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Du in Jahrhunderten unverwandeltes Lächeln! + Umarmung, umfassend die Unendlichkeit! Singendes Pochen tausender + Herzen! + Flammen, entsprühend vor Lust verlöschenden Blicken! + + Du, dessen Liebe wie brennender Schwefel fällt in die Gärten der + irdischen Liebe! + Wir beten ein Gebet für die Feinde, die im Dämmern des Lebens uns + nahen, + für sie, die außer uns gehn, unbekannt in der Ferne der Erde, des + Todes, + und für jene, die an künftigen Morgen erwarten den Morgen unsres + Geschlechts! + + Deines Geheimnisses schwerer Schatten liegt zwischen ihren Seelen + und uns. + Wege zu dir sind unsere Siege und unsichtbare Siege sind in unserer + Überwindung. + Dem Zischen der Schwerter mischt sich das Rauschen der Ähren + geheimnisvollen Reifens. Echo der Hiebe erklingt in der + Ferne. + Im geschliffenen Stahl unserer Schwerter und der Schwerter der + Feinde entzündest du _eine_ Sonne aller Morgen, + und den Samen von blutenden Händen lässest du aufblühen als Lilien. + Zahllose Flammen seit ewig verzehren das Dunkel. Auch die Sonne und + der geheimnisvolle Durst aller Welten, + doch immer erneut wälzt sich's her aus kosmischen Höhen. Und doch + wird am Ende Licht sein. + Und unsere schmerzlichen Schreie, einst werden sie tönen wie + Bienen, + nahend den Stöcken mit der Süße des Honigs, den sie errafften auf + den Fluten der Zeiten. + Wir kämpfen deinen geheimnisvollen Feldzug. + Du bestimmtest die Führer der Truppen und machtest ihre Höhe die + Jahrtausende überblicken, + die Strahlen ihrer Blicke brachen nicht im Übergang von Mitte zu + Mitte + und das Flüstern ihrer Befehle ward zum Donner im Echo der Tiefen. + Du gabst Kraft unserm Angriff, als die Landschaften des Lichtes von + unseren Schritten erdröhnten, + und Kraft den Armen der Feinde, als wir die Siege des Tages + bei nächtlichen Fackeln entwarfen! -- + Unsere Tage erstehen in Nebeln und bange und bange und bange! + Unser Ermatten sät Rosen auf die Felder der Feinde! Und es führt + unser Weg zu den Grenzen der Zeit! + O Ewiger! + Im Azur künftiger Jahrhunderte raucht zu dir als ein Bittopfer der + Schmerz aller Siege + und das Falten aller Hände, die von Tränen benetzt sind, nach + mystischer Verzeihung ruft es! + Mache unsere Hiebe süß und die Zahl der Lebenden größer, nicht + kleiner! + Und daß in der Stille unseres Schmerzes in der Seele die mystischen + Quellen des Lichtes uns rauschen, + denn der Schmerz und das Licht sind der Vibration deines + Geheimnisses einzige Formen! + Mögen im Mittag unseres Kampfes uns klingen die ätherischen Küsse + der im Tode versöhnten Seelen, + und die von der ewigen Schuld entzündeten Wangen kühle der Tau + eines neuen Schattens, + in dem auch wir die Seelen unserer Feinde dereinst im Grimme der + Liebe durchdringen, + die wir leugneten weinend und im rosigen Regen der Küsse der Toten, + denen du befahlst, zu welken auf den Lippen des Kämpfers! + + + + +Die Stadt + + + Ich sah eine Stadt im Flor fremden Lichts. Und Sonne + hing bleich und des Glanzes beraubt über ihr, + nichts mehr als ein Stern inmitten von Sternen. + + Tausend Türme wuchsen zu den Wolken und eines vor langem zerstörten + Turmes Schatten erhob sich. Zahllose Massen wälzten sich torwärts + und hervor aus den Toren, + Musik zu unbekannten Festen ertönte, es kamen Züge von Büßern, + Soldaten kehrten vom Kampfplatz, Gefangene schritten in Ketten, + und den Gräbern entstiegene Schatten irrten inmitten der Menge, + und in die Stimme der Lebenden mischte sich ihre Stimme und + herrschte: + Sie vereinigten Hände von Fremden und ihr Lachen fiel in der + Liebenden Küsse, + wo sie durch Umarmungen schritten, sanken die geöffneten Arme, + und aus ihren im Vorwurf der Schuld unheimlich klaffenden Augen + brach eine geheimnisvolle Sonne und floß jenes Leuchten, + das die Stadt und tausend Lebende in sein melancholisches Zittern + tauchte. + Und ich irrte allein durch die