. Gefüllte Kartoffeln.
-
-Man sucht schöne gleiche Kartoffeln von mittlerer Größe aus, schält
-sie ab, schneidet oben ein Deckelchen weg, höhlt sie aus und macht
-folgende Fülle: einen halben Vierling geschnittenen Speck läßt man in
-einer kleinen Kachel zergehen und dämpft fein gewiegte Zwiebeln und
-Petersilie darin, dann kommt noch ein abgeriebener, eingeweichter,
-fest ausgedrückter Wecken dazu, ein halbes Pfund fein gewiegtes
-übriggebliebenes Fleisch, 2 bis 3 Eier, Salz, Muskatnuß, Pfeffer,
-Citronen und Citronensaft; die Kartoffeln werden damit ausgefüllt, das
-Deckelchen oben darüber gedeckt und in einer Bratpfanne mit einem Stück
-Butter weich gekocht. (Es ist noch besser, wenn man einen Deckel mit
-Kohlen auf die Bratpfanne sezt.)
-
-
-104. Kartoffeln mit Schinken.
-
-Die Kartoffeln werden roh geschält und zu einem Stück Butter in eine
-Casserolle gethan; man gießt etwas Milch dazu, läßt sie darin weich
-dämpfen, wiegt ein halbes Pfund Schinken, thut ihn unter die Kartoffeln,
-thut noch einen halben Schoppen sauren Rahm, Salz und Muskatnuß daran,
-schüttelt Alles durcheinander (man darf es aber nicht rühren) und läßt
-es vollends auskochen.
-
-
-105. Kartoffeln mit Häring.
-
-Man siedet gute Kartoffeln nicht sehr weich, schält sie, schneidet sie
-in kleine Stückchen, drückt von 6 hartgesottenen Eiern das Gelbe durch
-ein Haarsieb an einen halben Schoppen sauren Rahm, thut Salz und Pfeffer
-dazu, rührt Alles gut durcheinander, bestreicht eine Platte mit Butter,
-überlegt sie mit den geschnittenen Kartoffeln, darauf mit etwas Häring
-und dann mit etwas von den gerührten Eiern; so macht man fort bis Alles
-auf der Platte ist, legt oben darauf etwas Butter und stellt die Platte
-in ein Bratrohr, daß die Speise oben gelb wird.
-
-
-106. Karviol.
-
-Die Blumen werden vom Stängel genommen, abgezogen und im Salzwasser
-weich gekocht. Man macht folgende Sauce daran: 3 Kochlöffel voll Mehl
-rührt man in einer Casserolle mit kaltem Wasser glatt, 3 Eier und ein
-Stückchen Butter dazu, Salz und Muskatnuß darein; diese Sauce richtet
-man über den Karviol an.
-
-
-107. Karviol anderer Art.
-
-Der Karviol wird ebenso behandelt, wie der vorige. Man siedet 25 Krebse,
-löst die Schwänze ab, das Uebrige stößt man im Mörser ganz fein mit
-Butter, läßt es in einer Casserolle in einem Stück Butter so lange
-dämpfen, bis es einen Schaum wirft, dann läßt man es mit Wasser oder
-Fleischbrühe dämpfen, nimmt die Krebsbutter ab, röstet diese in einer
-Casserolle mit 2 Löffeln voll Mehl, löscht sie mit kaltem Wasser ab
-und läßt sie mit Fleischbrühe aufkochen. Dann werden 2 Eier in einem
-Geschirr verklopft, von der Krebsbrühe daran gegossen und Alles über den
-Karviol geschüttet.
-
-
-108. Kohl oder Wirsing.
-
-Der Kohl wird verlesen, die Rippen davon geschnitten, dann wird er
-im Salzwasser weich gesotten, in einen Durchschlag geschüttet, daß
-das Wasser ablauft, und wenn er auf der Platte ist, mit Zwiebeln und
-Petersilie, welche mit einem Stück Butter gedämpft worden, abgeschmälzt.
-
-
-109. Wirsing anderer Art.
-
-Der Wirsing wird verlesen, die Rippen davon geschnitten, gewaschen,
-eine Viertelstunde in einem Stück Butter mit Zwiebeln und Petersilie
-gedämpft, ein wenig Mehl, Pfeffer und Muskatnuß darauf gestreut und
-Fleischbrühe daran gegossen.
-
-
-110. Wirsing mit geräuchertem Fleisch und Feldhühnern.
-
-Der Wirsing wird wie blaues Kraut gekocht, die Feldhühner ganz
-servirt und etwas geräuchertes Fleisch dazu gegeben, damit er desto
-schmackhafter ist.
-
-
-111. Wirsing mit Schweinsfüßen und Ohren.
-
-Der Strunk und die Rippen werden vom Wirsing geschnitten, dann läßt
-man ihn im kochenden Wasser nur 2 Sud thun, legt ihn in kaltes Wasser,
-nimmt ein Stück Butter oder Schweinsfett in eine Casserolle, wiegt
-einige Schalottenzwiebeln, legt diese mit 2 Lorbeerblättern, 4 Nelken
-und den ausgedrückten, in 4 Theile geschnittenen Wirsingköpfen in
-die Casserolle, deckt sie zu und läßt sie auf Kohlen stark dämpfen.
-Man gießt nun einen Löffel voll Bouillon daran, legt ein Stück rohen
-Schinken dazu, läßt Alles mit einander weich kochen, thut noch ein Stück
-Butter und noch einen Kochlöffel voll Mehl daran, etwas Muskatnuß und
-Salz, richtet den Wirsing auf eine Platte an, zieht die Sauce, worin er
-kochte, durch ein Haarsieb an den Wirsing und garnirt die Platte mit
-Schweinsfüßen und Ohren.
-
-
-112. Gefüllter Kohl.
-
-Der Kohl wird verlesen, gewaschen und im Salzwasser gekocht. Man macht
-folgende Fülle: Fleisch, was man nun für welches hat, wiegt man, nebst
-Zwiebeln und Petersilie, fein, nimmt 2 abgeriebene, eingeweichte, fest
-ausgedrückte Wecken dazu, rührt 3 bis 4 Eier daran, taucht ein Tuch
-in kaltes Wasser, legt eins ums andere von den Kohlblättern darauf,
-streicht auf jedes einen Löffel voll von der angegebenen Fülle, bindet
-das Tuch fest zusammen und kocht den Kohl so im Salzwasser weich. Man
-kann entweder eine Buttersauce daran machen, oder Jus dazu geben.
-
-
-113. Rosenkohl.
-
-Der Kohl wird sauber gepuzt, gewaschen, mit kochendem Wasser zugesezt,
-weich gekocht, in einen Durchschlag geschüttet, kaltes Wasser darüber
-gegossen, in einer Casserolle, worin Zwiebeln und Petersilie in einem
-Stücke Fett gedämpft worden, eine Viertelstunde gekocht, Mehl, Salz,
-Pfeffer, Muskatnuß, Fleischbrühe daran gethan und mit diesen vollends
-ausgekocht.
-
- ~Anmerkung.~ Bei dieser Art von Gemüsen ist das Mehlstreuen besser
- als das Rösten.
-
-
-114. Winterkohl.
-
-Der Kohl wird abgestreift, gewaschen, mit einem Stück Fett und kochendem
-Wasser beigesezt, weich gekocht, abgeschüttet und eine Viertelstunde
-in kaltem Wasser liegen gelassen; dann wird er fest ausgedrückt,
-nebst Zwiebeln fein gewiegt, in einer Casserolle mit einem Stück
-Schweins- oder Gänsefett, worin 3 Löffel voll Mehl geröstet worden,
-eine Viertelstunde gedämpft, ein Schöpflöffel voll Fleischbrühe daran
-gegossen, nebst Salz und Muskatnuß. -- Man kann ihn, wenn er auf der
-Platte ist, mit glacirten Kastanien garniren.
-
-
-115. Gedämpfte Kohlrabi.
-
-Die Kohlrabi werden sauber geschält, fein geschnitten, gesalzen,
-zugedeckt, eine Stunde stehen gelassen, mit kochendem Wasser zugesezt,
-weich gekocht, abgeschüttet und kaltes Wasser daran gegossen, daß sie
-weiß bleiben; dann dämpft man in einer Casserolle mit einem Stück Butter
-fein gewiegte Zwiebeln und Petersilie, läßt die Kohlrabi eine Stunde
-darin kochen und streut 3 Finger voll Mehl darauf, rührt sie um und
-gießt 1 Löffel voll weiße Bouillon daran; auch Pfeffer und Muskatnuß.
-
-
-116. Gefüllte Kohlrabi.
-
-Man nimmt schöne, halb ausgewachsene, gleich große Kohlrabi, schält sie,
-schneidet das Herzblatt sammt dem Deckel oben weg, kocht sie weich,
-gießt sie durch ein Haarsieb ab und schüttet kaltes Wasser darüber. Nun
-höhlt man die Kohlrabi aus und macht folgende Fülle dazu: ein Stück
-kalter Braten wird gewiegt, ein eingeweichter und ausgedrückter Wecken,
-nebst 3 Eiern, Salz, Muskatnuß, fein gewiegten Zwiebeln und Petersilie
-miteinander vermengt, in einer Casserolle in einem Stück Butter
-gedämpft, die Kohlrabenköpfe damit angefüllt, in einer Bratpfanne mit
-ein wenig Fleischbrühe auf Kohlen gesezt, die abgeschnittenen Deckelchen
-wieder darauf gelegt, Alles noch ein wenig gedämpft und eine Buttersauce
-daran gemacht.
-
-
-117. Gelbe Bodenkohlrabi.
-
-Diese werden geschält, gewaschen, in Blätter oder in viereckige
-Stückchen geschnitten, in einem Stück Butter weich gedämpft, Mehl darauf
-gestreut, Fleischbrühe daran gegossen und noch eine Weile gekocht; wenn
-man will, kann man auch ein wenig Zucker dazu nehmen.
-
-
-118. Baierisch Kraut.
-
-Dasselbe wird fein eingeschnitten, ein wenig gesalzen und mit einem
-Stück Schweinfett und Zwiebeln in einer Casserolle weich gedämpft; ist
-es weich, so gießt man ein halbes Glas Essig daran, ein Glas Wein, etwas
-Fleischbrühe, streut ein wenig Mehl darauf, macht es unter einander und
-läßt es auskochen.
-
-
-119. Blaues Kraut.
-
-Das Kraut wird fein eingeschnitten, in einer Casserolle eine
-feingeschnittene Zwiebel gedämpft, das Kraut dazu gethan, ein Gläschen
-Essig daran gegossen, eine Stunde lang gedämpft und wenn es recht weich
-ist, ein wenig Mehl darauf gestreut, Fleischbrühe daran geschüttet, und
-Zucker nach Belieben, noch ein halbes Glas Wein und Pfeffer und Salz
-nach Gutdünken daran gethan.
-
-
-120. Weißes Kraut mit saurem Rahm.
-
-Man sticht den Strunk von 2 bis 3 Krautköpfen aus, legt sie eine Stunde
-in frisches Wasser, kocht sie im Salzwasser halb weich, läßt sie in
-einem Seiher ablaufen, schneidet jeden Kopf in zwei Theile, bindet
-ihn mit Bindfaden wieder fest zusammen, legt das Kraut mit einem
-Stück Butter in eine Casserolle, thut gewiegte Zwiebeln, Petersilie,
-Körbelkraut, Estragon, Thimian und Basilikum dazu, auch ein Stück
-geräuchertes Fleisch, deckt die Casserolle zu, kehrt das Kraut öfters um
-und gießt etwas Jus daran, wenn es keinen Saft mehr haben sollte. Ist
-das Kraut nun bald weich, so streut man ein wenig Mehl darauf, salzt
-es, thut Muskatnuß und Pfeffer dazu, gießt eine halbe Stunde vor dem
-Serviren eine halbe Maas dicken, sauren Rahm daran, nimmt das Fleisch
-heraus, schneidet es in Stückchen, richtet das Kraut an, macht die
-Bindfäden los und garnirt es mit dem geräucherten Fleisch.
-
-
-121. Gedämpftes weißes Kraut.
-
-Das Kraut wird fein geschnitten, die Rippen davon genommen, ein
-Stück Butter und ein Stück Zucker, so groß wie ein Hühnerei, in eine
-Casserolle gethan; ist der Zucker und Butter schön gelb, so legt man
-das Kraut hinein, läßt es weich dämpfen, streut Mehl darauf, gießt
-einen halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe oder Jus daran und läßt es
-auskochen.
-
-
-122. Gefülltes weißes Kraut.
-
-1 Kopf weißes Kraut wird in Salzwasser halb weich gekocht und eine Fülle
-von Folgendem dazu gemacht: zu 1 Pfund Schweinbrät wird 1 eingeweichte,
-fest ausgedrückte Wecke, Zwiebeln, Petersilie, fein gewiegt und 3-4
-Eier genommen, der Kopf bis auf das Herzblatt abgeblättert, 1 Löffel
-voll von der Fülle auf jedes Blatt gestrichen, der Kopf wie vorher
-zusammengemacht, mit einem Bindfaden fest gebunden, in eine Bratpfanne
-gesezt, ein wenig Fleischbrühe daran gegossen, im Ofen gebacken und
-entweder eine Buttersauce daran gemacht oder mit Jus gegeben.
-
-
-123. Baierische Rüben.
-
-Die Rüben werden rein gewaschen, geschabt, in einer Casserolle mit
-Schweinfett, ein wenig Fleischbrühe oder warmem Wasser eine Stunde
-gekocht, und wenn sie weich sind, legt man ein Stück Schweinefleisch
-dazu, röstet in einer Pfanne ein paar Löffel voll Mehl in einem Stück
-Fett braun, löscht es mit Fleischbrühe ab, rührt es glatt, schüttet es
-an die Rüben und läßt diese noch eine halbe Stunde kochen.
-
-
-124. Baierische Rüben mit Kastanien.
-
-Die Rüben werden, wenn sie gepuzt und geschnitten sind, im Zucker
-gebräunt, die Kastanien, gebraten mit einem Schweinsfuß und einem
-Schweinsohr, dazu gelegt; wenn Alles weich ist, schneidet man etliche
-gebratene Bratwürste in kleine Stückchen, nimmt sie auch dazu und
-richtet nun die Rüben an.
-
-
-125. Gelbe Rüben.
-
-Die gelben Rüben werden abgeschabt, lang und fein geschnitten und in
-einer Schüssel voll lauem Wasser mit der Hand gerieben, daß alles
-Unreine davon kommt. Dann werden sie mit einem Stück Butter in einer
-Casserolle nebst fein gewiegten Zwiebeln weich gedämpft, hierauf kleine
-geschälte Kartoffeln dazu gethan und Alles miteinander weich gekocht.
-Man schüttet etwas Fleischbrühe daran und beim Anrichten kommen die
-gelben Rüben mitten in die Platte, die Kartoffeln werden um die Platte
-herumgelegt.
-
-
-126. Gelbe Rüben anderer Art.
-
-Die Rüben werden ebenso wie die vorigen zubereitet; sie werden in einer
-Casserolle mit feingewiegten Zwiebeln und Petersilie in Butter weich
-gedämpft, ein halber Schoppen guter süßer Rahm daran gegossen, mit ein
-wenig Mehl und Zucker bestreut und so noch eine Viertelstunde gekocht.
-
-
-127. Weiße Rüben.
-
-Die Rüben werden abgeschabt, fein und lang geschnitten, wie geschnittene
-Nudeln, gewaschen und in einer Casserolle mit einem Stücke Fett weich
-gedämpft. Dann streut man ein wenig Mehl darüber und gießt 2 Eßlöffel
-voll sauren und eben so viel süßen Rahm daran.
-
-
-128. Weiße Rüben anderer Art.
-
-Die Rüben werden ebenfalls wie bei No. 127 vorbereitet; 3 Loth Zucker
-röstet man in einer Casserolle mit Fett schön gelb, thut die Rüben
-dazu und läßt sie eine Stunde lang kochen; sind sie weich, so streut
-man einen Löffel voll Mehl darüber und macht sie mit einem Kochlöffel
-untereinander, gießt einen Löffel voll Fleischbrühe daran und läßt sie
-noch eine Stunde kochen.
-
-
-129. Weiße Rüben auf polnische Art.
-
-Nachdem die Rüben geschält und geschnitten sind, werden sie im heißen
-Schmalz gebacken, in einer Casserolle mit Bouillon oder Jus gekocht, ein
-wenig Mehl darauf gestreut, Zucker dazu genommen und noch einmal mit
-aufgekocht. Man kann Carbonade, Schaf- oder Schweinefleisch dazu geben.
-
-
-130. Sauerkraut mit saurem Rahm.
-
-Man drückt das Kraut fest aus, legt ein Stück geschnittenen Speck, 2
-große Zwiebeln, fein geschnitten, und das Kraut in eine Casserolle,
-legt ein Stück von einem Hasen, einer wilden Ente, oder ein Stück
-geräuchertes Fleisch dazu und läßt Alles miteinander dämpfen; sollte das
-Kraut keinen Saft mehr haben, so muß saurer Rahm daran gegossen werden.
-Eine Viertelstunde vor dem Serviren streut man 3 Finger voll Mehl und 1
-Messerspitze voll Pfeffer auf das Kraut und gibt es mit dem Fleisch zu
-Tische.
-
-
-131. Sauerkraut mit Hecht.
-
-Das Sauerkraut wird mit Wein, Cognak oder Arak weich gekocht; dann läßt
-man es in einem Haarsieb gut ablaufen. Hat man einen übrig gebliebenen
-Hecht, so ist es gut, wo nicht, so siedet man einen solchen blau ab,
-gräthet ihn aus und schneidet ihn in kleine Stückchen. Frisch gesottene
-Kartoffeln werden nun geschält, in Scheiben geschnitten, und in ein
-Aufzugblech zuerst Kartoffeln, dann Kraut, dann der Hecht gelegt, wieder
-Kraut, oben darauf noch einmal Kartoffeln, und so fort, bis das Geschirr
-voll ist. Man rührt einen halben Vierling Butter und einen Kochlöffel
-voll Mehl mit einem Ei an, gießt dieses über das Kraut, backt es im Ofen
-und stürzt es vor dem Auftragen auf eine Platte.
-
-
-132. Sauerkraut mit Lerchen.
-
-Das Kraut wird mit Schweinfett, Zwiebeln und einer Bouteille Champagner
-weich gekocht; die Lerchen rupft man, nimmt die Augen heraus, steckt
-den Kopf auf die Brust, dreht die Füße, steckt 6-7 Lerchen an einen
-hölzernen Zweck und läßt sie in einer Casserolle mit einem Stück Fett,
-Zwiebeln, Lorbeer, ganzem Pfeffer und Nelken eine Stunde kochen. Wenn
-sie schön gelb sind, richtet man das Kraut an, legt die Lerchen schön
-darauf, aber so, daß man ihre Köpfe sehen kann, und legt oben darauf
-wieder Kraut; doch müssen die Köpfe immer sichtbar bleiben.
-
-
-133. Sauerkraut mit Feldhühnern.
-
-Das Kraut wird in einer Casserolle mit Schweinfett, Zwiebeln und
-einem Glas Wein weich gekocht; die Feldhühner werden dressirt, in
-Speck eingebunden, Salz, Pfeffer, Citronen, Nelken, Muskatblüthe,
-Lorbeerblätter, Zwiebeln, gelbe Rüben, Sellerie und Citronenkraut dazu
-gelegt, ein wenig Fleischbrühe daran gegossen und in einer zugedeckten
-Casserolle eine Stunde lang gedämpft. Man nimmt nun den Deckel von der
-Casserolle, läßt die Hühner schön gelb braten, schneidet die Brust von
-ihnen ab, richtet das Kraut an, legt die Brüste schön darauf und gießt
-das Fett, worin sie gebraten wurden, über das Kraut.
-
-
-134. Schwarzwurzeln.
-
-Man schabt die Wurzeln sauber ab und legt sie in ein Geschirr mit
-kaltem Wasser, worein man eine Hand voll Mehl thut; sind die Wurzeln
-alle geschabt, so reibt man sie mit der Hand sauber aus (sie dürfen nur
-halbfingerlang geschnitten werden), thut sie in eine Casserolle, knetet
-einen halben Vierling Butter mit einer Hand voll Mehl, legt es auf die
-Schwarzwurzeln, gießt ein wenig Fleischbrühe, Salz und Muskatnuß nach
-Belieben daran und läßt sie weich kochen.
-
-
-135. Schwarzwurzeln anderer Art.
-
-Sie werden gewaschen, gepuzt, gereinigt und im Salzwasser weich
-gesotten; dann schält man Kartoffeln ab, schneidet sie in 4 Theile,
-nimmt ein Stück Butter in die Casserolle, die Kartoffeln und ein wenig
-süße Milch dazu und dämpft sie weich. Salz und Muskatnuß kommt auch
-daran. Ist Alles weich, so legt man die Schwarzwurzeln zu den Kartoffeln
-und gießt noch einen halben Schoppen sauren Rahm daran.
-
-
-136. Gebackene Schwarzwurzeln.
-
-Diese werden gepuzt, gewaschen, in fingerlange Stückchen geschnitten,
-im Salzwasser weich gekocht und folgender Teig gemacht: 2 Hände voll
-Mehl rührt man mit 1 Schoppen Weißbier oder Wein glatt, drückt die
-Schwarzwurzeln in diesen Teig, backt sie in einer Pfanne mit heißem
-Schmalz schön gelb und macht entweder eine Buttersauce dazu, oder gibt
-man sie trocken zum Spinat.
-
-
-137. Spargeln.
-
-Die Spargeln werden gepuzt, geschabt, das Weiße davon geschnitten, und
-in einer messingenen Pfanne in kochendem Wasser mit einer großen Hand
-voll Salz weich gekocht, auf eine Platte angerichtet und folgende Sauce
-dazu gemacht: 2 Kochlöffel voll Mehl rührt man in einer messingenen
-Pfanne mit kaltem Wasser glatt an, schlägt 3 Eiergelb darein, den Saft
-von einer halben Citrone, drei Löffel voll dicken sauren Rahm, Salz,
-Muskatnuß, etwas Fleischbrühe und läßt dieses unter immerwährendem
-Rühren, damit es nicht gerinnt, auf den Kohlen aufkochen.
-
-
-138. Spinat.
-
-Der Spinat wird sauber gelesen und gewaschen, mit Salzwasser zugesezt
-und weich gekocht, eine Stunde in kaltes Wasser gelegt, fest
-ausgedrückt, mit einem Zwiebel fein gewiegt, 2 Löffel voll Mehl in einem
-Stück Butter hellgelb geröstet, der Spinat darin gedämpft, ein Löffel
-voll Fleischbrühe daran gegossen und so gekocht. (Muskatnuß kann man
-auch daran reiben.)
-
-
-139. Fischpudding.
-
-Ein Pfund Fischbrät, ein eingeweichter, fest ausgedrückter Wecken, eine
-große, feingewiegte Zwiebel, welcher in 1/2 Vierl. Butter gedämpft
-wurde, wird mit 3 Eiern eine Viertelstunde gerührt, 1/2 Quart Milch,
-Salz und Muskatnuß dazu genommen, Alles noch einmal durcheinander
-gemacht, die Masse in ein nasses Tuch fest eingebunden, in kochendem
-Wasser eine Stunde gelassen und eine Brieschensauce dazu gemacht. -- Ein
-Brieschen wird gereinigt, mit einer Zwiebel und dem Gelben von einer
-Citrone fein gewiegt, in einer Casserolle mit einem Stück Butter
-und dem Gewiegten gedämpft, ein halber Kochlöffel voll Mehl darauf
-gestreut, mit kaltem Wasser glatt gerührt, mit einem Löffel voll guter
-Fleischbrühe aufgekocht, Salz und der Saft von einer halben Citrone
-dazu genommen, der Pudding auf die Platte gelegt und die Sauce darüber
-gegossen. -- Fischbrät wird auf folgende Art gemacht: Man schuppt und
-puzt den Fisch sauber, schabt das Fleisch von den Gräten, legt es ein
-wenig in Milch und wiegt es dann recht fein.
-
-
-140. Kartoffelknopf mit Schinken.
-
-Gesottene, kalte Kartoffeln reibt man am Reibeisen, wiegt ein halbes
-Pfund magern Schinken, nimmt einen eingeweichten und ausgedrückten
-Wecken, nebst feingewiegten Zwiebeln, läßt ein Viertelpfund Butter in
-einer Schüssel zerlaufen, thut alles Obige nebst 5 bis 6 Eiern dazu,
-auch Schnittlauch, Salz und Muskatnuß, bindet die Masse in ein nasses
-Tuch, läßt sie eine Stunde im Salzwasser kochen, richtet den Knopf an
-und schmälzt ihn mit Butter und Brod ab.
-
-
-141. Krebspudding.
-
-Von 25 Krebsen nimmt man die Galle und Schwänze weg, stoßt leztere
-mit Butter recht fein, dämpft mit einem Viertelpfund Butter in einer
-Casserolle das Gestoßene so lange, bis es Schaum gibt, läßt sie mit
-Wasser oder Fleischbrühe aufkochen, nimmt die Krebsbutter oben weg,
-gießt sie in kaltes Wasser, rührt sie in einer Schüssel ganz weiß,
-nimmt die Hälfte davon zu 2 eingeweichten, fest ausgedrückten Wecken, 5
-Eiergelb, 1 geriebenen Muskatnuß, Salz, dem Schnee von den 5 Eierweiß,
-rührt Alles recht untereinander, legt die Krebsschwänze auf ein nasses
-Tuch, füllt die Masse darauf, bindet das Tuch zu, kocht den Pudding in
-kochendem Wasser eine Stunde lang, und macht folgende Krebssauce: die
-zweite Hälfte der Krebsbutter kommt mit 1 Kochlöffel voll Mehl in eine
-Casserolle, wird einige Mal darin umgewendet, mit Wasser abgelöscht,
-mit Fleischbrühe aufgefüllt, etwas von der Krebsbrühe, 1 Messerspitze
-voll Muskatblüthe, Salz, 1 Löffel voll saurer Rahm dazu genommen und
-miteinander aufgekocht, wenn es Zeit zum Anrichten ist, rührt man 2
-Eiergelb daran und gießt die Sauce an den Pudding.
-
-
-142. Italienischer Makaronipudding mit Schinken.
-
-Man kocht ein Viertelpfund Makaroni im Salzwasser oder in Fleischbrühe,
-zieht sie durch kaltes Wasser und läßt sie ablaufen; sodann wiegt
-man ein halbes Pfund magern Schinken und macht dieses Alles in einer
-Schüssel mit einer Hand voll geriebenem Parmesankäs, einem halben
-Schoppen sauren Rahm, geriebener Muskatnuß untereinander, bindet die
-Masse in ein nasses Tuch, läßt sie eine Stunde im Salzwasser kochen,
-richtet den Pudding auf eine Platte an und schmälzt ihn mit nasser
-Butter.
-
-
-143. Nudelnpudding mit Morcheln.
-
-Man macht Nudeln von 2 Eiern, gießt Salzwasser daran, zieht sie durch
-kaltes Wasser, läßt sie ablaufen, rührt in einer Schüssel 1 Schoppen
-sauren Rahm, 3 ganze Eier, 2 geschnittene Brieschen, 1 große Hand voll
-Morcheln, Salz und Muskatnuß mit den Nudeln durcheinander, bindet
-Alles in ein nasses Tuch, kocht den Knopf eine Stunde in kochendem
-Salzwasser und gibt folgende Buttersauce dazu: ein Stück Butter, 1
-feingewiegte Zwiebel und gewiegte Citronenschalen läßt man in einer
-kleinen Casserolle mit 1 Kochlöffel voll Mehl gelb anlaufen, löscht es
-mit kaltem Wasser ab, gießt 1 Schöpflöffel voll Fleischbrühe, ein halbes
-Glas Wein, von einer halben Citrone den Saft daran, läßt Alles eine
-Viertelstunde mit einander kochen, sezt den Pudding auf eine Platte und
-gibt die Sauce dazu.
-
-
-144. Speckknopf.
-
-Ein halbes Pfund Speck schneidet man in kleine Würfel und legt die
-Hälfte davon in eine Schüssel, die andere Hälfte läßt man in einer
-Casserolle zerlaufen und röstet für 2 Kreuzer Weißbrod, auch in Würfel
-geschnitten, darin; dann schneidet man noch einmal für 2 Kreuzer
-Weißbrod in Würfel, feuchtet sie mit heißer Fleischbrühe an, macht das
-Geröstete, nebst 4 Eiern, Salz, Muskatnuß und 2 kleinen Kochlöffeln voll
-Mehl untereinander, bindet Alles in ein nasses Tuch, läßt den Knopf eine
-Stunde kochen und gibt ihn zu eingemachtem Kalbfleisch.
-
-
-145. Spinatknopf.
-
-2 Hände voll Spinat brüht man im Salzwasser ab, schüttet ihn in einen
-Seiher, gießt kaltes Wasser darüber, daß er schön grün bleibt, drückt
-ihn fest aus und wiegt ihn recht fein. Nun wird ein halbes Pfund Kalbs-
-oder Schweinebraten mit einer halben Citrone fein gewiegt, 2 Wecken
-abgerieben, eingeweicht ausgedrückt, eine feingewiegte, gedämpfte
-Zwiebel dazu genommen, 6 Loth Butter in einer Schüssel schaumig gerührt,
-alles Obige dazu gethan, mit 6 Eiergelb, Salz, Muskatnuß, den Schnee
-von den 6 Eierweiß untereinander gemischt, die Masse in ein nasses
-Tuch gebunden und eine Stunde im kochenden Salzwasser gekocht und ein
-Fricassée daran gemacht auf folgende Art: ein Kochlöffel voll Mehl wird
-in einer messingenen Pfanne mit kaltem Wasser glatt gerührt, 2 Eiergelb
-daran geschlagen, 1 Schöpflöffel voll Fleischbrühe, 2 Löffel voll saurer
-Rahm mit Obigem gekocht und dieses über den Pudding angerichtet.
-
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-146. Arakpudding.
-
-6 Löffel voll gestoßenen Zucker und 6 Eiergelb rührt man ganz dick, wie
-einen Biscuitteig, nimmt 4 Loth feines Mehl, ein halbes Glas Arak, den
-Schnee von den Eierweiß dazu, mischt Alles untereinander, bestreicht
-eine blecherne Kapsel sammt Deckel mit Butter, füllt die Masse darein,
-bindet die Kapsel fest zu, stellt sie eine Viertelstunde in kochendes
-Wasser und macht folgende Sauce zu dem Pudding: man schält 4 gute
-Aepfel, nimmt das Kernhaus heraus, dämpft sie in einem Stück Butter,
-treibt sie durch ein Haarsieb, läßt sie mit einem Schoppen Wein, einer
-Messerspitze voll Zimmt und einem Stück Zucker aufkochen und gießt die
-Sauce an den Pudding.
-
-
-147. Schwarzbrodpudding.
-
-5 Loth schwarzes Brod, das aber nicht sauer seyn darf, wird gerieben,
-wie auch eine ganze Muskatnuß, 2 Messerspitzen gestoßener Zimmt, 6
-Loth abgeriebene, gestoßene Mandeln, 1 Messerspitze gestoßene Nelken,
-wird Alles mit einem Glase voll Malaga angefeuchtet, ein Viertelpfund
-Butter in einer Schüssel leicht gerührt, obiges Alles darein gethan, 6
-Eiergelb, ein Viertelpfund gestoßener Zucker, von einer halben Citrone
-die am Reibeisen abgeriebene Schale, der Schnee von den 6 Eierweiß
-recht miteinander verrührt, ein schönes Flädlein gebacken, dieses in
-ein nasses Tuch in Streifen kreuzweise in das Tuch gelegt, die Masse
-darauf gefüllt, das Tuch fest zugebunden, eine Stunde im kochenden
-Wasser gelassen und folgende Glühweinsauce dazu gemacht: Eine Bouteille
-Wein läßt man in einem Geschirr mit 8 Loth Zucker zu einem Schoppen
-einkochen, richtet nun den Pudding an und gießt den Wein durch ein
-Haarsieb, in welchem ein Stück ganzer Zimmt und 6 Stück Nelken sind, an
-den Pudding.
-
-
-148. Chokoladepudding.
-
-Ein Viertelpfund Chokolade wird am Reibeisen abgerieben, von 2 Wecken
-oder Milchbroden die Rinde abgeschnitten, das Brod eingeweicht und
-ausgedrückt, ein Viertelpfund Butter leicht gerührt, ein Viertelpfund
-abgezogene, mit Milch recht fein gestoßene Mandeln, ein Viertelpfund
-fein gestoßener Zucker, 6 Eiergelb, der Schnee von den 6 Eierweiß
-wird Alles untereinander gerührt, eine blecherne Kapsel mit Butter
-bestrichen, dann mit Zucker bestreut, die Masse in die Kapsel gefüllt,
-diese eine Stunde im Dunst gekocht und folgende Sauce dazu gemacht: 3
-Loth Chokolade werden mit so viel Milch, als dazu nöthig ist, in einer
-messingenen Pfanne verrührt, eine Messerspitze gestoßener Zimmt dazu
-genommen, miteinander aufgekocht, schaumig gesprudelt und an den Pudding
-gegossen.
-
- ~Anmerkung.~ Es ist üblich, daß die Sauce nur von der Seite an den
- Pudding gegossen wird, weil es schöner aussieht.
-
-
-149. Chokoladepudding auf feine Art.
-
-Ein Viertelpfund Vanillechokolade, eine halbe Tasse voll guten süßen
-Rahm, 8 Loth Butter und 4 Loth feines Mehl läßt man in einer messingenen
-Pfanne unter beständigem Rühren kochen, bis es sich von der Pfanne
-ablöst, läßt es nun in einer Schüssel erkalten, rührt ein Viertelpfund
-abgezogene, gestoßene Mandeln, 6 Eiergelb, ein Viertelpfund gestoßenen
-Zucker, den Schnee von 6 Eierweiß miteinander, mengt dieses mit dem
-Obigen zusammen, bestreicht eine Puddingkapsel mit Butter, bestreut
-sie mit Zucker, stellt sie in ein Geschirr mit kochendem Wasser, läßt
-den Pudding eine Stunde lang kochen und macht folgende Sauce dazu:
-eine halbe Maas Milch, ein Stück Vanille und ein Stück Zucker läßt man
-miteinander kochen, verklopft 2 Eiergelb, 3 Finger voll Mehl, rührt sie
-mit kalter Milch glatt, schüttet dieses an die kochende Vanillemilch,
-läßt Alles unter beständigem Rühren miteinander aufkochen, gießt die
-Sauce durch ein Haarsieb und schüttet sie über den Pudding.
-
-
-150. Citronenpudding.
-
-Ein Viertelpfund abgezogene Mandeln stößt man recht fein mit Eierweiß
-oder Rosenwasser, rührt ein Viertelpfund Butter in einer Schüssel
-leicht, nimmt ein Viertelpfund fein gestoßenen Zucker und die Mandeln
-dazu, schlägt 7 Eiergelb daran, rührt es eine Viertelstunde miteinander,
-das Gelbe einer ganzen Citrone, am Reibeisen abgerieben, und den Saft
-derselben nebst 2 Loth Geigenmehl und 2 Messerspitzen voll feines Mehl
-dazu, schlägt von 5 Eierweiß einen dicken Schnee und mengt ihn mit dem
-Uebrigen zusammen. Sodann wellt man einen Butterteig messerrückendick
-aus, schneidet mit einem Backrädchen fingerbreite Streifen davon, belegt
-eine Casserolle oder sonst ein Blechgeschirr so damit, daß die Streifen
-über das Blech hängen und ineinander geflochten sind; dann füllt man
-die Masse darein, schneidet die Streifen ringsum davon und läßt es im
-Backofen schön backen (es braucht 1-1/2 Stunde dazu), stürzt es auf
-eine Platte und macht folgende Sauce dazu: man nimmt 1 Schoppen Wein in
-eine messingene Pfanne, thut 4 Loth Zucker darein, läßt es miteinander
-kochen, schlägt 2 Eiergelb in ein Geschirr, 2 Messerspitzen voll feines
-Mehl dazu, rührt es mit kaltem Wasser glatt an, gießt ein halbes Glas
-Arak dazu, rührt den kochenden Wein dazu, thut es nochmals in die
-Pfanne und läßt es anziehen, zieht es durch ein Haarsieb und gibt es
-besonders zur Tafel.
-
-
-151. Citronenpudding in Aprikosensauce.
-
-In einer messingenen Pfanne läßt man einen Schoppen Wasser mit einem
-Viertelpfund Butter eine Viertelstunde kochen, dann werden ein
-Viertelpfund Zucker, woran 2 Citronen abgerieben wurden, der Saft von
-einer Citrone, 4 Loth feines Mehl, 2 Loth bittere und 2 Loth süße
-Mandeln ebenfalls so lange mit Obigem gekocht, bis sich die Masse von
-der Pfanne losschält. Dann nimmt man es in eine Schüssel, schlägt
-nach und nach 6 Eiergelb daran, das Weiße von den Eiern, zum Schnee
-geschlagen, langsam darunter, streicht eine blecherne Kapsel mit Butter,
-bestreut sie dann mit Zucker und füllt die Masse darein, macht die
-Kapsel fest zu, stellt sie in eine bedeckte Casserolle mit siedendem
-Wasser, läßt den Pudding 1-1/2 Stunden kochen und macht folgende
-Sauce dazu: 8 Stücke ausgesteinte Aprikosen läßt man in einer kleinen
-Casserolle mit 1 Schoppen Wein, 1 Schoppen Wasser und 6 Loth Zucker eine
-Viertelstunde kochen, treibt dieses durch einen Seiher, thut es dann
-noch einmal in die Casserolle, läßt es wieder heiß werden, richtet den
-Pudding an und gießt die Sauce darüber.
-
-
-152. Englischer Pudding.
-
-Von 1 Pfund Ochsennierenfett, sauber abgehäutet und fein gewiegt, einem
-halben Pfund großen und eben so viel kleinen Weinbeeren, einem halben
-Pfund gestoßenem Zucker, dem gewiegten Gelben von einer Citrone, 8 Loth
-geriebenen Wecken, 1 Kochlöffel voll feinem Mehl, einem halben Glas
-Arak und 5 Eiern macht man auf einem Nudelnbrett, worauf ein wenig Mehl
-gestreut worden, einen gutgearbeiteten Teig, treibt ihn aus, so gut
-man kann, legt ein reines Tuch auf ein Kopfkissen und zieht ihn auf
-diesem so fein wie möglich aus, läßt ihn ein wenig darauf abtrocknen,
-legt ihn dann wieder aufs Nudelnbrett, streicht den halben Theil von
-dem Angerührten darüber, alle Arten von eingemachten Früchten, nebst
-ungefähr 8 Stück geschälten, in Scheiben geschnittenen guten Aepfeln
-dazu, auf diese die andere Hälfte von dem Gerührten, rollt nun den
-Pudding zusammen, formirt ihn zu einer Schnecke, bindet ihn fest in
-ein nasses Tuch ein, läßt fingerbreit oben leer, läßt ihn im kochenden
-Wasser 4 Stunden lang fortkochen und macht folgende Sauce dazu: 1
-Schoppen Milch wird mit einem Stück Zucker siedend gemacht, 3 Eiergelb
-in einem Topfe verklopft und diese an die siedende Milch gegossen, ein
-halbes Glas Arak dazu genommen, und wenn der Pudding auf der Platte
-liegt, diese Sauce darüber gegossen.
-
-
-153. Englischer Pudding anderer Art.
-
-Ein Viertelpfund Butter rührt man in einer Schüssel ganz schaumig,
-stoßt ein Viertelpfund abgezogene Mandeln mit Eierweiß recht fein,
-sodann werden ein Viertelpfund Zucker, woran eine Citrone abgerieben
-wurde, ein abgeriebener, eingeweichter und fest ausgedrückter Wecken, 6
-Eiergelb, das Weiße davon zu Schnee geschlagen, ein Viertelpfund Zibeben
-und Rosinen mit den gestoßenen Mandeln recht schaumig gerührt (nur
-darf der Schnee zulezt dazu gethan werden); nun breitet man ein nasses
-Tuch auseinander, legt in die Mitte desselben eine halbe, ausgesteinte
-Aprikose, neben herum große Zibeben, füllt die Masse darauf, bindet
-das Tuch so zu, daß Finger breit leer bleibt, läßt ihn eine Stunde in
-wenig gesalzenem Wasser kochen und macht folgende Citronensauce dazu:
-2 am Zucker abgeriebene Citronen werden mit einem Kochlöffel voll
-Mehl und kaltem Wasser gerührt, 1 Schoppen Wein daran gegossen, der
-Citronenzucker dazu genommen, so wie auch der Saft derselben, und diese
-Sauce an den Pudding gegossen.
-
- ~Anmerkung.~ Das Brod muß zu allem Pudding in Wasser eingeweicht
- werden; es ist viel feiner und luftiger, als in der Milch.
-
-
-154. Englischer Pudding anderer Art.
-
-9 Loth Ochsennierenfett wird recht fein gewiegt, 20 Loth Mehl werden
-mit der Hand gerieben und in das gewiegte Fett gerührt; an 8 Loth fein
-gestoßenen Zucker, eine halbe Citrone, am Reibeisen abgerieben, 8 Loth
-Citronat und Pomeranzenschalen, fein gewiegt, 8 Loth kleine Weinbeeren,
-8 Loth große Weinbeeren, sauber gewaschen, schlägt man 4 ganze Eier,
-macht Alles mit einem Kochlöffel durcheinander, wie einen Spatzenteig,
-bindet die Masse in ein in kaltes Wasser getauchtes Tuch fest ein und
-thut sie ins kochende Wasser. Sie braucht drei Stunden zum Kochen. Man
-kann den Pudding mit Arak aufbrennen oder sonst eine beliebige Sauce
-dazu geben.
-
-
-155. Pudding von geriebener Gerste.
-
-Man macht von 2 Eiergelb und so viel Mehl, als diese anschlucken, einen
-Teig, wiegt ihn recht fein, kocht ihn in einem Schoppen Milch und läßt
-ihn erkalten. Nun rührt man ein Viertelpfund Butter, 4 Loth an einer
-Citrone abgeriebenen Zucker, 2 Loth abgezogene, gestoßene Mandeln, 6
-Eiergelb und den Schnee von 6 Eierweiß miteinander, füllt die Masse
-in eine mit Butter bestrichene und mit Zucker bestreute Kapsel, läßt
-den Pudding eine Stunde im kochenden Wasser und macht folgende Sauce:
-ein Viertelpfund Kirschen stoßt man sammt den Steinen tüchtig, kocht
-sie eine halbe Stunde in einem Schoppen Wasser, treibt sie durch ein
-Haarsieb, gießt einen Schoppen Wein daran, nebst einem Kochlöffel voll
-Mehl, Zimmt und Nelken, rührt Alles recht glatt und läßt es mit einem
-Stück Zucker aufkochen. Wenn der Pudding angerichtet ist, gießt man die
-Sauce daran.
-
-
-156. Hamburger Pudding.
-
-Einen Schoppen Wasser und ein Viertelpfund Butter läßt man in einer
-messingenen Pfanne miteinander kochen, rührt es in einer Schüssel mit
-ein wenig Mehl locker durcheinander, daß es keine Knollen bekommt, nimmt
-1/2 Vierl. kleine Weinbeeren und 3 Loth gestoßenen Zucker dazu, macht
-Alles untereinander, bindet es in ein nasses Tuch ein, läßt es eine
-halbe Stunde in kochendem Wasser und gibt gekochtes Obst, Zwetschgen,
-Kirschen oder Aprikosen dazu.
-
-
-157. Kaiserpudding.
-
-Man stoßt ein halbes Pfund Mandeln mit Eierweiß so fein wie Brei,
-wiegt die Schale einer Citrone, ein Viertelpfund Zitronat und
-Pomeranzenschalen auch recht fein, rührt ein halbes Pfund Butter ganz
-schaumig, rührt Obiges mit 10 Eiergelb, einem am Reibeisen abgeriebenen,
-durch einen Seiher getriebenen weißen Kreuzerwecken und dem Schnee von
-8 Eierweiß recht gut zusammen, wie zu einer Mandeltorte, bestreicht
-einen Puddingmodel mit Butter, bestreut ihn mit Zucker, füllt die Masse
-hinein, bestreicht auch den Deckel des Models mit Butter, macht ihn fest
-zu, stellt ihn in kochendes Wasser und läßt ihn eine starke halbe Stunde
-kochen. --  Man macht folgende Sauce dazu: 1-1/2 Schoppen Wein werden
-mit ein wenig Citronenschalen und ganzem Zimmt gekocht, 3 Eiergelb und 3
-Finger voll Mehl mit kaltem Wasser glatt gerührt, der kochende Wein wird
-daran gegossen, mit dem Chokoladesprudel Alles so lange gesprudelt, bis
-es über sich steigt, der Pudding nun angerichtet und die Chaudeausauce
-durch ein Haarsieb dazu gegossen.
-
-
-158. Kirschenpudding.
-
-Von 3 Wecken schneidet man die Rinde ab, weicht sie ein, drückt sie
-aus, stoßt ein Viertelpfund abgeschälte Mandeln mit Eierweiß, rührt ein
-Viertelpfund Butter schaumig, nimmt ein Viertelpfund gestoßenen Zucker,
-die Wecken, 6 Eiergelb, ein halbes Pfund ausgesteinte Kirschen und den
-Schnee von 6 Eierweiß dazu, rührt Alles tüchtig untereinander, füllt
-die Masse in ein nasses Tuch, bindet dieses fest zu, läßt den Pudding
-eine Stunde in kochendem Wasser und gibt folgende Pomeranzensauce dazu:
-Man reibt eine Pomeranze an Zucker ab, zieht die weiße Haut davon ab,
-schneidet das Mark in kleine Stückchen, läßt in einer Casserolle das
-Obige mit 1 Schoppen süßen Wein, dem abgeriebenen Zucker eine Zeit lang
-kochen, gießt dann 1 Schoppen Milch dazu, läßt es wieder kochen, gießt
-ein kleines Glas voll Kirschengeist nebst 2 Eiergelb daran, zieht die
-Sauce durch ein Haarsieb und schüttet sie an den Pudding.
-
-
-159. Mutschelpudding.
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-1 Vierling Butter wird in einer Schüssel leicht gerührt, 1 Vierling
-abgezogene, fein gestoßene Mandeln dazu gethan, 8 Eiergelb, eins nach
-dem andern, daran gerührt, von 6 Eiern ein steifer Schnee geschlagen,
-8 Loth Geigenmehl mit dem Schnee unter die Masse gemengt, 1 Citrone
-am Reibeisen abgerieben, auch dazu genommen, eine Puddingkapsel mit
-Butter bestrichen und mit Zucker besäet, die Masse darein gefüllt und im
-kochenden Wasser 3 Viertelstunden gelassen. -- Dazu macht man folgende
-Sauce: Eine halbe Maas Milch, von einer halben Citrone das Gelbe und 3
-Loth Zucker läßt man in einer messingenen Pfanne miteinander kochen;
-hierauf schlägt man 3 Eiergelb in ein Geschirr, gießt ein halbes Glas
-Marasquino und die kochende Milch langsam daran, thut es nochmals in die
-Pfanne und läßt es anziehen; dann stürzt man den Pudding auf eine Platte
-und gibt die Sauce dazu.
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-160. Neunlothpudding.
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-Für 6 bis 8 Personen sind 6 Loth hinreichend. In einer messingenen
-Pfanne wird 1 schwacher Schoppen Wasser, 6 Loth Butter, 6 Loth Zucker,
-woran eine halbe Citrone abgerieben wurde, 6 Loth fein gestoßene
-Mandeln, 6 Loth feines Mehl zu einem dicken Brei zusammen gekocht,
-die Masse in eine Schüssel gethan und 6 Eiergelb nacheinander dazu
-genommen, das Weiße davon zu Schnee geschlagen, zulezt damit vermischt,
-ein Puddingmodel mit Butter bestrichen, mit Zucker bestreut, die Masse
-hineingefüllt und in kochendem Wasser eine Stunde gekocht. -- Man macht
-eine Hagenbuttensauce auf folgende Art dazu: Man rührt 2 Löffel voll
-Hagenbuttenmark und 1 Löffel voll feines Mehl in einer messingenen
-Pfanne untereinander, gießt 1 Schoppen guten Wein daran, thut auch
-Zucker dazu und läßt es miteinander aufkochen. Wenn der Pudding auf der
-Platte liegt, gießt man die Sauce von der Seite daran.
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-161. Pudding von süßen Nudeln.
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-Von 1 Ei und 1 Dotter und so viel Mehl, als diese anschlucken, macht
-man einen festen Teig, wellt Kuchen davon aus, schneidet diese 2
-Messerrücken dick, siedet sie im Salzwasser, zieht sie durch kaltes
-Wasser und läßt sie ablaufen; nun rührt man 1 Pfund Butter schaumig,
-auch rührt man 5 Eiergelb, die Nudeln, 1 Pfund gewiegten Citronat
-und Pomeranzenschalen, eine halbe Citronenschale, fein gewiegt, 4
-Loth Zucker, 2 kleingeschnittene Aepfel, den Schnee von 5 Eierweiß
-untereinander, füllt die Masse in ein nasses Tuch, bindet es fest
-zu, kocht den Pudding 5 Viertelstunden lang in kochendem Wasser und
-macht folgende Weinsauce dazu: Man läßt 1 kleinen Löffel voll Mehl mit
-einem Stückchen Butter gelb anlaufen, löscht es mit Wein ab, Zucker,
-1 Messerspitze voll Zimmt, eben so viel Muskatblüthe, läßt Alles mit
-einander aufkochen und gießt diese Sauce an den Pudding.
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-162. Plumpudding.
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-1 Pfund Ochsennierenfett häutet man sauber ab, schneidet es in ganz
-kleine Stückchen, 1 Pfund geriebenes weißes Brod dazu, 3/4 Pfund fein
-gestoßenen Zucker, 3/4 Pfund kleine und eben so viel gewaschene große
-Weinbeeren, das gewiegte Gelbe von 1 Citrone, 1 Quint gestoßenen Zimmt,
-2 Messerspitzen gestoßene Muskatblüthe, ein Glas Cognac, dieses Alles
-macht man mit 13 Eiern untereinander, bindet den Pudding in ein nasses
-Tuch ein und läßt ihn in kochendem, ein wenig gesalzenem Wasser 4 bis
-5 Stunden lang kochen, stürzt ihn dann auf eine Platte, schneidet oben
-eine kleine Oeffnung in den Pudding, worein man Zucker streut, Arak
-gießt, diesen anzündet und den Pudding brennend aufträgt.
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-163. Reispudding.
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-Ein Viertelpfund sauber gewaschenen Reis kocht man ganz weich mit einer
-halben Maas Milch, treibt ihn durch ein Haarsieb; dann rührt man ein
-Viertelpfund Butter in einer Schüssel leicht, thut 8 Loth fein gestoßene
-Mandeln und 6 Loth Zucker dazu, legt 1 Löffel voll Reis in die Butter
-und 1 Eiergelb dazu; so macht man fort bis zum Ende. Zulezt rührt man
-die Mandeln auch daran, schlägt von dem Eierweiß einen steifen Schnee,
-rührt ihn langsam unter die Masse, bestreicht einen Melonenmodel mit
-Butter, thut die Masse darein, stellt sie in den Ofen und läßt sie gut
-ausbacken. In einer kleinen Stunde ist der Pudding gebacken. Daran macht
-man eine Aprikosensauce aus 3 Löffel voll Aprikosenmarmelade und 1
-Schoppen Rheinwein, läßt es miteinander aufkochen und gießt es auf den
-Pudding.
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-164. Gefüllter Reispudding.
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-Ein Viertelpfund Reis brüht man mit kochendem Wasser an, läßt ihn
-eine Viertelstunde stehen, kocht ihn mit 1/2 Vierl. Butter weich,
-rührt ihn mit einem Viertelpfund gestoßenem Zucker und noch 1/2 Vierl.
-Butter bis er kalt ist, schlägt 6 Eiergelb daran, eine halbe am
-Reibeisen abgeriebene Citrone, den Schnee von den 6 Eierweiß, rührt
-Alles miteinander, füllt die Hälfte der Masse in ein Aufzugblech, legt
-oben darauf eine Oblate, auf diese etwas Eingemachtes, auf dieses die
-andere Hälfte der Masse, backt den Pudding im Ofen und macht folgende
-Sauce: 3 Loth abgezogene, feingestoßene Mandeln läßt man mit 1 Schoppen
-süßen Rahm, 1 Schoppen Milch, 1 Citronenschale und einem Stück Zucker
-aufkochen, verrührt 3 Eiergelb, gießt die kochende Milch daran, läßt
-Alles noch einmal anziehen und gießt diese Sauce an den Pudding.
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-165. Russischer Pudding.
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-1 Pfund gereinigtes Ochsenmark wird zu kleinen Stückchen geschnitten
-und mit 6 Loth geriebenem Weißbrod, 7 Kochlöffeln feinem Mehl, einem
-halben Pfund Zucker, einem halben Pfund großen und eben so viel
-kleinen Weinbeeren, einem Glas starken Arak, dem gewiegten Gelben von
-1 Citrone, Zimmt und 10 Eiern gut durcheinander gemacht, in ein nasses
-Tuch, aber nicht fest, eingebunden und 2 Stunden in kochendem Wasser
-gekocht. -- Man gibt folgende Sauce dazu: 1 Pomeranze reibt man am
-Zucker, zieht die weiße Haut ab, nimmt die Kerne heraus, schneidet das
-Mark in Stückchen, läßt dieses mit dem abgeriebenen Zucker, dem Saft von
-1 Citrone und 1 Bouteille Wein miteinander aufkochen, schlägt 3 Eiergelb
-in einen Topf, thut 3 Finger voll Mehl dazu, rührt es mit kaltem Wasser
-glatt, nimmt den kochenden, gewürzten Wein dazu, läßt es noch einmal,
-während es stark sprudelt, aufkochen und gießt die Sauce über den
-angerichteten Pudding.
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-166. Aepfelauflauf.
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-Man rührt ein Viertelpfund Butter leicht, schneidet gute Aepfel in
-kleine Stückchen, thut sie in die Butter, schneidet die harte Rinde
-von 2 Wecken oder Milchbroden ab, das Weiche davon kocht man, klein
-geschnitten, in einer messingenen Pfanne mit 1 Schoppen Milch wie
-einen Brei, läßt es erkalten, nimmt es zu der Butter, 6 Loth Zucker,
-5 Eiergelb, wenn es nöthig ist, noch 3 Löffel voll sauren Rahm dazu,
-zulezt mischt man den Schnee von den 5 Eierweiß darunter, füllt den
-Auflauf in eine mit Butter bestrichene Schüssel, zieht ihn gelb auf und
-streut Zucker darüber.
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-167. Aepfelauflauf anderer Art.
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-Man dämpft 14 bis 16 Borsdorfer-Aepfel mit einem Stück Butter und einem
-Stück Zucker in einer Casserolle nicht sehr weich, bestreicht das
-Geschirr, in welchem man den Auflauf auftragen will, mit Butter und
-sezt die Aepfel darein. Dann nimmt man gleich viel Eier, Zucker und
-Mandeln an Gewicht, der Zucker wird fein gestoßen, die Mandeln geschält
-und mit Eierweiß zu einem Brei am Reibstein gerieben; dann der Zucker,
-die Eiergelb und die mit Eierweiß zerriebenen Mandeln wie zu einer
-Mandeltorte gerührt, von den übrigen Eierweiß wird ein steifer Schnee
-geschlagen und ebenfalls unter die Masse gemischt. Hiemit werden die
-Aepfel übergossen und im Bratrohr schön gelb aufgezogen.
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-168. Aepfelscharlott.
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-Man schält die Aepfel, kocht sie in einer Casserolle mit einem
-Viertelpfund Butter, einem Viertelpfund Rosinen und Zibeben, 2
-Messerspitzen voll gestoßenem Zimmt und der halben Schale einer fein
-gewiegten Citrone zu einem Brei und läßt sie erkalten. Dann schneidet
-man Wecken- oder Milchbrodschnitten, backt sie im Schmalz gelb,
-bestreicht ein ziemlich tiefes Backblech mit Butter, bestreut es mit
-Zucker, legt den Boden mit einem Theil der gebackenen Schnitten aus,
-legt auf diese eine Lage von den gekochten Aepfeln, darauf eingemachte
-Früchte, dann wieder Aepfel und wieder Früchte, so macht man fort,
-bis die Aepfel zu Ende sind; zulezt überlegt man die Speise oben mit
-gebackenen Schnitten, stellt das Geschirr anderthalb Stunden in ein
-Bratrohr, gießt nun 2 Löffel voll Himbeergelée darüber und eben so viel
-an die Seite des Geschirres, daß die Schnitten weich werden.
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-169. Aepfelkunzen.
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-6 bis 8 Stück Breitling (Bachäpfel) werden geschält, geschnitten, in
-einem Stück Butter und mit einem Stück Zucker nicht ganz weich gedämpft,
-in einer Schüssel 10 Loth Butter, 4 Loth Zucker, woran eine Citrone
-abgerieben wurde, leicht gerührt, 8 Eiergelb, eins nach dem andern,
-dazu genommen, zu einem jeden Eiergelb ein kleiner Kaffeelöffel voll
-Mehl, von den 8 Eierweiß ein Schnee geschlagen, Alles untereinander
-vermischt, in eine mit Butter bestrichene Schüssel gefüllt, gelb
-aufgezogen und Zucker darüber gestreut.
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-170. Aprikosenauflauf.
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-Man rührt 1 Schoppen sauren Rahm mit 4 Eiergelb und einem Viertelpfund
-Zucker ganz dick, mengt 3 Loth Mehl und den Schnee von den 4 Eierweiß
-unter die Masse, legt das mit Butter bestrichene Geschirr, das man zu
-Tische gibt, mit Aprikosen (frischen oder eingemachten) aus, füllt die
-Masse darauf, zieht den Auflauf gelb auf und streut Zucker darüber.
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-171. Breiauflauf.
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-Man kocht einen Kindsbrei von einer halben Maas Milch, rührt ihn mit 4
-Loth Butter in einer Schüssel leicht, thut 5 Eiergelb, eins nach dem
-andern, 4 Loth Zucker, woran eine Citrone abgerieben, fein gestoßen,
-nebst 4 Loth Rosinen und dem Schnee von den 5 Eierweiß unter die Masse,
-bestreicht eine Porzellanschüssel mit Butter, füllt den Auflauf hinein
-und zieht ihn bei geringer Hitze auf.
-
- ~Anmerkung.~ Bei allen diesen Aufläufen ist ein Porzellangeschirr
- besser als ein blechernes.
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-172. Schwarzbrodauflauf.
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-Ein Viertelpfund Butter wird in einer Schüssel schaumig gerührt und
-nach und nach 6 Eiergelb daran gerührt, 8 Loth schwarzes Brod reibt man
-am Reibeisen, feuchtet es mit einem Glas rothen Wein an, nimmt noch
-eine geriebene Muskatnuß, eine Messerspitze voll Zimmt, eben so viel
-Muskatblüthe, ein Viertelpfund Zucker, an einer Citrone abgerieben,
-4 Loth Citronat und Pomeranzenschalen, fein gewiegt und zulezt die
-Eierweiß zu einem Schnee geschlagen, dazu, mengt die Masse recht
-untereinander und zieht nun den Auflauf in einer mit Butter bestrichenen
-Porzellanschüssel im Ofen recht schön gelb auf.
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-173. Butterauflauf.
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-Ein Viertelpfund Butter wird schaumig gerührt, eine ganze Citrone an
-einem Viertelpfund Zucker abgerieben, dieser fein gestoßen und mit
-12 Eiergelb, zu welchem jedesmal eine Messerspitze voll feines Mehl
-genommen wird, zu dem Obigen gerührt; sind nun die Eier alle daran, so
-kommen noch 3 Eßlöffel voll saurer Rahm dazu, nebst dem Schnee von den
-14 Eierweiß, man vermischt die Masse gut miteinander und zieht sie in
-einem mit Butter bestrichenen Aufzugblech auf.
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-174. Chokoladeauflauf.
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-8 Loth Chokolade läßt man in einer messingenen Pfanne in 3 Eßlöffel voll
-Wasser zerlaufen; dann thut man 2 Loth Butter und 3 Loth fein gestoßene
-Mandeln dazu und läßt es ein wenig miteinander kochen, thut es sodann in
-eine Schüssel, rührt 6 Eiergelb, eines nach dem andern, daran, schlägt
-das Weiße zu Schnee, bestreicht ein Geschirr, das man zur Tafel geben
-will, mit Butter, thut die Masse darein, stellt sie in den Ofen und läßt
-sie schön aufziehen. In einer starken Viertelstunde ist er fertig.
-
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-175. Gerührter Chokoladeauflauf.
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-6 starke Löffel voll Zucker werden mit 6 Eiergelb so lange gerührt, bis
-die Masse ganz dick ist, dann kommt eine Messerspitze voll Zimmt, ein
-Viertelpfund geriebene Vanillechokolade, 1 Loth feines Mehl und der
-Schnee von den 6 Eierweiß dazu; Alles wird miteinander vermischt, eine
-Schüssel mit Butter bestrichen, die Masse darein gefüllt, im Ofen schön
-gelb aufgezogen und Zucker darauf gestreut.
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-176. Chokoladeauflauf mit Brod.
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-3 Wecken oder Milchbrod, welche fein geschnitten werden, wie zur Suppe,
-kocht man mit 1 Schoppen Milch wie Brei, nimmt sie in eine Schüssel,
-rührt 6 Loth Butter, 4 Loth gestoßenen Zucker, 5 Eiergelb und ein
-Viertelpfund geriebene Chokolade mit dem Brei eine starke Viertelstunde,
-schlägt von den 5 Eierweiß einen Schnee, mengt diesen auch unter die
-Masse, bestreicht eine Schüssel mit Butter, schüttet die Masse hinein,
-läßt den Auflauf schön gelb aufziehen und streut Zucker darauf.
-
-
-177. Gerührter Citronenauflauf.
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-Man rührt in einer Schüssel 6 Löffel voll Zucker, 6 Eiergelb, Salz, 2 am
-Reibeisen abgeriebene Citronen, den Saft von diesen, so lange bis die
-Masse dick ist, schlägt einen steifen Schnee von den 6 Eierweiß, mischt
-mit diesem 2 Loth Mehl darunter, bestreicht eine Schüssel mit Butter,
-füllt die Masse hinein, läßt den Auflauf in einem nicht sehr heißen Ofen
-schön gelb backen und streut Zucker darauf.
-
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-178. Citronenauflauf anderer Art.
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-Von einer halben Maas Milch kocht man einen dicken Brei, thut ihn in
-eine Schüssel, 8 Loth Butter, 8 Loth gestoßenen Zucker, 2 am Reibeisen
-abgeriebene Citronen, das Mark von diesen in Blätter geschnitten, 5
-Eiergelb daran, rührt Alles eine Viertelstunde recht stark, schlägt
-von den 5 Eierweiß einen steifen Schnee, vermischt ihn auch damit,
-bestreicht die Schüssel, die man zu Tisch geben will, mit Butter,
-schüttet die Masse darauf, läßt den Auflauf schön gelb aufziehen und
-streut Zucker darauf.
-
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-179. Crêmeauflauf.
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-An 4 Kochlöffel voll Mehl, in einer messingenen Pfanne, rührt man 4
-Eiergelb, gießt einen halben Schoppen Milch dazu und kocht dieses
-zu einer dicken Crême. Diese thut man in eine Schüssel, 4 Loth fein
-gestoßenen Zucker daran, eine halbe Citrone am Reibeisen abgerieben,
-rührt noch 4 Eiergelb, eines nach dem andern, daran, schlägt das Weiße
-zu Schnee, mengt es langsam unter die Masse, bestreicht ein Aufzugblech
-mit Butter und läßt sie im Ofen schön aufziehen. In einer Viertelstunde
-ist der Auflauf fertig.
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-180. Auflauf von geriebener Gerste.
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-2 Eiergelb und so viel Mehl, was diese anschlucken, wiegt man so fein
-wie möglich miteinander, kocht in einer halben Maas Milch einen dicken
-Brei davon und läßt ihn in einer Schüssel erkalten. Dann rührt man
-ein Viertelpfund Butter leicht, nimmt 4 Loth an einer halben Citrone
-abgeriebenen Zucker, 6 Eiergelb, eine Hand voll Rosinen und Cibeben, 2
-Loth geschnittenen Citronat, nebst dem Schnee von den 6 Eierweiß zu der
-Butter, den Brei dazu, mischt alles wohl untereinander, bestreicht ein
-Geschirr mit Butter, füllt die Masse darein, läßt den Auflauf schön gelb
-aufziehen und streut Zucker darauf.
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-181. Süßer Kartoffelauflauf.
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-Man reibt 1 Pfund gesottene, kalte Kartoffeln, stoßt 1 Viertelpfund
-abgezogene Mandeln und 1 Viertelpfund an einer Citrone abgeriebenen
-Zucker recht fein und thut es zu den Kartoffeln; dann läßt man ein
-Viertelpfund Butter in einer Schüssel zergehen, thut das Obige mit 6
-Eiergelb und einem halben Schoppen saurem Rahm dazu, rührt Alles eine
-Viertelstunde lang miteinander, mischt den Schnee von den 6 Eierweiß
-damit, läßt den Auflauf in einer mit Butter bestrichenen Schüssel gelb
-aufziehen und streut Zucker darauf.
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-182. Kapuzinerauflauf.
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-2 feingeschnittene Wecken feuchtet man mit einem Glas siedendem Wein
-an, rührt 1 Pfund Butter schaumig, thut das Brod, nebst 1 Viertelpfund
-Zucker, an welchem eine Citrone abgerieben wurde, fein gestoßen, dazu;
-schält 4 Rosenäpfel, schneidet sie zu kleinen dünnen Schnittchen, 1
-Viertelpfund Cibeben und Rosinen, alle Arten gekochter Früchte, 6
-Eiergelb, zulezt den Schnee von den Eierweiß darunter, mischt die ganze
-Masse gut untereinander und zieht den Auflauf in einem mit Butter
-bestrichenen Aufzugblech im Ofen auf.
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-183. Mandelauflauf.
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-1 Viertelpfund geschälte Mandeln werden im Mörser mit Milch fein
-gestoßen, in einer Pfanne mit 3 Kochlöffeln voll feinem Mehl glatt
-gerührt, 4 Loth an einer Citrone abgeriebener Zucker dazu genommen, 1
-Schoppen Milch daran geschüttet und nun ein nicht gar dicker Brei davon
-gekocht, 4 Loth Butter dazu geschnitten, 6 Eiergelb daran gerührt, das
-Weiße davon zu einem Schnee geschlagen, damit vermischt, Alles recht
-untereinander gekocht, eine Schüssel mit Butter bestrichen, die Masse
-darein gefüllt, in einem nicht sehr heißen Ofen aufgezogen und Zucker
-darauf gestreut.
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-184. Nudelnauflauf.
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-Man macht von 3 Eiern ganz feine Nudeln, röstet sie mit einem Stück
-Butter gelb, läßt sie in einem Haarsieb ablaufen, läßt 4 Loth Butter in
-einer Schüssel zergehen, mischt diese und 3 Löffel voll sauren Rahm, 6
-Loth gestoßenen Zucker, woran eine Citrone abgerieben wurde, 5 Eiergelb
-und zulezt den Schnee von diesen mit den Nudeln untereinander, füllt die
-Masse in eine mit Butter bestrichene Schüssel, backt den Auflauf schön
-gelb und streut Zucker darauf.
-
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-185. Nudelnauflauf anderer Art.
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-Von einem ganzen Ei, einem Dotter und Butter von Hühnereigröße macht man
-einen Nudelnteig wellt die Kuchen so fein wie möglich aus, schneidet sie
-aber nicht sehr fein, kocht sie in Milch, daß sie saftig sind, schneidet
-6 geschälte, gute Aepfel in kleine Stückchen, nimmt 4 Loth Rosinen, 4
-Loth gestoßenen Zucker, bestreicht eine Schüssel mit Butter, legt unten
-von den Nudeln darein, dann geschnittene Aepfel und Rosinen, Nudeln,
-Aepfel und Rosinen und macht so fort, bis Alles zu Ende ist. Nun schlägt
-man 3 Eier in ein Geschirr, einen halben Schoppen sauren Rahm und einen
-halben Schoppen süße Milch dazu, rührt es durcheinander, gießt es über
-die Nudeln, zieht sie auf und streut Zucker darüber.
-
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-186. Pomeranzenauflauf.
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-Ein halbes Pfund Butter wird schaumig gerührt: eine Pomeranze an einem
-Viertelpfund Zucker abgerieben, dieser fein gestoßen und mit dem Mark
-der Pomeranze, welches in Blätter geschnitten wird, mit dem Obigen
-gekocht; dann läßt man 4 Loth Zucker in einer messingenen Pfanne
-so lange kochen, bis er Fäden spinnt, kocht dieses wieder mit dem
-Besagten eine Viertelstunde, schlägt 6 Eiergelb daran, den Schnee von
-den 6 Eierweiß dazu, nebst 2 Löffel voll feinem Mehl, bestreicht ein
-Porzellangeschirr mit Butter, füllt den Auflauf darein und backt ihn
-schön gelb im Backofen.
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-
-187. Pomeranzenauflauf anderer Art.
-
-4 Kochlöffel voll Mehl rührt man in einer messingenen Pfanne mit Milch
-glatt an, schlägt 6 Eiergelb daran, reibt 1 Pomeranze an 4 Loth Zucker
-ab, thut diesen auch in die Pfanne, nebst dem Saft der Pomeranze, gießt
-1 Schoppen Milch daran, kocht von Allem einen dicken Brei, rührt ihn
-(vom Feuer weggenommen) bis er ein wenig erkaltet ist, nimmt zulezt den
-Schnee von den 6 Eierweiß noch dazu und backt den Auflauf in einem mit
-Butter bestrichenen Porzellangeschirr schön gelb im Ofen.
-
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-188. Gefüllter Reisauflauf.
-
-Ein Viertelpfund Reis brüht man in kochendem Wasser 2- bis 3mal, läßt
-ihn durch ein Haarsieb ablaufen, kocht ihn mit einer halben Maas Milch
-und 4 Loth Butter in einer Casserolle, rührt 4 Loth Butter in einer
-Schüssel, den Reis dazu, so lange, bis er erkaltet ist, mengt 1 Vierling
-Zucker, an welchem eine Citrone abgerieben wurde, fein gestoßen, 6
-Eiergelb und den Schnee von den 6 Eierweiß unter die Masse, bestreicht
-ein Aufzugblech mit Butter, füllt die Hälfte der Masse hinein, 2 bis
-3 Löffel voll eingemachte Johannisbeeren darauf, die andere Hälfte der
-Masse darüber und backt den Auflauf im Ofen.
-
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-189. Reisauflauf anderer Art.
-
-Ein Viertelpfund Reis brüht man in kochendem Wasser 2- bis 3mal, läßt
-ihn in einem Haarsieb ablaufen, kocht ihn mit einer halben Maas Milch
-und 4 Loth Butter in einer Casserolle; schält 12 Borsdorfer Aepfel,
-nimmt das Kernhaus heraus, dämpft in einer Casserolle die Aepfel mit
-einem Glas Wein in Butter halb weich, legt sie auf eine Platte und macht
-folgende Fülle: man wiegt 2 Loth Pomeranzenschalen und Citronat, etwas
-Citronenschale, 6 Stück abgezogene Mandeln nicht sehr fein, nimmt eine
-Hand voll Rosinen dazu, füllt die Aepfel damit aus, rührt 5 Eiergelb,
-den Schnee von den 6 Eierweiß, 4 Loth gestoßenen Zucker unter die Masse,
-thut die Hälfte davon in ein mit Butter bestrichenes Aufzugblech, legt
-die gefüllten Aepfel darauf, die andere Hälfte darüber und läßt den
-Auflauf in einem Bratrohr aufziehen. Ist er fertig, so kommt er auf die
-Platte, ein Schnee von 4 Eierweiß, mit Zucker vermischt, darauf, und
-wird auf einem schwarzen Blech, auf dem Sand oder Salz ist, noch einmal
-ins Rohr gestellt.
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-190. Weichselnauflauf.
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-Man legt 6 Loth Mandel-Makronen zu der Wärme, damit sie geröstet werden,
-dann stoßt man sie im Mörser fein, legt sie in eine messingene Pfanne,
-rührt sie mit 3 Kochlöffeln voll feinem Mehl, 3 Loth Zucker, 4 Eiergelb
-und einem halben Schoppen süßen Rahm glatt und kocht sie zu einer dicken
-Crême. Dann rührt man 4 Loth Butter und die Crême in einer Schüssel,
-hernach noch 5 Eiergelb, eines nach dem andern, daran, schlägt das Weiße
-von diesen Eiern zu Schnee, mischt ihn unter die Masse, eine halbe
-Citrone, am Reibeisen abgerieben, dazu, bestreicht ein Aufzugblech
-mit Butter, thut etwas von der Masse darein, eine Lage ausgesteinte
-Weichseln darauf, gießt wieder etwas von der Crême daran, wieder
-Weichseln darauf, die andere Crême darüber, stellt es in Ofen und läßt
-es aufziehen.
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-191. Im Dampf Aufgezogenes.
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-3 Hände voll feines Mehl werden mit 1 Schoppen Milch glatt gerührt und
-zu einem dicken Brei gekocht, man läßt ihn erkalten, rührt 6 Eiergelb,
-sammt 4 Eßlöffeln voll Marasquino, einer Hand voll fein gestoßenem
-Zucker und dem Schnee von den 6 Eierweiß dazu, rührt die Masse recht
-untereinander, füllt sie in ein Geschirr, welches zu Tische kommt;
-stellt dieses in ein Geschirr mit kochendem Wasser, deckt es fest zu,
-legt glühende Kohlen auf den Deckel und gibt die Speise, nachdem sie
-eine halbe Stunde gekocht hat, zu Tische.
-
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-192. Götterspeise.
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-Von einer halben Maas Milch kocht man einen dicken Kindsbrei, rührt ein
-Viertelpfund Butter leicht, thut 1 Löffel voll Brei an die Butter,
-schlägt ein Eiergelb daran, rührt es miteinander und macht auf diese Art
-fort, bis der Brei zu Ende ist; dann werden 4 bittere Mandeln abgezogen,
-im Mörser fein gestoßen, unter die Masse gerührt, 3 Loth gestoßener,
-an einer Citrone abgeriebener Zucker, das Weiße von den Eiern, die
-man zum Brei rührte, zu Schnee geschlagen, Alles zusammen unter das
-Obige gemischt, eine blecherne Form mit Butter bestrichen, mit Zucker
-bestreut, die Masse darein gefüllt, die Form fest zugemacht und 1 Stunde
-im kochenden Wasser gekocht. Man stürzt diese Götterspeise auf eine
-Platte und gibt Himbeer- oder Aprikosen-Gelée dazu.
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-193. Citronenbrei.
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-Man kocht einen guten dicken Brei, rührt 2 Eiergelb darein, reibt das
-Gelbe von einer Citrone am Zucker ab, stoßt diesen und mischt ihn unter
-den Brei.
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-194. Citronenbrei anderer Art.
-
-Man kocht von einer halben Maas Milch einen guten dicken Brei, rührt
-5 bis 6 Eiergelb in eine Casserolle, nebst 2 Loth Butter und 3 Loth
-gestoßenem Zucker, woran vor dem Stoßen eine Citrone abgerieben worden,
-nimmt 2 Eßlöffel voll kalte Milch dazu, läßt die Eier so lange kochen,
-bis sie anfangen, dick zu werden, rührt dann den Brei dazu, läßt ihn
-eine Scharre ziehen, richtet ihn auf eine Platte an, sticht die Scharre
-sorgfältig von der Pfanne und legt sie oben auf den Brei.
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-195. Eierbrei.
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-Es wird ein dicker Brei gekocht, dann läßt man in einem Geschirr ein
-Stückchen Butter zergehen, schlägt 2 bis 3 Eier hinein, rührt sie auf
-dem Feuer, bis die Eier anfangen dick zu werden, rührt sie alsdann mit
-dem Brei an und läßt an diesen eine Kruste kochen.
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-196. Aufgezogener Eierbrei.
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-Ein halbes Pfund Butter, 8 Eierdotter, Zucker und Citronen werden
-miteinander verrührt, das Weiße von den Eiern zu Schnee geschlagen, dazu
-genommen, in ein dazu taugliches Geschirr gethan, oben und unten Gluth
-dazu und aufgezogen.
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-197. Aufgezogener Mandelbrei.
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-Ein halbes Pfund geschälte, fein gestoßene Mandeln, ein halbes Pfund
-Zucker, 8 Eiergelb, 2 Trinkgläser voll süßer Rahm und eine Hand voll
-geriebener Wecken werden gut durcheinander gerührt, von dem Eiweiß ein
-Schnee geschlagen, dazu genommen und in einem passenden Geschirr, unten
-und oben in Gluth, aufgezogen.
-
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-198. Milchbrei.
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-Einen kleinen Kochlöffel voll Mehl rührt man mit süßem Rahm glatt an,
-schlägt 6 ganze Eier daran, etwas Zucker, an einer Citrone abgerieben,
-gießt eine halbe Maas Milch dazu, schmiert eine Schüssel mit Butter,
-füllt die Masse darein und backt sie schön gelb.
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-199. Schneckenbrei.
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-Die Schnecken werden behandelt, wie schon öfters beschrieben wurde,
-dann wiegt man sie, nebst einer halben Citronenschale, 1 Zwiebel und
-einer Hand voll Petersilie sehr fein, läßt ein Achtelpfund Butter in
-einer Casserolle zerlaufen, dämpft das Gewiegte mit den Schnecken darin,
-streut 3 Finger voll Mehl darauf, gießt 1 Löffel voll Fleischbrühe
-daran, thut Salz und Pfeffer dazu, nebst dem Saft einer halben Citrone
-und läßt Alles mit einander noch einmal aufkochen.
-
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-200. Vanillebrei.
-
-2 Eßlöffel voll geriebenes Weckenmehl und 2 Eßlöffel voll feines Mehl
-rührt man mit kalter Milch glatt an, läßt einen Schoppen Rahm und ein
-Stückchen Vanille eine Viertelstunde miteinander kochen, gießt das
-Gerührte daran, läßt es gut miteinander auskochen, richtet es auf eine
-Platte an und streut Zucker darauf.
-
-
-201. Eierkuchen.
-
-Man wiegt ein Viertelpfund abgezogene, fein gestoßene Mandeln,
-worunter aber 6 bis 8 bittere seyn müssen, und von einer Citrone das
-Gelbe recht fein, schüttet einen Schoppen süßen Rahm daran, schneidet
-ein Viertelpfund Ochsenmark recht fein, nimmt 2 Messerspitzen voll
-gestoßenen Zimmt, etwas Rosenwasser, 1 Messerspitze voll Salz, 8 Eier
-dazu, rührt Alles durcheinander, bestreicht einen Plafond mit Butter,
-füllt die Masse darein und backt den Kuchen im Ofen gelb aus.
-
-
-202. Eierkuchen mit Aepfeln.
-
-Rosenäpfel schält und schneidet man in kleine Stückchen, dämpft sie in
-einem kleinen Stück Butter weich, thut sie in eine Schüssel, steint
-4 bis 6 Stück Aprikosen aus, nimmt 4 Loth Zucker, 2 Messerspitzen
-voll Muskatblüthe, 6 ganze Eier und einen halben Schoppen sauren Rahm
-dazu, reibt eine halbe Citrone am Reibeisen ab, mengt Alles wohl
-untereinander, bestreicht einen Plafond mit Butter, füllt die Masse
-darein und backt den Kuchen auf dem Kohlenfeuer schön aus. Man macht ein
-Citroneneis darüber, wie schon öfter beschrieben worden ist.
-
-
-203. Gerührte Eier mit Sardellen.
-
-Zu 8 Eiern nimmt man 4 Loth Sardellen, wascht die lezteren, gräthet
-sie aus, legt sie eine Viertelstunde in frisches Wasser, läßt in
-einer Casserolle ein Viertelpfund Butter zergehen, schlägt die Eier
-hinein, schneidet die Sardellen in kleine Stückchen, rührt sie mit fein
-geschnittenem Schnittlauch an die Eier und kocht Alles so lang auf dem
-Feuer, bis es dick, aber nicht hart, wird.
-
-
-204. Gefüllte Flädlein mit saurem Rahm und Rosinen.
-
-Man macht gewöhnliche Flädlein, bestreicht sie mit dickem, saurem Rahm,
-bestreut sie mit gewaschenen Rosinen und Zibeben, streut Zucker und
-Zimmt darüber, rollt sie zusammen, bestreicht ein Geschirr, welches man
-zu Tisch geben will, mit Butter und legt die gefüllten Flädlein über's
-Kreuz hinein, thut noch 2 Löffel voll Milch daran und läßt sie im Ofen
-aufziehen.
-
-
-205. Gefüllte Flädlein in Vanillecrême.
-
-Man macht einen Teig von einer Hand voll feinem Mehl, rührt dieses mit
-kalter Milch glatt, schlägt 4 Eier daran, bestreicht eine mittelgroße
-Flädleinspfanne mit Speck, backt die Flädlein darin, legt sie auf einem
-Nudelnbrett auseinander und macht folgende Vanillecrême: 1 Schoppen
-Milch, ein Stück Vanille, 2 Loth Zucker und 3 Finger voll Mehl kocht
-man miteinander, verklopft 4 Eiergelb, rührt sie an die kochende Milch,
-läßt alles auf dem Feuer noch einmal anziehen, gießt die Crême durch
-ein Haarsieb in ein Geschirr, läßt sie erkalten, streicht 2 Löffel voll
-davon auf den Flädlein herum, rollt sie zusammen, legt sie in ein mit
-Butter bestrichenes Geschirr quer übereinander, gießt 2 Löffel voll
-süßen Rahm dazu, zieht sie im Ofen auf und streut Zucker darauf.
-
-
-206. Hosenbändel.
-
-Man nimmt so viel Mehl auf's Nudelnbrett als 3 Eier annehmen, Welschnuß
-groß Butter, arbeitet den Teig gut zusammen, wellt ihn recht dünn aus,
-schneidet halbfingerbreite Nudeln daraus, thut einen Theil davon in eine
-Pfanne mit kochendem Wasser, worin eine Hand voll Salz aufgelöst ist,
-fängt die Nudeln mit einem Schaumlöffel heraus auf eine Platte, läßt
-die übrigen Nudeln in einem Pfändlein mit heißem Schmalz schön gelb
-werden, gießt sie auf die gekochten Nudeln herum und streut etwas fein
-geschnittenen Schnittlauch darauf.
-
-
-207. Abgetrocknete Knöpflein (Klöße, Knödel).
-
-Man dämpft 3 in Wasser eingeweichte, fest ausgedrückte Wecken in einer
-Casserolle mit einem Stück Fett, nimmt eine Hand voll gedämpfte Zwiebeln
-und Petersilie, 4 bis 5 Eier, Salz und Muskatnuß dazu, macht Knöpflein
-von dem Teig, so groß wie ein Hühnerei, kocht sie eine Viertelstunde in
-kochendem Wasser und schmälzt sie mit Butter und geriebenem Brod ab.
-
-
-208. Frankfurter Brodknöpflein.
-
-Man schneidet 4 Wecken in Würfel, röstet die Hälfte davon in Butter,
-dämpft Zwiebeln und Petersilie, fein geschnitten, auch in Butter,
-schlägt 6 Eier daran, 2 Kochlöffel voll feines Mehl, die ungerösteten
-Weckenwürfel, Salz und Muskatnuß, mischt alles untereinander und macht
-Knöpflein in der Größe eines Hühnereies aus dieser Masse, läßt sie eine
-Viertelstunde im Salzwasser kochen, schmälzt sie mit Butter und Brod ab
-und gibt sie zum Wildbret.
-
-
-209. Leberknöpflein.
-
-Eine Kalbsleber wird abgehäutelt, die Adern davon geschnitten, so fein
-als möglich gewiegt, eine große Hand voll Zwiebeln in einem Stück Fett
-gedämpft, 3 Eier und 2 Wecken dazu genommen, dieses alles eine halbe
-Stunde gerührt, Knöpflein von der Masse im Salzwasser gekocht und mit
-Butter und Zwiebeln geschmälzt.
-
-
-210. Tyrolerknöpflein.
-
-6 geschnittene Wecken werden in einer Schüssel mit 1 Schoppen heißer
-Milch angefeuchtet, 1 Pfund geräucherter Speck und 1 Pfund geräuchertes
-Fleisch, fein gehackt, eine Hand voll im Speck gedämpfte Zwiebeln, 3
-Kochlöffel voll feines Mehl, Salz, 7 bis 8 Eier, alles durcheinander
-gemischt, eine halbe Stunde zugedeckt stehen gelassen, damit es anzieht,
-und nun von der Masse runde Kugeln gemacht und eine halbe Stunde im
-Salzwasser gesotten. Man kann sie zu eingemachten Hühnern geben.
-
-
-211. Krapfen von Lebkuchen.
-
-Von einem Viertelpfund geriebenem, braunem Lebkuchen, 2 Loth fein
-gestoßenem Zucker, 3 Eßlöffel voll Honig, etwas feinem Gewürz, 2 Loth
-am Reibeisen geriebenen Mandeln, 1 Ei, 1 Eierklar, macht man auf einem
-Nudelnbrett einen festen Teig, wellt ihn aus, sticht ihn mit einem
-zackigten Mödelchen aus, legt die ausgestochenen Stückchen auf ein
-schwarzes Blech und backt sie bei gelinder Hitze im Ofen, so daß sie
-noch weiß, beinahe nur getrocknet sind.
-
-
-212. Krautwürste.
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-Die Rippen werden vom Kraut ausgeschnitten, die Blätter mit kochendem
-Wasser zugesezt und verwällt; worauf man sie ablaufen läßt. Dann wird
-in einem Stück Butter ein abgeriebener, eingeweichter, ausgedrückter
-Wecken, Zwiebel und Petersilie, nebst einem halben Pfund feingewiegten
-Rindfleisch eine halbe Stunde miteinander gedämpft, 3 bis 4 Eier,
-Salz und Muskatnuß dazu genommen, die Krautblätter mit dieser Fülle
-bestrichen, zusammengerollt wie die Würste, in einer Bratpfanne mit
-einem Stück Fett gelb gebacken, Fleischbrühe daran geschüttet und so
-aufgekocht.
-
-
-213. Lumsen oder Ulmerspeise.
-
-Von 4 oder 5 Eiern macht man einen Nudelnteig, nimmt Welschnuß groß
-Butter dazu, wellt ihn aus wie einen gewöhnlichen Nudelnteig, läßt 4
-Loth Butter und Milch nach Gutdünken miteinander kochen, zerreißt diesen
-Nudelnkuchen in Stücken, legt die Stücke in die gekochte Milch, thut
-sie in einen Backofen, damit sie auf beiden Seiten eine Farbe bekommt;
-hernach richtet man sie auf eine Platte an und streut Zucker und Zimmt
-darauf.
-
-
-214. Gebackene Milch.
-
-5 ganze Eier, 5 Eierdotter und eine halbe Maas Milch rührt man gut
-zusammen, nimmt ein Stück Zucker, an welchem eine Citrone abgerieben
-wurde, dazu, röstet in heißem Schmalz 3 Löffel voll Mehl hellgelb, gießt
-die Milch sammt den Eiern dazu, kocht alles so lang, bis es dick wird,
-rührt es immerfort um, und sollte das Schmalz herauskochen, so muß es
-abgeschöpft werden. Wenn der Brei auf der Platte ist, streut man Zucker
-und Zimmt darauf.
-
-
-215. Milchcrême mit einem Schneeberg.
-
-Man läßt in einer messingenen Pfanne eine Maas Milch mit 4 Loth Zucker
-und der Hälfte einer Citronenschale kochen. Dann schlägt man von 8
-Eierweiß einen steifen Schnee, macht ihn mit der Hand recht hoch, läßt
-ihn 3 bis 4 Minuten in der gekochten Milch kochen, wendet ihn behutsam
-um, läßt ihn nochmals so lange kochen, nimmt ihn behutsam heraus, sezt
-ihn in ein Haarsieb, daß er ablauft, rührt die 8 Eierdotter mit einem
-kleinen Kochlöffel voll Mehl ganz glatt, schüttet die kochende Milch
-daran, läßt es in der Pfanne nochmals anziehen, gießt die Hälfte von der
-Milch durch ein Haarsieb auf die Platte, sezt den Schneeberg darein,
-die übrige Milch darüber, streut rothen Streuzucker darauf und gibt die
-Milchcrême im Sommer kalt, im Winter warm zu Tische.
-
-
-216. Kachelmuß.
-
-Zu einem Schoppen Milch nimmt man 6 Eier, zu jedem Ei 1 Kochlöffel voll
-Mehl, rührt es mit der Milch glatt an, nimmt Zucker und Zimmt nach
-Belieben dazu; alles wohl untereinander gerührt; dann bestreicht man
-eine irdene Kachel mit Butter, füllt den Brei darein und stellt die
-Kachel in ein Bratrohr oder auf Kohlen.
-
-
-217. Kachelmuß anderer Art.
-
-In einer messingenen Pfanne wird eine halbe Maas Milch mit einem Stück
-Zucker, woran eine Citrone abgerieben wurde, siedend gemacht, dann
-ein Löffel voll Mehl mit kalter Milch glatt gerührt, 3 Eier darein
-geschlagen und an die Milch gerührt; eine Kachel mit Butter bestrichen,
-das Angerührte mit einem kleinen Händchen voll Weinbeeren darein
-gegossen und in einem Ofen oder zwischen Kohlen gebacken.
-
-
-218. Karlsruher Muß.
-
-Man rührt 6 Löffel voll feines Mehl und 8 Loth gestoßenen Zucker in
-einer messingenen Pfanne mit Milch glatt an, nimmt 7 Eiergelb und eine
-am Reibeisen abgeriebene Citrone dazu, gießt eine halbe Maas Milch
-daran, kocht eine dicke Crême davon, stellt es vom Feuer, rührt es, bis
-es ein wenig kalt ist, mischt den Schnee von den 7 Eierweiß darunter,
-gießt alles in eine mit Butter bestrichene Platte, streut grobgestoßenen
-Zucker, feingewiegte Mandeln darüber und läßt das Muß schön backen. In
-einer halben Stunde ist es fertig.
-
-
-219. Muß von Eierweiß.
-
-4 Eierweiß werden mit 1 Löffel voll Zucker zu einem steifen Schnee
-geschlagen (man kann den Zucker an einer Citrone abreiben), mit 1
-Schoppen Milch in einer messingenen Pfanne gekocht, bis es anfängt dick
-zu werden.
-
-
-220. Kräftiges Muß für Schwache.
-
-Gebähte Milchbrod- oder Weckschnitten werden mit Zimmt, Rosenwasser und
-einem kleinen Stückchen Butter gekocht, mit Rosenwasser glatt gerührt
-und Zimmt, nachdem das Muß angerichtet ist, darauf gestreut.
-
-
-221. Maienmuß.
-
-Ein halbes Pfund abgezogene Mandeln stoßt man mit Rosenwasser ganz fein,
-rührt ein Viertelpfund Zucker darein, 1/8 Pfund Butter, rührt alles eine
-halbe Stunde miteinander, formirt auf einem Geschirr, das nicht sehr
-groß ist, einen Berg davon, besteckt ihn mit Mandeln und Blumen und gibt
-es zur Tafel; man kann auch Zimmt darüber streuen.
-
-
-222. Rahmmuß.
-
-In einen halben Vierling feingeriebenen Zucker, 1 Eierweiß und 1
-Eßlöffel voll Wasser rührt man eine halbe Stunde lang so viel Mehl, daß
-es so dick wie ein Kindsbrei wird, bestreicht eine Kachel mit Butter,
-füllt das Gerührte darein, stellt es in ein Rohr oder zwischen Kohlen
-und backt es schön gelb.
-
-
-223. Gefüllte Omelette.
-
-4 starke Löffel voll gestoßenen Zucker, 4 Eiergelb und eine halbe
-am Reibeisen abgeriebene Citrone rührt man miteinander, bis es ganz
-dick ist, mischt den Schnee von den 4 Eierweiß und 3 Finger voll Mehl
-darunter, macht in einer Flädchenpfanne ein Stückchen Schmalz, so groß
-wie ein Hühnerei, heiß, läßt es ein wenig erkalten, gießt die Masse
-langsam hinein, deckt die Pfanne zu und läßt nun die Omelette auf heißer
-Asche langsam backen, wendet sie um, backt sie auf der andern Seite auch
-und schlägt sie übereinander; wenn alle gebacken sind, stellt man sie in
-einer langen Platte noch eine Weile in den Bratofen und zieht sie auf.
-
-
-224. Pfannenkuchen mit Gänseleber.
-
-Man wiegt die Gansleber fein, schält 6 bis 8 Schalottenzwiebeln, eine
-Hand voll Petersilie, dämpft dieses eine Weile miteinander, dann die
-gewiegte Gansleber dazu, dämpft alles noch einmal, drückt von einer
-halben Citrone den Saft und das gewiegte Gelbe von einer andern halben
-Citrone dazu und macht nun folgenden Teig: Man schneidet 4 Wecken
-so fein wie zu einer Suppe, läßt in einer messingenen Pfanne einen
-Schoppen Milch mit einem Stück Butter aufkochen, gießt dieses an die
-geschnittenen Wecken, deckt sie zu und läßt sie ein wenig stehen; nimmt
-3 fein gewiegte Schalottenzwiebeln und einen Kochlöffel voll Mehl an
-die Wecken, auch 4 Eier, eins nach dem andern, und ein wenig Salz; dann
-macht man in einer flachen Pfanne Schmalz heiß, schüttet die Hälfte
-von dem Teig darein, in die Mitte kommt die Gansleber, oben darauf die
-andere Hälfte des Teiges, und so wird alles wie ein Kuchen gebacken; ist
-er auf einer Seite fertig, so wendet man ihn um und backt ihn auch auf
-der andern.
-
-
-225. Aufgezogene Nudeln mit Krebsragout.
-
-So viel Mehl als 2 ganze Eier und 3 Dotter annehmen, bearbeitet man auf
-dem Nudelnbrett, wellt den Teig nicht sehr fein aus, schneidet Nudeln
-so breit wie ein Messerrücken dick ist, siedet sie in kochendem Wasser
-ab, gießt sie in einen Seiher und kaltes Wasser darüber. Unterdessen
-siedet man 15 große Krebse in kochendem Wasser, macht die Schwänze und
-Scheeren davon ab, reinigt die Körper sauber, stößt sie im Mörser mit
-einem Viertelpfund Butter, thut sie in eine Casserolle, stellt sie auf
-Kohlen und läßt sie gut aufdämpfen. Ist die Krebsbutter schön roth, so
-treibt man sie durch ein Haarsieb, damit die Butter schön abläuft, rührt
-sie leicht, schlägt 3 Eier darein, mengt die Nudeln langsam darunter,
-streicht einen Melonenmodel mit Butter aus, schüttet den halben Theil
-Nudeln darein, legt die Krebsschwänze und Scheeren auf die Nudeln, die
-andere Hälfte darüber, stellt sie in den Ofen und läßt sie schön backen.
-
-
-226. Baierische Dampfnudeln.
-
-Man macht in einer Schüssel mit 2 Pfund feinem Mehl, 3 Löffel voll
-Bierhefe und einem Schoppen lauer Milch ein Teiglein an, läßt es in
-gelinder Wärme gut gehen, schneidet ein Viertelpfund Butter dazu, nebst
-2 ganzen Eiern und Dottern, arbeitet nun den Teig so lange, bis er
-Blasen wirft, läßt ihn in der Wärme gehen, und wenn er ganz reif ist,
-nimmt man ein Tuch auf ein Nudelnbrett, streut Mehl darauf, sezt die
-Nudeln, so groß wie ein Hühnerei, darauf und läßt sie noch ein wenig
-gehen. Nun läßt man ein Viertelpfund Butter in einem passenden Geschirr
-zergehen, aber nicht heiß werden, gießt ungefähr 1 Schoppen Milch daran,
-1 Loth gestoßenen Zucker, sezt die Dampfnudeln in das Geschirr und
-einen Deckel mit schwachen Kohlen darauf, stellt das Geschirr auf einen
-Dreifuß, thut ein wenig Kohlen darunter und läßt es gar werden.
-
-
-227. Krebsdampfnudeln.
-
-Mit 2 Pfund feinem Mehl, 3 Löffeln voll guter Bierhefe und einem
-Schoppen lauen Rahm macht man ein Teiglein und läßt es in der Wärme
-gehen. Dann macht man ein halbes Pfund Krebsbutter, wie es öfters schon
-beschrieben wurde, rührt ein Viertelpfund davon in einer Schüssel mit
-3 Eiergelb, 2 Loth gestoßenem Zucker, 1 Messerspitze voll Salz recht
-leicht, thut das angemachte Teiglein sammt dem Mehl zu der Krebsbutter,
-macht einen guten Teig an, schlägt ihn eine Viertelstunde, stellt ihn
-zur Wärme und läßt ihn gehen. Hierauf läßt man den andern Vierling
-Krebsbutter in einem Dampfnudelngeschirr zergehen, gießt 1 Schoppen
-Milch daran, sezt die Nudeln darein, deckt sie zu und läßt sie schön
-backen. Man macht folgende Sauce dazu: Eine halbe Maas Milch, das
-Gelbe von 1 Citrone, ein Stück ganzen Zimmt, 2 Loth Zucker, läßt man
-miteinander kochen, schlägt 3 Eiergelb in einen Topf, rührt dieses mit
-3 Fingern voll Mehl und mit kalter Milch glatt an, gießt die kochende
-Milch nach und nach daran, läßt alles nochmals miteinander aufkochen,
-gießt es durch ein Haarsieb und gibt es besonders zur Tafel. Die
-Dampfnudeln werden auf eine Platte angerichtet.
-
-
-228. Dukatennudeln.
-
-Zu 1 Pfund feinem Mehl nimmt man 2 Löffel voll gute dicke Bierhefe,
-einen halben Schoppen lauen süßen Rahm, macht ein Teiglein davon an,
-läßt es schön gehen, schneidet ein Viertelpfund Butter und thut 4
-Eiergelb dazu; sollte der Teig noch zu fest seyn, so nimmt man noch
-ein wenig süßen Rahm dazu, klopft ihn dann eine halbe Stunde, thut 1
-Loth Zucker nebst einer Messerspitze voll Salz daran, läßt ihn nochmals
-gehen, ist er halb reif, so sticht man mit dem Löffel Küchlein, so groß
-wie eine Welschnuß aus, legt sie auf ein mit Mehl bestreutes Blech, läßt
-sie auf diesem vollends reif werden, läßt einen halben Vierling Butter
-in einer Bratpfanne zergehen, gießt nagelhoch Milch daran, sezt die
-Nudeln darein, deckt das Geschirr zu, legt heiße Asche auf den Deckel,
-auch unter das Geschirr Kohlen, läßt die Nudeln aufkochen, gießt ein
-halbes Glas Milch daran und legt sie nun mit Hülfe einer Backschaufel
-auf eine Platte. Man kann Compote oder Citronensauce dazu geben.
-
-
-229. Baierische Käsnudeln.
-
-Man nimmt Mehl in eine Schüssel, macht darin von 2 Löffel voll Bierhefe
-und einem halben Schoppen lauer Milch einen Vorteig, läßt in einem
-Geschirr ein Viertelpfund Butter zergehen, rührt diesen mit 3/4 Pfund
-Käs leicht, nimmt 3 Eierdotter dazu, arbeitet alles mit dem obenbesagten
-Teig und Mehl zusammen, nimmt eine große Hand voll gewiegten
-Schnittlauch und Salz dazu, stellt den Teig zur Wärme, daß er geht,
-macht mit einem Löffel kleine Nudeln davon und backt diese in heißem
-Schmalz.
-
-
-230. Saure Rahmnudeln.
-
-Man läßt 1 Schoppen sauern Rahm in einer messingenen Pfanne sieden,
-rührt Mehl darein, bis es ein dicker Brei ist, nimmt diesen vom
-Feuer, schlägt so viel Eier daran, bis er ein fester Spatzenteig
-ist, sezt 1 Maas Milch aufs Feuer und schabt von dem Teig, den
-man auf ein Spatzenbrett gelegt hat, Nudeln in die kochende Milch;
-nachdem sie zugedeckt sind, läßt man sie gut auskochen, nimmt sie mit
-dem Schaumlöffel heraus und läßt sie auf einem Brett gut ablaufen,
-bestreicht sodann ein Geschirr, das man zur Tafel geben will, mit
-Butter, legt die Nudeln oben über's Kreuz darein. Dann werden 2 Eier in
-etwas Milch und saurem Rahm verrührt, über die Nudeln gegossen und diese
-im Ofen schön gelb gebacken.
-
-
-231. Schneckennudeln mit Mandeln.
-
-Mit 2 Pfund feinem Mehl, 3 Löffel voll Bierhefe und 1 Schoppen lauer
-Milch macht man in einer Schüssel ein Teiglein an und läßt es in der
-Wärme gehen. Nun stoßt man ein Viertelpfund geschälte Mandeln fein mit
-Eierweiß, nimmt 3 Loth gestoßenen Zucker, nebst 2 Eiergelb und dem
-Gelben einer Citrone, rührt alles eine Viertelstunde miteinander, thut
-noch 4 Loth Butter dazu, arbeitet alles mit dem Teig recht zusammen
-(sollte er noch zu fest seyn, so gießt man sauren Rahm dazu), klopft
-ihn eine Viertelstunde, deckt ihn zu und läßt ihn schön gehen; ist er
-reif genug, so macht man Nudeln, so groß wie ein Hühnerei, zieht diese
-auseinander, daß sie fingerlang werden, bestreicht sie zuerst mit
-zerlassener Butter mit den gerührten Mandeln messerrückendick, rollt sie
-zusammen, wie Schnecken, sezt sie in ein Geschirr, worin vorher Butter
-zerlassen wurde, läßt sie in diesem noch eine Viertelstunde stehen und
-backt sie in einem Bratrohr schön gelb. Man gibt Compote von Brünellen
-dazu.
-
-
-232. Tyrolernudeln.
-
-Man macht von 1-1/2 Pfund Mehl, 3 Löffeln voll Bierhefe, 3 Eiergelb,
-einem halben Schoppen saurem Rahm, 3 Loth Zucker und einem Viertelpfund
-kleinen Weinbeeren einen festen Teig, arbeitet ihn eine Viertelstunde,
-läßt ihn in der Wärme gehen, macht Küchlein mit einem Löffel daraus,
-legt diese auf ein mit Mehl bestreutes Tuch, formt fingerlange Stängel
-daraus, backt sie in heißem Schmalz und streut Zucker und Zimmt darauf.
-
-
-233. Rahmstrauben.
-
-In 1 Schoppen Rahm und 4 ganze Eier rührt man feines Mehl, bis es ein
-Teig ist, nimmt eine Messerspitze voll Salz dazu, rührt noch 2 Eier
-daran, und wenn der Teig so dünn ist, daß er durch den Straubentrichter
-läuft, läßt man ihn in eine Pfanne mit heißem Schmalz laufen, backt ihn
-schön gelb und streut Zucker und Zimmt darauf.
-
-
-234. Saure Rahmstrudeln.
-
-Man nimmt ungefähr ein halbes Pfund Mehl auf ein Nudelnbrett, 2
-Eierweiß, Butter in der Größe einer Welschnuß, etwas laue Milch, macht
-einen Teig an wie zu Nudeln, doch nicht so fest, verarbeitet ihn eine
-Viertelstunde recht stark, läßt ihn, wenn es die Zeit erlaubt, eine
-halbe Stunde ruhen, wellt die Kuchen, so fein man kann, aus, zieht
-den Strudel auf einem Tuch, so fein wie Postpapier, aus, läßt ihn gut
-abtrocknen, nimmt dicken sauren Rahm, rührt 2 Messerspitzen voll Salz
-darein, schlägt von 4 Eiern einen steifen Schnee, mengt es unter den
-Rahm, legt den Strudel auf's Nudelnbrett, überstreicht ihn mit Rahm,
-rollt ihn zusammen; dann thut man 1 Schoppen Milch und ein kleines
-Stück Butter in eine Bratpfanne, läßt es miteinander aufkochen, legt
-die Strudeln darein, stellt das Geschirr in ein Bratrohr und läßt sie
-aufziehen.
-
-
-235. Gewöhnliche Spätzlein.
-
-An ein Viertelpfund Mehl in einer Schüssel schlägt man 4 Eier, mengt
-es mit Wasser oder Milch durcheinander (geklopft darf der Teig nicht
-werden, weil er sonst zähe wird), macht dann in einer Pfanne kochendes
-Wasser, thut eine Hand voll Salz dazu, taucht den Seiher in's Wasser,
-treibt den Teig darein und mit dem Kochlöffel durch; hernach thut man
-die Spätzlein in den Seiher und gießt kaltes Wasser darüber. Gehören
-sie zu einer Suppe, so darf kein kaltes Wasser, sondern es muß gleich
-Fleischbrühe daran gegossen werden. Will man sie geröstet geben, so
-läßt man sie in einer Pfanne mit heißem Schmalz auf beiden Seiten schön
-gelb anschlagen, verrührt 2 Eier mit 3 Löffel voll saurem Rahm, gießt
-sie über die Spätzlein, läßt sie anziehen, wendet sie nochmals um und
-richtet sie an.
-
-
-236. Leberspätzlein.
-
-Man häutet eine halbe Kalbsleber mit einem Messer und schneidet die
-Adern sauber heraus, wiegt die Leber recht fein, thut sie in eine
-Schüssel, macht 2 Loth Butter oder Schmalz heiß, gießt sie an die Leber,
-schlägt 2 ganze Eier daran, dieses rührt man eine Weile miteinander,
-thut ein halbes Mäßchen Mehl dazu und macht es untereinander; sollte
-dieser Teig noch zu fest seyn, so kann noch ein wenig Milch oder
-Wasser dazu genommen werden. Dann macht man in einer Pfanne kochendes
-Wasser, taucht den Seiher darein, treibt den Teig durch den Seiher mit
-einem Kochlöffel durch, legt die Spätzlein wieder in einen Seiher und
-gießt ein wenig Wasser darüber. Man kann sie zur Suppe geben oder auch
-abrösten. Eine Hand voll Salz kommt dazu.
-
-
-237. Milchspätzlein.
-
-Man schlägt 3 Eier an hinreichend Mehl in einer Schüssel und macht es
-mit Milch zu einem Spatzenteig, macht in einer Pfanne Milch kochend,
-taucht den Durchschlag in kaltes Wasser, treibt den Teig darein durch
-und läßt ihn langsam in die kochende Milch laufen, rührt die Spätzlein
-oftmals um, damit sie keine Knollen bekommen, schneidet 4 Loth Butter
-daran und läßt sie gut kochen, doch so, daß sie noch saftig sind. Man
-kann sie salzen oder zuckern.
-
-
-238. Aufgezogene Milchspätzlein.
-
-Man rührt ein Viertelpfund Butter in einer Schüssel, 4 Eier, eines nach
-dem andern, daran, zu jedem Ei 1 gehäuften Eßlöffel voll Mehl (es dürfen
-auch 5 Eier seyn), macht in einer Casserolle Milch kochend, taucht den
-Seiher darein, treibt den Teig mit einem Kochlöffel in die kochende
-Milch, fängt mit einem Schaumlöffel die Spätzlein auf, thut sie in eine
-Schüssel, bestreicht ein Aufzugblech mit Butter und legt sie darauf.
-Dann stoßt man 4 Loth Zucker, an einer Citrone abgerieben, recht fein,
-gießt 1 Schoppen gute Milch dazu, schlägt 3 Eier daran, verklopft es
-gut miteinander, gießt ein wenig über die Spätzlein, thut die übrige
-Spätzleinsauce daran, gießt das Uebrige auch darüber und stellt sie in
-den Ofen; in einer halben Stunde sind sie fertig.
-
-
-239. Spinatkuchen.
-
-2 Hände voll Spinat wird recht fein gewiegt, 2 Mundbrode mit kochender
-Milch angebrüht, die Milch wieder abgegossen, der Spinat zu dem Brod
-genommen, 4 Eiergelb, 1 Messerspitze voll Salz, 2 Loth Zucker und
-eine halbe geriebene Muskatnuß mit dem Obigen recht schaumig, zulezt
-der Schnee von den 4 Eiweiß dazu gerührt, ein Aufzugblech mit Butter
-bestrichen, die Masse darein gefüllt und der Kuchen im Ofen gebacken.
-
-
-240. Spinatkuchen anderer Art.
-
-Der Spinat wird sauber gewaschen, mit kochendem Wasser ans Feuer gesezt,
-Salz daran gethan und ausgekocht. Hierauf läßt man ihn durch einen
-Seiher ablaufen, gießt kaltes Wasser darüber, drückt ihn fest aus, wiegt
-ihn so fein wie möglich mit Zwiebeln und Petersilie. Sodann reibt man
-2 Mundbrode am Reibeisen ab, weicht sie im Wasser ein, drückt sie fest
-aus, mengt sie unter den Spinat und schlägt 4 Eier daran, eines nach
-dem andern. Alsdann läßt man einen halben Vierling Butter zergehen,
-gießt ihn unter die Masse, thut Salz und Muskatnuß daran, rührt sie eine
-Viertelstunde lang untereinander, streicht ein Backblech (Potageblech,
-Plafond) mit Butter aus, füllt die Masse darein und backt sie auf Kohlen
-oder im Ofen.
-
-
-241. Gebackene Vanillecrême.
-
-Ein fingerlanges Stück Vanille wird mit 1 Schoppen Milch eine
-Viertelstunde gekocht; 4 Kochlöffel voll Mehl werden mit kalter Milch
-in einer messingenen Pfanne glatt angerührt, 4 Loth Zucker, 6 Eiergelb
-und noch 1 Schoppen Milch dazu genommen, wie auch die Vanillemilch, von
-Allem nun auf dem Feuer ein dicker Brei gekocht, der Schnee von den
-6 Eierweiß langsam unter die Masse gemischt, ein Geschirr mit Butter
-bestrichen, die Crême eingefüllt und gelb gebacken.
-
-
-242. Bienennester.
-
-Mit 2 Pfund Mehl, 3 Löffeln voll Bierhefe, 1 Schoppen Milch macht man
-ein Teiglein an, läßt es in der Wärme gehen, schneidet ein Viertelpfund
-Butter daran, 2 Eierdotter, 2 ganze Eier, klopft den Teig eine
-Viertelstunde, läßt ihn nochmals gehen, bestreut ein Tuch mit Mehl,
-macht aus dem Teig Nudeln, wie ein Hühnerei so groß, zieht sie auf dem
-Tuche auseinander, bestreicht sie mit Butter, füllt ein Viertelpfund
-kleine und ein Viertelpfund große Weinbeeren darein, rollt die Nudeln
-auf, läßt sie in einem mit Butter bestrichenen und mit Zucker bestreuten
-Geschirre schön gelb backen und macht nun folgende Compote dazu: Gute
-Birnen (Zweiputzernen sind die besten dazu) werden geschält, mit heißem
-Wasser in einem irdenen Geschirr zugesezt, 1 Schoppen Wein daran
-gegossen, das Gelbe von 1 Citrone, ein Stück ganzer Zimmt und 3 Loth
-Zucker damit gekocht; wenn die Birnen weich sind, werden sie mit den
-Nestern angerichtet.
-
-
-243. Gefüllte Eier mit Hirn.
-
-Man schält so viel hartgesottene Eier, als man braucht, schneidet sie in
-2 Theile, nimmt das Gelbe heraus, treibt es durch ein Haarsieb, nimmt 2
-Löffel voll sauren Rahm dazu, häutelt ein Kalbshirn ab, läßt ein Stück
-Butter in einer Casserolle heiß werden, dämpft das Hirn darin, rührt
-dieses sammt Salz und Pfeffer an das Eiergelb, füllt mit dem Gerührten
-die weißen Eier aus, sezt diese in eine Bratpfanne, gießt ein wenig
-fette Fleischbrühe dazu, stellt sie eine Viertelstunde in ein Bratrohr
-und läßt sie schön gelb backen.
-
-
-244. Gefüllte Eier mit Spinat.
-
-Man siedet die Eier hart, schält sie, legt sie in kaltes Wasser, kocht
-ein wenig Spinat, wie zu einem Gemüse, drückt die Eiergelb darein, läßt
-in einer Casserolle ein Stück Butter zergehen, dämpft den Spinat und die
-Eiergelb darin, Salz und Muskatnuß dazu, füllt die Eierweiß damit aus,
-drückt sie zusammen, daß sie aussehen wie ganze Eier; wendet die Eier in
-verklopften Eiern und dann in geriebenem Brodmehl um und backt sie in
-heißem Schmalz schön gelb.
-
-
-245. Gefüllte Eier anderer Art.
-
-Man siedet Eier hart, so viel man braucht, schält sie, legt sie in
-kaltes Wasser, schneidet die Rinde von einem Wecken ab, weicht ihn in
-Milch ein, drückt ihn aus, läßt ein Stück Butter in einer Casserolle
-zerlaufen, dämpft den Wecken und das Eiergelb eine Viertelstunde
-darein, schlägt noch ein ganzes Ei daran, füllt die Eierweiß damit aus,
-schneidet hierauf für 2 Kreuzer mürbes Brod in Schnitten, gießt ein
-wenig Milch darauf, daß sie weich werden, bestreicht ein Aufzugblech mit
-Butter, bestreut es mit Zucker, legt die weichen Brodschnitten hinein,
-sezt auf diese die Eier, schneidet 6 Stück gewaschene, ausgegräthete
-Sardellen und etwas Schinken in Stückchen, legt sie um die Eier herum,
-schlägt 3 ganze Eier an 1 Schoppen süßen Rahm, salzt es, reibt 4 Loth
-Parmesankäs dazu, rührt Alles miteinander, gießt es über die Eier,
-stellt das Aufzugblech in ein Bratrohr und läßt sie schön aufziehen.
-
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-246. Farcirte Eier.
-
-Eier, so viel man braucht, siedet man hart, schält sie, legt sie in
-kaltes Wasser, schneidet sie der Länge nach entzwei, nimmt das Gelbe
-behutsam heraus, schneidet die harte Rinde von einem weißen Kreuzerbrod
-ab, weicht es in's Wasser ein, drückt es fest aus, läßt ein Stück Butter
-in einer Casserolle zerlaufen, thut das Brod und die hartgesottenen
-Eiergelb dazu, nebst einer Hand voll sauber gewaschener kleiner
-Weinbeeren, kocht dieses alles auf dem Feuer miteinander, schlägt noch
-ein Ei daran, 2 Löffel voll sauren Rahm, Salz und Muskatnuß, rührt es
-nochmals auf dem Feuer durcheinander, füllt die hartgesottenen Eierweiß
-damit aus, verklopft auf der Platte, die man zur Tafel geben will, 3
-Eiergelb in einem halben Schoppen süßen Rahm, gießt es über die Eier und
-läßt sie in einem Bratrohr schön gelb werden; schlägt dann 3 Eiergelb in
-eine messingene Pfanne, ein Stückchen Butter und einen halben Schoppen
-süßen Rahm dazu, läßt dieses auf dem Feuer miteinander anziehen und
-gießt die Sauce über die Eier.
-
-
-247. Gerührte Eier auf Pariser Art.
-
-Man schlägt 4 Eier in eine Schüssel (zu 6 Personen nimmt man 8 Eier),
-salzt sie nach Belieben, läßt ein halbes Pfund Butter in einer
-Casserolle zerlaufen, rührt die Eier langsam daran, unterm Kochen werden
-2 Eßlöffel voll gute Jus daran gerührt; sind die Eier fertig, so thut
-man sie auf die Platte, die man zur Tafel geben will, macht einen Kranz
-davon, schlägt das Gelbe von 6 Eiern auf die Mitte der Platte, streut
-ein wenig Salz und Pfeffer darüber, stellt sie auf kochendes Wasser,
-daß die Eier anziehen, unterdessen schneidet man ein Stück Schinken
-in kleine Stückchen, legt diese auf den Eierkranz und dazwischen eine
-schöne Petersilie.
-
-
-248. Verdeckte Eier.
-
-Man siedet Eier hart, so viel man braucht, schält sie, legt sie eine
-Weile ins kalte Wasser und schneidet sie in 4 Theile, bestreicht das
-Geschirr, das man zur Tafel gibt, mit Butter, sezt die hartgesottenen
-Eier darein, nimmt 3 Hände voll Geigenmehl, rührt es mit einem
-Schoppen Milch glatt an, schlägt 3 ganze Eier daran, eine Hand voll
-feingeschnittenen Schnittlauch, rührt Alles gut durcheinander, thut Salz
-und Muskatnuß dazu, gießt es behutsam über die Eier, stellt das Geschirr
-in ein Bratrohr und läßt es schön gelb aufziehen.
-
-
-249. Sardellen mit verlornen Eiern (nach der Suppe zu serviren).
-
-Verlorene Eier werden in eine Platte, wie bei der Eierzubereitung
-beschrieben worden ist, gethan; ein Stück schwarzes Brod wird in Schmalz
-schön gelb gebacken und in eine Casserolle, nebst einem Stück braunen
-Lebkuchen, einem Schoppen Wein und etwas Fleischbrühe gekocht, durch
-ein Haarsieb gepreßt, wieder in der Casserolle mit dem Saft und dem
-feingewiegten Gelben von einer Citrone aufgekocht, dann nimmt man ein
-halbes Pfund sauber gewaschene Sardellen, macht die Gräthe davon los,
-schneidet sie in kleine Stückchen, legt sie auf die Platte, auf der die
-Eier sind, richtet die Sauce darüber an und gibt sie zur Tafel.
-
-
-250. Verlorene Eier mit Jus.
-
-In eine messingene Pfanne mit halb Wasser, halb Essig, schlägt man, wenn
-das Wasser kocht, behutsam frisch gelegte Eier, nimmt sie so mit einem
-Schöpflöffel heraus, legt sie ins kalte Wasser und macht so fort, bis
-die Eier gar sind. Beim Anrichten nimmt man die Eier heraus, schneidet
-sie zurecht, legt sie auf die Platte, die man zur Tafel geben will,
-gießt einen Schöpflöffel voll starke Jus dazu, läßt es miteinander
-anziehen und legt Pfeffer darauf. Das Wasser muß aber gesalzen werden.
-
-
-251. Kaiserkuchen.
-
-Man schneidet die Rinde von 4 Mundbroden ab, weicht die Brode in
-Wasser ein und drückt sie aus, dämpft sie in einer messingenen Pfanne
-mit einem Stück Butter ganz trocken, thut sie in eine Schüssel, rührt
-10 Loth abgezogene, feingestoßene Mandeln, ein Viertelpfund Zucker,
-auch fein gestoßen, 1 am Reibeisen abgeriebene Citrone und 6 Eiergelb
-recht gut untereinander, nimmt noch ein Viertelpfund Zibeben und
-Rosinen nebst dem Schnee der Eierweiß zu der Masse, backt den Kuchen
-in einem mit Butter bestrichenen und mit Zucker bestreuten türkischen
-Bund (Gogelhopfenmodel) schön gelb und macht eine Kirschensauce: Ein
-halbes Pfund Kirschen stoßt man sammt den Steinen in einem Mörser
-recht zusammen, läßt sie eine Viertelstunde mit einem Glas Wasser
-kochen, treibt sie durch einen Seiher mit 1 Schoppen Wein, rührt in
-einem andern Geschirr 2 Kochlöffel voll Mehl mit Wein glatt an, thut
-die durchgetriebenen Kirschen dazu, läßt alles nebst 4 Loth Zucker, 2
-Messerspitzen voll Zimmt und eben so viel Nelken mit einander kochen,
-legt den Kaiserkuchen auf die Platte und gießt die Sauce daran.
-
-
-252. Regenwürmer.
-
-Man nimmt nach Belieben Mehl auf das Nudelnbrett, schlägt 3 Eierweiß
-nebst 1 Messerspitze voll Salz daran, Hühnerei groß Butter und Milch,
-bis man den Teig verarbeiten kann, wellt ihn mit der Hand so dünn wie
-ein Federkiel und 1 Elle lang, macht in einem Plafond Milch heiß, thut
-ein großes Stück Butter nebst den Nudeln darein und läßt es miteinander
-kochen. Sie müssen etwas Saft haben; auch kann man sauren Rahm dazu
-geben nebst Zucker und Zimmt.
-
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-253. Regenwürmer mit Brandteig.
-
-Eine halbe Maas Wasser und ein Stückchen Butter, so groß wie ein
-Hühnerei, läßt man in einer Pfanne kochen, rührt feines Mehl darein,
-bis es einen dicken Teig gibt, rührt in einer Schüssel 2 bis 3
-Eier, Salz und Zucker daran, streut Mehl auf ein Nudelnbrett, macht
-fingerdicke Nudeln von dem Teig, bestreicht einen Plafond mit Butter,
-gießt nagelhoch Milch darein, sezt die Nudeln, neben einander, aber
-nicht zu nahe, hinein, deckt den Plafond zu, stellt es auf Kohlen oder
-in einen Bratofen, läßt die Nudeln so lange kochen, bis kein Saft mehr
-sichtbar ist, wendet sie mit dem Backschäufelchen um und streut Zucker
-und Zimmt darauf.
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-254. Gefülltes Reis.
-
-Man brüht ein halbes Pfund Reis in kochendem Wasser zwei- bis dreimal
-an, wascht es sauber, thut es in eine Casserolle, gießt 2 Schöpflöffel
-voll Fett dazu; hat man das nicht, so nimmt man ein Stück Butter,
-stellt es auf schwache Kohlen und läßt es nur aufwallen; man nimmt ein
-altes Huhn (auch junge Hühner können dazu genommen werden), kocht es
-halb weich, steckt es in den Reis und läßt es gut weich kochen. Beim
-Anrichten wird das Huhn nach dem Glied tranchirt, man thut 1 Löffel
-voll Reis auf die Platte, streut 1 Hand voll Parmesankäs darüber, legt
-von dem Huhn auf das Reis, dann wieder Reis und wieder von dem Huhn,
-so lange bis es zu Ende ist. Dann läßt man ein Stück Butter in einem
-Pfännchen heiß werden und schmälzt den Reis beim Anrichten ab; man kann
-auch noch Parmesankäs dazu geben, wenn man es zur Tafel trägt.
-
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-255. Brodschnitten.
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-Mundbrode, so viel man braucht, werden am Reibeisen abgerieben, zu
-Schnitten geschnitten, in ein Plafond gelegt, 4 Eier mit einer halben
-Maas Milch verrührt, an die Schnitten gegossen und diese eine halbe
-Stunde stehen gelassen. Dann werden noch einmal 2 Eier mit 1 Schoppen
-Milch verrührt, die Schnitten darin umgekehrt und gelb gebacken.
-
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-256. Gebackene Griesschnitten.
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-Man kocht eine halbe Maas Milch und 4 bis 5 Hände voll Griesmehl zu
-einem dicken Brei, rührt in einer Schüssel nach und nach 6 Eier daran,
-ziemlich viel Schnittlauch, Muskatnuß und Salz dazu, backt den Teig in
-einer mit Butter bestrichenen Form, schneidet es zu kleinen Schnitten
-und gibt diese zur Suppe. Man kann sie zu Jussuppen oder zu Suppen _à la
-Reine_ geben.
-
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-257. Schalotteis mit Schlagrahm.
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-Ein halbes Pfund Speckschwarten sezt man mit kaltem Wasser ans Feuer,
-läßt sie zwei Minuten miteinander kochen, schüttet das Wasser davon,
-nimmt die Schwarten auf ein reines Brett, schabt das Fett sauber ab,
-thut die Schwarten wieder in ein reines Geschirr, gießt eine Maas Wasser
-daran, läßt es bis auf 3 Schoppen einkochen, zieht es durch ein Haarsieb
-oder ein wollenes Tuch, läßt es eine Viertelstunde stehen, gießt es
-dann in eine messingene Pfanne, thut 6 Loth Zucker dazu, woran eine
-Citrone abgerieben ist, gießt 3 Schoppen dicken süßen Rahm dazu, läßt
-es miteinander so lang kochen wie ein hartes Ei, zieht es durch ein
-Haarsieb und läßt es erkalten. Unterdessen schlägt man einen Schoppen
-Schlagrahm in einer Schüssel mit einem weißen Beselchen oder einem
-Chokoladesprudel ganz dick, legt ihn auf ein Haarsieb und läßt ihn
-ablaufen; ist die Crême kalt, so mengt man den Schnee darunter, belegt
-eine glatte tiefe Form durchaus mit Zuckerbrod, so daß eines an dem
-andern ist, wie bei der Aepfelschalott, füllt die Crême darein, läßt es
-fest stehen und stürzt es dann auf eine Platte.
-
-
-258. Frankfurter Speise.
-
-Man dämpft 16 bis 18 geschälte Borsdorferäpfel, von welchen das Kernhaus
-ausgestochen wurde, in einer Casserolle mit 4 Loth Zucker und einem
-Schoppen weißen Wein. Dann macht man eine Crême von Marasquino wie
-folgt: 3 Schoppen Milch, 4 Loth Zucker und ein Stück Zimmt läßt man eine
-Zeit lang miteinander kochen, rührt 8 Eiergelb und einen Kochlöffel voll
-Mehl glatt an, gießt die kochende Milch daran, nebst einem halben Glas
-Marasquino, läßt Alles noch einmal in der Pfanne anziehen, sprudelt
-es in einem Topf recht stark, sezt die Aepfel auf eine Platte, macht
-einen festen Wasserteig an und von diesem einen Kranz um die Platte,
-bestreicht sie mit einem Ei, gießt die Crême über die Aepfel und läßt
-sie in einem Bratrohr gelb backen.
-
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-259. Schweizer Speise.
-
-Die abgeschälte Rinde von 3 Wecken oder Milchbroden backt man in heißem
-Schmalz und kocht sie mit einem Schoppen Wein in einer Casserolle wie
-einen Brei, rührt sie dann in einer Schüssel mit 6 Loth feingestoßenem
-Zucker, einer am Reibeisen abgeriebenen Pomeranze, 4 bis 5 Eiergelb und
-dem Schnee von den Eiern miteinander und backt diese Masse in einem
-Aufzugblech, worein man zuvor Butterteig legte. Dann läßt man ein
-Viertelpfund Zucker mit 2 Eßlöffeln voll Wasser kochen bis er Fäden
-spinnt, schlägt einen steifen Schnee von 4 Eierweiß, den Saft von einer
-Pomeranze dazu, rührt es untereinander, stürzt den gebackenen Kuchen
-auf eine Platte und gießt das Eis darüber. Diese Speise kann auch als
-Pudding im Dampf gekocht und eine Pomeranzensauce dazu gegeben werden.
-
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-260. Stuttgarter Speise.
-
-Man kocht eine halbe Maas Wasser, 3 Loth Butter, 1 Loth Zucker und
-Mehl zu einem dicken Teig, thut ihn in eine Schüssel, schlägt 6 bis 8
-Eiergelb daran, macht Welschnuß große Kügelchen von dem Teig, backt
-sie im Schmalz und macht folgende Crême dazu: Man kocht eine halbe
-Maas Milch mit 3 Loth Zucker und einer halben Citronenschale, rührt 5
-Eiergelb mit 3 Fingern voll Mehl und kalter Milch glatt an, rührt die
-kochende Milch dazu, läßt Alles nochmals in der Pfanne anziehen, gießt
-einen Theil der Crême durch ein Haarsieb auf eine Platte, macht von
-den gebackenen Küchlein eine Pyramide in die Crême, gießt die andere
-Hälfte auch daran, schlägt einen Schnee von den 10 Eierweiß, macht einen
-handhohen Kranz davon um die Pyramide herum, streut Zucker darauf und
-stellt die Küchlein eine kleine Weile in den Ofen.
-
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-261. Wiener Speise.
-
-Aepfel von gleicher Größe werden geschält, das Kernhaus heraus
-genommen, die Aepfel in einem Stück Butter und einem Stück Zucker
-halbweich gedämpft und, wenn sie kalt sind, in 2 verklopften Eiern,
-dann in feingeriebenem Brod umgewendet, in ein Kuchenblech gesezt und
-im Backofen schön gelb gebacken. Nun stoßt man 10 Loth Mandeln in der
-Schale recht fein, ein Viertelpfund gestoßenen Zucker, eine Muskatnuß,
-eine Messerspitze voll gestoßene Nelken, 4 Loth geriebenes schwarzes
-Brod, schlägt 10 Eiergelb daran, rührt Alles so stark miteinander wie
-eine Torte; zulezt kommt noch der Schnee von den 10 Eierweiß dazu; dann
-legt man die Aepfel auf die Platte, füllt das Gerührte darauf und läßt
-es im Backofen gelb backen.
-
-
-262. Timbal von Makaroni.
-
-Man siedet ein halbes Pfund italienische Makaroni recht weich, legt sie
-in eine Schüssel und macht sie mit einem Pfund mageren, feingewiegten
-Schinken, einem Schoppen sauren Rahm, 3 Eiern und einem Viertelpfund
-geriebenen Parmesankäs untereinander, legt einen Melonenmodel mit
-Butterteig aus, füllt die Masse darein, backt sie im Ofen und stürzt sie
-hernach auf eine Platte.
-
-
-263. Schlacht bei Austerlitz.
-
-Ein altgebackenes Biscuit schneidet man zu fingerslangen Stückchen,
-bestreicht eine blecherne Kapsel mit Butter, legt eine Lage Biscuit und
-Weinbeeren, Biscuit und eingemachte Nüsse, Biscuit und Aprikosen darein,
-und macht so fort, bis die Form voll ist, doch so, daß sie fingersbreit
-leer bleibt, rührt 2 Eiergelb mit einem Schoppen süßen Rahm an,
-übergießt die Masse damit, macht den Deckel fest zu, läßt den Pudding
-eine halbe Stunde kochen und macht folgende Sauce dazu: Man stoßt 2 Loth
-abgezogene Mandeln recht fein mit Milch, gießt einen Schoppen süßen
-Rahm, 2 Loth Zucker, an einer Citrone abgerieben, läßt Alles miteinander
-aufkochen, gießt ein halbes Glas voll Marasquino an die Sauce und
-schüttet sie an den Pudding.
-
-
-264. Königin von Brasilien.
-
-Man macht den Tag zuvor einen feinen Gogelhopfen oder ein Münchner
-Butterlaibchen. Dazu rührt man ein halbes Pfund Butter in einer Schüssel
-eine halbe Stunde lang schaumig, legt 10 Eier in warmes Wasser und rührt
-eines nach dem andern in die Butter (1 Ei muß 3 Minuten gerührt werden),
-hierauf rührt man einen halben Schoppen dicken, süßen, warmen Rahm, 1
-Messerspitze voll Salz und 1 Loth Zucker noch eine halbe Viertelstunde
-lang darunter, dann werden 10 Eßlöffel voll feines Mehl daran gerührt,
-bis nichts mehr vom Mehl zu sehen ist, und nach diesem 3 Löffel voll
-gute weiße Bierhefe; sodann bestreicht man ein hohes Geschirr mit
-Butter, füllt die Masse darein, stellt sie in gelinde Wärme, läßt sie so
-lange gehen bis sie wieder zu sinken anfängt, und backt sie in gelinder
-Hitze schön gelb aus. Nun stellt man das Gebackene aufrecht auf eine
-Platte und schneidet an dem Tage, wo man es auftragen will, den Deckel
-behutsam und eben ab, nimmt das Muß mit einem Löffel aus, aber so,
-daß es kein Loch gibt, löst 3 Vierling Chokolade in einer messingenen
-Pfanne mit 1 Schoppen Wasser auf, schlägt 24 Eiergelb in einen Topf,
-gießt 1 Maas Milch an die Chokolade und läßt sie aufkochen, gießt sie
-kochend an die Eiergelb, thut 1 Kochlöffel voll Mehl dazu, kocht sie
-nochmals in der Pfanne unter beständigem Umrühren auf, gießt sie durch
-ein Haarsieb in ein anderes Geschirr, rührt sie ein wenig kalt, füllt
-die Crême in das ausgehöhlte Münchner Laibchen, sezt den abgeschnittenen
-Deckel behutsam darauf, stellt es auf eine große runde Platte, schlägt
-von den 24 Eierweiß einen steifen Schnee und bedeckt damit das Brod und
-die Platte bis an den mittleren Reif. Diesen Aufguß macht man so hoch
-als möglich, er darf auch nicht glatt gemacht werden, sondern er muß
-aussehen, wie ein Felsenberg; oben macht man einen Kreuzschnitt, um der
-Bergspitze das Aussehen einer Krone zu geben, löst nochmals 3 Vierling
-Chokolade in einer messingenen Pfanne mit 1 Glas Wasser auf, thut sodann
-ein halbes Pfund Zucker daran, gießt noch 1 Glas Wasser dazu, läßt
-dieses Alles eine Viertelstunde miteinander kochen und die Chokolade
-über einen Pinsel auf den Schneeberg laufen, so daß er ganz bedeckt
-wird. Auf die 4 Ecken der Krone steckt man je eine schöne Kirsche und in
-die Mitte derselben eine schöne Aprikose. Ehe der Schnee auf die Torte
-kommt, wird sie noch eine Viertelstunde in den Ofen gestellt, daß sie
-nochmals warm wird, nachher aber nicht wieder.
-
-
-265. Prinzessin Louis.
-
-1 Schoppen Wasser, 4 Loth frische Butter und 6 Loth Zucker läßt man
-in einer messingenen Pfanne miteinander kochen, rührt so viel feines
-Mehl daran, bis es dick ist, thut es dann in eine Schüssel, reibt eine
-ganze Citrone am Reibeisen ab, welche mit 12 Eiergelb auch an den Teig
-gerührt wird, backt in einer eisernen Pfanne, die Tellergröße hat, 1
-Schöpflöffel voll von dem Teig schön gelb, wendet den Kuchen um, backt
-ihn auf der andern Seite auch, bestreicht die Platte, die man zur Tafel
-geben will, mit Butter, legt den Kuchen darauf, bestreicht diesen mit
-eingemachten Johannisbeeren, backt einen ähnlichen Kuchen, legt ihn auf
-den ersten, bestreicht diesen zweiten mit Aprikosenmarmelade, backt den
-dritten, legt ihn wieder auf den zweiten, bestreicht ihn mit Himbeeren
-und macht nun so fort, bis der Teig zu Ende ist; er wird ungefähr zu 4
-bis 5 Kuchen reichen. Dann schlägt man von den 12 Eierweiß einen steifen
-Schnee, macht damit einen Kranz um die Kuchen herum, streut Zucker
-darüber, damit sie einen schönen Glanz bekommen, läßt Alles eine halbe
-Stunde im Backofen gelb backen und streut Zucker darauf.
-
-
-266. Ein altes Weib.
-
-1 Schoppen Wasser und Butter, so groß wie ein Hühnerei, läßt man in
-einer messingenen Pfanne kochen, rührt so viel feines Mehl hinein, bis
-es ganz dick ist, kocht es so lange, bis sich der Teig von der Pfanne
-losmacht und rührt ihn mit 3 Eiern glatt (der Teig muß so seyn, daß er
-an einem Löffel hinunterläuft). Nun schneidet man ein kleines Stückchen
-weißes Brod, macht es schön rund, taucht es in den Teig und backt es in
-einer tiefen Pfanne mit heißem Schmalz schön gelb, steckt es an eine
-starke Gabel, wendet es wieder in dem Teig um und macht nun 12 bis 15
-Mal so fort, ist das Brod groß genug, so legt man es auf Brodschnitten,
-läßt es gut darauf ablaufen und macht eine englische Sauce, wie folgt,
-dazu: 1 kleinen Kochlöffel voll Mehl rührt man mit kaltem Wasser an,
-gießt 1 Schoppen rothen Wein daran, Zucker, bis es süß genug ist, 1
-Messerspitze voll gestoßenen Zimmt, 1 Vierling Weinbeeren und läßt
-dieses miteinander aufkochen; nun nimmt man in ein kleines Pfännchen ein
-Stückchen Zucker, gießt einen Eßlöffel voll Wasser daran, läßt dieses
-kochen, bis es Fäden zieht, gießt es an die Sauce und läßt Alles noch
-einmal aufkochen, sezt das alte Weib auf die Platte und gießt die Sauce
-über sie.
-
-
-
-
-Pasteten.
-
-
-267. Butterteig zu machen.
-
-Zu einem Pfund guter Butter wiegt man ein Pfund feines Mehl ab, nimmt
-das Mehl auf das Nudelnbrett, macht in die Mitte eine Vertiefung, gibt 2
-Löffel voll sauern Rahm, 2 Messerspitzen voll Salz, ein ganzes und ein
-halbes Ei und etwas kaltes Wasser dazu, schafft diesen Teig zu gelinder
-Stärke und wellt ihn fingerdick aus. Nun nimmt man die Butter, zerknetet
-sie mit ein wenig Mehl und legt sie in den Teig, überschlägt den Teig,
-wellt ihn aus und wiederholt dieses dreimal.
-
- ~Anmerkung.~ Auf diese Art wird der Butterteig am allerbesten; viele
- Köchinnen nehmen Kirschengeist, Wein und sonst noch vielerlei dazu;
- allein derselbe ist keineswegs besser und auch nicht so einfach.
-
-
-268. Butterteig zu Pasteten.
-
-Man nimmt ebenfalls ein Pfund Butter, ein Pfund Mehl und macht den Teig
-an, wie bei No. 267, nur mit dem Unterschied, daß dieser Teig 5mal
-übereinander geschlagen wird, weil er nicht so aufgehen darf.
-
-
-269. Aufgezogene Pastete.
-
-Man macht ein melirtes Ragout: Dieses besteht in Kalbsbrieschen, Hirn,
-Hühnerbrüsten, Kalbseutern, Ochsenbriesen, schönem weißem Kalbfleisch
-und Krebseutern; alles dieses, die Krebseuter ausgenommen, wird in
-einem großen Seiher in kochendes Wasser gehalten und so lange gekocht
-wie harte Eier. Dann nimmt man es wieder heraus und legt es in kaltes
-Wasser, damit es schön weiß bleibt. Nun wiegt man 3 Schalottenzwiebeln
-und von einer halben Citrone das Gelbe, dämpft diese in einer
-Casserolle, deckt sie eine Viertelstunde zu, läßt das Fleisch ablaufen
-und in der Casserolle eine halbe Stunde mitdämpfen, streut einen
-kleinen Kochlöffel voll Mehl darüber, gießt ein wenig kaltes Wasser
-daran, wendet es um, gießt 1 Schöpflöffel voll gute Fleischbrühe und
-von 1 Citrone den Saft daran und läßt es eine Viertelstunde miteinander
-kochen; sodann nimmt man 1/8 Pfund Krebsbutter in eine kleine
-Casserolle, schlägt 4 Eier daran, gießt einen halben Schoppen süßen
-Rahm dazu, rührt es auf schwachem Kohlenfeuer so lange, bis es anfängt
-dick zu werden, läßt es in einem Seiher gestehen, rührt 1 Schoppen
-sauren Rahm in einer Schüssel dick, schlägt 6 Eiergelb daran, macht von
-den 6 Eierweiß einen steifen Schnee, mischt 6 Löffel voll Mehl, eine
-Messerspitze voll Salz, eine halbe Muskatnuß langsam unter die Masse und
-thut das Ragout ohne Sauce in eine Schüssel; die Krebsbutter schneidet
-man nach Belieben und legt sie oben auf das Ragout, gießt die Hälfte von
-der gerührten Masse auf dasselbe und läßt es in einem Bratrohr schön
-aufziehen. Ist es beinahe fertig, so gießt man die andere Hälfte darüber
-und läßt es im Ofen ganz fertig aufziehen. Ist es Zeit zum Anrichten, so
-legt man das Aufgezogene auf eine Platte und gibt die Sauce besonders
-dazu.
-
-
-270. Gerührte Brieschenpastete.
-
-2 bis 3 Brieschen schneidet man zu viereckigen Stückchen, dämpft sie
-mit einer Hand voll geschnittenen Zwiebeln und Petersilie, etwas
-Citronenschale und einem Stückchen Butter eine Viertelstunde. Nun
-reibt man 2 Mundbrod ab, weicht sie ein, drückt sie fest aus, rührt
-ein Viertelpfund Butter leicht, nimmt das Brod, 4 Eier, Salz und
-Muskatnuß dazu, rührt alles miteinander recht schaumig, bestreicht
-Pastetenmödelchen mit Butter, füllt die Masse darein, legt von den
-gedämpften Brieschen einen Löffel voll auf jedes Mödelchen und backt sie
-gelb aus.
-
-
-271. Casserollepastete auf deutsche Art.
-
-Man macht einen Nudelnteig, schneidet kleine viereckige Fleckchen davon
-und bereitet die Pastete wie die Casserollepastete auf genuesische Art;
-man kann Schinken oder geräucherte Fische dazu nehmen.
-
-
-272. Casserollepastete auf genuesische Art.
-
-Man nimmt, anstatt Makaroni, Nudelnteig von Eierdottern, schneidet lange
-Bändel, wie Makaroni daraus, so breit wie der kleine Finger, nimmt
-sauren Rahm dazu und bereitet die Pastete auf die nämliche Art, wie
-Makaronipasteten.
-
-
-273. Pastete mit weißer Farce.
-
-Die Farce wird von Geflügel bereitet, wie oft erklärt wird, runde oder
-lange Knödel davon gemacht, in Bouillon gesotten, trocken mit Bechemelle
-in eine Casserolle gethan, daß sie recht heiß werden und in die Pastete
-gelegt.
-
-
-274. Feldhühnerpastete.
-
-Von 6 Feldhühnern schneidet man die Brüste aus und die Knochen von 2
-Brüsten weg, stoßt das Fleisch im Mörser fein, reibt ein halbes Pfund
-Schweinsbrät, ein eingeweichtes, fest ausgedrücktes Kreuzerbrod und 2
-Eier in einem Reibstein wie Schaum, thut das Geriebene in eine Schüssel,
-stoßt 3 Loth gereinigte Sardellen mit 3 Loth Butter, das gewiegte Gelbe
-einer Citrone, Salz, Pfeffer, Muskatnuß und Muskatblüthe dazu, spickt
-4 Hühnerbrüste und die Schlägelchen, legt sie mit geschnittenem Speck,
-Butter, Zwiebeln, Wachholderbeeren, gelben Rüben und Sellerie in eine
-Casserolle, deckt sie zu und dämpft sie eine halbe Stunde; die Körper
-der Hühner werden zusammengehackt und gleichfalls mitgedämpft. Man legt
-nun einen Melonenmodel mit Butterteig aus, legt den halben Theil der
-gerührten Masse darein, die Brüste und Schlägelchen darauf, 1 Löffel
-voll Kapern, 2 bis 3 gereinigte Trüffeln darüber, deckt die andere
-Hälfte des Gerührten darüber, gießt das Fett, worin sie gedämpft worden
-sind, dazu, macht einen Deckel von Butterteig darauf, bestreicht ihn mit
-Eiern, zwickt ihn gut zusammen und backt die Pastete im Ofen.
-
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-275. Hachispastete.
-
-Man wiegt 1 Pfund gebratenes Fleisch, 2 Löffel voll Kapern, 1
-gereinigten Häring, von einer Citrone das Gelbe und das Mark von 2
-Citronen nicht sehr fein, schneidet die Rinde von einem Mundbrod ab,
-weicht es in Wasser ein, drückt es fest aus, thut es an das gewiegte
-Fleisch, schlägt 2 Eier daran, Salz, Pfeffer, Muskatblüthe dazu und
-macht Alles untereinander. Man macht nun einen mürben Teig, wellt ihn
-messerrückendick zu einem runden Kuchen aus, legt die Masse darauf,
-streicht sie schön glatt, aber so, daß 2 Finger breit leer bleibt, macht
-wieder einen runden Kuchen, zieht ihn darüber, schneidet ihn mit einem
-warmen Messer schön glatt; bestreicht die Pastete mit kaltem Wasser,
-faßt sie mit einem Butterteigstreifen ein, bestreicht sie mit Eiern und
-backt sie im Ofen. Man gibt sie warm zur Tafel.
-
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-276. Kalbshirnpastete.
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-Einen mürben Butterteig schlägt man 3 bis 4 Mal übereinander, wellt
-ihn 2 Finger dick aus und legt ihn auf ein schwarzes Blech. Hierauf
-stürzt man einen großen Teller auf den ausgewellten Kuchen und schneidet
-mit einem heißen Messer um den Teller her den Kuchen ab. Desgleichen
-schneidet man einen zweiten Kuchen um die Platte her, die man zur Tafel
-geben will, aus. Dann stupft man den Deckel oder den kleineren Kuchen
-mit einem heißen Messer und drückt den Rand desselben mit einem heißen
-Messer zusammen, bestreicht beide Kuchen mit Ei, backt sie auf einem
-schwarzen Bleche im Backofen gelb, und hebt den Deckel behutsam ab.
-Hierauf kocht man 4 sauber abgehäutete Kalbshirn in einer messingenen
-Pfanne oder Casserolle mit halb Wasser halb Essig so lange wie harte
-Eier und macht folgende Sauce dazu: ein Stück Butter läßt man in einer
-Casserolle zerlaufen, streut einen kleinen Löffel voll Mehl darein, 3
-Schalottenzwiebeln fein gewiegt, dämpft dieses eine Zeit lang in der
-Butter, rührt es mit einem kleinen halben Schöpflöffel voll kaltem
-Wasser glatt, gießt 1 Schöpflöffel voll helle Fleischbrühe daran, von
-einer halben Citrone den Saft dazu, ein Glas weißen Wein, eine halbe
-Muskatnuß, 1 Messerspitze voll Muskatblüthe, läßt es eine Viertelstunde
-mit einander kochen, wiegt von einer halben Citrone das Gelbe, thut es
-auch an die Sauce und läßt es noch eine Weile miteinander kochen; ist es
-Zeit zum Anrichten, so stellt man die Pastete noch einmal ins Rohr, läßt
-sie warm werden, legt sie auf eine Platte, füllt das Hirn darein, deckt
-den Deckel darauf und gibt sie zur Tafel.
-
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-277. Gerührte Krebspastete.
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-24 Krebse siedet man im Salzwasser, nimmt die Schwänze und Scheeren
-davon, macht Krebsbutter, rührt einen Theil davon in einer Schüssel
-leicht, rührt 2 eingeweichte und festausgedrückte abgerindete Mundbrode
-und 5 Eier daran, bestreicht Pastetenmödelchen mit der übrigen
-Krebsbutter, füllt die Masse darein, legt die Schwänze und Scheeren der
-Krebse sauber gepuzt auf die Pasteten und backt sie gelb aus.
-
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-278. Gerührte Krebspastete anderer Art.
-
-Man siedet 30 bis 40 Krebse im Salzwasser, so lange wie ein hartes Ei,
-bricht die Scheeren und Schwänze aus, nimmt die Galle weg, schabt den
-Körper sauber aus, nimmt die Schalen von den Schwänzen und Scheeren,
-stoßt sie recht fein, dämpft sie mit einem Stückchen Butter bis sie
-schäumen, kocht sie mit ein wenig Wasser auf, stellt sie vom Feuer,
-schöpft die Krebsbutter in kaltes Wasser ab, rührt die Hälfte davon
-in einer Schüssel leicht, schlägt 6 Eier daran, zu jedem Ei 1 Löffel
-voll sauren Rahm, nimmt 6 Löffel voll feines Mehl, 2 Messerspitzen voll
-Salz und den Schnee von 4 Eierweiß dazu, bestreicht ein Aufzugblech mit
-Butter, füllt die Masse darein und backt sie im Ofen gelb. Wenn die
-Pastete etwas erkaltet ist, schneidet man oben einen Deckel davon ab,
-nimmt etwas von dem Weichen heraus und macht folgendes Ragout dazu: man
-reinigt 3 Kalbsbrieschen, schneidet sie in Stückchen, zieht von einem
-weichgesottenen Ochsengaumen die Haut ab, schneidet ihn recht fein,
-dämpft die Brieschen und den Gaumen mit einer gewiegten Citronenschale
-und einer Zwiebel in der zweiten Hälfte der Krebsbutter, thut die
-Schwänze und Scheeren der Krebse, 3 Finger voll Mehl, ein wenig kaltes
-Wasser, etwas Fleischbrühe, Salz, Muskatnuß und den Saft von einer
-halben Citrone dazu, auch 2 Eiergelb und weich gesottene Morcheln, läßt
-Alles miteinander aufkochen, füllt dieses Ragout in die Pastete, deckt
-den Deckel darauf und gibt sie zu Tische.
-
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-279. Pastete auf englische Art.
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-Man nimmt Fleisch von einem Hasen, zieht die Haut davon ab, schneidet
-das Fett von einem Hammelsschlägel, hackt ein halbes Pfund Ochsenmark
-und 1 Pfund zartes Kalbfleisch zu einem Brei zusammen und thut es
-in eine Schüssel, schält 2 Citronen ab, wiegt das Gelbe und das
-Mark derselben recht fein, nimmt dieses ebenfalls zu der Masse, so
-wie Pfeffer, Muskatnuß, Muskatblüthe, jedes 2 Messerspitzen voll,
-2 bis 3 sauber gewaschene Trüffeln, die nicht sehr fein gestoßen
-werden, 4 bis 6 zerschnittene Champignons, schlägt 2 Eier daran,
-salzt es nach Gutdünken, arbeitet Alles gut untereinander, legt einen
-Melonenmodel mit Butterteig aus, füllt die Masse darein, belegt sie
-oben mit Speckstreifen, deckt einen Deckel darüber, zwickt ihn mit dem
-Pastetenzwicker fest zu und backt die Pastete in einem Backofen gelb,
-stürzt sie auf eine Platte und macht oben eine kleine Oeffnung darein.
-Nun kocht man eine gute Salami-Sauce von Wildbret dazu, gießt die Sauce
-an die Pastete und gibt sie warm zur Tafel.
-
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-280. Pastete auf italienische Art.
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-Lämmerbrüstchen werden ein wenig gesotten, in kleine Stückchen
-zerschnitten, in einer Casserolle mit Butter und einer ganzen
-Zwiebel gedämpft, mit feinem Mehl und guter Bouillon aufgekocht,
-Petersilienwurzeln in kleine Stückchen geschnitten, ein wenig im Wasser
-gesotten und nebst ein wenig Muskatnuß und Salz zu dem Fleisch genommen.
-Die Sauce muß weiß seyn, wie auch das Fleisch, das man in die Pastete
-legt.
-
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-281. Pastete von Makaroni.
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-Man siedet ein halbes Pfund Makaroni mit einem Stück Butter recht weich,
-gießt sie ab; dazu kommt 1 Pfund fein gewiegter magerer Schinken, 1
-Schoppen saurer Rahm, 3 Eier, 1 Viertelpfund geriebener Parmesankäs;
-dieses Alles rührt man untereinander, legt einen Model mit Butterteig
-aus, füllt die Masse daran, macht einen Deckel darauf, bestreicht ihn
-mit Eiergelb, backt ihn im Ofen gut aus und stürzt die Pastete auf eine
-Platte.
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-282. Schnepfenpastete auf Wiener Art.
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-Man dämpft 3 bis 4 Schnepfen, die gehörig gereinigt und mit Speck
-eingebunden sind, mit einem Stück Butter und einigen Zwiebeln
-halbgar, wiegt Herz, Leber, die sauber gereinigten Därme, eine halbe
-Citronenschale und das Mark davon recht fein, nimmt die Schnepfen
-aus der Casserolle, wendet das Gewiegte einige Mal darin um, stellt
-die Casserolle vom Feuer weg und thut noch eine Messerspitze voll
-gestoßenen Pfeffer, Muskatblüthe, eine halbe Muskatnuß und Salz dazu;
-dann macht man folgenden Teig: 4 Hände voll Mehl, 12 Loth Butter, eben
-so viel Schmalz, 2 Eiergelb und ein wenig Salz werden miteinander auf
-einem Nudelnbrett zu einem festen Teig gearbeitet, dieser fingerdick
-ausgewellt, eine Pastete nach beliebiger Form davon gemacht, die
-Schnepfen darauf gelegt, der Schnepfendreck darein gegossen, ein Deckel
-von dem nämlichen Teig darüber gemacht, die Pastete mit Ei bestrichen
-und im Ofen gebacken.
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-283. Schnepfenpastete auf französische Art.
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-Man macht eine 3 Zoll hohe Pastete von Butterteig; sodann wird 3
-gereinigten Schnepfen der Kopf auf die Brust gesteckt, dieselben werden
-gespickt und in 4 Theile geschnitten, von einer Schnepfe wird die Brust
-abgeschnitten und nun werden die Schnepfen in einer Casserolle mit
-einem Stück Butter und Zwiebeln, Wachholderbeeren, Lorbeerblättern und
-Citronen eine halbe Stunde lang gedämpft. Der sogenannte Schnepfendreck,
-der fest ausgedrückt wurde, wird mit der Schnepfenbrust, 2
-Schalottenzwiebeln, einer halben Citronenschale und Petersilie gewiegt,
-die gedämpften Schnepfen aus der Casserolle genommen, die Sauce, in
-der sie lagen, durch ein Haarsieb gezogen, wieder mit dem gewiegten
-Schnepfendreck in die Casserolle gethan, mit dem Saft einer halben
-Citrone, einem Glas rothen Wein, Salz, Pfeffer, Nelken, Muskatblüthe,
-2 Eßlöffeln voll guter Jus nur noch 1 Minute gekocht, die Hälfte der
-Sauce in die Pastete gegossen, die gekochten Schnepfen darein gelegt,
-der andere Theil der Sauce darüber gegossen, ein Deckel von Butterteig
-darüber gemacht, mit Eiern bestrichen und die Pastete im Ofen gebacken.
-
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-284. Schüsselpastete.
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-Man nimmt junge Hühner, Tauben, Vögel, Brieschen, Kalbfleisch,
-Bratwürstchen und Fleischknöpflein, schneidet die Hühner und Tauben
-in Stücke, bratet sie in Butter, schneidet 1 Schalottenzwiebel und
-Petersilie dazu, läßt sie mitbraten, thut sie in eine Schüssel, die man
-zur Tafel geben will, legt das gebratene Fleisch darein und thut Kapern,
-Morcheln, Champignons und Trüffeln daran; dann macht man einen Teig über
-die Schüssel, stellt sie in einen Ofen und backt die Pastete. Man macht
-folgende Sauce dazu: 3 Finger voll Mehl streut man in die Casserolle,
-worin die Hühner gedämpft worden sind, wendet es um, gießt einen halben
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe daran, läßt es aufkochen, zieht die
-Brühe durch ein Haarsieb, gießt sie an die Pastete und drückt von einer
-halben Citrone den Saft dazu.
-
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-285. Sommerpastete.
-
-Ein mürber Butterteig wird zu 2 messerrückendicken Kuchen ausgewellt,
-der erste derselben wird in ein tiefes Kuchenblech gelegt, Papier,
-welches aber hohl und rund gemacht werden muß, darauf gelegt, daß man
-es nach dem Backen wieder herausnehmen kann, und nun ein gleichgroßer
-Kuchen, eigentlich der Deckel, auf das Papier gelegt. Man bestreicht
-diese beiden Kuchen mit Wasser, faßt sie mit einem 2 fingerbreiten Reif
-von Butterteig ein, schneidet sie glatt ab, bestreicht sie mit Eiern,
-stupft den Deckel der Pastete mit einem warmen Messer, daß er Oeffnungen
-im Backen bekommt und backt sie so im Ofen gelb. Man macht folgendes
-Ragout dazu: Man liest 1 Mäßchen halb ausgewachsene Brockelerbsen sauber
-aus, dämpft sie eine Viertelstunde mit einer Hand voll Petersilie und
-Schalottenzwiebeln, spickt die Brust und die Schlägelchen von 2 bis
-3 gereinigten Hühnern, hackt den Kragen und alles Uebrige zusammen,
-dämpft dieses mit den Hühnern in einer Casserolle mit einem Stückchen
-Butter und übergießt die Hühner während des Dämpfens öfters mit Jus.
-Wenn die Hühner weich sind, nimmt man sie heraus, zieht die Sauce, in
-der sie gedämpft wurden, durch ein Haarsieb, gießt noch einen halben
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe daran, legt die Hühner wieder hinein
-und läßt sie noch eine Zeit lang kochen, daß sie eine schöne Glasur
-bekommen. Nun streut man 3 Finger voll Mehl, eine Hand voll gestoßenen
-Zucker, Salz, Muskatnuß, Muskatblüthe, einen halben Schoppen sauren Rahm
-an die Brockelerbsen, füllt sie in eine Platte, legt die Hühner darauf,
-deckt die Pastete mit dem gebackenen Deckel zu und gibt sie zu Tisch.
-
-
-286. Stockfischpastete.
-
-Man macht eine Pastete von Butterteig, wie schon oft erklärt wurde,
-legt 2 Pfund Stockfisch oder ein Stück Laberdan in eine Casserolle mit
-kochendem Salzwasser, deckt die Casserolle zu und stellt sie zur Wärme.
-Man macht folgende Sauce dazu: Eine Hand voll gewiegte Zwiebeln und
-Petersilie dämpft man in Butter, läßt sie mit einem Löffel voll Mehl
-gelb anlaufen, gießt einen halben Schöpflöffel voll helle Erbsenbrühe
-dazu, thut Salz, Pfeffer, Muskatnuß daran, rührt es mit einem halben
-Schoppen sauren Rahm glatt und läßt Alles miteinander kochen; dann
-schüttet man den Stockfisch in ein Haarsieb, reinigt ihn, kocht ihn ein
-paar Minuten in der Sauce mit, füllt ihn sammt dieser in die Pastete,
-deckt den Deckel darauf und gibt sie zur Tafel.
-
-
-287. Stockfischpastete anderer Art.
-
-Man macht von einem mürben Butterteig einen Kranz, legt ihn auf ein
-schwarzes Blech und backt ihn gelb; behandelt den Stockfisch wie bei
-No. 286, schneidet 2 gereinigte Häringe in kleine Stückchen, Milch und
-Rogen dazu; wiegt eine Hand voll Petersilie nebst einer Zwiebel fein,
-legt ein Stück Butter in eine Casserolle, die Häringe dazu, gießt den
-Stockfisch in ein Haarsieb, reinigt ihn, legt ihn zu den Häringen,
-schüttelt sie öfters, damit Alles untereinander kommt, treibt das Gelbe
-von 3 hartgesottenen Eiern durch ein Haarsieb, rührt einen halben
-Schoppen dicken, sauren Rahm darunter, richtet den Stockfisch auf eine
-Platte an, legt den Kranz um dieselbe herum, richtet das Gerührte über
-den Stockfisch an, schneidet das Weiße von den Eiern in Blätter und
-sticht es mit einem blechernen Modelchen nach Belieben aus, legt das
-Ausgestochene in rothe Rübenbrühe, thut die Pastete in das Bratrohr
-und läßt sie anziehen; ist es Zeit zum Anrichten, so wird die Pastete
-aus dem Ofen genommen und mit den in rother Rübenbrühe liegenden Eiern
-garnirt.
-
-
-288. Stockfischpastete auf böhmische Art.
-
-Man wellt mürben Butterteig fingersdick aus, macht einen Boden und
-einen Deckel daraus zu einer Pastete, bestreicht den Deckel mit Eiern
-und backt die Pastete gelb. Wenn sie aus dem Ofen kommt, nimmt man
-den Deckel ab und macht folgendes Ragout: Man behandelt ein Stück
-Laberdan auf die in No. 286 beschriebene Weise, kocht 2 bis 3 Hände
-voll böhmische Erbsen so lange, bis die Häute davon abgehen, schüttet
-das Wasser davon ab, stellt sie zur Wärme, gießt den Laberdan in einen
-Seiher, reinigt ihn, legt die Pastete auf eine Platte, thut etwas von
-dem Laberdan darein, dann von den Erbsen, etwas gebackene Kartoffel und
-macht so fort, bis Alles zu Ende ist. Nun schmälzt man den Laberdan mit
-einer Hand voll Petersilie und Schalottenzwiebeln, die in heißem Schmalz
-gedämpft worden, legt den Deckel auf die Pastete und gibt sie zu Tische.
-
-
-289. Salmigondis zu Fastenpasteten.
-
-Man schneidet gesottene Karpfenmilch, Hechtleber und Krebsschwänze
-zu kleinen gewürfelten Stückchen; dann dämpft man Champignons und
-Morcheln, klein geschnitten, mit Schalottenzwiebeln, Petersilie und
-Thymian in einem Stücke Butter einige Minuten lang, mischt das Obige
-darunter, nimmt noch etwas Salz, Pfeffer und einige Eßlöffel voll guter
-Fleischbrühe dazu, läßt Alles nun einige Minuten miteinander kochen,
-rührt einige Eiergelb und etwas Citronensaft dazu, läßt es kalt werden
-und gebraucht es bei vorkommenden Fällen zu Pasteten an Fasttagen.
-
-
-290. Augsburger Gansleberpastete.
-
-Man macht einen feinen Butterteig, der aber nicht sehr dünn seyn darf
-und legt einen Melonenmodel damit aus; sodann wiegt man 3 Gänselebern,
-deckt sie in einer Schüssel zu, wiegt 4 Citronenschalen, nimmt ein
-eingeweichtes, ausgedrücktes Mundbrod, das Mark von den 4 Citronen,
-eine Hand voll gewiegte und gedämpfte Zwiebeln und Petersilie, ein
-halbes Pfund magern Schinken, Salz, Pfeffer, Muskatnuß, Muskatblüthe,
-2 Eier und 1 Eierdotter zum Obigen, macht alles gut untereinander,
-legt den Boden des Models mit einer Hand voll davon aus, schneidet 3
-bis 4 Gänselebern der Länge nach, legt sie auf das Angemachte, nimmt
-1 Löffel voll Kapern, auf diese einen Champignon, ein Viertelpfund
-gereinigte Trüffeln in Blättchen geschnitten und gestoßen, dann wieder
-eine Hand voll von dem Angemachten, schneidet wieder 2 Gänselebern der
-Länge nach, legt sie darauf, geschälte Oliven, 1 Löffel voll Kapern, 4
-bis 6 Champignons, Trüffeln, das Angemachte oben darüber, geschnittene
-Speckscheiben darauf und macht nun einen Deckel vom nämlichen Teig
-darüber; diesen zwickt man mit dem Pastetenzwicker zusammen, bestreicht
-die Pastete mit Eiern, backt sie 2 Stunden im Ofen, schneidet eine
-Oeffnung hinein, daß der Dampf herauskommt, deckt sie wieder zu und
-macht einen Aspik. Dann kocht man 3 bis 4 abgezogene Kälberfüße mit
-einem Theil Wein, einem Theil Essig, einem Theil Wasser, Sellerie,
-gelben Rüben, 2 Lorbeerblättern, 2 großen Zwiebeln, ganzen Nelken,
-Muskatblüthe und ganzem Pfeffer 3 Stunden lang miteinander, gießt
-es durch ein Haarsieb, läßt es eine Viertelstunde stehen, taucht
-Fließpapier darein, daß das Fett daran hängen bleibt, gießt die Sulz
-in eine Casserolle, aber so, daß der Satz nicht dazu kommt, thut ein
-zerdrücktes Ei daran, stellt die Casserolle wieder auf's Feuer, schlägt
-mit einem Schaumbesen so lange in die Sulz, bis sie kocht, nimmt sie
-vom Feuer, drückt den Saft von 1 Citrone darein, deckt einen Deckel mit
-Kohlen darauf und läßt alles eine Viertelstunde stehen, schüttet nun
-die Sulz durch einen Filzhut und gießt sie, wenn sie kalt ist, an die
-Pastete (man muß 3 bis 4 Mal darüber gießen); sezt den Deckel darauf und
-stellt die Pastete an einen kalten Ort.
-
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-291. Stuttgarter Gansleberpastete.
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-Man macht einen halbmürben Teig, bestreicht einen Melonenmodel mit
-Speck, legt den Teig darein und macht folgende Fülle: 3 Gänselebern
-wiegt man fein, reibt 1 Pfund Schweinebrät und ein Viertelpfund Speck
-in einem Reibstein, schält 1 Mundbrod ab, weicht es ein, drückt es aus,
-stoßt ein Viertelpfund gereinigte Trüffeln fein, schneidet 2 Gänselebern
-in Würfel, schlägt 2 Eier daran, wiegt 4 Loth magern Schinken,
-dämpft eine Hand voll geschnittene Zwiebeln und Petersilie und macht
-dieses alles mit Salz, Muskatnuß, Muskatblüthe, Pfeffer, 3 gewiegten
-Citronenschalen, dem Mark derselben in einer Schüssel an, füllt die
-Masse in den Melonenmodel, macht einen glatten Deckel von Butterteig
-darauf, schneidet einige Löcher hinein, bestreicht den Deckel mit Eiern,
-backt die Pastete 2 Stunden im Ofen, läßt sie erkalten und stürzt sie
-auf eine Platte.
-
-
-292. Straßburger Gansleberpastete.
-
-Man legt 6 Gänselebern auf einen Bogen Papier, diesen auf einen Rost,
-streut Salz auf die Lebern, daß es das Wasser herauszieht, wiegt 3 davon
-so fein wie Brei, schneidet die 3 andern zu kleinen Stückchen und
-legt sie in ein Geschirr. Nun reibt man ein halbes Pfund Schweinebrät,
-2 Eier und 1 eingeweichtes, ausgedrücktes Mundbrod in einem Reibstein
-zu Schaum, thut dieses zu der gewiegten Gansleber, ein halbes Pfund
-gestoßene und ein halbes Pfund geschnittene Trüffeln, 1 Quint gestoßene
-Muskatblüthe, 1 gestoßene Muskatnuß, ein halbes Loth Pfeffer, Salz, eine
-Hand voll gewiegte und gelb gedämpfte Schalottenzwiebeln, 3 Citronen,
-den Saft von diesen dazu, arbeitet nun alles recht zusammen und stellt
-es zur Seite. Nun macht man von einer halben Württemberger Metze (1/8
-Simri) Mehl, 3 Viertelpfund Schmalz, einem halben Pfund Butter und Salz
-mit kaltem Wasser einen Teig an, arbeitet ihn fest zusammen, wellt
-einen Boden davon kleinfingerdick aus, macht ihn tellergroß, drückt
-mit dem Finger den Rand fest auseinander, doch so, daß der Teig immer
-fingersdick bleibt, macht die Pastete 2 bis 3 Hände hoch, streut 4 Loth
-geriebenen Parmesankäs an die Pastete, legt Speckscheiben und eine Hand
-voll von der gewiegten Gansleber darauf, dann eine Lage Trüffeln, legt
-die geschnittenen Ganslebern auf die Trüffeln, auf jedes Stückchen
-einen Champignon, und macht so fort, bis alles zu Ende ist. Von dem
-Butterteig macht man nun einen fingerdicken Deckel, zwickt ihn mit dem
-Pastetenzwicker fest zusammen, doch muß der Rand immer 2 Finger breit
-leer bleiben, macht oben in den Deckel eine kleine Oeffnung und steckt
-einen Pfropf darein, den man wieder wegnimmt, wenn die Pastete gebacken
-ist. Es ist besser, wenn man die Pastete erst den andern Tag backt. Man
-bestreicht sie dann mit Eiern, macht mit dem Pastetenzwicker allerlei
-Blumen in den Deckel, stellt sie in ein Plafond, daß das Fett nicht in
-den Ofen läuft, läßt sie 2 bis 3 Stunden backen und gibt sie kalt zu
-Tisch.
-
-
-293. Frankfurter Wildbretpastete.
-
-Man macht schöne Stückchen von den dicken Quallen eines Rehschlägels,
-klopft sie und spickt sie mit Speck, dämpft sie in einer bedeckten
-Casserolle mit feingeschnittenen Zwiebeln, Lorbeerblättern, Pfeffer und
-Salz. Wenn das Fleisch gelb ist, läßt man es auf einer Platte erkalten,
-häutet das übrige Fleisch des Rehschlägels, wiegt dieses mit einem
-Pfund Schweinsbrät, einem halben Pfund zartem Kalbfleisch, einem halben
-Pfund magerm Speck, 2 gereinigten Häringen und dem Gelben einer Citrone
-zu einem Teig, nimmt 4 Schalottenzwiebeln und 2 gewöhnliche gewiegte
-und gedämpfte Zwiebeln dazu, weicht ein abgeschältes Kreuzerbrod ein,
-drückt es aus, thut dieses sammt Salz und allen Arten feinem Gewürz
-zu dem Fleische und reibt Alles in einem Reibstein zu Schaum. Nun
-mischt man 2 Eier, 2 Löffel voll gewiegte Kapern, 12 Stück abgeschälte
-Oliven, ein Viertelpfund gereinigte, in Stückchen geschnittene Trüffeln
-zusammen, belegt einen Melonenmodel mit Butterteig, legt etwas von
-der Fleischfülle auf den Boden des Models, dann von den Oliven und
-Trüffeln, hierauf wieder Fleischfülle, die gespickten Fleischstückchen,
-dann wieder Trüffeln und Kapern und zulezt Fleischfülle. Man deckt den
-Deckel nun darauf und backt die Pastete im Ofen.
-
-
-
-
-Fische.
-
-
-294. Gebratener Aal.
-
-Der Aal wird abgezogen, die Haare, Kopf und Schwanz davon geschnitten,
-die Galle herausgenommen, 2 Finger breite Stückchen von dem Aal
-geschnitten, mit Pfeffer und Salz eingerieben, diese mit Salbei und
-Citronenrädchen umwickelt und in einer Bratpfanne in einem Stück Butter
-gebraten. Vor dem Anrichten nimmt man den Faden, womit die Salbei und
-Citronen festgebunden wurden, davon und legt Citronen dazu.
-
-
-295. Aal auf französische Art.
-
-Der Aal wird abgezogen, ausgenommen, ganz gelassen, mit einem Stück
-Butter im Ofen in einer Bratpfanne gebraten, dicker, saurer Rahm darüber
-gegossen, ein Eßlöffel voll Kapern, eine halbe Citrone dazu gethan und
-der Aal vollends ausgebraten, damit er von dem Rahm und den Kapern eine
-Sauce zieht.
-
-
-296. Gedämpfte Felchen.
-
-Man schuppt den Fisch ab, nimmt ihn aus, trocknet ihn mit einem Tuch
-sauber ab, schneidet ihn in Stückchen, reibt ihn gut mit Salz und
-Pfeffer ein, legt ihn mit einem Stück Butter in eine Casserolle,
-gewiegte Citronen, Petersilie und Zwiebel dazu, deckt die Casserolle
-zu, stellt sie auf schwache Kohlen und läßt den Fisch eine halbe
-Stunde kochen; streut dann 3 Finger voll Mehl darauf, thut ein wenig
-Fleischbrühe daran, läßt ihn noch ein wenig aufkochen, legt ihn auf die
-Platte und richtet die Sauce darüber an.
-
-
-297. Felchen auf dem Rost gebraten.
-
-Der Fisch wird geschuppt, ausgenommen, mit einem Tuch abgetrocknet, mit
-Pfeffer und Salz eingerieben, querüber ein Schnitt über dessen Rücken
-gemacht, ein Citronenschnitz darein gesteckt, der Fisch auf den Rost
-gelegt, mit Butter übergossen, schön gebraten, und wenn er auf der
-Platte liegt, mit Citronensaft begossen.
-
-
-298. Fischotter.
-
-Die Fischotter wird ausgezogen, in Stückchen geschnitten, 5 bis 6 Tage
-ins kalte Wasser gelegt, aber alle Tage in frisches; am sechsten Tage
-nimmt man sie heraus, legt sie 2 Tage in guten Wein, worein Zwiebeln,
-Nelken, Muskatblüthe, Citronen und allerlei Kräuter und Gewürze kommen.
-Man sezt sie mit einer Bouteille Porto- oder Steinwein zum Feuer, läßt
-sie eine Stunde lang kochen und macht folgende Trüffelsauce dazu: Eine
-Casserolle wird dick mit Zwiebeln belegt, dann ein Stück Fett und 1-1/2
-Pfund klein geschnittenes Kalbfleisch miteinander gelb gedämpft, ein
-halber Schöpflöffel von dem Sud, worein die Otter gekocht wurde, die
-Rinde von einem Kreuzerbrod, etwas Mehl miteinander gekocht und durch
-ein Haarsieb getrieben, 2 bis 3 Trüffeln, von denen die rauhe Haut
-abgeschnitten wird, mit dem Gelben von einer Citrone gewiegt, nebst
-dem Saft, eine Messerspitze voll Muskatblüthe, etwas weißer Pfeffer, 3
-Kernkubeben dazu genommen, die Fischotter in die Sauce gelegt, noch eine
-Weile gekocht, auch Champignons, Trüffeln, in Scheiben geschnitten, dazu
-gethan und dann Alles noch ein wenig gekocht.
-
-
-299. Forellen, blau gesotten.
-
-Man macht eine Sulz von halb Wein, halb Essig, Citronen, ganzem
-Pfeffer, allen Arten Kräutern, einer Hand voll Salz, läßt Alles eine
-Viertelstunde miteinander kochen, schneidet die Forelle oben am Schlund
-so weit auf, daß man die Galle herausnehmen kann, legt die Forelle in
-die Sulz, stellt diese vom Feuer, legt den Fisch auf eine Platte und
-schüttet Essig und Oel darauf.
-
- ~Anmerkung.~ Alle Arten Forellen dürfen nicht lange in den Händen
- herumgezogen, auch nicht gewaschen werden, damit sie das schöne
- Blau nicht verlieren; nur das Blutige wird mit einem Tuche sauber
- abgewischt.
-
-
-300. Seeforellen.
-
-Die Seeforellen werden ganz anders behandelt, als die Flußforellen, weil
-sie stärkeres Fleisch haben, als jene. Man schuppt sie sauber ab, nimmt
-die Kiemen und das Eingeweide heraus, reibt sie stark mit Salz ein,
-legt sie in den Fischkessel, gießt 1 Bouteille Burgunder, 1 Bouteille
-geringeren Wein und Essig daran, nebst Citronen, Nelken, Pfeffer,
-Lorbeerblättern, allen Arten guter Kräuter, deckt den Kessel fest zu,
-läßt den Fisch 1 Stunde kochen, legt ihn auf eine lange Platte und
-macht eine Holländersauce folgendermaßen dazu: man rührt 1 Kochlöffel
-voll Mehl mit kaltem Wasser glatt, schlägt 3 Eiergelb daran, Butter, so
-groß wie ein Hühnerei, etwas von dem Fischsud, kocht diese Sauce mit
-Fleischbrühe gut aus und gießt sie entweder auf den Fisch, oder gibt sie
-besonders dazu.
-
-
-301. Geschmälzter Hecht.
-
-Man schneidet dem Hecht die Ohren aus, schneidet ihn ein wenig auf,
-nimmt das Eingeweide heraus, wascht ihn sauber, reibt ihn stark mit
-Salz und Pfeffer ein und macht einen Sud auf folgende Art: man nimmt 1
-Theil Wein, 1 Theil Essig, 1 Theil Wasser, alle Arten Kräuter, ganze
-Nelken, Pfeffer, läßt den Fisch, wenn er groß ist, 1 Stunde lang darin
-kochen (doch darf der Sud nicht ganz über den Fisch hergehen, sonst wird
-derselbe nicht kräftig), legt ihn auf eine schöne lange Platte, dämpft
-eine Hand voll Petersilie in einem Stück Butter, gießt dieses über den
-Hecht, drückt den Saft von einer halben Citrone darauf, garnirt die
-Platte mit kleinen gerösteten Kartoffeln, oder gibt Kartoffeln mit der
-Schale und Butter dazu.
-
-
-302. Hecht _à la tourne_.
-
-Ein schöner weißer Hecht wird abgeschuppt, sauber gewaschen,
-ausgenommen, Kopf und Schwanz abgeschnitten, durchaus gespalten,
-der Rückgrath herausgenommen, mit einem Tuche sauber abgepuzt, in 4
-Stücke geschnitten, diese in Citronensaft gelegt, öfters umgewendet
-und, wenn es die Zeit erlaubt, über Nacht stehen gelassen. Den andern
-Tag legt man den Hecht auf eine Platte, ein großes Stück Butter und
-Citronensaft, wie auch auf jedes Stückchen desselben 1 Citronenrädchen,
-legt ein mit Butter dick bestrichenes Papier auf den Hecht, wiegt 1
-Pfund Fischbrät so fein wie möglich, läßt 1 Viertelpfund Butter in einer
-Schüssel zerlaufen, thut das Fischbrät darein, schlägt 3 Eier daran,
-das Gelbe von einer halben am Reibeisen abgeriebenen Citrone, Muskatnuß
-und Salz, rührt dieses ganz schaumig, sezt 2 mit Butter bestrichene
-Springreife auf die Platte, worauf der Hecht liegt, füllt das Fischbrät
-in diese 2 Reife (sie müssen aber 2 Finger breit von einander stehen)
-und läßt dieses eine halbe Stunde im Backofen braten. Nun stößt man 25
-ungesottene Krebse, von denen die Galle genommen wurde, im Mörser recht
-fein, thut sie in eine Schüssel, eine halbe Maas dicken süßen Rahm und
-6 Eier dazu, läßt sie eine halbe Stunde stehen, rührt sie öfters um,
-gießt sie durch ein Haarsieb, bestreicht eine Butterkapsel mit Butter,
-thut Salz und Muskatnuß dazu, füllt das Gestoßene darein, macht die
-Kapsel fest zu und stellt sie 3 Viertelstunden in kochendes Wasser.
-Wenn angerichtet werden soll, legt man den Fisch auf die Platte, das
-gebackene Fischbrät dazu, gießt die Krebsbutter darauf, legt Champignons
-auf den Fisch und gießt zerlassene Consommé über das Ganze.
-
-
-303. Farcirter Hecht.
-
-Man rasirt den Hecht sauber, schneidet die Kiemen aus, schneidet
-unten an der Oeffnung behutsam auf, auch die Haut auf dem Rücken wird
-aufgeschnitten, unten an den Floßfedern wird ein Stich, aber nicht ganz
-durch, gemacht, die Haut abgezogen, der Hecht recht schön gespickt, ein
-halbes Pfund Schweinsfett, 1 Viertelpfund Speck, 4 Sardellen, etwas
-in Milch eingeweichtes und ausgedrücktes Brod recht fein gewiegt,
-Salz, Muskatnuß, Pfeffer, fein gewiegte, gedämpfte Zwiebeln dazu
-genommen, Alles mit 2 Eiern untereinander gemacht, in einem Mörser
-recht zerstoßen, der Hecht damit ausgefüllt, zusammengenäht, in eine
-Bratpfanne, worin unten ein Rost ist, gelegt, geschnittene Zwiebeln, 1
-Lorbeerblatt und Citronen, nebst ein wenig Fleischbrühe dazu gethan, im
-Ofen gelb gebraten und oft mit heißer Butter übergossen. Beim Anrichten
-läßt man Consommé zerlaufen, bestreicht den Hecht damit und gießt die
-Sauce über ein Haarsieb darauf.
-
-
-304. Hecht am Spieß gebraten.
-
-Man puzt den Hecht sauber, schneidet die Kiemen weg, zieht die Haut ab,
-reibt ihn mit Salz und Pfeffer ein, spickt ihn schön, bindet ihn an den
-Spieß, übergießt ihn oft mit zerlassener Citronenbutter, nimmt ihn nach
-einer halben Stunde vom Spieß ab, legt ihn auf die Platte und gießt
-Citronensaft und Jus darauf.
-
-
-305. Hecht auf dem Rost gebraten.
-
-Man reibt den Hecht, der sauber gepuzt und ausgenommen ist, mit Salz
-und Pfeffer ein, läßt ihn eine Stunde liegen, schneidet 3 bis 4 schiefe
-Schnitte darein, näht den Fisch wieder zu, schneidet die Ohren aus, legt
-ihn auf einen Rost, übergießt den Fisch oft mit zerlassener Butter,
-gießt auch heiße Butter in die Ohren, wendet den Fisch um und übergießt
-ihn auf der andern Seite. Er muß sehr behutsam gebraten werden, daß
-die Haut nicht am Rost hängen bleibt. Beim Anrichten schmälzt man ihn
-mit Citronenbutter auf folgende Art: 1 Hand voll Petersilie wiegt man
-recht fein, läßt ein Stück Butter in einer Casserolle heiß werden,
-dämpft die Petersilie darin, drückt von 1 Citrone den Saft dazu, läßt
-es miteinander aufkochen und übergießt den Fisch damit. In die Schnitte
-können Citronenschnitze gelegt werden.
-
-
-306. Meerspinne oder Hummer auf italienische Art.
-
-Ist dieser Krebs gesotten, so theilt man ihn der Länge nach von
-einander, legt ihn in das Geschirr, in welchem er aufgetragen wird und
-macht folgende Sauce dazu: etliche sauber gewaschene, ausgegräthete
-Sardellen werden mit 6 hartgesottenen Eiergelb in einem Mörser zu
-einem Teig gestoßen, mit 4 Löffeln voll gutem Provenceröl, 3 Eßlöffeln
-voll Estragonessig, 2 Löffeln voll gutem Senf, 2 feingewiegten
-Schalottenzwiebeln, nebst Pfeffer, Salz und geschnittenem Schnittlauch
-verrührt; diese Sauce wird über den Hummer gegossen oder besonders auf
-die Tafel gegeben.
-
-
-307. Aechte Meerspinne.
-
-Ist die Meerspinne abgesotten, so läßt man sie erkalten, bricht alle
-die langen Füße ab, nimmt das innere weiße Fleisch heraus, reinigt den
-Körper, wascht ihn sauber aus, legt das Fleisch wieder in den Körper,
-die Eier dazu, bratet Alles schön gelb, gießt ein Glas Wein daran, läßt
-es aufkochen, legt ein Lorbeerblatt und ein Citronenrädchen dazu und
-läßt es dämpfen bis es weich ist.
-
-
-308. Karpfen in eigener Sauce.
-
-Der Karpfen wird geschuppt, gepuzt, das Eingeweide herausgenommen, der
-Fisch in 2 Theile geschnitten, mit Salz und Pfeffer (aber nicht sehr
-stark) eingerieben; nun wiegt man 3 gewaschene Sardellen, das Gelbe und
-das Mark von einer halben Citrone, nimmt einen Eßlöffel voll Kapern
-dazu, legt den Fisch in eine Bratpfanne, ein Stück Butter und das
-Gewiegte dazu, läßt ihn so eine halbe Stunde kochen, streut geriebenes
-Brod darauf, gießt einen halben Schöpflöffel voll Jus daran, läßt Alles
-miteinander noch eine halbe Stunde kochen, legt nun den Fisch auf eine
-Platte und gießt die Sauce darüber.
-
-
-309. Karpfen in brauner Sauce.
-
-Der Karpfen wird geschuppt, das Eingeweide behutsam herausgenommen,
-mit Himbeeressig ausgewaschen, in beliebige Stückchen geschnitten,
-im Salzwasser eine halbe Stunde gekocht und folgende Sauce daran
-gemacht: ein Stück Lebkuchen, ein wenig schwarzes Brod, 2 geschnittene
-Schalottenzwiebeln, ganze Nelken und Pfeffer, läßt man mit etwas brauner
-Jus und einem halben Schoppen Wein eine halbe Stunde kochen, treibt die
-Sauce durch ein Haarsieb, gießt sie wieder in die Casserolle und legt
-den Karpfen nebst dem Saft und dem gewiegten Gelben von einer halben
-Citrone dazu.
-
- ~Anmerkung.~ Die Ohren (Kiemen) müssen bei allen Fischen
- herausgeschnitten werden, weil sie immer viel Schleim mit sich führen.
-
-
-310. Geschmälzter Karpfen.
-
-Es wird ein guter Sud an den Karpfen gemacht, derselbe abgeschuppt, die
-Ohren herausgeschnitten, das Eingeweide herausgenommen, mit Salz und
-Pfeffer eingerieben, in den Sud gelegt, eine halbe Stunde recht gekocht
-und dann auf eine Platte gelegt. Man wiegt nun ein ganzes halbgesottenes
-Ei (aber sowohl das Gelbe als das Weise besonders), legt dieses
-streifenweis über den Fisch und gießt heiße Butter und 3 Eßlöffel voll
-Essig darüber.
-
-
-311. Aechter Rheinlangen.
-
-Der Fisch wird rein gewaschen, die Kiemen ausgeschnitten, das Eingeweide
-herausgenommen, derselbe mit Salz stark eingerieben, in dem Fischkessel
-mit 3 Bouteillen Bordeauxwein, einer ganzen, in Scheiben geschnittenen
-Citrone, Nelken, ganzem Pfeffer, Muskatblüthe fest zugedeckt und langsam
-gekocht; dann wiegt man ein Stück Ochsennierenfett recht fein, läßt
-es in einer Casserolle zerlaufen, eine Hand voll gewiegte Petersilie,
-2 Schalottenzwiebeln und etwas Gelbes von einer Citrone dazu, legt
-den Fisch, wenn er weich ist, auf eine Platte und gießt das Gedämpfte
-darüber.
-
-
-312. Marinirte Fische.
-
-Man schuppt und wascht die Fische, reibt sie mit Salz und Pfeffer ein,
-läßt sie 1 Stunde liegen, legt sie auf einen Rost, begießt sie öfters
-mit zerlassener Butter, bratet sie schön gelb, läßt sie erkalten, legt
-sie in einen steinernen Topf, gießt Weinessig daran, Schalottenzwiebeln,
-Lorbeerblätter, Citronen, Pfeffer und Nelken dazu und bindet den Topf
-zu.
-
-
-
-
-Ragouts.
-
-
-313. _Boeuf à la Mode._
-
-Ochsenfleisch vom hintern Viertel oder ein gutes Schwanzstück wird mürbe
-geklopft und kommt in ein Geschirr, in welches man noch halb Essig Und
-Wein nach Belieben gießt; dazu schneidet man alle Arten Wurzeln und
-thut Citronen, Lorbeerblätter, ganzen Pfeffer und Nelken daran, deckt
-sodann das Fleisch fest zu und läßt es 2 bis 3 Tage stehen, wendet es
-aber alle Tage um. An dem Tage, an welchem man es kochen will, nimmt
-man alles zusammen in eine Casserolle, schneidet von schwarzem Brod
-die Rinde ab und thut sie dazu, gießt noch 1 Löffel voll Fleischbrühe
-oder Wasser daran, deckt es fest zu und läßt es im Ofen oder auf Kohlen
-weich kochen. Ist es weich, so hebt man das Fleisch aus, treibt alles
-durch ein Haarsieb, nimmt das Fett ab, thut die Sauce wieder in die
-Casserolle, sezt das Fleisch dazu und läßt es noch eine halbe Stunde
-miteinander kochen. Alsdann wiegt man von einer halben Citrone das
-Gelbe und thut es sammt dem Saft derselben und einer Messerspitze voll
-Muskatblüthe dazu. Sollte die Sauce nicht dick genug seyn, so gießt man
-an ein Stück braunen Lebkuchen ein wenig Fleischbrühe, daß er weich wird
-und rührt ihn an die Sauce. Es gibt dieß eine sehr gute Sauce.
-
-
-314. Uebrig gebliebener Braten mit Bechemelle.
-
-Man schneidet von kaltem Braten beliebige Stückchen und macht auf
-folgende Art eine Bechemelle: 4 Loth Butter läßt man in einer Casserolle
-zerlaufen, rührt 2 Kochlöffel voll feines Mehl darein, Salz, Muskatnuß,
-von einer halben Citrone den Saft und das Gelbe am Reibeisen abgerieben,
-einen halben Schoppen süßen Rahm, rührt es glatt mit etwas Fleischbrühe,
-läßt es miteinander aufkochen, legt das Fleisch darein und läßt alles
-noch eine Viertelstunde kochen.
-
-
-315. Brieschen in Trüffelsauce.
-
-Die Brieschen werden abblanchirt, gehäutet, gespickt und in Butter in
-einer Casserolle schön gelb gebraten. Dazu macht man folgende Sauce: In
-einem Stück Butter wird ein Löffel voll Mehl hellgelb angelaufen und
-mit starker Jus abgelöscht, ein Glas Bordeaux- oder Markgräflerwein
-daran gegossen; von 2 bis 3 sauber gewaschenen Trüffeln wird das Rauhe
-abgeschnitten, in einem Mörser mit einem Stückchen Butter und einem
-Stücke sauber gewaschener Sardelle gestoßen und in die Sauce gethan; die
-Trüffeln selbst werden in ein anderes Geschirr geschnitten, die Sauce
-durch ein Haarsieb darüber gegossen, die Brieschen sammt dem Satze, in
-welchem sie gekocht worden, darein gethan und nach Belieben gesalzen.
-Beim Auftragen werden die Trüffeln hübsch auf die Brieschen gelegt.
-
-
-316. Kalbsbrieschen mit Spargeln.
-
-Man reinigt 2 bis 3 Brieschen, brüht sie ein wenig, legt sie in kaltes
-Wasser, puzt 50 Spargeln, kocht diese im Salzwasser weich, nimmt sie
-heraus, schneidet sie in Stückchen, wiegt eine halbe Citronenschale und
-eine Schalottenzwiebel recht fein, dämpft sie mit einem Stück Butter in
-einer Casserolle, schneidet die Brieschen, thut sie auch in dieselbe,
-drückt den Saft von der halben Citrone daran, Salz und Muskatnuß dazu,
-läßt alles noch eine Viertelstunde dämpfen, rührt 3 Eiergelb mit 1
-Kochlöffel voll Mehl und kaltem Wasser glatt, gießt dieses nebst 1
-Löffel voll guter Fleischbrühe an die Brieschen, kocht sie noch ein
-wenig, richtet sie an und gibt die Spargeln dazu.
-
-
-317. Ragout von hartgesottenen Eiern.
-
-Für 4 Personen rechnet man 8 hartgesottene Eier. Das Gelbe von
-hartgesottenen Eiern drückt man durch ein Haarsieb, schneidet 2 Zwiebeln
-in Scheiben, dämpft sie in einer Casserolle mit einem Stückchen Butter
-weich, aber nicht gelb, thut nun die Eiergelb zu den Zwiebeln, nebst
-etwas Salz und Muskatnuß, auch einen Löffel voll sauren Rahm, füllt
-die Eierweiß damit aus und macht folgende Sauce dazu: 3 gewiegte
-Schalottenzwiebeln und das Gelbe von einer halben Citrone läßt man
-in einer Casserolle, worin ein Stück Butter zerlaufen ist, mit 3
-Finger voll Mehl und dem Gewiegten anlaufen, gießt einen Löffel voll
-Fleischbrühe daran, Salz, Muskatnuß, den Saft von einer halben Citrone,
-läßt dieses miteinander aufkochen, richtet die Sauce auf eine Platte an
-und legt die Eier hinein.
-
-
-318. Verlorene Eier in einer Sauce.
-
-Man nimmt halb Wasser und halb Essig in eine Pfanne, schlägt die Eier
-behutsam darein (das Wasser darf aber nicht stark kochen und muß auch
-gesalzen werden), wenn die Eierweiß hart sind, so nimmt man sie heraus,
-legt sie in kaltes Wasser und macht folgende Sauce dazu: 2 Hände voll
-gewaschene Sauerampfer stoßt man in einem Mörser, preßt den Saft durch
-ein Tuch fest aus, läßt ein Stück Butter in einer Casserolle zerlaufen,
-nimmt einen Eßlöffel voll sauren Rahm und 1 Eiergelb, rührt den
-Sauerampfersaft dazu, läßt es auf Kohlenfeuer anziehen, richtet die Eier
-auf eine Platte an und gießt die Sauce darüber.
-
-
-319. Eier in brauner Sauce.
-
-So viel Eier, als man nöthig hat, backt man in heißem Schmalz, doch
-so, daß der Dotter weich bleibt, und macht folgende Sauce dazu: eine
-Hand voll geriebenes schwarzes Brod, 2 Loth braunen Lebkuchen nimmt man
-zusammen in eine Casserolle, gießt ein Glas Wein daran, ein halbes Glas
-Essig, einen Schöpflöffel voll Fleischbrühe, oder am Fasttage Wasser,
-den Saft von einer halben Citrone, Salz, Pfeffer, Muskatnuß, läßt es
-miteinander eine Viertelstunde aufkochen, zieht es durch ein Haarsieb,
-legt die Eier auf eine Platte, gießt die Sauce darüber und läßt es
-nochmals miteinander heiß werden.
-
-
-320. Feldhühner in Salmisauce.
-
-Die Feldhühner werden sauber gerupft, abgeflammt und, wenn die Flügel am
-zweiten Gelenke, so wie die Köpfe abgeschnitten sind, ausgenommen. Wenn
-die Feldhühner frisch sind, braucht man sie nicht zu waschen, sondern
-reibt sie mit Salz und Pfeffer inwendig aus und schiebt eine mit Nelken
-besteckte Zwiebel und etwas von einer Citrone in die Oeffnung, bindet
-die Feldhühner mit Speck ein, thut sie in eine Casserolle mit etwas
-geschnittener Zwiebel, gelben Rüben, Lorbeerblättern, Wachholderbeeren,
-auch einem Stücke Fett, so wie mit den Köpfen, Flügeln, Magen und
-Lebern, deckt die Casserolle zu und läßt sie schön braten. Sind sie
-gar, so stellt man die Hühner in einer Schüssel zur Wärme, nimmt das
-Uebrige ebenfalls aus der Casserolle und stoßt es in einem Mörser recht
-fein, gießt es wieder in dieselbe, thut von einem Kreuzerbrod die Rinde,
-im Schmalz gebacken, dazu, gießt einen Schoppen rothen Wein und einen
-Schöpflöffel voll Jus daran, läßt es eine Viertelstunde lang aufkochen,
-gießt es durch ein Haarsieb und dann wieder in die Casserolle, thut die
-Feldhühner dazu und gewiegte Citronen, Nelken, Muskatblüthe, so wie
-Pfeffer und Salz nach Belieben daran.
-
-
-321. Filets von jungen Hühnern mit süßem Rahm.
-
-Die jungen Hühner (_Poulardes_) werden halb gebraten, und ihnen, wenn
-sie kalt sind, die Haut abgenommen. Das weiße Fleisch der Poularden
-wird sodann in feine Filets geschnitten und mit Bechemelle und etwas
-Glace aufgekocht. Man kann sie mit geschnittenen und schön gebackenen
-Wecken garniren. -- Bechemelle dazu wird auf folgende Weise gemacht:
-ein Pfund Kalbfleisch vom Schlägel, in kleine Stückchen geschnitten,
-ein Pfund Butter, Zwiebeln, Petersilie werden in einer bedeckten
-Casserolle weich gedämpft, 2 Hände voll Mehl darauf gestreut, ein paar
-Mal umgerührt, zugedeckt, nochmals einige Minuten gedämpft und mit dem
-Erbsendurchreiber ganz durch ein Haarsieb getrieben; ein Stück Butter
-und die Bechemelle in eine Casserolle gethan, 3 Eiergelb daran gerührt,
-Salz und Muskatnuß dazu und einige Male durcheinander gerührt. Die
-Bechemelle wird auf die zum Auftragen bestimmte Platte gegossen, die
-jungen Hühner darauf gesezt und der Saft einer halben Citrone darüber
-ausgedrückt. Es ist dieß eine Lieblingsspeise der Engländer.
-
-
-322. Geschlungene Filets von Kalbfleisch.
-
-Die Filets werden zwei starke Messerrücken dick geschnitten und, wie
-früher schon beschrieben, marinirt. Die Schüssel, worin sie aufgetragen
-werden sollen, wird auf dem Boden mit einer feinen Fülle und darauf
-mit Eierklar bestrichen. Auf dieses werden die Filets, kettenartig
-geschlungen, gelegt; die Farce, die nicht von Filets bedeckt ist, wird
-weggenommen, die Filets aber werden mit Speckschwarten und Papier
-bedeckt und in einem nicht sehr heißen Ofen gebacken. Vor dem Auftragen
-wird der Speck und das Fett so gut wie möglich davon genommen und eine
-Coulissauce mit Limonen darüber gegossen.
-
-
-323. _Fricandeau_ von Kalbfleisch.
