diff options
Diffstat (limited to '42937-8.txt')
| -rw-r--r-- | 42937-8.txt | 889 |
1 files changed, 0 insertions, 889 deletions
diff --git a/42937-8.txt b/42937-8.txt deleted file mode 100644 index f04bd9a..0000000 --- a/42937-8.txt +++ /dev/null @@ -1,889 +0,0 @@ -The Project Gutenberg EBook of Einfache Erzählung von dem schrecklichen -Absturze des Schrofenberges und der dadurch erfolgten Verwüstung bei Brannenburg im August 1851 [1852] {Fraktur}, by Sebastian Dachauer - -This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with -almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or -re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included -with this eBook or online at www.gutenberg.org - - -Title: Einfache Erzählung von dem schrecklichen Absturze des Schrofenberges und der dadurch erfolgten Verwüstung bei Brannenburg im August 1851 [1852] {Fraktur} - Zum Beßten der Verunglückten - -Author: Sebastian Dachauer - -Release Date: June 13, 2013 [EBook #42937] - -Language: German - -Character set encoding: ISO-8859-1 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK EINFACHE ERZÄHLUNG *** - - - - -Produced by Iris Schröder-Gehring and The Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This transcription -was produced from images generously made available by -Bayerische Staatsbibliothek / Bavarian State Library.) - - - - - - - - - - Einfache Erzählung - von dem - schrecklichen Absturze des Schrofenberges - und der - dadurch erfolgten Verwüstung - bei - Brannenburg - im August 1851. - - Zum Beßten der Verunglückten. - - (Aus dem Oberbayerischen Archive Bd. _XIV._ Heft 1 besonders abgedruckt.) - - - München, 1852. - Druck der _Dr._ =C. Wolf='schen Buchdruckerei. - - - - -Südlich von Brannenburg, etwa 1000 Fuß höher als das Dorf, steht der -niedrigste unserer Vorberge, der =Schrofen= genannt. Er besteht aus lauter -Gerölle, und hinter ihm und in seiner Höhe mit ihm zusammenhängend ist ein -tiefer Sumpf, das Bärnmoos, dessen Feuchtigkeit das vorstehende Gerölle -lockert und zum Abfalle geneigt macht, und auch oft genug schon zum -wirklichen Abfalle gebracht hat.[A] Am Fuße dieses Berges ist eine kleine -Ebene, genannt »die Schön«, die aber mehr einer steinigen Wüste gleicht, -vielleicht vor mehreren hundert Jahren schön und nur durch oftmalige -Abfälle verwüstet ward; wenigstens deutet der Name »Sagbruck« -- eine nahe -dabei befindliche schlechte Brücke -- auf einen früher besseren Zustand -dieses Terrains; denn wahrscheinlich kömmt dieser Name von einer -Sägemühle, die einst an diesem Platze stand. - -Durch diese kleine Ebene fließen zwei Bäche, der Saubach, der am Fuße des -Schrofen heraus quillt, und von dem das Dorf Brannenburg sein Trinkwasser -für Menschen und Vieh in Deichen herableitete, und der Kirchbach, der -etwas mehr südwestlich von der Rampold-Alpe kömmt. Beide Bäche vereinigen -sich nahe oberhalb der Sagbruck, und nehmen dann vereinigt den Namen -»Kirchbach« an. - -Seit unfürdenklichen Zeiten ist man hier gewöhnt, größere oder kleinere -Stücke des Schrofenberges abfallen zu sehen oder nächtlicher Weile zu -hören, und das sonderbare Getöse eines solchen Falles hat schon Manchen -nicht wenig Schrecken gemacht, besonders wenn man nicht an den Schrofen -dachte, oder von dessen Abfällen nichts wußte. Die Tradition hat noch bis -jetzt zwei große Abfälle dieses Berges im Andenken erhalten, den einen i. -J. 1610, eben ein Jahr vor der Pest, welche unsere Gegend von Flinsbach, -Tegerndorf, Brannenburg und Holzhausen fast ganz entvölkerte, den andern -um das Jahr 1770, also gerade vor der bekannten großen Theuerung. Dieses -letzteren Bergsturzes erinnert sich noch gut unsere alte 92-jährige -Meßners-Wittwe, Annastasia Kiau, und wie man da mit dem hochwürdigsten -Gut in großer Prozession hinauf gegangen sei bis zum Hagerer, Gott um -Abwendung der drohenden Gefahr zu bitten. - -Anfangs Oktobers 1816, als die große Theurung (leider eine Wuchertheurung) -eintrat, erlebte der Schreiber dieser Zeilen selbst einen ähnlichen -Bergabfall, zwar nicht unmittelbar vom Schrofen, aber doch im nämlichen -Berggehänge, nur einige hundert Schritte weiter südöstlich gegen den -Bauerhof Hölnstein hinüber. Der wiederholte, oft heftige Regen jenes -Jahres hatte das Erdreich in einer Sinke des Breitenberges ganz erweicht -und eine ungeheure Masse Erde und Steine durch den tiefen und breiten -Hölnsteiner Graben herab geschlämmt. Langsam, kaum dem Auge bemerkbar, -bewegte sich die Schlamm-Masse die steile Höhe herab, und nahm Alles, was -im Wege stand, mit sich fort; die stärksten Fichten, Tannen und Buchen von -2-3 Fuß im Durchmesser bog sie um, stürzte und brach sie dann mit -fürchterlichem Gekrache. Allmälig kam die Masse durch den weiten und -tiefen Graben herab in den Kirchbach und die Menge zerknickter Bäume mit -den Stauden und größern und kleineren Steinen, die sie im Schlamme -verborgen mit sich fortführte, verlegte in gerader Richtung von dem -Lechnerbauer Hofe hinüber das Rinnsal des Kirchbaches, das nach und nach -ganz bis oben angefüllt wurde, und es war sehr ungewiß, ob der Kirchbach -seine Richtung nach dem Thale hinab behalten, oder gegen Brannenburg -herüber nehmen würde. Zehn Tage stand die Masse drohend da; von Stunde zu -Stunde schwoll das Wasser; -- endlich hatte es sich selbst ganz unten am -Boden eine Oeffnung gemacht, die schnell größer