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Prasse - -Release Date: February 21, 2016 [EBook #51276] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERZGEBIRGS-KAMMWEGFÜHRER *** - - - - -Produced by The Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - - - - - - - - - - Anmerkungen zur Transkription - - - Das Original ist in Fraktur gesetzt. - - Im Original in Antiqua gesetzter Text ist ~so ausgezeichnet~. - - Im Original gesperrter Text ist +so ausgezeichnet+. - - Im Original fetter Text ist =so ausgezeichnet=. - - Die Symbole und Farben der Wanderzeichen wurden so dargestellt: - [ Symbol Farbe ]. - - Weitere Anmerkungen zur Transkription finden sich am Ende des - Buches. - - - - - Erzgebirgs- - - Kammwegführer. - - Tetschen--Erzgebirge--Asch. - - (Schneeberg.) (Hainberg.) - - Mit einer Karte des Kammweges. - - Herausgegeben - - mit Unterstützung des Nordwestböhmischen Gebirgsvereins-Verbandes, - des Sächsischen Erzgebirgsvereines, des Verbandes - Vogtländischer Gebirgsvereine und der Sektion Asch des - Deutschen und Oesterr. Alpenvereines - - von - - =Josef Brechensbauer= und Ing. =E. A. Prasse.= - - Annaberg, Erzgebirge. - - =Grasersche Buchhandlung= (Richard Liesche), =Verlag=. - - 1907. - - - - -~Glück auf!~ - - -Wanderglück und echte Wanderfreude sei allen jenen beschieden, die -unsern Erzgebirgskammweg besuchen, besonders aber dann, wenn es -gilt, selben in seiner gesamten Erstreckung von Tetschen bis Asch -zurückzulegen. Hierzu sind etwa 9--10 Tage erforderlich und eine solche -Kammwanderung ist ein achtunggebietendes Unternehmen. Die aufgebrachte -Mühe aber wird reichlich belohnt: denn hoch oben auf dem Erzgebirge, -auf seinen Bergrücken und Gipfeln, am grasigen Hange, auf steiler -Felsenzinne, hoch oben, wo wetterfeste Wipfel sich wiegen und weit und -frei sich die Heide dehnt -- da wird der Bergfreund nicht nur Lust und -Wonne im Herzen fühlen, die ausgiebige Bewegung in der dünnen, reinen -Höhenluft und in stiller Weltabgeschiedenheit können für Körper und -Geist nur von wohltuender Wirkung sein. Gar in schöner Sommerszeit ist -es auf den luftigen Kammhöhen herrlich: Leise fächelt über die sonnigen -Hänge ein würziger, milder Hauch, hoch und weit blaut der wolkenlose -Himmel und weit kann der Blick ringsherum in die Lande schweifen. -Kühler, harziger Duft entströmt dem dunklen, dichten Walde und klare -Wässerlein rieseln aus Fels und Moor zu Tale. Darum auf aus der -staubigen Schwüle der Stadt und aus der qualvollen Hitze des flachen -Landes und suchet Erholung auf den herrlichen Höhen des Erzgebirges! - -Der Erzgebirgskammweg führt fast immer auf dem deutlich ausgeprägten -Kamme des Erzgebirges, der sich meist 50--200 ~m~ über den breiten -Gebirgsrücken erhebt, u. zw. im östlichen Teile in der namhaften Höhe -von über 700, im mittleren und westlichen Teile aber meist mehr als -800 ~m~ bis über 1200 ~m~ hoch dahin, ohne je ins Tal herabzuleiten. -Er folgt dabei nach Möglichkeit der höchsten Linie des Kammes, der -Kammlinie, die gleichzeitig die Wasserscheide zwischen den sächsischen -und böhmischen Gewässern darstellt. Nur dort, wo es an gangbaren Wegen -mangelt oder die Erlaubnis der Grundbesitzer (letzteres in einigen -dichten Waldrevieren) nicht zu erlangen war, mußte von der Kammlinie -bezw. dem Gebirgskamme abgewichen werden. Dies betrifft insbesondere -die Strecken: Dorf Schneeberg--Tissa, Vorder-Zinnwald--Hinter-Zinnwald, -Willersdorf--Schwarzer Teich, Einsiedl--Gebirgsneudorf, -Beerhübel--Forsthaus Neuhaus, Sebastiansberg--Kupferberg, -Wirbelstein--Keilberg, Gottesgab--Platten und Brambach--Steingrün. -Hiebei wurden aber des öfteren Umwege abgeschnitten. - -Der Kamm des Erzgebirges, die Wasserscheide, liegt zumeist auf -böhmischer Seite und deshalb findet sich die Kammwegmarkierung zumeist -auch dort; nur die Seitenlinie Keilberg--Fichtelberg--Gottesgab -und die Strecke Platten--Auersberg--Gr. Kranichsee verlaufen in -Sachsen, ebenso wie die im sächsischen Vogtlande markierten Strecken -Aschberg--Schöneck--Ursprung und Wernitzgrün--Brambach--Elsterquelle, -zusammen etwa 70 ~km~. Außerdem aber zieht sie sich an vielen Stellen -in der nächsten Nähe der sächsischen Grenze dahin. Die Höhenlage des -Weges bringt es mit sich, daß er -- man könnte fast sagen -- immer -horizontal dahin leitet, oft ist dies aber weite Strecken wirklich -der Fall und darum die Wanderung sehr angenehm. Den größten Genuß -bietet allerdings die gesamte Kammwegwanderung und es ist ein schönes -Bewußtsein, die 248 ~km~ lange Strecke vom Elbstrom bis zu den Höhen -des Fichtelgebirges auf eigenen Füßen zurückgelegt zu haben. Doch -versehe man sich mit guter Ausrüstung: Wetterfestes Lodenkleid, derbe -ausgetretene Schuhe und mancherorts Proviantnahme sind erforderlich; -letzteres deswegen, da viele der bescheidenen Kammorte bisher für -Touristenbesuch gar nicht eingerichtet sind. Auch stecke man einen -der bestehenden Erzgebirgsführer[1] zu sich, da das vorliegende -Büchlein wohl den Kammweg genau bezeichnet, sich aber mit dem übrigen -Erzgebirge nicht befassen kann. Gute Touristenstationen aber sind: -Hoher Schneeberg, Tissa, Nollendorf, Mückenturm, Vorder-Zinnwald, -Hinter-Zinnwald, Fleyh, Einsiedl (Bad Einsiedl), Gebirgsneudorf, -Kallich, Sebastiansberg, Preßnitz, Kupferberg, Keilberg, Fichtelberg, -Gottesgab, Pleßberg, Abertham, Platten, Auersberg, Brambach, Hainberg. -Bei Eintritt schlechten Wetters warte man in einem Rastorte, -insbesondere dann, wenn für den Weiterweg keine Straße zur Verfügung -steht. - -Es verlohnt sich jedoch auch in hohem Grade, Teilstrecken des -Kammweges, wozu der vorliegende Führer gleichfalls den besten -Behelf bildet, zu bewandern, und es ist ein großer Vorzug des -Erzgebirgskammweges vor anderen Kammwegen, daß mehrere Eisenbahnen ihn -selbst überqueren, zahlreiche andere aber dem Kamme sich bis auf wenige -Stunden nähern. Ein weiterer Vorzug der Kammwanderungen im Erzgebirge -sind der reiche, stete Wechsel von Wald und Flur, der immer neue -Landschaftsbilder des Gebirgsrückens selbst und unzählige prächtige -Ausblicke in die Ferne dem Auge entrollt, das Vorhandensein zahlreicher -Ortschaften auf den Kammhöhen und die hierdurch bedingte historische, -wirtschaftliche und volkskundliche Eigenart des Gebirgskammes. - -Die beiden Grenzpfeiler des Erzgebirgskammweges sind der Hohe -Schneeberg im Osten und der Hainberg im Westen, beide mit mächtigen -Türmen gekrönt; doch gelten auch die Aufstiege bezw. Abstiege -Tetschen--Schneeberg, Asch--Hainberg als Bestandteile des Kammweges und -sind mit der gleichen Markierung versehen. Die einheitliche Markierung -des Erzgebirgskammweges sind vier blaue Zinken im weißen Felde: - - [ |_|_|_| ] (Kammwegmarke). - -Das vorliegende Büchlein konnte sich mit der etwa erwarteten -Schilderung der landschaftlichen Schönheiten des Erzgebirges und seiner -sonstigen Eigenart nicht befassen, es erblickt vielmehr seine Aufgabe -darin, die Linie des Kammweges, der ja kein eigens gebauter Weg ist, -sondern sich nur als eine fortlaufende Markierung bestehender Fahr- und -Fußwege und Straßen darstellt, genau zu bezeichnen, so zwar, daß der -Kammwegwanderer sich auch dann gut weiterfindet, wenn die Markierungen --- wie auf dem hohen Erzgebirgskamme oft der Fall -- durch Wintersturm -und Rauhreif, Schneebruch oder durch die Axt des Holzhauers zerstört -wurden. Unser Führer, der ganz auf den eigenen Wanderungs-Ergebnissen -der beiden Verfasser aufgebaut ist, soll nichts anderes sein, als ein -kleines, handliches Büchlein, bestimmt für die Tasche der Wanderjoppe, -ein treuer Wandergefährte! Wie in den meisten Reiseschilderungen und -touristischen Handbüchern wurde die Wanderung nur in +einer+ Richtung, -nämlich westwärts von Tetschen nach Asch geschildert; bei Begehung -des Kammweges in entgegengesetzter Richtung wird man unschwer die -Beschreibung umzustellen haben. - -Möge das Büchlein beitragen, unserem schönen, deutschen Wanderwege, dem -Erzgebirgskammwege, recht viele Freunde zuzuführen! - - =Teplitz= und =Leipzig=, Neujahr 1907. - - Die Verfasser. - - - - - Wie schimmern im goldenen Sonnenglast - Ringsum die blühenden Lande! - O Bergesstille, o wonnige Rast, - Frei bin ich der zwängenden Bande! - - Und mit dem goldenen Sonnenschein, - Hier weltfern abgeschieden, - Zieht mir ins Herz besel'gend ein - Der Bergwelt hehrer Frieden. - - Anton König. - - - - -1. Abschnitt. - -Tetschen--Nollendorf (24 ~km~). - - - +Zugangswege+: ~a~) von +Böhmen+ aus: 1. Linie Prag--Bodenbach - der öst.-ung. Staatseisenbahn-Gesellschaft, 2. Linie - (Prag)--Schreckenstein--Tetschen der öst. Nordwestbahn, 3. - Strecke Komotau--Bodenbach der k. k. öst. Staatsbahnen. ~b~) - von +Sachsen+ aus: Linie Dresden--Bodenbach der königl. sächs. - Staatseisenbahnen. ~c~) Aus beiden Richtungen die Sächs.-Böhm. - Dampfschiffahrt. - -Wir stehen auf der 178 ~m~ langen Kaiserin Elisabeth-Kettenbrücke, -welche die an beiden Ufern der Elbe herrlich gelegenen Städte -+Tetschen+ und +Bodenbach+ verbindet, und sehen sinnend hinunter auf -den prächtigen Strom, dessen Fluten eilig zum freundnachbarlichen -Sachsenlande hinabgleiten. Hochragende Berge und steile Felswände -drängen sich an beiden Ufern bis an den Strom und machen den -aufstrebenden Schwesterstädten den Platz streitig. Ein stattliches, -altehrwürdiges Gebäude thront auf steiler Felshöhe, das gräfl. -Thun'sche Schloß; von mehreren Höhen flattern lustige Wimpel uns -deutschen Willkommensgruß zu, auf dem glänzenden Strome ein buntes -Durcheinander von allerhand Fahrzeugen, großen und kleinen; an beiden -Ufern eilen Eisenbahnzüge dahin, ein Rasseln, Pfauchen, Pfeifen, lautes -Treiben ringsherum! Wir aber wollen hinauf auf die stillen, herrlichen -Kammhöhen des Erzgebirges, in die reine, dünne Höhenluft, um unsere -müden Nerven zu beruhigen und zu kräftigen und an Leib und Seele zu -gesunden! - -Deshalb rasch zum Brückenausgang auf der Bodenbacher Seite. Diesem -gegenüber ein breites, offenes Tor -- das ist der Eingang zum -Erzgebirgskammwege. R. daneben an der Mauer die große Tourenkarte des -Tetschener Gebirgsvereines und die Tafel: »Kammweg Tetschen--Asch via -Schneeberg, Tissa hier über die Eisenbahn« mit der Kammwegmarke (4 -blaue Zinken auf weißem Grunde). - -+Auf nun zu fröhlicher Bergfahrt!+ Wir schreiten durch das Tor und über -das Geleise der Sächs. Staatseisenbahn, r. und l. ein Eisenbahntunnel, -l. die Schäferwand, zu welcher der »Waldsteig« abzweigt. Der Kammweg --- schon geht es bergwärts -- führt die steile mit großen Sandsteinen -gepflasterte, schmale +Rotbergstraße+ mit schönen Rückblicken hinauf -(von hier bis zum nächsten Dorfe finden sich keine Marken und -keinerlei Markierung), l. die Häuser 1, 3, 5, 7, 9, 15, r. 20, 22, -24, 26. Es folgt nach etwa 10 Min. eine Wegteilung bei 2 Linden, l. -Biela-Straße; wir gehen r. die Rotbergstraße weiter, l. Nr. 27, 29, -33, r. 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, meist kleine Häuschen, teils alter, -traulicher, teils neuer, aber freundlicher Bauart. Beim Hause Nr. -33 wendet sich die Rotbergstraße nach r., l. in einiger Entfernung: -Restaurant Schweizerhof. R. treten Wald und Berg an das Sträßchen, -Revier-Pfosten 41 und 42, l. stehen die letzten 2 Häuser Bodenbachs -Nr. 37 und 41. Wenige Schritte dahinter Wegteilung. Achtung! Nicht -r., nicht l., sondern geradeaus nur mäßig ansteigend am Rande einer -(r.) Wiese weiter (Weg anfangs etwas verrast) auf die freie Höhe mit -prächtiger Ausschau: l. Pfaffen-, Hut- und dahinter Hopfenberg, vor -uns das Schneeberg-Massiv (Turm nicht sichtbar). Bald senkt sich der -Weg und vor uns liegen die Häuser der kleinen Ortschaft (1¾ ~km~[2]) -+Bösegründl+. (R. kommen 2 Wege herab.) Wir lassen die ersten 3 Häuser -ganz l., biegen r. um, an einer eingemauerten (l.) Quelle vorbei, l. -altes Bauernhaus Nr. 2, Gemeindeamt und Nr. 6, r. Wegweiser mit dem 2. -Kammwegzeichen und kl. Schankwirtschaft »Zum Morgenstern«. Nun Eintritt -in den Wald und Wegsenkung ins Bielaer Tal. L. Wegweiser z. Manzer-Weg -und Gauben-Wändl (empfehlenswerter Aussichtspunkt, 2 Min.) und bald -Wegteilung. Wir schreiten r. den gebauten Touristensteig mit Geländer -an der Talwand herab in das Dorf (3¼ ~km~) +Biela+ (1597 Einw.), queren -im Tale die Straße nach Kalmswiese, übersetzen ein Wässerlein, um auf -die +Neu-Biela+ durchziehende Straße mit dem Wegweiser »In ½ Stunde -zum Hohen Schneeberg« zu gelangen. L. Haus 16, r. 130. Auf dieser -Straße immer weiter den Ort hinauf. Oberhalb des (r.) Postamtes l. -Wegweiser. Wir folgen der Straße, die uns an mehreren Fabriksgebäuden, -(l.) Kirche und Schule vorbei bis zum obersten Gasthause (Schweizer -Hof oder Mühle?) führt. Vor diesem auf schmalem Pfade links die -Talwand hinauf, an den einzelnen Häuschen (r.) 56 und 55 vorbei, von -denen eines auf einer Tafel folgende Bemerkung zeigt: »Der Kammweg -ist von hier bis Dorf Tissa nur weiß markiert.« Leider gestattete der -Herrschaftsbesitzer Graf Thun in Tetschen die Anbringung der blauweißen -Kammwegmarken in seinem Gebiete nicht. Weiter zum letzten (l.) Hause -empor und wir sehen schon die Straße, auf die unser Weg einmündet. Dort -Tafel: »Direkter Weg durch Biela nach Bodenbach« und Telegraphenstange -34. Bald zweigt l. die Nostiz-Straße ab, wir verfolgen unsere Straße -weiter, bis sie nach etwa 10 Min. nach l. umbiegt. Hier weisen uns -eine Wegtafel »Direkter und kürzester Aufstieg zum Hohen Schneeberge« -und weiße Marken (Kalkstriche) r. auf einen teilweise gepflasterten -Fahrweg, auf dem wir in wiederum 10 Min. bei einer (r.) Schutzhütte -eine gerade Waldstraße rechtwinkelig kreuzen (als Fortsetzung finden -wir 2 Pfade, wir wählen den der Hütte näheren). Nach 5 Min. mündet -unser Weg auf einen von r. steil heraufkommenden Weg ein, den wir -scharf nach l. verfolgen. Nun sind wir auf der Kammhöhe angelangt; -bald führen nach r. zwei Wege, einer davon in das Wildgatter hinein. -Wir bleiben l., gehen gerade aus am Wildzaun (aus Draht) etwa 5 Min. -weiter. Vor uns erhebt sich ein Fels des Schneeberggipfels, an dem wir -r. herum über Stufen auf die Gipfelhöhe aufsteigen, auf der wir in -12 Min. das hinter Waldbäumen verborgene Unterkunftshaus des +Hohen -Schneeberges+ (8½ ~km~), 721 ~m~ Seehöhe, erreichen. - - Von dem freien Platze vor dem Unterkunftshause genießt man - eine herrliche Aussicht nach ~S.~ und ~O.~ (Orientierungskarte - auf der Mauerbrüstung); vom 30 ~m~ hohen, steinernen Turme - eine großartige Rundsicht (Panoramakarten sind erhältlich) - besonders über die ganze sächsische Schweiz und einen großen - Teil Sachsens. Die Türme von Dresden erblickt man deutlich; bei - klarer Luft im ~O.~ außer dem ganzen Lausitzer Gebirge, das - Isergebirge, die Schneekoppe u. a. m. Im Unterkunftshause gute - Verpflegung, 50 Nachtlager, schöner Speisesaal, im Nebenzimmer - Erinnerungen an den wiederholten Besuch seitens der königl. - sächs. Familie: 1876, 1888, 1905. - -Vor dem Turm vorbei in südwestlicher Richtung führt der Kammweg hart -am südlichen Steilabsturze der Hochfläche des Schneebergs weiter, nach -5 Min. Wegteilung, wir l. den Serpentinenweg teils über Stufen hinab, -queren die Straße und folgen dem Wegweiser zum Hotel »Schweizerhof« -im (10 ~km~) +Dorfe Schneeberg+ (492 E.), beliebte Sommerfrische. -Vom Schweizerhof auf der Straße wenige Min. nach Süden, am (l.) -Gasthause »Zur Hoffnung« und Haus Nr. 23 vorbei; beim nächsten Hause -Straßenkreuzung, l. Stein 117, r. Stein 116, Wegweiser. Wir wenden uns -r. auf die westlich gegen Tissa führende Straße, die in einer Seehöhe -von etwa 600 ~m~ und bald nach dem Eintritte in den Wald 2½ ~km~ -geradlinig dahinführt. Schließlich wendet sich die Straße scharf nach -r. und senkt sich. Nach 6 Min. neuerliche scharfe Wendung nach l. An -dieser Stelle (bei Reviertafel »Schönsteiner Revier«) verlassen wir die -Straße und steigen r. bei der Tafel »Eingang in die +Tissaer Wände+« -einen schmalen Pfad mit Stufen hinan. Nach 1 Min. r. und l. Pfade ab -mit schönen Ausblicken; der eine (l.) führt zum »Tisch« (Felsbildung). -Wir gehen unsern anfänglich eingeschlagenen Pfad weiter, dann einige -Stufen herab und bemerken bald r. eine Stiege mit eisernem Geländer -abwärts, eigentlicher Eingang in die Wände. Wir steigen jedoch l. den -Kammweg hinauf, der uns über den horizontalen Kamm der Wände führt, -die nach Süden 60--70 ~m~ mauergleich abstürzen und reizende Ausblicke -auf den Ort Tissa, das Eulautal und Mittelgebirge gewähren. Im Westen -sehen wir das Erzgebirge aus der Senkung von Tissa sanft ansteigen -bis zur Nollendorfer Höhe, von der uns das weitschauende Kirchlein -begrüßt. Endlich müssen wir r. über eine steile Steinstiege durch eine -schmale Schlucht tief hinab in das Innere der Wände. Es empfiehlt -sich nun, ein Stück in das Innere nach r. hineinzugehen, um sich die -interessanten, mächtigen Felsgebilde zu betrachten, die verschiedene -abenteuerliche Formen zeigen und dementsprechend Namen (teilweise -angeschrieben) tragen, wie: Frosch, Helm, Januskopf, Medusenhaupt, -Pilatussohle, Doktor u. a. m. oder mannigfache Höhlen und Spalten -bilden: Schneiderloch, Enge Pforte, Klausenkirche u. v. m. Man vergesse -jedoch den Rückweg nicht oder nehme einen Führer, die meist in der -Nähe warten, oder aber gehe solange weiter, bis man nahe dem östlichen -Ausgange wieder auf den Kammweg gelangt. - -Am untern Ende der vorgenannten Steinstiege wendet sich der Kammweg -nach l. und führt durch das »Torloch« südlich herunter in den Ort -(15 ~km~) +Tissa+, beim Friedhofe und der Kirche vorbei auf die nach -Peterswald führende Straße, wo einige Schritte östlich der Kirche das -Kaiser Josef-Denkmal und gegenüber das Hotel »Zur böhmischen Schweiz« -(sehr empfehlenswert) steht. Im Orte Tissa betreten wir das Urgestein -des Erzgebirges, meist roten Gneis, auf dem westlich bis gegen -Nollendorf-Schönwald stellenweise Sandsteinreste aufruhen, wie wir es -selbst auf dem Kammwege wiederholt betrachten können. - -+Tissa+ (544 ~m~), Dorf mit 2200 Einw., ein schmucker Ort, hat -ansehnliche Industrie, besonders Erzeugung von Knöpfen. (Berlet, -Erzg. R. II a). Wir schreiten auf der Peterswalder Straße noch etwa -5 Min. aufwärts und beim Gasthaus »zum Grafen Thun« vorbei. Bei der -(l.) Schmiede des Josef Hocke, Hufschmieds, (Wegweiser; hier beginnt -die ununterbrochene blauweiße Kammwegmarkierung) verlassen wir die -Straße und folgen (l.) einem rechtwinklig abzweigenden, nach Süden fast -geradeaus führenden Fahrwege durch zerstreute Häuser weiter. Erst senkt -sich der Weg etwas, die Richtung desselben wird von ferne schon durch -einen einzelnen hohen Nadelbaum (Lärche) bestimmt. L. von diesem steht -ein größeres Gebäude, r. die Häuser Nr. 46 und 289. Der Rückblick auf -Tissa und die Wände wird immer herrlicher. Nach 8--10 Min. biegt der -Weg nach r., dann gleich wieder nach l. und dann wieder nach r. stark -um. - -L. in einiger Entfernung stehen dichtgedrängte Häuser, das ehemalige -Gut Schönstein. Genau hinter Tissa erscheint erst wenig, später -mehr der Turm auf dem Schneeberge und r. in weiter Ferne die schöne -Pyramide des Rosenberges. Auch der Blick in das Eulautal mit dem -Hegeberge, Hopfen-, Lotter-, Hutberge bei Bünauburg ist reizend. Der -Weg führt wieder gerade weiter südwestlich und bergan. Nach 2 Min. -erste und wieder 2 Min. zweite Wegkreuzung; letztere auf der Höhe des -+Tissaberges+, der nach r. ansteigt. - -Die Aussicht wird umfassender: Weit im Südosten der dominierende, -sattelförmige Geltsch und r. davon der mächtige Langeberg. Vor und -zwischen beiden der markante, bewaldete Blankenstein mit Ruine. - -Nun senkt sich der Weg und wendet sich etwas nach r. Vor uns ragt der -Gebirgskamm mit der Ebereschenstraße Nollendorf--Schönwald und r. -der Sattelberg auf, l. Ziegelteich. Nach 4 Min. erreichen wir eine -Waldecke. Unser Weg wendet sich hier +stark nach l.+, (während r. zwei -Wege abgehen) r. vom Hochwald, l. von Jugend begleitet. Eine rotweiße -Marke begleitet uns von der Waldecke an bis nahe an Oberwald. Nach 2 -Min. Wegteilung, wir treten r. in den Hochwald ein und folgen einem -ausgefahrenen, ansteigenden Hohlwege. Nach 1 Min. Wegteilung, wir -gehen r. Nach 8 Min. treten wir aus dem Walde. Am Waldrande l. von -uns begleitet uns längere Zeit ein Weg, der bei nassem Wetter besser -gangbar ist und sich außerhalb des Waldes mit unserem vereinigt. Unser -Weg schlängelt sich nun lieblich auf der freien Kammhöhe dahin, die -hier den Namen »+Auf der Schöne+« führt und eine herrliche Aussicht -gewährt. Etwa ¼ Stunde dauert die reizende Wanderung, bis wir etwa -400 Schritte vor uns und etwas tiefer zwei Gehöfte erblicken. Hier -achte man genau auf die Kammwegmarken[3], die nun an Gesträuch -einen nach r. rechtwinklig abzweigenden, verrasten Fahrweg zur Höhe -hinaufleiten, wo wir nun einem ganz schmalen Pfade l. eben durch -Heidekraut und Gehölz folgen. Wo dieser sich senkt und in niedrige -Jugend eintritt, folgen wir l. rechtwinklig einem Pfade, der immer an -Grenzsteinen und schließlich am Waldrande (l. ein Feld) weiterleitet, -bis er einen Fahrweg erreicht und wir vor uns auf grünen Matten die -wenigen und teils altersgrauen Häuser von +Oberwald+ erblicken. Die -Kammwegmarkierung führt nun etwas rechts über den Fahrweg, quer durch -die Wiesen, auf eine kleine Brandruine und das einzige sehr bescheidene -Gasthaus des Wenzel Bail zu, wo wir recht gerne ein Glas frischer, -guter Milch erhalten. L. oberhalb des genannten Gasthauses steht an dem -breiten Fahrwege ein steinernes Kreuz mit der Jahreszahl 1819, dort -müssen wir vorbei und den Fahrweg nach r. nordwestlich benützen bis -zum letzten (r.) Hause. Der bisherige Weg führt geradeaus weiter nach -Peterswald. Wir aber folgen dem l. rechtwinklig zur Höhe ansteigenden -Fahrwege, der nun durch mageren Föhrenwald in wenigen Minuten nach (22 -~km~) +Jungferndorf+ führt. R. vom Wege erhebt sich der 686 ~m~ hohe -kahle +Sandkopf+ mit weiter Aussicht nach Sachsen, l. stehen etwa drei -kleine Häuschen. Die meisten Häuser des Ortes gewahren wir erst r. an -der Westseite des Sandkopfes, wenn unser Weg die breite Kaiserstraße -erreicht hat. Wir wandern nun auf dieser in südlicher Richtung nach -Nollendorf führenden Straße, l. Wegtafeln des Teplitzer Gebirgsvereins -Nr. 736 und 735 (etwas kürzerer Weg nach Oberwald) rotweiße Marke. - -(24 ~km~) +Nollendorf+ (679 ~m~ -- 322 E.) Historisch merkwürdig durch -die Schlacht bei Kulm im Jahre 1813, in der die Franzosen unter General -Vandamme von den vereinigten Oesterreichern, Preußen und Russen eine -heftige Niederlage erlitten, die zur panikartigen Flucht der Franzosen -über Nollendorf (Straße nach Jungferndorf) führte. Kaiser Napoleon -betrachtete vom Turme der Nollendorfer Kirche den Verlauf der Schlacht. --- In Josef Güttlers Gasthaus gute Unterkunft und Verpflegung. (Berlet, -Erzg. R. II b). - - - - -2. Abschnitt. - -Nollendorf--Neustadt (28 ~km~). - - - +Zugangswege+: ~a~) von +Sachsen+ aus: 1. Bahnstrecke - Pirna--Gottleuba. Von hier nach Nollendorf 14 ~km~. 2. - Mügeln--Geising, nach Zinnwald 3½ ~km~. Dresden--Kipsdorf, - nach Zinnwald 11 ~km~. ~b~) von +Böhmen+ aus: Staatsbahn - Bodenbach--Komotau. Station Tellnitz 3 ~km~ von Nollendorf - entfernt. - -Um unsere Kammwegwanderung fortzusetzen, schreiten wir auf der von -Jungferndorf durch +Nollendorf+ führenden Straße durch diesen Ort bis -zur hochstehenden Kirche. Ueberraschend schöne Aussicht nach Süden. -Gehen wir aber der Friedhofmauer, welche die Kirche einschließt, -entlang und dann auf einem Feldwege etwa 8 Min. gegen Osten bis auf die -Höhe des +Nollendorfer Berges+ (701 ~m~), so gestaltet sich dieselbe -noch entzückender. Der Kammweg aber zweigt von der Straße r. gegenüber -der Kirche als schmaler Fahrweg gegen Westen ab. Wegweiser Nr. 729, mit -der Kammarke läuft von hier etwa 1000 Schritte eine blaugelbe Marke -(nach Tellnitz). Mäßig ansteigend gelangen wir auf dem baumlosen Kamme -mit schöner Aussicht in das Pockautal, aus dessen Hintergrund Aussig, -beschirmt von der düstern Burgruine Schreckenstein, heraufschaut, -und über drei Feldweg-Kreuzungen zu einem Steinkreuze mit grünem -Holzgitter, wo sich unser Weg nach r. wendet. Die blaugelbe Markierung -führt ins Tal. Nun r. auf das oberste Haus zu, durch dessen Hof -(zwischen Haus und Scheune) der Kammweg führt. Dann l. zum Wegweiser -Nr. 731 und 732 und dessen blaugelbblauer Marke außer der Kammarke -nach (gegen Streckenwald) r. an der Rückseite eines großen Gehöftes in -nahezu nordwestlicher Richtung den Fahrweg weiter. R. erstreckt sich -die freie Hochfläche des +Kaibler+ (722 ~m~), über welche in einiger -Entfernung die eschenbesäumten Straßen nach Schönwald und Peterswald -führen, l. ragt die waldesdunkle +Hornkappe+ (665 ~m~) empor, ein -walderfülltes Seitental senkt sich hinunter zum tiefen Tellnitzer Grund -und jenseits strebt der 792 ~m~ hohe Zechberg empor. Vor uns über dem -Walde in der Entfernung von 4 ~km~ erscheint unser nächstes Ziel, der -Ort Streckenwald mit dem schlanken Türmchen seines Kirchleins. Fast 2 -~km~ geradeaus geht es auf der herrlichen Höhe bis zum Waldrande mit -dem Stein 108. Nun wenden wir uns l. an demselben abwärts, dann in -den Wald hinein. Es folgen die Steine: 109, 110, 111, 39, 40, 41, 42, -43 (dann kommt ein Weg l. herab). Unser Weg schlängelt sich zuletzt, -Stein 45, und wir sind in einer etwa 100 ~m~ tiefen Einsenkung des -Kammes angekommen, durch die eine Straße von Tellnitz nach Schönwald, -der sog. Schießhausweg, führt. Wir queren diese und ein Wässerlein. -Unser Fahrweg führt nun teils durch Wald, teils an Feldern und Wiesen -vorbei. Es folgt Stein 46, Pfosten 24, (ein Weg kommt von r.) r. -kleine Sandgrube, Stein 278, Weg windet sich stark nach l., Stein -277, r. etwa 5 ~km~ entfernt im Norden der spitze Sattelberg (719 -~m~), l. Tellnitztal. Bei Stein 275 wieder Wendung nach r., (zwei -Wegabzweigungen nach l.) r. halten, Stein 270, Weg steigt wieder an, -Stein 269, (Wegabzweigung l.) r. halten. Austritt aus dem Walde. Freie -Fluren. Weiter Ausblick nach Sachsen. Schloß Schönwald, Orte Breitenau, -Liebenau u. a., r. zwei einzelne Wäldchen (aus dem Walde l. kommt ein -Weg). Es folgen nun viele Wegkreuzungen, da meist auf jedes Feld ein -Weg abzweigt. Wir müssen nun so ziemlich unsere gerade Richtung nach -Westen einhalten und bald erscheint Dorf Streckenwald, bei dessen -Kirchlein wir die nach Adolfsgrün führende Straße betreten, die -rechtwinklig zu unserem bisherigen Wege nach Süden führt, r. das letzte -Haus des Ortes Gasthaus. - - (5½ ~km~) +Streckenwald+ (753 ~m~ -- 508 E.) Die Bewohner - treiben mannigfachen Handel, besonders mit Borstenvieh, - und sind als rührige Geschäftsleute weit bekannt. Die - kleine freundliche Kirche ist im Jahre 1901 erbaut. An ihr - Gedenktafel: »Zu Ehren Sr. königl. Hoheit Prinz Max, welcher - am 14. September 1902 zur Kirchweihe die Festrede abhielt. - Gewidmet von Karl Watzke.« (Berlet, Erzg. R. II c). - -Auf der genannten Straße fast eben in 20 Min. nach Adolfsgrün. R. -vorher Friedhof am Waldesrand. - - (7 ~km~) +Adolfsgrün+ (747 ~m~ -- 40 E.) wurde erst vor etwa - 60 Jahren gegründet. L. Gasthaus »Zur Waldesruh«, r. »Stadt - Dresden«. - -Nun die Straße geradeaus aus dem Orte hinaus und weiter. Die Straße -senkt sich in eine sanfte Mulde (Kammlinie läuft südlich), deren -Rinnsal ins Müglitztal ausmündet. Ein weiter Blick nach Sachsen -erschließt sich. Markant hebt sich der Geisingberg mit Turm ab, an -dessen l. Abhang lehnt die Stadt Altenberg. Nach 1 ~km~ übersetzt die -Straße das vorgenannte Bächlein. Zwischen dem 9. und 10. Baum jenseits -verlassen wir die Straße und folgen in fast südlicher Richtung einem -mäßig der Kammhöhe zustrebenden Fahrwege über zwei Wegkreuzungen, -geradeaus auf das steinerne Kreuz zu, errichtet von Anna Patzelt am -14. Juli 1905, weiter auf zwei neuerliche Kreuze, die »Ritschelkreuze« -(765 ~m~), zu. Genau auf der Kammlinie, weite Ausschau: vor uns -Ebersdorf, der Mückenberg, r. davon ein mächtiges Stück des Kammes mit -dem Vorder-Zinnwalder Kahlenberg, dem »Toten Kinde« und dem Kahlenberg -i. S. ganz r. L. merkwürdige Terrain-Erscheinung: der Gebirgskamm -schiebt zwei Berge nach Südosten, die höher als er sind: +Zechberg+ und -+Schauplatz+ (beide 792 ~m~). - -Bei diesen Kreuzen mündet ein Weg von l. in unsern ein, wir gehen nach -r., neuerliche Abzweigung, wieder r. halten und in wenigen Schritten -treten wir in (9 ~km~) +Ebersdorf+ ein, l. Kaufmann Hermann Merl Nr. -222, r. Josef Kohlschütter, Schneider. Wir wenden uns r. auf die -Dorfstraße, gehen nur bis zum nächsten (r.) Hause Nr. 137. Diesem -gegenüber schreiten wir l. vor einem neugebauten feuerfesten Hause -mit Pappdach und zwei Blitzableitern auf einem Feldwege hinaus aus -dem Orte gegen Westen. Der Kammweg durchquert also nur den Ort im -oberen Ortsteile, sog. Oberdorf, der eine ausgesprochene Längsrichtung -hat. Ebersdorf (753 ~m~, 984 E.) ist eine alte Ansiedlung mit dem -ursprünglichen Namen Eberhardsdorf. (Berlet, Erzg. R. II c). - -Wenn wir bei genanntem Hause hinaustreten, queren wir sogleich einen -Pfad, der parallel mit dem Dorfe läuft. Außerdem führen zwei Wege -hinaus, wir folgen dem etwas nach r. führenden. Nach 80 Schritten -wieder Wegteilung, wir gehen r. auf dem verrasten Wege weiter. Nach -300 Schritten Wegkreuzung, wir müssen geradeaus. Von r. münden nun -wiederholt aus dem Dorfe kommende Feldwege ein. Wir gehen immer -in unserer Richtung weiter und auf das im freien Felde stehende -eiserne Kreuz mit zwei Bäumen und Umzäunung (errichtet von Zechel -»Schenkerkreuz«) zu. - -Bei klarem Wetter ist nun ein Verirren unmöglich, da man vor sich den -Mückenberg als Wanderziel sieht; bei Nebel aber Achtung! Vom Kreuze -weder r. noch l., sondern geradeaus, es folgen mehrere Wegkreuzungen, -wir immer in der gleichen Richtung weiter, l. Ausblick durch die -Dachsenschlucht auf den Teplitzer Schloßberg; der Weg senkt sich und an -seiner tiefsten Stelle steht ein neuerliches Kreuz, Goldammerkreuz, 724 -~m~, 1867, und Wegweiser Nr. 126 und 127, dem wir zum Mückenberg hinauf -folgen, noch 10 Min. bergan. - - Freundlich blickt das in Holz gekleidete und im Schweizerstil - erbaute (12 ~km~) +Mückentürmchen+ aus dem Waldesgrün hernieder - und zierlich schlängelt sich der Pfad des Kammweges zu ihm - hinauf an Halden und Bingen, Zeugen des einstigen Bergsegens, - vorbei. Der Mückenturm, ein vortrefflich bewirtschaftetes - Unterkunftshaus, hat mehrere Restaurationsräume, eine größere - Anzahl von Fremdenzimmern und dürfte zu einem wichtigen - Ruhepunkt für Kammwegwanderer werden. (Berlet, Erzg. R. II c). - -Von Tissa bis hierher besteht die Hauptmasse des Erzgebirges aus -Urgestein u. zw. Gneis, Glimmerschiefer und Tonschiefer. Der Mückenberg -gehört bereits einem Porphyrstocke an, der zwischen Graupen und -Niklasberg den Gebirgsrücken durchquert. - -Wir steigen nun westlich vom Mückentürmchen hinunter an der St. -Wolfgangskapelle mit Holzkanzel im Freien vorbei und übersetzen die -von Voitsdorf nach Graupen führende Straße, r. Zollamt. Wegweiser -(über Siebengiebel etc., auf dem Bierwege nach V.-Zinnwald). Der -hier bezeichneten, ganz ebenen Straße folgen wir etwa 8 Min. bis zum -Forsthause mit Wegweiser (676). Vor diesem r. auf schmalem Fahrwege = -Bierweg mit blauer Kammarke und blaugelber Marke in den Wald hinein -und immer in nordwestlicher Richtung auf dem ebenen, bewaldeten, teils -moorigen Kamme nahezu 3 ~km~ fort, dann Austritt aus dem Walde. Auf -diesem Wege anfangs zwei Wegteilungen, wir immer l., Rückblick auf den -Mückenberg, vorbei an Stein 842, Stein mit Nr. 12, 13, 14, 27, Stein -13, 14, 15, 29, dann Wegkreuzung und bei Stein 15, 31, 13, gerade -Schneise, welche wir beide kreuzen. Weg senkt sich, über Wegkreuzung -geradeaus, l. Pflanzgarten, dann durch den Wildzaun. Hier Wegteilung, -wir r. abwärts auf den inmitten der Wiesen stehenden Wegweiser 299 und -300 zu. Hier verlassen wir die blaugelbe Marke (Achtung), wenden uns -scharf nach l. auf die Häuser von (16 ~km~) +Vorder-Zinnwald+ zu. Erst -treffen wir l. ein Holzkreuz, r. ein Haus mit 5 kleinen Ebereschen. -Man sieht gerade vor sich den Kammweg den Berg hinansteigen. In 6 Min. -vom Wegweiser quert er ein nach Süden führendes Sträßchen und führt -zwischen zwei Häusern in der bisherigen Richtung hinauf. Das l. Haus -ist ein altes Gebäude mit drei alten Bäumen. Auf der Höhe wendet sich -unser Weg scharf nach r. und gewährt eine überraschend schöne Aussicht -auf die vorher zurückgelegte Kammwegstrecke sowie weite Fernsicht nach -Sachsen, infolgedessen »Dresdner Aussicht« genannt. L. läuft eine -Steinmauer, erst näher, dann sich entfernend, wir gerade aus fort nach -Norden bis auf die von Vorder-Zinnwald nach Hinter-Zinnwald führende -Straße (r. letztes Haus von Vorder-Zinnwald), die wir nach l. (Westen) -hinansteigen und auf der wir in ½ Stunde die Bergstadt (20½ ~km~) -+Hinter-Zinnwald+ (816 ~m~, 1118 E.) erreichen. L. die braun-weiße -Schule und die Kirche, r. Haus des Franz Hönig. Nach diesem verlassen -wir die Straße und schreiten r. abwärts auf das Pochwerk Moritzhütte -zu. Wir steigen nun an der Landesgrenze (in Sachsen!), l. Steine 44, -41, einen Hohlweg hinan, auf das Gasthaus »Zum Bergmanns-Gruß« an der -Straße zu, die von Sachsen nach Böhmen führt. Hinter-Zinnwald, (Berlet, -Erzg. R. III.) - - +Seitentour+: +Hinter-Zinnwald+--+Altenberg+--+Geisingberg+-- - +Geising+--+Wettinhöhe+--+Hinter-Zinnwald+. - Von Hinter-Zinnwald über die Grenze in das anschließende - Sächs.-Zinnwald und auf der beim Gasthofe »Zum sächsischen - Reiter« l. abzweigenden Straße in dreieinhalb ~km~ nach - +Altenberg+ (Berlet, Erzg. R. II d), Stadt mit 1750 E., - hierauf in 35 Min. auf den 823 ~m~ hohen +Geisingberg+ - (Basaltkuppe) mit 17 ~m~ hohem Aussichtsturm und schöner - Aussicht. Hierauf Abstieg auf markiertem Wege nach (3 ~km~) - +Geising+. Stadt mit 1240 E. (Berlet, Erzg R. II c). Von hier - auf die +Wettinhöhe+ (zweieinhalb ~km~) mit 15 ~m~ hohem - eisernen Turm (zur Wettinfeier 1888 errichtet). Nun Abstieg - nach Westen und entlang des Aschergrabens (altangelegter Graben - für die Pochwerke in Altenberg) nach Zinnwald dreieinhalb ~km~, - zusammen 15 ~km~. - -Auf der vorgenannten Straße nach r. (Norden), r. Gasthof zur Biliner -Bierhalle. Nach wenigen Schritten Wegweiser Nr. 603 (nach Niklasberg -und Neustadt), diesem nach auf die nach l. aufwärtsführende Straße bei -(l.) Kaufmann Wenzel Renner, steinernes Kreuz, Annaschacht, Gasthof zur -Linde, (r.) Gnade Gottes-Zeche, Steinbruch, große Halden vorbei. R. in -geringer Entfernung die Landesgrenze, darüber ganz nahe die Häuser von -Sächs.