-
-Man nimmt ein Stück vom Schlägel, schneidet es nach der Ader, klopft es,
-zieht die Haut ab, spickt es und legt es in laues Wasser, damit es weiß
-bleibt. Dann läßt man in einer Casserolle ein Stück Butter zergehen,
-schneidet Zwiebeln, gelbe Rüben, Sellerie, Lorbeerblätter und Citronen
-dazu, legt das Fleisch darein, gießt ein Glas Wein, etwas Essig und
-Fleischbrühe daran und läßt es eine Stunde lang dämpfen. Hierauf nimmt
-man das Fleisch heraus, läßt die Sauce dunkelgelb anschlagen, streut
-ein wenig Mehl, gießt ein wenig Fleischbrühe oder Jus daran, läßt es
-noch eine Viertelstunde lang miteinander kochen, treibt die Brühe durch
-ein Haarsieb, gießt sie wieder in die Casserolle und thut das Fleisch
-dazu, so läßt man es noch ein wenig aufkochen und thut von einer
-halben Citrone das Gelbe und den Saft darein. Beim Anrichten legt man
-Citronenscheiben dazu.
-
-
-324. Froschschenkel in Citronensauce.
-
-Die Frösche werden sauber gewaschen, die Pfoten weggeschnitten und ein
-Fuß über den andern gezogen; dann wiegt man eine halbe Citrone sammt dem
-Mark und Zwiebeln, thut Butter in eine Casserolle, das Gewiegte und die
-Froschschenkel dazu, deckt dieselben zu, läßt alles eine Viertelstunde
-dämpfen, thut so viel Mehl daran, als man mit 2 Fingern fassen kann,
-gießt einen Eßlöffel voll Wasser daran, salzt sie und gibt Acht, daß sie
-keine Knollen bekommen.
-
-
-325. Gansleber mit Citronensauce.
-
-Eine Gansleber, die zuvor in Wasser gelegen seyn muß, läßt man auf
-einem Tuch ablaufen, legt 4 Loth Butter, eine gepuzte, mit 3 Nelken
-besteckte Zwiebel, 3 Schalottenzwiebeln, eine halbe Citrone, in Rädchen
-geschnitten, in eine Casserolle, die Leber darauf und läßt sie langsam
-dämpfen. Wenn die Leber groß ist, so braucht sie eine halbe Stunde; dann
-legt man die Leber auf das Geschirr, auf welchem sie zur Tafel gegeben
-wird und macht folgende Sauce darüber: man nimmt so viel Mehl, als man
-stark mit 3 Fingern fassen kann, in die Casserolle, ein Glas Wein,
-von einer Citrone den Saft, etwas Fleischbrühe und läßt dieses eine
-Viertelstunde miteinander kochen, treibt es durch ein Haarsieb, gießt es
-über die Leber und streut oben darauf das feingewiegte Gelbe von einer
-Citrone.
-
-
-326. Gansleber mit Sardellen.
-
-In einer Casserolle werden mit 3 Loth Butter eine Gansleber, eine
-halbe Citrone, in Rädchen geschnitten, etwas ganze Muskatnuß und 4
-Schalottenzwiebeln gedämpft; dann werden 4 Stück sauber gewaschene,
-ausgemachte Sardellen in einem Mörser mit ein wenig Butter fein
-gestoßen, 3 Finger voll Mehl in die Sardellenbutter geknetet, auch
-ein wenig Fleischbrühe, oder noch besser starke Bouillon und 2 bis 3
-Löffel voll Wein, dazu gethan. Man läßt nun Alles miteinander aufkochen
-und thut Salz, Pfeffer und den Saft von einer halben Citrone dazu,
-legt die Leber auf die Platte, auf der man sie zur Tafel geben will,
-gießt die Sauce durch ein Haarsieb darüber und streut etwas gewiegte
-Citronenschalen darauf.
-
-
-327. Hirn.
-
-Man legt das nöthige Quantum Hirn in laues Wasser und häutet es ab.
-Dann macht man eine Jus auf folgende Weise: Ein Stück Butter läßt man
-in einer Casserolle zergehen, thut gewiegte Zwiebeln, Citronen und
-Citronenmark in die Butter und läßt Alles eine Zeit lang dämpfen;
-hierauf streut man Mehl, so viel man zwischen 3 Fingern fassen kann,
-daran und rührt es einige Male um, gießt einen Löffel voll Jus daran,
-läßt es eine Viertelstunde lang kochen, drückt aus einer halben Citrone
-den Saft dazu, gießt es durch ein Haarsieb und nachher wieder in die
-Casserolle, pfeffert und salzt es nach Belieben, thut jezt erst das Hirn
-in die Sauce und läßt es eine Viertelstunde in derselben kochen.
-
-
-328. Hirn in Kapernsauce.
-
-Das Hirn wird gewässert und gereinigt; dann läßt man es in halb Wasser
-und halb Essig fest werden und macht folgende Sauce dazu: Ein Stück
-Butter wird in eine Casserolle gethan, eine Zwiebel mit dem Gelben von
-einer halben Citrone gewiegt und in die Butter gethan; so läßt man
-es eine Zeit lang dämpfen. Dann rührt man einen Kochlöffel voll Mehl
-darein, löscht es mit kaltem Wasser ab, gießt einen Schöpflöffel voll
-Fleischbrühe daran und läßt es eine halbe Stunde kochen. Jezt kommt
-das Hirn dazu, man drückt noch ein wenig Citronensaft dazu und läßt es
-vollends auskochen. Salz, Pfeffer und Muskatnuß thut man nach Belieben
-daran.
-
- ~Anmerkung~. Alle weiße Saucen müssen mit kaltem Wasser abgelöscht
- werden, damit sie die schöne weiße Farbe nicht verlieren.
-
-
-329. Glacirte Kalbsbrust.
-
-Eine schöne fette weiße Kalbsbrust wird ausgebeint und in zwei Theile
-zerschnitten, so daß sie schön rund werden; diese legt man in einer
-Casserolle in kochendes Wasser und läßt einen Wall darüber gehen. Dann
-legt man sie in kaltes Wasser, spickt sie recht schön und sezt sie
-in eine Casserolle mit einem Stücke Schweinfett, thut geschnittene
-Zwiebeln, Lorbeerblätter, Citronen und gelbe Rüben dazu, gießt sodann
-einen halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe oder Wasser daran und läßt
-sie eine Stunde lang dämpfen. Hat das Fleisch noch nicht genug Farbe,
-so legt man es in eine Bratpfanne und stellt sie ins Bratrohr; hat die
-Sauce angeschlagen, so rührt man einen Kochlöffel voll Mehl darein,
-gießt ein halbes Glas Estragon- oder Himbeeressig, auch ein Glas Wein
-und einen Schöpflöffel voll Jus daran, läßt sie eine halbe Stunde
-kochen, treibt sie durch ein Haarsieb, thut das Fleisch wieder dazu
-und würzt es mit dem gewiegten Gelben und dem Safte einer Citrone, mit
-geriebener Muskatnuß und mit Salz und Pfeffer nach Gutdünken.
-
-
-330. Gewickeltes Kalbfleisch in Sauce.
-
-Man schneidet vom Schlägel 3 Finger breite Streifen und klopft sie ein
-wenig; dann wiegt man Zwiebeln, Petersilie und Citronen, reibt ein
-wenig weißes Brod dazu, legt die Streifen auseinander und thut von dem
-Gewiegten auf jeden Streifen ein wenig, rollt sie zusammen, bindet sie
-mit einem Faden zu, thut ein Stück Butter in eine Casserolle, legt das
-Fleisch, eine geschnittene Zwiebel, ein Lorbeerblatt und Citronenkraut
-darein und läßt sie zugedeckt eine halbe Stunde lang dämpfen. Dann
-streut man einen Löffel voll Mehl darüber, gießt ein wenig kaltes
-Wasser und einen Schöpflöffel voll helle Fleischbrühe daran, thut Salz,
-Muskatnuß, Pfeffer nach Belieben und von einer halben Citrone den Saft
-dazu.
-
-
-331. Kalbsgekröse in Meerrettigsauce.
-
-Man sezt ein sauber gepuztes Kalbsgekröse mit kaltem Wasser zu und läßt
-es weich kochen, nimmt es heraus und legt es nochmals in kaltes Wasser,
-schneidet es in beliebige Stückchen und macht folgende Sauce: Einen
-halben Stängel Meerrettig reibt man am Reibeisen, läßt ein Stück Butter
-in einer Casserolle mit einem Löffel voll Mehl gelb anlaufen, thut den
-Meerrettig dazu, wendet ihn ein paar Mal um, rührt ihn mit einem halben
-Schoppen süßer Milch glatt, thut Salz, Muskatnuß und das Gekröse dazu
-und läßt es miteinander aufkochen.
-
-
-332. Kalbskopf mit der Haut oder Kalbskopf in Madeirasauce.
-
-Die Haut wird unten am Schlunde aufgeschnitten und von dem Kopfhaus
-sorgfältig so abgelöst, daß die Haut kein Loch bekommt; die Ohren
-werden sauber ausgereinigt. Alsdann wird unter 4 Pfund Schweinsbrät
-ein halbes Pfund Speck in kleine Würfel geschnitten; ein Milchbrod am
-Reibeisen abgerieben, in Milch eingeweicht, wieder fest ausgedrückt
-und in das Brät gethan; von einem Viertelpfund Trüffeln die rauhe Haut
-abgeschnitten, in einem Mörser mit einem ausgemachten Häring recht fein
-gestoßen und in das Brät gethan; das Gelbe von einer Citrone gewiegt,
-die weiße Haut von derselben abgeschnitten und das Mark ohne die Kerne
-in kleine Stückchen geschnitten und mit Salz, Pfeffer, Muskatblüthe,
-Nelken und einer gewiegten und gedämpften Zwiebel in das Brät gethan,
-3 Eier daran geschlagen, mit 2 Eßlöffeln voll Bratenjus begossen und
-das Brät, wenn es eine Viertelstunde lang mit allen Zuthaten mit der
-Hand genau untereinander gearbeitet ist, in den Kopf gefüllt, und die
-Hälfte der Trüffeln, in Rädchen geschnitten, so wie nach Belieben
-Kapern darauf gethan. Dann wird der Kopf zusammen genäht, eine Citrone
-ins Maul gesteckt, die andere Hälfte der Trüffeln mit Kapern und eine
-Speckschwarte darüber gelegt, der Kopf in reine Leinwand gebunden, so
-daß die Ohren aufrecht stehen bleiben, und in einer Braise gesotten.
-Nach diesem läßt man den Kopf in einer tiefen Casserolle, worein 2 Maas
-Wasser, eine halbe Maas Wein, Essig nach Belieben gegossen, allerlei
-Wurzeln und Salz nach Gutdünken gethan sind, eine halbe Stunde lang
-langsam kochen. Dann dämpft man in einer Casserolle gewiegte Zwiebeln
-und Citronen eine Viertelstunde mit Butter, läßt einen Kochlöffel voll
-Mehl darin anlaufen, löscht es mit einem Eßlöffel voll kaltem Wasser
-ab, gießt einen Schöpflöffel von der Brühe, in welcher der Kopf gekocht
-hat, und einen Schöpflöffel voll weiße Bouillon dazu, läßt dieses Alles
-eine halbe Stunde miteinander kochen, gießt es durch ein Haarsieb und
-dann wieder in die Casserolle, und läßt es noch eine halbe Viertelstunde
-kochen. Eine Viertelstunde vor dem Anrichten gießt man einen Schoppen
-Madeirawein dazu, läßt es noch ein wenig aufkochen, nimmt den Kopf
-aus dem Tuche und legt ihn auf eine große Platte, gießt die eben
-beschriebene Madeirasauce darüber und legt Citronenrädchen darauf. Man
-kann ihn auch mit hartgesottenen Eiern, rothen Rüben, Petersilie, Alles
-fein gewiegt, aufputzen, und er nimmt sich sodann recht gut aus.
-
-
-333. Kalbskopf mit der Haut, _à la_ Damenbrett.
-
-Von einem weißen, sauber gepuzten Kalbskopf löst man die Haut ab,
-schneidet ihn in zwei Theile und siedet ihn in der Braise, wie den
-Kalbskopf in Madeirasauce. Ist der Kopf weich, so wird er in viereckige
-Stückchen geschnitten, so groß wie die Quadrate eines Damenbretts.
-Dann macht man kleine Klößchen aus Speck, Schweinebrät, etwas fein
-gestoßenen Trüffeln, etwas Brod, in Wasser eingeweicht und wieder fest
-ausgedrückt, einigen ausgemachten Sardellen, Alles in einem Mörser oder
-Reibstein tüchtig durcheinander gerieben. Dieser Teig kommt in eine
-Schüssel, es wird ein Eiergelb daran geschlagen, Salz und Muskatnuß
-daran gethan, Alles noch einmal durcheinander geknetet und möglichst
-kleine Klöße daraus gemacht, die man in heißem Schmalz ausbackt. Dann
-legt man eine Lage von den Kalbskopfstückchen auf eine Platte, darauf
-eine Lage Champignons, Trüffeln, Morcheln und von den gebackenen Klößen,
-und so wird fortgefahren, bis Alles auf der Platte ist. Hierauf läßt man
-Consommé zergehen, drückt Citronensaft daran aus, gießt ein halbes Glas
-rothen Burgunder daran und läßt diese Sauce durch einen Pinsel langsam
-über den Kalbskopf fließen.
-
-
-334. Gespickte Kalbsleber.
-
-Man häutet die Leber ab, spickt sie schön, legt sie in eine Casserolle,
-geschnittenen Speck, Zwiebeln, Citronen, Lorbeerblatt, oben darauf
-wieder Speck, gießt ein wenig Jus daran, deckt die Casserolle mit
-einem Deckel, worauf Kohlen seyn müssen, zu und läßt sie eine Stunde
-lang dämpfen; dann nimmt man das Fett herunter, legt ein Stückchen
-Lebkuchen zu der Leber, gießt ein halbes Glas Wein daran, Salz, Nelken,
-Muskatblüthe, läßt es aufkochen und treibt die Sauce vor dem Anrichten
-durch ein Haarsieb.
-
-
-335. Gefülltes Kalbsnetz.
-
-Uebergebliebenes Fleisch (welcher Art es ist) wird mit Zwiebeln und
-Petersilie gewiegt, 2 Mundbrode abgerieben, eingeweicht und ausgedrückt,
-Alles in einer Casserolle mit einem Stück Fett eine Viertelstunde
-gedämpft, 4 Eier, Salz und Muskatnuß noch dazu genommen, die Masse in
-ein Kalbsnetz gewickelt, dieses zugenäht und im Rohr gelb gebraten.
-
-
-336. Kalbsvögel.
-
-Von einem Kalbsschlägel löst man das Rohrbein und Schlußbein ab,
-schneidet das Fleisch nach der Ader in Stücke, große oder kleine, wie
-man sie gerade wünscht (zu Portionen werden gewöhnlich 3 Stücke aus
-einem Pfund Fleisch gemacht), klopft sie weich, häutet und spickt sie,
-aber nicht mit zu langen Stückchen Speck, damit sie hübsch aussehen.
-Sodann legt man sie in laues Wasser, thut ein Stück Butter mit
-geschnittener Zwiebel, Lorbeerblättern und Citronen in eine Casserolle,
-legt die Vögel hinein und läßt sie eine Stunde lang dämpfen. Alsdann
-nimmt man die Vögel heraus, thut ein Stück braunen Lebkuchen, ein
-halbes Glas Estragon- oder Himbeeressig und die Vögel wieder in die
-Sauce und läßt sie noch eine Viertelstunde kochen, worauf man ein paar
-Eßlöffel voll sauren Rahm dazu gießt. Dann treibt man die Sauce durch
-ein Haarsieb, gießt sie wieder in die Casserolle, legt die Vögel wieder
-darein, läßt sie noch einmal aufkochen, thut von einer halben Citrone
-das fein gewiegte Gelbe und den Saft davon in die Sauce und salzt sie
-nach Belieben.
-
- ~Anmerkung~. Bei dieser Gattung von Fleischspeisen ist es gut, wenn
- man beim Zusetzen die Haut und ausgeschnittenen Knochen dazu nimmt,
- weil die Sauce einen schönen Glanz davon bekommt.
-
-
-337. Kapaunenspargeln.
-
-Nachdem der Kapaun sauber gepuzt und gewaschen ist, schneidet man ihm
-den Kopf ab, so zwar, daß die Haut am Körper bleibt, bindet ihn dann
-mit Speck ein, legt ihn mit einem Stück Butter in eine Casserolle,
-thut Zwiebeln, Lorbeerblätter, gelbe Rüben und Sellerie dazu, deckt
-die Casserolle zu und läßt den Kapaun eine halbe Stunde dämpfen. Nun
-stößt man 25 Krebse, nachdem sie zuvor wie gewöhnlich gereinigt und
-gesotten wurden, mit einem Viertelpfund Butter recht fein, dämpft sie in
-einer Casserolle bis es schäumt, gießt 2 Schöpflöffel voll Wasser oder
-Fleischbrühe daran, läßt sie eine halbe Viertelstunde kochen, stellt
-sie vom Feuer, schöpft die Krebsbutter ab ins kalte Wasser, puzt nun
-Spargeln, bindet sie in Büscheln, kocht sie im Salzwasser weich und
-macht folgende Sauce: Die Hälfte der Krebsbutter läßt man zergehen,
-rührt einen starken Kochlöffel voll Mehl darein, 3 Eiergelb dazu, rührt
-Alles mit kaltem Wasser glatt, gießt von der Kapaunenbrühe daran, nebst
-einer Messerspitze voll Muskatblüthe, richtet den Kapaun auf eine Platte
-an und legt die Spargeln um den Kapaun herum, gießt die Krebssauce
-darüber, bestreicht den Kapaun mit der zweiten Hälfte der Krebsbutter
-und legt die Krebsschwänze dem Kapaun auf die Brust.
-
-
-338. Königsragout.
-
-Ein Pfund übriggebliebenen Kalbsbraten wiegt man mit dem Gelben und
-dem Mark einer Citrone so fein wie möglich, nimmt 6 Stück gewiegte und
-gedämpfte Schalottenzwiebeln, einen abgeriebenen, eingeweichten, fest
-ausgedrückten Wecken dazu, rührt ein Viertelpfund Butter leicht, thut
-das gewiegte Fleisch nebst Obigem dazu, rührt 4 Eier, Salz, Muskatnuß
-und den Saft von einer halben Citrone daran, bestreicht ein taugliches
-Geschirr mit Butter, gießt die Masse hinein, macht sie so auseinander,
-daß in der Mitte eine Höhlung bleibt, schiebt das Geschirr in ein
-Bratrohr und läßt den Kuchen schön backen. Man macht folgendes Ragout
-dazu: Von 4 bis 6 Ochsengaumen zieht man die weiße Haut ab, kocht sie
-recht weich, schneidet sie in viereckige Stückchen und macht folgende
-Champignonssauce dazu: Man läßt einen kleinen Löffel voll Mehl in einem
-Stückchen Butter gelb anlaufen, löscht es mit ein wenig kaltem Wasser
-ab, gießt ein Glas rothen Burgunder und einen halben Schöpflöffel voll
-gute Jus dazu und läßt die Ochsengaumen in dieser Sauce kochen; dann
-kommen 6 bis 8 Stücke Champignons dazu, 4 bis 5 sauber gewaschene,
-geschälte und in Blätter geschnittene Trüffeln, Salz, Muskatnuß,
-Pfeffer, ein wenig Muskatblüthe, der Saft und das gewiegte Gelbe von
-einer halben Citrone; dieses Alles wird miteinander gekocht, dann
-schneidet man von 2 jungen Hühnern die Brüste ab, legt sie ins laue
-Wasser, daß sie schön weiß werden, reinigt 2 Brieschen sauber, spickt
-diese und die Hühnerbrüste recht schön, und dämpft in einem Stück Butter
-mit einer halben geschnittenen Citrone die Hühnerbrüste und Brieschen
-eine Viertelstunde lang; dann kommen sie sammt dem Fett, worin sie
-gebraten wurden, zu den Ochsengaumen. Von einigen sauber gewaschenen
-Morcheln, gestoßenen Trüffeln, einem Viertelpfund Schweinsbrät, einem
-kleinen Händchen voll Brod und einem Eiweiß wird ein Teig gemacht,
-Knöpflein, in der Größe wie eine Haselnuß, im Schmalz davon gebacken und
-unter den Ragout gethan. Nun wird der gebackene Kuchen auf eine Platte
-gelegt, der Ragout in die Höhlung desselben gegossen, die Hühnerbrüste
-und Champignons oben darauf gelegt, mit einer Citrone garnirt und ein
-Täfelchen zerlassene Consommé über die Hühnerbrüste gegossen.
-
-
-339. Leberpfauzel.
-
-Man nimmt eine Kalbsleber, die sauber gehäutet und gewaschen ist, legt
-sie auf einen Hackblock und wiegt sie mit einem halben Pfund Speck
-sehr fein; dann reibt man für 2 Kreuzer Brod am Reibeisen, weicht es in
-Wasser ein, drückt es aus, nimmt die gewiegte Leber in eine Schüssel,
-das Brod dazu, nebst 2 fein gewiegten und im Fett gedämpften Zwiebeln,
-dem Gelben von einer Citrone, Muskatblüthe, Pfeffer, Salz und 4 Eiern,
-wovon eines nach dem andern daran gerührt wird. Dieses Alles wird eine
-Viertelstunde lang stark gerührt. Dann thut man das Obige in ein großes
-Kalbsnetz und backt es in gelinder Hitze aus; in einer halben Stunde ist
-es fertig. Man kann es als Zwischenspeise oder als Braten mit Jus geben.
-Folgende Sauce ist dazu passend: Man röstet ziemlich viel Zwiebeln in
-einem Stück Fett und ein wenig Zucker in einer Casserolle hellgelb,
-löscht so viel Mehl, als man zwischen zwei Fingern fassen kann, mit
-einem Schöpflöffel voll Fleischbrühe ab, nebst etwas Himbeeressig,
-läßt es eine Viertelstunde miteinander kochen und thut Salz, Pfeffer,
-Muskatnuß nach Belieben daran. Dann legt man die gebackene Leber auf
-eine Platte, gießt die Sauce darüber und legt oben darauf weichgekochte
-Morcheln.
-
-
-340. Gedämpfte Nieren.
-
-Man schneidet die Nieren recht fein, darauf schneidet man ziemlich
-viel Zwiebeln, thut ein Stück Butter in eine Casserolle, die Zwiebeln
-und die Nieren dazu, deckt die Casserolle zu und läßt sie eine halbe
-Viertelstunde dämpfen. Dann streut man 3 starke Finger voll Mehl dazu,
-wendet sie ein paar Mal damit um, gießt ein halbes Glas Burgunder, etwas
-Fleischbrühe daran, nimmt von einer halben Citrone das fein gewiegte
-Gelbe und den Saft, auch Salz, Muskatnuß dazu und läßt es nochmals mit
-einander aufkochen.
-
-
-341. Gefüllte Ochsenzunge.
-
-Die Zunge wird gewaschen, mit Salzwasser nicht zu weich gekocht, die
-Haut davon abgezogen, unten am Schlunde aufgeschnitten, das Fleisch
-herausgenommen, jedoch so, daß die Zunge kein Loch bekommt; das
-ausgeschnittene Fleisch wird mit einem Viertelpfund Speck und etwas
-rohem Schinken recht fein gewiegt, ein Kreuzerbrod am Reibeisen
-abgerieben, in Wasser eingeweicht und wieder fest ausgedrückt, zu dem
-Gehackten gethan, deßgleichen eine halbe Citrone gewiegt, eine Zwiebel
-mit Fett gedämpft und Salz, Muskatnuß und Pfeffer nach Belieben. Wenn
-dieses Alles mit einem Ei wohl durcheinander gearbeitet ist, füllt
-man die Zunge damit, bindet sie mit einem Bindfaden zusammen und läßt
-sie in einer Casserolle mit einigen Speckschnitten, Zwiebeln, einem
-Lorbeerblatte, etwas von einer Citrone, zugedeckt eine halbe Stunde
-lang dämpfen. Will man sie als Braten geben, so kommt Citronensaft
-und Jus dazu. Als Ragout taugt sie am allerbesten mit einer weißen
-Citronensauce, die auf folgende Art bereitet wird: Man schält von einer
-großen oder zwei kleinen Citronen das Gelbe ab und wiegt es mit dem Mark
-der Citronen (versteht sich ohne die weiße Haut und die Kerne) und mit
-kleinen Zwiebeln recht fein; sodann läßt man in einem Stücke Butter in
-einer Casserolle so viel Mehl, als man zwischen 3 Fingern fassen kann,
-ein wenig anlaufen, löscht es mit Fleischbrühe ab, thut die Citrone und
-etwas von der Sauce dazu, in welcher die Zunge gebraten wurde, läßt
-alles Dieses eine halbe Stunde miteinander kochen, richtet die Sauce auf
-eine Platte an und legt die Zunge darauf.
-
-
-342. Plisson von einem Hasen.
-
-Man nimmt von einem Tags zuvor gebratenen Hasen das Fleisch vom
-Schlägel, wiegt es so fein wie möglich und mischt für 2 Kreuzer in
-Wasser geweichtes und ausgedrücktes Brod nebst fein geschnittenen und
-gedämpften Zwiebeln, von einer Citrone das Gelbe, Muskatnuß, Pfeffer,
-Salz und 3 Eier darunter. Alles dieses reibt man in einem Mörser
-schaumig, thut es in eine Schüssel und schlägt, wenn es nöthig ist, noch
-1 Ei daran, macht es noch einmal durcheinander, bestreicht eine Form mit
-Butter, füllt die Masse darein und kocht sie im Dunst. Unterdessen macht
-man folgendes Ragout dazu: Man nimmt von dem Hasen den Ziemer, schneidet
-kleine nette Stückchen davon und macht eine Olivensauce wie folgt: Man
-schneidet Oliven, so viel man will, sorgsam ab, so daß sie in der Sauce
-aussehen wie ganz; die Steine stoßt man in einem Mörser ganz fein, legt
-in eine Casserolle ein Stück Butter, die Steine nebst fein geschnittenen
-Zwiebeln dazu und röstet sie eine Weile miteinander; dann streut man 3
-Finger voll Mehl daran, löscht es mit einem Löffel voll Jus ab, läßt es
-nochmals aufkochen, thut von einer halben Citrone den Saft dazu, gießt
-die Sauce durch ein Haarsieb, dann wieder in die Casserolle nebst dem
-Fleisch und den Oliven. Das Plisson richtet man auf einer Platte an, das
-Ragout, ein Stückchen nach dem andern, rings um die Platte herum und die
-Oliven oben darauf.
-
-
-343. Plisson von Hirn.
-
-Man häutet das Hirn sauber ab, legt es mit einem Stücke Butter in eine
-Casserolle, wiegt eine Zwiebel nebst einer Citrone sehr fein und läßt
-sie mit dem Hirn eine Viertelstunde dämpfen; dann nimmt man es in eine
-Schüssel, für 3 Kreuzer abgeriebenes, in Milch eingeweichtes und wieder
-fest ausgedrücktes Brod dazu, schlägt 5 Eiergelb, eines nach dem andern,
-daran, auch Salz dazu, wiegt von einer Citrone das Gelbe, schlägt von
-den 5 Eiern das Weiße zu Schnee, mengt Alles leicht durcheinander,
-bestreicht eine blecherne Form mit Butter, füllt die Masse darein,
-stellt sie in eine Casserolle, worin kochendes Wasser ist, deckt einen
-Deckel mit Kohlen darauf und läßt sie eine halbe Stunde kochen. Man kann
-das Plisson zu Hühnerfricassée geben.
-
-
-344. Ragout von einem Fisch.
-
-Man siedet einen schönen Rothfisch oder Hecht blau ab, schält kleine
-Kartoffeln, backt sie mit Schmalz schön gelb (sie müssen aber vorher
-halb weich gesotten seyn), garnirt den Fisch damit, wiegt eine Hand
-voll sauber gewaschene Petersilie recht fein, läßt ein halbes Pfund
-Butter in einer Casserolle heiß werden, thut die Petersilie dazu und
-schmälzt den Fisch damit.
-
-
-345. Melirtes Ragout von Hecht.
-
-2 bis 3 halb- oder dreiviertelpfündige Hechte, sauber gewaschen und
-gepuzt, schneidet man in fingerbreite Stückchen und reibt sie mit Salz
-und Pfeffer gut ein, legt ein Stück Butter in eine Casserolle, die
-Fische, etwas Zwiebeln und Citronen dazu, deckt es zu und läßt es eine
-halbe Stunde dämpfen. Unterdessen macht man von einem Kalbsbrieschen
-die Gurgel weg, blanchirt es ein wenig ab, schneidet es in Stückchen
-und legt sie gleichfalls zu dem Fische. Von 8 großen gesottenen Krebsen
-nimmt man Schwänze und Scheeren, puzt die Körper sauber, doch so,
-daß die obere Schale ganz bleibt, das Uebrige stößt man mit einem
-Viertelpfund Butter zusammen, thut diese in eine Casserolle, dämpft sie
-so lang, bis sie schaumt, gießt sie durch ein Haarsieb, damit die Butter
-gut abläuft. Nun reibt man ein Mundbrod am Reibeisen ab und weicht es
-in Milch ein; unterdessen rührt man 2 Drittheile von der Krebsbutter
-leicht, drückt das Milchbrod aus und thut es in die Butter, Salz und
-Muskatnuß dazu, 2 Eier, eines nach dem andern, darein gerührt, von den
-Krebsschalen der lange Bart sammt der Scheere abgeschnitten, von dem
-Gerührten in die Schalen gefüllt und diese umgekehrt in ein Geschirr
-gelegt; dann gießt man ein wenig Wasser oder Fleischbrühe daran, deckt
-sie zu, stellt sie auf Kohlen und läßt sie kochen. Unterdessen streut
-man stark 3 Finger voll Mehl auf die Fische, gießt ein halbes Glas Wein
-und etwas Fleischbrühe daran, die Krebsschwänze und Scheeren dazu,
-richtet es auf eine Platte an und legt die Krebsschalen und das Ragout
-darauf. Hernach legt man die übrige Krebsbutter auf das Ragout.
-
-
-346. Ragout von einer Schildkröte.
-
-Der Kopf und die Füße von der Schildkröte werden abgeschnitten, dann
-wird sie mit heißem Wasser gebrüht, die Schale sauber abgepuzt und
-die Schildkröte auf dem Feuer mit etwas Wurzeln, Zwiebeln, Salz und
-Nelken so lang gekocht, bis man die Schale abheben kann (sie braucht
-eine starke Stunde zum Kochen); nun nimmt man die harte Haut oben ab,
-auch die Leber und die Eier und macht folgende Sauce dazu: Man läßt
-in einer Casserolle in einem Achtelspfund Butter 6 bis 8 geschnittene
-Zwiebeln gelb dämpfen, rührt einen Kochlöffel voll Mehl darein, läßt
-es gelb werden, gießt ein Trinkglas voll Wein und etwas Fleischbrühe
-daran (auch Erbsenbrühe ist gut dazu), läßt es eine halbe Stunde
-miteinander aufkochen, preßt es durch ein Haarsieb, gießt es nebst
-einem Schoppen Madeirawein, einer Messerspitze voll spanischem Pfeffer,
-einem Viertelpfund sauber gewaschenen und gepuzten Trüffeln, die in
-Blätter geschnitten sind, wieder in die Casserolle, läßt es noch eine
-Viertelstunde miteinander kochen, richtet die Schildkröte auf eine
-Platte an und gibt die Sauce extra dazu.
-
-
-347. Reispfauzen mit Ragout.
-
-Ein Viertelpfund sauber gewaschenen Reis sezt man ans Feuer mit fetter
-Fleischbrühe oder Butter, läßt ihn weich kochen (Brühe darf er nicht
-mehr haben), rührt dann in einer Schüssel 2 Eier daran, bestreicht einen
-Melonenmodel mit Butter, thut den Reis darein, drückt ihn fest an den
-Model, so daß er in der Mitte eine Höhlung bekommt, und läßt ihn im Ofen
-backen. -- Man macht folgendes Ragout dazu: Lammfleisch schneidet man
-in Stückchen, die man in einer bedeckten Casserolle mit feingewiegten
-Zwiebeln, Petersilie und Citronen eine halbe Stunde dämpft; dann streut
-man einen Kochlöffel voll Mehl darüber, thut von einer halben Citrone
-den Saft, etwas Fleischbrühe, Salz, Pfeffer und Muskatnuß dazu, richtet
-den gebackenen Reis auf eine Platte an und füllt den Ragout darein.
-
-
-348. Schnecken in Sardellensauce.
-
-Man behandelt die Schnecken, wie sie bei »gefüllte Schnecken«
-beschrieben sind, wiegt 4 Stück Sardellen, eine Zwiebel, die Schale
-einer Citrone fein, läßt ein Stück Butter in einer Casserolle mit ein
-wenig Mehl gelb anlaufen, thut das Gewiegte dazu, wendet es ein paar Mal
-darin um, gießt einen Löffel voll Fleischbrühe, ein halbes Glas Wein,
-den Saft von einer Citrone daran, legt nun die Schnecken auch in die
-Sauce und läßt Alles miteinander noch einmal aufkochen.
-
-
-349. Tauben in Salmisauce.
-
-Die Tauben werden noch warm gerupft, am Feuer abgebrannt und mit einem
-saubern Tuche abgerieben, dann ausgenommen, aber nicht gewaschen. Sodann
-werden die Flügel am zweiten Gelenke und die Füße abgeschnitten; die
-Tauben werden in Speck eingebunden, mit den Füßen und Flügeln, mit
-Zwiebeln, Wachholderbeeren, einem Lorbeerblatt, Citrone und Basilikum
-und einem Stücke Schweinsfett in eine Casserolle gethan, gesalzen,
-zugedeckt und eine Stunde lang gedämpft. Sind die Tauben schön gelb, so
-stellt man sie in einer Schüssel zur Wärme. Alles Uebrige wird aus der
-Casserolle genommen, im Mörser so fein wie möglich gestoßen, wieder in
-die Casserolle gethan, ein Löffel voll Mehl darauf gestreut, ein halber
-Schoppen rother Wein, ein Schöpflöffel voll Jus, auch Fleischbrühe daran
-gegossen, eine Viertelstunde lang gekocht, durch ein Haarsieb getrieben
-und wieder in die Casserolle gegossen; die Tauben werden ebenfalls
-wieder in dieselbe gelegt, eine Messerspitze voll Muskatblüthe, gewiegte
-Citronen und Salz und Pfeffer nach Belieben dazu gethan.
-
-
-350. Wachteln in Sauce.
-
-Von sauber gerupften und gut gereinigten Wachteln nimmt man das
-Brustbein heraus, füllt jede mit Schinken, der im Salz und Pfeffer
-umgewendet worden ist, dressirt sie hübsch, legt sie in eine Casserolle,
-gießt 1 bis 2 Gläser Wein daran, je nachdem es viele Wachteln sind,
-deckt sie zu und läßt sie dämpfen, bis sie weich sind. Man richtet sie
-auf eine Platte an, thut 2 Messerspitzen voll Mehl an die Sauce, den
-Saft von einer Citrone, eine halbe geriebene Muskatnuß dazu und treibt
-die Sauce durch ein Haarsieb über die Wachteln.
-
-
-
-
-Saucen.
-
-
-351. Citronensauce zum Wildbret.
-
-Von schwarzem Brod kocht man die obere Rinde im Wein weich (zuvor aber
-muß das Brod im Schmalz gelb gebacken werden), treibt es durch ein
-Haarsieb, thut 1 Schöpflöffel voll Jus daran, etwas Citronensaft, fein
-gewiegte Citronen und läßt alles miteinander aufkochen.
-
-
-352. Gurkensauce.
-
-2 bis 3 Gurken, die noch keine Kerne haben, schneidet man zu Salat,
-wiegt 2 Zwiebeln mit einer Hand voll Petersilie zusammen, dämpft in
-einer Casserolle alles dieses mit einem Stück Butter eine Viertelstunde
-lang, streut 3 Finger voll Mehl daran, ein wenig kaltes Wasser,
-einen Schöpflöffel voll Fleischbrühe, Salz, Pfeffer, 2 Eßlöffel voll
-Kräuteressig und läßt nun alles miteinander aufkochen.
-
-
-353. Kalte Häringsauce.
-
-Einen schönen Häring, Milcher, wascht und gräthet man sauber aus, stößt
-ihn mit einem kleinen Stückchen Butter, 6 hartgesottenen Eiergelb in
-einem Mörser ganz fein, treibt alles durch ein Haarsieb, nimmt die
-Milch vom Häring, rührt sie mit 2 Löffeln voll Provenceröl, etwas Essig
-und Pfeffer, rührt alles nun untereinander und gibt die Sauce zum
-Ochsenfleisch.
-
-
-354. Kräutersauce.
-
-Schnittlauch, Körbelkraut, Basilikum, Estragon wiegt man recht fein
-zusammen, nimmt 2 Hände voll schwarzes, geriebenes Brod, 6 bis 8
-zerstoßene Wachholderbeeren, 1 Loth Zucker, die feingewiegte Schale von
-einer Citrone, einen Löffel voll französischen Senf, Salz und Pfeffer
-dazu und macht alles mit 2 Löffeln voll Provenceröl und Essig an. Man
-kann diese Sauce zu Fischen, Pöckelfleisch und geräuchertem Rindfleisch
-geben.
-
-
-355. Petersiliensauce.
-
-Eine Hand voll sauber verlesene und gewaschene Petersilie hackt man
-ganz fein, knetet einen halben Rührlöffel voll Mehl in einem Stückchen
-Butter, mengt die Petersilie darein, rührt es über dem Feuer mit guter
-Fleischbrühe an, läßt es ein wenig durchkochen und zieht es vor dem
-Anrichten mit Eierdottern ab; diese Sauce ist auch zu vielem Fleischwerk
-zu gebrauchen.
-
-
-356. Remoladesauce.
-
-Man hackt einige abgezogene Schalottenzwiebeln, 2 Löffel voll Kapern, 4
-Stück sauber gewaschene Sardellen, von 2 hartgesottenen Eiern das Gelbe
-zusammen, nimmt einen Löffel voll Provenceröl, etwas Estragon, Essig,
-Pfeffer und Salz nach Belieben und rührt alles wohl durcheinander. Man
-kann diese Sauce zu allem Fleisch geben.
-
-
-357. Selleriesauce.
-
-2 sauber gewaschene und gepuzte Selleriewurzeln werden so fein wie
-Nudeln geschnitten und in einer Casserolle mit einem Stück Butter
-weich gedämpft, zugedeckt, ein kleiner Eßlöffel voll Mehl daran
-gestreut, geschüttelt, ein wenig kaltes Wasser daran gegossen, dann ein
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe und etwas Essig, Pfeffer und Salz nach
-Belieben dazu genommen.
-
-
-
-
-Beilagen zu Gemüsen.
-
-
-358. Schweinsbratwürste.
-
-Zu ungefähr 4 Pfund feingehacktem Schweinefleisch vom Schoß, oder vom
-sogenannten abgesezten Stück, schneidet man 3 Viertelpfund Speck zu
-Würfeln und knetet beides in einer Schüssel mit der Hand nebst einem
-Schoppen Wasser zusammen, deckt es zu und läßt es über Nacht stehen; den
-andern Tag nimmt man Salz, Pfeffer, Ingwer nach Gutdünken dazu, arbeitet
-nochmals einen halben Schoppen Wasser dazu, füllt es in beliebige Därme
-und bratet die Würste frisch, oder hängt sie in Rauch.
-
-
-359. Mailänder Bratwürste.
-
-Zahmes Schweinefleisch, zur Hälfte fett, schneidet man so fein, daß es
-einem Teig gleich sieht; ebenso schneidet man ein wenig Basilikum und
-Thymian recht fein, mischt dieses alles mit ein wenig Rockenbrod, feinem
-Pfeffer, ein wenig gestoßenen Nelken, Salz, einem kleinen Glas Wasser
-recht gut untereinander und füllt es in Bratwurstdärme. Diese Würste
-kann man grilliren oder, wie die Italiener, in Reis, auch in andern
-Gemüsen sieden.
-
-
-360. Stuttgarter Blutwürste.
-
-Schweinskinnbacken, Ohren und ein Stückchen vom Bauchlappen siedet man
-recht weich, schneidet es in kleine Würfel und mengt es mit Majoran,
-Pfeffer, Modegewürz, Salz zusammen; dann mischt man zu 4 Maas Blut
-eine Maas Milch, nimmt das Fett von dem Obigen herunter, gießt es
-gleichfalls an das Blut, zieht dieses durch ein Haarsieb in eine reine
-Schüssel, stopft nun in reine abgeschleimte Schweinsdärme durch einen
-Wursttrichter eine Hand voll von dem geschnittenen Speck, gießt von
-dem Blut darüber und macht den Darm voll; dann bindet man ihn fest zu
-und macht fort bis das Blut und der Speck in die Därme gefüllt sind.
-Diese Würste legt man in laues Wasser, und wenn sie auf die Oberfläche
-desselben steigen, so sind sie fertig.
-
-
-361. Blutwürste auf deutsche Art.
-
-Eine große, fein geschnittene Zwiebel wird mit frischer Butter in einer
-Casserolle gedämpft, eine halbe Maas Schweinsblut und eine halbe Maas
-süßer Rahm daran gegossen, ein halbes Pfund frischer, halbgesottener,
-in kleine Würfel geschnittener Speck, fein geschnittene Basilikum,
-Thymian und Majoran dazu gethan, auf's Feuer gesezt und umgerührt, bis
-es warm ist. Nach diesem füllt man die Masse in Därme, legt die Würste
-in siedendes Wasser, läßt ein paar Sud darüber gehen und darauf kalt
-werden. Vor dem Anrichten läßt man die Würste in heißem Wasser oder
-schlechter Bouillon wieder warm werden und hernach in einer Casserolle
-mit Butter oder gutem Fette bei starkem Feuer auf beiden Seiten gelb
-werden.
-
-
-362. Cervelas- (sprich Serwela-) Würste.
-
-Von einem Schweinsschlägel schneidet man das magere Fleisch ab, hackt
-dieses nebst Salz, Pfeffer, Nelken, Basilikum und Koriander recht fein
-zusammen, stößt es dann noch in einem Mörser, arbeitet es in einer
-Schüssel miteinander, drückt die Masse in einen Rindsdarm, macht Würste
-von beliebiger Größe und hängt sie in den Rauch. Man nimmt zu 4 Pfund
-Fleisch ein Pfund Speck. Diese Würste kann man zu Erbsen und Linsen
-geben.
-
-
-363. _Croquette._
-
-Man wiegt Kalbfleisch mit Zwiebeln und Citronen, dämpft es in einem
-Stück Fett, weicht ein Kreuzerbrod in Wasser ein, drückt es fest aus,
-thut das Brod zu dem Obigen, dämpft alles noch eine Viertelstunde mit
-einander, schlägt 2 bis 3 Eier daran, Salz, Pfeffer, Muskatnuß nach
-Belieben, schneidet einen Wecken, wovon die untere Rinde weggeschnitten
-worden, in Stückchen, streicht von der Masse darauf und backt sie schön
-gelb in heißem Schmalz aus.
-
-
-364. Fischwürste.
-
-Man schuppt die Fische (Weißfisch oder Barbe), schneidet die Haut auf
-dem Rücken auf, zieht sie ab, schabt das Fleisch von den Gräthen ab und
-legt es eine halbe Stunde in Milch, daß es weiß wird. Dann wiegt man
-Zwiebeln, Petersilie und Citronen, dämpft sie in einem Stück Butter,
-wiegt das Fischbrät so fein als möglich, rührt es in einer Schüssel mit
-Milch so lange, bis es ganz weiß ist, schlägt 2 bis 3 Eier daran, rührt
-es noch eine Viertelstunde, nimmt nun das Gedämpfte, sammt Salz und
-Muskatblüthe dazu, drückt die Masse in Därme, legt die Würste in warmes
-Wasser und bratet sie auf dem Rost oder in der Pfanne.
-
-
-365. Gansleberwürste.
-
-Von 3 bis 4 großen Gänselebern, die aber gar nicht oder nicht stark
-gewässert sind, werden 2 fein gewiegt, 2 in Würfel geschnitten, alle
-zusammen in einer Schüssel mit 3 Viertelpfund ganz fein gewiegtem
-Schinken, Zwiebeln, einer Hand voll Petersilie vermischt und alles im
-Speck gedämpft. Dazu kommt von 2 Citronen das Gelbe, fein gewiegt, und
-von denselben das Mark ohne die Kerne, ebenfalls fein gewiegt, für 2
-Kreuzer abgerindetes weißes Brod in Milch eingeweicht und ausgedrückt,
-3 Messerspitzen voll weißer Pfeffer, 2 Messerspitzen voll Muskatblüthe,
-ein halbes Pfund sauber gewaschene, abgehäutete und im Mörser fein
-gestoßene Trüffeln. Alles dieses wird mit obiger Masse untereinander
-gemacht, stark gesalzen und in solche Rindsdärme gefüllt, woraus man
-gewöhnlich die Lungenwürste macht. Der Darm wird unten nicht fest
-zugebunden, die Masse mit einem Eßlöffel nicht sehr fest darein gefüllt,
-weil sie leicht aufspringen; der Darm wird oben wieder nicht fest
-zugebunden, jede Wurst in ein besonderes Tuch gewickelt, in eine lange
-Casserolle gelegt, Wasser daran gegossen, eine Hand voll Salz dazu
-gethan und so lange zum Feuer gestellt, bis sie anfangen zu kochen. Dann
-gießt man kaltes Wasser darein, nimmt sie vom Feuer und läßt sie eine
-Stunde stehen, doch so, daß sie immer am Sieden sind. Sie brauchen eine
-Stunde zum Garwerden. Hernach zieht man sie vom Feuer zurück, und wenn
-sie im Wasser erkaltet sind, legt man sie auf ein Brett und läßt sie im
-Tuch über Nacht stehen, nimmt den andern Tag dasselbe davon und braucht
-sie nach Belieben.
-
-
-366. Würste von weißem Geflügel mit Rahm.
-
-Halb abgebratenes Geflügel (Kapaun oder Poularde) wird abgehäutet, alles
-Fleisch davon abgelöst, zu feinen Filets geschnitten und ziemlich viel
-Bechemelle, einige Eierdotter und ein wenig Pfeffer und Salz darunter
-gethan, in Därme gefüllt, die Würste nur mit einem Wall gesotten, in
-Milch erkaltet, auf ein mit Butter bestrichenes Papier gelegt und auf
-schwachem Feuer gelb gebraten.
-
-
-367. Gefüllter Hammelsmagen.
-
-Der Magen wird sauber abgeschabt und gewaschen; dann reibt man 2
-Milchbrode am Reibeisen ab, weicht sie in Wasser ein, drückt sie fest
-aus und thut sie in eine Schüssel, wiegt Zwiebeln und Petersilie,
-dämpft diese in einem Stücke Speck und thut sie an das Brod, wiegt 2
-Hammelsnieren dazu, macht alles mit Salz, Schnittlauch und 3 Eiern
-untereinander, füllt es in den Magen, bindet ihn oben zu, siedet ihn im
-Salzwasser eine halbe Stunde und backt ihn in Butter schön gelb.
-
-
-368. Würste von Hasen.
-
-Das Fleisch von einem Hasen, sauber abgehäutet, ein Pfund Speck, etliche
-Schalottenzwiebeln, Basilikum und Thymian, ein wenig Citronenschale
-wird recht fein geschnitten, und hernach ein Stutzgläschen voll rother
-Wein daran gegossen, Pfeffer und Salz dazu, alles gut gemischt und in
-Bratwurstdärme gefüllt. Vor dem Anrichten bratet man sie wie Bratwürste,
-aber nur nicht zu trocken, sonst werden sie spröde.
-
-
-369. Krebswürste.
-
-Von kleinen, gewöhnlichen, abgesottenen Krebsen nimmt man die Schweife
-und macht von den Schalen Krebsbutter. Ein halber Wecken ohne Rinde
-wird, klein geschnitten, in süßem Rahm eine Stunde lang eingeweicht.
-Die Krebsschwänze, ein Kalbsbrieschen und 2 Kalbseuter werden fein
-zusammen blanchirt und zu dem eingeweichten Wecken gethan; dazu kommt
-auch ein wenig Basilikum, Thymian und Majoran, so wie auch eine kleine
-feingeschnittene Zwiebel, in der Krebsbutter angelaufen. Dann werden,
-wenn die Krebsbutter ganz kalt ist, einige Eierdotter, ein wenig Pfeffer
-und Salz dazu gethan, alles gut untereinander gemischt und mittelst der
-Wurstspritze die Därme damit angefüllt. Alsdann werden die Würste in
-heißer Milch in einer Casserolle langsam aufgekocht. Eine halbe Stunde
-vor dem Auftragen bestreicht man einen Bogen Papier mit Krebsbutter und
-bratet darauf die Würste auf dem Roste.
-
-
-370. Leberwürste.
-
-Die Lunge, die Leber, das Gekröse und die Brieschen von einem Schwein,
-etwas von einer Kalbsleber wird verwellt, auf einem Hackblock nebst 4
-bis 6 Zwiebeln recht fein gehackt, feingewiegte Citronen, Pfeffer, Salz,
-Muskatnuß, das Fett, worin das Fleisch miteinander gekocht wurde, in
-einer Schüssel miteinander vermengt, daß es nicht sehr dünn ist, die
-Masse in weiße Bratwurstdärme gefüllt, ins laue Wasser gelegt, und unter
-dem Geschirr, in welchem sie liegen, so lange gefeuert, bis die Würste
-aufsteigen.
-
-
-371. Würste von Schaffleisch.
-
-Die Würste von Schaffleisch werden wie die von Kalbfleisch gemacht, nur
-daß man Petersilie und ein wenig Majoran dazu nimmt, daß sie in kleine
-Därme gefüllt und nicht grillirt, sondern nur leicht gesotten werden.
-
-
-372. Schwartenmagen.
-
-2 Pfund Schweinefleisch vom Kinnbacken und 2 Pfund vom Hals siedet man
-weich, schneidet sie in lange Stückchen, thut diese in eine Schüssel,
-ein Pfund Schweinsbrät dazu, nimmt Salz, Pfeffer, Nelken, Majoran,
-Ingwer nach Gutdünken, auch ein Glas voll Schweinsblut dazu, mengt alles
-untereinander, füllt einen Schweinsmagen oder einen weiten Rindsdarm
-damit, macht ihn fest zu, verwellt ihn wie eine andere Wurst und stupft
-ihn ein wenig mit einer Gabel; ist er fertig, so legt man ihn zwischen 2
-hölzerne Teller, einen Stein darauf und hängt ihn 4 Tage in Rauch.
-
-
-373. Schwarze Würste.
-
-Ein Pfund Schweinsfett von der Lende wird abgehäutet und in kleine
-Würfel geschnitten; sodann schneidet man 8 große Zwiebeln recht fein
-und läßt sie mit einem halben Pfund Butter über stetem Feuer anlaufen,
-gießt hernach eine halbe Maas Blut und einen Schoppen süßen Rahm daran,
-thut das geschnittene Fett und geschnittenen Basilikum, Thymian und
-Majoran, auch Pfeffer und Salz dazu und mischt alles gut durcheinander.
-Damit werden die Därme gefüllt. Diese Würste kommen alsdann in siedendes
-Salzwasser, wo man einen Sud über sie gehen läßt, sodann läßt man sie
-wieder kalt werden. Vor dem Auftragen bestreicht man sie mit frischer
-Butter und läßt sie auf dem Roste grilliren.
-
-
-374. Schweinsohren zu Erbsengemüse.
-
-Die Ohren werden sauber gewaschen, im Salzwasser weich gekocht, auf
-einem Brett in 2 Theile geschnitten, zusammengerollt, mit einem Pinsel
-mit Eierweiß überstrichen, mit geriebenem Brod bestreut und ein
-hölzerner Zweck dadurch gesteckt. Sie können am Spieß oder im Ofen
-gebacken werden.
-
-
-375. Speckwürste.
-
-Man schneidet ein halbes Pfund frischen Speck in kleine Würfel, weicht
-3 Kreuzerbrode in Wasser ein, drückt sie fest aus, wiegt Zwiebeln und
-Petersilie, dämpft sie in einem Stück Fett, stellt sie vom Feuer weg,
-nimmt den Speck, 3 bis 4 Eier, Salz, Pfeffer, Muskatblüthe dazu, mischt
-alles recht untereinander, drückt es in Bratwurstdärme nicht zu fest
-ein, legt die Würste in heißes Wasser und bratet sie gelb.
-
-
-376. Würste von einem wilden Schwein.
-
-Die Würste von einem wilden Schwein werden auf die nämliche Art gemacht,
-wie die bei No. 368, nur etwas fetter, weil das Fleisch trockener ist.
-
-
-377. Würste auf bürgerliche Art.
-
-Sämmtliche Därme von 2 Schweinen werden in Salzwasser gewaschen und
-mit den Ohren und Zungen der Schweine gewiegt, Salz, Pfeffer, Nelken
-und Kümmel dazu gethan, alles gut gemischt, in Därme gefüllt und diese
-gut zugebunden. Hierauf legt man die Würste mit etlichen Füßen in eine
-Braise (Brühe), füllt diese mit Bouillon auf und läßt sie auf stetem
-Feuer kochen und nachher erkalten. So kann man sie im Keller 14 Tage
-lang aufbewahren. Vor dem Gebrauche nimmt man die Sulz davon ab, wickelt
-jede Wurst abgesondert in ein mit Butter bestrichenes Papier, bratet sie
-auf dem Roste gelb und trägt sie warm auf.
-
-
-378. Würste auf italienische Art.
-
-4 Schweinsohren und 4 Schweinsschwarten, woran noch etwas Fett ist,
-werden gehackt, ein Glas Muskatwein daran gegossen, etwas geschnittene
-Basilikum, Thymian, Citronenschalen, Pfeffer, Nelken (grob gestoßen),
-auch Salz dazu, alles untereinander gemischt und recht fest wie Salami
-in Därme gefüllt und fest zugebunden. Sind die Würste so weit fertig, so
-hängt man sie an einem trockenen Orte im Luftzug auf, bis sie recht hart
-sind. Vor dem Auftragen läßt man sie mit 2 Lorbeerblättern sieden, bis
-sie weich sind und gibt sie zum Gemüse. Man kann sie lange aufbewahren
-und weit versenden.
-
-
-379. Große italienische Würste.
-
-Man nimmt alle Därme von einem großen fetten Schweine; den großen
-Fettdarm legt man auf die Seite, die übrigen schneidet man in kleine
-Stücke, salzt sie gut ein und läßt sie im Salz liegen. Hernach nimmt
-man sie aus dem Salzwasser, welches sie selbst geben, thut Pfeffer und
-halbgestoßene Nelken, wie auch ein wenig Muskatblüthe und süßen Kümmel
-daran, und füllt die Masse in den Fettdarm recht fest, unterbindet und
-salzt sie wieder und hängt sie an einen trocknen Ort im Luftzug auf, bis
-sie recht trocken sind. Hernach kann man diese Würste mit einem grünen
-Gemüse oder allein sieden, oder auch grilliren.
-
-380. Beefsteak (spr. Bifstek).
-
-Ein Stück vom Lendenbraten schneidet man in Stückchen, aber nicht so
-dick wie die englischen Beefsteaks, klopft sie breit mit der Hand und
-reibt sie mit Salz und Pfeffer ein. Dann schüttet man feines Oel in ein
-Gefäß und wendet die Beefsteaks darin um, legt sie in eine Pfanne mit
-einem Stücke Butter, wiegt eine Zwiebel daran und läßt sie schön gelb
-braten. Das Ganze wird sodann in eine Platte angerichtet, die Sauce
-und ein Eßlöffel voll Bratenjus darüber gegossen und mit Kartoffeln
-aufgetragen.
-
- ~Anmerkung.~ Will man diese Beefsteaks einige Tage lang aufbewahren,
- so reibt man sie mit Salz und Pfeffer ein, wendet jedes Stück im Oel
- um und legt sie aufeinander; so bleiben sie recht mürb und gut. Bei
- hohen Herrschaften werden sie nicht anders gegeben.
-
-
-381. Beefsteak auf englische Art.
-
-Man schneidet ein Stück vom Lendenbraten (vom Lumme) zu fingersdicken
-Stückchen, klopft sie ein wenig, reibt sie mit Salz und Pfeffer
-ein, legt sie über gute Kohlen auf einen Rost und übergießt sie mit
-zerlassener Butter. Einstweilen macht man eine Sardellenbutter auf
-folgende Weise dazu: man wiegt Petersilie mit einer sauber gewaschenen
-und ausgegrätheten Sardelle und arbeitet dieses in ein Stück Butter.
-Ist nun das Beefsteak auf dem Roste fertig, so richtet man es auf eine
-Platte an und legt auf jedes Stückchen ein wenig von der Butter, gießt
-Citronensaft darauf und trägt es schnell auf.
-
- ~Anmerkung.~ Bei diesen Beefsteaks ist hauptsächlich darauf zu
- sehen, daß sie in der Mitte noch saftig sind. Sie sind in einer
- Viertelstunde fertig.
-
-
-382. Gebackene Kalbsfüße.
-
-Die Füße werden abgezogen, im Salzwasser weich gekocht und in kleine
-Stückchen geschnitten; dann macht man einen Teig, nämlich: einen
-Schoppen Wasser und hühnereigroß Butter läßt man miteinander kochen,
-thut Mehl darein, daß es ein dicker Brei wird, läßt ihn so lange kochen,
-bis er sich von der Pfanne losmacht, nimmt ihn vom Feuer, rührt 3 bis 4
-Eier daran, taucht die Stücke, eines nach dem andern, in den Teig und
-backt sie schön gelb aus.
-
- ~Anmerkung.~ Bei allen Brandteigen ist das Wasser besser als Milch,
- der Teig bleibt gerösteter und lockerer.
-
-
-383. Gewickeltes Kalbsgekrös.
-
-Das Kalbsgekröse wird sauber gereinigt, gewaschen, im Salzwasser gekocht
-und die Drüsen herausgemacht; hernach schneidet man es in kleine
-Stückchen, wendet sie in verklopften Eiern und dann in geriebenem Brod
-um und backt sie gelb aus.
-
-
-384. Gebackenes Kalbshirn.
-
-Das Hirn wird abgehäutet, mit halb Wasser, halb Essig, und Salz ans
-Feuer gesezt und eine Stunde gekocht; dann nimmt man es heraus, läßt es
-ablaufen, wendet es in verklopften Eiern, hernach im geriebenen Brod um
-und backt es im heißen Schmalz schön gelb.
-
- ~Anmerkung.~ Diese Beilage ist zu allen grünen Gemüsen passend.
-
-
-385. Grillirter Kalbskopf.
-
-Der Kalbskopf wird sauber gepuzt, die Zähne ausgebrochen und der Kopf im
-Salzwasser weich gekocht. Dann nimmt man ihn heraus, bestreicht ihn mit
-Butter, überstreut ihn mit geriebenem Brod, legt ihn auf den Rost und
-läßt ihn schön gelb braten.
-
-
-386. Kalbszunge auf dem Rost gebraten.
-
-Die Zungen werden weich gekocht, abgezogen, in 2 Theile geschnitten,
-mit Salz und Pfeffer eingerieben, in verklopftem Ei umgewendet und mit
-geriebenem Brod überstreut, auf den Rost gelegt, mit zerlassener Butter
-übergossen und schön gelb gebraten.
-
-
-387. Leberspickel.
-
-Die Leber wird eben so behandelt, wie die gebackene, nur mit dem
-Unterschiede, daß sie in dreieckige Stückchen geschnitten wird. Man
-nimmt ein frisches Kalbsgekrös, legt es in laues Wasser, schneidet
-Stücke davon, wickelt die Leber darein, legt sie auf den Rost und läßt
-sie gut ausbacken. Beim Anrichten kommt Citronensaft und Salz dazu.
-
-
-388. Gebratene Ochsenzunge.
-
-Eine gepuzte Zunge siedet man so lange, bis man ihr die Haut abziehen
-kann, spickt sie, legt sie in eine Casserolle, Zwiebeln, Citronen,
-Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer und Muskatblüthe, 6 Loth Butter und ein
-Glas Wein dazu, deckt die Casserolle zu und läßt sie braten. Man kann
-diese Zunge auch im Ofen oder am Spieß braten. Beim Anrichten gibt man
-Citronen dazu.
-
-
-389. Rissolen.
-
-Man nimmt übriggebliebenes Fleisch, wiegt es mit einer Zwiebel recht
-fein, weicht ein Kreuzerbrod im Wasser ein, drückt es fest aus, dämpft
-dieses mit Butter in einer Casserolle eine Viertelstunde lang, rührt
-sodann 2 bis 3 Eier daran und streut Salz und Muskatnuß darauf. Hierauf
-macht man auf einem Nudelnbrett, von 2 bis 3 Händen voll Mehl, 2 Eiern,
-einem halben Schoppen sauren Rahm und 2 Loth Butter einen Teig an, wie
-zu Nudeln, wellt ihn aus, schlägt ihn nochmals übereinander, treibt ihn
-nochmals aus, aber nicht so fein, wie die Nudeln, bestreicht den Kuchen
-mit Eiern, legt die Masse darauf, schlägt ihn übereinander, sticht ihn
-mit einem Model aus und backt die Stückchen im Schmalz schön gelb.
-
-
-390. Brieschen.
-
-Man legt die Brieschen in laues Wasser, damit das Blut herauskommt,
-sezt sie mit kaltem Wasser ans Feuer und läßt einen Wall darüber gehen.
-Dann nimmt man sie heraus, zieht sie noch einmal durch kaltes Wasser,
-löst das Häutige davon ab und spickt sie schön. In eine Casserolle thut
-man ein Stück Butter, legt die Brieschen, nebst geschnittener Zwiebel,
-Citronen, einem Lorbeerblatt, 2 Blättchen Muskatblüthe in die Butter,
-gießt ein wenig Fleischbrühe daran und läßt sie darin, zugedeckt, eine
-halbe Stunde lang dämpfen. Hierauf streut man 3 Finger voll Mehl auf die
-Brieschen, wendet sie um, gießt ein wenig kaltes Wasser darüber, füllt
-mit Fleischbrühe auf und läßt Alles miteinander eine Viertelstunde lang
-auskochen. Beim Anrichten legt man die Brieschen auf eine Platte, zieht
-die Sauce durch ein Haarsieb darüber ab und salzt nach Belieben.
-
-
-391. Gebratene Brieschen.
-
-Die Brieschen werden in Salzwasser blanchirt, gereinigt und gespickt.
-Dann läßt man sie in einer Casserolle in Butter und geschnittener
-Zwiebel schön gelb braten; beim Anrichten gießt man die Jus durch ein
-Haarsieb darüber, streut feingewiegtes Citronengelb (Citronenbützeln)
-darauf und salzt sie nach Belieben.
-
-
-392. Kalbscarbonade auf Brabanter Art.
-
-Man macht ein Stück Butter in einer Casserolle gelb, kehrt die Carbonade
-im Mehl um, legt sie in die Casserolle, nebst Salz, einer Zwiebel,
-Lorbeerblatt und Thymian; nachdem sie auf beiden Seiten gelb gebraten
-sind, gießt man ein Gläschen guten Wein und etwas Jus daran, läßt dieses
-noch eine Weile mitkochen und drückt vor dem Serviren den Saft von einer
-halben Citrone auf die Carbonade.
-
-
-393. Gebackene Bratwürste.
-
-Man macht einen Teig von Mehl, Milch und Eiern an, gießt 2 Löffel voll
-heißes Schmalz daran, legt die Bratwürste in heißes Wasser; darnach
-schneidet man sie in fingerslange Stückchen, mischt sie in den Teig und
-backt diesen im Schmalz aus.
-
-
-394. Italienische Cotelettes.
-
-Von schönen weißen Kalbscotelettes haut man unten den Strehl weg, zieht
-das Bein sauber ab, klopft das Fleisch, häckelt es gut, macht eine
-schöne Façon daran, salzt es ein wenig ein und dämpft es im Butter und
-Citronensaft; unterdessen wiegt man 3 bis 4 Sardellen, etwas Zwiebeln
-und Petersilie und von einer halben Citrone das Gelbe, röstet mit
-einem Stück Butter in einer Casserolle eine Hand voll geriebenes Brod
-hellgelb, mengt das Gewiegte darunter, streicht das Geriebene messerdick
-auf die Cotelettes und gießt Jus daran.
-
-
-395. _Cotelettes papillotées._
-
-Schöne weiße Cotelettes, die aber nicht dicker als ein Messer seyn
-dürfen, klopft man gut, macht eine schöne Façon daran (etwas länglich),
-wiegt von einer halben Citrone das Gelbe, etwas Zwiebeln und Petersilie,
-recht fein unter Schweinsbrät, macht es mit 2 Eierweiß durcheinander,
-salzt es nach Belieben, streicht es auf die Cotelettes unten und oben
-messerrückendick, schneidet ein Stück Speck so dünn wie möglich, legt
-es oben und unten auf das Cotelette, bestreicht einen Bogen Papier mit
-Butter, wickelt das Cotelette darein, so, daß das Bein oben heraussieht,
-schneidet das Uebrige vom Papier ab, macht es mit der Hand so fest
-zusammen, daß nichts herausfließen kann, legt es auf den Rost und wendet
-es um; in einer Viertelstunde sind die Cotelettes fertig. Man kann sie
-als Braten oder als Zwischenspeise geben, auch gibt man Citronen dazu;
-sie kommen mit dem Papier auf den Tisch.
-
-
-396. Fisch-Cotelettes.
-
-Von geringen Fischen macht man Brät, so viel nöthig ist, legt es eine
-halbe Stunde in Milch, wiegt es nachher fein, rührt es mit einem
-Schoppen Milch recht stark, schlägt 3 Eier daran und etwas gewiegte
-Zwiebeln; dann werden in einem halben Vierling Butter Zwiebeln und
-Citronen gedämpft, welche auch zu dem Brät kommen; Salz nimmt man
-nach Belieben dazu. Man rührt Alles nochmals recht durcheinander,
-macht schöne kleine Cotelettes daraus, wendet sie in Eiern um, dann im
-geriebenen Brod und backt sie in einer eisernen Pfanne mit vielem Fett
-schön gelb. Lange dürfen sie nicht stehen bleiben, sonst werden sie zäh.
-
-
-397. Hammels-Cotelettes.
-
-Von schönen jungen Hammelsrippen haut man unten den Strehl ab, schneidet
-oben die fette Haut davon, streift das Bein ab, schneidet das Häutige
-davon, klopft die Rippchen ein wenig und bestreut sie mit einem Gemenge
-von Zwiebeln, Petersilie, Salz und Pfeffer; legt sie in eine Bratpfanne,
-gießt ein wenig Wasser daran, deckt sie zu und läßt sie schnell braten.
-In einer halben Viertelstunde müssen sie fertig seyn. Man gibt sie zu
-Wirsing oder Kohlrabi.
-
-
-398. Schweins-Cotelettes.
-
-Von den Rippen eines jungen Schweins haut man unten den Strehl ab, aber
-das Bein darf nicht gestreift werden, klopft es ein wenig, streut es
-mit Salz und Pfeffer, legt es in eine Bratpfanne, gießt ein Glas Essig
-und ein Glas Wasser daran und läßt es schön dämpfen. Man gibt es zu
-Sauerkraut oder Bohnen.
-
-
-399. Gewöhnlicher Eierhaber.
-
-Man nimmt 2 Löffel voll Mehl in eine Schüssel (auf eine Person ist ein
-Kochlöffel voll Mehl und 2 Eier zu rechnen), rührt es mit lauer Milch
-glatt an, schlägt 4 Eier daran, 1 Löffel voll sauren Rahm, rührt es gut
-durcheinander mit Milch, macht in einer Pfanne Schmalz heiß, läßt den
-Teig daran laufen, deckt ihn zu, läßt ihn ein wenig anschlagen, wendet
-ihn um, läßt ihn wieder anschlagen, verzupft ihn, gießt noch Schmalz
-nach und läßt ihn gar backen.
-
-
-400. Gebrühter Eierhaber.
-
-Einen Schoppen Milch und 4 Loth Butter läßt man in einer messingenen
-Pfanne miteinander kochen, rührt so viel Mehl daran, bis es ein dicker
-Brei ist. Dann thut man den Teig in eine Schüssel, rührt 6 Eier daran,
-eines nach dem andern, macht in einer eisernen Pfanne Schmalz heiß, läßt
-den Teig langsam darein laufen, deckt ihn eine Weile zu, wendet ihn um,
-läßt ihn nochmals anschlagen, gießt noch ein wenig heißes Schmalz dazu,
-zerstückelt oder zerschneidet ihn, aber nicht sehr fein und läßt ihn gar
-ausbacken. Man kann ihn salzen oder zuckern.
-
-
-401. Hasenöhrchen.
-
-3 Eierdotter, 3 Löffel voll Zucker, 2 Löffel voll dicker saurer Rahm
-werden in einer Schüssel mit 6 Loth feinem Mehl zu einem Teige gemacht,
-ausgewellt, übereinander geschlagen und wieder messerrückendick
-ausgewellt. Davon schneidet man viereckige Stückchen, macht einen
-Schnitt in dieselben, backt sie in heißem Schmalz gelb und streut Zucker
-und Zimmt darauf.
-
-
-402. Hirnschnitten.
-
-Nachdem die Haut von dem Hirn weggezogen ist, dämpft man dieses in einem
-Stückchen Butter, nebst Zwiebeln und Petersilie, rührt Alles mit 2
-Eiern ab, streicht es auf Brodschnitten, bestreut diese mit Weckenmehl,
-überzieht sie mit Eierweiß und backt die Schnitten in heißem Schmalz.
-
-
-403. Kalbshirn.
-
-Man legt so viel Kalbshirn, als man braucht, in laues Wasser, zieht
-sodann die Haut davon ab, sezt es in einer Casserolle in Wasser mit
-etwas Essig, Zwiebeln, Citronen und Lorbeerblättern ans Feuer und läßt
-es so lange kochen als hart zu siedende Eier. Darauf richtet man es auf
-eine Platte an, schneidet Schnittlauch recht fein darauf, und schmälzt
-es mit hellgelber heißer Butter, thut noch ein wenig Citronensaft daran
-und salzt es nach Belieben.
-
-
-404. Gebackene Kartoffeln.
-
-Mit einem Ausstecher macht man kleine runde Kartoffeln, daß sie schön
-gleich werden, siedet sie im Salzwasser halb weich, schüttet sie in
-einen Durchschlag und backt sie in einer Pfanne mit heißem Schmalz schön
-gelb aus; doch darf man nicht zu viele auf einmal in die Pfanne thun.
-Diese Kartoffeln werden zum Garniren der Gemüse angewendet, z. B. zu
-Wirsing und Spinat.
-
-
-405. Gebackene Kartoffeln anderer Art.
-
-Schöne weiße Kartoffeln schält man gut ab, schneidet sie in Blätter
-stark messerrückendick, salzt sie ein wenig ein und backt sie in heißem
-Schmalz gut aus.
-
-
-406. Krebsküchlein.
-
-Die Krebse werden sauber gewaschen und ihnen das Leben genommen,
-indem man die mittelste von den 5 Floßen im Schweife umdreht und
-sammt dem daran hängenden Faden herauszieht. Dann siedet man sie im
-Salzwasser, bricht den Schweif oder Schwanz aus und macht die Schalen
-ab, nimmt die Galle oben im Körper aus und stoßt das Uebrige mit einem
-halben Pfund Butter in einem Mörser. Wenn nun das Gestoßene in einer
-Casserolle so lange gedämpft ist, bis es Schaum gibt, so gießt man
-Wasser darauf und läßt es eine Viertelstunde lang kochen. Die Butter
-wird auf kaltes Wasser gegossen und, wenn sie fest ist, in einer
-Schüssel schaumig gerührt. 2 Mundbrode werden am Reibeisen abgerieben,
-in Milch eingeweicht, fest ausgedrückt und in die Butter gethan; Salz
-und Muskatblüthe dazu. Schwänze und Scheeren werden recht fein gewiegt,
-in die Masse gethan und diese mit 3 Eiern angemacht. Aus diesem Teige
-werden runde Küchlein gemacht und im Schmalz gebacken.
-
-
-407. Gebackenes Lammfleisch.
-
-Das Fleisch wird gewaschen, in Salzwasser weich gesotten und in
-Stückchen von beliebiger Größe geschnitten, die man in verklopftem Ei
-und darauf in Mehl, mit Brodbrosamen vermengt, umwendet und mit Schmalz
-schön gelb backt.
-
-
-408. Gansleber in Hammelsnetz auf dem Rost gebraten.
-
-Die wohl ausgewaschene Gansleber wird mit Salz, Pfeffer und geriebenem
-Weckenmehl bestreut, das Netz ausgebreitet, die Leber darein gewickelt,
-auf den Rost gelegt, etwas Kohlen darunter und langsam schön gebraten;
-beim Anrichten gibt man Citronensaft dazu.
-
-
-409. Gebackene Kalbsleber.
-
-Man zieht die Haut von einer Kalbsleber ab, schneidet das Aderige davon,
-macht Schnitten von der Leber, kehrt sie im Mehl um und backt sie in
-Butter. Sie darf erst vor dem Serviren gesalzen werden.
-
-
-410. Geröstete Kalbsleber.
-
-Eine Kalbsleber schneidet man in kleine Stückchen und schneidet 2 bis
-3 Zwiebeln darein. Dann dämpft man Butter in einer eisernen Pfanne mit
-Zwiebeln eine Zeit lang, legt die Leber darein, wendet sie öfters um,
-thut 3 Finger voll Mehl dazu, wendet sie noch ein paar Mal um, Salz
-und Pfeffer dazu und richtet sie auf eine Platte an. Sie ist in einer
-Viertelstunde fertig.
-
-
-411. Milchküchlein.
-
-Eine dick gestandene Milch, sammt Rahm, läßt man in einer Pfanne
-zusammenlaufen, gießt sie in einen Durchschlag, läßt das Wasser gut
-ablaufen, rührt den Käs in einer Schüssel mit 8 Loth Mehl, 2 ganzen
-Eiern und 2 Messerspitzen voll Salz gut durcheinander, macht so große
-Küchlein, wie eine große Welschnuß und backt sie in einer Pfanne mit
-heißem Schmalz schön gelb. Man kann sie zu Spinat oder sonst einem
-Gemüse geben.
-
-
-412. Ochsenmarkküchlein.
-
-Man läßt ein Viertelpfund Ochsenmark zergehen, gießt es durch einen
-Seiher in eine Schüssel, rührt es ganz schaumig ab, schlägt 4 Eier
-daran, eines nach dem andern, mischt 4 Löffel voll Mehl und ein
-Viertelpfund gewiegten Schinken dazu, nimmt geriebenes Brod auf ein
-Brett, macht aus der Masse runde Küchlein und backt sie im Schmalz schön
-gelb aus.
-
-
-413. Rahmwürste.
-
-Man schneidet die Rinde von 4 Kreuzerbroden ab, schneidet von den Broden
-dünne Schnittchen, kocht sie in der Milch zu einem dicken Brei, läßt
-diesen erkalten, kocht in einer Casserolle mit einem Stücke Butter,
-gedämpften Zwiebeln und Petersilie, auch etwas Nierenfett, das gekochte
-Brod, salzt es, reibt Muskatnuß daran, schlägt 3 Eier daran, macht von
-dem Gekochten lange Würste, wendet sie in Eiern um und röstet sie in
-Butter.
-
-
-414. Geräucherter Aal.
-
-Der Aal wird fast eben so behandelt wie der Hecht, nur mit dem
-Unterschied, daß er in Stückchen geschnitten werden muß. Er kann zu
-Kartoffelgemüs mit Häring gegeben werden.
-
-
-415. Geräucherte Gans.
-
-Wenn die Gans gut geräuchert ist, wird sie sauber gewaschen und in das
-Kraut gesteckt; darin läßt man sie eine Stunde lang kochen, nimmt die
-Gans heraus, legt sie auf eine Platte und gibt sie mit dem sauren Kraut
-zur Tafel.
-
-
-416. Geräucherter Hecht.
-
-Wenn der Hecht gut geräuchert ist, wird er sauber gewaschen, in Stücke
-geschnitten und mit Wasser, Essig, Zwiebeln, Sellerie, gelben Rüben und
-Lorbeerblättern eine Viertelstunde gekocht. Er kann an einem Fasttag zu
-Spinat oder Schwarzwurzeln gegeben werden.
-
-
-417. Gebackene Froschschenkel.
-
-Die Froschschenkel werden sauber gewaschen, die vorderen Gelenke
-abgeschnitten, die übrig bleibenden Schenkel eingesalzen, sauber gepuzt,
-daß sie schön auf der Platte liegen. Dann wendet man sie im Mehl,
-hierauf in Eiern und im geriebenem Brod um und backt sie im Schmalz aus.
-
- ~Anmerkung.~ Man darf nicht viel in die Pfanne thun, sonst werden sie
- nicht geröstet.
-
-
-418. Schnecken mit Eiern.
-
-Man siedet die Schnecken, wie sie bei No. 419 beschrieben worden sind,
-thut sie in eine Casserolle, kocht sie eine halbe Stunde lang mit einem
-Stück Butter, etwas Petersilie, einer halben Maas Wasser, wiegt dann
-eine Hand voll Petersilie, auch Schnittlauch, wenn man welchen hat,
-dämpft das Gewiegte in einem Stück Butter, nimmt 6 Eier und 3 Löffel
-voll sauren Rahm noch dazu, läßt die Schnecken gut ablaufen, rührt sie
-mit dem Gedämpften auf dem Feuer und wenn sie dick sind, richtet man sie
-an.
-
-
-419. Gefüllte Schnecken.
-
-Man siedet die Schnecken mit ein wenig Asche eine Viertelstunde,
-schüttet sie in einen Seiher, zieht die Schnecken mit einer Gabel aus
-dem Häuschen, puzt sie sauber, zieht die schwarze Haut vom Rücken
-ab, siedet die Häute noch einmal, reibt mit einer Hand voll Salz
-den Schnecken den Schleim ab, wiegt 6 Loth gereinigte Sardellen, 3
-Schalottenzwiebeln, etwas Citrone, Petersilie, einen Löffel voll Kapern
-recht fein, knetet das Gewiegte mit Butter, füllt die Schneckenhäuschen
-halb damit aus, drückt in jedes Häuschen 2 Schnecken, oben darauf wieder
-von dem Gewiegten, streut ein wenig Weckenmehl darüber, legt sie in ein
-Plafond oder Schneckenblech, stellt dieses in ein Bratrohr und läßt es
-nur so lange darin, bis die Butter an den Schnecken zerlaufen ist.
-
-
-420. Grüne Würste.
-
-Die grünen Würste werden wie die bei No. 369 gemacht, nur daß keine
-Krebsbutter, sondern nur etwas weiße frische Butter dazu kommt. Um
-die Würste grün zu färben, nimmt man den schon öfters beschriebenen
-Spinatkäs zu dem Teig. Sie werden in der Milch gesotten, nur läßt man
-sie nicht stark grilliren und trägt sie warm auf.
-
-
-421. Weiße Würste.
-
-Die weißen Würste werden wie die bei No. 369 gemacht, nur mit dem
-Unterschied, daß man anstatt der Brieschen und Euter ein schönes weißes
-und recht weich gesottenes Gekröse, aber keine Butter dazu nimmt, außer
-derjenigen, mit welcher man die Zwiebeln hat anlaufen lassen. Auch kommt
-ein wenig geschnittener Majoran dazu. Sie werden warm aufgetragen.
-
-
-422. Würste von Kalbshirn.
-
-Die Würste von Kalbshirn werden wie die bei No. 421 gemacht, nur nimmt
-man anstatt des Gekröses Kalbshirn. Sie werden warm aufgetragen.
-
-
-423. Würste auf italienische Art.
-
-Die Würste auf italienische Art werden auch von Schweins- oder Kalbshirn
-gemacht, etwas Kalbseuter und etwas Butter dazu genommen; nur ist der
-Unterschied dabei, daß kein Brod, sondern das bloße Hirn und etliche
-Eiergelb, auch ein wenig Safran dazu kommt. Sie werden warm aufgetragen.
-
-
-
-
-Braten und gedämpftes Fleisch.
-
-
-424. Gebratener Auerhahn.
-
-Ein Auerhahn vom Schwarzwalde (woher die besten kommen) kann todt 6 Tage
-lang aufbewahrt werden; dann wird er gerupft, abgeflammt und mit einem
-Tuche sauber abgerieben, das Eingeweide behutsam ausgenommen, daß die
-Galle nicht zerdrückt wird. Wenn es möglich ist, so sollte der Auerhahn
-nicht gewaschen, sondern nur mit einem Tuche ausgereinigt werden.
-Dann wird er mit Salz, Pfeffer, Nelken, Muskatblüthe ausgerieben,
-das Brustbein abgestochen, die Füße dürfen am Leibe bleiben, nur die
-Klauen werden abgenommen. Er wird schön dressirt, mit einer Zwiebel,
-einer halben Citrone, einem Lorbeerblatt, einem Stück Butter gefüllt,
-fest zusammen gebunden, Kopf und Kragen dürfen abgeschnitten werden,
-so daß die Haut am Körper bleibt. Sodann wird er in die Haut von der
-halben Seite eines jungen Schweins eingewickelt, diese mit einer starken
-Dressirnadel fest zugenäht und der Hahn schön langsam im Rohr gelb
-gebraten. Ist der Hahn jung, so braucht er nur 2 Stunden, um gar zu
-seyn, ein alter aber braucht 3 Stunden. Alsdann gießt man einen Schoppen
-Wein dazu und übergießt ihn recht oft. Man gibt ihn mit der Schwarte zur
-Tafel, ziert ihn jedoch mit Petersilie und Citronen. Die Sauce wird so
-behandelt wie beim gebratenen welschen Hahn.
-
-
-425. Englischer Braten.
-
-Von einem fetten Ochsen, der 8 Tage vorher geschlachtet worden, wird
-ein Stück vom Lendenbraten sammt dem Fette gesalzen und gepfeffert, an
-den Spieß gesteckt, mit 4 Bogen Papier doppelt umwickelt, auf schwachem
-Feuer 4 Stunden lang gebraten und während dessen mit ganz reiner heller
-Butter übergossen. Eine halbe Stunde vor dem Anrichten wird das Papier
-so abgenommen, daß die Jus in die Bratpfanne läuft, der Braten auf dem
-Feuer gelassen und noch öfters mit zerlassener reiner Butter übergossen,
-dann auf die Schüssel gelegt, die Jus durch ein Sieb getrieben, das Fett
-von derselben abgenommen und die Jus sodann an den Braten gegossen.
-
-
-426. Wilde Enten.
-
-Waldenten werden behandelt wie Schneegänse; Moos- oder Wasserenten
-müssen aber anders behandelt werden, weil sie den Geruch eines Fisches,
-der nach Moos riecht, an sich haben. Die wilde Ente wird gerupft,
-die Haut abgezogen, Kopf und Kragen weggeschnitten, 3 Tage in kaltes
-Wasser gelegt, alle Tage aber frisches daran gegossen, dann mit einem
-Tuche sauber abgetrocknet, mit Salz, Pfeffer, Nelken und Muskatnuß
-eingerieben, in Speck und Citronen eingebunden, in einer bedeckten
-Casserolle mit Schweinsfett, Zwiebeln, gelben Rüben und Lorbeerblättern,
-auch ein wenig Estragonessig eine halbe Stunde lang gedämpft, die
-Casserolle aufgedeckt und die Ente gelb gebraten. Dann thut man den Saft
-von einer halben Citrone daran, richtet die Ente auf eine Platte an,
-gießt die Sauce durch ein Haarsieb darauf und läßt auch den Speck an der
-Ente.
-
- ~Anmerkung.~ Die Sauce darf nicht wie bei anderem wilden Geflügel
- behandelt werden, weil Leber und Herz wegen ihres üblen Moosgeruchs
- nicht zu gebrauchen sind.
-
-
-427. Gebratener Fasan.
-
-Der Fasan wird gerupft, aber der Kopf desselben nicht; dieser wird
-sogleich in Butterpapier fest eingebunden, der Fasan ausgenommen, mit
-Wein oder Essig inwendig ausgewaschen, einen Tag in den Wein gelegt,
-öfters umgewendet und zu dieser Beize Zwiebeln, Citronen, Sellerie,
-gelbe Rüben, Lorbeerblätter, Nelken und weißer Pfeffer genommen. Den
-andern Tag wird er mit Pfeffer und Salz eingerieben, gut in Speck
-eingebunden, in einen Bogen Papier eingewickelt und in einer Casserolle
-mit dem Wein, worin er in der Beize lag, langsam gelb gebraten; man muß
-ihn öfter übergießen, das Papier vor dem Anrichten wegnehmen, den Kopf
-auf die Brust stecken (nur der Speck auf der Brust darf liegen bleiben);
-dann nimmt man das Fett von dem Braten ab, gießt von einer Citrone den
-Saft darauf, zieht die Sauce durch ein Haarsieb und bindet dem Fasan,
-wenn er auf der Platte liegt, ein grünes Band um den Hals, da wo die
-Federn anfangen.
-
-
-428. Gedämpfter Fasan.
-
-Wenn der Fasan gepuzt und gereinigt ist, wird er auf der Brust schön
-gespickt, aufgezweckt, mit Salz, Pfeffer, Nelken und Muskatblüthe
-eingerieben, in eine Casserolle gelegt und ein halber Schoppen Wein
-und eben so viel Fleischbrühe daran gegossen, die Casserolle so
-zugedeckt, daß kein Dampf herausgeht, und eine Viertelstunde langsam
-gedämpft; dann wird er in einem Geschirr zur Wärme gestellt. 3 gewiegte
-Schalottenzwiebeln werden mit einem Stück Butter in einer messingenen
-Pfanne gelb gedämpft, mit einem Kochlöffel voll Mehl anlaufen
-gelassen und in der Casserolle, worin der Fasan gedämpft wurde, eine
-Viertelstunde miteinander gekocht, auch der Saft von einer Citrone daran
-gethan. Dann legt man den Fasan auf eine Platte, treibt die Sauce durch
-ein Haarsieb darauf und streut gewiegte Citronen darüber; die Sauce muß
-etwas dick seyn.
-
-
-429. Fasan in Butter.
-
-Man benüzt hier nur die fleischigen Theile des Vogels, reibt die
-Stückchen mit Salz, Pfeffer und Nelken ein und bratet sie mit einem
-Achtelspfund Butter in einer Casserolle schön gelb. Hierauf wiegt man
-eine Hand voll sauber gewaschene Petersilie, 2 Schalottenzwiebeln und
-das Gelbe von einer halben Citrone recht fein, läßt es noch eine Weile
-in der Casserolle dämpfen und drückt noch von einer halben Citrone den
-Saft dazu.
-
-
-430. Fasan mit Trüffeln.
-
-Wenn der Fasan zubereitet ist, wird er in einer Casserolle im Butter
-halbgar gebraten; dann nimmt man ihn heraus, schneidet die fleischigen
-Stückchen schön rund ab, nämlich Brust und Schlägel, schneidet 2 sauber
-gewaschene und gepuzte Trüffeln in Blätter, thut ein Stück Butter in
-eine Casserolle, legt die Stückchen Fleisch sammt den Trüffeln darein,
-schneidet etwas rohen Schinken dazu, gießt einen halben Schöpflöffel
-voll Fleischbrühe daran, thut den Saft und das Gelbe von einer halben
-Citrone dazu, deckt die Casserolle zu, läßt es noch eine halbe Stunde
-langsam dämpfen und richtet es auf einer Platte an.
-
-
-431. Feldhühner.
-
-Feldhühner werden gerupft, der Kopf weggeschnitten und aufgehoben,
-auch die Klauen abgeschnitten. Die Hühner werden in Essig gelegt, in
-welchem alle Arten von Wurzeln sich befinden; dann reibt man sie mit
-Salz und Pfeffer ein, steckt Zwiebeln mit Nelken in die Hühner, bindet
-sie mit Speck und Citronen ein, macht einen Bogen Papier darüber und
-bratet sie in einer Casserolle mit Zwiebeln, gelben Rüben, Citronen
-und Lorbeerblättern. Beim Anrichten gibt man dem Huhn den Kopf wieder
-(Speck und Citronen dürfen auf der Brust liegen bleiben). Das Fett wird
-von der Sauce abgenommen, Leber und Herz werden mit ein wenig Citronen
-gewiegt, in die Casserolle gelegt, aber nicht gekocht, damit sie nicht
-rauh werden. Alsdann gießt man die Sauce auf die Platte und legt die
-Feldhühner darauf.
-
-
-432. Feldhühner auf englische Art.
-
-Sauber gerupfte und gereinigte Rebhühner werden auf der Brust gespickt,
-mit Salz, Pfeffer und Nelken wohl miteinander vermischt, eingerieben,
-auf dem Rost mit zerlassener Butter halb gar gebraten, erkaltet, die
-Brust schön herausgeschnitten, so wie auch die Schlägelchen, dann in
-zerlassener Butter umgewendet, nochmals auf dem Rost schön gelb gebraten
-und oben darauf Citronen gelegt. Man kann sie zum Sauerkraut, Winterkohl
-oder Blaukohl geben.
-
-
-433. Farcirte Feldhühner.
-
-Die Feldhühner werden sauber gerupft und abgeflammt, der Kopf wird
-ungerupft abgeschnitten, der Kropf herausgenommen, das Feldhuhn auf
-dem Rücken auf- und die Brust herausgeschnitten, so daß alles Fleisch
-an der Haut hängen bleibt. Nun löst man die Knochen im ganzen Körper
-heraus (nur das Rohrbein bleibt darin) und schneidet die Füße am zweiten
-Gelenke ab. Ist der Körper ausgelöst, so nimmt man das zweite Feldhuhn,
-schneidet alles Fleisch davon ab, wiegt es so fein wie möglich mit
-einem Viertelpfund Speck und thut Zwiebeln und Citronen daran; dann
-wird es im Mörser oder Reibstein recht fein gerieben und Trüffeln,
-Salz und Muskatblüthe darunter gethan, in einer Schüssel mit einem Ei
-durcheinander gemacht und mit abgeriebenem weißen Brod (für 1 Kreuzer),
-das man in Milch eingeweicht und fest ausgedrückt hat, noch einmal gut
-durcheinander gemacht, das Huhn mit dieser Masse gefüllt, der Rücken
-wieder zugenäht, mit Speck eingebunden und in einer Casserolle mit einem
-Stücke Fett, Zwiebeln, Wachholderbeeren und gelben Rüben langsam und
-schön gebraten. Man kann gefüllte Feldhühner kalt oder warm auf den
-Tisch geben; mit Majonessauce aber schmecken sie am besten.
-
- ~Anmerkung.~ Man kann alles Geflügel auf diese Art zubereiten, nur
- mit dem Unterschiede, daß Sardellen bald dazu kommen, bald wegbleiben.
-
-
-434. Gefüllte Gans.
-
-Die Gans wird sauber gerupft, gewaschen und ausgenommen. Man weicht 2
-Wecken in Wasser ein, drückt sie aus, wiegt die Leber, das Herz und den
-Magen fein, Salz, Pfeffer, Muskatnuß, 2 ganze Eier, ein Viertelpfund
-fein geschnittenen Speck, macht Alles nebst Petersilie und einer fein
-gewiegten Citrone durcheinander, füllt das Ganze in die Gans, reibt sie
-mit Pfeffer und Salz ein und bratet sie schön gelb.
-
-
-435. Gebratener welscher Hahn.
-
-Um den welschen Hahn gut zuzubereiten, ist es höchst nothwendig, vor dem
-Stechen ihm ein Glas Kirschengeist einzugießen, daß es gut in den Leib
-läuft; hat er ausgeblutet, so läßt man ihn auf dem Boden auszappeln. Er
-muß warm gerupft, darf aber nicht ausgenommen werden. Hernach wickelt
-man ihn in ein Tuch und hebt ihn bis den andern Tag auf; dann nimmt
-man den Kropf sammt dem Eingeweide behutsam heraus, löst das Brustbein
-aus, schneidet links und rechts nach dem Glied das Bein ab, löst es
-auf der Brust behutsam ab, wascht ihn sauber aus, hackt die Füße halb
-ab, salzt und pfeffert ihn gut, dressirt ihn mit einer Dressirnadel so
-gut wie möglich, so daß die Brust schön in die Höhe kommt, und stopft
-den Kropf aus, wozu man folgende Fülle macht: Man schneidet die Leber
-und den Magen davon, jedoch die starre Haut weg; schneidet sie hernach
-in viereckige Schnittchen, dämpft sie in einer Casserolle mit Zwiebel
-und Petersilie in einem Stück Butter eine halbe Stunde miteinander,
-schneidet unterdessen ein frischgebackenes Mundbrod, wovon die Rinde
-weggeschnitten ist, thut das Gedämpfte zu dem Mundbrod, einen halben
-Schoppen dicken sauren Rahm dazu, schlägt 3 Eier daran, Salz, Muskatnuß
-nach Gutdünken, macht es gut untereinander und füllt den Kropf damit
-aus, näht ihn wieder zu, bindet den Kopf in Butterpapier ein, steckt ihn
-unter den Flügel, überlegt die Brust und den Kropf mit geschnittenem
-Speck, legt einen mit Butter bestrichenen Bogen Papier auf die Brust,
-steckt den Hahn an den Spieß oder stellt ihn in ein Rohr und bratet ihn
-schön gelb. Man gießt Citronensaft darauf.
-
-
-436. Gefüllter welscher Hahn auf italienische Art.
-
-Die Sulz wird behandelt, wie sie bei dem gesulzten welschen Hahn
-beschrieben wird. Gleich nach dem Abwürgen wird dem welschen Hahn die
-Brust eingeschlagen, derselbe noch warm gerupft, sauber abgeflammt,
-ausgenommen, der Kropf so ausgelöst, daß es kein Loch gibt, das
-Brustbein und die Rippen herausgenommen und der Körper mit Salz und
-Pfeffer eingerieben. Alsdann wird 1 Pfund Makaroni im Salzwasser
-halbweich gekocht, worauf man sie durch einen Seiher gut ablaufen läßt;
-dazu kommt ein halbes Pfund geriebener Parmesankäs, ein halbes Pfund
-fein gewiegter Schinken, ein Viertelpfund Butter, 2 Eier, 2 Löffel voll
-saurer Rahm; dieses Alles wird in einer Schüssel gut durcheinander
-gemischt, der Hahn und auch sein Kropf fest damit ausgefüllt, zugenäht,
-dressirt, in Speck und Citronen eingenäht, in eine Casserolle gesezt,
-1 Schöpflöffel voll Fleischbrühe darüber gegossen, zugedeckt und auf
-Kohlen 2 Stunden lang langsam gedämpft. Zu bemerken ist jedoch, daß er
-nicht auf die Brust gelegt werden darf. Hierauf läßt man ihn auf einer
-Platte kalt werden; ist dieß geschehen, so legt man ihn auf die Platte,
-auf der er aufgetragen werden soll, gießt helle Sulz über ihn, läßt sie
-gestehen und gießt nochmal halbgestandene Sulz daran, und wenn auch
-diese ganz gestanden, garnirt man den Hahn nach Belieben.
-
-
-437. Gebratenes Haselhuhn.
-
-Es ist immer besser, wenn das Haselhuhn, nachdem es trocken gerupft
-worden, eine Zeit lang im Wein liegt; dann erst werden Kopf und Kragen
-abgeschnitten, das Huhn mit Pfeffer und Salz gut eingerieben, eine
-Zwiebel, etwas von einer Citrone und Basilikum in das Huhn gesteckt,
-dasselbe hübsch aufdressirt, dick mit Speck eingebunden und im Ofen
-oder am Spieß schön gelb gebraten. Die Klauen müssen abgehauen werden.
-Zwiebeln, Lorbeerblätter, Sellerie und gelbe Rüben werden in die
-Casserolle zu dem Braten gethan; dann wiegt man Gansleber und ein wenig
-Citrone miteinander, legt sie auch dazu, nimmt das Fett von der Sauce
-ab, treibt diese durch ein Haarsieb und gießt sie mit ein wenig Jus an
-den Braten.
-
- ~Anmerkung.~ Bei allem wilden Geflügel ist es gut, wenn Leber und
- Magen mitgewiegt werden; es gibt eine gute, schmackhafte Jus.
-
-
-438. Junge Hühner.
-
-Die Hühner werden gestochen und in kaltes Wasser gelegt, damit sie schön
-weiß werden; dann taucht man eines nach dem andern in kochendes Wasser,
-rupft sie sauber, daß sie kein Loch bekommen, wascht sie nochmals in
-lauem Wasser, sticht die Augen aus und zieht die Haut am Schenkel ab,
-daß sie schön weiß werden, löst das Brustbein aus, reibt sie mit Salz
-und Pfeffer gut ein, dressirt sie schön zusammen, haut die Füße halb ab
-und bratet sie am Spieß oder in einer eisernen Kachel.
-
-
-439. Hammelsschlägel mit einer Sauce von Weintrauben.
-
-Der Hammelsschlägel wird 1-1/2 Stunden vor dem Serviren gebraten,
-öfters mit Butter begossen und auf eine Schüssel warm gestellt. Dann
-wird ein wenig Verjus (Saft von sauren unreifen Trauben) oder ein wenig
-Fleischbrühe in einer Casserolle gesotten und heiß an den Schlägel
-gegossen. Man kann den Hammelsschlägel auch wie ein Schafviertel
-behandeln, mit Petersilie spicken und eine Sauce hachée dazu geben. Oder
-kann man ihn mit Speck spicken und sonst eine Sauce dazu machen.
-
-
-440. Hammelsschlägel in Gurkensauce.
-
-Von einem Hammelsschlägel wird Fett und Schlußbein weggeschnitten und
-der untere Knochen abgehauen; dann wird der Schlägel wohl geklopft und
-mit einem Löffel voll Fleischbrühe, etwas Essig, Zwiebeln, Basilikum,
-Citronenkraut, Pastinakwurzel in einer bedeckten Casserolle schön gelb
-gedämpft. Nun werden 2 geschälte und wie zu einem Salat geschnittene
-Gurken ohne die Kerne in einer Casserolle mit Butter weich gedämpft.
-Hierauf wiegt man eine Hand voll sauber gewaschene Petersilie, eine
-ganze Citrone, das Gelbe sammt dem Mark (die weiße Haut darf nicht
-dazu kommen), einen Eßlöffel voll Kapern, 2 Stücke sauber gewaschene
-Sardellen, thut sie zu den Gurken, läßt Alles noch eine halbe
-Viertelstunde miteinander dämpfen, wendet es in einem Kochlöffel voll
-Mehl um, gießt einen Löffel voll Jus dazu, nebst etwas Wein, Pfeffer
-und Salz, hebt das Fleisch heraus, legt es auf eine Schüssel, gießt die
-Sauce durch ein Haarsieb, thut sie wieder in eine Casserolle, die Gurken
-dazu und läßt sie noch eine Weile kochen.
-
-
-441. Gefüllter Hammelsbug in Form einer Gans.
-
-Der Bug muß schön groß ausgeschnitten, das Blatt nebst dem ersten
-und zweiten Knochen ausgelöst und die Knochen abgehauen werden bis
-auf den äußern Knopf; dann macht man eine Fülle von Schweinefleisch,
-etwas Brod, Pfeffer, Salz, Zwiebeln und Citronen; diese wird mit einem
-Ei untereinander gemengt, der Bug damit ausgefüllt, zusammengerollt,
-zugenäht, der Kragen mit einem hölzernen Zweck auf die Brust gedreht und
-dann in einer Casserolle eine gezogene Sauce daran gemacht, worein noch
-Zwiebeln und gelbe Rüben kommen; die Sauce wird folgendermaßen gemacht:
-man läßt den Satz, worin der Bug gekocht wird, ganz einkochen, hebt das
-Fleisch heraus, streut so viel Mehl daran als man mit 3 Fingern fassen
-kann, gießt einen Schöpflöffel voll Fleischbrühe dazu, von einer halben
-Citrone den Saft, läßt es eine halbe Viertelstunde miteinander kochen,
-gießt es durch ein Haarsieb, legt das Fleisch wieder hinein und gibt es
-mit Citronen zur Tafel.
-
-
-442. Hasenbraten.
-
-Der Kopf und die Füße von dem Hasen werden abgeschnitten, die Brust
-nicht ganz nahe am Ziemer abgehauen, damit er eine schöne Façon bekommt;
-dann wird der Braten abgehäutet, gespickt und in einer Bratpfanne mit
-geschnittenen Zwiebeln, Citronen, Lorbeerblättern und Wachholderbeeren
-nebst einem Löffel voll Fleischbrühe schön gelb gebraten. Salz und
-Gewürz kann man nach Belieben dazu nehmen. Bei allem Wildbret ist zu
-bemerken, daß dasselbe, wenn es nicht gebeizt worden ist, mit kochendem
-Essig, worin Zwiebeln sind, übergossen werden muß.
-
-
-443. Hochwildbret mit englischer Sauce.
-
-Wenn das Wildbret, am besten vom Schlägel, schon ein paar Tage zuvor
-im Essig gelegen hat, ist es gut. Es wird abgehäutet, gut gespickt
-und heißes Schmalz darüber gegossen, der Boden einer Casserolle mit
-Zwiebeln, Speck, allen Arten Wurzeln, Lorbeerblättern, 6 Stück ganzen
-Nelken, Muskatblüthe, ganzen weißen Pfefferkörnern und so viel Kubeben
-und Cardamomen überlegt, daß das leztere ein halbes Loth ausmacht, legt
-alles Wildbret darein, gießt noch ein Glas Wein und einen Schöpflöffel
-voll Fleischbrühe daran, deckt die Casserolle fest zu (noch besser
-verklebt man sie mit Papier), stellt sie auf Kohlen und läßt sie 2 bis
-3 Stunden langsam dämpfen. (Gesalzen darf es nicht eher werden, bis man
-es anrichtet.) Es kommt folgende Sauce dazu: Man reibt ein Viertelpfund
-Nürnberger Lebkuchen und eben so viel schwarzes Brod am Reibeisen,
-röstet in einem Stück Schweinefett das Geriebene, sammt einem kleinen
-Stück Zucker, bis es braun aussieht, wie der Lebkuchen, gießt einen
-Schoppen Wein und 2 Schöpflöffel voll gute Bouillon daran, läßt es
-miteinander kochen, stellt das Wildbret auf ein Geschirr warm, treibt
-den Saft durch ein Haarsieb, gießt ihn an die Sauce, thut das Fleisch
-sammt der Sauce in eine andere Casserolle, schneidet 6 bis 8 Champignons
-in kleine Stückchen, thut einen Löffel voll Kapern, eine sauber
-gewaschene und fein gestoßene Trüffel dazu, läßt Alles miteinander
-noch eine Viertelstunde kochen, drückt beim Anrichten den Saft von
-einer halben Citrone daran, wiegt das Gelbe davon und streut es auf das
-Wildbret.
-
-
-444. Hirschwildbret mit Sauerkraut.
-
-Vom Hirsch nimmt man den Lendenbraten oder sonst ein mürbes Stück,
-häutet es ab, spickt es, legt es in eine irdene Bratkachel, schneidet
-Zwiebeln, Lorbeerblätter, Citronen und Wachholderbeeren dazu, gießt
-einen halben Schoppen Wein daran, stellt das Geschirr in ein Bratrohr
-und läßt den Braten halb gar werden. Nun macht man in einer Casserolle
-ein Stück Schweineschmalz und 2 Loth Zucker gelb, läßt Kraut, das man
-fest ausgedrückt hat, eine halbe Stunde in der Casserolle dämpfen,
-wendet es öfters um, gießt ein Glas Champagner oder sonst guten Wein
-dazu, macht in einem Geschirr Schmalz heiß, läßt eine Hand voll gewiegte
-Zwiebeln darein gelb werden, einen halben Kochlöffel voll Mehl darin
-anlaufen, gießt dieses an das Kraut nebst 3 Löffeln voll saurem Rahm,
-rührt es untereinander, läßt es noch so lange kochen, bis nichts mehr
-von der Sauce zu sehen ist, legt den halben Theil auf eine Platte, den
-Wildbraten darauf, deckt das andere Kraut darüber, streut geriebenen
-Zimmt darauf, macht einen Kranz um die Platte von Wasserteig, bestreicht
-ihn mit Eiern, stellt die Platte in den Backofen und läßt das Kraut
-schön gelb werden.
-
-
-445. Hirschziemer.
-
-Der Ziemer muß sauber hergerichtet und schön abgehäutet werden. Die
-langen Knochen werden abgehauen und dann wird er schön gespickt. Man
-legt ihn in eine Bratkachel, macht in einer Pfanne ein Stück Fett heiß,
-gießt es über den Ziemer, schneidet alle Arten Wurzeln dazu, gießt
-ein Glas Wein daran, ein Glas Essig, etwas Jus, Salz und Pfeffer nach
-Belieben, stellt ihn in ein Rohr und läßt ihn schön gelb braten. Dann
-nimmt man 4 Stück Wachholderbeeren, eine Hand voll geriebenes Brod,
-und so oft der Braten übergossen wird, muß von diesem Brod darauf
-gestreut werden; zulezt gießt man einen halben Schoppen sauren Rahm über
-den Ziemer und läßt ihn schön gelb werden. Beim Anrichten kommen fein
-gewiegte Citronen darüber, man zieht die Sauce durch ein Haarsieb und
-gibt sie in einem besonderen Geschirr zur Tafel.
-
- ~Anmerkung.~ Auf alle diese Wildbraten muß heißes Schmalz gegossen
- werden, es macht sehr mürb.
-
-
-446. Rothwildbret.
-
-Ein Stück Wildbret von beliebiger Größe wird mit einem Tuche sauber
-abgewischt und von den Haaren gereinigt. Dann schneidet man ein
-Viertelpfund Speck in lange Stückchen, wendet ihn in Salz, Nelken und
-Pfeffer um, sticht mit einem Messer Löcher in das Fleisch, in welche
-man sodann je ein Stück von dem geschnittenen Speck steckt, und so
-fort bis der Speck verbraucht ist. Dann sezt man das Wildbret in einer
-Casserolle mit einem großen Stücke Fett zum Feuer, thut geschnittene
-Zwiebeln, Citronen, Lorbeerblätter, Sellerie daran, salzt es nach
-Gutdünken, gießt einen Löffel voll Fleischbrühe und etwas Essig daran
-und läßt es zugedeckt 2 Stunden lang kochen. Ist jedoch das Wildbret
-schon lange in der Beize gelegen, so darf kein Essig dazu genommen
-werden. Dann schneidet man von einem schwarzen Brod die Rinde ab und
-backt sie in Schmalz hellgelb auf; hat das Fleisch braun angeschlagen,
-so nimmt man es heraus, thut die hellgelb gebackene Schwarzbrodrinde in
-die Casserolle, streut ein wenig Mehl darein, gießt einen Schoppen Wein,
-einen Schöpflöffel voll Jus, etwas Fleischbrühe daran und läßt es eine
-Viertelstunde miteinander kochen; sodann treibt man die Brühe durch ein
-Haarsieb, gießt sie wieder in die Casserolle, legt das Fleisch wieder
-in dieselbe und thut das gewiegte Gelbe und den Saft von einer halben
-Citrone, Muskatblüthe, Pfeffer und etwas gestoßenen Cardamom daran.
-
-
-447. Gefüllte Kalbsbrust auf Schweizer Art.
-
-Man löst die Brustknochen aus, legt die Brust eine Stunde in laues
-Wasser, daß sie weiß wird, wiegt eine gereinigte Kalbsleber (Gansleber
-ist noch besser) und ein Viertelpfund Ochsennierenfett so fein wie
-möglich, thut Beides in eine Schüssel, wiegt 6 Schalottenzwiebeln,
-die Schale einer Citrone, Basilikum, Thimian, Petersilie und Estragon
-recht fein und dämpft das Gewiegte in einem Stück Butter; 2 weiße,
-abgeriebene, eingeweichte und wieder ausgedrückte Brode, 3 bis 4
-Eier, Salz, Muskatnuß und das Gedämpfte werden nun eine Viertelstunde
-miteinander gerührt, die gewiegte Leber dazu genommen, wieder gerührt,
-die Brust mit der Masse ausgefüllt, fest zugenäht, eine Viertelstunde
-in schon kochendem Wasser fortgekocht, in einer Casserolle mit Speck
-oder Schweinsfett, Zwiebeln, Lorbeer, Pfeffer und Salz im Ofen gebraten
-(nachdem man einige Stückchen Speck auf die Brust gebunden), ein wenig
-Jus daran gegossen, die Brust auf eine Platte gelegt und die Sauce
-durch ein Haarsieb daran gegossen.
-
-
-448. Kalbfleisch mit Trüffeln.
-
-Ein schönes Stück Kalbfleisch vom Schlägel klopft man gut, spickt es,
-legt es in eine Casserolle, schneidet Zwiebeln und Citrone recht fein
-dazu, deckt die Casserolle zu und läßt es eine halbe Stunde dämpfen.
-Hierauf schneidet man das Rauhe von 3 sauber gewaschenen Trüffeln ab,
-stößt eine davon im Mörser, mengt ein wenig Mehl darunter, schneidet die
-übrigen 2 Trüffeln in Blätter, thut Alles an das Fleisch und läßt es
-noch eine Viertelstunde miteinander kochen.
-
-
-449. Gefüllte Kalbsmilz.
-
-Die Milz wird nicht ganz aufgeschnitten; dann schneidet man ein halbes
-Pfund fettes Schweinefleisch in Stückchen, mischt es mit Salz und
-Pfeffer untereinander, stopft die Milz damit aus, näht sie wieder zu
-und läßt sie in einer bedeckten Casserolle mit einem Stücke Fett, mit
-Zwiebeln, Lorbeerblättern, Wachholderbeeren und Salz schön gelb braten.
-
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-450. Kalbsroulade.
-
-Von einer Kalbsbrust werden die Knochen alle ausgelöst, unten die
-Knorpel weggeschnitten, die Brust durchgebrochen, auseinander gemacht,
-daß sie schön breit wird, in ein Tuch eingeschlagen, festgeklopft
-und folgende Farce dazu gemacht: Man nimmt ein Pfund Schweinefleisch
-oder Brät, legt es in eine Schüssel, reibt am Reibeisen für einen
-Kreuzer Brod darunter, wiegt 2 bis 3 Zwiebeln, dämpft sie in einem
-Stücke zerlassenen Speck hellgelb und thut sie gleichfalls an das
-Brät, wiegt von einer halben Citrone das Gelbe und thut es mit Salz,
-Pfeffer, Nelken, Muskatblüthen daran. Dann macht man alles mit einem
-Ei durcheinander, streicht es auf die Brust, rollt sie zusammen, näht
-sie zu, umbindet sie mit Bindfaden, thut sie in eine Bratpfanne oder
-Casserolle und ein Stück Fett, Zwiebeln, Lorbeerblätter, gelbe Rüben und
-Sellerie dazu, deckt die Casserolle zu und läßt sie eine Stunde lang
-kochen. Man kann sie mit Jus oder mit Sauce geben.
-
-
-451. Kalbsschlägel mit saurem Rahm.
-
-Der Kalbsschlägel wird in einer Bratpfanne mit Butter, Salz, Pfeffer,
-Zwiebeln und Lorbeerblatt zugesezt, ein wenig Weinessig daran gegossen,
-langsam gekocht, öfters umgewendet, Bouillon daran gegossen, daß er eine
-schöne gelbe Farbe bekommt, ein wenig Mehl in Butter gelb geröstet, mit
-einer halben Maas saurem Rahm an den Braten gegeben, dieser langsam
-fortkochen gelassen, noch ein wenig Kapern und der Saft von einer
-Citrone dazu genommen, das Fett oben abgeschöpft und, wenn der Schlägel
-auf der Platte liegt, die Sauce daran gegossen.
-
-
-452. Kalbsschlägel mit Bechemelle.
-
-Ein schönes weißes Kalbsviertel wird wie bei No. 451 behandelt, 2
-Stunden vor dem Anrichten gebraten, eine Bechemelle daran gemacht und
-in eine Casserolle gethan. Vor dem Auftragen wird der Braten von dem
-Spieß genommen, auf die Schüssel, in welcher er servirt werden soll,
-gelegt, damit die Jus darin bleibt. Alsdann schneidet man oben in den
-Schlägel ein großes rundes Loch, jedoch nicht ganz durch; von dem
-ausgeschnittenen Loche nimmt man die braune Rinde mit kleinfingerdickem
-Fleisch oben so ab, daß es gerade auf die gemachte Oeffnung paßt.
-Inzwischen wird die Bechemelle auf Kohlen warm erhalten, von dem
-ausgeschnittenen weißen Fleisch werden die Adern ausgeschnitten, das
-gute Fleisch wird zu Filets geschnitten und in die Bechemelle gethan,
-deßgleichen ein wenig Muskatnuß, Pfeffer und Salz, auch ein wenig Glace
-oder Consommé; dieses rührt man in einem gähen Windofen um, damit es
-schnell heiß wird, aber nicht kocht, füllt es in das in den Schlägel
-gemachte Loch und bedeckt dieses mit der abgeschnittenen braunen Rinde.
-Alsdann glacirt man den Schlägel, daß man die gemachte Oeffnung sieht.
-Diese ganze Zubereitung muß aber sehr geschwind vollzogen werden.
-
-
-453. Gefüllter Kalbsschlägel.
-
-Von einem schönen weißen und zarten Kalbsschlägel (am tauglichsten
-dazu ist der Schlägel von einem Kuhkalb) löst man das Schlußbein und
-das Rohrbein aus, schneidet ein Loch in den Schlägel und wiegt das
-daraus geschnittene Fleisch mit einem Stücke Schweinefleisch zusammen.
-Dann reibt man die Schale und das Mark einer Citrone, eine in Speck
-hellgelb gedämpfte Zwiebel und ein Stückchen eingeweichtes Brod in einem
-Reibsteine schaumig, vermischt es in einer Schüssel mit dem gewiegten
-Fleisch, würzt es mit Salz, Pfeffer und Muskatblüthe und macht es
-mit einem Ei und einem Eiergelb untereinander zu einer Farce (sprich
-Fars, d. h. Fülle). Auf den auseinander gelegten Schlägel streicht
-man nunmehr die Hälfte der Farce, legt eine schöne große, weiße, in
-messerrückendicke Stückchen geschnittene Gansleber auf die Farce,
-auf die Gansleber sodann ein in lange Stückchen geschnittenes Stück
-von einer geräucherten Zunge, hierauf ein Viertelpfund gewaschene,
-abgehäutete und in Blättchen geschnittene Trüffeln und auf diese den
-Rest der Fülle; dann wird der Schlägel zusammengerollt, zugenäht und in
-einer Casserolle mit geschnittenen Zwiebeln, Citronen, gelben Rüben und
-etwas Fett zugesezt, ein Glas Wein, etwas Estragonessig und ein wenig
-Fleischbrühe daran gegossen. So läßt man ihn zugedeckt 2 Stunden langsam
-kochen. Man kann ihn warm oder kalt auf den Tisch geben; kalt jedoch ist
-er besser.
-
-
-454. Kalbsschlägel auf englische Art.
-
-Der Kalbsschlägel wird in eine große Schüssel gelegt, Salz, Pfeffer,
-Thymian, Basilikum, Lorbeerblätter, das Mark von einer Limone, zu
-Blättchen geschnitten, ein paar Schalottenzwiebeln dazu gelegt,
-mit Essig begossen und über Nacht stehen gelassen. Den andern Tag
-wird der Schlägel 2 Stunden vor dem Serviren sammt dem Essig in eine
-Bratpfanne gelegt, ein Stück frische Butter dazu gethan, fleißig mit
-der Bratenbrühe begossen, damit er eine schöne gelbe Farbe bekommt und
-die Sauce dazu auf folgende Art gemacht: In einer Casserolle röstet man
-ein Stückchen Butter mit einem Löffel voll Mehl gelb, schneidet etliche
-Schalottenzwiebeln hinein, gießt einen kleinen Schöpflöffel voll Jus und
-einen halben Schoppen sauren Rahm daran und läßt die Sauce mit Kapern,
-ein wenig geschnittenen Limonenschalen und dem Saft einer Limone kochen,
-legt den Schlägel auf die Platte und gießt die Sauce darüber.
-
-
-455. Gebratener Kapaun.
-
-Der Kapaun wird trocken gerupft, und kann, erlaubt es die Zeit, auch
-unausgenommen bleiben bis den andern Tag. Vor dem Braten nimmt man ihn
-dann aus, wascht ihn sauber, reibt ihn mit Salz und Pfeffer gut ein,
-steckt eine Zwiebel in ihn, schneidet den Kragen und Kopf ab, aber so,
-daß die Haut am Körper bleibt; dann bestreicht man einen Bogen Papier
-mit Butter, bindet den Kapaun darein und bratet ihn im Rohr schön gelb.
-Die Füße müssen daran bleiben, nur die Klauen werden abgehauen.
-
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-456. Farcirter (gefüllter) Kapaun auf russische Art.
-
-Einen schönen fetten Kapaun sticht man und läßt ihn gehörig ausbluten,
-rupft ihn ganz warm, aber behutsam, damit er kein Loch bekommt und
-brennt die noch stehen bleibenden Haare an einem Flammenfeuer ab; man
-nimmt ihn behutsam aus, zieht den Kropf zugleich mit den Gedärmen unten
-aus, läßt aber Herz und Lunge darin; man untergreift ihn, wie eine
-junge Taube, löst Brust, Rücken und Schenkel los und macht folgende
-Fülle dazu: Ein halbes Pfund magerer Schinken wird so fein wie möglich
-gewiegt, 3 Eier daran geschlagen, ein Schoppen süßer Rahm daran gegossen
-und eine geriebene Muskatnuß dazu gethan; mit dieser Masse wird eine
-Spritze mit einem kleinfingerdicken Rohr gefüllt und der Kapaun damit
-ausgesprizt und gefüllt. Dann näht man die Oeffnung wieder zu, steckt
-den Kopf mit dem Schnabel auf die Brust, dressirt die Füße hübsch, legt
-ihm ein Citronenrädchen auf die Brust, wickelt ihn in einen mit Butter
-dick bestrichenen Bogen Papier und läßt ihn in einer Bratpfanne langsam
-braten, während dessen aber übergießt man ihn recht fleißig. Er kann als
-Braten oder Ragout gegeben werden. In lezterem Falle macht man folgende
-Sauce dazu: In einer Casserolle läßt man ein Stück Butter zergehen und
-dämpft darin ziemlich geschnittene Zwiebeln und ein kleines Stück Zucker
-eine gute Viertelstunde lang; dann streut man einen Kochlöffel voll
-Mehl darein, wendet das Ganze um, gießt einen starken Schöpflöffel voll
-Fleischbrühe und ein Glas Wein daran und läßt es eine halbe Stunde lang
-aufkochen. Diese Sauce treibt man nunmehr durch ein Haarsieb und gießt
-sie wieder in eine Casserolle, thut das Gelbe und das Mark von einer
-feingewiegten Citrone dazu, läßt sie noch ein Mal aufkochen und reibt
-eine Muskatnuß darein. Ist es Zeit zum Anrichten, so legt man den Kapaun
-behutsam auf eine Platte und gießt die Sauce nicht auf den Kapaun,
-sondern unmittelbar auf die Platte.
-
-
-457. Kapaun im Reis.
-
-Man richtet einen Kapaun zum Braten zu wie gewöhnlich, legt ihn in laues
-Wasser, reibt ihn dann mit Salz und gestoßenem weißen Pfeffer ein,
-bindet ihn mit Speck und Citronen ein, dämpft ihn in einer Casserolle
-halb gar, kocht ein halbes Pfund Reis mit guter Fleischbrühe, rührt ein
-Stück Butter daran, nimmt Muskatblüthe und Citronenschalen dazu, thut
-die Hälfte Reis in eine Schüssel, den Kapaunen dazu, gießt die andere
-Hälfte darüber, verrührt 4 Eier mit einem Kochlöffel voll sauren Rahm,
-gießt diesen über den Reis, bestreicht einen Springring mit Butter,
-legt ihn über die Platte her, stellt diese in den Backofen und läßt sie
-einige Zeit darin, bis der Reis aufgezogen ist.
-
-
-458. Lammbraten.
-
-Man zieht das Lamm ab, schneidet den Kopf, die Füße und die Brust davon,
-gerade so, wie bei den Hasen; dann wird es abgehäutet und gespickt,
-wo es kein Fett hat; man reibt es mit Salz und Pfeffer ein, dressirt
-es hübsch zusammen und läßt es in einer Bratpfanne mit Zwiebeln schön
-gelb braten; schüttet ein wenig Jus daran, übergießt es öfters damit
-und drückt Citronensaft darauf. Im Frühjahr, in der Osterzeit, sind die
-Lammbraten am schmackhaftesten.
-
-
-459. Lammviertel am Spieß gebraten.
-
-Von einem schönen Lammviertel zieht man die Haut am Schlägel ein wenig
-ab, spickt ihn mit Speck, reibt ihn mit Salz und Pfeffer ein, steckt
-ihn an einen Spieß, bestreicht Papier mit Butter und bindet es um das
-Fleisch, übergießt es öfters mit fetter Fleischbrühe, gießt in den
-Untersatz ein Glas Wein, etwas Fleischbrühe oder Butter und schneidet
-Zwiebeln und Lorbeerblätter dazu, daß es eine gute Jus bekommt; eine
-halbe Stunde vor dem Anrichten macht man das Papier davon los, übergießt
-den Braten mit saurem Rahm (der Braten muß ganz glänzend aussehen),
-drückt von einer halben Citrone den Saft darüber, zieht die Jus durch
-ein Haarsieb und gibt sie besonders zum Braten.
-
-
-460. Lendenbraten.
-
-Die Haut und das Fett werden von dem Stücke abgezogen, dieses mit Speck
-gespickt, in eine Bratpfanne gelegt, ein Schöpflöffel voll Fleischbrühe
-daran gegossen und im Ofen gebraten. Ist er bald vollends fertig, so
-kommen 3 feingeschnittene Selleriewurzeln daran, die man weich kochen
-läßt. Sobald sie weich sind, richtet man den Braten an.
-
-
-461. Lendenbraten à la Robert.
-
-Von einem schönen Stücke Lendenbraten werden Fett und Haut abgezogen;
-nach diesem schneidet man ihn an der Seite auf, aber nicht ganz durch,
-schneidet das Fleisch ein wenig heraus, aber so, daß der Braten kein
-Loch bekommt, hackt das Fleisch mit einem halben Pfund frischen Speck,
-wiegt 4 Sardellen (die aber vorher sauber gewaschen und ausgegräthet
-seyn müssen) und eine halbe Citrone sammt dem Mark recht fein; reibt
-für einen Kreuzer Brod am Reibeisen ab, weicht es in Wasser ein, drückt
-es fest aus, vermischt es mit dem Gehackten und Gewiegten und mit Salz,
-Pfeffer, Muskatblüthe, Nelken und 2 verklopften Eiern und füllt die
-ganze Masse in den Lendenbraten, den man wieder fest zusammennäht und in
-eine Casserolle thut. Dazu kommen geschnittene Zwiebeln, Lorbeerblätter,
-Citronen, Basilikum, Estragon und ein Glas Wein, worauf man es auf
-schwachem Kohlenfeuer langsam dämpfen läßt. Eine halbe Stunde vor dem
-Anrichten wird der Braten ausgehoben, ein halber Kochlöffel voll Mehl
-in die Casserolle gethan, ein Glas Bordeauxwein und ein Löffel voll
-Fleischbrühe, so wie der Saft von einer halben Citrone daran gegossen;
-so läßt man alles eine halbe Viertelstunde miteinander aufkochen, treibt
-es durch ein Haarsieb, gießt es wieder in die Casserolle, legt den
-Braten wieder dazu und läßt ihn gar werden.
-
-
-462. Nierenbraten.
-
-Von einem Nierenbraten haut man vorne den Lappen und hinten den Strehl
-ab, reibt ihn mit einem Tuch sauber ab, pfeffert und salzt ihn gut ein,
-läßt ihn eine Stunde liegen, dann rollt man ihn zusammen, bindet ihn
-fest mit einem Bindfaden, bratet ihn am Spieß oder in einem Bratrohr,
-wickelt ihn in Papier ein und schneidet Zwiebeln, gelbe Rüben, auch
-etwas Citronen, legt den Braten dazu, thut auch ziemlich viel Fett daran
-und bratet ihn langsam; beim Anrichten wird das Papier weggenommen,
-das Fett abgeschüttet und die Sauce mit etwas Fleischbrühe durch ein
-Haarsieb gezogen.
-
-
-463. Nierenbraten auf englische Art.
-
-Der Nierenbraten wird in eine Casserolle gelegt, mit Milch überschüttet,
-daß er ganz damit bedeckt ist, Nelken, weiße Pfefferkörner,
-Muskatblüthe, Thymian, Basilikum, einige Lorbeerblätter und geschnittene
-Zwiebeln, gelbe Rüben, Petersilie, Pastinak, Schalotten und noch
-allerlei Wurzeln dazu gethan. Man läßt nun den Braten über Nacht mit den
-Kräutern stehen. Den andern Tag, 2 Stunden vor dem Anrichten, nimmt man
-ihn aus der Milch, bratet ihn am Spieß, bestreut ihn mit Mehl und Salz,
-begießt ihn öfters mit Butter, damit er eine schöne Farbe bekommt, legt
-ihn auf die Platte und gießt klare Jus darüber.
-
-
-464. Rehschlägel in Rahmsauce.
-
-Von dem Schlägel schneidet man das Rohr- und Schlußbein aus, häutet ihn
-gut ab, spickt ihn, legt ihn auf ein Plafond, schneidet allerlei Wurzeln
-und Zwiebeln dazu, gießt heißes Schmalz darüber, thut Salz, Pfeffer und
-Nelken daran, läßt ihn schön gelb braten, schüttet ein wenig Jus daran,
-ein Glas Essig oder Wein und übergießt ihn öfters. Zulezt verrührt man
-einen halben Schoppen guten dicken sauren Rahm und 3 Finger voll Mehl
-miteinander, gießt dieses mit ein wenig Jus dazu und läßt es nochmals
-aufkochen, zieht die Sauce durch ein Haarsieb und gießt sie auf den
-Braten.
-
- ~Anmerkung.~ Bei allen Wildbraten ist zu beachten, daß es besser
- aussieht, wenn die Sauce besonders dazu gegeben wird.
-
-
-465. Rostbraten.
-
-Man nimmt ein Stück von der Rübe (hintersten Rippe), schneidet die
-Rippe davon aus und unten den Strehl weg, schneidet das Fleisch in
-halbfingerdicke Schnitten, klopft sie ein wenig, reibt sie mit Salz
-und Pfeffer ein und bratet sie mit Citronenbutter auf dem Roste schön
-gelb. In einer Viertelstunde sind sie fertig, dann legt man sie auf eine
-Platte und gibt Citronen dazu.
-
-
-466. Geräucherter Schinken am Spieß gebraten mit Champagnerwein.
-
-Man legt den Schinken auf den Rost, zieht ihn nachher recht sauber ab,
-daß nichts Schwarzes an ihm bleibt, legt ihn in ein langes Geschirr,
-schneidet einige Schalottenzwiebeln darein, thut Lorbeerblätter,
-Basilikum, Thymian, einige Nelken, Knoblauch, Muskatblüthe dazu, gießt
-eine Bouteille Champagner daran, deckt das Geschirr fest zu und läßt
-alles so stehen bis den andern Tag. 3 Stunden vor dem Anrichten wird er
-an den Spieß gesteckt, mit der Sauce, worin er den Tag vorher gelegen,
-und zu der man noch ein Stück Butter nimmt, öfters übergossen, bis er
-alles angeschluckt hat. Vor dem Serviren läßt man ein paar Löffel voll
-Coulis mit dem Saft einer Citrone aufkochen und gießt diese über den
-Schlägel; man kann auch eine Hägenmarksauce dazu geben.
-
-
-467. Schneegans.
-
-Eine Schneegans wird gerupft, abgeflammt, 4 Tage mit allen Arten Kräuter
-in Essig gelegt, Kopf und Kragen abgeschnitten. Sodann reibt man die
-Gans mit Salz und Pfeffer ein, thut eine mit Nelken besteckte Zwiebel,
-auch etwas von einer Citrone in dieselbe, schneidet die Füße ab, steckt
-sie in die Haut, bindet die Gans mit Speck ein, bratet sie im Ofen schön
-gelb, legt einen Bogen Papier darüber und übergießt sie gut mit Sauce.
-
-
-468. Gebratene Schnepfe.
-
-Die Schnepfe wird mit dem Kopf gerupft, doch ist es besser, wenn
-derselbe nicht mit gebeizt wird. Die Füße werden auf die Schenkel
-gedreht, das Eingeweide herausgenommen, der Vogel gut mit Salz,
-Pfeffer und etwas Nelken eingerieben, eine Zwiebel und ein Stückchen
-schwarzes Brod in ihn gethan, der Kopf auf die Brust gesteckt, die
-Augen ausgedrückt und derselbe nun in einer Casserolle mit einem Stücke
-Fett gebraten; man legt Zwiebeln, gelbe Rüben und Pastinakwurzeln dazu,
-deckt aber die Casserolle zu, damit der Vogel weiß wird, gießt ein wenig
-Jus daran und macht nun den sogenannten Schnepfendreck wie folgt: Das
-Eingeweide wird dazu genommen, der Magen aber nicht, die Gedärme sauber
-ausgestreift, mit der Schale von einer halben Citrone, mit Petersilie
-und der Leber eines jungen Huhns so fein wie möglich gewiegt; dann wird
-etwas Muskatnuß, weißer Pfeffer, 3 Finger voll Mehl dazu gethan; in
-einer kleinen Casserolle werden in zerlaufener Butter 2 Eßlöffel voll
-Mehl, etwas rother Wein und ein Löffel voll von dem Fett, worin die
-Schnepfen gebraten wurden, ein wenig umgerührt, aber ja nicht gekocht;
-dann schneidet man einen Wecken ohne Rinde in Schnitten, backt diese im
-Schmalz, streicht den Schnepfendreck darauf, legt die Schnitten auf die
-Platte, die Schnepfen in die Mitte, garnirt diese mit Petersilie und
-Citronen und gibt die Sauce extra dazu.
-
- ~Anmerkung.~ Die Waldschnepfe ist auf die oben beschriebene Art am
- besten; die Moosschnepfe wird ebenfalls so, nur mit dem Unterschiede
- behandelt, daß ihr die Haut abgezogen wird. Die Schweizerschnepfen
- sind die besten, sie haben einen viel feinern Geschmack als die
- andern.
-
-
-469. Spanferkel.
-
-Ein 4 bis 5 Wochen altes Spanferkel wird sauber gepuzt und geschabt,
-das Eingeweide mit der Milz ausgenommen, 3 bis 4 Schnitte auf die
-Stirne gemacht und die Milz dadurch gezogen. Dann wird es mit Salz und
-weißem Pfeffer eingerieben und wo möglich am Spieß gebraten. In einer
-Casserolle wird sodann eine halbe Maas Braunbier mit einem Stücke Speck
-heiß gemacht und diese Brühe über das Ferkel gegossen, wobei man aber
-Acht geben muß, daß es keine Blasen bekommt; um dieß zu verhüten, macht
-man mit einer großen Tranchirgabel Löcher in dasselbe. Die Füße werden
-dressirt und ein kleineres Geschirr unter den Braten gestellt, in
-welches er abtropfen kann. In die Platte wird eine Zwiebel geschnitten;
-in das Genick des Ferkels wird, wenn es fertig ist, ein Schnitt gemacht,
-damit es hübsch geröstet bleibt. Die Jus wird extra dazu gegeben. Bei
-guter Feuerung ist ein Spanferkel in einer Stunde fertig.
-
-
-470. Spanferkel auf italienische Art.
-
-Das Spanferkel wird ausgelöst, mit Salz und Pfeffer eingerieben, guter
-Reis in Bouillon mit einem Stück Schinken gekocht, der Reis muß aber
-ganz hart und trocken seyn, dann wird er vom Feuer gesezt, und wenn
-er kalt ist, reibt man ein Stück Parmesankäs daran, bratet einige
-Bratwürste, thut sie in den Reis, sammt dem Fett, in dem sie gebraten
-wurden, vorher aber werden sie in kleine Stückchen geschnitten und
-die Haut davon genommen. Der Schinken wird aus dem Reis gethan, klein
-geschnitten, der Reis recht verrührt, in das Spanferkel gefüllt, dieses
-in einer Casserolle mit einem Stück Fett eine Stunde vor dem Serviren in
-den Backofen gestellt und mit Provenceröl überstrichen, damit es schöne
-Farbe bekommt. Man legt das gebratene Ferkel auf eine Platte und gießt
-ein wenig Jus darüber.
-
-
-471. Braten von Schwarzwildbret.
-
-Dem Schlägel eines Frischlings wird die Haut abgezogen, der untere
-Knochen so abgeschnitten, daß Klauen und Haut an demselben bleiben;
-dann wird er in eine Mischung von halb Wein und halb Essig mit allen
-Arten von Wurzeln und Kräutern und mit grobgestoßenem Gewürze gelegt und
-öfters darin umgewendet. An dem Tage, an welchem er zur Tafel gegeben
-werden soll, wird er aus der Beize genommen; mit einem Messer sticht
-man Löcher unten in denselben und steckt in jedes Loch ein Stückchen
-Speck; und so wird er sammt der Beize in einer Casserolle im Ofen schön
-gelb gebraten. Hierauf wird ein Eßlöffel voll Kapern, ein ausgemachter
-Häring, eine Zwiebel und das Gelbe von einer halben Citrone feingewiegt,
-2 Eierweiß, eine Messerspitze voll Zimmt, eben so viel Muskatblüthe,
-der Saft von einer halben Citrone in einer Schüssel wohl durcheinander
-gemacht, und der Schlägel, wenn er weich ist, oben messerrückendick
-damit bestrichen. Ist er mit diesem Ueberzuge im Ofen gelb gebraten, so
-wird er 2 bis 3 Mal mit dem Fett übergossen. Der Braten wird sodann auf
-eine Platte angerichtet, mit Citronen garnirt, der Lauf sammt den Klauen
-darauf gelegt, und die Jus, durch ein Haarsieb gezogen, besonders dazu
-gegeben.
-
-
-472. Schwarzwildbret.
-
-Ein Stück Schwarzwildbret wird in Fleischbrühe, Wein und Essig mit
-allerlei Kräutern und Wurzeln nicht sehr weich gekocht und folgende
-Sauce dazu gemacht: Man wiegt 3 bis 4 große Zwiebeln, läßt in einer
-Casserolle ein Stück Zucker mit Fett gelb werden, thut die Zwiebeln
-dazu und läßt sie mit dem Zucker braun werden. Dann kommt Mehl dazu,
-je nachdem man viel oder wenig Sauce braucht; diese löscht man mit der
-Brühe ab, in welcher das Fleisch gekocht worden ist, läßt alles eine
-Stunde lang miteinander kochen, gießt einen Schoppen rothen Wein und
-etwas Jus (Bratenjus hat vor anderer den Vorzug) daran, thut allerlei
-Gewürz und das Gelbe einer gewiegten Citrone nebst etwas Estragon- oder
-Himbeeressig dazu und läßt es recht lang kochen.
-
- ~Anmerkung.~ Die meisten Köche oder Köchinnen rösten das Mehl dazu;
- ich halte es aus Erfahrung aber für besser, dasselbe wie hier
- beschrieben zu behandeln, weil es so einen bessern Geruch, etwa wie
- gebrannte Suppe, annimmt.
- Die ~Verf.~
-
-
-473. Gefüllter Wildschweinskopf.
-
-Der Kopf wird nicht sehr kurz abgeschnitten, 2- bis 3mal in warmem
-Wasser gewaschen, sauber abgebürstet, daß er schön gelb wird; die Ohren
-werden sauber ausgereinigt, der Kopf unten aufgeschnitten und das
-Kopfhaus so behutsam ausgelöst, daß kein Loch in die Haut geschnitten
-wird. Dazu macht man folgende Fülle: man schneidet 2 Pfund mageres
-Schwarzwildbret und dasjenige Fleisch, was aus dem Kopfe geschnitten
-wurde, mit einem Pfund frischen Speck und wiegt Alles zu einem Teig
-zusammen. Für 2 Kreuzer weißes Brod (Wecken oder Semmel), wovon die
-Rinde abgeschält ist, weicht man in Wasser ein, drückt es fest aus
-und arbeitet es mit dem Schweinsbrät, 2 Eiern, Salz, Pfeffer, Nelken,
-Muskatblüthe, Muskatnuß in einem Reibstein so zusammen, bis es schaumig
-wird. Die Hälfte dieser Masse füllt man nun in den Kopf, legt einige
-in Scheiben geschnittene Trüffeln darauf und dann die andere Hälfte
-der Farce darüber; damit die Fülle desto sicherer in dem Schweinskopfe
-bleibt, wird oben auf dieselbe vor der Oeffnung eine Speckschwarte
-gelegt; dann näht man die Oeffnung gut zu und bindet den Kopf in ein
-Tuch ein. Dazu wird folgende Sulz gemacht: in einen gut verzinnten
-kupfernen Kessel kommen 8 sauber gepuzte Kalbsfüße, 2 Schweinsfüße, ein
-altes Huhn, 2 Pfund Ochsen- oder noch besser Kuhfleisch, so wie alle
-Arten Wurzeln und Kräuter, Nelken, Pfeffer, Muskatblüthe, ganzer Zimmt,
-Zwiebeln, Lorbeerblätter und eine starke Hand voll Salz; daran gießt
-man 3 Maas Wein, 4 Maas Wasser und 1-1/2 Maas Essig. Dieses Alles wird
-sammt dem Schweinskopf ans Feuer gesezt, der Kessel zugedeckt, der Kopf
-langsam gekocht und öfters umgewendet. Ein großer Schweinskopf braucht
-oft 3 bis 3-1/2 Stunden, bis er gar gekocht ist. Ist der Kopf gekocht,
-so legt man ihn auf eine Schüssel, damit er abläuft; das Abgelaufene
-gießt man wieder an die Sulz und läßt diese, wenn es die Zeit erlaubt,
-über Nacht stehen. Nun schlägt man 4 Eier in eine Casserolle, nimmt von
-der Sulz das Fett behutsam ab, thut das Gestandene in die Casserolle,
-jedoch so, daß der Satz zurückbleibt, sezt sie ans Feuer und schlägt mit
-der Schneegabel so lange in die Sulz, bis sie zu kochen anfängt; dann
-stellt man sie weg, drückt von einer Citrone den Saft darein und läßt
-sie durch einen Filzhut laufen; sollte sie vom ersten Durchlaufen nicht
-hell werden, so filtrirt man sie so lange durch den Filz, bis sie hell
-genug ist. Von solch' klarer Sulz gießt man etwas auf die Platte, worauf
-man den Kopf auftragen will, läßt sie stehen und macht nun eine grüne
-Sulz auf folgende Art: man stößt 2 bis 3 Hände voll sauber gewaschenen
-Spinat in einem Reibstein, preßt den Saft durch ein Tuch aus, läßt ihn
-in einem kleinen Gefäße auf dem Feuer gerinnen und gießt ihn durch ein
-Haarsieb. Solchen Spinatkäs rührt man unter halbgestandene Sulz, gießt
-diese auf die Platte, so, daß sie einen Berg vorstellt, und läßt sie
-fest stehen. Dann reinigt man den Schweinskopf von allem Fette und
-legt ihn auf den Berg von grüner Sulz, übergießt ihn mit klarer Sulz so
-lange, bis der Kopf ganz in der Sulz liegt. Vor dem Serviren wird er
-noch mit Citronen und ausgeschnittenem Laubwerk geziert.
-
-Für große Tafeln kann man den Schweinskopf auch folgendermaßen
-zubereiten: 5 Pfund Butter und 5 Pfund Schweineschmalz werden eine halbe
-Stunde lang so durcheinander gerührt, daß sie wie Pommade werden. Vom
-größten Theile dieser Masse wird auf einer großen langen Platte eine Art
-Altar gemacht und dieser mit Säulen geziert, die man von dem Rest der
-Masse rund wellt und mit Chokolade braun, mit Safran gelb, mit Spinatkäs
-grün färben kann. Zwischen 2 solchen Säulen kann man auch einen Jäger,
-einen Pilger oder sonst eine Figur, aus gleicher Masse geformt, stellen.
-Auf solchen Altar wird sodann der Schweinskopf gesezt.
-
-
-
-
-Sulzen.
-
-
-474. Gesulzte Feldhühner.
-
-4 Kälberfüße werden zusammengehackt, mit einer Maas Wasser, einer halben
-Maas Wein und einem Schoppen Essig ans Feuer gesezt, und mit Wurzeln und
-Kräutern, z. B. Petersilie, Sellerie, Zwiebeln, Lorbeerblättern, Nelken
-und Muskatblüthe und einer Hand voll Salz 2 bis 3 Stunden lang gekocht,
-durch ein Haarsieb gezogen und über Nacht stehen gelassen. Den andern
-Tag wird das Fett davon abgenommen, die Sulz in eine messingene Pfanne
-gethan, 2 Eier sammt den Schalen darein zerdrückt und auf dem Feuer
-so lang geschlagen, bis es zu kochen beginnt. Dann wird sie vom Feuer
-genommen, der Saft von 2 Citronen darein ausgedrückt und die Sulz durch
-einen Zuckerhut gezogen, bis sie recht klar ist. Hierauf wird von einem
-Feldhuhn die Brust und alles Fleischige abgeschnitten, auf dem Wiegblock
-mit einem Viertelpfund gefüllten Speck zu einem Teig gewiegt, für einen
-Kreuzer Brod, abgerindet, in Wasser eingeweicht und fest ausgedrückt,
-nebst 4 abgehäuteten und im Mörser fein gestoßenen Trüffeln, 2
-Messerspitzen voll Muskatblüthe, einer Messerspitze voll Nelken, 2
-Messerspitzen voll Pfeffer, 3 fein gewiegten, in Butter gedämpften
-Zwiebeln dazu gethan, 2 Eier daran geschlagen und die Sulz nach Belieben
-dazu gegossen. Dieses Alles wird mit der Hand so durch einen weiten
-Seiher gearbeitet, daß alle Häute zurückbleiben. -- Ein zweites Feldhuhn
-wird auf dem Rücken aufgeschnitten, der Körper so ausgelöst, daß alles
-Fleisch an der Haut bleibt; Kopf und Kragen werden abgeschnitten, das
-Rohrbein aber bleibt daran, die Füße werden geschränkt und nur die
-Klauen davon abgeschnitten. Wenn nun die Höhlung des Feldhuhns mit der
-Farce ordentlich ausgefüllt ist, wird sie zugenäht, der Vogel mit Speck
-und Citronen umbunden und in einer Casserolle mit Butter und Zwiebeln
-auf Kohlen eine Stunde lang gedämpft. Nachdem das Huhn herausgenommen
-und erkaltet ist, läßt man in einem Melonenmodel etwas helle Sulz
-gestehen, legt sie mit Citronen und Petersilie aus, das Feldhuhn darauf,
-gießt die übrige Sulz daran und läßt sie fest gestehen. Beim Anrichten
-stürzt man das Ganze auf eine Platte und garnirt es mit Petersilie und
-Citronen.
-
-
-475. Forellen mit saurer Sulz.
-
-Die Forellen werden schön blau abgesotten, auf ein Geschirr gelegt und
-dieses fest zugedeckt, daß das Blaue nicht vergeht. Man macht folgende
-Sauce dazu: 2 sauber gepuzte Kalbsfüße hackt man mit 1 Loth Hausenblase
-zusammen, gießt den Fischsud an die Füße, so daß es 1-1/2 Maas ausmacht,
-und läßt es 2 bis 3 Stunden kochen, zieht die Sulz durch ein Haarsieb
-und läßt sie in einer Schüssel eine Viertelstunde stehen, daß der Satz
-auf dem Boden bleibt; dann zieht man einen Bogen Fließpapier durch die
-Sulz, daß sich das Fett daran hängt, verklopft ein ganzes Ei in einer
-Casserolle, gießt die Sulz langsam dazu, sezt sie aufs Feuer, rührt
-mit einem neuen Kochlöffel immer darin, bis sie kocht, dann stellt man
-sie weg, gießt sie in einen Filzhut, legt die Forellen auf eine große
-Platte, gießt von der klaren Sulz darauf, läßt sie stehen und färbt
-einen Theil Sulz in einem Geschirr auf folgende Art grün: Man nimmt
-fette Nelkenblätter, stoßt sie im Mörser, preßt den Saft durch ein Tuch
-und macht die Sulz damit grün; diese gießt man, wenn sie halb gestanden
-ist, über die Forellen, läßt sie vollends fest stehen und gießt noch
-einmal helle Sulz darüber. Man kann nun die Fische nach Geschmack
-garniren.
-
-
-476. Lachsforelle in Majonessauce.
-
-Die Lachsforelle wird gewaschen, die Ohren ausgeschnitten und
-ausgeweidet, mit Salz eingerieben, mit Wein, Essig, Citronen,
-Lorbeerblättern, Nelken und Pfeffer zugesezt, langsam gekocht, daß sie
-nicht aufspringt, dann auf die dazu bestimmte Platte gelegt und folgende
-Sauce dazu gemacht: Von 8 hartgesottenen Eiern drückt man das Gelbe
-durch ein Haarsieb, schlägt 8 frische Eiergelb daran, gießt einen Löffel
-voll helle Sulz dazu, rührt diese eine halbe Stunde immer auf eine
-Seite, gießt tropfenweise 2 Eßlöffel voll Provenceröl dazu, rührt es 2
-Stunden lang immerwährend, auch noch einen Eßlöffel voll Sulz dazu (wenn
-man Eis hat, so kann man die Sulz darauf rühren), streicht die Sauce,
-die so dick wie Pommade seyn muß, auf den Fisch, aber nicht auf dessen
-Kopf.
-
-
-477. Gesulzte Lachsforelle mit Schuppen.
-
-Eine schöne Lachsforelle wird abgeschuppt, der Bauch aufgeschnitten,
-das Eingeweide herausgenommen, sauber gewaschen, innen und außen mit
-Salz eingerieben, in ein Tuch eingeschlagen, und wenn sie 2 Stunden
-gestanden, folgende Sauce daran gemacht: 3 Kalbsfüße, 2 Schweinsfüße,
-6 Schoppen Wasser, 3 Schoppen Wein, 1 Schoppen Essig, Zwiebeln,
-Lorbeerblätter, Muskatblüthe, Salz werden miteinander 3 Stunden lang
-gekocht, durch ein Haarsieb in eine Schüssel gegossen und eine halbe
-Stunde stehen gelassen. Von der Forelle wischt man den Schleim ab und
-läßt sie in einem zugedeckten Kessel mit 1 Schoppen Wein, 2 Schoppen
-Wasser, allen Arten guter Kräuter nebst einer kleinen Hand voll Salz
-mehr dämpfen als kochen, damit sie nicht aufspringt. Sie braucht eine
-Stunde, bis sie weich ist; dann läßt man sie erkalten. Die Sulz kommt
-nun in eine Casserolle, das Fett wird oben weggenommen, und der Satz
-bleibt zurück, die Sulz auf dem Feuer mit einem Schoppen siedender
-Milch gekocht, der Saft von einer Citrone dazu genommen noch eine Weile
-gekocht, vom Feuer genommen und eine Viertelstunde stehen gelassen.
-Hierauf läßt man die Sulz durch einen aufgehängten Filzhut laufen; sie
-muß, wenn sie gut gemacht ist, so klar seyn, wie helles Brunnenwasser;
-dann gießt man davon nagelhoch auf die Platte, die man zur Tafel geben
-will, läßt das Aufgegossene fest stehen und macht sodann folgende Sauce:
-Von 6 hartgesottenen Eiern treibt man das Gelbe durch ein Haarsieb,
-nimmt es in eine Schüssel, schlägt noch 6 frische Eiergelb daran, von
-einer halben Citrone den Saft, rührt es eine halbe Stunde (auf dem Eis
-ist es am besten zu rühren) nebst 3 Tropfen Provenceröl immer fort,
-bis es ganz weiß ist; es muß aber immer tropfenweise Oel dazu gerührt
-werden, auch etwas Sulz; so rührt man es 1-1/2-2 Stunden, gießt es auf
-die Platte, auf der die helle Sulz ist, doch so, daß man rings herum 2
-Finger breit die helle Sulz noch sieht, dann läßt man es fest stehen,
-gießt behutsam wieder helle Sulz darüber, macht ein wenig grüne Sulz,
-schüttet sie darüber, so daß der Fisch gerade auf die grüne Sulz zu
-liegen kommt, dann wieder etwas klare Sulz, und wenn es fest gestanden
-ist, wieder etwas Helles auf den Fisch, bevor er auf die Platte kommt.
-Nun gießt man auf eine andere Platte nagelstief von der klaren Sulz,
-läßt sie fest stehen, sticht mit einem blechernen Mödelchen, welches die
-Form von Schuppen gibt, solche aus und legt sie behutsam mit dem Messer
-auf den Fisch. Hinter den Ohren fängt man an und bedeckt den ganzen
-Fisch damit, daß er wie mit Schuppen aussieht. Kopf und Schwanz dürfen
-nicht bedeckt werden. Auf den Schwanz legt man etwas Grünes, an die
-Ohren macht man eine Guirlande von rother und gelber Sulz und gibt dem
-Fische eine Citrone ins Maul.
-
-
-478. Gesulzter welscher Hahn.
-
-Ein welscher Hahn wird gereinigt, gewaschen, die Augen ausgestochen
-und der Kopf gebrüht, damit er weiß wird; ausgenommen darf er nicht
-werden. Die Füße werden am Knöchel abgeschnitten, der Hahn auf dem
-Rücken aufgeschnitten, der Körper so ausgelöst, daß alles Fleisch an
-der Haut hängen bleibt; die Flügel werden am zweiten Gelenke ab- und
-der Kragen so durchgeschnitten, daß der Kopf an der Haut hängen bleibt;
-die Rohrbeine werden ausgelöst und folgende Fülle dazu gemacht: 3
-bis 4 Pfund Schweinsbrät, ein Pfund Kalbsbrät, für 2 Kreuzer weißes
-Brod (wovon die Rinde abgeschnitten ist) in Milch eingeweicht und
-ausgedrückt, 3 große Zwiebeln, geschält und gewiegt, ein Viertelpfund
-Speck in kleine Stückchen geschnitten und in einer Casserolle auf
-dem Feuer zerlaufen und die Zwiebeln darin gedämpft, bis sie ein
-wenig gelb sind, eine Hand voll Salz, 2 Messerspitzen voll Nelken,
-3 Messerspitzen voll Muskatblüthe und eine ganze Muskatnuß, von 2
-Citronen das feingewiegte Gelbe, nebst dem Mark ohne die Kerne, ein
-Viertelpfund Sardellen sauber gepuzt und ausgegräthet, ein halbes Pfund
-sauber gewaschene und abgehäutete Trüffeln; Alles dieses wird mit dem
-Schweins- und Kalbsbrät in einem Reibstein mit 2 Eiern und 2 Dottern
-zusammen zu einem Schaum gerieben und der vierte Theil davon in den
-welschen Hahn gefüllt, darauf werden ein halbes Pfund Schinken und ein
-halbes Pfund Speck, beides in federkieldicke Stückchen geschnitten,
-nebeneinander, und ein Trüffel, in Blättchen geschnitten, darauf gelegt,
-dann kommt eine Lage Fülle, wieder eine Lage Schinken, Speck und
-Trüffel und dann wieder eine Lage Fülle. Hiebei ist aber zu bemerken,
-daß Kragen und Schlägel mit der Farce wohl ausgefüllt werden müssen.
-Darnach wird der Hahn zugenäht und, nachdem ihm der Kopf unter den
-Flügel dressirt ist, in ein reines Tuch so eingebunden, daß er in seiner
-Form bleibt. So zubereitet wird der Hahn in eine große Casserolle mit
-8 zerhackten Kälberfüßen gelegt, eine Maas Wein, 2 Maas Wasser und 3
-Schoppen Essig daran gegossen, ein Loth Muskatblüthe, eine ganze in
-Blätter geschnittene Citrone, ohne die Kerne, 2 in Stücke geschnittene
-gelbe Rüben, 4 Lorbeerblätter, 4 Zwiebeln, eine Sellerie, in Stücke
-geschnitten, Nelken und Pfeffer, zusammen ein Loth, dazu gethan und
-Alles 2 bis 3 Stunden gekocht. Geht die Brühe noch nicht über den Hahn
-her, so wird noch mehr Wasser und Wein dazu gegossen. Wenn der Indian
-oder welsche Hahn 2 Stunden gesotten hat, nimmt man ihn heraus und läßt
-ihn im Tuche erkalten. Den Satz läßt man noch eine Stunde kochen, zieht
-ihn durch ein Haarsieb in ein reines Gefäß und läßt ihn über Nacht
-stehen. An dem Tage, wo der Hahn aufgetragen werden soll, nimmt man
-das Fett von der Sulz ab, bringt diese in einer Casserolle, so daß der
-Satz unten bleibt, ans Feuer, zerdrückt 3 ganze Eier darein und rührt
-so lange darin, bis sie kocht. Dann hebt man sie vom Feuer, gießt von
-3 Citronen den Saft dazu und läßt die ganze Sulz durch einen Filzhut
-laufen; zugleich macht man den Hahn aus dem Tuche los, puzt ihn mit
-einem reinen Tuche sauber ab, legt ihn auf eine Platte und übergießt
-ihn mit klarer Sulz, läßt diese kalt werden, übergießt ihn wieder und
-so macht man fort, bis der Hahn ganz in der Sulz liegt. Nun wird er mit
-Lorbeerblättern und Citronen garnirt.
-
-
-479. Gesulztes Kalbsnetz.
-
-2 Pfund Schweinsbrät, 1 Pfund Kalbsbrät, 2 weiße Brode, welche in Milch
-eingeweicht und fest ausgedrückt wurden, werden mit Salz, Pfeffer
-und Muskatblüthe in einen Reibstein gethan, eine Hand voll gedämpfter
-Zwiebeln, 2 gereinigte Häringe mit dem Obigen wie Schaum so fein darin
-gerieben und alles in ein großes Kalbsnetz oder in einen Bodendarm
-genäht (ist es ein Bodendarm, so muß er gestupft werden); dieses in
-einer Casserolle mit einer Hand voll Salz eine Stunde lang ganz langsam
-gekocht, auf die Platte gelegt und helle Sulz darüber gegossen, an der
-man das Netz gestehen läßt.
-
-
-480. Gesulzter Karpfen.
-
-Ein Karpfen von 2 bis 3 Pfund wird sauber geschuppt, gewaschen, der
-Bauch aufgeschnitten, aber nicht zu weit, mit einem Tuch inwendig
-ausgewischt und mit Salz und Pfeffer gut eingerieben; dann wird er in
-ein Tuch gut eingeschlagen und 2 Stunden stehen gelassen. Nun läßt man
-in 1 Maas Wasser in einer Pfanne ein halbes Pfund geraspeltes Hirschhorn
-2 bis 3 Stunden langsam kochen, (es darf nicht umgewendet werden, sonst
-wird es trüb). Man legt den Fisch in ein Geschirr, in dem man ihn kochen
-kann, aber er muß gerade bleiben, legt 1 Zwiebel, 3 Lorbeerblätter,
-ganze Nelken, ganzen Pfeffer, eine halbe in Blätter geschnittene Citrone
-dazu und gießt das Helle von dem Hirschhorn durch ein Tuch über den
-Fisch. Sollte der Sud nicht reichen, so muß ein halber Schoppen Wein,
-Wasser oder Fleischbrühe dazu genommen werden, der Fisch wird zugedeckt
-und gekocht, bis er sich von den Gräthen losmacht. Man läßt ihn auf
-einer Schüssel kalt werden, zieht die Sulz durch ein Tuch und vertheilt
-sie in 2 Theile, wovon der eine Theil auf die Platte kommt, die man zur
-Tafel geben will; diesen läßt man stehen, legt den Karpfen behutsam
-darauf; zu der übrigen Sulz nimmt man 3 bis 4 Tropfen Veilchensaft und
-gießt sie über den Karpfen.
-
-
-481. Gesulzte Pomeranzen.
-
-In schöne große Pomeranzen macht man oben einen nicht sehr tiefen
-Kreuzschnitt, so daß man das Mark mit dem Finger ausziehen kann, von
-welchem nichts darin bleiben darf. Daran macht man folgende Sulz: Das
-ausgezogene Mark preßt man durch ein Haarsieb in eine messingene Pfanne,
-gießt 2 Schoppen weißen Wein darein und läßt es mit einem Viertelpfund
-Zucker aufkochen, nimmt 1 Ei daran, schlägt es mit einer Schneegabel so
-lang, bis es anfängt zu kochen. Dann nimmt man die Sulz vom Feuer, thut
-noch von 2 Citronen den Saft dazu und zieht sie durch einen Filzhut;
-sollte sie das erste Mal nicht hell genug werden, so wird sie nochmals
-aufgegossen; dann stellt man die Pomeranzen aufrecht in ein Geschirr, so
-daß sie nicht umfallen können, gießt von der klaren Sulz etwas daran,
-läßt sie fest stehen, macht von 2 Loth Mandeln eine dicke Milch, gießt
-von der klaren Sulz etwas daran und verrührt beides gut miteinander;
-wenn die Pomeranzen gestanden sind, so gießt man Mandelmilch dazu und
-läßt sie fest stehen; dann färbt man klare Sulz mit 3 bis 4 Tropfen
-Cochenille, gießt, wenn die Mandelmilch gestanden ist, die rothe Sulz
-darauf und läßt sie fest stehen.
-
-
-482. Sulz mit Brustkräutern.
-
-Man schneidet weiße Eibischwurzeln, Lungenkraut, Leberkraut, Herzlein
-von blauem Kohl, jedes eine Hand voll, recht fein, nimmt 3 Löffel
-voll feines Griesmehl, einen zerhackten Kalbsfuß und Knochen, eine
-Messerspitze voll Muskatblüthe, ein klein wenig Butter dazu, läßt
-Alles miteinander 3 bis 4 Stunden kochen, gießt es durch ein Tuch und
-läßt es im Keller gestehen; den andern Tag nimmt man das Fett davon ab
-und gibt dem Kranken Morgens und Abends eine Suppe davon, die man mit
-Fleischbrühe vermischt.
-
-
-483. Sulz von Habergrütze.
-
-Man gießt einen Schoppen Wasser an ein Viertelpfund Habergrütze, läßt
-es 3 Tage lang daran stehen, indem man alle Tage 2 Maas frisches Wasser
-daran gießt, den vierten Tag treibt man es durch ein Haarsieb, läßt die
-Schale und den Saft von 2 Pomeranzen, den Saft von einer Citrone und ein
-Stück Zucker eine Viertelstunde damit kochen, zieht die Sulz durch ein
-Haarsieb und gibt sie dem Kranken, je einen Löffel voll.
-
-
-484. Sulz von geraspeltem Hirschhorn.
-
-4 Loth Hirschhorn, 4 Loth Elfenbein, eine Hand voll Brustkräuter,
-Brunnenkresse und Körbelkraut schneidet man klein zusammen, gießt 1-1/2
-Maas Wasser daran, läßt dieses bis auf eine halbe Maas einkochen, zieht
-die Sulz durch ein Haarsieb und thut 3 Loth Himbeersaft und ein Loth
-rothen Kornblumensaft dazu. Man gibt diese Sulz Kindern, die Hitze und
-Zahnfieber haben, Morgens und Abends, je einen Löffel voll; auch kann
-man sie in einem Thee geben.
-
-
-485. Sulz von Krebsen und Schnecken für Kranke.
-
-30 Schnecken (Weinbergschnecken sind die besten) und 3 Krebse, von
-denen zuvor Eier und Galle genommen worden, stoßt man recht fein, kocht
-eine halbe Kalbslunge und einen abgezogenen Kalbsfuß, nachdem beides in
-kleine Stückchen geschnitten worden, ein halbes Pfund Körbelkraut, fein
-gewiegt, Salz, Muskatblüthe, nebst 2 Maas Wasser; wenn die Sulz bis auf
-eine Maas eingekocht ist, läßt man sie durch ein wollenes Tuch laufen
-und gibt dem Kranken Morgens, wenn er noch nüchtern ist, Mittags und
-Abends ein paar Löffel voll davon zu trinken. Man kann die Sulz, wenn
-man sie warm geben will, mit Fleischbrühe kochen.
-
-
-486. Sulz von isländischem Moos.
-
-An ein Viertelpfund isländisches Moos gießt man 3 Maas kochendes Wasser,
-läßt dieses eine halbe Stunde daran stehen, treibt das Moos durch ein
-Haarsieb, gießt wieder so viel kochendes Wasser daran, läßt es auch
-eine halbe Stunde stehen, treibt es nochmals durch das Haarsieb, drückt
-den Thee gut aus, läßt ihn in der Pfanne eine Viertelstunde kochen,
-treibt ihn wieder durchs Haarsieb, läßt nun den Saft mit einem halben
-Pfund Kandelzucker so lange kochen, bis noch ein starker Schoppen übrig
-bleibt, nimmt den weißen Schaum immer oben davon, läßt die Sulz in
-einem porzellanernen Geschirr kalt werden, deckt dieses zu und gibt
-dem Brustkranken Morgens nüchtern, Mittags eine Stunde nach Tisch, und
-Nachts vor dem Schlafengehen einen Löffel voll davon.
-
- ~Anmerkung.~ Ich kann aus eigener Erfahrung diese Sulz für eine gute
- Medicin ausgeben, da ich schon öfters in Bädern an kranken Herren die
- Die Verf.
-
-
-487. Sulz für Kranke.
-
-Ein altes, sauber gepuztes Huhn hackt man zusammen, nimmt 2 Kalbsfüße
-und einen Knochen dazu, läßt sie mit einem Viertelpfund geraspeltem
-Hirschhorn, welches in ein Tuch gebunden wird, 2 bis 3 Stunden mit
-einander kochen, gießt die Brühe durch ein Tuch und nimmt sie zur Suppe.
-
-
-
-
-Gelées, Compotes und Crêmes.
-
-
-488. Aepfel-Compote.
-
-18 bis 20 Borsdorferäpfel schneidet man in 2 Theile, sticht das Kernhaus
-aus und läßt die Kerne und Schalen in einer Casserolle mit einer Maas
-Wasser bis zu einer halben Maas einkochen, zieht sie durch ein Haarsieb,
-thut den Saft in eine Casserolle, preßt die Schalen gut aus und gießt
-einen Schoppen Wein daran, thut 8 Loth Zucker dazu, legt die Aepfel
-darein, läßt sie weich kochen und aus einem Haarsieb ablaufen, legt
-sie sodann auf dem dazu bestimmten Geschirr auf einander, bildet einen
-Bienenkorb daraus, steckt zwischen die Fugen gekochte Kirschen, läßt den
-Syrup einkochen bis er spinnt und gießt ihn darüber.
-
-
-489. Farcirte Aepfel.
-
-Borsdorferäpfel werden geschält und in 2 Theile geschnitten, das
-Kernhaus ausgestochen, die Aepfel ein wenig ausgehöhlt, doch so, daß sie
-kein Loch bekommen; dann kocht man sie mit einem Schoppen Wein, einem
-Schoppen Wasser, nebst 10 Loth Zucker weich, legt sie aufs Haarsieb und
-läßt sie ablaufen, drückt das Gelbe von 4 hartgesottenen Eiern durch
-ein Haarsieb, wiegt ein Loth Citronat und ein Loth abgezogene Mandeln
-recht fein, thut sie an die Eier, macht Alles mit einem Loth Zucker
-durcheinander, legt die Aepfel auf eine Platte, so, daß die Oeffnung in
-die Höhe sieht, füllt die Hälfte der Aepfel mit den Eiern, deckt den
-andern Theil darüber, läßt 2 Löffel voll Himbeer- oder Johannisbeersaft
-mit dem Syrup einkochen, bis es Blasen wirft und übergießt die Aepfel
-mit dem Syrup, daß sie einen schönen Glanz bekommen.
-
-
-490. Birnencompote.
-
-Man schält die Birnen, schneidet sie in 2 Theile, gießt so viel
-kochendes Wasser daran, daß es einen Finger hoch über die Birnen geht
-und kocht sie in dem Wasser mit einer halben Citronenschale, etwas
-ganzem Zimmt und 6 Nelken weich, formirt auf einer Platte 2 bis 3
-Artischoken daraus, läßt den Syrup noch etwas einkochen und gießt ihn
-durch ein Haarsieb an die Birnen.
-
-
-491. Quittencompote.
-
-Die Quitten werden geschält, in 2 Theile geschnitten, im Wasser weich
-gekocht und auf ein Haarsieb gelegt, dann werden die Schalen und Kerne
-im Wasser weich gekocht, ebenfalls durch ein Haarsieb gegossen, in einer
-Casserolle mit den Quitten, 12 Loth Zucker, einer Citronenschale und
-einem halben Schoppen Wein so lange miteinander gekocht, bis der Syrup
-dick ist; dann macht man auf einer Platte eine Melonenform von den
-Quitten; gießt den Syrup darüber und steckt in die Figur große, im Syrup
-gekochte Zibeben.
-
-
-492. Melirtes Compote.
-
-Borsdorferäpfel, Rosenäpfel, Calvil rouge und Luiken werden geschält
-und in 2 Theile geschnitten, von Zwetschgen die Haut abgezogen, kleine
-Muskatellerbirnen und Quitten mit einer halben Maas Wasser und eben so
-viel Wein in einer messingenen Pfanne sammt den Schalen und Kernen eine
-Viertelstunde gekocht, in ein Haarsieb geschüttet und ein Viertelpfund
-große Zibeben ein paar Minuten in dem Syrup gekocht, sammt einem
-Viertelpfund Prünellen; dann legt man 2 Lagen von den gekochten Aepfeln
-in eine Platte, legt immer einen Apfel, eine Zwetschge, eine Birne,
-eine Prünelle nebeneinander, macht eine Pyramide von den Früchten, legt
-sie so zusammen, daß die Pyramide schön melirt aussieht, schneidet 2
-Loth abgezogene Mandeln in 4 Theile, steckt an jede Mandel eine Zibebe,
-besteckt damit die ganze Pyramide, läßt den Syrup noch etwas einkochen
-und gießt ihn daran.
-
-
-493. Aepfelcrême.
-
-Man schält Borsdorferäpfel, schneidet sie in 2 Theile, nimmt das
-Kernhaus heraus, höhlt die Aepfel ein wenig aus, kocht sie mit einem
-Schoppen Wein, einem Schoppen Wasser und einem Viertelpfund Zucker weich
-und macht nun folgende Crême: eine halbe Maas Milch, das Gelbe von einer
-Citrone und 3 Loth Zucker kocht man miteinander, rührt 4 Eiergelb und
-3 Finger voll Mehl mit kalter Milch glatt an, die kochende Milch dazu,
-läßt Alles noch einmal auf dem Feuer anziehen, gießt die Crême durch
-ein Haarsieb auf die dazu bestimmte Platte, läßt die Aepfel vorher
-ablaufen (der Syrup, worin die Aepfel gekocht werden, muß so lange
-eingekocht werden, bis er Fäden zieht), legt sie auf die Crême, so zwar,
-daß die Höhlung nach oben sieht, füllt sie mit dem Syrup aus und streut
-geschnittene Pistazien darauf.
-
-
-494. Aepfelcrême anderer Art.
-
-6 bis 8 Borsdorfer- oder Rosenäpfel werden geschält, fein geschnitten
-und mit einem Stück Butter und einem Stück Zucker recht weich gedämpft,
-durch ein Haarsieb getrieben und folgende Crême dazu gemacht: einen
-kleinen Kochlöffel voll Mehl rührt man mit kaltem Wasser an, rührt 4
-Eiergelb daran, gießt einen Schoppen weißen Wein dazu, kocht die Crême
-mit 4 Loth Zucker wie einen Brei, läßt sie nun mit den Aepfeln noch ein
-wenig kochen, thut sie in das hiezu bestimmte Geschirr, streut Zucker
-darauf und brennt sie recht schön mit einer glühenden Schaufel.
-
-
-495. Aepfelschaum.
-
-6 bis 8 Aepfel werden entweder in heißer Asche, auf einem Geschirr
-im Ofen, oder im Bratrohr gebraten, das Mark geschabt, mit einer
-Messerspitze voll Zimmt, 8 Loth gestoßenem Zucker recht schaumig
-gerührt, von 12 Eierweiß ein steifer Schnee geschlagen, langsam mit der
-Masse vermischt, in eine tiefe, mit Butter bestrichene Platte, wie eine
-Pyramide, gegossen, die Platte auf ein schwarzes Blech, welches mit Sand
-oder Salz dick bestreut wird, gestellt, in ein Bratrohr gethan und mit
-Zucker bestreut. In einer halben Stunde ist es fertig.
-
-
-496. Backmeistercrême.
-
-Man nimmt so viel feines Mehl, als man mit 8 Eierdottern abrühren kann,
-gießt eine halbe Maas süßen Rahm daran, 4 Loth Zucker, an einer Citrone
-abgerieben, 3 Loth frische Butter, rührt die Crême auf dem Feuer und
-drückt den Saft von einer halben Citrone daran, wenn sie vom Feuer weg
-ist. Nun läßt man ein Viertelpfund Zucker mit einem halben Glas voll
-Wasser zu einem Caramelle kochen, gießt die Crême hinein, rührt es
-miteinander um, so, daß es etwas marmorirt bleibt (weiß und braun).
-
-
-497. Gestürzte Caffeecrême.
-
-Man röstet ein Viertelpfund Caffee hellgelb, stößt ihn im Mörser und
-läßt ihn in einer messingenen Pfanne mit 3 Schoppen Milch kochen;
-hernach läßt man 8 Loth Zucker und einen Schoppen dick gekochten
-Kälberstand mit dem Caffee einen Sud thun, zieht Alles durch ein
-Haarsieb in eine Porzellanschüssel und läßt es kalt werden. Sodann wird
-ein Schoppen Rahm in einer Schüssel steif geschlagen und die Crême,
-wenn sie kalt ist, langsam darein gemischt. Diese Masse wird in einem
-mit Mandelöl bestrichenen Sulzmodel auf Eis stehen gelassen und nach
-Geschmack garnirt.
-
-
-498. Gestürzte Chokoladecrême.
-
-4 sauber gepuzte Kalbsfüße, von denen die Knochen ausgelöst worden,
-sezt man mit 2 Maas Wasser zum Feuer und läßt sie bis auf eine halbe
-Maas einkochen, gießt dann die Sulz durch ein wollenes Tuch auf eine
-Porzellanschüssel und läßt sie eine Viertelstunde stehen. Dann löst man
-12 Loth Chokolade in einer messingenen Pfanne mit einem halben Schoppen
-Wasser auf (sollte es noch zu dick seyn, so kann noch ein halbes Glas
-Wasser dazu genommen werden), thut 12 Loth Zucker dazu, ein Stück
-Vanille, nimmt die Sulz behutsam dazu, rührt Alles mit einem Schoppen
-süßen Rahm glatt an, rührt die gekochte Chokolade an 8 verklopfte Eier
-und läßt sie nochmals in der Pfanne anziehen; es muß aber immer darin
-gerührt werden; nun zieht man die Crême durch ein Haarsieb in eine
-Porzellanschüssel, läßt sie kalt werden, bestreicht einen Sulzmodel mit
-Mandelöl, stürzt ihn um und läßt ihn gut auslaufen, gießt die kalte
-Crême darein; bevor sie zur Tafel kommt, ziert man sie schön auf einer
-Platte.
-
-
-499. Gebackene Chokoladecrême.
-
-Man löst ein Viertelpfund Chokolade in einer messingenen Pfanne mit
-einem Glas Wasser auf, kocht sie mit einer Maas Milch, 4 Loth Zucker
-und einer Messerspitze voll Zimmt; rührt 8 Eiergelb mit einem halben
-Kochlöffel voll Mehl und kalter Milch glatt, rührt die Chokolade dazu,
-läßt Alles miteinander nochmals in der Pfanne anziehen, sprudelt es
-in einem Topf, bis es ein wenig erkaltet ist, gießt die Crême durch
-ein Haarsieb auf die Platte, schlägt von den 8 Eierweiß einen steifen
-Schnee, bedeckt die ganze Crême damit, bespickt sie mit 2 Loth Mandeln,
-die der Länge nach fein geschnitten sind, streut grünen Streuzucker
-darüber und stellt die Crême eine Viertelstunde vor dem Anrichten ins
-Bratrohr, damit sie wieder heiß wird.
-
- ~Anmerkung.~ Es ist bei allen Crêmes zu bemerken, daß ein wenig Mehl
- dazu genommen wird; man ist dann sicher, daß sie nicht so leicht
- gerinnen.
-
-
-500. Citronencrême.
-
-Ein Viertelpfund Zucker, an dem 2 Citronen abgerieben worden, läßt man
-mit einer halben Maas Wein und dem Saft der Citronen 4 Minuten kochen,
-rührt 6 Eiergelb mit ein wenig Mehl und 2 Eßlöffeln voll Wasser glatt,
-rührt den gekochten Wein langsam an die Eier, läßt Alles in der Pfanne
-noch einmal anziehen, daß es glatt und dick wird, schlägt die 6 Eierweiß
-zu einem Schnee, mengt diesen unter die Crême und, wenn sie erkaltet
-ist, brennt man sie gelb mit einem glühenden mit Zucker bestreuten
-Schäufelchen.
-
-
-501. _Crême à la coquin._
-
-Einen Schoppen Rahm, eben so viel Milch, für einen Kreuzer
-Pomeranzenblüthe, Wasser, eine Citrone am Zucker abgerieben, 4 Loth
-Zucker und 6 gestoßene Makronen kocht man eine starke Viertelstunde
-miteinander, schlägt 6 Eiergelb in ein Geschirr, nimmt 3 Finger voll
-Mehl dazu, gießt die gekochte Milch langsam daran, rührt Alles eine
-Minute auf dem Feuer, zieht es durch ein Haarsieb in die Schüssel, die
-man zur Tafel geben will, stellt die Crême in kochendes Wasser, sezt
-einen Deckel mit Kohlen darauf und läßt sie fest werden. Man streut
-Zucker darauf und brennt sie mit einer glühenden Schaufel.
-
-
-502. Crême mit Eis.
-
-Man kocht eine halbe Maas Milch, ein Stück ganzen Zimmt und ein
-Achtelspfund Zucker in einer messingenen Pfanne miteinander, verrührt
-9 Eiergelb mit ein wenig Mehl, rührt die gekochte Milch daran, läßt
-Alles nochmals in der Pfanne anziehen, gießt die Crême in eine
-Schüssel durch ein Haarsieb, läßt sie erkalten und macht folgendes
-Eis: 6 Eierweiß werden zu einem steifen Schnee geschlagen, 6 Tropfen
-Pomeranzenblüthewasser und so viel Zucker daran gerührt, bis das Eis
-dick ist; dann gießt man es auf der Crême herum, macht ein Schäufelchen
-glühend und hält dieses so lange über die Crême, bis sie trocken ist.
-Man gibt sie kalt zu Tische.
-
-
-503. Gestürzte Erdbeerencrême.
-
-3 Schoppen Erdbeeren werden durch ein Haarsieb gepreßt; 2 Loth
-Hausenblasen löst man im Wasser auf. Man schlägt eine halbe Maas Rahm so
-steif, wie Eierschnee, läßt ihn auf einem Haarsieb ablaufen, gießt die
-Hausenblasen an das Erdbeermark, nimmt so viel Löffel voll Zucker, als
-man Mark hat, rührt die Crême auf dem Eis, bis sie anfängt, sulzig zu
-werden, bestreicht einen Sulzmodel mit Mandelöl, rührt den Schlagrahm
-und den Schnee von 2 Eierweiß langsam darunter, gießt die Crême in den
-Sulzmodel, stellt diesen in den Keller oder aufs Eis, stürzt die Crême
-behutsam auf eine Platte und garnirt sie schön mit Erdbeeren.
-
-
-504. Hagenbuttencrême.
-
-Man löst 1-1/2 Loth Hausenblasen in einem Schoppen Wasser auf, nimmt 4
-bis 6 Löffel voll Hagenbuttenmark in eine messingene Pfanne, schlägt 6
-Eier daran, gießt einen Schoppen guten Wein dazu, einen halben Schoppen
-Wasser, ein halbes Pfund Zucker, die geriebene Schale einer Citrone, und
-läßt Alles miteinander kochen, unter beständigem Rühren. Dann füllt man
-die Crême in einen mit Mandelöl bestrichenen Sulzmodel, stellt diesen in
-den Keller und läßt die Crême darin gestehen.
-
-
-505. Himbeer- oder Hohlbeerschaum.
-
-Eine halbe Maas Himbeeren wird in einem Haarsieb mit einem Erbsentreiber
-durchgetrieben, so viel Löffel voll Mark, so viel Zucker rührt man
-tüchtig damit durcheinander, schlägt von 12 Eierweiß einen Schnee,
-mischt ihn unter das Vorige, gießt Alles in eine mit Butter bestrichene
-Platte, macht es schön hoch, streut blauen Sandelzucker darauf, garnirt
-die Platte mit Hagenbutten und behandelt den Schaum wie es bei dem
-Apfelschaum angegeben wurde. In einer Viertelstunde ist er fertig.
-
-
-506. Jungferncrême.
-
-Man sezt eine halbe Maas Milch über's Feuer, stößt 6 bis 8 bittere
-Mandelbrode, thut diese sammt einem Stück Zimmt, 4 Loth Zucker, woran
-eine Citrone abgerieben wurde, in die Milch, läßt Alles eine Weile
-miteinander kochen, rührt den Schnee von 4 Eierweiß zulezt an die Milch;
-wenn sie abgekühlt ist, zieht man die Crême durch ein Haarsieb in ein
-Geschirr, stellt es auf heiße Asche, deckt einen Deckel mit schwachen
-Kohlen darauf, läßt die Crême fest werden und kann sie kalt oder warm
-geben.
-
-
-507. Königscrême.
-
-Ein Viertelpfund Zucker wird in einer messingenen Pfanne mit 2 Eßlöffel
-voll Wasser so lange gekocht, bis der Zucker hellgelb ist, dann gießt
-man ihn in eine beliebige Form, läßt ihn ganz darin herumlaufen, rührt
-eine halbe Maas Milch, 2 Eier, einen Kochlöffel voll Mehl, 1 Loth
-abgezogene, fein gestoßene, bittere Mandeln miteinander, gießt Alles in
-die gezuckerte Form, stellt sie in kochendes Wasser, deckt einen Deckel
-mit Kohlen darüber, läßt sie 2 bis 3 Stunden kochen und stürzt sie dann
-auf eine Platte.
-
-
-508. Crême für Kranke.
-
-Ein halber Schoppen Rheinwein und ein halber Schoppen schwarzes
-Kirschenwasser, 3 Finger voll Mehl mit ein wenig Wasser glatt gerührt, 3
-Eiergelb, etwas gestoßener Zimmt und ein Viertelpfund an einer Citrone
-abgeriebener Zucker werden in einer messingenen Pfanne ein klein wenig
-miteinander gekocht, durch ein Haarsieb in ein beliebiges Geschirr
-gegossen und entweder kalt oder warm gegeben.
-
-
-509. Mandelcrême.
-
-9 Loth süße und 1 Loth bittere Mandeln zieht man ab, stößt sie mit
-etwas Zimmtwasser recht fein, kocht die Mandeln mit einer halben Maas
-Rahm, 8 Loth Zucker, woran eine Citrone abgerieben wurde, und 3 bis 4
-Löffel voll Zimmtwasser miteinander unter beständigem Rühren, gießt
-einen Schoppen Kalbssulz dazu, läßt es wieder mit diesem kochen, rührt
-6 Eiergelb mit ein wenig Milch glatt, gießt dieses zulezt an die Crême,
-läßt Alles in der Pfanne noch einmal anziehen, gießt die Crême in einen
-mit Pomeranzenöl bestrichenen Sulzmodel, stellt diesen auf's Eis oder in
-den Keller, stürzt die Crême dann auf eine Platte und garnirt sie nach
-Geschmack.
-
-
-510. Gestürzte Marasquinocrême.
-
-Eine starke halbe Maas Milch und 6 Loth Zucker läßt man miteinander
-aufkochen, sodann wieder ein wenig erkalten, schlägt 8 Eiergelb in ein
-Geschirr, 2 Messerspitzen voll feines Mehl dazu, rührt es glatt, rührt
-die gekochte Milch an die Eier nebst einem Glas Marasquino und einem
-starken Schoppen reinen Kälberstand, läßt es miteinander aufkochen,
-zieht es durch ein Haarsieb in eine Porzellanschüssel, bestreicht einen
-Sulzmodel mit Anisöl und macht dreierlei gefärbte Sulzen auf folgende
-Art: eine von Chokolade, eine von Cochenillefarbe, die dritte von grünen
-Nelkenblättern, nimmt zu allem diesem einen Kälberstand, gießt die
-Zierathen schön aus, läßt es stehen, gießt die gekochte Crême darein und
-stellt sie aufs Eis. Beim Anrichten stürzt man sie auf eine Platte und
-garnirt sie nach Geschmack.
-
-
-511. Pomeranzencrême.
-
-Der Saft von 3 Pomeranzen wird mit Zucker, an denen 2 Pomeranzen
-abgerieben wurden, und einem Schoppen weißen Wein zusammengerührt, bis
-der Zucker verlaufen ist, dann schlägt man 6 Eiergelb und ein ganzes
-Ei daran, zieht die Crême durch ein Haarsieb in die dazu bestimmte
-Schüssel, stellt diese auf kochendes Wasser, und sezt einen Deckel mit
-Kohlen darauf, daß die Crême fest wird. Man kann sie entweder kalt oder
-warm geben.
-
-
-512. Gestürzte Pomeranzencrême.
-
-Von 4 Kalbsfüßen zieht man die Knochen aus, sezt das Fleisch mit 2
-Maas Wasser zum Feuer, läßt das Ganze auf 1-1/2 Maas einkochen, gießt
-es durch ein wollenes Tuch, läßt es eine Zeit lang stehen, reibt
-3 Pomeranzen mit einem halben Pfund Zucker ab, preßt den Saft der
-Pomeranzen in eine messingene Pfanne aus, den abgeriebenen Zucker und
-den Saft von einer Citrone nebst dem Kälberstand und einem Schoppen
-Rahm dazu, läßt Alles auf dem Feuer einen Sud miteinander thun, rührt
-8 Eiergelb mit ein wenig Wasser glatt, rührt das Gekochte langsam an
-die Eier, läßt Alles noch einmal in der Pfanne anziehen, zieht es durch
-ein wollenes Tuch in ein Porzellangeschirr, schlägt einen Schoppen
-Rahm recht steif, läßt ihn auf einem Haarsieb ablaufen, mischt diesen
-langsam unter die Crême, bestreicht eine Sulzform mit Citronenöl, gießt
-die Crême hinein, stellt die Form aufs Eis, und, wenn die Crême völlig
-gestanden ist, wird sie auf eine Platte gestürzt.
-
-
-513. Crême von saurem Rahm.
-
-Dicker saurer Rahm wird recht schaumig geschlagen, eine Citrone an einem
-Achtelpfund Zucker abgerieben, dieser gestoßen und sammt dem Geriebenen
-unter den Rahm gemischt. Dann richtet man die Crême an und streut
-geriebenes Biscuit darüber.
-
-
-514. Crême von süßem Rahm.
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-Eine halbe Maas Rahm wird in einer Schüssel mit einem weißen Beselchen
-wie Eierschnee geschlagen, Schnitten von Biscuit werden auf die Platte
-gelegt, geröstete Mandeln darauf gestreut, 2 Loth Vanillezucker unter
-den Schnee gemischt und dieser auf den Schnitten umher gegossen.
-
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-515. Crême von Reis.
-
-Man brüht ein Viertelpfund Reis mit kochendem Wasser an, läßt ihn eine
-Viertelstunde stehen, gießt ihn durch ein Haarsieb, kocht ihn mit einer
-halben Maas Milch recht weich, nimmt einen Schoppen süßen Rahm, 6
-Eiergelb, eine am Zucker abgeriebene Citrone, 4 Loth gestoßenen Zucker
-und 2 Loth geschnittenen Citronat dazu, läßt Alles in einer Pfanne ein
-wenig anziehen, stellt eine Schüssel in heißes Wasser, füllt die Masse
-hinein, deckt einen Deckel mit Kohlen darauf und läßt die Crême fest
-werden. Man kann sie kalt oder warm geben.
-
-
-516. Reisflomeriewein.
-
-Ein Viertelpfund Reis wird angebrüht, in ein Haarsieb gegossen, mit
-einer halben Maas Milch dick gekocht, eine Messerspitze voll Zimmt,
-4 Loth gestoßener Zucker, eine am Zucker abgeriebene Citrone, 2 Loth
-abgezogene, bittere Mandeln, welche mit Milch fein gestoßen werden, dazu
-genommen, Alles untereinander gerührt und die Masse in Chokoladebecher
-gefüllt; man läßt die Crême recht kalt werden, stürzt sie beim Serviren
-auf eine Platte, gießt rothen Wein dazu und streut Zucker und Zimmt
-darauf.
-
-
-517. Crême von Roiaille.
-
-Ein Achtelpfund Biscuit, 4 Loth bittere und süße Mandelbrode werden in
-einer messingenen Pfanne mit 3 Schoppen Milch, 10 Loth an einer Citrone
-abgeriebenem Zucker, 2 Messerspitzen voll gestoßenem Zimmt 4 Minuten
-lang unter beständigem Umrühren gekocht. Inzwischen werden 6 Eiergelb
-in ein Gefäß geschlagen, das Gekochte, wenn es ein wenig erkaltet
-ist, daran gerührt und durch ein Haarsieb getrieben. Eine Kaffeetasse
-oder ein eigentlicher Crêmebecher wird in kaltes Wasser getaucht, die
-Crême darein gefüllt, der Becher auf's Feuer gestellt und mit einem
-Deckel mit schwachen Kohlen zugedeckt, bis die Crême fest ist, was bei
-gewöhnlichen Bechern in einer halben Stunde geschieht. Alsdann wird die
-Crême auf eine Platte gestürzt und mit 3 bis 4 Löffeln voll Himbeergelée
-übergossen.
-
-
-518. Russische Crême.
-
-2 Loth Hausenblase werden mit einem Schoppen Wasser so lange gekocht,
-bis sie aufgelöst ist, dann zieht man das Wasser durch ein Haarsieb
-in ein Geschirr. Man kocht nun eine halbe Maas Milch (Rahm ist noch
-besser) mit einem Viertelpfund an einer Pomeranze abgeriebenen Zucker,
-rührt 6 Eiergelb mit ein wenig Milch glatt, rührt die kochende Milch
-und das Hausenblasenwasser langsam an die Eiergelb, drückt den Saft von
-2 Pomeranzen daran, läßt Alles noch einmal in der Pfanne miteinander
-anziehen, gießt die Crême durch ein Haarsieb in eine Porzellanschüssel,
-einen halben Schoppen Arak noch dazu nebst einem Schoppen Schlagrahm,
-füllt die Crême in einen mit Anisöl bestrichenen Sulzmodel und läßt sie
-auf dem Eis erkalten.
-
-
-519. Russische Crême anderer Art.
-
-3 Löffel voll gesiebten Zucker und 3 Eiergelb rührt man ganz dick
-miteinander, gießt 2 Löffel voll Arak daran, rührt es wieder eine
-Viertelstunde, mischt zulezt den Schnee von den 3 Eierweiß dazu, und
-richtet die Crême auf eine Saladière an; man kann nun, wenn man will,
-auch Schlagrahm dazu nehmen.
-
-
-520. Crême von Schaum.
-
-Man schlägt 12 Eierweiß zu einem Schnee. Eine halbe Maas Milch wird
-in einer breiten messingenen Pfanne mit einem Stücke ganzen Zimmt und
-4 Loth an einer Citrone abgeriebenem Zucker 6 Minuten lang gekocht
-und an 8 Eier in einem Topfe langsam gerührt; dann läßt man die Milch
-mit den Eiern noch einmal in der Pfanne anziehen, gießt sie durch ein
-Haarsieb in ein breites Geschirr, welches zum Tische bestimmt ist, macht
-noch einmal Milch siedend, und wenn sie aufsteigt, legt man von dem
-Eierschnee 4 Kugeln (die man mit einem Löffel macht) in die kochende
-Milch, läßt sie ein wenig kochen, legt sie auf ein Haarsieb, daß sie
-ablaufen, legt sie auf die kalte Crême, läßt ein Pfund Raffinadezucker
-mit einem halben Glas Wasser in einer messingenen Pfanne so lange
-kochen, bis er spinnt, macht mit Hülfe eines Löffels 2 Gitter von dem
-Syrup über die Kugeln, färbt die eine Kugel roth (man begießt sie mit
-Himbeersaft), die andere gelb; im Winter kann man Chokoladeeis darüber
-machen.
-
-
-521. Schnee anderer Art.
-
-In einen Schoppen dicken süßen Rahm, der mit dem Löffel abgehoben
-worden ist, werden 6 Loth gestoßener Zucker und ein halbes Glas
-Champagnerwein gemischt und die ganze Mischung in einem weiten Topf mit
-dem Chokoladesprudler gesprudelt, der Schaum sodann mit dem Löffel in
-ein Haarsieb gebracht und damit fortgefahren bis Alles fertig ist. Dann
-kommt der Schaum auf eine Platte und wird mit Zucker bestreut.
-
-
-522. Crême _à la_ Sultan.
-
-Ein Viertelpfund Zucker und ein halbes Glas Wasser läßt man auf dem
-Feuer so lange kochen, bis der Zucker dunkelgelb ist, gießt eine halbe
-Maas Milch dazu, ein Stück ganzen Zimmt, läßt es miteinander kochen,
-nimmt 6 Loth Zucker, welcher an einer Citrone abgerieben wurde, 3 Finger
-voll Mehl, 8 Eiergelb dazu, rührt die gekochte Milch langsam daran,
-läßt Alles auf dem Feuer nochmals anziehen, zieht die Crême durch ein
-Haarsieb auf ein Geschirr, welches man zu Tische geben will, schlägt
-von den 8 Eierweiß einen steifen Schnee, macht einen Kranz davon um
-die Crême herum, in die Mitte eine runde Kugel, streut grob gestoßenen
-Zucker darüber, stellt sie in ein Bratrohr und läßt sie schön gelb
-werden. Die Crême wird warm servirt.
-
-
-523. Gestürzte Crême von Thee.
-
-In einer halben Maas Milch mit einem Stück ganzen Zimmt oder Vanille
-wird 1 Loth Thee in einer messingenen Pfanne eine Minute lang
-aufgekocht. Dann kommt ein Kälberstand von 1-1/2 Schoppen so lange
-aufs Feuer, bis er zergangen ist, worauf 8 Loth Zucker dazu gethan und
-der Kälberstand in einem mit Zimmtöl bestrichenen Sulzmodel auf's Eis
-gestellt wird, bis er fest ist; nun wird die oben beschriebene Crême
-darüber gegossen.
-
-
-524. Crême von Vanille.
-
-Eine halbe Maas Milch, ein Stückchen ganzen Zimmt, ein Stückchen ganze
-Vanille, 4 Loth Zucker läßt man eine Weile miteinander kochen, verrührt
-3 Finger voll Mehl und 8 Eiergelb miteinander, rührt die gekochte Milch
-langsam daran, läßt Alles noch einmal in der Pfanne anziehen, zieht
-die Crême durch ein Haarsieb in ein Geschirr, deckt einen Deckel mit
-schwachen Kohlen darauf, stellt das Geschirr in kochendes Wasser, läßt
-die Crême fest werden, brennt sie mit einem glühenden Schäufelchen,
-streut Zucker darauf und gibt sie warm zu Tisch.
-
-
-525. Gebackene Weincrême.
-
-Eine halbe Maas Wein läßt man mit der Schale einer Citrone, einem Stück
-ganzen Zimmt und einem Viertelpfund Zucker kochen, rührt ein wenig Mehl
-mit kaltem Wasser glatt, schlägt 8 Eiergelb daran, rührt dieses in den
-kochenden Wein, läßt Alles in der Pfanne noch einmal kochen, gießt die
-Crême durch ein Haarsieb auf die Platte, schlägt einen Schnee von den 8
-Eierweiß, macht runde Kugeln, so groß wie ein Hühnerei, überstreut sie
-mit fein geschnittenen Mandeln und grob gestoßenem Zucker und stellt die
-Crême eine Viertelstunde vor dem Anrichten in den Ofen.
-
-
-526. _Blanc Manger_ (wie man es an Höfen macht).
-
-1 Pfund abgezogene Mandeln, worunter 2 Loth bittere seyn müssen, stößt
-man mit Wasser so fein wie Mehl, gießt 3 Schoppen Wasser dazu und preßt
-sie in einem Tuch fest aus, und behandelt sie überhaupt, als wollte man
-eine Mandelmilch machen. Dann reibt man eine Pomeranze und eine Citrone
-am Zucker ab, thut das Geriebene, nebst einem halben Pfund Zucker und 3
-Loth im Wasser aufgelösten Hausenblase, sammt der Mandelmilch und dem
-Saft von 1 Pomeranze und dem Saft von 2 Citronen, in eine messingene
-Pfanne, läßt Alles miteinander einen Sud thun, zieht es durch ein
-Haarsieb in ein reines Geschirr, läßt es erkalten und macht 4 farbige
-Sulzen auf folgende Art: zu 2 bis 3 Blättchen ganzen Safran nimmt man 2
-Löffel voll Kälberstand und 2 Eßlöffel voll weißen Wein. In ein zweites
-Geschirr gießt man 3 bis 4 Tropfen Cochenillefarbe und Kälberstand; läßt
-im dritten Geschirr Kälberstand zerlaufen, stößt grüne Nelkenblätter,
-preßt sie durch ein Haarsieb, gießt sie an den Kälberstand, bestreicht
-einen Sulzmodel mit Mandelöl, gießt die gefärbten Sulzen hinein, läßt
-sie gestehen, gießt die Mandelmilch darauf, stellt den Model aufs Eis,
-läßt Alles gestehen, stürzt den Inhalt auf eine Platte und garnirt sie
-nach Geschmack.
-
-
-527. _Blanc Manger_ auf grüne Art.
-
-Ein Viertelpfund abgezogene Mandeln, worunter 2 Loth bittere seyn
-müssen, stößt man mit Wasser so fein wie Mehl, treibt sie durch mit 3
-Schoppen Milch, läßt die Mandelmilch mit dem Stand von 3 Kalbsfüßen
-und einem Viertelpfund Zucker aufkochen, rührt 6 Eiergelb mit 2
-Messerspitzen voll Mehl glatt an, rührt dieses mit der gekochten Milch
-auf dem Feuer noch einmal recht glatt, zieht die Masse durch ein
-Haarsieb, läßt sie erkalten, streicht einen Sulzmodel mit gutem Oel aus,
-füllt die Crême darein und stellt sie aufs Eis, daß sie gesteht.
-
-
-528. Himbeergelée.
-
-Es werden so viel Himbeeren rein verlesen, als man zu brauchen glaubt.
-Man bindet sie in einem Topf fest zu und läßt ihn über Nacht stehen;
-den andern Tag stellt man ihn in einen andern Topf oder Kessel mit
-kochendem Wasser, deckt ihn fest zu, so daß der Dampf nicht mehr heraus
-kann, zieht den hellen Saft durch ein Haarsieb und mischt Zucker daran
-(zu einem Schoppen Saft rechnet man 3 Viertelpfund Zucker), läßt ihn
-miteinander kochen, schäumt ihn fleißig ab; will man probiren, ob er
-gut ist, so nimmt man einen Löffel voll in eine Kaffeetasse und läßt
-ihn kalt werden; ist er sulzig, so ist er gut. Man bewahrt ihn in einem
-Zuckerglas.
-
-
-529. Gesulzte Himbeeren.
