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+The Project Gutenberg EBook of Martin Behaim aus Nürnberg by Alexander
+Ziegler
+
+
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with almost no
+restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under
+the terms of the Project Gutenberg License included with this eBook or
+online at http://www.gutenberg.org/license
+
+
+
+Title: Martin Behaim aus Nürnberg
+
+Author: Alexander Ziegler
+
+Release Date: February 18, 2010 [Ebook #31321]
+
+Language: German
+
+Character set encoding: UTF‐8
+
+
+***START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK MARTIN BEHAIM AUS NÜRNBERG***
+
+
+
+
+
+ *Martin Behaim*
+
+ aus Nürnberg.
+
+ *Der geistige Entdecker Amerika’s.*
+
+
+
+ Von
+
+ *Alexander Ziegler.*
+
+
+*Dresden,*
+_Druck von G. Heinrich._
+*1859.*
+
+
+
+
+
+ Dem
+
+ Germanischen Museum
+
+ in Nürnberg
+
+
+
+
+
+ ehrfurchtsvoll gewidmet
+
+
+
+ von dem
+
+
+
+ Verfasser.
+
+Ruhla, den 20. Juli 1859.
+
+
+
+
+
+
+Martin Behaim wurde in Nürnberg um 1459 geboren. Derselbe stammte aus dem
+altadeligen Geschlechte der Herren _Behaim von Schwarzbach_, die in
+_Böhmen_, in dem Kreise Pilsen, an einem Wasser, die Schwarze genannt, –
+daher der Name Schwarzbach, – wohnten. Im neunten Jahrhundert wandten sie
+sich um der Religion willen aus Böhmen nach Nürnberg, daher der Zuname
+Behaim, Böheim, öfter auch _Bohemus_ und _Martinus de Boemia_. Martin
+Behaim lernte anfänglich die Kaufmannschaft und trieb daneben unter der
+Leitung des berühmten Johann Regiomontanus (Müller aus Königsberg in
+Franken), der sich in den Jahren 1471 bis 1475 in Nürnberg aufgehalten und
+dort die Verfertigung mathematischer Instrumente auf eine hohe Stufe
+erhoben hatte, mathematische und in der Folge auch nautische
+Wissenschaften. Hierauf machte Behaim in Handelsgeschäften große Reisen
+nach Venedig, wo schon um die Mitte des vierzehnten Jahrhunderts seine
+Vorfahren Albrecht und Fritz Behaim lebhaft am Spezereihandel betheiligt
+waren, den sie hauptsächlich aus Böhmen verführten. Ebenso kam er auch
+nach Mecheln und Antwerpen in den Niederlanden, von wo er im Jahre 1479
+oder 1480 nach Lissabon und mit dem Strome niederländischer Auswanderer
+nach den Azoren gerathen ist. Behaim trat unter König Johann II. in
+portugiesische Dienste, machte mehre _Entdeckungsreisen_ zwischen den
+Wendekreisen, entdeckte mit Diego Cano die Küsten von Congo (1484, 1485
+und 1486) und gründete Niederlassungen auf den, wenn nicht schon früher,
+im Mittelalter von den Arabern und Normannen besuchten und in der Mitte
+des vierzehnten Jahrhunderts von den Italienern aufgefundenen, im Jahre
+1432 bis 1449 von den Portugiesen entdeckten Azoren. Hier heirathete er
+(1486) Johanna, die Tochter des erblichen Statthalters oder Lehnträgers
+Ritter Jobst Hurter von Moerkirchen auf den Inseln Fayal und Pico und hat
+aus der erstgenannten Insel mehre Jahre zugebracht, um die Ansiedelung auf
+derselben zu befördern. Im Jahre 1491 reiste Behaim nach seiner Vaterstadt
+Nürnberg, verfertigte daselbst seine berühmte Weltkugel und kehrte im
+Jahre 1493 nach Portugal und Fayal zurück. Später machte er, wie er in
+einem Briefe aus Brabant vom 11. März 1494 an seinen Vetter, den Senator
+Michael Behaim in Nürnberg, berichtet, in vertrautem Auftrage des Königs
+Johann II. noch einige Reisen, auf welchen er ein Mal das Unglück hatte
+von den Engländern und ein ander Mal von den Seeräubern gefangen zu
+werden. Auch besuchte er noch ein Mal sein geliebtes Fayal und starb im
+Jahre 1506 in Lissabon mit Hinterlassung eines im Jahre 1489 geborenen
+Sohnes. Wenn nun auch der Nürnberger Patricier seit seiner Fahrt mit Diego
+Cano selbst nichts über sich und den Schauplatz der Entdeckungen berichtet
+und die wichtigen Jahre von 1493 resp. 1494 bis zu seinem Tode in
+Dunkelheit bleiben, so ist doch aus mancherlei glaubwürdigen und
+verbürgten Nachrichten und Thatsachen auf eine Theilnahme Behaim’s an den
+Entdeckungsreisen jener Periode zu schließen. Wir werden im Folgenden auf
+diese Thatsachen näher eingehen, vorher jedoch eine historiographische
+Ehrenrettung des in neuerer Zeit wiederum mehrfach an seinem Ruhme
+angegriffenen großen Kosmographen Martin Behaim im Lessing’schen Sinne zu
+geben versuchen.
+
+Ebenso weit entfernt davon, die großen Verdienste des Columbus schmälern,
+als davon, die Verdienste unseres _deutschen_ Landsmannes Behaim,
+Zeitgenossen von Columbus, dessen Ruhm zu schmälern er nimmer beabsichtigt
+hat, überschätzen zu wollen, können wir doch auch weder unserer
+Ueberzeugung, noch unserem Patriotismus so große Selbstverleugnung
+auferlegen, uns der Meinung Derjenigen unterzuordnen, welche Behaim als
+einen mittelmäßigen Kosmographen und ungeübten Astronomen darzustellen und
+so die Grundbedingungen seines Rufes und Ruhmes, wenn auch nicht zu
+zerstören, doch zu erschüttern, sich die wenig dankenswerthe Mühe gegeben
+haben. Diese Versuche gründen sich vorzüglich auf dessen berühmte
+Weltkugel, welche die geographischen Ansichten des fünfzehnten
+Jahrhunderts nach Ptolomäus, Marco Polo und Mandeville veranschaulicht und
+auf die Aussagen eines Geschichtsschreibers der Azoren aus dem
+siebenzehnten Jahrhundert, Namens Cordeyro. In Bezug auf erstere sagt man,
+und wohl auch nicht ganz mit Unrecht, daß Behaim bei seinen Breitenangaben
+um 12 bis 15° irrte, die Fehler seiner Breitenbestimmungen bei der
+Prinzessin-Insel begönnen und sich zuletzt auf mehr als 16° steigerten,
+daß sein Island auch fälschlich innerhalb des arktischen Kreises sich nach
+dem hohen Norden erstrecke und was dergleichen Behauptungen mehr sind. In
+Bezug auf Cordeyro, den einzigen Schriftsteller, welcher Nachrichten über
+Behaims letzte Schicksale enthalte, führt man an: daß dieser einige von
+dessen unerquicklichen astrologischen Prophezeiungen mittheile(1) und
+aussage, daß Behaim auf den Azoren den unheimlichen Ruf eines Meisters der
+astrologischen Trugkünste hinterlassen habe. Mag dem sein, wie ihm wolle,
+alle diese und andere Angaben können den Ruf Behaims als Kosmograph nicht
+verringern; denn sie beweisen nur, daß der Standpunkt der damaligen
+geographischen Wissenschaften im _Allgemeinen_ ein ungenügender gewesen
+ist. Es genüge hier, nur darauf hinzuweisen, daß viele der alten berühmten
+Weltkarten jener Zeit, z. B. die Karte der Militärbibliothek zu Weimar aus
+dem Jahre 1424, die von Andreas Bianco 1436, des Genuesen Beclario oder
+Bedrazio aus dem Jahre 1436, die Hafenkarten der beiden Benincasa 1463 bis
+1473, des Bartholomäus, Bruder des Entdeckers von Amerika, aus dem Jahre
+1488, des Juan de la Cosa, Reisegefährten von Columbus, des Ruysch in der
+römischen Ausgabe des Ptolomäus vom Jahre 1508, des Purdy u. s. w., nicht
+nur viele Irrthümer und falsche Breitenangaben, sondern öfters, z. B. die
+Karten des in der St. Marcusbibliothek aufbewahrten Atlas des Andreas
+Bianco u. s. w., gar keine Gradeintheilung haben. Man beeilte sich damals
+im Allgemeinen, auf den Karten alles Dasjenige zu verzeichnen, was man
+über den Fortschritt der neuesten Entdeckungen, gleichviel ob wahr oder
+unwahr, zu erfahren vermochte und so kam es, daß trotz der Ergebnisse
+neuer Forschungen und trotz aller Erfahrungen und Kenntnisse unserer Tage
+falsche Hypothesen und Resultate, z. B. auf der Karte Amerika’s von Ruysch
+und auf der sonst schätzenswerten Welttafel von Purdy, u. s. w. angegeben
+wurden. Wenn auch hier und da die Fehlergrenzen der spanischen und
+portugiesischen Piloten der damaligen Zeit bei Breitenangaben selten einen
+Breitengrad überschritten, so bestätigt wiederum das, was in dem Patent
+über die Unwissenheit der Piloten gesagt wird (_Navarr. tom. III. pag.
+299_), vollständig Vespucci’s Klagen über den Mangel nautischer Kenntnisse
+bei den damaligen Seefahrern (_Bandini p. 105_). Die von dem
+portugiesischen Schriftsteller Cordeyro in seiner _Historia insulana_ über
+den Nürnberger Seefahrer gemachten Mittheilungen sind mit Vorsicht
+aufzunehmen, erstlich weil Cordeyro, wie alle Portugiesen seiner Zeit,
+neidisch auf den Ruhm des Fremden war und zweitens, weil er auch sonst
+keine besondere Urtheilsschärfe und Genauigkeit in seinen Ausdrücken an
+den Tag legt, wie dies aus einer Vergleichung mit den Privatdokumenten der
+Familie Behaim, von denen er freilich nicht die geringste Kenntniß hatte,
+hervorgeht. So behauptet er unter Anderem in seiner _Hist. ins. pag. 465_,
+daß Martin Behaim _zwei_ Söhne gehabt, von denen der älteste Martin
+geheißen und noch jung gestorben sei; ferner, daß die Portugiesen unter
+Joa Vaz Cortereal schon 1464 einen Theil von Nord-Amerika, die später
+sogenannte _Terra de Bacalhao_ entdeckt hätten, und beruft sich unter
+Hinweisung auf _Gaspar Fructuosa_ auf eine königl. Schenkungsurkunde _d.
+d. Evora_ 2. April 1464, in der aber keine Silbe davon steht, daß Vaz das
+Bacalhaoland besucht oder überhaupt etwas entdeckt habe. Der zweimalige
+längere Aufenthalt des Behaim auf den Azoren (von 1486 bis 1490 und 1494
+bis 1506) liefert aber gerade einen wichtigen Grund gegen die angebliche
+Entdeckung eines Landes der Baccallaos (Neufundland); denn Behaim, der,
+als langjähriger Bewohner der Azoren, doch Kenntniß von diesem Westlande
+hätte haben müssen, kennt diese Entdeckung nicht und hat sie auch nicht
+auf seiner im Jahre 1492 angefertigten Weltkugel angegeben. Kunstmann(2)
+hat auch in der neuesten Zeit schlagend nachgewiesen, daß die von Cordeyro
+erwähnte Entdeckung von Nord-Amerika weder in der angeführten
+Schenkungsurkunde von _Evora_ noch in _Fructuosa_, aus dem doch Cordeyro
+geschöpft haben will, erwähnt werde. Historisch erwiesen ist nur, daß
+Gaspar Cortereal, der Sohn jenes Jao Vaz, im Jahre 1500 in Grönland und
+1501 in Neufundland gewesen. Aus all dem Gesagten geht zur Genüge hervor,
+daß die gegen Martin Behaim angebrachten Verdächtigungen ohne allen Grund
+sind. Konnte es doch sogar einem Columbus geschehen, daß er die
+geographische Breite der von ihm im Jahre 1477 besuchten Insel Irland
+falsch bestimmte, indem er sagt, daß deren südlichste Gegend unter dem
+dreiundsiebzigsten Breitengrade (statt 63°) liege.
+
+Martin Behaim, Schüler des Regiomontanus(3) und portugiesischer Kosmograph
+hat für einen der gelehrtesten Mathematiker und Astronomen seines
+Jahrhunderts gegolten. Durch die Anfertigung seines Globus – wohl eines
+der ersten und ältesten, welche überhaupt existiren, den von Bartolomé
+Colon 1488 vollendeten mit eingerechnet – hat er ein Meisterstück seiner
+Zeit geliefert und dadurch auf Globus- und Kompasverfertiger einen
+anregenden Einfluß geübt, was daraus zu entnehmen ist, daß diese in
+Nürnberg so zahlreich waren, daß sie seit 1510 zu einer besonderen Zunft
+zusammentraten.
+
+Der König Johann II., für den er mehre Landkarten zeichnete, beehrte ihn
+fortdauernd mit seinem besondern Vertrauen. Von seiner neunzehn Monate
+dauernden afrikanischen Reise nach Lissabon zurückgekehrt, wurde Behaim i.
+J. 1485 zur Belohnung seiner Verdienste zu Albassauas (Alcobaca?) in der
+St. Salvadors-Kirche vom König öffentlich zum Ritter des Christusordens
+geschlagen, wobei ihm der Herzog Emanuel, nachheriger Thronfolger, den
+rechten Sporn, der König selbst den Degen umschnallte. Auch wurde er
+gemeinschaftlich mit den beiden Aerzten des Königs Johann II., _maestre
+Rodrigo_ und _maestre Josef Judio_, zum Mitglied einer _Junta de
+Mathematicos_ gemacht, welche beauftragt war, eine Methode anzugeben, nach
+der Sonnenhöhe zu schiffen(4), mithin an der Construction eines für den
+Gebrauch der Schifffahrt bestimmten _Astrolabiums_ arbeitete. Als Beweis
+eines ganz besondern Vertrauens, das Behaim beim König genoß, müssen hier
+ferner die Worte angeführt werden, deren sich der König in einem
+Handschreiben bediente: „_Quia perspecta nobis jam diu integritas tua nos
+inducit ad credendum, quod ubi tu es, est persona nostra_“ u. s. f. (weil
+wir schon lange Deine Ehrenhaftigkeit erkannt haben, so fühlen wir uns zu
+glauben veranlaßt, daß wo Du bist, auch unsere Person ist.) Auch Kaiser
+Maximilian sagt von seinen Reisen, die sich auf 2300 Meilen nur zur See
+erstrecken: _Martino Bohemo nemo unus imperii civium magis unquam
+peregrinator fuit, magisque remotas adivit orbis regiones_. Zu den
+Hauptverdiensten Behaims gehört – abgesehen von seiner vermutheten
+Theilnahme an den amerikanischen Entdeckungsreisen, auf die wir sogleich
+zu sprechen kommen –, daß er an der glücklichen Erfindung, das Astrolabium
+bei der Schifffahrt zu _gebrauchen_, wesentlichen Antheil hatte. Auch darf
+man nicht vergessen, wie von Humboldt in seinen kritischen Untersuchungen
+_I., pag. 31_, bemerkt, daß Behaim, Columbus, Vespucci, Gama und Magellan
+Zeitgenossen von Regiomontanus, Paolo Toscanelli, Roderigo Faleiro und
+anderen berühmten Astronomen waren, welche ihre tieferen Einsichten den
+Schifffahrern und Geographen ihrer Zeit mittheilten.
+
+Die neueren Untersuchungen haben unwidersprechlich gelehrt, _daß_ der weit
+im westlichen Ocean lebende berühmte Kosmograph _Martin Behaim aus
+Nürnberg jedenfalls Columbus in seinem Plan, nach Westen zu segeln,
+bestärkt und wesentlich zur Ausführung __des Planes von Columbus
+beigetragen hat, somit für die Entdeckung Amerika’s von besonderem Nutzen
+gewesen ist._ Die Gründe für diese Behauptungen stützen sich – abgesehen
+von naheliegenden Vermuthungen – auf _vier Thatsachen_: I. auf die
+Aussagen der spanischen und portugiesischen Schriftsteller; II. auf das
+Buch der Chroniken von Hartmann Schedel in Nürnberg, das erst lateinisch,
+dann 1493 in deutscher Uebersetzung erschien; III. auf den i. J. 1492 von
+Martin Behaim angefertigten Globus, der sich noch gegenwärtig im
+Behaim’schen Hause am Aegidienplatze in Nürnberg befindet, und IV. auf die
+Behauptung des Ritters Pigafetta aus Vicenza, nach dem Magellan oder
+Magalhães eine Karte des Ritters Martin Behaim gesehen, auf welcher eine
+Meerenge nach der freien Südsee angegeben gewesen sei.
+
+In Bezug auf Nr. I. ist zu bemerken, daß der spanische Schriftsteller
+_Antonio de Herrera_ in seinen Decaden(5), deren Autorität so wenig in
+Zweifel gezogen werden darf, als die Handschrift des Pigafetta, sagt:
+Columbus sei in den Gründen, die ihn bestimmten, den Seeweg nach Ostindien
+gegen Westen aufzusuchen, durch seinen _Freund_, den Portugiesen _Martin
+de Bohemia_ (natürlich Niemand anders als Martin Behaim, dessen Familie,
+wie oben bemerkt, aus Böhmen stammt) auf der Insel Fayal, einen _großen_
+Kosmographen, bestärkt worden. („_Y esta opionione le confirmo Martino de
+Bohemia, Portugues, su amigo, natural de la Isla de Fayal, gran
+cosmografo._“) Diese Nachricht, jedenfalls die wichtigste und
+bestimmteste, die schon allein hinreichte, nicht nur Behaims nützlichen
+Einfluß auf die Ausführung des Planes von Columbus zu beweisen, sondern
+auch die innige Verbindung mit Letzterem, sowie seinen Ruf als eines
+großen Kosmographen zu bestätigen, wird mehr oder minder noch durch eine
+zweite Stelle des genannten Schriftstellers bestärkt, die aus dem
+italienischen Tagebuche des Pigafetta entlehnt, auch den Ausdruck:
+„_Martino de Boemia, uomo eccellentissimo_,“ jedoch ohne den Zusatz:
+geboren auf Fayal, enthält. Auch der spanische Schriftsteller _Garcilasso
+de la Vega_ schreibt, daß ein berühmter Geograph Martin Behenira
+vornehmlich dem Colon Nachricht gegeben. Die vielbesprochene und im
+Interesse Behaims so oft angezogene Stelle im Werke des Riccioli(6) (geb.
+1598 zu Ferrara, gestorben 1671) heißt wörtlich: „_Christophorus Columbus
+..... sive suopte ingenio ut erat vir Astronomiae Cosmographiae et
+Physicas, gnarus .. sive indicio habito a Martino Bohema .... aut, ut
+Hispani dictitant, ab Alphonso Sanchez de Helua nauclero ... cogitasset de
+navigatione in Indiam __occidentalem_“ (Ch. Columbus hätte entweder aus
+eigener Einsicht als ein in der Sternkunde, Erdbeschreibung und Naturlehre
+erfahrener Mann oder zufolge der von Martin Behaim, oder nach der Spanier
+Vorgeben von einem Schiffer Namens Alfonso Sanchez erhaltenen Anzeige –
+Angabe – auf die Schifffahrt nach Westindien gedacht (gesonnen, sie für
+möglich gehalten). Diese Stelle, wie Wagenseil, Löher u. s. w. übersetzen
+zu wollen: „Columbus hätte niemals seine Reise nach Amerika unternommen,
+wenn Behaim ihm nicht den Weg gezeigt hätte“, ist jedenfalls, wie schon
+Tozen gezeigt, nicht statthaft, weil Riccioli selbst in Zweifel und
+Ungewißheit ist, was das _sive-sive-aut_ besagt und weil „_indicio_“ nur
+mit „Wink“, „Fingerzeig“ oder mit „Andeutung“ „Anzeichen“ übersetzt werden
+kann. Diese Andeutungen, Anzeichen, können z. B. an den Azoren
+angeschwemmte Hölzer, Leichname u. s. w. gewesen sein, die auf ein
+westwärts gelegenes unbekanntes Land hindeuteten. Daß der Name Martin
+Behaims, wie von Murr behauptet, bei keinem einzigen portugiesischen
+Schriftsteller, außer im _Manoel Tellez de Sylva_ in _De Rebus gestis
+Joannis II._ vorkomme, dürfte dahin zu berichtigen sein, daß, wie schon
+erwähnt, Cordeyro und auch Jose Bernardo Gama von ihm spricht. „Die
+portugiesischen Schriftsteller“, sagt Franz Löher in seiner vortrefflichen
+Geschichte der Deutschen in Amerika (Cincinnati und Leipzig 1847) erklären
+auf das bestimmteste, daß Columbus erst, nachdem Behaim schon dagewesen,
+und auf dessen Angaben hin Amerika aufgesucht habe. So sagt Gama:(7)
+„Martin Behaim sah Pernambuco und entdeckte Brasilien früher als Columbus
+und Vespuzzi.“ Die spanischen Schriftsteller(8) aber enthalten nirgends
+eine Stelle, welche diese Angaben ausdrücklich widerlegte; im Gegentheil
+bestätigen sie ohne Vorbehalt, daß sowohl Columbus als Magellan Freunde
+von Behaim gewesen, von demselben Karten und Nachrichten über das
+westliche Indien erhalten, und auf Grund derselben ihre Reisen dorthin
+unternommen hätten. Auch französische Gelehrte(9) haben nicht gezögert,
+Behaim als den Mann anzuerkennen, der den Weg nach Amerika bereitete und
+zuerst befuhr. „In der That, seine Größe würde auch dann emporragen in der
+Geschichte, wenn seine Augen auch niemals an Brasiliens Küste
+umhergeschweift hätten; er wäre dennoch der geistige Entdecker des neuen
+Welttheils gewesen.“ Auch die portugiesischen Schriftsteller, Pater
+Cordeyro(10), gestützt auf das Manuscript des Doktor Gaspar Fructuosa(11),
+Mendo Trigozo (1812) und Garcao-Stockler (1819) u. s. w. geben
+ausführliche Nachrichten von Behaim und lassen seinen Verdiensten
+Gerechtigkeit wiederfahren. In Betreff der Deutschen, welche Behaims
+Verdienste beleuchteten, schrieb Stüven in Frankfurt 1714 eine Abhandlung
+über den ersten Entdecker der Welt(12) und Otto in New-York richtete an
+Franklin eine Denkschrift (abgedruckt in den _Transactions of the American
+philosophical Society 1786 II. Nr. 35_) zum Erweise, daß Behaim der rechte
+Mann sei. Diese Behauptung des Deutsch-Amerikaners, daß Behaim Amerika
+entdeckt habe, suchte der Spanier Cladera(13) zu widerlegen. Auch
+Wagenseil(14) und Postel(15), Pigafetta, Jansen, Doppelmayr(16),
+Wurzelbaum(17), Lochner(18), Wülfer(19), Cellarius(20), Omeis(21), haben
+Martin Behaim die Entdeckung der neuen Welt zugeschrieben, und die Herren
+Chr. Gottl. Schwarz(22), Mörl(23), Bielefeld(24), Fürer(25), Will, Peter
+van der Aa(26) u. A. sagen in der Hauptsache Nichts Anderes. Die
+Amerikaner Robertson(27), Washington Irving(28) u. A. wollen dies freilich
+nicht anerkennen, ebenso als sie früher die (jetzt festgestellten)
+Entdeckungen der isländischen Nordmänner hartnäckig bestritten, und in
+Deutschland selbst sind bei Manchen z. B. Gebauer(29), Tozen(30), von
+Murr(31), Baur(32) u. A. die Zweifel noch nicht beseitigt. Wenn wir hier
+noch die Werke von Humboldt(33), Franz Löher(34), Ghillany(35), Oscar
+Peschel(36) und Fr. Kunstmann(37) anführen, so glauben wir, wenn auch
+nicht erschöpfend, doch ziemlich vollständig auf die Behaim-Literatur
+hingewiesen zu haben, und wollen nur noch bemerken, daß in dem Werke von
+Ghillany – das neueste bedeutendste Werk über Behaim – in sehr lichtvoller
+Weise dargethan wird, daß Behaim wesentlich zur Ausführung des Planes von
+Columbus beigetragen habe.
