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-The Project Gutenberg EBook of Die Kathedrale, by Ruth Schaumann
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-
-Title: Die Kathedrale
- Gedichte
-
-Author: Ruth Schaumann
-
-Release Date: June 20, 2016 [EBook #52381]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: ISO-8859-1
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE KATHEDRALE ***
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-
-Produced by Jens Sadowski and the Online Distributed
-Proofreading Team at http://www.pgdp.net
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- Ruth Schaumann
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- Die Kathedrale
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- Gedichte
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- Kurt Wolff Verlag München
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- Bücherei der »Jüngste Tag« Band 83
-
- Gedruckt bei E. Haberland in Leipzig
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-
- Copyright 1920 by Kurt Wolff Verlag in München
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- Sonett
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- Es greifen rote Sträucher in die weißen
- Und Au und Himmel um bewärmte Stämme;
- Den Himmel wieder enge Felsenkämme
- Mit scharfen Zügen in die Höhe reißen.
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- Und Pferdeleiber bräunen durch die Schwemme,
- Sich überspülend mit erloschnem Gleißen.
- Ich weiß wie ich und diese alle heißen,
- Und alle Namen sind wie hohe Dämme,
-
- Die unsre Ahnen furchtsam aufgeführt,
- Um nah gelegne Ströme weit zu trennen.
- Wir haben erbhaft nie daran gerührt --
-
- Wie lange währt dies »Nur beim Namen nennen«
- Wann sind die vielen Wasser reif geschürt
- Sich brausend ineinander zu bekennen.
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-
- Die Arche Noah
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-
- Hoch liegt die Luke offen und beklommen
- Das Grau erschöpfter Tage ihr im Rahmen
- Und heilt des Vogels Weg, den er entkommen.
-
- Die Luft ist jedem Raume am Erlahmen,
- Nicht kann die überschwere Kuh gebären,
- Die Speicher seufzen nachts vom Drang der Samen.
-
- Und Holz beginnt im letzten Schacht zu gären,
- Und Nässe graut herein, als wenn die Sünden
- Des toten Volks in sie gesammelt wären.
-
- Wir heben uns von den zerstreuten Bünden
- Und schichten sie und spreiten sie nach Stunden
- Erneut zum Schlafen über Deinen Gründen.
-
- Du hast mein Leben auf dem Fels gefunden,
- Den Gipfel, den kein Blick einst ganz erklärte,
- Und Deine Reue bleibt an mich gebunden.
-
- Viel schmerzt die Lende mich, die unbewährte;
- Im Traum zeugt sie mir immer Kain zu Abel --
- Und doch lockt schon der Taube Brutgefährte
- Ihr zu und junges Reis aus ihrem Schnabel.
-
-
-
-
- Prüfung Abrahams
-
-
- Gib den erwählten Berg aus diesen Massen;
- Im zweiten Tag selbst will der Pfad nicht enden
- Und jeder Schritt versucht mich Dich zu lassen.
-
- Der volle Gürtel greift in meine Lenden;
- Schon fühle ich den Knaben Fragen sinnen --
- Sei gnädig diese von mir abzuwenden.
-
- Nur jene Wolke laß uns nicht gerinnen;
- Wohl dürstet seine müde Haut, doch trocken
- Ist alles Reisig auf den Eselinnen.
-
- Durch keinen Stein erlaubst Du mir zu stocken,
- Es geht so still einher, die Halfter schwanken,
- Und durch die Zehen fällt der Staub in Flocken.
-
- Ich möchte Dir wie sonst den Abend danken,
- Nur weiß ich keines seiner Worte wieder;
- Denn unter Dir die armen Sinne sanken
- Wie aufgewühlter Wegsand in sich nieder.
-
-
-
-
- David
-
-
- Mich fremdet matt, wie Leinen mich berührt,
- Das grüne, brustgekreuzt mit Lederriemen,
- Daß meine Schulter jenen kleinen Striemen
- Von eines Erstlings Tragung wieder spürt.
-
- Auf eines Hügels Schwinge lag ich her
- Und wurde brudergleich dem Angeschauten,
- Den Wolken und der Würze blauer Rauten,
- Selbst Berge überstanden mich nicht mehr.
-
- In Allem war ich, Alles war in mir
- Und lag auf sich bewegt in Deinem Schoße,
- Bis unbewußt ich mich daraus verstoße
- Und meine Herde weide unter Dir.
