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JUNGE PFERDE! *** - - - - -Produced by Jens Sadowski - - - - - - - - -PAUL BOLDT - - -JUNGE PFERDE! -JUNGE PFERDE! - - -1914 -KURT WOLFF VERLAG · LEIPZIG - - -Dies Buch -wurde gedruckt im Januar 1914 -als elfter Band der Bücherei »Der jüngste -Tag« bei Poeschel & Trepte in -Leipzig - - -Copyright 1914 by Kurt Wolff Verlag, Leipzig - - - - - - -FRÜHJAHR - - - Die ganze Nacht durch kamen Wanderungen - Wie auf der Flucht, in sohlenloses Schreiten - Vermummt. Am Morgen bargen es die Weiten: - Nur Sturm schwimmt durch die dunkelen Waldungen. - - Als wäre allem Licht ein Tor gesprungen, - Will es sich in die Aderbäume breiten, - Darin die Pulse spülen, Säfte gleiten - Wie Frühjahrströme durch die Niederungen. - - Mein gutes Glück, märzlich dahergetänzelt. - Mädchen, gut, daß du Weib bist! Diese Stunde - Verlangt das. Küsse mich! O unsere Munde - - Haben noch niemals um ihr Glück scharwenzelt. - Du -- du -- dein Haar riecht wie der frühe Wind - Nach weißer Sonne -- Sonne -- Sonne -- Wind. - - - - -NÄCHTE ÜBER FINNLAND - - - Die Nadelwälder dunkeln fort im Osten, - Und aus den Seen taucht das Nachtgespenst - Den gelben Kopf, von Feuerrauch gekränzt, - Den Sterngeruch der neuen Nacht zu kosten. - - Zu weißen Pilzen filzen Fichtenpfosten, - Und Ast an Ast in zartem Lichte glänzt, - -- befrorne Linien -- Filigran umgrenzt, - Zieht die Kontur aus reinen, reifen Frosten. - - Bis auf das alte, runde, schwarze Eis - Des Grundes sind die Flüsse zugefroren. - In Schuttmoränen glänzt der glatte Gneis - - Und in den leuchtenden, polierten Mooren. - Die Krähen schreien ewig: Tag -- und Tat -- - Nebel und Kälte fällt wie Sack und Saat. - - - - -WEICHSEL - - - Ein Thema: Weichsel; blutsüßes Erinnern! - Der Strom bei Kulm verwildert in dem Bett. - Ein Mädchen, läuft mein Segel aufs Parkett - Aus Wellen, glänzend, unabsehbar, zinnern. - - In Obertertia. Julitage flammen, - Bis du den Leib in helle Wellen scharrst. - Die Otter floh; mein weißes Lachen barst - Zwischen den Weiden, wo die Strudel schwammen. - - Russische Flöße in den Abend ragend. - Die fremden Weiber, die am Feuer sitzen, - Bewirten mich: Schnaps und gestohlener Speck. - - Wir ankern und die Alten bleiben weg. - Die Völlerei. Aus grausamen Antlitzen - Blitzt unser Blick, ins Weiberlachen schlagend. - - - - -NÄCHTIGE SEEFAHRT - - - Die Winde sind von einem Möwen-Dutzend - Geschwänzt und schlagen durch die Luft, dumpf, pfeifend. - Und hart herrollend, seltsam vorwärtsgreifend, - Zerbraust das Meer, der Riffe Rücken putzend. - - Es klatscht das Segel, patscht das Ruderblatt. - Die gleichen Wogen streifen, weichen vorn - Und fallen hinten, wo der Möwen Zorn - Sie schmäht, matt, hingemäht, ins glatte Schwad. - - Dann steift der Wind. Er gibt die Brise doppelt - Und schmeißt die hellen Wasserhaufen steiler, - Wie ein Pikeur die Meute noch gekoppelt - - Voll Gier losläßt; allein der starke Keiler - Stockt, steht, stößt einmal in die Runde - Entblößter Zahnreihn und zerfetzt die Hunde. - - - - -FRIEDRICHSTRASSENDIRNEN - - - Sie liegen immer in den Nebengassen, - Wie Fischerschuten gleich und gleich getakelt, - Vom Blick befühlt und kennerisch bemakelt, - Indes sie sich wie Schwäne schwimmen lassen. - - Im Strom der Menge, auf des Fisches Route. - Ein Glatzkopf äugt, ein Rotaug' spürt Tortur, - Da schießt ein Grünling vor, hängt an der Schnur - Und schnellt an Deck einer bemalten Schute, - - Gespannt von Wollust wie ein Projektil! - Die reißen sie aus ihm wie Eingeweide, - Gleich groben Küchenfrauen ohne viel - - Von Sentiment. Dann rüsten sie schon wieder - Den neuen Fang. Sie schnallen sich in Seide - Und steigen ernst mit ihrem Lächeln nieder. - - - - -MITTAGS - - - Jetzt ruht der Tag am Himmel wie ein Krake, - Des blasses Maul die Wälder überschwemmt. - Laubbäume zittern in dem Sonnenhemd, - Als ob der Park