+
+
+
+Wir kommen jetzt II. auf das Buch der Chroniken von Hartmann Schedel in
+Nürnberg, das erst lateinisch, dann 1493 in deutscher Uebersetzung
+erschien, somit die nächste Jahreszahl nach der Entdeckung Amerikas durch
+Columbus trägt.
+
+Es heißt hier, daß König Johann II. von Portugal im Jahre 1483 _Jacob de
+Cano_, einen Portugiesen, und Martin Behaim, einen Deutschen aus Nürnberg,
+mit etlichen Galeeren gegen Aethiopien ausgeschickt hätte; daß sie in dem
+südlichen Meere nicht weit von der Küste geschiffet, und nachdem sie über
+die Linie gegangen, in die _andere Welt gekommen wären, wo ihr Schatten,
+wenn sie gegen Morgen gestanden, mittagwärts und zur Rechten gefallen
+sei_; daß sie solchergestalt eine _neue und bisher unbekannte Welt_,
+welche in vielen Jahren von keinem als den Genuesen, wiewohl vergeblich,
+gesucht worden, entdeckt und daß sie endlich nach einer 26monatlichen
+Schifffahrt zurückgekommen und zum Wahrzeichen Pfeffer und Paradieskörner
+mitgebracht hätten.
+
+Wiewohl in dieser Stelle thatsächlich von _einer anderen neuen Welt_ die
+Rede ist und man auch auf Grund dieser Urkunde versucht hat, dem Martin
+Behaim die Ehre der Entdeckung von Amerika (Brasilien) zuzuschreiben,
+indem man angenommen hat, daß Behaim, wie später Cabral, durch die von
+Congo nach Westen führenden Strömungen nach Brasilien gelangt sei, und daß
+der Verfasser jener Stelle in der Nürnberger Chronik, wenn er schon von
+Columbus etwas gewußt, sicher dessen Namen genannt haben würde, um den
+Ruhm Behaim’s gegen ihn herauszustellen, so scheint mir doch diese Urkunde
+aus folgenden Gründen von keinem sonderlichen Gewicht zu sein. Die
+angeführte Stelle ist nämlich dieselbe, welche in des _Aeneas Sylvius_
+Buch _de Europae sub Frederico III. Imperatore statu_ aus diesem Chronikon
+eingerückt ist. Dieser _Aeneas Sylvius_, nachheriger Pabst Pius II. (gest.
+1464), ist übrigens derselbe, der sich in seiner Weltbeschreibung
+(_Cosmographia_) auf _Nicolo Conti_ beruft, dessen 25jährige Reisen (1424
+bis 1449) in Indien bei _Poggio_ (Paris 1723) erwähnt werden. Aber, auch
+abgesehen davon, so will der Verfasser offenbar nur andeuten, daß diese
+Seefahrer, nachdem sie über die Mittellinie gesegelt, auf die südliche
+Halbkugel der Erde gekommen wären; die Angabe, daß nach Passirung der
+Linie der Schatten, wenn man gegen Morgen stehe, mittagwärts und zur
+Rechten falle, wird wohl jeder richtig finden, der über die Linie
+hinausgekommen ist. Im Uebrigen ersehen wir aus diesem Buch der Chroniken,
+in das Behaim das Capitel _Portugalia_ bei seiner in Nürnberg als
+Kosmograph gefeierten Anwesenheit vielleicht selbst eingetragen hat, daß
+er als Befehlshaber eines Fahrzeuges jene Entdeckungsreise mitgemacht
+habe, wenn er auch dieß selbst auf seiner Weltkugel niemals behauptet. Die
+betreffende Stelle heißt: „daß König Johann etlich galeren hinter die
+seulen Herkuls geschickt und denselben Schiffen zween patron gesetzt,
+nehmlich _Jacobum Canum_ einen _Portugalier_ und _Martin beheym_ einen
+_teutschen von nürnberg_.“ Es ließe sich vielleicht nun aus dieser Stelle
+der Schluß ziehen, daß Behaim, da er _Entdeckungsreisen_ nach Afrika und
+zwar als Befehlshaber gemacht, wahrscheinlich auch später mehren
+Entdeckungsreisen nach Westen beigewohnt hat.
+
+
+
+Was III. den von Martin Behaim im Jahre 1492 zu Nürnberg angefertigten und
+daselbst noch aufbewahrten Globus betrifft, so haben manche Schriftsteller
+behaupten wollen, daß auf demselben bereits die Menge der westlichen
+Inseln und die östlichen Küsten von Süd-Amerika (die Flachlande von
+Brasilien, die Prajas von Pernambuco) erschienen, wohin Behaim viele Jahre
+früher, ehe Columbus sich zur Reise anschickte, von den Azoren aus
+gekommen sein soll. Man glaubte hieraus schließen zu können, daß Martin
+Behaim den Archipel der Azoren oder Antillen entdeckt, dem Columbus nicht
+allein den Weg nach dem östlichen Asien, sondern selbst das Vorhandensein
+eines neuen Festlandes enthüllt und auf diesen Globus die Meerenge
+verzeichnet habe, welcher Magellan seinen Namen gegeben und die man mit
+größerem Rechte _Fretum Bohemicum_ nennen zu können glaubte.
+
+Bei näherer Betrachtung der höchst merkwürdigen Erdkugel findet sich von
+diesen geographischen Angaben keine Spur auf derselben, womit jedoch nicht
+gesagt sein soll, daß eine _kühne_ Phantasie, abgesehen von der deutlich
+verzeichneten _Insula Antilia_, durch die Lage der über dem _circulus
+aequinoctialis_ (Aequator) angegebenen Insel Brandan, der im Norden des
+_tropicus cancri_ verzeichneten Insel (_Cathay, __oceanus oriental.
+indic._), so wie der südlicher gelegenen Insel Cipango, nicht im Stande
+wäre, an die West-Indischen Inseln oder an Süd-Amerika zu denken – wenn
+man sich dieselben theils noch als Inseln, theils als mit Ost-Indien
+zusammenhängend denkt. Nach dem geographischen System jenes Zeitalters,
+welches in Bezug auf das östliche Asien nebst den angrenzenden Theilen des
+Oceans fast einzig und allein auf die Erzählungen des Marco Polo, Balducci
+Pegoletti und Nicolas de Conti begründet war, glaubte man, daß unzählige
+Inseln, reich an Spezereien und Gold, in dem Meer von Cin, d. h. in den
+Gewässern von Japan, China und dem großen Archipelagus Ostindiens belegen
+seien. Die Weltkarte des Martin Behaim zeigt nun von 45° nördl. bis 40°
+südl. Br. eine Kette von Inseln, die den Enden Asiens gegenüber liegen und
+ist mehrfach, wie wir früher bemerkt, abgebildet, unter Anderem auch im
+Jahre 1847 von dieser Erdkugel des Behaim ein Facsimile für die Pariser
+Akademie angefertigt worden.
+
+Auf dem von Martin Behaim angefertigten Globus findet sich mitten im Ocean
+zwischen Europa und Asien eine _insula Antilia_, genannt _Septem ritade
+(citade)_, verzeichnet. Sie liegt westlich der Canaros, fern von den
+Azoren in 24° Br., also fast unter dem Wendekreise des Krebses. Ueber die
+„Länge“ zu sprechen ist überflüssig, da diese von den verwirrten Begriffen
+abhängig ist, die man sich von der Entfernung zwischen Ouinsai und Cipango
+und den Küsten von Portugal bildet, man kann sich aber des Gedankens
+unwillkürlich nicht erwehren, daß diese „phantastische Wanderinsel“ so
+ziemlich fast unter denselben Breitengraden wie die später als Antillen
+bezeichneten Inselgruppen gelegen ist, und zwar um so mehr, als auf der
+Karte von _Juan de la Cosa_ aus dem Jahre 1500 die zu dieser Gruppe
+gehörigen Inseln Cuba, Espagnola auch noch nördlich des Wendekreises des
+Krebses liegen, auch Vespucci in seiner zweiten Reisebeschreibung
+(_Bandini pag. 44_.) Haiti _(Hispaniola) Isola d’Antiglia_ nennt und, wie
+uns _Bartholomäus de las Casas_ lehrt, vorzugsweise die Portugiesen den
+Namen Antillen auf _Hispaniola_ anwendeten. Diese von Behaim verzeichnete
+Insel findet sich auch auf früheren Karten des vierzehnten Jahrhunderts,
+wenn auch nicht in dieser Lage, angegeben. Die älteste Angabe der Insel
+Antillia scheint nach von Humboldt’s kritischen Untersuchungen die im
+venetianischen Atlas des _Andrea Bianco_ (1436) zu sein, wo sie sich auf
+der fünften Karte des in der St. Markusbibliothek aufbewahrten Werkes
+findet. Wenn man, da die Karte keine Gradeintheilung hat, als Maßstab die
+Entfernung des Cap Vincent vom Cap Finisterre (5° 51’) annimmt, so findet
+man als Abstand der Küsten von Portugal bis zum Mittelpunkt der azorischen
+Insel des Bianco 153 Seemeilen (statt 247), dagegen als Abstand der Azoren
+von der Antillia 87 Seemeilen. Diese letztere Insel läge mithin 240
+Seemeilen westlich von den Küsten von Portugal, d. h. unter 27° 55’ w. L.
+von Paris (in dem Meridian der Insel San Miguel der Azoren) und zwischen
+33° 20’ und 38° 30’ Br. Auch die auf der Militärbibliothek in Weimar
+aufbewahrte Seekarte aus dem Jahre 1425 (1424?), einige Jahre älter als
+die Karte des Bianco und offenbar italienischen Ursprungs, ist wegen des
+Namens Antillia bemerkenswerth. Sie stellt aber nur den nördlichen Theil
+der Insel Antillia, dagegen das ganze Rechteck der Satanshand dar. Der
+Abstand der Küste von Portugal vom Mittelpunkt der Gruppe der Azoren
+beträgt 110 Seemeilen, während die Karte vom Jahre 1436, wie oben bemerkt,
+deren 153 gibt. Auf der zu Parma sich befindenden Welttafel von Beclario
+oder Bedrazio, einem Genuesen aus dem Jahre 1436, erblickt man auch die
+rechtwinkeligen Inseln Antillia und Sarastagio (Hand des Satans). Die
+Hafenkarten des Gracioso Benincasa von Ancona und seines Sohnes Andrea
+(1463 bis 1473) wurden auch häufig wegen des Namens der Insel Antillia
+angeführt, der sich auf ihnen finden soll; aber es scheint, daß man eine
+weit jüngere von Blaze Vouloudet im Jahre 1586 angefertigte Karte, auf der
+man westlich von Irland ein Land Scorafixa oder _Scoeafixa_ (Bacallaos?)
+erblickt, für eine Arbeit des Andrea Benincasa gehalten hat.
+
+Auf den Karten des _Juan de la Cosa_ und _Ribero_ findet sich keine Spur
+von dem Namen der Antillen, auch auf der zu Parma aufbewahrten Weltkarte
+des Picigano (1367) kommt die Bezeichnung Antillia nicht, wohl aber, wie
+auf Behaim’s Globus, die _Insula de Brazie (Brazir, Brazil)_ vor. Die
+Insel des heiligen Brandan, die Behaim’s Globus ebenfalls angibt, nennt
+Andrea Bianco so wenig wie die Glückseligen Inseln. Auch ist
+bemerkenswerth, daß weder Columbus, noch Gomara, Oviedo oder Acosta, noch
+die Karten von Amerika und die Welttafeln, welche seit dem Jahre 1508 den
+Ausgaben des Ptolamais beigefügt werden, des Namens Antillia gedenken. Die
+erste Spur dieses Gebrauches des Namens findet von Humboldt in den
+_Oceanis_ des _Peter Martyr d’Anghiera_ (_Dec. lib. I. pag. II._ beendigt
+im Novbr. 1493). Hier findet man die geographische Benennung der Antillen
+in der Mehrzahl. Aber noch mehr; das einzige Mal, wo man in den Briefen
+des _Amerigo Vespucci (c. 1500)_ den Namen Columbus findet, steht er in
+Verbindung mit dem Namen Antillia, obgleich Columbus nie die Gesammtmasse
+der von ihm entdeckten _Inseln von Inseln_ unter eine gemeinschaftliche
+Benennung zusammenstellt. Uebrigens ist es mit dem Namen der
+Antilleninseln gegangen wie mit dem von Amerika. Der erstere wurde im Jahr
+1493 von Anghiera vorgeschlagen, der letztere von Ylacomylus, und bei
+beiden war mehr als ein Jahrhundert erforderlich, ehe der Gebrauch
+allgemein verbreitet war.
+
+Martin Behaim schreibt bei der Insel Antillia Folgendes: „Als man zählt
+nach Christi Geburt 734 Jahre, als ganz Hispania von den Heiden aus Afrika
+genommen war(38), da wurde bewohnt die oben beschriebene _insula Antilia_,
+genannt _Septem ritade_, von einem Erzbischof von _Porto Portigal_ mit
+sechs anderen Bischöfen, die zu Schiffe von Hispania dahin geflohen kamen
+mit ihrem Vieh, Hab’ und Gut. _Anno_ 1414 ist ein Schiff aus Hispania
+ungefähr am nächsten dabei gewesen.“ Diese Angabe der Insel Antillia ist
+ein Beweis, daß allerdings Martin Behaim, wenn er auch nicht selbst auf
+dieser Insel gewesen, doch Nachrichten, Kenntnisse, Anzeichen (_indicia_)
+von einem im Westen liegenden Lande gehabt haben muß. Diese können ihm
+durch Schiffer (und die Angabe unter 1414 weist darauf hin), durch
+Schiffbrüchige oder durch an die Ufer der Azoren angeschwemmte Gegenstände
+geworden sein, z. B. durch Fichtenstämme an den Küsten von Graciosa und
+Fayal, durch Leichname unbekannter Menschenracen an der Insel Flores,
+durch Stücke künstlich aber ohne eiserne Werkzeuge geschnitzten Holzes an
+der Insel Porto Santo und selbst durch Canots, die mit Häuten bedeckt und
+mit Menschen von einem gänzlich unbekannten Stamm besetzt gewesen, von
+welchen Gegenständen auch die Zeitgenossen des Columbus (s. _Vida del
+Almirante__, cap. 8 pag. 6_) mit der kleinlichsten Genauigkeit reden und
+die auch von Columbus als Zeichen von Land im Westen betrachtet wurden.
+Sein Sohn Fernando sagt in der That: „Die Bewohner (_moradores_) erzählten
+meinem Vater, daß während die Winde vom Westen wehten ...“ aber der
+Admiral konnte diese Nachricht in irgend einem Hafen Portugals oder
+Spaniens erhalten, da wir, wie v. Humboldt bemerkt, mit Bestimmtheit aus
+der Handschrift der _Historia de las Indias_ von _Las Casas_ wissen, daß
+Columbus in Spanien im Kloster von Rabida die Reise des Pedro Velasco aus
+Palos kennen lernte, welcher von Fayal abgereist, nach einer Schifffahrt
+gegen Westen bis zu einer Entfernung von 150 Lieues (wonach er bis
+jenseits des östlichen Punktes des großen Tangstreifens gelangt sein
+müßte) die Insel Flores entdeckte. Auch ist es bei den großen
+astronomischen Kenntnissen Behaims wahrscheinlich, daß derselbe überzeugt
+gewesen sein muß, daß westlich von den Azoren noch andere Küsten
+anzutreffen seien, denn sonst hätte er wohl nicht den König von Portugal
+veranlaßt,(39) ehe noch Columbus seine Absichten erreicht, Expeditionen
+auszuschicken, um die Antillen zu entdecken, die freilich zurückkehrten,
+ohne ihren Zweck erreicht zu haben. Und dann, sollten nicht die Westwinde
+und insbesondere der aus dem Golf von Mexiko kommende, an der Ostküste von
+Nordamerika sich hinziehende und in der Richtung nach den Azoren laufende,
+südöstliche Auslauf des _Golfstromes_ dem auf der über ein Dritttheil des
+Weges nach Amerika in den Atlantischen Ocean hineingeschobenen Insel Fayal
+lebenden großen Seefahrer und Kosmographen die Lage des westlich gelegenen
+Landes verrathen haben?
+
+So gewiß die Möglichkeit nicht gänzlich geleugnet werden kann, daß durch
+die Gewalt der Winde, die häufig mächtiger ist als die der Strömungen,
+phönizische und karthaginensische Schiffe, die für den Handel mit Zinn und
+Bernstein verwendet wurden, auf ihrem Wege durch den _Sinus Oestrymnicus_
+verschlagen und an die Küste der Azoren geworfen wurden, daß ferner die
+Araber und die Normanen die azorischen Inseln besucht haben und daß sie
+von der Küste Siciliens und Tunis punische und cyrenäische Münzen mit sich
+haben führen können – so gewiß ist auch nicht zu leugnen, daß Columbus,
+zwischen dem und Behaim höchst wahrscheinlich Beziehungen stattgefunden
+haben, obgleich sie durch nichts unmittelbar nachgewiesen werden können,
+früher einmal zu Fayal gelandet sein könne und daß Behaim, der geraume
+Zeit daselbst gelebt, alle Anzeichen und Erfahrungen von westlich
+liegenden Ländern gesammelt habe. Auch wollen wir hier die Vermuthungen
+der portugiesischen Seefahrer anführen, welche vor und nach 1484 – das
+Jahr, in welchem Colon Portugal verläßt – die Gewässer außerhalb der
+Azoren besucht hatten. Hierher gehört 1) die Reise eines gewissen Diego de
+Tiene (Teyve?) zur Aufsuchung der _Antillia_, dem als Pilot der
+obengenannte Pedro de Velasco diente, derselbe Seemann, welcher dem
+Admiral Don Colon im Kloster La Rabida bei Palos von dieser Reise
+erzählte; 2) die Reise des Ferdinand Dulmo (d’Ulmo, aus Ulm?), eines
+Capitäns der Terceira und Joh. Affonso, eines Pflanzers von Madeira, die
+eine Gesellschaft mit einem _deutschen_ Ritter gebildet hatten, um eine
+große Insel oder das Festland im atlantischen Westen zu entdecken, wobei
+man voraussetzte, daß die _Ilha da sete cidades_ (Insel der sieben Städte)
+und das Festland nicht unter 40 Tagen erreicht werden möchten. _E quanto
+ao Cavaleiro aleman_, heißt es in der Urkunde vom 24. Juli 1486 pag. 66,
+_que em companhia delles ha de hir, que elle aleman escolha dir em
+qualquer caravella que quizer_. „Der deutsche Ritter, bemerkt Peschel in
+seinem vortrefflichen Buche S. 617, ist _höchstwahrscheinlich_ Martin
+Behaim, obgleich es viele Deutsche damals in Portugal gab. Ueber die
+Erfolge dieser Reise sind wir bis jetzt nicht unterrichtet.“ 3) Die nach
+portugiesischen Quellen i. J. 1464 gemachte, aber durch nichts bewiesene,
+oben erwähnte Entdeckung eines Theiles von Nord-Amerika, die später sog.
+_Terra do Bacalhao_, durch den portugiesischen Seefahrer Joa Vaz
+Cortereal. Dazu gesellten sich noch die Vermuthungen von Land und Inseln,
+welche die Bewohner von Madeira, von den Canarien und auf den Azoren,
+jedes Jahr im fernen Westen auftauchen zu sehen glaubten, und die Aussagen
+dieser und jener Steuerleute, die versicherten, bei ihren Ueberfahrten
+nach Irland im Westen Land gesehen zu haben, welches sie für einen Theil
+der Tartarei u. s. w. ausgaben. So vorbereitet waren die Gemüther auf
+große Dinge worden und das 16. Jahrhundert hätte sicherlich auch ohne
+Colon’s Plan schon frühzeitig gefunden, da der Gedanke durchaus nicht mehr
+neu war, daß man bei der unbestrittenen Annahme der Erde als kugelförmiger
+Körper recht wohl den Ostrand Asiens durch eine atlantische Ueberfahrt
+erreichen könnte. Hiermit soll aber der Ruhm des Genuesers, dessen
+Verdienst in der _absichtsvollen_ Entdeckung neuer Seewege besteht, und
+dessen That die große Begebenheit um einen kostbaren Zeitraum
+beschleunigte, durchaus nicht herabgesetzt, zu gleicher Zeit aber auch das
+Verdienst seiner Zeitgenossen nicht unterschätzt werden, welche zur Lösung
+der Aufgabe mit beigetragen und Columbus in seinem Plan, nach Westen zu
+segeln, mit angeregt und bestärkt haben. Und wer wäre hierzu geeigneter
+gewesen, als sein Freund, der berühmte Seefahrer Martin Behaim, der auf
+der (wie schon bemerkt) über ein Dritttheil des Weges nach Amerika weit im
+Ocean liegenden Insel Fayal – dem Thule der gebildeten Welt – schon mit
+Einem Fuße in der Neuen Welt stand?
+
+Die Azoren, von den Portugiesen seit 1432–1449 nach und nach entdeckt und
+in portugiesischen Urkunden schon 1447 erwähnt, waren überdieß von
+thätigen und unternehmenden Seeleuten bewohnt, die mit Irland, Island u.
+s. w. in Verbindung standen und von denen schon im Allgemeinen erwartet
+werden konnte, daß sie befähigt und durch die natürlichen Verhältnisse
+angeregt waren, die Fahrten gegen _Westen_ fortzusetzen. Auch soll nach
+einer alten, sich immer wiederholenden Sage, die der Geschichtsschreiber
+der Azoren, Fructuosa bei Cordeyro und _Historia del Reyno de __Portugal
+por Manuel de Faria y Sousa_ umständlich erwähnt, die aber Martin Behaim,
+Barros u. s. w. nicht kannten, auf Corvo ein Steinbild (ein Mann zu Roß,
+der mit der ausgestreckten Rechten gegen Nordwesten deutete) von den
+Entdeckern gefunden worden sein, durch welches Columbus nach einer
+neidischen Ueberlieferung eine Offenbarung von der Neuen Welt empfangen
+haben soll; jedoch scheint diese angebliche Reiterstatue – wenn nicht etwa
+ein vulkanisches Vorgebirge aus Basalt, Trachyt und emphibolischem Porphyr
+in Form eines Reiters gleich des Hestmann in Finnmarken oder ein
+Warnungssignal vor oceanischen Fahrten – wie die Bildsäulen des Hercules
+einem und demselben Cyklus systematischer Träumereien auf dem Gebiete der
+Geographie anzugehören. Im Uebrigen verbürgt sich der gelehrte
+Geschichtsschreiber Damião de Goes (_Chron. do Princ. D. Joam. Lisboa__
+1790 cap. IX. p. 119._) für die Thatsache, daß einige Fragmente dieses
+Steinbildes nach Lissabon gekommen sind und setzt hinzu, daß die
+unleserlichen Buchstaben der Inschrift, von der 1529 ein Wachsabdruck
+genommen wurde, von Normannen herrühren könnten, also Runnen gewesen sein
+möchten. Auffallend bleibt es nur, daß Behaim, der, wie bemerkt, geraume
+Zeit auf den Azoren gelebt, nichts von diesem Steinbilde weiß.