Menge, der Schlag meines Herzens + erstarb im Pochen zahlloser toter und lebendiger Herzen + und die magische Welle aller unserem Tage erloschenen Blicke + bestrahlte die Seele mir. Und dort traf ich dich: + deinem Odem entwehte der Duft meiner tiefsten Einsamkeiten, + der Heimaterde, der ätherischen Blüten im dunkelnden Laubgang, + erblüht in des Nachthimmels silbernem Regen, + und deine Stimme bebte von Stimmen, die ich im irrenden Winde + erlauscht + bei meines einsamen Feuers Geprassel. + + + + +Ich bin wie ein Baum in Blüte . . . + + + Ich bin wie ein Baum in Blüte, tönend von Bienen, Insekten: Lachen + und Ruh; + Blut: Aufgang der Sonne, Tag badet verjüngt im feurigen Schein; + in den Korridoren des Lichts habe ich Düfte gebreitet für meiner + Liebhaber Schuh' + und in den Schoß der Frauen warf ich das Geheimnis der Nächte + hinein. + + Doch eifersüchtig, wenn ich nachts, matt von der Lenze Umarmung, im + Schlummer denk', + will ich nicht, daß du meine ätherischen Schwestern begehrst, die + dich locken zum Tanz: + in Jahrtausenden häuft' ich Schätze, ein Königsgeschenk, + und jenen, die nichts zu fordern verstehen, geb' ich es ganz. + + Für sie ist die Grausamkeit meiner Liebe, + Ermattens Grabesnacht, + meiner Blicke Tiefe, so seltsam + wie Sternenbilder entfacht, + Kelch meiner Sekunden, wo der Ewigkeit Licht + wie Blut sich ergießt, + und der Küsse Taumel + böse und süß. + + Bin nicht wie die Schwestern: ewige Nacht + breitet sich rot hinter meinen Träumen aus, + mit der Hochzeitsfackel ob der Liebenden Haupt + anzünd' ich das Haus: + Mit feuriger Sichel schnitt ich die Blüten, gesät von mir, + mit Flammen verjag' ich, den ich lockte, der Vögel Zug; + doch die Seelen, harrend seit Jahrhunderten, kommen aus + geheimnisvoller Nacht heran, + in tötlicher Stille auf rauschender Bahn, + ätherischer Falter funkelnder Flug, + die Fackeln umkreisend, entzündet von mir + um der Erde feurigen Bug. + + Sklavin des Ewigen, Fürstin des Wahns, ich kenne der Masse tieferen + Klang, + erster Sonne Pracht, Wolke des Tages, der sinkt; + ein Tränenstrom netzt meine herrlichen Wangen, entfließend der + Wimper, die in Wollust sank, + in meinem Weinen spiegelt sich das Kreisen der Sterne, Musik der + Nacht in ihm sich aufschwingt: + denn Fluch der geheimen Schuld und die Zeit schluchzt in meinem + Lachen bang + und in meinem, vom Lachen des Lichtes tränenden Weinen + Hoffnung der Wiederkehr klingt. + + + + +Motiv aus Beethoven + + + Das war kein leiser Hauch aus ewigfernen Jahren, + vor meiner Seele Fenstern stieg zu mir + Klang deiner Töne: Komm, im wunderbaren + Goldregen unserer Sterne baden wir. + + Duft in den Gärten schläft und Himmelsblau in Teichen, + künftiges Morgenrot schloß sich in Blüten und + die Lieder schlafen warm in Nestern; fern entweichen + siehst du den Farbenschaum, grau sinkend auf den Grund. + + Dunstschleier wird sich wie ein Vorhang breiten, + silbern mit Licht verwebt, wie aus Asbest, + während in schwarzen Waldeseinsamkeiten + das Leid sich matt zu Boden gleiten läßt. + + Das Dunkel der Gewölbe will die Sternenlüster überbauschen, + kosmischer Samenstaub, und still wie ein Gewicht + sinkt Dunkel auf den Raum, wo fern die Ruder rauschen + entglittner Zeit. O sage, fühlst du nicht, + + wie sich der Atem engt, betäubt von Nacht und Düften? + Und vieler Träume Flug sich in der Runde hebt + und lachender Jasmin und Rosenhauch in Lüften + in seiner Schwingen Wehn aus seiner Hülle bebt? + + Wie dir Erinnerung auflodert in der Seele, + verhaltener Kräfte Quell dir an die Schläfen schlägt, + der Küsse Heftigkeit verbrennt dir Mund und Kehle, + und toten Glanzes sich dein Blut in Adern regt? + + Daß die Pupille dir ein innerer Brand entzündet, + den Schatten, deiner Schritte Kette, nahm und brach, + und daß meine Hypnose in der Seele Kammern bindet + dein Leid an des Gedankens Lager, wo es nie erwacht. + + Und fühlst du, wie Sein Hauch dem Tau der Sternenwiesen + milchstraßenwärts