von hellen Flammen blake. - - Die schwere Mühle rudert strahlumwellt - In glattem Takt, daß sie den Abend hebe; - Noch hält der leuchtende Kristall die Schwebe, - Der Azur aus dem leichten Lichte fällt. - - Orangewolken mit zitterndem Bauch, - Die nachts den Flächenblitz gebären sollen. - Libellen flügeln, Falter, und verschollen - Summen die Bienen in dem Bohnenstrauch. - - In deinen Adern glüht des Heliotrops - Arom, gekühlt von süßerem Jasmin, - Und durch die Nerven klingen Phantasien, - Bizarre Phantasien Félicien Rops'. - - Im Walde schlägt der Keiler durstgequält - Die hellen Zähne in das Holz der Kiefer. - Die tote Schonung raucht wie heißer Schiefer, - In dem der Nacht erstickter Atem schwält. - - - - -NACHT FÜR NACHT - - - Wie helle Raupen kriechen die Chausseen - Aus Wäldern über Berge in die Tale. - Gestrandet liegen Wolken, groß wie Wale, - Still in der Abendröte blanken Seen. - - Der Tag versiegt. Bis ihn die Frühen speisen, - Quillt schwarze Nacht aus allen Himmelsbronnen. - Die Sterne scheinen, kleine, ferne Sonnen. - Der Teich im Hofe glänzt wie dunkles Eisen. - - Der Mond steht, wie ein Junge in der Pfütze, - Hell über jedem Garten. Und wie Gaze - Schimmert der Wald, des Berges blaue Mütze. - - Aus einer Kleinstadt ragt des Kirchturms Vase - Verschnörkelt aus der Giebeldächer Nippes. -- - Schlaf hält die Menschen fest, steif, wie in Gips. - - - - -RINDER - - - Verblichnes Grün der Weide deckt - Das Weiß und Schwarz der Herde. - Silhouetten, da und dort gesteckt, - Die Köpfe auf der Erde. - - Die Wiese atmete nicht mehr, - Knirrte der Rinder Schlund; - Das Julilicht spritzte umher, - Die Wolken zogen, und - - Unten geht ein fleischern Meer - Im grünen Klee spazieren. - Vom Hund umbellt. Zurück. Carrière, - Humpeln von alten Tieren. - - Im Grase lagert sich das Blöken. - Dumm scharrt des Stieres Huf. - Die Kälber jagen an den Pflöcken -- - Melkmägde schallen voller Ruf. - - - - -NORDWIND IM SOMMER - - - Vom Meere duftend fliegt der Wind ins Land. - Die dunklen Parke flattern in der Brise. - Kleehügel blühen vor dem Duft der Wiese; - Der Himmel steht, sich selber unbekannt, - - Ein weißer Fischer in den Roggenmeeren, - Wo Taubenflug aufspritzt, ein Wasserstrahl, - Wo Wolkenschatten rinnen in das Tal, - Fliegende Fische sind -- die Roggenähren. - - Der Weißklee schmeißt den Junitag zur Seite, - Und manchmal fliegen Reiher um den stummen, - Fischlosen See, auf dem die Bienen summen, - Und nehmen zögernd ihren Flug ins Weite. - - Ich galoppiere vor dem Sonnenschein, - Auf weißem Pferde flatternd, Wind geworden, - Und Sonnenfetzen um den Hals, nach Norden. - Ich werde mittags an dem Meere sein. - - - - -DER TURMSTEIGER - - - Er fühlte plötzlich, daß es nach ihm griff, - -- Die Erde war es und der Himmel oben, - An dem die Dohlen hingen und die Winde hoben -- - Und fühlte, wie es ihn nun auch umpfiff. - - Ihn schauderte. Er sah das Meer, er sah ein Schiff, - Das gelbe Wellen schaukelten und schoben - Und sah die Wellen, Wellen -- Wellen woben - An seinem unvollendeten Begriff. - - Ein Wasserspeier sprang ihn an und bellte. - Er zitterte und faßte die Fiale, - Die knarrend brach; -- versteinert aber schnellte - - Ein Teufel Witze auf die Kathedrale; -- - Er hörte hin -- ein höllisches Finale: - Er stürzte, fiel! Sein Schrei trieb hoch und gellte. - - - - -DIE SINTFLUT - - - Die Wolken wachsen aus den Horizonten - Und trinken Himmel mit den Regenhälsen. - Die Menschen bissen auf den höchsten Felsen - In weiße Stirnen, die nicht denken konnten, - - Daß Läuse aus dem Meer, die See, krochen. - Im Abendsturm ertranken lange Pappeln. -- - Sie hörten auf der Nacht die Sterne trappeln, - Die in dem All den warmen Erdrauch rochen. - - Dann schwamm die Sonne in dem glatten Wasser. - Das Wasser fiel. Die See faulten ab. - Die Erde trug der Meere hellen Schurz. - - Die Sterne standen, von Begierde