summaryrefslogtreecommitdiff
path: root/old
diff options
context:
space:
mode:
Diffstat (limited to 'old')
-rw-r--r--old/51276-0.txt3073
-rw-r--r--old/51276-0.zipbin53359 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h.zipbin2469099 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/51276-h.htm3408
-rw-r--r--old/51276-h/images/adv1.jpgbin49750 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/adv2.jpgbin35113 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/adv3.jpgbin44675 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/adv4.jpgbin53939 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/adv5.jpgbin36614 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/adv6.jpgbin27043 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/adv7.jpgbin41966 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/adv8.jpgbin30922 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/adv9.jpgbin37453 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/cover.jpgbin83959 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/kammmarke.pngbin1400 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map1-l.jpgbin349137 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map1-s.jpgbin90307 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map2-l.jpgbin337369 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map2-s.jpgbin87163 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map3-l.jpgbin205524 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map3-s.jpgbin52493 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map4-l.jpgbin210783 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map4-s.jpgbin54390 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map5-l.jpgbin247755 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map5-s.jpgbin63221 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map6-l.jpgbin221114 -> 0 bytes
-rw-r--r--old/51276-h/images/map6-s.jpgbin55759 -> 0 bytes
27 files changed, 0 insertions, 6481 deletions
diff --git a/old/51276-0.txt b/old/51276-0.txt
deleted file mode 100644
index 3255181..0000000
--- a/old/51276-0.txt
+++ /dev/null
@@ -1,3073 +0,0 @@
-The Project Gutenberg EBook of Erzgebirgs-Kammwegführer, by
-Josef Brechensbauer and E. A. Prasse
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
-other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of
-the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
-www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have
-to check the laws of the country where you are located before using this ebook.
-
-Title: Erzgebirgs-Kammwegführer
- Tetschen-Erzgebirge-Asch
-
-Author: Josef Brechensbauer
- E. A. Prasse
-
-Release Date: February 21, 2016 [EBook #51276]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: UTF-8
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERZGEBIRGS-KAMMWEGFÜHRER ***
-
-
-
-
-Produced by The Online Distributed Proofreading Team at
-http://www.pgdp.net
-
-
-
-
-
-
-
-
-
- Anmerkungen zur Transkription
-
-
- Das Original ist in Fraktur gesetzt.
-
- Im Original in Antiqua gesetzter Text ist ~so ausgezeichnet~.
-
- Im Original gesperrter Text ist +so ausgezeichnet+.
-
- Im Original fetter Text ist =so ausgezeichnet=.
-
- Die Symbole und Farben der Wanderzeichen wurden so dargestellt:
- [ Symbol Farbe ].
-
- Weitere Anmerkungen zur Transkription finden sich am Ende des
- Buches.
-
-
-
-
- Erzgebirgs-
-
- Kammwegführer.
-
- Tetschen--Erzgebirge--Asch.
-
- (Schneeberg.) (Hainberg.)
-
- Mit einer Karte des Kammweges.
-
- Herausgegeben
-
- mit Unterstützung des Nordwestböhmischen Gebirgsvereins-Verbandes,
- des Sächsischen Erzgebirgsvereines, des Verbandes
- Vogtländischer Gebirgsvereine und der Sektion Asch des
- Deutschen und Oesterr. Alpenvereines
-
- von
-
- =Josef Brechensbauer= und Ing. =E. A. Prasse.=
-
- Annaberg, Erzgebirge.
-
- =Grasersche Buchhandlung= (Richard Liesche), =Verlag=.
-
- 1907.
-
-
-
-
-~Glück auf!~
-
-
-Wanderglück und echte Wanderfreude sei allen jenen beschieden, die
-unsern Erzgebirgskammweg besuchen, besonders aber dann, wenn es
-gilt, selben in seiner gesamten Erstreckung von Tetschen bis Asch
-zurückzulegen. Hierzu sind etwa 9--10 Tage erforderlich und eine solche
-Kammwanderung ist ein achtunggebietendes Unternehmen. Die aufgebrachte
-Mühe aber wird reichlich belohnt: denn hoch oben auf dem Erzgebirge,
-auf seinen Bergrücken und Gipfeln, am grasigen Hange, auf steiler
-Felsenzinne, hoch oben, wo wetterfeste Wipfel sich wiegen und weit und
-frei sich die Heide dehnt -- da wird der Bergfreund nicht nur Lust und
-Wonne im Herzen fühlen, die ausgiebige Bewegung in der dünnen, reinen
-Höhenluft und in stiller Weltabgeschiedenheit können für Körper und
-Geist nur von wohltuender Wirkung sein. Gar in schöner Sommerszeit ist
-es auf den luftigen Kammhöhen herrlich: Leise fächelt über die sonnigen
-Hänge ein würziger, milder Hauch, hoch und weit blaut der wolkenlose
-Himmel und weit kann der Blick ringsherum in die Lande schweifen.
-Kühler, harziger Duft entströmt dem dunklen, dichten Walde und klare
-Wässerlein rieseln aus Fels und Moor zu Tale. Darum auf aus der
-staubigen Schwüle der Stadt und aus der qualvollen Hitze des flachen
-Landes und suchet Erholung auf den herrlichen Höhen des Erzgebirges!
-
-Der Erzgebirgskammweg führt fast immer auf dem deutlich ausgeprägten
-Kamme des Erzgebirges, der sich meist 50--200 ~m~ über den breiten
-Gebirgsrücken erhebt, u. zw. im östlichen Teile in der namhaften Höhe
-von über 700, im mittleren und westlichen Teile aber meist mehr als
-800 ~m~ bis über 1200 ~m~ hoch dahin, ohne je ins Tal herabzuleiten.
-Er folgt dabei nach Möglichkeit der höchsten Linie des Kammes, der
-Kammlinie, die gleichzeitig die Wasserscheide zwischen den sächsischen
-und böhmischen Gewässern darstellt. Nur dort, wo es an gangbaren Wegen
-mangelt oder die Erlaubnis der Grundbesitzer (letzteres in einigen
-dichten Waldrevieren) nicht zu erlangen war, mußte von der Kammlinie
-bezw. dem Gebirgskamme abgewichen werden. Dies betrifft insbesondere
-die Strecken: Dorf Schneeberg--Tissa, Vorder-Zinnwald--Hinter-Zinnwald,
-Willersdorf--Schwarzer Teich, Einsiedl--Gebirgsneudorf,
-Beerhübel--Forsthaus Neuhaus, Sebastiansberg--Kupferberg,
-Wirbelstein--Keilberg, Gottesgab--Platten und Brambach--Steingrün.
-Hiebei wurden aber des öfteren Umwege abgeschnitten.
-
-Der Kamm des Erzgebirges, die Wasserscheide, liegt zumeist auf
-böhmischer Seite und deshalb findet sich die Kammwegmarkierung zumeist
-auch dort; nur die Seitenlinie Keilberg--Fichtelberg--Gottesgab
-und die Strecke Platten--Auersberg--Gr. Kranichsee verlaufen in
-Sachsen, ebenso wie die im sächsischen Vogtlande markierten Strecken
-Aschberg--Schöneck--Ursprung und Wernitzgrün--Brambach--Elsterquelle,
-zusammen etwa 70 ~km~. Außerdem aber zieht sie sich an vielen Stellen
-in der nächsten Nähe der sächsischen Grenze dahin. Die Höhenlage des
-Weges bringt es mit sich, daß er -- man könnte fast sagen -- immer
-horizontal dahin leitet, oft ist dies aber weite Strecken wirklich
-der Fall und darum die Wanderung sehr angenehm. Den größten Genuß
-bietet allerdings die gesamte Kammwegwanderung und es ist ein schönes
-Bewußtsein, die 248 ~km~ lange Strecke vom Elbstrom bis zu den Höhen
-des Fichtelgebirges auf eigenen Füßen zurückgelegt zu haben. Doch
-versehe man sich mit guter Ausrüstung: Wetterfestes Lodenkleid, derbe
-ausgetretene Schuhe und mancherorts Proviantnahme sind erforderlich;
-letzteres deswegen, da viele der bescheidenen Kammorte bisher für
-Touristenbesuch gar nicht eingerichtet sind. Auch stecke man einen
-der bestehenden Erzgebirgsführer[1] zu sich, da das vorliegende
-Büchlein wohl den Kammweg genau bezeichnet, sich aber mit dem übrigen
-Erzgebirge nicht befassen kann. Gute Touristenstationen aber sind:
-Hoher Schneeberg, Tissa, Nollendorf, Mückenturm, Vorder-Zinnwald,
-Hinter-Zinnwald, Fleyh, Einsiedl (Bad Einsiedl), Gebirgsneudorf,
-Kallich, Sebastiansberg, Preßnitz, Kupferberg, Keilberg, Fichtelberg,
-Gottesgab, Pleßberg, Abertham, Platten, Auersberg, Brambach, Hainberg.
-Bei Eintritt schlechten Wetters warte man in einem Rastorte,
-insbesondere dann, wenn für den Weiterweg keine Straße zur Verfügung
-steht.
-
-Es verlohnt sich jedoch auch in hohem Grade, Teilstrecken des
-Kammweges, wozu der vorliegende Führer gleichfalls den besten
-Behelf bildet, zu bewandern, und es ist ein großer Vorzug des
-Erzgebirgskammweges vor anderen Kammwegen, daß mehrere Eisenbahnen ihn
-selbst überqueren, zahlreiche andere aber dem Kamme sich bis auf wenige
-Stunden nähern. Ein weiterer Vorzug der Kammwanderungen im Erzgebirge
-sind der reiche, stete Wechsel von Wald und Flur, der immer neue
-Landschaftsbilder des Gebirgsrückens selbst und unzählige prächtige
-Ausblicke in die Ferne dem Auge entrollt, das Vorhandensein zahlreicher
-Ortschaften auf den Kammhöhen und die hierdurch bedingte historische,
-wirtschaftliche und volkskundliche Eigenart des Gebirgskammes.
-
-Die beiden Grenzpfeiler des Erzgebirgskammweges sind der Hohe
-Schneeberg im Osten und der Hainberg im Westen, beide mit mächtigen
-Türmen gekrönt; doch gelten auch die Aufstiege bezw. Abstiege
-Tetschen--Schneeberg, Asch--Hainberg als Bestandteile des Kammweges und
-sind mit der gleichen Markierung versehen. Die einheitliche Markierung
-des Erzgebirgskammweges sind vier blaue Zinken im weißen Felde:
-
- [ |_|_|_| ] (Kammwegmarke).
-
-Das vorliegende Büchlein konnte sich mit der etwa erwarteten
-Schilderung der landschaftlichen Schönheiten des Erzgebirges und seiner
-sonstigen Eigenart nicht befassen, es erblickt vielmehr seine Aufgabe
-darin, die Linie des Kammweges, der ja kein eigens gebauter Weg ist,
-sondern sich nur als eine fortlaufende Markierung bestehender Fahr- und
-Fußwege und Straßen darstellt, genau zu bezeichnen, so zwar, daß der
-Kammwegwanderer sich auch dann gut weiterfindet, wenn die Markierungen
--- wie auf dem hohen Erzgebirgskamme oft der Fall -- durch Wintersturm
-und Rauhreif, Schneebruch oder durch die Axt des Holzhauers zerstört
-wurden. Unser Führer, der ganz auf den eigenen Wanderungs-Ergebnissen
-der beiden Verfasser aufgebaut ist, soll nichts anderes sein, als ein
-kleines, handliches Büchlein, bestimmt für die Tasche der Wanderjoppe,
-ein treuer Wandergefährte! Wie in den meisten Reiseschilderungen und
-touristischen Handbüchern wurde die Wanderung nur in +einer+ Richtung,
-nämlich westwärts von Tetschen nach Asch geschildert; bei Begehung
-des Kammweges in entgegengesetzter Richtung wird man unschwer die
-Beschreibung umzustellen haben.
-
-Möge das Büchlein beitragen, unserem schönen, deutschen Wanderwege, dem
-Erzgebirgskammwege, recht viele Freunde zuzuführen!
-
- =Teplitz= und =Leipzig=, Neujahr 1907.
-
- Die Verfasser.
-
-
-
-
- Wie schimmern im goldenen Sonnenglast
- Ringsum die blühenden Lande!
- O Bergesstille, o wonnige Rast,
- Frei bin ich der zwängenden Bande!
-
- Und mit dem goldenen Sonnenschein,
- Hier weltfern abgeschieden,
- Zieht mir ins Herz besel'gend ein
- Der Bergwelt hehrer Frieden.
-
- Anton König.
-
-
-
-
-1. Abschnitt.
-
-Tetschen--Nollendorf (24 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: ~a~) von +Böhmen+ aus: 1. Linie Prag--Bodenbach
- der öst.-ung. Staatseisenbahn-Gesellschaft, 2. Linie
- (Prag)--Schreckenstein--Tetschen der öst. Nordwestbahn, 3.
- Strecke Komotau--Bodenbach der k. k. öst. Staatsbahnen. ~b~)
- von +Sachsen+ aus: Linie Dresden--Bodenbach der königl. sächs.
- Staatseisenbahnen. ~c~) Aus beiden Richtungen die Sächs.-Böhm.
- Dampfschiffahrt.
-
-Wir stehen auf der 178 ~m~ langen Kaiserin Elisabeth-Kettenbrücke,
-welche die an beiden Ufern der Elbe herrlich gelegenen Städte
-+Tetschen+ und +Bodenbach+ verbindet, und sehen sinnend hinunter auf
-den prächtigen Strom, dessen Fluten eilig zum freundnachbarlichen
-Sachsenlande hinabgleiten. Hochragende Berge und steile Felswände
-drängen sich an beiden Ufern bis an den Strom und machen den
-aufstrebenden Schwesterstädten den Platz streitig. Ein stattliches,
-altehrwürdiges Gebäude thront auf steiler Felshöhe, das gräfl.
-Thun'sche Schloß; von mehreren Höhen flattern lustige Wimpel uns
-deutschen Willkommensgruß zu, auf dem glänzenden Strome ein buntes
-Durcheinander von allerhand Fahrzeugen, großen und kleinen; an beiden
-Ufern eilen Eisenbahnzüge dahin, ein Rasseln, Pfauchen, Pfeifen, lautes
-Treiben ringsherum! Wir aber wollen hinauf auf die stillen, herrlichen
-Kammhöhen des Erzgebirges, in die reine, dünne Höhenluft, um unsere
-müden Nerven zu beruhigen und zu kräftigen und an Leib und Seele zu
-gesunden!
-
-Deshalb rasch zum Brückenausgang auf der Bodenbacher Seite. Diesem
-gegenüber ein breites, offenes Tor -- das ist der Eingang zum
-Erzgebirgskammwege. R. daneben an der Mauer die große Tourenkarte des
-Tetschener Gebirgsvereines und die Tafel: »Kammweg Tetschen--Asch via
-Schneeberg, Tissa hier über die Eisenbahn« mit der Kammwegmarke (4
-blaue Zinken auf weißem Grunde).
-
-+Auf nun zu fröhlicher Bergfahrt!+ Wir schreiten durch das Tor und über
-das Geleise der Sächs. Staatseisenbahn, r. und l. ein Eisenbahntunnel,
-l. die Schäferwand, zu welcher der »Waldsteig« abzweigt. Der Kammweg
--- schon geht es bergwärts -- führt die steile mit großen Sandsteinen
-gepflasterte, schmale +Rotbergstraße+ mit schönen Rückblicken hinauf
-(von hier bis zum nächsten Dorfe finden sich keine Marken und
-keinerlei Markierung), l. die Häuser 1, 3, 5, 7, 9, 15, r. 20, 22,
-24, 26. Es folgt nach etwa 10 Min. eine Wegteilung bei 2 Linden, l.
-Biela-Straße; wir gehen r. die Rotbergstraße weiter, l. Nr. 27, 29,
-33, r. 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, meist kleine Häuschen, teils alter,
-traulicher, teils neuer, aber freundlicher Bauart. Beim Hause Nr.
-33 wendet sich die Rotbergstraße nach r., l. in einiger Entfernung:
-Restaurant Schweizerhof. R. treten Wald und Berg an das Sträßchen,
-Revier-Pfosten 41 und 42, l. stehen die letzten 2 Häuser Bodenbachs
-Nr. 37 und 41. Wenige Schritte dahinter Wegteilung. Achtung! Nicht
-r., nicht l., sondern geradeaus nur mäßig ansteigend am Rande einer
-(r.) Wiese weiter (Weg anfangs etwas verrast) auf die freie Höhe mit
-prächtiger Ausschau: l. Pfaffen-, Hut- und dahinter Hopfenberg, vor
-uns das Schneeberg-Massiv (Turm nicht sichtbar). Bald senkt sich der
-Weg und vor uns liegen die Häuser der kleinen Ortschaft (1¾ ~km~[2])
-+Bösegründl+. (R. kommen 2 Wege herab.) Wir lassen die ersten 3 Häuser
-ganz l., biegen r. um, an einer eingemauerten (l.) Quelle vorbei, l.
-altes Bauernhaus Nr. 2, Gemeindeamt und Nr. 6, r. Wegweiser mit dem 2.
-Kammwegzeichen und kl. Schankwirtschaft »Zum Morgenstern«. Nun Eintritt
-in den Wald und Wegsenkung ins Bielaer Tal. L. Wegweiser z. Manzer-Weg
-und Gauben-Wändl (empfehlenswerter Aussichtspunkt, 2 Min.) und bald
-Wegteilung. Wir schreiten r. den gebauten Touristensteig mit Geländer
-an der Talwand herab in das Dorf (3¼ ~km~) +Biela+ (1597 Einw.), queren
-im Tale die Straße nach Kalmswiese, übersetzen ein Wässerlein, um auf
-die +Neu-Biela+ durchziehende Straße mit dem Wegweiser »In ½ Stunde
-zum Hohen Schneeberg« zu gelangen. L. Haus 16, r. 130. Auf dieser
-Straße immer weiter den Ort hinauf. Oberhalb des (r.) Postamtes l.
-Wegweiser. Wir folgen der Straße, die uns an mehreren Fabriksgebäuden,
-(l.) Kirche und Schule vorbei bis zum obersten Gasthause (Schweizer
-Hof oder Mühle?) führt. Vor diesem auf schmalem Pfade links die
-Talwand hinauf, an den einzelnen Häuschen (r.) 56 und 55 vorbei, von
-denen eines auf einer Tafel folgende Bemerkung zeigt: »Der Kammweg
-ist von hier bis Dorf Tissa nur weiß markiert.« Leider gestattete der
-Herrschaftsbesitzer Graf Thun in Tetschen die Anbringung der blauweißen
-Kammwegmarken in seinem Gebiete nicht. Weiter zum letzten (l.) Hause
-empor und wir sehen schon die Straße, auf die unser Weg einmündet. Dort
-Tafel: »Direkter Weg durch Biela nach Bodenbach« und Telegraphenstange
-34. Bald zweigt l. die Nostiz-Straße ab, wir verfolgen unsere Straße
-weiter, bis sie nach etwa 10 Min. nach l. umbiegt. Hier weisen uns
-eine Wegtafel »Direkter und kürzester Aufstieg zum Hohen Schneeberge«
-und weiße Marken (Kalkstriche) r. auf einen teilweise gepflasterten
-Fahrweg, auf dem wir in wiederum 10 Min. bei einer (r.) Schutzhütte
-eine gerade Waldstraße rechtwinkelig kreuzen (als Fortsetzung finden
-wir 2 Pfade, wir wählen den der Hütte näheren). Nach 5 Min. mündet
-unser Weg auf einen von r. steil heraufkommenden Weg ein, den wir
-scharf nach l. verfolgen. Nun sind wir auf der Kammhöhe angelangt;
-bald führen nach r. zwei Wege, einer davon in das Wildgatter hinein.
-Wir bleiben l., gehen gerade aus am Wildzaun (aus Draht) etwa 5 Min.
-weiter. Vor uns erhebt sich ein Fels des Schneeberggipfels, an dem wir
-r. herum über Stufen auf die Gipfelhöhe aufsteigen, auf der wir in
-12 Min. das hinter Waldbäumen verborgene Unterkunftshaus des +Hohen
-Schneeberges+ (8½ ~km~), 721 ~m~ Seehöhe, erreichen.
-
- Von dem freien Platze vor dem Unterkunftshause genießt man
- eine herrliche Aussicht nach ~S.~ und ~O.~ (Orientierungskarte
- auf der Mauerbrüstung); vom 30 ~m~ hohen, steinernen Turme
- eine großartige Rundsicht (Panoramakarten sind erhältlich)
- besonders über die ganze sächsische Schweiz und einen großen
- Teil Sachsens. Die Türme von Dresden erblickt man deutlich; bei
- klarer Luft im ~O.~ außer dem ganzen Lausitzer Gebirge, das
- Isergebirge, die Schneekoppe u. a. m. Im Unterkunftshause gute
- Verpflegung, 50 Nachtlager, schöner Speisesaal, im Nebenzimmer
- Erinnerungen an den wiederholten Besuch seitens der königl.
- sächs. Familie: 1876, 1888, 1905.
-
-Vor dem Turm vorbei in südwestlicher Richtung führt der Kammweg hart
-am südlichen Steilabsturze der Hochfläche des Schneebergs weiter, nach
-5 Min. Wegteilung, wir l. den Serpentinenweg teils über Stufen hinab,
-queren die Straße und folgen dem Wegweiser zum Hotel »Schweizerhof«
-im (10 ~km~) +Dorfe Schneeberg+ (492 E.), beliebte Sommerfrische.
-Vom Schweizerhof auf der Straße wenige Min. nach Süden, am (l.)
-Gasthause »Zur Hoffnung« und Haus Nr. 23 vorbei; beim nächsten Hause
-Straßenkreuzung, l. Stein 117, r. Stein 116, Wegweiser. Wir wenden uns
-r. auf die westlich gegen Tissa führende Straße, die in einer Seehöhe
-von etwa 600 ~m~ und bald nach dem Eintritte in den Wald 2½ ~km~
-geradlinig dahinführt. Schließlich wendet sich die Straße scharf nach
-r. und senkt sich. Nach 6 Min. neuerliche scharfe Wendung nach l. An
-dieser Stelle (bei Reviertafel »Schönsteiner Revier«) verlassen wir die
-Straße und steigen r. bei der Tafel »Eingang in die +Tissaer Wände+«
-einen schmalen Pfad mit Stufen hinan. Nach 1 Min. r. und l. Pfade ab
-mit schönen Ausblicken; der eine (l.) führt zum »Tisch« (Felsbildung).
-Wir gehen unsern anfänglich eingeschlagenen Pfad weiter, dann einige
-Stufen herab und bemerken bald r. eine Stiege mit eisernem Geländer
-abwärts, eigentlicher Eingang in die Wände. Wir steigen jedoch l. den
-Kammweg hinauf, der uns über den horizontalen Kamm der Wände führt,
-die nach Süden 60--70 ~m~ mauergleich abstürzen und reizende Ausblicke
-auf den Ort Tissa, das Eulautal und Mittelgebirge gewähren. Im Westen
-sehen wir das Erzgebirge aus der Senkung von Tissa sanft ansteigen
-bis zur Nollendorfer Höhe, von der uns das weitschauende Kirchlein
-begrüßt. Endlich müssen wir r. über eine steile Steinstiege durch eine
-schmale Schlucht tief hinab in das Innere der Wände. Es empfiehlt
-sich nun, ein Stück in das Innere nach r. hineinzugehen, um sich die
-interessanten, mächtigen Felsgebilde zu betrachten, die verschiedene
-abenteuerliche Formen zeigen und dementsprechend Namen (teilweise
-angeschrieben) tragen, wie: Frosch, Helm, Januskopf, Medusenhaupt,
-Pilatussohle, Doktor u. a. m. oder mannigfache Höhlen und Spalten
-bilden: Schneiderloch, Enge Pforte, Klausenkirche u. v. m. Man vergesse
-jedoch den Rückweg nicht oder nehme einen Führer, die meist in der
-Nähe warten, oder aber gehe solange weiter, bis man nahe dem östlichen
-Ausgange wieder auf den Kammweg gelangt.
-
-Am untern Ende der vorgenannten Steinstiege wendet sich der Kammweg
-nach l. und führt durch das »Torloch« südlich herunter in den Ort
-(15 ~km~) +Tissa+, beim Friedhofe und der Kirche vorbei auf die nach
-Peterswald führende Straße, wo einige Schritte östlich der Kirche das
-Kaiser Josef-Denkmal und gegenüber das Hotel »Zur böhmischen Schweiz«
-(sehr empfehlenswert) steht. Im Orte Tissa betreten wir das Urgestein
-des Erzgebirges, meist roten Gneis, auf dem westlich bis gegen
-Nollendorf-Schönwald stellenweise Sandsteinreste aufruhen, wie wir es
-selbst auf dem Kammwege wiederholt betrachten können.
-
-+Tissa+ (544 ~m~), Dorf mit 2200 Einw., ein schmucker Ort, hat
-ansehnliche Industrie, besonders Erzeugung von Knöpfen. (Berlet,
-Erzg. R. II a). Wir schreiten auf der Peterswalder Straße noch etwa
-5 Min. aufwärts und beim Gasthaus »zum Grafen Thun« vorbei. Bei der
-(l.) Schmiede des Josef Hocke, Hufschmieds, (Wegweiser; hier beginnt
-die ununterbrochene blauweiße Kammwegmarkierung) verlassen wir die
-Straße und folgen (l.) einem rechtwinklig abzweigenden, nach Süden fast
-geradeaus führenden Fahrwege durch zerstreute Häuser weiter. Erst senkt
-sich der Weg etwas, die Richtung desselben wird von ferne schon durch
-einen einzelnen hohen Nadelbaum (Lärche) bestimmt. L. von diesem steht
-ein größeres Gebäude, r. die Häuser Nr. 46 und 289. Der Rückblick auf
-Tissa und die Wände wird immer herrlicher. Nach 8--10 Min. biegt der
-Weg nach r., dann gleich wieder nach l. und dann wieder nach r. stark
-um.
-
-L. in einiger Entfernung stehen dichtgedrängte Häuser, das ehemalige
-Gut Schönstein. Genau hinter Tissa erscheint erst wenig, später
-mehr der Turm auf dem Schneeberge und r. in weiter Ferne die schöne
-Pyramide des Rosenberges. Auch der Blick in das Eulautal mit dem
-Hegeberge, Hopfen-, Lotter-, Hutberge bei Bünauburg ist reizend. Der
-Weg führt wieder gerade weiter südwestlich und bergan. Nach 2 Min.
-erste und wieder 2 Min. zweite Wegkreuzung; letztere auf der Höhe des
-+Tissaberges+, der nach r. ansteigt.
-
-Die Aussicht wird umfassender: Weit im Südosten der dominierende,
-sattelförmige Geltsch und r. davon der mächtige Langeberg. Vor und
-zwischen beiden der markante, bewaldete Blankenstein mit Ruine.
-
-Nun senkt sich der Weg und wendet sich etwas nach r. Vor uns ragt der
-Gebirgskamm mit der Ebereschenstraße Nollendorf--Schönwald und r.
-der Sattelberg auf, l. Ziegelteich. Nach 4 Min. erreichen wir eine
-Waldecke. Unser Weg wendet sich hier +stark nach l.+, (während r. zwei
-Wege abgehen) r. vom Hochwald, l. von Jugend begleitet. Eine rotweiße
-Marke begleitet uns von der Waldecke an bis nahe an Oberwald. Nach 2
-Min. Wegteilung, wir treten r. in den Hochwald ein und folgen einem
-ausgefahrenen, ansteigenden Hohlwege. Nach 1 Min. Wegteilung, wir
-gehen r. Nach 8 Min. treten wir aus dem Walde. Am Waldrande l. von
-uns begleitet uns längere Zeit ein Weg, der bei nassem Wetter besser
-gangbar ist und sich außerhalb des Waldes mit unserem vereinigt. Unser
-Weg schlängelt sich nun lieblich auf der freien Kammhöhe dahin, die
-hier den Namen »+Auf der Schöne+« führt und eine herrliche Aussicht
-gewährt. Etwa ¼ Stunde dauert die reizende Wanderung, bis wir etwa
-400 Schritte vor uns und etwas tiefer zwei Gehöfte erblicken. Hier
-achte man genau auf die Kammwegmarken[3], die nun an Gesträuch
-einen nach r. rechtwinklig abzweigenden, verrasten Fahrweg zur Höhe
-hinaufleiten, wo wir nun einem ganz schmalen Pfade l. eben durch
-Heidekraut und Gehölz folgen. Wo dieser sich senkt und in niedrige
-Jugend eintritt, folgen wir l. rechtwinklig einem Pfade, der immer an
-Grenzsteinen und schließlich am Waldrande (l. ein Feld) weiterleitet,
-bis er einen Fahrweg erreicht und wir vor uns auf grünen Matten die
-wenigen und teils altersgrauen Häuser von +Oberwald+ erblicken. Die
-Kammwegmarkierung führt nun etwas rechts über den Fahrweg, quer durch
-die Wiesen, auf eine kleine Brandruine und das einzige sehr bescheidene
-Gasthaus des Wenzel Bail zu, wo wir recht gerne ein Glas frischer,
-guter Milch erhalten. L. oberhalb des genannten Gasthauses steht an dem
-breiten Fahrwege ein steinernes Kreuz mit der Jahreszahl 1819, dort
-müssen wir vorbei und den Fahrweg nach r. nordwestlich benützen bis
-zum letzten (r.) Hause. Der bisherige Weg führt geradeaus weiter nach
-Peterswald. Wir aber folgen dem l. rechtwinklig zur Höhe ansteigenden
-Fahrwege, der nun durch mageren Föhrenwald in wenigen Minuten nach (22
-~km~) +Jungferndorf+ führt. R. vom Wege erhebt sich der 686 ~m~ hohe
-kahle +Sandkopf+ mit weiter Aussicht nach Sachsen, l. stehen etwa drei
-kleine Häuschen. Die meisten Häuser des Ortes gewahren wir erst r. an
-der Westseite des Sandkopfes, wenn unser Weg die breite Kaiserstraße
-erreicht hat. Wir wandern nun auf dieser in südlicher Richtung nach
-Nollendorf führenden Straße, l. Wegtafeln des Teplitzer Gebirgsvereins
-Nr. 736 und 735 (etwas kürzerer Weg nach Oberwald) rotweiße Marke.
-
-(24 ~km~) +Nollendorf+ (679 ~m~ -- 322 E.) Historisch merkwürdig durch
-die Schlacht bei Kulm im Jahre 1813, in der die Franzosen unter General
-Vandamme von den vereinigten Oesterreichern, Preußen und Russen eine
-heftige Niederlage erlitten, die zur panikartigen Flucht der Franzosen
-über Nollendorf (Straße nach Jungferndorf) führte. Kaiser Napoleon
-betrachtete vom Turme der Nollendorfer Kirche den Verlauf der Schlacht.
--- In Josef Güttlers Gasthaus gute Unterkunft und Verpflegung. (Berlet,
-Erzg. R. II b).
-
-
-
-
-2. Abschnitt.
-
-Nollendorf--Neustadt (28 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: ~a~) von +Sachsen+ aus: 1. Bahnstrecke
- Pirna--Gottleuba. Von hier nach Nollendorf 14 ~km~. 2.
- Mügeln--Geising, nach Zinnwald 3½ ~km~. Dresden--Kipsdorf,
- nach Zinnwald 11 ~km~. ~b~) von +Böhmen+ aus: Staatsbahn
- Bodenbach--Komotau. Station Tellnitz 3 ~km~ von Nollendorf
- entfernt.
-
-Um unsere Kammwegwanderung fortzusetzen, schreiten wir auf der von
-Jungferndorf durch +Nollendorf+ führenden Straße durch diesen Ort bis
-zur hochstehenden Kirche. Ueberraschend schöne Aussicht nach Süden.
-Gehen wir aber der Friedhofmauer, welche die Kirche einschließt,
-entlang und dann auf einem Feldwege etwa 8 Min. gegen Osten bis auf die
-Höhe des +Nollendorfer Berges+ (701 ~m~), so gestaltet sich dieselbe
-noch entzückender. Der Kammweg aber zweigt von der Straße r. gegenüber
-der Kirche als schmaler Fahrweg gegen Westen ab. Wegweiser Nr. 729, mit
-der Kammarke läuft von hier etwa 1000 Schritte eine blaugelbe Marke
-(nach Tellnitz). Mäßig ansteigend gelangen wir auf dem baumlosen Kamme
-mit schöner Aussicht in das Pockautal, aus dessen Hintergrund Aussig,
-beschirmt von der düstern Burgruine Schreckenstein, heraufschaut,
-und über drei Feldweg-Kreuzungen zu einem Steinkreuze mit grünem
-Holzgitter, wo sich unser Weg nach r. wendet. Die blaugelbe Markierung
-führt ins Tal. Nun r. auf das oberste Haus zu, durch dessen Hof
-(zwischen Haus und Scheune) der Kammweg führt. Dann l. zum Wegweiser
-Nr. 731 und 732 und dessen blaugelbblauer Marke außer der Kammarke
-nach (gegen Streckenwald) r. an der Rückseite eines großen Gehöftes in
-nahezu nordwestlicher Richtung den Fahrweg weiter. R. erstreckt sich
-die freie Hochfläche des +Kaibler+ (722 ~m~), über welche in einiger
-Entfernung die eschenbesäumten Straßen nach Schönwald und Peterswald
-führen, l. ragt die waldesdunkle +Hornkappe+ (665 ~m~) empor, ein
-walderfülltes Seitental senkt sich hinunter zum tiefen Tellnitzer Grund
-und jenseits strebt der 792 ~m~ hohe Zechberg empor. Vor uns über dem
-Walde in der Entfernung von 4 ~km~ erscheint unser nächstes Ziel, der
-Ort Streckenwald mit dem schlanken Türmchen seines Kirchleins. Fast 2
-~km~ geradeaus geht es auf der herrlichen Höhe bis zum Waldrande mit
-dem Stein 108. Nun wenden wir uns l. an demselben abwärts, dann in
-den Wald hinein. Es folgen die Steine: 109, 110, 111, 39, 40, 41, 42,
-43 (dann kommt ein Weg l. herab). Unser Weg schlängelt sich zuletzt,
-Stein 45, und wir sind in einer etwa 100 ~m~ tiefen Einsenkung des
-Kammes angekommen, durch die eine Straße von Tellnitz nach Schönwald,
-der sog. Schießhausweg, führt. Wir queren diese und ein Wässerlein.
-Unser Fahrweg führt nun teils durch Wald, teils an Feldern und Wiesen
-vorbei. Es folgt Stein 46, Pfosten 24, (ein Weg kommt von r.) r.
-kleine Sandgrube, Stein 278, Weg windet sich stark nach l., Stein
-277, r. etwa 5 ~km~ entfernt im Norden der spitze Sattelberg (719
-~m~), l. Tellnitztal. Bei Stein 275 wieder Wendung nach r., (zwei
-Wegabzweigungen nach l.) r. halten, Stein 270, Weg steigt wieder an,
-Stein 269, (Wegabzweigung l.) r. halten. Austritt aus dem Walde. Freie
-Fluren. Weiter Ausblick nach Sachsen. Schloß Schönwald, Orte Breitenau,
-Liebenau u. a., r. zwei einzelne Wäldchen (aus dem Walde l. kommt ein
-Weg). Es folgen nun viele Wegkreuzungen, da meist auf jedes Feld ein
-Weg abzweigt. Wir müssen nun so ziemlich unsere gerade Richtung nach
-Westen einhalten und bald erscheint Dorf Streckenwald, bei dessen
-Kirchlein wir die nach Adolfsgrün führende Straße betreten, die
-rechtwinklig zu unserem bisherigen Wege nach Süden führt, r. das letzte
-Haus des Ortes Gasthaus.
-
- (5½ ~km~) +Streckenwald+ (753 ~m~ -- 508 E.) Die Bewohner
- treiben mannigfachen Handel, besonders mit Borstenvieh,
- und sind als rührige Geschäftsleute weit bekannt. Die
- kleine freundliche Kirche ist im Jahre 1901 erbaut. An ihr
- Gedenktafel: »Zu Ehren Sr. königl. Hoheit Prinz Max, welcher
- am 14. September 1902 zur Kirchweihe die Festrede abhielt.
- Gewidmet von Karl Watzke.« (Berlet, Erzg. R. II c).
-
-Auf der genannten Straße fast eben in 20 Min. nach Adolfsgrün. R.
-vorher Friedhof am Waldesrand.
-
- (7 ~km~) +Adolfsgrün+ (747 ~m~ -- 40 E.) wurde erst vor etwa
- 60 Jahren gegründet. L. Gasthaus »Zur Waldesruh«, r. »Stadt
- Dresden«.
-
-Nun die Straße geradeaus aus dem Orte hinaus und weiter. Die Straße
-senkt sich in eine sanfte Mulde (Kammlinie läuft südlich), deren
-Rinnsal ins Müglitztal ausmündet. Ein weiter Blick nach Sachsen
-erschließt sich. Markant hebt sich der Geisingberg mit Turm ab, an
-dessen l. Abhang lehnt die Stadt Altenberg. Nach 1 ~km~ übersetzt die
-Straße das vorgenannte Bächlein. Zwischen dem 9. und 10. Baum jenseits
-verlassen wir die Straße und folgen in fast südlicher Richtung einem
-mäßig der Kammhöhe zustrebenden Fahrwege über zwei Wegkreuzungen,
-geradeaus auf das steinerne Kreuz zu, errichtet von Anna Patzelt am
-14. Juli 1905, weiter auf zwei neuerliche Kreuze, die »Ritschelkreuze«
-(765 ~m~), zu. Genau auf der Kammlinie, weite Ausschau: vor uns
-Ebersdorf, der Mückenberg, r. davon ein mächtiges Stück des Kammes mit
-dem Vorder-Zinnwalder Kahlenberg, dem »Toten Kinde« und dem Kahlenberg
-i. S. ganz r. L. merkwürdige Terrain-Erscheinung: der Gebirgskamm
-schiebt zwei Berge nach Südosten, die höher als er sind: +Zechberg+ und
-+Schauplatz+ (beide 792 ~m~).
-
-Bei diesen Kreuzen mündet ein Weg von l. in unsern ein, wir gehen nach
-r., neuerliche Abzweigung, wieder r. halten und in wenigen Schritten
-treten wir in (9 ~km~) +Ebersdorf+ ein, l. Kaufmann Hermann Merl Nr.
-222, r. Josef Kohlschütter, Schneider. Wir wenden uns r. auf die
-Dorfstraße, gehen nur bis zum nächsten (r.) Hause Nr. 137. Diesem
-gegenüber schreiten wir l. vor einem neugebauten feuerfesten Hause
-mit Pappdach und zwei Blitzableitern auf einem Feldwege hinaus aus
-dem Orte gegen Westen. Der Kammweg durchquert also nur den Ort im
-oberen Ortsteile, sog. Oberdorf, der eine ausgesprochene Längsrichtung
-hat. Ebersdorf (753 ~m~, 984 E.) ist eine alte Ansiedlung mit dem
-ursprünglichen Namen Eberhardsdorf. (Berlet, Erzg. R. II c).
-
-Wenn wir bei genanntem Hause hinaustreten, queren wir sogleich einen
-Pfad, der parallel mit dem Dorfe läuft. Außerdem führen zwei Wege
-hinaus, wir folgen dem etwas nach r. führenden. Nach 80 Schritten
-wieder Wegteilung, wir gehen r. auf dem verrasten Wege weiter. Nach
-300 Schritten Wegkreuzung, wir müssen geradeaus. Von r. münden nun
-wiederholt aus dem Dorfe kommende Feldwege ein. Wir gehen immer
-in unserer Richtung weiter und auf das im freien Felde stehende
-eiserne Kreuz mit zwei Bäumen und Umzäunung (errichtet von Zechel
-»Schenkerkreuz«) zu.
-
-Bei klarem Wetter ist nun ein Verirren unmöglich, da man vor sich den
-Mückenberg als Wanderziel sieht; bei Nebel aber Achtung! Vom Kreuze
-weder r. noch l., sondern geradeaus, es folgen mehrere Wegkreuzungen,
-wir immer in der gleichen Richtung weiter, l. Ausblick durch die
-Dachsenschlucht auf den Teplitzer Schloßberg; der Weg senkt sich und an
-seiner tiefsten Stelle steht ein neuerliches Kreuz, Goldammerkreuz, 724
-~m~, 1867, und Wegweiser Nr. 126 und 127, dem wir zum Mückenberg hinauf
-folgen, noch 10 Min. bergan.
-
- Freundlich blickt das in Holz gekleidete und im Schweizerstil
- erbaute (12 ~km~) +Mückentürmchen+ aus dem Waldesgrün hernieder
- und zierlich schlängelt sich der Pfad des Kammweges zu ihm
- hinauf an Halden und Bingen, Zeugen des einstigen Bergsegens,
- vorbei. Der Mückenturm, ein vortrefflich bewirtschaftetes
- Unterkunftshaus, hat mehrere Restaurationsräume, eine größere
- Anzahl von Fremdenzimmern und dürfte zu einem wichtigen
- Ruhepunkt für Kammwegwanderer werden. (Berlet, Erzg. R. II c).
-
-Von Tissa bis hierher besteht die Hauptmasse des Erzgebirges aus
-Urgestein u. zw. Gneis, Glimmerschiefer und Tonschiefer. Der Mückenberg
-gehört bereits einem Porphyrstocke an, der zwischen Graupen und
-Niklasberg den Gebirgsrücken durchquert.
-
-Wir steigen nun westlich vom Mückentürmchen hinunter an der St.
-Wolfgangskapelle mit Holzkanzel im Freien vorbei und übersetzen die
-von Voitsdorf nach Graupen führende Straße, r. Zollamt. Wegweiser
-(über Siebengiebel etc., auf dem Bierwege nach V.-Zinnwald). Der
-hier bezeichneten, ganz ebenen Straße folgen wir etwa 8 Min. bis zum
-Forsthause mit Wegweiser (676). Vor diesem r. auf schmalem Fahrwege =
-Bierweg mit blauer Kammarke und blaugelber Marke in den Wald hinein
-und immer in nordwestlicher Richtung auf dem ebenen, bewaldeten, teils
-moorigen Kamme nahezu 3 ~km~ fort, dann Austritt aus dem Walde. Auf
-diesem Wege anfangs zwei Wegteilungen, wir immer l., Rückblick auf den
-Mückenberg, vorbei an Stein 842, Stein mit Nr. 12, 13, 14, 27, Stein
-13, 14, 15, 29, dann Wegkreuzung und bei Stein 15, 31, 13, gerade
-Schneise, welche wir beide kreuzen. Weg senkt sich, über Wegkreuzung
-geradeaus, l. Pflanzgarten, dann durch den Wildzaun. Hier Wegteilung,
-wir r. abwärts auf den inmitten der Wiesen stehenden Wegweiser 299 und
-300 zu. Hier verlassen wir die blaugelbe Marke (Achtung), wenden uns
-scharf nach l. auf die Häuser von (16 ~km~) +Vorder-Zinnwald+ zu. Erst
-treffen wir l. ein Holzkreuz, r. ein Haus mit 5 kleinen Ebereschen.
-Man sieht gerade vor sich den Kammweg den Berg hinansteigen. In 6 Min.
-vom Wegweiser quert er ein nach Süden führendes Sträßchen und führt
-zwischen zwei Häusern in der bisherigen Richtung hinauf. Das l. Haus
-ist ein altes Gebäude mit drei alten Bäumen. Auf der Höhe wendet sich
-unser Weg scharf nach r. und gewährt eine überraschend schöne Aussicht
-auf die vorher zurückgelegte Kammwegstrecke sowie weite Fernsicht nach
-Sachsen, infolgedessen »Dresdner Aussicht« genannt. L. läuft eine
-Steinmauer, erst näher, dann sich entfernend, wir gerade aus fort nach
-Norden bis auf die von Vorder-Zinnwald nach Hinter-Zinnwald führende
-Straße (r. letztes Haus von Vorder-Zinnwald), die wir nach l. (Westen)
-hinansteigen und auf der wir in ½ Stunde die Bergstadt (20½ ~km~)
-+Hinter-Zinnwald+ (816 ~m~, 1118 E.) erreichen. L. die braun-weiße
-Schule und die Kirche, r. Haus des Franz Hönig. Nach diesem verlassen
-wir die Straße und schreiten r. abwärts auf das Pochwerk Moritzhütte
-zu. Wir steigen nun an der Landesgrenze (in Sachsen!), l. Steine 44,
-41, einen Hohlweg hinan, auf das Gasthaus »Zum Bergmanns-Gruß« an der
-Straße zu, die von Sachsen nach Böhmen führt. Hinter-Zinnwald, (Berlet,
-Erzg. R. III.)
-
- +Seitentour+: +Hinter-Zinnwald+--+Altenberg+--+Geisingberg+--
- +Geising+--+Wettinhöhe+--+Hinter-Zinnwald+.
- Von Hinter-Zinnwald über die Grenze in das anschließende
- Sächs.-Zinnwald und auf der beim Gasthofe »Zum sächsischen
- Reiter« l. abzweigenden Straße in dreieinhalb ~km~ nach
- +Altenberg+ (Berlet, Erzg. R. II d), Stadt mit 1750 E.,
- hierauf in 35 Min. auf den 823 ~m~ hohen +Geisingberg+
- (Basaltkuppe) mit 17 ~m~ hohem Aussichtsturm und schöner
- Aussicht. Hierauf Abstieg auf markiertem Wege nach (3 ~km~)
- +Geising+. Stadt mit 1240 E. (Berlet, Erzg R. II c). Von hier
- auf die +Wettinhöhe+ (zweieinhalb ~km~) mit 15 ~m~ hohem
- eisernen Turm (zur Wettinfeier 1888 errichtet). Nun Abstieg
- nach Westen und entlang des Aschergrabens (altangelegter Graben
- für die Pochwerke in Altenberg) nach Zinnwald dreieinhalb ~km~,
- zusammen 15 ~km~.