-
-Von einer Maas reiner Himbeeren sucht man 30 bis 40 Stücke, die recht
-groß sind, aus und legt sie bei Seite. Die andern thut man in einen
-Topf, bindet ihn mit einem Tuche zu, stellt ihn in einer Casserolle in
-siedendes Wasser, läßt sie eine Stunde darin kochen, nimmt sie heraus
-und läßt den Saft durch ein Tuch laufen. Es muß eine halbe Maas Saft
-geben. Dann löst man 2 Loth Hausenblase im Wasser auf, zieht sie durch
-ein Haarsieb, thut sie in eine messingene Pfanne, gießt den Himbeersaft
-dazu nebst einem Schoppen weißen Burgunderwein, einem halben Pfund
-Zucker, 2 Eierweiß, schlägt so lange mit einem Schaumbesen darein, bis
-es anfängt zu kochen, stellt es vom Feuer, läßt es ein wenig stehen und
-dann die Sulz durch einen Filzhut laufen; sollte es das erste Mal nicht
-hell genug werden, so muß es 2 bis 3 Mal übergossen werden; dann nimmt
-man den dazu bestimmten Model und läßt etwas Weniges darein laufen; läßt
-es gestehen, legt von den ausgelesenen Himbeeren nach Geschmack in dem
-Model herum, gießt etwas Sulz dazu und so läßt man es wieder gestehen
-und macht so fort, bis der Model voll ist. Man stellt die Sulz auf's Eis
-und läßt sie dort gestehen.
-
-
-530. Johannisbeergelée.
-
-Johannisbeergelée wird auf dieselbe Art gemacht wie Himbeergelée.
-
-
-531. Gesulzte Kirschen.
-
-Ein halbes Pfund Weichseln werden ausgesteint, durch ein Haarsieb
-gepreßt, die Steine gestoßen und mit dem Saft der Kirschen, einer
-Bouteille Roussillon und 3 Schoppen Kalbssulz sammt 12 Loth Zucker, 3
-Eierweiß, 8 Nelken und etwas ganzem Zimmt gekocht; dann schlägt man
-mit der Schneegabel so lange in die Pfanne, bis der Inhalt anfängt zu
-kochen (es darf aber nur so lange kochen wie ein weichgesottenes Ei),
-stellt die Pfanne nun vom Feuer weg, gießt die Kirschensulz durch einen
-Filtrirhut, und sollte sie nicht schön roth seyn, so hilft man mit
-Cochenillefarbe nach; man zupft nun die Stiele von einem andern halben
-Pfund Weichseln ab, läßt sie in einem Geschirr auf der Glut ein wenig
-schwitzen, legt sie dann in ein Haarsieb, daß sie ablaufen, gießt etwas
-von der Sulz in einen beliebigen Model, läßt es ein wenig stehen, legt 6
-bis 8 Kirschen in die Form, dann gießt man Sulz darüber, macht den Model
-halbvoll damit, läßt es wieder stehen, legt wieder Kirschen darein, und
-so noch einige Mal, bis der Model gefüllt ist. Dann läßt man die Gelée
-auf dem Eis gestehen und stürzt sie auf eine Platte.
-
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-532. Gelée für Kranke.
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-2 Loth Hausenblase läßt man in einer Pfanne mit einer halben Maas Wasser
-auf einem gelinden Feuer verlaufen; ist von der Hausenblase nichts mehr
-zu sehen, so gießt man einen Schoppen guten Seewein dazu, stößt 2 bis 3
-Hände voll Brunnenkresse im Mörser, preßt den Saft durch ein Tuch aus,
-thut ihn in die Pfanne, läßt Alles miteinander aufkochen, schlägt noch
-2 Eierweiß daran, zieht es durch einen Filzhut in eine porzellanene
-Schüssel, 2 bis 3 Tropfen Berlinerblau darein, läßt es stehen und gibt
-dem Kranken je einen Löffel voll davon; es ist sehr gut für die Brust.
-
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-533. Pomeranzengelée.
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-6 Kalbsfüße, von denen die Knochen ausgelöst worden, läßt man mit 4
-Maas Wasser bis auf eine Maas einkochen, dann zieht man die Sulz durch
-ein Haarsieb und läßt sie über Nacht stehen. Den andern Tag kocht man
-die Sulz mit 3 saftigen an einem halben Pfund Zucker abgeriebenen
-Pomeranzen, von denen man den Saft und das Mark sammt dem Saft von
-3 Citronen nimmt. Das Fett wird von der Sulz abgeschöpft und Alles
-miteinander mit 2 Schoppen Markgräfler Wein in einer messingenen
-Pfanne, auf der ein Deckel mit Kohlen sich befindet, gekocht; man läßt
-die Gelée eine Viertelstunde stehen und gießt sie dann durch einen
-Filzhut in ein Geschirr; sollte die Gelée noch nicht hell genug seyn,
-so läßt man sie noch einmal durchlaufen, taucht eine Sulzform in kaltes
-Wasser, gießt die Gelée hinein, stellt sie auf's Eis und stürzt sie dann
-auf eine Platte.
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-
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-Salat.
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-534. Häringsalat.
-
-Von 2 großen Häringen zieht man die Haut ab, gräthet sie aus, schneidet
-sie in beliebige Stückchen, schält 4 Borsdorferäpfel, schneidet sie auch
-in solche Stückchen, wie den Häring, 4 Kartoffeln, Zwiebeln, Pfeffer,
-verrührt die Milch vom Häring mit Provenceröl, thut alles Geschnittene
-in eine Salatschüssel, gießt das Gerührte darüber, etwas Essig dazu,
-macht es untereinander und legt es oben auf den Salat.
-
-
-535. Vermischter Salat.
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-Rothe Rüben, Kartoffeln, Bohnen, Bohnenkerne, Endivie, Kopfsalat,
-Ochsenmaul, eingemachte Gurken, Sellerie, gelbe Rüben, weiches
-Welschkorn wird in eine Schüssel gethan, das Gelbe von 3 hartgesottenen
-Eiern durch ein Haarsieb getrieben und mit 3 Löffeln voll Provenceröl,
-etwas gutem Essig, Salz und Pfeffer der Salat angemacht.
-
-
-536. Endiviensalat mit rothen Rüben gefärbt.
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-Schöne Endivie wird klein geschnitten, in laues Wasser gelegt,
-Kartoffeln geschält und eine halbe Stunde in rother Rübenbrühe gelegt,
-die Endivie angemacht, in die Schüssel gelegt, die Kartoffeln zu Rädchen
-geschnitten und der Salat damit nach Gefallen garnirt.
-
-
-537. Salat _à la patrie_.
-
-Ein gebratenes Huhn oder Kalbsbraten schneidet man in kleine Stückchen,
-2 hartgesottene Eier, gesottene Birnen, gedämpfte Aepfel, Zwetschgen,
-Kirschen, Weichseln, Häring, Sardellen; die lezteren, sauber gepuzt
-und geschnitten, etwas Endivien, Kapern, Kopfsalat nimmt man in eine
-Schüssel, rührt 2 Löffel voll Estragonessig, 3 Löffel voll Provenceröl,
-Salz und Pfeffer damit an, nimmt eine nicht sehr tiefe Salatschüssel,
-legt den Salat schön wie eine Pyramide aufeinander, treibt das Gelbe
-von 6 hartgesottenen Eiern durch ein Haarsieb, schneidet das Weiße in
-beliebige Stückchen, legt sie in rothe Rübenbrühe, rührt alles eine
-Viertelstunde miteinander, gießt über das Verrührte noch einen Eßlöffel
-voll Essig, 3 Tropfen Oel, eine Messerspitze voll Salz, etwas Muskatnuß,
-bedeckt den Salat ganz damit und steckt oben darauf eine schöne
-Zwetschge oder eine eingemachte Nuß, neben herum die Eier, welche in der
-rothen Rübenbrühe gelegen sind und eingemachte Kirschen.
-
-
-538. Eingesezter Salat.
-
-In einem schönen Sulzmodel läßt man messerrückendick saure Sulz
-herumlaufen und dann gestehen, legt den Model schön mit Blumenwerk aus,
-mit Endiviensalat, der nicht zu groß und nicht zu klein seyn darf, mit
-grünen Bohnen, Bohnenkernen, Kartoffeln, drückt alles fest ein, verrührt
-4 Eßlöffel voll feines Provenceröl, 2 Eßlöffel voll Senf, das Gelbe von
-2 hartgesottenen Eiern mit 2 Eßlöffeln voll Essig, gießt es über den
-Salat, läßt es eine Zeit lang stehen und stürzt es beim Anrichten auf
-die dazu bestimmte Platte.
-
-
-539. Italienischer Salat.
-
-2 große Häringe werden sauber gepuzt, die Gräthe herausgethan, in
-Stückchen geschnitten, 6 bis 8 Kartoffeln in viereckige Stückchen, auch
-4 abgeschälte Borsdorfer Aepfel dazu geschnitten, 2 große Eßlöffel
-voll Kapern, eben so viel Oliven, die aber ausgesteint werden, 4
-hartgesottene Eier, 2 sauber gewaschene, weichgesottene Selleriewurzeln
-und etwas Endivie, alles wird in einer Schüssel mit Essig und
-Provenceröl angemacht; die hartgesottenen Eier werden in lange Stückchen
-geschnitten, der Salat schön aus der Schüssel mit Häringsstückchen
-herausgelegt und in der Mitte ein schöner Stern von rothen Rüben
-gemacht; von hartgesottenen Eiern macht man das Weiße und Gelbe zu dem
-Stern und von Kapern das Grüne.
-
-
-
-
-Torten.
-
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-540. Biscuittorte.
-
-Ein Pfund Zucker wird mit 20 Eiergelb und dem Schnee der 20 Eierweiß
-eine halbe Stunde gerührt; wenn die Masse dick ist, nimmt man eine
-Citrone, welche am Reibeisen abgerieben wurde, nebst dem Saft derselben
-und 24 Loth Stärkmehl zu der Masse, bestreicht eine Tortenform mit
-Butter, füllt alles hinein und backt die Torte im Ofen.
-
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-541. Schwarzbrodtorte.
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-Ein Pfund feingestoßener Zucker, ein halbes Pfund geschälte und ein
-halbes Pfund ungeschälte Mandeln (die leztern werden nicht sehr fein
-und die ersteren mit Eierweiß fein gestoßen), 12 Loth altgebackenes,
-schwarzes, geriebenes Brod, eine geriebene Muskatnuß, die gewiegte
-Schale einer Citrone, 2 Messerspitzen voll gestoßener Zimmt, eben so
-viel Muskatblüthe und gestoßene Nelken, 2 Messerspitzen voll Cardamomen,
-eben so viel Kubeben, 24 Eiergelb, alles dieses wird eine halbe
-Stunde miteinander stark gerührt; dann der Schnee von 10 Eierweiß, ein
-Viertelpfund Citronat und Pomeranzen damit vermischt, eine Tortenform
-mit Butter bestrichen, mit Brosamen bestreut, die Masse darein gefüllt
-und die Torte in einem heißen Ofen ausgebacken.
-
-
-542. Citronentorte.
-
-Ein halbes Pfund geschälte Mandeln wird fein geschnitten, die Schale
-von 2 feingewiegten Citronen, das Mark von 6 Citronen, von denen man
-die Kerne nimmt, ein Viertelpfund Citronat und Pomeranzenschalen
-miteinander vermischt; dann kocht man ein halbes Pfund Zucker mit einer
-Tasse Wasser in einer messingenen Pfanne, schäumt den Zucker fleißig ab,
-kocht nun Obiges in dem Zucker miteinander, läßt die Masse erkalten,
-legt ein Springblech mit gutem Butterteig aus, füllt die Masse darein,
-macht einen dünnen Deckel von Butterteig darüber, bestreicht diesen mit
-Eiergelb und backt die Torte in einem nicht zu heißen Ofen.
-
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-543. Aufgelaufene Citronentorte.
-
-Ein halbes Pfund Zucker, woran 4 Citronen abgerieben werden, nimmt man,
-fein gestoßen, in eine Schüssel, schlägt 8 Eiergelb daran, rührt dieses
-eine halbe Stunde miteinander, mische den Saft von 2 Citronen, 2 Loth
-feines Mehl und den Schnee von den 8 Eierweiß unter die Masse, füllt
-diese in ein Plafond, welches mit Butterteig ausgelegt ist und backt die
-Torte im Ofen.
-
-
-544. Chokoladetorte.
-
-Ein Pfund Zucker, fein gestoßen, wird mit 20 Eiergelb und dem Schnee
-von 16 Eierweiß eine Viertelstunde gerührt, ein Viertelpfund geriebene
-Chokolade, ein halbes Loth gestoßener Zimmt und 12 Loth Stärkmehl
-langsam unter die Masse gerührt und die Torte in einer mit Butter
-bestrichenen blechernen Form gebacken.
-
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-545. Geläuterte Chokoladetorte.
-
-Man zieht ein halbes Pfund Mandeln ab, reibt sie mit Eierweiß recht
-fein, rührt sie in einer Schüssel mit 4 Eiern und Dottern eine halbe
-Stunde lang, gießt in eine messingene Pfanne ein halbes Glas Wasser,
-ein halbes Pfund feinen Zucker, läßt es kochen, bis der Zucker dicke
-Fäden spinnt; dann mengt man 6 Loth feingeriebene Chokolade, ein halbes
-Loth Zimmt, den gekochten Zucker, die Chokolade und den Zimmt unter
-die gerührte Masse, rührt alles gut untereinander, bestreicht einen
-Tortenmodel mit Butter, bestreut ihn mit Zucker, füllt die Masse darein
-und backt die Torte im Ofen.
-
-
-546. Heilbronner Chokoladetorte.
-
-Man rührt ein halbes Pfund Butter leicht, nimmt ein halbes Pfund
-feingesiebten Zucker und eben so viel abgezogene, feingestoßene Mandeln,
-sowie das Gelbe von 2 auf dem Reibeisen abgeriebenen Citronen und den
-Saft davon, schlägt 12 Eiergelb daran und rührt alles eine halbe Stunde
-miteinander, schlägt von 8 Eierweiß einen steifen Schnee, mischt 10
-Loth geriebene Chokolade mit demselben unter die Masse, bestreicht eine
-Tortenform mit Butter, bestreut sie mit Zucker, füllt die Masse darein
-und läßt die Torte eine Stunde backen.
-
-
-547. Chokolademandeltorte.
-
-16 Eiergelb werden eine halbe Stunde gerührt, dann nimmt man ein Pfund
-feingesiebten Zucker, 25 Loth geschälte, feingestoßene Mandeln, den Saft
-von einer Citrone, ein starkes Loth Zimmt, die feingewiegte Schale einer
-Citrone, den Schnee von 8 Eierweiß dazu, rührt alles nun eine Stunde
-miteinander, dann kommt noch zulezt 10 Loth geriebene Chokolade dazu;
-die Torte wird in einem mit Butter bestrichenen und mit Mutschelmehl
-bestreuten Model gebacken. Will man sie noch besser haben, so nimmt man
-ein halbes Loth Citronat und eben so viel Pomeranzenschalen dazu; macht
-ein Eis darüber von dem Schnee eines Eierweißes, einem Achtelspfund
-Zucker und 2 Loth Chokolade, bestreicht die Torte damit und läßt sie
-noch ein Mal im Ofen anziehen.
-
-
-548. Crêmetorte.
-
-Man formirt eine Torte von rohem Butterteig, legt rohe Kartoffeln
-darauf, backt sie so, damit sie nicht zusammenschrumpft, und wenn sie
-erkaltet ist, bestreicht man sie mit eingemachten Johannisbeeren,
-Himbeeren oder Kirschen. Man macht folgende Crême dazu: Ein Viertelpfund
-Zucker wird an 2 Citronen abgerieben, auf ein Papier geschabt und
-getrocknet; dann rührt man einen Kochlöffel voll Mehl in einer Pfanne
-mit süßer Milch glatt an, gießt noch einen Schoppen Milch dazu, thut
-6 bis 7 Eiergelb daran, kocht dieses wie einen Brei, rührt es, bis es
-kalt ist, streicht es dann behutsam auf das Eingemachte, schlägt von 6
-Eierweiß einen Schnee, mengt den getrockneten Citronenzucker damit, thut
-den Schnee auf die Crême und stellt die Torte bei geringer Hitze in den
-Ofen.
-
-
-549. Eiercrêmetorte.
-
-Ein Pfund feingestoßener Zucker wird mit 20 Eiergelb und dem Schnee von
-16 Eierweiß so lange gerührt, bis die Masse dick ist; hierauf nimmt man
-das Gelbe einer am Reibeisen abgeriebenen Citrone und den Saft derselben
-zu der Masse, mengt 16 Loth Stärkmehl darunter, bestreicht ein 3 Finger
-hohes und nicht sehr breites Plafond mit Butter, bestreut es mit Zucker
-und backt die Torte darin. Man macht folgende Crême dazu: 1-1/2 Loth
-Hausenblase löst man in einem Schoppen Wasser auf, gießt das Wasser
-durch ein Haarsieb, reibt eine Pomeranze an 6 Loth Zucker ab, gießt das
-Hausenblasenwasser in eine messingene Pfanne, nimmt den Zucker, einen
-Schoppen süßen Rahm, den Saft von 2 Pomeranzen mit 6 Eiergelb dazu,
-kocht alles auf dem Feuer zu einer Crême, gießt sie durch ein Haarsieb
-in eine Porzellanschüssel und läßt sie erkalten. Dann schlägt man in
-einer Schüssel einen Schoppen süßen Rahm wie einen Eierschnee, läßt ihn
-in einem Haarsieb ablaufen und mischt ihn, wenn die Crême kalt ist,
-darunter, legt die Torte auf eine Platte, löst den Deckel oben ab,
-schneidet eine 2 Zoll tiefe Oeffnung in die Torte, höhlt diese aus,
-gießt die Crême hinein, legt den Deckel wieder darauf und macht auf
-diesen ein Citronen- oder Chokoladeeis, wie es schon öfters beschrieben
-wurde. Die Torte wird nun mit etwas Citronat und eingemachten Früchten
-geziert.
-
-
-550. Torte auf englische Art.
-
-Man rührt 3 Viertelpfund Butter in einer Schüssel schaumig, nimmt
-ein Viertelpfund gesiebten Zucker, ein halbes Pfund Mandeln, von
-einer halben Citrone die abgeriebene Schale dazu, rührt alles recht
-miteinander, belegt ein schwarzes Blech mit Papier, streut ein wenig
-Mehl darauf und macht 4 bis 6 Kuchen (ehe man die Masse vertheilt, muß
-ein halbes Pfund Mehl darein gearbeitet werden); macht die Kuchen so
-groß als man die Torte haben will, backt sie im Ofen schön gelb aus;
-sind die Kuchen alle gebacken, so legt man einen Kuchen auf die Platte,
-die zu Tische gegeben werden soll, überstreicht diesen mit Citronen-
-oder Pomeranzencrême, legt den zweiten Kuchen darauf, bestreicht ihn mit
-Aepfelmuß, den dritten mit einer andern Crême und so fort (der obere
-muß aber leer bleiben). Nun macht man die Torte schön rund, schlägt ein
-Eierweiß zu Schnee, ein Achtelpfund Zucker dazu, rührt es miteinander,
-bis es dick ist, überstreicht die Torte damit, streut rothen Streuzucker
-darüber, thut sie in Backofen und läßt sie trocknen.
-
-
-551. Erolzheimer Torte.
-
-Von einem Pfund feingesiebten Zucker und 5 Eierweiß rührt man ein dickes
-Eis, nimmt noch ein Pfund abgezogene, der Länge nach feingeschnittene
-Mandeln, eine Messerspitze voll feinen Zimmt und 2 am Reibeisen
-abgeriebene Citronen dazu, auch den Saft von einer halben Citrone,
-mischt alles untereinander, legt ein Springblech mit Oblaten aus, füllt
-die Masse darein und backt die Torte im Ofen. Bemerkt wird noch, daß ein
-halbes Pfund der Mandeln am Reibeisen abgerieben und das andere halbe
-Pfund geschnitten wird.
-
-
-552. Guirlandentorte.
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-Ein halbes Pfund geschälte Mandeln werden recht fein geschnitten, ein
-halbes Pfund derselben gestoßen, die leztern mit einem halben Pfund
-gestoßenen Zucker und 12 Eiergelb so lange gerührt, bis die Masse dick
-ist, dann mischt man die geriebene Schale von einer halben Citrone, den
-Schnee von 8 Eierweiß und eine Hand voll Mutschelmehl darunter, füllt
-die Masse in ein mit Butter bestrichenes Springblech und backt die
-Torte. Nun schlägt man einen steifen Schnee von 12 Eierweiß, mengt 12
-Loth gestoßenen Zucker, ein halbes Pfund geschnittene Mandeln darunter,
-streicht diesen Guß recht eben auf die gebackene Torte und trocknet sie
-noch eine Viertelstunde im Ofen. Nun rührt man in einer messingenen
-Pfanne ein halbes Pfund Zucker und das oben beschriebene halbe Pfund
-geschnittene Mandeln beständig miteinander, bis der Zucker flüssig und
-gelb ist, nimmt den Springreif von der Torte, macht von den gerösteten
-Mandeln eine schöne Guirlande um dieselbe und in die Mitte eine Krone.
-
-
-553. Karmelitertorte.
-
-Ein halbes Pfund geschälte Mandeln schneidet man der Länge nach so
-fein wie möglich, schlägt 7 Eiergelb in einer tiefen Schüssel zu einem
-steifen Schaum, thut ein halbes Pfund gesiebten Zucker darein und
-rührt ihn eine Viertelstunde lang recht stark; dann kommt das Gelbe
-von 2 Citronen und der Saft von einer, ein Viertelpfund Mehl und die
-Hälfte der Mandeln unter die Masse, die man sofort in eine mit Butter
-bestrichene Tortenform einfüllt, mit den übrigen Mandeln überstreut und
-schön gelb ausbackt. Die Torte wird sodann auf eine Platte gestürzt.
-
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-554. Kartoffeltorte.
-
-Gute sogenannte Gruberkartoffeln werden Tags zuvor im Dampf gekocht oder
-im Rohr gebraten. Dann werden sie gerieben (zu einem halben Pfund Zucker
-nimmt man 3 Viertelpfund Kartoffeln), mit dem Zucker, 7 ganzen Eiern und
-7 Eierdottern eine halbe Stunde gerührt, man nimmt 2 Loth abgezogene,
-feingestoßene, bittere Mandeln dazu, eine am Reibeisen geriebene Citrone
-nebst dem Saft einer halben Citrone, bestreicht eine blecherne Form mit
-Butter, bestreut sie mit Zucker und backt die Torte darin.
-
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-555. Krachtorte.
-
-Von einem Pfund Mandeln zieht man die Schalen ab, schneidet sie fein
-und der Länge nach und röstet sie mit einem Pfund Raffinadezucker in
-einer messingenen Pfanne unter beständigem Umrühren so lange, bis der
-Zucker gelb ist. Alsdann bestreicht man einen Melonenmodel mit Mandelöl,
-drückt die Fugen mit einem Theil der gerösteten Mandeln gut aus, macht
-die andern wieder warm und drückt den Model ganz damit aus. Wenn die
-Torte erkaltet ist, stürzt man sie aufrecht auf eine Platte, so daß die
-Oeffnung nach oben sieht, und gießt folgende Sauce darüber: Man schlägt
-einen Schoppen Rahm in einer Schüssel mit einem steifen Backbesen wie
-einen Eierschnee, läßt ihn auf dem Haarsieb ein wenig ablaufen und thut
-3 Loth Vanillezucker darunter.
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-556. Linzer Torte.
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-Von einem halben Pfund Butter, einem halben Pfund gestoßenem Zucker,
-einem halben Pfund feinem Mehl, einem halben Pfund ungeschälten,
-feingestoßenen Mandeln, 4 Loth geriebener Chokolade, 6 hartgesottenen
-Eiergelb, welche durch ein Haarsieb getrieben werden, 6 frischen
-Eiergelb, 1 Loth gestoßenem Zimmt, einem halben Quint gestoßenen Nelken
-wird ein Teig gemacht, fingerdick ausgewellt, ein Reif von festem Papier
-um die Torte gemacht, damit sie nicht zerläuft, von dem übrigen Teig
-werden Streifen geschnitten, ein Gitter davon über die Torte gemacht,
-diese auf ein schwarzes, mit Oblaten belegtes Blech gethan und bei
-mittlerer Hitze eine halbe Stunde im Ofen gebacken. Nun macht man
-folgendes Eis darüber: Von einem Eierweiß, dem Saft einer halben Citrone
-und einem Viertelpfund Zucker wird das Eis gerührt, das Gitter der Torte
-mit demselben bestrichen, dieselbe im Ofen mit dem Eis getrocknet, und
-ehe sie zu Tische gegeben wird, in die Oeffnungen der Gitter eingemachte
-Johannisbeeren gethan.
-
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-557. Gewöhnliche Mandeltorte.
-
-Ein Pfund feingesiebter Zucker wird mit einem Pfund abgezogenen, so
-fein wie möglich gestoßenen Mandeln, 16 Eiergelb und dem Schnee von
-16 Eierweiß dick gerührt (dieser kommt aber erst dazu, wenn die Masse
-bereits dick ist). Dann kommt noch eine ganze, am Reibeisen abgeriebene
-Citrone und der Saft von einer halben Citrone, nebst einer Hand voll
-Mutschelmehl dazu. Wenn die Masse beisammen ist, wird eine blecherne
-Form mit Butter bestrichen und darin die Torte im Ofen gebacken.
-
-
-558. Mandeltorte anderer Art.
-
-8 Eierweiß werden zu einem steifen Schnee geschlagen, die 8 Eiergelb
-mit 12 Loth fein gestoßenen Mandeln, 12 Loth fein gestoßenem Zucker,
-4 Loth fein geschnittenem Citronat, 4 Loth fein geschnittenen
-Pomeranzenschalen dazu genommen, alles ganz dick miteinander nebst dem
-Gelben von einer halben Citrone gerührt, sodann eine blecherne Form mit
-Butter bestrichen, die Masse darein gefüllt und bei geringer Hitze gelb
-gebacken.
-
-
-559. Geschnittene weiße Mandeltorte.
-
-Von einem Pfund fein gestoßenem Zucker und 10 Eierweiß rührt man ein
-dickes Eis, ein halbes Pfund geschälte Mandeln schneidet man der Länge
-nach so fein wie möglich, reibt ein halbes Pfund ungeschälte Mandeln,
-nebst dem Gelben von 2 Citronen am Reibeisen oder Muskatnußreiber ab,
-schneidet ein Viertelpfund Citronat und Pomeranzenschalen fein, mengt
-alles langsam unter das Eis, legt ein Springblech oder einen Ring
-auf einem schwarzen Blech mit Oblaten aus, thut die Masse darein und
-backt die Torte bei geringer Hitze schön aus. Es wird bemerkt, daß der
-Ring oder das Springblech, ehe die Oblaten darein kommen, mit Butter
-bestrichen werden muß.
-
-
-560. Meringuentorte.
-
-12 Eierweiß werden zu einem steifen trockenen Schnee geschlagen und
-dieser mit einem Pfund fein gestoßenem und gesiebtem Zucker vermischt;
-von dieser Masse wird ein Theil in eine Spritze mit einem fingerdicken
-Rohr gefüllt und davon 4 bis 6 Säulen auf ein ganz reines Brett
-gesprizt, die man im Ofen bei gelinder Hitze anziehen läßt. Mittlerweile
-macht man eine Rundung von der Form und Größe eines Tellers von der
-übrigen Masse und legt sie um die aus dem Ofen genommenen Säulen so, daß
-diese über die Rundung hervorragen. Das Ganze läßt man sodann im Ofen
-schön und gut ausbacken.
-
-
-561. Nudelntorte.
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-Von einem halben Pfund abgeschälten Mandeln wird die Hälfte nicht sehr
-fein gestoßen, die andere Hälfte lang geschnitten, der Saft von einer
-Citrone daran gedrückt und mit einem halben Pfund fein gestoßenem Zucker
-und fünf ganzen Eiern eine Viertelstunde gerührt, von 2 Eiern feine
-Nudeln gemacht, so fein als möglich geschnitten, im heißen Schmalz
-oder Butter gelb gebacken, eine Citrone am Reibeisen abgerieben, 4
-Loth Citronat und Pomeranzen fein gewiegt unter die Masse gemischt und
-von 4 Eierweiß ein steifer Schnee dazu genommen. Man bestreicht einen
-Tortenmodel mit Zucker und Butter, füllt die Masse darein und backt die
-Torte in einer gelinden Hitze gut aus.
-
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-562. Pistazientorte.
-
-8 Loth Pistazien werden über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht; an 12
-Loth abgezogene und fein gestoßene Mandeln und ein Viertelpfund fein
-gestoßenen Zucker werden 16 Eiergelb geschlagen und eine halbe Stunde
-miteinander gerührt; unterdessen zieht man die Pistazien ab und wiegt
-sie auf einem Wiegbrett; deßgleichen wiegt man 4 Loth Citronat und 4
-Loth Pomeranzenschalen miteinander, aber nicht sehr fein; von einer
-Citrone wird das Gelbe fein gewiegt und der Saft auch dazu gegossen;
-nachdem die Pistazien in diese Masse gekommen, rührt man sie nochmals
-eine Weile, schlägt von 8 Eiern einen steifen Schnee und mengt ihn
-langsam unter die Masse, bestreicht eine blecherne Form mit Butter und
-backt in derselben die Masse im Ofen. Sie braucht eine Stunde zum Backen.
-
-
-563. Punschtorte.
-
-Man macht eine Butterbiscuitmasse auf folgende Art: 3 Viertelpfund
-Butter wird schaumig gerührt, dann kommt 3 Viertelpfund feingestoßener
-Zucker und 18 Eiergelb, sammt dem Schnee von den Eierweiß, der
-geriebenen Schale einer Citrone und 26 Loth Mehl zu der Masse. Nun
-füllt man in 4 tellergroße, gleiche Formen einen Schöpflöffel voll
-von der Masse, backt sie recht schön gelb aus, läßt sie dann erkalten
-und verrührt in einem Geschirr 2 Eßlöffel voll Arak mit Himbeeren,
-im zweiten Geschirr eben so viel Arak mit Johannisbeeren, im dritten
-Arak mit Aepfelmarmelade, legt einen Bogen Papier auf ein Springblech,
-einen von den gebackenen kleinen Kuchen darauf, bestreicht diesen mit
-den Himbeeren, legt den zweiten auf den ersten, bestreicht ihn mit
-Johannisbeeren, legt den dritten auf den zweiten, bestreicht diesen mit
-der Aepfelmarmelade, legt den vierten Kuchen auf und schneidet nun die
-Torte recht rund; wenn es nöthig ist, feuchtet man ein Stück Oblate mit
-Arak an, macht diese recht schön gleich um die Torte herum und macht
-folgendes Arakeis: an ein halbes Pfund fein gesiebten Zucker schüttet
-man Arak, bis es flüssig ist, daß man die Torte damit überziehen kann,
-doch darf das Eis nicht zerlaufen. Man gießt nun das Eis über die Torte
-und garnirt sie mit eingemachten Früchten.
-
-
-564. Blinde Punschtorte.
-
-An 6 Loth fein gestoßenen Zucker schlägt man 6 Eiergelb, rührt sie eine
-Viertelstunde miteinander, thut das Gelbe von einer halben am Reibeisen
-abgeriebenen Citrone und den Saft dazu, schlägt von 6 Eiern einen
-steifen Schnee, mengt 6 Loth feines Mehl unter die Masse, bestreicht ein
-Aufzugblech mit Butter, thut den vierten Theil von der Masse darein,
-läßt sie im Ofen halb gar kochen; dann verrührt man 2 Eßlöffel voll
-Himbeeren mit 2 Eßlöffeln voll Arak, nimmt das Brett aus dem Ofen,
-streicht die Himbeeren darüber, thut die andere Masse darauf und backt
-sie im Ofen ganz aus. Darüber macht man folgendes Eis: 4 Loth Zucker
-und 2 Eßlöffel voll kaltes Wasser läßt man in einer messingenen Pfanne
-bis zum Faden dick kochen, schlägt von 3 Eierweiß einen steifen Schnee,
-rührt ihn in den gekochten Zucker, stürzt die Torte auf eine Platte,
-überzieht sie mit dem Eierschnee und macht den Ueberzug mit einem Messer
-glatt.
-
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-565. Sandtorte.
-
-Ein halbes Pfund Butter läßt man in einer Schüssel zergehen, rührt 6
-Eierdotter, ein halbes Pfund feinen Zucker, eine geriebene Citrone,
-den Schnee von 6 Eierweiß und ein halbes Pfund Mehl recht dick mit der
-Butter, füllt die Masse in einen Model und backt die Torte im Ofen.
-
-
-566. Sauerkrauttorte.
-
-Von einem halben Pfund Sauerkraut drückt man den Saft aus, legt es
-in kaltes Wasser, gießt aber alle Tage frisches daran und wiederholt
-dieses 5 bis 6 Tage; nun kocht man das Kraut weich, läßt es in
-einem Seiher ablaufen, drückt es fest aus, wiegt die Schalen von 3
-Citronen, schneidet 3 Loth abgezogene Mandeln, 3 Loth Citronat und
-Pomeranzenschalen länglich, läßt ein halbes Pfund Zucker mit einem
-halben Glas voll Wasser in einer messingenen Pfanne kochen, bis der
-Zucker Blasen wirft, thut das Kraut und das Geschnittene darein, läßt
-Alles 2 bis 3 Minuten kochen, belegt einen Plafond mit Butterteig,
-bestreicht ihn mit Ei, legt rohe Kartoffeln in das Blech, damit der Teig
-nicht zusammenschrumpft, backt ihn schön gelb, drückt von 2 Citronen den
-Saft daran, nimmt die Kartoffeln weg, füllt die Masse in das Blech und
-läßt die Torte eine Viertelstunde im Ofen backen.
-
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-567. Schweizer Torte.
-
-Man rührt 6 Loth Schmalz in einer Schüssel bis es ganz weiß ist, stoßt
-3 Viertelpfund abgezogene Mandeln fein, nimmt von 2 Citronen das am
-Reibeisen abgeriebene Gelbe und ein halbes Pfund fein gestoßenen Zucker
-dazu, rührt es mit einem Viertelpfund schönem Mehl eine halbe Stunde
-recht untereinander, bestreicht einen Plafond (Springblech) mit Butter,
-thut 2 Drittheile von der Masse darein, bestreicht sie mit Eiern, macht
-von dem zurückbehaltenen Drittheile der Masse ein Gitter darüber,
-bestreicht es ebenfalls mit Eiern und läßt es im Backofen schön gelb
-backen. Wenn die Torte aus dem Ofen kommt, wird sie auf die Platte
-gelegt, auf der man sie zur Tafel geben will, und die Gitteröffnungen
-werden mit etwas Eingemachtem ausgefüllt.
-
-
-568. Spanische Torte.
-
-Von einem guten Butterteig backt man 5 bis 6 tellergroße Kuchen, legt
-einen davon auf die Platte, welche zu Tische gegeben wird, bestreicht
-ihn nicht sehr dick mit eingemachten Johannisbeeren, legt den zweiten
-darauf, bestreicht ihn mit Aepfelmarmelade, den dritten mit eingemachten
-Himbeeren, den vierten mit Aprikosenmarmelade, legt den fünften darauf,
-bestreicht ein Stück Oblate mit Ei, legt es schön um die Torte herum,
-oben darauf ein Chokoladeeis, welches auf folgende Art bereitet wird: 4
-Loth Zucker werden in einer messingenen Pfanne mit 2 Täfelchen Chokolade
-gekocht, die Torte damit im Ring herum überzogen; ein Citroneneis
-gemacht, wie folgt: ein Eierweiß, ein Viertelpfund feingestoßener Zucker
-und der Saft von einer halben Citrone werden miteinander weiß gerührt,
-dieses in den innern Rand, nach dem Chokoladeeis, über die Torte, mit
-Hülfe einer Schachtel, gegossen, darauf die Torte im Ofen getrocknet und
-mit Früchten garnirt.
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-Kuchen.
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-569. Aepfelkuchen.
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-Man legt ein Kuchenblech mit Butterteig aus, überlegt diesen mit guten,
-geschnittenen Aepfeln, rührt die gewiegte Schale einer halben Citrone,
-2 Löffel voll sauren Rahm, eine große Hand voll gestoßenen Zucker, 2
-Messerspitzen voll gestoßenen Zimmt, einen halben Schoppen Milch recht
-untereinander, gießt dieses über die Aepfel, schneidet noch ein wenig
-Butter darauf und backt den Kuchen im Ofen.
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-570. Aepfelkuchen anderer Art.
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-Gute Aepfel, die nicht verkochen, schält und schneidet man in 4 Theile,
-läßt sie mit den Kernen und Schalen an einer Maas Wasser in einer
-messingenen Pfanne eine Viertelstunde lang kochen, gießt sie durch ein
-Haarsieb, das Wasser davon wieder in die Pfanne, 12 Loth Zucker, die
-Schale von einer halben Citrone, ein Stück ganzen Zimmt, ein Glas Wein
-und die Aepfel dazu, läßt diese weich, aber nicht verkochen, dann auf
-einem Haarsieb ablaufen und den Syrup so lange kochen, bis er Fäden
-spinnt. Nun legt man ein Kuchenblech mit Butterteig aus, rohe Kartoffeln
-oder ganze Aepfel darauf, daß der Teig nicht zusammenschrumpft; backt
-nun den Teig, nimmt die Kartoffeln oder Aepfel wieder weg, legt die
-gedämpften Aepfel auf dem Kuchen herum, übergießt sie mit dem Syrup und
-gibt den Kuchen zu Tische. Gebacken darf er nun nicht mehr werden.
-
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-571. Aepfelkuchen mit einem Gitter.
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-Geschälte Aepfel kocht man in einer Casserolle mit einem Stück
-Butter, einem Stück Zucker, einem Viertelpfund Rosinen und Cibeben, 2
-Messerspitzen voll gestoßenem Zimmt, der gewiegten Schale von einer
-halben Citrone recht weich und läßt sie sodann in einem Geschirr
-erkalten. Man macht einen Mandelnteig auf folgende Art dazu: von einem
-Viertelpfund geschälten fein gestoßenen Mandeln, einem Viertelpfund
-Butter, einem halben Pfund feinem Mehl, 3 Loth gestoßenem Zucker,
-3 Eiergelb (wenn es seyn muß, kann man auch noch ein wenig kaltes
-Wasser dazu nehmen), macht man einen Teig, wellt ihn aus, schlägt ihn
-übereinander, wellt ihn wieder aus, belegt ein mit Butter bestrichenes
-Kuchenblech damit, legt die Aepfel darein, macht, wie gewöhnlich, einen
-Rand um den Kuchen herum, schneidet 12 fingerbreite Streifen von dem
-nämlichen Teig (den man zu diesem Zwecke zurückgelegt hat), legt diese
-kreuzweise, wie ein Gitter, über den Kuchen, bestreicht ihn mit Eiern
-und backt ihn.
-
-
-572. Aepfelkuchen mit einer Kruste.
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-Geschälte (sog.) Breitling legt man in ein mit Butterteig überlegtes
-Kuchenblech, röstet in einem Viertelpfund Butter 3 Hände voll geriebenes
-Brod, nimmt 4 Loth gestoßenen Zucker, 3 Loth gestoßene Mandeln und 2
-Messerspitzen voll Zimmt dazu, vermischt es miteinander, streut es recht
-dick auf den Kuchen und backt diesen.
-
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-573. Blitzkuchen.
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-12 Loth zerlassene Butter, 12 Loth Zucker, 12 Loth Mehl, das Gelbe von
-einer Citrone und 5 Eier rührt man recht gut miteinander, bestreicht
-einen Plafond mit Butter und backt den Kuchen schön gelb.
-
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-574. Brodkuchen auf englische Art.
-
-3 Viertelpfund Zucker, ein Pfund abgezogene, gestoßene Mandeln, 14
-Eiergelb, die am Reibeisen abgeriebenen Schalen von 2 Citronen rührt man
-in einer Schüssel eine halbe Stunde recht stark miteinander, nimmt ein
-Loth gestoßenen Zimmt dazu, rührt nun Alles nochmals durcheinander, 6
-Loth geriebenes Brod, den Schnee von 6 Eierweiß dazu, füllt die Masse
-in ein mit Butter bestrichenes Backblech und backt den Kuchen im Ofen.
-
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-575. Butterkuchen auf besondere Art.
-
-Von einem Pfund schönen Mehl, 3 Viertelpfund Butter, 3 Löffeln
-voll Bierhefe, 2 Messerspitzen voll Muskatblüthe, 3 Eßlöffeln voll
-Rosenwasser und 2 Loth fein gestoßenem Zucker macht man einen festen
-Teig, arbeitet ihn recht lange, stellt ihn zu gelinder Wärme, läßt ihn
-gehen, nimmt ihn aufs Nudelnbrett und wellt ihn daumendick aus, arbeitet
-ein Viertelpfund Butter daran, bestreicht einen Bogen Papier mit Butter,
-legt den Kuchen darauf, thut ihn in einen Plafond, verklopft 6 Eier,
-gießt sie über den Kuchen, stellt ihn in den Backofen, läßt ihn schön
-gelb backen und streut Zucker und Zimmt darüber.
-
-
-576. Citronenkuchen auf besondere Art.
-
-8 Citronen reibt man am Reibeisen ab, zieht die weiße Haut davon,
-schneidet das Mark in Schnitten, drückt die Kerne davon aus, mengt
-ein Viertelpfund Mandeln, mit Rosenwasser, recht fein gestoßen,
-nebst dem Citronenmark und dem Gelben von den abgeriebenen Citronen,
-schlägt 8 Eier daran, rührt 8 Loth fein gestoßenen Zucker, 2 geriebene
-Kreuzerbrode dazu und Alles eine halbe Stunde miteinander, bestreicht
-einen Plafond mit Butter, füllt die Masse darein, backt den Kuchen im
-Ofen schön gelb und streut Zucker und Zimmt darauf.
-
-
-577. Citronenkuchen auf englische Art.
-
-Die Schalen von 6 Citronen werden fein gewiegt, das Mark derselben mit
-einer am Zucker abgeriebenen Pomeranze, nebst dem Pomeranzensaft, 3
-Viertelpfund gestoßenem Zucker, einem halben Pfund abgezogener, etwas
-grob gestoßenen Mandeln dazu genommen, eine Stunde stehen gelassen
-und dann folgender Teig gemacht: auf einem Nudelnbrett macht man mit
-2 Händen voll Mehl, 2 Eiergelb, einem Löffel voll gestoßenem Zucker,
-Butter, so groß wie ein Hühnerei, und Rosenwasser einen Teig an, wellt
-ihn aus, legt ihn in ein mit Butter bestrichenes Springblech, schlägt
-noch zu der Masse, welche eben beschrieben wurde, 6 Eier, füllt sie in
-das Blech und backt den Kuchen, man kann ihn nach dem Backen aufbrennen
-oder ein Citroneneis darauf machen.
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-578. Eierkuchen mit Ochsenmark.
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-Ein Viertelpfund süße Mandeln, worunter 6 bis 8 bittere kommen,
-werden mit Rosenwasser recht fein im Mörser gestoßen, die Schalen
-von 2 Citronen fein gewiegt, 3 geschnittene Aprikosen, 3 geschälte,
-geschnittene Aepfel dazu genommen, ein Viertelpfund Ochsenmark, 10 Eier,
-4 Loth gestoßener Zucker, ein Schoppen süßer Rahm mit dem Besagten
-vermischt, ein Kuchenblech mit Oblaten ausgelegt, die Masse darauf
-gebracht und im Ofen gebacken.
-
-
-579. Hochzeitkuchen.
-
-Man rührt 4 Eier und ein halbes Pfund Butter so lange, bis er weiß
-wird, rührt 3 Löffel voll Bierhefe mit etwas lauer Milch daran, 4
-Loth gestoßenen Zucker, arbeitet den Teig zusammen, klopft ihn eine
-Viertelstunde lang, stellt ihn zur Wärme, läßt ihn halb reif werden,
-wellt ihn aus, schneidet 10 Loth Butter auf den Kuchen, schlägt ihn
-übereinander, wie einen Butterteig, wellt ihn 2 Finger hoch aus, legt
-geschälte Aepfel und Rosinen auf den Kuchen am Rand herum, schlägt den
-Kuchen 3 Finger breit übereinander, bestreicht einen Bogen Papier mit
-Butter, legt den Kuchen darauf, läßt ihn gehen, bestreicht ihn mit
-verklopften Eiern, vermischt ein Loth abgezogene Mandeln mit 2 Loth
-gestoßenem Kandelzucker, streut sie auf dem Kuchen herum und backt
-ihn schön gelb aus. Mit allem Recht kann man ihn einen Hochzeitkuchen
-heißen, wenn er gut gemacht ist.
-
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-580. Käskuchen.
-
-Ein Kuchenblech wird mit Hefen- oder Butterteig ausgelegt; nun vermischt
-man Molken oder Ziegern, der nicht sehr sauer ist, mit einem halben
-Schoppen dicken, sauren Rahm, 4 ganzen Eiern, 2 Löffeln voll feinem
-Mehl, einer Hand voll Schnittlauch und einer Messerspitze voll Salz,
-rührt dieses eine Viertelstunde miteinander, schüttet die Masse auf den
-Kuchen, schneidet noch ein wenig Butter darauf und backt ihn.
-
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-581. Kirschenkuchen.
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-Ein halbes Pfund Butter läßt man in einer Schüssel zerlaufen, dann nimmt
-man ein halbes Pfund gestoßenen Zucker, ein halbes Pfund gestoßene,
-unabgezogene Mandeln, 12 Eiergelb, 6 Eierweiß dazu, rührt Alles 3
-Viertelstunden miteinander; wenn es dick ist, wiegt man ein Viertelpfund
-Citronat und Pomeranzenschalen, doch nicht sehr fein; 2 Wecken, von
-denen die Rinde abgeschnitten worden, eingeweicht und ausgedrückt,
-1 Loth gestoßenen Zimmt, 1 Quint gestoßene Nelken, rührt nun Alles
-nochmals miteinander, schlägt noch von 4 Eierweiß einen Schnee davon,
-backt den Kuchen in einem mit Butter bestrichenen Aufzugblech und drückt
-vor dem Backen ein Pfund ausgesteinte Kirschen mit einem Löffel ganz
-locker an den Kuchen.
-
-
-582. Kirschenkuchen anderer Art.
-
-Von 3 Schoppen Milch und Griesmehl kocht man in einer messingenen Pfanne
-einen dicken Brei, thut ihn in eine Schüssel, schneidet ein Viertelpfund
-Butter daran, ein Viertelpfund gestoßenen Zucker, eine halbe am
-Reibeisen abgeriebene Citrone, 6 Eiergelb, rührt Alles eine halbe Stunde
-stark miteinander, mischt den Schnee von den 6 Eierweiß darunter,
-zulezt ein Pfund abgezupfte Kirschen dazu und läßt den Kuchen in einem
-Aufzugblech, welches dick mit Butter bestrichen ist, im Ofen schön gelb
-backen.
-
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-583. Kirschenkuchen mit Hellenenmasse.
-
-Ein halbes Pfund Butter wird schaumig gerührt, 9 Eiergelb, das Gelbe
-einer halben am Zucker abgeriebenen Citrone, ein halbes Pfund Mehl nebst
-dem Schnee von 9 Eierweiß darunter gerührt; ein Plafond mit Butter
-bestrichen, die Masse darein gethan, 1 Pfund ausgesteinte Kirschen
-darauf gelegt und mit dem Finger leicht in die Masse gedrückt, sodann in
-einem Bratrohr gebacken.
-
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-584. Kirschenkuchen mit Schwarzbrod.
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-16 Loth schwarzes, geriebenes Brod feuchtet man mit einem Glas guten,
-alten Wein an, reibt eine ganze Muskatnuß daran, 1 Loth gestoßenen
-Zimmt, 1 Quint gestoßene Nelken, 2 Messerspitzen voll Muskatblüthe, die
-fein gewiegte Schale einer Citrone, ein halbes Pfund Zucker, ein halbes
-Pfund gestoßene Mandeln, 12 Eiergelb dazu, rührt Alles eine halbe Stunde
-miteinander, der Schnee von 6 Eierweiß und 1 Pfund schwarze ausgesteinte
-Kirschen werden zulezt damit vermischt, und der Kirschenkuchen in einem
-mit Butter bestrichenen Aufzugblech im Ofen gebacken.
-
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-585. Magdalenenkuchen.
-
-Ein halbes Pfund Butter wird schaumig gerührt, 9 Eiergelb, ein halbes
-Pfund Zucker, eine abgeriebene Citrone, 2 Pfund Mehl, der Schnee von den
-9 Eierweiß mitgerührt, die Hälfte der Masse in ein Potageblech gefüllt,
-eingemachte Früchte darauf und die andere Hälfte über diese gethan, der
-Kuchen mit Mandeln bestreut und bei guter Hitze gebacken.
-
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-586. Mailänder Kuchen.
-
-Ein halbes Pfund Butter wird leicht gerührt und mit 5 Eiern, 3
-Viertelpfund Mehl, 3 Loth fein gestoßenem Zucker zu einem Teig gemacht
-(sollte er zu fest seyn, so nimmt man etwas Milch dazu); dieser auf dem
-Nudelnbrett ausgewellt, mehrmals übereinander geschlagen, fingersdick
-ausgewellt und nun in einem mit Butter bestrichenen Kuchenblech
-gebacken. Man kann entweder Citronen- oder Chokoladeeis darüber machen.
-
-
-587. Mandelkuchen.
-
-Ein halbes Pfund abgezogene Mandeln stößt man im Mörser recht fein mit
-Eierweiß, läßt ein Viertelpfund Butter in einer Schüssel zerlaufen,
-siedet das Besagte mit einem halben Pfund fein gestoßenem Zucker eine
-halbe Stunde lang, thut 2 Hände voll fein geriebenes Geigenmehl dazu,
-mischt den Schnee von einigen Eierweiß langsam darunter, legt ein
-Backblech, welches zuerst mit Butter bestrichen wurde, mit Oblaten aus,
-die Masse darein, backt den Kuchen im Ofen, und kann, wenn man es liebt,
-Rosinen und Zibeben darauf streuen.
-
-
-588. Punschkuchen.
-
-Ein Viertelpfund Mandeln wird mit einem Ei gestoßen, ein Viertelpfund
-Zucker und nach und nach 8 Eiergelb daran gerührt, ein halbes Pfund
-geschmolzene Butter mit einem Löffel voll Mehl schaumig gerührt, etwas
-Arak, dann der Schnee von den 8 Eierweiß dazu genommen, mit den Mandeln
-und dem Zucker gerührt, ein Springblech mit Butter bestrichen, die Masse
-eingefüllt und bei gelinder Hitze gebacken.
-
-
-589. Rahmkuchen.
-
-Man macht von einem halben Pfund Mehl, 4 Loth Butter, 2 Eiergelb,
-einem halben Glas Wein und 2 Loth fein gestoßenem Zucker einen Teig
-auf dem Nudelnbrett wie einen Butterteig, wellt ihn aus, schlägt ihn
-übereinander, wiederholt dieses noch einmal, legt den Teig in ein mit
-Butter bestrichenes Springblech, verrührt 6 Eiergelb, einen Schoppen
-sauern und eben so viel süßen Rahm, 3 Loth gestoßenen Zucker, eine halbe
-am Reibeisen abgeriebene Citrone, ein Viertelpfund Rosinen und Zibeben,
-den Schnee von 4 Eierweiß miteinander, nebst einem Kochlöffel voll
-feinem Mehl, welches mit Milch glatt gerührt worden, füllt dieses auf
-den Kuchen und backt ihn im Ofen.
-
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-590. Speckkuchen.
-
-Man nimmt ein Pfund Mehl in eine Schüssel, macht von guter Bierhefe
-ein Teigchen mit Milch an und läßt es bei gelinder Wärme gut gehen.
-Dann rührt man ein Viertelpfund Butter leicht, nimmt 4 Eiergelb und 2
-Messerspitzen voll Salz dazu und legt das Teigchen in die Butter sammt
-Mehl, arbeitet den Teig so lange bis er Blasen wirft, thut ihn wieder in
-die Schüssel und läßt ihn gehen. Wenn er reif ist, nimmt man ihn aufs
-Nudelnbrett, wellt ihn 2 Finger dick aus, schlägt ihn am Rand 2 Finger
-breit ein, streicht ihn mit verklopftem Ei, schneidet grünen Speck in
-Würfel, vermengt ihn mit Salz und Kümmel, streut ihn auf dem Kuchen
-herum, bestreicht einen Bogen Papier mit Butter, legt den Kuchen darauf,
-thut ihn auf ein schwarzes Blech und backt ihn schön gelb im Ofen.
-
-
-591. Blinder Speckkuchen.
-
-Man legt ein Kuchenblech mit einem geriebenen Teig aus, den man
-folgendermaßen bereitet: Mit einem Viertelpfund Mehl, 2 Eiergelb, 4
-Loth Butter, 3 Loth fein gestoßenem Zucker, der gewiegten Schale von
-einer halben Citrone und 2 Löffeln voll saurem Rahm macht man auf dem
-Nudelnbrett einen Teig an, schafft ihn so lange, bis nichts mehr von der
-Butter zu sehen ist, arbeitet ihn zusammen, wellt einen Kuchen davon
-aus, bestreicht ein Kuchenblech mit Butter, legt den Teig darein, drückt
-mit den Fingern, wie gewöhnlich, einen Rand daran, rührt 10 Eiergelb,
-10 Loth gestoßenen Zucker, 4 Loth zerlassene Butter, die gewiegte
-Schale von einer halben Citrone, 8 Loth feines Mehl sammt dem Schnee
-der 10 Eierweiß untereinander, füllt die Masse auf den Teig, backt den
-Kuchen in einem nicht zu heißen Ofen halb aus, bestreut ihn mit 3 Loth
-in Würfel geschnittenem Citronat, der mit einem Loth grob gestoßenem
-Kandiszucker vermischt wird, und backt ihn nun vollends aus.
-
-
-592. Stachelbeerkuchen.
-
-Man legt ein Plafond (Kuchen- oder Backblech) mit mürbem Teig aus,
-schneidet die Stiele, die Butzen und das Wollige von den Stachelbeeren,
-legt das Blech damit aus, rührt von einem Viertelpfund fein gestoßenem
-Zucker, 2 Messerspitzen voll Zimmt, 6 Eierweiß und dem Saft einer halben
-Citrone ein schönes weißes Eis, gießt es über die Beeren und backt den
-Kuchen im Ofen.
-
-
-593. Theekuchen.
-
-Mit 2 Löffeln voll Bierhefe und etwas Milch macht man in einem Mäßchen
-Mehl einen kleinen Teig an; wenn er gegangen ist, thut man 2 ganze
-Eier, 3 Löffel voll sauren Rahm, etwas gewiegte Citronenschalen, Salz
-und 2 Loth fein gestoßenen Zucker dazu, macht Alles zu einem Teig
-an, arbeitet diesen nun auf dem Nudelnbrett wie einen Butterteig,
-macht ihn ein wenig fest, wellt ihn aus, schneidet ein Viertelpfund
-Butter darein, überschlägt ihn, wellt ihn so lange bis die Butter
-recht hineingearbeitet ist, wellt ihn 2 Finger dick aus, läßt ihn
-auf einem mit Butter bestrichenen Blech gehen, bestreicht den Kuchen
-mit zerlassenem Schmalz, bestreut ihn mit gewiegten Mandeln und grob
-gestoßenem Zucker und backt ihn dann.
-
-
-594. Traubenkuchen.
-
-Ganz guten Butterteig legt man in ein Backblech, abgezupfte Trauben
-darüber, mischt ein halbes Pfund fein geschnittene Mandeln, ein
-Viertelpfund gestoßenen Zucker, ein halbes Loth gestoßenen Zimmt, den
-Schnee von 12 Eierweiß untereinander, schüttet die Masse auf die Trauben
-und backt den Kuchen in einem nicht zu heißen Ofen.
-
-
-595. Weichselkuchen.
-
-Von 1-1/2 Pfund Weichseln werden die Stiele und Steine genommen, 10
-Loth zerlaufene Butter in eine Schüssel gethan, von 6 Wecken oder
-Milchbroden die Rinde geschnitten, dieselben in Wasser eingeweicht, fest
-ausgedrückt, 10 Loth gestoßene Mandeln, 6 ganze Eier und 4 Dotter, ein
-wenig Zimmt und Nelken eine halbe Stunde mit allem Obigen gerührt, auch
-der Schnee von 4 Eierweiß damit vermischt, ein Plafond mit Butterteig
-ausgelegt, das Gerührte darauf gegossen und der Kuchen im Ofen gebacken.
-
-
-596. Weinbeerkuchen.
-
-16 Loth geriebenes schwarzes Brod, eine geriebene Muskatnuß, 2
-Messerspitzen voll Nelken, ein halbes Loth gestoßenen Zimmt mischt
-man untereinander, belegt ein Kuchenblech mit Butterteig, rührt 12
-Eiergelb, ein halbes Pfund gestoßenen Zucker und 8 Loth zerlassene
-Butter eine Viertelstunde miteinander, nimmt ein halbes Pfund Rosinen,
-den Schnee von den 12 Eierweiß dazu, mengt das Brod mit dem Uebrigen
-zusammen, füllt Alles auf den Butterteig und backt den Kuchen im Ofen.
-
-
-597. Wiener Kuchen.
-
-4 starke Kochlöffel voll Mehl werden mit einem Schoppen Milch kalt
-angerührt, dann auf dem Feuer dick gerührt, 6 Eierweiß, ein Viertelpfund
-Butter, Zucker nach Belieben dazu genommen (auch kann man etwas gewiegte
-Citronenschalen dazu nehmen), die Masse in eine beliebige Form gefüllt
-und gebacken.
-
-
-598. Züricher Kuchen.
-
-Man rührt eine starke Hand voll feines Mehl und ein Stückchen Butter
-in der Größe eines Hühnereies mit einem Schoppen Milch gut ab, stellt
-es ans Feuer und fährt fort mit Rühren, bis es ein dicker Brei ist,
-worauf man es erkalten läßt. Sodann rührt man 5 Eiergelb und ein ganzes
-Ei mit einem Loth Zucker und dem Gelben von einer Citrone daran.
-Ist es zu dick, so kann man es mit 2 Caffeebecher voll süßem Rahm
-verdünnen. Hierauf wird ein Viertelpfund Confekt geschnitten (z. B. ein
-Viertelpfund Makronen), 2 Loth Citronat und Pomeranzenschalen unter die
-Masse gerührt, ein Springblech mit Butter bestrichen, von 5 Eierweiß ein
-steifer Schnee unter die Masse gerührt und diese sofort im Ofen schön
-gelb gebacken.
-
-
-599. Zwetschgenkuchen.
-
-Man legt ein Kuchenblech mit Butterteig aus, steint die Zwetschgen
-aus, belegt den Kuchen recht dick damit, und zwar so, daß der Schnitt
-davon nach oben steht, bestreut sie mit 3 Loth gestoßenem Zucker, 2
-Messerspitzen voll Zimmt, schneidet noch 2 Loth Butter darüber und backt
-den Kuchen.
-
-
-600. Zwetschgenkuchen mit Hefenteig.
-
-Man macht Hefenteig wie zu Dampfnudeln, wellt ihn halbfingersdick aus,
-legt ihn in ein Backblech und die Zwetschgen, welche vorher ausgesteint
-wurden, dick auf den Teig; verrührt 3 Eier, einen halben Schoppen sauren
-Rahm, eine Hand voll gestoßenen Zucker und eine Hand voll geriebenes
-Brod miteinander, gießt dieses über die Zwetschgen und backt den Kuchen
-im Ofen.
-
-
-
-
-Hefenbackwerk.
-
-
-601. Bauernhefenküchlein.
-
-An 2 Pfund Mehl in einer Schüssel schlägt man 4 ganze Eier und arbeitet
-diesen Teig mit einem halben Schoppen dickem saurem Rahm, 3 Loth
-gestoßenem Zucker, 2 Messerspitzen voll Salz, einem Viertelpfund sauber
-gewaschenen kleinen Weinbeeren, einem Viertelpfund zerlassener Butter
-recht zusammen, thut noch 2 Löffel voll weiße Bierhefe dazu, legt den
-Teig wieder in die Schüssel, stellt ihn zu gelinder Wärme und läßt ihn
-gehen; wenn er reif ist, legt man ihn aufs Nudelnbrett, macht runde
-Küchlein daraus wie ein Hühnerei, zieht sie auseinander, daß sie in der
-Mitte wie Papier so dünn werden, legt sie in heißes Schmalz, backt sie
-gelb aus und streut Zucker und Zimmt darauf.
-
-
-602. Caffeebrod.
-
-Ein halbes Pfund Mehl, 4 Loth Zucker, ein Ei, 2 Löffel voll dicke
-Bierhefe macht man mit lauer Milch zu einem festen Teig an, mischt etwas
-zerlassene Butter, etwas Citronenschalen und Anis darunter und arbeitet
-ihn auf dem Nudelnbrett recht lange, macht sodann 2 Laibchen davon,
-wellt diese einen Schuh lang aus, läßt sie bei gelinder Wärme stehen,
-bestreicht sie mit Eiern und backt sie im Ofen.
-
-
-603. Citronenbrod mit Hefe.
-
-Man nimmt ein Pfund feines Mehl in eine Schüssel, macht mit 2 Löffeln
-voll guter Bierhefe und einem halben Schoppen lauer Milch ein Teiglein
-in der Mitte der Schüssel an, thut 4 Loth zerlassene Butter, 2 ganze
-Eier und 2 Dotter nebst dem geriebenen Gelben von einer Citrone dazu,
-klopft den Teig eine Viertelstunde, läßt ihn gehen bis er reif ist,
-macht auf einem Nudelnbrett 2 lange Würste davon, legt sie auf ein mit
-Mehl bestreutes Blech, stellt dieses zur Wärme, läßt den Teig noch
-einmal gehen, bestreicht ihn zuerst mit einem verklopften Ei, streut
-Zucker darauf und backt ihn im Ofen schön gelb; schneidet ihn aber erst
-den andern Tag an. Man kann das Citronenbrod zum Thee und zum Dessert
-geben.
-
-
-604. Augsburger Kugelhopf.
-
-9 Loth Butter rührt man in einer Schüssel, 6 Eiergelb, 3 Loth fein
-gestoßenen Zucker, 12 Loth feines Mehl, 2 Eßlöffel voll gute Bierhefe,
-zulezt den Schnee von den 6 Eierweiß darunter, läßt den Teig gehen,
-füllt ihn in einen mit Butter bestrichenen Kugelhopfenmodel und backt
-ihn.
-
-
-605. Biscuitkugelhopf.
-
-12 Eiergelb, das Weiße davon zu steifem Schnee geschlagen, ein halbes
-Pfund fein gestoßener Zucker, eine am Reibeisen abgeriebene Citrone
-werden miteinander eine halbe Stunde gerührt, bis die Masse ganz dick
-ist; dann rührt man nach und nach ein halbes Pfund ganz feines Mehl
-dazu, bestreicht den Kugelhopfenmodel (oder türkischen Bund) mit Butter,
-füllt die Masse darein und backt ihn schön gelb.
-
-
-606. Frankfurter Kugelhopf.
-
-Mit einem Pfund Mehl, 2 Löffeln voll Bierhefe, einem halben Schoppen
-lauer Milch macht man in einer Schüssel ein kleines Teiglein an, läßt
-es bei gelinder Wärme gehen, schneidet 10 Loth Butter dazu, thut
-ein Viertelpfund sauber gewaschene, kleine Weinbeeren, 2 Loth große
-ausgesteinte, in 2 Theile geschnittene Weinbeeren, ein Loth gestoßenen
-Zucker, eine Messerspitze voll Salz, 4 Stück abgezogene, bittere, grob
-gestoßene Mandeln, 4 ganze Eier darunter, macht den Teig mit Allem an,
-klopft ihn eine Viertelstunde, bestreicht einen Kugelhopfenmodel mit
-Butter, streut ein wenig Zucker darein, füllt die Masse hinein, läßt nun
-den Kugelhopfen bei gelinder Wärme noch ein wenig gehen und backt ihn im
-Ofen gelb.
-
-
-607. Münchner Kugelhopf.
-
-Man läßt ein halbes Pfund Butter in einer Schüssel zergehen, rührt ihn
-ganz schaumig, rührt 12 Eier, welche vorher in lauem Wasser gelegen
-sind, nach und nach daran, nebst 4 Loth fein gestoßenem Zucker, das
-Gelbe von einer am Reibeisen abgeriebenen Citrone, einen halben Schoppen
-dicken süßen Rahm, 12 Eßlöffel voll ganz feines Mehl, 3 Loth Rosinen,
-2 Loth fein geschnittenen Citronat, 3 Löffel voll gute Bierhefe, mengt
-dieses Alles recht untereinander, bestreicht einen Kugelhopfenmodel mit
-Butter, füllt die Masse darein, läßt sie bei gelinder Wärme gut gehen
-und backt den Kugelhopfen bei nicht starker Hitze im Ofen.
-
-
-608. Pariser Kugelhopf.
-
-Ein Pfund Mehl, 2 Löffel voll gute Bierhefe, 3 Eßlöffel voll laue Milch
-werden in eine Schüssel genommen, ein kleines Teiglein in der Mitte
-der Schüssel von Obigem angerührt, welches man in gelinder Wärme gehen
-läßt; dann stößt man ein Loth bittere Mandeln recht fein mit einem
-Schoppen Milch, gießt diese durch ein Haarsieb, preßt die Mandeln fest
-aus und stellt nun die Mandelmilch zur Wärme; hierauf werden 10 Loth
-Butter in einer Schüssel schaumig gerührt, 6 Eier, 4 Loth gestoßener
-Zucker und eine Messerspitze voll Salz nach und nach daran gerührt, mit
-der Mandelmilch der Teig vollends angemacht, eine Viertelstunde lang
-geklopft, ein Kugelhopfenmodel mit Butter bestrichen, mit Zucker und
-Mandeln bestreut, der Teig darein gefüllt und im Ofen gebacken.
-
-
-609. Stuttgarter Kugelhopf.
-
-Man nimmt ein Pfund Mehl in eine Schüssel, macht von 3 Löffeln voll
-guter Bierhefe und einem halben Schoppen Rahm ein Teiglein in der Mitte
-der Schüssel an, läßt es gehen, schneidet ein Viertelpfund Butter dazu,
-4 Eiergelb, ein Loth gestoßenen Zucker, eine Messerspitze voll Salz,
-macht einen guten, etwas festen Teig von Allem an, gießt, wenn es nöthig
-ist, noch etwas laue Milch dazu, arbeitet ihn eine Viertelstunde lang
-und läßt ihn schön gehen, wenn er reif ist, wellt man ihn auf einem
-Nudelnbrett ein wenig breit aus, bestreicht den Kuchen mit 4 Loth
-zerlassener Butter, streut 10 Loth große und kleine Weinbeeren darauf,
-wickelt ihn zusammen wie eine Wurst, bestreicht einen türkischen Bund
-mit Butter, legt die Wurst darein, läßt sie gut gehen und backt den
-Kugelhopfen bei ziemlich starker Hitze schön gelb.
-
-
-610. Käsküchlein.
-
-Man macht von einem Pfund Mehl, Parmesankäs, 3 Löffeln voll saurem Rahm,
-2 Messerspitzen voll Salz, 2 Löffeln voll Bierhefe und 2 Löffeln voll
-Kirschengeist einen Teig, arbeitet ihn eine halbe Stunden lang, läßt ihn
-in der Wärme gehen, macht mit einem Löffel Küchlein daraus und backt sie
-in heißem Schmalz.
-
-
-611. Nürnberger Traubenkuchen.
-
-Ein halbes Pfund frische Butter wird recht schaumig gerührt, ein halbes
-Pfund fein gestoßener Zucker nebst 8 Eiergelb (eines nach dem andern),
-gestoßener Zimmt nach Belieben, 6 bis 8 Hände voll schöne zeitige
-Traubenbeeren unter die Masse gethan, von den 8 Eierweiß ein steifer
-Schnee geschlagen, dieser nebst einem Löffel voll Mehl locker unter die
-Masse gemischt, ein Geschirr, welches zur Tafel bestimmt ist, mit Butter
-bestrichen, die Masse darein gefüllt und schön gelb gebacken.
-
-
-612. Trisenetschnitten.
-
-Man macht in einer Schüssel, worin 2 Pfund Mehl sind, mit 2 Löffeln voll
-Bierhefe und lauer Milch ein Teiglein an, läßt es gehen und schlägt 2
-Eiergelb dazu, auch 3 Loth fein gestoßenen Zucker, eine Messerspitze
-voll Salz, 3 Eßlöffel voll Himbeersaft, macht von diesem Allen einen
-Teig an, arbeitet ihn eine Viertelstunde lang auf dem Nudelnbrett, läßt
-ihn hierauf in der Schüssel nochmals gehen, macht, wenn er ganz reif
-ist, auf dem Nudelnbrett 2 Laibchen davon, wellt diese lang aus, legt
-sie auf ein mit Mehl bestrichenes Blech, läßt sie auf diesem wieder
-gehen, bestreicht sie mit Eiern, backt sie im Backofen und läßt sie 2
-bis 3 Tage liegen. Man schneidet sie in gewöhnliche Schnitten, mischt
-ein Pfund fein gestoßenen Zucker, ein Loth rothen Sandel, ein Loth
-Trisenet, ein Loth gestoßenen Zimmt, 2 fein geriebene Muskatnüsse, eine
-kleine Messerspitze voll Nelken untereinander, gießt eine Bouteille Wein
-in ein Geschirr, taucht 4 bis 6 Schnitten zumal in den Wein, reibt sie
-mit dem gemischten Gewürz gut ein, legt sie in einem andern Geschirr
-aufeinander, fährt so fort bis alle eingerieben sind, läßt sie über
-Nacht zugedeckt stehen, taucht und reibt alle den folgenden Tag wieder
-so ein, läßt sie auf einem Bogen Papier in einem abgekühlten Ofen
-langsam trocknen und bewahrt sie in einer Schachtel auf. Man kann sie
-ein halbes Jahr auf diese Art aufheben.
-
-
-613. Waffeln mit Bierhefe.
-
-Von einem halben Pfund Mehl, 2 Löffeln voll dicker guter Bierhefe, lauer
-Milch und einer Messerspitze voll Salz wird ein Teig gemacht, den man
-bei gelinder Wärme gehen läßt. Inzwischen wird ein halbes Pfund Butter
-in einer Schüssel leicht gerührt, 6 Eier darunter gethan und unter den
-Teig geknetet. Dann klopft man den Teig stark, läßt ihn noch einmal
-gehen, backt ihn in heißen mit Speckschwarte bestrichenen Waffeleisen
-auf beiden Seiten aus und bestreut die Waffeln auf der Platte mit Zucker
-und Zimmt.
-
-
-614. Zimmtschnitten.
-
-Man macht einen nicht sehr starken Hefenteig, wie schon öfters
-beschrieben worden ist; läßt ihn gehen, nimmt 3 Loth fein gestoßenen
-Zucker, 3 Messerspitzen voll Zimmt dazu, macht den Teig mit diesem
-an, läßt ihn gehen, bis er reif ist, macht dann auf einem Nudelnbrett
-3 Würste davon, legt sie auf ein schwarzes, mit Mehl bestreutes
-Blech, läßt sie noch einmal in der Wärme gehen, bestreicht sie mit
-Eiern, streut Zucker und Zimmt darauf, backt sie schön gelb und läßt
-sie erkalten. Hierauf werden sie in 2 Messerrücken dicke Schnitten
-geschnitten, eine jede davon mit folgendem Gemische bestreut: nämlich
-von einem halben Pfund feingestoßenem Zucker, einem Loth gestoßenem
-Zimmt, einer ganzen geriebenen Muskatnuß und einer Messerspitze
-voll Cardamomen, tüchtig eingerieben, alle aufeinander gelegt, eine
-Viertelstunde liegen gelassen, nochmals, aber nur ganz leicht, durch
-das Obenbeschriebene gezogen, auf ein schwarzes Blech, worauf Papier
-seyn muß, gelegt und in einem abgekühlten Ofen getrocknet. Man kann die
-Schnitten zum Dessert, auch zu kalter Schale geben.
-
-
-615. Karlsruher Zwieback.
-
-4 Pfund Mehl nimmt man in eine Schüssel nebst 4 starken Eßlöffeln voll
-Bierhefe und 3 Schoppen lauer Milch, macht einen Teig an, der aber sehr
-stark seyn muß, stellt das Geschirr zur Wärme, läßt den Teig gehen,
-legt ihn in ein anderes Geschirr; arbeitet von einer Maas lauer Milch,
-12 Loth fein gestoßenem Zucker, 4 Loth zerlassener Butter einen festen
-Teig zusammen, nimmt das zuerst gemachte, kleinere Teiglein dazu,
-arbeitet Alles nochmals, bis nichts mehr vom Mehl zu sehen ist, nimmt
-ihn nun aufs Nudelnbrett, schafft ihn noch 3 Viertel- oder eine ganze
-Stunde, stellt ihn in der Schüssel zur Wärme, läßt ihn schön gehen (er
-braucht 1-1/2 bis 2 Stunden bis er reif ist), deckt ihn zu, daß er
-keine Haut zieht, nimmt ihn wieder aufs Nudelnbrett, macht mit der Hand
-runde Kugeln davon, wellt diese fingerlang aus, bestreut ein schwarzes
-Blech mit Mehl, sezt eine an die andere an bis zu Ende, läßt den Teig
-noch einmal in der Wärme gehen, bestreicht sie mit verklopftem Ei und
-backt sie im Ofen schön gelb, schneidet sie aber erst den dritten Tag
-an. Man röstet die Schnitten, die man messerrückendick macht, auf
-einem schwarzen Blech bei gelinder Wärme. Man kann die Schnitten ein
-Vierteljahr aufheben und gibt sie zum Thee, Caffee und Punsch.
-
-
-616. Holländer Zwieback.
-
-Ein Pfund Zucker und 5 Eiergelb werden eine halbe Stunde miteinander
-gerührt, für einen Kreuzer grob gestoßener Fenchel und ein halbes Pfund
-Mehl dazu genommen, Alles miteinander vermischt, auf dem Nudelnbrett
-fingerlange Stängelchen von dem Teig gemacht, und im Ofen gebacken. Man
-läßt sie erkalten, schneidet sie der Länge nach entzwei, bäht sie im
-Ofen gelb und kann sie zu Thee und Caffee geben.
-
-
-
-
-Schmalzbackwerk.
-
-
-617. Aepfelkrapfen.
-
-Ein Pfund Mehl, 8 Loth zerlassene Butter, 3 Loth fein gestoßener
-Zucker, eine Messerspitze voll Zimmt und ein Schoppen warme Milch geben
-einen Teig, an welchen 5 Eier geschlagen und eine kleine Messerspitze
-voll Salz gestreut wird; der Teig wird auf dem Nudelnbrett so lange
-gearbeitet, bis er Blasen wirft, mit 3 Löffeln voll Bierhefe noch ein
-wenig gearbeitet, auf dem Nudelnbrett messerrückendick ausgewellt, mit
-einem Model Kräpfchen daraus gestochen, mit Aepfelmuß gefüllt, diese
-gelb gebacken und mit Zucker und Zimmt bestreut.
-
-
-618. Aepfelküchlein.
-
-Hinreichend Mehl wird mit Wein zu einem Flädchenteig gemacht und 6
-Eßlöffel voll heißes Schmalz, einer nach dem andern, daran gerührt;
-sollte der Teig zu dick werden, so wird mit Wein nachgeholfen. In diesen
-Teig werden Backäpfelschnitze getaucht, in heißem Schmalze sehr langsam
-unter häufigem Schütteln gebacken, auf Brodschnitten gelegt, damit sie
-ablaufen, mit Zucker und Zimmt bestreut und ganz heiß aufgetragen.
-
-
-619. Aepfelküchlein anderer Art.
-
-Mehl wird in einer Schüssel mit lauem Weißbier zu einem Teig, wie
-Flädchenteig, gemacht, 5 Eßlöffel voll siedend heißes Schmalz, einer
-nach dem andern, daran gerührt, Schnitte von guten Backäpfeln geschält,
-das Kernhaus ausgestochen, in den Teig gemengt, in heißem Schmalz
-langsam unter häufigem Schütteln der Pfanne ausgebacken und Zucker und
-Zimmt darauf gestreut.
-
-
-620. Gebackene Aepfelschnitten.
-
-Von 3 bis 5 Stück Mundbroden schneidet man die harte Rinde unten ab,
-taucht 3 bis 4 Schnitten zumal in die Milch, legt sie aufeinander und
-macht fort bis sie zu Ende sind. Nun macht man folgenden Teig: einen
-Schoppen lauen Wein rührt man mit Mehl wie einen Flädchenteig, schält
-6 bis 8 Aepfel, thut ein Stück Butter in eine Casserolle, die Aepfel,
-2 Loth Zucker, ein Achtelpfund kleine Weinbeeren dazu, kocht sie damit
-weich, thut 2 Messerspitzen voll Zimmt daran, verrührt alles wie einen
-Brei und läßt es auf einer Platte erkalten; dann macht man Schmalz heiß,
-nimmt einen halben Löffel voll Aepfel, rührt sie an den Teig, nimmt 2
-von den Schnitten, streicht von den gekochten Aepfeln einen Eßlöffel
-voll darauf, deckt eine andere Schnitte darauf, taucht sie in den Teig,
-backt sie gelb aus und streut Zucker und Zimmt darauf.
-
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-621. Bauernmocken.
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-In einen Vorteig (Zusang) von Mehl, Hefe und Milch wird Käs von einer
-Maas saurer Milch gethan, 2 Eier und ein Eiergelb daran geschlagen, 3
-Eßlöffel voll dicker saurer Rahm, ein Achtelpfund Zucker dazu gethan und
-alles mit Salz und Schnittlauch wohl vermengt. Dieser Teig wird noch
-eine Viertelstunde geklopft, bis er sich von der Schüssel losmacht und
-dann stehen gelassen, bis er reif ist. Dann sticht man mit einem Löffel
-lange Küchlein, legt sie in heißes Schmalz und backt sie langsam.
-
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-622. Gebackene Flädlein mit Mandelfülle.
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-Es werden Flädlein wie gewöhnlich gebacken; nur kommt etwas Zucker
-in die Masse. Man rührt ein Viertelpfund abgezogene und mit Eierweiß
-fein gestoßene Mandeln, 6 Loth fein gestoßenen Zucker, eine halbe
-am Reibeisen abgeriebene Citrone, 3 ganze Eier ganz dick, legt die
-Flädlein auseinander und bestreicht ein jedes mit der Fülle, rollt sie
-zusammen, schneidet jede dieser Rollen in 2 Theile, wendet sie in einem
-verklopften Ei um und backt sie in Schmalz gut aus. Man macht eine Wein-
-oder Milchsauce von Arak daran.
-
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-623. Gebackene Küchlein von Kalbsbrieschen.
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-2 abgeriebene Wecken weicht man in Wasser ein, drückt sie fest aus,
-rührt ein Viertelpfund Butter in einer Schüssel leicht, nimmt die Wecken
-dazu, siedet 2 Kalbsbrieschen in Wasser, schneidet diese, nachdem
-die Gurgeln und Adern davon geschnitten worden, in kleine Stückchen,
-dämpft in einer Casserolle mit einem Stück Butter 2 bis 3 gewiegte
-Schalottenzwiebeln, etwas Schnittlauch oder Petersilie, die Brieschen
-und Obiges miteinander, läßt es dann erkalten, rührt nun 5 Eier, eins
-nach dem andern, an die in Butter gerührten Wecken, thut die Brieschen
-nebst Salz und Muskatnuß dazu, macht von der Masse runde Küchlein und
-backt sie schön gelb in Schmalz. Man kann sie als Beilage geben.
-
-
-624. Kapuzinerküchlein.
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-Man macht in einer Schüssel mit 2 Pfund Mehl, 3 Löffeln voll Bierhefe
-und einem halbsauren Rahm einen Vorteig, läßt ihn geben, stoßt ein
-Achtelpfund geschälte Mandeln, worunter einige bittere seyn müssen,
-recht fein, schneidet ein Viertelpfund Butter in den Teig, nimmt die
-Mandeln nebst 3 Eiern, einem Viertelpfund Zibeben, wovon die Kerne
-genommen wurden, dazu, arbeitet nun den Teig mit allem zusammen und
-läßt ihn nochmals in der Wärme gehen. Wenn er reif ist, wellt man ihn 2
-messerrückendick aus, schneidet mit dem Backrädchen dreieckige Stückchen
-davon aus, backt die Küchlein in Schmalz und streut Zucker und Zimmt
-darauf.
-
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-625. Kartoffelküchlein.
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-Man reibt Kartoffeln, welche schon Tags zuvor gesotten worden, auf
-dem Reibeisen ab. Nebenbei macht man aus einem Mäßchen Mehl, guter
-Bierhefe und Milch einen Vorteig oder Hefenteig, den man in gemäßigter
-Wärme stehen läßt. Sodann läßt man ein Pfund Butter in einer Schüssel
-zergehen, thut die Kartoffeln daran, gießt einen halben Schoppen
-dicken sauren Rahm dazu und rührt es wohl durcheinander. Man kann auch
-Schnittlauch dazu thun; auch kommt Salz und Muskatnuß daran. Nun wird
-alles mit dem Hefenteig und 3 Eiergelb untereinander geknetet. Ist der
-Teig reif, so werden Küchlein daraus gemacht und in Schmalz gebacken.
-
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-626. Königsnudeln.
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-Ein Schoppen Milch wird siedend gemacht; man rührt so viel Mehl darunter
-bis es ein dicker Brei ist, nimmt etwas frische Butter dazu, schlägt 4
-Eier, eines nach dem andern und 4 Dotter daran und kocht es so lange,
-bis es ganz trocken ist, thut es hernach in eine Schüssel nebst 2
-Löffeln voll guter Bierhefe, und läßt es eine Zeit lang bei der Wärme
-stehen, macht Nudeln davon, backt sie in heißem Schmalz gut aus und
-streut Zucker und Zimmt darauf.
-
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-627. Berliner Pfannenkuchen.
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-Von einem Pfund Mehl macht man in einer Schüssel mit 2 Löffeln voll
-guter dicker Bierhefe und lauer Milch ein kleines Vorteigchen, stellt
-es auf die Seite und läßt es gehen. Sodann rührt man 8 Loth Butter in
-einer Schüssel ganz schaumig, 4 Eiergelb, eines nach dem andern, daran,
-arbeitet die gerührte Butter und das Mehl durcheinander, Salz und Zucker
-dazu, dann den Teig noch eine Viertelstunde; sollte er noch zu fest
-seyn, so kann noch lauer Rahm dazu genommen werden. Den Teig stellt man
-noch ein Mal in die Wärme und läßt ihn gehen, aber nicht ganz reif.
-Unterdessen nimmt man ein Viertelpfund große und kleine Weinbeeren,
-wellt den Teig zur Hälfte auf dem Nudelnbrett stark messerrückendick
-aus, bestreicht ihn mit zerlassener Butter, belegt ihn ganz mit Rosinen
-und Zibeben, wellt den andern Teig eben so dünn aus, legt ihn auf den
-ersteren Kuchen, schneidet oder sticht mit einem runden Mödelchen
-Küchlein davon aus, backt sie in einer Pfanne mit heißem Schmalz schön
-gelb aus und streut Zucker und Zimmt darauf.
-
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-628. Oesterreichischer Pfannenkuchen.
-
-Man schneidet Speck in Würfel, läßt ihn in einer Flädchenpfanne zergehen
-und schneidet 2 bis 3 Zwiebeln der Länge nach daran; dann macht man
-einen Kochlöffel voll Mehl mit Milch an und schlägt 3 Eier daran,
-schneidet Fleisch, von welcher Gattung es seyn mag, in kleine Stückchen
-und legt es in die Pfanne, schüttet den Teig darauf, deckt die Pfanne zu
-und läßt den Kuchen auf beiden Seiten backen.
-
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-629. Gebackene Rosen.
-
-Von 3 bis 4 Eiern macht man einen Nudelnteig, arbeitet 4 Loth Butter
-darunter, wellt ihn stark messerrückendick aus, sticht mit einem
-blechernen Rosenmödelchen 4 Stücke davon aus, bestreicht ein jedes in
-der Mitte, legt die 4 Stückchen aufeinander, drückt sie in der Mitte
-fest zusammen, backt sie in heißem Schmalz und bestreut sie mit Zucker
-und Zimmt.
-
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-630. Schneeballen.
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-Man nimmt 4 Eiergelb, 2 Löffel voll gestoßenen Zucker, etwas abgeriebene
-Citronenschale, 2 Löffel voll dicken sauren Rahm, 6 Loth Mehl, thut
-alles zusammen auf ein Nudelnbrett, wellt einen Teig wie zu Nudeln,
-formt mit dem Backrädchen etwa 4 Zoll große Kreise und zieht in jeden
-Kreis 6 Linien hinein, indem man jedoch einen kleinfingerbreiten Rand
-läßt; sodann hebt man von den sich ergebenden 7 Streifen den zweiten,
-vierten und sechsten in die Höhe, wodurch die andern sich senken, bringt
-die Ballen in eine nicht zu große Pfanne mit siedendem Schmalz, backt
-sie schön gelb aus und streut Zucker und Zimmt darauf.
-
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-631. Strauben.
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-Man läßt in einer messingenen Pfanne 4 Loth Butter, eine halbe Maas
-Wasser und Mehl so lange miteinander kochen, bis der Teig sich von der
-Pfanne losschält; nun rührt man ungefähr 6 bis 7 Eier daran, bis der
-Teig so dünn ist, daß er läuft, bestreicht einen Straubentrichter mit
-heißem Schmalz, läßt durch diesen den Teig ins heiße Schmalz laufen,
-wendet die Strauben um, backt sie auch auf der andern Seite und streut
-Zucker und Zimmt darauf.
-
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-632. Weinstrauben.
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-Man rührt einen Schoppen Wein, 2 Loth Butter, eine Messerspitze voll
-Zimmt, 12 Loth Mehl und 2 Loth Zucker recht glatt miteinander, macht den
-Teig mit Eierweiß dünn, daß er gut läuft, begießt den Straubentrichter
-mit heißem Schmalz und läßt den Teig dadurch in eine Pfanne mit heißem
-Schmalz laufen, backt in diesem die Strauben gelb, wendet sie um, backt
-sie auf der andern Seite, krümmt sie über einem Holz und streut Zucker
-und Zimmt darauf.
-
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-633. Zuckerstrauben.
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-Ein Viertelpfund Mehl, 6 Loth Zucker, 3 Löffel voll Wein und 3 Löffel
-voll Rosenwasser rührt man mit Eierweiß an, macht den Teig etwas
-dünner als gewöhnlichen Straubenteig, läßt heißes Schmalz durch den
-Straubentrichter laufen, backt durch diesen die Strauben in heißem
-Schmalz aus, drückt sie, während sie noch heiß sind, über ein Wellholz
-und streut Zucker und Zimmt darauf.
-
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-634. Tabaksrollen.
-
-Ein Butterteig oder sonst ein mürber Teig wird stark messerrückendick
-ausgewellt, 3 Finger breite und halbviertel lange Streifchen davon
-geschnitten und mit Eiern bestrichen. Dann wird ein Viertelpfund
-Zibeben und Rosinen in einem kleinen Geschirr mit einem Glas Wein eine
-Viertelstunde lang gekocht, bis keine Brühe mehr vorhanden ist; nachdem
-dieses mit 2 Loth abgezogenen Mandeln und einem Loth Citronat vermischt
-ist, streicht man die Masse auf die Streifchen und rollt diese, wenn
-sie mit Eier bestrichen sind, auf Hölzchen, die gleichfalls mit Butter
-bestrichen sind, bindet sie mit Faden zusammen und backt sie in heißem
-Schmalz schnell gelb. Nachher nimmt man den Bindfaden wieder ab, läßt
-die Rollen auf Brodschnitten ablaufen, zieht die Hölzchen heraus und
-streut Zucker und Zimmt auf die Rollen.
-
-
-635. Kleine Tabaksrollen.
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-Ein halbes Pfund Mehl, 4 Loth gestoßene Mandeln, 4 Loth fein gestoßener
-Zucker, 4 Loth zerlassene Butter, ein halbes Glas Wein und von einer
-halben Maas saurer Milch der Rahm werden zu einem Teig gemacht,
-messerrückendick ausgewellt und Streifchen davon auf fingerdicke und
-fingerlange Hölzchen, die mit Butter bestrichen sind, aufgerollt, mit
-Bindfaden umbunden, in heißem Schmalz schön gelb gebacken und mit Zucker
-und Zimmt bestreut.
-
-
-636. Gebrühter Teig.
-
-Man läßt einen Schoppen Wasser, einen Schoppen Milch und 3 Loth Butter
-in einer messingenen Pfanne kochen, rührt so viel Mehl darein, bis es
-so dick wie Teig ist, und trocknet es auf dem Feuer gut ab. Diesen Teig
-nimmt man in eine Schüssel und schlägt 6 bis 8 Eier daran. Er ist zu
-breiten Küchlein, Holderküchlein und anderem Backwerk zu gebrauchen;
-auch kann man Kälberfüße darin backen.
-
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-Zuckerbackwerk und Confekt.
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-637. Anisküchlein.
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-Man schlägt 5 Eierweiß zu einem Schnee, thut ein halbes Pfund schönen
-weißen Zucker daran, rührt dieß eine halbe Stunde lang, mischt dann für
-2 Kreuzer reinen Anis und so viel Mehl darunter, bis der Teig nicht mehr
-zerläuft, belegt ein schwarzes Blech mit Oblaten, sezt kleine Häuflein
-von dem Teige darauf und backt sie bei gelinder Hitze im Ofen, so daß
-sie ganz weiß bleiben.
-
-
-638. Anislaibchen auf Oblaten.
-
-Ein halbes Pfund Zucker, 7 Eierweiß und den Saft von einer Citrone rührt
-man zu weißem Eis, nimmt dann 6 Loth feines Mehl und 2 Loth sauber
-gewaschenen Anis dazu. Nachdem man an einem kleinen Wenig von dieser
-Masse im Ofen beobachtet hat, ob sie nicht mehr zerfließt, werden auf
-weiße Oblaten, die man auf ein schwarzes Blech gelegt, von der Masse mit
-einem Caffeelöffel kleine Laibchen gesezt, langsam im Ofen gebacken,
-aber nur so, daß sie keine gelbe Farbe bekommen, sondern hübsch weiß
-bleiben.
-
-
-639. Aepfel in Butter gebacken.
-
-Man schält Borsdorferäpfel, schneidet oben einen kleinen Deckel ab
-und das Kernhaus heraus, kocht kleine und große Weinbeeren eine halbe
-Viertelstunde lang mit Wein auf, wiegt sie und füllt die Aepfel damit
-aus. Dann wellt man einen feinen Butterteig messerrückendick aus,
-schneidet 2 zwei Finger breite Streifchen, legt sie über's Kreuz, stellt
-einen Apfel darauf und hebt die 2 Streifchen am Apfel in die Höhe; oben
-kommen andere 2 Streifchen zu liegen, die man abwärts biegt und mit den
-unteren mit Ei zusammenklebt; sodann bestreicht man alle Streifchen mit
-Ei, sezt die Aepfel auf ein schwarzes Blech, backt sie und streut Zucker
-darauf.
-
-
-640. Aepfelschaum.
-
-Man bratet 6 Borsdorferäpfel, schabt das Mark davon und rührt es mit
-einem Viertelpfund fein gesiebtem Zucker eine halbe Stunde lang; schlägt
-sodann von 3 Eiern einen steifen Schnee, mengt diesen mit dem Gelben von
-einer halben am Reibeisen abgeriebenen Citrone unter die Masse, belegt
-ein Blech mit Oblaten, sezt Häuflein darauf und backt sie im Ofen.
-
-
-641. Kleine Butterbiscuits.
-
-Zu einem Viertelpfund frischer Butter, in einer Schüssel zu Schaum
-gerührt, rührt man nach und nach 6 Eiergelb, ein Viertelpfund fein
-gesiebten Zucker, die Schale von einer halben Citrone, am Reibeisen
-abgerieben, den Schnee von 6 Eierweiß, mit 6 Löffeln voll feinem Mehl
-vermischt, und macht alles gut untereinander. Diesen Teig füllt man
-in 1 Finger lange und 2 Finger breite, mit zerlassener Butter innen
-angefeuchtete Kapseln von steifem Papier und backt sie darin im Ofen.
-
-
-642. Kleine Butterbiscuits anderer Art.
-
-Ein halbes Pfund Butter wird in einer Schüssel schaumig gerührt; dann
-werden 6 Eier, eines nach dem andern, ein halbes Pfund fein gestoßener
-Zucker, wenn man will, auch eine kleine Hand voll Weinbeeren, 6 Loth
-Mehl darunter gerührt und die Masse in kleine blecherne, bestrichene
-Mödelchen gefüllt und im Ofen gebacken.
-
-
-643. Citronenbiscuit.
-
-Eine ganze Citrone wird an einem Stück Zucker abgerieben, das Geriebene
-mit 2 Eierweiß und einem halben Pfund fein gestoßenem Zucker zu einem
-dicken Eis gerührt, dieses auf einem Nudelnbrett gewellt, mit der Hand
-breit gedrückt, ein Biscuitmödelchen in kaltes Wasser getaucht, der Teig
-darein gelegt und die Biscuits in einem abgekühlten Ofen gebacken.
-
-
-644. Schmales Anisbrod.
-
-Ein Pfund Zucker, 10 Eiergelb, den Schnee von 10 Eierweiß rührt man
-ein halbe Stunde stark untereinander, dann nimmt man eine am Reibeisen
-abgeriebene Citrone, ein starkes Pfund Mehl, 2 Hände voll sauber
-gewaschenen Anis zu Obigem, streut Mehl auf ein schwarzes Blech, macht
-lange, handbreite Stangen von dem Teig, legt sie darauf, backt sie im
-Ofen, schneidet sie, wenn sie erkaltet sind, in Schnitten und bäht sie
-in einem nicht zu heißen Ofen.
-
-
-645. Belgrader Brod.
-
-Ein Viertelpfund abgezogene Mandeln wird möglichst fein geschnitten,
-eben so viel Mandeln mit Rosenwasser fein gestoßen, beides sodann
-in eine Schüssel zusammen gethan, 12 Loth Zucker, 10 Loth Mehl, ein
-Quint gestoßener Zimmt, ein Quint Nelken, das fein gewiegte Gelbe von
-einer Citrone und 1 Messerspitze voll Pottasche, daran 2 bis 3 Eier
-geschlagen, gibt einen Teig, den man fingerdick auswellt und fingerlange
-Stückchen daraus schneidet; diese klopft man mit dem Messer ein wenig
-breit, läßt sie auf Oblaten auf einem schwarzen Blech eine Viertelstunde
-stehen und backt sie dann im Ofen.
-
-
-646. Citronenbrod.
-
-Aus einem Pfund Mehl, einer Messerspitze voll Salz, 4 Loth feinem
-Zucker, 8 Loth zerlassener Butter, 2 Löffeln voll guter Bierhefe, dem
-Gelben von einer halben Citrone, 2 Eiern und 2 Dottern, macht man in
-einer Schüssel einen festen Teig, arbeitet ihn eine Viertelstunde auf
-dem Nudelnbrett und macht einen langen Stängel davon, den man auf
-einem mit Mehl bestreuten schwarzen Blech bei gelinder Wärme gut gehen
-läßt; wenn er reif ist, bestreicht man ihn mit einem verklopften Ei
-und backt ihn im Ofen. Den andern Tag schneidet man den Stängel in
-dünne Schnitten, die man auf einem schwarzen Bleche im Ofen schön gelb
-ausbackt.
-
-
-647. Citronenbrod anderer Art.
-
-Zu einem halben Pfund gesiebtem Zucker thut man den Schnee von 2
-Eierweiß und 2 Eiergelb, rührt dieß eine Viertelstunde; hiezu rührt man
-ferner das am Reibeisen abgeriebene Gelbe einer Citrone und von einer
-halben Citrone den Saft, mengt 8 Loth Mehl darunter, sezt von dieser
-Masse lange oder runde Laibchen auf Oblaten auf einem Bleche und backt
-sie.
-
-
-648. Brod von hartgesottenen Eiern.
-
-Von 6 hartgesottenen Eiern wird das Gelbe durch ein Haarsieb getrieben,
-aufs Nudelnbrett genommen, 4 Loth Zucker, 2 Eiergelb, etwas Gelb von
-einer Citrone und Mehl darunter gemischt, zerlassene Butter daran
-gegossen und wie ein Nudelnteig gearbeitet; aus diesem macht man ein
-Viertel lange Stängel, sezt sie auf ein mit Speck bestrichenes schwarzes
-Blech, bestreicht sie mit einem Ei und grobgestoßenem Zucker, backt sie
-im Ofen gelb und gibt sie zum Thee.
-
-
-649. Freimaurerbrod.
-
-1-1/2 Viertelpfund abgezogene und mit Rosenwasser gestoßene Mandeln,
-1-1/2 Viertelpfund Zucker, 4 Loth fein gewiegter Citronat, 2 Loth
-Pomeranzenschalen ebenfalls fein gewiegt, ein halbes Quint gestoßener
-Zimmt, ein Quint Nelken und der Schnee von 2 bis 3 Eierweiß werden in
-einer Schüssel eine Viertelstunde lang mit einander gerührt, fingerlange
-Stängel daraus gemacht und diese auf einem mit Speck oder Wachs
-bestrichenen Blech im Ofen gebacken.
-
-
-650. Freimaurerbrod anderer Art.
-
-An ein Viertelpfund fein gesiebten Zucker schlägt man 2 ganze Eier
-und 2 Dotter und rührt es recht untereinander, bis es dick wird; dann
-reibt man von einer halben Citrone das Gelbe am Reibeisen ab, knetet
-Mehl darein, bis man es gut auf dem Nudelnbrett arbeiten kann, macht
-fingerslange Stängelchen daraus, legt sie auf ein mit Speck bestrichenes
-Blech, macht mit dem Messerrücken 2 Risse in dieselben, schneidet
-Citronat so lang und so breit als die Risse sind, legt ihn in die Risse,
-läßt sie noch eine Viertelstunde stehen, daß sich der Zucker in die Höhe
-zieht, und backt sie dann.
-
-
-651. Schlotzerbrod.
-
-Ein halbes Pfund fein gesiebten Zucker, 2 ganze Eier und 3 Dotter und
-von einer Citrone das am Reibeisen abgeriebene Gelbe rührt man eine
-Viertelstunde miteinander, mischt 18 Loth Mehl darunter, macht auf
-dem Nudelnbrett fingerlange Stängelchen davon, die in der Mitte etwas
-dünner sind, als an den Enden, bestreicht ein schwarzes Blech mit Speck,
-bestreut es mit Anis, sezt die Brödchen, nicht sehr nahe zusammen,
-darauf und backt sie im Ofen schön gelb aus.
-
-
-652. Schwedisches Brod.
-
-Man stoßt ein Viertelpfund Mandeln mit Rosenwasser nicht zu fein und
-mischt sie mit einem halben Pfund fein gesiebtem Zucker, einem Quint
-Zimmt, einem Quint Nelken, einem Quint Cardamomen, Muskatblüthe, einer
-Messerspitze voll Pfeffer und 4 Loth feinem Mehl, schlägt ein Ei daran,
-macht einen Teig davon, wellt ihn fingerdick aus, sticht mit einem
-kleinen Trinkgläschen Stückchen daraus, legt sie auf ein mit Wachs
-bestrichenes Blech und backt sie im Ofen. Wenn sie aus dem Ofen kommen,
-macht man folgendes Eis daran: An ein Eiweiß rührt man 4 Loth Zucker,
-einige Tropfen Citronensaft, rührt dieses eine Zeit lang miteinander,
-bestreicht die Brode mittelst eines Pinsels damit und läßt sie im Ofen
-ganz ausbacken.
-
-
-653. Spanisches Brod.
-
-Ein Ei und 3 Eiergelb, ein Viertelpfund fein gesiebten Zucker, ein
-Stückchen gestoßene Vanille rührt man eine starke Viertelstunde
-miteinander, mengt ein Viertelpfund feines Mehl darunter, legt auf ein
-schwarzes Blech steifes Papier, bestreut es mit ein wenig Zucker, sezt
-mit einem Caffeelöffel kleine Häuflein von der Masse darauf und läßt sie
-in einem abgekühlten Ofen ausbacken.
-
-
-654. Wiesbadner Brod.
-
-Ein Viertelpfund Butter, ein halbes Pfund Mehl, 6 Loth Zucker, von einer
-Citrone das Gelbe am Reibeisen abgerieben, 6 Eiergelb geben zusammen
-einen Teig, aus dem man fingerlange Stängelchen macht, welche man mit
-einem Messer auf einem schwarzen, mit Speck bestrichenen Bleche reißt,
-im Ofen backt und mit Citronen- oder Chokoladeeis übergießt.
-
-
-655. Butterblumen.
-
-Ein halbes Pfund Butter, ein halbes Pfund Mehl, 4 Löffel voll Zucker, 3
-Löffel voll Wein werden auf dem Nudelnbrett mit einem Eigelb zu einem
-Teige gemacht, den man stark messerrückendick auswellt, mit allen
-Formen blecherner Mödelchen Figuren daraus sticht; diese legt man auf
-ein schwarzes Blech, bestreicht sie mit Ei, bestreut sie mit gestoßenen
-Mandeln und backt sie.
-
-
-656. Butterbretzeln.
-
-Ein Viertelpfund Butter, ein halbes Pfund Mehl, ein Viertelpfund Zucker,
-ein Ei, ein Dotter und ein Eßlöffel voll süßer oder saurer Rahm wird in
-einer Schüssel oder auf dem Nudelnbrett recht untereinander gemacht und
-kleine Bretzeln oder Ringchen daraus formirt, mit Eiergelb bestrichen,
-bittere gewiegte Mandeln darauf gestreut und gebacken.
-
-
-657. Butterlaibchen.
-
-Es werden 2 Eier mit einem Viertelpfund Butter, einem Viertelpfund
-Zucker und einem Viertelpfund fein gestoßenen Mandeln eine Viertelstunde
-lang gerührt, 1-1/2 Viertelpfund Mehl, von einer halben Citrone das
-Gelbe, am Reibeisen abgerieben, und eine Messerspitze voll gestoßener
-Zimmt darein gearbeitet; von diesem Teige werden Laibchen von der Größe
-einer Welschnuß auf ein mit Speck bestrichenes Blech gelegt, mit Ei
-bestrichen, mit grob gestoßenem Zucker bestreut und gebacken.
-
-
-658. Schweizer Butterlaibchen.
-
-Es werden 2 Eier, ein Viertelpfund Zucker, eben so viel Mandeln und ein
-Viertelpfund Butter miteinander abgerührt; alsdann kommen 1-1/2 Vierling
-Mehl daran, wenn es beliebt, auch klein geschnittene Citronenschalen und
-gestoßener Zimmt. Nun wird ein Blech mit Mehl bestreut, mit einem Löffel
-von dem Teig Laibchen, etwas größer als ein Pfeffernüßchen, aufgesezt
-und im Backofen gebacken. Man kann sie mit Ei bestreichen, mit Zucker
-und gewiegten Mandeln bestreuen, oder auch die Mandeln aus dem Teig
-weglassen und dafür zu so viel Butter und Zucker als oben bestimmt ist,
-3 Eier, ein halbes Pfund Mehl, 8 bis 10 abgezogene Mandeln und 3 Loth
-geschnittenen Citronat in den Teig nehmen; im Uebrigen werden sie wie
-die vorigen Laibchen gemacht.
-
-
-659. Butterstritzel.
-
-Von einem Pfund Butter, einem Pfund Mehl, 4 Eiergelb, 2 Löffeln voll
-Zucker macht man einen Teig (sollte er zu fest seyn, so kann ein wenig
-Wasser dazu genommen werden), arbeitet diesen auf einem Nudelnbrett
-zusammen, schlägt ihn übereinander, verfährt so 4 Mal damit; zum fünften
-Mal wellt man ihn laubdünn aus, streut gestoßenen Zucker darauf, schlägt
-ihn 4 Mal übereinander, schneidet 1 Finger lange und 2 Finger breite
-Stückchen davon, legt sie auf ein schwarzes Blech, bestreicht sie mit
-Eierweiß, streut Zucker darauf und backt sie im Ofen schön gelb.
-
-
-660. Caffeeküchlein.
-
-Eine halbe Maas Milch oder Wasser, ein Viertelpfund Butter und ein
-Viertelpfund Zucker, woran eine Citrone abgerieben wurde, läßt man 4
-Minuten lang miteinander kochen, rührt 12 Loth Mehl daran und kocht
-Alles miteinander so lange, bis der Teig trocken ist, dann schlägt man 6
-Eier daran, bestreicht ein schwarzes Blech mit Speck, streut ein wenig
-Mehl darauf, sezt mit einem Löffel von dem Teig Häufchen darauf und
-backt sie im Ofen gelb.
-
-
-661. Chokoladeküchlein.
-
-Man schlägt 2 Eierweiß zu einem steifen Schnee, rührt ein halbes Pfund
-fein gesiebten Zucker darein, eben so viel geriebene Chokolade, mischt
-es untereinander, sezt Häufchen davon auf ein schwarzes, mit Wachs
-bestrichenes Blech und backt sie im Ofen.
-
-
-662. Citroneneis.
-
-Die Schale von einer Citrone reibt man an einem Viertelpfund Zucker ab;
-der übrige Zucker wird fein gestoßen und gesiebt, von der Citrone der
-Saft daran gedrückt; dann schlägt man ein Eiweiß zum Schnee, rührt es
-miteinander eine Viertelstunde und braucht es nach Belieben.
-
-
-663. Gelbes Eis.
-
-Eine kleine Messerspitze voll Safran und einen Löffel voll kochendes
-Wasser läßt man einen Augenblick stehen, nimmt ein Viertelpfund fein
-geriebenen Zucker dazu, schlägt ein Eiweiß daran, rührt es eine
-Viertelstunde miteinander, nimmt von dem angebrühten Safran tropfenweise
-dazu, bis es schön gelb ist und braucht es nach Belieben.
-
-
-664. Rothes Eis.
-
-An ein Viertelpfund geriebenen feinen Zucker schlägt man ein Eiweiß,
-rührt es eine Viertelstunde miteinander, thut tropfenweise Erbselensaft
-oder Cochenillefarbe dazu, bis es schön roth ist, und braucht es nach
-Belieben.
-
-
-665. Weißes Eis.
-
-Ein Viertelpfund Zucker wird ganz fein gestoßen, durch ein Haarsieb
-gezogen, ein Eiweiß daran geschlagen und von einer Citrone der Saft dazu
-gethan; man rührt es eine Viertelstunde, bis es ganz weiß wird, und
-braucht es nach Belieben.
-
-
-666. Zimmteis.
-
-An ein Viertelpfund fein geriebenen Zucker schlägt man ein Eiweiß, rührt
-es eine Viertelstunde miteinander, nimmt ein Loth gestoßenen Zimmt dazu
-und ein paar Tropfen Citronensaft.
-
-
-667. Gebackene Finger von Mandelnteig.
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-Von einem Pfund Mehl, einem Viertelpfund Butter, einem Viertelpfund
-gestoßenen Mandeln, einem halben Glas Wein, Zimmt und Nelken (nach
-Belieben), der Schale von einer Citrone, etwas Pomeranzenschalen und 2
-Eiern wird ein glatter Teig bearbeitet, Fingerlein daraus gemacht und im
-heißen Schmalz gebacken.
-
-
-668. Flugpasteten.
-
-4 Eierweiß werden zu einem steifen Schnee geschlagen, ein Täfelchen
-geriebene Chokolade darunter gerührt, Manchetten von weißem Papier
-gemacht, diese auf ein schwarzes Blech gestellt, die Masse darein
-gefüllt und 4 Minuten lang im Rohr getrocknet.
-
-
-669. Galanterieküchlein.
-
-Ein Pfund schönes Mehl und ein Pfund Butter reibt man mit der Hand
-untereinander, bis nichts mehr von der Butter zu sehen ist, nimmt ein
-halbes Pfund gesiebten Zucker und 2 Eier dazu, wellt den Teig aus,
-schlägt ihn übereinander, wellt ihn fingerdick aus, sticht mit einem
-blechernen Mödelchen Küchlein davon aus, bestreicht sie mit Eierweiß,
-streut grob gestoßenen Zimmt und Zucker darauf und backt die Küchlein
-schön gelb.
-
-
-670. Geduldzeltchen.
-
-Von 5 Eierweiß wird ein steifer Schnee geschlagen, mit einem halben
-Pfund Zucker und 8 Loth Mehl und dem Gelben einer Citrone ganz dick
-gerührt, ein schwarzes Blech mit Wachs bestrichen, mit einem durchs
-Wasser gezogenen Trichter tropfenweise von der Masse auf das Blech
-laufen gelassen und im Ofen getrocknet; sie müssen aber weiß bleiben.
-
-
-671. Aufgelaufene Geduldzeltchen.
-
-An ein Ei wird in einer Schüssel ein Viertelpfund fein gesiebter Zucker
-eine halbe Stunde lang gerührt, hernach ein Viertelpfund vom schönsten
-Mehl, das von einer halben Citrone am Reibeisen abgeriebene Gelbe
-darunter gemischt, davon auf ein mit Wachs oder Speck bestrichenes
-schwarzes Blech kleine Häuflein gesezt und im Ofen gebacken.
-
-
-672. Haselnußküchlein.
-
-Ein Viertelpfund Zucker, 6 Eierweiß, die abgeriebene Schale von
-einer Citrone, 8 Loth Butter, 4 Loth Mehl und 2 Hände voll gestoßene
-Haselnüsse arbeitet man recht durcheinander, backt sie im Waffelneisen
-gelb und streut Zucker darauf.
-
-
-673. Hippen mit Mandeln.
-
-2 Eierweiß, ein Viertelpfund gesiebter Zucker, ein Viertelpfund
-fein gestoßene Mandeln und eine Messerspitze voll Zimmt werden eine
-Viertelstunde miteinander gerührt, die geriebene Schale von einer
-Citrone, der Saft von einer halben Citrone und 3 Loth Mehl damit
-vermischt, ein schwarzes Blech mit Speck bestrichen, Hippen von der
-Masse gemacht, dieselben schön gebacken und, wenn sie noch recht warm
-sind, über ein rundes Holz gedrückt.
-
-
-674. Hippen ohne Mandeln.
-
-4 Loth Mehl rührt man mit Wein oder weißem Bier glatt, nimmt 4 Eierweiß,
-3 Loth gestoßenen Zucker, ein Quint Zimmt und eine halbe Muskatnuß dazu,
-rührt noch einmal Alles recht untereinander, bestreicht ein Hippeneisen
-mit Speck, macht es heiß, gießt einen Eßlöffel voll von dem Teig daran,
-backt die Hippen schön gelb und drückt sie noch heiß über ein rundes Holz.
-
-
-675. Wiener Hippen.
-
-Man macht von einem Vierling Mehl, 4 Loth Schmalz, 4 Loth gestoßenen
-Mandeln, einem Viertelpfund gesiebten Zucker, 4 Eiern, von der Schale
-und dem Saft einer Citrone und einem Löffel voll süßem Rahm einen
-glatten Teig, backt ihn im Hippeneisen und rollt die Hippen, ehe sie
-kalt werden, auf.
-
-
-676. Gewöhnliches Hutzelnbrod (Schnitzbrod).
-
-Man siedet Hutzeln und Zwetschgen, so viel man braucht, nimmt auch nach
-Belieben Rosinen dazu, schneidet ein halbes Pfund abgezogene Mandeln
-der Länge nach, macht 50 bis 60 Stücke welsche Nüsse aus, nimmt Zimmt,
-Nelken, Anis, Feigen, ein Glas Kirschengeist dazu, mischt Waizenmehl
-und etwas Bierhefe mit der gekochten Hutzelnbrühe, macht einen (sog.)
-Vorteig davon und läßt ihn in der Wärme gehen; wenn er reif ist,
-arbeitet man ihn recht zusammen, salzt ihn, stellt ihn wieder zur
-Wärme, läßt ihn halbreif werden, macht Laibchen davon, arbeitet von den
-gewürzten Hutzeln darein, bestreicht die Laibchen mit Hutzelnbrühe, läßt
-sie noch einmal gehen und backt sie dann im Ofen.
-
-
-677. Bozener Hutzelnbrod.
-
-Einen Vierling Hutzeln siedet man recht weich, schneidet sie in
-kleine Stückchen, nimmt Butzen und Stiele davon, macht ein Pfund
-Zibeben, ein Pfund Weinbeeren, 2 Pfund sauber gewaschene ausgesteinte
-Zwetschgen, 12 Feigen, ein Pfund abgezogene und fein geschnittene
-Mandeln, 2 Loth Zimmt, ein halbes Loth Nelken, für 6 Kreuzer Kubeben und
-Cardamomen (fein gestoßen), ein Pfund Citronat und Pomeranzenschalen
-(fein geschnitten) gut untereinander, nimmt 3 Hände voll Mehl aufs
-Nudelnbrett, macht einen festen Teig mit Wasser an, wellt ihn stark
-messerrückendick aus, schlägt die Masse darein, macht das Brod rund,
-aber höchstens 4 Finger hoch, stupft es ein wenig, thut es in den
-Backofen und läßt es recht schön backen. Man macht folgendes Eis
-darüber: von 2 Eierweiß und einem Viertelpfund fein gestoßenem Zucker,
-dem Saft einer halben Citrone rührt man ein dickes Eis, bestreicht das
-Hutzelnbrod messerrückendick damit und garnirt es mit eingemachten
-Früchten nach Belieben.
-
-
-678. Kindbetterinbrod.
-
-Ein Viertelpfund Butter, ein Viertelpfund fein gestoßene Mandeln,
-von einer halben Citrone das Gelbe, 4 Loth fein gestoßener Zucker,
-ein Viertelpfund feines Mehl und ein Ei werden zu einem Teig
-zusammengearbeitet, daraus daumengroße Stängelchen, an beiden Enden
-spitzig, gemacht, mit dem Messer Gitter darauf gerissen, auf ein
-schwarzes, mit einer Speckschwarte bestrichenes Blech gelegt, mit
-Eierweiß bestrichen, mit grob gestoßenem Zucker bestreut und im Ofen
-gebacken.
-
-
-679. Kofern.
-
-Man rührt 6 Loth Butter, 4 Loth Zucker, eine halbe am Reibeisen
-abgeriebene Citrone, ein ganzes Ei, 8 Loth feines Mehl, einen Löffel
-voll süßen Rahm, ein halbes Loth Pomeranzenschalen, Zimmt und Nelken
-nach Belieben, miteinander recht glatt an, bestreicht das Koferneisen
-mit Speck, macht es heiß, gießt einen Löffel voll von dem Teig hinein,
-macht das Eisen fest zu, backt die Kofern auf diese Art aus und drückt
-sie, während sie noch heiß sind, auf ein rundes Holz.
-
-
-680. Böhmische Kolatschen.
-
-Aus 2 Pfund Mehl, 3 Löffeln voll guter weißer Bierhefe und einem
-Schoppen warmer Milch macht man in einer Schüssel einen Vorteig, den man
-bei gelinder Wärme gut gehen läßt. Hierauf wird er mit 5 Eierdottern und
-2 Loth gestoßenem Zucker mit der Hand gearbeitet, auf dem Nudelnbrett
-ausgewellt, 12 Loth Butter auf den Kuchen geschnitten, die Kuchen
-übereinander geschlagen und nochmals ausgewellt; dieses Verfahren wird
-so lange fortgesezt, bis nichts mehr von der Butter zu sehen ist. Dann
-kommt der Teig wieder in die Schüssel, wo man ihn gehen läßt; hernach
-macht man runde Häufchen davon, welche man auf ein Blech sezt und
-langsam gehen läßt; drückt mit einem Ei eine Vertiefung hinein, füllt
-diese mit Aprikosenmarmelade aus, legt ein wenig Schnee von Eierweiß
-darauf, bestreut dieselben mit Zucker und Vanille und backt sie eine
-halbe Stunde nicht zu heiß.
-
-
-681. Luftnudeln.
-
-8 Loth Butter, 8 Loth Wasser und 12 Loth Zucker werden in einer
-messingenen Pfanne miteinander gekocht und dann 9 Loth feines Mehl
-und für 9 Kreuzer gestoßene Vanille dazu gerührt. Ist der Teig so
-getrocknet, daß er sich von der Pfanne losschält, so wird er in eine
-Schüssel genommen, 6 Eier, eines nach dem andern, daran gerührt und
-von solcher Masse daumenlange Nudeln auf einem mit Fett bestrichenen
-schwarzen Bleche bei guter Hitze gebacken.
-
-
-682. Makronen.
-
-Ein halbes Pfund abgezogene Mandeln werden mit Eierweiß im Reibstein
-fein gerieben (auf ein Pfund Mandeln rechnet man 4 große oder 5
-kleine Eierweiß), in einer Schüssel mit einem Pfund gesiebten Zucker
-zusammengearbeitet und 2 Eierweiß daran gerührt. Davon sezt man runde
-oder längliche Makronen auf Oblaten auf einem schwarzen Bleche und backt
-sie in einem abgekühlten Ofen aus.
-
-
-683. Gebackene Mandeln.
-
-Man rührt 3 Eierdotter und ein Ei an ein Viertelpfund Zucker, nimmt es
-in eine Schüssel, reibt eine Citrone am Reibeisen ab, läßt welschnußgroß
-Butter zergehen und rührt Alles untereinander. Darauf mischt man 5 Loth
-Mehl darunter, wellt den Teig auf dem Nudelnbrett fingersdick aus,
-sticht mit einem blechernen Mödelchen, das die Form einer Mandel hat,
-die Kuchen aus, backt die Küchelchen im heißen Schmalz gelb und bestreut
-sie mit Zucker. Beim Ausstechen darf nicht mehr viel Mehl hinein
-gearbeitet werden.
-
-
-684. Gebackene Mandeln anderer Art.
-
-Man stößt ein Viertelpfund abgezogene Mandeln mit Rosenwasser ganz fein,
-bringt sie in eine Schüssel, schlägt 2 Eier daran, thut 4 Loth fein
-gestoßenen Zucker dazu und rührt die Masse eine Viertelstunde lang. Dann
-kommt von einer halben Citrone die am Reibeisen abgeriebene Schale und
-eine Messerspitze voll Zimmt dazu. Alles wird nun mit 12 Loth feinem
-Mehl gut gerührt, auf einem mit Mehl bestreuten Brett kleinfingerdick
-gewellt und ebenfalls mit einem Mödelchen Mandeln daraus gestochen, die
-man in heißem Schmalz schön gelb ausbackt und mit Zucker bestreut.
-
-
-685. Gebackene Mandeln anderer Art.
-
-3 Eierdotter, 1 Löffel voll Kirschengeist und 2 Löffel voll Zucker macht
-man untereinander, rührt so viel Mehl darein, bis man den Teig würgen
-kann; im Uebrigen werden sie gemacht, wie die andern gebackenen Mandeln
-und mit Zimmt und Zucker bestreut.
-
-
-686. Geröstete oder gebackene Mandeln.
-
-Ein halbes Pfund Zucker wird geläutert, ein halbes Pfund Mandeln mit
-einem Tuch abgerieben und in dem Zucker gekocht, bis sie krachen. Dann
-werden sie vom Feuer genommen und so lange umgerührt, bis sie kalt sind,
-ferner wieder gekocht, bis sie glänzen, auf einem Brett verzupft und
-dann aufbewahrt.
-
-
-687. Mandelbögen.
-
-Man schneidet ein Viertelpfund abgezogene Mandeln so fein wie möglich,
-von einer Citrone wird das Gelbe abgerieben, von 3 Eiern ein steifer
-Schnee geschlagen und die Mandeln mit 3 Loth gestoßenem Zucker darunter
-gemengt. Dann bestreicht man ein schwarzes Blech mit Wachs, schneidet
-stark messerrückendicke, fingersbreite und fingerslange Stückchen von
-der Masse darauf und backt sie im Ofen gelb; dann wird das Gebackene
-gleich auf dem Wellholz krumm gemacht.
-
-
-688. Aufgelaufenes Mandelnbrod.
-
-Ein Pfund abgeschälte Mandeln werden der Länge nach so fein als möglich
-geschnitten, von 4 Eierweiß und einem Viertelpfund gesiebtem Zucker
-ein dickes Eis gerührt, ein Loth feines Mehl nebst den Mandeln dazu
-genommen, Oblaten auf ein schwarzes Blech gelegt, fingersdick die Masse
-darauf gestrichen und das Mandelnbrod im Ofen gebacken.
-
-
-689. Falsches Mandelnbrod.
-
-1-1/2 Viertelpfund Mehl, ein Viertelpfund Zucker, ein Viertelpfund
-Butter, ein Stück Zucker, woran eine Citrone abgerieben, wird zusammen
-auf dem Nudelnbrett zu einem Teig gemacht; dazu kommen 2 bis 3
-Löffel voll Wein, dann wird der Teig noch einmal gearbeitet, stark
-messerrückendick ausgewellt, mit einem viereckigen Mödelchen Küchlein
-daraus gestochen, diese auf einem mit Mehl bestreuten Blech, mit
-verklopftem Ei bestrichen, viel Zucker und Zimmt darüber gestreut und im
-Ofen gebacken.
-
-
-690. Mandelhäufchen.
-
-Man schneidet ein halbes Pfund abgezogene Mandeln der Länge nach, rührt
-sie mit 4 Loth Citronat, Pomeranzenschalen, der Schale einer Citrone
-(welches Alles fein gewiegt wird), 4 Eierweiß zu Schnee geschlagen und
-ein halbes Pfund gesiebten Zucker eine starke Viertelstunde, belegt ein
-schwarzes Blech mit Oblaten, sezt Häufchen von der Masse darauf und
-backt diese im Ofen gelb.
-
-
-691. Mandelhäufchen anderer Art.
-
-Der steife Schnee von 2 Eierweiß und ein Viertelpfund fein gesiebter
-Zucker werden zu dickem Eis gerührt, etwas Citronengelb daran gerieben
-und mit einem Viertelpfund abgezogenen, möglichst fein geschnittenen
-Mandeln untereinander gemacht. Sodann werden Oblaten auf ein schwarzes
-Blech gelegt und von der Masse Häufchen so groß wie eine Welschnuß
-darauf gesezt, worauf man sie in einem abgekühlten Ofen gelb backt.
-
-
-692. Mandelkränzchen.
-
-Aus 12 Loth Mehl, einem Viertelpfund Butter, 4 Loth Zucker, 2 Löffeln
-voll Rosenwasser, 2 bis 3 Eierweiß wird auf dem Nudelnbrett ein Teig
-gut durchgearbeitet, Kränzchen davon gemacht, die man auf ein mit Mehl
-bestreutes Blech legt, mit Ei bestreicht, mit grob gestoßenem Zucker und
-Mandeln bestreut und im Ofen gelb backt.
-
-
-693. Mandelküchlein.
-
-Aus einem Viertelpfund Butter, einem halben Pfund Mehl, 4 Loth Zucker
-und einem Eidotter wird auf dem Nudelnbrett ein Teig gemacht, dieser
-messerrückendick ausgewellt, mit einem Trinkglas Küchlein daraus
-gestochen und auf ein mit Mehl bestreutes Blech gelegt. 4 Loth
-abgezogene Mandeln werden mit Rosenwasser gestoßen und auf einen Teller
-geschüttet, wo noch 2 Loth gestoßener Zucker, 2 Messerspitzen voll Zimmt
-und der Saft von einer Citrone darunter gemengt wird. Diese Masse wird
-auf die Küchlein vertheilt und dieselben im Ofen gelb gebacken.
-
-
-694. Mandelschnecken.
-
-Ein Butterteig wird messerrückendick ausgewellt und eine halbe
-Viertelelle lange Riemen daraus geschnitten. Ein Viertelpfund
-abgezogene, nicht sehr fein gestoßene Mandeln wird mit dem Gelben,
-dem Mark und dem Saft einer Citrone und 4 Loth Zucker vermischt, die
-Masse auf die Streifchen gestrichen, diese in Form von Schnecken
-zusammengerollt und auf einem mit Mehl bestreuten Blech gelb gebacken.
-
-
-695. Muskazine.
-
-Ein halbes Pfund Mandeln wird abgerieben, fein gestoßen, 2 ganze Eier,
-ein Eiweiß, ein halbes Pfund gesiebter Zucker, eine abgeriebene Citrone,
-3 Loth fein gewiegter Citronat und Pomeranzenschalen, ein Loth Zimmt,
-ein Quint Nelken dazu genommen, eine halbe Stunde miteinander gerührt,
-der Teig auf ein Nudelnbrett mit Zucker und Mehl gelegt, die Mödel mit
-Zucker ausgestreut, der Teig fest darein gedrückt, Oblaten auf ein
-schwarzes Blech gelegt, die Muskazinen aus den Mödeln auf die Oblaten
-gelegt und gebacken.
-
-
-696. Nonnenkrapfen.
-
-2 Pfund geriebenes schwarzes Brod läßt man auf einem schwarzen Blech
-im Ofen gelb werden, reibt eben so viel braune Nürnberger Lebkuchen
-gleichfalls am Reibeisen und macht das Brod und die geriebenen Lebkuchen
-in einer Schüssel mit 3 Messerspitzen voll gestoßenen Nelken, einem
-Loth gestoßenem Zimmt, für 6 Kreuzer Cardamom und fein gestoßenen
-Kubeben, nebst einem halben Schoppen Honig zu einem festen Teig, den man
-zugedeckt stehen läßt. Man nimmt nun Mehl aufs Nudelnbrett so viel man
-braucht, macht einen Teig wie zu geschnittenen Nudeln, wellt ihn stark
-messerrückendick aus, legt einen Eßlöffel voll von der Masse darauf,
-doch so, daß fingerbreit leer bleibt, schlägt den Teig darüber, macht
-mit einem Backrädchen runde Kräpfchen davon, legt sie auf ein schwarzes
-Blech, stellt sie in einen Ofen und trocknet sie; sie müssen ganz weiß
-bleiben.
-
-
-697. Ofenküchlein.
-
-Die Ofenküchlein werden auf die nämliche Art gemacht wie anderes
-derartiges Backwerk. Einen Schoppen Wasser, 4 Loth Butter, 2 Loth Zucker
-läßt man in einer messingenen Pfanne miteinander kochen, rührt 10 Loth
-feines Mehl darein, kocht es wieder bis es sich von der Pfanne losmacht.
-Dann kommt der Teig in eine Schüssel, wo man 4 bis 5 Eier, eines nach
-dem andern, daran rührt. Dieser Teig wird auf ein schwarzes mit Mehl
-bestreutes Blech gesezt, mit etwas Eingemachtem oder mit geschnittenen
-Mandeln, jedenfalls mit Zucker überstreut und in gelinder Hitze gebacken.
-
-
-698. Pfaffenbrod.
-
-Von einem Eiweiß schlägt man einen steifen Schnee, rührt 3 Eiergelb,
-8 Loth fein gestoßenen Zucker dazu und das Ganze eine Viertelstunde
-untereinander; dann werden 8 Loth abgezogene und möglichst fein
-geschnittene Mandeln mit 5 Loth Mehl und dem Gelben einer halben am
-Reibeisen abgeriebenen Citrone unter die Masse gethan. Nun nimmt man
-eine Hand voll Mehl und Zucker untereinander auf das Nudelnbrett, wellt
-den Teig darauf stark messerrückendick aus, schneidet einen Finger lange
-und 2 Finger breite Stückchen davon, läßt diese auf einem mit Speck
-bestrichenen Bleche eine Viertelstunde lang stehen, damit sich der
-Zucker in die Höhe zieht, und backt sie in gelinder Ofenhitze aus.
-
-
-699. Pfaffenkappen.
-
-An ein Viertelpfund abgezogene Mandeln und ein Viertelpfund Zucker
-werden 2 Eier und 2 Dotter geschlagen und mit einer am Reibeisen
-abgeriebenen Citrone wie eine Mandeltorte gerührt bis der Teig dick
-ist. Inzwischen wellt man einen mürben Butterteig messerrückendick aus,
-schneidet mit einem warmen Messer 3 Finger breite und eine Viertelelle
-lange Streifen möglichst genau, legt einen Löffel voll von der gerührten
-Masse mitten auf einen Streifen, faßt die beiden Ecken über's Kreuz und
-legt sie in die Mitte des Streifen, bestreicht sie mit Ei, faßt die
-andern zwei Ecken über's Kreuz und legt sie in die Mitte des Streifen,
-so daß er die Form einer Pfaffenkappe bekommt; bestreicht ihn sodann
-wieder mit Ei, streut grob gestoßenen Zucker darauf, sezt die Streifen
-auf ein schwarzes Blech und backt sie.
-
-
-700. Pfeffernüßchen.
-
-3 Eierweiß schlägt man zu einem steifen Schnee, rührt das Gelbe von den
-Eiern, dann ein halbes Pfund gesiebten Zucker darein und rührt Alles
-eine Viertelstunde miteinander; wiegt sodann von einer Citrone das
-Gelbe, so wie 2 Loth Citronat und Pomeranzenschalen und thut sie mit
-2 Messerspitzen voll Zimmt, einer Messerspitze voll Nelken und einem
-halben Pfund feinem Mehl an die Masse und macht Kügelchen von der Größe
-einer Haselnuß daraus; sodann bestreicht man ein schwarzes Blech mit
-einer Speckschwarte, auf welchem man die Kügelchen im Ofen gelb backt.
-
-
-701. Pomeranzenküchlein.
-
-Zu einem Viertelpfund fein gestoßenem Zucker schlägt man in einer
-Schüssel 4 Eiergelb und rührt sie eine Viertelstunde durcheinander;
-dann wiegt man 2 Loth Citronat und Pomeranzenschalen, 3 Loth abgezogene
-Mandeln, von einer halben Citrone das Gelbe zusammen, aber nicht zu
-fein, und mischt es unter die Masse; hernach rührt man 6 Loth feines
-Mehl darein, legt steifes Papier auf ein schwarzes Blech, streut Zucker
-darauf und sezt Häufchen auf das Papier, stellt sie zur Probe in den
-Ofen, ob sie nicht mehr zerlaufen; sollten sie noch zerlaufen, so wird
-noch mehr Mehl dazu genommen, und die Häufchen werden alsdann gebacken.
-
-
-702. Basler Lebkuchen.
-
-Man macht ein halbes Pfund Zucker, ein halbes Pfund Mehl, ein
-Achtelpfund abgezogene, grob gestoßene Mandeln, eine geriebene
-Citronenschale, 2 Loth grob gewiegten Citronat, ein halbes Loth Zimmt,
-2 Messerspitzen voll Nelken, eben so viel Muskatblüthe und den Schnee
-von 2 Eierweiß untereinander, macht einen Teig davon, wellt ihn auf
-dem Nudelnbrett fingerdick aus, sticht mit einem blechernen Mödelchen
-Stückchen davon, backt diese auf einem mit Mehl bestreuten Blech
-nicht ganz aus und bestreicht sie mit folgendem Eis: Man kocht ein
-Viertelpfund Zucker und 2 Löffel voll Wasser so lange miteinander, bis
-der Zucker Fäden zieht, gießt den Saft von 3 bis 4 Citronen daran,
-läßt das Eis noch einmal aufkochen, bestreicht damit die Lebkuchen und
-trocknet sie im Ofen.
-
-
-703. Nürnberger Lebkuchen.
-
-Man stellt eine halbe Maas Honig in einer messingenen Pfanne auf's
-Feuer; wenn er anfängt zu kochen, thut man ein halbes Pfund gestoßenen
-Zucker darein, läßt es 8 Minuten miteinander kochen, schneidet ein Pfund
-abgezogene Mandeln quer durch und mischt sie darunter, läßt Alles noch
-eine Minute kochen, nimmt es in eine Schüssel, von 2 Citronen das Gelbe,
-4 Loth Citronat und 4 Loth Pomeranzenschalen dazu (die Citronen nicht
-sehr fein gewiegt), 1 Loth gestoßenen Zimmt, ein halbes Quint Nelken,
-Cardamomen, Kubeben, jedes für einen Kreuzer, auch eine geriebene
-Muskatnuß und rührt 2 Pfund Mehl in die Honigmasse. So lang der Teig
-warm ist, nimmt man ihn aufs Nudelnbrett, streut den dazu bestimmten
-Model mit Mehl aus, drückt von dem Teig in den Model, so daß er einen
-kleinen Finger dick ist, stürzt ihn um, bestreut ein schwarzes Blech mit
-Mehl, legt die Lebkuchen darauf, bestreicht sie mit Ei und backt sie
-im Ofen. Es kann auch noch eine Messerspitze voll Potasche dazu
-genommen werden.
-
-
-704. Weiße Mandellebkuchen.
-
-Man schneidet ein Pfund abgezogene Mandeln so fein als möglich, läßt
-sie auf einem Blech im Bratrohr gelb anlaufen, rührt 8 Eierweiß und ein
-Pfund feingesiebten Zucker eine Viertelstunde lang miteinander, wiegt
-ein Quint Cardamomen, 4 Loth Citronat, eine Citronenschale recht fein,
-nimmt ein halbes Loth gestoßenen Zimmt, eine Messerspitze voll Nelken
-dazu, mischt die Mandeln und ein Pfund feines Mehl mit dem Obigen, macht
-einen Teig davon, klopft ihn auf dem Nudelnbrett mit dem Messer breit,
-macht 3 Finger breite und einen Finger lange Küchlein davon, legt sie
-auf Oblaten und backt sie im Ofen. Man macht folgendes Eis darauf: Ein
-Viertelpfund Zucker und 2 Eßlöffel voll Wasser kocht man miteinander,
-drückt den Saft von einer Citrone darein, läßt das Eis noch einmal
-aufkochen, bestreicht damit die Kuchen vermittelst eines Pinsels und
-trocknet sie im Ofen.
-
-
-705. Geringe Art von Lebkuchen.
-
-Man läßt eine halbe Maas Honig in einer messingenen Pfanne eine
-Viertelstunde kochen, nimmt ihn in eine Schüssel, thut 3 Löffel voll
-Kirschengeist, gestoßenen Fenchel, Anis, Ingwer, eine Messerspitze
-voll Pfeffer, eben so viel Potasche und so viel Mehl dazu, daß man ihn
-arbeiten kann, nimmt ihn dann auf das Nudelnbrett, drückt ihn in die
-dazu bestimmten Mödel, sezt die Lebkuchen auf ein schwarzes mit Mehl
-bestreutes Blech, bestreicht sie mit Ei, legt auf die vier Ecken eines
-jeden Lebkuchen eine abgezogene Mandel und backt sie im Ofen.
-
-
-706. Salzküchlein.
-
-Man rührt 3 Eiergelb mit einem Pfund Zucker eine Viertelstunde lang,
-rührt dazu 6 Loth mit Rosenwasser gestoßene Mandeln eine Viertelstunde,
-schneidet viereckige Stückchen von Oblaten, streicht von der Masse stark
-messerrückendick darauf, legt sie auf ein schwarzes Blech, streut grob
-gestoßenen Zucker darauf und backt sie.
-
-
-707. Scharmützeln.
-
-5 Eierweiß schlägt man zu einem steifen Schnee, rührt ihn mit einem
-Pfund fein gestoßenen Zucker eine halbe Stunde, bis es ein dickes Eis
-ist, schneidet von steifem Papier runde Stückchen, macht kleine Kapseln
-davon, zieht sie über ein rundes Holz oder über einen Fingerhut, füllt
-die Kapseln halb voll, stellt sie auf ein schwarzes Blech und thut
-dieses in einen abgekühlten Ofen. Sie müssen ganz weiß bleiben.
-
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-708. Schneehäufchen.
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-3 Eierweiß schlägt man zu einem steifen Schnee, nimmt ein halbes Pfund
-Zucker und 3 bis 4 Tropfen Anisöl darunter (doch darf die Masse nicht
-flüssig, sondern fest seyn), bestreicht ein schwarzes Blech mit Wachs,
-sezt kleine Häufchen von der Masse darauf und backt sie in einem
-abgekühlten Ofen.
-
-
-709. Chokoladeschnitten.
-
-Ein halbes Pfund feingesiebter Zucker wird mit 3 Eiergelb eine
-Viertelstunde gerührt, ein Viertelpfund abgezogene, feingestoßene
-Mandeln, ein Viertelpfund fein geriebene Chokolade, 2 Loth Stärkmehl,
-von 6 Eierweiß der Schnee mit Obigem vermischt, ein Blech mit Butter
-bestrichen, die Masse darein gefüllt und schön gelb gebacken, aber erst
-den andern Tag angeschnitten.
-
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-710. Jägerschnitten.
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-Man rührt ein halbes Pfund Zucker und 10 Eiergelb in einer Schüssel eine
-halbe Stunde recht stark miteinander; eine am Reibeisen abgeriebene
-ganze Citrone, 4 Loth abgezogene, der Länge nach geschnittene Mandeln,
-der Schnee von 6 Eierweiß, 6 Loth feines Mehl werden nun unter das
-Obige gemischt, eine blecherne Form mit Butter bestrichen, ein wenig
-Zucker darein gestreut, die Masse hinein geschüttet, bei gelinder Hitze
-gebacken und den andern Tag erst zu Schnitten geschnitten.
-
-
-711. Weiße Mandelschnitten.
-
-In einer Schüssel werden ein halbes Pfund Zucker, ein Viertelpfund fein
-gestoßene Mandeln, eine am Reibeisen abgeriebene Citrone und 6 Eier eine
-halbe Stunde recht stark miteinander gerührt, dann 2 Hände voll feines,
-geriebenes Geigenmehl, 3 Finger voll weißes Mehl darunter vermischt,
-eine lange, blecherne Form mit Butter bestrichen, die Masse darein
-gefüllt und bei gelinder Hitze gebacken. Den andern Tag schneidet man
-den Kuchen in Schnitten und läßt sie auf einem schwarzen Blech im Ofen
-schön gelb bähen.
-
-
-712. Weinbeerschnitten.
-
-Man rührt in einer Schüssel ein halbes Pfund Zucker und 2 ganze Eier
-recht dick miteinander, 3 Messerspitzen voll gestoßenen Zimmt, 4 Loth
-kleine schwarze Weinbeeren und eine Messerspitze voll Nelken dazu,
-arbeitet so viel Mehl darein, bis es ein nicht sehr fester Teig ist,
-macht auf einem Nudelnbrett eine lange Wurst daraus, legt diese auf ein
-schwarzes, mit Speck bestrichenes Blech, läßt sie in einem Backofen bei
-gelinder Hitze langsam backen und schneidet sie, wenn sie erkaltet ist,
-zu Schnitten; man kann sie 2 bis 3 Wochen aufbewahren.
-
-
-713. Spiegelküchlein.
-
-Man schneidet von Oblaten 2 Finger breite und 2 Finger lange Stückchen,
-thut etwas Eingemachtes auf ein Stückchen, legt das andere darüber
-und macht folgenden Teig: Einen halben Schoppen Milch und ein halbes
-Loth Butter macht man siedend, rührt 4 Kochlöffel voll Mehl in einer
-Schüssel mit der Milch glatt an, nimmt 3 Eier und eine Messerspitze voll
-Salz dazu, taucht die Oblatenküchlein in den Teig, backt sie in heißem
-Schmalz und streut Zucker und Zimmt darauf.
-
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-714. Münchner Springerlein.
-
-Man stößt ein halbes Pfund abgezogene Mandeln recht fein mit
-Rosenwasser, rührt sie mit einem halben Pfund fein gesiebtem Zucker und
-einem Achtelpfund Stärkmehl so lange in einer messingenen Pfanne, bis
-sich der Teig von der Pfanne ablöst, legt ihn aufs Nudelnbrett, bestreut
-ihn mit Mehl und Zucker, bestreut die dazu bestimmten hölzernen Mödel
-mit gesiebtem Zucker, drückt den Teig darein, stürzt die Mödel um, legt
-die Springerlein auf ein mit Wachs bestrichenes schwarzes Blech, läßt
-sie über Nacht oder wenigstens 2 bis 3 Stunden stehen, backt sie in
-gelinder Hitze und kann Citronen- oder Zimmteis darauf machen.
-
-
-715. Stuttgarter Springerlein.
-
-Ein Pfund fein gesiebter Zucker wird in einer Schüssel mit 5 Eiern
-eine halbe Stunde lang gerührt, von einer ganzen Citrone das Gelbe am
-Reibeisen abgerieben und mit einem Pfund Mehl darein gemischt. Man
-bindet feines Mehl in ein Stückchen weißen Flor, streut damit die Mödel
-gut aus, drückt von dem Teig in die Mödel ein, schneidet das Abgedrückte
-mit einem Messer ab, legt es auf das Nudelnbrett und macht fort, bis
-Alles zu Ende ist. Man läßt es über Nacht stehen; den andern Tag
-bestreicht man ein schwarzes Blech mit Speck, streut Anis darauf, legt
-die Springerlein darauf, rührt ein dickes Eis von einem Viertelpfund
-Zucker, 2 Eierweiß und dem Saft einer halben Citrone, backt die
-Springerlein halb aus, streicht sie mit dem Eis an und läßt sie im Ofen
-vollends ausbacken.
-
-
-716. Tyrolerkrapfen.
-
-Man macht einen Teig von einem Viertelpfund Mandeln, einem Viertelpfund
-Butter, 6 Loth Zucker, einem Viertelpfund Mehl, etwas Anis, 2 Eiergelb,
-einer halben abgeriebenen Citrone, gießt 2 Löffel voll Wein daran, wellt
-ihn aus, schneidet dreieckige Stückchen daraus, legt die Krapfen auf ein
-mit Mehl bestreutes Blech, bestreicht sie mit Ei, streut grob gestoßenen
-Zucker darauf und backt sie.
-
-
-717. Amsterdamer Waffeln.
-
-Ein Viertelpfund Mehl wird in einer Schüssel mit lauem Wein glatt
-gerührt, 2 Messerspitzen voll Zimmt, 4 Loth gestoßener Zucker und der
-Schnee von 6 Eiern langsam darunter gemengt. Ist das Waffeleisen im
-Feuer, oder noch besser in Kohlen heiß gemacht und inwendig mit Speck
-bestrichen, so wird es voll Teig gegossen, das Eisen langsam zugemacht,
-die Waffel auf beiden Seiten schön gelb gebacken und darauf mit Zimmt
-und Zucker bestreut.
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-718. Münchner Waffeln.
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-Man rührt ein halbes Pfund Butter ganz schaumig, rührt auch 16 Loth
-Mehl in einer Schüssel mit lauer Milch glatt an, 6 Eier, eines nach dem
-andern, daran, 2 Messerspitzen voll gestoßenen Zimmt, eine gewiegte
-halbe Citrone, 8 Stück abgezogene bittere Mandeln, dieses Alles wird mit
-einem Löffel voll Zucker unter die Butter so lang gerührt, bis von der
-Butter nichts mehr zu sehen ist, im Eisen gelb gebacken und Zucker und
-Zimmt darauf gestreut.
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-719. Waffeln von saurem Rahm.
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-Ein halbes Pfund Mehl wird in einer Schüssel mit saurem Rahm glatt
-gerührt, 6 Eiergelb, eines nach dem andern, eine Messerspitze voll
-Salz, ein Eßlöffel voll Zucker, 6 Loth abgezogene und fein gestoßene
-Mandeln, worunter 6 bis 8 Stück bittere seyn müssen, dazu gethan, Alles
-gut untereinander gerührt, von 6 Eiern ein steifer Schnee geschlagen,
-langsam unter die Masse gerührt und im Waffeleisen auf beiden Seiten
-ausgebacken.
-
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-720. Schweizer Waffeln.
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-Eine halbe Maas dicker Rahm wird in einer Schüssel mit einem kleinen
-weißen Besen zu einem dicken Schnee geschlagen, 4 Eiergelb daran
-verklopft, 3 Hände voll feines Mehl, 6 Loth zerlaufene Butter, eine
-Messerspitze voll Salz nach und nach daran gerührt, von 4 Eiern ein
-steifer Schnee geschlagen und mit dem Teig vermischt. Wäre der Teig
-noch zu schwer, so kann mit süßem Rahm nachgeholfen werden. Die Waffeln
-werden in heißem Eisen gebacken und auf beiden Seiten mit Zucker
-bestreut.
-
-
-721. Stuttgarter Waffeln.
-
-Ein halbes Pfund Butter rührt man in einer Schüssel weiß und schaumig;
-daran kommen 9 Eiergelb, eines nach dem andern daran verrührt, ein
-Viertelpfund gestoßene Mandeln, 9 Löffel voll Rosenwasser und 4 Löffel
-voll Kirschengeist; alles dieses wird untereinander gemacht. Dann
-schlägt man von 9 Eierweiß einen steifen Schnee, vermischt diesen mit
-einem Viertelpfund feinem Mehl, macht dieses mit der vorigen Masse
-untereinander, das am Reibeisen abgeriebene Gelbe einer halben Citrone
-dazu, im Waffeleisen gelb gebacken und mit Zucker und Zimmt bestreut.
-
-
-722. Straßburger Waffeln.
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-Zu einem schaumig gerührten halben Pfund Butter schlägt man nach und
-nach 6 Eier; dann macht man von 10 Loth Mehl mit lauer Milch und einer
-Messerspitze voll Salz einen Flädchenteig, rührt ihn unter die Butter
-eine Viertelstunde lang, backt die Waffeln davon, wie gewöhnlich, auf
-beiden Seiten und bestreut sie mit Zucker und Zimmt.
-
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-723. Waffeln mit spanischem Wein.
-
-Ein Viertelpfund Mehl wird mit spanischem Wein glatt gerührt, 4 Loth
-zerlassene Butter daran gegossen und 4 Eiergelb, eines nach dem andern,
-nebst einer Messerspitze voll gestoßenem Zimmt und eben so viel Salz
-daran gerührt. Dazu kommt noch der steife Schnee von 4 Eierweiß und
-2 Löffel voll saurer Rahm. Das heiße Waffeleisen wird mit einer
-Speckschwarte innen bestrichen und mit Teig angefüllt, die Waffel auf
-beiden Seiten gebacken und mit Zucker bestreut.
-
-
-724. Zimmtwaffeln.
-
-Ein Viertelpfund Butter wird zu Schaum gerührt, 2 Eier, ein Viertelpfund
-Zucker, 4 Loth fein gestoßene Mandeln sammt der Schale, dieses Alles
-untereinander gerührt, und 4 Loth feines Mehl und ein halbes Loth
-fein gestoßener Zimmt dazu genommen. Von diesem Teige werden Theile
-in der Größe einer Welschnuß mitten in ein heißes mit Speckschwarte
-bestrichenes Waffeleisen gethan und auf beiden Seiten gebacken. Diese
-Waffeln kann man 2 bis 3 Wochen aufbewahren.
-
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-725. Gefüllte Waffeln.
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-Ein mürber Butterteig wird messerrückendick ausgewellt und ein Stück
-davon ins Waffeleisen gelegt. Auf diesen Teig wird ein Stück Papier
-gelegt und der Teig auf ~einer~ Seite gebacken. Auf gleiche Weise wird
-noch ein Stück Teig auf ~einer~ Seite gebacken und beide Stücke werden
-auf der gebackenen Seite mit Ei bestrichen. Nachdem ein Löffel voll
-Johannisbeeren oder Himbeeren auf die ungebackene Seite des ersten
-Stücks gelegt worden, wird die ungebackene Seite des andern Stücks
-darauf gepaßt; beide Stücke kommen nun zusammen mit ihrer Fülle noch
-einmal ins Waffeleisen, werden noch ein wenig gebacken und dann mit
-Zucker und Zimmt bestreut.
-
-
-726. Gerührte Waffeln.
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-Man rührt ein halbes Pfund Butter in einer Schüssel schaumig, mischt ein
-Viertelpfund abgezogene und fein gestoßene Mandeln unter die Butter,
-deßgleichen 3 Loth fein gestoßenen Zucker, rührt Alles untereinander,
-rührt 8 Eiergelb, eines nach dem andern, und zu einem Eigelb einen
-Löffel voll feines Mehl, von einer halben Citrone das am Reibeisen
-abgeriebene Gelbe, einen halben Schoppen dicken sauren Rahm dazu,
-schlägt von den 8 Eierweiß einen steifen weißen Schnee, mengt ihn
-ganz langsam unter die Masse, backt sie in heißem mit Speckschwarte
-bestrichenen Waffeleisen gut aus und bestreut die Waffeln mit Zucker
-und Zimmt.
-
-
-727. Zimmtküchlein.
-
-2 Eierweiß schlägt man zu einem steifen Schnee, rührt Zucker und ein
-Loth Zimmt darunter, bestreicht ein schwarzes Blech mit Wachs, sezt von
-der Masse Häufchen in der Größe einer Haselnuß darauf und backt sie in
-einem abgekühlten Ofen.
-
-
-728. Zimmtstern.
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-Ein Pfund ungeschälte Mandeln werden mit einem Tuche sauber abgerieben,
-fein gewiegt und durch einen engen Seiher gerüttelt; was zurückbleibt,
-muß jedesmal wieder gewiegt werden. Diese Mandeln und der Schnee
-von 6 Eierweiß, untereinander gemacht, werden mit einem Pfund fein
-gesiebtem Zucker und einem Loth Zimmt vermischt, und der Teig zu stark
-messerrückendicken Kuchen ausgewellt, welche man mit einem Sternmodel
-mittlerer Größe aussticht. Hierauf wird ein schwarzes Blech mit Speck
-bestrichen, die Sterne darauf gesezt, jedoch nicht sehr nahe zusammen,
-und in gelinder Hitze gelb gebacken. Dazu kann man Citroneneis oder
-sonst ein Eis geben; ebenso kann man sie auch, wenn man will, auf
-Oblaten legen.
-
-
-729. Aechtes Zuckerbrod.
-
-An ein halbes Pfund fein gesiebten Zucker schlägt man 8 Eiergelb, rührt
-sie eine halbe Stunde ganz stark, reibt von einer Citrone das Gelbe ab
-(die Masse muß so dick seyn wie ein Brei), schlägt von 3 Eierweiß einen
-steifen Schnee, mengt 10 Loth Mehl darunter, füllt in eine Spritze, die
-ein fingerdickes Rohr hat, von der Masse darein, legt steifes Papier
-auf ein schwarzes Blech und sprizt lange Stängel, oben und unten rund,
-darauf, zieht sie durch fein gesiebten Zucker und backt sie gelb.
-
-
-730. Zuckerbretzeln.
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-Ein Viertelpfund Butter, ein halbes Pfund Mehl, ein Viertelpfund Zucker,
-ein Ei, ein Löffel voll dicker saurer Rahm geben einen Teig, von welchem
-man kleine Bretzeln macht, die man auf ein schwarzes Blech legt, mit Ei
-bestreicht, fein gestoßenen Mandeln und etwas Zucker bestreut und backt.
-
-
-
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-Eingemachtes.
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-731. Aprikosen.
-
-Man legt Aprikosen, die nicht überreif sind, in ein Geschirr, gießt
-kochendes Wasser darüber, zieht die Haut davon ab, legt sie auf ein Tuch
-und läßt sie abtrocknen. So viel Pfund Aprikosen, so viel Pfund Zucker
-läßt man in einer Casserolle oder einer messingenen Pfanne kochen, bis
-der Zucker Blasen wirft, legt die Aprikosen hierauf mit einem silbernen
-Löffel darein, läßt sie so lange kochen, wie hartgesottene Eier, hebt
-sie sodann mit dem nämlichen Löffel in ein reines Geschirr, läßt den
-Syrup noch etwas einkochen, gießt ihn über die Aprikosen und läßt sie
-über Nacht stehen. Den andern Tag legt man sie wieder in die Pfanne,
-läßt sie nur noch ein wenig kochen, hebt sie sorgsam heraus, läßt den
-Syrup wieder einkochen, gießt ihn an die Aprikosen und dieses wiederholt
-man 4 Tage nacheinander. Am vierten Tage legt man die Aprikosen in das
-Geschirr, in welchem sie aufbewahrt werden sollen, zieht Papier durch
-Kirschengeist, legt es oben darauf, sticht Löcher in das Papier, bindet
-das Geschirr zu und stellt es an einen trockenen Ort.
-
-
-732. Birnen.
-
-Die Muskatellerbirnen sind hiezu die besten; die Birnen werden geschält,
-der Butzen ausgestochen und dafür eine Nelke, und statt des Stiels
-ganzer Zimmt hineingesteckt; man kocht sie im Wasser weich, legt sie
-auf ein Haarsieb und läßt sie ablaufen. Zu 3 Pfund Birnen rechnet man 7
-Viertelpfund Zucker, thut ihn in eine messingene Pfanne, gießt von dem
-Wasser darein, in welchem die Birnen gekocht worden sind, läßt ihn so
-lange kochen, bis er einen dicken Faden spinnt, thut die Birnen dazu und
-läßt sie darin so lange kochen, wie hartgesottene Eier. So macht man
-4 Tage lang fort; den vierten Tag füllt man die Birnen in ein Gefäß,
-begießt Kartenpapier mit etwas Kirschengeist, legt es auf die Birnen und
-bindet das Gefäß fest zu.
-
-
-733. Bohnen.
-
-Von ganz kleinen, halb ausgewachsenen Bohnen zieht man die Fäden ab
-und schneidet sie, nach Belieben, groß oder klein. Dann macht man
-in einem Kessel Wasser kochend, salzt dieses gut, legt die Bohnen
-hinein, läßt sie 4 Minuten kochen, nimmt sie schnell heraus, legt sie
-eine Viertelstunde ins kalte Wasser, dann in einen Korb, daß sie gut
-ablaufen, läßt sie auf einem Nudelnbrett gut abtrocknen und bewahrt sie
-in einem gut verpichten Fäßchen auf folgende Art auf: unten hin legt
-man Traubenlaub, etwas grob gestoßenen Pfeffer und Salz, dann eine Lage
-Bohnen, Pfeffer und Salz darauf, dann wieder Bohnen, und macht so fort,
-bis das Fäßchen voll ist; man drückt die Bohnen zugleich mit der Hand
-fest ein und belegt das Fäßchen oben wieder mit Traubenlaub; so bleiben
-sie sehr schön grün.
-
-
-734. Bohnen auf andere Art.
-
-Schöne fette Bohnen (Schwertbohnen sind hiezu die besten) werden wie zu
-einem Bohnensalat geschnitten (zu einer Schüssel voll Bohnen rechnet man
-eine Hand voll Salz), in einem reinen Geschirr mit Salz vermengt, in ein
-sauber gepuztes, gut verpichtes Fäßchen gelegt, welches oben und unten
-mit Traubenlaub belegt wird, die Bohnen werden fest eingedrückt, ein
-gut passender Deckel darauf gelegt und dieser gut beschwert; so halten
-sich die Bohnen bis zum Frühjahr. Man kocht sie auf folgende Art: man
-läßt sie in einem Geschirr mit kochendem Wasser eine Stunde lang kochen,
-gießt sie in einen Durchschlag und schüttet kaltes Wasser darüber, daß
-sie schön grün blieben; dann dämpft man sie in einer Casserolle mit
-einem Stück Butter, Zwiebel und Petersilie, streut oben darauf 3 Finger
-voll Mehl, schüttelt sie um, gießt einen Schöpflöffel voll Fleischbrühe
-oder Bouillon daran und läßt sie kochen, aber nicht zugedeckt, sonst
-verlieren sie ihre grüne Farbe.
-
-
-735. Bohnen in Essig.
-
-Hiezu müssen die Bohnen jung und noch ohne Kerne seyn. Solche schneidet
-man klein, läßt in einem Kessel Wasser kochen, thut die Bohnen darein,
-läßt 2 Wall darüber gehen, nimmt sie geschwind heraus, legt sie ins
-kalte Wasser, läßt sie eine Viertelstunde darin liegen, gießt sie
-in einen Durchschlag, läßt sie gut ablaufen, dann auf einem Tuch
-abtrocknen, belegt den Boden des für sie bestimmten Geschirres mit
-Weinlaub, grob gestoßenem Pfeffer mit Salz vermischt, macht eine Lage
-Bohnen darein, drückt sie mit der Hand fest ein, dann wird ein wenig
-Salz und Pfeffer darüber gestreut und wieder eine Lage Bohnen, so
-macht man fort, bis sie zu Ende sind und gießt eine Bouteille starken
-Weinessig darein. Man läßt sofort Schmalz zerlaufen, begießt die Bohnen
-damit, es muß halb fingerhoch darüber gehen (auch Provenceröl kann man
-statt Schmalz nehmen). Die Bohnen können zu Salat gebraucht oder zum
-Rindfleisch gegeben werden. Das Geschirr bindet man fest zu und stellt
-es an einen kühlen Ort.
-
-
-736. Brockelerbsen.
-
-Halbreife Brockelerbsen macht man aus und liest die wurmigen aus;
-zu einem Meßchen Kernen wirft man 2 Hände voll Salz, läßt sie über
-Nacht stehen, nimmt eine Schweinsblase oder eine Bouteille, füllt die
-Brockelerbsen sammt Salz hinein, bindet die Blase fest zu, macht eine
-Schleife von Bindfaden, so daß man sie aufhängen kann, macht Wasser
-in einem Kessel heiß, thut Stroh oder Heu daran, stellt die Bouteille
-darein, so, daß sie nicht an einander kommen, sollte es eine Blase
-seyn, so hängt man sie an einen Stecken und kocht sie eben so lange,
-wie die Bouteille, aber nicht länger als ein paar harte Eier, thut das
-Feuer davon, läßt es so lange stehen, bis das Wasser kalt ist und hängt
-die Blase an einem trockenen Orte auf. Sind die Brockelerbsen in eine
-Bouteille gefüllt, so wird diese fest zugepfropft und in den Keller
-gelegt.
-
-
-737. Brockelerbsen auf französische Art.
-
-Schöne junge Brockelerbsen werden ausgemacht, mit einer kleinen Hand
-voll Petersilie und einem Stück Butter in einer Casserolle eine
-Viertelstunde schwitzen gelassen, sodann in eine blecherne Büchse
-gethan und so viel Butter dazu genommen, daß die Erbsen ganz damit
-bedeckt werden, die Büchse vom Flaschner gut verlöthet, nochmals eine
-Viertelstunde im Dampf kochen gelassen, daß das Fett oben bleibt und
-dann im Keller bewahrt. Sie sind wie die frischen Brockelerbsen.
-
-
-738. Champignons.
-
-Nachdem die Champignons gepuzt und gewaschen, läßt man sie ablaufen,
-kocht sie eine Viertelstunde mit einem großen Stück Butter, legt sie
-sodann in ein Geschirr und läßt die Sauce noch mehr einkochen, es muß
-so viel Butter dazu genommen werden, daß sie ganz damit bedeckt werden.
-Dann gießt man die Sauce darüber, bindet das Geschirr zu und bewahrt
-es auf.
-
-
-739. Gurken in Essig.
-
-Kleine Gurken reibt man mit einem Tuche ab, thut sie in ein großes
-Geschirr, macht starkes Salzwasser daran, läßt sie 48 Stunden darin
-stehen (Pumpwasser ist, weil es härter ist, besser als Rohrwasser) und
-rührt sie öfters um. Wenn man sie einmachen will, legt man sie auf ein
-Tuch, läßt sie gut abtrocknen, schneidet Meerrettig in kleine Stückchen,
-schält Schalottenzwiebeln, Lorbeerblätter, ganzen Pfeffer, etliche ganze
-Nelken, Estragon, Basilikum, Thymian, macht Alles untereinander, legt in
-das dazu bestimmte Geschirr von den Gurken, dann von dem Geschnittenen,
-macht fort bis Alles zu Ende ist, legt dann ein langes Säckchen, worin
-etwas Senfmehl ist, auf die Gurken, bindet das Geschirr zu und bewahrt
-es auf den Winter.
-
-
-740. Salzgurken.
-
-Halbgewachsene Gurken legt man 24 Stunden ins Salzwasser, trocknet sie
-dann mit einem sauberen Tuch ab, belegt den Boden des dazu bestimmten
-Fäßchens mit grob gestoßenem Pfeffer, Lorbeerblättern und Traubenlaub,
-legt eine Lage Gurken, eine Lage von dem Gewürz, dann wieder Gurken in
-das Fäßchen und fährt so fort, bis Alles zu Ende ist; oben darauf kommt
-grüner Fenchel, Citronenkraut und Lorbeer. Dann läßt man Wasser, so
-viel man nöthig hat, und Salz miteinander kochen (zu einer Maas Wasser
-rechnet man eine große Hand voll Salz) läßt es wieder kalt werden, gießt
-es an die Gurken, macht das Fäßchen fest zu, läßt es unten und oben
-verpichen, legt es 8 Tage lang in die Sonne und rüttelt es alle Tage. In
-14 Tagen sind die Gurken genießbar und halten sich ein ganzes Jahr gut.
-
-
-741. Geschnittene Gurken.
-
-Hiezu nimmt man Gurken, die noch keine Kerne haben, schält sie sauber,
-schneidet sie, wie zu Salat, salzt sie in einer Schüssel gut ein, drückt
-sie nach einer Stunde fest aus, schneidet Schalottenzwiebeln fein, nimmt
-grob gestoßenen Pfeffer, nebst einem Eßlöffel voll gelben Senf dazu,
-mischt dieses unter die Gurken, drückt sie fest in einen steinernen Topf
-ein, gießt so viel guten Weinessig daran, daß er darüber geht, schmälzt
-sie mit zerlassenem Schmalz gut zu und bewahrt sie auf.
-
-
-742. Johannisbeeren in Zucker.
-
-Man beert schöne reife Johannisbeeren ab (zu 2 Pfund Beeren rechnet man
-wohlgewogen 1-1/2 Pfund Zucker), thut den Zucker in eine messingene
-Pfanne, gießt einen Schoppen Wasser daran, läßt ihn so lange kochen,
-bis er Blasen gibt, legt die Beeren darein, läßt sie kochen, nimmt den
-Schaum sauber ab und probirt einen Tropfen auf einem Teller, ob sie gut
-sind; sind sie gut, so thut man sie in ein Geschirr und bewahrt sie auf.
-
-
-743. Kirschen in Zucker.
-
-Von nicht überreifen Kirschen schneidet man die Stiele halb ab; läßt
-3 Viertelpfund Zucker mit einem halben Schoppen Wasser in einer
-messingenen Pfanne bis zum kleinen Faden kochen, legt die Kirschen
-in den Zucker und läßt sie so lange kochen, als Eier zum Hartsieden
-brauchen; hierauf hebt man die Kirschen mit dem Schaumlöffel in das
-Gefäß heraus, in welchem sie aufbewahrt werden sollen, läßt den Syrup
-einkochen, bis er dick ist, und gießt ihn sodann über die Kirschen,
-läßt sie kalt werden, legt ein steifes Papier darüber, gießt etwas
-Kirschengeist oder Arak darauf, bindet das Geschirr zu, sticht mit einer
-Gabel kleine Löcher in die Bedeckung und bewahrt das Gefäß auf.
-
-
-744. Kirschen in Essig.
-
-Man schneidet die Stiele von schönen, zeitigen Kirschen stark halb ab,
-läßt ein Viertelpfund Zucker und so viel Essig, als man zu den Kirschen
-braucht, ein halbes Loth gestoßenen Zimmt und etwas ganze Nelken in
-einer messingenen Pfanne eine Viertelstunde miteinander kochen, nimmt
-sie vom Feuer und läßt sie erkalten. Wenn der Essig noch stark lau
-ist, gießt man ihn an die Kirschen, deckt sie zu und läßt sie 2 Tage
-stehen. Den dritten Tag kocht man den Essig in der Pfanne noch ein Mal,
-gießt ihn wieder lau an die Kirschen, zieht ein Papier, so groß man es
-braucht, durch Kirschengeist, legt dieses oben auf das Geschirr, bindet
-es zu und bewahrt es auf.
-
- ~Anmerkung.~ Alles mit Essig Eingemachte darf nur mit ganz reinem
- Weinessig gekocht werden, sonst verdirbt es.
-
-
-745. Ausgesteinte Kirschen.
-
-Man steint 2 Pfund schöne Kirschen aus, doch so, daß nicht zu viel Saft
-verloren geht, nimmt zu 2 Pfund Kirschen 1-1/2 Pfund Zucker und läßt
-diesen in einer messingenen Pfanne oder Casserolle mit einem halben
-Schoppen Wasser kochen, bis der Zucker dicke Fäden spinnt, dann kommen
-die Kirschen nebst etwas ganzem Zimmt dazu, und werden so lange gekocht,
-als zu hartgesottenen Eiern Zeit erforderlich ist, dann fängt man die
-Kirschen mit einem Schaumlöffel heraus, läßt den Syrup kochen, bis er
-über sich steigt, thut die Kirschen in das für sie bestimmte Geschirr,
-gießt den Syrup, nachdem er recht gut eingekocht worden ist, daran, läßt
-sie kalt werden und bewahrt sie wie die übrigen in Zucker eingemachten
-Sachen auf; so halten sie sich 2 Jahre.
-
-
-746. Kirschen in Dunst eingekocht.
-
-Von schönen, zeitigen, nicht überreifen Kirschen zupft man die Stiele
-ab, füllt sie in eine Schweins- oder Rindsblase, welche vorher ins laue
-Wasser gelegt, mit der Hand ausgerieben, durchs kalte Wasser gezogen und
-fest ausgedrückt worden ist; macht sodann die Blase oben fest zu, damit
-kein Wasser hineinlaufen kann, macht eine Schleife von Bindfaden zum
-Aufhängen daran, schiebt einen Stecken durch die Schleife und läßt die
-Blase in einem Topf oder Kessel, der mit kochendem Wasser gefüllt ist,
-eine Viertelstunde ganz langsam kochen; die Blase bleibt aber im Kessel,
-bis das Wasser kalt geworden; dann läßt man sie ablaufen und hängt sie
-in die Luft an einen trockenen Ort. Auf diese Art bleiben die Kirschen
-2 Jahre lang gut und man kann sie zu allen Backereien und Compotes
-brauchen. Man ist oft sehr bemüht, die Kirschen in eine Bouteille zu
-bringen, wobei man der Gefahr ausgesezt ist, daß diese zerspringt; ich
-habe selbst die Erfahrung hievon in Frankreich gemacht.
-
-
-747. Melonen in Essig.
-
-Gute, reife Melonen reibt man mit einem Tuche ab, schneidet sie in
-Schnitze, legt sie in eine Schüssel, gießt guten Weinessig daran, läßt
-sie 3 Tage lang stehen, gießt den Essig in eine messingene Pfanne ab (so
-viel Maas Essig, so viel halbe Pfund Zucker werden gerechnet), dann läßt
-man 1 Quint grobgestoßenen Zimmt, 8 bis 10 ganze Nelken, ein Stückchen
-ganzen Ingwer, sammt den Melonen miteinander weich kochen, läßt sie
-über Nacht in einer porzellanenen Schüssel stehen, sezt sie den andern
-Tag wieder aufs Feuer, kocht sie vollends gar, läßt sie kalt werden,
-verwahrt sie wie die andern eingemachten Sachen und stellt sie an einen
-trockenen Ort. Sie werden zu gebratenem Geflügel gegeben.
-
-
-748. Baumnüsse.
-
-Die Nüsse werden um Johannis gebrochen, wo sie noch weich und milchig
-sind, unten und oben ein wenig abgeschnitten, 2 bis 3 Löcher mit einem
-Holz an jeder Seite hineingestochen, 8 Tage in frisches Brunnenwasser
-gelegt, dann in einer messingenen Pfanne eine Viertelstunde lang im
-Wasser gekocht, das Wasser abgegossen, frisches daran geschüttet und so
-dreimal wiederholt. Man probirt nun die Nüsse mit einem Hölzchen, ob sie
-weich sind, ist dieses nicht der Fall, so müssen sie noch einmal gekocht
-werden; sind sie jedoch weich, so legt man sie ins kalte Wasser, gießt
-dieses 3 Mal ab, legt sie auf ein Haarsieb und läßt sie abtrocknen;
-dann spickt man die Nüsse mit Zimmt und Nelken und legt sie in ein
-Zuckerglas. Zu 50 Nüssen nimmt man 1-1/2 Pfund Zucker, läutert diesen in
-einer messingenen Pfanne mit Zimmtwasser so lang, bis er einen dicken
-Faden spinnt, gießt dann den geläuterten Zucker über die Nüsse, läßt
-sie so 2 Tage lang stehen, den dritten Tag gießt man den Zucker wieder
-ab, läßt ihn noch ein Mal aufkochen, thut noch ein Stück Zucker dazu,
-gießt ihn nochmals über die Nüsse und wiederholt dieses 3 bis 4 Mal.
-Zum lezten Mal läßt man die Nüsse eine Zeit lang mitkochen, bewahrt sie
-dann in einem Glas gut auf, legt ein mit Kirschengeist getränktes Papier
-darauf und stellt sie an einen trockenen Ort.
-
-
-749. Quitten.
-
-Von reifen Quitten schneidet man das Steinige heraus, schält sie,
-schneidet sie in 4 Theile, siedet sie im Wasser weich und legt sie auf
-ein Haarsieb. So viel man Pfund Quitten hat, eben so viel nimmt man
-Pfund Zucker, siedet den Zucker in dem Wasser, worin die Quitten weich
-gekocht wurden, so lange, bis er Fäden spinnt, dann legt man die Quitten
-hinein, läßt sie mit dem Zucker kochen und bewahrt sie dann in einem
-steinernen Topf.
-
-
-750. Reinesclaudes (spr. Ränklod).
-
-Schöne grüne Reinesclaudes, die nicht überreif sind, läßt man in
-einer Casserolle, die nicht verzinnt ist, mit eben so viel Zucker als
-die Reinesclaudes wiegen, kochen bis zur Blase, oder so lange als
-hartgesottene Eier, nimmt einen silbernen Löffel und hebt sie heraus,
-daß sie nicht zerbrechen, läßt den Syrup ein wenig einkochen, gießt
-ihn darüber und läßt ihn über Nacht stehen; so macht man es 3 Tage
-hintereinander. Aber jedes Mal muß eine Casserolle, die nicht verzinnt
-ist, genommen werden, sonst verlieren sie die schöne grüne Farbe.
-
-
-751. Sauerkraut.
-
-Der Strunk und die Rippen werden vom Kraut geschnitten, dieses auf die
-gewöhnliche Art fein eingeschnitten, mit Salz, so viel dazu nöthig ist,
-vermischt, 2 starke Hände voll Wachholderbeeren dazu genommen, das Kraut
-in ein sauber gepuztes Geschirr gethan, worein zuvor Krautblätter gelegt
-worden sind; dann mit einem hölzernen Stempel das Kraut fest zusammen
-gestoßen, Krautblätter oben darauf gelegt, nach diesen mit einem reinen
-Tuch und dem Deckel zum Geschirr bedeckt und gut beschwert. In 14 Tagen
-ist das Kraut schon genießbar.
-
-
-752. Senf auf französische Art.
-
-Man nimmt 3 bis 4 schöne abgeschälte Quitten, kocht sie im Wasser ganz
-weich, schabt das Mark davon ab, nimmt ein halbes Pfund Quittenmark, ein
-halbes Pfund gelbes Senfmehl; kocht das Senfmehl in gekochtem Most, läßt
-das Quittenmark auch 6 Minuten mitkochen, rührt ein Quint grobgestoßene
-Nelken, Fenchel, Anis, Koriander damit recht durcheinander, thut ihn in
-einen steinernen Topf und bewahrt ihn auf.
-
-
-753. Senf mit süßem Most.
-
-Hiezu nimmt man im Herbst ganz süßen Most, kocht ihn gut ein (von 3 Maas
-Most kann eine Maas eingekocht werden), gießt ihn in einen Topf, läßt
-ihn über Nacht stehen, am Morgen thut man ihn in eine Bouteille, propft
-sie gut zu und hebt sie auf zum Gebrauch. Will man Senf davon machen, so
-nimmt man davon in eine messingene Pfanne, läßt ihn kochen, nimmt 8 Loth
-gelbes Senfmehl in eine Schüssel, 8 Loth braunes Senfmehl, brüht dieses
-mit dem kochenden Most an, rührt ihn recht durcheinander, macht einen
-kleinen Bügelstahl glühend, taucht ihn in den Senf, rührt diesen bis er
-ganz kalt ist, bewahrt ihn in einem steinernen Topf, bindet ihn zu und
-gibt ihn zum Rindfleisch.
-
-
-754. Senf mit Essig.
-
-2 Zwiebeln und 2 Knoblauchszähne schneidet man recht klein, gießt eine
-halbe Maas Weinessig in eine Pfanne, 4 Lorbeerblätter, 6 Nelken, 6
-grobgestoßene Pfefferkerne, läßt es eine halbe Viertelstunde kochen,
-nimmt 4 Loth braunes und eben so viel gelbes Senfmehl in eine Schüssel,
-stellt den Essig vom Feuer und zieht ihn durch ein Haarsieb an das Mehl;
-der Senf muß eine halbe Stunde gerührt werden, weil er dadurch feiner
-wird, füllt ihn in ein Geschirr nach Belieben, bindet es zu und gibt ihn
-zum Rindfleisch.
-
-
-755. Trauben oder Kirschen auf französische Art.
-
-Von schönen, reifen Trauben (die schwarzen Muskateller sind die besten)
-oder Kirschen schneidet man die Stiele ab, thut sie in ein Zuckerglas,
-hält das Glas eine halbe Maas, so kommt ein Viertelpfund gestoßener
-Zucker, etwas grobgestoßener Zimmt und Nelken daran, füllt das Glas voll
-mit Kirschengeist, bindet es mit einer Blase zu und bewahrt es. Dieses
-Eingemachte ist sehr gut zur Backerei.
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-756. Trüffeln.
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-Man wascht die Trüffeln 1 bis 2 Mal sauber mit einer Bürste (sie müssen
-ganz rein seyn), füllt sie in eine blecherne Büchse, macht sie fest zu,
-läßt sie vom Flaschner zulöthen, stellt sie in einen Kessel, kocht sie
-im Dampf 3 Stunden, nimmt sie heraus und läßt sie erkalten. Auf diese
-Art behalten sie ihren feinen Geschmack. Es gibt vielerlei Arten, welche
-sich auch im Sand aufbewahren lassen: eingeschmälzte, gedörrte, im Dampf
-in Gläsern eingekochte (in Straßburg werden sie alle so behandelt); aber
-nur diese Art habe ich für gut gefunden. Die Straßburger Trüffeln sind
-die besten dazu; die Günsburger und Schweizer haben den feinen Geschmack
-nicht.
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-757. Welschkorn.
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-Die Welschkornkolben werden, wenn sie so dick sind, wie ein kleiner
-Finger, abgebrüht, einen Tag ins Salzwasser gelegt, herausgenommen und
-abgetrocknet. Dann werden in einen steinernen Topf Lorbeerblätter und
-grobgestoßener Pfeffer gelegt, die Welschkornkolben darauf, auf diese
-wieder Pfeffer und Lorbeerblätter, und so damit fortgefahren, bis der
-Topf voll ist; dann wird dieser fest zugebunden und verwahrt. Sie wird
-zum Rindfleisch gegeben.
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-758. Zwetschgen in Essig.
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-Frisch vom Baum herunter sind die Zwetschgen am besten, damit sie das
-schöne Blau nicht verlieren. Man stellt sie in ein Zuckerglas, so daß
-die Stiele alle in die Höhe stehen. Grobgestoßener Zimmt und Nelken
-legt man hinein, macht das Glas mit Zwetschgen nun voll und läßt so
-viel Essig, als man nöthig hat, mit Zucker kochen (zu einer halben Maas
-Essig sind 12 Loth Zucker erforderlich). Wenn der Essig noch stark lau
-ist, gießt man ihn an die Zwetschgen, läßt sie so über Nacht stehen,
-gießt den andern Tag den Essig ab, siedet ihn nochmals in der Pfanne,
-wiederholt dieses zum dritten Mal, zieht ein Papier durch Kirschengeist,
-legt es auf die Zwetschgen, bindet das Glas zu und bewahrt es an einem
-trockenen Orte auf.
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-759. Geschälte Zwetschgen in Zucker.
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-Schöne große Zwetschgen thut man in eine Schüssel, gießt kochendes
-Wasser daran, zieht die blaue Haut davon ab, nimmt zu 2 Pfund Zwetschgen
-1-1/2 Pfund Zucker, läutert ihn mit Wasser, läßt ihn so lange kochen,
-bis er Fäden spinnt, thut die Zwetschgen darein und läßt sie so lange
-kochen wie ein weiches Ei, legt sie in ein Geschirr, deckt es zu und
-läßt es über Nacht stehen; den andern Tag kocht man sie wieder so
-lange, den dritten Tag nochmals, legt sie in ein Geschirr, oben Papier
-darauf mit Kirschengeist, bindet es zu, sticht Löcher in das Papier und
-bewahrt sie auf.
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-760. Birnenlatwerge.
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-Gute geschälte Bergamotbirnen oder Zweibutzernen (Citronenbirnen sind
-die besten dazu) läßt man in einer Pfanne im Wasser weich kochen, wenn
-das Wasser ganz eingekocht ist, treibt man sie durch ein Haarsieb, thut
-das Eingemachte wieder in eine Pfanne (zu 2 Pfund Mark kommt ein halbes
-Pfund Zucker), läßt es so lang kochen, bis es dick ist, dann erkalten,
-und bewahrt es in hölzernen Schachteln.
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-761. Hagenbuttenlatwerge.
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-Von 10 bis 12 Maas Hagenbutten wird der Butzen und Stiel abgenommen (zu
-10 Maas Hagenbutten kommen 20 Maas Wasser), man läßt sie 2 bis 3 Stunden
-in einem sauber gepuzten Kessel miteinander kochen; es muß immer wieder
-aufgegossen werden, nimmt dann die Hagenbutten heraus, preßt sie gut
-aus, läßt den Saft einkochen, schäumt es öfters ab (20 Maas Wasser muß
-bis auf eine einkochen). Sie wird in einem Porzellangeschirr aufbewahrt
-und ist sehr gut für den Husten.
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-762. Kirschenlatwerge.
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-Man steint 2 Pfund reife Kirschen aus, läßt sie in einer Kachel eine
-Viertelstunde schwitzen, treibt sie durch ein Haarsieb, nimmt 1-1/2
-Pfund Zucker in eine Casserolle, gießt einen halben Schoppen Wasser
-daran, läßt ihn bis zum größten Faden kochen, gießt das Kirschenmark
-darein, läßt es mit 3 Messerspitzen voll Zimmt dick kochen (es muß sehr
-sorgfältig gekocht werden, denn es brennt leicht an) und bewahrt die
-Latwerge in einem porzellanenen, zugebundenen Topfe auf.
-
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-763. Quittenlatwerge.
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-Schöne zeitige Quitten schält man ab, siedet sie in Wasser weich,
-schabt das Mark davon ab, treibt es durch ein Haarsieb (zu einem Pfund
-Mark gehören 3 Viertelpfund Zucker), läßt alles miteinander in einer
-Pfanne kochen, bis kein Saft mehr zu sehen ist und bewahrt es in einem
-Porzellangeschirr.
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-764. Weichsellatwerge.
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-Man steint 2 Pfund ächte, aber sehr reife Weichseln aus, treibt sie
-durch ein enges Haarsieb, läßt 2 Pfund Zucker mit einem Schoppen Wasser
-in einem irdenen Geschirr so lange kochen, bis der Zucker einen ganz
-dicken Faden spinnt, thut nun das Kirschenmark dazu und kocht es mit dem
-Zucker, unter beständigem Rühren, so lange bis kein Saft mehr zu sehen
-ist. Man bewahrt die Latwerge in einem porzellanenen, zugebundenen Topf,
-wie alle Confituren, auf. Sie ist namentlich sehr gut für Kranke.
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-765. Weichsellatwerge anderer Art.
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-Schöne zeitige Weichseln (Weinkirschen sind noch besser) steint man
-aus, treibt sie durch ein Haarsieb (so viel Mark es ist, so viel halbe
-Pfund Zucker), thut es miteinander in eine Pfanne, läßt es so lange
-kochen, bis kein Saft mehr zu sehen ist, dann erkalten, und bewahrt es
-in hölzernen Schachteln oder in einem Porzellangeschirr.
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-766. Zwetschgenlatwerge.
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-Ueber schöne, zeitige Zwetschgen gießt man kochendes Wasser, zieht die
-Haut ab und läßt sie eine Viertelstunde in einer zugedeckten Casserolle
-dämpfen, treibt sie durch ein Haarsieb (so viel Pfund Mark so viel
-Zucker), läßt den Zucker in einer messingenen Pfanne so lange kochen,
-bis er Fäden spinnt, kocht das Mark damit, bis alles dick ist, läßt es
-erkalten und bewahrt es in einer hölzernen Schachtel.
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-Gefrorenes und Eis.
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-767. Gefrorenes zu machen.
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-Man nimmt eine 12 Zoll hohe und 6 Zoll weite zinnerne oder blecherne
-Büchse mit einem wohlpassenden Deckel, einen kupfernen Spaten oder
-Kochlöffel, zum Umrühren der Masse, einen hölzernen, ungefähr einen
-Fuß hohen Eimer (Schöpfgelte), dessen leerer Raum, wenn die Büchse
-eingesezt ist, zur Ersparniß des Eises, nur noch zwei Finger breit um
-die Büchse herum seyn darf (doch kann man auch einen gewöhnlichen Eimer
-dazu gebrauchen); einen kleinen Eimer voll Eis und einige Pfund Salz.
-Hiemit kann man ein Maas Wasser auf folgende Art gefroren machen: Zuerst
-stößt man das Eis so klein als möglich, dann thut man davon eine Hand
-hoch in den Gefriereimer und mischt einen Theil Salz darunter. Sodann
-sezt man die Büchse bedeckt in den Eimer, stößt das übrige Eis ganz
-fein, vermengt es mit Salz, bedeckt damit ganz die Büchse, und streut
-zulezt noch einige Hände voll Salz darauf, damit das Gefrieren schneller
-bewirkt wird. Darin läßt man die Büchse nur eine Viertelstunde lang
-stehen und schüttelt sie an dem Henkel einige Male, doch so, daß sie
-immer im Eis bleibt; dann öffnet man den Deckel, steckt den Rührlöffel
-mit einer Hand hinein, mit der andern treibt man die Büchse, doch so,
-daß sie immer im Eis bleibt und um den Spaten im Kreise herum so schnell
-als möglich läuft, denn hierauf kommt sehr viel an, weil die Masse nicht
-allein schneller gefriert, sondern auch fein und zart wird. Man muß
-sich aber in Acht nehmen, daß kein Eis darein fällt, daher schlage man
-lieber ein reines Tuch um die Büchse. Besonders muß man auch während
-des Drehens des Rührlöffels den Boden und die Seiten der Büchse gut
-bearbeiten, damit sich das angesezte Gefrorene immer abstößt. Sollte
-sich das Gefrorene aber zu stark ansetzen, so stößt man es mit dem
-Rührkolben los und drückt es in kleinen Stückchen herauf; alsdann läßt
-man die Büchse eine Viertelstunde lang stehen, dreht und rührt die Masse
-so lange, bis die gefrorene Masse steif, doch nicht klumpig, sondern
-so ist, daß sie sich wie Butter schneiden läßt. Endlich macht man die
-Büchse zusammen, deckt sie zu, läßt sie im Eimer stehen und sezt sie in
-den Keller. Ist die Masse steif gefroren, so hält dieses Eis 3 bis 4
-Stunden. Beim Anrichten stürzt man es auf einen Teller.
-
-
-768. Caffeegefrorenes.
-
-Man nimmt eine halbe Maas Milch (süßer Rahm ist noch besser) und ein
-Viertelpfund gerösteten Caffee, der aber nur gelb geröstet seyn darf,
-stößt ihn in einem Mörser etwas grob, thut ihn nebst 4 Loth Zucker
-in die Milch; läßt alles auf dem Feuer aufkochen, schlägt 9 Eiergelb
-in einen Topf, rührt sie glatt mit kalter Milch, gießt die kochende
-Caffeemilch langsam daran und läßt es nochmals in der Pfanne anziehen.
-Sodann zieht man es durch ein Haarsieb, läßt es recht kalt werden
-und behandelt es in der Gefrierbüchse nach der bei No. 767 gegebenen
-Vorschrift.
-
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-769. Chokoladegefrorenes.
-
-Man reibt ein Viertelpfund Chokolade in einer messingenen Pfanne,
-thut 1-1/2 Schoppen Milch und ein Achtelpfund Zucker dazu, läßt es
-miteinander kochen, schlägt 8 Eiergelb in einen Topf, rührt sie glatt
-mit kalter Milch, die gekochte Chokolade langsam daran, sezt sie
-nochmals aufs Feuer, läßt sie anziehen, zieht sie durch ein Haarsieb,
-läßt sie ganz kalt werden und thut sie in die Gefrierbüchse.
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-770. Gefrorenes von Citronen.
-
-An einem halben Pfund Zucker reibt man 4 Citronen ab, kocht das
-Abgeriebene sammt dem Saft von den Citronen mit einer halben Maas Wasser
-recht gut durch, gießt einen Schoppen Wein daran, läßt es durch ein Tuch
-laufen und in der Gefrierbüchse nach der bei No. 767 gegebenen Regel
-gefrieren.
-
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-771. Erdbeerengefrorenes.
-
-2 Maas Erdbeeren treibt man durch ein Haarsieb, nimmt Zucker, 2
-Messerspitzen voll gestoßenen Zimmt und ein Glas Muskatwein dazu, macht
-alles untereinander und läßt es in der Gefrierbüchse gefrieren. Es darf
-nicht aufs Feuer kommen und auch nicht bearbeitet werden.
-
-
-772. Gefrorenes von bittern Mandeln.
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-Ein Viertelpfund abgezogene bittere Mandeln stößt man im Mörser mit
-etwas Rahm recht fein, thut sie in ein Geschirr, gießt so viel Rahm
-daran, bis es eine halbe Maas ausmacht, deckt sie zu und läßt sie
-eine halbe Stunde stehen. Alsdann läßt man ein halbes Pfund Zucker in
-einer messingenen Pfanne mit einer halben Maas Wasser kochen, nimmt
-den schwarzen Schaum ganz ab, läßt ihn so lange kochen, bis er Fäden
-spinnt, preßt die Mandeln durch Leinwand dazu, aber so, daß die Mandeln
-ganz trocken sind, gießt sodann den Rahm an den Zucker, läßt alles
-miteinander 2 Minuten aufkochen, schlägt 10 bis 12 Eiergelb in einen
-Topf, rührt den Rahm langsam daran und thut ihn in die Gefrierbüchse.
-Wenn es ein wenig kalt ist, verfährt man damit nach der bei No. 767
-gegebenen Regel.
-
-
-773. Pomeranzengefrorenes.
-
-3 Pomeranzen reibt man im Zucker ab, läßt ein halbes Pfund Zucker in
-einer messingenen Pfanne mit 2 bis 3 Eßlöffeln voll Wasser kochen, bis
-er Fäden spinnt, treibt den Saft von den 3 Pomeranzen und einem Schoppen
-Muskatwein durch ein Haarsieb in die Pfanne zu dem Zucker, läßt es noch
-ein Mal aufkochen, zieht es durch ein Haarsieb, läßt es recht kalt
-werden, thut es in die Gefrierbüchse und läßt es nach der bei No. 767
-gegebenen Regel bearbeiten.
-
-
-774. Punschgefrorenes.
-
-Man läutert ein Pfund Zucker mit einer Maas Wasser, wie bei No. 817
-beschrieben ist, schält das Gelbe von einer Citrone recht dünn ab und
-läßt es mit dem geläuterten Zucker einige Mal aufwallen, worauf man
-es wieder herausnimmt, weil dieses Gefrorene eine gewisse Bitterkeit
-annimmt; man bringt sodann, nachdem man den Zucker vom Feuer genommen,
-den Saft von 8 bis 12 Citronen darein, je nachdem die Früchte mehr
-oder weniger Saft enthalten, und treibt dann das Ganze durch ein
-Haarsieb. Man sezt, wenn der Syrup kalt geworden, 24 Loth oder eine
-halbe Bouteille feinen Arak hinzu und läßt die Mischung gefrieren wie
-gewöhnlich. Sie braucht, wenn das Eis frisch gesalzen ist, immer eine
-halbe Stunde. Es ist wegen des dabei befindlichen Geistigen des Araks
-schwerer als alle übrigen Arten zum Gefrieren zu bringen.
-
-
-775. Punschgefrorenes anderer Art.
-
-Nachdem der Punsch auf die bei No. 795, 796 oder 797 beschriebene Weise
-verfertigt und kalt geworden ist, thut man ihn in die Gefrierbüchse und
-läßt ihn gefrieren. Man gibt dieses Gefrorene in Gläsern.
-
-
-776. Rahmgefrorenes.
-
-Man schlägt eine halbe Maas dicken Rahm ganz fest mit einem kleinen
-Besen, legt ihn auf ein Haarsieb, treibt eine halbe Maas Himbeeren
-durch dasselbe und thut 8 Loth oder so viel Zucker darein, bis sie süß
-genug sind; dann mengt man den Schlagrahm darunter, thut ihn in die
-Gefrierbüchse, ohne ihn jedoch zu drehen.
-
-
-777. Gefrorenes von Schlagrahm.
-
-Man siedet eine Maas Rahm mit 8 Loth Zucker, rührt 10 Eiergelb in einem
-Topf mit saurem Rahm glatt, gießt den kochenden Rahm langsam an die
-Eier, läßt ihn in der Pfanne noch ein Mal anziehen, treibt ihn durch
-ein Haarsieb in ein anderes Geschirr, läßt ihn kalt werden, thut
-ihn in die Gefrierbüchse und verfährt damit nach der bei No. 767
-gegebenen Regel.
-
-
-778. Vanillegefrorenes.
-
-In einer messingenen Pfanne läßt man 1-1/2 Schoppen Milch nebst einem
-Stück Vanille so lange kochen wie hartgesottene Eier, schlägt in einen
-Topf 12 Eiergelb, rührt die kochende Milch daran, läßt es noch einmal in
-der Pfanne anziehen, treibt es durch ein Haarsieb, läßt es kalt werden,
-thut es in die Gefrierbüchse und bearbeitet es nach der bei No. 767
-gegebenen Vorschrift.
-
-
-
-
-Getränke aller Art.
-
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-779. Bischof.
-
-Zu einer halben Maas guten rothen Wein nimmt man 3 süße und 3 bittere
-Pomeranzen, schneidet ringsherum darein, bratet sie auf dem Rost, stellt
-den Wein auf Kohlenfeuer, nimmt ein Loth ganzen Zimmt, 6 Nelken, 12
-Loth Zucker und die gebratenen Pomeranzen dazu, läßt Alles eine halbe
-Stunde miteinander kochen und zieht den Wein durch ein Haarsieb in das
-Geschirr, in welchem man ihn zur Tafel geben will; er kann kalt oder
-warm gebraucht werden.
-
-
-780. Chaudeau.
-
-2 Citronen reibt man am Zucker ab, schüttet eine halbe Maas Wein in
-eine messingene Pfanne, thut den abgeriebenen Zucker dazu, den Saft
-von den 2 Citronen und noch so viel Zucker, daß er mit dem vorigen ein
-halbes Pfund ausmacht, auch ein Stück ganzen Zimmt, läßt es ein wenig
-miteinander kochen, schlägt 4 Eiergelb in ein Geschirr, einen Löffel
-voll kaltes Wasser daran, rührt es glatt, rührt den kochenden Wein
-langsam daran, sezt ihn noch einmal ans Feuer, läßt ihn anziehen, gießt
-ihn in den Topf und sprudelt ihn so lange bis er recht fein ist.
-
-
-781. Chokolade.
-
-Zu einer halben Maas Milch (Rahm ist noch besser dazu) wird 6 Loth
-Chokolade gerechnet, die leztere in einer Casserolle oder messingenen
-Pfanne mit etwas wenigem Wasser auf dem Feuer glatt gerührt, die Milch
-nach und nach nebst 2 Loth Zucker und einem Stück ganzen Zimmt daran
-gerührt; man läßt dieses eine Zeit lang kochen, rührt 3 Eiergelb in
-einem Topf mit kalter Milch glatt, die Chokolade wird langsam daran
-gerührt, in der Pfanne noch einmal anziehen gelassen und noch einmal in
-dem Topf mit dem Chokoladesprudel tüchtig gesprudelt, bis sie schäumt.
-
-
-782. Eierpunsch.
-
-Zu einem Schoppen Eierpunsch nimmt man 2 Eiergelb, 2 große Eßlöffel
-voll Zucker und rührt Alles zusammen in einem Schoppenglas mit einem
-silbernen Löffel, bis er wie Brei ist; dann gießt man unter beständigem
-Rühren kochendes Wasser daran, bis das Glas fast voll ist, und gießt es
-nun vollends mit Arak auf.
-
-
-783. Gerstenwasser für Brustkranke.
-
-8 Loth gewaschene und verlesene Malzgerste, 4 Loth gewaschene Rosinen,
-die Schale von einer halben Citrone werden mit 3 Maas Wasser eine Stunde
-gekocht, das Geschirr noch einmal mit Wasser aufgefüllt, noch ein wenig
-gesotten, der Saft von einer Citrone dazu gethan nebst etwas Zucker,
-und, wenn es erkaltet ist, dem Kranken zu trinken gegeben.
-
-
-784. Getränk von Borsdorferäpfeln.
-
-An 4 Borsdorferäpfel, welche geschält und in 4 Theile geschnitten
-werden, gießt man eine Maas Wasser, läßt dieses nebst dem Gelben von
-einer Citrone und einer Hand voll großen und kleinen Weinbeeren eine
-Stunde miteinander kochen, gießt Alles durch ein leinenes Tuch, läßt es
-erkalten und gibt es zu trinken.
-
-
-785. Krampfstillendes Getränk.
-
-Eine Hand voll sauber verlesene und gewaschene Gerste, Skorzoneren, 2
-Loth geraspeltes Hirschhorn, ein Loth Wegwarten kocht man mit 3 Maas
-Wasser so lange, bis es noch 2 Maas sind. Man kann Zucker nach Belieben
-mitkochen und gibt es kalt je nach Durst zu trinken.
-
-
-786. Glühwein.
-
-Zu einer halben Maas Wein rechnet man ein halbes Pfund Zucker (rother
-Wein ist hiezu der beste). Man läßt es in einer messingenen Pfanne recht
-heiß miteinander werden, doch darf es nicht kochen; dann nimmt man
-ganzen Zimmt und Nelken in ein Haarsieb, gießt den heißen Wein darüber
-und deckt ihn gleich zu.
-
-
-787. Glühwein auf Münchner Art.
-
-2 Maas guter Wein (Affenthaler ist dazu der beste), 1-1/2 Pfund Zucker,
-vom feinsten Zimmt, etliche Nelken werden in einer messingenen Pfanne
-wohl zugedeckt so lange gekocht, bis eine Maas davon eingekocht ist,
-hierauf zieht man den Wein durch ein Haarsieb in das Geschirr, in
-welchem er servirt wird, und deckt es recht fest zu.
-
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-788. Grog.
-
-An 2 bis 3 Loth Zucker gießt man ein Glas kochendes Wasser und 3 bis 4
-Löffel voll Arak.
-
-
-789. Himbeeressig.
-
-So viel Maas Himbeeren, so viel Maas ächten Weinessig gießt man daran;
-bindet ihn zu, stellt ihn 3 bis 4 Tage in den Keller und läßt dann das
-Helle durch ein Tuch laufen; hierauf gießt man den Essig mit Zucker
-in eine Pfanne (zu einer Maas Essig rechnet man ein Pfund ganz reinen
-Zucker); läßt ihn auf dem Feuer eine Viertelstunde kochen, nimmt den
-Schaum fleißig ab, gießt ihn in einen Topf, läßt ihn über Nacht
-stehen, den andern Tag füllt man ihn in Bouteillen und bewahrt ihn
-zum Gebrauche auf.
-
-
-790. Johannisbeersaft.
-
-Man zupft reife rothe Johannisbeeren ab und stellt sie in einem fest
-zugedeckten reinen Topf auf heiße Asche, läßt ihn über Nacht stehen
-und gießt den andern Tag das Helle davon ab. So viel man Viertelpfunde
-Saft hat, eben so viel Viertelpfunde Zucker läßt man eine Viertelstunde
-miteinander kochen, dann läßt man ihn erkalten, füllt ihn in Bouteillen
-und macht diese fest zu. -- Dieser Saft ist sehr gut für Kranke im
-Wasser zu trinken.