-
-
-
-
- Tempelgang Mariä
-
-
- Da ist die große Treppe und der Bogen
- Voll Dunkelheit, darein die Leute sinken,
- Von ihrer höchsten Schwelle aufgezogen.
-
- Nein, meine Mutter, ich mag nicht mehr trinken,
- Nimm Du den Reiseschlauch, ich möchte warten
- Bis jene Greise in den Grund verwinken.
-
- In Röcken, die von Gold und Steinen starrten
- Sind die und doch so milde, als die Blüten
- Ausruhn und offen stehn im Mittaggarten.
-
- Und alle gehn wie Hirten, so sie hüten;
- Und wieder gleichend meinem jüngsten Lamme
- Nach meinem Ruf und dann der Hand Begüten.
-
- Und wo sie einziehn, ist wohl eine Flamme;
- Mit andern Augen treten sie von innen
- Und schatten ab vom steingebauten Stamme.
-
- Und blicken um ein Tierlein zu gewinnen;
- Keins wird gebracht, nun wird ihr Feuer kleiner;
- Und sterben. -- Unter meinen Füßen rinnen
- Die Stufen abwärts und nun trägt mich einer.
-
-
-
-
- Der Engel Gabriel
-
-
- Mir sträubten alle Federn aus den Poren
- Vom Schimmern ihres Haares und dem Streifen
- Geneigter Stirn, und ich vernahm das Reifen
- Von meiner Gegenwart in ihren Ohren.
-
- Und hob die Botschaft an, in unsern Worten;
- Nur denkend, aber schon verstand die Leise
- Im Auseinanderrinnen roter Kreise,
- Vor deren Zug die meinen wie verdorrten.
-
- In steilen Flügeln hing ich bis sie schwangen
- Und ich geblendet glitt vom Sonnenstaube,
- Gefolgt vom tiefen Schlummerruf der Taube,
- Die sich dem reinsten Nestraum unterfangen.
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-
-
- St. Joseph
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-
- Und vorüber wächst der Mondenflecken,
- Meine Kniee dürfen sich nicht strecken,
- Denn sie würden mich dem Schlaf verschwachen,
- Und noch ist in ihrer Zelle Wachen.
-
- Und ich muß auf frischgedeckten Kissen
- Wieder, mir so fremd, die Jungfrau wissen.
- Hörbar wird aus tiefem Atemsammeln
- Süßes, immer wiederholtes Stammeln.
-
- Nun nichts mehr, als Duft von Simons Schafen,
- Um das ferne Kind ist sie entschlafen,
- Und ich darf mich bis zum Ruf der Gassen
- Meines Lagers Einsamkeiten lassen.
-
-
-
-
- Advent
-
-
- Nach hohem Schweben ward die Kerze den Schnee am Sims gewahr
- Und sprach ihn durch die Scheiben auf seine Weise warm;
- Vor mein Gerät zurück fand neigend mich Dein Arm
- Und ferne schwang dahin verzogene Gefahr.
-
- Und meiner Tage viele gabst Du Dir anzusehn,
- So wie Gedanken blühn bevor der Mund sie spricht;
- Und Abende für mich trug sinnend Dein Gesicht
- Und ließ vor schwerem Glück sie auseinandergehn.
-
- Und alles hob heran und senkte vor mein Knien
- Der einen Stunde Schoß, die mich nach Deiner Macht
- In sich empfangen wird so weit wie eine Nacht,
- Wo aus dem Fall der Frucht die müden Zweige ziehn.
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-
-
-
- Die Hirten auf dem Felde
-
-
- Auf brach die Nacht im Himmel, wie von Früchten
- Die wir in heißer Asche berstend rösten.
- Als Finsternisse dann vom Quellen lösten
- Hing es wie Sturz und sah uns alle flüchten.
-
- Da ward die Glanzfaust mild, uns übereilend,
- Gekehrt in Strahlen wider unser Staunen.
- In ihrem Anfang aber und Posaunen
- Stand eine Stimme hin, sich uns erteilend.
-
- Und wurde tief, daß er uns leuchten solle,
- In die verstummte Luft als Stern geschlagen;
- Und läßt sein Licht vor uns vom Felde tragen
- Auf reger Herden Hügelmeer und Wolle.
