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-The Project Gutenberg EBook of Erzgebirgs-Kammwegführer, by
-Josef Brechensbauer and E. A. Prasse
-
-This eBook is for the use of anyone anywhere in the United States and most
-other parts of the world at no cost and with almost no restrictions
-whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of
-the Project Gutenberg License included with this eBook or online at
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-
-Title: Erzgebirgs-Kammwegführer
- Tetschen-Erzgebirge-Asch
-
-Author: Josef Brechensbauer
- E. A. Prasse
-
-Release Date: February 21, 2016 [EBook #51276]
-
-Language: German
-
-Character set encoding: UTF-8
-
-*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERZGEBIRGS-KAMMWEGFÜHRER ***
-
-
-
-
-Produced by The Online Distributed Proofreading Team at
-http://www.pgdp.net
-
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- Anmerkungen zur Transkription
-
-
- Das Original ist in Fraktur gesetzt.
-
- Im Original in Antiqua gesetzter Text ist ~so ausgezeichnet~.
-
- Im Original gesperrter Text ist +so ausgezeichnet+.
-
- Im Original fetter Text ist =so ausgezeichnet=.
-
- Die Symbole und Farben der Wanderzeichen wurden so dargestellt:
- [ Symbol Farbe ].
-
- Weitere Anmerkungen zur Transkription finden sich am Ende des
- Buches.
-
-
-
-
- Erzgebirgs-
-
- Kammwegführer.
-
- Tetschen--Erzgebirge--Asch.
-
- (Schneeberg.) (Hainberg.)
-
- Mit einer Karte des Kammweges.
-
- Herausgegeben
-
- mit Unterstützung des Nordwestböhmischen Gebirgsvereins-Verbandes,
- des Sächsischen Erzgebirgsvereines, des Verbandes
- Vogtländischer Gebirgsvereine und der Sektion Asch des
- Deutschen und Oesterr. Alpenvereines
-
- von
-
- =Josef Brechensbauer= und Ing. =E. A. Prasse.=
-
- Annaberg, Erzgebirge.
-
- =Grasersche Buchhandlung= (Richard Liesche), =Verlag=.
-
- 1907.
-
-
-
-
-~Glück auf!~
-
-
-Wanderglück und echte Wanderfreude sei allen jenen beschieden, die
-unsern Erzgebirgskammweg besuchen, besonders aber dann, wenn es
-gilt, selben in seiner gesamten Erstreckung von Tetschen bis Asch
-zurückzulegen. Hierzu sind etwa 9--10 Tage erforderlich und eine solche
-Kammwanderung ist ein achtunggebietendes Unternehmen. Die aufgebrachte
-Mühe aber wird reichlich belohnt: denn hoch oben auf dem Erzgebirge,
-auf seinen Bergrücken und Gipfeln, am grasigen Hange, auf steiler
-Felsenzinne, hoch oben, wo wetterfeste Wipfel sich wiegen und weit und
-frei sich die Heide dehnt -- da wird der Bergfreund nicht nur Lust und
-Wonne im Herzen fühlen, die ausgiebige Bewegung in der dünnen, reinen
-Höhenluft und in stiller Weltabgeschiedenheit können für Körper und
-Geist nur von wohltuender Wirkung sein. Gar in schöner Sommerszeit ist
-es auf den luftigen Kammhöhen herrlich: Leise fächelt über die sonnigen
-Hänge ein würziger, milder Hauch, hoch und weit blaut der wolkenlose
-Himmel und weit kann der Blick ringsherum in die Lande schweifen.
-Kühler, harziger Duft entströmt dem dunklen, dichten Walde und klare
-Wässerlein rieseln aus Fels und Moor zu Tale. Darum auf aus der
-staubigen Schwüle der Stadt und aus der qualvollen Hitze des flachen
-Landes und suchet Erholung auf den herrlichen Höhen des Erzgebirges!
-
-Der Erzgebirgskammweg führt fast immer auf dem deutlich ausgeprägten
-Kamme des Erzgebirges, der sich meist 50--200 ~m~ über den breiten
-Gebirgsrücken erhebt, u. zw. im östlichen Teile in der namhaften Höhe
-von über 700, im mittleren und westlichen Teile aber meist mehr als
-800 ~m~ bis über 1200 ~m~ hoch dahin, ohne je ins Tal herabzuleiten.
-Er folgt dabei nach Möglichkeit der höchsten Linie des Kammes, der
-Kammlinie, die gleichzeitig die Wasserscheide zwischen den sächsischen
-und böhmischen Gewässern darstellt. Nur dort, wo es an gangbaren Wegen
-mangelt oder die Erlaubnis der Grundbesitzer (letzteres in einigen
-dichten Waldrevieren) nicht zu erlangen war, mußte von der Kammlinie
-bezw. dem Gebirgskamme abgewichen werden. Dies betrifft insbesondere
-die Strecken: Dorf Schneeberg--Tissa, Vorder-Zinnwald--Hinter-Zinnwald,
-Willersdorf--Schwarzer Teich, Einsiedl--Gebirgsneudorf,
-Beerhübel--Forsthaus Neuhaus, Sebastiansberg--Kupferberg,
-Wirbelstein--Keilberg, Gottesgab--Platten und Brambach--Steingrün.
-Hiebei wurden aber des öfteren Umwege abgeschnitten.
-
-Der Kamm des Erzgebirges, die Wasserscheide, liegt zumeist auf
-böhmischer Seite und deshalb findet sich die Kammwegmarkierung zumeist
-auch dort; nur die Seitenlinie Keilberg--Fichtelberg--Gottesgab
-und die Strecke Platten--Auersberg--Gr. Kranichsee verlaufen in
-Sachsen, ebenso wie die im sächsischen Vogtlande markierten Strecken
-Aschberg--Schöneck--Ursprung und Wernitzgrün--Brambach--Elsterquelle,
-zusammen etwa 70 ~km~. Außerdem aber zieht sie sich an vielen Stellen
-in der nächsten Nähe der sächsischen Grenze dahin. Die Höhenlage des
-Weges bringt es mit sich, daß er -- man könnte fast sagen -- immer
-horizontal dahin leitet, oft ist dies aber weite Strecken wirklich
-der Fall und darum die Wanderung sehr angenehm. Den größten Genuß
-bietet allerdings die gesamte Kammwegwanderung und es ist ein schönes
-Bewußtsein, die 248 ~km~ lange Strecke vom Elbstrom bis zu den Höhen
-des Fichtelgebirges auf eigenen Füßen zurückgelegt zu haben. Doch
-versehe man sich mit guter Ausrüstung: Wetterfestes Lodenkleid, derbe
-ausgetretene Schuhe und mancherorts Proviantnahme sind erforderlich;
-letzteres deswegen, da viele der bescheidenen Kammorte bisher für
-Touristenbesuch gar nicht eingerichtet sind. Auch stecke man einen
-der bestehenden Erzgebirgsführer[1] zu sich, da das vorliegende
-Büchlein wohl den Kammweg genau bezeichnet, sich aber mit dem übrigen
-Erzgebirge nicht befassen kann. Gute Touristenstationen aber sind:
-Hoher Schneeberg, Tissa, Nollendorf, Mückenturm, Vorder-Zinnwald,
-Hinter-Zinnwald, Fleyh, Einsiedl (Bad Einsiedl), Gebirgsneudorf,
-Kallich, Sebastiansberg, Preßnitz, Kupferberg, Keilberg, Fichtelberg,
-Gottesgab, Pleßberg, Abertham, Platten, Auersberg, Brambach, Hainberg.
-Bei Eintritt schlechten Wetters warte man in einem Rastorte,
-insbesondere dann, wenn für den Weiterweg keine Straße zur Verfügung
-steht.
-
-Es verlohnt sich jedoch auch in hohem Grade, Teilstrecken des
-Kammweges, wozu der vorliegende Führer gleichfalls den besten
-Behelf bildet, zu bewandern, und es ist ein großer Vorzug des
-Erzgebirgskammweges vor anderen Kammwegen, daß mehrere Eisenbahnen ihn
-selbst überqueren, zahlreiche andere aber dem Kamme sich bis auf wenige
-Stunden nähern. Ein weiterer Vorzug der Kammwanderungen im Erzgebirge
-sind der reiche, stete Wechsel von Wald und Flur, der immer neue
-Landschaftsbilder des Gebirgsrückens selbst und unzählige prächtige
-Ausblicke in die Ferne dem Auge entrollt, das Vorhandensein zahlreicher
-Ortschaften auf den Kammhöhen und die hierdurch bedingte historische,
-wirtschaftliche und volkskundliche Eigenart des Gebirgskammes.
-
-Die beiden Grenzpfeiler des Erzgebirgskammweges sind der Hohe
-Schneeberg im Osten und der Hainberg im Westen, beide mit mächtigen
-Türmen gekrönt; doch gelten auch die Aufstiege bezw. Abstiege
-Tetschen--Schneeberg, Asch--Hainberg als Bestandteile des Kammweges und
-sind mit der gleichen Markierung versehen. Die einheitliche Markierung
-des Erzgebirgskammweges sind vier blaue Zinken im weißen Felde:
-
- [ |_|_|_| ] (Kammwegmarke).
-
-Das vorliegende Büchlein konnte sich mit der etwa erwarteten
-Schilderung der landschaftlichen Schönheiten des Erzgebirges und seiner
-sonstigen Eigenart nicht befassen, es erblickt vielmehr seine Aufgabe
-darin, die Linie des Kammweges, der ja kein eigens gebauter Weg ist,
-sondern sich nur als eine fortlaufende Markierung bestehender Fahr- und
-Fußwege und Straßen darstellt, genau zu bezeichnen, so zwar, daß der
-Kammwegwanderer sich auch dann gut weiterfindet, wenn die Markierungen
--- wie auf dem hohen Erzgebirgskamme oft der Fall -- durch Wintersturm
-und Rauhreif, Schneebruch oder durch die Axt des Holzhauers zerstört
-wurden. Unser Führer, der ganz auf den eigenen Wanderungs-Ergebnissen
-der beiden Verfasser aufgebaut ist, soll nichts anderes sein, als ein
-kleines, handliches Büchlein, bestimmt für die Tasche der Wanderjoppe,
-ein treuer Wandergefährte! Wie in den meisten Reiseschilderungen und
-touristischen Handbüchern wurde die Wanderung nur in +einer+ Richtung,
-nämlich westwärts von Tetschen nach Asch geschildert; bei Begehung
-des Kammweges in entgegengesetzter Richtung wird man unschwer die
-Beschreibung umzustellen haben.
-
-Möge das Büchlein beitragen, unserem schönen, deutschen Wanderwege, dem
-Erzgebirgskammwege, recht viele Freunde zuzuführen!
-
- =Teplitz= und =Leipzig=, Neujahr 1907.
-
- Die Verfasser.
-
-
-
-
- Wie schimmern im goldenen Sonnenglast
- Ringsum die blühenden Lande!
- O Bergesstille, o wonnige Rast,
- Frei bin ich der zwängenden Bande!
-
- Und mit dem goldenen Sonnenschein,
- Hier weltfern abgeschieden,
- Zieht mir ins Herz besel'gend ein
- Der Bergwelt hehrer Frieden.
-
- Anton König.
-
-
-
-
-1. Abschnitt.
-
-Tetschen--Nollendorf (24 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: ~a~) von +Böhmen+ aus: 1. Linie Prag--Bodenbach
- der öst.-ung. Staatseisenbahn-Gesellschaft, 2. Linie
- (Prag)--Schreckenstein--Tetschen der öst. Nordwestbahn, 3.
- Strecke Komotau--Bodenbach der k. k. öst. Staatsbahnen. ~b~)
- von +Sachsen+ aus: Linie Dresden--Bodenbach der königl. sächs.
- Staatseisenbahnen. ~c~) Aus beiden Richtungen die Sächs.-Böhm.
- Dampfschiffahrt.
-
-Wir stehen auf der 178 ~m~ langen Kaiserin Elisabeth-Kettenbrücke,
-welche die an beiden Ufern der Elbe herrlich gelegenen Städte
-+Tetschen+ und +Bodenbach+ verbindet, und sehen sinnend hinunter auf
-den prächtigen Strom, dessen Fluten eilig zum freundnachbarlichen
-Sachsenlande hinabgleiten. Hochragende Berge und steile Felswände
-drängen sich an beiden Ufern bis an den Strom und machen den
-aufstrebenden Schwesterstädten den Platz streitig. Ein stattliches,
-altehrwürdiges Gebäude thront auf steiler Felshöhe, das gräfl.
-Thun'sche Schloß; von mehreren Höhen flattern lustige Wimpel uns
-deutschen Willkommensgruß zu, auf dem glänzenden Strome ein buntes
-Durcheinander von allerhand Fahrzeugen, großen und kleinen; an beiden
-Ufern eilen Eisenbahnzüge dahin, ein Rasseln, Pfauchen, Pfeifen, lautes
-Treiben ringsherum! Wir aber wollen hinauf auf die stillen, herrlichen
-Kammhöhen des Erzgebirges, in die reine, dünne Höhenluft, um unsere
-müden Nerven zu beruhigen und zu kräftigen und an Leib und Seele zu
-gesunden!
-
-Deshalb rasch zum Brückenausgang auf der Bodenbacher Seite. Diesem
-gegenüber ein breites, offenes Tor -- das ist der Eingang zum
-Erzgebirgskammwege. R. daneben an der Mauer die große Tourenkarte des
-Tetschener Gebirgsvereines und die Tafel: »Kammweg Tetschen--Asch via
-Schneeberg, Tissa hier über die Eisenbahn« mit der Kammwegmarke (4
-blaue Zinken auf weißem Grunde).
-
-+Auf nun zu fröhlicher Bergfahrt!+ Wir schreiten durch das Tor und über
-das Geleise der Sächs. Staatseisenbahn, r. und l. ein Eisenbahntunnel,
-l. die Schäferwand, zu welcher der »Waldsteig« abzweigt. Der Kammweg
--- schon geht es bergwärts -- führt die steile mit großen Sandsteinen
-gepflasterte, schmale +Rotbergstraße+ mit schönen Rückblicken hinauf
-(von hier bis zum nächsten Dorfe finden sich keine Marken und
-keinerlei Markierung), l. die Häuser 1, 3, 5, 7, 9, 15, r. 20, 22,
-24, 26. Es folgt nach etwa 10 Min. eine Wegteilung bei 2 Linden, l.
-Biela-Straße; wir gehen r. die Rotbergstraße weiter, l. Nr. 27, 29,
-33, r. 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, meist kleine Häuschen, teils alter,
-traulicher, teils neuer, aber freundlicher Bauart. Beim Hause Nr.
-33 wendet sich die Rotbergstraße nach r., l. in einiger Entfernung:
-Restaurant Schweizerhof. R. treten Wald und Berg an das Sträßchen,
-Revier-Pfosten 41 und 42, l. stehen die letzten 2 Häuser Bodenbachs
-Nr. 37 und 41. Wenige Schritte dahinter Wegteilung. Achtung! Nicht
-r., nicht l., sondern geradeaus nur mäßig ansteigend am Rande einer
-(r.) Wiese weiter (Weg anfangs etwas verrast) auf die freie Höhe mit
-prächtiger Ausschau: l. Pfaffen-, Hut- und dahinter Hopfenberg, vor
-uns das Schneeberg-Massiv (Turm nicht sichtbar). Bald senkt sich der
-Weg und vor uns liegen die Häuser der kleinen Ortschaft (1¾ ~km~[2])
-+Bösegründl+. (R. kommen 2 Wege herab.) Wir lassen die ersten 3 Häuser
-ganz l., biegen r. um, an einer eingemauerten (l.) Quelle vorbei, l.
-altes Bauernhaus Nr. 2, Gemeindeamt und Nr. 6, r. Wegweiser mit dem 2.
-Kammwegzeichen und kl. Schankwirtschaft »Zum Morgenstern«. Nun Eintritt
-in den Wald und Wegsenkung ins Bielaer Tal. L. Wegweiser z. Manzer-Weg
-und Gauben-Wändl (empfehlenswerter Aussichtspunkt, 2 Min.) und bald
-Wegteilung. Wir schreiten r. den gebauten Touristensteig mit Geländer
-an der Talwand herab in das Dorf (3¼ ~km~) +Biela+ (1597 Einw.), queren
-im Tale die Straße nach Kalmswiese, übersetzen ein Wässerlein, um auf
-die +Neu-Biela+ durchziehende Straße mit dem Wegweiser »In ½ Stunde
-zum Hohen Schneeberg« zu gelangen. L. Haus 16, r. 130. Auf dieser
-Straße immer weiter den Ort hinauf. Oberhalb des (r.) Postamtes l.
-Wegweiser. Wir folgen der Straße, die uns an mehreren Fabriksgebäuden,
-(l.) Kirche und Schule vorbei bis zum obersten Gasthause (Schweizer
-Hof oder Mühle?) führt. Vor diesem auf schmalem Pfade links die
-Talwand hinauf, an den einzelnen Häuschen (r.) 56 und 55 vorbei, von
-denen eines auf einer Tafel folgende Bemerkung zeigt: »Der Kammweg
-ist von hier bis Dorf Tissa nur weiß markiert.« Leider gestattete der
-Herrschaftsbesitzer Graf Thun in Tetschen die Anbringung der blauweißen
-Kammwegmarken in seinem Gebiete nicht. Weiter zum letzten (l.) Hause
-empor und wir sehen schon die Straße, auf die unser Weg einmündet. Dort
-Tafel: »Direkter Weg durch Biela nach Bodenbach« und Telegraphenstange
-34. Bald zweigt l. die Nostiz-Straße ab, wir verfolgen unsere Straße
-weiter, bis sie nach etwa 10 Min. nach l. umbiegt. Hier weisen uns
-eine Wegtafel »Direkter und kürzester Aufstieg zum Hohen Schneeberge«
-und weiße Marken (Kalkstriche) r. auf einen teilweise gepflasterten
-Fahrweg, auf dem wir in wiederum 10 Min. bei einer (r.) Schutzhütte
-eine gerade Waldstraße rechtwinkelig kreuzen (als Fortsetzung finden
-wir 2 Pfade, wir wählen den der Hütte näheren). Nach 5 Min. mündet
-unser Weg auf einen von r. steil heraufkommenden Weg ein, den wir
-scharf nach l. verfolgen. Nun sind wir auf der Kammhöhe angelangt;
-bald führen nach r. zwei Wege, einer davon in das Wildgatter hinein.
-Wir bleiben l., gehen gerade aus am Wildzaun (aus Draht) etwa 5 Min.
-weiter. Vor uns erhebt sich ein Fels des Schneeberggipfels, an dem wir
-r. herum über Stufen auf die Gipfelhöhe aufsteigen, auf der wir in
-12 Min. das hinter Waldbäumen verborgene Unterkunftshaus des +Hohen
-Schneeberges+ (8½ ~km~), 721 ~m~ Seehöhe, erreichen.
-
- Von dem freien Platze vor dem Unterkunftshause genießt man
- eine herrliche Aussicht nach ~S.~ und ~O.~ (Orientierungskarte
- auf der Mauerbrüstung); vom 30 ~m~ hohen, steinernen Turme
- eine großartige Rundsicht (Panoramakarten sind erhältlich)
- besonders über die ganze sächsische Schweiz und einen großen
- Teil Sachsens. Die Türme von Dresden erblickt man deutlich; bei
- klarer Luft im ~O.~ außer dem ganzen Lausitzer Gebirge, das
- Isergebirge, die Schneekoppe u. a. m. Im Unterkunftshause gute
- Verpflegung, 50 Nachtlager, schöner Speisesaal, im Nebenzimmer
- Erinnerungen an den wiederholten Besuch seitens der königl.
- sächs. Familie: 1876, 1888, 1905.