wurde; mächtig drang es -durch und riß den Schutt mit sich fort; die Masse sank immer tiefer und -das Wasser reinigte nach und nach sich selbst das Rinnsal, und die so -drohende Gefahr ging damals ohne sehr große Verwüstung vorüber. So war's -im Jahre 1816; schrecklicher aber kam es i. J. 1851. - -Als wir am Ende des Monats Juli in den öffentlichen Blättern lasen, daß -fast alle Flüsse Deutschlands ihre Ufer überströmten und schreckliche -Verwüstungen anrichteten, und selbst der Inn unsere Gegend weithin -überschwemmte und gleichsam einen großen See bildete; da wünschten wir uns -Glück in unserer höheren Lage und dankten Gott, daß wir von diesem Uebel -verschont blieben und ahnten gar nicht, daß wir in wenigen Tagen von einer -ganz andern Seite her ein ähnliches, noch schrecklicheres Ereigniß zu -beklagen haben könnten. - -Es war Samstag, der 9. August 1851, als die Bewohner Brannenburgs und der -nächsten Umgebung das Getöse eines bedeutenden Absturzes vom Schrofenberge -vernahmen; allein schon daran gewöhnt, machte man sich eben nicht viel -daraus; nur unser jetziger Gutsherr Se. Excellenz Herr Fabio Graf -Pallavicini[B] wollte sich die Sache besehen, und ging Nachmittags zum -Schrofen hinauf. Er kam sehr bedenklich zurück und äusserte sich: »Es -könnte schlimmer werden, als man meinen möchte.« Für den folgenden Tag war -die Abreise mit der Frau Gräfin nach Zinneberg festgesetzt. - -Am Sonntag nach der Messe ging der Herr Graf nochmal zum Schrofen hinauf -und kam mit dem Schreckensrufe zurück: »Da ist alle menschliche Hülfe -vergeblich, da kann nur Gott allein noch helfen!« -- Er beorderte alle -seine Holzarbeiter und in seinen Dienste Stehenden an den Ort der Gefahr -hinauf, dem Wasser und dem bereits abgefallenen Schutte die Leitung nach -dem Rinnsale des Kirchbaches so viel wie möglich zu geben und zu erhalten. -Dann reiste er mit der Frau Gräfin ab. - -Indeß waren unsere Leute aus dem sonntäglichen Gottesdienste von -Holzhausen zurückgekommen und erfuhren jetzt mit Schrecken die Größe der -Gefahr des vorhin gering geachteten Absturzes; Alles eilte zum Schrofen -hinauf. In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag war der Absturz -ungeheuer, und die abgefallene Masse, mit dem Wasser der Bäche vermengt, -riß von der Waldung des Krappenbauers 2 Tagwerke sammt dem Grunde, auf dem -sie stand, mit sich fort, und die hohen Bäume kamen theils stehend, theils -umgeworfen, theils zum Falle sich neigend eine Viertelstunde weit herab, -und verlegten in der Nähe der Sagbruck das Rinnsal des Baches, und als -Folge dessen thürmten sich da ganz schnell zwei haushohe Haufen auf, wovon -der größere, höhere gen Brannenburg herab, der andere näher am Rinnsal des -Kirchbaches stand. Der unermüdeten Anstrengung sehr vieler Menschen gelang -es zwar, das aus und neben den beiden Haufen ablaufende Wasser nach dem -gewöhnlichen Rinnsale hinzuleiten; allein es war verhältnißmässig nur sehr -wenig; bei weitem das meiste blieb in der Schuttmasse stecken, unterwühlte -weit herum den Grasboden und erhöhte immer mehr und drohender die beiden -Haufen. - -Furcht, Angst und Schrecken hatten sich nun in der nahen Umgebung von -Brannenburg verbreitet; es ward ein Eilbote an das kgl. Landgericht und an -die Baukommission in Rosenheim abgesendet, und Abends ging in einer großen -Prozession mit dem hochwürdigsten Gut, getragen von dem Ortspfarrer Herrn -Wolfgang Schmid, die ganze Bevölkerung Brannenburgs und der umliegenden -Ortschaften hinauf an den Gefahr drohenden Ort, um den Allmächtigen um -Abwendung der bevorstehenden Verwüstung zu bitten. - -Montags am frühesten Morgen war der kgl. Landrichter Herr Ebenhöch mit den -HH. Baubeamten schon da, und ordneten Alles an, was menschliche -Wissenschaft und Erfahrung vermag; allein die Gefahr wuchs mit jeder -Stunde, und es war gar nicht abzusehen, welchen Gang die ganz ungeheure -Schuttmasse nehmen, ob gen Brannenburg, oder nach dem Kirchbach hinab, -oder welchen Ausgang das schreckliche Ereigniß haben werde. Soviel war -gewiß, daß entweder ein Theil des Dorfes Brannenburg oder das Dörflein -Gmein verschüttet werden müsse. Dieses Dörflein liegt ganz in der Ebene -und sehr nahe bei Brannenburg am Kirchbach, es hat eine Mühle mit Sägmühle -und Oelstampf; die Müllerwohnung mit den Oekonomiegebäuden steht bedeutend -höher als die Mühle; von da etwa 200 Schritte abwärts sind 5 kleine -Häuschen, von denen 3 fast neu und niedlich und schön gebaut waren, auf -dem rechten, und eines auf dem linken Ufer. Es wohnten lauter -Handwerksleute darin. - -Indessen dauerte der Absturz vom Schrofen, und die Anhäufung des Schuttes -und die Aufstauung des Wassers den ganzen Montag und die folgende Nacht -noch fort; die beiden Haufen an der Sagbruck wurden immer höher und -drohender, und von der Sagbruck hinauf gegen den Schrofen und den Sulzberg -hatte sich ein ungeheurer See gebildet, und neben den beiden großen Haufen -hatte das abstürzende Wasser, gemengt mit Steinen und zerbrochenen Bäumen, -ein sehr weites und tiefes Loch ausgewühlt in dem Rinnsale des -Kirchbaches. - -Den Bewohnern des Dörfleins Gmein wurde der Rath ertheilt, ihre -Habseligkeit in Sicherheit zu bringen, was sie mit schweren Herzen, aber -der Nothwendigkeit nachgebend thaten, und von entfernteren Nachbarn -bereitwillige Aufnahme fanden. Am meisten zu bedauern waren die beiden -Wittwen, die