diff options
Diffstat (limited to '40317-8.txt')
| -rw-r--r-- | 40317-8.txt | 1294 |
1 files changed, 0 insertions, 1294 deletions
diff --git a/40317-8.txt b/40317-8.txt deleted file mode 100644 index 7f46e5d..0000000 --- a/40317-8.txt +++ /dev/null @@ -1,1294 +0,0 @@ -The Project Gutenberg EBook of Hymnen, by Otokar Brezina - -This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with -almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or -re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included -with this eBook or online at www.gutenberg.org - - -Title: Hymnen - -Author: Otokar Brezina - -Translator: Otto Pick - -Release Date: July 24, 2012 [EBook #40317] - -Language: German - -Character set encoding: ISO-8859-1 - -*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK HYMNEN *** - - - - -Produced by Jens Sadowski - - - - - - - - -Ottokar Brezina - - -Hymnen - -1913 -Kurt Wolff Verlag · Leipzig - - -Dies Buch wurde gedruckt -im Oktober 1913 als zwölfter -Band der Bücherei »Der jüngste Tag« bei -Poeschel & Trepte in Leipzig - - -Berechtigte Übertragung von Otto Pick - -Copyright 1913 by Kurt Wolff Verlag, Leipzig - - - - -Die Glücklichen - - - Gefährliches Schweigen fiel in unsere Einöden und in die Tiefen der - Wälder, - wo die höchsten Wipfel der Bäume von den Wundern des Lichtes - flüsterten, - ein langer Aufschrei erbebte -- und es neigte sich Durst zu der - Quelle des Blutes. - - Zwischen uns und den Sternen ziehen die Wolken der Erde. - Mit tausend feurigen Augen in unsere Nächte blicken spöttisch die - Städte - und in den klingenden Gärten, wohin die Sterne tropften wie Tau, - entstieg den Düften Begier. - Jahrhunderte künftiger und vergangener Schuld begegnen sich im - Wahnsinn der Menge - und die Hände, die, müde vom Recken zur Höhe und in Gebeten, sich - senkten, - schwärmen von glühenden Berührungen und nicht gehorcht uns unser - reineres Träumen. - Fahl wurden die lieben Gesichter in unserer Seele, die Worte - erstickten in schmerzlichem Lachen, - unsere ätzende Atmosphäre machte die Blüte der Farben und Dinge zu - Schatten. - Dampf raucht aus den Wassern, auf denen wir fahren, versteinert - sind unsere Ruder in ihnen, - die schmerzlich gekrampften Hände halten sie kaum, so reglos hängt - ihre Schwere in den Wellen, - und schwindelnd faßt uns die Suggestion der Tiefen. - - So sprach zu euerer Seele das Dunkel, doch stumm eurem Schmerze - und eueren Blicken, die die Tiefe verloren, bleibet die Erde: - weit irrt, vor euch Schwachen, ihr Traum in Jahrtausenden, - duftend und bebend in den Strahlen des Höchsten. - - O Glückliche, die ihr aus diesen Augenblicken frei und rein euch - erhobet, - öffnend die Augen, die vom Sturmwind des Feindes geschloßnen. - Den Starken ähnlich, als sie am Tage des Todes auszogen, Gebet auf - den Lippen: - Flügelschlag höherer Wesen gab ihren Schritten den Rhythmus, - und ihr magisches Lächeln, der Sonne befahl es: - Stehe still über unserem Tag und gehe nicht unter, - bis die Ernte der Saat reift und wir auf der Walstatt anstimmen ein - Danklied! - Und die Sonne stand still über ihrem Tag und ging durch - Jahrhunderte nicht unter, - denn der Tag der Sieger, der Tausenden Licht gibt, leuchtet auf - ewig. - - O Glückliche, die ihr aus diesen Augenblicken frei und rein euch - erhobet - und durch euer Gebet mit _einem_ Flügelschlag die duftenden Träume - der Erde erreichtet: - aus den unsichtbaren Gärten, bepflanzt mit tausenden Toten, die - eueres Werkes dort harren, - einatmet ihr tief die stärkenden Düfte. - - - - -Gebet für die Feinde - - - Deine Macht schuf, daß unsere Röte in die Wangen unserer Feinde - hinüberfloß, - als unser Antlitz vor Bangen erblaßte, - und das Licht in den Blicken der Feinde machtest du klar wie Sterne - durch unsere Bewölktheit. - Ihre freudigen Schreie entstiegen unserem Schweigen - und den Hauch unserer Grabblumen aus ihren Knospen einatmeten sie - als lieblichen Duft. - Aber unser Gespenst schlich sich ein in ihr Träumen, knüpfte sich - fest in ihrer Tanzlieder Kette, - und unsere stillsten Einsamkeiten waren der Ort unserer Begegnung. - - Deines Geheimnisses schwerer Schatten seit ewig trennt ihre Seelen - und uns. - Das mystische Licht, das du den Blicken entzündet, es brach sich - anders in ihrer Brust - und der Sommer, in dem ihre Ernte reifte, als Feldbrand durchzog er - unsere Fluren. - Aus ihren Stimmen brausen uns Winde, die hundertjährigen Sturm uns - brachten, - das Leid vergessenen Weinens und auf den Ruinen verzweifeltes - Schweigen. - Ihr Lächeln ist voller Gefahr und Erinnerung an die unbekannten - Siege der Toten - und ihrer Stirne Düster ist der Schatten rätselhafter Tode vor - Jahrhunderten. - In ihren und unsern Gedanken kämpft der stumme Wirbel der Stimmen - aus der Tiefe der Seelen, - Echo der Gedanken der Väter, Vermächtnis der Trauer und Schuld - erkalteter Blute: - deines Geheimnisses schwerer Schatten liegt zwischen ihren Seelen - und uns. - - Allgegenwärtiger! Du in Jahrhunderten unverwandeltes Lächeln! - Umarmung, umfassend die Unendlichkeit! Singendes Pochen tausender - Herzen! - Flammen, entsprühend vor Lust verlöschenden Blicken! - - Du, dessen Liebe wie brennender Schwefel fällt in die Gärten der - irdischen Liebe! - Wir beten ein Gebet für die Feinde, die im Dämmern des Lebens uns - nahen, - für sie, die außer uns gehn, unbekannt in der Ferne der Erde, des - Todes, - und für jene, die an künftigen Morgen erwarten den Morgen unsres - Geschlechts! - - Deines Geheimnisses schwerer Schatten liegt zwischen ihren Seelen - und uns. - Wege zu dir sind unsere Siege und unsichtbare Siege sind in unserer - Überwindung. - Dem Zischen der Schwerter mischt sich das Rauschen der Ähren - geheimnisvollen Reifens. Echo der Hiebe erklingt in der - Ferne. - Im geschliffenen Stahl unserer Schwerter und der Schwerter der - Feinde entzündest du _eine_ Sonne aller Morgen, - und den Samen von blutenden Händen lässest du aufblühen als Lilien. - Zahllose Flammen seit ewig verzehren das Dunkel. Auch die Sonne und - der geheimnisvolle Durst aller Welten, - doch immer erneut wälzt sich's her aus kosmischen Höhen. Und doch - wird am Ende Licht sein. - Und unsere schmerzlichen Schreie, einst werden sie tönen wie - Bienen, - nahend den Stöcken mit der Süße des Honigs, den sie errafften auf - den Fluten der Zeiten. - Wir kämpfen deinen geheimnisvollen Feldzug. - Du bestimmtest die Führer der Truppen und machtest ihre Höhe die - Jahrtausende überblicken, - die Strahlen ihrer Blicke brachen nicht im Übergang von Mitte zu - Mitte - und das Flüstern ihrer Befehle ward zum Donner im Echo der Tiefen. - Du gabst Kraft unserm Angriff, als die Landschaften des Lichtes von - unseren Schritten erdröhnten, - und Kraft den Armen der Feinde, als wir die Siege des Tages - bei