-
-Vor dem Turm vorbei in südwestlicher Richtung führt der Kammweg hart
-am südlichen Steilabsturze der Hochfläche des Schneebergs weiter, nach
-5 Min. Wegteilung, wir l. den Serpentinenweg teils über Stufen hinab,
-queren die Straße und folgen dem Wegweiser zum Hotel »Schweizerhof«
-im (10 ~km~) +Dorfe Schneeberg+ (492 E.), beliebte Sommerfrische.
-Vom Schweizerhof auf der Straße wenige Min. nach Süden, am (l.)
-Gasthause »Zur Hoffnung« und Haus Nr. 23 vorbei; beim nächsten Hause
-Straßenkreuzung, l. Stein 117, r. Stein 116, Wegweiser. Wir wenden uns
-r. auf die westlich gegen Tissa führende Straße, die in einer Seehöhe
-von etwa 600 ~m~ und bald nach dem Eintritte in den Wald 2½ ~km~
-geradlinig dahinführt. Schließlich wendet sich die Straße scharf nach
-r. und senkt sich. Nach 6 Min. neuerliche scharfe Wendung nach l. An
-dieser Stelle (bei Reviertafel »Schönsteiner Revier«) verlassen wir die
-Straße und steigen r. bei der Tafel »Eingang in die +Tissaer Wände+«
-einen schmalen Pfad mit Stufen hinan. Nach 1 Min. r. und l. Pfade ab
-mit schönen Ausblicken; der eine (l.) führt zum »Tisch« (Felsbildung).
-Wir gehen unsern anfänglich eingeschlagenen Pfad weiter, dann einige
-Stufen herab und bemerken bald r. eine Stiege mit eisernem Geländer
-abwärts, eigentlicher Eingang in die Wände. Wir steigen jedoch l. den
-Kammweg hinauf, der uns über den horizontalen Kamm der Wände führt,
-die nach Süden 60--70 ~m~ mauergleich abstürzen und reizende Ausblicke
-auf den Ort Tissa, das Eulautal und Mittelgebirge gewähren. Im Westen
-sehen wir das Erzgebirge aus der Senkung von Tissa sanft ansteigen
-bis zur Nollendorfer Höhe, von der uns das weitschauende Kirchlein
-begrüßt. Endlich müssen wir r. über eine steile Steinstiege durch eine
-schmale Schlucht tief hinab in das Innere der Wände. Es empfiehlt
-sich nun, ein Stück in das Innere nach r. hineinzugehen, um sich die
-interessanten, mächtigen Felsgebilde zu betrachten, die verschiedene
-abenteuerliche Formen zeigen und dementsprechend Namen (teilweise
-angeschrieben) tragen, wie: Frosch, Helm, Januskopf, Medusenhaupt,
-Pilatussohle, Doktor u. a. m. oder mannigfache Höhlen und Spalten
-bilden: Schneiderloch, Enge Pforte, Klausenkirche u. v. m. Man vergesse
-jedoch den Rückweg nicht oder nehme einen Führer, die meist in der
-Nähe warten, oder aber gehe solange weiter, bis man nahe dem östlichen
-Ausgange wieder auf den Kammweg gelangt.
-
-Am untern Ende der vorgenannten Steinstiege wendet sich der Kammweg
-nach l. und führt durch das »Torloch« südlich herunter in den Ort
-(15 ~km~) +Tissa+, beim Friedhofe und der Kirche vorbei auf die nach
-Peterswald führende Straße, wo einige Schritte östlich der Kirche das
-Kaiser Josef-Denkmal und gegenüber das Hotel »Zur böhmischen Schweiz«
-(sehr empfehlenswert) steht. Im Orte Tissa betreten wir das Urgestein
-des Erzgebirges, meist roten Gneis, auf dem westlich bis gegen
-Nollendorf-Schönwald stellenweise Sandsteinreste aufruhen, wie wir es
-selbst auf dem Kammwege wiederholt betrachten können.
-
-+Tissa+ (544 ~m~), Dorf mit 2200 Einw., ein schmucker Ort, hat
-ansehnliche Industrie, besonders Erzeugung von Knöpfen. (Berlet,
-Erzg. R. II a). Wir schreiten auf der Peterswalder Straße noch etwa
-5 Min. aufwärts und beim Gasthaus »zum Grafen Thun« vorbei. Bei der
-(l.) Schmiede des Josef Hocke, Hufschmieds, (Wegweiser; hier beginnt
-die ununterbrochene blauweiße Kammwegmarkierung) verlassen wir die
-Straße und folgen (l.) einem rechtwinklig abzweigenden, nach Süden fast
-geradeaus führenden Fahrwege durch zerstreute Häuser weiter. Erst senkt
-sich der Weg etwas, die Richtung desselben wird von ferne schon durch
-einen einzelnen hohen Nadelbaum (Lärche) bestimmt. L. von diesem steht
-ein größeres Gebäude, r. die Häuser Nr. 46 und 289. Der Rückblick auf
-Tissa und die Wände wird immer herrlicher. Nach 8--10 Min. biegt der
-Weg nach r., dann gleich wieder nach l. und dann wieder nach r. stark
-um.
-
-L. in einiger Entfernung stehen dichtgedrängte Häuser, das ehemalige
-Gut Schönstein. Genau hinter Tissa erscheint erst wenig, später
-mehr der Turm auf dem Schneeberge und r. in weiter Ferne die schöne
-Pyramide des Rosenberges. Auch der Blick in das Eulautal mit dem
-Hegeberge, Hopfen-, Lotter-, Hutberge bei Bünauburg ist reizend. Der
-Weg führt wieder gerade weiter südwestlich und bergan. Nach 2 Min.
-erste und wieder 2 Min. zweite Wegkreuzung; letztere auf der Höhe des
-+Tissaberges+, der nach r. ansteigt.
-
-Die Aussicht wird umfassender: Weit im Südosten der dominierende,
-sattelförmige Geltsch und r. davon der mächtige Langeberg. Vor und
-zwischen beiden der markante, bewaldete Blankenstein mit Ruine.
-
-Nun senkt sich der Weg und wendet sich etwas nach r. Vor uns ragt der
-Gebirgskamm mit der Ebereschenstraße Nollendorf--Schönwald und r.
-der Sattelberg auf, l. Ziegelteich. Nach 4 Min. erreichen wir eine
-Waldecke. Unser Weg wendet sich hier +stark nach l.+, (während r. zwei
-Wege abgehen) r. vom Hochwald, l. von Jugend begleitet. Eine rotweiße
-Marke begleitet uns von der Waldecke an bis nahe an Oberwald. Nach 2
-Min. Wegteilung, wir treten r. in den Hochwald ein und folgen einem
-ausgefahrenen, ansteigenden Hohlwege. Nach 1 Min. Wegteilung, wir
-gehen r. Nach 8 Min. treten wir aus dem Walde. Am Waldrande l. von
-uns begleitet uns längere Zeit ein Weg, der bei nassem Wetter besser
-gangbar ist und sich außerhalb des Waldes mit unserem vereinigt. Unser
-Weg schlängelt sich nun lieblich auf der freien Kammhöhe dahin, die
-hier den Namen »+Auf der Schöne+« führt und eine herrliche Aussicht
-gewährt. Etwa ¼ Stunde dauert die reizende Wanderung, bis wir etwa
-400 Schritte vor uns und etwas tiefer zwei Gehöfte erblicken. Hier
-achte man genau auf die Kammwegmarken[3], die nun an Gesträuch
-einen nach r. rechtwinklig abzweigenden, verrasten Fahrweg zur Höhe
-hinaufleiten, wo wir nun einem ganz schmalen Pfade l. eben durch
-Heidekraut und Gehölz folgen. Wo dieser sich senkt und in niedrige
-Jugend eintritt, folgen wir l. rechtwinklig einem Pfade, der immer an
-Grenzsteinen und schließlich am Waldrande (l. ein Feld) weiterleitet,
-bis er einen Fahrweg erreicht und wir vor uns auf grünen Matten die
-wenigen und teils altersgrauen Häuser von +Oberwald+ erblicken. Die
-Kammwegmarkierung führt nun etwas rechts über den Fahrweg, quer durch
-die Wiesen, auf eine kleine Brandruine und das einzige sehr bescheidene
-Gasthaus des Wenzel Bail zu, wo wir recht gerne ein Glas frischer,
-guter Milch erhalten. L. oberhalb des genannten Gasthauses steht an dem
-breiten Fahrwege ein steinernes Kreuz mit der Jahreszahl 1819, dort
-müssen wir vorbei und den Fahrweg nach r. nordwestlich benützen bis
-zum letzten (r.) Hause. Der bisherige Weg führt geradeaus weiter nach
-Peterswald. Wir aber folgen dem l. rechtwinklig zur Höhe ansteigenden
-Fahrwege, der nun durch mageren Föhrenwald in wenigen Minuten nach (22
-~km~) +Jungferndorf+ führt. R. vom Wege erhebt sich der 686 ~m~ hohe
-kahle +Sandkopf+ mit weiter Aussicht nach Sachsen, l. stehen etwa drei
-kleine Häuschen. Die meisten Häuser des Ortes gewahren wir erst r. an
-der Westseite des Sandkopfes, wenn unser Weg die breite Kaiserstraße
-erreicht hat. Wir wandern nun auf dieser in südlicher Richtung nach
-Nollendorf führenden Straße, l. Wegtafeln des Teplitzer Gebirgsvereins
-Nr. 736 und 735 (etwas kürzerer Weg nach Oberwald) rotweiße Marke.
-
-(24 ~km~) +Nollendorf+ (679 ~m~ -- 322 E.) Historisch merkwürdig durch
-die Schlacht bei Kulm im Jahre 1813, in der die Franzosen unter General
-Vandamme von den vereinigten Oesterreichern, Preußen und Russen eine
-heftige Niederlage erlitten, die zur panikartigen Flucht der Franzosen
-über Nollendorf (Straße nach Jungferndorf) führte. Kaiser Napoleon
-betrachtete vom Turme der Nollendorfer Kirche den Verlauf der Schlacht.
--- In Josef Güttlers Gasthaus gute Unterkunft und Verpflegung. (Berlet,
-Erzg. R. II b).
-
-
-
-
-2. Abschnitt.
-
-Nollendorf--Neustadt (28 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: ~a~) von +Sachsen+ aus: 1. Bahnstrecke
- Pirna--Gottleuba. Von hier nach Nollendorf 14 ~km~. 2.
- Mügeln--Geising, nach Zinnwald 3½ ~km~. Dresden--Kipsdorf,
- nach Zinnwald 11 ~km~. ~b~) von +Böhmen+ aus: Staatsbahn
- Bodenbach--Komotau. Station Tellnitz 3 ~km~ von Nollendorf
- entfernt.
-
-Um unsere Kammwegwanderung fortzusetzen, schreiten wir auf der von
-Jungferndorf durch +Nollendorf+ führenden Straße durch diesen Ort bis
-zur hochstehenden Kirche. Ueberraschend schöne Aussicht nach Süden.
-Gehen wir aber der Friedhofmauer, welche die Kirche einschließt,
-entlang und dann auf einem Feldwege etwa 8 Min. gegen Osten bis auf die
-Höhe des +Nollendorfer Berges+ (701 ~m~), so gestaltet sich dieselbe
-noch entzückender. Der Kammweg aber zweigt von der Straße r. gegenüber
-der Kirche als schmaler Fahrweg gegen Westen ab. Wegweiser Nr. 729, mit
-der Kammarke läuft von hier etwa 1000 Schritte eine blaugelbe Marke
-(nach Tellnitz). Mäßig ansteigend gelangen wir auf dem baumlosen Kamme
-mit schöner Aussicht in das Pockautal, aus dessen Hintergrund Aussig,
-beschirmt von der düstern Burgruine Schreckenstein, heraufschaut,
-und über drei Feldweg-Kreuzungen zu einem Steinkreuze mit grünem
-Holzgitter, wo sich unser Weg nach r. wendet. Die blaugelbe Markierung
-führt ins Tal. Nun r. auf das oberste Haus zu, durch dessen Hof
-(zwischen Haus und Scheune) der Kammweg führt. Dann l. zum Wegweiser
-Nr. 731 und 732 und dessen blaugelbblauer Marke außer der Kammarke
-nach (gegen Streckenwald) r. an der Rückseite eines großen Gehöftes in
-nahezu nordwestlicher Richtung den Fahrweg weiter. R. erstreckt sich
-die freie Hochfläche des +Kaibler+ (722 ~m~), über welche in einiger
-Entfernung die eschenbesäumten Straßen nach Schönwald und Peterswald
-führen, l. ragt die waldesdunkle +Hornkappe+ (665 ~m~) empor, ein
-walderfülltes Seitental senkt sich hinunter zum tiefen Tellnitzer Grund
-und jenseits strebt der 792 ~m~ hohe Zechberg empor. Vor uns über dem
-Walde in der Entfernung von 4 ~km~ erscheint unser nächstes Ziel, der
-Ort Streckenwald mit dem schlanken Türmchen seines Kirchleins. Fast 2
-~km~ geradeaus geht es auf der herrlichen Höhe bis zum Waldrande mit
-dem Stein 108. Nun wenden wir uns l. an demselben abwärts, dann in
-den Wald hinein. Es folgen die Steine: 109, 110, 111, 39, 40, 41, 42,
-43 (dann kommt ein Weg l. herab). Unser Weg schlängelt sich zuletzt,
-Stein 45, und wir sind in einer etwa 100 ~m~ tiefen Einsenkung des
-Kammes angekommen, durch die eine Straße von Tellnitz nach Schönwald,
-der sog. Schießhausweg, führt. Wir queren diese und ein Wässerlein.
-Unser Fahrweg führt nun teils durch Wald, teils an Feldern und Wiesen
-vorbei. Es folgt Stein 46, Pfosten 24, (ein Weg kommt von r.) r.
-kleine Sandgrube, Stein 278, Weg windet sich stark nach l., Stein
-277, r. etwa 5 ~km~ entfernt im Norden der spitze Sattelberg (719
-~m~), l. Tellnitztal. Bei Stein 275 wieder Wendung nach r., (zwei
-Wegabzweigungen nach l.) r. halten, Stein 270, Weg steigt wieder an,
-Stein 269, (Wegabzweigung l.) r. halten. Austritt aus dem Walde. Freie
-Fluren. Weiter Ausblick nach Sachsen. Schloß Schönwald, Orte Breitenau,
-Liebenau u. a., r. zwei einzelne Wäldchen (aus dem Walde l. kommt ein
-Weg). Es folgen nun viele Wegkreuzungen, da meist auf jedes Feld ein
-Weg abzweigt. Wir müssen nun so ziemlich unsere gerade Richtung nach
-Westen einhalten und bald erscheint Dorf Streckenwald, bei dessen
-Kirchlein wir die nach Adolfsgrün führende Straße betreten, die
-rechtwinklig zu unserem bisherigen Wege nach Süden führt, r. das letzte
-Haus des Ortes Gasthaus.
-
- (5½ ~km~) +Streckenwald+ (753 ~m~ -- 508 E.) Die Bewohner
- treiben mannigfachen Handel, besonders mit Borstenvieh,
- und sind als rührige Geschäftsleute weit bekannt. Die
- kleine freundliche Kirche ist im Jahre 1901 erbaut. An ihr
- Gedenktafel: »Zu Ehren Sr. königl. Hoheit Prinz Max, welcher
- am 14. September 1902 zur Kirchweihe die Festrede abhielt.
- Gewidmet von Karl Watzke.« (Berlet, Erzg. R. II c).
-
-Auf der genannten Straße fast eben in 20 Min. nach Adolfsgrün. R.
-vorher Friedhof am Waldesrand.
-
- (7 ~km~) +Adolfsgrün+ (747 ~m~ -- 40 E.) wurde erst vor etwa
- 60 Jahren gegründet. L. Gasthaus »Zur Waldesruh«, r. »Stadt
- Dresden«.
-
-Nun die Straße geradeaus aus dem Orte hinaus und weiter. Die Straße
-senkt sich in eine sanfte Mulde (Kammlinie läuft südlich), deren
-Rinnsal ins Müglitztal ausmündet. Ein weiter Blick nach Sachsen
-erschließt sich. Markant hebt sich der Geisingberg mit Turm ab, an
-dessen l. Abhang lehnt die Stadt Altenberg. Nach 1 ~km~ übersetzt die
-Straße das vorgenannte Bächlein. Zwischen dem 9. und 10. Baum jenseits
-verlassen wir die Straße und folgen in fast südlicher Richtung einem
-mäßig der Kammhöhe zustrebenden Fahrwege über zwei Wegkreuzungen,
-geradeaus auf das steinerne Kreuz zu, errichtet von Anna Patzelt am
-14. Juli 1905, weiter auf zwei neuerliche Kreuze, die »Ritschelkreuze«
-(765 ~m~), zu. Genau auf der Kammlinie, weite Ausschau: vor uns
-Ebersdorf, der Mückenberg, r. davon ein mächtiges Stück des Kammes mit
-dem Vorder-Zinnwalder Kahlenberg, dem »Toten Kinde« und dem Kahlenberg
-i. S. ganz r. L. merkwürdige Terrain-Erscheinung: der Gebirgskamm
-schiebt zwei Berge nach Südosten, die höher als er sind: +Zechberg+ und
-+Schauplatz+ (beide 792 ~m~).
-
-Bei diesen Kreuzen mündet ein Weg von l. in unsern ein, wir gehen nach
-r., neuerliche Abzweigung, wieder r. halten und in wenigen Schritten
-treten wir in (9 ~km~) +Ebersdorf+ ein, l. Kaufmann Hermann Merl Nr.
-222, r. Josef Kohlschütter, Schneider. Wir wenden uns r. auf die
-Dorfstraße, gehen nur bis zum nächsten (r.) Hause Nr. 137. Diesem
-gegenüber schreiten wir l. vor einem neugebauten feuerfesten Hause
-mit Pappdach und zwei Blitzableitern auf einem Feldwege hinaus aus
-dem Orte gegen Westen. Der Kammweg durchquert also nur den Ort im
-oberen Ortsteile, sog. Oberdorf, der eine ausgesprochene Längsrichtung
-hat. Ebersdorf (753 ~m~, 984 E.) ist eine alte Ansiedlung mit dem
-ursprünglichen Namen Eberhardsdorf. (Berlet, Erzg. R. II c).
-
-Wenn wir bei genanntem Hause hinaustreten, queren wir sogleich einen
-Pfad, der parallel mit dem Dorfe läuft. Außerdem führen zwei Wege
-hinaus, wir folgen dem etwas nach r. führenden. Nach 80 Schritten
-wieder Wegteilung, wir gehen r. auf dem verrasten Wege weiter. Nach
-300 Schritten Wegkreuzung, wir müssen geradeaus. Von r. münden nun
-wiederholt aus dem Dorfe kommende Feldwege ein. Wir gehen immer
-in unserer Richtung weiter und auf das im freien Felde stehende
-eiserne Kreuz mit zwei Bäumen und Umzäunung (errichtet von Zechel
-»Schenkerkreuz«) zu.
-
-Bei klarem Wetter ist nun ein Verirren unmöglich, da man vor sich den
-Mückenberg als Wanderziel sieht; bei Nebel aber Achtung! Vom Kreuze
-weder r. noch l., sondern geradeaus, es folgen mehrere Wegkreuzungen,
-wir immer in der gleichen Richtung weiter, l. Ausblick durch die
-Dachsenschlucht auf den Teplitzer Schloßberg; der Weg senkt sich und an
-seiner tiefsten Stelle steht ein neuerliches Kreuz, Goldammerkreuz, 724
-~m~, 1867, und Wegweiser Nr. 126 und 127, dem wir zum Mückenberg hinauf
-folgen, noch 10 Min. bergan.