-Zinnwald. Die Straße macht zwei große Kehren und erreicht die -freie Höhe. R. schaut gewaltig der Geisingberg herüber und die zwei -Häuserreihen des etwa 10 Min. entfernten Ortes Neu-Georgenfeld kehren -dem Böhmerlande alle ihre Giebel zu, was uns nicht Wunder nimmt, sind -es doch die Anwesen der im Jahre 1728 von Hinter- und Vorder-Zinnwald -vertriebenen 777 glaubenstreuen Evangelischen. Bald erblicken wir auch -r. aus dem Walde aufragend den felsigen +Lugstein+, der in Sachsen -befindlich, eine schöne Aussicht sowohl nach Sachsen wie nach Böhmen -bietet. Immer auf der Straße weiterwandernd, treten wir bald (22 -~km~) in den dichten Wald ein, der uns nun 4 ~km~ lang begleitet. -Eine reizende Waldwanderung in nahezu 900 ~m~ Höhe und traulicher -Einsamkeit. Oft kann man hier stattliches Hochwild erblicken. Die -Kammlinie läuft l. von uns über den flachgewölbten, mächtigen +Bornhau+ -(911 ~m~), von dem zahlreiche Wässerlein dem Tale der Weißeritz bei -Rehefeld-Zaunhaus zueilen. Anfangs schöner Rückblick auf Zinnwald, -dann r. hinter uns der Kahlenberg i. S. und auf freier Höhe die fernen -Häuser von Schellerhau. Wir dürfen nie von unserer Straße abweichen, -auch nicht in der Senkung, in welcher bei einer Holzhauerhütte r. eine -Straße nach Kalkofen abzweigt. Nachher l. Stein ~D~/6, eingezäunte -Waldwiese, Stein 2/1 und 6/3, r. Blick ins Rehefelder Tal. Beim Stein -~b~/1 gelangen wir nun durch den Wildzaun, wo r. ein Fahrweg abzweigt. -Wir auf der Straße weiter, am (l.) Wildzaun entlang bis zum Austritt -aus dem Walde. Hier kommen von l. zwei Straßen: eine aus dem Wildgatter -herab, das sich nun nach l. wendet, die zweite längs desselben, l. beim -Tor Stein ~FB~; r. Wegweiser (nach Zinnwald 5,6 ~km~, nach Niklasberg -2 ~km~), l. geht außerdem ein Fahrweg hinab. Unsere Straße wendet sich -ziemlich scharf nach r., l. Blick auf den Stürmer, gerade vor uns die -Häuser von Neustadt, r. Bahnhof Moldau mit dem Polterberge, l. steht -das »Rote Kreuz«. Wenn man vor dieses einige Schritte vorgeht, schöne -Aussicht nach Böhmen: im Vordergrunde die große Eisenbahnbrücke, -dahinter der Biliner Borschen und die südöstlichen Kegelberge des -Mittelgebirges, mächtig erscheint r. neben ersterem der Schladniger. -Beim roten Kreuze senkt sich steil ein Weg hinab nach Niklasberg. -Nach einigen Schritten auf unserer Straße l. Wegweiser (derzeit -unleserlich), wo l. die Straße nach Niklasberg und Neustadt, r. nach -Kalkofen nördlich führt, welch letztere wir 50 Schritte benützen. -Hier zweigt dann l. (Achtung!) ein Fahrweg ab, der durch Wiesen zum -nahen (3 Min.) Walde emporleitet. Diesem folgen wir. L. erscheint der -Donnersberg, vor ihm viel näher das hölzerne Aussichtsgerüst auf dem -Warteck bei Niklasberg, hinter uns der Bornhau. Am Waldrande nun, -weder l. noch r., sondern geradeaus in den Wald hinein und gerade -weiter, wir überschreiten den ebenen +Keilberg+, 829 ~m~. Nach 7--8 -Min. Austritt aus dem Walde, Weg senkt sich, vor uns Neustadt, dahinter -schaut über den Wald der hohe Wieselstein. Weiter unten kommt von r. -hinten ein Weg. Herrlicher Blick: l. vom Donnersberg erscheint der -Lobosch bei Lobositz, dahinter der Georgsberg bei Raudnitz, l. unten -im Tale das alte Bergstädtchen Niklasberg, r. und l. das Geleise der -Strecke Brüx--Moldau und wir schreiten über den Tunnel weg. Der Wald -tritt r. zurück und läßt uns ganz nah die Station Neustadt und l. oben -am Waldrande das Forsthaus erblicken. R. am Waldessaume großer Stein -105. Weg steigt wieder an, am Waldesrande l. die Steine 121 und 123. -Auf der Höhe erblickt man nun die Straße, auf welcher der Kammweg r. -nach (28 ~km~) +Neustadt+ führt, zu der wir deshalb hinabschreiten. L. -Wegweiser 153 »Ueber das Hohe nach Niklasberg«. Nach 6 Min. betreten -wir beim Hause Nr. 11 des Wenzel Preißler, Holz- und Kohlenhandlung, -das kammthronende Dorf, 826 ~m~, 305 E. (G. Biliner Bierhalle, beim -Wolf.) Am Nordende des Ortes bezeichnet eine Tafel das Haus, in dem -Kaiser Josef 1779 Mittagsrast hielt. - -Wenige Schritte nach dem Hause Nr. 11 erblickt man die erste -Ueberbrückung der wilden Weißeritz, die r. neben der Straße -hinuntereilt. (Berlet, Erzg. R. IV.) - - +Seitentouren+: ~a~) +Neustadt+--+Stürmer+--+Neustadt+. Vom - Wegweiser an der Weißeritzbrücke Nr. 59--61 einige Schritte - l. am Hause Wegtafel: Zum Stürmer, 1 ~km~, rotweiße Zeichen. - Der Weg steigt an, anfangs zwischen einigen Häusern, später - durch Wiesen. Auf der freien Höhe l. schöner Blick auf das - Mückentürmchen, vor uns weit ins Böhmerland hinein. Weiter - und wenige Schritte in den Wald hinein. Hier Wegweiser, - der aber nach jedem Winter umgefahren ist. Der bisherige - Weg senkt sich stark, wir l. horizontal zur nahen, jedoch - baufälligen Schutzhütte. Schöne Aussicht, insbesondere auf (r.) - die Strobnitz (853 ~m~), vor der einige Gründe tief in das - Gebirge einschneiden. Der hinter der Schutzhütte befindliche - Gipfel ist mit Hochwald verwachsen, dieser aber seit neuerer - Zeit verbrochen. Besuch desselben derzeit nicht lohnend. Auf - demselben Wege wieder zurück nach Neustadt. - - ~b~) +Neustadt+--+Rehefeld+--+Moldau+--+Muldenquelle+--+Neustadt+. - Von Neustadt zur Station Neustadt über das Geleise auf blauweiß - markiertem Wege zum Forsthause Kalkofen. Von hier l. im Tale - der wilden Weißeritz abwärts nach +Zaunhaus-Rehefeld+ mit - königl. sächs. Jagdschloß, 1869 erbaut. (Berlet, Erzg. R. IV). - Von hier westlich den sog. Bierweg hinauf zur Hermsdorfer - Straße und auf dieser l. nach +Station Moldau+ (791 ~m~), - Gasthaus zum Fischerhaus, Stern etc. Dorf Moldau ist 3 ~km~ - entfernt. Nun auf der südlich nach Neustadt führenden Straße - bis zur ersten Schneise r., diese, obwohl Verbotstafel, ruhig - wenige Minuten bis zur Wiese r., an deren l. Seite nahe dem - unteren Ende etwa 40 Schritte von der Straße die +Muldenquelle+ - mit einfacher Holzfassung zu suchen ist. Hierauf mit Rücksicht - auf das Verbot zurück zur Straße und auf dieser mit schöner - Ausschau nach Osten am (r.) Torfwerke vorbei nach Neustadt - (zusammen 13 ~km~). - - - - -3. Abschnitt. - -Neustadt--Einsiedl (24 ~km~). - - - +Zugangswege+: ~a~) von +Böhmen+ aus: 1. Bahnlinie - Prag--Brüx--Moldau: Station Neustadt. 2. Elektrische Bahn - Teplitz--Eichwald mit Benützung der unter 1 genannten Strecke. - ~b~) von +Sachsen+: Linie Freiberg--Moldau mit Anschluß nach - Neustadt. - -Wir folgen der Tafel 60: Nach Willersdorf, Fleyh etc. des Wegweisers -Nr. 59--61 bei der Weißeritzbrücke und schreiten auf schmalem Sträßchen -in südwestlicher Richtung zum Orte hinaus, r. Häuser Nr. 36 und 35, -l. zweigt ein Weg zum letzten Hause des Dorfes ab. Schöner Rückblick! -R. anfangs Wald, l. immer freie Flur und Steine 198--204. Wiederholt -tauchen im Süden die Gipfel des Mittelgebirges auf. Nach 1½ ~km~ treten -wir in den Wald ein, r. knorrige Ulme und Stein 261, l. Stein 240 (3 -~m~ abseits). Unsere Straße wendet sich erst etwas nach r., bald aber -führt sie 1 ~km~ schnurgerade dahin, bis sie endlich scharf nach r. -umbiegt und in einen wohl breiten, aber verrasten Waldweg übergeht. -Bei der Biegung Pfosten IV, 6 und weiterhin entlang des ganzen Weges -(2 ~km~) die Steine 375--344. Dann Austritt in die freie Flur von -Willersdorf, dessen freundliche Häuser wir schon einige Zeit vorher -erblickten. - - (5 ~km~) +Willersdorf+, früher Wilhardsdorf, meist Neudörfl - genannt, zählt 52 Häuser und liegt im Hochtale des Fleyhbaches - (Flöha). Gasthaus des Paul Meyer. - -Beim Eintritte in den Ort, Wegweiser 150, an einer Mühle vorbei bis zum -etwas abseitsstehenden (r.) Hause Nr. 8 des Alwin Mayer, Fleischer. -Hier über die Brücke auf das l. Ufer der Fleyh. L. Wegweiser 229 nach -Neustadt und wir schreiten auf der Straße bei Wegweiser 225 und 226 -abwärts. R. Gasthaus und Fleischerei des Paul Mayer. Bald über die -Steinbrücke wieder auf das r. Ufer des Baches und die Dorfstraße hinab -bis zur Wegteilung mit steinernem Kreuze (~H. E.~ 1809) und Wegweiser -305 (n. Fleyh). Hier folgen wir dem Fahrweg links geradeaus, während -nach r. ein Weg abzweigt, kommen an den Steinen 167--154 vorbei bald -in den Wald und gerade aus, weder r., noch l., weiter, nach wenigen -Minuten wieder freie Flur, liebliche Mulde mit dem Kirchorte Fleyh. -R. stehen später 2 Kreuze mit Wegweiser 151, 152, weil Weg r. von -Grünwald einmündet. Wir bemerken zahlreiche Granitblöcke, wir sind ins -Granitgebiet eingetreten. Bald nachher über die Brücke des Motzdorfer -Baches und in den Ort hinein. - - (8 ~km~) +Fleyh+ (729 ~m~, 490 E.) hat eine im Jahre 1653 - erbaute hölzerne Kirche, die Bewohner beschäftigen sich - meist mit Viehzucht, Ackerbau, Holzarbeit und Handel (6 - Sägemühlen). Gasthaus zur Sonne und Touristenhotel zur Mühle. - Forellen-Schmaus! (Berlet, Erzg. R. IV.) - -Beim Touristenhotel zur Mühle vorbei über die Fleyhbrücke (l.) mit -Wegweiser 194, 195 r. die Straße den Bach entlang 2 ~km~ abwärts, bis -die Straße eine scharfe Wendung nach r. macht. Wir folgen dem Wegweiser -über Göhren nach Johnsdorf, indem wir l. durch den Wildzaun treten -und die sogenannte Flösselstraße emporsteigen und uns immer entlang -der Telephonleitung halten. R. der Geiersberg. Nach 1½ ~km~ kreuzt -eine fast 5 ~km~ lange, ganz gerade Schneise mit Waldstraße unsern -Weg, an deren nördlichem Ende das Jagdschloß Lichtenwald, am südlichen -Ende das Forsthaus Georgshöhe erscheint (Wunderbare Perspektive). L. -Wegweiser 911 (?) oder 811, nicht leserlich. Nun in der bisherigen -Richtung weiter (l. Telephonstange 236). Bald zweigt r. rechtwinklig -eine Straße ab, wir geradeaus. Es geht fast 4 ~km~ im herrlichen -Hochwalde eben dahin. Auf einer Waldblöße wird l. der Wieselstein (956 -~m~) und der Schwarze Berg (888 ~m~) sichtbar. Hierauf kommen wir durch -das stattliche Tor des Tiergartens hinaus, der Wildzaun verläßt uns -gleich dahinter. L. führt eine Straße in den Rauschengrund, mit ihr -die Telephonleitung, wir geradeaus fort. Es folgt Wegweiser r. nach -Rauschenbach und in 2 Min. r. der (16 ~km~) +Schwarze Teich+ (801 ~m~) -in stiller Waldeinsamkeit auf dem Kamme. L. fällt das Terrain schroff -zum genannten Grunde ab. Gleich hinter dem Teiche Wegweiser nach Bad -Einsiedl, wir aber folgen unserer Straße, die einen scharfen Bogen nach -l. macht, und kommen in 15 Min. aus dem Walde, wo r. das Forsthaus und -später l. einige Häuser von (20 ~km~) +Göhren+ sichtbar sind. Schöner -Blick auf das Wieselsteinmassiv. - -Wenige Schritte hinter dem Forsthause Wegweiser. Wir gehen auf dem -hierdurch bezeichneten Fahrwege nach Deutsch-Einsiedel etwa 80--100 -Schritte nach r. (schräg zurück!) l. runder St. 25, bis Weg mit Pfosten -~C~/₂₀ und Verbotstafel nach l. abzweigt. Auf diesem nach S. Nach 5 -Min. kommt ein Weg von r. Geradeaus weiter, dann r. Pfosten 20 und 17 -und Stein 9 und Austritt aus dem Walde, gerade auf das mittlere Haus -zu auf die Straße (auf dieser nach r.), die von Göhren am letzten (r.) -Hause 34 vorbei westlich nach Böhm.-Einsiedl führt. Bald tritt sie in -den Wald, führt dann sanft abwärts, bis sie nach 2½ ~km~ aus dem Walde -tritt. Wir treffen l. Pfosten ~G~/₁₆, ~E~/₁₅, ~E~/₂₀, dahinter zweigt -eine Straße nach r. ab, wir links. Bald bietet sich uns ein schöner -Anblick der Orte Böhm.-Einsiedl und Deutsch-Einsiedel dar, hinter -letzterem der hohe Urs (Ahornberg) (833 ~m~) in Sa. In Böhm.-Einsiedl -mündet unsere Straße auf die Bezirksstraße Brüx--Sayda ein bei Karl -Reißig's Gasthaus. Wegweiser, Straßenkilometerstein 3. Nun die Straße -r. im Dorf abwärts, vorbei l. an Hüttl's Schanknahrung, Finanzwache, -Kriegerdenkmal, r. Postamt, Denksäule für Erzherzog Stephan, Schule, -bis zum Hause Nr. 10 (Agentschaft und Feuermeldestelle), wo der Kammweg -gegen Gebirgsneudorf weiterführt. - -(24 ~km~) +Einsiedl+ (760 ~m~, 436 E.), hart an der sächs. Grenze -am Schweinitzbache, treibt Spielwarenindustrie, reger Verkehr mit -Sachsen. ~G.~: Hugo Kunze's Gasthof, Hüttl's Schanknahrung. 2 ~km~ -südlich nahe der Brüxer Straße der 774 ~m~ Haselstein mit 14 ~m~ hohem -Aussichtsturm. Schlüssel in Hugo Kunze's Gasthof erhältlich. - - +Seitentouren+: ~a~) +Fleyh+--+Wieselstein+--+Langewiese+-- - +Strobnitz+--+Langewiese+--+Fleyh+. - In Fleyh über die Brücke und wenige Schritte auf der Straße - abwärts, dann steilen Pfad l. aufwärts, der später in einen - fast ebenen Fahrweg übergeht. Auf diesem erreicht man nach 3 - ~km~ l. die Hortenwiese mitten im Hochwalde und nach dieser - Wegkreuzung. Hier r. hinauf zum Wieselstein (956 ~m~). Aussicht - der höchsten Felskoppe verwachsen, dafür schöne Aussicht auf - einer etwa 200 Schritte südl. Felskoppe. Abstieg auf gleichem - Wege, bei der Wegkreuzung aber nun geradeaus eben fort und - nach einer halben Stunde aus dem Walde und nun über den freien - Wolfsberg mit neuerdings schöner Aussicht nach Dorf Langewiese. - Von hier auf blaugelbblau markiertem Wege zur (10 ~km~) - +Strobnitz+ (853 ~m~) (herrliche Aussicht auf das Teplitzer - Talbecken) und wieder zurück nach Langewiese und nun auf der - Straße nördlich nach Fleyh, insgesamt 19 ~km~. - - ~b~) +Einsiedl+--+Deutsch-Einsiedel+--+Bad - Einsiedel+--+Urs+--+Deutsch-Einsiedel+--+Einsiedl+ Auf der - Straße über die Grenze nach D.-Einsiedel (513 E.) und die - Saydaer Straße 2 ~km~ hinauf, bis zum Kurhaus Heidelberg, wo - 3 Min. r. von der Straße idyllisch inmitten dichten Waldes - das gernbesuchte Eisen- und Schwefelbad Einsiedel mit sehr - guter Restauration liegt. Wieder zurück zum Kurhaus Heidelberg - die Straße kreuzend in südwestlicher Richtung durch den - gleichnamigen Ort (s. Berlet, Erzg. R. VII a) mit sehenswerter - Spielwarenindustrie auf den +Urs+ (Ahornberg), 833 ~m~, - mit farbenprächtiger Aussicht und zurück südöstlich nach - D.-Einsiedel und Böhm.-Einsiedl, zus. 10 ~km~. - - - - -4. Abschnitt. - -Einsiedl--Sebastiansberg (31 ~km~). - - - +Zugangswege+: ~a~) von +Sachsen+: Bahnlinie - Freiberg--(Chemnitz)--Olbernhau--Neuhausen. Nach Einsiedl 6 - ~km~. ~b~) von +Böhmen+: 1. Bahnlinie Komotau--Bodenbach bis - Haltestelle Johnsdorf. 2. Elektrische Bahn Brüx--Johnsdorf. Von - Johnsdorf nach Einsiedl 9 ~km~. - -Bei dem oben bezeichneten Hause Nr. 10 westlich aus dem Orte, zum Hause -Nr. 13 und 12 an letzterem Wegtafel (n. Gebirgsneudorf 4 ~km~). L. -zweigt Weg ab, wir nach r. Der ziemlich gute Fahrweg schlängelt sich -durch Felder und Wiesen, ein herrliches Tal dehnt sich sanft hinunter, -freundlich schaut der sächsische Ort Bruderwiese herüber, vor uns im -~SW.~ blaut die über 900 ~m~ hohe Kammlinie des Bernstein und der -Hübladung. Schöner Rückblick. Nach 20 Min. kommt (immer gerade fort) -eine ½-stündige Waldwanderung und schon senkt sich unser Weg zwischen -steinbesäten Fluren dem l. zur Kammhöhe emporstrebenden Gebirgsneudorf -zu, das wir r. bei einer Schleiferei, l. bei Haus Nr. 133 betreten. Auf -dem Waldwege von Gebirgsneudorf her bemerkten wir l. Pfosten ~E~/₂₆, 6, -7, ~C~/₃, r. Pfosten 7, 3, 8 und Stein 41. - - (4 ~km~) +Gebirgsneudorf+, 700 ~m~, 1788 E., langgestreckter - Ort mit Spielwarenindustrie. Bestes Gasthaus am untersten - Dorfende »Zum grünen Baum«. (S. Berlet, Erzg.-Wegweiser - R. VII a.) - - +Seitentour+: +Nach Katharinaberg und zurück.+ Hinter - dem »Grünen Baum« am Berg empor zum Kaiser Franz - Josef-Aussichtsturm, herab in die altertümliche Bergstadt - Katharinaberg (Hotel Kronprinz Rudolf, einfach, aber gut) - (s. Berlet, Erzg. R. VII a) und nun auf derselben Straße bei - genanntem Turme vorbei in südöstlicher Richtung (l. immer - schöne Aussicht auf Gebirgsneudorf und Einsiedl) in 1 Stunde an - das obere Ende von Gebirgsneudorf und nach Nickelsdorf, wo wir - beim Hause Nr. 19 (Rasierstube) auf den Kammweg treffen und uns - nach r. wenden. - -Unternimmt man die vorgenannte Seitentour nicht, so steigt man l. -durch Gebirgsneudorf empor, r. Kirche, Ferd. Grumptmann, Gasthaus und -Fleischerei, weiter oben Spar- und Vorschußkasse; l. Ferd. Neubauers -Gasthaus, Schule, Gasthaus zur Linde, Postamt und schließlich (l.) Haus -Nr. 125. Hier gegenüber verlassen wir den Ort, auf schmalem Steige -durch die Wiesen, in 150 Schritten erreichen wir an der Straße Haus Nr. -19 in Nickelsdorf mit Rasierstube. - - (5 ~km~) +Nickelsdorf+ (755 ~m~), 500 E. Der östliche Teil - des Ortes liegt unmittelbar auf der Kammlinie (Wasserscheide - der böhmischen und sächsischen Gewässer). Dort befinden - sich auch die zwei Gasthäuser des Ortes »Zur Gebirgshöhe« - und »Tropschuh's Gasthaus«. Von Nickelsdorf senkt sich das - tief eingeschnittene Mariental mit dem Ruttenbache nach - Obergeorgental (Eisenbahnstation) hinab (6 ~km~). - -Die +Straße+ wendet sich dann r. gegen Katharinaberg hinab, wir aber -schreiten l. auf einem Fahrwege zwischen den Häusern von Nickelsdorf -(die Dorfstraße) geradeaus hindurch. - - Vorher Blick r. auf den Kaiser Franz Josef-Aussichtsturm bei - Katharinaberg und die kammthronenden Häuser von Kleinhan. Am - Ende des Ortes schöner und umfassender Blick ins Schweinitztal - mit den Ortschaften Gebirgsneudorf, Deutsch-Neudorf, - Deutsch-Katharinaberg (beide letztgenannte in Sachsen). - -Nun schlängelt sich unser Fahrweg durch Jungwald sanft hinab und wir -betreten die nach Schloß Eisenberg führende Waldstraße, auf der wir l. -mäßig ansteigend nach etwa 700 Schritten zum +Wildzaun+ (l. Pfosten 25) -gelangen. - -Schon nach wenigen Schritten nach Betreten dieser Straße schöner -eigenartiger Rückblick auf die dichtgedrängten Giebel und Dächer von -Nickelsdorf. - -Am Wildzaun (Tor) verlassen wir die Straße und folgen dem nach r. -abzweigenden Fahrwege immer etwa 790 ~m~ hoch am Wildzaune (l.) und -am Fuße des (l.) +Adelsberges+ (901 ~m~) in nordwestlicher Richtung. -Bald kommt man wieder durch einen Wildzaun (das Tor wieder schließen!); -l. Grenzsteine 16/3 und 108 und Pfosten 37, r. Pfosten 6. Der Weg -senkt sich etwas. Nach etwa 6 Min. von der Straße an Wegkreuzung. Wir -bleiben weiter auf unserem +Wege+, der sich +nach l.+ wendet, während -der querende Weg r. in eine gerade Schneise mit Blick auf eine ferne -sächsische Ortschaft abfällt, l. aber zum Adelsberge ansteigt, wo nun -in einiger Entfernung der erstbemerkte Wildzaun verläuft. - -Nun folgen l. Stein 109, weiter l. Stein mit den Buchstaben ~U. L.~ und -nach etwa 100 Schritten +neue Wegkreuzung+. R. ein Weg zurück und ein -Weg (unser bisheriger) gerade aus. Wir steigen l. ziemlich steil gegen -den Adelsberg hinauf. - - Mit jedem Schritte wird die Aussicht (Rückblick) umfassender - und zeigt schließlich folgendes prächtiges Bild: Ueber dem - Walde im Vordergrunde geradeaus der Gebirgskamm mit den - kammstehenden Häusern der Orte Nickelsdorf und Gebirgsneudorf, - hinter ihnen der kahle, flurstreifige Wachhübel (765 - ~m~), gerade dahinter aus dunklem Walde aufragend der - eiserne Turm des 774 ~m~ hohen Haselsteines (erbaut vom - Brüx-Oberleutensdorfer Erzgebirgsverein) und l. hinter diesem - der 849 ~m~ hohe, flachgewölbte Wolkenhübel, über den uns der - Kammweg von Göhren herübergeleitet hat, l. dahinter die schöne - Kuppe des Schwarzen Berges und r. dahinter der dominierende, - 956 ~m~ hohe Wieselstein, an dessen Südabhang die Strobnitz - (853 ~m~) und der Ossegger Spitzberg (661 ~m~) zur Ebene - absteigen. Hinter diesen schiebt sich noch die Koulisse des - Mückenberges hervor, r. ragen das Elbe- und Mittelgebirge auf - mit dem Donnersberge und seinen Trabanten. L. senkt sich das - Schweinitztal mit den vorher genannten und anderen Ortschaften - nach Sachsen hinein, wo in weiter Ferne die Bergstadt Sayda und - westlich ein ferner Berg sich deutlich abheben. Näher im Norden - ragt der Katharinaberg mit der gleichnamigen Stadt malerisch - empor. Eine herrliche Ausschau! - -Weitersteigend treten wir in den Hochwald ein und erreichen die Höhe -von 900 ~m~. Unser Weg mündet bald auf eine von l. kommende Straße, die -wir nach r. verfolgen. L. kleine Quelle, r. Steinbruch mit Holzhütte. -Bald dahinter Weggabelung: die Straße wendet sich l. Wir schlagen den -r. abzweigenden +Fahrweg+ zwischen Pfosten 34 und 35 ein. - - Auf der Straße mit Tafel »Verbotener Weg« (l.) kann man zum - Gipfel des +Bernsteins+ (921 ~m~) [südöstlich] gelangen, wenn - man nach etwa 8 Min. l. einen Pürschsteig verfolgt (insgesamt - 1,5 ~km~). Auf dem mächtigen, aber flachen Gipfel befinden sich - einige Felsgruppen, deren höchste eine Triangulierungssäule - trägt. Aussicht teilweise verwachsen. - -Unser Weg steigt nun weiter noch ein wenig an und mündet in etwa 6 -Min., wo der Wald sich lichtet, in einen von r. kommenden Hohlweg ein, -gleichzeitig wendet er sich stark nach l. Wir kommen l. nahe an den -Wildzaun und erreichen nun die höchste Erhebung der Kammwegstrecke im -östlichen Erzgebirge mit 910 ~m~ Seehöhe, leider ohne Ausblick. Es -folgt Jungwald. Von links kommt aus dem Wildzaun ein Fahrweg und dann -eine breite Straße, die sich mit unserem Fahrweg vereinigt. R. Stein -23 und 112. Weg senkt sich. Austritt auf eine große Waldblöße, durch -die sich lieblich und sanft ansteigend unser Weg hindurchschlängelt -und schließlich nach r. umbiegt. L. Steine 111, 108, 42, 6; r. 1 (hier -zweigt ein Fahrweg l. ab), 2, 3, 4, ⁴/₁, auf der Straße weiter und -schon werden einige Häuser des Dorfes Ladung sichtbar, auf die wir -zuwandern. Wir kommen zu dem 1. Hause Nr. 23. Die Straße führt l. in -das Dorf Ladung, der Kammweg gerade aus, r. nahezu nördlich an dem -Hause Nr. 23 vorbei. - - (10 ~km~) +Ladung+ ist eines der höchstgelegenen Dörfer des - Erzgebirges (911 ~m~) und zählt 28 Häuser mit 115 Einwohnern. - Echtes Gebirgsdorf mit 2 einfachen Gasthäusern (das obere ist - besser). Ladung hieß vor Zeiten Langendorf. Eine Zollstraße - führte durch den Ort. Diese konnte aber zwischen Stolzenhan und - Ladung wegen der überaus großen Steigung kein beladener Wagen - befahren, die Ladung mußte über die steile Lehne heraufgetragen - werden und konnte erst wieder »in der Ladung« auf den Wagen - geladen und weiter befördert werden. Der Name Langendorf kam - bald außer Gebrauch. - -Vom Hause 23 führt uns eine neuerbaute Straße (Kammwegmarke und -grünweiße Marke) unmittelbar in den Wald und ziemlich gerade abwärts. -Eine lange Schneise mit herrlicher Aussicht auf waldige Höhen kreuzt -rechtwinkelig, eine große Waldblöße wird durchschritten. - - R. erhebt sich die 920 ~m~ hohe +Hübladung+ mit (r. vorne) den - Felszacken des +Eduardsteines+. - -Nach 1½ ~km~ von Ladung taucht vor uns das Forsthaus Nr. 23 auf, -Austritt aus dem Walde und herrliche Ausschau. - - Die Kammhöhen senken sich zum Natschungtale und bilden eine - liebliche Mulde mit den zerstreuten Häusern von +Kleinhan+ und - (12 ~km~) +Rudelsdorf+. Kammthronend (auf einem Seitenkamme) - stehen Kirche und Schule von Kleinhan. Sie sind ein Denkmal - Kaiser Josef II., welcher auf einer Erzgebirgsreise im J. - 1766 auch hierher kam und auf Ersuchen der Bewohner von - Kleinhan, Rudelsdorf und Ladung beide erbauen ließ. Die gesamte - Kircheneinrichtung (auch Altar und Predigtstuhl) mit Ausnahme - einiger Bänke stammt aus dem Kloster von Laun an der Eger, das - Kaiser Josef neben andern überflüssigen Klöstern Oesterreichs - aufhob und dessen Einrichtung er der Kirche zu Kleinhan - überließ. Die Kleinhaner Kirche (848 ~m~) ist im oberen - Flöhagebiet weithin sichtbar. - -Vor dem 1. Hause (Forsthaus) Wegteilung, gerade aus nach Kleinhan, r. -zum Eduardsteine 0,5 ~km~. - - Der +Eduardstein+ (früher großer Stein genannt) ist eine - romantische Felsengruppe auf dem Hübladung mit weiter Aussicht - besonders gegen Sachsen bis in die Gegend von +Augustusburg+, - aber auch bis zum Keil- und Fichtelberg hinauf gegen Westen. - Er wurde vor etwa 20 Jahren zu Ehren des damaligen Obmannes - des Görkauer Erzgebirgsvereines Eduard Täubner »Eduardstein« - genannt. Er ist ein Granitfels, wie auch das ganze - Bernsteinmassiv aus Granit besteht. - -Als Kammweg führt vom Forsthause l. ein Sträßchen hinab zum Wegweiser -an der Bezirksstraße Göttersdorf--Kleinhan. Ein meterhoher Grenzstein -kündet uns, daß wir nun den Brüxer Bezirk verlassen. Wir schreiten nun -l. die Straße gegen Neuhaus (Göttersdorf) hinab. L. ein kleiner Teich -hart an der Straße, r. eine Mühle mit größerem Teiche, aber entfernter. - -Die Straße macht nun eine scharfe Wendung nach r., tritt in den -Wald ein und steigt langsam zur Wasserscheide an, auf der sie genau -weiterführt. L. Pfosten 15 und 16. Bald aber unterfließt ein Bächlein -die Straße von r. nach l. und nach 1½ ~km~ kommt von r. ein stärkerer -Bach, der +Aubach+, und unterquert gleichfalls die Straße (799 ~m~), -r. Tafel 20, Revier Neuhaus, l. Tafel 17, Revier Ladung. Hier biegt -die Straße scharf nach l., wir verlassen sie und wenden uns dem scharf -r. abzweigenden Sträßchen zu, das zuerst durch hohen Bestand, dann -jungen Bestand sanft ansteigend (l. Pfosten ¹⁹/₂₁, r. ²⁰/₂₁) nach -l. sich wendet, im hohen Bestand bald mit einem andern Fahrweg sich -vereinigt und r. wendet (r. Abzweigung eines Fahrweges). Kammweg wendet -sich im Jungbestand nach l. und übersetzt einen Wasserlauf der von l. -kommt (Aubach). Von hier steigt das Waldsträßchen stark an bis zur -Weggabelung, wo der Kammweg gerade aus als Fahrweg weiter geht, während -sich das Waldsträßchen nach l. wendet. Bald ist ein Hauptschneisenkreuz -erreicht, wo r. Pfosten 25 steht. Auf der r. abbiegenden Schneise -weiter bis r. Pfosten 14 erreicht wird. Gegenüber bei Pfosten 16 -wendet sich der Kammweg rechtwinkelig ab auf eine Nebenschneise -bei Stein 224 vorbei, bald im Hochwald, der bis zur Bezirksstraße -Göttersdorf--Kallich geht, wo der Kammweg auftrifft, unweit kl. -Beerhübel an der Grenze der Forstreviere Neuhaus (Domaine Görkau) (nach -Göttersdorf zu) und Ochsenstaller, r. Abteilung 16, l. Abteilung 15, -bei Telegraphenstange 106. Zwischen Telegraphenstangen 115 und 116 -an der scharfen Biegung nach l. ein Bildstock mit Bild des weißen -Hirsches, r. Pfosten 16 und 17. Revier Ochsenstaller 18 grenzt mit -Revier Kallich 22 r. und 21 l., weiter die Reviergrenzen Kallich 19/20, -23/22 und bei Telegraphenstange 145 die Reviergrenzen 18/19, 24/23. -Wegweiser nach Gabrielahütten 1 Stunde und Göttersdorf 2 Stunden. Bei -Telegraphenstange 183 das Gemeindeamt und Kirche, bei Telegraphenstange -199 Gasthaus zur Hoffnung, bei Telegraphenstange 200 Gasthaus zur Post, -Gasthaus zur Einigkeit (Oberlehrer). - - (19 ~km~) +Kallich+, 721 ~m~, 1012 E., liegt in einer weiten - Mulde und gewährt mit den anstoßenden sächsischen Ortschaften - Ober- und Nieder-Natschung und Rübenau einen imponierenden - Anblick. Hat ein Emaillewerk und Spielwaren-Hausindustrie. Bei - Kallich gibt es inmitten der Gneismassen Lager von Urkalk, - woher der Name kommt. - -Vom Gasthof zur Einigkeit, wo die kleine Straße nach Görkau abgeht, -auf der Reitzenhainer Straße schwach ansteigend durch die Häuserreihe -bis zum Hochwald (Revier Natschung, Pfosten 27). Ausblick nach Sachsen -und den zunächst gelegenen Häusern von Ober-Natschung. Sofort nach -Eintreten in den Wald l. ab und über Werkgraben, bei Weggabelung gerade -aus (nicht r.) ansteigend, erst in hohem Bestand, dann im Jungholz -über Wiese nach Heinrichsdorf an Gasthaus von Kosch vorbei. Auf der -Dorfstraße abwärts in 5 Min. bis zur Natschungbrücke und 100 ~m~ -hinter letztem Haus (Nr. 48) r. ab an den Waldrand (Revier Natschung, -l. Pfosten 26, r. Pfosten 27). Nach etwa 200 ~m~ r. ab, etwa 200 ~m~, -dann l. ab in Schneise, Revier Neuhaus; auf dieser zum Teil steil -ansteigend nach Stein ~A~ (787,7 ~m~), wo Reviere 3/21 4/22 angrenzen, -und weiter zum Wildzaune mit Tor und Treppe. R. ab nach Annasäule -auf den Steinhübel. Im Wildpark erst Blöße l., dann Jungholz, sanft -abwärts bei Pfosten 35 r. Blick auf den Alten Teich l. Noch 300 ~m~ -durch hohen Bestand zum Zaun des +Forsthauses Neuhaus+ (25 ~km~). -Durch Gehöft und Zaun l. hinab und 100 ~m~ unter der Zaunecke r. -durch Unterholz über den Bach (Ablauf des neuen Teiches), von wo man -steil aufwärts über Schneise und Waldweg zum Wildgattertor mit Treppe -heraus auf den großen Fahrweg gelangt, der zunächst (ca. 400 ~m~) am -Wildzaun entlang führt, dann l. abzweigt und von dem ab Fußsteig dann -hinabführt in das Flößbachtal. Hier kreuzt man den Grundtalweg von -Komotau nach Reitzenhain. (Es lohnt ein Abstecher nach (l.) der sog. -Hölle (Felsschlucht mit Brücke über den herabstürzenden Bach. Hin- und -Rückweg etwa 25 Min.) - -Will man den nicht zu langen Rückweg von der Hölle aufwärts sparen, so -kann man weiter hinab zum Assigbach gehen und entlang desselben auf der -Straße hinaufsteigen nach Sebastiansberg; umsomehr zu empfehlen, da der -Kammweg ziemlich viel verlorene Steigung enthält. - -Der Kammweg führt nun über die Bachbrücke, dann hinauf in den Wald -und wieder hinab zum Assigbach, wo zunächst Straße nach Reitzenhain -(6 ~km~) getroffen wird, über eine Treppe zur Grundtalstraße bei der -Brücke über kleinen Assigbach, Haulmühle, Görgmühle vorbei, unter der -hohen Eisenbahnbrücke hindurch, etwa 1 ~km~ bis zur Bahnhofstraße, auf -welcher man zur Stadt (31 ~km~) +Sebastiansberg+ gelangt. - - - - -5. Abschnitt. - -Sebastiansberg--Keilberg (31 ~km~). - - - +Zugangswege+: Von +Sachsen+ und +Böhmen+ aus: Eisenbahnlinie - Reitzenhain--Komotau mit Station Sebastiansberg. - - Die Königl. Bergstadt +Sebastiansberg+ (841 ~m~, 1995 E.) - liegt auf dem sog. Paßberg und wird daher im Volksmunde kurz - »Baßberg« genannt. Sie wurde etwa in der ersten Hälfte des - 16. Jahrhunderts gegründet, als hier der Bergbau auf Silber - und Kupfer aufgenommen wurde. Die Stadt ist in regelmäßigen - Quadraten angelegt. Für Ausbeutung der großen Torflager ist - seit 1898 eine Moorkulturstation hier eingerichtet worden und - erhielt diese wie die Korbflechtschule im Jahre 1906 ein neues - Gebäude. Gasthäuser: Löwe, Krone, Adler, städt. Rathaus. - -Zur Eisenbahnstation auf der Bahnhofstraße in ½ Stunde. Auf dem -Marktplatz steht eine Orientierungstafel des Erzgebirgs-Vereins -Komotau. Die im Jahre 1906 angebrachte Markierung des +Kammweges+ führt -am nordwestlichen Ende des Marktes bei Wohlfahrts Gastwirtschaft die -Straße hinaus und es beginnt am letzten Haus (Nr. 184) eine breite -Trift mit einseitiger Baumreihe. - - Im Rückblick unterhalb der Stadt Sebastiansberg der Bahnhof - Krima-Neudorf und die Komotauer Gegend, nach vorwärts - Reischberg und Aschberg, während r. der Hirtstein und andere - Höhenpunkte Sachsens sichtbar werden. - -Hinter der in 20 Min. erreichten Brücke über den großen Assigbach wird -der Weg schmäler, nähert sich dem bis an die Reitzenhainer Heerstraße -sich erstreckenden Moorlager und steigt anfangs stärker an. Bei zwei -Weggabelungen hält man sich l., ebenso auf der Ulmbach-Preßnitzer -Straße, welche in etwa 1 Stunde erreicht wird. Diese Straße wendet sich -von Pfosten schwarz 7, rot 2 ziemlich scharf westlich und erreicht an -der Grenze des Revieres Ulmbach 9 und mit der Domäne Preßnitz (Revier -Sonnenberg 43) die Landesgrenze, gekennzeichnet durch den Hauptstein -VII K. Böhmen/K. Sachsen. Die Straße folgt auf eine längere Strecke der -Landes- bezw. Reichsgrenze, welche auch noch zwei alte Grenzsteine mit -böhmischer Königskrone und sächsischem Kurschwert bezeichnen, steigt -wieder an und erreicht an der Grenze der Bezirkshauptmannschaften -Komotau und Kaaden (10 ~km~ von Sebastiansberg) bei Pfosten Domäne -Preßnitz (Revier Sonnenberg 44) die mit Stationssteinen versehene -Waldstraße (4,984 ~km~ von dem später zu erwähnenden Nullpunkt nach -Preßnitz zu). R. bietet sich zeitweise ein Ausblick nach Sachsen, -nach dem Hirtstein, Zöblitz und in die Marienberger Gegend. Bei ~km~ -4,2 wendet sich die Landesgrenze von der Straße ab; bei ~km~ 3,7, -wo die Straße einen scharfen Knick nach l. macht, trifft von r. ein -Hauptflügel auf, welcher direkt auf den sächsischen Ort Satzung zuführt. - -Die Waldstraße bietet bei ~km~ 2,0 einen Ausblick nach r. in das obere -Preßnitztal, führt abwechselnd durch niederen und hohen Bestand, bis -bei ~km~ 0,9 der Wald endet und sich eine freie Aussicht nach dem -wenige hundert Meter entfernten Forsthaus und darüber nach Preßnitz, -dann Reischberg, Kupferhübl, Spitzberg sowie Keilberg öffnet. Man -gelangt an dem Forsthaus vorbei, hinab in das Tal der Preßnitz an das -Mauthaus (~W~). Hier mündet die bisher verfolgte Ulmbacher Waldstraße -(als Nullpunkt) ein in die von Preßnitz nach Christofhammer führende -Kleinstraße. An dem Mauthaus steht für diese Straße der Kilometerstein -1,3. Von ~km~ 1,0 bis 0,4 zeigt sich im Rückblick das Massiv des hohen -+Haßberges+ (990 ~m~). - -Nachdem man den Preßnitzbach überschritten hat, gelangt man (oberhalb -der Straße vom Mauthaus) an das Waldschlößl (~W~), von wo aus die von -Sorgenthal, Jöhstadt, Pleil kommende Hauptstraße (~km~ 1,486) als -Kammweg (13,0 ~km~) zur Stadt +Preßnitz+ hereinleitet. - - Als +Seitentouren+ lohnender Art können in Vorschlag kommen: - Von Sebastiansberg über Ulmbach nach Satzung mit dem - +Hirtstein+, eine hochinteressante Basalt-Quellkuppe. Von - Sebastiansberg über Neudorf, Zollhaus, Hohentanne und Platz - (kleinste Stadt Böhmens mit nur 401 Einwohner) zur +Ruine - Hassenstein+ 9 ~km~, [ = blau/weiß ] markiert. Von Preßnitz auf - dem Kammweg bis zum Mauthaus, dann die Straße links weiter nach - Pleil und Sorgenthal, dicht an der Reichsgrenze. Es ist der - Besuch von +Jöhstadt+, ja von +Annaberg+ leicht zu ermöglichen, - weil man mit der Eisenbahn über +Weipert+, das wohl auch eines - Besuches wert ist, nach Schmiedeberg (Station oder Haltestelle) - schnell zurückgelangen kann, um am Spitzberg vorbei wieder - nach Preßnitz zu kommen, falls man es nicht vorziehen sollte - bis Kupferberg zu fahren und hier wieder die Kammwanderung - fortzusetzen. - - Die Stadt +Preßnitz+ (727 ~m~, etwa 4000 E.) ist weitbekannt - durch die von hier aus die Welt durchziehenden Musikkapellen, - die sich seit 100 Jahren gebildet haben, nachdem der Bergbau im - 18. Jahrhundert zum Erliegen gekommen war, Spitzen-Fabrikation - und Handel mit Posamenten nur wenig Erlös abwarf. Am - viereckigen und mit Anpflanzungen versehenen Marktplatz das - herrschaftliche Amtshaus und gegenüber die 1906 installierte - Bezirkshauptmannschaft. Gasthöfe: Hotel Roß, Herrenhaus. - -Vom Marktplatz am Herrenhaus vorüber und zur Kaadner Straße hinaus -gelangt man an die Friedhofskapelle (0 ~km~), wo links die Straße zum -Bahnhof Preßnitz-Reischdorf abzweigt, während der Kammweg auf der -Straße nach Dörnsdorf (Kupferberg) noch 0,8 ~km~ weiter läuft. Sofort -nach Ueberschreitung der Hammerlebachbrücke zweigt der Kammweg zunächst -als Fußsteig r. ab, setzt sich dann oberhalb Dörnsdorf als Fahrweg fort -und führt bei den obersten Häusern von Köstelwald vorbei zu einem sehr -schmalen Eisenbahn-Durchlaß, durch welchen man unter der Eisenbahn -hinweg bald zu einer Kapelle und, am Fuße des Kupferhübels entlang, -(18 ~km~) zur Stadt +Kupferberg+ (841 ~m~, 1101 E.) gelangt. Gasthöfe: -Hotel Deutsches Haus, Sonne, Städtisches Rathaus; Wirtschaften: -Touristenheim zur Krone, Stadtpark. - - Es muß hier darauf hingewiesen werden, daß der Kammweg, wie - vorstehend geschildert, über Preßnitz markiert wurde, daß - man aber hierbei etwas weit vom eigentlichen Gebirgskamme - abgewichen ist. Es geschah in der Hoffnung, daß man die - Markierung über den Haßberg werde führen können, was zur Zeit - noch nicht ermöglicht werden konnte. Vorläufig kann daher nur - als +Nebenroute+ des Kammweges die der Wasserscheide sich mehr - nähernde Trasse gelten, welche als Kammweg vorzuziehen wäre. - Es führt diese von Sebastiansberg zur südw. Ecke der Stadt - hinaus durch das Sonnenberger Forstrevier nahe der Eisenbahn - Krima--Preßnitz über den Basberger Hau, überschreitet die - Eisenbahn nördlich vom Reischberg und leitet zu diesem 873 - ~m~ hohen Berge, wo sich eine prächtige Rundsicht, besonders - nach Böhmen zu, bis zum Karlsbader, Duppauer und Mittelgebirge - erschließt. Ein Abstecher von hier über den Galgenberg nach - der Stadt +Sonnenberg+ mit ihrer weithin sichtbaren Kirche - ist zu empfehlen. Die Kammwegmarkierung würde vom Reischberg - bei Eisenbahnstation Preßnitz-Reischdorf südlich vorbei, - über Pöllma-Höhe und nach Passierung der Eisenbahn auf hoher - Überbrückung an Station Kupferberg vorbei nach Stadt Kupferberg - zu führen sein. - - Der +Kupferhübel+ bei Kupferberg ist als ein besonders - hervorragend schöner Aussichtspunkt im Erzgebirge bekannt und - wird seit langem, auch von Sachsen aus, viel besucht, da er - vom Bahnhofe und von der Stadt leicht und bald zu erreichen - ist, auch schon lange ein Restaurationsgebäude neben der - weithin sichtbaren kleinen Kapelle trägt und als Rundsicht alle - diejenigen Ausblicke vereinigt, die auf den Zugangswegen zu - diesem kahlen Berggipfel zu genießen waren. (Siehe: Berlet's - Wegweiser durch das sächs.-böhm. Erzgebirge, Annaberg, R. - Liesche.) - - Als Sehenswürdigkeit von Kupferberg gilt ein etwa 800 ~m~ - unterhalb der Stadt an der Straße nach Steingrün und Pürstein - zu bemerkendes Felsgebilde, welches einer liegenden »Sphinx« - sehr ähnlich ist; von hier prächtiger Blick hinunter in das - Egertal, da hier die Südseite des Erzgebirges besonders steil - abfällt. - -Setzt man die Wanderung auf dem markierten Kammwege von Stadt -Kupferberg weiter fort, so steht dafür eine bequeme Bezirksstraße -zur Verfügung, welche nach +Oberhals+ (3 ~km~) führt, bis wohin sich -mehrfach Ausblicke nach Böhmen bieten. Von der Abzweigung der nach -Schmiedeberg führenden Nebenstraße tritt unser Wanderweg in hohen -Bestand ein und endet bei ~km~ 4,₁₃₅ an der Grenze des Forstreviers -Orpus der Domäne Preßnitz, (zugleich Bezirksgrenze Kaaden-Joachimstal). -Von dem daselbst befindlichen Langenhauer Hegerhaus führt die Straße -in hohem Waldbestand weiter und gewährt nun an der Wegabzweigung nach -Boxgrün einen Ausblick auf Königsmühle, Stolzenhainer Forsthaus, -Kalkwerk und die Gegend bei Weipert. In bequemer Wanderung von 2 bis -2½ Stunden ab Kupferberg gelangt man an ein Forsthaus und daneben -eine Gastwirtschaft (+Mauthaus+), wo man Einkehr halten muß, wenn man -Auskunft für einen lohnenden Abstecher nach den Wirbelsteinen bedarf. - - Die im Hauensteiner Revier gelegenen +Wirbelsteine+ findet - man leicht, wenn man auf der gräflichen Privatstraße nach - Hüttmesgrün vom Forsthaus etwa 1 ~km~ südöstlich ansteigt und - den gekennzeichneten Waldweg r. abgeht; der Wirt im Mauthaus - führt auf Ersuchen zum nördlichen Felsgipfel direkter auf einer - schmalen Waldschneise. Jedenfalls muß man beide Felszacken - erklettern, wenn man die sich bietende schöne Aussicht - vollständig genießen will. Mehr als 1 Stunde erfordert dieser - kleine Abstecher kaum an Zeit. - -Vom Mauthaus auf der Straße weiter wandernd tritt man bald, an der -Grenze der Bezirkshauptmannschaften Kaaden und Joachimsthal, aus dem -Waldbestande heraus und genießt nun den Blick in das von Stolzenhain -nach Weipert und Bärenstein sich hinunterziehende Wiesental, in welchem -beiderseits der Grenze Böhm.