Schneiderin mit 5 Kindern und die Müllerin; diese letztere -hatte erst 2 Jahre vorher großen Schaden an ihrer Mühle durch den -Kirchbach erlitten, und durch Ausbesserung desselben sich in große -Schulden versetzt; jetzt mußte sie alle 3 Mühlwerke abbrechen; denn -obgleich oben am Berge die Hauptmasse noch fest stand, so häufte sich doch -bereits der Schutt um die Mühle schon so sehr an, daß an der gänzlichen -Verwüstung nicht mehr zu zweifeln war; für das höher stehende Haus war -doch noch ein Rettungsschimmer da; allein es kam bald schlimmer. Das Dorf -Brannenburg hatte bis dahin noch keinen Schaden gehabt, als daß es sein -Trinkwasser für Menschen und Vieh verloren; denn Schloß und Bräuhaus haben -das Wasser von einer andern Seite her, und dieses ist für das ganze Dorf -weit zu wenig. - -Während ich am Dienstag Morgens oben an der Sagbruck das Schauerliche -dieses Ereignisses betrachtete, war unser Herr Graf wieder angekommen, und -sogleich hinaufgeeilt. Wir hatten uns umgangen, und als er Nachmittags vom -Berge herabkam, beehrte er mich mit einem Besuche. Noch unter der -Zimmerthüre fragte er mich hastig: »Wunderbar, wunderbar! Sie waren heute -oben; haben sie die beiden Haufen ruhig stehen gesehen?« -- Ja! war meine -Antwort; was ist wieder geschehen? -- »Ich fand sie auch ruhig stehen; -aber kaum war ich einige Minuten da, so hob sich der größere Haufe und -bewegte sich bedeutend weit gegen den Weiher -- gegen Brannenburg herab. -Wir standen erschrocken und staunend da, und fürchteten das Schlimmste für -Brannenburg. Da hörte auf einmal die Bewegung auf; der Haufe stand wieder -ruhig da. Plötzlich erhob sich der ungeheure Haufe wieder, und mit einem -Male war er wieder oben auf seinem vorigen Platze.« Dieses hatte der Herr -Graf und mit ihm viele Leute gesehen. - -Durch diese ganz ausserordentliche Bewegung mußte das Innere dieses -Haufens sich gelockert haben, Abends fing er an sich zu entleeren in das -tief und weit aufgewühlte Loch an der Sagbruck und in das Rinnsal des -Kirchbaches. - -Der Absturz vom Schrofen in größern oder kleinen Massen dauerte fort; -besonders stark war er in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch, und am -Mittwoch Morgens stand auch das dritte Tagwerk von der schönen hohen -Fichtenwaldung des Krappenbauers in der Nähe der vorigen Sagbruck; durch -die Gewalt der fürchterlichen Schlamm-Masse war dieses ganze Tagwerk ganz -stehend herabgekommen sammt seinem Grunde. - -Unermüdet arbeiteten die vielen Leute Tag und Nacht, um den Abzug des -Schlammes nach dem Rinnsale des Baches hin zu erhalten, und die vielen -herab gekommenen Bäume umzuhacken und fortzuschleppen. Sie wurden durch -die Güte des Herrn Grafen -- gleich vom Beginn des Bergsturzes -- mit -Speis und Trank versehen. Das schwer bedrohte Dorf Brannenburg war für -jetzt gerettet; aber um das arme Dörflein Gmein war es geschehen. Am -Mittwoch war die Mühle schon bis an das Dach vom Schutte umgeben, und noch -am selben Tage hatte das nette Holzerhäuschen das nämliche Schicksal; und -in der darauf folgenden Nacht ward auch das Haus des Schuhmachers Veit -fast ganz vom Schutte erdrückt. Bei dem nicht sehr schnellen Gange der -Schuttmasse hatten die armen Leute noch so viel Zeit, aus ihren bereits -geleerten Wohnungen alles Holzwerk bis auf den untersten Stubenboden -fortzubringen. Auf Anordnung des königl. Landgerichtes waren von nah und -fern Fuhrwerke gekommen, um bei diesem traurigen Geschäfte Hilfe zu -leisten. Nur der Besitzer des ärmlichsten Häuschens, der Weber Alois -Schrecker, hat im Vertrauen auf den Schutz des Allmächtigen sein Häuschen -nicht geleert, sondern Alles in seinem Stand gelassen; und sein Häuschen -steht noch unversehrt, freilich nur ein Paar Schritte von dem ungeheuren -Schutthaufen; und dieser Schutt häufte sich noch immer an, denn von dem -Berge herab kam er jetzt in gewaltigen Massen, und riß an den beiden -Seiten des weiten Rinnsales ganze Stücke von Holzungen und Grasflecken mit -sich fort. Ueberdieß hatte das von der Sagbruck an weit hinauf gestaute -Wasser von den nächsten Bergabhängen das Erdreich erweicht und mit sich -fortgeschlemmt. Am Donnerstage war das weite und tiefe Rinnsal des Baches -bedeutend hoch mit Schutt angefüllt, und von der Mühle gar nichts mehr zu -sehen, und der Bach machte sich nun selbst ein Rinnsal. Wie er vorher tief -unter dem Wohnhause des Müllers an der Mühle vorbei brausete, so lief er -nun oberhalb des Hauses, und dieses war jetzt bis fast an das Dach im -Schutte vergraben. Unten im Dörflein war nun auch das Holzer Häuschen ganz -verschwunden, und das Haus vom Schuhmacher Veit vom Schutte ganz erdrückt, -sah eben noch aus dem Haufen heraus; die beiden schönen Häuser der -Schneiderswittwe und des Schuhmachers Jos. Aestner, die etwas höher stehen -und das des Holzmeisters auf der linken Seite des Baches wurden gänzlich -demolirt und auf drei Seiten vom hohen Schutte umgeben. - -Das nun immer stärker vom Berge herabströmende Wasser hatte von der Mühle -abwärts durchaus kein Rinnsal mehr und ergoß sich auf beiden Seiten über -den hohen Schutthaufen hin über die weitum liegenden Getreide- und -Grasfelder. Reifes und unreifes Getreide und Grumet mußte in höchster Eile -gemäht und fortgeführt werden, um nicht alles zu verlieren; selbst am -Maria Himmelfahrtsfeste, dem Patrocinium der hiesigen Kirche mußte den -ganzen