-
- Freundlich blickt das in Holz gekleidete und im Schweizerstil
- erbaute (12 ~km~) +Mückentürmchen+ aus dem Waldesgrün hernieder
- und zierlich schlängelt sich der Pfad des Kammweges zu ihm
- hinauf an Halden und Bingen, Zeugen des einstigen Bergsegens,
- vorbei. Der Mückenturm, ein vortrefflich bewirtschaftetes
- Unterkunftshaus, hat mehrere Restaurationsräume, eine größere
- Anzahl von Fremdenzimmern und dürfte zu einem wichtigen
- Ruhepunkt für Kammwegwanderer werden. (Berlet, Erzg. R. II c).
-
-Von Tissa bis hierher besteht die Hauptmasse des Erzgebirges aus
-Urgestein u. zw. Gneis, Glimmerschiefer und Tonschiefer. Der Mückenberg
-gehört bereits einem Porphyrstocke an, der zwischen Graupen und
-Niklasberg den Gebirgsrücken durchquert.
-
-Wir steigen nun westlich vom Mückentürmchen hinunter an der St.
-Wolfgangskapelle mit Holzkanzel im Freien vorbei und übersetzen die
-von Voitsdorf nach Graupen führende Straße, r. Zollamt. Wegweiser
-(über Siebengiebel etc., auf dem Bierwege nach V.-Zinnwald). Der
-hier bezeichneten, ganz ebenen Straße folgen wir etwa 8 Min. bis zum
-Forsthause mit Wegweiser (676). Vor diesem r. auf schmalem Fahrwege =
-Bierweg mit blauer Kammarke und blaugelber Marke in den Wald hinein
-und immer in nordwestlicher Richtung auf dem ebenen, bewaldeten, teils
-moorigen Kamme nahezu 3 ~km~ fort, dann Austritt aus dem Walde. Auf
-diesem Wege anfangs zwei Wegteilungen, wir immer l., Rückblick auf den
-Mückenberg, vorbei an Stein 842, Stein mit Nr. 12, 13, 14, 27, Stein
-13, 14, 15, 29, dann Wegkreuzung und bei Stein 15, 31, 13, gerade
-Schneise, welche wir beide kreuzen. Weg senkt sich, über Wegkreuzung
-geradeaus, l. Pflanzgarten, dann durch den Wildzaun. Hier Wegteilung,
-wir r. abwärts auf den inmitten der Wiesen stehenden Wegweiser 299 und
-300 zu. Hier verlassen wir die blaugelbe Marke (Achtung), wenden uns
-scharf nach l. auf die Häuser von (16 ~km~) +Vorder-Zinnwald+ zu. Erst
-treffen wir l. ein Holzkreuz, r. ein Haus mit 5 kleinen Ebereschen.
-Man sieht gerade vor sich den Kammweg den Berg hinansteigen. In 6 Min.
-vom Wegweiser quert er ein nach Süden führendes Sträßchen und führt
-zwischen zwei Häusern in der bisherigen Richtung hinauf. Das l. Haus
-ist ein altes Gebäude mit drei alten Bäumen. Auf der Höhe wendet sich
-unser Weg scharf nach r. und gewährt eine überraschend schöne Aussicht
-auf die vorher zurückgelegte Kammwegstrecke sowie weite Fernsicht nach
-Sachsen, infolgedessen »Dresdner Aussicht« genannt. L. läuft eine
-Steinmauer, erst näher, dann sich entfernend, wir gerade aus fort nach
-Norden bis auf die von Vorder-Zinnwald nach Hinter-Zinnwald führende
-Straße (r. letztes Haus von Vorder-Zinnwald), die wir nach l. (Westen)
-hinansteigen und auf der wir in ½ Stunde die Bergstadt (20½ ~km~)
-+Hinter-Zinnwald+ (816 ~m~, 1118 E.) erreichen. L. die braun-weiße
-Schule und die Kirche, r. Haus des Franz Hönig. Nach diesem verlassen
-wir die Straße und schreiten r. abwärts auf das Pochwerk Moritzhütte
-zu. Wir steigen nun an der Landesgrenze (in Sachsen!), l. Steine 44,
-41, einen Hohlweg hinan, auf das Gasthaus »Zum Bergmanns-Gruß« an der
-Straße zu, die von Sachsen nach Böhmen führt. Hinter-Zinnwald, (Berlet,
-Erzg. R. III.)
-
- +Seitentour+: +Hinter-Zinnwald+--+Altenberg+--+Geisingberg+--
- +Geising+--+Wettinhöhe+--+Hinter-Zinnwald+.
- Von Hinter-Zinnwald über die Grenze in das anschließende
- Sächs.-Zinnwald und auf der beim Gasthofe »Zum sächsischen
- Reiter« l. abzweigenden Straße in dreieinhalb ~km~ nach
- +Altenberg+ (Berlet, Erzg. R. II d), Stadt mit 1750 E.,
- hierauf in 35 Min. auf den 823 ~m~ hohen +Geisingberg+
- (Basaltkuppe) mit 17 ~m~ hohem Aussichtsturm und schöner
- Aussicht. Hierauf Abstieg auf markiertem Wege nach (3 ~km~)
- +Geising+. Stadt mit 1240 E. (Berlet, Erzg R. II c). Von hier
- auf die +Wettinhöhe+ (zweieinhalb ~km~) mit 15 ~m~ hohem
- eisernen Turm (zur Wettinfeier 1888 errichtet). Nun Abstieg
- nach Westen und entlang des Aschergrabens (altangelegter Graben
- für die Pochwerke in Altenberg) nach Zinnwald dreieinhalb ~km~,
- zusammen 15 ~km~.
-
-Auf der vorgenannten Straße nach r. (Norden), r. Gasthof zur Biliner
-Bierhalle. Nach wenigen Schritten Wegweiser Nr. 603 (nach Niklasberg
-und Neustadt), diesem nach auf die nach l. aufwärtsführende Straße bei
-(l.) Kaufmann Wenzel Renner, steinernes Kreuz, Annaschacht, Gasthof zur
-Linde, (r.) Gnade Gottes-Zeche, Steinbruch, große Halden vorbei. R. in
-geringer Entfernung die Landesgrenze, darüber ganz nahe die Häuser von
-Sächs.-Zinnwald. Die Straße macht zwei große Kehren und erreicht die
-freie Höhe. R. schaut gewaltig der Geisingberg herüber und die zwei
-Häuserreihen des etwa 10 Min. entfernten Ortes Neu-Georgenfeld kehren
-dem Böhmerlande alle ihre Giebel zu, was uns nicht Wunder nimmt, sind
-es doch die Anwesen der im Jahre 1728 von Hinter- und Vorder-Zinnwald
-vertriebenen 777 glaubenstreuen Evangelischen. Bald erblicken wir auch
-r. aus dem Walde aufragend den felsigen +Lugstein+, der in Sachsen
-befindlich, eine schöne Aussicht sowohl nach Sachsen wie nach Böhmen
-bietet. Immer auf der Straße weiterwandernd, treten wir bald (22
-~km~) in den dichten Wald ein, der uns nun 4 ~km~ lang begleitet.
-Eine reizende Waldwanderung in nahezu 900 ~m~ Höhe und traulicher
-Einsamkeit. Oft kann man hier stattliches Hochwild erblicken. Die
-Kammlinie läuft l. von uns über den flachgewölbten, mächtigen +Bornhau+
-(911 ~m~), von dem zahlreiche Wässerlein dem Tale der Weißeritz bei
-Rehefeld-Zaunhaus zueilen. Anfangs schöner Rückblick auf Zinnwald,
-dann r. hinter uns der Kahlenberg i. S. und auf freier Höhe die fernen
-Häuser von Schellerhau. Wir dürfen nie von unserer Straße abweichen,
-auch nicht in der Senkung, in welcher bei einer Holzhauerhütte r. eine
-Straße nach Kalkofen abzweigt. Nachher l. Stein ~D~/6, eingezäunte
-Waldwiese, Stein 2/1 und 6/3, r. Blick ins Rehefelder Tal. Beim Stein
-~b~/1 gelangen wir nun durch den Wildzaun, wo r. ein Fahrweg abzweigt.
-Wir auf der Straße weiter, am (l.) Wildzaun entlang bis zum Austritt
-aus dem Walde. Hier kommen von l. zwei Straßen: eine aus dem Wildgatter
-herab, das sich nun nach l. wendet, die zweite längs desselben, l. beim
-Tor Stein ~FB~; r. Wegweiser (nach Zinnwald 5,6 ~km~, nach Niklasberg
-2 ~km~), l. geht außerdem ein Fahrweg hinab. Unsere Straße wendet sich
-ziemlich scharf nach r., l. Blick auf den Stürmer, gerade vor uns die
-Häuser von Neustadt, r. Bahnhof Moldau mit dem Polterberge, l. steht
-das »Rote Kreuz«. Wenn man vor dieses einige Schritte vorgeht, schöne
-Aussicht nach Böhmen: im Vordergrunde die große Eisenbahnbrücke,
-dahinter der Biliner Borschen und die südöstlichen Kegelberge des
-Mittelgebirges, mächtig erscheint r. neben ersterem der Schladniger.
-Beim roten Kreuze senkt sich steil ein Weg hinab nach Niklasberg.
-Nach einigen Schritten auf unserer Straße l. Wegweiser (derzeit
-unleserlich), wo l. die Straße nach Niklasberg und Neustadt, r. nach
-Kalkofen nördlich führt, welch letztere wir 50 Schritte benützen.
-Hier zweigt dann l. (Achtung!) ein Fahrweg ab, der durch Wiesen zum
-nahen (3 Min.) Walde emporleitet. Diesem folgen wir. L. erscheint der
-Donnersberg, vor ihm viel näher das hölzerne Aussichtsgerüst auf dem
-Warteck bei Niklasberg, hinter uns der Bornhau. Am Waldrande nun,
-weder l. noch r., sondern geradeaus in den Wald hinein und gerade
-weiter, wir überschreiten den ebenen +Keilberg+, 829 ~m~. Nach 7--8
-Min. Austritt aus dem Walde, Weg senkt sich, vor uns Neustadt, dahinter
-schaut über den Wald der hohe Wieselstein. Weiter unten kommt von r.
-hinten ein Weg. Herrlicher Blick: l. vom Donnersberg erscheint der
-Lobosch bei Lobositz, dahinter der Georgsberg bei Raudnitz, l. unten
-im Tale das alte Bergstädtchen Niklasberg, r. und l. das Geleise der
-Strecke Brüx--Moldau und wir schreiten über den Tunnel weg. Der Wald
-tritt r. zurück und läßt uns ganz nah die Station Neustadt und l. oben
-am Waldrande das Forsthaus erblicken. R. am Waldessaume großer Stein
-105. Weg steigt wieder an, am Waldesrande l. die Steine 121 und 123.
-Auf der Höhe erblickt man nun die Straße, auf welcher der Kammweg r.
-nach (28 ~km~) +Neustadt+ führt, zu der wir deshalb hinabschreiten. L.
-Wegweiser 153 »Ueber das Hohe nach Niklasberg«. Nach 6 Min. betreten
-wir beim Hause Nr. 11 des Wenzel Preißler, Holz- und Kohlenhandlung,
-das kammthronende Dorf, 826 ~m~, 305 E. (G. Biliner Bierhalle, beim
-Wolf.) Am Nordende des Ortes bezeichnet eine Tafel das Haus, in dem
-Kaiser Josef 1779 Mittagsrast hielt.
-
-Wenige Schritte nach dem Hause Nr. 11 erblickt man die erste
-Ueberbrückung der wilden Weißeritz, die r. neben der Straße
-hinuntereilt. (Berlet, Erzg. R. IV.)
-
- +Seitentouren+: ~a~) +Neustadt+--+Stürmer+--+Neustadt+. Vom
- Wegweiser an der Weißeritzbrücke Nr. 59--61 einige Schritte
- l. am Hause Wegtafel: Zum Stürmer, 1 ~km~, rotweiße Zeichen.
- Der Weg steigt an, anfangs zwischen einigen Häusern, später
- durch Wiesen. Auf der freien Höhe l. schöner Blick auf das
- Mückentürmchen, vor uns weit ins Böhmerland hinein. Weiter
- und wenige Schritte in den Wald hinein. Hier Wegweiser,
- der aber nach jedem Winter umgefahren ist. Der bisherige
- Weg senkt sich stark, wir l. horizontal zur nahen, jedoch
- baufälligen Schutzhütte. Schöne Aussicht, insbesondere auf (r.)
- die Strobnitz (853 ~m~), vor der einige Gründe tief in das
- Gebirge einschneiden. Der hinter der Schutzhütte befindliche
- Gipfel ist mit Hochwald verwachsen, dieser aber seit neuerer
- Zeit verbrochen. Besuch desselben derzeit nicht lohnend. Auf
- demselben Wege wieder zurück nach Neustadt.
-
- ~b~) +Neustadt+--+Rehefeld+--+Moldau+--+Muldenquelle+--+Neustadt+.
- Von Neustadt zur Station Neustadt über das Geleise auf blauweiß
- markiertem Wege zum Forsthause Kalkofen. Von hier l. im Tale
- der wilden Weißeritz abwärts nach +Zaunhaus-Rehefeld+ mit
- königl. sächs. Jagdschloß, 1869 erbaut. (Berlet, Erzg. R. IV).
- Von hier westlich den sog. Bierweg hinauf zur Hermsdorfer
- Straße und auf dieser l. nach +Station Moldau+ (791 ~m~),
- Gasthaus zum Fischerhaus, Stern etc. Dorf Moldau ist 3 ~km~
- entfernt. Nun auf der südlich nach Neustadt führenden Straße
- bis zur ersten Schneise r., diese, obwohl Verbotstafel, ruhig
- wenige Minuten bis zur Wiese r., an deren l. Seite nahe dem
- unteren Ende etwa 40 Schritte von der Straße die +Muldenquelle+
- mit einfacher Holzfassung zu suchen ist. Hierauf mit Rücksicht
- auf das Verbot zurück zur Straße und auf dieser mit schöner
- Ausschau nach Osten am (r.) Torfwerke vorbei nach Neustadt
- (zusammen 13 ~km~).
-
-
-
-
-3. Abschnitt.
-
-Neustadt--Einsiedl (24 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: ~a~) von +Böhmen+ aus: 1. Bahnlinie
- Prag--Brüx--Moldau: Station Neustadt. 2. Elektrische Bahn
- Teplitz--Eichwald mit Benützung der unter 1 genannten Strecke.
- ~b~) von +Sachsen+: Linie Freiberg--Moldau mit Anschluß nach
- Neustadt.
-
-Wir folgen der Tafel 60: Nach Willersdorf, Fleyh etc. des Wegweisers
-Nr. 59--61 bei der Weißeritzbrücke und schreiten auf schmalem Sträßchen
-in südwestlicher Richtung zum Orte hinaus, r. Häuser Nr. 36 und 35,
-l. zweigt ein Weg zum letzten Hause des Dorfes ab. Schöner Rückblick!
-R. anfangs Wald, l. immer freie Flur und Steine 198--204. Wiederholt
-tauchen im Süden die Gipfel des Mittelgebirges auf. Nach 1½ ~km~ treten
-wir in den Wald ein, r. knorrige Ulme und Stein 261, l. Stein 240 (3
-~m~ abseits). Unsere Straße wendet sich erst etwas nach r., bald aber
-führt sie 1 ~km~ schnurgerade dahin, bis sie endlich scharf nach r.
-umbiegt und in einen wohl breiten, aber verrasten Waldweg übergeht.
-Bei der Biegung Pfosten IV, 6 und weiterhin entlang des ganzen Weges
-(2 ~km~) die Steine 375--344. Dann Austritt in die freie Flur von
-Willersdorf, dessen freundliche Häuser wir schon einige Zeit vorher
-erblickten.
-
- (5 ~km~) +Willersdorf+, früher Wilhardsdorf, meist Neudörfl
- genannt, zählt 52 Häuser und liegt im Hochtale des Fleyhbaches
- (Flöha). Gasthaus des Paul Meyer.
-
-Beim Eintritte in den Ort, Wegweiser 150, an einer Mühle vorbei bis zum
-etwas abseitsstehenden (r.) Hause Nr. 8 des Alwin Mayer, Fleischer.
-Hier über die Brücke auf das l. Ufer der Fleyh. L. Wegweiser 229 nach
-Neustadt und wir schreiten auf der Straße bei Wegweiser 225 und 226
-abwärts. R. Gasthaus und Fleischerei des Paul Mayer. Bald über die
-Steinbrücke wieder auf das r. Ufer des Baches und die Dorfstraße hinab
-bis zur Wegteilung mit steinernem Kreuze (~H. E.~ 1809) und Wegweiser
-305 (n. Fleyh). Hier folgen wir dem Fahrweg links geradeaus, während
-nach r. ein Weg abzweigt, kommen an den Steinen 167--154 vorbei bald
-in den Wald und gerade aus, weder r., noch l., weiter, nach wenigen
-Minuten wieder freie Flur, liebliche Mulde mit dem Kirchorte Fleyh.
-R. stehen später 2 Kreuze mit Wegweiser 151, 152, weil Weg r. von
-Grünwald einmündet. Wir bemerken zahlreiche Granitblöcke, wir sind ins
-Granitgebiet eingetreten. Bald nachher über die Brücke des Motzdorfer
-Baches und in den Ort hinein.
-
- (8 ~km~) +Fleyh+ (729 ~m~, 490 E.) hat eine im Jahre 1653
- erbaute hölzerne Kirche, die Bewohner beschäftigen sich
- meist mit Viehzucht, Ackerbau, Holzarbeit und Handel (6
- Sägemühlen). Gasthaus zur Sonne und Touristenhotel zur Mühle.
- Forellen-Schmaus! (Berlet, Erzg. R. IV.)
-
-Beim Touristenhotel zur Mühle vorbei über die Fleyhbrücke (l.) mit
-Wegweiser 194, 195 r. die Straße den Bach entlang 2 ~km~ abwärts, bis
-die Straße eine scharfe Wendung nach r. macht. Wir folgen dem Wegweiser
-über Göhren nach Johnsdorf, indem wir l. durch den Wildzaun treten
-und die sogenannte Flösselstraße emporsteigen und uns immer entlang
-der Telephonleitung halten. R. der Geiersberg. Nach 1½ ~km~ kreuzt
-eine fast 5 ~km~ lange, ganz gerade Schneise mit Waldstraße unsern
-Weg, an deren nördlichem Ende das Jagdschloß Lichtenwald, am südlichen
-Ende das Forsthaus Georgshöhe erscheint (Wunderbare Perspektive). L.
-Wegweiser 911 (?) oder 811, nicht leserlich. Nun in der bisherigen
-Richtung weiter (l. Telephonstange 236). Bald zweigt r. rechtwinklig
-eine Straße ab, wir geradeaus. Es geht fast 4 ~km~ im herrlichen
-Hochwalde eben dahin. Auf einer Waldblöße wird l. der Wieselstein (956
-~m~) und der Schwarze Berg (888 ~m~) sichtbar. Hierauf kommen wir durch
-das stattliche Tor des Tiergartens hinaus, der Wildzaun verläßt uns
-gleich dahinter. L. führt eine Straße in den Rauschengrund, mit ihr
-die Telephonleitung, wir geradeaus fort. Es folgt Wegweiser r. nach
-Rauschenbach und in 2 Min. r. der (16 ~km~) +Schwarze Teich+ (801 ~m~)
-in stiller Waldeinsamkeit auf dem Kamme. L. fällt das Terrain schroff
-zum genannten Grunde ab. Gleich hinter dem Teiche Wegweiser nach Bad
-Einsiedl, wir aber folgen unserer Straße, die einen scharfen Bogen nach
-l. macht, und kommen in 15 Min. aus dem Walde, wo r. das Forsthaus und
-später l. einige Häuser von (20 ~km~) +Göhren+ sichtbar sind. Schöner
-Blick auf das Wieselsteinmassiv.