nächtlichen Fackeln entwarfen! -- - Unsere Tage erstehen in Nebeln und bange und bange und bange! - Unser Ermatten sät Rosen auf die Felder der Feinde! Und es führt - unser Weg zu den Grenzen der Zeit! - O Ewiger! - Im Azur künftiger Jahrhunderte raucht zu dir als ein Bittopfer der - Schmerz aller Siege - und das Falten aller Hände, die von Tränen benetzt sind, nach - mystischer Verzeihung ruft es! - Mache unsere Hiebe süß und die Zahl der Lebenden größer, nicht - kleiner! - Und daß in der Stille unseres Schmerzes in der Seele die mystischen - Quellen des Lichtes uns rauschen, - denn der Schmerz und das Licht sind der Vibration deines - Geheimnisses einzige Formen! - Mögen im Mittag unseres Kampfes uns klingen die ätherischen Küsse - der im Tode versöhnten Seelen, - und die von der ewigen Schuld entzündeten Wangen kühle der Tau - eines neuen Schattens, - in dem auch wir die Seelen unserer Feinde dereinst im Grimme der - Liebe durchdringen, - die wir leugneten weinend und im rosigen Regen der Küsse der Toten, - denen du befahlst, zu welken auf den Lippen des Kämpfers! - - - - -Die Stadt - - - Ich sah eine Stadt im Flor fremden Lichts. Und Sonne - hing bleich und des Glanzes beraubt über ihr, - nichts mehr als ein Stern inmitten von Sternen. - - Tausend Türme wuchsen zu den Wolken und eines vor langem zerstörten - Turmes Schatten erhob sich. Zahllose Massen wälzten sich torwärts - und hervor aus den Toren, - Musik zu unbekannten Festen ertönte, es kamen Züge von Büßern, - Soldaten kehrten vom Kampfplatz, Gefangene schritten in Ketten, - und den Gräbern entstiegene Schatten irrten inmitten der Menge, - und in die Stimme der Lebenden mischte sich ihre Stimme und - herrschte: - Sie vereinigten Hände von Fremden und ihr Lachen fiel in der - Liebenden Küsse, - wo sie durch Umarmungen schritten, sanken die geöffneten Arme, - und aus ihren im Vorwurf der Schuld unheimlich klaffenden Augen - brach eine geheimnisvolle Sonne und floß jenes Leuchten, - das die Stadt und tausend Lebende in sein melancholisches Zittern - tauchte. - Und ich irrte allein durch die Menge, der Schlag meines Herzens - erstarb im Pochen zahlloser toter und lebendiger Herzen - und die magische Welle aller unserem Tage erloschenen Blicke - bestrahlte die Seele mir. Und dort traf ich dich: - deinem Odem entwehte der Duft meiner tiefsten Einsamkeiten, - der Heimaterde, der ätherischen Blüten im dunkelnden Laubgang, - erblüht in des Nachthimmels silbernem Regen, - und deine Stimme bebte von Stimmen, die ich im irrenden Winde - erlauscht - bei meines einsamen Feuers Geprassel. - - - - -Ich bin wie ein Baum in Blüte . . . - - - Ich bin wie ein Baum in Blüte, tönend von Bienen, Insekten: Lachen - und Ruh; - Blut: Aufgang der Sonne, Tag badet verjüngt im feurigen Schein; - in den Korridoren des Lichts habe ich Düfte gebreitet für meiner - Liebhaber Schuh' - und in den Schoß der Frauen warf ich das Geheimnis der Nächte - hinein. - - Doch eifersüchtig, wenn ich nachts, matt von der Lenze Umarmung, im - Schlummer denk', - will ich nicht, daß du meine ätherischen Schwestern begehrst, die - dich locken zum Tanz: - in Jahrtausenden häuft' ich Schätze, ein Königsgeschenk, - und jenen, die nichts zu fordern verstehen, geb' ich es ganz. - - Für sie ist die Grausamkeit meiner Liebe, - Ermattens Grabesnacht, - meiner Blicke Tiefe, so seltsam - wie Sternenbilder entfacht, - Kelch meiner Sekunden, wo der Ewigkeit Licht - wie Blut sich ergießt, - und der Küsse Taumel - böse und süß. - - Bin nicht wie die Schwestern: ewige Nacht - breitet sich rot hinter meinen Träumen aus, - mit der Hochzeitsfackel ob der Liebenden Haupt - anzünd' ich das Haus: - Mit feuriger Sichel schnitt ich die Blüten, gesät von mir, - mit Flammen verjag' ich, den ich lockte, der Vögel Zug; - doch die Seelen, harrend seit Jahrhunderten, kommen aus - geheimnisvoller Nacht heran, - in tötlicher Stille auf rauschender Bahn, - ätherischer Falter funkelnder Flug, - die Fackeln umkreisend, entzündet von mir - um der Erde feurigen Bug. - - Sklavin des Ewigen, Fürstin des Wahns, ich kenne der Masse tieferen - Klang, - erster Sonne Pracht, Wolke des Tages, der sinkt; - ein Tränenstrom netzt meine herrlichen Wangen, entfließend der - Wimper, die in Wollust sank, - in meinem Weinen spiegelt sich das Kreisen der Sterne, Musik der - Nacht in ihm sich aufschwingt: - denn Fluch der geheimen Schuld und die Zeit schluchzt in meinem - Lachen bang - und in meinem, vom Lachen des Lichtes tränenden Weinen - Hoffnung der Wiederkehr klingt. - - - - -Motiv aus Beethoven - - - Das war kein leiser Hauch aus ewigfernen Jahren, - vor meiner Seele Fenstern stieg zu mir - Klang deiner Töne: Komm, im wunderbaren - Goldregen unserer Sterne baden wir. - - Duft in den Gärten schläft und Himmelsblau in Teichen, - künftiges Morgenrot schloß sich in Blüten und - die Lieder schlafen warm in Nestern; fern entweichen - siehst du den Farbenschaum, grau sinkend auf den Grund. - - Dunstschleier wird sich wie ein Vorhang breiten, - silbern mit Licht verwebt, wie aus Asbest, - während in schwarzen Waldeseinsamkeiten - das Leid sich matt zu Boden gleiten läßt. - - Das Dunkel der Gewölbe will die Sternenlüster überbauschen, - kosmischer Samenstaub, und still wie ein Gewicht - sinkt Dunkel auf den Raum, wo fern die Ruder rauschen - entglittner Zeit. O sage, fühlst du nicht, - - wie sich der Atem engt, betäubt von Nacht und Düften? - Und vieler Träume Flug sich in der Runde hebt - und lachender Jasmin und Rosenhauch in Lüften - in seiner Schwingen Wehn aus seiner Hülle bebt? - - Wie dir Erinnerung auflodert in der Seele, - verhaltener Kräfte Quell dir an die Schläfen schlägt, - der Küsse Heftigkeit verbrennt dir Mund und Kehle, - und toten Glanzes sich dein Blut in Adern regt? - - Daß die Pupille dir ein innerer Brand entzündet, - den Schatten, deiner Schritte Kette, nahm und brach, - und daß meine Hypnose in der Seele Kammern bindet - dein Leid an des Gedankens Lager, wo es nie erwacht. - - Und fühlst du, wie Sein Hauch dem Tau der Sternenwiesen - milchstraßenwärts hinwehend sich vereint, - und Sehnsucht nach dem Tod, wie wundersüßes Fließen, - und sieghaft Lust und der Begierden schwarzer Wein, - - und zweier nackten Arme gieriges Beginnen, - auf Alabasterbrüsten, weich zur Ruh, - in dein erregt berauschtes Wesen rinnen, - als schlössen sich die matten Sinne zu? - - Kristall der Lampe füllt' ich mit dem Öle meiner Töne, - ich wölbte deine Gruft aus strahlendem Gestein. - O komm und auf der Zauberblumen Kissen lehne - in Falten matten Dufts dein müdes Haupt hinein. - - Hörst meine Glocken du? Komm: ehe dir im kühlen - Erwachen sich das Leid aus deiner Seele schwingt, - sollst auf den Lippen du mein süßes Grablied fühlen, - und spüren wie sein Kuß dein Leben aus dir trinkt. - - Und