-
-
-
-
- Mariä Trauer
-
-
- War dieses Krüglein meiner Hand zu schwer --
- So schüchtern kommt sie aus den heilgen Wochen,
- Nun netzt es keines Wandrers Dürre mehr.
-
- An meiner Vorsicht habe ich's zerbrochen;
- Wie nach Erfüllung war es leere Kühle
- Und hat doch süß vom letzten Trank gerochen.
-
- Geschah dies also -- wie ich mich befühle,
- Daß nach dem schweren, morgenroten Wein
- Kein Wasser den geneigten Rand bespüle?
-
- Der Fluß, der Regen -- sind denn die gemein?
- Was weiß ich wohl davon in meinem Stalle --
- Ich möchte nun nie mehr voll Wassers sein.
-
- Herr, Vater meines Sohns, gib mir zu sterben,
- Nur daß ich Dir entlang getröstet falle
- Und Du zu Füßen Dir am Boden findest
- Vom Dufte Deines Weins belebte Scherben.
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-
-
- Das Engelkonzert
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- Da sie im Rosenhage aus dem Kinde
- Sein Lächeln frug, wie es noch nie gegeben,
- Stand ein gemeines Rispengras daneben,
- Das bog sich an ihr Kleid geheimem Winde.
-
- Die Innigsten vom himmlischen Gesinde
- Gelangten aus des Mittags Lichtbestreben;
- Vertieften sich in ihr verklärtes Leben
- Und wagten es im Spiel zum Angebinde.
-
- Entzückte Einfalt, ehemals in Taten
- Von einer armen Magd, ward hier zu Klängen
- Die zart des Kindes Zehentraum umbaten.
-
- So kam von angeschwungnen Saitensträngen
- Der Engelschar Erinnern und Erraten --
- Und Gottes Mutter ließ die Lider hängen.
-
-
-
-
- Nach Christi Tempelweile
-
-
- Nicht müde bin ich, Sohn, ich stand ganz stille;
- Die Wege alle waren es, die gingen,
- Die namenlos vor meiner Sorge zogen.
- Nur einmal sah ich braune Vögel singen
- Und einen Apfelbaum in Blüten schweigen,
- Wo kleine, strohgewebte Nester hingen.
-
- Da dachte ich, dies sollte ich Dir zeigen;
- Doch Du warst fort und ich um Dich zu finden
- Und ließ die Straßen durch die Augen steigen.
- Ich fühlte große Leeren aus mir schwinden,
- Auf jede folgten viele schmerzlich neue,
- Dann glaubte ich für immer zu erblinden.
-
- Die Stadt kam auf mich zu so ohne Reue,
- Dein weißes Kleid das kam und Du darin --
- Sieh mir nicht an, wie mühsam ich mich freue.
- Es ist mir nur wie graues Haar gekommen,
- Daß ich nun, da Dich Gott ergriffen hat,
- Wohl nichts mehr als ein Nest im Frühling bin,
-
- Das große Hände plötzlich ausgenommen.
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-
-
-
- Die Schwestern des Lazarus
-
-
- Nun kann ich die verborgne Sonne hören;
- Ihr Sinken rauscht noch hinter Hügeln weiter,
- Nicht Tier noch Blatt wagt dies Geräusch zu stören.
-
- Nur Du blickst laut, weil ich dem Abend heiter
- Darin zum viertenmal des Bruders Schuhe
- So rechtlos liegen bei der Dattelleiter.
-
- Er aber in des Felsens kalter Ruhe
- Mit Tod durchtränkt den Wohlgeruch der Öle,
- Der Kräuter und die Linnen Deiner Truhe.
-
- Als wir ihn damals trugen bis zur Höhle
- Erwartet ich den Meister jede Wendung,
- Und daß er uns zu halten anbeföhle.
-
- Doch nach des Grabes zögernder Beendung
- Empfing ich Freude aus dem Wuchs der Weile,
- Die uns der Herr nicht kommt auf alle Sendung.
-
- Auch dieser Tag ist fromm in karger Eile,
- Und noch vor Nacht sich neue Knospen weiten,
- Mich für das Kommen einer lichten Steile
- Die größer als Dein Trauern zu bereiten.
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-
-
-
- Die Jünger im Garten
-
-
- Zur atemlosen Einsamkeit des Hügels
- Hat sich der Meister zagend aufgetrauert.