-
-Wenige Schritte hinter dem Forsthause Wegweiser. Wir gehen auf dem
-hierdurch bezeichneten Fahrwege nach Deutsch-Einsiedel etwa 80--100
-Schritte nach r. (schräg zurück!) l. runder St. 25, bis Weg mit Pfosten
-~C~/₂₀ und Verbotstafel nach l. abzweigt. Auf diesem nach S. Nach 5
-Min. kommt ein Weg von r. Geradeaus weiter, dann r. Pfosten 20 und 17
-und Stein 9 und Austritt aus dem Walde, gerade auf das mittlere Haus
-zu auf die Straße (auf dieser nach r.), die von Göhren am letzten (r.)
-Hause 34 vorbei westlich nach Böhm.-Einsiedl führt. Bald tritt sie in
-den Wald, führt dann sanft abwärts, bis sie nach 2½ ~km~ aus dem Walde
-tritt. Wir treffen l. Pfosten ~G~/₁₆, ~E~/₁₅, ~E~/₂₀, dahinter zweigt
-eine Straße nach r. ab, wir links. Bald bietet sich uns ein schöner
-Anblick der Orte Böhm.-Einsiedl und Deutsch-Einsiedel dar, hinter
-letzterem der hohe Urs (Ahornberg) (833 ~m~) in Sa. In Böhm.-Einsiedl
-mündet unsere Straße auf die Bezirksstraße Brüx--Sayda ein bei Karl
-Reißig's Gasthaus. Wegweiser, Straßenkilometerstein 3. Nun die Straße
-r. im Dorf abwärts, vorbei l. an Hüttl's Schanknahrung, Finanzwache,
-Kriegerdenkmal, r. Postamt, Denksäule für Erzherzog Stephan, Schule,
-bis zum Hause Nr. 10 (Agentschaft und Feuermeldestelle), wo der Kammweg
-gegen Gebirgsneudorf weiterführt.
-
-(24 ~km~) +Einsiedl+ (760 ~m~, 436 E.), hart an der sächs. Grenze
-am Schweinitzbache, treibt Spielwarenindustrie, reger Verkehr mit
-Sachsen. ~G.~: Hugo Kunze's Gasthof, Hüttl's Schanknahrung. 2 ~km~
-südlich nahe der Brüxer Straße der 774 ~m~ Haselstein mit 14 ~m~ hohem
-Aussichtsturm. Schlüssel in Hugo Kunze's Gasthof erhältlich.
-
- +Seitentouren+: ~a~) +Fleyh+--+Wieselstein+--+Langewiese+--
- +Strobnitz+--+Langewiese+--+Fleyh+.
- In Fleyh über die Brücke und wenige Schritte auf der Straße
- abwärts, dann steilen Pfad l. aufwärts, der später in einen
- fast ebenen Fahrweg übergeht. Auf diesem erreicht man nach 3
- ~km~ l. die Hortenwiese mitten im Hochwalde und nach dieser
- Wegkreuzung. Hier r. hinauf zum Wieselstein (956 ~m~). Aussicht
- der höchsten Felskoppe verwachsen, dafür schöne Aussicht auf
- einer etwa 200 Schritte südl. Felskoppe. Abstieg auf gleichem
- Wege, bei der Wegkreuzung aber nun geradeaus eben fort und
- nach einer halben Stunde aus dem Walde und nun über den freien
- Wolfsberg mit neuerdings schöner Aussicht nach Dorf Langewiese.
- Von hier auf blaugelbblau markiertem Wege zur (10 ~km~)
- +Strobnitz+ (853 ~m~) (herrliche Aussicht auf das Teplitzer
- Talbecken) und wieder zurück nach Langewiese und nun auf der
- Straße nördlich nach Fleyh, insgesamt 19 ~km~.
-
- ~b~) +Einsiedl+--+Deutsch-Einsiedel+--+Bad
- Einsiedel+--+Urs+--+Deutsch-Einsiedel+--+Einsiedl+ Auf der
- Straße über die Grenze nach D.-Einsiedel (513 E.) und die
- Saydaer Straße 2 ~km~ hinauf, bis zum Kurhaus Heidelberg, wo
- 3 Min. r. von der Straße idyllisch inmitten dichten Waldes
- das gernbesuchte Eisen- und Schwefelbad Einsiedel mit sehr
- guter Restauration liegt. Wieder zurück zum Kurhaus Heidelberg
- die Straße kreuzend in südwestlicher Richtung durch den
- gleichnamigen Ort (s. Berlet, Erzg. R. VII a) mit sehenswerter
- Spielwarenindustrie auf den +Urs+ (Ahornberg), 833 ~m~,
- mit farbenprächtiger Aussicht und zurück südöstlich nach
- D.-Einsiedel und Böhm.-Einsiedl, zus. 10 ~km~.
-
-
-
-
-4. Abschnitt.
-
-Einsiedl--Sebastiansberg (31 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: ~a~) von +Sachsen+: Bahnlinie
- Freiberg--(Chemnitz)--Olbernhau--Neuhausen. Nach Einsiedl 6
- ~km~. ~b~) von +Böhmen+: 1. Bahnlinie Komotau--Bodenbach bis
- Haltestelle Johnsdorf. 2. Elektrische Bahn Brüx--Johnsdorf. Von
- Johnsdorf nach Einsiedl 9 ~km~.
-
-Bei dem oben bezeichneten Hause Nr. 10 westlich aus dem Orte, zum Hause
-Nr. 13 und 12 an letzterem Wegtafel (n. Gebirgsneudorf 4 ~km~). L.
-zweigt Weg ab, wir nach r. Der ziemlich gute Fahrweg schlängelt sich
-durch Felder und Wiesen, ein herrliches Tal dehnt sich sanft hinunter,
-freundlich schaut der sächsische Ort Bruderwiese herüber, vor uns im
-~SW.~ blaut die über 900 ~m~ hohe Kammlinie des Bernstein und der
-Hübladung. Schöner Rückblick. Nach 20 Min. kommt (immer gerade fort)
-eine ½-stündige Waldwanderung und schon senkt sich unser Weg zwischen
-steinbesäten Fluren dem l. zur Kammhöhe emporstrebenden Gebirgsneudorf
-zu, das wir r. bei einer Schleiferei, l. bei Haus Nr. 133 betreten. Auf
-dem Waldwege von Gebirgsneudorf her bemerkten wir l. Pfosten ~E~/₂₆, 6,
-7, ~C~/₃, r. Pfosten 7, 3, 8 und Stein 41.
-
- (4 ~km~) +Gebirgsneudorf+, 700 ~m~, 1788 E., langgestreckter
- Ort mit Spielwarenindustrie. Bestes Gasthaus am untersten
- Dorfende »Zum grünen Baum«. (S. Berlet, Erzg.-Wegweiser
- R. VII a.)
-
- +Seitentour+: +Nach Katharinaberg und zurück.+ Hinter
- dem »Grünen Baum« am Berg empor zum Kaiser Franz
- Josef-Aussichtsturm, herab in die altertümliche Bergstadt
- Katharinaberg (Hotel Kronprinz Rudolf, einfach, aber gut)
- (s. Berlet, Erzg. R. VII a) und nun auf derselben Straße bei
- genanntem Turme vorbei in südöstlicher Richtung (l. immer
- schöne Aussicht auf Gebirgsneudorf und Einsiedl) in 1 Stunde an
- das obere Ende von Gebirgsneudorf und nach Nickelsdorf, wo wir
- beim Hause Nr. 19 (Rasierstube) auf den Kammweg treffen und uns
- nach r. wenden.
-
-Unternimmt man die vorgenannte Seitentour nicht, so steigt man l.
-durch Gebirgsneudorf empor, r. Kirche, Ferd. Grumptmann, Gasthaus und
-Fleischerei, weiter oben Spar- und Vorschußkasse; l. Ferd. Neubauers
-Gasthaus, Schule, Gasthaus zur Linde, Postamt und schließlich (l.) Haus
-Nr. 125. Hier gegenüber verlassen wir den Ort, auf schmalem Steige
-durch die Wiesen, in 150 Schritten erreichen wir an der Straße Haus Nr.
-19 in Nickelsdorf mit Rasierstube.
-
- (5 ~km~) +Nickelsdorf+ (755 ~m~), 500 E. Der östliche Teil
- des Ortes liegt unmittelbar auf der Kammlinie (Wasserscheide
- der böhmischen und sächsischen Gewässer). Dort befinden
- sich auch die zwei Gasthäuser des Ortes »Zur Gebirgshöhe«
- und »Tropschuh's Gasthaus«. Von Nickelsdorf senkt sich das
- tief eingeschnittene Mariental mit dem Ruttenbache nach
- Obergeorgental (Eisenbahnstation) hinab (6 ~km~).
-
-Die +Straße+ wendet sich dann r. gegen Katharinaberg hinab, wir aber
-schreiten l. auf einem Fahrwege zwischen den Häusern von Nickelsdorf
-(die Dorfstraße) geradeaus hindurch.
-
- Vorher Blick r. auf den Kaiser Franz Josef-Aussichtsturm bei
- Katharinaberg und die kammthronenden Häuser von Kleinhan. Am
- Ende des Ortes schöner und umfassender Blick ins Schweinitztal
- mit den Ortschaften Gebirgsneudorf, Deutsch-Neudorf,
- Deutsch-Katharinaberg (beide letztgenannte in Sachsen).
-
-Nun schlängelt sich unser Fahrweg durch Jungwald sanft hinab und wir
-betreten die nach Schloß Eisenberg führende Waldstraße, auf der wir l.
-mäßig ansteigend nach etwa 700 Schritten zum +Wildzaun+ (l. Pfosten 25)
-gelangen.
-
-Schon nach wenigen Schritten nach Betreten dieser Straße schöner
-eigenartiger Rückblick auf die dichtgedrängten Giebel und Dächer von
-Nickelsdorf.
-
-Am Wildzaun (Tor) verlassen wir die Straße und folgen dem nach r.
-abzweigenden Fahrwege immer etwa 790 ~m~ hoch am Wildzaune (l.) und
-am Fuße des (l.) +Adelsberges+ (901 ~m~) in nordwestlicher Richtung.
-Bald kommt man wieder durch einen Wildzaun (das Tor wieder schließen!);
-l. Grenzsteine 16/3 und 108 und Pfosten 37, r. Pfosten 6. Der Weg
-senkt sich etwas. Nach etwa 6 Min. von der Straße an Wegkreuzung. Wir
-bleiben weiter auf unserem +Wege+, der sich +nach l.+ wendet, während
-der querende Weg r. in eine gerade Schneise mit Blick auf eine ferne
-sächsische Ortschaft abfällt, l. aber zum Adelsberge ansteigt, wo nun
-in einiger Entfernung der erstbemerkte Wildzaun verläuft.
-
-Nun folgen l. Stein 109, weiter l. Stein mit den Buchstaben ~U. L.~ und
-nach etwa 100 Schritten +neue Wegkreuzung+. R. ein Weg zurück und ein
-Weg (unser bisheriger) gerade aus. Wir steigen l. ziemlich steil gegen
-den Adelsberg hinauf.
-
- Mit jedem Schritte wird die Aussicht (Rückblick) umfassender
- und zeigt schließlich folgendes prächtiges Bild: Ueber dem
- Walde im Vordergrunde geradeaus der Gebirgskamm mit den
- kammstehenden Häusern der Orte Nickelsdorf und Gebirgsneudorf,
- hinter ihnen der kahle, flurstreifige Wachhübel (765
- ~m~), gerade dahinter aus dunklem Walde aufragend der
- eiserne Turm des 774 ~m~ hohen Haselsteines (erbaut vom
- Brüx-Oberleutensdorfer Erzgebirgsverein) und l. hinter diesem
- der 849 ~m~ hohe, flachgewölbte Wolkenhübel, über den uns der
- Kammweg von Göhren herübergeleitet hat, l. dahinter die schöne
- Kuppe des Schwarzen Berges und r. dahinter der dominierende,
- 956 ~m~ hohe Wieselstein, an dessen Südabhang die Strobnitz
- (853 ~m~) und der Ossegger Spitzberg (661 ~m~) zur Ebene
- absteigen. Hinter diesen schiebt sich noch die Koulisse des
- Mückenberges hervor, r. ragen das Elbe- und Mittelgebirge auf
- mit dem Donnersberge und seinen Trabanten. L. senkt sich das
- Schweinitztal mit den vorher genannten und anderen Ortschaften
- nach Sachsen hinein, wo in weiter Ferne die Bergstadt Sayda und
- westlich ein ferner Berg sich deutlich abheben. Näher im Norden
- ragt der Katharinaberg mit der gleichnamigen Stadt malerisch
- empor. Eine herrliche Ausschau!
-
-Weitersteigend treten wir in den Hochwald ein und erreichen die Höhe
-von 900 ~m~. Unser Weg mündet bald auf eine von l. kommende Straße, die
-wir nach r. verfolgen. L. kleine Quelle, r. Steinbruch mit Holzhütte.
-Bald dahinter Weggabelung: die Straße wendet sich l. Wir schlagen den
-r. abzweigenden +Fahrweg+ zwischen Pfosten 34 und 35 ein.
-
- Auf der Straße mit Tafel »Verbotener Weg« (l.) kann man zum
- Gipfel des +Bernsteins+ (921 ~m~) [südöstlich] gelangen, wenn
- man nach etwa 8 Min. l. einen Pürschsteig verfolgt (insgesamt
- 1,5 ~km~). Auf dem mächtigen, aber flachen Gipfel befinden sich
- einige Felsgruppen, deren höchste eine Triangulierungssäule
- trägt. Aussicht teilweise verwachsen.
-
-Unser Weg steigt nun weiter noch ein wenig an und mündet in etwa 6
-Min., wo der Wald sich lichtet, in einen von r. kommenden Hohlweg ein,
-gleichzeitig wendet er sich stark nach l. Wir kommen l. nahe an den
-Wildzaun und erreichen nun die höchste Erhebung der Kammwegstrecke im
-östlichen Erzgebirge mit 910 ~m~ Seehöhe, leider ohne Ausblick. Es
-folgt Jungwald. Von links kommt aus dem Wildzaun ein Fahrweg und dann
-eine breite Straße, die sich mit unserem Fahrweg vereinigt. R. Stein
-23 und 112. Weg senkt sich. Austritt auf eine große Waldblöße, durch
-die sich lieblich und sanft ansteigend unser Weg hindurchschlängelt
-und schließlich nach r. umbiegt. L. Steine 111, 108, 42, 6; r. 1 (hier
-zweigt ein Fahrweg l. ab), 2, 3, 4, ⁴/₁, auf der Straße weiter und
-schon werden einige Häuser des Dorfes Ladung sichtbar, auf die wir
-zuwandern. Wir kommen zu dem 1. Hause Nr. 23. Die Straße führt l. in
-das Dorf Ladung, der Kammweg gerade aus, r. nahezu nördlich an dem
-Hause Nr. 23 vorbei.
-
- (10 ~km~) +Ladung+ ist eines der höchstgelegenen Dörfer des
- Erzgebirges (911 ~m~) und zählt 28 Häuser mit 115 Einwohnern.
- Echtes Gebirgsdorf mit 2 einfachen Gasthäusern (das obere ist
- besser). Ladung hieß vor Zeiten Langendorf. Eine Zollstraße
- führte durch den Ort. Diese konnte aber zwischen Stolzenhan und
- Ladung wegen der überaus großen Steigung kein beladener Wagen
- befahren, die Ladung mußte über die steile Lehne heraufgetragen
- werden und konnte erst wieder »in der Ladung« auf den Wagen
- geladen und weiter befördert werden. Der Name Langendorf kam
- bald außer Gebrauch.
-
-Vom Hause 23 führt uns eine neuerbaute Straße (Kammwegmarke und
-grünweiße Marke) unmittelbar in den Wald und ziemlich gerade abwärts.
-Eine lange Schneise mit herrlicher Aussicht auf waldige Höhen kreuzt
-rechtwinkelig, eine große Waldblöße wird durchschritten.
-
- R. erhebt sich die 920 ~m~ hohe +Hübladung+ mit (r. vorne) den
- Felszacken des +Eduardsteines+.
-
-Nach 1½ ~km~ von Ladung taucht vor uns das Forsthaus Nr. 23 auf,
-Austritt aus dem Walde und herrliche Ausschau.
-
- Die Kammhöhen senken sich zum Natschungtale und bilden eine
- liebliche Mulde mit den zerstreuten Häusern von +Kleinhan+ und
- (12 ~km~) +Rudelsdorf+. Kammthronend (auf einem Seitenkamme)
- stehen Kirche und Schule von Kleinhan. Sie sind ein Denkmal
- Kaiser Josef II., welcher auf einer Erzgebirgsreise im J.
- 1766 auch hierher kam und auf Ersuchen der Bewohner von
- Kleinhan, Rudelsdorf und Ladung beide erbauen ließ. Die gesamte
- Kircheneinrichtung (auch Altar und Predigtstuhl) mit Ausnahme
- einiger Bänke stammt aus dem Kloster von Laun an der Eger, das
- Kaiser Josef neben andern überflüssigen Klöstern Oesterreichs
- aufhob und dessen Einrichtung er der Kirche zu Kleinhan
- überließ. Die Kleinhaner Kirche (848 ~m~) ist im oberen
- Flöhagebiet weithin sichtbar.
-
-Vor dem 1. Hause (Forsthaus) Wegteilung, gerade aus nach Kleinhan, r.
-zum Eduardsteine 0,5 ~km~.
-
- Der +Eduardstein+ (früher großer Stein genannt) ist eine
- romantische Felsengruppe auf dem Hübladung mit weiter Aussicht
- besonders gegen Sachsen bis in die Gegend von +Augustusburg+,
- aber auch bis zum Keil- und Fichtelberg hinauf gegen Westen.
- Er wurde vor etwa 20 Jahren zu Ehren des damaligen Obmannes
- des Görkauer Erzgebirgsvereines Eduard Täubner »Eduardstein«
- genannt. Er ist ein Granitfels, wie auch das ganze
- Bernsteinmassiv aus Granit besteht.
-
-Als Kammweg führt vom Forsthause l. ein Sträßchen hinab zum Wegweiser
-an der Bezirksstraße Göttersdorf--Kleinhan. Ein meterhoher Grenzstein
-kündet uns, daß wir nun den Brüxer Bezirk verlassen. Wir schreiten nun
-l. die Straße gegen Neuhaus (Göttersdorf) hinab. L. ein kleiner Teich
-hart an der Straße, r. eine Mühle mit größerem Teiche, aber entfernter.
-
-Die Straße macht nun eine scharfe Wendung nach r., tritt in den
-Wald ein und steigt langsam zur Wasserscheide an, auf der sie genau
-weiterführt. L. Pfosten 15 und 16. Bald aber unterfließt ein Bächlein
-die Straße von r. nach l. und nach 1½ ~km~ kommt von r. ein stärkerer
-Bach, der +Aubach+, und unterquert gleichfalls die Straße (799 ~m~),
-r. Tafel 20, Revier Neuhaus, l. Tafel 17, Revier Ladung. Hier biegt
-die Straße scharf nach l., wir verlassen sie und wenden uns dem scharf
-r. abzweigenden Sträßchen zu, das zuerst durch hohen Bestand, dann
-jungen Bestand sanft ansteigend (l. Pfosten ¹⁹/₂₁, r. ²⁰/₂₁) nach
-l. sich wendet, im hohen Bestand bald mit einem andern Fahrweg sich
-vereinigt und r. wendet (r. Abzweigung eines Fahrweges). Kammweg wendet
-sich im Jungbestand nach l. und übersetzt einen Wasserlauf der von l.