blasser, - Mit dünnem Atem an des Ostens Kap. - Ein Stern sprang nach der Erde, sprang zu kurz. - - - - -CAPRICCIO - - - Entlaubte Parke liegen treu wie Doggen - Hinter den Herrenhäusern, um zu wachen. - Schneestürme weiden, eine Herde Bachen. - Oft sind die Rehe auf dem jungen Roggen. - - Und eine Wolke droht den Mond zu schänden. - Die Nacht hockt auf dem Park, der stärker rauscht. - Zwei alte Tannen winken, aufgebauscht, - Geheimnisvoll mit den harzigen Händen. - - Die Toten sitzen in den nassen Nischen. - Auf einem Kirchenschlüssel bläst der eine, - Und alle lauschen, überkreuzte Beine, - Die Knochenhände eingeklemmt dazwischen. - - Am großen, kalten Winterhimmel drohn - Vier Wolken, welche Pferdeschädeln gleichen. - Der Winde Brut pfeift in den hellen Eichen, - Daraus der gelbe Geier Mond geflohn. - - Der Tod im Garten tritt jetzt aus dem Schatten - Der Tannen. Rasch. Das Schneelicht spritzt und glänzt. - Der Schrecken flattert breit um das Gespenst, - Das seinen Weg nimmt quer durch die Rabatten. - - Zum Schloß. -- Dort ruft man: »Prosit Neujahr! Prost!« - Zu zwölfen sind sie, der Apostel Schar, - Und mit Champagner taufen sie das Jahr, - Umstellt vom Sturm, der auf den Dächern tost. - - Armleuchter flacken. Dampf von heißem Punsch. - Der Hitze Salven krachen vom Kamin. - Geruch der Weiber -- Trimethylamin, - Die Bäuche schwitzen in der großen Brunst. - - Jetzt stehn sie auf. Das Stühlerücken schurrt. - Der Tod im Flur ist nicht gewohnt die Speisen. - Er hebt den Kopf gegen das kalte Eisen - Der Schlüsseltülle, schnuppert gierig, knurrt. - - Kommt jemand? Still. Er hupft unter die Treppe. - An einem Fräulein zerrt ein Kavalier. - Der Tod schleicht hinterher, ein fletschend Tier - Aus Mond; das trägt der Dame Schleppe. - - Sie kommen an die Gruft --: »Hier sind wir sicher!« - -- »Ich fürchte mich, oh, sind die Bäume groß!« - Der Tod schupst sie -- kein Schrei, sie quieken bloß -- - Und läuft hinweg mit heftigem Gekicher. -- -- - - Es dämmert endlich. Mit Blutaugen stiert - Der Morgen hin. Im Saal zappelt ein Märchen. - Der Tod wühlt in den fetten, welken Pärchen, - Frißt sie wie Trüffeln, die ein Schwein aufspürt. - - - - -IMPRESSION DU SOIR - - - Des Abends schwarze Wolkenvögel flogen - Im Osten auf vom Fluß der Horizonte. - Gärten vertropft in Nacht, die, als es sonnte, - Wie See grünten und den Wind einsogen. - - Einsame Pappeln pressen ihre Schreie - Angst vor den Stürmen in die blonde Stille. - Schon saugen schwarze Munde Atem. -- Schrille - Fabrikenpfiffe. Menschen ziehn ins Freie. - - Ein rotes Mohnfeld mit den schwarzen Köpfen, - Ragen die Schlote, einsam, krank und kahl. - Die Wolkenvögel, Eiter an den Kröpfen, - - Wie Pelikane flattern sie zum Mahl. - Und als die Horizonte Dunkel schöpfen, - Wirft sich der Blitz heraus, der blanke Aal. - - - - -BERLIN - - - Die Stimmen der Autos wie Jägersignale - Die Täler der Straße bewaldend ziehn. - Schüsse von Licht. Mit einem Male - Brennen die Himmel auf Berlin. - - Die Spree, ein Antlitz wie der Tag, - Das glänzend meerwärts späht nach Rettern, - Behält der wilden Stadt Geschmack, - Auf der die Züge krächzend klettern. - - Die blaue Nacht fließt in der Forst. - Sie fühlt, geblendet, daß du lebst. - Schnellzüge steigen aus dem Horst! - Der weiße Abend, den du webst, - - Fühlt, blüht, verblättert in das All. - Ein Menschenhände-Fangen treibst du - Um den verklungnen Erdenball - Wie hartes Licht; und also bleibst du. - - Wer weiß, in welche Welten dein - Erstarktes Sternenauge schien, - Stahlmasterblühte Stadt aus Stein, - Der Erde weiße Blume, Berlin. - - - - -DER SCHNELLZUG - - - Es sprang am Walde auf in panischem Schrecke, - Die gelben Augen in die Nacht geschlagen. -- - Die Weiche lärmt vom Hammerschlag der Wagen - Voll blanken Lärms, indes sie fern schon jagen - - Im blinden Walde lauert an der Strecke - Die Kurve wach. Es schwanken