-
-
-791. Kirschenwasser für Kinder.
-
-Eine halbe Maas Kirschen stößt man im Mörser recht zusammen, läßt sie
-mit einer Maas Wasser, einem Stück Zimmt und der Schale einer halben
-Citrone eine halbe Stunde lang kochen, gießt das Wasser durch ein
-Haarsieb und gibt es kalt zu trinken.
-
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-792. Blutreinigende Kräutermilch für Kinder.
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-Edelleber-, Erdbeeren-, Körbel-, Löffel-, Pfennig- und Sternleberkraut,
-Eiternessel, Gänseblumenstöckchen, Gundelreben, Pfaffenöhrleinswurzel,
-Sauerampfer, Sauerklee, Schafgarben, Wegwartenwurzel liest man recht
-sauber, ohne sie jedoch zu waschen, wiegt von jedem eine Hand voll so
-fein wie möglich, nimmt eine Messerspitze voll Salz dazu, drückt den
-Saft davon in einen glasirten Topf aus, stellt ihn über Nacht in den
-Keller, macht Morgens eine Maas Milch siedend, gießt 3 bis 4 Löffel voll
-von dem Saft dazu und gibt sie dem Kinde zu trinken (einem 10jährigen
-Kinde gibt man einen ganzen, einem 5jährigen einen halben Schoppen); so
-macht man 14 Tage mit dieser Kur fort. Das Kind darf aber dann nichts
-Saures essen. Man macht den Saft zweimal in der Woche frisch an und kann
-noch ein kleines Stückchen Butter und ein Eigelb dazu nehmen.
-
-
-793. Limonade.
-
-Zu einem Schoppen Limonade reibt man eine Citrone am Zucker ab,
-drückt auch den Saft von einer Citrone dazu, füllt ihn mit frischem
-Brunnenwasser auf und nimmt 3 Loth Zucker zu einem Schoppen. Will man
-die Limonade mit Wein machen, so nimmt man halb Wein, halb Wasser, von
-einer halben Citrone den Saft, und reibt die andere Hälfte am Zucker ab.
-
-
-794. Mandelmilch.
-
-4 Loth abgezogene Mandeln werden im Mörser mit ein wenig Wasser recht
-fein gestoßen, nach und nach eine halbe Maas Wasser daran gegossen, die
-Mandeln durch ein leinenes Tuch gepreßt, nochmals gestoßen, dieses so
-einige Mal wiederholt und, wenn es für einen Kranken ist, kann man auch
-Hanfmilch, die sehr kühlt, daran gießen.
-
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-795. Punsch.
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-Zu einer halben Maas Arak nimmt man 8 Citronen, reibt die eine Hälfte
-davon am Zucker ab, von der andern nimmt man den Saft dazu, gießt 2
-Bouteillen Wein, einen Schoppen guten grünen Thee und ein Pfund Zucker
-in eine messingene Pfanne, läßt es nur so heiß werden, daß es am Kochen
-ist, gießt es durch ein Haarsieb gleich in die Punschbowle und schüttet
-noch eine halbe Maas Arak daran.
-
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-796. Punsch auf andere Art.
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-Zu einer Maas Wasser rechnet man 8 Citronen und 2 Pomeranzen. 4 Citronen
-werden am Zucker abgerieben, dieser in das Wasser abgeschabt und der
-übrige Zucker in einer messingenen Pfanne mit einem Eßlöffel voll Wasser
-so lange gekocht, bis er gelblich sieht; dann gießt man den Saft von den
-Citronen und Pomeranzen durch ein Haarsieb an den Zucker, thut die Maas
-Wasser dazu, läßt es miteinander aufkochen und gießt, nachdem Alles in
-der Bowle ist, noch einen Schoppen Arak daran. Man hält diesen Punsch
-für den gesündesten.
-
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-797. Punsch auf Stuttgarter Art.
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-Von 6 großen Citronen und eben so viel Pomeranzen preßt man den Saft
-aus, läßt einen Schoppen Wasser und 1-1/2 Pfund Zucker in einer
-messingenen Pfanne so lange miteinander kochen, bis der Zucker Fäden
-spinnt; der schwarze Schaum muß aber sauber weggenommen werden, dann
-gießt man den ausgepreßten Saft durch ein Haarsieb an den Zucker, läßt
-es noch einmal mit einander aufkochen, schüttet 2 Bouteillen weißen
-Burgunder dazu und läßt es so lange in der Pfanne, bis es zu kochen
-anfängt, dann schüttet man Alles in die Bowle, gießt noch 2 Schoppen
-Arak dazu und, wenn er noch nicht stark genug ist, macht man ihn mit
-Arak noch stärker.
-
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-798. Liqueur oder Rossoli.
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-Zu einer Maas starkem Fruchtbranntwein oder Vorlauf nimmt man einen
-Schoppen Rosenwasser, 12 Loth Zucker, 4 Löffel voll süße Milch, ein Loth
-Zimmt, ein halbes Loth Nelken, ein halbes Loth Anisöl; das Oel wird so
-lange mit gestoßenem Zucker gerührt, bis nichts mehr vom Oel zu sehen
-ist; dann gießt man den Branntwein daran, das übrige Gewürz darunter,
-bindet das Gemische in einem weiten Glas fest zu, stellt es 2 bis 3 Tage
-in die Sonne, läßt es am dritten Tage durch einen Filzhut laufen, gießt
-es in Bouteillen, pfropft diese zu und bewahrt sie auf.
-
-
-799. Rossoli von Mandeln.
-
-4 Loth süße und 4 Loth bittere Mandeln oder 4 Loth Pfirsichkerne, wovon
-die Haut abgezogen wird, stoßt man mit den Mandeln fein, schneidet
-ein halbes Loth Galanth in Stückchen, thut dieses Alles mit einer
-Pomeranzenschale, für einen Kreuzer rothen Sandel, in einen gläsernen
-Kolben, gießt noch eine Maas Vorlauf oder starken Fruchtbranntwein,
-einen Schoppen Zimmtwasser daran, bindet den Kolben gut zu, stellt ihn
-12 bis 14 Tage in die Sonne oder sonst in Wärme, zieht das Rossoli durch
-einen Filzhut und bewahrt es auf.
-
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-800. Reformirter Thee.
-
-Man gießt Milch in eine Pfanne, so viel man braucht, thut ein Stück
-Zimmt daran, etwas Citronenschalen, nimmt so viel grünen Thee, als man
-mit 3 Fingern fassen kann, läßt es miteinander 6 Minuten kochen, schlägt
-6 Eiergelb in einen Topf, rührt sie mit kalter Milch glatt, gießt die
-kochende Milch durch ein Haarsieb langsam daran, thut sie nochmals in
-die Pfanne und läßt sie anziehen.
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-801. Wips.
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-Man nimmt eine Maas Wein, ein Pfund Zucker, 24 Eier in eine Pfanne,
-schlägt dieses auf dem Feuer mit einem kleinen Besen so lange, bis es
-anfängt zu kochen, nimmt das Getränk vom Feuer weg, schlägt es noch eine
-Viertelstunde, dann ist der Wips fertig. Man kann auch Champagner, statt
-gewöhnlichem Wein, dazu nehmen.
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-Verschiedenes.
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-802. Kuttelfuß.
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-Ein Ochsenmaul und einen Ochsenfuß siedet matt recht weich, läßt sie
-erkalten, schneidet sie zu dünnen Schnitten, kocht sie hierauf noch eine
-Zeit lang mit etwas Essig, einem Schöpflöffel voll von der Brühe, worin
-sie das erste Mal gekocht wurden, etwas Salz, der gewiegten Schale einer
-Citrone und Pfeffer, bis wenig Brühe mehr daran ist, gießt nun Alles in
-irgend einen Model, läßt es darin gestehen und stürzt es dann auf eine
-Platte.
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-803. Preßkopf.
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-Man kocht Speck, Schweinsohren, etwas vom Kinnbacken, 4 Kalbsfüße,
-2 Schweinsfüße mit Salz und Pfeffer recht weich, schneidet Alles in
-kleine Stückchen, arbeitet es in einer Schüssel mit einer gewiegten
-Citronenschale, Pfeffer, Nelken, Ingwer, Muskatblüthe und Salz
-recht untereinander, füllt das Fleischwerk in einen gereinigten
-Schweinsmagen, näht diesen fest zu, siedet ihn eine Stunde, wenn er groß
-ist, auch noch länger; legt ihn zwischen zwei Brettchen und läßt ihn
-über Nacht so liegen.
-
-
-804. Ochsenzungen gut zu räuchern.
-
-Man schneidet den Schlund von den Ochsenzungen ab, röstet einen Theil
-Kochsalz und einen Theil Salpeter, nebst gestoßenem Pfeffer und
-Wachholderbeeren miteinander, reibt die Zungen damit gut ein, legt sie
-in ein Geschirr, alle Arten Kräuter, Thymian, Basilikum, Selleriekraut
-dazu, läßt sie 4 Wochen im Lack liegen, beschwert sie mit einem gut
-passenden Deckel recht stark und hängt sie hernach in einem großen
-Bodendarm, in den man sie hineinschiebt, in Rauch. Wenn man sie kochen
-will, legt man sie über Nacht in kaltes Wasser, sezt sie mit kaltem
-Wasser, Zwiebeln und allen Arten Kräutern zu, läßt sie weich kochen und
-gibt sie kalt oder warm. Schinken und Zungen, auf diese Art geräuchert,
-schmecken wie die westphälischen.
-
-
-805. Pökelfleisch zu machen.
-
-Will man das Pökelfleisch warm geben, so nimmt man ein Stück
-Ochsenfleisch vom Brustkern dazu; soll es kalt gegeben werden, so ist
-das Schwanzstück besser. Man legt das Fleisch, nachdem man es mit 2
-Loth Salpeter gut eingerieben hat, in einen steinernen Topf oder in
-einen Kübel; dann stößt man folgende Kräuter, als: Estragon, Thymian,
-Basilikum, Lorbeerblätter, Citronenkraut, Selleriekraut, Rosmarin,
-Majoran, Nelken, Pfeffer, Muskatnuß, Wachholderbeeren, thut Alles an
-das Fleisch, deckt dieses zu, stellt es 2 bis 3 Tage in den Keller, den
-vierten Tag läßt man das Gewürz in einer Pfanne mit einem Pfund Salz und
-1-1/2 Maas Wasser so lange kochen, bis nichts mehr vom Salz zu sehen
-ist, läßt es ganz kalt werden, gießt es wieder an das Fleisch, deckt
-dieses fest zu, legt 2 Steine darauf, läßt es 3 Tage stehen, wendet es
-den dritten Tag um, sezt die Pökellake wieder zu und macht so 3 bis 4
-Wochen fort. Will man davon kochen, so sezt man es in einem nicht sehr
-großen Topf mit Wasser zu; doch darf es nicht gesalzen werden. Man kann
-es warm mit Meerrettig geben; es ist auch sehr gut zum Sauerkraut, zum
-Winterkohl und zu Bohnen.
-
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-806. Schinken einzusalzen.
-
-Von dem Schinken löst man das Schlußbein aus, röstet in einer eisernen
-Pfanne Salz so viel man braucht, nebst gestoßenem Pfeffer und
-Wachholderbeeren miteinander, nimmt 4 Loth Salpeter dazu und reibt den
-Schinken damit ein, hauptsächlich da, wo das Schlußbein abgelöst worden
-ist. Das Salz muß aber so warm als man es in der Hand leiden kann, dazu
-genommen werden. Die Schinken legt man nun nebeneinander (in die Fugen
-zwischen ihnen kann man Schweinefleisch legen) in eine Stande, die einen
-Zapfen am Boden hat, schneidet Knoblauch und Zwiebeln dazu, macht die
-Stande fest zu, beschwert sie, läßt Alles 3 Tage lang stehen, kocht
-dann 2 Pfund Salz in 2 Maas Wasser, läßt es erkalten, gießt es an die
-Schinken und läßt es wieder 8 Tage lang stehen; auf diese Art wiederholt
-man Obiges 4 bis 5 Wochen nacheinander, indem man immer in Zeit von 8
-Tagen den Lack frisch kocht, und hängt dann nach 5 Wochen die Schinken
-in die Rauchkammer.
-
-
-807. Gesottener Schinken.
-
-Wenn der Schinken sauber gewaschen ist, legt man ihn über Nacht in
-kaltes Wasser, sezt ihn Morgens in einem großen Topf oder Kessel ans
-Feuer, läßt ihn kochen und thut alle Arten Kräuter dazu. Ist er stark
-halb gesotten, so stellt man ihn vom Feuer und läßt ihn im Geschirr
-stehen bis er kalt ist; löst die Schwarten davon los, wiegt eine
-Hand voll schöne Petersilie, eben so viel geriebenes Semmelmehl, 2
-Messerspitzen voll Pfeffer, macht es untereinander und streut es auf den
-Schinken.
-
- ~Anmerkung.~ Will man den Schinken noch schmackhafter sieden, so legt
- man ihn 24 Stunden in kaltes Wasser, läßt ihn in einem Topf mit halb
- Wein und halb Wasser weich kochen, thut alle Arten Blätter und Gewürz
- dazu; übrigens wird er behandelt wie der vorbeschriebene. Will man
- den Schinken backen, so macht man von grobem Mehl einen Wasserteig,
- schlägt den Schinken darein, so daß er keinen Riß bekommt, läßt ihn
- 4 Stunden im Ofen, läßt ihn ein wenig kalt werden, bricht ihn auf,
- macht die Schwarte los und behandelt ihn wie mit Wein gesottenen
- Schinken.
-
-
-808. Aufbewahrung des Schwarzwildbrets.
-
-Es mag von einem Frischling oder etwas älter seyn, so werden die besten
-Stücke genommen und die stärksten Beine (diese dürfen nicht größer, als
-5 bis 6 Pfund schwer seyn) herausgeschnitten. So viel man nun in die
-Beize thun will, legt man bei Seite, sezt mit 2 Theilen Essig, einem
-Theil schlechten Wein, einem Theil Wasser 6 bis 8 zerhauene Kalbsfüße
-dazu, thut Salz, eine Hand voll zerdrückte Wachholderbeeren und von
-allen Arten Kräuter darein, siedet Alles zusammen, bis die Füße weich
-sind; nimmt sie dann mit den Kräutern heraus, gießt die Brühe durch
-einen Seiher ab und läßt sie abkühlen. Alsdann wird das Wildbret in
-einen Topf so fest wie möglich gebracht. Zu diesem Behufe wird der
-Boden mit Salz, Wachholderbeeren und etwas Kräutern bestreut, eine Lage
-Wildbret darauf gethan, dann wieder überstreut und so fort gemacht,
-bis alles Wildbret im Topfe ist. Nun wird die abgekühlte Sulz darüber
-gegossen, der Topf, wenn er eine Zeit lang gestanden hat, mit einem
-Brette belegt und stark beschwert. Auf diese Art hält sich das Wildbret
-ein ganzes Jahr.
-
-
-809. Bohnen zu trocknen.
-
-Von jungen Bohnen zieht man die Fäden ab, faßt sie an einen starken
-Faden, macht Wasser heiß in einem Kessel oder einer Pfanne, thut die
-Bohnen darein, läßt einen Wall darüber gehen, nimmt sie heraus, hängt
-sie an einen trockenen Ort, doch so, daß sie Luft haben, und bewahrt sie
-auf den Winter; man kann sie auch dörren oder räuchern.
-
-
-810. Prünellen zu dörren.
-
-An schöne zeitige Zwetschgen gießt man kochendes Wasser, zieht die Haut
-davon ab, macht die Steine aus, legt sie auf ein Papier, oder noch
-besser auf ein Gitter von Draht geflochten, stellt dieses in einen
-Backofen, der nicht mehr heiß ist; sind sie gut getrocknet, so bewahrt
-man sie in einer hölzernen Schachtel auf.
-
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-811. Citronen aufzubewahren.
-
-Man wickelt die Citronen in Papier ein, legt in ein Geschirr trockenes
-Salz, dann Citronen, wieder Salz und Citronen, füllt das Geschirr auf
-diese Art voll, bindet es zu und stellt es an einen trockenen Ort. Man
-hat auf diese Art immer frische Citronen.
-
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-812. Grüne Erbsen zu dörren.
-
-Erbsen, die nicht sehr alt sind, macht man aus den Hülsen, läßt in
-einer Pfanne 2 Wall darüber gehen, gießt sie in einen Seiher, legt sie
-auf Papier, läßt sie trocknen, hebt sie auf den Winter auf, und will
-man davon kochen, so gießt man laues Wasser daran, läßt sie über Nacht
-stehen, gießt sie am Morgen ab, gießt anderes laues Wasser daran und
-kocht sie wie andere grüne Erbsen.
-
-
-813. Estragonessig auf französische Art.
-
-Von Estragon nimmt man eine starke Hand voll zarte Blätter ab, gießt
-guten Weinessig nebst 6 Stück Pimpernellen, 6 Schalottenzwiebeln, 8
-Nelken, 8 weißen Pfefferkörnern, einem Stück ganzen Ingwer, einem Stück
-ganzen Zimmt und etwas Citrone in einem reinen Geschirr daran, bindet
-dieses fest zu, stellt es 14 Tage oder 3 Wochen in die Sonne, auch
-sonst an einen warmen Ort; nach 3 Wochen ist der Essig vorzüglich gut;
-man füllt ihn in Bouteillen, macht diese fest zu und kann den Essig zu
-Saucen und zu Salat brauchen.
-
-
-814. Wohlfeile und brauchbare Hefe.
-
-4 Loth geriebene, mehlige, gekochte Kartoffeln, 1 Loth gestoßener
-Zucker, ein Caffeelöffel voll Hefe wird in einem Topf nebst einem
-Schoppen Wasser in gelinde Wärme gestellt; nach einer Stunde kann die
-Hefe gebraucht werden.
-
-
-815. Gute, brauchbare Bierhefe.
-
-Man hat eine Menge Vorschriften, um gute Hefe zu bereiten; sie ist
-auch ein unentbehrliches Mittel in einer großen Haushaltung, besonders
-auf dem Lande und in kleinen Städten. Die auf folgende Art zubereitete
-habe ich als die beste befunden: 10 bis 12 Pfund Malz (Waizenmalz ist
-das beste) bringt man nebst einem Pfund Hopfen in eine Stande oder
-Faß mit einem doppelten Boden, läßt 40 bis 50 Maas Wasser in einem
-Kessel kochen, brüht das Malz damit an, läßt es 24 Stunden stehen, aber
-wohl bemerkt, der zweite Boden muß Löcher haben, und zieht unten die
-Flüssigkeit ab. Dann rührt man ein Pfund gute Hefe unter das Abgezogene;
-3 Pfund gutes Waizenmehl, einen halben Schoppen Branntwein rührt man
-zusammen in einen steinernen Topf und vermischt dieses mit dem Obigen.
-Diese Hefe hält sich 4 bis 5 Monate gut.
-
-
-816. Welsche Nüsse aufzubewahren.
-
-Man legt die Nüsse, die noch grüne Schalen haben, in einen Topf auf
-trockenes Salz, drückt sie mit der Hand zusammen, deckt sie mit Salz zu,
-bindet ein Tuch darüber, grabt den Topf in die Erde, doch so, daß ihn
-der Frost nicht trifft. So kann man sie lange aufbewahren.
-
-
-817. Zucker zu läutern.
-
-Man nimmt ein halbes Pfund Zucker in eine messingene Pfanne, schlägt ihn
-in 3 bis 4 Stücke zusammen, thut einen halben Schoppen Wasser daran und
-läßt ihn so lange kochen bis er Blasen wirft. Dann nimmt man ein Eiweiß,
-schlägt es zu Schnee, thut es unter den Zucker, einen Löffel voll Wasser
-daran, wenn der Zucker aufsteigen will; ist der Zucker recht hell, so
-macht man ein Tuch naß, das nicht sehr fest ist, gießt den Zucker darein
-und läßt es durchlaufen. Dann bewahrt man ihn auf.
-
-
-818. Zucker wird zur Blase.
-
-Wenn der Zucker wie bei No. 817 gekocht ist, so läßt man ihn auf Kohlen
-ein wenig einkochen, rührt ihn mit einem Schaumlöffel ein wenig um,
-blast mit dem Mund in den Schaumlöffel; gibt es unten Blasen, so ist es
-die rechte Probe zur Blase.
-
-
-819. Zucker zu Faden gesponnen.
-
-Wenn der Zucker geläutert ist, kommt er auf's Feuer in einer Pfanne,
-man läßt ihn kochen unter öfterem Umrühren mit einem silbernen Löffel
-und probirt ihn auf folgende Art: man nimmt mit einem Löffel ein wenig
-Zucker in die Höhe, ist der Faden kaum zu bemerken, so ist es die Probe
-zu einem kurzen Faden und hat zu sieden, bis sich der Faden lange spinnt.
-
-
-820. Fischen den moosigen Geruch zu nehmen.
-
-Man schneidet dem Fisch die Ohren aus, nimmt ihn aus, salzt ihn ein,
-legt ihn eine Stunde in frisches Wasser, salzt ihn wieder ein, legt ihn
-nochmals ins Wasser und macht eine gute Sulz von Wein, Essig und allen
-Arten Kräutern daran.
-
-
-821. Fischblasen zu benützen.
-
-Man wirft gewöhnlich die Fischblasen weg; allein wenn man sie so
-behutsam aus dem Fische nimmt, daß sie nicht zerplatzen, das feine
-Häutchen mit einem Messer weg- und die Blasen aufschneidet, diese an
-einem Faden trocknet, so ersparen sie die Hausenblasen, welche man, um
-den Caffee hell zu machen, braucht.
-
-
-822. Sodaseife zu machen.
-
-Man nimmt ein Pfund reine Seife, ein halbes Meßchen Ochsengalle, welche
-die Farbe erfrischt, 2 Loth Honig, 3 Loth Zucker und ein halbes Loth
-Terpentin, mischt Alles zusammen und läßt es in einem irdenen Tiegel
-ganz gelinde zerfließen; wenn Alles vermengt ist, schüttet man die Masse
-wieder in einen Tiegel auf ein leinenes Tuch, welches vorher in heißes,
-hernach in kaltes Wasser eingetaucht worden ist. Am folgenden Tage wird
-man die schönste Seife haben, welche zur Seidenwäsche, zu Bändern und
-für Blumen aus Baumwolle vortrefflich ist.
-
-
-823. Gute schwarze Tinte.
-
-Ein Pfund Blauholz kocht man mit 2 Maas Wasser so lange, bis noch eine
-Maas übrig ist, gießt diese, wenn sich das Blauholz zu Boden gesezt hat,
-ab und rührt in einem irdenen Geschirr eine Maas Essig, 3/4 Pfund grob
-gepulverte Galläpfel, 4 Loth Alaun, 12 Loth ausgetrockneten Eisenvitriol
-und 8 Loth arabischen Gummi sammt dem Abgegossenen mit einem hölzernen
-Stabe recht untereinander, läßt es 14 Tage lang stehen und die Tinte
-ist dann fertig zum Gebrauch. -- Die flüssige Tinte abgegossen und den
-Satz, der aus obigen Ingredienzen besteht, noch einmal abgekocht, gibt
-abermals eine gute Tinte, welche, mit der ersten Tinte vermischt, die
-Güte derselben noch erhöht.
-
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-824. Englische Schuhwichse.
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-Man rührt in einem irdenen Geschirr ein Viertelpfund schwarzgebrannte
-gestoßene Knochen, unter dem Namen gebranntes Elfenbein bekannt, nebst 3
-Loth Vitriol mit einem Holz; wenn Alles gut vermischt ist, kommt noch 2
-Loth Baumöl, ein halbes Loth Weinsteinöl, 4 Loth gestoßener Kandelzucker
-dazu, dieses wird mit einer halben Maas Wasser verdünnt, in Bouteillen
-aufbewahrt und das Lederwerk damit dünn angestrichen und gebürstet, bis
-es glänzt.
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-Anhang.
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-Beilagen zur Suppe.
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-825. Nachgeahmte Makaroni.
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-Man nimmt 3 Eier, so viel Mehl als diese verschlucken, arbeitet es
-zusammen, wellt es recht schön aus und macht folgende Fülle dazu: man
-nimmt übriggebliebenen Kalbsbraten, wiegt ihn so fein als möglich, von
-weißem Brod für 2 Kreuzer schneidet man die Rinde ab, weicht es in
-Wasser ein, brüht eine Hand voll sauber gewaschenen Spinat, wiegt ihn so
-fein als möglich, nimmt ihn zu dem Fleisch, auch von 3 hartgesottenen
-Eiern das Gelbe, läßt ein Stück Butter in einer Casserolle zergehen,
-thut Alles zusammen in die Casserolle, drückt das Brod fest aus, nimmt
-es auch dazu, schlägt 2 ganze Eier daran, Salz und Muskatnuß, kocht es
-6 Minuten miteinander auf dem Feuer, streicht es auf die Kuchen, aber
-ganz dünn, rollt diese zusammen, aber nicht dicker als einen Federkiel,
-schneidet sie in fingerslange Stückchen (sie müssen gerade aussehen,
-wie italienische Makaroni), siedet sie in der Fleischbrühe, gießt die
-bestimmte Brühe in eine Suppenschüssel, die Makaroni dazu und gibt es
-zur Tafel.
-
-
-826. Leberschnitten.
-
-Eine Kalbsleber wird abgehäutet, die Adern davon geschnitten, eine
-Stunde in Fleischbrühe gekocht, wenn sie erkaltet ist, am Reibeisen
-gerieben, mit einem halben Pfund gebrühten Reis in einer Casserolle
-und einem Schöpflöffel voll Fleischbrühe halb weich gekocht (Brühe
-darf es nicht haben), ein halbes Pfund Ochsennierenfett, so fein wie
-möglich gewiegt, 6 Eier, Salz, Muskatnuß, Muskatblüthe dazu genommen,
-nochmals miteinander verrührt, die Masse in ein nasses Tuch gebunden, 4
-Stunden im Wasser gekocht, wenn es ein wenig erkaltet ist, zu Schnitten
-geschnitten und zur Suppe _à la Reine_ gegeben.
-
-
-827. Kartoffelbrod.
-
-Ein Pfund Kartoffeln, welche Tags zuvor gesotten wurden, werden
-gerieben, in einem Stück Butter eine Hand voll Zwiebeln, Schnittlauch
-und Petersilie (fein geschnitten), gedämpft, zu den geriebenen
-Kartoffeln mit 6 Eiern, einem Viertelschoppen sauren Rahm, Salz,
-Muskatnuß, einer Hand voll geriebenem Parmesan-, Immenthaler- oder
-Schweizerkäs, nebst 2 Händen voll geriebenem Brod gethan, Alles nochmals
-miteinander verrührt, auf einem Backblech gebacken, zu Schnitten
-geschnitten und diese zu brauner Jussuppe oder weißer Glacesuppe gegeben.
-
-
-828. Schnitten zu Krebssuppe.
-
-Ein halbes Pfund Butter wird leicht gerührt, 8 Eiergelb nach und nach
-dazu genommen, desgleichen ein halber Schoppen dicker saurer Rahm, 8
-Löffel voll feines Mehl, Salz, Muskatblüthe, zulezt der Schnee von den
-8 Eierweiß; eine blecherne Kapsel wird mit Butter bestrichen, die Masse
-bei gelinder Hitze darin gebacken, zu Schnitten geschnitten und diese
-zur Krebssuppe gegeben.
-
-
-829. Schnitten zu Krebssuppe auf andere Art.
-
-3 abgeriebene eingeweichte und ausgedrückte Wecken werden, jeder
-besonders in einer Schüssel, mit einem Viertelpfund Butter leicht
-gerührt (in einer Schüssel muß Krebsbutter seyn), an jedes dieser Brode
-werden 3 Eier, Salz, Muskatnuß gerührt; die eine Schüssel muß weiß,
-die zweite (mit der Krebsbutter) roth, die dritte mit früher schon
-beschriebenem Spinatsaft grün gefärbt werden; dann bestreicht man eine
-blecherne Kapsel mit Butter, füllt die weiße Masse darein, streicht sie
-schön eben, füllt nun die Krebsmasse ein, dann die grüne, macht die
-Kapsel fest zu und läßt Alles eine Stunde kochen; dann schneidet man
-Schnitten davon und legt sie auf die Krebssuppe.
-
-
-830. Spinatschnitten.
-
-3 bis 4 Hände voll Spinat brüht man im Salzwasser ab, schüttet ihn in
-einen Seiher, kaltes Wasser darüber, drückt ihn fest aus, reibt 2 Wecken
-ab, weicht sie ein, drückt sie aus und thut sie zu dem Spinat. Ein
-gereinigtes Kalbshirn wird in Butter gedämpft, 4 Loth zerlassene Butter
-und 5 Eier eine halbe Stunde mit Allem gerührt, diese Masse in einer
-blechernen, mit Butter bestrichenen Kapsel im Dunst gesotten, wenn es
-erkaltet ist, zu Schnitten geschnitten und zur Suppe gegeben.
-
-
-
-
-Kurze Anweisung zum Tranchiren.
-
-
-Das Wesentliche der Tranchirkunst läßt sich in folgenden allgemeinen
-Bemerkungen zusammenfassen: es ist nothwendig, daß man die Fasern
-aller Fleischgattungen kurz und scharf durchschneidet: sie werden
-dadurch für den Genuß angenehmer und für den Magen verdaulicher.
-Dem Vorgeschnittenen muß man, durch reines Schneiden und zierliches
-Aufrichten ein gefälliges Ansehen zu geben suchen. Geschwindigkeit ist
-ein Haupterforderniß des Tranchirens, damit das Fleisch sich nicht
-unnöthig verkühlt; übrigens ist es nicht nöthig, dabei mit dem ganzen
-Körper zu arbeiten, und es ist eine anständige Haltung besonders dann
-erforderlich, wenn man bei Tische, im Beiseyn von Andern, tranchirt. Das
-Trennen der Gliedmaßen ist nicht so schwer, wenn man sich einigermaßen
-mit der Lage der Knochen und Bänder bekannt gemacht hat. Dünne scharfe
-Messer sind unentbehrlich, eben so eine leichte und gewandte Hand; jeder
-heftige Druck und unsanfte Anfassung zerquetscht die Fasern und streift
-die Haut ab, statt beide gleichmäßig zu zerschneiden.
-
-Die verschiedenen Fleisch- und Fischarten werden auf die nachstehend
-beschriebene Weise tranchirt, und ich glaube, daß ein mehrfaches
-Nachlesen, in Verbindung mit beständiger Uebung, dem Aufmerksamen leicht
-die nöthige Geschicklichkeit verschaffen wird.
-
-
-Fasan.
-
-Der Hals wird mit 2 Schnitten auf der linken und rechten Seite
-abgelöst; sodann schneidet man das Brustfleisch in schmalen Streifen
-ab, löst mit einem Ober- und Unterschnitt die beiden Flügel und die
-Brustfleischstreifen vollends ab, schneidet die Schenkel herunter und
-zerlegt den übrigen Körper. Bei dem Serviren wird der schön gefiederte
-Kopf an die Halsöffnung gelegt, um den Braten sogleich von jedem andern
-Geflügel unterscheiden zu können.
-
-
-Gebratene Gans oder Ente.
-
-Man löst zuerst die Bruststücke, als das schmackhafteste Fleisch, in
-Scheiben ab, sodann durch einen Ober- und Unterschnitt den rechten
-Schenkel. Auf dieselbe Weise verfährt man mit dem linken Flügel und dem
-linken Schenkel. Nun hebt man mit einem halbrunden Schnitt das Brustbein
-heraus und löst es von den Achseln ab. Dann trennt man auf beiden Seiten
-den großen Brustknochen von dem kleinen Gerippe, nachdem man zuvor die
-Achselbeine abgelöst hat. Nach diesem nimmt man das Gefüllsel mit einem
-Löffel heraus und legt es in die Mitte des Tellers. Zulezt schneidet
-man durch einen Spaltschnitt das Gerippe quer durch und spaltet das
-Hintertheil von einander.
-
-
-Gebratener Hahn oder Feldhuhn.
-
-Mit dem ersten Schnitt wird Hals und Kopf abgelöst, dann der rechte
-Flügel und der rechte Schenkel, und hernach der linke Flügel und
-Schenkel. Durch einen halbrunden Schnitt löst man das Brustbein aus und
-an den Gelenken von den Achseln ab, durchschneidet auf beiden Seiten
-die kleinen Rippen und sondert dadurch den großen Brustknochen ab;
-endlich trennt man das Hintertheil, so wie zulezt die Lenden auf beiden
-Seiten von dem Steiße ab. Ein jeder Hahn etc. muß 5 Stückchen geben;
-jedes Stückchen muß einen Knochen und einen Theil der wohlschmeckenden
-krustirten Haut haben.
-
-
-Welscher Hahn, Auerhahn, Trappe.
-
-Da man bei diesen Braten gewöhnlich den Kopf mit Fülle bereitet, so
-werden die ersten Schnitte in den Kopf gemacht. Man löst sodann den
-Hals ab, macht einen Querschnitt über die rechte Seite der Brust und
-2 Spaltschnitte auf der Brust von oben nach unten; das obere rechte
-Seitenstück wird mit einem Querschnitt, das Kniegelenk am rechten
-Schenkel durch einen Oberschnitt aufgelöst; dann führt man einen
-Unterschnitt am rechten Schenkel gegen das Kniegelenk hinauf, durch
-einen Oberschnitt löst man das am rechten Schenkel noch hängende
-Fleisch und den rechten Flügel vollständig ab; nachdem man auf ganz
-gleiche Weise mit der linken Seite verfahren, wird das Halsbein
-herausgeschnitten und von den Achseln abgelöst; eben so die Achselbeine
-herausgezogen. Endlich macht man einen langen Spaltschnitt auf der
-rechten und linken Seite nach der Mitte zu und schneidet zulezt den
-Steiß ab.
-
-
-Kapaun.
-
-Ein Kapaun wird gewöhnlich in 9 Stücke getheilt; jedes Stück muß
-einen Knochen und einen Antheil der Haut haben. Die Gabel wird in
-die Brust gesteckt und diese in 4 Theile getheilt; man macht nämlich
-halbfingerdicke Einschnitte von dem Brustknochen bis ans Gerippe; mit
-einem zweiten Schnitte werden sie von diesem bis ans Schlüsselbein
-abgelöst und endlich von dem Gelenke getrennt; wenn dieses auch von der
-Seite stattgefunden, so wird über dem Gabelbeinchen der rückständige
-Theil der Brust durchgeschnitten und gegen den Hals zu abgelöst; endlich
-der andere Theil von der Brustschaufel geschnitten, jedoch so, daß das
-Brustbein in demselben bleibt; jezt wird der Steiß in der Mitte des
-Rückgraths durch einen Querschnitt getrennt und reinlich zugeschnitten.
-Die schönsten Stückchen der Brust müssen beim Serviren obenauf liegen.
-
-
-Gebratene Tauben.
-
-Sie werden wie die Hahnen tranchirt, ihre Knochen sind weicher und die
-Muskeln kleiner; man schneidet daher das Brustbein durch und sammt den
-Rippenbeinchen von dem Rückgrathe ab. Bei gefüllten Tauben muß man sich
-in Acht nehmen, daß die Fülle während des Schneidens nicht herausgepreßt
-wird.
-
-
-Gebratener Hase.
-
-Einen Hasen zierlich zu tranchiren, ist nicht so leicht, als man auf den
-ersten Anblick glauben möchte; es sollen nämlich die Rückgrathsknochen,
-die sehr hart sind, durchgeschnitten werden; dieß ist aber bei einem
-ziemlich starken Hasen mit den gewöhnlichen Schnitten nicht wohl
-möglich. Mit dem Hacken kann ebensowenig nachgeholfen werden, weil
-dieses an einer Tafel schon gar nicht anwendbar ist, und überdieß auch
-das Fleisch von den Knochen geschlagen würde. Diesem Uebelstande muß
-man dadurch zu begegnen suchen, daß man die Rückenwirbel, und zwar vom
-Halse gegen das Schlußbein, oder den Steiß hin, in schiefer Richtung
-durchschneidet; dieser Kunstgriff gründet sich auf die weichere Substanz
-der Knochen, welche die äußere Hülle derselben bildet und besonders
-in ihren Fugen vorhanden ist, wenn man nur zu unterscheiden weiß, wo
-die Rückgrathsknochen ineinander greifen, welches sich sehr leicht
-bemerken läßt; dann geht das Messer unter einer sägeförmigen Bewegung
-ziemlich leicht durch, indem man nur die weicheren Knochenmassen
-zu durchschneiden hat. Ist der Rücken auf daumenbreiten Stückchen
-überschnitten, so werden die Schlägel abgelöst, und zwar am leichtesten,
-wenn das Messer gerade über dem Schenkelknochen sägeförmig geführt wird;
-diese werden dann am Knieschenkel wieder zertheilt, der Steiß wird
-gleichfalls gespalten und das Ganze in die Schüssel gelegt.
-
-
-Kalbsbrust.
-
-Die Kalbsbrust wird stets mit einer Fülle gebraten; man muß daher, um
-beim Tranchiren die Fülle nicht herauszudrücken, die Brust auf dem
-Tranchirteller umwenden und da, wo die Rippen und Knorpeln sich stoßen,
-die Brust der Länge nach in zwei gleiche Theile theilen, dann werden
-die Knorpeln mit gleicher Messerführung blattweise geschnitten, damit
-jedes Stück einen Theil der Fülle bekommt; dann schneidet man Rippen und
-Fülle; um jedoch die Stücke nicht zu groß zu machen, muß man zwischen
-jeder Rippe 2 Stücke herausschneiden; das Ganze legt man rundlaufend auf
-die Platte.
-
-
-Kalbskopf.
-
-Die besten Stücke des Kalbskopfs sind die Augen, die Kinnladen, die
-Schläfe, die Ohren und die Zunge. Bei dem Zerlegen muß jedem der
-genannten Stücke ein Theil des Gehirns beigefügt werden; man thut das
-leztere in die Hirnschale, von welcher schon, ehe der Kopf aufgetragen
-wird, der obere Theil abgelöst seyn muß. Die Augen werden mit dem
-Löffel vorgelegt, Kinnbacken, Schläfe und Ohren sauber abgeschnitten;
-das Messer darf nie in das Gehirn gesteckt werden. Der Kalbskopf wird
-stets mit der Haut aufgetragen, wenn er nicht gefüllt ist. Das Zerlegen
-desselben muß mit Geschicklichkeit und Gewandtheit geschehen, damit er
-nicht erkaltet.
-
-
-Kalbsnierenbraten.
-
-Zuerst wird von dem Nierenbraten das fette Gewebe mit den Nieren
-abgesondert und beide in mäßige Stücke geschnitten; dann zertheilt man
-die Rippen durch einen senkrechten Schnitt.
-
-
-Brustkern.
-
-Man schneidet zuerst die dicke Lage Fett, welches die Knorpeln
-überdeckt, weg, um solches anderweitig zu benützen; das Fleisch sammt
-dem noch anhängenden Fett und Knorpel wird nun in Scheiben geschnitten,
-rundlaufend und zierlich angerichtet.
-
-
-Lendenbraten.
-
-Zuerst wird von dem Lendenbraten das innere häutige Gewebe, als das
-zarte Stück, getheilt, dann der fleischige äußere Theil, das sogenannte
-Pfaffenstück. Von dem Lendenbraten wird gewöhnlich das häutige Gewebe
-gespickt und gebraten aufgetragen; es ist sehr leicht zu theilen, und
-nur quer durch, in dickern oder dünnern Scheiben, zu schneiden.
-
-
-Gekochtes Ochsenfleisch.
-
-Ehe man das Ochsenfleisch zerlegt, müssen von demselben die Knochen und
-das überflüssige Fett abgesondert werden. Man schneidet mäßige Stückchen
-und richtet es so ein, daß in jedem Stückchen etwas Fett sich befindet.
-Auf diese Weise werden Schinken und Seitenstücke vorgelegt; bei den
-Bruststücken müssen die Knochen geschickt herausgeschnitten werden, und
-auf jede Portion ein Knochentheil kommen, weil an der Brust das Beste
-enthalten ist.
-
-
-Rehziemer und Rehschlägel.
-
-Von dem Rehziemer sind die Schnitten am Rückgrath und den Rippen
-abzulösen; bei dem Rehschlägel faßt man den Knochen mit der linken
-Hand, schneidet die Stückchen gerade abwärts vom Gelenke bis auf den
-Lendenknochen, löst dann die Muskeln am Gelenkbeine ab und dreht sie aus
-dem Schlägel, um die hintern Theile abzutrennen.
-
-
-Schinken.
-
-Nachdem man von dem Schinken die Speckschwarte abgelöst hat, sticht
-man mit dem Messer in die Mitte des Schinkens, dreht diesen um, so daß
-das Messer in einer Schneckenlinie bis zu Ende schneidet; ist dieses
-geschehen, so macht man einen Kreuzschnitt durch das Rundgeschnittene
-in die Mitte und nimmt die dadurch entstandenen Stücke heraus; man kann
-auch zunächst an dem Schenkelbeine einen Querschnitt machen und dann
-Querstücke herausschneiden.
-
-
-Wildschweinskopf.
-
-Man steckt die Gabel in den Rüssel, schneidet das linke Ohr ab und fährt
-dann mit dünnen Schnitten vom Halse herab fort; mit der rechten Seite
-verfährt man auf gleiche Weise; dann macht man in den Rüssel einen
-Spaltschnitt und zulezt einen Querschnitt.
-
-
-Fische.
-
-Das Zerlegen der Fische erfordert einen Tranchirlöffel in der Form
-einer Maurerkelle, welcher in der Regel von Silber, jedenfalls aber so
-dünn seyn muß, daß er gleich dem Messer schneidet. Der Tranchirlöffel
-muß gleich und gewandt geführt werden, damit die feinen Gräthen nicht
-abgerissen oder abgestoßen werden. Gewöhnlich werden Fische in ihrer
-natürlichen Lage aufgetragen, man bemerkt einen gallertartigen Streif,
-der vom Kopfe an der Seite des Fisches fortlaufend in die Schweiffloße
-übergeht; auf diesem Streife führt man mit der Kelle einen Zug, der
-bis an die Hauptgräthe eingreift; dann werden vom Rücken nach dem
-ersten Zuge, der eine Mittellinie bildet, die Schnitten mit dem
-Tranchirlöffel durch eine spielende Bewegung von den Gräthen abgenommen
-und den Gästen vorgesezt. Ist die obere Seite eines Fisches auf diese
-Weise abgenommen, so wird der Kopf sammt den Rückengräthen behutsam
-aufgehoben, abgenommen, die zweite Hälfte liegt nun größtentheils ohne
-alle Gräthen da und darf nur in kleine Stückchen zertheilt werden. Das
-vorgeschriebene Verfahren findet bei allen Fischgattungen von gewisser
-Größe statt. Bei kleinern Fischen aber werden die ganzen Seiten von den
-Gräthen gelöst, der Fisch dann umgewendet und die zweite Hälfte auf
-dieselbe Weise abgenommen.
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-Speisezettel.
-
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-1) Für 24 Personen.
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-~Erster Gang.~ Suppe _à la Reine_. Häringspastetchen. Englischer Braten.
-Ochsenfleisch. 6 kalte Teller.
-
-~Zweiter Gang.~ Blaukohl mit Bratwürsten. Grüne Bohnen mit geräucherten
-Zungen. Gebackene Rissolen mit Farce.
-
-~Dritter Gang.~ Kalte Pastete. Hirschwildbret mit Sardellensauce.
-Fricassirte oder glacirte Hühner.
-
-~Vierter Gang.~ 3 Braten: junge gebratene Enten; Rehschlägel in
-Rahmsauce; Nierenbraten in Jussauce. Englischer Pudding mit Araksauce.
-Eine Citronensulz. 6 kleine Teller nebst zwei Salaten. Große
-Chokoladetorte.
-
-
-2) Für 18 Personen.
-
-~Erster Gang.~ Reissuppe mit hartgesottenen Eiern. Abgeschmälzter Hecht
-mit englischen Kartoffeln. Ein Stück Ochsenfleisch glacirt mit 4 kalten
-Tellern.
-
-~Zweiter Gang.~ Gelbe Rüben. Hammelscotelettes mit Citronensauce.
-Blumenkohl mit gelber Sauce. Gebackene Hirnküchlein. Salamiwurst.
-
-~Dritter Gang.~ Ragout: Kalbsfricandeau mit Sauerampfer. Ochsenzunge mit
-kalter Kräutersauce. Saure Rahmpastetchen.
-
-~Vierter Gang.~ Gebratener Fasan. Sulz von Wildbret oder
-Forellen. Hammelsbraten mit Gurkensauce. 2 Salate. Ein Pomeranzenauflauf.
--- ~Dessert~: Eine Biscuittorte. 6 kleine Teller Obst.
-
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-3) Für 12 Personen.
-
-~Erster Gang.~ Kräutersuppe. Sardellen mit verlornen Eiern. Gespickter
-Lammbraten mit Kartoffeln. 4 kalte Teller.
-
-~Zweiter Gang.~ Sauerkraut mit Feldhühnern. Spinat mit Croquettes.
-Ragout von kleiner Kalbsroulade, dazu Sauce mit Champignons und Trüffeln.
-
-~Dritter Gang.~ Hasen mit piquanter Sauce. 3 Braten: farcirter
-gebratener Hecht; junge Gans; gefüllte Kalbsbrust. 2 Salate. Compot
-von Quitten. Wiener Speise mit Aepfeln. -- ~Dessert~: Gerührter
-Kirschenkuchen. 6 Teller mit Backereien. Eine Milzsulz.
-
-
-4) Für 8 Personen.
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-~Erster Gang.~ Grüne Erbsensuppe mit verschiedenen Arten Backwerk.
-Rindfleisch, auf dem Rost grillirt, mit Trüffelnsauce.
-
-~Zweiter Gang.~ Spargelgemüse. Brodschnitten. Rosenkohl mit
-Kalbscotelettes.
-
-~Dritter Gang.~ Tauben in Salmisauce. Gerührte Brieschenpastete. Aal mit
-saurem Rahm auf französische Art.
-
-~Vierter Gang.~ Gebratene Hahnen. Wachteln oder Feldhühner.
-Neunlothpudding. Salat. Compot. -- ~Dessert~: Citronenkuchen. 4 kleine
-Backereien. 2 Teller mit Obst.
-
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-5) Für 16 Personen.
-
-~Am Fasttage.~
-
-~Erster Gang.~ Erbsensuppe mit Fischpudding. Blau gesottene Forellen.
-Bauernhefenküchlein.
-
-~Zweiter Gang.~ Krebspastete und Lachsforelle mit Kräutersauce und
-gebackenen Kartoffeln.
-
-~Dritter Gang.~ Kaiserpudding mit Chaudeausauce. Pariser Kugelhopf.
-
-~Vierter Gang.~ Gebackene Fische: Forellen oder Karpfen. Große gesottene
-Krebse. Auf dem Rost gebratener Hecht. 2 Salate. -- ~Dessert~:
-Aepfelkuchen mit Butterteig. Pomeranzencrême. 6 kleine Teller mit
-Backereien. Obst nach Belieben.
-
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-6) Für 30 Personen (für ein hohes Haus).
-
-~Erster Gang.~ Suppe _à la Reine_ von Feldhühnern. Französische Suppe.
-Kleine Häringpasteten. 2 Stück Ochsenfleisch: 1) auf englische Art, 2)
-mit einer Kruste. Reis und Parmesankäs. 8 Teller mit Kaltem: Rettig,
-rothe Rüben, Butter, kalte Häringsauce, Zwetschgen, Weichseln, Gurken,
-Melonen in Essig.
-
-~Zweiter Gang.~ 3 Gemüse: Spargeln mit gebackenen Brieschen; Baierische
-Rüben oder Oettinger Rüben mit Schweinsbraten; Kraut mit saurem Rahm
-gekocht, mit Wachteln.
-
-~Dritter Gang.~ 3 Ragouts: Aechter Rheinlangen, blau gesotten, mit
-Kräutersauce; junge Hühner in Majonessauce; Schwarzwildbret in brauner
-Sauce.
-
-~Vierter Gang.~ 4 Braten: Welscher Hahn; Nierenbraten mit Rahm
-gebraten; Hirschziemer mit Kruste; Rehschlägel mit Madeirasauce. 2
-Salate. 2 Compots. -- ~Dessert~: Meringuentorte mit Schlagrahm gefüllt.
-Punschtorte. 12 kleine Teller mit Backereien. Obst nach Belieben.
-Vanillegefrorenes.
-
-
-
-
-Register.
-
-
- A. Seite
-
- Aal, gebratener, 86
-
- Aal auf französische Art, 86
-
- Aal, geräucherter, 117
-
- ~Anhang~, 221
-
- Anisbrod, schmales, 181
-
- Anisküchlein, 180
-
- Anislaibchen, 180
-
- Aepfelauflauf, 52
-
- Aepfelauflauf anderer Art, 52
-
- Aepfel im Butterteig gebacken, 180
-
- Aepfelcompote, 142
-
- Aepfelcrême, 143
-
- Aepfelcrême anderer Art, 144
-
- Aepfel, farcirte, 142
-
- Aepfelkrapfen, 175
-
- Aepfelkuchen, 163
-
- Aepfelkuchen anderer Art, 163
-
- Aepfelkuchen mit einem Gitter, 164
-
- Aepfelkuchen mit einer Kruste, 164
-
- Aepfelküchlein, 175
-
- Aepfelküchlein anderer Art, 175
-
- Aepfelkunzen, 52
-
- Aepfelscharlott, 52
-
- Aepfelschaum, 144
-
- Aepfelschaum, gebacken, 180
-
- Aepfelschnitten, gebackene, 175
-
- Aprikosenauflauf, 53
-
- Aprikosen einzumachen, 199
-
- Arakpudding, 45
-
- Auerhahn, gebratener, 118
-
- Auflauf von geriebener Gerste, 55
-
-
- B.
-
- Backmeistercrême, 144
-
- Bauernhefenküchlein, 170
-
- Bauernmocken, 176
-
- Baumnüsse, eingemachte, 204
-
- Baumwollesuppe, 14
-
- Beefsteak, 110
-
- Beefsteak auf englische Art, 110
-
- Bechemelle, 26
-
- ~Beilagen zu Gemüsen~, 105
-
- Belgrader Brod, 181
-
- Bienennester, 68
-
- Bierhefe, gute brauchbare, 218
-
- Biersuppe auf feine Art, 14
-
- Biersuppe auf gewöhnliche Art, 14
-
- Birnencompote, 143
-
- Birnen einzumachen, 199
-
- Birnenlatwerge, 206
-
- Bischof, 216
-
- Biscuitkugelhopf, 171
-
- Biscuittorte, 155
-
- _Blanc Manger_, 151
-
- _Blanc Manger_ auf grüne Art, 152
-
- Blitzkuchen, 164
-
- Blutwürste auf deutsche Art, 106
-
- Blutwürste, Stuttgarter, 105
-
- Bodenkohlrabi, gelbe, 39
-
- _Boeuf à la mode_, 91
-
- Bohnen, 34
-
- Bohnen auf englische Art, 34
-
- Bohnen auf gewöhnliche Art, 34
-
- Bohnen einzumachen, 199
-
- Bohnen einzumachen auf andere Art, 200
-
- Bohnen in Essig einzumachen, 200
-
- Bohnen zu trocknen, 217
-
- Bouillon, 13
-
- Brandteig, s. gebrühten Teig
-
- ~Braten~, 118
-
- Braten, englischer, 119
-
- Braten, übriggebliebener, mit Bechemelle, 91
-
- Bratknöpflein, 26
-
- Bratwürste, gebackene, 113
-
- Bratwürste, Mailänder, 105
-
- Breiauflauf, 53
-
- Brennsuppe, 14
-
- Brieschen, 112
-
- Brieschen, gebratene, 112
-
- Brieschenpastete, gerührte, 77
-
- Brieschensuppe, 22
-
- Brieschen in Trüffelsauce, 91
-
- Brockelerbsen, 35
-
- Brockelerbsen mit Hühnern (für 40 Personen), 35
-
- Brockelerbsen einzumachen, 201
-
- Brockelerbsen einzumachen auf französische Art, 201
-
- Brod, schwedisches, 183
-
- Brod, spanisches, 183
-
- Brod, Wiesbadner, 183
-
- Brodknöpflein, Frankfurter, 60
-
- Brodkuchen auf englische Art, 164
-
- Brodschnitten, 72
-
- Brodsuppe, weiße, 15
-
- Butterauflauf, 53
-
- Butterbiscuits, kleine, 180
-
- Butterbiscuits, kleine, anderer Art, 181
-
- Butterblumen, 183
-
- Butterbretzeln, 183
-
- Butterknöpflein, 26
-
- Butterkuchen auf besondere Art, 165
-
- Butterlaibchen, 184
-
- Butterstritzel, 184
-
- Butterteig zu machen, 76
-
- Butterteig zu Pasteten, 76
-
-
- C.
-
- Caffeebrod, 171
-
- Caffeecrême, gestürzte, 144
-
- Caffeeküchlein, 184
-
- Casserollepastete auf deutsche Art, 77
-
- Casserollepastete auf genuesische Art, 78
-
- Cervelaswürste, 106
-
- Champignons, eingemachte, 201
-
- Chaudeau, 211
-
- Chokolade, 211
-
- Chokoladeauflauf, 53
-
- Chokoladeauflauf mit Brod, 54
-
- Chokoladeauflauf, gerührter, 54
-
- Chokoladecrême, gebackene, 145
-
- Chokoladecrême, gestürzte, 145
-
- Chokoladegefrorenes, 209
-
- Chokoladeküchlein, 185
-
- Chokolademandeltorte, 157
-
- Chokoladepudding, 45
-
- Chokoladepudding auf feine Art, 46
-
- Chokoladeschnitten, 194
-
- Chokoladesuppe, blinde, 15
-
- Chokoladetorte, 156
-
- Chokoladetorte, geläuterte, 156
-
- Chokoladetorte, Heilbronner, 156
-
- Citronenauflauf, 54
-
- Citronenauflauf, gerührter, 54
-
- Citronenbiscuit, 181
-
- Citronenbrei, 58
-
- Citronenbrei anderer Art, 58
-
- Citronenbrod, 181
-
- Citronenbrod anderer Art, 182
-
- Citronenbrod mit Hefe, 171
-
- Citronencrême, 145
-
- Citroneneis, 185
-
- Citronengefrorenes, 209
-
- Citronenkuchen auf besondere Art, 165
-
- Citronenkuchen auf englische Art, 165
-
- Citronenpudding, 46
-
- Citronenpudding in Aprikosensauce, 47
-
- Citronensauce zum Wildbret, 104
-
- Citronensuppe für Kranke, 24
-
- Citronentorte, 156
-
- Citronentorte, aufgelaufene, 156
-
- Citronen aufzubewahren, 218
-
- ~Compotes~, 142
-
- Compote von Quitten, 143
-
- Compote, melirtes, 143
-
- ~Confekt~, 180
-
- Consommé, 13
-
- Cotelettes, italienische, 113
-
- _Cotelettes papillotées_, 113
-
- Coulis, 13
-
- ~Crêmes~, 142
-
- Crêmeauflauf, 54
-
- Crême _à la coquin_, 146
-
- Crême mit Eis, 146
-
- Crême für Kranke, 147
-
- Crême von saurem Rahm, 148
-
- Crême von süßem Rahm, 149
-
- Crême von Reis, 149
-
- Crême von Roiaille, 149
-
- Crême, russische, 149
-
- Crême, russische, anderer Art, 150
-
- Crême von Schaum, 150
-
- Crême _à la Sultan_, 150
-
- Crême, gestürzte, von Thee, 151
-
- Crêmetorte, 157
-
- _Croquette_, 106
-
-
- D.
-
- Dampfaufgezogenes, im, 57
-
- Dampfnudeln, baierische, 64
-
- Dukatennudeln, 65
-
-
- E.
-
- Eier, farcirte, 70
-
- Eier, gefüllte, mit Hirn, 69
-
- Eier, gefüllte, mit Spinat, 69
-
- Eier, gefüllte, auf andere Art, 69
-
- Eier, gerührte, mit Sardellen, 59
-
- Eier, gerührte, auf Pariser Art, 70
-
- Eier in brauner Sauce, 92
-
- Eier, verdeckte, 70
-
- Eier, verlorene, mit Jus, 71
-
- Eier, verlorene, in einer Sauce, 92
-
- Eierbrei, 58
-
- Eierbrei, aufgezogener, 58
-
- Eierbrod, hartgesottenes, 182
-
- Eiercrêmetorte, 157
-
- Eierhaber, gewöhnlicher, 114
-
- Eierhaber, gebrühter, 115
-
- Eierkuchen, 59
-
- Eierkuchen mit Aepfeln, 59
-
- Eierkuchen mit Ochsenmark, 165
-
- Eierpunsch, 212
-
- Eiersuppe, verlorene, 17
-
- Eingemachtes, 199
-
- Eis, 208
-
- Eis, gelbes, 185
-
- Eis, rothes, 185
-
- Eis, weißes, 185
-
- Endiviensalat, 154
-
- Endiviensuppe, 18
-
- Enten, wilde, 119
-
- Erbsen, 34
-
- Erbsen, grüne, zu dörren, 218
-
- Erdbeerencrême, gestürzte, 146
-
- Erdbeerengefrorenes, 209
-
- Estragonessig auf französische Art, 218
-
-
- F.
-
- Fasan, gebratener, 119
-
- Fasan, gedämpfter, 120
-
- Fasan in Butter, 120
-
- Fasan mit Trüffeln, 120
-
- Felchen, gedämpfte, 86
-
- Felchen, auf dem Rost gebraten, 86
-
- Feldhühner, gebratene, 120
-
- Feldhühner auf englische Art, 121
-
- Feldhühner, farcirte, 121
-
- Feldhühner, gesulzte, 136
-
- Feldhühner in Salmisauce, 93
-
- Feldhühnerpastete, 78
-
- Filets von jungen Hühnern mit süßem Rahm, 93
-
- Filets, geschlungene, von Kalbfleisch, 93
-
- Finger, gebackene, von Mandelteig, 185
-
- Fischblasen zu benützen, 219
-
- Fischcotelettes, 113
-
- ~Fische~, 86
-
- Fische, marinirte, 90
-
- Fischen den Moosgeruch zu nehmen, 219
-
- Fischotter, 86
-
- Fischpudding, 43
-
- Fischsuppe, 22
-
- Fischwürste, 106
-
- Flädlein, gebackene, 176
-
- Flädlein, gefüllte, mit saurem Rahm und Rosinen, 60
-
- Flädlein, gefüllte, mit Vanillecrême, 60
-
- Fleischbrühe, 12
-
- Flugpasteten, 185
-
- Forellen, blau gesottene, 87
-
- Forellen mit saurer Sulz, 137
-
- Frankfurter Speise, 73
-
- Franzosensuppe, 18
-
- Freimaurerbrod, 182
-
- Freimaurerbrod anderer Art, 182
-
- _Fricandeau_ von Kalbfleisch, 94
-
- Froschschenkel in Citronensauce, 94
-
- Froschschenkel, gebackene, 117
-
- Fülle zu Pastetchen auf französische Art, 33
-
-
- G.
-
- Galanterieküchlein, 186
-
- Gans, gefüllte, 121
-
- Gans, geräucherte, 117
-
- Gansleber in Citronensauce, 94
-
- Gansleber mit Sardellen, 94
-
- Gansleber in Hammelsnetz auf dem Rost gebraten, 116
-
- Gansleberpastete, Augsburger, 83
-
- Gansleberpastete, Straßburger, 84
-
- Gansleberpastete, Stuttgarter, 84
-
- Gansleberwürste, 107
-
- Geduldzeltchen, 186
-
- Geduldzeltchen, aufgelaufene, 186
-
- ~Gefrorenes~, 208
-
- Gefrorenes zu machen, 208
-
- Gefrorenes von Caffee, 209
-
- Gefrorenes von bittern Mandeln, 209
-
- Gefrorenes von Schlagrahm, 210
-
- ~Gelée~, 142
-
- Gelée für Kranke, 153
-
- ~Gemüse~, 34
-
- Gerstensuppe, geriebene, 19
-
- Gerstenwasser für Brustkranke, 212
-
- Getränk, krampfstillendes, 212
-
- ~Getränke~, 212
-
- Getränke von Borsdorferäpfeln, 212
-
- Glacesuppe von Kalbsfüßen, 23
-
- Glacesuppe von Tauben, 23
-
- Glühwein, 212
-
- Glühwein auf Münchner Art, 212
-
- Götterspeise, 57
-
- Griesknöpflein, gebackene, 26
-
- Griesschnitten, gebackene, 72
-
- Griessuppe, 19
-
- Grog, 212
-
- Guirlandentorte, 158
-
- Gurkensauce, 104
-
- Gurken, geschnittene, einzumachen, 202
-
- Gurken in Essig, 201
-
-
- H.
-
- Habergrützsuppe, 19
-
- Hachispastete, 78
-
- Hagenbuttencrême, 146
-
- Hagenbuttenlatwerge, 207
-
- Hahn, gebratener, welscher, 122
-
- Hahn, gefüllter, welscher, auf italienische Art, 122
-
- Hahn, gesulzter, welscher, 138
-
- Hammelsbug, gefüllter, 124
-
- Hammelscotelettes, 113
-
- Hammelsmagen, gefüllter, 107
-
- Hammelsschlägel in Gurkensauce, 123
-
- Hammelsschlägel mit einer Sauce von Weintrauben, 123
-
- Häringspastetchen, 133
-
- Häringsalat, 154
-
- Häringsauce, kalte, 104
-
- Haselhuhn, gebratenes, 123
-
- Haselnußküchlein, 186
-
- Hasenbraten, 124
-
- Hasenöhrlein, 114
-
- Hecht, farcirter, 88
-
- Hecht, geräucherter, 167
-
- Hecht, geschmälzter, 87
-
- Hecht auf dem Rost gebraten, 89
-
- Hecht _à la tourne_, 88
-
- Hecht am Spieß gebraten, 89
-
- Hefe, wohlfeile und brauchbare, 218
-
- ~Hefenbackwerk~, 170
-
- Himbeeressig, 213
-
- Himbeergelée, 152
-
- Himbeerschaum, 146
-
- Himbeeren, gesulzte, 152
-
- Hippen mit Mandeln, 186
-
- Hippen ohne Mandeln, 186
-
- Hippen, Wiener, 187
-
- Hirn in Kapernsauce, 95
-
- Hirnragouts, 95
-
- Hirnschnitten, 114
-
- Hirnsuppe, 23
-
- Hochzeitkuchen, 166
-
- Hopfen mit Kalbshirn, 35
-
- Hosenbändel, 60
-
- Hühner, junge gebratene, 123
-
- Hummer, siehe Meerspinne.
-
- Hutzelnbrod, gewöhnliches, 187
-
- Hutzelnbrod, Bozener, 187
-
-
- J.
-
- Jägerschnitten, 194
-
- Johannisbeeren in Zucker, 202
-
- Johannisbeergelée, 153
-
- Johannisbeersaft, 213
-
- Jungferncrême, 147
-
- Jussuppe, braune, 15
-
- Jussuppe, französische, 15
-
-
- K.
-
- Kachelmuß, 62
-
- Kachelmuß anderer Art, 62
-
- Kaiserkuchen, 71
-
- Kaiserpudding, 49
-
- Kalbfleisch mit Trüffeln, 127
-
- Kalbfleisch, gewickeltes, in Sauce, 96
-
- Kalbfleischsuppe, 23
-
- Kalbsbrieschen mit Spargeln, 92
-
- Kalbsbrust, gefüllte, auf Schweizer Art, 126
-
- Kalbsbrust, glacirte, 59
-
- Kalbscarbonade auf Brabanter Art, 112
-
- Kalbsfüße, gebackene, 111
-
- Kalbsgekrös in Meerrettigsauce, 96
-
- Kalbsgekrös, gewickeltes, 111
-
- Kalbshirn, 115
-
- Kalbshirn, gebackenes, 111
-
- Kalbshirnpastete, 79
-
- Kalbskopf, grillirter, 111
-
- Kalbskopf in Madeirasauce, 96
-
- Kalbskopf mit der Haut _à la_ Damenbrett, 97
-
- Kalbsleber, gebackene, 116
-
- Kalbsleber, geröstete, 116
-
- Kalbsleber, gespickte, 97
-
- Kalbsmilz, gefüllte, 127
-
- Kalbsnetz, gefülltes, 98
-
- Kalbsnetz, gesulztes, 139
-
- Kalbsroulade, 127
-
- Kalbsschlägel mit saurem Rahm, 127
-
- Kalbsschlägel mit Bechemelle, 128
-
- Kalbsschlägel auf englische Art, 128
-
- Kalbsschlägel, gefüllter, 128
-
- Kalbsvögel, 98
-
- Kalbszunge auf d. Rost gebraten, 111
-
- Kapaun, gebratener, 129
-
- Kapaun mit Reis, 130
-
- Kapaun, farcirter, auf russische Art, 129
-
- Kapaunenspargeln, 98
-
- Kapuzinerauflauf, 55
-
- Kapuzinerküchlein, 176
-
- Karmelitertorte, 159
-
- Karpfen in eigener Sauce, 89
-
- Karpfen in brauner Sauce, 90
-
- Karpfen, geschmälzter, 90
-
- Karpfen, gesulzter, 140
-
- Kartoffelbrei, 35
-
- Kartoffeln mit Schinken, 36
-
- Kartoffeln, gebackene, 115
-
- Kartoffeln, gebackene, anderer Art, 115
-
- Kartoffeln, gefüllte, 36
-
- Kartoffelauflauf, süßer, 55
-
- Kartoffelbrod, 221
-
- Kartoffelknopf mit Schinken, 43
-
- Kartoffelküchlein, 177
-
- Kartoffelsuppe, 19
-
- Kartoffeltorte, 159
-
- Karviol, 36
-
- Karviol anderer Art, 36
-
- Karviolsuppe, 19
-
- Käskuchen, 166
-
- Käsküchlein, 173
-
- Käsnudeln, baierische, 65
-
- Kindbetterinbrod, 187
-
- Kirschen, ausgesteinte, 203
-
- Kirschen in Punsch gekocht, 203
-
- Kirschen in Essig eingemacht, 203
-
- Kirschen, gesulzte, 153
-
- Kirschen in Zucker eingemacht, 202
-
- Kirschenkuchen, 166
-
- Kirschenkuchen anderer Art, 166
-
- Kirschenkuchen mit Schwarzbrod, 167
-
- Kirschenkuchen mit Hellenenmasse, 167
-
- Kirschenlatwerge, 207
-
- Kirschenpudding, 49
-
- Kirschenwasser zum Trinken für Kinder, 213
-
- ~Klöße~, siehe Knöpflein.
-
- ~Knödel~, siehe Knöpflein.
-
- Knöpflein, abgetrocknete, 60
-
- Knöpflein, gezupfte, 26
-
- Kofern, 188
-
- Kohl oder Wirsing, 37
-
- Kohl, gefüllter, 37
-
- Kohlrabi, gedämpfte, 38
-
- Kohlrabi, gefüllte, 38
-
- Kolatschen, böhmische, 188
-
- Königin von Brasilien, 74
-
- Königscrême, 147
-
- Königsnudeln, 177
-
- Königsragout, 99
-
- Königssuppe, 23
-
- Körbelsuppe, 20
-
- Krachtorte, 159
-
- Kraftsuppe, 25
-
- Krapfen von Lebkuchen, 61
-
- Kraut, baierisches, 39
-
- Kraut, blaues, 39
-
- Kraut, weißes, mit saurem Rahm, 39
-
- Kraut, gedämpftes, weißes, 39
-
- Kraut, gefülltes, weißes, 40
-
- Kräuter, blutreinigende, für Kinder, 213
-
- Kräutersauce anderer Art, 104
-
- Kräutersauce, kalte, 32
-
- Kräutersuppe, 20
-
- Kräutersuppe für Kranke, 25
-
- Krautwürste, 61
-
- Krebsdampfnudeln, 64
-
- Krebsküchlein, 115
-
- Krebspastete, gerührte, 79
-
- Krebspastete, gerührte, anderer Art, 79
-
- Krebspudding, 43
-
- Krebswürste, 108
-
- Kuchen, 163
-
- Kuchen, Züricher, 170
-
- Kuchen, Mailänder, 167
-
- Kuchen, Wiener, 170
-
- Küchlein, gebackene, von Kalbsbrieschen, 176
-
- Kugelhopf, Augsburger, 171
-
- Kugelhopf, Frankfurter, 172
-
- Kugelhopf, Münchner, 172
-
- Kugelhopf, Pariser, 172
-
- Kugelhopf, Stuttgarter, 172
-
- Kuttelfuß, 215
-
-
- L.
-
- Lachsforelle in Majonessauce, 137
-
- Lachsforelle, gesulzte, mit Schuppen, 137
-
- Lammbraten, 130
-
- Lammviertel, am Spieß gebraten, 130
-
- Lebkuchen, Basler, 193
-
- Lebkuchen, Nürnberger, 193
-
- Lebkuchen, geringe Art von, 194
-
- Leberknöpflein, 61
-
- Leberpfauzel, 99
-
- Leberschnitten, 221
-
- Leberspätzlein, 67
-
- Leberspickel, 111
-
- Lebersuppe, 24
-
- Leberwürste, 108
-
- Lendenbraten, 130
-
- Lendenbraten _à la Robert_, 131
-
- Limonade, 213
-
- Linsen mit Fasanen, 35
-
- Liqueur, siehe Rossoli.
-
- Luftnudeln, 188
-
- Lumsen oder Ulmerspeise, 61
-
- Lungensuppe f. Schwindsüchtige, 24
-
-
- M.
-
- Maccaroni, nachgeahmte, 221
-
- Maccaronipastete, 80
-
- Maccaronipudding, italienischer, 44
-
- Magdalenenkuchen, 167
-
- Maienmuß, 63
-
- Makronen, 188
-
- Mandeln, gebackene, 188
-
- Mandeln, gebackene, anderer Art, 189
-
- Mandeln, gebackene, anderer Art, 189
-
- Mandeln, geröstete, 189
-
- Mandelauflauf, 55
-
- Mandelbögen, 189
-
- Mandelbrei, aufgezogener, 58
-
- Mandelbrod, aufgelaufenes, 189
-
- Mandelbrod, falsches, 190
-
- Mandelcrême, 147
-
- Mandelhäufchen, 190
-
- Mandelhäufchen anderer Art, 190
-
- Mandelkränzlein, 190
-
- Mandelkuchen, 167
-
- Mandelküchlein, 190
-
- Mandellebkuchen, weiße, 193
-
- Mandelmilch, 214
-
- Mandelschnecken, 191
-
- Mandelschnitten, weiße, 195
-
- Mandeltorte, 160
-
- Mandeltorte, geschnittene weiße, 160
-
- Mandeltorte anderer Art, 160
-
- Marasquinocrême, gestürzte, 148
-
- Markknöpflein, 26
-
- Meerrettig, 32
-
- Meerrettig, gekochter, 32
-
- Meerrettig mit Mandeln, 33
-
- Meerspinne, ächte, 89
-
- Meerspinne auf italienische Art, 89
-
- Melonen, in Essig eingemacht, 203
-
- Meringuentorte, 160
-
- Milch, gebackene, 62
-
- Milchbrei, 58
-
- Milchcrême, 62
-
- Milchküchlein, 116
-
- Milchsagosuppe, 21
-
- Milchspätzlein, 67
-
- Milchspätzlein, aufgezogene, 68
-
- Milchsuppe mit Mandeln, 16
-
- Milchsuppe, süße, 16
-
- Muscazine, 191
-
- Muß, Karlsruher, 62
-
- Muß von Eierweiß, 63
-
- Muß, kräftiges, für Schwache, 63
-
- Mutschelpudding, 49
-
-
- N.
-
- Neunlothpudding, 50
-
- Nierenbraten, 131
-
- Nierenbraten auf englische Art, 131
-
- Nieren, gedämpfte, 100
-
- Nonnenkrapfen, 191
-
- Nudeln, aufgezogene, mit Krebsragout, 64
-
- Nudelnauflauf, 55
-
- Nudelnauflauf anderer Art, 56
-
- Nudelnpudding mit Morcheln, 44
-
- Nudelnpudding, süßer, 50
-
- Nudelntorte, 161
-
- Nüsse, welsche, aufzubewahren, 219
-
-
- O.
-
- ~Ochsenfleisch~, 27
-
- Ochsenfleisch gut zu sieden, 27
-
- Ochsenfleisch anderer Art, 29
-
- Ochsenfleisch anderer Art, 29
-
- Ochsenfleisch anderer Art, 29
-
- Ochsenfleisch auf böhmische Art, 28
-
- Ochsenfleisch auf englische Art, 27
-
- Ochsenfleisch auf italienische Art, 27
-
- Ochsenfleisch auf polnische Art, 28
-
- Ochsenfleisch, gebratenes, 30
-
- Ochsenfleisch, gefülltes, 31
-
- Ochsenfleisch mit feinen Kräutern, 28
-
- Ochsenfleisch mit Kräutersauce, 29
-
- Ochsenfleisch mit einer Kruste, 30
-
- Ochsenfleisch mit Sauerampfer, 31
-
- Ochsenfleisch mit Trüffeln, 30
-
- Ochsenmarkküchlein, 116
-
- Ochsenzunge, gebratene, 111
-
- Ochsenzunge, gefüllte, 100
-
- Ochsenzunge gut zu räuchern, 216
-
- Ofenküchlein, 191
-
- Omelette, gefüllte, 63
-
-
- P.
-
- Panadesuppe, 16
-
- Pastetchen, 33
-
- Pasteten, 76
-
- Pastete, aufgezogene, 77
-
- Pastete auf englische Art, 80
-
- Pastete auf italienische Art, 80
-
- Pastete mit weißer Farce, 78
-
- Petersiliensauce, 104
-
- Pfaffenbrod, 191
-
- Pfaffenkappen, 192
-
- Pfannenkuchen, Berliner, 177
-
- Pfannenkuchen mit Gänseleber, 63
-
- Pfannenkuchen, österreichischer, 178
-
- Pfeffernüßchen, 192
-
- Pistazientorte, 161
-
- Plisson von einem Hasen, 101
-
- Plisson von Hirn, 101
-
- Plumpudding, 50
-
- Pökelfleisch zu machen, 216
-
- Pomeranzenauflauf, 56
-
- Pomeranzenauflauf anderer Art, 56
-
- Pomeranzencrême, 148
-
- Pomeranzencrême, gestürzte, 148
-
- Pomeranzengefrorenes, 210
-
- Pomeranzengelée, 153
-
- Pomeranzenküchlein, 192
-
- Pomeranzen, gesulzte, 140
-
- Preßkopf, 215
-
- Prinzessin Louis, 75
-
- Prünellen zu dörren, 218
-
- Pudding, englischer, 47
-
- Pudding, englischer, anderer Art, 47
-
- Pudding, englischer, anderer Art, 48
-
- Pudding von geriebener Gerste, 48
-
- Pudding, Hamburger, 48
-
- Pudding, russischer, 51
-
- Punsch, 214
-
- Punsch auf andere Art, 214
-
- Punsch auf Stuttgarter Art, 219
-
- Punschgefrorenes, 210
-
- Punschgefrorenes anderer Art, 210
-
- Punschkuchen, 168
-
- Punschtorte, 161
-
- Punschtorte, blinde, 162
-
-
- Q.
-
- Quittenlatwerge, 207
-
- Quitten einzumachen, 204
-
-
- R.
-
- ~Ragouts~, 91
-
- Ragout von hartgesottenen Eiern, 92
-
- Ragout von einem Fisch, 101
-
- Ragout, melirtes, von Hecht, 102
-
- Ragout von Schildkröte, 102
-
- Rahmgefrorenes, 210
-
- Rahmkuchen, 168
-
- Rahmmuß, 63
-
- Rahmnudeln, saure, 65
-
- Rahmpastetchen, gerührte, 33
-
- Rahmstrauben, 66
-
- Rahmstrudeln, saure, 66
-
- Rahmwürste, 116
-
- Rebhühner, siehe Feldhühner.
-
- Regenwürmer, 71
-
- Regenwürmer mit Brandteig, 71
-
- Rehschlägel in Rahmsauce, 132
-
- Reinesclaudes einzumachen, 204
-
- Reis, gefüllter, 72
-
- Reisauflauf, gefüllter, 56
-
- Reisauflauf anderer Art, 57
-
- Reisflomeriewein, 149
-
- Reispanadesuppe, 17
-
- Reispfauzen mit Ragout, 103
-
- Reispudding, 51
-
- Reispudding, gefüllter, 51
-
- Reisschleim, 17
-
- Reissuppe, 20
-
- Reissuppe anderer Art, 20
-
- Reissuppe mit Schinken, 20
-
- Remoladesauce, 105
-
- Rheinlangen, ächter, 90
-
- Rindfleisch, siehe Ochsenfleisch.
-
- Rissolen, 112
-
- Rosen, gebackene, 178
-
- Rosenkohl, 38
-
- Rossoli (Liqueur), 214
-
- Rossoli von Mandeln, 215
-
- Rostbraten, 132
-
- Rüben, baierische, 40
-
- Rüben, baierische mit Kastanien, 40
-
- Rüben, gelbe, 40
-
- Rüben, gelbe, anderer Art, 40
-
- Rüben, weiße, 40
-
- Rüben, weiße, anderer Art, 41
-
- Rüben, weiße, auf polnische Art, 41
-
-
- S.
-
- Sagosuppe, 21
-
- Sagosuppe, Milch-, 21
-
- ~Salat~, 154
-
- Salat, italienischer, 155
-
- Salat, vermischter, 154
-
- Salat _à la patrie_, 154
-
- Salat, eingesezter, 155
-
- Salmigondis zu Fastenpasteten, 83
-
- Salzgurken, 202
-
- Salzküchlein, 194
-
- Sandtorte, 162
-
- Sardellen mit verlorenen Eiern, 70
-
- ~Saucen~, 104
-
- ~Saucen zum Ochsenfleisch~, 31
-
- Sauerkraut einzumachen, 205
-
- Sauerkraut mit Feldhühnern, 42
-
- Sauerkraut mit Hecht, 41
-
- Sauerkraut mit Lerchen, 41
-
- Sauerkraut mit saurem Rahm, 41
-
- Sauerkraut-Torte, 162
-
- Schalotteis mit Schlagrahm, 72
-
- Scharmützeln, 194
-
- Schinken zu sieden, 217
-
- Schinken einzusalzen, 216
-
- Schinken, geräucherter, am Spieß gebraten, mit Champagnerwein, 132
-
- Schlacht bei Austerlitz, 74
-
- Schlotzerbrod, 182
-
- ~Schmalzbackwerk~, 185
-
- Schneckenbrei, 59
-
- Schnecken mit Eier, 117
-
- Schnecken, gefüllte, 117
-
- Schneckennudeln mit Mandeln, 66
-
- Schnecken in Sardellensauce, 103
-
- Schneckensuppe, 24
-
- Schnee, 150
-
- Schneeballen, 178
-
- Schneegans, 132
-
- Schneehäufchen, 194
-
- Schnepfen, gebratene, 133
-
- Schnepfenpastete auf französische Art, 81
-
- Schnepfenpastete auf Wiener Art, 81
-
- Schnitten zu Krebssuppe, 222
-
- Schnitten zu Krebssuppe auf andere Art, 222
-
- Schuhwichse, englische, 220
-
- Schüsselpastete, 81
-
- Schwartenmagen, 108
-
- Schwarzbrodauflauf, 53
-
- Schwarzbrodpudding, 45
-
- Schwarzbrodtorte, 155
-
- Schwarzwurzeln, 42
-
- Schwarzwurzeln anderer Art, 42
-
- Schwarzwurzeln, gebackene, 42
-
- Schweinsbratwürste, 105
-
- Schweinscotelettes, 114
-
- Schweinsohren zu Erbsengemüse, 109
-
- Schweizer Speise, 73
-
- Seeforellen, 87
-
- Selleriesauce, 105
-
- Selleriesuppe, 21
-
- Senf auf französische Art, 205
-
- Senf in süßem Most, 205
-
- Senf mit Essig, 205
-
- Senfsauce, kalte, 32
-
- Senfsauce, warme, 32
-
- Sodaseife, 229
-
- Sommerkohl, siehe Wirsing.
-
- Sommerpastete, 82
-
- Spanferkel, 133
-
- Spanferkel auf italienische Art, 133
-
- Spargeln, 42
-
- Spargelsuppe, 21
-
- Spätzlein, 67
-
- Speckknopf, 44
-
- Speckkuchen, 168
-
- Speckkuchen, blinder, 168
-
- Speckwürste, 109
-
- ~Speisezettel~, 228
-
- Spiegelküchlein, 195
-
- Spinat, 43
-
- Spinatknopf, 44
-
- Spinatkuchen, 68
-
- Spinatkuchen anderer Art, 68
-
- Spinatschnitten, 222
-
- Springerlein, Münchner, 195
-
- Springerlein, Stuttgarter, 195
-
- Stachelbeerkuchen, 169
-
- Stockfischpastete, 82
-
- Stockfischpastete anderer Art, 82
-
- Stockfischpastete auf böhm. Art, 83
-
- Strauben, 178
-
- Stuttgarter Speise, 73
-
- ~Sulzen~, 136
-
- Sulz von Brustkräutern, 141
-
- Sulz von Habergrütze, 141
-
- Sulz von geraspeltem Hirschhorn, 141
-
- Sulz von isländischem Moos, 141
-
- Sulz für Kranke, 142
-
- Sulz von Schnecken und Krebsen, 141
-
- ~Suppen~, 12
-
- Suppe für Genesende, 26
-
- Suppe _à la patrie_, 16
-
- Suppe _à la Reine_, 25
-
- Suppe mit Rosolo, 22
-
- Suppe, welsche, 25
-
-
- T.
-
- Tabaksrollen, 179
-
- Tabaksrollen, kleine, 179
-
- Tauben mit Salmisauce, 103
-
- Theekuchen, 169
-
- Thee, reformirter, 215
-
- Teig, gebrühter, 179
-
- Timbal von Makaroni, 74
-
- Tinte, schwarze, zu machen, 220
-
- ~Torten~, 155
-
- Torte auf englische Art, 158
-
- Torte, Erolzheimer, 158
-
- Torte, Linzer, 159
-
- Torte, spanische, 163
-
- Torte, Schweizer, 163
-
- Tranchiren, Anweisung zum, 223
-
- Trauben u. Kirschen einzumachen, 206
-
- Traubenkuchen, 169
-
- Traubenkuchen, Nürnberger, 173
-
- Trisenetschnitten, 173
-
- Tropfsuppe, 17
-
- Trüffeln einzumachen, 206
-
- Tyrolerknöpflein, 61
-
- Tyrolerkrapfen, 196
-
- Tyrolernudeln, 66
-
-
- V.
-
- Vanillebrei, 59
-
- Vanillecrême, 151
-
- Vanillecrême, gebackene, 68
-
- Vanillegefrorenes, 211
-
- ~Verschiedenes~, 215
-
- ~Vorkenntnisse~, 1
-
-
- W.
-
- Wachteln in Sauce, 103
-
- Waffeln, Amsterdamer, 196
-
- Waffeln, gefüllte, 197
-
- Waffeln, gerührte, 198
-
- Waffeln in Bierhefe, 174
-
- Waffeln, Münchner, 196
-
- Waffeln mit saurem Rahm, 196
-
- Waffeln, Schweizer, 196
-
- Waffeln mit spanischem Wein, 197
-
- Waffeln, Straßburger, 197
-
- Waffeln, Stuttgarter, 197
-
- Wassersuppe, 17
-
- Weib, ein altes, 76
-
- Weichselkirschenauflauf, 57
-
- Weichselkuchen, 169
-
- Weichsellatwerge, 207
-
- Weichsellatwerge anderer Art, 208
-
- Weichselsuppe, 22
-
- Weinbeerkuchen, 169
-
- Weinbeerschnitten, 95
-
- Weincrême, gebackene, 151
-
- Weinstrauben, 178
-
- Weinsuppe, 18
-
- Weinsuppe anderer Art, 18
-
- Weinsuppe mit süßem Rahm, 18
-
- Welschkorn einzumachen, 206
-
- Wiener Speise, 74
-
- Wildbretpastete, Frankfurter, 85
-
- Wildbret, rothes, 126
- Hirschwildbret mit Sauerkraut, 125
- Hirschziemer, 125
- Hochwildbret mit engl. Sauce, 124
-
- Wildbret, schwarzes, 134
- Schwarzwildbret anderer Art, 134
- Schwarzwildbret aufzubewahren, 217
-
- Wildschweinskopf, gefüllter, 135
-
- Winterkohl, 38
-
- Wips, 215
-
- Wirsing mit geräuchertem Fleisch und Feldhühnern, 37
-
- Wirsing mit Schweinsfüßen und Ohren, 37
-
- Wirsing anderer Art, 37
-
- Würste auf bürgerliche Art, 109
-
- Würste von weißem Geflügel mit Rahm, 107
-
- Würste, grüne, 118
-
- Würste von Hasen, 107
-
- Würste auf italienische Art, 109
-
- Würste auf italienische Art, 118
-
- Würste, große italienische, 110
-
- Würste von Kalbshirn, 118
-
- Würste von Schaffleisch, 108
-
- Würste, schwarze, 109
-
- Würste, weiße, 118
-
- Würste von Wildschwein, 109
-
-
- Z.
-
- Zimmteis, 185
-
- Zimmtküchlein, 198
-
- Zimmtschnitten, 174
-
- Zimmtstern, 198
-
- Zimmtwaffeln, 197
-
- Zwetschgen in Essig, 206
-
- Zwetschgenkuchen, 170
-
- Zwetschgenkuchen mit Hefenteig, 170
-
- Zwetschgenlatwerge, 208
-
- Zwetschgen, geschälte in Zucker, 206
-
- ~Zuckerbackwerk~, 180
-
- Zuckerbretzeln, 199
-
- Zuckerbrod, ächtes, 198
-
- Zuckerstrauben, 179
-
- Zucker zu läutern, 219
-
- Zucker zu Faden gesponnen, 219
-
- Zucker wird zur Blase, 219
-
- Zwieback, Karlsruher, 174
-
- Zwieback, Holländer, 175
-
- Zwiebelsauce, 31
-
- Zwiebelsauce anderer Art, 32
-
-
-
-
-Anmerkungen zur Transkription:
-
-
-Das Original ist in Fraktur gesetzt.
-
-Im Original in _Antiqua_ gesetzter Text wurde mit _ markiert.
-
-Im Original ~gesperrt~ gesetzter Text wurde mit ~ markiert.
-
-Doppelte Anführungsstriche wurden durch » (unten) und « (oben) ersetzt.
-
-Überschriften wurden im Schriftbild vereinheitlicht.
-
-Brüche werden folgendermaßen dargestellt: 1 Viertel = 1/4, 1 Achtel =
-1/8 u. s. w., die volle Zahl wird durch - vom Bruch separiert, d. h.
-eineinhalb = 1-1/2.
-
-Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen;
-lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.
-
-Einige Rezepte unterscheiden sich in der Schreibweise in Bezug auf die
-Überschriften und ihre Auflistung im Index wie 401. Hasenöhrchen und
-Hasenöhrlein (Seite 234) oder 488. Aepfel-Compote und Aepfelcompot
-(Seite 231) oder 566. Sauerkrauttorte und Sauerkraut-Torte (Seite 237),
-beide Varianten wurden jeweils beibehalten.
-
-Im Index wurde Wips (Seite 239) nach der Korrektur des Druckfehlers auf
-die neue Position gemäß der Reihenfolge geändert.
-
-Einige Ausdrücke wurden in beiden Schreibweisen übernommen:
-
- ablauft (Seiten 37 und 62) und abläuft (Seiten 64, 102 und 135)
-
- besonderen (Seite 126) und besondern (Seite 12)
-
- Cibeben (Seiten 55 und 164) und Zibeben/Zibebe (Seiten 48, 52, 60,
- 71, 143, 167, 168, 177, 179 und 187)
-
- Cognac (Seite 50) und Cognak (Seite 41)
-
- Compote (Seiten 65, 66, 69, 143 und 232) und Compot (Seite 229)
-
- Eigelb (Seiten 17, 18, 183, 198 und 213) und Eiergelb (225fach)
-
- Eiweiß (13fach) und Eierweiß (169fach)
-
- fingerslange/-lang/-dick/-dicken/-breit/-breite(verschiedene Textstellen)
- und fingerlange/-lang/-dick/-dicken/-dicke/-dickes/-breit/-breiten
- (verschiedene Textstellen)
-
- Ganslebern/-leber (Seiten 63, 64, 85, 94, 116, 123, 126, 128 und 233)
- und Gänselebern/-leber (Seiten 63, 83, 84, 107 und 236)
-
- gesundesten (Seite 6) und gesündesten (Seite 217)
-
- Gluth (Seite 58) und Glut (Seite 153)
-
- jedes Mal (Seiten 4 und 205) und jedesmal (Seiten 1, 53 und 198)
-
- leztern (Seiten 5, 155 und 158) und lezteren (Seiten 7, 59 und 154)
-
- magern (Seiten 43, 44, 83 und 84 ) und mageren (Seite 74)
-
- Makkaroni/-pasteten/-pudding im Haupttext (verschiedene Seiten) und
- Maccaroni/-pastete/-pudding (Seite 236)
-
- Mandelbrod/-e (Seiten 147, 149 und 236) und Mandelnbrod
- (Seiten 189 und 190)
-
- Mandelteig (Seite 236) und Mandelnteig (Seiten 164 und 185)
-
- Muscazine (Seite 236) und Muskazine (Seite 191)
-
- Nudelkuchen (Seite 22) und Nudelnkuchen (Seite 61)
-
- Parmesankäs (13fach) und Parmesankäse (Seite 20)
-
- saubern (Seite 103) und sauberen (Seite 202)
-
- sauern (Seiten 2, 36, 65, 76 und 168) und sauren (50fach)
-
- stoßt (verschiedene Textstellen) und stößt (verschiedene Textstellen)
-
- Thymian (Seiten 83, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 112, 128, 131, 132,
- 201 und 216) und Thimian (Seiten 28, 29, 39 und 126)
-
- verlorenen (Seite 237) und verlornen (Seiten 70 und 228)
-
- Zitronat (Seite 49) und Citronat (32fach)
-
- 3mal/5mal (Seiten 56, 57, 77 und 135) und 3 Mal (Seiten 152 und 204)
- sowie an verschiedenen Textstellen als 2, 4 oder 15 Mal
-
-
-Folgende offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert:
-
- geändert wurde "und zu zernichten im Stande ist."
- in "und zu vernichten im Stande ist."
- (Seite 2)
-
- geändert wurde "Die Glasur des Töpfergeschirrs soll eine so"
- in "Die Glasur des Töpfergeschirres soll eine so"
- (Seite 2)
-
- geändert wurde "aber keinen Drathflechter (Drathbinder, Hafenbinder)
- zur Hand"
- in "aber keinen Drahtflechter (Drahtbinder, Hafenbinder)
- zur Hand"
- (Seite 3)
-
- geändert wurde "aber die Reinlichkeit u. a m. belehrt"
- in "aber die Reinlichkeit u. a. m. belehrt"
- (Seite 7)
-
- geändert wurde "Schaum halten; mit Saife, welche sich"
- in "Schaum halten; mit Seife, welche sich"
- (Seite 8)
-
- geändert wurde "Butter in ein Casserolle, röstet"
- in "Butter in eine Casserolle, röstet"
- (Seite 15)
-
- geändert wurde "den man auf dem Nudelbrett messerrückendick
- auswellt;"
- in "den man auf dem Nudelnbrett messerrückendick
- auswellt;"
- (Seite 16)
-
- geändert wurde "Sauerampfer und 2 Schalottenzwiebel zusammen recht"
- in "Sauerampfer und 2 Schalottenzwiebeln zusammen recht"
- (Seite 21)
-
- geändert wurde "Eiern ein Nudelteig gemacht und fein"
- in "Eiern ein Nudelnteig gemacht und fein"
- (Seite 22)
-
- geändert wurde "bestreicht es mit zerlassener Consommée."
- in "bestreicht es mit zerlassener Consommé."
- (Seite 29)
-
- geändert wurde "eine Mengung von Kappern, Oliven, Champignons und"
- in "eine Mengung von Kapern, Oliven, Champignons und"
- (Seite 31)
-
- geändert wurde "gekocht, wie bei Nro. 94, nur mit"
- in "gekocht, wie bei No. 94, nur mit"
- (Seite 34)
-
- geändert wurde "Mehl daran, etwas Mußkatnuß und Salz, richtet"
- in "Mehl daran, etwas Muskatnuß und Salz, richtet"
- (Seite 37)
-
- geändert wurde "legt man ein Stück Schweinfleisch dazu, röstet"
- in "legt man ein Stück Schweinefleisch dazu, röstet"
- (Seite 40)
-
- geändert wurde "oder Schweinfleisch dazu geben."
- in "oder Schweinefleisch dazu geben."
- (Seite 41)
-
- geändert wurde "331. Sauerkraut mit Hecht."
- in "131. Sauerkraut mit Hecht."
- (Seite 41)
-
- geändert wurde "schneidet die Streife ringsum davon und"
- in "schneidet die Streifen ringsum davon und"
- (Seite 46)
-
- geändert wurde "3 Löffel voll Aprikosen-Marmelade und 1 Schoppen"
- in "3 Löffel voll Aprikosenmarmelade und 1 Schoppen"
- (Seite 51)
-
- geändert wurde "2 Löffel voll Himbeer-Gelée darüber und eben"
- in "2 Löffel voll Himbeergelée darüber und eben"
- (Seite 52)
-
- geändert wurde "184. Nudelauflauf."
- in "184. Nudelnauflauf."
- (Seite 55)
-
- geändert wurde "259. Schweizerspeise."
- in "259. Schweizer Speise."
- (Seite 73)
-
- geändert wurde "Salz eingerieben, queerüber ein Schnitt"
- in "Salz eingerieben, querüber ein Schnitt"
- (Seite 86)
-
- geändert wurde "aus Speck, Schweinbrät, etwas fein gestoßenen"
- in "aus Speck, Schweinebrät, etwas fein gestoßenen"
- (Seite 97)
-
- geändert wurde "358. Schweinebratwürste."
- in "358. Schweinsbratwürste."
- (Seite 105)
-
- geändert wurde "374. Schweinsohren zu Erbsengemüs."
- in "374. Schweinsohren zu Erbsengemüse."
- (Seite 109)
-
- geändert wurde "schneidet das Hautige davon"
- in "schneidet das Häutige davon"
- (Seite 114)
-
- geändert wurde "Ein Auerhähn vom Schwarzwalde"
- in "Ein Auerhahn vom Schwarzwalde"
- (Seite 118)
-
- geändert wurde "haut man vornen den Lappen"
- in "haut man vorne den Lappen"
- (Seite 131)
-
- geändert wurde "von den Gräthen losmacht Man läßt ihn"
- in "von den Gräthen losmacht. Man läßt ihn"
- (Seite 140)
-
- geändert wurde "macht ei Schäufelchen glühend"
- in "macht ein Schäufelchen glühend"
- (Seite 146)
-
- geändert wurde "den Himbeerensaft dazu nebst einem Schoppen"
- in "den Himbeersaft dazu nebst einem Schoppen"
- (Seite 152)
-
- geändert wurde "bestreicht ein Aufzuglech mit Butter, thut"
- in "bestreicht ein Aufzugblech mit Butter, thut"
- (Seite 162)
-
- geändert wurde "Citronat und Pomeranzenschalen länglicht, läßt ein"
- in "Citronat und Pomeranzenschalen länglich, läßt ein"
- (Seite 162)
-
- geändert wurde "einem halben Schoppen dicken, sauren Wein, 4 ganzen
- Eiern, 2 Löffeln"
- in "einem halben Schoppen dicken, sauren Rahm, 4 ganzen
- Eiern, 2 Löffeln"
- (Seite 166)
-
- geändert wurde "Man kann das Citronenbrod zum Thee und zum Desert
- geben."
- in "Man kann das Citronenbrod zum Thee und zum Dessert
- geben."
- (Seite 171)
-
- geändert wurde "backt sie im Waffelneisen gelb und streut"
- in "backt sie im Waffeleisen gelb und streut"
- (Seite 186)
-
- geändert wurde "für 6 Kreuzer Kubeben und Kardamomen (fein gestoßen),
- ein Pfund"
- in "für 6 Kreuzer Kubeben und Cardamomen (fein gestoßen),
- ein Pfund"
- (Seite 187)
-
- geändert wurde "abgezogene Mandeln queer durch und mischt"
- in "abgezogene Mandeln quer durch und mischt"
- (Seite 193)
-
- geändert wurde "das Glas mit Zwetschen nun voll"
- in "das Glas mit Zwetschgen nun voll"
- (Seite 206)
-
- geändert wurde "große Zwetschen thut man in"
- in "große Zwetschgen thut man in"
- (Seite 206)
-
- geändert wurde "810. Prunellen zu dörren."
- in "810. Prünellen zu dörren."
- (Seite 218)
-
- geändert wurde "827. Kartoffelnbrod."
- in "827. Kartoffelbrod."
- (Seite 221)
-
- geändert wurde "Wienerspeise mit Aepfeln."
- in "Wiener Speise mit Aepfeln."
- (Seite 229)
-
- geändert wurde "Chokoladepudding auf feine Are"
- in "Chokoladepudding auf feine Art"
- (Seite 232)
-
- geändert wurde "Hagebuttencrême, 146
- Hagebuttenlatwerge, 207"
- in "Hagenbuttencrême, 146
- Hagenbuttenlatwerge, 207"
- (Seite 234)
-
- geändert wurde "Hutzelbrod, gewöhnliches, 187
- Hutzelbrod, Bozener, 187"
- in "Hutzelnbrod, gewöhnliches, 187
- Hutzelnbrod, Bozener, 187"
- (Seite 234)
-
- geändert wurde "Pistatientorte, 161"
- in "Pistazientorte, 161"
- (Seite 236)
-
- geändert wurde "~Saucen zum Ochsenfleisch~, 31
- Sauerkraut einzumachen, 205
- Sauerkraut mit Feldhühnern, 42"
- in "~Saucen zum Ochsenfleisch~, 31
- Sauerampfersuppe, 21
- Sauerkraut einzumachen, 205
- Sauerkraut mit Feldhühnern, 42"
- (Seite 237)
-
- geändert wurde "Trisanetschnitten, 173"
- in "Trisenetschnitten, 173"
- (Seite 238)
-
- geändert wurde "Whips, 215"
- in "Wips, 215"
- (Seite 239)
-
-
-
-
-
-End of the Project Gutenberg EBook of Neuestes Süddeutsches Kochbuch für
-alle Stände, by Viktorine Schiller
-
-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK NEUESTES SÜDDEUTSCHES ***
-
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-<title>The Project Gutenberg e-Book of Neuestes Süddeutsches Kochbuch für alle Stände.; Author: Viktorine Schiller.</title>
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-<pre>
-
-The Project Gutenberg EBook of Neuestes Süddeutsches Kochbuch für alle
-Stände, by Viktorine Schiller
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
-other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of
-the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
-www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have
-to check the laws of the country where you are located before using this ebook.
-
-Title: Neuestes Süddeutsches Kochbuch für alle Stände
-
-Author: Viktorine Schiller
-
-Release Date: August 22, 2016 [EBook #52879]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: ISO-8859-1
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK NEUESTES SÜDDEUTSCHES ***
-
-
-
-
-Produced by Iris Schröder-Gehring and the Online Distributed
-Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This file was
-produced from images generously made available by The
-Internet Archive)
-
-
-
-
-
-
-</pre>
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-
-
-
-
-<div class="center">
- <h1 class="martop1h"><span class="pagenum1"><a id="pageI"></a>Seite I</span><span class="fextra">Neuestes</span><br/>
- <span class="fextra1">Süddeutsches Kochbuch</span><br/>
- <em class="gesperrt">für alle Stände.</em></h1>
-
- <p class="fextra2 martop3 marbot2">Eine Sammlung</p>
-
- <p class="ftsize95">von mehr als achthundert in vierzigjähriger<br/>
- Erfahrung erprobter Rezepte der feinen und<br/>
- bürgerlichen Kochkunst,</p>
-
- <p class="martop2 ftsize85">herausgegeben</p>
-
- <p class="ftsize65 marbot3 martop3">von</p>
-
- <p class="fextra3">Viktorine Schiller.</p>
-
- <p class="fextra2 martop3">Stuttgart.</p>
-
- <p><em class="gesperrt">E. Schweizerbart'sche Verlagshandlung.</em></p>
-
- <p>1843.</p>
-</div>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum1"><a id="pageIII"></a>Seite III</span> Vorwort.</h2>
-
-
-<p>Von vielen Seiten bin ich aufgefordert worden, meine Erfahrungen in
-der <em class="gesperrt">feinern Kochkunst</em>, die ich mir in mehr als vierzigjähriger
-Praxis, sowohl bei Herrschaften als in großen Gasthöfen, in der
-<em class="gesperrt">Schweiz</em>, in <em class="gesperrt">München</em>, <em class="gesperrt">Augsburg</em>, <em class="gesperrt">Ulm</em>,
-<em class="gesperrt">Stuttgart</em>, <em class="gesperrt">Frankfurt a. M.</em>, <em class="gesperrt">Heidelberg</em>,
-<em class="gesperrt">Heilbronn</em> etc. gesammelt habe, durch den Druck bekannt zu machen;
-ich beschäftigte mich daher schon seit mehreren Jahren damit, und habe
-jezt die Freude, dem verehrlichen Publikum eine Sammlung Rezepte der
-schmackhaftesten Speisen etc. übergeben zu können.</p>
-
-<p>Alles, was ich hier beschrieben habe, ist hundert Mal durch mich selbst
-erprobt worden; stets habe ich darauf Rücksicht genommen, daß meine
-Speisen nichts der Gesundheit Nachtheiliges enthalten.</p>
-
-<p><span class="pagenum1"><a id="pageIV"></a>Seite IV</span> Ich habe mir zwar hauptsächlich die <em class="gesperrt">feinere</em> Kochkunst
-zur Aufgabe gewählt, doch ist die bürgerliche Küche keineswegs
-ausgeschlossen, so daß das Buch in jeder Haushaltung mit Nutzen
-gebraucht werden kann.</p>
-
-<p>Nicht durch unzweckmäßige Anhäufung von Rezepten, sondern durch gute
-Auswahl derselben soll sich dieses <em class="gesperrt">Süddeutsche Kochbuch</em> vor
-anderen auszeichnen.</p>
-
-<p class="bltext1">Viktorine Schiller.</p>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum"><a id="page1"></a>Seite 1</span> Vorkenntnisse.</h2>
-
-
-<h3>I. Kenntniß der Kochgeschirre.</h3>
-
-<p>Da man die Kochgeschirre nicht immer so, wie man wünscht, haben kann, so
-wird es nicht überflüssig erscheinen, wenn wir eine kurze Beschreibung
-derselben vorangehen lassen.</p>
-
-
-<h4>1) <em class="gesperrt">Verzinnte Kupfergeschirre.</em></h4>
-
-<p>Verzinnte Kupfergeschirre sind oft verfälscht und der Gesundheit
-nachtheilig. Diese erkennt man an der Farbe der Verzinnung, die stark
-ins Bläuliche spielt und matten Glanz hat. Man probirt sie durch Reiben
-mit einem Finger; wird dieser schwärzlich davon gefärbt, so ist der
-Verdacht auf falsche Verzinnung schon sehr gegründet. Am sichersten aber
-geht man zu Werke, wenn man Weinessig und Wasser zu gleichen Theilen in
-das Gefäß gießt und zum Sieden bringt. Sodann gebe man Acht, ob sich
-der Geruch ändert; ist dieß der Fall, so ist das erste Zeichen falscher
-Verzinnung vorhanden. Darauf wirft man ein wenig Salz hinein, wovon die
-Flüssigkeit trübe wird, wenn die Verzinnung unächt ist; gute Verzinnung
-behält ihren silberartigen Glanz bei und die Flüssigkeit bleibt hell.
-Siedet man endlich obige Mischung in dem Geschirre, so muß die Farbe
-eines eisernen Nagels, den man in dieselbe hält, unverändert bleiben,
-und die Flüssigkeit darf keinen Kupfergeschmack angenommen haben, wenn
-die Verzinnung ächt seyn soll. Gießt man dann die Flüssigkeit aus, so
-sieht eine gute Verzinnung wie neu aus.</p>
-
-<p>Bei dem Gebrauche der verzinnten Geschirre aber hat man stets
-darauf Bedacht zu nehmen, daß sich kein Grünspan ansezt, was von
-zurückgebliebener Feuchtigkeit beim Reinigen derselben, auch nur
-von hinzugekommener feuchter Luft leicht geschehen kann; daher ist
-es nothwendig, daß die Geschirre vor dem Gebrauche jedesmal sauber
-gereinigt werden.</p>
-
-
-<h4>2) <em class="gesperrt">Eiserne Kochgeschirre.</em></h4>
-
-<p>Eine andere Gattung von metallenen Kochgeschirren sind die
-<em class="gesperrt">eisernen</em>, die aber den verzinnten kupfernen weit nachstehen. Sie
-<span class="pagenum"><a id="page2"></a>Seite 2</span> setzen leicht Rost an, wenn nur die geringste Feuchtigkeit, ja
-nur feuchte Luft dazu kommt; in diesem Falle sind sie der Gesundheit
-nachtheilig und müssen mit dem größten Fleiße und großer Mühe wieder
-gereinigt werden.</p>
-
-<p>Ein anderer Nachtheil der Eisengeschirre ist der, daß manche Speisen
-darin die Farbe verlieren, daß z. B. sonst weiß aussehende Speisen eine
-schwärzliche Färbung annehmen. Dieses geschieht besonders bei sauern
-Speisen oder bei solchen, die aus dem Pflanzenreiche genommen sind.</p>
-
-<p>Zu bemerken ist ferner, daß die eisernen Geschirre kein so starkes Feuer
-wie die kupfernen aushalten, ohne zu springen.</p>
-
-
-<h4>3) <em class="gesperrt">Irdene Geschirre.</em></h4>
-
-<p>Die irdenen Geschirre (Töpfergeschirre) sind bei uns am meisten im
-Gebrauche, und man hält sie für die unschädlichsten.</p>
-
-<p>Das Irdengeschirr ist jedoch sehr verschieden, und fast überall hört man
-klagen, theils über die Schädlichkeit, theils über die Zerbrechlichkeit
-desselben.</p>
-
-<p>Eine geringe leichtauflösliche Glasur macht, daß das Irdengeschirr der
-Gesundheit sehr nachtheilig wird, und über kurz oder lang auch die
-derbste Natur, die beste Gesundheit zu untergraben und zu vernichten im
-Stande ist.</p>
-
-<p>Die Glasur des Töpfergeschirres soll eine so konsistente Masse seyn,
-daß sie nicht nur in sich, sondern auch mit dem Geschirre, welches sie
-überzieht, <em class="gesperrt">einen</em> Körper bildet und unauflöslich ist. In holzarmen
-Gegenden aber, welche hauptsächlich von dem Vorwurfe, schlechtes
-Töpfergeschirr zu produziren, betroffen werden, wird die Waare nicht
-gehörig gebrannt, sondern gleichsam nur gebacken. Zugleich werden häufig
-nur solche Glasuren angewendet, welche selbst bei geringerem Hitzegrade
-in Fluß gerathen, nachher aber einen, von jeder Säure auflöslichen, nur
-dem äußern Scheine nach glasartigen Körper bilden, der manchmal sogar
-in Blättchen abspringt und auf diese Weise sogar auf mechanischem Wege
-verletzend wirken kann. Diesem Uebelstande vorzubeugen oder abzuhelfen,
-ist auch kein anderes Mittel vorhanden, als daß die Polizeibehörden
-ein wachsames Auge darauf richten und den Verkauf und Gebrauch eines
-Geschirres, das erwiesenermaßen nachtheilig auf die Gesundheit einwirken
-kann, durchaus hemmen.</p>
-
-<p>Uebrigens kann man sich leicht von der Schädlichkeit der Töpferwaaren
-überzeugen, wenn man guten und scharfen Weinessig in einem derartigen
-Gefäße über Nacht stehen läßt, und der Essig beim Abgießen, statt
-seine natürliche Weinfarbe behalten zu haben, trüb und grau erscheint.
-Dieß wird bei schlecht glasirtem Geschirr noch mehr der Fall seyn,
-wenn man eine Hand voll Salz dazu thut, wie dieses Mittel auch schon
-oben bei Prüfung der Verzinnung der Kupfergeschirre empfohlen worden
-ist. Am sichersten aber führt folgendes Mittel zur Gewißheit von dem
-Vorhandenseyn eines schädlichen<span class="pagenum"><a id="page3"></a>Seite 3</span> Metalls in der Glasur: man nehme
-aus der Apotheke etwas Bleiprobe, gieße einige Tropfen davon in den
-über Nacht in dem glasirten Gefäße gestandenen Weinessig, worauf, wenn
-die Glasur wirklich schlecht ist, die Farbe des Essigs schwarz oder
-dunkelbraun wird. Bei gutgebrannten und gut glasirten Geschirren werden
-diese Proben nicht anschlagen und der Essig wird weder Farbe, noch
-Geruch, noch Geschmack ändern.</p>
-
-<p>Was die Zerbrechlichkeit des Irdengeschirres betrifft, so ist wohl das
-Beste, recht behutsam damit umzugehen. Auch das Einflechten desselben
-mit Draht hat wesentliche Vortheile, und die kleine Ausgabe, die es
-verursacht, wird reichlich durch die größere Dauerhaftigkeit des
-Geschirres ersezt. Wenn man aber keinen Drahtflechter (Drahtbinder,
-Hafenbinder) zur Hand hat, so nehme man seine Zuflucht zu andern
-Mitteln, seinem Irdengeschirre größere Dauerhaftigkeit zu geben, z. B.
-man überstreiche mit einem Pinsel das Geschirr einige Male mit dünnem
-Lehm, und wenn der Lehm trocken ist, mit Leinöl oder mit Eiweiß. Dieser
-Ueberzug erhält am Feuer eine ungemeine Härte.</p>
-
-<p>Ehe man aber ein neues irdenes Kochgeschirr gebraucht, mit Draht
-einflechten läßt, oder ihm den Lehmüberzug gibt, ist nothwendig, ihm
-zuvor den erdigen Geschmack zu nehmen, weil sonst die ersten Speisen,
-die darin gekocht werden, ungenießbar wären. Man lege es nämlich einen
-Tag lang in frisches Wasser und koche es dann bei gelindem Feuer aus.</p>
-
-<p>Diejenigen irdenen Gefäße, welche am meisten zum Dämpfen und Braten
-gebraucht werden, lassen sich am leichtesten reinigen, wenn man sie,
-noch warm, mit eichenen oder buchenen Sägespähnen (Sägmehl), oder, in
-Ermangelung derselben, mit Waizenkleie ausreibt.</p>
-
-<p>Es ist oben gesagt, daß holzarme Gegenden das schlechteste Irdengeschirr
-liefern, weil das gehörige Brennen desselben zu viel Holz erfordere
-und das Geschirr zu sehr vertheuere. Die Töpfer in solchen Gegenden
-nehmen daher leichtflüssige Glasur und brennen ihre Waare schlecht,
-damit sie dieselbe doch zu dem verlangten wohlfeilen Preise abgeben
-können. Wer aber <em class="gesperrt">gutes</em> Töpfergeschirr haben will, darf nicht vom
-wohlfeilsten nehmen. Die Mehrausgabe wird durch die Dauerhaftigkeit und
-Unschädlichkeit des Geschirres wieder gut eingebracht.</p>
-
-<p>Eine andere Gattung irdenen Geschirres ist das sogenannte</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Steingut</em>,</p>
-
-<p>welches sich seiner Dauerhaftigkeit und Reinlichkeit wegen besonders
-empfiehlt. Da es von Säuren nicht im mindesten angegriffen wird, auch
-bei gehöriger Reinlichkeit nichts von scharfen Substanzen sich ansetzen
-kann, so taugt das Steingut vor allen anderen Gefäßen gut zum Ansetzen
-und Aufbewahren des Essigs, so wie zum Aufbewahren von Milch und Butter.
-Bevor man aber ein Steingutgefäß zum Kochen verwendet, ist nothwendig,
-daß man Milch darin siedet, was<span class="pagenum"><a id="page4"></a>Seite 4</span> auch sehr zur Vermehrung der
-Dauerhaftigkeit desselben beiträgt; außerdem würde es nur zum kalten
-Gebrauche taugen.</p>
-
-
-<h3>II. Von der Reinerhaltung der Küchengeschirre.</h3>
-
-<p>Wenn metallene Geschirre nicht äußerst rein gehalten werden, so sind
-sie der Gesundheit schädlich; es ist deßwegen bei der Behandlung und
-Reinigung derselben die äußerste Vorsicht nothwendig. Es wird daher
-nicht als überflüssig erscheinen, wenn hier einige allgemeine Regeln in
-dieser Beziehung aufgestellt werden.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Vor und nach dem Gebrauche müssen jedes Mal die Gefäße gereinigt
-werden.</em> Z. B. wenn in einem metallenen Mörser Etwas gestoßen wird,
-so wische man ihn vor und nach dem Gebrauche sauber aus.</p>
-
-<p>In metallenen Gefäßen darf man nie Speisen von einer Mahlzeit zur
-andern, am wenigsten aber über Nacht stehen lassen, und nie in zinnernen
-Schüsseln Speisen aufwärmen.</p>
-
-<p>In wohlverzinnten Kupfergeschirren kann man jedoch ohne Bedenken
-besonders solche Speisen zubereiten, welche stark kochen müssen und
-viel Flüssigkeit zum Auskochen brauchen. Sollte sich aber bei aller
-Behutsamkeit doch etwas am Boden ansetzen, so darf man es ja nicht
-loskratzen, um es zu essen oder mit dem übrigen Gerüchte auf den Tisch
-zu bringen; wenn dieß bei einigen Speisen nicht gerade schädlich ist, so
-gibt es doch manche andere, welche das Metall angreifen, und dem, der
-den Ansatz auf dem Boden des Gefäßes genießt, gefährlich werden. Bei
-solchen verzinnten Gefäßen muß überhaupt fleißig nachgesehen werden, ob
-nicht durch den öftern Gebrauch oder durch das Reinigen hin und wieder
-etwas Zinn losgerissen sey, ob die Verzinnung nicht Ritze bekommen habe,
-so daß das Kupfer durchscheint. Solche verdorbene Verzinnung wäre sofort
-alsbald ausbessern zu lassen.</p>
-
-
-<h3>III. Von der Kenntniß der Materialien zu den Speisen, der Zeit ihrer
-Anschaffung und Benützung und von ihrer Güte und Beschaffenheit.</h3>
-
-<p>Wir würden bei der besten Zubereitung unserer Speisen den Zweck
-verfehlen, wenn wir nicht Sorgfalt trügen, alle Speisebedürfnisse
-in größtmöglicher Güte zu erhalten, oder sie zu rechter Zeit
-herbeizuschaffen und zu benützen, weil wenige das ganze Jahr hindurch
-in gleichem Preise und in gleicher Menge zu haben sind; wollen wir aber
-unsere Pflicht ganz erfüllen, so müssen wir auch noch auf ihren Einfluß
-auf die menschliche Gesundheit Rücksicht nehmen, und unsere Küchenzettel
-darnach ordnen. Endlich müssen wir auch unsere Aufmerksamkeit darauf
-wenden, daß wir alle der Gesundheit nachtheilige Ingredienzen vermeiden
-und die giftigen Mittel von den guten Lebensmitteln auf den ersten Blick
-unterscheiden lernen.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="page5"></a>Seite 5</span> Das Meiste, was wir in unsern Küchen gebrauchen, ist Fleisch
-zahmer Thiere, worunter das Ochsenfleisch das erste ist, weil es am
-häufigsten auf den Tisch gebracht wird oder werden kann. Es ist das
-ganze Jahr hindurch von gleicher Güte, und sein Werth hängt blos von dem
-Alter des Thiers und von dem Futter ab. Junges Rindfleisch hat einen
-sehr großen Vorzug vor dem alten; denn, obgleich die Brühe vom leztern
-am schmackhaftesten ist, so bleibt doch das Fleisch zäh, unschmackhaft
-und unverdaulich. Das Fleisch von einem jungen Ochsen hat frische Röthe,
-das Fett ist weiß und die Fasern sind zart; bei einem alten Ochsen ist
-das Fleisch von einer matten Farbe, so daß es beinahe ins Bläuliche
-fällt, und das Fett ist gelb. Das Rindfleisch ist an sich gesund und
-nahrhaft, besonders wegen der kräftigen Brühe, welche es gibt; wenn man
-es aber zu häufig genießt, beschwert es den Magen. Hartes und altes
-Fleisch ist unverdaulich.</p>
-
-<p>Es ist bekannt, daß das Kalbfleisch eine nahrhafte und gesunde Speise
-ist, deren Genuß selbst den meisten Kranken erlaubt wird, und sollte es
-auch Fälle geben, in welchen ihnen der Arzt eine zu schnell nährende
-Kost untersagen müßte, so verbietet er ihnen doch schwerlich die
-Brühe davon, welche von Kranken und Gesunden gerne genossen wird.
-Das Kalbfleisch muß schön weiß und die Nieren müssen recht mit Fett
-bewachsen seyn, sonst ist es ein Zeichen, daß das Kalb zu bald von der
-Mutter weggenommen wurde; das Fleisch ist dann roth, unappetitlich und
-unschmackhaft.</p>
-
-<p>Beim Hammelfleisch macht nicht nur das Alter und das Geschlecht,
-sondern auch die Jahreszeit, in der es geschlachtet wird, einen großen
-Unterschied. Nicht das ganze Jahr hindurch ist dieses Fleisch genießbar
-und schmackhaft, sondern die beste Schlachtzeit währt nur von Johannis
-bis in den Spätherbst; zu anderer Zeit ist das Fleisch gewöhnlich mager
-und zäh, so wie es auch immer von alten Thieren zu seyn pflegt. Gutes
-Hammelfleisch muß fett und von frischer Fleischfarbe seyn, und muß
-sich, wenn man es zwischen den Fingern drückt, weich anfühlen. Wenn
-das Fleisch von einem jungen Thiere gekocht ist, so kann es wohl, ohne
-Nachtheil für die Gesundheit, genossen werden; ist es aber alt und zäh,
-so ist es höchst unverdaulich, und man muß es, ehe man es kocht, wie ein
-großes Stück Rindfleisch, recht durchklopfen.</p>
-
-<p>Von Wildbret kann nicht viel gesagt werden, indem man es an manchen
-Orten selten bekommen kann. Viele ziehen das Rehfleisch dem andern
-Wildbret vor, weil es allzeit mürber und milder ist; auch kann man es
-beinahe das ganze Jahr hindurch haben. Je jünger das Wildbret ist, desto
-delikater ist sein Fleisch, sowie man auch bei allen Arten das weibliche
-dem männlichen vorzieht, weil es durchaus von zärterer Beschaffenheit
-ist; nur in der Brunstzeit, welche im September anfängt und bis Ende
-Oktober (jedoch nicht bei allem Wild) dauert, ist das Wildbret mager und
-unschmackhaft, und sollte ohne Noth nicht genossen werden. Sonst zählt
-man das <span class="pagenum"><a id="page6"></a>Seite 6</span> Wildbret zu den gesundesten Speisen; denn es wird, ohne
-Speck bei seiner Zubereitung anzuwenden, auch Kranken zu essen erlaubt.</p>
-
-
-<h3>IV. Von Giften, die in der Küche vorkommen.</h3>
-
-<p>Unter der allgemeinen Benennung &#8222;<em class="gesperrt">Gift</em>&#8220; wird Alles verstanden, was
-der Gesundheit nachtheilig ist und bei öfterem Genusse oft unheilbare
-Krankheiten nach sich zieht. Darum ist oben, bei Beschreibung der
-Kochgeschirre, schon angemerkt worden, daß sich in den kupfernen Gefäßen
-bei feuchter Luft gerne an den Fugen oder am Boden Grünspan ansezt, und
-wenn in einem solchen Geschirre gekocht würde, die schlimmsten Folgen
-daraus entstehen könnten. Auch die zinnernen Geschirre können uns sehr
-schädlich werden, weil das Zinn mehr oder weniger Arsenik enthält;
-lassen wir saure Speisen: Salat, Eier, fette Brühe u. dgl. in zinnernen
-Gefäßen stehen, so werden wir finden, daß das Zinn von sauren Sachen
-blaue Flecken bekommt, von Eiern und Salz hingegen schwarze Flecken
-entstehen; ein Beweis, daß etwas von seinen Theilen aufgelöst und in die
-Speisen übergegangen ist. Alle Feuchtigkeiten, Säuren und Honig lösen
-mit der Zeit das Zinn auf, und wäre in diesem auch kein Arsenik, so ist
-doch das Blei, mit dem das Zinn häufig vermischt ist, schon nachtheilig
-genug. Dieses Metall bewirkt Verstopfungen des Leibes, Lähmung und
-Auszehrung. In geringer Menge in den Körper gebracht, verursacht es
-wenigstens Magendrücken und Unverdaulichkeit.</p>
-
-<p>Insofern nur Blei und andere Metalle zur Glasur der irdenen
-Kochgeschirre angewendet werden, sind auch diese der Gesundheit
-schädlich, wenn man nämlich Milch und saure Sachen so lange darin
-aufbewahrt, daß sich die Glasur auflösen kann.</p>
-
-<p>Muß man also beim Gebrauche der Küchengeschirre, um Gift zu vermeiden,
-äußerst vorsichtig seyn, so ist dieses bei den Materialien zu den
-Speisen selbst um so dringender zu empfehlen.</p>
-
-<p>Das Fleisch und die Milch von krankem Vieh, ranziger Speck, ranzige
-Mandeln und ranzige Oele, verdorbene Eier und Barbenrogen wirken als
-heftige Gifte. Gleiche Vorsicht ist auch bei allen Arten von Schwämmen
-anzuwenden, weil sich leicht giftige darunter befinden können, deren
-Unterscheidung von den guten nicht so leicht ist. Ein Schwamm ist immer
-verdächtig, wenn er eine bläuliche Farbe hat, oder überhaupt bunt und
-hochgestielt ist. Zur Vorsicht muß man während des Kochens der Schwämme
-eine weiße Zwiebel beilegen; wird diese schwarz, so ist es Zeit, das
-Geschirr sammt dem Inhalte wegzuwerfen, weil dann gewiß giftige Schwämme
-untermengt sind. Ebenso können schädliche Samen unter den Linsen und
-andern Kernen und Früchten seyn, weßwegen sie sorgsam ausgeklaubt
-(ausgelesen) werden müssen.</p>
-
-<p>Im Pflanzenreiche finden wir noch eine Menge giftiger Stoffe, worunter
-sich der <em class="gesperrt">Schierling</em> vorzüglich auszeichnet. Der <em class="gesperrt">große,
-wohlgefleckte, gemeine Garten-Schierling</em> (<span class="antiqua">Conium</span> <span class="pagenum"><a id="page7"></a>Seite 7</span>
-<span class="antiqua">maculatum</span>), den man auch Hundspetersilie nennt, blüht im Juli
-und August; seine Wurzel ist von mittlerer Dicke, runzlich, und von
-Geruch der Pastinakwurzel ähnlich; daher hat man traurige Beispiele,
-daß dieser Schierling zu Speisen genommen worden ist. Man unterscheidet
-den Schierling von der Petersilie durch den Geruch; auch sind der
-lezteren Blätter viel feiner und spitziger eingeschnitten, dunkler grün
-als die Blätter des Schierlings, und die Samengipfel sind zahlreicher
-und größer. Durch gleiche Merkmale unterscheidet er sich auch vom
-Körbel. Um seine Wurzel nicht für Pastinak anzusehen und zu nehmen,
-müssen wir bemerken, daß der Pastinak einen weißen Saft, eine reichere
-und dickere Wurzel hat, die auch weniger in Aeste getheilt ist. Der
-<em class="gesperrt">kleine Schierling</em> oder <em class="gesperrt">die Gartengleisse</em> (<span class="antiqua">Aethusa
-Cynapium</span>) ist noch schwerer von der Petersilie zu unterscheiden;
-das Auge des Unerfahrenen wird, besonders wenn die Pflanze noch jung
-und am gefährlichsten ist, sehr leicht getäuscht, und man muß die
-Nase zu Hülfe nehmen, um Gleisse und Petersilie zu unterscheiden. Bei
-genauer Beobachtung merkt man jedoch unter den Stielen der Blumen 3
-lange spitzige Blättchen, welche wie ein Bart hinabhängen, was bei
-der Petersilie nicht der Fall ist. Dieses sind neben dem Geruche die
-sichersten Kennzeichen, die Pflanzen von der Petersilie und andern
-Gewürzkräutern zu unterscheiden. Beide Schierlingsarten sind höchst
-schädlich, ja tödtlich, und gehören unter diejenigen Gifte, die scharf
-und betäubend zugleich sind.</p>
-
-<p>Noch ist zu bemerken, daß man ja bei Gemüsen, ehe man sie zum Feuer
-bringt, im Klauben (Lesen) und Waschen äußerst vorsichtig seyn muß,
-besonders des Mehlthaues wegen, der öfters auf den Blättern liegt und
-der Gesundheit sehr nachtheilig werden kann. Ebenso kann ein Stückchen
-Kalk, welcher von der Wand herab in das Kochgeschirr unversehens kömmt,
-oft heftige Krankheiten verursachen.</p>
-
-
-<h3>V. Vom Holz und Wasser.</h3>
-
-<p>Man könnte glauben, es wäre ganz gleichgültig, was für Holz und Wasser
-beim Kochen gebraucht wird; aber die Reinlichkeit u. a. m. belehrt eines
-Andern. Wenn wir zu einem Spießbraten Feuer von weichem Holze machten,
-so würde der Braten sammt der Sauce von den abgesprungenen Kohlen nicht
-nur unappetitlich aussehen, sondern auch nicht so leicht ausgebraten
-werden, weil hartes Holz immer ein langsameres, aber stärkeres Feuer
-gibt. Zum Heizen der Bratöfen kommt aber nicht so viel darauf an; doch
-ist immer zu bemerken, daß weiches Holz ein geschwindes und helles,
-hartes ein gelinderes, aber doch mehr Hitze machendes Feuer gibt.</p>
-
-<p>So müssen wir auch den Unterschied im <em class="gesperrt">Wasser</em> bemerken, weil es
-auch in <em class="gesperrt">weiches</em> und <em class="gesperrt">hartes</em> eingetheilt wird. Zu trockenen
-Hülsenfrüchten, wie auch zu trockenen Fischen, darf durchaus kein hartes
-Wasser genommen werden; sie würden beide, auch bei anhaltendem Kochen,
-nicht weich werden. Zum Waschen des Fleisches <span class="pagenum"><a id="page8"></a>Seite 8</span> und der Gemüse
-ist es aber gleichgültig, ob das Wasser hart oder weich ist. So kocht
-sich auch das Fleisch in Wasser, das zu viel Salpetertheilchen enthält,
-roth, und dieses Wasser ist es vorzüglich, welches auch am wenigsten zum
-Kochen der Hülsenfrüchte taugt.</p>
-
-<p>Eine ganz einfache Probe des Wassers besteht darin, daß man in eine
-jede Art desselben ein Läppchen von Leinwand taucht; dasjenige, welches
-das weiche Wasser in sich gezogen hat, wird geschwinder trocken als
-dasjenige, welches mit dem harten Wasser befeuchtet wurde. Gutes Wasser
-muß klar, ohne Geruch und Geschmack, auch leicht am Gewicht seyn und,
-wenn man es schüttelt, stark Perlen werfen, aber keinen Schaum halten;
-mit Seife, welche sich leicht darin auflöst, muß es stark schäumen;
-sollte man aber an seinem Wohnorte modriges oder unreines Wasser haben,
-so kann man ihm in etwas zu Hülfe kommen, wenn man zu verschiedenen
-Malen glühendes Eisen darin ablöscht. Noch geschwinder erreicht man aber
-seinen Zweck, wenn man Vitriolspiritus in das Wasser tröpfelt, oder,
-wenn man diesen nicht bei der Hand hat, ein Glas voll Branntwein in das
-Wasser gießt, welcher dann das Unreine unverzüglich zu Boden schlägt.</p>
-
-
-<h3>VI. Von dem Kochen.</h3>
-
-<p>Eigentlich kann man das Kochen in zwei Grade eintheilen: der erste
-heißt Sieden, der andere Kochen. Bei dem ersten dürfen die Speisen nur
-langsam aufwallen; bei dem Kochen aber müssen sie anhaltend im Sieden
-erhalten werden, je nachdem die Speisen beschaffen sind. Sieden dürfen
-aber nur diejenigen Speisen, welche Flüchtiges und Geistiges enthalten,
-es mögen nun Flüssigkeiten, als Wein, Bier u. dgl., oder Speisen aus
-dem Pflanzenreiche seyn, die sich durch einen gewürzhaften Geschmack
-auszeichnen. Sieden müssen auch jene, welche sich leicht durch Wärme
-auflösen; kochen muß hingegen Alles, was aus mehr festen Bestandtheilen
-zusammengesezt ist, die entweder so trocken sind, daß sie Zeit brauchen,
-Feuchtigkeit genug in sich zu saugen, oder die so zäh sind, daß sie
-durch eine anhaltende Hitze allein mürbe gemacht werden können. Man
-muß immer sorgfältig auf den Unterschied des Wassers Rücksicht nehmen,
-da die Speisen bei hartem Wasser auch längere Zeit brauchen, um mürbe
-zu werden; während dagegen die grünen Gemüse ihre Farben in Brühen von
-hartem Wasser viel vollkommener beibehalten. Es ist aber auch nicht
-einerlei, ob wir die Speisen mit kaltem oder mit warmem Wasser zum
-Feuer bringen. Haben wir altes zähes Fleisch, so muß es früh mit kaltem
-Wasser zugesezt, bei gelindem Feuer langsam zum Kochen gebracht und
-die Hitze erst nach und nach erhöht werden. Bei diesem Verfahren wird
-die Brühe kräftiger und schmackhafter als das Fleisch selbst befunden
-werden. Will man hingegen die besten Säfte in dem Fleische behalten und
-dennoch eine gute Brühe haben, so ist dem langsamen Kochen vorzuziehen,
-wenn man das nicht gar zu alte Fleisch mit heißem Wasser zusezt und ihm
-dann bald einen starken <span class="pagenum"><a id="page9"></a>Seite 9</span> Grad von Hitze gibt. Junge Thiere, die
-an sich schon zartes Fleisch haben, läßt man, nachdem sie blanchirt
-oder mit heißem Wasser eine halbe Viertelstunde lang gekocht haben,
-auf ganz gelindem Feuer langsam kochen. Grüne Gartenwächse darf man
-durchaus nicht mit kaltem Wasser zum Feuer setzen und sie nach und nach
-zum Sieden bringen, wenn sie nicht ohne Kraft und gutes Ansehen auf den
-Tisch kommen sollen; vielmehr muß man sie mit siedendem Wasser anbrühen
-und unverzüglich zum Kochen bringen, auch immer in vollkommenem Sude
-erhalten; daher man auch beim Einkochen kein kaltes, sondern immer
-warmes Wasser nachgießen muß.</p>
-
-<p>Ganz anders verhält es sich mit den Hülsenfrüchten. Diese würden bei
-einem solchen Verfahren nimmermehr weich werden, und sie müssen eben
-deßwegen mit kaltem Wasser zum Feuer gebracht werden. Zwar pflegen
-Einige das erste Wasser abzugießen, sobald die Hülsenfrüchte zu sieden
-angefangen haben, und füllen anderes heißes Wasser darauf, welches das
-Weichwerden aber im geringsten nicht hindert. Man sucht ihnen durch
-diese Behandlung die Eigenschaft, Blähungen zu verursachen, zu benehmen.
-Andere wässern die Früchte, zur Beförderung des Kochens, eine Nacht über
-ein, wodurch sie aber viel an ihrem eigentlichen Geschmacke verlieren.</p>
-
-<p>Grüne Gartengemüse muß man, sobald sie zum Feuer gesezt werden, salzen;
-sie behalten dann ihre grüne Farbe besser, und nehmen nicht so leicht
-ein blasses Aussehen an.</p>
-
-<p>Noch eine Hauptsache beim Kochen ist die, daß das Feuer immer in einem
-gleichen Grade unterhalten wird, wie auch, daß nichts überläuft oder
-zu stark einkocht, oder eben durch Lezteres gar am Geschirre abhängt.
-Man muß darauf sehen, daß die Speisen durch das Kochen zur verlangten
-Zeit weich und ausgekocht genug sind; denn bleiben sie zu hart, so
-möchte sich unser Magen schlecht dabei befinden, so wie sie auch
-auf Augen und Gaumen keinen angenehmen Eindruck machen möchten. Die
-Speisen im Gegentheil, die zu weich geworden sind, so daß man sie mit
-der Gabel allein tranchiren kann, sind eben so wenig angenehm. Will
-man die Speisen schmackhaft kochen, so muß man sich auf dem Wege der
-Erfahrung damit bekannt machen, wie viel Zeit wohl jede Gattung von
-Fleisch, Fischen, Gemüsen etc. zum Weichkochen braucht, damit man sie
-weder zu früh, noch zu spät zum Feuer bringe. Doch kommt es auch bei
-manchen Speisen nicht auf die Dauer des Kochens, sondern oft auch auf
-andere Umstände an, so macht z. B. hartes oder weiches Wasser einen
-wesentlichen Unterschied, noch mehr aber die Art und Weise des Kochens.
-Manche Speisen verlangen Brühe vollauf, andere werden hingegen mit
-wenig Feuchtigkeit gedämpft; einige darf man im heißen Wasser nur
-anziehen lassen, andere müssen zugedeckt oft Stunden lang kochen. Was
-sich gern an das Geschirr anlegt, pflegt man in großen Küchen in ein
-verschlossenes Gefäße, in einen Kessel mit siedendem Wasser, zu setzen
-und darin zum Kochen zu bringen. Diese Vorrichtung nennt man in der
-Kochkunst ein <em class="gesperrt">Marienbad</em>. <span class="pagenum"><a id="page10"></a>Seite 10</span> Man erreicht durch diese
-Methode nicht nur den Zweck, daß die Speisen nicht anbrennen können,
-sondern es werden auch dadurch sehr kräftige Brühen erhalten, indem alle
-Säfte beisammen bleiben, und nichts verflüchtigt. Ueberhaupt besteht die
-ganze Kochkunst oder das Wesen derselben darin, daß man allen Speisen
-die gehörige Weiche verschaffe, sie aber auch für den Gaumen angenehm
-und dabei der Gesundheit zuträglich mache und bereite.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Das Essen macht gewiß den wichtigsten Theil
-menschlichen Lebens aus, ja den nothwendigsten; denn der Arme wie
-der Reiche muß essen, folglich kochen; warum hat man noch keine
-Kochschulen, Kochinstitute, Kochereien oder wie man es nennen will,
-angelegt, wo junge Leute männlichen und weiblichen Geschlechts
-wirklich gut, zweckmäßig und nach verschiedenen Landesarten vom
-Grunde aus kochen lernen können, nicht allein um gute und brauchbare,
-wirklich dienende Köchinnen und Köche zu bilden, sondern auch
-Frauenzimmern aller Stände diese edle Kunst gründlich beizubringen?</p>
-
-
-<h3>VII. Von den Zuthaten und vom Schmälzen.</h3>
-
-<p>Die schicklichsten Zuthaten sind <em class="gesperrt">Salze</em>, <em class="gesperrt">Butter</em>,
-<em class="gesperrt">Gewürze</em>, <em class="gesperrt">Zucker</em> und <em class="gesperrt">Gewürzkräuter</em>.</p>
-
-<p>Von den <em class="gesperrt">Salzen</em> hier nur einige allgemeine Regeln. Z. B.
-Fleischspeisen erfordern das meiste Salz, und wenn je irgendwo ein
-Uebermaß erlaubt ist, so ist es hier; denn nichts ist gleichsam
-ekelhafter und der Gesundheit nachtheiliger, als zu wenig gesalzene
-Fleischspeisen. Wildbret erfordert wieder weniger Salz, und unter diesem
-muß wieder fettes Fleisch am meisten gesalzen werden, wenn es nicht
-widerlich schmecken und der Gesundheit nachtheilig seyn soll. Da das
-Salz beim Kochen die Erhitzung des Wassers vermehrt, indem lezteres
-dadurch dicker wird und die fetten Theile demnach mehr auflöst, so
-verliert auch mancher Gegenstand durch zu langes Kochen in zu stark
-gesalzenem Wasser seine beste Kraft. Es wäre gut, wenn wir unsere
-Speisen zweimal salzten, ein Mal um die erste Absicht zu erreichen,
-d. h. um die Hitze des Wassers zu vermehren und zugleich die Auflösung
-gehörig zu befördern, das andere Mal kurz vor dem Anrichten als Würze,
-um den Wohlgeschmack zu erhöhen; nur müßte man dabei bedenken, daß durch
-zu starkes Salzen derselbe, statt verbessert, ganz verdorben werden kann.</p>
-
-<p>Beim Abschöpfen des Fettes von dem Fleische und den Speisen muß man sich
-vorzüglich bemühen, dabei das rechte Maß zu treffen. So unschmackhaft
-eine Speise ist, welcher es am gehörigen Fette (Butter) fehlt, so
-ekelhaft ist dagegen eine andere, die damit überladen ist, besonders
-aber dann, wenn die Butter nur frisch daran gethan wird und keine
-gehörige Verdämpfung und einige Mischung Statt findet.</p>
-
-<p>Gleiche Bewandtnis hat es auch mit dem <em class="gesperrt">Essig</em>. Wenn man Fleisch
-mit Essig durchdämpfen will, so kann man nicht sparsam damit umgehen,
-sondern man muß ihn so zeitig daran gießen, daß er das Fleisch ganz
-durchdringen kann; soll aber blos eine Sauce damit sauer gemacht werden,
-so ist er sparsamer und später daran zu gießen, <span class="pagenum"><a id="page11"></a>Seite 11</span> weil er durch
-das Kochen zu sehr verdämpfen und die Sauce weniger pikant werden würde,
-wenn man nicht wieder nachgöße, was aber eine Art von Verschwendung
-wäre, da man ja mit weniger dasselbe ausrichten kann. Es ist also hier
-wieder die Bemerkung, die bei dem Salzen schon gemacht worden, nöthig,
-nämlich anfangs nur die Hälfte des zu verwendenden Essigs zu nehmen und
-einige Zeit vor dem Anrichten den übrigen nachzugießen.</p>
-
-<p>Eben dieses muß auch bei Anwendung der Gewürze beobachtet werden: sie
-sind nämlich erst kurz vor dem Anrichten zu den Speisen zu bringen, wenn
-es die Vorschrift nicht gerade anders erfordert. Der Fall, daß man die
-Gewürze gleich zu Anfang der Zubereitung an die Speisen thut, tritt bei
-dem Fleische ein, wenn man es mit kaltem Wasser zusezt; dadurch zieht
-sich die Kraft der Gewürze, sowie sie sich auflösen, in das Fleisch.
-Die Geschirre, worin man gewürzte Speisen kocht, müssen sorgfältig
-zugedeckt erhalten werden, damit durch die Verdünstung nicht das
-Wesentliche verloren gehe. So unentbehrlich indessen das Gewürz an den
-Speisen ist, da es dieselben leichter verdaulich, folglich auch gesünder
-macht, so muß man doch immer sparsam damit umgehen. Zu viele Gewürze
-verursachen in manchem Körper unangenehme Wirkungen: das Blut geräth
-in stärkere Bewegung; man fühlt mehr Hitze, schläft unruhig, und wird
-mit der Zeit oft kränklich und hinfällig. Um nun verdauen zu können,
-müssen alsdann die Speisen mit Gewürzen aller Art gleichsam überladen
-werden. Auch werden die Speisen durch zu viele Gewürze nichts weniger
-als schmackhaft; denn der ihnen eigenthümliche Geschmack wird dadurch
-gänzlich verdrängt. Liebt man aber ja den Geschmack der Gewürze so sehr,
-daß man ihn nicht entbehren kann, so haben wir unschädliche Gattungen
-derselben in unsern Gärten genug.</p>
-
-
-<h3>VIII. Von Gewicht und Maas.</h3>
-
-<p>Gewicht und Maas betreffend, so habe ich bei meinen Rezepten das
-bairische Gewicht und die bairische Schenkmaas angenommen, nämlich:</p>
-
-<table border="0" cellpadding="2" summary="Gewichte und Maas">
-<colgroup>
- <col width="50%"/>
- <col width="5%"/>
- <col width="5%"/>
- <col width="40%"/>
-</colgroup>
-<tr>
- <td colspan="4">das bairische Pfund ist <sup>9</sup>/<sub>8</sub> des alten augsburger oder schwäbischen,
- oder = 36 Loth württembergisch.</td>
-</tr>
-<tr>
- <td>1 Quart = <sup>1</sup>/<sub>4</sub> Maas.</td>
- <td colspan="3">&nbsp;</td>
-</tr>
-<tr>
- <td>1 Maas bairisch ist = etwa 3 Schoppen</td>
- <td class="borright1 bortop1">&nbsp;</td>
- <td rowspan="3">&nbsp;</td>
- <td rowspan="3">württembergisch.</td>
-</tr>
-<tr>
- <td>1 Seidel = 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Schoppen</td>
- <td class="borright1"> &nbsp;</td>
-</tr>
-<tr>
- <td>1 Bouteille = <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Maas oder 2 Schoppen</td>
- <td class="borright1 borbot1">&nbsp;</td>
-</tr>
-</table>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum"><a id="page12"></a>Seite 12</span> Suppen.</h2>
-
-
-<h3>1. Gewöhnliche Fleischbrühe.</h3>
-
-<p>Bereitet man blos aus Rind- oder Ochsenfleisch, Wasser und ein wenig
-Salz eine Fleischbrühe durch mehrstündiges Kochen, so ist dieses
-<em class="gesperrt">einfache</em> oder <em class="gesperrt">gemeine Fleischbrühe</em>, wie sie in der Folge
-genannt werden wird.</p>
-
-<p>In größeren Küchen, an Höfen, in Gasthäusern und bei größeren Familien
-fällt vom Geflügel Vieles ab, welches man reinlich abpuzt, mit einem
-Faden zusammenbindet und entweder mit dem Fleisch kocht, oder in einem
-eigenen Topfe, in welche einfache Brühe abgegossen worden, mitkochen
-läßt; man legt auch wohl ein Stück Schinken, einen Kalbsknoten und
-andere reinliche Knochen, welche vom Braten übrig geblieben sind, bei,
-und kocht dieses immer mit dem Ochsenfleisch. Eine Köchin, welche sich
-einen solchen Bouillontopf mit Ordnung und Reinlichkeit zuzurichten weiß
-und hält, wird großes Lob davon tragen, besonders aber wird sie sehr
-delikate Gemüse damit zubereiten können. Eine jede solche Fleischbrühe
-nennt man eine <em class="gesperrt">gemischte Fleischbrühe</em>.</p>
-
-<p>Sehr viele Menschen lieben auch den Geschmack einiger mit dem Fleische
-gekochten Gemüse und vorzüglich der sogenannten Küchenwurzeln;
-darunter versteht man gelbe Rüben, kleine Rüben (bairische Rüben),
-Zwiebel, Schneidzwiebelröhren, Boragen, Sellerie, Petersilie, Wirsing
-und Lorbeerblätter; auch Pfeffer und Ingwer im ungestoßenen Zustande
-werden ebenfalls bei Bereitung einer kräftigen Fleischbrühe als Gewürze
-angewendet. Man nennt dieß <em class="gesperrt">Fleischbrühe mit Kräutern, Wurzeln und
-Gewürzen</em>. Sollten jedoch Einige diese nicht lieben, so kann man die
-Wurzeln und Gemüse, nachdem sie sauber gepuzt und gewaschen sind, in
-einem besondern Töpfchen nebenbei kochen, um sie, wenn sie zu andern
-Sachen nothwendig sind, bei der Hand zu haben.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Die hier angegebenen Benennungen der Fleischbrühen
-kommen bei der Bereitung anderer Speisen wieder vor; deßwegen
-sind die Namen derselben mit gesperrter Schrift gedruckt, und ich
-wiederhole, daß, wenn eine Köchin gute Brühen und Farcen, Fett
-u. dgl. vorräthig hält, was ihr bei geregeltem Fleiße leicht werden
-wird, sie dadurch den feinsten Gaumen befriedigen kann. Bei den
-Fleischspeisen und namentlich bei dem Ochsenfleisch wird noch näher
-angegeben werden, was auf den Wohlgeschmack und die Schönheit der
-Zurichtung des Fleisches selbst Bezug hat.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page13"></a>Seite 13</span> 2. Bouillon.</h3>
-
-<p>Man nimmt 2 Pfund Ochsenfleisch, eben so viel Kalbsknochen und eine alte
-Henne, thut dieses zusammen in einen dreimäßigen Topf, und sezt es mit
-kaltem Wasser und etwas Salz zum Feuer. Sobald es zu kochen anfängt,
-nimmt man den Schaum fleißig ab, thut 2 geschabte und geschnittene
-Selleriewurzeln, 2 Lorbeerblätter, eben so viele gelbe Rüben, Lauch,
-Petersilienwurzel, nebst einer mit 4 Gewürznelken besteckten Zwiebel
-dazu, und läßt es bei gelindem Feuer kochen bis das Fleisch weich ist.
-Alsdann nimmt man dieses heraus, gießt die Brühe durch ein Haarsieb,
-schöpft das Fett davon ab, und stellt sie an einen kühlen Ort. Diese
-Bouillon wird zu allen weißen Saucen gebraucht.</p>
-
-
-<h3>3. Consommé.</h3>
-
-<p>Man nehme 10 bis 12 Pfund Ochsenfleisch, 4 bis 5 Pfund Kalbsknochen
-und 6 Kalbsfüße, 3 alte sauber gepuzte Hühner, hacke Alles zusammen
-in Stückchen, thue es in einen großen Kessel, gieße so viel Wasser
-daran, daß es 3 Finger hoch darüber geht, lasse es 10 bis 12 Stunden
-lang kochen und schäume es fleißig ab. Gesalzen darf es nicht werden,
-und Kräuter und Wurzeln sollten nicht viel genommen werden, weil sie
-das Sauerwerden leicht herbeiführen; während des Kochens muß öfters
-aufgegossen werden. Man lasse es auf den halben Theil einkochen,
-ziehe es sodann durch ein Haarsieb, und lasse es über Nacht stehen,
-wenn es die Zeit erlaubt. Wenn man es am Tag darauf kochen will, so
-nehme man das Fett oben ab, thue das Uebrige wieder in eine Casserolle
-(Kastrol), und lasse es so lange kochen, bis eine Probe davon auf einem
-Teller in Tropfen stehen bleibt. Während des Kochens muß die Consommé
-immer abgeschäumt werden; sodann gieße man sie durch eine Leinwand
-in ein flaches Geschirr, und schneide sie, wenn sie fest gestanden,
-in Täfelchen wie Chokolade. Sie ist vorzüglich gut zu Geflügel und
-zum Glasiren. Auch kann man aus solcher Consommé zu jeder Zeit die
-kräftigste Fleischbrühe und davon die reinlichsten Suppen bereiten, wenn
-man nur Wasser, Feuer und Brod hat. Deßwegen ist sie für Reisen sehr zu
-empfehlen<a name="FNanchor_A_1" id="FNanchor_A_1"></a><a href="#Footnote_A_1" class="fnanchor">[A]</a>.</p>
-
-
-<h3>4. Coulis <span class="ftsize90">(sprich Kuli)</span>.</h3>
-
-<p>4 Pfund altes Ochsen- oder Kuhfleisch, 2 Kalbsknoten, 3 Kalbsfüße, 1
-altes Huhn, allerlei Wurzeln, Zwiebel, Muskatblüthe, Alles in kleine
-Stücke zerhackt, wird in einer bedeckten Casserolle oder <span class="pagenum"><a id="page14"></a>Seite 14</span> Kessel
-mit 6 Maas Wasser 4 bis 6 Stunden gekocht. Ferner läßt man in einer
-Casserolle <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Butter zerlaufen, rührt 2 starke Hände voll feines
-Mehl daran und läßt es zwei Minuten mit einander kochen; dann gießt man
-ein halbes Glas voll kaltes Wasser daran und rührt das Mehl damit glatt.
-Nun zieht man obige Kraftbrühe durch ein Haarsieb, nimmt das Fett oben
-ab, gießt die Brühe unter beständigem Rühren in die Casserolle und läßt
-sie mit dem Mehl noch 2 Minuten lang kochen; darauf gießt man diese
-Coulis in ein irdenes Geschirr und braucht sie zu allen weißen Saucen.
-Auf diese Art werden auch die Coulissuppen bereitet.</p>
-
-
-<h3>5. Baumwollesuppe.</h3>
-
-<p><sup>1</sup>/<sub>4</sub> Pfund Butter wird in einer Schüssel ganz leicht verrührt, nach
-und nach werden 4 Eier, 4 Eßlöffel voll süßer Rahm, 5 Kochlöffel voll
-Mehl daran gerührt; dieser Teig wird mit einem Kochlöffel in kochende
-Fleischbrühe gezettelt und Salz und Muskatnuß dazu gethan.</p>
-
-
-<h3>6. Biersuppe auf gewöhnliche Art.</h3>
-
-<p>Man läßt weißes Bier in einer messingenen Pfanne kochen, schöpft den
-weißen Schaum mit einem Schaumlöffel ab, läßt in einer Casserolle ein
-Stück Butter zerlaufen, gibt 1 Löffel voll Mehl dazu, läßt es nur wenig
-anziehen, rührt es glatt mit dem Bier, gießt 1 Schoppen gute gekochte
-Milch daran, läßt Alles nochmals miteinander aufkochen, schneidet ein
-Brod in Würfeln, und richtet die Suppe darüber an. Auch ist Salz und
-Muskatnuß nicht zu vergessen.</p>
-
-
-<h3>7. Biersuppe auf feine Art.</h3>
-
-<p>Man läßt eine halbe Maas Bier in einer messingenen Pfanne mit 6 Loth
-Zucker, einem Stück Zimmt und dem Gelben einer halben Citrone kochen,
-nimmt ein Stück Butter in eine Casserolle, läßt einen kleinen Löffel
-voll Mehl anziehen, gießt einen halben Schoppen guten süßen Rahm
-darein, ferner 2 Eiergelb und zieht das Bier durch ein Haarsieb in
-die Casserolle, läßt es mit einander aufkochen, schneidet ein Brod zu
-kleinen Stückchen, röstet sie im Schmalz schön gelb und richtet die
-Suppe darüber an.</p>
-
-
-<h3>8. Brennsuppe.</h3>
-
-<p>Man röstet in einer Pfanne in heißem Schmalz 2 Löffel voll Mehl gelb,
-löscht es mit kaltem Wasser ab, rührt es schön glatt, gießt so viel
-Wasser daran, als man braucht, thut Salz und Muskatnuß dazu, schneidet
-ein Brod in kleine Würfel und läßt es aufkochen, oder schneidet sie
-gleich in das Geschirr, in dem die Suppe aufgetragen wird, und läßt die
-Brühe durch einen Seiher darüber laufen.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page15"></a>Seite 15</span> 9. Weiße Brodsuppe für Kranke.</h3>
-
-<p>2 Wecken werden eingeweicht, fest ausgedrückt, 3 Loth Mandeln mit
-Rosenwasser recht fein gestoßen, 1 Schoppen Mandelmilch, wie gewöhnlich,
-davon gemacht, mit den Wecken gut gerührt und gekocht, und wenn die
-Suppe angerichtet ist, Zimmt darauf gestreut.</p>
-
-
-<h3>10. Blinde Chokoladesuppe.</h3>
-
-<p>Man nimmt ein Stück Butter in eine Casserolle, röstet 2 Löffel voll Mehl
-hellgelb darin, rührt es mit guter Milch glatt an, gießt noch so viel
-Milch daran, als man glaubt nöthig zu haben, thut 3 Loth Zucker und
-gestoßenen Zimmt dazu, läßt es aufkochen, schneidet ein Brod in feine
-Stücke zum Bähen und richtet die Suppe über die gebähten Schnitten an.</p>
-
-
-<h3>11. Braune Jussuppe.</h3>
-
-<p>Man lege ein Stück Butter, geschnittene Zwiebeln und gelbe Rüben in
-eine Casserolle, schneide auch 3 Pfund mageres Ochsenfleisch in kleine
-Stückchen und lasse sie in der Casserolle schön gelb anschlagen,
-dann schneide man einen Kopf Weißkraut (Weißkohl) dazu und gieße
-einen Schöpflöffel voll Wasser daran. Wenn es gelb ist, decke man die
-Casserolle eine kleine Weile zu, gieße Fleischbrühe auf und lasse es 2
-bis 3 Stunden kochen. Dann ziehe man es durch ein Haarsieb, thue es in
-eine andere Casserolle und lasse es aufkochen. Dazu werden gebackene
-Erbsen auf folgende Weise gemacht: man nimmt eine halbe Maas Wasser
-in eine messingene Pfanne, thut ein Stück Butter von der Größe eines
-Hühnereies dazu und läßt es mit einander kochen, sodann rührt man
-feines Mehl daran, bis es ein dicker Brei ist. Diesen nimmt man in eine
-Schüssel, schlägt 5 bis 6 Eier daran, und thut 2 Messerspitzen voll
-Salz dazu. Diesen Teig treibe man durch einen Spatzenseiher in heißes
-Schmalz, und backe darin die so verfertigten Erbsen schön gelb aus. Der
-Spatzenseiher darf aber keine zu großen Löcher haben, und außerdem muß
-man Bedacht darauf nehmen, daß der Teig nicht zu weich wird, weil sonst
-die Erbsen nicht schön rund werden.</p>
-
-
-<h3>12. Französische Jussuppe.</h3>
-
-<p>Es kommt in eine Casserolle ein Stück Butter oder anderes Fett, der
-Boden wird mit Zwiebeln, gelben Rüben und Sellerie belegt, dann werden
-2 Pfund Ochsenfleisch in kleine Stückchen geschnitten und in die
-Casserolle gethan, hat man noch übrige Knochen, so werden sie auch
-dazu gethan. Dann wird die Casserolle zugedeckt, und man läßt es eine
-Stunde dämpfen, hernach deckt man die Casserolle wieder ab und läßt das
-Gedämpfte stark anschlagen; ist es gelb, so kommt ein Schöpflöffel voll
-Wasser daran; sodann wird die Casserolle mit Fleischbrühe aufgefüllt
-und man läßt es 2 Stunden kochen. Hierauf schneidet man von schwarzem
-Brod Schnittchen und thut sie in die Casserolle. Wenn Alles eine halbe
-Stunde mit einander aufgekocht <span class="pagenum"><a id="page16"></a>Seite 16</span> hat, wird es durch ein Haarsieb
-getrieben. Dann läßt man es noch einmal in der Casserolle aufsieden
-und richtet darnach an. Wenn man will, kann man auch Eier in die
-Suppenschüssel schlagen.</p>
-
-
-<h3>13. Süße Milchsuppe.</h3>
-
-<p>Nehme 2 Loth abgezogene, fein gestoßene Mandeln, rühre sie nebst 3 Loth
-Zucker und etwas Zimmt mit einer halben Maas Milch in einer messingenen
-Pfanne an, lasse es mit einander aufkochen, schneide ein frisches Brod
-in feine Schnittchen und richte die Milch darüber an.</p>
-
-
-<h3>14. Milchsuppe mit Mandeln.</h3>
-
-<p>Man sezt 3 Schoppen Milch ans Feuer, thut ein fingerlanges Stück
-Vanille daran, läßt sie so lange kochen bis 1 Schoppen eingekocht ist.
-Dann nimmt man die Vanille mit einem Schaumlöffel heraus, thut 4 Loth
-abgezogene und fein gestoßene Mandeln und 2 Loth Zucker in die Milch,
-nimmt von einem Stück Brod die harte Rinde ab und schneidet es in feine
-Suppenschnittchen; darüber richtet man die Milch an.</p>
-
-
-<h3>15. Suppe <span class="antiqua">à la patrie</span>.</h3>
-
-<p>Zu einem halben Schoppen Rahm, einem ganzen Ei und dem Gelben von einem
-Ei rührt man so viel Mehl, daß es ein dicker Teig wird, den man auf
-dem Nudelnbrett messerrückendick auswellt; mit kleinen Ausstechmödeln
-sticht man verschiedene größere und kleinere Figuren davon aus, und
-backt sie schön gelb im heißen Schmalz. Ferner macht man gebackene und
-gesottene Klößchen von Geigen- (Gries-) Mehl, Spinatkräpfchen, gebackene
-Rosolen, kleine Fischwürstchen, grüne Klöße von Spinat, Krebsschnitten,
-gebackene Eierschnitten, gesottene Brätknödel aus Rindsbrät, gebackene
-italienische Makaroni, Eierkäs (s. Fischsuppe); dieses Alles, gehörig
-gesotten, gekocht und gebacken, wird zusammen in die Suppenschüssel
-gethan und folgende Sauce daran gemacht: zu 1 Vierling Butter, in einer
-Casserolle zergangen, rührt man 4 Löffel voll feines Mehl, läßt es ein
-wenig anlaufen, gießt einen halben Schöpflöffel voll Wasser daran und
-rührt es glatt, gießt Fleischbrühe daran, so viel als nöthig ist, läßt
-es noch einmal aufkochen und richtet in die Suppenschüssel an; Salz,
-Muskatnuß. (Es ist dieß in Baiern die gewöhnliche Suppe bei Hochzeiten.)</p>
-
-
-<h3>16. Panadesuppe.</h3>
-
-<p>Man schneidet 4 Mundbrod ein, wie zu einer Suppe, thuts in eine
-Casserolle, gießt kaltes Wasser daran und läßt sie mit 3 Loth Butter
-eine halbe Stunde lang kochen, treibt sie darauf durch ein Haarsieb in
-die Casserolle und läßt es nochmal aufkochen; Salz, Muskatnuß; sodann
-schlägt man 2 Eier in die Suppenschüssel, <span class="pagenum"><a id="page17"></a>Seite 17</span> gießt ein wenig
-Milch daran, richtet die Suppe darüber an und streut geschnittenen
-Schnittlauch und Muskatnuß darauf.</p>
-
-
-<h3>17. Brodpanadesuppe.</h3>
-
-<p>Gebähte Schnitten von weißem Brod läßt man in einer Casserolle mit
-schwacher Fleischbrühe weich kochen, treibt sie durch ein Haarsieb, läßt
-sie in der Casserolle noch einmal anziehen und rührt ein Eiergelb daran.</p>
-
-
-<h3>18. Reispanadesuppe für Kranke.</h3>
-
-<p>4 Loth sauber gewaschenen Reis bindet man in ein leinenes Tüchlein,
-doch so, daß noch 3 Finger breit leer bleibt, siedet den Reis in einem
-Fußhafen mit halb Wasser und halb Fleischbrühe 2 bis 3 Stunden lang,
-verrührt ihn mit 1 Eigelb und 1 Löffel voll süßen Rahm recht fein, läßt
-es noch einmal anziehen und gibt dieses dem Kranken, je einen Löffel
-voll.</p>
-
-
-<h3>19. Reisschleim für Kranke.</h3>
-
-<p>4 Loth sauber gewaschenen Karolinerreis stoßt man recht fein, läßt ihn
-in einem kleinen Geschirr mit 1 Maas Wasser so lange kochen, bis er
-anfängt dick zu werden, preßt den Reis durch ein leinenes, nicht sehr
-festes Tuch, rührt ein Eigelb und einen Löffel voll süßen Rahm daran,
-läßt den Schleim noch einmal anziehen, zuckert oder salzt ihn und gibt
-dem Kranken je einen Löffel voll.</p>
-
-
-<h3>20. Tropfsuppe.</h3>
-
-<p>Man macht einen Teig von 2 Eiern, 2 Löffeln voll Mehl und Milch oder
-Wasser; macht Fleischbrühe oder Wasser siedend und läßt den Teig über
-einen Kochlöffel oder durch einen Schaumlöffel in die Casserolle
-einlaufen und thut beim Anrichten Schnittlauch, Muskatnuß und Salz dazu.</p>
-
-
-<h3>21. Verlorene Eiersuppe.</h3>
-
-<p>Kochendes Wasser wird über fein geschnittenes, im Schmalz gelb
-geröstetes schwarzes Brod gegossen und aufgekocht; dann werden so viele
-Eier, als Personen am Tische sind, daran geschlagen; man läßt die Suppe
-ein wenig anziehen, salzt sie und streut Muskatnuß darauf.</p>
-
-
-<h3>22. Ordinäre Wassersuppe.</h3>
-
-<p>Man schneidet recht feine Schnittchen von Brod, legt sie in die
-Schüssel, gießt kochendes Wasser darüber, läßt die Suppe langsam
-aufkochen und schmälzt sie mit heißem Schmalz, in welchem man zuvor
-Zwiebeln gelb röstet, ab.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page18"></a>Seite 18</span> 23. Weinsuppe.</h3>
-
-<p>Man gießt einen Schoppen Wein in eine Pfanne, rührt einen Kochlöffel
-voll Mehl mit kaltem Wasser darein, schlägt 4 Eier daran und thut 3
-Loth Zucker, woran eine halbe Citrone abgerieben ist, dazu, gießt noch
-eine halbe Maas kaltes Wasser daran, läßt es unter beständigem Umrühren
-kochen und richtet es über geröstete Brodstückchen an.</p>
-
-
-<h3>24. Weinsuppe anderer Art.</h3>
-
-<p>Ein Stück Butter läßt man in einer Casserolle verlaufen, thut 1
-Kochlöffel voll Mehl dazu und läßt es anlaufen, alsdann löscht man es
-mit kaltem Wasser ab, gießt einen Schoppen Wein dazu, wirft 3 Loth
-Zucker, ein Stück Zimmt, von einer Citrone das Gelbe hinein, läßt es mit
-einander aufkochen und richtet es über geröstete Brodstückchen an.</p>
-
-
-<h3>25. Weinsuppe mit süßem Rahm.</h3>
-
-<p>Man macht 1 Schoppen Rahm und 1 Schoppen Wein warm (jeden Theil aber
-allein), kocht einen halben Vierling Zucker, welcher an einer Citrone
-abgerieben wurde, mit 4 Eigelb und dem Wein und Rahm mit einander,
-röstet gewürfelt geschnittene Wecken im Schmalz, legt sie in die dazu
-bestimmte Schüssel, gießt das Gekochte daran und streut Safran auf die
-Suppe.</p>
-
-
-<h3>26. Endiviensuppe.</h3>
-
-<p>Man legt ein Stückchen Butter in eine Casserolle und dämpft darin ganz
-fein geschnittene, sauber gewaschene, schöne gelbe Endivie gut weich,
-streut sodann so viel Mehl darauf, als man zwischen 3 Fingern fassen
-kann, gießt Fleischbrühe daran, läßt sie noch einmal aufkochen und
-richtet über 2 der Länge nach geschnittene und auf dem Rost schön gelb
-gebähte Mundbrode an; Salz, Muskatnuß.</p>
-
-
-<h3>27. Franzosensuppe.</h3>
-
-<p>1 Kopf Weißkohl, Wirsing, 2 Kohlrabi, 2 Sellerie, 2 gelbe Rüben, 1
-weiße Rübe, 1 Hand voll Petersilienkraut; dieses Alles wird so fein
-geschnitten, wie Nudeln, und mit kaltem Wasser ans Feuer gesezt, wo
-man es halbweich kochen läßt. Sodann gießt man es durch ein Haarsieb
-und wieder kaltes Wasser daran, läßt es sauber ablaufen und kocht es
-in einer Casserolle in Fleischbrühe weich. Wenn man hat, kann man auch
-Leber, Magen und Herz von Geflügel, in Stückchen geschnitten, dazu thun
-und fein geschnittenes Brod damit aufkochen; auch kann man Alles so
-weich kochen, daß es sich durch einen Suppenseiher treiben läßt. Doch
-läßt man in diesem Fall den Kohl und die Leber weg.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page19"></a>Seite 19</span> 28. Geriebene Gerstensuppe.</h3>
-
-<p>Mache von 1 bis 2 Eiern und Mehl einen festen Teig und reibe diesen
-auf dem Reibeisen, dann streue das Geriebene, sobald es ein wenig
-abgetrocknet ist, unter immerwährendem Rühren in siedende Fleischbrühe.
-Beim Anrichten streut man Schnittlauch darauf.</p>
-
-
-<h3>29. Griessuppe.</h3>
-
-<p>In siedende Fleischbrühe in einer Casserolle rührt man 4 Hände voll
-Griesmehl, thut Hühnerei groß Butter dazu, läßt dieses eine Zeit lang
-miteinander kochen, schlägt 2 Eiergelb in eine Suppenschüssel, rührt sie
-glatt mit 2 Eßlöffel voll saurem Rahm, rührt die Suppe dazu und streut
-Schnittlauch und Muskatnuß darauf.</p>
-
-
-<h3>30. Habergrützsuppe.</h3>
-
-<p>2 Hände voll sauber verlesene Habergrütze läßt man mit einer halben
-Maas Wasser halb einkochen, rührt ein Stückchen Butter daran, läßt es
-nochmals aufkochen, treibt es durch ein Haarsieb in ein anderes Geschirr
-und rührt 2 Eiergelb, Salz und Muskatnuß daran.</p>
-
-<p>Diese Suppe ist sehr gut für magere Leute, die eine trockene Natur haben.</p>
-
-
-<h3>31. Kartoffelsuppe.</h3>
-
-<p>Kartoffel werden roh geschält und gewaschen und mit einem Stück Fett
-in einer Casserolle weich gedämpft. Deßgleichen werden Petersilie,
-Sellerie und Schnittlauch zusammen weich gedämpft und durch einen Seiher
-getrieben. Dann werden Zwiebel und Petersilie fein gewiegt und mit
-einem Stücke Butter von der Größe eines Hühnereies in einer Casserolle
-gedämpft. Hierauf kommt ein Kochlöffel voll Mehl und die Kartoffeln
-dazu; das Ganze wird mit Fleischbrühe aufgegossen, worauf man es noch
-einmal aufkochen läßt. Dann kommen zwei Eiergelb mit zwei Löffel voll
-saurem Rahm in die Schüssel, und die Suppe wird angerichtet, auch
-Muskatnuß und Salz daran gethan.</p>
-
-
-<h3>32. Karviolsuppe.</h3>
-
-<p>Schönen weißen Karviol macht man blumenweis aus, zieht die grüne Haut ab
-und siedet ihn im Salzwasser weich. Hierauf rührt man einen Kochlöffel
-voll Mehl in verlaufene Butter, wendet es einige Male um, gießt zuerst
-ein Glas voll kaltes Wasser daran, rührt es schön glatt, dann einen
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe, thut den Karviol dazu und läßt es
-langsam kochen.</p>
-
-<p>Hiezu mache man einen Eierkäs auf folgende Art: In einer kleinen
-Schüssel werden 6 Eier an einen Kochlöffel voll Mehl geschlagen und mit
-diesem wohl verrührt; dann gießt man 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Schoppen Milch dazu, schmiert
-ein Geschirr mit Butter, schüttet die Masse in dasselbe, und stellt
-es ins kochende Wasser oder in das Bratrohr und läßt die Masse darin
-fest werden. Ist es Zeit zum Anrichten, so thut man den Karviol in die
-Terrine, gießt Fleischbrühe daran, sticht mit dem Löffel <span class="pagenum"><a id="page20"></a>Seite 20</span> Knödel
-aus dem Eierkäs und thut sie in die Terrine, auch Salz und Muskatnuß
-dazu.</p>
-
-
-<h3>33. Körbelsuppe.</h3>
-
-<p>2 Hände voll sauber gewaschener Körbel werden fein gewiegt (wozu man
-auch etwas Petersilienkraut nehmen kann) und <sup>1</sup>/<sub>4</sub> Stunde in einer
-Casserolle in Butter gedämpft. Dann kommt ein kleiner Kochlöffel voll
-Mehl daran, und so läßt man es in Fleischbrühe aufkochen. 2 Eiergelb
-werden in die Suppenschüssel geschlagen, 2 Eßlöffel voll süße Milch dazu
-gethan, und die Suppe darüber angerichtet, auch kommt Salz und Muskatnuß
-daran. Hiezu können die unten beschriebenen Buttermocken gegeben werden.
-Zu bemerken ist noch, daß im Monat Mai der Körbel am besten zu Suppen
-taugt.</p>
-
-
-<h3>34. Kräutersuppe.</h3>
-
-<p>Körbelkraut, Petersilie, Sauerampfer, Gartenkresse und Schnittlauch
-werden rein gewaschen und, nachdem das Wasser ausgedrückt, fein gewiegt
-und mit einem Stück Butter in einer Casserolle eine Viertelstunde
-lang gedämpft; dann kommt ein Kochlöffel voll Mehl dazu und wird
-mit Fleischbrühe aufgegossen, worauf man Alles zusammen noch eine
-Viertelstunde kochen läßt. Nachdem dieses über gebackene Semmelschnitten
-angerichtet ist, werden drei Löffel voll saurer Rahm mit 2 Eiergelb
-verrührt und darauf gethan.</p>
-
-
-<h3><a id="no35" name="no35">35</a>. Reissuppe.</h3>
-
-<p>Der Reis wird gereinigt und mit siedendheißem Wasser angebrüht; so
-läßt man ihn eine Viertelstunde stehen, dann wird er ausgewaschen und
-wieder angebrüht und man läßt ihn nochmals eine Viertelstunde stehen;
-dann kommt er in eine Casserolle, es wird sehr fette Fleischbrühe
-daran gegossen und auf schwachem Kohlenfeuer langsam aufgekocht. Beim
-Anrichten schon kann Parmesankäse in die Schüssel gethan, oder auch
-besonders auf die Tafel gegeben werden.</p>
-
-
-<h3>36. Reissuppe anderer Art.</h3>
-
-<p>Es werden Brockelerbsen ausgemacht und mit Zwiebel, Petersilie und
-Butter gedämpft bis sie weich sind; dann wird ein kleiner Kochlöffel
-voll Mehl daran gerührt und etwas Fleischbrühe dazu gegossen; so läßt
-man sie eine Viertelstunde, oder bis sie weich sind, kochen, und treibt
-sie durch ein Haarsieb. Der Reis muß so behandelt werden wie bei No. <a href="#no35">35</a>;
-dann wird beides miteinander angerichtet.</p>
-
-<p>Auf einen Fasttag kann die nämliche Suppe mit dürren Erbsen gegeben
-werden, nur mit dem Unterschied, daß der Reis mit Butter gekocht, dann
-mit Wasser aufgegossen wird. Wenn der Reis weich ist, wird er mit
-den Erbsen vermengt und noch eine Viertelstunde gekocht; sodann wird
-Muskatnuß dazu gethan und angerichtet.</p>
-
-
-<h3>38. Reissuppe mit Schinken.</h3>
-
-<p>Es wird <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Reis angebrüht und eine halbe Stunde stehen gelassen;
-dann siedet man ihn ab, brüht ihn nochmals an und läßt ihn <span class="pagenum"><a id="page21"></a>Seite 21</span>
-wieder eine Viertelstunde stehen; dann wird er sauber ausgewaschen, es
-kommt Fleischbrühe daran, und er wird damit weich gekocht; dann werden
-<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Schinken und <sup>1</sup>/<sub>4</sub> Pfund Parmesankäs, der auf dem Reibeisen
-gerieben ist, zusammen in die Suppenschüssel gethan, der Reis wird
-darüber angerichtet und Muskatnuß darauf gerieben.</p>
-
-
-<h3>37. Sauerampfersuppe.</h3>
-
-<p>Man wiegt eine Hand voll sauber gewaschenen Sauerampfer und 2
-Schalottenzwiebeln zusammen recht fein, thut ein Stück Butter in eine
-Casserolle, dämpft Alles miteinander, rührt einen Kochlöffel voll
-Mehl darein, gießt Fleischbrühe oder Jus daran, läßt es noch einmal
-aufkochen, richtet über die unten beschriebenen Suppenknödel an, und
-rührt 2 Eiergelb nebst 2 Löffel voll süßen Rahm daran, thut auch Salz
-und Muskatnuß dazu.</p>
-
-
-<h3>39. Sagosuppe.</h3>
-
-<p>Ostindischer Sago braucht zwei Stunden zum Kochen; hieländischer nur
-eine halbe Stunde. Man gießt in eine Casserolle helle Fleischbrühe, läßt
-den Sago langsam dareinlaufen, deckt ihn zu, läßt ihn schön langsam
-kochen, rührt ihn öfters um, gießt so viel Fleischbrühe daran, als man
-Suppe braucht, schlägt 2 Eiergelb in die Suppenschüssel, zwei Löffel
-voll süßen Rahm dazu, und richtet den Sago darüber an; Muskatnuß ist gut
-daran. <sup>1</sup>/<sub>4</sub> Pfund Sago ist hinlänglich für 8 Personen.</p>
-
-
-<h3>40. Milchsagosuppe.</h3>
-
-<p>Mit einem Stückchen Butter von der Größe eines Hühnereies wird Milch ans
-Feuer gesezt und darin <sup>1</sup>/<sub>4</sub> Pfund weißer Sago so lange gekocht, bis eine
-Maas Milch eingekocht ist; hierauf kommt Zucker und Zimmt dazu und die
-Suppe wird angerichtet.</p>
-
-
-<h3>41. Selleriesuppe.</h3>
-
-<p>Man läßt ein Stück Butter in einer Casserolle zergehen, schneidet 3
-bis 4 sauber gewaschene und gepuzte Sellerie so fein wie geschnittene
-Nudeln, und thut sie mit 2 fein gewiegten Schalottenzwiebeln und zwei
-gewiegten Lauchstängeln in die Casserolle; dann deckt man dieselbe zu
-und läßt die Sellerie weich dämpfen. Sind sie weich, so streut man so
-viel Mehl darauf, als man zwischen drei Fingern fassen kann, gießt
-Fleischbrühe oder Jus daran, so viel als man Suppe braucht, läßt es noch
-eine Viertelstunde kochen, richtet es über geröstete Brodbrosamen an und
-reibt Muskatnuß darauf.</p>
-
-
-<h3>42. Spargelsuppe.</h3>
-
-<p>Man nehme Spargeln, schneide das Weiße davon, schabe sie ein wenig ab,
-binde sie wieder in Büscheln zusammen und siede sie weich in kochendem
-Salzwasser. Sind sie weich, so nehme man sie heraus, schneide die
-Köpfchen davon, thue sie in die Suppenterrine, das Uebrige <span class="pagenum"><a id="page22"></a>Seite 22</span>
-nehme man in einen Mörser und stoße es. In einer Casserolle dämpft man
-mit Butter die gestoßenen Spargeln, thut 2 gewiegte Schalottenzwiebeln
-dazu; haben sie eine halbe Viertelstunde gedämpft, so rührt man
-einen Kochlöffel voll Mehl an die Spargeln, gießt helle Fleischbrühe
-daran, läßt es eine Viertelstunde aneinander kochen, zieht es durch
-ein Haarsieb, thut es wieder in die Casserolle, läßt es noch einmal
-aufkochen, thut eine Messerspitze voll gestoßene Muskatblüthe dazu,
-verrührt in einem kleinen Geschirre 2 Eiergelb und 2 Löffel voll sauren
-Rahm, gießt sie in die Suppenterrine an die Spargeln und richtet die
-Suppe an.</p>
-
-
-<h3>43. Weichselsuppe für Kranke.</h3>
-
-<p>Gedörrte Weichseln wascht man sauber in warmem Wasser, stoßt sie im
-Mörser ganz fein, thut sie in eine Casserolle, gießt Wasser daran, so
-viel man Suppe nöthig hat, läßt es eine halbe Stunde miteinander kochen,
-zieht es durch ein enges Haarsieb, thut es nochmal in eine Casserolle,
-läßt es noch einmal aufkochen, reibt ein Stück Zucker ein wenig an der
-Citrone ab, und wenn es die Krankheit erlaubt, kann noch Wein und Zimmt
-dazu genommen werden. Man richtet es über gebähte Brodschnitten an.</p>
-
-
-<h3>44. Suppe mit Rosolo.</h3>
-
-<p>Es wird Spinat gewaschen, ausgedrückt und mit Zwiebeln fein gewiegt;
-auch kann etwas kalter Braten, oder in Ermangelung desselben können
-2 hart gesottene Eier mit gewiegt werden. Dann wird von 2 Eiern ein
-Nudelnteig gemacht und fein ausgetrieben. Der Spinat wird mit einem
-Ei und dem Gelben von einem Ei angerührt, dann je ein Löffel voll
-auf die Nudelkuchen aufgelegt, die man überschlägt, aussticht und in
-Fleischbrühe aufkocht. Auch kommt Salz und Muskatnuß in den Spinat.</p>
-
-
-<h3>45. Brieschensuppe.</h3>
-
-<p>Man nimmt 2 Brieschen, blanchirt sie ein wenig ab, wiegt sie auf einem
-Wiegblock, desgleichen auch Zwiebeln und Petersilie, leztere aber nicht
-sehr fein, thut ein Stück Butter wie ein Hühnerei in eine Casserolle,
-und das Gewiegte dazu, dämpft es eine halbe Stunde mit einander, rührt
-2 Kochlöffel voll Mehl daran, gießt gute Bouillon dazu, rührt Alles
-recht schön glatt, so daß es keine Knollen gibt. Dann gießt man so
-viel Fleischbrühe daran, als man Suppe will, schlägt zwei Eiergelb in
-die Suppenschüssel, zwei Löffel voll sauren Rahm und richtet die Suppe
-darüber an, thut auch Salz und Muskatnuß daran.</p>
-
-
-<h3>46. Fischsuppe.</h3>
-
-<p>Schabe von einem Fisch, von welcher Gattung er ist (gewöhnlich nimmt
-man Weißfisch, Asch oder Barbe, oder auch Aal) das Fleisch von den
-Gräthen, thue in eine Casserolle ein Stück Butter, schneide Zwiebel, für
-2 Kreuzer Wecken, hacke die Fischgräthe, thue etwas Petersilie <span class="pagenum"><a id="page23"></a>Seite 23</span>
-dazu, dämpfe Alles zusammen in der Casserolle eine Stunde lang, gieße an
-Fasttagen Wasser daran, lasse es eine Stunde kochen, dann gieße es durch
-ein Haarsieb, thue es wieder in die Casserolle und lasse es nochmals
-aufkochen. Von dem abgeschabten Fischbrät mache kleine Knödel, wie
-öfters beschrieben wird, und richte das Gekochte darüber an.</p>
-
-
-<h3>47. Glacesuppe von Tauben.</h3>
-
-<p>Die Tauben werden ausgenommen, aber nicht gewaschen; die Brust wird
-ausgeschnitten; der übrige Körper wird mit Leber, Herz und Magen,
-nachdem der leztere aufgeschnitten und gereinigt ist, mit Rindsknochen
-gehackt, mit Butter nach Belieben eine Stunde lang gedämpft und mit
-Fleischbrühe, in Ermangelung derselben auch mit Wasser, aufgegossen. Die
-Brust wird gesotten, in kleine Stücke geschnitten, mit 3 hartgesottenen,
-feingewiegten Eiern und etwas Schnittlauch in die Schüssel gethan, durch
-ein Haarsieb darüber angerichtet und Muskatnuß darauf gestreut.</p>
-
-
-<h3>48. Glacesuppe von Kalbsfüßen.</h3>
-
-<p>Es werden 6 Kalbsfüße rein gewaschen, abgezogen, in eine Casserolle oder
-einen Topf gethan, mit Sellerie, Gelbrüben und Petersilie weichgekocht
-und dann in kleine Stückchen geschnitten. Diese werden wieder in eine
-Casserolle oder einen Topf gethan; die Brühe schüttet man durch einen
-Seiher wieder an die Stückchen und läßt sie nochmals aufkochen. Von
-Fischbrät können kleine Knödel darein gemacht werden. 2 Eiergelb werden
-in die Schüssel gethan und darüber angerichtet; Muskatnuß und Salz dazu.</p>
-
-
-<h3>49. Hirnsuppe.</h3>
-
-<p>2 Kalbshirn legt man in laues Wasser und nimmt die Haut davon ab;
-wiegt Zwiebel und Petersilie mit einander, und dämpft die Hirn mit dem
-Gewiegten in einer Casserolle mit Butter eine halbe Viertelstunde lang.
-Dann rührt man einen halben Kochlöffel voll Mehl an das Hirn, aber so,
-daß das Hirn nicht ganz bedeckt ist; gießt Fleischbrühe daran und läßt
-es aufkochen; Salz, Muskatnuß.</p>
-
-
-<h3>50. Kalbfleischsuppe.</h3>
-
-<p>2 Pfund Kalbfleisch, fein geschnitten, werden in einer Casserolle
-mit einem Stück Butter, mit Sellerie, Pastinak und Petersilie sehr
-weich gedämpft, 3 Kochlöffel voll Mehl darauf gestreut, 2 Löffel voll
-Fleischbrühe darauf gegossen und noch eine halbe Stunde zusammen
-gekocht; dann wird es durch ein Haarsieb getrieben und auf zwei Eiergelb
-in die Suppenterrine angerichtet, auch etwas Muskatnuß und Schnittlauch
-darauf gethan.</p>
-
-
-<h3>51. Königssuppe.</h3>
-
-<p>2 sauber gepuzte und gewaschene Hühner werden klein gehackt, ein Pfund
-mageres Ochsenfleisch in kleine Stückchen geschnitten, und beides in
-einer Casserolle, in welcher ein Stück Butter so groß <span class="pagenum"><a id="page24"></a>Seite 24</span> wie ein
-Hühnerei ist, mit einer Sellerie- und Pastinakwurzel zugesezt und 2 bis
-3 Stunden gedämpft. Dann wird ein Kochlöffel voll Mehl darauf gestreut,
-Fleischbrühe oder Jus daran gegossen und noch eine halbe Stunde gekocht.
-Nach diesem treibt man es mit Fleischbrühe durch ein Haarsieb, läßt es
-noch einmal aufkochen, schlägt vier Eiergelb in die Suppenterrine, thut
-einen halben Schoppen dicken, süßen Rahm daran, und richtet die Suppe
-darüber an. Salz, Muskatnuß.</p>
-
-
-<h3>52. Lebersuppe.</h3>
-
-<p>Man hackt eine Kalbsleber mit Zwiebeln, thut ein Stück Butter in eine
-Casserolle, dämpft die Leber darin, schneidet für 2 Kreuzer Wecken
-darein, dämpft es eine halbe Stunde miteinander, gießt Fleischbrühe oder
-Jus daran, läßt es eine Stunde kochen, zieht es durch ein Haarsieb,
-thut es wieder in die Casserolle, läßt es nochmals aufkochen, schlägt 2
-Eiergelb in eine Suppenschüssel, 2 Löffel voll süßen Rahm und gebähte
-Brodschnitten dazu, und richtet die Suppe darüber an; Salz, Muskatnuß.</p>
-
-
-<h3>53. Lungensuppe für Schwindsüchtige.</h3>
-
-<p>Eine Kalbslunge und etwas vom Herz schneidet man in kleine Stückchen;
-die Lunge, wenn es möglich ist, muß gerade von dem Kalb genommen
-werden; 6 Krebse stößt man lebendig und thut sie zu der Lunge; 1 Hand
-voll Körbelkraut, eben so viel Ehrenpreis, etliche Kuhblätter, alles
-wohlgewaschen, thut man in einen Topf, gießt 2 Maas Wasser daran, läßt
-den halben Theil einkochen und zieht es durch ein Haarsieb. Man kann
-gebähte Brodschnitten dazu geben oder mit Eiergelb abrühren.</p>
-
-
-<h3>54. Schneckensuppe.</h3>
-
-<p>50 Stück Schnecken werden wie gewöhnlich gesotten, sauber gepuzt,
-abgeschleimt und noch eine halbe Stunde gekocht, dann gewiegt.
-Gleichfalls wiegt man eine Hand voll Petersilie, eben so viel
-Körbelkraut, eben so viel Sauerampfer recht fein zusammen, und
-dämpft die Schnecken damit in zerlassener Butter eine Viertelstunde
-lang; sodann läßt man sie mit einem Kochlöffel voll Mehl und einem
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe aufkochen (Fleischbrühe gießt man
-nach, bis es genug ist). Diese Suppe wird nun über gebähte Schnitten
-angerichtet und 2 Eiergelb mit 2 Löffeln voll saurem Rahm daran gerührt,
-und mit Salz, Muskatnuß etc. nach Belieben gewürzt.</p>
-
-
-<h3>55. Citronensuppe für Kranke.</h3>
-
-<p>4 frische Eiergelb verrührt man in einem Topf, reibt ein Stückchen
-Zucker an einer Citrone ab, von 2 Citronen den Saft, 1 Schoppen
-Boragewasser, 1 Schoppen schwarzes Kirschenwasser rührt man auf einem
-Kohlenfeuer so lange bis es anfängt zu kochen; wenn es die Krankheit
-erlaubt, kann etwas Wein dazu genommen werden.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page25"></a>Seite 25</span> 56. Suppe <span class="antiqua">à la Reine</span> <span class="ftsize90">(sprich Rähn)</span>.</h3>
-
-<p>Von einer alten Henne wird die Brust ausgeschnitten; der übrige Körper
-in Stückchen gehackt, mit etwas Kalbfleisch, allerlei Arten Wurzeln,
-als: Pastinak, Sellerie, Gelbrüben, Lauch und Zwiebeln in <sup>1</sup>/<sub>8</sub> Pfund
-Butter in einer zugedeckten Casserolle 1 Stunde lang gedämpft; eine
-kleine Hand voll Mehl darauf gestreut, umgewendet und Fleischbrühe
-darauf gegossen; hierauf läßt man das Ganze noch eine halbe Stunde
-kochen. Die Brust von der Henne wird fein gewiegt, mit einem Ei und
-etwas Butter im Mörser gestoßen und kleine Klöße daraus gemacht, die
-man eine <sup>1</sup>/<sub>8</sub> Stunde kochen läßt. Das Glaß (<span class="antiqua">Glace</span>) wird durch
-ein Haarsieb gegossen, und dann die Klöße, auch etwas Muskatnuß und
-Schnittlauch, dazu gethan.</p>
-
-
-<h3>57. Welsche Suppe.</h3>
-
-<p>Von einem welschen Hahnen nimmt man die Füße, den Kragen und den Kopf,
-auch die Flügel vom zweiten Gelenk an, und hackt alles ganz fein. Mit
-einem Stücke Butter dämpft man sodann geschnittene Zwiebel, das Gehackte
-und für 2 Kreuzer geschnittenes Milchbrod eine halbe Stunde lang; gießt
-hierauf gute Jus dazu, läßt es eine Stunde lang mit einander kochen,
-schlägt 3 Eiergelb mit 2 Löffeln voll saurem Rahm in die Suppenschüssel.