-kommt (Aubach). Von hier steigt das Waldsträßchen stark an bis zur
-Weggabelung, wo der Kammweg gerade aus als Fahrweg weiter geht, während
-sich das Waldsträßchen nach l. wendet. Bald ist ein Hauptschneisenkreuz
-erreicht, wo r. Pfosten 25 steht. Auf der r. abbiegenden Schneise
-weiter bis r. Pfosten 14 erreicht wird. Gegenüber bei Pfosten 16
-wendet sich der Kammweg rechtwinkelig ab auf eine Nebenschneise
-bei Stein 224 vorbei, bald im Hochwald, der bis zur Bezirksstraße
-Göttersdorf--Kallich geht, wo der Kammweg auftrifft, unweit kl.
-Beerhübel an der Grenze der Forstreviere Neuhaus (Domaine Görkau) (nach
-Göttersdorf zu) und Ochsenstaller, r. Abteilung 16, l. Abteilung 15,
-bei Telegraphenstange 106. Zwischen Telegraphenstangen 115 und 116
-an der scharfen Biegung nach l. ein Bildstock mit Bild des weißen
-Hirsches, r. Pfosten 16 und 17. Revier Ochsenstaller 18 grenzt mit
-Revier Kallich 22 r. und 21 l., weiter die Reviergrenzen Kallich 19/20,
-23/22 und bei Telegraphenstange 145 die Reviergrenzen 18/19, 24/23.
-Wegweiser nach Gabrielahütten 1 Stunde und Göttersdorf 2 Stunden. Bei
-Telegraphenstange 183 das Gemeindeamt und Kirche, bei Telegraphenstange
-199 Gasthaus zur Hoffnung, bei Telegraphenstange 200 Gasthaus zur Post,
-Gasthaus zur Einigkeit (Oberlehrer).
-
- (19 ~km~) +Kallich+, 721 ~m~, 1012 E., liegt in einer weiten
- Mulde und gewährt mit den anstoßenden sächsischen Ortschaften
- Ober- und Nieder-Natschung und Rübenau einen imponierenden
- Anblick. Hat ein Emaillewerk und Spielwaren-Hausindustrie. Bei
- Kallich gibt es inmitten der Gneismassen Lager von Urkalk,
- woher der Name kommt.
-
-Vom Gasthof zur Einigkeit, wo die kleine Straße nach Görkau abgeht,
-auf der Reitzenhainer Straße schwach ansteigend durch die Häuserreihe
-bis zum Hochwald (Revier Natschung, Pfosten 27). Ausblick nach Sachsen
-und den zunächst gelegenen Häusern von Ober-Natschung. Sofort nach
-Eintreten in den Wald l. ab und über Werkgraben, bei Weggabelung gerade
-aus (nicht r.) ansteigend, erst in hohem Bestand, dann im Jungholz
-über Wiese nach Heinrichsdorf an Gasthaus von Kosch vorbei. Auf der
-Dorfstraße abwärts in 5 Min. bis zur Natschungbrücke und 100 ~m~
-hinter letztem Haus (Nr. 48) r. ab an den Waldrand (Revier Natschung,
-l. Pfosten 26, r. Pfosten 27). Nach etwa 200 ~m~ r. ab, etwa 200 ~m~,
-dann l. ab in Schneise, Revier Neuhaus; auf dieser zum Teil steil
-ansteigend nach Stein ~A~ (787,7 ~m~), wo Reviere 3/21 4/22 angrenzen,
-und weiter zum Wildzaune mit Tor und Treppe. R. ab nach Annasäule
-auf den Steinhübel. Im Wildpark erst Blöße l., dann Jungholz, sanft
-abwärts bei Pfosten 35 r. Blick auf den Alten Teich l. Noch 300 ~m~
-durch hohen Bestand zum Zaun des +Forsthauses Neuhaus+ (25 ~km~).
-Durch Gehöft und Zaun l. hinab und 100 ~m~ unter der Zaunecke r.
-durch Unterholz über den Bach (Ablauf des neuen Teiches), von wo man
-steil aufwärts über Schneise und Waldweg zum Wildgattertor mit Treppe
-heraus auf den großen Fahrweg gelangt, der zunächst (ca. 400 ~m~) am
-Wildzaun entlang führt, dann l. abzweigt und von dem ab Fußsteig dann
-hinabführt in das Flößbachtal. Hier kreuzt man den Grundtalweg von
-Komotau nach Reitzenhain. (Es lohnt ein Abstecher nach (l.) der sog.
-Hölle (Felsschlucht mit Brücke über den herabstürzenden Bach. Hin- und
-Rückweg etwa 25 Min.)
-
-Will man den nicht zu langen Rückweg von der Hölle aufwärts sparen, so
-kann man weiter hinab zum Assigbach gehen und entlang desselben auf der
-Straße hinaufsteigen nach Sebastiansberg; umsomehr zu empfehlen, da der
-Kammweg ziemlich viel verlorene Steigung enthält.
-
-Der Kammweg führt nun über die Bachbrücke, dann hinauf in den Wald
-und wieder hinab zum Assigbach, wo zunächst Straße nach Reitzenhain
-(6 ~km~) getroffen wird, über eine Treppe zur Grundtalstraße bei der
-Brücke über kleinen Assigbach, Haulmühle, Görgmühle vorbei, unter der
-hohen Eisenbahnbrücke hindurch, etwa 1 ~km~ bis zur Bahnhofstraße, auf
-welcher man zur Stadt (31 ~km~) +Sebastiansberg+ gelangt.
-
-
-
-
-5. Abschnitt.
-
-Sebastiansberg--Keilberg (31 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: Von +Sachsen+ und +Böhmen+ aus: Eisenbahnlinie
- Reitzenhain--Komotau mit Station Sebastiansberg.
-
- Die Königl. Bergstadt +Sebastiansberg+ (841 ~m~, 1995 E.)
- liegt auf dem sog. Paßberg und wird daher im Volksmunde kurz
- »Baßberg« genannt. Sie wurde etwa in der ersten Hälfte des
- 16. Jahrhunderts gegründet, als hier der Bergbau auf Silber
- und Kupfer aufgenommen wurde. Die Stadt ist in regelmäßigen
- Quadraten angelegt. Für Ausbeutung der großen Torflager ist
- seit 1898 eine Moorkulturstation hier eingerichtet worden und
- erhielt diese wie die Korbflechtschule im Jahre 1906 ein neues
- Gebäude. Gasthäuser: Löwe, Krone, Adler, städt. Rathaus.
-
-Zur Eisenbahnstation auf der Bahnhofstraße in ½ Stunde. Auf dem
-Marktplatz steht eine Orientierungstafel des Erzgebirgs-Vereins
-Komotau. Die im Jahre 1906 angebrachte Markierung des +Kammweges+ führt
-am nordwestlichen Ende des Marktes bei Wohlfahrts Gastwirtschaft die
-Straße hinaus und es beginnt am letzten Haus (Nr. 184) eine breite
-Trift mit einseitiger Baumreihe.
-
- Im Rückblick unterhalb der Stadt Sebastiansberg der Bahnhof
- Krima-Neudorf und die Komotauer Gegend, nach vorwärts
- Reischberg und Aschberg, während r. der Hirtstein und andere
- Höhenpunkte Sachsens sichtbar werden.
-
-Hinter der in 20 Min. erreichten Brücke über den großen Assigbach wird
-der Weg schmäler, nähert sich dem bis an die Reitzenhainer Heerstraße
-sich erstreckenden Moorlager und steigt anfangs stärker an. Bei zwei
-Weggabelungen hält man sich l., ebenso auf der Ulmbach-Preßnitzer
-Straße, welche in etwa 1 Stunde erreicht wird. Diese Straße wendet sich
-von Pfosten schwarz 7, rot 2 ziemlich scharf westlich und erreicht an
-der Grenze des Revieres Ulmbach 9 und mit der Domäne Preßnitz (Revier
-Sonnenberg 43) die Landesgrenze, gekennzeichnet durch den Hauptstein
-VII K. Böhmen/K. Sachsen. Die Straße folgt auf eine längere Strecke der
-Landes- bezw. Reichsgrenze, welche auch noch zwei alte Grenzsteine mit
-böhmischer Königskrone und sächsischem Kurschwert bezeichnen, steigt
-wieder an und erreicht an der Grenze der Bezirkshauptmannschaften
-Komotau und Kaaden (10 ~km~ von Sebastiansberg) bei Pfosten Domäne
-Preßnitz (Revier Sonnenberg 44) die mit Stationssteinen versehene
-Waldstraße (4,984 ~km~ von dem später zu erwähnenden Nullpunkt nach
-Preßnitz zu). R. bietet sich zeitweise ein Ausblick nach Sachsen,
-nach dem Hirtstein, Zöblitz und in die Marienberger Gegend. Bei ~km~
-4,2 wendet sich die Landesgrenze von der Straße ab; bei ~km~ 3,7,
-wo die Straße einen scharfen Knick nach l. macht, trifft von r. ein
-Hauptflügel auf, welcher direkt auf den sächsischen Ort Satzung zuführt.
-
-Die Waldstraße bietet bei ~km~ 2,0 einen Ausblick nach r. in das obere
-Preßnitztal, führt abwechselnd durch niederen und hohen Bestand, bis
-bei ~km~ 0,9 der Wald endet und sich eine freie Aussicht nach dem
-wenige hundert Meter entfernten Forsthaus und darüber nach Preßnitz,
-dann Reischberg, Kupferhübl, Spitzberg sowie Keilberg öffnet. Man
-gelangt an dem Forsthaus vorbei, hinab in das Tal der Preßnitz an das
-Mauthaus (~W~). Hier mündet die bisher verfolgte Ulmbacher Waldstraße
-(als Nullpunkt) ein in die von Preßnitz nach Christofhammer führende
-Kleinstraße. An dem Mauthaus steht für diese Straße der Kilometerstein
-1,3. Von ~km~ 1,0 bis 0,4 zeigt sich im Rückblick das Massiv des hohen
-+Haßberges+ (990 ~m~).
-
-Nachdem man den Preßnitzbach überschritten hat, gelangt man (oberhalb
-der Straße vom Mauthaus) an das Waldschlößl (~W~), von wo aus die von
-Sorgenthal, Jöhstadt, Pleil kommende Hauptstraße (~km~ 1,486) als
-Kammweg (13,0 ~km~) zur Stadt +Preßnitz+ hereinleitet.
-
- Als +Seitentouren+ lohnender Art können in Vorschlag kommen:
- Von Sebastiansberg über Ulmbach nach Satzung mit dem
- +Hirtstein+, eine hochinteressante Basalt-Quellkuppe. Von
- Sebastiansberg über Neudorf, Zollhaus, Hohentanne und Platz
- (kleinste Stadt Böhmens mit nur 401 Einwohner) zur +Ruine
- Hassenstein+ 9 ~km~, [ = blau/weiß ] markiert. Von Preßnitz auf
- dem Kammweg bis zum Mauthaus, dann die Straße links weiter nach
- Pleil und Sorgenthal, dicht an der Reichsgrenze. Es ist der
- Besuch von +Jöhstadt+, ja von +Annaberg+ leicht zu ermöglichen,
- weil man mit der Eisenbahn über +Weipert+, das wohl auch eines
- Besuches wert ist, nach Schmiedeberg (Station oder Haltestelle)
- schnell zurückgelangen kann, um am Spitzberg vorbei wieder
- nach Preßnitz zu kommen, falls man es nicht vorziehen sollte
- bis Kupferberg zu fahren und hier wieder die Kammwanderung
- fortzusetzen.
-
- Die Stadt +Preßnitz+ (727 ~m~, etwa 4000 E.) ist weitbekannt
- durch die von hier aus die Welt durchziehenden Musikkapellen,
- die sich seit 100 Jahren gebildet haben, nachdem der Bergbau im
- 18. Jahrhundert zum Erliegen gekommen war, Spitzen-Fabrikation
- und Handel mit Posamenten nur wenig Erlös abwarf. Am
- viereckigen und mit Anpflanzungen versehenen Marktplatz das
- herrschaftliche Amtshaus und gegenüber die 1906 installierte
- Bezirkshauptmannschaft. Gasthöfe: Hotel Roß, Herrenhaus.
-
-Vom Marktplatz am Herrenhaus vorüber und zur Kaadner Straße hinaus
-gelangt man an die Friedhofskapelle (0 ~km~), wo links die Straße zum
-Bahnhof Preßnitz-Reischdorf abzweigt, während der Kammweg auf der
-Straße nach Dörnsdorf (Kupferberg) noch 0,8 ~km~ weiter läuft. Sofort
-nach Ueberschreitung der Hammerlebachbrücke zweigt der Kammweg zunächst
-als Fußsteig r. ab, setzt sich dann oberhalb Dörnsdorf als Fahrweg fort
-und führt bei den obersten Häusern von Köstelwald vorbei zu einem sehr
-schmalen Eisenbahn-Durchlaß, durch welchen man unter der Eisenbahn
-hinweg bald zu einer Kapelle und, am Fuße des Kupferhübels entlang,
-(18 ~km~) zur Stadt +Kupferberg+ (841 ~m~, 1101 E.) gelangt. Gasthöfe:
-Hotel Deutsches Haus, Sonne, Städtisches Rathaus; Wirtschaften:
-Touristenheim zur Krone, Stadtpark.
-
- Es muß hier darauf hingewiesen werden, daß der Kammweg, wie
- vorstehend geschildert, über Preßnitz markiert wurde, daß
- man aber hierbei etwas weit vom eigentlichen Gebirgskamme
- abgewichen ist. Es geschah in der Hoffnung, daß man die
- Markierung über den Haßberg werde führen können, was zur Zeit
- noch nicht ermöglicht werden konnte. Vorläufig kann daher nur
- als +Nebenroute+ des Kammweges die der Wasserscheide sich mehr
- nähernde Trasse gelten, welche als Kammweg vorzuziehen wäre.
- Es führt diese von Sebastiansberg zur südw. Ecke der Stadt
- hinaus durch das Sonnenberger Forstrevier nahe der Eisenbahn
- Krima--Preßnitz über den Basberger Hau, überschreitet die
- Eisenbahn nördlich vom Reischberg und leitet zu diesem 873
- ~m~ hohen Berge, wo sich eine prächtige Rundsicht, besonders
- nach Böhmen zu, bis zum Karlsbader, Duppauer und Mittelgebirge
- erschließt. Ein Abstecher von hier über den Galgenberg nach
- der Stadt +Sonnenberg+ mit ihrer weithin sichtbaren Kirche
- ist zu empfehlen. Die Kammwegmarkierung würde vom Reischberg
- bei Eisenbahnstation Preßnitz-Reischdorf südlich vorbei,
- über Pöllma-Höhe und nach Passierung der Eisenbahn auf hoher
- Überbrückung an Station Kupferberg vorbei nach Stadt Kupferberg
- zu führen sein.
-
- Der +Kupferhübel+ bei Kupferberg ist als ein besonders
- hervorragend schöner Aussichtspunkt im Erzgebirge bekannt und
- wird seit langem, auch von Sachsen aus, viel besucht, da er
- vom Bahnhofe und von der Stadt leicht und bald zu erreichen
- ist, auch schon lange ein Restaurationsgebäude neben der
- weithin sichtbaren kleinen Kapelle trägt und als Rundsicht alle
- diejenigen Ausblicke vereinigt, die auf den Zugangswegen zu
- diesem kahlen Berggipfel zu genießen waren. (Siehe: Berlet's
- Wegweiser durch das sächs.-böhm. Erzgebirge, Annaberg, R.
- Liesche.)
-
- Als Sehenswürdigkeit von Kupferberg gilt ein etwa 800 ~m~
- unterhalb der Stadt an der Straße nach Steingrün und Pürstein
- zu bemerkendes Felsgebilde, welches einer liegenden »Sphinx«
- sehr ähnlich ist; von hier prächtiger Blick hinunter in das
- Egertal, da hier die Südseite des Erzgebirges besonders steil
- abfällt.
-
-Setzt man die Wanderung auf dem markierten Kammwege von Stadt
-Kupferberg weiter fort, so steht dafür eine bequeme Bezirksstraße
-zur Verfügung, welche nach +Oberhals+ (3 ~km~) führt, bis wohin sich
-mehrfach Ausblicke nach Böhmen bieten. Von der Abzweigung der nach
-Schmiedeberg führenden Nebenstraße tritt unser Wanderweg in hohen
-Bestand ein und endet bei ~km~ 4,₁₃₅ an der Grenze des Forstreviers
-Orpus der Domäne Preßnitz, (zugleich Bezirksgrenze Kaaden-Joachimstal).
-Von dem daselbst befindlichen Langenhauer Hegerhaus führt die Straße
-in hohem Waldbestand weiter und gewährt nun an der Wegabzweigung nach
-Boxgrün einen Ausblick auf Königsmühle, Stolzenhainer Forsthaus,
-Kalkwerk und die Gegend bei Weipert. In bequemer Wanderung von 2 bis
-2½ Stunden ab Kupferberg gelangt man an ein Forsthaus und daneben
-eine Gastwirtschaft (+Mauthaus+), wo man Einkehr halten muß, wenn man
-Auskunft für einen lohnenden Abstecher nach den Wirbelsteinen bedarf.
-
- Die im Hauensteiner Revier gelegenen +Wirbelsteine+ findet
- man leicht, wenn man auf der gräflichen Privatstraße nach
- Hüttmesgrün vom Forsthaus etwa 1 ~km~ südöstlich ansteigt und
- den gekennzeichneten Waldweg r. abgeht; der Wirt im Mauthaus
- führt auf Ersuchen zum nördlichen Felsgipfel direkter auf einer
- schmalen Waldschneise. Jedenfalls muß man beide Felszacken
- erklettern, wenn man die sich bietende schöne Aussicht
- vollständig genießen will. Mehr als 1 Stunde erfordert dieser
- kleine Abstecher kaum an Zeit.
-
-Vom Mauthaus auf der Straße weiter wandernd tritt man bald, an der
-Grenze der Bezirkshauptmannschaften Kaaden und Joachimsthal, aus dem
-Waldbestande heraus und genießt nun den Blick in das von Stolzenhain
-nach Weipert und Bärenstein sich hinunterziehende Wiesental, in welchem
-beiderseits der Grenze Böhm.-Wiesental und in Sachsen Unter- und
-Oberwiesenthal gelegen sind, überragt von den beiden höchsten Kuppen
-des Erzgebirges, dem Keilberge und Fichtelberge.
-
-Die bequeme Straßenwanderung endet jedoch bald bei dem 2 ~km~
-entfernten +Gasthause zum Hofberg+, wo unsere Bezirksstraße in die von
-Joachimstal nach Weipert führende Kaiserstraße (~km~ 30,1) einmündet.
-
-Während sich die Kaiserstraße r. nach Wiesental hinabsenkt, steigt
-sie in gerader Richtung am Hang des Keilbergs aufwärts, muß aber vom
-Kammwegwanderer schon nach etwa 100 ~m~ verlassen werden, denn weit hin
-sichtbar kennzeichnet eine blaue Tafel und das bekannte Kammwegzeichen,
-daß nach l. ein Fußsteig abzweigt, welcher den sogenannten bequemen
-Aufstieg zum Keilberg bildet. (31 ~km~ nach Sebastiansberg). Dieser
-Aufstieg zum Gipfel der höchsten Bergesspitze des Erzgebirges ist wohl
-nicht zu verfehlen, da sich bisher schon zahlreiche Marken vorfanden,
-welche die Erzgebirgsvereine Kupferberg und St. Joachimstal anbringen
-ließen [ × schwarz/gelb ] in weißem Felde. Im oberen Teile fällt dieser
-Fußweg zusammen mit der für Hörner- und Rodelschlittenfahrt sowie
-Skilauf abgesteckten Fahrbahn, denn bei guten Schneeverhältnissen ist
-der Verkehr in dem obersten Teile des Gebirges fast noch lebhafter als
-im Sommer. Jedenfalls wird man erstaunt sein, auf den beiden höchsten
-Bergspitzen, Bauten zu finden wie wir sie früher nur in bevorzugten
-Gegenden deutscher Mittelgebirge antreffen konnten.