+
+Endlich liegt die Vermuthung nahe, daß ein solcher Seefahrer wie Martin
+Behaim in den besten Jahren, dem aber, so wie Columbus, nicht nur die von
+den Scandinaviern gemachten Weinlandsfahrten nach Nord-Amerika, sondern
+auch die von Seneca, Plato, Aristoteles, Eratosthenes, Diodor von Sicilien
+u. s. w. gegebenen dunkeln Andeutungen über einen unbekannten, im
+atlantischen Ocean liegenden Kontinent bekannt gewesen sein müssen, nicht
+nur alle darauf bezüglichen Zeichen und Angaben eingesammelt hat, sondern
+vielleicht auch selbst, wie wir eben bei der Reise des Ferdinand Dulmo
+angedeutet, nach der von ihm in 24° Breite verlegten Insel Antillia
+gesegelt ist. Diese Annahme einer westlichen Reise des Behaim, die von den
+Azoren nach der Zwischenstation der Bermudas und Bahamas und von hier nach
+den Antillen leicht und in kurzer Zeit (Columbus segelte auf seiner
+zweiten Reise von _Cadix_ nach den Antillischen Inseln kaum _sechs_
+Wochen) auszuführen war, gewinnt dadurch an Wahrscheinlichkeit, daß Martin
+Behaim durch _Regiomontans_ verbessertes Astrolabium die Schiffer
+bekanntlich in den Stand gesetzt hat, mittelst dieses Instrumentes nach
+der Sonnenhöhe die Entfernungen zu bestimmen und sich auf offener See
+zurecht zu finden.
+
+Zum Schluß unserer Abhandlung kommen wir endlich IV. auf den Einfluß,
+welchen Martin Behaim auf die Entdeckung der Patagonischen Meerenge
+ausgeübt hat. Zwei Werke, deren Autorität, wie bemerkt, nicht in Zweifel
+gezogen werden darf, die Dekaden des Herrera und die in der
+Ambrosianischen Bibliothek zu Mailand aufbewahrte und im Jahre 1800 von
+Amoretti bekannt gemachte Handschrift des Pigafetta lassen auf gleiche
+Weise diesen Einfluß erkennen. Nach Herrera (_Dec. II, lib. II, cap._ 20
+und 21; _lib. IV., cap. 10, Tom. I, pag. 193, 195, 338_) zeigte Magellan
+am spanischen Hofe zu Valladolid dem Bischof von Burgos eine gemalte
+Erdkugel (_globo bien pintado_), auf welcher er den Weg verzeichnet hatte,
+den er zu nehmen gedachte, indem er die Meerenge absichtlich weiß ließ,
+damit man ihm sein Geheimniß nicht entwenden konnte. ... Er fügte hinzu,
+daß er um so gewisser wäre, eine Meerenge anzutreffen, als er sie gesehen
+hätte (ohne Angabe des Ortes) auf einer von Martin de Bohemia, einem von
+der Insel Fayal gebürtigen Portugiesen (?) und Kosmographen von großem
+Rufe angefertigten Seekarte, und daß diese Karte ihm viel Licht (_mucha
+luz_) über jene Meerenge verschafft habe. Pigafetta, einer der achtzehn
+Reisegefährten des Magellan, welche das Glück hatten, am 6. September 1522
+Europa wiederzusehen, sagt: „Am 21. Octbr. 1520 fanden wir eine Meerenge
+.... aber unser Anführer hatte Kunde (Magellan war nämlich die Küste
+jenseits des Vorgebirges St. Maria zur Mündung des Rio de Solis d. h. Rio
+de la Plata gefahren), daß er durch eine sonderbar verborgene Meerenge
+hindurchsteuern müsse, welche er aus einer in den Archiven (_tesoreria_)
+des Königs von Portugal (im Schatz des Königs Emanuel im Kloster von
+Alcobaca?) aufbewahrten und von einem ausgezeichneten Kosmographen Martino
+de Boemia angefertigten Seekarte gesehen habe.“
+
+So lautet Herrera’s und Pigafetta’s Bericht über den Einfluß Behaim’s auf
+die Entdeckung der Patagonischen Meerenge, der nicht abgestritten werden
+kann. Mag man sagen, daß Magellan fälschlich dem berühmten Nürnberger
+Kosmographen die besagte Karte zugeschrieben, daß öffentliche Urkunden, in
+welchen nur die auf Kosten der spanischen Regierung unternommenen
+Seefahrten verzeichnet sind, uns keine absolute Gewißheit geben, daß zu
+einer gewissen Epoche die Entdeckungen nur bis zu dieser oder jener Grenze
+und nicht weiter ausgedehnt worden seien, mag man ferner sagen, daß wahre
+oder falsche Nachrichten durch Beimengung von Muthmaßungen und
+Combinationen entstellt, daß die ungenauen Kenntnisse von der Gestaltung
+des Neuen Kontinents nach seiner Südspitze hin sich vor 1517 auf den alten
+Seekarten abgespiegelt haben werden, daß Magellan eine dieser Karten in
+den Archiven des Königs von Portugal gesehen habe, daß Magellan, wie das
+Tagebuch des Pigafetta andeutet, von dem Dasein einer Durchfahrt jenseit
+des Rio de la Plata überzeugt war, daß aber die in den Archiven gesehene
+Karte des Behaim mit einer australischen Meerenge, die Lage dieser
+Durchfahrt keineswegs angebe und jedenfalls (?) dem Trugbilde der
+Schoner’schen Erdkugel, auf welcher das angegebene Süd-Amerika oder
+Brasilien nur eine höchst fehlerhafte Copie einer alten Weltkarte des
+Ruysch zum Ptolemäus sei, gleiche, daß Magellan bereits mitten in der nach
+ihm benannten Straße liegend, noch bezweifelt, ob es eine Meerenge oder
+ein trügerischer Golf sei, mag man dies Alles und noch viel mehr sagen, so
+können doch die oben angeführten, von gleichzeitigen Schriftstellern
+entlehnten thatsächlichen Zeugnisse nicht bezweifelt werden, welche klar
+und deutlich beweisen, _erstlich_, daß Magellan auf einer Karte in
+Portugal die besagte Meerenge verzeichnet gesehen hatte, welche er im
+Süden der Mündung des Rio de la Plata suchte, und _zweitens_, daß er diese
+Karte dem zehn Jahre vorher verstorbenen Behaim zuschreibt. Aus dem i. J.
+1492 verfertigten Globus Behaim’s findet sich allerdings keine Spur einer
+Küste Brasiliens und ebensowenig eine Meerenge. – Wenn man nun auch
+vielleicht sagen könnte, daß Behaim auf seinen, an der südafrikanischen
+Küste gemachten Reisen, auf welchen er selbst bis zum 22° südl. Br. den
+Weg um Afrika angebahnt und den er auch auf seinem Globus vollständig
+angezeigt, obgleich ihn erst 1498 Vasco de Gama völlig zurückgelegt hat,
+wie früher die kompaßlosen Scandinavier von Island nach Grönland und
+Vinland, oder wie Cabral 1500 nach Brasilien getrieben worden sei, so ist
+doch mit Gewißheit anzunehmen, daß Martin Behaim vor dem Jahre 1494 nicht
+nach Brasilien und also auch nicht an die Magellanstraße gekommen ist.
+Daraus aber den Schluß ziehen zu wollen, daß Behaim die Anregung zur
+Entdeckung der Magellanstraße nicht hätte geben können, ist falsch, weil
+Behaim einerseits bei seinem langjährigen Aufenthalt auf Fayal (bis 1506)
+überhaupt viele wahre oder muthmaßliche Angaben über die Gestaltung der
+Ostküste von Süd-Amerika dort einzusammeln im Stande gewesen ist und
+andererseits auch erst _nach_ dem Jahre 1492, wo er seinen Globus
+verfertigte, wenn er auch nicht selbst an den Entdeckungsreisen jener
+Periode theilgenommen, doch sehr wohl Kenntniß von dieser Meerenge
+erhalten hat, um auch eine Karte darüber anfertigen zu können, die
+Magellan gesehen.
+
+Die von uns näher beleuchteten Aussagen der spanischen und portugiesischen
+Schriftsteller, das Buch der Chroniken von Hartmann Schedel, der von
+Behaim im Jahre 1492 zu Nürnberg verfertigte Globus und die gewichtigen
+Zeugnisse Herrera’s und Pigafetta’s beweisen unwidersprechlich, daß Martin
+Behaim aus Nürnberg ein berühmter außerordentlicher Mann gewesen ist, _der
+jedenfalls Columbus in seinem Plan, nach Westen zu segeln, bestärkt und
+wesentlich zur Ausführung des Planes von Columbus beigetragen hat_. Somit
+ist Behaim für die Entdeckung Amerika’s von wesentlichem Nutzen und
+Einfluß gewesen und der deutschen Wissenschaft kommt die Ehre zu, jenen
+berühmten Seefahrern: Columbus, Vespucci, Vasco de Gama, Magellan u. s. w.
+die Möglichkeit an die Hand gegeben zu haben, sich weiter in den Ocean
+hinaus zu wagen. In dieser Beziehung haben, wie ich schon früher
+bemerkt(40), neben den Italienern, Spaniern, Portugiesen, Engländern und
+Franzosen auch die Deutschen infolge der natürlichen hohen Begabung des
+germanischen Geistes Theil an der Ehre, auf die Entdeckung und
+Entwickelung Amerika’s eben so bedeutend als wohlthätig eingewirkt zu
+haben.
+
+
+
+
+
+
+FUSSNOTEN
+
+
+_ 1 Cordeyro Histor. Insulana__ lib. IX. cap. 8 fol. 494_. Man findet
+ in dieser Stelle und in F. Gaspar Fructuosa allerdings Nachrichten
+ über die geographischen und astronomischen Kenntnisse Behaims, die
+ aber so groß gewesen sein sollen, daß seine Freunde und im
+ Allgemeinen alle Einwohner ihn mit einer abergläubischen Ehrfurcht
+ betrachteten; so gewiß waren seine Bestimmungen und seine
+ Vorhersagungen.
+
+ 2 Die Entdeckung Amerika’s mit einem Atlas bisher ungedruckter Karten.
+ München 1859.
+
+ 3 Auch _Barros_, _Maris Dialogos_, der Verfasser der _Historia
+ insulana_ und Andere sagen ausdrücklich, daß Behaim sich rühmte, in
+ Regiomontans Schule gelernt zu haben.
+
+_ 4 Barros. Asia__, Dec. 1–4, cap. 2._
+
+_ 5 Herrera__, dec. I, lib. I, cap. 2_ und _dec. II, lib. 2, cap. 19_.
+
+_ 6 Riccioli, Geographia rectific.__ lib. III, cap. 22, pag. 93._
+
+_ 7 Jose Bernardo F. Gama. Memorias historias de Provincia de
+ Pernambuco I, 19._
+
+_ 8 Gomara, Histor. general. de las Indias, cap. 19 in Barcia Histor.
+ primit. de las Indas Occidentales. Madrid 1749._
+
+_ 9 Archives literaires de l’Europe VI__, 265–375, 352–362._
+
+_ 10 Historia insulana_.
+
+_ 11 Saudades da Terra_.
+
+_ 12 Joh. Fr. Stuvens. Dissertatio de vero Novi Orbis inventore._
+
+_ 13 Investigationes historicas sobre los principales descubrimientos de
+ los Españoles en el mar Oceano del signo XV y principios del
+ __XVI.__ Madrid 1794._
+
+_ 14 Wagenseil Synops. Hist. Universal. Wagenseilii Sacra parentalia B.
+ Georgio Frid. Behaimo dicata._
+
+ 15 Schon Postel sagt in seiner im Jahre 1561 erschienenen _Cosmographia
+ pag. 22_: _Ad 54 grad_ (südl. Breite) _ubi est Martini Bohemi fretum
+ a Magaglianesis alias nuncupatum_.
+
+ 16 Histor. Nachr. von Nürnberger Mathematikern und Künstlern, Nürnberg
+ 1780, Fol., worin auch Behaims Erdkugel abgebildet und S. 27 bis 31
+ eine Beschreibung von Behaims Leben gegeben ist.
+
+_ 17 Uranies Noricae Basis astronomico geographica 1697 fol. In epistola
+ dedicatoria._
+
+_ 18 D. Mich. Friedr. Lochner. Comment. de Ananasa sive nuce pinea
+ indica etc. Norimb. 1716._
+
+_ 19 Jo. Wülfer in Disquisitione de majoribus Oceani Insulis._
+
+_ 20 Christoph Cellarius in Hist. Univers._
+
+_ 21 Magnus Daniel Omesius de claris quibusdam Norimbergensibus._
+
+_ 22 Diss. de columnis Herculis. Altdorfii 1794.__ 4. §. ult._
+ Papowitsch hat in seinen Untersuchungen vom Meere (Nürnb. 1750) S.
+ 31 auch diesen Paragraph erläutert.
+
+_ 23 Dom. Joh. Siegism. Mörlii orat. inaug. de meritis Norimbergensium
+ in Geographiam._ Sie steht im _Museo Norico__ p. 125. Altd. 1759._
+
+_ 24 De Bieléfeld Progrés des Allemands dans les Sciences etc. Chap. 3
+ des Inventions et des Decouverts des Allemands. Amsterdam 1752.__
+ 13. pag. 72–76._
+
+_ 25 Joh. Sigism. Fureri oratio de Martino Behaimo_ im _Museo Norico_ S.
+ 385–400.
+
+ 26 Im Nürnberger Gelehrten Lexikon _I. pag. 35_ und in den
+ Münzbelustigungen.
+
+_ 27 Robertson History of the Discov. and __Settlem.__ of Americ.__
+ New-York 1829._
+
+_ 28 Washington Irving Life and Voyages of Christ. Columbus.__ New-York
+ 1831, II._ Appendix 267–270.
+
+ 29 Gebauer, Portugiesische Geschichte.
+
+ 30 Der erste Entdecker der neuen Welt, Christoph Colon, gegen die
+ ungegründeten Ansprüche, welche Amerikus Vespucci und Martin Behaim
+ auf diese Ehre machen, von E. Tozen. Göttingen 1761.
+
+ 31 Diplomatische Geschichte Behaims von v. Murr. Nürnb. 1778 (aus dem
+ 6. Theil seines Journals zur Kunstgeschichte besonders abgedruckt);
+ zweite verbesserte Auflage Gotha 1801. Die erste Ausgabe ist von J.
+ Jansen in’s Französische übersetzt. Die zweite kam mit der
+ französischen Uebersetzung von _Pigafetta’s_ italienischer
+ Schifffahrtsbeschreibung _Magellans_ zu Paris 1801 ein. Die dritte
+ ist vom Verf. selbst zu Straßburg und Paris 1802 herausgegeben. Mit
+ Abbildungen der Erdkugel Behaims.
+
+ 32 Allgem. Encyclopädie der Wissenschaften und Künste von J. G. Ersch
+ und J. G. Gruber. Leipzig 1822. s. Behaim.
+
+ 33 Kritische Untersuchungen über die historische Entwickelung der
+ geographischen Kenntnisse in der neuen Welt von Alexander v.
+ Humboldt, aus dem Französischen übersetzt von Dr. J. L. Ideler.
+ Berlin 1836. 3. Bd.
+
+ 34 Geschichte und Zustände der Deutschen in Amerika von Franz Löher,
+ Cincinnati und Leipzig. 1847 S. 3–8. Nach dem Verf. sah Martin
+ Behaim Amerika auf einer seiner südwestlichen Entdeckungsreisen im
+ J. 1483, zehn Jahre früher, ehe Columbus sich zur Reise anschickte.
+
+ 35 Geschichte des Seefahrers Ritter Martin Behaim von Dr. F. W.
+ Ghillany. Eingeleitet durch eine Abhandlung über die ältesten Karten
+ des neuen Continents und den Namen von Amerika von Alexander v.
+ Humboldt. Nürnberg 1853. Mit einer genauen Abbildung des
+ Behaim’schen Globus vom Jahr 1492.
+
+ 36 Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen von Oskar Peschel.
+ Stuttgart und Augsburg 1858, Cotta. Dieses Werk gereicht der
+ deutschen Wissenschaft zur Ehre und gehört ohne Frage zu den
+ bedeutendsten wissenschaftlichen Arbeiten unseres Jahrzehends. Die
+ Entdeckungen der Portugiesen sind meisterhaft und mit großem
+ Scharfsinn zusammengestellt; s. Behaim S. 28, 38, 76, 80, 82, 88,
+ 89, 90, 92, 101, 126, 127, 129, 131, 616–620 u. s. w.
+
+ 37 Die von der Münchner Akademie veranstaltete Ausgabe alter
+ unbekannter Karten aus der Zeit der Entdeckung besorgten Fr.
+ Kunstmann und G. M. Thomas, und der erstere hat uns einen Commentar
+ und eine vortreffliche Arbeit über die Entdeckung Amerika’s
+ geliefert. (Die Entdeckung Amerika’s in einem Atlas bisher
+ ungedruckter Karten. München 1859.)
+
+ 38 Behaim setzt die Auswanderung „des Erzbischofs von _Porto Portigal_“
+ nach der Insel _Antilia_ oder _Septen citade_, die Insel der sieben
+ Städte genannt, in das Jahr 734, während Columbus das Jahr 814 – die
+ Epoche der Schlacht angiebt, welche Musa an den Ufern des Guadalete
+ gewann.
+
+_ 39 Herrera__, cap. VII._ und _Gaspar Fructuosa_ in seiner _Historia
+ insulana_.
+
+ 40 Geograph. Mitth. von Petermann. 1858. Heft X.
+
+
+
+
+
+BEMERKUNGEN ZUR TEXTGESTALT
+
+
+Die Fußnoten wurden an das Ende des Textes versetzt.
+
+Die Originalausgabe ist in Fraktur gesetzt. In der Textfassung sind
+Passagen in Antiqua (bis auf römische Zahlen und „Dr.“ im deutschen
+Satzzusammenhang) und Sperrung durch Unterstriche markiert, Fettdruck
+durch Sternchen.
+
+Folgende mutmaßliche Druckfehler wurden korrigiert:
+
+ S. 13: „berühmte“ geändert in „berühmten“
+ S. 14: Anführungszeichen vor „Columbus“ entfernt
+ S. 17: Anführungszeichen hinter „Vespuzzi.“ hinzugefügt
+ S. 18: Punkt hinter „XVI“ hinzugefügt
+ S. 19: Punkt hinter „Settlem“ hinzugefügt
+ S. 19: Punkt hinter „übersetzt“ hinzugefügt
+ S. 22: Anführungszeichen hinter „hätten.“ entfernt
+ S. 24: „verzeichzeichneten“ geändert in „verzeichneten“
+ S. 36: „Merrenge“ geändert in „Meerenge“
+ S. 36: Punkt hinter „6“ hinzugefügt
+ S. 36: „gegesehen“ geändert in „gesehen“
+
+Nicht geändert wurden Schreibvarianten („Kompas“ und „Kompaß“;
+„Ptolomäus“, „Ptolemäus“ und „Ptolamais“; „jenseit“ und „jenseits“) sowie
+heute unübliche Wortformen wie „mehre“ statt „mehrere“.
+
+
+
+
+
+***END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK MARTIN BEHAIM AUS NÜRNBERG***
+
+
+
+CREDITS
+
+
+February 18, 2010
+
+ Project Gutenberg TEI edition 1
+ Produced by Karl Eichwalder, Norbert H. Langkau, Stefan Cramme
+ and the Online Distributed Proofreading Team at
+ http://www.pgdp.net (This book was produced from scanned
+ images of public domain material from the Google Print
+ project.)
+
+
+
+A WORD FROM PROJECT GUTENBERG
+
+
+This file should be named 31321‐0.txt or 31321‐0.zip.
+
+This and all associated files of various formats will be found in:
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+ http://www.gutenberg.org/dirs/3/1/3/2/31321/
+
+
+Updated editions will replace the previous one — the old editions will be
+renamed.
+
+Creating the works from public domain print editions means that no one
+owns a United States copyright in these works, so the Foundation (and
+you!) can copy and distribute it in the United States without permission
+and without paying copyright royalties. Special rules, set forth in the
+General Terms of Use part of this license, apply to copying and
+distributing Project Gutenberg™ electronic works to protect the Project
+Gutenberg™ concept and trademark. Project Gutenberg is a registered
+trademark, and may not be used if you charge for the eBooks, unless you
+receive specific permission. If you do not charge anything for copies of
+this eBook, complying with the rules is very easy. You may use this eBook
+for nearly any purpose such as creation of derivative works, reports,
+performances and research. They may be modified and printed and given away
+— you may do practically _anything_ with public domain eBooks.
+Redistribution is subject to the trademark license, especially commercial
+redistribution.
+
+
+
+THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
+
+
+_Please read this before you distribute or use this work._
+
+To protect the Project Gutenberg™ mission of promoting the free
+distribution of electronic works, by using or distributing this work (or
+any other work associated in any way with the phrase „Project Gutenberg“),
+you agree to comply with all the terms of the Full Project Gutenberg™
+License (available with this file or online at
+http://www.gutenberg.org/license).
+
+
+Section 1.
+
+
+General Terms of Use & Redistributing Project Gutenberg™ electronic works
+
+
+1.A.
+
+
+By reading or using any part of this Project Gutenberg™ electronic work,
+you indicate that you have read, understand, agree to and accept all the
+terms of this license and intellectual property (trademark/copyright)
+agreement. If you do not agree to abide by all the terms of this
+agreement, you must cease using and return or destroy all copies of
+Project Gutenberg™ electronic works in your possession. If you paid a fee
+for obtaining a copy of or access to a Project Gutenberg™ electronic work
+and you do not agree to be bound by the terms of this agreement, you may
+obtain a refund from the person or entity to whom you paid the fee as set
+forth in paragraph 1.E.8.
+
+
+1.B.
+
+
+„Project Gutenberg“ is a registered trademark. It may only be used on or
+associated in any way with an electronic work by people who agree to be
+bound by the terms of this agreement. There are a few things that you can
+do with most Project Gutenberg™ electronic works even without complying
+with the full terms of this agreement. See paragraph 1.C below. There are
+a lot of things you can do with Project Gutenberg™ electronic works if you
+follow the terms of this agreement and help preserve free future access to
+Project Gutenberg™ electronic works. See paragraph 1.E below.
+
+
+1.C.
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+The Project Gutenberg Literary Archive Foundation („the Foundation“ or
+PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
+Gutenberg™ electronic works. Nearly all the individual works in the
+collection are in the public domain in the United States. If an individual
+work is in the public domain in the United States and you are located in
+the United States, we do not claim a right to prevent you from copying,
+distributing, performing, displaying or creating derivative works based on
+the work as long as all references to Project Gutenberg are removed. Of
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+can do with this work. Copyright laws in most countries are in a constant
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+your country in addition to the terms of this agreement before
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+work, or any part of this electronic work, without prominently displaying
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+processing or hypertext form. However, if you provide access to or
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+on the official Project Gutenberg™ web site (http://www.gutenberg.org),
+you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a
+copy, a means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon
+request, of the work in its original „Plain Vanilla ASCII“ or other form.
+Any alternate format must include the full Project Gutenberg™ License as
+specified in paragraph 1.E.1.
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+1.E.7.
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+with paragraph 1.E.8 or 1.E.9.
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+distributing Project Gutenberg™ electronic works provided that
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+ the use of Project Gutenberg™ works calculated using the method you
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+ the owner of the Project Gutenberg™ trademark, but he has agreed to
+ donate royalties under this paragraph to the Project Gutenberg
+ Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid within 60
+ days following each date on which you prepare (or are legally
+ required to prepare) your periodic tax returns. Royalty payments
+ should be clearly marked as such and sent to the Project Gutenberg
+ Literary Archive Foundation at the address specified in Section 4,
+ „Information about donations to the Project Gutenberg Literary
+ Archive Foundation.“
+
+ - You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
+ you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
+ does not agree to the terms of the full Project Gutenberg™ License.
+ You must require such a user to return or destroy all copies of the
+ works possessed in a physical medium and discontinue all use of and
+ all access to other copies of Project Gutenberg™ works.
+
+ - You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of
+ any money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
+ electronic work is discovered and reported to you within 90 days of
+ receipt of the work.
+
+ - You comply with all other terms of this agreement for free
+ distribution of Project Gutenberg™ works.
+
+
+1.E.9.
+
+
+If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg™ electronic
+work or group of works on different terms than are set forth in this
+agreement, you must obtain permission in writing from both the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael Hart, the owner of the
+Project Gutenberg™ trademark. Contact the Foundation as set forth in
+Section 3 below.