bis dir lohen wird der ewigen Tage Schimmer - (Regen von Feuerrosen), wird dir sein, - als wärst bei offenem Fenster du im Zimmer - und Morgenlieder still wehten zu dir herein. - - - - -Die Natur - - - Es tönten melodisch die verborgenen Quellen und mein Tag sang sein - Lied zu dieser Musik - an den melancholischen Gestaden. - Die Trauer einstigen Lebens, aus dem ich hervorging, entstieg allen - Düften - und dem Flüstern der Bäume und dem schweren Geläut der Insekten - über den Wassern, - und ganze Jahrhunderte lagen zwischen ihnen und meiner - blumenpflückenden Hand, - zwischen meinen Augen und der Welt voll Geheimnis, - die mit tausend fragenden Blicken stumm meine Seele durchforschte. - - Gewölk verdunkelte die westliche Sonne. Und meine Seele befragte - die Winde: - Sind dieses nahende oder fliehende Wolken? - Verstummten die Winde, zu gehorsamen Spiegeln glätteten sich die - Wasser, - und die Sterne, wie Brände in den kalten Wogen strahlender Meere - verlöschend, - erbrausten und rauschten über mir, unsichtbar: - Es schwindet das Licht nur beim Nahen größeren Lichtes, - eines noch größeren, größeren Lichtes. - - - - -Wo schon vernahm ich? . . . - - - Du erschlossest die Fenster der Nacht, o Erschließender! Da weht' - es herein voll Geheimnis - und riß die Flügel meines stärksten Gedankens mir aus dem Bereich - meiner Blicke. - Im Taumel, als würde das ewige Kreisen der Erde in den Wolken der - Welten - in der Seele bewußt mir, kam Gefühl des anderen Daseins in mich. - - Von Erde zu Erde, von Sonne zu Sonne fiel Stille herab mit - schwereren Schlägen - und neue Stille als Echo entstieg meinen Tiefen, andere Stille als - die Stille der Erde: - Sie brauste vom Atemzug Tausender, von hundertjährigen Küssen, vom - schwindligen Schweigen längst nicht mehr pochender Herzen, - vom Flug aller toten und künftigen Flügel, von den ewigen - Symphonien der Strahlen, - vom melancholischen Läuten der Regen, die, fruchtbar, in - hundertjähriges Reifen sich stürzen, - vom Aufschrei in Träumen, die das Morgenlicht fürchten, und von der - Düfte mystischem Flüstern. - Sie bebte vom Sturme einstiger Meere in der künftigen Blitze - Riesenorchester, - die letzten Kadenzen verklungener Lieder verschmolz sie dem Anfang - unbeendeter Lieder. - Stumme Fragen von nimmermehr fragenden Lippen! - In den Ekstasen des Todes voll Durst in die Ferne geheftete Blicke! - Dumpfe Stille geheimer Suggestion von Leidenschaften, die - schmerzlich reisen zu künftigem Aufblühn, - die Völker führend durch die Mittnacht der Zeiten, in dem blutigen - Abglanz der nördlichen Lichter: - Worte gekuppelt aus dem Flackern der Lichter, die fahl in den - irdischen Gedanken verlöschen, - und innere Stimmen, die in den Tiefen der Seelen, ungehört, den - Jubel der Seelen aller Welten und eines neuen Lenzes Lächeln - erwidern! - Rausch aller künftigen Träume, die mit flammenden Regenbogen - als neue Sonnen am Himmel deines unsterblichen Hauches erblühen! - Ewiger Wirbel der stummen Blitze, in dem deines heiligen Willens - Gebote - fliegen vom Geheimnis der unsichtbaren Welt hinüber ins Reich der - ersterbenden Farben. - - O Ewiger! Jetzt, da machtlos, von Liebe geschwächt die Hände mir - sanken, - erschaut' ich mein Leben, von unbekanntem Lichte verwandelt: - das blasse Flimmern der Farben, von meiner Fenster eisigen Blumen - aufspritzend, - zerschmolz, von deinem feurigen Hauche verwaschen und in der Pracht - deiner Gärten tobt' ich mit Blicken. - Und doch, o mein Vater! wo schon vernahm ich die Stimme deiner - Stille, die mich so bekannt dünkt? - Wo schon gewahrt' ich die Pracht deiner Länder, daß ich ihrer Düfte - Geschmack wohl erkenne? - Und den Glanz deines Blicks, der meine Seele in Schlummer versenkte - und sie erweckte zu diesem Träumen? - Auf meinen Lippen brennt die Süße deiner Trauben und die Küsse - verbrüderter Seelen. - Die Feier deiner Glocken fällt in meine Träume und läßt mich - träumen von der Musik - und die Morgenzeichen deiner Boten, mir im Traume begegnen sie der - Ahnung des Todes. - Dein süßes Erinnern blieb mir in der Seele, wie duftiges Dunkel - nach löschendem Lichte, - durchströmt meine Blutwärme, als hielte geliebt eine Hand, nächtens - im Schlummer, gefaßt meine Hände - und ließe im langen innigen Drucke mich träumen von Liebe. - Deines mystischen Mondes Mitternacht reizt meinen Sang, im Traume - sich durch Gefahren zu tummeln, - und wie aus nächtlich leuchtenden Steinen atmet mir Schönheit aus - deiner täglichen Lichter Geheimnis, - und vor Liebe verstummt spricht meine Seele mit ihrer Stimme von - einstmals. - - -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- - - Die ewige Nacht entschlief in den reifenden Feldern. Von oben - erglänzten vertraut mir die Sterne. - Vom Morgen anhuben zu flüstern die Düfte, die Stimme der Stille - tönte bekannt, - von der Sonne träumten die Apfelbäume, von der reinen Begegnung der - Seelen die Knospen der Rosen, - meine Seele, glücklich und bang, von der Heimat. - - - - -Erde? - - - Es breitet Welt um Welt sich aus, - ein Stern am andern, bricht Mitternacht herein, - und einer darunter umkreist eine weiße Sonne, - und seinen Flug hüllt Musik geheimnisvoller Freude ein, - und die Seelen jener, die am meisten litten, - in ihn gehen sie ein. - - Hundert Brüder sagten: Wir kennen sein Geheimnis, - in ihm stehn Tote vom Traum auf, Lebende schwinden im Traume dahin; - die Liebenden sagten: Die Blicke erblinden vor übermächtigem Glanze - und wie Duft fremder Blumen tötet die Zeit jeden darin; - und sie, die durch die Jahrtausende sahen, - fragen: Erde? mit heiterem Sinn. - - - - -Mit dem Tode reden die Schläfer . . . - - - Siehe, die Stunde, in der die Schwerkranken noch schlimmer sich - fühlen - und die Liebe Allwissenheit erlangt. - Über alle Meere und Festländer fliegen tausend Stimmen herüber, - mit welchen, wie mit Psalmen eines einzigen Chores, die Brüder den - Brüdern entgegnen. - - -- Der Westen verglühte, mit dem Tode reden die Schläfer und unsere - Städte - sind still schon. Die Erde: ein verlorener Strand im Meer der - Unendlichkeit, - darüber der kalte Azur, Baldachin einer offenen Basaltgrotte, - die ausgebrannt ist. Es klagt in ihr nur die Stimme deiner Meere - und ihre schäumenden Wellen schlagen her durch die tragische Stille - und funkeln höhnisch durchs Dunkel im Glanze herrlichen Goldes, - geschwemmt von den Inseln zahlloser entfernter Welten, - unerreichbarer. Und wir deine Gefangenen hier! - Im Sturm, der sich wälzt und unter gefallenen Sonnen hoch - aufspritzt, - das Rauschen des Schilfs über blutigen Nestern . . . - Niemand totärmer als wir hat je sich der Zeiten Geheimnis genähert: - denn auch der Schmerz reift in Jahrhunderten zur Vollkommenheit - und sein Obst, voll mystischer Kerne, wird bitter