-
-Auf der vorgenannten Straße nach r. (Norden), r. Gasthof zur Biliner
-Bierhalle. Nach wenigen Schritten Wegweiser Nr. 603 (nach Niklasberg
-und Neustadt), diesem nach auf die nach l. aufwärtsführende Straße bei
-(l.) Kaufmann Wenzel Renner, steinernes Kreuz, Annaschacht, Gasthof zur
-Linde, (r.) Gnade Gottes-Zeche, Steinbruch, große Halden vorbei. R. in
-geringer Entfernung die Landesgrenze, darüber ganz nahe die Häuser von
-Sächs.-Zinnwald. Die Straße macht zwei große Kehren und erreicht die
-freie Höhe. R. schaut gewaltig der Geisingberg herüber und die zwei
-Häuserreihen des etwa 10 Min. entfernten Ortes Neu-Georgenfeld kehren
-dem Böhmerlande alle ihre Giebel zu, was uns nicht Wunder nimmt, sind
-es doch die Anwesen der im Jahre 1728 von Hinter- und Vorder-Zinnwald
-vertriebenen 777 glaubenstreuen Evangelischen. Bald erblicken wir auch
-r. aus dem Walde aufragend den felsigen +Lugstein+, der in Sachsen
-befindlich, eine schöne Aussicht sowohl nach Sachsen wie nach Böhmen
-bietet. Immer auf der Straße weiterwandernd, treten wir bald (22
-~km~) in den dichten Wald ein, der uns nun 4 ~km~ lang begleitet.
-Eine reizende Waldwanderung in nahezu 900 ~m~ Höhe und traulicher
-Einsamkeit. Oft kann man hier stattliches Hochwild erblicken. Die
-Kammlinie läuft l. von uns über den flachgewölbten, mächtigen +Bornhau+
-(911 ~m~), von dem zahlreiche Wässerlein dem Tale der Weißeritz bei
-Rehefeld-Zaunhaus zueilen. Anfangs schöner Rückblick auf Zinnwald,
-dann r. hinter uns der Kahlenberg i. S. und auf freier Höhe die fernen
-Häuser von Schellerhau. Wir dürfen nie von unserer Straße abweichen,
-auch nicht in der Senkung, in welcher bei einer Holzhauerhütte r. eine
-Straße nach Kalkofen abzweigt. Nachher l. Stein ~D~/6, eingezäunte
-Waldwiese, Stein 2/1 und 6/3, r. Blick ins Rehefelder Tal. Beim Stein
-~b~/1 gelangen wir nun durch den Wildzaun, wo r. ein Fahrweg abzweigt.
-Wir auf der Straße weiter, am (l.) Wildzaun entlang bis zum Austritt
-aus dem Walde. Hier kommen von l. zwei Straßen: eine aus dem Wildgatter
-herab, das sich nun nach l. wendet, die zweite längs desselben, l. beim
-Tor Stein ~FB~; r. Wegweiser (nach Zinnwald 5,6 ~km~, nach Niklasberg
-2 ~km~), l. geht außerdem ein Fahrweg hinab. Unsere Straße wendet sich
-ziemlich scharf nach r., l. Blick auf den Stürmer, gerade vor uns die
-Häuser von Neustadt, r. Bahnhof Moldau mit dem Polterberge, l. steht
-das »Rote Kreuz«. Wenn man vor dieses einige Schritte vorgeht, schöne
-Aussicht nach Böhmen: im Vordergrunde die große Eisenbahnbrücke,
-dahinter der Biliner Borschen und die südöstlichen Kegelberge des
-Mittelgebirges, mächtig erscheint r. neben ersterem der Schladniger.
-Beim roten Kreuze senkt sich steil ein Weg hinab nach Niklasberg.
-Nach einigen Schritten auf unserer Straße l. Wegweiser (derzeit
-unleserlich), wo l. die Straße nach Niklasberg und Neustadt, r. nach
-Kalkofen nördlich führt, welch letztere wir 50 Schritte benützen.
-Hier zweigt dann l. (Achtung!) ein Fahrweg ab, der durch Wiesen zum
-nahen (3 Min.) Walde emporleitet. Diesem folgen wir. L. erscheint der
-Donnersberg, vor ihm viel näher das hölzerne Aussichtsgerüst auf dem
-Warteck bei Niklasberg, hinter uns der Bornhau. Am Waldrande nun,
-weder l. noch r., sondern geradeaus in den Wald hinein und gerade
-weiter, wir überschreiten den ebenen +Keilberg+, 829 ~m~. Nach 7--8
-Min. Austritt aus dem Walde, Weg senkt sich, vor uns Neustadt, dahinter
-schaut über den Wald der hohe Wieselstein. Weiter unten kommt von r.
-hinten ein Weg. Herrlicher Blick: l. vom Donnersberg erscheint der
-Lobosch bei Lobositz, dahinter der Georgsberg bei Raudnitz, l. unten
-im Tale das alte Bergstädtchen Niklasberg, r. und l. das Geleise der
-Strecke Brüx--Moldau und wir schreiten über den Tunnel weg. Der Wald
-tritt r. zurück und läßt uns ganz nah die Station Neustadt und l. oben
-am Waldrande das Forsthaus erblicken. R. am Waldessaume großer Stein
-105. Weg steigt wieder an, am Waldesrande l. die Steine 121 und 123.
-Auf der Höhe erblickt man nun die Straße, auf welcher der Kammweg r.
-nach (28 ~km~) +Neustadt+ führt, zu der wir deshalb hinabschreiten. L.
-Wegweiser 153 »Ueber das Hohe nach Niklasberg«. Nach 6 Min. betreten
-wir beim Hause Nr. 11 des Wenzel Preißler, Holz- und Kohlenhandlung,
-das kammthronende Dorf, 826 ~m~, 305 E. (G. Biliner Bierhalle, beim
-Wolf.) Am Nordende des Ortes bezeichnet eine Tafel das Haus, in dem
-Kaiser Josef 1779 Mittagsrast hielt.
-
-Wenige Schritte nach dem Hause Nr. 11 erblickt man die erste
-Ueberbrückung der wilden Weißeritz, die r. neben der Straße
-hinuntereilt. (Berlet, Erzg. R. IV.)
-
- +Seitentouren+: ~a~) +Neustadt+--+Stürmer+--+Neustadt+. Vom
- Wegweiser an der Weißeritzbrücke Nr. 59--61 einige Schritte
- l. am Hause Wegtafel: Zum Stürmer, 1 ~km~, rotweiße Zeichen.
- Der Weg steigt an, anfangs zwischen einigen Häusern, später
- durch Wiesen. Auf der freien Höhe l. schöner Blick auf das
- Mückentürmchen, vor uns weit ins Böhmerland hinein. Weiter
- und wenige Schritte in den Wald hinein. Hier Wegweiser,
- der aber nach jedem Winter umgefahren ist. Der bisherige
- Weg senkt sich stark, wir l. horizontal zur nahen, jedoch
- baufälligen Schutzhütte. Schöne Aussicht, insbesondere auf (r.)
- die Strobnitz (853 ~m~), vor der einige Gründe tief in das
- Gebirge einschneiden. Der hinter der Schutzhütte befindliche
- Gipfel ist mit Hochwald verwachsen, dieser aber seit neuerer
- Zeit verbrochen. Besuch desselben derzeit nicht lohnend. Auf
- demselben Wege wieder zurück nach Neustadt.
-
- ~b~) +Neustadt+--+Rehefeld+--+Moldau+--+Muldenquelle+--+Neustadt+.
- Von Neustadt zur Station Neustadt über das Geleise auf blauweiß
- markiertem Wege zum Forsthause Kalkofen. Von hier l. im Tale
- der wilden Weißeritz abwärts nach +Zaunhaus-Rehefeld+ mit
- königl. sächs. Jagdschloß, 1869 erbaut. (Berlet, Erzg. R. IV).
- Von hier westlich den sog. Bierweg hinauf zur Hermsdorfer
- Straße und auf dieser l. nach +Station Moldau+ (791 ~m~),
- Gasthaus zum Fischerhaus, Stern etc. Dorf Moldau ist 3 ~km~
- entfernt. Nun auf der südlich nach Neustadt führenden Straße
- bis zur ersten Schneise r., diese, obwohl Verbotstafel, ruhig
- wenige Minuten bis zur Wiese r., an deren l. Seite nahe dem
- unteren Ende etwa 40 Schritte von der Straße die +Muldenquelle+
- mit einfacher Holzfassung zu suchen ist. Hierauf mit Rücksicht
- auf das Verbot zurück zur Straße und auf dieser mit schöner
- Ausschau nach Osten am (r.) Torfwerke vorbei nach Neustadt
- (zusammen 13 ~km~).
-
-
-
-
-3. Abschnitt.
-
-Neustadt--Einsiedl (24 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: ~a~) von +Böhmen+ aus: 1. Bahnlinie
- Prag--Brüx--Moldau: Station Neustadt. 2. Elektrische Bahn
- Teplitz--Eichwald mit Benützung der unter 1 genannten Strecke.
- ~b~) von +Sachsen+: Linie Freiberg--Moldau mit Anschluß nach
- Neustadt.
-
-Wir folgen der Tafel 60: Nach Willersdorf, Fleyh etc. des Wegweisers
-Nr. 59--61 bei der Weißeritzbrücke und schreiten auf schmalem Sträßchen
-in südwestlicher Richtung zum Orte hinaus, r. Häuser Nr. 36 und 35,
-l. zweigt ein Weg zum letzten Hause des Dorfes ab. Schöner Rückblick!
-R. anfangs Wald, l. immer freie Flur und Steine 198--204. Wiederholt
-tauchen im Süden die Gipfel des Mittelgebirges auf. Nach 1½ ~km~ treten
-wir in den Wald ein, r. knorrige Ulme und Stein 261, l. Stein 240 (3
-~m~ abseits). Unsere Straße wendet sich erst etwas nach r., bald aber
-führt sie 1 ~km~ schnurgerade dahin, bis sie endlich scharf nach r.
-umbiegt und in einen wohl breiten, aber verrasten Waldweg übergeht.
-Bei der Biegung Pfosten IV, 6 und weiterhin entlang des ganzen Weges
-(2 ~km~) die Steine 375--344. Dann Austritt in die freie Flur von
-Willersdorf, dessen freundliche Häuser wir schon einige Zeit vorher
-erblickten.
-
- (5 ~km~) +Willersdorf+, früher Wilhardsdorf, meist Neudörfl
- genannt, zählt 52 Häuser und liegt im Hochtale des Fleyhbaches
- (Flöha). Gasthaus des Paul Meyer.
-
-Beim Eintritte in den Ort, Wegweiser 150, an einer Mühle vorbei bis zum
-etwas abseitsstehenden (r.) Hause Nr. 8 des Alwin Mayer, Fleischer.
-Hier über die Brücke auf das l. Ufer der Fleyh. L. Wegweiser 229 nach
-Neustadt und wir schreiten auf der Straße bei Wegweiser 225 und 226
-abwärts. R. Gasthaus und Fleischerei des Paul Mayer. Bald über die
-Steinbrücke wieder auf das r. Ufer des Baches und die Dorfstraße hinab
-bis zur Wegteilung mit steinernem Kreuze (~H. E.~ 1809) und Wegweiser
-305 (n. Fleyh). Hier folgen wir dem Fahrweg links geradeaus, während
-nach r. ein Weg abzweigt, kommen an den Steinen 167--154 vorbei bald
-in den Wald und gerade aus, weder r., noch l., weiter, nach wenigen
-Minuten wieder freie Flur, liebliche Mulde mit dem Kirchorte Fleyh.
-R. stehen später 2 Kreuze mit Wegweiser 151, 152, weil Weg r. von
-Grünwald einmündet. Wir bemerken zahlreiche Granitblöcke, wir sind ins
-Granitgebiet eingetreten. Bald nachher über die Brücke des Motzdorfer
-Baches und in den Ort hinein.
-
- (8 ~km~) +Fleyh+ (729 ~m~, 490 E.) hat eine im Jahre 1653
- erbaute hölzerne Kirche, die Bewohner beschäftigen sich
- meist mit Viehzucht, Ackerbau, Holzarbeit und Handel (6
- Sägemühlen). Gasthaus zur Sonne und Touristenhotel zur Mühle.
- Forellen-Schmaus! (Berlet, Erzg. R. IV.)
-
-Beim Touristenhotel zur Mühle vorbei über die Fleyhbrücke (l.) mit
-Wegweiser 194, 195 r. die Straße den Bach entlang 2 ~km~ abwärts, bis
-die Straße eine scharfe Wendung nach r. macht. Wir folgen dem Wegweiser
-über Göhren nach Johnsdorf, indem wir l. durch den Wildzaun treten
-und die sogenannte Flösselstraße emporsteigen und uns immer entlang
-der Telephonleitung halten. R. der Geiersberg. Nach 1½ ~km~ kreuzt
-eine fast 5 ~km~ lange, ganz gerade Schneise mit Waldstraße unsern
-Weg, an deren nördlichem Ende das Jagdschloß Lichtenwald, am südlichen
-Ende das Forsthaus Georgshöhe erscheint (Wunderbare Perspektive). L.
-Wegweiser 911 (?) oder 811, nicht leserlich. Nun in der bisherigen
-Richtung weiter (l. Telephonstange 236). Bald zweigt r. rechtwinklig
-eine Straße ab, wir geradeaus. Es geht fast 4 ~km~ im herrlichen
-Hochwalde eben dahin. Auf einer Waldblöße wird l. der Wieselstein (956
-~m~) und der Schwarze Berg (888 ~m~) sichtbar. Hierauf kommen wir durch
-das stattliche Tor des Tiergartens hinaus, der Wildzaun verläßt uns
-gleich dahinter. L. führt eine Straße in den Rauschengrund, mit ihr
-die Telephonleitung, wir geradeaus fort. Es folgt Wegweiser r. nach
-Rauschenbach und in 2 Min. r. der (16 ~km~) +Schwarze Teich+ (801 ~m~)
-in stiller Waldeinsamkeit auf dem Kamme. L. fällt das Terrain schroff
-zum genannten Grunde ab. Gleich hinter dem Teiche Wegweiser nach Bad
-Einsiedl, wir aber folgen unserer Straße, die einen scharfen Bogen nach
-l. macht, und kommen in 15 Min. aus dem Walde, wo r. das Forsthaus und
-später l. einige Häuser von (20 ~km~) +Göhren+ sichtbar sind. Schöner
-Blick auf das Wieselsteinmassiv.
-
-Wenige Schritte hinter dem Forsthause Wegweiser. Wir gehen auf dem
-hierdurch bezeichneten Fahrwege nach Deutsch-Einsiedel etwa 80--100
-Schritte nach r. (schräg zurück!) l. runder St. 25, bis Weg mit Pfosten
-~C~/₂₀ und Verbotstafel nach l. abzweigt. Auf diesem nach S. Nach 5
-Min. kommt ein Weg von r. Geradeaus weiter, dann r. Pfosten 20 und 17
-und Stein 9 und Austritt aus dem Walde, gerade auf das mittlere Haus
-zu auf die Straße (auf dieser nach r.), die von Göhren am letzten (r.)
-Hause 34 vorbei westlich nach Böhm.-Einsiedl führt. Bald tritt sie in
-den Wald, führt dann sanft abwärts, bis sie nach 2½ ~km~ aus dem Walde
-tritt. Wir treffen l. Pfosten ~G~/₁₆, ~E~/₁₅, ~E~/₂₀, dahinter zweigt
-eine Straße nach r. ab, wir links. Bald bietet sich uns ein schöner
-Anblick der Orte Böhm.-Einsiedl und Deutsch-Einsiedel dar, hinter
-letzterem der hohe Urs (Ahornberg) (833 ~m~) in Sa. In Böhm.-Einsiedl
-mündet unsere Straße auf die Bezirksstraße Brüx--Sayda ein bei Karl
-Reißig's Gasthaus. Wegweiser, Straßenkilometerstein 3. Nun die Straße
-r. im Dorf abwärts, vorbei l. an Hüttl's Schanknahrung, Finanzwache,
-Kriegerdenkmal, r. Postamt, Denksäule für Erzherzog Stephan, Schule,
-bis zum Hause Nr. 10 (Agentschaft und Feuermeldestelle), wo der Kammweg
-gegen Gebirgsneudorf weiterführt.
-
-(24 ~km~) +Einsiedl+ (760 ~m~, 436 E.), hart an der sächs. Grenze
-am Schweinitzbache, treibt Spielwarenindustrie, reger Verkehr mit
-Sachsen. ~G.~: Hugo Kunze's Gasthof, Hüttl's Schanknahrung. 2 ~km~
-südlich nahe der Brüxer Straße der 774 ~m~ Haselstein mit 14 ~m~ hohem
-Aussichtsturm. Schlüssel in Hugo Kunze's Gasthof erhältlich.
-
- +Seitentouren+: ~a~) +Fleyh+--+Wieselstein+--+Langewiese+--
- +Strobnitz+--+Langewiese+--+Fleyh+.
- In Fleyh über die Brücke und wenige Schritte auf der Straße
- abwärts, dann steilen Pfad l. aufwärts, der später in einen
- fast ebenen Fahrweg übergeht. Auf diesem erreicht man nach 3
- ~km~ l. die Hortenwiese mitten im Hochwalde und nach dieser
- Wegkreuzung. Hier r. hinauf zum Wieselstein (956 ~m~). Aussicht
- der höchsten Felskoppe verwachsen, dafür schöne Aussicht auf
- einer etwa 200 Schritte südl. Felskoppe. Abstieg auf gleichem
- Wege, bei der Wegkreuzung aber nun geradeaus eben fort und
- nach einer halben Stunde aus dem Walde und nun über den freien
- Wolfsberg mit neuerdings schöner Aussicht nach Dorf Langewiese.
- Von hier auf blaugelbblau markiertem Wege zur (10 ~km~)
- +Strobnitz+ (853 ~m~) (herrliche Aussicht auf das Teplitzer
- Talbecken) und wieder zurück nach Langewiese und nun auf der
- Straße nördlich nach Fleyh, insgesamt 19 ~km~.
-
- ~b~) +Einsiedl+--+Deutsch-Einsiedel+--+Bad
- Einsiedel+--+Urs+--+Deutsch-Einsiedel+--+Einsiedl+ Auf der
- Straße über die Grenze nach D.-Einsiedel (513 E.) und die
- Saydaer Straße 2 ~km~ hinauf, bis zum Kurhaus Heidelberg, wo
- 3 Min. r. von der Straße idyllisch inmitten dichten Waldes
- das gernbesuchte Eisen- und Schwefelbad Einsiedel mit sehr
- guter Restauration liegt. Wieder zurück zum Kurhaus Heidelberg
- die Straße kreuzend in südwestlicher Richtung durch den
- gleichnamigen Ort (s. Berlet, Erzg. R. VII a) mit sehenswerter
- Spielwarenindustrie auf den +Urs+ (Ahornberg), 833 ~m~,
- mit farbenprächtiger Aussicht und zurück südöstlich nach
- D.-Einsiedel und Böhm.-Einsiedl, zus. 10 ~km~.
-
-
-
-
-4. Abschnitt.
-
-Einsiedl--Sebastiansberg (31 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: ~a~) von +Sachsen+: Bahnlinie
- Freiberg--(Chemnitz)--Olbernhau--Neuhausen. Nach Einsiedl 6
- ~km~. ~b~) von +Böhmen+: 1. Bahnlinie Komotau--Bodenbach bis
- Haltestelle Johnsdorf. 2. Elektrische Bahn Brüx--Johnsdorf. Von
- Johnsdorf nach Einsiedl 9 ~km~.
-
-Bei dem oben bezeichneten Hause Nr. 10 westlich aus dem Orte, zum Hause
-Nr. 13 und 12 an letzterem Wegtafel (n. Gebirgsneudorf 4 ~km~). L.
-zweigt Weg ab, wir nach r. Der ziemlich gute Fahrweg schlängelt sich
-durch Felder und Wiesen, ein herrliches Tal dehnt sich sanft hinunter,
-freundlich schaut der sächsische Ort Bruderwiese herüber, vor uns im
-~SW.~ blaut die über 900 ~m~ hohe Kammlinie des Bernstein und der
-Hübladung. Schöner Rückblick. Nach 20 Min. kommt (immer gerade fort)
-eine ½-stündige Waldwanderung und schon senkt sich unser Weg zwischen
-steinbesäten Fluren dem l. zur Kammhöhe emporstrebenden Gebirgsneudorf
-zu, das wir r. bei einer Schleiferei, l. bei Haus Nr. 133 betreten. Auf
-dem Waldwege von Gebirgsneudorf her bemerkten wir l. Pfosten ~E~/₂₆, 6,
-7, ~C~/₃, r. Pfosten 7, 3, 8 und Stein 41.
-
- (4 ~km~) +Gebirgsneudorf+, 700 ~m~, 1788 E., langgestreckter
- Ort mit Spielwarenindustrie. Bestes Gasthaus am untersten
- Dorfende »Zum grünen Baum«. (S. Berlet, Erzg.-Wegweiser
- R. VII a.)
-
- +Seitentour+: +Nach Katharinaberg und zurück.+ Hinter
- dem »Grünen Baum« am Berg empor zum Kaiser Franz
- Josef-Aussichtsturm, herab in die altertümliche Bergstadt
- Katharinaberg (Hotel Kronprinz Rudolf, einfach, aber gut)
- (s. Berlet, Erzg. R. VII a) und nun auf derselben Straße bei
- genanntem Turme vorbei in südöstlicher Richtung (l. immer
- schöne Aussicht auf Gebirgsneudorf und Einsiedl) in 1 Stunde an
- das obere Ende von Gebirgsneudorf und nach Nickelsdorf, wo wir
- beim Hause Nr. 19 (Rasierstube) auf den Kammweg treffen und uns
- nach r. wenden.
-
-Unternimmt man die vorgenannte Seitentour nicht, so steigt man l.
-durch Gebirgsneudorf empor, r. Kirche, Ferd. Grumptmann, Gasthaus und
-Fleischerei, weiter oben Spar- und Vorschußkasse; l. Ferd. Neubauers
-Gasthaus, Schule, Gasthaus zur Linde, Postamt und schließlich (l.) Haus
-Nr. 125. Hier gegenüber verlassen wir den Ort, auf schmalem Steige
-durch die Wiesen, in 150 Schritten erreichen wir an der Straße Haus Nr.
-19 in Nickelsdorf mit Rasierstube.
-
- (5 ~km~) +Nickelsdorf+ (755 ~m~), 500 E. Der östliche Teil
- des Ortes liegt unmittelbar auf der Kammlinie (Wasserscheide
- der böhmischen und sächsischen Gewässer). Dort befinden
- sich auch die zwei Gasthäuser des Ortes »Zur Gebirgshöhe«
- und »Tropschuh's Gasthaus«. Von Nickelsdorf senkt sich das
- tief eingeschnittene Mariental mit dem Ruttenbache nach
- Obergeorgental (Eisenbahnstation) hinab (6 ~km~).
-
-Die +Straße+ wendet sich dann r. gegen Katharinaberg hinab, wir aber
-schreiten l. auf einem Fahrwege zwischen den Häusern von Nickelsdorf
-(die Dorfstraße) geradeaus hindurch.
-
- Vorher Blick r. auf den Kaiser Franz Josef-Aussichtsturm bei
- Katharinaberg und die kammthronenden Häuser von Kleinhan. Am
- Ende des Ortes schöner und umfassender Blick ins Schweinitztal
- mit den Ortschaften Gebirgsneudorf, Deutsch-Neudorf,
- Deutsch-Katharinaberg (beide letztgenannte in Sachsen).
-
-Nun schlängelt sich unser Fahrweg durch Jungwald sanft hinab und wir
-betreten die nach Schloß Eisenberg führende Waldstraße, auf der wir l.
-mäßig ansteigend nach etwa 700 Schritten zum +Wildzaun+ (l. Pfosten 25)
-gelangen.
-
-Schon nach wenigen Schritten nach Betreten dieser Straße schöner
-eigenartiger Rückblick auf die dichtgedrängten Giebel und Dächer von
-Nickelsdorf.
-
-Am Wildzaun (Tor) verlassen wir die Straße und folgen dem nach r.
-abzweigenden Fahrwege immer etwa 790 ~m~ hoch am Wildzaune (l.) und
-am Fuße des (l.) +Adelsberges+ (901 ~m~) in nordwestlicher Richtung.
-Bald kommt man wieder durch einen Wildzaun (das Tor wieder schließen!);
-l. Grenzsteine 16/3 und 108 und Pfosten 37, r. Pfosten 6. Der Weg
-senkt sich etwas. Nach etwa 6 Min. von der Straße an Wegkreuzung. Wir
-bleiben weiter auf unserem +Wege+, der sich +nach l.+ wendet, während
-der querende Weg r. in eine gerade Schneise mit Blick auf eine ferne
-sächsische Ortschaft abfällt, l. aber zum Adelsberge ansteigt, wo nun
-in einiger Entfernung der erstbemerkte Wildzaun verläuft.
-
-Nun folgen l. Stein 109, weiter l. Stein mit den Buchstaben ~U. L.~ und
-nach etwa 100 Schritten +neue Wegkreuzung+. R. ein Weg zurück und ein
-Weg (unser bisheriger) gerade aus. Wir steigen l. ziemlich steil gegen
-den Adelsberg hinauf.
-
- Mit jedem Schritte wird die Aussicht (Rückblick) umfassender
- und zeigt schließlich folgendes prächtiges Bild: Ueber dem
- Walde im Vordergrunde geradeaus der Gebirgskamm mit den
- kammstehenden Häusern der Orte Nickelsdorf und Gebirgsneudorf,
- hinter ihnen der kahle, flurstreifige Wachhübel (765
- ~m~), gerade dahinter aus dunklem Walde aufragend der
- eiserne Turm des 774 ~m~ hohen Haselsteines (erbaut vom
- Brüx-Oberleutensdorfer Erzgebirgsverein) und l. hinter diesem
- der 849 ~m~ hohe, flachgewölbte Wolkenhübel, über den uns der
- Kammweg von Göhren herübergeleitet hat, l. dahinter die schöne
- Kuppe des Schwarzen Berges und r. dahinter der dominierende,
- 956 ~m~ hohe Wieselstein, an dessen Südabhang die Strobnitz
- (853 ~m~) und der Ossegger Spitzberg (661 ~m~) zur Ebene
- absteigen. Hinter diesen schiebt sich noch die Koulisse des
- Mückenberges hervor, r. ragen das Elbe- und Mittelgebirge auf
- mit dem Donnersberge und seinen Trabanten. L. senkt sich das
- Schweinitztal mit den vorher genannten und anderen Ortschaften
- nach Sachsen hinein, wo in weiter Ferne die Bergstadt Sayda und
- westlich ein ferner Berg sich deutlich abheben. Näher im Norden
- ragt der Katharinaberg mit der gleichnamigen Stadt malerisch
- empor. Eine herrliche Ausschau!
-
-Weitersteigend treten wir in den Hochwald ein und erreichen die Höhe
-von 900 ~m~. Unser Weg mündet bald auf eine von l. kommende Straße, die
-wir nach r. verfolgen. L. kleine Quelle, r. Steinbruch mit Holzhütte.
-Bald dahinter Weggabelung: die Straße wendet sich l. Wir schlagen den
-r. abzweigenden +Fahrweg+ zwischen Pfosten 34 und 35 ein.
-
- Auf der Straße mit Tafel »Verbotener Weg« (l.) kann man zum
- Gipfel des +Bernsteins+ (921 ~m~) [südöstlich] gelangen, wenn
- man nach etwa 8 Min. l. einen Pürschsteig verfolgt (insgesamt
- 1,5 ~km~). Auf dem mächtigen, aber flachen Gipfel befinden sich
- einige Felsgruppen, deren höchste eine Triangulierungssäule
- trägt. Aussicht teilweise verwachsen.
-
-Unser Weg steigt nun weiter noch ein wenig an und mündet in etwa 6
-Min., wo der Wald sich lichtet, in einen von r. kommenden Hohlweg ein,
-gleichzeitig wendet er sich stark nach l. Wir kommen l. nahe an den
-Wildzaun und erreichen nun die höchste Erhebung der Kammwegstrecke im
-östlichen Erzgebirge mit 910 ~m~ Seehöhe, leider ohne Ausblick. Es
-folgt Jungwald. Von links kommt aus dem Wildzaun ein Fahrweg und dann
-eine breite Straße, die sich mit unserem Fahrweg vereinigt. R. Stein
-23 und 112. Weg senkt sich. Austritt auf eine große Waldblöße, durch
-die sich lieblich und sanft ansteigend unser Weg hindurchschlängelt
-und schließlich nach r. umbiegt. L. Steine 111, 108, 42, 6; r. 1 (hier
-zweigt ein Fahrweg l. ab), 2, 3, 4, ⁴/₁, auf der Straße weiter und
-schon werden einige Häuser des Dorfes Ladung sichtbar, auf die wir
-zuwandern. Wir kommen zu dem 1. Hause Nr. 23. Die Straße führt l. in
-das Dorf Ladung, der Kammweg gerade aus, r. nahezu nördlich an dem
-Hause Nr. 23 vorbei.
-
- (10 ~km~) +Ladung+ ist eines der höchstgelegenen Dörfer des
- Erzgebirges (911 ~m~) und zählt 28 Häuser mit 115 Einwohnern.
- Echtes Gebirgsdorf mit 2 einfachen Gasthäusern (das obere ist
- besser). Ladung hieß vor Zeiten Langendorf. Eine Zollstraße
- führte durch den Ort. Diese konnte aber zwischen Stolzenhan und
- Ladung wegen der überaus großen Steigung kein beladener Wagen
- befahren, die Ladung mußte über die steile Lehne heraufgetragen
- werden und konnte erst wieder »in der Ladung« auf den Wagen
- geladen und weiter befördert werden. Der Name Langendorf kam
- bald außer Gebrauch.
-
-Vom Hause 23 führt uns eine neuerbaute Straße (Kammwegmarke und
-grünweiße Marke) unmittelbar in den Wald und ziemlich gerade abwärts.
-Eine lange Schneise mit herrlicher Aussicht auf waldige Höhen kreuzt
-rechtwinkelig, eine große Waldblöße wird durchschritten.
-
- R. erhebt sich die 920 ~m~ hohe +Hübladung+ mit (r. vorne) den
- Felszacken des +Eduardsteines+.
-
-Nach 1½ ~km~ von Ladung taucht vor uns das Forsthaus Nr. 23 auf,
-Austritt aus dem Walde und herrliche Ausschau.
-
- Die Kammhöhen senken sich zum Natschungtale und bilden eine
- liebliche Mulde mit den zerstreuten Häusern von +Kleinhan+ und
- (12 ~km~) +Rudelsdorf+. Kammthronend (auf einem Seitenkamme)
- stehen Kirche und Schule von Kleinhan. Sie sind ein Denkmal
- Kaiser Josef II., welcher auf einer Erzgebirgsreise im J.
- 1766 auch hierher kam und auf Ersuchen der Bewohner von
- Kleinhan, Rudelsdorf und Ladung beide erbauen ließ. Die gesamte
- Kircheneinrichtung (auch Altar und Predigtstuhl) mit Ausnahme
- einiger Bänke stammt aus dem Kloster von Laun an der Eger, das
- Kaiser Josef neben andern überflüssigen Klöstern Oesterreichs
- aufhob und dessen Einrichtung er der Kirche zu Kleinhan
- überließ. Die Kleinhaner Kirche (848 ~m~) ist im oberen
- Flöhagebiet weithin sichtbar.
-
-Vor dem 1. Hause (Forsthaus) Wegteilung, gerade aus nach Kleinhan, r.
-zum Eduardsteine 0,5 ~km~.
-
- Der +Eduardstein+ (früher großer Stein genannt) ist eine
- romantische Felsengruppe auf dem Hübladung mit weiter Aussicht
- besonders gegen Sachsen bis in die Gegend von +Augustusburg+,
- aber auch bis zum Keil- und Fichtelberg hinauf gegen Westen.
- Er wurde vor etwa 20 Jahren zu Ehren des damaligen Obmannes
- des Görkauer Erzgebirgsvereines Eduard Täubner »Eduardstein«
- genannt. Er ist ein Granitfels, wie auch das ganze
- Bernsteinmassiv aus Granit besteht.
-
-Als Kammweg führt vom Forsthause l. ein Sträßchen hinab zum Wegweiser
-an der Bezirksstraße Göttersdorf--Kleinhan. Ein meterhoher Grenzstein
-kündet uns, daß wir nun den Brüxer Bezirk verlassen. Wir schreiten nun
-l. die Straße gegen Neuhaus (Göttersdorf) hinab. L. ein kleiner Teich
-hart an der Straße, r. eine Mühle mit größerem Teiche, aber entfernter.
-
-Die Straße macht nun eine scharfe Wendung nach r., tritt in den
-Wald ein und steigt langsam zur Wasserscheide an, auf der sie genau
-weiterführt. L. Pfosten 15 und 16. Bald aber unterfließt ein Bächlein
-die Straße von r. nach l. und nach 1½ ~km~ kommt von r. ein stärkerer
-Bach, der +Aubach+, und unterquert gleichfalls die Straße (799 ~m~),
-r. Tafel 20, Revier Neuhaus, l. Tafel 17, Revier Ladung. Hier biegt
-die Straße scharf nach l., wir verlassen sie und wenden uns dem scharf
-r. abzweigenden Sträßchen zu, das zuerst durch hohen Bestand, dann
-jungen Bestand sanft ansteigend (l. Pfosten ¹⁹/₂₁, r. ²⁰/₂₁) nach
-l. sich wendet, im hohen Bestand bald mit einem andern Fahrweg sich
-vereinigt und r. wendet (r. Abzweigung eines Fahrweges). Kammweg wendet
-sich im Jungbestand nach l. und übersetzt einen Wasserlauf der von l.
-kommt (Aubach). Von hier steigt das Waldsträßchen stark an bis zur
-Weggabelung, wo der Kammweg gerade aus als Fahrweg weiter geht, während
-sich das Waldsträßchen nach l. wendet. Bald ist ein Hauptschneisenkreuz
-erreicht, wo r. Pfosten 25 steht. Auf der r. abbiegenden Schneise
-weiter bis r. Pfosten 14 erreicht wird. Gegenüber bei Pfosten 16
-wendet sich der Kammweg rechtwinkelig ab auf eine Nebenschneise
-bei Stein 224 vorbei, bald im Hochwald, der bis zur Bezirksstraße
-Göttersdorf--Kallich geht, wo der Kammweg auftrifft, unweit kl.
-Beerhübel an der Grenze der Forstreviere Neuhaus (Domaine Görkau) (nach
-Göttersdorf zu) und Ochsenstaller, r. Abteilung 16, l. Abteilung 15,
-bei Telegraphenstange 106. Zwischen Telegraphenstangen 115 und 116
-an der scharfen Biegung nach l. ein Bildstock mit Bild des weißen
-Hirsches, r. Pfosten 16 und 17. Revier Ochsenstaller 18 grenzt mit
-Revier Kallich 22 r. und 21 l., weiter die Reviergrenzen Kallich 19/20,
-23/22 und bei Telegraphenstange 145 die Reviergrenzen 18/19, 24/23.
-Wegweiser nach Gabrielahütten 1 Stunde und Göttersdorf 2 Stunden. Bei
-Telegraphenstange 183 das Gemeindeamt und Kirche, bei Telegraphenstange
-199 Gasthaus zur Hoffnung, bei Telegraphenstange 200 Gasthaus zur Post,
-Gasthaus zur Einigkeit (Oberlehrer).
-
- (19 ~km~) +Kallich+, 721 ~m~, 1012 E., liegt in einer weiten
- Mulde und gewährt mit den anstoßenden sächsischen Ortschaften
- Ober- und Nieder-Natschung und Rübenau einen imponierenden
- Anblick. Hat ein Emaillewerk und Spielwaren-Hausindustrie. Bei
- Kallich gibt es inmitten der Gneismassen Lager von Urkalk,
- woher der Name kommt.
-
-Vom Gasthof zur Einigkeit, wo die kleine Straße nach Görkau abgeht,
-auf der Reitzenhainer Straße schwach ansteigend durch die Häuserreihe
-bis zum Hochwald (Revier Natschung, Pfosten 27). Ausblick nach Sachsen
-und den zunächst gelegenen Häusern von Ober-Natschung. Sofort nach
-Eintreten in den Wald l. ab und über Werkgraben, bei Weggabelung gerade
-aus (nicht r.) ansteigend, erst in hohem Bestand, dann im Jungholz
-über Wiese nach Heinrichsdorf an Gasthaus von Kosch vorbei. Auf der
-Dorfstraße abwärts in 5 Min. bis zur Natschungbrücke und 100 ~m~
-hinter letztem Haus (Nr. 48) r. ab an den Waldrand (Revier Natschung,
-l. Pfosten 26, r. Pfosten 27). Nach etwa 200 ~m~ r. ab, etwa 200 ~m~,
-dann l. ab in Schneise, Revier Neuhaus; auf dieser zum Teil steil
-ansteigend nach Stein ~A~ (787,7 ~m~), wo Reviere 3/21 4/22 angrenzen,
-und weiter zum Wildzaune mit Tor und Treppe. R. ab nach Annasäule
-auf den Steinhübel. Im Wildpark erst Blöße l., dann Jungholz, sanft
-abwärts bei Pfosten 35 r. Blick auf den Alten Teich l. Noch 300 ~m~
-durch hohen Bestand zum Zaun des +Forsthauses Neuhaus+ (25 ~km~).
-Durch Gehöft und Zaun l. hinab und 100 ~m~ unter der Zaunecke r.
-durch Unterholz über den Bach (Ablauf des neuen Teiches), von wo man
-steil aufwärts über Schneise und Waldweg zum Wildgattertor mit Treppe
-heraus auf den großen Fahrweg gelangt, der zunächst (ca. 400 ~m~) am
-Wildzaun entlang führt, dann l. abzweigt und von dem ab Fußsteig dann
-hinabführt in das Flößbachtal. Hier kreuzt man den Grundtalweg von
-Komotau nach Reitzenhain. (Es lohnt ein Abstecher nach (l.) der sog.
-Hölle (Felsschlucht mit Brücke über den herabstürzenden Bach. Hin- und
-Rückweg etwa 25 Min.)
-
-Will man den nicht zu langen Rückweg von der Hölle aufwärts sparen, so
-kann man weiter hinab zum Assigbach gehen und entlang desselben auf der
-Straße hinaufsteigen nach Sebastiansberg; umsomehr zu empfehlen, da der
-Kammweg ziemlich viel verlorene Steigung enthält.
-
-Der Kammweg führt nun über die Bachbrücke, dann hinauf in den Wald
-und wieder hinab zum Assigbach, wo zunächst Straße nach Reitzenhain
-(6 ~km~) getroffen wird, über eine Treppe zur Grundtalstraße bei der
-Brücke über kleinen Assigbach, Haulmühle, Görgmühle vorbei, unter der
-hohen Eisenbahnbrücke hindurch, etwa 1 ~km~ bis zur Bahnhofstraße, auf
-welcher man zur Stadt (31 ~km~) +Sebastiansberg+ gelangt.
-
-
-
-
-5. Abschnitt.
-
-Sebastiansberg--Keilberg (31 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: Von +Sachsen+ und +Böhmen+ aus: Eisenbahnlinie
- Reitzenhain--Komotau mit Station Sebastiansberg.
-
- Die Königl. Bergstadt +Sebastiansberg+ (841 ~m~, 1995 E.)
- liegt auf dem sog. Paßberg und wird daher im Volksmunde kurz
- »Baßberg« genannt. Sie wurde etwa in der ersten Hälfte des
- 16. Jahrhunderts gegründet, als hier der Bergbau auf Silber
- und Kupfer aufgenommen wurde. Die Stadt ist in regelmäßigen
- Quadraten angelegt. Für Ausbeutung der großen Torflager ist
- seit 1898 eine Moorkulturstation hier eingerichtet worden und
- erhielt diese wie die Korbflechtschule im Jahre 1906 ein neues
- Gebäude. Gasthäuser: Löwe, Krone, Adler, städt. Rathaus.
-
-Zur Eisenbahnstation auf der Bahnhofstraße in ½ Stunde. Auf dem
-Marktplatz steht eine Orientierungstafel des Erzgebirgs-Vereins
-Komotau. Die im Jahre 1906 angebrachte Markierung des +Kammweges+ führt
-am nordwestlichen Ende des Marktes bei Wohlfahrts Gastwirtschaft die
-Straße hinaus und es beginnt am letzten Haus (Nr. 184) eine breite
-Trift mit einseitiger Baumreihe.
-
- Im Rückblick unterhalb der Stadt Sebastiansberg der Bahnhof
- Krima-Neudorf und die Komotauer Gegend, nach vorwärts
- Reischberg und Aschberg, während r. der Hirtstein und andere
- Höhenpunkte Sachsens sichtbar werden.
-
-Hinter der in 20 Min. erreichten Brücke über den großen Assigbach wird
-der Weg schmäler, nähert sich dem bis an die Reitzenhainer Heerstraße
-sich erstreckenden Moorlager und steigt anfangs stärker an. Bei zwei
-Weggabelungen hält man sich l., ebenso auf der Ulmbach-Preßnitzer
-Straße, welche in etwa 1 Stunde erreicht wird. Diese Straße wendet sich
-von Pfosten schwarz 7, rot 2 ziemlich scharf westlich und erreicht an
-der Grenze des Revieres Ulmbach 9 und mit der Domäne Preßnitz (Revier
-Sonnenberg 43) die Landesgrenze, gekennzeichnet durch den Hauptstein
-VII K. Böhmen/K. Sachsen. Die Straße folgt auf eine längere Strecke der
-Landes- bezw. Reichsgrenze, welche auch noch zwei alte Grenzsteine mit
-böhmischer Königskrone und sächsischem Kurschwert bezeichnen, steigt
-wieder an und erreicht an der Grenze der Bezirkshauptmannschaften
-Komotau und Kaaden (10 ~km~ von Sebastiansberg) bei Pfosten Domäne
-Preßnitz (Revier Sonnenberg 44) die mit Stationssteinen versehene
-Waldstraße (4,984 ~km~ von dem später zu erwähnenden Nullpunkt nach
-Preßnitz zu). R. bietet sich zeitweise ein Ausblick nach Sachsen,
-nach dem Hirtstein, Zöblitz und in die Marienberger Gegend. Bei ~km~
-4,2 wendet sich die Landesgrenze von der Straße ab; bei ~km~ 3,7,
-wo die Straße einen scharfen Knick nach l. macht, trifft von r. ein
-Hauptflügel auf, welcher direkt auf den sächsischen Ort Satzung zuführt.
-
-Die Waldstraße bietet bei ~km~ 2,0 einen Ausblick nach r. in das obere
-Preßnitztal, führt abwechselnd durch niederen und hohen Bestand, bis
-bei ~km~ 0,9 der Wald endet und sich eine freie Aussicht nach dem
-wenige hundert Meter entfernten Forsthaus und darüber nach Preßnitz,
-dann Reischberg, Kupferhübl, Spitzberg sowie Keilberg öffnet. Man
-gelangt an dem Forsthaus vorbei, hinab in das Tal der Preßnitz an das
-Mauthaus (~W~). Hier mündet die bisher verfolgte Ulmbacher Waldstraße
-(als Nullpunkt) ein in die von Preßnitz nach Christofhammer führende
-Kleinstraße. An dem Mauthaus steht für diese Straße der Kilometerstein
-1,3. Von ~km~ 1,0 bis 0,4 zeigt sich im Rückblick das Massiv des hohen
-+Haßberges+ (990 ~m~).
-
-Nachdem man den Preßnitzbach überschritten hat, gelangt man (oberhalb
-der Straße vom Mauthaus) an das Waldschlößl (~W~), von wo aus die von
-Sorgenthal, Jöhstadt, Pleil kommende Hauptstraße (~km~ 1,486) als
-Kammweg (13,0 ~km~) zur Stadt +Preßnitz+ hereinleitet.
-
- Als +Seitentouren+ lohnender Art können in Vorschlag kommen:
- Von Sebastiansberg über Ulmbach nach Satzung mit dem
- +Hirtstein+, eine hochinteressante Basalt-Quellkuppe. Von
- Sebastiansberg über Neudorf, Zollhaus, Hohentanne und Platz
- (kleinste Stadt Böhmens mit nur 401 Einwohner) zur +Ruine
- Hassenstein+ 9 ~km~, [ = blau/weiß ] markiert. Von Preßnitz auf
- dem Kammweg bis zum Mauthaus, dann die Straße links weiter nach
- Pleil und Sorgenthal, dicht an der Reichsgrenze. Es ist der
- Besuch von +Jöhstadt+, ja von +Annaberg+ leicht zu ermöglichen,
- weil man mit der Eisenbahn über +Weipert+, das wohl auch eines
- Besuches wert ist, nach Schmiedeberg (Station oder Haltestelle)
- schnell zurückgelangen kann, um am Spitzberg vorbei wieder
- nach Preßnitz zu kommen, falls man es nicht vorziehen sollte
- bis Kupferberg zu fahren und hier wieder die Kammwanderung
- fortzusetzen.
-
- Die Stadt +Preßnitz+ (727 ~m~, etwa 4000 E.) ist weitbekannt
- durch die von hier aus die Welt durchziehenden Musikkapellen,
- die sich seit 100 Jahren gebildet haben, nachdem der Bergbau im
- 18. Jahrhundert zum Erliegen gekommen war, Spitzen-Fabrikation
- und Handel mit Posamenten nur wenig Erlös abwarf. Am
- viereckigen und mit Anpflanzungen versehenen Marktplatz das
- herrschaftliche Amtshaus und gegenüber die 1906 installierte
- Bezirkshauptmannschaft. Gasthöfe: Hotel Roß, Herrenhaus.
-
-Vom Marktplatz am Herrenhaus vorüber und zur Kaadner Straße hinaus
-gelangt man an die Friedhofskapelle (0 ~km~), wo links die Straße zum
-Bahnhof Preßnitz-Reischdorf abzweigt, während der Kammweg auf der
-Straße nach Dörnsdorf (Kupferberg) noch 0,8 ~km~ weiter läuft. Sofort
-nach Ueberschreitung der Hammerlebachbrücke zweigt der Kammweg zunächst
-als Fußsteig r. ab, setzt sich dann oberhalb Dörnsdorf als Fahrweg fort
-und führt bei den obersten Häusern von Köstelwald vorbei zu einem sehr
-schmalen Eisenbahn-Durchlaß, durch welchen man unter der Eisenbahn
-hinweg bald zu einer Kapelle und, am Fuße des Kupferhübels entlang,
-(18 ~km~) zur Stadt +Kupferberg+ (841 ~m~, 1101 E.) gelangt. Gasthöfe:
-Hotel Deutsches Haus, Sonne, Städtisches Rathaus; Wirtschaften:
-Touristenheim zur Krone, Stadtpark.
-
- Es muß hier darauf hingewiesen werden, daß der Kammweg, wie
- vorstehend geschildert, über Preßnitz markiert wurde, daß
- man aber hierbei etwas weit vom eigentlichen Gebirgskamme
- abgewichen ist. Es geschah in der Hoffnung, daß man die
- Markierung über den Haßberg werde führen können, was zur Zeit
- noch nicht ermöglicht werden konnte. Vorläufig kann daher nur
- als +Nebenroute+ des Kammweges die der Wasserscheide sich mehr
- nähernde Trasse gelten, welche als Kammweg vorzuziehen wäre.