+
+
+1.F.
+
+
+1.F.1.
+
+
+Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable effort to
+identify, do copyright research on, transcribe and proofread public domain
+works in creating the Project Gutenberg™ collection. Despite these
+efforts, Project Gutenberg™ electronic works, and the medium on which they
+may be stored, may contain „Defects,“ such as, but not limited to,
+incomplete, inaccurate or corrupt data, transcription errors, a copyright
+or other intellectual property infringement, a defective or damaged disk
+or other medium, a computer virus, or computer codes that damage or cannot
+be read by your equipment.
+
+
+1.F.2.
+
+
+LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES — Except for the „Right of
+Replacement or Refund“ described in paragraph 1.F.3, the Project Gutenberg
+Literary Archive Foundation, the owner of the Project Gutenberg™
+trademark, and any other party distributing a Project Gutenberg™
+electronic work under this agreement, disclaim all liability to you for
+damages, costs and expenses, including legal fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE
+NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH
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+FOUNDATION, THE TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT
+WILL NOT BE LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL,
+PUNITIVE OR INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY
+OF SUCH DAMAGE.
+
+
+1.F.3.
+
+
+LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND — If you discover a defect in this
+electronic work within 90 days of receiving it, you can receive a refund
+of the money (if any) you paid for it by sending a written explanation to
+the person you received the work from. If you received the work on a
+physical medium, you must return the medium with your written explanation.
+The person or entity that provided you with the defective work may elect
+to provide a replacement copy in lieu of a refund. If you received the
+work electronically, the person or entity providing it to you may choose
+to give you a second opportunity to receive the work electronically in
+lieu of a refund. If the second copy is also defective, you may demand a
+refund in writing without further opportunities to fix the problem.
+
+
+1.F.4.
+
+
+Except for the limited right of replacement or refund set forth in
+paragraph 1.F.3, this work is provided to you ’AS-IS,’ WITH NO OTHER
+WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
+WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
+
+
+1.F.5.
+
+
+Some states do not allow disclaimers of certain implied warranties or the
+exclusion or limitation of certain types of damages. If any disclaimer or
+limitation set forth in this agreement violates the law of the state
+applicable to this agreement, the agreement shall be interpreted to make
+the maximum disclaimer or limitation permitted by the applicable state
+law. The invalidity or unenforceability of any provision of this agreement
+shall not void the remaining provisions.
+
+
+1.F.6.
+
+
+INDEMNITY — You agree to indemnify and hold the Foundation, the trademark
+owner, any agent or employee of the Foundation, anyone providing copies of
+Project Gutenberg™ electronic works in accordance with this agreement, and
+any volunteers associated with the production, promotion and distribution
+of Project Gutenberg™ electronic works, harmless from all liability, costs
+and expenses, including legal fees, that arise directly or indirectly from
+any of the following which you do or cause to occur: (a) distribution of
+this or any Project Gutenberg™ work, (b) alteration, modification, or
+additions or deletions to any Project Gutenberg™ work, and (c) any Defect
+you cause.
+
+
+Section 2.
+
+
+ Information about the Mission of Project Gutenberg™
+
+
+Project Gutenberg™ is synonymous with the free distribution of electronic
+works in formats readable by the widest variety of computers including
+obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists because of the
+efforts of hundreds of volunteers and donations from people in all walks
+of life.
+
+Volunteers and financial support to provide volunteers with the assistance
+they need, is critical to reaching Project Gutenberg™’s goals and ensuring
+that the Project Gutenberg™ collection will remain freely available for
+generations to come. In 2001, the Project Gutenberg Literary Archive
+Foundation was created to provide a secure and permanent future for
+Project Gutenberg™ and future generations. To learn more about the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation and how your efforts and donations
+can help, see Sections 3 and 4 and the Foundation web page at
+http://www.pglaf.org.
+
+
+Section 3.
+
+
+ Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
+
+
+The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
+501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the state of
+Mississippi and granted tax exempt status by the Internal Revenue Service.
+The Foundation’s EIN or federal tax identification number is 64-6221541.
+Its 501(c)(3) letter is posted at
+http://www.gutenberg.org/fundraising/pglaf. Contributions to the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation are tax deductible to the full
+extent permitted by U.S. federal laws and your state’s laws.
+
+The Foundation’s principal office is located at 4557 Melan Dr.
+S. Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
+throughout numerous locations. Its business office is located at 809 North
+1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
+business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact information
+can be found at the Foundation’s web site and official page at
+http://www.pglaf.org
+
+For additional contact information:
+
+
+ Dr. Gregory B. Newby
+ Chief Executive and Director
+ gbnewby@pglaf.org
+
+
+Section 4.
+
+
+ Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive
+ Foundation
+
+
+Project Gutenberg™ depends upon and cannot survive without wide spread
+public support and donations to carry out its mission of increasing the
+number of public domain and licensed works that can be freely distributed
+in machine readable form accessible by the widest array of equipment
+including outdated equipment. Many small donations ($1 to $5,000) are
+particularly important to maintaining tax exempt status with the IRS.
+
+The Foundation is committed to complying with the laws regulating
+charities and charitable donations in all 50 states of the United States.
+Compliance requirements are not uniform and it takes a considerable
+effort, much paperwork and many fees to meet and keep up with these
+requirements. We do not solicit donations in locations where we have not
+received written confirmation of compliance. To SEND DONATIONS or
+determine the status of compliance for any particular state visit
+http://www.gutenberg.org/fundraising/donate
+
+While we cannot and do not solicit contributions from states where we have
+not met the solicitation requirements, we know of no prohibition against
+accepting unsolicited donations from donors in such states who approach us
+with offers to donate.
+
+International donations are gratefully accepted, but we cannot make any
+statements concerning tax treatment of donations received from outside the
+United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
+
+Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation methods
+and addresses. Donations are accepted in a number of other ways including
+checks, online payments and credit card donations. To donate, please
+visit: http://www.gutenberg.org/fundraising/donate
+
+
+Section 5.
+
+
+ General Information About Project Gutenberg™ electronic works.
+
+
+Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg™
+concept of a library of electronic works that could be freely shared with
+anyone. For thirty years, he produced and distributed Project Gutenberg™
+eBooks with only a loose network of volunteer support.
+
+Project Gutenberg™ eBooks are often created from several printed editions,
+all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. unless a copyright
+notice is included. Thus, we do not necessarily keep eBooks in compliance
+with any particular paper edition.
+
+Each eBook is in a subdirectory of the same number as the eBook’s eBook
+number, often in several formats including plain vanilla ASCII, compressed
+(zipped), HTML and others.
+
+Corrected _editions_ of our eBooks replace the old file and take over the
+old filename and etext number. The replaced older file is renamed.
+_Versions_ based on separate sources are treated as new eBooks receiving
+new filenames and etext numbers.
+
+Most people start at our Web site which has the main PG search facility:
+
+
+ http://www.gutenberg.org
+
+
+This Web site includes information about Project Gutenberg™, including how
+to make donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation,
+how to help produce our new eBooks, and how to subscribe to our email
+newsletter to hear about new eBooks.
+
+
+
+
+
+
+***FINIS***
+ \ No newline at end of file
diff --git a/31321-0.zip b/31321-0.zip
new file mode 100644
index 0000000..4f75bb6
--- /dev/null
+++ b/31321-0.zip
Binary files differ
diff --git a/31321-8.txt b/31321-8.txt
new file mode 100644
index 0000000..9af4728
--- /dev/null
+++ b/31321-8.txt
@@ -0,0 +1,1419 @@
+The Project Gutenberg EBook of Martin Behaim aus Nrnberg by Alexander
+Ziegler
+
+
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with almost no
+restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under
+the terms of the Project Gutenberg License included with this eBook or
+online at http://www.gutenberg.org/license
+
+
+
+Title: Martin Behaim aus Nrnberg
+
+Author: Alexander Ziegler
+
+Release Date: February 18, 2010 [Ebook #31321]
+
+Language: German
+
+Character set encoding: ISO 8859-1
+
+
+***START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK MARTIN BEHAIM AUS NRNBERG***
+
+
+
+
+
+ *Martin Behaim*
+
+ aus Nrnberg.
+
+ *Der geistige Entdecker Amerika's.*
+
+
+
+ Von
+
+ *Alexander Ziegler.*
+
+
+*Dresden,*
+_Druck von G. Heinrich._
+*1859.*
+
+
+
+
+
+ Dem
+
+ Germanischen Museum
+
+ in Nrnberg
+
+
+
+
+
+ ehrfurchtsvoll gewidmet
+
+
+
+ von dem
+
+
+
+ Verfasser.
+
+Ruhla, den 20. Juli 1859.
+
+
+
+
+
+
+Martin Behaim wurde in Nrnberg um 1459 geboren. Derselbe stammte aus dem
+altadeligen Geschlechte der Herren _Behaim von Schwarzbach_, die in
+_Bhmen_, in dem Kreise Pilsen, an einem Wasser, die Schwarze genannt, -
+daher der Name Schwarzbach, - wohnten. Im neunten Jahrhundert wandten sie
+sich um der Religion willen aus Bhmen nach Nrnberg, daher der Zuname
+Behaim, Bheim, fter auch _Bohemus_ und _Martinus de Boemia_. Martin
+Behaim lernte anfnglich die Kaufmannschaft und trieb daneben unter der
+Leitung des berhmten Johann Regiomontanus (Mller aus Knigsberg in
+Franken), der sich in den Jahren 1471 bis 1475 in Nrnberg aufgehalten und
+dort die Verfertigung mathematischer Instrumente auf eine hohe Stufe
+erhoben hatte, mathematische und in der Folge auch nautische
+Wissenschaften. Hierauf machte Behaim in Handelsgeschften groe Reisen
+nach Venedig, wo schon um die Mitte des vierzehnten Jahrhunderts seine
+Vorfahren Albrecht und Fritz Behaim lebhaft am Spezereihandel betheiligt
+waren, den sie hauptschlich aus Bhmen verfhrten. Ebenso kam er auch
+nach Mecheln und Antwerpen in den Niederlanden, von wo er im Jahre 1479
+oder 1480 nach Lissabon und mit dem Strome niederlndischer Auswanderer
+nach den Azoren gerathen ist. Behaim trat unter Knig Johann II. in
+portugiesische Dienste, machte mehre _Entdeckungsreisen_ zwischen den
+Wendekreisen, entdeckte mit Diego Cano die Ksten von Congo (1484, 1485
+und 1486) und grndete Niederlassungen auf den, wenn nicht schon frher,
+im Mittelalter von den Arabern und Normannen besuchten und in der Mitte
+des vierzehnten Jahrhunderts von den Italienern aufgefundenen, im Jahre
+1432 bis 1449 von den Portugiesen entdeckten Azoren. Hier heirathete er
+(1486) Johanna, die Tochter des erblichen Statthalters oder Lehntrgers
+Ritter Jobst Hurter von Moerkirchen auf den Inseln Fayal und Pico und hat
+aus der erstgenannten Insel mehre Jahre zugebracht, um die Ansiedelung auf
+derselben zu befrdern. Im Jahre 1491 reiste Behaim nach seiner Vaterstadt
+Nrnberg, verfertigte daselbst seine berhmte Weltkugel und kehrte im
+Jahre 1493 nach Portugal und Fayal zurck. Spter machte er, wie er in
+einem Briefe aus Brabant vom 11. Mrz 1494 an seinen Vetter, den Senator
+Michael Behaim in Nrnberg, berichtet, in vertrautem Auftrage des Knigs
+Johann II. noch einige Reisen, auf welchen er ein Mal das Unglck hatte
+von den Englndern und ein ander Mal von den Seerubern gefangen zu
+werden. Auch besuchte er noch ein Mal sein geliebtes Fayal und starb im
+Jahre 1506 in Lissabon mit Hinterlassung eines im Jahre 1489 geborenen
+Sohnes. Wenn nun auch der Nrnberger Patricier seit seiner Fahrt mit Diego
+Cano selbst nichts ber sich und den Schauplatz der Entdeckungen berichtet
+und die wichtigen Jahre von 1493 resp. 1494 bis zu seinem Tode in
+Dunkelheit bleiben, so ist doch aus mancherlei glaubwrdigen und
+verbrgten Nachrichten und Thatsachen auf eine Theilnahme Behaim's an den
+Entdeckungsreisen jener Periode zu schlieen. Wir werden im Folgenden auf
+diese Thatsachen nher eingehen, vorher jedoch eine historiographische
+Ehrenrettung des in neuerer Zeit wiederum mehrfach an seinem Ruhme
+angegriffenen groen Kosmographen Martin Behaim im Lessing'schen Sinne zu
+geben versuchen.
+
+Ebenso weit entfernt davon, die groen Verdienste des Columbus schmlern,
+als davon, die Verdienste unseres _deutschen_ Landsmannes Behaim,
+Zeitgenossen von Columbus, dessen Ruhm zu schmlern er nimmer beabsichtigt
+hat, berschtzen zu wollen, knnen wir doch auch weder unserer
+Ueberzeugung, noch unserem Patriotismus so groe Selbstverleugnung
+auferlegen, uns der Meinung Derjenigen unterzuordnen, welche Behaim als
+einen mittelmigen Kosmographen und ungebten Astronomen darzustellen und
+so die Grundbedingungen seines Rufes und Ruhmes, wenn auch nicht zu
+zerstren, doch zu erschttern, sich die wenig dankenswerthe Mhe gegeben
+haben. Diese Versuche grnden sich vorzglich auf dessen berhmte
+Weltkugel, welche die geographischen Ansichten des fnfzehnten
+Jahrhunderts nach Ptolomus, Marco Polo und Mandeville veranschaulicht und
+auf die Aussagen eines Geschichtsschreibers der Azoren aus dem
+siebenzehnten Jahrhundert, Namens Cordeyro. In Bezug auf erstere sagt man,
+und wohl auch nicht ganz mit Unrecht, da Behaim bei seinen Breitenangaben
+um 12 bis 15 irrte, die Fehler seiner Breitenbestimmungen bei der
+Prinzessin-Insel begnnen und sich zuletzt auf mehr als 16 steigerten,
+da sein Island auch flschlich innerhalb des arktischen Kreises sich nach
+dem hohen Norden erstrecke und was dergleichen Behauptungen mehr sind. In
+Bezug auf Cordeyro, den einzigen Schriftsteller, welcher Nachrichten ber
+Behaims letzte Schicksale enthalte, fhrt man an: da dieser einige von
+dessen unerquicklichen astrologischen Prophezeiungen mittheile(1) und
+aussage, da Behaim auf den Azoren den unheimlichen Ruf eines Meisters der
+astrologischen Trugknste hinterlassen habe. Mag dem sein, wie ihm wolle,
+alle diese und andere Angaben knnen den Ruf Behaims als Kosmograph nicht
+verringern; denn sie beweisen nur, da der Standpunkt der damaligen
+geographischen Wissenschaften im _Allgemeinen_ ein ungengender gewesen
+ist. Es genge hier, nur darauf hinzuweisen, da viele der alten berhmten
+Weltkarten jener Zeit, z. B. die Karte der Militrbibliothek zu Weimar aus
+dem Jahre 1424, die von Andreas Bianco 1436, des Genuesen Beclario oder
+Bedrazio aus dem Jahre 1436, die Hafenkarten der beiden Benincasa 1463 bis
+1473, des Bartholomus, Bruder des Entdeckers von Amerika, aus dem Jahre
+1488, des Juan de la Cosa, Reisegefhrten von Columbus, des Ruysch in der
+rmischen Ausgabe des Ptolomus vom Jahre 1508, des Purdy u. s. w., nicht
+nur viele Irrthmer und falsche Breitenangaben, sondern fters, z. B. die
+Karten des in der St. Marcusbibliothek aufbewahrten Atlas des Andreas
+Bianco u. s. w., gar keine Gradeintheilung haben. Man beeilte sich damals
+im Allgemeinen, auf den Karten alles Dasjenige zu verzeichnen, was man
+ber den Fortschritt der neuesten Entdeckungen, gleichviel ob wahr oder
+unwahr, zu erfahren vermochte und so kam es, da trotz der Ergebnisse
+neuer Forschungen und trotz aller Erfahrungen und Kenntnisse unserer Tage
+falsche Hypothesen und Resultate, z. B. auf der Karte Amerika's von Ruysch
+und auf der sonst schtzenswerten Welttafel von Purdy, u. s. w. angegeben
+wurden. Wenn auch hier und da die Fehlergrenzen der spanischen und
+portugiesischen Piloten der damaligen Zeit bei Breitenangaben selten einen
+Breitengrad berschritten, so besttigt wiederum das, was in dem Patent
+ber die Unwissenheit der Piloten gesagt wird (_Navarr. tom. III. pag.
+299_), vollstndig Vespucci's Klagen ber den Mangel nautischer Kenntnisse
+bei den damaligen Seefahrern (_Bandini p. 105_). Die von dem
+portugiesischen Schriftsteller Cordeyro in seiner _Historia insulana_ ber
+den Nrnberger Seefahrer gemachten Mittheilungen sind mit Vorsicht
+aufzunehmen, erstlich weil Cordeyro, wie alle Portugiesen seiner Zeit,
+neidisch auf den Ruhm des Fremden war und zweitens, weil er auch sonst
+keine besondere Urtheilsschrfe und Genauigkeit in seinen Ausdrcken an
+den Tag legt, wie dies aus einer Vergleichung mit den Privatdokumenten der
+Familie Behaim, von denen er freilich nicht die geringste Kenntni hatte,
+hervorgeht. So behauptet er unter Anderem in seiner _Hist. ins. pag. 465_,
+da Martin Behaim _zwei_ Shne gehabt, von denen der lteste Martin
+geheien und noch jung gestorben sei; ferner, da die Portugiesen unter
+Joa Vaz Cortereal schon 1464 einen Theil von Nord-Amerika, die spter
+sogenannte _Terra de Bacalhao_ entdeckt htten, und beruft sich unter
+Hinweisung auf _Gaspar Fructuosa_ auf eine knigl. Schenkungsurkunde _d.
+d. Evora_ 2. April 1464, in der aber keine Silbe davon steht, da Vaz das
+Bacalhaoland besucht oder berhaupt etwas entdeckt habe. Der zweimalige
+lngere Aufenthalt des Behaim auf den Azoren (von 1486 bis 1490 und 1494
+bis 1506) liefert aber gerade einen wichtigen Grund gegen die angebliche
+Entdeckung eines Landes der Baccallaos (Neufundland); denn Behaim, der,
+als langjhriger Bewohner der Azoren, doch Kenntni von diesem Westlande
+htte haben mssen, kennt diese Entdeckung nicht und hat sie auch nicht
+auf seiner im Jahre 1492 angefertigten Weltkugel angegeben. Kunstmann(2)
+hat auch in der neuesten Zeit schlagend nachgewiesen, da die von Cordeyro
+erwhnte Entdeckung von Nord-Amerika weder in der angefhrten
+Schenkungsurkunde von _Evora_ noch in _Fructuosa_, aus dem doch Cordeyro
+geschpft haben will, erwhnt werde. Historisch erwiesen ist nur, da
+Gaspar Cortereal, der Sohn jenes Jao Vaz, im Jahre 1500 in Grnland und
+1501 in Neufundland gewesen. Aus all dem Gesagten geht zur Genge hervor,
+da die gegen Martin Behaim angebrachten Verdchtigungen ohne allen Grund
+sind. Konnte es doch sogar einem Columbus geschehen, da er die
+geographische Breite der von ihm im Jahre 1477 besuchten Insel Irland
+falsch bestimmte, indem er sagt, da deren sdlichste Gegend unter dem
+dreiundsiebzigsten Breitengrade (statt 63) liege.
+
+Martin Behaim, Schler des Regiomontanus(3) und portugiesischer Kosmograph
+hat fr einen der gelehrtesten Mathematiker und Astronomen seines
+Jahrhunderts gegolten. Durch die Anfertigung seines Globus - wohl eines
+der ersten und ltesten, welche berhaupt existiren, den von Bartolom
+Colon 1488 vollendeten mit eingerechnet - hat er ein Meisterstck seiner
+Zeit geliefert und dadurch auf Globus- und Kompasverfertiger einen
+anregenden Einflu gebt, was daraus zu entnehmen ist, da diese in
+Nrnberg so zahlreich waren, da sie seit 1510 zu einer besonderen Zunft
+zusammentraten.
+
+Der Knig Johann II., fr den er mehre Landkarten zeichnete, beehrte ihn
+fortdauernd mit seinem besondern Vertrauen. Von seiner neunzehn Monate
+dauernden afrikanischen Reise nach Lissabon zurckgekehrt, wurde Behaim i.
+J. 1485 zur Belohnung seiner Verdienste zu Albassauas (Alcobaca?) in der
+St. Salvadors-Kirche vom Knig ffentlich zum Ritter des Christusordens
+geschlagen, wobei ihm der Herzog Emanuel, nachheriger Thronfolger, den
+rechten Sporn, der Knig selbst den Degen umschnallte. Auch wurde er
+gemeinschaftlich mit den beiden Aerzten des Knigs Johann II., _maestre
+Rodrigo_ und _maestre Josef Judio_, zum Mitglied einer _Junta de
+Mathematicos_ gemacht, welche beauftragt war, eine Methode anzugeben, nach
+der Sonnenhhe zu schiffen(4), mithin an der Construction eines fr den
+Gebrauch der Schifffahrt bestimmten _Astrolabiums_ arbeitete. Als Beweis
+eines ganz besondern Vertrauens, das Behaim beim Knig geno, mssen hier
+ferner die Worte angefhrt werden, deren sich der Knig in einem
+Handschreiben bediente: "_Quia perspecta nobis jam diu integritas tua nos
+inducit ad credendum, quod ubi tu es, est persona nostra_" u. s. f. (weil
+wir schon lange Deine Ehrenhaftigkeit erkannt haben, so fhlen wir uns zu
+glauben veranlat, da wo Du bist, auch unsere Person ist.) Auch Kaiser
+Maximilian sagt von seinen Reisen, die sich auf 2300 Meilen nur zur See
+erstrecken: _Martino Bohemo nemo unus imperii civium magis unquam
+peregrinator fuit, magisque remotas adivit orbis regiones_. Zu den
+Hauptverdiensten Behaims gehrt - abgesehen von seiner vermutheten
+Theilnahme an den amerikanischen Entdeckungsreisen, auf die wir sogleich
+zu sprechen kommen -, da er an der glcklichen Erfindung, das Astrolabium
+bei der Schifffahrt zu _gebrauchen_, wesentlichen Antheil hatte. Auch darf
+man nicht vergessen, wie von Humboldt in seinen kritischen Untersuchungen
+_I., pag. 31_, bemerkt, da Behaim, Columbus, Vespucci, Gama und Magellan
+Zeitgenossen von Regiomontanus, Paolo Toscanelli, Roderigo Faleiro und
+anderen berhmten Astronomen waren, welche ihre tieferen Einsichten den
+Schifffahrern und Geographen ihrer Zeit mittheilten.
+
+Die neueren Untersuchungen haben unwidersprechlich gelehrt, _da_ der weit
+im westlichen Ocean lebende berhmte Kosmograph _Martin Behaim aus
+Nrnberg jedenfalls Columbus in seinem Plan, nach Westen zu segeln,
+bestrkt und wesentlich zur Ausfhrung __des Planes von Columbus
+beigetragen hat, somit fr die Entdeckung Amerika's von besonderem Nutzen
+gewesen ist._ Die Grnde fr diese Behauptungen sttzen sich - abgesehen
+von naheliegenden Vermuthungen - auf _vier Thatsachen_: I. auf die
+Aussagen der spanischen und portugiesischen Schriftsteller; II. auf das
+Buch der Chroniken von Hartmann Schedel in Nrnberg, das erst lateinisch,
+dann 1493 in deutscher Uebersetzung erschien; III. auf den i. J. 1492 von
+Martin Behaim angefertigten Globus, der sich noch gegenwrtig im
+Behaim'schen Hause am Aegidienplatze in Nrnberg befindet, und IV. auf die
+Behauptung des Ritters Pigafetta aus Vicenza, nach dem Magellan oder
+Magalhes eine Karte des Ritters Martin Behaim gesehen, auf welcher eine
+Meerenge nach der freien Sdsee angegeben gewesen sei.