durch vielerlei - Sonnen. - Nichts, was sie ihren Kindern verhieß, hat uns die Erde gegeben: - zu sehr hat ein Unsichtbarer die Wage unserer Schicksale belastet - und die Last unserer Tränen schuf nicht das Gleichgewicht. - Inmitten des Reichtums des Lebens, zum Stillen der Dürste - war das strahlende Weiß unserer Beute wie Wolkenphantome, - die täuschend des Wassers Spiegeltiefen durchziehen. - Und es verfingen die Netze, gesponnen zur Jagd im Unendlichen, am - Grund sich - im Aufgeschwemmten von tausenden Jahren. - - Unsere süßesten Tage glichen dem drückenden Traum der Glücklichen - anderer Welten, - aus dem sie blaß und mit Zittern erwachen - und Jahre hindurch sich seiner erinnern . . . - - Jahrtausende lang harrten wir in deines Geheimnisses Dunkel, - von der Anmut des ewigen Rhythmus in den Schlummer der Ungebornen - gewiegt: - Wie kam's, daß das Licht dieser Erde bis in die Tiefe der ewigen - Nacht drang, - die Augen uns öffnend für Tränen und Sonne? - - Ah, Jahrtausende noch zu schlafen! Mögen die Welten nur - kreisen um feurige Abgründe und gereifte Körner aus den Ähren der - Konstellationen fallen - in deines Äthers schwarzen Grund, in deines Schoßes Gefälte, - des durch die Unendlichkeit sich breitenden! - - Und heischt unser Leiden eine geheime Gerechtigkeit, - was spricht sie nicht deutlich zu unseren Seelen? Wer wanderte vor - uns einst - und schnitt Zeichen in die Rinden der Bäume deines Urwalds hinein, - die wir nicht verstehen? Und deckte Wolfsgruben mit blühenden - Zweigen? - Warum tönen der Propheten Worte wie Halluzinationen - an unser Gehör? Und funkeln uns Bangen im Walddickicht nachts - gleicherweis Sterne und Augen von Phosphor? Krank allzusehr fühlen - wir Krankheit - in der Gesichter extatischer Umwandlung, in der Heiligen - strahlender Blässe - und in von Helle überströmenden Worten. Und für unseren Tod ward - die Wahrheit zur Krankheit. - So gehen wir, traurig, und das Weib, uns Genossin, mit heimlichen - Blicken - spricht sie umsonst uns von der Unsterblichkeit. Umsonst in ihr - Lächeln - wie in einen Schleier himmlischer Lichter hüllt sie des Leibes - jungfräuliche Weiße. - Vergebens, die Gütige, verheißt sie Vergessen . . . - Die tausendjährige Nacht hat unserm Blicken die brüderliche - Reinheit geraubt - und sich gewölbt zwischen dem Tage des Manns und des Weibes: - nach jedem Kusse breitet sie ins Unendliche ihre täuschende Stille - und ihre Sternstrahlen sind Blitze, durch welche - die Erhabensten sterben. Es begegnen sich nie die Tage unserer - Seelen. - Die Sonne, die wir gleich hoch über uns sehen, - ist an Zeit verschieden für sie und für uns. - Aus Rosengärten klagt der Sklavinnen Weinen - und im barbarischen Aufschrei der Kraft ist die Schwesterseele - verstummt, - leise singend. Unser Umarmen ward wie ein Zeichen ins Dunkel, - rufend den Schmerz. Des Glücks für ewig verlorenes Eden - verschlossen liegt es zwischen uns da. Nur der reinste, zum Äther - aufsteigende Traum - vermag von oben in seine strahlenden Gärten zu blicken, - wo zweckloser Duft zu den sieben Himmeln emporraucht. - Und unsere schweifende Freude sucht vergebens die Schwestern. - Noch donnerte nicht in alle Zeiten der mystische Kuß der Versöhnung - wie ein Erdbeben, darin die Erde zerbirst - und neu sich in Apotheosen erhebt. - - Doch bis jetzt, rätselvoll wallt sie in verborgenem Feuer - unter Orangenhainen. Die gigantischen Formen einstigen Lebens - hat sie in steinerner Presse gepackt und sie wartet. - - Und des Körpers letztes Geheimnis ist der Schmerz, des Kosmos - Gewicht, von der Seele erfühlt. - Er wälzt sich durch alle Blutquellen, durch tausend tötliche Düfte. - Er treibt alle Mühlen des Lebens und zart wie der Äther - auch die Windmühlen des Traums auf den höchsten Gipfeln. - - Es zittern Schattenhände auf den Tasten, leicht wie schwarze - Falter, - jeder unserer Atemzüge füllt das geheimnisvolle Instrument mit - Luft; - Akkorde wirbeln im Wahnsinn, hundert Seelen klagen in den - Resonnanzen, - Tag und Nacht wie Seiten eines Blattes wechseln im Buche mystischer - Komposition . . . - Was bedeutet das Flüstern der Küsse in dieser tragischen Musik, - welche donnert - aus der Stille unzähliger Empfängnisse im Mutterleib in die Stille - der feuchten Erde, - ewig erneut und doch voll tausendjähriger Reminiszenzen? - Im Stöhnen der Winde, Wälder, Gewässer steigt sie zum Himmel, - der Erde Geschenk in der Welten Symphonie, - Lärm der Kämpfe mit unsichtbaren Feinden, - tausendfältig verklingender Schrei, der in entschwundenen Zeiten - im Beben der Schuld sich erhob . . . - Sieh, die Augen, jahrhundertelang vergebens ersehnend den - Schlummer, - kaum geschlossen öffnen sich wieder bei ihrem klagenden Echo, - und den Tiefen unserer Tage und Nächte entlodern wie Phosphor - die Noten der höchsten Töne! - - -- Alles ist voll Durst. Und es suchen uns ständig die trockenen - Lippen im Dunkel - und schlürfen gierig von unserem Blute. Und unserm Ermatten - lächeln die Lenze mit um so feurigern Blüten. Bitter ist die Arbeit - im Geheimnis der Erde - wie die Arbeit von Sklaven im Bergwerk. Und das Licht unserer - Flammen - reizt im dröhnenden Hauche der Tiefen die im Dunkeln webenden - Kräfte. - Die Garben unserer Ernten wurden feucht in den Stürmen, wurden - schwer und verwuchsen; - wie heben wir sie auf, sie den Brüdern zu reichen, wenn unsere - Hände - zerfetzt von der Mühe hundertjährigen Ackerns erzittern? - - -- Sieh, die Seelen Tausender erschlossen sich endlich und hinter - all ihrer Bläue - liegt ein Abgrund. Wir wissen, Fluch fiel auf Alles. Die Vögel der - Höhe - und was kreucht auf der Erde beben vor den Stärkeren. - Hundertjährigen Krieg - führen die Völker der Insekten. Auch in der reinsten Welt der - Pflanzen - herrscht Kampf und Verwelken, drin die duftige mondhafte Zartheit - erliegt dem Anprall barbarischer Stärke. In des Kampfes Getümmel - brodelt das Leben voll Glut und auf seinem Dampfe - schaukelt unsre Hoffnung: wir leben vom Schmerze unzähliger Wesen. - Unser Blut, scheint es, entströmt einer geheimnisvollen Wunde des - Alls - und ist geflossen in unseren Körper und wirbelt darin mit - krampfhaftem Pulse. - Umsonst lassen wir unsere Lichter im Gewitter in die Nacht lohn: - mit dem Kreuze der Blitze - zerteilt sie die Wahrheit. Aufgelöste Massen unserer vom Leben - verwirrten Brüder - wälzen sich über alle Wege unseres Gedankens von einem Zeitalter - ins andere. - Und ähnlich den Wahnsinnigen, die auf ihre Phantome starren - in der Lust des Vergessens, - träumen von neuen Schreien der Wonne wir in Betten, - die unter Sterbenden erkaltet sind. - - -- Und der Westen, der in fernen Jahrhunderten sich wölbte wie die - Pforte der ewigen Stadt, - aus der die Engel über des Todes schwarze Abgründe strahlende - Fallbrücken herablassen - und wo aus Tiefen weißen Lichtes das Hosianna der seligen Geister - ertönt, - das Firmament über dem Schmerze der Erde gewölbt aus der reglosen - Ewigkeit des Glückes, - hat durch Fluch sich verwandelt: - ein Blutwirbel ist die versinkende Sonne, - bis zum Zenith spritzt sie ihren erkaltenden Schaum nach den - Sternen - und es naht ihr in immer kleineren Kreisen unser erstarrtes Leben, - um in ihrer Tiefe ins Dunkel zu tauchen. - In die flammende Gehenna sahen unsere Augen und erblindeten vor - Glut: - Spiegel, gestürzt in die schwellende Esse, und zerflossen in - gläserne Tränen. - Gespenstiges Lachen kam aus dem Dunkel und unser Gehör wurde zu - Stein: - wie in einem verkalkten Schneckenhaus hören wir gleichartig brausen - des Meeres tückische Wellen und der Engelsschwingen rhythmischen - Schlag. -- - Stille . . . Wie über toten Körpern - knieten über uns in Gebeten die Seelen, - es steht in den Blicken: - - Die Zeit durchflog die Höhen, im Sturm des Ruhms und des Todes, mit - dem mystischen Gespann der Sterne - über die Kreuzwege der Unendlichkeit, der Triumphwagen des - Höchsten, - vom leuchtenden Sturmwind der Sieger geleitet. - Wohin fliegt diese Fahrt, donnernd durch die Harmonien, - in der sich die Schreie von Millionen seufzender Seelen verlieren, - wie stiller fruchtbarer Regenfall in der Musik, die den Sieger - begrüßet, - und die Zyklone des Schreckens und Todes, das Weltall erschütternd, - dem Wind gleichen, der der Festglocken Einladung - mit _einem_ Hauch von tausend Türmen verbreitet? - Wohin fliegt diese Fahrt? Wo hält sie einst inne? - Die Räder wirbelten, - wie Sonnen strahlten die geheimnisvollen Achsen in weißen Flammen, - Wolken von Funken bedeckten die Inseln der Seelen und vom Korn des - heiligen Feuers stammten die - Schläfer. - Es erstanden leuchtende Heere von Äonen zu Äonen wie ein Lied, - das der Erste auffing aus dem göttlichen Worte - und in die Scharen hineinsang - und welches anschwillt von Lippe zu Lippe, - bis es alle erfaßt hat, - Millionen Seelen, - in einem einzigen flammenden Rhythmus! - - - - -Die Propheten - - - In die Städte, deren Türme und Paläste einmal ein Erdbeben - zerrütteln wird, bis die seltsam gestalteten Wolken - aufstöhnen vor Zorn, von den Blitzen der eigenen Tiefen verwundet, - und das Feuer, das in tausend verborgenen Höhlen vom Ruhme geträumt - hat, - sich rührt, zu rächen den ewig Eingekerkerten, - und mit all seinen Stimmen aufschreit deinen Namen, - und die Sonne ihr Antlitz, wie's den Zeiten vertraut war, - verändert: - kommen sie, unbemerkt, deine Gesandten, - die deines Königreichs Eroberer sind. - - Umringt von Musik und tanzenden Mädchen und Liedern - lauschen sie deinem heiligen Odem, - der den Sterblichen auslöscht die Lichter, doch die Brände der - Welten - zu Weißglut entfachet; - in welchem die Blumen regungslos bleiben, wenn er dahinbraust in - ihren Tiefen, - aber der uralte Felsen zerschmettert wie Brocken duftenden Brotes, - für die zarten Lippen des harrenden Lebens. - Ihre Stimme, vom Sturmwind der Zeiten entbunden, weht ihnen nach, - süß wie der Duft hinter Einem mit Rosen, bitter wie Fackelrauch; - und die eigenen heimlichsten Gedanken, von Allwissenheit - erschreckt, - hören sie über sich mit den Sternen hoch singen, - unter sich schweigen mit Feuer und Geheimnis in den Tiefen der - Erde, - der Lichter und Nächte wechselnder Chor! - - Sie reden von dir und von deinem Ruhme, - vom Fluch, der auf der Seelen Bruderschaft liegt - und die Sprache der Bauenden gespaltet hat; und es irrt ihre Liebe - über den Ländern von Jahrhundert zu Jahrhundert - wie der Sommer aus Siedlungen, wohin Sonne ewig steil fällt. - Neues Obst gedeiht auf den Bäumen der Erde, - Ableger aus ihren geheimnisvollen Gärten; - doch ihre Hoffnungen, fähig so hoher Flüge und Lieder, - baun ihre Nester ganz tief nah der Erde - wie Nachtigallen! - - Und nahet die ihnen bestimmte Stunde, dann verdunkelt - die Sonne ihnen die tote Welt; und wie aus des Liebenden Herzen die - Wunde sich gießet, - verwandelt das Licht sich ihnen in Blut; und vor ihrem Blicke - breitet es Landschaften künftiger Zeiten, - strahlend in neuen Konstellationen. - Dein Hauch treibt Millionen vor ihnen her wie Wellen - des ewigen Meers, das in breiten Buchten die Erde umspület - und durch Jahrtausende ihr Festland verwandelt. - Durch den Schnee, mit dem der Zeiten Geheimnis die von dir gesäete - Wintersaat decket, - barfuß, wie Vertriebene, gehn sie einher und ihrer Gedanken - zahllose Schar - blutet in tausenden Fußstapfen - bei jeglichem Schritte! - Stürmen werden sie über die brennenden Städte künftiger Zeiten, - wie auf feurigem Teppich, gedeckt auf den Stufen - deiner heiligen Hoheit! Und ihr jeder Gedanke, - der sich in Mitleid wendet zurück, - wird im Erkennen zu Steine erstarren! -- - - Und immer neue hundertjährige Wolken erdonnern vor ihnen: - Blitze, totfahl bestreichend das Antlitz der Schnitter! - Schwerer Zusammenprall kühner Schiffe im Nebel! - Heulen der Menge auf düsteren Bauten, - von Blute starrend ihr schwarzes Gerüste, - Hinrichtungsstätten! - O Lieder der Leidenschaft, entsteigend den Flammen! - Blicke künftig Leidender, Magie ihrer Berührung! - Küsse, neue Ewigkeit Lichts und der Trauer erschließend! - Wahnsinn _einer_ Seele, auf deren lodernden Wogen - die Erde schaukelt! Leidende Zeiten, Jahrhunderte schwindend, - unsterbliche, - tragend die Schwere jedwedes Sternbilds, - erkennend den eigenen Ruhm! - - Und wenn sie endlich in festlicher Stille - die Spitzen der Flotten künftiger Geschicke, - welche aussegelten, als entstand diese Welt, - herannahen sehen von trübfernen Küsten, - die Ruder verdeckt noch von der Höhlung der Fläche: - - Da schreit ihre Freude stark auf und von Gluten - und Ungeduld voll! Und sie, die die Wollust noch nicht erkannten, - erwachen zur Wollust aus dem was sie sehen, - und Schmerz, einzig wert ihrer Kraft, verschließt ihre Seelen: - der Schmerz der saumseligen Zeit. - Zu langsam kreist ihnen die Erde, zu langsam kommen die Morgen, - und allzu lang weilen die Mittage in den Schatten der Bäume, - unter den Schnittern. - Sie wünschen sich durch die Jahrtausende mit des Windes Schnelle zu - fliegen, - tausend Herzen zu haben, um mit ihrem Blut ihre Ekstasen zu stillen - und mit einer Röte wie der Aufgang der Sonne - und mit Polarlicht und dem Brande der Welten - das Antlitz ihrer Liebe! - Alle Seelen mit Wein aufzuheitern, der ihnen so festlichen - Schmerz bot und Räusche - und der aus einer verborgenen Quelle emporschießt, - durchduftend das Weltall aus der glücklichen Erde, - nur ihren Kindern noch für Jahrhunderte - vergebens! - - - - - -ARKADIA - -EIN JAHRBUCH FÜR DICHTKUNST - -HERAUSGEGEBEN VON MAX BROD - -BUCHAUSSTATTUNG VON E. R. WEISS - -Geheftet M 4.50 · Gebunden M 6.