-Wiesental und in Sachsen Unter- und -Oberwiesenthal gelegen sind, überragt von den beiden höchsten Kuppen -des Erzgebirges, dem Keilberge und Fichtelberge. - -Die bequeme Straßenwanderung endet jedoch bald bei dem 2 ~km~ -entfernten +Gasthause zum Hofberg+, wo unsere Bezirksstraße in die von -Joachimstal nach Weipert führende Kaiserstraße (~km~ 30,1) einmündet. - -Während sich die Kaiserstraße r. nach Wiesental hinabsenkt, steigt -sie in gerader Richtung am Hang des Keilbergs aufwärts, muß aber vom -Kammwegwanderer schon nach etwa 100 ~m~ verlassen werden, denn weit hin -sichtbar kennzeichnet eine blaue Tafel und das bekannte Kammwegzeichen, -daß nach l. ein Fußsteig abzweigt, welcher den sogenannten bequemen -Aufstieg zum Keilberg bildet. (31 ~km~ nach Sebastiansberg). Dieser -Aufstieg zum Gipfel der höchsten Bergesspitze des Erzgebirges ist wohl -nicht zu verfehlen, da sich bisher schon zahlreiche Marken vorfanden, -welche die Erzgebirgsvereine Kupferberg und St. Joachimstal anbringen -ließen [ × schwarz/gelb ] in weißem Felde. Im oberen Teile fällt dieser -Fußweg zusammen mit der für Hörner- und Rodelschlittenfahrt sowie -Skilauf abgesteckten Fahrbahn, denn bei guten Schneeverhältnissen ist -der Verkehr in dem obersten Teile des Gebirges fast noch lebhafter als -im Sommer. Jedenfalls wird man erstaunt sein, auf den beiden höchsten -Bergspitzen, Bauten zu finden wie wir sie früher nur in bevorzugten -Gegenden deutscher Mittelgebirge antreffen konnten. - -Der Kaiser Franz Josefs-Turm auf dem +Keilberge+ ehrt seinen -verdienstvollen Anreger, k. k. Bezirksschulinspektor Wenisch, früher in -Joachimstal jetzt in Teplitz. Die daneben aufgeführten Bauten bieten -reichlich Unterkunft und gute Verpflegung. Die weite Aussicht wird dem -Besucher in bester Weise durch vorhandene Schriften und Zeichnungen -(Panoramen) erläutert. (S. Berlet's Erzgebirgsführer). - - - - -6. Abschnitt. - -Keilberg--Platten (21 ~km~). - - - +Zugangswege+: Zum Keilberg gelangt man von den - Eisenbahnstationen Schmiedeberg und St. Joachimsthal in Böhmen - oder von Oberwiesenthal in Sachsen. Von St. Joachimsthal - verkehrt eine Fahrpost nach Wiesenthal, die man benutzen kann - bis dahin, wo die Straße zum neuen Haus abzweigt. Im Sommer ist - für die Karlsbader Kurgäste ein täglicher Omnibusverkehr von - Bahnhof Joachimstal zum Keilberg eingerichtet. - -Vom Unterkunftshause auf dem +Keilberg+ benutzt man zunächst die -neue Bergstraße, welche uns zu der (bei Gasthof Hofberg) verlassenen -Reichsstraße (~km~ 27,38) führt. Auf dieser Straße vorbei bei den -+Sonnenwirbelhäusern+ (~km~ 26,9 und 26,7) dorthin, (~km~ 25,7), wo die -von Sachsen (Oberwiesenthal) kommende Straße rechtwinkelig einmündet. - -Es hat sich notwendig gemacht, hier eine +Abzweigung des Kammweges+ -einzuführen und zu bezeichnen. Diese einzige Ausnahme bedingt die über -300 ~m~ unter dem Gipfel des Keilberges liegende sächsische Stadt -+Oberwiesenthal+, die höchstgelegene Stadt Deutschlands, und das in -Böhmen benachbart gelegene Städtchen +Wiesental+. - -Ein steiler Fußsteig führt vom Keilberg hinab zur Kaiserstraße, welche -man nahe dem Kilometerst. 29 überschreitet und auf steilem Fußsteige -dann hinab zur Mühle an der Reichsgrenze (Stein 424) gelangt. - -Vom Keilberg kann man auch die Bergstraße benutzen bis zur Kaiserstraße -und auf dieser (von ~km~ 27,38) bis zu dem erwähnten Kilometerstein -29 auf bequeme Weise mit Umweg gelangen. Will man auch den weiteren -steilen Abstieg vermeiden, so folgt man der Kaiserstraße weiter bis -zum Gasthause zum Hofberg (siehe 5. Abschnitt) und kann auf der -Kaiserstraße hinab nach +Böhm.-Wiesental+ (900 ~m~, 1156 E.) gelangen. -Auf dem als Kammweg markierten Fußsteige oder auf der Straße erreicht -man in etwa 1 Stunde von der Höhe des Keilberges die nur durch den -hier die Reichsgrenze bildenden Bach getrennte sächsische Stadt -+Oberwiesenthal+ (Markt 918 ~m~, 1799 E.) mit anstoßendem Städtchen -+Unterwiesenthal+ (723 E.) - - In Oberwiesenthal auf dem Markte ein sehenswertes Alpinum mit - Pflanzen des Erzgebirges und Alpengebietes; Posamenten- und - Handschuh-Erzeugung, Klöppelei. - - Gasthäuser: Rathaus, Stadt Karlsbad mit einem Logierhaus und - Badehaus, Deutscher Kaiser. - - Starker Besuch von Touristen im Sommer und Wintersportfreunden, - weshalb auf der Nebenbahn von Cranzahl auch Sonderzüge - abgelassen werden. - - Die größte Zahl aller nach Oberwiesenthal kommenden Fremden - besucht beide höchsten Berggipfel des Erzgebirges (Keil- und - Fichtelberg) oder mindestens den Fichtelberg, der bequem auf - Fußweg beim Springbrunnen vorbei oder auf der steileren für - die Hörnerschlittenfahrt hergestellten Fahrbahn in 1 Stunde - erstiegen werden kann. - -Der +Fichtelberg+ (1214 ~m~) ergänzt die Aussicht des Keilberges -nach Norden über das sächsische Erzgebirge, Mittelgebirge und -Nordrandgebirge hinweg. Aussichtsturm und Unterkunftshaus mit -Bewirtschaftung und vielen Schlafstätten (S. Berlet, Erzg. R. XII.) - -Von Oberwiesenthal führt die Fahrstraße zum Gasthaus am Fichtelberg -(Neues Haus) und von hier auf dem Prinzenweg zum Fichtelberghaus. -Bleibt man auf der Straße, so überschreitet man sehr bald die -Landesgrenze und erreicht (bei ~km~ 25,7) die von Weipert nach -St. Joachimstal führende Reichsstraße, welche der Kammweg von den -Sonnenwirbelhäusern benutzt hatte und in welche hier die über -Böhm.-Wiesental, Oberwiesenthal und den Fichtelberg (siehe vorstehend) -gelegte Kammweg-Abzweigung einmündet, wenn man vom Fichtelberghaus den -Fürstenweg hinab zum Neuen Haus geht. Die Reichs- oder Kaiserstraße -vereinigt die von Keil- und Fichtelberge kommenden Wege (bei ~km~ 25,7) -und bringt uns bald auf dem Kammwege nach: - -+Gottesgab+ (1017 ~m~, 2610 E.), ist der höchstgelegene Ort -Mitteleuropas; er hat ansehnliche Spitzenindustrie und starken -Weinschank, da viele Touristen, besonders von Sachsen her, hier gern -Einkehr halten. - -Gasthäuser: Grünes Haus, Hotel Wien, Tiroler (Anton Günther.) -Weinstuben: Oppl mit Logierhaus und Kranl. - - Wer nicht von St. Joachimstal aus zum Keilberg gekommen ist, - wird entweder vom Keilberg direkt (z. B. über die Pfarrwiese) - oder über Gottesgab hinabsteigen nach der interessanten - alten Bergstadt +St. Joachimstal+, welche in historischer, - bergbaulicher und naturwissenschaftlicher Hinsicht sicher jedem - Besucher lohnende Ausbeute zu gewähren vermag, auch als Fundort - der radiumhaltigen Uranerze in neuester Zeit vielfach erwähnt - wurde. - -Als Kammweg dient auch von hier aus noch die Kaiserstraße weiter bis -~km~ 22,0, wo sie sich scharf l. und hinab nach St. Joachimstal wendet, -während die Kammwegmarke nun die hier r. abzweigende Bezirksstraße -(nach Abertham und Bärringen) verfolgt, auf welcher man in etwa 10 Min. -wiederum eine Straßenteilung erreicht, da r. eine Nebenstraße zu den -Försterhäusern und weiter nach Seiffen führt. Dem Telegraphengestänge -nachgehend führt die Kammwegmarke in ½ Stunde bei den r. liegenden -Einzelhäusern von Werlsberg vorbei und verläßt bei Telegraphenstange -132 (etwa 1 Stunde von der Kaiserstraßenecke) die Bezirksstraße, -da ein Waldweg (auch Marke, grünes schief gestelltes Kreuz in -quadratischem weißen Felde) bei Forsthaus »Weite Wiese« vorbei uns -hinauf zum +Pleßberg+ (1027 ~m~) geleitet. (17,5 ~km~ vom Keilberg.) -Die Wegteilungen vorher können kaum irre führen, denn die Warte auf -dem oben kahlen Berge ist meist sichtbar und deshalb bieten sich auch -schon im Anstiege schöne Rückblicke, besonders auf den Keilberg, den -Fichtelberg und die Umgebung von St. Joachimstal. - -Die Warte, vom Verein der Naturfreunde in Abertham errichtet, bietet -weite Ausschau, doch empfiehlt es sich auch den angebauten Turm zu -besteigen, um die ganze Rundsicht voll genießen zu können. Der bisher -kahle Berggipfel ist mit vielem Fleiß bepflanzt worden, sodaß später -der steile Anstieg vielleicht in schattigem Hochwald wird zurückgelegt -werden können. - -Hinab zur Stadt +Abertham+ führt ein Weg, an dessen unterem Teile zu -beiden Seiten Bäume angepflanzt sind und welcher auf die (am Forsthaus -Weite Wiese) von uns verlassene Bezirksstraße einmündet. Diese -durchzieht das ganze Städtchen, welches durch schwunghaft betriebene -Handschuhindustrie bekannt ist und wo ein Photograph in interessanter -Weise Mikrophotographien herstellt. Zum Hotel Stadt Wien (oberhalb -der Kirche), wo der Kammweg von der weiter nach Bärringen führenden -Straße r. abzweigt und durch Wiesen, am Waldrand entlang über Auslauf -des Wistritzbachtales zu der von Lichtenstadt nach Johanngeorgenstadt -führenden Hauptstraße 1 ~km~ vor der Stadt +Platten+ (23 ~km~ vom -Keilberg) gelangt. - - Als +Seitentour+ von Abertham ist zu empfehlen: Besuch der - Stadt +Bärringen+ unter Benutzung der Bezirksstraße, welche - von Gottesgab aus begangen wurde: Spitzen- und Tüllfabriken, - Mustersammlung von A. Meinl. Von hier zum +Wölfling+ oder (auch - mit Benutzung der Eisenbahn bis Saifenhäusl) zum +Peindlberg+ - mit Aussichtsturm. - - Als +Nebentour+ des +Kammweges+ könnte auch die von +Gottesgab+ - über die +Försterhäuser+ beim +Spitzberg+ (1111 ~m~) vorbei, - über +Seiffen+ und +Irrgang+ am gr. +Plattenberg+ (1040 ~m~) - vorbei führende Bezirksstraße nach +Platten+ in Frage kommen, - doch bietet der Pleßberg eine so ausgezeichnete Rundschau, daß - über ihn, obschon er etwas niedriger ist, die Kammwegroute - gelegt wurde. - - - - -7. Abschnitt. - -Platten--Gr. Kranichsee (25 ~km~). - - - +Zugangswege+: Von +Sachsen+ und +Böhmen+ aus: Eisenbahnlinie - Karlsbad--Johanngeorgenstadt mit Station Platten. - - Die Kgl. Bergstadt +Platten+ (868 ~m~, 2770 E.) hat den - Niedergang des Bergbaues ebenso schwer empfunden, als ehemals - die teilweise Auswanderung seiner Bewohner nach Sachsen, welche - zur Gründung der Stadt Johanngeorgenstadt Veranlassung gab. Die - Erbauung der Eisenbahn von Karlsbad nach Johanngeorgenstadt hat - zunächst der Stadt vielfachen Verkehr durch Touristen gebracht, - was hoffentlich auch zur Besserung der industriellen und - wirtschaftlichen Verhältnisse beitragen wird. - - Einen bequemen und lohnenden Spaziergang von der Stadt bildet - der Besuch des +großen Plattenberges+, welcher eine schmale - tiefe, jedenfalls durch Einsturz von Bergwerksbauten gebildete - Binge besitzt, die in ihrer Tiefe fast in allen Sommerzeiten - noch Eis und Schnee erkennen läßt. - - Als +Abstecher+ von Platten aus ist zu empfehlen der Besuch der - Stadt +Bärringen+ und von Eisenbahnstation Saifenhäusl aus die - Besteigung des +Peindl-Berges+ mit hohem Aussichtsturm. Die - Aussicht von hier ist höchst lohnend; über Neuhammer gelangt - man nach Platten zurück. - -Der Kammweg führt von der Stadt Platten aus unter der Eisenbahn hinweg -und entlang der Häuser weiter auf der Breitenbacher Bezirksstraße, -welche sich an der Eisenbahnbrücke (Wegweiser) von der über Neuhammer -nach Hirschenstand und Neudeck führenden Straße getrennt hat. An der -Holzstopfen- und Holzwoll-Fabrik verlassen wir die Bezirksstraße und -betreten den l. nach der bewaldeten Talwand sich wendenden Waldweg. -Er führt am nördlichen Hange des 996 ~m~ hohen Rammelsberges durch -den Waldteil: Am tiefen Graben, nachdem wir den Zienerwiesbach -überschritten haben. Auf diesem sogenannten +Kuhbrückenweg+ erreichen -wir in etwa 1 Stunde die Reichs- und Landesgrenze dort, wo sie am -Grenzstein ~V~ eine scharfe Spitze nach Süden bildet und die Grenze der -Bezirke St. Joachimstal und Graslitz daran antrifft in einer Höhe von -956 m. Wenn auch von hier Waldwege weiter nach Hirschenstand führen, -so verlassen wir doch an dieser Stelle auf längere Zeit das Böhmerland -und überschreiten die Grenze, um nun eine Wanderung auf +sächsischem -Gebiete+ anzutreten. - - Die nun folgende Tour über den Auersberg zum Kranichsee ist die - einzige Hauptstrecke des Kammweges im Bereiche des sächsischen - Erzgebirges, wo Gelegenheit ist, die vom Gesamtvorstande des - sächsischen Erzgebirgsvereins angeregte und durchgeführte - farbige +einheitliche Wegmarkierung+ kennen zu lernen. Es sei - hier nur darauf hingewiesen, daß diese Markierung ausgeführt - wurde in den vier Farben: rot, blau, gelb und weiß, und aus - parallelen, aufrecht oder wagrecht gestellten Strichen oder - aus mehrfarbigen, schräg gestellten Kreuzen gebildet wird. - Am Anfange und Ende, sowie bei Hauptkreuzungsstellen sind - Wegetafeln zur Orientierung über Entfernungen und Farbenmarken - aufgestellt. Dargestellt ist das Netz dieser Markierung auf der - offiziellen »Wanderkarte« des Erzgebirgsvereins -- Graser'sche - Buchhandlung (R. Liesche), Annaberg Komm.-Verlag = 40 Pfennig. - - Zur Zeit, da dieser Führer in Druck gelangt, ist die - +Markierung des Kammweges+ auf dieser sächsischen Strecke +bis+ - zum +Kranichsee+ nur vorgesehen, weil sie erst im Herbst 1906 - beschlossen wurde und deshalb noch +nicht ausgeführt+. Die - Begehung dieser Strecke geschah vor der Markierung, in welcher - jedoch voraussichtlich wenig von der nachstehenden Beschreibung - wird abgewichen werden. - -Nach Ueberschreitung der Landesgrenze wendet man sich nach l. -(nordwestlich) und folgt den Grenzsteinen (27) 114 (26) 113 und -so fort auf einem Waldwege; man gelangt am Ausgange des Tales, in -welchem der Pechhofer Bach nach Breitenbach und Johanngeorgenstadt -hinabfließt, am Grenzstein 111 zu einer Weggabelung, bei welcher -man sich immer l. (geradeaus) hält und in Weiterverfolgung des -Grenzweges bald bei Grenzstein IV zu einer breiten Schneise gelangt, -auf welche der [ = rot/gelb ] markierte Weg von Hirschenstand nach -Oberjugel verläuft. Wir überkreuzen denselben, bleiben in der Nähe -der Landesgrenze und treffen zwischen Stein 90 und 89 auf einen -gleichfalls von Hirschenstand kommenden [ || rot/gelb ] markierten -Weg, der uns nunmehr von dem Grenzzuge ab zu einigen einzelnen -Häusern (Waldwärter, Wirtschaft), +Henneberg+ (920 ~m~) genannt, -bringt. In nächster Nähe derselben hat der Erzgebirgs-Zweigverein -Johanngeorgenstadt ein hölzernes +Gerüst+ errichten lassen, welches -einen interessanten Ueberblick bietet über den +kleinen Kranichsee+, -ein Hochmoor mit eigenartiger Flora und Fauna. Folgen wir diesem -Waldwege noch ein kurzes Stück, so gelangen wir an die Wegetafel Nr. -99, auf welcher zu finden ist die Bezeichnung [ ||| blau/weiß/blau ] -(lt. Karte weiß-blau-weiß) für einen nordwärts verlaufenden Waldweg, -welcher zur Höhe des »schwarzen Bär«, 936 ~m~ ansteigt, dann aber sich -senkt und geradlinig hinab führt zu der Hauptstraße (Chaussee) von -Johanngeorgenstadt über Wildenthal nach Eibenstock. Wir treffen auf -diese bei einigen Gebäuden (ehemals Pochwerk) eines Bergwerks (Wilder -Mann) -- Wegetafel Nr. 98. - -Der Kammweg folgt dieser [ = blau/rot ] markierten Straße vom -Kilometerstein 29,3 bis Kilometerstein 28,2 durch das Dorf +Steinbach+ -(840 ~m~, 216 E.). In seiner Umgebung erblicken wir neben einigen -Torfstichen zahlreiche Halden als Ueberreste des früher in der Umgebung -von Eibenstock rege betriebenen Saifenbergbaues auf Zinn, welcher die -Zersetzungsprodukte der zinnhaltigen Erzgänge des Granites erschloß. - -Von hier verläßt der Kammweg die Straße, um einem blau-rot markierten -Waldweg zu folgen, der zwischen den Torfstichen r. abzweigt und bei -einigen einzelstehenden Häusern -- +Sauschwemme+ genannt -- an der -Wegetafel 107 vorbei zu dem [ × blau/weiß ] markierten Hauptflügel 31 -führt, einem Wirtschaftsstreifen, der von Norden nach Süden über den -1018 ~m~ hohen +Auersberg+ gelegt ist. In bequemem Anstieg und nach -einer etwa 10 ~km~ langen Wanderung auf sächsischem Gebiete gelangen -wir bei Wegetafel 112 zu dem alten Aussichtsturme auf den dritthöchsten -Gipfel des Erzgebirges -- Unterkunftshaus daneben in Errichtung. -- -Betr. Aussicht siehe Berlet's Erzg. R. VIII. - -Nicht zu verfehlen ist der Abstieg auf dem (überdies [ × blau/rot ] -markierten) Zickzackweg nach +Wildenthal+ (720 ~m~, 397 E.) eine -sehr beliebte Sommerfrische, auch viel besucht von den Bewohnern -des wohl eines Besuches werten Städtchens +Eibenstock+. Nach -etwaigem Aufenthalt in dem viel besuchten Gasthof zu Wildenthal -setzt man die Kammwegwanderung fort und folgt (der Angabe auf der -großen dort aufgestellten Orientierungstafel gemäß) zunächst der -Johanngeorgenstädter Straße aufwärts bis dahin (unterhalb des -stattlichen Forstgehöftes), wo wieder eine Wegetafel anzeigt, daß die -r. abzweigende Straße nach Frühbuß und Sauersack eingeschlagen werden -muß. Sie bildet zugleich, als [ || gelb/weiß ] markiert, den die -Straße abkürzenden, bei Kilometerstein 1,6 l. abzweigenden Weg nach -Weiters Glashütte (und Weiters Wiese), sowie den Kommunikationsweg nach -Carlsfeld, welcher ([ = rot/gelb ] markiert) bei Kilometerstein 2,9 -von unserer Hauptstraße r. abbiegt. Bei Kilometerstein 3,8 erreicht -die Straße +Weiters Glashütte+ (eine alte Glashütte) mit Zollhaus, -doch verlassen wir dieselbe bei Kilometerstein 4,0, um dem gelb weiß -markierten Wege nach +Weiters Wiese+ zu folgen; dies sind einige -Waldwärterwohnungen an der [ || blau/weiß ] markierten Waldstraße, -welche von Carlsfeld kommt. - - +Carlsfeld+ (1781 E.) mit interessanter kleiner Rundkirche, - Glashütte etc. ist Endstation der von Wilkau über Wilzschhaus - kommenden Flügelbahn. - -Wir treffen die Waldstraße bei Wegetafel 109 ~a~ und folgen ihr etwa 10 -Min., wo wir bei Wegtafel 109 ~b~ einen l. abgehenden Fußweg erreichen, -der direkt hinein führt in den +Großen Kranichsee+, das größte Hochmoor -des Erzgebirges. Für die Besichtigung empfiehlt sich Vorsicht; bei -trockener Jahreszeit kann man bis zu den Landesgrenzsteinen, die sich -mitten durch den See ziehen, gelangen. - - - - -8. Abschnitt. - -Gr. Kranichsee--Zwota (29 ~km~). - - - +Zugangswege+: ~a~) von +Sachsen+: Bahnlinie - Wilzschhaus--Carlsfeld; Endstation nach dem Kranichsee 3 ~km~. - ~b~) von +Böhmen+: Bahnlinie Karlsbad--Johanngeorgenstadt. - Von Station Hochofen über Frühbuß oder von Neuhammer über - Hirschenstand 13 ~km~. - -Der von der böhmisch-sächsischen Landes- bezw. Reichsgrenze -durchschnittene +Große Kranichsee+ ist das größte Hochmoor im Gebiete -des Erzgebirges, in einer Höhe von 920 ~m~ gelegen und zwei Stunden -Gehweges im Umfang; er enthält ein ansehnliches Wasserquantum, welches -die Zuflüsse der Zwickauer Mulde und der Zwodau (Zwota) speist. -Sumpfkiefern, Moosbeersträucher und Riedgräser ragen über das dichte -Moosbett heraus, dazwischen einzelne offene Wassertümpel. Vorsicht beim -Durchwandern ist geboten. -- Berlet, Erzg. R. XVIII. - -Der Kammwegwanderer verläßt auf dem Fußweg das Moorgebiet und betritt -bei der Wegetafel 109 ~b~ die als Kommunikationsweg von Weiters -Glashütte nach Obersachsenberg ausgebaute Waldstraße, welche auch -als +Schwerdterstraße+ bezeichnet wird. Sie tritt sofort am Ende der -Waldabteilung 76 des Glashütter Reviers in das Gebiet des ehemaligen -Vogtländischen Kreises ein. Der Grenzflügel läßt l. eine scharfe -Ecke der Landesgrenze mit Grenzstein I ~K. B.~/~K. S.~ erkennen, die -Straße selbst trägt neben der Kammwegmarke die Zeichen [ = weiß/gelb ] -und [ || blau/weiß ]. Die erstere Marke gilt dem Kommunikationsweg -nach Sachsengrund, welcher nach etwa 1 ~km~ bei Wegetafel 110 ~a~ am -Brücken- oder schwarzen Teich r. abzweigt in das Tal der großen Pyra -sich hinabziehend. Wir folgen der Schwerdter Straße (blau weiß) weiter -und gelangen bald an die Landesgrenze, der wir nun auf eine lange -Strecke folgen. - -Hierbei ersteigen wir eine Höhe von 945 ~m~, zwischen dem 956 ~m~ -hohen +großen Rammelsberg+ und dem großen Hirschberg; von hier senkt -sich unser Weg wieder abwärts bis zu einer manneshohen Grenzsäule, -die »weiße Frau« genannt, nahe einer scharfen Ecke des Grenzzuges bei -Grenzstein 628. - - Wir folgen zunächst der jetzt südwestlich verlaufenden Grenze - bis zu Stein 620 und ersteigen auf einem l. abzweigenden - Waldwege (in Böhmen) den 935 ~m~ hohen +Aschberg+, der eine - Ausschau über zahlreiche Ortschaften hinweg weit nach Böhmen - und Sachsen hinein ermöglicht -- siehe Metzner, das obere - Vogtland, 29. Partie. -- Der Aschberg bildet den Markstein des - nördlichen Gehänges vom Zwotatal, das zwischen Klingenthal - und Graslitz von der Landesgrenze durchschnitten wird. Auf - der südlichen Seite liegt als entsprechende Höhe, allerdings - niedriger, dicht am Grenzzuge die Höhe der Dreirainsteine - (siehe nächsten Abschnitt). - -Nach Rückkehr vom Aschberg verfolgen wir von Wegetafel 111 ~a~ ab -den von Obersachsenberg kommenden und nach Morgenröthe führenden -Kommunikationsweg (Waldstraße [ = blau/weiß ] markiert). Auf derselben -erreichen wir nach etwa 800 ~m~ den obersten Lauf des ostwärts -zum Herolds-Teich hinabfließenden Heroldsbaches und verlassen -hier die Straße, um auf dem l. abzweigenden [ × blau/rot ] und -[ ||| weiß/blau/weiß ] markierten Waldwege zunächst die 894 ~m~ hohe -Wasserscheide der über Morgenröthe nach Rautenkranz zur Zwickauer Mulde -fließenden großen Pyra und der über Tannenbergstal nach Jägersgrün -ebendahin fließenden kleinen Pyra zu ersteigen. Der Weg führt weiter -vorbei auf einer Waldlichtung, in deren Wiesenfläche eingestreut -die wenigen Häuser des Dorfes +Mühlleithen+ (169 E.) liegen. Bald -erreichen wir an der Wegetafel 137 ~a~ die von Auerbach über Bahnhof -Jägersgrün nach Klingenthal führende Landstraße an ihrem höchsten -Punkte (»Abspann« oder »Köppe« genannt) und verfolgen sie etwa 800 -~m~ weit abwärts bis zur Gastwirtschaft »Buschhaus« (11 ~km~) bei dem -Stein 15,9, wo wir in bescheidener Weise uns zum Weitermarsch stärken -können. Der Kammweg führt von der erwähnten »Köppe« der Straße ab zur -Höhe des +Kiel+ (941 ~m~), doch halten wir uns r. vom Gipfel, folgen -der Marke [ × blau/rot ] und kommen hierbei an die 5 Häuser des Dorfes -+Winselburg+ (35 E.), in deren Nähe zahlreiche Halden ehemaligen -Bergbau (auf Zinn) andeuten. Auch der vom Gebirgsverein Klingenthal mit -10 bezeichnete Weg vereinigt sich mit dem unserigen und gelangen wir -den Wegmarken [ × blau/rot ] bezw. 11 und 3 folgend bald zum (14 ~km~) -+Schneckenstein+. Die 890 ~m~ hohe Felsenkuppe ist nicht nur bekannt -als ein Aussichtspunkt über ein weites Waldgebiet, sondern weit berühmt -infolge ihrer geologischen Beschaffenheit. Die ziemlich haushohen -Felsen bestehen aus weichem turmalin- und glimmerreichen Schiefer, -in welchem sich weingelbe +Topase+ eingebettet finden, welche früher -bergmännisch ausgebeutet wurden; siehe Metzner: das obere Vogtland, -16. Partie. - -Vom Schneckenstein folgt zunächst der Kammweg noch der Marke 3 des -Gebirgsvereins Klingenthal im Hochwald und am +Affenstein+ vorbei, -bis er in einer Höhe von 723 ~m~ eine Hauptwegekreuzung erreicht, von -der wir bald aus dem Wald heraus auf die vom obersten Muldenlaufe -durchflossene Talmulde gelangen, in welchem der Ort +Muldenberg+ (680 -~m~, 361 E.) gelegen ist. Auch zwei kleine Gräben überschreiten wir auf -Holzbrückchen; sie dienten früher der Holzflöße. - -Nahe derselben liegen die +Muldenhäuser+ beiderseits der von Aue herauf -nach Schöneck führenden Eisenbahn, welche wir (19 ~km~) überschreiten, -um die Kammwegwanderung wieder in Hochwald (allerdings keine schönen -Bestände) fortzusetzen bis zur Eisenbahnstation Schöneck (770 ~m~ -hoch), von welcher wir durch Kammwegzeichen hinab geleitet werden nach -der Stadt +Schöneck+ (24 ~km~ vom Kranichsee). - - Die Stadt +Schöneck+ (4512 E.) ist wahrscheinlich eine alte - Sorbengründung und bietet jetzt eine recht gute Unterkunft. - Inmitten der Stadt erhebt sich der 735 ~m~ hohe Friedrichstein, - auch Friedrich August-Stein genannt, welcher eine vortreffliche - Rundsicht über den südlichen Teil des sächsischen Vogtlandes, - nach Böhmen und Bayern gewährt, weit umfassender, als der - Aschberg oder Schneckenstein zu bieten vermögen. Die Stadt wird - als Sommerfrische viel aufgesucht und stehen dafür hübsche - Wohnungen zur Verfügung. (Siehe: Metzner, das obere Vogtland, - 22. Partie.) - -Der Kammweg, dessen Marke uns vom Bahnhof zur Stadt herein geführt -hat, ist als Rückweg durch den hübsch angelegten Stadtpark gelegt -worden, bringt uns schließlich wieder auf die Klingenthaler Straße -bei dem Ferienheim der Stadt Plauen (Kilometerstein 7,0). Wir -folgen dieser Straße nach dem Tannenhaus zu, verlassen sie aber (bei -Kilometerstein 7,8) an der Villa Waldhaus, um auf der r. abzweigenden -Straße, der +Kärnerstraße+ (ein früher und seit dem 16. Jahrhundert -benutzter Salzabfuhrweg), wieder eine Zeit lang abwärts zu wandern. -Wir überschreiten hierbei wiederum die von Schöneck nach Zwota gehende -Eisenbahn und bleiben in der Nähe derselben, bis wir an einigen -Wohnhäusern unweit unseres Weges l. den Bahnhof +Zwota+ erblicken, von -welchem aus die Eisenbahn sich verzweigt in eine über Klingenthal nach -Böhmen führende Linie und die Hauptlinie über Markneukirchen nach Adorf. - - - - -9. Abschnitt. - -Zwota--Brambach (26 ~km~). - - - +Zugangswege+. Aus +Sachsen+ und +Böhmen+: Eisenbahnstation - Zwota an der Linie Aue--Adorf bezw. Graslitz - (Klingenthal)--Zwota. - -Der +Bahnhof Zwota+ liegt ziemlich einsam am Anfange des Zwota- (Zwoda -i. B.) Tales, das sich über das Dorf Zwota hinunter nach Klingenthal -und Graslitz erstreckt. Einige Wohnhäuser für Eisenbahnbedienstete, -Waldarbeiter und Private sind neben den Dienstgebäuden selbst errichtet -worden. Der Bahnhof Zwota hat nur deshalb Bedeutung, weil hier die -von (Graslitz) Klingenthal und von Adorf in starken Steigungen -heraufkommenden Bahnlinien sich vereinigen zu der Weiterfahrt über -Schöneck und Muldenberg (s. Abschn. 8). - -Wir verlassen den wenig ansprechenden Bahnhof in der Richtung nach -Adorf zu, überschreiten die dahin führende Bahnstrecke etwa 500 ~m~ vom -Stationsgebäude entfernt und folgen dem über die Bahn führenden Wege zu -der +Kärnerstraße+, welcher vom Tannenhaus ab dem Kammweg gefolgt war. - -Dem ehemaligen »Salzkärnerweg« folgen wir auf unserer Kammwegwanderung -auch noch weiter, überschreiten die von Zwota nach Adorf führende -Eisenbahn auf einer hohen Brücke und treten nun wieder in höheren -Waldbestand ein. Hier kreuzen wir bald den von Oberzwota nach Gunzen -führenden Straßenzug und gehen ziemlich gleich bleibend in einer Höhe -von 700 ~m~ weiter bis zur Einmündung in die von Markneukirchen nach -Klingenthal führende Landstraße. Hier müssen wir die nach Gopplasgrün -und Erlbach weitergehende Kärnerstraße verlassen und einem mit Nr. 4 -bezeichneten Wege folgen, der uns in schöne Waldbestände am 804 ~m~ -hohen Brand vorbei führt. Gehen wir weiter über Pauli-Berg und haben -einen kleinen Waldbach überschritten, so treten wir in den großen -Döhler Wald ein, dessen höchste Erhebung (807 ~m~) die +Dreirainsteine+ -bilden, deren wir in Verbindung mit dem Aschberg in der Beschreibung -des vorigen Abschnittes bereits gedachten. Sie liegen nahe dem -Hauptwege, der auf sächsischer Seite entlang des Landesgrenzzuges -von Erlbach nach Klingenthal führt. Der Kammweg quert diesen Weg und -übersetzt auch die Reichsgrenze selbst, da er auf eine kurze Strecke -hier wieder auf böhmisches Gebiet übertritt. Es ist dies geboten, -um den Auslauf des Tales, in welchem der Schwarzbach über Erlbach -und Markneukirchen nach Adorf zur Elster läuft, zu umgehen und den -Höhenkamm wieder zu gewinnen, der sich hier in dem 818 ~m~ hohen -+Ursprung-Berg+ und dem Felsenlabyrinth des 777 ~m~ (13 ~km~) +Hohen -Steines+ ausgesprochen kennzeichnet. Zwischen diesen beiden Erhebungen -liegen in einer Höhe von 680 bis 750 ~m~ zerstreut die kleinen -böhmischen Ortschaften +Ursprung+, +Kirchberg+ und +Stein+, durch -welche wir gehen müssen, um zu dem von fern einer Ruine gleichenden -Felsstock zu gelangen. Der +Hohe Stein+ bietet eine ausgezeichnete -Rundsicht und wird viel besucht besonders von Markneukirchen und -Klingenthal aus -- siehe: Metzner, das obere Vogtland 26. Partie. - -Nach längerem Verweilen auf diesem Aussichtspunkt nehmen wir den -Abstieg wieder zu dem Wege, der uns vom Dorfe Stein aus hierher -gebracht hatte und folgen demselben abwärts, bis wir uns nach kurzer -Wanderung scharf r. (einer Ziegelei zu) wenden müssen, um in einer -Höhe von 650 ~m~ wiederum die Grenze zu überschreiten und entlang -derselben auf sächsischer Seite ihr zu folgen bis zur Bezirksstraße -von Markneukirchen nach Schönbach. Entlang dieser Straße zieht sich in -weitem Tale das Dorf +Wernitzgrün+ (605 E.) mit stattlichen Gebäuden -abwärts. Wir kreuzen oberhalb des Zollamtes diese Straße und folgen der -Landesgrenze von Stein 285 weiter auf dem Grenzweg bis zum Stein 277; -von hier folgen wir dem Wirtschaftsweg, der uns zu der weit sichtbaren -Triangulierungsmarke auf der +Landwüster Höhe+ (664 ~m~) geleitet. -Diese Höhe und die unweit davon stehende Kirche des Ortes +Landwüst+ -(557 E.) bilden ein weit erkennbares Merkmal für das südliche -sächsische Vogtland. Die Aussicht nach Sachsen und Böhmen ist belebt -durch eine große Zahl von Ortschaften, deren hohe Lage sie auch über -die vielen Bergkuppen hinweg sichtbar werden läßt. - -Bei der Umschau von dieser Höhe erblicken wir südwestlich eine Kuppe, -zuweilen auch einen Eisenbahnzug oder den Rauch von Lokomotiven. Es -ist dies die Gegend des 638 ~m~ hoch sich erhebenden Hengst-Berges, zu -welchem die von Plauen nach Eger führende Eisenbahnlinie ansteigen muß, -um die Wasserscheide der weißen Elster und der Eger zu überwinden. Der -Kammweg führt uns auf dem Brambacher Sträßchen nach dieser Richtung hin -und zwar fast anhaltend abwärts. - -Ueber Rohrbach (600 ~m~, 205 E.) führt die Straße, meist weite -Ausblicke bietend, an den Spuren des »Alten Schlosses« und der -»Schwedenschanze«, sowie beim +Geiersberg+ (638 ~m~) vorbei, in etwa 2 -Stunden nach dem Marktflecken +Brambach+, der an der alten Heerstraße -von Plauen nach Eger gelegen ist, welche wir bei Stein ~km~ 25,9 an der -Kirche erreichen. - - - - -10. Abschnitt. - -Brambach--Elsterquelle--Asch (19 ~km~). - - - +Zugangswege+: Aus +Sachsen+ und +Böhmen+: Eisenbahnlinie - Eger--Adorf mit Station Brambach. - -Nach ausgiebiger Rast in dem als Sammelpunkt von den Brambacher -Sommergästen gern benutzten Hotel Wilfert in Brambach (550 ~m~, 1831 -E.) hat man die Kammwanderung wieder mit einem längeren Anstiege -fortzusetzen und folgt dabei zunächst der nach Eger führenden Chaussee. -Eine bald l. abzweigende Straße führt zum Bahnhof +Brambach+ (Station -der Haupteisenbahnlinie von Plauen i. V. nach Eger i. B.), den wir auch -als Ausgangspunkt der Kammwegwanderung betrachten können und von dem -wir in wenig Minuten nach der vorerwähnten, nur etwa 209 ~m~ entfernten -Chaussee gelangen, auf welcher wir die hohe Ueberführung der Eisenbahn -durchschreiten. - -Bald (bei ~km~ 26,8) gelangt man an die rot-weiß markierte Abzweigung -eines Fußweges, der über Hohndorf (als Tour 4) zur viel besuchten -und bekannten böhmischen Wirtschaft »Frosch« und von da weiter zur -Elsterquelle führt. - -Fast 80 ~m~ müssen wir vom Bahnhof Brambach aus ansteigen bis kurz -vor Kilometerstein 29,6, wo die sogenannte alte Straße, an welcher -die Telegraphenleitung hinführt, r. abzweigt. Ihr folgen wir (von -Stange Nr. 66 ab) bis zu der bei Stange 78 aufgestellten Bank, welche -erstmalig wieder einen Ausblick nach Süden, über das in der südlichsten -Spitze Sachsens gelegene Dorf Schönberg hinweg nach der Franzensbader -Ebene und auf das Kaisergebirge, ermöglicht. Hier geht der Kammweg -hinauf zum Kapellenberg. - - Es lohnt, der alten Straße noch etwa 10 Min. zu folgen und man - gelangt dann an einen erfrischenden Quell, von welchem die Sage - berichtet, daß er ehemals neben einer Kapelle St. Katharina - (einige nahe der Quelle sichtbaren Mauerreste sollen von einer - Kirche stammen) gelegen war. Man befolgt gern die Einladung, - unter dem Schatten der Bäume zu rasten, welche die Anschrift - besagt: - - »Gestatte dir, Wandrer, der Quelle Erquickung, - Genieße der Ruhe, sie ladet dich ein, - Empfinde den Frieden der Stätte mit Rührung - Und laß deinem Schutz befohlen sie sein.« - - Von der Quelle kann man in kurzer Zeit auch nach Dorf Schönberg - mit gutem Restaurant gelangen. Nur wenige Schritte rückwärts - führen uns zur Stange Nr. 94, bei welcher ein Fußsteig (zum - Teil mit Stufen) zum Kapellenberg hinauf führt. - -Der +Kapellenberg+, die höchste Erhebung (759 ~m~) in der Südspitze -Sachsens, bildet eine wichtige Station der europäischen Gradmessung und -besitzt um den Vermessungspfeiler herum ein besteigbares, hölzernes -Gerüst, das eine umfassende Aussicht bietet. -- Berge: Glatze, -Dillenberg, Kösseine, Waldstein, Hainberg, Geiersberg, Hoher Stein und -Karlsbader Berge. - -Auf einer breiten Schneise durch Hochwald wieder abwärts über die -»Geiershäuser« nach dem kleinen Ort +Bärendorf+ (118 E.). In der -Wirtschaft von Nürnberger hält man Rast vor dem gänzlichen Verlassen -des sächsischen Landes zur Stärkung für die nun beginnende längere -Waldwanderung. Von genannter Wirtschaft führt uns ein befahrener Weg -etwa 300 ~m~ weiter, dann zeigt ein Wegweiser, daß wir r. nach dem -Wald zu abbiegen müssen und an einem Grenzstein (des Rittergutswaldes -Schönberg) leuchtet uns das bekannte Wegzeichen entgegen. Der Waldweg -gelangt bald an die Reichs- bezw. Landesgrenze bei Stein Nr. 636 und -wir folgen der Grenze bis zum Stein Nr. 633. Hier treffen wir auf den -vom Gebirgsverein Brambach als Tour 9 bezeichneten Weg, in welchen -der von Steingrün heraufkommende Fahrweg mündet. Der als Tour 9 -bezeichnete Weg hat auch die Kammwegmarke erhalten und führt uns in 5 -Min. zur +Elsterquelle+, dem obersten und wesentlichsten Ursprung des -Elsterflusses. - - Durch den Verband der Vogtländischen Gebirgsvereine ist diese - Quelle, obschon auf böhmischem Gebiete (Waldparzelle des Edlen - von Helmfeld auf Altenteich) gelegen, im Jahre 1898 mit einer - geschmackvollen Steineinfassung versehen worden und behauptet - mit Recht ihre höhere Bedeutung gegenüber dem etwa 1 ~km~ - entfernt und nicht wenig tiefer liegendem Elsterbrunnen, - welcher einen weniger wasserreichen Zuflußarm speist. - -Von der Quellfassung gehe man recht aufmerksam dem Kammwegzeichen -nach, welches von hier bis nach Asch die dortige Sektion des deutschen -und österreichischen Alpenvereins angebracht hat. Zunächst etwa 300 -~m~ zurück nach dem Hauptweg, welcher von Bärendorf kommend, auch -als Tour 6 bezeichnet, nach Oberreuth führt. Nach etwa ¼ Stunde -trennt sich von ihm das Kammwegzeichen, das einem l. abzweigenden, -ziemlich ebenen Waldwege folgt. Immer der bekannten blauen Marke -folgend gelangt man bei weiteren zwei Wegabzweigungen (nach -Steingrün und Vorder-Himmelreich) vorbei auf eine Wiese oberhalb -Schwarzweber-Hinter-Himmelreich. Hier wende man sich l. nach dem -einzeln stehenden Hause (Restauration Elsterquelle) und genieße die -unweit desselben sich bietende Aussicht auf das Fichtelgebirge, -Hainberg bei Asch, den Steingrüner und Elsterwald. Die Kammwegmarke -unterstützt mehrfach eine weiß-grün-weiße Marke, welche in etwa 1 -Stunde an einem einzelnen Haus vorbei führt und als Fußsteig am -Steinberg (mit Sandgrube) in einen breiteren Waldweg einmündet, -welcher bei der Volksschule zu +Nassengrub+ den viel benutzten -Kommunikationsweg von Steingrün über Vorder-Himmelreich erreicht. -Beim Restaurant Krauß vorbei gelangt man von hier in etwa 30 Min. zum -Bahnhof Asch, indem man dahin nach der von Eger kommenden Kaiserstraße -hinabsteigt. - -Bleibt man von Nassengrub aus auf der Dorfstraße, so wiederholt sich -noch einige Male das vierzackige Zeichen, da der Kammweg in die Stadt -+Asch+ hineinführt, hier aber nicht endet, denn der Wanderer aus -dem Erzgebirge wird nicht unterlassen, noch die kurze Strecke zum -+Hainberg+ aufzusteigen mit dem Unterkunfts-Restaurationshaus der -Alpenvereinssektion und dem wuchtigen +Bismarckturm+, der von manchen -Punkten des Kammweges bereits die Aufmerksamkeit auf sich zog und einen -prächtigen Abschluß der Wanderung entlang der sächsisch-böhmischen -Landesgrenze von der Elbe her bildet. - - * * * * * - -=Nachtrag.