-Die Suppe zieht man noch einmal durch ein Haarsieb, läßt sie in der
-Casserolle wieder heiß werden, rührt sie in die Suppenschüssel und thut
-Salz und Muskatnuß daran.</p>
-
-
-<h3>58. Kraftsuppe für Kranke.</h3>
-
-<p>Ein altes, sauber gepuztes und gewaschenes Huhn bratet man halbgar,
-stoßt es in einem Mörser sammt den Knochen ganz fein, läßt es in einer
-Casserolle eine Stunde lang kochen, indem man nach und nach 2 Maas
-Fleischbrühe dazu gießt, preßt es durch ein reines Tuch, läßt es mit <sup>1</sup>/<sub>4</sub>
-Pfund abgezogenen, feingestoßenen Mandeln noch einmal aufkochen und kann
-es dann über gebähte Weckenschnitten anrichten.</p>
-
-
-<h3>59. Kräutersuppe für Kranke.</h3>
-
-<p>Die jungen Blätter von Portulak, Endivie, Pfaffenöhrlein, Sauerampfer
-(jedes 3 Loth), Körbelkraut (6 Loth), wascht man im lauen Wasser, drückt
-es fest aus, wiegt es so fein als möglich, läßt es eine halbe Stunde mit
-einem Stückchen Butter in einer Casserolle dämpfen, nimmt 3 Finger voll
-Mehl dazu, löscht es mit Fleischbrühe ab und gibt es dem Kranken. Man
-kann auch feine Knödel dazu geben.</p>
-
-
-<h3>60. Suppe für Genesende.</h3>
-
-<p>Ein frischgelegtes Ei wird gesotten, geschält, durch ein Haarsieb
-getrieben, in einem Quart Wasser, einem Quart Wein, etwas Zucker
-und Zimmt eine Viertelstunde gekocht, über gebähte Brodschnitten
-angerichtet, und sollte der Wein noch zu stark für den Kranken seyn, so
-kann Fleischbrühe dafür genommen werden.</p>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum"><a id="page26"></a>Seite 26</span> Suppenknöpflein (Klöße, Knödel).</h2>
-
-
-<h3>61. Butterknöpflein.</h3>
-
-<p>Ein halb Pfund zerlassene Butter rührt man recht schaumig, nimmt 6 Eier
-und zu jedem eine Hand voll geriebenes Mutschelmehl und einen Kochlöffel
-voll feines Mehl (dieses wird aber nur nach und nach, nicht auf einmal,
-zu der Butter gerührt), macht Knödel, so groß wie eine Welschnuß, die in
-kochender Fleischbrühe gesotten werden. Man kann sie in die Suppe geben.</p>
-
-
-<h3>62. Markknöpflein.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Ochsenmark läßt man verlaufen, gießt es durch ein
-Haarsieb auf kaltes Wasser, rührt es mit dem Wasser eine Viertelstunde,
-gießt das leztere ab, läßt das Fett verlaufen, rührt es noch einmal
-mit Wasser, bis es ganz weiß ist, schlägt nach und nach 5 Eier daran,
-mit jedem derselben eine Hand voll geriebenes Mutschel- (Geigen-) Mehl,
-läßt Alles eine halbe Stunde stehen, legt kleine Knödel von dem Teig in
-kochende Fleischbrühe, läßt sie eine halbe Viertelstunde kochen und gibt
-sie in die Suppe.</p>
-
-
-<h3>63. Bechemelle.</h3>
-
-<p>Kalbfleisch wird in kleine Stückchen geschnitten, in einer Casserolle
-mit einem Stück Butter, Zwiebel, gelben Rüben und Sellerie weich
-gedämpft, dann thut man 3 Hände voll Mehl dazu, läßt es nochmals
-miteinander dämpfen, treibt Alles durch einen Seiher, schlägt 4 Eier
-daran, rührt es mit Salz und Muskatnuß recht untereinander in einer
-Schüssel, bestreicht eine lange Form mit Butter, füllt die Masse hinein,
-siedet sie in Dunst, schneidet oder sticht Küchlein davon aus, wendet
-sie in Eiern und geriebenem Brod um und backt die Küchlein im Schmalz.</p>
-
-
-<h3>64. Gebackene Griesknöpflein.</h3>
-
-<p>4 bis 5 Hände voll Gries kocht man in einer halben Maas Milch eine
-Viertelstunde recht dick, rührt dann in einer Schüssel 4 Eier daran
-(aber nur nach und nach) und backt im heißen Schmalz kleine Knödeln
-davon.</p>
-
-
-<h3>65. Gezupfte Knöpflein.</h3>
-
-<p>Das Weiche von 3 Wecken wird zu kleinen Stückchen gezupft, ein halber
-Vierling zerlassene Butter darüber gegossen, 3 Eier, Salz, Muskatnuß
-damit verrührt, eine halbe Stunde stehen gelassen, und kleine Knödel, in
-der Größe einer Welschnuß, in halb Wasser halb Fleischbrühe von dem Teig
-eingelegt. Man gibt sie in die Suppe.</p>
-
-
-<h3>66. Bratknöpflein.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Kalbs- oder Rindsbrät wird, wenn es nicht schon vom Metzger
-mit Milch angemacht worden ist, mit einer halben Maas <span class="pagenum"><a id="page27"></a>Seite 27</span> Milch
-gerührt, das Gelbe von einer halben Citrone fein gewiegt, ein halber
-Vierling verlaufene Butter wird mit dem Brät noch einmal recht
-untereinander gerührt, die Knödel in laues Wasser eingelegt, aber nicht
-gekocht, sonst werden sie rauh; wenn sie einen weißen Schaum werfen,
-sind sie fertig. Man gibt sie in Fleischbrühe.</p>
-
-
-
-
-<h2>Ochsenfleisch.</h2>
-
-
-<h3>67. Ochsenfleisch gut zu sieden.</h3>
-
-<p>Es wird ein wenig geklopft, mit einem Bindfaden umwunden, mit kaltem
-Wasser an's Feuer gesezt und zugedeckt. Ist es Zeit zum Abschäumen, so
-nimmt man den Schaum so lange oben weg, bis es nicht mehr schäumt; dann
-schneidet man Zwiebeln, gelbe Rüben, Sellerie darein, und läßt es sehr
-langsam weich kochen. Eine halbe Stunde vor dem Anrichten wird es nach
-Belieben gesalzen.</p>
-
-<p>Es ist sehr gut, wenn man vor dem Anrichten des Fleisches einen
-Schöpflöffel voll Jus auf die Platte gießt, auf der man es auftragen
-will.</p>
-
-
-<h3>68. Ochsenfleisch auf englische Art.</h3>
-
-<p>Man siedet in 2 Maas Wasser ein Stück Ochsenfleisch von der Brust,
-schneidet 3 Zwiebeln dazu, auch 2 Lorbeerblätter, eine in Stückchen
-geschnittene Selleriewurzel, gelbe Rüben, ganze Nelken, und wenn das
-Fleisch halb weich ist, gießt man 3 Maas süßen Rahm dazu, läßt es darin
-vollends weich kochen, richtet es auf eine Platte an, zieht die Sauce
-durch ein Haarsieb darüber und garnirt die Platte mit Petersilie.</p>
-
-
-<h3>69. Ochsenfleisch auf englische Art.</h3>
-
-<p>Ein Stück von der Brust stellt man in einem Topfe zum Feuer, schäumt es
-gehörig ab, nimmt es, wenn es halb ausgekocht ist, aus dem Topfe auf
-ein Brett, schneidet die Knochen heraus, wickelt und bindet es fest
-zusammen, sezt es in einer Casserolle mit Speck, Zwiebeln, Sellerie,
-gelben Rüben, Salz und Pfeffer, Citronen und Nelken wieder an's Feuer,
-gießt ein Glas Wein und einen halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe
-daran, deckt die Casserolle zu und läßt es eine Stunde lang sieden. Ist
-das Fleisch weich, so nimmt man es aus der Casserolle und stellt es
-in einer Schüssel zur Wärme. Hierauf streut man ein wenig Mehl in die
-Casserolle, treibt die Fleischbrühe durch ein Haarsieb, gießt sie wieder
-in die erstere, legt das Fleisch wieder darein, thut das Gelbe von einer
-halben Citrone, fein gewiegt, so wie auch den Saft derselben in die
-Casserolle, und läßt das Fleisch auskochen.</p>
-
-
-<h3>70. Ochsenfleisch auf italienische Art.</h3>
-
-<p>Man spickt ein Stück Ochsenfleisch vom innern Schlägel, oder ein
-fettes Schwanzstück mit Speck und Schinken, wendet es im Salz <span class="pagenum"><a id="page28"></a>Seite 28</span>
-und Pfeffer um, legt nun das Fleisch in eine Casserolle, thut 2
-Lorbeerblätter, 3 Zwiebeln, gelbe Rüben, Sellerie dazu, stellt es auf
-ein starkes Kohlenfeuer, gießt 1 Schoppen Wein und eine halb Maas Wasser
-daran, läßt es 2 bis 3 Stunden so stehen, stößt ein Stück Speck, ein
-Stück Schinken, 2 Knoblauchszähnchen, Basilikum, Thimian, Estragon,
-Körbelkraut ganz fein; wenn das Fleisch weich ist, legt man es in eine
-andere Casserolle, nimmt das Fett von der Fleischbrühe ab, gießt die
-leztere wieder an das Fleisch, das Gestoßene auch dazu, nebst einem
-Schöpflöffel voll Jus, läßt nun Alles noch einmal miteinander aufkochen,
-richtet das Fleisch an und gießt die Sauce darüber. Die Franzosen und
-die Deutschen essen das Fleisch auf folgende Art gerne: Man läßt einen
-Kochlöffel voll Mehl in einem Stück Butter gelb anlaufen, gießt einen
-Schoppen Wein, einen Schöpflöffel voll gute Jus daran, läßt es stark
-mit dem Fleisch kochen, richtet dieses an, zieht die Sauce durch ein
-Haarsieb darüber und drückt den Saft von einer halben Citrone darauf.</p>
-
-
-<h3>71. Ochsenfleisch auf böhmische Art.</h3>
-
-<p>Ein Stück Ochsenfleisch von der Brust oder vom dicken Lappen reibt
-man mit Salz und Pfeffer gut ein und bratet es auf einem Rost, bis es
-halb gar ist, läßt es in einer Casserolle mit einem Schöpflöffel voll
-Fleischbrühe, weißem Bier, einem halben Schoppen Wein, etwas Essig, von
-einer halben Citrone das Gelbe fein gewiegt, den Saft derselben weich
-kochen, schneidet 2 Loth abgezogene Mandeln der Länge nach, reibt ein
-Stück braunen Lebkuchen, und thut dieses nebst ein wenig Zucker auch
-zu dem Fleisch; richtet dieses auf einer Platte an und gießt die Sauce
-darüber.</p>
-
-
-<h3>72. Ochsenfleisch auf polnische Art.</h3>
-
-<p>Man legt ein Stück Ochsenfleisch, welches man will, in ein Geschirr,
-thut ein paar Zwiebeln, wovon eine mit 4 Nelken besteckt wird, eine
-Selleriewurzel, ein Lorbeerblatt und ein wenig Muskatblüthe dazu,
-bedeckt das Fleisch mit Speck, salzt es, gießt 2 Schöpflöffel voll
-Wasser daran und läßt es langsam miteinander sieden. Hierauf bindet man
-einige Wirsingköpfe, nachdem sie gereinigt worden, mit Bindfaden fest
-zusammen, daß sie ganz bleiben, brüht sie ein wenig ab, legt sie eine
-Weile in frisches Wasser und dann zu dem Ochsenfleisch, wenn dieses
-etwas weich ist. Man läßt nun Alles miteinander so lange kochen bis nur
-noch ein wenig Jus bei dem Fleisch ist, legt dieses auf eine Platte,
-läßt den Wirsing auf einem Sieb ablaufen, nimmt die Bindfäden weg, legt
-die Köpfe um das Fleisch herum und gießt ein wenig Jus über das Essen.</p>
-
-
-<h3>73. Ochsenfleisch mit feinen Kräutern.</h3>
-
-<p>Man kocht ein beliebiges Stück Ochsenfleisch weich. Nun wiegt man 6
-Schalottenzwiebeln, das Gelbe und das Mark von einer Citrone, Basilikum,
-Thimian, Estragon, 2 Löffel voll Kapern recht <span class="pagenum"><a id="page29"></a>Seite 29</span> sein, dämpft
-das Gewiegte mit einem Stück Butter und 3 Fingern voll Mehl, legt das
-Fleisch auf die Kräuter, läßt Alles noch eine halbe Stunde miteinander
-dämpfen, gießt einen halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe daran,
-richtet die Kräuter auf eine Platte an, legt das Fleisch darauf und
-bestreicht es mit zerlassener Consommé.</p>
-
-
-<h3>74. Ochsenfleisch mit Kräutersauce.</h3>
-
-<p>Ein gutes Stück Ochsenfleisch schneidet man in fingerdicke Stückchen,
-klopft sie ein wenig und legt sie mit einem Stück Butter in eine
-Casserolle. Von einer Citrone wird das Gelbe fein gewiegt mit dem Mark,
-nur die weiße Haut bleibt weg; dann reibt man eine Hand voll schwarzes
-Brod, wiegt eine Hand voll Körbel mit Petersilie und Sellerie recht
-fein, mengt es unter das geriebene Brod und thut es zum Fleisch, zu
-welchem noch ein Schoppen rother Wein und ein Schöpflöffel voll Jus
-oder Fleischbrühe gegossen, und Salz, Pfeffer und Muskatnuß, aber sehr
-wenig, gethan werden. So sezt man es zum Feuer und läßt es eine Stunde
-lang kochen. Nach dem Anrichten gießt man die Sauce darüber. &#8211; Alles
-Fleisch, was auf diese oder ähnliche Art zubereitet wird, ist
-schmackhafter, wenn man es nicht zu lange kochen läßt und nicht stark
-salzt.</p>
-
-
-<h3>75. Ochsenfleisch anderer Art.</h3>
-
-<p>Man läßt ein Stück vom Brustkern weich kochen, nimmt es alsdann heraus,
-bestreut es mit Salz und Pfeffer, legt es auf einen Rost, übergießt
-es mit zerlaufener Butter und Citronensaft, läßt es schön gelb braten
-und richtet es auf eine Platte an. Dazu kann man Meerrettig geben oder
-darüber anrichten.</p>
-
-
-<h3>76. Ochsenfleisch anderer Art.</h3>
-
-<p>Man spickt ein Stück Ochsenfleisch mit Speck und Schinken, legt die
-Hälfte von folgenden Kräutern in eine Casserolle, das Fleisch darauf
-und auf dieses die andere Hälfte der Kräuter, als: Petersilie, Thimian,
-Basilikum, Selleriekraut, eine ganze Citrone in Blätter geschnitten,
-Lorbeerblätter, gießt auch etwas Provenceröl über das Fleisch, läßt es
-über Nacht in den Kräutern liegen, gießt den andern Tag Wasser daran,
-läßt das Fleisch auf Kohlen weich kochen, richtet es dann an, zieht die
-Jus durch ein Haarsieb darüber und garnirt es mit Petersilie.</p>
-
-
-<h3>77. Ochsenfleisch anderer Art.</h3>
-
-<p>Man nimmt ein Stück Ochsenfleisch von den Rippen, oder die sogenannte
-Herrenmaus, schneidet die Knochen davon hübsch ab und legt das Fleisch
-in eine Casserolle, in welcher ein Stück Fett, was es auch für Fett seyn
-mag, zergangen ist, thut allerlei Kräuter und Wurzeln dazu, gießt ein
-Glas Wein, ein halbes Glas Essig, einen halben Löffel voll Fleischbrühe
-oder Wasser daran und läßt es auf <span class="pagenum"><a id="page30"></a>Seite 30</span> schwachem Kohlenfeuer langsam
-kochen. Während des Kochens wendet man es öfters um, nimmt, wenn es
-fertig ist, das Fett ab, gießt noch einen Löffel voll Fleischbrühe
-daran, treibt die Brühe durch ein Haarsieb, läßt es noch einmal in der
-Casserolle aufkochen, und thut beim Anrichten noch Citronen dazu.</p>
-
-
-<h3>78. Gebratenes Ochsenfleisch.</h3>
-
-<p>Ein Rippenstück, oder ein Stück vom Brustkern, überhaupt ein gutes,
-saftiges Stück Ochsenfleisch, am besten der dicke Lappen, wird mit Salz
-und Pfeffer eingerieben und am Spieße, oder, wenn man keinen hat, in
-Butterpapier eingebunden und im Ofen gebraten. Zu diesem Behufe sezt man
-das Fleisch in einer Bratpfanne mit Zwiebeln, Citronen, Lorbeerblättern,
-Nelken, Pfeffer zu, gießt ein Glas Wein und ein halbes Glas Essig, einen
-halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe oder Wasser daran und läßt es
-schön gelb braten, indem man es öfters mit der Sauce übergießt. Eine
-halbe Stunde vor dem Anrichten gießt man die Brühe ab und schöpft das
-Fett herunter und schüttet sie wieder in die Bratpfanne (man kann auch,
-wenn man will, ein Glas Madeirawein daran gießen), läßt es noch einmal
-aufkochen und richtet es auf eine Platte an. Die Sauce wird extra dazu
-gegeben.</p>
-
-
-<h3>79. Ochsenfleisch mit einer Kruste.</h3>
-
-<p>Hiezu nimmt man den Brustkern oder das Rippenstück, haut den Lappen
-unten weg, siedet es recht weich und macht Krebsbutter, wie sie hier
-öfters beschrieben wird. Hierauf sezt man ein Viertelpfund Reis in einer
-Casserolle mit ein wenig fetter Fleischbrühe zu, läßt ihn aufquellen,
-gießt wieder ein wenig Fleischbrühe daran, und wenn er weich ist, stoßt
-man ihn in einem Mörser zu Brei, thut ihn in eine Schüssel, reibt ein
-Viertelpfund Parmesankäs daran, ein Viertelpfund Krebsbutter, drei Stück
-ausgewaschene, ausgegräthete Sardellen, welche in einem Mörser gestoßen
-wurden, rührt dieses Alles eine halbe Viertelstunde miteinander, reibt
-das Ochsenfleisch auf einem Brett mit Salz, Pfeffer, Muskatblüthe
-ein, streicht von dem Reis Messerrücken dick auf das Ochsenfleisch,
-sowohl an die Seiten als auch oben, legt das Fleisch in eine Bratpfanne
-auf Hölzchen, läßt es im Ofen schön gelb braten und gießt noch einen
-Eßlöffel voll Bratenbrühe daran.</p>
-
-
-<h3>80. Ochsenfleisch mit Trüffeln.</h3>
-
-<p>Das Ochsenfleisch wird in einer Casserolle oder im Ofen schön
-abgebraten. Dann werden Kartoffeln roh geschält und sauber gewaschen,
-mit einem Stücke Butter halb weich gekocht und dann mit 1 Schoppen
-sauern Rahm übergossen. Mittlerweile werden 3 bis 4 große Trüffeln mit
-einer Bürste sauber abgewaschen, die rauhe Haut davon abgeschnitten, die
-Trüffeln in dünne Stückchen geschnitten und unter die Kartoffeln gethan.
-Sodann läßt man dieselben noch eine <span class="pagenum"><a id="page31"></a>Seite 31</span> Viertelstunde kochen,
-richtet auf eine Platte an, legt das Fleisch darauf und gießt noch etwas
-von der Sauce über das Fleisch.</p>
-
-
-<h3>81. Ochsenfleisch mit Sauerampfer.</h3>
-
-<p>Ein saftiges Stück Ochsenfleisch sezt man mit kaltem Wasser ans Feuer;
-ist es gar geworden, nimmt man es aus dem Topfe auf ein Brett, reibt es
-mit Salz und Pfeffer ein, reinigt 4 Sardellen, sticht mit einem Messer
-Löcher in das Fleisch und thut je in ein Loch eine Sardelle mit einem
-Stückchen Citrone. In eine Casserolle kommt ein großes Stück Fett,
-geschnittene Zwiebel und das Fleisch darauf, das man im Ofen schön gelb
-braten läßt. Die Sauerampfer brüht man mit kochendem Wasser an, läßt
-sie eine Viertelstunde stehen, drückt sie aus und wiegt sie fein. Dann
-kommt ein Stück Butter in eine Casserolle, darauf gewiegte Zwiebel,
-Petersilie und ein Kochlöffel voll Mehl; wenn dieß Alles angezogen hat,
-thut man die Sauerampfer dazu und wendet Alles um; dann kommt geriebene
-Muskatnuß, Salz und Pfeffer nach Belieben, auch ein Löffel voll
-Fleischbrühe daran; nachdem man es noch einmal hat aufkochen lassen,
-richtet man es auf eine Platte an und legt das gebratene Fleisch darauf.
-Die Sauce kann auch besonders gegeben werden.</p>
-
-
-<h3>82. Gefülltes Ochsenfleisch.</h3>
-
-<p>Ein Stück von der dünnen Brust oder vom Lappen schneidet man in der
-Mitte auf und macht folgende Fülle dazu: für 1 Kreuzer weißes Brod wird
-am Reibeisen abgerieben und feine Suppenschnittchen davon geschnitten,
-die man mit siedender Fleischbrühe so angießt, daß sie nur feucht und
-weich davon werden; mit diesen Schnittchen vermengt man ein halbes Pfund
-gut durchgearbeitetes Schweinsbrät und thut Pfeffer und Muskatnuß dazu.
-Von diesem Brät wird die Hälfte auf das Fleisch gelegt und auf das
-Fleisch und das Brät kommt noch ein halber Vierling sauber gewaschener
-Sardellen. Die andere Hälfte des Bräts wird über eine Mengung von
-Kapern, Oliven, Champignons und klein gewiegten Citronenschalen
-geschlagen, zusammengerollt, in ein weißes Tuch gebunden, dieses
-zugenäht und in einer Casserolle mit zwei Theilen Wasser, einem Theil
-Wein und einem Theil Essig 2 Stunden lang gekocht, wonach das Fleisch
-noch schön weiß bleiben muß. Man kann eine Rahm- oder eine Trüffelsauce
-dazu geben.</p>
-
-
-
-
-<h2>Saucen zum Ochsenfleisch.</h2>
-
-
-<h3>83. Zwiebelsauce.</h3>
-
-<p>2 große Hände voll Schalottenzwiebeln dämpft man in einer kleinen
-Casserolle, nebst einem Stück Butter und etwas Zucker, so lange bis die
-Zwiebeln gelb sind. Dann streut man 3 Finger voll Mehl <span class="pagenum"><a id="page32"></a>Seite 32</span> auf die
-Zwiebeln, thut etwas Essig, Fleischbrühe, Pfeffer daran und läßt es
-miteinander kochen bis es Zeit zum Anrichten ist.</p>
-
-
-<h3>84. Zwiebelsauce anderer Art.</h3>
-
-<p>Man läßt ein Stück Schmalz in einer Casserolle recht heiß werden,
-thut ungefähr 1 Loth Zucker darein, läßt es so lange auf dem Feuer
-bis der Zucker recht braun aussieht, dann wirft man eine Hand voll
-fein geschnittene Zwiebeln darein, bräunt diese ganz dunkel, rührt 2
-Kochlöffel voll Mehl, einen Schöpflöffel voll Fleischbrühe und etwas
-guten Essig daran, zieht Alles durch ein Haarsieb, thut den Saft und das
-Gelbe einer halben Citrone dazu, nebst etwas Pfeffer, Nelken und einem
-Lorbeerblatt.</p>
-
-
-<h3>85. Kalte Senfsauce.</h3>
-
-<p>Eine Hand voll Körbelkraut, sauber gewaschen und gepuzt, eben so viel
-Petersilie und etwas Estragon, wiegt man zusammen recht fein, drückt von
-6 hartgesottenen Eiern das Gelbe durch ein Haarsieb, thut Alles zusammen
-in eine Schüssel, 2 Eßlöffel voll Senf dazu, Salz und Pfeffer, 2 Löffel
-voll Provenceröl, guten Kräuteressig und macht es miteinander an.</p>
-
-
-<h3>86. Warme Senfsauce.</h3>
-
-<p>Man läßt in einer Casserolle mit einem Stück Butter eine gewiegte
-Zwiebel mit etwas Citrone ein wenig anlaufen, streut einen kleinen
-Löffel voll Mehl daran, läßt es ein paar Minuten dämpfen, gießt einen
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe dazu und einen Eßlöffel voll Senf, läßt
-es mit einander aufkochen, schlägt 2 Eiergelb in ein Geschirr, thut
-einen Eßlöffel voll kaltes Wasser daran und zieht die Sauce langsam
-durch ein Haarsieb an die Eier.</p>
-
-
-<h3>87. Kalte Kräutersauce.</h3>
-
-<p>Eine Hand voll Schnittlauch schneidet man recht fein, wiegt eine Hand
-voll Körbelkraut, eben so viel Petersilie, 2 Schalottenzwiebeln recht
-fein zusammen, rührt 2 hartgesottene Eiergelb mit Essig und Oel ganz
-glatt, Salz und Pfeffer nach Belieben, das Gewiegte dazu, richtet es in
-eine Sauceschüssel an und gibt es zum Rindfleisch.</p>
-
-
-<h3>88. Meerrettig.</h3>
-
-<p>An den geriebenen Meerrettig gießt man Essig, damit er nicht blau wird,
-versüßt ihn mit Zucker und gibt ihn zum Ochsenfleisch.</p>
-
-
-<h3>89. Gekochter Meerrettig.</h3>
-
-<p>2 Loth Butter läßt man in einer kleinen Kachel zerlaufen, nimmt einen
-Kochlöffel voll Mehl dazu, den Meerrettig darein, dämpft Alles 3 Minuten
-miteinander, rührt ihn dann mit 3 Löffeln voll süßem Rahm glatt und
-macht ihn mit Fleischbrühe in der Dicke zurecht.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page33"></a>Seite 33</span> 90. Meerrettig mit Mandeln.</h3>
-
-<p>Guter geriebener Meerrettig und 2 Loth abgezogene, fein gestoßene
-Mandeln werden in einer Casserolle mit 2 Loth Butter, 1 Loth Zucker und
-ein wenig Rahm oder Milch aufgekocht.</p>
-
-<p>Man kann den Meerrettig zu Fischen, Gänsen und Enten geben.</p>
-
-
-
-
-<h2>Pastetchen.</h2>
-
-
-<h3>91. Häringspastetchen.</h3>
-
-<p>Man wellt mürben <a href="#butei1">Butterteig</a> messerrückendick aus, legt blecherne
-Pastetenmödelchen damit aus (zu 12 Törtchen müssen 24 Fleckchen
-ausgestoßen werden), bestreicht 12 davon mit Wasser, die andern
-sticht man mit einem runden Mödelchen aus, legt sie umgekehrt auf das
-Bestrichene und macht fort bis alle bedeckt sind, stupft sie mit einem
-heißen Messer ein wenig, bestreicht sie mit Eiergelb und backt sie gelb
-im Ofen. Sodann macht man folgende Fülle darein: gereinigte Häringe
-wiegt man nicht zu fein; ferner wiegt man eine Hand voll Zwiebeln und
-Petersilie, nebst dem Gelben von einer Citrone fein und dämpft das
-Gewiegte mit hühnereigroß Butter in einer Casserolle eine Zeit lang,
-legt die Häringe dazu, wendet es einige Mal um und gießt ein paar
-Eßlöffel voll Fleischbrühe daran. Ist es Zeit zum Anrichten, so legt
-man von der Masse einen Kaffeelöffel voll in die Pastete und deckt den
-Deckel darauf, dann thut man sie auf eine Platte und gibt sie nach der
-Suppe zur Tafel.</p>
-
-
-<h3>92. Gerührte Rahmpastetchen.</h3>
-
-<p>Man rührt 3 Loth Butter mit 1 Schoppen sauren Rahm leicht, rührt
-6 Eiergelb daran, eine halbe Muskatnuß, 1 Messerspitze voll Salz,
-den Schnee von den 6 Eierweiß, mischt 6 Loth Mehl unter die Masse,
-bestreicht kleine Pastetenmödelchen mit Butter, füllt die Masse darein
-und backt die Pastetchen gelb. Man kann sie zu Rothwildbret und zu
-eingemachtem Kalbfleisch geben.</p>
-
-
-<h3>93. Fülle zu Pastetchen auf französische Art.</h3>
-
-<p>1 Pfund abgehäutetes Kalbfleisch, ein halbes Pfund Ochsennierenfett
-und die Schale einer Citrone hackt man miteinander wie einen Teig,
-nimmt den Saft der Citrone und gedämpfte Zwiebeln dazu, so wie einen
-abgeriebenen, eingeweichten und ausgedrückten Wecken. Nun kommt Alles
-in einen Reibstein, wird mit 4 Eiern, 1 Messerspitze voll gestoßenem
-Pfeffer, eben so viel Muskatnuß und Zimmt, 2 Eßlöffeln voll kaltem
-Wasser ganz schaumig gerührt. Man macht nun einen <a href="#butei1">Butterteig</a>, wellt ihn
-2 Messerrücken dick aus, legt ihn auf ein schwarzes, mit Mehl bestreutes
-Blech, macht einen runden Boden davon, belegt diesen mit Speck, thut
-das Gewiegte darauf, belegt <span class="pagenum"><a id="page34"></a>Seite 34</span> die Pastete oben wieder mit Speck,
-läßt aber einen 2 Finger breiten Rand leer, macht einen Deckel von dem
-Butterteig darüber, bestreicht ihn mit kaltem Wasser, faßt den Deckel
-mit einem 2 Finger breiten Reif von Butterteig ein, schneidet allerlei
-Blumen mit einem warmen Messer darein, bestreicht ihn mit Eiern, backt
-die Pastete und gibt sie kalt zu Tische.</p>
-
-
-
-
-<h2>Gemüse.</h2>
-
-
-<h3><a id="no94" name="no94">94</a>. Bohnen.</h3>
-
-<p>Den Bohnen werden die Fäden abgezogen und sie 1 oder 2 Mal gespalten,
-dann werden sie mit kochendem Wasser zugesezt, weich gekocht, das Wasser
-abgeschüttet und die Bohnen mit heißer Butter und Zwiebeln geschmälzt.
-Vor dem Auftragen kommt noch Pfeffer und Muskatnuß dazu; wenn man will,
-auch ein paar Eßlöffel voll Jus.</p>
-
-
-<h3>95. Bohnen auf englische Art.</h3>
-
-<p>Die Bohnen werden ebenfalls gekocht, wie bei No. <a href="#no94">94</a>, nur mit dem
-Unterschied, daß sie nicht so weich gekocht werden, wie die vorigen;
-hierauf werden in einer Casserolle Zwiebeln und Petersilie in einem
-Stück Butter gedämpft, dann die Bohnen dazu gethan und Alles vollends
-mit einander weich gedämpft. Sind die Bohnen weich, so streut man ein
-wenig Mehl darauf, ein wenig Fleischbrühe, Muskatnuß und etwas Zucker.
-Die Bohnen sind auf diese Art sehr schmackhaft und gut.</p>
-
-
-<h3>96. Bohnen auf gewöhnliche Art.</h3>
-
-<p>Die Bohnen werden ebenfalls geputzt, gewaschen und mit kochendem Wasser
-ans Feuer gesezt. Sind sie weich, so werden sie abgeschüttet, man nimmt
-ein Stück Fett in eine Pfanne, röstet 2 Löffel voll Mehl braun darin und
-thut Zwiebeln, Petersilie und Bohnenkraut dazu; dieses wird mit einem
-halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe abgelöscht und damit aufgekocht.
-Man schüttet dieses an die Bohnen und läßt sie noch eine halbe Stunde
-kochen.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Die Gemüse sind sehr schmackhaft und gut, wenn sie
-alle mit kochendem Wasser ans Feuer gesezt werden. Sie behalten dann
-die schöne grüne Farbe.</p>
-
-
-<h3>97. Erbsen.</h3>
-
-<p>Die Erbsen werden ausgelesen, über Nacht in kaltes Wasser gelegt,
-gewaschen, mit kaltem Wasser zugesezt, weich gekocht, durch einen Seiher
-getrieben, in einem Stück Butter oder Schweinsfett ein wenig Mehl
-geröstet, an die Erbsen geschüttet und nochmals mit diesem aufgekocht.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page35"></a>Seite 35</span> 98. Brockelerbsen.</h3>
-
-<p>Die Brockelerbsen werden ausgemacht, ausgelesen, daß die von Würmern
-angefressenen Erbsen wegkommen, Petersilie und Zwiebel in einer
-Casserolle mit einem Stück Butter gedämpft, die Brockelerbsen dazu
-gethan und Alles weich gedämpft; dann streut man ein wenig Mehl darüber,
-gießt etwas Fleischbrühe daran und läßt sie eine Viertelstunde kochen.</p>
-
-
-<h3>99. Brockelerbsen mit Hühnern <span class="ftsize95">(für eine Tafel von 40 Personen)</span>.</h3>
-
-<p>Die Brockelerbsen werden in einer Casserolle mit einem Stück Butter,
-einer Hand voll gewiegter Petersilie und Zwiebel eine halbe Stunde
-gedämpft; dann werden 6 sauber gepuzte junge Hühner auch eine halbe
-Stunde lang gedämpft, der Saft von den Hühnern wird an die Brockelerbsen
-gethan, ein kleiner Kochlöffel voll Mehl, nebst 2 Loth Zucker dazu; man
-läßt es miteinander aufkochen, schneidet die Brust und die Schlägelchen
-von den Hühnern weg, richtet die Brockelerbsen auf eine Platte an,
-garnirt sie mit den Hühnern und streicht sie mit zerlassenem Consommé an.</p>
-
-
-<h3>100. Linsen mit Fasan.</h3>
-
-<p>Man bratet den Fasan halbgar (siehe unter <a href="#brat1">Braten</a>), läßt ein Achtel gute
-böhmische Linsen, welche sauber gelesen und gewaschen worden sind, im
-Salzwasser weich kochen, treibt sie durch einen Seiher, gießt ein Glas
-Essig daran und thut die Hälfte von den Linsen in eine Schüssel, legt
-den Fasan, dem man die Brust sammt Schenkeln und Schlägeln ausschneidet,
-auch in die Schüssel, die andere Hälfte von den Linsen darüber, stellt
-sie in ein Bratrohr und läßt sie eine Kruste ziehen.</p>
-
-
-<h3>101. Hopfen mit Kalbshirn.</h3>
-
-<p>2 bis 3 Hände voll in Büscheln gebundene Hopfen werden mit einer Hand
-voll Salz weich gekocht. Sodann werden 4 Kalbshirn in einer Pfanne mit
-halb Essig halb Wasser so gesotten, daß nur ein einziger Sud darüber
-geht. Petersilie und Körbelkraut, je eine Hand voll, Schnittlauch,
-Schalottenzwiebeln werden gewiegt und in einer Casserolle, worin
-zerlaufene Butter ist, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuß und dem Hirn eine
-Viertelstunde lang gedämpft; nach diesem ein wenig Fleischbrühe, der
-Saft von einer halben Citrone daran gegossen, 3 Finger voll Mehl daran
-gestreut und das Ganze ein wenig gerüttelt. Beim Anrichten wird das Hirn
-mitten auf die Platte, um das Hirn her der Hopfen gelegt und die Sauce
-darüber gegossen.</p>
-
-
-<h3>102. Kartoffelbrei.</h3>
-
-<p>Weiße Kartoffeln schält man roh ab, thut ein Stück Butter in eine
-Casserolle, die Kartoffeln dazu, einen Schöpflöffel voll Wasser daran
-und läßt sie darin weich kochen; dann reibt man sie durch ein <span class="pagenum"><a id="page36"></a>Seite 36</span>
-Haarsieb, thut sie wieder in eine Casserolle, gießt eine halbe Maas
-Milch dazu und ein Stück Butter, rührt den Brei eine Viertelstunde
-miteinander und stellt ihn wieder auf Kohlen, daß er heiß wird. Beim
-Anrichten läßt man Butter in einem Pfännchen heiß werden, richtet den
-Kartoffelbrei auf eine Platte an und gießt die Butter darüber.</p>
-
-
-<h3>103. Gefüllte Kartoffeln.</h3>
-
-<p>Man sucht schöne gleiche Kartoffeln von mittlerer Größe aus, schält
-sie ab, schneidet oben ein Deckelchen weg, höhlt sie aus und macht
-folgende Fülle: einen halben Vierling geschnittenen Speck läßt man in
-einer kleinen Kachel zergehen und dämpft fein gewiegte Zwiebeln und
-Petersilie darin, dann kommt noch ein abgeriebener, eingeweichter,
-fest ausgedrückter Wecken dazu, ein halbes Pfund fein gewiegtes
-übriggebliebenes Fleisch, 2 bis 3 Eier, Salz, Muskatnuß, Pfeffer,
-Citronen und Citronensaft; die Kartoffeln werden damit ausgefüllt, das
-Deckelchen oben darüber gedeckt und in einer Bratpfanne mit einem Stück
-Butter weich gekocht. (Es ist noch besser, wenn man einen Deckel mit
-Kohlen auf die Bratpfanne sezt.)</p>
-
-
-<h3>104. Kartoffeln mit Schinken.</h3>
-
-<p>Die Kartoffeln werden roh geschält und zu einem Stück Butter in eine
-Casserolle gethan; man gießt etwas Milch dazu, läßt sie darin weich
-dämpfen, wiegt ein halbes Pfund Schinken, thut ihn unter die Kartoffeln,
-thut noch einen halben Schoppen sauren Rahm, Salz und Muskatnuß daran,
-schüttelt Alles durcheinander (man darf es aber nicht rühren) und läßt
-es vollends auskochen.</p>
-
-
-<h3>105. Kartoffeln mit Häring.</h3>
-
-<p>Man siedet gute Kartoffeln nicht sehr weich, schält sie, schneidet sie
-in kleine Stückchen, drückt von 6 hartgesottenen Eiern das Gelbe durch
-ein Haarsieb an einen halben Schoppen sauren Rahm, thut Salz und Pfeffer
-dazu, rührt Alles gut durcheinander, bestreicht eine Platte mit Butter,
-überlegt sie mit den geschnittenen Kartoffeln, darauf mit etwas Häring
-und dann mit etwas von den gerührten Eiern; so macht man fort bis Alles
-auf der Platte ist, legt oben darauf etwas Butter und stellt die Platte
-in ein Bratrohr, daß die Speise oben gelb wird.</p>
-
-
-<h3>106. Karviol.</h3>
-
-<p>Die Blumen werden vom Stängel genommen, abgezogen und im Salzwasser
-weich gekocht. Man macht folgende Sauce daran: 3 Kochlöffel voll Mehl
-rührt man in einer Casserolle mit kaltem Wasser glatt, 3 Eier und ein
-Stückchen Butter dazu, Salz und Muskatnuß darein; diese Sauce richtet
-man über den Karviol an.</p>
-
-
-<h3>107. Karviol anderer Art.</h3>
-
-<p>Der Karviol wird ebenso behandelt, wie der vorige. Man siedet 25 Krebse,
-löst die Schwänze ab, das Uebrige stößt man im <span class="pagenum"><a id="page37"></a>Seite 37</span> Mörser ganz
-fein mit Butter, läßt es in einer Casserolle in einem Stück Butter so
-lange dämpfen, bis es einen Schaum wirft, dann läßt man es mit Wasser
-oder Fleischbrühe dämpfen, nimmt die Krebsbutter ab, röstet diese in
-einer Casserolle mit 2 Löffeln voll Mehl, löscht sie mit kaltem Wasser
-ab und läßt sie mit Fleischbrühe aufkochen. Dann werden 2 Eier in einem
-Geschirr verklopft, von der Krebsbrühe daran gegossen und Alles über den
-Karviol geschüttet.</p>
-
-
-<h3>108. Kohl oder Wirsing.</h3>
-
-<p>Der Kohl wird verlesen, die Rippen davon geschnitten, dann wird er
-im Salzwasser weich gesotten, in einen Durchschlag geschüttet, daß
-das Wasser ablauft, und wenn er auf der Platte ist, mit Zwiebeln und
-Petersilie, welche mit einem Stück Butter gedämpft worden, abgeschmälzt.</p>
-
-
-<h3>109. Wirsing anderer Art.</h3>
-
-<p>Der Wirsing wird verlesen, die Rippen davon geschnitten, gewaschen,
-eine Viertelstunde in einem Stück Butter mit Zwiebeln und Petersilie
-gedämpft, ein wenig Mehl, Pfeffer und Muskatnuß darauf gestreut und
-Fleischbrühe daran gegossen.</p>
-
-
-<h3>110. Wirsing mit geräuchertem Fleisch und Feldhühnern.</h3>
-
-<p>Der Wirsing wird wie blaues Kraut gekocht, die Feldhühner ganz
-servirt und etwas geräuchertes Fleisch dazu gegeben, damit er desto
-schmackhafter ist.</p>
-
-
-<h3>111. Wirsing mit Schweinsfüßen und Ohren.</h3>
-
-<p>Der Strunk und die Rippen werden vom Wirsing geschnitten, dann läßt
-man ihn im kochenden Wasser nur 2 Sud thun, legt ihn in kaltes Wasser,
-nimmt ein Stück Butter oder Schweinsfett in eine Casserolle, wiegt
-einige Schalottenzwiebeln, legt diese mit 2 Lorbeerblättern, 4 Nelken
-und den ausgedrückten, in 4 Theile geschnittenen Wirsingköpfen in
-die Casserolle, deckt sie zu und läßt sie auf Kohlen stark dämpfen.
-Man gießt nun einen Löffel voll Bouillon daran, legt ein Stück rohen
-Schinken dazu, läßt Alles mit einander weich kochen, thut noch ein Stück
-Butter und noch einen Kochlöffel voll Mehl daran, etwas Muskatnuß und
-Salz, richtet den Wirsing auf eine Platte an, zieht die Sauce, worin er
-kochte, durch ein Haarsieb an den Wirsing und garnirt die Platte mit
-Schweinsfüßen und Ohren.</p>
-
-
-<h3>112. Gefüllter Kohl.</h3>
-
-<p>Der Kohl wird verlesen, gewaschen und im Salzwasser gekocht. Man macht
-folgende Fülle: Fleisch, was man nun für welches hat, wiegt man, nebst
-Zwiebeln und Petersilie, fein, nimmt 2 abgeriebene, eingeweichte, fest
-ausgedrückte Wecken dazu, rührt 3 bis 4 Eier daran, taucht ein Tuch
-in kaltes Wasser, legt eins ums andere von den Kohlblättern darauf,
-streicht auf jedes einen Löffel voll von der <span class="pagenum"><a id="page38"></a>Seite 38</span> angegebenen Fülle,
-bindet das Tuch fest zusammen und kocht den Kohl so im Salzwasser weich.
-Man kann entweder eine Buttersauce daran machen, oder Jus dazu geben.</p>
-
-
-<h3>113. Rosenkohl.</h3>
-
-<p>Der Kohl wird sauber gepuzt, gewaschen, mit kochendem Wasser zugesezt,
-weich gekocht, in einen Durchschlag geschüttet, kaltes Wasser darüber
-gegossen, in einer Casserolle, worin Zwiebeln und Petersilie in einem
-Stücke Fett gedämpft worden, eine Viertelstunde gekocht, Mehl, Salz,
-Pfeffer, Muskatnuß, Fleischbrühe daran gethan und mit diesen vollends
-ausgekocht.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Bei dieser Art von Gemüsen ist das Mehlstreuen
-besser als das Rösten.</p>
-
-
-<h3>114. Winterkohl.</h3>
-
-<p>Der Kohl wird abgestreift, gewaschen, mit einem Stück Fett und kochendem
-Wasser beigesezt, weich gekocht, abgeschüttet und eine Viertelstunde
-in kaltem Wasser liegen gelassen; dann wird er fest ausgedrückt,
-nebst Zwiebeln fein gewiegt, in einer Casserolle mit einem Stück
-Schweins- oder Gänsefett, worin 3 Löffel voll Mehl geröstet worden,
-eine Viertelstunde gedämpft, ein Schöpflöffel voll Fleischbrühe daran
-gegossen, nebst Salz und Muskatnuß. &#8211; Man kann ihn, wenn er auf der
-Platte ist, mit glacirten Kastanien garniren.</p>
-
-
-<h3>115. Gedämpfte Kohlrabi.</h3>
-
-<p>Die Kohlrabi werden sauber geschält, fein geschnitten, gesalzen,
-zugedeckt, eine Stunde stehen gelassen, mit kochendem Wasser zugesezt,
-weich gekocht, abgeschüttet und kaltes Wasser daran gegossen, daß sie
-weiß bleiben; dann dämpft man in einer Casserolle mit einem Stück Butter
-fein gewiegte Zwiebeln und Petersilie, läßt die Kohlrabi eine Stunde
-darin kochen und streut 3 Finger voll Mehl darauf, rührt sie um und
-gießt 1 Löffel voll weiße Bouillon daran; auch Pfeffer und Muskatnuß.</p>
-
-
-<h3>116. Gefüllte Kohlrabi.</h3>
-
-<p>Man nimmt schöne, halb ausgewachsene, gleich große Kohlrabi, schält sie,
-schneidet das Herzblatt sammt dem Deckel oben weg, kocht sie weich,
-gießt sie durch ein Haarsieb ab und schüttet kaltes Wasser darüber. Nun
-höhlt man die Kohlrabi aus und macht folgende Fülle dazu: ein Stück
-kalter Braten wird gewiegt, ein eingeweichter und ausgedrückter Wecken,
-nebst 3 Eiern, Salz, Muskatnuß, fein gewiegten Zwiebeln und Petersilie
-miteinander vermengt, in einer Casserolle in einem Stück Butter
-gedämpft, die Kohlrabenköpfe damit angefüllt, in einer Bratpfanne mit
-ein wenig Fleischbrühe auf Kohlen gesezt, die abgeschnittenen Deckelchen
-wieder darauf gelegt, Alles noch ein wenig gedämpft und eine Buttersauce
-daran gemacht.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page39"></a>Seite 39</span> 117. Gelbe Bodenkohlrabi.</h3>
-
-<p>Diese werden geschält, gewaschen, in Blätter oder in viereckige
-Stückchen geschnitten, in einem Stück Butter weich gedämpft, Mehl darauf
-gestreut, Fleischbrühe daran gegossen und noch eine Weile gekocht; wenn
-man will, kann man auch ein wenig Zucker dazu nehmen.</p>
-
-
-<h3>118. Baierisch Kraut.</h3>
-
-<p>Dasselbe wird fein eingeschnitten, ein wenig gesalzen und mit einem
-Stück Schweinfett und Zwiebeln in einer Casserolle weich gedämpft; ist
-es weich, so gießt man ein halbes Glas Essig daran, ein Glas Wein, etwas
-Fleischbrühe, streut ein wenig Mehl darauf, macht es unter einander und
-läßt es auskochen.</p>
-
-
-<h3>119. Blaues Kraut.</h3>
-
-<p>Das Kraut wird fein eingeschnitten, in einer Casserolle eine
-feingeschnittene Zwiebel gedämpft, das Kraut dazu gethan, ein Gläschen
-Essig daran gegossen, eine Stunde lang gedämpft und wenn es recht weich
-ist, ein wenig Mehl darauf gestreut, Fleischbrühe daran geschüttet, und
-Zucker nach Belieben, noch ein halbes Glas Wein und Pfeffer und Salz
-nach Gutdünken daran gethan.</p>
-
-
-<h3>120. Weißes Kraut mit saurem Rahm.</h3>
-
-<p>Man sticht den Strunk von 2 bis 3 Krautköpfen aus, legt sie eine Stunde
-in frisches Wasser, kocht sie im Salzwasser halb weich, läßt sie in
-einem Seiher ablaufen, schneidet jeden Kopf in zwei Theile, bindet
-ihn mit Bindfaden wieder fest zusammen, legt das Kraut mit einem
-Stück Butter in eine Casserolle, thut gewiegte Zwiebeln, Petersilie,
-Körbelkraut, Estragon, Thimian und Basilikum dazu, auch ein Stück
-geräuchertes Fleisch, deckt die Casserolle zu, kehrt das Kraut öfters um
-und gießt etwas Jus daran, wenn es keinen Saft mehr haben sollte. Ist
-das Kraut nun bald weich, so streut man ein wenig Mehl darauf, salzt
-es, thut Muskatnuß und Pfeffer dazu, gießt eine halbe Stunde vor dem
-Serviren eine halbe Maas dicken, sauren Rahm daran, nimmt das Fleisch
-heraus, schneidet es in Stückchen, richtet das Kraut an, macht die
-Bindfäden los und garnirt es mit dem geräucherten Fleisch.</p>
-
-
-<h3>121. Gedämpftes weißes Kraut.</h3>
-
-<p>Das Kraut wird fein geschnitten, die Rippen davon genommen, ein
-Stück Butter und ein Stück Zucker, so groß wie ein Hühnerei, in eine
-Casserolle gethan; ist der Zucker und Butter schön gelb, so legt man
-das Kraut hinein, läßt es weich dämpfen, streut Mehl darauf, gießt
-einen halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe oder Jus daran und läßt es
-auskochen.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page40"></a>Seite 40</span> 122. Gefülltes weißes Kraut.</h3>
-
-<p>1 Kopf weißes Kraut wird in Salzwasser halb weich gekocht und eine Fülle
-von Folgendem dazu gemacht: zu 1 Pfund Schweinbrät wird 1 eingeweichte,
-fest ausgedrückte Wecke, Zwiebeln, Petersilie, fein gewiegt und 3-4
-Eier genommen, der Kopf bis auf das Herzblatt abgeblättert, 1 Löffel
-voll von der Fülle auf jedes Blatt gestrichen, der Kopf wie vorher
-zusammengemacht, mit einem Bindfaden fest gebunden, in eine Bratpfanne
-gesezt, ein wenig Fleischbrühe daran gegossen, im Ofen gebacken und
-entweder eine Buttersauce daran gemacht oder mit Jus gegeben.</p>
-
-
-<h3>123. Baierische Rüben.</h3>
-
-<p>Die Rüben werden rein gewaschen, geschabt, in einer Casserolle mit
-Schweinfett, ein wenig Fleischbrühe oder warmem Wasser eine Stunde
-gekocht, und wenn sie weich sind, legt man ein Stück Schweinefleisch
-dazu, röstet in einer Pfanne ein paar Löffel voll Mehl in einem Stück
-Fett braun, löscht es mit Fleischbrühe ab, rührt es glatt, schüttet es
-an die Rüben und läßt diese noch eine halbe Stunde kochen.</p>
-
-
-<h3>124. Baierische Rüben mit Kastanien.</h3>
-
-<p>Die Rüben werden, wenn sie gepuzt und geschnitten sind, im Zucker
-gebräunt, die Kastanien, gebraten mit einem Schweinsfuß und einem
-Schweinsohr, dazu gelegt; wenn Alles weich ist, schneidet man etliche
-gebratene Bratwürste in kleine Stückchen, nimmt sie auch dazu und
-richtet nun die Rüben an.</p>
-
-
-<h3>125. Gelbe Rüben.</h3>
-
-<p>Die gelben Rüben werden abgeschabt, lang und fein geschnitten und in
-einer Schüssel voll lauem Wasser mit der Hand gerieben, daß alles
-Unreine davon kommt. Dann werden sie mit einem Stück Butter in einer
-Casserolle nebst fein gewiegten Zwiebeln weich gedämpft, hierauf kleine
-geschälte Kartoffeln dazu gethan und Alles miteinander weich gekocht.
-Man schüttet etwas Fleischbrühe daran und beim Anrichten kommen die
-gelben Rüben mitten in die Platte, die Kartoffeln werden um die Platte
-herumgelegt.</p>
-
-
-<h3>126. Gelbe Rüben anderer Art.</h3>
-
-<p>Die Rüben werden ebenso wie die vorigen zubereitet; sie werden in einer
-Casserolle mit feingewiegten Zwiebeln und Petersilie in Butter weich
-gedämpft, ein halber Schoppen guter süßer Rahm daran gegossen, mit ein
-wenig Mehl und Zucker bestreut und so noch eine Viertelstunde gekocht.</p>
-
-
-<h3><a id="no127" name="no127">127</a>. Weiße Rüben.</h3>
-
-<p>Die Rüben werden abgeschabt, fein und lang geschnitten, wie geschnittene
-Nudeln, gewaschen und in einer Casserolle mit einem Stücke Fett weich
-gedämpft. Dann streut man ein wenig Mehl darüber und gießt 2 Eßlöffel
-voll sauren und eben so viel süßen Rahm daran.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page41"></a>Seite 41</span> 128. Weiße Rüben anderer Art.</h3>
-
-<p>Die Rüben werden ebenfalls wie bei No. <a href="#no127">127</a> vorbereitet; 3 Loth Zucker
-röstet man in einer Casserolle mit Fett schön gelb, thut die Rüben
-dazu und läßt sie eine Stunde lang kochen; sind sie weich, so streut
-man einen Löffel voll Mehl darüber und macht sie mit einem Kochlöffel
-untereinander, gießt einen Löffel voll Fleischbrühe daran und läßt sie
-noch eine Stunde kochen.</p>
-
-
-<h3>129. Weiße Rüben auf polnische Art.</h3>
-
-<p>Nachdem die Rüben geschält und geschnitten sind, werden sie im heißen
-Schmalz gebacken, in einer Casserolle mit Bouillon oder Jus gekocht, ein
-wenig Mehl darauf gestreut, Zucker dazu genommen und noch einmal mit
-aufgekocht. Man kann Carbonade, Schaf- oder Schweinefleisch dazu geben.</p>
-
-
-<h3>130. Sauerkraut mit saurem Rahm.</h3>
-
-<p>Man drückt das Kraut fest aus, legt ein Stück geschnittenen Speck, 2
-große Zwiebeln, fein geschnitten, und das Kraut in eine Casserolle,
-legt ein Stück von einem Hasen, einer wilden Ente, oder ein Stück
-geräuchertes Fleisch dazu und läßt Alles miteinander dämpfen; sollte das
-Kraut keinen Saft mehr haben, so muß saurer Rahm daran gegossen werden.
-Eine Viertelstunde vor dem Serviren streut man 3 Finger voll Mehl und 1
-Messerspitze voll Pfeffer auf das Kraut und gibt es mit dem Fleisch zu
-Tische.</p>
-
-
-<h3>131. Sauerkraut mit Hecht.</h3>
-
-<p>Das Sauerkraut wird mit Wein, Cognak oder Arak weich gekocht; dann läßt
-man es in einem Haarsieb gut ablaufen. Hat man einen übrig gebliebenen
-Hecht, so ist es gut, wo nicht, so siedet man einen solchen blau ab,
-gräthet ihn aus und schneidet ihn in kleine Stückchen. Frisch gesottene
-Kartoffeln werden nun geschält, in Scheiben geschnitten, und in ein
-Aufzugblech zuerst Kartoffeln, dann Kraut, dann der Hecht gelegt, wieder
-Kraut, oben darauf noch einmal Kartoffeln, und so fort, bis das Geschirr
-voll ist. Man rührt einen halben Vierling Butter und einen Kochlöffel
-voll Mehl mit einem Ei an, gießt dieses über das Kraut, backt es im Ofen
-und stürzt es vor dem Auftragen auf eine Platte.</p>
-
-
-<h3>132. Sauerkraut mit Lerchen.</h3>
-
-<p>Das Kraut wird mit Schweinfett, Zwiebeln und einer Bouteille Champagner
-weich gekocht; die Lerchen rupft man, nimmt die Augen heraus, steckt
-den Kopf auf die Brust, dreht die Füße, steckt 6-7 Lerchen an einen
-hölzernen Zweck und läßt sie in einer Casserolle mit einem Stück Fett,
-Zwiebeln, Lorbeer, ganzem Pfeffer und Nelken eine Stunde kochen. Wenn
-sie schön gelb sind, richtet man das Kraut an, legt die Lerchen schön
-darauf, aber so, daß man ihre Köpfe sehen kann, <span class="pagenum"><a id="page42"></a>Seite 42</span> und legt oben
-darauf wieder Kraut; doch müssen die Köpfe immer sichtbar bleiben.</p>
-
-
-<h3>133. Sauerkraut mit Feldhühnern.</h3>
-
-<p>Das Kraut wird in einer Casserolle mit Schweinfett, Zwiebeln und
-einem Glas Wein weich gekocht; die Feldhühner werden dressirt, in
-Speck eingebunden, Salz, Pfeffer, Citronen, Nelken, Muskatblüthe,
-Lorbeerblätter, Zwiebeln, gelbe Rüben, Sellerie und Citronenkraut dazu
-gelegt, ein wenig Fleischbrühe daran gegossen und in einer zugedeckten
-Casserolle eine Stunde lang gedämpft. Man nimmt nun den Deckel von der
-Casserolle, läßt die Hühner schön gelb braten, schneidet die Brust von
-ihnen ab, richtet das Kraut an, legt die Brüste schön darauf und gießt
-das Fett, worin sie gebraten wurden, über das Kraut.</p>
-
-
-<h3>134. Schwarzwurzeln.</h3>
-
-<p>Man schabt die Wurzeln sauber ab und legt sie in ein Geschirr mit
-kaltem Wasser, worein man eine Hand voll Mehl thut; sind die Wurzeln
-alle geschabt, so reibt man sie mit der Hand sauber aus (sie dürfen nur
-halbfingerlang geschnitten werden), thut sie in eine Casserolle, knetet
-einen halben Vierling Butter mit einer Hand voll Mehl, legt es auf die
-Schwarzwurzeln, gießt ein wenig Fleischbrühe, Salz und Muskatnuß nach
-Belieben daran und läßt sie weich kochen.</p>
-
-
-<h3>135. Schwarzwurzeln anderer Art.</h3>
-
-<p>Sie werden gewaschen, gepuzt, gereinigt und im Salzwasser weich
-gesotten; dann schält man Kartoffeln ab, schneidet sie in 4 Theile,
-nimmt ein Stück Butter in die Casserolle, die Kartoffeln und ein wenig
-süße Milch dazu und dämpft sie weich. Salz und Muskatnuß kommt auch
-daran. Ist Alles weich, so legt man die Schwarzwurzeln zu den Kartoffeln
-und gießt noch einen halben Schoppen sauren Rahm daran.</p>
-
-
-<h3>136. Gebackene Schwarzwurzeln.</h3>
-
-<p>Diese werden gepuzt, gewaschen, in fingerlange Stückchen geschnitten,
-im Salzwasser weich gekocht und folgender Teig gemacht: 2 Hände voll
-Mehl rührt man mit 1 Schoppen Weißbier oder Wein glatt, drückt die
-Schwarzwurzeln in diesen Teig, backt sie in einer Pfanne mit heißem
-Schmalz schön gelb und macht entweder eine Buttersauce dazu, oder gibt
-man sie trocken zum Spinat.</p>
-
-
-<h3>137. Spargeln.</h3>
-
-<p>Die Spargeln werden gepuzt, geschabt, das Weiße davon geschnitten, und
-in einer messingenen Pfanne in kochendem Wasser mit einer großen Hand
-voll Salz weich gekocht, auf eine Platte angerichtet und folgende Sauce
-dazu gemacht: 2 Kochlöffel voll Mehl rührt man in einer messingenen
-Pfanne mit kaltem Wasser glatt an, schlägt 3 Eiergelb darein, den
-Saft von einer halben Citrone, drei Löffel voll dicken sauren Rahm,
-Salz, Muskatnuß, etwas Fleischbrühe und läßt dieses <span class="pagenum"><a id="page43"></a>Seite 43</span> unter
-immerwährendem Rühren, damit es nicht gerinnt, auf den Kohlen aufkochen.</p>
-
-
-<h3>138. Spinat.</h3>
-
-<p>Der Spinat wird sauber gelesen und gewaschen, mit Salzwasser zugesezt
-und weich gekocht, eine Stunde in kaltes Wasser gelegt, fest
-ausgedrückt, mit einem Zwiebel fein gewiegt, 2 Löffel voll Mehl in einem
-Stück Butter hellgelb geröstet, der Spinat darin gedämpft, ein Löffel
-voll Fleischbrühe daran gegossen und so gekocht. (Muskatnuß kann man
-auch daran reiben.)</p>
-
-
-<h3>139. Fischpudding.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Fischbrät, ein eingeweichter, fest ausgedrückter Wecken, eine
-große, feingewiegte Zwiebel, welcher in <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Vierl. Butter gedämpft
-wurde, wird mit 3 Eiern eine Viertelstunde gerührt, <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Quart Milch,
-Salz und Muskatnuß dazu genommen, Alles noch einmal durcheinander
-gemacht, die Masse in ein nasses Tuch fest eingebunden, in kochendem
-Wasser eine Stunde gelassen und eine Brieschensauce dazu gemacht. &#8211; Ein
-Brieschen wird gereinigt, mit einer Zwiebel und dem Gelben von einer
-Citrone fein gewiegt, in einer Casserolle mit einem Stück Butter
-und dem Gewiegten gedämpft, ein halber Kochlöffel voll Mehl darauf
-gestreut, mit kaltem Wasser glatt gerührt, mit einem Löffel voll guter
-Fleischbrühe aufgekocht, Salz und der Saft von einer halben Citrone
-dazu genommen, der Pudding auf die Platte gelegt und die Sauce darüber
-gegossen. &#8211; Fischbrät wird auf folgende Art gemacht: Man schuppt und
-puzt den Fisch sauber, schabt das Fleisch von den Gräten, legt es ein
-wenig in Milch und wiegt es dann recht fein.</p>
-
-
-<h3>140. Kartoffelknopf mit Schinken.</h3>
-
-<p>Gesottene, kalte Kartoffeln reibt man am Reibeisen, wiegt ein halbes
-Pfund magern Schinken, nimmt einen eingeweichten und ausgedrückten
-Wecken, nebst feingewiegten Zwiebeln, läßt ein Viertelpfund Butter in
-einer Schüssel zerlaufen, thut alles Obige nebst 5 bis 6 Eiern dazu,
-auch Schnittlauch, Salz und Muskatnuß, bindet die Masse in ein nasses
-Tuch, läßt sie eine Stunde im Salzwasser kochen, richtet den Knopf an
-und schmälzt ihn mit Butter und Brod ab.</p>
-
-
-<h3>141. Krebspudding.</h3>
-
-<p>Von 25 Krebsen nimmt man die Galle und Schwänze weg, stoßt leztere
-mit Butter recht fein, dämpft mit einem Viertelpfund Butter in einer
-Casserolle das Gestoßene so lange, bis es Schaum gibt, läßt sie mit
-Wasser oder Fleischbrühe aufkochen, nimmt die Krebsbutter oben weg,
-gießt sie in kaltes Wasser, rührt sie in einer Schüssel ganz weiß,
-nimmt die Hälfte davon zu 2 eingeweichten, fest ausgedrückten Wecken, 5
-Eiergelb, 1 geriebenen Muskatnuß, Salz, dem Schnee von den 5 Eierweiß,
-rührt Alles recht untereinander, legt die Krebsschwänze <span class="pagenum"><a id="page44"></a>Seite 44</span> auf
-ein nasses Tuch, füllt die Masse darauf, bindet das Tuch zu, kocht
-den Pudding in kochendem Wasser eine Stunde lang, und macht folgende
-Krebssauce: die zweite Hälfte der Krebsbutter kommt mit 1 Kochlöffel
-voll Mehl in eine Casserolle, wird einige Mal darin umgewendet,
-mit Wasser abgelöscht, mit Fleischbrühe aufgefüllt, etwas von der
-Krebsbrühe, 1 Messerspitze voll Muskatblüthe, Salz, 1 Löffel voll
-saurer Rahm dazu genommen und miteinander aufgekocht, wenn es Zeit zum
-Anrichten ist, rührt man 2 Eiergelb daran und gießt die Sauce an den
-Pudding.</p>
-
-
-<h3>142. Italienischer Makaronipudding mit Schinken.</h3>
-
-<p>Man kocht ein Viertelpfund Makaroni im Salzwasser oder in Fleischbrühe,
-zieht sie durch kaltes Wasser und läßt sie ablaufen; sodann wiegt
-man ein halbes Pfund magern Schinken und macht dieses Alles in einer
-Schüssel mit einer Hand voll geriebenem Parmesankäs, einem halben
-Schoppen sauren Rahm, geriebener Muskatnuß untereinander, bindet die
-Masse in ein nasses Tuch, läßt sie eine Stunde im Salzwasser kochen,
-richtet den Pudding auf eine Platte an und schmälzt ihn mit nasser
-Butter.</p>
-
-
-<h3>143. Nudelnpudding mit Morcheln.</h3>
-
-<p>Man macht Nudeln von 2 Eiern, gießt Salzwasser daran, zieht sie durch
-kaltes Wasser, läßt sie ablaufen, rührt in einer Schüssel 1 Schoppen
-sauren Rahm, 3 ganze Eier, 2 geschnittene Brieschen, 1 große Hand voll
-Morcheln, Salz und Muskatnuß mit den Nudeln durcheinander, bindet
-Alles in ein nasses Tuch, kocht den Knopf eine Stunde in kochendem
-Salzwasser und gibt folgende Buttersauce dazu: ein Stück Butter, 1
-feingewiegte Zwiebel und gewiegte Citronenschalen läßt man in einer
-kleinen Casserolle mit 1 Kochlöffel voll Mehl gelb anlaufen, löscht es
-mit kaltem Wasser ab, gießt 1 Schöpflöffel voll Fleischbrühe, ein halbes
-Glas Wein, von einer halben Citrone den Saft daran, läßt Alles eine
-Viertelstunde mit einander kochen, sezt den Pudding auf eine Platte und
-gibt die Sauce dazu.</p>
-
-
-<h3>144. Speckknopf.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Speck schneidet man in kleine Würfel und legt die
-Hälfte davon in eine Schüssel, die andere Hälfte läßt man in einer
-Casserolle zerlaufen und röstet für 2 Kreuzer Weißbrod, auch in Würfel
-geschnitten, darin; dann schneidet man noch einmal für 2 Kreuzer
-Weißbrod in Würfel, feuchtet sie mit heißer Fleischbrühe an, macht das
-Geröstete, nebst 4 Eiern, Salz, Muskatnuß und 2 kleinen Kochlöffeln voll
-Mehl untereinander, bindet Alles in ein nasses Tuch, läßt den Knopf eine
-Stunde kochen und gibt ihn zu eingemachtem Kalbfleisch.</p>
-
-
-<h3>145. Spinatknopf.</h3>
-
-<p>2 Hände voll Spinat brüht man im Salzwasser ab, schüttet ihn in einen
-Seiher, gießt kaltes Wasser darüber, daß er schön grün <span class="pagenum"><a id="page45"></a>Seite 45</span> bleibt,
-drückt ihn fest aus und wiegt ihn recht fein. Nun wird ein halbes Pfund
-Kalbs- oder Schweinebraten mit einer halben Citrone fein gewiegt, 2
-Wecken abgerieben, eingeweicht ausgedrückt, eine feingewiegte, gedämpfte
-Zwiebel dazu genommen, 6 Loth Butter in einer Schüssel schaumig gerührt,
-alles Obige dazu gethan, mit 6 Eiergelb, Salz, Muskatnuß, den Schnee
-von den 6 Eierweiß untereinander gemischt, die Masse in ein nasses
-Tuch gebunden und eine Stunde im kochenden Salzwasser gekocht und ein
-Fricassée daran gemacht auf folgende Art: ein Kochlöffel voll Mehl wird
-in einer messingenen Pfanne mit kaltem Wasser glatt gerührt, 2 Eiergelb
-daran geschlagen, 1 Schöpflöffel voll Fleischbrühe, 2 Löffel voll saurer
-Rahm mit Obigem gekocht und dieses über den Pudding angerichtet.</p>
-
-
-<h3>146. Arakpudding.</h3>
-
-<p>6 Löffel voll gestoßenen Zucker und 6 Eiergelb rührt man ganz dick, wie
-einen Biscuitteig, nimmt 4 Loth feines Mehl, ein halbes Glas Arak, den
-Schnee von den Eierweiß dazu, mischt Alles untereinander, bestreicht
-eine blecherne Kapsel sammt Deckel mit Butter, füllt die Masse darein,
-bindet die Kapsel fest zu, stellt sie eine Viertelstunde in kochendes
-Wasser und macht folgende Sauce zu dem Pudding: man schält 4 gute
-Aepfel, nimmt das Kernhaus heraus, dämpft sie in einem Stück Butter,
-treibt sie durch ein Haarsieb, läßt sie mit einem Schoppen Wein, einer
-Messerspitze voll Zimmt und einem Stück Zucker aufkochen und gießt die
-Sauce an den Pudding.</p>
-
-
-<h3>147. Schwarzbrodpudding.</h3>
-
-<p>5 Loth schwarzes Brod, das aber nicht sauer seyn darf, wird gerieben,
-wie auch eine ganze Muskatnuß, 2 Messerspitzen gestoßener Zimmt, 6
-Loth abgeriebene, gestoßene Mandeln, 1 Messerspitze gestoßene Nelken,
-wird Alles mit einem Glase voll Malaga angefeuchtet, ein Viertelpfund
-Butter in einer Schüssel leicht gerührt, obiges Alles darein gethan, 6
-Eiergelb, ein Viertelpfund gestoßener Zucker, von einer halben Citrone
-die am Reibeisen abgeriebene Schale, der Schnee von den 6 Eierweiß
-recht miteinander verrührt, ein schönes Flädlein gebacken, dieses in
-ein nasses Tuch in Streifen kreuzweise in das Tuch gelegt, die Masse
-darauf gefüllt, das Tuch fest zugebunden, eine Stunde im kochenden
-Wasser gelassen und folgende Glühweinsauce dazu gemacht: Eine Bouteille
-Wein läßt man in einem Geschirr mit 8 Loth Zucker zu einem Schoppen
-einkochen, richtet nun den Pudding an und gießt den Wein durch ein
-Haarsieb, in welchem ein Stück ganzer Zimmt und 6 Stück Nelken sind, an
-den Pudding.</p>
-
-
-<h3>148. Chokoladepudding.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Chokolade wird am Reibeisen abgerieben, von 2 Wecken
-oder Milchbroden die Rinde abgeschnitten, das Brod eingeweicht und
-ausgedrückt, ein Viertelpfund Butter leicht gerührt, ein Viertelpfund
-abgezogene, mit Milch recht fein gestoßene Mandeln, ein <span class="pagenum"><a id="page46"></a>Seite 46</span>
-Viertelpfund fein gestoßener Zucker, 6 Eiergelb, der Schnee von den 6
-Eierweiß wird Alles untereinander gerührt, eine blecherne Kapsel mit
-Butter bestrichen, dann mit Zucker bestreut, die Masse in die Kapsel
-gefüllt, diese eine Stunde im Dunst gekocht und folgende Sauce dazu
-gemacht: 3 Loth Chokolade werden mit so viel Milch, als dazu nöthig ist,
-in einer messingenen Pfanne verrührt, eine Messerspitze gestoßener Zimmt
-dazu genommen, miteinander aufgekocht, schaumig gesprudelt und an den
-Pudding gegossen.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Es ist üblich, daß die Sauce nur von der Seite an
-den Pudding gegossen wird, weil es schöner aussieht.</p>
-
-
-<h3>149. Chokoladepudding auf feine Art.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Vanillechokolade, eine halbe Tasse voll guten süßen
-Rahm, 8 Loth Butter und 4 Loth feines Mehl läßt man in einer messingenen
-Pfanne unter beständigem Rühren kochen, bis es sich von der Pfanne
-ablöst, läßt es nun in einer Schüssel erkalten, rührt ein Viertelpfund
-abgezogene, gestoßene Mandeln, 6 Eiergelb, ein Viertelpfund gestoßenen
-Zucker, den Schnee von 6 Eierweiß miteinander, mengt dieses mit dem
-Obigen zusammen, bestreicht eine Puddingkapsel mit Butter, bestreut
-sie mit Zucker, stellt sie in ein Geschirr mit kochendem Wasser, läßt
-den Pudding eine Stunde lang kochen und macht folgende Sauce dazu:
-eine halbe Maas Milch, ein Stück Vanille und ein Stück Zucker läßt man
-miteinander kochen, verklopft 2 Eiergelb, 3 Finger voll Mehl, rührt sie
-mit kalter Milch glatt, schüttet dieses an die kochende Vanillemilch,
-läßt Alles unter beständigem Rühren miteinander aufkochen, gießt die
-Sauce durch ein Haarsieb und schüttet sie über den Pudding.</p>
-
-
-<h3>150. Citronenpudding.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund abgezogene Mandeln stößt man recht fein mit Eierweiß
-oder Rosenwasser, rührt ein Viertelpfund Butter in einer Schüssel
-leicht, nimmt ein Viertelpfund fein gestoßenen Zucker und die Mandeln
-dazu, schlägt 7 Eiergelb daran, rührt es eine Viertelstunde miteinander,
-das Gelbe einer ganzen Citrone, am Reibeisen abgerieben, und den Saft
-derselben nebst 2 Loth Geigenmehl und 2 Messerspitzen voll feines Mehl
-dazu, schlägt von 5 Eierweiß einen dicken Schnee und mengt ihn mit dem
-Uebrigen zusammen. Sodann wellt man einen <a href="#butei1">Butterteig</a> messerrückendick
-aus, schneidet mit einem Backrädchen fingerbreite Streifen davon, belegt
-eine Casserolle oder sonst ein Blechgeschirr so damit, daß die Streifen
-über das Blech hängen und ineinander geflochten sind; dann füllt man
-die Masse darein, schneidet die Streifen ringsum davon und läßt es im
-Backofen schön backen (es braucht 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Stunde dazu), stürzt es auf
-eine Platte und macht folgende Sauce dazu: man nimmt 1 Schoppen Wein in
-eine messingene Pfanne, thut 4 Loth Zucker darein, läßt es miteinander
-kochen, schlägt 2 Eiergelb in ein Geschirr, 2 Messerspitzen voll feines
-Mehl dazu, rührt es mit kaltem Wasser glatt an, gießt ein halbes Glas
-Arak dazu, rührt den kochenden Wein dazu, <span class="pagenum"><a id="page47"></a>Seite 47</span> thut es nochmals in
-die Pfanne und läßt es anziehen, zieht es durch ein Haarsieb und gibt es
-besonders zur Tafel.</p>
-
-
-<h3>151. Citronenpudding in Aprikosensauce.</h3>
-
-<p>In einer messingenen Pfanne läßt man einen Schoppen Wasser mit einem
-Viertelpfund Butter eine Viertelstunde kochen, dann werden ein
-Viertelpfund Zucker, woran 2 Citronen abgerieben wurden, der Saft von
-einer Citrone, 4 Loth feines Mehl, 2 Loth bittere und 2 Loth süße
-Mandeln ebenfalls so lange mit Obigem gekocht, bis sich die Masse von
-der Pfanne losschält. Dann nimmt man es in eine Schüssel, schlägt
-nach und nach 6 Eiergelb daran, das Weiße von den Eiern, zum Schnee
-geschlagen, langsam darunter, streicht eine blecherne Kapsel mit Butter,
-bestreut sie dann mit Zucker und füllt die Masse darein, macht die
-Kapsel fest zu, stellt sie in eine bedeckte Casserolle mit siedendem
-Wasser, läßt den Pudding 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Stunden kochen und macht folgende
-Sauce dazu: 8 Stücke ausgesteinte Aprikosen läßt man in einer kleinen
-Casserolle mit 1 Schoppen Wein, 1 Schoppen Wasser und 6 Loth Zucker eine
-Viertelstunde kochen, treibt dieses durch einen Seiher, thut es dann
-noch einmal in die Casserolle, läßt es wieder heiß werden, richtet den
-Pudding an und gießt die Sauce darüber.</p>
-
-
-<h3>152. Englischer Pudding.</h3>
-
-<p>Von 1 Pfund Ochsennierenfett, sauber abgehäutet und fein gewiegt, einem
-halben Pfund großen und eben so viel kleinen Weinbeeren, einem halben
-Pfund gestoßenem Zucker, dem gewiegten Gelben von einer Citrone, 8 Loth
-geriebenen Wecken, 1 Kochlöffel voll feinem Mehl, einem halben Glas
-Arak und 5 Eiern macht man auf einem Nudelnbrett, worauf ein wenig Mehl
-gestreut worden, einen gutgearbeiteten Teig, treibt ihn aus, so gut
-man kann, legt ein reines Tuch auf ein Kopfkissen und zieht ihn auf
-diesem so fein wie möglich aus, läßt ihn ein wenig darauf abtrocknen,
-legt ihn dann wieder aufs Nudelnbrett, streicht den halben Theil von
-dem Angerührten darüber, alle Arten von eingemachten Früchten, nebst
-ungefähr 8 Stück geschälten, in Scheiben geschnittenen guten Aepfeln
-dazu, auf diese die andere Hälfte von dem Gerührten, rollt nun den
-Pudding zusammen, formirt ihn zu einer Schnecke, bindet ihn fest in
-ein nasses Tuch ein, läßt fingerbreit oben leer, läßt ihn im kochenden
-Wasser 4 Stunden lang fortkochen und macht folgende Sauce dazu: 1
-Schoppen Milch wird mit einem Stück Zucker siedend gemacht, 3 Eiergelb
-in einem Topfe verklopft und diese an die siedende Milch gegossen, ein
-halbes Glas Arak dazu genommen, und wenn der Pudding auf der Platte
-liegt, diese Sauce darüber gegossen.</p>
-
-
-<h3>153. Englischer Pudding anderer Art.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Butter rührt man in einer Schüssel ganz schaumig, stoßt
-ein Viertelpfund abgezogene Mandeln mit Eierweiß recht fein, sodann
-werden ein Viertelpfund Zucker, woran eine Citrone abgerieben wurde, ein
-abgeriebener, eingeweichter und fest ausgedrückter <span class="pagenum"><a id="page48"></a>Seite 48</span> Wecken, 6
-Eiergelb, das Weiße davon zu Schnee geschlagen, ein Viertelpfund Zibeben
-und Rosinen mit den gestoßenen Mandeln recht schaumig gerührt (nur
-darf der Schnee zulezt dazu gethan werden); nun breitet man ein nasses
-Tuch auseinander, legt in die Mitte desselben eine halbe, ausgesteinte
-Aprikose, neben herum große Zibeben, füllt die Masse darauf, bindet
-das Tuch so zu, daß Finger breit leer bleibt, läßt ihn eine Stunde in
-wenig gesalzenem Wasser kochen und macht folgende Citronensauce dazu:
-2 am Zucker abgeriebene Citronen werden mit einem Kochlöffel voll
-Mehl und kaltem Wasser gerührt, 1 Schoppen Wein daran gegossen, der
-Citronenzucker dazu genommen, so wie auch der Saft derselben, und diese
-Sauce an den Pudding gegossen.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Das Brod muß zu allem Pudding in Wasser eingeweicht
-werden; es ist viel feiner und luftiger, als in der Milch.</p>
-
-
-<h3>154. Englischer Pudding anderer Art.</h3>
-
-<p>9 Loth Ochsennierenfett wird recht fein gewiegt, 20 Loth Mehl werden
-mit der Hand gerieben und in das gewiegte Fett gerührt; an 8 Loth fein
-gestoßenen Zucker, eine halbe Citrone, am Reibeisen abgerieben, 8 Loth
-Citronat und Pomeranzenschalen, fein gewiegt, 8 Loth kleine Weinbeeren,
-8 Loth große Weinbeeren, sauber gewaschen, schlägt man 4 ganze Eier,
-macht Alles mit einem Kochlöffel durcheinander, wie einen Spatzenteig,
-bindet die Masse in ein in kaltes Wasser getauchtes Tuch fest ein und
-thut sie ins kochende Wasser. Sie braucht drei Stunden zum Kochen. Man
-kann den Pudding mit Arak aufbrennen oder sonst eine beliebige Sauce
-dazu geben.</p>
-
-
-<h3>155. Pudding von geriebener Gerste.</h3>
-
-<p>Man macht von 2 Eiergelb und so viel Mehl, als diese anschlucken, einen
-Teig, wiegt ihn recht fein, kocht ihn in einem Schoppen Milch und läßt
-ihn erkalten. Nun rührt man ein Viertelpfund Butter, 4 Loth an einer
-Citrone abgeriebenen Zucker, 2 Loth abgezogene, gestoßene Mandeln, 6
-Eiergelb und den Schnee von 6 Eierweiß miteinander, füllt die Masse
-in eine mit Butter bestrichene und mit Zucker bestreute Kapsel, läßt
-den Pudding eine Stunde im kochenden Wasser und macht folgende Sauce:
-ein Viertelpfund Kirschen stoßt man sammt den Steinen tüchtig, kocht
-sie eine halbe Stunde in einem Schoppen Wasser, treibt sie durch ein
-Haarsieb, gießt einen Schoppen Wein daran, nebst einem Kochlöffel voll
-Mehl, Zimmt und Nelken, rührt Alles recht glatt und läßt es mit einem
-Stück Zucker aufkochen. Wenn der Pudding angerichtet ist, gießt man die
-Sauce daran.</p>
-
-
-<h3>156. Hamburger Pudding.</h3>
-
-<p>Einen Schoppen Wasser und ein Viertelpfund Butter läßt man in einer
-messingenen Pfanne miteinander kochen, rührt es in einer Schüssel mit
-ein wenig Mehl locker durcheinander, daß es keine Knollen bekommt,
-nimmt <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Vierl. kleine Weinbeeren und 3 Loth gestoßenen Zucker dazu,
-macht Alles untereinander, bindet es in ein nasses Tuch ein, läßt es
-<span class="pagenum"><a id="page49"></a>Seite 49</span> eine halbe Stunde in kochendem Wasser und gibt gekochtes Obst,
-Zwetschgen, Kirschen oder Aprikosen dazu.</p>
-
-
-<h3>157. Kaiserpudding.</h3>
-
-<p>Man stoßt ein halbes Pfund Mandeln mit Eierweiß so fein wie Brei,
-wiegt die Schale einer Citrone, ein Viertelpfund Zitronat und
-Pomeranzenschalen auch recht fein, rührt ein halbes Pfund Butter ganz
-schaumig, rührt Obiges mit 10 Eiergelb, einem am Reibeisen abgeriebenen,
-durch einen Seiher getriebenen weißen Kreuzerwecken und dem Schnee von
-8 Eierweiß recht gut zusammen, wie zu einer Mandeltorte, bestreicht
-einen Puddingmodel mit Butter, bestreut ihn mit Zucker, füllt die Masse
-hinein, bestreicht auch den Deckel des Models mit Butter, macht ihn fest
-zu, stellt ihn in kochendes Wasser und läßt ihn eine starke halbe Stunde
-kochen. &#8211;  Man macht folgende Sauce dazu: 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Schoppen Wein werden
-mit ein wenig Citronenschalen und ganzem Zimmt gekocht, 3 Eiergelb und 3
-Finger voll Mehl mit kaltem Wasser glatt gerührt, der kochende Wein wird
-daran gegossen, mit dem Chokoladesprudel Alles so lange gesprudelt, bis
-es über sich steigt, der Pudding nun angerichtet und die Chaudeausauce
-durch ein Haarsieb dazu gegossen.</p>
-
-
-<h3>158. Kirschenpudding.</h3>
-
-<p>Von 3 Wecken schneidet man die Rinde ab, weicht sie ein, drückt sie
-aus, stoßt ein Viertelpfund abgeschälte Mandeln mit Eierweiß, rührt ein
-Viertelpfund Butter schaumig, nimmt ein Viertelpfund gestoßenen Zucker,
-die Wecken, 6 Eiergelb, ein halbes Pfund ausgesteinte Kirschen und den
-Schnee von 6 Eierweiß dazu, rührt Alles tüchtig untereinander, füllt
-die Masse in ein nasses Tuch, bindet dieses fest zu, läßt den Pudding
-eine Stunde in kochendem Wasser und gibt folgende Pomeranzensauce dazu:
-Man reibt eine Pomeranze an Zucker ab, zieht die weiße Haut davon ab,
-schneidet das Mark in kleine Stückchen, läßt in einer Casserolle das
-Obige mit 1 Schoppen süßen Wein, dem abgeriebenen Zucker eine Zeit lang
-kochen, gießt dann 1 Schoppen Milch dazu, läßt es wieder kochen, gießt
-ein kleines Glas voll Kirschengeist nebst 2 Eiergelb daran, zieht die
-Sauce durch ein Haarsieb und schüttet sie an den Pudding.</p>
-
-
-<h3>159. Mutschelpudding.</h3>
-
-<p>1 Vierling Butter wird in einer Schüssel leicht gerührt, 1 Vierling
-abgezogene, fein gestoßene Mandeln dazu gethan, 8 Eiergelb, eins nach
-dem andern, daran gerührt, von 6 Eiern ein steifer Schnee geschlagen,
-8 Loth Geigenmehl mit dem Schnee unter die Masse gemengt, 1 Citrone
-am Reibeisen abgerieben, auch dazu genommen, eine Puddingkapsel mit
-Butter bestrichen und mit Zucker besäet, die Masse darein gefüllt und im
-kochenden Wasser 3 Viertelstunden gelassen. &#8211; Dazu macht man folgende
-Sauce: Eine halbe Maas Milch, von einer halben Citrone das Gelbe und 3
-Loth Zucker läßt man in einer messingenen <span class="pagenum"><a id="page50"></a>Seite 50</span> Pfanne miteinander
-kochen; hierauf schlägt man 3 Eiergelb in ein Geschirr, gießt ein halbes
-Glas Marasquino und die kochende Milch langsam daran, thut es nochmals
-in die Pfanne und läßt es anziehen; dann stürzt man den Pudding auf eine
-Platte und gibt die Sauce dazu.</p>
-
-
-<h3>160. Neunlothpudding.</h3>
-
-<p>Für 6 bis 8 Personen sind 6 Loth hinreichend. In einer messingenen
-Pfanne wird 1 schwacher Schoppen Wasser, 6 Loth Butter, 6 Loth Zucker,
-woran eine halbe Citrone abgerieben wurde, 6 Loth fein gestoßene
-Mandeln, 6 Loth feines Mehl zu einem dicken Brei zusammen gekocht,
-die Masse in eine Schüssel gethan und 6 Eiergelb nacheinander dazu
-genommen, das Weiße davon zu Schnee geschlagen, zulezt damit vermischt,
-ein Puddingmodel mit Butter bestrichen, mit Zucker bestreut, die Masse
-hineingefüllt und in kochendem Wasser eine Stunde gekocht. &#8211; Man macht
-eine Hagenbuttensauce auf folgende Art dazu: Man rührt 2 Löffel voll
-Hagenbuttenmark und 1 Löffel voll feines Mehl in einer messingenen
-Pfanne untereinander, gießt 1 Schoppen guten Wein daran, thut auch
-Zucker dazu und läßt es miteinander aufkochen. Wenn der Pudding auf der
-Platte liegt, gießt man die Sauce von der Seite daran.</p>
-
-
-<h3>161. Pudding von süßen Nudeln.</h3>
-
-<p>Von 1 Ei und 1 Dotter und so viel Mehl, als diese anschlucken, macht
-man einen festen Teig, wellt Kuchen davon aus, schneidet diese 2
-Messerrücken dick, siedet sie im Salzwasser, zieht sie durch kaltes
-Wasser und läßt sie ablaufen; nun rührt man 1 Pfund Butter schaumig,
-auch rührt man 5 Eiergelb, die Nudeln, 1 Pfund gewiegten Citronat
-und Pomeranzenschalen, eine halbe Citronenschale, fein gewiegt, 4
-Loth Zucker, 2 kleingeschnittene Aepfel, den Schnee von 5 Eierweiß
-untereinander, füllt die Masse in ein nasses Tuch, bindet es fest
-zu, kocht den Pudding 5 Viertelstunden lang in kochendem Wasser und
-macht folgende Weinsauce dazu: Man läßt 1 kleinen Löffel voll Mehl mit
-einem Stückchen Butter gelb anlaufen, löscht es mit Wein ab, Zucker,
-1 Messerspitze voll Zimmt, eben so viel Muskatblüthe, läßt Alles mit
-einander aufkochen und gießt diese Sauce an den Pudding.</p>
-
-
-<h3>162. Plumpudding.</h3>
-
-<p>1 Pfund Ochsennierenfett häutet man sauber ab, schneidet es in ganz
-kleine Stückchen, 1 Pfund geriebenes weißes Brod dazu, <sup>3</sup>/<sub>4</sub> Pfund fein
-gestoßenen Zucker, <sup>3</sup>/<sub>4</sub> Pfund kleine und eben so viel gewaschene große
-Weinbeeren, das gewiegte Gelbe von 1 Citrone, 1 Quint gestoßenen Zimmt,
-2 Messerspitzen gestoßene Muskatblüthe, ein Glas Cognac, dieses Alles
-macht man mit 13 Eiern untereinander, bindet den Pudding in ein nasses
-Tuch ein und läßt ihn in kochendem, ein wenig gesalzenem Wasser 4 bis
-5 Stunden lang kochen, stürzt ihn dann auf eine Platte, schneidet oben
-eine kleine Oeffnung in den Pudding, worein <span class="pagenum"><a id="page51"></a>Seite 51</span> man Zucker streut,
-Arak gießt, diesen anzündet und den Pudding brennend aufträgt.</p>
-
-
-<h3>163. Reispudding.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund sauber gewaschenen Reis kocht man ganz weich mit einer
-halben Maas Milch, treibt ihn durch ein Haarsieb; dann rührt man ein
-Viertelpfund Butter in einer Schüssel leicht, thut 8 Loth fein gestoßene
-Mandeln und 6 Loth Zucker dazu, legt 1 Löffel voll Reis in die Butter
-und 1 Eiergelb dazu; so macht man fort bis zum Ende. Zulezt rührt man
-die Mandeln auch daran, schlägt von dem Eierweiß einen steifen Schnee,
-rührt ihn langsam unter die Masse, bestreicht einen Melonenmodel mit
-Butter, thut die Masse darein, stellt sie in den Ofen und läßt sie
-gut ausbacken. In einer kleinen Stunde ist der Pudding gebacken. Daran
-macht man eine Aprikosensauce aus 3 Löffel voll Aprikosenmarmelade und 1
-Schoppen Rheinwein, läßt es miteinander aufkochen und gießt es auf den
-Pudding.</p>
-
-
-<h3>164. Gefüllter Reispudding.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Reis brüht man mit kochendem Wasser an, läßt ihn eine
-Viertelstunde stehen, kocht ihn mit <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Vierl. Butter weich, rührt ihn
-mit einem Viertelpfund gestoßenem Zucker und noch <sup>1</sup>/<sub>2</sub> Vierl. Butter
-bis er kalt ist, schlägt 6 Eiergelb daran, eine halbe am Reibeisen
-abgeriebene Citrone, den Schnee von den 6 Eierweiß, rührt Alles
-miteinander, füllt die Hälfte der Masse in ein Aufzugblech, legt oben
-darauf eine Oblate, auf diese etwas Eingemachtes, auf dieses die andere
-Hälfte der Masse, backt den Pudding im Ofen und macht folgende Sauce:
-3 Loth abgezogene, feingestoßene Mandeln läßt man mit 1 Schoppen
-süßen Rahm, 1 Schoppen Milch, 1 Citronenschale und einem Stück Zucker
-aufkochen, verrührt 3 Eiergelb, gießt die kochende Milch daran, läßt
-Alles noch einmal anziehen und gießt diese Sauce an den Pudding.</p>
-
-
-<h3>165. Russischer Pudding.</h3>
-
-<p>1 Pfund gereinigtes Ochsenmark wird zu kleinen Stückchen geschnitten
-und mit 6 Loth geriebenem Weißbrod, 7 Kochlöffeln feinem Mehl, einem
-halben Pfund Zucker, einem halben Pfund großen und eben so viel
-kleinen Weinbeeren, einem Glas starken Arak, dem gewiegten Gelben von
-1 Citrone, Zimmt und 10 Eiern gut durcheinander gemacht, in ein nasses
-Tuch, aber nicht fest, eingebunden und 2 Stunden in kochendem Wasser
-gekocht. &#8211; Man gibt folgende Sauce dazu: 1 Pomeranze reibt man am
-Zucker, zieht die weiße Haut ab, nimmt die Kerne heraus, schneidet das
-Mark in Stückchen, läßt dieses mit dem abgeriebenen Zucker, dem Saft von
-1 Citrone und 1 Bouteille Wein miteinander aufkochen, schlägt 3 Eiergelb
-in einen Topf, thut 3 Finger voll Mehl dazu, rührt es mit kaltem Wasser
-glatt, nimmt den kochenden, gewürzten Wein dazu, läßt es noch einmal,
-während es stark sprudelt, aufkochen und gießt die Sauce über den
-angerichteten Pudding.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page52"></a>Seite 52</span> 166. Aepfelauflauf.</h3>
-
-<p>Man rührt ein Viertelpfund Butter leicht, schneidet gute Aepfel in
-kleine Stückchen, thut sie in die Butter, schneidet die harte Rinde
-von 2 Wecken oder Milchbroden ab, das Weiche davon kocht man, klein
-geschnitten, in einer messingenen Pfanne mit 1 Schoppen Milch wie
-einen Brei, läßt es erkalten, nimmt es zu der Butter, 6 Loth Zucker,
-5 Eiergelb, wenn es nöthig ist, noch 3 Löffel voll sauren Rahm dazu,
-zulezt mischt man den Schnee von den 5 Eierweiß darunter, füllt den
-Auflauf in eine mit Butter bestrichene Schüssel, zieht ihn gelb auf und
-streut Zucker darüber.</p>
-
-
-<h3>167. Aepfelauflauf anderer Art.</h3>
-
-<p>Man dämpft 14 bis 16 Borsdorfer-Aepfel mit einem Stück Butter und einem
-Stück Zucker in einer Casserolle nicht sehr weich, bestreicht das
-Geschirr, in welchem man den Auflauf auftragen will, mit Butter und
-sezt die Aepfel darein. Dann nimmt man gleich viel Eier, Zucker und
-Mandeln an Gewicht, der Zucker wird fein gestoßen, die Mandeln geschält
-und mit Eierweiß zu einem Brei am Reibstein gerieben; dann der Zucker,
-die Eiergelb und die mit Eierweiß zerriebenen Mandeln wie zu einer
-Mandeltorte gerührt, von den übrigen Eierweiß wird ein steifer Schnee
-geschlagen und ebenfalls unter die Masse gemischt. Hiemit werden die
-Aepfel übergossen und im Bratrohr schön gelb aufgezogen.</p>
-
-
-<h3>168. Aepfelscharlott.</h3>
-
-<p>Man schält die Aepfel, kocht sie in einer Casserolle mit einem
-Viertelpfund Butter, einem Viertelpfund Rosinen und Zibeben, 2
-Messerspitzen voll gestoßenem Zimmt und der halben Schale einer fein
-gewiegten Citrone zu einem Brei und läßt sie erkalten. Dann schneidet
-man Wecken- oder Milchbrodschnitten, backt sie im Schmalz gelb,
-bestreicht ein ziemlich tiefes Backblech mit Butter, bestreut es mit
-Zucker, legt den Boden mit einem Theil der gebackenen Schnitten aus,
-legt auf diese eine Lage von den gekochten Aepfeln, darauf eingemachte
-Früchte, dann wieder Aepfel und wieder Früchte, so macht man fort,
-bis die Aepfel zu Ende sind; zulezt überlegt man die Speise oben mit
-gebackenen Schnitten, stellt das Geschirr anderthalb Stunden in ein
-Bratrohr, gießt nun 2 Löffel voll Himbeergelée darüber und eben so viel
-an die Seite des Geschirres, daß die Schnitten weich werden.</p>
-
-
-<h3>169. Aepfelkunzen.</h3>
-
-<p>6 bis 8 Stück Breitling (Bachäpfel) werden geschält, geschnitten, in
-einem Stück Butter und mit einem Stück Zucker nicht ganz weich gedämpft,
-in einer Schüssel 10 Loth Butter, 4 Loth Zucker, woran eine Citrone
-abgerieben wurde, leicht gerührt, 8 Eiergelb, eins nach dem andern, dazu
-genommen, zu einem jeden Eiergelb ein kleiner Kaffeelöffel voll Mehl,
-von den 8 Eierweiß ein Schnee geschlagen, <span class="pagenum"><a id="page53"></a>Seite 53</span> Alles untereinander
-vermischt, in eine mit Butter bestrichene Schüssel gefüllt, gelb
-aufgezogen und Zucker darüber gestreut.</p>
-
-
-<h3>170. Aprikosenauflauf.</h3>
-
-<p>Man rührt 1 Schoppen sauren Rahm mit 4 Eiergelb und einem Viertelpfund
-Zucker ganz dick, mengt 3 Loth Mehl und den Schnee von den 4 Eierweiß
-unter die Masse, legt das mit Butter bestrichene Geschirr, das man zu
-Tische gibt, mit Aprikosen (frischen oder eingemachten) aus, füllt die
-Masse darauf, zieht den Auflauf gelb auf und streut Zucker darüber.</p>
-
-
-<h3>171. Breiauflauf.</h3>
-
-<p>Man kocht einen Kindsbrei von einer halben Maas Milch, rührt ihn mit 4
-Loth Butter in einer Schüssel leicht, thut 5 Eiergelb, eins nach dem
-andern, 4 Loth Zucker, woran eine Citrone abgerieben, fein gestoßen,
-nebst 4 Loth Rosinen und dem Schnee von den 5 Eierweiß unter die Masse,
-bestreicht eine Porzellanschüssel mit Butter, füllt den Auflauf hinein
-und zieht ihn bei geringer Hitze auf.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Bei allen diesen Aufläufen ist ein
-Porzellangeschirr besser als ein blechernes.</p>
-
-
-<h3>172. Schwarzbrodauflauf.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Butter wird in einer Schüssel schaumig gerührt und
-nach und nach 6 Eiergelb daran gerührt, 8 Loth schwarzes Brod reibt man
-am Reibeisen, feuchtet es mit einem Glas rothen Wein an, nimmt noch
-eine geriebene Muskatnuß, eine Messerspitze voll Zimmt, eben so viel
-Muskatblüthe, ein Viertelpfund Zucker, an einer Citrone abgerieben,
-4 Loth Citronat und Pomeranzenschalen, fein gewiegt und zulezt die
-Eierweiß zu einem Schnee geschlagen, dazu, mengt die Masse recht
-untereinander und zieht nun den Auflauf in einer mit Butter bestrichenen
-Porzellanschüssel im Ofen recht schön gelb auf.</p>
-
-
-<h3>173. Butterauflauf.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Butter wird schaumig gerührt, eine ganze Citrone an
-einem Viertelpfund Zucker abgerieben, dieser fein gestoßen und mit
-12 Eiergelb, zu welchem jedesmal eine Messerspitze voll feines Mehl
-genommen wird, zu dem Obigen gerührt; sind nun die Eier alle daran, so
-kommen noch 3 Eßlöffel voll saurer Rahm dazu, nebst dem Schnee von den
-14 Eierweiß, man vermischt die Masse gut miteinander und zieht sie in
-einem mit Butter bestrichenen Aufzugblech auf.</p>
-
-
-<h3>174. Chokoladeauflauf.</h3>
-
-<p>8 Loth Chokolade läßt man in einer messingenen Pfanne in 3 Eßlöffel voll
-Wasser zerlaufen; dann thut man 2 Loth Butter und 3 Loth fein gestoßene
-Mandeln dazu und läßt es ein wenig miteinander kochen, thut es sodann in
-eine Schüssel, rührt 6 Eiergelb, eines nach dem andern, daran, schlägt
-das Weiße zu Schnee, bestreicht <span class="pagenum"><a id="page54"></a>Seite 54</span> ein Geschirr, das man zur Tafel
-geben will, mit Butter, thut die Masse darein, stellt sie in den Ofen
-und läßt sie schön aufziehen. In einer starken Viertelstunde ist er
-fertig.</p>
-
-
-<h3>175. Gerührter Chokoladeauflauf.</h3>
-
-<p>6 starke Löffel voll Zucker werden mit 6 Eiergelb so lange gerührt, bis
-die Masse ganz dick ist, dann kommt eine Messerspitze voll Zimmt, ein
-Viertelpfund geriebene Vanillechokolade, 1 Loth feines Mehl und der
-Schnee von den 6 Eierweiß dazu; Alles wird miteinander vermischt, eine
-Schüssel mit Butter bestrichen, die Masse darein gefüllt, im Ofen schön
-gelb aufgezogen und Zucker darauf gestreut.</p>
-
-
-<h3>176. Chokoladeauflauf mit Brod.</h3>
-
-<p>3 Wecken oder Milchbrod, welche fein geschnitten werden, wie zur Suppe,
-kocht man mit 1 Schoppen Milch wie Brei, nimmt sie in eine Schüssel,
-rührt 6 Loth Butter, 4 Loth gestoßenen Zucker, 5 Eiergelb und ein
-Viertelpfund geriebene Chokolade mit dem Brei eine starke Viertelstunde,
-schlägt von den 5 Eierweiß einen Schnee, mengt diesen auch unter die
-Masse, bestreicht eine Schüssel mit Butter, schüttet die Masse hinein,
-läßt den Auflauf schön gelb aufziehen und streut Zucker darauf.</p>
-
-
-<h3>177. Gerührter Citronenauflauf.</h3>
-
-<p>Man rührt in einer Schüssel 6 Löffel voll Zucker, 6 Eiergelb, Salz, 2 am
-Reibeisen abgeriebene Citronen, den Saft von diesen, so lange bis die
-Masse dick ist, schlägt einen steifen Schnee von den 6 Eierweiß, mischt
-mit diesem 2 Loth Mehl darunter, bestreicht eine Schüssel mit Butter,
-füllt die Masse hinein, läßt den Auflauf in einem nicht sehr heißen Ofen
-schön gelb backen und streut Zucker darauf.</p>
-
-
-<h3>178. Citronenauflauf anderer Art.</h3>
-
-<p>Von einer halben Maas Milch kocht man einen dicken Brei, thut ihn in
-eine Schüssel, 8 Loth Butter, 8 Loth gestoßenen Zucker, 2 am Reibeisen
-abgeriebene Citronen, das Mark von diesen in Blätter geschnitten, 5
-Eiergelb daran, rührt Alles eine Viertelstunde recht stark, schlägt
-von den 5 Eierweiß einen steifen Schnee, vermischt ihn auch damit,
-bestreicht die Schüssel, die man zu Tisch geben will, mit Butter,
-schüttet die Masse darauf, läßt den Auflauf schön gelb aufziehen und
-streut Zucker darauf.</p>
-
-
-<h3>179. Crêmeauflauf.</h3>
-
-<p>An 4 Kochlöffel voll Mehl, in einer messingenen Pfanne, rührt man 4
-Eiergelb, gießt einen halben Schoppen Milch dazu und kocht dieses
-zu einer dicken Crême. Diese thut man in eine Schüssel, 4 Loth fein
-gestoßenen Zucker daran, eine halbe Citrone am Reibeisen abgerieben,
-rührt noch 4 Eiergelb, eines nach dem andern, daran, schlägt das Weiße
-zu Schnee, mengt es langsam unter die Masse, bestreicht <span class="pagenum"><a id="page55"></a>Seite 55</span> ein
-Aufzugblech mit Butter und läßt sie im Ofen schön aufziehen. In einer
-Viertelstunde ist der Auflauf fertig.</p>
-
-
-<h3>180. Auflauf von geriebener Gerste.</h3>
-
-<p>2 Eiergelb und so viel Mehl, was diese anschlucken, wiegt man so fein
-wie möglich miteinander, kocht in einer halben Maas Milch einen dicken
-Brei davon und läßt ihn in einer Schüssel erkalten. Dann rührt man
-ein Viertelpfund Butter leicht, nimmt 4 Loth an einer halben Citrone
-abgeriebenen Zucker, 6 Eiergelb, eine Hand voll Rosinen und Cibeben, 2
-Loth geschnittenen Citronat, nebst dem Schnee von den 6 Eierweiß zu der
-Butter, den Brei dazu, mischt alles wohl untereinander, bestreicht ein
-Geschirr mit Butter, füllt die Masse darein, läßt den Auflauf schön gelb
-aufziehen und streut Zucker darauf.</p>
-
-
-<h3>181. Süßer Kartoffelauflauf.</h3>
-
-<p>Man reibt 1 Pfund gesottene, kalte Kartoffeln, stoßt 1 Viertelpfund
-abgezogene Mandeln und 1 Viertelpfund an einer Citrone abgeriebenen
-Zucker recht fein und thut es zu den Kartoffeln; dann läßt man ein
-Viertelpfund Butter in einer Schüssel zergehen, thut das Obige mit 6
-Eiergelb und einem halben Schoppen saurem Rahm dazu, rührt Alles eine
-Viertelstunde lang miteinander, mischt den Schnee von den 6 Eierweiß
-damit, läßt den Auflauf in einer mit Butter bestrichenen Schüssel gelb
-aufziehen und streut Zucker darauf.</p>
-
-
-<h3>182. Kapuzinerauflauf.</h3>
-
-<p>2 feingeschnittene Wecken feuchtet man mit einem Glas siedendem Wein
-an, rührt 1 Pfund Butter schaumig, thut das Brod, nebst 1 Viertelpfund
-Zucker, an welchem eine Citrone abgerieben wurde, fein gestoßen, dazu;
-schält 4 Rosenäpfel, schneidet sie zu kleinen dünnen Schnittchen, 1
-Viertelpfund Cibeben und Rosinen, alle Arten gekochter Früchte, 6
-Eiergelb, zulezt den Schnee von den Eierweiß darunter, mischt die ganze
-Masse gut untereinander und zieht den Auflauf in einem mit Butter
-bestrichenen Aufzugblech im Ofen auf.</p>
-
-
-<h3>183. Mandelauflauf.</h3>
-
-<p>1 Viertelpfund geschälte Mandeln werden im Mörser mit Milch fein
-gestoßen, in einer Pfanne mit 3 Kochlöffeln voll feinem Mehl glatt
-gerührt, 4 Loth an einer Citrone abgeriebener Zucker dazu genommen, 1
-Schoppen Milch daran geschüttet und nun ein nicht gar dicker Brei davon
-gekocht, 4 Loth Butter dazu geschnitten, 6 Eiergelb daran gerührt, das
-Weiße davon zu einem Schnee geschlagen, damit vermischt, Alles recht
-untereinander gekocht, eine Schüssel mit Butter bestrichen, die Masse
-darein gefüllt, in einem nicht sehr heißen Ofen aufgezogen und Zucker
-darauf gestreut.</p>
-
-
-<h3>184. Nudelnauflauf.</h3>
-
-<p>Man macht von 3 Eiern ganz feine Nudeln, röstet sie mit einem Stück
-Butter gelb, läßt sie in einem Haarsieb ablaufen, läßt <span class="pagenum"><a id="page56"></a>Seite 56</span> 4 Loth
-Butter in einer Schüssel zergehen, mischt diese und 3 Löffel voll sauren
-Rahm, 6 Loth gestoßenen Zucker, woran eine Citrone abgerieben wurde, 5
-Eiergelb und zulezt den Schnee von diesen mit den Nudeln untereinander,
-füllt die Masse in eine mit Butter bestrichene Schüssel, backt den
-Auflauf schön gelb und streut Zucker darauf.</p>
-
-
-<h3>185. Nudelnauflauf anderer Art.</h3>
-
-<p>Von einem ganzen Ei, einem Dotter und Butter von Hühnereigröße macht man
-einen Nudelnteig wellt die Kuchen so fein wie möglich aus, schneidet sie
-aber nicht sehr fein, kocht sie in Milch, daß sie saftig sind, schneidet
-6 geschälte, gute Aepfel in kleine Stückchen, nimmt 4 Loth Rosinen, 4
-Loth gestoßenen Zucker, bestreicht eine Schüssel mit Butter, legt unten
-von den Nudeln darein, dann geschnittene Aepfel und Rosinen, Nudeln,
-Aepfel und Rosinen und macht so fort, bis Alles zu Ende ist. Nun schlägt
-man 3 Eier in ein Geschirr, einen halben Schoppen sauren Rahm und einen
-halben Schoppen süße Milch dazu, rührt es durcheinander, gießt es über
-die Nudeln, zieht sie auf und streut Zucker darüber.</p>
-
-
-<h3>186. Pomeranzenauflauf.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter wird schaumig gerührt: eine Pomeranze an einem
-Viertelpfund Zucker abgerieben, dieser fein gestoßen und mit dem Mark
-der Pomeranze, welches in Blätter geschnitten wird, mit dem Obigen
-gekocht; dann läßt man 4 Loth Zucker in einer messingenen Pfanne
-so lange kochen, bis er Fäden spinnt, kocht dieses wieder mit dem
-Besagten eine Viertelstunde, schlägt 6 Eiergelb daran, den Schnee von
-den 6 Eierweiß dazu, nebst 2 Löffel voll feinem Mehl, bestreicht ein
-Porzellangeschirr mit Butter, füllt den Auflauf darein und backt ihn
-schön gelb im Backofen.</p>
-
-
-<h3>187. Pomeranzenauflauf anderer Art.</h3>
-
-<p>4 Kochlöffel voll Mehl rührt man in einer messingenen Pfanne mit Milch
-glatt an, schlägt 6 Eiergelb daran, reibt 1 Pomeranze an 4 Loth Zucker
-ab, thut diesen auch in die Pfanne, nebst dem Saft der Pomeranze, gießt
-1 Schoppen Milch daran, kocht von Allem einen dicken Brei, rührt ihn
-(vom Feuer weggenommen) bis er ein wenig erkaltet ist, nimmt zulezt den
-Schnee von den 6 Eierweiß noch dazu und backt den Auflauf in einem mit
-Butter bestrichenen Porzellangeschirr schön gelb im Ofen.</p>
-
-
-<h3>188. Gefüllter Reisauflauf.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Reis brüht man in kochendem Wasser 2- bis 3mal, läßt
-ihn durch ein Haarsieb ablaufen, kocht ihn mit einer halben Maas Milch
-und 4 Loth Butter in einer Casserolle, rührt 4 Loth Butter in einer
-Schüssel, den Reis dazu, so lange, bis er erkaltet ist, mengt 1 Vierling
-Zucker, an welchem eine Citrone abgerieben wurde, fein gestoßen, 6
-Eiergelb und den Schnee von den 6 Eierweiß unter die Masse, bestreicht
-ein Aufzugblech mit Butter, füllt die Hälfte der <span class="pagenum"><a id="page57"></a>Seite 57</span> Masse hinein,
-2 bis 3 Löffel voll eingemachte Johannisbeeren darauf, die andere Hälfte
-der Masse darüber und backt den Auflauf im Ofen.</p>
-
-
-<h3>189. Reisauflauf anderer Art.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Reis brüht man in kochendem Wasser 2- bis 3mal, läßt
-ihn in einem Haarsieb ablaufen, kocht ihn mit einer halben Maas Milch
-und 4 Loth Butter in einer Casserolle; schält 12 Borsdorfer Aepfel,
-nimmt das Kernhaus heraus, dämpft in einer Casserolle die Aepfel mit
-einem Glas Wein in Butter halb weich, legt sie auf eine Platte und macht
-folgende Fülle: man wiegt 2 Loth Pomeranzenschalen und Citronat, etwas
-Citronenschale, 6 Stück abgezogene Mandeln nicht sehr fein, nimmt eine
-Hand voll Rosinen dazu, füllt die Aepfel damit aus, rührt 5 Eiergelb,
-den Schnee von den 6 Eierweiß, 4 Loth gestoßenen Zucker unter die Masse,
-thut die Hälfte davon in ein mit Butter bestrichenes Aufzugblech, legt
-die gefüllten Aepfel darauf, die andere Hälfte darüber und läßt den
-Auflauf in einem Bratrohr aufziehen. Ist er fertig, so kommt er auf die
-Platte, ein Schnee von 4 Eierweiß, mit Zucker vermischt, darauf, und
-wird auf einem schwarzen Blech, auf dem Sand oder Salz ist, noch einmal
-ins Rohr gestellt.</p>
-
-
-<h3>190. Weichselnauflauf.</h3>
-
-<p>Man legt 6 Loth Mandel-Makronen zu der Wärme, damit sie geröstet werden,
-dann stoßt man sie im Mörser fein, legt sie in eine messingene Pfanne,
-rührt sie mit 3 Kochlöffeln voll feinem Mehl, 3 Loth Zucker, 4 Eiergelb
-und einem halben Schoppen süßen Rahm glatt und kocht sie zu einer dicken
-Crême. Dann rührt man 4 Loth Butter und die Crême in einer Schüssel,
-hernach noch 5 Eiergelb, eines nach dem andern, daran, schlägt das Weiße
-von diesen Eiern zu Schnee, mischt ihn unter die Masse, eine halbe
-Citrone, am Reibeisen abgerieben, dazu, bestreicht ein Aufzugblech
-mit Butter, thut etwas von der Masse darein, eine Lage ausgesteinte
-Weichseln darauf, gießt wieder etwas von der Crême daran, wieder
-Weichseln darauf, die andere Crême darüber, stellt es in Ofen und läßt
-es aufziehen.</p>
-
-
-<h3>191. Im Dampf Aufgezogenes.</h3>
-
-<p>3 Hände voll feines Mehl werden mit 1 Schoppen Milch glatt gerührt und
-zu einem dicken Brei gekocht, man läßt ihn erkalten, rührt 6 Eiergelb,
-sammt 4 Eßlöffeln voll Marasquino, einer Hand voll fein gestoßenem
-Zucker und dem Schnee von den 6 Eierweiß dazu, rührt die Masse recht
-untereinander, füllt sie in ein Geschirr, welches zu Tische kommt;
-stellt dieses in ein Geschirr mit kochendem Wasser, deckt es fest zu,
-legt glühende Kohlen auf den Deckel und gibt die Speise, nachdem sie
-eine halbe Stunde gekocht hat, zu Tische.</p>
-
-
-<h3>192. Götterspeise.</h3>
-
-<p>Von einer halben Maas Milch kocht man einen dicken Kindsbrei, rührt ein
-Viertelpfund Butter leicht, thut 1 Löffel voll Brei <span class="pagenum"><a id="page58"></a>Seite 58</span> an die
-Butter, schlägt ein Eiergelb daran, rührt es miteinander und macht auf
-diese Art fort, bis der Brei zu Ende ist; dann werden 4 bittere Mandeln
-abgezogen, im Mörser fein gestoßen, unter die Masse gerührt, 3 Loth
-gestoßener, an einer Citrone abgeriebener Zucker, das Weiße von den
-Eiern, die man zum Brei rührte, zu Schnee geschlagen, Alles zusammen
-unter das Obige gemischt, eine blecherne Form mit Butter bestrichen, mit
-Zucker bestreut, die Masse darein gefüllt, die Form fest zugemacht und
-1 Stunde im kochenden Wasser gekocht. Man stürzt diese Götterspeise auf
-eine Platte und gibt Himbeer- oder Aprikosen-Gelée dazu.</p>
-
-
-<h3>193. Citronenbrei.</h3>
-
-<p>Man kocht einen guten dicken Brei, rührt 2 Eiergelb darein, reibt das
-Gelbe von einer Citrone am Zucker ab, stoßt diesen und mischt ihn unter
-den Brei.</p>
-
-
-<h3>194. Citronenbrei anderer Art.</h3>
-
-<p>Man kocht von einer halben Maas Milch einen guten dicken Brei, rührt
-5 bis 6 Eiergelb in eine Casserolle, nebst 2 Loth Butter und 3 Loth
-gestoßenem Zucker, woran vor dem Stoßen eine Citrone abgerieben worden,
-nimmt 2 Eßlöffel voll kalte Milch dazu, läßt die Eier so lange kochen,
-bis sie anfangen, dick zu werden, rührt dann den Brei dazu, läßt ihn
-eine Scharre ziehen, richtet ihn auf eine Platte an, sticht die Scharre
-sorgfältig von der Pfanne und legt sie oben auf den Brei.</p>
-
-
-<h3>195. Eierbrei.</h3>
-
-<p>Es wird ein dicker Brei gekocht, dann läßt man in einem Geschirr ein
-Stückchen Butter zergehen, schlägt 2 bis 3 Eier hinein, rührt sie auf
-dem Feuer, bis die Eier anfangen dick zu werden, rührt sie alsdann mit
-dem Brei an und läßt an diesen eine Kruste kochen.</p>
-
-
-<h3>196. Aufgezogener Eierbrei.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter, 8 Eierdotter, Zucker und Citronen werden
-miteinander verrührt, das Weiße von den Eiern zu Schnee geschlagen, dazu
-genommen, in ein dazu taugliches Geschirr gethan, oben und unten Gluth
-dazu und aufgezogen.</p>
-
-
-<h3>197. Aufgezogener Mandelbrei.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund geschälte, fein gestoßene Mandeln, ein halbes Pfund
-Zucker, 8 Eiergelb, 2 Trinkgläser voll süßer Rahm und eine Hand voll
-geriebener Wecken werden gut durcheinander gerührt, von dem Eiweiß ein
-Schnee geschlagen, dazu genommen und in einem passenden Geschirr, unten
-und oben in Gluth, aufgezogen.</p>
-
-
-<h3>198. Milchbrei.</h3>
-
-<p>Einen kleinen Kochlöffel voll Mehl rührt man mit süßem Rahm glatt an,
-schlägt 6 ganze Eier daran, etwas Zucker, an einer Citrone <span class="pagenum"><a id="page59"></a>Seite 59</span>
-abgerieben, gießt eine halbe Maas Milch dazu, schmiert eine Schüssel mit
-Butter, füllt die Masse darein und backt sie schön gelb.</p>
-
-
-<h3>199. Schneckenbrei.</h3>
-
-<p>Die Schnecken werden behandelt, wie schon öfters beschrieben wurde,
-dann wiegt man sie, nebst einer halben Citronenschale, 1 Zwiebel und
-einer Hand voll Petersilie sehr fein, läßt ein Achtelpfund Butter in
-einer Casserolle zerlaufen, dämpft das Gewiegte mit den Schnecken darin,
-streut 3 Finger voll Mehl darauf, gießt 1 Löffel voll Fleischbrühe
-daran, thut Salz und Pfeffer dazu, nebst dem Saft einer halben Citrone
-und läßt Alles mit einander noch einmal aufkochen.</p>
-
-
-<h3>200. Vanillebrei.</h3>
-
-<p>2 Eßlöffel voll geriebenes Weckenmehl und 2 Eßlöffel voll feines Mehl
-rührt man mit kalter Milch glatt an, läßt einen Schoppen Rahm und ein
-Stückchen Vanille eine Viertelstunde miteinander kochen, gießt das
-Gerührte daran, läßt es gut miteinander auskochen, richtet es auf eine
-Platte an und streut Zucker darauf.</p>
-
-
-<h3>201. Eierkuchen.</h3>
-
-<p>Man wiegt ein Viertelpfund abgezogene, fein gestoßene Mandeln,
-worunter aber 6 bis 8 bittere seyn müssen, und von einer Citrone das
-Gelbe recht fein, schüttet einen Schoppen süßen Rahm daran, schneidet
-ein Viertelpfund Ochsenmark recht fein, nimmt 2 Messerspitzen voll
-gestoßenen Zimmt, etwas Rosenwasser, 1 Messerspitze voll Salz, 8 Eier
-dazu, rührt Alles durcheinander, bestreicht einen Plafond mit Butter,
-füllt die Masse darein und backt den Kuchen im Ofen gelb aus.</p>
-
-
-<h3>202. Eierkuchen mit Aepfeln.</h3>
-
-<p>Rosenäpfel schält und schneidet man in kleine Stückchen, dämpft sie in
-einem kleinen Stück Butter weich, thut sie in eine Schüssel, steint
-4 bis 6 Stück Aprikosen aus, nimmt 4 Loth Zucker, 2 Messerspitzen
-voll Muskatblüthe, 6 ganze Eier und einen halben Schoppen sauren Rahm
-dazu, reibt eine halbe Citrone am Reibeisen ab, mengt Alles wohl
-untereinander, bestreicht einen Plafond mit Butter, füllt die Masse
-darein und backt den Kuchen auf dem Kohlenfeuer schön aus. Man macht ein
-Citroneneis darüber, wie schon öfter beschrieben worden ist.</p>
-
-
-<h3>203. Gerührte Eier mit Sardellen.</h3>
-
-<p>Zu 8 Eiern nimmt man 4 Loth Sardellen, wascht die lezteren, gräthet
-sie aus, legt sie eine Viertelstunde in frisches Wasser, läßt in
-einer Casserolle ein Viertelpfund Butter zergehen, schlägt die Eier
-hinein, schneidet die Sardellen in kleine Stückchen, rührt sie mit fein
-geschnittenem Schnittlauch an die Eier und kocht Alles so lang auf dem
-Feuer, bis es dick, aber nicht hart, wird.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page60"></a>Seite 60</span> 204. Gefüllte Flädlein mit saurem Rahm und Rosinen.</h3>
-
-<p>Man macht gewöhnliche <a href="#flatei1">Flädlein</a>, bestreicht sie mit dickem, saurem Rahm,
-bestreut sie mit gewaschenen Rosinen und Zibeben, streut Zucker und
-Zimmt darüber, rollt sie zusammen, bestreicht ein Geschirr, welches man
-zu Tisch geben will, mit Butter und legt die gefüllten Flädlein über's
-Kreuz hinein, thut noch 2 Löffel voll Milch daran und läßt sie im Ofen
-aufziehen.</p>
-
-
-<h3>205. Gefüllte <a id="flatei1" name="flatei1">Flädlein</a> in Vanillecrême.</h3>
-
-<p>Man macht einen Teig von einer Hand voll feinem Mehl, rührt dieses mit
-kalter Milch glatt, schlägt 4 Eier daran, bestreicht eine mittelgroße
-Flädleinspfanne mit Speck, backt die Flädlein darin, legt sie auf einem
-Nudelnbrett auseinander und macht folgende Vanillecrême: 1 Schoppen
-Milch, ein Stück Vanille, 2 Loth Zucker und 3 Finger voll Mehl kocht
-man miteinander, verklopft 4 Eiergelb, rührt sie an die kochende Milch,
-läßt alles auf dem Feuer noch einmal anziehen, gießt die Crême durch
-ein Haarsieb in ein Geschirr, läßt sie erkalten, streicht 2 Löffel voll
-davon auf den Flädlein herum, rollt sie zusammen, legt sie in ein mit
-Butter bestrichenes Geschirr quer übereinander, gießt 2 Löffel voll
-süßen Rahm dazu, zieht sie im Ofen auf und streut Zucker darauf.</p>
-
-
-<h3>206. Hosenbändel.</h3>
-
-<p>Man nimmt so viel Mehl auf's Nudelnbrett als 3 Eier annehmen, Welschnuß
-groß Butter, arbeitet den Teig gut zusammen, wellt ihn recht dünn aus,
-schneidet halbfingerbreite Nudeln daraus, thut einen Theil davon in eine
-Pfanne mit kochendem Wasser, worin eine Hand voll Salz aufgelöst ist,
-fängt die Nudeln mit einem Schaumlöffel heraus auf eine Platte, läßt
-die übrigen Nudeln in einem Pfändlein mit heißem Schmalz schön gelb
-werden, gießt sie auf die gekochten Nudeln herum und streut etwas fein
-geschnittenen Schnittlauch darauf.</p>
-
-
-<h3>207. Abgetrocknete Knöpflein (Klöße, Knödel).</h3>
-
-<p>Man dämpft 3 in Wasser eingeweichte, fest ausgedrückte Wecken in einer
-Casserolle mit einem Stück Fett, nimmt eine Hand voll gedämpfte Zwiebeln
-und Petersilie, 4 bis 5 Eier, Salz und Muskatnuß dazu, macht Knöpflein
-von dem Teig, so groß wie ein Hühnerei, kocht sie eine Viertelstunde in
-kochendem Wasser und schmälzt sie mit Butter und geriebenem Brod ab.</p>
-
-
-<h3>208. Frankfurter Brodknöpflein.</h3>
-
-<p>Man schneidet 4 Wecken in Würfel, röstet die Hälfte davon in Butter,
-dämpft Zwiebeln und Petersilie, fein geschnitten, auch in Butter,
-schlägt 6 Eier daran, 2 Kochlöffel voll feines Mehl, die ungerösteten
-Weckenwürfel, Salz und Muskatnuß, mischt alles untereinander und macht
-Knöpflein in der Größe eines Hühnereies aus dieser Masse, <span class="pagenum"><a id="page61"></a>Seite 61</span> läßt
-sie eine Viertelstunde im Salzwasser kochen, schmälzt sie mit Butter und
-Brod ab und gibt sie zum Wildbret.</p>
-
-
-<h3>209. Leberknöpflein.</h3>
-
-<p>Eine Kalbsleber wird abgehäutelt, die Adern davon geschnitten, so fein
-als möglich gewiegt, eine große Hand voll Zwiebeln in einem Stück Fett
-gedämpft, 3 Eier und 2 Wecken dazu genommen, dieses alles eine halbe
-Stunde gerührt, Knöpflein von der Masse im Salzwasser gekocht und mit
-Butter und Zwiebeln geschmälzt.</p>
-
-
-<h3>210. Tyrolerknöpflein.</h3>
-
-<p>6 geschnittene Wecken werden in einer Schüssel mit 1 Schoppen heißer
-Milch angefeuchtet, 1 Pfund geräucherter Speck und 1 Pfund geräuchertes
-Fleisch, fein gehackt, eine Hand voll im Speck gedämpfte Zwiebeln, 3
-Kochlöffel voll feines Mehl, Salz, 7 bis 8 Eier, alles durcheinander
-gemischt, eine halbe Stunde zugedeckt stehen gelassen, damit es anzieht,
-und nun von der Masse runde Kugeln gemacht und eine halbe Stunde im
-Salzwasser gesotten. Man kann sie zu eingemachten Hühnern geben.</p>
-
-
-<h3>211. Krapfen von Lebkuchen.</h3>
-
-<p>Von einem Viertelpfund geriebenem, braunem Lebkuchen, 2 Loth fein
-gestoßenem Zucker, 3 Eßlöffel voll Honig, etwas feinem Gewürz, 2 Loth
-am Reibeisen geriebenen Mandeln, 1 Ei, 1 Eierklar, macht man auf einem
-Nudelnbrett einen festen Teig, wellt ihn aus, sticht ihn mit einem
-zackigten Mödelchen aus, legt die ausgestochenen Stückchen auf ein
-schwarzes Blech und backt sie bei gelinder Hitze im Ofen, so daß sie
-noch weiß, beinahe nur getrocknet sind.</p>
-
-
-<h3>212. Krautwürste.</h3>
-
-<p>Die Rippen werden vom Kraut ausgeschnitten, die Blätter mit kochendem
-Wasser zugesezt und verwällt; worauf man sie ablaufen läßt. Dann wird
-in einem Stück Butter ein abgeriebener, eingeweichter, ausgedrückter
-Wecken, Zwiebel und Petersilie, nebst einem halben Pfund feingewiegten
-Rindfleisch eine halbe Stunde miteinander gedämpft, 3 bis 4 Eier,
-Salz und Muskatnuß dazu genommen, die Krautblätter mit dieser Fülle
-bestrichen, zusammengerollt wie die Würste, in einer Bratpfanne mit
-einem Stück Fett gelb gebacken, Fleischbrühe daran geschüttet und so
-aufgekocht.</p>
-
-
-<h3>213. Lumsen oder Ulmerspeise.</h3>
-
-<p>Von 4 oder 5 Eiern macht man einen Nudelnteig, nimmt Welschnuß groß
-Butter dazu, wellt ihn aus wie einen gewöhnlichen Nudelnteig, läßt 4
-Loth Butter und Milch nach Gutdünken miteinander kochen, zerreißt diesen
-Nudelnkuchen in Stücken, legt die Stücke in die gekochte Milch, thut
-sie in einen Backofen, damit sie auf beiden Seiten eine <span class="pagenum"><a id="page62"></a>Seite 62</span> Farbe
-bekommt; hernach richtet man sie auf eine Platte an und streut Zucker
-und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>214. Gebackene Milch.</h3>
-
-<p>5 ganze Eier, 5 Eierdotter und eine halbe Maas Milch rührt man gut
-zusammen, nimmt ein Stück Zucker, an welchem eine Citrone abgerieben
-wurde, dazu, röstet in heißem Schmalz 3 Löffel voll Mehl hellgelb, gießt
-die Milch sammt den Eiern dazu, kocht alles so lang, bis es dick wird,
-rührt es immerfort um, und sollte das Schmalz herauskochen, so muß es
-abgeschöpft werden. Wenn der Brei auf der Platte ist, streut man Zucker
-und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>215. Milchcrême mit einem Schneeberg.</h3>
-
-<p>Man läßt in einer messingenen Pfanne eine Maas Milch mit 4 Loth Zucker
-und der Hälfte einer Citronenschale kochen. Dann schlägt man von 8
-Eierweiß einen steifen Schnee, macht ihn mit der Hand recht hoch, läßt
-ihn 3 bis 4 Minuten in der gekochten Milch kochen, wendet ihn behutsam
-um, läßt ihn nochmals so lange kochen, nimmt ihn behutsam heraus, sezt
-ihn in ein Haarsieb, daß er ablauft, rührt die 8 Eierdotter mit einem
-kleinen Kochlöffel voll Mehl ganz glatt, schüttet die kochende Milch
-daran, läßt es in der Pfanne nochmals anziehen, gießt die Hälfte von der
-Milch durch ein Haarsieb auf die Platte, sezt den Schneeberg darein,
-die übrige Milch darüber, streut rothen Streuzucker darauf und gibt die
-Milchcrême im Sommer kalt, im Winter warm zu Tische.</p>
-
-
-<h3>216. Kachelmuß.</h3>
-
-<p>Zu einem Schoppen Milch nimmt man 6 Eier, zu jedem Ei 1 Kochlöffel voll
-Mehl, rührt es mit der Milch glatt an, nimmt Zucker und Zimmt nach
-Belieben dazu; alles wohl untereinander gerührt; dann bestreicht man
-eine irdene Kachel mit Butter, füllt den Brei darein und stellt die
-Kachel in ein Bratrohr oder auf Kohlen.</p>
-
-
-<h3>217. Kachelmuß anderer Art.</h3>
-
-<p>In einer messingenen Pfanne wird eine halbe Maas Milch mit einem Stück
-Zucker, woran eine Citrone abgerieben wurde, siedend gemacht, dann
-ein Löffel voll Mehl mit kalter Milch glatt gerührt, 3 Eier darein
-geschlagen und an die Milch gerührt; eine Kachel mit Butter bestrichen,
-das Angerührte mit einem kleinen Händchen voll Weinbeeren darein
-gegossen und in einem Ofen oder zwischen Kohlen gebacken.</p>
-
-
-<h3>218. Karlsruher Muß.</h3>
-
-<p>Man rührt 6 Löffel voll feines Mehl und 8 Loth gestoßenen Zucker in
-einer messingenen Pfanne mit Milch glatt an, nimmt 7 Eiergelb und eine
-am Reibeisen abgeriebene Citrone dazu, gießt eine halbe Maas Milch
-daran, kocht eine dicke Crême davon, stellt es vom Feuer, rührt es, bis
-es ein wenig kalt ist, mischt den Schnee von <span class="pagenum"><a id="page63"></a>Seite 63</span> den 7 Eierweiß
-darunter, gießt alles in eine mit Butter bestrichene Platte, streut
-grobgestoßenen Zucker, feingewiegte Mandeln darüber und läßt das Muß
-schön backen. In einer halben Stunde ist es fertig.</p>
-
-
-<h3>219. Muß von Eierweiß.</h3>
-
-<p>4 Eierweiß werden mit 1 Löffel voll Zucker zu einem steifen Schnee
-geschlagen (man kann den Zucker an einer Citrone abreiben), mit 1
-Schoppen Milch in einer messingenen Pfanne gekocht, bis es anfängt dick
-zu werden.</p>
-
-
-<h3>220. Kräftiges Muß für Schwache.</h3>
-
-<p>Gebähte Milchbrod- oder Weckschnitten werden mit Zimmt, Rosenwasser und
-einem kleinen Stückchen Butter gekocht, mit Rosenwasser glatt gerührt
-und Zimmt, nachdem das Muß angerichtet ist, darauf gestreut.</p>
-
-
-<h3>221. Maienmuß.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund abgezogene Mandeln stoßt man mit Rosenwasser ganz fein,
-rührt ein Viertelpfund Zucker darein, <sup>1</sup>/<sub>8</sub> Pfund Butter, rührt alles eine
-halbe Stunde miteinander, formirt auf einem Geschirr, das nicht sehr
-groß ist, einen Berg davon, besteckt ihn mit Mandeln und Blumen und gibt
-es zur Tafel; man kann auch Zimmt darüber streuen.</p>
-
-
-<h3>222. Rahmmuß.</h3>
-
-<p>In einen halben Vierling feingeriebenen Zucker, 1 Eierweiß und 1
-Eßlöffel voll Wasser rührt man eine halbe Stunde lang so viel Mehl, daß
-es so dick wie ein Kindsbrei wird, bestreicht eine Kachel mit Butter,
-füllt das Gerührte darein, stellt es in ein Rohr oder zwischen Kohlen
-und backt es schön gelb.</p>
-
-
-<h3>223. Gefüllte Omelette.</h3>
-
-<p>4 starke Löffel voll gestoßenen Zucker, 4 Eiergelb und eine halbe
-am Reibeisen abgeriebene Citrone rührt man miteinander, bis es ganz
-dick ist, mischt den Schnee von den 4 Eierweiß und 3 Finger voll Mehl
-darunter, macht in einer Flädchenpfanne ein Stückchen Schmalz, so groß
-wie ein Hühnerei, heiß, läßt es ein wenig erkalten, gießt die Masse
-langsam hinein, deckt die Pfanne zu und läßt nun die Omelette auf heißer
-Asche langsam backen, wendet sie um, backt sie auf der andern Seite auch
-und schlägt sie übereinander; wenn alle gebacken sind, stellt man sie in
-einer langen Platte noch eine Weile in den Bratofen und zieht sie auf.</p>
-
-
-<h3>224. Pfannenkuchen mit Gänseleber.</h3>
-
-<p>Man wiegt die Gansleber fein, schält 6 bis 8 Schalottenzwiebeln, eine
-Hand voll Petersilie, dämpft dieses eine Weile miteinander, dann die
-gewiegte Gansleber dazu, dämpft alles noch einmal, drückt von einer
-halben Citrone den Saft und das gewiegte Gelbe von einer andern <span class="pagenum"><a id="page64"></a>Seite 64</span>
-halben Citrone dazu und macht nun folgenden Teig: Man schneidet 4 Wecken
-so fein wie zu einer Suppe, läßt in einer messingenen Pfanne einen
-Schoppen Milch mit einem Stück Butter aufkochen, gießt dieses an die
-geschnittenen Wecken, deckt sie zu und läßt sie ein wenig stehen; nimmt
-3 fein gewiegte Schalottenzwiebeln und einen Kochlöffel voll Mehl an
-die Wecken, auch 4 Eier, eins nach dem andern, und ein wenig Salz; dann
-macht man in einer flachen Pfanne Schmalz heiß, schüttet die Hälfte
-von dem Teig darein, in die Mitte kommt die Gansleber, oben darauf die
-andere Hälfte des Teiges, und so wird alles wie ein Kuchen gebacken; ist
-er auf einer Seite fertig, so wendet man ihn um und backt ihn auch auf
-der andern.</p>
-
-
-<h3>225. Aufgezogene Nudeln mit Krebsragout.</h3>
-
-<p>So viel Mehl als 2 ganze Eier und 3 Dotter annehmen, bearbeitet man auf
-dem Nudelnbrett, wellt den Teig nicht sehr fein aus, schneidet Nudeln
-so breit wie ein Messerrücken dick ist, siedet sie in kochendem Wasser
-ab, gießt sie in einen Seiher und kaltes Wasser darüber. Unterdessen
-siedet man 15 große Krebse in kochendem Wasser, macht die Schwänze und
-Scheeren davon ab, reinigt die Körper sauber, stößt sie im Mörser mit
-einem Viertelpfund Butter, thut sie in eine Casserolle, stellt sie auf
-Kohlen und läßt sie gut aufdämpfen. Ist die Krebsbutter schön roth, so
-treibt man sie durch ein Haarsieb, damit die Butter schön abläuft, rührt
-sie leicht, schlägt 3 Eier darein, mengt die Nudeln langsam darunter,
-streicht einen Melonenmodel mit Butter aus, schüttet den halben Theil
-Nudeln darein, legt die Krebsschwänze und Scheeren auf die Nudeln, die
-andere Hälfte darüber, stellt sie in den Ofen und läßt sie schön backen.</p>
-
-
-<h3>226. Baierische <a id="danu1" name="danu1">Dampfnudeln</a>.</h3>
-
-<p>Man macht in einer Schüssel mit 2 Pfund feinem Mehl, 3 Löffel voll
-Bierhefe und einem Schoppen lauer Milch ein Teiglein an, läßt es in
-gelinder Wärme gut gehen, schneidet ein Viertelpfund Butter dazu, nebst
-2 ganzen Eiern und Dottern, arbeitet nun den Teig so lange, bis er
-Blasen wirft, läßt ihn in der Wärme gehen, und wenn er ganz reif ist,
-nimmt man ein Tuch auf ein Nudelnbrett, streut Mehl darauf, sezt die
-Nudeln, so groß wie ein Hühnerei, darauf und läßt sie noch ein wenig
-gehen. Nun läßt man ein Viertelpfund Butter in einem passenden Geschirr
-zergehen, aber nicht heiß werden, gießt ungefähr 1 Schoppen Milch daran,
-1 Loth gestoßenen Zucker, sezt die Dampfnudeln in das Geschirr und
-einen Deckel mit schwachen Kohlen darauf, stellt das Geschirr auf einen
-Dreifuß, thut ein wenig Kohlen darunter und läßt es gar werden.</p>
-
-
-<h3>227. Krebsdampfnudeln.</h3>
-
-<p>Mit 2 Pfund feinem Mehl, 3 Löffeln voll guter Bierhefe und einem
-Schoppen lauen Rahm macht man ein Teiglein und läßt es in der Wärme
-gehen. Dann macht man ein halbes Pfund Krebsbutter, <span class="pagenum"><a id="page65"></a>Seite 65</span> wie es
-öfters schon beschrieben wurde, rührt ein Viertelpfund davon in einer
-Schüssel mit 3 Eiergelb, 2 Loth gestoßenem Zucker, 1 Messerspitze voll
-Salz recht leicht, thut das angemachte Teiglein sammt dem Mehl zu der
-Krebsbutter, macht einen guten Teig an, schlägt ihn eine Viertelstunde,
-stellt ihn zur Wärme und läßt ihn gehen. Hierauf läßt man den andern
-Vierling Krebsbutter in einem Dampfnudelngeschirr zergehen, gießt 1
-Schoppen Milch daran, sezt die Nudeln darein, deckt sie zu und läßt sie
-schön backen. Man macht folgende Sauce dazu: Eine halbe Maas Milch, das
-Gelbe von 1 Citrone, ein Stück ganzen Zimmt, 2 Loth Zucker, läßt man
-miteinander kochen, schlägt 3 Eiergelb in einen Topf, rührt dieses mit
-3 Fingern voll Mehl und mit kalter Milch glatt an, gießt die kochende
-Milch nach und nach daran, läßt alles nochmals miteinander aufkochen,
-gießt es durch ein Haarsieb und gibt es besonders zur Tafel. Die
-Dampfnudeln werden auf eine Platte angerichtet.</p>
-
-
-<h3>228. Dukatennudeln.</h3>
-
-<p>Zu 1 Pfund feinem Mehl nimmt man 2 Löffel voll gute dicke Bierhefe,
-einen halben Schoppen lauen süßen Rahm, macht ein Teiglein davon an,
-läßt es schön gehen, schneidet ein Viertelpfund Butter und thut 4
-Eiergelb dazu; sollte der Teig noch zu fest seyn, so nimmt man noch
-ein wenig süßen Rahm dazu, klopft ihn dann eine halbe Stunde, thut 1
-Loth Zucker nebst einer Messerspitze voll Salz daran, läßt ihn nochmals
-gehen, ist er halb reif, so sticht man mit dem Löffel Küchlein, so groß
-wie eine Welschnuß aus, legt sie auf ein mit Mehl bestreutes Blech, läßt
-sie auf diesem vollends reif werden, läßt einen halben Vierling Butter
-in einer Bratpfanne zergehen, gießt nagelhoch Milch daran, sezt die
-Nudeln darein, deckt das Geschirr zu, legt heiße Asche auf den Deckel,
-auch unter das Geschirr Kohlen, läßt die Nudeln aufkochen, gießt ein
-halbes Glas Milch daran und legt sie nun mit Hülfe einer Backschaufel
-auf eine Platte. Man kann Compote oder Citronensauce dazu geben.</p>
-
-
-<h3>229. Baierische Käsnudeln.</h3>
-
-<p>Man nimmt Mehl in eine Schüssel, macht darin von 2 Löffel voll Bierhefe
-und einem halben Schoppen lauer Milch einen Vorteig, läßt in einem
-Geschirr ein Viertelpfund Butter zergehen, rührt diesen mit <sup>3</sup>/<sub>4</sub> Pfund
-Käs leicht, nimmt 3 Eierdotter dazu, arbeitet alles mit dem obenbesagten
-Teig und Mehl zusammen, nimmt eine große Hand voll gewiegten
-Schnittlauch und Salz dazu, stellt den Teig zur Wärme, daß er geht,
-macht mit einem Löffel kleine Nudeln davon und backt diese in heißem
-Schmalz.</p>
-
-
-<h3>230. Saure Rahmnudeln.</h3>
-
-<p>Man läßt 1 Schoppen sauern Rahm in einer messingenen Pfanne sieden,
-rührt Mehl darein, bis es ein dicker Brei ist, nimmt diesen vom
-Feuer, schlägt so viel Eier daran, bis er ein fester Spatzenteig
-<span class="pagenum"><a id="page66"></a>Seite 66</span> ist, sezt 1 Maas Milch aufs Feuer und schabt von dem Teig,
-den man auf ein Spatzenbrett gelegt hat, Nudeln in die kochende Milch;
-nachdem sie zugedeckt sind, läßt man sie gut auskochen, nimmt sie mit
-dem Schaumlöffel heraus und läßt sie auf einem Brett gut ablaufen,
-bestreicht sodann ein Geschirr, das man zur Tafel geben will, mit
-Butter, legt die Nudeln oben über's Kreuz darein. Dann werden 2 Eier in
-etwas Milch und saurem Rahm verrührt, über die Nudeln gegossen und diese
-im Ofen schön gelb gebacken.</p>
-
-
-<h3>231. Schneckennudeln mit Mandeln.</h3>
-
-<p>Mit 2 Pfund feinem Mehl, 3 Löffel voll Bierhefe und 1 Schoppen lauer
-Milch macht man in einer Schüssel ein Teiglein an und läßt es in der
-Wärme gehen. Nun stoßt man ein Viertelpfund geschälte Mandeln fein mit
-Eierweiß, nimmt 3 Loth gestoßenen Zucker, nebst 2 Eiergelb und dem
-Gelben einer Citrone, rührt alles eine Viertelstunde miteinander, thut
-noch 4 Loth Butter dazu, arbeitet alles mit dem Teig recht zusammen
-(sollte er noch zu fest seyn, so gießt man sauren Rahm dazu), klopft
-ihn eine Viertelstunde, deckt ihn zu und läßt ihn schön gehen; ist er
-reif genug, so macht man Nudeln, so groß wie ein Hühnerei, zieht diese
-auseinander, daß sie fingerlang werden, bestreicht sie zuerst mit
-zerlassener Butter mit den gerührten Mandeln messerrückendick, rollt sie
-zusammen, wie Schnecken, sezt sie in ein Geschirr, worin vorher Butter
-zerlassen wurde, läßt sie in diesem noch eine Viertelstunde stehen und
-backt sie in einem Bratrohr schön gelb. Man gibt Compote von Brünellen
-dazu.</p>
-
-
-<h3>232. Tyrolernudeln.</h3>
-
-<p>Man macht von 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Mehl, 3 Löffeln voll Bierhefe, 3 Eiergelb,
-einem halben Schoppen saurem Rahm, 3 Loth Zucker und einem Viertelpfund
-kleinen Weinbeeren einen festen Teig, arbeitet ihn eine Viertelstunde,
-läßt ihn in der Wärme gehen, macht Küchlein mit einem Löffel daraus,
-legt diese auf ein mit Mehl bestreutes Tuch, formt fingerlange Stängel
-daraus, backt sie in heißem Schmalz und streut Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>233. Rahmstrauben.</h3>
-
-<p>In 1 Schoppen Rahm und 4 ganze Eier rührt man feines Mehl, bis es ein
-Teig ist, nimmt eine Messerspitze voll Salz dazu, rührt noch 2 Eier
-daran, und wenn der Teig so dünn ist, daß er durch den Straubentrichter
-läuft, läßt man ihn in eine Pfanne mit heißem Schmalz laufen, backt ihn
-schön gelb und streut Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>234. Saure Rahmstrudeln.</h3>
-
-<p>Man nimmt ungefähr ein halbes Pfund Mehl auf ein Nudelnbrett, 2
-Eierweiß, Butter in der Größe einer Welschnuß, etwas laue Milch, macht
-einen Teig an wie zu Nudeln, doch nicht so fest, verarbeitet ihn eine
-Viertelstunde recht stark, läßt ihn, wenn es die Zeit <span class="pagenum"><a id="page67"></a>Seite 67</span> erlaubt,
-eine halbe Stunde ruhen, wellt die Kuchen, so fein man kann, aus, zieht
-den Strudel auf einem Tuch, so fein wie Postpapier, aus, läßt ihn gut
-abtrocknen, nimmt dicken sauren Rahm, rührt 2 Messerspitzen voll Salz
-darein, schlägt von 4 Eiern einen steifen Schnee, mengt es unter den
-Rahm, legt den Strudel auf's Nudelnbrett, überstreicht ihn mit Rahm,
-rollt ihn zusammen; dann thut man 1 Schoppen Milch und ein kleines
-Stück Butter in eine Bratpfanne, läßt es miteinander aufkochen, legt
-die Strudeln darein, stellt das Geschirr in ein Bratrohr und läßt sie
-aufziehen.</p>
-
-
-<h3>235. Gewöhnliche Spätzlein.</h3>
-
-<p>An ein Viertelpfund Mehl in einer Schüssel schlägt man 4 Eier, mengt
-es mit Wasser oder Milch durcheinander (geklopft darf der Teig nicht
-werden, weil er sonst zähe wird), macht dann in einer Pfanne kochendes
-Wasser, thut eine Hand voll Salz dazu, taucht den Seiher in's Wasser,
-treibt den Teig darein und mit dem Kochlöffel durch; hernach thut man
-die Spätzlein in den Seiher und gießt kaltes Wasser darüber. Gehören
-sie zu einer Suppe, so darf kein kaltes Wasser, sondern es muß gleich
-Fleischbrühe daran gegossen werden. Will man sie geröstet geben, so
-läßt man sie in einer Pfanne mit heißem Schmalz auf beiden Seiten schön
-gelb anschlagen, verrührt 2 Eier mit 3 Löffel voll saurem Rahm, gießt
-sie über die Spätzlein, läßt sie anziehen, wendet sie nochmals um und
-richtet sie an.</p>
-
-
-<h3>236. Leberspätzlein.</h3>
-
-<p>Man häutet eine halbe Kalbsleber mit einem Messer und schneidet die
-Adern sauber heraus, wiegt die Leber recht fein, thut sie in eine
-Schüssel, macht 2 Loth Butter oder Schmalz heiß, gießt sie an die Leber,
-schlägt 2 ganze Eier daran, dieses rührt man eine Weile miteinander,
-thut ein halbes Mäßchen Mehl dazu und macht es untereinander; sollte
-dieser Teig noch zu fest seyn, so kann noch ein wenig Milch oder
-Wasser dazu genommen werden. Dann macht man in einer Pfanne kochendes
-Wasser, taucht den Seiher darein, treibt den Teig durch den Seiher mit
-einem Kochlöffel durch, legt die Spätzlein wieder in einen Seiher und
-gießt ein wenig Wasser darüber. Man kann sie zur Suppe geben oder auch
-abrösten. Eine Hand voll Salz kommt dazu.</p>
-
-
-<h3>237. Milchspätzlein.</h3>
-
-<p>Man schlägt 3 Eier an hinreichend Mehl in einer Schüssel und macht es
-mit Milch zu einem Spatzenteig, macht in einer Pfanne Milch kochend,
-taucht den Durchschlag in kaltes Wasser, treibt den Teig darein durch
-und läßt ihn langsam in die kochende Milch laufen, rührt die Spätzlein
-oftmals um, damit sie keine Knollen bekommen, schneidet 4 Loth Butter
-daran und läßt sie gut kochen, doch so, daß sie noch saftig sind. Man
-kann sie salzen oder zuckern.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page68"></a>Seite 68</span> 238. Aufgezogene Milchspätzlein.</h3>
-
-<p>Man rührt ein Viertelpfund Butter in einer Schüssel, 4 Eier, eines nach
-dem andern, daran, zu jedem Ei 1 gehäuften Eßlöffel voll Mehl (es dürfen
-auch 5 Eier seyn), macht in einer Casserolle Milch kochend, taucht den
-Seiher darein, treibt den Teig mit einem Kochlöffel in die kochende
-Milch, fängt mit einem Schaumlöffel die Spätzlein auf, thut sie in eine
-Schüssel, bestreicht ein Aufzugblech mit Butter und legt sie darauf.
-Dann stoßt man 4 Loth Zucker, an einer Citrone abgerieben, recht fein,
-gießt 1 Schoppen gute Milch dazu, schlägt 3 Eier daran, verklopft es
-gut miteinander, gießt ein wenig über die Spätzlein, thut die übrige
-Spätzleinsauce daran, gießt das Uebrige auch darüber und stellt sie in
-den Ofen; in einer halben Stunde sind sie fertig.</p>
-
-
-<h3>239. Spinatkuchen.</h3>
-
-<p>2 Hände voll Spinat wird recht fein gewiegt, 2 Mundbrode mit kochender
-Milch angebrüht, die Milch wieder abgegossen, der Spinat zu dem Brod
-genommen, 4 Eiergelb, 1 Messerspitze voll Salz, 2 Loth Zucker und
-eine halbe geriebene Muskatnuß mit dem Obigen recht schaumig, zulezt
-der Schnee von den 4 Eiweiß dazu gerührt, ein Aufzugblech mit Butter
-bestrichen, die Masse darein gefüllt und der Kuchen im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>240. Spinatkuchen anderer Art.</h3>
-
-<p>Der Spinat wird sauber gewaschen, mit kochendem Wasser ans Feuer gesezt,
-Salz daran gethan und ausgekocht. Hierauf läßt man ihn durch einen
-Seiher ablaufen, gießt kaltes Wasser darüber, drückt ihn fest aus, wiegt
-ihn so fein wie möglich mit Zwiebeln und Petersilie. Sodann reibt man
-2 Mundbrode am Reibeisen ab, weicht sie im Wasser ein, drückt sie fest
-aus, mengt sie unter den Spinat und schlägt 4 Eier daran, eines nach
-dem andern. Alsdann läßt man einen halben Vierling Butter zergehen,
-gießt ihn unter die Masse, thut Salz und Muskatnuß daran, rührt sie eine
-Viertelstunde lang untereinander, streicht ein Backblech (Potageblech,
-Plafond) mit Butter aus, füllt die Masse darein und backt sie auf Kohlen
-oder im Ofen.</p>
-
-
-<h3>241. Gebackene Vanillecrême.</h3>
-
-<p>Ein fingerlanges Stück Vanille wird mit 1 Schoppen Milch eine
-Viertelstunde gekocht; 4 Kochlöffel voll Mehl werden mit kalter Milch
-in einer messingenen Pfanne glatt angerührt, 4 Loth Zucker, 6 Eiergelb
-und noch 1 Schoppen Milch dazu genommen, wie auch die Vanillemilch, von
-Allem nun auf dem Feuer ein dicker Brei gekocht, der Schnee von den
-6 Eierweiß langsam unter die Masse gemischt, ein Geschirr mit Butter
-bestrichen, die Crême eingefüllt und gelb gebacken.</p>
-
-
-<h3>242. Bienennester.</h3>
-
-<p>Mit 2 Pfund Mehl, 3 Löffeln voll Bierhefe, 1 Schoppen Milch macht man
-ein Teiglein an, läßt es in der Wärme gehen, schneidet <span class="pagenum"><a id="page69"></a>Seite 69</span> ein
-Viertelpfund Butter daran, 2 Eierdotter, 2 ganze Eier, klopft den Teig
-eine Viertelstunde, läßt ihn nochmals gehen, bestreut ein Tuch mit Mehl,
-macht aus dem Teig Nudeln, wie ein Hühnerei so groß, zieht sie auf dem
-Tuche auseinander, bestreicht sie mit Butter, füllt ein Viertelpfund
-kleine und ein Viertelpfund große Weinbeeren darein, rollt die Nudeln
-auf, läßt sie in einem mit Butter bestrichenen und mit Zucker bestreuten
-Geschirre schön gelb backen und macht nun folgende Compote dazu: Gute
-Birnen (Zweiputzernen sind die besten dazu) werden geschält, mit heißem
-Wasser in einem irdenen Geschirr zugesezt, 1 Schoppen Wein daran
-gegossen, das Gelbe von 1 Citrone, ein Stück ganzer Zimmt und 3 Loth
-Zucker damit gekocht; wenn die Birnen weich sind, werden sie mit den
-Nestern angerichtet.</p>
-
-
-<h3>243. Gefüllte Eier mit Hirn.</h3>
-
-<p>Man schält so viel hartgesottene Eier, als man braucht, schneidet sie in
-2 Theile, nimmt das Gelbe heraus, treibt es durch ein Haarsieb, nimmt 2
-Löffel voll sauren Rahm dazu, häutelt ein Kalbshirn ab, läßt ein Stück
-Butter in einer Casserolle heiß werden, dämpft das Hirn darin, rührt
-dieses sammt Salz und Pfeffer an das Eiergelb, füllt mit dem Gerührten
-die weißen Eier aus, sezt diese in eine Bratpfanne, gießt ein wenig
-fette Fleischbrühe dazu, stellt sie eine Viertelstunde in ein Bratrohr
-und läßt sie schön gelb backen.</p>
-
-
-<h3>244. Gefüllte Eier mit Spinat.</h3>
-
-<p>Man siedet die Eier hart, schält sie, legt sie in kaltes Wasser, kocht
-ein wenig Spinat, wie zu einem Gemüse, drückt die Eiergelb darein, läßt
-in einer Casserolle ein Stück Butter zergehen, dämpft den Spinat und die
-Eiergelb darin, Salz und Muskatnuß dazu, füllt die Eierweiß damit aus,
-drückt sie zusammen, daß sie aussehen wie ganze Eier; wendet die Eier in
-verklopften Eiern und dann in geriebenem Brodmehl um und backt sie in
-heißem Schmalz schön gelb.</p>
-
-
-<h3>245. Gefüllte Eier anderer Art.</h3>
-
-<p>Man siedet Eier hart, so viel man braucht, schält sie, legt sie in
-kaltes Wasser, schneidet die Rinde von einem Wecken ab, weicht ihn in
-Milch ein, drückt ihn aus, läßt ein Stück Butter in einer Casserolle
-zerlaufen, dämpft den Wecken und das Eiergelb eine Viertelstunde
-darein, schlägt noch ein ganzes Ei daran, füllt die Eierweiß damit aus,
-schneidet hierauf für 2 Kreuzer mürbes Brod in Schnitten, gießt ein
-wenig Milch darauf, daß sie weich werden, bestreicht ein Aufzugblech mit
-Butter, bestreut es mit Zucker, legt die weichen Brodschnitten hinein,
-sezt auf diese die Eier, schneidet 6 Stück gewaschene, ausgegräthete
-Sardellen und etwas Schinken in Stückchen, legt sie um die Eier herum,
-schlägt 3 ganze Eier an 1 Schoppen süßen Rahm, salzt es, reibt 4 Loth
-Parmesankäs dazu, rührt Alles miteinander, gießt es über die Eier,
-stellt das Aufzugblech in ein Bratrohr und läßt sie schön aufziehen.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page70"></a>Seite 70</span> 246. Farcirte Eier.</h3>
-
-<p>Eier, so viel man braucht, siedet man hart, schält sie, legt sie in
-kaltes Wasser, schneidet sie der Länge nach entzwei, nimmt das Gelbe
-behutsam heraus, schneidet die harte Rinde von einem weißen Kreuzerbrod
-ab, weicht es in's Wasser ein, drückt es fest aus, läßt ein Stück Butter
-in einer Casserolle zerlaufen, thut das Brod und die hartgesottenen
-Eiergelb dazu, nebst einer Hand voll sauber gewaschener kleiner
-Weinbeeren, kocht dieses alles auf dem Feuer miteinander, schlägt noch
-ein Ei daran, 2 Löffel voll sauren Rahm, Salz und Muskatnuß, rührt es
-nochmals auf dem Feuer durcheinander, füllt die hartgesottenen Eierweiß
-damit aus, verklopft auf der Platte, die man zur Tafel geben will, 3
-Eiergelb in einem halben Schoppen süßen Rahm, gießt es über die Eier und
-läßt sie in einem Bratrohr schön gelb werden; schlägt dann 3 Eiergelb in
-eine messingene Pfanne, ein Stückchen Butter und einen halben Schoppen
-süßen Rahm dazu, läßt dieses auf dem Feuer miteinander anziehen und
-gießt die Sauce über die Eier.</p>
-
-
-<h3>247. Gerührte Eier auf Pariser Art.</h3>
-
-<p>Man schlägt 4 Eier in eine Schüssel (zu 6 Personen nimmt man 8 Eier),
-salzt sie nach Belieben, läßt ein halbes Pfund Butter in einer
-Casserolle zerlaufen, rührt die Eier langsam daran, unterm Kochen werden
-2 Eßlöffel voll gute Jus daran gerührt; sind die Eier fertig, so thut
-man sie auf die Platte, die man zur Tafel geben will, macht einen Kranz
-davon, schlägt das Gelbe von 6 Eiern auf die Mitte der Platte, streut
-ein wenig Salz und Pfeffer darüber, stellt sie auf kochendes Wasser,
-daß die Eier anziehen, unterdessen schneidet man ein Stück Schinken
-in kleine Stückchen, legt diese auf den Eierkranz und dazwischen eine
-schöne Petersilie.</p>
-
-
-<h3>248. Verdeckte Eier.</h3>
-
-<p>Man siedet Eier hart, so viel man braucht, schält sie, legt sie eine
-Weile ins kalte Wasser und schneidet sie in 4 Theile, bestreicht das
-Geschirr, das man zur Tafel gibt, mit Butter, sezt die hartgesottenen
-Eier darein, nimmt 3 Hände voll Geigenmehl, rührt es mit einem
-Schoppen Milch glatt an, schlägt 3 ganze Eier daran, eine Hand voll
-feingeschnittenen Schnittlauch, rührt Alles gut durcheinander, thut Salz
-und Muskatnuß dazu, gießt es behutsam über die Eier, stellt das Geschirr
-in ein Bratrohr und läßt es schön gelb aufziehen.</p>
-
-
-<h3>249. Sardellen mit verlornen Eiern <span class="ftsize95">(nach der Suppe zu
-serviren)</span>.</h3>
-
-<p>Verlorene Eier werden in eine Platte, wie bei der Eierzubereitung
-beschrieben worden ist, gethan; ein Stück schwarzes Brod wird in Schmalz
-schön gelb gebacken und in eine Casserolle, nebst einem Stück braunen
-Lebkuchen, einem Schoppen Wein und etwas Fleischbrühe <span class="pagenum"><a id="page71"></a>Seite 71</span> gekocht,
-durch ein Haarsieb gepreßt, wieder in der Casserolle mit dem Saft und
-dem feingewiegten Gelben von einer Citrone aufgekocht, dann nimmt man
-ein halbes Pfund sauber gewaschene Sardellen, macht die Gräthe davon
-los, schneidet sie in kleine Stückchen, legt sie auf die Platte, auf der
-die Eier sind, richtet die Sauce darüber an und gibt sie zur Tafel.</p>
-
-
-<h3>250. Verlorene Eier mit Jus.</h3>
-
-<p>In eine messingene Pfanne mit halb Wasser, halb Essig, schlägt man, wenn
-das Wasser kocht, behutsam frisch gelegte Eier, nimmt sie so mit einem
-Schöpflöffel heraus, legt sie ins kalte Wasser und macht so fort, bis
-die Eier gar sind. Beim Anrichten nimmt man die Eier heraus, schneidet
-sie zurecht, legt sie auf die Platte, die man zur Tafel geben will,
-gießt einen Schöpflöffel voll starke Jus dazu, läßt es miteinander
-anziehen und legt Pfeffer darauf. Das Wasser muß aber gesalzen werden.</p>
-
-
-<h3>251. Kaiserkuchen.</h3>
-
-<p>Man schneidet die Rinde von 4 Mundbroden ab, weicht die Brode in
-Wasser ein und drückt sie aus, dämpft sie in einer messingenen Pfanne
-mit einem Stück Butter ganz trocken, thut sie in eine Schüssel, rührt
-10 Loth abgezogene, feingestoßene Mandeln, ein Viertelpfund Zucker,
-auch fein gestoßen, 1 am Reibeisen abgeriebene Citrone und 6 Eiergelb
-recht gut untereinander, nimmt noch ein Viertelpfund Zibeben und
-Rosinen nebst dem Schnee der Eierweiß zu der Masse, backt den Kuchen
-in einem mit Butter bestrichenen und mit Zucker bestreuten türkischen
-Bund (Gogelhopfenmodel) schön gelb und macht eine Kirschensauce: Ein
-halbes Pfund Kirschen stoßt man sammt den Steinen in einem Mörser
-recht zusammen, läßt sie eine Viertelstunde mit einem Glas Wasser
-kochen, treibt sie durch einen Seiher mit 1 Schoppen Wein, rührt in
-einem andern Geschirr 2 Kochlöffel voll Mehl mit Wein glatt an, thut
-die durchgetriebenen Kirschen dazu, läßt alles nebst 4 Loth Zucker, 2
-Messerspitzen voll Zimmt und eben so viel Nelken mit einander kochen,
-legt den Kaiserkuchen auf die Platte und gießt die Sauce daran.</p>
-
-
-<h3>252. Regenwürmer.</h3>
-
-<p>Man nimmt nach Belieben Mehl auf das Nudelnbrett, schlägt 3 Eierweiß
-nebst 1 Messerspitze voll Salz daran, Hühnerei groß Butter und Milch,
-bis man den Teig verarbeiten kann, wellt ihn mit der Hand so dünn wie
-ein Federkiel und 1 Elle lang, macht in einem Plafond Milch heiß, thut
-ein großes Stück Butter nebst den Nudeln darein und läßt es miteinander
-kochen. Sie müssen etwas Saft haben; auch kann man sauren Rahm dazu
-geben nebst Zucker und Zimmt.</p>
-
-
-<h3>253. Regenwürmer mit Brandteig.</h3>
-
-<p>Eine halbe Maas Wasser und ein Stückchen Butter, so groß wie ein
-Hühnerei, läßt man in einer Pfanne kochen, rührt feines <span class="pagenum"><a id="page72"></a>Seite 72</span> Mehl
-darein, bis es einen dicken Teig gibt, rührt in einer Schüssel 2 bis
-3 Eier, Salz und Zucker daran, streut Mehl auf ein Nudelnbrett, macht
-fingerdicke Nudeln von dem Teig, bestreicht einen Plafond mit Butter,
-gießt nagelhoch Milch darein, sezt die Nudeln, neben einander, aber
-nicht zu nahe, hinein, deckt den Plafond zu, stellt es auf Kohlen oder
-in einen Bratofen, läßt die Nudeln so lange kochen, bis kein Saft mehr
-sichtbar ist, wendet sie mit dem Backschäufelchen um und streut Zucker
-und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>254. Gefülltes Reis.</h3>
-
-<p>Man brüht ein halbes Pfund Reis in kochendem Wasser zwei- bis dreimal
-an, wascht es sauber, thut es in eine Casserolle, gießt 2 Schöpflöffel
-voll Fett dazu; hat man das nicht, so nimmt man ein Stück Butter,
-stellt es auf schwache Kohlen und läßt es nur aufwallen; man nimmt ein
-altes Huhn (auch junge Hühner können dazu genommen werden), kocht es
-halb weich, steckt es in den Reis und läßt es gut weich kochen. Beim
-Anrichten wird das Huhn nach dem Glied tranchirt, man thut 1 Löffel
-voll Reis auf die Platte, streut 1 Hand voll Parmesankäs darüber, legt
-von dem Huhn auf das Reis, dann wieder Reis und wieder von dem Huhn,
-so lange bis es zu Ende ist. Dann läßt man ein Stück Butter in einem
-Pfännchen heiß werden und schmälzt den Reis beim Anrichten ab; man kann
-auch noch Parmesankäs dazu geben, wenn man es zur Tafel trägt.</p>
-
-
-<h3>255. Brodschnitten.</h3>
-
-<p>Mundbrode, so viel man braucht, werden am Reibeisen abgerieben, zu
-Schnitten geschnitten, in ein Plafond gelegt, 4 Eier mit einer halben
-Maas Milch verrührt, an die Schnitten gegossen und diese eine halbe
-Stunde stehen gelassen. Dann werden noch einmal 2 Eier mit 1 Schoppen
-Milch verrührt, die Schnitten darin umgekehrt und gelb gebacken.</p>
-
-
-<h3>256. Gebackene Griesschnitten.</h3>
-
-<p>Man kocht eine halbe Maas Milch und 4 bis 5 Hände voll Griesmehl zu
-einem dicken Brei, rührt in einer Schüssel nach und nach 6 Eier daran,
-ziemlich viel Schnittlauch, Muskatnuß und Salz dazu, backt den Teig in
-einer mit Butter bestrichenen Form, schneidet es zu kleinen Schnitten
-und gibt diese zur Suppe. Man kann sie zu Jussuppen oder zu Suppen <span class="antiqua">à
-la Reine</span> geben.</p>
-
-
-<h3>257. Schalotteis mit Schlagrahm.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Speckschwarten sezt man mit kaltem Wasser ans Feuer,
-läßt sie zwei Minuten miteinander kochen, schüttet das Wasser davon,
-nimmt die Schwarten auf ein reines Brett, schabt das Fett sauber ab,
-thut die Schwarten wieder in ein reines Geschirr, gießt eine Maas Wasser
-daran, läßt es bis auf 3 Schoppen einkochen, zieht es durch ein Haarsieb
-oder ein wollenes Tuch, läßt es eine <span class="pagenum"><a id="page73"></a>Seite 73</span> Viertelstunde stehen,
-gießt es dann in eine messingene Pfanne, thut 6 Loth Zucker dazu,
-woran eine Citrone abgerieben ist, gießt 3 Schoppen dicken süßen Rahm
-dazu, läßt es miteinander so lang kochen wie ein hartes Ei, zieht es
-durch ein Haarsieb und läßt es erkalten. Unterdessen schlägt man einen
-Schoppen Schlagrahm in einer Schüssel mit einem weißen Beselchen oder
-einem Chokoladesprudel ganz dick, legt ihn auf ein Haarsieb und läßt ihn
-ablaufen; ist die Crême kalt, so mengt man den Schnee darunter, belegt
-eine glatte tiefe Form durchaus mit Zuckerbrod, so daß eines an dem
-andern ist, wie bei der Aepfelschalott, füllt die Crême darein, läßt es
-fest stehen und stürzt es dann auf eine Platte.</p>
-
-
-<h3>258. Frankfurter Speise.</h3>
-
-<p>Man dämpft 16 bis 18 geschälte Borsdorferäpfel, von welchen das Kernhaus
-ausgestochen wurde, in einer Casserolle mit 4 Loth Zucker und einem
-Schoppen weißen Wein. Dann macht man eine Crême von Marasquino wie
-folgt: 3 Schoppen Milch, 4 Loth Zucker und ein Stück Zimmt läßt man eine
-Zeit lang miteinander kochen, rührt 8 Eiergelb und einen Kochlöffel voll
-Mehl glatt an, gießt die kochende Milch daran, nebst einem halben Glas
-Marasquino, läßt Alles noch einmal in der Pfanne anziehen, sprudelt
-es in einem Topf recht stark, sezt die Aepfel auf eine Platte, macht
-einen festen Wasserteig an und von diesem einen Kranz um die Platte,
-bestreicht sie mit einem Ei, gießt die Crême über die Aepfel und läßt
-sie in einem Bratrohr gelb backen.</p>
-
-
-<h3>259. Schweizer Speise.</h3>
-
-<p>Die abgeschälte Rinde von 3 Wecken oder Milchbroden backt man in heißem
-Schmalz und kocht sie mit einem Schoppen Wein in einer Casserolle wie
-einen Brei, rührt sie dann in einer Schüssel mit 6 Loth feingestoßenem
-Zucker, einer am Reibeisen abgeriebenen Pomeranze, 4 bis 5 Eiergelb und
-dem Schnee von den Eiern miteinander und backt diese Masse in einem
-Aufzugblech, worein man zuvor Butterteig legte. Dann läßt man ein
-Viertelpfund Zucker mit 2 Eßlöffeln voll Wasser kochen bis er Fäden
-spinnt, schlägt einen steifen Schnee von 4 Eierweiß, den Saft von einer
-Pomeranze dazu, rührt es untereinander, stürzt den gebackenen Kuchen
-auf eine Platte und gießt das Eis darüber. Diese Speise kann auch als
-Pudding im Dampf gekocht und eine Pomeranzensauce dazu gegeben werden.</p>
-
-
-<h3>260. Stuttgarter Speise.</h3>
-
-<p>Man kocht eine halbe Maas Wasser, 3 Loth Butter, 1 Loth Zucker und
-Mehl zu einem dicken Teig, thut ihn in eine Schüssel, schlägt 6 bis 8
-Eiergelb daran, macht Welschnuß große Kügelchen von dem Teig, backt
-sie im Schmalz und macht folgende Crême dazu: Man kocht eine halbe
-Maas Milch mit 3 Loth Zucker und einer halben Citronenschale, rührt
-5 Eiergelb mit 3 Fingern voll Mehl und kalter Milch glatt an, rührt
-die kochende Milch dazu, läßt Alles <span class="pagenum"><a id="page74"></a>Seite 74</span> nochmals in der Pfanne
-anziehen, gießt einen Theil der Crême durch ein Haarsieb auf eine
-Platte, macht von den gebackenen Küchlein eine Pyramide in die Crême,
-gießt die andere Hälfte auch daran, schlägt einen Schnee von den 10
-Eierweiß, macht einen handhohen Kranz davon um die Pyramide herum,
-streut Zucker darauf und stellt die Küchlein eine kleine Weile in den
-Ofen.</p>
-
-
-<h3>261. Wiener Speise.</h3>
-
-<p>Aepfel von gleicher Größe werden geschält, das Kernhaus heraus
-genommen, die Aepfel in einem Stück Butter und einem Stück Zucker
-halbweich gedämpft und, wenn sie kalt sind, in 2 verklopften Eiern,
-dann in feingeriebenem Brod umgewendet, in ein Kuchenblech gesezt und
-im Backofen schön gelb gebacken. Nun stoßt man 10 Loth Mandeln in der
-Schale recht fein, ein Viertelpfund gestoßenen Zucker, eine Muskatnuß,
-eine Messerspitze voll gestoßene Nelken, 4 Loth geriebenes schwarzes
-Brod, schlägt 10 Eiergelb daran, rührt Alles so stark miteinander wie
-eine Torte; zulezt kommt noch der Schnee von den 10 Eierweiß dazu; dann
-legt man die Aepfel auf die Platte, füllt das Gerührte darauf und läßt
-es im Backofen gelb backen.</p>
-
-
-<h3>262. Timbal von Makaroni.</h3>
-
-<p>Man siedet ein halbes Pfund italienische Makaroni recht weich, legt sie
-in eine Schüssel und macht sie mit einem Pfund mageren, feingewiegten
-Schinken, einem Schoppen sauren Rahm, 3 Eiern und einem Viertelpfund
-geriebenen Parmesankäs untereinander, legt einen Melonenmodel mit
-Butterteig aus, füllt die Masse darein, backt sie im Ofen und stürzt sie
-hernach auf eine Platte.</p>
-
-
-<h3>263. Schlacht bei Austerlitz.</h3>
-
-<p>Ein altgebackenes Biscuit schneidet man zu fingerslangen Stückchen,
-bestreicht eine blecherne Kapsel mit Butter, legt eine Lage Biscuit und
-Weinbeeren, Biscuit und eingemachte Nüsse, Biscuit und Aprikosen darein,
-und macht so fort, bis die Form voll ist, doch so, daß sie fingersbreit
-leer bleibt, rührt 2 Eiergelb mit einem Schoppen süßen Rahm an,
-übergießt die Masse damit, macht den Deckel fest zu, läßt den Pudding
-eine halbe Stunde kochen und macht folgende Sauce dazu: Man stoßt 2 Loth
-abgezogene Mandeln recht fein mit Milch, gießt einen Schoppen süßen
-Rahm, 2 Loth Zucker, an einer Citrone abgerieben, läßt Alles miteinander
-aufkochen, gießt ein halbes Glas voll Marasquino an die Sauce und
-schüttet sie an den Pudding.</p>
-
-
-<h3>264. Königin von Brasilien.</h3>
-
-<p>Man macht den Tag zuvor einen feinen Gogelhopfen oder ein Münchner
-Butterlaibchen. Dazu rührt man ein halbes Pfund Butter in einer Schüssel
-eine halbe Stunde lang schaumig, legt 10 Eier in warmes Wasser und
-rührt eines nach dem andern in die Butter (1 Ei muß 3 Minuten gerührt
-werden), hierauf rührt man einen <span class="pagenum"><a id="page75"></a>Seite 75</span> halben Schoppen dicken, süßen,
-warmen Rahm, 1 Messerspitze voll Salz und 1 Loth Zucker noch eine halbe
-Viertelstunde lang darunter, dann werden 10 Eßlöffel voll feines Mehl
-daran gerührt, bis nichts mehr vom Mehl zu sehen ist, und nach diesem
-3 Löffel voll gute weiße Bierhefe; sodann bestreicht man ein hohes
-Geschirr mit Butter, füllt die Masse darein, stellt sie in gelinde
-Wärme, läßt sie so lange gehen bis sie wieder zu sinken anfängt, und
-backt sie in gelinder Hitze schön gelb aus. Nun stellt man das Gebackene
-aufrecht auf eine Platte und schneidet an dem Tage, wo man es auftragen
-will, den Deckel behutsam und eben ab, nimmt das Muß mit einem Löffel
-aus, aber so, daß es kein Loch gibt, löst 3 Vierling Chokolade in einer
-messingenen Pfanne mit 1 Schoppen Wasser auf, schlägt 24 Eiergelb in
-einen Topf, gießt 1 Maas Milch an die Chokolade und läßt sie aufkochen,
-gießt sie kochend an die Eiergelb, thut 1 Kochlöffel voll Mehl dazu,
-kocht sie nochmals in der Pfanne unter beständigem Umrühren auf, gießt
-sie durch ein Haarsieb in ein anderes Geschirr, rührt sie ein wenig
-kalt, füllt die Crême in das ausgehöhlte Münchner Laibchen, sezt den
-abgeschnittenen Deckel behutsam darauf, stellt es auf eine große runde
-Platte, schlägt von den 24 Eierweiß einen steifen Schnee und bedeckt
-damit das Brod und die Platte bis an den mittleren Reif. Diesen Aufguß
-macht man so hoch als möglich, er darf auch nicht glatt gemacht werden,
-sondern er muß aussehen, wie ein Felsenberg; oben macht man einen
-Kreuzschnitt, um der Bergspitze das Aussehen einer Krone zu geben,
-löst nochmals 3 Vierling Chokolade in einer messingenen Pfanne mit 1
-Glas Wasser auf, thut sodann ein halbes Pfund Zucker daran, gießt noch
-1 Glas Wasser dazu, läßt dieses Alles eine Viertelstunde miteinander
-kochen und die Chokolade über einen Pinsel auf den Schneeberg laufen, so
-daß er ganz bedeckt wird. Auf die 4 Ecken der Krone steckt man je eine
-schöne Kirsche und in die Mitte derselben eine schöne Aprikose. Ehe der
-Schnee auf die Torte kommt, wird sie noch eine Viertelstunde in den Ofen
-gestellt, daß sie nochmals warm wird, nachher aber nicht wieder.</p>
-
-
-<h3>265. Prinzessin Louis.</h3>
-
-<p>1 Schoppen Wasser, 4 Loth frische Butter und 6 Loth Zucker läßt man
-in einer messingenen Pfanne miteinander kochen, rührt so viel feines
-Mehl daran, bis es dick ist, thut es dann in eine Schüssel, reibt eine
-ganze Citrone am Reibeisen ab, welche mit 12 Eiergelb auch an den Teig
-gerührt wird, backt in einer eisernen Pfanne, die Tellergröße hat, 1
-Schöpflöffel voll von dem Teig schön gelb, wendet den Kuchen um, backt
-ihn auf der andern Seite auch, bestreicht die Platte, die man zur Tafel
-geben will, mit Butter, legt den Kuchen darauf, bestreicht diesen mit
-eingemachten Johannisbeeren, backt einen ähnlichen Kuchen, legt ihn auf
-den ersten, bestreicht diesen zweiten mit Aprikosenmarmelade, backt den
-dritten, legt ihn wieder auf den zweiten, bestreicht ihn mit Himbeeren
-und macht nun so fort, <span class="pagenum"><a id="page76"></a>Seite 76</span> bis der Teig zu Ende ist; er wird
-ungefähr zu 4 bis 5 Kuchen reichen. Dann schlägt man von den 12 Eierweiß
-einen steifen Schnee, macht damit einen Kranz um die Kuchen herum,
-streut Zucker darüber, damit sie einen schönen Glanz bekommen, läßt
-Alles eine halbe Stunde im Backofen gelb backen und streut Zucker darauf.</p>
-
-
-<h3>266. Ein altes Weib.</h3>
-
-<p>1 Schoppen Wasser und Butter, so groß wie ein Hühnerei, läßt man in
-einer messingenen Pfanne kochen, rührt so viel feines Mehl hinein, bis
-es ganz dick ist, kocht es so lange, bis sich der Teig von der Pfanne
-losmacht und rührt ihn mit 3 Eiern glatt (der Teig muß so seyn, daß er
-an einem Löffel hinunterläuft). Nun schneidet man ein kleines Stückchen
-weißes Brod, macht es schön rund, taucht es in den Teig und backt es in
-einer tiefen Pfanne mit heißem Schmalz schön gelb, steckt es an eine
-starke Gabel, wendet es wieder in dem Teig um und macht nun 12 bis 15
-Mal so fort, ist das Brod groß genug, so legt man es auf Brodschnitten,
-läßt es gut darauf ablaufen und macht eine englische Sauce, wie folgt,
-dazu: 1 kleinen Kochlöffel voll Mehl rührt man mit kaltem Wasser an,
-gießt 1 Schoppen rothen Wein daran, Zucker, bis es süß genug ist, 1
-Messerspitze voll gestoßenen Zimmt, 1 Vierling Weinbeeren und läßt
-dieses miteinander aufkochen; nun nimmt man in ein kleines Pfännchen ein
-Stückchen Zucker, gießt einen Eßlöffel voll Wasser daran, läßt dieses
-kochen, bis es Fäden zieht, gießt es an die Sauce und läßt Alles noch
-einmal aufkochen, sezt das alte Weib auf die Platte und gießt die Sauce
-über sie.</p>
-
-
-
-
-<h2>Pasteten.</h2>
-
-
-<h3><a id="no267" name="no267">267</a>. <a id="butei1" name="butei1">Butterteig</a> zu machen.</h3>
-
-<p>Zu einem Pfund guter Butter wiegt man ein Pfund feines Mehl ab, nimmt
-das Mehl auf das Nudelnbrett, macht in die Mitte eine Vertiefung, gibt 2
-Löffel voll sauern Rahm, 2 Messerspitzen voll Salz, ein ganzes und ein
-halbes Ei und etwas kaltes Wasser dazu, schafft diesen Teig zu gelinder
-Stärke und wellt ihn fingerdick aus. Nun nimmt man die Butter, zerknetet
-sie mit ein wenig Mehl und legt sie in den Teig, überschlägt den Teig,
-wellt ihn aus und wiederholt dieses dreimal.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Auf diese Art wird der Butterteig am allerbesten;
-viele Köchinnen nehmen Kirschengeist, Wein und sonst noch vielerlei
-dazu; allein derselbe ist keineswegs besser und auch nicht so einfach.</p>
-
-
-<h3>268. Butterteig zu Pasteten.</h3>
-
-<p>Man nimmt ebenfalls ein Pfund Butter, ein Pfund Mehl und macht den Teig
-an, wie bei No. <a href="#no267">267</a>, nur mit dem Unterschied, daß <span class="pagenum"><a id="page77"></a>Seite 77</span> dieser Teig
-5mal übereinander geschlagen wird, weil er nicht so aufgehen darf.</p>
-
-
-<h3>269. Aufgezogene Pastete.</h3>
-
-<p>Man macht ein melirtes Ragout: Dieses besteht in Kalbsbrieschen, Hirn,
-Hühnerbrüsten, Kalbseutern, Ochsenbriesen, schönem weißem Kalbfleisch
-und Krebseutern; alles dieses, die Krebseuter ausgenommen, wird in
-einem großen Seiher in kochendes Wasser gehalten und so lange gekocht
-wie harte Eier. Dann nimmt man es wieder heraus und legt es in kaltes
-Wasser, damit es schön weiß bleibt. Nun wiegt man 3 Schalottenzwiebeln
-und von einer halben Citrone das Gelbe, dämpft diese in einer
-Casserolle, deckt sie eine Viertelstunde zu, läßt das Fleisch ablaufen
-und in der Casserolle eine halbe Stunde mitdämpfen, streut einen
-kleinen Kochlöffel voll Mehl darüber, gießt ein wenig kaltes Wasser
-daran, wendet es um, gießt 1 Schöpflöffel voll gute Fleischbrühe und
-von 1 Citrone den Saft daran und läßt es eine Viertelstunde miteinander
-kochen; sodann nimmt man <sup>1</sup>/<sub>8</sub> Pfund Krebsbutter in eine kleine
-Casserolle, schlägt 4 Eier daran, gießt einen halben Schoppen süßen
-Rahm dazu, rührt es auf schwachem Kohlenfeuer so lange, bis es anfängt
-dick zu werden, läßt es in einem Seiher gestehen, rührt 1 Schoppen
-sauren Rahm in einer Schüssel dick, schlägt 6 Eiergelb daran, macht von
-den 6 Eierweiß einen steifen Schnee, mischt 6 Löffel voll Mehl, eine
-Messerspitze voll Salz, eine halbe Muskatnuß langsam unter die Masse und
-thut das Ragout ohne Sauce in eine Schüssel; die Krebsbutter schneidet
-man nach Belieben und legt sie oben auf das Ragout, gießt die Hälfte von
-der gerührten Masse auf dasselbe und läßt es in einem Bratrohr schön
-aufziehen. Ist es beinahe fertig, so gießt man die andere Hälfte darüber
-und läßt es im Ofen ganz fertig aufziehen. Ist es Zeit zum Anrichten, so
-legt man das Aufgezogene auf eine Platte und gibt die Sauce besonders
-dazu.</p>
-
-
-<h3>270. Gerührte Brieschenpastete.</h3>
-
-<p>2 bis 3 Brieschen schneidet man zu viereckigen Stückchen, dämpft sie
-mit einer Hand voll geschnittenen Zwiebeln und Petersilie, etwas
-Citronenschale und einem Stückchen Butter eine Viertelstunde. Nun
-reibt man 2 Mundbrod ab, weicht sie ein, drückt sie fest aus, rührt
-ein Viertelpfund Butter leicht, nimmt das Brod, 4 Eier, Salz und
-Muskatnuß dazu, rührt alles miteinander recht schaumig, bestreicht
-Pastetenmödelchen mit Butter, füllt die Masse darein, legt von den
-gedämpften Brieschen einen Löffel voll auf jedes Mödelchen und backt sie
-gelb aus.</p>
-
-
-<h3>271. Casserollepastete auf deutsche Art.</h3>
-
-<p>Man macht einen Nudelnteig, schneidet kleine viereckige Fleckchen davon
-und bereitet die Pastete wie die Casserollepastete auf genuesische Art;
-man kann Schinken oder geräucherte Fische dazu nehmen.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page78"></a>Seite 78</span> 272. Casserollepastete auf genuesische Art.</h3>
-
-<p>Man nimmt, anstatt Makaroni, Nudelnteig von Eierdottern, schneidet lange
-Bändel, wie Makaroni daraus, so breit wie der kleine Finger, nimmt
-sauren Rahm dazu und bereitet die Pastete auf die nämliche Art, wie
-Makaronipasteten.</p>
-
-
-<h3>273. Pastete mit weißer Farce.</h3>
-
-<p>Die Farce wird von Geflügel bereitet, wie oft erklärt wird, runde oder
-lange Knödel davon gemacht, in Bouillon gesotten, trocken mit Bechemelle
-in eine Casserolle gethan, daß sie recht heiß werden und in die Pastete
-gelegt.</p>
-
-
-<h3>274. Feldhühnerpastete.</h3>
-
-<p>Von 6 Feldhühnern schneidet man die Brüste aus und die Knochen von 2
-Brüsten weg, stoßt das Fleisch im Mörser fein, reibt ein halbes Pfund
-Schweinsbrät, ein eingeweichtes, fest ausgedrücktes Kreuzerbrod und 2
-Eier in einem Reibstein wie Schaum, thut das Geriebene in eine Schüssel,
-stoßt 3 Loth gereinigte Sardellen mit 3 Loth Butter, das gewiegte Gelbe
-einer Citrone, Salz, Pfeffer, Muskatnuß und Muskatblüthe dazu, spickt
-4 Hühnerbrüste und die Schlägelchen, legt sie mit geschnittenem Speck,
-Butter, Zwiebeln, Wachholderbeeren, gelben Rüben und Sellerie in eine
-Casserolle, deckt sie zu und dämpft sie eine halbe Stunde; die Körper
-der Hühner werden zusammengehackt und gleichfalls mitgedämpft. Man legt
-nun einen Melonenmodel mit Butterteig aus, legt den halben Theil der
-gerührten Masse darein, die Brüste und Schlägelchen darauf, 1 Löffel
-voll Kapern, 2 bis 3 gereinigte Trüffeln darüber, deckt die andere
-Hälfte des Gerührten darüber, gießt das Fett, worin sie gedämpft worden
-sind, dazu, macht einen Deckel von Butterteig darauf, bestreicht ihn mit
-Eiern, zwickt ihn gut zusammen und backt die Pastete im Ofen.</p>
-
-
-<h3>275. Hachispastete.</h3>
-
-<p>Man wiegt 1 Pfund gebratenes Fleisch, 2 Löffel voll Kapern, 1
-gereinigten Häring, von einer Citrone das Gelbe und das Mark von 2
-Citronen nicht sehr fein, schneidet die Rinde von einem Mundbrod ab,
-weicht es in Wasser ein, drückt es fest aus, thut es an das gewiegte
-Fleisch, schlägt 2 Eier daran, Salz, Pfeffer, Muskatblüthe dazu und
-macht Alles untereinander. Man macht nun einen mürben Teig, wellt ihn
-messerrückendick zu einem runden Kuchen aus, legt die Masse darauf,
-streicht sie schön glatt, aber so, daß 2 Finger breit leer bleibt, macht
-wieder einen runden Kuchen, zieht ihn darüber, schneidet ihn mit einem
-warmen Messer schön glatt; bestreicht die Pastete mit kaltem Wasser,
-faßt sie mit einem Butterteigstreifen ein, bestreicht sie mit Eiern und
-backt sie im Ofen. Man gibt sie warm zur Tafel.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page79"></a>Seite 79</span> 276. Kalbshirnpastete.</h3>
-
-<p>Einen mürben Butterteig schlägt man 3 bis 4 Mal übereinander, wellt
-ihn 2 Finger dick aus und legt ihn auf ein schwarzes Blech. Hierauf
-stürzt man einen großen Teller auf den ausgewellten Kuchen und schneidet
-mit einem heißen Messer um den Teller her den Kuchen ab. Desgleichen
-schneidet man einen zweiten Kuchen um die Platte her, die man zur Tafel
-geben will, aus. Dann stupft man den Deckel oder den kleineren Kuchen
-mit einem heißen Messer und drückt den Rand desselben mit einem heißen
-Messer zusammen, bestreicht beide Kuchen mit Ei, backt sie auf einem
-schwarzen Bleche im Backofen gelb, und hebt den Deckel behutsam ab.
-Hierauf kocht man 4 sauber abgehäutete Kalbshirn in einer messingenen
-Pfanne oder Casserolle mit halb Wasser halb Essig so lange wie harte
-Eier und macht folgende Sauce dazu: ein Stück Butter läßt man in einer
-Casserolle zerlaufen, streut einen kleinen Löffel voll Mehl darein, 3
-Schalottenzwiebeln fein gewiegt, dämpft dieses eine Zeit lang in der
-Butter, rührt es mit einem kleinen halben Schöpflöffel voll kaltem
-Wasser glatt, gießt 1 Schöpflöffel voll helle Fleischbrühe daran, von
-einer halben Citrone den Saft dazu, ein Glas weißen Wein, eine halbe
-Muskatnuß, 1 Messerspitze voll Muskatblüthe, läßt es eine Viertelstunde
-mit einander kochen, wiegt von einer halben Citrone das Gelbe, thut es
-auch an die Sauce und läßt es noch eine Weile miteinander kochen; ist es
-Zeit zum Anrichten, so stellt man die Pastete noch einmal ins Rohr, läßt
-sie warm werden, legt sie auf eine Platte, füllt das Hirn darein, deckt
-den Deckel darauf und gibt sie zur Tafel.</p>
-
-
-<h3>277. Gerührte Krebspastete.</h3>
-
-<p>24 Krebse siedet man im Salzwasser, nimmt die Schwänze und Scheeren
-davon, macht Krebsbutter, rührt einen Theil davon in einer Schüssel
-leicht, rührt 2 eingeweichte und festausgedrückte abgerindete Mundbrode
-und 5 Eier daran, bestreicht Pastetenmödelchen mit der übrigen
-Krebsbutter, füllt die Masse darein, legt die Schwänze und Scheeren der
-Krebse sauber gepuzt auf die Pasteten und backt sie gelb aus.</p>
-
-
-<h3>278. Gerührte Krebspastete anderer Art.</h3>
-
-<p>Man siedet 30 bis 40 Krebse im Salzwasser, so lange wie ein hartes Ei,
-bricht die Scheeren und Schwänze aus, nimmt die Galle weg, schabt den
-Körper sauber aus, nimmt die Schalen von den Schwänzen und Scheeren,
-stoßt sie recht fein, dämpft sie mit einem Stückchen Butter bis sie
-schäumen, kocht sie mit ein wenig Wasser auf, stellt sie vom Feuer,
-schöpft die Krebsbutter in kaltes Wasser ab, rührt die Hälfte davon
-in einer Schüssel leicht, schlägt 6 Eier daran, zu jedem Ei 1 Löffel
-voll sauren Rahm, nimmt 6 Löffel voll feines Mehl, 2 Messerspitzen voll
-Salz und den Schnee von 4 Eierweiß dazu, bestreicht ein Aufzugblech mit
-Butter, füllt die Masse darein und backt sie im Ofen gelb. Wenn die
-Pastete etwas erkaltet <span class="pagenum"><a id="page80"></a>Seite 80</span> ist, schneidet man oben einen Deckel
-davon ab, nimmt etwas von dem Weichen heraus und macht folgendes Ragout
-dazu: man reinigt 3 Kalbsbrieschen, schneidet sie in Stückchen, zieht
-von einem weichgesottenen Ochsengaumen die Haut ab, schneidet ihn
-recht fein, dämpft die Brieschen und den Gaumen mit einer gewiegten
-Citronenschale und einer Zwiebel in der zweiten Hälfte der Krebsbutter,
-thut die Schwänze und Scheeren der Krebse, 3 Finger voll Mehl, ein wenig
-kaltes Wasser, etwas Fleischbrühe, Salz, Muskatnuß und den Saft von
-einer halben Citrone dazu, auch 2 Eiergelb und weich gesottene Morcheln,
-läßt Alles miteinander aufkochen, füllt dieses Ragout in die Pastete,
-deckt den Deckel darauf und gibt sie zu Tische.</p>
-
-
-<h3>279. Pastete auf englische Art.</h3>
-
-<p>Man nimmt Fleisch von einem Hasen, zieht die Haut davon ab, schneidet
-das Fett von einem Hammelsschlägel, hackt ein halbes Pfund Ochsenmark
-und 1 Pfund zartes Kalbfleisch zu einem Brei zusammen und thut es
-in eine Schüssel, schält 2 Citronen ab, wiegt das Gelbe und das
-Mark derselben recht fein, nimmt dieses ebenfalls zu der Masse, so
-wie Pfeffer, Muskatnuß, Muskatblüthe, jedes 2 Messerspitzen voll,
-2 bis 3 sauber gewaschene Trüffeln, die nicht sehr fein gestoßen
-werden, 4 bis 6 zerschnittene Champignons, schlägt 2 Eier daran,
-salzt es nach Gutdünken, arbeitet Alles gut untereinander, legt einen
-Melonenmodel mit Butterteig aus, füllt die Masse darein, belegt sie
-oben mit Speckstreifen, deckt einen Deckel darüber, zwickt ihn mit dem
-Pastetenzwicker fest zu und backt die Pastete in einem Backofen gelb,
-stürzt sie auf eine Platte und macht oben eine kleine Oeffnung darein.
-Nun kocht man eine gute Salami-Sauce von Wildbret dazu, gießt die Sauce
-an die Pastete und gibt sie warm zur Tafel.</p>
-
-
-<h3>280. Pastete auf italienische Art.</h3>
-
-<p>Lämmerbrüstchen werden ein wenig gesotten, in kleine Stückchen
-zerschnitten, in einer Casserolle mit Butter und einer ganzen
-Zwiebel gedämpft, mit feinem Mehl und guter Bouillon aufgekocht,
-Petersilienwurzeln in kleine Stückchen geschnitten, ein wenig im Wasser
-gesotten und nebst ein wenig Muskatnuß und Salz zu dem Fleisch genommen.
-Die Sauce muß weiß seyn, wie auch das Fleisch, das man in die Pastete
-legt.</p>
-
-
-<h3>281. Pastete von Makaroni.</h3>
-
-<p>Man siedet ein halbes Pfund Makaroni mit einem Stück Butter recht weich,
-gießt sie ab; dazu kommt 1 Pfund fein gewiegter magerer Schinken, 1
-Schoppen saurer Rahm, 3 Eier, 1 Viertelpfund geriebener Parmesankäs;
-dieses Alles rührt man untereinander, legt einen Model mit Butterteig
-aus, füllt die Masse daran, macht einen Deckel darauf, bestreicht ihn
-mit Eiergelb, backt ihn im Ofen gut aus und stürzt die Pastete auf eine
-Platte.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page81"></a>Seite 81</span> 282. Schnepfenpastete auf Wiener Art.</h3>
-
-<p>Man dämpft 3 bis 4 Schnepfen, die gehörig gereinigt und mit Speck
-eingebunden sind, mit einem Stück Butter und einigen Zwiebeln
-halbgar, wiegt Herz, Leber, die sauber gereinigten Därme, eine halbe
-Citronenschale und das Mark davon recht fein, nimmt die Schnepfen
-aus der Casserolle, wendet das Gewiegte einige Mal darin um, stellt
-die Casserolle vom Feuer weg und thut noch eine Messerspitze voll
-gestoßenen Pfeffer, Muskatblüthe, eine halbe Muskatnuß und Salz dazu;
-dann macht man folgenden Teig: 4 Hände voll Mehl, 12 Loth Butter, eben
-so viel Schmalz, 2 Eiergelb und ein wenig Salz werden miteinander auf
-einem Nudelnbrett zu einem festen Teig gearbeitet, dieser fingerdick
-ausgewellt, eine Pastete nach beliebiger Form davon gemacht, die
-Schnepfen darauf gelegt, der Schnepfendreck darein gegossen, ein Deckel
-von dem nämlichen Teig darüber gemacht, die Pastete mit Ei bestrichen
-und im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>283. Schnepfenpastete auf französische Art.</h3>
-
-<p>Man macht eine 3 Zoll hohe Pastete von Butterteig; sodann wird 3
-gereinigten Schnepfen der Kopf auf die Brust gesteckt, dieselben werden
-gespickt und in 4 Theile geschnitten, von einer Schnepfe wird die Brust
-abgeschnitten und nun werden die Schnepfen in einer Casserolle mit
-einem Stück Butter und Zwiebeln, Wachholderbeeren, Lorbeerblättern und
-Citronen eine halbe Stunde lang gedämpft. Der sogenannte Schnepfendreck,
-der fest ausgedrückt wurde, wird mit der Schnepfenbrust, 2
-Schalottenzwiebeln, einer halben Citronenschale und Petersilie gewiegt,
-die gedämpften Schnepfen aus der Casserolle genommen, die Sauce, in
-der sie lagen, durch ein Haarsieb gezogen, wieder mit dem gewiegten
-Schnepfendreck in die Casserolle gethan, mit dem Saft einer halben
-Citrone, einem Glas rothen Wein, Salz, Pfeffer, Nelken, Muskatblüthe,
-2 Eßlöffeln voll guter Jus nur noch 1 Minute gekocht, die Hälfte der
-Sauce in die Pastete gegossen, die gekochten Schnepfen darein gelegt,
-der andere Theil der Sauce darüber gegossen, ein Deckel von Butterteig
-darüber gemacht, mit Eiern bestrichen und die Pastete im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>284. Schüsselpastete.</h3>
-
-<p>Man nimmt junge Hühner, Tauben, Vögel, Brieschen, Kalbfleisch,
-Bratwürstchen und Fleischknöpflein, schneidet die Hühner und Tauben
-in Stücke, bratet sie in Butter, schneidet 1 Schalottenzwiebel und
-Petersilie dazu, läßt sie mitbraten, thut sie in eine Schüssel, die man
-zur Tafel geben will, legt das gebratene Fleisch darein und thut Kapern,
-Morcheln, Champignons und Trüffeln daran; dann macht man einen Teig über
-die Schüssel, stellt sie in einen Ofen und backt die Pastete. Man macht
-folgende Sauce dazu: 3 Finger voll Mehl streut man in die Casserolle,
-worin die Hühner gedämpft worden sind, wendet es um, gießt einen halben
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe <span class="pagenum"><a id="page82"></a>Seite 82</span> daran, läßt es aufkochen, zieht
-die Brühe durch ein Haarsieb, gießt sie an die Pastete und drückt von
-einer halben Citrone den Saft dazu.</p>
-
-
-<h3>285. Sommerpastete.</h3>
-
-<p>Ein mürber Butterteig wird zu 2 messerrückendicken Kuchen ausgewellt,
-der erste derselben wird in ein tiefes Kuchenblech gelegt, Papier,
-welches aber hohl und rund gemacht werden muß, darauf gelegt, daß man
-es nach dem Backen wieder herausnehmen kann, und nun ein gleichgroßer
-Kuchen, eigentlich der Deckel, auf das Papier gelegt. Man bestreicht
-diese beiden Kuchen mit Wasser, faßt sie mit einem 2 fingerbreiten Reif
-von Butterteig ein, schneidet sie glatt ab, bestreicht sie mit Eiern,
-stupft den Deckel der Pastete mit einem warmen Messer, daß er Oeffnungen
-im Backen bekommt und backt sie so im Ofen gelb. Man macht folgendes
-Ragout dazu: Man liest 1 Mäßchen halb ausgewachsene Brockelerbsen sauber
-aus, dämpft sie eine Viertelstunde mit einer Hand voll Petersilie und
-Schalottenzwiebeln, spickt die Brust und die Schlägelchen von 2 bis
-3 gereinigten Hühnern, hackt den Kragen und alles Uebrige zusammen,
-dämpft dieses mit den Hühnern in einer Casserolle mit einem Stückchen
-Butter und übergießt die Hühner während des Dämpfens öfters mit Jus.
-Wenn die Hühner weich sind, nimmt man sie heraus, zieht die Sauce, in
-der sie gedämpft wurden, durch ein Haarsieb, gießt noch einen halben
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe daran, legt die Hühner wieder hinein
-und läßt sie noch eine Zeit lang kochen, daß sie eine schöne Glasur
-bekommen. Nun streut man 3 Finger voll Mehl, eine Hand voll gestoßenen
-Zucker, Salz, Muskatnuß, Muskatblüthe, einen halben Schoppen sauren Rahm
-an die Brockelerbsen, füllt sie in eine Platte, legt die Hühner darauf,
-deckt die Pastete mit dem gebackenen Deckel zu und gibt sie zu Tisch.</p>
-
-
-<h3><a id="no286" name="no286">286</a>. Stockfischpastete.</h3>
-
-<p>Man macht eine Pastete von Butterteig, wie schon oft erklärt wurde,
-legt 2 Pfund Stockfisch oder ein Stück Laberdan in eine Casserolle mit
-kochendem Salzwasser, deckt die Casserolle zu und stellt sie zur Wärme.