-
-Der Kaiser Franz Josefs-Turm auf dem +Keilberge+ ehrt seinen
-verdienstvollen Anreger, k. k. Bezirksschulinspektor Wenisch, früher in
-Joachimstal jetzt in Teplitz. Die daneben aufgeführten Bauten bieten
-reichlich Unterkunft und gute Verpflegung. Die weite Aussicht wird dem
-Besucher in bester Weise durch vorhandene Schriften und Zeichnungen
-(Panoramen) erläutert. (S. Berlet's Erzgebirgsführer).
-
-
-
-
-6. Abschnitt.
-
-Keilberg--Platten (21 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: Zum Keilberg gelangt man von den
- Eisenbahnstationen Schmiedeberg und St. Joachimsthal in Böhmen
- oder von Oberwiesenthal in Sachsen. Von St. Joachimsthal
- verkehrt eine Fahrpost nach Wiesenthal, die man benutzen kann
- bis dahin, wo die Straße zum neuen Haus abzweigt. Im Sommer ist
- für die Karlsbader Kurgäste ein täglicher Omnibusverkehr von
- Bahnhof Joachimstal zum Keilberg eingerichtet.
-
-Vom Unterkunftshause auf dem +Keilberg+ benutzt man zunächst die
-neue Bergstraße, welche uns zu der (bei Gasthof Hofberg) verlassenen
-Reichsstraße (~km~ 27,38) führt. Auf dieser Straße vorbei bei den
-+Sonnenwirbelhäusern+ (~km~ 26,9 und 26,7) dorthin, (~km~ 25,7), wo die
-von Sachsen (Oberwiesenthal) kommende Straße rechtwinkelig einmündet.
-
-Es hat sich notwendig gemacht, hier eine +Abzweigung des Kammweges+
-einzuführen und zu bezeichnen. Diese einzige Ausnahme bedingt die über
-300 ~m~ unter dem Gipfel des Keilberges liegende sächsische Stadt
-+Oberwiesenthal+, die höchstgelegene Stadt Deutschlands, und das in
-Böhmen benachbart gelegene Städtchen +Wiesental+.
-
-Ein steiler Fußsteig führt vom Keilberg hinab zur Kaiserstraße, welche
-man nahe dem Kilometerst. 29 überschreitet und auf steilem Fußsteige
-dann hinab zur Mühle an der Reichsgrenze (Stein 424) gelangt.
-
-Vom Keilberg kann man auch die Bergstraße benutzen bis zur Kaiserstraße
-und auf dieser (von ~km~ 27,38) bis zu dem erwähnten Kilometerstein
-29 auf bequeme Weise mit Umweg gelangen. Will man auch den weiteren
-steilen Abstieg vermeiden, so folgt man der Kaiserstraße weiter bis
-zum Gasthause zum Hofberg (siehe 5. Abschnitt) und kann auf der
-Kaiserstraße hinab nach +Böhm.-Wiesental+ (900 ~m~, 1156 E.) gelangen.
-Auf dem als Kammweg markierten Fußsteige oder auf der Straße erreicht
-man in etwa 1 Stunde von der Höhe des Keilberges die nur durch den
-hier die Reichsgrenze bildenden Bach getrennte sächsische Stadt
-+Oberwiesenthal+ (Markt 918 ~m~, 1799 E.) mit anstoßendem Städtchen
-+Unterwiesenthal+ (723 E.)
-
- In Oberwiesenthal auf dem Markte ein sehenswertes Alpinum mit
- Pflanzen des Erzgebirges und Alpengebietes; Posamenten- und
- Handschuh-Erzeugung, Klöppelei.
-
- Gasthäuser: Rathaus, Stadt Karlsbad mit einem Logierhaus und
- Badehaus, Deutscher Kaiser.
-
- Starker Besuch von Touristen im Sommer und Wintersportfreunden,
- weshalb auf der Nebenbahn von Cranzahl auch Sonderzüge
- abgelassen werden.
-
- Die größte Zahl aller nach Oberwiesenthal kommenden Fremden
- besucht beide höchsten Berggipfel des Erzgebirges (Keil- und
- Fichtelberg) oder mindestens den Fichtelberg, der bequem auf
- Fußweg beim Springbrunnen vorbei oder auf der steileren für
- die Hörnerschlittenfahrt hergestellten Fahrbahn in 1 Stunde
- erstiegen werden kann.
-
-Der +Fichtelberg+ (1214 ~m~) ergänzt die Aussicht des Keilberges
-nach Norden über das sächsische Erzgebirge, Mittelgebirge und
-Nordrandgebirge hinweg. Aussichtsturm und Unterkunftshaus mit
-Bewirtschaftung und vielen Schlafstätten (S. Berlet, Erzg. R. XII.)
-
-Von Oberwiesenthal führt die Fahrstraße zum Gasthaus am Fichtelberg
-(Neues Haus) und von hier auf dem Prinzenweg zum Fichtelberghaus.
-Bleibt man auf der Straße, so überschreitet man sehr bald die
-Landesgrenze und erreicht (bei ~km~ 25,7) die von Weipert nach
-St. Joachimstal führende Reichsstraße, welche der Kammweg von den
-Sonnenwirbelhäusern benutzt hatte und in welche hier die über
-Böhm.-Wiesental, Oberwiesenthal und den Fichtelberg (siehe vorstehend)
-gelegte Kammweg-Abzweigung einmündet, wenn man vom Fichtelberghaus den
-Fürstenweg hinab zum Neuen Haus geht. Die Reichs- oder Kaiserstraße
-vereinigt die von Keil- und Fichtelberge kommenden Wege (bei ~km~ 25,7)
-und bringt uns bald auf dem Kammwege nach:
-
-+Gottesgab+ (1017 ~m~, 2610 E.), ist der höchstgelegene Ort
-Mitteleuropas; er hat ansehnliche Spitzenindustrie und starken
-Weinschank, da viele Touristen, besonders von Sachsen her, hier gern
-Einkehr halten.
-
-Gasthäuser: Grünes Haus, Hotel Wien, Tiroler (Anton Günther.)
-Weinstuben: Oppl mit Logierhaus und Kranl.
-
- Wer nicht von St. Joachimstal aus zum Keilberg gekommen ist,
- wird entweder vom Keilberg direkt (z. B. über die Pfarrwiese)
- oder über Gottesgab hinabsteigen nach der interessanten
- alten Bergstadt +St. Joachimstal+, welche in historischer,
- bergbaulicher und naturwissenschaftlicher Hinsicht sicher jedem
- Besucher lohnende Ausbeute zu gewähren vermag, auch als Fundort
- der radiumhaltigen Uranerze in neuester Zeit vielfach erwähnt
- wurde.
-
-Als Kammweg dient auch von hier aus noch die Kaiserstraße weiter bis
-~km~ 22,0, wo sie sich scharf l. und hinab nach St. Joachimstal wendet,
-während die Kammwegmarke nun die hier r. abzweigende Bezirksstraße
-(nach Abertham und Bärringen) verfolgt, auf welcher man in etwa 10 Min.
-wiederum eine Straßenteilung erreicht, da r. eine Nebenstraße zu den
-Försterhäusern und weiter nach Seiffen führt. Dem Telegraphengestänge
-nachgehend führt die Kammwegmarke in ½ Stunde bei den r. liegenden
-Einzelhäusern von Werlsberg vorbei und verläßt bei Telegraphenstange
-132 (etwa 1 Stunde von der Kaiserstraßenecke) die Bezirksstraße,
-da ein Waldweg (auch Marke, grünes schief gestelltes Kreuz in
-quadratischem weißen Felde) bei Forsthaus »Weite Wiese« vorbei uns
-hinauf zum +Pleßberg+ (1027 ~m~) geleitet. (17,5 ~km~ vom Keilberg.)
-Die Wegteilungen vorher können kaum irre führen, denn die Warte auf
-dem oben kahlen Berge ist meist sichtbar und deshalb bieten sich auch
-schon im Anstiege schöne Rückblicke, besonders auf den Keilberg, den
-Fichtelberg und die Umgebung von St. Joachimstal.
-
-Die Warte, vom Verein der Naturfreunde in Abertham errichtet, bietet
-weite Ausschau, doch empfiehlt es sich auch den angebauten Turm zu
-besteigen, um die ganze Rundsicht voll genießen zu können. Der bisher
-kahle Berggipfel ist mit vielem Fleiß bepflanzt worden, sodaß später
-der steile Anstieg vielleicht in schattigem Hochwald wird zurückgelegt
-werden können.
-
-Hinab zur Stadt +Abertham+ führt ein Weg, an dessen unterem Teile zu
-beiden Seiten Bäume angepflanzt sind und welcher auf die (am Forsthaus
-Weite Wiese) von uns verlassene Bezirksstraße einmündet. Diese
-durchzieht das ganze Städtchen, welches durch schwunghaft betriebene
-Handschuhindustrie bekannt ist und wo ein Photograph in interessanter
-Weise Mikrophotographien herstellt. Zum Hotel Stadt Wien (oberhalb
-der Kirche), wo der Kammweg von der weiter nach Bärringen führenden
-Straße r. abzweigt und durch Wiesen, am Waldrand entlang über Auslauf
-des Wistritzbachtales zu der von Lichtenstadt nach Johanngeorgenstadt
-führenden Hauptstraße 1 ~km~ vor der Stadt +Platten+ (23 ~km~ vom
-Keilberg) gelangt.
-
- Als +Seitentour+ von Abertham ist zu empfehlen: Besuch der
- Stadt +Bärringen+ unter Benutzung der Bezirksstraße, welche
- von Gottesgab aus begangen wurde: Spitzen- und Tüllfabriken,
- Mustersammlung von A. Meinl. Von hier zum +Wölfling+ oder (auch
- mit Benutzung der Eisenbahn bis Saifenhäusl) zum +Peindlberg+
- mit Aussichtsturm.
-
- Als +Nebentour+ des +Kammweges+ könnte auch die von +Gottesgab+
- über die +Försterhäuser+ beim +Spitzberg+ (1111 ~m~) vorbei,
- über +Seiffen+ und +Irrgang+ am gr. +Plattenberg+ (1040 ~m~)
- vorbei führende Bezirksstraße nach +Platten+ in Frage kommen,
- doch bietet der Pleßberg eine so ausgezeichnete Rundschau, daß
- über ihn, obschon er etwas niedriger ist, die Kammwegroute
- gelegt wurde.
-
-
-
-
-7. Abschnitt.
-
-Platten--Gr. Kranichsee (25 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: Von +Sachsen+ und +Böhmen+ aus: Eisenbahnlinie
- Karlsbad--Johanngeorgenstadt mit Station Platten.
-
- Die Kgl. Bergstadt +Platten+ (868 ~m~, 2770 E.) hat den
- Niedergang des Bergbaues ebenso schwer empfunden, als ehemals
- die teilweise Auswanderung seiner Bewohner nach Sachsen, welche
- zur Gründung der Stadt Johanngeorgenstadt Veranlassung gab. Die
- Erbauung der Eisenbahn von Karlsbad nach Johanngeorgenstadt hat
- zunächst der Stadt vielfachen Verkehr durch Touristen gebracht,
- was hoffentlich auch zur Besserung der industriellen und
- wirtschaftlichen Verhältnisse beitragen wird.
-
- Einen bequemen und lohnenden Spaziergang von der Stadt bildet
- der Besuch des +großen Plattenberges+, welcher eine schmale
- tiefe, jedenfalls durch Einsturz von Bergwerksbauten gebildete
- Binge besitzt, die in ihrer Tiefe fast in allen Sommerzeiten
- noch Eis und Schnee erkennen läßt.
-
- Als +Abstecher+ von Platten aus ist zu empfehlen der Besuch der
- Stadt +Bärringen+ und von Eisenbahnstation Saifenhäusl aus die
- Besteigung des +Peindl-Berges+ mit hohem Aussichtsturm. Die
- Aussicht von hier ist höchst lohnend; über Neuhammer gelangt
- man nach Platten zurück.
-
-Der Kammweg führt von der Stadt Platten aus unter der Eisenbahn hinweg
-und entlang der Häuser weiter auf der Breitenbacher Bezirksstraße,
-welche sich an der Eisenbahnbrücke (Wegweiser) von der über Neuhammer
-nach Hirschenstand und Neudeck führenden Straße getrennt hat. An der
-Holzstopfen- und Holzwoll-Fabrik verlassen wir die Bezirksstraße und
-betreten den l. nach der bewaldeten Talwand sich wendenden Waldweg.
-Er führt am nördlichen Hange des 996 ~m~ hohen Rammelsberges durch
-den Waldteil: Am tiefen Graben, nachdem wir den Zienerwiesbach
-überschritten haben. Auf diesem sogenannten +Kuhbrückenweg+ erreichen
-wir in etwa 1 Stunde die Reichs- und Landesgrenze dort, wo sie am
-Grenzstein ~V~ eine scharfe Spitze nach Süden bildet und die Grenze der
-Bezirke St. Joachimstal und Graslitz daran antrifft in einer Höhe von
-956 m. Wenn auch von hier Waldwege weiter nach Hirschenstand führen,
-so verlassen wir doch an dieser Stelle auf längere Zeit das Böhmerland
-und überschreiten die Grenze, um nun eine Wanderung auf +sächsischem
-Gebiete+ anzutreten.
-
- Die nun folgende Tour über den Auersberg zum Kranichsee ist die
- einzige Hauptstrecke des Kammweges im Bereiche des sächsischen
- Erzgebirges, wo Gelegenheit ist, die vom Gesamtvorstande des
- sächsischen Erzgebirgsvereins angeregte und durchgeführte
- farbige +einheitliche Wegmarkierung+ kennen zu lernen. Es sei
- hier nur darauf hingewiesen, daß diese Markierung ausgeführt
- wurde in den vier Farben: rot, blau, gelb und weiß, und aus
- parallelen, aufrecht oder wagrecht gestellten Strichen oder
- aus mehrfarbigen, schräg gestellten Kreuzen gebildet wird.
- Am Anfange und Ende, sowie bei Hauptkreuzungsstellen sind
- Wegetafeln zur Orientierung über Entfernungen und Farbenmarken
- aufgestellt. Dargestellt ist das Netz dieser Markierung auf der
- offiziellen »Wanderkarte« des Erzgebirgsvereins -- Graser'sche
- Buchhandlung (R. Liesche), Annaberg Komm.-Verlag = 40 Pfennig.
-
- Zur Zeit, da dieser Führer in Druck gelangt, ist die
- +Markierung des Kammweges+ auf dieser sächsischen Strecke +bis+
- zum +Kranichsee+ nur vorgesehen, weil sie erst im Herbst 1906
- beschlossen wurde und deshalb noch +nicht ausgeführt+. Die
- Begehung dieser Strecke geschah vor der Markierung, in welcher
- jedoch voraussichtlich wenig von der nachstehenden Beschreibung
- wird abgewichen werden.
-
-Nach Ueberschreitung der Landesgrenze wendet man sich nach l.
-(nordwestlich) und folgt den Grenzsteinen (27) 114 (26) 113 und
-so fort auf einem Waldwege; man gelangt am Ausgange des Tales, in
-welchem der Pechhofer Bach nach Breitenbach und Johanngeorgenstadt
-hinabfließt, am Grenzstein 111 zu einer Weggabelung, bei welcher
-man sich immer l. (geradeaus) hält und in Weiterverfolgung des
-Grenzweges bald bei Grenzstein IV zu einer breiten Schneise gelangt,
-auf welche der [ = rot/gelb ] markierte Weg von Hirschenstand nach
-Oberjugel verläuft. Wir überkreuzen denselben, bleiben in der Nähe
-der Landesgrenze und treffen zwischen Stein 90 und 89 auf einen
-gleichfalls von Hirschenstand kommenden [ || rot/gelb ] markierten
-Weg, der uns nunmehr von dem Grenzzuge ab zu einigen einzelnen
-Häusern (Waldwärter, Wirtschaft), +Henneberg+ (920 ~m~) genannt,
-bringt. In nächster Nähe derselben hat der Erzgebirgs-Zweigverein
-Johanngeorgenstadt ein hölzernes +Gerüst+ errichten lassen, welches
-einen interessanten Ueberblick bietet über den +kleinen Kranichsee+,
-ein Hochmoor mit eigenartiger Flora und Fauna. Folgen wir diesem
-Waldwege noch ein kurzes Stück, so gelangen wir an die Wegetafel Nr.
-99, auf welcher zu finden ist die Bezeichnung [ ||| blau/weiß/blau ]
-(lt. Karte weiß-blau-weiß) für einen nordwärts verlaufenden Waldweg,
-welcher zur Höhe des »schwarzen Bär«, 936 ~m~ ansteigt, dann aber sich
-senkt und geradlinig hinab führt zu der Hauptstraße (Chaussee) von
-Johanngeorgenstadt über Wildenthal nach Eibenstock. Wir treffen auf
-diese bei einigen Gebäuden (ehemals Pochwerk) eines Bergwerks (Wilder
-Mann) -- Wegetafel Nr. 98.
-
-Der Kammweg folgt dieser [ = blau/rot ] markierten Straße vom
-Kilometerstein 29,3 bis Kilometerstein 28,2 durch das Dorf +Steinbach+
-(840 ~m~, 216 E.). In seiner Umgebung erblicken wir neben einigen
-Torfstichen zahlreiche Halden als Ueberreste des früher in der Umgebung
-von Eibenstock rege betriebenen Saifenbergbaues auf Zinn, welcher die
-Zersetzungsprodukte der zinnhaltigen Erzgänge des Granites erschloß.
-
-Von hier verläßt der Kammweg die Straße, um einem blau-rot markierten
-Waldweg zu folgen, der zwischen den Torfstichen r. abzweigt und bei
-einigen einzelstehenden Häusern -- +Sauschwemme+ genannt -- an der
-Wegetafel 107 vorbei zu dem [ × blau/weiß ] markierten Hauptflügel 31
-führt, einem Wirtschaftsstreifen, der von Norden nach Süden über den
-1018 ~m~ hohen +Auersberg+ gelegt ist. In bequemem Anstieg und nach
-einer etwa 10 ~km~ langen Wanderung auf sächsischem Gebiete gelangen
-wir bei Wegetafel 112 zu dem alten Aussichtsturme auf den dritthöchsten
-Gipfel des Erzgebirges -- Unterkunftshaus daneben in Errichtung. --
-Betr. Aussicht siehe Berlet's Erzg. R. VIII.
-
-Nicht zu verfehlen ist der Abstieg auf dem (überdies [ × blau/rot ]
-markierten) Zickzackweg nach +Wildenthal+ (720 ~m~, 397 E.) eine
-sehr beliebte Sommerfrische, auch viel besucht von den Bewohnern
-des wohl eines Besuches werten Städtchens +Eibenstock+. Nach
-etwaigem Aufenthalt in dem viel besuchten Gasthof zu Wildenthal
-setzt man die Kammwegwanderung fort und folgt (der Angabe auf der
-großen dort aufgestellten Orientierungstafel gemäß) zunächst der
-Johanngeorgenstädter Straße aufwärts bis dahin (unterhalb des
-stattlichen Forstgehöftes), wo wieder eine Wegetafel anzeigt, daß die
-r. abzweigende Straße nach Frühbuß und Sauersack eingeschlagen werden
-muß. Sie bildet zugleich, als [ || gelb/weiß ] markiert, den die
-Straße abkürzenden, bei Kilometerstein 1,6 l. abzweigenden Weg nach
-Weiters Glashütte (und Weiters Wiese), sowie den Kommunikationsweg nach
-Carlsfeld, welcher ([ = rot/gelb ] markiert) bei Kilometerstein 2,9
-von unserer Hauptstraße r. abbiegt. Bei Kilometerstein 3,8 erreicht
-die Straße +Weiters Glashütte+ (eine alte Glashütte) mit Zollhaus,
-doch verlassen wir dieselbe bei Kilometerstein 4,0, um dem gelb weiß
-markierten Wege nach +Weiters Wiese+ zu folgen; dies sind einige
-Waldwärterwohnungen an der [ || blau/weiß ] markierten Waldstraße,
-welche von Carlsfeld kommt.