die Verdecke. - Wie Schneesturm rennt der D-Zug durch die Ecke, - Und tänzelnd wiegen sich die schweren Wagen. - - Der Nebel liegt, ein Lava, auf den Städten - Und färbt den Herbsttag grün. Auf weiter Reise - Wandert der Zug entlang den Kupferdrähten. - - Der Führer fühlt den Schlag der Triebradkreise - Hinter dem Sternenkopfe des Kometen, - Der zischend hinfällt über das Geleise. - - - - -HERBSTGEFÜHL - - - Der große, abendrote Sonnenball - Rutscht in den Sumpf, des Stromes schwarzen Eiter, - Den Nebel leckt. Schon fließt die Schwäre breiter, - Und trübe Wasser schwimmen in das Tal. - - Ins finstre Laub der Eichen sinken Vögel, - Aasvögel mit den Scharlachflügeldecken, - Die ihre Fänge durch die Kronen strecken, - Und Schreien, Geierpfiff, fällt von der Höhe. - - Ach, alle Wolken brocken Dämmerung! - Man kann den Schrei des kranken Sees hören - Unter der Vögel Schlag und gelbem Sprung. - - Wie Schuß, wie Hussah in den schwarzen Föhren - Ist alle Farbe! Von dem Fiebertrunk - Glänzen die Augen, die dem Tod gehören. - - - - -PROSERPINA - - - Einsamer Pluto trage ich im Blute - Proserpina, nackend, mit blonden Haaren. - Unauslöschbar. Ich will mich mit ihr paaren, - Die ich in allem hellen Weib vermute. - - Ich bin von ihren Armen lichtgefleckt - Im Rücken! Ihre Knie sind nervös, - Die Schenkel weiß, fleischsträhnig, ein Erlös - Des weißen Tages, der die Erde deckt. - - In ihrem Haar bleibt etwas vom Verwehten - Des warmen Bluts. Ich liebe den Geruch! - Und nur die Zähne haben zuviel Fades - - Wie Schulmädchen, sooft sie in den Bruch, - Den Brunnen ihres Frauenmundes treten, - Der meine Brünste tränkt -- Herden des Hades. - - - - -DER DENKER - - - Nachmittag wird, und Wetter steigen schwarz - Herauf. Des Blitzes Ferse leuchtet im - Gewölk. Auf das Gebirge beißt voll Grimm - Der Donner, und Regen speien aus den Quarz. - - Den Fuß den Felsgesteinen eingestemmt, - Die Augen abgewandt, als horche er, - So kommt er durch die Schründe, weglos, quer. - Zum weißen Urherrn in der Blitze Hemd. - - Der Abgrund saugt Milliarden Zentner Himmel - In sich hinein. Der Weiße oben bleckt, - Zu dem er steigt. Durch Gletscher grün von Schimmel, - - Des Riesen Bart, der von den Föhnen leckt. - Und schon reißt weit der Horizont entzwei, -- - Blank, eben, schwangleich rauscht ins All ein Schrei. - - - - -NOVEMBERABEND - - - Es weht. Das Abendgold ist eine Fahne, - Die von den Winden schon erbeutet wird. - Ein etwas Herbst in der Platane, - Ein gelles Chrom verweht, verwird. - - In Wolken gleich verkohlten Stämmen - Riecht man die tote Sonne noch; - Dann das Einatmen, Drängen, Dämmen -- - Einsamkeiten kommen hoch. - - - - -VORMORGENS - - - Schneeflocken klettern an den Fensterscheiben, - Auf meinem Schreibtisch schläft der Lampenschein, - Und hingestreute Bogen, weiß und rein, - Ich wollte wohl etwas von Versen schreiben. - - Der Tag ist nah. Die Jalousien schurr'n, - Die letzten Sterne torkeln von den Posten. - Der Tag ist nah, den unbesternten Osten - Bevölkern Morgenwinde schon purpurn. - - Und mich bewachsen Abende, beschatten - Die Jahre! O ich dunkle ein. - Das Gas singt in den Gassen Litanein, - Daß meine Augen so sehr früh ermatten. - - - - -DIE DIRNE - - - Die Zähne standen unbeteiligt, kühl - Gleich Fischen an den heißen Sommertagen. - Sie hatte sie in sein Gesicht geschlagen - Und trank es -- trank -- entschlossen dies Gefühl - - In sich zu halten, denn sie ward ein wenig - Wie früher Mädchen und erlitt Verführung; - Er aber spürte bloß Berührung, - Den Mund wie einen Muskel, mager, sehnig. - - Und sollte glauben an ihr Offenbaren, - Und sah, wie sie dann dastand -- spiegelnackt -- - Das Falsche, das Frisierte an den Haaren; - - Und unwillig auf ihren schlechten Akt - Schlug er das Licht aus, legte sich zu ihr, - Mischend im Blut Entsetzen mit der Gier. - - - - -DIE LIEBESFRAU - - - -- Nackt. Ich bin es nicht