Tag hindurch gearbeitet werden. Von nun an aber ließ das -Herabwälzen der Schuttmassen allmählig ab. - -Während dieser traurigen Katastrophe war der Herr Regierungs-Präsident von -Bening mit sachverständigen Männern nach Brannenburg gekommen, um sich die -Sache zu besehen und auf Mittel zur Abwehr künftiger Abfälle zu denken. Es -ward beschlossen, das Bärnmoos abzuzapfen, was auch noch im Spätherbste -des nämlichen Jahres geschehen ist. Der Herr Oberbaurath Beyschlag hat -selbst den Schrofen in seiner Höhe überstiegen, und gesehen, wie der Berg -ganz durchklüftet ist, die Klüfte 4-6 und noch mehr Fuß weit und sehr -tief, und daß also neue Abfälle mit Recht befürchtet werden müssen, -entweder bei schneereichen Wintern, bei plötzlich einfallendem Thauwetter, -oder im Sommer bei Hochgewittern und den sie begleitenden gewaltigen -Regengüssen. Der Schreiber dieser Zeilen ist seit 45 Jahren oft genug -Zeuge gewesen von den großen Verwüstungen, welche dieser Wildbach -angerichtet hat, so daß die Felder auf beiden Seiten überfluthet und mit -Schutt bedeckt, und in dem nur eine Viertelstunde weiter hinab liegenden -Tegerndorf die Wohnungen zu ebener Erde voll Wasser wurden, die Menschen -in die obern Stuben flüchten und die Thiere auf die höher gebauten Tennen -gebracht werden mußten; damals war der in und an dem Bache liegende, den -Wasserlauf hemmende Schutt im Vergleich zur Gegenwart vielleicht wie -1:10,000; was ist also jetzt zu befürchten, da der Schutt in so -erschrecklichen Massen ganz in der Ebene daliegt? und wie leicht kann er -durch neue Abstürze von dem ganz zerklüfteten Berge noch ungeheuer -vermehrt werden! Von der Gewalt des abstürzenden Baches kann man sich -einen Begriff machen, wenn man bedenkt, daß sein Gefälle auf weniger als -einer Viertelstunde gegen 400 Fuß beträgt. Die Fläche des Berges, von -welcher dieser Absturz kam, ist nach der Schätzung Sachverständiger -ungefähr 40 bis 50 Tagwerke, und die Schuttmasse, die im August -herabgekommen in dem ganzen Rinnsale des Kirchbaches, wird auf nicht -weniger als 400,000 Schachtruthen geschätzt. - -Die Anwohner des Kirchbaches, auf der rechten Seiten der Sixtenbauer, auf -der linken Seite der Krebser und die Weiderer Bauerswittwe, und mit ihnen -die in der Gmein verunglückten Bewohner wegen ihrer nahen, wenigen, erst -vor einigen Jahren mit so vieler Mühe hergerichteten Feldungen, haben seit -dem Herbste ihre Besitzungen einigermassen, so viel möglich dadurch vor -der nahen Gefahr sich schützen wollen, daß sie durch umgehackte starke -Bäume eine Arche am Kirchbache hinab machten und an ihren Feldungen hin -Gräben zogen und einige Schuh hohe Dämme aufwarfen; aber sieh da! am 1. -April l. J. kam ein, nicht einmal heftiges Gewitter mit einem etwas -starken Regen, und um 9 Uhr Abends stürzte das Wasser heftig vom Berge -herab, überfluthete auf allen Seiten den ungeheuern Schutthaufen, -überschüttete die Feldungen und in der Stallung der Weiderer Bäuerin stand -das Vieh schon bis an den Bauch im Wasser. Von Brannenburg, Tegerndorf und -von den einzelnen Häusern herum kamen die Leute zusammen und halfen, dem -wilden Wasser den Lauf im Rinnsale des Baches zu erhalten; allein die -Arbeit wäre vergebens gewesen, wenn nicht der Regen nachgelassen hätte. -Die seit dem Herbste gemachte Arche am Bache ward in einem Augenblicke -zerrissen und fortgeschwemmt; die Gräben und Dämme an den Feldern hin -konnten der Gewalt des Wassers nicht widerstehen, und der Bach war schon -daran, sich ein neues Rinnsal durch das schöne Feld des Sixtenbauers zu -machen. Alle menschliche Mühe wäre unvermögend gewesen, solches zu -hindern, wenn nicht der Regen aufgehört hätte. Wie wird es erst bei -stärkeren Gewittern und heftigern Regengüssen gehen?! - - - - -Fußnoten: - - -[A] Diesen Aufsatz ließ ich dem Herrn Grafen Cäsar =Pallavicini=, jüngerm -Sohne unsers Herrn Gutsbesitzers, am 3. Mai lesen. Er mußte am 5. d. Mts. -nach Genua und Turin abreisen. Noch am 4. Abends gab er mir in einer -schriftlichen Erwiederung seine Ansicht über die Ursache dieser -Schrofen-Abstürze. Er mißt die Veranlassung dieser Abstürze nicht der -Auflösung des leichten Gerölles durch die Feuchtigkeit des Bärnmooses, -sondern vielmehr den Quellen des am Fuße des Schrofen hervorkommenden -Saubaches zu, die dessen Basis unterwühlen und so zum Absturze des Berges -wirken. -- Seit dem letzten Absturze hat die Wassermasse dieses Saubaches -bedeutend zugenommen. Die Ansicht des Herrn Grafen hat daher allerdings -große Wahrscheinlichkeitsgründe für sich. Seine obenerwähnte schriftliche -Erwiederung enthält aber auch ausserdem noch so viele interessante -Notizen, daß ich, dem gegen mich geäußerten Wunsche der verehrlichen -Redaction entsprechend und auf die gütige Zustimmung des Herrn Grafen -rechnend, das fragliche an mich gerichtete Schreiben desselben seinem -vollen Wortlaute nach hier mitzutheilen mir erlaube: - - - Brannenburg den 3. Mai 1852. - - Mein lieber Herr Benefiziat! - -Erlauben Sie mir einige kleine Bemerkungen Ihnen vorzulegen als Beiträge -zu Ihrer trefflichen Schilderung des Bergsturzes im Jahre 1851. - -Der Saubach entspringt unmittelbar aus dem Geröll des Schroffen selbst, -hat einen sehr kurzen Lauf, bleibt sich Sommer und Winter ziemlich gleich, -friert nicht zu, und sein helles reines Wasser, das einzige, wie Sie es -ganz richtig bemerkten, das