+
+In Bezug auf Nr. I. ist zu bemerken, da der spanische Schriftsteller
+_Antonio de Herrera_ in seinen Decaden(5), deren Autoritt so wenig in
+Zweifel gezogen werden darf, als die Handschrift des Pigafetta, sagt:
+Columbus sei in den Grnden, die ihn bestimmten, den Seeweg nach Ostindien
+gegen Westen aufzusuchen, durch seinen _Freund_, den Portugiesen _Martin
+de Bohemia_ (natrlich Niemand anders als Martin Behaim, dessen Familie,
+wie oben bemerkt, aus Bhmen stammt) auf der Insel Fayal, einen _groen_
+Kosmographen, bestrkt worden. ("_Y esta opionione le confirmo Martino de
+Bohemia, Portugues, su amigo, natural de la Isla de Fayal, gran
+cosmografo._") Diese Nachricht, jedenfalls die wichtigste und
+bestimmteste, die schon allein hinreichte, nicht nur Behaims ntzlichen
+Einflu auf die Ausfhrung des Planes von Columbus zu beweisen, sondern
+auch die innige Verbindung mit Letzterem, sowie seinen Ruf als eines
+groen Kosmographen zu besttigen, wird mehr oder minder noch durch eine
+zweite Stelle des genannten Schriftstellers bestrkt, die aus dem
+italienischen Tagebuche des Pigafetta entlehnt, auch den Ausdruck:
+"_Martino de Boemia, uomo eccellentissimo_," jedoch ohne den Zusatz:
+geboren auf Fayal, enthlt. Auch der spanische Schriftsteller _Garcilasso
+de la Vega_ schreibt, da ein berhmter Geograph Martin Behenira
+vornehmlich dem Colon Nachricht gegeben. Die vielbesprochene und im
+Interesse Behaims so oft angezogene Stelle im Werke des Riccioli(6) (geb.
+1598 zu Ferrara, gestorben 1671) heit wrtlich: "_Christophorus Columbus
+..... sive suopte ingenio ut erat vir Astronomiae Cosmographiae et
+Physicas, gnarus .. sive indicio habito a Martino Bohema .... aut, ut
+Hispani dictitant, ab Alphonso Sanchez de Helua nauclero ... cogitasset de
+navigatione in Indiam __occidentalem_" (Ch. Columbus htte entweder aus
+eigener Einsicht als ein in der Sternkunde, Erdbeschreibung und Naturlehre
+erfahrener Mann oder zufolge der von Martin Behaim, oder nach der Spanier
+Vorgeben von einem Schiffer Namens Alfonso Sanchez erhaltenen Anzeige -
+Angabe - auf die Schifffahrt nach Westindien gedacht (gesonnen, sie fr
+mglich gehalten). Diese Stelle, wie Wagenseil, Lher u. s. w. bersetzen
+zu wollen: "Columbus htte niemals seine Reise nach Amerika unternommen,
+wenn Behaim ihm nicht den Weg gezeigt htte", ist jedenfalls, wie schon
+Tozen gezeigt, nicht statthaft, weil Riccioli selbst in Zweifel und
+Ungewiheit ist, was das _sive-sive-aut_ besagt und weil "_indicio_" nur
+mit "Wink", "Fingerzeig" oder mit "Andeutung" "Anzeichen" bersetzt werden
+kann. Diese Andeutungen, Anzeichen, knnen z. B. an den Azoren
+angeschwemmte Hlzer, Leichname u. s. w. gewesen sein, die auf ein
+westwrts gelegenes unbekanntes Land hindeuteten. Da der Name Martin
+Behaims, wie von Murr behauptet, bei keinem einzigen portugiesischen
+Schriftsteller, auer im _Manoel Tellez de Sylva_ in _De Rebus gestis
+Joannis II._ vorkomme, drfte dahin zu berichtigen sein, da, wie schon
+erwhnt, Cordeyro und auch Jose Bernardo Gama von ihm spricht. "Die
+portugiesischen Schriftsteller", sagt Franz Lher in seiner vortrefflichen
+Geschichte der Deutschen in Amerika (Cincinnati und Leipzig 1847) erklren
+auf das bestimmteste, da Columbus erst, nachdem Behaim schon dagewesen,
+und auf dessen Angaben hin Amerika aufgesucht habe. So sagt Gama:(7)
+"Martin Behaim sah Pernambuco und entdeckte Brasilien frher als Columbus
+und Vespuzzi." Die spanischen Schriftsteller(8) aber enthalten nirgends
+eine Stelle, welche diese Angaben ausdrcklich widerlegte; im Gegentheil
+besttigen sie ohne Vorbehalt, da sowohl Columbus als Magellan Freunde
+von Behaim gewesen, von demselben Karten und Nachrichten ber das
+westliche Indien erhalten, und auf Grund derselben ihre Reisen dorthin
+unternommen htten. Auch franzsische Gelehrte(9) haben nicht gezgert,
+Behaim als den Mann anzuerkennen, der den Weg nach Amerika bereitete und
+zuerst befuhr. "In der That, seine Gre wrde auch dann emporragen in der
+Geschichte, wenn seine Augen auch niemals an Brasiliens Kste
+umhergeschweift htten; er wre dennoch der geistige Entdecker des neuen
+Welttheils gewesen." Auch die portugiesischen Schriftsteller, Pater
+Cordeyro(10), gesttzt auf das Manuscript des Doktor Gaspar Fructuosa(11),
+Mendo Trigozo (1812) und Garcao-Stockler (1819) u. s. w. geben
+ausfhrliche Nachrichten von Behaim und lassen seinen Verdiensten
+Gerechtigkeit wiederfahren. In Betreff der Deutschen, welche Behaims
+Verdienste beleuchteten, schrieb Stven in Frankfurt 1714 eine Abhandlung
+ber den ersten Entdecker der Welt(12) und Otto in New-York richtete an
+Franklin eine Denkschrift (abgedruckt in den _Transactions of the American
+philosophical Society 1786 II. Nr. 35_) zum Erweise, da Behaim der rechte
+Mann sei. Diese Behauptung des Deutsch-Amerikaners, da Behaim Amerika
+entdeckt habe, suchte der Spanier Cladera(13) zu widerlegen. Auch
+Wagenseil(14) und Postel(15), Pigafetta, Jansen, Doppelmayr(16),
+Wurzelbaum(17), Lochner(18), Wlfer(19), Cellarius(20), Omeis(21), haben
+Martin Behaim die Entdeckung der neuen Welt zugeschrieben, und die Herren
+Chr. Gottl. Schwarz(22), Mrl(23), Bielefeld(24), Frer(25), Will, Peter
+van der Aa(26) u. A. sagen in der Hauptsache Nichts Anderes. Die
+Amerikaner Robertson(27), Washington Irving(28) u. A. wollen dies freilich
+nicht anerkennen, ebenso als sie frher die (jetzt festgestellten)
+Entdeckungen der islndischen Nordmnner hartnckig bestritten, und in
+Deutschland selbst sind bei Manchen z. B. Gebauer(29), Tozen(30), von
+Murr(31), Baur(32) u. A. die Zweifel noch nicht beseitigt. Wenn wir hier
+noch die Werke von Humboldt(33), Franz Lher(34), Ghillany(35), Oscar
+Peschel(36) und Fr. Kunstmann(37) anfhren, so glauben wir, wenn auch
+nicht erschpfend, doch ziemlich vollstndig auf die Behaim-Literatur
+hingewiesen zu haben, und wollen nur noch bemerken, da in dem Werke von
+Ghillany - das neueste bedeutendste Werk ber Behaim - in sehr lichtvoller
+Weise dargethan wird, da Behaim wesentlich zur Ausfhrung des Planes von
+Columbus beigetragen habe.
+
+
+
+Wir kommen jetzt II. auf das Buch der Chroniken von Hartmann Schedel in
+Nrnberg, das erst lateinisch, dann 1493 in deutscher Uebersetzung
+erschien, somit die nchste Jahreszahl nach der Entdeckung Amerikas durch
+Columbus trgt.
+
+Es heit hier, da Knig Johann II. von Portugal im Jahre 1483 _Jacob de
+Cano_, einen Portugiesen, und Martin Behaim, einen Deutschen aus Nrnberg,
+mit etlichen Galeeren gegen Aethiopien ausgeschickt htte; da sie in dem
+sdlichen Meere nicht weit von der Kste geschiffet, und nachdem sie ber
+die Linie gegangen, in die _andere Welt gekommen wren, wo ihr Schatten,
+wenn sie gegen Morgen gestanden, mittagwrts und zur Rechten gefallen
+sei_; da sie solchergestalt eine _neue und bisher unbekannte Welt_,
+welche in vielen Jahren von keinem als den Genuesen, wiewohl vergeblich,
+gesucht worden, entdeckt und da sie endlich nach einer 26monatlichen
+Schifffahrt zurckgekommen und zum Wahrzeichen Pfeffer und Paradieskrner
+mitgebracht htten.
+
+Wiewohl in dieser Stelle thatschlich von _einer anderen neuen Welt_ die
+Rede ist und man auch auf Grund dieser Urkunde versucht hat, dem Martin
+Behaim die Ehre der Entdeckung von Amerika (Brasilien) zuzuschreiben,
+indem man angenommen hat, da Behaim, wie spter Cabral, durch die von
+Congo nach Westen fhrenden Strmungen nach Brasilien gelangt sei, und da
+der Verfasser jener Stelle in der Nrnberger Chronik, wenn er schon von
+Columbus etwas gewut, sicher dessen Namen genannt haben wrde, um den
+Ruhm Behaim's gegen ihn herauszustellen, so scheint mir doch diese Urkunde
+aus folgenden Grnden von keinem sonderlichen Gewicht zu sein. Die
+angefhrte Stelle ist nmlich dieselbe, welche in des _Aeneas Sylvius_
+Buch _de Europae sub Frederico III. Imperatore statu_ aus diesem Chronikon
+eingerckt ist. Dieser _Aeneas Sylvius_, nachheriger Pabst Pius II. (gest.
+1464), ist brigens derselbe, der sich in seiner Weltbeschreibung
+(_Cosmographia_) auf _Nicolo Conti_ beruft, dessen 25jhrige Reisen (1424
+bis 1449) in Indien bei _Poggio_ (Paris 1723) erwhnt werden. Aber, auch
+abgesehen davon, so will der Verfasser offenbar nur andeuten, da diese
+Seefahrer, nachdem sie ber die Mittellinie gesegelt, auf die sdliche
+Halbkugel der Erde gekommen wren; die Angabe, da nach Passirung der
+Linie der Schatten, wenn man gegen Morgen stehe, mittagwrts und zur
+Rechten falle, wird wohl jeder richtig finden, der ber die Linie
+hinausgekommen ist. Im Uebrigen ersehen wir aus diesem Buch der Chroniken,
+in das Behaim das Capitel _Portugalia_ bei seiner in Nrnberg als
+Kosmograph gefeierten Anwesenheit vielleicht selbst eingetragen hat, da
+er als Befehlshaber eines Fahrzeuges jene Entdeckungsreise mitgemacht
+habe, wenn er auch die selbst auf seiner Weltkugel niemals behauptet. Die
+betreffende Stelle heit: "da Knig Johann etlich galeren hinter die
+seulen Herkuls geschickt und denselben Schiffen zween patron gesetzt,
+nehmlich _Jacobum Canum_ einen _Portugalier_ und _Martin beheym_ einen
+_teutschen von nrnberg_." Es liee sich vielleicht nun aus dieser Stelle
+der Schlu ziehen, da Behaim, da er _Entdeckungsreisen_ nach Afrika und
+zwar als Befehlshaber gemacht, wahrscheinlich auch spter mehren
+Entdeckungsreisen nach Westen beigewohnt hat.
+
+
+
+Was III. den von Martin Behaim im Jahre 1492 zu Nrnberg angefertigten und
+daselbst noch aufbewahrten Globus betrifft, so haben manche Schriftsteller
+behaupten wollen, da auf demselben bereits die Menge der westlichen
+Inseln und die stlichen Ksten von Sd-Amerika (die Flachlande von
+Brasilien, die Prajas von Pernambuco) erschienen, wohin Behaim viele Jahre
+frher, ehe Columbus sich zur Reise anschickte, von den Azoren aus
+gekommen sein soll. Man glaubte hieraus schlieen zu knnen, da Martin
+Behaim den Archipel der Azoren oder Antillen entdeckt, dem Columbus nicht
+allein den Weg nach dem stlichen Asien, sondern selbst das Vorhandensein
+eines neuen Festlandes enthllt und auf diesen Globus die Meerenge
+verzeichnet habe, welcher Magellan seinen Namen gegeben und die man mit
+grerem Rechte _Fretum Bohemicum_ nennen zu knnen glaubte.
+
+Bei nherer Betrachtung der hchst merkwrdigen Erdkugel findet sich von
+diesen geographischen Angaben keine Spur auf derselben, womit jedoch nicht
+gesagt sein soll, da eine _khne_ Phantasie, abgesehen von der deutlich
+verzeichneten _Insula Antilia_, durch die Lage der ber dem _circulus
+aequinoctialis_ (Aequator) angegebenen Insel Brandan, der im Norden des
+_tropicus cancri_ verzeichneten Insel (_Cathay, __oceanus oriental.
+indic._), so wie der sdlicher gelegenen Insel Cipango, nicht im Stande
+wre, an die West-Indischen Inseln oder an Sd-Amerika zu denken - wenn
+man sich dieselben theils noch als Inseln, theils als mit Ost-Indien
+zusammenhngend denkt. Nach dem geographischen System jenes Zeitalters,
+welches in Bezug auf das stliche Asien nebst den angrenzenden Theilen des
+Oceans fast einzig und allein auf die Erzhlungen des Marco Polo, Balducci
+Pegoletti und Nicolas de Conti begrndet war, glaubte man, da unzhlige
+Inseln, reich an Spezereien und Gold, in dem Meer von Cin, d. h. in den
+Gewssern von Japan, China und dem groen Archipelagus Ostindiens belegen
+seien. Die Weltkarte des Martin Behaim zeigt nun von 45 nrdl. bis 40
+sdl. Br. eine Kette von Inseln, die den Enden Asiens gegenber liegen und
+ist mehrfach, wie wir frher bemerkt, abgebildet, unter Anderem auch im
+Jahre 1847 von dieser Erdkugel des Behaim ein Facsimile fr die Pariser
+Akademie angefertigt worden.
+
+Auf dem von Martin Behaim angefertigten Globus findet sich mitten im Ocean
+zwischen Europa und Asien eine _insula Antilia_, genannt _Septem ritade
+(citade)_, verzeichnet. Sie liegt westlich der Canaros, fern von den
+Azoren in 24 Br., also fast unter dem Wendekreise des Krebses. Ueber die
+"Lnge" zu sprechen ist berflssig, da diese von den verwirrten Begriffen
+abhngig ist, die man sich von der Entfernung zwischen Ouinsai und Cipango
+und den Ksten von Portugal bildet, man kann sich aber des Gedankens
+unwillkrlich nicht erwehren, da diese "phantastische Wanderinsel" so
+ziemlich fast unter denselben Breitengraden wie die spter als Antillen
+bezeichneten Inselgruppen gelegen ist, und zwar um so mehr, als auf der
+Karte von _Juan de la Cosa_ aus dem Jahre 1500 die zu dieser Gruppe
+gehrigen Inseln Cuba, Espagnola auch noch nrdlich des Wendekreises des
+Krebses liegen, auch Vespucci in seiner zweiten Reisebeschreibung
+(_Bandini pag. 44_.) Haiti _(Hispaniola) Isola d'Antiglia_ nennt und, wie
+uns _Bartholomus de las Casas_ lehrt, vorzugsweise die Portugiesen den
+Namen Antillen auf _Hispaniola_ anwendeten. Diese von Behaim verzeichnete
+Insel findet sich auch auf frheren Karten des vierzehnten Jahrhunderts,
+wenn auch nicht in dieser Lage, angegeben. Die lteste Angabe der Insel
+Antillia scheint nach von Humboldt's kritischen Untersuchungen die im
+venetianischen Atlas des _Andrea Bianco_ (1436) zu sein, wo sie sich auf
+der fnften Karte des in der St. Markusbibliothek aufbewahrten Werkes
+findet. Wenn man, da die Karte keine Gradeintheilung hat, als Mastab die
+Entfernung des Cap Vincent vom Cap Finisterre (5 51') annimmt, so findet
+man als Abstand der Ksten von Portugal bis zum Mittelpunkt der azorischen
+Insel des Bianco 153 Seemeilen (statt 247), dagegen als Abstand der Azoren
+von der Antillia 87 Seemeilen. Diese letztere Insel lge mithin 240
+Seemeilen westlich von den Ksten von Portugal, d. h. unter 27 55' w. L.
+von Paris (in dem Meridian der Insel San Miguel der Azoren) und zwischen
+33 20' und 38 30' Br. Auch die auf der Militrbibliothek in Weimar
+aufbewahrte Seekarte aus dem Jahre 1425 (1424?), einige Jahre lter als
+die Karte des Bianco und offenbar italienischen Ursprungs, ist wegen des
+Namens Antillia bemerkenswerth. Sie stellt aber nur den nrdlichen Theil
+der Insel Antillia, dagegen das ganze Rechteck der Satanshand dar. Der
+Abstand der Kste von Portugal vom Mittelpunkt der Gruppe der Azoren
+betrgt 110 Seemeilen, whrend die Karte vom Jahre 1436, wie oben bemerkt,
+deren 153 gibt. Auf der zu Parma sich befindenden Welttafel von Beclario
+oder Bedrazio, einem Genuesen aus dem Jahre 1436, erblickt man auch die
+rechtwinkeligen Inseln Antillia und Sarastagio (Hand des Satans). Die
+Hafenkarten des Gracioso Benincasa von Ancona und seines Sohnes Andrea
+(1463 bis 1473) wurden auch hufig wegen des Namens der Insel Antillia
+angefhrt, der sich auf ihnen finden soll; aber es scheint, da man eine
+weit jngere von Blaze Vouloudet im Jahre 1586 angefertigte Karte, auf der
+man westlich von Irland ein Land Scorafixa oder _Scoeafixa_ (Bacallaos?)
+erblickt, fr eine Arbeit des Andrea Benincasa gehalten hat.
+
+Auf den Karten des _Juan de la Cosa_ und _Ribero_ findet sich keine Spur
+von dem Namen der Antillen, auch auf der zu Parma aufbewahrten Weltkarte
+des Picigano (1367) kommt die Bezeichnung Antillia nicht, wohl aber, wie
+auf Behaim's Globus, die _Insula de Brazie (Brazir, Brazil)_ vor. Die
+Insel des heiligen Brandan, die Behaim's Globus ebenfalls angibt, nennt
+Andrea Bianco so wenig wie die Glckseligen Inseln. Auch ist
+bemerkenswerth, da weder Columbus, noch Gomara, Oviedo oder Acosta, noch
+die Karten von Amerika und die Welttafeln, welche seit dem Jahre 1508 den
+Ausgaben des Ptolamais beigefgt werden, des Namens Antillia gedenken. Die
+erste Spur dieses Gebrauches des Namens findet von Humboldt in den
+_Oceanis_ des _Peter Martyr d'Anghiera_ (_Dec. lib. I. pag. II._ beendigt
+im Novbr. 1493). Hier findet man die geographische Benennung der Antillen
+in der Mehrzahl. Aber noch mehr; das einzige Mal, wo man in den Briefen
+des _Amerigo Vespucci (c. 1500)_ den Namen Columbus findet, steht er in
+Verbindung mit dem Namen Antillia, obgleich Columbus nie die Gesammtmasse
+der von ihm entdeckten _Inseln von Inseln_ unter eine gemeinschaftliche
+Benennung zusammenstellt. Uebrigens ist es mit dem Namen der
+Antilleninseln gegangen wie mit dem von Amerika. Der erstere wurde im Jahr
+1493 von Anghiera vorgeschlagen, der letztere von Ylacomylus, und bei
+beiden war mehr als ein Jahrhundert erforderlich, ehe der Gebrauch
+allgemein verbreitet war.
+
+Martin Behaim schreibt bei der Insel Antillia Folgendes: "Als man zhlt
+nach Christi Geburt 734 Jahre, als ganz Hispania von den Heiden aus Afrika
+genommen war(38), da wurde bewohnt die oben beschriebene _insula Antilia_,
+genannt _Septem ritade_, von einem Erzbischof von _Porto Portigal_ mit
+sechs anderen Bischfen, die zu Schiffe von Hispania dahin geflohen kamen
+mit ihrem Vieh, Hab' und Gut. _Anno_ 1414 ist ein Schiff aus Hispania
+ungefhr am nchsten dabei gewesen." Diese Angabe der Insel Antillia ist
+ein Beweis, da allerdings Martin Behaim, wenn er auch nicht selbst auf
+dieser Insel gewesen, doch Nachrichten, Kenntnisse, Anzeichen (_indicia_)
+von einem im Westen liegenden Lande gehabt haben mu. Diese knnen ihm
+durch Schiffer (und die Angabe unter 1414 weist darauf hin), durch
+Schiffbrchige oder durch an die Ufer der Azoren angeschwemmte Gegenstnde
+geworden sein, z. B. durch Fichtenstmme an den Ksten von Graciosa und
+Fayal, durch Leichname unbekannter Menschenracen an der Insel Flores,
+durch Stcke knstlich aber ohne eiserne Werkzeuge geschnitzten Holzes an
+der Insel Porto Santo und selbst durch Canots, die mit Huten bedeckt und
+mit Menschen von einem gnzlich unbekannten Stamm besetzt gewesen, von
+welchen Gegenstnden auch die Zeitgenossen des Columbus (s. _Vida del
+Almirante__, cap. 8 pag. 6_) mit der kleinlichsten Genauigkeit reden und
+die auch von Columbus als Zeichen von Land im Westen betrachtet wurden.
+Sein Sohn Fernando sagt in der That: "Die Bewohner (_moradores_) erzhlten
+meinem Vater, da whrend die Winde vom Westen wehten ..." aber der
+Admiral konnte diese Nachricht in irgend einem Hafen Portugals oder
+Spaniens erhalten, da wir, wie v. Humboldt bemerkt, mit Bestimmtheit aus
+der Handschrift der _Historia de las Indias_ von _Las Casas_ wissen, da
+Columbus in Spanien im Kloster von Rabida die Reise des Pedro Velasco aus
+Palos kennen lernte, welcher von Fayal abgereist, nach einer Schifffahrt
+gegen Westen bis zu einer Entfernung von 150 Lieues (wonach er bis
+jenseits des stlichen Punktes des groen Tangstreifens gelangt sein
+mte) die Insel Flores entdeckte. Auch ist es bei den groen
+astronomischen Kenntnissen Behaims wahrscheinlich, da derselbe berzeugt
+gewesen sein mu, da westlich von den Azoren noch andere Ksten
+anzutreffen seien, denn sonst htte er wohl nicht den Knig von Portugal
+veranlat,(39) ehe noch Columbus seine Absichten erreicht, Expeditionen
+auszuschicken, um die Antillen zu entdecken, die freilich zurckkehrten,
+ohne ihren Zweck erreicht zu haben. Und dann, sollten nicht die Westwinde
+und insbesondere der aus dem Golf von Mexiko kommende, an der Ostkste von
+Nordamerika sich hinziehende und in der Richtung nach den Azoren laufende,
+sdstliche Auslauf des _Golfstromes_ dem auf der ber ein Dritttheil des
+Weges nach Amerika in den Atlantischen Ocean hineingeschobenen Insel Fayal
+lebenden groen Seefahrer und Kosmographen die Lage des westlich gelegenen
+Landes verrathen haben?