gewohnt. - Du wirst so groß und so weiß - Geliebte. Glitzernd wie Mond, - Wie der Mond im Mai. - - Du bist zweibrüstig, - Behaart und muskelblank. - So hüftenrüstig - Und tänzerinnenschwank. - - Gib dich her! Draußen fallen - Die Regen. Die Fenster sind leer, - Verbergen uns . . . -- allen, allen! -- - Wieviel wiegt dein Haar. Es ist sehr schwer. - - -- Wo sind deine Küsse? Meine Kehle ist gegallt - Küsse du mich mit deinen Lippen! - -- Frierst du? -- -- -- Du bist so kalt - Und tot in deinen hellen Rippen. - -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- - - - - -DAS GESPENST - - - Wie weiß der Sommer ist! Wie Menschenlachen, - Das alle Tage in der Stadt verschwenden. - Häuserspaliere wachsen hoch zu Wänden - Und Wolkenfelsen, die mich kleiner machen. - - In tausend Straßen liege ich begraben. - Ich folge dir stets ohne mich zu wenden. - O hielte ich dein Antlitz in den Händen, - Das meine kranke Augen vor sich haben. - - Ich küßte es. Es küßte mich im Bette --: - -- Versprich, daß du mich morgen nicht mehr kennst! - -- Bist du nachts fleischern und ein Taggespenst? - - -- Du locktest es ins Netz deiner Sonette. - -- Junger Polyp, dein Mund ist eine Klette. - -- Er wird dich beißen, wenn du ihn so nennst. - -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- - - - - -BERLINER ABEND - - - Spukhaftes Wandeln ohne Existenz! - Der Asphalt dunkelt und das Gas schmeißt sein - Licht auf ihn. Aus Asphalt und Licht wird Elfenbein. - Die Straßen horchen so. Riechen nach Lenz. - - Autos, eine Herde von Blitzen, schrein - Und suchen einander in den Straßen. - Lichter wie Fahnen, helle Menschenmassen: - Die Stadtbahnzüge ziehen ein. - - Und sehr weit blitzt Berlin. Schon hat der Ost, - Der weiße Wind, in den Zähnen den Frost, - Sein funkelnd Maul über die Stadt gedreht, - Darauf die Nacht, ein stummer Vogel, steht. - - - - -HERBSTPARK - - - Die gelbe Krankheit herrscht. Wie Säufern fällt - Das Laub Ahornen aus den roten Schädeln, - Und Birken glühn gleich flinken Gassenmädeln - Im Arm der Winde auf dem schwarzen Feld. - - Und wie die Hände einer Frau, die sinnt - Ihrem Gemahl nach und der starken Lust, - Ward weiße Sonne kühl! Du aber mußt - Der Nächte denken, die im Juni sind. - - In diesen sternenbunten, sagt man, fror es. - Der Park ist so verstört. Aus beiden Teichen - Zittert die Stimme des gefleckten Rohres, - - Wenn Wellen so vom seichten Sande schleichen. - Und Regen droht. In Kutten, stummen Chores, - Gehn Wolken um die großen, grünen Eichen. - - - - -LINDEN - - - Mit Wald gepudert und Laternenschein, - Schreiten die Linden und ein paar Platanen - -- Unter den Bäumen sind sie Kurtisanen -- - Den Mädchenstrom Kurfürstendamm hinein. - - Ihr Wäldermädchen mit den Laubfrisuren -- - Man muß wohl Wind sein, um euch zu umarmen. - Hübsche Dryaden, träumt ihr von den Farmen - Am Strom und Wiesen zwischen Weizenfluren? - - Den Pfeil von Glühlicht in dem grünen Haar, - Aha! Ihr seid schon elegant geworden, - Jüdinnen, -- die ich liebte, ein Barbar, - - Im Blut Unwetter und den wilden Norden. - Es schien der Mond, verlor sich ohne Rest, - Jetzt liegt er da, ein Ei, im Wolkennest. - - - - -JUNGE PFERDE - - - Wer die blühenden Wiesen kennt - Und die hingetragene Herde, - Die, das Maul am Winde, rennt: - Junge Pferde! Junge Pferde! - - Über Gräben, Gräserstoppel - Und entlang den Rotdornhecken - Weht der Trab der scheuen Koppel, - Füchse, Braune, Schimmel, Schecken! - - Junge Sommermorgen zogen - Weiß davon, sie wieherten. - Wolke warf den Blitz, sie flogen - Voll von Angst hin, galoppierten. - - Selten graue Nüstern wittern, - Und dann nähern sie und nicken, - Ihre Augensterne zittern - In den engen Menschenblicken. - - - - -ERWACHSENE MÄDCHEN - - - Wer weiß seit Fragonard noch, was es heiße, - Zwei stracke Beine haben in dem Kleide; - Roben gefüllt von Fleisch, als ob die Seide - In jeder Falte mit