hinwehend sich vereint, + und Sehnsucht nach dem Tod, wie wundersüßes Fließen, + und sieghaft Lust und der Begierden schwarzer Wein, + + und zweier nackten Arme gieriges Beginnen, + auf Alabasterbrüsten, weich zur Ruh, + in dein erregt berauschtes Wesen rinnen, + als schlössen sich die matten Sinne zu? + + Kristall der Lampe füllt' ich mit dem Öle meiner Töne, + ich wölbte deine Gruft aus strahlendem Gestein. + O komm und auf der Zauberblumen Kissen lehne + in Falten matten Dufts dein müdes Haupt hinein. + + Hörst meine Glocken du? Komm: ehe dir im kühlen + Erwachen sich das Leid aus deiner Seele schwingt, + sollst auf den Lippen du mein süßes Grablied fühlen, + und spüren wie sein Kuß dein Leben aus dir trinkt. + + Und bis dir lohen wird der ewigen Tage Schimmer + (Regen von Feuerrosen), wird dir sein, + als wärst bei offenem Fenster du im Zimmer + und Morgenlieder still wehten zu dir herein. + + + + +Die Natur + + + Es tönten melodisch die verborgenen Quellen und mein Tag sang sein + Lied zu dieser Musik + an den melancholischen Gestaden. + Die Trauer einstigen Lebens, aus dem ich hervorging, entstieg allen + Düften + und dem Flüstern der Bäume und dem schweren Geläut der Insekten + über den Wassern, + und ganze Jahrhunderte lagen zwischen ihnen und meiner + blumenpflückenden Hand, + zwischen meinen Augen und der Welt voll Geheimnis, + die mit tausend fragenden Blicken stumm meine Seele durchforschte. + + Gewölk verdunkelte die westliche Sonne. Und meine Seele befragte + die Winde: + Sind dieses nahende oder fliehende Wolken? + Verstummten die Winde, zu gehorsamen Spiegeln glätteten sich die + Wasser, + und die Sterne, wie Brände in den kalten Wogen strahlender Meere + verlöschend, + erbrausten und rauschten über mir, unsichtbar: + Es schwindet das Licht nur beim Nahen größeren Lichtes, + eines noch größeren, größeren Lichtes. + + + + +Wo schon vernahm ich? . . . + + + Du erschlossest die Fenster der Nacht, o Erschließender! Da weht' + es herein voll Geheimnis + und riß die Flügel meines stärksten Gedankens mir aus dem Bereich + meiner Blicke. + Im Taumel, als würde das ewige Kreisen der Erde in den Wolken der + Welten + in der Seele bewußt mir, kam Gefühl des anderen Daseins in mich. + + Von Erde zu Erde, von Sonne zu Sonne fiel Stille herab mit + schwereren Schlägen + und neue Stille als Echo entstieg meinen Tiefen, andere Stille als + die Stille der Erde: + Sie brauste vom Atemzug Tausender, von hundertjährigen Küssen, vom + schwindligen Schweigen längst nicht mehr pochender Herzen, + vom Flug aller toten und künftigen Flügel, von den ewigen + Symphonien der Strahlen, + vom melancholischen Läuten der Regen, die, fruchtbar, in + hundertjähriges Reifen sich stürzen, + vom Aufschrei in Träumen, die das Morgenlicht fürchten, und von der + Düfte mystischem Flüstern. + Sie bebte vom Sturme einstiger Meere in der künftigen Blitze + Riesenorchester, + die letzten Kadenzen verklungener Lieder verschmolz sie dem Anfang + unbeendeter Lieder. + Stumme Fragen von nimmermehr fragenden Lippen! + In den Ekstasen des Todes voll Durst in die Ferne geheftete Blicke! + Dumpfe Stille geheimer Suggestion von Leidenschaften, die + schmerzlich reisen zu künftigem Aufblühn, + die Völker führend durch die Mittnacht der Zeiten, in dem blutigen + Abglanz der nördlichen Lichter: + Worte gekuppelt aus dem Flackern der Lichter, die fahl in den + irdischen Gedanken verlöschen, + und innere Stimmen, die in den Tiefen der Seelen, ungehört, den + Jubel der Seelen aller Welten und eines neuen Lenzes Lächeln + erwidern! + Rausch aller künftigen Träume, die mit flammenden Regenbogen + als neue Sonnen am Himmel deines unsterblichen Hauches erblühen! + Ewiger Wirbel der stummen Blitze, in dem deines heiligen Willens + Gebote + fliegen vom Geheimnis der unsichtbaren Welt hinüber ins Reich der + ersterbenden Farben. + + O Ewiger! Jetzt, da machtlos, von Liebe geschwächt die Hände mir + sanken, + erschaut' ich mein