= Die Hinweise im 1. und 2. Abschnitte auf den +Berlet'schen -Wegweiser durch das sächsisch-böhmische Erzgebirge+ beziehen sich auf -die Auflagen vor der 11. Auflage, in letzterer sind die Routen I und II -vertauscht. Es muß deshalb, wenn die 11. Auflage des »Berlet« benutzt -wird - - auf Seite 8 statt R. II. a heißen =R. I. a=, - " " 9 " R. II. b " =R. I. b=, - " " 10 und 11 " R. II. c " =R. I. c=, - " " 12 " R. III. " =R. I. d=, - " " 12 " R. II. c " =R. I. c=, - " " 12 " R. II. d " =R. I. d=. - - - - -Fußnoten: - - -[1] Empfehlenswert: Berlet, Wegweiser durch das sächs.-böhm. -Erzgebirge. 11. Auflage 1907. Verlag der Graser'schen Buchhandlung in -Annaberg. - -[2] Die Entfernungen sind in jedem Abschnitt vom Ausgangspunkte an -gerechnet. - -[3] Sollte die Abzweigung der hier dem Wintersturm sehr ausgesetzten -Kammwegmarken nicht gefunden werden oder die Markierung zerstört worden -sein, so setze man ruhig den Fahrweg über die einzelnen Gehöfte, die -zum Dörfchen Oberwald gehören, fort. bis man jenseits dieses Ortes die -Kammwegmarken (gegen Nollendorf) wieder antrifft, dabei immer rechts -halten! - - - - -[Illustration: 9 Anzeigen] - - - - -[Illustration: KARTE DES ERZGEBIRGS-KAMMWEGES. - -Maßstab 1 : 125000] - - - - -Namenregister. - - - Abertham 25, 26 - - Adelsberg 17 - - Adolfsgrün 10 - - Affenstein 30 - - Altenberg 10 - - Altes Schloß 32 - - Asch 32, 34 - - Aschberg 21, 29, 31 - - Assigbach 20 - - Auersberg 28 - - Auf der Schöne 8 - - Augustusburg 19 - - Aussig 9 - - - Bad Einsiedl 16 - - Schwarzer Bär 27 - - Bärendorf 33 - - Bärenstein 23 - - Bärringen 25, 26 - - Bernstein 16, 19 - - Biela 6 - - Bismarckturm 34 - - Blankenstein 8 - - Böhmisch-Wiesental 24 - - Bornhau 13 - - Borschen 13 - - Bösegründl 6 - - Boxgrün 23 - - Brambach 32, 33 - - Brand 31 - - Breitenbach 27 - - Breitenau 10 - - Bruderwiese 16 - - Bünauburg 8 - - Buschhaus 30 - - - Carlsfeld 28 - - Christophhammer 21 - - - Deutsch-Einsiedel 15, 16 - - Deutsch-Neudorf 17 - - Dillenberg 33 - - Döhler Wald 31 - - Donnersberg 13, 18 - - Dörnsdorf 22 - - Dreirainsteine 31 - - - Ebersdorf 11 - - Eduardstein 19 - - Eger 33 - - Eibenstock 27, 28 - - Einsiedl 16 - - Elsterquelle 33, 34 - - Elsterwald 34 - - Erlbach 31 - - - Fichtelberg 23, 25, 34 - - Fleyh 14, 16 - - Friedrichstein 30 - - Frosch 33 - - Frühbuß 28 - - - Gabrielenhütte 20 - - Galgenberg 22 - - Gebirgsneudorf 16, 17, 18 - - Geiersberg 15, 32, 33 - - Geising 10, 12 - - Geltsch 8 - - Georgsberg 13 - - Glatze 33 - - Göhren 15, 18 - - Goppelsgrün 31 - - Görgmühle 20 - - Görkau 19 - - Göttersdorf 19 - - Gottesgab 25, 26 - - Graslitz 27 - - Graupen 18 - - Grünwald 15 - - Gunzen 31 - - - Hainberg 33, 34 - - Haselstein 16, 18 - - Haßberg 22 - - Hassenstein 22 - - Haulmühle 20 - - Hegeberg 8 - - Heidelberg 16 - - Heinrichsdorf 20 - - Hengstberg 32 - - Henneberg 27 - - Heroldsteich 29 - - Hinter-Himmelreich 34 - - Hirschberg 29 - - Hirschenstand 26, 27 - - Hirtstein 21, 22 - - Hofberg 23, 24 - - Hohentanne 22 - - Hoher Berg 32 - - Hoher Stein 33 - - Hohendorf 33 - - Hopfenberg 8 - - Hornkappe 10 - - Hübladung 16, 19 - - Hutberg 8 - - - Jägersgrün 30 - - St. Joachimstal 23, 25 - - Johanngeorgenstadt 27 - - Johnsdorf 15 - - Irrgang 26 - - Jungferndorf 9 - - Jungwald 18 - - - Kaaden 21, 23 - - Kahlenberg 13 - - Kaibler 10 - - Kalkofen 13 - - Kallich 19 - - Kappellenberg 33 - - Karlsbader Berge 33 - - Kärnerstraße 31 - - Katharinaberg 17 - - St. Katharina 33 - - Keilberg 13, 21, 23, 24 - - Kiel 30 - - Kirchberg 32 - - Kleinhan 17, 19 - - Klingenthal 29 - - Komotau 20, 21 - - Königsmühle 23 - - Kösseine 33 - - Kranichsee 26, 27 - - Kupferberg 22, 23 - - Kupferhübel 21, 22 - - - Ladung 18, 19 - - Landwüst 32 - - Langeberg 8 - - Langewiese 16 - - Lichtenwald 15 - - Liebenau 10 - - Lobosch 13 - - Lugstein 13 - - - Moldau 13, 14 - - Morgenröte 29, 30 - - Moritzhütte 12 - - Mückenberg 11, 12, 18 - - Mückentürmchen 14, 21 - - Muldenberg 30, 31 - - Muldenquelle 14 - - Mühlleithen 30 - - - Nassengrub 34 - - Natzschung 19 - - Neugeorgenfeld 13 - - Neuhammer 26 - - Neuhaus 19, 20 - - Neustadt 13, 14 - - Nickelsdorf 17 - - Niclasberg 11, 12, 13 - - Nollendorf 9 - - Nollendorfer Berg 9 - - - Obergeorgental 17 - - Oberhals 23 - - Oberjugel 23 - - Obernatzschung 19 - - Oberreuth 34 - - Obersachsenberg 29 - - Oberwald 9 - - Oberwiesenthal 24 - - Oberzwota 31 - - Ochsenstaller 20 - - Orpus 23 - - Ossegger Spitzberg 18 - - - Pauliberg 31 - - Peindlberg 26 - - Platten 24, 26 - - Plattenberg 26 - - Pleil 21, 22 - - Pleßberg 25 - - Polterberg 13 - - Preßnitz 21, 22 - - Pürstein 23 - - Große Pyra 29, 30 - - Kleine Pyra 30 - - - Rammelsberg 26, 29 - - Raudnitz 13 - - Rauschengrund 15 - - Rautenkranz 30 - - Rehefeld 14 - - Reischberg 21, 22 - - Reitzenhain 20 - - Ritschelkreuze 11 - - Rohrbach 32 - - Rosenberg 8 - - Rotbergstraße 5 - - Rudelsdorf 19 - - - Sachsengrund 29 - - Sandkopf 9 - - Sattelberg 8, 10 - - Satzung 21 - - Sauersack 28 - - Schauplatz 11 - - Schellerhau 13 - - Schladniger 13 - - Schneckenstein 30 - - Hoher Schneeberg 6 - - Dorf Schneeberg 7 - - Schönbach 32 - - Schöneck 30, 31 - - Schönwald 8, 10 - - Schreckenstein 9 - - Schwarzbach 32 - - Schwarzer Berg 15, 18 - - Schwarzer Teich 15 - - Schwerdterstraße 29 - - Sebastiansberg 16, 20 - - Seiffen 26 - - Siebengiebel 11 - - Sonnenberg 21, 22 - - Sorgenfeld 22 - - Sphinx 23 - - Spitzberg 21, 26 - - Stein 32 - - Steinbach 28 - - Steinberg 34 - - Steingrün 23, 33 - - Stolzenhain 23 - - Streckenwalde 10 - - Strobnitz 14, 16, 18 - - Stürmer 13 - - - Tannenbergstal 20 - - Tannenhaus 31 - - Tellnitz 9 - - Tissa 7, 8 - - Tissaer Wände 7, 8 - - - Ursprungberg 32 - - Urs 16 - - - Voitsdorf 11 - - Vorder-Himmelreich 34 - - - Wachhübel 18 - - Waldstein 33 - - Warteck 13 - - Weipert 22, 23 - - Weiters Glashütte 28 - - Werlsberg 25 - - Wernitzgrün 32 - - Wettinhöhe 12 - - Wieselstein 13, 15, 18 - - Wiesental 23, 24 - - Wildental 27, 28 - - Willersdorf 14 - - Wieselburg 30 - - St. Wolfgangskapelle 11 - - Wolkenhübel 18 - - Wölfling 26 - - - Zechberg 10, 11 - - Zienerwiesbach 27 - - Zinnwald 13 - - Böhm. Zinnwald 12 - - Hinter-Zinnwald 12 - - Zöblitz 21 - - Zwota 29, 31 - - - - - Im Verlag der - =Graserschen Buchhandlung= (Richard Liesche), - =Annaberg=, erschienen: - - Berlet, B., Professor, +Wegweiser durch das sächs.-böhm. - Erzgebirge+. 1907. 11. von P. Kabisch bearbeitete Auflage, geb. - Mk. 2.--. - - Berlet und Brechensbauer, +Kl. Führer durch das böhm. - Mittelgebirge+. 1907. Mk. --.80. - - Brechensbauer und Prasse, +Erzgebirgs-Kammweg-Führer+ von - +Bodenbach bis Asch+. 1907. Mk. --.80. - - +Führer durch das Erzgebirge+ mit 10 Ansichtskarten. Mk. 1.--. - - +Gedichte und Geschichten in erzgebirgischer Mundart.+ 23 Hefte je - Mk. --.70 geheftet, --.80 kart. Heft 1--20 in 5 Leinwandbändchen - je Mk. 2.50. - - Günther, Anton, +Erzgebirgisches Festliederbuch+. Erzgeb. - Heimatlieder besonders des erzgeb. Sängers Anton Günther. Mk. - --.50. - - Krauß, P., +Touristenkarte vom Zentralerzgebirge+. 1 : 75000. Mk. - --.90., aufgezogen auf Leinwand Mk. 1.80. - - Krauß, P., +Wander- und Reisekarte vom Erzgebirge+ mit Angabe der - hauptsächlichsten Touristenwege Mk. --.60, aufgezogen Mk. 1.50. - - Krauß, P., +Wander- und Reisekarte durch die Sächsische Schweiz und - das böhmische Mittelgebirge+ mit Angabe der hauptsächlichsten - Touristenwege Mk. --.50. - - Metzners +Führer durch das gesamte Vogtland+. 5. Auflage. - Gesamtausgabe Mk. 2.50. -- 1. Teil: Plauen und die Vogtländische - Schweiz. Mk. --.75. 2. Teil: Das Saaletal. Mk. 1.20. 3. Teil: Das - obere Vogtland. Mk. 1.20. - - Ziehnert, W., +Sachsens Volkssagen. Balladen, Romanzen und - Legenden+. 5. Auflage. Geh. Mk. 3.--, geb. Mk. 4.--. - - - - - Weitere Anmerkungen zur Transkription - - - Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend - korrigiert. - - Unterschiedliche Schreibweisen, soweit nicht unter den Korrekturen - aufgeführt, wurden beibehalten. - - Korrekturen (das korrigierte Wort ist in {} eingeschlossen): - - S. 6: »führt« ergänzt - zum obersten Gasthause (Schweizer Hof oder Mühle?) {führt} - - S. 14: Uberbrückung → Ueberbrückung - erblickt man die erste {Ueberbrückung} - - S. 17: sich sich → sich - Der Weg senkt {sich} etwas - - S. 19: Osterreichs → Oesterreichs - überflüssigen Klöstern {Oesterreichs} aufhob - - S. 19: genant → genannt - früher großer Stein {genannt} - - S. 22: Erlösabwarf → Erlös abwarf - Handel mit Posamenten nur wenig {Erlös abwarf} - - S. 24: Klöppellei → Klöppelei - Posamenten- und Handschuh-Erzeugung, {Klöppelei} - - S. 24: einen → einem - Stadt Karlsbad mit {einem} Logierhaus - - S. 25: km ergänzt - 17,5 {~km~} vom Keilberg - - S. 27: Häuser → Häusern - Grenzzuge ab zu einigen einzelnen {Häusern} - - S. 30: Schreckenstein → Schneckenstein - der Aschberg oder {Schneckenstein} zu bieten vermögen - - S. 31: des des → des - einsam am Anfange {des} Zwota- - - S. 31: Markneukichen → Markneukirchen - von {Markneukirchen} nach Klingenthal führende Landstraße - - S. 32: Erbebungen → Erhebungen - diesen beiden {Erhebungen} liegen - - Index: Bad Einsiedl Seitennummer ergänzt - Bad Einsiedl {16} - - Index: Deutsch-Einsiedl → Deutsch-Einsiedel - {Deutsch-Einsiedel} 15, 16 - - Index: Dilleuberg → Dillenberg - {Dillenberg} 33 - - Index: Hassensteiu → Hassenstein - {Hassenstein} 22 - - Index: Hornklappe → Hornkappe - {Hornkappe} 10 - - Index: Kleinhau → Kleinhan - {Kleinhan} 17, 19 - - Index: Kösseina → Kösseine - {Kösseine} 33 - - Index: Tellnitz Seitennummer ergänzt - Tellnitz {9} - - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Erzgebirgs-Kammwegführer, by -Josef Brechensbauer and E. A. Prasse - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERZGEBIRGS-KAMMWEGFÜHRER *** - -***** This file should be named 51276-0.txt or 51276-0.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/1/2/7/51276/ - -Produced by The Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part -of this license, apply to copying and distributing Project -Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm -concept and trademark. 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A. Prasse. - </title> - <link rel="coverpage" href="images/cover.jpg" /> - <style type="text/css"> - -body { - margin-left: 10%; - margin-right: 10%; -} - -.chapter { - page-break-before: always; -} - -h1, h2 { - text-align: center; /* all headings centered */ - clear: both; -} - -.h2 { - text-indent: 0; - text-align: center; - font-size: x-large; -} - -p { - margin-top: 1ex; - margin-bottom: 1ex; - text-align: justify; - text-indent: 1em; -} - -.p2 {margin-top: 2em;} - -hr { - width: 33%; - margin-top: 2em; - margin-bottom: 2em; - margin-left: 33.5%; - margin-right: 33.5%; - clear: both; -} - -hr.tb {width: 45%; margin-left: 27.5%; margin-right: 27.5%; } -hr.chap {width: 65%; margin-left: 17.5%; margin-right: 17.5%; } - -hr.r5 {width: 5%; margin: 2ex 47.5% 2ex 47.5%; } - -ul.index { list-style-type: none; } -li.ifrst { margin-top: 1em; } -li.ifrst:first-letter { font-weight: bold; } -li.indx { margin-top: .5em; } - -table { - margin-left: auto; - margin-right: auto; -} - -.tdc {text-align: center;} - -.pagenum { /* uncomment the next line for invisible page numbers */ - /* visibility: hidden; */ - position: absolute; - left: 90%; - width: 8%; - font-family: sans-serif; - font-style: normal; - font-weight: normal; - font-size: small; - text-align: right; -} /* page numbers */ - -.pagenum a { - color: gray; - /*border: 1px gray solid;*/ -} - -.blockquot { - font-size: small; - margin-left: 5%; - margin-right: 10%; -} - -.hang p { - margin-left: 2em; - text-indent: -2em; -} - -.center { - text-align: center; - text-indent: 0; -} - -.right {text-align: right;} - -.large { - font-size: large; -} - -.larger { - font-size: larger; -} - -.antiqua { - font-family: sans-serif; - font-style: normal; - font-size: 95%; -} - -.gesperrt { - font-style: italic; -} - -/* Images */ -img { - max-width: 100%; - height: auto; -} - -.figcenter { - margin: auto; - text-align: center; -} - -span.mark { - font-family: sans-serif; - border: 1px solid; -} - -/* Footnotes */ -.footnotes {border: dashed 1px;} - -.footnote {margin-left: 10%; margin-right: 10%; font-size: 0.9em;} - -.footnote .label {position: absolute; right: 84%; text-align: right;} - -.footnote p { - text-indent: 0; -} - -.fnanchor { - vertical-align: top; - font-size: 70%; - text-decoration: none; -} - -/* Poetry */ -.poem { - margin-left:10%; - margin-right:10%; - text-align: left; -} - -.poem br {display: none;} - -.poem .stanza {margin: 1em 0em 1em 0em;} - -/* Transcriber's notes */ -.transnote {background-color: #E6E6FA; - color: black; - font-size:smaller; - padding:0.5em; - margin-bottom:5em; -} - -.corr p { - margin-left: 2em; - text-indent: -1em; -} - .poem span.i0 {display: block; margin-left: 0em; padding-left: 3em; text-indent: -3em;} - .poem span.i8 {display: block; margin-left: 4em; padding-left: 3em; text-indent: -3em;} - </style> - </head> -<body> - - -<pre> - -The Project Gutenberg EBook of Erzgebirgs-Kammwegführer, by -Josef Brechensbauer and E. A. Prasse - -This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most -other parts of the world at no cost and with almost no restrictions -whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of -the Project Gutenberg License included with this eBook or online at -www.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you'll have -to check the laws of the country where you are located before using this ebook. - -Title: Erzgebirgs-Kammwegführer - Tetschen-Erzgebirge-Asch - -Author: Josef Brechensbauer - E. A. Prasse - -Release Date: February 21, 2016 [EBook #51276] - -Language: German - -Character set encoding: UTF-8 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERZGEBIRGS-KAMMWEGFÜHRER *** - - - - -Produced by The Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - - - - - - -</pre> - - -<div class="transnote"> -<p class="h2">Anmerkungen zur Transkription</p> - -<p>Das Original ist in Fraktur gesetzt.</p> - -<p>Im Original in Antiqua gesetzter Text ist <em class="antiqua">so ausgezeichnet</em>.</p> - -<p>Im Original gesperrter Text ist <em class="gesperrt">so ausgezeichnet</em>.</p> - -<p>Die Symbole und Farben der Wanderzeichen wurden so dargestellt: <span class="mark"> Symbol Farbe </span>.</p> - -<p>Weitere Anmerkungen zur Transkription finden sich am <a href="#tnextra">Ende des Buches</a>.</p></div> - -<div class="chapter"> -<h1>Erzgebirgs-<br /> -<span class="larger">Kammwegführer.</span></h1> -</div> - -<table summary="Verlauf"> -<tr> -<td class="tdc large">Tetschen</td> -<td class="tdc large">– Erzgebirge –</td> -<td class="tdc large">Asch.</td> -</tr> -<tr> -<td class="tdc">(Schneeberg.)</td> -<td></td> -<td class="tdc">(Hainberg.)</td> -</tr> -</table> - -<p class="center larger">Mit einer Karte des Kammweges.</p> - -<p class="center">Herausgegeben</p> - -<p class="center">mit Unterstützung des Nordwestböhmischen Gebirgsvereins-Verbandes, -des Sächsischen Erzgebirgsvereines, des Verbandes -Vogtländischer Gebirgsvereine und der Sektion Asch des -Deutschen und Oesterr. Alpenvereines</p> - -<p class="center">von</p> - -<p class="center"><b>Josef Brechensbauer</b> und Ing. <b>E. A. Prasse.</b></p> - -<hr class="r5" /> - -<p class="center"><b>Annaberg, Erzgebirge.</b></p> - -<p class="center"><b>Grasersche Buchhandlung</b> (Richard Liesche), <b>Verlag</b>.</p> - -<p class="center">1907. -</p> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_1">[1]</a></span></p> - -<h2 id="Glueck_auf"><em class="antiqua">Glück auf!</em></h2> -</div> - -<p>Wanderglück und echte Wanderfreude sei allen jenen beschieden, -die unsern Erzgebirgskammweg besuchen, besonders aber dann, wenn -es gilt, selben in seiner gesamten Erstreckung von Tetschen bis Asch -zurückzulegen. Hierzu sind etwa 9–10 Tage erforderlich und eine -solche Kammwanderung ist ein achtunggebietendes Unternehmen. Die -aufgebrachte Mühe aber wird reichlich belohnt: denn hoch oben auf -dem Erzgebirge, auf seinen Bergrücken und Gipfeln, am grasigen Hange, -auf steiler Felsenzinne, hoch oben, wo wetterfeste Wipfel sich wiegen -und weit und frei sich die Heide dehnt – da wird der Bergfreund -nicht nur Lust und Wonne im Herzen fühlen, die ausgiebige Bewegung -in der dünnen, reinen Höhenluft und in stiller Weltabgeschiedenheit -können für Körper und Geist nur von wohltuender Wirkung sein. -Gar in schöner Sommerszeit ist es auf den luftigen Kammhöhen herrlich: -Leise fächelt über die sonnigen Hänge ein würziger, milder Hauch, -hoch und weit blaut der wolkenlose Himmel und weit kann der Blick -ringsherum in die Lande schweifen. Kühler, harziger Duft entströmt -dem dunklen, dichten Walde und klare Wässerlein rieseln aus Fels -und Moor zu Tale. Darum auf aus der staubigen Schwüle der -Stadt und aus der qualvollen Hitze des flachen Landes und suchet -Erholung auf den herrlichen Höhen des Erzgebirges!</p> - -<p>Der Erzgebirgskammweg führt fast immer auf dem deutlich ausgeprägten -Kamme des Erzgebirges, der sich meist 50–200 <em class="antiqua">m</em> über den -breiten Gebirgsrücken erhebt, u. zw. im östlichen Teile in der namhaften -Höhe von über 700, im mittleren und westlichen Teile aber meist mehr -als 800 <em class="antiqua">m</em> bis über 1200 <em class="antiqua">m</em> hoch dahin, ohne je ins Tal herabzuleiten. -Er folgt dabei nach Möglichkeit der höchsten Linie des Kammes, der -Kammlinie, die gleichzeitig die Wasserscheide zwischen den sächsischen -und böhmischen Gewässern darstellt. Nur dort, wo es an gangbaren -Wegen mangelt oder die Erlaubnis der Grundbesitzer (letzteres in -einigen dichten Waldrevieren) nicht zu erlangen war, mußte von der -Kammlinie bezw. dem Gebirgskamme abgewichen werden. Dies betrifft -insbesondere die Strecken: Dorf Schneeberg–Tissa, Vorder-Zinnwald–Hinter-Zinnwald, -Willersdorf–Schwarzer Teich, Einsiedl–Gebirgsneudorf, -Beerhübel–Forsthaus Neuhaus, Sebastiansberg–Kupferberg,<span class="pagenum"><a id="Seite_2">[2]</a></span> -Wirbelstein–Keilberg, Gottesgab–Platten und Brambach–Steingrün. -Hiebei wurden aber des öfteren Umwege abgeschnitten.</p> - -<p>Der Kamm des Erzgebirges, die Wasserscheide, liegt zumeist auf -böhmischer Seite und deshalb findet sich die Kammwegmarkierung zumeist -auch dort; nur die Seitenlinie Keilberg–Fichtelberg–Gottesgab -und die Strecke Platten–Auersberg–Gr. Kranichsee verlaufen in -Sachsen, ebenso wie die im sächsischen Vogtlande markierten Strecken -Aschberg–Schöneck–Ursprung und Wernitzgrün–Brambach–Elsterquelle, -zusammen etwa 70 <em class="antiqua">km</em>. Außerdem aber zieht sie sich an -vielen Stellen in der nächsten Nähe der sächsischen Grenze dahin. -Die Höhenlage des Weges bringt es mit sich, daß er – man -könnte fast sagen – immer horizontal dahin leitet, oft ist dies -aber weite Strecken wirklich der Fall und darum die Wanderung -sehr angenehm. Den größten Genuß bietet allerdings die gesamte -Kammwegwanderung und es ist ein schönes Bewußtsein, die -248 <em class="antiqua">km</em> lange Strecke vom Elbstrom bis zu den Höhen des Fichtelgebirges -auf eigenen Füßen zurückgelegt zu haben. Doch versehe man -sich mit guter Ausrüstung: Wetterfestes Lodenkleid, derbe ausgetretene -Schuhe und mancherorts Proviantnahme sind erforderlich; letzteres -deswegen, da viele der bescheidenen Kammorte bisher für Touristenbesuch -gar nicht eingerichtet sind. Auch stecke man einen der bestehenden -Erzgebirgsführer<a id="FNAnker_1_1"></a><a href="#Fussnote_1_1" class="fnanchor">[1]</a> zu sich, da das vorliegende Büchlein wohl -den Kammweg genau bezeichnet, sich aber mit dem übrigen Erzgebirge -nicht befassen kann. Gute Touristenstationen aber sind: -Hoher Schneeberg, Tissa, Nollendorf, Mückenturm, Vorder-Zinnwald, -Hinter-Zinnwald, Fleyh, Einsiedl (Bad Einsiedl), -Gebirgsneudorf, Kallich, Sebastiansberg, Preßnitz, Kupferberg, Keilberg, -Fichtelberg, Gottesgab, Pleßberg, Abertham, Platten, Auersberg, -Brambach, Hainberg. Bei Eintritt schlechten Wetters warte man in -einem Rastorte, insbesondere dann, wenn für den Weiterweg keine -Straße zur Verfügung steht.</p> - -<p>Es verlohnt sich jedoch auch in hohem Grade, Teilstrecken des -Kammweges, wozu der vorliegende Führer gleichfalls den besten Behelf -bildet, zu bewandern, und es ist ein großer Vorzug des Erzgebirgskammweges -vor anderen Kammwegen, daß mehrere Eisenbahnen ihn -selbst überqueren, zahlreiche andere aber dem Kamme sich bis auf -wenige Stunden nähern. Ein weiterer Vorzug der Kammwanderungen -im Erzgebirge sind der reiche, stete Wechsel von Wald und Flur, der<span class="pagenum"><a id="Seite_3">[3]</a></span> -immer neue Landschaftsbilder des Gebirgsrückens selbst und unzählige -prächtige Ausblicke in die Ferne dem Auge entrollt, das Vorhandensein -zahlreicher Ortschaften auf den Kammhöhen und die hierdurch -bedingte historische, wirtschaftliche und volkskundliche Eigenart des -Gebirgskammes.</p> - -<p>Die beiden Grenzpfeiler des Erzgebirgskammweges sind der Hohe -Schneeberg im Osten und der Hainberg im Westen, beide mit mächtigen -Türmen gekrönt; doch gelten auch die Aufstiege bezw. Abstiege Tetschen–Schneeberg, -Asch–Hainberg als Bestandteile des Kammweges und -sind mit der gleichen Markierung versehen. Die einheitliche Markierung -des Erzgebirgskammweges sind vier blaue Zinken im weißen Felde:</p> - -<p class="center"> -<img src="images/kammmarke.png" alt="" /> (Kammwegmarke). -</p> - -<p>Das vorliegende Büchlein konnte sich mit der etwa erwarteten -Schilderung der landschaftlichen Schönheiten des Erzgebirges und -seiner sonstigen Eigenart nicht befassen, es erblickt vielmehr seine Aufgabe -darin, die Linie des Kammweges, der ja kein eigens gebauter -Weg ist, sondern sich nur als eine fortlaufende Markierung bestehender -Fahr- und Fußwege und Straßen darstellt, genau zu bezeichnen, so -zwar, daß der Kammwegwanderer sich auch dann gut weiterfindet, -wenn die Markierungen – wie auf dem hohen Erzgebirgskamme oft -der Fall – durch Wintersturm und Rauhreif, Schneebruch oder durch -die Axt des Holzhauers zerstört wurden. Unser Führer, der ganz auf -den eigenen Wanderungs-Ergebnissen der beiden Verfasser aufgebaut -ist, soll nichts anderes sein, als ein kleines, handliches Büchlein, -bestimmt für die Tasche der Wanderjoppe, ein treuer Wandergefährte! -Wie in den meisten Reiseschilderungen und touristischen Handbüchern -wurde die Wanderung nur in <em class="gesperrt">einer</em> Richtung, nämlich westwärts -von Tetschen nach Asch geschildert; bei Begehung des Kammweges in -entgegengesetzter Richtung wird man unschwer die Beschreibung -umzustellen haben.</p> - -<p>Möge das Büchlein beitragen, unserem schönen, deutschen Wanderwege, -dem Erzgebirgskammwege, recht viele Freunde zuzuführen!</p> - -<p> -<b>Teplitz</b> und <b>Leipzig</b>, Neujahr 1907.</p> -<p class="right large"> -Die Verfasser. -</p> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_4">[4]</a></span></p> -</div> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0">Wie schimmern im goldenen Sonnenglast<br /></span> -<span class="i0">Ringsum die blühenden Lande!<br /></span> -<span class="i0">O Bergesstille, o wonnige Rast,<br /></span> -<span class="i0">Frei bin ich der zwängenden Bande!<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i0">Und mit dem goldenen Sonnenschein,<br /></span> -<span class="i0">Hier weltfern abgeschieden,<br /></span> -<span class="i0">Zieht mir ins Herz besel'gend ein<br /></span> -<span class="i0">Der Bergwelt hehrer Frieden.<br /></span> -</div><div class="stanza"> -<span class="i8">Anton König.<br /></span> -</div></div> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_5">[5]</a></span></p> - -<h2 id="kap1">1. Abschnitt.<br /> -Tetschen–Nollendorf (24 <em class="antiqua">km</em>).</h2> -</div> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: <em class="antiqua">a</em>) von <em class="gesperrt">Böhmen</em> aus: 1. Linie Prag–Bodenbach der öst.-ung. -Staatseisenbahn-Gesellschaft, 2. Linie (Prag)–Schreckenstein–Tetschen der öst. Nordwestbahn, -3. Strecke Komotau–Bodenbach der k. k. öst. Staatsbahnen. <em class="antiqua">b</em>) von <em class="gesperrt">Sachsen</em> aus: Linie -Dresden–Bodenbach der königl. sächs. Staatseisenbahnen. <em class="antiqua">c</em>) Aus beiden Richtungen die -Sächs.-Böhm. Dampfschiffahrt.</p></div> - -<p>Wir stehen auf der 178 <em class="antiqua">m</em> langen Kaiserin Elisabeth-Kettenbrücke, -welche die an beiden Ufern der Elbe herrlich gelegenen Städte <em class="gesperrt">Tetschen</em> -und <em class="gesperrt">Bodenbach</em> verbindet, und sehen sinnend hinunter auf den -prächtigen Strom, dessen Fluten eilig zum freundnachbarlichen Sachsenlande -hinabgleiten. Hochragende Berge und steile Felswände drängen -sich an beiden Ufern bis an den Strom und machen den aufstrebenden -Schwesterstädten den Platz streitig. Ein stattliches, altehrwürdiges -Gebäude thront auf steiler Felshöhe, das gräfl. Thun'sche Schloß; von -mehreren Höhen flattern lustige Wimpel uns deutschen Willkommensgruß -zu, auf dem glänzenden Strome ein buntes Durcheinander von -allerhand Fahrzeugen, großen und kleinen; an beiden Ufern eilen -Eisenbahnzüge dahin, ein Rasseln, Pfauchen, Pfeifen, lautes Treiben -ringsherum! Wir aber wollen hinauf auf die stillen, herrlichen Kammhöhen -des Erzgebirges, in die reine, dünne Höhenluft, um unsere -müden Nerven zu beruhigen und zu kräftigen und an Leib und Seele -zu gesunden!</p> - -<p>Deshalb rasch zum Brückenausgang auf der Bodenbacher Seite. -Diesem gegenüber ein breites, offenes Tor – das ist der Eingang -zum Erzgebirgskammwege. R. daneben an der Mauer die große -Tourenkarte des Tetschener Gebirgsvereines und die Tafel: »Kammweg -Tetschen–Asch via Schneeberg, Tissa hier über die Eisenbahn« mit -der Kammwegmarke (4 blaue Zinken auf weißem Grunde).</p> - -<p><em class="gesperrt">Auf nun zu fröhlicher Bergfahrt!</em> Wir schreiten durch -das Tor und über das Geleise der Sächs. Staatseisenbahn, r. und -l. ein Eisenbahntunnel, l. die Schäferwand, zu welcher der »Waldsteig« -abzweigt. Der Kammweg – schon geht es bergwärts – führt die -steile mit großen Sandsteinen gepflasterte, schmale <em class="gesperrt">Rotbergstraße</em> -mit schönen Rückblicken hinauf (von hier bis zum nächsten Dorfe finden -sich keine Marken und keinerlei Markierung), l. die Häuser 1, 3, 5, 7, -9, 15, r. 20, 22, 24, 26. Es folgt nach etwa 10 Min. eine Wegteilung -bei 2 Linden, l. Biela-Straße; wir gehen r. die Rotbergstraße -weiter, l. Nr. 27, 29, 33, r. 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, meist kleine -Häuschen, teils alter, traulicher, teils neuer, aber freundlicher Bauart. -Beim Hause Nr. 33 wendet sich die Rotbergstraße nach r., l. in einiger -Entfernung: Restaurant Schweizerhof. R. treten Wald und Berg an -das Sträßchen, Revier-Pfosten 41 und 42, l. stehen die letzten 2 Häuser -Bodenbachs Nr. 37 und 41. Wenige Schritte dahinter Wegteilung. -Achtung! Nicht r., nicht l., sondern geradeaus nur mäßig ansteigend<span class="pagenum"><a id="Seite_6">[6]</a></span> -am Rande einer (r.) Wiese weiter (Weg anfangs etwas verrast) auf -die freie Höhe mit prächtiger Ausschau: l. Pfaffen-, Hut- und dahinter -Hopfenberg, vor uns das Schneeberg-Massiv (Turm nicht sichtbar). -Bald senkt sich der Weg und vor uns liegen die Häuser der kleinen -Ortschaft (1¾ <em class="antiqua">km</em><a id="FNAnker_2_2"></a><a href="#Fussnote_2_2" class="fnanchor">[2]</a>) <em class="gesperrt">Bösegründl</em>. (R. kommen 2 Wege herab.) Wir -lassen die ersten 3 Häuser ganz l., biegen r. um, an einer eingemauerten -(l.) Quelle vorbei, l. altes Bauernhaus Nr. 2, Gemeindeamt -und Nr. 6, r. Wegweiser mit dem 2. Kammwegzeichen und -kl. Schankwirtschaft »Zum Morgenstern«. Nun Eintritt in den Wald -und Wegsenkung ins Bielaer Tal. L. Wegweiser z. Manzer-Weg und -Gauben-Wändl (empfehlenswerter Aussichtspunkt, 2 Min.) und bald -Wegteilung. Wir schreiten r. den gebauten Touristensteig mit Geländer -an der Talwand herab in das Dorf (3¼ <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Biela</em> (1597 -Einw.), queren im Tale die Straße nach Kalmswiese, übersetzen ein -Wässerlein, um auf die <em class="gesperrt">Neu-Biela</em> durchziehende Straße mit dem -Wegweiser »In ½ Stunde zum Hohen Schneeberg« zu gelangen. L. Haus -16, r. 130. Auf dieser Straße immer weiter den Ort hinauf. Oberhalb -des (r.) Postamtes l. Wegweiser. Wir folgen der Straße, die -uns an mehreren Fabriksgebäuden, (l.) Kirche und Schule vorbei bis -zum obersten Gasthause (Schweizer Hof oder Mühle?) <span id="corr006">führt</span>. Vor diesem -auf schmalem Pfade links die Talwand hinauf, an den einzelnen -Häuschen (r.) 56 und 55 vorbei, von denen eines auf einer Tafel -folgende Bemerkung zeigt: »Der Kammweg ist von hier bis Dorf Tissa -nur weiß markiert.« Leider gestattete der Herrschaftsbesitzer Graf -Thun in Tetschen die Anbringung der blauweißen Kammwegmarken -in seinem Gebiete nicht. Weiter zum letzten (l.) Hause empor und -wir sehen schon die Straße, auf die unser Weg einmündet. Dort -Tafel: »Direkter Weg durch Biela nach Bodenbach« und Telegraphenstange -34. Bald zweigt l. die Nostiz-Straße ab, wir verfolgen unsere -Straße weiter, bis sie nach etwa 10 Min. nach l. umbiegt. Hier -weisen uns eine Wegtafel »Direkter und kürzester Aufstieg zum Hohen -Schneeberge« und weiße Marken (Kalkstriche) r. auf einen teilweise -gepflasterten Fahrweg, auf dem wir in wiederum 10 Min. bei einer -(r.) Schutzhütte eine gerade Waldstraße rechtwinkelig kreuzen (als -Fortsetzung finden wir 2 Pfade, wir wählen den der Hütte näheren). -Nach 5 Min. mündet unser Weg auf einen von r. steil heraufkommenden -Weg ein, den wir scharf nach l. verfolgen. Nun sind wir auf -der Kammhöhe angelangt; bald führen nach r. zwei Wege, einer davon -in das Wildgatter hinein. Wir bleiben l., gehen gerade aus am -Wildzaun (aus Draht) etwa 5 Min. weiter. Vor uns erhebt sich ein -Fels des Schneeberggipfels, an dem wir r. herum über Stufen auf -die Gipfelhöhe aufsteigen, auf der wir in 12 Min. das hinter Waldbäumen -verborgene Unterkunftshaus des <em class="gesperrt">Hohen Schneeberges</em> -(8½ <em class="antiqua">km</em>), 721 <em class="antiqua">m</em> Seehöhe, erreichen.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Von dem freien Platze vor dem Unterkunftshause genießt man eine herrliche Aussicht -nach <em class="antiqua">S.</em> und <em class="antiqua">O.</em> (Orientierungskarte auf der Mauerbrüstung); vom 30 <em class="antiqua">m</em> hohen, steinernen -Turme eine großartige Rundsicht (Panoramakarten sind erhältlich) besonders über die -ganze sächsische Schweiz und einen großen Teil Sachsens. Die Türme von Dresden erblickt -man deutlich; bei klarer Luft im <em class="antiqua">O.</em> außer dem ganzen Lausitzer Gebirge, das Isergebirge,<span class="pagenum"><a id="Seite_7">[7]</a></span> -die Schneekoppe u. a. m. Im Unterkunftshause gute Verpflegung, 50 Nachtlager, -schöner Speisesaal, im Nebenzimmer Erinnerungen an den wiederholten Besuch -seitens der königl. sächs. Familie: 1876, 1888, 1905.</p></div> - -<p>Vor dem Turm vorbei in südwestlicher Richtung führt der Kammweg -hart am südlichen Steilabsturze der Hochfläche des Schneebergs -weiter, nach 5 Min. Wegteilung, wir l. den Serpentinenweg teils über -Stufen hinab, queren die Straße und folgen dem Wegweiser zum -Hotel »Schweizerhof« im (10 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Dorfe Schneeberg</em> (492 E.), beliebte -Sommerfrische. Vom Schweizerhof auf der Straße wenige -Min. nach Süden, am (l.) Gasthause »Zur Hoffnung« und Haus -Nr. 23 vorbei; beim nächsten Hause Straßenkreuzung, l. Stein 117, -r. Stein 116, Wegweiser. Wir wenden uns r. auf die westlich gegen -Tissa führende Straße, die in einer Seehöhe von etwa 600 <em class="antiqua">m</em> und -bald nach dem Eintritte in den Wald 2½ <em class="antiqua">km</em> geradlinig dahinführt. -Schließlich wendet sich die Straße scharf nach r. und senkt sich. Nach -6 Min. neuerliche scharfe Wendung nach l. An dieser Stelle (bei -Reviertafel »Schönsteiner Revier«) verlassen wir die Straße und steigen -r. bei der Tafel »Eingang in die <em class="gesperrt">Tissaer Wände</em>« einen schmalen -Pfad mit Stufen hinan. Nach 1 Min. r. und l. Pfade ab mit -schönen Ausblicken; der eine (l.) führt zum »Tisch« (Felsbildung). -Wir gehen unsern anfänglich eingeschlagenen Pfad weiter, dann einige -Stufen herab und bemerken bald r. eine Stiege mit eisernem Geländer -abwärts, eigentlicher Eingang in die Wände. Wir steigen jedoch l. -den Kammweg hinauf, der uns über den horizontalen Kamm -der Wände führt, die nach Süden 60–70 <em class="antiqua">m</em> mauergleich abstürzen -und reizende Ausblicke auf den Ort Tissa, das Eulautal und Mittelgebirge -gewähren. Im Westen sehen wir das Erzgebirge aus der -Senkung von Tissa sanft ansteigen bis zur Nollendorfer Höhe, von -der uns das weitschauende Kirchlein begrüßt. Endlich müssen wir r. -über eine steile Steinstiege durch eine schmale Schlucht tief hinab in -das Innere der Wände. Es empfiehlt sich nun, ein Stück in das -Innere nach r. hineinzugehen, um sich die interessanten, mächtigen -Felsgebilde zu betrachten, die verschiedene abenteuerliche Formen zeigen -und dementsprechend Namen (teilweise angeschrieben) tragen, wie: -Frosch, Helm, Januskopf, Medusenhaupt, Pilatussohle, Doktor u. a. m. -oder mannigfache Höhlen und Spalten bilden: Schneiderloch, Enge -Pforte, Klausenkirche u. v. m. Man vergesse jedoch den Rückweg nicht -oder nehme einen Führer, die meist in der Nähe warten, oder aber -gehe solange weiter, bis man nahe dem östlichen Ausgange wieder auf -den Kammweg gelangt.</p> - -<p>Am untern Ende der vorgenannten Steinstiege wendet sich der -Kammweg nach l. und führt durch das »Torloch« südlich herunter in -den Ort (15 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Tissa</em>, beim Friedhofe und der Kirche vorbei auf -die nach Peterswald führende Straße, wo einige Schritte östlich der -Kirche das Kaiser Josef-Denkmal und gegenüber das Hotel »Zur -böhmischen Schweiz« (sehr empfehlenswert) steht. Im Orte Tissa betreten -wir das Urgestein des Erzgebirges, meist roten Gneis, auf dem -westlich bis gegen Nollendorf-Schönwald stellenweise Sandsteinreste aufruhen, -wie wir es selbst auf dem Kammwege wiederholt betrachten können.</p> - -<p><em class="gesperrt">Tissa</em> (544 <em class="antiqua">m</em>), Dorf mit 2200 Einw., ein schmucker Ort, hat -ansehnliche Industrie, besonders Erzeugung von Knöpfen. (Berlet,<span class="pagenum"><a id="Seite_8">[8]</a></span> -Erzg. R. II a). Wir schreiten auf der Peterswalder Straße noch etwa -5 Min. aufwärts und beim Gasthaus »zum Grafen Thun« vorbei. -Bei der (l.) Schmiede des Josef Hocke, Hufschmieds, (Wegweiser; hier -beginnt die ununterbrochene blauweiße Kammwegmarkierung) verlassen -wir die Straße und folgen (l.) einem rechtwinklig abzweigenden, nach -Süden fast geradeaus führenden Fahrwege durch zerstreute Häuser -weiter. Erst senkt sich der Weg etwas, die Richtung desselben wird -von ferne schon durch einen einzelnen hohen Nadelbaum (Lärche) -bestimmt. L. von diesem steht ein größeres Gebäude, r. die Häuser -Nr. 46 und 289. Der Rückblick auf Tissa und die Wände wird -immer herrlicher. Nach 8–10 Min. biegt der Weg nach r., dann -gleich wieder nach l. und dann wieder nach r. stark um.</p> - -<p>L. in einiger Entfernung stehen dichtgedrängte Häuser, das ehemalige -Gut Schönstein. Genau hinter Tissa erscheint erst wenig, später mehr der -Turm auf dem Schneeberge und r. in weiter Ferne die schöne Pyramide -des Rosenberges. Auch der Blick in das Eulautal mit dem Hegeberge, -Hopfen-, Lotter-, Hutberge bei Bünauburg ist reizend. Der Weg -führt wieder gerade weiter südwestlich und bergan. Nach 2 Min. -erste und wieder 2 Min. zweite Wegkreuzung; letztere auf der Höhe -des <em class="gesperrt">Tissaberges</em>, der nach r. ansteigt.