-- - -INHALT: - -DRAMATISCHES: _Robert Walser_, Tobold / _Franz Werfel_, Das Opfer / _Franz -Blei_, Der Mäcen. EPISCHES: _Franz Kafka_, Das Urteil / _Otto Stoessl_, Aus -der Villa Obweger / _Moritz Heimann_, Ein Begräbnis im November / _Max -Mell_, Jugendgeschichte Zeno Balderonis von Jeruditz / _Oskar Baum_, Der -Antrag / _Willy Speier_, Christus in den Weizenfeldern / _Martin Beradt_, -Der Neurastheniker / _Max Brod_, Notwehr / _Alfred Wolfenstein_, Dika / -_Hans Janowitz_, Ein Ausbruch / _Hans Janowitz_, Szene der Erfüllung / -_Kurt Tucholsky_, Kindertheater / _Heinrich Eduard Jacob_, Fremder Schläfer -im Kupee / _Robert Walser_, Zwei Aufsätze: Rinaldini -- Lenau. LYRISCHES: -_Franz Blei_, Liebeslied des Sardinischen Seeräubers / _Robert Walser_, -Handharfe am Tage / _Max Brod_, Vier Gedichte / _Heinrich Lautensack_, -Beichte / _Otto Pick_, Gedichte / Franz Janowitz, Gedichte. - -KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG - -GEORG HEYM - -_DER EWIGE TAG_ - -Zweite Auflage - -Geheftet M 3.-- · Halbpergamentband M 4.-- - -_Herbert Eulenberg in der B. Z. am Mittag:_ Es ist der bedeutendste unter -den wenigen von unsern jungen Lyrikern, die überhaupt heute in Frage -kommen. -- Er hat die empfindlichsten Nerven und Sinne, die ein Dichter -haben muß. - -_Frankfurter Zeitung:_ Welch ein Anschauen, welche Leidenschaft bildlicher -Gestaltung! Ewige Helligkeit, unbarmherziges Licht breitet er über jede -Erscheinung der Wirklichkeit u. der Träume, über Leben u. Sterben, -Schrecken und Beruhigung. Georg Heym war ein Dichter. Es gibt in der -deutschen Lyrik keinen, dem er irgendwie geglichen hätte. - -_UMBRA VITAE_ - -_GEDICHTE AUS DEM NACHLASS_ - -Zweite Auflage - -Geheftet M 3.-- · Halbpergamentband M 4.-- - -_Dr. Rudolf Fürst in der Vossischen Zeitung:_ Bei all dem ganz Besonderen, -dem schier Unerhörten, das er in den feinsten Gefühl- und -Vorstellungsnüancen ausdrücken will, zeigt der rasch Gereifte eine -ungewöhnliche Beherrschtheit der Ausdrucksmittel. Wir haben viel in Georg -Heym, dem Fünfundzwanzigjährigen, verloren. Artifex periit. - -_DER DIEB_ - -_EIN NOVELLENBUCH_ - -Geheftet M 3.-- · Gebunden M 4.-- - -_Leipziger Tageblatt:_ . . . Novellen, in denen auf engstem Raume alle Qual -der Menschheit von der kindlichen Verzweiflung erster Enttäuschung bis zu -Hunger, Entartung, Wahnsinn, Krankheit und Tod mit einer unheimlichen -Klarheit und Kraft zu einer fürchterlichen Anklage zusammengepreßt -erscheint. - -KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG - - - - - - -End of the Project Gutenberg EBook of Hymnen, by Otokar Brezina - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK HYMNEN *** - -***** This file should be named 40317-8.txt or 40317-8.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/4/0/3/1/40317/ - -Produced by Jens Sadowski - -Updated editions will replace the previous one--the old editions -will be renamed. - -Creating the works from public domain print editions means that no -one owns a United States copyright in these works, so the Foundation -(and you!) can copy and distribute it in the United States without -permission and without paying copyright royalties. Special rules, -set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to -copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to -protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project -Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you -charge for the eBooks, unless you receive specific permission. If you -do not charge anything for copies of this eBook, complying with the -rules is very easy. You may use this eBook for nearly any purpose -such as creation of derivative works, reports, performances and -research. They may be modified and printed and given away--you may do -practically ANYTHING with public domain eBooks. Redistribution is -subject to the trademark license, especially commercial -redistribution. - - - -*** START: FULL LICENSE *** - -THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE -PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK - -To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free -distribution of electronic works, by using or distributing this work -(or any other work associated in any way with the phrase "Project -Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project -Gutenberg-tm License available with this file or online at - www.gutenberg.org/license. - - -Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm -electronic works - -1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm -electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to -and accept all the terms of this license and intellectual property -(trademark/copyright) agreement. If you do not agree to abide by all -the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy -all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession. -If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project -Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the -terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or -entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8. - -1.B. "Project Gutenberg" is a registered trademark. It may only be -used on or associated in any way with an electronic work by people who -agree to be bound by the terms of this agreement. There are a few -things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works -even without complying with the full terms of this agreement. See -paragraph 1.C below. There are a lot of things you can do with Project -Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement -and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic -works. See paragraph 1.E below. - -1.C. The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation" -or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project -Gutenberg-tm electronic works. Nearly all the individual works in the -collection are in the public domain in the United States. If an -individual work is in the public domain in the United States and you are -located in the United States, we do not claim a right to prevent you from -copying, distributing, performing, displaying or creating derivative -works based on the work as long as all references to Project Gutenberg -are removed. Of course, we hope that you will support the Project -Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by -freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of -this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with -the work. You can easily comply with the terms of this agreement by -keeping this work in the same format with its attached full Project -Gutenberg-tm License when you share it without charge with others. - -1.D. The copyright laws of the place where you are located also