Leben, von unbekanntem Lichte verwandelt: + das blasse Flimmern der Farben, von meiner Fenster eisigen Blumen + aufspritzend, + zerschmolz, von deinem feurigen Hauche verwaschen und in der Pracht + deiner Gärten tobt' ich mit Blicken. + Und doch, o mein Vater! wo schon vernahm ich die Stimme deiner + Stille, die mich so bekannt dünkt? + Wo schon gewahrt' ich die Pracht deiner Länder, daß ich ihrer Düfte + Geschmack wohl erkenne? + Und den Glanz deines Blicks, der meine Seele in Schlummer versenkte + und sie erweckte zu diesem Träumen? + Auf meinen Lippen brennt die Süße deiner Trauben und die Küsse + verbrüderter Seelen. + Die Feier deiner Glocken fällt in meine Träume und läßt mich + träumen von der Musik + und die Morgenzeichen deiner Boten, mir im Traume begegnen sie der + Ahnung des Todes. + Dein süßes Erinnern blieb mir in der Seele, wie duftiges Dunkel + nach löschendem Lichte, + durchströmt meine Blutwärme, als hielte geliebt eine Hand, nächtens + im Schlummer, gefaßt meine Hände + und ließe im langen innigen Drucke mich träumen von Liebe. + Deines mystischen Mondes Mitternacht reizt meinen Sang, im Traume + sich durch Gefahren zu tummeln, + und wie aus nächtlich leuchtenden Steinen atmet mir Schönheit aus + deiner täglichen Lichter Geheimnis, + und vor Liebe verstummt spricht meine Seele mit ihrer Stimme von + einstmals. + + -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- + + Die ewige Nacht entschlief in den reifenden Feldern. Von oben + erglänzten vertraut mir die Sterne. + Vom Morgen anhuben zu flüstern die Düfte, die Stimme der Stille + tönte bekannt, + von der Sonne träumten die Apfelbäume, von der reinen Begegnung der + Seelen die Knospen der Rosen, + meine Seele, glücklich und bang, von der Heimat. + + + + +Erde? + + + Es breitet Welt um Welt sich aus, + ein Stern am andern, bricht Mitternacht herein, + und einer darunter umkreist eine weiße Sonne, + und seinen Flug hüllt Musik geheimnisvoller Freude ein, + und die Seelen jener, die am meisten litten, + in ihn gehen sie ein. + + Hundert Brüder sagten: Wir kennen sein Geheimnis, + in ihm stehn Tote vom Traum auf, Lebende schwinden im Traume dahin; + die Liebenden sagten: Die Blicke erblinden vor übermächtigem Glanze + und wie Duft fremder Blumen tötet die Zeit jeden darin; + und sie, die durch die Jahrtausende sahen, + fragen: Erde? mit heiterem Sinn. + + + + +Mit dem Tode reden die Schläfer . . . + + + Siehe, die Stunde, in der die Schwerkranken noch schlimmer sich + fühlen + und die Liebe Allwissenheit erlangt. + Über alle Meere und Festländer fliegen tausend Stimmen herüber, + mit welchen, wie mit Psalmen eines einzigen Chores, die Brüder den + Brüdern entgegnen. + + -- Der Westen verglühte, mit dem Tode reden die Schläfer und unsere + Städte + sind still schon. Die Erde: ein verlorener Strand im Meer der + Unendlichkeit, + darüber der kalte Azur, Baldachin einer offenen Basaltgrotte, + die ausgebrannt ist. Es klagt in ihr nur die Stimme deiner Meere + und ihre schäumenden Wellen schlagen her durch die tragische Stille + und funkeln höhnisch durchs Dunkel im Glanze herrlichen Goldes, + geschwemmt von den Inseln zahlloser entfernter Welten, + unerreichbarer. Und wir deine Gefangenen hier! + Im Sturm, der sich wälzt und unter gefallenen Sonnen hoch + aufspritzt, + das Rauschen des Schilfs über blutigen Nestern . . . + Niemand totärmer als wir hat je sich der Zeiten Geheimnis genähert: + denn auch der Schmerz reift in Jahrhunderten zur Vollkommenheit + und sein Obst, voll mystischer Kerne, wird bitter durch vielerlei + Sonnen. + Nichts, was sie ihren Kindern verhieß, hat uns die Erde gegeben: + zu sehr hat ein Unsichtbarer die Wage unserer Schicksale belastet + und die Last unserer Tränen schuf nicht das Gleichgewicht. + Inmitten des Reichtums des Lebens, zum Stillen der Dürste + war das strahlende Weiß unserer Beute wie Wolkenphantome, + die täuschend des Wassers Spiegeltiefen durchziehen. + Und es