-Man macht folgende Sauce dazu: Eine Hand voll gewiegte Zwiebeln und
-Petersilie dämpft man in Butter, läßt sie mit einem Löffel voll Mehl
-gelb anlaufen, gießt einen halben Schöpflöffel voll helle Erbsenbrühe
-dazu, thut Salz, Pfeffer, Muskatnuß daran, rührt es mit einem halben
-Schoppen sauren Rahm glatt und läßt Alles miteinander kochen; dann
-schüttet man den Stockfisch in ein Haarsieb, reinigt ihn, kocht ihn ein
-paar Minuten in der Sauce mit, füllt ihn sammt dieser in die Pastete,
-deckt den Deckel darauf und gibt sie zur Tafel.</p>
-
-
-<h3>287. Stockfischpastete anderer Art.</h3>
-
-<p>Man macht von einem mürben Butterteig einen Kranz, legt ihn auf ein
-schwarzes Blech und backt ihn gelb; behandelt den Stockfisch wie bei
-No. <a href="#no286">286</a>, schneidet 2 gereinigte Häringe in kleine <span class="pagenum"><a id="page83"></a>Seite 83</span> Stückchen,
-Milch und Rogen dazu; wiegt eine Hand voll Petersilie nebst einer
-Zwiebel fein, legt ein Stück Butter in eine Casserolle, die Häringe
-dazu, gießt den Stockfisch in ein Haarsieb, reinigt ihn, legt ihn zu den
-Häringen, schüttelt sie öfters, damit Alles untereinander kommt, treibt
-das Gelbe von 3 hartgesottenen Eiern durch ein Haarsieb, rührt einen
-halben Schoppen dicken, sauren Rahm darunter, richtet den Stockfisch auf
-eine Platte an, legt den Kranz um dieselbe herum, richtet das Gerührte
-über den Stockfisch an, schneidet das Weiße von den Eiern in Blätter
-und sticht es mit einem blechernen Modelchen nach Belieben aus, legt
-das Ausgestochene in rothe Rübenbrühe, thut die Pastete in das Bratrohr
-und läßt sie anziehen; ist es Zeit zum Anrichten, so wird die Pastete
-aus dem Ofen genommen und mit den in rother Rübenbrühe liegenden Eiern
-garnirt.</p>
-
-
-<h3>288. Stockfischpastete auf böhmische Art.</h3>
-
-<p>Man wellt mürben Butterteig fingersdick aus, macht einen Boden und
-einen Deckel daraus zu einer Pastete, bestreicht den Deckel mit Eiern
-und backt die Pastete gelb. Wenn sie aus dem Ofen kommt, nimmt man
-den Deckel ab und macht folgendes Ragout: Man behandelt ein Stück
-Laberdan auf die in No. <a href="#no286">286</a> beschriebene Weise, kocht 2 bis 3 Hände
-voll böhmische Erbsen so lange, bis die Häute davon abgehen, schüttet
-das Wasser davon ab, stellt sie zur Wärme, gießt den Laberdan in einen
-Seiher, reinigt ihn, legt die Pastete auf eine Platte, thut etwas von
-dem Laberdan darein, dann von den Erbsen, etwas gebackene Kartoffel und
-macht so fort, bis Alles zu Ende ist. Nun schmälzt man den Laberdan mit
-einer Hand voll Petersilie und Schalottenzwiebeln, die in heißem Schmalz
-gedämpft worden, legt den Deckel auf die Pastete und gibt sie zu Tische.</p>
-
-
-<h3>289. Salmigondis zu Fastenpasteten.</h3>
-
-<p>Man schneidet gesottene Karpfenmilch, Hechtleber und Krebsschwänze
-zu kleinen gewürfelten Stückchen; dann dämpft man Champignons und
-Morcheln, klein geschnitten, mit Schalottenzwiebeln, Petersilie und
-Thymian in einem Stücke Butter einige Minuten lang, mischt das Obige
-darunter, nimmt noch etwas Salz, Pfeffer und einige Eßlöffel voll guter
-Fleischbrühe dazu, läßt Alles nun einige Minuten miteinander kochen,
-rührt einige Eiergelb und etwas Citronensaft dazu, läßt es kalt werden
-und gebraucht es bei vorkommenden Fällen zu Pasteten an Fasttagen.</p>
-
-
-<h3>290. Augsburger Gansleberpastete.</h3>
-
-<p>Man macht einen feinen Butterteig, der aber nicht sehr dünn seyn darf
-und legt einen Melonenmodel damit aus; sodann wiegt man 3 Gänselebern,
-deckt sie in einer Schüssel zu, wiegt 4 Citronenschalen, nimmt ein
-eingeweichtes, ausgedrücktes Mundbrod, das Mark von den 4 Citronen,
-eine Hand voll gewiegte und gedämpfte Zwiebeln und Petersilie, ein
-halbes Pfund magern Schinken, Salz, <span class="pagenum"><a id="page84"></a>Seite 84</span> Pfeffer, Muskatnuß,
-Muskatblüthe, 2 Eier und 1 Eierdotter zum Obigen, macht alles gut
-untereinander, legt den Boden des Models mit einer Hand voll davon
-aus, schneidet 3 bis 4 Gänselebern der Länge nach, legt sie auf das
-Angemachte, nimmt 1 Löffel voll Kapern, auf diese einen Champignon,
-ein Viertelpfund gereinigte Trüffeln in Blättchen geschnitten und
-gestoßen, dann wieder eine Hand voll von dem Angemachten, schneidet
-wieder 2 Gänselebern der Länge nach, legt sie darauf, geschälte Oliven,
-1 Löffel voll Kapern, 4 bis 6 Champignons, Trüffeln, das Angemachte oben
-darüber, geschnittene Speckscheiben darauf und macht nun einen Deckel
-vom nämlichen Teig darüber; diesen zwickt man mit dem Pastetenzwicker
-zusammen, bestreicht die Pastete mit Eiern, backt sie 2 Stunden im
-Ofen, schneidet eine Oeffnung hinein, daß der Dampf herauskommt, deckt
-sie wieder zu und macht einen Aspik. Dann kocht man 3 bis 4 abgezogene
-Kälberfüße mit einem Theil Wein, einem Theil Essig, einem Theil Wasser,
-Sellerie, gelben Rüben, 2 Lorbeerblättern, 2 großen Zwiebeln, ganzen
-Nelken, Muskatblüthe und ganzem Pfeffer 3 Stunden lang miteinander,
-gießt es durch ein Haarsieb, läßt es eine Viertelstunde stehen, taucht
-Fließpapier darein, daß das Fett daran hängen bleibt, gießt die Sulz
-in eine Casserolle, aber so, daß der Satz nicht dazu kommt, thut ein
-zerdrücktes Ei daran, stellt die Casserolle wieder auf's Feuer, schlägt
-mit einem Schaumbesen so lange in die Sulz, bis sie kocht, nimmt sie
-vom Feuer, drückt den Saft von 1 Citrone darein, deckt einen Deckel mit
-Kohlen darauf und läßt alles eine Viertelstunde stehen, schüttet nun
-die Sulz durch einen Filzhut und gießt sie, wenn sie kalt ist, an die
-Pastete (man muß 3 bis 4 Mal darüber gießen); sezt den Deckel darauf und
-stellt die Pastete an einen kalten Ort.</p>
-
-
-<h3>291. Stuttgarter Gansleberpastete.</h3>
-
-<p>Man macht einen halbmürben Teig, bestreicht einen Melonenmodel mit
-Speck, legt den Teig darein und macht folgende Fülle: 3 Gänselebern
-wiegt man fein, reibt 1 Pfund Schweinebrät und ein Viertelpfund Speck
-in einem Reibstein, schält 1 Mundbrod ab, weicht es ein, drückt es aus,
-stoßt ein Viertelpfund gereinigte Trüffeln fein, schneidet 2 Gänselebern
-in Würfel, schlägt 2 Eier daran, wiegt 4 Loth magern Schinken,
-dämpft eine Hand voll geschnittene Zwiebeln und Petersilie und macht
-dieses alles mit Salz, Muskatnuß, Muskatblüthe, Pfeffer, 3 gewiegten
-Citronenschalen, dem Mark derselben in einer Schüssel an, füllt die
-Masse in den Melonenmodel, macht einen glatten Deckel von Butterteig
-darauf, schneidet einige Löcher hinein, bestreicht den Deckel mit Eiern,
-backt die Pastete 2 Stunden im Ofen, läßt sie erkalten und stürzt sie
-auf eine Platte.</p>
-
-
-<h3>292. Straßburger Gansleberpastete.</h3>
-
-<p>Man legt 6 Gänselebern auf einen Bogen Papier, diesen auf einen
-Rost, streut Salz auf die Lebern, daß es das Wasser herauszieht,
-wiegt 3 davon so fein wie Brei, schneidet die 3 andern zu kleinen
-<span class="pagenum"><a id="page85"></a>Seite 85</span> Stückchen und legt sie in ein Geschirr. Nun reibt man ein
-halbes Pfund Schweinebrät, 2 Eier und 1 eingeweichtes, ausgedrücktes
-Mundbrod in einem Reibstein zu Schaum, thut dieses zu der gewiegten
-Gansleber, ein halbes Pfund gestoßene und ein halbes Pfund geschnittene
-Trüffeln, 1 Quint gestoßene Muskatblüthe, 1 gestoßene Muskatnuß, ein
-halbes Loth Pfeffer, Salz, eine Hand voll gewiegte und gelb gedämpfte
-Schalottenzwiebeln, 3 Citronen, den Saft von diesen dazu, arbeitet nun
-alles recht zusammen und stellt es zur Seite. Nun macht man von einer
-halben Württemberger Metze (<sup>1</sup>/<sub>8</sub> Simri) Mehl, 3 Viertelpfund Schmalz,
-einem halben Pfund Butter und Salz mit kaltem Wasser einen Teig an,
-arbeitet ihn fest zusammen, wellt einen Boden davon kleinfingerdick aus,
-macht ihn tellergroß, drückt mit dem Finger den Rand fest auseinander,
-doch so, daß der Teig immer fingersdick bleibt, macht die Pastete 2 bis
-3 Hände hoch, streut 4 Loth geriebenen Parmesankäs an die Pastete, legt
-Speckscheiben und eine Hand voll von der gewiegten Gansleber darauf,
-dann eine Lage Trüffeln, legt die geschnittenen Ganslebern auf die
-Trüffeln, auf jedes Stückchen einen Champignon, und macht so fort, bis
-alles zu Ende ist. Von dem Butterteig macht man nun einen fingerdicken
-Deckel, zwickt ihn mit dem Pastetenzwicker fest zusammen, doch muß der
-Rand immer 2 Finger breit leer bleiben, macht oben in den Deckel eine
-kleine Oeffnung und steckt einen Pfropf darein, den man wieder wegnimmt,
-wenn die Pastete gebacken ist. Es ist besser, wenn man die Pastete erst
-den andern Tag backt. Man bestreicht sie dann mit Eiern, macht mit
-dem Pastetenzwicker allerlei Blumen in den Deckel, stellt sie in ein
-Plafond, daß das Fett nicht in den Ofen läuft, läßt sie 2 bis 3 Stunden
-backen und gibt sie kalt zu Tisch.</p>
-
-
-<h3>293. Frankfurter Wildbretpastete.</h3>
-
-<p>Man macht schöne Stückchen von den dicken Quallen eines Rehschlägels,
-klopft sie und spickt sie mit Speck, dämpft sie in einer bedeckten
-Casserolle mit feingeschnittenen Zwiebeln, Lorbeerblättern, Pfeffer und
-Salz. Wenn das Fleisch gelb ist, läßt man es auf einer Platte erkalten,
-häutet das übrige Fleisch des Rehschlägels, wiegt dieses mit einem
-Pfund Schweinsbrät, einem halben Pfund zartem Kalbfleisch, einem halben
-Pfund magerm Speck, 2 gereinigten Häringen und dem Gelben einer Citrone
-zu einem Teig, nimmt 4 Schalottenzwiebeln und 2 gewöhnliche gewiegte
-und gedämpfte Zwiebeln dazu, weicht ein abgeschältes Kreuzerbrod ein,
-drückt es aus, thut dieses sammt Salz und allen Arten feinem Gewürz
-zu dem Fleische und reibt Alles in einem Reibstein zu Schaum. Nun
-mischt man 2 Eier, 2 Löffel voll gewiegte Kapern, 12 Stück abgeschälte
-Oliven, ein Viertelpfund gereinigte, in Stückchen geschnittene Trüffeln
-zusammen, belegt einen Melonenmodel mit Butterteig, legt etwas von der
-Fleischfülle auf den Boden des Models, dann von den Oliven und Trüffeln,
-hierauf wieder Fleischfülle, die gespickten Fleischstückchen, dann
-wieder Trüffeln <span class="pagenum"><a id="page86"></a>Seite 86</span> und Kapern und zulezt Fleischfülle. Man deckt
-den Deckel nun darauf und backt die Pastete im Ofen.</p>
-
-
-
-
-<h2>Fische.</h2>
-
-
-<h3>294. Gebratener Aal.</h3>
-
-<p>Der Aal wird abgezogen, die Haare, Kopf und Schwanz davon geschnitten,
-die Galle herausgenommen, 2 Finger breite Stückchen von dem Aal
-geschnitten, mit Pfeffer und Salz eingerieben, diese mit Salbei und
-Citronenrädchen umwickelt und in einer Bratpfanne in einem Stück Butter
-gebraten. Vor dem Anrichten nimmt man den Faden, womit die Salbei und
-Citronen festgebunden wurden, davon und legt Citronen dazu.</p>
-
-
-<h3>295. Aal auf französische Art.</h3>
-
-<p>Der Aal wird abgezogen, ausgenommen, ganz gelassen, mit einem Stück
-Butter im Ofen in einer Bratpfanne gebraten, dicker, saurer Rahm darüber
-gegossen, ein Eßlöffel voll Kapern, eine halbe Citrone dazu gethan und
-der Aal vollends ausgebraten, damit er von dem Rahm und den Kapern eine
-Sauce zieht.</p>
-
-
-<h3>296. Gedämpfte Felchen.</h3>
-
-<p>Man schuppt den Fisch ab, nimmt ihn aus, trocknet ihn mit einem Tuch
-sauber ab, schneidet ihn in Stückchen, reibt ihn gut mit Salz und
-Pfeffer ein, legt ihn mit einem Stück Butter in eine Casserolle,
-gewiegte Citronen, Petersilie und Zwiebel dazu, deckt die Casserolle
-zu, stellt sie auf schwache Kohlen und läßt den Fisch eine halbe
-Stunde kochen; streut dann 3 Finger voll Mehl darauf, thut ein wenig
-Fleischbrühe daran, läßt ihn noch ein wenig aufkochen, legt ihn auf die
-Platte und richtet die Sauce darüber an.</p>
-
-
-<h3>297. Felchen auf dem Rost gebraten.</h3>
-
-<p>Der Fisch wird geschuppt, ausgenommen, mit einem Tuch abgetrocknet, mit
-Pfeffer und Salz eingerieben, querüber ein Schnitt über dessen Rücken
-gemacht, ein Citronenschnitz darein gesteckt, der Fisch auf den Rost
-gelegt, mit Butter übergossen, schön gebraten, und wenn er auf der
-Platte liegt, mit Citronensaft begossen.</p>
-
-
-<h3>298. Fischotter.</h3>
-
-<p>Die Fischotter wird ausgezogen, in Stückchen geschnitten, 5 bis 6 Tage
-ins kalte Wasser gelegt, aber alle Tage in frisches; am sechsten Tage
-nimmt man sie heraus, legt sie 2 Tage in guten Wein, worein Zwiebeln,
-Nelken, Muskatblüthe, Citronen und allerlei Kräuter und Gewürze kommen.
-Man sezt sie mit einer Bouteille Porto- oder <span class="pagenum"><a id="page87"></a>Seite 87</span> Steinwein zum
-Feuer, läßt sie eine Stunde lang kochen und macht folgende Trüffelsauce
-dazu: Eine Casserolle wird dick mit Zwiebeln belegt, dann ein Stück
-Fett und 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund klein geschnittenes Kalbfleisch miteinander gelb
-gedämpft, ein halber Schöpflöffel von dem Sud, worein die Otter gekocht
-wurde, die Rinde von einem Kreuzerbrod, etwas Mehl miteinander gekocht
-und durch ein Haarsieb getrieben, 2 bis 3 Trüffeln, von denen die rauhe
-Haut abgeschnitten wird, mit dem Gelben von einer Citrone gewiegt, nebst
-dem Saft, eine Messerspitze voll Muskatblüthe, etwas weißer Pfeffer, 3
-Kernkubeben dazu genommen, die Fischotter in die Sauce gelegt, noch eine
-Weile gekocht, auch Champignons, Trüffeln, in Scheiben geschnitten, dazu
-gethan und dann Alles noch ein wenig gekocht.</p>
-
-
-<h3>299. Forellen, blau gesotten.</h3>
-
-<p>Man macht eine Sulz von halb Wein, halb Essig, Citronen, ganzem
-Pfeffer, allen Arten Kräutern, einer Hand voll Salz, läßt Alles eine
-Viertelstunde miteinander kochen, schneidet die Forelle oben am Schlund
-so weit auf, daß man die Galle herausnehmen kann, legt die Forelle in
-die Sulz, stellt diese vom Feuer, legt den Fisch auf eine Platte und
-schüttet Essig und Oel darauf.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Alle Arten Forellen dürfen nicht lange in den
-Händen herumgezogen, auch nicht gewaschen werden, damit sie das
-schöne Blau nicht verlieren; nur das Blutige wird mit einem Tuche
-sauber abgewischt.</p>
-
-
-<h3>300. Seeforellen.</h3>
-
-<p>Die Seeforellen werden ganz anders behandelt, als die Flußforellen, weil
-sie stärkeres Fleisch haben, als jene. Man schuppt sie sauber ab, nimmt
-die Kiemen und das Eingeweide heraus, reibt sie stark mit Salz ein,
-legt sie in den Fischkessel, gießt 1 Bouteille Burgunder, 1 Bouteille
-geringeren Wein und Essig daran, nebst Citronen, Nelken, Pfeffer,
-Lorbeerblättern, allen Arten guter Kräuter, deckt den Kessel fest zu,
-läßt den Fisch 1 Stunde kochen, legt ihn auf eine lange Platte und
-macht eine Holländersauce folgendermaßen dazu: man rührt 1 Kochlöffel
-voll Mehl mit kaltem Wasser glatt, schlägt 3 Eiergelb daran, Butter, so
-groß wie ein Hühnerei, etwas von dem Fischsud, kocht diese Sauce mit
-Fleischbrühe gut aus und gießt sie entweder auf den Fisch, oder gibt sie
-besonders dazu.</p>
-
-
-<h3>301. Geschmälzter Hecht.</h3>
-
-<p>Man schneidet dem Hecht die Ohren aus, schneidet ihn ein wenig auf,
-nimmt das Eingeweide heraus, wascht ihn sauber, reibt ihn stark mit
-Salz und Pfeffer ein und macht einen Sud auf folgende Art: man nimmt 1
-Theil Wein, 1 Theil Essig, 1 Theil Wasser, alle Arten Kräuter, ganze
-Nelken, Pfeffer, läßt den Fisch, wenn er groß ist, 1 Stunde lang darin
-kochen (doch darf der Sud nicht ganz über den Fisch hergehen, sonst wird
-derselbe nicht kräftig), legt ihn auf eine schöne lange Platte, dämpft
-eine Hand voll Petersilie in <span class="pagenum"><a id="page88"></a>Seite 88</span> einem Stück Butter, gießt dieses
-über den Hecht, drückt den Saft von einer halben Citrone darauf, garnirt
-die Platte mit kleinen gerösteten Kartoffeln, oder gibt Kartoffeln mit
-der Schale und Butter dazu.</p>
-
-
-<h3>302. Hecht <span class="antiqua">à la tourne</span>.</h3>
-
-<p>Ein schöner weißer Hecht wird abgeschuppt, sauber gewaschen,
-ausgenommen, Kopf und Schwanz abgeschnitten, durchaus gespalten,
-der Rückgrath herausgenommen, mit einem Tuche sauber abgepuzt, in 4
-Stücke geschnitten, diese in Citronensaft gelegt, öfters umgewendet
-und, wenn es die Zeit erlaubt, über Nacht stehen gelassen. Den andern
-Tag legt man den Hecht auf eine Platte, ein großes Stück Butter und
-Citronensaft, wie auch auf jedes Stückchen desselben 1 Citronenrädchen,
-legt ein mit Butter dick bestrichenes Papier auf den Hecht, wiegt 1
-Pfund Fischbrät so fein wie möglich, läßt 1 Viertelpfund Butter in einer
-Schüssel zerlaufen, thut das Fischbrät darein, schlägt 3 Eier daran,
-das Gelbe von einer halben am Reibeisen abgeriebenen Citrone, Muskatnuß
-und Salz, rührt dieses ganz schaumig, sezt 2 mit Butter bestrichene
-Springreife auf die Platte, worauf der Hecht liegt, füllt das Fischbrät
-in diese 2 Reife (sie müssen aber 2 Finger breit von einander stehen)
-und läßt dieses eine halbe Stunde im Backofen braten. Nun stößt man 25
-ungesottene Krebse, von denen die Galle genommen wurde, im Mörser recht
-fein, thut sie in eine Schüssel, eine halbe Maas dicken süßen Rahm und
-6 Eier dazu, läßt sie eine halbe Stunde stehen, rührt sie öfters um,
-gießt sie durch ein Haarsieb, bestreicht eine Butterkapsel mit Butter,
-thut Salz und Muskatnuß dazu, füllt das Gestoßene darein, macht die
-Kapsel fest zu und stellt sie 3 Viertelstunden in kochendes Wasser.
-Wenn angerichtet werden soll, legt man den Fisch auf die Platte, das
-gebackene Fischbrät dazu, gießt die Krebsbutter darauf, legt Champignons
-auf den Fisch und gießt zerlassene Consommé über das Ganze.</p>
-
-
-<h3>303. Farcirter Hecht.</h3>
-
-<p>Man rasirt den Hecht sauber, schneidet die Kiemen aus, schneidet
-unten an der Oeffnung behutsam auf, auch die Haut auf dem Rücken wird
-aufgeschnitten, unten an den Floßfedern wird ein Stich, aber nicht ganz
-durch, gemacht, die Haut abgezogen, der Hecht recht schön gespickt, ein
-halbes Pfund Schweinsfett, 1 Viertelpfund Speck, 4 Sardellen, etwas
-in Milch eingeweichtes und ausgedrücktes Brod recht fein gewiegt,
-Salz, Muskatnuß, Pfeffer, fein gewiegte, gedämpfte Zwiebeln dazu
-genommen, Alles mit 2 Eiern untereinander gemacht, in einem Mörser
-recht zerstoßen, der Hecht damit ausgefüllt, zusammengenäht, in eine
-Bratpfanne, worin unten ein Rost ist, gelegt, geschnittene Zwiebeln, 1
-Lorbeerblatt und Citronen, nebst ein wenig Fleischbrühe dazu gethan, im
-Ofen gelb gebraten und oft mit heißer Butter übergossen. Beim Anrichten
-läßt man Consommé zerlaufen, bestreicht den Hecht damit und gießt die
-Sauce über ein Haarsieb darauf.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page89"></a>Seite 89</span> 304. Hecht am Spieß gebraten.</h3>
-
-<p>Man puzt den Hecht sauber, schneidet die Kiemen weg, zieht die Haut ab,
-reibt ihn mit Salz und Pfeffer ein, spickt ihn schön, bindet ihn an den
-Spieß, übergießt ihn oft mit zerlassener Citronenbutter, nimmt ihn nach
-einer halben Stunde vom Spieß ab, legt ihn auf die Platte und gießt
-Citronensaft und Jus darauf.</p>
-
-
-<h3>305. Hecht auf dem Rost gebraten.</h3>
-
-<p>Man reibt den Hecht, der sauber gepuzt und ausgenommen ist, mit Salz
-und Pfeffer ein, läßt ihn eine Stunde liegen, schneidet 3 bis 4 schiefe
-Schnitte darein, näht den Fisch wieder zu, schneidet die Ohren aus, legt
-ihn auf einen Rost, übergießt den Fisch oft mit zerlassener Butter,
-gießt auch heiße Butter in die Ohren, wendet den Fisch um und übergießt
-ihn auf der andern Seite. Er muß sehr behutsam gebraten werden, daß
-die Haut nicht am Rost hängen bleibt. Beim Anrichten schmälzt man ihn
-mit Citronenbutter auf folgende Art: 1 Hand voll Petersilie wiegt man
-recht fein, läßt ein Stück Butter in einer Casserolle heiß werden,
-dämpft die Petersilie darin, drückt von 1 Citrone den Saft dazu, läßt
-es miteinander aufkochen und übergießt den Fisch damit. In die Schnitte
-können Citronenschnitze gelegt werden.</p>
-
-
-<h3>306. Meerspinne oder Hummer auf italienische Art.</h3>
-
-<p>Ist dieser Krebs gesotten, so theilt man ihn der Länge nach von
-einander, legt ihn in das Geschirr, in welchem er aufgetragen wird und
-macht folgende Sauce dazu: etliche sauber gewaschene, ausgegräthete
-Sardellen werden mit 6 hartgesottenen Eiergelb in einem Mörser zu
-einem Teig gestoßen, mit 4 Löffeln voll gutem Provenceröl, 3 Eßlöffeln
-voll Estragonessig, 2 Löffeln voll gutem Senf, 2 feingewiegten
-Schalottenzwiebeln, nebst Pfeffer, Salz und geschnittenem Schnittlauch
-verrührt; diese Sauce wird über den Hummer gegossen oder besonders auf
-die Tafel gegeben.</p>
-
-
-<h3>307. Aechte Meerspinne.</h3>
-
-<p>Ist die Meerspinne abgesotten, so läßt man sie erkalten, bricht alle
-die langen Füße ab, nimmt das innere weiße Fleisch heraus, reinigt den
-Körper, wascht ihn sauber aus, legt das Fleisch wieder in den Körper,
-die Eier dazu, bratet Alles schön gelb, gießt ein Glas Wein daran, läßt
-es aufkochen, legt ein Lorbeerblatt und ein Citronenrädchen dazu und
-läßt es dämpfen bis es weich ist.</p>
-
-
-<h3>308. Karpfen in eigener Sauce.</h3>
-
-<p>Der Karpfen wird geschuppt, gepuzt, das Eingeweide herausgenommen, der
-Fisch in 2 Theile geschnitten, mit Salz und Pfeffer (aber nicht sehr
-stark) eingerieben; nun wiegt man 3 gewaschene Sardellen, das Gelbe und
-das Mark von einer halben Citrone, nimmt einen Eßlöffel voll Kapern
-dazu, legt den Fisch in eine Bratpfanne, ein Stück <span class="pagenum"><a id="page90"></a>Seite 90</span> Butter
-und das Gewiegte dazu, läßt ihn so eine halbe Stunde kochen, streut
-geriebenes Brod darauf, gießt einen halben Schöpflöffel voll Jus daran,
-läßt Alles miteinander noch eine halbe Stunde kochen, legt nun den Fisch
-auf eine Platte und gießt die Sauce darüber.</p>
-
-
-<h3>309. Karpfen in brauner Sauce.</h3>
-
-<p>Der Karpfen wird geschuppt, das Eingeweide behutsam herausgenommen,
-mit Himbeeressig ausgewaschen, in beliebige Stückchen geschnitten,
-im Salzwasser eine halbe Stunde gekocht und folgende Sauce daran
-gemacht: ein Stück Lebkuchen, ein wenig schwarzes Brod, 2 geschnittene
-Schalottenzwiebeln, ganze Nelken und Pfeffer, läßt man mit etwas brauner
-Jus und einem halben Schoppen Wein eine halbe Stunde kochen, treibt die
-Sauce durch ein Haarsieb, gießt sie wieder in die Casserolle und legt
-den Karpfen nebst dem Saft und dem gewiegten Gelben von einer halben
-Citrone dazu.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Die Ohren (Kiemen) müssen bei allen Fischen
-herausgeschnitten werden, weil sie immer viel Schleim mit sich führen.</p>
-
-
-<h3>310. Geschmälzter Karpfen.</h3>
-
-<p>Es wird ein guter Sud an den Karpfen gemacht, derselbe abgeschuppt, die
-Ohren herausgeschnitten, das Eingeweide herausgenommen, mit Salz und
-Pfeffer eingerieben, in den Sud gelegt, eine halbe Stunde recht gekocht
-und dann auf eine Platte gelegt. Man wiegt nun ein ganzes halbgesottenes
-Ei (aber sowohl das Gelbe als das Weise besonders), legt dieses
-streifenweis über den Fisch und gießt heiße Butter und 3 Eßlöffel voll
-Essig darüber.</p>
-
-
-<h3>311. Aechter Rheinlangen.</h3>
-
-<p>Der Fisch wird rein gewaschen, die Kiemen ausgeschnitten, das Eingeweide
-herausgenommen, derselbe mit Salz stark eingerieben, in dem Fischkessel
-mit 3 Bouteillen Bordeauxwein, einer ganzen, in Scheiben geschnittenen
-Citrone, Nelken, ganzem Pfeffer, Muskatblüthe fest zugedeckt und langsam
-gekocht; dann wiegt man ein Stück Ochsennierenfett recht fein, läßt
-es in einer Casserolle zerlaufen, eine Hand voll gewiegte Petersilie,
-2 Schalottenzwiebeln und etwas Gelbes von einer Citrone dazu, legt
-den Fisch, wenn er weich ist, auf eine Platte und gießt das Gedämpfte
-darüber.</p>
-
-
-<h3>312. Marinirte Fische.</h3>
-
-<p>Man schuppt und wascht die Fische, reibt sie mit Salz und Pfeffer ein,
-läßt sie 1 Stunde liegen, legt sie auf einen Rost, begießt sie öfters
-mit zerlassener Butter, bratet sie schön gelb, läßt sie erkalten, legt
-sie in einen steinernen Topf, gießt Weinessig daran, Schalottenzwiebeln,
-Lorbeerblätter, Citronen, Pfeffer und Nelken dazu und bindet den Topf
-zu.</p>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum"><a id="page91"></a>Seite 91</span> Ragouts.</h2>
-
-
-<h3>313. <span class="antiqua">Boeuf à la Mode.</span></h3>
-
-<p>Ochsenfleisch vom hintern Viertel oder ein gutes Schwanzstück wird mürbe
-geklopft und kommt in ein Geschirr, in welches man noch halb Essig Und
-Wein nach Belieben gießt; dazu schneidet man alle Arten Wurzeln und
-thut Citronen, Lorbeerblätter, ganzen Pfeffer und Nelken daran, deckt
-sodann das Fleisch fest zu und läßt es 2 bis 3 Tage stehen, wendet es
-aber alle Tage um. An dem Tage, an welchem man es kochen will, nimmt
-man alles zusammen in eine Casserolle, schneidet von schwarzem Brod
-die Rinde ab und thut sie dazu, gießt noch 1 Löffel voll Fleischbrühe
-oder Wasser daran, deckt es fest zu und läßt es im Ofen oder auf Kohlen
-weich kochen. Ist es weich, so hebt man das Fleisch aus, treibt alles
-durch ein Haarsieb, nimmt das Fett ab, thut die Sauce wieder in die
-Casserolle, sezt das Fleisch dazu und läßt es noch eine halbe Stunde
-miteinander kochen. Alsdann wiegt man von einer halben Citrone das
-Gelbe und thut es sammt dem Saft derselben und einer Messerspitze voll
-Muskatblüthe dazu. Sollte die Sauce nicht dick genug seyn, so gießt man
-an ein Stück braunen Lebkuchen ein wenig Fleischbrühe, daß er weich wird
-und rührt ihn an die Sauce. Es gibt dieß eine sehr gute Sauce.</p>
-
-
-<h3>314. Uebrig gebliebener Braten mit Bechemelle.</h3>
-
-<p>Man schneidet von kaltem Braten beliebige Stückchen und macht auf
-folgende Art eine Bechemelle: 4 Loth Butter läßt man in einer Casserolle
-zerlaufen, rührt 2 Kochlöffel voll feines Mehl darein, Salz, Muskatnuß,
-von einer halben Citrone den Saft und das Gelbe am Reibeisen abgerieben,
-einen halben Schoppen süßen Rahm, rührt es glatt mit etwas Fleischbrühe,
-läßt es miteinander aufkochen, legt das Fleisch darein und läßt alles
-noch eine Viertelstunde kochen.</p>
-
-
-<h3>315. Brieschen in Trüffelsauce.</h3>
-
-<p>Die Brieschen werden abblanchirt, gehäutet, gespickt und in Butter in
-einer Casserolle schön gelb gebraten. Dazu macht man folgende Sauce: In
-einem Stück Butter wird ein Löffel voll Mehl hellgelb angelaufen und
-mit starker Jus abgelöscht, ein Glas Bordeaux- oder Markgräflerwein
-daran gegossen; von 2 bis 3 sauber gewaschenen Trüffeln wird das Rauhe
-abgeschnitten, in einem Mörser mit einem Stückchen Butter und einem
-Stücke sauber gewaschener Sardelle gestoßen und in die Sauce gethan; die
-Trüffeln selbst werden in ein anderes Geschirr geschnitten, die Sauce
-durch ein Haarsieb darüber gegossen, die Brieschen sammt dem Satze, in
-welchem sie gekocht worden, darein gethan und nach Belieben gesalzen.
-Beim Auftragen werden die Trüffeln hübsch auf die Brieschen gelegt.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page92"></a>Seite 92</span> 316. Kalbsbrieschen mit Spargeln.</h3>
-
-<p>Man reinigt 2 bis 3 Brieschen, brüht sie ein wenig, legt sie in kaltes
-Wasser, puzt 50 Spargeln, kocht diese im Salzwasser weich, nimmt sie
-heraus, schneidet sie in Stückchen, wiegt eine halbe Citronenschale und
-eine Schalottenzwiebel recht fein, dämpft sie mit einem Stück Butter in
-einer Casserolle, schneidet die Brieschen, thut sie auch in dieselbe,
-drückt den Saft von der halben Citrone daran, Salz und Muskatnuß dazu,
-läßt alles noch eine Viertelstunde dämpfen, rührt 3 Eiergelb mit 1
-Kochlöffel voll Mehl und kaltem Wasser glatt, gießt dieses nebst 1
-Löffel voll guter Fleischbrühe an die Brieschen, kocht sie noch ein
-wenig, richtet sie an und gibt die Spargeln dazu.</p>
-
-
-<h3>317. Ragout von hartgesottenen Eiern.</h3>
-
-<p>Für 4 Personen rechnet man 8 hartgesottene Eier. Das Gelbe von
-hartgesottenen Eiern drückt man durch ein Haarsieb, schneidet 2 Zwiebeln
-in Scheiben, dämpft sie in einer Casserolle mit einem Stückchen Butter
-weich, aber nicht gelb, thut nun die Eiergelb zu den Zwiebeln, nebst
-etwas Salz und Muskatnuß, auch einen Löffel voll sauren Rahm, füllt
-die Eierweiß damit aus und macht folgende Sauce dazu: 3 gewiegte
-Schalottenzwiebeln und das Gelbe von einer halben Citrone läßt man
-in einer Casserolle, worin ein Stück Butter zerlaufen ist, mit 3
-Finger voll Mehl und dem Gewiegten anlaufen, gießt einen Löffel voll
-Fleischbrühe daran, Salz, Muskatnuß, den Saft von einer halben Citrone,
-läßt dieses miteinander aufkochen, richtet die Sauce auf eine Platte an
-und legt die Eier hinein.</p>
-
-
-<h3>318. Verlorene Eier in einer Sauce.</h3>
-
-<p>Man nimmt halb Wasser und halb Essig in eine Pfanne, schlägt die Eier
-behutsam darein (das Wasser darf aber nicht stark kochen und muß auch
-gesalzen werden), wenn die Eierweiß hart sind, so nimmt man sie heraus,
-legt sie in kaltes Wasser und macht folgende Sauce dazu: 2 Hände voll
-gewaschene Sauerampfer stoßt man in einem Mörser, preßt den Saft durch
-ein Tuch fest aus, läßt ein Stück Butter in einer Casserolle zerlaufen,
-nimmt einen Eßlöffel voll sauren Rahm und 1 Eiergelb, rührt den
-Sauerampfersaft dazu, läßt es auf Kohlenfeuer anziehen, richtet die Eier
-auf eine Platte an und gießt die Sauce darüber.</p>
-
-
-<h3>319. Eier in brauner Sauce.</h3>
-
-<p>So viel Eier, als man nöthig hat, backt man in heißem Schmalz, doch
-so, daß der Dotter weich bleibt, und macht folgende Sauce dazu: eine
-Hand voll geriebenes schwarzes Brod, 2 Loth braunen Lebkuchen nimmt man
-zusammen in eine Casserolle, gießt ein Glas Wein daran, ein halbes Glas
-Essig, einen Schöpflöffel voll Fleischbrühe, oder am Fasttage Wasser,
-den Saft von einer halben Citrone, Salz, Pfeffer, Muskatnuß, läßt es
-miteinander eine Viertelstunde aufkochen, zieht es durch ein Haarsieb,
-legt die Eier auf eine Platte, <span class="pagenum"><a id="page93"></a>Seite 93</span> gießt die Sauce darüber und läßt
-es nochmals miteinander heiß werden.</p>
-
-
-<h3>320. Feldhühner in Salmisauce.</h3>
-
-<p>Die Feldhühner werden sauber gerupft, abgeflammt und, wenn die Flügel am
-zweiten Gelenke, so wie die Köpfe abgeschnitten sind, ausgenommen. Wenn
-die Feldhühner frisch sind, braucht man sie nicht zu waschen, sondern
-reibt sie mit Salz und Pfeffer inwendig aus und schiebt eine mit Nelken
-besteckte Zwiebel und etwas von einer Citrone in die Oeffnung, bindet
-die Feldhühner mit Speck ein, thut sie in eine Casserolle mit etwas
-geschnittener Zwiebel, gelben Rüben, Lorbeerblättern, Wachholderbeeren,
-auch einem Stücke Fett, so wie mit den Köpfen, Flügeln, Magen und
-Lebern, deckt die Casserolle zu und läßt sie schön braten. Sind sie
-gar, so stellt man die Hühner in einer Schüssel zur Wärme, nimmt das
-Uebrige ebenfalls aus der Casserolle und stoßt es in einem Mörser recht
-fein, gießt es wieder in dieselbe, thut von einem Kreuzerbrod die Rinde,
-im Schmalz gebacken, dazu, gießt einen Schoppen rothen Wein und einen
-Schöpflöffel voll Jus daran, läßt es eine Viertelstunde lang aufkochen,
-gießt es durch ein Haarsieb und dann wieder in die Casserolle, thut die
-Feldhühner dazu und gewiegte Citronen, Nelken, Muskatblüthe, so wie
-Pfeffer und Salz nach Belieben daran.</p>
-
-
-<h3>321. Filets von jungen Hühnern mit süßem Rahm.</h3>
-
-<p>Die jungen Hühner (<span class="antiqua">Poulardes</span>) werden halb gebraten, und ihnen,
-wenn sie kalt sind, die Haut abgenommen. Das weiße Fleisch der Poularden
-wird sodann in feine Filets geschnitten und mit Bechemelle und etwas
-Glace aufgekocht. Man kann sie mit geschnittenen und schön gebackenen
-Wecken garniren. &#8211; Bechemelle dazu wird auf folgende Weise gemacht:
-ein Pfund Kalbfleisch vom Schlägel, in kleine Stückchen geschnitten,
-ein Pfund Butter, Zwiebeln, Petersilie werden in einer bedeckten
-Casserolle weich gedämpft, 2 Hände voll Mehl darauf gestreut, ein paar
-Mal umgerührt, zugedeckt, nochmals einige Minuten gedämpft und mit dem
-Erbsendurchreiber ganz durch ein Haarsieb getrieben; ein Stück Butter
-und die Bechemelle in eine Casserolle gethan, 3 Eiergelb daran gerührt,
-Salz und Muskatnuß dazu und einige Male durcheinander gerührt. Die
-Bechemelle wird auf die zum Auftragen bestimmte Platte gegossen, die
-jungen Hühner darauf gesezt und der Saft einer halben Citrone darüber
-ausgedrückt. Es ist dieß eine Lieblingsspeise der Engländer.</p>
-
-
-<h3>322. Geschlungene Filets von Kalbfleisch.</h3>
-
-<p>Die Filets werden zwei starke Messerrücken dick geschnitten und, wie
-früher schon beschrieben, marinirt. Die Schüssel, worin sie aufgetragen
-werden sollen, wird auf dem Boden mit einer feinen Fülle und darauf
-mit Eierklar bestrichen. Auf dieses werden die Filets, kettenartig
-geschlungen, gelegt; die Farce, die nicht von Filets bedeckt ist, wird
-weggenommen, die Filets aber werden mit Speckschwarten <span class="pagenum"><a id="page94"></a>Seite 94</span> und
-Papier bedeckt und in einem nicht sehr heißen Ofen gebacken. Vor dem
-Auftragen wird der Speck und das Fett so gut wie möglich davon genommen
-und eine Coulissauce mit Limonen darüber gegossen.</p>
-
-
-<h3>323. <span class="antiqua">Fricandeau</span> von Kalbfleisch.</h3>
-
-<p>Man nimmt ein Stück vom Schlägel, schneidet es nach der Ader, klopft es,
-zieht die Haut ab, spickt es und legt es in laues Wasser, damit es weiß
-bleibt. Dann läßt man in einer Casserolle ein Stück Butter zergehen,
-schneidet Zwiebeln, gelbe Rüben, Sellerie, Lorbeerblätter und Citronen
-dazu, legt das Fleisch darein, gießt ein Glas Wein, etwas Essig und
-Fleischbrühe daran und läßt es eine Stunde lang dämpfen. Hierauf nimmt
-man das Fleisch heraus, läßt die Sauce dunkelgelb anschlagen, streut
-ein wenig Mehl, gießt ein wenig Fleischbrühe oder Jus daran, läßt es
-noch eine Viertelstunde lang miteinander kochen, treibt die Brühe durch
-ein Haarsieb, gießt sie wieder in die Casserolle und thut das Fleisch
-dazu, so läßt man es noch ein wenig aufkochen und thut von einer
-halben Citrone das Gelbe und den Saft darein. Beim Anrichten legt man
-Citronenscheiben dazu.</p>
-
-
-<h3>324. Froschschenkel in Citronensauce.</h3>
-
-<p>Die Frösche werden sauber gewaschen, die Pfoten weggeschnitten und ein
-Fuß über den andern gezogen; dann wiegt man eine halbe Citrone sammt dem
-Mark und Zwiebeln, thut Butter in eine Casserolle, das Gewiegte und die
-Froschschenkel dazu, deckt dieselben zu, läßt alles eine Viertelstunde
-dämpfen, thut so viel Mehl daran, als man mit 2 Fingern fassen kann,
-gießt einen Eßlöffel voll Wasser daran, salzt sie und gibt Acht, daß sie
-keine Knollen bekommen.</p>
-
-
-<h3>325. Gansleber mit Citronensauce.</h3>
-
-<p>Eine Gansleber, die zuvor in Wasser gelegen seyn muß, läßt man auf
-einem Tuch ablaufen, legt 4 Loth Butter, eine gepuzte, mit 3 Nelken
-besteckte Zwiebel, 3 Schalottenzwiebeln, eine halbe Citrone, in Rädchen
-geschnitten, in eine Casserolle, die Leber darauf und läßt sie langsam
-dämpfen. Wenn die Leber groß ist, so braucht sie eine halbe Stunde; dann
-legt man die Leber auf das Geschirr, auf welchem sie zur Tafel gegeben
-wird und macht folgende Sauce darüber: man nimmt so viel Mehl, als man
-stark mit 3 Fingern fassen kann, in die Casserolle, ein Glas Wein,
-von einer Citrone den Saft, etwas Fleischbrühe und läßt dieses eine
-Viertelstunde miteinander kochen, treibt es durch ein Haarsieb, gießt es
-über die Leber und streut oben darauf das feingewiegte Gelbe von einer
-Citrone.</p>
-
-
-<h3>326. Gansleber mit Sardellen.</h3>
-
-<p>In einer Casserolle werden mit 3 Loth Butter eine Gansleber, eine
-halbe Citrone, in Rädchen geschnitten, etwas ganze Muskatnuß und 4
-Schalottenzwiebeln gedämpft; dann werden 4 Stück sauber <span class="pagenum"><a id="page95"></a>Seite 95</span>
-gewaschene, ausgemachte Sardellen in einem Mörser mit ein wenig Butter
-fein gestoßen, 3 Finger voll Mehl in die Sardellenbutter geknetet, auch
-ein wenig Fleischbrühe, oder noch besser starke Bouillon und 2 bis 3
-Löffel voll Wein, dazu gethan. Man läßt nun Alles miteinander aufkochen
-und thut Salz, Pfeffer und den Saft von einer halben Citrone dazu,
-legt die Leber auf die Platte, auf der man sie zur Tafel geben will,
-gießt die Sauce durch ein Haarsieb darüber und streut etwas gewiegte
-Citronenschalen darauf.</p>
-
-
-<h3>327. Hirn.</h3>
-
-<p>Man legt das nöthige Quantum Hirn in laues Wasser und häutet es ab.
-Dann macht man eine Jus auf folgende Weise: Ein Stück Butter läßt man
-in einer Casserolle zergehen, thut gewiegte Zwiebeln, Citronen und
-Citronenmark in die Butter und läßt Alles eine Zeit lang dämpfen;
-hierauf streut man Mehl, so viel man zwischen 3 Fingern fassen kann,
-daran und rührt es einige Male um, gießt einen Löffel voll Jus daran,
-läßt es eine Viertelstunde lang kochen, drückt aus einer halben Citrone
-den Saft dazu, gießt es durch ein Haarsieb und nachher wieder in die
-Casserolle, pfeffert und salzt es nach Belieben, thut jezt erst das Hirn
-in die Sauce und läßt es eine Viertelstunde in derselben kochen.</p>
-
-
-<h3>328. Hirn in Kapernsauce.</h3>
-
-<p>Das Hirn wird gewässert und gereinigt; dann läßt man es in halb Wasser
-und halb Essig fest werden und macht folgende Sauce dazu: Ein Stück
-Butter wird in eine Casserolle gethan, eine Zwiebel mit dem Gelben von
-einer halben Citrone gewiegt und in die Butter gethan; so läßt man
-es eine Zeit lang dämpfen. Dann rührt man einen Kochlöffel voll Mehl
-darein, löscht es mit kaltem Wasser ab, gießt einen Schöpflöffel voll
-Fleischbrühe daran und läßt es eine halbe Stunde kochen. Jezt kommt
-das Hirn dazu, man drückt noch ein wenig Citronensaft dazu und läßt es
-vollends auskochen. Salz, Pfeffer und Muskatnuß thut man nach Belieben
-daran.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung</em>. Alle weiße Saucen müssen mit kaltem Wasser
-abgelöscht werden, damit sie die schöne weiße Farbe nicht verlieren.</p>
-
-
-<h3>329. Glacirte Kalbsbrust.</h3>
-
-<p>Eine schöne fette weiße Kalbsbrust wird ausgebeint und in zwei Theile
-zerschnitten, so daß sie schön rund werden; diese legt man in einer
-Casserolle in kochendes Wasser und läßt einen Wall darüber gehen. Dann
-legt man sie in kaltes Wasser, spickt sie recht schön und sezt sie
-in eine Casserolle mit einem Stücke Schweinfett, thut geschnittene
-Zwiebeln, Lorbeerblätter, Citronen und gelbe Rüben dazu, gießt sodann
-einen halben Schöpflöffel voll Fleischbrühe oder Wasser daran und läßt
-sie eine Stunde lang dämpfen. Hat das Fleisch noch nicht genug Farbe,
-so legt man es in eine Bratpfanne und stellt sie ins Bratrohr; hat die
-Sauce angeschlagen, so rührt man einen Kochlöffel voll <span class="pagenum"><a id="page96"></a>Seite 96</span> Mehl
-darein, gießt ein halbes Glas Estragon- oder Himbeeressig, auch ein Glas
-Wein und einen Schöpflöffel voll Jus daran, läßt sie eine halbe Stunde
-kochen, treibt sie durch ein Haarsieb, thut das Fleisch wieder dazu
-und würzt es mit dem gewiegten Gelben und dem Safte einer Citrone, mit
-geriebener Muskatnuß und mit Salz und Pfeffer nach Gutdünken.</p>
-
-
-<h3>330. Gewickeltes Kalbfleisch in Sauce.</h3>
-
-<p>Man schneidet vom Schlägel 3 Finger breite Streifen und klopft sie ein
-wenig; dann wiegt man Zwiebeln, Petersilie und Citronen, reibt ein
-wenig weißes Brod dazu, legt die Streifen auseinander und thut von dem
-Gewiegten auf jeden Streifen ein wenig, rollt sie zusammen, bindet sie
-mit einem Faden zu, thut ein Stück Butter in eine Casserolle, legt das
-Fleisch, eine geschnittene Zwiebel, ein Lorbeerblatt und Citronenkraut
-darein und läßt sie zugedeckt eine halbe Stunde lang dämpfen. Dann
-streut man einen Löffel voll Mehl darüber, gießt ein wenig kaltes
-Wasser und einen Schöpflöffel voll helle Fleischbrühe daran, thut Salz,
-Muskatnuß, Pfeffer nach Belieben und von einer halben Citrone den Saft
-dazu.</p>
-
-
-<h3>331. Kalbsgekröse in Meerrettigsauce.</h3>
-
-<p>Man sezt ein sauber gepuztes Kalbsgekröse mit kaltem Wasser zu und läßt
-es weich kochen, nimmt es heraus und legt es nochmals in kaltes Wasser,
-schneidet es in beliebige Stückchen und macht folgende Sauce: Einen
-halben Stängel Meerrettig reibt man am Reibeisen, läßt ein Stück Butter
-in einer Casserolle mit einem Löffel voll Mehl gelb anlaufen, thut den
-Meerrettig dazu, wendet ihn ein paar Mal um, rührt ihn mit einem halben
-Schoppen süßer Milch glatt, thut Salz, Muskatnuß und das Gekröse dazu
-und läßt es miteinander aufkochen.</p>
-
-
-<h3>332. Kalbskopf mit der Haut oder Kalbskopf in Madeirasauce.</h3>
-
-<p>Die Haut wird unten am Schlunde aufgeschnitten und von dem Kopfhaus
-sorgfältig so abgelöst, daß die Haut kein Loch bekommt; die Ohren
-werden sauber ausgereinigt. Alsdann wird unter 4 Pfund Schweinsbrät
-ein halbes Pfund Speck in kleine Würfel geschnitten; ein Milchbrod am
-Reibeisen abgerieben, in Milch eingeweicht, wieder fest ausgedrückt
-und in das Brät gethan; von einem Viertelpfund Trüffeln die rauhe Haut
-abgeschnitten, in einem Mörser mit einem ausgemachten Häring recht fein
-gestoßen und in das Brät gethan; das Gelbe von einer Citrone gewiegt,
-die weiße Haut von derselben abgeschnitten und das Mark ohne die Kerne
-in kleine Stückchen geschnitten und mit Salz, Pfeffer, Muskatblüthe,
-Nelken und einer gewiegten und gedämpften Zwiebel in das Brät gethan, 3
-Eier daran geschlagen, mit 2 Eßlöffeln voll Bratenjus begossen und das
-Brät, wenn es eine Viertelstunde lang mit allen Zuthaten mit der Hand
-genau untereinander gearbeitet ist, in den Kopf gefüllt, und die Hälfte
-<span class="pagenum"><a id="page97"></a>Seite 97</span> der Trüffeln, in Rädchen geschnitten, so wie nach Belieben
-Kapern darauf gethan. Dann wird der Kopf zusammen genäht, eine Citrone
-ins Maul gesteckt, die andere Hälfte der Trüffeln mit Kapern und eine
-Speckschwarte darüber gelegt, der Kopf in reine Leinwand gebunden, so
-daß die Ohren aufrecht stehen bleiben, und in einer Braise gesotten.
-Nach diesem läßt man den Kopf in einer tiefen Casserolle, worein 2 Maas
-Wasser, eine halbe Maas Wein, Essig nach Belieben gegossen, allerlei
-Wurzeln und Salz nach Gutdünken gethan sind, eine halbe Stunde lang
-langsam kochen. Dann dämpft man in einer Casserolle gewiegte Zwiebeln
-und Citronen eine Viertelstunde mit Butter, läßt einen Kochlöffel voll
-Mehl darin anlaufen, löscht es mit einem Eßlöffel voll kaltem Wasser
-ab, gießt einen Schöpflöffel von der Brühe, in welcher der Kopf gekocht
-hat, und einen Schöpflöffel voll weiße Bouillon dazu, läßt dieses Alles
-eine halbe Stunde miteinander kochen, gießt es durch ein Haarsieb und
-dann wieder in die Casserolle, und läßt es noch eine halbe Viertelstunde
-kochen. Eine Viertelstunde vor dem Anrichten gießt man einen Schoppen
-Madeirawein dazu, läßt es noch ein wenig aufkochen, nimmt den Kopf
-aus dem Tuche und legt ihn auf eine große Platte, gießt die eben
-beschriebene Madeirasauce darüber und legt Citronenrädchen darauf. Man
-kann ihn auch mit hartgesottenen Eiern, rothen Rüben, Petersilie, Alles
-fein gewiegt, aufputzen, und er nimmt sich sodann recht gut aus.</p>
-
-
-<h3>333. Kalbskopf mit der Haut, <span class="antiqua">à la</span> Damenbrett.</h3>
-
-<p>Von einem weißen, sauber gepuzten Kalbskopf löst man die Haut ab,
-schneidet ihn in zwei Theile und siedet ihn in der Braise, wie den
-Kalbskopf in Madeirasauce. Ist der Kopf weich, so wird er in viereckige
-Stückchen geschnitten, so groß wie die Quadrate eines Damenbretts.
-Dann macht man kleine Klößchen aus Speck, Schweinebrät, etwas fein
-gestoßenen Trüffeln, etwas Brod, in Wasser eingeweicht und wieder fest
-ausgedrückt, einigen ausgemachten Sardellen, Alles in einem Mörser oder
-Reibstein tüchtig durcheinander gerieben. Dieser Teig kommt in eine
-Schüssel, es wird ein Eiergelb daran geschlagen, Salz und Muskatnuß
-daran gethan, Alles noch einmal durcheinander geknetet und möglichst
-kleine Klöße daraus gemacht, die man in heißem Schmalz ausbackt. Dann
-legt man eine Lage von den Kalbskopfstückchen auf eine Platte, darauf
-eine Lage Champignons, Trüffeln, Morcheln und von den gebackenen Klößen,
-und so wird fortgefahren, bis Alles auf der Platte ist. Hierauf läßt man
-Consommé zergehen, drückt Citronensaft daran aus, gießt ein halbes Glas
-rothen Burgunder daran und läßt diese Sauce durch einen Pinsel langsam
-über den Kalbskopf fließen.</p>
-
-
-<h3>334. Gespickte Kalbsleber.</h3>
-
-<p>Man häutet die Leber ab, spickt sie schön, legt sie in eine Casserolle,
-geschnittenen Speck, Zwiebeln, Citronen, Lorbeerblatt, oben darauf
-wieder Speck, gießt ein wenig Jus daran, deckt die Casserolle mit
-<span class="pagenum"><a id="page98"></a>Seite 98</span> einem Deckel, worauf Kohlen seyn müssen, zu und läßt sie
-eine Stunde lang dämpfen; dann nimmt man das Fett herunter, legt ein
-Stückchen Lebkuchen zu der Leber, gießt ein halbes Glas Wein daran,
-Salz, Nelken, Muskatblüthe, läßt es aufkochen und treibt die Sauce vor
-dem Anrichten durch ein Haarsieb.</p>
-
-
-<h3>335. Gefülltes Kalbsnetz.</h3>
-
-<p>Uebergebliebenes Fleisch (welcher Art es ist) wird mit Zwiebeln und
-Petersilie gewiegt, 2 Mundbrode abgerieben, eingeweicht und ausgedrückt,
-Alles in einer Casserolle mit einem Stück Fett eine Viertelstunde
-gedämpft, 4 Eier, Salz und Muskatnuß noch dazu genommen, die Masse in
-ein Kalbsnetz gewickelt, dieses zugenäht und im Rohr gelb gebraten.</p>
-
-
-<h3>336. Kalbsvögel.</h3>
-
-<p>Von einem Kalbsschlägel löst man das Rohrbein und Schlußbein ab,
-schneidet das Fleisch nach der Ader in Stücke, große oder kleine, wie
-man sie gerade wünscht (zu Portionen werden gewöhnlich 3 Stücke aus
-einem Pfund Fleisch gemacht), klopft sie weich, häutet und spickt sie,
-aber nicht mit zu langen Stückchen Speck, damit sie hübsch aussehen.
-Sodann legt man sie in laues Wasser, thut ein Stück Butter mit
-geschnittener Zwiebel, Lorbeerblättern und Citronen in eine Casserolle,
-legt die Vögel hinein und läßt sie eine Stunde lang dämpfen. Alsdann
-nimmt man die Vögel heraus, thut ein Stück braunen Lebkuchen, ein
-halbes Glas Estragon- oder Himbeeressig und die Vögel wieder in die
-Sauce und läßt sie noch eine Viertelstunde kochen, worauf man ein paar
-Eßlöffel voll sauren Rahm dazu gießt. Dann treibt man die Sauce durch
-ein Haarsieb, gießt sie wieder in die Casserolle, legt die Vögel wieder
-darein, läßt sie noch einmal aufkochen, thut von einer halben Citrone
-das fein gewiegte Gelbe und den Saft davon in die Sauce und salzt sie
-nach Belieben.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung</em>. Bei dieser Gattung von Fleischspeisen ist es gut,
-wenn man beim Zusetzen die Haut und ausgeschnittenen Knochen dazu
-nimmt, weil die Sauce einen schönen Glanz davon bekommt.</p>
-
-
-<h3>337. Kapaunenspargeln.</h3>
-
-<p>Nachdem der Kapaun sauber gepuzt und gewaschen ist, schneidet man ihm
-den Kopf ab, so zwar, daß die Haut am Körper bleibt, bindet ihn dann
-mit Speck ein, legt ihn mit einem Stück Butter in eine Casserolle,
-thut Zwiebeln, Lorbeerblätter, gelbe Rüben und Sellerie dazu, deckt
-die Casserolle zu und läßt den Kapaun eine halbe Stunde dämpfen. Nun
-stößt man 25 Krebse, nachdem sie zuvor wie gewöhnlich gereinigt und
-gesotten wurden, mit einem Viertelpfund Butter recht fein, dämpft sie
-in einer Casserolle bis es schäumt, gießt 2 Schöpflöffel voll Wasser
-oder Fleischbrühe daran, läßt sie eine halbe Viertelstunde kochen,
-stellt sie vom Feuer, schöpft die Krebsbutter ab ins kalte Wasser, puzt
-nun Spargeln, bindet sie in Büscheln, kocht sie im Salzwasser weich
-und macht folgende Sauce: Die Hälfte der <span class="pagenum"><a id="page99"></a>Seite 99</span> Krebsbutter läßt man
-zergehen, rührt einen starken Kochlöffel voll Mehl darein, 3 Eiergelb
-dazu, rührt Alles mit kaltem Wasser glatt, gießt von der Kapaunenbrühe
-daran, nebst einer Messerspitze voll Muskatblüthe, richtet den Kapaun
-auf eine Platte an und legt die Spargeln um den Kapaun herum, gießt die
-Krebssauce darüber, bestreicht den Kapaun mit der zweiten Hälfte der
-Krebsbutter und legt die Krebsschwänze dem Kapaun auf die Brust.</p>
-
-
-<h3>338. Königsragout.</h3>
-
-<p>Ein Pfund übriggebliebenen Kalbsbraten wiegt man mit dem Gelben und
-dem Mark einer Citrone so fein wie möglich, nimmt 6 Stück gewiegte und
-gedämpfte Schalottenzwiebeln, einen abgeriebenen, eingeweichten, fest
-ausgedrückten Wecken dazu, rührt ein Viertelpfund Butter leicht, thut
-das gewiegte Fleisch nebst Obigem dazu, rührt 4 Eier, Salz, Muskatnuß
-und den Saft von einer halben Citrone daran, bestreicht ein taugliches
-Geschirr mit Butter, gießt die Masse hinein, macht sie so auseinander,
-daß in der Mitte eine Höhlung bleibt, schiebt das Geschirr in ein
-Bratrohr und läßt den Kuchen schön backen. Man macht folgendes Ragout
-dazu: Von 4 bis 6 Ochsengaumen zieht man die weiße Haut ab, kocht sie
-recht weich, schneidet sie in viereckige Stückchen und macht folgende
-Champignonssauce dazu: Man läßt einen kleinen Löffel voll Mehl in einem
-Stückchen Butter gelb anlaufen, löscht es mit ein wenig kaltem Wasser
-ab, gießt ein Glas rothen Burgunder und einen halben Schöpflöffel voll
-gute Jus dazu und läßt die Ochsengaumen in dieser Sauce kochen; dann
-kommen 6 bis 8 Stücke Champignons dazu, 4 bis 5 sauber gewaschene,
-geschälte und in Blätter geschnittene Trüffeln, Salz, Muskatnuß,
-Pfeffer, ein wenig Muskatblüthe, der Saft und das gewiegte Gelbe von
-einer halben Citrone; dieses Alles wird miteinander gekocht, dann
-schneidet man von 2 jungen Hühnern die Brüste ab, legt sie ins laue
-Wasser, daß sie schön weiß werden, reinigt 2 Brieschen sauber, spickt
-diese und die Hühnerbrüste recht schön, und dämpft in einem Stück Butter
-mit einer halben geschnittenen Citrone die Hühnerbrüste und Brieschen
-eine Viertelstunde lang; dann kommen sie sammt dem Fett, worin sie
-gebraten wurden, zu den Ochsengaumen. Von einigen sauber gewaschenen
-Morcheln, gestoßenen Trüffeln, einem Viertelpfund Schweinsbrät, einem
-kleinen Händchen voll Brod und einem Eiweiß wird ein Teig gemacht,
-Knöpflein, in der Größe wie eine Haselnuß, im Schmalz davon gebacken und
-unter den Ragout gethan. Nun wird der gebackene Kuchen auf eine Platte
-gelegt, der Ragout in die Höhlung desselben gegossen, die Hühnerbrüste
-und Champignons oben darauf gelegt, mit einer Citrone garnirt und ein
-Täfelchen zerlassene Consommé über die Hühnerbrüste gegossen.</p>
-
-
-<h3>339. Leberpfauzel.</h3>
-
-<p>Man nimmt eine Kalbsleber, die sauber gehäutet und gewaschen ist, legt
-sie auf einen Hackblock und wiegt sie mit einem halben Pfund <span class="pagenum"><a id="page100"></a>Seite 100</span>
-Speck sehr fein; dann reibt man für 2 Kreuzer Brod am Reibeisen, weicht
-es in Wasser ein, drückt es aus, nimmt die gewiegte Leber in eine
-Schüssel, das Brod dazu, nebst 2 fein gewiegten und im Fett gedämpften
-Zwiebeln, dem Gelben von einer Citrone, Muskatblüthe, Pfeffer, Salz
-und 4 Eiern, wovon eines nach dem andern daran gerührt wird. Dieses
-Alles wird eine Viertelstunde lang stark gerührt. Dann thut man das
-Obige in ein großes Kalbsnetz und backt es in gelinder Hitze aus; in
-einer halben Stunde ist es fertig. Man kann es als Zwischenspeise oder
-als Braten mit Jus geben. Folgende Sauce ist dazu passend: Man röstet
-ziemlich viel Zwiebeln in einem Stück Fett und ein wenig Zucker in
-einer Casserolle hellgelb, löscht so viel Mehl, als man zwischen zwei
-Fingern fassen kann, mit einem Schöpflöffel voll Fleischbrühe ab, nebst
-etwas Himbeeressig, läßt es eine Viertelstunde miteinander kochen und
-thut Salz, Pfeffer, Muskatnuß nach Belieben daran. Dann legt man die
-gebackene Leber auf eine Platte, gießt die Sauce darüber und legt oben
-darauf weichgekochte Morcheln.</p>
-
-
-<h3>340. Gedämpfte Nieren.</h3>
-
-<p>Man schneidet die Nieren recht fein, darauf schneidet man ziemlich
-viel Zwiebeln, thut ein Stück Butter in eine Casserolle, die Zwiebeln
-und die Nieren dazu, deckt die Casserolle zu und läßt sie eine halbe
-Viertelstunde dämpfen. Dann streut man 3 starke Finger voll Mehl dazu,
-wendet sie ein paar Mal damit um, gießt ein halbes Glas Burgunder, etwas
-Fleischbrühe daran, nimmt von einer halben Citrone das fein gewiegte
-Gelbe und den Saft, auch Salz, Muskatnuß dazu und läßt es nochmals mit
-einander aufkochen.</p>
-
-
-<h3>341. Gefüllte Ochsenzunge.</h3>
-
-<p>Die Zunge wird gewaschen, mit Salzwasser nicht zu weich gekocht, die
-Haut davon abgezogen, unten am Schlunde aufgeschnitten, das Fleisch
-herausgenommen, jedoch so, daß die Zunge kein Loch bekommt; das
-ausgeschnittene Fleisch wird mit einem Viertelpfund Speck und etwas
-rohem Schinken recht fein gewiegt, ein Kreuzerbrod am Reibeisen
-abgerieben, in Wasser eingeweicht und wieder fest ausgedrückt, zu dem
-Gehackten gethan, deßgleichen eine halbe Citrone gewiegt, eine Zwiebel
-mit Fett gedämpft und Salz, Muskatnuß und Pfeffer nach Belieben. Wenn
-dieses Alles mit einem Ei wohl durcheinander gearbeitet ist, füllt
-man die Zunge damit, bindet sie mit einem Bindfaden zusammen und läßt
-sie in einer Casserolle mit einigen Speckschnitten, Zwiebeln, einem
-Lorbeerblatte, etwas von einer Citrone, zugedeckt eine halbe Stunde
-lang dämpfen. Will man sie als Braten geben, so kommt Citronensaft
-und Jus dazu. Als Ragout taugt sie am allerbesten mit einer weißen
-Citronensauce, die auf folgende Art bereitet wird: Man schält von einer
-großen oder zwei kleinen Citronen das Gelbe ab und wiegt es mit dem Mark
-der Citronen (versteht sich ohne die weiße Haut und die Kerne) und mit
-kleinen Zwiebeln recht fein; sodann läßt man in einem Stücke Butter
-in einer <span class="pagenum"><a id="page101"></a>Seite 101</span> Casserolle so viel Mehl, als man zwischen 3 Fingern
-fassen kann, ein wenig anlaufen, löscht es mit Fleischbrühe ab, thut
-die Citrone und etwas von der Sauce dazu, in welcher die Zunge gebraten
-wurde, läßt alles Dieses eine halbe Stunde miteinander kochen, richtet
-die Sauce auf eine Platte an und legt die Zunge darauf.</p>
-
-
-<h3>342. Plisson von einem Hasen.</h3>
-
-<p>Man nimmt von einem Tags zuvor gebratenen Hasen das Fleisch vom
-Schlägel, wiegt es so fein wie möglich und mischt für 2 Kreuzer in
-Wasser geweichtes und ausgedrücktes Brod nebst fein geschnittenen und
-gedämpften Zwiebeln, von einer Citrone das Gelbe, Muskatnuß, Pfeffer,
-Salz und 3 Eier darunter. Alles dieses reibt man in einem Mörser
-schaumig, thut es in eine Schüssel und schlägt, wenn es nöthig ist, noch
-1 Ei daran, macht es noch einmal durcheinander, bestreicht eine Form mit
-Butter, füllt die Masse darein und kocht sie im Dunst. Unterdessen macht
-man folgendes Ragout dazu: Man nimmt von dem Hasen den Ziemer, schneidet
-kleine nette Stückchen davon und macht eine Olivensauce wie folgt: Man
-schneidet Oliven, so viel man will, sorgsam ab, so daß sie in der Sauce
-aussehen wie ganz; die Steine stoßt man in einem Mörser ganz fein, legt
-in eine Casserolle ein Stück Butter, die Steine nebst fein geschnittenen
-Zwiebeln dazu und röstet sie eine Weile miteinander; dann streut man 3
-Finger voll Mehl daran, löscht es mit einem Löffel voll Jus ab, läßt es
-nochmals aufkochen, thut von einer halben Citrone den Saft dazu, gießt
-die Sauce durch ein Haarsieb, dann wieder in die Casserolle nebst dem
-Fleisch und den Oliven. Das Plisson richtet man auf einer Platte an, das
-Ragout, ein Stückchen nach dem andern, rings um die Platte herum und die
-Oliven oben darauf.</p>
-
-
-<h3>343. Plisson von Hirn.</h3>
-
-<p>Man häutet das Hirn sauber ab, legt es mit einem Stücke Butter in eine
-Casserolle, wiegt eine Zwiebel nebst einer Citrone sehr fein und läßt
-sie mit dem Hirn eine Viertelstunde dämpfen; dann nimmt man es in eine
-Schüssel, für 3 Kreuzer abgeriebenes, in Milch eingeweichtes und wieder
-fest ausgedrücktes Brod dazu, schlägt 5 Eiergelb, eines nach dem andern,
-daran, auch Salz dazu, wiegt von einer Citrone das Gelbe, schlägt von
-den 5 Eiern das Weiße zu Schnee, mengt Alles leicht durcheinander,
-bestreicht eine blecherne Form mit Butter, füllt die Masse darein,
-stellt sie in eine Casserolle, worin kochendes Wasser ist, deckt einen
-Deckel mit Kohlen darauf und läßt sie eine halbe Stunde kochen. Man kann
-das Plisson zu Hühnerfricassée geben.</p>
-
-
-<h3>344. Ragout von einem Fisch.</h3>
-
-<p>Man siedet einen schönen Rothfisch oder Hecht blau ab, schält kleine
-Kartoffeln, backt sie mit Schmalz schön gelb (sie müssen aber vorher
-halb weich gesotten seyn), garnirt den Fisch damit, wiegt eine <span class="pagenum"><a id="page102"></a>Seite 102</span>
-Hand voll sauber gewaschene Petersilie recht fein, läßt ein halbes Pfund
-Butter in einer Casserolle heiß werden, thut die Petersilie dazu und
-schmälzt den Fisch damit.</p>
-
-
-<h3>345. Melirtes Ragout von Hecht.</h3>
-
-<p>2 bis 3 halb- oder dreiviertelpfündige Hechte, sauber gewaschen und
-gepuzt, schneidet man in fingerbreite Stückchen und reibt sie mit Salz
-und Pfeffer gut ein, legt ein Stück Butter in eine Casserolle, die
-Fische, etwas Zwiebeln und Citronen dazu, deckt es zu und läßt es eine
-halbe Stunde dämpfen. Unterdessen macht man von einem Kalbsbrieschen
-die Gurgel weg, blanchirt es ein wenig ab, schneidet es in Stückchen
-und legt sie gleichfalls zu dem Fische. Von 8 großen gesottenen Krebsen
-nimmt man Schwänze und Scheeren, puzt die Körper sauber, doch so,
-daß die obere Schale ganz bleibt, das Uebrige stößt man mit einem
-Viertelpfund Butter zusammen, thut diese in eine Casserolle, dämpft sie
-so lang, bis sie schaumt, gießt sie durch ein Haarsieb, damit die Butter
-gut abläuft. Nun reibt man ein Mundbrod am Reibeisen ab und weicht es
-in Milch ein; unterdessen rührt man 2 Drittheile von der Krebsbutter
-leicht, drückt das Milchbrod aus und thut es in die Butter, Salz und
-Muskatnuß dazu, 2 Eier, eines nach dem andern, darein gerührt, von den
-Krebsschalen der lange Bart sammt der Scheere abgeschnitten, von dem
-Gerührten in die Schalen gefüllt und diese umgekehrt in ein Geschirr
-gelegt; dann gießt man ein wenig Wasser oder Fleischbrühe daran, deckt
-sie zu, stellt sie auf Kohlen und läßt sie kochen. Unterdessen streut
-man stark 3 Finger voll Mehl auf die Fische, gießt ein halbes Glas Wein
-und etwas Fleischbrühe daran, die Krebsschwänze und Scheeren dazu,
-richtet es auf eine Platte an und legt die Krebsschalen und das Ragout
-darauf. Hernach legt man die übrige Krebsbutter auf das Ragout.</p>
-
-
-<h3>346. Ragout von einer Schildkröte.</h3>
-
-<p>Der Kopf und die Füße von der Schildkröte werden abgeschnitten, dann
-wird sie mit heißem Wasser gebrüht, die Schale sauber abgepuzt und
-die Schildkröte auf dem Feuer mit etwas Wurzeln, Zwiebeln, Salz und
-Nelken so lang gekocht, bis man die Schale abheben kann (sie braucht
-eine starke Stunde zum Kochen); nun nimmt man die harte Haut oben ab,
-auch die Leber und die Eier und macht folgende Sauce dazu: Man läßt
-in einer Casserolle in einem Achtelspfund Butter 6 bis 8 geschnittene
-Zwiebeln gelb dämpfen, rührt einen Kochlöffel voll Mehl darein, läßt
-es gelb werden, gießt ein Trinkglas voll Wein und etwas Fleischbrühe
-daran (auch Erbsenbrühe ist gut dazu), läßt es eine halbe Stunde
-miteinander aufkochen, preßt es durch ein Haarsieb, gießt es nebst
-einem Schoppen Madeirawein, einer Messerspitze voll spanischem Pfeffer,
-einem Viertelpfund sauber gewaschenen und gepuzten Trüffeln, die in
-Blätter geschnitten sind, wieder in die Casserolle, läßt es noch eine
-Viertelstunde miteinander kochen, richtet die Schildkröte auf eine
-Platte an und gibt die Sauce extra dazu.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page103"></a>Seite 103</span> 347. Reispfauzen mit Ragout.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund sauber gewaschenen Reis sezt man ans Feuer mit fetter
-Fleischbrühe oder Butter, läßt ihn weich kochen (Brühe darf er nicht
-mehr haben), rührt dann in einer Schüssel 2 Eier daran, bestreicht einen
-Melonenmodel mit Butter, thut den Reis darein, drückt ihn fest an den
-Model, so daß er in der Mitte eine Höhlung bekommt, und läßt ihn im Ofen
-backen. &#8211; Man macht folgendes Ragout dazu: Lammfleisch schneidet man
-in Stückchen, die man in einer bedeckten Casserolle mit feingewiegten
-Zwiebeln, Petersilie und Citronen eine halbe Stunde dämpft; dann streut
-man einen Kochlöffel voll Mehl darüber, thut von einer halben Citrone
-den Saft, etwas Fleischbrühe, Salz, Pfeffer und Muskatnuß dazu, richtet
-den gebackenen Reis auf eine Platte an und füllt den Ragout darein.</p>
-
-
-<h3>348. Schnecken in Sardellensauce.</h3>
-
-<p>Man behandelt die Schnecken, wie sie bei &#8222;gefüllte Schnecken&#8220;
-beschrieben sind, wiegt 4 Stück Sardellen, eine Zwiebel, die Schale
-einer Citrone fein, läßt ein Stück Butter in einer Casserolle mit ein
-wenig Mehl gelb anlaufen, thut das Gewiegte dazu, wendet es ein paar Mal
-darin um, gießt einen Löffel voll Fleischbrühe, ein halbes Glas Wein,
-den Saft von einer Citrone daran, legt nun die Schnecken auch in die
-Sauce und läßt Alles miteinander noch einmal aufkochen.</p>
-
-
-<h3>349. Tauben in Salmisauce.</h3>
-
-<p>Die Tauben werden noch warm gerupft, am Feuer abgebrannt und mit einem
-saubern Tuche abgerieben, dann ausgenommen, aber nicht gewaschen. Sodann
-werden die Flügel am zweiten Gelenke und die Füße abgeschnitten; die
-Tauben werden in Speck eingebunden, mit den Füßen und Flügeln, mit
-Zwiebeln, Wachholderbeeren, einem Lorbeerblatt, Citrone und Basilikum
-und einem Stücke Schweinsfett in eine Casserolle gethan, gesalzen,
-zugedeckt und eine Stunde lang gedämpft. Sind die Tauben schön gelb, so
-stellt man sie in einer Schüssel zur Wärme. Alles Uebrige wird aus der
-Casserolle genommen, im Mörser so fein wie möglich gestoßen, wieder in
-die Casserolle gethan, ein Löffel voll Mehl darauf gestreut, ein halber
-Schoppen rother Wein, ein Schöpflöffel voll Jus, auch Fleischbrühe daran
-gegossen, eine Viertelstunde lang gekocht, durch ein Haarsieb getrieben
-und wieder in die Casserolle gegossen; die Tauben werden ebenfalls
-wieder in dieselbe gelegt, eine Messerspitze voll Muskatblüthe, gewiegte
-Citronen und Salz und Pfeffer nach Belieben dazu gethan.</p>
-
-
-<h3>350. Wachteln in Sauce.</h3>
-
-<p>Von sauber gerupften und gut gereinigten Wachteln nimmt man das
-Brustbein heraus, füllt jede mit Schinken, der im Salz und Pfeffer
-umgewendet worden ist, dressirt sie hübsch, legt sie in eine Casserolle,
-gießt 1 bis 2 Gläser Wein daran, je nachdem es viele Wachteln sind,
-deckt sie zu und läßt sie dämpfen, bis sie weich sind. <span class="pagenum"><a id="page104"></a>Seite 104</span> Man
-richtet sie auf eine Platte an, thut 2 Messerspitzen voll Mehl an die
-Sauce, den Saft von einer Citrone, eine halbe geriebene Muskatnuß dazu
-und treibt die Sauce durch ein Haarsieb über die Wachteln.</p>
-
-
-
-
-<h2>Saucen.</h2>
-
-
-<h3>351. Citronensauce zum Wildbret.</h3>
-
-<p>Von schwarzem Brod kocht man die obere Rinde im Wein weich (zuvor aber
-muß das Brod im Schmalz gelb gebacken werden), treibt es durch ein
-Haarsieb, thut 1 Schöpflöffel voll Jus daran, etwas Citronensaft, fein
-gewiegte Citronen und läßt alles miteinander aufkochen.</p>
-
-
-<h3>352. Gurkensauce.</h3>
-
-<p>2 bis 3 Gurken, die noch keine Kerne haben, schneidet man zu Salat,
-wiegt 2 Zwiebeln mit einer Hand voll Petersilie zusammen, dämpft in
-einer Casserolle alles dieses mit einem Stück Butter eine Viertelstunde
-lang, streut 3 Finger voll Mehl daran, ein wenig kaltes Wasser,
-einen Schöpflöffel voll Fleischbrühe, Salz, Pfeffer, 2 Eßlöffel voll
-Kräuteressig und läßt nun alles miteinander aufkochen.</p>
-
-
-<h3>353. Kalte Häringsauce.</h3>
-
-<p>Einen schönen Häring, Milcher, wascht und gräthet man sauber aus, stößt
-ihn mit einem kleinen Stückchen Butter, 6 hartgesottenen Eiergelb in
-einem Mörser ganz fein, treibt alles durch ein Haarsieb, nimmt die
-Milch vom Häring, rührt sie mit 2 Löffeln voll Provenceröl, etwas Essig
-und Pfeffer, rührt alles nun untereinander und gibt die Sauce zum
-Ochsenfleisch.</p>
-
-
-<h3>354. Kräutersauce.</h3>
-
-<p>Schnittlauch, Körbelkraut, Basilikum, Estragon wiegt man recht fein
-zusammen, nimmt 2 Hände voll schwarzes, geriebenes Brod, 6 bis 8
-zerstoßene Wachholderbeeren, 1 Loth Zucker, die feingewiegte Schale von
-einer Citrone, einen Löffel voll französischen Senf, Salz und Pfeffer
-dazu und macht alles mit 2 Löffeln voll Provenceröl und Essig an. Man
-kann diese Sauce zu Fischen, Pöckelfleisch und geräuchertem Rindfleisch
-geben.</p>
-
-
-<h3>355. Petersiliensauce.</h3>
-
-<p>Eine Hand voll sauber verlesene und gewaschene Petersilie hackt man
-ganz fein, knetet einen halben Rührlöffel voll Mehl in einem Stückchen
-Butter, mengt die Petersilie darein, rührt es über dem Feuer mit guter
-Fleischbrühe an, läßt es ein wenig durchkochen und zieht es vor dem
-Anrichten mit Eierdottern ab; diese Sauce ist auch zu vielem Fleischwerk
-zu gebrauchen.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page105"></a>Seite 105</span> 356. Remoladesauce.</h3>
-
-<p>Man hackt einige abgezogene Schalottenzwiebeln, 2 Löffel voll Kapern, 4
-Stück sauber gewaschene Sardellen, von 2 hartgesottenen Eiern das Gelbe
-zusammen, nimmt einen Löffel voll Provenceröl, etwas Estragon, Essig,
-Pfeffer und Salz nach Belieben und rührt alles wohl durcheinander. Man
-kann diese Sauce zu allem Fleisch geben.</p>
-
-
-<h3>357. Selleriesauce.</h3>
-
-<p>2 sauber gewaschene und gepuzte Selleriewurzeln werden so fein wie
-Nudeln geschnitten und in einer Casserolle mit einem Stück Butter
-weich gedämpft, zugedeckt, ein kleiner Eßlöffel voll Mehl daran
-gestreut, geschüttelt, ein wenig kaltes Wasser daran gegossen, dann ein
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe und etwas Essig, Pfeffer und Salz nach
-Belieben dazu genommen.</p>
-
-
-
-
-<h2>Beilagen zu Gemüsen.</h2>
-
-
-<h3>358. Schweinsbratwürste.</h3>
-
-<p>Zu ungefähr 4 Pfund feingehacktem Schweinefleisch vom Schoß, oder vom
-sogenannten abgesezten Stück, schneidet man 3 Viertelpfund Speck zu
-Würfeln und knetet beides in einer Schüssel mit der Hand nebst einem
-Schoppen Wasser zusammen, deckt es zu und läßt es über Nacht stehen; den
-andern Tag nimmt man Salz, Pfeffer, Ingwer nach Gutdünken dazu, arbeitet
-nochmals einen halben Schoppen Wasser dazu, füllt es in beliebige Därme
-und bratet die Würste frisch, oder hängt sie in Rauch.</p>
-
-
-<h3>359. Mailänder Bratwürste.</h3>
-
-<p>Zahmes Schweinefleisch, zur Hälfte fett, schneidet man so fein, daß es
-einem Teig gleich sieht; ebenso schneidet man ein wenig Basilikum und
-Thymian recht fein, mischt dieses alles mit ein wenig Rockenbrod, feinem
-Pfeffer, ein wenig gestoßenen Nelken, Salz, einem kleinen Glas Wasser
-recht gut untereinander und füllt es in Bratwurstdärme. Diese Würste
-kann man grilliren oder, wie die Italiener, in Reis, auch in andern
-Gemüsen sieden.</p>
-
-
-<h3>360. Stuttgarter Blutwürste.</h3>
-
-<p>Schweinskinnbacken, Ohren und ein Stückchen vom Bauchlappen siedet man
-recht weich, schneidet es in kleine Würfel und mengt es mit Majoran,
-Pfeffer, Modegewürz, Salz zusammen; dann mischt man zu 4 Maas Blut
-eine Maas Milch, nimmt das Fett von dem Obigen herunter, gießt es
-gleichfalls an das Blut, zieht dieses durch ein Haarsieb in eine reine
-Schüssel, stopft nun in reine abgeschleimte Schweinsdärme durch einen
-Wursttrichter eine Hand voll von dem geschnittenen Speck, gießt von dem
-Blut darüber und macht den Darm <span class="pagenum"><a id="page106"></a>Seite 106</span> voll; dann bindet man ihn fest
-zu und macht fort bis das Blut und der Speck in die Därme gefüllt sind.
-Diese Würste legt man in laues Wasser, und wenn sie auf die Oberfläche
-desselben steigen, so sind sie fertig.</p>
-
-
-<h3>361. Blutwürste auf deutsche Art.</h3>
-
-<p>Eine große, fein geschnittene Zwiebel wird mit frischer Butter in einer
-Casserolle gedämpft, eine halbe Maas Schweinsblut und eine halbe Maas
-süßer Rahm daran gegossen, ein halbes Pfund frischer, halbgesottener,
-in kleine Würfel geschnittener Speck, fein geschnittene Basilikum,
-Thymian und Majoran dazu gethan, auf's Feuer gesezt und umgerührt, bis
-es warm ist. Nach diesem füllt man die Masse in Därme, legt die Würste
-in siedendes Wasser, läßt ein paar Sud darüber gehen und darauf kalt
-werden. Vor dem Anrichten läßt man die Würste in heißem Wasser oder
-schlechter Bouillon wieder warm werden und hernach in einer Casserolle
-mit Butter oder gutem Fette bei starkem Feuer auf beiden Seiten gelb
-werden.</p>
-
-
-<h3>362. Cervelas- <span class="ftsize95">(sprich Serwela-)</span> Würste.</h3>
-
-<p>Von einem Schweinsschlägel schneidet man das magere Fleisch ab, hackt
-dieses nebst Salz, Pfeffer, Nelken, Basilikum und Koriander recht fein
-zusammen, stößt es dann noch in einem Mörser, arbeitet es in einer
-Schüssel miteinander, drückt die Masse in einen Rindsdarm, macht Würste
-von beliebiger Größe und hängt sie in den Rauch. Man nimmt zu 4 Pfund
-Fleisch ein Pfund Speck. Diese Würste kann man zu Erbsen und Linsen
-geben.</p>
-
-
-<h3>363. <span class="antiqua">Croquette.</span></h3>
-
-<p>Man wiegt Kalbfleisch mit Zwiebeln und Citronen, dämpft es in einem
-Stück Fett, weicht ein Kreuzerbrod in Wasser ein, drückt es fest aus,
-thut das Brod zu dem Obigen, dämpft alles noch eine Viertelstunde mit
-einander, schlägt 2 bis 3 Eier daran, Salz, Pfeffer, Muskatnuß nach
-Belieben, schneidet einen Wecken, wovon die untere Rinde weggeschnitten
-worden, in Stückchen, streicht von der Masse darauf und backt sie schön
-gelb in heißem Schmalz aus.</p>
-
-
-<h3>364. Fischwürste.</h3>
-
-<p>Man schuppt die Fische (Weißfisch oder Barbe), schneidet die Haut auf
-dem Rücken auf, zieht sie ab, schabt das Fleisch von den Gräthen ab und
-legt es eine halbe Stunde in Milch, daß es weiß wird. Dann wiegt man
-Zwiebeln, Petersilie und Citronen, dämpft sie in einem Stück Butter,
-wiegt das Fischbrät so fein als möglich, rührt es in einer Schüssel mit
-Milch so lange, bis es ganz weiß ist, schlägt 2 bis 3 Eier daran, rührt
-es noch eine Viertelstunde, nimmt nun das Gedämpfte, sammt Salz und
-Muskatblüthe dazu, drückt die Masse in Därme, legt die Würste in warmes
-Wasser und bratet sie auf dem Rost oder in der Pfanne.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page107"></a>Seite 107</span> 365. Gansleberwürste.</h3>
-
-<p>Von 3 bis 4 großen Gänselebern, die aber gar nicht oder nicht stark
-gewässert sind, werden 2 fein gewiegt, 2 in Würfel geschnitten, alle
-zusammen in einer Schüssel mit 3 Viertelpfund ganz fein gewiegtem
-Schinken, Zwiebeln, einer Hand voll Petersilie vermischt und alles im
-Speck gedämpft. Dazu kommt von 2 Citronen das Gelbe, fein gewiegt, und
-von denselben das Mark ohne die Kerne, ebenfalls fein gewiegt, für 2
-Kreuzer abgerindetes weißes Brod in Milch eingeweicht und ausgedrückt,
-3 Messerspitzen voll weißer Pfeffer, 2 Messerspitzen voll Muskatblüthe,
-ein halbes Pfund sauber gewaschene, abgehäutete und im Mörser fein
-gestoßene Trüffeln. Alles dieses wird mit obiger Masse untereinander
-gemacht, stark gesalzen und in solche Rindsdärme gefüllt, woraus man
-gewöhnlich die Lungenwürste macht. Der Darm wird unten nicht fest
-zugebunden, die Masse mit einem Eßlöffel nicht sehr fest darein gefüllt,
-weil sie leicht aufspringen; der Darm wird oben wieder nicht fest
-zugebunden, jede Wurst in ein besonderes Tuch gewickelt, in eine lange
-Casserolle gelegt, Wasser daran gegossen, eine Hand voll Salz dazu
-gethan und so lange zum Feuer gestellt, bis sie anfangen zu kochen. Dann
-gießt man kaltes Wasser darein, nimmt sie vom Feuer und läßt sie eine
-Stunde stehen, doch so, daß sie immer am Sieden sind. Sie brauchen eine
-Stunde zum Garwerden. Hernach zieht man sie vom Feuer zurück, und wenn
-sie im Wasser erkaltet sind, legt man sie auf ein Brett und läßt sie im
-Tuch über Nacht stehen, nimmt den andern Tag dasselbe davon und braucht
-sie nach Belieben.</p>
-
-
-<h3>366. Würste von weißem Geflügel mit Rahm.</h3>
-
-<p>Halb abgebratenes Geflügel (Kapaun oder Poularde) wird abgehäutet, alles
-Fleisch davon abgelöst, zu feinen Filets geschnitten und ziemlich viel
-Bechemelle, einige Eierdotter und ein wenig Pfeffer und Salz darunter
-gethan, in Därme gefüllt, die Würste nur mit einem Wall gesotten, in
-Milch erkaltet, auf ein mit Butter bestrichenes Papier gelegt und auf
-schwachem Feuer gelb gebraten.</p>
-
-
-<h3>367. Gefüllter Hammelsmagen.</h3>
-
-<p>Der Magen wird sauber abgeschabt und gewaschen; dann reibt man 2
-Milchbrode am Reibeisen ab, weicht sie in Wasser ein, drückt sie fest
-aus und thut sie in eine Schüssel, wiegt Zwiebeln und Petersilie,
-dämpft diese in einem Stücke Speck und thut sie an das Brod, wiegt 2
-Hammelsnieren dazu, macht alles mit Salz, Schnittlauch und 3 Eiern
-untereinander, füllt es in den Magen, bindet ihn oben zu, siedet ihn im
-Salzwasser eine halbe Stunde und backt ihn in Butter schön gelb.</p>
-
-
-<h3><a id="no368" name="no368">368</a>. Würste von Hasen.</h3>
-
-<p>Das Fleisch von einem Hasen, sauber abgehäutet, ein Pfund Speck, etliche
-Schalottenzwiebeln, Basilikum und Thymian, ein wenig Citronenschale wird
-recht fein geschnitten, und hernach ein Stutzgläschen <span class="pagenum"><a id="page108"></a>Seite 108</span> voll
-rother Wein daran gegossen, Pfeffer und Salz dazu, alles gut gemischt
-und in Bratwurstdärme gefüllt. Vor dem Anrichten bratet man sie wie
-Bratwürste, aber nur nicht zu trocken, sonst werden sie spröde.</p>
-
-
-<h3>369. Krebswürste.</h3>
-
-<p>Von kleinen, gewöhnlichen, abgesottenen Krebsen nimmt man die Schweife
-und macht von den Schalen Krebsbutter. Ein halber Wecken ohne Rinde
-wird, klein geschnitten, in süßem Rahm eine Stunde lang eingeweicht.
-Die Krebsschwänze, ein Kalbsbrieschen und 2 Kalbseuter werden fein
-zusammen blanchirt und zu dem eingeweichten Wecken gethan; dazu kommt
-auch ein wenig Basilikum, Thymian und Majoran, so wie auch eine kleine
-feingeschnittene Zwiebel, in der Krebsbutter angelaufen. Dann werden,
-wenn die Krebsbutter ganz kalt ist, einige Eierdotter, ein wenig Pfeffer
-und Salz dazu gethan, alles gut untereinander gemischt und mittelst der
-Wurstspritze die Därme damit angefüllt. Alsdann werden die Würste in
-heißer Milch in einer Casserolle langsam aufgekocht. Eine halbe Stunde
-vor dem Auftragen bestreicht man einen Bogen Papier mit Krebsbutter und
-bratet darauf die Würste auf dem Roste.</p>
-
-
-<h3>370. Leberwürste.</h3>
-
-<p>Die Lunge, die Leber, das Gekröse und die Brieschen von einem Schwein,
-etwas von einer Kalbsleber wird verwellt, auf einem Hackblock nebst 4
-bis 6 Zwiebeln recht fein gehackt, feingewiegte Citronen, Pfeffer, Salz,
-Muskatnuß, das Fett, worin das Fleisch miteinander gekocht wurde, in
-einer Schüssel miteinander vermengt, daß es nicht sehr dünn ist, die
-Masse in weiße Bratwurstdärme gefüllt, ins laue Wasser gelegt, und unter
-dem Geschirr, in welchem sie liegen, so lange gefeuert, bis die Würste
-aufsteigen.</p>
-
-
-<h3>371. Würste von Schaffleisch.</h3>
-
-<p>Die Würste von Schaffleisch werden wie die von Kalbfleisch gemacht, nur
-daß man Petersilie und ein wenig Majoran dazu nimmt, daß sie in kleine
-Därme gefüllt und nicht grillirt, sondern nur leicht gesotten werden.</p>
-
-
-<h3>372. Schwartenmagen.</h3>
-
-<p>2 Pfund Schweinefleisch vom Kinnbacken und 2 Pfund vom Hals siedet man
-weich, schneidet sie in lange Stückchen, thut diese in eine Schüssel,
-ein Pfund Schweinsbrät dazu, nimmt Salz, Pfeffer, Nelken, Majoran,
-Ingwer nach Gutdünken, auch ein Glas voll Schweinsblut dazu, mengt alles
-untereinander, füllt einen Schweinsmagen oder einen weiten Rindsdarm
-damit, macht ihn fest zu, verwellt ihn wie eine andere Wurst und stupft
-ihn ein wenig mit einer Gabel; ist er fertig, so legt man ihn zwischen 2
-hölzerne Teller, einen Stein darauf und hängt ihn 4 Tage in Rauch.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page109"></a>Seite 109</span> 373. Schwarze Würste.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Schweinsfett von der Lende wird abgehäutet und in kleine
-Würfel geschnitten; sodann schneidet man 8 große Zwiebeln recht fein
-und läßt sie mit einem halben Pfund Butter über stetem Feuer anlaufen,
-gießt hernach eine halbe Maas Blut und einen Schoppen süßen Rahm daran,
-thut das geschnittene Fett und geschnittenen Basilikum, Thymian und
-Majoran, auch Pfeffer und Salz dazu und mischt alles gut durcheinander.
-Damit werden die Därme gefüllt. Diese Würste kommen alsdann in siedendes
-Salzwasser, wo man einen Sud über sie gehen läßt, sodann läßt man sie
-wieder kalt werden. Vor dem Auftragen bestreicht man sie mit frischer
-Butter und läßt sie auf dem Roste grilliren.</p>
-
-
-<h3>374. Schweinsohren zu Erbsengemüse.</h3>
-
-<p>Die Ohren werden sauber gewaschen, im Salzwasser weich gekocht, auf
-einem Brett in 2 Theile geschnitten, zusammengerollt, mit einem Pinsel
-mit Eierweiß überstrichen, mit geriebenem Brod bestreut und ein
-hölzerner Zweck dadurch gesteckt. Sie können am Spieß oder im Ofen
-gebacken werden.</p>
-
-
-<h3>375. Speckwürste.</h3>
-
-<p>Man schneidet ein halbes Pfund frischen Speck in kleine Würfel, weicht
-3 Kreuzerbrode in Wasser ein, drückt sie fest aus, wiegt Zwiebeln und
-Petersilie, dämpft sie in einem Stück Fett, stellt sie vom Feuer weg,
-nimmt den Speck, 3 bis 4 Eier, Salz, Pfeffer, Muskatblüthe dazu, mischt
-alles recht untereinander, drückt es in Bratwurstdärme nicht zu fest
-ein, legt die Würste in heißes Wasser und bratet sie gelb.</p>
-
-
-<h3>376. Würste von einem wilden Schwein.</h3>
-
-<p>Die Würste von einem wilden Schwein werden auf die nämliche Art gemacht,
-wie die bei No. <a href="#no368">368</a>, nur etwas fetter, weil das Fleisch trockener ist.</p>
-
-
-<h3>377. Würste auf bürgerliche Art.</h3>
-
-<p>Sämmtliche Därme von 2 Schweinen werden in Salzwasser gewaschen und
-mit den Ohren und Zungen der Schweine gewiegt, Salz, Pfeffer, Nelken
-und Kümmel dazu gethan, alles gut gemischt, in Därme gefüllt und diese
-gut zugebunden. Hierauf legt man die Würste mit etlichen Füßen in eine
-Braise (Brühe), füllt diese mit Bouillon auf und läßt sie auf stetem
-Feuer kochen und nachher erkalten. So kann man sie im Keller 14 Tage
-lang aufbewahren. Vor dem Gebrauche nimmt man die Sulz davon ab, wickelt
-jede Wurst abgesondert in ein mit Butter bestrichenes Papier, bratet sie
-auf dem Roste gelb und trägt sie warm auf.</p>
-
-
-<h3>378. Würste auf italienische Art.</h3>
-
-<p>4 Schweinsohren und 4 Schweinsschwarten, woran noch etwas Fett ist,
-werden gehackt, ein Glas Muskatwein daran gegossen, etwas <span class="pagenum"><a id="page110"></a>Seite 110</span>
-geschnittene Basilikum, Thymian, Citronenschalen, Pfeffer, Nelken (grob
-gestoßen), auch Salz dazu, alles untereinander gemischt und recht fest
-wie Salami in Därme gefüllt und fest zugebunden. Sind die Würste so weit
-fertig, so hängt man sie an einem trockenen Orte im Luftzug auf, bis sie
-recht hart sind. Vor dem Auftragen läßt man sie mit 2 Lorbeerblättern
-sieden, bis sie weich sind und gibt sie zum Gemüse. Man kann sie lange
-aufbewahren und weit versenden.</p>
-
-
-<h3>379. Große italienische Würste.</h3>
-
-<p>Man nimmt alle Därme von einem großen fetten Schweine; den großen
-Fettdarm legt man auf die Seite, die übrigen schneidet man in kleine
-Stücke, salzt sie gut ein und läßt sie im Salz liegen. Hernach nimmt
-man sie aus dem Salzwasser, welches sie selbst geben, thut Pfeffer und
-halbgestoßene Nelken, wie auch ein wenig Muskatblüthe und süßen Kümmel
-daran, und füllt die Masse in den Fettdarm recht fest, unterbindet und
-salzt sie wieder und hängt sie an einen trocknen Ort im Luftzug auf, bis
-sie recht trocken sind. Hernach kann man diese Würste mit einem grünen
-Gemüse oder allein sieden, oder auch grilliren.</p>
-
-<h3>380. Beefsteak <span class="ftsize95">(spr. Bifstek)</span>.</h3>
-
-<p>Ein Stück vom Lendenbraten schneidet man in Stückchen, aber nicht so
-dick wie die englischen Beefsteaks, klopft sie breit mit der Hand und
-reibt sie mit Salz und Pfeffer ein. Dann schüttet man feines Oel in ein
-Gefäß und wendet die Beefsteaks darin um, legt sie in eine Pfanne mit
-einem Stücke Butter, wiegt eine Zwiebel daran und läßt sie schön gelb
-braten. Das Ganze wird sodann in eine Platte angerichtet, die Sauce
-und ein Eßlöffel voll Bratenjus darüber gegossen und mit Kartoffeln
-aufgetragen.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Will man diese Beefsteaks einige Tage lang
-aufbewahren, so reibt man sie mit Salz und Pfeffer ein, wendet jedes
-Stück im Oel um und legt sie aufeinander; so bleiben sie recht mürb
-und gut. Bei hohen Herrschaften werden sie nicht anders gegeben.</p>
-
-
-<h3>381. Beefsteak auf englische Art.</h3>
-
-<p>Man schneidet ein Stück vom Lendenbraten (vom Lumme) zu fingersdicken
-Stückchen, klopft sie ein wenig, reibt sie mit Salz und Pfeffer
-ein, legt sie über gute Kohlen auf einen Rost und übergießt sie mit
-zerlassener Butter. Einstweilen macht man eine Sardellenbutter auf
-folgende Weise dazu: man wiegt Petersilie mit einer sauber gewaschenen
-und ausgegrätheten Sardelle und arbeitet dieses in ein Stück Butter.
-Ist nun das Beefsteak auf dem Roste fertig, so richtet man es auf eine
-Platte an und legt auf jedes Stückchen ein wenig von der Butter, gießt
-Citronensaft darauf und trägt es schnell auf.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Bei diesen Beefsteaks ist hauptsächlich darauf
-zu sehen, daß sie in der Mitte noch saftig sind. Sie sind in einer
-Viertelstunde fertig.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page111"></a>Seite 111</span> 382. Gebackene Kalbsfüße.</h3>
-
-<p>Die Füße werden abgezogen, im Salzwasser weich gekocht und in kleine
-Stückchen geschnitten; dann macht man einen Teig, nämlich: einen
-Schoppen Wasser und hühnereigroß Butter läßt man miteinander kochen,
-thut Mehl darein, daß es ein dicker Brei wird, läßt ihn so lange kochen,
-bis er sich von der Pfanne losmacht, nimmt ihn vom Feuer, rührt 3 bis 4
-Eier daran, taucht die Stücke, eines nach dem andern, in den Teig und
-backt sie schön gelb aus.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Bei allen Brandteigen ist das Wasser besser als
-Milch, der Teig bleibt gerösteter und lockerer.</p>
-
-
-<h3>383. Gewickeltes Kalbsgekrös.</h3>
-
-<p>Das Kalbsgekröse wird sauber gereinigt, gewaschen, im Salzwasser gekocht
-und die Drüsen herausgemacht; hernach schneidet man es in kleine
-Stückchen, wendet sie in verklopften Eiern und dann in geriebenem Brod
-um und backt sie gelb aus.</p>
-
-
-<h3>384. Gebackenes Kalbshirn.</h3>
-
-<p>Das Hirn wird abgehäutet, mit halb Wasser, halb Essig, und Salz ans
-Feuer gesezt und eine Stunde gekocht; dann nimmt man es heraus, läßt es
-ablaufen, wendet es in verklopften Eiern, hernach im geriebenen Brod um
-und backt es im heißen Schmalz schön gelb.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Diese Beilage ist zu allen grünen Gemüsen passend.</p>
-
-
-<h3>385. Grillirter Kalbskopf.</h3>
-
-<p>Der Kalbskopf wird sauber gepuzt, die Zähne ausgebrochen und der Kopf im
-Salzwasser weich gekocht. Dann nimmt man ihn heraus, bestreicht ihn mit
-Butter, überstreut ihn mit geriebenem Brod, legt ihn auf den Rost und
-läßt ihn schön gelb braten.</p>
-
-
-<h3>386. Kalbszunge auf dem Rost gebraten.</h3>
-
-<p>Die Zungen werden weich gekocht, abgezogen, in 2 Theile geschnitten,
-mit Salz und Pfeffer eingerieben, in verklopftem Ei umgewendet und mit
-geriebenem Brod überstreut, auf den Rost gelegt, mit zerlassener Butter
-übergossen und schön gelb gebraten.</p>
-
-
-<h3>387. Leberspickel.</h3>
-
-<p>Die Leber wird eben so behandelt, wie die gebackene, nur mit dem
-Unterschiede, daß sie in dreieckige Stückchen geschnitten wird. Man
-nimmt ein frisches Kalbsgekrös, legt es in laues Wasser, schneidet
-Stücke davon, wickelt die Leber darein, legt sie auf den Rost und läßt
-sie gut ausbacken. Beim Anrichten kommt Citronensaft und Salz dazu.</p>
-
-
-<h3>388. Gebratene Ochsenzunge.</h3>
-
-<p>Eine gepuzte Zunge siedet man so lange, bis man ihr die Haut abziehen
-kann, spickt sie, legt sie in eine Casserolle, Zwiebeln, Citronen,
-<span class="pagenum"><a id="page112"></a>Seite 112</span> Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer und Muskatblüthe, 6 Loth Butter
-und ein Glas Wein dazu, deckt die Casserolle zu und läßt sie braten. Man
-kann diese Zunge auch im Ofen oder am Spieß braten. Beim Anrichten gibt
-man Citronen dazu.</p>
-
-
-<h3>389. Rissolen.</h3>
-
-<p>Man nimmt übriggebliebenes Fleisch, wiegt es mit einer Zwiebel recht
-fein, weicht ein Kreuzerbrod im Wasser ein, drückt es fest aus, dämpft
-dieses mit Butter in einer Casserolle eine Viertelstunde lang, rührt
-sodann 2 bis 3 Eier daran und streut Salz und Muskatnuß darauf. Hierauf
-macht man auf einem Nudelnbrett, von 2 bis 3 Händen voll Mehl, 2 Eiern,
-einem halben Schoppen sauren Rahm und 2 Loth Butter einen Teig an, wie
-zu Nudeln, wellt ihn aus, schlägt ihn nochmals übereinander, treibt ihn
-nochmals aus, aber nicht so fein, wie die Nudeln, bestreicht den Kuchen
-mit Eiern, legt die Masse darauf, schlägt ihn übereinander, sticht ihn
-mit einem Model aus und backt die Stückchen im Schmalz schön gelb.</p>
-
-
-<h3>390. Brieschen.</h3>
-
-<p>Man legt die Brieschen in laues Wasser, damit das Blut herauskommt,
-sezt sie mit kaltem Wasser ans Feuer und läßt einen Wall darüber gehen.
-Dann nimmt man sie heraus, zieht sie noch einmal durch kaltes Wasser,
-löst das Häutige davon ab und spickt sie schön. In eine Casserolle thut
-man ein Stück Butter, legt die Brieschen, nebst geschnittener Zwiebel,
-Citronen, einem Lorbeerblatt, 2 Blättchen Muskatblüthe in die Butter,
-gießt ein wenig Fleischbrühe daran und läßt sie darin, zugedeckt, eine
-halbe Stunde lang dämpfen. Hierauf streut man 3 Finger voll Mehl auf die
-Brieschen, wendet sie um, gießt ein wenig kaltes Wasser darüber, füllt
-mit Fleischbrühe auf und läßt Alles miteinander eine Viertelstunde lang
-auskochen. Beim Anrichten legt man die Brieschen auf eine Platte, zieht
-die Sauce durch ein Haarsieb darüber ab und salzt nach Belieben.</p>
-
-
-<h3>391. Gebratene Brieschen.</h3>
-
-<p>Die Brieschen werden in Salzwasser blanchirt, gereinigt und gespickt.
-Dann läßt man sie in einer Casserolle in Butter und geschnittener
-Zwiebel schön gelb braten; beim Anrichten gießt man die Jus durch ein
-Haarsieb darüber, streut feingewiegtes Citronengelb (Citronenbützeln)
-darauf und salzt sie nach Belieben.</p>
-
-
-<h3>392. Kalbscarbonade auf Brabanter Art.</h3>
-
-<p>Man macht ein Stück Butter in einer Casserolle gelb, kehrt die Carbonade
-im Mehl um, legt sie in die Casserolle, nebst Salz, einer Zwiebel,
-Lorbeerblatt und Thymian; nachdem sie auf beiden Seiten gelb gebraten
-sind, gießt man ein Gläschen guten Wein und etwas Jus daran, läßt dieses
-noch eine Weile mitkochen und drückt vor dem Serviren den Saft von einer
-halben Citrone auf die Carbonade.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page113"></a>Seite 113</span> 393. Gebackene Bratwürste.</h3>
-
-<p>Man macht einen Teig von Mehl, Milch und Eiern an, gießt 2 Löffel voll
-heißes Schmalz daran, legt die Bratwürste in heißes Wasser; darnach
-schneidet man sie in fingerslange Stückchen, mischt sie in den Teig und
-backt diesen im Schmalz aus.</p>
-
-
-<h3>394. Italienische Cotelettes.</h3>
-
-<p>Von schönen weißen Kalbscotelettes haut man unten den Strehl weg, zieht
-das Bein sauber ab, klopft das Fleisch, häckelt es gut, macht eine
-schöne Façon daran, salzt es ein wenig ein und dämpft es im Butter und
-Citronensaft; unterdessen wiegt man 3 bis 4 Sardellen, etwas Zwiebeln
-und Petersilie und von einer halben Citrone das Gelbe, röstet mit
-einem Stück Butter in einer Casserolle eine Hand voll geriebenes Brod
-hellgelb, mengt das Gewiegte darunter, streicht das Geriebene messerdick
-auf die Cotelettes und gießt Jus daran.</p>
-
-
-<h3>395. <span class="antiqua">Cotelettes papillotées.</span></h3>
-
-<p>Schöne weiße Cotelettes, die aber nicht dicker als ein Messer seyn
-dürfen, klopft man gut, macht eine schöne Façon daran (etwas länglich),
-wiegt von einer halben Citrone das Gelbe, etwas Zwiebeln und Petersilie,
-recht fein unter Schweinsbrät, macht es mit 2 Eierweiß durcheinander,
-salzt es nach Belieben, streicht es auf die Cotelettes unten und oben
-messerrückendick, schneidet ein Stück Speck so dünn wie möglich, legt
-es oben und unten auf das Cotelette, bestreicht einen Bogen Papier mit
-Butter, wickelt das Cotelette darein, so, daß das Bein oben heraussieht,
-schneidet das Uebrige vom Papier ab, macht es mit der Hand so fest
-zusammen, daß nichts herausfließen kann, legt es auf den Rost und wendet
-es um; in einer Viertelstunde sind die Cotelettes fertig. Man kann sie
-als Braten oder als Zwischenspeise geben, auch gibt man Citronen dazu;
-sie kommen mit dem Papier auf den Tisch.</p>
-
-
-<h3><a id="no369" name="no369">396</a>. Fisch-Cotelettes.</h3>
-
-<p>Von geringen Fischen macht man Brät, so viel nöthig ist, legt es eine
-halbe Stunde in Milch, wiegt es nachher fein, rührt es mit einem
-Schoppen Milch recht stark, schlägt 3 Eier daran und etwas gewiegte
-Zwiebeln; dann werden in einem halben Vierling Butter Zwiebeln und
-Citronen gedämpft, welche auch zu dem Brät kommen; Salz nimmt man
-nach Belieben dazu. Man rührt Alles nochmals recht durcheinander,
-macht schöne kleine Cotelettes daraus, wendet sie in Eiern um, dann im
-geriebenen Brod und backt sie in einer eisernen Pfanne mit vielem Fett
-schön gelb. Lange dürfen sie nicht stehen bleiben, sonst werden sie zäh.</p>
-
-
-<h3>397. Hammels-Cotelettes.</h3>
-
-<p>Von schönen jungen Hammelsrippen haut man unten den Strehl ab, schneidet
-oben die fette Haut davon, streift das Bein ab, schneidet <span class="pagenum"><a id="page114"></a>Seite 114</span> das
-Häutige davon, klopft die Rippchen ein wenig und bestreut sie mit einem
-Gemenge von Zwiebeln, Petersilie, Salz und Pfeffer; legt sie in eine
-Bratpfanne, gießt ein wenig Wasser daran, deckt sie zu und läßt sie
-schnell braten. In einer halben Viertelstunde müssen sie fertig seyn.
-Man gibt sie zu Wirsing oder Kohlrabi.</p>
-
-
-<h3>398. Schweins-Cotelettes.</h3>
-
-<p>Von den Rippen eines jungen Schweins haut man unten den Strehl ab, aber
-das Bein darf nicht gestreift werden, klopft es ein wenig, streut es
-mit Salz und Pfeffer, legt es in eine Bratpfanne, gießt ein Glas Essig
-und ein Glas Wasser daran und läßt es schön dämpfen. Man gibt es zu
-Sauerkraut oder Bohnen.</p>
-
-
-<h3>399. Gewöhnlicher Eierhaber.</h3>
-
-<p>Man nimmt 2 Löffel voll Mehl in eine Schüssel (auf eine Person ist ein
-Kochlöffel voll Mehl und 2 Eier zu rechnen), rührt es mit lauer Milch
-glatt an, schlägt 4 Eier daran, 1 Löffel voll sauren Rahm, rührt es gut
-durcheinander mit Milch, macht in einer Pfanne Schmalz heiß, läßt den
-Teig daran laufen, deckt ihn zu, läßt ihn ein wenig anschlagen, wendet
-ihn um, läßt ihn wieder anschlagen, verzupft ihn, gießt noch Schmalz
-nach und läßt ihn gar backen.</p>
-
-
-<h3>400. Gebrühter Eierhaber.</h3>
-
-<p>Einen Schoppen Milch und 4 Loth Butter läßt man in einer messingenen
-Pfanne miteinander kochen, rührt so viel Mehl daran, bis es ein dicker
-Brei ist. Dann thut man den Teig in eine Schüssel, rührt 6 Eier daran,
-eines nach dem andern, macht in einer eisernen Pfanne Schmalz heiß, läßt
-den Teig langsam darein laufen, deckt ihn eine Weile zu, wendet ihn um,
-läßt ihn nochmals anschlagen, gießt noch ein wenig heißes Schmalz dazu,
-zerstückelt oder zerschneidet ihn, aber nicht sehr fein und läßt ihn gar
-ausbacken. Man kann ihn salzen oder zuckern.</p>
-
-
-<h3><a id="no401" name="no401">401</a>. Hasenöhrchen.</h3>
-
-<p>3 Eierdotter, 3 Löffel voll Zucker, 2 Löffel voll dicker saurer Rahm
-werden in einer Schüssel mit 6 Loth feinem Mehl zu einem Teige gemacht,
-ausgewellt, übereinander geschlagen und wieder messerrückendick
-ausgewellt. Davon schneidet man viereckige Stückchen, macht einen
-Schnitt in dieselben, backt sie in heißem Schmalz gelb und streut Zucker
-und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>402. Hirnschnitten.</h3>
-
-<p>Nachdem die Haut von dem Hirn weggezogen ist, dämpft man dieses in einem
-Stückchen Butter, nebst Zwiebeln und Petersilie, rührt Alles mit 2
-Eiern ab, streicht es auf Brodschnitten, bestreut diese mit Weckenmehl,
-überzieht sie mit Eierweiß und backt die Schnitten in heißem Schmalz.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page115"></a>Seite 115</span> 403. Kalbshirn.</h3>
-
-<p>Man legt so viel Kalbshirn, als man braucht, in laues Wasser, zieht
-sodann die Haut davon ab, sezt es in einer Casserolle in Wasser mit
-etwas Essig, Zwiebeln, Citronen und Lorbeerblättern ans Feuer und läßt
-es so lange kochen als hart zu siedende Eier. Darauf richtet man es auf
-eine Platte an, schneidet Schnittlauch recht fein darauf, und schmälzt
-es mit hellgelber heißer Butter, thut noch ein wenig Citronensaft daran
-und salzt es nach Belieben.</p>
-
-
-<h3>404. Gebackene Kartoffeln.</h3>
-
-<p>Mit einem Ausstecher macht man kleine runde Kartoffeln, daß sie schön
-gleich werden, siedet sie im Salzwasser halb weich, schüttet sie in
-einen Durchschlag und backt sie in einer Pfanne mit heißem Schmalz schön
-gelb aus; doch darf man nicht zu viele auf einmal in die Pfanne thun.
-Diese Kartoffeln werden zum Garniren der Gemüse angewendet, z. B. zu
-Wirsing und Spinat.</p>
-
-
-<h3>405. Gebackene Kartoffeln anderer Art.</h3>
-
-<p>Schöne weiße Kartoffeln schält man gut ab, schneidet sie in Blätter
-stark messerrückendick, salzt sie ein wenig ein und backt sie in heißem
-Schmalz gut aus.</p>
-
-
-<h3>406. Krebsküchlein.</h3>
-
-<p>Die Krebse werden sauber gewaschen und ihnen das Leben genommen,
-indem man die mittelste von den 5 Floßen im Schweife umdreht und
-sammt dem daran hängenden Faden herauszieht. Dann siedet man sie im
-Salzwasser, bricht den Schweif oder Schwanz aus und macht die Schalen
-ab, nimmt die Galle oben im Körper aus und stoßt das Uebrige mit einem
-halben Pfund Butter in einem Mörser. Wenn nun das Gestoßene in einer
-Casserolle so lange gedämpft ist, bis es Schaum gibt, so gießt man
-Wasser darauf und läßt es eine Viertelstunde lang kochen. Die Butter
-wird auf kaltes Wasser gegossen und, wenn sie fest ist, in einer
-Schüssel schaumig gerührt. 2 Mundbrode werden am Reibeisen abgerieben,
-in Milch eingeweicht, fest ausgedrückt und in die Butter gethan; Salz
-und Muskatblüthe dazu. Schwänze und Scheeren werden recht fein gewiegt,
-in die Masse gethan und diese mit 3 Eiern angemacht. Aus diesem Teige
-werden runde Küchlein gemacht und im Schmalz gebacken.</p>
-
-
-<h3>407. Gebackenes Lammfleisch.</h3>
-
-<p>Das Fleisch wird gewaschen, in Salzwasser weich gesotten und in
-Stückchen von beliebiger Größe geschnitten, die man in verklopftem Ei
-und darauf in Mehl, mit Brodbrosamen vermengt, umwendet und mit Schmalz
-schön gelb backt.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page116"></a>Seite 116</span> 408. Gansleber in Hammelsnetz auf dem Rost gebraten.</h3>
-
-<p>Die wohl ausgewaschene Gansleber wird mit Salz, Pfeffer und geriebenem
-Weckenmehl bestreut, das Netz ausgebreitet, die Leber darein gewickelt,
-auf den Rost gelegt, etwas Kohlen darunter und langsam schön gebraten;
-beim Anrichten gibt man Citronensaft dazu.</p>
-
-
-<h3>409. Gebackene Kalbsleber.</h3>
-
-<p>Man zieht die Haut von einer Kalbsleber ab, schneidet das Aderige davon,
-macht Schnitten von der Leber, kehrt sie im Mehl um und backt sie in
-Butter. Sie darf erst vor dem Serviren gesalzen werden.</p>
-
-
-<h3>410. Geröstete Kalbsleber.</h3>
-
-<p>Eine Kalbsleber schneidet man in kleine Stückchen und schneidet 2 bis
-3 Zwiebeln darein. Dann dämpft man Butter in einer eisernen Pfanne mit
-Zwiebeln eine Zeit lang, legt die Leber darein, wendet sie öfters um,
-thut 3 Finger voll Mehl dazu, wendet sie noch ein paar Mal um, Salz
-und Pfeffer dazu und richtet sie auf eine Platte an. Sie ist in einer
-Viertelstunde fertig.</p>
-
-
-<h3>411. Milchküchlein.</h3>
-
-<p>Eine dick gestandene Milch, sammt Rahm, läßt man in einer Pfanne
-zusammenlaufen, gießt sie in einen Durchschlag, läßt das Wasser gut
-ablaufen, rührt den Käs in einer Schüssel mit 8 Loth Mehl, 2 ganzen
-Eiern und 2 Messerspitzen voll Salz gut durcheinander, macht so große
-Küchlein, wie eine große Welschnuß und backt sie in einer Pfanne mit
-heißem Schmalz schön gelb. Man kann sie zu Spinat oder sonst einem
-Gemüse geben.</p>
-
-
-<h3>412. Ochsenmarkküchlein.</h3>
-
-<p>Man läßt ein Viertelpfund Ochsenmark zergehen, gießt es durch einen
-Seiher in eine Schüssel, rührt es ganz schaumig ab, schlägt 4 Eier
-daran, eines nach dem andern, mischt 4 Löffel voll Mehl und ein
-Viertelpfund gewiegten Schinken dazu, nimmt geriebenes Brod auf ein
-Brett, macht aus der Masse runde Küchlein und backt sie im Schmalz schön
-gelb aus.</p>
-
-
-<h3>413. Rahmwürste.</h3>
-
-<p>Man schneidet die Rinde von 4 Kreuzerbroden ab, schneidet von den Broden
-dünne Schnittchen, kocht sie in der Milch zu einem dicken Brei, läßt
-diesen erkalten, kocht in einer Casserolle mit einem Stücke Butter,
-gedämpften Zwiebeln und Petersilie, auch etwas Nierenfett, das gekochte
-Brod, salzt es, reibt Muskatnuß daran, schlägt 3 Eier daran, macht von
-dem Gekochten lange Würste, wendet sie in Eiern um und röstet sie in
-Butter.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page117"></a>Seite 117</span> 414. Geräucherter Aal.</h3>
-
-<p>Der Aal wird fast eben so behandelt wie der Hecht, nur mit dem
-Unterschied, daß er in Stückchen geschnitten werden muß. Er kann zu
-Kartoffelgemüs mit Häring gegeben werden.</p>
-
-
-<h3>415. Geräucherte Gans.</h3>
-
-<p>Wenn die Gans gut geräuchert ist, wird sie sauber gewaschen und in das
-Kraut gesteckt; darin läßt man sie eine Stunde lang kochen, nimmt die
-Gans heraus, legt sie auf eine Platte und gibt sie mit dem sauren Kraut
-zur Tafel.</p>
-
-
-<h3>416. Geräucherter Hecht.</h3>
-
-<p>Wenn der Hecht gut geräuchert ist, wird er sauber gewaschen, in Stücke
-geschnitten und mit Wasser, Essig, Zwiebeln, Sellerie, gelben Rüben und
-Lorbeerblättern eine Viertelstunde gekocht. Er kann an einem Fasttag zu
-Spinat oder Schwarzwurzeln gegeben werden.</p>
-
-
-<h3>417. Gebackene Froschschenkel.</h3>
-
-<p>Die Froschschenkel werden sauber gewaschen, die vorderen Gelenke
-abgeschnitten, die übrig bleibenden Schenkel eingesalzen, sauber gepuzt,
-daß sie schön auf der Platte liegen. Dann wendet man sie im Mehl,
-hierauf in Eiern und im geriebenem Brod um und backt sie im Schmalz aus.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Man darf nicht viel in die Pfanne thun, sonst
-werden sie nicht geröstet.</p>
-
-
-<h3>418. Schnecken mit Eiern.</h3>
-
-<p>Man siedet die Schnecken, wie sie bei No. <a href="#no419">419</a> beschrieben worden sind,
-thut sie in eine Casserolle, kocht sie eine halbe Stunde lang mit einem
-Stück Butter, etwas Petersilie, einer halben Maas Wasser, wiegt dann
-eine Hand voll Petersilie, auch Schnittlauch, wenn man welchen hat,
-dämpft das Gewiegte in einem Stück Butter, nimmt 6 Eier und 3 Löffel
-voll sauren Rahm noch dazu, läßt die Schnecken gut ablaufen, rührt sie
-mit dem Gedämpften auf dem Feuer und wenn sie dick sind, richtet man sie
-an.</p>
-
-
-<h3><a id="no419" name="no419">419</a>. Gefüllte Schnecken.</h3>
-
-<p>Man siedet die Schnecken mit ein wenig Asche eine Viertelstunde,
-schüttet sie in einen Seiher, zieht die Schnecken mit einer Gabel aus
-dem Häuschen, puzt sie sauber, zieht die schwarze Haut vom Rücken
-ab, siedet die Häute noch einmal, reibt mit einer Hand voll Salz
-den Schnecken den Schleim ab, wiegt 6 Loth gereinigte Sardellen, 3
-Schalottenzwiebeln, etwas Citrone, Petersilie, einen Löffel voll Kapern
-recht fein, knetet das Gewiegte mit Butter, füllt die Schneckenhäuschen
-halb damit aus, drückt in jedes Häuschen 2 Schnecken, oben darauf wieder
-von dem Gewiegten, streut ein wenig Weckenmehl darüber, legt sie in ein
-Plafond oder Schneckenblech, stellt dieses in <span class="pagenum"><a id="page118"></a>Seite 118</span> ein Bratrohr und
-läßt es nur so lange darin, bis die Butter an den Schnecken zerlaufen
-ist.</p>
-
-
-<h3>420. Grüne Würste.</h3>
-
-<p>Die grünen Würste werden wie die bei No. <a href="#no369">369</a> gemacht, nur daß keine
-Krebsbutter, sondern nur etwas weiße frische Butter dazu kommt. Um
-die Würste grün zu färben, nimmt man den schon öfters beschriebenen
-Spinatkäs zu dem Teig. Sie werden in der Milch gesotten, nur läßt man
-sie nicht stark grilliren und trägt sie warm auf.</p>
-
-
-<h3><a id="no421" name="no421">421</a>. Weiße Würste.</h3>
-
-<p>Die weißen Würste werden wie die bei No. <a href="#no369">369</a> gemacht, nur mit dem
-Unterschied, daß man anstatt der Brieschen und Euter ein schönes weißes
-und recht weich gesottenes Gekröse, aber keine Butter dazu nimmt, außer
-derjenigen, mit welcher man die Zwiebeln hat anlaufen lassen. Auch kommt
-ein wenig geschnittener Majoran dazu. Sie werden warm aufgetragen.</p>
-
-
-<h3>422. Würste von Kalbshirn.</h3>
-
-<p>Die Würste von Kalbshirn werden wie die bei No. <a href="#no421">421</a> gemacht, nur nimmt
-man anstatt des Gekröses Kalbshirn. Sie werden warm aufgetragen.</p>
-
-
-<h3>423. Würste auf italienische Art.</h3>
-
-<p>Die Würste auf italienische Art werden auch von Schweins- oder Kalbshirn
-gemacht, etwas Kalbseuter und etwas Butter dazu genommen; nur ist der
-Unterschied dabei, daß kein Brod, sondern das bloße Hirn und etliche
-Eiergelb, auch ein wenig Safran dazu kommt. Sie werden warm aufgetragen.</p>
-
-
-
-
-<h2>Braten und gedämpftes Fleisch.</h2>
-
-
-<h3>424. Gebratener Auerhahn.</h3>
-
-<p>Ein Auerhahn vom Schwarzwalde (woher die besten kommen) kann todt 6 Tage
-lang aufbewahrt werden; dann wird er gerupft, abgeflammt und mit einem
-Tuche sauber abgerieben, das Eingeweide behutsam ausgenommen, daß die
-Galle nicht zerdrückt wird. Wenn es möglich ist, so sollte der Auerhahn
-nicht gewaschen, sondern nur mit einem Tuche ausgereinigt werden.
-Dann wird er mit Salz, Pfeffer, Nelken, Muskatblüthe ausgerieben,
-das Brustbein abgestochen, die Füße dürfen am Leibe bleiben, nur die
-Klauen werden abgenommen. Er wird schön dressirt, mit einer Zwiebel,
-einer halben Citrone, einem Lorbeerblatt, einem Stück Butter gefüllt,
-fest zusammen gebunden, <span class="pagenum"><a id="page119"></a>Seite 119</span> Kopf und Kragen dürfen abgeschnitten
-werden, so daß die Haut am Körper bleibt. Sodann wird er in die Haut von
-der halben Seite eines jungen Schweins eingewickelt, diese mit einer
-starken Dressirnadel fest zugenäht und der Hahn schön langsam im Rohr
-gelb gebraten. Ist der Hahn jung, so braucht er nur 2 Stunden, um gar zu
-seyn, ein alter aber braucht 3 Stunden. Alsdann gießt man einen Schoppen
-Wein dazu und übergießt ihn recht oft. Man gibt ihn mit der Schwarte zur
-Tafel, ziert ihn jedoch mit Petersilie und Citronen. Die Sauce wird so
-behandelt wie beim <a href="#welha1">gebratenen welschen Hahn</a>.</p>
-
-
-<h3>425. Englischer Braten.</h3>
-
-<p>Von einem fetten Ochsen, der 8 Tage vorher geschlachtet worden, wird
-ein Stück vom Lendenbraten sammt dem Fette gesalzen und gepfeffert, an
-den Spieß gesteckt, mit 4 Bogen Papier doppelt umwickelt, auf schwachem
-Feuer 4 Stunden lang gebraten und während dessen mit ganz reiner heller
-Butter übergossen. Eine halbe Stunde vor dem Anrichten wird das Papier
-so abgenommen, daß die Jus in die Bratpfanne läuft, der Braten auf dem
-Feuer gelassen und noch öfters mit zerlassener reiner Butter übergossen,
-dann auf die Schüssel gelegt, die Jus durch ein Sieb getrieben, das Fett
-von derselben abgenommen und die Jus sodann an den Braten gegossen.</p>
-
-
-<h3>426. Wilde Enten.</h3>
-
-<p>Waldenten werden behandelt wie Schneegänse; Moos- oder Wasserenten
-müssen aber anders behandelt werden, weil sie den Geruch eines Fisches,
-der nach Moos riecht, an sich haben. Die wilde Ente wird gerupft,
-die Haut abgezogen, Kopf und Kragen weggeschnitten, 3 Tage in kaltes
-Wasser gelegt, alle Tage aber frisches daran gegossen, dann mit einem
-Tuche sauber abgetrocknet, mit Salz, Pfeffer, Nelken und Muskatnuß
-eingerieben, in Speck und Citronen eingebunden, in einer bedeckten
-Casserolle mit Schweinsfett, Zwiebeln, gelben Rüben und Lorbeerblättern,
-auch ein wenig Estragonessig eine halbe Stunde lang gedämpft, die
-Casserolle aufgedeckt und die Ente gelb gebraten. Dann thut man den Saft
-von einer halben Citrone daran, richtet die Ente auf eine Platte an,
-gießt die Sauce durch ein Haarsieb darauf und läßt auch den Speck an der
-Ente.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Die Sauce darf nicht wie bei anderem wilden
-Geflügel behandelt werden, weil Leber und Herz wegen ihres üblen
-Moosgeruchs nicht zu gebrauchen sind.</p>
-
-
-<h3>427. <a id="brat1" name="brat1">Gebratener Fasan</a>.</h3>
-
-<p>Der Fasan wird gerupft, aber der Kopf desselben nicht; dieser wird
-sogleich in Butterpapier fest eingebunden, der Fasan ausgenommen, mit
-Wein oder Essig inwendig ausgewaschen, einen Tag in den Wein gelegt,
-öfters umgewendet und zu dieser Beize Zwiebeln, Citronen, Sellerie,
-gelbe Rüben, Lorbeerblätter, Nelken und weißer Pfeffer genommen. Den
-andern Tag wird er mit Pfeffer und Salz eingerieben, gut in Speck
-eingebunden, in einen Bogen Papier eingewickelt und <span class="pagenum"><a id="page120"></a>Seite 120</span> in einer
-Casserolle mit dem Wein, worin er in der Beize lag, langsam gelb
-gebraten; man muß ihn öfter übergießen, das Papier vor dem Anrichten
-wegnehmen, den Kopf auf die Brust stecken (nur der Speck auf der Brust
-darf liegen bleiben); dann nimmt man das Fett von dem Braten ab, gießt
-von einer Citrone den Saft darauf, zieht die Sauce durch ein Haarsieb
-und bindet dem Fasan, wenn er auf der Platte liegt, ein grünes Band um
-den Hals, da wo die Federn anfangen.</p>
-
-
-<h3>428. Gedämpfter Fasan.</h3>
-
-<p>Wenn der Fasan gepuzt und gereinigt ist, wird er auf der Brust schön
-gespickt, aufgezweckt, mit Salz, Pfeffer, Nelken und Muskatblüthe
-eingerieben, in eine Casserolle gelegt und ein halber Schoppen Wein
-und eben so viel Fleischbrühe daran gegossen, die Casserolle so
-zugedeckt, daß kein Dampf herausgeht, und eine Viertelstunde langsam
-gedämpft; dann wird er in einem Geschirr zur Wärme gestellt. 3 gewiegte
-Schalottenzwiebeln werden mit einem Stück Butter in einer messingenen
-Pfanne gelb gedämpft, mit einem Kochlöffel voll Mehl anlaufen
-gelassen und in der Casserolle, worin der Fasan gedämpft wurde, eine
-Viertelstunde miteinander gekocht, auch der Saft von einer Citrone daran
-gethan. Dann legt man den Fasan auf eine Platte, treibt die Sauce durch
-ein Haarsieb darauf und streut gewiegte Citronen darüber; die Sauce muß
-etwas dick seyn.</p>
-
-
-<h3>429. Fasan in Butter.</h3>
-
-<p>Man benüzt hier nur die fleischigen Theile des Vogels, reibt die
-Stückchen mit Salz, Pfeffer und Nelken ein und bratet sie mit einem
-Achtelspfund Butter in einer Casserolle schön gelb. Hierauf wiegt man
-eine Hand voll sauber gewaschene Petersilie, 2 Schalottenzwiebeln und
-das Gelbe von einer halben Citrone recht fein, läßt es noch eine Weile
-in der Casserolle dämpfen und drückt noch von einer halben Citrone den
-Saft dazu.</p>
-
-
-<h3>430. Fasan mit Trüffeln.</h3>
-
-<p>Wenn der Fasan zubereitet ist, wird er in einer Casserolle im Butter
-halbgar gebraten; dann nimmt man ihn heraus, schneidet die fleischigen
-Stückchen schön rund ab, nämlich Brust und Schlägel, schneidet 2 sauber
-gewaschene und gepuzte Trüffeln in Blätter, thut ein Stück Butter in
-eine Casserolle, legt die Stückchen Fleisch sammt den Trüffeln darein,
-schneidet etwas rohen Schinken dazu, gießt einen halben Schöpflöffel
-voll Fleischbrühe daran, thut den Saft und das Gelbe von einer halben
-Citrone dazu, deckt die Casserolle zu, läßt es noch eine halbe Stunde
-langsam dämpfen und richtet es auf einer Platte an.</p>
-
-
-<h3>431. Feldhühner.</h3>
-
-<p>Feldhühner werden gerupft, der Kopf weggeschnitten und aufgehoben, auch
-die Klauen abgeschnitten. Die Hühner werden in Essig gelegt, in welchem
-alle Arten von Wurzeln sich befinden; dann reibt <span class="pagenum"><a id="page121"></a>Seite 121</span> man sie mit
-Salz und Pfeffer ein, steckt Zwiebeln mit Nelken in die Hühner, bindet
-sie mit Speck und Citronen ein, macht einen Bogen Papier darüber und
-bratet sie in einer Casserolle mit Zwiebeln, gelben Rüben, Citronen
-und Lorbeerblättern. Beim Anrichten gibt man dem Huhn den Kopf wieder
-(Speck und Citronen dürfen auf der Brust liegen bleiben). Das Fett wird
-von der Sauce abgenommen, Leber und Herz werden mit ein wenig Citronen
-gewiegt, in die Casserolle gelegt, aber nicht gekocht, damit sie nicht
-rauh werden. Alsdann gießt man die Sauce auf die Platte und legt die
-Feldhühner darauf.</p>
-
-
-<h3>432. Feldhühner auf englische Art.</h3>
-
-<p>Sauber gerupfte und gereinigte Rebhühner werden auf der Brust gespickt,
-mit Salz, Pfeffer und Nelken wohl miteinander vermischt, eingerieben,
-auf dem Rost mit zerlassener Butter halb gar gebraten, erkaltet, die
-Brust schön herausgeschnitten, so wie auch die Schlägelchen, dann in
-zerlassener Butter umgewendet, nochmals auf dem Rost schön gelb gebraten
-und oben darauf Citronen gelegt. Man kann sie zum Sauerkraut, Winterkohl
-oder Blaukohl geben.</p>
-
-
-<h3>433. Farcirte Feldhühner.</h3>
-
-<p>Die Feldhühner werden sauber gerupft und abgeflammt, der Kopf wird
-ungerupft abgeschnitten, der Kropf herausgenommen, das Feldhuhn auf
-dem Rücken auf- und die Brust herausgeschnitten, so daß alles Fleisch
-an der Haut hängen bleibt. Nun löst man die Knochen im ganzen Körper
-heraus (nur das Rohrbein bleibt darin) und schneidet die Füße am zweiten
-Gelenke ab. Ist der Körper ausgelöst, so nimmt man das zweite Feldhuhn,
-schneidet alles Fleisch davon ab, wiegt es so fein wie möglich mit
-einem Viertelpfund Speck und thut Zwiebeln und Citronen daran; dann
-wird es im Mörser oder Reibstein recht fein gerieben und Trüffeln,
-Salz und Muskatblüthe darunter gethan, in einer Schüssel mit einem Ei
-durcheinander gemacht und mit abgeriebenem weißen Brod (für 1 Kreuzer),
-das man in Milch eingeweicht und fest ausgedrückt hat, noch einmal gut
-durcheinander gemacht, das Huhn mit dieser Masse gefüllt, der Rücken
-wieder zugenäht, mit Speck eingebunden und in einer Casserolle mit einem
-Stücke Fett, Zwiebeln, Wachholderbeeren und gelben Rüben langsam und
-schön gebraten. Man kann gefüllte Feldhühner kalt oder warm auf den
-Tisch geben; mit Majonessauce aber schmecken sie am besten.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Man kann alles Geflügel auf diese Art zubereiten,
-nur mit dem Unterschiede, daß Sardellen bald dazu kommen, bald
-wegbleiben.</p>
-
-
-<h3>434. Gefüllte Gans.</h3>
-
-<p>Die Gans wird sauber gerupft, gewaschen und ausgenommen. Man weicht 2
-Wecken in Wasser ein, drückt sie aus, wiegt die Leber, das Herz und den
-Magen fein, Salz, Pfeffer, Muskatnuß, 2 ganze Eier, ein Viertelpfund
-fein geschnittenen Speck, macht Alles nebst <span class="pagenum"><a id="page122"></a>Seite 122</span> Petersilie und
-einer fein gewiegten Citrone durcheinander, füllt das Ganze in die Gans,
-reibt sie mit Pfeffer und Salz ein und bratet sie schön gelb.</p>
-
-
-<h3>435. <a id="welha1" name="welha1">Gebratener welscher Hahn</a>.</h3>
-
-<p>Um den welschen Hahn gut zuzubereiten, ist es höchst nothwendig, vor dem
-Stechen ihm ein Glas Kirschengeist einzugießen, daß es gut in den Leib
-läuft; hat er ausgeblutet, so läßt man ihn auf dem Boden auszappeln. Er
-muß warm gerupft, darf aber nicht ausgenommen werden. Hernach wickelt
-man ihn in ein Tuch und hebt ihn bis den andern Tag auf; dann nimmt
-man den Kropf sammt dem Eingeweide behutsam heraus, löst das Brustbein
-aus, schneidet links und rechts nach dem Glied das Bein ab, löst es
-auf der Brust behutsam ab, wascht ihn sauber aus, hackt die Füße halb
-ab, salzt und pfeffert ihn gut, dressirt ihn mit einer Dressirnadel so
-gut wie möglich, so daß die Brust schön in die Höhe kommt, und stopft
-den Kropf aus, wozu man folgende Fülle macht: Man schneidet die Leber
-und den Magen davon, jedoch die starre Haut weg; schneidet sie hernach
-in viereckige Schnittchen, dämpft sie in einer Casserolle mit Zwiebel
-und Petersilie in einem Stück Butter eine halbe Stunde miteinander,
-schneidet unterdessen ein frischgebackenes Mundbrod, wovon die Rinde
-weggeschnitten ist, thut das Gedämpfte zu dem Mundbrod, einen halben
-Schoppen dicken sauren Rahm dazu, schlägt 3 Eier daran, Salz, Muskatnuß
-nach Gutdünken, macht es gut untereinander und füllt den Kropf damit
-aus, näht ihn wieder zu, bindet den Kopf in Butterpapier ein, steckt ihn
-unter den Flügel, überlegt die Brust und den Kropf mit geschnittenem
-Speck, legt einen mit Butter bestrichenen Bogen Papier auf die Brust,
-steckt den Hahn an den Spieß oder stellt ihn in ein Rohr und bratet ihn
-schön gelb. Man gießt Citronensaft darauf.</p>
-
-
-<h3>436. Gefüllter welscher Hahn auf italienische Art.</h3>
-
-<p>Die Sulz wird behandelt, wie sie bei dem gesulzten welschen Hahn
-beschrieben wird. Gleich nach dem Abwürgen wird dem welschen Hahn die
-Brust eingeschlagen, derselbe noch warm gerupft, sauber abgeflammt,
-ausgenommen, der Kropf so ausgelöst, daß es kein Loch gibt, das
-Brustbein und die Rippen herausgenommen und der Körper mit Salz und
-Pfeffer eingerieben. Alsdann wird 1 Pfund Makaroni im Salzwasser
-halbweich gekocht, worauf man sie durch einen Seiher gut ablaufen läßt;
-dazu kommt ein halbes Pfund geriebener Parmesankäs, ein halbes Pfund
-fein gewiegter Schinken, ein Viertelpfund Butter, 2 Eier, 2 Löffel voll
-saurer Rahm; dieses Alles wird in einer Schüssel gut durcheinander
-gemischt, der Hahn und auch sein Kropf fest damit ausgefüllt, zugenäht,
-dressirt, in Speck und Citronen eingenäht, in eine Casserolle gesezt,
-1 Schöpflöffel voll Fleischbrühe darüber gegossen, zugedeckt und auf
-Kohlen 2 Stunden lang langsam gedämpft. Zu bemerken ist jedoch, daß er
-nicht auf die Brust gelegt werden darf. Hierauf läßt man ihn auf einer
-Platte kalt werden; <span class="pagenum"><a id="page123"></a>Seite 123</span> ist dieß geschehen, so legt man ihn auf
-die Platte, auf der er aufgetragen werden soll, gießt helle Sulz über
-ihn, läßt sie gestehen und gießt nochmal halbgestandene Sulz daran, und
-wenn auch diese ganz gestanden, garnirt man den Hahn nach Belieben.</p>
-
-
-<h3>437. Gebratenes Haselhuhn.</h3>
-
-<p>Es ist immer besser, wenn das Haselhuhn, nachdem es trocken gerupft
-worden, eine Zeit lang im Wein liegt; dann erst werden Kopf und Kragen
-abgeschnitten, das Huhn mit Pfeffer und Salz gut eingerieben, eine
-Zwiebel, etwas von einer Citrone und Basilikum in das Huhn gesteckt,
-dasselbe hübsch aufdressirt, dick mit Speck eingebunden und im Ofen
-oder am Spieß schön gelb gebraten. Die Klauen müssen abgehauen werden.
-Zwiebeln, Lorbeerblätter, Sellerie und gelbe Rüben werden in die
-Casserolle zu dem Braten gethan; dann wiegt man Gansleber und ein wenig
-Citrone miteinander, legt sie auch dazu, nimmt das Fett von der Sauce
-ab, treibt diese durch ein Haarsieb und gießt sie mit ein wenig Jus an
-den Braten.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Bei allem wilden Geflügel ist es gut, wenn Leber
-und Magen mitgewiegt werden; es gibt eine gute, schmackhafte Jus.</p>
-
-
-<h3>438. Junge Hühner.</h3>
-
-<p>Die Hühner werden gestochen und in kaltes Wasser gelegt, damit sie schön
-weiß werden; dann taucht man eines nach dem andern in kochendes Wasser,
-rupft sie sauber, daß sie kein Loch bekommen, wascht sie nochmals in
-lauem Wasser, sticht die Augen aus und zieht die Haut am Schenkel ab,
-daß sie schön weiß werden, löst das Brustbein aus, reibt sie mit Salz
-und Pfeffer gut ein, dressirt sie schön zusammen, haut die Füße halb ab
-und bratet sie am Spieß oder in einer eisernen Kachel.</p>
-
-
-<h3>439. Hammelsschlägel mit einer Sauce von Weintrauben.</h3>
-
-<p>Der Hammelsschlägel wird 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Stunden vor dem Serviren gebraten,
-öfters mit Butter begossen und auf eine Schüssel warm gestellt. Dann
-wird ein wenig Verjus (Saft von sauren unreifen Trauben) oder ein wenig
-Fleischbrühe in einer Casserolle gesotten und heiß an den Schlägel
-gegossen. Man kann den Hammelsschlägel auch wie ein Schafviertel
-behandeln, mit Petersilie spicken und eine Sauce hachée dazu geben. Oder
-kann man ihn mit Speck spicken und sonst eine Sauce dazu machen.</p>
-
-
-<h3>440. Hammelsschlägel in Gurkensauce.</h3>
-
-<p>Von einem Hammelsschlägel wird Fett und Schlußbein weggeschnitten und
-der untere Knochen abgehauen; dann wird der Schlägel wohl geklopft und
-mit einem Löffel voll Fleischbrühe, etwas Essig, Zwiebeln, Basilikum,
-Citronenkraut, Pastinakwurzel in einer bedeckten Casserolle schön gelb
-gedämpft. Nun werden 2 geschälte und wie zu einem Salat geschnittene
-Gurken ohne die Kerne in einer Casserolle <span class="pagenum"><a id="page124"></a>Seite 124</span> mit Butter weich
-gedämpft. Hierauf wiegt man eine Hand voll sauber gewaschene Petersilie,
-eine ganze Citrone, das Gelbe sammt dem Mark (die weiße Haut darf
-nicht dazu kommen), einen Eßlöffel voll Kapern, 2 Stücke sauber
-gewaschene Sardellen, thut sie zu den Gurken, läßt Alles noch eine halbe
-Viertelstunde miteinander dämpfen, wendet es in einem Kochlöffel voll
-Mehl um, gießt einen Löffel voll Jus dazu, nebst etwas Wein, Pfeffer
-und Salz, hebt das Fleisch heraus, legt es auf eine Schüssel, gießt die
-Sauce durch ein Haarsieb, thut sie wieder in eine Casserolle, die Gurken
-dazu und läßt sie noch eine Weile kochen.</p>
-
-
-<h3>441. Gefüllter Hammelsbug in Form einer Gans.</h3>
-
-<p>Der Bug muß schön groß ausgeschnitten, das Blatt nebst dem ersten
-und zweiten Knochen ausgelöst und die Knochen abgehauen werden bis
-auf den äußern Knopf; dann macht man eine Fülle von Schweinefleisch,
-etwas Brod, Pfeffer, Salz, Zwiebeln und Citronen; diese wird mit einem
-Ei untereinander gemengt, der Bug damit ausgefüllt, zusammengerollt,
-zugenäht, der Kragen mit einem hölzernen Zweck auf die Brust gedreht und
-dann in einer Casserolle eine gezogene Sauce daran gemacht, worein noch
-Zwiebeln und gelbe Rüben kommen; die Sauce wird folgendermaßen gemacht:
-man läßt den Satz, worin der Bug gekocht wird, ganz einkochen, hebt das
-Fleisch heraus, streut so viel Mehl daran als man mit 3 Fingern fassen
-kann, gießt einen Schöpflöffel voll Fleischbrühe dazu, von einer halben
-Citrone den Saft, läßt es eine halbe Viertelstunde miteinander kochen,
-gießt es durch ein Haarsieb, legt das Fleisch wieder hinein und gibt es
-mit Citronen zur Tafel.</p>
-
-
-<h3>442. Hasenbraten.</h3>
-
-<p>Der Kopf und die Füße von dem Hasen werden abgeschnitten, die Brust
-nicht ganz nahe am Ziemer abgehauen, damit er eine schöne Façon bekommt;
-dann wird der Braten abgehäutet, gespickt und in einer Bratpfanne mit
-geschnittenen Zwiebeln, Citronen, Lorbeerblättern und Wachholderbeeren
-nebst einem Löffel voll Fleischbrühe schön gelb gebraten. Salz und
-Gewürz kann man nach Belieben dazu nehmen. Bei allem Wildbret ist zu
-bemerken, daß dasselbe, wenn es nicht gebeizt worden ist, mit kochendem
-Essig, worin Zwiebeln sind, übergossen werden muß.</p>
-
-
-<h3>443. Hochwildbret mit englischer Sauce.</h3>
-
-<p>Wenn das Wildbret, am besten vom Schlägel, schon ein paar Tage zuvor
-im Essig gelegen hat, ist es gut. Es wird abgehäutet, gut gespickt
-und heißes Schmalz darüber gegossen, der Boden einer Casserolle mit
-Zwiebeln, Speck, allen Arten Wurzeln, Lorbeerblättern, 6 Stück ganzen
-Nelken, Muskatblüthe, ganzen weißen Pfefferkörnern und so viel Kubeben
-und Cardamomen überlegt, daß das leztere ein halbes Loth ausmacht, legt
-alles Wildbret darein, gießt noch ein <span class="pagenum"><a id="page125"></a>Seite 125</span> Glas Wein und einen
-Schöpflöffel voll Fleischbrühe daran, deckt die Casserolle fest zu
-(noch besser verklebt man sie mit Papier), stellt sie auf Kohlen und
-läßt sie 2 bis 3 Stunden langsam dämpfen. (Gesalzen darf es nicht eher
-werden, bis man es anrichtet.) Es kommt folgende Sauce dazu: Man reibt
-ein Viertelpfund Nürnberger Lebkuchen und eben so viel schwarzes Brod
-am Reibeisen, röstet in einem Stück Schweinefett das Geriebene, sammt
-einem kleinen Stück Zucker, bis es braun aussieht, wie der Lebkuchen,
-gießt einen Schoppen Wein und 2 Schöpflöffel voll gute Bouillon daran,
-läßt es miteinander kochen, stellt das Wildbret auf ein Geschirr warm,
-treibt den Saft durch ein Haarsieb, gießt ihn an die Sauce, thut das
-Fleisch sammt der Sauce in eine andere Casserolle, schneidet 6 bis
-8 Champignons in kleine Stückchen, thut einen Löffel voll Kapern,
-eine sauber gewaschene und fein gestoßene Trüffel dazu, läßt Alles
-miteinander noch eine Viertelstunde kochen, drückt beim Anrichten den
-Saft von einer halben Citrone daran, wiegt das Gelbe davon und streut es
-auf das Wildbret.</p>
-
-
-<h3>444. Hirschwildbret mit Sauerkraut.</h3>
-
-<p>Vom Hirsch nimmt man den Lendenbraten oder sonst ein mürbes Stück,
-häutet es ab, spickt es, legt es in eine irdene Bratkachel, schneidet
-Zwiebeln, Lorbeerblätter, Citronen und Wachholderbeeren dazu, gießt
-einen halben Schoppen Wein daran, stellt das Geschirr in ein Bratrohr
-und läßt den Braten halb gar werden. Nun macht man in einer Casserolle
-ein Stück Schweineschmalz und 2 Loth Zucker gelb, läßt Kraut, das man
-fest ausgedrückt hat, eine halbe Stunde in der Casserolle dämpfen,
-wendet es öfters um, gießt ein Glas Champagner oder sonst guten Wein
-dazu, macht in einem Geschirr Schmalz heiß, läßt eine Hand voll gewiegte
-Zwiebeln darein gelb werden, einen halben Kochlöffel voll Mehl darin
-anlaufen, gießt dieses an das Kraut nebst 3 Löffeln voll saurem Rahm,
-rührt es untereinander, läßt es noch so lange kochen, bis nichts mehr
-von der Sauce zu sehen ist, legt den halben Theil auf eine Platte, den
-Wildbraten darauf, deckt das andere Kraut darüber, streut geriebenen
-Zimmt darauf, macht einen Kranz um die Platte von Wasserteig, bestreicht
-ihn mit Eiern, stellt die Platte in den Backofen und läßt das Kraut
-schön gelb werden.</p>
-
-
-<h3>445. Hirschziemer.</h3>
-
-<p>Der Ziemer muß sauber hergerichtet und schön abgehäutet werden. Die
-langen Knochen werden abgehauen und dann wird er schön gespickt. Man
-legt ihn in eine Bratkachel, macht in einer Pfanne ein Stück Fett heiß,
-gießt es über den Ziemer, schneidet alle Arten Wurzeln dazu, gießt
-ein Glas Wein daran, ein Glas Essig, etwas Jus, Salz und Pfeffer nach
-Belieben, stellt ihn in ein Rohr und läßt ihn schön gelb braten. Dann
-nimmt man 4 Stück Wachholderbeeren, eine Hand voll geriebenes Brod, und
-so oft der Braten übergossen <span class="pagenum"><a id="page126"></a>Seite 126</span> wird, muß von diesem Brod darauf
-gestreut werden; zulezt gießt man einen halben Schoppen sauren Rahm über
-den Ziemer und läßt ihn schön gelb werden. Beim Anrichten kommen fein
-gewiegte Citronen darüber, man zieht die Sauce durch ein Haarsieb und
-gibt sie in einem besonderen Geschirr zur Tafel.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Auf alle diese Wildbraten muß heißes Schmalz
-gegossen werden, es macht sehr mürb.</p>
-
-
-<h3>446. Rothwildbret.</h3>
-
-<p>Ein Stück Wildbret von beliebiger Größe wird mit einem Tuche sauber
-abgewischt und von den Haaren gereinigt. Dann schneidet man ein
-Viertelpfund Speck in lange Stückchen, wendet ihn in Salz, Nelken und
-Pfeffer um, sticht mit einem Messer Löcher in das Fleisch, in welche
-man sodann je ein Stück von dem geschnittenen Speck steckt, und so
-fort bis der Speck verbraucht ist. Dann sezt man das Wildbret in einer
-Casserolle mit einem großen Stücke Fett zum Feuer, thut geschnittene
-Zwiebeln, Citronen, Lorbeerblätter, Sellerie daran, salzt es nach
-Gutdünken, gießt einen Löffel voll Fleischbrühe und etwas Essig daran
-und läßt es zugedeckt 2 Stunden lang kochen. Ist jedoch das Wildbret
-schon lange in der Beize gelegen, so darf kein Essig dazu genommen
-werden. Dann schneidet man von einem schwarzen Brod die Rinde ab und
-backt sie in Schmalz hellgelb auf; hat das Fleisch braun angeschlagen,
-so nimmt man es heraus, thut die hellgelb gebackene Schwarzbrodrinde in
-die Casserolle, streut ein wenig Mehl darein, gießt einen Schoppen Wein,
-einen Schöpflöffel voll Jus, etwas Fleischbrühe daran und läßt es eine
-Viertelstunde miteinander kochen; sodann treibt man die Brühe durch ein
-Haarsieb, gießt sie wieder in die Casserolle, legt das Fleisch wieder
-in dieselbe und thut das gewiegte Gelbe und den Saft von einer halben
-Citrone, Muskatblüthe, Pfeffer und etwas gestoßenen Cardamom daran.</p>
-
-
-<h3>447. Gefüllte Kalbsbrust auf Schweizer Art.</h3>
-
-<p>Man löst die Brustknochen aus, legt die Brust eine Stunde in laues
-Wasser, daß sie weiß wird, wiegt eine gereinigte Kalbsleber (Gansleber
-ist noch besser) und ein Viertelpfund Ochsennierenfett so fein wie
-möglich, thut Beides in eine Schüssel, wiegt 6 Schalottenzwiebeln,
-die Schale einer Citrone, Basilikum, Thimian, Petersilie und Estragon
-recht fein und dämpft das Gewiegte in einem Stück Butter; 2 weiße,
-abgeriebene, eingeweichte und wieder ausgedrückte Brode, 3 bis 4
-Eier, Salz, Muskatnuß und das Gedämpfte werden nun eine Viertelstunde
-miteinander gerührt, die gewiegte Leber dazu genommen, wieder gerührt,
-die Brust mit der Masse ausgefüllt, fest zugenäht, eine Viertelstunde
-in schon kochendem Wasser fortgekocht, in einer Casserolle mit Speck
-oder Schweinsfett, Zwiebeln, Lorbeer, Pfeffer und Salz im Ofen gebraten
-(nachdem man einige Stückchen Speck auf die Brust gebunden), ein wenig
-Jus daran gegossen, die <span class="pagenum"><a id="page127"></a>Seite 127</span> Brust auf eine Platte gelegt und die
-Sauce durch ein Haarsieb daran gegossen.</p>
-
-
-<h3>448. Kalbfleisch mit Trüffeln.</h3>
-
-<p>Ein schönes Stück Kalbfleisch vom Schlägel klopft man gut, spickt es,
-legt es in eine Casserolle, schneidet Zwiebeln und Citrone recht fein
-dazu, deckt die Casserolle zu und läßt es eine halbe Stunde dämpfen.
-Hierauf schneidet man das Rauhe von 3 sauber gewaschenen Trüffeln ab,
-stößt eine davon im Mörser, mengt ein wenig Mehl darunter, schneidet die
-übrigen 2 Trüffeln in Blätter, thut Alles an das Fleisch und läßt es
-noch eine Viertelstunde miteinander kochen.</p>
-
-
-<h3>449. Gefüllte Kalbsmilz.</h3>
-
-<p>Die Milz wird nicht ganz aufgeschnitten; dann schneidet man ein halbes
-Pfund fettes Schweinefleisch in Stückchen, mischt es mit Salz und
-Pfeffer untereinander, stopft die Milz damit aus, näht sie wieder zu
-und läßt sie in einer bedeckten Casserolle mit einem Stücke Fett, mit
-Zwiebeln, Lorbeerblättern, Wachholderbeeren und Salz schön gelb braten.</p>
-
-
-<h3>450. Kalbsroulade.</h3>
-
-<p>Von einer Kalbsbrust werden die Knochen alle ausgelöst, unten die
-Knorpel weggeschnitten, die Brust durchgebrochen, auseinander gemacht,
-daß sie schön breit wird, in ein Tuch eingeschlagen, festgeklopft
-und folgende Farce dazu gemacht: Man nimmt ein Pfund Schweinefleisch
-oder Brät, legt es in eine Schüssel, reibt am Reibeisen für einen
-Kreuzer Brod darunter, wiegt 2 bis 3 Zwiebeln, dämpft sie in einem
-Stücke zerlassenen Speck hellgelb und thut sie gleichfalls an das
-Brät, wiegt von einer halben Citrone das Gelbe und thut es mit Salz,
-Pfeffer, Nelken, Muskatblüthen daran. Dann macht man alles mit einem
-Ei durcheinander, streicht es auf die Brust, rollt sie zusammen, näht
-sie zu, umbindet sie mit Bindfaden, thut sie in eine Bratpfanne oder
-Casserolle und ein Stück Fett, Zwiebeln, Lorbeerblätter, gelbe Rüben und
-Sellerie dazu, deckt die Casserolle zu und läßt sie eine Stunde lang
-kochen. Man kann sie mit Jus oder mit Sauce geben.</p>
-
-
-<h3><a id="no451" name="no451">451</a>. Kalbsschlägel mit saurem Rahm.</h3>
-
-<p>Der Kalbsschlägel wird in einer Bratpfanne mit Butter, Salz, Pfeffer,
-Zwiebeln und Lorbeerblatt zugesezt, ein wenig Weinessig daran gegossen,
-langsam gekocht, öfters umgewendet, Bouillon daran gegossen, daß er eine
-schöne gelbe Farbe bekommt, ein wenig Mehl in Butter gelb geröstet, mit
-einer halben Maas saurem Rahm an den Braten gegeben, dieser langsam
-fortkochen gelassen, noch ein wenig Kapern und der Saft von einer
-Citrone dazu genommen, das Fett oben abgeschöpft und, wenn der Schlägel
-auf der Platte liegt, die Sauce daran gegossen.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page128"></a>Seite 128</span> 452. Kalbsschlägel mit Bechemelle.</h3>
-
-<p>Ein schönes weißes Kalbsviertel wird wie bei No. <a href="#no451">451</a> behandelt, 2
-Stunden vor dem Anrichten gebraten, eine Bechemelle daran gemacht und
-in eine Casserolle gethan. Vor dem Auftragen wird der Braten von dem
-Spieß genommen, auf die Schüssel, in welcher er servirt werden soll,
-gelegt, damit die Jus darin bleibt. Alsdann schneidet man oben in den
-Schlägel ein großes rundes Loch, jedoch nicht ganz durch; von dem
-ausgeschnittenen Loche nimmt man die braune Rinde mit kleinfingerdickem
-Fleisch oben so ab, daß es gerade auf die gemachte Oeffnung paßt.
-Inzwischen wird die Bechemelle auf Kohlen warm erhalten, von dem
-ausgeschnittenen weißen Fleisch werden die Adern ausgeschnitten, das
-gute Fleisch wird zu Filets geschnitten und in die Bechemelle gethan,
-deßgleichen ein wenig Muskatnuß, Pfeffer und Salz, auch ein wenig Glace
-oder Consommé; dieses rührt man in einem gähen Windofen um, damit es
-schnell heiß wird, aber nicht kocht, füllt es in das in den Schlägel
-gemachte Loch und bedeckt dieses mit der abgeschnittenen braunen Rinde.
-Alsdann glacirt man den Schlägel, daß man die gemachte Oeffnung sieht.
-Diese ganze Zubereitung muß aber sehr geschwind vollzogen werden.</p>
-
-
-<h3>453. Gefüllter Kalbsschlägel.</h3>
-
-<p>Von einem schönen weißen und zarten Kalbsschlägel (am tauglichsten
-dazu ist der Schlägel von einem Kuhkalb) löst man das Schlußbein und
-das Rohrbein aus, schneidet ein Loch in den Schlägel und wiegt das
-daraus geschnittene Fleisch mit einem Stücke Schweinefleisch zusammen.
-Dann reibt man die Schale und das Mark einer Citrone, eine in Speck
-hellgelb gedämpfte Zwiebel und ein Stückchen eingeweichtes Brod in einem
-Reibsteine schaumig, vermischt es in einer Schüssel mit dem gewiegten
-Fleisch, würzt es mit Salz, Pfeffer und Muskatblüthe und macht es
-mit einem Ei und einem Eiergelb untereinander zu einer Farce (sprich
-Fars, d. h. Fülle). Auf den auseinander gelegten Schlägel streicht
-man nunmehr die Hälfte der Farce, legt eine schöne große, weiße, in
-messerrückendicke Stückchen geschnittene Gansleber auf die Farce,
-auf die Gansleber sodann ein in lange Stückchen geschnittenes Stück
-von einer geräucherten Zunge, hierauf ein Viertelpfund gewaschene,
-abgehäutete und in Blättchen geschnittene Trüffeln und auf diese den
-Rest der Fülle; dann wird der Schlägel zusammengerollt, zugenäht und in
-einer Casserolle mit geschnittenen Zwiebeln, Citronen, gelben Rüben und
-etwas Fett zugesezt, ein Glas Wein, etwas Estragonessig und ein wenig
-Fleischbrühe daran gegossen. So läßt man ihn zugedeckt 2 Stunden langsam
-kochen. Man kann ihn warm oder kalt auf den Tisch geben; kalt jedoch ist
-er besser.</p>
-
-
-<h3>454. Kalbsschlägel auf englische Art.</h3>
-
-<p>Der Kalbsschlägel wird in eine große Schüssel gelegt, Salz, Pfeffer,
-Thymian, Basilikum, Lorbeerblätter, das Mark von einer Limone, zu
-Blättchen geschnitten, ein paar Schalottenzwiebeln dazu <span class="pagenum"><a id="page129"></a>Seite 129</span>
-gelegt, mit Essig begossen und über Nacht stehen gelassen. Den andern
-Tag wird der Schlägel 2 Stunden vor dem Serviren sammt dem Essig in eine
-Bratpfanne gelegt, ein Stück frische Butter dazu gethan, fleißig mit
-der Bratenbrühe begossen, damit er eine schöne gelbe Farbe bekommt und
-die Sauce dazu auf folgende Art gemacht: In einer Casserolle röstet man
-ein Stückchen Butter mit einem Löffel voll Mehl gelb, schneidet etliche
-Schalottenzwiebeln hinein, gießt einen kleinen Schöpflöffel voll Jus und
-einen halben Schoppen sauren Rahm daran und läßt die Sauce mit Kapern,
-ein wenig geschnittenen Limonenschalen und dem Saft einer Limone kochen,
-legt den Schlägel auf die Platte und gießt die Sauce darüber.</p>
-
-
-<h3>455. Gebratener Kapaun.</h3>
-
-<p>Der Kapaun wird trocken gerupft, und kann, erlaubt es die Zeit, auch
-unausgenommen bleiben bis den andern Tag. Vor dem Braten nimmt man ihn
-dann aus, wascht ihn sauber, reibt ihn mit Salz und Pfeffer gut ein,
-steckt eine Zwiebel in ihn, schneidet den Kragen und Kopf ab, aber so,
-daß die Haut am Körper bleibt; dann bestreicht man einen Bogen Papier
-mit Butter, bindet den Kapaun darein und bratet ihn im Rohr schön gelb.
-Die Füße müssen daran bleiben, nur die Klauen werden abgehauen.</p>
-
-
-<h3>456. Farcirter <span class="ftsize95">(gefüllter)</span> Kapaun auf russische Art.</h3>
-
-<p>Einen schönen fetten Kapaun sticht man und läßt ihn gehörig ausbluten,
-rupft ihn ganz warm, aber behutsam, damit er kein Loch bekommt und
-brennt die noch stehen bleibenden Haare an einem Flammenfeuer ab; man
-nimmt ihn behutsam aus, zieht den Kropf zugleich mit den Gedärmen unten
-aus, läßt aber Herz und Lunge darin; man untergreift ihn, wie eine
-junge Taube, löst Brust, Rücken und Schenkel los und macht folgende
-Fülle dazu: Ein halbes Pfund magerer Schinken wird so fein wie möglich
-gewiegt, 3 Eier daran geschlagen, ein Schoppen süßer Rahm daran gegossen
-und eine geriebene Muskatnuß dazu gethan; mit dieser Masse wird eine
-Spritze mit einem kleinfingerdicken Rohr gefüllt und der Kapaun damit
-ausgesprizt und gefüllt. Dann näht man die Oeffnung wieder zu, steckt
-den Kopf mit dem Schnabel auf die Brust, dressirt die Füße hübsch, legt
-ihm ein Citronenrädchen auf die Brust, wickelt ihn in einen mit Butter
-dick bestrichenen Bogen Papier und läßt ihn in einer Bratpfanne langsam
-braten, während dessen aber übergießt man ihn recht fleißig. Er kann als
-Braten oder Ragout gegeben werden. In lezterem Falle macht man folgende
-Sauce dazu: In einer Casserolle läßt man ein Stück Butter zergehen und
-dämpft darin ziemlich geschnittene Zwiebeln und ein kleines Stück Zucker
-eine gute Viertelstunde lang; dann streut man einen Kochlöffel voll
-Mehl darein, wendet das Ganze um, gießt einen starken Schöpflöffel voll
-Fleischbrühe und ein Glas Wein daran und läßt es eine halbe Stunde lang
-aufkochen. Diese Sauce treibt man nunmehr durch ein Haarsieb <span class="pagenum"><a id="page130"></a>Seite 130</span>
-und gießt sie wieder in eine Casserolle, thut das Gelbe und das Mark
-von einer feingewiegten Citrone dazu, läßt sie noch ein Mal aufkochen
-und reibt eine Muskatnuß darein. Ist es Zeit zum Anrichten, so legt man
-den Kapaun behutsam auf eine Platte und gießt die Sauce nicht auf den
-Kapaun, sondern unmittelbar auf die Platte.</p>
-
-
-<h3>457. Kapaun im Reis.</h3>
-
-<p>Man richtet einen Kapaun zum Braten zu wie gewöhnlich, legt ihn in laues
-Wasser, reibt ihn dann mit Salz und gestoßenem weißen Pfeffer ein,
-bindet ihn mit Speck und Citronen ein, dämpft ihn in einer Casserolle
-halb gar, kocht ein halbes Pfund Reis mit guter Fleischbrühe, rührt ein
-Stück Butter daran, nimmt Muskatblüthe und Citronenschalen dazu, thut
-die Hälfte Reis in eine Schüssel, den Kapaunen dazu, gießt die andere
-Hälfte darüber, verrührt 4 Eier mit einem Kochlöffel voll sauren Rahm,
-gießt diesen über den Reis, bestreicht einen Springring mit Butter,
-legt ihn über die Platte her, stellt diese in den Backofen und läßt sie
-einige Zeit darin, bis der Reis aufgezogen ist.</p>
-
-
-<h3>458. Lammbraten.</h3>
-
-<p>Man zieht das Lamm ab, schneidet den Kopf, die Füße und die Brust davon,
-gerade so, wie bei den Hasen; dann wird es abgehäutet und gespickt,
-wo es kein Fett hat; man reibt es mit Salz und Pfeffer ein, dressirt
-es hübsch zusammen und läßt es in einer Bratpfanne mit Zwiebeln schön
-gelb braten; schüttet ein wenig Jus daran, übergießt es öfters damit
-und drückt Citronensaft darauf. Im Frühjahr, in der Osterzeit, sind die
-Lammbraten am schmackhaftesten.</p>
-
-
-<h3>459. Lammviertel am Spieß gebraten.</h3>
-
-<p>Von einem schönen Lammviertel zieht man die Haut am Schlägel ein wenig
-ab, spickt ihn mit Speck, reibt ihn mit Salz und Pfeffer ein, steckt
-ihn an einen Spieß, bestreicht Papier mit Butter und bindet es um das
-Fleisch, übergießt es öfters mit fetter Fleischbrühe, gießt in den
-Untersatz ein Glas Wein, etwas Fleischbrühe oder Butter und schneidet
-Zwiebeln und Lorbeerblätter dazu, daß es eine gute Jus bekommt; eine
-halbe Stunde vor dem Anrichten macht man das Papier davon los, übergießt
-den Braten mit saurem Rahm (der Braten muß ganz glänzend aussehen),
-drückt von einer halben Citrone den Saft darüber, zieht die Jus durch
-ein Haarsieb und gibt sie besonders zum Braten.</p>
-
-
-<h3>460. Lendenbraten.</h3>
-
-<p>Die Haut und das Fett werden von dem Stücke abgezogen, dieses mit Speck
-gespickt, in eine Bratpfanne gelegt, ein Schöpflöffel voll Fleischbrühe
-daran gegossen und im Ofen gebraten. Ist er bald vollends fertig, so
-kommen 3 feingeschnittene Selleriewurzeln daran, <span class="pagenum"><a id="page131"></a>Seite 131</span> die man weich
-kochen läßt. Sobald sie weich sind, richtet man den Braten an.</p>
-
-
-<h3>461. Lendenbraten à la Robert.</h3>
-
-<p>Von einem schönen Stücke Lendenbraten werden Fett und Haut abgezogen;
-nach diesem schneidet man ihn an der Seite auf, aber nicht ganz durch,
-schneidet das Fleisch ein wenig heraus, aber so, daß der Braten kein
-Loch bekommt, hackt das Fleisch mit einem halben Pfund frischen Speck,
-wiegt 4 Sardellen (die aber vorher sauber gewaschen und ausgegräthet
-seyn müssen) und eine halbe Citrone sammt dem Mark recht fein; reibt
-für einen Kreuzer Brod am Reibeisen ab, weicht es in Wasser ein, drückt
-es fest aus, vermischt es mit dem Gehackten und Gewiegten und mit Salz,
-Pfeffer, Muskatblüthe, Nelken und 2 verklopften Eiern und füllt die
-ganze Masse in den Lendenbraten, den man wieder fest zusammennäht und in
-eine Casserolle thut. Dazu kommen geschnittene Zwiebeln, Lorbeerblätter,
-Citronen, Basilikum, Estragon und ein Glas Wein, worauf man es auf
-schwachem Kohlenfeuer langsam dämpfen läßt. Eine halbe Stunde vor dem
-Anrichten wird der Braten ausgehoben, ein halber Kochlöffel voll Mehl
-in die Casserolle gethan, ein Glas Bordeauxwein und ein Löffel voll
-Fleischbrühe, so wie der Saft von einer halben Citrone daran gegossen;
-so läßt man alles eine halbe Viertelstunde miteinander aufkochen, treibt
-es durch ein Haarsieb, gießt es wieder in die Casserolle, legt den
-Braten wieder dazu und läßt ihn gar werden.</p>
-
-
-<h3>462. Nierenbraten.</h3>
-
-<p>Von einem Nierenbraten haut man vorne den Lappen und hinten den Strehl
-ab, reibt ihn mit einem Tuch sauber ab, pfeffert und salzt ihn gut ein,
-läßt ihn eine Stunde liegen, dann rollt man ihn zusammen, bindet ihn
-fest mit einem Bindfaden, bratet ihn am Spieß oder in einem Bratrohr,
-wickelt ihn in Papier ein und schneidet Zwiebeln, gelbe Rüben, auch
-etwas Citronen, legt den Braten dazu, thut auch ziemlich viel Fett daran
-und bratet ihn langsam; beim Anrichten wird das Papier weggenommen,
-das Fett abgeschüttet und die Sauce mit etwas Fleischbrühe durch ein
-Haarsieb gezogen.</p>
-
-
-<h3>463. Nierenbraten auf englische Art.</h3>
-
-<p>Der Nierenbraten wird in eine Casserolle gelegt, mit Milch überschüttet,
-daß er ganz damit bedeckt ist, Nelken, weiße Pfefferkörner,
-Muskatblüthe, Thymian, Basilikum, einige Lorbeerblätter und geschnittene
-Zwiebeln, gelbe Rüben, Petersilie, Pastinak, Schalotten und noch
-allerlei Wurzeln dazu gethan. Man läßt nun den Braten über Nacht mit den
-Kräutern stehen. Den andern Tag, 2 Stunden vor dem Anrichten, nimmt man
-ihn aus der Milch, bratet ihn am Spieß, bestreut ihn mit Mehl und Salz,
-begießt ihn öfters mit Butter, damit er eine schöne Farbe bekommt, legt
-ihn auf die Platte und gießt klare Jus darüber.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page132"></a>Seite 132</span> 464. Rehschlägel in Rahmsauce.</h3>
-
-<p>Von dem Schlägel schneidet man das Rohr- und Schlußbein aus, häutet ihn
-gut ab, spickt ihn, legt ihn auf ein Plafond, schneidet allerlei Wurzeln
-und Zwiebeln dazu, gießt heißes Schmalz darüber, thut Salz, Pfeffer und
-Nelken daran, läßt ihn schön gelb braten, schüttet ein wenig Jus daran,
-ein Glas Essig oder Wein und übergießt ihn öfters. Zulezt verrührt man
-einen halben Schoppen guten dicken sauren Rahm und 3 Finger voll Mehl
-miteinander, gießt dieses mit ein wenig Jus dazu und läßt es nochmals
-aufkochen, zieht die Sauce durch ein Haarsieb und gießt sie auf den
-Braten.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Bei allen Wildbraten ist zu beachten, daß es besser
-aussieht, wenn die Sauce besonders dazu gegeben wird.</p>
-
-
-<h3>465. Rostbraten.</h3>
-
-<p>Man nimmt ein Stück von der Rübe (hintersten Rippe), schneidet die
-Rippe davon aus und unten den Strehl weg, schneidet das Fleisch in
-halbfingerdicke Schnitten, klopft sie ein wenig, reibt sie mit Salz
-und Pfeffer ein und bratet sie mit Citronenbutter auf dem Roste schön
-gelb. In einer Viertelstunde sind sie fertig, dann legt man sie auf eine
-Platte und gibt Citronen dazu.</p>
-
-
-<h3>466. Geräucherter Schinken am Spieß gebraten mit Champagnerwein.</h3>
-
-<p>Man legt den Schinken auf den Rost, zieht ihn nachher recht sauber ab,
-daß nichts Schwarzes an ihm bleibt, legt ihn in ein langes Geschirr,
-schneidet einige Schalottenzwiebeln darein, thut Lorbeerblätter,
-Basilikum, Thymian, einige Nelken, Knoblauch, Muskatblüthe dazu, gießt
-eine Bouteille Champagner daran, deckt das Geschirr fest zu und läßt
-alles so stehen bis den andern Tag. 3 Stunden vor dem Anrichten wird er
-an den Spieß gesteckt, mit der Sauce, worin er den Tag vorher gelegen,
-und zu der man noch ein Stück Butter nimmt, öfters übergossen, bis er
-alles angeschluckt hat. Vor dem Serviren läßt man ein paar Löffel voll
-Coulis mit dem Saft einer Citrone aufkochen und gießt diese über den
-Schlägel; man kann auch eine Hägenmarksauce dazu geben.</p>
-
-
-<h3>467. Schneegans.</h3>
-
-<p>Eine Schneegans wird gerupft, abgeflammt, 4 Tage mit allen Arten Kräuter
-in Essig gelegt, Kopf und Kragen abgeschnitten. Sodann reibt man die
-Gans mit Salz und Pfeffer ein, thut eine mit Nelken besteckte Zwiebel,
-auch etwas von einer Citrone in dieselbe, schneidet die Füße ab, steckt
-sie in die Haut, bindet die Gans mit Speck ein, bratet sie im Ofen schön
-gelb, legt einen Bogen Papier darüber und übergießt sie gut mit Sauce.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page133"></a>Seite 133</span> 468. Gebratene Schnepfe.</h3>
-
-<p>Die Schnepfe wird mit dem Kopf gerupft, doch ist es besser, wenn
-derselbe nicht mit gebeizt wird. Die Füße werden auf die Schenkel
-gedreht, das Eingeweide herausgenommen, der Vogel gut mit Salz,
-Pfeffer und etwas Nelken eingerieben, eine Zwiebel und ein Stückchen
-schwarzes Brod in ihn gethan, der Kopf auf die Brust gesteckt, die
-Augen ausgedrückt und derselbe nun in einer Casserolle mit einem Stücke
-Fett gebraten; man legt Zwiebeln, gelbe Rüben und Pastinakwurzeln dazu,
-deckt aber die Casserolle zu, damit der Vogel weiß wird, gießt ein wenig
-Jus daran und macht nun den sogenannten Schnepfendreck wie folgt: Das
-Eingeweide wird dazu genommen, der Magen aber nicht, die Gedärme sauber
-ausgestreift, mit der Schale von einer halben Citrone, mit Petersilie
-und der Leber eines jungen Huhns so fein wie möglich gewiegt; dann wird
-etwas Muskatnuß, weißer Pfeffer, 3 Finger voll Mehl dazu gethan; in
-einer kleinen Casserolle werden in zerlaufener Butter 2 Eßlöffel voll
-Mehl, etwas rother Wein und ein Löffel voll von dem Fett, worin die
-Schnepfen gebraten wurden, ein wenig umgerührt, aber ja nicht gekocht;
-dann schneidet man einen Wecken ohne Rinde in Schnitten, backt diese im
-Schmalz, streicht den Schnepfendreck darauf, legt die Schnitten auf die
-Platte, die Schnepfen in die Mitte, garnirt diese mit Petersilie und
-Citronen und gibt die Sauce extra dazu.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Die Waldschnepfe ist auf die oben beschriebene
-Art am besten; die Moosschnepfe wird ebenfalls so, nur mit dem
-Unterschiede behandelt, daß ihr die Haut abgezogen wird. Die
-Schweizerschnepfen sind die besten, sie haben einen viel feinern
-Geschmack als die andern.</p>
-
-
-<h3>469. Spanferkel.</h3>
-
-<p>Ein 4 bis 5 Wochen altes Spanferkel wird sauber gepuzt und geschabt,
-das Eingeweide mit der Milz ausgenommen, 3 bis 4 Schnitte auf die
-Stirne gemacht und die Milz dadurch gezogen. Dann wird es mit Salz und
-weißem Pfeffer eingerieben und wo möglich am Spieß gebraten. In einer
-Casserolle wird sodann eine halbe Maas Braunbier mit einem Stücke Speck
-heiß gemacht und diese Brühe über das Ferkel gegossen, wobei man aber
-Acht geben muß, daß es keine Blasen bekommt; um dieß zu verhüten, macht
-man mit einer großen Tranchirgabel Löcher in dasselbe. Die Füße werden
-dressirt und ein kleineres Geschirr unter den Braten gestellt, in
-welches er abtropfen kann. In die Platte wird eine Zwiebel geschnitten;
-in das Genick des Ferkels wird, wenn es fertig ist, ein Schnitt gemacht,
-damit es hübsch geröstet bleibt. Die Jus wird extra dazu gegeben. Bei
-guter Feuerung ist ein Spanferkel in einer Stunde fertig.</p>
-
-
-<h3>470. Spanferkel auf italienische Art.</h3>
-
-<p>Das Spanferkel wird ausgelöst, mit Salz und Pfeffer eingerieben, guter
-Reis in Bouillon mit einem Stück Schinken gekocht, der Reis muß aber
-ganz hart und trocken seyn, dann wird er vom Feuer <span class="pagenum"><a id="page134"></a>Seite 134</span> gesezt, und
-wenn er kalt ist, reibt man ein Stück Parmesankäs daran, bratet einige
-Bratwürste, thut sie in den Reis, sammt dem Fett, in dem sie gebraten
-wurden, vorher aber werden sie in kleine Stückchen geschnitten und
-die Haut davon genommen. Der Schinken wird aus dem Reis gethan, klein
-geschnitten, der Reis recht verrührt, in das Spanferkel gefüllt, dieses
-in einer Casserolle mit einem Stück Fett eine Stunde vor dem Serviren in
-den Backofen gestellt und mit Provenceröl überstrichen, damit es schöne
-Farbe bekommt. Man legt das gebratene Ferkel auf eine Platte und gießt
-ein wenig Jus darüber.</p>
-
-
-<h3>471. Braten von Schwarzwildbret.</h3>
-
-<p>Dem Schlägel eines Frischlings wird die Haut abgezogen, der untere
-Knochen so abgeschnitten, daß Klauen und Haut an demselben bleiben;
-dann wird er in eine Mischung von halb Wein und halb Essig mit allen
-Arten von Wurzeln und Kräutern und mit grobgestoßenem Gewürze gelegt und
-öfters darin umgewendet. An dem Tage, an welchem er zur Tafel gegeben
-werden soll, wird er aus der Beize genommen; mit einem Messer sticht
-man Löcher unten in denselben und steckt in jedes Loch ein Stückchen
-Speck; und so wird er sammt der Beize in einer Casserolle im Ofen schön
-gelb gebraten. Hierauf wird ein Eßlöffel voll Kapern, ein ausgemachter
-Häring, eine Zwiebel und das Gelbe von einer halben Citrone feingewiegt,
-2 Eierweiß, eine Messerspitze voll Zimmt, eben so viel Muskatblüthe,
-der Saft von einer halben Citrone in einer Schüssel wohl durcheinander
-gemacht, und der Schlägel, wenn er weich ist, oben messerrückendick
-damit bestrichen. Ist er mit diesem Ueberzuge im Ofen gelb gebraten, so
-wird er 2 bis 3 Mal mit dem Fett übergossen. Der Braten wird sodann auf
-eine Platte angerichtet, mit Citronen garnirt, der Lauf sammt den Klauen
-darauf gelegt, und die Jus, durch ein Haarsieb gezogen, besonders dazu
-gegeben.</p>
-
-
-<h3>472. Schwarzwildbret.</h3>
-
-<p>Ein Stück Schwarzwildbret wird in Fleischbrühe, Wein und Essig mit
-allerlei Kräutern und Wurzeln nicht sehr weich gekocht und folgende
-Sauce dazu gemacht: Man wiegt 3 bis 4 große Zwiebeln, läßt in einer
-Casserolle ein Stück Zucker mit Fett gelb werden, thut die Zwiebeln
-dazu und läßt sie mit dem Zucker braun werden. Dann kommt Mehl dazu,
-je nachdem man viel oder wenig Sauce braucht; diese löscht man mit der
-Brühe ab, in welcher das Fleisch gekocht worden ist, läßt alles eine
-Stunde lang miteinander kochen, gießt einen Schoppen rothen Wein und
-etwas Jus (Bratenjus hat vor anderer den Vorzug) daran, thut allerlei
-Gewürz und das Gelbe einer gewiegten Citrone nebst etwas Estragon- oder
-Himbeeressig dazu und läßt es recht lang kochen.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Die meisten Köche oder Köchinnen rösten das Mehl
-dazu; ich halte es aus Erfahrung aber für besser, dasselbe wie hier
-beschrieben zu behandeln, weil es so einen bessern Geruch, etwa wie
-gebrannte Suppe, annimmt.</p>
-
-<p class="bltext1">Die <em class="gesperrt">Verf.</em></p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page135"></a>Seite 135</span> 473. Gefüllter Wildschweinskopf.</h3>
-
-<p>Der Kopf wird nicht sehr kurz abgeschnitten, 2- bis 3mal in warmem
-Wasser gewaschen, sauber abgebürstet, daß er schön gelb wird; die Ohren
-werden sauber ausgereinigt, der Kopf unten aufgeschnitten und das
-Kopfhaus so behutsam ausgelöst, daß kein Loch in die Haut geschnitten
-wird. Dazu macht man folgende Fülle: man schneidet 2 Pfund mageres
-Schwarzwildbret und dasjenige Fleisch, was aus dem Kopfe geschnitten
-wurde, mit einem Pfund frischen Speck und wiegt Alles zu einem Teig
-zusammen. Für 2 Kreuzer weißes Brod (Wecken oder Semmel), wovon die
-Rinde abgeschält ist, weicht man in Wasser ein, drückt es fest aus
-und arbeitet es mit dem Schweinsbrät, 2 Eiern, Salz, Pfeffer, Nelken,
-Muskatblüthe, Muskatnuß in einem Reibstein so zusammen, bis es schaumig
-wird. Die Hälfte dieser Masse füllt man nun in den Kopf, legt einige
-in Scheiben geschnittene Trüffeln darauf und dann die andere Hälfte
-der Farce darüber; damit die Fülle desto sicherer in dem Schweinskopfe
-bleibt, wird oben auf dieselbe vor der Oeffnung eine Speckschwarte
-gelegt; dann näht man die Oeffnung gut zu und bindet den Kopf in ein
-Tuch ein. Dazu wird folgende Sulz gemacht: in einen gut verzinnten
-kupfernen Kessel kommen 8 sauber gepuzte Kalbsfüße, 2 Schweinsfüße, ein
-altes Huhn, 2 Pfund Ochsen- oder noch besser Kuhfleisch, so wie alle
-Arten Wurzeln und Kräuter, Nelken, Pfeffer, Muskatblüthe, ganzer Zimmt,
-Zwiebeln, Lorbeerblätter und eine starke Hand voll Salz; daran gießt
-man 3 Maas Wein, 4 Maas Wasser und 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Maas Essig. Dieses Alles wird
-sammt dem Schweinskopf ans Feuer gesezt, der Kessel zugedeckt, der Kopf
-langsam gekocht und öfters umgewendet. Ein großer Schweinskopf braucht
-oft 3 bis 3<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Stunden, bis er gar gekocht ist. Ist der Kopf gekocht,
-so legt man ihn auf eine Schüssel, damit er abläuft; das Abgelaufene
-gießt man wieder an die Sulz und läßt diese, wenn es die Zeit erlaubt,
-über Nacht stehen. Nun schlägt man 4 Eier in eine Casserolle, nimmt von
-der Sulz das Fett behutsam ab, thut das Gestandene in die Casserolle,
-jedoch so, daß der Satz zurückbleibt, sezt sie ans Feuer und schlägt mit
-der Schneegabel so lange in die Sulz, bis sie zu kochen anfängt; dann
-stellt man sie weg, drückt von einer Citrone den Saft darein und läßt
-sie durch einen Filzhut laufen; sollte sie vom ersten Durchlaufen nicht
-hell werden, so filtrirt man sie so lange durch den Filz, bis sie hell
-genug ist. Von solch' klarer Sulz gießt man etwas auf die Platte, worauf
-man den Kopf auftragen will, läßt sie stehen und macht nun eine grüne
-Sulz auf folgende Art: man stößt 2 bis 3 Hände voll sauber gewaschenen
-Spinat in einem Reibstein, preßt den Saft durch ein Tuch aus, läßt ihn
-in einem kleinen Gefäße auf dem Feuer gerinnen und gießt ihn durch ein
-Haarsieb. Solchen Spinatkäs rührt man unter halbgestandene Sulz, gießt
-diese auf die Platte, so, daß sie einen Berg vorstellt, und läßt sie
-fest stehen. Dann reinigt man den Schweinskopf von allem Fette <span class="pagenum"><a id="page136"></a>Seite 136</span>
-und legt ihn auf den Berg von grüner Sulz, übergießt ihn mit klarer Sulz
-so lange, bis der Kopf ganz in der Sulz liegt. Vor dem Serviren wird er
-noch mit Citronen und ausgeschnittenem Laubwerk geziert.</p>
-
-<p>Für große Tafeln kann man den Schweinskopf auch folgendermaßen
-zubereiten: 5 Pfund Butter und 5 Pfund Schweineschmalz werden eine halbe
-Stunde lang so durcheinander gerührt, daß sie wie Pommade werden. Vom
-größten Theile dieser Masse wird auf einer großen langen Platte eine Art
-Altar gemacht und dieser mit Säulen geziert, die man von dem Rest der
-Masse rund wellt und mit Chokolade braun, mit Safran gelb, mit Spinatkäs
-grün färben kann. Zwischen 2 solchen Säulen kann man auch einen Jäger,
-einen Pilger oder sonst eine Figur, aus gleicher Masse geformt, stellen.
-Auf solchen Altar wird sodann der Schweinskopf gesezt.</p>
-
-
-
-
-<h2>Sulzen.</h2>
-
-
-<h3>474. Gesulzte Feldhühner.</h3>
-
-<p>4 Kälberfüße werden zusammengehackt, mit einer Maas Wasser, einer halben
-Maas Wein und einem Schoppen Essig ans Feuer gesezt, und mit Wurzeln und
-Kräutern, z. B. Petersilie, Sellerie, Zwiebeln, Lorbeerblättern, Nelken
-und Muskatblüthe und einer Hand voll Salz 2 bis 3 Stunden lang gekocht,
-durch ein Haarsieb gezogen und über Nacht stehen gelassen. Den andern
-Tag wird das Fett davon abgenommen, die Sulz in eine messingene Pfanne
-gethan, 2 Eier sammt den Schalen darein zerdrückt und auf dem Feuer
-so lang geschlagen, bis es zu kochen beginnt. Dann wird sie vom Feuer
-genommen, der Saft von 2 Citronen darein ausgedrückt und die Sulz durch
-einen Zuckerhut gezogen, bis sie recht klar ist. Hierauf wird von einem
-Feldhuhn die Brust und alles Fleischige abgeschnitten, auf dem Wiegblock
-mit einem Viertelpfund gefüllten Speck zu einem Teig gewiegt, für einen
-Kreuzer Brod, abgerindet, in Wasser eingeweicht und fest ausgedrückt,
-nebst 4 abgehäuteten und im Mörser fein gestoßenen Trüffeln, 2
-Messerspitzen voll Muskatblüthe, einer Messerspitze voll Nelken, 2
-Messerspitzen voll Pfeffer, 3 fein gewiegten, in Butter gedämpften
-Zwiebeln dazu gethan, 2 Eier daran geschlagen und die Sulz nach Belieben
-dazu gegossen. Dieses Alles wird mit der Hand so durch einen weiten
-Seiher gearbeitet, daß alle Häute zurückbleiben. &#8211; Ein zweites Feldhuhn
-wird auf dem Rücken aufgeschnitten, der Körper so ausgelöst, daß alles
-Fleisch an der Haut bleibt; Kopf und Kragen werden abgeschnitten, das
-Rohrbein aber bleibt daran, die Füße werden geschränkt und nur die
-Klauen davon abgeschnitten. Wenn nun die Höhlung des Feldhuhns mit der
-Farce ordentlich ausgefüllt ist, wird sie zugenäht, der Vogel mit Speck
-und Citronen umbunden und in einer Casserolle mit Butter <span class="pagenum"><a id="page137"></a>Seite 137</span>
-und Zwiebeln auf Kohlen eine Stunde lang gedämpft. Nachdem das Huhn
-herausgenommen und erkaltet ist, läßt man in einem Melonenmodel etwas
-helle Sulz gestehen, legt sie mit Citronen und Petersilie aus, das
-Feldhuhn darauf, gießt die übrige Sulz daran und läßt sie fest gestehen.
-Beim Anrichten stürzt man das Ganze auf eine Platte und garnirt es mit
-Petersilie und Citronen.</p>
-
-
-<h3>475. Forellen mit saurer Sulz.</h3>
-
-<p>Die Forellen werden schön blau abgesotten, auf ein Geschirr gelegt und
-dieses fest zugedeckt, daß das Blaue nicht vergeht. Man macht folgende
-Sauce dazu: 2 sauber gepuzte Kalbsfüße hackt man mit 1 Loth Hausenblase
-zusammen, gießt den Fischsud an die Füße, so daß es 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Maas ausmacht,
-und läßt es 2 bis 3 Stunden kochen, zieht die Sulz durch ein Haarsieb
-und läßt sie in einer Schüssel eine Viertelstunde stehen, daß der Satz
-auf dem Boden bleibt; dann zieht man einen Bogen Fließpapier durch die
-Sulz, daß sich das Fett daran hängt, verklopft ein ganzes Ei in einer
-Casserolle, gießt die Sulz langsam dazu, sezt sie aufs Feuer, rührt
-mit einem neuen Kochlöffel immer darin, bis sie kocht, dann stellt man
-sie weg, gießt sie in einen Filzhut, legt die Forellen auf eine große
-Platte, gießt von der klaren Sulz darauf, läßt sie stehen und färbt
-einen Theil Sulz in einem Geschirr auf folgende Art grün: Man nimmt
-fette Nelkenblätter, stoßt sie im Mörser, preßt den Saft durch ein Tuch
-und macht die Sulz damit grün; diese gießt man, wenn sie halb gestanden
-ist, über die Forellen, läßt sie vollends fest stehen und gießt noch
-einmal helle Sulz darüber. Man kann nun die Fische nach Geschmack
-garniren.</p>
-
-
-<h3>476. Lachsforelle in Majonessauce.</h3>
-
-<p>Die Lachsforelle wird gewaschen, die Ohren ausgeschnitten und
-ausgeweidet, mit Salz eingerieben, mit Wein, Essig, Citronen,
-Lorbeerblättern, Nelken und Pfeffer zugesezt, langsam gekocht, daß sie
-nicht aufspringt, dann auf die dazu bestimmte Platte gelegt und folgende
-Sauce dazu gemacht: Von 8 hartgesottenen Eiern drückt man das Gelbe
-durch ein Haarsieb, schlägt 8 frische Eiergelb daran, gießt einen Löffel
-voll helle Sulz dazu, rührt diese eine halbe Stunde immer auf eine
-Seite, gießt tropfenweise 2 Eßlöffel voll Provenceröl dazu, rührt es 2
-Stunden lang immerwährend, auch noch einen Eßlöffel voll Sulz dazu (wenn
-man Eis hat, so kann man die Sulz darauf rühren), streicht die Sauce,
-die so dick wie Pommade seyn muß, auf den Fisch, aber nicht auf dessen
-Kopf.</p>
-
-
-<h3>477. Gesulzte Lachsforelle mit Schuppen.</h3>
-
-<p>Eine schöne Lachsforelle wird abgeschuppt, der Bauch aufgeschnitten,
-das Eingeweide herausgenommen, sauber gewaschen, innen und außen mit
-Salz eingerieben, in ein Tuch eingeschlagen, und wenn sie 2 Stunden
-gestanden, folgende Sauce daran gemacht: 3 Kalbsfüße, 2 Schweinsfüße, 6
-Schoppen Wasser, 3 Schoppen Wein, 1 Schoppen <span class="pagenum"><a id="page138"></a>Seite 138</span> Essig, Zwiebeln,
-Lorbeerblätter, Muskatblüthe, Salz werden miteinander 3 Stunden lang
-gekocht, durch ein Haarsieb in eine Schüssel gegossen und eine halbe
-Stunde stehen gelassen. Von der Forelle wischt man den Schleim ab und
-läßt sie in einem zugedeckten Kessel mit 1 Schoppen Wein, 2 Schoppen
-Wasser, allen Arten guter Kräuter nebst einer kleinen Hand voll Salz
-mehr dämpfen als kochen, damit sie nicht aufspringt. Sie braucht eine
-Stunde, bis sie weich ist; dann läßt man sie erkalten. Die Sulz kommt
-nun in eine Casserolle, das Fett wird oben weggenommen, und der Satz
-bleibt zurück, die Sulz auf dem Feuer mit einem Schoppen siedender
-Milch gekocht, der Saft von einer Citrone dazu genommen noch eine Weile
-gekocht, vom Feuer genommen und eine Viertelstunde stehen gelassen.
-Hierauf läßt man die Sulz durch einen aufgehängten Filzhut laufen; sie
-muß, wenn sie gut gemacht ist, so klar seyn, wie helles Brunnenwasser;
-dann gießt man davon nagelhoch auf die Platte, die man zur Tafel geben
-will, läßt das Aufgegossene fest stehen und macht sodann folgende Sauce:
-Von 6 hartgesottenen Eiern treibt man das Gelbe durch ein Haarsieb,
-nimmt es in eine Schüssel, schlägt noch 6 frische Eiergelb daran, von
-einer halben Citrone den Saft, rührt es eine halbe Stunde (auf dem Eis
-ist es am besten zu rühren) nebst 3 Tropfen Provenceröl immer fort,
-bis es ganz weiß ist; es muß aber immer tropfenweise Oel dazu gerührt
-werden, auch etwas Sulz; so rührt man es 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub>-2 Stunden, gießt es auf
-die Platte, auf der die helle Sulz ist, doch so, daß man rings herum 2
-Finger breit die helle Sulz noch sieht, dann läßt man es fest stehen,
-gießt behutsam wieder helle Sulz darüber, macht ein wenig grüne Sulz,
-schüttet sie darüber, so daß der Fisch gerade auf die grüne Sulz zu
-liegen kommt, dann wieder etwas klare Sulz, und wenn es fest gestanden
-ist, wieder etwas Helles auf den Fisch, bevor er auf die Platte kommt.