uns in Brannenburg Trinkwasser verschafft, -läßt mich zweifeln, daß es als Abfluß der drei oberhalb des Schroffen sich -befindenden Moose zu betrachten sei, wohl aber als eine Ansammlung -verschiedener unterirdischen Quellen, die sich durch die tuffsteinartige -und zusammengehäufte Masse dieser Berge einen Weg bahnend auf der -lockersten Seite derselben einen Ausbruch finden, die Basis unterspühlen, -und durch ihr langsames, aber beständiges Wirken, nach verschiedenen -Zeitperioden, einen Absturz des überhängenden Gerölles herbeiführen. -Frühere Ueberschwemmungen haben ohne Zweifel auch in dieser Gegend Berge -(durch den Absturz von anderen mächtigeren) in breiten Thälern gebildet, -und solchen glaube ich die Entstehung des Schroffen und aller Hügel -zuschreiben zu können, die zwischen dem Sulzberg und dem Breitenberg sich -bis Brannenburg hindehnen, alle gleich in ihren Bestandtheilen, nemlich -Geröll mit einer Schichte von Humus überwachsen. - -Als Beweise davon werde ich erstens hindeuten auf die großen Schichten von -Lehm, die oberhalb der Schönau (theilweis noch jetzt sichtbar) im vorigen -August 1851, durch den Absturz des Schroffen gedrängt und geschoben, den -Wald des Krappenbauers dicht und aufrecht mit hinabschleppten, woraus -deutlich hervorgeht, daß in früheren Zeiten sich da ein großes -Wasserbecken befand, das diese Lehm-Ablagerungen bildete, und über diesem -Becken, durch einen Bergsturz überfüllt, entstanden die bewaldeten Hügel, -die jetzt mit ihrer Basis von Lehm ins Rutschen kamen. - -Zweitens bei der Ausgrabung des neuen Bräuhauses zu Brannenburg wurden in -einer Tiefe von 20 Fuß, unter mächtige Steinblöcke versenkt, -verschiedenartige Baumstämme gefunden, als Eichen, Buchen und Fichten; -dieser Grund war schon fruchtbar im Anfang dieses Jahrtausends, da er zu -den Besitzungen der Sulzberger gehörte, Ministerialen der Sibotone, und -blieb es seither, da er im fünfzehnten Jahrhundert von den Tarchingern der -Kirche von Brannenburg geschenkt wurde. Die Erhaltung der weichern -Baumsorten, die durchaus nicht vorkommende Versteinerung der härteren -bekräftigen meine Vermuthung, daß, obwohl dieser Bergsturz vor _Anno_ 1000 -geschehen, er doch nicht in viel frühere Zeitperioden zurückzuschieben -sei, und könnte dieses Ereigniß nicht vorgefallen sein ungefähr nach der -ersten Gründung der Kirche von Brannenburg 700-800 und könnte es nicht den -Lauf des Baches vom Lechner Graben in sein heutiges, mehr südlich -gelegenes Bett hingedrängt haben, für welche Behauptung einigermassen -selbst der Name »=Kirchbach=« eine Bestätigung darbietet -- ? -- - -Nur durch ein Wunder ist voriges Jahr eine ähnliche Aenderung im Laufe des -Baches nicht vorgekommen. Am 1. April 1852 hätten die brausenden Fluthen -sich beinahe einen neuen Abfluß gebahnt in die Felder des Sixenbauers, und -nur das Nachlassen des Hochwassers, nicht die Anstrengung der Menschen -haben diesen armen Bauern =vor= einer gänzlichen Verschüttung seiner -Gründe bewahrt. Vor einigen Monaten war ich selber oben auf der Schneid -des Schroffens, und habe mich überzeugen können, daß die durch die tiefen -Spaltungen und durch die gesenkte Stellung herabzustürzen drohenden Massen -ungeheuer sind. Es zu hindern sind die Menschen mit ihren intellectuellen -oder physischen Kräften gänzlich unfähig; nur vom Willen des Allmächtigen -hängt es ab zu bestimmen, in welcher Größe sich diese drohenden Massen -ablösen werden, wodurch sich die Gefahr verhältnißmäßig berechnen läßt. - -Die zwei günstigeren Fälle wären, 1. daß diese Bergstürze in kleineren -Abtheilungen successiv vorkämen, wodurch das reißende Wasser des -Kirchbaches mit Leichtigkeit den Schutt und Schlamm herausspülen könnte, -oder 2. eine plötzliche allgemeine Senkung des obern zerklüfteten Kogels, -der einen solchen Damm im Thale aufthürmen würde, daß ein neuer See sich -bildete, wo jetzt die Bremau und die Schlüpfgruben-Alpe vom Bache -geschieden sind. - -Was aber die Regierung in ihrer Weisheit und Wohlthätigkeit vornehmen -sollte, um diesen armen Gemeinden zu Hülfe zu kommen, um ihre in der Ebene -gelegenen Felder vor einer gänzlichen Verschüttung zu bewahren, wäre, den -Lauf des Baches so viel als möglich von der Schönau aus bis zum -überschütteten Dörflein Gemeinde zu räumen, und wo er in die Ebene mündet, -eine gut vorgenommene Regulirung zu unternehmen, mit festen Dämmen -versehen, um die allmälige Fortspülung der Steine und des Schuttes gegen -den Inn zu erleichtern. - -Empfangen Sie, mein lieber Herr Benefiziat! diese Bemerkungen mit -Nachsicht und als Beweis, mit welchem Interesse ich Alles lese, was Sie -über unsere schöne Gegend zu schreiben gedenken. - - Leben Sie recht wohl Ihr Freund - - Cäsar Pallavicini. - -[B] Nach dem Tode des letzten Grafen von Preysing aus Brannenburg, Max -_VI._, am 14. August 1841, verkauften dessen Erben das Allodialgut -Brannenburg in einer Versteigerung am 29. Juli 1843 an Ihre königl. Hoheit -die verwittibte Frau Kurfürstin von Bayern Maria Leopoldina, geb. -Erzherzogin von Oesterreich, für 293,000 fl. Diese ließ das ohnehin gut -gebaute Bräuhaus mit einem Aufwande von mehr als 10,000 fl. erweitern und -zweckdienlicher einrichten, und erbaute eine Viertelstunde vom Dorfe weg, -auf eigens dazu angekauftem Grunde, vom Bauer zu Thann am Wege gen St. -Margrethen den schönen Sommerbierkeller, der über 30,000 