+
+So gewi die Mglichkeit nicht gnzlich geleugnet werden kann, da durch
+die Gewalt der Winde, die hufig mchtiger ist als die der Strmungen,
+phnizische und karthaginensische Schiffe, die fr den Handel mit Zinn und
+Bernstein verwendet wurden, auf ihrem Wege durch den _Sinus Oestrymnicus_
+verschlagen und an die Kste der Azoren geworfen wurden, da ferner die
+Araber und die Normanen die azorischen Inseln besucht haben und da sie
+von der Kste Siciliens und Tunis punische und cyrenische Mnzen mit sich
+haben fhren knnen - so gewi ist auch nicht zu leugnen, da Columbus,
+zwischen dem und Behaim hchst wahrscheinlich Beziehungen stattgefunden
+haben, obgleich sie durch nichts unmittelbar nachgewiesen werden knnen,
+frher einmal zu Fayal gelandet sein knne und da Behaim, der geraume
+Zeit daselbst gelebt, alle Anzeichen und Erfahrungen von westlich
+liegenden Lndern gesammelt habe. Auch wollen wir hier die Vermuthungen
+der portugiesischen Seefahrer anfhren, welche vor und nach 1484 - das
+Jahr, in welchem Colon Portugal verlt - die Gewsser auerhalb der
+Azoren besucht hatten. Hierher gehrt 1) die Reise eines gewissen Diego de
+Tiene (Teyve?) zur Aufsuchung der _Antillia_, dem als Pilot der
+obengenannte Pedro de Velasco diente, derselbe Seemann, welcher dem
+Admiral Don Colon im Kloster La Rabida bei Palos von dieser Reise
+erzhlte; 2) die Reise des Ferdinand Dulmo (d'Ulmo, aus Ulm?), eines
+Capitns der Terceira und Joh. Affonso, eines Pflanzers von Madeira, die
+eine Gesellschaft mit einem _deutschen_ Ritter gebildet hatten, um eine
+groe Insel oder das Festland im atlantischen Westen zu entdecken, wobei
+man voraussetzte, da die _Ilha da sete cidades_ (Insel der sieben Stdte)
+und das Festland nicht unter 40 Tagen erreicht werden mchten. _E quanto
+ao Cavaleiro aleman_, heit es in der Urkunde vom 24. Juli 1486 pag. 66,
+_que em companhia delles ha de hir, que elle aleman escolha dir em
+qualquer caravella que quizer_. "Der deutsche Ritter, bemerkt Peschel in
+seinem vortrefflichen Buche S. 617, ist _hchstwahrscheinlich_ Martin
+Behaim, obgleich es viele Deutsche damals in Portugal gab. Ueber die
+Erfolge dieser Reise sind wir bis jetzt nicht unterrichtet." 3) Die nach
+portugiesischen Quellen i. J. 1464 gemachte, aber durch nichts bewiesene,
+oben erwhnte Entdeckung eines Theiles von Nord-Amerika, die spter sog.
+_Terra do Bacalhao_, durch den portugiesischen Seefahrer Joa Vaz
+Cortereal. Dazu gesellten sich noch die Vermuthungen von Land und Inseln,
+welche die Bewohner von Madeira, von den Canarien und auf den Azoren,
+jedes Jahr im fernen Westen auftauchen zu sehen glaubten, und die Aussagen
+dieser und jener Steuerleute, die versicherten, bei ihren Ueberfahrten
+nach Irland im Westen Land gesehen zu haben, welches sie fr einen Theil
+der Tartarei u. s. w. ausgaben. So vorbereitet waren die Gemther auf
+groe Dinge worden und das 16. Jahrhundert htte sicherlich auch ohne
+Colon's Plan schon frhzeitig gefunden, da der Gedanke durchaus nicht mehr
+neu war, da man bei der unbestrittenen Annahme der Erde als kugelfrmiger
+Krper recht wohl den Ostrand Asiens durch eine atlantische Ueberfahrt
+erreichen knnte. Hiermit soll aber der Ruhm des Genuesers, dessen
+Verdienst in der _absichtsvollen_ Entdeckung neuer Seewege besteht, und
+dessen That die groe Begebenheit um einen kostbaren Zeitraum
+beschleunigte, durchaus nicht herabgesetzt, zu gleicher Zeit aber auch das
+Verdienst seiner Zeitgenossen nicht unterschtzt werden, welche zur Lsung
+der Aufgabe mit beigetragen und Columbus in seinem Plan, nach Westen zu
+segeln, mit angeregt und bestrkt haben. Und wer wre hierzu geeigneter
+gewesen, als sein Freund, der berhmte Seefahrer Martin Behaim, der auf
+der (wie schon bemerkt) ber ein Dritttheil des Weges nach Amerika weit im
+Ocean liegenden Insel Fayal - dem Thule der gebildeten Welt - schon mit
+Einem Fue in der Neuen Welt stand?
+
+Die Azoren, von den Portugiesen seit 1432-1449 nach und nach entdeckt und
+in portugiesischen Urkunden schon 1447 erwhnt, waren berdie von
+thtigen und unternehmenden Seeleuten bewohnt, die mit Irland, Island u.
+s. w. in Verbindung standen und von denen schon im Allgemeinen erwartet
+werden konnte, da sie befhigt und durch die natrlichen Verhltnisse
+angeregt waren, die Fahrten gegen _Westen_ fortzusetzen. Auch soll nach
+einer alten, sich immer wiederholenden Sage, die der Geschichtsschreiber
+der Azoren, Fructuosa bei Cordeyro und _Historia del Reyno de __Portugal
+por Manuel de Faria y Sousa_ umstndlich erwhnt, die aber Martin Behaim,
+Barros u. s. w. nicht kannten, auf Corvo ein Steinbild (ein Mann zu Ro,
+der mit der ausgestreckten Rechten gegen Nordwesten deutete) von den
+Entdeckern gefunden worden sein, durch welches Columbus nach einer
+neidischen Ueberlieferung eine Offenbarung von der Neuen Welt empfangen
+haben soll; jedoch scheint diese angebliche Reiterstatue - wenn nicht etwa
+ein vulkanisches Vorgebirge aus Basalt, Trachyt und emphibolischem Porphyr
+in Form eines Reiters gleich des Hestmann in Finnmarken oder ein
+Warnungssignal vor oceanischen Fahrten - wie die Bildsulen des Hercules
+einem und demselben Cyklus systematischer Trumereien auf dem Gebiete der
+Geographie anzugehren. Im Uebrigen verbrgt sich der gelehrte
+Geschichtsschreiber Damio de Goes (_Chron. do Princ. D. Joam. Lisboa__
+1790 cap. IX. p. 119._) fr die Thatsache, da einige Fragmente dieses
+Steinbildes nach Lissabon gekommen sind und setzt hinzu, da die
+unleserlichen Buchstaben der Inschrift, von der 1529 ein Wachsabdruck
+genommen wurde, von Normannen herrhren knnten, also Runnen gewesen sein
+mchten. Auffallend bleibt es nur, da Behaim, der, wie bemerkt, geraume
+Zeit auf den Azoren gelebt, nichts von diesem Steinbilde wei.
+
+Endlich liegt die Vermuthung nahe, da ein solcher Seefahrer wie Martin
+Behaim in den besten Jahren, dem aber, so wie Columbus, nicht nur die von
+den Scandinaviern gemachten Weinlandsfahrten nach Nord-Amerika, sondern
+auch die von Seneca, Plato, Aristoteles, Eratosthenes, Diodor von Sicilien
+u. s. w. gegebenen dunkeln Andeutungen ber einen unbekannten, im
+atlantischen Ocean liegenden Kontinent bekannt gewesen sein mssen, nicht
+nur alle darauf bezglichen Zeichen und Angaben eingesammelt hat, sondern
+vielleicht auch selbst, wie wir eben bei der Reise des Ferdinand Dulmo
+angedeutet, nach der von ihm in 24 Breite verlegten Insel Antillia
+gesegelt ist. Diese Annahme einer westlichen Reise des Behaim, die von den
+Azoren nach der Zwischenstation der Bermudas und Bahamas und von hier nach
+den Antillen leicht und in kurzer Zeit (Columbus segelte auf seiner
+zweiten Reise von _Cadix_ nach den Antillischen Inseln kaum _sechs_
+Wochen) auszufhren war, gewinnt dadurch an Wahrscheinlichkeit, da Martin
+Behaim durch _Regiomontans_ verbessertes Astrolabium die Schiffer
+bekanntlich in den Stand gesetzt hat, mittelst dieses Instrumentes nach
+der Sonnenhhe die Entfernungen zu bestimmen und sich auf offener See
+zurecht zu finden.
+
+Zum Schlu unserer Abhandlung kommen wir endlich IV. auf den Einflu,
+welchen Martin Behaim auf die Entdeckung der Patagonischen Meerenge
+ausgebt hat. Zwei Werke, deren Autoritt, wie bemerkt, nicht in Zweifel
+gezogen werden darf, die Dekaden des Herrera und die in der
+Ambrosianischen Bibliothek zu Mailand aufbewahrte und im Jahre 1800 von
+Amoretti bekannt gemachte Handschrift des Pigafetta lassen auf gleiche
+Weise diesen Einflu erkennen. Nach Herrera (_Dec. II, lib. II, cap._ 20
+und 21; _lib. IV., cap. 10, Tom. I, pag. 193, 195, 338_) zeigte Magellan
+am spanischen Hofe zu Valladolid dem Bischof von Burgos eine gemalte
+Erdkugel (_globo bien pintado_), auf welcher er den Weg verzeichnet hatte,
+den er zu nehmen gedachte, indem er die Meerenge absichtlich wei lie,
+damit man ihm sein Geheimni nicht entwenden konnte. ... Er fgte hinzu,
+da er um so gewisser wre, eine Meerenge anzutreffen, als er sie gesehen
+htte (ohne Angabe des Ortes) auf einer von Martin de Bohemia, einem von
+der Insel Fayal gebrtigen Portugiesen (?) und Kosmographen von groem
+Rufe angefertigten Seekarte, und da diese Karte ihm viel Licht (_mucha
+luz_) ber jene Meerenge verschafft habe. Pigafetta, einer der achtzehn
+Reisegefhrten des Magellan, welche das Glck hatten, am 6. September 1522
+Europa wiederzusehen, sagt: "Am 21. Octbr. 1520 fanden wir eine Meerenge
+.... aber unser Anfhrer hatte Kunde (Magellan war nmlich die Kste
+jenseits des Vorgebirges St. Maria zur Mndung des Rio de Solis d. h. Rio
+de la Plata gefahren), da er durch eine sonderbar verborgene Meerenge
+hindurchsteuern msse, welche er aus einer in den Archiven (_tesoreria_)
+des Knigs von Portugal (im Schatz des Knigs Emanuel im Kloster von
+Alcobaca?) aufbewahrten und von einem ausgezeichneten Kosmographen Martino
+de Boemia angefertigten Seekarte gesehen habe."
+
+So lautet Herrera's und Pigafetta's Bericht ber den Einflu Behaim's auf
+die Entdeckung der Patagonischen Meerenge, der nicht abgestritten werden
+kann. Mag man sagen, da Magellan flschlich dem berhmten Nrnberger
+Kosmographen die besagte Karte zugeschrieben, da ffentliche Urkunden, in
+welchen nur die auf Kosten der spanischen Regierung unternommenen
+Seefahrten verzeichnet sind, uns keine absolute Gewiheit geben, da zu
+einer gewissen Epoche die Entdeckungen nur bis zu dieser oder jener Grenze
+und nicht weiter ausgedehnt worden seien, mag man ferner sagen, da wahre
+oder falsche Nachrichten durch Beimengung von Muthmaungen und
+Combinationen entstellt, da die ungenauen Kenntnisse von der Gestaltung
+des Neuen Kontinents nach seiner Sdspitze hin sich vor 1517 auf den alten
+Seekarten abgespiegelt haben werden, da Magellan eine dieser Karten in
+den Archiven des Knigs von Portugal gesehen habe, da Magellan, wie das
+Tagebuch des Pigafetta andeutet, von dem Dasein einer Durchfahrt jenseit
+des Rio de la Plata berzeugt war, da aber die in den Archiven gesehene
+Karte des Behaim mit einer australischen Meerenge, die Lage dieser
+Durchfahrt keineswegs angebe und jedenfalls (?) dem Trugbilde der
+Schoner'schen Erdkugel, auf welcher das angegebene Sd-Amerika oder
+Brasilien nur eine hchst fehlerhafte Copie einer alten Weltkarte des
+Ruysch zum Ptolemus sei, gleiche, da Magellan bereits mitten in der nach
+ihm benannten Strae liegend, noch bezweifelt, ob es eine Meerenge oder
+ein trgerischer Golf sei, mag man dies Alles und noch viel mehr sagen, so
+knnen doch die oben angefhrten, von gleichzeitigen Schriftstellern
+entlehnten thatschlichen Zeugnisse nicht bezweifelt werden, welche klar
+und deutlich beweisen, _erstlich_, da Magellan auf einer Karte in
+Portugal die besagte Meerenge verzeichnet gesehen hatte, welche er im
+Sden der Mndung des Rio de la Plata suchte, und _zweitens_, da er diese
+Karte dem zehn Jahre vorher verstorbenen Behaim zuschreibt. Aus dem i. J.
+1492 verfertigten Globus Behaim's findet sich allerdings keine Spur einer
+Kste Brasiliens und ebensowenig eine Meerenge. - Wenn man nun auch
+vielleicht sagen knnte, da Behaim auf seinen, an der sdafrikanischen
+Kste gemachten Reisen, auf welchen er selbst bis zum 22 sdl. Br. den
+Weg um Afrika angebahnt und den er auch auf seinem Globus vollstndig
+angezeigt, obgleich ihn erst 1498 Vasco de Gama vllig zurckgelegt hat,
+wie frher die kompalosen Scandinavier von Island nach Grnland und
+Vinland, oder wie Cabral 1500 nach Brasilien getrieben worden sei, so ist
+doch mit Gewiheit anzunehmen, da Martin Behaim vor dem Jahre 1494 nicht
+nach Brasilien und also auch nicht an die Magellanstrae gekommen ist.
+Daraus aber den Schlu ziehen zu wollen, da Behaim die Anregung zur
+Entdeckung der Magellanstrae nicht htte geben knnen, ist falsch, weil
+Behaim einerseits bei seinem langjhrigen Aufenthalt auf Fayal (bis 1506)
+berhaupt viele wahre oder muthmaliche Angaben ber die Gestaltung der
+Ostkste von Sd-Amerika dort einzusammeln im Stande gewesen ist und
+andererseits auch erst _nach_ dem Jahre 1492, wo er seinen Globus
+verfertigte, wenn er auch nicht selbst an den Entdeckungsreisen jener
+Periode theilgenommen, doch sehr wohl Kenntni von dieser Meerenge
+erhalten hat, um auch eine Karte darber anfertigen zu knnen, die
+Magellan gesehen.
+
+Die von uns nher beleuchteten Aussagen der spanischen und portugiesischen
+Schriftsteller, das Buch der Chroniken von Hartmann Schedel, der von
+Behaim im Jahre 1492 zu Nrnberg verfertigte Globus und die gewichtigen
+Zeugnisse Herrera's und Pigafetta's beweisen unwidersprechlich, da Martin
+Behaim aus Nrnberg ein berhmter auerordentlicher Mann gewesen ist, _der
+jedenfalls Columbus in seinem Plan, nach Westen zu segeln, bestrkt und
+wesentlich zur Ausfhrung des Planes von Columbus beigetragen hat_. Somit
+ist Behaim fr die Entdeckung Amerika's von wesentlichem Nutzen und
+Einflu gewesen und der deutschen Wissenschaft kommt die Ehre zu, jenen
+berhmten Seefahrern: Columbus, Vespucci, Vasco de Gama, Magellan u. s. w.
+die Mglichkeit an die Hand gegeben zu haben, sich weiter in den Ocean
+hinaus zu wagen. In dieser Beziehung haben, wie ich schon frher
+bemerkt(40), neben den Italienern, Spaniern, Portugiesen, Englndern und
+Franzosen auch die Deutschen infolge der natrlichen hohen Begabung des
+germanischen Geistes Theil an der Ehre, auf die Entdeckung und
+Entwickelung Amerika's eben so bedeutend als wohlthtig eingewirkt zu
+haben.
+
+
+
+
+
+
+FUSSNOTEN
+
+
+_ 1 Cordeyro Histor. Insulana__ lib. IX. cap. 8 fol. 494_. Man findet
+ in dieser Stelle und in F. Gaspar Fructuosa allerdings Nachrichten
+ ber die geographischen und astronomischen Kenntnisse Behaims, die
+ aber so gro gewesen sein sollen, da seine Freunde und im
+ Allgemeinen alle Einwohner ihn mit einer aberglubischen Ehrfurcht
+ betrachteten; so gewi waren seine Bestimmungen und seine
+ Vorhersagungen.
+
+ 2 Die Entdeckung Amerika's mit einem Atlas bisher ungedruckter Karten.
+ Mnchen 1859.
+
+ 3 Auch _Barros_, _Maris Dialogos_, der Verfasser der _Historia
+ insulana_ und Andere sagen ausdrcklich, da Behaim sich rhmte, in
+ Regiomontans Schule gelernt zu haben.
+
+_ 4 Barros. Asia__, Dec. 1-4, cap. 2._
+
+_ 5 Herrera__, dec. I, lib. I, cap. 2_ und _dec. II, lib. 2, cap. 19_.
+
+_ 6 Riccioli, Geographia rectific.__ lib. III, cap. 22, pag. 93._
+
+_ 7 Jose Bernardo F. Gama. Memorias historias de Provincia de
+ Pernambuco I, 19._
+
+_ 8 Gomara, Histor. general. de las Indias, cap. 19 in Barcia Histor.
+ primit. de las Indas Occidentales. Madrid 1749._
+
+_ 9 Archives literaires de l'Europe VI__, 265-375, 352-362._
+
+_ 10 Historia insulana_.
+
+_ 11 Saudades da Terra_.
+
+_ 12 Joh. Fr. Stuvens. Dissertatio de vero Novi Orbis inventore._
+
+_ 13 Investigationes historicas sobre los principales descubrimientos de
+ los Espaoles en el mar Oceano del signo XV y principios del
+ __XVI.__ Madrid 1794._
+
+_ 14 Wagenseil Synops. Hist. Universal. Wagenseilii Sacra parentalia B.
+ Georgio Frid. Behaimo dicata._
+
+ 15 Schon Postel sagt in seiner im Jahre 1561 erschienenen _Cosmographia
+ pag. 22_: _Ad 54 grad_ (sdl. Breite) _ubi est Martini Bohemi fretum
+ a Magaglianesis alias nuncupatum_.
+
+ 16 Histor. Nachr. von Nrnberger Mathematikern und Knstlern, Nrnberg
+ 1780, Fol., worin auch Behaims Erdkugel abgebildet und S. 27 bis 31
+ eine Beschreibung von Behaims Leben gegeben ist.
+
+_ 17 Uranies Noricae Basis astronomico geographica 1697 fol. In epistola
+ dedicatoria._
+
+_ 18 D. Mich. Friedr. Lochner. Comment. de Ananasa sive nuce pinea
+ indica etc. Norimb. 1716._
+
+_ 19 Jo. Wlfer in Disquisitione de majoribus Oceani Insulis._
+
+_ 20 Christoph Cellarius in Hist. Univers._
+
+_ 21 Magnus Daniel Omesius de claris quibusdam Norimbergensibus._
+
+_ 22 Diss. de columnis Herculis. Altdorfii 1794.__ 4. . ult._
+ Papowitsch hat in seinen Untersuchungen vom Meere (Nrnb. 1750) S.
+ 31 auch diesen Paragraph erlutert.
+
+_ 23 Dom. Joh. Siegism. Mrlii orat. inaug. de meritis Norimbergensium
+ in Geographiam._ Sie steht im _Museo Norico__ p. 125. Altd. 1759._
+
+_ 24 De Bielfeld Progrs des Allemands dans les Sciences etc. Chap. 3
+ des Inventions et des Decouverts des Allemands. Amsterdam 1752.__
+ 13. pag. 72-76._
+
+_ 25 Joh. Sigism. Fureri oratio de Martino Behaimo_ im _Museo Norico_ S.
+ 385-400.
+
+ 26 Im Nrnberger Gelehrten Lexikon _I. pag. 35_ und in den
+ Mnzbelustigungen.
+
+_ 27 Robertson History of the Discov. and __Settlem.__ of Americ.__
+ New-York 1829._
+
+_ 28 Washington Irving Life and Voyages of Christ. Columbus.__ New-York
+ 1831, II._ Appendix 267-270.
+
+ 29 Gebauer, Portugiesische Geschichte.
+
+ 30 Der erste Entdecker der neuen Welt, Christoph Colon, gegen die
+ ungegrndeten Ansprche, welche Amerikus Vespucci und Martin Behaim
+ auf diese Ehre machen, von E. Tozen. Gttingen 1761.
+
+ 31 Diplomatische Geschichte Behaims von v. Murr. Nrnb. 1778 (aus dem
+ 6. Theil seines Journals zur Kunstgeschichte besonders abgedruckt);
+ zweite verbesserte Auflage Gotha 1801. Die erste Ausgabe ist von J.
+ Jansen in's Franzsische bersetzt. Die zweite kam mit der
+ franzsischen Uebersetzung von _Pigafetta's_ italienischer
+ Schifffahrtsbeschreibung _Magellans_ zu Paris 1801 ein. Die dritte
+ ist vom Verf. selbst zu Straburg und Paris 1802 herausgegeben. Mit
+ Abbildungen der Erdkugel Behaims.
+
+ 32 Allgem. Encyclopdie der Wissenschaften und Knste von J. G. Ersch
+ und J. G. Gruber. Leipzig 1822. s. Behaim.
+
+ 33 Kritische Untersuchungen ber die historische Entwickelung der
+ geographischen Kenntnisse in der neuen Welt von Alexander v.
+ Humboldt, aus dem Franzsischen bersetzt von Dr. J. L. Ideler.
+ Berlin 1836. 3. Bd.
+
+ 34 Geschichte und Zustnde der Deutschen in Amerika von Franz Lher,
+ Cincinnati und Leipzig. 1847 S. 3-8. Nach dem Verf. sah Martin
+ Behaim Amerika auf einer seiner sdwestlichen Entdeckungsreisen im
+ J. 1483, zehn Jahre frher, ehe Columbus sich zur Reise anschickte.
+
+ 35 Geschichte des Seefahrers Ritter Martin Behaim von Dr. F. W.
+ Ghillany. Eingeleitet durch eine Abhandlung ber die ltesten Karten
+ des neuen Continents und den Namen von Amerika von Alexander v.
+ Humboldt. Nrnberg 1853. Mit einer genauen Abbildung des
+ Behaim'schen Globus vom Jahr 1492.
+
+ 36 Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen von Oskar Peschel.
+ Stuttgart und Augsburg 1858, Cotta. Dieses Werk gereicht der
+ deutschen Wissenschaft zur Ehre und gehrt ohne Frage zu den
+ bedeutendsten wissenschaftlichen Arbeiten unseres Jahrzehends. Die
+ Entdeckungen der Portugiesen sind meisterhaft und mit groem
+ Scharfsinn zusammengestellt; s. Behaim S. 28, 38, 76, 80, 82, 88,
+ 89, 90, 92, 101, 126, 127, 129, 131, 616-620 u. s. w.
+
+ 37 Die von der Mnchner Akademie veranstaltete Ausgabe alter
+ unbekannter Karten aus der Zeit der Entdeckung besorgten Fr.
+ Kunstmann und G. M. Thomas, und der erstere hat uns einen Commentar
+ und eine vortreffliche Arbeit ber die Entdeckung Amerika's
+ geliefert. (Die Entdeckung Amerika's in einem Atlas bisher
+ ungedruckter Karten. Mnchen 1859.)