- Es führt diese von Sebastiansberg zur südw. Ecke der Stadt
- hinaus durch das Sonnenberger Forstrevier nahe der Eisenbahn
- Krima--Preßnitz über den Basberger Hau, überschreitet die
- Eisenbahn nördlich vom Reischberg und leitet zu diesem 873
- ~m~ hohen Berge, wo sich eine prächtige Rundsicht, besonders
- nach Böhmen zu, bis zum Karlsbader, Duppauer und Mittelgebirge
- erschließt. Ein Abstecher von hier über den Galgenberg nach
- der Stadt +Sonnenberg+ mit ihrer weithin sichtbaren Kirche
- ist zu empfehlen. Die Kammwegmarkierung würde vom Reischberg
- bei Eisenbahnstation Preßnitz-Reischdorf südlich vorbei,
- über Pöllma-Höhe und nach Passierung der Eisenbahn auf hoher
- Überbrückung an Station Kupferberg vorbei nach Stadt Kupferberg
- zu führen sein.
-
- Der +Kupferhübel+ bei Kupferberg ist als ein besonders
- hervorragend schöner Aussichtspunkt im Erzgebirge bekannt und
- wird seit langem, auch von Sachsen aus, viel besucht, da er
- vom Bahnhofe und von der Stadt leicht und bald zu erreichen
- ist, auch schon lange ein Restaurationsgebäude neben der
- weithin sichtbaren kleinen Kapelle trägt und als Rundsicht alle
- diejenigen Ausblicke vereinigt, die auf den Zugangswegen zu
- diesem kahlen Berggipfel zu genießen waren. (Siehe: Berlet's
- Wegweiser durch das sächs.-böhm. Erzgebirge, Annaberg, R.
- Liesche.)
-
- Als Sehenswürdigkeit von Kupferberg gilt ein etwa 800 ~m~
- unterhalb der Stadt an der Straße nach Steingrün und Pürstein
- zu bemerkendes Felsgebilde, welches einer liegenden »Sphinx«
- sehr ähnlich ist; von hier prächtiger Blick hinunter in das
- Egertal, da hier die Südseite des Erzgebirges besonders steil
- abfällt.
-
-Setzt man die Wanderung auf dem markierten Kammwege von Stadt
-Kupferberg weiter fort, so steht dafür eine bequeme Bezirksstraße
-zur Verfügung, welche nach +Oberhals+ (3 ~km~) führt, bis wohin sich
-mehrfach Ausblicke nach Böhmen bieten. Von der Abzweigung der nach
-Schmiedeberg führenden Nebenstraße tritt unser Wanderweg in hohen
-Bestand ein und endet bei ~km~ 4,₁₃₅ an der Grenze des Forstreviers
-Orpus der Domäne Preßnitz, (zugleich Bezirksgrenze Kaaden-Joachimstal).
-Von dem daselbst befindlichen Langenhauer Hegerhaus führt die Straße
-in hohem Waldbestand weiter und gewährt nun an der Wegabzweigung nach
-Boxgrün einen Ausblick auf Königsmühle, Stolzenhainer Forsthaus,
-Kalkwerk und die Gegend bei Weipert. In bequemer Wanderung von 2 bis
-2½ Stunden ab Kupferberg gelangt man an ein Forsthaus und daneben
-eine Gastwirtschaft (+Mauthaus+), wo man Einkehr halten muß, wenn man
-Auskunft für einen lohnenden Abstecher nach den Wirbelsteinen bedarf.
-
- Die im Hauensteiner Revier gelegenen +Wirbelsteine+ findet
- man leicht, wenn man auf der gräflichen Privatstraße nach
- Hüttmesgrün vom Forsthaus etwa 1 ~km~ südöstlich ansteigt und
- den gekennzeichneten Waldweg r. abgeht; der Wirt im Mauthaus
- führt auf Ersuchen zum nördlichen Felsgipfel direkter auf einer
- schmalen Waldschneise. Jedenfalls muß man beide Felszacken
- erklettern, wenn man die sich bietende schöne Aussicht
- vollständig genießen will. Mehr als 1 Stunde erfordert dieser
- kleine Abstecher kaum an Zeit.
-
-Vom Mauthaus auf der Straße weiter wandernd tritt man bald, an der
-Grenze der Bezirkshauptmannschaften Kaaden und Joachimsthal, aus dem
-Waldbestande heraus und genießt nun den Blick in das von Stolzenhain
-nach Weipert und Bärenstein sich hinunterziehende Wiesental, in welchem
-beiderseits der Grenze Böhm.-Wiesental und in Sachsen Unter- und
-Oberwiesenthal gelegen sind, überragt von den beiden höchsten Kuppen
-des Erzgebirges, dem Keilberge und Fichtelberge.
-
-Die bequeme Straßenwanderung endet jedoch bald bei dem 2 ~km~
-entfernten +Gasthause zum Hofberg+, wo unsere Bezirksstraße in die von
-Joachimstal nach Weipert führende Kaiserstraße (~km~ 30,1) einmündet.
-
-Während sich die Kaiserstraße r. nach Wiesental hinabsenkt, steigt
-sie in gerader Richtung am Hang des Keilbergs aufwärts, muß aber vom
-Kammwegwanderer schon nach etwa 100 ~m~ verlassen werden, denn weit hin
-sichtbar kennzeichnet eine blaue Tafel und das bekannte Kammwegzeichen,
-daß nach l. ein Fußsteig abzweigt, welcher den sogenannten bequemen
-Aufstieg zum Keilberg bildet. (31 ~km~ nach Sebastiansberg). Dieser
-Aufstieg zum Gipfel der höchsten Bergesspitze des Erzgebirges ist wohl
-nicht zu verfehlen, da sich bisher schon zahlreiche Marken vorfanden,
-welche die Erzgebirgsvereine Kupferberg und St. Joachimstal anbringen
-ließen [ × schwarz/gelb ] in weißem Felde. Im oberen Teile fällt dieser
-Fußweg zusammen mit der für Hörner- und Rodelschlittenfahrt sowie
-Skilauf abgesteckten Fahrbahn, denn bei guten Schneeverhältnissen ist
-der Verkehr in dem obersten Teile des Gebirges fast noch lebhafter als
-im Sommer. Jedenfalls wird man erstaunt sein, auf den beiden höchsten
-Bergspitzen, Bauten zu finden wie wir sie früher nur in bevorzugten
-Gegenden deutscher Mittelgebirge antreffen konnten.
-
-Der Kaiser Franz Josefs-Turm auf dem +Keilberge+ ehrt seinen
-verdienstvollen Anreger, k. k. Bezirksschulinspektor Wenisch, früher in
-Joachimstal jetzt in Teplitz. Die daneben aufgeführten Bauten bieten
-reichlich Unterkunft und gute Verpflegung. Die weite Aussicht wird dem
-Besucher in bester Weise durch vorhandene Schriften und Zeichnungen
-(Panoramen) erläutert. (S. Berlet's Erzgebirgsführer).
-
-
-
-
-6. Abschnitt.
-
-Keilberg--Platten (21 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: Zum Keilberg gelangt man von den
- Eisenbahnstationen Schmiedeberg und St. Joachimsthal in Böhmen
- oder von Oberwiesenthal in Sachsen. Von St. Joachimsthal
- verkehrt eine Fahrpost nach Wiesenthal, die man benutzen kann
- bis dahin, wo die Straße zum neuen Haus abzweigt. Im Sommer ist
- für die Karlsbader Kurgäste ein täglicher Omnibusverkehr von
- Bahnhof Joachimstal zum Keilberg eingerichtet.
-
-Vom Unterkunftshause auf dem +Keilberg+ benutzt man zunächst die
-neue Bergstraße, welche uns zu der (bei Gasthof Hofberg) verlassenen
-Reichsstraße (~km~ 27,38) führt. Auf dieser Straße vorbei bei den
-+Sonnenwirbelhäusern+ (~km~ 26,9 und 26,7) dorthin, (~km~ 25,7), wo die
-von Sachsen (Oberwiesenthal) kommende Straße rechtwinkelig einmündet.
-
-Es hat sich notwendig gemacht, hier eine +Abzweigung des Kammweges+
-einzuführen und zu bezeichnen. Diese einzige Ausnahme bedingt die über
-300 ~m~ unter dem Gipfel des Keilberges liegende sächsische Stadt
-+Oberwiesenthal+, die höchstgelegene Stadt Deutschlands, und das in
-Böhmen benachbart gelegene Städtchen +Wiesental+.
-
-Ein steiler Fußsteig führt vom Keilberg hinab zur Kaiserstraße, welche
-man nahe dem Kilometerst. 29 überschreitet und auf steilem Fußsteige
-dann hinab zur Mühle an der Reichsgrenze (Stein 424) gelangt.
-
-Vom Keilberg kann man auch die Bergstraße benutzen bis zur Kaiserstraße
-und auf dieser (von ~km~ 27,38) bis zu dem erwähnten Kilometerstein
-29 auf bequeme Weise mit Umweg gelangen. Will man auch den weiteren
-steilen Abstieg vermeiden, so folgt man der Kaiserstraße weiter bis
-zum Gasthause zum Hofberg (siehe 5. Abschnitt) und kann auf der
-Kaiserstraße hinab nach +Böhm.-Wiesental+ (900 ~m~, 1156 E.) gelangen.
-Auf dem als Kammweg markierten Fußsteige oder auf der Straße erreicht
-man in etwa 1 Stunde von der Höhe des Keilberges die nur durch den
-hier die Reichsgrenze bildenden Bach getrennte sächsische Stadt
-+Oberwiesenthal+ (Markt 918 ~m~, 1799 E.) mit anstoßendem Städtchen
-+Unterwiesenthal+ (723 E.)
-
- In Oberwiesenthal auf dem Markte ein sehenswertes Alpinum mit
- Pflanzen des Erzgebirges und Alpengebietes; Posamenten- und
- Handschuh-Erzeugung, Klöppelei.
-
- Gasthäuser: Rathaus, Stadt Karlsbad mit einem Logierhaus und
- Badehaus, Deutscher Kaiser.
-
- Starker Besuch von Touristen im Sommer und Wintersportfreunden,
- weshalb auf der Nebenbahn von Cranzahl auch Sonderzüge
- abgelassen werden.
-
- Die größte Zahl aller nach Oberwiesenthal kommenden Fremden
- besucht beide höchsten Berggipfel des Erzgebirges (Keil- und
- Fichtelberg) oder mindestens den Fichtelberg, der bequem auf
- Fußweg beim Springbrunnen vorbei oder auf der steileren für
- die Hörnerschlittenfahrt hergestellten Fahrbahn in 1 Stunde
- erstiegen werden kann.
-
-Der +Fichtelberg+ (1214 ~m~) ergänzt die Aussicht des Keilberges
-nach Norden über das sächsische Erzgebirge, Mittelgebirge und
-Nordrandgebirge hinweg. Aussichtsturm und Unterkunftshaus mit
-Bewirtschaftung und vielen Schlafstätten (S. Berlet, Erzg. R. XII.)
-
-Von Oberwiesenthal führt die Fahrstraße zum Gasthaus am Fichtelberg
-(Neues Haus) und von hier auf dem Prinzenweg zum Fichtelberghaus.
-Bleibt man auf der Straße, so überschreitet man sehr bald die
-Landesgrenze und erreicht (bei ~km~ 25,7) die von Weipert nach
-St. Joachimstal führende Reichsstraße, welche der Kammweg von den
-Sonnenwirbelhäusern benutzt hatte und in welche hier die über
-Böhm.-Wiesental, Oberwiesenthal und den Fichtelberg (siehe vorstehend)
-gelegte Kammweg-Abzweigung einmündet, wenn man vom Fichtelberghaus den
-Fürstenweg hinab zum Neuen Haus geht. Die Reichs- oder Kaiserstraße
-vereinigt die von Keil- und Fichtelberge kommenden Wege (bei ~km~ 25,7)
-und bringt uns bald auf dem Kammwege nach:
-
-+Gottesgab+ (1017 ~m~, 2610 E.), ist der höchstgelegene Ort
-Mitteleuropas; er hat ansehnliche Spitzenindustrie und starken
-Weinschank, da viele Touristen, besonders von Sachsen her, hier gern
-Einkehr halten.
-
-Gasthäuser: Grünes Haus, Hotel Wien, Tiroler (Anton Günther.)
-Weinstuben: Oppl mit Logierhaus und Kranl.
-
- Wer nicht von St. Joachimstal aus zum Keilberg gekommen ist,
- wird entweder vom Keilberg direkt (z. B. über die Pfarrwiese)
- oder über Gottesgab hinabsteigen nach der interessanten
- alten Bergstadt +St. Joachimstal+, welche in historischer,
- bergbaulicher und naturwissenschaftlicher Hinsicht sicher jedem
- Besucher lohnende Ausbeute zu gewähren vermag, auch als Fundort
- der radiumhaltigen Uranerze in neuester Zeit vielfach erwähnt
- wurde.
-
-Als Kammweg dient auch von hier aus noch die Kaiserstraße weiter bis
-~km~ 22,0, wo sie sich scharf l. und hinab nach St. Joachimstal wendet,
-während die Kammwegmarke nun die hier r. abzweigende Bezirksstraße
-(nach Abertham und Bärringen) verfolgt, auf welcher man in etwa 10 Min.
-wiederum eine Straßenteilung erreicht, da r. eine Nebenstraße zu den
-Försterhäusern und weiter nach Seiffen führt. Dem Telegraphengestänge
-nachgehend führt die Kammwegmarke in ½ Stunde bei den r. liegenden
-Einzelhäusern von Werlsberg vorbei und verläßt bei Telegraphenstange
-132 (etwa 1 Stunde von der Kaiserstraßenecke) die Bezirksstraße,
-da ein Waldweg (auch Marke, grünes schief gestelltes Kreuz in
-quadratischem weißen Felde) bei Forsthaus »Weite Wiese« vorbei uns
-hinauf zum +Pleßberg+ (1027 ~m~) geleitet. (17,5 ~km~ vom Keilberg.)
-Die Wegteilungen vorher können kaum irre führen, denn die Warte auf
-dem oben kahlen Berge ist meist sichtbar und deshalb bieten sich auch
-schon im Anstiege schöne Rückblicke, besonders auf den Keilberg, den
-Fichtelberg und die Umgebung von St. Joachimstal.
-
-Die Warte, vom Verein der Naturfreunde in Abertham errichtet, bietet
-weite Ausschau, doch empfiehlt es sich auch den angebauten Turm zu
-besteigen, um die ganze Rundsicht voll genießen zu können. Der bisher
-kahle Berggipfel ist mit vielem Fleiß bepflanzt worden, sodaß später
-der steile Anstieg vielleicht in schattigem Hochwald wird zurückgelegt
-werden können.
-
-Hinab zur Stadt +Abertham+ führt ein Weg, an dessen unterem Teile zu
-beiden Seiten Bäume angepflanzt sind und welcher auf die (am Forsthaus
-Weite Wiese) von uns verlassene Bezirksstraße einmündet. Diese
-durchzieht das ganze Städtchen, welches durch schwunghaft betriebene
-Handschuhindustrie bekannt ist und wo ein Photograph in interessanter
-Weise Mikrophotographien herstellt. Zum Hotel Stadt Wien (oberhalb
-der Kirche), wo der Kammweg von der weiter nach Bärringen führenden
-Straße r. abzweigt und durch Wiesen, am Waldrand entlang über Auslauf
-des Wistritzbachtales zu der von Lichtenstadt nach Johanngeorgenstadt
-führenden Hauptstraße 1 ~km~ vor der Stadt +Platten+ (23 ~km~ vom
-Keilberg) gelangt.
-
- Als +Seitentour+ von Abertham ist zu empfehlen: Besuch der
- Stadt +Bärringen+ unter Benutzung der Bezirksstraße, welche
- von Gottesgab aus begangen wurde: Spitzen- und Tüllfabriken,
- Mustersammlung von A. Meinl. Von hier zum +Wölfling+ oder (auch
- mit Benutzung der Eisenbahn bis Saifenhäusl) zum +Peindlberg+
- mit Aussichtsturm.
-
- Als +Nebentour+ des +Kammweges+ könnte auch die von +Gottesgab+
- über die +Försterhäuser+ beim +Spitzberg+ (1111 ~m~) vorbei,
- über +Seiffen+ und +Irrgang+ am gr. +Plattenberg+ (1040 ~m~)
- vorbei führende Bezirksstraße nach +Platten+ in Frage kommen,
- doch bietet der Pleßberg eine so ausgezeichnete Rundschau, daß
- über ihn, obschon er etwas niedriger ist, die Kammwegroute
- gelegt wurde.
-
-
-
-
-7. Abschnitt.
-
-Platten--Gr. Kranichsee (25 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: Von +Sachsen+ und +Böhmen+ aus: Eisenbahnlinie
- Karlsbad--Johanngeorgenstadt mit Station Platten.
-
- Die Kgl. Bergstadt +Platten+ (868 ~m~, 2770 E.) hat den
- Niedergang des Bergbaues ebenso schwer empfunden, als ehemals
- die teilweise Auswanderung seiner Bewohner nach Sachsen, welche
- zur Gründung der Stadt Johanngeorgenstadt Veranlassung gab. Die
- Erbauung der Eisenbahn von Karlsbad nach Johanngeorgenstadt hat
- zunächst der Stadt vielfachen Verkehr durch Touristen gebracht,
- was hoffentlich auch zur Besserung der industriellen und
- wirtschaftlichen Verhältnisse beitragen wird.
-
- Einen bequemen und lohnenden Spaziergang von der Stadt bildet
- der Besuch des +großen Plattenberges+, welcher eine schmale
- tiefe, jedenfalls durch Einsturz von Bergwerksbauten gebildete
- Binge besitzt, die in ihrer Tiefe fast in allen Sommerzeiten
- noch Eis und Schnee erkennen läßt.
-
- Als +Abstecher+ von Platten aus ist zu empfehlen der Besuch der
- Stadt +Bärringen+ und von Eisenbahnstation Saifenhäusl aus die
- Besteigung des +Peindl-Berges+ mit hohem Aussichtsturm. Die
- Aussicht von hier ist höchst lohnend; über Neuhammer gelangt
- man nach Platten zurück.
-
-Der Kammweg führt von der Stadt Platten aus unter der Eisenbahn hinweg
-und entlang der Häuser weiter auf der Breitenbacher Bezirksstraße,
-welche sich an der Eisenbahnbrücke (Wegweiser) von der über Neuhammer
-nach Hirschenstand und Neudeck führenden Straße getrennt hat. An der
-Holzstopfen- und Holzwoll-Fabrik verlassen wir die Bezirksstraße und
-betreten den l. nach der bewaldeten Talwand sich wendenden Waldweg.
-Er führt am nördlichen Hange des 996 ~m~ hohen Rammelsberges durch
-den Waldteil: Am tiefen Graben, nachdem wir den Zienerwiesbach
-überschritten haben. Auf diesem sogenannten +Kuhbrückenweg+ erreichen
-wir in etwa 1 Stunde die Reichs- und Landesgrenze dort, wo sie am
-Grenzstein ~V~ eine scharfe Spitze nach Süden bildet und die Grenze der
-Bezirke St. Joachimstal und Graslitz daran antrifft in einer Höhe von
-956 m. Wenn auch von hier Waldwege weiter nach Hirschenstand führen,
-so verlassen wir doch an dieser Stelle auf längere Zeit das Böhmerland
-und überschreiten die Grenze, um nun eine Wanderung auf +sächsischem
-Gebiete+ anzutreten.
-
- Die nun folgende Tour über den Auersberg zum Kranichsee ist die
- einzige Hauptstrecke des Kammweges im Bereiche des sächsischen
- Erzgebirges, wo Gelegenheit ist, die vom Gesamtvorstande des
- sächsischen Erzgebirgsvereins angeregte und durchgeführte
- farbige +einheitliche Wegmarkierung+ kennen zu lernen. Es sei
- hier nur darauf hingewiesen, daß diese Markierung ausgeführt
- wurde in den vier Farben: rot, blau, gelb und weiß, und aus
- parallelen, aufrecht oder wagrecht gestellten Strichen oder
- aus mehrfarbigen, schräg gestellten Kreuzen gebildet wird.
- Am Anfange und Ende, sowie bei Hauptkreuzungsstellen sind
- Wegetafeln zur Orientierung über Entfernungen und Farbenmarken
- aufgestellt. Dargestellt ist das Netz dieser Markierung auf der
- offiziellen »Wanderkarte« des Erzgebirgsvereins -- Graser'sche
- Buchhandlung (R. Liesche), Annaberg Komm.-Verlag = 40 Pfennig.
-
- Zur Zeit, da dieser Führer in Druck gelangt, ist die
- +Markierung des Kammweges+ auf dieser sächsischen Strecke +bis+
- zum +Kranichsee+ nur vorgesehen, weil sie erst im Herbst 1906
- beschlossen wurde und deshalb noch +nicht ausgeführt+. Die
- Begehung dieser Strecke geschah vor der Markierung, in welcher
- jedoch voraussichtlich wenig von der nachstehenden Beschreibung
- wird abgewichen werden.
-
-Nach Ueberschreitung der Landesgrenze wendet man sich nach l.
-(nordwestlich) und folgt den Grenzsteinen (27) 114 (26) 113 und
-so fort auf einem Waldwege; man gelangt am Ausgange des Tales, in
-welchem der Pechhofer Bach nach Breitenbach und Johanngeorgenstadt
-hinabfließt, am Grenzstein 111 zu einer Weggabelung, bei welcher
-man sich immer l. (geradeaus) hält und in Weiterverfolgung des
-Grenzweges bald bei Grenzstein IV zu einer breiten Schneise gelangt,
-auf welche der [ = rot/gelb ] markierte Weg von Hirschenstand nach
-Oberjugel verläuft. Wir überkreuzen denselben, bleiben in der Nähe
-der Landesgrenze und treffen zwischen Stein 90 und 89 auf einen
-gleichfalls von Hirschenstand kommenden [ || rot/gelb ] markierten
-Weg, der uns nunmehr von dem Grenzzuge ab zu einigen einzelnen
-Häusern (Waldwärter, Wirtschaft), +Henneberg+ (920 ~m~) genannt,
-bringt. In nächster Nähe derselben hat der Erzgebirgs-Zweigverein
-Johanngeorgenstadt ein hölzernes +Gerüst+ errichten lassen, welches
-einen interessanten Ueberblick bietet über den +kleinen Kranichsee+,
-ein Hochmoor mit eigenartiger Flora und Fauna. Folgen wir diesem
-Waldwege noch ein kurzes Stück, so gelangen wir an die Wegetafel Nr.
-99, auf welcher zu finden ist die Bezeichnung [ ||| blau/weiß/blau ]
-(lt. Karte weiß-blau-weiß) für einen nordwärts verlaufenden Waldweg,
-welcher zur Höhe des »schwarzen Bär«, 936 ~m~ ansteigt, dann aber sich
-senkt und geradlinig hinab führt zu der Hauptstraße (Chaussee) von
-Johanngeorgenstadt über Wildenthal nach Eibenstock. Wir treffen auf
-diese bei einigen Gebäuden (ehemals Pochwerk) eines Bergwerks (Wilder
-Mann) -- Wegetafel Nr. 98.
-
-Der Kammweg folgt dieser [ = blau/rot ] markierten Straße vom
-Kilometerstein 29,3 bis Kilometerstein 28,2 durch das Dorf +Steinbach+
-(840 ~m~, 216 E.). In seiner Umgebung erblicken wir neben einigen
-Torfstichen zahlreiche Halden als Ueberreste des früher in der Umgebung
-von Eibenstock rege betriebenen Saifenbergbaues auf Zinn, welcher die
-Zersetzungsprodukte der zinnhaltigen Erzgänge des Granites erschloß.
-
-Von hier verläßt der Kammweg die Straße, um einem blau-rot markierten
-Waldweg zu folgen, der zwischen den Torfstichen r. abzweigt und bei
-einigen einzelstehenden Häusern -- +Sauschwemme+ genannt -- an der
-Wegetafel 107 vorbei zu dem [ × blau/weiß ] markierten Hauptflügel 31
-führt, einem Wirtschaftsstreifen, der von Norden nach Süden über den
-1018 ~m~ hohen +Auersberg+ gelegt ist. In bequemem Anstieg und nach
-einer etwa 10 ~km~ langen Wanderung auf sächsischem Gebiete gelangen
-wir bei Wegetafel 112 zu dem alten Aussichtsturme auf den dritthöchsten
-Gipfel des Erzgebirges -- Unterkunftshaus daneben in Errichtung. --
-Betr. Aussicht siehe Berlet's Erzg. R. VIII.
-
-Nicht zu verfehlen ist der Abstieg auf dem (überdies [ × blau/rot ]
-markierten) Zickzackweg nach +Wildenthal+ (720 ~m~, 397 E.) eine
-sehr beliebte Sommerfrische, auch viel besucht von den Bewohnern
-des wohl eines Besuches werten Städtchens +Eibenstock+. Nach
-etwaigem Aufenthalt in dem viel besuchten Gasthof zu Wildenthal
-setzt man die Kammwegwanderung fort und folgt (der Angabe auf der
-großen dort aufgestellten Orientierungstafel gemäß) zunächst der
-Johanngeorgenstädter Straße aufwärts bis dahin (unterhalb des
-stattlichen Forstgehöftes), wo wieder eine Wegetafel anzeigt, daß die
-r. abzweigende Straße nach Frühbuß und Sauersack eingeschlagen werden
-muß. Sie bildet zugleich, als [ || gelb/weiß ] markiert, den die
-Straße abkürzenden, bei Kilometerstein 1,6 l. abzweigenden Weg nach
-Weiters Glashütte (und Weiters Wiese), sowie den Kommunikationsweg nach
-Carlsfeld, welcher ([ = rot/gelb ] markiert) bei Kilometerstein 2,9
-von unserer Hauptstraße r. abbiegt. Bei Kilometerstein 3,8 erreicht
-die Straße +Weiters Glashütte+ (eine alte Glashütte) mit Zollhaus,
-doch verlassen wir dieselbe bei Kilometerstein 4,0, um dem gelb weiß
-markierten Wege nach +Weiters Wiese+ zu folgen; dies sind einige
-Waldwärterwohnungen an der [ || blau/weiß ] markierten Waldstraße,
-welche von Carlsfeld kommt.
-
- +Carlsfeld+ (1781 E.) mit interessanter kleiner Rundkirche,
- Glashütte etc. ist Endstation der von Wilkau über Wilzschhaus
- kommenden Flügelbahn.
-
-Wir treffen die Waldstraße bei Wegetafel 109 ~a~ und folgen ihr etwa 10
-Min., wo wir bei Wegtafel 109 ~b~ einen l. abgehenden Fußweg erreichen,
-der direkt hinein führt in den +Großen Kranichsee+, das größte Hochmoor
-des Erzgebirges. Für die Besichtigung empfiehlt sich Vorsicht; bei
-trockener Jahreszeit kann man bis zu den Landesgrenzsteinen, die sich
-mitten durch den See ziehen, gelangen.
-
-
-
-
-8. Abschnitt.
-
-Gr. Kranichsee--Zwota (29 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: ~a~) von +Sachsen+: Bahnlinie
- Wilzschhaus--Carlsfeld; Endstation nach dem Kranichsee 3 ~km~.
- ~b~) von +Böhmen+: Bahnlinie Karlsbad--Johanngeorgenstadt.
- Von Station Hochofen über Frühbuß oder von Neuhammer über
- Hirschenstand 13 ~km~.
-
-Der von der böhmisch-sächsischen Landes- bezw. Reichsgrenze
-durchschnittene +Große Kranichsee+ ist das größte Hochmoor im Gebiete
-des Erzgebirges, in einer Höhe von 920 ~m~ gelegen und zwei Stunden
-Gehweges im Umfang; er enthält ein ansehnliches Wasserquantum, welches
-die Zuflüsse der Zwickauer Mulde und der Zwodau (Zwota) speist.
-Sumpfkiefern, Moosbeersträucher und Riedgräser ragen über das dichte
-Moosbett heraus, dazwischen einzelne offene Wassertümpel. Vorsicht beim
-Durchwandern ist geboten. -- Berlet, Erzg. R. XVIII.
-
-Der Kammwegwanderer verläßt auf dem Fußweg das Moorgebiet und betritt
-bei der Wegetafel 109 ~b~ die als Kommunikationsweg von Weiters
-Glashütte nach Obersachsenberg ausgebaute Waldstraße, welche auch
-als +Schwerdterstraße+ bezeichnet wird. Sie tritt sofort am Ende der
-Waldabteilung 76 des Glashütter Reviers in das Gebiet des ehemaligen
-Vogtländischen Kreises ein. Der Grenzflügel läßt l. eine scharfe
-Ecke der Landesgrenze mit Grenzstein I ~K. B.~/~K. S.~ erkennen, die
-Straße selbst trägt neben der Kammwegmarke die Zeichen [ = weiß/gelb ]
-und [ || blau/weiß ]. Die erstere Marke gilt dem Kommunikationsweg
-nach Sachsengrund, welcher nach etwa 1 ~km~ bei Wegetafel 110 ~a~ am
-Brücken- oder schwarzen Teich r. abzweigt in das Tal der großen Pyra
-sich hinabziehend. Wir folgen der Schwerdter Straße (blau weiß) weiter
-und gelangen bald an die Landesgrenze, der wir nun auf eine lange
-Strecke folgen.
-
-Hierbei ersteigen wir eine Höhe von 945 ~m~, zwischen dem 956 ~m~
-hohen +großen Rammelsberg+ und dem großen Hirschberg; von hier senkt
-sich unser Weg wieder abwärts bis zu einer manneshohen Grenzsäule,
-die »weiße Frau« genannt, nahe einer scharfen Ecke des Grenzzuges bei
-Grenzstein 628.
-
- Wir folgen zunächst der jetzt südwestlich verlaufenden Grenze
- bis zu Stein 620 und ersteigen auf einem l. abzweigenden
- Waldwege (in Böhmen) den 935 ~m~ hohen +Aschberg+, der eine
- Ausschau über zahlreiche Ortschaften hinweg weit nach Böhmen
- und Sachsen hinein ermöglicht -- siehe Metzner, das obere
- Vogtland, 29. Partie. -- Der Aschberg bildet den Markstein des
- nördlichen Gehänges vom Zwotatal, das zwischen Klingenthal
- und Graslitz von der Landesgrenze durchschnitten wird. Auf
- der südlichen Seite liegt als entsprechende Höhe, allerdings
- niedriger, dicht am Grenzzuge die Höhe der Dreirainsteine
- (siehe nächsten Abschnitt).
-
-Nach Rückkehr vom Aschberg verfolgen wir von Wegetafel 111 ~a~ ab
-den von Obersachsenberg kommenden und nach Morgenröthe führenden
-Kommunikationsweg (Waldstraße [ = blau/weiß ] markiert). Auf derselben
-erreichen wir nach etwa 800 ~m~ den obersten Lauf des ostwärts
-zum Herolds-Teich hinabfließenden Heroldsbaches und verlassen
-hier die Straße, um auf dem l. abzweigenden [ × blau/rot ] und
-[ ||| weiß/blau/weiß ] markierten Waldwege zunächst die 894 ~m~ hohe
-Wasserscheide der über Morgenröthe nach Rautenkranz zur Zwickauer Mulde
-fließenden großen Pyra und der über Tannenbergstal nach Jägersgrün
-ebendahin fließenden kleinen Pyra zu ersteigen. Der Weg führt weiter
-vorbei auf einer Waldlichtung, in deren Wiesenfläche eingestreut
-die wenigen Häuser des Dorfes +Mühlleithen+ (169 E.) liegen. Bald
-erreichen wir an der Wegetafel 137 ~a~ die von Auerbach über Bahnhof
-Jägersgrün nach Klingenthal führende Landstraße an ihrem höchsten
-Punkte (»Abspann« oder »Köppe« genannt) und verfolgen sie etwa 800
-~m~ weit abwärts bis zur Gastwirtschaft »Buschhaus« (11 ~km~) bei dem
-Stein 15,9, wo wir in bescheidener Weise uns zum Weitermarsch stärken
-können. Der Kammweg führt von der erwähnten »Köppe« der Straße ab zur
-Höhe des +Kiel+ (941 ~m~), doch halten wir uns r. vom Gipfel, folgen
-der Marke [ × blau/rot ] und kommen hierbei an die 5 Häuser des Dorfes
-+Winselburg+ (35 E.), in deren Nähe zahlreiche Halden ehemaligen
-Bergbau (auf Zinn) andeuten. Auch der vom Gebirgsverein Klingenthal mit
-10 bezeichnete Weg vereinigt sich mit dem unserigen und gelangen wir
-den Wegmarken [ × blau/rot ] bezw. 11 und 3 folgend bald zum (14 ~km~)
-+Schneckenstein+. Die 890 ~m~ hohe Felsenkuppe ist nicht nur bekannt
-als ein Aussichtspunkt über ein weites Waldgebiet, sondern weit berühmt
-infolge ihrer geologischen Beschaffenheit. Die ziemlich haushohen
-Felsen bestehen aus weichem turmalin- und glimmerreichen Schiefer,
-in welchem sich weingelbe +Topase+ eingebettet finden, welche früher
-bergmännisch ausgebeutet wurden; siehe Metzner: das obere Vogtland,
-16. Partie.
-
-Vom Schneckenstein folgt zunächst der Kammweg noch der Marke 3 des
-Gebirgsvereins Klingenthal im Hochwald und am +Affenstein+ vorbei,
-bis er in einer Höhe von 723 ~m~ eine Hauptwegekreuzung erreicht, von
-der wir bald aus dem Wald heraus auf die vom obersten Muldenlaufe
-durchflossene Talmulde gelangen, in welchem der Ort +Muldenberg+ (680
-~m~, 361 E.) gelegen ist. Auch zwei kleine Gräben überschreiten wir auf
-Holzbrückchen; sie dienten früher der Holzflöße.
-
-Nahe derselben liegen die +Muldenhäuser+ beiderseits der von Aue herauf
-nach Schöneck führenden Eisenbahn, welche wir (19 ~km~) überschreiten,
-um die Kammwegwanderung wieder in Hochwald (allerdings keine schönen
-Bestände) fortzusetzen bis zur Eisenbahnstation Schöneck (770 ~m~
-hoch), von welcher wir durch Kammwegzeichen hinab geleitet werden nach
-der Stadt +Schöneck+ (24 ~km~ vom Kranichsee).
-
- Die Stadt +Schöneck+ (4512 E.) ist wahrscheinlich eine alte
- Sorbengründung und bietet jetzt eine recht gute Unterkunft.
- Inmitten der Stadt erhebt sich der 735 ~m~ hohe Friedrichstein,
- auch Friedrich August-Stein genannt, welcher eine vortreffliche
- Rundsicht über den südlichen Teil des sächsischen Vogtlandes,
- nach Böhmen und Bayern gewährt, weit umfassender, als der
- Aschberg oder Schneckenstein zu bieten vermögen. Die Stadt wird
- als Sommerfrische viel aufgesucht und stehen dafür hübsche
- Wohnungen zur Verfügung. (Siehe: Metzner, das obere Vogtland,
- 22. Partie.)
-
-Der Kammweg, dessen Marke uns vom Bahnhof zur Stadt herein geführt
-hat, ist als Rückweg durch den hübsch angelegten Stadtpark gelegt
-worden, bringt uns schließlich wieder auf die Klingenthaler Straße
-bei dem Ferienheim der Stadt Plauen (Kilometerstein 7,0). Wir
-folgen dieser Straße nach dem Tannenhaus zu, verlassen sie aber (bei
-Kilometerstein 7,8) an der Villa Waldhaus, um auf der r. abzweigenden
-Straße, der +Kärnerstraße+ (ein früher und seit dem 16. Jahrhundert
-benutzter Salzabfuhrweg), wieder eine Zeit lang abwärts zu wandern.
-Wir überschreiten hierbei wiederum die von Schöneck nach Zwota gehende
-Eisenbahn und bleiben in der Nähe derselben, bis wir an einigen
-Wohnhäusern unweit unseres Weges l. den Bahnhof +Zwota+ erblicken, von
-welchem aus die Eisenbahn sich verzweigt in eine über Klingenthal nach
-Böhmen führende Linie und die Hauptlinie über Markneukirchen nach Adorf.
-
-
-
-
-9. Abschnitt.
-
-Zwota--Brambach (26 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+. Aus +Sachsen+ und +Böhmen+: Eisenbahnstation
- Zwota an der Linie Aue--Adorf bezw. Graslitz
- (Klingenthal)--Zwota.
-
-Der +Bahnhof Zwota+ liegt ziemlich einsam am Anfange des Zwota- (Zwoda
-i. B.) Tales, das sich über das Dorf Zwota hinunter nach Klingenthal
-und Graslitz erstreckt. Einige Wohnhäuser für Eisenbahnbedienstete,
-Waldarbeiter und Private sind neben den Dienstgebäuden selbst errichtet
-worden. Der Bahnhof Zwota hat nur deshalb Bedeutung, weil hier die
-von (Graslitz) Klingenthal und von Adorf in starken Steigungen
-heraufkommenden Bahnlinien sich vereinigen zu der Weiterfahrt über
-Schöneck und Muldenberg (s. Abschn. 8).
-
-Wir verlassen den wenig ansprechenden Bahnhof in der Richtung nach
-Adorf zu, überschreiten die dahin führende Bahnstrecke etwa 500 ~m~ vom
-Stationsgebäude entfernt und folgen dem über die Bahn führenden Wege zu
-der +Kärnerstraße+, welcher vom Tannenhaus ab dem Kammweg gefolgt war.
-
-Dem ehemaligen »Salzkärnerweg« folgen wir auf unserer Kammwegwanderung
-auch noch weiter, überschreiten die von Zwota nach Adorf führende
-Eisenbahn auf einer hohen Brücke und treten nun wieder in höheren
-Waldbestand ein. Hier kreuzen wir bald den von Oberzwota nach Gunzen
-führenden Straßenzug und gehen ziemlich gleich bleibend in einer Höhe
-von 700 ~m~ weiter bis zur Einmündung in die von Markneukirchen nach
-Klingenthal führende Landstraße. Hier müssen wir die nach Gopplasgrün
-und Erlbach weitergehende Kärnerstraße verlassen und einem mit Nr. 4
-bezeichneten Wege folgen, der uns in schöne Waldbestände am 804 ~m~
-hohen Brand vorbei führt. Gehen wir weiter über Pauli-Berg und haben
-einen kleinen Waldbach überschritten, so treten wir in den großen
-Döhler Wald ein, dessen höchste Erhebung (807 ~m~) die +Dreirainsteine+
-bilden, deren wir in Verbindung mit dem Aschberg in der Beschreibung
-des vorigen Abschnittes bereits gedachten. Sie liegen nahe dem
-Hauptwege, der auf sächsischer Seite entlang des Landesgrenzzuges
-von Erlbach nach Klingenthal führt. Der Kammweg quert diesen Weg und
-übersetzt auch die Reichsgrenze selbst, da er auf eine kurze Strecke
-hier wieder auf böhmisches Gebiet übertritt. Es ist dies geboten,
-um den Auslauf des Tales, in welchem der Schwarzbach über Erlbach
-und Markneukirchen nach Adorf zur Elster läuft, zu umgehen und den
-Höhenkamm wieder zu gewinnen, der sich hier in dem 818 ~m~ hohen
-+Ursprung-Berg+ und dem Felsenlabyrinth des 777 ~m~ (13 ~km~) +Hohen
-Steines+ ausgesprochen kennzeichnet. Zwischen diesen beiden Erhebungen
-liegen in einer Höhe von 680 bis 750 ~m~ zerstreut die kleinen
-böhmischen Ortschaften +Ursprung+, +Kirchberg+ und +Stein+, durch
-welche wir gehen müssen, um zu dem von fern einer Ruine gleichenden
-Felsstock zu gelangen. Der +Hohe Stein+ bietet eine ausgezeichnete
-Rundsicht und wird viel besucht besonders von Markneukirchen und
-Klingenthal aus -- siehe: Metzner, das obere Vogtland 26. Partie.
-
-Nach längerem Verweilen auf diesem Aussichtspunkt nehmen wir den
-Abstieg wieder zu dem Wege, der uns vom Dorfe Stein aus hierher
-gebracht hatte und folgen demselben abwärts, bis wir uns nach kurzer
-Wanderung scharf r. (einer Ziegelei zu) wenden müssen, um in einer
-Höhe von 650 ~m~ wiederum die Grenze zu überschreiten und entlang
-derselben auf sächsischer Seite ihr zu folgen bis zur Bezirksstraße
-von Markneukirchen nach Schönbach. Entlang dieser Straße zieht sich in
-weitem Tale das Dorf +Wernitzgrün+ (605 E.) mit stattlichen Gebäuden
-abwärts. Wir kreuzen oberhalb des Zollamtes diese Straße und folgen der
-Landesgrenze von Stein 285 weiter auf dem Grenzweg bis zum Stein 277;
-von hier folgen wir dem Wirtschaftsweg, der uns zu der weit sichtbaren
-Triangulierungsmarke auf der +Landwüster Höhe+ (664 ~m~) geleitet.
-Diese Höhe und die unweit davon stehende Kirche des Ortes +Landwüst+
-(557 E.) bilden ein weit erkennbares Merkmal für das südliche
-sächsische Vogtland. Die Aussicht nach Sachsen und Böhmen ist belebt
-durch eine große Zahl von Ortschaften, deren hohe Lage sie auch über
-die vielen Bergkuppen hinweg sichtbar werden läßt.
-
-Bei der Umschau von dieser Höhe erblicken wir südwestlich eine Kuppe,
-zuweilen auch einen Eisenbahnzug oder den Rauch von Lokomotiven. Es
-ist dies die Gegend des 638 ~m~ hoch sich erhebenden Hengst-Berges, zu
-welchem die von Plauen nach Eger führende Eisenbahnlinie ansteigen muß,
-um die Wasserscheide der weißen Elster und der Eger zu überwinden. Der
-Kammweg führt uns auf dem Brambacher Sträßchen nach dieser Richtung hin
-und zwar fast anhaltend abwärts.
-
-Ueber Rohrbach (600 ~m~, 205 E.) führt die Straße, meist weite
-Ausblicke bietend, an den Spuren des »Alten Schlosses« und der
-»Schwedenschanze«, sowie beim +Geiersberg+ (638 ~m~) vorbei, in etwa 2
-Stunden nach dem Marktflecken +Brambach+, der an der alten Heerstraße
-von Plauen nach Eger gelegen ist, welche wir bei Stein ~km~ 25,9 an der
-Kirche erreichen.
-
-
-
-
-10. Abschnitt.
-
-Brambach--Elsterquelle--Asch (19 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: Aus +Sachsen+ und +Böhmen+: Eisenbahnlinie
- Eger--Adorf mit Station Brambach.
-
-Nach ausgiebiger Rast in dem als Sammelpunkt von den Brambacher
-Sommergästen gern benutzten Hotel Wilfert in Brambach (550 ~m~, 1831
-E.) hat man die Kammwanderung wieder mit einem längeren Anstiege
-fortzusetzen und folgt dabei zunächst der nach Eger führenden Chaussee.
-Eine bald l. abzweigende Straße führt zum Bahnhof +Brambach+ (Station
-der Haupteisenbahnlinie von Plauen i. V. nach Eger i. B.), den wir auch
-als Ausgangspunkt der Kammwegwanderung betrachten können und von dem
-wir in wenig Minuten nach der vorerwähnten, nur etwa 209 ~m~ entfernten
-Chaussee gelangen, auf welcher wir die hohe Ueberführung der Eisenbahn
-durchschreiten.
-
-Bald (bei ~km~ 26,8) gelangt man an die rot-weiß markierte Abzweigung
-eines Fußweges, der über Hohndorf (als Tour 4) zur viel besuchten
-und bekannten böhmischen Wirtschaft »Frosch« und von da weiter zur
-Elsterquelle führt.
-
-Fast 80 ~m~ müssen wir vom Bahnhof Brambach aus ansteigen bis kurz
-vor Kilometerstein 29,6, wo die sogenannte alte Straße, an welcher
-die Telegraphenleitung hinführt, r. abzweigt. Ihr folgen wir (von
-Stange Nr. 66 ab) bis zu der bei Stange 78 aufgestellten Bank, welche
-erstmalig wieder einen Ausblick nach Süden, über das in der südlichsten
-Spitze Sachsens gelegene Dorf Schönberg hinweg nach der Franzensbader
-Ebene und auf das Kaisergebirge, ermöglicht. Hier geht der Kammweg
-hinauf zum Kapellenberg.
-
- Es lohnt, der alten Straße noch etwa 10 Min. zu folgen und man
- gelangt dann an einen erfrischenden Quell, von welchem die Sage
- berichtet, daß er ehemals neben einer Kapelle St. Katharina
- (einige nahe der Quelle sichtbaren Mauerreste sollen von einer
- Kirche stammen) gelegen war. Man befolgt gern die Einladung,
- unter dem Schatten der Bäume zu rasten, welche die Anschrift
- besagt:
-
- »Gestatte dir, Wandrer, der Quelle Erquickung,
- Genieße der Ruhe, sie ladet dich ein,
- Empfinde den Frieden der Stätte mit Rührung
- Und laß deinem Schutz befohlen sie sein.«
-
- Von der Quelle kann man in kurzer Zeit auch nach Dorf Schönberg
- mit gutem Restaurant gelangen. Nur wenige Schritte rückwärts
- führen uns zur Stange Nr. 94, bei welcher ein Fußsteig (zum
- Teil mit Stufen) zum Kapellenberg hinauf führt.
-
-Der +Kapellenberg+, die höchste Erhebung (759 ~m~) in der Südspitze
-Sachsens, bildet eine wichtige Station der europäischen Gradmessung und
-besitzt um den Vermessungspfeiler herum ein besteigbares, hölzernes
-Gerüst, das eine umfassende Aussicht bietet. -- Berge: Glatze,
-Dillenberg, Kösseine, Waldstein, Hainberg, Geiersberg, Hoher Stein und
-Karlsbader Berge.