</p> - -<p>Die Aussicht wird umfassender: Weit im Südosten der dominierende, -sattelförmige Geltsch und r. davon der mächtige Langeberg. Vor und -zwischen beiden der markante, bewaldete Blankenstein mit Ruine.</p> - -<p>Nun senkt sich der Weg und wendet sich etwas nach r. Vor uns -ragt der Gebirgskamm mit der Ebereschenstraße Nollendorf–Schönwald -und r. der Sattelberg auf, l. Ziegelteich. Nach 4 Min. erreichen wir -eine Waldecke. Unser Weg wendet sich hier <em class="gesperrt">stark nach l.</em>, (während -r. zwei Wege abgehen) r. vom Hochwald, l. von Jugend begleitet. -Eine rotweiße Marke begleitet uns von der Waldecke an bis nahe an -Oberwald. Nach 2 Min. Wegteilung, wir treten r. in den Hochwald -ein und folgen einem ausgefahrenen, ansteigenden Hohlwege. Nach -1 Min. Wegteilung, wir gehen r. Nach 8 Min. treten wir aus dem -Walde. Am Waldrande l. von uns begleitet uns längere Zeit ein -Weg, der bei nassem Wetter besser gangbar ist und sich außerhalb des -Waldes mit unserem vereinigt. Unser Weg schlängelt sich nun lieblich -auf der freien Kammhöhe dahin, die hier den Namen »<em class="gesperrt">Auf der Schöne</em>« -führt und eine herrliche Aussicht gewährt. Etwa ¼ Stunde dauert -die reizende Wanderung, bis wir etwa 400 Schritte vor uns und -etwas tiefer zwei Gehöfte erblicken. Hier achte man genau auf die -Kammwegmarken<a id="FNAnker_3_3"></a><a href="#Fussnote_3_3" class="fnanchor">[3]</a>, die nun an Gesträuch einen nach r. rechtwinklig -abzweigenden, verrasten Fahrweg zur Höhe hinaufleiten, wo wir nun -einem ganz schmalen Pfade l. eben durch Heidekraut und Gehölz folgen. -Wo dieser sich senkt und in niedrige Jugend eintritt, folgen wir l. -rechtwinklig einem Pfade, der immer an Grenzsteinen und schließlich -am Waldrande (l. ein Feld) weiterleitet, bis er einen Fahrweg erreicht<span class="pagenum"><a id="Seite_9">[9]</a></span> -und wir vor uns auf grünen Matten die wenigen und teils altersgrauen -Häuser von <em class="gesperrt">Oberwald</em> erblicken. Die Kammwegmarkierung -führt nun etwas rechts über den Fahrweg, quer durch die Wiesen, -auf eine kleine Brandruine und das einzige sehr bescheidene Gasthaus -des Wenzel Bail zu, wo wir recht gerne ein Glas frischer, guter -Milch erhalten. L. oberhalb des genannten Gasthauses steht an dem -breiten Fahrwege ein steinernes Kreuz mit der Jahreszahl 1819, dort -müssen wir vorbei und den Fahrweg nach r. nordwestlich benützen bis -zum letzten (r.) Hause. Der bisherige Weg führt geradeaus weiter -nach Peterswald. Wir aber folgen dem l. rechtwinklig zur Höhe -ansteigenden Fahrwege, der nun durch mageren Föhrenwald in wenigen -Minuten nach (22 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Jungferndorf</em> führt. R. vom Wege erhebt sich -der 686 <em class="antiqua">m</em> hohe kahle <em class="gesperrt">Sandkopf</em> mit weiter Aussicht nach Sachsen, -l. stehen etwa drei kleine Häuschen. Die meisten Häuser des Ortes -gewahren wir erst r. an der Westseite des Sandkopfes, wenn unser -Weg die breite Kaiserstraße erreicht hat. Wir wandern nun auf dieser -in südlicher Richtung nach Nollendorf führenden Straße, l. Wegtafeln -des Teplitzer Gebirgsvereins Nr. 736 und 735 (etwas kürzerer Weg -nach Oberwald) rotweiße Marke.</p> - -<p>(24 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Nollendorf</em> (679 <em class="antiqua">m</em> – 322 E.) Historisch merkwürdig -durch die Schlacht bei Kulm im Jahre 1813, in der die Franzosen -unter General Vandamme von den vereinigten Oesterreichern, Preußen -und Russen eine heftige Niederlage erlitten, die zur panikartigen Flucht -der Franzosen über Nollendorf (Straße nach Jungferndorf) führte. -Kaiser Napoleon betrachtete vom Turme der Nollendorfer Kirche den -Verlauf der Schlacht. – In Josef Güttlers Gasthaus gute Unterkunft -und Verpflegung. (Berlet, Erzg. R. II b).</p> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<h2 id="kap2">2. Abschnitt.<br /> -Nollendorf–Neustadt (28 <em class="antiqua">km</em>).</h2> -</div> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: <em class="antiqua">a</em>) von <em class="gesperrt">Sachsen</em> aus: 1. Bahnstrecke Pirna–Gottleuba. Von -hier nach Nollendorf 14 <em class="antiqua">km</em>. 2. Mügeln–Geising, nach Zinnwald 3½ <em class="antiqua">km</em>. Dresden–Kipsdorf, -nach Zinnwald 11 <em class="antiqua">km</em>. <em class="antiqua">b</em>) von <em class="gesperrt">Böhmen</em> aus: Staatsbahn Bodenbach–Komotau. Station -Tellnitz 3 <em class="antiqua">km</em> von Nollendorf entfernt.</p></div> - -<p>Um unsere Kammwegwanderung fortzusetzen, schreiten wir auf -der von Jungferndorf durch <em class="gesperrt">Nollendorf</em> führenden Straße durch -diesen Ort bis zur hochstehenden Kirche. Ueberraschend schöne -Aussicht nach Süden. Gehen wir aber der Friedhofmauer, welche die -Kirche einschließt, entlang und dann auf einem Feldwege etwa 8 Min. -gegen Osten bis auf die Höhe des <em class="gesperrt">Nollendorfer Berges</em> (701 <em class="antiqua">m</em>), -so gestaltet sich dieselbe noch entzückender. Der Kammweg aber zweigt -von der Straße r. gegenüber der Kirche als schmaler Fahrweg gegen -Westen ab. Wegweiser Nr. 729, mit der Kammarke läuft von hier -etwa 1000 Schritte eine blaugelbe Marke (nach Tellnitz). Mäßig ansteigend -gelangen wir auf dem baumlosen Kamme mit schöner Aussicht -in das Pockautal, aus dessen Hintergrund Aussig, beschirmt von der -düstern Burgruine Schreckenstein, heraufschaut, und über drei Feldweg-Kreuzungen -zu einem Steinkreuze mit grünem Holzgitter, wo sich -unser Weg nach r. wendet. Die blaugelbe Markierung führt ins Tal.<span class="pagenum"><a id="Seite_10">[10]</a></span> -Nun r. auf das oberste Haus zu, durch dessen Hof (zwischen Haus -und Scheune) der Kammweg führt. Dann l. zum Wegweiser Nr. 731 -und 732 und dessen blaugelbblauer Marke außer der Kammarke nach -(gegen Streckenwald) r. an der Rückseite eines großen Gehöftes in -nahezu nordwestlicher Richtung den Fahrweg weiter. R. erstreckt sich -die freie Hochfläche des <em class="gesperrt">Kaibler</em> (722 <em class="antiqua">m</em>), über welche in einiger -Entfernung die eschenbesäumten Straßen nach Schönwald und Peterswald -führen, l. ragt die waldesdunkle <em class="gesperrt">Hornkappe</em> (665 <em class="antiqua">m</em>) empor, -ein walderfülltes Seitental senkt sich hinunter zum tiefen Tellnitzer -Grund und jenseits strebt der 792 <em class="antiqua">m</em> hohe Zechberg empor. Vor uns -über dem Walde in der Entfernung von 4 <em class="antiqua">km</em> erscheint unser nächstes -Ziel, der Ort Streckenwald mit dem schlanken Türmchen seines Kirchleins. -Fast 2 <em class="antiqua">km</em> geradeaus geht es auf der herrlichen Höhe bis zum Waldrande -mit dem Stein 108. Nun wenden wir uns l. an demselben -abwärts, dann in den Wald hinein. Es folgen die Steine: 109, 110, -111, 39, 40, 41, 42, 43 (dann kommt ein Weg l. herab). Unser Weg -schlängelt sich zuletzt, Stein 45, und wir sind in einer etwa 100 <em class="antiqua">m</em> -tiefen Einsenkung des Kammes angekommen, durch die eine Straße -von Tellnitz nach Schönwald, der sog. Schießhausweg, führt. Wir -queren diese und ein Wässerlein. Unser Fahrweg führt nun teils -durch Wald, teils an Feldern und Wiesen vorbei. Es folgt Stein -46, Pfosten 24, (ein Weg kommt von r.) r. kleine Sandgrube, Stein -278, Weg windet sich stark nach l., Stein 277, r. etwa 5 <em class="antiqua">km</em> entfernt -im Norden der spitze Sattelberg (719 <em class="antiqua">m</em>), l. Tellnitztal. Bei Stein -275 wieder Wendung nach r., (zwei Wegabzweigungen nach l.) r. halten, -Stein 270, Weg steigt wieder an, Stein 269, (Wegabzweigung l.) r. -halten. Austritt aus dem Walde. Freie Fluren. Weiter Ausblick nach -Sachsen. Schloß Schönwald, Orte Breitenau, Liebenau u. a., r. zwei -einzelne Wäldchen (aus dem Walde l. kommt ein Weg). Es folgen -nun viele Wegkreuzungen, da meist auf jedes Feld ein Weg abzweigt. -Wir müssen nun so ziemlich unsere gerade Richtung nach Westen einhalten -und bald erscheint Dorf Streckenwald, bei dessen Kirchlein wir -die nach Adolfsgrün führende Straße betreten, die rechtwinklig zu -unserem bisherigen Wege nach Süden führt, r. das letzte Haus des -Ortes Gasthaus.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>(5½ <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Streckenwald</em> (753 <em class="antiqua">m</em> – 508 E.) Die Bewohner treiben mannigfachen -Handel, besonders mit Borstenvieh, und sind als rührige Geschäftsleute weit bekannt. -Die kleine freundliche Kirche ist im Jahre 1901 erbaut. An ihr Gedenktafel: »Zu Ehren -Sr. königl. Hoheit Prinz Max, welcher am 14. September 1902 zur Kirchweihe die Festrede -abhielt. Gewidmet von Karl Watzke.« (Berlet, Erzg. R. II c).</p></div> - -<p>Auf der genannten Straße fast eben in 20 Min. nach Adolfsgrün. -R. vorher Friedhof am Waldesrand.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>(7 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Adolfsgrün</em> (747 <em class="antiqua">m</em> – 40 E.) wurde erst vor etwa 60 Jahren gegründet. -L. Gasthaus »Zur Waldesruh«, r. »Stadt Dresden«.</p></div> - -<p>Nun die Straße geradeaus aus dem Orte hinaus und weiter. -Die Straße senkt sich in eine sanfte Mulde (Kammlinie läuft südlich), -deren Rinnsal ins Müglitztal ausmündet. Ein weiter Blick nach -Sachsen erschließt sich. Markant hebt sich der Geisingberg mit Turm -ab, an dessen l. Abhang lehnt die Stadt Altenberg. Nach 1 <em class="antiqua">km</em> -übersetzt die Straße das vorgenannte Bächlein. Zwischen dem 9. und -10. Baum jenseits verlassen wir die Straße und folgen in fast südlicher -Richtung einem mäßig der Kammhöhe zustrebenden Fahrwege<span class="pagenum"><a id="Seite_11">[11]</a></span> -über zwei Wegkreuzungen, geradeaus auf das steinerne Kreuz zu, errichtet -von Anna Patzelt am 14. Juli 1905, weiter auf zwei neuerliche -Kreuze, die »Ritschelkreuze« (765 <em class="antiqua">m</em>), zu. Genau auf der Kammlinie, -weite Ausschau: vor uns Ebersdorf, der Mückenberg, r. davon ein -mächtiges Stück des Kammes mit dem Vorder-Zinnwalder Kahlenberg, -dem »Toten Kinde« und dem Kahlenberg i. S. ganz r. L. merkwürdige -Terrain-Erscheinung: der Gebirgskamm schiebt zwei Berge nach Südosten, -die höher als er sind: <em class="gesperrt">Zechberg</em> und <em class="gesperrt">Schauplatz</em> (beide 792 <em class="antiqua">m</em>).</p> - -<p>Bei diesen Kreuzen mündet ein Weg von l. in unsern ein, wir -gehen nach r., neuerliche Abzweigung, wieder r. halten und in wenigen -Schritten treten wir in (9 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Ebersdorf</em> ein, l. Kaufmann Hermann -Merl Nr. 222, r. Josef Kohlschütter, Schneider. Wir wenden -uns r. auf die Dorfstraße, gehen nur bis zum nächsten (r.) Hause -Nr. 137. Diesem gegenüber schreiten wir l. vor einem neugebauten -feuerfesten Hause mit Pappdach und zwei Blitzableitern auf einem -Feldwege hinaus aus dem Orte gegen Westen. Der Kammweg durchquert -also nur den Ort im oberen Ortsteile, sog. Oberdorf, der eine -ausgesprochene Längsrichtung hat. Ebersdorf (753 <em class="antiqua">m</em>, 984 E.) ist eine -alte Ansiedlung mit dem ursprünglichen Namen Eberhardsdorf. (Berlet, -Erzg. R. II c).</p> - -<p>Wenn wir bei genanntem Hause hinaustreten, queren wir sogleich -einen Pfad, der parallel mit dem Dorfe läuft. Außerdem führen -zwei Wege hinaus, wir folgen dem etwas nach r. führenden. Nach -80 Schritten wieder Wegteilung, wir gehen r. auf dem verrasten -Wege weiter. Nach 300 Schritten Wegkreuzung, wir müssen geradeaus. -Von r. münden nun wiederholt aus dem Dorfe kommende Feldwege -ein. Wir gehen immer in unserer Richtung weiter und auf das im -freien Felde stehende eiserne Kreuz mit zwei Bäumen und Umzäunung -(errichtet von Zechel »Schenkerkreuz«) zu.</p> - -<p>Bei klarem Wetter ist nun ein Verirren unmöglich, da man vor -sich den Mückenberg als Wanderziel sieht; bei Nebel aber Achtung! -Vom Kreuze weder r. noch l., sondern geradeaus, es folgen mehrere -Wegkreuzungen, wir immer in der gleichen Richtung weiter, l. Ausblick -durch die Dachsenschlucht auf den Teplitzer Schloßberg; der Weg -senkt sich und an seiner tiefsten Stelle steht ein neuerliches Kreuz, -Goldammerkreuz, 724 <em class="antiqua">m</em>, 1867, und Wegweiser Nr. 126 und 127, -dem wir zum Mückenberg hinauf folgen, noch 10 Min. bergan.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Freundlich blickt das in Holz gekleidete und im Schweizerstil erbaute (12 <em class="antiqua">km</em>) -<em class="gesperrt">Mückentürmchen</em> aus dem Waldesgrün hernieder und zierlich schlängelt sich der Pfad -des Kammweges zu ihm hinauf an Halden und Bingen, Zeugen des einstigen Bergsegens, -vorbei. Der Mückenturm, ein vortrefflich bewirtschaftetes Unterkunftshaus, hat mehrere -Restaurationsräume, eine größere Anzahl von Fremdenzimmern und dürfte zu einem -wichtigen Ruhepunkt für Kammwegwanderer werden. (Berlet, Erzg. R. II c).</p></div> - -<p>Von Tissa bis hierher besteht die Hauptmasse des Erzgebirges -aus Urgestein u. zw. Gneis, Glimmerschiefer und Tonschiefer. Der -Mückenberg gehört bereits einem Porphyrstocke an, der zwischen Graupen -und Niklasberg den Gebirgsrücken durchquert.</p> - -<p>Wir steigen nun westlich vom Mückentürmchen hinunter an der -St. Wolfgangskapelle mit Holzkanzel im Freien vorbei und übersetzen -die von Voitsdorf nach Graupen führende Straße, r. Zollamt. Wegweiser -(über Siebengiebel etc., auf dem Bierwege nach V.-Zinnwald). Der<span class="pagenum"><a id="Seite_12">[12]</a></span> -hier bezeichneten, ganz ebenen Straße folgen wir etwa 8 Min. bis -zum Forsthause mit Wegweiser (676). Vor diesem r. auf schmalem -Fahrwege = Bierweg mit blauer Kammarke und blaugelber Marke -in den Wald hinein und immer in nordwestlicher Richtung auf dem -ebenen, bewaldeten, teils moorigen Kamme nahezu 3 <em class="antiqua">km</em> fort, dann -Austritt aus dem Walde. Auf diesem Wege anfangs zwei Wegteilungen, -wir immer l., Rückblick auf den Mückenberg, vorbei an Stein -842, Stein mit Nr. 12, 13, 14, 27, Stein 13, 14, 15, 29, dann Wegkreuzung -und bei Stein 15, 31, 13, gerade Schneise, welche wir beide -kreuzen. Weg senkt sich, über Wegkreuzung geradeaus, l. Pflanzgarten, -dann durch den Wildzaun. Hier Wegteilung, wir r. abwärts auf den -inmitten der Wiesen stehenden Wegweiser 299 und 300 zu. Hier -verlassen wir die blaugelbe Marke (Achtung), wenden uns scharf nach -l. auf die Häuser von (16 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Vorder-Zinnwald</em> zu. Erst treffen -wir l. ein Holzkreuz, r. ein Haus mit 5 kleinen Ebereschen. Man -sieht gerade vor sich den Kammweg den Berg hinansteigen. In 6 Min. -vom Wegweiser quert er ein nach Süden führendes Sträßchen und -führt zwischen zwei Häusern in der bisherigen Richtung hinauf. Das -l. Haus ist ein altes Gebäude mit drei alten Bäumen. Auf der -Höhe wendet sich unser Weg scharf nach r. und gewährt eine überraschend -schöne Aussicht auf die vorher zurückgelegte Kammwegstrecke -sowie weite Fernsicht nach Sachsen, infolgedessen »Dresdner Aussicht« -genannt. L. läuft eine Steinmauer, erst näher, dann sich entfernend, -wir gerade aus fort nach Norden bis auf die von Vorder-Zinnwald -nach Hinter-Zinnwald führende Straße (r. letztes Haus von Vorder-Zinnwald), -die wir nach l. (Westen) hinansteigen und auf der wir in -½ Stunde die Bergstadt (20½ <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Hinter-Zinnwald</em> (816 <em class="antiqua">m</em>, -1118 E.) erreichen. L. die braun-weiße Schule und die Kirche, r. Haus -des Franz Hönig. Nach diesem verlassen wir die Straße und schreiten -r. abwärts auf das Pochwerk Moritzhütte zu. Wir steigen nun an -der Landesgrenze (in Sachsen!), l. Steine 44, 41, einen Hohlweg -hinan, auf das Gasthaus »Zum Bergmanns-Gruß« an der Straße -zu, die von Sachsen nach Böhmen führt. Hinter-Zinnwald, (Berlet, -Erzg. R. III.)</p> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Seitentour</em>: <em class="gesperrt">Hinter-Zinnwald</em>–<em class="gesperrt">Altenberg</em>–<em class="gesperrt">Geisingberg</em>–<em class="gesperrt">Geising</em>–<em class="gesperrt">Wettinhöhe</em>–<em class="gesperrt">Hinter-Zinnwald</em>. -Von Hinter-Zinnwald über die Grenze in -das anschließende Sächs.-Zinnwald und auf der beim Gasthofe »Zum sächsischen Reiter« -l. abzweigenden Straße in dreieinhalb <em class="antiqua">km</em> nach <em class="gesperrt">Altenberg</em> (Berlet, Erzg. R. II d), Stadt -mit 1750 E., hierauf in 35 Min. auf den 823 <em class="antiqua">m</em> hohen <em class="gesperrt">Geisingberg</em> (Basaltkuppe) -mit 17 <em class="antiqua">m</em> hohem Aussichtsturm und schöner Aussicht. Hierauf Abstieg auf markiertem -Wege nach (3 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Geising</em>. Stadt mit 1240 E. (Berlet, Erzg R. II c). Von hier auf -die <em class="gesperrt">Wettinhöhe</em> (zweieinhalb <em class="antiqua">km</em>) mit 15 <em class="antiqua">m</em> hohem eisernen Turm (zur Wettinfeier 1888 -errichtet). Nun Abstieg nach Westen und entlang des Aschergrabens (altangelegter Graben -für die Pochwerke in Altenberg) nach Zinnwald dreieinhalb <em class="antiqua">km</em>, zusammen 15 <em class="antiqua">km</em>.</p></div> - -<p>Auf der vorgenannten Straße nach r. (Norden), r. Gasthof zur -Biliner Bierhalle. Nach wenigen Schritten Wegweiser Nr. 603 (nach -Niklasberg und Neustadt), diesem nach auf die nach l. aufwärtsführende -Straße bei (l.) Kaufmann Wenzel Renner, steinernes Kreuz, Annaschacht, -Gasthof zur Linde, (r.) Gnade Gottes-Zeche, Steinbruch, große -Halden vorbei. R. in geringer Entfernung die Landesgrenze, darüber -ganz nahe die Häuser von Sächs.-Zinnwald. Die Straße macht zwei -große Kehren und erreicht die freie Höhe. R. schaut gewaltig der -Geisingberg herüber und die zwei Häuserreihen des etwa 10 Min.<span class="pagenum"><a id="Seite_13">[13]</a></span> -entfernten Ortes Neu-Georgenfeld kehren dem Böhmerlande alle ihre -Giebel zu, was uns nicht Wunder nimmt, sind es doch die Anwesen -der im Jahre 1728 von Hinter- und Vorder-Zinnwald vertriebenen -777 glaubenstreuen Evangelischen. Bald erblicken wir auch r. aus -dem Walde aufragend den felsigen <em class="gesperrt">Lugstein</em>, der in Sachsen befindlich, -eine schöne Aussicht sowohl nach Sachsen wie nach Böhmen -bietet. Immer auf der Straße weiterwandernd, treten wir bald -(22 <em class="antiqua">km</em>) in den dichten Wald ein, der uns nun 4 <em class="antiqua">km</em> lang begleitet. -Eine reizende Waldwanderung in nahezu 900 <em class="antiqua">m</em> Höhe und traulicher -Einsamkeit. Oft kann man hier stattliches Hochwild erblicken. Die -Kammlinie läuft l. von uns über den flachgewölbten, mächtigen <em class="gesperrt">Bornhau</em> -(911 <em class="antiqua">m</em>), von dem zahlreiche Wässerlein dem Tale der Weißeritz -bei Rehefeld-Zaunhaus zueilen. Anfangs schöner Rückblick auf Zinnwald, -dann r. hinter uns der Kahlenberg i. S. und auf freier Höhe -die fernen Häuser von Schellerhau. Wir dürfen nie von unserer -Straße abweichen, auch nicht in der Senkung, in welcher bei einer -Holzhauerhütte r. eine Straße nach Kalkofen abzweigt. Nachher l. -Stein <em class="antiqua">D</em>/6, eingezäunte Waldwiese, Stein 2/1 und 6/3, r. Blick ins -Rehefelder Tal. Beim Stein <em class="antiqua">b</em>/1 gelangen wir nun durch den Wildzaun, -wo r. ein Fahrweg abzweigt. Wir auf der Straße weiter, am -(l.) Wildzaun entlang bis zum Austritt aus dem Walde. Hier kommen -von l. zwei Straßen: eine aus dem Wildgatter herab, das sich nun -nach l. wendet, die zweite längs desselben, l. beim Tor Stein <em class="antiqua">FB</em>; -r. Wegweiser (nach Zinnwald 5,6 <em class="antiqua">km</em>, nach Niklasberg 2 <em class="antiqua">km</em>), l. geht -außerdem ein Fahrweg hinab. Unsere Straße wendet sich ziemlich -scharf nach r., l. Blick auf den Stürmer, gerade vor uns die Häuser -von Neustadt, r. Bahnhof Moldau mit dem Polterberge, l. steht das -»Rote Kreuz«. Wenn man vor dieses einige Schritte vorgeht, schöne -Aussicht nach Böhmen: im Vordergrunde die große Eisenbahnbrücke, -dahinter der Biliner Borschen und die südöstlichen Kegelberge des -Mittelgebirges, mächtig erscheint r. neben ersterem der Schladniger. -Beim roten Kreuze senkt sich steil ein Weg hinab nach Niklasberg. -Nach einigen Schritten auf unserer Straße l. Wegweiser (derzeit unleserlich), -wo l. die Straße nach Niklasberg und Neustadt, r. nach -Kalkofen nördlich führt, welch letztere wir 50 Schritte benützen. Hier -zweigt dann l. (Achtung!) ein Fahrweg ab, der durch Wiesen zum -nahen (3 Min.) Walde emporleitet. Diesem folgen wir. L. erscheint -der Donnersberg, vor ihm viel näher das hölzerne Aussichtsgerüst auf -dem Warteck bei Niklasberg, hinter uns der Bornhau. Am Waldrande -nun, weder l. noch r., sondern geradeaus in den Wald hinein und -gerade weiter, wir überschreiten den ebenen <em class="gesperrt">Keilberg</em>, 829 <em class="antiqua">m</em>. Nach -7–8 Min. Austritt aus dem Walde, Weg senkt sich, vor uns Neustadt, -dahinter schaut über den Wald der hohe Wieselstein. Weiter unten -kommt von r. hinten ein Weg. Herrlicher Blick: l. vom Donnersberg -erscheint der Lobosch bei Lobositz, dahinter der Georgsberg bei Raudnitz, -l. unten im Tale das alte Bergstädtchen Niklasberg, r. und l. -das Geleise der Strecke Brüx–Moldau und wir schreiten über den -Tunnel weg. Der Wald tritt r. zurück und läßt uns ganz nah die -Station Neustadt und l. oben am Waldrande das Forsthaus erblicken. -R. am Waldessaume großer Stein 105. Weg steigt wieder an, am<span class="pagenum"><a id="Seite_14">[14]</a></span> -Waldesrande l. die Steine 121 und 123. Auf der Höhe erblickt man -nun die Straße, auf welcher der Kammweg r. nach (28 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Neustadt</em> -führt, zu der wir deshalb hinabschreiten. L. Wegweiser 153 »Ueber -das Hohe nach Niklasberg«. Nach 6 Min. betreten wir beim Hause -Nr. 11 des Wenzel Preißler, Holz- und Kohlenhandlung, das kammthronende -Dorf, 826 <em class="antiqua">m</em>, 305 E. (G. Biliner Bierhalle, beim Wolf.) -Am Nordende des Ortes bezeichnet eine Tafel das Haus, in dem -Kaiser Josef 1779 Mittagsrast hielt.</p> - -<p>Wenige Schritte nach dem Hause Nr. 11 erblickt man die erste -<span id="corr014">Ueberbrückung</span> der wilden Weißeritz, die r. neben der Straße hinuntereilt. -(Berlet, Erzg. R. IV.)</p> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Seitentouren</em>: <em class="antiqua">a</em>) <em class="gesperrt">Neustadt</em>–<em class="gesperrt">Stürmer</em>–<em class="gesperrt">Neustadt</em>. Vom Wegweiser an der -Weißeritzbrücke Nr. 59–61 einige Schritte l. am Hause Wegtafel: Zum Stürmer, 1 <em class="antiqua">km</em>, -rotweiße Zeichen. Der Weg steigt an, anfangs zwischen einigen Häusern, später durch -Wiesen. Auf der freien Höhe l. schöner Blick auf das Mückentürmchen, vor uns weit -ins Böhmerland hinein. Weiter und wenige Schritte in den Wald hinein. Hier Wegweiser, -der aber nach jedem Winter umgefahren ist. Der bisherige Weg senkt sich stark, -wir l. horizontal zur nahen, jedoch baufälligen Schutzhütte. Schöne Aussicht, insbesondere -auf (r.) die Strobnitz (853 <em class="antiqua">m</em>), vor der einige Gründe tief in das Gebirge einschneiden. -Der hinter der Schutzhütte befindliche Gipfel ist mit Hochwald verwachsen, dieser aber -seit neuerer Zeit verbrochen. Besuch desselben derzeit nicht lohnend. Auf demselben Wege -wieder zurück nach Neustadt.</p> - -<p><em class="antiqua">b</em>) <em class="gesperrt">Neustadt</em>–<em class="gesperrt">Rehefeld</em>–<em class="gesperrt">Moldau</em>–<em class="gesperrt">Muldenquelle</em>–<em class="gesperrt">Neustadt</em>. Von Neustadt -zur Station Neustadt über das Geleise auf blauweiß markiertem Wege zum Forsthause -Kalkofen. Von hier l. im Tale der wilden Weißeritz abwärts nach <em class="gesperrt">Zaunhaus-Rehefeld</em> -mit königl. sächs. Jagdschloß, 1869 erbaut. (Berlet, Erzg. R. IV). Von hier -westlich den sog. Bierweg hinauf zur Hermsdorfer Straße und auf dieser l. nach <em class="gesperrt">Station -Moldau</em> (791 <em class="antiqua">m</em>), Gasthaus zum Fischerhaus, Stern etc. Dorf Moldau ist 3 <em class="antiqua">km</em> entfernt. -Nun auf der südlich nach Neustadt führenden Straße bis zur ersten Schneise r., diese, -obwohl Verbotstafel, ruhig wenige Minuten bis zur Wiese r., an deren l. Seite nahe -dem unteren Ende etwa 40 Schritte von der Straße die <em class="gesperrt">Muldenquelle</em> mit einfacher -Holzfassung zu suchen ist. Hierauf mit Rücksicht auf das Verbot zurück zur Straße und -auf dieser mit schöner Ausschau nach Osten am (r.) Torfwerke vorbei nach Neustadt (zusammen -13 <em class="antiqua">km</em>).</p></div> - -<hr class="chap" /> -<div class="chapter"> -<h2 id="kap3">3. Abschnitt.<br /> -Neustadt–Einsiedl (24 <em class="antiqua">km</em>).</h2> -</div> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: <em class="antiqua">a</em>) von <em class="gesperrt">Böhmen</em> aus: 1. Bahnlinie Prag–Brüx–Moldau: -Station Neustadt. 2. Elektrische Bahn Teplitz–Eichwald mit Benützung der unter 1 genannten -Strecke. <em class="antiqua">b</em>) von <em class="gesperrt">Sachsen</em>: Linie Freiberg–Moldau mit Anschluß nach Neustadt.</p></div> - -<p>Wir folgen der Tafel 60: Nach Willersdorf, Fleyh etc. des Wegweisers -Nr. 59–61 bei der Weißeritzbrücke und schreiten auf schmalem -Sträßchen in südwestlicher Richtung zum Orte hinaus, r. Häuser -Nr. 36 und 35, l. zweigt ein Weg zum letzten Hause des Dorfes ab. -Schöner Rückblick! R. anfangs Wald, l. immer freie Flur und Steine -198–204. Wiederholt tauchen im Süden die Gipfel des Mittelgebirges -auf. Nach 1½ <em class="antiqua">km</em> treten wir in den Wald ein, r. knorrige -Ulme und Stein 261, l. Stein 240 (3 <em class="antiqua">m</em> abseits). Unsere Straße -wendet sich erst etwas nach r., bald aber führt sie 1 <em class="antiqua">km</em> schnurgerade -dahin, bis sie endlich scharf nach r. umbiegt und in einen wohl breiten, -aber verrasten Waldweg übergeht. Bei der Biegung Pfosten IV, 6 und -weiterhin entlang des ganzen Weges (2 <em class="antiqua">km</em>) die Steine 375–344. -Dann Austritt in die freie Flur von Willersdorf, dessen freundliche -Häuser wir schon einige Zeit vorher erblickten.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>(5 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Willersdorf</em>, früher Wilhardsdorf, meist Neudörfl genannt, zählt 52 -Häuser und liegt im Hochtale des Fleyhbaches (Flöha). Gasthaus des Paul Meyer.</p></div> - -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_15">[15]</a></span></p> - -<p>Beim Eintritte in den Ort, Wegweiser 150, an einer Mühle -vorbei bis zum etwas abseitsstehenden (r.) Hause Nr. 8 des Alwin -Mayer, Fleischer. Hier über die Brücke auf das l. Ufer der Fleyh. -L. Wegweiser 229 nach Neustadt und wir schreiten auf der Straße -bei Wegweiser 225 und 226 abwärts. R. Gasthaus und Fleischerei -des Paul Mayer. Bald über die Steinbrücke wieder auf das r. Ufer -des Baches und die Dorfstraße hinab bis zur Wegteilung mit steinernem -Kreuze (<em class="antiqua">H. E.</em> 1809) und Wegweiser 305 (n. Fleyh). Hier folgen wir -dem Fahrweg links geradeaus, während nach r. ein Weg abzweigt, -kommen an den Steinen 167–154 vorbei bald in den Wald und gerade -aus, weder r., noch l., weiter, nach wenigen Minuten wieder freie -Flur, liebliche Mulde mit dem Kirchorte Fleyh. R. stehen später 2 -Kreuze mit Wegweiser 151, 152, weil Weg r. von Grünwald einmündet. -Wir bemerken zahlreiche Granitblöcke, wir sind ins Granitgebiet -eingetreten. Bald nachher über die Brücke des Motzdorfer Baches -und in den Ort hinein.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>(8 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Fleyh</em> (729 <em class="antiqua">m</em>, 490 E.) hat eine im Jahre 1653 erbaute hölzerne Kirche, die -Bewohner beschäftigen sich meist mit Viehzucht, Ackerbau, Holzarbeit und Handel (6 Sägemühlen). -Gasthaus zur Sonne und Touristenhotel zur Mühle. Forellen-Schmaus! -(Berlet, Erzg. R. IV.)</p></div> - -<p>Beim Touristenhotel zur Mühle vorbei über die Fleyhbrücke (l.) -mit Wegweiser 194, 195 r. die Straße den Bach entlang 2 <em class="antiqua">km</em> abwärts, -bis die Straße eine scharfe Wendung nach r. macht. Wir -folgen dem Wegweiser über Göhren nach Johnsdorf, indem wir l. -durch den Wildzaun treten und die sogenannte Flösselstraße emporsteigen -und uns immer entlang der Telephonleitung halten. R. der -Geiersberg. Nach 1½ <em class="antiqua">km</em> kreuzt eine fast 5 <em class="antiqua">km</em> lange, ganz gerade -Schneise mit Waldstraße unsern Weg, an deren nördlichem Ende das -Jagdschloß Lichtenwald, am südlichen Ende das Forsthaus Georgshöhe -erscheint (Wunderbare Perspektive). L. Wegweiser 911 (?) oder 811, -nicht leserlich. Nun in der bisherigen Richtung weiter (l. Telephonstange -236). Bald zweigt r. rechtwinklig eine Straße ab, wir geradeaus. -Es geht fast 4 <em class="antiqua">km</em> im herrlichen Hochwalde eben dahin. Auf -einer Waldblöße wird l. der Wieselstein (956 <em class="antiqua">m</em>) und der Schwarze -Berg (888 <em class="antiqua">m</em>) sichtbar. Hierauf kommen wir durch das stattliche Tor -des Tiergartens hinaus, der Wildzaun verläßt uns gleich dahinter. -L. führt eine Straße in den Rauschengrund, mit ihr die Telephonleitung, -wir geradeaus fort. Es folgt Wegweiser r. nach Rauschenbach -und in 2 Min. r. der (16 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Schwarze Teich</em> (801 <em class="antiqua">m</em>) in -stiller Waldeinsamkeit auf dem Kamme. L. fällt das Terrain schroff -zum genannten Grunde ab. Gleich hinter dem Teiche Wegweiser -nach Bad Einsiedl, wir aber folgen unserer Straße, die einen scharfen -Bogen nach l. macht, und kommen in 15 Min. aus dem Walde, wo -r. das Forsthaus und später l. einige Häuser von (20 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Göhren</em> -sichtbar sind. Schöner Blick auf das Wieselsteinmassiv.</p> - -<p>Wenige Schritte hinter dem Forsthause Wegweiser. Wir gehen -auf dem hierdurch bezeichneten Fahrwege nach Deutsch-Einsiedel etwa -80–100 Schritte nach r. (schräg zurück!) l. runder St. 25, bis -Weg mit Pfosten <em class="antiqua">C</em>/₂₀ und Verbotstafel nach l. abzweigt. Auf diesem -nach S. Nach 5 Min. kommt ein Weg von r. Geradeaus weiter,<span class="pagenum"><a id="Seite_16">[16]</a></span> -dann r. Pfosten 20 und 17 und Stein 9 und Austritt aus dem Walde, -gerade auf das mittlere Haus zu auf die Straße (auf dieser nach r.), -die von Göhren am letzten (r.) Hause 34 vorbei westlich nach Böhm.-Einsiedl -führt. Bald tritt sie in den Wald, führt dann sanft abwärts, -bis sie nach 2½ <em class="antiqua">km</em> aus dem Walde tritt. Wir treffen l. -Pfosten <em class="antiqua">G</em>/₁₆, <em class="antiqua">E</em>/₁₅, <em class="antiqua">E</em>/₂₀, dahinter zweigt eine Straße nach r. ab, wir -links. Bald bietet sich uns ein schöner Anblick der Orte Böhm.-Einsiedl -und Deutsch-Einsiedel dar, hinter letzterem der hohe Urs (Ahornberg) -(833 <em class="antiqua">m</em>) in Sa. In Böhm.-Einsiedl mündet unsere Straße auf die -Bezirksstraße Brüx–Sayda ein bei Karl Reißig's Gasthaus. Wegweiser, -Straßenkilometerstein 3. Nun die Straße r. im Dorf abwärts, vorbei -l. an Hüttl's Schanknahrung, Finanzwache, Kriegerdenkmal, r. Postamt, -Denksäule für Erzherzog Stephan, Schule, bis zum Hause Nr. 10 -(Agentschaft und Feuermeldestelle), wo der Kammweg gegen Gebirgsneudorf -weiterführt.</p> - -<p>(24 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Einsiedl</em> (760 <em class="antiqua">m</em>, 436 E.), hart an der sächs. Grenze -am Schweinitzbache, treibt Spielwarenindustrie, reger Verkehr mit -Sachsen. <em class="antiqua">G.</em>: Hugo Kunze's Gasthof, Hüttl's Schanknahrung. 2 <em class="antiqua">km</em> -südlich nahe der Brüxer Straße der 774 <em class="antiqua">m</em> Haselstein mit 14 <em class="antiqua">m</em> hohem -Aussichtsturm. Schlüssel in Hugo Kunze's Gasthof erhältlich.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Seitentouren</em>: <em class="antiqua">a</em>) <em class="gesperrt">Fleyh</em>–<em class="gesperrt">Wieselstein</em>–<em class="gesperrt">Langewiese</em>–<em class="gesperrt">Strobnitz</em>–<em class="gesperrt">Langewiese</em>–<em class="gesperrt">Fleyh</em>. -In Fleyh über die Brücke und wenige Schritte auf der Straße -abwärts, dann steilen Pfad l. aufwärts, der später in einen fast ebenen Fahrweg übergeht. -Auf diesem erreicht man nach 3 <em class="antiqua">km</em> l. die Hortenwiese mitten im Hochwalde und nach -dieser Wegkreuzung. Hier r. hinauf zum Wieselstein (956 <em class="antiqua">m</em>). Aussicht der höchsten -Felskoppe verwachsen, dafür schöne Aussicht auf einer etwa 200 Schritte südl. Felskoppe. -Abstieg auf gleichem Wege, bei der Wegkreuzung aber nun geradeaus eben fort und nach -einer halben Stunde aus dem Walde und nun über den freien Wolfsberg mit neuerdings -schöner Aussicht nach Dorf Langewiese. Von hier auf blaugelbblau markiertem Wege zur -(10 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Strobnitz</em> (853 <em class="antiqua">m</em>) (herrliche Aussicht auf das Teplitzer Talbecken) und wieder -zurück nach Langewiese und nun auf der Straße nördlich nach Fleyh, insgesamt 19 <em class="antiqua">km</em>.</p> - -<p><em class="antiqua">b</em>) <em class="gesperrt">Einsiedl</em>–<em class="gesperrt">Deutsch-Einsiedel</em>–<em class="gesperrt">Bad Einsiedel</em>–<em class="gesperrt">Urs</em>–<em class="gesperrt">Deutsch-Einsiedel</em>–<em class="gesperrt">Einsiedl</em> -Auf der Straße über die Grenze nach D.-Einsiedel (513 E.) und die -Saydaer Straße 2 <em class="antiqua">km</em> hinauf, bis zum Kurhaus Heidelberg, wo 3 Min. r. von der -Straße idyllisch inmitten dichten Waldes das gernbesuchte Eisen- und Schwefelbad Einsiedel -mit sehr guter Restauration liegt. Wieder zurück zum Kurhaus Heidelberg die -Straße kreuzend in südwestlicher Richtung durch den gleichnamigen Ort (s. Berlet, Erzg. -R. VII a) mit sehenswerter Spielwarenindustrie auf den <em class="gesperrt">Urs</em> (Ahornberg), 833 <em class="antiqua">m</em>, mit -farbenprächtiger Aussicht und zurück südöstlich nach D.-Einsiedel und Böhm.-Einsiedl, -zus. 10 <em class="antiqua">km</em>.</p></div> - -<hr class="chap" /> -<div class="chapter"> -<h2 id="kap4">4. Abschnitt.<br /> -Einsiedl–Sebastiansberg (31 <em class="antiqua">km</em>).</h2> -</div> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: <em class="antiqua">a</em>) von <em class="gesperrt">Sachsen</em>: Bahnlinie Freiberg–(Chemnitz)–Olbernhau–Neuhausen. -Nach Einsiedl 6 <em class="antiqua">km</em>. <em class="antiqua">b</em>) von <em class="gesperrt">Böhmen</em>: 1. Bahnlinie Komotau–Bodenbach -bis Haltestelle Johnsdorf. 2. Elektrische Bahn Brüx–Johnsdorf. Von Johnsdorf -nach Einsiedl 9 <em class="antiqua">km</em>.</p></div> - -<p>Bei dem oben bezeichneten Hause Nr. 10 westlich aus dem Orte, -zum Hause Nr. 13 und 12 an letzterem Wegtafel (n. Gebirgsneudorf -4 <em class="antiqua">km</em>). L. zweigt Weg ab, wir nach r. Der ziemlich gute Fahrweg -schlängelt sich durch Felder und Wiesen, ein herrliches Tal dehnt -sich sanft hinunter, freundlich schaut der sächsische Ort Bruderwiese -herüber, vor uns im <em class="antiqua">SW.</em> blaut die über 900 <em class="antiqua">m</em> hohe Kammlinie des -Bernstein und der Hübladung. Schöner Rückblick. Nach 20 Min. kommt<span class="pagenum"><a id="Seite_17">[17]</a></span> -(immer gerade fort) eine ½-stündige Waldwanderung und schon senkt -sich unser Weg zwischen steinbesäten Fluren dem l. zur Kammhöhe -emporstrebenden Gebirgsneudorf zu, das wir r. bei einer Schleiferei, -l. bei Haus Nr. 133 betreten. Auf dem Waldwege von Gebirgsneudorf -her bemerkten wir l. Pfosten <em class="antiqua">E</em>/₂₆, 6, 7, <em class="antiqua">C</em>/₃, r. Pfosten 7, 3, -8 und Stein 41.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>(4 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Gebirgsneudorf</em>, 700 <em class="antiqua">m</em>, 1788 E., langgestreckter Ort mit Spielwarenindustrie. -Bestes Gasthaus am untersten Dorfende »Zum grünen Baum«. (S. Berlet, -Erzg.