- Wir wachen Ihm im Schutz des Ölbaumflügels.
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- Der Garten hat sich zu uns hingekauert;
- Stumm lauschend wie in seinem dunkeln Grunde
- Ein Vogel seine bange Brut bedauert.
-
- Die Ferne murrt gleich einem müden Hunde
- Sich in die eigne Wärme mit Behagen;
- Und tief am Himmel heilt des Nachtrots Wunde.
-
- Nun bettet Christi Mutter sich in Klagen,
- Denn wieder ist Er undurchdenkbar eigen
- Und was Er tut will nichts als Tod besagen.
-
- Saht ihr sie einmal blaß die Lippen neigen
- Im Anblick der verlaßnen Muttertiefe,
- Die nichts ersehnt, als daß ihr Sohn im Schweigen
- Noch einmal Leib und Seele in sie schliefe.
-
-
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-
- Der Grabwächter Christi
-
-
- Ich schlief vom Stehn hernieder, nur gewahr
- Der feuchten Erde dann mit flachem Haupte;
- Als nächstes noch ein Strauch, der sich belaubte,
- In meiner Stirn und herb den Nüstern war.
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- Geträum verschlang mich mehrmals, doch der Geist
- Blieb bloß und schwimmend auf der Tiefe liegen
- Und hörte Hauch vom Grab, und schwach entfliegen
- Das Siegelband, bis taumelnd es verkreist.
-
- Kühl, wie ein Talraum seine Frühe, blies
- Durch Felsenfugen Staunen in den Garten
- Und überschwand betäubend mein Erwarten,
- Bis schwarz die offne Tür mich in sich stieß.
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-
-
- Apostelweg
-
-
- Das Haar uns in vollbrachte Strecke steht,
- Vom Sturm und Sturz der Bäume so gehalten;
- Aus den Gesichtern flattern alle Falten
- Und im Gewand die Leiber sind verweht.
-
- Dazwischen ruht Dein Wort und Bildnis bloß
- Greift aufgerichtet in die schwanken Seiten,
- Bezwingt sie in ein heißes Vorwärtsschreiten
- Und Deine Stille läßt darin nicht los.
-
- Wenn in entrückter Stadt, wohin Du willst,
- Erst unsre Glieder wieder um Dich schließen,
- Von Dir wird unser Körper überfließen,
- Bis Du auch dort Dir neu ein Strombett schwillst.
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-
-
-
- St. Agnes
-
-
- Stumm steigt ihr Schatten vor ihr über Feld,
- Streift aus der Luft verlaßne Falterkreise
- Und ruht nun knieend in dem Ackergleise
- Vom Blühn der wilden Blumen dicht durchstellt.
-
- Und über ihren braunen Nacken träuft
- Der Sonne Hügelabend wie ein Sinnen,
- Da samtnes Bunt sich im vertieften Linnen
- Aus dem Gezirp gepflückter Stengel häuft.
-
- Blick hin! Der grünen Hecke müder Flaum
- Weht auf vor eines Widderlammes Helle,
- Und einsam treibt an ihres Herzens Quelle
- Des langgelockten Fließes weißer Schaum.
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-
-
-
- Trennung
-
-
- Mit allen Tagen nun vergeht die liebe Farbe,
- Von Sonnenwegen voll in Dein Gesicht gelangt;
- Auch Deine Hände sind, wie wenn der Meerstrand darbe
- Und Sand durch seiner Flut Versinken sichtbar bangt.
-
- Dir gleich sah ich allein nur einen Hirten hören,
- Besorgt ob seine Schar am letzten Naß schon leckt --
- Die Heide blühte wohl, stand rot in Bienenchören,
- Doch Lamm an Lamm umsonst zum Quellenbett gestreckt.
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- Die Hänge fern der Stadt sind jetzt vom Herbst erworben,
- Auch Deiner Neigung Duft ist dort vom Gras verbraucht.
- Erkundend steht Dein Blick, bevor er halb erstorben
- Aus leerem Feld zurück in Deinen Herzschlag taucht.
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-
-
-
- Herbst
-
-
- Wie Flaum an totem Vogelleib im Sand
- Bewegt mein Nahn das Haar an Deiner Schläfe,
- Als ob auch Dich des Laubes Siechtum träfe
- Welkt Lächeln über Deines Mundes Rand.