-
-Auf einer breiten Schneise durch Hochwald wieder abwärts über die
-»Geiershäuser« nach dem kleinen Ort +Bärendorf+ (118 E.). In der
-Wirtschaft von Nürnberger hält man Rast vor dem gänzlichen Verlassen
-des sächsischen Landes zur Stärkung für die nun beginnende längere
-Waldwanderung. Von genannter Wirtschaft führt uns ein befahrener Weg
-etwa 300 ~m~ weiter, dann zeigt ein Wegweiser, daß wir r. nach dem
-Wald zu abbiegen müssen und an einem Grenzstein (des Rittergutswaldes
-Schönberg) leuchtet uns das bekannte Wegzeichen entgegen. Der Waldweg
-gelangt bald an die Reichs- bezw. Landesgrenze bei Stein Nr. 636 und
-wir folgen der Grenze bis zum Stein Nr. 633. Hier treffen wir auf den
-vom Gebirgsverein Brambach als Tour 9 bezeichneten Weg, in welchen
-der von Steingrün heraufkommende Fahrweg mündet. Der als Tour 9
-bezeichnete Weg hat auch die Kammwegmarke erhalten und führt uns in 5
-Min. zur +Elsterquelle+, dem obersten und wesentlichsten Ursprung des
-Elsterflusses.
-
- Durch den Verband der Vogtländischen Gebirgsvereine ist diese
- Quelle, obschon auf böhmischem Gebiete (Waldparzelle des Edlen
- von Helmfeld auf Altenteich) gelegen, im Jahre 1898 mit einer
- geschmackvollen Steineinfassung versehen worden und behauptet
- mit Recht ihre höhere Bedeutung gegenüber dem etwa 1 ~km~
- entfernt und nicht wenig tiefer liegendem Elsterbrunnen,
- welcher einen weniger wasserreichen Zuflußarm speist.
-
-Von der Quellfassung gehe man recht aufmerksam dem Kammwegzeichen
-nach, welches von hier bis nach Asch die dortige Sektion des deutschen
-und österreichischen Alpenvereins angebracht hat. Zunächst etwa 300
-~m~ zurück nach dem Hauptweg, welcher von Bärendorf kommend, auch
-als Tour 6 bezeichnet, nach Oberreuth führt. Nach etwa ¼ Stunde
-trennt sich von ihm das Kammwegzeichen, das einem l. abzweigenden,
-ziemlich ebenen Waldwege folgt. Immer der bekannten blauen Marke
-folgend gelangt man bei weiteren zwei Wegabzweigungen (nach
-Steingrün und Vorder-Himmelreich) vorbei auf eine Wiese oberhalb
-Schwarzweber-Hinter-Himmelreich. Hier wende man sich l. nach dem
-einzeln stehenden Hause (Restauration Elsterquelle) und genieße die
-unweit desselben sich bietende Aussicht auf das Fichtelgebirge,
-Hainberg bei Asch, den Steingrüner und Elsterwald. Die Kammwegmarke
-unterstützt mehrfach eine weiß-grün-weiße Marke, welche in etwa 1
-Stunde an einem einzelnen Haus vorbei führt und als Fußsteig am
-Steinberg (mit Sandgrube) in einen breiteren Waldweg einmündet,
-welcher bei der Volksschule zu +Nassengrub+ den viel benutzten
-Kommunikationsweg von Steingrün über Vorder-Himmelreich erreicht.
-Beim Restaurant Krauß vorbei gelangt man von hier in etwa 30 Min. zum
-Bahnhof Asch, indem man dahin nach der von Eger kommenden Kaiserstraße
-hinabsteigt.
-
-Bleibt man von Nassengrub aus auf der Dorfstraße, so wiederholt sich
-noch einige Male das vierzackige Zeichen, da der Kammweg in die Stadt
-+Asch+ hineinführt, hier aber nicht endet, denn der Wanderer aus
-dem Erzgebirge wird nicht unterlassen, noch die kurze Strecke zum
-+Hainberg+ aufzusteigen mit dem Unterkunfts-Restaurationshaus der
-Alpenvereinssektion und dem wuchtigen +Bismarckturm+, der von manchen
-Punkten des Kammweges bereits die Aufmerksamkeit auf sich zog und einen
-prächtigen Abschluß der Wanderung entlang der sächsisch-böhmischen
-Landesgrenze von der Elbe her bildet.
-
- * * * * *
-
-=Nachtrag.= Die Hinweise im 1. und 2. Abschnitte auf den +Berlet'schen
-Wegweiser durch das sächsisch-böhmische Erzgebirge+ beziehen sich auf
-die Auflagen vor der 11. Auflage, in letzterer sind die Routen I und II
-vertauscht. Es muß deshalb, wenn die 11. Auflage des »Berlet« benutzt
-wird
-
- auf Seite 8 statt R. II. a heißen =R. I. a=,
- " " 9 " R. II. b " =R. I. b=,
- " " 10 und 11 " R. II. c " =R. I. c=,
- " " 12 " R. III. " =R. I. d=,
- " " 12 " R. II. c " =R. I. c=,
- " " 12 " R. II. d " =R. I. d=.
-
-
-
-
-Fußnoten:
-
-
-[1] Empfehlenswert: Berlet, Wegweiser durch das sächs.-böhm.
-Erzgebirge. 11. Auflage 1907. Verlag der Graser'schen Buchhandlung in
-Annaberg.
-
-[2] Die Entfernungen sind in jedem Abschnitt vom Ausgangspunkte an
-gerechnet.
-
-[3] Sollte die Abzweigung der hier dem Wintersturm sehr ausgesetzten
-Kammwegmarken nicht gefunden werden oder die Markierung zerstört worden
-sein, so setze man ruhig den Fahrweg über die einzelnen Gehöfte, die
-zum Dörfchen Oberwald gehören, fort. bis man jenseits dieses Ortes die
-Kammwegmarken (gegen Nollendorf) wieder antrifft, dabei immer rechts
-halten!
-
-
-
-
-[Illustration: 9 Anzeigen]
-
-
-
-
-[Illustration: KARTE DES ERZGEBIRGS-KAMMWEGES.
-
-Maßstab 1 : 125000]
-
-
-
-
-Namenregister.
-
-
- Abertham 25, 26
-
- Adelsberg 17
-
- Adolfsgrün 10
-
- Affenstein 30
-
- Altenberg 10
-
- Altes Schloß 32
-
- Asch 32, 34
-
- Aschberg 21, 29, 31
-
- Assigbach 20
-
- Auersberg 28
-
- Auf der Schöne 8
-
- Augustusburg 19
-
- Aussig 9
-
-
- Bad Einsiedl 16
-
- Schwarzer Bär 27
-
- Bärendorf 33
-
- Bärenstein 23
-
- Bärringen 25, 26
-
- Bernstein 16, 19
-
- Biela 6
-
- Bismarckturm 34
-
- Blankenstein 8
-
- Böhmisch-Wiesental 24
-
- Bornhau 13
-
- Borschen 13
-
- Bösegründl 6
-
- Boxgrün 23
-
- Brambach 32, 33
-
- Brand 31
-
- Breitenbach 27
-
- Breitenau 10
-
- Bruderwiese 16
-
- Bünauburg 8
-
- Buschhaus 30
-
-
- Carlsfeld 28
-
- Christophhammer 21
-
-
- Deutsch-Einsiedel 15, 16
-
- Deutsch-Neudorf 17
-
- Dillenberg 33
-
- Döhler Wald 31
-
- Donnersberg 13, 18
-
- Dörnsdorf 22
-
- Dreirainsteine 31
-
-
- Ebersdorf 11
-
- Eduardstein 19
-
- Eger 33
-
- Eibenstock 27, 28
-
- Einsiedl 16
-
- Elsterquelle 33, 34
-
- Elsterwald 34
-
- Erlbach 31
-
-
- Fichtelberg 23, 25, 34
-
- Fleyh 14, 16
-
- Friedrichstein 30
-
- Frosch 33
-
- Frühbuß 28
-
-
- Gabrielenhütte 20
-
- Galgenberg 22
-
- Gebirgsneudorf 16, 17, 18
-
- Geiersberg 15, 32, 33
-
- Geising 10, 12
-
- Geltsch 8
-
- Georgsberg 13
-
- Glatze 33
-
- Göhren 15, 18
-
- Goppelsgrün 31
-
- Görgmühle 20
-
- Görkau 19
-
- Göttersdorf 19
-
- Gottesgab 25, 26
-
- Graslitz 27
-
- Graupen 18
-
- Grünwald 15
-
- Gunzen 31
-
-
- Hainberg 33, 34
-
- Haselstein 16, 18
-
- Haßberg 22
-
- Hassenstein 22
-
- Haulmühle 20
-
- Hegeberg 8
-
- Heidelberg 16
-
- Heinrichsdorf 20
-
- Hengstberg 32
-
- Henneberg 27
-
- Heroldsteich 29
-
- Hinter-Himmelreich 34
-
- Hirschberg 29
-
- Hirschenstand 26, 27
-
- Hirtstein 21, 22
-
- Hofberg 23, 24
-
- Hohentanne 22
-
- Hoher Berg 32
-
- Hoher Stein 33
-
- Hohendorf 33
-
- Hopfenberg 8
-
- Hornkappe 10
-
- Hübladung 16, 19
-
- Hutberg 8
-
-
- Jägersgrün 30
-
- St. Joachimstal 23, 25
-
- Johanngeorgenstadt 27
-
- Johnsdorf 15
-
- Irrgang 26
-
- Jungferndorf 9
-
- Jungwald 18
-
-
- Kaaden 21, 23
-
- Kahlenberg 13
-
- Kaibler 10
-
- Kalkofen 13
-
- Kallich 19
-
- Kappellenberg 33
-
- Karlsbader Berge 33
-
- Kärnerstraße 31
-
- Katharinaberg 17
-
- St. Katharina 33
-
- Keilberg 13, 21, 23, 24
-
- Kiel 30
-
- Kirchberg 32
-
- Kleinhan 17, 19
-
- Klingenthal 29
-
- Komotau 20, 21
-
- Königsmühle 23
-
- Kösseine 33
-
- Kranichsee 26, 27
-
- Kupferberg 22, 23
-
- Kupferhübel 21, 22
-
-
- Ladung 18, 19
-
- Landwüst 32
-
- Langeberg 8
-
- Langewiese 16
-
- Lichtenwald 15
-
- Liebenau 10
-
- Lobosch 13
-
- Lugstein 13
-
-
- Moldau 13, 14
-
- Morgenröte 29, 30
-
- Moritzhütte 12
-
- Mückenberg 11, 12, 18
-
- Mückentürmchen 14, 21
-
- Muldenberg 30, 31
-
- Muldenquelle 14
-
- Mühlleithen 30
-
-
- Nassengrub 34
-
- Natzschung 19
-
- Neugeorgenfeld 13
-
- Neuhammer 26
-
- Neuhaus 19, 20
-
- Neustadt 13, 14
-
- Nickelsdorf 17
-
- Niclasberg 11, 12, 13
-
- Nollendorf 9
-
- Nollendorfer Berg 9
-
-
- Obergeorgental 17
-
- Oberhals 23
-
- Oberjugel 23
-
- Obernatzschung 19
-
- Oberreuth 34
-
- Obersachsenberg 29
-
- Oberwald 9
-
- Oberwiesenthal 24
-
- Oberzwota 31
-
- Ochsenstaller 20
-
- Orpus 23
-
- Ossegger Spitzberg 18
-
-
- Pauliberg 31
-
- Peindlberg 26
-
- Platten 24, 26
-
- Plattenberg 26
-
- Pleil 21, 22
-
- Pleßberg 25
-
- Polterberg 13
-
- Preßnitz 21, 22
-
- Pürstein 23
-
- Große Pyra 29, 30
-
- Kleine Pyra 30
-
-
- Rammelsberg 26, 29
-
- Raudnitz 13
-
- Rauschengrund 15
-
- Rautenkranz 30
-
- Rehefeld 14
-
- Reischberg 21, 22
-
- Reitzenhain 20
-
- Ritschelkreuze 11
-
- Rohrbach 32
-
- Rosenberg 8
-
- Rotbergstraße 5
-
- Rudelsdorf 19
-
-
- Sachsengrund 29
-
- Sandkopf 9
-
- Sattelberg 8, 10
-
- Satzung 21
-
- Sauersack 28
-
- Schauplatz 11
-
- Schellerhau 13
-
- Schladniger 13
-
- Schneckenstein 30
-
- Hoher Schneeberg 6
-
- Dorf Schneeberg 7
-
- Schönbach 32
-
- Schöneck 30, 31
-
- Schönwald 8, 10
-
- Schreckenstein 9
-
- Schwarzbach 32
-
- Schwarzer Berg 15, 18
-
- Schwarzer Teich 15
-
- Schwerdterstraße 29
-
- Sebastiansberg 16, 20
-
- Seiffen 26
-
- Siebengiebel 11
-
- Sonnenberg 21, 22
-
- Sorgenfeld 22
-
- Sphinx 23
-
- Spitzberg 21, 26
-
- Stein 32
-
- Steinbach 28
-
- Steinberg 34
-
- Steingrün 23, 33
-
- Stolzenhain 23
-
- Streckenwalde 10
-
- Strobnitz 14, 16, 18
-
- Stürmer 13
-
-
- Tannenbergstal 20
-
- Tannenhaus 31
-
- Tellnitz 9
-
- Tissa 7, 8
-
- Tissaer Wände 7, 8
-
-
- Ursprungberg 32
-
- Urs 16
-
-
- Voitsdorf 11
-
- Vorder-Himmelreich 34
-
-
- Wachhübel 18
-
- Waldstein 33
-
- Warteck 13
-
- Weipert 22, 23
-
- Weiters Glashütte 28
-
- Werlsberg 25
-
- Wernitzgrün 32
-
- Wettinhöhe 12
-
- Wieselstein 13, 15, 18
-
- Wiesental 23, 24
-
- Wildental 27, 28
-
- Willersdorf 14
-
- Wieselburg 30
-
- St. Wolfgangskapelle 11
-
- Wolkenhübel 18
-
- Wölfling 26
-
-
- Zechberg 10, 11
-
- Zienerwiesbach 27
-
- Zinnwald 13
-
- Böhm. Zinnwald 12
-
- Hinter-Zinnwald 12
-
- Zöblitz 21
-
- Zwota 29, 31
-
-
-
-
- Im Verlag der
- =Graserschen Buchhandlung= (Richard Liesche),
- =Annaberg=, erschienen:
-
- Berlet, B., Professor, +Wegweiser durch das sächs.-böhm.
- Erzgebirge+. 1907. 11. von P. Kabisch bearbeitete Auflage, geb.
- Mk. 2.--.
-
- Berlet und Brechensbauer, +Kl. Führer durch das böhm.
- Mittelgebirge+. 1907. Mk. --.80.
-
- Brechensbauer und Prasse, +Erzgebirgs-Kammweg-Führer+ von
- +Bodenbach bis Asch+. 1907. Mk. --.80.
-
- +Führer durch das Erzgebirge+ mit 10 Ansichtskarten. Mk. 1.--.
-
- +Gedichte und Geschichten in erzgebirgischer Mundart.+ 23 Hefte je
- Mk. --.70 geheftet, --.80 kart. Heft 1--20 in 5 Leinwandbändchen
- je Mk. 2.50.
-
- Günther, Anton, +Erzgebirgisches Festliederbuch+. Erzgeb.
- Heimatlieder besonders des erzgeb. Sängers Anton Günther. Mk.
- --.50.
-
- Krauß, P., +Touristenkarte vom Zentralerzgebirge+. 1 : 75000. Mk.
- --.90., aufgezogen auf Leinwand Mk. 1.80.
-
- Krauß, P., +Wander- und Reisekarte vom Erzgebirge+ mit Angabe der
- hauptsächlichsten Touristenwege Mk. --.60, aufgezogen Mk. 1.50.
-
- Krauß, P., +Wander- und Reisekarte durch die Sächsische Schweiz und
- das böhmische Mittelgebirge+ mit Angabe der hauptsächlichsten
- Touristenwege Mk. --.50.
-
- Metzners +Führer durch das gesamte Vogtland+. 5. Auflage.
- Gesamtausgabe Mk. 2.50. -- 1. Teil: Plauen und die Vogtländische
- Schweiz. Mk. --.75. 2. Teil: Das Saaletal. Mk. 1.20. 3. Teil: Das
- obere Vogtland. Mk. 1.20.
-
- Ziehnert, W., +Sachsens Volkssagen. Balladen, Romanzen und
- Legenden+. 5. Auflage. Geh. Mk. 3.--, geb. Mk. 4.--.
-
-
-
-
- Weitere Anmerkungen zur Transkription
-
-
- Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend
- korrigiert.
-
- Unterschiedliche Schreibweisen, soweit nicht unter den Korrekturen
- aufgeführt, wurden beibehalten.
-
- Korrekturen (das korrigierte Wort ist in {} eingeschlossen):
-
- S. 6: »führt« ergänzt
- zum obersten Gasthause (Schweizer Hof oder Mühle?) {führt}
-
- S. 14: Uberbrückung → Ueberbrückung
- erblickt man die erste {Ueberbrückung}
-
- S. 17: sich sich → sich
- Der Weg senkt {sich} etwas
-
- S. 19: Osterreichs → Oesterreichs
- überflüssigen Klöstern {Oesterreichs} aufhob
-
- S. 19: genant → genannt
- früher großer Stein {genannt}
-
- S. 22: Erlösabwarf → Erlös abwarf
- Handel mit Posamenten nur wenig {Erlös abwarf}
-
- S. 24: Klöppellei → Klöppelei
- Posamenten- und Handschuh-Erzeugung, {Klöppelei}
-
- S. 24: einen → einem
- Stadt Karlsbad mit {einem} Logierhaus
-
- S. 25: km ergänzt
- 17,5 {~km~} vom Keilberg
-
- S. 27: Häuser → Häusern
- Grenzzuge ab zu einigen einzelnen {Häusern}
-
- S. 30: Schreckenstein → Schneckenstein
- der Aschberg oder {Schneckenstein} zu bieten vermögen
-
- S. 31: des des → des
- einsam am Anfange {des} Zwota-
-
- S. 31: Markneukichen → Markneukirchen
- von {Markneukirchen} nach Klingenthal führende Landstraße
-
- S. 32: Erbebungen → Erhebungen
- diesen beiden {Erhebungen} liegen
-
- Index: Bad Einsiedl Seitennummer ergänzt
- Bad Einsiedl {16}
-
- Index: Deutsch-Einsiedl → Deutsch-Einsiedel
- {Deutsch-Einsiedel} 15, 16
-
- Index: Dilleuberg → Dillenberg
- {Dillenberg} 33
-
- Index: Hassensteiu → Hassenstein
- {Hassenstein} 22
-
- Index: Hornklappe → Hornkappe
- {Hornkappe} 10
-
- Index: Kleinhau → Kleinhan
- {Kleinhan} 17, 19
-
- Index: Kösseina → Kösseine
- {Kösseine} 33
-
- Index: Tellnitz Seitennummer ergänzt
- Tellnitz {9}
-
-
-
-
-
-
-End of the Project Gutenberg EBook of Erzgebirgs-Kammwegführer, by
-Josef Brechensbauer and E. A. Prasse
-
-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERZGEBIRGS-KAMMWEGFÜHRER ***
-
-***** This file should be named 51276-0.txt or 51276-0.zip *****
-This and all associated files of various formats will be found in:
- http://www.gutenberg.org/5/1/2/7/51276/
-
-Produced by The Online Distributed Proofreading Team at
-http://www.pgdp.net
-
-Updated editions will replace the previous one--the old editions will
-be renamed.
-
-Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright
-law means that no one owns a United States copyright in these works,
-so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United
-States without permission and without paying copyright
-royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part
-of this license, apply to copying and distributing Project
-Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm
-concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark,
-and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive
-specific permission. If you do not charge anything for copies of this
-eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook
-for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports,
-performances and research. They may be modified and printed and given
-away--you may do practically ANYTHING in the United States with eBooks
-not protected by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the
-trademark license, especially commercial redistribution.
-
-START: FULL LICENSE
-
-THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
-PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK
-
-To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
-distribution of electronic works, by using or distributing this work
-(or any other work associated in any way with the phrase "Project
-Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full
-Project Gutenberg-tm License available with this file or online at
-www.gutenberg.org/license.
-
-Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project
-Gutenberg-tm electronic works
-
-1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
-electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
-and accept all the terms of this license and intellectual property
-(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
-the terms of this agreement, you must cease using and return or
-destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your
-possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a
-Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound
-by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the
-person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph
-1.E.8.
-
-1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
-used on or associated in any way with an electronic work by people who
-agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
-things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
-even without complying with the full terms of this agreement. See
-paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
-Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this
-agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm
-electronic works. See paragraph 1.E below.
-
-1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the
-Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection
-of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual
-works in the collection are in the public domain in the United
-States. If an individual work is unprotected by copyright law in the
-United States and you are located in the United States, we do not
-claim a right to prevent you from copying, distributing, performing,
-displaying or creating derivative works based on the work as long as
-all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope
-that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting
-free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm
-works in compliance with the terms of this agreement for keeping the
-Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily
-comply with the terms of this agreement by keeping this work in the
-same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when
-you share it without charge with others.
-
-1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
-what you can do with this work. Copyright laws in most countries are
-in a constant state of change. If you are outside the United States,
-check the laws of your country in addition to the terms of this
-agreement before downloading, copying, displaying, performing,
-distributing or creating derivative works based on this work or any
-other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no
-representations concerning the copyright status of any work in any
-country outside the United States.
-
-1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
-
-1.E.1. The following sentence, with active links to, or other
-immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear
-prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work
-on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the
-phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed,
-performed, viewed, copied or distributed:
-
- This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
- most other parts of the world at no cost and with almost no
- restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it
- under the terms of the Project Gutenberg License included with this
- eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the
- United States, you'll have to check the laws of the country where you
- are located before using this ebook.
-
-1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is
-derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not
-contain a notice indicating that it is posted with permission of the
-copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in
-the United States without paying any fees or charges. If you are
-redistributing or providing access to a work with the phrase "Project
-Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply
-either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or
-obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm
-trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
-with the permission of the copyright holder, your use and distribution
-must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any
-additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms
-will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works
-posted with the permission of the copyright holder found at the
-beginning of this work.
-
-1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
-License terms from this work, or any files containing a part of this
-work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.
-
-1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
-electronic work, or any part of this electronic work, without
-prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
-active links or immediate access to the full terms of the Project
-Gutenberg-tm License.
-
-1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
-compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including
-any word processing or hypertext form. However, if you provide access
-to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format
-other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official
-version posted on the official Project Gutenberg-tm web site
-(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense
-to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means
-of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain
-Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the
-full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1.
-
-1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
-performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
-unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
-access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works
-provided that
-
-* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
- the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
- you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed
- to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has
- agreed to donate royalties under this paragraph to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid
- within 60 days following each date on which you prepare (or are
- legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty
- payments should be clearly marked as such and sent to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in
- Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg
- Literary Archive Foundation."
-
-* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
- you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
- does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
- License. You must require such a user to return or destroy all
- copies of the works possessed in a physical medium and discontinue
- all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm
- works.
-
-* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
- any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
- electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
- receipt of the work.
-
-* You comply with all other terms of this agreement for free
- distribution of Project Gutenberg-tm works.
-
-1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project
-Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than
-are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing
-from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and The
-Project Gutenberg Trademark LLC, the owner of the Project Gutenberg-tm
-trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below.
-
-1.F.
-
-1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
-effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
-works not protected by U.S. copyright law in creating the Project
-Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm
-electronic works, and the medium on which they may be stored, may
-contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate
-or corrupt data, transcription errors, a copyright or other
-intellectual property infringement, a defective or damaged disk or
-other medium, a computer virus, or computer codes that damage or
-cannot be read by your equipment.
-
-1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
-of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
-Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
-Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
-liability to you for damages, costs and expenses, including legal
-fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
-LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
-PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
-TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
-LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
-INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
-DAMAGE.
-
-1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
-defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
-receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
-written explanation to the person you received the work from. If you
-received the work on a physical medium, you must return the medium
-with your written explanation. The person or entity that provided you
-with the defective work may elect to provide a replacement copy in
-lieu of a refund. If you received the work electronically, the person
-or entity providing it to you may choose to give you a second
-opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If
-the second copy is also defective, you may demand a refund in writing
-without further opportunities to fix the problem.
-
-1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
-in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO
-OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT
-LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
-
-1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
-warranties or the exclusion or limitation of certain types of
-damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement
-violates the law of the state applicable to this agreement, the
-agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or
-limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or
-unenforceability of any provision of this agreement shall not void the
-remaining provisions.
-
-1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
-trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
-providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in
-accordance with this agreement, and any volunteers associated with the
-production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm
-electronic works, harmless from all liability, costs and expenses,
-including legal fees, that arise directly or indirectly from any of
-the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this
-or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or
-additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any
-Defect you cause.
-
-Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
-
-Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
-electronic works in formats readable by the widest variety of
-computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It
-exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations
-from people in all walks of life.
-
-Volunteers and financial support to provide volunteers with the
-assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
-goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
-remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
-and permanent future for Project Gutenberg-tm and future
-generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see
-Sections 3 and 4 and the Foundation information page at
-www.gutenberg.org
-
-
-
-Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
-
-The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
-501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
-state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
-Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
-number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by
-U.S. federal laws and your state's laws.
-
-The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the
-mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its
-volunteers and employees are scattered throughout numerous
-locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt
-Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to
-date contact information can be found at the Foundation's web site and
-official page at www.gutenberg.org/contact
-
-For additional contact information:
-
- Dr. Gregory B. Newby
- Chief Executive and Director
- gbnewby@pglaf.org
-
-Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
-Literary Archive Foundation
-
-Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
-spread public support and donations to carry out its mission of
-increasing the number of public domain and licensed works that can be
-freely distributed in machine readable form accessible by the widest
-array of equipment including outdated equipment. Many small donations
-($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
-status with the IRS.
-
-The Foundation is committed to complying with the laws regulating
-charities and charitable donations in all 50 states of the United
-States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
-considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
-with these requirements. We do not solicit donations in locations
-where we have not received written confirmation of compliance. To SEND
-DONATIONS or determine the status of compliance for any particular
-state visit www.gutenberg.org/donate
-
-While we cannot and do not solicit contributions from states where we
-have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
-against accepting unsolicited donations from donors in such states who
-approach us with offers to donate.
-
-International donations are gratefully accepted, but we cannot make
-any statements concerning tax treatment of donations received from
-outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
-
-Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
-methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
-ways including checks, online payments and credit card donations. To
-donate, please visit: www.gutenberg.org/donate
-
-Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works.
-
-Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
-Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be
-freely shared with anyone. For forty years, he produced and
-distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of
-volunteer support.
-
-Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
-editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in
-the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
-necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper
-edition.
-
-Most people start at our Web site which has the main PG search
-facility: www.gutenberg.org
-
-This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
-including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
-subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
-
diff --git a/old/51276-0.zip b/old/51276-0.zip
deleted file mode 100644
index 60292e0..0000000
--- a/old/51276-0.zip
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h.zip b/old/51276-h.zip
deleted file mode 100644
index 0ba0135..0000000
--- a/old/51276-h.zip
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/51276-h.htm b/old/51276-h/51276-h.htm
deleted file mode 100644
index ff64124..0000000
--- a/old/51276-h/51276-h.htm
+++ /dev/null
@@ -1,3408 +0,0 @@
-<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN"
- "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd">
-<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="de" lang="de">
- <head>
- <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html;charset=utf-8" />
- <meta http-equiv="Content-Style-Type" content="text/css" />
- <title>
- The Project Gutenberg eBook of Erzgebirgs-Kammwegführer, by Joseph Brechensbauer und E. A. Prasse.
- </title>
- <link rel="coverpage" href="images/cover.jpg" />
- <style type="text/css">
-
-body {
- margin-left: 10%;
- margin-right: 10%;
-}
-
-.chapter {
- page-break-before: always;
-}
-
-h1, h2 {
- text-align: center; /* all headings centered */
- clear: both;
-}
-
-.h2 {
- text-indent: 0;
- text-align: center;
- font-size: x-large;
-}
-
-p {
- margin-top: 1ex;
- margin-bottom: 1ex;
- text-align: justify;
- text-indent: 1em;
-}
-
-.p2 {margin-top: 2em;}
-
-hr {
- width: 33%;
- margin-top: 2em;
- margin-bottom: 2em;
- margin-left: 33.5%;
- margin-right: 33.5%;
- clear: both;
-}
-
-hr.tb {width: 45%; margin-left: 27.5%; margin-right: 27.5%; }
-hr.chap {width: 65%; margin-left: 17.5%; margin-right: 17.5%; }
-
-hr.r5 {width: 5%; margin: 2ex 47.5% 2ex 47.5%; }
-
-ul.index { list-style-type: none; }
-li.ifrst { margin-top: 1em; }
-li.ifrst:first-letter { font-weight: bold; }
-li.indx { margin-top: .5em; }
-
-table {
- margin-left: auto;
- margin-right: auto;
-}
-
-.tdc {text-align: center;}
-
-.pagenum { /* uncomment the next line for invisible page numbers */
- /* visibility: hidden; */
- position: absolute;
- left: 90%;
- width: 8%;
- font-family: sans-serif;
- font-style: normal;
- font-weight: normal;
- font-size: small;
- text-align: right;
-} /* page numbers */
-
-.pagenum a {
- color: gray;
- /*border: 1px gray solid;*/
-}
-
-.blockquot {
- font-size: small;
- margin-left: 5%;
- margin-right: 10%;
-}
-
-.hang p {
- margin-left: 2em;
- text-indent: -2em;
-}
-
-.center {
- text-align: center;
- text-indent: 0;
-}
-
-.right {text-align: right;}
-
-.large {
- font-size: large;
-}
-
-.larger {
- font-size: larger;
-}
-
-.antiqua {
- font-family: sans-serif;
- font-style: normal;
- font-size: 95%;
-}
-
-.gesperrt {
- font-style: italic;
-}
-
-/* Images */
-img {
- max-width: 100%;
- height: auto;
-}
-
-.figcenter {
- margin: auto;
- text-align: center;
-}
-
-span.mark {
- font-family: sans-serif;
- border: 1px solid;
-}
-
-/* Footnotes */
-.footnotes {border: dashed 1px;}
-
-.footnote {margin-left: 10%; margin-right: 10%; font-size: 0.9em;}
-
-.footnote .label {position: absolute; right: 84%; text-align: right;}
-
-.footnote p {
- text-indent: 0;
-}
-
-.fnanchor {
- vertical-align: top;
- font-size: 70%;
- text-decoration: none;
-}
-
-/* Poetry */
-.poem {
- margin-left:10%;
- margin-right:10%;
- text-align: left;
-}
-
-.poem br {display: none;}
-
-.poem .stanza {margin: 1em 0em 1em 0em;}
-
-/* Transcriber's notes */
-.transnote {background-color: #E6E6FA;
- color: black;
- font-size:smaller;
- padding:0.5em;
- margin-bottom:5em;
-}
-
-.corr p {
- margin-left: 2em;
- text-indent: -1em;
-}
- .poem span.i0 {display: block; margin-left: 0em; padding-left: 3em; text-indent: -3em;}
- .poem span.i8 {display: block; margin-left: 4em; padding-left: 3em; text-indent: -3em;}
- </style>
- </head>
-<body>
-
-
-<pre>
-
-The Project Gutenberg EBook of Erzgebirgs-Kammwegführer, by
-Josef Brechensbauer and E. A. Prasse
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
-other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of
-the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
-www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have
-to check the laws of the country where you are located before using this ebook.
-
-Title: Erzgebirgs-Kammwegführer
- Tetschen-Erzgebirge-Asch
-
-Author: Josef Brechensbauer
- E. A. Prasse
-
-Release Date: February 21, 2016 [EBook #51276]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: UTF-8
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERZGEBIRGS-KAMMWEGFÜHRER ***
-
-
-
-
-Produced by The Online Distributed Proofreading Team at
-http://www.pgdp.net
-
-
-
-
-
-
-</pre>
-
-
-<div class="transnote">
-<p class="h2">Anmerkungen zur Transkription</p>
-
-<p>Das Original ist in Fraktur gesetzt.</p>
-
-<p>Im Original in Antiqua gesetzter Text ist <em class="antiqua">so ausgezeichnet</em>.</p>
-
-<p>Im Original gesperrter Text ist <em class="gesperrt">so ausgezeichnet</em>.</p>
-
-<p>Die Symbole und Farben der Wanderzeichen wurden so dargestellt: <span class="mark">&nbsp;Symbol Farbe&nbsp;</span>.</p>
-
-<p>Weitere Anmerkungen zur Transkription finden sich am <a href="#tnextra">Ende des Buches</a>.</p></div>
-
-<div class="chapter">
-<h1>Erzgebirgs-<br />
-<span class="larger">Kammwegführer.</span></h1>
-</div>
-
-<table summary="Verlauf">
-<tr>
-<td class="tdc large">Tetschen</td>
-<td class="tdc large">&ndash; Erzgebirge &ndash;</td>
-<td class="tdc large">Asch.</td>
-</tr>
-<tr>
-<td class="tdc">(Schneeberg.)</td>
-<td></td>
-<td class="tdc">(Hainberg.)</td>
-</tr>
-</table>
-
-<p class="center larger">Mit einer Karte des Kammweges.</p>
-
-<p class="center">Herausgegeben</p>
-
-<p class="center">mit Unterstützung des Nordwestböhmischen Gebirgsvereins-Verbandes,
-des Sächsischen Erzgebirgsvereines, des Verbandes
-Vogtländischer Gebirgsvereine und der Sektion Asch des
-Deutschen und Oesterr. Alpenvereines</p>
-
-<p class="center">von</p>
-
-<p class="center"><b>Josef Brechensbauer</b> und Ing. <b>E. A. Prasse.</b></p>
-
-<hr class="r5" />
-
-<p class="center"><b>Annaberg, Erzgebirge.</b></p>
-
-<p class="center"><b>Grasersche Buchhandlung</b> (Richard Liesche), <b>Verlag</b>.</p>
-
-<p class="center">1907.
-</p>
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter">
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_1">[1]</a></span></p>
-
-<h2 id="Glueck_auf"><em class="antiqua">Glück auf!</em></h2>
-</div>
-
-<p>Wanderglück und echte Wanderfreude sei allen jenen beschieden,
-die unsern Erzgebirgskammweg besuchen, besonders aber dann, wenn
-es gilt, selben in seiner gesamten Erstreckung von Tetschen bis Asch
-zurückzulegen. Hierzu sind etwa 9&ndash;10 Tage erforderlich und eine
-solche Kammwanderung ist ein achtunggebietendes Unternehmen. Die
-aufgebrachte Mühe aber wird reichlich belohnt: denn hoch oben auf
-dem Erzgebirge, auf seinen Bergrücken und Gipfeln, am grasigen Hange,
-auf steiler Felsenzinne, hoch oben, wo wetterfeste Wipfel sich wiegen
-und weit und frei sich die Heide dehnt &ndash; da wird der Bergfreund
-nicht nur Lust und Wonne im Herzen fühlen, die ausgiebige Bewegung
-in der dünnen, reinen Höhenluft und in stiller Weltabgeschiedenheit
-können für Körper und Geist nur von wohltuender Wirkung sein.
-Gar in schöner Sommerszeit ist es auf den luftigen Kammhöhen herrlich:
-Leise fächelt über die sonnigen Hänge ein würziger, milder Hauch,
-hoch und weit blaut der wolkenlose Himmel und weit kann der Blick
-ringsherum in die Lande schweifen. Kühler, harziger Duft entströmt
-dem dunklen, dichten Walde und klare Wässerlein rieseln aus Fels
-und Moor zu Tale. Darum auf aus der staubigen Schwüle der
-Stadt und aus der qualvollen Hitze des flachen Landes und suchet
-Erholung auf den herrlichen Höhen des Erzgebirges!</p>
-
-<p>Der Erzgebirgskammweg führt fast immer auf dem deutlich ausgeprägten
-Kamme des Erzgebirges, der sich meist 50&ndash;200 <em class="antiqua">m</em> über den
-breiten Gebirgsrücken erhebt, u. zw. im östlichen Teile in der namhaften
-Höhe von über 700, im mittleren und westlichen Teile aber meist mehr
-als 800 <em class="antiqua">m</em> bis über 1200 <em class="antiqua">m</em> hoch dahin, ohne je ins Tal herabzuleiten.
-Er folgt dabei nach Möglichkeit der höchsten Linie des Kammes, der
-Kammlinie, die gleichzeitig die Wasserscheide zwischen den sächsischen
-und böhmischen Gewässern darstellt. Nur dort, wo es an gangbaren
-Wegen mangelt oder die Erlaubnis der Grundbesitzer (letzteres in
-einigen dichten Waldrevieren) nicht zu erlangen war, mußte von der
-Kammlinie bezw. dem Gebirgskamme abgewichen werden. Dies betrifft
-insbesondere die Strecken: Dorf Schneeberg&ndash;Tissa, Vorder-Zinnwald&ndash;Hinter-Zinnwald,
-Willersdorf&ndash;Schwarzer Teich, Einsiedl&ndash;Gebirgsneudorf,
-Beerhübel&ndash;Forsthaus Neuhaus, Sebastiansberg&ndash;Kupferberg,<span class="pagenum"><a id="Seite_2">[2]</a></span>
-Wirbelstein&ndash;Keilberg, Gottesgab&ndash;Platten und Brambach&ndash;Steingrün.
-Hiebei wurden aber des öfteren Umwege abgeschnitten.</p>
-
-<p>Der Kamm des Erzgebirges, die Wasserscheide, liegt zumeist auf
-böhmischer Seite und deshalb findet sich die Kammwegmarkierung zumeist
-auch dort; nur die Seitenlinie Keilberg&ndash;Fichtelberg&ndash;Gottesgab
-und die Strecke Platten&ndash;Auersberg&ndash;Gr. Kranichsee verlaufen in
-Sachsen, ebenso wie die im sächsischen Vogtlande markierten Strecken
-Aschberg&ndash;Schöneck&ndash;Ursprung und Wernitzgrün&ndash;Brambach&ndash;Elsterquelle,
-zusammen etwa 70 <em class="antiqua">km</em>. Außerdem aber zieht sie sich an
-vielen Stellen in der nächsten Nähe der sächsischen Grenze dahin.
-Die Höhenlage des Weges bringt es mit sich, daß er &ndash; man
-könnte fast sagen &ndash; immer horizontal dahin leitet, oft ist dies
-aber weite Strecken wirklich der Fall und darum die Wanderung
-sehr angenehm. Den größten Genuß bietet allerdings die gesamte
-Kammwegwanderung und es ist ein schönes Bewußtsein, die
-248 <em class="antiqua">km</em> lange Strecke vom Elbstrom bis zu den Höhen des Fichtelgebirges
-auf eigenen Füßen zurückgelegt zu haben. Doch versehe man
-sich mit guter Ausrüstung: Wetterfestes Lodenkleid, derbe ausgetretene
-Schuhe und mancherorts Proviantnahme sind erforderlich; letzteres
-deswegen, da viele der bescheidenen Kammorte bisher für Touristenbesuch
-gar nicht eingerichtet sind. Auch stecke man einen der bestehenden
-Erzgebirgsführer<a id="FNAnker_1_1"></a><a href="#Fussnote_1_1" class="fnanchor">[1]</a> zu sich, da das vorliegende Büchlein wohl
-den Kammweg genau bezeichnet, sich aber mit dem übrigen Erzgebirge
-nicht befassen kann. Gute Touristenstationen aber sind:
-Hoher Schneeberg, Tissa, Nollendorf, Mückenturm, Vorder-Zinnwald,
-Hinter-Zinnwald, Fleyh, Einsiedl (Bad Einsiedl),
-Gebirgsneudorf, Kallich, Sebastiansberg, Preßnitz, Kupferberg, Keilberg,
-Fichtelberg, Gottesgab, Pleßberg, Abertham, Platten, Auersberg,
-Brambach, Hainberg. Bei Eintritt schlechten Wetters warte man in
-einem Rastorte, insbesondere dann, wenn für den Weiterweg keine
-Straße zur Verfügung steht.</p>
-
-<p>Es verlohnt sich jedoch auch in hohem Grade, Teilstrecken des
-Kammweges, wozu der vorliegende Führer gleichfalls den besten Behelf
-bildet, zu bewandern, und es ist ein großer Vorzug des Erzgebirgskammweges
-vor anderen Kammwegen, daß mehrere Eisenbahnen ihn
-selbst überqueren, zahlreiche andere aber dem Kamme sich bis auf
-wenige Stunden nähern. Ein weiterer Vorzug der Kammwanderungen
-im Erzgebirge sind der reiche, stete Wechsel von Wald und Flur, der<span class="pagenum"><a id="Seite_3">[3]</a></span>
-immer neue Landschaftsbilder des Gebirgsrückens selbst und unzählige
-prächtige Ausblicke in die Ferne dem Auge entrollt, das Vorhandensein
-zahlreicher Ortschaften auf den Kammhöhen und die hierdurch
-bedingte historische, wirtschaftliche und volkskundliche Eigenart des
-Gebirgskammes.</p>
-
-<p>Die beiden Grenzpfeiler des Erzgebirgskammweges sind der Hohe
-Schneeberg im Osten und der Hainberg im Westen, beide mit mächtigen
-Türmen gekrönt; doch gelten auch die Aufstiege bezw. Abstiege Tetschen&ndash;Schneeberg,
-Asch&ndash;Hainberg als Bestandteile des Kammweges und
-sind mit der gleichen Markierung versehen. Die einheitliche Markierung
-des Erzgebirgskammweges sind vier blaue Zinken im weißen Felde:</p>
-
-<p class="center">
-<img src="images/kammmarke.png" alt="" /> (Kammwegmarke).
-</p>
-
-<p>Das vorliegende Büchlein konnte sich mit der etwa erwarteten
-Schilderung der landschaftlichen Schönheiten des Erzgebirges und
-seiner sonstigen Eigenart nicht befassen, es erblickt vielmehr seine Aufgabe
-darin, die Linie des Kammweges, der ja kein eigens gebauter
-Weg ist, sondern sich nur als eine fortlaufende Markierung bestehender
-Fahr- und Fußwege und Straßen darstellt, genau zu bezeichnen, so
-zwar, daß der Kammwegwanderer sich auch dann gut weiterfindet,
-wenn die Markierungen &ndash; wie auf dem hohen Erzgebirgskamme oft
-der Fall &ndash; durch Wintersturm und Rauhreif, Schneebruch oder durch
-die Axt des Holzhauers zerstört wurden. Unser Führer, der ganz auf
-den eigenen Wanderungs-Ergebnissen der beiden Verfasser aufgebaut
-ist, soll nichts anderes sein, als ein kleines, handliches Büchlein,
-bestimmt für die Tasche der Wanderjoppe, ein treuer Wandergefährte!
-Wie in den meisten Reiseschilderungen und touristischen Handbüchern
-wurde die Wanderung nur in <em class="gesperrt">einer</em> Richtung, nämlich westwärts
-von Tetschen nach Asch geschildert; bei Begehung des Kammweges in
-entgegengesetzter Richtung wird man unschwer die Beschreibung
-umzustellen haben.</p>
-
-<p>Möge das Büchlein beitragen, unserem schönen, deutschen Wanderwege,
-dem Erzgebirgskammwege, recht viele Freunde zuzuführen!</p>
-
-<p>
-<b>Teplitz</b> und <b>Leipzig</b>, Neujahr 1907.</p>
-<p class="right large">
-Die Verfasser.
-</p>
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter">
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_4">[4]</a></span></p>
-</div>
-
-<div class="poem"><div class="stanza">
-<span class="i0">Wie schimmern im goldenen Sonnenglast<br /></span>
-<span class="i0">Ringsum die blühenden Lande!<br /></span>
-<span class="i0">O Bergesstille, o wonnige Rast,<br /></span>
-<span class="i0">Frei bin ich der zwängenden Bande!<br /></span>
-</div><div class="stanza">
-<span class="i0">Und mit dem goldenen Sonnenschein,<br /></span>
-<span class="i0">Hier weltfern abgeschieden,<br /></span>
-<span class="i0">Zieht mir ins Herz besel'gend ein<br /></span>
-<span class="i0">Der Bergwelt hehrer Frieden.<br /></span>
-</div><div class="stanza">
-<span class="i8">Anton König.<br /></span>
-</div></div>
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter">
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_5">[5]</a></span></p>
-
-<h2 id="kap1">1. Abschnitt.<br />
-Tetschen&ndash;Nollendorf (24 <em class="antiqua">km</em>).</h2>
-</div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: <em class="antiqua">a</em>) von <em class="gesperrt">Böhmen</em> aus: 1. Linie Prag&ndash;Bodenbach der öst.-ung.
-Staatseisenbahn-Gesellschaft, 2. Linie (Prag)&ndash;Schreckenstein&ndash;Tetschen der öst. Nordwestbahn,
-3. Strecke Komotau&ndash;Bodenbach der k. k. öst. Staatsbahnen. <em class="antiqua">b</em>) von <em class="gesperrt">Sachsen</em> aus: Linie
-Dresden&ndash;Bodenbach der königl. sächs. Staatseisenbahnen. <em class="antiqua">c</em>) Aus beiden Richtungen die
-Sächs.-Böhm. Dampfschiffahrt.</p></div>
-
-<p>Wir stehen auf der 178 <em class="antiqua">m</em> langen Kaiserin Elisabeth-Kettenbrücke,
-welche die an beiden Ufern der Elbe herrlich gelegenen Städte <em class="gesperrt">Tetschen</em>
-und <em class="gesperrt">Bodenbach</em> verbindet, und sehen sinnend hinunter auf den
-prächtigen Strom, dessen Fluten eilig zum freundnachbarlichen Sachsenlande
-hinabgleiten. Hochragende Berge und steile Felswände drängen
-sich an beiden Ufern bis an den Strom und machen den aufstrebenden
-Schwesterstädten den Platz streitig. Ein stattliches, altehrwürdiges
-Gebäude thront auf steiler Felshöhe, das gräfl. Thun'sche Schloß; von
-mehreren Höhen flattern lustige Wimpel uns deutschen Willkommensgruß
-zu, auf dem glänzenden Strome ein buntes Durcheinander von
-allerhand Fahrzeugen, großen und kleinen; an beiden Ufern eilen
-Eisenbahnzüge dahin, ein Rasseln, Pfauchen, Pfeifen, lautes Treiben
-ringsherum! Wir aber wollen hinauf auf die stillen, herrlichen Kammhöhen
-des Erzgebirges, in die reine, dünne Höhenluft, um unsere
-müden Nerven zu beruhigen und zu kräftigen und an Leib und Seele
-zu gesunden!</p>
-
-<p>Deshalb rasch zum Brückenausgang auf der Bodenbacher Seite.