-Wegweiser R. VII a.)</p> - -<p><em class="gesperrt">Seitentour</em>: <em class="gesperrt">Nach Katharinaberg und zurück.</em> Hinter dem »Grünen -Baum« am Berg empor zum Kaiser Franz Josef-Aussichtsturm, herab in die altertümliche -Bergstadt Katharinaberg (Hotel Kronprinz Rudolf, einfach, aber gut) (s. Berlet, Erzg. -R. VII a) und nun auf derselben Straße bei genanntem Turme vorbei in südöstlicher -Richtung (l. immer schöne Aussicht auf Gebirgsneudorf und Einsiedl) in 1 Stunde an -das obere Ende von Gebirgsneudorf und nach Nickelsdorf, wo wir beim Hause Nr. 19 -(Rasierstube) auf den Kammweg treffen und uns nach r. wenden.</p></div> - -<p>Unternimmt man die vorgenannte Seitentour nicht, so steigt man -l. durch Gebirgsneudorf empor, r. Kirche, Ferd. Grumptmann, Gasthaus -und Fleischerei, weiter oben Spar- und Vorschußkasse; l. Ferd. -Neubauers Gasthaus, Schule, Gasthaus zur Linde, Postamt und -schließlich (l.) Haus Nr. 125. Hier gegenüber verlassen wir den Ort, -auf schmalem Steige durch die Wiesen, in 150 Schritten erreichen wir -an der Straße Haus Nr. 19 in Nickelsdorf mit Rasierstube.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>(5 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Nickelsdorf</em> (755 <em class="antiqua">m</em>), 500 E. Der östliche Teil des Ortes liegt unmittelbar -auf der Kammlinie (Wasserscheide der böhmischen und sächsischen Gewässer). Dort -befinden sich auch die zwei Gasthäuser des Ortes »Zur Gebirgshöhe« und »Tropschuh's -Gasthaus«. Von Nickelsdorf senkt sich das tief eingeschnittene Mariental mit dem Ruttenbache -nach Obergeorgental (Eisenbahnstation) hinab (6 <em class="antiqua">km</em>).</p></div> - -<p>Die <em class="gesperrt">Straße</em> wendet sich dann r. gegen Katharinaberg hinab, -wir aber schreiten l. auf einem Fahrwege zwischen den Häusern von -Nickelsdorf (die Dorfstraße) geradeaus hindurch.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Vorher Blick r. auf den Kaiser Franz Josef-Aussichtsturm bei Katharinaberg und -die kammthronenden Häuser von Kleinhan. Am Ende des Ortes schöner und umfassender -Blick ins Schweinitztal mit den Ortschaften Gebirgsneudorf, Deutsch-Neudorf, Deutsch-Katharinaberg -(beide letztgenannte in Sachsen).</p></div> - -<p>Nun schlängelt sich unser Fahrweg durch Jungwald sanft hinab -und wir betreten die nach Schloß Eisenberg führende Waldstraße, auf -der wir l. mäßig ansteigend nach etwa 700 Schritten zum <em class="gesperrt">Wildzaun</em> -(l. Pfosten 25) gelangen.</p> - -<p>Schon nach wenigen Schritten nach Betreten dieser Straße schöner -eigenartiger Rückblick auf die dichtgedrängten Giebel und Dächer von -Nickelsdorf.</p> - -<p>Am Wildzaun (Tor) verlassen wir die Straße und folgen dem -nach r. abzweigenden Fahrwege immer etwa 790 <em class="antiqua">m</em> hoch am Wildzaune -(l.) und am Fuße des (l.) <em class="gesperrt">Adelsberges</em> (901 <em class="antiqua">m</em>) in nordwestlicher -Richtung. Bald kommt man wieder durch einen Wildzaun -(das Tor wieder schließen!); l. Grenzsteine 16/3 und 108 und Pfosten -37, r. Pfosten 6. Der Weg senkt <span id="corr017">sich</span> etwas. Nach etwa 6 Min. -von der Straße an Wegkreuzung. Wir bleiben weiter auf unserem -<em class="gesperrt">Wege</em>, der sich <em class="gesperrt">nach l.</em> wendet, während der querende Weg r. in eine -gerade Schneise mit Blick auf eine ferne sächsische Ortschaft abfällt, -l. aber zum Adelsberge ansteigt, wo nun in einiger Entfernung der -erstbemerkte Wildzaun verläuft.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_18">[18]</a></span></p> - -<p>Nun folgen l. Stein 109, weiter l. Stein mit den Buchstaben -<em class="antiqua">U. L.</em> und nach etwa 100 Schritten <em class="gesperrt">neue Wegkreuzung</em>. R. ein -Weg zurück und ein Weg (unser bisheriger) gerade aus. Wir steigen -l. ziemlich steil gegen den Adelsberg hinauf.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Mit jedem Schritte wird die Aussicht (Rückblick) umfassender und zeigt schließlich -folgendes prächtiges Bild: Ueber dem Walde im Vordergrunde geradeaus der Gebirgskamm -mit den kammstehenden Häusern der Orte Nickelsdorf und Gebirgsneudorf, hinter ihnen -der kahle, flurstreifige Wachhübel (765 <em class="antiqua">m</em>), gerade dahinter aus dunklem Walde aufragend -der eiserne Turm des 774 <em class="antiqua">m</em> hohen Haselsteines (erbaut vom Brüx-Oberleutensdorfer -Erzgebirgsverein) und l. hinter diesem der 849 <em class="antiqua">m</em> hohe, flachgewölbte -Wolkenhübel, über den uns der Kammweg von Göhren herübergeleitet hat, l. dahinter -die schöne Kuppe des Schwarzen Berges und r. dahinter der dominierende, 956 <em class="antiqua">m</em> hohe -Wieselstein, an dessen Südabhang die Strobnitz (853 <em class="antiqua">m</em>) und der Ossegger Spitzberg -(661 <em class="antiqua">m</em>) zur Ebene absteigen. Hinter diesen schiebt sich noch die Koulisse des Mückenberges -hervor, r. ragen das Elbe- und Mittelgebirge auf mit dem Donnersberge und seinen -Trabanten. L. senkt sich das Schweinitztal mit den vorher genannten und anderen Ortschaften -nach Sachsen hinein, wo in weiter Ferne die Bergstadt Sayda und westlich ein -ferner Berg sich deutlich abheben. Näher im Norden ragt der Katharinaberg mit der -gleichnamigen Stadt malerisch empor. Eine herrliche Ausschau!</p></div> - -<p>Weitersteigend treten wir in den Hochwald ein und erreichen die -Höhe von 900 <em class="antiqua">m</em>. Unser Weg mündet bald auf eine von l. kommende -Straße, die wir nach r. verfolgen. L. kleine Quelle, r. Steinbruch -mit Holzhütte. Bald dahinter Weggabelung: die Straße wendet -sich l. Wir schlagen den r. abzweigenden <em class="gesperrt">Fahrweg</em> zwischen Pfosten -34 und 35 ein.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Auf der Straße mit Tafel »Verbotener Weg« (l.) kann man zum Gipfel des <em class="gesperrt">Bernsteins</em> -(921 <em class="antiqua">m</em>) [südöstlich] gelangen, wenn man nach etwa 8 Min. l. einen Pürschsteig -verfolgt (insgesamt 1,5 <em class="antiqua">km</em>). Auf dem mächtigen, aber flachen Gipfel befinden sich einige -Felsgruppen, deren höchste eine Triangulierungssäule trägt. Aussicht teilweise verwachsen.</p></div> - -<p>Unser Weg steigt nun weiter noch ein wenig an und mündet in -etwa 6 Min., wo der Wald sich lichtet, in einen von r. kommenden -Hohlweg ein, gleichzeitig wendet er sich stark nach l. Wir kommen l. -nahe an den Wildzaun und erreichen nun die höchste Erhebung der -Kammwegstrecke im östlichen Erzgebirge mit 910 <em class="antiqua">m</em> Seehöhe, leider -ohne Ausblick. Es folgt Jungwald. Von links kommt aus dem -Wildzaun ein Fahrweg und dann eine breite Straße, die sich mit -unserem Fahrweg vereinigt. R. Stein 23 und 112. Weg senkt sich. -Austritt auf eine große Waldblöße, durch die sich lieblich und sanft -ansteigend unser Weg hindurchschlängelt und schließlich nach r. umbiegt. -L. Steine 111, 108, 42, 6; r. 1 (hier zweigt ein Fahrweg l. -ab), 2, 3, 4, ⁴/₁, auf der Straße weiter und schon werden einige -Häuser des Dorfes Ladung sichtbar, auf die wir zuwandern. Wir -kommen zu dem 1. Hause Nr. 23. Die Straße führt l. in das Dorf -Ladung, der Kammweg gerade aus, r. nahezu nördlich an dem Hause -Nr. 23 vorbei.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>(10 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Ladung</em> ist eines der höchstgelegenen Dörfer des Erzgebirges (911 <em class="antiqua">m</em>) und -zählt 28 Häuser mit 115 Einwohnern. Echtes Gebirgsdorf mit 2 einfachen Gasthäusern -(das obere ist besser). Ladung hieß vor Zeiten Langendorf. Eine Zollstraße führte durch -den Ort. Diese konnte aber zwischen Stolzenhan und Ladung wegen der überaus großen -Steigung kein beladener Wagen befahren, die Ladung mußte über die steile Lehne heraufgetragen -werden und konnte erst wieder »in der Ladung« auf den Wagen geladen und -weiter befördert werden. Der Name Langendorf kam bald außer Gebrauch.</p></div> - -<p>Vom Hause 23 führt uns eine neuerbaute Straße (Kammwegmarke -und grünweiße Marke) unmittelbar in den Wald und ziemlich<span class="pagenum"><a id="Seite_19">[19]</a></span> -gerade abwärts. Eine lange Schneise mit herrlicher Aussicht auf -waldige Höhen kreuzt rechtwinkelig, eine große Waldblöße wird -durchschritten.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>R. erhebt sich die 920 <em class="antiqua">m</em> hohe <em class="gesperrt">Hübladung</em> mit (r. vorne) den Felszacken des -<em class="gesperrt">Eduardsteines</em>.</p></div> - -<p>Nach 1½ <em class="antiqua">km</em> von Ladung taucht vor uns das Forsthaus Nr. 23 -auf, Austritt aus dem Walde und herrliche Ausschau.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Die Kammhöhen senken sich zum Natschungtale und bilden eine liebliche Mulde mit -den zerstreuten Häusern von <em class="gesperrt">Kleinhan</em> und (12 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Rudelsdorf</em>. Kammthronend -(auf einem Seitenkamme) stehen Kirche und Schule von Kleinhan. Sie sind ein Denkmal -Kaiser Josef II., welcher auf einer Erzgebirgsreise im J. 1766 auch hierher kam und -auf Ersuchen der Bewohner von Kleinhan, Rudelsdorf und Ladung beide erbauen ließ. -Die gesamte Kircheneinrichtung (auch Altar und Predigtstuhl) mit Ausnahme einiger -Bänke stammt aus dem Kloster von Laun an der Eger, das Kaiser Josef neben andern -überflüssigen Klöstern <span id="corr019a">Oesterreichs</span> aufhob und dessen Einrichtung er der Kirche zu Kleinhan -überließ. Die Kleinhaner Kirche (848 <em class="antiqua">m</em>) ist im oberen Flöhagebiet weithin sichtbar.</p></div> - -<p>Vor dem 1. Hause (Forsthaus) Wegteilung, gerade aus nach -Kleinhan, r. zum Eduardsteine 0,5 <em class="antiqua">km</em>.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Der <em class="gesperrt">Eduardstein</em> (früher großer Stein <span id="corr019b">genannt</span>) ist eine romantische Felsengruppe -auf dem Hübladung mit weiter Aussicht besonders gegen Sachsen bis in die Gegend von -<em class="gesperrt">Augustusburg</em>, aber auch bis zum Keil- und Fichtelberg hinauf gegen Westen. Er -wurde vor etwa 20 Jahren zu Ehren des damaligen Obmannes des Görkauer Erzgebirgsvereines -Eduard Täubner »Eduardstein« genannt. Er ist ein Granitfels, wie auch das -ganze Bernsteinmassiv aus Granit besteht.</p></div> - -<p>Als Kammweg führt vom Forsthause l. ein Sträßchen hinab zum -Wegweiser an der Bezirksstraße Göttersdorf–Kleinhan. Ein meterhoher -Grenzstein kündet uns, daß wir nun den Brüxer Bezirk verlassen. -Wir schreiten nun l. die Straße gegen Neuhaus (Göttersdorf) -hinab. L. ein kleiner Teich hart an der Straße, r. eine Mühle mit -größerem Teiche, aber entfernter.</p> - -<p>Die Straße macht nun eine scharfe Wendung nach r., tritt in -den Wald ein und steigt langsam zur Wasserscheide an, auf der sie -genau weiterführt. L. Pfosten 15 und 16. Bald aber unterfließt ein -Bächlein die Straße von r. nach l. und nach 1½ <em class="antiqua">km</em> kommt von r. -ein stärkerer Bach, der <em class="gesperrt">Aubach</em>, und unterquert gleichfalls die Straße -(799 <em class="antiqua">m</em>), r. Tafel 20, Revier Neuhaus, l. Tafel 17, Revier Ladung. -Hier biegt die Straße scharf nach l., wir verlassen sie und wenden -uns dem scharf r. abzweigenden Sträßchen zu, das zuerst durch hohen -Bestand, dann jungen Bestand sanft ansteigend (l. Pfosten ¹⁹/₂₁, r. ²⁰/₂₁) -nach l. sich wendet, im hohen Bestand bald mit einem andern Fahrweg -sich vereinigt und r. wendet (r. Abzweigung eines Fahrweges). -Kammweg wendet sich im Jungbestand nach l. und übersetzt einen -Wasserlauf der von l. kommt (Aubach). Von hier steigt das Waldsträßchen -stark an bis zur Weggabelung, wo der Kammweg gerade -aus als Fahrweg weiter geht, während sich das Waldsträßchen nach l. -wendet. Bald ist ein Hauptschneisenkreuz erreicht, wo r. Pfosten 25 -steht. Auf der r. abbiegenden Schneise weiter bis r. Pfosten 14 erreicht -wird. Gegenüber bei Pfosten 16 wendet sich der Kammweg -rechtwinkelig ab auf eine Nebenschneise bei Stein 224 vorbei, bald -im Hochwald, der bis zur Bezirksstraße Göttersdorf–Kallich geht, wo -der Kammweg auftrifft, unweit kl. Beerhübel an der Grenze der Forstreviere -Neuhaus (Domaine Görkau) (nach Göttersdorf zu) und Ochsenstaller,<span class="pagenum"><a id="Seite_20">[20]</a></span> -r. Abteilung 16, l. Abteilung 15, bei Telegraphenstange 106. -Zwischen Telegraphenstangen 115 und 116 an der scharfen Biegung -nach l. ein Bildstock mit Bild des weißen Hirsches, r. Pfosten 16 -und 17. Revier Ochsenstaller 18 grenzt mit Revier Kallich 22 r. und 21 -l., weiter die Reviergrenzen Kallich 19/20, 23/22 und bei Telegraphenstange -145 die Reviergrenzen 18/19, 24/23. Wegweiser nach Gabrielahütten -1 Stunde und Göttersdorf 2 Stunden. Bei Telegraphenstange -183 das Gemeindeamt und Kirche, bei Telegraphenstange 199 -Gasthaus zur Hoffnung, bei Telegraphenstange 200 Gasthaus zur Post, -Gasthaus zur Einigkeit (Oberlehrer).</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>(19 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Kallich</em>, 721 <em class="antiqua">m</em>, 1012 E., liegt in einer weiten Mulde und gewährt mit -den anstoßenden sächsischen Ortschaften Ober- und Nieder-Natschung und Rübenau einen -imponierenden Anblick. Hat ein Emaillewerk und Spielwaren-Hausindustrie. Bei Kallich -gibt es inmitten der Gneismassen Lager von Urkalk, woher der Name kommt.</p></div> - -<p>Vom Gasthof zur Einigkeit, wo die kleine Straße nach Görkau -abgeht, auf der Reitzenhainer Straße schwach ansteigend durch die -Häuserreihe bis zum Hochwald (Revier Natschung, Pfosten 27). Ausblick -nach Sachsen und den zunächst gelegenen Häusern von Ober-Natschung. -Sofort nach Eintreten in den Wald l. ab und über Werkgraben, bei -Weggabelung gerade aus (nicht r.) ansteigend, erst in hohem Bestand, -dann im Jungholz über Wiese nach Heinrichsdorf an Gasthaus von -Kosch vorbei. Auf der Dorfstraße abwärts in 5 Min. bis zur Natschungbrücke -und 100 <em class="antiqua">m</em> hinter letztem Haus (Nr. 48) r. ab an den Waldrand -(Revier Natschung, l. Pfosten 26, r. Pfosten 27). Nach etwa 200 <em class="antiqua">m</em> -r. ab, etwa 200 <em class="antiqua">m</em>, dann l. ab in Schneise, Revier Neuhaus; auf dieser -zum Teil steil ansteigend nach Stein <em class="antiqua">A</em> (787,7 <em class="antiqua">m</em>), wo Reviere 3/21 -4/22 angrenzen, und weiter zum Wildzaune mit Tor und Treppe. -R. ab nach Annasäule auf den Steinhübel. Im Wildpark erst Blöße -l., dann Jungholz, sanft abwärts bei Pfosten 35 r. Blick auf den -Alten Teich l. Noch 300 <em class="antiqua">m</em> durch hohen Bestand zum Zaun des -<em class="gesperrt">Forsthauses Neuhaus</em> (25 <em class="antiqua">km</em>). Durch Gehöft und Zaun l. hinab -und 100 <em class="antiqua">m</em> unter der Zaunecke r. durch Unterholz über den Bach (Ablauf -des neuen Teiches), von wo man steil aufwärts über Schneise -und Waldweg zum Wildgattertor mit Treppe heraus auf den großen -Fahrweg gelangt, der zunächst (ca. 400 <em class="antiqua">m</em>) am Wildzaun entlang führt, -dann l. abzweigt und von dem ab Fußsteig dann hinabführt in das Flößbachtal. -Hier kreuzt man den Grundtalweg von Komotau nach Reitzenhain. -(Es lohnt ein Abstecher nach (l.) der sog. Hölle (Felsschlucht -mit Brücke über den herabstürzenden Bach. Hin- und Rückweg etwa -25 Min.)</p> - -<p>Will man den nicht zu langen Rückweg von der Hölle aufwärts -sparen, so kann man weiter hinab zum Assigbach gehen und entlang -desselben auf der Straße hinaufsteigen nach Sebastiansberg; umsomehr -zu empfehlen, da der Kammweg ziemlich viel verlorene Steigung -enthält.</p> - -<p>Der Kammweg führt nun über die Bachbrücke, dann hinauf in den -Wald und wieder hinab zum Assigbach, wo zunächst Straße nach -Reitzenhain (6 <em class="antiqua">km</em>) getroffen wird, über eine Treppe zur Grundtalstraße -bei der Brücke über kleinen Assigbach, Haulmühle, Görgmühle vorbei, -unter der hohen Eisenbahnbrücke hindurch, etwa 1 <em class="antiqua">km</em> bis zur Bahnhofstraße, -auf welcher man zur Stadt (31 <em class="antiqua">km</em>) <em class="gesperrt">Sebastiansberg</em> gelangt.</p> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_21">[21]</a></span></p> - -<h2 id="kap5">5. Abschnitt.<br /> -Sebastiansberg–Keilberg (31 <em class="antiqua">km</em>).</h2> -</div> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: Von <em class="gesperrt">Sachsen</em> und <em class="gesperrt">Böhmen</em> aus: Eisenbahnlinie Reitzenhain–Komotau -mit Station Sebastiansberg.</p></div> - -<div class="blockquot"> - -<p>Die Königl. Bergstadt <em class="gesperrt">Sebastiansberg</em> (841 <em class="antiqua">m</em>, 1995 E.) liegt auf dem sog. -Paßberg und wird daher im Volksmunde kurz »Baßberg« genannt. Sie wurde etwa in -der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gegründet, als hier der Bergbau auf Silber und -Kupfer aufgenommen wurde. Die Stadt ist in regelmäßigen Quadraten angelegt. Für -Ausbeutung der großen Torflager ist seit 1898 eine Moorkulturstation hier eingerichtet -worden und erhielt diese wie die Korbflechtschule im Jahre 1906 ein neues Gebäude. Gasthäuser: -Löwe, Krone, Adler, städt. Rathaus.</p></div> - -<p>Zur Eisenbahnstation auf der Bahnhofstraße in ½ Stunde. Auf -dem Marktplatz steht eine Orientierungstafel des Erzgebirgs-Vereins -Komotau. Die im Jahre 1906 angebrachte Markierung des <em class="gesperrt">Kammweges</em> -führt am nordwestlichen Ende des Marktes bei Wohlfahrts -Gastwirtschaft die Straße hinaus und es beginnt am letzten Haus -(Nr. 184) eine breite Trift mit einseitiger Baumreihe.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Im Rückblick unterhalb der Stadt Sebastiansberg der Bahnhof Krima-Neudorf und -die Komotauer Gegend, nach vorwärts Reischberg und Aschberg, während r. der Hirtstein -und andere Höhenpunkte Sachsens sichtbar werden.</p></div> - -<p>Hinter der in 20 Min. erreichten Brücke über den großen Assigbach -wird der Weg schmäler, nähert sich dem bis an die Reitzenhainer -Heerstraße sich erstreckenden Moorlager und steigt anfangs stärker an. -Bei zwei Weggabelungen hält man sich l., ebenso auf der Ulmbach-Preßnitzer -Straße, welche in etwa 1 Stunde erreicht wird. Diese -Straße wendet sich von Pfosten schwarz 7, rot 2 ziemlich scharf westlich -und erreicht an der Grenze des Revieres Ulmbach 9 und mit der -Domäne Preßnitz (Revier Sonnenberg 43) die Landesgrenze, gekennzeichnet -durch den Hauptstein VII K. Böhmen/K. Sachsen. Die Straße -folgt auf eine längere Strecke der Landes- bezw. Reichsgrenze, welche -auch noch zwei alte Grenzsteine mit böhmischer Königskrone und -sächsischem Kurschwert bezeichnen, steigt wieder an und erreicht an der -Grenze der Bezirkshauptmannschaften Komotau und Kaaden (10 <em class="antiqua">km</em> -von Sebastiansberg) bei Pfosten Domäne Preßnitz (Revier Sonnenberg -44) die mit Stationssteinen versehene Waldstraße (4,984 <em class="antiqua">km</em> -von dem später zu erwähnenden Nullpunkt nach Preßnitz zu). R. -bietet sich zeitweise ein Ausblick nach Sachsen, nach dem Hirtstein, -Zöblitz und in die Marienberger Gegend. Bei <em class="antiqua">km</em> 4,2 wendet sich -die Landesgrenze von der Straße ab; bei <em class="antiqua">km</em> 3,7, wo die Straße -einen scharfen Knick nach l. macht, trifft von r. ein Hauptflügel auf, -welcher direkt auf den sächsischen Ort Satzung zuführt.</p> - -<p>Die Waldstraße bietet bei <em class="antiqua">km</em> 2,0 einen Ausblick nach r. in das -obere Preßnitztal, führt abwechselnd durch niederen und hohen Bestand, -bis bei <em class="antiqua">km</em> 0,9 der Wald endet und sich eine freie Aussicht nach dem -wenige hundert Meter entfernten Forsthaus und darüber nach Preßnitz, -dann Reischberg, Kupferhübl, Spitzberg sowie Keilberg öffnet. -Man gelangt an dem Forsthaus vorbei, hinab in das Tal der Preßnitz -an das Mauthaus (<em class="antiqua">W</em>). Hier mündet die bisher verfolgte Ulmbacher -Waldstraße (als Nullpunkt) ein in die von Preßnitz nach -Christofhammer führende Kleinstraße. An dem Mauthaus steht für<span class="pagenum"><a id="Seite_22">[22]</a></span> -diese Straße der Kilometerstein 1,3. Von <em class="antiqua">km</em> 1,0 bis 0,4 zeigt sich -im Rückblick das Massiv des hohen <em class="gesperrt">Haßberges</em> (990 <em class="antiqua">m</em>).</p> - -<p>Nachdem man den Preßnitzbach überschritten hat, gelangt man -(oberhalb der Straße vom Mauthaus) an das Waldschlößl (<em class="antiqua">W</em>), von -wo aus die von Sorgenthal, Jöhstadt, Pleil kommende Hauptstraße -(<em class="antiqua">km</em> 1,486) als Kammweg (13,0 <em class="antiqua">km</em>) zur Stadt <em class="gesperrt">Preßnitz</em> hereinleitet.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Als <em class="gesperrt">Seitentouren</em> lohnender Art können in Vorschlag kommen: Von Sebastiansberg -über Ulmbach nach Satzung mit dem <em class="gesperrt">Hirtstein</em>, eine hochinteressante Basalt-Quellkuppe. -Von Sebastiansberg über Neudorf, Zollhaus, Hohentanne und Platz (kleinste Stadt -Böhmens mit nur 401 Einwohner) zur <em class="gesperrt">Ruine Hassenstein</em> 9 <em class="antiqua">km</em>, -<span class="mark"> = blau/weiß </span> markiert. -Von Preßnitz auf dem Kammweg bis zum Mauthaus, dann die Straße links weiter nach -Pleil und Sorgenthal, dicht an der Reichsgrenze. Es ist der Besuch von <em class="gesperrt">Jöhstadt</em>, ja -von <em class="gesperrt">Annaberg</em> leicht zu ermöglichen, weil man mit der Eisenbahn über <em class="gesperrt">Weipert</em>, -das wohl auch eines Besuches wert ist, nach Schmiedeberg (Station oder Haltestelle) schnell -zurückgelangen kann, um am Spitzberg vorbei wieder nach Preßnitz zu kommen, falls man -es nicht vorziehen sollte bis Kupferberg zu fahren und hier wieder die Kammwanderung -fortzusetzen.</p> - -<p>Die Stadt <em class="gesperrt">Preßnitz</em> (727 <em class="antiqua">m</em>, etwa 4000 E.) ist weitbekannt durch die von hier -aus die Welt durchziehenden Musikkapellen, die sich seit 100 Jahren gebildet haben, nachdem -der Bergbau im 18. Jahrhundert zum Erliegen gekommen war, Spitzen-Fabrikation -und Handel mit Posamenten nur wenig <span id="corr022">Erlös abwarf</span>. Am viereckigen und mit Anpflanzungen -versehenen Marktplatz das herrschaftliche Amtshaus und gegenüber die 1906 -installierte Bezirkshauptmannschaft. Gasthöfe: Hotel Roß, Herrenhaus.</p></div> - -<p>Vom Marktplatz am Herrenhaus vorüber und zur Kaadner Straße -hinaus gelangt man an die Friedhofskapelle (0 <em class="antiqua">km</em>), wo links die -Straße zum Bahnhof Preßnitz-Reischdorf abzweigt, während der -Kammweg auf der Straße nach Dörnsdorf (Kupferberg) noch 0,8 <em class="antiqua">km</em> -weiter läuft. Sofort nach Ueberschreitung der Hammerlebachbrücke -zweigt der Kammweg zunächst als Fußsteig r. ab, setzt sich dann oberhalb -Dörnsdorf als Fahrweg fort und führt bei den obersten Häusern -von Köstelwald vorbei zu einem sehr schmalen Eisenbahn-Durchlaß, -durch welchen man unter der Eisenbahn hinweg bald zu einer Kapelle -und, am Fuße des Kupferhübels entlang, (18 <em class="antiqua">km</em>) zur Stadt <em class="gesperrt">Kupferberg</em> -(841 <em class="antiqua">m</em>, 1101 E.) gelangt. Gasthöfe: Hotel Deutsches Haus, Sonne, -Städtisches Rathaus; Wirtschaften: Touristenheim zur Krone, Stadtpark.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Es muß hier darauf hingewiesen werden, daß der Kammweg, wie vorstehend geschildert, -über Preßnitz markiert wurde, daß man aber hierbei etwas weit vom eigentlichen -Gebirgskamme abgewichen ist. Es geschah in der Hoffnung, daß man die Markierung -über den Haßberg werde führen können, was zur Zeit noch nicht ermöglicht werden -konnte. Vorläufig kann daher nur als <em class="gesperrt">Nebenroute</em> des Kammweges die der Wasserscheide -sich mehr nähernde Trasse gelten, welche als Kammweg vorzuziehen wäre. Es -führt diese von Sebastiansberg zur südw. Ecke der Stadt hinaus durch das Sonnenberger -Forstrevier nahe der Eisenbahn Krima–Preßnitz über den Basberger Hau, überschreitet -die Eisenbahn nördlich vom Reischberg und leitet zu diesem 873 <em class="antiqua">m</em> hohen Berge, -wo sich eine prächtige Rundsicht, besonders nach Böhmen zu, bis zum Karlsbader, Duppauer -und Mittelgebirge erschließt. Ein Abstecher von hier über den Galgenberg nach der Stadt -<em class="gesperrt">Sonnenberg</em> mit ihrer weithin sichtbaren Kirche ist zu empfehlen. Die Kammwegmarkierung -würde vom Reischberg bei Eisenbahnstation Preßnitz-Reischdorf südlich vorbei, -über Pöllma-Höhe und nach Passierung der Eisenbahn auf hoher Überbrückung an Station -Kupferberg vorbei nach Stadt Kupferberg zu führen sein.</p> - -<p>Der <em class="gesperrt">Kupferhübel</em> bei Kupferberg ist als ein besonders hervorragend schöner -Aussichtspunkt im Erzgebirge bekannt und wird seit langem, auch von Sachsen -aus, viel besucht, da er vom Bahnhofe und von der Stadt leicht und bald zu erreichen -ist, auch schon lange ein Restaurationsgebäude neben der weithin sichtbaren kleinen Kapelle -trägt und als Rundsicht alle diejenigen Ausblicke vereinigt, die auf den Zugangswegen -zu diesem kahlen Berggipfel zu genießen waren. (Siehe: Berlet's Wegweiser durch das -sächs.-böhm. Erzgebirge, Annaberg, R. Liesche.)</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_23">[23]</a></span></p> - -<p>Als Sehenswürdigkeit von Kupferberg gilt ein etwa 800 <em class="antiqua">m</em> unterhalb der Stadt -an der Straße nach Steingrün und Pürstein zu bemerkendes Felsgebilde, welches einer -liegenden »Sphinx« sehr ähnlich ist; von hier prächtiger Blick hinunter in das Egertal, -da hier die Südseite des Erzgebirges besonders steil abfällt.</p></div> - -<p>Setzt man die Wanderung auf dem markierten Kammwege von -Stadt Kupferberg weiter fort, so steht dafür eine bequeme Bezirksstraße -zur Verfügung, welche nach <em class="gesperrt">Oberhals</em> (3 <em class="antiqua">km</em>) führt, bis wohin -sich mehrfach Ausblicke nach Böhmen bieten. Von der Abzweigung -der nach Schmiedeberg führenden Nebenstraße tritt unser Wanderweg -in hohen Bestand ein und endet bei <em class="antiqua">km</em> 4,₁₃₅ an der Grenze des -Forstreviers Orpus der Domäne Preßnitz, (zugleich Bezirksgrenze -Kaaden-Joachimstal). Von dem daselbst befindlichen Langenhauer -Hegerhaus führt die Straße in hohem Waldbestand weiter und gewährt -nun an der Wegabzweigung nach Boxgrün einen Ausblick auf -Königsmühle, Stolzenhainer Forsthaus, Kalkwerk und die Gegend bei -Weipert. In bequemer Wanderung von 2 bis 2½ Stunden ab -Kupferberg gelangt man an ein Forsthaus und daneben eine Gastwirtschaft -(<em class="gesperrt">Mauthaus</em>), wo man Einkehr halten muß, wenn man -Auskunft für einen lohnenden Abstecher nach den Wirbelsteinen bedarf.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Die im Hauensteiner Revier gelegenen <em class="gesperrt">Wirbelsteine</em> findet man leicht, wenn -man auf der gräflichen Privatstraße nach Hüttmesgrün vom Forsthaus etwa 1 <em class="antiqua">km</em> südöstlich -ansteigt und den gekennzeichneten Waldweg r. abgeht; der Wirt im Mauthaus -führt auf Ersuchen zum nördlichen Felsgipfel direkter auf einer schmalen Waldschneise. -Jedenfalls muß man beide Felszacken erklettern, wenn man die sich bietende schöne Aussicht -vollständig genießen will. Mehr als 1 Stunde erfordert dieser kleine Abstecher kaum -an Zeit.</p></div> - -<p>Vom Mauthaus auf der Straße weiter wandernd tritt man bald, -an der Grenze der Bezirkshauptmannschaften Kaaden und Joachimsthal, -aus dem Waldbestande heraus und genießt nun den Blick in -das von Stolzenhain nach Weipert und Bärenstein sich hinunterziehende -Wiesental, in welchem beiderseits der Grenze Böhm.-Wiesental -und in Sachsen Unter- und Oberwiesenthal gelegen sind, überragt -von den beiden höchsten Kuppen des Erzgebirges, dem Keilberge und -Fichtelberge.</p> - -<p>Die bequeme Straßenwanderung endet jedoch bald bei dem 2 <em class="antiqua">km</em> -entfernten <em class="gesperrt">Gasthause zum Hofberg</em>, wo unsere Bezirksstraße in -die von Joachimstal nach Weipert führende Kaiserstraße (<em class="antiqua">km</em> 30,1) -einmündet.</p> - -<p>Während sich die Kaiserstraße r. nach Wiesental hinabsenkt, steigt -sie in gerader Richtung am Hang des Keilbergs aufwärts, muß aber -vom Kammwegwanderer schon nach etwa 100 <em class="antiqua">m</em> verlassen werden, denn -weit hin sichtbar kennzeichnet eine blaue Tafel und das bekannte Kammwegzeichen, -daß nach l. ein Fußsteig abzweigt, welcher den sogenannten -bequemen Aufstieg zum Keilberg bildet. (31 <em class="antiqua">km</em> nach Sebastiansberg). -Dieser Aufstieg zum Gipfel der höchsten Bergesspitze des Erzgebirges -ist wohl nicht zu verfehlen, da sich bisher schon zahlreiche Marken -vorfanden, welche die Erzgebirgsvereine Kupferberg und St. Joachimstal -anbringen ließen <span class="mark"> × schwarz/gelb </span> in weißem Felde. Im oberen Teile -fällt dieser Fußweg zusammen mit der für Hörner- und Rodelschlittenfahrt -sowie Skilauf abgesteckten Fahrbahn, denn bei guten Schneeverhältnissen -ist der Verkehr in dem obersten Teile des Gebirges fast<span class="pagenum"><a id="Seite_24">[24]</a></span> -noch lebhafter als im Sommer. Jedenfalls wird man erstaunt sein, -auf den beiden höchsten Bergspitzen, Bauten zu finden wie wir sie -früher nur in bevorzugten Gegenden deutscher Mittelgebirge antreffen -konnten.</p> - -<p>Der Kaiser Franz Josefs-Turm auf dem <em class="gesperrt">Keilberge</em> ehrt seinen -verdienstvollen Anreger, k. k. Bezirksschulinspektor Wenisch, früher in -Joachimstal jetzt in Teplitz. Die daneben aufgeführten Bauten -bieten reichlich Unterkunft und gute Verpflegung. Die weite Aussicht -wird dem Besucher in bester Weise durch vorhandene Schriften und -Zeichnungen (Panoramen) erläutert. (S. Berlet's Erzgebirgsführer).</p> - -<hr class="chap" /> -<div class="chapter"> -<h2 id="kap6">6. Abschnitt.<br /> -Keilberg–Platten (21 <em class="antiqua">km</em>).</h2> -</div> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: Zum Keilberg gelangt man von den Eisenbahnstationen Schmiedeberg -und St. Joachimsthal in Böhmen oder von Oberwiesenthal in Sachsen. Von St. -Joachimsthal verkehrt eine Fahrpost nach Wiesenthal, die man benutzen kann bis dahin, -wo die Straße zum neuen Haus abzweigt. Im Sommer ist für die Karlsbader -Kurgäste ein täglicher Omnibusverkehr von Bahnhof Joachimstal zum Keilberg eingerichtet.</p></div> - -<p>Vom Unterkunftshause auf dem <em class="gesperrt">Keilberg</em> benutzt man zunächst -die neue Bergstraße, welche uns zu der (bei Gasthof Hofberg) verlassenen -Reichsstraße (<em class="antiqua">km</em> 27,38) führt. Auf dieser Straße vorbei bei -den <em class="gesperrt">Sonnenwirbelhäusern</em> (<em class="antiqua">km</em> 26,9 und 26,7) dorthin, (<em class="antiqua">km</em> 25,7), -wo die von Sachsen (Oberwiesenthal) kommende Straße rechtwinkelig -einmündet.</p> - -<p>Es hat sich notwendig gemacht, hier eine <em class="gesperrt">Abzweigung des -Kammweges</em> einzuführen und zu bezeichnen. Diese einzige Ausnahme -bedingt die über 300 <em class="antiqua">m</em> unter dem Gipfel des Keilberges -liegende sächsische Stadt <em class="gesperrt">Oberwiesenthal</em>, die höchstgelegene Stadt -Deutschlands, und das in Böhmen benachbart gelegene Städtchen -<em class="gesperrt">Wiesental</em>.</p> - -<p>Ein steiler Fußsteig führt vom Keilberg hinab zur Kaiserstraße, -welche man nahe dem Kilometerst. 29 überschreitet und auf steilem -Fußsteige dann hinab zur Mühle an der Reichsgrenze (Stein 424) -gelangt.</p> - -<p>Vom Keilberg kann man auch die Bergstraße benutzen bis zur -Kaiserstraße und auf dieser (von <em class="antiqua">km</em> 27,38) bis zu dem erwähnten -Kilometerstein 29 auf bequeme Weise mit Umweg gelangen. Will -man auch den weiteren steilen Abstieg vermeiden, so folgt man der -Kaiserstraße weiter bis zum Gasthause zum Hofberg (siehe 5. Abschnitt) -und kann auf der Kaiserstraße hinab nach <em class="gesperrt">Böhm.-Wiesental</em> (900 <em class="antiqua">m</em>, -1156 E.) gelangen. Auf dem als Kammweg markierten Fußsteige -oder auf der Straße erreicht man in etwa 1 Stunde von der Höhe -des Keilberges die nur durch den hier die Reichsgrenze bildenden Bach -getrennte sächsische Stadt <em class="gesperrt">Oberwiesenthal</em> (Markt 918 <em class="antiqua">m</em>, 1799 E.) -mit anstoßendem Städtchen <em class="gesperrt">Unterwiesenthal</em> (723 E.)</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>In Oberwiesenthal auf dem Markte ein sehenswertes Alpinum mit Pflanzen des Erzgebirges -und Alpengebietes; Posamenten- und Handschuh-Erzeugung, <span id="corr024a">Klöppelei</span>.</p> - -<p>Gasthäuser: Rathaus, Stadt Karlsbad mit <span id="corr024b">einem</span> Logierhaus und Badehaus, Deutscher -Kaiser.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_25">[25]</a></span></p> - -<p>Starker Besuch von Touristen im Sommer und Wintersportfreunden, weshalb auf -der Nebenbahn von Cranzahl auch Sonderzüge abgelassen werden.</p> - -<p>Die größte Zahl aller nach Oberwiesenthal kommenden Fremden besucht beide höchsten -Berggipfel des Erzgebirges (Keil- und Fichtelberg) oder mindestens den Fichtelberg, der -bequem auf Fußweg beim Springbrunnen vorbei oder auf der steileren für die Hörnerschlittenfahrt -hergestellten Fahrbahn in 1 Stunde erstiegen werden kann.</p></div> - -<p>Der <em class="gesperrt">Fichtelberg</em> (1214 <em class="antiqua">m</em>) ergänzt die Aussicht des Keilberges -nach Norden über das sächsische Erzgebirge, Mittelgebirge und Nordrandgebirge -hinweg. Aussichtsturm und Unterkunftshaus mit Bewirtschaftung -und vielen Schlafstätten (S. Berlet, Erzg. R. XII.)</p> - -<p>Von Oberwiesenthal führt die Fahrstraße zum Gasthaus am -Fichtelberg (Neues Haus) und von hier auf dem Prinzenweg zum -Fichtelberghaus. Bleibt man auf der Straße, so überschreitet man -sehr bald die Landesgrenze und erreicht (bei <em class="antiqua">km</em> 25,7) die von Weipert -nach St. Joachimstal führende Reichsstraße, welche der Kammweg von -den Sonnenwirbelhäusern benutzt hatte und in welche hier die über -Böhm.-Wiesental, Oberwiesenthal und den Fichtelberg (siehe vorstehend) -gelegte Kammweg-Abzweigung einmündet, wenn man vom Fichtelberghaus -den Fürstenweg hinab zum Neuen Haus geht. Die Reichs- -oder Kaiserstraße vereinigt die von Keil- und Fichtelberge kommenden -Wege (bei <em class="antiqua">km</em> 25,7) und bringt uns bald auf dem Kammwege nach:</p> - -<p><em class="gesperrt">Gottesgab</em> (1017 <em class="antiqua">m</em>, 2610 E.), ist der höchstgelegene Ort Mitteleuropas; -er hat ansehnliche Spitzenindustrie und starken Weinschank, -da viele Touristen, besonders von Sachsen her, hier gern Einkehr halten.</p> - -<p>Gasthäuser: Grünes Haus, Hotel Wien, Tiroler (Anton Günther.) -Weinstuben: Oppl mit Logierhaus und Kranl.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Wer nicht von St. Joachimstal aus zum Keilberg gekommen ist, wird entweder vom -Keilberg direkt (z. B. über die Pfarrwiese) oder über Gottesgab hinabsteigen nach der -interessanten alten Bergstadt <em class="gesperrt">St. Joachimstal</em>, welche in historischer, bergbaulicher -und naturwissenschaftlicher Hinsicht sicher jedem Besucher lohnende Ausbeute zu gewähren -vermag, auch als Fundort der radiumhaltigen Uranerze in neuester Zeit vielfach erwähnt -wurde.</p></div> - -<p>Als Kammweg dient auch von hier aus noch die Kaiserstraße -weiter bis <em class="antiqua">km</em> 22,0, wo sie sich scharf l. und hinab nach St. Joachimstal -wendet, während die Kammwegmarke nun die hier r. abzweigende Bezirksstraße -(nach Abertham und Bärringen) verfolgt, auf welcher man -in etwa 10 Min. wiederum eine Straßenteilung erreicht, da r. eine -Nebenstraße zu den Försterhäusern und weiter nach Seiffen führt. -Dem Telegraphengestänge nachgehend führt die Kammwegmarke in -½ Stunde bei den r. liegenden Einzelhäusern von Werlsberg vorbei -und verläßt bei Telegraphenstange 132 (etwa 1 Stunde von der -Kaiserstraßenecke) die Bezirksstraße, da ein Waldweg (auch Marke, -grünes schief gestelltes Kreuz in quadratischem weißen Felde) bei Forsthaus -»Weite Wiese« vorbei uns hinauf zum <em class="gesperrt">Pleßberg</em> (1027 <em class="antiqua">m</em>) -geleitet. (17,5 <em class="antiqua" id="corr025">km</em> vom Keilberg.) Die Wegteilungen vorher können kaum -irre führen, denn die Warte auf dem oben kahlen Berge ist meist -sichtbar und deshalb bieten sich auch schon im Anstiege schöne Rückblicke, -besonders auf den Keilberg, den Fichtelberg und die Umgebung -von St. Joachimstal.