verfingen die Netze, gesponnen zur Jagd im Unendlichen, am + Grund sich + im Aufgeschwemmten von tausenden Jahren. + + Unsere süßesten Tage glichen dem drückenden Traum der Glücklichen + anderer Welten, + aus dem sie blaß und mit Zittern erwachen + und Jahre hindurch sich seiner erinnern . . . + + Jahrtausende lang harrten wir in deines Geheimnisses Dunkel, + von der Anmut des ewigen Rhythmus in den Schlummer der Ungebornen + gewiegt: + Wie kam's, daß das Licht dieser Erde bis in die Tiefe der ewigen + Nacht drang, + die Augen uns öffnend für Tränen und Sonne? + + Ah, Jahrtausende noch zu schlafen! Mögen die Welten nur + kreisen um feurige Abgründe und gereifte Körner aus den Ähren der + Konstellationen fallen + in deines Äthers schwarzen Grund, in deines Schoßes Gefälte, + des durch die Unendlichkeit sich breitenden! + + Und heischt unser Leiden eine geheime Gerechtigkeit, + was spricht sie nicht deutlich zu unseren Seelen? Wer wanderte vor + uns einst + und schnitt Zeichen in die Rinden der Bäume deines Urwalds hinein, + die wir nicht verstehen? Und deckte Wolfsgruben mit blühenden + Zweigen? + Warum tönen der Propheten Worte wie Halluzinationen + an unser Gehör? Und funkeln uns Bangen im Walddickicht nachts + gleicherweis Sterne und Augen von Phosphor? Krank allzusehr fühlen + wir Krankheit + in der Gesichter extatischer Umwandlung, in der Heiligen + strahlender Blässe + und in von Helle überströmenden Worten. Und für unseren Tod ward + die Wahrheit zur Krankheit. + So gehen wir, traurig, und das Weib, uns Genossin, mit heimlichen + Blicken + spricht sie umsonst uns von der Unsterblichkeit. Umsonst in ihr + Lächeln + wie in einen Schleier himmlischer Lichter hüllt sie des Leibes + jungfräuliche Weiße. + Vergebens, die Gütige, verheißt sie Vergessen . . . + Die tausendjährige Nacht hat unserm Blicken die brüderliche + Reinheit geraubt + und sich gewölbt zwischen dem Tage des Manns und des Weibes: + nach jedem Kusse breitet sie ins Unendliche ihre täuschende Stille + und ihre Sternstrahlen sind Blitze, durch welche + die Erhabensten sterben. Es begegnen sich nie die Tage unserer + Seelen. + Die Sonne, die wir gleich hoch über uns sehen, + ist an Zeit verschieden für sie und für uns. + Aus Rosengärten klagt der Sklavinnen Weinen + und im barbarischen Aufschrei der Kraft ist die Schwesterseele + verstummt, + leise singend. Unser Umarmen ward wie ein Zeichen ins Dunkel, + rufend den Schmerz. Des Glücks für ewig verlorenes Eden + verschlossen liegt es zwischen uns da. Nur der reinste, zum Äther + aufsteigende Traum + vermag von oben in seine strahlenden Gärten zu blicken, + wo zweckloser Duft zu den sieben Himmeln emporraucht. + Und unsere schweifende Freude sucht vergebens die Schwestern. + Noch donnerte nicht in alle Zeiten der mystische Kuß der Versöhnung + wie ein Erdbeben, darin die Erde zerbirst + und neu sich in Apotheosen erhebt. + + Doch bis jetzt, rätselvoll wallt sie in verborgenem Feuer + unter Orangenhainen. Die gigantischen Formen einstigen Lebens + hat sie in steinerner Presse gepackt und sie wartet. + + Und des Körpers letztes Geheimnis ist der Schmerz, des Kosmos + Gewicht, von der Seele erfühlt. + Er wälzt sich durch alle Blutquellen, durch tausend tötliche Düfte. + Er treibt alle Mühlen des Lebens und zart wie der Äther + auch die Windmühlen des Traums auf den höchsten Gipfeln. + + Es zittern Schattenhände auf den Tasten, leicht wie schwarze + Falter, + jeder unserer Atemzüge füllt das geheimnisvolle Instrument mit + Luft; + Akkorde wirbeln im Wahnsinn, hundert Seelen klagen in den + Resonnanzen, + Tag und Nacht wie Seiten eines Blattes wechseln im Buche mystischer + Komposition . . . + Was bedeutet das Flüstern der Küsse in dieser tragischen Musik, + welche donnert + aus der Stille unzähliger Empfängnisse im Mutterleib in die Stille + der feuchten Erde, + ewig erneut und doch voll tausendjähriger Reminiszenzen? + Im Stöhnen der Winde, Wälder, Gewässer steigt sie zum