-
- +Carlsfeld+ (1781 E.) mit interessanter kleiner Rundkirche,
- Glashütte etc. ist Endstation der von Wilkau über Wilzschhaus
- kommenden Flügelbahn.
-
-Wir treffen die Waldstraße bei Wegetafel 109 ~a~ und folgen ihr etwa 10
-Min., wo wir bei Wegtafel 109 ~b~ einen l. abgehenden Fußweg erreichen,
-der direkt hinein führt in den +Großen Kranichsee+, das größte Hochmoor
-des Erzgebirges. Für die Besichtigung empfiehlt sich Vorsicht; bei
-trockener Jahreszeit kann man bis zu den Landesgrenzsteinen, die sich
-mitten durch den See ziehen, gelangen.
-
-
-
-
-8. Abschnitt.
-
-Gr. Kranichsee--Zwota (29 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: ~a~) von +Sachsen+: Bahnlinie
- Wilzschhaus--Carlsfeld; Endstation nach dem Kranichsee 3 ~km~.
- ~b~) von +Böhmen+: Bahnlinie Karlsbad--Johanngeorgenstadt.
- Von Station Hochofen über Frühbuß oder von Neuhammer über
- Hirschenstand 13 ~km~.
-
-Der von der böhmisch-sächsischen Landes- bezw. Reichsgrenze
-durchschnittene +Große Kranichsee+ ist das größte Hochmoor im Gebiete
-des Erzgebirges, in einer Höhe von 920 ~m~ gelegen und zwei Stunden
-Gehweges im Umfang; er enthält ein ansehnliches Wasserquantum, welches
-die Zuflüsse der Zwickauer Mulde und der Zwodau (Zwota) speist.
-Sumpfkiefern, Moosbeersträucher und Riedgräser ragen über das dichte
-Moosbett heraus, dazwischen einzelne offene Wassertümpel. Vorsicht beim
-Durchwandern ist geboten. -- Berlet, Erzg. R. XVIII.
-
-Der Kammwegwanderer verläßt auf dem Fußweg das Moorgebiet und betritt
-bei der Wegetafel 109 ~b~ die als Kommunikationsweg von Weiters
-Glashütte nach Obersachsenberg ausgebaute Waldstraße, welche auch
-als +Schwerdterstraße+ bezeichnet wird. Sie tritt sofort am Ende der
-Waldabteilung 76 des Glashütter Reviers in das Gebiet des ehemaligen
-Vogtländischen Kreises ein. Der Grenzflügel läßt l. eine scharfe
-Ecke der Landesgrenze mit Grenzstein I ~K. B.~/~K. S.~ erkennen, die
-Straße selbst trägt neben der Kammwegmarke die Zeichen [ = weiß/gelb ]
-und [ || blau/weiß ]. Die erstere Marke gilt dem Kommunikationsweg
-nach Sachsengrund, welcher nach etwa 1 ~km~ bei Wegetafel 110 ~a~ am
-Brücken- oder schwarzen Teich r. abzweigt in das Tal der großen Pyra
-sich hinabziehend. Wir folgen der Schwerdter Straße (blau weiß) weiter
-und gelangen bald an die Landesgrenze, der wir nun auf eine lange
-Strecke folgen.
-
-Hierbei ersteigen wir eine Höhe von 945 ~m~, zwischen dem 956 ~m~
-hohen +großen Rammelsberg+ und dem großen Hirschberg; von hier senkt
-sich unser Weg wieder abwärts bis zu einer manneshohen Grenzsäule,
-die »weiße Frau« genannt, nahe einer scharfen Ecke des Grenzzuges bei
-Grenzstein 628.
-
- Wir folgen zunächst der jetzt südwestlich verlaufenden Grenze
- bis zu Stein 620 und ersteigen auf einem l. abzweigenden
- Waldwege (in Böhmen) den 935 ~m~ hohen +Aschberg+, der eine
- Ausschau über zahlreiche Ortschaften hinweg weit nach Böhmen
- und Sachsen hinein ermöglicht -- siehe Metzner, das obere
- Vogtland, 29. Partie. -- Der Aschberg bildet den Markstein des
- nördlichen Gehänges vom Zwotatal, das zwischen Klingenthal
- und Graslitz von der Landesgrenze durchschnitten wird. Auf
- der südlichen Seite liegt als entsprechende Höhe, allerdings
- niedriger, dicht am Grenzzuge die Höhe der Dreirainsteine
- (siehe nächsten Abschnitt).
-
-Nach Rückkehr vom Aschberg verfolgen wir von Wegetafel 111 ~a~ ab
-den von Obersachsenberg kommenden und nach Morgenröthe führenden
-Kommunikationsweg (Waldstraße [ = blau/weiß ] markiert). Auf derselben
-erreichen wir nach etwa 800 ~m~ den obersten Lauf des ostwärts
-zum Herolds-Teich hinabfließenden Heroldsbaches und verlassen
-hier die Straße, um auf dem l. abzweigenden [ × blau/rot ] und
-[ ||| weiß/blau/weiß ] markierten Waldwege zunächst die 894 ~m~ hohe
-Wasserscheide der über Morgenröthe nach Rautenkranz zur Zwickauer Mulde
-fließenden großen Pyra und der über Tannenbergstal nach Jägersgrün
-ebendahin fließenden kleinen Pyra zu ersteigen. Der Weg führt weiter
-vorbei auf einer Waldlichtung, in deren Wiesenfläche eingestreut
-die wenigen Häuser des Dorfes +Mühlleithen+ (169 E.) liegen. Bald
-erreichen wir an der Wegetafel 137 ~a~ die von Auerbach über Bahnhof
-Jägersgrün nach Klingenthal führende Landstraße an ihrem höchsten
-Punkte (»Abspann« oder »Köppe« genannt) und verfolgen sie etwa 800
-~m~ weit abwärts bis zur Gastwirtschaft »Buschhaus« (11 ~km~) bei dem
-Stein 15,9, wo wir in bescheidener Weise uns zum Weitermarsch stärken
-können. Der Kammweg führt von der erwähnten »Köppe« der Straße ab zur
-Höhe des +Kiel+ (941 ~m~), doch halten wir uns r. vom Gipfel, folgen
-der Marke [ × blau/rot ] und kommen hierbei an die 5 Häuser des Dorfes
-+Winselburg+ (35 E.), in deren Nähe zahlreiche Halden ehemaligen
-Bergbau (auf Zinn) andeuten. Auch der vom Gebirgsverein Klingenthal mit
-10 bezeichnete Weg vereinigt sich mit dem unserigen und gelangen wir
-den Wegmarken [ × blau/rot ] bezw. 11 und 3 folgend bald zum (14 ~km~)
-+Schneckenstein+. Die 890 ~m~ hohe Felsenkuppe ist nicht nur bekannt
-als ein Aussichtspunkt über ein weites Waldgebiet, sondern weit berühmt
-infolge ihrer geologischen Beschaffenheit. Die ziemlich haushohen
-Felsen bestehen aus weichem turmalin- und glimmerreichen Schiefer,
-in welchem sich weingelbe +Topase+ eingebettet finden, welche früher
-bergmännisch ausgebeutet wurden; siehe Metzner: das obere Vogtland,
-16. Partie.
-
-Vom Schneckenstein folgt zunächst der Kammweg noch der Marke 3 des
-Gebirgsvereins Klingenthal im Hochwald und am +Affenstein+ vorbei,
-bis er in einer Höhe von 723 ~m~ eine Hauptwegekreuzung erreicht, von
-der wir bald aus dem Wald heraus auf die vom obersten Muldenlaufe
-durchflossene Talmulde gelangen, in welchem der Ort +Muldenberg+ (680
-~m~, 361 E.) gelegen ist. Auch zwei kleine Gräben überschreiten wir auf
-Holzbrückchen; sie dienten früher der Holzflöße.
-
-Nahe derselben liegen die +Muldenhäuser+ beiderseits der von Aue herauf
-nach Schöneck führenden Eisenbahn, welche wir (19 ~km~) überschreiten,
-um die Kammwegwanderung wieder in Hochwald (allerdings keine schönen
-Bestände) fortzusetzen bis zur Eisenbahnstation Schöneck (770 ~m~
-hoch), von welcher wir durch Kammwegzeichen hinab geleitet werden nach
-der Stadt +Schöneck+ (24 ~km~ vom Kranichsee).
-
- Die Stadt +Schöneck+ (4512 E.) ist wahrscheinlich eine alte
- Sorbengründung und bietet jetzt eine recht gute Unterkunft.
- Inmitten der Stadt erhebt sich der 735 ~m~ hohe Friedrichstein,
- auch Friedrich August-Stein genannt, welcher eine vortreffliche
- Rundsicht über den südlichen Teil des sächsischen Vogtlandes,
- nach Böhmen und Bayern gewährt, weit umfassender, als der
- Aschberg oder Schneckenstein zu bieten vermögen. Die Stadt wird
- als Sommerfrische viel aufgesucht und stehen dafür hübsche
- Wohnungen zur Verfügung. (Siehe: Metzner, das obere Vogtland,
- 22. Partie.)
-
-Der Kammweg, dessen Marke uns vom Bahnhof zur Stadt herein geführt
-hat, ist als Rückweg durch den hübsch angelegten Stadtpark gelegt
-worden, bringt uns schließlich wieder auf die Klingenthaler Straße
-bei dem Ferienheim der Stadt Plauen (Kilometerstein 7,0). Wir
-folgen dieser Straße nach dem Tannenhaus zu, verlassen sie aber (bei
-Kilometerstein 7,8) an der Villa Waldhaus, um auf der r. abzweigenden
-Straße, der +Kärnerstraße+ (ein früher und seit dem 16. Jahrhundert
-benutzter Salzabfuhrweg), wieder eine Zeit lang abwärts zu wandern.
-Wir überschreiten hierbei wiederum die von Schöneck nach Zwota gehende
-Eisenbahn und bleiben in der Nähe derselben, bis wir an einigen
-Wohnhäusern unweit unseres Weges l. den Bahnhof +Zwota+ erblicken, von
-welchem aus die Eisenbahn sich verzweigt in eine über Klingenthal nach
-Böhmen führende Linie und die Hauptlinie über Markneukirchen nach Adorf.
-
-
-
-
-9. Abschnitt.
-
-Zwota--Brambach (26 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+. Aus +Sachsen+ und +Böhmen+: Eisenbahnstation
- Zwota an der Linie Aue--Adorf bezw. Graslitz
- (Klingenthal)--Zwota.
-
-Der +Bahnhof Zwota+ liegt ziemlich einsam am Anfange des Zwota- (Zwoda
-i. B.) Tales, das sich über das Dorf Zwota hinunter nach Klingenthal
-und Graslitz erstreckt. Einige Wohnhäuser für Eisenbahnbedienstete,
-Waldarbeiter und Private sind neben den Dienstgebäuden selbst errichtet
-worden. Der Bahnhof Zwota hat nur deshalb Bedeutung, weil hier die
-von (Graslitz) Klingenthal und von Adorf in starken Steigungen
-heraufkommenden Bahnlinien sich vereinigen zu der Weiterfahrt über
-Schöneck und Muldenberg (s. Abschn. 8).
-
-Wir verlassen den wenig ansprechenden Bahnhof in der Richtung nach
-Adorf zu, überschreiten die dahin führende Bahnstrecke etwa 500 ~m~ vom
-Stationsgebäude entfernt und folgen dem über die Bahn führenden Wege zu
-der +Kärnerstraße+, welcher vom Tannenhaus ab dem Kammweg gefolgt war.
-
-Dem ehemaligen »Salzkärnerweg« folgen wir auf unserer Kammwegwanderung
-auch noch weiter, überschreiten die von Zwota nach Adorf führende
-Eisenbahn auf einer hohen Brücke und treten nun wieder in höheren
-Waldbestand ein. Hier kreuzen wir bald den von Oberzwota nach Gunzen
-führenden Straßenzug und gehen ziemlich gleich bleibend in einer Höhe
-von 700 ~m~ weiter bis zur Einmündung in die von Markneukirchen nach
-Klingenthal führende Landstraße. Hier müssen wir die nach Gopplasgrün
-und Erlbach weitergehende Kärnerstraße verlassen und einem mit Nr. 4
-bezeichneten Wege folgen, der uns in schöne Waldbestände am 804 ~m~
-hohen Brand vorbei führt. Gehen wir weiter über Pauli-Berg und haben
-einen kleinen Waldbach überschritten, so treten wir in den großen
-Döhler Wald ein, dessen höchste Erhebung (807 ~m~) die +Dreirainsteine+
-bilden, deren wir in Verbindung mit dem Aschberg in der Beschreibung
-des vorigen Abschnittes bereits gedachten. Sie liegen nahe dem
-Hauptwege, der auf sächsischer Seite entlang des Landesgrenzzuges
-von Erlbach nach Klingenthal führt. Der Kammweg quert diesen Weg und
-übersetzt auch die Reichsgrenze selbst, da er auf eine kurze Strecke
-hier wieder auf böhmisches Gebiet übertritt. Es ist dies geboten,
-um den Auslauf des Tales, in welchem der Schwarzbach über Erlbach
-und Markneukirchen nach Adorf zur Elster läuft, zu umgehen und den
-Höhenkamm wieder zu gewinnen, der sich hier in dem 818 ~m~ hohen
-+Ursprung-Berg+ und dem Felsenlabyrinth des 777 ~m~ (13 ~km~) +Hohen
-Steines+ ausgesprochen kennzeichnet. Zwischen diesen beiden Erhebungen
-liegen in einer Höhe von 680 bis 750 ~m~ zerstreut die kleinen
-böhmischen Ortschaften +Ursprung+, +Kirchberg+ und +Stein+, durch
-welche wir gehen müssen, um zu dem von fern einer Ruine gleichenden
-Felsstock zu gelangen. Der +Hohe Stein+ bietet eine ausgezeichnete
-Rundsicht und wird viel besucht besonders von Markneukirchen und
-Klingenthal aus -- siehe: Metzner, das obere Vogtland 26. Partie.
-
-Nach längerem Verweilen auf diesem Aussichtspunkt nehmen wir den
-Abstieg wieder zu dem Wege, der uns vom Dorfe Stein aus hierher
-gebracht hatte und folgen demselben abwärts, bis wir uns nach kurzer
-Wanderung scharf r. (einer Ziegelei zu) wenden müssen, um in einer
-Höhe von 650 ~m~ wiederum die Grenze zu überschreiten und entlang
-derselben auf sächsischer Seite ihr zu folgen bis zur Bezirksstraße
-von Markneukirchen nach Schönbach. Entlang dieser Straße zieht sich in
-weitem Tale das Dorf +Wernitzgrün+ (605 E.) mit stattlichen Gebäuden
-abwärts. Wir kreuzen oberhalb des Zollamtes diese Straße und folgen der
-Landesgrenze von Stein 285 weiter auf dem Grenzweg bis zum Stein 277;
-von hier folgen wir dem Wirtschaftsweg, der uns zu der weit sichtbaren
-Triangulierungsmarke auf der +Landwüster Höhe+ (664 ~m~) geleitet.
-Diese Höhe und die unweit davon stehende Kirche des Ortes +Landwüst+
-(557 E.) bilden ein weit erkennbares Merkmal für das südliche
-sächsische Vogtland. Die Aussicht nach Sachsen und Böhmen ist belebt
-durch eine große Zahl von Ortschaften, deren hohe Lage sie auch über
-die vielen Bergkuppen hinweg sichtbar werden läßt.
-
-Bei der Umschau von dieser Höhe erblicken wir südwestlich eine Kuppe,
-zuweilen auch einen Eisenbahnzug oder den Rauch von Lokomotiven. Es
-ist dies die Gegend des 638 ~m~ hoch sich erhebenden Hengst-Berges, zu
-welchem die von Plauen nach Eger führende Eisenbahnlinie ansteigen muß,
-um die Wasserscheide der weißen Elster und der Eger zu überwinden. Der
-Kammweg führt uns auf dem Brambacher Sträßchen nach dieser Richtung hin
-und zwar fast anhaltend abwärts.
-
-Ueber Rohrbach (600 ~m~, 205 E.) führt die Straße, meist weite
-Ausblicke bietend, an den Spuren des »Alten Schlosses« und der
-»Schwedenschanze«, sowie beim +Geiersberg+ (638 ~m~) vorbei, in etwa 2
-Stunden nach dem Marktflecken +Brambach+, der an der alten Heerstraße
-von Plauen nach Eger gelegen ist, welche wir bei Stein ~km~ 25,9 an der
-Kirche erreichen.
-
-
-
-
-10. Abschnitt.
-
-Brambach--Elsterquelle--Asch (19 ~km~).
-
-
- +Zugangswege+: Aus +Sachsen+ und +Böhmen+: Eisenbahnlinie
- Eger--Adorf mit Station Brambach.
-
-Nach ausgiebiger Rast in dem als Sammelpunkt von den Brambacher
-Sommergästen gern benutzten Hotel Wilfert in Brambach (550 ~m~, 1831
-E.) hat man die Kammwanderung wieder mit einem längeren Anstiege
-fortzusetzen und folgt dabei zunächst der nach Eger führenden Chaussee.
-Eine bald l. abzweigende Straße führt zum Bahnhof +Brambach+ (Station
-der Haupteisenbahnlinie von Plauen i. V. nach Eger i. B.), den wir auch
-als Ausgangspunkt der Kammwegwanderung betrachten können und von dem
-wir in wenig Minuten nach der vorerwähnten, nur etwa 209 ~m~ entfernten
-Chaussee gelangen, auf welcher wir die hohe Ueberführung der Eisenbahn
-durchschreiten.
-
-Bald (bei ~km~ 26,8) gelangt man an die rot-weiß markierte Abzweigung
-eines Fußweges, der über Hohndorf (als Tour 4) zur viel besuchten
-und bekannten böhmischen Wirtschaft »Frosch« und von da weiter zur
-Elsterquelle führt.
-
-Fast 80 ~m~ müssen wir vom Bahnhof Brambach aus ansteigen bis kurz
-vor Kilometerstein 29,6, wo die sogenannte alte Straße, an welcher
-die Telegraphenleitung hinführt, r. abzweigt. Ihr folgen wir (von
-Stange Nr. 66 ab) bis zu der bei Stange 78 aufgestellten Bank, welche
-erstmalig wieder einen Ausblick nach Süden, über das in der südlichsten
-Spitze Sachsens gelegene Dorf Schönberg hinweg nach der Franzensbader
-Ebene und auf das Kaisergebirge, ermöglicht. Hier geht der Kammweg
-hinauf zum Kapellenberg.
-
- Es lohnt, der alten Straße noch etwa 10 Min. zu folgen und man
- gelangt dann an einen erfrischenden Quell, von welchem die Sage
- berichtet, daß er ehemals neben einer Kapelle St. Katharina
- (einige nahe der Quelle sichtbaren Mauerreste sollen von einer
- Kirche stammen) gelegen war. Man befolgt gern die Einladung,
- unter dem Schatten der Bäume zu rasten, welche die Anschrift
- besagt:
-
- »Gestatte dir, Wandrer, der Quelle Erquickung,
- Genieße der Ruhe, sie ladet dich ein,
- Empfinde den Frieden der Stätte mit Rührung
- Und laß deinem Schutz befohlen sie sein.«
-
- Von der Quelle kann man in kurzer Zeit auch nach Dorf Schönberg
- mit gutem Restaurant gelangen. Nur wenige Schritte rückwärts
- führen uns zur Stange Nr. 94, bei welcher ein Fußsteig (zum
- Teil mit Stufen) zum Kapellenberg hinauf führt.