-Diesem gegenüber ein breites, offenes Tor &ndash; das ist der Eingang
-zum Erzgebirgskammwege. R. daneben an der Mauer die große
-Tourenkarte des Tetschener Gebirgsvereines und die Tafel: »Kammweg
-Tetschen&ndash;Asch via Schneeberg, Tissa hier über die Eisenbahn« mit
-der Kammwegmarke (4 blaue Zinken auf weißem Grunde).</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Auf nun zu fröhlicher Bergfahrt!</em> Wir schreiten durch
-das Tor und über das Geleise der Sächs. Staatseisenbahn, r. und
-l. ein Eisenbahntunnel, l. die Schäferwand, zu welcher der »Waldsteig«
-abzweigt. Der Kammweg &ndash; schon geht es bergwärts &ndash; führt die
-steile mit großen Sandsteinen gepflasterte, schmale <em class="gesperrt">Rotbergstraße</em>
-mit schönen Rückblicken hinauf (von hier bis zum nächsten Dorfe finden
-sich keine Marken und keinerlei Markierung), l. die Häuser 1, 3, 5, 7,
-9, 15, r. 20, 22, 24, 26. Es folgt nach etwa 10 Min. eine Wegteilung
-bei 2 Linden, l. Biela-Straße; wir gehen r. die Rotbergstraße
-weiter, l. Nr. 27, 29, 33, r. 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, meist kleine
-Häuschen, teils alter, traulicher, teils neuer, aber freundlicher Bauart.
-Beim Hause Nr. 33 wendet sich die Rotbergstraße nach r., l. in einiger
-Entfernung: Restaurant Schweizerhof. R. treten Wald und Berg an
-das Sträßchen, Revier-Pfosten 41 und 42, l. stehen die letzten 2 Häuser
-Bodenbachs Nr. 37 und 41. Wenige Schritte dahinter Wegteilung.
-Achtung! Nicht r., nicht l., sondern geradeaus nur mäßig ansteigend<span class="pagenum"><a id="Seite_6">[6]</a></span>
-am Rande einer (r.) Wiese weiter (Weg anfangs etwas verrast) auf
-die freie Höhe mit prächtiger Ausschau: l. Pfaffen-, Hut- und dahinter
-Hopfenberg, vor uns das Schneeberg-Massiv (Turm nicht sichtbar).
-Bald senkt sich der Weg und vor uns liegen die Häuser der kleinen
-Ortschaft (1¾&nbsp;<em class="antiqua">km</em><a id="FNAnker_2_2"></a><a href="#Fussnote_2_2" class="fnanchor">[2]</a>) <em class="gesperrt">Bösegründl</em>. (R. kommen 2 Wege herab.) Wir
-lassen die ersten 3 Häuser ganz l., biegen r. um, an einer eingemauerten
-(l.) Quelle vorbei, l. altes Bauernhaus Nr. 2, Gemeindeamt
-und Nr. 6, r. Wegweiser mit dem 2. Kammwegzeichen und
-kl. Schankwirtschaft »Zum Morgenstern«. Nun Eintritt in den Wald
-und Wegsenkung ins Bielaer Tal. L. Wegweiser z. Manzer-Weg und
-Gauben-Wändl (empfehlenswerter Aussichtspunkt, 2 Min.) und bald
-Wegteilung. Wir schreiten r. den gebauten Touristensteig mit Geländer
-an der Talwand herab in das Dorf (3¼&nbsp;<em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Biela</em> (1597
-Einw.), queren im Tale die Straße nach Kalmswiese, übersetzen ein
-Wässerlein, um auf die <em class="gesperrt">Neu-Biela</em> durchziehende Straße mit dem
-Wegweiser »In ½ Stunde zum Hohen Schneeberg« zu gelangen. L. Haus
-16, r. 130. Auf dieser Straße immer weiter den Ort hinauf. Oberhalb
-des (r.) Postamtes l. Wegweiser. Wir folgen der Straße, die
-uns an mehreren Fabriksgebäuden, (l.) Kirche und Schule vorbei bis
-zum obersten Gasthause (Schweizer Hof oder Mühle?) <span id="corr006">führt</span>. Vor diesem
-auf schmalem Pfade links die Talwand hinauf, an den einzelnen
-Häuschen (r.) 56 und 55 vorbei, von denen eines auf einer Tafel
-folgende Bemerkung zeigt: »Der Kammweg ist von hier bis Dorf Tissa
-nur weiß markiert.« Leider gestattete der Herrschaftsbesitzer Graf
-Thun in Tetschen die Anbringung der blauweißen Kammwegmarken
-in seinem Gebiete nicht. Weiter zum letzten (l.) Hause empor und
-wir sehen schon die Straße, auf die unser Weg einmündet. Dort
-Tafel: »Direkter Weg durch Biela nach Bodenbach« und Telegraphenstange
-34. Bald zweigt l. die Nostiz-Straße ab, wir verfolgen unsere
-Straße weiter, bis sie nach etwa 10 Min. nach l. umbiegt. Hier
-weisen uns eine Wegtafel »Direkter und kürzester Aufstieg zum Hohen
-Schneeberge« und weiße Marken (Kalkstriche) r. auf einen teilweise
-gepflasterten Fahrweg, auf dem wir in wiederum 10 Min. bei einer
-(r.) Schutzhütte eine gerade Waldstraße rechtwinkelig kreuzen (als
-Fortsetzung finden wir 2 Pfade, wir wählen den der Hütte näheren).
-Nach 5 Min. mündet unser Weg auf einen von r. steil heraufkommenden
-Weg ein, den wir scharf nach l. verfolgen. Nun sind wir auf
-der Kammhöhe angelangt; bald führen nach r. zwei Wege, einer davon
-in das Wildgatter hinein. Wir bleiben l., gehen gerade aus am
-Wildzaun (aus Draht) etwa 5 Min. weiter. Vor uns erhebt sich ein
-Fels des Schneeberggipfels, an dem wir r. herum über Stufen auf
-die Gipfelhöhe aufsteigen, auf der wir in 12 Min. das hinter Waldbäumen
-verborgene Unterkunftshaus des <em class="gesperrt">Hohen Schneeberges</em>
-(8½&nbsp;<em class="antiqua">km</em>), 721 <em class="antiqua">m</em> Seehöhe, erreichen.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Von dem freien Platze vor dem Unterkunftshause genießt man eine herrliche Aussicht
-nach <em class="antiqua">S.</em> und <em class="antiqua">O.</em> (Orientierungskarte auf der Mauerbrüstung); vom 30 <em class="antiqua">m</em> hohen, steinernen
-Turme eine großartige Rundsicht (Panoramakarten sind erhältlich) besonders über die
-ganze sächsische Schweiz und einen großen Teil Sachsens. Die Türme von Dresden erblickt
-man deutlich; bei klarer Luft im <em class="antiqua">O.</em> außer dem ganzen Lausitzer Gebirge, das Isergebirge,<span class="pagenum"><a id="Seite_7">[7]</a></span>
-die Schneekoppe u. a. m. Im Unterkunftshause gute Verpflegung, 50 Nachtlager,
-schöner Speisesaal, im Nebenzimmer Erinnerungen an den wiederholten Besuch
-seitens der königl. sächs. Familie: 1876, 1888, 1905.</p></div>
-
-<p>Vor dem Turm vorbei in südwestlicher Richtung führt der Kammweg
-hart am südlichen Steilabsturze der Hochfläche des Schneebergs
-weiter, nach 5 Min. Wegteilung, wir l. den Serpentinenweg teils über
-Stufen hinab, queren die Straße und folgen dem Wegweiser zum
-Hotel »Schweizerhof« im (10 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Dorfe Schneeberg</em> (492 E.), beliebte
-Sommerfrische. Vom Schweizerhof auf der Straße wenige
-Min. nach Süden, am (l.) Gasthause »Zur Hoffnung« und Haus
-Nr. 23 vorbei; beim nächsten Hause Straßenkreuzung, l. Stein 117,
-r. Stein 116, Wegweiser. Wir wenden uns r. auf die westlich gegen
-Tissa führende Straße, die in einer Seehöhe von etwa 600 <em class="antiqua">m</em> und
-bald nach dem Eintritte in den Wald 2½&nbsp;<em class="antiqua">km</em> geradlinig dahinführt.
-Schließlich wendet sich die Straße scharf nach r. und senkt sich. Nach
-6 Min. neuerliche scharfe Wendung nach l. An dieser Stelle (bei
-Reviertafel »Schönsteiner Revier«) verlassen wir die Straße und steigen
-r. bei der Tafel »Eingang in die <em class="gesperrt">Tissaer Wände</em>« einen schmalen
-Pfad mit Stufen hinan. Nach 1 Min. r. und l. Pfade ab mit
-schönen Ausblicken; der eine (l.) führt zum »Tisch« (Felsbildung).
-Wir gehen unsern anfänglich eingeschlagenen Pfad weiter, dann einige
-Stufen herab und bemerken bald r. eine Stiege mit eisernem Geländer
-abwärts, eigentlicher Eingang in die Wände. Wir steigen jedoch l.
-den Kammweg hinauf, der uns über den horizontalen Kamm
-der Wände führt, die nach Süden 60&ndash;70 <em class="antiqua">m</em> mauergleich abstürzen
-und reizende Ausblicke auf den Ort Tissa, das Eulautal und Mittelgebirge
-gewähren. Im Westen sehen wir das Erzgebirge aus der
-Senkung von Tissa sanft ansteigen bis zur Nollendorfer Höhe, von
-der uns das weitschauende Kirchlein begrüßt. Endlich müssen wir r.
-über eine steile Steinstiege durch eine schmale Schlucht tief hinab in
-das Innere der Wände. Es empfiehlt sich nun, ein Stück in das
-Innere nach r. hineinzugehen, um sich die interessanten, mächtigen
-Felsgebilde zu betrachten, die verschiedene abenteuerliche Formen zeigen
-und dementsprechend Namen (teilweise angeschrieben) tragen, wie:
-Frosch, Helm, Januskopf, Medusenhaupt, Pilatussohle, Doktor u. a. m.
-oder mannigfache Höhlen und Spalten bilden: Schneiderloch, Enge
-Pforte, Klausenkirche u. v. m. Man vergesse jedoch den Rückweg nicht
-oder nehme einen Führer, die meist in der Nähe warten, oder aber
-gehe solange weiter, bis man nahe dem östlichen Ausgange wieder auf
-den Kammweg gelangt.</p>
-
-<p>Am untern Ende der vorgenannten Steinstiege wendet sich der
-Kammweg nach l. und führt durch das »Torloch« südlich herunter in
-den Ort (15 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Tissa</em>, beim Friedhofe und der Kirche vorbei auf
-die nach Peterswald führende Straße, wo einige Schritte östlich der
-Kirche das Kaiser Josef-Denkmal und gegenüber das Hotel »Zur
-böhmischen Schweiz« (sehr empfehlenswert) steht. Im Orte Tissa betreten
-wir das Urgestein des Erzgebirges, meist roten Gneis, auf dem
-westlich bis gegen Nollendorf-Schönwald stellenweise Sandsteinreste aufruhen,
-wie wir es selbst auf dem Kammwege wiederholt betrachten können.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Tissa</em> (544 <em class="antiqua">m</em>), Dorf mit 2200 Einw., ein schmucker Ort, hat
-ansehnliche Industrie, besonders Erzeugung von Knöpfen. (Berlet,<span class="pagenum"><a id="Seite_8">[8]</a></span>
-Erzg. R.&nbsp;II&nbsp;a). Wir schreiten auf der Peterswalder Straße noch etwa
-5 Min. aufwärts und beim Gasthaus »zum Grafen Thun« vorbei.
-Bei der (l.) Schmiede des Josef Hocke, Hufschmieds, (Wegweiser; hier
-beginnt die ununterbrochene blauweiße Kammwegmarkierung) verlassen
-wir die Straße und folgen (l.) einem rechtwinklig abzweigenden, nach
-Süden fast geradeaus führenden Fahrwege durch zerstreute Häuser
-weiter. Erst senkt sich der Weg etwas, die Richtung desselben wird
-von ferne schon durch einen einzelnen hohen Nadelbaum (Lärche)
-bestimmt. L. von diesem steht ein größeres Gebäude, r. die Häuser
-Nr. 46 und 289. Der Rückblick auf Tissa und die Wände wird
-immer herrlicher. Nach 8&ndash;10 Min. biegt der Weg nach r., dann
-gleich wieder nach l. und dann wieder nach r. stark um.</p>
-
-<p>L. in einiger Entfernung stehen dichtgedrängte Häuser, das ehemalige
-Gut Schönstein. Genau hinter Tissa erscheint erst wenig, später mehr der
-Turm auf dem Schneeberge und r. in weiter Ferne die schöne Pyramide
-des Rosenberges. Auch der Blick in das Eulautal mit dem Hegeberge,
-Hopfen-, Lotter-, Hutberge bei Bünauburg ist reizend. Der Weg
-führt wieder gerade weiter südwestlich und bergan. Nach 2 Min.
-erste und wieder 2 Min. zweite Wegkreuzung; letztere auf der Höhe
-des <em class="gesperrt">Tissaberges</em>, der nach r. ansteigt.</p>
-
-<p>Die Aussicht wird umfassender: Weit im Südosten der dominierende,
-sattelförmige Geltsch und r. davon der mächtige Langeberg. Vor und
-zwischen beiden der markante, bewaldete Blankenstein mit Ruine.</p>
-
-<p>Nun senkt sich der Weg und wendet sich etwas nach r. Vor uns
-ragt der Gebirgskamm mit der Ebereschenstraße Nollendorf&ndash;Schönwald
-und r. der Sattelberg auf, l. Ziegelteich. Nach 4 Min. erreichen wir
-eine Waldecke. Unser Weg wendet sich hier <em class="gesperrt">stark nach l.</em>, (während
-r. zwei Wege abgehen) r. vom Hochwald, l. von Jugend begleitet.
-Eine rotweiße Marke begleitet uns von der Waldecke an bis nahe an
-Oberwald. Nach 2 Min. Wegteilung, wir treten r. in den Hochwald
-ein und folgen einem ausgefahrenen, ansteigenden Hohlwege. Nach
-1 Min. Wegteilung, wir gehen r. Nach 8 Min. treten wir aus dem
-Walde. Am Waldrande l. von uns begleitet uns längere Zeit ein
-Weg, der bei nassem Wetter besser gangbar ist und sich außerhalb des
-Waldes mit unserem vereinigt. Unser Weg schlängelt sich nun lieblich
-auf der freien Kammhöhe dahin, die hier den Namen »<em class="gesperrt">Auf der Schöne</em>«
-führt und eine herrliche Aussicht gewährt. Etwa ¼ Stunde dauert
-die reizende Wanderung, bis wir etwa 400 Schritte vor uns und
-etwas tiefer zwei Gehöfte erblicken. Hier achte man genau auf die
-Kammwegmarken<a id="FNAnker_3_3"></a><a href="#Fussnote_3_3" class="fnanchor">[3]</a>, die nun an Gesträuch einen nach r. rechtwinklig
-abzweigenden, verrasten Fahrweg zur Höhe hinaufleiten, wo wir nun
-einem ganz schmalen Pfade l. eben durch Heidekraut und Gehölz folgen.
-Wo dieser sich senkt und in niedrige Jugend eintritt, folgen wir l.
-rechtwinklig einem Pfade, der immer an Grenzsteinen und schließlich
-am Waldrande (l. ein Feld) weiterleitet, bis er einen Fahrweg erreicht<span class="pagenum"><a id="Seite_9">[9]</a></span>
-und wir vor uns auf grünen Matten die wenigen und teils altersgrauen
-Häuser von <em class="gesperrt">Oberwald</em> erblicken. Die Kammwegmarkierung
-führt nun etwas rechts über den Fahrweg, quer durch die Wiesen,
-auf eine kleine Brandruine und das einzige sehr bescheidene Gasthaus
-des Wenzel Bail zu, wo wir recht gerne ein Glas frischer, guter
-Milch erhalten. L. oberhalb des genannten Gasthauses steht an dem
-breiten Fahrwege ein steinernes Kreuz mit der Jahreszahl 1819, dort
-müssen wir vorbei und den Fahrweg nach r. nordwestlich benützen bis
-zum letzten (r.) Hause. Der bisherige Weg führt geradeaus weiter
-nach Peterswald. Wir aber folgen dem l. rechtwinklig zur Höhe
-ansteigenden Fahrwege, der nun durch mageren Föhrenwald in wenigen
-Minuten nach (22 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Jungferndorf</em> führt. R. vom Wege erhebt sich
-der 686 <em class="antiqua">m</em> hohe kahle <em class="gesperrt">Sandkopf</em> mit weiter Aussicht nach Sachsen,
-l. stehen etwa drei kleine Häuschen. Die meisten Häuser des Ortes
-gewahren wir erst r. an der Westseite des Sandkopfes, wenn unser
-Weg die breite Kaiserstraße erreicht hat. Wir wandern nun auf dieser
-in südlicher Richtung nach Nollendorf führenden Straße, l. Wegtafeln
-des Teplitzer Gebirgsvereins Nr. 736 und 735 (etwas kürzerer Weg
-nach Oberwald) rotweiße Marke.</p>
-
-<p>(24 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Nollendorf</em> (679 <em class="antiqua">m</em> &ndash; 322 E.) Historisch merkwürdig
-durch die Schlacht bei Kulm im Jahre 1813, in der die Franzosen
-unter General Vandamme von den vereinigten Oesterreichern, Preußen
-und Russen eine heftige Niederlage erlitten, die zur panikartigen Flucht
-der Franzosen über Nollendorf (Straße nach Jungferndorf) führte.
-Kaiser Napoleon betrachtete vom Turme der Nollendorfer Kirche den
-Verlauf der Schlacht. &ndash; In Josef Güttlers Gasthaus gute Unterkunft
-und Verpflegung. (Berlet, Erzg. R.&nbsp;II&nbsp;b).</p>
-
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter">
-<h2 id="kap2">2. Abschnitt.<br />
-Nollendorf&ndash;Neustadt (28 <em class="antiqua">km</em>).</h2>
-</div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: <em class="antiqua">a</em>) von <em class="gesperrt">Sachsen</em> aus: 1. Bahnstrecke Pirna&ndash;Gottleuba. Von
-hier nach Nollendorf 14 <em class="antiqua">km</em>. 2. Mügeln&ndash;Geising, nach Zinnwald 3½&nbsp;<em class="antiqua">km</em>. Dresden&ndash;Kipsdorf,
-nach Zinnwald 11 <em class="antiqua">km</em>. <em class="antiqua">b</em>) von <em class="gesperrt">Böhmen</em> aus: Staatsbahn Bodenbach&ndash;Komotau. Station
-Tellnitz 3 <em class="antiqua">km</em> von Nollendorf entfernt.</p></div>
-
-<p>Um unsere Kammwegwanderung fortzusetzen, schreiten wir auf
-der von Jungferndorf durch <em class="gesperrt">Nollendorf</em> führenden Straße durch
-diesen Ort bis zur hochstehenden Kirche. Ueberraschend schöne
-Aussicht nach Süden. Gehen wir aber der Friedhofmauer, welche die
-Kirche einschließt, entlang und dann auf einem Feldwege etwa 8 Min.
-gegen Osten bis auf die Höhe des <em class="gesperrt">Nollendorfer Berges</em> (701 <em class="antiqua">m</em>),
-so gestaltet sich dieselbe noch entzückender. Der Kammweg aber zweigt
-von der Straße r. gegenüber der Kirche als schmaler Fahrweg gegen
-Westen ab. Wegweiser Nr. 729, mit der Kammarke läuft von hier
-etwa 1000 Schritte eine blaugelbe Marke (nach Tellnitz). Mäßig ansteigend
-gelangen wir auf dem baumlosen Kamme mit schöner Aussicht
-in das Pockautal, aus dessen Hintergrund Aussig, beschirmt von der
-düstern Burgruine Schreckenstein, heraufschaut, und über drei Feldweg-Kreuzungen
-zu einem Steinkreuze mit grünem Holzgitter, wo sich
-unser Weg nach r. wendet. Die blaugelbe Markierung führt ins Tal.<span class="pagenum"><a id="Seite_10">[10]</a></span>
-Nun r. auf das oberste Haus zu, durch dessen Hof (zwischen Haus
-und Scheune) der Kammweg führt. Dann l. zum Wegweiser Nr. 731
-und 732 und dessen blaugelbblauer Marke außer der Kammarke nach
-(gegen Streckenwald) r. an der Rückseite eines großen Gehöftes in
-nahezu nordwestlicher Richtung den Fahrweg weiter. R. erstreckt sich
-die freie Hochfläche des <em class="gesperrt">Kaibler</em> (722 <em class="antiqua">m</em>), über welche in einiger
-Entfernung die eschenbesäumten Straßen nach Schönwald und Peterswald
-führen, l. ragt die waldesdunkle <em class="gesperrt">Hornkappe</em> (665 <em class="antiqua">m</em>) empor,
-ein walderfülltes Seitental senkt sich hinunter zum tiefen Tellnitzer
-Grund und jenseits strebt der 792 <em class="antiqua">m</em> hohe Zechberg empor. Vor uns
-über dem Walde in der Entfernung von 4 <em class="antiqua">km</em> erscheint unser nächstes
-Ziel, der Ort Streckenwald mit dem schlanken Türmchen seines Kirchleins.
-Fast 2 <em class="antiqua">km</em> geradeaus geht es auf der herrlichen Höhe bis zum Waldrande
-mit dem Stein 108. Nun wenden wir uns l. an demselben
-abwärts, dann in den Wald hinein. Es folgen die Steine: 109, 110,
-111, 39, 40, 41, 42, 43 (dann kommt ein Weg l. herab). Unser Weg
-schlängelt sich zuletzt, Stein 45, und wir sind in einer etwa 100 <em class="antiqua">m</em>
-tiefen Einsenkung des Kammes angekommen, durch die eine Straße
-von Tellnitz nach Schönwald, der sog. Schießhausweg, führt. Wir
-queren diese und ein Wässerlein. Unser Fahrweg führt nun teils
-durch Wald, teils an Feldern und Wiesen vorbei. Es folgt Stein
-46, Pfosten 24, (ein Weg kommt von r.) r. kleine Sandgrube, Stein
-278, Weg windet sich stark nach l., Stein 277, r. etwa 5 <em class="antiqua">km</em> entfernt
-im Norden der spitze Sattelberg (719 <em class="antiqua">m</em>), l. Tellnitztal. Bei Stein
-275 wieder Wendung nach r., (zwei Wegabzweigungen nach l.) r. halten,
-Stein 270, Weg steigt wieder an, Stein 269, (Wegabzweigung l.) r.
-halten. Austritt aus dem Walde. Freie Fluren. Weiter Ausblick nach
-Sachsen. Schloß Schönwald, Orte Breitenau, Liebenau u. a., r. zwei
-einzelne Wäldchen (aus dem Walde l. kommt ein Weg). Es folgen
-nun viele Wegkreuzungen, da meist auf jedes Feld ein Weg abzweigt.
-Wir müssen nun so ziemlich unsere gerade Richtung nach Westen einhalten
-und bald erscheint Dorf Streckenwald, bei dessen Kirchlein wir
-die nach Adolfsgrün führende Straße betreten, die rechtwinklig zu
-unserem bisherigen Wege nach Süden führt, r. das letzte Haus des
-Ortes Gasthaus.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>(5½&nbsp;<em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Streckenwald</em> (753 <em class="antiqua">m</em> &ndash; 508 E.) Die Bewohner treiben mannigfachen
-Handel, besonders mit Borstenvieh, und sind als rührige Geschäftsleute weit bekannt.
-Die kleine freundliche Kirche ist im Jahre 1901 erbaut. An ihr Gedenktafel: »Zu Ehren
-Sr. königl. Hoheit Prinz Max, welcher am 14. September 1902 zur Kirchweihe die Festrede
-abhielt. Gewidmet von Karl Watzke.« (Berlet, Erzg. R.&nbsp;II&nbsp;c).</p></div>
-
-<p>Auf der genannten Straße fast eben in 20 Min. nach Adolfsgrün.
-R. vorher Friedhof am Waldesrand.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>(7 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Adolfsgrün</em> (747 <em class="antiqua">m</em> &ndash; 40 E.) wurde erst vor etwa 60 Jahren gegründet.
-L. Gasthaus »Zur Waldesruh«, r. »Stadt Dresden«.</p></div>
-
-<p>Nun die Straße geradeaus aus dem Orte hinaus und weiter.
-Die Straße senkt sich in eine sanfte Mulde (Kammlinie läuft südlich),
-deren Rinnsal ins Müglitztal ausmündet. Ein weiter Blick nach
-Sachsen erschließt sich. Markant hebt sich der Geisingberg mit Turm
-ab, an dessen l. Abhang lehnt die Stadt Altenberg. Nach 1 <em class="antiqua">km</em>
-übersetzt die Straße das vorgenannte Bächlein. Zwischen dem 9. und
-10. Baum jenseits verlassen wir die Straße und folgen in fast südlicher
-Richtung einem mäßig der Kammhöhe zustrebenden Fahrwege<span class="pagenum"><a id="Seite_11">[11]</a></span>
-über zwei Wegkreuzungen, geradeaus auf das steinerne Kreuz zu, errichtet
-von Anna Patzelt am 14. Juli 1905, weiter auf zwei neuerliche
-Kreuze, die »Ritschelkreuze« (765 <em class="antiqua">m</em>), zu. Genau auf der Kammlinie,
-weite Ausschau: vor uns Ebersdorf, der Mückenberg, r. davon ein
-mächtiges Stück des Kammes mit dem Vorder-Zinnwalder Kahlenberg,
-dem »Toten Kinde« und dem Kahlenberg i. S. ganz r. L. merkwürdige
-Terrain-Erscheinung: der Gebirgskamm schiebt zwei Berge nach Südosten,
-die höher als er sind: <em class="gesperrt">Zechberg</em> und <em class="gesperrt">Schauplatz</em> (beide 792 <em class="antiqua">m</em>).</p>
-
-<p>Bei diesen Kreuzen mündet ein Weg von l. in unsern ein, wir
-gehen nach r., neuerliche Abzweigung, wieder r. halten und in wenigen
-Schritten treten wir in (9 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Ebersdorf</em> ein, l. Kaufmann Hermann
-Merl Nr. 222, r. Josef Kohlschütter, Schneider. Wir wenden
-uns r. auf die Dorfstraße, gehen nur bis zum nächsten (r.) Hause
-Nr. 137. Diesem gegenüber schreiten wir l. vor einem neugebauten
-feuerfesten Hause mit Pappdach und zwei Blitzableitern auf einem
-Feldwege hinaus aus dem Orte gegen Westen. Der Kammweg durchquert
-also nur den Ort im oberen Ortsteile, sog. Oberdorf, der eine
-ausgesprochene Längsrichtung hat. Ebersdorf (753 <em class="antiqua">m</em>, 984 E.) ist eine
-alte Ansiedlung mit dem ursprünglichen Namen Eberhardsdorf. (Berlet,
-Erzg. R.&nbsp;II&nbsp;c).</p>
-
-<p>Wenn wir bei genanntem Hause hinaustreten, queren wir sogleich
-einen Pfad, der parallel mit dem Dorfe läuft. Außerdem führen
-zwei Wege hinaus, wir folgen dem etwas nach r. führenden. Nach
-80 Schritten wieder Wegteilung, wir gehen r. auf dem verrasten
-Wege weiter. Nach 300 Schritten Wegkreuzung, wir müssen geradeaus.
-Von r. münden nun wiederholt aus dem Dorfe kommende Feldwege
-ein. Wir gehen immer in unserer Richtung weiter und auf das im
-freien Felde stehende eiserne Kreuz mit zwei Bäumen und Umzäunung
-(errichtet von Zechel »Schenkerkreuz«) zu.</p>
-
-<p>Bei klarem Wetter ist nun ein Verirren unmöglich, da man vor
-sich den Mückenberg als Wanderziel sieht; bei Nebel aber Achtung!
-Vom Kreuze weder r. noch l., sondern geradeaus, es folgen mehrere
-Wegkreuzungen, wir immer in der gleichen Richtung weiter, l. Ausblick
-durch die Dachsenschlucht auf den Teplitzer Schloßberg; der Weg
-senkt sich und an seiner tiefsten Stelle steht ein neuerliches Kreuz,
-Goldammerkreuz, 724 <em class="antiqua">m</em>, 1867, und Wegweiser Nr. 126 und 127,
-dem wir zum Mückenberg hinauf folgen, noch 10 Min. bergan.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Freundlich blickt das in Holz gekleidete und im Schweizerstil erbaute (12 <em class="antiqua">km</em>)
-<em class="gesperrt">Mückentürmchen</em> aus dem Waldesgrün hernieder und zierlich schlängelt sich der Pfad
-des Kammweges zu ihm hinauf an Halden und Bingen, Zeugen des einstigen Bergsegens,
-vorbei. Der Mückenturm, ein vortrefflich bewirtschaftetes Unterkunftshaus, hat mehrere
-Restaurationsräume, eine größere Anzahl von Fremdenzimmern und dürfte zu einem
-wichtigen Ruhepunkt für Kammwegwanderer werden. (Berlet, Erzg. R.&nbsp;II&nbsp;c).</p></div>
-
-<p>Von Tissa bis hierher besteht die Hauptmasse des Erzgebirges
-aus Urgestein u. zw. Gneis, Glimmerschiefer und Tonschiefer. Der
-Mückenberg gehört bereits einem Porphyrstocke an, der zwischen Graupen
-und Niklasberg den Gebirgsrücken durchquert.</p>
-
-<p>Wir steigen nun westlich vom Mückentürmchen hinunter an der
-St. Wolfgangskapelle mit Holzkanzel im Freien vorbei und übersetzen
-die von Voitsdorf nach Graupen führende Straße, r. Zollamt. Wegweiser
-(über Siebengiebel etc., auf dem Bierwege nach V.-Zinnwald). Der<span class="pagenum"><a id="Seite_12">[12]</a></span>
-hier bezeichneten, ganz ebenen Straße folgen wir etwa 8 Min. bis
-zum Forsthause mit Wegweiser (676). Vor diesem r. auf schmalem
-Fahrwege = Bierweg mit blauer Kammarke und blaugelber Marke
-in den Wald hinein und immer in nordwestlicher Richtung auf dem
-ebenen, bewaldeten, teils moorigen Kamme nahezu 3 <em class="antiqua">km</em> fort, dann
-Austritt aus dem Walde. Auf diesem Wege anfangs zwei Wegteilungen,
-wir immer l., Rückblick auf den Mückenberg, vorbei an Stein
-842, Stein mit Nr. 12, 13, 14, 27, Stein 13, 14, 15, 29, dann Wegkreuzung
-und bei Stein 15, 31, 13, gerade Schneise, welche wir beide
-kreuzen. Weg senkt sich, über Wegkreuzung geradeaus, l. Pflanzgarten,
-dann durch den Wildzaun. Hier Wegteilung, wir r. abwärts auf den
-inmitten der Wiesen stehenden Wegweiser 299 und 300 zu. Hier
-verlassen wir die blaugelbe Marke (Achtung), wenden uns scharf nach
-l. auf die Häuser von (16 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Vorder-Zinnwald</em> zu. Erst treffen
-wir l. ein Holzkreuz, r. ein Haus mit 5 kleinen Ebereschen. Man
-sieht gerade vor sich den Kammweg den Berg hinansteigen. In 6 Min.
-vom Wegweiser quert er ein nach Süden führendes Sträßchen und
-führt zwischen zwei Häusern in der bisherigen Richtung hinauf. Das
-l. Haus ist ein altes Gebäude mit drei alten Bäumen. Auf der
-Höhe wendet sich unser Weg scharf nach r. und gewährt eine überraschend
-schöne Aussicht auf die vorher zurückgelegte Kammwegstrecke
-sowie weite Fernsicht nach Sachsen, infolgedessen »Dresdner Aussicht«
-genannt. L. läuft eine Steinmauer, erst näher, dann sich entfernend,
-wir gerade aus fort nach Norden bis auf die von Vorder-Zinnwald
-nach Hinter-Zinnwald führende Straße (r. letztes Haus von Vorder-Zinnwald),
-die wir nach l. (Westen) hinansteigen und auf der wir in
-½ Stunde die Bergstadt (20½&nbsp;<em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Hinter-Zinnwald</em> (816 <em class="antiqua">m</em>,
-1118 E.) erreichen. L. die braun-weiße Schule und die Kirche, r. Haus
-des Franz Hönig. Nach diesem verlassen wir die Straße und schreiten
-r. abwärts auf das Pochwerk Moritzhütte zu. Wir steigen nun an
-der Landesgrenze (in Sachsen!), l. Steine 44, 41, einen Hohlweg
-hinan, auf das Gasthaus »Zum Bergmanns-Gruß« an der Straße
-zu, die von Sachsen nach Böhmen führt. Hinter-Zinnwald, (Berlet,
-Erzg. R.&nbsp;III.)</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Seitentour</em>: <em class="gesperrt">Hinter-Zinnwald</em>&ndash;<em class="gesperrt">Altenberg</em>&ndash;<em class="gesperrt">Geisingberg</em>&ndash;<em class="gesperrt">Geising</em>&ndash;<em class="gesperrt">Wettinhöhe</em>&ndash;<em class="gesperrt">Hinter-Zinnwald</em>.
-Von Hinter-Zinnwald über die Grenze in
-das anschließende Sächs.-Zinnwald und auf der beim Gasthofe »Zum sächsischen Reiter«
-l. abzweigenden Straße in dreieinhalb <em class="antiqua">km</em> nach <em class="gesperrt">Altenberg</em> (Berlet, Erzg. R.&nbsp;II&nbsp;d), Stadt
-mit 1750 E., hierauf in 35 Min. auf den 823 <em class="antiqua">m</em> hohen <em class="gesperrt">Geisingberg</em> (Basaltkuppe)
-mit 17 <em class="antiqua">m</em> hohem Aussichtsturm und schöner Aussicht. Hierauf Abstieg auf markiertem
-Wege nach (3 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Geising</em>. Stadt mit 1240 E. (Berlet, Erzg R.&nbsp;II&nbsp;c). Von hier auf
-die <em class="gesperrt">Wettinhöhe</em> (zweieinhalb <em class="antiqua">km</em>) mit 15 <em class="antiqua">m</em> hohem eisernen Turm (zur Wettinfeier 1888
-errichtet). Nun Abstieg nach Westen und entlang des Aschergrabens (altangelegter Graben
-für die Pochwerke in Altenberg) nach Zinnwald dreieinhalb <em class="antiqua">km</em>, zusammen 15 <em class="antiqua">km</em>.</p></div>
-
-<p>Auf der vorgenannten Straße nach r. (Norden), r. Gasthof zur
-Biliner Bierhalle. Nach wenigen Schritten Wegweiser Nr. 603 (nach
-Niklasberg und Neustadt), diesem nach auf die nach l. aufwärtsführende
-Straße bei (l.) Kaufmann Wenzel Renner, steinernes Kreuz, Annaschacht,
-Gasthof zur Linde, (r.) Gnade Gottes-Zeche, Steinbruch, große
-Halden vorbei. R. in geringer Entfernung die Landesgrenze, darüber
-ganz nahe die Häuser von Sächs.-Zinnwald. Die Straße macht zwei
-große Kehren und erreicht die freie Höhe. R. schaut gewaltig der
-Geisingberg herüber und die zwei Häuserreihen des etwa 10 Min.<span class="pagenum"><a id="Seite_13">[13]</a></span>
-entfernten Ortes Neu-Georgenfeld kehren dem Böhmerlande alle ihre
-Giebel zu, was uns nicht Wunder nimmt, sind es doch die Anwesen
-der im Jahre 1728 von Hinter- und Vorder-Zinnwald vertriebenen
-777 glaubenstreuen Evangelischen. Bald erblicken wir auch r. aus
-dem Walde aufragend den felsigen <em class="gesperrt">Lugstein</em>, der in Sachsen befindlich,
-eine schöne Aussicht sowohl nach Sachsen wie nach Böhmen
-bietet. Immer auf der Straße weiterwandernd, treten wir bald
-(22 <em class="antiqua">km</em>) in den dichten Wald ein, der uns nun 4 <em class="antiqua">km</em> lang begleitet.
-Eine reizende Waldwanderung in nahezu 900 <em class="antiqua">m</em> Höhe und traulicher
-Einsamkeit. Oft kann man hier stattliches Hochwild erblicken. Die
-Kammlinie läuft l. von uns über den flachgewölbten, mächtigen <em class="gesperrt">Bornhau</em>
-(911 <em class="antiqua">m</em>), von dem zahlreiche Wässerlein dem Tale der Weißeritz
-bei Rehefeld-Zaunhaus zueilen. Anfangs schöner Rückblick auf Zinnwald,
-dann r. hinter uns der Kahlenberg i. S. und auf freier Höhe
-die fernen Häuser von Schellerhau. Wir dürfen nie von unserer
-Straße abweichen, auch nicht in der Senkung, in welcher bei einer
-Holzhauerhütte r. eine Straße nach Kalkofen abzweigt. Nachher l.
-Stein <em class="antiqua">D</em>/6, eingezäunte Waldwiese, Stein 2/1 und 6/3, r. Blick ins
-Rehefelder Tal. Beim Stein <em class="antiqua">b</em>/1 gelangen wir nun durch den Wildzaun,
-wo r. ein Fahrweg abzweigt. Wir auf der Straße weiter, am
-(l.) Wildzaun entlang bis zum Austritt aus dem Walde. Hier kommen
-von l. zwei Straßen: eine aus dem Wildgatter herab, das sich nun
-nach l. wendet, die zweite längs desselben, l. beim Tor Stein <em class="antiqua">FB</em>;
-r. Wegweiser (nach Zinnwald 5,6 <em class="antiqua">km</em>, nach Niklasberg 2 <em class="antiqua">km</em>), l. geht
-außerdem ein Fahrweg hinab. Unsere Straße wendet sich ziemlich
-scharf nach r., l. Blick auf den Stürmer, gerade vor uns die Häuser
-von Neustadt, r. Bahnhof Moldau mit dem Polterberge, l. steht das
-»Rote Kreuz«. Wenn man vor dieses einige Schritte vorgeht, schöne
-Aussicht nach Böhmen: im Vordergrunde die große Eisenbahnbrücke,
-dahinter der Biliner Borschen und die südöstlichen Kegelberge des
-Mittelgebirges, mächtig erscheint r. neben ersterem der Schladniger.
-Beim roten Kreuze senkt sich steil ein Weg hinab nach Niklasberg.
-Nach einigen Schritten auf unserer Straße l. Wegweiser (derzeit unleserlich),
-wo l. die Straße nach Niklasberg und Neustadt, r. nach
-Kalkofen nördlich führt, welch letztere wir 50 Schritte benützen. Hier
-zweigt dann l. (Achtung!) ein Fahrweg ab, der durch Wiesen zum
-nahen (3 Min.) Walde emporleitet. Diesem folgen wir. L. erscheint
-der Donnersberg, vor ihm viel näher das hölzerne Aussichtsgerüst auf
-dem Warteck bei Niklasberg, hinter uns der Bornhau. Am Waldrande
-nun, weder l. noch r., sondern geradeaus in den Wald hinein und
-gerade weiter, wir überschreiten den ebenen <em class="gesperrt">Keilberg</em>, 829 <em class="antiqua">m</em>. Nach
-7&ndash;8 Min. Austritt aus dem Walde, Weg senkt sich, vor uns Neustadt,
-dahinter schaut über den Wald der hohe Wieselstein. Weiter unten
-kommt von r. hinten ein Weg. Herrlicher Blick: l. vom Donnersberg
-erscheint der Lobosch bei Lobositz, dahinter der Georgsberg bei Raudnitz,
-l. unten im Tale das alte Bergstädtchen Niklasberg, r. und l.
-das Geleise der Strecke Brüx&ndash;Moldau und wir schreiten über den
-Tunnel weg. Der Wald tritt r. zurück und läßt uns ganz nah die
-Station Neustadt und l. oben am Waldrande das Forsthaus erblicken.
-R. am Waldessaume großer Stein 105. Weg steigt wieder an, am<span class="pagenum"><a id="Seite_14">[14]</a></span>
-Waldesrande l. die Steine 121 und 123. Auf der Höhe erblickt man
-nun die Straße, auf welcher der Kammweg r. nach (28 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Neustadt</em>
-führt, zu der wir deshalb hinabschreiten. L. Wegweiser 153 »Ueber
-das Hohe nach Niklasberg«. Nach 6 Min. betreten wir beim Hause
-Nr. 11 des Wenzel Preißler, Holz- und Kohlenhandlung, das kammthronende
-Dorf, 826 <em class="antiqua">m</em>, 305 E. (G. Biliner Bierhalle, beim Wolf.)
-Am Nordende des Ortes bezeichnet eine Tafel das Haus, in dem
-Kaiser Josef 1779 Mittagsrast hielt.</p>
-
-<p>Wenige Schritte nach dem Hause Nr. 11 erblickt man die erste
-<span id="corr014">Ueberbrückung</span> der wilden Weißeritz, die r. neben der Straße hinuntereilt.
-(Berlet, Erzg. R.&nbsp;IV.)</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Seitentouren</em>: <em class="antiqua">a</em>) <em class="gesperrt">Neustadt</em>&ndash;<em class="gesperrt">Stürmer</em>&ndash;<em class="gesperrt">Neustadt</em>. Vom Wegweiser an der
-Weißeritzbrücke Nr. 59&ndash;61 einige Schritte l. am Hause Wegtafel: Zum Stürmer, 1 <em class="antiqua">km</em>,
-rotweiße Zeichen. Der Weg steigt an, anfangs zwischen einigen Häusern, später durch
-Wiesen. Auf der freien Höhe l. schöner Blick auf das Mückentürmchen, vor uns weit
-ins Böhmerland hinein. Weiter und wenige Schritte in den Wald hinein. Hier Wegweiser,
-der aber nach jedem Winter umgefahren ist. Der bisherige Weg senkt sich stark,
-wir l. horizontal zur nahen, jedoch baufälligen Schutzhütte. Schöne Aussicht, insbesondere
-auf (r.) die Strobnitz (853 <em class="antiqua">m</em>), vor der einige Gründe tief in das Gebirge einschneiden.
-Der hinter der Schutzhütte befindliche Gipfel ist mit Hochwald verwachsen, dieser aber
-seit neuerer Zeit verbrochen. Besuch desselben derzeit nicht lohnend. Auf demselben Wege
-wieder zurück nach Neustadt.</p>
-
-<p><em class="antiqua">b</em>) <em class="gesperrt">Neustadt</em>&ndash;<em class="gesperrt">Rehefeld</em>&ndash;<em class="gesperrt">Moldau</em>&ndash;<em class="gesperrt">Muldenquelle</em>&ndash;<em class="gesperrt">Neustadt</em>. Von Neustadt
-zur Station Neustadt über das Geleise auf blauweiß markiertem Wege zum Forsthause
-Kalkofen. Von hier l. im Tale der wilden Weißeritz abwärts nach <em class="gesperrt">Zaunhaus-Rehefeld</em>
-mit königl. sächs. Jagdschloß, 1869 erbaut. (Berlet, Erzg. R.&nbsp;IV). Von hier
-westlich den sog. Bierweg hinauf zur Hermsdorfer Straße und auf dieser l. nach <em class="gesperrt">Station
-Moldau</em> (791 <em class="antiqua">m</em>), Gasthaus zum Fischerhaus, Stern etc. Dorf Moldau ist 3 <em class="antiqua">km</em> entfernt.
-Nun auf der südlich nach Neustadt führenden Straße bis zur ersten Schneise r., diese,
-obwohl Verbotstafel, ruhig wenige Minuten bis zur Wiese r., an deren l. Seite nahe
-dem unteren Ende etwa 40 Schritte von der Straße die <em class="gesperrt">Muldenquelle</em> mit einfacher
-Holzfassung zu suchen ist. Hierauf mit Rücksicht auf das Verbot zurück zur Straße und
-auf dieser mit schöner Ausschau nach Osten am (r.) Torfwerke vorbei nach Neustadt (zusammen
-13 <em class="antiqua">km</em>).</p></div>
-
-<hr class="chap" />
-<div class="chapter">
-<h2 id="kap3">3. Abschnitt.<br />
-Neustadt&ndash;Einsiedl (24 <em class="antiqua">km</em>).</h2>
-</div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: <em class="antiqua">a</em>) von <em class="gesperrt">Böhmen</em> aus: 1. Bahnlinie Prag&ndash;Brüx&ndash;Moldau:
-Station Neustadt. 2. Elektrische Bahn Teplitz&ndash;Eichwald mit Benützung der unter 1 genannten
-Strecke. <em class="antiqua">b</em>) von <em class="gesperrt">Sachsen</em>: Linie Freiberg&ndash;Moldau mit Anschluß nach Neustadt.</p></div>
-
-<p>Wir folgen der Tafel 60: Nach Willersdorf, Fleyh etc. des Wegweisers
-Nr. 59&ndash;61 bei der Weißeritzbrücke und schreiten auf schmalem
-Sträßchen in südwestlicher Richtung zum Orte hinaus, r. Häuser
-Nr. 36 und 35, l. zweigt ein Weg zum letzten Hause des Dorfes ab.
-Schöner Rückblick! R. anfangs Wald, l. immer freie Flur und Steine
-198&ndash;204. Wiederholt tauchen im Süden die Gipfel des Mittelgebirges
-auf. Nach 1½&nbsp;<em class="antiqua">km</em> treten wir in den Wald ein, r. knorrige
-Ulme und Stein 261, l. Stein 240 (3 <em class="antiqua">m</em> abseits). Unsere Straße
-wendet sich erst etwas nach r., bald aber führt sie 1 <em class="antiqua">km</em> schnurgerade
-dahin, bis sie endlich scharf nach r. umbiegt und in einen wohl breiten,
-aber verrasten Waldweg übergeht. Bei der Biegung Pfosten IV, 6 und
-weiterhin entlang des ganzen Weges (2 <em class="antiqua">km</em>) die Steine 375&ndash;344.
-Dann Austritt in die freie Flur von Willersdorf, dessen freundliche
-Häuser wir schon einige Zeit vorher erblickten.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>(5 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Willersdorf</em>, früher Wilhardsdorf, meist Neudörfl genannt, zählt 52
-Häuser und liegt im Hochtale des Fleyhbaches (Flöha). Gasthaus des Paul Meyer.</p></div>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_15">[15]</a></span></p>
-
-<p>Beim Eintritte in den Ort, Wegweiser 150, an einer Mühle
-vorbei bis zum etwas abseitsstehenden (r.) Hause Nr. 8 des Alwin
-Mayer, Fleischer. Hier über die Brücke auf das l. Ufer der Fleyh.