-
- Sich selbst umschlingend gleiten durch den Zaun
- Der Wiese silbergrau geweifte Fäden --
- Du legst die Lider auf wie weiße Läden
- Und läßt mich leere Sterberäume schaun.
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-
-
-
- Dachraum
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-
- Im Fenstergarten wird das Farben matt,
- Beharrlich gilbt daraus nur eine Winde,
- In sich gedeckt, wie er sich sternig finde,
- Steht der ergraute Abend auf der Stadt.
-
- Die eingelegten Scheiben lassen schon
- Die Spiegelzüge unsres Bundes blassen;
- Und aus den Giebeln stimmenmüder Gassen
- Erweitert sich ein Mond wie roter Mohn.
-
- Wir wissen nicht, was nun an uns geschieht,
- Wo wir nicht lächeln können und Nichts denken
- Als nur des Tones klagenloses Senken
- Am Ende einem alten Pilgerlied.
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-
-
- Neigung
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- Mehr als Du meinst, daß ich vollendet sei
- Wenn erst ich Dich durch meinen Tod begreife,
- Will ich Dir werden, daß an meiner Reife
- Dein Mund sich netze einer Furche frei.
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- Um diesen Willen weißt Du und die Gier,
- Der nicht genügt was Du mir zugeboren,
- Und siehst mich doch nicht an wie einen Toren
- Und überläßt die Erde offen mir.
-
- Gibst mir die hohe Sonnenwiese hin,
- Auf daß ich teil aus ihrem Leben habe
- Und, eh Du Dich versehen, Deine Labe
- Vor der Erschaffung eines Abends bin.
-
-
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-
- Versenkung
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- Als ich mein letztes Anschaun hingeschenkt,
- In feierlicher Freude wie an Erben,
- Den Rüstern vor der Tür, den frühlingsherben,
- Ward Nacht um sie und ich in Dich versenkt.
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- Kelchgleich empfingest Du und ließest mich
- Bis in den tiefsten Deiner Kreise gleiten,
- Daß mein Gefühl aus seinen flachen Weiten
- Gesegnet in sich selbst zusammenwich.
-
- Wie eine Abendlilie am Stiel
- Sankst Du, und ich verging in langem Rollen
- Beschwert, ein Tau, mit süßen Blütenpollen,
- Der duftend im gebeugten Leib zerfiel.
-
-
-
-
- Zuflucht
-
-
- Die Seele nimm mir auf und halte bitte
- Für eine kurze Weile ihr Verzagen,
- Wie man mich trug in kranken Kindertagen,
- Daß ich des Lagers Härten nicht so litte.
-
- Geduldig laß mich Dir in Armen zittern,
- Wie Du auch duldest Beben eines Blattes,
- Dem kleinen Lamm entschuldigst sein Ermatten
- Beim Schmerzen fremder Kräuter, selten bittern.
-
- Aus Deiner Hände liebendem Befassen
- Strömt Güte in mich ein von Deinem Herzen,
- Und unbesorgt kannst Du gleich freien Kerzen
- Mich wieder klar alleine brennen lassen.
-
-
-
-
- Die Brücke
-
-
- Kleid und Leib durchstreicht mir Frost,
- Daß sie um mich sind wie Rinde.
- Schattenblätter einer Linde
- Kommen aus des Gitters Rost.
-
- Der gefüllte Mond zerbrach
- Im Gestrüpp der Uferpflanzen,
- Wellen, die vor ihnen tanzen,
- Salben ihn einander nach.
-
- Wartend liegt mein weitrer Gang
- Sich voll Tau und Nebelschwaden,
- Mich bedacht hinweg zu baden
- Als der Stelle Überschwang.
-
-
-
-
- Domplatz
-
-
- Obgleich schon Mittag in den Uhren der vielen Türme summt,
- Bleibt dieses Morgens Knospe verhalten wie mein Herz,
- Das sich nicht rühren kann und ungestillten Schmerz
- Gleich einen Säugling durch ein immer altes Wort umstummt.
-
- Du stehst mir bei, wie einst aus Joseph auch Marie,
- Der nur mit fernem Blick ihr Haupt vom Strohbett trug,
- Bis die gedrängte Stirn ein blauer Schweiß beschlug
- Und Deines Sohnes Bild in Deine Gnade schrie.