fl. kostete. - -Am 23. Juli 1818 wollte die alte hohe Frau von München auf ihr Landgut -Kaltenhausen bei Salzburg reisen. Vor ihrer Abreise hatte sie schon eine -Ahnung von einem Mißgeschicke auf dieser Reise und hatte als gute Christin -sich darauf vorbereitet. Als sie an besagtem Tage Nachmittags halb zwei -Uhr von Wasserburg den jähen Gasterberg hinauffahren wollte, kam ihr von -oben herab ein Salzfuhrwagen, an dem die Hemmkette gebrochen war, im -schnellsten Laufe entgegen. Im eiligen Ausbeugen ihres Wagens fiel solcher -um; die alte Frau erlitt zwar keine Beschädigung; aber der plötzliche -heftige Schrecken mag ihr einen Schlagfluß zugezogen haben; sie wurde in -ein nahestehendes Häuschen gebracht, wo sie nach wenigen Minuten -verschied. Ihre Leiche ward auf ihrem Gute Stepperg bei Neuburg an der -Donau beigesetzt. Brannenburg kam an ihren jüngeren Sohn, Max Graf von -Arko. Dieser, ein außerordentlicher Jagdfreund, hatte zu seinem -Jagdbezirke um Brannenburg auch die königl. Jagden von Aurdorf, -Fischbachau und Bayerisch-Zell gepachtet, und überdieß auch den Jagdbezirk -von Landl und Thiersee im Tyrol -- die sogenannten Kommandantenjagden von -Kufstein; und hatte diese Jagden in den trefflichsten Stand gesetzt und -große Summen darauf verwendet. Durch die bekannten übermüthigen Frevel des -tollen Jahres 1848, wurden wie überall auch diese Jagdbezirke gänzlich -verwüstet, und dieses schmerzte ihn so sehr, daß er seine 3 Landgüter -Brannenburg, Zinneberg und Hohenburg an den Herrn Grafen Fabio Pallavicini -verkaufte. - - - - -Anmerkungen zur Transkription: - - -Das Original ist in Fraktur gesetzt. - -Im Original in _Antiqua_ gesetzter Text wurde mit _ markiert. - -Im Original =gesperrt= gesetzter Text wurde mit = markiert. - -Doppelte Anführungsstriche wurden durch » (unten) und « (oben) ersetzt. - -Einfache Anführungsstriche wurden durch > (unten) und < (oben) ersetzt. - -Schreibweise und Interpunktion des Originaltextes wurden übernommen; -lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. - -Einige Ausdrücke wurden in beiden Schreibweisen übernommen: - - Haufe und Haufen - - ausserordentliche und außerordentlicher - - Holzer Häuschen and Holzerhäuschen - - nemlich and nämliche - -Folgende offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert: - - geändert wurde "durch die tufsteinartige und zusammengehäufte" - in "durch die tuffsteinartige und zusammengehäufte" - (Fußnote A) - - geändert wurde "Ebene, genannt »die Schön,« die aber" - in "Ebene, genannt »die Schön«, die aber" - (Seite 4) - - geändert wurde "unsere alte 92jährige Meßners-Wittwe," - in "unsere alte 92-jährige Meßners-Wittwe" - (Seite 5) - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Einfache Erzählung von dem -schrecklichen Absturze des Schrofenberges und der dadurch erfolgten Verwüstung bei Brannenburg im August 1851 [1852] {Fraktur}, by Sebastian Dachauer - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK EINFACHE ERZÄHLUNG *** - -***** This file should be named 42937-8.txt or 42937-8.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/4/2/9/3/42937/ - -Produced by Iris Schröder-Gehring and The Online Distributed -Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This transcription -was produced from images generously made available by -Bayerische Staatsbibliothek / Bavarian State Library.) - - -Updated editions will replace the previous one--the old editions -will be renamed. - -Creating the works from public domain print editions means that no -one owns a United States copyright in these works, so the Foundation -(and you!) can copy and distribute it in the United States without -permission and without paying copyright royalties. Special rules, -set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to -copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to -protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project -Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you -charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you -do not charge anything for copies of this eBook, complying with the -rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose -such as creation of derivative works, reports, performances and -research. They may be modified and printed and given away--you may do -practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is -subject to the trademark license, especially commercial -redistribution. - - - -*** START: FULL LICENSE *** - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project -Gutenberg-tm License available with this file or online at - www.gutenberg.org/license. - - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm -electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy -all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession. -If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project -Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the -terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or -entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project -Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement -and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic -works. See paragraph 1.E below. - -1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" -or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project -Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the -collection are in the public domain in the United States. If an -individual work is in the public domain in the United States and you are -located in the United States, we do not claim a right to prevent you from -copying, distributing, performing, displaying or creating derivative -works based on the work as long as all references to Project Gutenberg -are removed. Of course, we hope that you will support the Project -Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by -freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of -this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with -the work. You can easily comply with the terms of this agreement by -keeping this work in the same format with its attached full Project -Gutenberg-tm License when you share it without charge with others. - -1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern -what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in -a constant state of change. If you are outside the United States, check -the laws of your country in addition to the terms of this agreement -before downloading, copying, displaying, performing, distributing or -creating derivative works based on this work or any other Project -Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning -the copyright status of any work in any country outside the United -States. - -1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: - -1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate -access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently -whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the -phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project -Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, -copied or distributed: - -This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with -almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or -re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included -with this eBook or online at www.gutenberg.org - -1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived -from the public domain (does not contain a notice indicating that it is -posted with permission of the copyright holder), the work can be copied -and distributed to anyone in the United States without paying any fees -or charges. If you are redistributing or providing access to a work -with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the -work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 -through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the -Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or -1.E.9. - -1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted -with the permission of the copyright holder, your use and distribution -must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional -terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked -to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the -permission of the copyright holder found at the beginning of this work. - -1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm -License terms from this work, or any files containing a part of this -work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. - -1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this -electronic work, or any part of this electronic work, without -prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with -active links or immediate access to the full terms of the Project -Gutenberg-tm License. - -1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any -word processing or hypertext form. However, if you provide access to or -distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than -"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version -posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org), -you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a -copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon -request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other -form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm -License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing -access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided -that - -- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from - the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method - you already use to calculate your applicable taxes. The fee is - owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he - has agreed to donate royalties under this paragraph to the - Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments - must be paid within 60 days following each date on which you - prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax - returns. Royalty payments should be clearly marked as such and - sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the - address specified in Section 4, "Information about donations to - the Project Gutenberg Literary Archive Foundation." - -- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies - you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he - does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm - License. You must require such a user to return or - destroy all copies of the works possessed in a physical medium - and discontinue all use of and all access to other copies of - Project Gutenberg-tm works. - -- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any - money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the - electronic work is discovered and reported to you within 90 days - of receipt of the work. - -- You comply with all other terms of this agreement for free - distribution of Project Gutenberg-tm works. - -1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm -electronic work or group of works on different terms than are set -forth in this agreement, you must obtain permission in writing from -both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael -Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the -Foundation as set forth in Section 3 below. - -1.F. - -1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable -effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread -public domain works in creating the Project Gutenberg-tm -collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic -works, and the medium on which they may be stored, may contain -"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or -corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual -property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a -computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by -your equipment. - -1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right -of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project -Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project -Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all -liability to you for damages, costs and expenses, including legal -fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT -LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE -PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE -TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE -LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR -INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH -DAMAGE. - -1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a -defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can -receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a -written explanation to the person you received the work from. If you -received the work on a physical medium, you must return the medium with -your written explanation. The person or entity that provided you with -the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a -refund. If you received the work electronically, the person or entity -providing it to you may choose to give you a second opportunity to -receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy -is also defective, you may demand a refund in writing without further -opportunities to fix the problem. - -1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO OTHER -WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO -WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. - -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. -If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the -law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be -interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by -the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any -provision of this agreement shall not void the remaining provisions. - -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance -with this agreement, and any volunteers associated with the production, -promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, -harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, -that arise directly or indirectly from any of the following which you do -or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm -work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any -Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause. - - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of computers -including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists -because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from -people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. -To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation -and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 -and the Foundation information page at www.gutenberg.org - - -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive -Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent -permitted by U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. -Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered -throughout numerous locations. Its business office is located at 809 -North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email -contact links and up to date contact information can be found at the -Foundation's web site and official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To -SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any -particular state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. -To donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic -works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project Gutenberg-tm -concept of a library of electronic works that could be freely shared -with anyone. For forty years, he produced and distributed Project -Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. -unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily -keep eBooks in compliance with any particular paper edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search facility: - - www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. - |