-L. Wegweiser 229 nach Neustadt und wir schreiten auf der Straße
-bei Wegweiser 225 und 226 abwärts. R. Gasthaus und Fleischerei
-des Paul Mayer. Bald über die Steinbrücke wieder auf das r. Ufer
-des Baches und die Dorfstraße hinab bis zur Wegteilung mit steinernem
-Kreuze (<em class="antiqua">H. E.</em> 1809) und Wegweiser 305 (n. Fleyh). Hier folgen wir
-dem Fahrweg links geradeaus, während nach r. ein Weg abzweigt,
-kommen an den Steinen 167&ndash;154 vorbei bald in den Wald und gerade
-aus, weder r., noch l., weiter, nach wenigen Minuten wieder freie
-Flur, liebliche Mulde mit dem Kirchorte Fleyh. R. stehen später 2
-Kreuze mit Wegweiser 151, 152, weil Weg r. von Grünwald einmündet.
-Wir bemerken zahlreiche Granitblöcke, wir sind ins Granitgebiet
-eingetreten. Bald nachher über die Brücke des Motzdorfer Baches
-und in den Ort hinein.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>(8 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Fleyh</em> (729 <em class="antiqua">m</em>, 490 E.) hat eine im Jahre 1653 erbaute hölzerne Kirche, die
-Bewohner beschäftigen sich meist mit Viehzucht, Ackerbau, Holzarbeit und Handel (6 Sägemühlen).
-Gasthaus zur Sonne und Touristenhotel zur Mühle. Forellen-Schmaus!
-(Berlet, Erzg. R.&nbsp;IV.)</p></div>
-
-<p>Beim Touristenhotel zur Mühle vorbei über die Fleyhbrücke (l.)
-mit Wegweiser 194, 195 r. die Straße den Bach entlang 2 <em class="antiqua">km</em> abwärts,
-bis die Straße eine scharfe Wendung nach r. macht. Wir
-folgen dem Wegweiser über Göhren nach Johnsdorf, indem wir l.
-durch den Wildzaun treten und die sogenannte Flösselstraße emporsteigen
-und uns immer entlang der Telephonleitung halten. R. der
-Geiersberg. Nach 1½&nbsp;<em class="antiqua">km</em> kreuzt eine fast 5 <em class="antiqua">km</em> lange, ganz gerade
-Schneise mit Waldstraße unsern Weg, an deren nördlichem Ende das
-Jagdschloß Lichtenwald, am südlichen Ende das Forsthaus Georgshöhe
-erscheint (Wunderbare Perspektive). L. Wegweiser 911 (?) oder 811,
-nicht leserlich. Nun in der bisherigen Richtung weiter (l. Telephonstange
-236). Bald zweigt r. rechtwinklig eine Straße ab, wir geradeaus.
-Es geht fast 4 <em class="antiqua">km</em> im herrlichen Hochwalde eben dahin. Auf
-einer Waldblöße wird l. der Wieselstein (956 <em class="antiqua">m</em>) und der Schwarze
-Berg (888 <em class="antiqua">m</em>) sichtbar. Hierauf kommen wir durch das stattliche Tor
-des Tiergartens hinaus, der Wildzaun verläßt uns gleich dahinter.
-L. führt eine Straße in den Rauschengrund, mit ihr die Telephonleitung,
-wir geradeaus fort. Es folgt Wegweiser r. nach Rauschenbach
-und in 2 Min. r. der (16 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Schwarze Teich</em> (801 <em class="antiqua">m</em>) in
-stiller Waldeinsamkeit auf dem Kamme. L. fällt das Terrain schroff
-zum genannten Grunde ab. Gleich hinter dem Teiche Wegweiser
-nach Bad Einsiedl, wir aber folgen unserer Straße, die einen scharfen
-Bogen nach l. macht, und kommen in 15 Min. aus dem Walde, wo
-r. das Forsthaus und später l. einige Häuser von (20 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Göhren</em>
-sichtbar sind. Schöner Blick auf das Wieselsteinmassiv.</p>
-
-<p>Wenige Schritte hinter dem Forsthause Wegweiser. Wir gehen
-auf dem hierdurch bezeichneten Fahrwege nach Deutsch-Einsiedel etwa
-80&ndash;100 Schritte nach r. (schräg zurück!) l. runder St. 25, bis
-Weg mit Pfosten <em class="antiqua">C</em>/₂₀ und Verbotstafel nach l. abzweigt. Auf diesem
-nach S. Nach 5 Min. kommt ein Weg von r. Geradeaus weiter,<span class="pagenum"><a id="Seite_16">[16]</a></span>
-dann r. Pfosten 20 und 17 und Stein 9 und Austritt aus dem Walde,
-gerade auf das mittlere Haus zu auf die Straße (auf dieser nach r.),
-die von Göhren am letzten (r.) Hause 34 vorbei westlich nach Böhm.-Einsiedl
-führt. Bald tritt sie in den Wald, führt dann sanft abwärts,
-bis sie nach 2½&nbsp;<em class="antiqua">km</em> aus dem Walde tritt. Wir treffen l.
-Pfosten <em class="antiqua">G</em>/₁₆, <em class="antiqua">E</em>/₁₅, <em class="antiqua">E</em>/₂₀, dahinter zweigt eine Straße nach r. ab, wir
-links. Bald bietet sich uns ein schöner Anblick der Orte Böhm.-Einsiedl
-und Deutsch-Einsiedel dar, hinter letzterem der hohe Urs (Ahornberg)
-(833 <em class="antiqua">m</em>) in Sa. In Böhm.-Einsiedl mündet unsere Straße auf die
-Bezirksstraße Brüx&ndash;Sayda ein bei Karl Reißig's Gasthaus. Wegweiser,
-Straßenkilometerstein 3. Nun die Straße r. im Dorf abwärts, vorbei
-l. an Hüttl's Schanknahrung, Finanzwache, Kriegerdenkmal, r. Postamt,
-Denksäule für Erzherzog Stephan, Schule, bis zum Hause Nr. 10
-(Agentschaft und Feuermeldestelle), wo der Kammweg gegen Gebirgsneudorf
-weiterführt.</p>
-
-<p>(24 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Einsiedl</em> (760 <em class="antiqua">m</em>, 436 E.), hart an der sächs. Grenze
-am Schweinitzbache, treibt Spielwarenindustrie, reger Verkehr mit
-Sachsen. <em class="antiqua">G.</em>: Hugo Kunze's Gasthof, Hüttl's Schanknahrung. 2 <em class="antiqua">km</em>
-südlich nahe der Brüxer Straße der 774 <em class="antiqua">m</em> Haselstein mit 14 <em class="antiqua">m</em> hohem
-Aussichtsturm. Schlüssel in Hugo Kunze's Gasthof erhältlich.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Seitentouren</em>: <em class="antiqua">a</em>) <em class="gesperrt">Fleyh</em>&ndash;<em class="gesperrt">Wieselstein</em>&ndash;<em class="gesperrt">Langewiese</em>&ndash;<em class="gesperrt">Strobnitz</em>&ndash;<em class="gesperrt">Langewiese</em>&ndash;<em class="gesperrt">Fleyh</em>.
-In Fleyh über die Brücke und wenige Schritte auf der Straße
-abwärts, dann steilen Pfad l. aufwärts, der später in einen fast ebenen Fahrweg übergeht.
-Auf diesem erreicht man nach 3 <em class="antiqua">km</em> l. die Hortenwiese mitten im Hochwalde und nach
-dieser Wegkreuzung. Hier r. hinauf zum Wieselstein (956 <em class="antiqua">m</em>). Aussicht der höchsten
-Felskoppe verwachsen, dafür schöne Aussicht auf einer etwa 200 Schritte südl. Felskoppe.
-Abstieg auf gleichem Wege, bei der Wegkreuzung aber nun geradeaus eben fort und nach
-einer halben Stunde aus dem Walde und nun über den freien Wolfsberg mit neuerdings
-schöner Aussicht nach Dorf Langewiese. Von hier auf blaugelbblau markiertem Wege zur
-(10 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Strobnitz</em> (853 <em class="antiqua">m</em>) (herrliche Aussicht auf das Teplitzer Talbecken) und wieder
-zurück nach Langewiese und nun auf der Straße nördlich nach Fleyh, insgesamt 19 <em class="antiqua">km</em>.</p>
-
-<p><em class="antiqua">b</em>) <em class="gesperrt">Einsiedl</em>&ndash;<em class="gesperrt">Deutsch-Einsiedel</em>&ndash;<em class="gesperrt">Bad Einsiedel</em>&ndash;<em class="gesperrt">Urs</em>&ndash;<em class="gesperrt">Deutsch-Einsiedel</em>&ndash;<em class="gesperrt">Einsiedl</em>
-Auf der Straße über die Grenze nach D.-Einsiedel (513 E.) und die
-Saydaer Straße 2 <em class="antiqua">km</em> hinauf, bis zum Kurhaus Heidelberg, wo 3 Min. r. von der
-Straße idyllisch inmitten dichten Waldes das gernbesuchte Eisen- und Schwefelbad Einsiedel
-mit sehr guter Restauration liegt. Wieder zurück zum Kurhaus Heidelberg die
-Straße kreuzend in südwestlicher Richtung durch den gleichnamigen Ort (s. Berlet, Erzg.
-R.&nbsp;VII&nbsp;a) mit sehenswerter Spielwarenindustrie auf den <em class="gesperrt">Urs</em> (Ahornberg), 833 <em class="antiqua">m</em>, mit
-farbenprächtiger Aussicht und zurück südöstlich nach D.-Einsiedel und Böhm.-Einsiedl,
-zus. 10 <em class="antiqua">km</em>.</p></div>
-
-<hr class="chap" />
-<div class="chapter">
-<h2 id="kap4">4. Abschnitt.<br />
-Einsiedl&ndash;Sebastiansberg (31 <em class="antiqua">km</em>).</h2>
-</div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: <em class="antiqua">a</em>) von <em class="gesperrt">Sachsen</em>: Bahnlinie Freiberg&ndash;(Chemnitz)&ndash;Olbernhau&ndash;Neuhausen.
-Nach Einsiedl 6 <em class="antiqua">km</em>. <em class="antiqua">b</em>) von <em class="gesperrt">Böhmen</em>: 1. Bahnlinie Komotau&ndash;Bodenbach
-bis Haltestelle Johnsdorf. 2. Elektrische Bahn Brüx&ndash;Johnsdorf. Von Johnsdorf
-nach Einsiedl 9 <em class="antiqua">km</em>.</p></div>
-
-<p>Bei dem oben bezeichneten Hause Nr. 10 westlich aus dem Orte,
-zum Hause Nr. 13 und 12 an letzterem Wegtafel (n. Gebirgsneudorf
-4 <em class="antiqua">km</em>). L. zweigt Weg ab, wir nach r. Der ziemlich gute Fahrweg
-schlängelt sich durch Felder und Wiesen, ein herrliches Tal dehnt
-sich sanft hinunter, freundlich schaut der sächsische Ort Bruderwiese
-herüber, vor uns im <em class="antiqua">SW.</em> blaut die über 900 <em class="antiqua">m</em> hohe Kammlinie des
-Bernstein und der Hübladung. Schöner Rückblick. Nach 20 Min. kommt<span class="pagenum"><a id="Seite_17">[17]</a></span>
-(immer gerade fort) eine ½-stündige Waldwanderung und schon senkt
-sich unser Weg zwischen steinbesäten Fluren dem l. zur Kammhöhe
-emporstrebenden Gebirgsneudorf zu, das wir r. bei einer Schleiferei,
-l. bei Haus Nr. 133 betreten. Auf dem Waldwege von Gebirgsneudorf
-her bemerkten wir l. Pfosten <em class="antiqua">E</em>/₂₆, 6, 7, <em class="antiqua">C</em>/₃, r. Pfosten 7, 3,
-8 und Stein 41.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>(4 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Gebirgsneudorf</em>, 700 <em class="antiqua">m</em>, 1788 E., langgestreckter Ort mit Spielwarenindustrie.
-Bestes Gasthaus am untersten Dorfende »Zum grünen Baum«. (S. Berlet,
-Erzg.-Wegweiser R.&nbsp;VII&nbsp;a.)</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Seitentour</em>: <em class="gesperrt">Nach Katharinaberg und zurück.</em> Hinter dem »Grünen
-Baum« am Berg empor zum Kaiser Franz Josef-Aussichtsturm, herab in die altertümliche
-Bergstadt Katharinaberg (Hotel Kronprinz Rudolf, einfach, aber gut) (s. Berlet, Erzg.
-R.&nbsp;VII&nbsp;a) und nun auf derselben Straße bei genanntem Turme vorbei in südöstlicher
-Richtung (l. immer schöne Aussicht auf Gebirgsneudorf und Einsiedl) in 1 Stunde an
-das obere Ende von Gebirgsneudorf und nach Nickelsdorf, wo wir beim Hause Nr. 19
-(Rasierstube) auf den Kammweg treffen und uns nach r. wenden.</p></div>
-
-<p>Unternimmt man die vorgenannte Seitentour nicht, so steigt man
-l. durch Gebirgsneudorf empor, r. Kirche, Ferd. Grumptmann, Gasthaus
-und Fleischerei, weiter oben Spar- und Vorschußkasse; l. Ferd.
-Neubauers Gasthaus, Schule, Gasthaus zur Linde, Postamt und
-schließlich (l.) Haus Nr. 125. Hier gegenüber verlassen wir den Ort,
-auf schmalem Steige durch die Wiesen, in 150 Schritten erreichen wir
-an der Straße Haus Nr. 19 in Nickelsdorf mit Rasierstube.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>(5 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Nickelsdorf</em> (755 <em class="antiqua">m</em>), 500 E. Der östliche Teil des Ortes liegt unmittelbar
-auf der Kammlinie (Wasserscheide der böhmischen und sächsischen Gewässer). Dort
-befinden sich auch die zwei Gasthäuser des Ortes »Zur Gebirgshöhe« und »Tropschuh's
-Gasthaus«. Von Nickelsdorf senkt sich das tief eingeschnittene Mariental mit dem Ruttenbache
-nach Obergeorgental (Eisenbahnstation) hinab (6 <em class="antiqua">km</em>).</p></div>
-
-<p>Die <em class="gesperrt">Straße</em> wendet sich dann r. gegen Katharinaberg hinab,
-wir aber schreiten l. auf einem Fahrwege zwischen den Häusern von
-Nickelsdorf (die Dorfstraße) geradeaus hindurch.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Vorher Blick r. auf den Kaiser Franz Josef-Aussichtsturm bei Katharinaberg und
-die kammthronenden Häuser von Kleinhan. Am Ende des Ortes schöner und umfassender
-Blick ins Schweinitztal mit den Ortschaften Gebirgsneudorf, Deutsch-Neudorf, Deutsch-Katharinaberg
-(beide letztgenannte in Sachsen).</p></div>
-
-<p>Nun schlängelt sich unser Fahrweg durch Jungwald sanft hinab
-und wir betreten die nach Schloß Eisenberg führende Waldstraße, auf
-der wir l. mäßig ansteigend nach etwa 700 Schritten zum <em class="gesperrt">Wildzaun</em>
-(l. Pfosten 25) gelangen.</p>
-
-<p>Schon nach wenigen Schritten nach Betreten dieser Straße schöner
-eigenartiger Rückblick auf die dichtgedrängten Giebel und Dächer von
-Nickelsdorf.</p>
-
-<p>Am Wildzaun (Tor) verlassen wir die Straße und folgen dem
-nach r. abzweigenden Fahrwege immer etwa 790 <em class="antiqua">m</em> hoch am Wildzaune
-(l.) und am Fuße des (l.) <em class="gesperrt">Adelsberges</em> (901 <em class="antiqua">m</em>) in nordwestlicher
-Richtung. Bald kommt man wieder durch einen Wildzaun
-(das Tor wieder schließen!); l. Grenzsteine 16/3 und 108 und Pfosten
-37, r. Pfosten 6. Der Weg senkt <span id="corr017">sich</span> etwas. Nach etwa 6 Min.
-von der Straße an Wegkreuzung. Wir bleiben weiter auf unserem
-<em class="gesperrt">Wege</em>, der sich <em class="gesperrt">nach l.</em> wendet, während der querende Weg r. in eine
-gerade Schneise mit Blick auf eine ferne sächsische Ortschaft abfällt,
-l. aber zum Adelsberge ansteigt, wo nun in einiger Entfernung der
-erstbemerkte Wildzaun verläuft.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_18">[18]</a></span></p>
-
-<p>Nun folgen l. Stein 109, weiter l. Stein mit den Buchstaben
-<em class="antiqua">U. L.</em> und nach etwa 100 Schritten <em class="gesperrt">neue Wegkreuzung</em>. R. ein
-Weg zurück und ein Weg (unser bisheriger) gerade aus. Wir steigen
-l. ziemlich steil gegen den Adelsberg hinauf.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Mit jedem Schritte wird die Aussicht (Rückblick) umfassender und zeigt schließlich
-folgendes prächtiges Bild: Ueber dem Walde im Vordergrunde geradeaus der Gebirgskamm
-mit den kammstehenden Häusern der Orte Nickelsdorf und Gebirgsneudorf, hinter ihnen
-der kahle, flurstreifige Wachhübel (765 <em class="antiqua">m</em>), gerade dahinter aus dunklem Walde aufragend
-der eiserne Turm des 774 <em class="antiqua">m</em> hohen Haselsteines (erbaut vom Brüx-Oberleutensdorfer
-Erzgebirgsverein) und l. hinter diesem der 849 <em class="antiqua">m</em> hohe, flachgewölbte
-Wolkenhübel, über den uns der Kammweg von Göhren herübergeleitet hat, l. dahinter
-die schöne Kuppe des Schwarzen Berges und r. dahinter der dominierende, 956 <em class="antiqua">m</em> hohe
-Wieselstein, an dessen Südabhang die Strobnitz (853 <em class="antiqua">m</em>) und der Ossegger Spitzberg
-(661 <em class="antiqua">m</em>) zur Ebene absteigen. Hinter diesen schiebt sich noch die Koulisse des Mückenberges
-hervor, r. ragen das Elbe- und Mittelgebirge auf mit dem Donnersberge und seinen
-Trabanten. L. senkt sich das Schweinitztal mit den vorher genannten und anderen Ortschaften
-nach Sachsen hinein, wo in weiter Ferne die Bergstadt Sayda und westlich ein
-ferner Berg sich deutlich abheben. Näher im Norden ragt der Katharinaberg mit der
-gleichnamigen Stadt malerisch empor. Eine herrliche Ausschau!</p></div>
-
-<p>Weitersteigend treten wir in den Hochwald ein und erreichen die
-Höhe von 900 <em class="antiqua">m</em>. Unser Weg mündet bald auf eine von l. kommende
-Straße, die wir nach r. verfolgen. L. kleine Quelle, r. Steinbruch
-mit Holzhütte. Bald dahinter Weggabelung: die Straße wendet
-sich l. Wir schlagen den r. abzweigenden <em class="gesperrt">Fahrweg</em> zwischen Pfosten
-34 und 35 ein.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Auf der Straße mit Tafel »Verbotener Weg« (l.) kann man zum Gipfel des <em class="gesperrt">Bernsteins</em>
-(921 <em class="antiqua">m</em>) [südöstlich] gelangen, wenn man nach etwa 8 Min. l. einen Pürschsteig
-verfolgt (insgesamt 1,5 <em class="antiqua">km</em>). Auf dem mächtigen, aber flachen Gipfel befinden sich einige
-Felsgruppen, deren höchste eine Triangulierungssäule trägt. Aussicht teilweise verwachsen.</p></div>
-
-<p>Unser Weg steigt nun weiter noch ein wenig an und mündet in
-etwa 6 Min., wo der Wald sich lichtet, in einen von r. kommenden
-Hohlweg ein, gleichzeitig wendet er sich stark nach l. Wir kommen l.
-nahe an den Wildzaun und erreichen nun die höchste Erhebung der
-Kammwegstrecke im östlichen Erzgebirge mit 910 <em class="antiqua">m</em> Seehöhe, leider
-ohne Ausblick. Es folgt Jungwald. Von links kommt aus dem
-Wildzaun ein Fahrweg und dann eine breite Straße, die sich mit
-unserem Fahrweg vereinigt. R. Stein 23 und 112. Weg senkt sich.
-Austritt auf eine große Waldblöße, durch die sich lieblich und sanft
-ansteigend unser Weg hindurchschlängelt und schließlich nach r. umbiegt.
-L. Steine 111, 108, 42, 6; r. 1 (hier zweigt ein Fahrweg l.
-ab), 2, 3, 4, ⁴/₁, auf der Straße weiter und schon werden einige
-Häuser des Dorfes Ladung sichtbar, auf die wir zuwandern. Wir
-kommen zu dem 1. Hause Nr. 23. Die Straße führt l. in das Dorf
-Ladung, der Kammweg gerade aus, r. nahezu nördlich an dem Hause
-Nr. 23 vorbei.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>(10 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Ladung</em> ist eines der höchstgelegenen Dörfer des Erzgebirges (911 <em class="antiqua">m</em>) und
-zählt 28 Häuser mit 115 Einwohnern. Echtes Gebirgsdorf mit 2 einfachen Gasthäusern
-(das obere ist besser). Ladung hieß vor Zeiten Langendorf. Eine Zollstraße führte durch
-den Ort. Diese konnte aber zwischen Stolzenhan und Ladung wegen der überaus großen
-Steigung kein beladener Wagen befahren, die Ladung mußte über die steile Lehne heraufgetragen
-werden und konnte erst wieder »in der Ladung« auf den Wagen geladen und
-weiter befördert werden. Der Name Langendorf kam bald außer Gebrauch.</p></div>
-
-<p>Vom Hause 23 führt uns eine neuerbaute Straße (Kammwegmarke
-und grünweiße Marke) unmittelbar in den Wald und ziemlich<span class="pagenum"><a id="Seite_19">[19]</a></span>
-gerade abwärts. Eine lange Schneise mit herrlicher Aussicht auf
-waldige Höhen kreuzt rechtwinkelig, eine große Waldblöße wird
-durchschritten.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>R. erhebt sich die 920 <em class="antiqua">m</em> hohe <em class="gesperrt">Hübladung</em> mit (r. vorne) den Felszacken des
-<em class="gesperrt">Eduardsteines</em>.</p></div>
-
-<p>Nach 1½&nbsp;<em class="antiqua">km</em> von Ladung taucht vor uns das Forsthaus Nr. 23
-auf, Austritt aus dem Walde und herrliche Ausschau.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Die Kammhöhen senken sich zum Natschungtale und bilden eine liebliche Mulde mit
-den zerstreuten Häusern von <em class="gesperrt">Kleinhan</em> und (12 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Rudelsdorf</em>. Kammthronend
-(auf einem Seitenkamme) stehen Kirche und Schule von Kleinhan. Sie sind ein Denkmal
-Kaiser Josef II., welcher auf einer Erzgebirgsreise im J. 1766 auch hierher kam und
-auf Ersuchen der Bewohner von Kleinhan, Rudelsdorf und Ladung beide erbauen ließ.
-Die gesamte Kircheneinrichtung (auch Altar und Predigtstuhl) mit Ausnahme einiger
-Bänke stammt aus dem Kloster von Laun an der Eger, das Kaiser Josef neben andern
-überflüssigen Klöstern <span id="corr019a">Oesterreichs</span> aufhob und dessen Einrichtung er der Kirche zu Kleinhan
-überließ. Die Kleinhaner Kirche (848 <em class="antiqua">m</em>) ist im oberen Flöhagebiet weithin sichtbar.</p></div>
-
-<p>Vor dem 1. Hause (Forsthaus) Wegteilung, gerade aus nach
-Kleinhan, r. zum Eduardsteine 0,5 <em class="antiqua">km</em>.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Der <em class="gesperrt">Eduardstein</em> (früher großer Stein <span id="corr019b">genannt</span>) ist eine romantische Felsengruppe
-auf dem Hübladung mit weiter Aussicht besonders gegen Sachsen bis in die Gegend von
-<em class="gesperrt">Augustusburg</em>, aber auch bis zum Keil- und Fichtelberg hinauf gegen Westen. Er
-wurde vor etwa 20 Jahren zu Ehren des damaligen Obmannes des Görkauer Erzgebirgsvereines
-Eduard Täubner »Eduardstein« genannt. Er ist ein Granitfels, wie auch das
-ganze Bernsteinmassiv aus Granit besteht.</p></div>
-
-<p>Als Kammweg führt vom Forsthause l. ein Sträßchen hinab zum
-Wegweiser an der Bezirksstraße Göttersdorf&ndash;Kleinhan. Ein meterhoher
-Grenzstein kündet uns, daß wir nun den Brüxer Bezirk verlassen.
-Wir schreiten nun l. die Straße gegen Neuhaus (Göttersdorf)
-hinab. L. ein kleiner Teich hart an der Straße, r. eine Mühle mit
-größerem Teiche, aber entfernter.</p>
-
-<p>Die Straße macht nun eine scharfe Wendung nach r., tritt in
-den Wald ein und steigt langsam zur Wasserscheide an, auf der sie
-genau weiterführt. L. Pfosten 15 und 16. Bald aber unterfließt ein
-Bächlein die Straße von r. nach l. und nach 1½&nbsp;<em class="antiqua">km</em> kommt von r.
-ein stärkerer Bach, der <em class="gesperrt">Aubach</em>, und unterquert gleichfalls die Straße
-(799 <em class="antiqua">m</em>), r. Tafel 20, Revier Neuhaus, l. Tafel 17, Revier Ladung.
-Hier biegt die Straße scharf nach l., wir verlassen sie und wenden
-uns dem scharf r. abzweigenden Sträßchen zu, das zuerst durch hohen
-Bestand, dann jungen Bestand sanft ansteigend (l. Pfosten ¹⁹/₂₁, r. ²⁰/₂₁)
-nach l. sich wendet, im hohen Bestand bald mit einem andern Fahrweg
-sich vereinigt und r. wendet (r. Abzweigung eines Fahrweges).
-Kammweg wendet sich im Jungbestand nach l. und übersetzt einen
-Wasserlauf der von l. kommt (Aubach). Von hier steigt das Waldsträßchen
-stark an bis zur Weggabelung, wo der Kammweg gerade
-aus als Fahrweg weiter geht, während sich das Waldsträßchen nach l.
-wendet. Bald ist ein Hauptschneisenkreuz erreicht, wo r. Pfosten 25
-steht. Auf der r. abbiegenden Schneise weiter bis r. Pfosten 14 erreicht
-wird. Gegenüber bei Pfosten 16 wendet sich der Kammweg
-rechtwinkelig ab auf eine Nebenschneise bei Stein 224 vorbei, bald
-im Hochwald, der bis zur Bezirksstraße Göttersdorf&ndash;Kallich geht, wo
-der Kammweg auftrifft, unweit kl. Beerhübel an der Grenze der Forstreviere
-Neuhaus (Domaine Görkau) (nach Göttersdorf zu) und Ochsenstaller,<span class="pagenum"><a id="Seite_20">[20]</a></span>
-r. Abteilung 16, l. Abteilung 15, bei Telegraphenstange 106.
-Zwischen Telegraphenstangen 115 und 116 an der scharfen Biegung
-nach l. ein Bildstock mit Bild des weißen Hirsches, r. Pfosten 16
-und 17. Revier Ochsenstaller 18 grenzt mit Revier Kallich 22 r. und 21
-l., weiter die Reviergrenzen Kallich 19/20, 23/22 und bei Telegraphenstange
-145 die Reviergrenzen 18/19, 24/23. Wegweiser nach Gabrielahütten
-1 Stunde und Göttersdorf 2 Stunden. Bei Telegraphenstange
-183 das Gemeindeamt und Kirche, bei Telegraphenstange 199
-Gasthaus zur Hoffnung, bei Telegraphenstange 200 Gasthaus zur Post,
-Gasthaus zur Einigkeit (Oberlehrer).</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>(19 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Kallich</em>, 721 <em class="antiqua">m</em>, 1012 E., liegt in einer weiten Mulde und gewährt mit
-den anstoßenden sächsischen Ortschaften Ober- und Nieder-Natschung und Rübenau einen
-imponierenden Anblick. Hat ein Emaillewerk und Spielwaren-Hausindustrie. Bei Kallich
-gibt es inmitten der Gneismassen Lager von Urkalk, woher der Name kommt.</p></div>
-
-<p>Vom Gasthof zur Einigkeit, wo die kleine Straße nach Görkau
-abgeht, auf der Reitzenhainer Straße schwach ansteigend durch die
-Häuserreihe bis zum Hochwald (Revier Natschung, Pfosten 27). Ausblick
-nach Sachsen und den zunächst gelegenen Häusern von Ober-Natschung.
-Sofort nach Eintreten in den Wald l. ab und über Werkgraben, bei
-Weggabelung gerade aus (nicht r.) ansteigend, erst in hohem Bestand,
-dann im Jungholz über Wiese nach Heinrichsdorf an Gasthaus von
-Kosch vorbei. Auf der Dorfstraße abwärts in 5 Min. bis zur Natschungbrücke
-und 100 <em class="antiqua">m</em> hinter letztem Haus (Nr. 48) r. ab an den Waldrand
-(Revier Natschung, l. Pfosten 26, r. Pfosten 27). Nach etwa 200 <em class="antiqua">m</em>
-r. ab, etwa 200 <em class="antiqua">m</em>, dann l. ab in Schneise, Revier Neuhaus; auf dieser
-zum Teil steil ansteigend nach Stein <em class="antiqua">A</em> (787,7 <em class="antiqua">m</em>), wo Reviere 3/21
-4/22 angrenzen, und weiter zum Wildzaune mit Tor und Treppe.
-R. ab nach Annasäule auf den Steinhübel. Im Wildpark erst Blöße
-l., dann Jungholz, sanft abwärts bei Pfosten 35 r. Blick auf den
-Alten Teich l. Noch 300 <em class="antiqua">m</em> durch hohen Bestand zum Zaun des
-<em class="gesperrt">Forsthauses Neuhaus</em> (25 <em class="antiqua">km</em>). Durch Gehöft und Zaun l. hinab
-und 100 <em class="antiqua">m</em> unter der Zaunecke r. durch Unterholz über den Bach (Ablauf
-des neuen Teiches), von wo man steil aufwärts über Schneise
-und Waldweg zum Wildgattertor mit Treppe heraus auf den großen
-Fahrweg gelangt, der zunächst (ca. 400 <em class="antiqua">m</em>) am Wildzaun entlang führt,
-dann l. abzweigt und von dem ab Fußsteig dann hinabführt in das Flößbachtal.
-Hier kreuzt man den Grundtalweg von Komotau nach Reitzenhain.
-(Es lohnt ein Abstecher nach (l.) der sog. Hölle (Felsschlucht
-mit Brücke über den herabstürzenden Bach. Hin- und Rückweg etwa
-25&nbsp;Min.)</p>
-
-<p>Will man den nicht zu langen Rückweg von der Hölle aufwärts
-sparen, so kann man weiter hinab zum Assigbach gehen und entlang
-desselben auf der Straße hinaufsteigen nach Sebastiansberg; umsomehr
-zu empfehlen, da der Kammweg ziemlich viel verlorene Steigung
-enthält.</p>
-
-<p>Der Kammweg führt nun über die Bachbrücke, dann hinauf in den
-Wald und wieder hinab zum Assigbach, wo zunächst Straße nach
-Reitzenhain (6 <em class="antiqua">km</em>) getroffen wird, über eine Treppe zur Grundtalstraße
-bei der Brücke über kleinen Assigbach, Haulmühle, Görgmühle vorbei,
-unter der hohen Eisenbahnbrücke hindurch, etwa 1 <em class="antiqua">km</em> bis zur Bahnhofstraße,
-auf welcher man zur Stadt (31 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Sebastiansberg</em> gelangt.</p>
-
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter">
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_21">[21]</a></span></p>
-
-<h2 id="kap5">5. Abschnitt.<br />
-Sebastiansberg&ndash;Keilberg (31 <em class="antiqua">km</em>).</h2>
-</div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: Von <em class="gesperrt">Sachsen</em> und <em class="gesperrt">Böhmen</em> aus: Eisenbahnlinie Reitzenhain&ndash;Komotau
-mit Station Sebastiansberg.</p></div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Die Königl. Bergstadt <em class="gesperrt">Sebastiansberg</em> (841 <em class="antiqua">m</em>, 1995 E.) liegt auf dem sog.
-Paßberg und wird daher im Volksmunde kurz »Baßberg« genannt. Sie wurde etwa in
-der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gegründet, als hier der Bergbau auf Silber und
-Kupfer aufgenommen wurde. Die Stadt ist in regelmäßigen Quadraten angelegt. Für
-Ausbeutung der großen Torflager ist seit 1898 eine Moorkulturstation hier eingerichtet
-worden und erhielt diese wie die Korbflechtschule im Jahre 1906 ein neues Gebäude. Gasthäuser:
-Löwe, Krone, Adler, städt. Rathaus.</p></div>
-
-<p>Zur Eisenbahnstation auf der Bahnhofstraße in ½ Stunde. Auf
-dem Marktplatz steht eine Orientierungstafel des Erzgebirgs-Vereins
-Komotau. Die im Jahre 1906 angebrachte Markierung des <em class="gesperrt">Kammweges</em>
-führt am nordwestlichen Ende des Marktes bei Wohlfahrts
-Gastwirtschaft die Straße hinaus und es beginnt am letzten Haus
-(Nr. 184) eine breite Trift mit einseitiger Baumreihe.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Im Rückblick unterhalb der Stadt Sebastiansberg der Bahnhof Krima-Neudorf und
-die Komotauer Gegend, nach vorwärts Reischberg und Aschberg, während r. der Hirtstein
-und andere Höhenpunkte Sachsens sichtbar werden.</p></div>
-
-<p>Hinter der in 20 Min. erreichten Brücke über den großen Assigbach
-wird der Weg schmäler, nähert sich dem bis an die Reitzenhainer
-Heerstraße sich erstreckenden Moorlager und steigt anfangs stärker an.
-Bei zwei Weggabelungen hält man sich l., ebenso auf der Ulmbach-Preßnitzer
-Straße, welche in etwa 1 Stunde erreicht wird. Diese
-Straße wendet sich von Pfosten schwarz 7, rot 2 ziemlich scharf westlich
-und erreicht an der Grenze des Revieres Ulmbach 9 und mit der
-Domäne Preßnitz (Revier Sonnenberg 43) die Landesgrenze, gekennzeichnet
-durch den Hauptstein VII K. Böhmen/K. Sachsen. Die Straße
-folgt auf eine längere Strecke der Landes- bezw. Reichsgrenze, welche
-auch noch zwei alte Grenzsteine mit böhmischer Königskrone und
-sächsischem Kurschwert bezeichnen, steigt wieder an und erreicht an der
-Grenze der Bezirkshauptmannschaften Komotau und Kaaden (10 <em class="antiqua">km</em>
-von Sebastiansberg) bei Pfosten Domäne Preßnitz (Revier Sonnenberg
-44) die mit Stationssteinen versehene Waldstraße (4,984 <em class="antiqua">km</em>
-von dem später zu erwähnenden Nullpunkt nach Preßnitz zu). R.
-bietet sich zeitweise ein Ausblick nach Sachsen, nach dem Hirtstein,
-Zöblitz und in die Marienberger Gegend. Bei <em class="antiqua">km</em> 4,2 wendet sich
-die Landesgrenze von der Straße ab; bei <em class="antiqua">km</em> 3,7, wo die Straße
-einen scharfen Knick nach l. macht, trifft von r. ein Hauptflügel auf,
-welcher direkt auf den sächsischen Ort Satzung zuführt.</p>
-
-<p>Die Waldstraße bietet bei <em class="antiqua">km</em> 2,0 einen Ausblick nach r. in das
-obere Preßnitztal, führt abwechselnd durch niederen und hohen Bestand,
-bis bei <em class="antiqua">km</em> 0,9 der Wald endet und sich eine freie Aussicht nach dem
-wenige hundert Meter entfernten Forsthaus und darüber nach Preßnitz,
-dann Reischberg, Kupferhübl, Spitzberg sowie Keilberg öffnet.
-Man gelangt an dem Forsthaus vorbei, hinab in das Tal der Preßnitz
-an das Mauthaus (<em class="antiqua">W</em>). Hier mündet die bisher verfolgte Ulmbacher
-Waldstraße (als Nullpunkt) ein in die von Preßnitz nach
-Christofhammer führende Kleinstraße. An dem Mauthaus steht für<span class="pagenum"><a id="Seite_22">[22]</a></span>
-diese Straße der Kilometerstein 1,3. Von <em class="antiqua">km</em> 1,0 bis 0,4 zeigt sich
-im Rückblick das Massiv des hohen <em class="gesperrt">Haßberges</em> (990 <em class="antiqua">m</em>).</p>
-
-<p>Nachdem man den Preßnitzbach überschritten hat, gelangt man
-(oberhalb der Straße vom Mauthaus) an das Waldschlößl (<em class="antiqua">W</em>), von
-wo aus die von Sorgenthal, Jöhstadt, Pleil kommende Hauptstraße
-(<em class="antiqua">km</em> 1,486) als Kammweg (13,0 <em class="antiqua">km</em>) zur Stadt <em class="gesperrt">Preßnitz</em> hereinleitet.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Als <em class="gesperrt">Seitentouren</em> lohnender Art können in Vorschlag kommen: Von Sebastiansberg
-über Ulmbach nach Satzung mit dem <em class="gesperrt">Hirtstein</em>, eine hochinteressante Basalt-Quellkuppe.
-Von Sebastiansberg über Neudorf, Zollhaus, Hohentanne und Platz (kleinste Stadt
-Böhmens mit nur 401 Einwohner) zur <em class="gesperrt">Ruine Hassenstein</em> 9 <em class="antiqua">km</em>,
-<span class="mark">&nbsp;=&nbsp;blau/weiß&nbsp;</span> markiert.
-Von Preßnitz auf dem Kammweg bis zum Mauthaus, dann die Straße links weiter nach
-Pleil und Sorgenthal, dicht an der Reichsgrenze. Es ist der Besuch von <em class="gesperrt">Jöhstadt</em>, ja
-von <em class="gesperrt">Annaberg</em> leicht zu ermöglichen, weil man mit der Eisenbahn über <em class="gesperrt">Weipert</em>,
-das wohl auch eines Besuches wert ist, nach Schmiedeberg (Station oder Haltestelle) schnell
-zurückgelangen kann, um am Spitzberg vorbei wieder nach Preßnitz zu kommen, falls man
-es nicht vorziehen sollte bis Kupferberg zu fahren und hier wieder die Kammwanderung
-fortzusetzen.</p>
-
-<p>Die Stadt <em class="gesperrt">Preßnitz</em> (727 <em class="antiqua">m</em>, etwa 4000 E.) ist weitbekannt durch die von hier
-aus die Welt durchziehenden Musikkapellen, die sich seit 100 Jahren gebildet haben, nachdem
-der Bergbau im 18. Jahrhundert zum Erliegen gekommen war, Spitzen-Fabrikation
-und Handel mit Posamenten nur wenig <span id="corr022">Erlös abwarf</span>. Am viereckigen und mit Anpflanzungen
-versehenen Marktplatz das herrschaftliche Amtshaus und gegenüber die 1906
-installierte Bezirkshauptmannschaft. Gasthöfe: Hotel Roß, Herrenhaus.</p></div>
-
-<p>Vom Marktplatz am Herrenhaus vorüber und zur Kaadner Straße
-hinaus gelangt man an die Friedhofskapelle (0 <em class="antiqua">km</em>), wo links die
-Straße zum Bahnhof Preßnitz-Reischdorf abzweigt, während der
-Kammweg auf der Straße nach Dörnsdorf (Kupferberg) noch 0,8 <em class="antiqua">km</em>
-weiter läuft. Sofort nach Ueberschreitung der Hammerlebachbrücke
-zweigt der Kammweg zunächst als Fußsteig r. ab, setzt sich dann oberhalb
-Dörnsdorf als Fahrweg fort und führt bei den obersten Häusern
-von Köstelwald vorbei zu einem sehr schmalen Eisenbahn-Durchlaß,
-durch welchen man unter der Eisenbahn hinweg bald zu einer Kapelle
-und, am Fuße des Kupferhübels entlang, (18 <em class="antiqua">km</em>) zur Stadt <em class="gesperrt">Kupferberg</em>
-(841 <em class="antiqua">m</em>, 1101 E.) gelangt. Gasthöfe: Hotel Deutsches Haus, Sonne,
-Städtisches Rathaus; Wirtschaften: Touristenheim zur Krone, Stadtpark.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Es muß hier darauf hingewiesen werden, daß der Kammweg, wie vorstehend geschildert,
-über Preßnitz markiert wurde, daß man aber hierbei etwas weit vom eigentlichen
-Gebirgskamme abgewichen ist. Es geschah in der Hoffnung, daß man die Markierung
-über den Haßberg werde führen können, was zur Zeit noch nicht ermöglicht werden
-konnte. Vorläufig kann daher nur als <em class="gesperrt">Nebenroute</em> des Kammweges die der Wasserscheide
-sich mehr nähernde Trasse gelten, welche als Kammweg vorzuziehen wäre. Es
-führt diese von Sebastiansberg zur südw. Ecke der Stadt hinaus durch das Sonnenberger
-Forstrevier nahe der Eisenbahn Krima&ndash;Preßnitz über den Basberger Hau, überschreitet
-die Eisenbahn nördlich vom Reischberg und leitet zu diesem 873 <em class="antiqua">m</em> hohen Berge,
-wo sich eine prächtige Rundsicht, besonders nach Böhmen zu, bis zum Karlsbader, Duppauer
-und Mittelgebirge erschließt. Ein Abstecher von hier über den Galgenberg nach der Stadt
-<em class="gesperrt">Sonnenberg</em> mit ihrer weithin sichtbaren Kirche ist zu empfehlen. Die Kammwegmarkierung
-würde vom Reischberg bei Eisenbahnstation Preßnitz-Reischdorf südlich vorbei,
-über Pöllma-Höhe und nach Passierung der Eisenbahn auf hoher Überbrückung an Station
-Kupferberg vorbei nach Stadt Kupferberg zu führen sein.</p>
-
-<p>Der <em class="gesperrt">Kupferhübel</em> bei Kupferberg ist als ein besonders hervorragend schöner
-Aussichtspunkt im Erzgebirge bekannt und wird seit langem, auch von Sachsen
-aus, viel besucht, da er vom Bahnhofe und von der Stadt leicht und bald zu erreichen
-ist, auch schon lange ein Restaurationsgebäude neben der weithin sichtbaren kleinen Kapelle
-trägt und als Rundsicht alle diejenigen Ausblicke vereinigt, die auf den Zugangswegen
-zu diesem kahlen Berggipfel zu genießen waren. (Siehe: Berlet's Wegweiser durch das
-sächs.-böhm. Erzgebirge, Annaberg, R. Liesche.)</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_23">[23]</a></span></p>
-
-<p>Als Sehenswürdigkeit von Kupferberg gilt ein etwa 800 <em class="antiqua">m</em> unterhalb der Stadt
-an der Straße nach Steingrün und Pürstein zu bemerkendes Felsgebilde, welches einer
-liegenden »Sphinx« sehr ähnlich ist; von hier prächtiger Blick hinunter in das Egertal,
-da hier die Südseite des Erzgebirges besonders steil abfällt.</p></div>
-
-<p>Setzt man die Wanderung auf dem markierten Kammwege von
-Stadt Kupferberg weiter fort, so steht dafür eine bequeme Bezirksstraße
-zur Verfügung, welche nach <em class="gesperrt">Oberhals</em> (3 <em class="antiqua">km</em>) führt, bis wohin
-sich mehrfach Ausblicke nach Böhmen bieten. Von der Abzweigung
-der nach Schmiedeberg führenden Nebenstraße tritt unser Wanderweg
-in hohen Bestand ein und endet bei <em class="antiqua">km</em> 4,₁₃₅ an der Grenze des
-Forstreviers Orpus der Domäne Preßnitz, (zugleich Bezirksgrenze
-Kaaden-Joachimstal). Von dem daselbst befindlichen Langenhauer
-Hegerhaus führt die Straße in hohem Waldbestand weiter und gewährt
-nun an der Wegabzweigung nach Boxgrün einen Ausblick auf
-Königsmühle, Stolzenhainer Forsthaus, Kalkwerk und die Gegend bei
-Weipert. In bequemer Wanderung von 2 bis 2½ Stunden ab
-Kupferberg gelangt man an ein Forsthaus und daneben eine Gastwirtschaft
-(<em class="gesperrt">Mauthaus</em>), wo man Einkehr halten muß, wenn man
-Auskunft für einen lohnenden Abstecher nach den Wirbelsteinen bedarf.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Die im Hauensteiner Revier gelegenen <em class="gesperrt">Wirbelsteine</em> findet man leicht, wenn
-man auf der gräflichen Privatstraße nach Hüttmesgrün vom Forsthaus etwa 1 <em class="antiqua">km</em> südöstlich
-ansteigt und den gekennzeichneten Waldweg r. abgeht; der Wirt im Mauthaus
-führt auf Ersuchen zum nördlichen Felsgipfel direkter auf einer schmalen Waldschneise.
-Jedenfalls muß man beide Felszacken erklettern, wenn man die sich bietende schöne Aussicht
-vollständig genießen will. Mehr als 1 Stunde erfordert dieser kleine Abstecher kaum
-an Zeit.</p></div>
-
-<p>Vom Mauthaus auf der Straße weiter wandernd tritt man bald,
-an der Grenze der Bezirkshauptmannschaften Kaaden und Joachimsthal,
-aus dem Waldbestande heraus und genießt nun den Blick in
-das von Stolzenhain nach Weipert und Bärenstein sich hinunterziehende
-Wiesental, in welchem beiderseits der Grenze Böhm.-Wiesental
-und in Sachsen Unter- und Oberwiesenthal gelegen sind, überragt
-von den beiden höchsten Kuppen des Erzgebirges, dem Keilberge und
-Fichtelberge.</p>
-
-<p>Die bequeme Straßenwanderung endet jedoch bald bei dem 2 <em class="antiqua">km</em>
-entfernten <em class="gesperrt">Gasthause zum Hofberg</em>, wo unsere Bezirksstraße in
-die von Joachimstal nach Weipert führende Kaiserstraße (<em class="antiqua">km</em> 30,1)
-einmündet.</p>
-
-<p>Während sich die Kaiserstraße r. nach Wiesental hinabsenkt, steigt
-sie in gerader Richtung am Hang des Keilbergs aufwärts, muß aber
-vom Kammwegwanderer schon nach etwa 100 <em class="antiqua">m</em> verlassen werden, denn
-weit hin sichtbar kennzeichnet eine blaue Tafel und das bekannte Kammwegzeichen,
-daß nach l. ein Fußsteig abzweigt, welcher den sogenannten
-bequemen Aufstieg zum Keilberg bildet. (31 <em class="antiqua">km</em> nach Sebastiansberg).