-
- Kein Laut und Mensch des Wegs vom Stadtdom tritt mich ein,
- Die Augen sind mir fremd im Angesicht gemacht,
- Behorchend, wie gebannt, den geistgelegnen Schacht
- Dem aus der Wandung blickt, von Dir begehrt, ein Stein.
-
-
-
-
- Ruf
-
-
- Wie in ein Feld von weißen Orchideen
- Steigt blank in Wolken ab des Himmels Schein;
- Noch einmal wacht zu atemreichem Drehen
- Das Kraut und jedes Blatt der Buchen ein.
-
- Der Umriß meines Körpers steht vom Wege
- Als schwarzes Maß dem goldnen Rainberg vor,
- Und nimmt ein seitwärts schattendes Gehege
- Und dunkles Abbild eines Farns empor.
-
- Und eines Kiesels Lösung lautet zagend
- Die nächste Steinwand her und vor dem Grund
- Erneuter Stille öffnet sich versagend
- Um Deines Namens Heiligkeit mein Mund.
-
-
-
-
- Fiat
-
-
- Behalte mich Dir vor, so Du begehrst
- Daß einer Deines Namens wegen leide,
- Demütig sich in hänfne Stricke kleide
- Vor Händen, die Du auserwählt bewehrst.
-
- Mir sind gewiß die Pfeile nicht zu scharf,
- Der Lanzen keine sollte meiner schonen,
- Denn jede läßt mich tiefer in Dir wohnen,
- In den ich bis zur Neige gehen darf.
-
- Wund stehst Du vor mir und ich liebe Dich,
- Noch außer Dir und schon in Dich genommen --
- Und Viele wird der Eingang überkommen,
- Daß sie ihn selig suchen, Herr, wie ich.
-
-
-
-
- Ahnung
-
-
- Diese Nacht war ich nur Dank
- Über allen meinen Träumen,
- Als von starken Fensterbäumen
- Blatt zu Blatt vorübersank.
-
- Hörbar gaben sie sich kahl,
- Hofwärts und durch Nichts belichtet,
- Doch das Rauschen ging gesichtet
- Hin vor Deiner Augen Tal.
-
- Und ich spürte irgendwo
- Schon den Tag beim Atemfinden,
- Und ward willig zum Erblinden
- Meiner Zeit bereit und froh.
-
-
-
-
- Bergung
-
-
- Bewege Dich und sei mir gütesacht
- Nur eine weite Höhle ohne Feuchte,
- Daß ich mich selbst darinnen ganz verleuchte
- Vor fremden Wesen und der großen Nacht.
-
- Ich werde dort mich wie ein armes Wild
- Warm, aber stumm und hungerlos verhalten,
- Nur wunde Glieder aus den Schmerzen falten,
- Denn Deine Finsternis ist keusch und mild.
-
- Der Tag krankt unter mir und nahend ist
- Geruch von Nachtgetier und Lavaflüssen,
- Und dennoch stirbt mir jedes Fürchtenmüssen,
- Weil Du schon dunkel wachsend um mich bist.
-
-
-
-
- Endung
-
-
- Mir wird die Wendung meines Wegs bewußt,
- Da nun mein Gang so anders in mich lautet,
- Wie über Hänge, wo der Sommer krautet
- Für sich und ohne zeitlichen Verlust.
-
- Ich rege mich nur wie ein Gras sich regt,
- Doch stetig ist die Gegend mehr entlegen
- Und naht Dich immer faßlicher zugegen,
- Daß schon die Hand sich mir zum Herzen legt;
-
- Das atmend widergeht, als wenn es bald
- Gelind die dünngewachte Wand durchtrete,
- Sich innig dann in sein Verhängnis bete,
- Wie eine Vogelstimme in den Wald.
-
-
-
-
- Elevation
-
-
- Nur eines Lächeln fehlt noch, sonst begänne
- Ich schlanken Aufstieg mit geschloßnen Füßen,
- Daß bald mich von des Hanges Gräsergrüßen
- Der hochverklärte Stundenduft gewänne.
-
- Und ich auf Licht in gleicher Höhe stände
- Mit dem verschmiegten Nest der braunen Meise,
- Daß ihres Brütens scheues Lauschen leise
- In mein Gefühl durch weiche Augen fände.
-
- Und weilte in Erhebung aller Stille;
- Vernehmend durch die Bildung innrer Schleier
- Den zarten Bruch der ersten Vogeleier
- Bevor ich mir an Deine Brust entquille.