-Nun gießt man auf eine andere Platte nagelstief von der klaren Sulz,
-läßt sie fest stehen, sticht mit einem blechernen Mödelchen, welches die
-Form von Schuppen gibt, solche aus und legt sie behutsam mit dem Messer
-auf den Fisch. Hinter den Ohren fängt man an und bedeckt den ganzen
-Fisch damit, daß er wie mit Schuppen aussieht. Kopf und Schwanz dürfen
-nicht bedeckt werden. Auf den Schwanz legt man etwas Grünes, an die
-Ohren macht man eine Guirlande von rother und gelber Sulz und gibt dem
-Fische eine Citrone ins Maul.</p>
-
-
-<h3>478. Gesulzter welscher Hahn.</h3>
-
-<p>Ein welscher Hahn wird gereinigt, gewaschen, die Augen ausgestochen
-und der Kopf gebrüht, damit er weiß wird; ausgenommen darf er nicht
-werden. Die Füße werden am Knöchel abgeschnitten, der Hahn auf dem
-Rücken aufgeschnitten, der Körper so ausgelöst, daß alles Fleisch
-an der Haut hängen bleibt; die Flügel werden am zweiten Gelenke ab-
-und der Kragen so durchgeschnitten, daß der Kopf an der Haut hängen
-bleibt; die Rohrbeine werden ausgelöst und folgende Fülle dazu gemacht:
-3 bis 4 Pfund Schweinsbrät, ein <span class="pagenum"><a id="page139"></a>Seite 139</span> Pfund Kalbsbrät, für 2
-Kreuzer weißes Brod (wovon die Rinde abgeschnitten ist) in Milch
-eingeweicht und ausgedrückt, 3 große Zwiebeln, geschält und gewiegt,
-ein Viertelpfund Speck in kleine Stückchen geschnitten und in einer
-Casserolle auf dem Feuer zerlaufen und die Zwiebeln darin gedämpft,
-bis sie ein wenig gelb sind, eine Hand voll Salz, 2 Messerspitzen voll
-Nelken, 3 Messerspitzen voll Muskatblüthe und eine ganze Muskatnuß,
-von 2 Citronen das feingewiegte Gelbe, nebst dem Mark ohne die Kerne,
-ein Viertelpfund Sardellen sauber gepuzt und ausgegräthet, ein halbes
-Pfund sauber gewaschene und abgehäutete Trüffeln; Alles dieses wird
-mit dem Schweins- und Kalbsbrät in einem Reibstein mit 2 Eiern und
-2 Dottern zusammen zu einem Schaum gerieben und der vierte Theil
-davon in den welschen Hahn gefüllt, darauf werden ein halbes Pfund
-Schinken und ein halbes Pfund Speck, beides in federkieldicke Stückchen
-geschnitten, nebeneinander, und ein Trüffel, in Blättchen geschnitten,
-darauf gelegt, dann kommt eine Lage Fülle, wieder eine Lage Schinken,
-Speck und Trüffel und dann wieder eine Lage Fülle. Hiebei ist aber zu
-bemerken, daß Kragen und Schlägel mit der Farce wohl ausgefüllt werden
-müssen. Darnach wird der Hahn zugenäht und, nachdem ihm der Kopf unter
-den Flügel dressirt ist, in ein reines Tuch so eingebunden, daß er in
-seiner Form bleibt. So zubereitet wird der Hahn in eine große Casserolle
-mit 8 zerhackten Kälberfüßen gelegt, eine Maas Wein, 2 Maas Wasser und
-3 Schoppen Essig daran gegossen, ein Loth Muskatblüthe, eine ganze in
-Blätter geschnittene Citrone, ohne die Kerne, 2 in Stücke geschnittene
-gelbe Rüben, 4 Lorbeerblätter, 4 Zwiebeln, eine Sellerie, in Stücke
-geschnitten, Nelken und Pfeffer, zusammen ein Loth, dazu gethan und
-Alles 2 bis 3 Stunden gekocht. Geht die Brühe noch nicht über den Hahn
-her, so wird noch mehr Wasser und Wein dazu gegossen. Wenn der Indian
-oder welsche Hahn 2 Stunden gesotten hat, nimmt man ihn heraus und läßt
-ihn im Tuche erkalten. Den Satz läßt man noch eine Stunde kochen, zieht
-ihn durch ein Haarsieb in ein reines Gefäß und läßt ihn über Nacht
-stehen. An dem Tage, wo der Hahn aufgetragen werden soll, nimmt man
-das Fett von der Sulz ab, bringt diese in einer Casserolle, so daß der
-Satz unten bleibt, ans Feuer, zerdrückt 3 ganze Eier darein und rührt
-so lange darin, bis sie kocht. Dann hebt man sie vom Feuer, gießt von
-3 Citronen den Saft dazu und läßt die ganze Sulz durch einen Filzhut
-laufen; zugleich macht man den Hahn aus dem Tuche los, puzt ihn mit
-einem reinen Tuche sauber ab, legt ihn auf eine Platte und übergießt
-ihn mit klarer Sulz, läßt diese kalt werden, übergießt ihn wieder und
-so macht man fort, bis der Hahn ganz in der Sulz liegt. Nun wird er mit
-Lorbeerblättern und Citronen garnirt.</p>
-
-
-<h3>479. Gesulztes Kalbsnetz.</h3>
-
-<p>2 Pfund Schweinsbrät, 1 Pfund Kalbsbrät, 2 weiße Brode, welche in Milch
-eingeweicht und fest ausgedrückt wurden, werden mit <span class="pagenum"><a id="page140"></a>Seite 140</span> Salz,
-Pfeffer und Muskatblüthe in einen Reibstein gethan, eine Hand voll
-gedämpfter Zwiebeln, 2 gereinigte Häringe mit dem Obigen wie Schaum so
-fein darin gerieben und alles in ein großes Kalbsnetz oder in einen
-Bodendarm genäht (ist es ein Bodendarm, so muß er gestupft werden);
-dieses in einer Casserolle mit einer Hand voll Salz eine Stunde lang
-ganz langsam gekocht, auf die Platte gelegt und helle Sulz darüber
-gegossen, an der man das Netz gestehen läßt.</p>
-
-
-<h3>480. Gesulzter Karpfen.</h3>
-
-<p>Ein Karpfen von 2 bis 3 Pfund wird sauber geschuppt, gewaschen, der
-Bauch aufgeschnitten, aber nicht zu weit, mit einem Tuch inwendig
-ausgewischt und mit Salz und Pfeffer gut eingerieben; dann wird er in
-ein Tuch gut eingeschlagen und 2 Stunden stehen gelassen. Nun läßt man
-in 1 Maas Wasser in einer Pfanne ein halbes Pfund geraspeltes Hirschhorn
-2 bis 3 Stunden langsam kochen, (es darf nicht umgewendet werden, sonst
-wird es trüb). Man legt den Fisch in ein Geschirr, in dem man ihn kochen
-kann, aber er muß gerade bleiben, legt 1 Zwiebel, 3 Lorbeerblätter,
-ganze Nelken, ganzen Pfeffer, eine halbe in Blätter geschnittene Citrone
-dazu und gießt das Helle von dem Hirschhorn durch ein Tuch über den
-Fisch. Sollte der Sud nicht reichen, so muß ein halber Schoppen Wein,
-Wasser oder Fleischbrühe dazu genommen werden, der Fisch wird zugedeckt
-und gekocht, bis er sich von den Gräthen losmacht. Man läßt ihn auf
-einer Schüssel kalt werden, zieht die Sulz durch ein Tuch und vertheilt
-sie in 2 Theile, wovon der eine Theil auf die Platte kommt, die man zur
-Tafel geben will; diesen läßt man stehen, legt den Karpfen behutsam
-darauf; zu der übrigen Sulz nimmt man 3 bis 4 Tropfen Veilchensaft und
-gießt sie über den Karpfen.</p>
-
-
-<h3>481. Gesulzte Pomeranzen.</h3>
-
-<p>In schöne große Pomeranzen macht man oben einen nicht sehr tiefen
-Kreuzschnitt, so daß man das Mark mit dem Finger ausziehen kann, von
-welchem nichts darin bleiben darf. Daran macht man folgende Sulz: Das
-ausgezogene Mark preßt man durch ein Haarsieb in eine messingene Pfanne,
-gießt 2 Schoppen weißen Wein darein und läßt es mit einem Viertelpfund
-Zucker aufkochen, nimmt 1 Ei daran, schlägt es mit einer Schneegabel so
-lang, bis es anfängt zu kochen. Dann nimmt man die Sulz vom Feuer, thut
-noch von 2 Citronen den Saft dazu und zieht sie durch einen Filzhut;
-sollte sie das erste Mal nicht hell genug werden, so wird sie nochmals
-aufgegossen; dann stellt man die Pomeranzen aufrecht in ein Geschirr, so
-daß sie nicht umfallen können, gießt von der klaren Sulz etwas daran,
-läßt sie fest stehen, macht von 2 Loth Mandeln eine dicke Milch, gießt
-von der klaren Sulz etwas daran und verrührt beides gut miteinander;
-wenn die Pomeranzen gestanden sind, so gießt man Mandelmilch dazu und
-läßt sie fest stehen; dann färbt man klare Sulz mit 3 bis 4 Tropfen
-<span class="pagenum"><a id="page141"></a>Seite 141</span> Cochenille, gießt, wenn die Mandelmilch gestanden ist, die
-rothe Sulz darauf und läßt sie fest stehen.</p>
-
-
-<h3>482. Sulz mit Brustkräutern.</h3>
-
-<p>Man schneidet weiße Eibischwurzeln, Lungenkraut, Leberkraut, Herzlein
-von blauem Kohl, jedes eine Hand voll, recht fein, nimmt 3 Löffel
-voll feines Griesmehl, einen zerhackten Kalbsfuß und Knochen, eine
-Messerspitze voll Muskatblüthe, ein klein wenig Butter dazu, läßt
-Alles miteinander 3 bis 4 Stunden kochen, gießt es durch ein Tuch und
-läßt es im Keller gestehen; den andern Tag nimmt man das Fett davon ab
-und gibt dem Kranken Morgens und Abends eine Suppe davon, die man mit
-Fleischbrühe vermischt.</p>
-
-
-<h3>483. Sulz von Habergrütze.</h3>
-
-<p>Man gießt einen Schoppen Wasser an ein Viertelpfund Habergrütze, läßt
-es 3 Tage lang daran stehen, indem man alle Tage 2 Maas frisches Wasser
-daran gießt, den vierten Tag treibt man es durch ein Haarsieb, läßt die
-Schale und den Saft von 2 Pomeranzen, den Saft von einer Citrone und ein
-Stück Zucker eine Viertelstunde damit kochen, zieht die Sulz durch ein
-Haarsieb und gibt sie dem Kranken, je einen Löffel voll.</p>
-
-
-<h3>484. Sulz von geraspeltem Hirschhorn.</h3>
-
-<p>4 Loth Hirschhorn, 4 Loth Elfenbein, eine Hand voll Brustkräuter,
-Brunnenkresse und Körbelkraut schneidet man klein zusammen, gießt 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub>
-Maas Wasser daran, läßt dieses bis auf eine halbe Maas einkochen, zieht
-die Sulz durch ein Haarsieb und thut 3 Loth Himbeersaft und ein Loth
-rothen Kornblumensaft dazu. Man gibt diese Sulz Kindern, die Hitze und
-Zahnfieber haben, Morgens und Abends, je einen Löffel voll; auch kann
-man sie in einem Thee geben.</p>
-
-
-<h3>485. Sulz von Krebsen und Schnecken für Kranke.</h3>
-
-<p>30 Schnecken (Weinbergschnecken sind die besten) und 3 Krebse, von
-denen zuvor Eier und Galle genommen worden, stoßt man recht fein, kocht
-eine halbe Kalbslunge und einen abgezogenen Kalbsfuß, nachdem beides in
-kleine Stückchen geschnitten worden, ein halbes Pfund Körbelkraut, fein
-gewiegt, Salz, Muskatblüthe, nebst 2 Maas Wasser; wenn die Sulz bis auf
-eine Maas eingekocht ist, läßt man sie durch ein wollenes Tuch laufen
-und gibt dem Kranken Morgens, wenn er noch nüchtern ist, Mittags und
-Abends ein paar Löffel voll davon zu trinken. Man kann die Sulz, wenn
-man sie warm geben will, mit Fleischbrühe kochen.</p>
-
-
-<h3>486. Sulz von isländischem Moos.</h3>
-
-<p>An ein Viertelpfund isländisches Moos gießt man 3 Maas kochendes Wasser,
-läßt dieses eine halbe Stunde daran stehen, treibt das Moos durch ein
-Haarsieb, gießt wieder so viel kochendes Wasser <span class="pagenum"><a id="page142"></a>Seite 142</span> daran, läßt es
-auch eine halbe Stunde stehen, treibt es nochmals durch das Haarsieb,
-drückt den Thee gut aus, läßt ihn in der Pfanne eine Viertelstunde
-kochen, treibt ihn wieder durchs Haarsieb, läßt nun den Saft mit einem
-halben Pfund Kandelzucker so lange kochen, bis noch ein starker Schoppen
-übrig bleibt, nimmt den weißen Schaum immer oben davon, läßt die Sulz
-in einem porzellanernen Geschirr kalt werden, deckt dieses zu und gibt
-dem Brustkranken Morgens nüchtern, Mittags eine Stunde nach Tisch, und
-Nachts vor dem Schlafengehen einen Löffel voll davon.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Ich kann aus eigener Erfahrung diese Sulz für eine
-gute Medicin ausgeben, da ich schon öfters in Bädern an kranken
-Herren die vortreffliche Wirkung dieser Sulz gefunden habe.</p>
-
-<p class="bltext1">Die Verf.</p>
-
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-<h3>487. Sulz für Kranke.</h3>
-
-<p>Ein altes, sauber gepuztes Huhn hackt man zusammen, nimmt 2 Kalbsfüße
-und einen Knochen dazu, läßt sie mit einem Viertelpfund geraspeltem
-Hirschhorn, welches in ein Tuch gebunden wird, 2 bis 3 Stunden mit
-einander kochen, gießt die Brühe durch ein Tuch und nimmt sie zur Suppe.</p>
-
-
-
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-<h2>Gelées, Compotes und Crêmes.</h2>
-
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-<h3><a id="no488" name="no488">488</a>. Aepfel-Compote.</h3>
-
-<p>18 bis 20 Borsdorferäpfel schneidet man in 2 Theile, sticht das Kernhaus
-aus und läßt die Kerne und Schalen in einer Casserolle mit einer Maas
-Wasser bis zu einer halben Maas einkochen, zieht sie durch ein Haarsieb,
-thut den Saft in eine Casserolle, preßt die Schalen gut aus und gießt
-einen Schoppen Wein daran, thut 8 Loth Zucker dazu, legt die Aepfel
-darein, läßt sie weich kochen und aus einem Haarsieb ablaufen, legt
-sie sodann auf dem dazu bestimmten Geschirr auf einander, bildet einen
-Bienenkorb daraus, steckt zwischen die Fugen gekochte Kirschen, läßt den
-Syrup einkochen bis er spinnt und gießt ihn darüber.</p>
-
-
-<h3>489. Farcirte Aepfel.</h3>
-
-<p>Borsdorferäpfel werden geschält und in 2 Theile geschnitten, das
-Kernhaus ausgestochen, die Aepfel ein wenig ausgehöhlt, doch so, daß sie
-kein Loch bekommen; dann kocht man sie mit einem Schoppen Wein, einem
-Schoppen Wasser, nebst 10 Loth Zucker weich, legt sie aufs Haarsieb
-und läßt sie ablaufen, drückt das Gelbe von 4 hartgesottenen Eiern
-durch ein Haarsieb, wiegt ein Loth Citronat und ein Loth abgezogene
-Mandeln recht fein, thut sie an die Eier, macht Alles mit einem Loth
-Zucker durcheinander, legt die Aepfel auf eine Platte, so, daß die
-Oeffnung in die Höhe sieht, füllt die Hälfte der Aepfel mit den Eiern,
-deckt den andern Theil darüber, <span class="pagenum"><a id="page143"></a>Seite 143</span> läßt 2 Löffel voll Himbeer-
-oder Johannisbeersaft mit dem Syrup einkochen, bis es Blasen wirft und
-übergießt die Aepfel mit dem Syrup, daß sie einen schönen Glanz bekommen.</p>
-
-
-<h3>490. Birnencompote.</h3>
-
-<p>Man schält die Birnen, schneidet sie in 2 Theile, gießt so viel
-kochendes Wasser daran, daß es einen Finger hoch über die Birnen geht
-und kocht sie in dem Wasser mit einer halben Citronenschale, etwas
-ganzem Zimmt und 6 Nelken weich, formirt auf einer Platte 2 bis 3
-Artischoken daraus, läßt den Syrup noch etwas einkochen und gießt ihn
-durch ein Haarsieb an die Birnen.</p>
-
-
-<h3>491. Quittencompote.</h3>
-
-<p>Die Quitten werden geschält, in 2 Theile geschnitten, im Wasser weich
-gekocht und auf ein Haarsieb gelegt, dann werden die Schalen und Kerne
-im Wasser weich gekocht, ebenfalls durch ein Haarsieb gegossen, in einer
-Casserolle mit den Quitten, 12 Loth Zucker, einer Citronenschale und
-einem halben Schoppen Wein so lange miteinander gekocht, bis der Syrup
-dick ist; dann macht man auf einer Platte eine Melonenform von den
-Quitten; gießt den Syrup darüber und steckt in die Figur große, im Syrup
-gekochte Zibeben.</p>
-
-
-<h3>492. Melirtes Compote.</h3>
-
-<p>Borsdorferäpfel, Rosenäpfel, Calvil rouge und Luiken werden geschält
-und in 2 Theile geschnitten, von Zwetschgen die Haut abgezogen, kleine
-Muskatellerbirnen und Quitten mit einer halben Maas Wasser und eben so
-viel Wein in einer messingenen Pfanne sammt den Schalen und Kernen eine
-Viertelstunde gekocht, in ein Haarsieb geschüttet und ein Viertelpfund
-große Zibeben ein paar Minuten in dem Syrup gekocht, sammt einem
-Viertelpfund Prünellen; dann legt man 2 Lagen von den gekochten Aepfeln
-in eine Platte, legt immer einen Apfel, eine Zwetschge, eine Birne,
-eine Prünelle nebeneinander, macht eine Pyramide von den Früchten, legt
-sie so zusammen, daß die Pyramide schön melirt aussieht, schneidet 2
-Loth abgezogene Mandeln in 4 Theile, steckt an jede Mandel eine Zibebe,
-besteckt damit die ganze Pyramide, läßt den Syrup noch etwas einkochen
-und gießt ihn daran.</p>
-
-
-<h3>493. Aepfelcrême.</h3>
-
-<p>Man schält Borsdorferäpfel, schneidet sie in 2 Theile, nimmt das
-Kernhaus heraus, höhlt die Aepfel ein wenig aus, kocht sie mit einem
-Schoppen Wein, einem Schoppen Wasser und einem Viertelpfund Zucker weich
-und macht nun folgende Crême: eine halbe Maas Milch, das Gelbe von einer
-Citrone und 3 Loth Zucker kocht man miteinander, rührt 4 Eiergelb und
-3 Finger voll Mehl mit kalter Milch glatt an, die kochende Milch dazu,
-läßt Alles noch einmal <span class="pagenum"><a id="page144"></a>Seite 144</span> auf dem Feuer anziehen, gießt die Crême
-durch ein Haarsieb auf die dazu bestimmte Platte, läßt die Aepfel vorher
-ablaufen (der Syrup, worin die Aepfel gekocht werden, muß so lange
-eingekocht werden, bis er Fäden zieht), legt sie auf die Crême, so zwar,
-daß die Höhlung nach oben sieht, füllt sie mit dem Syrup aus und streut
-geschnittene Pistazien darauf.</p>
-
-
-<h3>494. Aepfelcrême anderer Art.</h3>
-
-<p>6 bis 8 Borsdorfer- oder Rosenäpfel werden geschält, fein geschnitten
-und mit einem Stück Butter und einem Stück Zucker recht weich gedämpft,
-durch ein Haarsieb getrieben und folgende Crême dazu gemacht: einen
-kleinen Kochlöffel voll Mehl rührt man mit kaltem Wasser an, rührt 4
-Eiergelb daran, gießt einen Schoppen weißen Wein dazu, kocht die Crême
-mit 4 Loth Zucker wie einen Brei, läßt sie nun mit den Aepfeln noch ein
-wenig kochen, thut sie in das hiezu bestimmte Geschirr, streut Zucker
-darauf und brennt sie recht schön mit einer glühenden Schaufel.</p>
-
-
-<h3>495. Aepfelschaum.</h3>
-
-<p>6 bis 8 Aepfel werden entweder in heißer Asche, auf einem Geschirr
-im Ofen, oder im Bratrohr gebraten, das Mark geschabt, mit einer
-Messerspitze voll Zimmt, 8 Loth gestoßenem Zucker recht schaumig
-gerührt, von 12 Eierweiß ein steifer Schnee geschlagen, langsam mit der
-Masse vermischt, in eine tiefe, mit Butter bestrichene Platte, wie eine
-Pyramide, gegossen, die Platte auf ein schwarzes Blech, welches mit Sand
-oder Salz dick bestreut wird, gestellt, in ein Bratrohr gethan und mit
-Zucker bestreut. In einer halben Stunde ist es fertig.</p>
-
-
-<h3>496. Backmeistercrême.</h3>
-
-<p>Man nimmt so viel feines Mehl, als man mit 8 Eierdottern abrühren kann,
-gießt eine halbe Maas süßen Rahm daran, 4 Loth Zucker, an einer Citrone
-abgerieben, 3 Loth frische Butter, rührt die Crême auf dem Feuer und
-drückt den Saft von einer halben Citrone daran, wenn sie vom Feuer weg
-ist. Nun läßt man ein Viertelpfund Zucker mit einem halben Glas voll
-Wasser zu einem Caramelle kochen, gießt die Crême hinein, rührt es
-miteinander um, so, daß es etwas marmorirt bleibt (weiß und braun).</p>
-
-
-<h3>497. Gestürzte Caffeecrême.</h3>
-
-<p>Man röstet ein Viertelpfund Caffee hellgelb, stößt ihn im Mörser und
-läßt ihn in einer messingenen Pfanne mit 3 Schoppen Milch kochen;
-hernach läßt man 8 Loth Zucker und einen Schoppen dick gekochten
-Kälberstand mit dem Caffee einen Sud thun, zieht Alles durch ein
-Haarsieb in eine Porzellanschüssel und läßt es kalt werden. Sodann wird
-ein Schoppen Rahm in einer Schüssel steif geschlagen und die Crême, wenn
-sie kalt ist, langsam darein gemischt. Diese <span class="pagenum"><a id="page145"></a>Seite 145</span> Masse wird in
-einem mit Mandelöl bestrichenen Sulzmodel auf Eis stehen gelassen und
-nach Geschmack garnirt.</p>
-
-
-<h3>498. Gestürzte Chokoladecrême.</h3>
-
-<p>4 sauber gepuzte Kalbsfüße, von denen die Knochen ausgelöst worden,
-sezt man mit 2 Maas Wasser zum Feuer und läßt sie bis auf eine halbe
-Maas einkochen, gießt dann die Sulz durch ein wollenes Tuch auf eine
-Porzellanschüssel und läßt sie eine Viertelstunde stehen. Dann löst man
-12 Loth Chokolade in einer messingenen Pfanne mit einem halben Schoppen
-Wasser auf (sollte es noch zu dick seyn, so kann noch ein halbes Glas
-Wasser dazu genommen werden), thut 12 Loth Zucker dazu, ein Stück
-Vanille, nimmt die Sulz behutsam dazu, rührt Alles mit einem Schoppen
-süßen Rahm glatt an, rührt die gekochte Chokolade an 8 verklopfte Eier
-und läßt sie nochmals in der Pfanne anziehen; es muß aber immer darin
-gerührt werden; nun zieht man die Crême durch ein Haarsieb in eine
-Porzellanschüssel, läßt sie kalt werden, bestreicht einen Sulzmodel mit
-Mandelöl, stürzt ihn um und läßt ihn gut auslaufen, gießt die kalte
-Crême darein; bevor sie zur Tafel kommt, ziert man sie schön auf einer
-Platte.</p>
-
-
-<h3>499. Gebackene Chokoladecrême.</h3>
-
-<p>Man löst ein Viertelpfund Chokolade in einer messingenen Pfanne mit
-einem Glas Wasser auf, kocht sie mit einer Maas Milch, 4 Loth Zucker
-und einer Messerspitze voll Zimmt; rührt 8 Eiergelb mit einem halben
-Kochlöffel voll Mehl und kalter Milch glatt, rührt die Chokolade dazu,
-läßt Alles miteinander nochmals in der Pfanne anziehen, sprudelt es
-in einem Topf, bis es ein wenig erkaltet ist, gießt die Crême durch
-ein Haarsieb auf die Platte, schlägt von den 8 Eierweiß einen steifen
-Schnee, bedeckt die ganze Crême damit, bespickt sie mit 2 Loth Mandeln,
-die der Länge nach fein geschnitten sind, streut grünen Streuzucker
-darüber und stellt die Crême eine Viertelstunde vor dem Anrichten ins
-Bratrohr, damit sie wieder heiß wird.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Es ist bei allen Crêmes zu bemerken, daß ein wenig
-Mehl dazu genommen wird; man ist dann sicher, daß sie nicht so leicht
-gerinnen.</p>
-
-
-<h3>500. Citronencrême.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Zucker, an dem 2 Citronen abgerieben worden, läßt man
-mit einer halben Maas Wein und dem Saft der Citronen 4 Minuten kochen,
-rührt 6 Eiergelb mit ein wenig Mehl und 2 Eßlöffeln voll Wasser glatt,
-rührt den gekochten Wein langsam an die Eier, läßt Alles in der Pfanne
-noch einmal anziehen, daß es glatt und dick wird, schlägt die 6 Eierweiß
-zu einem Schnee, mengt diesen unter die Crême und, wenn sie erkaltet
-ist, brennt man sie gelb mit einem glühenden mit Zucker bestreuten
-Schäufelchen.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page146"></a>Seite 146</span> 501. <span class="antiqua">Crême à la coquin.</span></h3>
-
-<p>Einen Schoppen Rahm, eben so viel Milch, für einen Kreuzer
-Pomeranzenblüthe, Wasser, eine Citrone am Zucker abgerieben, 4 Loth
-Zucker und 6 gestoßene Makronen kocht man eine starke Viertelstunde
-miteinander, schlägt 6 Eiergelb in ein Geschirr, nimmt 3 Finger voll
-Mehl dazu, gießt die gekochte Milch langsam daran, rührt Alles eine
-Minute auf dem Feuer, zieht es durch ein Haarsieb in die Schüssel, die
-man zur Tafel geben will, stellt die Crême in kochendes Wasser, sezt
-einen Deckel mit Kohlen darauf und läßt sie fest werden. Man streut
-Zucker darauf und brennt sie mit einer glühenden Schaufel.</p>
-
-
-<h3>502. Crême mit Eis.</h3>
-
-<p>Man kocht eine halbe Maas Milch, ein Stück ganzen Zimmt und ein
-Achtelspfund Zucker in einer messingenen Pfanne miteinander, verrührt
-9 Eiergelb mit ein wenig Mehl, rührt die gekochte Milch daran, läßt
-Alles nochmals in der Pfanne anziehen, gießt die Crême in eine
-Schüssel durch ein Haarsieb, läßt sie erkalten und macht folgendes
-Eis: 6 Eierweiß werden zu einem steifen Schnee geschlagen, 6 Tropfen
-Pomeranzenblüthewasser und so viel Zucker daran gerührt, bis das Eis
-dick ist; dann gießt man es auf der Crême herum, macht ein Schäufelchen
-glühend und hält dieses so lange über die Crême, bis sie trocken ist.
-Man gibt sie kalt zu Tische.</p>
-
-
-<h3>503. Gestürzte Erdbeerencrême.</h3>
-
-<p>3 Schoppen Erdbeeren werden durch ein Haarsieb gepreßt; 2 Loth
-Hausenblasen löst man im Wasser auf. Man schlägt eine halbe Maas Rahm so
-steif, wie Eierschnee, läßt ihn auf einem Haarsieb ablaufen, gießt die
-Hausenblasen an das Erdbeermark, nimmt so viel Löffel voll Zucker, als
-man Mark hat, rührt die Crême auf dem Eis, bis sie anfängt, sulzig zu
-werden, bestreicht einen Sulzmodel mit Mandelöl, rührt den Schlagrahm
-und den Schnee von 2 Eierweiß langsam darunter, gießt die Crême in den
-Sulzmodel, stellt diesen in den Keller oder aufs Eis, stürzt die Crême
-behutsam auf eine Platte und garnirt sie schön mit Erdbeeren.</p>
-
-
-<h3>504. Hagenbuttencrême.</h3>
-
-<p>Man löst 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Loth Hausenblasen in einem Schoppen Wasser auf, nimmt 4
-bis 6 Löffel voll Hagenbuttenmark in eine messingene Pfanne, schlägt 6
-Eier daran, gießt einen Schoppen guten Wein dazu, einen halben Schoppen
-Wasser, ein halbes Pfund Zucker, die geriebene Schale einer Citrone, und
-läßt Alles miteinander kochen, unter beständigem Rühren. Dann füllt man
-die Crême in einen mit Mandelöl bestrichenen Sulzmodel, stellt diesen in
-den Keller und läßt die Crême darin gestehen.</p>
-
-
-<h3>505. Himbeer- oder Hohlbeerschaum.</h3>
-
-<p>Eine halbe Maas Himbeeren wird in einem Haarsieb mit einem Erbsentreiber
-durchgetrieben, so viel Löffel voll Mark, so viel Zucker <span class="pagenum"><a id="page147"></a>Seite 147</span> rührt
-man tüchtig damit durcheinander, schlägt von 12 Eierweiß einen Schnee,
-mischt ihn unter das Vorige, gießt Alles in eine mit Butter bestrichene
-Platte, macht es schön hoch, streut blauen Sandelzucker darauf, garnirt
-die Platte mit Hagenbutten und behandelt den Schaum wie es bei dem
-Apfelschaum angegeben wurde. In einer Viertelstunde ist er fertig.</p>
-
-
-<h3>506. Jungferncrême.</h3>
-
-<p>Man sezt eine halbe Maas Milch über's Feuer, stößt 6 bis 8 bittere
-Mandelbrode, thut diese sammt einem Stück Zimmt, 4 Loth Zucker, woran
-eine Citrone abgerieben wurde, in die Milch, läßt Alles eine Weile
-miteinander kochen, rührt den Schnee von 4 Eierweiß zulezt an die Milch;
-wenn sie abgekühlt ist, zieht man die Crême durch ein Haarsieb in ein
-Geschirr, stellt es auf heiße Asche, deckt einen Deckel mit schwachen
-Kohlen darauf, läßt die Crême fest werden und kann sie kalt oder warm
-geben.</p>
-
-
-<h3>507. Königscrême.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Zucker wird in einer messingenen Pfanne mit 2 Eßlöffel
-voll Wasser so lange gekocht, bis der Zucker hellgelb ist, dann gießt
-man ihn in eine beliebige Form, läßt ihn ganz darin herumlaufen, rührt
-eine halbe Maas Milch, 2 Eier, einen Kochlöffel voll Mehl, 1 Loth
-abgezogene, fein gestoßene, bittere Mandeln miteinander, gießt Alles in
-die gezuckerte Form, stellt sie in kochendes Wasser, deckt einen Deckel
-mit Kohlen darüber, läßt sie 2 bis 3 Stunden kochen und stürzt sie dann
-auf eine Platte.</p>
-
-
-<h3>508. Crême für Kranke.</h3>
-
-<p>Ein halber Schoppen Rheinwein und ein halber Schoppen schwarzes
-Kirschenwasser, 3 Finger voll Mehl mit ein wenig Wasser glatt gerührt, 3
-Eiergelb, etwas gestoßener Zimmt und ein Viertelpfund an einer Citrone
-abgeriebener Zucker werden in einer messingenen Pfanne ein klein wenig
-miteinander gekocht, durch ein Haarsieb in ein beliebiges Geschirr
-gegossen und entweder kalt oder warm gegeben.</p>
-
-
-<h3>509. Mandelcrême.</h3>
-
-<p>9 Loth süße und 1 Loth bittere Mandeln zieht man ab, stößt sie mit
-etwas Zimmtwasser recht fein, kocht die Mandeln mit einer halben Maas
-Rahm, 8 Loth Zucker, woran eine Citrone abgerieben wurde, und 3 bis 4
-Löffel voll Zimmtwasser miteinander unter beständigem Rühren, gießt
-einen Schoppen Kalbssulz dazu, läßt es wieder mit diesem kochen, rührt
-6 Eiergelb mit ein wenig Milch glatt, gießt dieses zulezt an die Crême,
-läßt Alles in der Pfanne noch einmal anziehen, gießt die Crême in einen
-mit Pomeranzenöl bestrichenen Sulzmodel, stellt diesen auf's Eis oder in
-den Keller, stürzt die Crême dann auf eine Platte und garnirt sie nach
-Geschmack.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page148"></a>Seite 148</span> 510. Gestürzte Marasquinocrême.</h3>
-
-<p>Eine starke halbe Maas Milch und 6 Loth Zucker läßt man miteinander
-aufkochen, sodann wieder ein wenig erkalten, schlägt 8 Eiergelb in ein
-Geschirr, 2 Messerspitzen voll feines Mehl dazu, rührt es glatt, rührt
-die gekochte Milch an die Eier nebst einem Glas Marasquino und einem
-starken Schoppen reinen Kälberstand, läßt es miteinander aufkochen,
-zieht es durch ein Haarsieb in eine Porzellanschüssel, bestreicht einen
-Sulzmodel mit Anisöl und macht dreierlei gefärbte Sulzen auf folgende
-Art: eine von Chokolade, eine von Cochenillefarbe, die dritte von grünen
-Nelkenblättern, nimmt zu allem diesem einen Kälberstand, gießt die
-Zierathen schön aus, läßt es stehen, gießt die gekochte Crême darein und
-stellt sie aufs Eis. Beim Anrichten stürzt man sie auf eine Platte und
-garnirt sie nach Geschmack.</p>
-
-
-<h3>511. Pomeranzencrême.</h3>
-
-<p>Der Saft von 3 Pomeranzen wird mit Zucker, an denen 2 Pomeranzen
-abgerieben wurden, und einem Schoppen weißen Wein zusammengerührt, bis
-der Zucker verlaufen ist, dann schlägt man 6 Eiergelb und ein ganzes
-Ei daran, zieht die Crême durch ein Haarsieb in die dazu bestimmte
-Schüssel, stellt diese auf kochendes Wasser, und sezt einen Deckel mit
-Kohlen darauf, daß die Crême fest wird. Man kann sie entweder kalt oder
-warm geben.</p>
-
-
-<h3>512. Gestürzte Pomeranzencrême.</h3>
-
-<p>Von 4 Kalbsfüßen zieht man die Knochen aus, sezt das Fleisch mit 2
-Maas Wasser zum Feuer, läßt das Ganze auf 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Maas einkochen, gießt
-es durch ein wollenes Tuch, läßt es eine Zeit lang stehen, reibt
-3 Pomeranzen mit einem halben Pfund Zucker ab, preßt den Saft der
-Pomeranzen in eine messingene Pfanne aus, den abgeriebenen Zucker und
-den Saft von einer Citrone nebst dem Kälberstand und einem Schoppen
-Rahm dazu, läßt Alles auf dem Feuer einen Sud miteinander thun, rührt
-8 Eiergelb mit ein wenig Wasser glatt, rührt das Gekochte langsam an
-die Eier, läßt Alles noch einmal in der Pfanne anziehen, zieht es durch
-ein wollenes Tuch in ein Porzellangeschirr, schlägt einen Schoppen
-Rahm recht steif, läßt ihn auf einem Haarsieb ablaufen, mischt diesen
-langsam unter die Crême, bestreicht eine Sulzform mit Citronenöl, gießt
-die Crême hinein, stellt die Form aufs Eis, und, wenn die Crême völlig
-gestanden ist, wird sie auf eine Platte gestürzt.</p>
-
-
-<h3>513. Crême von saurem Rahm.</h3>
-
-<p>Dicker saurer Rahm wird recht schaumig geschlagen, eine Citrone an einem
-Achtelpfund Zucker abgerieben, dieser gestoßen und sammt dem Geriebenen
-unter den Rahm gemischt. Dann richtet man die Crême an und streut
-geriebenes Biscuit darüber.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page149"></a>Seite 149</span> 514. Crême von süßem Rahm.</h3>
-
-<p>Eine halbe Maas Rahm wird in einer Schüssel mit einem weißen Beselchen
-wie Eierschnee geschlagen, Schnitten von Biscuit werden auf die Platte
-gelegt, geröstete Mandeln darauf gestreut, 2 Loth Vanillezucker unter
-den Schnee gemischt und dieser auf den Schnitten umher gegossen.</p>
-
-
-<h3>515. Crême von Reis.</h3>
-
-<p>Man brüht ein Viertelpfund Reis mit kochendem Wasser an, läßt ihn eine
-Viertelstunde stehen, gießt ihn durch ein Haarsieb, kocht ihn mit einer
-halben Maas Milch recht weich, nimmt einen Schoppen süßen Rahm, 6
-Eiergelb, eine am Zucker abgeriebene Citrone, 4 Loth gestoßenen Zucker
-und 2 Loth geschnittenen Citronat dazu, läßt Alles in einer Pfanne ein
-wenig anziehen, stellt eine Schüssel in heißes Wasser, füllt die Masse
-hinein, deckt einen Deckel mit Kohlen darauf und läßt die Crême fest
-werden. Man kann sie kalt oder warm geben.</p>
-
-
-<h3>516. Reisflomeriewein.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Reis wird angebrüht, in ein Haarsieb gegossen, mit
-einer halben Maas Milch dick gekocht, eine Messerspitze voll Zimmt,
-4 Loth gestoßener Zucker, eine am Zucker abgeriebene Citrone, 2 Loth
-abgezogene, bittere Mandeln, welche mit Milch fein gestoßen werden, dazu
-genommen, Alles untereinander gerührt und die Masse in Chokoladebecher
-gefüllt; man läßt die Crême recht kalt werden, stürzt sie beim Serviren
-auf eine Platte, gießt rothen Wein dazu und streut Zucker und Zimmt
-darauf.</p>
-
-
-<h3>517. Crême von Roiaille.</h3>
-
-<p>Ein Achtelpfund Biscuit, 4 Loth bittere und süße Mandelbrode werden in
-einer messingenen Pfanne mit 3 Schoppen Milch, 10 Loth an einer Citrone
-abgeriebenem Zucker, 2 Messerspitzen voll gestoßenem Zimmt 4 Minuten
-lang unter beständigem Umrühren gekocht. Inzwischen werden 6 Eiergelb
-in ein Gefäß geschlagen, das Gekochte, wenn es ein wenig erkaltet
-ist, daran gerührt und durch ein Haarsieb getrieben. Eine Kaffeetasse
-oder ein eigentlicher Crêmebecher wird in kaltes Wasser getaucht, die
-Crême darein gefüllt, der Becher auf's Feuer gestellt und mit einem
-Deckel mit schwachen Kohlen zugedeckt, bis die Crême fest ist, was bei
-gewöhnlichen Bechern in einer halben Stunde geschieht. Alsdann wird die
-Crême auf eine Platte gestürzt und mit 3 bis 4 Löffeln voll Himbeergelée
-übergossen.</p>
-
-
-<h3>518. Russische Crême.</h3>
-
-<p>2 Loth Hausenblase werden mit einem Schoppen Wasser so lange gekocht,
-bis sie aufgelöst ist, dann zieht man das Wasser durch ein Haarsieb in
-ein Geschirr. Man kocht nun eine halbe Maas Milch (Rahm ist noch besser)
-mit einem Viertelpfund an einer Pomeranze abgeriebenen Zucker, rührt 6
-Eiergelb mit ein wenig Milch glatt, <span class="pagenum"><a id="page150"></a>Seite 150</span> rührt die kochende Milch
-und das Hausenblasenwasser langsam an die Eiergelb, drückt den Saft von
-2 Pomeranzen daran, läßt Alles noch einmal in der Pfanne miteinander
-anziehen, gießt die Crême durch ein Haarsieb in eine Porzellanschüssel,
-einen halben Schoppen Arak noch dazu nebst einem Schoppen Schlagrahm,
-füllt die Crême in einen mit Anisöl bestrichenen Sulzmodel und läßt sie
-auf dem Eis erkalten.</p>
-
-
-<h3>519. Russische Crême anderer Art.</h3>
-
-<p>3 Löffel voll gesiebten Zucker und 3 Eiergelb rührt man ganz dick
-miteinander, gießt 2 Löffel voll Arak daran, rührt es wieder eine
-Viertelstunde, mischt zulezt den Schnee von den 3 Eierweiß dazu, und
-richtet die Crême auf eine Saladière an; man kann nun, wenn man will,
-auch Schlagrahm dazu nehmen.</p>
-
-
-<h3>520. Crême von Schaum.</h3>
-
-<p>Man schlägt 12 Eierweiß zu einem Schnee. Eine halbe Maas Milch wird
-in einer breiten messingenen Pfanne mit einem Stücke ganzen Zimmt und
-4 Loth an einer Citrone abgeriebenem Zucker 6 Minuten lang gekocht
-und an 8 Eier in einem Topfe langsam gerührt; dann läßt man die Milch
-mit den Eiern noch einmal in der Pfanne anziehen, gießt sie durch ein
-Haarsieb in ein breites Geschirr, welches zum Tische bestimmt ist, macht
-noch einmal Milch siedend, und wenn sie aufsteigt, legt man von dem
-Eierschnee 4 Kugeln (die man mit einem Löffel macht) in die kochende
-Milch, läßt sie ein wenig kochen, legt sie auf ein Haarsieb, daß sie
-ablaufen, legt sie auf die kalte Crême, läßt ein Pfund Raffinadezucker
-mit einem halben Glas Wasser in einer messingenen Pfanne so lange
-kochen, bis er spinnt, macht mit Hülfe eines Löffels 2 Gitter von dem
-Syrup über die Kugeln, färbt die eine Kugel roth (man begießt sie mit
-Himbeersaft), die andere gelb; im Winter kann man Chokoladeeis darüber
-machen.</p>
-
-
-<h3>521. Schnee anderer Art.</h3>
-
-<p>In einen Schoppen dicken süßen Rahm, der mit dem Löffel abgehoben
-worden ist, werden 6 Loth gestoßener Zucker und ein halbes Glas
-Champagnerwein gemischt und die ganze Mischung in einem weiten Topf mit
-dem Chokoladesprudler gesprudelt, der Schaum sodann mit dem Löffel in
-ein Haarsieb gebracht und damit fortgefahren bis Alles fertig ist. Dann
-kommt der Schaum auf eine Platte und wird mit Zucker bestreut.</p>
-
-
-<h3>522. Crême <span class="antiqua">à la</span> Sultan.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Zucker und ein halbes Glas Wasser läßt man auf dem
-Feuer so lange kochen, bis der Zucker dunkelgelb ist, gießt eine halbe
-Maas Milch dazu, ein Stück ganzen Zimmt, läßt es miteinander kochen,
-nimmt 6 Loth Zucker, welcher an einer Citrone abgerieben wurde, 3 Finger
-voll Mehl, 8 Eiergelb dazu, rührt die gekochte Milch langsam daran, läßt
-Alles auf dem Feuer nochmals <span class="pagenum"><a id="page151"></a>Seite 151</span> anziehen, zieht die Crême durch
-ein Haarsieb auf ein Geschirr, welches man zu Tische geben will, schlägt
-von den 8 Eierweiß einen steifen Schnee, macht einen Kranz davon um
-die Crême herum, in die Mitte eine runde Kugel, streut grob gestoßenen
-Zucker darüber, stellt sie in ein Bratrohr und läßt sie schön gelb
-werden. Die Crême wird warm servirt.</p>
-
-
-<h3>523. Gestürzte Crême von Thee.</h3>
-
-<p>In einer halben Maas Milch mit einem Stück ganzen Zimmt oder Vanille
-wird 1 Loth Thee in einer messingenen Pfanne eine Minute lang
-aufgekocht. Dann kommt ein Kälberstand von 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Schoppen so lange
-aufs Feuer, bis er zergangen ist, worauf 8 Loth Zucker dazu gethan und
-der Kälberstand in einem mit Zimmtöl bestrichenen Sulzmodel auf's Eis
-gestellt wird, bis er fest ist; nun wird die oben beschriebene Crême
-darüber gegossen.</p>
-
-
-<h3>524. Crême von Vanille.</h3>
-
-<p>Eine halbe Maas Milch, ein Stückchen ganzen Zimmt, ein Stückchen ganze
-Vanille, 4 Loth Zucker läßt man eine Weile miteinander kochen, verrührt
-3 Finger voll Mehl und 8 Eiergelb miteinander, rührt die gekochte Milch
-langsam daran, läßt Alles noch einmal in der Pfanne anziehen, zieht
-die Crême durch ein Haarsieb in ein Geschirr, deckt einen Deckel mit
-schwachen Kohlen darauf, stellt das Geschirr in kochendes Wasser, läßt
-die Crême fest werden, brennt sie mit einem glühenden Schäufelchen,
-streut Zucker darauf und gibt sie warm zu Tisch.</p>
-
-
-<h3>525. Gebackene Weincrême.</h3>
-
-<p>Eine halbe Maas Wein läßt man mit der Schale einer Citrone, einem Stück
-ganzen Zimmt und einem Viertelpfund Zucker kochen, rührt ein wenig Mehl
-mit kaltem Wasser glatt, schlägt 8 Eiergelb daran, rührt dieses in den
-kochenden Wein, läßt Alles in der Pfanne noch einmal kochen, gießt die
-Crême durch ein Haarsieb auf die Platte, schlägt einen Schnee von den 8
-Eierweiß, macht runde Kugeln, so groß wie ein Hühnerei, überstreut sie
-mit fein geschnittenen Mandeln und grob gestoßenem Zucker und stellt die
-Crême eine Viertelstunde vor dem Anrichten in den Ofen.</p>
-
-
-<h3>526. <span class="antiqua">Blanc Manger</span> (wie man es an Höfen macht).</h3>
-
-<p>1 Pfund abgezogene Mandeln, worunter 2 Loth bittere seyn müssen, stößt
-man mit Wasser so fein wie Mehl, gießt 3 Schoppen Wasser dazu und preßt
-sie in einem Tuch fest aus, und behandelt sie überhaupt, als wollte man
-eine Mandelmilch machen. Dann reibt man eine Pomeranze und eine Citrone
-am Zucker ab, thut das Geriebene, nebst einem halben Pfund Zucker und 3
-Loth im Wasser aufgelösten Hausenblase, sammt der Mandelmilch und dem
-Saft von 1 Pomeranze und dem Saft von 2 Citronen, in eine messingene
-Pfanne, läßt Alles miteinander einen Sud thun, zieht es durch ein
-Haarsieb in <span class="pagenum"><a id="page152"></a>Seite 152</span> ein reines Geschirr, läßt es erkalten und macht
-4 farbige Sulzen auf folgende Art: zu 2 bis 3 Blättchen ganzen Safran
-nimmt man 2 Löffel voll Kälberstand und 2 Eßlöffel voll weißen Wein.
-In ein zweites Geschirr gießt man 3 bis 4 Tropfen Cochenillefarbe
-und Kälberstand; läßt im dritten Geschirr Kälberstand zerlaufen,
-stößt grüne Nelkenblätter, preßt sie durch ein Haarsieb, gießt sie
-an den Kälberstand, bestreicht einen Sulzmodel mit Mandelöl, gießt
-die gefärbten Sulzen hinein, läßt sie gestehen, gießt die Mandelmilch
-darauf, stellt den Model aufs Eis, läßt Alles gestehen, stürzt den
-Inhalt auf eine Platte und garnirt sie nach Geschmack.</p>
-
-
-<h3>527. <span class="antiqua">Blanc Manger</span> auf grüne Art.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund abgezogene Mandeln, worunter 2 Loth bittere seyn
-müssen, stößt man mit Wasser so fein wie Mehl, treibt sie durch mit 3
-Schoppen Milch, läßt die Mandelmilch mit dem Stand von 3 Kalbsfüßen
-und einem Viertelpfund Zucker aufkochen, rührt 6 Eiergelb mit 2
-Messerspitzen voll Mehl glatt an, rührt dieses mit der gekochten Milch
-auf dem Feuer noch einmal recht glatt, zieht die Masse durch ein
-Haarsieb, läßt sie erkalten, streicht einen Sulzmodel mit gutem Oel aus,
-füllt die Crême darein und stellt sie aufs Eis, daß sie gesteht.</p>
-
-
-<h3>528. <a id="himb1" name="himb1">Himbeergelée</a>.</h3>
-
-<p>Es werden so viel Himbeeren rein verlesen, als man zu brauchen glaubt.
-Man bindet sie in einem Topf fest zu und läßt ihn über Nacht stehen;
-den andern Tag stellt man ihn in einen andern Topf oder Kessel mit
-kochendem Wasser, deckt ihn fest zu, so daß der Dampf nicht mehr heraus
-kann, zieht den hellen Saft durch ein Haarsieb und mischt Zucker daran
-(zu einem Schoppen Saft rechnet man 3 Viertelpfund Zucker), läßt ihn
-miteinander kochen, schäumt ihn fleißig ab; will man probiren, ob er
-gut ist, so nimmt man einen Löffel voll in eine Kaffeetasse und läßt
-ihn kalt werden; ist er sulzig, so ist er gut. Man bewahrt ihn in einem
-Zuckerglas.</p>
-
-
-<h3>529. Gesulzte Himbeeren.</h3>
-
-<p>Von einer Maas reiner Himbeeren sucht man 30 bis 40 Stücke, die recht
-groß sind, aus und legt sie bei Seite. Die andern thut man in einen
-Topf, bindet ihn mit einem Tuche zu, stellt ihn in einer Casserolle in
-siedendes Wasser, läßt sie eine Stunde darin kochen, nimmt sie heraus
-und läßt den Saft durch ein Tuch laufen. Es muß eine halbe Maas Saft
-geben. Dann löst man 2 Loth Hausenblase im Wasser auf, zieht sie durch
-ein Haarsieb, thut sie in eine messingene Pfanne, gießt den Himbeersaft
-dazu nebst einem Schoppen weißen Burgunderwein, einem halben Pfund
-Zucker, 2 Eierweiß, schlägt so lange mit einem Schaumbesen darein, bis
-es anfängt zu kochen, stellt es vom Feuer, läßt es ein wenig stehen
-und dann die Sulz durch einen Filzhut laufen; sollte es das erste Mal
-nicht hell genug werden, so muß es 2 bis 3 Mal übergossen werden; dann
-<span class="pagenum"><a id="page153"></a>Seite 153</span> nimmt man den dazu bestimmten Model und läßt etwas Weniges
-darein laufen; läßt es gestehen, legt von den ausgelesenen Himbeeren
-nach Geschmack in dem Model herum, gießt etwas Sulz dazu und so läßt man
-es wieder gestehen und macht so fort, bis der Model voll ist. Man stellt
-die Sulz auf's Eis und läßt sie dort gestehen.</p>
-
-
-<h3>530. Johannisbeergelée.</h3>
-
-<p>Johannisbeergelée wird auf dieselbe Art gemacht wie <a href="#himb1">Himbeergelée</a>.</p>
-
-
-<h3>531. Gesulzte Kirschen.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Weichseln werden ausgesteint, durch ein Haarsieb
-gepreßt, die Steine gestoßen und mit dem Saft der Kirschen, einer
-Bouteille Roussillon und 3 Schoppen Kalbssulz sammt 12 Loth Zucker, 3
-Eierweiß, 8 Nelken und etwas ganzem Zimmt gekocht; dann schlägt man
-mit der Schneegabel so lange in die Pfanne, bis der Inhalt anfängt zu
-kochen (es darf aber nur so lange kochen wie ein weichgesottenes Ei),
-stellt die Pfanne nun vom Feuer weg, gießt die Kirschensulz durch einen
-Filtrirhut, und sollte sie nicht schön roth seyn, so hilft man mit
-Cochenillefarbe nach; man zupft nun die Stiele von einem andern halben
-Pfund Weichseln ab, läßt sie in einem Geschirr auf der Glut ein wenig
-schwitzen, legt sie dann in ein Haarsieb, daß sie ablaufen, gießt etwas
-von der Sulz in einen beliebigen Model, läßt es ein wenig stehen, legt 6
-bis 8 Kirschen in die Form, dann gießt man Sulz darüber, macht den Model
-halbvoll damit, läßt es wieder stehen, legt wieder Kirschen darein, und
-so noch einige Mal, bis der Model gefüllt ist. Dann läßt man die Gelée
-auf dem Eis gestehen und stürzt sie auf eine Platte.</p>
-
-
-<h3>532. Gelée für Kranke.</h3>
-
-<p>2 Loth Hausenblase läßt man in einer Pfanne mit einer halben Maas Wasser
-auf einem gelinden Feuer verlaufen; ist von der Hausenblase nichts mehr
-zu sehen, so gießt man einen Schoppen guten Seewein dazu, stößt 2 bis 3
-Hände voll Brunnenkresse im Mörser, preßt den Saft durch ein Tuch aus,
-thut ihn in die Pfanne, läßt Alles miteinander aufkochen, schlägt noch
-2 Eierweiß daran, zieht es durch einen Filzhut in eine porzellanene
-Schüssel, 2 bis 3 Tropfen Berlinerblau darein, läßt es stehen und gibt
-dem Kranken je einen Löffel voll davon; es ist sehr gut für die Brust.</p>
-
-
-<h3>533. Pomeranzengelée.</h3>
-
-<p>6 Kalbsfüße, von denen die Knochen ausgelöst worden, läßt man mit
-4 Maas Wasser bis auf eine Maas einkochen, dann zieht man die Sulz
-durch ein Haarsieb und läßt sie über Nacht stehen. Den andern Tag
-kocht man die Sulz mit 3 saftigen an einem halben Pfund Zucker
-abgeriebenen Pomeranzen, von denen man den Saft und das Mark sammt
-dem Saft von 3 Citronen nimmt. Das Fett wird von der Sulz abgeschöpft
-und Alles miteinander mit 2 Schoppen Markgräfler <span class="pagenum"><a id="page154"></a>Seite 154</span> Wein in
-einer messingenen Pfanne, auf der ein Deckel mit Kohlen sich befindet,
-gekocht; man läßt die Gelée eine Viertelstunde stehen und gießt sie
-dann durch einen Filzhut in ein Geschirr; sollte die Gelée noch nicht
-hell genug seyn, so läßt man sie noch einmal durchlaufen, taucht eine
-Sulzform in kaltes Wasser, gießt die Gelée hinein, stellt sie auf's Eis
-und stürzt sie dann auf eine Platte.</p>
-
-
-
-
-<h2>Salat.</h2>
-
-
-<h3>534. Häringsalat.</h3>
-
-<p>Von 2 großen Häringen zieht man die Haut ab, gräthet sie aus, schneidet
-sie in beliebige Stückchen, schält 4 Borsdorferäpfel, schneidet sie auch
-in solche Stückchen, wie den Häring, 4 Kartoffeln, Zwiebeln, Pfeffer,
-verrührt die Milch vom Häring mit Provenceröl, thut alles Geschnittene
-in eine Salatschüssel, gießt das Gerührte darüber, etwas Essig dazu,
-macht es untereinander und legt es oben auf den Salat.</p>
-
-
-<h3>535. Vermischter Salat.</h3>
-
-<p>Rothe Rüben, Kartoffeln, Bohnen, Bohnenkerne, Endivie, Kopfsalat,
-Ochsenmaul, eingemachte Gurken, Sellerie, gelbe Rüben, weiches
-Welschkorn wird in eine Schüssel gethan, das Gelbe von 3 hartgesottenen
-Eiern durch ein Haarsieb getrieben und mit 3 Löffeln voll Provenceröl,
-etwas gutem Essig, Salz und Pfeffer der Salat angemacht.</p>
-
-
-<h3>536. Endiviensalat mit rothen Rüben gefärbt.</h3>
-
-<p>Schöne Endivie wird klein geschnitten, in laues Wasser gelegt,
-Kartoffeln geschält und eine halbe Stunde in rother Rübenbrühe gelegt,
-die Endivie angemacht, in die Schüssel gelegt, die Kartoffeln zu Rädchen
-geschnitten und der Salat damit nach Gefallen garnirt.</p>
-
-
-<h3>537. Salat <span class="antiqua">à la patrie</span>.</h3>
-
-<p>Ein gebratenes Huhn oder Kalbsbraten schneidet man in kleine Stückchen,
-2 hartgesottene Eier, gesottene Birnen, gedämpfte Aepfel, Zwetschgen,
-Kirschen, Weichseln, Häring, Sardellen; die lezteren, sauber gepuzt
-und geschnitten, etwas Endivien, Kapern, Kopfsalat nimmt man in eine
-Schüssel, rührt 2 Löffel voll Estragonessig, 3 Löffel voll Provenceröl,
-Salz und Pfeffer damit an, nimmt eine nicht sehr tiefe Salatschüssel,
-legt den Salat schön wie eine Pyramide aufeinander, treibt das Gelbe
-von 6 hartgesottenen Eiern durch ein Haarsieb, schneidet das Weiße in
-beliebige Stückchen, legt sie in rothe Rübenbrühe, rührt alles eine
-Viertelstunde miteinander, gießt über das Verrührte noch einen Eßlöffel
-voll Essig, 3 Tropfen Oel, eine Messerspitze voll Salz, etwas Muskatnuß,
-bedeckt den Salat ganz damit <span class="pagenum"><a id="page155"></a>Seite 155</span> und steckt oben darauf eine
-schöne Zwetschge oder eine eingemachte Nuß, neben herum die Eier, welche
-in der rothen Rübenbrühe gelegen sind und eingemachte Kirschen.</p>
-
-
-<h3>538. Eingesezter Salat.</h3>
-
-<p>In einem schönen Sulzmodel läßt man messerrückendick saure Sulz
-herumlaufen und dann gestehen, legt den Model schön mit Blumenwerk aus,
-mit Endiviensalat, der nicht zu groß und nicht zu klein seyn darf, mit
-grünen Bohnen, Bohnenkernen, Kartoffeln, drückt alles fest ein, verrührt
-4 Eßlöffel voll feines Provenceröl, 2 Eßlöffel voll Senf, das Gelbe von
-2 hartgesottenen Eiern mit 2 Eßlöffeln voll Essig, gießt es über den
-Salat, läßt es eine Zeit lang stehen und stürzt es beim Anrichten auf
-die dazu bestimmte Platte.</p>
-
-
-<h3>539. Italienischer Salat.</h3>
-
-<p>2 große Häringe werden sauber gepuzt, die Gräthe herausgethan, in
-Stückchen geschnitten, 6 bis 8 Kartoffeln in viereckige Stückchen, auch
-4 abgeschälte Borsdorfer Aepfel dazu geschnitten, 2 große Eßlöffel
-voll Kapern, eben so viel Oliven, die aber ausgesteint werden, 4
-hartgesottene Eier, 2 sauber gewaschene, weichgesottene Selleriewurzeln
-und etwas Endivie, alles wird in einer Schüssel mit Essig und
-Provenceröl angemacht; die hartgesottenen Eier werden in lange Stückchen
-geschnitten, der Salat schön aus der Schüssel mit Häringsstückchen
-herausgelegt und in der Mitte ein schöner Stern von rothen Rüben
-gemacht; von hartgesottenen Eiern macht man das Weiße und Gelbe zu dem
-Stern und von Kapern das Grüne.</p>
-
-
-
-
-<h2>Torten.</h2>
-
-
-<h3>540. Biscuittorte.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Zucker wird mit 20 Eiergelb und dem Schnee der 20 Eierweiß
-eine halbe Stunde gerührt; wenn die Masse dick ist, nimmt man eine
-Citrone, welche am Reibeisen abgerieben wurde, nebst dem Saft derselben
-und 24 Loth Stärkmehl zu der Masse, bestreicht eine Tortenform mit
-Butter, füllt alles hinein und backt die Torte im Ofen.</p>
-
-
-<h3>541. Schwarzbrodtorte.</h3>
-
-<p>Ein Pfund feingestoßener Zucker, ein halbes Pfund geschälte und ein
-halbes Pfund ungeschälte Mandeln (die leztern werden nicht sehr fein
-und die ersteren mit Eierweiß fein gestoßen), 12 Loth altgebackenes,
-schwarzes, geriebenes Brod, eine geriebene Muskatnuß, die gewiegte
-Schale einer Citrone, 2 Messerspitzen voll gestoßener Zimmt, eben so
-viel Muskatblüthe und gestoßene Nelken, 2 Messerspitzen voll Cardamomen,
-eben so viel Kubeben, 24 Eiergelb, alles dieses wird <span class="pagenum"><a id="page156"></a>Seite 156</span> eine
-halbe Stunde miteinander stark gerührt; dann der Schnee von 10
-Eierweiß, ein Viertelpfund Citronat und Pomeranzen damit vermischt,
-eine Tortenform mit Butter bestrichen, mit Brosamen bestreut, die Masse
-darein gefüllt und die Torte in einem heißen Ofen ausgebacken.</p>
-
-
-<h3>542. Citronentorte.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund geschälte Mandeln wird fein geschnitten, die Schale
-von 2 feingewiegten Citronen, das Mark von 6 Citronen, von denen man
-die Kerne nimmt, ein Viertelpfund Citronat und Pomeranzenschalen
-miteinander vermischt; dann kocht man ein halbes Pfund Zucker mit einer
-Tasse Wasser in einer messingenen Pfanne, schäumt den Zucker fleißig ab,
-kocht nun Obiges in dem Zucker miteinander, läßt die Masse erkalten,
-legt ein Springblech mit gutem Butterteig aus, füllt die Masse darein,
-macht einen dünnen Deckel von Butterteig darüber, bestreicht diesen mit
-Eiergelb und backt die Torte in einem nicht zu heißen Ofen.</p>
-
-
-<h3>543. Aufgelaufene Citronentorte.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Zucker, woran 4 Citronen abgerieben werden, nimmt man,
-fein gestoßen, in eine Schüssel, schlägt 8 Eiergelb daran, rührt dieses
-eine halbe Stunde miteinander, mische den Saft von 2 Citronen, 2 Loth
-feines Mehl und den Schnee von den 8 Eierweiß unter die Masse, füllt
-diese in ein Plafond, welches mit Butterteig ausgelegt ist und backt die
-Torte im Ofen.</p>
-
-
-<h3>544. Chokoladetorte.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Zucker, fein gestoßen, wird mit 20 Eiergelb und dem Schnee
-von 16 Eierweiß eine Viertelstunde gerührt, ein Viertelpfund geriebene
-Chokolade, ein halbes Loth gestoßener Zimmt und 12 Loth Stärkmehl
-langsam unter die Masse gerührt und die Torte in einer mit Butter
-bestrichenen blechernen Form gebacken.</p>
-
-
-<h3>545. Geläuterte Chokoladetorte.</h3>
-
-<p>Man zieht ein halbes Pfund Mandeln ab, reibt sie mit Eierweiß recht
-fein, rührt sie in einer Schüssel mit 4 Eiern und Dottern eine halbe
-Stunde lang, gießt in eine messingene Pfanne ein halbes Glas Wasser,
-ein halbes Pfund feinen Zucker, läßt es kochen, bis der Zucker dicke
-Fäden spinnt; dann mengt man 6 Loth feingeriebene Chokolade, ein halbes
-Loth Zimmt, den gekochten Zucker, die Chokolade und den Zimmt unter
-die gerührte Masse, rührt alles gut untereinander, bestreicht einen
-Tortenmodel mit Butter, bestreut ihn mit Zucker, füllt die Masse darein
-und backt die Torte im Ofen.</p>
-
-
-<h3>546. Heilbronner Chokoladetorte.</h3>
-
-<p>Man rührt ein halbes Pfund Butter leicht, nimmt ein halbes Pfund
-feingesiebten Zucker und eben so viel abgezogene, feingestoßene Mandeln,
-sowie das Gelbe von 2 auf dem Reibeisen abgeriebenen <span class="pagenum"><a id="page157"></a>Seite 157</span> Citronen
-und den Saft davon, schlägt 12 Eiergelb daran und rührt alles eine halbe
-Stunde miteinander, schlägt von 8 Eierweiß einen steifen Schnee, mischt
-10 Loth geriebene Chokolade mit demselben unter die Masse, bestreicht
-eine Tortenform mit Butter, bestreut sie mit Zucker, füllt die Masse
-darein und läßt die Torte eine Stunde backen.</p>
-
-
-<h3>547. Chokolademandeltorte.</h3>
-
-<p>16 Eiergelb werden eine halbe Stunde gerührt, dann nimmt man ein Pfund
-feingesiebten Zucker, 25 Loth geschälte, feingestoßene Mandeln, den Saft
-von einer Citrone, ein starkes Loth Zimmt, die feingewiegte Schale einer
-Citrone, den Schnee von 8 Eierweiß dazu, rührt alles nun eine Stunde
-miteinander, dann kommt noch zulezt 10 Loth geriebene Chokolade dazu;
-die Torte wird in einem mit Butter bestrichenen und mit Mutschelmehl
-bestreuten Model gebacken. Will man sie noch besser haben, so nimmt man
-ein halbes Loth Citronat und eben so viel Pomeranzenschalen dazu; macht
-ein Eis darüber von dem Schnee eines Eierweißes, einem Achtelspfund
-Zucker und 2 Loth Chokolade, bestreicht die Torte damit und läßt sie
-noch ein Mal im Ofen anziehen.</p>
-
-
-<h3>548. Crêmetorte.</h3>
-
-<p>Man formirt eine Torte von rohem Butterteig, legt rohe Kartoffeln
-darauf, backt sie so, damit sie nicht zusammenschrumpft, und wenn sie
-erkaltet ist, bestreicht man sie mit eingemachten Johannisbeeren,
-Himbeeren oder Kirschen. Man macht folgende Crême dazu: Ein Viertelpfund
-Zucker wird an 2 Citronen abgerieben, auf ein Papier geschabt und
-getrocknet; dann rührt man einen Kochlöffel voll Mehl in einer Pfanne
-mit süßer Milch glatt an, gießt noch einen Schoppen Milch dazu, thut
-6 bis 7 Eiergelb daran, kocht dieses wie einen Brei, rührt es, bis es
-kalt ist, streicht es dann behutsam auf das Eingemachte, schlägt von 6
-Eierweiß einen Schnee, mengt den getrockneten Citronenzucker damit, thut
-den Schnee auf die Crême und stellt die Torte bei geringer Hitze in den
-Ofen.</p>
-
-
-<h3>549. Eiercrêmetorte.</h3>
-
-<p>Ein Pfund feingestoßener Zucker wird mit 20 Eiergelb und dem Schnee von
-16 Eierweiß so lange gerührt, bis die Masse dick ist; hierauf nimmt man
-das Gelbe einer am Reibeisen abgeriebenen Citrone und den Saft derselben
-zu der Masse, mengt 16 Loth Stärkmehl darunter, bestreicht ein 3 Finger
-hohes und nicht sehr breites Plafond mit Butter, bestreut es mit Zucker
-und backt die Torte darin. Man macht folgende Crême dazu: 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Loth
-Hausenblase löst man in einem Schoppen Wasser auf, gießt das Wasser
-durch ein Haarsieb, reibt eine Pomeranze an 6 Loth Zucker ab, gießt das
-Hausenblasenwasser in eine messingene Pfanne, nimmt den Zucker, einen
-Schoppen süßen Rahm, den Saft von 2 Pomeranzen mit 6 Eiergelb dazu,
-kocht alles auf dem Feuer zu einer Crême, gießt sie durch ein Haarsieb
-<span class="pagenum"><a id="page158"></a>Seite 158</span> in eine Porzellanschüssel und läßt sie erkalten. Dann schlägt
-man in einer Schüssel einen Schoppen süßen Rahm wie einen Eierschnee,
-läßt ihn in einem Haarsieb ablaufen und mischt ihn, wenn die Crême kalt
-ist, darunter, legt die Torte auf eine Platte, löst den Deckel oben ab,
-schneidet eine 2 Zoll tiefe Oeffnung in die Torte, höhlt diese aus,
-gießt die Crême hinein, legt den Deckel wieder darauf und macht auf
-diesen ein Citronen- oder Chokoladeeis, wie es schon öfters beschrieben
-wurde. Die Torte wird nun mit etwas Citronat und eingemachten Früchten
-geziert.</p>
-
-
-<h3>550. Torte auf englische Art.</h3>
-
-<p>Man rührt 3 Viertelpfund Butter in einer Schüssel schaumig, nimmt
-ein Viertelpfund gesiebten Zucker, ein halbes Pfund Mandeln, von
-einer halben Citrone die abgeriebene Schale dazu, rührt alles recht
-miteinander, belegt ein schwarzes Blech mit Papier, streut ein wenig
-Mehl darauf und macht 4 bis 6 Kuchen (ehe man die Masse vertheilt, muß
-ein halbes Pfund Mehl darein gearbeitet werden); macht die Kuchen so
-groß als man die Torte haben will, backt sie im Ofen schön gelb aus;
-sind die Kuchen alle gebacken, so legt man einen Kuchen auf die Platte,
-die zu Tische gegeben werden soll, überstreicht diesen mit Citronen-
-oder Pomeranzencrême, legt den zweiten Kuchen darauf, bestreicht ihn mit
-Aepfelmuß, den dritten mit einer andern Crême und so fort (der obere
-muß aber leer bleiben). Nun macht man die Torte schön rund, schlägt ein
-Eierweiß zu Schnee, ein Achtelpfund Zucker dazu, rührt es miteinander,
-bis es dick ist, überstreicht die Torte damit, streut rothen Streuzucker
-darüber, thut sie in Backofen und läßt sie trocknen.</p>
-
-
-<h3>551. Erolzheimer Torte.</h3>
-
-<p>Von einem Pfund feingesiebten Zucker und 5 Eierweiß rührt man ein dickes
-Eis, nimmt noch ein Pfund abgezogene, der Länge nach feingeschnittene
-Mandeln, eine Messerspitze voll feinen Zimmt und 2 am Reibeisen
-abgeriebene Citronen dazu, auch den Saft von einer halben Citrone,
-mischt alles untereinander, legt ein Springblech mit Oblaten aus, füllt
-die Masse darein und backt die Torte im Ofen. Bemerkt wird noch, daß ein
-halbes Pfund der Mandeln am Reibeisen abgerieben und das andere halbe
-Pfund geschnitten wird.</p>
-
-
-<h3>552. Guirlandentorte.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund geschälte Mandeln werden recht fein geschnitten, ein
-halbes Pfund derselben gestoßen, die leztern mit einem halben Pfund
-gestoßenen Zucker und 12 Eiergelb so lange gerührt, bis die Masse dick
-ist, dann mischt man die geriebene Schale von einer halben Citrone, den
-Schnee von 8 Eierweiß und eine Hand voll Mutschelmehl darunter, füllt
-die Masse in ein mit Butter bestrichenes Springblech und backt die
-Torte. Nun schlägt man einen steifen Schnee von 12 Eierweiß, mengt 12
-Loth gestoßenen Zucker, ein halbes <span class="pagenum"><a id="page159"></a>Seite 159</span> Pfund geschnittene Mandeln
-darunter, streicht diesen Guß recht eben auf die gebackene Torte und
-trocknet sie noch eine Viertelstunde im Ofen. Nun rührt man in einer
-messingenen Pfanne ein halbes Pfund Zucker und das oben beschriebene
-halbe Pfund geschnittene Mandeln beständig miteinander, bis der Zucker
-flüssig und gelb ist, nimmt den Springreif von der Torte, macht von den
-gerösteten Mandeln eine schöne Guirlande um dieselbe und in die Mitte
-eine Krone.</p>
-
-
-<h3>553. Karmelitertorte.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund geschälte Mandeln schneidet man der Länge nach so
-fein wie möglich, schlägt 7 Eiergelb in einer tiefen Schüssel zu einem
-steifen Schaum, thut ein halbes Pfund gesiebten Zucker darein und
-rührt ihn eine Viertelstunde lang recht stark; dann kommt das Gelbe
-von 2 Citronen und der Saft von einer, ein Viertelpfund Mehl und die
-Hälfte der Mandeln unter die Masse, die man sofort in eine mit Butter
-bestrichene Tortenform einfüllt, mit den übrigen Mandeln überstreut und
-schön gelb ausbackt. Die Torte wird sodann auf eine Platte gestürzt.</p>
-
-
-<h3>554. Kartoffeltorte.</h3>
-
-<p>Gute sogenannte Gruberkartoffeln werden Tags zuvor im Dampf gekocht oder
-im Rohr gebraten. Dann werden sie gerieben (zu einem halben Pfund Zucker
-nimmt man 3 Viertelpfund Kartoffeln), mit dem Zucker, 7 ganzen Eiern und
-7 Eierdottern eine halbe Stunde gerührt, man nimmt 2 Loth abgezogene,
-feingestoßene, bittere Mandeln dazu, eine am Reibeisen geriebene Citrone
-nebst dem Saft einer halben Citrone, bestreicht eine blecherne Form mit
-Butter, bestreut sie mit Zucker und backt die Torte darin.</p>
-
-
-<h3>555. Krachtorte.</h3>
-
-<p>Von einem Pfund Mandeln zieht man die Schalen ab, schneidet sie fein
-und der Länge nach und röstet sie mit einem Pfund Raffinadezucker in
-einer messingenen Pfanne unter beständigem Umrühren so lange, bis der
-Zucker gelb ist. Alsdann bestreicht man einen Melonenmodel mit Mandelöl,
-drückt die Fugen mit einem Theil der gerösteten Mandeln gut aus, macht
-die andern wieder warm und drückt den Model ganz damit aus. Wenn die
-Torte erkaltet ist, stürzt man sie aufrecht auf eine Platte, so daß die
-Oeffnung nach oben sieht, und gießt folgende Sauce darüber: Man schlägt
-einen Schoppen Rahm in einer Schüssel mit einem steifen Backbesen wie
-einen Eierschnee, läßt ihn auf dem Haarsieb ein wenig ablaufen und thut
-3 Loth Vanillezucker darunter.</p>
-
-
-<h3>556. Linzer Torte.</h3>
-
-<p>Von einem halben Pfund Butter, einem halben Pfund gestoßenem Zucker,
-einem halben Pfund feinem Mehl, einem halben Pfund ungeschälten,
-feingestoßenen Mandeln, 4 Loth geriebener Chokolade, <span class="pagenum"><a id="page160"></a>Seite 160</span> 6
-hartgesottenen Eiergelb, welche durch ein Haarsieb getrieben werden,
-6 frischen Eiergelb, 1 Loth gestoßenem Zimmt, einem halben Quint
-gestoßenen Nelken wird ein Teig gemacht, fingerdick ausgewellt, ein
-Reif von festem Papier um die Torte gemacht, damit sie nicht zerläuft,
-von dem übrigen Teig werden Streifen geschnitten, ein Gitter davon über
-die Torte gemacht, diese auf ein schwarzes, mit Oblaten belegtes Blech
-gethan und bei mittlerer Hitze eine halbe Stunde im Ofen gebacken. Nun
-macht man folgendes Eis darüber: Von einem Eierweiß, dem Saft einer
-halben Citrone und einem Viertelpfund Zucker wird das Eis gerührt, das
-Gitter der Torte mit demselben bestrichen, dieselbe im Ofen mit dem Eis
-getrocknet, und ehe sie zu Tische gegeben wird, in die Oeffnungen der
-Gitter eingemachte Johannisbeeren gethan.</p>
-
-
-<h3>557. Gewöhnliche <a id="mato1" name="mato1">Mandeltorte</a>.</h3>
-
-<p>Ein Pfund feingesiebter Zucker wird mit einem Pfund abgezogenen, so
-fein wie möglich gestoßenen Mandeln, 16 Eiergelb und dem Schnee von
-16 Eierweiß dick gerührt (dieser kommt aber erst dazu, wenn die Masse
-bereits dick ist). Dann kommt noch eine ganze, am Reibeisen abgeriebene
-Citrone und der Saft von einer halben Citrone, nebst einer Hand voll
-Mutschelmehl dazu. Wenn die Masse beisammen ist, wird eine blecherne
-Form mit Butter bestrichen und darin die Torte im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>558. Mandeltorte anderer Art.</h3>
-
-<p>8 Eierweiß werden zu einem steifen Schnee geschlagen, die 8 Eiergelb
-mit 12 Loth fein gestoßenen Mandeln, 12 Loth fein gestoßenem Zucker,
-4 Loth fein geschnittenem Citronat, 4 Loth fein geschnittenen
-Pomeranzenschalen dazu genommen, alles ganz dick miteinander nebst dem
-Gelben von einer halben Citrone gerührt, sodann eine blecherne Form mit
-Butter bestrichen, die Masse darein gefüllt und bei geringer Hitze gelb
-gebacken.</p>
-
-
-<h3>559. Geschnittene weiße Mandeltorte.</h3>
-
-<p>Von einem Pfund fein gestoßenem Zucker und 10 Eierweiß rührt man ein
-dickes Eis, ein halbes Pfund geschälte Mandeln schneidet man der Länge
-nach so fein wie möglich, reibt ein halbes Pfund ungeschälte Mandeln,
-nebst dem Gelben von 2 Citronen am Reibeisen oder Muskatnußreiber ab,
-schneidet ein Viertelpfund Citronat und Pomeranzenschalen fein, mengt
-alles langsam unter das Eis, legt ein Springblech oder einen Ring
-auf einem schwarzen Blech mit Oblaten aus, thut die Masse darein und
-backt die Torte bei geringer Hitze schön aus. Es wird bemerkt, daß der
-Ring oder das Springblech, ehe die Oblaten darein kommen, mit Butter
-bestrichen werden muß.</p>
-
-
-<h3>560. Meringuentorte.</h3>
-
-<p>12 Eierweiß werden zu einem steifen trockenen Schnee geschlagen und
-dieser mit einem Pfund fein gestoßenem und gesiebtem Zucker <span class="pagenum"><a id="page161"></a>Seite 161</span>
-vermischt; von dieser Masse wird ein Theil in eine Spritze mit einem
-fingerdicken Rohr gefüllt und davon 4 bis 6 Säulen auf ein ganz reines
-Brett gesprizt, die man im Ofen bei gelinder Hitze anziehen läßt.
-Mittlerweile macht man eine Rundung von der Form und Größe eines Tellers
-von der übrigen Masse und legt sie um die aus dem Ofen genommenen Säulen
-so, daß diese über die Rundung hervorragen. Das Ganze läßt man sodann im
-Ofen schön und gut ausbacken.</p>
-
-
-<h3>561. Nudelntorte.</h3>
-
-<p>Von einem halben Pfund abgeschälten Mandeln wird die Hälfte nicht sehr
-fein gestoßen, die andere Hälfte lang geschnitten, der Saft von einer
-Citrone daran gedrückt und mit einem halben Pfund fein gestoßenem Zucker
-und fünf ganzen Eiern eine Viertelstunde gerührt, von 2 Eiern feine
-Nudeln gemacht, so fein als möglich geschnitten, im heißen Schmalz
-oder Butter gelb gebacken, eine Citrone am Reibeisen abgerieben, 4
-Loth Citronat und Pomeranzen fein gewiegt unter die Masse gemischt und
-von 4 Eierweiß ein steifer Schnee dazu genommen. Man bestreicht einen
-Tortenmodel mit Zucker und Butter, füllt die Masse darein und backt die
-Torte in einer gelinden Hitze gut aus.</p>
-
-
-<h3>562. Pistazientorte.</h3>
-
-<p>8 Loth Pistazien werden über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht; an 12
-Loth abgezogene und fein gestoßene Mandeln und ein Viertelpfund fein
-gestoßenen Zucker werden 16 Eiergelb geschlagen und eine halbe Stunde
-miteinander gerührt; unterdessen zieht man die Pistazien ab und wiegt
-sie auf einem Wiegbrett; deßgleichen wiegt man 4 Loth Citronat und 4
-Loth Pomeranzenschalen miteinander, aber nicht sehr fein; von einer
-Citrone wird das Gelbe fein gewiegt und der Saft auch dazu gegossen;
-nachdem die Pistazien in diese Masse gekommen, rührt man sie nochmals
-eine Weile, schlägt von 8 Eiern einen steifen Schnee und mengt ihn
-langsam unter die Masse, bestreicht eine blecherne Form mit Butter und
-backt in derselben die Masse im Ofen. Sie braucht eine Stunde zum Backen.</p>
-
-
-<h3>563. Punschtorte.</h3>
-
-<p>Man macht eine Butterbiscuitmasse auf folgende Art: 3 Viertelpfund
-Butter wird schaumig gerührt, dann kommt 3 Viertelpfund feingestoßener
-Zucker und 18 Eiergelb, sammt dem Schnee von den Eierweiß, der
-geriebenen Schale einer Citrone und 26 Loth Mehl zu der Masse. Nun
-füllt man in 4 tellergroße, gleiche Formen einen Schöpflöffel voll
-von der Masse, backt sie recht schön gelb aus, läßt sie dann erkalten
-und verrührt in einem Geschirr 2 Eßlöffel voll Arak mit Himbeeren, im
-zweiten Geschirr eben so viel Arak mit Johannisbeeren, im dritten Arak
-mit Aepfelmarmelade, legt einen Bogen Papier auf ein Springblech, einen
-von den gebackenen kleinen Kuchen darauf, bestreicht diesen mit den
-Himbeeren, legt den zweiten <span class="pagenum"><a id="page162"></a>Seite 162</span> auf den ersten, bestreicht ihn mit
-Johannisbeeren, legt den dritten auf den zweiten, bestreicht diesen mit
-der Aepfelmarmelade, legt den vierten Kuchen auf und schneidet nun die
-Torte recht rund; wenn es nöthig ist, feuchtet man ein Stück Oblate mit
-Arak an, macht diese recht schön gleich um die Torte herum und macht
-folgendes Arakeis: an ein halbes Pfund fein gesiebten Zucker schüttet
-man Arak, bis es flüssig ist, daß man die Torte damit überziehen kann,
-doch darf das Eis nicht zerlaufen. Man gießt nun das Eis über die Torte
-und garnirt sie mit eingemachten Früchten.</p>
-
-
-<h3>564. Blinde Punschtorte.</h3>
-
-<p>An 6 Loth fein gestoßenen Zucker schlägt man 6 Eiergelb, rührt sie eine
-Viertelstunde miteinander, thut das Gelbe von einer halben am Reibeisen
-abgeriebenen Citrone und den Saft dazu, schlägt von 6 Eiern einen
-steifen Schnee, mengt 6 Loth feines Mehl unter die Masse, bestreicht ein
-Aufzugblech mit Butter, thut den vierten Theil von der Masse darein,
-läßt sie im Ofen halb gar kochen; dann verrührt man 2 Eßlöffel voll
-Himbeeren mit 2 Eßlöffeln voll Arak, nimmt das Brett aus dem Ofen,
-streicht die Himbeeren darüber, thut die andere Masse darauf und backt
-sie im Ofen ganz aus. Darüber macht man folgendes Eis: 4 Loth Zucker
-und 2 Eßlöffel voll kaltes Wasser läßt man in einer messingenen Pfanne
-bis zum Faden dick kochen, schlägt von 3 Eierweiß einen steifen Schnee,
-rührt ihn in den gekochten Zucker, stürzt die Torte auf eine Platte,
-überzieht sie mit dem Eierschnee und macht den Ueberzug mit einem Messer
-glatt.</p>
-
-
-<h3>565. Sandtorte.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter läßt man in einer Schüssel zergehen, rührt 6
-Eierdotter, ein halbes Pfund feinen Zucker, eine geriebene Citrone,
-den Schnee von 6 Eierweiß und ein halbes Pfund Mehl recht dick mit der
-Butter, füllt die Masse in einen Model und backt die Torte im Ofen.</p>
-
-
-<h3><a id="no566" name="no566">566</a>. Sauerkrauttorte.</h3>
-
-<p>Von einem halben Pfund Sauerkraut drückt man den Saft aus, legt es
-in kaltes Wasser, gießt aber alle Tage frisches daran und wiederholt
-dieses 5 bis 6 Tage; nun kocht man das Kraut weich, läßt es in
-einem Seiher ablaufen, drückt es fest aus, wiegt die Schalen von 3
-Citronen, schneidet 3 Loth abgezogene Mandeln, 3 Loth Citronat und
-Pomeranzenschalen länglich, läßt ein halbes Pfund Zucker mit einem
-halben Glas voll Wasser in einer messingenen Pfanne kochen, bis der
-Zucker Blasen wirft, thut das Kraut und das Geschnittene darein, läßt
-Alles 2 bis 3 Minuten kochen, belegt einen Plafond mit Butterteig,
-bestreicht ihn mit Ei, legt rohe Kartoffeln in das Blech, damit der Teig
-nicht zusammenschrumpft, backt ihn schön gelb, drückt von 2 Citronen den
-Saft daran, nimmt die <span class="pagenum"><a id="page163"></a>Seite 163</span> Kartoffeln weg, füllt die Masse in das
-Blech und läßt die Torte eine Viertelstunde im Ofen backen.</p>
-
-
-<h3>567. Schweizer Torte.</h3>
-
-<p>Man rührt 6 Loth Schmalz in einer Schüssel bis es ganz weiß ist, stoßt
-3 Viertelpfund abgezogene Mandeln fein, nimmt von 2 Citronen das am
-Reibeisen abgeriebene Gelbe und ein halbes Pfund fein gestoßenen Zucker
-dazu, rührt es mit einem Viertelpfund schönem Mehl eine halbe Stunde
-recht untereinander, bestreicht einen Plafond (Springblech) mit Butter,
-thut 2 Drittheile von der Masse darein, bestreicht sie mit Eiern, macht
-von dem zurückbehaltenen Drittheile der Masse ein Gitter darüber,
-bestreicht es ebenfalls mit Eiern und läßt es im Backofen schön gelb
-backen. Wenn die Torte aus dem Ofen kommt, wird sie auf die Platte
-gelegt, auf der man sie zur Tafel geben will, und die Gitteröffnungen
-werden mit etwas Eingemachtem ausgefüllt.</p>
-
-
-<h3>568. Spanische Torte.</h3>
-
-<p>Von einem guten Butterteig backt man 5 bis 6 tellergroße Kuchen, legt
-einen davon auf die Platte, welche zu Tische gegeben wird, bestreicht
-ihn nicht sehr dick mit eingemachten Johannisbeeren, legt den zweiten
-darauf, bestreicht ihn mit Aepfelmarmelade, den dritten mit eingemachten
-Himbeeren, den vierten mit Aprikosenmarmelade, legt den fünften darauf,
-bestreicht ein Stück Oblate mit Ei, legt es schön um die Torte herum,
-oben darauf ein Chokoladeeis, welches auf folgende Art bereitet wird: 4
-Loth Zucker werden in einer messingenen Pfanne mit 2 Täfelchen Chokolade
-gekocht, die Torte damit im Ring herum überzogen; ein Citroneneis
-gemacht, wie folgt: ein Eierweiß, ein Viertelpfund feingestoßener Zucker
-und der Saft von einer halben Citrone werden miteinander weiß gerührt,
-dieses in den innern Rand, nach dem Chokoladeeis, über die Torte, mit
-Hülfe einer Schachtel, gegossen, darauf die Torte im Ofen getrocknet und
-mit Früchten garnirt.</p>
-
-
-
-
-<h2>Kuchen.</h2>
-
-
-<h3>569. Aepfelkuchen.</h3>
-
-<p>Man legt ein Kuchenblech mit Butterteig aus, überlegt diesen mit guten,
-geschnittenen Aepfeln, rührt die gewiegte Schale einer halben Citrone,
-2 Löffel voll sauren Rahm, eine große Hand voll gestoßenen Zucker, 2
-Messerspitzen voll gestoßenen Zimmt, einen halben Schoppen Milch recht
-untereinander, gießt dieses über die Aepfel, schneidet noch ein wenig
-Butter darauf und backt den Kuchen im Ofen.</p>
-
-
-<h3>570. Aepfelkuchen anderer Art.</h3>
-
-<p>Gute Aepfel, die nicht verkochen, schält und schneidet man in 4 Theile,
-läßt sie mit den Kernen und Schalen an einer Maas <span class="pagenum"><a id="page164"></a>Seite 164</span> Wasser in
-einer messingenen Pfanne eine Viertelstunde lang kochen, gießt sie durch
-ein Haarsieb, das Wasser davon wieder in die Pfanne, 12 Loth Zucker,
-die Schale von einer halben Citrone, ein Stück ganzen Zimmt, ein Glas
-Wein und die Aepfel dazu, läßt diese weich, aber nicht verkochen, dann
-auf einem Haarsieb ablaufen und den Syrup so lange kochen, bis er Fäden
-spinnt. Nun legt man ein Kuchenblech mit Butterteig aus, rohe Kartoffeln
-oder ganze Aepfel darauf, daß der Teig nicht zusammenschrumpft; backt
-nun den Teig, nimmt die Kartoffeln oder Aepfel wieder weg, legt die
-gedämpften Aepfel auf dem Kuchen herum, übergießt sie mit dem Syrup und
-gibt den Kuchen zu Tische. Gebacken darf er nun nicht mehr werden.</p>
-
-
-<h3>571. Aepfelkuchen mit einem Gitter.</h3>
-
-<p>Geschälte Aepfel kocht man in einer Casserolle mit einem Stück
-Butter, einem Stück Zucker, einem Viertelpfund Rosinen und Cibeben, 2
-Messerspitzen voll gestoßenem Zimmt, der gewiegten Schale von einer
-halben Citrone recht weich und läßt sie sodann in einem Geschirr
-erkalten. Man macht einen Mandelnteig auf folgende Art dazu: von einem
-Viertelpfund geschälten fein gestoßenen Mandeln, einem Viertelpfund
-Butter, einem halben Pfund feinem Mehl, 3 Loth gestoßenem Zucker,
-3 Eiergelb (wenn es seyn muß, kann man auch noch ein wenig kaltes
-Wasser dazu nehmen), macht man einen Teig, wellt ihn aus, schlägt ihn
-übereinander, wellt ihn wieder aus, belegt ein mit Butter bestrichenes
-Kuchenblech damit, legt die Aepfel darein, macht, wie gewöhnlich, einen
-Rand um den Kuchen herum, schneidet 12 fingerbreite Streifen von dem
-nämlichen Teig (den man zu diesem Zwecke zurückgelegt hat), legt diese
-kreuzweise, wie ein Gitter, über den Kuchen, bestreicht ihn mit Eiern
-und backt ihn.</p>
-
-
-<h3>572. Aepfelkuchen mit einer Kruste.</h3>
-
-<p>Geschälte (sog.) Breitling legt man in ein mit Butterteig überlegtes
-Kuchenblech, röstet in einem Viertelpfund Butter 3 Hände voll geriebenes
-Brod, nimmt 4 Loth gestoßenen Zucker, 3 Loth gestoßene Mandeln und 2
-Messerspitzen voll Zimmt dazu, vermischt es miteinander, streut es recht
-dick auf den Kuchen und backt diesen.</p>
-
-
-<h3>573. Blitzkuchen.</h3>
-
-<p>12 Loth zerlassene Butter, 12 Loth Zucker, 12 Loth Mehl, das Gelbe von
-einer Citrone und 5 Eier rührt man recht gut miteinander, bestreicht
-einen Plafond mit Butter und backt den Kuchen schön gelb.</p>
-
-
-<h3>574. Brodkuchen auf englische Art.</h3>
-
-<p>3 Viertelpfund Zucker, ein Pfund abgezogene, gestoßene Mandeln, 14
-Eiergelb, die am Reibeisen abgeriebenen Schalen von 2 Citronen rührt man
-in einer Schüssel eine halbe Stunde recht stark miteinander, nimmt ein
-Loth gestoßenen Zimmt dazu, rührt nun Alles nochmals durcheinander, 6
-Loth geriebenes Brod, den Schnee <span class="pagenum"><a id="page165"></a>Seite 165</span> von 6 Eierweiß dazu, füllt
-die Masse in ein mit Butter bestrichenes Backblech und backt den Kuchen
-im Ofen.</p>
-
-
-<h3>575. Butterkuchen auf besondere Art.</h3>
-
-<p>Von einem Pfund schönen Mehl, 3 Viertelpfund Butter, 3 Löffeln
-voll Bierhefe, 2 Messerspitzen voll Muskatblüthe, 3 Eßlöffeln voll
-Rosenwasser und 2 Loth fein gestoßenem Zucker macht man einen festen
-Teig, arbeitet ihn recht lange, stellt ihn zu gelinder Wärme, läßt ihn
-gehen, nimmt ihn aufs Nudelnbrett und wellt ihn daumendick aus, arbeitet
-ein Viertelpfund Butter daran, bestreicht einen Bogen Papier mit Butter,
-legt den Kuchen darauf, thut ihn in einen Plafond, verklopft 6 Eier,
-gießt sie über den Kuchen, stellt ihn in den Backofen, läßt ihn schön
-gelb backen und streut Zucker und Zimmt darüber.</p>
-
-
-<h3>576. Citronenkuchen auf besondere Art.</h3>
-
-<p>8 Citronen reibt man am Reibeisen ab, zieht die weiße Haut davon,
-schneidet das Mark in Schnitten, drückt die Kerne davon aus, mengt
-ein Viertelpfund Mandeln, mit Rosenwasser, recht fein gestoßen,
-nebst dem Citronenmark und dem Gelben von den abgeriebenen Citronen,
-schlägt 8 Eier daran, rührt 8 Loth fein gestoßenen Zucker, 2 geriebene
-Kreuzerbrode dazu und Alles eine halbe Stunde miteinander, bestreicht
-einen Plafond mit Butter, füllt die Masse darein, backt den Kuchen im
-Ofen schön gelb und streut Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>577. Citronenkuchen auf englische Art.</h3>
-
-<p>Die Schalen von 6 Citronen werden fein gewiegt, das Mark derselben mit
-einer am Zucker abgeriebenen Pomeranze, nebst dem Pomeranzensaft, 3
-Viertelpfund gestoßenem Zucker, einem halben Pfund abgezogener, etwas
-grob gestoßenen Mandeln dazu genommen, eine Stunde stehen gelassen
-und dann folgender Teig gemacht: auf einem Nudelnbrett macht man mit
-2 Händen voll Mehl, 2 Eiergelb, einem Löffel voll gestoßenem Zucker,
-Butter, so groß wie ein Hühnerei, und Rosenwasser einen Teig an, wellt
-ihn aus, legt ihn in ein mit Butter bestrichenes Springblech, schlägt
-noch zu der Masse, welche eben beschrieben wurde, 6 Eier, füllt sie in
-das Blech und backt den Kuchen, man kann ihn nach dem Backen aufbrennen
-oder ein Citroneneis darauf machen.</p>
-
-
-<h3>578. Eierkuchen mit Ochsenmark.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund süße Mandeln, worunter 6 bis 8 bittere kommen,
-werden mit Rosenwasser recht fein im Mörser gestoßen, die Schalen
-von 2 Citronen fein gewiegt, 3 geschnittene Aprikosen, 3 geschälte,
-geschnittene Aepfel dazu genommen, ein Viertelpfund Ochsenmark, 10 Eier,
-4 Loth gestoßener Zucker, ein Schoppen süßer Rahm <span class="pagenum"><a id="page166"></a>Seite 166</span> mit dem
-Besagten vermischt, ein Kuchenblech mit Oblaten ausgelegt, die Masse
-darauf gebracht und im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>579. Hochzeitkuchen.</h3>
-
-<p>Man rührt 4 Eier und ein halbes Pfund Butter so lange, bis er weiß
-wird, rührt 3 Löffel voll Bierhefe mit etwas lauer Milch daran, 4
-Loth gestoßenen Zucker, arbeitet den Teig zusammen, klopft ihn eine
-Viertelstunde lang, stellt ihn zur Wärme, läßt ihn halb reif werden,
-wellt ihn aus, schneidet 10 Loth Butter auf den Kuchen, schlägt ihn
-übereinander, wie einen <a href="#butei1">Butterteig</a>, wellt ihn 2 Finger hoch aus, legt
-geschälte Aepfel und Rosinen auf den Kuchen am Rand herum, schlägt den
-Kuchen 3 Finger breit übereinander, bestreicht einen Bogen Papier mit
-Butter, legt den Kuchen darauf, läßt ihn gehen, bestreicht ihn mit
-verklopften Eiern, vermischt ein Loth abgezogene Mandeln mit 2 Loth
-gestoßenem Kandelzucker, streut sie auf dem Kuchen herum und backt
-ihn schön gelb aus. Mit allem Recht kann man ihn einen Hochzeitkuchen
-heißen, wenn er gut gemacht ist.</p>
-
-
-<h3>580. Käskuchen.</h3>
-
-<p>Ein Kuchenblech wird mit Hefen- oder Butterteig ausgelegt; nun vermischt
-man Molken oder Ziegern, der nicht sehr sauer ist, mit einem halben
-Schoppen dicken, sauren Rahm, 4 ganzen Eiern, 2 Löffeln voll feinem
-Mehl, einer Hand voll Schnittlauch und einer Messerspitze voll Salz,
-rührt dieses eine Viertelstunde miteinander, schüttet die Masse auf den
-Kuchen, schneidet noch ein wenig Butter darauf und backt ihn.</p>
-
-
-<h3>581. Kirschenkuchen.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter läßt man in einer Schüssel zerlaufen, dann nimmt
-man ein halbes Pfund gestoßenen Zucker, ein halbes Pfund gestoßene,
-unabgezogene Mandeln, 12 Eiergelb, 6 Eierweiß dazu, rührt Alles 3
-Viertelstunden miteinander; wenn es dick ist, wiegt man ein Viertelpfund
-Citronat und Pomeranzenschalen, doch nicht sehr fein; 2 Wecken, von
-denen die Rinde abgeschnitten worden, eingeweicht und ausgedrückt,
-1 Loth gestoßenen Zimmt, 1 Quint gestoßene Nelken, rührt nun Alles
-nochmals miteinander, schlägt noch von 4 Eierweiß einen Schnee davon,
-backt den Kuchen in einem mit Butter bestrichenen Aufzugblech und drückt
-vor dem Backen ein Pfund ausgesteinte Kirschen mit einem Löffel ganz
-locker an den Kuchen.</p>
-
-
-<h3>582. Kirschenkuchen anderer Art.</h3>
-
-<p>Von 3 Schoppen Milch und Griesmehl kocht man in einer messingenen Pfanne
-einen dicken Brei, thut ihn in eine Schüssel, schneidet ein Viertelpfund
-Butter daran, ein Viertelpfund gestoßenen Zucker, eine halbe am
-Reibeisen abgeriebene Citrone, 6 Eiergelb, rührt Alles eine halbe Stunde
-stark miteinander, mischt den Schnee von den 6 Eierweiß darunter, zulezt
-ein Pfund abgezupfte Kirschen <span class="pagenum"><a id="page167"></a>Seite 167</span> dazu und läßt den Kuchen in
-einem Aufzugblech, welches dick mit Butter bestrichen ist, im Ofen schön
-gelb backen.</p>
-
-
-<h3>583. Kirschenkuchen mit Hellenenmasse.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter wird schaumig gerührt, 9 Eiergelb, das Gelbe
-einer halben am Zucker abgeriebenen Citrone, ein halbes Pfund Mehl nebst
-dem Schnee von 9 Eierweiß darunter gerührt; ein Plafond mit Butter
-bestrichen, die Masse darein gethan, 1 Pfund ausgesteinte Kirschen
-darauf gelegt und mit dem Finger leicht in die Masse gedrückt, sodann in
-einem Bratrohr gebacken.</p>
-
-
-<h3>584. Kirschenkuchen mit Schwarzbrod.</h3>
-
-<p>16 Loth schwarzes, geriebenes Brod feuchtet man mit einem Glas guten,
-alten Wein an, reibt eine ganze Muskatnuß daran, 1 Loth gestoßenen
-Zimmt, 1 Quint gestoßene Nelken, 2 Messerspitzen voll Muskatblüthe, die
-fein gewiegte Schale einer Citrone, ein halbes Pfund Zucker, ein halbes
-Pfund gestoßene Mandeln, 12 Eiergelb dazu, rührt Alles eine halbe Stunde
-miteinander, der Schnee von 6 Eierweiß und 1 Pfund schwarze ausgesteinte
-Kirschen werden zulezt damit vermischt, und der Kirschenkuchen in einem
-mit Butter bestrichenen Aufzugblech im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>585. Magdalenenkuchen.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter wird schaumig gerührt, 9 Eiergelb, ein halbes
-Pfund Zucker, eine abgeriebene Citrone, 2 Pfund Mehl, der Schnee von den
-9 Eierweiß mitgerührt, die Hälfte der Masse in ein Potageblech gefüllt,
-eingemachte Früchte darauf und die andere Hälfte über diese gethan, der
-Kuchen mit Mandeln bestreut und bei guter Hitze gebacken.</p>
-
-
-<h3>586. Mailänder Kuchen.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter wird leicht gerührt und mit 5 Eiern, 3
-Viertelpfund Mehl, 3 Loth fein gestoßenem Zucker zu einem Teig gemacht
-(sollte er zu fest seyn, so nimmt man etwas Milch dazu); dieser auf dem
-Nudelnbrett ausgewellt, mehrmals übereinander geschlagen, fingersdick
-ausgewellt und nun in einem mit Butter bestrichenen Kuchenblech
-gebacken. Man kann entweder Citronen- oder Chokoladeeis darüber machen.</p>
-
-
-<h3>587. Mandelkuchen.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund abgezogene Mandeln stößt man im Mörser recht fein mit
-Eierweiß, läßt ein Viertelpfund Butter in einer Schüssel zerlaufen,
-siedet das Besagte mit einem halben Pfund fein gestoßenem Zucker eine
-halbe Stunde lang, thut 2 Hände voll fein geriebenes Geigenmehl dazu,
-mischt den Schnee von einigen Eierweiß langsam darunter, legt ein
-Backblech, welches zuerst mit Butter bestrichen wurde, mit Oblaten aus,
-die Masse darein, backt den Kuchen im Ofen, und kann, wenn man es liebt,
-Rosinen und Zibeben darauf streuen.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page168"></a>Seite 168</span> 588. Punschkuchen.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Mandeln wird mit einem Ei gestoßen, ein Viertelpfund
-Zucker und nach und nach 8 Eiergelb daran gerührt, ein halbes Pfund
-geschmolzene Butter mit einem Löffel voll Mehl schaumig gerührt, etwas
-Arak, dann der Schnee von den 8 Eierweiß dazu genommen, mit den Mandeln
-und dem Zucker gerührt, ein Springblech mit Butter bestrichen, die Masse
-eingefüllt und bei gelinder Hitze gebacken.</p>
-
-
-<h3>589. Rahmkuchen.</h3>
-
-<p>Man macht von einem halben Pfund Mehl, 4 Loth Butter, 2 Eiergelb,
-einem halben Glas Wein und 2 Loth fein gestoßenem Zucker einen Teig
-auf dem Nudelnbrett wie einen <a href="#butei1">Butterteig</a>, wellt ihn aus, schlägt ihn
-übereinander, wiederholt dieses noch einmal, legt den Teig in ein mit
-Butter bestrichenes Springblech, verrührt 6 Eiergelb, einen Schoppen
-sauern und eben so viel süßen Rahm, 3 Loth gestoßenen Zucker, eine halbe
-am Reibeisen abgeriebene Citrone, ein Viertelpfund Rosinen und Zibeben,
-den Schnee von 4 Eierweiß miteinander, nebst einem Kochlöffel voll
-feinem Mehl, welches mit Milch glatt gerührt worden, füllt dieses auf
-den Kuchen und backt ihn im Ofen.</p>
-
-
-<h3>590. Speckkuchen.</h3>
-
-<p>Man nimmt ein Pfund Mehl in eine Schüssel, macht von guter Bierhefe
-ein Teigchen mit Milch an und läßt es bei gelinder Wärme gut gehen.
-Dann rührt man ein Viertelpfund Butter leicht, nimmt 4 Eiergelb und 2
-Messerspitzen voll Salz dazu und legt das Teigchen in die Butter sammt
-Mehl, arbeitet den Teig so lange bis er Blasen wirft, thut ihn wieder in
-die Schüssel und läßt ihn gehen. Wenn er reif ist, nimmt man ihn aufs
-Nudelnbrett, wellt ihn 2 Finger dick aus, schlägt ihn am Rand 2 Finger
-breit ein, streicht ihn mit verklopftem Ei, schneidet grünen Speck in
-Würfel, vermengt ihn mit Salz und Kümmel, streut ihn auf dem Kuchen
-herum, bestreicht einen Bogen Papier mit Butter, legt den Kuchen darauf,
-thut ihn auf ein schwarzes Blech und backt ihn schön gelb im Ofen.</p>
-
-
-<h3>591. Blinder Speckkuchen.</h3>
-
-<p>Man legt ein Kuchenblech mit einem geriebenen Teig aus, den man
-folgendermaßen bereitet: Mit einem Viertelpfund Mehl, 2 Eiergelb, 4
-Loth Butter, 3 Loth fein gestoßenem Zucker, der gewiegten Schale von
-einer halben Citrone und 2 Löffeln voll saurem Rahm macht man auf dem
-Nudelnbrett einen Teig an, schafft ihn so lange, bis nichts mehr von der
-Butter zu sehen ist, arbeitet ihn zusammen, wellt einen Kuchen davon
-aus, bestreicht ein Kuchenblech mit Butter, legt den Teig darein, drückt
-mit den Fingern, wie gewöhnlich, einen Rand daran, rührt 10 Eiergelb,
-10 Loth gestoßenen Zucker, 4 Loth zerlassene Butter, die gewiegte
-Schale von einer halben Citrone, 8 Loth feines Mehl sammt dem Schnee
-der 10 Eierweiß untereinander, füllt <span class="pagenum"><a id="page169"></a>Seite 169</span> die Masse auf den Teig,
-backt den Kuchen in einem nicht zu heißen Ofen halb aus, bestreut ihn
-mit 3 Loth in Würfel geschnittenem Citronat, der mit einem Loth grob
-gestoßenem Kandiszucker vermischt wird, und backt ihn nun vollends aus.</p>
-
-
-<h3>592. Stachelbeerkuchen.</h3>
-
-<p>Man legt ein Plafond (Kuchen- oder Backblech) mit mürbem Teig aus,
-schneidet die Stiele, die Butzen und das Wollige von den Stachelbeeren,
-legt das Blech damit aus, rührt von einem Viertelpfund fein gestoßenem
-Zucker, 2 Messerspitzen voll Zimmt, 6 Eierweiß und dem Saft einer halben
-Citrone ein schönes weißes Eis, gießt es über die Beeren und backt den
-Kuchen im Ofen.</p>
-
-
-<h3>593. Theekuchen.</h3>
-
-<p>Mit 2 Löffeln voll Bierhefe und etwas Milch macht man in einem Mäßchen
-Mehl einen kleinen Teig an; wenn er gegangen ist, thut man 2 ganze
-Eier, 3 Löffel voll sauren Rahm, etwas gewiegte Citronenschalen, Salz
-und 2 Loth fein gestoßenen Zucker dazu, macht Alles zu einem Teig
-an, arbeitet diesen nun auf dem Nudelnbrett wie einen <a href="#butei1">Butterteig</a>,
-macht ihn ein wenig fest, wellt ihn aus, schneidet ein Viertelpfund
-Butter darein, überschlägt ihn, wellt ihn so lange bis die Butter
-recht hineingearbeitet ist, wellt ihn 2 Finger dick aus, läßt ihn
-auf einem mit Butter bestrichenen Blech gehen, bestreicht den Kuchen
-mit zerlassenem Schmalz, bestreut ihn mit gewiegten Mandeln und grob
-gestoßenem Zucker und backt ihn dann.</p>
-
-
-<h3>594. Traubenkuchen.</h3>
-
-<p>Ganz guten <a href="#butei1">Butterteig</a> legt man in ein Backblech, abgezupfte Trauben
-darüber, mischt ein halbes Pfund fein geschnittene Mandeln, ein
-Viertelpfund gestoßenen Zucker, ein halbes Loth gestoßenen Zimmt, den
-Schnee von 12 Eierweiß untereinander, schüttet die Masse auf die Trauben
-und backt den Kuchen in einem nicht zu heißen Ofen.</p>
-
-
-<h3>595. Weichselkuchen.</h3>
-
-<p>Von 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Weichseln werden die Stiele und Steine genommen, 10
-Loth zerlaufene Butter in eine Schüssel gethan, von 6 Wecken oder
-Milchbroden die Rinde geschnitten, dieselben in Wasser eingeweicht, fest
-ausgedrückt, 10 Loth gestoßene Mandeln, 6 ganze Eier und 4 Dotter, ein
-wenig Zimmt und Nelken eine halbe Stunde mit allem Obigen gerührt, auch
-der Schnee von 4 Eierweiß damit vermischt, ein Plafond mit Butterteig
-ausgelegt, das Gerührte darauf gegossen und der Kuchen im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>596. Weinbeerkuchen.</h3>
-
-<p>16 Loth geriebenes schwarzes Brod, eine geriebene Muskatnuß, 2
-Messerspitzen voll Nelken, ein halbes Loth gestoßenen Zimmt mischt man
-untereinander, belegt ein Kuchenblech mit Butterteig, rührt <span class="pagenum"><a id="page170"></a>Seite 170</span>
-12 Eiergelb, ein halbes Pfund gestoßenen Zucker und 8 Loth zerlassene
-Butter eine Viertelstunde miteinander, nimmt ein halbes Pfund Rosinen,
-den Schnee von den 12 Eierweiß dazu, mengt das Brod mit dem Uebrigen
-zusammen, füllt Alles auf den Butterteig und backt den Kuchen im Ofen.</p>
-
-
-<h3>597. Wiener Kuchen.</h3>
-
-<p>4 starke Kochlöffel voll Mehl werden mit einem Schoppen Milch kalt
-angerührt, dann auf dem Feuer dick gerührt, 6 Eierweiß, ein Viertelpfund
-Butter, Zucker nach Belieben dazu genommen (auch kann man etwas gewiegte
-Citronenschalen dazu nehmen), die Masse in eine beliebige Form gefüllt
-und gebacken.</p>
-
-
-<h3>598. Züricher Kuchen.</h3>
-
-<p>Man rührt eine starke Hand voll feines Mehl und ein Stückchen Butter
-in der Größe eines Hühnereies mit einem Schoppen Milch gut ab, stellt
-es ans Feuer und fährt fort mit Rühren, bis es ein dicker Brei ist,
-worauf man es erkalten läßt. Sodann rührt man 5 Eiergelb und ein ganzes
-Ei mit einem Loth Zucker und dem Gelben von einer Citrone daran.
-Ist es zu dick, so kann man es mit 2 Caffeebecher voll süßem Rahm
-verdünnen. Hierauf wird ein Viertelpfund Confekt geschnitten (z. B. ein
-Viertelpfund Makronen), 2 Loth Citronat und Pomeranzenschalen unter die
-Masse gerührt, ein Springblech mit Butter bestrichen, von 5 Eierweiß ein
-steifer Schnee unter die Masse gerührt und diese sofort im Ofen schön
-gelb gebacken.</p>
-
-
-<h3>599. Zwetschgenkuchen.</h3>
-
-<p>Man legt ein Kuchenblech mit Butterteig aus, steint die Zwetschgen
-aus, belegt den Kuchen recht dick damit, und zwar so, daß der Schnitt
-davon nach oben steht, bestreut sie mit 3 Loth gestoßenem Zucker, 2
-Messerspitzen voll Zimmt, schneidet noch 2 Loth Butter darüber und backt
-den Kuchen.</p>
-
-
-<h3>600. Zwetschgenkuchen mit Hefenteig.</h3>
-
-<p>Man macht Hefenteig wie zu <a href="#danu1">Dampfnudeln</a>, wellt ihn halbfingersdick aus,
-legt ihn in ein Backblech und die Zwetschgen, welche vorher ausgesteint
-wurden, dick auf den Teig; verrührt 3 Eier, einen halben Schoppen sauren
-Rahm, eine Hand voll gestoßenen Zucker und eine Hand voll geriebenes
-Brod miteinander, gießt dieses über die Zwetschgen und backt den Kuchen
-im Ofen.</p>
-
-
-
-
-<h2>Hefenbackwerk.</h2>
-
-
-<h3>601. Bauernhefenküchlein.</h3>
-
-<p>An 2 Pfund Mehl in einer Schüssel schlägt man 4 ganze Eier und arbeitet
-diesen Teig mit einem halben Schoppen dickem saurem <span class="pagenum"><a id="page171"></a>Seite 171</span> Rahm, 3
-Loth gestoßenem Zucker, 2 Messerspitzen voll Salz, einem Viertelpfund
-sauber gewaschenen kleinen Weinbeeren, einem Viertelpfund zerlassener
-Butter recht zusammen, thut noch 2 Löffel voll weiße Bierhefe dazu, legt
-den Teig wieder in die Schüssel, stellt ihn zu gelinder Wärme und läßt
-ihn gehen; wenn er reif ist, legt man ihn aufs Nudelnbrett, macht runde
-Küchlein daraus wie ein Hühnerei, zieht sie auseinander, daß sie in der
-Mitte wie Papier so dünn werden, legt sie in heißes Schmalz, backt sie
-gelb aus und streut Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>602. Caffeebrod.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Mehl, 4 Loth Zucker, ein Ei, 2 Löffel voll dicke
-Bierhefe macht man mit lauer Milch zu einem festen Teig an, mischt etwas
-zerlassene Butter, etwas Citronenschalen und Anis darunter und arbeitet
-ihn auf dem Nudelnbrett recht lange, macht sodann 2 Laibchen davon,
-wellt diese einen Schuh lang aus, läßt sie bei gelinder Wärme stehen,
-bestreicht sie mit Eiern und backt sie im Ofen.</p>
-
-
-<h3>603. Citronenbrod mit Hefe.</h3>
-
-<p>Man nimmt ein Pfund feines Mehl in eine Schüssel, macht mit 2 Löffeln
-voll guter Bierhefe und einem halben Schoppen lauer Milch ein Teiglein
-in der Mitte der Schüssel an, thut 4 Loth zerlassene Butter, 2 ganze
-Eier und 2 Dotter nebst dem geriebenen Gelben von einer Citrone dazu,
-klopft den Teig eine Viertelstunde, läßt ihn gehen bis er reif ist,
-macht auf einem Nudelnbrett 2 lange Würste davon, legt sie auf ein mit
-Mehl bestreutes Blech, stellt dieses zur Wärme, läßt den Teig noch
-einmal gehen, bestreicht ihn zuerst mit einem verklopften Ei, streut
-Zucker darauf und backt ihn im Ofen schön gelb; schneidet ihn aber erst
-den andern Tag an. Man kann das Citronenbrod zum Thee und zum Dessert
-geben.</p>
-
-
-<h3>604. Augsburger Kugelhopf.</h3>
-
-<p>9 Loth Butter rührt man in einer Schüssel, 6 Eiergelb, 3 Loth fein
-gestoßenen Zucker, 12 Loth feines Mehl, 2 Eßlöffel voll gute Bierhefe,
-zulezt den Schnee von den 6 Eierweiß darunter, läßt den Teig gehen,
-füllt ihn in einen mit Butter bestrichenen Kugelhopfenmodel und backt
-ihn.</p>
-
-
-<h3>605. Biscuitkugelhopf.</h3>
-
-<p>12 Eiergelb, das Weiße davon zu steifem Schnee geschlagen, ein halbes
-Pfund fein gestoßener Zucker, eine am Reibeisen abgeriebene Citrone
-werden miteinander eine halbe Stunde gerührt, bis die Masse ganz dick
-ist; dann rührt man nach und nach ein halbes Pfund ganz feines Mehl
-dazu, bestreicht den Kugelhopfenmodel (oder türkischen Bund) mit Butter,
-füllt die Masse darein und backt ihn schön gelb.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page172"></a>Seite 172</span> 606. Frankfurter Kugelhopf.</h3>
-
-<p>Mit einem Pfund Mehl, 2 Löffeln voll Bierhefe, einem halben Schoppen
-lauer Milch macht man in einer Schüssel ein kleines Teiglein an, läßt
-es bei gelinder Wärme gehen, schneidet 10 Loth Butter dazu, thut
-ein Viertelpfund sauber gewaschene, kleine Weinbeeren, 2 Loth große
-ausgesteinte, in 2 Theile geschnittene Weinbeeren, ein Loth gestoßenen
-Zucker, eine Messerspitze voll Salz, 4 Stück abgezogene, bittere, grob
-gestoßene Mandeln, 4 ganze Eier darunter, macht den Teig mit Allem an,
-klopft ihn eine Viertelstunde, bestreicht einen Kugelhopfenmodel mit
-Butter, streut ein wenig Zucker darein, füllt die Masse hinein, läßt nun
-den Kugelhopfen bei gelinder Wärme noch ein wenig gehen und backt ihn im
-Ofen gelb.</p>
-
-
-<h3>607. Münchner Kugelhopf.</h3>
-
-<p>Man läßt ein halbes Pfund Butter in einer Schüssel zergehen, rührt ihn
-ganz schaumig, rührt 12 Eier, welche vorher in lauem Wasser gelegen
-sind, nach und nach daran, nebst 4 Loth fein gestoßenem Zucker, das
-Gelbe von einer am Reibeisen abgeriebenen Citrone, einen halben Schoppen
-dicken süßen Rahm, 12 Eßlöffel voll ganz feines Mehl, 3 Loth Rosinen,
-2 Loth fein geschnittenen Citronat, 3 Löffel voll gute Bierhefe, mengt
-dieses Alles recht untereinander, bestreicht einen Kugelhopfenmodel mit
-Butter, füllt die Masse darein, läßt sie bei gelinder Wärme gut gehen
-und backt den Kugelhopfen bei nicht starker Hitze im Ofen.</p>
-
-
-<h3>608. Pariser Kugelhopf.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Mehl, 2 Löffel voll gute Bierhefe, 3 Eßlöffel voll laue Milch
-werden in eine Schüssel genommen, ein kleines Teiglein in der Mitte
-der Schüssel von Obigem angerührt, welches man in gelinder Wärme gehen
-läßt; dann stößt man ein Loth bittere Mandeln recht fein mit einem
-Schoppen Milch, gießt diese durch ein Haarsieb, preßt die Mandeln fest
-aus und stellt nun die Mandelmilch zur Wärme; hierauf werden 10 Loth
-Butter in einer Schüssel schaumig gerührt, 6 Eier, 4 Loth gestoßener
-Zucker und eine Messerspitze voll Salz nach und nach daran gerührt, mit
-der Mandelmilch der Teig vollends angemacht, eine Viertelstunde lang
-geklopft, ein Kugelhopfenmodel mit Butter bestrichen, mit Zucker und
-Mandeln bestreut, der Teig darein gefüllt und im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>609. Stuttgarter Kugelhopf.</h3>
-
-<p>Man nimmt ein Pfund Mehl in eine Schüssel, macht von 3 Löffeln voll
-guter Bierhefe und einem halben Schoppen Rahm ein Teiglein in der Mitte
-der Schüssel an, läßt es gehen, schneidet ein Viertelpfund Butter dazu,
-4 Eiergelb, ein Loth gestoßenen Zucker, eine Messerspitze voll Salz,
-macht einen guten, etwas festen Teig von Allem an, gießt, wenn es nöthig
-ist, noch etwas laue Milch dazu, arbeitet ihn eine Viertelstunde lang
-und läßt ihn schön gehen, <span class="pagenum"><a id="page173"></a>Seite 173</span> wenn er reif ist, wellt man ihn auf
-einem Nudelnbrett ein wenig breit aus, bestreicht den Kuchen mit 4 Loth
-zerlassener Butter, streut 10 Loth große und kleine Weinbeeren darauf,
-wickelt ihn zusammen wie eine Wurst, bestreicht einen türkischen Bund
-mit Butter, legt die Wurst darein, läßt sie gut gehen und backt den
-Kugelhopfen bei ziemlich starker Hitze schön gelb.</p>
-
-
-<h3>610. Käsküchlein.</h3>
-
-<p>Man macht von einem Pfund Mehl, Parmesankäs, 3 Löffeln voll saurem Rahm,
-2 Messerspitzen voll Salz, 2 Löffeln voll Bierhefe und 2 Löffeln voll
-Kirschengeist einen Teig, arbeitet ihn eine halbe Stunden lang, läßt ihn
-in der Wärme gehen, macht mit einem Löffel Küchlein daraus und backt sie
-in heißem Schmalz.</p>
-
-
-<h3>611. Nürnberger Traubenkuchen.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund frische Butter wird recht schaumig gerührt, ein halbes
-Pfund fein gestoßener Zucker nebst 8 Eiergelb (eines nach dem andern),
-gestoßener Zimmt nach Belieben, 6 bis 8 Hände voll schöne zeitige
-Traubenbeeren unter die Masse gethan, von den 8 Eierweiß ein steifer
-Schnee geschlagen, dieser nebst einem Löffel voll Mehl locker unter die
-Masse gemischt, ein Geschirr, welches zur Tafel bestimmt ist, mit Butter
-bestrichen, die Masse darein gefüllt und schön gelb gebacken.</p>
-
-
-<h3>612. Trisenetschnitten.</h3>
-
-<p>Man macht in einer Schüssel, worin 2 Pfund Mehl sind, mit 2 Löffeln voll
-Bierhefe und lauer Milch ein Teiglein an, läßt es gehen und schlägt 2
-Eiergelb dazu, auch 3 Loth fein gestoßenen Zucker, eine Messerspitze
-voll Salz, 3 Eßlöffel voll Himbeersaft, macht von diesem Allen einen
-Teig an, arbeitet ihn eine Viertelstunde lang auf dem Nudelnbrett, läßt
-ihn hierauf in der Schüssel nochmals gehen, macht, wenn er ganz reif
-ist, auf dem Nudelnbrett 2 Laibchen davon, wellt diese lang aus, legt
-sie auf ein mit Mehl bestrichenes Blech, läßt sie auf diesem wieder
-gehen, bestreicht sie mit Eiern, backt sie im Backofen und läßt sie 2
-bis 3 Tage liegen. Man schneidet sie in gewöhnliche Schnitten, mischt
-ein Pfund fein gestoßenen Zucker, ein Loth rothen Sandel, ein Loth
-Trisenet, ein Loth gestoßenen Zimmt, 2 fein geriebene Muskatnüsse, eine
-kleine Messerspitze voll Nelken untereinander, gießt eine Bouteille Wein
-in ein Geschirr, taucht 4 bis 6 Schnitten zumal in den Wein, reibt sie
-mit dem gemischten Gewürz gut ein, legt sie in einem andern Geschirr
-aufeinander, fährt so fort bis alle eingerieben sind, läßt sie über
-Nacht zugedeckt stehen, taucht und reibt alle den folgenden Tag wieder
-so ein, läßt sie auf einem Bogen Papier in einem abgekühlten Ofen
-langsam trocknen und bewahrt sie in einer Schachtel auf. Man kann sie
-ein halbes Jahr auf diese Art aufheben.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page174"></a>Seite 174</span> 613. Waffeln mit Bierhefe.</h3>
-
-<p>Von einem halben Pfund Mehl, 2 Löffeln voll dicker guter Bierhefe, lauer
-Milch und einer Messerspitze voll Salz wird ein Teig gemacht, den man
-bei gelinder Wärme gehen läßt. Inzwischen wird ein halbes Pfund Butter
-in einer Schüssel leicht gerührt, 6 Eier darunter gethan und unter den
-Teig geknetet. Dann klopft man den Teig stark, läßt ihn noch einmal
-gehen, backt ihn in heißen mit Speckschwarte bestrichenen Waffeleisen
-auf beiden Seiten aus und bestreut die Waffeln auf der Platte mit Zucker
-und Zimmt.</p>
-
-
-<h3>614. Zimmtschnitten.</h3>
-
-<p>Man macht einen nicht sehr starken Hefenteig, wie schon öfters
-beschrieben worden ist; läßt ihn gehen, nimmt 3 Loth fein gestoßenen
-Zucker, 3 Messerspitzen voll Zimmt dazu, macht den Teig mit diesem
-an, läßt ihn gehen, bis er reif ist, macht dann auf einem Nudelnbrett
-3 Würste davon, legt sie auf ein schwarzes, mit Mehl bestreutes
-Blech, läßt sie noch einmal in der Wärme gehen, bestreicht sie mit
-Eiern, streut Zucker und Zimmt darauf, backt sie schön gelb und läßt
-sie erkalten. Hierauf werden sie in 2 Messerrücken dicke Schnitten
-geschnitten, eine jede davon mit folgendem Gemische bestreut: nämlich
-von einem halben Pfund feingestoßenem Zucker, einem Loth gestoßenem
-Zimmt, einer ganzen geriebenen Muskatnuß und einer Messerspitze
-voll Cardamomen, tüchtig eingerieben, alle aufeinander gelegt, eine
-Viertelstunde liegen gelassen, nochmals, aber nur ganz leicht, durch
-das Obenbeschriebene gezogen, auf ein schwarzes Blech, worauf Papier
-seyn muß, gelegt und in einem abgekühlten Ofen getrocknet. Man kann die
-Schnitten zum Dessert, auch zu kalter Schale geben.</p>
-
-
-<h3>615. Karlsruher Zwieback.</h3>
-
-<p>4 Pfund Mehl nimmt man in eine Schüssel nebst 4 starken Eßlöffeln voll
-Bierhefe und 3 Schoppen lauer Milch, macht einen Teig an, der aber sehr
-stark seyn muß, stellt das Geschirr zur Wärme, läßt den Teig gehen, legt
-ihn in ein anderes Geschirr; arbeitet von einer Maas lauer Milch, 12
-Loth fein gestoßenem Zucker, 4 Loth zerlassener Butter einen festen Teig
-zusammen, nimmt das zuerst gemachte, kleinere Teiglein dazu, arbeitet
-Alles nochmals, bis nichts mehr vom Mehl zu sehen ist, nimmt ihn nun
-aufs Nudelnbrett, schafft ihn noch 3 Viertel- oder eine ganze Stunde,
-stellt ihn in der Schüssel zur Wärme, läßt ihn schön gehen (er braucht
-1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> bis 2 Stunden bis er reif ist), deckt ihn zu, daß er keine Haut
-zieht, nimmt ihn wieder aufs Nudelnbrett, macht mit der Hand runde
-Kugeln davon, wellt diese fingerlang aus, bestreut ein schwarzes Blech
-mit Mehl, sezt eine an die andere an bis zu Ende, läßt den Teig noch
-einmal in der Wärme gehen, bestreicht sie mit verklopftem Ei und backt
-sie im Ofen schön gelb, schneidet sie aber erst den dritten Tag an.
-Man röstet die Schnitten, die man messerrückendick macht, auf einem
-schwarzen <span class="pagenum"><a id="page175"></a>Seite 175</span> Blech bei gelinder Wärme. Man kann die Schnitten ein
-Vierteljahr aufheben und gibt sie zum Thee, Caffee und Punsch.</p>
-
-
-<h3>616. Holländer Zwieback.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Zucker und 5 Eiergelb werden eine halbe Stunde miteinander
-gerührt, für einen Kreuzer grob gestoßener Fenchel und ein halbes Pfund
-Mehl dazu genommen, Alles miteinander vermischt, auf dem Nudelnbrett
-fingerlange Stängelchen von dem Teig gemacht, und im Ofen gebacken. Man
-läßt sie erkalten, schneidet sie der Länge nach entzwei, bäht sie im
-Ofen gelb und kann sie zu Thee und Caffee geben.</p>
-
-
-
-
-<h2>Schmalzbackwerk.</h2>
-
-
-<h3>617. Aepfelkrapfen.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Mehl, 8 Loth zerlassene Butter, 3 Loth fein gestoßener
-Zucker, eine Messerspitze voll Zimmt und ein Schoppen warme Milch geben
-einen Teig, an welchen 5 Eier geschlagen und eine kleine Messerspitze
-voll Salz gestreut wird; der Teig wird auf dem Nudelnbrett so lange
-gearbeitet, bis er Blasen wirft, mit 3 Löffeln voll Bierhefe noch ein
-wenig gearbeitet, auf dem Nudelnbrett messerrückendick ausgewellt, mit
-einem Model Kräpfchen daraus gestochen, mit Aepfelmuß gefüllt, diese
-gelb gebacken und mit Zucker und Zimmt bestreut.</p>
-
-
-<h3>618. Aepfelküchlein.</h3>
-
-<p>Hinreichend Mehl wird mit Wein zu einem <a href="#flatei1">Flädchenteig</a> gemacht und 6
-Eßlöffel voll heißes Schmalz, einer nach dem andern, daran gerührt;
-sollte der Teig zu dick werden, so wird mit Wein nachgeholfen. In diesen
-Teig werden Backäpfelschnitze getaucht, in heißem Schmalze sehr langsam
-unter häufigem Schütteln gebacken, auf Brodschnitten gelegt, damit sie
-ablaufen, mit Zucker und Zimmt bestreut und ganz heiß aufgetragen.</p>
-
-
-<h3>619. Aepfelküchlein anderer Art.</h3>
-
-<p>Mehl wird in einer Schüssel mit lauem Weißbier zu einem Teig, wie
-<a href="#flatei1">Flädchenteig</a>, gemacht, 5 Eßlöffel voll siedend heißes Schmalz, einer
-nach dem andern, daran gerührt, Schnitte von guten Backäpfeln geschält,
-das Kernhaus ausgestochen, in den Teig gemengt, in heißem Schmalz
-langsam unter häufigem Schütteln der Pfanne ausgebacken und Zucker und
-Zimmt darauf gestreut.</p>
-
-
-<h3>620. Gebackene Aepfelschnitten.</h3>
-
-<p>Von 3 bis 5 Stück Mundbroden schneidet man die harte Rinde unten ab,
-taucht 3 bis 4 Schnitten zumal in die Milch, legt sie aufeinander und
-macht fort bis sie zu Ende sind. Nun macht man <span class="pagenum"><a id="page176"></a>Seite 176</span> folgenden Teig:
-einen Schoppen lauen Wein rührt man mit Mehl wie einen <a href="#flatei1">Flädchenteig</a>,
-schält 6 bis 8 Aepfel, thut ein Stück Butter in eine Casserolle, die
-Aepfel, 2 Loth Zucker, ein Achtelpfund kleine Weinbeeren dazu, kocht sie
-damit weich, thut 2 Messerspitzen voll Zimmt daran, verrührt alles wie
-einen Brei und läßt es auf einer Platte erkalten; dann macht man Schmalz
-heiß, nimmt einen halben Löffel voll Aepfel, rührt sie an den Teig,
-nimmt 2 von den Schnitten, streicht von den gekochten Aepfeln einen
-Eßlöffel voll darauf, deckt eine andere Schnitte darauf, taucht sie in
-den Teig, backt sie gelb aus und streut Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>621. Bauernmocken.</h3>
-
-<p>In einen Vorteig (Zusang) von Mehl, Hefe und Milch wird Käs von einer
-Maas saurer Milch gethan, 2 Eier und ein Eiergelb daran geschlagen, 3
-Eßlöffel voll dicker saurer Rahm, ein Achtelpfund Zucker dazu gethan und
-alles mit Salz und Schnittlauch wohl vermengt. Dieser Teig wird noch
-eine Viertelstunde geklopft, bis er sich von der Schüssel losmacht und
-dann stehen gelassen, bis er reif ist. Dann sticht man mit einem Löffel
-lange Küchlein, legt sie in heißes Schmalz und backt sie langsam.</p>
-
-
-<h3>622. Gebackene Flädlein mit Mandelfülle.</h3>
-
-<p>Es werden <a href="#flatei1">Flädlein</a> wie gewöhnlich gebacken; nur kommt etwas Zucker
-in die Masse. Man rührt ein Viertelpfund abgezogene und mit Eierweiß
-fein gestoßene Mandeln, 6 Loth fein gestoßenen Zucker, eine halbe
-am Reibeisen abgeriebene Citrone, 3 ganze Eier ganz dick, legt die
-Flädlein auseinander und bestreicht ein jedes mit der Fülle, rollt sie
-zusammen, schneidet jede dieser Rollen in 2 Theile, wendet sie in einem
-verklopften Ei um und backt sie in Schmalz gut aus. Man macht eine Wein-
-oder Milchsauce von Arak daran.</p>
-
-
-<h3>623. Gebackene Küchlein von Kalbsbrieschen.</h3>
-
-<p>2 abgeriebene Wecken weicht man in Wasser ein, drückt sie fest aus,
-rührt ein Viertelpfund Butter in einer Schüssel leicht, nimmt die Wecken
-dazu, siedet 2 Kalbsbrieschen in Wasser, schneidet diese, nachdem
-die Gurgeln und Adern davon geschnitten worden, in kleine Stückchen,
-dämpft in einer Casserolle mit einem Stück Butter 2 bis 3 gewiegte
-Schalottenzwiebeln, etwas Schnittlauch oder Petersilie, die Brieschen
-und Obiges miteinander, läßt es dann erkalten, rührt nun 5 Eier, eins
-nach dem andern, an die in Butter gerührten Wecken, thut die Brieschen
-nebst Salz und Muskatnuß dazu, macht von der Masse runde Küchlein und
-backt sie schön gelb in Schmalz. Man kann sie als Beilage geben.</p>
-
-
-<h3>624. Kapuzinerküchlein.</h3>
-
-<p>Man macht in einer Schüssel mit 2 Pfund Mehl, 3 Löffeln voll Bierhefe
-und einem halbsauren Rahm einen Vorteig, läßt ihn <span class="pagenum"><a id="page177"></a>Seite 177</span> geben,
-stoßt ein Achtelpfund geschälte Mandeln, worunter einige bittere seyn
-müssen, recht fein, schneidet ein Viertelpfund Butter in den Teig, nimmt
-die Mandeln nebst 3 Eiern, einem Viertelpfund Zibeben, wovon die Kerne
-genommen wurden, dazu, arbeitet nun den Teig mit allem zusammen und
-läßt ihn nochmals in der Wärme gehen. Wenn er reif ist, wellt man ihn 2
-messerrückendick aus, schneidet mit dem Backrädchen dreieckige Stückchen
-davon aus, backt die Küchlein in Schmalz und streut Zucker und Zimmt
-darauf.</p>
-
-
-<h3>625. Kartoffelküchlein.</h3>
-
-<p>Man reibt Kartoffeln, welche schon Tags zuvor gesotten worden, auf
-dem Reibeisen ab. Nebenbei macht man aus einem Mäßchen Mehl, guter
-Bierhefe und Milch einen Vorteig oder Hefenteig, den man in gemäßigter
-Wärme stehen läßt. Sodann läßt man ein Pfund Butter in einer Schüssel
-zergehen, thut die Kartoffeln daran, gießt einen halben Schoppen
-dicken sauren Rahm dazu und rührt es wohl durcheinander. Man kann auch
-Schnittlauch dazu thun; auch kommt Salz und Muskatnuß daran. Nun wird
-alles mit dem Hefenteig und 3 Eiergelb untereinander geknetet. Ist der
-Teig reif, so werden Küchlein daraus gemacht und in Schmalz gebacken.</p>
-
-
-<h3>626. Königsnudeln.</h3>
-
-<p>Ein Schoppen Milch wird siedend gemacht; man rührt so viel Mehl darunter
-bis es ein dicker Brei ist, nimmt etwas frische Butter dazu, schlägt 4
-Eier, eines nach dem andern und 4 Dotter daran und kocht es so lange,
-bis es ganz trocken ist, thut es hernach in eine Schüssel nebst 2
-Löffeln voll guter Bierhefe, und läßt es eine Zeit lang bei der Wärme
-stehen, macht Nudeln davon, backt sie in heißem Schmalz gut aus und
-streut Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>627. Berliner Pfannenkuchen.</h3>
-
-<p>Von einem Pfund Mehl macht man in einer Schüssel mit 2 Löffeln voll
-guter dicker Bierhefe und lauer Milch ein kleines Vorteigchen, stellt
-es auf die Seite und läßt es gehen. Sodann rührt man 8 Loth Butter in
-einer Schüssel ganz schaumig, 4 Eiergelb, eines nach dem andern, daran,
-arbeitet die gerührte Butter und das Mehl durcheinander, Salz und Zucker
-dazu, dann den Teig noch eine Viertelstunde; sollte er noch zu fest
-seyn, so kann noch lauer Rahm dazu genommen werden. Den Teig stellt man
-noch ein Mal in die Wärme und läßt ihn gehen, aber nicht ganz reif.
-Unterdessen nimmt man ein Viertelpfund große und kleine Weinbeeren,
-wellt den Teig zur Hälfte auf dem Nudelnbrett stark messerrückendick
-aus, bestreicht ihn mit zerlassener Butter, belegt ihn ganz mit Rosinen
-und Zibeben, wellt den andern Teig eben so dünn aus, legt ihn auf den
-ersteren Kuchen, schneidet oder sticht mit einem runden Mödelchen
-Küchlein davon aus, backt sie in einer Pfanne mit heißem Schmalz schön
-gelb aus und streut Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page178"></a>Seite 178</span> 628. Oesterreichischer Pfannenkuchen.</h3>
-
-<p>Man schneidet Speck in Würfel, läßt ihn in einer Flädchenpfanne zergehen
-und schneidet 2 bis 3 Zwiebeln der Länge nach daran; dann macht man
-einen Kochlöffel voll Mehl mit Milch an und schlägt 3 Eier daran,
-schneidet Fleisch, von welcher Gattung es seyn mag, in kleine Stückchen
-und legt es in die Pfanne, schüttet den Teig darauf, deckt die Pfanne zu
-und läßt den Kuchen auf beiden Seiten backen.</p>
-
-
-<h3>629. Gebackene Rosen.</h3>
-
-<p>Von 3 bis 4 Eiern macht man einen Nudelnteig, arbeitet 4 Loth Butter
-darunter, wellt ihn stark messerrückendick aus, sticht mit einem
-blechernen Rosenmödelchen 4 Stücke davon aus, bestreicht ein jedes in
-der Mitte, legt die 4 Stückchen aufeinander, drückt sie in der Mitte
-fest zusammen, backt sie in heißem Schmalz und bestreut sie mit Zucker
-und Zimmt.</p>
-
-
-<h3>630. Schneeballen.</h3>
-
-<p>Man nimmt 4 Eiergelb, 2 Löffel voll gestoßenen Zucker, etwas abgeriebene
-Citronenschale, 2 Löffel voll dicken sauren Rahm, 6 Loth Mehl, thut
-alles zusammen auf ein Nudelnbrett, wellt einen Teig wie zu Nudeln,
-formt mit dem Backrädchen etwa 4 Zoll große Kreise und zieht in jeden
-Kreis 6 Linien hinein, indem man jedoch einen kleinfingerbreiten Rand
-läßt; sodann hebt man von den sich ergebenden 7 Streifen den zweiten,
-vierten und sechsten in die Höhe, wodurch die andern sich senken, bringt
-die Ballen in eine nicht zu große Pfanne mit siedendem Schmalz, backt
-sie schön gelb aus und streut Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>631. Strauben.</h3>
-
-<p>Man läßt in einer messingenen Pfanne 4 Loth Butter, eine halbe Maas
-Wasser und Mehl so lange miteinander kochen, bis der Teig sich von der
-Pfanne losschält; nun rührt man ungefähr 6 bis 7 Eier daran, bis der
-Teig so dünn ist, daß er läuft, bestreicht einen Straubentrichter mit
-heißem Schmalz, läßt durch diesen den Teig ins heiße Schmalz laufen,
-wendet die Strauben um, backt sie auch auf der andern Seite und streut
-Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>632. Weinstrauben.</h3>
-
-<p>Man rührt einen Schoppen Wein, 2 Loth Butter, eine Messerspitze voll
-Zimmt, 12 Loth Mehl und 2 Loth Zucker recht glatt miteinander, macht den
-Teig mit Eierweiß dünn, daß er gut läuft, begießt den Straubentrichter
-mit heißem Schmalz und läßt den Teig dadurch in eine Pfanne mit heißem
-Schmalz laufen, backt in diesem die Strauben gelb, wendet sie um, backt
-sie auf der andern Seite, krümmt sie über einem Holz und streut Zucker
-und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page179"></a>Seite 179</span> 633. Zuckerstrauben.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Mehl, 6 Loth Zucker, 3 Löffel voll Wein und 3 Löffel
-voll Rosenwasser rührt man mit Eierweiß an, macht den Teig etwas
-dünner als gewöhnlichen Straubenteig, läßt heißes Schmalz durch den
-Straubentrichter laufen, backt durch diesen die Strauben in heißem
-Schmalz aus, drückt sie, während sie noch heiß sind, über ein Wellholz
-und streut Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>634. Tabaksrollen.</h3>
-
-<p>Ein Butterteig oder sonst ein mürber Teig wird stark messerrückendick
-ausgewellt, 3 Finger breite und halbviertel lange Streifchen davon
-geschnitten und mit Eiern bestrichen. Dann wird ein Viertelpfund
-Zibeben und Rosinen in einem kleinen Geschirr mit einem Glas Wein eine
-Viertelstunde lang gekocht, bis keine Brühe mehr vorhanden ist; nachdem
-dieses mit 2 Loth abgezogenen Mandeln und einem Loth Citronat vermischt
-ist, streicht man die Masse auf die Streifchen und rollt diese, wenn
-sie mit Eier bestrichen sind, auf Hölzchen, die gleichfalls mit Butter
-bestrichen sind, bindet sie mit Faden zusammen und backt sie in heißem
-Schmalz schnell gelb. Nachher nimmt man den Bindfaden wieder ab, läßt
-die Rollen auf Brodschnitten ablaufen, zieht die Hölzchen heraus und
-streut Zucker und Zimmt auf die Rollen.</p>
-
-
-<h3>635. Kleine Tabaksrollen.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Mehl, 4 Loth gestoßene Mandeln, 4 Loth fein gestoßener
-Zucker, 4 Loth zerlassene Butter, ein halbes Glas Wein und von einer
-halben Maas saurer Milch der Rahm werden zu einem Teig gemacht,
-messerrückendick ausgewellt und Streifchen davon auf fingerdicke und
-fingerlange Hölzchen, die mit Butter bestrichen sind, aufgerollt, mit
-Bindfaden umbunden, in heißem Schmalz schön gelb gebacken und mit Zucker
-und Zimmt bestreut.</p>
-
-
-<h3>636. Gebrühter Teig.</h3>
-
-<p>Man läßt einen Schoppen Wasser, einen Schoppen Milch und 3 Loth Butter
-in einer messingenen Pfanne kochen, rührt so viel Mehl darein, bis es
-so dick wie Teig ist, und trocknet es auf dem Feuer gut ab. Diesen Teig
-nimmt man in eine Schüssel und schlägt 6 bis 8 Eier daran. Er ist zu
-breiten Küchlein, Holderküchlein und anderem Backwerk zu gebrauchen;
-auch kann man Kälberfüße darin backen.</p>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum"><a id="page180"></a>Seite 180</span> Zuckerbackwerk und Confekt.</h2>
-
-
-<h3>637. Anisküchlein.</h3>
-
-<p>Man schlägt 5 Eierweiß zu einem Schnee, thut ein halbes Pfund schönen
-weißen Zucker daran, rührt dieß eine halbe Stunde lang, mischt dann für
-2 Kreuzer reinen Anis und so viel Mehl darunter, bis der Teig nicht mehr
-zerläuft, belegt ein schwarzes Blech mit Oblaten, sezt kleine Häuflein
-von dem Teige darauf und backt sie bei gelinder Hitze im Ofen, so daß
-sie ganz weiß bleiben.</p>
-
-
-<h3>638. Anislaibchen auf Oblaten.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Zucker, 7 Eierweiß und den Saft von einer Citrone rührt
-man zu weißem Eis, nimmt dann 6 Loth feines Mehl und 2 Loth sauber
-gewaschenen Anis dazu. Nachdem man an einem kleinen Wenig von dieser
-Masse im Ofen beobachtet hat, ob sie nicht mehr zerfließt, werden auf
-weiße Oblaten, die man auf ein schwarzes Blech gelegt, von der Masse mit
-einem Caffeelöffel kleine Laibchen gesezt, langsam im Ofen gebacken,
-aber nur so, daß sie keine gelbe Farbe bekommen, sondern hübsch weiß
-bleiben.</p>
-
-
-<h3>639. Aepfel in Butter gebacken.</h3>
-
-<p>Man schält Borsdorferäpfel, schneidet oben einen kleinen Deckel ab
-und das Kernhaus heraus, kocht kleine und große Weinbeeren eine halbe
-Viertelstunde lang mit Wein auf, wiegt sie und füllt die Aepfel damit
-aus. Dann wellt man einen feinen Butterteig messerrückendick aus,
-schneidet 2 zwei Finger breite Streifchen, legt sie über's Kreuz, stellt
-einen Apfel darauf und hebt die 2 Streifchen am Apfel in die Höhe; oben
-kommen andere 2 Streifchen zu liegen, die man abwärts biegt und mit den
-unteren mit Ei zusammenklebt; sodann bestreicht man alle Streifchen mit
-Ei, sezt die Aepfel auf ein schwarzes Blech, backt sie und streut Zucker
-darauf.</p>
-
-
-<h3>640. Aepfelschaum.</h3>
-
-<p>Man bratet 6 Borsdorferäpfel, schabt das Mark davon und rührt es mit
-einem Viertelpfund fein gesiebtem Zucker eine halbe Stunde lang; schlägt
-sodann von 3 Eiern einen steifen Schnee, mengt diesen mit dem Gelben von
-einer halben am Reibeisen abgeriebenen Citrone unter die Masse, belegt
-ein Blech mit Oblaten, sezt Häuflein darauf und backt sie im Ofen.</p>
-
-
-<h3>641. Kleine Butterbiscuits.</h3>
-
-<p>Zu einem Viertelpfund frischer Butter, in einer Schüssel zu Schaum
-gerührt, rührt man nach und nach 6 Eiergelb, ein Viertelpfund fein
-gesiebten Zucker, die Schale von einer halben Citrone, am Reibeisen
-abgerieben, den Schnee von 6 Eierweiß, mit 6 Löffeln voll feinem Mehl
-vermischt, und macht alles gut untereinander. Diesen <span class="pagenum"><a id="page181"></a>Seite 181</span> Teig
-füllt man in 1 Finger lange und 2 Finger breite, mit zerlassener Butter
-innen angefeuchtete Kapseln von steifem Papier und backt sie darin im
-Ofen.</p>
-
-
-<h3>642. Kleine Butterbiscuits anderer Art.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter wird in einer Schüssel schaumig gerührt; dann
-werden 6 Eier, eines nach dem andern, ein halbes Pfund fein gestoßener
-Zucker, wenn man will, auch eine kleine Hand voll Weinbeeren, 6 Loth
-Mehl darunter gerührt und die Masse in kleine blecherne, bestrichene
-Mödelchen gefüllt und im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>643. Citronenbiscuit.</h3>
-
-<p>Eine ganze Citrone wird an einem Stück Zucker abgerieben, das Geriebene
-mit 2 Eierweiß und einem halben Pfund fein gestoßenem Zucker zu einem
-dicken Eis gerührt, dieses auf einem Nudelnbrett gewellt, mit der Hand
-breit gedrückt, ein Biscuitmödelchen in kaltes Wasser getaucht, der Teig
-darein gelegt und die Biscuits in einem abgekühlten Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>644. Schmales Anisbrod.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Zucker, 10 Eiergelb, den Schnee von 10 Eierweiß rührt man
-ein halbe Stunde stark untereinander, dann nimmt man eine am Reibeisen
-abgeriebene Citrone, ein starkes Pfund Mehl, 2 Hände voll sauber
-gewaschenen Anis zu Obigem, streut Mehl auf ein schwarzes Blech, macht
-lange, handbreite Stangen von dem Teig, legt sie darauf, backt sie im
-Ofen, schneidet sie, wenn sie erkaltet sind, in Schnitten und bäht sie
-in einem nicht zu heißen Ofen.</p>
-
-
-<h3>645. Belgrader Brod.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund abgezogene Mandeln wird möglichst fein geschnitten,
-eben so viel Mandeln mit Rosenwasser fein gestoßen, beides sodann
-in eine Schüssel zusammen gethan, 12 Loth Zucker, 10 Loth Mehl, ein
-Quint gestoßener Zimmt, ein Quint Nelken, das fein gewiegte Gelbe von
-einer Citrone und 1 Messerspitze voll Pottasche, daran 2 bis 3 Eier
-geschlagen, gibt einen Teig, den man fingerdick auswellt und fingerlange
-Stückchen daraus schneidet; diese klopft man mit dem Messer ein wenig
-breit, läßt sie auf Oblaten auf einem schwarzen Blech eine Viertelstunde
-stehen und backt sie dann im Ofen.</p>
-
-
-<h3>646. Citronenbrod.</h3>
-
-<p>Aus einem Pfund Mehl, einer Messerspitze voll Salz, 4 Loth feinem
-Zucker, 8 Loth zerlassener Butter, 2 Löffeln voll guter Bierhefe, dem
-Gelben von einer halben Citrone, 2 Eiern und 2 Dottern, macht man in
-einer Schüssel einen festen Teig, arbeitet ihn eine Viertelstunde auf
-dem Nudelnbrett und macht einen langen Stängel davon, <span class="pagenum"><a id="page182"></a>Seite 182</span> den man
-auf einem mit Mehl bestreuten schwarzen Blech bei gelinder Wärme gut
-gehen läßt; wenn er reif ist, bestreicht man ihn mit einem verklopften
-Ei und backt ihn im Ofen. Den andern Tag schneidet man den Stängel in
-dünne Schnitten, die man auf einem schwarzen Bleche im Ofen schön gelb
-ausbackt.</p>
-
-
-<h3>647. Citronenbrod anderer Art.</h3>
-
-<p>Zu einem halben Pfund gesiebtem Zucker thut man den Schnee von 2
-Eierweiß und 2 Eiergelb, rührt dieß eine Viertelstunde; hiezu rührt man
-ferner das am Reibeisen abgeriebene Gelbe einer Citrone und von einer
-halben Citrone den Saft, mengt 8 Loth Mehl darunter, sezt von dieser
-Masse lange oder runde Laibchen auf Oblaten auf einem Bleche und backt
-sie.</p>
-
-
-<h3>648. Brod von hartgesottenen Eiern.</h3>
-
-<p>Von 6 hartgesottenen Eiern wird das Gelbe durch ein Haarsieb getrieben,
-aufs Nudelnbrett genommen, 4 Loth Zucker, 2 Eiergelb, etwas Gelb von
-einer Citrone und Mehl darunter gemischt, zerlassene Butter daran
-gegossen und wie ein Nudelnteig gearbeitet; aus diesem macht man ein
-Viertel lange Stängel, sezt sie auf ein mit Speck bestrichenes schwarzes
-Blech, bestreicht sie mit einem Ei und grobgestoßenem Zucker, backt sie
-im Ofen gelb und gibt sie zum Thee.</p>
-
-
-<h3>649. Freimaurerbrod.</h3>
-
-<p>1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Viertelpfund abgezogene und mit Rosenwasser gestoßene Mandeln,
-1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Viertelpfund Zucker, 4 Loth fein gewiegter Citronat, 2 Loth
-Pomeranzenschalen ebenfalls fein gewiegt, ein halbes Quint gestoßener
-Zimmt, ein Quint Nelken und der Schnee von 2 bis 3 Eierweiß werden in
-einer Schüssel eine Viertelstunde lang mit einander gerührt, fingerlange
-Stängel daraus gemacht und diese auf einem mit Speck oder Wachs
-bestrichenen Blech im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>650. Freimaurerbrod anderer Art.</h3>
-
-<p>An ein Viertelpfund fein gesiebten Zucker schlägt man 2 ganze Eier
-und 2 Dotter und rührt es recht untereinander, bis es dick wird; dann
-reibt man von einer halben Citrone das Gelbe am Reibeisen ab, knetet
-Mehl darein, bis man es gut auf dem Nudelnbrett arbeiten kann, macht
-fingerslange Stängelchen daraus, legt sie auf ein mit Speck bestrichenes
-Blech, macht mit dem Messerrücken 2 Risse in dieselben, schneidet
-Citronat so lang und so breit als die Risse sind, legt ihn in die Risse,
-läßt sie noch eine Viertelstunde stehen, daß sich der Zucker in die Höhe
-zieht, und backt sie dann.</p>
-
-
-<h3>651. Schlotzerbrod.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund fein gesiebten Zucker, 2 ganze Eier und 3 Dotter und
-von einer Citrone das am Reibeisen abgeriebene Gelbe rührt man eine
-Viertelstunde miteinander, mischt 18 Loth Mehl darunter, <span class="pagenum"><a id="page183"></a>Seite 183</span> macht
-auf dem Nudelnbrett fingerlange Stängelchen davon, die in der Mitte
-etwas dünner sind, als an den Enden, bestreicht ein schwarzes Blech
-mit Speck, bestreut es mit Anis, sezt die Brödchen, nicht sehr nahe
-zusammen, darauf und backt sie im Ofen schön gelb aus.</p>
-
-
-<h3>652. Schwedisches Brod.</h3>
-
-<p>Man stoßt ein Viertelpfund Mandeln mit Rosenwasser nicht zu fein und
-mischt sie mit einem halben Pfund fein gesiebtem Zucker, einem Quint
-Zimmt, einem Quint Nelken, einem Quint Cardamomen, Muskatblüthe, einer
-Messerspitze voll Pfeffer und 4 Loth feinem Mehl, schlägt ein Ei daran,
-macht einen Teig davon, wellt ihn fingerdick aus, sticht mit einem
-kleinen Trinkgläschen Stückchen daraus, legt sie auf ein mit Wachs
-bestrichenes Blech und backt sie im Ofen. Wenn sie aus dem Ofen kommen,
-macht man folgendes Eis daran: An ein Eiweiß rührt man 4 Loth Zucker,
-einige Tropfen Citronensaft, rührt dieses eine Zeit lang miteinander,
-bestreicht die Brode mittelst eines Pinsels damit und läßt sie im Ofen
-ganz ausbacken.</p>
-
-
-<h3>653. Spanisches Brod.</h3>
-
-<p>Ein Ei und 3 Eiergelb, ein Viertelpfund fein gesiebten Zucker, ein
-Stückchen gestoßene Vanille rührt man eine starke Viertelstunde
-miteinander, mengt ein Viertelpfund feines Mehl darunter, legt auf ein
-schwarzes Blech steifes Papier, bestreut es mit ein wenig Zucker, sezt
-mit einem Caffeelöffel kleine Häuflein von der Masse darauf und läßt sie
-in einem abgekühlten Ofen ausbacken.</p>
-
-
-<h3>654. Wiesbadner Brod.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Butter, ein halbes Pfund Mehl, 6 Loth Zucker, von einer
-Citrone das Gelbe am Reibeisen abgerieben, 6 Eiergelb geben zusammen
-einen Teig, aus dem man fingerlange Stängelchen macht, welche man mit
-einem Messer auf einem schwarzen, mit Speck bestrichenen Bleche reißt,
-im Ofen backt und mit Citronen- oder Chokoladeeis übergießt.</p>
-
-
-<h3>655. Butterblumen.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter, ein halbes Pfund Mehl, 4 Löffel voll Zucker, 3
-Löffel voll Wein werden auf dem Nudelnbrett mit einem Eigelb zu einem
-Teige gemacht, den man stark messerrückendick auswellt, mit allen
-Formen blecherner Mödelchen Figuren daraus sticht; diese legt man auf
-ein schwarzes Blech, bestreicht sie mit Ei, bestreut sie mit gestoßenen
-Mandeln und backt sie.</p>
-
-
-<h3>656. Butterbretzeln.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Butter, ein halbes Pfund Mehl, ein Viertelpfund Zucker,
-ein Ei, ein Dotter und ein Eßlöffel voll süßer oder saurer Rahm wird in
-einer Schüssel oder auf dem Nudelnbrett recht untereinander gemacht und
-kleine Bretzeln oder Ringchen daraus formirt, <span class="pagenum"><a id="page184"></a>Seite 184</span> mit Eiergelb
-bestrichen, bittere gewiegte Mandeln darauf gestreut und gebacken.</p>
-
-
-<h3>657. <a id="bula1" name="bula1">Butterlaibchen</a>.</h3>
-
-<p>Es werden 2 Eier mit einem Viertelpfund Butter, einem Viertelpfund
-Zucker und einem Viertelpfund fein gestoßenen Mandeln eine Viertelstunde
-lang gerührt, 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Viertelpfund Mehl, von einer halben Citrone das
-Gelbe, am Reibeisen abgerieben, und eine Messerspitze voll gestoßener
-Zimmt darein gearbeitet; von diesem Teige werden Laibchen von der Größe
-einer Welschnuß auf ein mit Speck bestrichenes Blech gelegt, mit Ei
-bestrichen, mit grob gestoßenem Zucker bestreut und gebacken.</p>
-
-
-<h3>658. Schweizer Butterlaibchen.</h3>
-
-<p>Es werden 2 Eier, ein Viertelpfund Zucker, eben so viel Mandeln und ein
-Viertelpfund Butter miteinander abgerührt; alsdann kommen 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Vierling
-Mehl daran, wenn es beliebt, auch klein geschnittene Citronenschalen und
-gestoßener Zimmt. Nun wird ein Blech mit Mehl bestreut, mit einem Löffel
-von dem Teig Laibchen, etwas größer als ein Pfeffernüßchen, aufgesezt
-und im Backofen gebacken. Man kann sie mit Ei bestreichen, mit Zucker
-und gewiegten Mandeln bestreuen, oder auch die Mandeln aus dem Teig
-weglassen und dafür zu so viel Butter und Zucker als oben bestimmt ist,
-3 Eier, ein halbes Pfund Mehl, 8 bis 10 abgezogene Mandeln und 3 Loth
-geschnittenen Citronat in den Teig nehmen; im Uebrigen werden sie wie
-die vorigen <a href="#bula1">Laibchen</a> gemacht.</p>
-
-
-<h3>659. Butterstritzel.</h3>
-
-<p>Von einem Pfund Butter, einem Pfund Mehl, 4 Eiergelb, 2 Löffeln voll
-Zucker macht man einen Teig (sollte er zu fest seyn, so kann ein wenig
-Wasser dazu genommen werden), arbeitet diesen auf einem Nudelnbrett
-zusammen, schlägt ihn übereinander, verfährt so 4 Mal damit; zum fünften
-Mal wellt man ihn laubdünn aus, streut gestoßenen Zucker darauf, schlägt
-ihn 4 Mal übereinander, schneidet 1 Finger lange und 2 Finger breite
-Stückchen davon, legt sie auf ein schwarzes Blech, bestreicht sie mit
-Eierweiß, streut Zucker darauf und backt sie im Ofen schön gelb.</p>
-
-
-<h3>660. Caffeeküchlein.</h3>
-
-<p>Eine halbe Maas Milch oder Wasser, ein Viertelpfund Butter und ein
-Viertelpfund Zucker, woran eine Citrone abgerieben wurde, läßt man 4
-Minuten lang miteinander kochen, rührt 12 Loth Mehl daran und kocht
-Alles miteinander so lange, bis der Teig trocken ist, dann schlägt man 6
-Eier daran, bestreicht ein schwarzes Blech mit Speck, streut ein wenig
-Mehl darauf, sezt mit einem Löffel von dem Teig Häufchen darauf und
-backt sie im Ofen gelb.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page185"></a>Seite 185</span> 661. Chokoladeküchlein.</h3>
-
-<p>Man schlägt 2 Eierweiß zu einem steifen Schnee, rührt ein halbes Pfund
-fein gesiebten Zucker darein, eben so viel geriebene Chokolade, mischt
-es untereinander, sezt Häufchen davon auf ein schwarzes, mit Wachs
-bestrichenes Blech und backt sie im Ofen.</p>
-
-
-<h3>662. Citroneneis.</h3>
-
-<p>Die Schale von einer Citrone reibt man an einem Viertelpfund Zucker ab;
-der übrige Zucker wird fein gestoßen und gesiebt, von der Citrone der
-Saft daran gedrückt; dann schlägt man ein Eiweiß zum Schnee, rührt es
-miteinander eine Viertelstunde und braucht es nach Belieben.</p>
-
-
-<h3>663. Gelbes Eis.</h3>
-
-<p>Eine kleine Messerspitze voll Safran und einen Löffel voll kochendes
-Wasser läßt man einen Augenblick stehen, nimmt ein Viertelpfund fein
-geriebenen Zucker dazu, schlägt ein Eiweiß daran, rührt es eine
-Viertelstunde miteinander, nimmt von dem angebrühten Safran tropfenweise
-dazu, bis es schön gelb ist und braucht es nach Belieben.</p>
-
-
-<h3>664. Rothes Eis.</h3>
-
-<p>An ein Viertelpfund geriebenen feinen Zucker schlägt man ein Eiweiß,
-rührt es eine Viertelstunde miteinander, thut tropfenweise Erbselensaft
-oder Cochenillefarbe dazu, bis es schön roth ist, und braucht es nach
-Belieben.</p>
-
-
-<h3>665. Weißes Eis.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Zucker wird ganz fein gestoßen, durch ein Haarsieb
-gezogen, ein Eiweiß daran geschlagen und von einer Citrone der Saft dazu
-gethan; man rührt es eine Viertelstunde, bis es ganz weiß wird, und
-braucht es nach Belieben.</p>
-
-
-<h3>666. Zimmteis.</h3>
-
-<p>An ein Viertelpfund fein geriebenen Zucker schlägt man ein Eiweiß, rührt
-es eine Viertelstunde miteinander, nimmt ein Loth gestoßenen Zimmt dazu
-und ein paar Tropfen Citronensaft.</p>
-
-
-<h3>667. Gebackene Finger von Mandelnteig.</h3>
-
-<p>Von einem Pfund Mehl, einem Viertelpfund Butter, einem Viertelpfund
-gestoßenen Mandeln, einem halben Glas Wein, Zimmt und Nelken (nach
-Belieben), der Schale von einer Citrone, etwas Pomeranzenschalen und 2
-Eiern wird ein glatter Teig bearbeitet, Fingerlein daraus gemacht und im
-heißen Schmalz gebacken.</p>
-
-
-<h3>668. Flugpasteten.</h3>
-
-<p>4 Eierweiß werden zu einem steifen Schnee geschlagen, ein Täfelchen
-geriebene Chokolade darunter gerührt, Manchetten von <span class="pagenum"><a id="page186"></a>Seite 186</span> weißem
-Papier gemacht, diese auf ein schwarzes Blech gestellt, die Masse darein
-gefüllt und 4 Minuten lang im Rohr getrocknet.</p>
-
-
-<h3>669. Galanterieküchlein.</h3>
-
-<p>Ein Pfund schönes Mehl und ein Pfund Butter reibt man mit der Hand
-untereinander, bis nichts mehr von der Butter zu sehen ist, nimmt ein
-halbes Pfund gesiebten Zucker und 2 Eier dazu, wellt den Teig aus,
-schlägt ihn übereinander, wellt ihn fingerdick aus, sticht mit einem
-blechernen Mödelchen Küchlein davon aus, bestreicht sie mit Eierweiß,
-streut grob gestoßenen Zimmt und Zucker darauf und backt die Küchlein
-schön gelb.</p>
-
-
-<h3>670. Geduldzeltchen.</h3>
-
-<p>Von 5 Eierweiß wird ein steifer Schnee geschlagen, mit einem halben
-Pfund Zucker und 8 Loth Mehl und dem Gelben einer Citrone ganz dick
-gerührt, ein schwarzes Blech mit Wachs bestrichen, mit einem durchs
-Wasser gezogenen Trichter tropfenweise von der Masse auf das Blech
-laufen gelassen und im Ofen getrocknet; sie müssen aber weiß bleiben.</p>
-
-
-<h3>671. Aufgelaufene Geduldzeltchen.</h3>
-
-<p>An ein Ei wird in einer Schüssel ein Viertelpfund fein gesiebter Zucker
-eine halbe Stunde lang gerührt, hernach ein Viertelpfund vom schönsten
-Mehl, das von einer halben Citrone am Reibeisen abgeriebene Gelbe
-darunter gemischt, davon auf ein mit Wachs oder Speck bestrichenes
-schwarzes Blech kleine Häuflein gesezt und im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>672. Haselnußküchlein.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Zucker, 6 Eierweiß, die abgeriebene Schale von
-einer Citrone, 8 Loth Butter, 4 Loth Mehl und 2 Hände voll gestoßene
-Haselnüsse arbeitet man recht durcheinander, backt sie im Waffelneisen
-gelb und streut Zucker darauf.</p>
-
-
-<h3>673. Hippen mit Mandeln.</h3>
-
-<p>2 Eierweiß, ein Viertelpfund gesiebter Zucker, ein Viertelpfund
-fein gestoßene Mandeln und eine Messerspitze voll Zimmt werden eine
-Viertelstunde miteinander gerührt, die geriebene Schale von einer
-Citrone, der Saft von einer halben Citrone und 3 Loth Mehl damit
-vermischt, ein schwarzes Blech mit Speck bestrichen, Hippen von der
-Masse gemacht, dieselben schön gebacken und, wenn sie noch recht warm
-sind, über ein rundes Holz gedrückt.</p>
-
-
-<h3>674. Hippen ohne Mandeln.</h3>
-
-<p>4 Loth Mehl rührt man mit Wein oder weißem Bier glatt, nimmt 4 Eierweiß,
-3 Loth gestoßenen Zucker, ein Quint Zimmt und eine halbe Muskatnuß dazu,
-rührt noch einmal Alles recht untereinander, bestreicht ein Hippeneisen
-mit Speck, macht es heiß, gießt einen Eßlöffel voll von dem Teig daran,
-backt die Hippen schön gelb und drückt sie noch heiß über ein rundes
-Holz.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page187"></a>Seite 187</span> 675. Wiener Hippen.</h3>
-
-<p>Man macht von einem Vierling Mehl, 4 Loth Schmalz, 4 Loth gestoßenen
-Mandeln, einem Viertelpfund gesiebten Zucker, 4 Eiern, von der Schale
-und dem Saft einer Citrone und einem Löffel voll süßem Rahm einen
-glatten Teig, backt ihn im Hippeneisen und rollt die Hippen, ehe sie
-kalt werden, auf.</p>
-
-
-<h3>676. Gewöhnliches Hutzelnbrod (Schnitzbrod).</h3>
-
-<p>Man siedet Hutzeln und Zwetschgen, so viel man braucht, nimmt auch nach
-Belieben Rosinen dazu, schneidet ein halbes Pfund abgezogene Mandeln
-der Länge nach, macht 50 bis 60 Stücke welsche Nüsse aus, nimmt Zimmt,
-Nelken, Anis, Feigen, ein Glas Kirschengeist dazu, mischt Waizenmehl
-und etwas Bierhefe mit der gekochten Hutzelnbrühe, macht einen (sog.)
-Vorteig davon und läßt ihn in der Wärme gehen; wenn er reif ist,
-arbeitet man ihn recht zusammen, salzt ihn, stellt ihn wieder zur
-Wärme, läßt ihn halbreif werden, macht Laibchen davon, arbeitet von den
-gewürzten Hutzeln darein, bestreicht die Laibchen mit Hutzelnbrühe, läßt
-sie noch einmal gehen und backt sie dann im Ofen.</p>
-
-
-<h3>677. Bozener Hutzelnbrod.</h3>
-
-<p>Einen Vierling Hutzeln siedet man recht weich, schneidet sie in
-kleine Stückchen, nimmt Butzen und Stiele davon, macht ein Pfund
-Zibeben, ein Pfund Weinbeeren, 2 Pfund sauber gewaschene ausgesteinte
-Zwetschgen, 12 Feigen, ein Pfund abgezogene und fein geschnittene
-Mandeln, 2 Loth Zimmt, ein halbes Loth Nelken, für 6 Kreuzer Kubeben und
-Cardamomen (fein gestoßen), ein Pfund Citronat und Pomeranzenschalen
-(fein geschnitten) gut untereinander, nimmt 3 Hände voll Mehl aufs
-Nudelnbrett, macht einen festen Teig mit Wasser an, wellt ihn stark
-messerrückendick aus, schlägt die Masse darein, macht das Brod rund,
-aber höchstens 4 Finger hoch, stupft es ein wenig, thut es in den
-Backofen und läßt es recht schön backen. Man macht folgendes Eis
-darüber: von 2 Eierweiß und einem Viertelpfund fein gestoßenem Zucker,
-dem Saft einer halben Citrone rührt man ein dickes Eis, bestreicht das
-Hutzelnbrod messerrückendick damit und garnirt es mit eingemachten
-Früchten nach Belieben.</p>
-
-
-<h3>678. Kindbetterinbrod.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Butter, ein Viertelpfund fein gestoßene Mandeln,
-von einer halben Citrone das Gelbe, 4 Loth fein gestoßener Zucker,
-ein Viertelpfund feines Mehl und ein Ei werden zu einem Teig
-zusammengearbeitet, daraus daumengroße Stängelchen, an beiden Enden
-spitzig, gemacht, mit dem Messer Gitter darauf gerissen, auf ein
-schwarzes, mit einer Speckschwarte bestrichenes Blech gelegt, mit
-Eierweiß bestrichen, mit grob gestoßenem Zucker bestreut und im Ofen
-gebacken.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page188"></a>Seite 188</span> 679. Kofern.</h3>
-
-<p>Man rührt 6 Loth Butter, 4 Loth Zucker, eine halbe am Reibeisen
-abgeriebene Citrone, ein ganzes Ei, 8 Loth feines Mehl, einen Löffel
-voll süßen Rahm, ein halbes Loth Pomeranzenschalen, Zimmt und Nelken
-nach Belieben, miteinander recht glatt an, bestreicht das Koferneisen
-mit Speck, macht es heiß, gießt einen Löffel voll von dem Teig hinein,
-macht das Eisen fest zu, backt die Kofern auf diese Art aus und drückt
-sie, während sie noch heiß sind, auf ein rundes Holz.</p>
-
-
-<h3>680. Böhmische Kolatschen.</h3>
-
-<p>Aus 2 Pfund Mehl, 3 Löffeln voll guter weißer Bierhefe und einem
-Schoppen warmer Milch macht man in einer Schüssel einen Vorteig, den man
-bei gelinder Wärme gut gehen läßt. Hierauf wird er mit 5 Eierdottern und
-2 Loth gestoßenem Zucker mit der Hand gearbeitet, auf dem Nudelnbrett
-ausgewellt, 12 Loth Butter auf den Kuchen geschnitten, die Kuchen
-übereinander geschlagen und nochmals ausgewellt; dieses Verfahren wird
-so lange fortgesezt, bis nichts mehr von der Butter zu sehen ist. Dann
-kommt der Teig wieder in die Schüssel, wo man ihn gehen läßt; hernach
-macht man runde Häufchen davon, welche man auf ein Blech sezt und
-langsam gehen läßt; drückt mit einem Ei eine Vertiefung hinein, füllt
-diese mit Aprikosenmarmelade aus, legt ein wenig Schnee von Eierweiß
-darauf, bestreut dieselben mit Zucker und Vanille und backt sie eine
-halbe Stunde nicht zu heiß.</p>
-
-
-<h3>681. Luftnudeln.</h3>
-
-<p>8 Loth Butter, 8 Loth Wasser und 12 Loth Zucker werden in einer
-messingenen Pfanne miteinander gekocht und dann 9 Loth feines Mehl
-und für 9 Kreuzer gestoßene Vanille dazu gerührt. Ist der Teig so
-getrocknet, daß er sich von der Pfanne losschält, so wird er in eine
-Schüssel genommen, 6 Eier, eines nach dem andern, daran gerührt und
-von solcher Masse daumenlange Nudeln auf einem mit Fett bestrichenen
-schwarzen Bleche bei guter Hitze gebacken.</p>
-
-
-<h3>682. Makronen.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund abgezogene Mandeln werden mit Eierweiß im Reibstein
-fein gerieben (auf ein Pfund Mandeln rechnet man 4 große oder 5
-kleine Eierweiß), in einer Schüssel mit einem Pfund gesiebten Zucker
-zusammengearbeitet und 2 Eierweiß daran gerührt. Davon sezt man runde
-oder längliche Makronen auf Oblaten auf einem schwarzen Bleche und backt
-sie in einem abgekühlten Ofen aus.</p>
-
-
-<h3>683. Gebackene Mandeln.</h3>
-
-<p>Man rührt 3 Eierdotter und ein Ei an ein Viertelpfund Zucker, nimmt es
-in eine Schüssel, reibt eine Citrone am Reibeisen ab, läßt welschnußgroß
-Butter zergehen und rührt Alles untereinander. Darauf mischt man 5 Loth
-Mehl darunter, wellt den Teig auf dem <span class="pagenum"><a id="page189"></a>Seite 189</span> Nudelnbrett fingersdick
-aus, sticht mit einem blechernen Mödelchen, das die Form einer Mandel
-hat, die Kuchen aus, backt die Küchelchen im heißen Schmalz gelb und
-bestreut sie mit Zucker. Beim Ausstechen darf nicht mehr viel Mehl
-hinein gearbeitet werden.</p>
-
-
-<h3>684. Gebackene Mandeln anderer Art.</h3>
-
-<p>Man stößt ein Viertelpfund abgezogene Mandeln mit Rosenwasser ganz fein,
-bringt sie in eine Schüssel, schlägt 2 Eier daran, thut 4 Loth fein
-gestoßenen Zucker dazu und rührt die Masse eine Viertelstunde lang. Dann
-kommt von einer halben Citrone die am Reibeisen abgeriebene Schale und
-eine Messerspitze voll Zimmt dazu. Alles wird nun mit 12 Loth feinem
-Mehl gut gerührt, auf einem mit Mehl bestreuten Brett kleinfingerdick
-gewellt und ebenfalls mit einem Mödelchen Mandeln daraus gestochen, die
-man in heißem Schmalz schön gelb ausbackt und mit Zucker bestreut.</p>
-
-
-<h3>685. Gebackene Mandeln anderer Art.</h3>
-
-<p>3 Eierdotter, 1 Löffel voll Kirschengeist und 2 Löffel voll Zucker macht
-man untereinander, rührt so viel Mehl darein, bis man den Teig würgen
-kann; im Uebrigen werden sie gemacht, wie die andern gebackenen Mandeln
-und mit Zimmt und Zucker bestreut.</p>
-
-
-<h3>686. Geröstete oder gebackene Mandeln.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Zucker wird geläutert, ein halbes Pfund Mandeln mit
-einem Tuch abgerieben und in dem Zucker gekocht, bis sie krachen. Dann
-werden sie vom Feuer genommen und so lange umgerührt, bis sie kalt sind,
-ferner wieder gekocht, bis sie glänzen, auf einem Brett verzupft und
-dann aufbewahrt.</p>
-
-
-<h3>687. Mandelbögen.</h3>
-
-<p>Man schneidet ein Viertelpfund abgezogene Mandeln so fein wie möglich,
-von einer Citrone wird das Gelbe abgerieben, von 3 Eiern ein steifer
-Schnee geschlagen und die Mandeln mit 3 Loth gestoßenem Zucker darunter
-gemengt. Dann bestreicht man ein schwarzes Blech mit Wachs, schneidet
-stark messerrückendicke, fingersbreite und fingerslange Stückchen von
-der Masse darauf und backt sie im Ofen gelb; dann wird das Gebackene
-gleich auf dem Wellholz krumm gemacht.</p>
-
-
-<h3>688. Aufgelaufenes Mandelnbrod.</h3>
-
-<p>Ein Pfund abgeschälte Mandeln werden der Länge nach so fein als möglich
-geschnitten, von 4 Eierweiß und einem Viertelpfund gesiebtem Zucker
-ein dickes Eis gerührt, ein Loth feines Mehl nebst den Mandeln dazu
-genommen, Oblaten auf ein schwarzes Blech gelegt, fingersdick die Masse
-darauf gestrichen und das Mandelnbrod im Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page190"></a>Seite 190</span> 689. Falsches Mandelnbrod.</h3>
-
-<p>1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Viertelpfund Mehl, ein Viertelpfund Zucker, ein Viertelpfund
-Butter, ein Stück Zucker, woran eine Citrone abgerieben, wird zusammen
-auf dem Nudelnbrett zu einem Teig gemacht; dazu kommen 2 bis 3
-Löffel voll Wein, dann wird der Teig noch einmal gearbeitet, stark
-messerrückendick ausgewellt, mit einem viereckigen Mödelchen Küchlein
-daraus gestochen, diese auf einem mit Mehl bestreuten Blech, mit
-verklopftem Ei bestrichen, viel Zucker und Zimmt darüber gestreut und im
-Ofen gebacken.</p>
-
-
-<h3>690. Mandelhäufchen.</h3>
-
-<p>Man schneidet ein halbes Pfund abgezogene Mandeln der Länge nach, rührt
-sie mit 4 Loth Citronat, Pomeranzenschalen, der Schale einer Citrone
-(welches Alles fein gewiegt wird), 4 Eierweiß zu Schnee geschlagen und
-ein halbes Pfund gesiebten Zucker eine starke Viertelstunde, belegt ein
-schwarzes Blech mit Oblaten, sezt Häufchen von der Masse darauf und
-backt diese im Ofen gelb.</p>
-
-
-<h3>691. Mandelhäufchen anderer Art.</h3>
-
-<p>Der steife Schnee von 2 Eierweiß und ein Viertelpfund fein gesiebter
-Zucker werden zu dickem Eis gerührt, etwas Citronengelb daran gerieben
-und mit einem Viertelpfund abgezogenen, möglichst fein geschnittenen
-Mandeln untereinander gemacht. Sodann werden Oblaten auf ein schwarzes
-Blech gelegt und von der Masse Häufchen so groß wie eine Welschnuß
-darauf gesezt, worauf man sie in einem abgekühlten Ofen gelb backt.</p>
-
-
-<h3>692. Mandelkränzchen.</h3>
-
-<p>Aus 12 Loth Mehl, einem Viertelpfund Butter, 4 Loth Zucker, 2 Löffeln
-voll Rosenwasser, 2 bis 3 Eierweiß wird auf dem Nudelnbrett ein Teig
-gut durchgearbeitet, Kränzchen davon gemacht, die man auf ein mit Mehl
-bestreutes Blech legt, mit Ei bestreicht, mit grob gestoßenem Zucker und
-Mandeln bestreut und im Ofen gelb backt.</p>
-
-
-<h3>693. Mandelküchlein.</h3>
-
-<p>Aus einem Viertelpfund Butter, einem halben Pfund Mehl, 4 Loth Zucker
-und einem Eidotter wird auf dem Nudelnbrett ein Teig gemacht, dieser
-messerrückendick ausgewellt, mit einem Trinkglas Küchlein daraus
-gestochen und auf ein mit Mehl bestreutes Blech gelegt. 4 Loth
-abgezogene Mandeln werden mit Rosenwasser gestoßen und auf einen Teller
-geschüttet, wo noch 2 Loth gestoßener Zucker, 2 Messerspitzen voll Zimmt
-und der Saft von einer Citrone darunter gemengt wird. Diese Masse wird
-auf die Küchlein vertheilt und dieselben im Ofen gelb gebacken.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page191"></a>Seite 191</span> 694. Mandelschnecken.</h3>
-
-<p>Ein Butterteig wird messerrückendick ausgewellt und eine halbe
-Viertelelle lange Riemen daraus geschnitten. Ein Viertelpfund
-abgezogene, nicht sehr fein gestoßene Mandeln wird mit dem Gelben,
-dem Mark und dem Saft einer Citrone und 4 Loth Zucker vermischt, die
-Masse auf die Streifchen gestrichen, diese in Form von Schnecken
-zusammengerollt und auf einem mit Mehl bestreuten Blech gelb gebacken.</p>
-
-
-<h3>695. Muskazine.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Mandeln wird abgerieben, fein gestoßen, 2 ganze Eier,
-ein Eiweiß, ein halbes Pfund gesiebter Zucker, eine abgeriebene Citrone,
-3 Loth fein gewiegter Citronat und Pomeranzenschalen, ein Loth Zimmt,
-ein Quint Nelken dazu genommen, eine halbe Stunde miteinander gerührt,
-der Teig auf ein Nudelnbrett mit Zucker und Mehl gelegt, die Mödel mit
-Zucker ausgestreut, der Teig fest darein gedrückt, Oblaten auf ein
-schwarzes Blech gelegt, die Muskazinen aus den Mödeln auf die Oblaten
-gelegt und gebacken.</p>
-
-
-<h3>696. Nonnenkrapfen.</h3>
-
-<p>2 Pfund geriebenes schwarzes Brod läßt man auf einem schwarzen Blech
-im Ofen gelb werden, reibt eben so viel braune Nürnberger Lebkuchen
-gleichfalls am Reibeisen und macht das Brod und die geriebenen Lebkuchen
-in einer Schüssel mit 3 Messerspitzen voll gestoßenen Nelken, einem
-Loth gestoßenem Zimmt, für 6 Kreuzer Cardamom und fein gestoßenen
-Kubeben, nebst einem halben Schoppen Honig zu einem festen Teig, den man
-zugedeckt stehen läßt. Man nimmt nun Mehl aufs Nudelnbrett so viel man
-braucht, macht einen Teig wie zu geschnittenen Nudeln, wellt ihn stark
-messerrückendick aus, legt einen Eßlöffel voll von der Masse darauf,
-doch so, daß fingerbreit leer bleibt, schlägt den Teig darüber, macht
-mit einem Backrädchen runde Kräpfchen davon, legt sie auf ein schwarzes
-Blech, stellt sie in einen Ofen und trocknet sie; sie müssen ganz weiß
-bleiben.</p>
-
-
-<h3>697. Ofenküchlein.</h3>
-
-<p>Die Ofenküchlein werden auf die nämliche Art gemacht wie anderes
-derartiges Backwerk. Einen Schoppen Wasser, 4 Loth Butter, 2 Loth Zucker
-läßt man in einer messingenen Pfanne miteinander kochen, rührt 10 Loth
-feines Mehl darein, kocht es wieder bis es sich von der Pfanne losmacht.
-Dann kommt der Teig in eine Schüssel, wo man 4 bis 5 Eier, eines nach
-dem andern, daran rührt. Dieser Teig wird auf ein schwarzes mit Mehl
-bestreutes Blech gesezt, mit etwas Eingemachtem oder mit geschnittenen
-Mandeln, jedenfalls mit Zucker überstreut und in gelinder Hitze gebacken.</p>
-
-
-<h3>698. Pfaffenbrod.</h3>
-
-<p>Von einem Eiweiß schlägt man einen steifen Schnee, rührt 3 Eiergelb,
-8 Loth fein gestoßenen Zucker dazu und das Ganze eine <span class="pagenum"><a id="page192"></a>Seite 192</span>
-Viertelstunde untereinander; dann werden 8 Loth abgezogene und möglichst
-fein geschnittene Mandeln mit 5 Loth Mehl und dem Gelben einer halben
-am Reibeisen abgeriebenen Citrone unter die Masse gethan. Nun nimmt
-man eine Hand voll Mehl und Zucker untereinander auf das Nudelnbrett,
-wellt den Teig darauf stark messerrückendick aus, schneidet einen Finger
-lange und 2 Finger breite Stückchen davon, läßt diese auf einem mit
-Speck bestrichenen Bleche eine Viertelstunde lang stehen, damit sich der
-Zucker in die Höhe zieht, und backt sie in gelinder Ofenhitze aus.</p>
-
-
-<h3>699. Pfaffenkappen.</h3>
-
-<p>An ein Viertelpfund abgezogene Mandeln und ein Viertelpfund Zucker
-werden 2 Eier und 2 Dotter geschlagen und mit einer am Reibeisen
-abgeriebenen Citrone wie eine <a href="#mato1">Mandeltorte</a> gerührt bis der Teig dick
-ist. Inzwischen wellt man einen mürben Butterteig messerrückendick aus,
-schneidet mit einem warmen Messer 3 Finger breite und eine Viertelelle
-lange Streifen möglichst genau, legt einen Löffel voll von der gerührten
-Masse mitten auf einen Streifen, faßt die beiden Ecken über's Kreuz und
-legt sie in die Mitte des Streifen, bestreicht sie mit Ei, faßt die
-andern zwei Ecken über's Kreuz und legt sie in die Mitte des Streifen,
-so daß er die Form einer Pfaffenkappe bekommt; bestreicht ihn sodann
-wieder mit Ei, streut grob gestoßenen Zucker darauf, sezt die Streifen
-auf ein schwarzes Blech und backt sie.</p>
-
-
-<h3>700. Pfeffernüßchen.</h3>
-
-<p>3 Eierweiß schlägt man zu einem steifen Schnee, rührt das Gelbe von den
-Eiern, dann ein halbes Pfund gesiebten Zucker darein und rührt Alles
-eine Viertelstunde miteinander; wiegt sodann von einer Citrone das
-Gelbe, so wie 2 Loth Citronat und Pomeranzenschalen und thut sie mit
-2 Messerspitzen voll Zimmt, einer Messerspitze voll Nelken und einem
-halben Pfund feinem Mehl an die Masse und macht Kügelchen von der Größe
-einer Haselnuß daraus; sodann bestreicht man ein schwarzes Blech mit
-einer Speckschwarte, auf welchem man die Kügelchen im Ofen gelb backt.</p>
-
-
-<h3>701. Pomeranzenküchlein.</h3>
-
-<p>Zu einem Viertelpfund fein gestoßenem Zucker schlägt man in einer
-Schüssel 4 Eiergelb und rührt sie eine Viertelstunde durcheinander;
-dann wiegt man 2 Loth Citronat und Pomeranzenschalen, 3 Loth abgezogene
-Mandeln, von einer halben Citrone das Gelbe zusammen, aber nicht zu
-fein, und mischt es unter die Masse; hernach rührt man 6 Loth feines
-Mehl darein, legt steifes Papier auf ein schwarzes Blech, streut Zucker
-darauf und sezt Häufchen auf das Papier, stellt sie zur Probe in den
-Ofen, ob sie nicht mehr zerlaufen; sollten sie noch zerlaufen, so wird
-noch mehr Mehl dazu genommen, und die Häufchen werden alsdann gebacken.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page193"></a>Seite 193</span> 702. Basler Lebkuchen.</h3>
-
-<p>Man macht ein halbes Pfund Zucker, ein halbes Pfund Mehl, ein
-Achtelpfund abgezogene, grob gestoßene Mandeln, eine geriebene
-Citronenschale, 2 Loth grob gewiegten Citronat, ein halbes Loth Zimmt,
-2 Messerspitzen voll Nelken, eben so viel Muskatblüthe und den Schnee
-von 2 Eierweiß untereinander, macht einen Teig davon, wellt ihn auf
-dem Nudelnbrett fingerdick aus, sticht mit einem blechernen Mödelchen
-Stückchen davon, backt diese auf einem mit Mehl bestreuten Blech
-nicht ganz aus und bestreicht sie mit folgendem Eis: Man kocht ein
-Viertelpfund Zucker und 2 Löffel voll Wasser so lange miteinander, bis
-der Zucker Fäden zieht, gießt den Saft von 3 bis 4 Citronen daran,
-läßt das Eis noch einmal aufkochen, bestreicht damit die Lebkuchen und
-trocknet sie im Ofen.</p>
-
-
-<h3>703. Nürnberger Lebkuchen.</h3>
-
-<p>Man stellt eine halbe Maas Honig in einer messingenen Pfanne auf's
-Feuer; wenn er anfängt zu kochen, thut man ein halbes Pfund gestoßenen
-Zucker darein, läßt es 8 Minuten miteinander kochen, schneidet ein Pfund
-abgezogene Mandeln quer durch und mischt sie darunter, läßt Alles noch
-eine Minute kochen, nimmt es in eine Schüssel, von 2 Citronen das Gelbe,
-4 Loth Citronat und 4 Loth Pomeranzenschalen dazu (die Citronen nicht
-sehr fein gewiegt), 1 Loth gestoßenen Zimmt, ein halbes Quint Nelken,
-Cardamomen, Kubeben, jedes für einen Kreuzer, auch eine geriebene
-Muskatnuß und rührt 2 Pfund Mehl in die Honigmasse. So lang der Teig
-warm ist, nimmt man ihn aufs Nudelnbrett, streut den dazu bestimmten
-Model mit Mehl aus, drückt von dem Teig in den Model, so daß er einen
-kleinen Finger dick ist, stürzt ihn um, bestreut ein schwarzes Blech mit
-Mehl, legt die Lebkuchen darauf, bestreicht sie mit Ei und backt sie im
-Ofen. Es kann auch noch eine Messerspitze voll Potasche dazu genommen
-werden.</p>
-
-
-<h3>704. Weiße Mandellebkuchen.</h3>
-
-<p>Man schneidet ein Pfund abgezogene Mandeln so fein als möglich, läßt
-sie auf einem Blech im Bratrohr gelb anlaufen, rührt 8 Eierweiß und ein
-Pfund feingesiebten Zucker eine Viertelstunde lang miteinander, wiegt
-ein Quint Cardamomen, 4 Loth Citronat, eine Citronenschale recht fein,
-nimmt ein halbes Loth gestoßenen Zimmt, eine Messerspitze voll Nelken
-dazu, mischt die Mandeln und ein Pfund feines Mehl mit dem Obigen, macht
-einen Teig davon, klopft ihn auf dem Nudelnbrett mit dem Messer breit,
-macht 3 Finger breite und einen Finger lange Küchlein davon, legt sie
-auf Oblaten und backt sie im Ofen. Man macht folgendes Eis darauf: Ein
-Viertelpfund Zucker und 2 Eßlöffel voll Wasser kocht man miteinander,
-drückt den Saft von einer Citrone darein, läßt das Eis noch einmal
-aufkochen, bestreicht damit die Kuchen vermittelst eines Pinsels und
-trocknet sie im Ofen.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page194"></a>Seite 194</span> 705. Geringe Art von Lebkuchen.</h3>
-
-<p>Man läßt eine halbe Maas Honig in einer messingenen Pfanne eine
-Viertelstunde kochen, nimmt ihn in eine Schüssel, thut 3 Löffel voll
-Kirschengeist, gestoßenen Fenchel, Anis, Ingwer, eine Messerspitze
-voll Pfeffer, eben so viel Potasche und so viel Mehl dazu, daß man ihn
-arbeiten kann, nimmt ihn dann auf das Nudelnbrett, drückt ihn in die
-dazu bestimmten Mödel, sezt die Lebkuchen auf ein schwarzes mit Mehl
-bestreutes Blech, bestreicht sie mit Ei, legt auf die vier Ecken eines
-jeden Lebkuchen eine abgezogene Mandel und backt sie im Ofen.</p>
-
-
-<h3>706. Salzküchlein.</h3>
-
-<p>Man rührt 3 Eiergelb mit einem Pfund Zucker eine Viertelstunde lang,
-rührt dazu 6 Loth mit Rosenwasser gestoßene Mandeln eine Viertelstunde,
-schneidet viereckige Stückchen von Oblaten, streicht von der Masse stark
-messerrückendick darauf, legt sie auf ein schwarzes Blech, streut grob
-gestoßenen Zucker darauf und backt sie.</p>
-
-
-<h3>707. Scharmützeln.</h3>
-
-<p>5 Eierweiß schlägt man zu einem steifen Schnee, rührt ihn mit einem
-Pfund fein gestoßenen Zucker eine halbe Stunde, bis es ein dickes Eis
-ist, schneidet von steifem Papier runde Stückchen, macht kleine Kapseln
-davon, zieht sie über ein rundes Holz oder über einen Fingerhut, füllt
-die Kapseln halb voll, stellt sie auf ein schwarzes Blech und thut
-dieses in einen abgekühlten Ofen. Sie müssen ganz weiß bleiben.</p>
-
-
-<h3>708. Schneehäufchen.</h3>
-
-<p>3 Eierweiß schlägt man zu einem steifen Schnee, nimmt ein halbes Pfund
-Zucker und 3 bis 4 Tropfen Anisöl darunter (doch darf die Masse nicht
-flüssig, sondern fest seyn), bestreicht ein schwarzes Blech mit Wachs,
-sezt kleine Häufchen von der Masse darauf und backt sie in einem
-abgekühlten Ofen.</p>
-
-
-<h3>709. Chokoladeschnitten.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund feingesiebter Zucker wird mit 3 Eiergelb eine
-Viertelstunde gerührt, ein Viertelpfund abgezogene, feingestoßene
-Mandeln, ein Viertelpfund fein geriebene Chokolade, 2 Loth Stärkmehl,
-von 6 Eierweiß der Schnee mit Obigem vermischt, ein Blech mit Butter
-bestrichen, die Masse darein gefüllt und schön gelb gebacken, aber erst
-den andern Tag angeschnitten.</p>
-
-
-<h3>710. Jägerschnitten.</h3>
-
-<p>Man rührt ein halbes Pfund Zucker und 10 Eiergelb in einer Schüssel eine
-halbe Stunde recht stark miteinander; eine am Reibeisen abgeriebene
-ganze Citrone, 4 Loth abgezogene, der Länge nach geschnittene Mandeln,
-der Schnee von 6 Eierweiß, 6 Loth feines Mehl werden nun unter das Obige
-gemischt, eine blecherne Form mit Butter bestrichen, ein wenig Zucker
-darein gestreut, die Masse hinein geschüttet, <span class="pagenum"><a id="page195"></a>Seite 195</span> bei gelinder
-Hitze gebacken und den andern Tag erst zu Schnitten geschnitten.</p>
-
-
-<h3>711. Weiße Mandelschnitten.</h3>
-
-<p>In einer Schüssel werden ein halbes Pfund Zucker, ein Viertelpfund fein
-gestoßene Mandeln, eine am Reibeisen abgeriebene Citrone und 6 Eier eine
-halbe Stunde recht stark miteinander gerührt, dann 2 Hände voll feines,
-geriebenes Geigenmehl, 3 Finger voll weißes Mehl darunter vermischt,
-eine lange, blecherne Form mit Butter bestrichen, die Masse darein
-gefüllt und bei gelinder Hitze gebacken. Den andern Tag schneidet man
-den Kuchen in Schnitten und läßt sie auf einem schwarzen Blech im Ofen
-schön gelb bähen.</p>
-
-
-<h3>712. Weinbeerschnitten.</h3>
-
-<p>Man rührt in einer Schüssel ein halbes Pfund Zucker und 2 ganze Eier
-recht dick miteinander, 3 Messerspitzen voll gestoßenen Zimmt, 4 Loth
-kleine schwarze Weinbeeren und eine Messerspitze voll Nelken dazu,
-arbeitet so viel Mehl darein, bis es ein nicht sehr fester Teig ist,
-macht auf einem Nudelnbrett eine lange Wurst daraus, legt diese auf ein
-schwarzes, mit Speck bestrichenes Blech, läßt sie in einem Backofen bei
-gelinder Hitze langsam backen und schneidet sie, wenn sie erkaltet ist,
-zu Schnitten; man kann sie 2 bis 3 Wochen aufbewahren.</p>
-
-
-<h3>713. Spiegelküchlein.</h3>
-
-<p>Man schneidet von Oblaten 2 Finger breite und 2 Finger lange Stückchen,
-thut etwas Eingemachtes auf ein Stückchen, legt das andere darüber
-und macht folgenden Teig: Einen halben Schoppen Milch und ein halbes
-Loth Butter macht man siedend, rührt 4 Kochlöffel voll Mehl in einer
-Schüssel mit der Milch glatt an, nimmt 3 Eier und eine Messerspitze voll
-Salz dazu, taucht die Oblatenküchlein in den Teig, backt sie in heißem
-Schmalz und streut Zucker und Zimmt darauf.</p>
-
-
-<h3>714. Münchner Springerlein.</h3>
-
-<p>Man stößt ein halbes Pfund abgezogene Mandeln recht fein mit
-Rosenwasser, rührt sie mit einem halben Pfund fein gesiebtem Zucker und
-einem Achtelpfund Stärkmehl so lange in einer messingenen Pfanne, bis
-sich der Teig von der Pfanne ablöst, legt ihn aufs Nudelnbrett, bestreut
-ihn mit Mehl und Zucker, bestreut die dazu bestimmten hölzernen Mödel
-mit gesiebtem Zucker, drückt den Teig darein, stürzt die Mödel um, legt
-die Springerlein auf ein mit Wachs bestrichenes schwarzes Blech, läßt
-sie über Nacht oder wenigstens 2 bis 3 Stunden stehen, backt sie in
-gelinder Hitze und kann Citronen- oder Zimmteis darauf machen.</p>
-
-
-<h3>715. Stuttgarter Springerlein.</h3>
-
-<p>Ein Pfund fein gesiebter Zucker wird in einer Schüssel mit 5 Eiern
-eine halbe Stunde lang gerührt, von einer ganzen Citrone das Gelbe am
-Reibeisen abgerieben und mit einem Pfund Mehl darein gemischt. <span class="pagenum"><a id="page196"></a>Seite 196</span>
-Man bindet feines Mehl in ein Stückchen weißen Flor, streut damit
-die Mödel gut aus, drückt von dem Teig in die Mödel ein, schneidet
-das Abgedrückte mit einem Messer ab, legt es auf das Nudelnbrett und
-macht fort, bis Alles zu Ende ist. Man läßt es über Nacht stehen; den
-andern Tag bestreicht man ein schwarzes Blech mit Speck, streut Anis
-darauf, legt die Springerlein darauf, rührt ein dickes Eis von einem
-Viertelpfund Zucker, 2 Eierweiß und dem Saft einer halben Citrone, backt
-die Springerlein halb aus, streicht sie mit dem Eis an und läßt sie im
-Ofen vollends ausbacken.</p>
-
-
-<h3>716. Tyrolerkrapfen.</h3>
-
-<p>Man macht einen Teig von einem Viertelpfund Mandeln, einem Viertelpfund
-Butter, 6 Loth Zucker, einem Viertelpfund Mehl, etwas Anis, 2 Eiergelb,
-einer halben abgeriebenen Citrone, gießt 2 Löffel voll Wein daran, wellt
-ihn aus, schneidet dreieckige Stückchen daraus, legt die Krapfen auf ein
-mit Mehl bestreutes Blech, bestreicht sie mit Ei, streut grob gestoßenen
-Zucker darauf und backt sie.</p>
-
-
-<h3>717. Amsterdamer Waffeln.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Mehl wird in einer Schüssel mit lauem Wein glatt
-gerührt, 2 Messerspitzen voll Zimmt, 4 Loth gestoßener Zucker und der
-Schnee von 6 Eiern langsam darunter gemengt. Ist das Waffeleisen im
-Feuer, oder noch besser in Kohlen heiß gemacht und inwendig mit Speck
-bestrichen, so wird es voll Teig gegossen, das Eisen langsam zugemacht,
-die Waffel auf beiden Seiten schön gelb gebacken und darauf mit Zimmt
-und Zucker bestreut.</p>
-
-
-<h3>718. Münchner Waffeln.</h3>
-
-<p>Man rührt ein halbes Pfund Butter ganz schaumig, rührt auch 16 Loth
-Mehl in einer Schüssel mit lauer Milch glatt an, 6 Eier, eines nach dem
-andern, daran, 2 Messerspitzen voll gestoßenen Zimmt, eine gewiegte
-halbe Citrone, 8 Stück abgezogene bittere Mandeln, dieses Alles wird mit
-einem Löffel voll Zucker unter die Butter so lang gerührt, bis von der
-Butter nichts mehr zu sehen ist, im Eisen gelb gebacken und Zucker und
-Zimmt darauf gestreut.</p>
-
-
-<h3>719. Waffeln von saurem Rahm.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Mehl wird in einer Schüssel mit saurem Rahm glatt
-gerührt, 6 Eiergelb, eines nach dem andern, eine Messerspitze voll
-Salz, ein Eßlöffel voll Zucker, 6 Loth abgezogene und fein gestoßene
-Mandeln, worunter 6 bis 8 Stück bittere seyn müssen, dazu gethan, Alles
-gut untereinander gerührt, von 6 Eiern ein steifer Schnee geschlagen,
-langsam unter die Masse gerührt und im Waffeleisen auf beiden Seiten
-ausgebacken.</p>
-
-
-<h3>720. Schweizer Waffeln.</h3>
-
-<p>Eine halbe Maas dicker Rahm wird in einer Schüssel mit einem kleinen
-weißen Besen zu einem dicken Schnee geschlagen, 4 Eiergelb <span class="pagenum"><a id="page197"></a>Seite 197</span>
-daran verklopft, 3 Hände voll feines Mehl, 6 Loth zerlaufene Butter,
-eine Messerspitze voll Salz nach und nach daran gerührt, von 4 Eiern
-ein steifer Schnee geschlagen und mit dem Teig vermischt. Wäre der
-Teig noch zu schwer, so kann mit süßem Rahm nachgeholfen werden. Die
-Waffeln werden in heißem Eisen gebacken und auf beiden Seiten mit Zucker
-bestreut.</p>
-
-
-<h3>721. Stuttgarter Waffeln.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter rührt man in einer Schüssel weiß und schaumig;
-daran kommen 9 Eiergelb, eines nach dem andern daran verrührt, ein
-Viertelpfund gestoßene Mandeln, 9 Löffel voll Rosenwasser und 4 Löffel
-voll Kirschengeist; alles dieses wird untereinander gemacht. Dann
-schlägt man von 9 Eierweiß einen steifen Schnee, vermischt diesen mit
-einem Viertelpfund feinem Mehl, macht dieses mit der vorigen Masse
-untereinander, das am Reibeisen abgeriebene Gelbe einer halben Citrone
-dazu, im Waffeleisen gelb gebacken und mit Zucker und Zimmt bestreut.</p>
-
-
-<h3>722. Straßburger Waffeln.</h3>
-
-<p>Zu einem schaumig gerührten halben Pfund Butter schlägt man nach und
-nach 6 Eier; dann macht man von 10 Loth Mehl mit lauer Milch und einer
-Messerspitze voll Salz einen Flädchenteig, rührt ihn unter die Butter
-eine Viertelstunde lang, backt die Waffeln davon, wie gewöhnlich, auf
-beiden Seiten und bestreut sie mit Zucker und Zimmt.</p>
-
-
-<h3>723. Waffeln mit spanischem Wein.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Mehl wird mit spanischem Wein glatt gerührt, 4 Loth
-zerlassene Butter daran gegossen und 4 Eiergelb, eines nach dem andern,
-nebst einer Messerspitze voll gestoßenem Zimmt und eben so viel Salz
-daran gerührt. Dazu kommt noch der steife Schnee von 4 Eierweiß und
-2 Löffel voll saurer Rahm. Das heiße Waffeleisen wird mit einer
-Speckschwarte innen bestrichen und mit Teig angefüllt, die Waffel auf
-beiden Seiten gebacken und mit Zucker bestreut.</p>
-
-
-<h3>724. Zimmtwaffeln.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Butter wird zu Schaum gerührt, 2 Eier, ein Viertelpfund
-Zucker, 4 Loth fein gestoßene Mandeln sammt der Schale, dieses Alles
-untereinander gerührt, und 4 Loth feines Mehl und ein halbes Loth
-fein gestoßener Zimmt dazu genommen. Von diesem Teige werden Theile
-in der Größe einer Welschnuß mitten in ein heißes mit Speckschwarte
-bestrichenes Waffeleisen gethan und auf beiden Seiten gebacken. Diese
-Waffeln kann man 2 bis 3 Wochen aufbewahren.</p>
-
-
-<h3>725. Gefüllte Waffeln.</h3>
-
-<p>Ein mürber Butterteig wird messerrückendick ausgewellt und ein Stück
-davon ins Waffeleisen gelegt. Auf diesen Teig wird ein Stück <span class="pagenum"><a id="page198"></a>Seite 198</span>
-Papier gelegt und der Teig auf <em class="gesperrt">einer</em> Seite gebacken. Auf gleiche
-Weise wird noch ein Stück Teig auf <em class="gesperrt">einer</em> Seite gebacken und beide
-Stücke werden auf der gebackenen Seite mit Ei bestrichen. Nachdem ein
-Löffel voll Johannisbeeren oder Himbeeren auf die ungebackene Seite
-des ersten Stücks gelegt worden, wird die ungebackene Seite des andern
-Stücks darauf gepaßt; beide Stücke kommen nun zusammen mit ihrer Fülle
-noch einmal ins Waffeleisen, werden noch ein wenig gebacken und dann mit
-Zucker und Zimmt bestreut.</p>
-
-
-<h3>726. Gerührte Waffeln.</h3>
-
-<p>Man rührt ein halbes Pfund Butter in einer Schüssel schaumig, mischt ein
-Viertelpfund abgezogene und fein gestoßene Mandeln unter die Butter,
-deßgleichen 3 Loth fein gestoßenen Zucker, rührt Alles untereinander,
-rührt 8 Eiergelb, eines nach dem andern, und zu einem Eigelb einen
-Löffel voll feines Mehl, von einer halben Citrone das am Reibeisen
-abgeriebene Gelbe, einen halben Schoppen dicken sauren Rahm dazu,
-schlägt von den 8 Eierweiß einen steifen weißen Schnee, mengt ihn
-ganz langsam unter die Masse, backt sie in heißem mit Speckschwarte
-bestrichenen Waffeleisen gut aus und bestreut die Waffeln mit Zucker und
-Zimmt.</p>
-
-
-<h3>727. Zimmtküchlein.</h3>
-
-<p>2 Eierweiß schlägt man zu einem steifen Schnee, rührt Zucker und ein
-Loth Zimmt darunter, bestreicht ein schwarzes Blech mit Wachs, sezt von
-der Masse Häufchen in der Größe einer Haselnuß darauf und backt sie in
-einem abgekühlten Ofen.</p>
-
-
-<h3>728. Zimmtstern.</h3>
-
-<p>Ein Pfund ungeschälte Mandeln werden mit einem Tuche sauber abgerieben,
-fein gewiegt und durch einen engen Seiher gerüttelt; was zurückbleibt,
-muß jedesmal wieder gewiegt werden. Diese Mandeln und der Schnee
-von 6 Eierweiß, untereinander gemacht, werden mit einem Pfund fein
-gesiebtem Zucker und einem Loth Zimmt vermischt, und der Teig zu stark
-messerrückendicken Kuchen ausgewellt, welche man mit einem Sternmodel
-mittlerer Größe aussticht. Hierauf wird ein schwarzes Blech mit Speck
-bestrichen, die Sterne darauf gesezt, jedoch nicht sehr nahe zusammen,
-und in gelinder Hitze gelb gebacken. Dazu kann man Citroneneis oder
-sonst ein Eis geben; ebenso kann man sie auch, wenn man will, auf
-Oblaten legen.</p>
-
-
-<h3>729. Aechtes Zuckerbrod.</h3>
-
-<p>An ein halbes Pfund fein gesiebten Zucker schlägt man 8 Eiergelb, rührt
-sie eine halbe Stunde ganz stark, reibt von einer Citrone das Gelbe ab
-(die Masse muß so dick seyn wie ein Brei), schlägt von 3 Eierweiß einen
-steifen Schnee, mengt 10 Loth Mehl darunter, füllt in eine Spritze, die
-ein fingerdickes Rohr hat, von der Masse darein, legt steifes Papier auf
-ein schwarzes Blech und sprizt lange <span class="pagenum"><a id="page199"></a>Seite 199</span> Stängel, oben und unten
-rund, darauf, zieht sie durch fein gesiebten Zucker und backt sie gelb.</p>
-
-
-<h3>730. Zuckerbretzeln.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund Butter, ein halbes Pfund Mehl, ein Viertelpfund Zucker,
-ein Ei, ein Löffel voll dicker saurer Rahm geben einen Teig, von welchem
-man kleine Bretzeln macht, die man auf ein schwarzes Blech legt, mit Ei
-bestreicht, fein gestoßenen Mandeln und etwas Zucker bestreut und backt.</p>
-
-
-
-
-<h2>Eingemachtes.</h2>
-
-
-<h3>731. Aprikosen.</h3>
-
-<p>Man legt Aprikosen, die nicht überreif sind, in ein Geschirr, gießt
-kochendes Wasser darüber, zieht die Haut davon ab, legt sie auf ein Tuch
-und läßt sie abtrocknen. So viel Pfund Aprikosen, so viel Pfund Zucker
-läßt man in einer Casserolle oder einer messingenen Pfanne kochen, bis
-der Zucker Blasen wirft, legt die Aprikosen hierauf mit einem silbernen
-Löffel darein, läßt sie so lange kochen, wie hartgesottene Eier, hebt
-sie sodann mit dem nämlichen Löffel in ein reines Geschirr, läßt den
-Syrup noch etwas einkochen, gießt ihn über die Aprikosen und läßt sie
-über Nacht stehen. Den andern Tag legt man sie wieder in die Pfanne,
-läßt sie nur noch ein wenig kochen, hebt sie sorgsam heraus, läßt den
-Syrup wieder einkochen, gießt ihn an die Aprikosen und dieses wiederholt
-man 4 Tage nacheinander. Am vierten Tage legt man die Aprikosen in das
-Geschirr, in welchem sie aufbewahrt werden sollen, zieht Papier durch
-Kirschengeist, legt es oben darauf, sticht Löcher in das Papier, bindet
-das Geschirr zu und stellt es an einen trockenen Ort.</p>
-
-
-<h3>732. Birnen.</h3>
-
-<p>Die Muskatellerbirnen sind hiezu die besten; die Birnen werden geschält,
-der Butzen ausgestochen und dafür eine Nelke, und statt des Stiels
-ganzer Zimmt hineingesteckt; man kocht sie im Wasser weich, legt sie
-auf ein Haarsieb und läßt sie ablaufen. Zu 3 Pfund Birnen rechnet man 7
-Viertelpfund Zucker, thut ihn in eine messingene Pfanne, gießt von dem
-Wasser darein, in welchem die Birnen gekocht worden sind, läßt ihn so
-lange kochen, bis er einen dicken Faden spinnt, thut die Birnen dazu und
-läßt sie darin so lange kochen, wie hartgesottene Eier. So macht man
-4 Tage lang fort; den vierten Tag füllt man die Birnen in ein Gefäß,
-begießt Kartenpapier mit etwas Kirschengeist, legt es auf die Birnen und
-bindet das Gefäß fest zu.</p>
-
-
-<h3>733. Bohnen.</h3>
-
-<p>Von ganz kleinen, halb ausgewachsenen Bohnen zieht man die Fäden ab und
-schneidet sie, nach Belieben, groß oder klein. Dann <span class="pagenum"><a id="page200"></a>Seite 200</span> macht
-man in einem Kessel Wasser kochend, salzt dieses gut, legt die Bohnen
-hinein, läßt sie 4 Minuten kochen, nimmt sie schnell heraus, legt sie
-eine Viertelstunde ins kalte Wasser, dann in einen Korb, daß sie gut
-ablaufen, läßt sie auf einem Nudelnbrett gut abtrocknen und bewahrt sie
-in einem gut verpichten Fäßchen auf folgende Art auf: unten hin legt
-man Traubenlaub, etwas grob gestoßenen Pfeffer und Salz, dann eine Lage
-Bohnen, Pfeffer und Salz darauf, dann wieder Bohnen, und macht so fort,
-bis das Fäßchen voll ist; man drückt die Bohnen zugleich mit der Hand
-fest ein und belegt das Fäßchen oben wieder mit Traubenlaub; so bleiben
-sie sehr schön grün.</p>
-
-
-<h3>734. Bohnen auf andere Art.</h3>
-
-<p>Schöne fette Bohnen (Schwertbohnen sind hiezu die besten) werden wie zu
-einem Bohnensalat geschnitten (zu einer Schüssel voll Bohnen rechnet man
-eine Hand voll Salz), in einem reinen Geschirr mit Salz vermengt, in ein
-sauber gepuztes, gut verpichtes Fäßchen gelegt, welches oben und unten
-mit Traubenlaub belegt wird, die Bohnen werden fest eingedrückt, ein
-gut passender Deckel darauf gelegt und dieser gut beschwert; so halten
-sich die Bohnen bis zum Frühjahr. Man kocht sie auf folgende Art: man
-läßt sie in einem Geschirr mit kochendem Wasser eine Stunde lang kochen,
-gießt sie in einen Durchschlag und schüttet kaltes Wasser darüber, daß
-sie schön grün blieben; dann dämpft man sie in einer Casserolle mit
-einem Stück Butter, Zwiebel und Petersilie, streut oben darauf 3 Finger
-voll Mehl, schüttelt sie um, gießt einen Schöpflöffel voll Fleischbrühe
-oder Bouillon daran und läßt sie kochen, aber nicht zugedeckt, sonst
-verlieren sie ihre grüne Farbe.</p>
-
-
-<h3>735. Bohnen in Essig.</h3>
-
-<p>Hiezu müssen die Bohnen jung und noch ohne Kerne seyn. Solche schneidet
-man klein, läßt in einem Kessel Wasser kochen, thut die Bohnen darein,
-läßt 2 Wall darüber gehen, nimmt sie geschwind heraus, legt sie ins
-kalte Wasser, läßt sie eine Viertelstunde darin liegen, gießt sie
-in einen Durchschlag, läßt sie gut ablaufen, dann auf einem Tuch
-abtrocknen, belegt den Boden des für sie bestimmten Geschirres mit
-Weinlaub, grob gestoßenem Pfeffer mit Salz vermischt, macht eine Lage
-Bohnen darein, drückt sie mit der Hand fest ein, dann wird ein wenig
-Salz und Pfeffer darüber gestreut und wieder eine Lage Bohnen, so
-macht man fort, bis sie zu Ende sind und gießt eine Bouteille starken
-Weinessig darein. Man läßt sofort Schmalz zerlaufen, begießt die Bohnen
-damit, es muß halb fingerhoch darüber gehen (auch Provenceröl kann man
-statt Schmalz nehmen). Die Bohnen können zu Salat gebraucht oder zum
-Rindfleisch gegeben werden. Das Geschirr bindet man fest zu und stellt
-es an einen kühlen Ort.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page201"></a>Seite 201</span> 736. <a id="erbs1" name="erbs1">Brockelerbsen</a>.</h3>
-
-<p>Halbreife Brockelerbsen macht man aus und liest die wurmigen aus;
-zu einem Meßchen Kernen wirft man 2 Hände voll Salz, läßt sie über
-Nacht stehen, nimmt eine Schweinsblase oder eine Bouteille, füllt die
-Brockelerbsen sammt Salz hinein, bindet die Blase fest zu, macht eine
-Schleife von Bindfaden, so daß man sie aufhängen kann, macht Wasser
-in einem Kessel heiß, thut Stroh oder Heu daran, stellt die Bouteille
-darein, so, daß sie nicht an einander kommen, sollte es eine Blase
-seyn, so hängt man sie an einen Stecken und kocht sie eben so lange,
-wie die Bouteille, aber nicht länger als ein paar harte Eier, thut das
-Feuer davon, läßt es so lange stehen, bis das Wasser kalt ist und hängt
-die Blase an einem trockenen Orte auf. Sind die Brockelerbsen in eine
-Bouteille gefüllt, so wird diese fest zugepfropft und in den Keller
-gelegt.</p>
-
-
-<h3>737. Brockelerbsen auf französische Art.</h3>
-
-<p>Schöne junge Brockelerbsen werden ausgemacht, mit einer kleinen Hand
-voll Petersilie und einem Stück Butter in einer Casserolle eine
-Viertelstunde schwitzen gelassen, sodann in eine blecherne Büchse
-gethan und so viel Butter dazu genommen, daß die Erbsen ganz damit
-bedeckt werden, die Büchse vom Flaschner gut verlöthet, nochmals eine
-Viertelstunde im Dampf kochen gelassen, daß das Fett oben bleibt und
-dann im Keller bewahrt. Sie sind wie die frischen <a href="#erbs1">Brockelerbsen</a>.</p>
-
-
-<h3>738. Champignons.</h3>
-
-<p>Nachdem die Champignons gepuzt und gewaschen, läßt man sie ablaufen,
-kocht sie eine Viertelstunde mit einem großen Stück Butter, legt sie
-sodann in ein Geschirr und läßt die Sauce noch mehr einkochen, es muß
-so viel Butter dazu genommen werden, daß sie ganz damit bedeckt werden.