-Dieser Aufstieg zum Gipfel der höchsten Bergesspitze des Erzgebirges
-ist wohl nicht zu verfehlen, da sich bisher schon zahlreiche Marken
-vorfanden, welche die Erzgebirgsvereine Kupferberg und St. Joachimstal
-anbringen ließen <span class="mark">&nbsp;×&nbsp;schwarz/gelb&nbsp;</span> in weißem Felde. Im oberen Teile
-fällt dieser Fußweg zusammen mit der für Hörner- und Rodelschlittenfahrt
-sowie Skilauf abgesteckten Fahrbahn, denn bei guten Schneeverhältnissen
-ist der Verkehr in dem obersten Teile des Gebirges fast<span class="pagenum"><a id="Seite_24">[24]</a></span>
-noch lebhafter als im Sommer. Jedenfalls wird man erstaunt sein,
-auf den beiden höchsten Bergspitzen, Bauten zu finden wie wir sie
-früher nur in bevorzugten Gegenden deutscher Mittelgebirge antreffen
-konnten.</p>
-
-<p>Der Kaiser Franz Josefs-Turm auf dem <em class="gesperrt">Keilberge</em> ehrt seinen
-verdienstvollen Anreger, k. k. Bezirksschulinspektor Wenisch, früher in
-Joachimstal jetzt in Teplitz. Die daneben aufgeführten Bauten
-bieten reichlich Unterkunft und gute Verpflegung. Die weite Aussicht
-wird dem Besucher in bester Weise durch vorhandene Schriften und
-Zeichnungen (Panoramen) erläutert. (S. Berlet's Erzgebirgsführer).</p>
-
-<hr class="chap" />
-<div class="chapter">
-<h2 id="kap6">6. Abschnitt.<br />
-Keilberg&ndash;Platten (21 <em class="antiqua">km</em>).</h2>
-</div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: Zum Keilberg gelangt man von den Eisenbahnstationen Schmiedeberg
-und St. Joachimsthal in Böhmen oder von Oberwiesenthal in Sachsen. Von St.
-Joachimsthal verkehrt eine Fahrpost nach Wiesenthal, die man benutzen kann bis dahin,
-wo die Straße zum neuen Haus abzweigt. Im Sommer ist für die Karlsbader
-Kurgäste ein täglicher Omnibusverkehr von Bahnhof Joachimstal zum Keilberg eingerichtet.</p></div>
-
-<p>Vom Unterkunftshause auf dem <em class="gesperrt">Keilberg</em> benutzt man zunächst
-die neue Bergstraße, welche uns zu der (bei Gasthof Hofberg) verlassenen
-Reichsstraße (<em class="antiqua">km</em> 27,38) führt. Auf dieser Straße vorbei bei
-den <em class="gesperrt">Sonnenwirbelhäusern</em> (<em class="antiqua">km</em> 26,9 und 26,7) dorthin, (<em class="antiqua">km</em> 25,7),
-wo die von Sachsen (Oberwiesenthal) kommende Straße rechtwinkelig
-einmündet.</p>
-
-<p>Es hat sich notwendig gemacht, hier eine <em class="gesperrt">Abzweigung des
-Kammweges</em> einzuführen und zu bezeichnen. Diese einzige Ausnahme
-bedingt die über 300 <em class="antiqua">m</em> unter dem Gipfel des Keilberges
-liegende sächsische Stadt <em class="gesperrt">Oberwiesenthal</em>, die höchstgelegene Stadt
-Deutschlands, und das in Böhmen benachbart gelegene Städtchen
-<em class="gesperrt">Wiesental</em>.</p>
-
-<p>Ein steiler Fußsteig führt vom Keilberg hinab zur Kaiserstraße,
-welche man nahe dem Kilometerst. 29 überschreitet und auf steilem
-Fußsteige dann hinab zur Mühle an der Reichsgrenze (Stein 424)
-gelangt.</p>
-
-<p>Vom Keilberg kann man auch die Bergstraße benutzen bis zur
-Kaiserstraße und auf dieser (von <em class="antiqua">km</em> 27,38) bis zu dem erwähnten
-Kilometerstein 29 auf bequeme Weise mit Umweg gelangen. Will
-man auch den weiteren steilen Abstieg vermeiden, so folgt man der
-Kaiserstraße weiter bis zum Gasthause zum Hofberg (siehe 5. Abschnitt)
-und kann auf der Kaiserstraße hinab nach <em class="gesperrt">Böhm.-Wiesental</em> (900 <em class="antiqua">m</em>,
-1156 E.) gelangen. Auf dem als Kammweg markierten Fußsteige
-oder auf der Straße erreicht man in etwa 1 Stunde von der Höhe
-des Keilberges die nur durch den hier die Reichsgrenze bildenden Bach
-getrennte sächsische Stadt <em class="gesperrt">Oberwiesenthal</em> (Markt 918 <em class="antiqua">m</em>, 1799 E.)
-mit anstoßendem Städtchen <em class="gesperrt">Unterwiesenthal</em> (723 E.)</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>In Oberwiesenthal auf dem Markte ein sehenswertes Alpinum mit Pflanzen des Erzgebirges
-und Alpengebietes; Posamenten- und Handschuh-Erzeugung, <span id="corr024a">Klöppelei</span>.</p>
-
-<p>Gasthäuser: Rathaus, Stadt Karlsbad mit <span id="corr024b">einem</span> Logierhaus und Badehaus, Deutscher
-Kaiser.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_25">[25]</a></span></p>
-
-<p>Starker Besuch von Touristen im Sommer und Wintersportfreunden, weshalb auf
-der Nebenbahn von Cranzahl auch Sonderzüge abgelassen werden.</p>
-
-<p>Die größte Zahl aller nach Oberwiesenthal kommenden Fremden besucht beide höchsten
-Berggipfel des Erzgebirges (Keil- und Fichtelberg) oder mindestens den Fichtelberg, der
-bequem auf Fußweg beim Springbrunnen vorbei oder auf der steileren für die Hörnerschlittenfahrt
-hergestellten Fahrbahn in 1 Stunde erstiegen werden kann.</p></div>
-
-<p>Der <em class="gesperrt">Fichtelberg</em> (1214 <em class="antiqua">m</em>) ergänzt die Aussicht des Keilberges
-nach Norden über das sächsische Erzgebirge, Mittelgebirge und Nordrandgebirge
-hinweg. Aussichtsturm und Unterkunftshaus mit Bewirtschaftung
-und vielen Schlafstätten (S. Berlet, Erzg. R.&nbsp;XII.)</p>
-
-<p>Von Oberwiesenthal führt die Fahrstraße zum Gasthaus am
-Fichtelberg (Neues Haus) und von hier auf dem Prinzenweg zum
-Fichtelberghaus. Bleibt man auf der Straße, so überschreitet man
-sehr bald die Landesgrenze und erreicht (bei <em class="antiqua">km</em> 25,7) die von Weipert
-nach St. Joachimstal führende Reichsstraße, welche der Kammweg von
-den Sonnenwirbelhäusern benutzt hatte und in welche hier die über
-Böhm.-Wiesental, Oberwiesenthal und den Fichtelberg (siehe vorstehend)
-gelegte Kammweg-Abzweigung einmündet, wenn man vom Fichtelberghaus
-den Fürstenweg hinab zum Neuen Haus geht. Die Reichs-
-oder Kaiserstraße vereinigt die von Keil- und Fichtelberge kommenden
-Wege (bei <em class="antiqua">km</em> 25,7) und bringt uns bald auf dem Kammwege nach:</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Gottesgab</em> (1017 <em class="antiqua">m</em>, 2610 E.), ist der höchstgelegene Ort Mitteleuropas;
-er hat ansehnliche Spitzenindustrie und starken Weinschank,
-da viele Touristen, besonders von Sachsen her, hier gern Einkehr halten.</p>
-
-<p>Gasthäuser: Grünes Haus, Hotel Wien, Tiroler (Anton Günther.)
-Weinstuben: Oppl mit Logierhaus und Kranl.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Wer nicht von St. Joachimstal aus zum Keilberg gekommen ist, wird entweder vom
-Keilberg direkt (z. B. über die Pfarrwiese) oder über Gottesgab hinabsteigen nach der
-interessanten alten Bergstadt <em class="gesperrt">St. Joachimstal</em>, welche in historischer, bergbaulicher
-und naturwissenschaftlicher Hinsicht sicher jedem Besucher lohnende Ausbeute zu gewähren
-vermag, auch als Fundort der radiumhaltigen Uranerze in neuester Zeit vielfach erwähnt
-wurde.</p></div>
-
-<p>Als Kammweg dient auch von hier aus noch die Kaiserstraße
-weiter bis <em class="antiqua">km</em> 22,0, wo sie sich scharf l. und hinab nach St. Joachimstal
-wendet, während die Kammwegmarke nun die hier r. abzweigende Bezirksstraße
-(nach Abertham und Bärringen) verfolgt, auf welcher man
-in etwa 10 Min. wiederum eine Straßenteilung erreicht, da r. eine
-Nebenstraße zu den Försterhäusern und weiter nach Seiffen führt.
-Dem Telegraphengestänge nachgehend führt die Kammwegmarke in
-½ Stunde bei den r. liegenden Einzelhäusern von Werlsberg vorbei
-und verläßt bei Telegraphenstange 132 (etwa 1 Stunde von der
-Kaiserstraßenecke) die Bezirksstraße, da ein Waldweg (auch Marke,
-grünes schief gestelltes Kreuz in quadratischem weißen Felde) bei Forsthaus
-»Weite Wiese« vorbei uns hinauf zum <em class="gesperrt">Pleßberg</em> (1027 <em class="antiqua">m</em>)
-geleitet. (17,5 <em class="antiqua" id="corr025">km</em> vom Keilberg.) Die Wegteilungen vorher können kaum
-irre führen, denn die Warte auf dem oben kahlen Berge ist meist
-sichtbar und deshalb bieten sich auch schon im Anstiege schöne Rückblicke,
-besonders auf den Keilberg, den Fichtelberg und die Umgebung
-von St. Joachimstal.</p>
-
-<p>Die Warte, vom Verein der Naturfreunde in Abertham errichtet,
-bietet weite Ausschau, doch empfiehlt es sich auch den angebauten Turm<span class="pagenum"><a id="Seite_26">[26]</a></span>
-zu besteigen, um die ganze Rundsicht voll genießen zu können. Der
-bisher kahle Berggipfel ist mit vielem Fleiß bepflanzt worden, sodaß
-später der steile Anstieg vielleicht in schattigem Hochwald wird zurückgelegt
-werden können.</p>
-
-<p>Hinab zur Stadt <em class="gesperrt">Abertham</em> führt ein Weg, an dessen unterem
-Teile zu beiden Seiten Bäume angepflanzt sind und welcher auf die
-(am Forsthaus Weite Wiese) von uns verlassene Bezirksstraße einmündet.
-Diese durchzieht das ganze Städtchen, welches durch schwunghaft
-betriebene Handschuhindustrie bekannt ist und wo ein Photograph
-in interessanter Weise Mikrophotographien herstellt. Zum Hotel
-Stadt Wien (oberhalb der Kirche), wo der Kammweg von der weiter
-nach Bärringen führenden Straße r. abzweigt und durch Wiesen, am
-Waldrand entlang über Auslauf des Wistritzbachtales zu der von
-Lichtenstadt nach Johanngeorgenstadt führenden Hauptstraße 1 <em class="antiqua">km</em>
-vor der Stadt <em class="gesperrt">Platten</em> (23 <em class="antiqua">km</em> vom Keilberg) gelangt.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Als <em class="gesperrt">Seitentour</em> von Abertham ist zu empfehlen: Besuch der Stadt <em class="gesperrt">Bärringen</em>
-unter Benutzung der Bezirksstraße, welche von Gottesgab aus begangen wurde: Spitzen-
-und Tüllfabriken, Mustersammlung von A. Meinl. Von hier zum <em class="gesperrt">Wölfling</em> oder (auch
-mit Benutzung der Eisenbahn bis Saifenhäusl) zum <em class="gesperrt">Peindlberg</em> mit Aussichtsturm.</p>
-
-<p>Als <em class="gesperrt">Nebentour</em> des <em class="gesperrt">Kammweges</em> könnte auch die von <em class="gesperrt">Gottesgab</em> über die
-<em class="gesperrt">Försterhäuser</em> beim <em class="gesperrt">Spitzberg</em> (1111 <em class="antiqua">m</em>) vorbei, über <em class="gesperrt">Seiffen</em> und <em class="gesperrt">Irrgang</em> am
-gr. <em class="gesperrt">Plattenberg</em> (1040 <em class="antiqua">m</em>) vorbei führende Bezirksstraße nach <em class="gesperrt">Platten</em> in Frage
-kommen, doch bietet der Pleßberg eine so ausgezeichnete Rundschau, daß über ihn, obschon er
-etwas niedriger ist, die Kammwegroute gelegt wurde.</p></div>
-
-<hr class="chap" />
-<div class="chapter">
-<h2 id="kap7">7. Abschnitt.<br />
-Platten&ndash;Gr. Kranichsee (25 <em class="antiqua">km</em>).</h2>
-</div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: Von <em class="gesperrt">Sachsen</em> und <em class="gesperrt">Böhmen</em> aus: Eisenbahnlinie Karlsbad&ndash;Johanngeorgenstadt
-mit Station Platten.</p></div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Die Kgl. Bergstadt <em class="gesperrt">Platten</em> (868 <em class="antiqua">m</em>, 2770 E.) hat den Niedergang des Bergbaues
-ebenso schwer empfunden, als ehemals die teilweise Auswanderung seiner Bewohner
-nach Sachsen, welche zur Gründung der Stadt Johanngeorgenstadt Veranlassung gab.
-Die Erbauung der Eisenbahn von Karlsbad nach Johanngeorgenstadt hat zunächst der
-Stadt vielfachen Verkehr durch Touristen gebracht, was hoffentlich auch zur Besserung
-der industriellen und wirtschaftlichen Verhältnisse beitragen wird.</p>
-
-<p>Einen bequemen und lohnenden Spaziergang von der Stadt bildet der Besuch des
-<em class="gesperrt">großen Plattenberges</em>, welcher eine schmale tiefe, jedenfalls durch Einsturz von
-Bergwerksbauten gebildete Binge besitzt, die in ihrer Tiefe fast in allen Sommerzeiten
-noch Eis und Schnee erkennen läßt.</p>
-
-<p>Als <em class="gesperrt">Abstecher</em> von Platten aus ist zu empfehlen der Besuch der Stadt <em class="gesperrt">Bärringen</em>
-und von Eisenbahnstation Saifenhäusl aus die Besteigung des <em class="gesperrt">Peindl-Berges</em> mit
-hohem Aussichtsturm. Die Aussicht von hier ist höchst lohnend; über Neuhammer gelangt
-man nach Platten zurück.</p></div>
-
-<p>Der Kammweg führt von der Stadt Platten aus unter der
-Eisenbahn hinweg und entlang der Häuser weiter auf der Breitenbacher
-Bezirksstraße, welche sich an der Eisenbahnbrücke (Wegweiser)
-von der über Neuhammer nach Hirschenstand und Neudeck führenden
-Straße getrennt hat. An der Holzstopfen- und Holzwoll-Fabrik verlassen
-wir die Bezirksstraße und betreten den l. nach der bewaldeten
-Talwand sich wendenden Waldweg. Er führt am nördlichen Hange
-des 996 <em class="antiqua">m</em> hohen Rammelsberges durch den Waldteil: Am tiefen<span class="pagenum"><a id="Seite_27">[27]</a></span>
-Graben, nachdem wir den Zienerwiesbach überschritten haben. Auf
-diesem sogenannten <em class="gesperrt">Kuhbrückenweg</em> erreichen wir in etwa 1 Stunde
-die Reichs- und Landesgrenze dort, wo sie am Grenzstein <em class="antiqua">V</em> eine
-scharfe Spitze nach Süden bildet und die Grenze der Bezirke
-St. Joachimstal und Graslitz daran antrifft in einer Höhe von
-956 m. Wenn auch von hier Waldwege weiter nach Hirschenstand
-führen, so verlassen wir doch an dieser Stelle auf längere Zeit das
-Böhmerland und überschreiten die Grenze, um nun eine Wanderung
-auf <em class="gesperrt">sächsischem Gebiete</em> anzutreten.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Die nun folgende Tour über den Auersberg zum Kranichsee ist die einzige Hauptstrecke
-des Kammweges im Bereiche des sächsischen Erzgebirges, wo Gelegenheit ist, die
-vom Gesamtvorstande des sächsischen Erzgebirgsvereins angeregte und durchgeführte farbige
-<em class="gesperrt">einheitliche Wegmarkierung</em> kennen zu lernen. Es sei hier nur darauf hingewiesen,
-daß diese Markierung ausgeführt wurde in den vier Farben: rot, blau, gelb
-und weiß, und aus parallelen, aufrecht oder wagrecht gestellten Strichen oder aus mehrfarbigen,
-schräg gestellten Kreuzen gebildet wird. Am Anfange und Ende, sowie bei
-Hauptkreuzungsstellen sind Wegetafeln zur Orientierung über Entfernungen und Farbenmarken
-aufgestellt. Dargestellt ist das Netz dieser Markierung auf der offiziellen »Wanderkarte«
-des Erzgebirgsvereins &ndash; Graser'sche Buchhandlung (R. Liesche), Annaberg Komm.-Verlag
-= 40 Pfennig.</p>
-
-<p>Zur Zeit, da dieser Führer in Druck gelangt, ist die <em class="gesperrt">Markierung des
-Kammweges</em> auf dieser sächsischen Strecke <em class="gesperrt">bis</em> zum <em class="gesperrt">Kranichsee</em> nur vorgesehen,
-weil sie erst im Herbst 1906 beschlossen wurde und deshalb noch <em class="gesperrt">nicht ausgeführt</em>. Die
-Begehung dieser Strecke geschah vor der Markierung, in welcher jedoch voraussichtlich
-wenig von der nachstehenden Beschreibung wird abgewichen werden.</p></div>
-
-<p>Nach Ueberschreitung der Landesgrenze wendet man sich nach l.
-(nordwestlich) und folgt den Grenzsteinen (27) 114 (26) 113 und so
-fort auf einem Waldwege; man gelangt am Ausgange des Tales, in
-welchem der Pechhofer Bach nach Breitenbach und Johanngeorgenstadt
-hinabfließt, am Grenzstein 111 zu einer Weggabelung, bei welcher
-man sich immer l. (geradeaus) hält und in Weiterverfolgung des
-Grenzweges bald bei Grenzstein IV zu einer breiten Schneise gelangt,
-auf welche der <span class="mark">&nbsp;=&nbsp;rot/gelb&nbsp;</span> markierte Weg von Hirschenstand nach Oberjugel
-verläuft. Wir überkreuzen denselben, bleiben in der Nähe der
-Landesgrenze und treffen zwischen Stein 90 und 89 auf einen gleichfalls
-von Hirschenstand kommenden <span class="mark">&nbsp;||&nbsp;rot/gelb&nbsp;</span> markierten Weg, der
-uns nunmehr von dem Grenzzuge ab zu einigen einzelnen <span id="corr027">Häusern</span>
-(Waldwärter, Wirtschaft), <em class="gesperrt">Henneberg</em> (920 <em class="antiqua">m</em>) genannt, bringt.
-In nächster Nähe derselben hat der Erzgebirgs-Zweigverein Johanngeorgenstadt
-ein hölzernes <em class="gesperrt">Gerüst</em> errichten lassen, welches einen
-interessanten Ueberblick bietet über den <em class="gesperrt">kleinen Kranichsee</em>, ein
-Hochmoor mit eigenartiger Flora und Fauna. Folgen wir diesem
-Waldwege noch ein kurzes Stück, so gelangen wir an die Wegetafel
-Nr. 99, auf welcher zu finden ist die Bezeichnung <span class="mark">&nbsp;|||&nbsp;blau/weiß/blau&nbsp;</span>
-(lt. Karte weiß-blau-weiß) für einen nordwärts verlaufenden Waldweg,
-welcher zur Höhe des »schwarzen Bär«, 936 <em class="antiqua">m</em> ansteigt, dann aber
-sich senkt und geradlinig hinab führt zu der Hauptstraße (Chaussee)
-von Johanngeorgenstadt über Wildenthal nach Eibenstock. Wir treffen
-auf diese bei einigen Gebäuden (ehemals Pochwerk) eines Bergwerks
-(Wilder Mann) &ndash; Wegetafel Nr. 98.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_28">[28]</a></span></p>
-
-<p>Der Kammweg folgt dieser <span class="mark">&nbsp;=&nbsp;blau/rot&nbsp;</span> markierten Straße vom Kilometerstein
-29,3 bis Kilometerstein 28,2 durch das Dorf <em class="gesperrt">Steinbach</em>
-(840 <em class="antiqua">m</em>, 216 E.). In seiner Umgebung erblicken wir neben einigen
-Torfstichen zahlreiche Halden als Ueberreste des früher in der Umgebung
-von Eibenstock rege betriebenen Saifenbergbaues auf Zinn,
-welcher die Zersetzungsprodukte der zinnhaltigen Erzgänge des Granites
-erschloß.</p>
-
-<p>Von hier verläßt der Kammweg die Straße, um einem blau-rot
-markierten Waldweg zu folgen, der zwischen den Torfstichen r. abzweigt
-und bei einigen einzelstehenden Häusern &ndash; <em class="gesperrt">Sauschwemme</em> genannt
-&ndash; an der Wegetafel 107 vorbei zu dem <span class="mark">&nbsp;×&nbsp;blau/weiß&nbsp;</span> markierten Hauptflügel
-31 führt, einem Wirtschaftsstreifen, der von Norden nach Süden über
-den 1018 <em class="antiqua">m</em> hohen <em class="gesperrt">Auersberg</em> gelegt ist. In bequemem Anstieg
-und nach einer etwa 10 <em class="antiqua">km</em> langen Wanderung auf sächsischem Gebiete
-gelangen wir bei Wegetafel 112 zu dem alten Aussichtsturme
-auf den dritthöchsten Gipfel des Erzgebirges &ndash; Unterkunftshaus
-daneben in Errichtung. &ndash; Betr. Aussicht siehe Berlet's Erzg. R.&nbsp;VIII.</p>
-
-<p>Nicht zu verfehlen ist der Abstieg auf dem (überdies <span class="mark">&nbsp;×&nbsp;blau/rot&nbsp;</span> markierten)
-Zickzackweg nach <em class="gesperrt">Wildenthal</em> (720 <em class="antiqua">m</em>, 397 E.) eine sehr beliebte
-Sommerfrische, auch viel besucht von den Bewohnern des wohl eines
-Besuches werten Städtchens <em class="gesperrt">Eibenstock</em>. Nach etwaigem Aufenthalt
-in dem viel besuchten Gasthof zu Wildenthal setzt man die Kammwegwanderung
-fort und folgt (der Angabe auf der großen dort aufgestellten
-Orientierungstafel gemäß) zunächst der Johanngeorgenstädter
-Straße aufwärts bis dahin (unterhalb des stattlichen Forstgehöftes),
-wo wieder eine Wegetafel anzeigt, daß die r. abzweigende Straße
-nach Frühbuß und Sauersack eingeschlagen werden muß. Sie bildet
-zugleich, als <span class="mark">&nbsp;||&nbsp;gelb/weiß&nbsp;</span> markiert, den die Straße abkürzenden, bei
-Kilometerstein 1,6 l. abzweigenden Weg nach Weiters Glashütte (und
-Weiters Wiese), sowie den Kommunikationsweg nach Carlsfeld, welcher
-(<span class="mark">&nbsp;=&nbsp;rot/gelb&nbsp;</span> markiert) bei Kilometerstein 2,9 von unserer Hauptstraße
-r. abbiegt. Bei Kilometerstein 3,8 erreicht die Straße <em class="gesperrt">Weiters
-Glashütte</em> (eine alte Glashütte) mit Zollhaus, doch verlassen wir
-dieselbe bei Kilometerstein 4,0, um dem gelb weiß markierten Wege
-nach <em class="gesperrt">Weiters Wiese</em> zu folgen; dies sind einige Waldwärterwohnungen
-an der <span class="mark">&nbsp;||&nbsp;blau/weiß&nbsp;</span> markierten Waldstraße, welche von
-Carlsfeld kommt.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Carlsfeld</em> (1781 E.) mit interessanter kleiner Rundkirche, Glashütte etc. ist
-Endstation der von Wilkau über Wilzschhaus kommenden Flügelbahn.</p></div>
-
-<p>Wir treffen die Waldstraße bei Wegetafel 109 <em class="antiqua">a</em> und folgen ihr
-etwa 10 Min., wo wir bei Wegtafel 109 <em class="antiqua">b</em> einen l. abgehenden Fußweg
-erreichen, der direkt hinein führt in den <em class="gesperrt">Großen Kranichsee</em>,
-das größte Hochmoor des Erzgebirges. Für die Besichtigung empfiehlt
-sich Vorsicht; bei trockener Jahreszeit kann man bis zu den Landesgrenzsteinen,
-die sich mitten durch den See ziehen, gelangen.</p>
-
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter">
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_29">[29]</a></span></p>
-
-<h2 id="kap8">8. Abschnitt.<br />
-Gr. Kranichsee&ndash;Zwota (29 <em class="antiqua">km</em>).</h2>
-</div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: <em class="antiqua">a</em>) von <em class="gesperrt">Sachsen</em>: Bahnlinie Wilzschhaus&ndash;Carlsfeld; Endstation
-nach dem Kranichsee 3 <em class="antiqua">km</em>. <em class="antiqua">b</em>) von <em class="gesperrt">Böhmen</em>: Bahnlinie Karlsbad&ndash;Johanngeorgenstadt.
-Von Station Hochofen über Frühbuß oder von Neuhammer über Hirschenstand 13 <em class="antiqua">km</em>.</p></div>
-
-<p>Der von der böhmisch-sächsischen Landes- bezw. Reichsgrenze
-durchschnittene <em class="gesperrt">Große Kranichsee</em> ist das größte Hochmoor im Gebiete
-des Erzgebirges, in einer Höhe von 920 <em class="antiqua">m</em> gelegen und zwei
-Stunden Gehweges im Umfang; er enthält ein ansehnliches Wasserquantum,
-welches die Zuflüsse der Zwickauer Mulde und der Zwodau
-(Zwota) speist. Sumpfkiefern, Moosbeersträucher und Riedgräser
-ragen über das dichte Moosbett heraus, dazwischen einzelne offene
-Wassertümpel. Vorsicht beim Durchwandern ist geboten. &ndash; Berlet,
-Erzg. R.&nbsp;XVIII.</p>
-
-<p>Der Kammwegwanderer verläßt auf dem Fußweg das Moorgebiet
-und betritt bei der Wegetafel 109 <em class="antiqua">b</em> die als Kommunikationsweg von
-Weiters Glashütte nach Obersachsenberg ausgebaute Waldstraße, welche
-auch als <em class="gesperrt">Schwerdterstraße</em> bezeichnet wird. Sie tritt sofort am
-Ende der Waldabteilung 76 des Glashütter Reviers in das Gebiet
-des ehemaligen Vogtländischen Kreises ein. Der Grenzflügel läßt l.
-eine scharfe Ecke der Landesgrenze mit Grenzstein I <em class="antiqua">K. B.</em>/<em class="antiqua">K. S.</em> erkennen,
-die Straße selbst trägt neben der Kammwegmarke die Zeichen
-<span class="mark">&nbsp;=&nbsp;weiß/gelb&nbsp;</span> und <span class="mark">&nbsp;||&nbsp;blau/weiß&nbsp;</span>. Die erstere Marke gilt dem Kommunikationsweg
-nach Sachsengrund, welcher nach etwa 1 <em class="antiqua">km</em> bei Wegetafel 110 <em class="antiqua">a</em>
-am Brücken- oder schwarzen Teich r. abzweigt in das Tal der großen
-Pyra sich hinabziehend. Wir folgen der Schwerdter Straße (blau weiß)
-weiter und gelangen bald an die Landesgrenze, der wir nun auf eine
-lange Strecke folgen.</p>
-
-<p>Hierbei ersteigen wir eine Höhe von 945 <em class="antiqua">m</em>, zwischen dem 956 <em class="antiqua">m</em>
-hohen <em class="gesperrt">großen Rammelsberg</em> und dem großen Hirschberg; von
-hier senkt sich unser Weg wieder abwärts bis zu einer manneshohen
-Grenzsäule, die »weiße Frau« genannt, nahe einer scharfen Ecke des
-Grenzzuges bei Grenzstein 628.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Wir folgen zunächst der jetzt südwestlich verlaufenden Grenze bis zu Stein 620 und
-ersteigen auf einem l. abzweigenden Waldwege (in Böhmen) den 935 <em class="antiqua">m</em> hohen <em class="gesperrt">Aschberg</em>,
-der eine Ausschau über zahlreiche Ortschaften hinweg weit nach Böhmen und Sachsen hinein
-ermöglicht &ndash; siehe Metzner, das obere Vogtland, 29. Partie. &ndash; Der Aschberg bildet
-den Markstein des nördlichen Gehänges vom Zwotatal, das zwischen Klingenthal und
-Graslitz von der Landesgrenze durchschnitten wird. Auf der südlichen Seite liegt als
-entsprechende Höhe, allerdings niedriger, dicht am Grenzzuge die Höhe der Dreirainsteine
-(siehe nächsten Abschnitt).</p></div>
-
-<p>Nach Rückkehr vom Aschberg verfolgen wir von Wegetafel 111 <em class="antiqua">a</em>
-ab den von Obersachsenberg kommenden und nach Morgenröthe führenden
-Kommunikationsweg (Waldstraße <span class="mark">&nbsp;=&nbsp;blau/weiß&nbsp;</span> markiert). Auf derselben
-erreichen wir nach etwa 800 <em class="antiqua">m</em> den obersten Lauf des ostwärts zum
-Herolds-Teich hinabfließenden Heroldsbaches und verlassen hier die
-Straße, um auf dem l. abzweigenden <span class="mark">&nbsp;×&nbsp;blau/rot&nbsp;</span> und <span class="mark">&nbsp;|||&nbsp;weiß/blau/weiß&nbsp;</span><span class="pagenum"><a id="Seite_30">[30]</a></span>
-markierten Waldwege zunächst die 894 <em class="antiqua">m</em> hohe Wasserscheide der über
-Morgenröthe nach Rautenkranz zur Zwickauer Mulde fließenden großen
-Pyra und der über Tannenbergstal nach Jägersgrün ebendahin fließenden
-kleinen Pyra zu ersteigen. Der Weg führt weiter vorbei auf einer
-Waldlichtung, in deren Wiesenfläche eingestreut die wenigen Häuser
-des Dorfes <em class="gesperrt">Mühlleithen</em> (169 E.) liegen. Bald erreichen wir an
-der Wegetafel 137 <em class="antiqua">a</em> die von Auerbach über Bahnhof Jägersgrün nach
-Klingenthal führende Landstraße an ihrem höchsten Punkte (»Abspann«
-oder »Köppe« genannt) und verfolgen sie etwa 800 <em class="antiqua">m</em> weit abwärts
-bis zur Gastwirtschaft »Buschhaus« (11 <em class="antiqua">km</em>) bei dem Stein 15,9, wo
-wir in bescheidener Weise uns zum Weitermarsch stärken können. Der
-Kammweg führt von der erwähnten »Köppe« der Straße ab zur Höhe
-des <em class="gesperrt">Kiel</em> (941 <em class="antiqua">m</em>), doch halten wir uns r. vom Gipfel, folgen der
-Marke <span class="mark">&nbsp;×&nbsp;blau/rot&nbsp;</span> und kommen hierbei an die 5 Häuser des Dorfes <em class="gesperrt">Winselburg</em>
-(35 E.), in deren Nähe zahlreiche Halden ehemaligen Bergbau
-(auf Zinn) andeuten. Auch der vom Gebirgsverein Klingenthal mit
-10 bezeichnete Weg vereinigt sich mit dem unserigen und gelangen wir
-den Wegmarken <span class="mark">&nbsp;×&nbsp;blau/rot&nbsp;</span> bezw. 11 und 3 folgend bald zum (14 <em class="antiqua">km</em>)
-<em class="gesperrt">Schneckenstein</em>. Die 890 <em class="antiqua">m</em> hohe Felsenkuppe ist nicht nur bekannt
-als ein Aussichtspunkt über ein weites Waldgebiet, sondern weit berühmt
-infolge ihrer geologischen Beschaffenheit. Die ziemlich haushohen
-Felsen bestehen aus weichem turmalin- und glimmerreichen
-Schiefer, in welchem sich weingelbe <em class="gesperrt">Topase</em> eingebettet finden, welche
-früher bergmännisch ausgebeutet wurden; siehe Metzner: das obere
-Vogtland, 16.&nbsp;Partie.</p>
-
-<p>Vom Schneckenstein folgt zunächst der Kammweg noch der Marke
-3 des Gebirgsvereins Klingenthal im Hochwald und am <em class="gesperrt">Affenstein</em>
-vorbei, bis er in einer Höhe von 723 <em class="antiqua">m</em> eine Hauptwegekreuzung erreicht,
-von der wir bald aus dem Wald heraus auf die vom obersten
-Muldenlaufe durchflossene Talmulde gelangen, in welchem der Ort
-<em class="gesperrt">Muldenberg</em> (680 <em class="antiqua">m</em>, 361 E.) gelegen ist. Auch zwei kleine Gräben
-überschreiten wir auf Holzbrückchen; sie dienten früher der Holzflöße.</p>
-
-<p>Nahe derselben liegen die <em class="gesperrt">Muldenhäuser</em> beiderseits der von
-Aue herauf nach Schöneck führenden Eisenbahn, welche wir (19 <em class="antiqua">km</em>)
-überschreiten, um die Kammwegwanderung wieder in Hochwald (allerdings
-keine schönen Bestände) fortzusetzen bis zur Eisenbahnstation
-Schöneck (770 <em class="antiqua">m</em> hoch), von welcher wir durch Kammwegzeichen hinab
-geleitet werden nach der Stadt <em class="gesperrt">Schöneck</em> (24 <em class="antiqua">km</em> vom Kranichsee).</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Die Stadt <em class="gesperrt">Schöneck</em> (4512 E.) ist wahrscheinlich eine alte Sorbengründung und
-bietet jetzt eine recht gute Unterkunft. Inmitten der Stadt erhebt sich der 735 <em class="antiqua">m</em> hohe
-Friedrichstein, auch Friedrich August-Stein genannt, welcher eine vortreffliche Rundsicht über
-den südlichen Teil des sächsischen Vogtlandes, nach Böhmen und Bayern gewährt, weit
-umfassender, als der Aschberg oder <span id="corr030">Schneckenstein</span> zu bieten vermögen. Die Stadt wird
-als Sommerfrische viel aufgesucht und stehen dafür hübsche Wohnungen zur Verfügung.
-(Siehe: Metzner, das obere Vogtland, 22. Partie.)</p></div>
-
-<p>Der Kammweg, dessen Marke uns vom Bahnhof zur Stadt herein
-geführt hat, ist als Rückweg durch den hübsch angelegten Stadtpark
-gelegt worden, bringt uns schließlich wieder auf die Klingenthaler
-Straße bei dem Ferienheim der Stadt Plauen (Kilometerstein 7,0).<span class="pagenum"><a id="Seite_31">[31]</a></span>
-Wir folgen dieser Straße nach dem Tannenhaus zu, verlassen sie
-aber (bei Kilometerstein 7,8) an der Villa Waldhaus, um auf der
-r. abzweigenden Straße, der <em class="gesperrt">Kärnerstraße</em> (ein früher und seit dem
-16. Jahrhundert benutzter Salzabfuhrweg), wieder eine Zeit lang abwärts
-zu wandern. Wir überschreiten hierbei wiederum die von
-Schöneck nach Zwota gehende Eisenbahn und bleiben in der Nähe
-derselben, bis wir an einigen Wohnhäusern unweit unseres Weges
-l. den Bahnhof <em class="gesperrt">Zwota</em> erblicken, von welchem aus die Eisenbahn
-sich verzweigt in eine über Klingenthal nach Böhmen führende Linie
-und die Hauptlinie über Markneukirchen nach Adorf.</p>
-
-<hr class="chap" />
-<div class="chapter">
-<h2 id="kap9">9. Abschnitt.<br />
-Zwota&ndash;Brambach (26 <em class="antiqua">km</em>).</h2>
-</div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>. Aus <em class="gesperrt">Sachsen</em> und <em class="gesperrt">Böhmen</em>: Eisenbahnstation Zwota an der
-Linie Aue&ndash;Adorf bezw. Graslitz (Klingenthal)&ndash;Zwota.</p></div>
-
-<p>Der <em class="gesperrt">Bahnhof Zwota</em> liegt ziemlich einsam am Anfange <span id="corr031a">des</span>
-Zwota- (Zwoda i. B.) Tales, das sich über das Dorf Zwota hinunter
-nach Klingenthal und Graslitz erstreckt. Einige Wohnhäuser
-für Eisenbahnbedienstete, Waldarbeiter und Private sind neben den
-Dienstgebäuden selbst errichtet worden. Der Bahnhof Zwota hat nur
-deshalb Bedeutung, weil hier die von (Graslitz) Klingenthal und von
-Adorf in starken Steigungen heraufkommenden Bahnlinien sich vereinigen
-zu der Weiterfahrt über Schöneck und Muldenberg (s. Abschn. 8).</p>
-
-<p>Wir verlassen den wenig ansprechenden Bahnhof in der Richtung
-nach Adorf zu, überschreiten die dahin führende Bahnstrecke etwa
-500 <em class="antiqua">m</em> vom Stationsgebäude entfernt und folgen dem über die Bahn
-führenden Wege zu der <em class="gesperrt">Kärnerstraße</em>, welcher vom Tannenhaus ab
-dem Kammweg gefolgt war.</p>
-
-<p>Dem ehemaligen »Salzkärnerweg« folgen wir auf unserer Kammwegwanderung
-auch noch weiter, überschreiten die von Zwota nach
-Adorf führende Eisenbahn auf einer hohen Brücke und treten nun
-wieder in höheren Waldbestand ein. Hier kreuzen wir bald den von
-Oberzwota nach Gunzen führenden Straßenzug und gehen ziemlich
-gleich bleibend in einer Höhe von 700 <em class="antiqua">m</em> weiter bis zur Einmündung
-in die von <span id="corr031b">Markneukirchen</span> nach Klingenthal führende Landstraße. Hier
-müssen wir die nach Gopplasgrün und Erlbach weitergehende Kärnerstraße
-verlassen und einem mit Nr. 4 bezeichneten Wege folgen, der
-uns in schöne Waldbestände am 804 <em class="antiqua">m</em> hohen Brand vorbei führt.
-Gehen wir weiter über Pauli-Berg und haben einen kleinen Waldbach
-überschritten, so treten wir in den großen Döhler Wald ein,
-dessen höchste Erhebung (807 <em class="antiqua">m</em>) die <em class="gesperrt">Dreirainsteine</em> bilden, deren
-wir in Verbindung mit dem Aschberg in der Beschreibung des vorigen
-Abschnittes bereits gedachten. Sie liegen nahe dem Hauptwege, der
-auf sächsischer Seite entlang des Landesgrenzzuges von Erlbach nach
-Klingenthal führt. Der Kammweg quert diesen Weg und übersetzt
-auch die Reichsgrenze selbst, da er auf eine kurze Strecke hier wieder
-auf böhmisches Gebiet übertritt. Es ist dies geboten, um den Auslauf
-des Tales, in welchem der Schwarzbach über Erlbach und<span class="pagenum"><a id="Seite_32">[32]</a></span>
-Markneukirchen nach Adorf zur Elster läuft, zu umgehen und den
-Höhenkamm wieder zu gewinnen, der sich hier in dem 818 <em class="antiqua">m</em> hohen
-<em class="gesperrt">Ursprung-Berg</em> und dem Felsenlabyrinth des 777 <em class="antiqua">m</em> (13 <em class="antiqua">km</em>)
-<em class="gesperrt">Hohen Steines</em> ausgesprochen kennzeichnet. Zwischen diesen beiden
-<span id="corr032">Erhebungen</span> liegen in einer Höhe von 680 bis 750 <em class="antiqua">m</em> zerstreut die
-kleinen böhmischen Ortschaften <em class="gesperrt">Ursprung</em>, <em class="gesperrt">Kirchberg</em> und <em class="gesperrt">Stein</em>,
-durch welche wir gehen müssen, um zu dem von fern einer Ruine
-gleichenden Felsstock zu gelangen. Der <em class="gesperrt">Hohe Stein</em> bietet eine ausgezeichnete
-Rundsicht und wird viel besucht besonders von Markneukirchen
-und Klingenthal aus &ndash; siehe: Metzner, das obere Vogtland
-26. Partie.</p>
-
-<p>Nach längerem Verweilen auf diesem Aussichtspunkt nehmen wir
-den Abstieg wieder zu dem Wege, der uns vom Dorfe Stein aus hierher
-gebracht hatte und folgen demselben abwärts, bis wir uns nach
-kurzer Wanderung scharf r. (einer Ziegelei zu) wenden müssen, um in
-einer Höhe von 650 <em class="antiqua">m</em> wiederum die Grenze zu überschreiten und
-entlang derselben auf sächsischer Seite ihr zu folgen bis zur Bezirksstraße
-von Markneukirchen nach Schönbach. Entlang dieser Straße
-zieht sich in weitem Tale das Dorf <em class="gesperrt">Wernitzgrün</em> (605 E.) mit
-stattlichen Gebäuden abwärts. Wir kreuzen oberhalb des Zollamtes
-diese Straße und folgen der Landesgrenze von Stein 285 weiter auf
-dem Grenzweg bis zum Stein 277; von hier folgen wir dem Wirtschaftsweg,
-der uns zu der weit sichtbaren Triangulierungsmarke auf
-der <em class="gesperrt">Landwüster Höhe</em> (664 <em class="antiqua">m</em>) geleitet. Diese Höhe und die unweit
-davon stehende Kirche des Ortes <em class="gesperrt">Landwüst</em> (557 E.) bilden ein weit
-erkennbares Merkmal für das südliche sächsische Vogtland. Die Aussicht
-nach Sachsen und Böhmen ist belebt durch eine große Zahl von
-Ortschaften, deren hohe Lage sie auch über die vielen Bergkuppen hinweg
-sichtbar werden läßt.</p>
-
-<p>Bei der Umschau von dieser Höhe erblicken wir südwestlich eine Kuppe,
-zuweilen auch einen Eisenbahnzug oder den Rauch von Lokomotiven.
-Es ist dies die Gegend des 638 <em class="antiqua">m</em> hoch sich erhebenden Hengst-Berges,
-zu welchem die von Plauen nach Eger führende Eisenbahnlinie
-ansteigen muß, um die Wasserscheide der weißen Elster und der
-Eger zu überwinden. Der Kammweg führt uns auf dem Brambacher
-Sträßchen nach dieser Richtung hin und zwar fast anhaltend abwärts.</p>
-
-<p>Ueber Rohrbach (600 <em class="antiqua">m</em>, 205 E.) führt die Straße, meist weite
-Ausblicke bietend, an den Spuren des »Alten Schlosses« und der
-»Schwedenschanze«, sowie beim <em class="gesperrt">Geiersberg</em> (638 <em class="antiqua">m</em>) vorbei, in etwa
-2 Stunden nach dem Marktflecken <em class="gesperrt">Brambach</em>, der an der alten Heerstraße
-von Plauen nach Eger gelegen ist, welche wir bei Stein
-<em class="antiqua">km</em> 25,9 an der Kirche erreichen.</p>
-
-<hr class="chap" />
-<div class="chapter">
-<h2 id="kap10">10. Abschnitt.<br />
-Brambach&ndash;Elsterquelle&ndash;Asch (19 <em class="antiqua">km</em>).</h2>
-</div>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: Aus <em class="gesperrt">Sachsen</em> und <em class="gesperrt">Böhmen</em>: Eisenbahnlinie Eger&ndash;Adorf
-mit Station Brambach.</p></div>
-
-<p>Nach ausgiebiger Rast in dem als Sammelpunkt von den Brambacher
-Sommergästen gern benutzten Hotel Wilfert in Brambach<span class="pagenum"><a id="Seite_33">[33]</a></span>
-(550 <em class="antiqua">m</em>, 1831 E.) hat man die Kammwanderung wieder mit einem
-längeren Anstiege fortzusetzen und folgt dabei zunächst der nach Eger
-führenden Chaussee. Eine bald l. abzweigende Straße führt zum
-Bahnhof <em class="gesperrt">Brambach</em> (Station der Haupteisenbahnlinie von Plauen
-i. V. nach Eger i. B.), den wir auch als Ausgangspunkt der Kammwegwanderung
-betrachten können und von dem wir in wenig Minuten
-nach der vorerwähnten, nur etwa 209 <em class="antiqua">m</em> entfernten Chaussee gelangen,
-auf welcher wir die hohe Ueberführung der Eisenbahn durchschreiten.</p>
-
-<p>Bald (bei <em class="antiqua">km</em> 26,8) gelangt man an die rot-weiß markierte Abzweigung
-eines Fußweges, der über Hohndorf (als Tour 4) zur viel
-besuchten und bekannten böhmischen Wirtschaft »Frosch« und von da
-weiter zur Elsterquelle führt.</p>
-
-<p>Fast 80 <em class="antiqua">m</em> müssen wir vom Bahnhof Brambach aus ansteigen
-bis kurz vor Kilometerstein 29,6, wo die sogenannte alte Straße, an
-welcher die Telegraphenleitung hinführt, r. abzweigt. Ihr folgen wir
-(von Stange Nr. 66 ab) bis zu der bei Stange 78 aufgestellten Bank,
-welche erstmalig wieder einen Ausblick nach Süden, über das in der
-südlichsten Spitze Sachsens gelegene Dorf Schönberg hinweg nach der
-Franzensbader Ebene und auf das Kaisergebirge, ermöglicht. Hier
-geht der Kammweg hinauf zum Kapellenberg.</p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Es lohnt, der alten Straße noch etwa 10 Min. zu folgen und man gelangt dann
-an einen erfrischenden Quell, von welchem die Sage berichtet, daß er ehemals neben
-einer Kapelle St. Katharina (einige nahe der Quelle sichtbaren Mauerreste sollen von
-einer Kirche stammen) gelegen war. Man befolgt gern die Einladung, unter dem Schatten
-der Bäume zu rasten, welche die Anschrift besagt:</p>
-
-<div class="poem"><div class="stanza">
-<span class="i0">»Gestatte dir, Wandrer, der Quelle Erquickung,<br /></span>
-<span class="i0">Genieße der Ruhe, sie ladet dich ein,<br /></span>
-<span class="i0">Empfinde den Frieden der Stätte mit Rührung<br /></span>
-<span class="i0">Und laß deinem Schutz befohlen sie sein.«<br /></span>
-</div></div>
-
-<p>Von der Quelle kann man in kurzer Zeit auch nach Dorf Schönberg mit gutem
-Restaurant gelangen. Nur wenige Schritte rückwärts führen uns zur Stange Nr. 94,
-bei welcher ein Fußsteig (zum Teil mit Stufen) zum Kapellenberg hinauf führt.</p></div>
-
-<p>Der <em class="gesperrt">Kapellenberg</em>, die höchste Erhebung (759 <em class="antiqua">m</em>) in der Südspitze
-Sachsens, bildet eine wichtige Station der europäischen Gradmessung
-und besitzt um den Vermessungspfeiler herum ein besteigbares,
-hölzernes Gerüst, das eine umfassende Aussicht bietet. &ndash; Berge:
-Glatze, Dillenberg, Kösseine, Waldstein, Hainberg, Geiersberg, Hoher
-Stein und Karlsbader Berge.</p>
-
-<p>Auf einer breiten Schneise durch Hochwald wieder abwärts über
-die »Geiershäuser« nach dem kleinen Ort <em class="gesperrt">Bärendorf</em> (118 E.). In
-der Wirtschaft von Nürnberger hält man Rast vor dem gänzlichen
-Verlassen des sächsischen Landes zur Stärkung für die nun beginnende
-längere Waldwanderung. Von genannter Wirtschaft führt uns ein
-befahrener Weg etwa 300 <em class="antiqua">m</em> weiter, dann zeigt ein Wegweiser, daß
-wir r. nach dem Wald zu abbiegen müssen und an einem Grenzstein
-(des Rittergutswaldes Schönberg) leuchtet uns das bekannte Wegzeichen
-entgegen. Der Waldweg gelangt bald an die Reichs- bezw.