govern -what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in -a constant state of change. If you are outside the United States, check -the laws of your country in addition to the terms of this agreement -before downloading, copying, displaying, performing, distributing or -creating derivative works based on this work or any other Project -Gutenberg-tm work. The Foundation makes no representations concerning -the copyright status of any work in any country outside the United -States. - -1.E. Unless you have removed all references to Project Gutenberg: - -1.E.1. The following sentence, with active links to, or other immediate -access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently -whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the -phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project -Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed, -copied or distributed: - -This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with -almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or -re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included -with this eBook or online at www.gutenberg.org - -1.E.2. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived -from the public domain (does not contain a notice indicating that it is -posted with permission of the copyright holder), the work can be copied -and distributed to anyone in the United States without paying any fees -or charges. If you are redistributing or providing access to a work -with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the -work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1 -through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the -Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or -1.E.9. - -1.E.3. If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted -with the permission of the copyright holder, your use and distribution -must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional -terms imposed by the copyright holder. Additional terms will be linked -to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the -permission of the copyright holder found at the beginning of this work. - -1.E.4. Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm -License terms from this work, or any files containing a part of this -work or any other work associated with Project Gutenberg-tm. - -1.E.5. Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this -electronic work, or any part of this electronic work, without -prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with -active links or immediate access to the full terms of the Project -Gutenberg-tm License. - -1.E.6. You may convert to and distribute this work in any binary, -compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any -word processing or hypertext form. However, if you provide access to or -distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than -"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version -posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org), -you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a -copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon -request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other -form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm -License as specified in paragraph 1.E.1. - -1.E.7. Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, -performing, copying or distributing any Project Gutenberg-tm works -unless you comply with paragraph 1.E.8 or 1.E.9. - -1.E.8. You may charge a reasonable fee for copies of or providing -access to or distributing Project Gutenberg-tm electronic works provided -that - -- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from - the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method - you already use to calculate your applicable taxes. The fee is - owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he - has agreed to donate royalties under this paragraph to the - Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments - must be paid within 60 days following each date on which you - prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax - returns. Royalty payments should be clearly marked as such and - sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the - address specified in Section 4, "Information about donations to - the Project Gutenberg Literary Archive Foundation." - -- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies - you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he - does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm - License. You must require such a user to return or - destroy all copies of the works possessed in a physical medium - and discontinue all use of and all access to other copies of - Project Gutenberg-tm works. - -- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any - money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the - electronic work is discovered and reported to you within 90 days - of receipt of the work. - -- You comply with all other terms of this agreement for free - distribution of Project Gutenberg-tm works. - -1.E.9. If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm -electronic work or group of works on different terms than are set -forth in this agreement, you must obtain permission in writing from -both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael -Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark. Contact the -Foundation as set forth in Section 3 below. - -1.F. - -1.F.1. Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable -effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread -public domain works in creating the Project Gutenberg-tm -collection. Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic -works, and the medium on which they may be stored, may contain -"Defects," such as, but not limited to, incomplete, inaccurate or -corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual -property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a -computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by -your equipment. - -1.F.2. LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES - Except for the "Right -of Replacement or Refund" described in paragraph 1.F.3, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project -Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project -Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all -liability to you for damages, costs and expenses, including legal -fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT -LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE -PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE -TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE -LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR -INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH -DAMAGE. - -1.F.3. LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND - If you discover a -defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can -receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a -written explanation to the person you received the work from. If you -received the work on a physical medium, you must return the medium with -your written explanation. The person or entity that provided you with -the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a -refund. If you received the work electronically, the person or entity -providing it to you may choose to give you a second opportunity to -receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy -is also defective, you may demand a refund in writing without further -opportunities to fix the problem. - -1.F.4. Except for the limited right of replacement or refund set forth -in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS', WITH NO OTHER -WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO -WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE. - -1.F.5. Some states do not allow disclaimers of certain implied -warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages. -If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the -law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be -interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by -the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any -provision of this agreement shall not void the remaining provisions. - -1.F.6. INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the -trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone -providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance -with this agreement, and any volunteers associated with the production, -promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works, -harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees, -that arise directly or indirectly from any of the following which you do -or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm -work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any -Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause. - - -Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm - -Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of -electronic works in formats readable by the widest variety of computers -including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists -because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from -people in all walks of life. - -Volunteers and financial support to provide volunteers with the -assistance they need are critical to reaching Project Gutenberg-tm's -goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will -remain freely available for generations to come. In 2001, the Project -Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure -and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. -To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation -and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 -and the Foundation information page at www.gutenberg.org - - -Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive -Foundation - -The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit -501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the -state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal -Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification -number is 64-6221541. Contributions to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent -permitted by U.S. federal laws and your state's laws. - -The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. -Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered -throughout numerous locations. Its business office is located at 809 -North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887. Email -contact links and up to date contact information can be found at the -Foundation's web site and official page at www.gutenberg.org/contact - -For additional contact information: - Dr. Gregory B. Newby - Chief Executive and Director - gbnewby@pglaf.org - -Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg -Literary Archive Foundation - -Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide -spread public support and donations to carry out its mission of -increasing the number of public domain and licensed works that can be -freely distributed in machine readable form accessible by the widest -array of equipment including outdated equipment. Many small donations -($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt -status with the IRS. - -The Foundation is committed to complying with the laws regulating -charities and charitable donations in all 50 states of the United -States. Compliance requirements are not uniform and it takes a -considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up -with these requirements. We do not solicit donations in locations -where we have not received written confirmation of compliance. To -SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any -particular state visit www.gutenberg.org/donate - -While we cannot and do not solicit contributions from states where we -have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition -against accepting unsolicited donations from donors in such states who -approach us with offers to donate. - -International donations are gratefully accepted, but we cannot make -any statements concerning tax treatment of donations received from -outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff. - -Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation -methods and addresses. Donations are accepted in a number of other -ways including checks, online payments and credit card donations. -To donate, please visit: www.gutenberg.org/donate - - -Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic -works. - -Professor Michael S. Hart was the originator of the Project Gutenberg-tm -concept of a library of electronic works that could be freely shared -with anyone. For forty years, he produced and distributed Project -Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support. - -Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed -editions, all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. -unless a copyright notice is included. Thus, we do not necessarily -keep eBooks in compliance with any particular paper edition. - -Most people start at our Web site which has the main PG search facility: - - www.gutenberg.org - -This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, -including how to make donations to the Project Gutenberg Literary -Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to -subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. |