</p> - -<p>Die Warte, vom Verein der Naturfreunde in Abertham errichtet, -bietet weite Ausschau, doch empfiehlt es sich auch den angebauten Turm<span class="pagenum"><a id="Seite_26">[26]</a></span> -zu besteigen, um die ganze Rundsicht voll genießen zu können. Der -bisher kahle Berggipfel ist mit vielem Fleiß bepflanzt worden, sodaß -später der steile Anstieg vielleicht in schattigem Hochwald wird zurückgelegt -werden können.</p> - -<p>Hinab zur Stadt <em class="gesperrt">Abertham</em> führt ein Weg, an dessen unterem -Teile zu beiden Seiten Bäume angepflanzt sind und welcher auf die -(am Forsthaus Weite Wiese) von uns verlassene Bezirksstraße einmündet. -Diese durchzieht das ganze Städtchen, welches durch schwunghaft -betriebene Handschuhindustrie bekannt ist und wo ein Photograph -in interessanter Weise Mikrophotographien herstellt. Zum Hotel -Stadt Wien (oberhalb der Kirche), wo der Kammweg von der weiter -nach Bärringen führenden Straße r. abzweigt und durch Wiesen, am -Waldrand entlang über Auslauf des Wistritzbachtales zu der von -Lichtenstadt nach Johanngeorgenstadt führenden Hauptstraße 1 <em class="antiqua">km</em> -vor der Stadt <em class="gesperrt">Platten</em> (23 <em class="antiqua">km</em> vom Keilberg) gelangt.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Als <em class="gesperrt">Seitentour</em> von Abertham ist zu empfehlen: Besuch der Stadt <em class="gesperrt">Bärringen</em> -unter Benutzung der Bezirksstraße, welche von Gottesgab aus begangen wurde: Spitzen- -und Tüllfabriken, Mustersammlung von A. Meinl. Von hier zum <em class="gesperrt">Wölfling</em> oder (auch -mit Benutzung der Eisenbahn bis Saifenhäusl) zum <em class="gesperrt">Peindlberg</em> mit Aussichtsturm.</p> - -<p>Als <em class="gesperrt">Nebentour</em> des <em class="gesperrt">Kammweges</em> könnte auch die von <em class="gesperrt">Gottesgab</em> über die -<em class="gesperrt">Försterhäuser</em> beim <em class="gesperrt">Spitzberg</em> (1111 <em class="antiqua">m</em>) vorbei, über <em class="gesperrt">Seiffen</em> und <em class="gesperrt">Irrgang</em> am -gr. <em class="gesperrt">Plattenberg</em> (1040 <em class="antiqua">m</em>) vorbei führende Bezirksstraße nach <em class="gesperrt">Platten</em> in Frage -kommen, doch bietet der Pleßberg eine so ausgezeichnete Rundschau, daß über ihn, obschon er -etwas niedriger ist, die Kammwegroute gelegt wurde.</p></div> - -<hr class="chap" /> -<div class="chapter"> -<h2 id="kap7">7. Abschnitt.<br /> -Platten–Gr. Kranichsee (25 <em class="antiqua">km</em>).</h2> -</div> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: Von <em class="gesperrt">Sachsen</em> und <em class="gesperrt">Böhmen</em> aus: Eisenbahnlinie Karlsbad–Johanngeorgenstadt -mit Station Platten.</p></div> - -<div class="blockquot"> - -<p>Die Kgl. Bergstadt <em class="gesperrt">Platten</em> (868 <em class="antiqua">m</em>, 2770 E.) hat den Niedergang des Bergbaues -ebenso schwer empfunden, als ehemals die teilweise Auswanderung seiner Bewohner -nach Sachsen, welche zur Gründung der Stadt Johanngeorgenstadt Veranlassung gab. -Die Erbauung der Eisenbahn von Karlsbad nach Johanngeorgenstadt hat zunächst der -Stadt vielfachen Verkehr durch Touristen gebracht, was hoffentlich auch zur Besserung -der industriellen und wirtschaftlichen Verhältnisse beitragen wird.</p> - -<p>Einen bequemen und lohnenden Spaziergang von der Stadt bildet der Besuch des -<em class="gesperrt">großen Plattenberges</em>, welcher eine schmale tiefe, jedenfalls durch Einsturz von -Bergwerksbauten gebildete Binge besitzt, die in ihrer Tiefe fast in allen Sommerzeiten -noch Eis und Schnee erkennen läßt.</p> - -<p>Als <em class="gesperrt">Abstecher</em> von Platten aus ist zu empfehlen der Besuch der Stadt <em class="gesperrt">Bärringen</em> -und von Eisenbahnstation Saifenhäusl aus die Besteigung des <em class="gesperrt">Peindl-Berges</em> mit -hohem Aussichtsturm. Die Aussicht von hier ist höchst lohnend; über Neuhammer gelangt -man nach Platten zurück.</p></div> - -<p>Der Kammweg führt von der Stadt Platten aus unter der -Eisenbahn hinweg und entlang der Häuser weiter auf der Breitenbacher -Bezirksstraße, welche sich an der Eisenbahnbrücke (Wegweiser) -von der über Neuhammer nach Hirschenstand und Neudeck führenden -Straße getrennt hat. An der Holzstopfen- und Holzwoll-Fabrik verlassen -wir die Bezirksstraße und betreten den l. nach der bewaldeten -Talwand sich wendenden Waldweg. Er führt am nördlichen Hange -des 996 <em class="antiqua">m</em> hohen Rammelsberges durch den Waldteil: Am tiefen<span class="pagenum"><a id="Seite_27">[27]</a></span> -Graben, nachdem wir den Zienerwiesbach überschritten haben. Auf -diesem sogenannten <em class="gesperrt">Kuhbrückenweg</em> erreichen wir in etwa 1 Stunde -die Reichs- und Landesgrenze dort, wo sie am Grenzstein <em class="antiqua">V</em> eine -scharfe Spitze nach Süden bildet und die Grenze der Bezirke -St. Joachimstal und Graslitz daran antrifft in einer Höhe von -956 m. Wenn auch von hier Waldwege weiter nach Hirschenstand -führen, so verlassen wir doch an dieser Stelle auf längere Zeit das -Böhmerland und überschreiten die Grenze, um nun eine Wanderung -auf <em class="gesperrt">sächsischem Gebiete</em> anzutreten.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Die nun folgende Tour über den Auersberg zum Kranichsee ist die einzige Hauptstrecke -des Kammweges im Bereiche des sächsischen Erzgebirges, wo Gelegenheit ist, die -vom Gesamtvorstande des sächsischen Erzgebirgsvereins angeregte und durchgeführte farbige -<em class="gesperrt">einheitliche Wegmarkierung</em> kennen zu lernen. Es sei hier nur darauf hingewiesen, -daß diese Markierung ausgeführt wurde in den vier Farben: rot, blau, gelb -und weiß, und aus parallelen, aufrecht oder wagrecht gestellten Strichen oder aus mehrfarbigen, -schräg gestellten Kreuzen gebildet wird. Am Anfange und Ende, sowie bei -Hauptkreuzungsstellen sind Wegetafeln zur Orientierung über Entfernungen und Farbenmarken -aufgestellt. Dargestellt ist das Netz dieser Markierung auf der offiziellen »Wanderkarte« -des Erzgebirgsvereins – Graser'sche Buchhandlung (R. Liesche), Annaberg Komm.-Verlag -= 40 Pfennig.</p> - -<p>Zur Zeit, da dieser Führer in Druck gelangt, ist die <em class="gesperrt">Markierung des -Kammweges</em> auf dieser sächsischen Strecke <em class="gesperrt">bis</em> zum <em class="gesperrt">Kranichsee</em> nur vorgesehen, -weil sie erst im Herbst 1906 beschlossen wurde und deshalb noch <em class="gesperrt">nicht ausgeführt</em>. Die -Begehung dieser Strecke geschah vor der Markierung, in welcher jedoch voraussichtlich -wenig von der nachstehenden Beschreibung wird abgewichen werden.</p></div> - -<p>Nach Ueberschreitung der Landesgrenze wendet man sich nach l. -(nordwestlich) und folgt den Grenzsteinen (27) 114 (26) 113 und so -fort auf einem Waldwege; man gelangt am Ausgange des Tales, in -welchem der Pechhofer Bach nach Breitenbach und Johanngeorgenstadt -hinabfließt, am Grenzstein 111 zu einer Weggabelung, bei welcher -man sich immer l. (geradeaus) hält und in Weiterverfolgung des -Grenzweges bald bei Grenzstein IV zu einer breiten Schneise gelangt, -auf welche der <span class="mark"> = rot/gelb </span> markierte Weg von Hirschenstand nach Oberjugel -verläuft. Wir überkreuzen denselben, bleiben in der Nähe der -Landesgrenze und treffen zwischen Stein 90 und 89 auf einen gleichfalls -von Hirschenstand kommenden <span class="mark"> || rot/gelb </span> markierten Weg, der -uns nunmehr von dem Grenzzuge ab zu einigen einzelnen <span id="corr027">Häusern</span> -(Waldwärter, Wirtschaft), <em class="gesperrt">Henneberg</em> (920 <em class="antiqua">m</em>) genannt, bringt. -In nächster Nähe derselben hat der Erzgebirgs-Zweigverein Johanngeorgenstadt -ein hölzernes <em class="gesperrt">Gerüst</em> errichten lassen, welches einen -interessanten Ueberblick bietet über den <em class="gesperrt">kleinen Kranichsee</em>, ein -Hochmoor mit eigenartiger Flora und Fauna. Folgen wir diesem -Waldwege noch ein kurzes Stück, so gelangen wir an die Wegetafel -Nr. 99, auf welcher zu finden ist die Bezeichnung <span class="mark"> ||| blau/weiß/blau </span> -(lt. Karte weiß-blau-weiß) für einen nordwärts verlaufenden Waldweg, -welcher zur Höhe des »schwarzen Bär«, 936 <em class="antiqua">m</em> ansteigt, dann aber -sich senkt und geradlinig hinab führt zu der Hauptstraße (Chaussee) -von Johanngeorgenstadt über Wildenthal nach Eibenstock. Wir treffen -auf diese bei einigen Gebäuden (ehemals Pochwerk) eines Bergwerks -(Wilder Mann) – Wegetafel Nr. 98.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_28">[28]</a></span></p> - -<p>Der Kammweg folgt dieser <span class="mark"> = blau/rot </span> markierten Straße vom Kilometerstein -29,3 bis Kilometerstein 28,2 durch das Dorf <em class="gesperrt">Steinbach</em> -(840 <em class="antiqua">m</em>, 216 E.). In seiner Umgebung erblicken wir neben einigen -Torfstichen zahlreiche Halden als Ueberreste des früher in der Umgebung -von Eibenstock rege betriebenen Saifenbergbaues auf Zinn, -welcher die Zersetzungsprodukte der zinnhaltigen Erzgänge des Granites -erschloß.</p> - -<p>Von hier verläßt der Kammweg die Straße, um einem blau-rot -markierten Waldweg zu folgen, der zwischen den Torfstichen r. abzweigt -und bei einigen einzelstehenden Häusern – <em class="gesperrt">Sauschwemme</em> genannt -– an der Wegetafel 107 vorbei zu dem <span class="mark"> × blau/weiß </span> markierten Hauptflügel -31 führt, einem Wirtschaftsstreifen, der von Norden nach Süden über -den 1018 <em class="antiqua">m</em> hohen <em class="gesperrt">Auersberg</em> gelegt ist. In bequemem Anstieg -und nach einer etwa 10 <em class="antiqua">km</em> langen Wanderung auf sächsischem Gebiete -gelangen wir bei Wegetafel 112 zu dem alten Aussichtsturme -auf den dritthöchsten Gipfel des Erzgebirges – Unterkunftshaus -daneben in Errichtung. – Betr. Aussicht siehe Berlet's Erzg. R. VIII.</p> - -<p>Nicht zu verfehlen ist der Abstieg auf dem (überdies <span class="mark"> × blau/rot </span> markierten) -Zickzackweg nach <em class="gesperrt">Wildenthal</em> (720 <em class="antiqua">m</em>, 397 E.) eine sehr beliebte -Sommerfrische, auch viel besucht von den Bewohnern des wohl eines -Besuches werten Städtchens <em class="gesperrt">Eibenstock</em>. Nach etwaigem Aufenthalt -in dem viel besuchten Gasthof zu Wildenthal setzt man die Kammwegwanderung -fort und folgt (der Angabe auf der großen dort aufgestellten -Orientierungstafel gemäß) zunächst der Johanngeorgenstädter -Straße aufwärts bis dahin (unterhalb des stattlichen Forstgehöftes), -wo wieder eine Wegetafel anzeigt, daß die r. abzweigende Straße -nach Frühbuß und Sauersack eingeschlagen werden muß. Sie bildet -zugleich, als <span class="mark"> || gelb/weiß </span> markiert, den die Straße abkürzenden, bei -Kilometerstein 1,6 l. abzweigenden Weg nach Weiters Glashütte (und -Weiters Wiese), sowie den Kommunikationsweg nach Carlsfeld, welcher -(<span class="mark"> = rot/gelb </span> markiert) bei Kilometerstein 2,9 von unserer Hauptstraße -r. abbiegt. Bei Kilometerstein 3,8 erreicht die Straße <em class="gesperrt">Weiters -Glashütte</em> (eine alte Glashütte) mit Zollhaus, doch verlassen wir -dieselbe bei Kilometerstein 4,0, um dem gelb weiß markierten Wege -nach <em class="gesperrt">Weiters Wiese</em> zu folgen; dies sind einige Waldwärterwohnungen -an der <span class="mark"> || blau/weiß </span> markierten Waldstraße, welche von -Carlsfeld kommt.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Carlsfeld</em> (1781 E.) mit interessanter kleiner Rundkirche, Glashütte etc. ist -Endstation der von Wilkau über Wilzschhaus kommenden Flügelbahn.</p></div> - -<p>Wir treffen die Waldstraße bei Wegetafel 109 <em class="antiqua">a</em> und folgen ihr -etwa 10 Min., wo wir bei Wegtafel 109 <em class="antiqua">b</em> einen l. abgehenden Fußweg -erreichen, der direkt hinein führt in den <em class="gesperrt">Großen Kranichsee</em>, -das größte Hochmoor des Erzgebirges. Für die Besichtigung empfiehlt -sich Vorsicht; bei trockener Jahreszeit kann man bis zu den Landesgrenzsteinen, -die sich mitten durch den See ziehen, gelangen.</p> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_29">[29]</a></span></p> - -<h2 id="kap8">8. Abschnitt.<br /> -Gr. Kranichsee–Zwota (29 <em class="antiqua">km</em>).</h2> -</div> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: <em class="antiqua">a</em>) von <em class="gesperrt">Sachsen</em>: Bahnlinie Wilzschhaus–Carlsfeld; Endstation -nach dem Kranichsee 3 <em class="antiqua">km</em>. <em class="antiqua">b</em>) von <em class="gesperrt">Böhmen</em>: Bahnlinie Karlsbad–Johanngeorgenstadt. -Von Station Hochofen über Frühbuß oder von Neuhammer über Hirschenstand 13 <em class="antiqua">km</em>.</p></div> - -<p>Der von der böhmisch-sächsischen Landes- bezw. Reichsgrenze -durchschnittene <em class="gesperrt">Große Kranichsee</em> ist das größte Hochmoor im Gebiete -des Erzgebirges, in einer Höhe von 920 <em class="antiqua">m</em> gelegen und zwei -Stunden Gehweges im Umfang; er enthält ein ansehnliches Wasserquantum, -welches die Zuflüsse der Zwickauer Mulde und der Zwodau -(Zwota) speist. Sumpfkiefern, Moosbeersträucher und Riedgräser -ragen über das dichte Moosbett heraus, dazwischen einzelne offene -Wassertümpel. Vorsicht beim Durchwandern ist geboten. – Berlet, -Erzg. R. XVIII.</p> - -<p>Der Kammwegwanderer verläßt auf dem Fußweg das Moorgebiet -und betritt bei der Wegetafel 109 <em class="antiqua">b</em> die als Kommunikationsweg von -Weiters Glashütte nach Obersachsenberg ausgebaute Waldstraße, welche -auch als <em class="gesperrt">Schwerdterstraße</em> bezeichnet wird. Sie tritt sofort am -Ende der Waldabteilung 76 des Glashütter Reviers in das Gebiet -des ehemaligen Vogtländischen Kreises ein. Der Grenzflügel läßt l. -eine scharfe Ecke der Landesgrenze mit Grenzstein I <em class="antiqua">K. B.</em>/<em class="antiqua">K. S.</em> erkennen, -die Straße selbst trägt neben der Kammwegmarke die Zeichen -<span class="mark"> = weiß/gelb </span> und <span class="mark"> || blau/weiß </span>. Die erstere Marke gilt dem Kommunikationsweg -nach Sachsengrund, welcher nach etwa 1 <em class="antiqua">km</em> bei Wegetafel 110 <em class="antiqua">a</em> -am Brücken- oder schwarzen Teich r. abzweigt in das Tal der großen -Pyra sich hinabziehend. Wir folgen der Schwerdter Straße (blau weiß) -weiter und gelangen bald an die Landesgrenze, der wir nun auf eine -lange Strecke folgen.</p> - -<p>Hierbei ersteigen wir eine Höhe von 945 <em class="antiqua">m</em>, zwischen dem 956 <em class="antiqua">m</em> -hohen <em class="gesperrt">großen Rammelsberg</em> und dem großen Hirschberg; von -hier senkt sich unser Weg wieder abwärts bis zu einer manneshohen -Grenzsäule, die »weiße Frau« genannt, nahe einer scharfen Ecke des -Grenzzuges bei Grenzstein 628.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Wir folgen zunächst der jetzt südwestlich verlaufenden Grenze bis zu Stein 620 und -ersteigen auf einem l. abzweigenden Waldwege (in Böhmen) den 935 <em class="antiqua">m</em> hohen <em class="gesperrt">Aschberg</em>, -der eine Ausschau über zahlreiche Ortschaften hinweg weit nach Böhmen und Sachsen hinein -ermöglicht – siehe Metzner, das obere Vogtland, 29. Partie. – Der Aschberg bildet -den Markstein des nördlichen Gehänges vom Zwotatal, das zwischen Klingenthal und -Graslitz von der Landesgrenze durchschnitten wird. Auf der südlichen Seite liegt als -entsprechende Höhe, allerdings niedriger, dicht am Grenzzuge die Höhe der Dreirainsteine -(siehe nächsten Abschnitt).</p></div> - -<p>Nach Rückkehr vom Aschberg verfolgen wir von Wegetafel 111 <em class="antiqua">a</em> -ab den von Obersachsenberg kommenden und nach Morgenröthe führenden -Kommunikationsweg (Waldstraße <span class="mark"> = blau/weiß </span> markiert). Auf derselben -erreichen wir nach etwa 800 <em class="antiqua">m</em> den obersten Lauf des ostwärts zum -Herolds-Teich hinabfließenden Heroldsbaches und verlassen hier die -Straße, um auf dem l. abzweigenden <span class="mark"> × blau/rot </span> und <span class="mark"> ||| weiß/blau/weiß </span><span class="pagenum"><a id="Seite_30">[30]</a></span> -markierten Waldwege zunächst die 894 <em class="antiqua">m</em> hohe Wasserscheide der über -Morgenröthe nach Rautenkranz zur Zwickauer Mulde fließenden großen -Pyra und der über Tannenbergstal nach Jägersgrün ebendahin fließenden -kleinen Pyra zu ersteigen. Der Weg führt weiter vorbei auf einer -Waldlichtung, in deren Wiesenfläche eingestreut die wenigen Häuser -des Dorfes <em class="gesperrt">Mühlleithen</em> (169 E.) liegen. Bald erreichen wir an -der Wegetafel 137 <em class="antiqua">a</em> die von Auerbach über Bahnhof Jägersgrün nach -Klingenthal führende Landstraße an ihrem höchsten Punkte (»Abspann« -oder »Köppe« genannt) und verfolgen sie etwa 800 <em class="antiqua">m</em> weit abwärts -bis zur Gastwirtschaft »Buschhaus« (11 <em class="antiqua">km</em>) bei dem Stein 15,9, wo -wir in bescheidener Weise uns zum Weitermarsch stärken können. Der -Kammweg führt von der erwähnten »Köppe« der Straße ab zur Höhe -des <em class="gesperrt">Kiel</em> (941 <em class="antiqua">m</em>), doch halten wir uns r. vom Gipfel, folgen der -Marke <span class="mark"> × blau/rot </span> und kommen hierbei an die 5 Häuser des Dorfes <em class="gesperrt">Winselburg</em> -(35 E.), in deren Nähe zahlreiche Halden ehemaligen Bergbau -(auf Zinn) andeuten. Auch der vom Gebirgsverein Klingenthal mit -10 bezeichnete Weg vereinigt sich mit dem unserigen und gelangen wir -den Wegmarken <span class="mark"> × blau/rot </span> bezw. 11 und 3 folgend bald zum (14 <em class="antiqua">km</em>) -<em class="gesperrt">Schneckenstein</em>. Die 890 <em class="antiqua">m</em> hohe Felsenkuppe ist nicht nur bekannt -als ein Aussichtspunkt über ein weites Waldgebiet, sondern weit berühmt -infolge ihrer geologischen Beschaffenheit. Die ziemlich haushohen -Felsen bestehen aus weichem turmalin- und glimmerreichen -Schiefer, in welchem sich weingelbe <em class="gesperrt">Topase</em> eingebettet finden, welche -früher bergmännisch ausgebeutet wurden; siehe Metzner: das obere -Vogtland, 16. Partie.</p> - -<p>Vom Schneckenstein folgt zunächst der Kammweg noch der Marke -3 des Gebirgsvereins Klingenthal im Hochwald und am <em class="gesperrt">Affenstein</em> -vorbei, bis er in einer Höhe von 723 <em class="antiqua">m</em> eine Hauptwegekreuzung erreicht, -von der wir bald aus dem Wald heraus auf die vom obersten -Muldenlaufe durchflossene Talmulde gelangen, in welchem der Ort -<em class="gesperrt">Muldenberg</em> (680 <em class="antiqua">m</em>, 361 E.) gelegen ist. Auch zwei kleine Gräben -überschreiten wir auf Holzbrückchen; sie dienten früher der Holzflöße.</p> - -<p>Nahe derselben liegen die <em class="gesperrt">Muldenhäuser</em> beiderseits der von -Aue herauf nach Schöneck führenden Eisenbahn, welche wir (19 <em class="antiqua">km</em>) -überschreiten, um die Kammwegwanderung wieder in Hochwald (allerdings -keine schönen Bestände) fortzusetzen bis zur Eisenbahnstation -Schöneck (770 <em class="antiqua">m</em> hoch), von welcher wir durch Kammwegzeichen hinab -geleitet werden nach der Stadt <em class="gesperrt">Schöneck</em> (24 <em class="antiqua">km</em> vom Kranichsee).</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Die Stadt <em class="gesperrt">Schöneck</em> (4512 E.) ist wahrscheinlich eine alte Sorbengründung und -bietet jetzt eine recht gute Unterkunft. Inmitten der Stadt erhebt sich der 735 <em class="antiqua">m</em> hohe -Friedrichstein, auch Friedrich August-Stein genannt, welcher eine vortreffliche Rundsicht über -den südlichen Teil des sächsischen Vogtlandes, nach Böhmen und Bayern gewährt, weit -umfassender, als der Aschberg oder <span id="corr030">Schneckenstein</span> zu bieten vermögen. Die Stadt wird -als Sommerfrische viel aufgesucht und stehen dafür hübsche Wohnungen zur Verfügung. -(Siehe: Metzner, das obere Vogtland, 22. Partie.)</p></div> - -<p>Der Kammweg, dessen Marke uns vom Bahnhof zur Stadt herein -geführt hat, ist als Rückweg durch den hübsch angelegten Stadtpark -gelegt worden, bringt uns schließlich wieder auf die Klingenthaler -Straße bei dem Ferienheim der Stadt Plauen (Kilometerstein 7,0).<span class="pagenum"><a id="Seite_31">[31]</a></span> -Wir folgen dieser Straße nach dem Tannenhaus zu, verlassen sie -aber (bei Kilometerstein 7,8) an der Villa Waldhaus, um auf der -r. abzweigenden Straße, der <em class="gesperrt">Kärnerstraße</em> (ein früher und seit dem -16. Jahrhundert benutzter Salzabfuhrweg), wieder eine Zeit lang abwärts -zu wandern. Wir überschreiten hierbei wiederum die von -Schöneck nach Zwota gehende Eisenbahn und bleiben in der Nähe -derselben, bis wir an einigen Wohnhäusern unweit unseres Weges -l. den Bahnhof <em class="gesperrt">Zwota</em> erblicken, von welchem aus die Eisenbahn -sich verzweigt in eine über Klingenthal nach Böhmen führende Linie -und die Hauptlinie über Markneukirchen nach Adorf.</p> - -<hr class="chap" /> -<div class="chapter"> -<h2 id="kap9">9. Abschnitt.<br /> -Zwota–Brambach (26 <em class="antiqua">km</em>).</h2> -</div> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>. Aus <em class="gesperrt">Sachsen</em> und <em class="gesperrt">Böhmen</em>: Eisenbahnstation Zwota an der -Linie Aue–Adorf bezw. Graslitz (Klingenthal)–Zwota.</p></div> - -<p>Der <em class="gesperrt">Bahnhof Zwota</em> liegt ziemlich einsam am Anfange <span id="corr031a">des</span> -Zwota- (Zwoda i. B.) Tales, das sich über das Dorf Zwota hinunter -nach Klingenthal und Graslitz erstreckt. Einige Wohnhäuser -für Eisenbahnbedienstete, Waldarbeiter und Private sind neben den -Dienstgebäuden selbst errichtet worden. Der Bahnhof Zwota hat nur -deshalb Bedeutung, weil hier die von (Graslitz) Klingenthal und von -Adorf in starken Steigungen heraufkommenden Bahnlinien sich vereinigen -zu der Weiterfahrt über Schöneck und Muldenberg (s. Abschn. 8).</p> - -<p>Wir verlassen den wenig ansprechenden Bahnhof in der Richtung -nach Adorf zu, überschreiten die dahin führende Bahnstrecke etwa -500 <em class="antiqua">m</em> vom Stationsgebäude entfernt und folgen dem über die Bahn -führenden Wege zu der <em class="gesperrt">Kärnerstraße</em>, welcher vom Tannenhaus ab -dem Kammweg gefolgt war.</p> - -<p>Dem ehemaligen »Salzkärnerweg« folgen wir auf unserer Kammwegwanderung -auch noch weiter, überschreiten die von Zwota nach -Adorf führende Eisenbahn auf einer hohen Brücke und treten nun -wieder in höheren Waldbestand ein. Hier kreuzen wir bald den von -Oberzwota nach Gunzen führenden Straßenzug und gehen ziemlich -gleich bleibend in einer Höhe von 700 <em class="antiqua">m</em> weiter bis zur Einmündung -in die von <span id="corr031b">Markneukirchen</span> nach Klingenthal führende Landstraße. Hier -müssen wir die nach Gopplasgrün und Erlbach weitergehende Kärnerstraße -verlassen und einem mit Nr. 4 bezeichneten Wege folgen, der -uns in schöne Waldbestände am 804 <em class="antiqua">m</em> hohen Brand vorbei führt. -Gehen wir weiter über Pauli-Berg und haben einen kleinen Waldbach -überschritten, so treten wir in den großen Döhler Wald ein, -dessen höchste Erhebung (807 <em class="antiqua">m</em>) die <em class="gesperrt">Dreirainsteine</em> bilden, deren -wir in Verbindung mit dem Aschberg in der Beschreibung des vorigen -Abschnittes bereits gedachten. Sie liegen nahe dem Hauptwege, der -auf sächsischer Seite entlang des Landesgrenzzuges von Erlbach nach -Klingenthal führt. Der Kammweg quert diesen Weg und übersetzt -auch die Reichsgrenze selbst, da er auf eine kurze Strecke hier wieder -auf böhmisches Gebiet übertritt. Es ist dies geboten, um den Auslauf -des Tales, in welchem der Schwarzbach über Erlbach und<span class="pagenum"><a id="Seite_32">[32]</a></span> -Markneukirchen nach Adorf zur Elster läuft, zu umgehen und den -Höhenkamm wieder zu gewinnen, der sich hier in dem 818 <em class="antiqua">m</em> hohen -<em class="gesperrt">Ursprung-Berg</em> und dem Felsenlabyrinth des 777 <em class="antiqua">m</em> (13 <em class="antiqua">km</em>) -<em class="gesperrt">Hohen Steines</em> ausgesprochen kennzeichnet. Zwischen diesen beiden -<span id="corr032">Erhebungen</span> liegen in einer Höhe von 680 bis 750 <em class="antiqua">m</em> zerstreut die -kleinen böhmischen Ortschaften <em class="gesperrt">Ursprung</em>, <em class="gesperrt">Kirchberg</em> und <em class="gesperrt">Stein</em>, -durch welche wir gehen müssen, um zu dem von fern einer Ruine -gleichenden Felsstock zu gelangen. Der <em class="gesperrt">Hohe Stein</em> bietet eine ausgezeichnete -Rundsicht und wird viel besucht besonders von Markneukirchen -und Klingenthal aus – siehe: Metzner, das obere Vogtland -26. Partie.</p> - -<p>Nach längerem Verweilen auf diesem Aussichtspunkt nehmen wir -den Abstieg wieder zu dem Wege, der uns vom Dorfe Stein aus hierher -gebracht hatte und folgen demselben abwärts, bis wir uns nach -kurzer Wanderung scharf r. (einer Ziegelei zu) wenden müssen, um in -einer Höhe von 650 <em class="antiqua">m</em> wiederum die Grenze zu überschreiten und -entlang derselben auf sächsischer Seite ihr zu folgen bis zur Bezirksstraße -von Markneukirchen nach Schönbach. Entlang dieser Straße -zieht sich in weitem Tale das Dorf <em class="gesperrt">Wernitzgrün</em> (605 E.) mit -stattlichen Gebäuden abwärts. Wir kreuzen oberhalb des Zollamtes -diese Straße und folgen der Landesgrenze von Stein 285 weiter auf -dem Grenzweg bis zum Stein 277; von hier folgen wir dem Wirtschaftsweg, -der uns zu der weit sichtbaren Triangulierungsmarke auf -der <em class="gesperrt">Landwüster Höhe</em> (664 <em class="antiqua">m</em>) geleitet. Diese Höhe und die unweit -davon stehende Kirche des Ortes <em class="gesperrt">Landwüst</em> (557 E.) bilden ein weit -erkennbares Merkmal für das südliche sächsische Vogtland. Die Aussicht -nach Sachsen und Böhmen ist belebt durch eine große Zahl von -Ortschaften, deren hohe Lage sie auch über die vielen Bergkuppen hinweg -sichtbar werden läßt.</p> - -<p>Bei der Umschau von dieser Höhe erblicken wir südwestlich eine Kuppe, -zuweilen auch einen Eisenbahnzug oder den Rauch von Lokomotiven. -Es ist dies die Gegend des 638 <em class="antiqua">m</em> hoch sich erhebenden Hengst-Berges, -zu welchem die von Plauen nach Eger führende Eisenbahnlinie -ansteigen muß, um die Wasserscheide der weißen Elster und der -Eger zu überwinden. Der Kammweg führt uns auf dem Brambacher -Sträßchen nach dieser Richtung hin und zwar fast anhaltend abwärts.</p> - -<p>Ueber Rohrbach (600 <em class="antiqua">m</em>, 205 E.) führt die Straße, meist weite -Ausblicke bietend, an den Spuren des »Alten Schlosses« und der -»Schwedenschanze«, sowie beim <em class="gesperrt">Geiersberg</em> (638 <em class="antiqua">m</em>) vorbei, in etwa -2 Stunden nach dem Marktflecken <em class="gesperrt">Brambach</em>, der an der alten Heerstraße -von Plauen nach Eger gelegen ist, welche wir bei Stein -<em class="antiqua">km</em> 25,9 an der Kirche erreichen.</p> - -<hr class="chap" /> -<div class="chapter"> -<h2 id="kap10">10. Abschnitt.<br /> -Brambach–Elsterquelle–Asch (19 <em class="antiqua">km</em>).</h2> -</div> - -<div class="blockquot"> - -<p><em class="gesperrt">Zugangswege</em>: Aus <em class="gesperrt">Sachsen</em> und <em class="gesperrt">Böhmen</em>: Eisenbahnlinie Eger–Adorf -mit Station Brambach.</p></div> - -<p>Nach ausgiebiger Rast in dem als Sammelpunkt von den Brambacher -Sommergästen gern benutzten Hotel Wilfert in Brambach<span class="pagenum"><a id="Seite_33">[33]</a></span> -(550 <em class="antiqua">m</em>, 1831 E.) hat man die Kammwanderung wieder mit einem -längeren Anstiege fortzusetzen und folgt dabei zunächst der nach Eger -führenden Chaussee. Eine bald l. abzweigende Straße führt zum -Bahnhof <em class="gesperrt">Brambach</em> (Station der Haupteisenbahnlinie von Plauen -i. V. nach Eger i. B.), den wir auch als Ausgangspunkt der Kammwegwanderung -betrachten können und von dem wir in wenig Minuten -nach der vorerwähnten, nur etwa 209 <em class="antiqua">m</em> entfernten Chaussee gelangen, -auf welcher wir die hohe Ueberführung der Eisenbahn durchschreiten.</p> - -<p>Bald (bei <em class="antiqua">km</em> 26,8) gelangt man an die rot-weiß markierte Abzweigung -eines Fußweges, der über Hohndorf (als Tour 4) zur viel -besuchten und bekannten böhmischen Wirtschaft »Frosch« und von da -weiter zur Elsterquelle führt.</p> - -<p>Fast 80 <em class="antiqua">m</em> müssen wir vom Bahnhof Brambach aus ansteigen -bis kurz vor Kilometerstein 29,6, wo die sogenannte alte Straße, an -welcher die Telegraphenleitung hinführt, r. abzweigt. Ihr folgen wir -(von Stange Nr. 66 ab) bis zu der bei Stange 78 aufgestellten Bank, -welche erstmalig wieder einen Ausblick nach Süden, über das in der -südlichsten Spitze Sachsens gelegene Dorf Schönberg hinweg nach der -Franzensbader Ebene und auf das Kaisergebirge, ermöglicht. Hier -geht der Kammweg hinauf zum Kapellenberg.</p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Es lohnt, der alten Straße noch etwa 10 Min. zu folgen und man gelangt dann -an einen erfrischenden Quell, von welchem die Sage berichtet, daß er ehemals neben -einer Kapelle St. Katharina (einige nahe der Quelle sichtbaren Mauerreste sollen von -einer Kirche stammen) gelegen war. Man befolgt gern die Einladung, unter dem Schatten -der Bäume zu rasten, welche die Anschrift besagt:</p> - -<div class="poem"><div class="stanza"> -<span class="i0">»Gestatte dir, Wandrer, der Quelle Erquickung,<br /></span> -<span class="i0">Genieße der Ruhe, sie ladet dich ein,<br /></span> -<span class="i0">Empfinde den Frieden der Stätte mit Rührung<br /></span> -<span class="i0">Und laß deinem Schutz befohlen sie sein.«<br /></span> -</div></div> - -<p>Von der Quelle kann man in kurzer Zeit auch nach Dorf Schönberg mit gutem -Restaurant gelangen. Nur wenige Schritte rückwärts führen uns zur Stange Nr. 94, -bei welcher ein Fußsteig (zum Teil mit Stufen) zum Kapellenberg hinauf führt.</p></div> - -<p>Der <em class="gesperrt">Kapellenberg</em>, die höchste Erhebung (759 <em class="antiqua">m</em>) in der Südspitze -Sachsens, bildet eine wichtige Station der europäischen Gradmessung -und besitzt um den Vermessungspfeiler herum ein besteigbares, -hölzernes Gerüst, das eine umfassende Aussicht bietet. – Berge: -Glatze, Dillenberg, Kösseine, Waldstein, Hainberg, Geiersberg, Hoher -Stein und Karlsbader Berge.</p> - -<p>Auf einer breiten Schneise durch Hochwald wieder abwärts über -die »Geiershäuser« nach dem kleinen Ort <em class="gesperrt">Bärendorf</em> (118 E.). In -der Wirtschaft von Nürnberger hält man Rast vor dem gänzlichen -Verlassen des sächsischen Landes zur Stärkung für die nun beginnende -längere Waldwanderung. Von genannter Wirtschaft führt uns ein -befahrener Weg etwa 300 <em class="antiqua">m</em> weiter, dann zeigt ein Wegweiser, daß -wir r. nach dem Wald zu abbiegen müssen und an einem Grenzstein -(des Rittergutswaldes Schönberg) leuchtet uns das bekannte Wegzeichen -entgegen. Der Waldweg gelangt bald an die Reichs- bezw. -Landesgrenze bei Stein Nr. 636 und wir folgen der Grenze bis zum -Stein Nr. 633. Hier treffen wir auf den vom Gebirgsverein Brambach -als Tour 9 bezeichneten Weg, in welchen der von Steingrün -heraufkommende Fahrweg mündet. Der als Tour 9 bezeichnete Weg -hat auch die Kammwegmarke erhalten und führt uns in 5 Min. zur -<em class="gesperrt">Elsterquelle</em>, dem obersten und wesentlichsten Ursprung des Elsterflusses.</p> - -<p><span class="pagenum"><a id="Seite_34">[34]</a></span></p> - -<div class="blockquot"> - -<p>Durch den Verband der Vogtländischen Gebirgsvereine ist diese Quelle, obschon auf -böhmischem Gebiete (Waldparzelle des Edlen von Helmfeld auf Altenteich) gelegen, im -Jahre 1898 mit einer geschmackvollen Steineinfassung versehen worden und behauptet mit -Recht ihre höhere Bedeutung gegenüber dem etwa 1 <em class="antiqua">km</em> entfernt und nicht wenig tiefer -liegendem Elsterbrunnen, welcher einen weniger wasserreichen Zuflußarm speist.</p></div> - -<p>Von der Quellfassung gehe man recht aufmerksam dem Kammwegzeichen -nach, welches von hier bis nach Asch die dortige Sektion des -deutschen und österreichischen Alpenvereins angebracht hat. Zunächst etwa -300 <em class="antiqua">m</em> zurück nach dem Hauptweg, welcher von Bärendorf kommend, auch -als Tour 6 bezeichnet, nach Oberreuth führt. Nach etwa ¼ Stunde -trennt sich von ihm das Kammwegzeichen, das einem l. abzweigenden, -ziemlich ebenen Waldwege folgt. Immer der bekannten blauen Marke -folgend gelangt man bei weiteren zwei Wegabzweigungen (nach Steingrün -und Vorder-Himmelreich) vorbei auf eine Wiese oberhalb Schwarzweber-Hinter-Himmelreich. -Hier wende man sich l. nach dem einzeln stehenden -Hause (Restauration Elsterquelle) und genieße die unweit desselben sich -bietende Aussicht auf das Fichtelgebirge, Hainberg bei Asch, den Steingrüner -und Elsterwald. Die Kammwegmarke unterstützt mehrfach eine -weiß-grün-weiße Marke, welche in etwa 1 Stunde an einem einzelnen -Haus vorbei führt und als Fußsteig am Steinberg (mit Sandgrube) -in einen breiteren Waldweg einmündet, welcher bei der Volksschule zu -<em class="gesperrt">Nassengrub</em> den viel benutzten Kommunikationsweg von Steingrün -über Vorder-Himmelreich erreicht. Beim Restaurant Krauß vorbei gelangt -man von hier in etwa 30 Min. zum Bahnhof Asch, indem man dahin -nach der von Eger kommenden Kaiserstraße hinabsteigt.</p> - -<p>Bleibt man von Nassengrub aus auf der Dorfstraße, so wiederholt -sich noch einige Male das vierzackige Zeichen, da der Kammweg in die -Stadt <em class="gesperrt">Asch</em> hineinführt, hier aber nicht endet, denn der Wanderer aus -dem Erzgebirge wird nicht unterlassen, noch die kurze Strecke zum <em class="gesperrt">Hainberg</em> -aufzusteigen mit dem Unterkunfts-Restaurationshaus der Alpenvereinssektion -und dem wuchtigen <em class="gesperrt">Bismarckturm</em>, der von manchen -Punkten des Kammweges bereits die Aufmerksamkeit auf sich zog und -einen prächtigen Abschluß der Wanderung entlang der sächsisch-böhmischen -Landesgrenze von der Elbe her bildet.</p> - -<hr class="tb" /> - -<p><b>Nachtrag.</b> Die Hinweise im 1. und 2. Abschnitte auf den <em class="gesperrt">Berlet'schen -Wegweiser durch das sächsisch-böhmische Erzgebirge</em> -beziehen sich auf die Auflagen vor der 11. Auflage, in letzterer sind -die Routen I und II vertauscht. Es muß deshalb, wenn die 11. Auflage -des »Berlet« benutzt wird</p> - -<table summary="Korrekturen"> -<tr> -<td>auf</td><td>Seite</td><td class="tdc">8</td> -<td>statt</td><td>R. II. a</td><td>heißen</td><td><b>R. I. a</b>,</td> -</tr> -<tr> -<td class="tdc">"</td><td class="tdc">"</td><td class="tdc">9</td> -<td class="tdc">"</td><td>R. II. b</td><td class="tdc">"</td><td><b>R. I. b</b>,</td> -</tr> -<tr> -<td class="tdc">"</td><td class="tdc">"</td><td class="tdc">10 und 11</td> -<td class="tdc">"</td><td>R. II. c</td><td class="tdc">"</td><td><b>R. I. c</b>,</td> -</tr> -<tr> -<td class="tdc">"</td><td class="tdc">"</td><td class="tdc">12</td> -<td class="tdc">"</td><td>R. III.</td><td class="tdc">"</td><td><b>R. I. d</b>,</td> -</tr> -<tr> -<td class="tdc">"</td><td class="tdc">"</td><td class="tdc">12</td> -<td class="tdc">"</td><td>R. II. c</td><td class="tdc">"</td><td><b>R. I. c</b>,</td> -</tr> -<tr> -<td class="tdc">"</td><td class="tdc">"</td><td class="tdc">12</td> -<td class="tdc">"</td><td>R. II. d</td><td class="tdc">"</td><td><b>R. I. d</b>.</td> -</tr> -</table> - -<hr class="chap" /> - -<div class="footnotes chapter"> -<h2 id="FOOTNOTES">Fußnoten:</h2> - -<div class="footnote"> - -<p><a id="Fussnote_1_1"></a><a href="#FNAnker_1_1"><span class="label">[1]</span></a> Empfehlenswert: Berlet, Wegweiser durch das sächs.-böhm. Erzgebirge. 11. Auflage -1907. Verlag der Graser'schen Buchhandlung in Annaberg.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a id="Fussnote_2_2"></a><a href="#FNAnker_2_2"><span class="label">[2]</span></a> Die Entfernungen sind in jedem Abschnitt vom Ausgangspunkte an gerechnet.