-Landesgrenze bei Stein Nr. 636 und wir folgen der Grenze bis zum
-Stein Nr. 633. Hier treffen wir auf den vom Gebirgsverein Brambach
-als Tour 9 bezeichneten Weg, in welchen der von Steingrün
-heraufkommende Fahrweg mündet. Der als Tour 9 bezeichnete Weg
-hat auch die Kammwegmarke erhalten und führt uns in 5 Min. zur
-<em class="gesperrt">Elsterquelle</em>, dem obersten und wesentlichsten Ursprung des Elsterflusses.</p>
-
-<p><span class="pagenum"><a id="Seite_34">[34]</a></span></p>
-
-<div class="blockquot">
-
-<p>Durch den Verband der Vogtländischen Gebirgsvereine ist diese Quelle, obschon auf
-böhmischem Gebiete (Waldparzelle des Edlen von Helmfeld auf Altenteich) gelegen, im
-Jahre 1898 mit einer geschmackvollen Steineinfassung versehen worden und behauptet mit
-Recht ihre höhere Bedeutung gegenüber dem etwa 1 <em class="antiqua">km</em> entfernt und nicht wenig tiefer
-liegendem Elsterbrunnen, welcher einen weniger wasserreichen Zuflußarm speist.</p></div>
-
-<p>Von der Quellfassung gehe man recht aufmerksam dem Kammwegzeichen
-nach, welches von hier bis nach Asch die dortige Sektion des
-deutschen und österreichischen Alpenvereins angebracht hat. Zunächst etwa
-300 <em class="antiqua">m</em> zurück nach dem Hauptweg, welcher von Bärendorf kommend, auch
-als Tour 6 bezeichnet, nach Oberreuth führt. Nach etwa ¼ Stunde
-trennt sich von ihm das Kammwegzeichen, das einem l. abzweigenden,
-ziemlich ebenen Waldwege folgt. Immer der bekannten blauen Marke
-folgend gelangt man bei weiteren zwei Wegabzweigungen (nach Steingrün
-und Vorder-Himmelreich) vorbei auf eine Wiese oberhalb Schwarzweber-Hinter-Himmelreich.
-Hier wende man sich l. nach dem einzeln stehenden
-Hause (Restauration Elsterquelle) und genieße die unweit desselben sich
-bietende Aussicht auf das Fichtelgebirge, Hainberg bei Asch, den Steingrüner
-und Elsterwald. Die Kammwegmarke unterstützt mehrfach eine
-weiß-grün-weiße Marke, welche in etwa 1 Stunde an einem einzelnen
-Haus vorbei führt und als Fußsteig am Steinberg (mit Sandgrube)
-in einen breiteren Waldweg einmündet, welcher bei der Volksschule zu
-<em class="gesperrt">Nassengrub</em> den viel benutzten Kommunikationsweg von Steingrün
-über Vorder-Himmelreich erreicht. Beim Restaurant Krauß vorbei gelangt
-man von hier in etwa 30 Min. zum Bahnhof Asch, indem man dahin
-nach der von Eger kommenden Kaiserstraße hinabsteigt.</p>
-
-<p>Bleibt man von Nassengrub aus auf der Dorfstraße, so wiederholt
-sich noch einige Male das vierzackige Zeichen, da der Kammweg in die
-Stadt <em class="gesperrt">Asch</em> hineinführt, hier aber nicht endet, denn der Wanderer aus
-dem Erzgebirge wird nicht unterlassen, noch die kurze Strecke zum <em class="gesperrt">Hainberg</em>
-aufzusteigen mit dem Unterkunfts-Restaurationshaus der Alpenvereinssektion
-und dem wuchtigen <em class="gesperrt">Bismarckturm</em>, der von manchen
-Punkten des Kammweges bereits die Aufmerksamkeit auf sich zog und
-einen prächtigen Abschluß der Wanderung entlang der sächsisch-böhmischen
-Landesgrenze von der Elbe her bildet.</p>
-
-<hr class="tb" />
-
-<p><b>Nachtrag.</b> Die Hinweise im 1. und 2. Abschnitte auf den <em class="gesperrt">Berlet'schen
-Wegweiser durch das sächsisch-böhmische Erzgebirge</em>
-beziehen sich auf die Auflagen vor der 11. Auflage, in letzterer sind
-die Routen I und II vertauscht. Es muß deshalb, wenn die 11. Auflage
-des »Berlet« benutzt wird</p>
-
-<table summary="Korrekturen">
-<tr>
-<td>auf</td><td>Seite</td><td class="tdc">8</td>
-<td>statt</td><td>R. II. a</td><td>heißen</td><td><b>R. I. a</b>,</td>
-</tr>
-<tr>
-<td class="tdc">"</td><td class="tdc">"</td><td class="tdc">9</td>
-<td class="tdc">"</td><td>R. II. b</td><td class="tdc">"</td><td><b>R. I. b</b>,</td>
-</tr>
-<tr>
-<td class="tdc">"</td><td class="tdc">"</td><td class="tdc">10 und 11</td>
-<td class="tdc">"</td><td>R. II. c</td><td class="tdc">"</td><td><b>R. I. c</b>,</td>
-</tr>
-<tr>
-<td class="tdc">"</td><td class="tdc">"</td><td class="tdc">12</td>
-<td class="tdc">"</td><td>R. III.</td><td class="tdc">"</td><td><b>R. I. d</b>,</td>
-</tr>
-<tr>
-<td class="tdc">"</td><td class="tdc">"</td><td class="tdc">12</td>
-<td class="tdc">"</td><td>R. II. c</td><td class="tdc">"</td><td><b>R. I. c</b>,</td>
-</tr>
-<tr>
-<td class="tdc">"</td><td class="tdc">"</td><td class="tdc">12</td>
-<td class="tdc">"</td><td>R. II. d</td><td class="tdc">"</td><td><b>R. I. d</b>.</td>
-</tr>
-</table>
-
-<hr class="chap" />
-
-<div class="footnotes chapter">
-<h2 id="FOOTNOTES">Fußnoten:</h2>
-
-<div class="footnote">
-
-<p><a id="Fussnote_1_1"></a><a href="#FNAnker_1_1"><span class="label">[1]</span></a> Empfehlenswert: Berlet, Wegweiser durch das sächs.-böhm. Erzgebirge. 11. Auflage
-1907. Verlag der Graser'schen Buchhandlung in Annaberg.</p></div>
-
-<div class="footnote">
-
-<p><a id="Fussnote_2_2"></a><a href="#FNAnker_2_2"><span class="label">[2]</span></a> Die Entfernungen sind in jedem Abschnitt vom Ausgangspunkte an gerechnet.</p></div>
-
-<div class="footnote">
-
-<p><a id="Fussnote_3_3"></a><a href="#FNAnker_3_3"><span class="label">[3]</span></a> Sollte die Abzweigung der hier dem Wintersturm sehr ausgesetzten Kammwegmarken
-nicht gefunden werden oder die Markierung zerstört worden sein, so setze man
-ruhig den Fahrweg über die einzelnen Gehöfte, die zum Dörfchen Oberwald gehören,
-fort. bis man jenseits dieses Ortes die Kammwegmarken (gegen Nollendorf) wieder antrifft,
-dabei immer rechts halten!</p></div>
-</div>
-
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter"></div>
-
-<div class="figcenter">
-<img src="images/adv1.jpg" alt="Grünes Haus, Gottesgab" />
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<img src="images/adv2.jpg" alt="Hoher Schneeberg" />
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<img src="images/adv3.jpg" alt="Hotel de Saxe, Johanngeorgenstadt" />
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<img src="images/adv4.jpg" alt="Keilberg" />
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<img src="images/adv5.jpg" alt="Linde, Zinnwald" />
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<img src="images/adv6.jpg" alt="Sonne, Fleyh" />
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<img src="images/adv7.jpg" alt="Post, Teplitz-Schönau" />
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<img src="images/adv8.jpg" alt="Grüner Baum, Gebirgsneudorf" />
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<img src="images/adv9.jpg" alt="Mühle, Fleyh" />
-</div>
-
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter">
-<h2 id="map">Karte des Erzgebirgs-Kammweges.</h2>
-</div>
-
-<div class="figcenter">
-<a href="images/map1-l.jpg"><img src="images/map1-s.jpg"
- title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 1" /></a>
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<a href="images/map2-l.jpg"><img src="images/map2-s.jpg"
- title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 2" /></a>
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<a href="images/map3-l.jpg"><img src="images/map3-s.jpg"
- title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 3" /></a>
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<a href="images/map4-l.jpg"><img src="images/map4-s.jpg"
- title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 4" /></a>
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<a href="images/map5-l.jpg"><img src="images/map5-s.jpg"
- title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 5" /></a>
-</div>
-
-<hr class="tb" />
-
-<div class="figcenter">
-<a href="images/map6-l.jpg"><img src="images/map6-s.jpg"
- title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 6" /></a>
-</div>
-
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter">
-<h2 id="Namenregister">Namenregister.</h2>
-</div>
-
-<ul class="index">
-<li class="ifrst">Abertham <a href="#Seite_25">25</a>, <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="indx">Adelsberg <a href="#Seite_17">17</a></li>
-
-<li class="indx">Adolfsgrün <a href="#Seite_10">10</a></li>
-
-<li class="indx">Affenstein <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="indx">Altenberg <a href="#Seite_10">10</a></li>
-
-<li class="indx">Altes Schloß <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx">Asch <a href="#Seite_32">32</a>, <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="indx">Aschberg <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_29">29</a>, <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="indx">Assigbach <a href="#Seite_20">20</a></li>
-
-<li class="indx">Auersberg <a href="#Seite_28">28</a></li>
-
-<li class="indx">Auf der Schöne <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="indx">Augustusburg <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Aussig <a href="#Seite_9">9</a></li>
-
-<li class="ifrst">Bad Einsiedl <a href="#Seite_16" id="corr-bad">16</a></li>
-
-<li class="indx">Schwarzer Bär <a href="#Seite_27">27</a></li>
-
-<li class="indx">Bärendorf <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Bärenstein <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Bärringen <a href="#Seite_25">25</a>, <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="indx">Bernstein <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Biela <a href="#Seite_6">6</a></li>
-
-<li class="indx">Bismarckturm <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="indx">Blankenstein <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="indx">Böhmisch-Wiesental <a href="#Seite_24">24</a></li>
-
-<li class="indx">Bornhau <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Borschen <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Bösegründl <a href="#Seite_6">6</a></li>
-
-<li class="indx">Boxgrün <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Brambach <a href="#Seite_32">32</a>, <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Brand <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="indx">Breitenbach <a href="#Seite_27">27</a></li>
-
-<li class="indx">Breitenau <a href="#Seite_10">10</a></li>
-
-<li class="indx">Bruderwiese <a href="#Seite_16">16</a></li>
-
-<li class="indx">Bünauburg <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="indx">Buschhaus <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="ifrst">Carlsfeld <a href="#Seite_28">28</a></li>
-
-<li class="indx">Christophhammer <a href="#Seite_21">21</a></li>
-
-<li class="ifrst"><span id="corr-deu">Deutsch-Einsiedel</span> <a href="#Seite_15">15</a>, <a href="#Seite_16">16</a></li>
-
-<li class="indx">Deutsch-Neudorf <a href="#Seite_17">17</a></li>
-
-<li class="indx"><span id="corr-dil">Dillenberg</span> <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Döhler Wald <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="indx">Donnersberg <a href="#Seite_13">13</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Dörnsdorf <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx">Dreirainsteine <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="ifrst">Ebersdorf <a href="#Seite_11">11</a></li>
-
-<li class="indx">Eduardstein <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Eger <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Eibenstock <a href="#Seite_27">27</a>, <a href="#Seite_28">28</a></li>
-
-<li class="indx">Einsiedl <a href="#Seite_16">16</a></li>
-
-<li class="indx">Elsterquelle <a href="#Seite_33">33</a>, <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="indx">Elsterwald <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="indx">Erlbach <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="ifrst">Fichtelberg <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_25">25</a>, <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="indx">Fleyh <a href="#Seite_14">14</a>, <a href="#Seite_16">16</a></li>
-
-<li class="indx">Friedrichstein <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="indx">Frosch <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Frühbuß <a href="#Seite_28">28</a></li>
-
-<li class="ifrst">Gabrielenhütte <a href="#Seite_20">20</a></li>
-
-<li class="indx">Galgenberg <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx">Gebirgsneudorf <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_17">17</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Geiersberg <a href="#Seite_15">15</a>, <a href="#Seite_32">32</a>, <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Geising <a href="#Seite_10">10</a>, <a href="#Seite_12">12</a></li>
-
-<li class="indx">Geltsch <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="indx">Georgsberg <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Glatze <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Göhren <a href="#Seite_15">15</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Goppelsgrün <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="indx">Görgmühle <a href="#Seite_20">20</a></li>
-
-<li class="indx">Görkau <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Göttersdorf <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Gottesgab <a href="#Seite_25">25</a>, <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="indx">Graslitz <a href="#Seite_27">27</a></li>
-
-<li class="indx">Graupen <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Grünwald <a href="#Seite_15">15</a></li>
-
-<li class="indx">Gunzen <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="ifrst">Hainberg <a href="#Seite_33">33</a>, <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="indx">Haselstein <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Haßberg <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx"><span id="corr-has">Hassenstein</span> <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx">Haulmühle <a href="#Seite_20">20</a></li>
-
-<li class="indx">Hegeberg <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="indx">Heidelberg <a href="#Seite_16">16</a></li>
-
-<li class="indx">Heinrichsdorf <a href="#Seite_20">20</a></li>
-
-<li class="indx">Hengstberg <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx">Henneberg <a href="#Seite_27">27</a></li>
-
-<li class="indx">Heroldsteich <a href="#Seite_29">29</a></li>
-
-<li class="indx">Hinter-Himmelreich <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="indx">Hirschberg <a href="#Seite_29">29</a></li>
-
-<li class="indx">Hirschenstand <a href="#Seite_26">26</a>, <a href="#Seite_27">27</a></li>
-
-<li class="indx">Hirtstein <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx">Hofberg <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_24">24</a></li>
-
-<li class="indx">Hohentanne <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx">Hoher Berg <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx">Hoher Stein <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Hohendorf <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Hopfenberg <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="indx"><span id="corr-hor">Hornkappe</span> <a href="#Seite_10">10</a></li>
-
-<li class="indx">Hübladung <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Hutberg <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="ifrst">Jägersgrün <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="indx">St. Joachimstal <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_25">25</a></li>
-
-<li class="indx">Johanngeorgenstadt <a href="#Seite_27">27</a></li>
-
-<li class="indx">Johnsdorf <a href="#Seite_15">15</a></li>
-
-<li class="indx">Irrgang <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="indx">Jungferndorf <a href="#Seite_9">9</a></li>
-
-<li class="indx">Jungwald <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="ifrst">Kaaden <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Kahlenberg <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Kaibler <a href="#Seite_10">10</a></li>
-
-<li class="indx">Kalkofen <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Kallich <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Kappellenberg <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Karlsbader Berge <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Kärnerstraße <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="indx">Katharinaberg <a href="#Seite_17">17</a></li>
-
-<li class="indx">St. Katharina <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Keilberg <a href="#Seite_13">13</a>, <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_24">24</a></li>
-
-<li class="indx">Kiel <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="indx">Kirchberg <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx"><span id="corr-kle">Kleinhan</span> <a href="#Seite_17">17</a>, <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Klingenthal <a href="#Seite_29">29</a></li>
-
-<li class="indx">Komotau <a href="#Seite_20">20</a>, <a href="#Seite_21">21</a></li>
-
-<li class="indx">Königsmühle <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx"><span id="corr-koe">Kösseine</span> <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Kranichsee <a href="#Seite_26">26</a>, <a href="#Seite_27">27</a></li>
-
-<li class="indx">Kupferberg <a href="#Seite_22">22</a>, <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Kupferhübel <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="ifrst">Ladung <a href="#Seite_18">18</a>, <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Landwüst <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx">Langeberg <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="indx">Langewiese <a href="#Seite_16">16</a></li>
-
-<li class="indx">Lichtenwald <a href="#Seite_15">15</a></li>
-
-<li class="indx">Liebenau <a href="#Seite_10">10</a></li>
-
-<li class="indx">Lobosch <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Lugstein <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="ifrst">Moldau <a href="#Seite_13">13</a>, <a href="#Seite_14">14</a></li>
-
-<li class="indx">Morgenröte <a href="#Seite_29">29</a>, <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="indx">Moritzhütte <a href="#Seite_12">12</a></li>
-
-<li class="indx">Mückenberg <a href="#Seite_11">11</a>, <a href="#Seite_12">12</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Mückentürmchen <a href="#Seite_14">14</a>, <a href="#Seite_21">21</a></li>
-
-<li class="indx">Muldenberg <a href="#Seite_30">30</a>, <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="indx">Muldenquelle <a href="#Seite_14">14</a></li>
-
-<li class="indx">Mühlleithen <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="ifrst">Nassengrub <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="indx">Natzschung <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Neugeorgenfeld <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Neuhammer <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="indx">Neuhaus <a href="#Seite_19">19</a>, <a href="#Seite_20">20</a></li>
-
-<li class="indx">Neustadt <a href="#Seite_13">13</a>, <a href="#Seite_14">14</a></li>
-
-<li class="indx">Nickelsdorf <a href="#Seite_17">17</a></li>
-
-<li class="indx">Niclasberg <a href="#Seite_11">11</a>, <a href="#Seite_12">12</a>, <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Nollendorf <a href="#Seite_9">9</a></li>
-
-<li class="indx">Nollendorfer Berg <a href="#Seite_9">9</a></li>
-
-<li class="ifrst">Obergeorgental <a href="#Seite_17">17</a></li>
-
-<li class="indx">Oberhals <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Oberjugel <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Obernatzschung <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="indx">Oberreuth <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="indx">Obersachsenberg <a href="#Seite_29">29</a></li>
-
-<li class="indx">Oberwald <a href="#Seite_9">9</a></li>
-
-<li class="indx">Oberwiesenthal <a href="#Seite_24">24</a></li>
-
-<li class="indx">Oberzwota <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="indx">Ochsenstaller <a href="#Seite_20">20</a></li>
-
-<li class="indx">Orpus <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Ossegger Spitzberg <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="ifrst">Pauliberg <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="indx">Peindlberg <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="indx">Platten <a href="#Seite_24">24</a>, <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="indx">Plattenberg <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="indx">Pleil <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx">Pleßberg <a href="#Seite_25">25</a></li>
-
-<li class="indx">Polterberg <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Preßnitz <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx">Pürstein <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Große Pyra <a href="#Seite_29">29</a>, <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="indx">Kleine Pyra <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="ifrst">Rammelsberg <a href="#Seite_26">26</a>, <a href="#Seite_29">29</a></li>
-
-<li class="indx">Raudnitz <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Rauschengrund <a href="#Seite_15">15</a></li>
-
-<li class="indx">Rautenkranz <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="indx">Rehefeld <a href="#Seite_14">14</a></li>
-
-<li class="indx">Reischberg <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx">Reitzenhain <a href="#Seite_20">20</a></li>
-
-<li class="indx">Ritschelkreuze <a href="#Seite_11">11</a></li>
-
-<li class="indx">Rohrbach <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx">Rosenberg <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="indx">Rotbergstraße <a href="#Seite_5">5</a></li>
-
-<li class="indx">Rudelsdorf <a href="#Seite_19">19</a></li>
-
-<li class="ifrst">Sachsengrund <a href="#Seite_29">29</a></li>
-
-<li class="indx">Sandkopf <a href="#Seite_9">9</a></li>
-
-<li class="indx">Sattelberg <a href="#Seite_8">8</a>, <a href="#Seite_10">10</a></li>
-
-<li class="indx">Satzung <a href="#Seite_21">21</a></li>
-
-<li class="indx">Sauersack <a href="#Seite_28">28</a></li>
-
-<li class="indx">Schauplatz <a href="#Seite_11">11</a></li>
-
-<li class="indx">Schellerhau <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Schladniger <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Schneckenstein <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="indx">Hoher Schneeberg <a href="#Seite_6">6</a></li>
-
-<li class="indx">Dorf Schneeberg <a href="#Seite_7">7</a></li>
-
-<li class="indx">Schönbach <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx">Schöneck <a href="#Seite_30">30</a>, <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="indx">Schönwald <a href="#Seite_8">8</a>, <a href="#Seite_10">10</a></li>
-
-<li class="indx">Schreckenstein <a href="#Seite_9">9</a></li>
-
-<li class="indx">Schwarzbach <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx">Schwarzer Berg <a href="#Seite_15">15</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Schwarzer Teich <a href="#Seite_15">15</a></li>
-
-<li class="indx">Schwerdterstraße <a href="#Seite_29">29</a></li>
-
-<li class="indx">Sebastiansberg <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_20">20</a></li>
-
-<li class="indx">Seiffen <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="indx">Siebengiebel <a href="#Seite_11">11</a></li>
-
-<li class="indx">Sonnenberg <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx">Sorgenfeld <a href="#Seite_22">22</a></li>
-
-<li class="indx">Sphinx <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Spitzberg <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="indx">Stein <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx">Steinbach <a href="#Seite_28">28</a></li>
-
-<li class="indx">Steinberg <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="indx">Steingrün <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Stolzenhain <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Streckenwalde <a href="#Seite_10">10</a></li>
-
-<li class="indx">Strobnitz <a href="#Seite_14">14</a>, <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Stürmer <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="ifrst">Tannenbergstal <a href="#Seite_20">20</a></li>
-
-<li class="indx">Tannenhaus <a href="#Seite_31">31</a></li>
-
-<li class="indx">Tellnitz <a href="#Seite_9" id="corr-tel">9</a></li>
-
-<li class="indx">Tissa <a href="#Seite_7">7</a>, <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="indx">Tissaer Wände <a href="#Seite_7">7</a>, <a href="#Seite_8">8</a></li>
-
-<li class="ifrst">Ursprungberg <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx">Urs <a href="#Seite_16">16</a></li>
-
-<li class="ifrst">Voitsdorf <a href="#Seite_11">11</a></li>
-
-<li class="indx">Vorder-Himmelreich <a href="#Seite_34">34</a></li>
-
-<li class="ifrst">Wachhübel <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Waldstein <a href="#Seite_33">33</a></li>
-
-<li class="indx">Warteck <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Weipert <a href="#Seite_22">22</a>, <a href="#Seite_23">23</a></li>
-
-<li class="indx">Weiters Glashütte <a href="#Seite_28">28</a></li>
-
-<li class="indx">Werlsberg <a href="#Seite_25">25</a></li>
-
-<li class="indx">Wernitzgrün <a href="#Seite_32">32</a></li>
-
-<li class="indx">Wettinhöhe <a href="#Seite_12">12</a></li>
-
-<li class="indx">Wieselstein <a href="#Seite_13">13</a>, <a href="#Seite_15">15</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Wiesental <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_24">24</a></li>
-
-<li class="indx">Wildental <a href="#Seite_27">27</a>, <a href="#Seite_28">28</a></li>
-
-<li class="indx">Willersdorf <a href="#Seite_14">14</a></li>
-
-<li class="indx">Wieselburg <a href="#Seite_30">30</a></li>
-
-<li class="indx">St. Wolfgangskapelle <a href="#Seite_11">11</a></li>
-
-<li class="indx">Wolkenhübel <a href="#Seite_18">18</a></li>
-
-<li class="indx">Wölfling <a href="#Seite_26">26</a></li>
-
-<li class="ifrst">Zechberg <a href="#Seite_10">10</a>, <a href="#Seite_11">11</a></li>
-
-<li class="indx">Zienerwiesbach <a href="#Seite_27">27</a></li>
-
-<li class="indx">Zinnwald <a href="#Seite_13">13</a></li>
-
-<li class="indx">Böhm. Zinnwald <a href="#Seite_12">12</a></li>
-
-<li class="indx">Hinter-Zinnwald <a href="#Seite_12">12</a></li>
-
-<li class="indx">Zöblitz <a href="#Seite_21">21</a></li>
-
-<li class="indx">Zwota <a href="#Seite_29">29</a>, <a href="#Seite_31">31</a></li>
-</ul>
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter">
-<p class="center">Im Verlag der<br />
-<b>Graserschen Buchhandlung</b> (Richard Liesche),<br />
-<b>Annaberg</b>, erschienen:
-</p>
-</div>
-
-<div class="hang p2">
-
-<p>Berlet, B., Professor, <em class="gesperrt">Wegweiser durch das sächs.-böhm.
-Erzgebirge</em>. 1907. 11. von P. Kabisch bearbeitete
-Auflage, geb. Mk. 2.&ndash;.</p>
-
-<p>Berlet und Brechensbauer, <em class="gesperrt">Kl. Führer durch das böhm.
-Mittelgebirge</em>. 1907. Mk. &ndash;.80.</p>
-
-<p>Brechensbauer und Prasse, <em class="gesperrt">Erzgebirgs-Kammweg-Führer</em>
-von <em class="gesperrt">Bodenbach bis Asch</em>. 1907. Mk. &ndash;.80.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Führer durch das Erzgebirge</em> mit 10 Ansichtskarten.
-Mk. 1.&ndash;.</p>
-
-<p><em class="gesperrt">Gedichte und Geschichten in erzgebirgischer
-Mundart.</em> 23 Hefte je Mk. &ndash;.70 geheftet, &ndash;.80
-kart. Heft 1&ndash;20 in 5 Leinwandbändchen je Mk. 2.50.</p>
-
-<p>Günther, Anton, <em class="gesperrt">Erzgebirgisches Festliederbuch</em>.
-Erzgeb. Heimatlieder besonders des erzgeb. Sängers
-Anton Günther. Mk. &ndash;.50.</p>
-
-<p>Krauß, P., <em class="gesperrt">Touristenkarte vom Zentralerzgebirge</em>.
-1 : 75000. Mk. &ndash;.90., aufgezogen auf Leinwand Mk. 1.80.</p>
-
-<p>Krauß, P., <em class="gesperrt">Wander- und Reisekarte vom Erzgebirge</em>
-mit Angabe der hauptsächlichsten Touristenwege
-Mk. &ndash;.60, aufgezogen Mk. 1.50.</p>
-
-<p>Krauß, P., <em class="gesperrt">Wander- und Reisekarte durch die
-Sächsische Schweiz und das böhmische Mittelgebirge</em>
-mit Angabe der hauptsächlichsten Touristenwege
-Mk. &ndash;.50.</p>
-
-<p>Metzners <em class="gesperrt">Führer durch das gesamte Vogtland</em>.
-5. Auflage. Gesamtausgabe Mk. 2.50. &ndash; 1. Teil: Plauen
-und die Vogtländische Schweiz. Mk. &ndash;.75. 2. Teil: Das
-Saaletal. Mk. 1.20. 3. Teil: Das obere Vogtland.
-Mk. 1.20.</p>
-
-<p>Ziehnert, W., <em class="gesperrt">Sachsens Volkssagen. Balladen,
-Romanzen und Legenden</em>. 5. Auflage. Geh. Mk. 3.&ndash;,
-geb. Mk. 4.&ndash;.</p></div>
-
-<hr class="chap" />
-
-<div class="chapter"></div>
-<div class="transnote" id="tnextra">
-<p class="h2">Weitere Anmerkungen zur Transkription</p>
-
-<p>Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend korrigiert.</p>
-
-<p>Unterschiedliche Schreibweisen, soweit nicht unter den Korrekturen
-aufgeführt, wurden beibehalten.</p>
-
-<p>Die Kartenblätter wurden geteilt und in größerer Darstellung hinterlegt.</p>
-
-<p>Korrekturen:</p>
-<div class="corr">
-<p>
-S. 6: »führt« ergänzt<br />
-zum obersten Gasthause (Schweizer Hof oder Mühle?) <a href="#corr006">führt</a></p>
-<p>
-S. 14: Uberbrückung → Ueberbrückung<br />
-erblickt man die erste <a href="#corr014">Ueberbrückung</a></p>
-<p>
-S. 17: sich sich → sich<br />
-Der Weg senkt <a href="#corr017">sich</a> etwas</p>
-<p>
-S. 19: Osterreichs → Oesterreichs<br />
-überflüssigen Klöstern <a href="#corr019a">Oesterreichs</a> aufhob</p>
-<p>
-S. 19: genant → genannt<br />
-früher großer Stein <a href="#corr019b">genannt</a></p>
-<p>
-S. 22: Erlösabwarf → Erlös abwarf<br />
-Handel mit Posamenten nur wenig <a href="#corr022">Erlös abwarf</a></p>
-<p>
-S. 24: Klöppellei → Klöppelei<br />
-Posamenten- und Handschuh-Erzeugung, <a href="#corr024a">Klöppelei</a></p>
-<p>
-S. 24: einen → einem<br />
-Stadt Karlsbad mit <a href="#corr024b">einem</a> Logierhaus</p>
-<p>
-S. 25: km ergänzt<br />
-17,5 <a href="#corr025"><em class="antiqua">km</em></a> vom Keilberg</p>
-<p>
-S. 27: Häuser → Häusern<br />
-Grenzzuge ab zu einigen einzelnen <a href="#corr027">Häusern</a></p>
-<p>
-S. 30: Schreckenstein → Schneckenstein<br />
-der Aschberg oder <a href="#corr030">Schneckenstein</a> zu bieten vermögen</p>
-<p>
-S. 31: des des → des<br />
-einsam am Anfange <a href="#corr031a">des</a> Zwota-</p>
-<p>
-S. 31: Markneukichen → Markneukirchen<br />
-von <a href="#corr031b">Markneukirchen</a> nach Klingenthal führende Landstraße</p>
-<p>
-S. 32: Erbebungen → Erhebungen<br />
-diesen beiden <a href="#corr032">Erhebungen</a> liegen</p>
-<p>
-Index: Bad Einsiedl Seitennummer ergänzt<br />
-Bad Einsiedl <a href="#corr-bad">16</a></p>
-<p>
-Index: Deutsch-Einsiedl → Deutsch-Einsiedel<br />
-<a href="#corr-deu">Deutsch-Einsiedel</a> 15, 16</p>
-<p>
-Index: Dilleuberg → Dillenberg<br />
-<a href="#corr-dil">Dillenberg</a> 33</p>
-<p>
-Index: Hassensteiu → Hassenstein<br />
-<a href="#corr-has">Hassenstein</a> 22</p>
-<p>
-Index: Hornklappe → Hornkappe<br />
-<a href="#corr-hor">Hornkappe</a> 10</p>
-<p>
-Index: Kleinhau → Kleinhan<br />
-<a href="#corr-kle">Kleinhan</a> 17, 19</p>
-<p>
-Index: Kösseina → Kösseine<br />
-<a href="#corr-koe">Kösseine</a> 33</p>
-<p>
-Index: Tellnitz Seitennummer ergänzt<br />
-Tellnitz <a href="#corr-tel">9</a></p>
-</div>
-</div>
-
-
-
-
-
-
-
-<pre>
-
-
-
-
-
-End of the Project Gutenberg EBook of Erzgebirgs-Kammwegführer, by
-Josef Brechensbauer and E. A. Prasse
-
-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERZGEBIRGS-KAMMWEGFÜHRER ***
-
-***** This file should be named 51276-h.htm or 51276-h.zip *****
-This and all associated files of various formats will be found in:
- http://www.gutenberg.org/5/1/2/7/51276/
-
-Produced by The Online Distributed Proofreading Team at
-http://www.pgdp.net
-
-Updated editions will replace the previous one--the old editions will
-be renamed.
-
-Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright
-law means that no one owns a United States copyright in these works,
-so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United
-States without permission and without paying copyright
-royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part
-of this license, apply to copying and distributing Project
-Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm
-concept and trademark. Project Gutenberg is a registered trademark,
-and may not be used if you charge for the eBooks, unless you receive
-specific permission. If you do not charge anything for copies of this
-eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook
-for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports,
-performances and research. They may be modified and printed and given
-away--you may do practically ANYTHING in the United States with eBooks
-not protected by U.S. copyright law. Redistribution is subject to the
-trademark license, especially commercial redistribution.
-
-START: FULL LICENSE
-
-THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
-PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK
-
-To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
-distribution of electronic works, by using or distributing this work
-(or any other work associated in any way with the phrase "Project
-Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full
-Project Gutenberg-tm License available with this file or online at
-www.gutenberg.org/license.
-
-Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project
-Gutenberg-tm electronic works
-
-1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm
-electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
-and accept all the terms of this license and intellectual property
-(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all
-the terms of this agreement, you must cease using and return or
-destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your
-possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a
-Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound
-by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the
-person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph
-1.E.8.
-
-1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be
-used on or associated in any way with an electronic work by people who
-agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few
-things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
-even without complying with the full terms of this agreement. See
-paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project
-Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this
-agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm
-electronic works. See paragraph 1.E below.
-
-1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the
-Foundation" or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection
-of Project Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual
-works in the collection are in the public domain in the United
-States. If an individual work is unprotected by copyright law in the
-United States and you are located in the United States, we do not
-claim a right to prevent you from copying, distributing, performing,
-displaying or creating derivative works based on the work as long as
-all references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope
-that you will support the Project Gutenberg-tm mission of promoting
-free access to electronic works by freely sharing Project Gutenberg-tm
-works in compliance with the terms of this agreement for keeping the
-Project Gutenberg-tm name associated with the work. You can easily
-comply with the terms of this agreement by keeping this work in the
-same format with its attached full Project Gutenberg-tm License when
-you share it without charge with others.
-
-1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern
-what you can do with this work. Copyright laws in most countries are
-in a constant state of change. If you are outside the United States,
-check the laws of your country in addition to the terms of this
-agreement before downloading, copying, displaying, performing,
-distributing or creating derivative works based on this work or any
-other Project Gutenberg-tm work. The Foundation makes no
-representations concerning the copyright status of any work in any
-country outside the United States.
-
-1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg:
-
-1.E.1. The following sentence, with active links to, or other
-immediate access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear
-prominently whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work
-on which the phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the
-phrase "Project Gutenberg" is associated) is accessed, displayed,
-performed, viewed, copied or distributed:
-
- This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and
- most other parts of the world at no cost and with almost no
- restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it
- under the terms of the Project Gutenberg License included with this
- eBook or online at www.gutenberg.org. If you are not located in the
- United States, you'll have to check the laws of the country where you
- are located before using this ebook.
-
-1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is
-derived from texts not protected by U.S. copyright law (does not
-contain a notice indicating that it is posted with permission of the
-copyright holder), the work can be copied and distributed to anyone in
-the United States without paying any fees or charges. If you are
-redistributing or providing access to a work with the phrase "Project
-Gutenberg" associated with or appearing on the work, you must comply
-either with the requirements of paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 or
-obtain permission for the use of the work and the Project Gutenberg-tm
-trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
-with the permission of the copyright holder, your use and distribution
-must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any
-additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms
-will be linked to the Project Gutenberg-tm License for all works
-posted with the permission of the copyright holder found at the
-beginning of this work.
-
-1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
-License terms from this work, or any files containing a part of this
-work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.
-
-1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
-electronic work, or any part of this electronic work, without
-prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
-active links or immediate access to the full terms of the Project
-Gutenberg-tm License.
-
-1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary,
-compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including
-any word processing or hypertext form. However, if you provide access
-to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format
-other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official
-version posted on the official Project Gutenberg-tm web site
-(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense
-to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means
-of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain
-Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the
-full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1.
-
-1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
-performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works
-unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
-
-1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing
-access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works
-provided that
-
-* You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
- the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
- you already use to calculate your applicable taxes. The fee is owed
- to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he has
- agreed to donate royalties under this paragraph to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid
- within 60 days following each date on which you prepare (or are
- legally required to prepare) your periodic tax returns. Royalty
- payments should be clearly marked as such and sent to the Project
- Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in
- Section 4, "Information about donations to the Project Gutenberg
- Literary Archive Foundation."
-
-* You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
- you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
- does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
- License. You must require such a user to return or destroy all
- copies of the works possessed in a physical medium and discontinue
- all use of and all access to other copies of Project Gutenberg-tm
- works.
-
-* You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
- any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
- electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
- receipt of the work.
-
-* You comply with all other terms of this agreement for free
- distribution of Project Gutenberg-tm works.
-
-1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project
-Gutenberg-tm electronic work or group of works on different terms than
-are set forth in this agreement, you must obtain permission in writing
-from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and The
-Project Gutenberg Trademark LLC, the owner of the Project Gutenberg-tm
-trademark. Contact the Foundation as set forth in Section 3 below.
-
-1.F.
-
-1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
-effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
-works not protected by U.S. copyright law in creating the Project
-Gutenberg-tm collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm
-electronic works, and the medium on which they may be stored, may
-contain "Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate
-or corrupt data, transcription errors, a copyright or other
-intellectual property infringement, a defective or damaged disk or
-other medium, a computer virus, or computer codes that damage or
-cannot be read by your equipment.
-
-1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right
-of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
-Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
-Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
-liability to you for damages, costs and expenses, including legal
-fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
-LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
-PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
-TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
-LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
-INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
-DAMAGE.
-
-1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a
-defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
-receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
-written explanation to the person you received the work from. If you
-received the work on a physical medium, you must return the medium
-with your written explanation. The person or entity that provided you
-with the defective work may elect to provide a replacement copy in
-lieu of a refund. If you received the work electronically, the person
-or entity providing it to you may choose to give you a second
-opportunity to receive the work electronically in lieu of a refund. If
-the second copy is also defective, you may demand a refund in writing
-without further opportunities to fix the problem.
-
-1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth
-in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO
-OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT
-LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
-
-1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied
-warranties or the exclusion or limitation of certain types of
-damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement
-violates the law of the state applicable to this agreement, the
-agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or
-limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or
-unenforceability of any provision of this agreement shall not void the
-remaining provisions.
-
-1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
-trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
-providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in
-accordance with this agreement, and any volunteers associated with the
-production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm
-electronic works, harmless from all liability, costs and expenses,
-including legal fees, that arise directly or indirectly from any of
-the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this
-or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or
-additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any
-Defect you cause.
-
-Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm
-
-Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
-electronic works in formats readable by the widest variety of
-computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It
-exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations
-from people in all walks of life.
-
-Volunteers and financial support to provide volunteers with the
-assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
-goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
-remain freely available for generations to come. In 2001, the Project
-Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
-and permanent future for Project Gutenberg-tm and future
-generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see
-Sections 3 and 4 and the Foundation information page at
-www.gutenberg.org
-
-
-
-Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
-
-The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
-501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
-state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
-Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification
-number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by
-U.S. federal laws and your state's laws.
-
-The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the
-mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its
-volunteers and employees are scattered throughout numerous
-locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt
-Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to
-date contact information can be found at the Foundation's web site and
-official page at www.gutenberg.org/contact
-
-For additional contact information:
-
- Dr. Gregory B. Newby
- Chief Executive and Director
- gbnewby@pglaf.org
-
-Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg
-Literary Archive Foundation
-
-Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
-spread public support and donations to carry out its mission of
-increasing the number of public domain and licensed works that can be
-freely distributed in machine readable form accessible by the widest
-array of equipment including outdated equipment. Many small donations
-($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
-status with the IRS.
-
-The Foundation is committed to complying with the laws regulating
-charities and charitable donations in all 50 states of the United
-States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
-considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
-with these requirements. We do not solicit donations in locations
-where we have not received written confirmation of compliance. To SEND
-DONATIONS or determine the status of compliance for any particular
-state visit www.gutenberg.org/donate
-
-While we cannot and do not solicit contributions from states where we
-have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
-against accepting unsolicited donations from donors in such states who
-approach us with offers to donate.
-
-International donations are gratefully accepted, but we cannot make
-any statements concerning tax treatment of donations received from
-outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
-
-Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
-methods and addresses. Donations are accepted in a number of other
-ways including checks, online payments and credit card donations. To
-donate, please visit: www.gutenberg.org/donate
-
-Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works.
-
-Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
-Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be
-freely shared with anyone. For forty years, he produced and
-distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of
-volunteer support.
-
-Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
-editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in
-the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
-necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper
-edition.
-
-Most people start at our Web site which has the main PG search
-facility: www.gutenberg.org
-
-This Web site includes information about Project Gutenberg-tm,
-including how to make donations to the Project Gutenberg Literary
-Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
-subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks.
-
-
-
-</pre>
-
-</body>
-</html>
diff --git a/old/51276-h/images/adv1.jpg b/old/51276-h/images/adv1.jpg
deleted file mode 100644
index 81647a7..0000000
--- a/old/51276-h/images/adv1.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/adv2.jpg b/old/51276-h/images/adv2.jpg
deleted file mode 100644
index ae6c109..0000000
--- a/old/51276-h/images/adv2.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/adv3.jpg b/old/51276-h/images/adv3.jpg
deleted file mode 100644
index 4b7d24e..0000000
--- a/old/51276-h/images/adv3.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/adv4.jpg b/old/51276-h/images/adv4.jpg
deleted file mode 100644
index 4724fab..0000000
--- a/old/51276-h/images/adv4.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/adv5.jpg b/old/51276-h/images/adv5.jpg
deleted file mode 100644
index 5ddfc16..0000000
--- a/old/51276-h/images/adv5.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/adv6.jpg b/old/51276-h/images/adv6.jpg
deleted file mode 100644
index 069b814..0000000
--- a/old/51276-h/images/adv6.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/adv7.jpg b/old/51276-h/images/adv7.jpg
deleted file mode 100644
index 5cd371e..0000000
--- a/old/51276-h/images/adv7.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/adv8.jpg b/old/51276-h/images/adv8.jpg
deleted file mode 100644
index abad712..0000000
--- a/old/51276-h/images/adv8.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/adv9.jpg b/old/51276-h/images/adv9.jpg
deleted file mode 100644
index b9cf129..0000000
--- a/old/51276-h/images/adv9.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/cover.jpg b/old/51276-h/images/cover.jpg
deleted file mode 100644
index cd6db50..0000000
--- a/old/51276-h/images/cover.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/kammmarke.png b/old/51276-h/images/kammmarke.png
deleted file mode 100644
index eb6f167..0000000
--- a/old/51276-h/images/kammmarke.png
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map1-l.jpg b/old/51276-h/images/map1-l.jpg
deleted file mode 100644
index 6d4e419..0000000
--- a/old/51276-h/images/map1-l.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map1-s.jpg b/old/51276-h/images/map1-s.jpg
deleted file mode 100644
index c619c8e..0000000
--- a/old/51276-h/images/map1-s.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map2-l.jpg b/old/51276-h/images/map2-l.jpg
deleted file mode 100644
index 69749b2..0000000
--- a/old/51276-h/images/map2-l.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map2-s.jpg b/old/51276-h/images/map2-s.jpg
deleted file mode 100644
index 29a4ddf..0000000
--- a/old/51276-h/images/map2-s.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map3-l.jpg b/old/51276-h/images/map3-l.jpg
deleted file mode 100644
index 6f8e04a..0000000
--- a/old/51276-h/images/map3-l.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map3-s.jpg b/old/51276-h/images/map3-s.jpg
deleted file mode 100644
index 25f54e6..0000000
--- a/old/51276-h/images/map3-s.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map4-l.jpg b/old/51276-h/images/map4-l.jpg
deleted file mode 100644
index cbfefc9..0000000
--- a/old/51276-h/images/map4-l.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map4-s.jpg b/old/51276-h/images/map4-s.jpg
deleted file mode 100644
index d0a9932..0000000
--- a/old/51276-h/images/map4-s.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map5-l.jpg b/old/51276-h/images/map5-l.jpg
deleted file mode 100644
index dbda83b..0000000
--- a/old/51276-h/images/map5-l.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map5-s.jpg b/old/51276-h/images/map5-s.jpg
deleted file mode 100644
index 31dd766..0000000
--- a/old/51276-h/images/map5-s.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map6-l.jpg b/old/51276-h/images/map6-l.jpg
deleted file mode 100644
index e22b759..0000000
--- a/old/51276-h/images/map6-l.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ
diff --git a/old/51276-h/images/map6-s.jpg b/old/51276-h/images/map6-s.jpg
deleted file mode 100644
index 73e1758..0000000
--- a/old/51276-h/images/map6-s.jpg
+++ /dev/null
Binary files differ