-Dann gießt man die Sauce darüber, bindet das Geschirr zu und bewahrt es
-auf.</p>
-
-
-<h3>739. Gurken in Essig.</h3>
-
-<p>Kleine Gurken reibt man mit einem Tuche ab, thut sie in ein großes
-Geschirr, macht starkes Salzwasser daran, läßt sie 48 Stunden darin
-stehen (Pumpwasser ist, weil es härter ist, besser als Rohrwasser) und
-rührt sie öfters um. Wenn man sie einmachen will, legt man sie auf ein
-Tuch, läßt sie gut abtrocknen, schneidet Meerrettig in kleine Stückchen,
-schält Schalottenzwiebeln, Lorbeerblätter, ganzen Pfeffer, etliche ganze
-Nelken, Estragon, Basilikum, Thymian, macht Alles untereinander, legt in
-das dazu bestimmte Geschirr von den Gurken, dann von dem Geschnittenen,
-macht fort bis Alles zu Ende ist, legt dann ein langes Säckchen, worin
-etwas Senfmehl ist, auf die Gurken, bindet das Geschirr zu und bewahrt
-es auf den Winter.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page202"></a>Seite 202</span> 740. Salzgurken.</h3>
-
-<p>Halbgewachsene Gurken legt man 24 Stunden ins Salzwasser, trocknet sie
-dann mit einem sauberen Tuch ab, belegt den Boden des dazu bestimmten
-Fäßchens mit grob gestoßenem Pfeffer, Lorbeerblättern und Traubenlaub,
-legt eine Lage Gurken, eine Lage von dem Gewürz, dann wieder Gurken in
-das Fäßchen und fährt so fort, bis Alles zu Ende ist; oben darauf kommt
-grüner Fenchel, Citronenkraut und Lorbeer. Dann läßt man Wasser, so
-viel man nöthig hat, und Salz miteinander kochen (zu einer Maas Wasser
-rechnet man eine große Hand voll Salz) läßt es wieder kalt werden, gießt
-es an die Gurken, macht das Fäßchen fest zu, läßt es unten und oben
-verpichen, legt es 8 Tage lang in die Sonne und rüttelt es alle Tage. In
-14 Tagen sind die Gurken genießbar und halten sich ein ganzes Jahr gut.</p>
-
-
-<h3>741. Geschnittene Gurken.</h3>
-
-<p>Hiezu nimmt man Gurken, die noch keine Kerne haben, schält sie sauber,
-schneidet sie, wie zu Salat, salzt sie in einer Schüssel gut ein, drückt
-sie nach einer Stunde fest aus, schneidet Schalottenzwiebeln fein, nimmt
-grob gestoßenen Pfeffer, nebst einem Eßlöffel voll gelben Senf dazu,
-mischt dieses unter die Gurken, drückt sie fest in einen steinernen Topf
-ein, gießt so viel guten Weinessig daran, daß er darüber geht, schmälzt
-sie mit zerlassenem Schmalz gut zu und bewahrt sie auf.</p>
-
-
-<h3>742. Johannisbeeren in Zucker.</h3>
-
-<p>Man beert schöne reife Johannisbeeren ab (zu 2 Pfund Beeren rechnet man
-wohlgewogen 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Zucker), thut den Zucker in eine messingene
-Pfanne, gießt einen Schoppen Wasser daran, läßt ihn so lange kochen,
-bis er Blasen gibt, legt die Beeren darein, läßt sie kochen, nimmt den
-Schaum sauber ab und probirt einen Tropfen auf einem Teller, ob sie gut
-sind; sind sie gut, so thut man sie in ein Geschirr und bewahrt sie auf.</p>
-
-
-<h3>743. Kirschen in Zucker.</h3>
-
-<p>Von nicht überreifen Kirschen schneidet man die Stiele halb ab; läßt
-3 Viertelpfund Zucker mit einem halben Schoppen Wasser in einer
-messingenen Pfanne bis zum kleinen Faden kochen, legt die Kirschen
-in den Zucker und läßt sie so lange kochen, als Eier zum Hartsieden
-brauchen; hierauf hebt man die Kirschen mit dem Schaumlöffel in das
-Gefäß heraus, in welchem sie aufbewahrt werden sollen, läßt den Syrup
-einkochen, bis er dick ist, und gießt ihn sodann über die Kirschen,
-läßt sie kalt werden, legt ein steifes Papier darüber, gießt etwas
-Kirschengeist oder Arak darauf, bindet das Geschirr zu, sticht mit einer
-Gabel kleine Löcher in die Bedeckung und bewahrt das Gefäß auf.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page203"></a>Seite 203</span> 744. Kirschen in Essig.</h3>
-
-<p>Man schneidet die Stiele von schönen, zeitigen Kirschen stark halb ab,
-läßt ein Viertelpfund Zucker und so viel Essig, als man zu den Kirschen
-braucht, ein halbes Loth gestoßenen Zimmt und etwas ganze Nelken in
-einer messingenen Pfanne eine Viertelstunde miteinander kochen, nimmt
-sie vom Feuer und läßt sie erkalten. Wenn der Essig noch stark lau
-ist, gießt man ihn an die Kirschen, deckt sie zu und läßt sie 2 Tage
-stehen. Den dritten Tag kocht man den Essig in der Pfanne noch ein Mal,
-gießt ihn wieder lau an die Kirschen, zieht ein Papier, so groß man es
-braucht, durch Kirschengeist, legt dieses oben auf das Geschirr, bindet
-es zu und bewahrt es auf.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Alles mit Essig Eingemachte darf nur mit ganz reinem
-Weinessig gekocht werden, sonst verdirbt es.</p>
-
-
-<h3>745. Ausgesteinte Kirschen.</h3>
-
-<p>Man steint 2 Pfund schöne Kirschen aus, doch so, daß nicht zu viel Saft
-verloren geht, nimmt zu 2 Pfund Kirschen 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Zucker und läßt
-diesen in einer messingenen Pfanne oder Casserolle mit einem halben
-Schoppen Wasser kochen, bis der Zucker dicke Fäden spinnt, dann kommen
-die Kirschen nebst etwas ganzem Zimmt dazu, und werden so lange gekocht,
-als zu hartgesottenen Eiern Zeit erforderlich ist, dann fängt man die
-Kirschen mit einem Schaumlöffel heraus, läßt den Syrup kochen, bis er
-über sich steigt, thut die Kirschen in das für sie bestimmte Geschirr,
-gießt den Syrup, nachdem er recht gut eingekocht worden ist, daran, läßt
-sie kalt werden und bewahrt sie wie die übrigen in Zucker eingemachten
-Sachen auf; so halten sie sich 2 Jahre.</p>
-
-
-<h3>746. Kirschen in Dunst eingekocht.</h3>
-
-<p>Von schönen, zeitigen, nicht überreifen Kirschen zupft man die Stiele
-ab, füllt sie in eine Schweins- oder Rindsblase, welche vorher ins laue
-Wasser gelegt, mit der Hand ausgerieben, durchs kalte Wasser gezogen und
-fest ausgedrückt worden ist; macht sodann die Blase oben fest zu, damit
-kein Wasser hineinlaufen kann, macht eine Schleife von Bindfaden zum
-Aufhängen daran, schiebt einen Stecken durch die Schleife und läßt die
-Blase in einem Topf oder Kessel, der mit kochendem Wasser gefüllt ist,
-eine Viertelstunde ganz langsam kochen; die Blase bleibt aber im Kessel,
-bis das Wasser kalt geworden; dann läßt man sie ablaufen und hängt sie
-in die Luft an einen trockenen Ort. Auf diese Art bleiben die Kirschen
-2 Jahre lang gut und man kann sie zu allen Backereien und Compotes
-brauchen. Man ist oft sehr bemüht, die Kirschen in eine Bouteille zu
-bringen, wobei man der Gefahr ausgesezt ist, daß diese zerspringt; ich
-habe selbst die Erfahrung hievon in Frankreich gemacht.</p>
-
-
-<h3>747. Melonen in Essig.</h3>
-
-<p>Gute, reife Melonen reibt man mit einem Tuche ab, schneidet sie in
-Schnitze, legt sie in eine Schüssel, gießt guten Weinessig daran,
-<span class="pagenum"><a id="page204"></a>Seite 204</span> läßt sie 3 Tage lang stehen, gießt den Essig in eine
-messingene Pfanne ab (so viel Maas Essig, so viel halbe Pfund Zucker
-werden gerechnet), dann läßt man 1 Quint grobgestoßenen Zimmt, 8 bis 10
-ganze Nelken, ein Stückchen ganzen Ingwer, sammt den Melonen miteinander
-weich kochen, läßt sie über Nacht in einer porzellanenen Schüssel
-stehen, sezt sie den andern Tag wieder aufs Feuer, kocht sie vollends
-gar, läßt sie kalt werden, verwahrt sie wie die andern eingemachten
-Sachen und stellt sie an einen trockenen Ort. Sie werden zu gebratenem
-Geflügel gegeben.</p>
-
-
-<h3>748. Baumnüsse.</h3>
-
-<p>Die Nüsse werden um Johannis gebrochen, wo sie noch weich und milchig
-sind, unten und oben ein wenig abgeschnitten, 2 bis 3 Löcher mit einem
-Holz an jeder Seite hineingestochen, 8 Tage in frisches Brunnenwasser
-gelegt, dann in einer messingenen Pfanne eine Viertelstunde lang im
-Wasser gekocht, das Wasser abgegossen, frisches daran geschüttet und so
-dreimal wiederholt. Man probirt nun die Nüsse mit einem Hölzchen, ob sie
-weich sind, ist dieses nicht der Fall, so müssen sie noch einmal gekocht
-werden; sind sie jedoch weich, so legt man sie ins kalte Wasser, gießt
-dieses 3 Mal ab, legt sie auf ein Haarsieb und läßt sie abtrocknen;
-dann spickt man die Nüsse mit Zimmt und Nelken und legt sie in ein
-Zuckerglas. Zu 50 Nüssen nimmt man 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Zucker, läutert diesen in
-einer messingenen Pfanne mit Zimmtwasser so lang, bis er einen dicken
-Faden spinnt, gießt dann den geläuterten Zucker über die Nüsse, läßt
-sie so 2 Tage lang stehen, den dritten Tag gießt man den Zucker wieder
-ab, läßt ihn noch ein Mal aufkochen, thut noch ein Stück Zucker dazu,
-gießt ihn nochmals über die Nüsse und wiederholt dieses 3 bis 4 Mal.
-Zum lezten Mal läßt man die Nüsse eine Zeit lang mitkochen, bewahrt sie
-dann in einem Glas gut auf, legt ein mit Kirschengeist getränktes Papier
-darauf und stellt sie an einen trockenen Ort.</p>
-
-
-<h3>749. Quitten.</h3>
-
-<p>Von reifen Quitten schneidet man das Steinige heraus, schält sie,
-schneidet sie in 4 Theile, siedet sie im Wasser weich und legt sie auf
-ein Haarsieb. So viel man Pfund Quitten hat, eben so viel nimmt man
-Pfund Zucker, siedet den Zucker in dem Wasser, worin die Quitten weich
-gekocht wurden, so lange, bis er Fäden spinnt, dann legt man die Quitten
-hinein, läßt sie mit dem Zucker kochen und bewahrt sie dann in einem
-steinernen Topf.</p>
-
-
-<h3>750. Reinesclaudes (spr. Ränklod).</h3>
-
-<p>Schöne grüne Reinesclaudes, die nicht überreif sind, läßt man in
-einer Casserolle, die nicht verzinnt ist, mit eben so viel Zucker als
-die Reinesclaudes wiegen, kochen bis zur Blase, oder so lange als
-hartgesottene Eier, nimmt einen silbernen Löffel und hebt sie heraus,
-daß sie nicht zerbrechen, läßt den Syrup ein wenig einkochen, gießt
-<span class="pagenum"><a id="page205"></a>Seite 205</span> ihn darüber und läßt ihn über Nacht stehen; so macht man es
-3 Tage hintereinander. Aber jedes Mal muß eine Casserolle, die nicht
-verzinnt ist, genommen werden, sonst verlieren sie die schöne grüne
-Farbe.</p>
-
-
-<h3>751. Sauerkraut.</h3>
-
-<p>Der Strunk und die Rippen werden vom Kraut geschnitten, dieses auf die
-gewöhnliche Art fein eingeschnitten, mit Salz, so viel dazu nöthig ist,
-vermischt, 2 starke Hände voll Wachholderbeeren dazu genommen, das Kraut
-in ein sauber gepuztes Geschirr gethan, worein zuvor Krautblätter gelegt
-worden sind; dann mit einem hölzernen Stempel das Kraut fest zusammen
-gestoßen, Krautblätter oben darauf gelegt, nach diesen mit einem reinen
-Tuch und dem Deckel zum Geschirr bedeckt und gut beschwert. In 14 Tagen
-ist das Kraut schon genießbar.</p>
-
-
-<h3>752. Senf auf französische Art.</h3>
-
-<p>Man nimmt 3 bis 4 schöne abgeschälte Quitten, kocht sie im Wasser ganz
-weich, schabt das Mark davon ab, nimmt ein halbes Pfund Quittenmark, ein
-halbes Pfund gelbes Senfmehl; kocht das Senfmehl in gekochtem Most, läßt
-das Quittenmark auch 6 Minuten mitkochen, rührt ein Quint grobgestoßene
-Nelken, Fenchel, Anis, Koriander damit recht durcheinander, thut ihn in
-einen steinernen Topf und bewahrt ihn auf.</p>
-
-
-<h3>753. Senf mit süßem Most.</h3>
-
-<p>Hiezu nimmt man im Herbst ganz süßen Most, kocht ihn gut ein (von 3 Maas
-Most kann eine Maas eingekocht werden), gießt ihn in einen Topf, läßt
-ihn über Nacht stehen, am Morgen thut man ihn in eine Bouteille, propft
-sie gut zu und hebt sie auf zum Gebrauch. Will man Senf davon machen, so
-nimmt man davon in eine messingene Pfanne, läßt ihn kochen, nimmt 8 Loth
-gelbes Senfmehl in eine Schüssel, 8 Loth braunes Senfmehl, brüht dieses
-mit dem kochenden Most an, rührt ihn recht durcheinander, macht einen
-kleinen Bügelstahl glühend, taucht ihn in den Senf, rührt diesen bis er
-ganz kalt ist, bewahrt ihn in einem steinernen Topf, bindet ihn zu und
-gibt ihn zum Rindfleisch.</p>
-
-
-<h3>754. Senf mit Essig.</h3>
-
-<p>2 Zwiebeln und 2 Knoblauchszähne schneidet man recht klein, gießt eine
-halbe Maas Weinessig in eine Pfanne, 4 Lorbeerblätter, 6 Nelken, 6
-grobgestoßene Pfefferkerne, läßt es eine halbe Viertelstunde kochen,
-nimmt 4 Loth braunes und eben so viel gelbes Senfmehl in eine Schüssel,
-stellt den Essig vom Feuer und zieht ihn durch ein Haarsieb an das Mehl;
-der Senf muß eine halbe Stunde gerührt werden, weil er dadurch feiner
-wird, füllt ihn in ein Geschirr nach Belieben, bindet es zu und gibt ihn
-zum Rindfleisch.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page206"></a>Seite 206</span> 755. Trauben oder Kirschen auf französische Art.</h3>
-
-<p>Von schönen, reifen Trauben (die schwarzen Muskateller sind die besten)
-oder Kirschen schneidet man die Stiele ab, thut sie in ein Zuckerglas,
-hält das Glas eine halbe Maas, so kommt ein Viertelpfund gestoßener
-Zucker, etwas grobgestoßener Zimmt und Nelken daran, füllt das Glas voll
-mit Kirschengeist, bindet es mit einer Blase zu und bewahrt es. Dieses
-Eingemachte ist sehr gut zur Backerei.</p>
-
-
-<h3>756. Trüffeln.</h3>
-
-<p>Man wascht die Trüffeln 1 bis 2 Mal sauber mit einer Bürste (sie müssen
-ganz rein seyn), füllt sie in eine blecherne Büchse, macht sie fest zu,
-läßt sie vom Flaschner zulöthen, stellt sie in einen Kessel, kocht sie
-im Dampf 3 Stunden, nimmt sie heraus und läßt sie erkalten. Auf diese
-Art behalten sie ihren feinen Geschmack. Es gibt vielerlei Arten, welche
-sich auch im Sand aufbewahren lassen: eingeschmälzte, gedörrte, im Dampf
-in Gläsern eingekochte (in Straßburg werden sie alle so behandelt); aber
-nur diese Art habe ich für gut gefunden. Die Straßburger Trüffeln sind
-die besten dazu; die Günsburger und Schweizer haben den feinen Geschmack
-nicht.</p>
-
-
-<h3>757. Welschkorn.</h3>
-
-<p>Die Welschkornkolben werden, wenn sie so dick sind, wie ein kleiner
-Finger, abgebrüht, einen Tag ins Salzwasser gelegt, herausgenommen und
-abgetrocknet. Dann werden in einen steinernen Topf Lorbeerblätter und
-grobgestoßener Pfeffer gelegt, die Welschkornkolben darauf, auf diese
-wieder Pfeffer und Lorbeerblätter, und so damit fortgefahren, bis der
-Topf voll ist; dann wird dieser fest zugebunden und verwahrt. Sie wird
-zum Rindfleisch gegeben.</p>
-
-
-<h3>758. Zwetschgen in Essig.</h3>
-
-<p>Frisch vom Baum herunter sind die Zwetschgen am besten, damit sie das
-schöne Blau nicht verlieren. Man stellt sie in ein Zuckerglas, so daß
-die Stiele alle in die Höhe stehen. Grobgestoßener Zimmt und Nelken
-legt man hinein, macht das Glas mit Zwetschgen nun voll und läßt so
-viel Essig, als man nöthig hat, mit Zucker kochen (zu einer halben Maas
-Essig sind 12 Loth Zucker erforderlich). Wenn der Essig noch stark lau
-ist, gießt man ihn an die Zwetschgen, läßt sie so über Nacht stehen,
-gießt den andern Tag den Essig ab, siedet ihn nochmals in der Pfanne,
-wiederholt dieses zum dritten Mal, zieht ein Papier durch Kirschengeist,
-legt es auf die Zwetschgen, bindet das Glas zu und bewahrt es an einem
-trockenen Orte auf.</p>
-
-
-<h3>759. Geschälte Zwetschgen in Zucker.</h3>
-
-<p>Schöne große Zwetschgen thut man in eine Schüssel, gießt kochendes
-Wasser daran, zieht die blaue Haut davon ab, nimmt zu 2 Pfund Zwetschgen
-1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Zucker, läutert ihn mit Wasser, läßt ihn so lange kochen,
-bis er Fäden spinnt, thut die Zwetschgen darein und läßt sie so lange
-kochen wie ein weiches Ei, legt sie in ein Geschirr, deckt es zu und
-<span class="pagenum"><a id="page207"></a>Seite 207</span> läßt es über Nacht stehen; den andern Tag kocht man sie wieder
-so lange, den dritten Tag nochmals, legt sie in ein Geschirr, oben
-Papier darauf mit Kirschengeist, bindet es zu, sticht Löcher in das
-Papier und bewahrt sie auf.</p>
-
-
-<h3>760. Birnenlatwerge.</h3>
-
-<p>Gute geschälte Bergamotbirnen oder Zweibutzernen (Citronenbirnen sind
-die besten dazu) läßt man in einer Pfanne im Wasser weich kochen, wenn
-das Wasser ganz eingekocht ist, treibt man sie durch ein Haarsieb, thut
-das Eingemachte wieder in eine Pfanne (zu 2 Pfund Mark kommt ein halbes
-Pfund Zucker), läßt es so lang kochen, bis es dick ist, dann erkalten,
-und bewahrt es in hölzernen Schachteln.</p>
-
-
-<h3>761. Hagenbuttenlatwerge.</h3>
-
-<p>Von 10 bis 12 Maas Hagenbutten wird der Butzen und Stiel abgenommen (zu
-10 Maas Hagenbutten kommen 20 Maas Wasser), man läßt sie 2 bis 3 Stunden
-in einem sauber gepuzten Kessel miteinander kochen; es muß immer wieder
-aufgegossen werden, nimmt dann die Hagenbutten heraus, preßt sie gut
-aus, läßt den Saft einkochen, schäumt es öfters ab (20 Maas Wasser muß
-bis auf eine einkochen). Sie wird in einem Porzellangeschirr aufbewahrt
-und ist sehr gut für den Husten.</p>
-
-
-<h3>762. Kirschenlatwerge.</h3>
-
-<p>Man steint 2 Pfund reife Kirschen aus, läßt sie in einer Kachel eine
-Viertelstunde schwitzen, treibt sie durch ein Haarsieb, nimmt 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub>
-Pfund Zucker in eine Casserolle, gießt einen halben Schoppen Wasser
-daran, läßt ihn bis zum größten Faden kochen, gießt das Kirschenmark
-darein, läßt es mit 3 Messerspitzen voll Zimmt dick kochen (es muß sehr
-sorgfältig gekocht werden, denn es brennt leicht an) und bewahrt die
-Latwerge in einem porzellanenen, zugebundenen Topfe auf.</p>
-
-
-<h3>763. Quittenlatwerge.</h3>
-
-<p>Schöne zeitige Quitten schält man ab, siedet sie in Wasser weich,
-schabt das Mark davon ab, treibt es durch ein Haarsieb (zu einem Pfund
-Mark gehören 3 Viertelpfund Zucker), läßt alles miteinander in einer
-Pfanne kochen, bis kein Saft mehr zu sehen ist und bewahrt es in einem
-Porzellangeschirr.</p>
-
-
-<h3>764. Weichsellatwerge.</h3>
-
-<p>Man steint 2 Pfund ächte, aber sehr reife Weichseln aus, treibt sie
-durch ein enges Haarsieb, läßt 2 Pfund Zucker mit einem Schoppen Wasser
-in einem irdenen Geschirr so lange kochen, bis der Zucker einen ganz
-dicken Faden spinnt, thut nun das Kirschenmark dazu und kocht es mit dem
-Zucker, unter beständigem Rühren, so lange bis kein Saft mehr zu sehen
-ist. Man bewahrt die Latwerge in einem porzellanenen, zugebundenen Topf,
-wie alle Confituren, auf. Sie ist namentlich sehr gut für Kranke.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page208"></a>Seite 208</span> 765. Weichsellatwerge anderer Art.</h3>
-
-<p>Schöne zeitige Weichseln (Weinkirschen sind noch besser) steint man
-aus, treibt sie durch ein Haarsieb (so viel Mark es ist, so viel halbe
-Pfund Zucker), thut es miteinander in eine Pfanne, läßt es so lange
-kochen, bis kein Saft mehr zu sehen ist, dann erkalten, und bewahrt es
-in hölzernen Schachteln oder in einem Porzellangeschirr.</p>
-
-
-<h3>766. Zwetschgenlatwerge.</h3>
-
-<p>Ueber schöne, zeitige Zwetschgen gießt man kochendes Wasser, zieht die
-Haut ab und läßt sie eine Viertelstunde in einer zugedeckten Casserolle
-dämpfen, treibt sie durch ein Haarsieb (so viel Pfund Mark so viel
-Zucker), läßt den Zucker in einer messingenen Pfanne so lange kochen,
-bis er Fäden spinnt, kocht das Mark damit, bis alles dick ist, läßt es
-erkalten und bewahrt es in einer hölzernen Schachtel.</p>
-
-
-
-
-<h2>Gefrorenes und Eis.</h2>
-
-
-<h3><a id="no767" name="no767">767</a>. Gefrorenes zu machen.</h3>
-
-<p>Man nimmt eine 12 Zoll hohe und 6 Zoll weite zinnerne oder blecherne
-Büchse mit einem wohlpassenden Deckel, einen kupfernen Spaten oder
-Kochlöffel, zum Umrühren der Masse, einen hölzernen, ungefähr einen
-Fuß hohen Eimer (Schöpfgelte), dessen leerer Raum, wenn die Büchse
-eingesezt ist, zur Ersparniß des Eises, nur noch zwei Finger breit um
-die Büchse herum seyn darf (doch kann man auch einen gewöhnlichen Eimer
-dazu gebrauchen); einen kleinen Eimer voll Eis und einige Pfund Salz.
-Hiemit kann man ein Maas Wasser auf folgende Art gefroren machen: Zuerst
-stößt man das Eis so klein als möglich, dann thut man davon eine Hand
-hoch in den Gefriereimer und mischt einen Theil Salz darunter. Sodann
-sezt man die Büchse bedeckt in den Eimer, stößt das übrige Eis ganz
-fein, vermengt es mit Salz, bedeckt damit ganz die Büchse, und streut
-zulezt noch einige Hände voll Salz darauf, damit das Gefrieren schneller
-bewirkt wird. Darin läßt man die Büchse nur eine Viertelstunde lang
-stehen und schüttelt sie an dem Henkel einige Male, doch so, daß sie
-immer im Eis bleibt; dann öffnet man den Deckel, steckt den Rührlöffel
-mit einer Hand hinein, mit der andern treibt man die Büchse, doch so,
-daß sie immer im Eis bleibt und um den Spaten im Kreise herum so schnell
-als möglich läuft, denn hierauf kommt sehr viel an, weil die Masse nicht
-allein schneller gefriert, sondern auch fein und zart wird. Man muß
-sich aber in Acht nehmen, daß kein Eis darein fällt, daher schlage man
-lieber ein reines Tuch um die Büchse. Besonders muß man auch während
-des Drehens des Rührlöffels den Boden und die Seiten der Büchse gut
-bearbeiten, damit sich das angesezte Gefrorene immer abstößt. Sollte
-sich das Gefrorene aber zu stark ansetzen, so <span class="pagenum"><a id="page209"></a>Seite 209</span> stößt man es mit
-dem Rührkolben los und drückt es in kleinen Stückchen herauf; alsdann
-läßt man die Büchse eine Viertelstunde lang stehen, dreht und rührt
-die Masse so lange, bis die gefrorene Masse steif, doch nicht klumpig,
-sondern so ist, daß sie sich wie Butter schneiden läßt. Endlich macht
-man die Büchse zusammen, deckt sie zu, läßt sie im Eimer stehen und sezt
-sie in den Keller. Ist die Masse steif gefroren, so hält dieses Eis 3
-bis 4 Stunden. Beim Anrichten stürzt man es auf einen Teller.</p>
-
-
-<h3>768. Caffeegefrorenes.</h3>
-
-<p>Man nimmt eine halbe Maas Milch (süßer Rahm ist noch besser) und ein
-Viertelpfund gerösteten Caffee, der aber nur gelb geröstet seyn darf,
-stößt ihn in einem Mörser etwas grob, thut ihn nebst 4 Loth Zucker
-in die Milch; läßt alles auf dem Feuer aufkochen, schlägt 9 Eiergelb
-in einen Topf, rührt sie glatt mit kalter Milch, gießt die kochende
-Caffeemilch langsam daran und läßt es nochmals in der Pfanne anziehen.
-Sodann zieht man es durch ein Haarsieb, läßt es recht kalt werden
-und behandelt es in der Gefrierbüchse nach der bei No. <a href="#no767">767</a> gegebenen
-Vorschrift.</p>
-
-
-<h3>769. Chokoladegefrorenes.</h3>
-
-<p>Man reibt ein Viertelpfund Chokolade in einer messingenen Pfanne,
-thut 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Schoppen Milch und ein Achtelpfund Zucker dazu, läßt es
-miteinander kochen, schlägt 8 Eiergelb in einen Topf, rührt sie glatt
-mit kalter Milch, die gekochte Chokolade langsam daran, sezt sie
-nochmals aufs Feuer, läßt sie anziehen, zieht sie durch ein Haarsieb,
-läßt sie ganz kalt werden und thut sie in die Gefrierbüchse.</p>
-
-
-<h3>770. Gefrorenes von Citronen.</h3>
-
-<p>An einem halben Pfund Zucker reibt man 4 Citronen ab, kocht das
-Abgeriebene sammt dem Saft von den Citronen mit einer halben Maas Wasser
-recht gut durch, gießt einen Schoppen Wein daran, läßt es durch ein Tuch
-laufen und in der Gefrierbüchse nach der bei No. <a href="#no767">767</a> gegebenen Regel
-gefrieren.</p>
-
-
-<h3>771. Erdbeerengefrorenes.</h3>
-
-<p>2 Maas Erdbeeren treibt man durch ein Haarsieb, nimmt Zucker, 2
-Messerspitzen voll gestoßenen Zimmt und ein Glas Muskatwein dazu, macht
-alles untereinander und läßt es in der Gefrierbüchse gefrieren. Es darf
-nicht aufs Feuer kommen und auch nicht bearbeitet werden.</p>
-
-
-<h3>772. Gefrorenes von bittern Mandeln.</h3>
-
-<p>Ein Viertelpfund abgezogene bittere Mandeln stößt man im Mörser mit
-etwas Rahm recht fein, thut sie in ein Geschirr, gießt so viel Rahm
-daran, bis es eine halbe Maas ausmacht, deckt sie zu und läßt sie
-eine halbe Stunde stehen. Alsdann läßt man ein halbes Pfund Zucker in
-einer messingenen Pfanne mit einer halben Maas Wasser kochen, nimmt
-den schwarzen Schaum ganz ab, läßt ihn <span class="pagenum"><a id="page210"></a>Seite 210</span> so lange kochen, bis
-er Fäden spinnt, preßt die Mandeln durch Leinwand dazu, aber so, daß
-die Mandeln ganz trocken sind, gießt sodann den Rahm an den Zucker,
-läßt alles miteinander 2 Minuten aufkochen, schlägt 10 bis 12 Eiergelb
-in einen Topf, rührt den Rahm langsam daran und thut ihn in die
-Gefrierbüchse. Wenn es ein wenig kalt ist, verfährt man damit nach der
-bei No. <a href="#no767">767</a> gegebenen Regel.</p>
-
-
-<h3>773. Pomeranzengefrorenes.</h3>
-
-<p>3 Pomeranzen reibt man im Zucker ab, läßt ein halbes Pfund Zucker in
-einer messingenen Pfanne mit 2 bis 3 Eßlöffeln voll Wasser kochen, bis
-er Fäden spinnt, treibt den Saft von den 3 Pomeranzen und einem Schoppen
-Muskatwein durch ein Haarsieb in die Pfanne zu dem Zucker, läßt es noch
-ein Mal aufkochen, zieht es durch ein Haarsieb, läßt es recht kalt
-werden, thut es in die Gefrierbüchse und läßt es nach der bei No. <a href="#no767">767</a>
-gegebenen Regel bearbeiten.</p>
-
-
-<h3>774. Punschgefrorenes.</h3>
-
-<p>Man läutert ein Pfund Zucker mit einer Maas Wasser, wie bei No. <a href="#no817">817</a>
-beschrieben ist, schält das Gelbe von einer Citrone recht dünn ab und
-läßt es mit dem geläuterten Zucker einige Mal aufwallen, worauf man
-es wieder herausnimmt, weil dieses Gefrorene eine gewisse Bitterkeit
-annimmt; man bringt sodann, nachdem man den Zucker vom Feuer genommen,
-den Saft von 8 bis 12 Citronen darein, je nachdem die Früchte mehr
-oder weniger Saft enthalten, und treibt dann das Ganze durch ein
-Haarsieb. Man sezt, wenn der Syrup kalt geworden, 24 Loth oder eine
-halbe Bouteille feinen Arak hinzu und läßt die Mischung gefrieren wie
-gewöhnlich. Sie braucht, wenn das Eis frisch gesalzen ist, immer eine
-halbe Stunde. Es ist wegen des dabei befindlichen Geistigen des Araks
-schwerer als alle übrigen Arten zum Gefrieren zu bringen.</p>
-
-
-<h3>775. Punschgefrorenes anderer Art.</h3>
-
-<p>Nachdem der Punsch auf die bei No. <a href="#no795">795</a>, <a href="#no796">796</a> oder <a href="#no797">797</a> beschriebene Weise
-verfertigt und kalt geworden ist, thut man ihn in die Gefrierbüchse und
-läßt ihn gefrieren. Man gibt dieses Gefrorene in Gläsern.</p>
-
-
-<h3>776. Rahmgefrorenes.</h3>
-
-<p>Man schlägt eine halbe Maas dicken Rahm ganz fest mit einem kleinen
-Besen, legt ihn auf ein Haarsieb, treibt eine halbe Maas Himbeeren
-durch dasselbe und thut 8 Loth oder so viel Zucker darein, bis sie süß
-genug sind; dann mengt man den Schlagrahm darunter, thut ihn in die
-Gefrierbüchse, ohne ihn jedoch zu drehen.</p>
-
-
-<h3>777. Gefrorenes von Schlagrahm.</h3>
-
-<p>Man siedet eine Maas Rahm mit 8 Loth Zucker, rührt 10 Eiergelb in einem
-Topf mit saurem Rahm glatt, gießt den kochenden Rahm langsam an die
-Eier, läßt ihn in der Pfanne noch ein Mal <span class="pagenum"><a id="page211"></a>Seite 211</span> anziehen, treibt
-ihn durch ein Haarsieb in ein anderes Geschirr, läßt ihn kalt werden,
-thut ihn in die Gefrierbüchse und verfährt damit nach der bei No. <a href="#no767">767</a>
-gegebenen Regel.</p>
-
-
-<h3>778. Vanillegefrorenes.</h3>
-
-<p>In einer messingenen Pfanne läßt man 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Schoppen Milch nebst einem
-Stück Vanille so lange kochen wie hartgesottene Eier, schlägt in einen
-Topf 12 Eiergelb, rührt die kochende Milch daran, läßt es noch einmal in
-der Pfanne anziehen, treibt es durch ein Haarsieb, läßt es kalt werden,
-thut es in die Gefrierbüchse und bearbeitet es nach der bei No. <a href="#no767">767</a>
-gegebenen Vorschrift.</p>
-
-
-
-
-<h2>Getränke aller Art.</h2>
-
-
-<h3>779. Bischof.</h3>
-
-<p>Zu einer halben Maas guten rothen Wein nimmt man 3 süße und 3 bittere
-Pomeranzen, schneidet ringsherum darein, bratet sie auf dem Rost, stellt
-den Wein auf Kohlenfeuer, nimmt ein Loth ganzen Zimmt, 6 Nelken, 12
-Loth Zucker und die gebratenen Pomeranzen dazu, läßt Alles eine halbe
-Stunde miteinander kochen und zieht den Wein durch ein Haarsieb in das
-Geschirr, in welchem man ihn zur Tafel geben will; er kann kalt oder
-warm gebraucht werden.</p>
-
-
-<h3>780. Chaudeau.</h3>
-
-<p>2 Citronen reibt man am Zucker ab, schüttet eine halbe Maas Wein in
-eine messingene Pfanne, thut den abgeriebenen Zucker dazu, den Saft
-von den 2 Citronen und noch so viel Zucker, daß er mit dem vorigen ein
-halbes Pfund ausmacht, auch ein Stück ganzen Zimmt, läßt es ein wenig
-miteinander kochen, schlägt 4 Eiergelb in ein Geschirr, einen Löffel
-voll kaltes Wasser daran, rührt es glatt, rührt den kochenden Wein
-langsam daran, sezt ihn noch einmal ans Feuer, läßt ihn anziehen, gießt
-ihn in den Topf und sprudelt ihn so lange bis er recht fein ist.</p>
-
-
-<h3>781. Chokolade.</h3>
-
-<p>Zu einer halben Maas Milch (Rahm ist noch besser dazu) wird 6 Loth
-Chokolade gerechnet, die leztere in einer Casserolle oder messingenen
-Pfanne mit etwas wenigem Wasser auf dem Feuer glatt gerührt, die Milch
-nach und nach nebst 2 Loth Zucker und einem Stück ganzen Zimmt daran
-gerührt; man läßt dieses eine Zeit lang kochen, rührt 3 Eiergelb in
-einem Topf mit kalter Milch glatt, die Chokolade wird langsam daran
-gerührt, in der Pfanne noch einmal anziehen gelassen und noch einmal in
-dem Topf mit dem Chokoladesprudel tüchtig gesprudelt, bis sie schäumt.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page212"></a>Seite 212</span> 782. Eierpunsch.</h3>
-
-<p>Zu einem Schoppen Eierpunsch nimmt man 2 Eiergelb, 2 große Eßlöffel
-voll Zucker und rührt Alles zusammen in einem Schoppenglas mit einem
-silbernen Löffel, bis er wie Brei ist; dann gießt man unter beständigem
-Rühren kochendes Wasser daran, bis das Glas fast voll ist, und gießt es
-nun vollends mit Arak auf.</p>
-
-
-<h3>783. Gerstenwasser für Brustkranke.</h3>
-
-<p>8 Loth gewaschene und verlesene Malzgerste, 4 Loth gewaschene Rosinen,
-die Schale von einer halben Citrone werden mit 3 Maas Wasser eine Stunde
-gekocht, das Geschirr noch einmal mit Wasser aufgefüllt, noch ein wenig
-gesotten, der Saft von einer Citrone dazu gethan nebst etwas Zucker,
-und, wenn es erkaltet ist, dem Kranken zu trinken gegeben.</p>
-
-
-<h3>784. Getränk von Borsdorferäpfeln.</h3>
-
-<p>An 4 Borsdorferäpfel, welche geschält und in 4 Theile geschnitten
-werden, gießt man eine Maas Wasser, läßt dieses nebst dem Gelben von
-einer Citrone und einer Hand voll großen und kleinen Weinbeeren eine
-Stunde miteinander kochen, gießt Alles durch ein leinenes Tuch, läßt es
-erkalten und gibt es zu trinken.</p>
-
-
-<h3>785. Krampfstillendes Getränk.</h3>
-
-<p>Eine Hand voll sauber verlesene und gewaschene Gerste, Skorzoneren, 2
-Loth geraspeltes Hirschhorn, ein Loth Wegwarten kocht man mit 3 Maas
-Wasser so lange, bis es noch 2 Maas sind. Man kann Zucker nach Belieben
-mitkochen und gibt es kalt je nach Durst zu trinken.</p>
-
-
-<h3>786. Glühwein.</h3>
-
-<p>Zu einer halben Maas Wein rechnet man ein halbes Pfund Zucker (rother
-Wein ist hiezu der beste). Man läßt es in einer messingenen Pfanne recht
-heiß miteinander werden, doch darf es nicht kochen; dann nimmt man
-ganzen Zimmt und Nelken in ein Haarsieb, gießt den heißen Wein darüber
-und deckt ihn gleich zu.</p>
-
-
-<h3>787. Glühwein auf Münchner Art.</h3>
-
-<p>2 Maas guter Wein (Affenthaler ist dazu der beste), 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Zucker,
-vom feinsten Zimmt, etliche Nelken werden in einer messingenen Pfanne
-wohl zugedeckt so lange gekocht, bis eine Maas davon eingekocht ist,
-hierauf zieht man den Wein durch ein Haarsieb in das Geschirr, in
-welchem er servirt wird, und deckt es recht fest zu.</p>
-
-
-<h3>788. Grog.</h3>
-
-<p>An 2 bis 3 Loth Zucker gießt man ein Glas kochendes Wasser und 3 bis 4
-Löffel voll Arak.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page213"></a>Seite 213</span> 789. Himbeeressig.</h3>
-
-<p>So viel Maas Himbeeren, so viel Maas ächten Weinessig gießt man daran;
-bindet ihn zu, stellt ihn 3 bis 4 Tage in den Keller und läßt dann das
-Helle durch ein Tuch laufen; hierauf gießt man den Essig mit Zucker
-in eine Pfanne (zu einer Maas Essig rechnet man ein Pfund ganz reinen
-Zucker); läßt ihn auf dem Feuer eine Viertelstunde kochen, nimmt den
-Schaum fleißig ab, gießt ihn in einen Topf, läßt ihn über Nacht stehen,
-den andern Tag füllt man ihn in Bouteillen und bewahrt ihn zum Gebrauche
-auf.</p>
-
-
-<h3>790. Johannisbeersaft.</h3>
-
-<p>Man zupft reife rothe Johannisbeeren ab und stellt sie in einem fest
-zugedeckten reinen Topf auf heiße Asche, läßt ihn über Nacht stehen
-und gießt den andern Tag das Helle davon ab. So viel man Viertelpfunde
-Saft hat, eben so viel Viertelpfunde Zucker läßt man eine Viertelstunde
-miteinander kochen, dann läßt man ihn erkalten, füllt ihn in Bouteillen
-und macht diese fest zu. &#8211; Dieser Saft ist sehr gut für Kranke im
-Wasser zu trinken.</p>
-
-
-<h3>791. Kirschenwasser für Kinder.</h3>
-
-<p>Eine halbe Maas Kirschen stößt man im Mörser recht zusammen, läßt sie
-mit einer Maas Wasser, einem Stück Zimmt und der Schale einer halben
-Citrone eine halbe Stunde lang kochen, gießt das Wasser durch ein
-Haarsieb und gibt es kalt zu trinken.</p>
-
-
-<h3>792. Blutreinigende Kräutermilch für Kinder.</h3>
-
-<p>Edelleber-, Erdbeeren-, Körbel-, Löffel-, Pfennig- und Sternleberkraut,
-Eiternessel, Gänseblumenstöckchen, Gundelreben, Pfaffenöhrleinswurzel,
-Sauerampfer, Sauerklee, Schafgarben, Wegwartenwurzel liest man recht
-sauber, ohne sie jedoch zu waschen, wiegt von jedem eine Hand voll so
-fein wie möglich, nimmt eine Messerspitze voll Salz dazu, drückt den
-Saft davon in einen glasirten Topf aus, stellt ihn über Nacht in den
-Keller, macht Morgens eine Maas Milch siedend, gießt 3 bis 4 Löffel voll
-von dem Saft dazu und gibt sie dem Kinde zu trinken (einem 10jährigen
-Kinde gibt man einen ganzen, einem 5jährigen einen halben Schoppen); so
-macht man 14 Tage mit dieser Kur fort. Das Kind darf aber dann nichts
-Saures essen. Man macht den Saft zweimal in der Woche frisch an und kann
-noch ein kleines Stückchen Butter und ein Eigelb dazu nehmen.</p>
-
-
-<h3>793. Limonade.</h3>
-
-<p>Zu einem Schoppen Limonade reibt man eine Citrone am Zucker ab,
-drückt auch den Saft von einer Citrone dazu, füllt ihn mit frischem
-Brunnenwasser auf und nimmt 3 Loth Zucker zu einem Schoppen. Will man
-die Limonade mit Wein machen, so nimmt man halb Wein, halb Wasser, von
-einer halben Citrone den Saft, und reibt die andere Hälfte am Zucker ab.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page214"></a>Seite 214</span> 794. Mandelmilch.</h3>
-
-<p>4 Loth abgezogene Mandeln werden im Mörser mit ein wenig Wasser recht
-fein gestoßen, nach und nach eine halbe Maas Wasser daran gegossen, die
-Mandeln durch ein leinenes Tuch gepreßt, nochmals gestoßen, dieses so
-einige Mal wiederholt und, wenn es für einen Kranken ist, kann man auch
-Hanfmilch, die sehr kühlt, daran gießen.</p>
-
-
-<h3><a id="no795" name="no795">795</a>. Punsch.</h3>
-
-<p>Zu einer halben Maas Arak nimmt man 8 Citronen, reibt die eine Hälfte
-davon am Zucker ab, von der andern nimmt man den Saft dazu, gießt 2
-Bouteillen Wein, einen Schoppen guten grünen Thee und ein Pfund Zucker
-in eine messingene Pfanne, läßt es nur so heiß werden, daß es am Kochen
-ist, gießt es durch ein Haarsieb gleich in die Punschbowle und schüttet
-noch eine halbe Maas Arak daran.</p>
-
-
-<h3><a id="no796" name="no796">796</a>. Punsch auf andere Art.</h3>
-
-<p>Zu einer Maas Wasser rechnet man 8 Citronen und 2 Pomeranzen. 4 Citronen
-werden am Zucker abgerieben, dieser in das Wasser abgeschabt und der
-übrige Zucker in einer messingenen Pfanne mit einem Eßlöffel voll Wasser
-so lange gekocht, bis er gelblich sieht; dann gießt man den Saft von den
-Citronen und Pomeranzen durch ein Haarsieb an den Zucker, thut die Maas
-Wasser dazu, läßt es miteinander aufkochen und gießt, nachdem Alles in
-der Bowle ist, noch einen Schoppen Arak daran. Man hält diesen Punsch
-für den gesündesten.</p>
-
-
-<h3><a id="no797" name="no797">797</a>. Punsch auf Stuttgarter Art.</h3>
-
-<p>Von 6 großen Citronen und eben so viel Pomeranzen preßt man den Saft
-aus, läßt einen Schoppen Wasser und 1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Pfund Zucker in einer
-messingenen Pfanne so lange miteinander kochen, bis der Zucker Fäden
-spinnt; der schwarze Schaum muß aber sauber weggenommen werden, dann
-gießt man den ausgepreßten Saft durch ein Haarsieb an den Zucker, läßt
-es noch einmal mit einander aufkochen, schüttet 2 Bouteillen weißen
-Burgunder dazu und läßt es so lange in der Pfanne, bis es zu kochen
-anfängt, dann schüttet man Alles in die Bowle, gießt noch 2 Schoppen
-Arak dazu und, wenn er noch nicht stark genug ist, macht man ihn mit
-Arak noch stärker.</p>
-
-
-<h3>798. Liqueur oder Rossoli.</h3>
-
-<p>Zu einer Maas starkem Fruchtbranntwein oder Vorlauf nimmt man einen
-Schoppen Rosenwasser, 12 Loth Zucker, 4 Löffel voll süße Milch, ein Loth
-Zimmt, ein halbes Loth Nelken, ein halbes Loth Anisöl; das Oel wird so
-lange mit gestoßenem Zucker gerührt, bis nichts mehr vom Oel zu sehen
-ist; dann gießt man den Branntwein daran, das übrige Gewürz darunter,
-bindet das Gemische in einem weiten Glas fest zu, stellt es 2 bis 3 Tage
-in die Sonne, läßt es <span class="pagenum"><a id="page215"></a>Seite 215</span> am dritten Tage durch einen Filzhut
-laufen, gießt es in Bouteillen, pfropft diese zu und bewahrt sie auf.</p>
-
-
-<h3>799. Rossoli von Mandeln.</h3>
-
-<p>4 Loth süße und 4 Loth bittere Mandeln oder 4 Loth Pfirsichkerne, wovon
-die Haut abgezogen wird, stoßt man mit den Mandeln fein, schneidet
-ein halbes Loth Galanth in Stückchen, thut dieses Alles mit einer
-Pomeranzenschale, für einen Kreuzer rothen Sandel, in einen gläsernen
-Kolben, gießt noch eine Maas Vorlauf oder starken Fruchtbranntwein,
-einen Schoppen Zimmtwasser daran, bindet den Kolben gut zu, stellt ihn
-12 bis 14 Tage in die Sonne oder sonst in Wärme, zieht das Rossoli durch
-einen Filzhut und bewahrt es auf.</p>
-
-
-<h3>800. Reformirter Thee.</h3>
-
-<p>Man gießt Milch in eine Pfanne, so viel man braucht, thut ein Stück
-Zimmt daran, etwas Citronenschalen, nimmt so viel grünen Thee, als man
-mit 3 Fingern fassen kann, läßt es miteinander 6 Minuten kochen, schlägt
-6 Eiergelb in einen Topf, rührt sie mit kalter Milch glatt, gießt die
-kochende Milch durch ein Haarsieb langsam daran, thut sie nochmals in
-die Pfanne und läßt sie anziehen.</p>
-
-
-<h3>801. Wips.</h3>
-
-<p>Man nimmt eine Maas Wein, ein Pfund Zucker, 24 Eier in eine Pfanne,
-schlägt dieses auf dem Feuer mit einem kleinen Besen so lange, bis es
-anfängt zu kochen, nimmt das Getränk vom Feuer weg, schlägt es noch eine
-Viertelstunde, dann ist der Wips fertig. Man kann auch Champagner, statt
-gewöhnlichem Wein, dazu nehmen.</p>
-
-
-
-
-<h2>Verschiedenes.</h2>
-
-
-<h3>802. Kuttelfuß.</h3>
-
-<p>Ein Ochsenmaul und einen Ochsenfuß siedet matt recht weich, läßt sie
-erkalten, schneidet sie zu dünnen Schnitten, kocht sie hierauf noch eine
-Zeit lang mit etwas Essig, einem Schöpflöffel voll von der Brühe, worin
-sie das erste Mal gekocht wurden, etwas Salz, der gewiegten Schale einer
-Citrone und Pfeffer, bis wenig Brühe mehr daran ist, gießt nun Alles in
-irgend einen Model, läßt es darin gestehen und stürzt es dann auf eine
-Platte.</p>
-
-
-<h3>803. Preßkopf.</h3>
-
-<p>Man kocht Speck, Schweinsohren, etwas vom Kinnbacken, 4 Kalbsfüße,
-2 Schweinsfüße mit Salz und Pfeffer recht weich, schneidet Alles in
-kleine Stückchen, arbeitet es in einer Schüssel mit einer gewiegten
-Citronenschale, Pfeffer, Nelken, Ingwer, Muskatblüthe und Salz recht
-untereinander, füllt das Fleischwerk in einen gereinigten <span class="pagenum"><a id="page216"></a>Seite 216</span>
-Schweinsmagen, näht diesen fest zu, siedet ihn eine Stunde, wenn er groß
-ist, auch noch länger; legt ihn zwischen zwei Brettchen und läßt ihn
-über Nacht so liegen.</p>
-
-
-<h3>804. Ochsenzungen gut zu räuchern.</h3>
-
-<p>Man schneidet den Schlund von den Ochsenzungen ab, röstet einen Theil
-Kochsalz und einen Theil Salpeter, nebst gestoßenem Pfeffer und
-Wachholderbeeren miteinander, reibt die Zungen damit gut ein, legt sie
-in ein Geschirr, alle Arten Kräuter, Thymian, Basilikum, Selleriekraut
-dazu, läßt sie 4 Wochen im Lack liegen, beschwert sie mit einem gut
-passenden Deckel recht stark und hängt sie hernach in einem großen
-Bodendarm, in den man sie hineinschiebt, in Rauch. Wenn man sie kochen
-will, legt man sie über Nacht in kaltes Wasser, sezt sie mit kaltem
-Wasser, Zwiebeln und allen Arten Kräutern zu, läßt sie weich kochen und
-gibt sie kalt oder warm. Schinken und Zungen, auf diese Art geräuchert,
-schmecken wie die westphälischen.</p>
-
-
-<h3>805. Pökelfleisch zu machen.</h3>
-
-<p>Will man das Pökelfleisch warm geben, so nimmt man ein Stück
-Ochsenfleisch vom Brustkern dazu; soll es kalt gegeben werden, so ist
-das Schwanzstück besser. Man legt das Fleisch, nachdem man es mit 2
-Loth Salpeter gut eingerieben hat, in einen steinernen Topf oder in
-einen Kübel; dann stößt man folgende Kräuter, als: Estragon, Thymian,
-Basilikum, Lorbeerblätter, Citronenkraut, Selleriekraut, Rosmarin,
-Majoran, Nelken, Pfeffer, Muskatnuß, Wachholderbeeren, thut Alles an
-das Fleisch, deckt dieses zu, stellt es 2 bis 3 Tage in den Keller, den
-vierten Tag läßt man das Gewürz in einer Pfanne mit einem Pfund Salz und
-1<sup>1</sup>/<sub>2</sub> Maas Wasser so lange kochen, bis nichts mehr vom Salz zu sehen
-ist, läßt es ganz kalt werden, gießt es wieder an das Fleisch, deckt
-dieses fest zu, legt 2 Steine darauf, läßt es 3 Tage stehen, wendet es
-den dritten Tag um, sezt die Pökellake wieder zu und macht so 3 bis 4
-Wochen fort. Will man davon kochen, so sezt man es in einem nicht sehr
-großen Topf mit Wasser zu; doch darf es nicht gesalzen werden. Man kann
-es warm mit Meerrettig geben; es ist auch sehr gut zum Sauerkraut, zum
-Winterkohl und zu Bohnen.</p>
-
-
-<h3>806. Schinken einzusalzen.</h3>
-
-<p>Von dem Schinken löst man das Schlußbein aus, röstet in einer eisernen
-Pfanne Salz so viel man braucht, nebst gestoßenem Pfeffer und
-Wachholderbeeren miteinander, nimmt 4 Loth Salpeter dazu und reibt den
-Schinken damit ein, hauptsächlich da, wo das Schlußbein abgelöst worden
-ist. Das Salz muß aber so warm als man es in der Hand leiden kann, dazu
-genommen werden. Die Schinken legt man nun nebeneinander (in die Fugen
-zwischen ihnen kann man Schweinefleisch legen) in eine Stande, die einen
-Zapfen am Boden hat, schneidet Knoblauch und Zwiebeln dazu, macht die
-Stande fest <span class="pagenum"><a id="page217"></a>Seite 217</span> zu, beschwert sie, läßt Alles 3 Tage lang stehen,
-kocht dann 2 Pfund Salz in 2 Maas Wasser, läßt es erkalten, gießt es
-an die Schinken und läßt es wieder 8 Tage lang stehen; auf diese Art
-wiederholt man Obiges 4 bis 5 Wochen nacheinander, indem man immer in
-Zeit von 8 Tagen den Lack frisch kocht, und hängt dann nach 5 Wochen die
-Schinken in die Rauchkammer.</p>
-
-
-<h3>807. Gesottener Schinken.</h3>
-
-<p>Wenn der Schinken sauber gewaschen ist, legt man ihn über Nacht in
-kaltes Wasser, sezt ihn Morgens in einem großen Topf oder Kessel ans
-Feuer, läßt ihn kochen und thut alle Arten Kräuter dazu. Ist er stark
-halb gesotten, so stellt man ihn vom Feuer und läßt ihn im Geschirr
-stehen bis er kalt ist; löst die Schwarten davon los, wiegt eine
-Hand voll schöne Petersilie, eben so viel geriebenes Semmelmehl, 2
-Messerspitzen voll Pfeffer, macht es untereinander und streut es auf den
-Schinken.</p>
-
-<p class="bltext"><em class="gesperrt">Anmerkung.</em> Will man den Schinken noch schmackhafter sieden,
-so legt man ihn 24 Stunden in kaltes Wasser, läßt ihn in einem Topf
-mit halb Wein und halb Wasser weich kochen, thut alle Arten Blätter
-und Gewürz dazu; übrigens wird er behandelt wie der vorbeschriebene.
-Will man den Schinken backen, so macht man von grobem Mehl einen
-Wasserteig, schlägt den Schinken darein, so daß er keinen Riß
-bekommt, läßt ihn 4 Stunden im Ofen, läßt ihn ein wenig kalt werden,
-bricht ihn auf, macht die Schwarte los und behandelt ihn wie mit Wein
-gesottenen Schinken.</p>
-
-
-<h3>808. Aufbewahrung des Schwarzwildbrets.</h3>
-
-<p>Es mag von einem Frischling oder etwas älter seyn, so werden die besten
-Stücke genommen und die stärksten Beine (diese dürfen nicht größer, als
-5 bis 6 Pfund schwer seyn) herausgeschnitten. So viel man nun in die
-Beize thun will, legt man bei Seite, sezt mit 2 Theilen Essig, einem
-Theil schlechten Wein, einem Theil Wasser 6 bis 8 zerhauene Kalbsfüße
-dazu, thut Salz, eine Hand voll zerdrückte Wachholderbeeren und von
-allen Arten Kräuter darein, siedet Alles zusammen, bis die Füße weich
-sind; nimmt sie dann mit den Kräutern heraus, gießt die Brühe durch
-einen Seiher ab und läßt sie abkühlen. Alsdann wird das Wildbret in
-einen Topf so fest wie möglich gebracht. Zu diesem Behufe wird der
-Boden mit Salz, Wachholderbeeren und etwas Kräutern bestreut, eine Lage
-Wildbret darauf gethan, dann wieder überstreut und so fort gemacht,
-bis alles Wildbret im Topfe ist. Nun wird die abgekühlte Sulz darüber
-gegossen, der Topf, wenn er eine Zeit lang gestanden hat, mit einem
-Brette belegt und stark beschwert. Auf diese Art hält sich das Wildbret
-ein ganzes Jahr.</p>
-
-
-<h3>809. Bohnen zu trocknen.</h3>
-
-<p>Von jungen Bohnen zieht man die Fäden ab, faßt sie an einen starken
-Faden, macht Wasser heiß in einem Kessel oder einer Pfanne, thut die
-Bohnen darein, läßt einen Wall darüber gehen, nimmt sie <span class="pagenum"><a id="page218"></a>Seite 218</span>
-heraus, hängt sie an einen trockenen Ort, doch so, daß sie Luft haben,
-und bewahrt sie auf den Winter; man kann sie auch dörren oder räuchern.</p>
-
-
-<h3>810. Prünellen zu dörren.</h3>
-
-<p>An schöne zeitige Zwetschgen gießt man kochendes Wasser, zieht die Haut
-davon ab, macht die Steine aus, legt sie auf ein Papier, oder noch
-besser auf ein Gitter von Draht geflochten, stellt dieses in einen
-Backofen, der nicht mehr heiß ist; sind sie gut getrocknet, so bewahrt
-man sie in einer hölzernen Schachtel auf.</p>
-
-
-<h3>811. Citronen aufzubewahren.</h3>
-
-<p>Man wickelt die Citronen in Papier ein, legt in ein Geschirr trockenes
-Salz, dann Citronen, wieder Salz und Citronen, füllt das Geschirr auf
-diese Art voll, bindet es zu und stellt es an einen trockenen Ort. Man
-hat auf diese Art immer frische Citronen.</p>
-
-
-<h3>812. Grüne Erbsen zu dörren.</h3>
-
-<p>Erbsen, die nicht sehr alt sind, macht man aus den Hülsen, läßt in
-einer Pfanne 2 Wall darüber gehen, gießt sie in einen Seiher, legt sie
-auf Papier, läßt sie trocknen, hebt sie auf den Winter auf, und will
-man davon kochen, so gießt man laues Wasser daran, läßt sie über Nacht
-stehen, gießt sie am Morgen ab, gießt anderes laues Wasser daran und
-kocht sie wie andere grüne Erbsen.</p>
-
-
-<h3>813. Estragonessig auf französische Art.</h3>
-
-<p>Von Estragon nimmt man eine starke Hand voll zarte Blätter ab, gießt
-guten Weinessig nebst 6 Stück Pimpernellen, 6 Schalottenzwiebeln, 8
-Nelken, 8 weißen Pfefferkörnern, einem Stück ganzen Ingwer, einem Stück
-ganzen Zimmt und etwas Citrone in einem reinen Geschirr daran, bindet
-dieses fest zu, stellt es 14 Tage oder 3 Wochen in die Sonne, auch
-sonst an einen warmen Ort; nach 3 Wochen ist der Essig vorzüglich gut;
-man füllt ihn in Bouteillen, macht diese fest zu und kann den Essig zu
-Saucen und zu Salat brauchen.</p>
-
-
-<h3>814. Wohlfeile und brauchbare Hefe.</h3>
-
-<p>4 Loth geriebene, mehlige, gekochte Kartoffeln, 1 Loth gestoßener
-Zucker, ein Caffeelöffel voll Hefe wird in einem Topf nebst einem
-Schoppen Wasser in gelinde Wärme gestellt; nach einer Stunde kann die
-Hefe gebraucht werden.</p>
-
-
-<h3>815. Gute, brauchbare Bierhefe.</h3>
-
-<p>Man hat eine Menge Vorschriften, um gute Hefe zu bereiten; sie ist auch
-ein unentbehrliches Mittel in einer großen Haushaltung, besonders auf
-dem Lande und in kleinen Städten. Die auf folgende Art zubereitete habe
-ich als die beste befunden: 10 bis 12 Pfund Malz (Waizenmalz ist das
-beste) bringt man nebst einem Pfund Hopfen in eine Stande oder Faß mit
-einem doppelten Boden, läßt <span class="pagenum"><a id="page219"></a>Seite 219</span> 40 bis 50 Maas Wasser in einem
-Kessel kochen, brüht das Malz damit an, läßt es 24 Stunden stehen, aber
-wohl bemerkt, der zweite Boden muß Löcher haben, und zieht unten die
-Flüssigkeit ab. Dann rührt man ein Pfund gute Hefe unter das Abgezogene;
-3 Pfund gutes Waizenmehl, einen halben Schoppen Branntwein rührt man
-zusammen in einen steinernen Topf und vermischt dieses mit dem Obigen.
-Diese Hefe hält sich 4 bis 5 Monate gut.</p>
-
-
-<h3>816. Welsche Nüsse aufzubewahren.</h3>
-
-<p>Man legt die Nüsse, die noch grüne Schalen haben, in einen Topf auf
-trockenes Salz, drückt sie mit der Hand zusammen, deckt sie mit Salz zu,
-bindet ein Tuch darüber, grabt den Topf in die Erde, doch so, daß ihn
-der Frost nicht trifft. So kann man sie lange aufbewahren.</p>
-
-
-<h3><a id="no817" name="no817">817</a>. Zucker zu läutern.</h3>
-
-<p>Man nimmt ein halbes Pfund Zucker in eine messingene Pfanne, schlägt ihn
-in 3 bis 4 Stücke zusammen, thut einen halben Schoppen Wasser daran und
-läßt ihn so lange kochen bis er Blasen wirft. Dann nimmt man ein Eiweiß,
-schlägt es zu Schnee, thut es unter den Zucker, einen Löffel voll Wasser
-daran, wenn der Zucker aufsteigen will; ist der Zucker recht hell, so
-macht man ein Tuch naß, das nicht sehr fest ist, gießt den Zucker darein
-und läßt es durchlaufen. Dann bewahrt man ihn auf.</p>
-
-
-<h3>818. Zucker wird zur Blase.</h3>
-
-<p>Wenn der Zucker wie bei No. <a href="#no817">817</a> gekocht ist, so läßt man ihn auf Kohlen
-ein wenig einkochen, rührt ihn mit einem Schaumlöffel ein wenig um,
-blast mit dem Mund in den Schaumlöffel; gibt es unten Blasen, so ist es
-die rechte Probe zur Blase.</p>
-
-
-<h3>819. Zucker zu Faden gesponnen.</h3>
-
-<p>Wenn der Zucker geläutert ist, kommt er auf's Feuer in einer Pfanne,
-man läßt ihn kochen unter öfterem Umrühren mit einem silbernen Löffel
-und probirt ihn auf folgende Art: man nimmt mit einem Löffel ein wenig
-Zucker in die Höhe, ist der Faden kaum zu bemerken, so ist es die Probe
-zu einem kurzen Faden und hat zu sieden, bis sich der Faden lange spinnt.</p>
-
-
-<h3>820. Fischen den moosigen Geruch zu nehmen.</h3>
-
-<p>Man schneidet dem Fisch die Ohren aus, nimmt ihn aus, salzt ihn ein,
-legt ihn eine Stunde in frisches Wasser, salzt ihn wieder ein, legt ihn
-nochmals ins Wasser und macht eine gute Sulz von Wein, Essig und allen
-Arten Kräutern daran.</p>
-
-
-<h3>821. Fischblasen zu benützen.</h3>
-
-<p>Man wirft gewöhnlich die Fischblasen weg; allein wenn man sie so
-behutsam aus dem Fische nimmt, daß sie nicht zerplatzen, das feine
-<span class="pagenum"><a id="page220"></a>Seite 220</span> Häutchen mit einem Messer weg- und die Blasen aufschneidet,
-diese an einem Faden trocknet, so ersparen sie die Hausenblasen, welche
-man, um den Caffee hell zu machen, braucht.</p>
-
-
-<h3>822. Sodaseife zu machen.</h3>
-
-<p>Man nimmt ein Pfund reine Seife, ein halbes Meßchen Ochsengalle, welche
-die Farbe erfrischt, 2 Loth Honig, 3 Loth Zucker und ein halbes Loth
-Terpentin, mischt Alles zusammen und läßt es in einem irdenen Tiegel
-ganz gelinde zerfließen; wenn Alles vermengt ist, schüttet man die Masse
-wieder in einen Tiegel auf ein leinenes Tuch, welches vorher in heißes,
-hernach in kaltes Wasser eingetaucht worden ist. Am folgenden Tage wird
-man die schönste Seife haben, welche zur Seidenwäsche, zu Bändern und
-für Blumen aus Baumwolle vortrefflich ist.</p>
-
-
-<h3>823. Gute schwarze Tinte.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Blauholz kocht man mit 2 Maas Wasser so lange, bis noch eine
-Maas übrig ist, gießt diese, wenn sich das Blauholz zu Boden gesezt hat,
-ab und rührt in einem irdenen Geschirr eine Maas Essig, <sup>3</sup>/<sub>4</sub> Pfund grob
-gepulverte Galläpfel, 4 Loth Alaun, 12 Loth ausgetrockneten Eisenvitriol
-und 8 Loth arabischen Gummi sammt dem Abgegossenen mit einem hölzernen
-Stabe recht untereinander, läßt es 14 Tage lang stehen und die Tinte
-ist dann fertig zum Gebrauch. &#8211; Die flüssige Tinte abgegossen und den
-Satz, der aus obigen Ingredienzen besteht, noch einmal abgekocht, gibt
-abermals eine gute Tinte, welche, mit der ersten Tinte vermischt, die
-Güte derselben noch erhöht.</p>
-
-
-<h3>824. Englische Schuhwichse.</h3>
-
-<p>Man rührt in einem irdenen Geschirr ein Viertelpfund schwarzgebrannte
-gestoßene Knochen, unter dem Namen gebranntes Elfenbein bekannt, nebst 3
-Loth Vitriol mit einem Holz; wenn Alles gut vermischt ist, kommt noch 2
-Loth Baumöl, ein halbes Loth Weinsteinöl, 4 Loth gestoßener Kandelzucker
-dazu, dieses wird mit einer halben Maas Wasser verdünnt, in Bouteillen
-aufbewahrt und das Lederwerk damit dünn angestrichen und gebürstet, bis
-es glänzt.</p>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum"><a id="page221"></a>Seite 221</span> Anhang.<br/>
-Beilagen zur Suppe.</h2>
-
-
-<h3>825. Nachgeahmte Makaroni.</h3>
-
-<p>Man nimmt 3 Eier, so viel Mehl als diese verschlucken, arbeitet es
-zusammen, wellt es recht schön aus und macht folgende Fülle dazu: man
-nimmt übriggebliebenen Kalbsbraten, wiegt ihn so fein als möglich, von
-weißem Brod für 2 Kreuzer schneidet man die Rinde ab, weicht es in
-Wasser ein, brüht eine Hand voll sauber gewaschenen Spinat, wiegt ihn so
-fein als möglich, nimmt ihn zu dem Fleisch, auch von 3 hartgesottenen
-Eiern das Gelbe, läßt ein Stück Butter in einer Casserolle zergehen,
-thut Alles zusammen in die Casserolle, drückt das Brod fest aus, nimmt
-es auch dazu, schlägt 2 ganze Eier daran, Salz und Muskatnuß, kocht es
-6 Minuten miteinander auf dem Feuer, streicht es auf die Kuchen, aber
-ganz dünn, rollt diese zusammen, aber nicht dicker als einen Federkiel,
-schneidet sie in fingerslange Stückchen (sie müssen gerade aussehen,
-wie italienische Makaroni), siedet sie in der Fleischbrühe, gießt die
-bestimmte Brühe in eine Suppenschüssel, die Makaroni dazu und gibt es
-zur Tafel.</p>
-
-
-<h3>826. Leberschnitten.</h3>
-
-<p>Eine Kalbsleber wird abgehäutet, die Adern davon geschnitten, eine
-Stunde in Fleischbrühe gekocht, wenn sie erkaltet ist, am Reibeisen
-gerieben, mit einem halben Pfund gebrühten Reis in einer Casserolle
-und einem Schöpflöffel voll Fleischbrühe halb weich gekocht (Brühe
-darf es nicht haben), ein halbes Pfund Ochsennierenfett, so fein wie
-möglich gewiegt, 6 Eier, Salz, Muskatnuß, Muskatblüthe dazu genommen,
-nochmals miteinander verrührt, die Masse in ein nasses Tuch gebunden, 4
-Stunden im Wasser gekocht, wenn es ein wenig erkaltet ist, zu Schnitten
-geschnitten und zur Suppe <span class="antiqua">à la Reine</span> gegeben.</p>
-
-
-<h3>827. Kartoffelbrod.</h3>
-
-<p>Ein Pfund Kartoffeln, welche Tags zuvor gesotten wurden, werden
-gerieben, in einem Stück Butter eine Hand voll Zwiebeln, Schnittlauch
-und Petersilie (fein geschnitten), gedämpft, zu den <span class="pagenum"><a id="page222"></a>Seite 222</span> geriebenen
-Kartoffeln mit 6 Eiern, einem Viertelschoppen sauren Rahm, Salz,
-Muskatnuß, einer Hand voll geriebenem Parmesan-, Immenthaler- oder
-Schweizerkäs, nebst 2 Händen voll geriebenem Brod gethan, Alles nochmals
-miteinander verrührt, auf einem Backblech gebacken, zu Schnitten
-geschnitten und diese zu brauner Jussuppe oder weißer Glacesuppe gegeben.</p>
-
-
-<h3>828. Schnitten zu Krebssuppe.</h3>
-
-<p>Ein halbes Pfund Butter wird leicht gerührt, 8 Eiergelb nach und nach
-dazu genommen, desgleichen ein halber Schoppen dicker saurer Rahm, 8
-Löffel voll feines Mehl, Salz, Muskatblüthe, zulezt der Schnee von den
-8 Eierweiß; eine blecherne Kapsel wird mit Butter bestrichen, die Masse
-bei gelinder Hitze darin gebacken, zu Schnitten geschnitten und diese
-zur Krebssuppe gegeben.</p>
-
-
-<h3>829. Schnitten zu Krebssuppe auf andere Art.</h3>
-
-<p>3 abgeriebene eingeweichte und ausgedrückte Wecken werden, jeder
-besonders in einer Schüssel, mit einem Viertelpfund Butter leicht
-gerührt (in einer Schüssel muß Krebsbutter seyn), an jedes dieser Brode
-werden 3 Eier, Salz, Muskatnuß gerührt; die eine Schüssel muß weiß,
-die zweite (mit der Krebsbutter) roth, die dritte mit früher schon
-beschriebenem Spinatsaft grün gefärbt werden; dann bestreicht man eine
-blecherne Kapsel mit Butter, füllt die weiße Masse darein, streicht sie
-schön eben, füllt nun die Krebsmasse ein, dann die grüne, macht die
-Kapsel fest zu und läßt Alles eine Stunde kochen; dann schneidet man
-Schnitten davon und legt sie auf die Krebssuppe.</p>
-
-
-<h3>830. Spinatschnitten.</h3>
-
-<p>3 bis 4 Hände voll Spinat brüht man im Salzwasser ab, schüttet ihn in
-einen Seiher, kaltes Wasser darüber, drückt ihn fest aus, reibt 2 Wecken
-ab, weicht sie ein, drückt sie aus und thut sie zu dem Spinat. Ein
-gereinigtes Kalbshirn wird in Butter gedämpft, 4 Loth zerlassene Butter
-und 5 Eier eine halbe Stunde mit Allem gerührt, diese Masse in einer
-blechernen, mit Butter bestrichenen Kapsel im Dunst gesotten, wenn es
-erkaltet ist, zu Schnitten geschnitten und zur Suppe gegeben.</p>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum"><a id="page223"></a>Seite 223</span> Kurze Anweisung zum Tranchiren.</h2>
-
-
-<p>Das Wesentliche der Tranchirkunst läßt sich in folgenden allgemeinen
-Bemerkungen zusammenfassen: es ist nothwendig, daß man die Fasern
-aller Fleischgattungen kurz und scharf durchschneidet: sie werden
-dadurch für den Genuß angenehmer und für den Magen verdaulicher.
-Dem Vorgeschnittenen muß man, durch reines Schneiden und zierliches
-Aufrichten ein gefälliges Ansehen zu geben suchen. Geschwindigkeit ist
-ein Haupterforderniß des Tranchirens, damit das Fleisch sich nicht
-unnöthig verkühlt; übrigens ist es nicht nöthig, dabei mit dem ganzen
-Körper zu arbeiten, und es ist eine anständige Haltung besonders dann
-erforderlich, wenn man bei Tische, im Beiseyn von Andern, tranchirt. Das
-Trennen der Gliedmaßen ist nicht so schwer, wenn man sich einigermaßen
-mit der Lage der Knochen und Bänder bekannt gemacht hat. Dünne scharfe
-Messer sind unentbehrlich, eben so eine leichte und gewandte Hand; jeder
-heftige Druck und unsanfte Anfassung zerquetscht die Fasern und streift
-die Haut ab, statt beide gleichmäßig zu zerschneiden.</p>
-
-<p>Die verschiedenen Fleisch- und Fischarten werden auf die nachstehend
-beschriebene Weise tranchirt, und ich glaube, daß ein mehrfaches
-Nachlesen, in Verbindung mit beständiger Uebung, dem Aufmerksamen leicht
-die nöthige Geschicklichkeit verschaffen wird.</p>
-
-
-<h3>Fasan.</h3>
-
-<p>Der Hals wird mit 2 Schnitten auf der linken und rechten Seite
-abgelöst; sodann schneidet man das Brustfleisch in schmalen Streifen
-ab, löst mit einem Ober- und Unterschnitt die beiden Flügel und die
-Brustfleischstreifen vollends ab, schneidet die Schenkel herunter und
-zerlegt den übrigen Körper. Bei dem Serviren wird der schön gefiederte
-Kopf an die Halsöffnung gelegt, um den Braten sogleich von jedem andern
-Geflügel unterscheiden zu können.</p>
-
-
-<h3>Gebratene Gans oder Ente.</h3>
-
-<p>Man löst zuerst die Bruststücke, als das schmackhafteste Fleisch, in
-Scheiben ab, sodann durch einen Ober- und Unterschnitt den rechten
-Schenkel. Auf dieselbe Weise verfährt man mit dem linken Flügel und dem
-linken Schenkel. Nun hebt man mit einem halbrunden Schnitt das Brustbein
-heraus und löst es von den Achseln ab. Dann trennt man auf beiden Seiten
-den großen Brustknochen von dem <span class="pagenum"><a id="page224"></a>Seite 224</span> kleinen Gerippe, nachdem man
-zuvor die Achselbeine abgelöst hat. Nach diesem nimmt man das Gefüllsel
-mit einem Löffel heraus und legt es in die Mitte des Tellers. Zulezt
-schneidet man durch einen Spaltschnitt das Gerippe quer durch und
-spaltet das Hintertheil von einander.</p>
-
-
-<h3>Gebratener <a id="hatran1" name="hatran1">Hahn</a> oder Feldhuhn.</h3>
-
-<p>Mit dem ersten Schnitt wird Hals und Kopf abgelöst, dann der rechte
-Flügel und der rechte Schenkel, und hernach der linke Flügel und
-Schenkel. Durch einen halbrunden Schnitt löst man das Brustbein aus und
-an den Gelenken von den Achseln ab, durchschneidet auf beiden Seiten
-die kleinen Rippen und sondert dadurch den großen Brustknochen ab;
-endlich trennt man das Hintertheil, so wie zulezt die Lenden auf beiden
-Seiten von dem Steiße ab. Ein jeder Hahn etc. muß 5 Stückchen geben;
-jedes Stückchen muß einen Knochen und einen Theil der wohlschmeckenden
-krustirten Haut haben.</p>
-
-
-<h3>Welscher Hahn, Auerhahn, Trappe.</h3>
-
-<p>Da man bei diesen Braten gewöhnlich den Kopf mit Fülle bereitet, so
-werden die ersten Schnitte in den Kopf gemacht. Man löst sodann den
-Hals ab, macht einen Querschnitt über die rechte Seite der Brust und
-2 Spaltschnitte auf der Brust von oben nach unten; das obere rechte
-Seitenstück wird mit einem Querschnitt, das Kniegelenk am rechten
-Schenkel durch einen Oberschnitt aufgelöst; dann führt man einen
-Unterschnitt am rechten Schenkel gegen das Kniegelenk hinauf, durch
-einen Oberschnitt löst man das am rechten Schenkel noch hängende
-Fleisch und den rechten Flügel vollständig ab; nachdem man auf ganz
-gleiche Weise mit der linken Seite verfahren, wird das Halsbein
-herausgeschnitten und von den Achseln abgelöst; eben so die Achselbeine
-herausgezogen. Endlich macht man einen langen Spaltschnitt auf der
-rechten und linken Seite nach der Mitte zu und schneidet zulezt den
-Steiß ab.</p>
-
-
-<h3>Kapaun.</h3>
-
-<p>Ein Kapaun wird gewöhnlich in 9 Stücke getheilt; jedes Stück muß
-einen Knochen und einen Antheil der Haut haben. Die Gabel wird in
-die Brust gesteckt und diese in 4 Theile getheilt; man macht nämlich
-halbfingerdicke Einschnitte von dem Brustknochen bis ans Gerippe; mit
-einem zweiten Schnitte werden sie von diesem bis ans Schlüsselbein
-abgelöst und endlich von dem Gelenke getrennt; wenn dieses auch von der
-Seite stattgefunden, so wird über dem Gabelbeinchen der rückständige
-Theil der Brust durchgeschnitten und gegen den Hals zu abgelöst; endlich
-der andere Theil von der Brustschaufel geschnitten, jedoch so, daß das
-Brustbein in demselben bleibt; jezt wird der Steiß in der Mitte des
-Rückgraths durch einen Querschnitt getrennt und reinlich zugeschnitten.
-Die schönsten Stückchen der Brust müssen beim Serviren obenauf liegen.</p>
-
-
-<h3><span class="pagenum"><a id="page225"></a>Seite 225</span> Gebratene Tauben.</h3>
-
-<p>Sie werden wie die <a href="#hatran1">Hahnen</a> tranchirt, ihre Knochen sind weicher und die
-Muskeln kleiner; man schneidet daher das Brustbein durch und sammt den
-Rippenbeinchen von dem Rückgrathe ab. Bei gefüllten Tauben muß man sich
-in Acht nehmen, daß die Fülle während des Schneidens nicht herausgepreßt
-wird.</p>
-
-
-<h3>Gebratener Hase.</h3>
-
-<p>Einen Hasen zierlich zu tranchiren, ist nicht so leicht, als man auf den
-ersten Anblick glauben möchte; es sollen nämlich die Rückgrathsknochen,
-die sehr hart sind, durchgeschnitten werden; dieß ist aber bei einem
-ziemlich starken Hasen mit den gewöhnlichen Schnitten nicht wohl
-möglich. Mit dem Hacken kann ebensowenig nachgeholfen werden, weil
-dieses an einer Tafel schon gar nicht anwendbar ist, und überdieß auch
-das Fleisch von den Knochen geschlagen würde. Diesem Uebelstande muß
-man dadurch zu begegnen suchen, daß man die Rückenwirbel, und zwar vom
-Halse gegen das Schlußbein, oder den Steiß hin, in schiefer Richtung
-durchschneidet; dieser Kunstgriff gründet sich auf die weichere Substanz
-der Knochen, welche die äußere Hülle derselben bildet und besonders
-in ihren Fugen vorhanden ist, wenn man nur zu unterscheiden weiß, wo
-die Rückgrathsknochen ineinander greifen, welches sich sehr leicht
-bemerken läßt; dann geht das Messer unter einer sägeförmigen Bewegung
-ziemlich leicht durch, indem man nur die weicheren Knochenmassen
-zu durchschneiden hat. Ist der Rücken auf daumenbreiten Stückchen
-überschnitten, so werden die Schlägel abgelöst, und zwar am leichtesten,
-wenn das Messer gerade über dem Schenkelknochen sägeförmig geführt wird;
-diese werden dann am Knieschenkel wieder zertheilt, der Steiß wird
-gleichfalls gespalten und das Ganze in die Schüssel gelegt.</p>
-
-
-<h3>Kalbsbrust.</h3>
-
-<p>Die Kalbsbrust wird stets mit einer Fülle gebraten; man muß daher, um
-beim Tranchiren die Fülle nicht herauszudrücken, die Brust auf dem
-Tranchirteller umwenden und da, wo die Rippen und Knorpeln sich stoßen,
-die Brust der Länge nach in zwei gleiche Theile theilen, dann werden
-die Knorpeln mit gleicher Messerführung blattweise geschnitten, damit
-jedes Stück einen Theil der Fülle bekommt; dann schneidet man Rippen und
-Fülle; um jedoch die Stücke nicht zu groß zu machen, muß man zwischen
-jeder Rippe 2 Stücke herausschneiden; das Ganze legt man rundlaufend auf
-die Platte.</p>
-
-
-<h3>Kalbskopf.</h3>
-
-<p>Die besten Stücke des Kalbskopfs sind die Augen, die Kinnladen, die
-Schläfe, die Ohren und die Zunge. Bei dem Zerlegen muß jedem der
-genannten Stücke ein Theil des Gehirns beigefügt werden; man thut das
-leztere in die Hirnschale, von welcher schon, ehe der Kopf <span class="pagenum"><a id="page226"></a>Seite 226</span>
-aufgetragen wird, der obere Theil abgelöst seyn muß. Die Augen werden
-mit dem Löffel vorgelegt, Kinnbacken, Schläfe und Ohren sauber
-abgeschnitten; das Messer darf nie in das Gehirn gesteckt werden. Der
-Kalbskopf wird stets mit der Haut aufgetragen, wenn er nicht gefüllt
-ist. Das Zerlegen desselben muß mit Geschicklichkeit und Gewandtheit
-geschehen, damit er nicht erkaltet.</p>
-
-
-<h3>Kalbsnierenbraten.</h3>
-
-<p>Zuerst wird von dem Nierenbraten das fette Gewebe mit den Nieren
-abgesondert und beide in mäßige Stücke geschnitten; dann zertheilt man
-die Rippen durch einen senkrechten Schnitt.</p>
-
-
-<h3>Brustkern.</h3>
-
-<p>Man schneidet zuerst die dicke Lage Fett, welches die Knorpeln
-überdeckt, weg, um solches anderweitig zu benützen; das Fleisch sammt
-dem noch anhängenden Fett und Knorpel wird nun in Scheiben geschnitten,
-rundlaufend und zierlich angerichtet.</p>
-
-
-<h3>Lendenbraten.</h3>
-
-<p>Zuerst wird von dem Lendenbraten das innere häutige Gewebe, als das
-zarte Stück, getheilt, dann der fleischige äußere Theil, das sogenannte
-Pfaffenstück. Von dem Lendenbraten wird gewöhnlich das häutige Gewebe
-gespickt und gebraten aufgetragen; es ist sehr leicht zu theilen, und
-nur quer durch, in dickern oder dünnern Scheiben, zu schneiden.</p>
-
-
-<h3>Gekochtes Ochsenfleisch.</h3>
-
-<p>Ehe man das Ochsenfleisch zerlegt, müssen von demselben die Knochen und
-das überflüssige Fett abgesondert werden. Man schneidet mäßige Stückchen
-und richtet es so ein, daß in jedem Stückchen etwas Fett sich befindet.
-Auf diese Weise werden Schinken und Seitenstücke vorgelegt; bei den
-Bruststücken müssen die Knochen geschickt herausgeschnitten werden, und
-auf jede Portion ein Knochentheil kommen, weil an der Brust das Beste
-enthalten ist.</p>
-
-
-<h3>Rehziemer und Rehschlägel.</h3>
-
-<p>Von dem Rehziemer sind die Schnitten am Rückgrath und den Rippen
-abzulösen; bei dem Rehschlägel faßt man den Knochen mit der linken
-Hand, schneidet die Stückchen gerade abwärts vom Gelenke bis auf den
-Lendenknochen, löst dann die Muskeln am Gelenkbeine ab und dreht sie aus
-dem Schlägel, um die hintern Theile abzutrennen.</p>
-
-
-<h3>Schinken.</h3>
-
-<p>Nachdem man von dem Schinken die Speckschwarte abgelöst hat, sticht
-man mit dem Messer in die Mitte des Schinkens, dreht diesen um, so
-daß das Messer in einer Schneckenlinie bis zu Ende schneidet; ist
-dieses geschehen, so macht man einen Kreuzschnitt durch <span class="pagenum"><a id="page227"></a>Seite 227</span> das
-Rundgeschnittene in die Mitte und nimmt die dadurch entstandenen Stücke
-heraus; man kann auch zunächst an dem Schenkelbeine einen Querschnitt
-machen und dann Querstücke herausschneiden.</p>
-
-
-<h3>Wildschweinskopf.</h3>
-
-<p>Man steckt die Gabel in den Rüssel, schneidet das linke Ohr ab und fährt
-dann mit dünnen Schnitten vom Halse herab fort; mit der rechten Seite
-verfährt man auf gleiche Weise; dann macht man in den Rüssel einen
-Spaltschnitt und zulezt einen Querschnitt.</p>
-
-
-<h3>Fische.</h3>
-
-<p>Das Zerlegen der Fische erfordert einen Tranchirlöffel in der Form
-einer Maurerkelle, welcher in der Regel von Silber, jedenfalls aber so
-dünn seyn muß, daß er gleich dem Messer schneidet. Der Tranchirlöffel
-muß gleich und gewandt geführt werden, damit die feinen Gräthen nicht
-abgerissen oder abgestoßen werden. Gewöhnlich werden Fische in ihrer
-natürlichen Lage aufgetragen, man bemerkt einen gallertartigen Streif,
-der vom Kopfe an der Seite des Fisches fortlaufend in die Schweiffloße
-übergeht; auf diesem Streife führt man mit der Kelle einen Zug, der
-bis an die Hauptgräthe eingreift; dann werden vom Rücken nach dem
-ersten Zuge, der eine Mittellinie bildet, die Schnitten mit dem
-Tranchirlöffel durch eine spielende Bewegung von den Gräthen abgenommen
-und den Gästen vorgesezt. Ist die obere Seite eines Fisches auf diese
-Weise abgenommen, so wird der Kopf sammt den Rückengräthen behutsam
-aufgehoben, abgenommen, die zweite Hälfte liegt nun größtentheils ohne
-alle Gräthen da und darf nur in kleine Stückchen zertheilt werden. Das
-vorgeschriebene Verfahren findet bei allen Fischgattungen von gewisser
-Größe statt. Bei kleinern Fischen aber werden die ganzen Seiten von den
-Gräthen gelöst, der Fisch dann umgewendet und die zweite Hälfte auf
-dieselbe Weise abgenommen.</p>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum"><a id="page228"></a>Seite 228</span> Speisezettel.</h2>
-
-
-<h3>1) Für 24 Personen.</h3>
-
-<p><em class="gesperrt">Erster Gang.</em> Suppe <span class="antiqua">à la Reine</span>. Häringspastetchen.
-Englischer Braten. Ochsenfleisch. 6 kalte Teller.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Zweiter Gang.</em> Blaukohl mit Bratwürsten. Grüne Bohnen mit
-geräucherten Zungen. Gebackene Rissolen mit Farce.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Dritter Gang.</em> Kalte Pastete. Hirschwildbret mit Sardellensauce.
-Fricassirte oder glacirte Hühner.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Vierter Gang.</em> 3 Braten: junge gebratene Enten; Rehschlägel
-in Rahmsauce; Nierenbraten in Jussauce. Englischer Pudding mit
-Araksauce. Eine Citronensulz. 6 kleine Teller nebst zwei Salaten. Große
-Chokoladetorte.</p>
-
-
-<h3>2) Für 18 Personen.</h3>
-
-<p><em class="gesperrt">Erster Gang.</em> Reissuppe mit hartgesottenen Eiern. Abgeschmälzter
-Hecht mit englischen Kartoffeln. Ein Stück Ochsenfleisch glacirt mit 4
-kalten Tellern.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Zweiter Gang.</em> Gelbe Rüben. Hammelscotelettes mit Citronensauce.
-Blumenkohl mit gelber Sauce. Gebackene Hirnküchlein. Salamiwurst.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Dritter Gang.</em> Ragout: Kalbsfricandeau mit Sauerampfer.
-Ochsenzunge mit kalter Kräutersauce. Saure Rahmpastetchen.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Vierter Gang.</em> Gebratener Fasan. Sulz von Wildbret
-oder Forellen. Hammelsbraten mit Gurkensauce. 2 Salate. Ein
-Pomeranzenauflauf. &#8211; <em class="gesperrt">Dessert</em>: Eine Biscuittorte. 6 kleine Teller
-Obst.</p>
-
-
-<h3>3) Für 12 Personen.</h3>
-
-<p><em class="gesperrt">Erster Gang.</em> Kräutersuppe. Sardellen mit verlornen Eiern.
-Gespickter Lammbraten mit Kartoffeln. 4 kalte Teller.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="page229"></a>Seite 229</span> <em class="gesperrt">Zweiter Gang.</em> Sauerkraut mit Feldhühnern. Spinat mit
-Croquettes. Ragout von kleiner Kalbsroulade, dazu Sauce mit Champignons
-und Trüffeln.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Dritter Gang.</em> Hasen mit piquanter Sauce. 3 Braten: farcirter
-gebratener Hecht; junge Gans; gefüllte Kalbsbrust. 2 Salate. Compot
-von Quitten. Wiener Speise mit Aepfeln. &#8211; <em class="gesperrt">Dessert</em>: Gerührter
-Kirschenkuchen. 6 Teller mit Backereien. Eine Milzsulz.</p>
-
-
-<h3>4) Für 8 Personen.</h3>
-
-<p><em class="gesperrt">Erster Gang.</em> Grüne Erbsensuppe mit verschiedenen Arten Backwerk.
-Rindfleisch, auf dem Rost grillirt, mit Trüffelnsauce.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Zweiter Gang.</em> Spargelgemüse. Brodschnitten. Rosenkohl mit
-Kalbscotelettes.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Dritter Gang.</em> Tauben in Salmisauce. Gerührte Brieschenpastete.
-Aal mit saurem Rahm auf französische Art.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Vierter Gang.</em> Gebratene Hahnen. Wachteln oder Feldhühner.
-Neunlothpudding. Salat. Compot. &#8211; <em class="gesperrt">Dessert</em>: Citronenkuchen. 4
-kleine Backereien. 2 Teller mit Obst.</p>
-
-
-<h3>5) Für 16 Personen.<br/>
-<span class="fextra4">Am Fasttage.</span></h3>
-
-<p><em class="gesperrt">Erster Gang.</em> Erbsensuppe mit Fischpudding. Blau gesottene
-Forellen. Bauernhefenküchlein.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Zweiter Gang.</em> Krebspastete und Lachsforelle mit Kräutersauce und
-gebackenen Kartoffeln.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Dritter Gang.</em> Kaiserpudding mit Chaudeausauce. Pariser Kugelhopf.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Vierter Gang.</em> Gebackene Fische: Forellen oder Karpfen.
-Große gesottene Krebse. Auf dem Rost gebratener Hecht. 2
-Salate. &#8211; <em class="gesperrt">Dessert</em>: Aepfelkuchen mit Butterteig. Pomeranzencrême.
-6 kleine Teller mit Backereien. Obst nach Belieben.</p>
-
-
-<h3>6) Für 30 Personen (für ein hohes Haus).</h3>
-
-<p><em class="gesperrt">Erster Gang.</em> Suppe <span class="antiqua">à la Reine</span> von Feldhühnern.
-Französische Suppe. Kleine Häringpasteten. 2 Stück Ochsenfleisch: 1)
-auf englische Art, 2) mit einer Kruste. Reis und Parmesankäs. 8 Teller
-mit Kaltem: Rettig, rothe Rüben, Butter, kalte Häringsauce, Zwetschgen,
-Weichseln, Gurken, Melonen in Essig.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Zweiter Gang.</em> 3 Gemüse: Spargeln mit gebackenen Brieschen;
-Baierische Rüben oder Oettinger Rüben mit Schweinsbraten; Kraut mit
-saurem Rahm gekocht, mit Wachteln.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="page230"></a>Seite 230</span> <em class="gesperrt">Dritter Gang.</em> 3 Ragouts: Aechter Rheinlangen,
-blau gesotten, mit Kräutersauce; junge Hühner in Majonessauce;
-Schwarzwildbret in brauner Sauce.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Vierter Gang.</em> 4 Braten: Welscher Hahn; Nierenbraten mit Rahm
-gebraten; Hirschziemer mit Kruste; Rehschlägel mit Madeirasauce. 2
-Salate. 2 Compots. &#8211; <em class="gesperrt">Dessert</em>: Meringuentorte mit Schlagrahm
-gefüllt. Punschtorte. 12 kleine Teller mit Backereien. Obst nach
-Belieben. Vanillegefrorenes.</p>
-
-
-
-
-<h2><span class="pagenum"><a id="page231"></a>Seite 231</span> Register.</h2>
-
-
-<ul>
- <li class="center ftsize107 martop2">A.&nbsp;<span class="ralign1 ftsize75">Seite</span></li>
-
- <li>Aal, gebratener, <a href="#page86">86</a></li>
-
- <li>Aal auf französische Art, <a href="#page86">86</a></li>
-
- <li>Aal, geräucherter, <a href="#page117">117</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Anhang</em>, <a href="#page221">221</a></li>
-
- <li>Anisbrod, schmales, <a href="#page181">181</a></li>
-
- <li>Anisküchlein, <a href="#page180">180</a></li>
-
- <li>Anislaibchen, <a href="#page180">180</a></li>
-
- <li>Aepfelauflauf, <a href="#page52">52</a></li>
-
- <li>Aepfelauflauf anderer Art, <a href="#page52">52</a></li>
-
- <li>Aepfel im Butterteig gebacken, <a href="#page180">180</a></li>
-
- <li>Aepfelcompote, <a href="#page142">142</a></li>
-
- <li>Aepfelcrême, <a href="#page143">143</a></li>
-
- <li>Aepfelcrême anderer Art, <a href="#page144">144</a></li>
-
- <li>Aepfel, farcirte, <a href="#page142">142</a></li>
-
- <li>Aepfelkrapfen, <a href="#page175">175</a></li>
-
- <li>Aepfelkuchen, <a href="#page163">163</a></li>
-
- <li>Aepfelkuchen anderer Art, <a href="#page163">163</a></li>
-
- <li>Aepfelkuchen mit einem Gitter, <a href="#page164">164</a></li>
-
- <li>Aepfelkuchen mit einer Kruste, <a href="#page164">164</a></li>
-
- <li>Aepfelküchlein, <a href="#page175">175</a></li>
-
- <li>Aepfelküchlein anderer Art, <a href="#page175">175</a></li>
-
- <li>Aepfelkunzen, <a href="#page52">52</a></li>
-
- <li>Aepfelscharlott, <a href="#page52">52</a></li>
-
- <li>Aepfelschaum, <a href="#page144">144</a></li>
-
- <li>Aepfelschaum, gebacken, <a href="#page180">180</a></li>
-
- <li>Aepfelschnitten, gebackene, <a href="#page175">175</a></li>
-
- <li>Aprikosenauflauf, <a href="#page53">53</a></li>
-
- <li>Aprikosen einzumachen, <a href="#page199">199</a></li>
-
- <li>Arakpudding, <a href="#page45">45</a></li>
-
- <li>Auerhahn, gebratener, <a href="#page118">118</a></li>
-
- <li>Auflauf von geriebener Gerste, <a href="#page55">55</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">B.</li>
-
- <li>Backmeistercrême, <a href="#page144">144</a></li>
-
- <li>Bauernhefenküchlein, <a href="#page170">170</a></li>
-
- <li>Bauernmocken, <a href="#page176">176</a></li>
-
- <li>Baumnüsse, eingemachte, <a href="#page204">204</a></li>
-
- <li>Baumwollesuppe, <a href="#page14">14</a></li>
-
- <li>Beefsteak, <a href="#page110">110</a></li>
-
- <li>Beefsteak auf englische Art, <a href="#page110">110</a></li>
-
- <li>Bechemelle, <a href="#page26">26</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Beilagen zu Gemüsen</em>, <a href="#page105">105</a></li>
-
- <li>Belgrader Brod, <a href="#page181">181</a></li>
-
- <li>Bienennester, <a href="#page68">68</a></li>
-
- <li>Bierhefe, gute brauchbare, <a href="#page218">218</a></li>
-
- <li>Biersuppe auf feine Art, <a href="#page14">14</a></li>
-
- <li>Biersuppe auf gewöhnliche Art, <a href="#page14">14</a></li>
-
- <li>Birnencompote, <a href="#page143">143</a></li>
-
- <li>Birnen einzumachen, <a href="#page199">199</a></li>
-
- <li>Birnenlatwerge, <a href="#page206">206</a></li>
-
- <li>Bischof, <a href="#page216">216</a></li>
-
- <li>Biscuitkugelhopf, <a href="#page171">171</a></li>
-
- <li>Biscuittorte, <a href="#page155">155</a></li>
-
- <li><span class="antiqua">Blanc Manger</span>, <a href="#page151">151</a></li>
-
- <li><span class="antiqua">Blanc Manger</span> auf grüne Art, <a href="#page152">152</a></li>
-
- <li>Blitzkuchen, <a href="#page164">164</a></li>
-
- <li>Blutwürste auf deutsche Art, <a href="#page106">106</a></li>
-
- <li>Blutwürste, Stuttgarter, <a href="#page105">105</a></li>
-
- <li>Bodenkohlrabi, gelbe, <a href="#page39">39</a></li>
-
- <li><span class="antiqua">Boeuf à la mode</span>, <a href="#page91">91</a></li>
-
- <li>Bohnen, <a href="#page34">34</a></li>
-
- <li>Bohnen auf englische Art, <a href="#page34">34</a></li>
-
- <li>Bohnen auf gewöhnliche Art, <a href="#page34">34</a></li>
-
- <li>Bohnen einzumachen, <a href="#page199">199</a></li>
-
- <li>Bohnen einzumachen auf andere Art, <a href="#page200">200</a></li>
-
- <li>Bohnen in Essig einzumachen, <a href="#page200">200</a></li>
-
- <li>Bohnen zu trocknen, <a href="#page217">217</a></li>
-
- <li>Bouillon, <a href="#page13">13</a></li>
-
- <li>Brandteig, s. gebrühten Teig</li>
-
- <li><em class="gesperrt">Braten</em>, <a href="#page118">118</a></li>
-
- <li>Braten, englischer, <a href="#page119">119</a></li>
-
- <li><span class="pagenum"><a id="page232"></a>Seite 232</span> Braten, übriggebliebener, mit Bechemelle, <a href="#page91">91</a></li>
-
- <li>Bratknöpflein, <a href="#page26">26</a></li>
-
- <li>Bratwürste, gebackene, <a href="#page113">113</a></li>
-
- <li>Bratwürste, Mailänder, <a href="#page105">105</a></li>
-
- <li>Breiauflauf, <a href="#page53">53</a></li>
-
- <li>Brennsuppe, <a href="#page14">14</a></li>
-
- <li>Brieschen, <a href="#page112">112</a></li>
-
- <li>Brieschen, gebratene, <a href="#page112">112</a></li>
-
- <li>Brieschenpastete, gerührte, <a href="#page77">77</a></li>
-
- <li>Brieschensuppe, <a href="#page22">22</a></li>
-
- <li>Brieschen in Trüffelsauce, <a href="#page91">91</a></li>
-
- <li>Brockelerbsen, <a href="#page35">35</a></li>
-
- <li>Brockelerbsen mit Hühnern (für 40 Personen), <a href="#page35">35</a></li>
-
- <li>Brockelerbsen einzumachen, <a href="#page201">201</a></li>
-
- <li>Brockelerbsen einzumachen auf französische Art, <a href="#page201">201</a></li>
-
- <li>Brod, schwedisches, <a href="#page183">183</a></li>
-
- <li>Brod, spanisches, <a href="#page183">183</a></li>
-
- <li>Brod, Wiesbadner, <a href="#page183">183</a></li>
-
- <li>Brodknöpflein, Frankfurter, <a href="#page60">60</a></li>
-
- <li>Brodkuchen auf englische Art, <a href="#page164">164</a></li>
-
- <li>Brodschnitten, <a href="#page72">72</a></li>
-
- <li>Brodsuppe, weiße, <a href="#page15">15</a></li>
-
- <li>Butterauflauf, <a href="#page53">53</a></li>
-
- <li>Butterbiscuits, kleine, <a href="#page180">180</a></li>
-
- <li>Butterbiscuits, kleine, anderer Art, <a href="#page181">181</a></li>
-
- <li>Butterblumen, <a href="#page183">183</a></li>
-
- <li>Butterbretzeln, <a href="#page183">183</a></li>
-
- <li>Butterknöpflein, <a href="#page26">26</a></li>
-
- <li>Butterkuchen auf besondere Art, <a href="#page165">165</a></li>
-
- <li>Butterlaibchen, <a href="#page184">184</a></li>
-
- <li>Butterstritzel, <a href="#page184">184</a></li>
-
- <li>Butterteig zu machen, <a href="#page76">76</a></li>
-
- <li>Butterteig zu Pasteten, <a href="#page76">76</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">C.</li>
-
- <li>Caffeebrod, <a href="#page171">171</a></li>
-
- <li>Caffeecrême, gestürzte, <a href="#page144">144</a></li>
-
- <li>Caffeeküchlein, <a href="#page184">184</a></li>
-
- <li>Casserollepastete auf deutsche Art, <a href="#page77">77</a></li>
-
- <li>Casserollepastete auf genuesische Art, <a href="#page78">78</a></li>
-
- <li>Cervelaswürste, <a href="#page106">106</a></li>
-
- <li>Champignons, eingemachte, <a href="#page201">201</a></li>
-
- <li>Chaudeau, <a href="#page211">211</a></li>
-
- <li>Chokolade, <a href="#page211">211</a></li>
-
- <li>Chokoladeauflauf, <a href="#page53">53</a></li>
-
- <li>Chokoladeauflauf mit Brod, <a href="#page54">54</a></li>
-
- <li>Chokoladeauflauf, gerührter, <a href="#page54">54</a></li>
-
- <li>Chokoladecrême, gebackene, <a href="#page145">145</a></li>
-
- <li>Chokoladecrême, gestürzte, <a href="#page145">145</a></li>
-
- <li>Chokoladegefrorenes, <a href="#page209">209</a></li>
-
- <li>Chokoladeküchlein, <a href="#page185">185</a></li>
-
- <li>Chokolademandeltorte, <a href="#page157">157</a></li>
-
- <li>Chokoladepudding, <a href="#page45">45</a></li>
-
- <li>Chokoladepudding auf feine Art, <a href="#page46">46</a></li>
-
- <li>Chokoladeschnitten, <a href="#page194">194</a></li>
-
- <li>Chokoladesuppe, blinde, <a href="#page15">15</a></li>
-
- <li>Chokoladetorte, <a href="#page156">156</a></li>
-
- <li>Chokoladetorte, geläuterte, <a href="#page156">156</a></li>
-
- <li>Chokoladetorte, Heilbronner, <a href="#page156">156</a></li>
-
- <li>Citronenauflauf, <a href="#page54">54</a></li>
-
- <li>Citronenauflauf, gerührter, <a href="#page54">54</a></li>
-
- <li>Citronenbiscuit, <a href="#page181">181</a></li>
-
- <li>Citronenbrei, <a href="#page58">58</a></li>
-
- <li>Citronenbrei anderer Art, <a href="#page58">58</a></li>
-
- <li>Citronenbrod, <a href="#page181">181</a></li>
-
- <li>Citronenbrod anderer Art, <a href="#page182">182</a></li>
-
- <li>Citronenbrod mit Hefe, <a href="#page171">171</a></li>
-
- <li>Citronencrême, <a href="#page145">145</a></li>
-
- <li>Citroneneis, <a href="#page185">185</a></li>
-
- <li>Citronengefrorenes, <a href="#page209">209</a></li>
-
- <li>Citronenkuchen auf besondere Art, <a href="#page165">165</a></li>
-
- <li>Citronenkuchen auf englische Art, <a href="#page165">165</a></li>
-
- <li>Citronenpudding, <a href="#page46">46</a></li>
-
- <li>Citronenpudding in Aprikosensauce, <a href="#page47">47</a></li>
-
- <li>Citronensauce zum Wildbret, <a href="#page104">104</a></li>
-
- <li>Citronensuppe für Kranke, <a href="#page24">24</a></li>
-
- <li>Citronentorte, <a href="#page156">156</a></li>
-
- <li>Citronentorte, aufgelaufene, <a href="#page156">156</a></li>
-
- <li>Citronen aufzubewahren, <a href="#page218">218</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Compotes</em>, <a href="#page142">142</a></li>
-
- <li>Compote von Quitten, <a href="#page143">143</a></li>
-
- <li>Compote, melirtes, <a href="#page143">143</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Confekt</em>, <a href="#page180">180</a></li>
-
- <li>Consommé, <a href="#page13">13</a></li>
-
- <li>Cotelettes, italienische, <a href="#page113">113</a></li>
-
- <li><span class="antiqua">Cotelettes papillotées</span>, <a href="#page113">113</a></li>
-
- <li>Coulis, <a href="#page13">13</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Crêmes</em>, <a href="#page142">142</a></li>
-
- <li>Crêmeauflauf, <a href="#page54">54</a></li>
-
- <li>Crême <span class="antiqua">à la coquin</span>, <a href="#page146">146</a></li>
-
- <li>Crême mit Eis, <a href="#page146">146</a></li>
-
- <li>Crême für Kranke, <a href="#page147">147</a></li>
-
- <li>Crême von saurem Rahm, <a href="#page148">148</a></li>
-
- <li>Crême von süßem Rahm, <a href="#page149">149</a></li>
-
- <li>Crême von Reis, <a href="#page149">149</a></li>
-
- <li>Crême von Roiaille, <a href="#page149">149</a></li>
-
- <li>Crême, russische, <a href="#page149">149</a></li>
-
- <li>Crême, russische, anderer Art, <a href="#page150">150</a></li>
-
- <li>Crême von Schaum, <a href="#page150">150</a></li>
-
- <li>Crême <span class="antiqua">à la Sultan</span>, <a href="#page150">150</a></li>
-
- <li>Crême, gestürzte, von Thee, <a href="#page151">151</a></li>
-
- <li>Crêmetorte, <a href="#page157">157</a></li>
-
- <li><span class="antiqua">Croquette</span>, <a href="#page106">106</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">D.</li>
-
- <li>Dampfaufgezogenes, im, <a href="#page57">57</a></li>
-
- <li>Dampfnudeln, baierische, <a href="#page64">64</a></li>
-
- <li>Dukatennudeln, <a href="#page65">65</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2"><span class="pagenum"><a id="page233"></a>Seite 233</span> E.</li>
-
- <li>Eier, farcirte, <a href="#page70">70</a></li>
-
- <li>Eier, gefüllte, mit Hirn, <a href="#page69">69</a></li>
-
- <li>Eier, gefüllte, mit Spinat, <a href="#page69">69</a></li>
-
- <li>Eier, gefüllte, auf andere Art, <a href="#page69">69</a></li>
-
- <li>Eier, gerührte, mit Sardellen, <a href="#page59">59</a></li>
-
- <li>Eier, gerührte, auf Pariser Art, <a href="#page70">70</a></li>
-
- <li>Eier in brauner Sauce, <a href="#page92">92</a></li>
-
- <li>Eier, verdeckte, <a href="#page70">70</a></li>
-
- <li>Eier, verlorene, mit Jus, <a href="#page71">71</a></li>
-
- <li>Eier, verlorene, in einer Sauce, <a href="#page92">92</a></li>
-
- <li>Eierbrei, <a href="#page58">58</a></li>
-
- <li>Eierbrei, aufgezogener, <a href="#page58">58</a></li>
-
- <li>Eierbrod, hartgesottenes, <a href="#page182">182</a></li>
-
- <li>Eiercrêmetorte, <a href="#page157">157</a></li>
-
- <li>Eierhaber, gewöhnlicher, <a href="#page114">114</a></li>
-
- <li>Eierhaber, gebrühter, <a href="#page115">115</a></li>
-
- <li>Eierkuchen, <a href="#page59">59</a></li>
-
- <li>Eierkuchen mit Aepfeln, <a href="#page59">59</a></li>
-
- <li>Eierkuchen mit Ochsenmark, <a href="#page165">165</a></li>
-
- <li>Eierpunsch, <a href="#page212">212</a></li>
-
- <li>Eiersuppe, verlorene, <a href="#page17">17</a></li>
-
- <li>Eingemachtes, <a href="#page199">199</a></li>
-
- <li>Eis, <a href="#page208">208</a></li>
-
- <li>Eis, gelbes, <a href="#page185">185</a></li>
-
- <li>Eis, rothes, <a href="#page185">185</a></li>
-
- <li>Eis, weißes, <a href="#page185">185</a></li>
-
- <li>Endiviensalat, <a href="#page154">154</a></li>
-
- <li>Endiviensuppe, <a href="#page18">18</a></li>
-
- <li>Enten, wilde, <a href="#page119">119</a></li>
-
- <li>Erbsen, <a href="#page34">34</a></li>
-
- <li>Erbsen, grüne, zu dörren, <a href="#page218">218</a></li>
-
- <li>Erdbeerencrême, gestürzte, <a href="#page146">146</a></li>
-
- <li>Erdbeerengefrorenes, <a href="#page209">209</a></li>
-
- <li>Estragonessig auf französische Art, <a href="#page218">218</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">F.</li>
-
- <li>Fasan, gebratener, <a href="#page119">119</a></li>
-
- <li>Fasan, gedämpfter, <a href="#page120">120</a></li>
-
- <li>Fasan in Butter, <a href="#page120">120</a></li>
-
- <li>Fasan mit Trüffeln, <a href="#page120">120</a></li>
-
- <li>Felchen, gedämpfte, <a href="#page86">86</a></li>
-
- <li>Felchen, auf dem Rost gebraten, <a href="#page86">86</a></li>
-
- <li><a id="feldh1" name="feldh1">Feldhühner</a>, gebratene, <a href="#page120">120</a></li>
-
- <li>Feldhühner auf englische Art, <a href="#page121">121</a></li>
-
- <li>Feldhühner, farcirte, <a href="#page121">121</a></li>
-
- <li>Feldhühner, gesulzte, <a href="#page136">136</a></li>
-
- <li>Feldhühner in Salmisauce, <a href="#page93">93</a></li>
-
- <li>Feldhühnerpastete, <a href="#page78">78</a></li>
-
- <li>Filets von jungen Hühnern mit süßem Rahm, <a href="#page93">93</a></li>
-
- <li>Filets, geschlungene, von Kalbfleisch, <a href="#page93">93</a></li>
-
- <li>Finger, gebackene, von Mandelteig, <a href="#page185">185</a></li>
-
- <li>Fischblasen zu benützen, <a href="#page219">219</a></li>
-
- <li>Fischcotelettes, <a href="#page113">113</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Fische</em>, <a href="#page86">86</a></li>
-
- <li>Fische, marinirte, <a href="#page90">90</a></li>
-
- <li>Fischen den Moosgeruch zu nehmen, <a href="#page219">219</a></li>
-
- <li>Fischotter, <a href="#page86">86</a></li>
-
- <li>Fischpudding, <a href="#page43">43</a></li>
-
- <li>Fischsuppe, <a href="#page22">22</a></li>
-
- <li>Fischwürste, <a href="#page106">106</a></li>
-
- <li>Flädlein, gebackene, <a href="#page176">176</a></li>
-
- <li>Flädlein, gefüllte, mit saurem Rahm und Rosinen, <a href="#page60">60</a></li>
-
- <li>Flädlein, gefüllte, mit Vanillecrême, <a href="#page60">60</a></li>
-
- <li>Fleischbrühe, <a href="#page12">12</a></li>
-
- <li>Flugpasteten, <a href="#page185">185</a></li>
-
- <li>Forellen, blau gesottene, <a href="#page87">87</a></li>
-
- <li>Forellen mit saurer Sulz, <a href="#page137">137</a></li>
-
- <li>Frankfurter Speise, <a href="#page73">73</a></li>
-
- <li>Franzosensuppe, <a href="#page18">18</a></li>
-
- <li>Freimaurerbrod, <a href="#page182">182</a></li>
-
- <li>Freimaurerbrod anderer Art, <a href="#page182">182</a></li>
-
- <li><span class="antiqua">Fricandeau</span> von Kalbfleisch, <a href="#page94">94</a></li>
-
- <li>Froschschenkel in Citronensauce, <a href="#page94">94</a></li>
-
- <li>Froschschenkel, gebackene, <a href="#page117">117</a></li>
-
- <li>Fülle zu Pastetchen auf französische Art, <a href="#page33">33</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">G.</li>
-
- <li>Galanterieküchlein, <a href="#page186">186</a></li>
-
- <li>Gans, gefüllte, <a href="#page121">121</a></li>
-
- <li>Gans, geräucherte, <a href="#page117">117</a></li>
-
- <li>Gansleber in Citronensauce, <a href="#page94">94</a></li>
-
- <li>Gansleber mit Sardellen, <a href="#page94">94</a></li>
-
- <li>Gansleber in Hammelsnetz auf dem Rost gebraten, <a href="#page116">116</a></li>
-
- <li>Gansleberpastete, Augsburger, <a href="#page83">83</a></li>
-
- <li>Gansleberpastete, Straßburger, <a href="#page84">84</a></li>
-
- <li>Gansleberpastete, Stuttgarter, <a href="#page84">84</a></li>
-
- <li>Gansleberwürste, <a href="#page107">107</a></li>
-
- <li>Geduldzeltchen, <a href="#page186">186</a></li>
-
- <li>Geduldzeltchen, aufgelaufene, <a href="#page186">186</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Gefrorenes</em>, <a href="#page208">208</a></li>
-
- <li>Gefrorenes zu machen, <a href="#page208">208</a></li>
-
- <li>Gefrorenes von Caffee, <a href="#page209">209</a></li>
-
- <li>Gefrorenes von bittern Mandeln, <a href="#page209">209</a></li>
-
- <li>Gefrorenes von Schlagrahm, <a href="#page210">210</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Gelée</em>, <a href="#page142">142</a></li>
-
- <li>Gelée für Kranke, <a href="#page153">153</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Gemüse</em>, <a href="#page34">34</a></li>
-
- <li>Gerstensuppe, geriebene, <a href="#page19">19</a></li>
-
- <li>Gerstenwasser für Brustkranke, <a href="#page212">212</a></li>
-
- <li>Getränk, krampfstillendes, <a href="#page212">212</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Getränke</em>, <a href="#page212">212</a></li>
-
- <li>Getränke von Borsdorferäpfeln, <a href="#page212">212</a></li>
-
- <li>Glacesuppe von Kalbsfüßen, <a href="#page23">23</a></li>
-
- <li>Glacesuppe von Tauben, <a href="#page23">23</a></li>
-
- <li>Glühwein, <a href="#page212">212</a></li>
-
- <li><span class="pagenum"><a id="page234"></a>Seite 234</span> Glühwein auf Münchner Art, <a href="#page212">212</a></li>
-
- <li>Götterspeise, <a href="#page57">57</a></li>
-
- <li>Griesknöpflein, gebackene, <a href="#page26">26</a></li>
-
- <li>Griesschnitten, gebackene, <a href="#page72">72</a></li>
-
- <li>Griessuppe, <a href="#page19">19</a></li>
-
- <li>Grog, <a href="#page212">212</a></li>
-
- <li>Guirlandentorte, <a href="#page158">158</a></li>
-
- <li>Gurkensauce, <a href="#page104">104</a></li>
-
- <li>Gurken, geschnittene, einzumachen, <a href="#page202">202</a></li>
-
- <li>Gurken in Essig, <a href="#page201">201</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">H.</li>
-
- <li>Habergrützsuppe, <a href="#page19">19</a></li>
-
- <li>Hachispastete, <a href="#page78">78</a></li>
-
- <li>Hagenbuttencrême, <a href="#page146">146</a></li>
-
- <li>Hagenbuttenlatwerge, <a href="#page207">207</a></li>
-
- <li>Hahn, gebratener, welscher, <a href="#page122">122</a></li>
-
- <li>Hahn, gefüllter, welscher, auf italienische Art, <a href="#page122">122</a></li>
-
- <li>Hahn, gesulzter, welscher, <a href="#page138">138</a></li>
-
- <li>Hammelsbug, gefüllter, <a href="#page124">124</a></li>
-
- <li>Hammelscotelettes, <a href="#page113">113</a></li>
-
- <li>Hammelsmagen, gefüllter, <a href="#page107">107</a></li>
-
- <li>Hammelsschlägel in Gurkensauce, <a href="#page123">123</a></li>
-
- <li>Hammelsschlägel mit einer Sauce von Weintrauben, <a href="#page123">123</a></li>
-
- <li>Häringspastetchen, <a href="#page133">133</a></li>
-
- <li>Häringsalat, <a href="#page154">154</a></li>
-
- <li>Häringsauce, kalte, <a href="#page104">104</a></li>
-
- <li>Haselhuhn, gebratenes, <a href="#page123">123</a></li>
-
- <li>Haselnußküchlein, <a href="#page186">186</a></li>
-
- <li>Hasenbraten, <a href="#page124">124</a></li>
-
- <li>Hasenöhrlein, <a href="#page114">114</a></li>
-
- <li>Hecht, farcirter, <a href="#page88">88</a></li>
-
- <li>Hecht, geräucherter, <a href="#page167">167</a></li>
-
- <li>Hecht, geschmälzter, <a href="#page87">87</a></li>
-
- <li>Hecht auf dem Rost gebraten, <a href="#page89">89</a></li>
-
- <li>Hecht <span class="antiqua">à la tourne</span>, <a href="#page88">88</a></li>
-
- <li>Hecht am Spieß gebraten, <a href="#page89">89</a></li>
-
- <li>Hefe, wohlfeile und brauchbare, <a href="#page218">218</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Hefenbackwerk</em>, <a href="#page170">170</a></li>
-
- <li>Himbeeressig, <a href="#page213">213</a></li>
-
- <li>Himbeergelée, <a href="#page152">152</a></li>
-
- <li>Himbeerschaum, <a href="#page146">146</a></li>
-
- <li>Himbeeren, gesulzte, <a href="#page152">152</a></li>
-
- <li>Hippen mit Mandeln, <a href="#page186">186</a></li>
-
- <li>Hippen ohne Mandeln, <a href="#page186">186</a></li>
-
- <li>Hippen, Wiener, <a href="#page187">187</a></li>
-
- <li>Hirn in Kapernsauce, <a href="#page95">95</a></li>
-
- <li>Hirnragouts, <a href="#page95">95</a></li>
-
- <li>Hirnschnitten, <a href="#page114">114</a></li>
-
- <li>Hirnsuppe, <a href="#page23">23</a></li>
-
- <li>Hochzeitkuchen, <a href="#page166">166</a></li>
-
- <li>Hopfen mit Kalbshirn, <a href="#page35">35</a></li>
-
- <li>Hosenbändel, <a href="#page60">60</a></li>
-
- <li>Hühner, junge gebratene, <a href="#page123">123</a></li>
-
- <li>Hummer, siehe <a href="#meer1">Meerspinne</a>.</li>
-
- <li>Hutzelnbrod, gewöhnliches, <a href="#page187">187</a></li>
-
- <li>Hutzelnbrod, Bozener, <a href="#page187">187</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">J.</li>
-
- <li>Jägerschnitten, <a href="#page194">194</a></li>
-
- <li>Johannisbeeren in Zucker, <a href="#page202">202</a></li>
-
- <li>Johannisbeergelée, <a href="#page153">153</a></li>
-
- <li>Johannisbeersaft, <a href="#page213">213</a></li>
-
- <li>Jungferncrême, <a href="#page147">147</a></li>
-
- <li>Jussuppe, braune, <a href="#page15">15</a></li>
-
- <li>Jussuppe, französische, <a href="#page15">15</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">K.</li>
-
- <li>Kachelmuß, <a href="#page62">62</a></li>
-
- <li>Kachelmuß anderer Art, <a href="#page62">62</a></li>
-
- <li>Kaiserkuchen, <a href="#page71">71</a></li>
-
- <li>Kaiserpudding, <a href="#page49">49</a></li>
-
- <li>Kalbfleisch mit Trüffeln, <a href="#page127">127</a></li>
-
- <li>Kalbfleisch, gewickeltes, in Sauce, <a href="#page96">96</a></li>
-
- <li>Kalbfleischsuppe, <a href="#page23">23</a></li>
-
- <li>Kalbsbrieschen mit Spargeln, <a href="#page92">92</a></li>
-
- <li>Kalbsbrust, gefüllte, auf Schweizer Art, <a href="#page126">126</a></li>
-
- <li>Kalbsbrust, glacirte, <a href="#page59">59</a></li>
-
- <li>Kalbscarbonade auf Brabanter Art, <a href="#page112">112</a></li>
-
- <li>Kalbsfüße, gebackene, <a href="#page111">111</a></li>
-
- <li>Kalbsgekrös in Meerrettigsauce, <a href="#page96">96</a></li>
-
- <li>Kalbsgekrös, gewickeltes, <a href="#page111">111</a></li>
-
- <li>Kalbshirn, <a href="#page115">115</a></li>
-
- <li>Kalbshirn, gebackenes, <a href="#page111">111</a></li>
-
- <li>Kalbshirnpastete, <a href="#page79">79</a></li>
-
- <li>Kalbskopf, grillirter, <a href="#page111">111</a></li>
-
- <li>Kalbskopf in Madeirasauce, <a href="#page96">96</a></li>
-
- <li>Kalbskopf mit der Haut <span class="antiqua">à la</span> Damenbrett, <a href="#page97">97</a></li>
-
- <li>Kalbsleber, gebackene, <a href="#page116">116</a></li>
-
- <li>Kalbsleber, geröstete, <a href="#page116">116</a></li>
-
- <li>Kalbsleber, gespickte, <a href="#page97">97</a></li>
-
- <li>Kalbsmilz, gefüllte, <a href="#page127">127</a></li>
-
- <li>Kalbsnetz, gefülltes, <a href="#page98">98</a></li>
-
- <li>Kalbsnetz, gesulztes, <a href="#page139">139</a></li>
-
- <li>Kalbsroulade, <a href="#page127">127</a></li>
-
- <li>Kalbsschlägel mit saurem Rahm, <a href="#page127">127</a></li>
-
- <li>Kalbsschlägel mit Bechemelle, <a href="#page128">128</a></li>
-
- <li>Kalbsschlägel auf englische Art, <a href="#page128">128</a></li>
-
- <li>Kalbsschlägel, gefüllter, <a href="#page128">128</a></li>
-
- <li>Kalbsvögel, <a href="#page98">98</a></li>
-
- <li>Kalbszunge auf d. Rost gebraten, <a href="#page111">111</a></li>
-
- <li>Kapaun, gebratener, <a href="#page129">129</a></li>
-
- <li>Kapaun mit Reis, <a href="#page130">130</a></li>
-
- <li>Kapaun, farcirter, auf russische Art, <a href="#page129">129</a></li>
-
- <li>Kapaunenspargeln, <a href="#page98">98</a></li>
-
- <li>Kapuzinerauflauf, <a href="#page55">55</a></li>
-
- <li><span class="pagenum"><a id="page235"></a>Seite 235</span> Kapuzinerküchlein, <a href="#page176">176</a></li>
-
- <li>Karmelitertorte, <a href="#page159">159</a></li>
-
- <li>Karpfen in eigener Sauce, <a href="#page89">89</a></li>
-
- <li>Karpfen in brauner Sauce, <a href="#page90">90</a></li>
-
- <li>Karpfen, geschmälzter, <a href="#page90">90</a></li>
-
- <li>Karpfen, gesulzter, <a href="#page140">140</a></li>
-
- <li>Kartoffelbrei, <a href="#page36">35</a></li>
-
- <li>Kartoffeln mit Schinken, <a href="#page36">36</a></li>
-
- <li>Kartoffeln, gebackene, <a href="#page115">115</a></li>
-
- <li>Kartoffeln, gebackene, anderer Art, <a href="#page115">115</a></li>
-
- <li>Kartoffeln, gefüllte, <a href="#page36">36</a></li>
-
- <li>Kartoffelauflauf, süßer, <a href="#page55">55</a></li>
-
- <li>Kartoffelbrod, <a href="#page221">221</a></li>
-
- <li>Kartoffelknopf mit Schinken, <a href="#page43">43</a></li>
-
- <li>Kartoffelküchlein, <a href="#page177">177</a></li>
-
- <li>Kartoffelsuppe, <a href="#page19">19</a></li>
-
- <li>Kartoffeltorte, <a href="#page159">159</a></li>
-
- <li>Karviol, <a href="#page36">36</a></li>
-
- <li>Karviol anderer Art, <a href="#page36">36</a></li>
-
- <li>Karviolsuppe, <a href="#page19">19</a></li>
-
- <li>Käskuchen, <a href="#page166">166</a></li>
-
- <li>Käsküchlein, <a href="#page173">173</a></li>
-
- <li>Käsnudeln, baierische, <a href="#page65">65</a></li>
-
- <li>Kindbetterinbrod, <a href="#page187">187</a></li>
-
- <li>Kirschen, ausgesteinte, <a href="#page203">203</a></li>
-
- <li>Kirschen in Punsch gekocht, <a href="#page203">203</a></li>
-
- <li>Kirschen in Essig eingemacht, <a href="#page203">203</a></li>
-
- <li>Kirschen, gesulzte, <a href="#page153">153</a></li>
-
- <li>Kirschen in Zucker eingemacht, <a href="#page204">202</a></li>
-
- <li>Kirschenkuchen, <a href="#page166">166</a></li>
-
- <li>Kirschenkuchen anderer Art, <a href="#page166">166</a></li>
-
- <li>Kirschenkuchen mit Schwarzbrod, <a href="#page167">167</a></li>
-
- <li>Kirschenkuchen mit Hellenenmasse, <a href="#page167">167</a></li>
-
- <li>Kirschenlatwerge, <a href="#page207">207</a></li>
-
- <li>Kirschenpudding, <a href="#page49">49</a></li>
-
- <li>Kirschenwasser zum Trinken für Kinder, <a href="#page213">213</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Klöße</em>, siehe <a href="#knoepf1">Knöpflein</a>.</li>
-
- <li><em class="gesperrt">Knödel</em>, siehe <a href="#knoepf1">Knöpflein</a>.</li>
-
- <li><a id="knoepf1" name="knoepf1">Knöpflein</a>, abgetrocknete, <a href="#page60">60</a></li>
-
- <li>Knöpflein, gezupfte, <a href="#page26">26</a></li>
-
- <li>Kofern, <a href="#page188">188</a></li>
-
- <li>Kohl oder Wirsing, <a href="#page37">37</a></li>
-
- <li>Kohl, gefüllter, <a href="#page37">37</a></li>
-
- <li>Kohlrabi, gedämpfte, <a href="#page38">38</a></li>
-
- <li>Kohlrabi, gefüllte, <a href="#page38">38</a></li>
-
- <li>Kolatschen, böhmische, <a href="#page188">188</a></li>
-
- <li>Königin von Brasilien, <a href="#page74">74</a></li>
-
- <li>Königscrême, <a href="#page147">147</a></li>
-
- <li>Königsnudeln, <a href="#page177">177</a></li>
-
- <li>Königsragout, <a href="#page99">99</a></li>
-
- <li>Königssuppe, <a href="#page23">23</a></li>
-
- <li>Körbelsuppe, <a href="#page20">20</a></li>
-
- <li>Krachtorte, <a href="#page159">159</a></li>
-
- <li>Kraftsuppe, <a href="#page25">25</a></li>
-
- <li>Krapfen von Lebkuchen, <a href="#page61">61</a></li>
-
- <li>Kraut, baierisches, <a href="#page39">39</a></li>
-
- <li>Kraut, blaues, <a href="#page39">39</a></li>
-
- <li>Kraut, weißes, mit saurem Rahm, <a href="#page39">39</a></li>
-
- <li>Kraut, gedämpftes, weißes, <a href="#page39">39</a></li>
-
- <li>Kraut, gefülltes, weißes, <a href="#page40">40</a></li>
-
- <li>Kräuter, blutreinigende, für Kinder, <a href="#page213">213</a></li>
-
- <li>Kräutersauce anderer Art, <a href="#page104">104</a></li>
-
- <li>Kräutersauce, kalte, <a href="#page32">32</a></li>
-
- <li>Kräutersuppe, <a href="#page20">20</a></li>
-
- <li>Kräutersuppe für Kranke, <a href="#page25">25</a></li>
-
- <li>Krautwürste, <a href="#page61">61</a></li>
-
- <li>Krebsdampfnudeln, <a href="#page64">64</a></li>
-
- <li>Krebsküchlein, <a href="#page115">115</a></li>
-
- <li>Krebspastete, gerührte, <a href="#page79">79</a></li>
-
- <li>Krebspastete, gerührte, anderer Art, <a href="#page79">79</a></li>
-
- <li>Krebspudding, <a href="#page43">43</a></li>
-
- <li>Krebswürste, <a href="#page108">108</a></li>
-
- <li>Kuchen, <a href="#page163">163</a></li>
-
- <li>Kuchen, Züricher, <a href="#page170">170</a></li>
-
- <li>Kuchen, Mailänder, <a href="#page167">167</a></li>
-
- <li>Kuchen, Wiener, <a href="#page170">170</a></li>
-
- <li>Küchlein, gebackene, von Kalbsbrieschen, <a href="#page176">176</a></li>
-
- <li>Kugelhopf, Augsburger, <a href="#page171">171</a></li>
-
- <li>Kugelhopf, Frankfurter, <a href="#page172">172</a></li>
-
- <li>Kugelhopf, Münchner, <a href="#page172">172</a></li>
-
- <li>Kugelhopf, Pariser, <a href="#page172">172</a></li>
-
- <li>Kugelhopf, Stuttgarter, <a href="#page172">172</a></li>
-
- <li>Kuttelfuß, <a href="#page215">215</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">L.</li>
-
- <li>Lachsforelle in Majonessauce, <a href="#page137">137</a></li>
-
- <li>Lachsforelle, gesulzte, mit Schuppen, <a href="#page137">137</a></li>
-
- <li>Lammbraten, <a href="#page130">130</a></li>
-
- <li>Lammviertel, am Spieß gebraten, <a href="#page130">130</a></li>
-
- <li>Lebkuchen, Basler, <a href="#page193">193</a></li>
-
- <li>Lebkuchen, Nürnberger, <a href="#page193">193</a></li>
-
- <li>Lebkuchen, geringe Art von, <a href="#page194">194</a></li>
-
- <li>Leberknöpflein, <a href="#page61">61</a></li>
-
- <li>Leberpfauzel, <a href="#page99">99</a></li>
-
- <li>Leberschnitten, <a href="#page221">221</a></li>
-
- <li>Leberspätzlein, <a href="#page67">67</a></li>
-
- <li>Leberspickel, <a href="#page111">111</a></li>
-
- <li>Lebersuppe, <a href="#page24">24</a></li>
-
- <li>Leberwürste, <a href="#page108">108</a></li>
-
- <li>Lendenbraten, <a href="#page130">130</a></li>
-
- <li>Lendenbraten <span class="antiqua">à la Robert</span>, <a href="#page131">131</a></li>
-
- <li>Limonade, <a href="#page213">213</a></li>
-
- <li>Linsen mit Fasanen, <a href="#page35">35</a></li>
-
- <li>Liqueur, siehe <a href="#ross1">Rossoli</a>.</li>
-
- <li>Luftnudeln, <a href="#page188">188</a></li>
-
- <li><span class="pagenum"><a id="page236"></a>Seite 236</span> Lumsen oder Ulmerspeise, <a href="#page61">61</a></li>
-
- <li>Lungensuppe f. Schwindsüchtige, <a href="#page24">24</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">M.</li>
-
- <li>Maccaroni, nachgeahmte, <a href="#page221">221</a></li>
-
- <li>Maccaronipastete, <a href="#page80">80</a></li>
-
- <li>Maccaronipudding, italienischer, <a href="#page44">44</a></li>
-
- <li>Magdalenenkuchen, <a href="#page167">167</a></li>
-
- <li>Maienmuß, <a href="#page63">63</a></li>
-
- <li>Makronen, <a href="#page188">188</a></li>
-
- <li>Mandeln, gebackene, <a href="#page188">188</a></li>
-
- <li>Mandeln, gebackene, anderer Art, <a href="#page189">189</a></li>
-
- <li>Mandeln, gebackene, anderer Art, <a href="#page189">189</a></li>
-
- <li>Mandeln, geröstete, <a href="#page189">189</a></li>
-
- <li>Mandelauflauf, <a href="#page55">55</a></li>
-
- <li>Mandelbögen, <a href="#page189">189</a></li>
-
- <li>Mandelbrei, aufgezogener, <a href="#page58">58</a></li>
-
- <li>Mandelbrod, aufgelaufenes, <a href="#page189">189</a></li>
-
- <li>Mandelbrod, falsches, <a href="#page190">190</a></li>
-
- <li>Mandelcrême, <a href="#page147">147</a></li>
-
- <li>Mandelhäufchen, <a href="#page190">190</a></li>
-
- <li>Mandelhäufchen anderer Art, <a href="#page190">190</a></li>
-
- <li>Mandelkränzlein, <a href="#page190">190</a></li>
-
- <li>Mandelkuchen, <a href="#page167">167</a></li>
-
- <li>Mandelküchlein, <a href="#page190">190</a></li>
-
- <li>Mandellebkuchen, weiße, <a href="#page193">193</a></li>
-
- <li>Mandelmilch, <a href="#page214">214</a></li>
-
- <li>Mandelschnecken, <a href="#page191">191</a></li>
-
- <li>Mandelschnitten, weiße, <a href="#page195">195</a></li>
-
- <li>Mandeltorte, <a href="#page160">160</a></li>
-
- <li>Mandeltorte, geschnittene weiße, <a href="#page160">160</a></li>
-
- <li>Mandeltorte anderer Art, <a href="#page160">160</a></li>
-
- <li>Marasquinocrême, gestürzte, <a href="#page148">148</a></li>
-
- <li>Markknöpflein, <a href="#page26">26</a></li>
-
- <li>Meerrettig, <a href="#page32">32</a></li>
-
- <li>Meerrettig, gekochter, <a href="#page32">32</a></li>
-
- <li>Meerrettig mit Mandeln, <a href="#page33">33</a></li>
-
- <li><a id="meer1" name="meer1">Meerspinne</a>, ächte, <a href="#page89">89</a></li>
-
- <li>Meerspinne auf italienische Art, <a href="#page89">89</a></li>
-
- <li>Melonen, in Essig eingemacht, <a href="#page203">203</a></li>
-
- <li>Meringuentorte, <a href="#page160">160</a></li>
-
- <li>Milch, gebackene, <a href="#page62">62</a></li>
-
- <li>Milchbrei, <a href="#page58">58</a></li>
-
- <li>Milchcrême, <a href="#page62">62</a></li>
-
- <li>Milchküchlein, <a href="#page116">116</a></li>
-
- <li>Milchsagosuppe, <a href="#page21">21</a></li>
-
- <li>Milchspätzlein, <a href="#page67">67</a></li>
-
- <li>Milchspätzlein, aufgezogene, <a href="#page68">68</a></li>
-
- <li>Milchsuppe mit Mandeln, <a href="#page16">16</a></li>
-
- <li>Milchsuppe, süße, <a href="#page16">16</a></li>
-
- <li>Muscazine, <a href="#page191">191</a></li>
-
- <li>Muß, Karlsruher, <a href="#page62">62</a></li>
-
- <li>Muß von Eierweiß, <a href="#page63">63</a></li>
-
- <li>Muß, kräftiges, für Schwache, <a href="#page63">63</a></li>
-
- <li>Mutschelpudding, <a href="#page49">49</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">N.</li>
-
- <li>Neunlothpudding, <a href="#page50">50</a></li>
-
- <li>Nierenbraten, <a href="#page131">131</a></li>
-
- <li>Nierenbraten auf englische Art, <a href="#page131">131</a></li>
-
- <li>Nieren, gedämpfte, <a href="#page100">100</a></li>
-
- <li>Nonnenkrapfen, <a href="#page191">191</a></li>
-
- <li>Nudeln, aufgezogene, mit Krebsragout, <a href="#page64">64</a></li>
-
- <li>Nudelnauflauf, <a href="#page55">55</a></li>
-
- <li>Nudelnauflauf anderer Art, <a href="#page56">56</a></li>
-
- <li>Nudelnpudding mit Morcheln, <a href="#page44">44</a></li>
-
- <li>Nudelnpudding, süßer, <a href="#page50">50</a></li>
-
- <li>Nudelntorte, <a href="#page161">161</a></li>
-
- <li>Nüsse, welsche, aufzubewahren, <a href="#page219">219</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">O.</li>
-
- <li><em class="gesperrt"><a id="ochse1" name="ochse1">Ochsenfleisch</a></em>, <a href="#page27">27</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch gut zu sieden, <a href="#page27">27</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch anderer Art, <a href="#page29">29</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch anderer Art, <a href="#page29">29</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch anderer Art, <a href="#page29">29</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch auf böhmische Art, <a href="#page28">28</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch auf englische Art, <a href="#page27">27</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch auf italienische Art, <a href="#page27">27</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch auf polnische Art, <a href="#page28">28</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch, gebratenes, <a href="#page30">30</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch, gefülltes, <a href="#page31">31</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch mit feinen Kräutern, <a href="#page28">28</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch mit Kräutersauce, <a href="#page29">29</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch mit einer Kruste, <a href="#page30">30</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch mit Sauerampfer, <a href="#page31">31</a></li>
-
- <li>Ochsenfleisch mit Trüffeln, <a href="#page30">30</a></li>
-
- <li>Ochsenmarkküchlein, <a href="#page116">116</a></li>
-
- <li>Ochsenzunge, gebratene, <a href="#page111">111</a></li>
-
- <li>Ochsenzunge, gefüllte, <a href="#page100">100</a></li>
-
- <li>Ochsenzunge gut zu räuchern, <a href="#page216">216</a></li>
-
- <li>Ofenküchlein, <a href="#page191">191</a></li>
-
- <li>Omelette, gefüllte, <a href="#page63">63</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">P.</li>
-
- <li>Panadesuppe, <a href="#page16">16</a></li>
-
- <li>Pastetchen, <a href="#page33">33</a></li>
-
- <li>Pasteten, <a href="#page76">76</a></li>
-
- <li>Pastete, aufgezogene, <a href="#page77">77</a></li>
-
- <li>Pastete auf englische Art, <a href="#page80">80</a></li>
-
- <li>Pastete auf italienische Art, <a href="#page80">80</a></li>
-
- <li>Pastete mit weißer Farce, <a href="#page78">78</a></li>
-
- <li>Petersiliensauce, <a href="#page104">104</a></li>
-
- <li>Pfaffenbrod, <a href="#page191">191</a></li>
-
- <li>Pfaffenkappen, <a href="#page192">192</a></li>
-
- <li>Pfannenkuchen, Berliner, <a href="#page177">177</a></li>
-
- <li>Pfannenkuchen mit Gänseleber, <a href="#page63">63</a></li>
-
- <li>Pfannenkuchen, österreichischer, <a href="#page178">178</a></li>
-
- <li>Pfeffernüßchen, <a href="#page192">192</a></li>
-
- <li>Pistazientorte, <a href="#page161">161</a></li>
-
- <li><span class="pagenum"><a id="page237"></a>Seite 237</span> Plisson von einem Hasen, <a href="#page101">101</a></li>
-
- <li>Plisson von Hirn, <a href="#page101">101</a></li>
-
- <li>Plumpudding, <a href="#page50">50</a></li>
-
- <li>Pökelfleisch zu machen, <a href="#page216">216</a></li>
-
- <li>Pomeranzenauflauf, <a href="#page56">56</a></li>
-
- <li>Pomeranzenauflauf anderer Art, <a href="#page56">56</a></li>
-
- <li>Pomeranzencrême, <a href="#page148">148</a></li>
-
- <li>Pomeranzencrême, gestürzte, <a href="#page148">148</a></li>
-
- <li>Pomeranzengefrorenes, <a href="#page210">210</a></li>
-
- <li>Pomeranzengelée, <a href="#page153">153</a></li>
-
- <li>Pomeranzenküchlein, <a href="#page192">192</a></li>
-
- <li>Pomeranzen, gesulzte, <a href="#page140">140</a></li>
-
- <li>Preßkopf, <a href="#page215">215</a></li>
-
- <li>Prinzessin Louis, <a href="#page75">75</a></li>
-
- <li>Prünellen zu dörren, <a href="#page218">218</a></li>
-
- <li>Pudding, englischer, <a href="#page47">47</a></li>
-
- <li>Pudding, englischer, anderer Art, <a href="#page47">47</a></li>
-
- <li>Pudding, englischer, anderer Art, <a href="#page48">48</a></li>
-
- <li>Pudding von geriebener Gerste, <a href="#page48">48</a></li>
-
- <li>Pudding, Hamburger, <a href="#page48">48</a></li>
-
- <li>Pudding, russischer, <a href="#page51">51</a></li>
-
- <li>Punsch, <a href="#page214">214</a></li>
-
- <li>Punsch auf andere Art, <a href="#page214">214</a></li>
-
- <li>Punsch auf Stuttgarter Art, <a href="#page219">219</a></li>
-
- <li>Punschgefrorenes, <a href="#page210">210</a></li>
-
- <li>Punschgefrorenes anderer Art, <a href="#page210">210</a></li>
-
- <li>Punschkuchen, <a href="#page168">168</a></li>
-
- <li>Punschtorte, <a href="#page161">161</a></li>
-
- <li>Punschtorte, blinde, <a href="#page162">162</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">Q.</li>
-
- <li>Quittenlatwerge, <a href="#page207">207</a></li>
-
- <li>Quitten einzumachen, <a href="#page204">204</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">R.</li>
-
- <li><em class="gesperrt">Ragouts</em>, <a href="#page91">91</a></li>
-
- <li>Ragout von hartgesottenen Eiern, <a href="#page92">92</a></li>
-
- <li>Ragout von einem Fisch, <a href="#page101">101</a></li>
-
- <li>Ragout, melirtes, von Hecht, <a href="#page102">102</a></li>
-
- <li>Ragout von Schildkröte, <a href="#page102">102</a></li>
-
- <li>Rahmgefrorenes, <a href="#page210">210</a></li>
-
- <li>Rahmkuchen, <a href="#page168">168</a></li>
-
- <li>Rahmmuß, <a href="#page63">63</a></li>
-
- <li>Rahmnudeln, saure, <a href="#page65">65</a></li>
-
- <li>Rahmpastetchen, gerührte, <a href="#page33">33</a></li>
-
- <li>Rahmstrauben, <a href="#page66">66</a></li>
-
- <li>Rahmstrudeln, saure, <a href="#page66">66</a></li>
-
- <li>Rahmwürste, <a href="#page116">116</a></li>
-
- <li>Rebhühner, siehe <a href="#feldh1">Feldhühner</a>.</li>
-
- <li>Regenwürmer, <a href="#page71">71</a></li>
-
- <li>Regenwürmer mit Brandteig, <a href="#page71">71</a></li>
-
- <li>Rehschlägel in Rahmsauce, <a href="#page132">132</a></li>
-
- <li>Reinesclaudes einzumachen, <a href="#page204">204</a></li>
-
- <li>Reis, gefüllter, <a href="#page72">72</a></li>
-
- <li>Reisauflauf, gefüllter, <a href="#page56">56</a></li>
-
- <li>Reisauflauf anderer Art, <a href="#page57">57</a></li>
-
- <li>Reisflomeriewein, <a href="#page149">149</a></li>
-
- <li>Reispanadesuppe, <a href="#page17">17</a></li>
-
- <li>Reispfauzen mit Ragout, <a href="#page103">103</a></li>
-
- <li>Reispudding, <a href="#page51">51</a></li>
-
- <li>Reispudding, gefüllter, <a href="#page51">51</a></li>
-
- <li>Reisschleim, <a href="#page17">17</a></li>
-
- <li>Reissuppe, <a href="#page20">20</a></li>
-
- <li>Reissuppe anderer Art, <a href="#page20">20</a></li>
-
- <li>Reissuppe mit Schinken, <a href="#page20">20</a></li>
-
- <li>Remoladesauce, <a href="#page105">105</a></li>
-
- <li>Rheinlangen, ächter, <a href="#page90">90</a></li>
-
- <li>Rindfleisch, siehe <a href="#ochse1">Ochsenfleisch</a>.</li>
-
- <li>Rissolen, <a href="#page112">112</a></li>
-
- <li>Rosen, gebackene, <a href="#page178">178</a></li>
-
- <li>Rosenkohl, <a href="#page38">38</a></li>
-
- <li><a id="ross1" name="ross1">Rossoli</a> (Liqueur), <a href="#page214">214</a></li>
-
- <li>Rossoli von Mandeln, <a href="#page215">215</a></li>
-
- <li>Rostbraten, <a href="#page132">132</a></li>
-
- <li>Rüben, baierische, <a href="#page40">40</a></li>
-
- <li>Rüben, baierische mit Kastanien, <a href="#page40">40</a></li>
-
- <li>Rüben, gelbe, <a href="#page40">40</a></li>
-
- <li>Rüben, gelbe, anderer Art, <a href="#page40">40</a></li>
-
- <li>Rüben, weiße, <a href="#page40">40</a></li>
-
- <li>Rüben, weiße, anderer Art, <a href="#page41">41</a></li>
-
- <li>Rüben, weiße, auf polnische Art, <a href="#page41">41</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">S.</li>
-
- <li>Sagosuppe, <a href="#page21">21</a></li>
-
- <li>Sagosuppe, Milch-, <a href="#page21">21</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Salat</em>, <a href="#page154">154</a></li>
-
- <li>Salat, italienischer, <a href="#page155">155</a></li>
-
- <li>Salat, vermischter, <a href="#page154">154</a></li>
-
- <li>Salat <span class="antiqua">à la patrie</span>, <a href="#page154">154</a></li>
-
- <li>Salat, eingesezter, <a href="#page155">155</a></li>
-
- <li>Salmigondis zu Fastenpasteten, <a href="#page83">83</a></li>
-
- <li>Salzgurken, <a href="#page202">202</a></li>
-
- <li>Salzküchlein, <a href="#page194">194</a></li>
-
- <li>Sandtorte, <a href="#page162">162</a></li>
-
- <li>Sardellen mit verlorenen Eiern, <a href="#page70">70</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Saucen</em>, <a href="#page104">104</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Saucen zum Ochsenfleisch</em>, <a href="#page31">31</a></li>
-
- <li>Sauerkraut einzumachen, <a href="#page205">205</a></li>
-
- <li>Sauerkraut mit Feldhühnern, <a href="#page42">42</a></li>
-
- <li>Sauerkraut mit Hecht, <a href="#page41">41</a></li>
-
- <li>Sauerkraut mit Lerchen, <a href="#page41">41</a></li>
-
- <li>Sauerkraut mit saurem Rahm, <a href="#page41">41</a></li>
-
- <li>Sauerkraut-Torte, <a href="#page162">162</a></li>
-
- <li>Schalotteis mit Schlagrahm, <a href="#page72">72</a></li>
-
- <li>Scharmützeln, <a href="#page194">194</a></li>
-
- <li>Schinken zu sieden, <a href="#page217">217</a></li>
-
- <li>Schinken einzusalzen, <a href="#page216">216</a></li>
-
- <li>Schinken, geräucherter, am Spieß gebraten, mit Champagnerwein, <a href="#page132">132</a></li>
-
- <li>Schlacht bei Austerlitz, <a href="#page74">74</a></li>
-
- <li>Schlotzerbrod, <a href="#page182">182</a></li>
-
- <li><span class="pagenum"><a id="page238"></a>Seite 238</span> <em class="gesperrt">Schmalzbackwerk</em>, <a href="#page185">185</a></li>
-
- <li>Schneckenbrei, <a href="#page59">59</a></li>
-
- <li>Schnecken mit Eier, <a href="#page117">117</a></li>
-
- <li>Schnecken, gefüllte, <a href="#page117">117</a></li>
-
- <li>Schneckennudeln mit Mandeln, <a href="#page66">66</a></li>
-
- <li>Schnecken in Sardellensauce, <a href="#page103">103</a></li>
-
- <li>Schneckensuppe, <a href="#page24">24</a></li>
-
- <li>Schnee, <a href="#page150">150</a></li>
-
- <li>Schneeballen, <a href="#page178">178</a></li>
-
- <li>Schneegans, <a href="#page132">132</a></li>
-
- <li>Schneehäufchen, <a href="#page194">194</a></li>
-
- <li>Schnepfen, gebratene, <a href="#page133">133</a></li>
-
- <li>Schnepfenpastete auf französische Art, <a href="#page81">81</a></li>
-
- <li>Schnepfenpastete auf Wiener Art, <a href="#page81">81</a></li>
-
- <li>Schnitten zu Krebssuppe, <a href="#page222">222</a></li>
-
- <li>Schnitten zu Krebssuppe auf andere Art, <a href="#page222">222</a></li>
-
- <li>Schuhwichse, englische, <a href="#page220">220</a></li>
-
- <li>Schüsselpastete, <a href="#page81">81</a></li>
-
- <li>Schwartenmagen, <a href="#page108">108</a></li>
-
- <li>Schwarzbrodauflauf, <a href="#page53">53</a></li>
-
- <li>Schwarzbrodpudding, <a href="#page45">45</a></li>
-
- <li>Schwarzbrodtorte, <a href="#page155">155</a></li>
-
- <li>Schwarzwurzeln, <a href="#page42">42</a></li>
-
- <li>Schwarzwurzeln anderer Art, <a href="#page42">42</a></li>
-
- <li>Schwarzwurzeln, gebackene, <a href="#page42">42</a></li>
-
- <li>Schweinsbratwürste, <a href="#page105">105</a></li>
-
- <li>Schweinscotelettes, <a href="#page114">114</a></li>
-
- <li>Schweinsohren zu Erbsengemüse, <a href="#page109">109</a></li>
-
- <li>Schweizer Speise, <a href="#page73">73</a></li>
-
- <li>Seeforellen, <a href="#page87">87</a></li>
-
- <li>Selleriesauce, <a href="#page105">105</a></li>
-
- <li>Selleriesuppe, <a href="#page21">21</a></li>
-
- <li>Senf auf französische Art, <a href="#page205">205</a></li>
-
- <li>Senf in süßem Most, <a href="#page205">205</a></li>
-
- <li>Senf mit Essig, <a href="#page205">205</a></li>
-
- <li>Senfsauce, kalte, <a href="#page32">32</a></li>
-
- <li>Senfsauce, warme, <a href="#page32">32</a></li>
-
- <li>Sodaseife, <a href="#page229">229</a></li>
-
- <li>Sommerkohl, siehe <a href="#wirsing1">Wirsing</a>.</li>
-
- <li>Sommerpastete, <a href="#page82">82</a></li>
-
- <li>Spanferkel, <a href="#page133">133</a></li>
-
- <li>Spanferkel auf italienische Art, <a href="#page133">133</a></li>
-
- <li>Spargeln, <a href="#page42">42</a></li>
-
- <li>Spargelsuppe, <a href="#page21">21</a></li>
-
- <li>Spätzlein, <a href="#page67">67</a></li>
-
- <li>Speckknopf, <a href="#page44">44</a></li>
-
- <li>Speckkuchen, <a href="#page168">168</a></li>
-
- <li>Speckkuchen, blinder, <a href="#page168">168</a></li>
-
- <li>Speckwürste, <a href="#page109">109</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Speisezettel</em>, <a href="#page228">228</a></li>
-
- <li>Spiegelküchlein, <a href="#page195">195</a></li>
-
- <li>Spinat, <a href="#page43">43</a></li>
-
- <li>Spinatknopf, <a href="#page44">44</a></li>
-
- <li>Spinatkuchen, <a href="#page68">68</a></li>
-
- <li>Spinatkuchen anderer Art, <a href="#page68">68</a></li>
-
- <li>Spinatschnitten, <a href="#page222">222</a></li>
-
- <li>Springerlein, Münchner, <a href="#page195">195</a></li>
-
- <li>Springerlein, Stuttgarter, <a href="#page195">195</a></li>
-
- <li>Stachelbeerkuchen, <a href="#page169">169</a></li>
-
- <li>Stockfischpastete, <a href="#page82">82</a></li>
-
- <li>Stockfischpastete anderer Art, <a href="#page82">82</a></li>
-
- <li>Stockfischpastete auf böhm. Art, <a href="#page83">83</a></li>
-
- <li>Strauben, <a href="#page178">178</a></li>
-
- <li>Stuttgarter Speise, <a href="#page73">73</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Sulzen</em>, <a href="#page136">136</a></li>
-
- <li>Sulz von Brustkräutern, <a href="#page141">141</a></li>
-
- <li>Sulz von Habergrütze, <a href="#page141">141</a></li>
-
- <li>Sulz von geraspeltem Hirschhorn, <a href="#page141">141</a></li>
-
- <li>Sulz von isländischem Moos, <a href="#page141">141</a></li>
-
- <li>Sulz für Kranke, <a href="#page142">142</a></li>
-
- <li>Sulz von Schnecken und Krebsen, <a href="#page141">141</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Suppen</em>, <a href="#page12">12</a></li>
-
- <li>Suppe für Genesende, <a href="#page26">26</a></li>
-
- <li>Suppe <span class="antiqua">à la patrie</span>, <a href="#page16">16</a></li>
-
- <li>Suppe <span class="antiqua">à la Reine</span>, <a href="#page25">25</a></li>
-
- <li>Suppe mit Rosolo, <a href="#page22">22</a></li>
-
- <li>Suppe, welsche, <a href="#page25">25</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">T.</li>
-
- <li>Tabaksrollen, <a href="#page179">179</a></li>
-
- <li>Tabaksrollen, kleine, <a href="#page179">179</a></li>
-
- <li>Tauben mit Salmisauce, <a href="#page103">103</a></li>
-
- <li>Theekuchen, <a href="#page169">169</a></li>
-
- <li>Thee, reformirter, <a href="#page215">215</a></li>
-
- <li>Teig, gebrühter, <a href="#page179">179</a></li>
-
- <li>Timbal von Makaroni, <a href="#page74">74</a></li>
-
- <li>Tinte, schwarze, zu machen, <a href="#page220">220</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Torten</em>, <a href="#page155">155</a></li>
-
- <li>Torte auf englische Art, <a href="#page158">158</a></li>
-
- <li>Torte, Erolzheimer, <a href="#page158">158</a></li>
-
- <li>Torte, Linzer, <a href="#page159">159</a></li>
-
- <li>Torte, spanische, <a href="#page163">163</a></li>
-
- <li>Torte, Schweizer, <a href="#page163">163</a></li>
-
- <li>Tranchiren, Anweisung zum, <a href="#page223">223</a></li>
-
- <li>Trauben u. Kirschen einzumachen, <a href="#page206">206</a></li>
-
- <li>Traubenkuchen, <a href="#page169">169</a></li>
-
- <li>Traubenkuchen, Nürnberger, <a href="#page173">173</a></li>
-
- <li>Trisenetschnitten, <a href="#page173">173</a></li>
-
- <li>Tropfsuppe, <a href="#page17">17</a></li>
-
- <li>Trüffeln einzumachen, <a href="#page206">206</a></li>
-
- <li>Tyrolerknöpflein, <a href="#page61">61</a></li>
-
- <li>Tyrolerkrapfen, <a href="#page196">196</a></li>
-
- <li>Tyrolernudeln, <a href="#page66">66</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">V.</li>
-
- <li>Vanillebrei, <a href="#page59">59</a></li>
-
- <li>Vanillecrême, <a href="#page151">151</a></li>
-
- <li>Vanillecrême, gebackene, <a href="#page68">68</a></li>
-
- <li>Vanillegefrorenes, <a href="#page211">211</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Verschiedenes</em>, <a href="#page215">215</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Vorkenntnisse</em>, <a href="#page1">1</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2"><span class="pagenum"><a id="page239"></a>Seite 239</span> W.</li>
-
- <li>Wachteln in Sauce, <a href="#page103">103</a></li>
-
- <li>Waffeln, Amsterdamer, <a href="#page196">196</a></li>
-
- <li>Waffeln, gefüllte, <a href="#page197">197</a></li>
-
- <li>Waffeln, gerührte, <a href="#page198">198</a></li>
-
- <li>Waffeln in Bierhefe, <a href="#page174">174</a></li>
-
- <li>Waffeln, Münchner, <a href="#page196">196</a></li>
-
- <li>Waffeln mit saurem Rahm, <a href="#page196">196</a></li>
-
- <li>Waffeln, Schweizer, <a href="#page196">196</a></li>
-
- <li>Waffeln mit spanischem Wein, <a href="#page197">197</a></li>
-
- <li>Waffeln, Straßburger, <a href="#page197">197</a></li>
-
- <li>Waffeln, Stuttgarter, <a href="#page197">197</a></li>
-
- <li>Wassersuppe, <a href="#page17">17</a></li>
-
- <li>Weib, ein altes, <a href="#page76">76</a></li>
-
- <li>Weichselkirschenauflauf, <a href="#page57">57</a></li>
-
- <li>Weichselkuchen, <a href="#page169">169</a></li>
-
- <li>Weichsellatwerge, <a href="#page207">207</a></li>
-
- <li>Weichsellatwerge anderer Art, <a href="#page208">208</a></li>
-
- <li>Weichselsuppe, <a href="#page22">22</a></li>
-
- <li>Weinbeerkuchen, <a href="#page169">169</a></li>
-
- <li>Weinbeerschnitten, <a href="#page95">95</a></li>
-
- <li>Weincrême, gebackene, <a href="#page151">151</a></li>
-
- <li>Weinstrauben, <a href="#page178">178</a></li>
-
- <li>Weinsuppe, <a href="#page18">18</a></li>
-
- <li>Weinsuppe anderer Art, <a href="#page18">18</a></li>
-
- <li>Weinsuppe mit süßem Rahm, <a href="#page18">18</a></li>
-
- <li>Welschkorn einzumachen, <a href="#page206">206</a></li>
-
- <li>Wiener Speise, <a href="#page74">74</a></li>
-
- <li>Wildbretpastete, Frankfurter, <a href="#page85">85</a></li>
-
- <li>Wildbret, rothes, <a href="#page126">126</a></li>
- <li class="indent1">Hirschwildbret mit Sauerkraut, <a href="#page125">125</a></li>
- <li class="indent1">Hirschziemer, <a href="#page125">125</a></li>
- <li class="indent1">Hochwildbret mit engl. Sauce, <a href="#page124">124</a></li>
-
- <li>Wildbret, schwarzes, <a href="#page134">134</a></li>
- <li class="indent1">Schwarzwildbret anderer Art, <a href="#page134">134</a></li>
- <li class="indent1">Schwarzwildbret aufzubewahren, <a href="#page217">217</a></li>
-
- <li>Wildschweinskopf, gefüllter, <a href="#page135">135</a></li>
-
- <li>Winterkohl, <a href="#page38">38</a></li>
-
- <li>Wips, <a href="#page215">215</a></li>
-
- <li>Wirsing mit geräuchertem Fleisch und Feldhühnern, <a href="#page37">37</a></li>
-
- <li>Wirsing mit Schweinsfüßen und Ohren, <a href="#page37">37</a></li>
-
- <li><a id="wirsing1" name="wirsing1">Wirsing</a> anderer Art, <a href="#page37">37</a></li>
-
- <li>Würste auf bürgerliche Art, <a href="#page109">109</a></li>
-
- <li>Würste von weißem Geflügel mit Rahm, <a href="#page107">107</a></li>
-
- <li>Würste, grüne, <a href="#page118">118</a></li>
-
- <li>Würste von Hasen, <a href="#page107">107</a></li>
-
- <li>Würste auf italienische Art, <a href="#page109">109</a></li>
-
- <li>Würste auf italienische Art, <a href="#page118">118</a></li>
-
- <li>Würste, große italienische, <a href="#page110">110</a></li>
-
- <li>Würste von Kalbshirn, <a href="#page118">118</a></li>
-
- <li>Würste von Schaffleisch, <a href="#page108">108</a></li>
-
- <li>Würste, schwarze, <a href="#page109">109</a></li>
-
- <li>Würste, weiße, <a href="#page118">118</a></li>
-
- <li>Würste von Wildschwein, <a href="#page109">109</a></li>
-
- <li class="center ftsize107 martop2">Z.</li>
-
- <li>Zimmteis, <a href="#page185">185</a></li>
-
- <li>Zimmtküchlein, <a href="#page198">198</a></li>
-
- <li>Zimmtschnitten, <a href="#page174">174</a></li>
-
- <li>Zimmtstern, <a href="#page198">198</a></li>
-
- <li>Zimmtwaffeln, <a href="#page197">197</a></li>
-
- <li>Zwetschgen in Essig, <a href="#page206">206</a></li>
-
- <li>Zwetschgenkuchen, <a href="#page170">170</a></li>
-
- <li>Zwetschgenkuchen mit Hefenteig, <a href="#page170">170</a></li>
-
- <li>Zwetschgenlatwerge, <a href="#page208">208</a></li>
-
- <li>Zwetschgen, geschälte in Zucker, <a href="#page206">206</a></li>
-
- <li><em class="gesperrt">Zuckerbackwerk</em>, <a href="#page180">180</a></li>
-
- <li>Zuckerbretzeln, <a href="#page199">199</a></li>
-
- <li>Zuckerbrod, ächtes, <a href="#page198">198</a></li>
-
- <li>Zuckerstrauben, <a href="#page179">179</a></li>
-
- <li>Zucker zu läutern, <a href="#page219">219</a></li>
-
- <li>Zucker zu Faden gesponnen, <a href="#page219">219</a></li>
-
- <li>Zucker wird zur Blase, <a href="#page219">219</a></li>
-
- <li>Zwieback, Karlsruher, <a href="#page174">174</a></li>
-
- <li>Zwieback, Holländer, <a href="#page175">175</a></li>
-
- <li>Zwiebelsauce, <a href="#page31">31</a></li>
-
- <li>Zwiebelsauce anderer Art, <a href="#page32">32</a></li>
-</ul>
-
-
-
-
-<h2>Fußnote:</h2>
-
-
-<div class="footnote indent03">
-<p><a name="Footnote_A_1" id="Footnote_A_1"></a><a href="#FNanchor_A_1"><span class="label">A</span></a> Wollten sich einige meiner Leser und Leserinnen über die sonderbaren
-Zusammensetzungen mancher Gerichte wundern, und in diesem Buche Dinge
-finden, die nach ihrer Ansicht wohl hätten wegbleiben können, so mögen
-sie bedenken, daß dieses Buch auch für solche geschrieben ist, die an
-Höfen und in großen Häusern die Küche zu besorgen haben, daß diesen mit
-Manchfaltigkeiten sehr gedient, und daß der Geschmack verschieden ist.
-Sollte aber hier und da noch etwas mangeln, so bitte ich, Kleinigkeiten
-nach eigenem Gutdünken ab- und zugeben zu wollen.</p>
-</div>
-
-
-
-
-<div class="box martop4">
-<h2>Anmerkungen zur Transkription:</h2>
-
-
-<p>Das Original ist in Fraktur gesetzt.</p>
-
-<p>Überschriften wurden im Schriftbild vereinheitlicht.</p>
-
-<p>Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen;
-lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.</p>
-
-<p>Einige Rezepte unterscheiden sich in der Schreibweise in Bezug auf die
-Überschriften und ihre Auflistung im Index wie <a href="#no401">401</a>. Hasenöhrchen und
-Hasenöhrlein (Seite <a href="#page234">234</a>) oder <a href="#no488">488</a>. Aepfel-Compote und Aepfelcompot
-(Seite <a href="#page231">231</a>) oder <a href="#no566">566</a>. Sauerkrauttorte und Sauerkraut-Torte (Seite <a href="#page237">237</a>),
-beide Varianten wurden jeweils beibehalten.</p>
-
-<p>Im Index wurde Wips (Seite <a href="#page239">239</a>) nach der Korrektur des Druckfehlers auf
-die neue Position gemäß der Reihenfolge geändert.</p>
-
-<p>Einige Ausdrücke wurden in beiden Schreibweisen übernommen:</p>
-
-<ul class="tn">
- <li>ablauft (Seiten <a href="#page37">37</a> und <a href="#page62">62</a>) und abläuft (Seiten <a href="#page64">64</a>, <a href="#page102">102</a> und <a href="#page135">135</a>)</li>
-
- <li>besonderen (Seite <a href="#page126">126</a>) und besondern (Seite <a href="#page12">12</a>)</li>
-
- <li>Cibeben (Seiten <a href="#page55">55</a> und <a href="#page164">164</a>) und Zibeben/Zibebe (Seiten <a href="#page48">48</a>, <a href="#page52">52</a>, <a href="#page60">60</a>,
- <a href="#page71">71</a>, <a href="#page143">143</a>, <a href="#page167">167</a>, <a href="#page168">168</a>, <a href="#page177">177</a>, <a href="#page179">179</a> und <a href="#page187">187</a>)</li>
-
- <li>Cognac (Seite <a href="#page50">50</a>) und Cognak (Seite <a href="#page41">41</a>)</li>
-
- <li>Compote (Seiten <a href="#page65">65</a>, <a href="#page66">66</a>, <a href="#page69">69</a>, <a href="#page143">143</a> und <a href="#page232">232</a>) und Compot (Seite <a href="#page229">229</a>)</li>
-
- <li>Eigelb (Seiten <a href="#page17">17</a>, <a href="#page18">18</a>, <a href="#page183">183</a>, <a href="#page198">198</a> und <a href="#page213">213</a>) und Eiergelb (225fach)</li>
-
- <li>Eiweiß (13fach) und Eierweiß (169fach)</li>
-
- <li>fingerslange/-lang/-dick/-dicken/-breit/-breite
- (verschiedene Textstellen) und
- fingerlange/-lang/-dick/-dicken/-dicke/-dickes/-breit/-breiten
- (verschiedene Textstellen)</li>
-
- <li>Ganslebern/-leber (Seiten <a href="#page63">63</a>, <a href="#page64">64</a>, <a href="#page85">85</a>, <a href="#page94">94</a>, <a href="#page116">116</a>, <a href="#page123">123</a>, <a href="#page126">126</a>, <a href="#page128">128</a> und
- <a href="#page233">233</a>) und Gänselebern/-leber (Seiten <a href="#page63">63</a>, <a href="#page83">83</a>, <a href="#page84">84</a>, <a href="#page107">107</a> und <a href="#page236">236</a>)</li>
-
- <li>gesundesten (Seite <a href="#page6">6</a>) und gesündesten (Seite <a href="#page217">217</a>)</li>
-
- <li>Gluth (Seite <a href="#page58">58</a>) und Glut (Seite <a href="#page135">153</a>)</li>
-
- <li>jedes Mal (Seiten <a href="#page4">4</a> und <a href="#page205">205</a>) und jedesmal (Seiten <a href="#page1">1</a>, <a href="#page53">53</a> und <a href="#page198">198</a>)</li>
-
- <li>leztern (Seiten <a href="#page5">5</a>, <a href="#page155">155</a> und <a href="#page158">158</a>) und lezteren (Seiten <a href="#page7">7</a>, <a href="#page59">59</a> und <a href="#page154">154</a>)</li>
-
- <li>magern (Seiten <a href="#page43">43</a>, <a href="#page44">44</a>, <a href="#page83">83</a> und <a href="#page84">84</a>) und mageren (Seite <a href="#page74">74</a>)</li>
-
- <li>Makkaroni/-pasteten/-pudding im Haupttext (verschiedene Seiten) und
- Maccaroni/-pastete/-pudding (Seite <a href="#page236">236</a>)</li>
-
- <li>Mandelbrod/-e (Seiten <a href="#page147">147</a>, <a href="#page149">149</a> und <a href="#page236">236</a>) und Mandelnbrod
- (Seiten <a href="#page189">189</a> und <a href="#page190">190</a>)</li>
-
- <li>Mandelteig (Seite <a href="#page236">236</a>) und Mandelnteig (Seiten <a href="#page164">164</a> und <a href="#page185">185</a>)</li>
-
- <li>Muscazine (Seite <a href="#page236">236</a>) und Muskazine (Seite <a href="#page191">191</a>)</li>
-
- <li>Nudelkuchen (Seite <a href="#page22">22</a>) und Nudelnkuchen (Seite <a href="#page61">61</a>)</li>
-
- <li>Parmesankäs (13fach) und Parmesankäse (Seite <a href="#page20">20</a>)</li>
-
- <li>saubern (Seite <a href="#page103">103</a>) und sauberen (Seite <a href="#page202">202</a>)</li>
-
- <li>sauern (Seiten <a href="#page2">2</a>, <a href="#page36">36</a>, <a href="#page65">65</a>, <a href="#page76">76</a> und <a href="#page168">168</a>) und sauren (50fach)</li>
-
- <li>stoßt (verschiedene Textstellen) und stößt (verschiedene Textstellen)</li>
-
- <li>Thymian (Seiten <a href="#page83">83</a>, <a href="#page105">105</a>, <a href="#page106">106</a>, <a href="#page107">107</a>, <a href="#page108">108</a>, <a href="#page109">109</a>, <a href="#page110">110</a>, <a href="#page112">112</a>, <a href="#page128">128</a>, <a href="#page131">131</a>, <a href="#page132">132</a>,
- <a href="#page201">201</a> und <a href="#page216">216</a>) und Thimian (Seiten <a href="#page28">28</a>, <a href="#page29">29</a>, <a href="#page39">39</a> und <a href="#page126">126</a>)</li>
-
- <li>verlorenen (Seite <a href="#page237">237</a>) und verlornen (Seiten <a href="#page70">70</a> und <a href="#page228">228</a>)</li>
-
- <li>Zitronat (Seite <a href="#page49">49</a>) und Citronat (32fach)</li>
-
- <li>3mal/5mal (Seiten <a href="#page56">56</a>, <a href="#page57">57</a>, <a href="#page77">77</a> und <a href="#page135">135</a>) und 3 Mal (Seiten <a href="#page152">152</a> und <a href="#page204">204</a>)
- sowie an verschiedenen Textstellen als 2, 4 oder 15 Mal</li>
-</ul>
-
-<p>Folgende offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert:</p>
-
-<ul class="tn">
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"und zu zernichten im Stande ist."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"und zu
- vernichten im Stande ist."</span> (Seite <a href="#page2">2</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Die Glasur des Töpfergeschirrs soll eine so"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Die
- Glasur des Töpfergeschirres soll eine so"</span> (Seite <a href="#page2">2</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"aber keinen Drathflechter (Drathbinder, Hafenbinder)
- zur Hand"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"aber keinen Drahtflechter (Drahtbinder, Hafenbinder)
- zur Hand"</span> (Seite <a href="#page3">3</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"aber die Reinlichkeit u. a m. belehrt"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"aber die
- Reinlichkeit u. a. m. belehrt"</span> (Seite <a href="#page7">7</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Schaum halten; mit Saife, welche sich"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Schaum
- halten; mit Seife, welche sich"</span> (Seite <a href="#page8">8</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Butter in ein Casserolle, röstet"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Butter in eine
- Casserolle, röstet"</span> (Seite <a href="#page15">15</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"den man auf dem Nudelbrett messerrückendick
- auswellt;"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"den man auf dem Nudelnbrett messerrückendick
- auswellt;"</span> (Seite <a href="#page16">16</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Sauerampfer und 2 Schalottenzwiebel zusammen recht"</span><br/>
- in<br/> <span class="ftsize105">"Sauerampfer und 2 Schalottenzwiebeln zusammen recht"</span> (Seite <a href="#page21">21</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Eiern ein Nudelteig gemacht und fein"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Eiern ein
- Nudelnteig gemacht und fein"</span> (Seite <a href="#page22">22</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"bestreicht es mit zerlassener Consommée."</span><br/> in<br/>
- <span class="ftsize105">"bestreicht es mit zerlassener Consommé."</span> (Seite <a href="#page29">29</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"eine Mengung von Kappern, Oliven, Champignons und"</span><br/> in<br/>
- <span class="ftsize105">"eine Mengung von Kapern, Oliven, Champignons und"</span> (Seite <a href="#page31">31</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"gekocht, wie bei Nro. <a href="#no94">94</a>, nur mit"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"gekocht, wie
- bei No. <a href="#no94">94</a>, nur mit"</span> (Seite <a href="#page34">34</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Mehl daran, etwas Mußkatnuß und Salz, richtet"</span><br/> in<br/>
- <span class="ftsize105">"Mehl daran, etwas Muskatnuß und Salz, richtet"</span> (Seite <a href="#page37">37</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"legt man ein Stück Schweinfleisch dazu, röstet"</span><br/> in<br/>
- <span class="ftsize105">"legt man ein Stück Schweinefleisch dazu, röstet"</span> (Seite <a href="#page40">40</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"oder Schweinfleisch dazu geben."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"oder
- Schweinefleisch dazu geben."</span> (Seite <a href="#page41">41</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"331. Sauerkraut mit Hecht."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"131. Sauerkraut mit
- Hecht."</span> (Seite <a href="#page41">41</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"schneidet die Streife ringsum davon und"</span><br/> in<br/>
- <span class="ftsize105">"schneidet die Streifen ringsum davon und"</span> (Seite <a href="#page46">46</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"3 Löffel voll Aprikosen-Marmelade und 1 Schoppen"</span><br/> in<br/>
- <span class="ftsize105">"3 Löffel voll Aprikosenmarmelade und 1 Schoppen"</span> (Seite <a href="#page51">51</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"2 Löffel voll Himbeer-Gelée darüber und eben"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"2
- Löffel voll Himbeergelée darüber und eben"</span> (Seite <a href="#page52">52</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"184. Nudelauflauf."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"184. Nudelnauflauf."</span>
- (Seite <a href="#page55">55</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"259. Schweizerspeise."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"259. Schweizer Speise."</span>
- (Seite <a href="#page73">73</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Salz eingerieben, queerüber ein Schnitt"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Salz
- eingerieben, querüber ein Schnitt"</span> (Seite <a href="#page86">86</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"aus Speck, Schweinbrät, etwas fein gestoßenen"</span><br/> in<br/>
- <span class="ftsize105">"aus Speck, Schweinebrät, etwas fein gestoßenen"</span> (Seite <a href="#page97">97</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"358. Schweinebratwürste."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"358.
- Schweinsbratwürste."</span> (Seite <a href="#page105">105</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"374. Schweinsohren zu Erbsengemüs."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"374.
- Schweinsohren zu Erbsengemüse."</span> (Seite <a href="#page109">109</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"schneidet das Hautige davon"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"schneidet das
- Häutige davon"</span> (Seite <a href="#page114">114</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Ein Auerhähn vom Schwarzwalde"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Ein Auerhahn vom
- Schwarzwalde"</span> (Seite <a href="#page118">118</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"haut man vornen den Lappen"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"haut man vorne den
- Lappen"</span> (Seite <a href="#page131">131</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"von den Gräthen losmacht Man läßt ihn"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"von den
- Gräthen losmacht. Man läßt ihn"</span> (Seite <a href="#page140">140</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"macht ei Schäufelchen glühend"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"macht ein
- Schäufelchen glühend"</span> (Seite <a href="#page146">146</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"den Himbeerensaft dazu nebst einem Schoppen"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"den
- Himbeersaft dazu nebst einem Schoppen"</span> (Seite <a href="#page152">152</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"bestreicht ein Aufzuglech mit Butter, thut"</span><br/> in<br/>
- <span class="ftsize105">"bestreicht ein Aufzugblech mit Butter, thut"</span> (Seite <a href="#page162">162</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Citronat und Pomeranzenschalen länglicht, läßt ein"</span><br/>
- in<br/> <span class="ftsize105">"Citronat und Pomeranzenschalen länglich, läßt ein"</span> (Seite <a href="#page162">162</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"einem halben Schoppen dicken, sauren Wein, 4 ganzen
- Eiern, 2 Löffeln"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"einem halben Schoppen dicken, sauren Rahm, 4
- ganzen Eiern, 2 Löffeln"</span> (Seite <a href="#page166">166</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Man kann das Citronenbrod zum Thee und zum Desert
- geben."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Man kann das Citronenbrod zum Thee und zum Dessert
- geben."</span> (Seite <a href="#page171">171</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"backt sie im Waffelneisen gelb und streut"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"backt
- sie im Waffeleisen gelb und streut"</span> (Seite <a href="#page186">186</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"für 6 Kreuzer Kubeben und Kardamomen (fein gestoßen),
- ein Pfund"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"für 6 Kreuzer Kubeben und Cardamomen (fein gestoßen),
- ein Pfund"</span> (Seite <a href="#page187">187</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"abgezogene Mandeln queer durch und mischt"</span><br/> in<br/>
- <span class="ftsize105">"abgezogene Mandeln quer durch und mischt"</span> (Seite <a href="#page193">193</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"das Glas mit Zwetschen nun voll"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"das Glas mit
- Zwetschgen nun voll"</span> (Seite <a href="#page206">206</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"große Zwetschen thut man in"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"große Zwetschgen
- thut man in"</span> (Seite <a href="#page206">206</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"810. Prunellen zu dörren."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"810. Prünellen zu
- dörren."</span> (Seite <a href="#page218">218</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"827. Kartoffelnbrod."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"827. Kartoffelbrod."</span>
- (Seite <a href="#page221">221</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Wienerspeise mit Aepfeln."</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Wiener Speise mit
- Aepfeln."</span> (Seite <a href="#page229">229</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Chokoladepudding auf feine Are"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Chokoladepudding
- auf feine Art"</span> (Seite <a href="#page232">232</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Hagebuttencrême, <a href="#page146">146</a><br/> Hagebuttenlatwerge, <a href="#page207">207</a>"</span><br/> in<br/>
- <span class="ftsize105">"Hagenbuttencrême, <a href="#page146">146</a><br/> Hagenbuttenlatwerge, <a href="#page207">207</a>"</span> (Seite <a href="#page234">234</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Hutzelbrod, gewöhnliches, <a href="#page187">187</a><br/> Hutzelbrod, Bozener,
- <a href="#page187">187</a>"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Hutzelnbrod, gewöhnliches, <a href="#page187">187</a><br/> Hutzelnbrod, Bozener, <a href="#page187">187</a>"</span>
- (Seite <a href="#page234">234</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Pistatientorte, <a href="#page161">161</a>"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Pistazientorte, <a href="#page161">161</a>"</span>
- (Seite <a href="#page236">236</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"<em class="gesperrt">Saucen zum Ochsenfleisch</em>, <a href="#page31">31</a><br/> Sauerkraut
- einzumachen, <a href="#page205">205</a><br/> Sauerkraut mit Feldhühnern, <a href="#page42">42</a>"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"<em class="gesperrt">Saucen zum
- Ochsenfleisch</em>, <a href="#page31">31</a><br/> Sauerampfersuppe, <a href="#page21">21</a><br/> Sauerkraut einzumachen,
- <a href="#page205">205</a><br/> Sauerkraut mit Feldhühnern, <a href="#page42">42</a>"</span> (Seite <a href="#page237">237</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Trisanetschnitten, <a href="#page173">173</a>"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Trisenetschnitten, <a href="#page173">173</a>"</span>
- (Seite <a href="#page238">238</a>)</li>
-
- <li>geändert wurde<br/> <span class="ftsize105">"Whips, <a href="#page215">215</a>"</span><br/> in<br/> <span class="ftsize105">"Wips, <a href="#page215">215</a>"</span> (Seite <a href="#page239">239</a>)</li>
-</ul>
-</div>
-
-
-
-
-
-
-
-
-<pre>
-
-
-
-
-
-End of the Project Gutenberg EBook of Neuestes Süddeutsches Kochbuch für
-alle Stände, by Viktorine Schiller
-
-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK NEUESTES SÜDDEUTSCHES ***
-
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