-
-
-
-
- Frühwinter
-
-
- Immer klarer lasse ich
- Die Gestalt im Schneetrieb ragen
- Und ein auferlöstes Tagen
- Fühlt und leuchtet sie an Dich.
-
- Durch das netzgewordne Wehn
- Deiner Zeit und Deiner Himmel
- Faßt sich ganz mein Wortgewimmel
- In ein stummes Eingestehn.
-
- Leise, während ich dabei
- Unverschrien mit Dir alleine,
- Schmilzt der schwersten Flocken eine
- Sich auf meiner Lippe frei.
-
-
-
-
- Füllung
-
-
- Nah fühle ich, in meine Seele sinkt
- Geweihte Schwere, dunkel sie erweiternd;
- Still wird sie wie ein Kind, das schlaferheiternd
- Die erst geballten Hände offen trinkt.
-
- Nicht bete ich mehr, denn mein ganzes Sein
- Ist nach erblaßter Scheu Dir unterlegen,
- Und keine Frage duldet Dir entgegen,
- Weil alles ohne Wort und Wille Dein.
-
- Nur die vollbrachte Tiefe ruft Dich an,
- Des letzten irdischen Gesichts gedenkend,
- Wo eine weiße Birke niedersenkend
- In offne Gräserkelche Tau verrann.
-
-
-
-
- Gottesstunde
-
-
- Verbrachte Stunden sammeln sich der Seele;
- Etwelche jeder Art von der ich lebe,
- Undringlich kommen sie, daß auch sich hebe
- Die jüngste auf, gleich einer armen Schmele.
-
- Und einzig dieser gönnst Du ein Bewegen
- Vor Dir und mir durch segnendes Umschweigen,
- Befiehlst dem Dunkel rings und ihrem Steigen
- Ist keine Wand und keine Zeit entgegen.
-
- Und so entgeht sie mir, wie gute Hände
- Aus andrer Halt sich nehmen ohne Sträuben,
- Erblüht mich ferner und ihr Samenstäuben
- Beginnt auf eines Deiner Nachtgelände.
-
-
-
-
- Heimgang
-
-
- Nur Weißdornbuschwerk duftet meine Lider
- Noch manchmal auf für ein verhaltnes Schauen;
- Sonst ohne Blicke und der Steine Stauen
- Gerate ich den Tannengang hernieder,
-
- Der finster wird, wie ich voll süßem Schämen,
- Denn Deine Trift und goldne Wolkenriesen
- Hast Du dem Wald zuvor in mich gewiesen
- Als in den Raum, da sie zu schlafen kämen.
-
- Herbergend habe ich, nun sie sich legen,
- Was ich besaß gebreitet wie auf Dielen
- Gelöste Garben Strohs, daß in sie fielen
- Der Schläfer großes Atmen und Bewegen.
-
-
-
-
- Terrasse
-
-
- Der wilde, rote Wein ward schwarz und hängt im Abend
- Und Zeit der Sterne ist, die hinter Wolken stehn,
- Aus Häusern kommt das Licht, in Bäumen sich erlabend,
- Die dunkel eingewölbt nur noch im Innern wehn.
-
- Bewegung träumt mein Sitz im Steinbalkon als stammten
- Die Züge Dir vom Mund, der Deinen Atem wiegt,
- Und wieder werde ich in allen Tiefen samten
- Und wunschlos wie ein Tod, wenn er mit Lächeln liegt.
-
- Bis in die Augen steigt mir Ruhe ohne Gleiche,
- Rinnt in die kühle Nacht, noch warm von meinem Sinn.
- Ernst wie dem großen Wild sein später Durst zum Teiche
- Rührt Deine Zuversicht auf alle Stille hin.
-
-
-
-
- Mond
-
-
- Wie der Geist von Deinem Geist
- Strömt der Mond in meine Züge,
- Kühlt zu reinlichster Genüge
- Dinge, die noch Nichts gespeist.
-
- Laut und lauter klingt das Licht
- Über finstere Platanen;
- Und das sonst gedrängte Ahnen
- Dehnt sich aus und ruht sich schlicht.
-
- Alle Sterne stehn wie Wald
- Blau erhöht an beiden Ufern,
- Wo Getön von frommen Rufern
- In der Stillung Bann verhallt.