Himmel, + der Erde Geschenk in der Welten Symphonie, + Lärm der Kämpfe mit unsichtbaren Feinden, + tausendfältig verklingender Schrei, der in entschwundenen Zeiten + im Beben der Schuld sich erhob . . . + Sieh, die Augen, jahrhundertelang vergebens ersehnend den + Schlummer, + kaum geschlossen öffnen sich wieder bei ihrem klagenden Echo, + und den Tiefen unserer Tage und Nächte entlodern wie Phosphor + die Noten der höchsten Töne! + + -- Alles ist voll Durst. Und es suchen uns ständig die trockenen + Lippen im Dunkel + und schlürfen gierig von unserem Blute. Und unserm Ermatten + lächeln die Lenze mit um so feurigern Blüten. Bitter ist die Arbeit + im Geheimnis der Erde + wie die Arbeit von Sklaven im Bergwerk. Und das Licht unserer + Flammen + reizt im dröhnenden Hauche der Tiefen die im Dunkeln webenden + Kräfte. + Die Garben unserer Ernten wurden feucht in den Stürmen, wurden + schwer und verwuchsen; + wie heben wir sie auf, sie den Brüdern zu reichen, wenn unsere + Hände + zerfetzt von der Mühe hundertjährigen Ackerns erzittern? + + -- Sieh, die Seelen Tausender erschlossen sich endlich und hinter + all ihrer Bläue + liegt ein Abgrund. Wir wissen, Fluch fiel auf Alles. Die Vögel der + Höhe + und was kreucht auf der Erde beben vor den Stärkeren. + Hundertjährigen Krieg + führen die Völker der Insekten. Auch in der reinsten Welt der + Pflanzen + herrscht Kampf und Verwelken, drin die duftige mondhafte Zartheit + erliegt dem Anprall barbarischer Stärke. In des Kampfes Getümmel + brodelt das Leben voll Glut und auf seinem Dampfe + schaukelt unsre Hoffnung: wir leben vom Schmerze unzähliger Wesen. + Unser Blut, scheint es, entströmt einer geheimnisvollen Wunde des + Alls + und ist geflossen in unseren Körper und wirbelt darin mit + krampfhaftem Pulse. + Umsonst lassen wir unsere Lichter im Gewitter in die Nacht lohn: + mit dem Kreuze der Blitze + zerteilt sie die Wahrheit. Aufgelöste Massen unserer vom Leben + verwirrten Brüder + wälzen sich über alle Wege unseres Gedankens von einem Zeitalter + ins andere. + Und ähnlich den Wahnsinnigen, die auf ihre Phantome starren + in der Lust des Vergessens, + träumen von neuen Schreien der Wonne wir in Betten, + die unter Sterbenden erkaltet sind. + + -- Und der Westen, der in fernen Jahrhunderten sich wölbte wie die + Pforte der ewigen Stadt, + aus der die Engel über des Todes schwarze Abgründe strahlende + Fallbrücken herablassen + und wo aus Tiefen weißen Lichtes das Hosianna der seligen Geister + ertönt, + das Firmament über dem Schmerze der Erde gewölbt aus der reglosen + Ewigkeit des Glückes, + hat durch Fluch sich verwandelt: + ein Blutwirbel ist die versinkende Sonne, + bis zum Zenith spritzt sie ihren erkaltenden Schaum nach den + Sternen + und es naht ihr in immer kleineren Kreisen unser erstarrtes Leben, + um in ihrer Tiefe ins Dunkel zu tauchen. + In die flammende Gehenna sahen unsere Augen und erblindeten vor + Glut: + Spiegel, gestürzt in die schwellende Esse, und zerflossen in + gläserne Tränen. + Gespenstiges Lachen kam aus dem Dunkel und unser Gehör wurde zu + Stein: + wie in einem verkalkten Schneckenhaus hören wir gleichartig brausen + des Meeres tückische Wellen und der Engelsschwingen rhythmischen + Schlag. -- + Stille . . . Wie über toten Körpern + knieten über uns in Gebeten die Seelen, + es steht in den Blicken: + + Die Zeit durchflog die Höhen, im Sturm des Ruhms und des Todes, mit + dem mystischen Gespann der Sterne + über die Kreuzwege der Unendlichkeit, der Triumphwagen des + Höchsten, + vom leuchtenden Sturmwind der Sieger geleitet. + Wohin fliegt diese Fahrt, donnernd durch die Harmonien, + in der sich die Schreie von Millionen seufzender Seelen verlieren, + wie stiller fruchtbarer Regenfall in der Musik, die den Sieger + begrüßet, + und die Zyklone des Schreckens und Todes, das Weltall erschütternd, + dem Wind gleichen, der der Festglocken Einladung + mit _einem_ Hauch von tausend Türmen verbreitet? + Wohin