</p></div> - -<div class="footnote"> - -<p><a id="Fussnote_3_3"></a><a href="#FNAnker_3_3"><span class="label">[3]</span></a> Sollte die Abzweigung der hier dem Wintersturm sehr ausgesetzten Kammwegmarken -nicht gefunden werden oder die Markierung zerstört worden sein, so setze man -ruhig den Fahrweg über die einzelnen Gehöfte, die zum Dörfchen Oberwald gehören, -fort. bis man jenseits dieses Ortes die Kammwegmarken (gegen Nollendorf) wieder antrifft, -dabei immer rechts halten!</p></div> -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"></div> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/adv1.jpg" alt="Grünes Haus, Gottesgab" /> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/adv2.jpg" alt="Hoher Schneeberg" /> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/adv3.jpg" alt="Hotel de Saxe, Johanngeorgenstadt" /> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/adv4.jpg" alt="Keilberg" /> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/adv5.jpg" alt="Linde, Zinnwald" /> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/adv6.jpg" alt="Sonne, Fleyh" /> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/adv7.jpg" alt="Post, Teplitz-Schönau" /> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/adv8.jpg" alt="Grüner Baum, Gebirgsneudorf" /> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<img src="images/adv9.jpg" alt="Mühle, Fleyh" /> -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<h2 id="map">Karte des Erzgebirgs-Kammweges.</h2> -</div> - -<div class="figcenter"> -<a href="images/map1-l.jpg"><img src="images/map1-s.jpg" - title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 1" /></a> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<a href="images/map2-l.jpg"><img src="images/map2-s.jpg" - title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 2" /></a> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<a href="images/map3-l.jpg"><img src="images/map3-s.jpg" - title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 3" /></a> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<a href="images/map4-l.jpg"><img src="images/map4-s.jpg" - title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 4" /></a> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<a href="images/map5-l.jpg"><img src="images/map5-s.jpg" - title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 5" /></a> -</div> - -<hr class="tb" /> - -<div class="figcenter"> -<a href="images/map6-l.jpg"><img src="images/map6-s.jpg" - title="Klick für größere Darstellung" alt="Karte, Teil 6" /></a> -</div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<h2 id="Namenregister">Namenregister.</h2> -</div> - -<ul class="index"> -<li class="ifrst">Abertham <a href="#Seite_25">25</a>, <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="indx">Adelsberg <a href="#Seite_17">17</a></li> - -<li class="indx">Adolfsgrün <a href="#Seite_10">10</a></li> - -<li class="indx">Affenstein <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="indx">Altenberg <a href="#Seite_10">10</a></li> - -<li class="indx">Altes Schloß <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx">Asch <a href="#Seite_32">32</a>, <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="indx">Aschberg <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_29">29</a>, <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="indx">Assigbach <a href="#Seite_20">20</a></li> - -<li class="indx">Auersberg <a href="#Seite_28">28</a></li> - -<li class="indx">Auf der Schöne <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="indx">Augustusburg <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Aussig <a href="#Seite_9">9</a></li> - -<li class="ifrst">Bad Einsiedl <a href="#Seite_16" id="corr-bad">16</a></li> - -<li class="indx">Schwarzer Bär <a href="#Seite_27">27</a></li> - -<li class="indx">Bärendorf <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Bärenstein <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Bärringen <a href="#Seite_25">25</a>, <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="indx">Bernstein <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Biela <a href="#Seite_6">6</a></li> - -<li class="indx">Bismarckturm <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="indx">Blankenstein <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="indx">Böhmisch-Wiesental <a href="#Seite_24">24</a></li> - -<li class="indx">Bornhau <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Borschen <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Bösegründl <a href="#Seite_6">6</a></li> - -<li class="indx">Boxgrün <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Brambach <a href="#Seite_32">32</a>, <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Brand <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="indx">Breitenbach <a href="#Seite_27">27</a></li> - -<li class="indx">Breitenau <a href="#Seite_10">10</a></li> - -<li class="indx">Bruderwiese <a href="#Seite_16">16</a></li> - -<li class="indx">Bünauburg <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="indx">Buschhaus <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="ifrst">Carlsfeld <a href="#Seite_28">28</a></li> - -<li class="indx">Christophhammer <a href="#Seite_21">21</a></li> - -<li class="ifrst"><span id="corr-deu">Deutsch-Einsiedel</span> <a href="#Seite_15">15</a>, <a href="#Seite_16">16</a></li> - -<li class="indx">Deutsch-Neudorf <a href="#Seite_17">17</a></li> - -<li class="indx"><span id="corr-dil">Dillenberg</span> <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Döhler Wald <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="indx">Donnersberg <a href="#Seite_13">13</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Dörnsdorf <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx">Dreirainsteine <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="ifrst">Ebersdorf <a href="#Seite_11">11</a></li> - -<li class="indx">Eduardstein <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Eger <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Eibenstock <a href="#Seite_27">27</a>, <a href="#Seite_28">28</a></li> - -<li class="indx">Einsiedl <a href="#Seite_16">16</a></li> - -<li class="indx">Elsterquelle <a href="#Seite_33">33</a>, <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="indx">Elsterwald <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="indx">Erlbach <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="ifrst">Fichtelberg <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_25">25</a>, <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="indx">Fleyh <a href="#Seite_14">14</a>, <a href="#Seite_16">16</a></li> - -<li class="indx">Friedrichstein <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="indx">Frosch <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Frühbuß <a href="#Seite_28">28</a></li> - -<li class="ifrst">Gabrielenhütte <a href="#Seite_20">20</a></li> - -<li class="indx">Galgenberg <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx">Gebirgsneudorf <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_17">17</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Geiersberg <a href="#Seite_15">15</a>, <a href="#Seite_32">32</a>, <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Geising <a href="#Seite_10">10</a>, <a href="#Seite_12">12</a></li> - -<li class="indx">Geltsch <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="indx">Georgsberg <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Glatze <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Göhren <a href="#Seite_15">15</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Goppelsgrün <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="indx">Görgmühle <a href="#Seite_20">20</a></li> - -<li class="indx">Görkau <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Göttersdorf <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Gottesgab <a href="#Seite_25">25</a>, <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="indx">Graslitz <a href="#Seite_27">27</a></li> - -<li class="indx">Graupen <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Grünwald <a href="#Seite_15">15</a></li> - -<li class="indx">Gunzen <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="ifrst">Hainberg <a href="#Seite_33">33</a>, <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="indx">Haselstein <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Haßberg <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx"><span id="corr-has">Hassenstein</span> <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx">Haulmühle <a href="#Seite_20">20</a></li> - -<li class="indx">Hegeberg <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="indx">Heidelberg <a href="#Seite_16">16</a></li> - -<li class="indx">Heinrichsdorf <a href="#Seite_20">20</a></li> - -<li class="indx">Hengstberg <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx">Henneberg <a href="#Seite_27">27</a></li> - -<li class="indx">Heroldsteich <a href="#Seite_29">29</a></li> - -<li class="indx">Hinter-Himmelreich <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="indx">Hirschberg <a href="#Seite_29">29</a></li> - -<li class="indx">Hirschenstand <a href="#Seite_26">26</a>, <a href="#Seite_27">27</a></li> - -<li class="indx">Hirtstein <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx">Hofberg <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_24">24</a></li> - -<li class="indx">Hohentanne <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx">Hoher Berg <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx">Hoher Stein <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Hohendorf <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Hopfenberg <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="indx"><span id="corr-hor">Hornkappe</span> <a href="#Seite_10">10</a></li> - -<li class="indx">Hübladung <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Hutberg <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="ifrst">Jägersgrün <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="indx">St. Joachimstal <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_25">25</a></li> - -<li class="indx">Johanngeorgenstadt <a href="#Seite_27">27</a></li> - -<li class="indx">Johnsdorf <a href="#Seite_15">15</a></li> - -<li class="indx">Irrgang <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="indx">Jungferndorf <a href="#Seite_9">9</a></li> - -<li class="indx">Jungwald <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="ifrst">Kaaden <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Kahlenberg <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Kaibler <a href="#Seite_10">10</a></li> - -<li class="indx">Kalkofen <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Kallich <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Kappellenberg <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Karlsbader Berge <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Kärnerstraße <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="indx">Katharinaberg <a href="#Seite_17">17</a></li> - -<li class="indx">St. Katharina <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Keilberg <a href="#Seite_13">13</a>, <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_24">24</a></li> - -<li class="indx">Kiel <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="indx">Kirchberg <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx"><span id="corr-kle">Kleinhan</span> <a href="#Seite_17">17</a>, <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Klingenthal <a href="#Seite_29">29</a></li> - -<li class="indx">Komotau <a href="#Seite_20">20</a>, <a href="#Seite_21">21</a></li> - -<li class="indx">Königsmühle <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx"><span id="corr-koe">Kösseine</span> <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Kranichsee <a href="#Seite_26">26</a>, <a href="#Seite_27">27</a></li> - -<li class="indx">Kupferberg <a href="#Seite_22">22</a>, <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Kupferhübel <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="ifrst">Ladung <a href="#Seite_18">18</a>, <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Landwüst <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx">Langeberg <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="indx">Langewiese <a href="#Seite_16">16</a></li> - -<li class="indx">Lichtenwald <a href="#Seite_15">15</a></li> - -<li class="indx">Liebenau <a href="#Seite_10">10</a></li> - -<li class="indx">Lobosch <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Lugstein <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="ifrst">Moldau <a href="#Seite_13">13</a>, <a href="#Seite_14">14</a></li> - -<li class="indx">Morgenröte <a href="#Seite_29">29</a>, <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="indx">Moritzhütte <a href="#Seite_12">12</a></li> - -<li class="indx">Mückenberg <a href="#Seite_11">11</a>, <a href="#Seite_12">12</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Mückentürmchen <a href="#Seite_14">14</a>, <a href="#Seite_21">21</a></li> - -<li class="indx">Muldenberg <a href="#Seite_30">30</a>, <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="indx">Muldenquelle <a href="#Seite_14">14</a></li> - -<li class="indx">Mühlleithen <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="ifrst">Nassengrub <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="indx">Natzschung <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Neugeorgenfeld <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Neuhammer <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="indx">Neuhaus <a href="#Seite_19">19</a>, <a href="#Seite_20">20</a></li> - -<li class="indx">Neustadt <a href="#Seite_13">13</a>, <a href="#Seite_14">14</a></li> - -<li class="indx">Nickelsdorf <a href="#Seite_17">17</a></li> - -<li class="indx">Niclasberg <a href="#Seite_11">11</a>, <a href="#Seite_12">12</a>, <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Nollendorf <a href="#Seite_9">9</a></li> - -<li class="indx">Nollendorfer Berg <a href="#Seite_9">9</a></li> - -<li class="ifrst">Obergeorgental <a href="#Seite_17">17</a></li> - -<li class="indx">Oberhals <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Oberjugel <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Obernatzschung <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="indx">Oberreuth <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="indx">Obersachsenberg <a href="#Seite_29">29</a></li> - -<li class="indx">Oberwald <a href="#Seite_9">9</a></li> - -<li class="indx">Oberwiesenthal <a href="#Seite_24">24</a></li> - -<li class="indx">Oberzwota <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="indx">Ochsenstaller <a href="#Seite_20">20</a></li> - -<li class="indx">Orpus <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Ossegger Spitzberg <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="ifrst">Pauliberg <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="indx">Peindlberg <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="indx">Platten <a href="#Seite_24">24</a>, <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="indx">Plattenberg <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="indx">Pleil <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx">Pleßberg <a href="#Seite_25">25</a></li> - -<li class="indx">Polterberg <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Preßnitz <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx">Pürstein <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Große Pyra <a href="#Seite_29">29</a>, <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="indx">Kleine Pyra <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="ifrst">Rammelsberg <a href="#Seite_26">26</a>, <a href="#Seite_29">29</a></li> - -<li class="indx">Raudnitz <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Rauschengrund <a href="#Seite_15">15</a></li> - -<li class="indx">Rautenkranz <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="indx">Rehefeld <a href="#Seite_14">14</a></li> - -<li class="indx">Reischberg <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx">Reitzenhain <a href="#Seite_20">20</a></li> - -<li class="indx">Ritschelkreuze <a href="#Seite_11">11</a></li> - -<li class="indx">Rohrbach <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx">Rosenberg <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="indx">Rotbergstraße <a href="#Seite_5">5</a></li> - -<li class="indx">Rudelsdorf <a href="#Seite_19">19</a></li> - -<li class="ifrst">Sachsengrund <a href="#Seite_29">29</a></li> - -<li class="indx">Sandkopf <a href="#Seite_9">9</a></li> - -<li class="indx">Sattelberg <a href="#Seite_8">8</a>, <a href="#Seite_10">10</a></li> - -<li class="indx">Satzung <a href="#Seite_21">21</a></li> - -<li class="indx">Sauersack <a href="#Seite_28">28</a></li> - -<li class="indx">Schauplatz <a href="#Seite_11">11</a></li> - -<li class="indx">Schellerhau <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Schladniger <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Schneckenstein <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="indx">Hoher Schneeberg <a href="#Seite_6">6</a></li> - -<li class="indx">Dorf Schneeberg <a href="#Seite_7">7</a></li> - -<li class="indx">Schönbach <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx">Schöneck <a href="#Seite_30">30</a>, <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="indx">Schönwald <a href="#Seite_8">8</a>, <a href="#Seite_10">10</a></li> - -<li class="indx">Schreckenstein <a href="#Seite_9">9</a></li> - -<li class="indx">Schwarzbach <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx">Schwarzer Berg <a href="#Seite_15">15</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Schwarzer Teich <a href="#Seite_15">15</a></li> - -<li class="indx">Schwerdterstraße <a href="#Seite_29">29</a></li> - -<li class="indx">Sebastiansberg <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_20">20</a></li> - -<li class="indx">Seiffen <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="indx">Siebengiebel <a href="#Seite_11">11</a></li> - -<li class="indx">Sonnenberg <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx">Sorgenfeld <a href="#Seite_22">22</a></li> - -<li class="indx">Sphinx <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Spitzberg <a href="#Seite_21">21</a>, <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="indx">Stein <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx">Steinbach <a href="#Seite_28">28</a></li> - -<li class="indx">Steinberg <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="indx">Steingrün <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Stolzenhain <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Streckenwalde <a href="#Seite_10">10</a></li> - -<li class="indx">Strobnitz <a href="#Seite_14">14</a>, <a href="#Seite_16">16</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Stürmer <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="ifrst">Tannenbergstal <a href="#Seite_20">20</a></li> - -<li class="indx">Tannenhaus <a href="#Seite_31">31</a></li> - -<li class="indx">Tellnitz <a href="#Seite_9" id="corr-tel">9</a></li> - -<li class="indx">Tissa <a href="#Seite_7">7</a>, <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="indx">Tissaer Wände <a href="#Seite_7">7</a>, <a href="#Seite_8">8</a></li> - -<li class="ifrst">Ursprungberg <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx">Urs <a href="#Seite_16">16</a></li> - -<li class="ifrst">Voitsdorf <a href="#Seite_11">11</a></li> - -<li class="indx">Vorder-Himmelreich <a href="#Seite_34">34</a></li> - -<li class="ifrst">Wachhübel <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Waldstein <a href="#Seite_33">33</a></li> - -<li class="indx">Warteck <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Weipert <a href="#Seite_22">22</a>, <a href="#Seite_23">23</a></li> - -<li class="indx">Weiters Glashütte <a href="#Seite_28">28</a></li> - -<li class="indx">Werlsberg <a href="#Seite_25">25</a></li> - -<li class="indx">Wernitzgrün <a href="#Seite_32">32</a></li> - -<li class="indx">Wettinhöhe <a href="#Seite_12">12</a></li> - -<li class="indx">Wieselstein <a href="#Seite_13">13</a>, <a href="#Seite_15">15</a>, <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Wiesental <a href="#Seite_23">23</a>, <a href="#Seite_24">24</a></li> - -<li class="indx">Wildental <a href="#Seite_27">27</a>, <a href="#Seite_28">28</a></li> - -<li class="indx">Willersdorf <a href="#Seite_14">14</a></li> - -<li class="indx">Wieselburg <a href="#Seite_30">30</a></li> - -<li class="indx">St. Wolfgangskapelle <a href="#Seite_11">11</a></li> - -<li class="indx">Wolkenhübel <a href="#Seite_18">18</a></li> - -<li class="indx">Wölfling <a href="#Seite_26">26</a></li> - -<li class="ifrst">Zechberg <a href="#Seite_10">10</a>, <a href="#Seite_11">11</a></li> - -<li class="indx">Zienerwiesbach <a href="#Seite_27">27</a></li> - -<li class="indx">Zinnwald <a href="#Seite_13">13</a></li> - -<li class="indx">Böhm. Zinnwald <a href="#Seite_12">12</a></li> - -<li class="indx">Hinter-Zinnwald <a href="#Seite_12">12</a></li> - -<li class="indx">Zöblitz <a href="#Seite_21">21</a></li> - -<li class="indx">Zwota <a href="#Seite_29">29</a>, <a href="#Seite_31">31</a></li> -</ul> -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"> -<p class="center">Im Verlag der<br /> -<b>Graserschen Buchhandlung</b> (Richard Liesche),<br /> -<b>Annaberg</b>, erschienen: -</p> -</div> - -<div class="hang p2"> - -<p>Berlet, B., Professor, <em class="gesperrt">Wegweiser durch das sächs.-böhm. -Erzgebirge</em>. 1907. 11. von P. Kabisch bearbeitete -Auflage, geb. Mk. 2.–.</p> - -<p>Berlet und Brechensbauer, <em class="gesperrt">Kl. Führer durch das böhm. -Mittelgebirge</em>. 1907. Mk. –.80.</p> - -<p>Brechensbauer und Prasse, <em class="gesperrt">Erzgebirgs-Kammweg-Führer</em> -von <em class="gesperrt">Bodenbach bis Asch</em>. 1907. Mk. –.80.</p> - -<p><em class="gesperrt">Führer durch das Erzgebirge</em> mit 10 Ansichtskarten. -Mk. 1.–.</p> - -<p><em class="gesperrt">Gedichte und Geschichten in erzgebirgischer -Mundart.</em> 23 Hefte je Mk. –.70 geheftet, –.80 -kart. Heft 1–20 in 5 Leinwandbändchen je Mk. 2.50.</p> - -<p>Günther, Anton, <em class="gesperrt">Erzgebirgisches Festliederbuch</em>. -Erzgeb. Heimatlieder besonders des erzgeb. Sängers -Anton Günther. Mk. –.50.</p> - -<p>Krauß, P., <em class="gesperrt">Touristenkarte vom Zentralerzgebirge</em>. -1 : 75000. Mk. –.90., aufgezogen auf Leinwand Mk. 1.80.</p> - -<p>Krauß, P., <em class="gesperrt">Wander- und Reisekarte vom Erzgebirge</em> -mit Angabe der hauptsächlichsten Touristenwege -Mk. –.60, aufgezogen Mk. 1.50.</p> - -<p>Krauß, P., <em class="gesperrt">Wander- und Reisekarte durch die -Sächsische Schweiz und das böhmische Mittelgebirge</em> -mit Angabe der hauptsächlichsten Touristenwege -Mk. –.50.</p> - -<p>Metzners <em class="gesperrt">Führer durch das gesamte Vogtland</em>. -5. Auflage. Gesamtausgabe Mk. 2.50. – 1. Teil: Plauen -und die Vogtländische Schweiz. Mk. –.75. 2. Teil: Das -Saaletal. Mk. 1.20. 3. Teil: Das obere Vogtland. -Mk. 1.20.</p> - -<p>Ziehnert, W., <em class="gesperrt">Sachsens Volkssagen. Balladen, -Romanzen und Legenden</em>. 5. Auflage. Geh. Mk. 3.–, -geb. Mk. 4.–.</p></div> - -<hr class="chap" /> - -<div class="chapter"></div> -<div class="transnote" id="tnextra"> -<p class="h2">Weitere Anmerkungen zur Transkription</p> - -<p>Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend korrigiert.</p> - -<p>Unterschiedliche Schreibweisen, soweit nicht unter den Korrekturen -aufgeführt, wurden beibehalten.</p> - -<p>Die Kartenblätter wurden geteilt und in größerer Darstellung hinterlegt.</p> - -<p>Korrekturen:</p> -<div class="corr"> -<p> -S. 6: »führt« ergänzt<br /> -zum obersten Gasthause (Schweizer Hof oder Mühle?) <a href="#corr006">führt</a></p> -<p> -S. 14: Uberbrückung → Ueberbrückung<br /> -erblickt man die erste <a href="#corr014">Ueberbrückung</a></p> -<p> -S. 17: sich sich → sich<br /> -Der Weg senkt <a href="#corr017">sich</a> etwas</p> -<p> -S. 19: Osterreichs → Oesterreichs<br /> -überflüssigen Klöstern <a href="#corr019a">Oesterreichs</a> aufhob</p> -<p> -S. 19: genant → genannt<br /> -früher großer Stein <a href="#corr019b">genannt</a></p> -<p> -S. 22: Erlösabwarf → Erlös abwarf<br /> -Handel mit Posamenten nur wenig <a href="#corr022">Erlös abwarf</a></p> -<p> -S. 24: Klöppellei → Klöppelei<br /> -Posamenten- und Handschuh-Erzeugung, <a href="#corr024a">Klöppelei</a></p> -<p> -S. 24: einen → einem<br /> -Stadt Karlsbad mit <a href="#corr024b">einem</a> Logierhaus</p> -<p> -S. 25: km ergänzt<br /> -17,5 <a href="#corr025"><em class="antiqua">km</em></a> vom Keilberg</p> -<p> -S. 27: Häuser → Häusern<br /> -Grenzzuge ab zu einigen einzelnen <a href="#corr027">Häusern</a></p> -<p> -S. 30: Schreckenstein → Schneckenstein<br /> -der Aschberg oder <a href="#corr030">Schneckenstein</a> zu bieten vermögen</p> -<p> -S. 31: des des → des<br /> -einsam am Anfange <a href="#corr031a">des</a> Zwota-</p> -<p> -S. 31: Markneukichen → Markneukirchen<br /> -von <a href="#corr031b">Markneukirchen</a> nach Klingenthal führende Landstraße</p> -<p> -S. 32: Erbebungen → Erhebungen<br /> -diesen beiden <a href="#corr032">Erhebungen</a> liegen</p> -<p> -Index: Bad Einsiedl Seitennummer ergänzt<br /> -Bad Einsiedl <a href="#corr-bad">16</a></p> -<p> -Index: Deutsch-Einsiedl → Deutsch-Einsiedel<br /> -<a href="#corr-deu">Deutsch-Einsiedel</a> 15, 16</p> -<p> -Index: Dilleuberg → Dillenberg<br /> -<a href="#corr-dil">Dillenberg</a> 33</p> -<p> -Index: Hassensteiu → Hassenstein<br /> -<a href="#corr-has">Hassenstein</a> 22</p> -<p> -Index: Hornklappe → Hornkappe<br /> -<a href="#corr-hor">Hornkappe</a> 10</p> -<p> -Index: Kleinhau → Kleinhan<br /> -<a href="#corr-kle">Kleinhan</a> 17, 19</p> -<p> -Index: Kösseina → Kösseine<br /> -<a href="#corr-koe">Kösseine</a> 33</p> -<p> -Index: Tellnitz Seitennummer ergänzt<br /> -Tellnitz <a href="#corr-tel">9</a></p> -</div> -</div> - - - - - - - -<pre> - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Erzgebirgs-Kammwegführer, by -Josef Brechensbauer and E. A. Prasse - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERZGEBIRGS-KAMMWEGFÜHRER *** - -***** This file should be named 51276-h.htm or 51276-h.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/5/1/2/7/51276/ - -Produced by The Online Distributed Proofreading Team at -http://www.pgdp.net - -Updated editions will replace the previous one--the old editions will -be renamed. - -Creating the works from print editions not protected by U.S. copyright -law means that no one owns a United States copyright in these works, -so the Foundation (and you!) can copy and distribute it in the United -States without permission and without paying copyright -royalties. Special rules, set forth in the General Terms of Use part -of this license, apply to copying and distributing Project -Gutenberg-tm electronic works to protect the PROJECT GUTENBERG-tm -concept and trademark. 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Redistribution is subject to the -trademark license, especially commercial redistribution. - -START: FULL LICENSE - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full -Project Gutenberg-tm License available with this file or online at -www.gutenberg.org/license. - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project -Gutenberg-tm electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or -destroy all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your -possession. If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a -Project Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound -by the terms of this agreement, you may obtain a refund from the -person or entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph -1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. 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You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including -any word processing or hypertext form. However, if you provide access -to or distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format -other than "Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official -version posted on the official Project Gutenberg-tm web site -(www.gutenberg.org), you must, at no additional cost, fee or expense -to the user, provide a copy, a means of exporting a copy, or a means -of obtaining a copy upon request, of the work in its original "Plain -Vanilla ASCII" or other form. Any alternate format must include the -full Project Gutenberg-tm License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. 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Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO -OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT -LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. - -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of -damages. If any disclaimer or limitation set forth in this agreement -violates the law of the state applicable to this agreement, the -agreement shall be interpreted to make the maximum disclaimer or -limitation permitted by the applicable state law. The invalidity or -unenforceability of any provision of this agreement shall not void the -remaining provisions. - -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in -accordance with this agreement, and any volunteers associated with the -production, promotion and distribution of Project Gutenberg-tm -electronic works, harmless from all liability, costs and expenses, -including legal fees, that arise directly or indirectly from any of -the following which you do or cause to occur: (a) distribution of this -or any Project Gutenberg-tm work, (b) alteration, modification, or -additions or deletions to any Project Gutenberg-tm work, and (c) any -Defect you cause. - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of -computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It -exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations -from people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future -generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see -Sections 3 and 4 and the Foundation information page at -www.gutenberg.org - - - -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by -U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is in Fairbanks, Alaska, with the -mailing address: PO Box 750175, Fairbanks, AK 99775, but its -volunteers and employees are scattered throughout numerous -locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt -Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email contact links and up to -date contact information can be found at the Foundation's web site and -official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To SEND -DONATIONS or determine the status of compliance for any particular -state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. To -donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project -Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be -freely shared with anyone. For forty years, he produced and -distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of -volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in -the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not -necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper -edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search -facility: www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - - - -</pre> - -</body> -</html> diff --git a/old/51276-h/images/adv1.jpg b/old/51276-h/images/adv1.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 81647a7..0000000 --- a/old/51276-h/images/adv1.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/adv2.jpg b/old/51276-h/images/adv2.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index ae6c109..0000000 --- a/old/51276-h/images/adv2.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/adv3.jpg b/old/51276-h/images/adv3.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4b7d24e..0000000 --- a/old/51276-h/images/adv3.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/adv4.jpg b/old/51276-h/images/adv4.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 4724fab..0000000 --- a/old/51276-h/images/adv4.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/adv5.jpg b/old/51276-h/images/adv5.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5ddfc16..0000000 --- a/old/51276-h/images/adv5.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/adv6.jpg b/old/51276-h/images/adv6.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 069b814..0000000 --- a/old/51276-h/images/adv6.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/adv7.jpg b/old/51276-h/images/adv7.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 5cd371e..0000000 --- a/old/51276-h/images/adv7.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/adv8.jpg b/old/51276-h/images/adv8.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index abad712..0000000 --- a/old/51276-h/images/adv8.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/adv9.jpg b/old/51276-h/images/adv9.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index b9cf129..0000000 --- a/old/51276-h/images/adv9.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/cover.jpg b/old/51276-h/images/cover.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index cd6db50..0000000 --- a/old/51276-h/images/cover.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/kammmarke.png b/old/51276-h/images/kammmarke.png Binary files differdeleted file mode 100644 index eb6f167..0000000 --- a/old/51276-h/images/kammmarke.png +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map1-l.jpg b/old/51276-h/images/map1-l.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 6d4e419..0000000 --- a/old/51276-h/images/map1-l.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map1-s.jpg b/old/51276-h/images/map1-s.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index c619c8e..0000000 --- a/old/51276-h/images/map1-s.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map2-l.jpg b/old/51276-h/images/map2-l.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 69749b2..0000000 --- a/old/51276-h/images/map2-l.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map2-s.jpg b/old/51276-h/images/map2-s.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 29a4ddf..0000000 --- a/old/51276-h/images/map2-s.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map3-l.jpg b/old/51276-h/images/map3-l.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 6f8e04a..0000000 --- a/old/51276-h/images/map3-l.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map3-s.jpg b/old/51276-h/images/map3-s.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 25f54e6..0000000 --- a/old/51276-h/images/map3-s.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map4-l.jpg b/old/51276-h/images/map4-l.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index cbfefc9..0000000 --- a/old/51276-h/images/map4-l.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map4-s.jpg b/old/51276-h/images/map4-s.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index d0a9932..0000000 --- a/old/51276-h/images/map4-s.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map5-l.jpg b/old/51276-h/images/map5-l.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index dbda83b..0000000 --- a/old/51276-h/images/map5-l.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map5-s.jpg b/old/51276-h/images/map5-s.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 31dd766..0000000 --- a/old/51276-h/images/map5-s.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map6-l.jpg b/old/51276-h/images/map6-l.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index e22b759..0000000 --- a/old/51276-h/images/map6-l.jpg +++ /dev/null diff --git a/old/51276-h/images/map6-s.jpg b/old/51276-h/images/map6-s.jpg Binary files differdeleted file mode 100644 index 73e1758..0000000 --- a/old/51276-h/images/map6-s.jpg +++ /dev/null |