dem Körper kreiße. - - Aus dem Korsage fahren eure Hüften - Wie Bügeleisen in den Stoff der Röcke, - Darauf wie Bienen auf die Bienenstöcke - Unsere Blicke kriechen aus den Lüften. - - Ihr jugendlichen Sonnen! Fleischern Licht! - Wir haben den Ehrgeiz der Allegorien - Und hübschen Dinge im Gedicht. - - Ich will mit eurer Bettwärme Blumen ziehn! - Und einen kleinen Mond aus dem Urin, - Der sternenhell aus eurem Blute bricht! - - - - -DIE SCHLAFENDE ERNA - - - Auf einer Ottomane aus Mohär - Liegt sie in Seidenröcken, eine Truhe - Voll Nacktheit, und ich denke voll Unruhe - An dein Geheimstes -- schönes Sekretär. - - Die Frauen tuen Wundervolles in die Seide. - Am Knie beginnt es. Ich will es auspellen, - Wenn Küsse summen nach hautsüßen Stellen - Im Bett, daß wir nicht schlafen können beide. - - Du großes Mädchen, die noch kleinen Brüste - Schmücken dich mir. Auf den geheimen Schmuck - Hast du die linke weiße Hand gelegt; - - Ich dachte: Soll die eine, die sie trägt -- - Die schwarze Blume welken von dem Druck? - Und nahm die Hand weg, die ich leise küßte. - - - - -SINNLICHKEIT - - - Unter dem Monde liegt des Parks Skelett. - Der Wind schweigt weit. Doch wenn wir Schritte tun, - Beschwatzt der Schnee an deinen Stöckelschuhn - Der winterlichen Sterne Menuett. - - Und wir entkleiden uns, seufzend vor Lust, - Und leuchten auf; du stehst mit hübschen Hüften - Und hellen Knien im Schnee, dem sehr verblüfften, - Wie eine schöne Bäuerin robust. - - Wir wittern und die Tiere imitierend - Fliehn wir in den Alleen mit frischen Schrein. - Um deine Flanken steigt der Schnee moussierend. - - Mein Blut ist fröhlicher als Feuerschein! - So rennen wir exzentrisches Ballett - Zum Pavillon hin durch die Tür ins Bett. - - - - -MEINE JÜDIN - - - Du junge Jüdin, braune Judith, köstliche - Frucht der Erkenntnis, weißer Blütenfall: - Aus Kleidern steigst du nackt, ein All ins All, - Mit deinen Brüsten, Mythenfrau, du östliche. - - Steige vom Sockel, Venus, aus zerballter - Wäsche, Jungweib! Wie Morgensonne blitzt - Dein Bauch -- und in der Schenkel Schatten sitzt - Wie Blüten saugend, fest, ein schwarzer Falter. - - Und Schwarzes fällt aus den gelösten Schleifen - In den konkaven Nacken, wie Geruch. - Und die zu großen, graden Zähne blecken, - - Als ob sie schon in Männerküssen stäken. - Der Blick hängt glänzend über dem Versuch, - Die Lippen über das Gebiß zu streifen. - - - - -LIEBESMORGEN - - - Aus dem roten, roten Pfühl - Kriecht die Sonne auf die Dielen, - Und wir blinzeln nur und schielen - Nach uns, voller Lichtgefühl. - - Wie die Rosa-Pelikane, - Einen hellen Fisch umkrallend, - Rissen unsere Lippen lallend - Kuß um Kuß vom weißen Zahne. - - Und nun, eingerauscht ins weiche - Nachgefühl der starken Küsse, - Liegen wir wie junge Flüsse - Eng umsonnt in einem Teiche. - - Und wir lächeln gleich Verzückten; - Lachen gibt der Garten wieder, - Wo die jungen Mädchen Flieder, - Volle Fäuste Flieder pflückten. - - - - -MEIN FEBRUARHERZ - - - Als trügen Frauen in den Straußenfedern - Das junge Licht wie eine weiße Fahne, - Gehörten alle Häuser reichen Rhedern - Und wären Schiffe, schwimmt um die Altane - - Die blaue Luft! Oh, jetzt in einem Kahne - Auf Wassern fahren, süßen Morgennebeln - Entgegensteuern, gleich dem leisen Schwane - Die Wellen teilend mit den schwarzen Hebeln! - - Geh in die Leipzigerstraße! Geh ins Freie! - Schön ist die Wollust! Gott ein guter Junge. - Die Dirnen sommern brünstiger als Haie! - - Ich habe Geld! Ich bin so schön im Schwunge. - Sonette aus Sonne kitzeln mir die Zunge! - In meiner Kehle sammeln sich die Schreie! - - - - -ABENDAVENUE - - - Die Straße ist von Klängen überstrahlt, - Bewachsen von Phantasmen des Geruches, - Und Hüften in den Hülsen blauen Tuches, - Das aller Schritt zu Reiz zermalmt und mahlt. - - Die Dirnen kommen, knarrend, Wollustfuder, - Und Bürgermädchen, die mit Reizen