fliegt diese Fahrt? Wo hält sie einst inne? + Die Räder wirbelten, + wie Sonnen strahlten die geheimnisvollen Achsen in weißen Flammen, + Wolken von Funken bedeckten die Inseln der Seelen und vom Korn des + heiligen Feuers stammten die + Schläfer. + Es erstanden leuchtende Heere von Äonen zu Äonen wie ein Lied, + das der Erste auffing aus dem göttlichen Worte + und in die Scharen hineinsang + und welches anschwillt von Lippe zu Lippe, + bis es alle erfaßt hat, + Millionen Seelen, + in einem einzigen flammenden Rhythmus! + + + + +Die Propheten + + + In die Städte, deren Türme und Paläste einmal ein Erdbeben + zerrütteln wird, bis die seltsam gestalteten Wolken + aufstöhnen vor Zorn, von den Blitzen der eigenen Tiefen verwundet, + und das Feuer, das in tausend verborgenen Höhlen vom Ruhme geträumt + hat, + sich rührt, zu rächen den ewig Eingekerkerten, + und mit all seinen Stimmen aufschreit deinen Namen, + und die Sonne ihr Antlitz, wie's den Zeiten vertraut war, + verändert: + kommen sie, unbemerkt, deine Gesandten, + die deines Königreichs Eroberer sind. + + Umringt von Musik und tanzenden Mädchen und Liedern + lauschen sie deinem heiligen Odem, + der den Sterblichen auslöscht die Lichter, doch die Brände der + Welten + zu Weißglut entfachet; + in welchem die Blumen regungslos bleiben, wenn er dahinbraust in + ihren Tiefen, + aber der uralte Felsen zerschmettert wie Brocken duftenden Brotes, + für die zarten Lippen des harrenden Lebens. + Ihre Stimme, vom Sturmwind der Zeiten entbunden, weht ihnen nach, + süß wie der Duft hinter Einem mit Rosen, bitter wie Fackelrauch; + und die eigenen heimlichsten Gedanken, von Allwissenheit + erschreckt, + hören sie über sich mit den Sternen hoch singen, + unter sich schweigen mit Feuer und Geheimnis in den Tiefen der + Erde, + der Lichter und Nächte wechselnder Chor! + + Sie reden von dir und von deinem Ruhme, + vom Fluch, der auf der Seelen Bruderschaft liegt + und die Sprache der Bauenden gespaltet hat; und es irrt ihre Liebe + über den Ländern von Jahrhundert zu Jahrhundert + wie der Sommer aus Siedlungen, wohin Sonne ewig steil fällt. + Neues Obst gedeiht auf den Bäumen der Erde, + Ableger aus ihren geheimnisvollen Gärten; + doch ihre Hoffnungen, fähig so hoher Flüge und Lieder, + baun ihre Nester ganz tief nah der Erde + wie Nachtigallen! + + Und nahet die ihnen bestimmte Stunde, dann verdunkelt + die Sonne ihnen die tote Welt; und wie aus des Liebenden Herzen die + Wunde sich gießet, + verwandelt das Licht sich ihnen in Blut; und vor ihrem Blicke + breitet es Landschaften künftiger Zeiten, + strahlend in neuen Konstellationen. + Dein Hauch treibt Millionen vor ihnen her wie Wellen + des ewigen Meers, das in breiten Buchten die Erde umspület + und durch Jahrtausende ihr Festland verwandelt. + Durch den Schnee, mit dem der Zeiten Geheimnis die von dir gesäete + Wintersaat decket, + barfuß, wie Vertriebene, gehn sie einher und ihrer Gedanken + zahllose Schar + blutet in tausenden Fußstapfen + bei jeglichem Schritte! + Stürmen werden sie über die brennenden Städte künftiger Zeiten, + wie auf feurigem Teppich, gedeckt auf den Stufen + deiner heiligen Hoheit! Und ihr jeder Gedanke, + der sich in Mitleid wendet zurück, + wird im Erkennen zu Steine erstarren! -- + + Und immer neue hundertjährige Wolken erdonnern vor ihnen: + Blitze, totfahl bestreichend das Antlitz der Schnitter! + Schwerer Zusammenprall kühner Schiffe im Nebel! + Heulen der Menge auf düsteren Bauten, + von Blute starrend ihr schwarzes Gerüste, + Hinrichtungsstätten! + O Lieder der Leidenschaft, entsteigend den Flammen! + Blicke künftig Leidender, Magie ihrer Berührung! + Küsse, neue Ewigkeit Lichts und der Trauer erschließend! + Wahnsinn _einer_ Seele, auf deren lodernden Wogen + die Erde schaukelt! Leidende Zeiten, Jahrhunderte schwindend, + unsterbliche, + tragend die Schwere jedwedes Sternbilds, + erkennend den eigenen Ruhm! + + Und wenn sie endlich in festlicher Stille + die Spitzen der Flotten künftiger Geschicke, + welche aussegelten, als entstand diese Welt, + herannahen sehen von trübfernen Küsten, + die Ruder verdeckt noch von der Höhlung der Fläche: + + Da schreit ihre Freude stark auf und von Gluten + und Ungeduld voll! Und sie, die die Wollust noch nicht erkannten, + erwachen zur Wollust aus dem was sie sehen, + und Schmerz, einzig wert ihrer Kraft, verschließt ihre Seelen: + der Schmerz der saumseligen Zeit. + Zu langsam kreist ihnen die Erde, zu langsam kommen die Morgen, + und allzu lang weilen die Mittage in den Schatten der Bäume, + unter den Schnittern. + Sie wünschen sich durch die Jahrtausende mit des Windes Schnelle zu + fliegen, + tausend Herzen zu haben, um mit ihrem Blut ihre Ekstasen zu stillen + und mit einer Röte wie der Aufgang der Sonne + und mit Polarlicht und dem Brande der Welten + das Antlitz ihrer Liebe! + Alle Seelen mit Wein aufzuheitern, der ihnen so festlichen + Schmerz bot und Räusche + und der aus einer verborgenen Quelle emporschießt, + durchduftend das Weltall aus der glücklichen Erde, + nur ihren Kindern noch für Jahrhunderte + vergebens! + + + + + +ARKADIA + +EIN JAHRBUCH FÜR DICHTKUNST + +HERAUSGEGEBEN VON MAX BROD + +BUCHAUSSTATTUNG VON E. R. WEISS + +Geheftet M 4.50 · Gebunden M 6.-- + +INHALT: + +DRAMATISCHES: _Robert Walser_, Tobold / _Franz Werfel_, Das Opfer / _Franz +Blei_, Der Mäcen. EPISCHES: _Franz Kafka_, Das Urteil / _Otto Stoessl_, Aus +der Villa Obweger / _Moritz Heimann_, Ein Begräbnis im November / _Max +Mell_, Jugendgeschichte Zeno Balderonis von Jeruditz / _Oskar Baum_, Der +Antrag / _Willy Speier_, Christus in den Weizenfeldern / _Martin Beradt_, +Der Neurastheniker / _Max Brod_, Notwehr / _Alfred Wolfenstein_, Dika / +_Hans Janowitz_, Ein Ausbruch / _Hans Janowitz_, Szene der Erfüllung / +_Kurt Tucholsky_, Kindertheater / _Heinrich Eduard Jacob_, Fremder Schläfer +im Kupee / _Robert Walser_, Zwei Aufsätze: Rinaldini -- Lenau. LYRISCHES: +_Franz Blei_, Liebeslied des Sardinischen Seeräubers / _Robert Walser_, +Handharfe am Tage / _Max Brod_, Vier Gedichte / _Heinrich Lautensack_, +Beichte / _Otto Pick_, Gedichte / Franz Janowitz, Gedichte. + +KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG + +GEORG HEYM + +_DER EWIGE TAG_ + +Zweite Auflage + +Geheftet M 3.-- · Halbpergamentband M 4.-- + +_Herbert Eulenberg in der B. Z. am Mittag:_ Es ist der bedeutendste unter +den wenigen von unsern jungen Lyrikern, die überhaupt heute in Frage +kommen. -- Er hat die empfindlichsten Nerven und Sinne, die ein Dichter +haben muß. + +_Frankfurter Zeitung:_ Welch ein Anschauen, welche Leidenschaft bildlicher +Gestaltung! Ewige Helligkeit, unbarmherziges Licht breitet er über jede +Erscheinung der Wirklichkeit u. der Träume, über Leben u. Sterben, +Schrecken und Beruhigung. Georg Heym war ein Dichter. Es gibt in der +deutschen Lyrik keinen, dem er irgendwie geglichen hätte. + +_UMBRA VITAE_ + +_GEDICHTE AUS DEM NACHLASS_ + +Zweite Auflage + +Geheftet M 3.-- · Halbpergamentband M 4.-- + +_Dr. Rudolf Fürst in der Vossischen Zeitung:_ Bei all dem ganz Besonderen, +dem schier Unerhörten, das er in den feinsten Gefühl- und +Vorstellungsnüancen ausdrücken will, zeigt der rasch Gereifte eine +ungewöhnliche Beherrschtheit der Ausdrucksmittel. Wir haben viel in Georg +Heym, dem Fünfundzwanzigjährigen, verloren. Artifex periit. + +_DER DIEB_ + +_EIN NOVELLENBUCH_ + +Geheftet M 3.-- · Gebunden M 4.-- + +_Leipziger Tageblatt:_ . . . Novellen, in denen auf engstem Raume alle Qual +der Menschheit von der kindlichen Verzweiflung erster Enttäuschung bis zu +Hunger, Entartung, Wahnsinn, Krankheit und Tod mit einer unheimlichen +Klarheit und Kraft zu einer fürchterlichen Anklage zusammengepreßt +erscheint. + +KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG + + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of Hymnen, by Otokar Brezina + +*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK 40317 *** |