-
-Der +Kapellenberg+, die höchste Erhebung (759 ~m~) in der Südspitze
-Sachsens, bildet eine wichtige Station der europäischen Gradmessung und
-besitzt um den Vermessungspfeiler herum ein besteigbares, hölzernes
-Gerüst, das eine umfassende Aussicht bietet. -- Berge: Glatze,
-Dillenberg, Kösseine, Waldstein, Hainberg, Geiersberg, Hoher Stein und
-Karlsbader Berge.
-
-Auf einer breiten Schneise durch Hochwald wieder abwärts über die
-»Geiershäuser« nach dem kleinen Ort +Bärendorf+ (118 E.). In der
-Wirtschaft von Nürnberger hält man Rast vor dem gänzlichen Verlassen
-des sächsischen Landes zur Stärkung für die nun beginnende längere
-Waldwanderung. Von genannter Wirtschaft führt uns ein befahrener Weg
-etwa 300 ~m~ weiter, dann zeigt ein Wegweiser, daß wir r. nach dem
-Wald zu abbiegen müssen und an einem Grenzstein (des Rittergutswaldes
-Schönberg) leuchtet uns das bekannte Wegzeichen entgegen. Der Waldweg
-gelangt bald an die Reichs- bezw. Landesgrenze bei Stein Nr. 636 und
-wir folgen der Grenze bis zum Stein Nr. 633. Hier treffen wir auf den
-vom Gebirgsverein Brambach als Tour 9 bezeichneten Weg, in welchen
-der von Steingrün heraufkommende Fahrweg mündet. Der als Tour 9
-bezeichnete Weg hat auch die Kammwegmarke erhalten und führt uns in 5
-Min. zur +Elsterquelle+, dem obersten und wesentlichsten Ursprung des
-Elsterflusses.
-
- Durch den Verband der Vogtländischen Gebirgsvereine ist diese
- Quelle, obschon auf böhmischem Gebiete (Waldparzelle des Edlen
- von Helmfeld auf Altenteich) gelegen, im Jahre 1898 mit einer
- geschmackvollen Steineinfassung versehen worden und behauptet
- mit Recht ihre höhere Bedeutung gegenüber dem etwa 1 ~km~
- entfernt und nicht wenig tiefer liegendem Elsterbrunnen,
- welcher einen weniger wasserreichen Zuflußarm speist.
-
-Von der Quellfassung gehe man recht aufmerksam dem Kammwegzeichen
-nach, welches von hier bis nach Asch die dortige Sektion des deutschen
-und österreichischen Alpenvereins angebracht hat. Zunächst etwa 300
-~m~ zurück nach dem Hauptweg, welcher von Bärendorf kommend, auch
-als Tour 6 bezeichnet, nach Oberreuth führt. Nach etwa ¼ Stunde
-trennt sich von ihm das Kammwegzeichen, das einem l. abzweigenden,
-ziemlich ebenen Waldwege folgt. Immer der bekannten blauen Marke
-folgend gelangt man bei weiteren zwei Wegabzweigungen (nach
-Steingrün und Vorder-Himmelreich) vorbei auf eine Wiese oberhalb
-Schwarzweber-Hinter-Himmelreich. Hier wende man sich l. nach dem
-einzeln stehenden Hause (Restauration Elsterquelle) und genieße die
-unweit desselben sich bietende Aussicht auf das Fichtelgebirge,
-Hainberg bei Asch, den Steingrüner und Elsterwald. Die Kammwegmarke
-unterstützt mehrfach eine weiß-grün-weiße Marke, welche in etwa 1
-Stunde an einem einzelnen Haus vorbei führt und als Fußsteig am
-Steinberg (mit Sandgrube) in einen breiteren Waldweg einmündet,
-welcher bei der Volksschule zu +Nassengrub+ den viel benutzten
-Kommunikationsweg von Steingrün über Vorder-Himmelreich erreicht.
-Beim Restaurant Krauß vorbei gelangt man von hier in etwa 30 Min. zum
-Bahnhof Asch, indem man dahin nach der von Eger kommenden Kaiserstraße
-hinabsteigt.
-
-Bleibt man von Nassengrub aus auf der Dorfstraße, so wiederholt sich
-noch einige Male das vierzackige Zeichen, da der Kammweg in die Stadt
-+Asch+ hineinführt, hier aber nicht endet, denn der Wanderer aus
-dem Erzgebirge wird nicht unterlassen, noch die kurze Strecke zum
-+Hainberg+ aufzusteigen mit dem Unterkunfts-Restaurationshaus der
-Alpenvereinssektion und dem wuchtigen +Bismarckturm+, der von manchen
-Punkten des Kammweges bereits die Aufmerksamkeit auf sich zog und einen
-prächtigen Abschluß der Wanderung entlang der sächsisch-böhmischen
-Landesgrenze von der Elbe her bildet.
-
- * * * * *
-
-=Nachtrag.= Die Hinweise im 1. und 2. Abschnitte auf den +Berlet'schen
-Wegweiser durch das sächsisch-böhmische Erzgebirge+ beziehen sich auf
-die Auflagen vor der 11. Auflage, in letzterer sind die Routen I und II
-vertauscht. Es muß deshalb, wenn die 11. Auflage des »Berlet« benutzt
-wird
-
- auf Seite 8 statt R. II. a heißen =R. I. a=,
- " " 9 " R. II. b " =R. I. b=,
- " " 10 und 11 " R. II. c " =R. I. c=,
- " " 12 " R. III. " =R. I. d=,
- " " 12 " R. II. c " =R. I. c=,
- " " 12 " R. II. d " =R. I. d=.
-
-
-
-
-Fußnoten:
-
-
-[1] Empfehlenswert: Berlet, Wegweiser durch das sächs.-böhm.
-Erzgebirge. 11. Auflage 1907. Verlag der Graser'schen Buchhandlung in
-Annaberg.
-
-[2] Die Entfernungen sind in jedem Abschnitt vom Ausgangspunkte an
-gerechnet.
-
-[3] Sollte die Abzweigung der hier dem Wintersturm sehr ausgesetzten
-Kammwegmarken nicht gefunden werden oder die Markierung zerstört worden
-sein, so setze man ruhig den Fahrweg über die einzelnen Gehöfte, die
-zum Dörfchen Oberwald gehören, fort. bis man jenseits dieses Ortes die
-Kammwegmarken (gegen Nollendorf) wieder antrifft, dabei immer rechts
-halten!
-
-
-
-
-[Illustration: 9 Anzeigen]
-
-
-
-
-[Illustration: KARTE DES ERZGEBIRGS-KAMMWEGES.
-
-Maßstab 1 : 125000]
-
-
-
-
-Namenregister.
-
-
- Abertham 25, 26
-
- Adelsberg 17
-
- Adolfsgrün 10
-
- Affenstein 30
-
- Altenberg 10
-
- Altes Schloß 32
-
- Asch 32, 34
-
- Aschberg 21, 29, 31
-
- Assigbach 20
-
- Auersberg 28
-
- Auf der Schöne 8
-
- Augustusburg 19
-
- Aussig 9
-
-
- Bad Einsiedl 16
-
- Schwarzer Bär 27
-
- Bärendorf 33
-
- Bärenstein 23
-
- Bärringen 25, 26
-
- Bernstein 16, 19
-
- Biela 6
-
- Bismarckturm 34
-
- Blankenstein 8
-
- Böhmisch-Wiesental 24
-
- Bornhau 13
-
- Borschen 13
-
- Bösegründl 6
-
- Boxgrün 23
-
- Brambach 32, 33
-
- Brand 31
-
- Breitenbach 27
-
- Breitenau 10
-
- Bruderwiese 16
-
- Bünauburg 8
-
- Buschhaus 30
-
-
- Carlsfeld 28
-
- Christophhammer 21
-
-
- Deutsch-Einsiedel 15, 16
-
- Deutsch-Neudorf 17
-
- Dillenberg 33
-
- Döhler Wald 31
-
- Donnersberg 13, 18
-
- Dörnsdorf 22
-
- Dreirainsteine 31
-
-
- Ebersdorf 11
-
- Eduardstein 19
-
- Eger 33
-
- Eibenstock 27, 28
-
- Einsiedl 16
-
- Elsterquelle 33, 34
-
- Elsterwald 34
-
- Erlbach 31
-
-
- Fichtelberg 23, 25, 34
-
- Fleyh 14, 16
-
- Friedrichstein 30
-
- Frosch 33
-
- Frühbuß 28
-
-
- Gabrielenhütte 20
-
- Galgenberg 22
-
- Gebirgsneudorf 16, 17, 18
-
- Geiersberg 15, 32, 33
-
- Geising 10, 12
-
- Geltsch 8
-
- Georgsberg 13
-
- Glatze 33
-
- Göhren 15, 18
-
- Goppelsgrün 31
-
- Görgmühle 20
-
- Görkau 19
-
- Göttersdorf 19
-
- Gottesgab 25, 26
-
- Graslitz 27
-
- Graupen 18
-
- Grünwald 15
-
- Gunzen 31
-
-
- Hainberg 33, 34
-
- Haselstein 16, 18
-
- Haßberg 22
-
- Hassenstein 22
-
- Haulmühle 20
-
- Hegeberg 8
-
- Heidelberg 16
-
- Heinrichsdorf 20
-
- Hengstberg 32
-
- Henneberg 27
-
- Heroldsteich 29
-
- Hinter-Himmelreich 34
-
- Hirschberg 29
-
- Hirschenstand 26, 27
-
- Hirtstein 21, 22
-
- Hofberg 23, 24
-
- Hohentanne 22
-
- Hoher Berg 32
-
- Hoher Stein 33
-
- Hohendorf 33
-
- Hopfenberg 8
-
- Hornkappe 10
-
- Hübladung 16, 19
-
- Hutberg 8
-
-
- Jägersgrün 30
-
- St. Joachimstal 23, 25
-
- Johanngeorgenstadt 27
-
- Johnsdorf 15
-
- Irrgang 26
-
- Jungferndorf 9
-
- Jungwald 18
-
-
- Kaaden 21, 23
-
- Kahlenberg 13
-
- Kaibler 10
-
- Kalkofen 13
-
- Kallich 19
-
- Kappellenberg 33
-
- Karlsbader Berge 33
-
- Kärnerstraße 31
-
- Katharinaberg 17
-
- St. Katharina 33
-
- Keilberg 13, 21, 23, 24
-
- Kiel 30
-
- Kirchberg 32
-
- Kleinhan 17, 19
-
- Klingenthal 29
-
- Komotau 20, 21
-
- Königsmühle 23
-
- Kösseine 33
-
- Kranichsee 26, 27
-
- Kupferberg 22, 23
-
- Kupferhübel 21, 22
-
-
- Ladung 18, 19
-
- Landwüst 32
-
- Langeberg 8
-
- Langewiese 16
-
- Lichtenwald 15
-
- Liebenau 10
-
- Lobosch 13
-
- Lugstein 13
-
-
- Moldau 13, 14
-
- Morgenröte 29, 30
-
- Moritzhütte 12
-
- Mückenberg 11, 12, 18
-
- Mückentürmchen 14, 21
-
- Muldenberg 30, 31
-
- Muldenquelle 14
-
- Mühlleithen 30
-
-
- Nassengrub 34
-
- Natzschung 19
-
- Neugeorgenfeld 13
-
- Neuhammer 26
-
- Neuhaus 19, 20
-
- Neustadt 13, 14
-
- Nickelsdorf 17
-
- Niclasberg 11, 12, 13
-
- Nollendorf 9
-
- Nollendorfer Berg 9
-
-
- Obergeorgental 17
-
- Oberhals 23
-
- Oberjugel 23
-
- Obernatzschung 19
-
- Oberreuth 34
-
- Obersachsenberg 29
-
- Oberwald 9
-
- Oberwiesenthal 24
-
- Oberzwota 31
-
- Ochsenstaller 20
-
- Orpus 23
-
- Ossegger Spitzberg 18
-
-
- Pauliberg 31
-
- Peindlberg 26
-
- Platten 24, 26
-
- Plattenberg 26
-
- Pleil 21, 22
-
- Pleßberg 25
-
- Polterberg 13
-
- Preßnitz 21, 22
-
- Pürstein 23
-
- Große Pyra 29, 30
-
- Kleine Pyra 30
-
-
- Rammelsberg 26, 29
-
- Raudnitz 13
-
- Rauschengrund 15
-
- Rautenkranz 30
-
- Rehefeld 14
-
- Reischberg 21, 22
-
- Reitzenhain 20
-
- Ritschelkreuze 11
-
- Rohrbach 32
-
- Rosenberg 8
-
- Rotbergstraße 5
-
- Rudelsdorf 19
-
-
- Sachsengrund 29
-
- Sandkopf 9
-
- Sattelberg 8, 10
-
- Satzung 21
-
- Sauersack 28
-
- Schauplatz 11
-
- Schellerhau 13
-
- Schladniger 13
-
- Schneckenstein 30
-
- Hoher Schneeberg 6
-
- Dorf Schneeberg 7
-
- Schönbach 32
-
- Schöneck 30, 31
-
- Schönwald 8, 10
-
- Schreckenstein 9
-
- Schwarzbach 32
-
- Schwarzer Berg 15, 18
-
- Schwarzer Teich 15
-
- Schwerdterstraße 29
-
- Sebastiansberg 16, 20
-
- Seiffen 26
-
- Siebengiebel 11
-
- Sonnenberg 21, 22
-
- Sorgenfeld 22
-
- Sphinx 23
-
- Spitzberg 21, 26
-
- Stein 32
-
- Steinbach 28
-
- Steinberg 34
-
- Steingrün 23, 33
-
- Stolzenhain 23
-
- Streckenwalde 10
-
- Strobnitz 14, 16, 18
-
- Stürmer 13
-
-
- Tannenbergstal 20
-
- Tannenhaus 31
-
- Tellnitz 9
-
- Tissa 7, 8
-
- Tissaer Wände 7, 8
-
-
- Ursprungberg 32
-
- Urs 16
-
-
- Voitsdorf 11
-
- Vorder-Himmelreich 34
-
-
- Wachhübel 18
-
- Waldstein 33
-
- Warteck 13
-
- Weipert 22, 23
-
- Weiters Glashütte 28
-
- Werlsberg 25
-
- Wernitzgrün 32
-
- Wettinhöhe 12
-
- Wieselstein 13, 15, 18
-
- Wiesental 23, 24
-
- Wildental 27, 28
-
- Willersdorf 14
-
- Wieselburg 30
-
- St. Wolfgangskapelle 11
-
- Wolkenhübel 18
-
- Wölfling 26
-
-
- Zechberg 10, 11
-
- Zienerwiesbach 27
-
- Zinnwald 13
-
- Böhm. Zinnwald 12
-
- Hinter-Zinnwald 12
-
- Zöblitz 21
-
- Zwota 29, 31
-
-
-
-
- Im Verlag der
- =Graserschen Buchhandlung= (Richard Liesche),
- =Annaberg=, erschienen:
-
- Berlet, B., Professor, +Wegweiser durch das sächs.-böhm.
- Erzgebirge+. 1907. 11. von P. Kabisch bearbeitete Auflage, geb.
- Mk. 2.--.
-
- Berlet und Brechensbauer, +Kl. Führer durch das böhm.
- Mittelgebirge+. 1907. Mk. --.80.
-
- Brechensbauer und Prasse, +Erzgebirgs-Kammweg-Führer+ von
- +Bodenbach bis Asch+. 1907. Mk. --.80.
-
- +Führer durch das Erzgebirge+ mit 10 Ansichtskarten. Mk. 1.--.
-
- +Gedichte und Geschichten in erzgebirgischer Mundart.+ 23 Hefte je
- Mk. --.70 geheftet, --.80 kart. Heft 1--20 in 5 Leinwandbändchen
- je Mk. 2.50.
-
- Günther, Anton, +Erzgebirgisches Festliederbuch+. Erzgeb.
- Heimatlieder besonders des erzgeb. Sängers Anton Günther. Mk.
- --.50.
-
- Krauß, P., +Touristenkarte vom Zentralerzgebirge+. 1 : 75000. Mk.
- --.90., aufgezogen auf Leinwand Mk. 1.80.
-
- Krauß, P., +Wander- und Reisekarte vom Erzgebirge+ mit Angabe der
- hauptsächlichsten Touristenwege Mk. --.60, aufgezogen Mk. 1.50.
-
- Krauß, P., +Wander- und Reisekarte durch die Sächsische Schweiz und
- das böhmische Mittelgebirge+ mit Angabe der hauptsächlichsten
- Touristenwege Mk. --.50.
-
- Metzners +Führer durch das gesamte Vogtland+. 5. Auflage.
- Gesamtausgabe Mk. 2.50. -- 1. Teil: Plauen und die Vogtländische
- Schweiz. Mk. --.75. 2. Teil: Das Saaletal. Mk. 1.20. 3. Teil: Das
- obere Vogtland. Mk. 1.20.
-
- Ziehnert, W., +Sachsens Volkssagen. Balladen, Romanzen und
- Legenden+. 5. Auflage. Geh. Mk. 3.--, geb. Mk. 4.--.
-
-
-
-
- Weitere Anmerkungen zur Transkription
-
-
- Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzung wurde stillschweigend
- korrigiert.
-
- Unterschiedliche Schreibweisen, soweit nicht unter den Korrekturen
- aufgeführt, wurden beibehalten.
-
- Korrekturen (das korrigierte Wort ist in {} eingeschlossen):
-
- S. 6: »führt« ergänzt
- zum obersten Gasthause (Schweizer Hof oder Mühle?) {führt}
-
- S. 14: Uberbrückung → Ueberbrückung
- erblickt man die erste {Ueberbrückung}
-
- S. 17: sich sich → sich
- Der Weg senkt {sich} etwas
-
- S. 19: Osterreichs → Oesterreichs
- überflüssigen Klöstern {Oesterreichs} aufhob
-
- S. 19: genant → genannt
- früher großer Stein {genannt}
-
- S. 22: Erlösabwarf → Erlös abwarf
- Handel mit Posamenten nur wenig {Erlös abwarf}
-
- S. 24: Klöppellei → Klöppelei
- Posamenten- und Handschuh-Erzeugung, {Klöppelei}
-
- S. 24: einen → einem
- Stadt Karlsbad mit {einem} Logierhaus
-
- S. 25: km ergänzt
- 17,5 {~km~} vom Keilberg
-
- S. 27: Häuser → Häusern
- Grenzzuge ab zu einigen einzelnen {Häusern}
-
- S. 30: Schreckenstein → Schneckenstein
- der Aschberg oder {Schneckenstein} zu bieten vermögen
-
- S. 31: des des → des
- einsam am Anfange {des} Zwota-
-
- S. 31: Markneukichen → Markneukirchen
- von {Markneukirchen} nach Klingenthal führende Landstraße
-
- S. 32: Erbebungen → Erhebungen
- diesen beiden {Erhebungen} liegen
-
- Index: Bad Einsiedl Seitennummer ergänzt
- Bad Einsiedl {16}
-
- Index: Deutsch-Einsiedl → Deutsch-Einsiedel
- {Deutsch-Einsiedel} 15, 16
-
- Index: Dilleuberg → Dillenberg
- {Dillenberg} 33
-
- Index: Hassensteiu → Hassenstein
- {Hassenstein} 22
-
- Index: Hornklappe → Hornkappe
- {Hornkappe} 10
-
- Index: Kleinhau → Kleinhan
- {Kleinhan} 17, 19
-
- Index: Kösseina → Kösseine
- {Kösseine} 33
-
- Index: Tellnitz Seitennummer ergänzt
- Tellnitz {9}
-
-
-
-
-
-
-End of the Project Gutenberg EBook of Erzgebirgs-Kammwegführer, by
-Josef Brechensbauer and E. A. Prasse
-
-*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK ERZGEBIRGS-KAMMWEGFÜHRER ***
-
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