-
-
-
-
- Anhöhe
-
-
- Behutsam darf ich aus dem Saum des Ranftes
- Des Löwenzahnes graues Lichtrund steigern,
- Was taubeschwert die Winde ihm verweigern
- Erfüllen als ein unbedenkbar Sanftes.
-
- So löst mein leise abgesetztes Blasen
- Die stillen Scharen der geschirmten Samen,
- Und folgsam treiben sie in Deinem Namen
- Wie eine Zirruswolke in den Rasen.
-
- Du aber schweigst dabei den Abend tiefer,
- Der Du die Erde bist und bist mein Hauchen
- Und meines Wesens fließend Untertauchen
- Im fernen Einglühn einer schwarzen Kiefer.
-
-
-
-
- Der Mönch
-
-
- Wer bin ich, daß der Himmel mir sein Falben
- Bis in die stillsten Farbentöne deutet
- Und meiner Sinne Suchen ausgereutet
- Vom Fluggetümmel abendtrunkner Schwalben.
-
- Da Glied um Glied, das Schlummer vorgekostet,
- Demütig wird im Hängen und Berühren
- Des groben Hanfes in den Lendenschnüren,
- Die Sonnenheimgang zärtlich überrostet.
-
- Du läßt die Klarheit also um mich schwellen,
- Daß ich im satten Bade nicht zerfalle,
- Nur ausgebaut zum ruhenden Kristalle
- Durchscheinend allen Ufern, allen Wellen.
-
-
-
-
- Die Sternnacht
-
-
- Meine Augen schlossest Du
- Nur ein Blick blieb außer ihnen,
- Im Gesumm der Sternenbienen
- Sieht er meinen Händen zu.
-
- Wie sie schwer und ewig tun
- Um ein Nachtgebet geflochten,
- Also vor den Brunnen mochten
- Herden einst um Jakob ruhn.
-
- Und der Decke Leinwand liegt
- Unter ihnen mir am Leben,
- Liegt auch so, nur ohne Schweben,
- Wenn es eingeholt versiegt.
-
-
-
-
- Abend
-
-
- Der Anblick schlafgedämpfter Vogelspiele
- Durch knospenschwere Zweige sanfte Sicht
- Auf letzte hingetriebne Wolkenkiele
- Baut lautlos meinen Tag vollendungsdicht.
-
- Ein Raum steigt er empor und ich empfinde
- Ihn größer in mir als den Leib umher,
- Und ist lebendig still, wie kühle Winde
- In Dünen sind aus nahversenktem Meer.
-
- Und wie ihn nun der Mond, aus fernem Tale
- Durch halben Abend gleitend, ruhig schließt,
- Steht er als endlich werte Kathedrale
- Gewärtig, daß Du rauschend sie beziehst.
-
-
-
-
- Inhalt:
-
-
- Sonett 5
- Die Arche Noah 6
- Prüfung Abrahams 7
- David 8
- Tempelgang Mariä 9
- Der Engel Gabriel 10
- St. Joseph 11
- Advent 12
- Die Hirten auf dem Felde 13
- Mariä Trauer 14
- Das Engelkonzert 15
- Nach Christi Tempelweile 16
- Die Schwestern des Lazarus 17
- Die Jünger im Garten 18
- Der Grabwächter Christi 19
- Apostelweg 20
- St. Agnes 21
- Trennung 22
- Herbst 23
- Dachraum 24
- Neigung 25
- Versenkung 26
- Zuflucht 27
- Die Brücke 28
- Domplatz 29
- Ruf 30
- Fiat 31
- Ahnung 32
- Bergung 33
- Endung 34
- Elevation 35
- Frühwinter 36
- Füllung 37
- Gottesstunde 38
- Heimgang 39
- Terrasse 40
- Mond 41
- Anhöhe 42
- Der Mönch 43
- Die Sternnacht 44
- Abend 45
-
-
-
-
-Anmerkungen zur Transkription
-
-
-Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt
-(vorher/nachher):
-
- [S. 21]:
- ... Des langgelocken Fließes weißer Schaum. ...
- ... Des langgelockten Fließes weißer Schaum. ...
-
-
-
-
-
-
-End of the Project Gutenberg EBook of Die Kathedrale, by Ruth Schaumann
-
-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK DIE KATHEDRALE ***
-
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