+
+ 38 Behaim setzt die Auswanderung "des Erzbischofs von _Porto Portigal_"
+ nach der Insel _Antilia_ oder _Septen citade_, die Insel der sieben
+ Stdte genannt, in das Jahr 734, whrend Columbus das Jahr 814 - die
+ Epoche der Schlacht angiebt, welche Musa an den Ufern des Guadalete
+ gewann.
+
+_ 39 Herrera__, cap. VII._ und _Gaspar Fructuosa_ in seiner _Historia
+ insulana_.
+
+ 40 Geograph. Mitth. von Petermann. 1858. Heft X.
+
+
+
+
+
+BEMERKUNGEN ZUR TEXTGESTALT
+
+
+Die Funoten wurden an das Ende des Textes versetzt.
+
+Die Originalausgabe ist in Fraktur gesetzt. In der Textfassung sind
+Passagen in Antiqua (bis auf rmische Zahlen und "Dr." im deutschen
+Satzzusammenhang) und Sperrung durch Unterstriche markiert, Fettdruck
+durch Sternchen.
+
+Folgende mutmaliche Druckfehler wurden korrigiert:
+
+ S. 13: "berhmte" gendert in "berhmten"
+ S. 14: Anfhrungszeichen vor "Columbus" entfernt
+ S. 17: Anfhrungszeichen hinter "Vespuzzi." hinzugefgt
+ S. 18: Punkt hinter "XVI" hinzugefgt
+ S. 19: Punkt hinter "Settlem" hinzugefgt
+ S. 19: Punkt hinter "bersetzt" hinzugefgt
+ S. 22: Anfhrungszeichen hinter "htten." entfernt
+ S. 24: "verzeichzeichneten" gendert in "verzeichneten"
+ S. 36: "Merrenge" gendert in "Meerenge"
+ S. 36: Punkt hinter "6" hinzugefgt
+ S. 36: "gegesehen" gendert in "gesehen"
+
+Nicht gendert wurden Schreibvarianten ("Kompas" und "Kompa";
+"Ptolomus", "Ptolemus" und "Ptolamais"; "jenseit" und "jenseits") sowie
+heute unbliche Wortformen wie "mehre" statt "mehrere".
+
+
+
+
+
+***END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK MARTIN BEHAIM AUS NRNBERG***
+
+
+
+CREDITS
+
+
+February 18, 2010
+
+ Project Gutenberg TEI edition 1
+ Produced by Karl Eichwalder, Norbert H. Langkau, Stefan Cramme
+ and the Online Distributed Proofreading Team at
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+ images of public domain material from the Google Print
+ project.)
+
+
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+A WORD FROM PROJECT GUTENBERG
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+This file should be named 31321-8.txt or 31321-8.zip.
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+ Archive Foundation."
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+
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+
+
+1.E.9.
+
+
+If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic
+work or group of works on different terms than are set forth in this
+agreement, you must obtain permission in writing from both the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael Hart, the owner of the
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+Section 3 below.
+
+
+1.F.
+
+
+1.F.1.
+
+
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+works in creating the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} collection. Despite these
+efforts, Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works, and the medium on which they
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+be read by your equipment.
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+WILL NOT BE LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL,
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+OF SUCH DAMAGE.
+
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+The person or entity that provided you with the defective work may elect
+to provide a replacement copy in lieu of a refund. If you received the
+work electronically, the person or entity providing it to you may choose
+to give you a second opportunity to receive the work electronically in
+lieu of a refund. If the second copy is also defective, you may demand a
+refund in writing without further opportunities to fix the problem.
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+1.F.4.
+
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+paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS,' WITH NO OTHER
+WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
+WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.
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+1.F.5.
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+exclusion or limitation of certain types of damages. If any disclaimer or
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+additions or deletions to any Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} work, and (c) any Defect
+you cause.
+
+
+Section 2.
+
+
+ Information about the Mission of Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}
+
+
+Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} is synonymous with the free distribution of electronic
+works in formats readable by the widest variety of computers including
+obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists because of the
+efforts of hundreds of volunteers and donations from people in all walks
+of life.
+
+Volunteers and financial support to provide volunteers with the assistance
+they need, is critical to reaching Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}'s goals and ensuring
+that the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} collection will remain freely available for
+generations to come. In 2001, the Project Gutenberg Literary Archive
+Foundation was created to provide a secure and permanent future for
+Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} and future generations. To learn more about the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation and how your efforts and donations
+can help, see Sections 3 and 4 and the Foundation web page at
+http://www.pglaf.org.
+
+
+Section 3.
+
+
+ Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
+
+
+The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
+501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the state of
+Mississippi and granted tax exempt status by the Internal Revenue Service.
+The Foundation's EIN or federal tax identification number is 64-6221541.
+Its 501(c)(3) letter is posted at
+http://www.gutenberg.org/fundraising/pglaf. Contributions to the Project
+Gutenberg Literary Archive Foundation are tax deductible to the full
+extent permitted by U.S. federal laws and your state's laws.
+
+The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr.
+S. Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
+throughout numerous locations. Its business office is located at 809 North
+1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
+business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact information
+can be found at the Foundation's web site and official page at
+http://www.pglaf.org
+
+For additional contact information:
+
+
+ Dr. Gregory B. Newby
+ Chief Executive and Director
+ gbnewby@pglaf.org
+
+
+Section 4.
+
+
+ Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive
+ Foundation
+
+
+Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} depends upon and cannot survive without wide spread
+public support and donations to carry out its mission of increasing the
+number of public domain and licensed works that can be freely distributed
+in machine readable form accessible by the widest array of equipment
+including outdated equipment. Many small donations ($1 to $5,000) are
+particularly important to maintaining tax exempt status with the IRS.
+
+The Foundation is committed to complying with the laws regulating
+charities and charitable donations in all 50 states of the United States.
+Compliance requirements are not uniform and it takes a considerable
+effort, much paperwork and many fees to meet and keep up with these
+requirements. We do not solicit donations in locations where we have not
+received written confirmation of compliance. To SEND DONATIONS or
+determine the status of compliance for any particular state visit
+http://www.gutenberg.org/fundraising/donate
+
+While we cannot and do not solicit contributions from states where we have
+not met the solicitation requirements, we know of no prohibition against
+accepting unsolicited donations from donors in such states who approach us
+with offers to donate.
+
+International donations are gratefully accepted, but we cannot make any
+statements concerning tax treatment of donations received from outside the
+United States. U.S. laws alone swamp our small staff.
+
+Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation methods
+and addresses. Donations are accepted in a number of other ways including
+checks, online payments and credit card donations. To donate, please
+visit: http://www.gutenberg.org/fundraising/donate
+
+
+Section 5.
+
+
+ General Information About Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} electronic works.
+
+
+Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}
+concept of a library of electronic works that could be freely shared with
+anyone. For thirty years, he produced and distributed Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}
+eBooks with only a loose network of volunteer support.
+
+Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~} eBooks are often created from several printed editions,
+all of which are confirmed as Public Domain in the U.S. unless a copyright
+notice is included. Thus, we do not necessarily keep eBooks in compliance
+with any particular paper edition.
+
+Each eBook is in a subdirectory of the same number as the eBook's eBook
+number, often in several formats including plain vanilla ASCII, compressed
+(zipped), HTML and others.
+
+Corrected _editions_ of our eBooks replace the old file and take over the
+old filename and etext number. The replaced older file is renamed.
+_Versions_ based on separate sources are treated as new eBooks receiving
+new filenames and etext numbers.
+
+Most people start at our Web site which has the main PG search facility:
+
+
+ http://www.gutenberg.org
+
+
+This Web site includes information about Project Gutenberg{~TRADE MARK SIGN~}, including how
+to make donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation,
+how to help produce our new eBooks, and how to subscribe to our email
+newsletter to hear about new eBooks.
+
+
+
+
+
+
+***FINIS***
+ \ No newline at end of file
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+ eBook</a> or online at <a href="http://www.gutenberg.org/license" class="tei tei-xref">http://www.gutenberg.org/license</a></p></div><pre class="pre tei tei-div" style="margin-bottom: 3.00em; margin-top: 3.00em">Title: Martin Behaim aus Nürnberg
+
+Author: Alexander Ziegler
+
+Release Date: February 18, 2010 [Ebook #31321]
+
+Language: German
+
+Character set encoding: UTF-8
+
+
+***START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK MARTIN BEHAIM AUS NÜRNBERG***
+</pre></div>
+ </div>
+ <div class="tei tei-div" style="margin-bottom: 5.00em; margin-top: 5.00em">
+
+ </div>
+ <hr class="doublepage" /><div class="tei tei-titlePage" style="text-align: center">
+ <div class="tei tei-pb" style="text-align: center"></div><a name="Pgi" id="Pgi" class="tei tei-anchor" style="text-align: center"></a>
+ <span class="tei tei-docTitle" style="text-align: center">
+ <span class="tei tei-titlePart" style="text-align: center"><span class="tei tei-hi" style="text-align: center"><span style="font-size: 173%; font-weight: 700">Martin Behaim</span></span>
+ <br /><br />
+ <span class="tei tei-hi" style="text-align: center"><span style="font-size: 120%">aus Nürnberg.</span></span></span>
+ <br /><br />
+ <span class="tei tei-titlePart" style="text-align: center"><span class="tei tei-hi" style="text-align: center"><span style="font-size: 144%; font-weight: 700">Der geistige Entdecker Amerika’s.</span></span></span>
+ </span>
+ <br /><br /><br /><br />
+ <div class="tei tei-byline" style="text-align: center">Von
+ <br /><br />
+ <span class="tei tei-docAuthor" style="text-align: center"><span style="font-size: 120%; font-weight: 700">Alexander Ziegler.</span></span></div>
+ <br /><br />
+ <span class="tei tei-docImprint" style="text-align: center"><span class="tei tei-hi" style="text-align: center"><span style="font-weight: 700">Dresden,</span></span><br />
+ <span class="tei tei-hi" style="text-align: center; margin-right: -0.18em"><span style="font-size: 90%; letter-spacing: 0.18em">Druck von G. Heinrich.</span></span></span>
+ <br />
+ <span class="tei tei-docDate" style="text-align: center"><span class="tei tei-hi" style="text-align: center"><span style="font-weight: 700">1859.</span></span></span>
+ <div class="tei tei-pb" style="text-align: center"></div><a name="Pgii" id="Pgii" class="tei tei-anchor" style="text-align: center"></a>
+ </div>
+
+ <hr class="doublepage" /><div class="tei tei-div" style="margin-bottom: 5.00em; margin-top: 5.00em">
+ <div class="tei tei-pb"></div><a name="Pg003" id="Pg003" class="tei tei-anchor"></a>
+ <p class="tei tei-p" style="text-align: center; margin-bottom: 1.00em">
+ <span class="tei tei-hi" style="text-align: center"><span style="font-size: 120%">Dem</span></span>
+ <br /><br />
+ <span class="tei tei-hi" style="text-align: center"><span style="font-size: 173%">Germanischen Museum</span></span>
+ <br /><br />
+ <span class="tei tei-hi" style="text-align: center"><span style="font-size: 144%">in Nürnberg</span></span>
+ </p>
+ <br /><br /><br />
+ <p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em; margin-left: 15.00em">
+ <span class="tei tei-hi"><span style="font-size: 120%">ehrfurchtsvoll gewidmet</span></span>
+ </p>
+ <br />
+ <p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em; margin-left: 20.00em">
+ von dem
+ </p>
+ <br />
+ <p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em; margin-left: 25.00em">
+ <span class="tei tei-hi"><span style="font-size: 120%">Verfasser.</span></span>
+ </p><div class="tei tei-dateline" style="text-align: left"><span style="font-size: 120%">
+ Ruhla, den 20. Juli 1859.
+ </span></div>
+ <div class="tei tei-pb"></div><a name="Pg004" id="Pg004" class="tei tei-anchor"></a>
+ </div>
+</div>
+ <hr class="doublepage" /><div class="tei tei-body" style="margin-bottom: 6.00em; margin-top: 6.00em">
+<span class="tei tei-pb" id="page5">[pg 5]</span><a name="Pg005" id="Pg005" class="tei tei-anchor"></a>
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Martin Behaim wurde in Nürnberg um 1459 geboren.
+Derselbe stammte aus dem altadeligen Geschlechte der Herren
+<span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Behaim von Schwarzbach</span></span>, die in <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Böhmen</span></span>, in dem
+Kreise Pilsen, an einem Wasser, die Schwarze genannt, – daher
+der Name Schwarzbach, – wohnten. Im neunten Jahrhundert
+wandten sie sich um der Religion willen aus Böhmen
+nach Nürnberg, daher der Zuname Behaim, Böheim, öfter
+auch <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Bohemus</span></span> und <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Martinus de Boemia</span></span>. Martin Behaim
+lernte anfänglich die Kaufmannschaft und trieb daneben unter
+der Leitung des berühmten Johann Regiomontanus (Müller
+aus Königsberg in Franken), der sich in den Jahren 1471
+bis 1475 in Nürnberg aufgehalten und dort die Verfertigung
+mathematischer Instrumente auf eine hohe Stufe erhoben
+hatte, mathematische und in der Folge auch nautische Wissenschaften.
+Hierauf machte Behaim in Handelsgeschäften große
+Reisen nach Venedig, wo schon um die Mitte des vierzehnten
+Jahrhunderts seine Vorfahren Albrecht und Fritz Behaim leb<span class="tei tei-pb" id="page6">[pg 6]</span><a name="Pg006" id="Pg006" class="tei tei-anchor"></a>haft
+ am Spezereihandel betheiligt waren, den sie hauptsächlich
+aus Böhmen verführten. Ebenso kam er auch nach Mecheln
+und Antwerpen in den Niederlanden, von wo er im Jahre
+1479 oder 1480 nach Lissabon und mit dem Strome niederländischer
+Auswanderer nach den Azoren gerathen ist. Behaim
+trat unter König Johann II. in portugiesische Dienste, machte
+mehre <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Entdeckungsreisen</span></span> zwischen den Wendekreisen, entdeckte
+mit Diego Cano die Küsten von Congo (1484, 1485
+und 1486) und gründete Niederlassungen auf den, wenn nicht
+schon früher, im Mittelalter von den Arabern und Normannen
+besuchten und in der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts von
+den Italienern aufgefundenen, im Jahre 1432 bis 1449 von
+den Portugiesen entdeckten Azoren. Hier heirathete er (1486)
+Johanna, die Tochter des erblichen Statthalters oder Lehnträgers
+Ritter Jobst Hurter von Moerkirchen auf den Inseln
+Fayal und Pico und hat aus der erstgenannten Insel mehre
+Jahre zugebracht, um die Ansiedelung auf derselben zu befördern.
+Im Jahre 1491 reiste Behaim nach seiner Vaterstadt
+Nürnberg, verfertigte daselbst seine berühmte Weltkugel
+und kehrte im Jahre 1493 nach Portugal und Fayal zurück.
+Später machte er, wie er in einem Briefe aus Brabant vom
+11. März 1494 an seinen Vetter, den Senator Michael Behaim
+in Nürnberg, berichtet, in vertrautem Auftrage des Königs
+Johann II. noch einige Reisen, auf welchen er ein Mal das
+Unglück hatte von den Engländern und ein ander Mal von
+den Seeräubern gefangen zu werden. Auch besuchte er noch
+<span class="tei tei-pb" id="page7">[pg 7]</span><a name="Pg007" id="Pg007" class="tei tei-anchor"></a>ein Mal sein geliebtes Fayal und starb im Jahre 1506 in
+Lissabon mit Hinterlassung eines im Jahre 1489 geborenen
+Sohnes. Wenn nun auch der Nürnberger Patricier seit seiner
+Fahrt mit Diego Cano selbst nichts über sich und den Schauplatz
+der Entdeckungen berichtet und die wichtigen Jahre von
+1493 resp. 1494 bis zu seinem Tode in Dunkelheit bleiben,
+so ist doch aus mancherlei glaubwürdigen und verbürgten
+Nachrichten und Thatsachen auf eine Theilnahme Behaim’s an
+den Entdeckungsreisen jener Periode zu schließen. Wir werden
+im Folgenden auf diese Thatsachen näher eingehen, vorher
+jedoch eine historiographische Ehrenrettung des in neuerer Zeit
+wiederum mehrfach an seinem Ruhme angegriffenen großen
+Kosmographen Martin Behaim im Lessing’schen Sinne zu
+geben versuchen.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Ebenso weit entfernt davon, die großen Verdienste des
+Columbus schmälern, als davon, die Verdienste unseres <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">deutschen</span></span>
+Landsmannes Behaim, Zeitgenossen von Columbus,
+dessen Ruhm zu schmälern er nimmer beabsichtigt hat, überschätzen
+zu wollen, können wir doch auch weder unserer Ueberzeugung,
+noch unserem Patriotismus so große Selbstverleugnung
+auferlegen, uns der Meinung Derjenigen unterzuordnen,
+welche Behaim als einen mittelmäßigen Kosmographen und
+ungeübten Astronomen darzustellen und so die Grundbedingungen
+seines Rufes und Ruhmes, wenn auch nicht zu zerstören,
+doch zu erschüttern, sich die wenig dankenswerthe Mühe
+gegeben haben. Diese Versuche gründen sich vorzüglich auf
+<span class="tei tei-pb" id="page8">[pg 8]</span><a name="Pg008" id="Pg008" class="tei tei-anchor"></a>dessen berühmte Weltkugel, welche die geographischen Ansichten
+des fünfzehnten Jahrhunderts nach Ptolomäus, Marco Polo
+und Mandeville veranschaulicht und auf die Aussagen eines
+Geschichtsschreibers der Azoren aus dem siebenzehnten Jahrhundert,
+Namens Cordeyro. In Bezug auf erstere sagt man,
+und wohl auch nicht ganz mit Unrecht, daß Behaim bei seinen
+Breitenangaben um 12 bis 15° irrte, die Fehler seiner Breitenbestimmungen
+bei der Prinzessin-Insel begönnen und sich zuletzt
+auf mehr als 16° steigerten, daß sein Island auch fälschlich
+innerhalb des arktischen Kreises sich nach dem hohen Norden
+erstrecke und was dergleichen Behauptungen mehr sind. In
+Bezug auf Cordeyro, den einzigen Schriftsteller, welcher Nachrichten
+über Behaims letzte Schicksale enthalte, führt man an:
+daß dieser einige von dessen unerquicklichen astrologischen
+Prophezeiungen mittheile<a id="noteref_1" name="noteref_1" href="#note_1"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">1</span></span></a> und aussage, daß Behaim auf den
+Azoren den unheimlichen Ruf eines Meisters der astrologischen
+Trugkünste hinterlassen habe. Mag dem sein, wie ihm wolle,
+alle diese und andere Angaben können den Ruf Behaims als
+Kosmograph nicht verringern; denn sie beweisen nur, daß der
+Standpunkt der damaligen geographischen Wissenschaften im
+<span class="tei tei-pb" id="page9">[pg 9]</span><a name="Pg009" id="Pg009" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Allgemeinen</span></span> ein ungenügender gewesen ist. Es genüge
+hier, nur darauf hinzuweisen, daß viele der alten berühmten
+Weltkarten jener Zeit, z. B. die Karte der Militärbibliothek
+zu Weimar aus dem Jahre 1424, die von Andreas Bianco
+1436, des Genuesen Beclario oder Bedrazio aus dem Jahre
+1436, die Hafenkarten der beiden Benincasa 1463 bis 1473,
+des Bartholomäus, Bruder des Entdeckers von Amerika, aus
+dem Jahre 1488, des Juan de la Cosa, Reisegefährten von
+Columbus, des Ruysch in der römischen Ausgabe des Ptolomäus
+vom Jahre 1508, des Purdy u. s. w., nicht nur viele
+Irrthümer und falsche Breitenangaben, sondern öfters, z. B.
+die Karten des in der St. Marcusbibliothek aufbewahrten
+Atlas des Andreas Bianco u. s. w., gar keine Gradeintheilung
+haben. Man beeilte sich damals im Allgemeinen, auf den
+Karten alles Dasjenige zu verzeichnen, was man über den
+Fortschritt der neuesten Entdeckungen, gleichviel ob wahr oder
+unwahr, zu erfahren vermochte und so kam es, daß trotz der
+Ergebnisse neuer Forschungen und trotz aller Erfahrungen und
+Kenntnisse unserer Tage falsche Hypothesen und Resultate,
+z. B. auf der Karte Amerika’s von Ruysch und auf der sonst
+schätzenswerten Welttafel von Purdy, u. s. w. angegeben wurden.
+Wenn auch hier und da die Fehlergrenzen der spanischen
+und portugiesischen Piloten der damaligen Zeit bei Breitenangaben
+selten einen Breitengrad überschritten, so bestätigt
+wiederum das, was in dem Patent über die Unwissenheit der
+Piloten gesagt wird
+(<span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Navarr. tom. III. pag. 299</span></span>), voll<span class="tei tei-pb" id="page10">[pg 10]</span><a name="Pg010" id="Pg010" class="tei tei-anchor"></a>ständig
+ Vespucci’s Klagen über den Mangel nautischer Kenntnisse
+bei den damaligen Seefahrern (<span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Bandini p. 105</span></span>). Die
+von dem portugiesischen Schriftsteller Cordeyro in seiner <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Historia
+insulana</span></span> über den Nürnberger Seefahrer gemachten
+Mittheilungen sind mit Vorsicht aufzunehmen, erstlich weil
+Cordeyro, wie alle Portugiesen seiner Zeit, neidisch auf den
+Ruhm des Fremden war und zweitens, weil er auch sonst keine
+besondere Urtheilsschärfe und Genauigkeit in seinen Ausdrücken
+an den Tag legt, wie dies aus einer Vergleichung mit den
+Privatdokumenten der Familie Behaim, von denen er freilich
+nicht die geringste Kenntniß hatte, hervorgeht. So behauptet
+er unter Anderem in seiner <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Hist. ins. pag. 465</span></span>, daß Martin
+Behaim <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">zwei</span></span> Söhne gehabt, von denen der älteste Martin
+geheißen und noch jung gestorben sei; ferner, daß die Portugiesen
+unter Joa Vaz Cortereal schon 1464 einen Theil von
+Nord-Amerika, die später sogenannte <span lang="pt" class="tei tei-foreign" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic">Terra de Bacalhao</span></span>
+entdeckt hätten, und beruft sich unter Hinweisung auf <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Gaspar
+Fructuosa</span></span> auf eine königl. Schenkungsurkunde <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">d. d. Evora</span></span>
+2. April 1464, in der aber keine Silbe davon steht, daß Vaz
+das Bacalhaoland besucht oder überhaupt etwas entdeckt habe.
+Der zweimalige längere Aufenthalt des Behaim auf den Azoren
+(von 1486 bis 1490 und 1494 bis 1506) liefert aber gerade
+einen wichtigen Grund gegen die angebliche Entdeckung eines
+Landes der Baccallaos (Neufundland); denn Behaim, der,
+als langjähriger Bewohner der Azoren, doch Kenntniß von
+diesem Westlande hätte haben müssen, kennt diese Entdeckung
+<span class="tei tei-pb" id="page11">[pg 11]</span><a name="Pg011" id="Pg011" class="tei tei-anchor"></a>nicht und hat sie auch nicht auf seiner im Jahre 1492 angefertigten
+ Weltkugel angegeben. Kunstmann<a id="noteref_2" name="noteref_2" href="#note_2"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">2</span></span></a> hat auch in der
+neuesten Zeit schlagend nachgewiesen, daß die von Cordeyro
+erwähnte Entdeckung von Nord-Amerika weder in der angeführten
+Schenkungsurkunde von <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Evora</span></span> noch in <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Fructuosa</span></span>,
+aus dem doch Cordeyro geschöpft haben will, erwähnt werde.
+Historisch erwiesen ist nur, daß Gaspar Cortereal, der Sohn
+jenes Jao Vaz, im Jahre 1500 in Grönland und 1501 in
+Neufundland gewesen. Aus all dem Gesagten geht zur Genüge
+hervor, daß die gegen Martin Behaim angebrachten Verdächtigungen
+ohne allen Grund sind. Konnte es doch sogar einem
+Columbus geschehen, daß er die geographische Breite der von
+ihm im Jahre 1477 besuchten Insel Irland falsch bestimmte,
+indem er sagt, daß deren südlichste Gegend unter dem dreiundsiebzigsten
+Breitengrade (statt 63°) liege.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+ Martin Behaim, Schüler des Regiomontanus<a id="noteref_3" name="noteref_3" href="#note_3"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">3</span></span></a> und
+portugiesischer Kosmograph hat für einen der gelehrtesten Mathematiker
+und Astronomen seines Jahrhunderts gegolten.