knausern; - Jungfräulein die, und andern, die schon mausern, - Gleitet ein Scharlachlächeln in den Puder. - - Teufel! Wir werden wie die Pelikane - -- Wenn diese Mädchen uns mit Blicken füttern, - Gierig nach den Konturen und Profilen, - - Die alle kommen, einzeln, momentane, - Und aus den fetten Rücken, aus den Müttern, - Bisweilen leise nach uns Jungen schielen. - - - - -TIERGARTEN - - - Birken und Linden legen am Kanal - Unausgeruhtes sanft in seinen Spiegel. - Ins Nachtgewölbe rutscht der Mond, ein Igel, - Der Sterne jagt und frißt den Himmel kahl. - - Mädchen sind da, und wir sind sehr vergnügt. - Ich schmeiße nach dem dicken Mond mit Steinen; - Die Betty küßt mich, und er soll nicht scheinen, - Weil Bella schweigt und naserümpfend rügt. - - Die Sommerstädte liegen um den Park. - Es wird sehr hübsch! Der Süden wandert ein! - Die Sonne wächst! Wie nackte Männer stark - - Schreiten die Tage, Frühjahr in den Hüften. - Die schwarzen Linden kommen überein, - Morgen zu grünen in den süßen Lüften! - - - - -MÄDCHENNACHT - - - Der Mond ist warm, die Nacht ein Alkohol, - Der rasch erglühend mein Gehirn betrat, - Und deine Nacktheit weht wie der Passat - Trocknend ins Mark. - - Du hast ein weißes Fleischkleid angezogen. - Mich hungert so -- ich küsse deine Lippen. - Ich reiße dir die Brüste von den Rippen, - Wenn du nicht geil bist! - - -- Küsse sind Funken, elektrisches Lechzen - Kupferner Lippen, und die Körper knacken! - Mit einem Sprunge sitzt mein Kuß im Nacken - Und frißt dein Bäumen und dein erstes Ächzen. - - Und als ich dir die weißen Knie und, - Dein Herz verlangend, allen Körper küßte, - Geriet mein Schröpfkopf unter deine Brüste; - Da drängte sich das Herz an meinen Mund. - - - - -GUTEN TAG -- HELLE EVA! - - - Ich wollte mit dir jungem Weibe leben - Gern wie der Sturm auf einem hellen Meer, - Daß deine Hände sich wie Möwen heben, - Wie Strudel leuchten deine Brüste sehr. - - Dein Fleisch ist Schnee, und schneereich bist du wie - Russische Winter. Mondrot leuchtet, blond, - Dein Haarkorb an des Nackens Horizont -- - Du nackend Weib, du weiße Therapie! - - Lange behielt ich deine Witterung - Und jagte hitzig hinter Dirnenrudeln, - Lustkrank, von Qual beweht. Doch du bliebst jung. - - Auf deinen Rippen kreisen weiße Strudel; - Du bist ein Weib geworden -- puh -- fruchtbar, - Du blanker Bauch voll Blut und krautigem Haar. - - - - -FRIEDRICHSTRASSENKROKI 3 UHR 20 NACHTS - - - Die Friedrichstraße trägt auf Stein - Die blassen Gewässer des Lichtes. - Die Dirnen umstehn mit Hirschgeweihn - Die Circe meines Gesichtes. - - Ich schaue: -- Der Träume Phosphor rinnt - In zwei, vier Menschenaugen neu. - -- Wie eine Katze springt, gefleckt, der Wind - Zwischen des Asphalts Lichterstreu - - Und trägt den fetten, weißen Rauch - Im Maul den jungen Winden ins Nest. - Er faßt die Dirnen an den Bauch - Und klemmt die dünnen Röcke fest. - - -- Da sind Gesichter, lachen nett, - Daß alle Zähne blecken müssen; - Die Louis zeigen ihr Skelett, - Louise läßt mich ihres küssen. - - - - -ANDERE JÜDIN - - - -I - - Im Norden sind die Ebenen, da steigen - Die Ströme zitternd in das Meer, - Das sie verhüllt. Der Wind weht Wogen her. - Das Wasser schweigt, und die Sternbilder schweigen. - - Du stiegst hinab mit deinem weißen, leisen - Lachen sprudelnd und deiner Brüste Schaum. - Antworte doch! Bist du noch in dem Raum, - Wo meiner Augen Vögel schreien, kreisen? - - -II - - Der Wind ist in den Eichen, - Die sich nach Westen legen - Und diesen kleinen, bleichen - Himmel zusammenfegen; - - Ich atme schlecht! Ich zucke - So an der Luft! Untätig. - Mir ist vom steten Drucke - Nicht mehr viel Ich vorrätig. - - - - -IN DER WELT - - - Ich lasse mein Gesicht auf Sterne fallen, - Die wie getroffen auseinander hinken. - Die Wälder wandern mondwärts, schwarze Quallen, - Ins Blaumeer, daraus meine Blicke winken. - - Mein Ich ist fort. Es macht die Sternenreise. - Das ist nicht Ich, wovon die Kleider scheinen. - Die Tage sterben weg, die weißen Greise. - Ichlose Nerven sind voll Furcht und weinen. - - - - -ADIEU MÄDCHENLACHEN! - - - Sie nehmen Abschied, werden nicht vergessen - Die Wege, die sie jetzt gehn -- Du und Ich, - Zwei Lächeln nur, mit denen sich - Apokalyptische Gesichte messen. - - O fälschte doch mein sicheres Gesicht! - Die Furcht läuft in die Zukunft und sieht mutig, - Da liegst du, abgeküßt und schenkelblutig: - -- Mein Hirn bellt auf -- brautnackt im Ampellicht. - - Die Schmerzen beißen in das Hirn hinein. - Was martert, mordet nicht mein wilder Freisinn! - O meine Mutter, weißhändige Greisin, - Nimm mich zurück ins Nichtgeborensein! - - - - -NACH DER NACHT - - - Laternen, die den Regenabend führen, - Haben die Stadt, die glänzende, verraten. - Eiweißer Eiter tropft im Lichteratem - Der Friedrichstraße, wo sich Dirnen rühren. - - Die Augen kriechen aus den Faltenlidern - Und spritzen einen Blick, der dich begießt. - Sie lachen sich das Kleid vom Bauch; du siehst - Die Brüste -- Krötenbäuche in den Miedern. - - Du flohst, und Vögel sangen für dich junitags. - Der Morgen senkte sich in dein Gesicht. - Es schlugen Uhren an, weckten das Licht. - Doggengebell des Turmuhrstundenschlags. - - Du öffnest deinen Mund, der ist lichtzahnig. - O Wanderungen im Gestein der Stadt! - O Röcheln, Schreie, seelenquälend Rad! -- - Es sprudelt aus der Morgenröte sahnig. - - Du schweigst. Hinter den dunklen Augen ruht - Das Hirn vom Krampf der tötenden Arsene. - Du lächelst, blickst -- und da betritt die Szene - Die Sonne, jugendlich, im Wolkenhut. - - - - -DAS WIEDERSEHEN - - - Wie warnend leuchten schwarze Fensterscheiben. - Mystische Telefone knacken, knacken --: - Dastehst Du nahe mit beweinten Backen, - Plastik aus Rauch. - Ich drehe angstvoll mein Gesicht zum Nacken - Und steige zitternd aus aus euren Häusern. - - Sind das die Häuser? Ist die Nacht aus Stein? - Ich mache langsam Schritte in Berlin. - Kein Mensch. Herabgestürzte Jalousien. - Ich habe keinen Wunsch, einer zu sein. - - - - -MANN UND MENSCHFRAU - - - Der Park beleckt, ein grüner Katarakt, - Das weiße Haus, in dem wir nach uns greifen. - Du hast Angstaugen. Um die Fenster streifen - Ahorne braun und indianernackt. - - Sturm hat die Nacht, die Negerin, gepackt. - -- Du wirst doch diese Herzart nicht begreifen. - Laß aus dir trinken, und ich werde reifen. - Verdorrte Augen überschwemmt dein Akt. - - Du kriegst ein Kind. Ich werde einsam sterben - In braunen Muskeln und vom Tag gedörrter. - Jetzt könnten deine Arme mich entfärben. - - Orient und Eden machst du gegenwärtig. - Wir wandeln nackt durch baumige Hirnörter. - Engel -- dein weißer Bauch ist dunkelbärtig. - - - - - - - -End of Project Gutenberg's Junge Pferde! Junge Pferde!, by Paul Boldt - -*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK JUNGE PFERDE! JUNGE PFERDE! *** - -***** This file should be named 40298-8.txt or 40298-8.zip ***** -This and all associated files of various formats will be found in: - http://www.gutenberg.org/4/0/2/9/40298/ - -Produced by Jens Sadowski - -Updated editions will replace the previous one--the old editions -will be renamed. - -Creating the works from public domain print editions means that no -one owns a United States copyright in these works, so the Foundation -(and you!) can copy and distribute it in the United States without -permission and without paying copyright royalties. Special rules, -set forth in the General Terms of Use part of this license, apply to -copying and distributing Project Gutenberg-tm electronic works to -protect the PROJECT GUTENBERG-tm concept and trademark. Project -Gutenberg is a registered trademark, and may not be used if you -charge for the eBooks, unless you receive specific permission. 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