+Durch die Anfertigung seines Globus – wohl eines der ersten
+und ältesten, welche überhaupt existiren, den von Bartolomé
+<span class="tei tei-pb" id="page12">[pg 12]</span><a name="Pg012" id="Pg012" class="tei tei-anchor"></a>Colon 1488 vollendeten mit eingerechnet – hat er ein
+Meisterstück seiner Zeit geliefert und dadurch auf Globus- und
+Kompasverfertiger einen anregenden Einfluß geübt, was
+daraus zu entnehmen ist, daß diese in Nürnberg so zahlreich
+waren, daß sie seit 1510 zu einer besonderen Zunft zusammentraten.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Der König Johann II., für den er mehre Landkarten
+zeichnete, beehrte ihn fortdauernd mit seinem besondern Vertrauen.
+Von seiner neunzehn Monate dauernden afrikanischen
+Reise nach Lissabon zurückgekehrt, wurde Behaim i. J. 1485
+zur Belohnung seiner Verdienste zu Albassauas (Alcobaca?)
+in der St. Salvadors-Kirche vom König öffentlich zum Ritter
+des Christusordens geschlagen, wobei ihm der Herzog Emanuel,
+nachheriger Thronfolger, den rechten Sporn, der König selbst
+den Degen umschnallte. Auch wurde er gemeinschaftlich mit
+den beiden Aerzten des Königs Johann II., <span lang="pt" class="tei tei-foreign" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic">maestre Rodrigo</span></span>
+und <span lang="pt" class="tei tei-foreign" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic">maestre Josef Judio</span></span>, zum Mitglied einer <span lang="pt" class="tei tei-foreign" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic">Junta de
+Mathematicos</span></span> gemacht, welche beauftragt war, eine Methode
+ anzugeben, nach der Sonnenhöhe zu schiffen<a id="noteref_4" name="noteref_4" href="#note_4"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">4</span></span></a>, mithin
+an der Construction eines für den Gebrauch der Schifffahrt
+bestimmten <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Astrolabiums</span></span> arbeitete. Als Beweis eines ganz
+besondern Vertrauens, das Behaim beim König genoß, müssen
+hier ferner die Worte angeführt werden, deren sich der König
+<span class="tei tei-pb" id="page13">[pg 13]</span><a name="Pg013" id="Pg013" class="tei tei-anchor"></a>in einem Handschreiben bediente:
+ „<span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Quia perspecta nobis
+jam diu integritas tua nos inducit ad credendum,
+quod ubi tu es, est persona nostra</span></span>“ u. s. f. (weil wir
+schon lange Deine Ehrenhaftigkeit erkannt haben, so fühlen wir
+uns zu glauben veranlaßt, daß wo Du bist, auch unsere Person
+ist.) Auch Kaiser Maximilian sagt von seinen Reisen, die
+sich auf 2300 Meilen nur zur See erstrecken: <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Martino Bohemo
+nemo unus imperii civium magis unquam
+peregrinator fuit, magisque remotas adivit orbis
+regiones</span></span>. Zu den Hauptverdiensten Behaims gehört – abgesehen
+von seiner vermutheten Theilnahme an den amerikanischen
+Entdeckungsreisen, auf die wir sogleich zu sprechen
+kommen –, daß er an der glücklichen Erfindung, das Astrolabium
+bei der Schifffahrt zu <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">gebrauchen</span></span>, wesentlichen Antheil
+hatte. Auch darf man nicht vergessen, wie von Humboldt
+in seinen kritischen Untersuchungen <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">I.,
+ pag. 31</span></span>, bemerkt, daß
+Behaim, Columbus, Vespucci, Gama und Magellan Zeitgenossen
+von Regiomontanus, Paolo Toscanelli, Roderigo
+Faleiro und anderen <a name="corr13" id="corr13" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr">berühmten</span> Astronomen waren, welche
+ihre tieferen Einsichten den Schifffahrern und Geographen
+ihrer Zeit mittheilten.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Die neueren Untersuchungen haben unwidersprechlich gelehrt,
+<span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">daß</span></span> der weit im westlichen Ocean lebende berühmte
+Kosmograph <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Martin Behaim aus Nürnberg jedenfalls
+Columbus in seinem Plan, nach Westen zu
+segeln, bestärkt und wesentlich zur Ausführung
+</span><span class="tei tei-pb" id="page14">[pg 14]</span><a name="Pg014" id="Pg014" class="tei tei-anchor"></a><span style="letter-spacing: 0.20em">des Planes von Columbus beigetragen hat, somit
+für die Entdeckung Amerika’s von besonderem
+Nutzen gewesen ist.</span></span> Die Gründe für diese Behauptungen
+stützen sich – abgesehen von naheliegenden Vermuthungen
+– auf <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">vier Thatsachen</span></span>: I. auf die Aussagen
+der spanischen und portugiesischen Schriftsteller; II. auf das
+Buch der Chroniken von Hartmann Schedel in Nürnberg, das
+erst lateinisch, dann 1493 in deutscher Uebersetzung erschien;
+III. auf den i. J. 1492 von Martin Behaim angefertigten
+Globus, der sich noch gegenwärtig im Behaim’schen Hause am
+Aegidienplatze in Nürnberg befindet, und IV. auf die Behauptung
+des Ritters Pigafetta aus Vicenza, nach dem Magellan
+oder Magalhães eine Karte des Ritters Martin Behaim gesehen,
+auf welcher eine Meerenge nach der freien Südsee angegeben
+gewesen sei.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+In Bezug auf Nr. I. ist zu bemerken, daß der spanische
+ Schriftsteller <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Antonio de Herrera</span></span> in seinen
+ Decaden<a id="noteref_5" name="noteref_5" href="#note_5"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">5</span></span></a>,
+deren Autorität so wenig in Zweifel gezogen werden darf, als
+die Handschrift des Pigafetta, sagt: <a name="corr14" id="corr14" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr">Columbus</span> sei in den
+Gründen, die ihn bestimmten, den Seeweg nach Ostindien
+gegen Westen aufzusuchen, durch seinen <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Freund</span></span>, den Portugiesen
+<span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Martin de Bohemia</span></span> (natürlich Niemand anders als
+Martin Behaim, dessen Familie, wie oben bemerkt, aus Böh<span class="tei tei-pb" id="page15">[pg 15]</span><a name="Pg015" id="Pg015" class="tei tei-anchor"></a>men
+ stammt) auf der Insel Fayal, einen <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">großen</span></span> Kosmographen,
+bestärkt worden. („<span lang="es" class="tei tei-foreign" xml:lang="es"><span style="font-style: italic">Y esta opionione le confirmo
+Martino de Bohemia, Portugues, su amigo,
+natural de la Isla de Fayal, gran cosmografo.</span></span>“)
+Diese Nachricht, jedenfalls die wichtigste und bestimmteste, die
+schon allein hinreichte, nicht nur Behaims nützlichen Einfluß
+auf die Ausführung des Planes von Columbus zu beweisen,
+sondern auch die innige Verbindung mit Letzterem, sowie seinen
+Ruf als eines großen Kosmographen zu bestätigen, wird mehr
+oder minder noch durch eine zweite Stelle des genannten Schriftstellers
+bestärkt, die aus dem italienischen Tagebuche des Pigafetta
+entlehnt, auch den Ausdruck: „<span lang="it" class="tei tei-foreign" xml:lang="it"><span style="font-style: italic">Martino de Boemia,
+uomo eccellentissimo</span></span>,“ jedoch ohne den Zusatz: geboren
+auf Fayal, enthält. Auch der spanische Schriftsteller <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Garcilasso
+de la Vega</span></span> schreibt, daß ein berühmter Geograph
+Martin Behenira vornehmlich dem Colon Nachricht gegeben.
+Die vielbesprochene und im Interesse Behaims so oft angezogene
+Stelle im Werke des Riccioli<a id="noteref_6" name="noteref_6" href="#note_6"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">6</span></span></a> (geb. 1598 zu Ferrara,
+gestorben 1671) heißt wörtlich: „<span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Christophorus Columbus
+..... sive suopte ingenio ut erat vir Astronomiae
+Cosmographiae et Physicas, gnarus .. sive
+indicio habito a Martino Bohema .... aut, ut Hispani
+dictitant, ab Alphonso Sanchez de Helua
+nauclero ... cogitasset de navigatione in Indiam
+ </span><span class="tei tei-pb" id="page16">[pg 16]</span><a name="Pg016" id="Pg016" class="tei tei-anchor"></a><span style="font-style: italic">occidentalem</span></span>“ (Ch. Columbus hätte entweder aus eigener
+Einsicht als ein in der Sternkunde, Erdbeschreibung und Naturlehre
+erfahrener Mann oder zufolge der von Martin Behaim, oder
+nach der Spanier Vorgeben von einem Schiffer Namens Alfonso
+Sanchez erhaltenen Anzeige – Angabe – auf die Schifffahrt
+nach Westindien gedacht (gesonnen, sie für möglich gehalten).
+Diese Stelle, wie Wagenseil, Löher u. s. w. übersetzen zu wollen:
+„Columbus hätte niemals seine Reise nach Amerika unternommen,
+wenn Behaim ihm nicht den Weg gezeigt hätte“, ist
+jedenfalls, wie schon Tozen gezeigt, nicht statthaft, weil Riccioli
+selbst in Zweifel und Ungewißheit ist, was das <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">sive-sive-aut</span></span>
+besagt und weil „<span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">indicio</span></span>“ nur mit „Wink“, „Fingerzeig“ oder
+mit „Andeutung“ „Anzeichen“ übersetzt werden kann. Diese
+Andeutungen, Anzeichen, können z. B. an den Azoren angeschwemmte
+Hölzer, Leichname u. s. w. gewesen sein, die auf
+ein westwärts gelegenes unbekanntes Land hindeuteten. Daß
+der Name Martin Behaims, wie von Murr behauptet, bei
+keinem einzigen portugiesischen Schriftsteller, außer im <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Manoel
+Tellez de Sylva</span></span> in <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">De Rebus gestis Joannis II.</span></span> vorkomme,
+dürfte dahin zu berichtigen sein, daß, wie schon erwähnt,
+Cordeyro und auch Jose Bernardo Gama von ihm
+spricht. „Die portugiesischen Schriftsteller“, sagt Franz Löher
+in seiner vortrefflichen Geschichte der Deutschen in Amerika
+(Cincinnati und Leipzig 1847) erklären auf das bestimmteste,
+daß Columbus erst, nachdem Behaim schon dagewesen, und
+auf dessen Angaben hin Amerika aufgesucht habe. So sagt
+ <span class="tei tei-pb" id="page17">[pg 17]</span><a name="Pg017" id="Pg017" class="tei tei-anchor"></a>Gama:<a id="noteref_7" name="noteref_7" href="#note_7"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">7</span></span></a> „Martin Behaim sah Pernambuco und entdeckte
+ Brasilien früher als Columbus und <a name="corr17" id="corr17" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr">Vespuzzi.“</span> Die spanischen
+Schriftsteller<a id="noteref_8" name="noteref_8" href="#note_8"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">8</span></span></a>
+ aber enthalten nirgends eine Stelle, welche
+diese Angaben ausdrücklich widerlegte; im Gegentheil bestätigen
+sie ohne Vorbehalt, daß sowohl Columbus als Magellan
+Freunde von Behaim gewesen, von demselben Karten und
+Nachrichten über das westliche Indien erhalten, und auf Grund
+derselben ihre Reisen dorthin unternommen hätten. Auch französische
+Gelehrte<a id="noteref_9" name="noteref_9" href="#note_9"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">9</span></span></a> haben nicht gezögert, Behaim als den Mann
+anzuerkennen, der den Weg nach Amerika bereitete und zuerst
+befuhr. „In der That, seine Größe würde auch dann emporragen
+in der Geschichte, wenn seine Augen auch niemals an
+Brasiliens Küste umhergeschweift hätten; er wäre dennoch der
+geistige Entdecker des neuen Welttheils gewesen.“ Auch die
+portugiesischen Schriftsteller, Pater Cordeyro<a id="noteref_10" name="noteref_10" href="#note_10"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">10</span></span></a>, gestützt auf
+ das Manuscript des Doktor Gaspar Fructuosa<a id="noteref_11" name="noteref_11" href="#note_11"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">11</span></span></a>, Mendo
+Trigozo (1812) und Garcao-Stockler (1819) u. s. w. geben
+ausführliche Nachrichten von Behaim und lassen seinen Verdiensten
+Gerechtigkeit wiederfahren. In Betreff der Deutschen,
+<span class="tei tei-pb" id="page18">[pg 18]</span><a name="Pg018" id="Pg018" class="tei tei-anchor"></a>welche Behaims Verdienste beleuchteten, schrieb Stüven in
+Frankfurt 1714 eine Abhandlung über den ersten Entdecker
+der Welt<a id="noteref_12" name="noteref_12" href="#note_12"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">12</span></span></a> und Otto in New-York richtete an Franklin
+eine Denkschrift (abgedruckt in den <span lang="en" class="tei tei-foreign" xml:lang="en"><span style="font-style: italic">Transactions of the
+American philosophical Society 1786 II. Nr. 35</span></span>)
+zum Erweise, daß Behaim der rechte Mann sei. Diese Behauptung
+des Deutsch-Amerikaners, daß Behaim Amerika
+entdeckt habe, suchte der Spanier Cladera<a id="noteref_13" name="noteref_13" href="#note_13"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">13</span></span></a> zu widerlegen.
+ Auch Wagenseil<a id="noteref_14" name="noteref_14" href="#note_14"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">14</span></span></a> und Postel<a id="noteref_15" name="noteref_15" href="#note_15"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">15</span></span></a>, Pigafetta, Jansen,
+ Doppelmayr<a id="noteref_16" name="noteref_16" href="#note_16"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">16</span></span></a>,
+ Wurzelbaum<a id="noteref_17" name="noteref_17" href="#note_17"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">17</span></span></a>,
+ Lochner<a id="noteref_18" name="noteref_18" href="#note_18"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">18</span></span></a>,
+ Wülfer<a id="noteref_19" name="noteref_19" href="#note_19"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">19</span></span></a>,
+ Cellarius<a id="noteref_20" name="noteref_20" href="#note_20"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">20</span></span></a>,
+ <span class="tei tei-pb" id="page19">[pg 19]</span><a name="Pg019" id="Pg019" class="tei tei-anchor"></a>Omeis<a id="noteref_21" name="noteref_21" href="#note_21"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">21</span></span></a>, haben Martin Behaim die Entdeckung der neuen
+Welt zugeschrieben, und die Herren Chr. Gottl.
+Schwarz<a id="noteref_22" name="noteref_22" href="#note_22"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">22</span></span></a>,
+ Mörl<a id="noteref_23" name="noteref_23" href="#note_23"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">23</span></span></a>, Bielefeld<a id="noteref_24" name="noteref_24" href="#note_24"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">24</span></span></a>,
+ Fürer<a id="noteref_25" name="noteref_25" href="#note_25"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">25</span></span></a>, Will, Peter van der Aa<a id="noteref_26" name="noteref_26" href="#note_26"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">26</span></span></a> u. A.
+sagen in der Hauptsache Nichts Anderes. Die Amerikaner
+Robertson<a id="noteref_27" name="noteref_27" href="#note_27"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">27</span></span></a>,
+ Washington Irving<a id="noteref_28" name="noteref_28" href="#note_28"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">28</span></span></a> u. A. wollen dies freilich
+nicht anerkennen, ebenso als sie früher die (jetzt festgestellten)
+Entdeckungen der isländischen Nordmänner hartnäckig bestritten,
+und in Deutschland selbst sind bei Manchen z. B. Gebauer<a id="noteref_29" name="noteref_29" href="#note_29"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">29</span></span></a>,
+ <span class="tei tei-pb" id="page20">[pg 20]</span><a name="Pg020" id="Pg020" class="tei tei-anchor"></a>Tozen<a id="noteref_30" name="noteref_30" href="#note_30"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">30</span></span></a>,
+ von Murr<a id="noteref_31" name="noteref_31" href="#note_31"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">31</span></span></a>,
+ Baur<a id="noteref_32" name="noteref_32" href="#note_32"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">32</span></span></a> u. A. die Zweifel noch nicht
+ beseitigt. Wenn wir hier noch die Werke von Humboldt<a id="noteref_33" name="noteref_33" href="#note_33"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">33</span></span></a>,
+ Franz Löher<a id="noteref_34" name="noteref_34" href="#note_34"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">34</span></span></a>, Ghillany<a id="noteref_35" name="noteref_35" href="#note_35"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">35</span></span></a>,
+ Oscar Peschel<a id="noteref_36" name="noteref_36" href="#note_36"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">36</span></span></a> und Fr. Kunst<span class="tei tei-pb" id="page21">[pg 21]</span><a name="Pg021" id="Pg021" class="tei tei-anchor"></a>mann<a id="noteref_37" name="noteref_37" href="#note_37"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">37</span></span></a> anführen,
+ so glauben wir, wenn auch nicht erschöpfend,
+doch ziemlich vollständig auf die Behaim-Literatur
+hingewiesen zu haben, und wollen nur noch bemerken, daß in
+dem Werke von Ghillany – das neueste bedeutendste Werk
+über Behaim – in sehr lichtvoller Weise dargethan wird,
+daß Behaim wesentlich zur Ausführung des Planes von Columbus
+beigetragen habe.
+</p>
+<div class="tei tei-tb"> </div>
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Wir kommen jetzt II. auf das Buch der Chroniken von
+Hartmann Schedel in Nürnberg, das erst lateinisch, dann
+1493 in deutscher Uebersetzung erschien, somit die nächste
+Jahreszahl nach der Entdeckung Amerikas durch Columbus
+trägt.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Es heißt hier, daß König Johann II. von Portugal im
+Jahre 1483 <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Jacob de Cano</span></span>, einen Portugiesen, und Martin
+Behaim, einen Deutschen aus Nürnberg, mit etlichen Galeeren
+<span class="tei tei-pb" id="page22">[pg 22]</span><a name="Pg022" id="Pg022" class="tei tei-anchor"></a>gegen Aethiopien ausgeschickt hätte; daß sie in dem südlichen
+Meere nicht weit von der Küste geschiffet, und nachdem sie
+über die Linie gegangen, in die <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">andere Welt gekommen
+wären, wo ihr Schatten, wenn sie gegen Morgen
+gestanden, mittagwärts und zur Rechten gefallen
+sei</span></span>; daß sie solchergestalt eine <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">neue und bisher unbekannte
+Welt</span></span>, welche in vielen Jahren von keinem als
+den Genuesen, wiewohl vergeblich, gesucht worden, entdeckt
+und daß sie endlich nach einer 26monatlichen Schifffahrt zurückgekommen
+und zum Wahrzeichen Pfeffer und Paradieskörner
+mitgebracht <a name="corr22" id="corr22" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr">hätten.</span>
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Wiewohl in dieser Stelle thatsächlich von <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">einer anderen
+neuen Welt</span></span> die Rede ist und man auch auf Grund
+dieser Urkunde versucht hat, dem Martin Behaim die Ehre der
+Entdeckung von Amerika (Brasilien) zuzuschreiben, indem man
+angenommen hat, daß Behaim, wie später Cabral, durch die
+von Congo nach Westen führenden Strömungen nach Brasilien
+gelangt sei, und daß der Verfasser jener Stelle in der Nürnberger
+Chronik, wenn er schon von Columbus etwas gewußt,
+sicher dessen Namen genannt haben würde, um den Ruhm
+Behaim’s gegen ihn herauszustellen, so scheint mir doch diese
+Urkunde aus folgenden Gründen von keinem sonderlichen Gewicht
+zu sein. Die angeführte Stelle ist nämlich dieselbe,
+welche in des <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Aeneas Sylvius</span></span> Buch <span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">de Europae sub
+Frederico III. Imperatore statu</span></span> aus diesem
+Chronikon eingerückt ist. Dieser <span lang="la" class="tei tei-name" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Aeneas Sylvius</span></span>, nach<span class="tei tei-pb" id="page23">[pg 23]</span><a name="Pg023" id="Pg023" class="tei tei-anchor"></a>heriger
+ Pabst Pius II. (gest. 1464), ist übrigens derselbe, der
+ sich in seiner Weltbeschreibung (<span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Cosmographia</span></span>) auf
+<span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Nicolo Conti</span></span> beruft, dessen 25jährige Reisen (1424 bis
+1449) in Indien bei <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Poggio</span></span> (Paris 1723) erwähnt werden.
+Aber, auch abgesehen davon, so will der Verfasser offenbar
+nur andeuten, daß diese Seefahrer, nachdem sie über die Mittellinie
+gesegelt, auf die südliche Halbkugel der Erde gekommen
+wären; die Angabe, daß nach Passirung der Linie der Schatten,
+wenn man gegen Morgen stehe, mittagwärts und zur
+Rechten falle, wird wohl jeder richtig finden, der über die Linie
+hinausgekommen ist. Im Uebrigen ersehen wir aus diesem
+Buch der Chroniken, in das Behaim das Capitel <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Portugalia</span></span>
+bei seiner in Nürnberg als Kosmograph gefeierten Anwesenheit
+vielleicht selbst eingetragen hat, daß er als Befehlshaber
+eines Fahrzeuges jene Entdeckungsreise mitgemacht habe, wenn
+er auch dieß selbst auf seiner Weltkugel niemals behauptet.
+Die betreffende Stelle heißt: „daß König Johann etlich galeren
+hinter die seulen Herkuls geschickt und denselben Schiffen zween
+patron gesetzt, nehmlich <span lang="la" class="tei tei-name" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Jacobum Canum</span></span> einen <span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic">Portugalier</span></span>
+und <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Martin beheym</span></span> einen <span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic">teutschen von nürnberg</span></span>.“
+Es ließe sich vielleicht nun aus dieser Stelle der
+Schluß ziehen, daß Behaim, da er <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Entdeckungsreisen</span></span>
+nach Afrika und zwar als Befehlshaber gemacht, wahrscheinlich
+auch später mehren Entdeckungsreisen nach Westen beigewohnt
+hat.
+</p>
+
+<div class="tei tei-tb"> </div>
+<span class="tei tei-pb" id="page24">[pg 24]</span><a name="Pg024" id="Pg024" class="tei tei-anchor"></a>
+ <p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Was III. den von Martin Behaim im Jahre 1492
+zu Nürnberg angefertigten und daselbst noch aufbewahrten
+Globus betrifft, so haben manche Schriftsteller behaupten wollen,
+daß auf demselben bereits die Menge der westlichen Inseln
+und die östlichen Küsten von Süd-Amerika (die Flachlande von
+Brasilien, die Prajas von Pernambuco) erschienen, wohin
+Behaim viele Jahre früher, ehe Columbus sich zur Reise anschickte,
+von den Azoren aus gekommen sein soll. Man glaubte
+hieraus schließen zu können, daß Martin Behaim den Archipel
+der Azoren oder Antillen entdeckt, dem Columbus nicht allein
+den Weg nach dem östlichen Asien, sondern selbst das Vorhandensein
+eines neuen Festlandes enthüllt und auf diesen
+Globus die Meerenge verzeichnet habe, welcher Magellan seinen
+Namen gegeben und die man mit größerem Rechte <span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Fretum
+Bohemicum</span></span> nennen zu können glaubte.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Bei näherer Betrachtung der höchst merkwürdigen Erdkugel
+findet sich von diesen geographischen Angaben keine
+Spur auf derselben, womit jedoch nicht gesagt sein soll, daß
+eine <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">kühne</span></span> Phantasie, abgesehen von der deutlich verzeichneten
+ <span class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Insula Antilia</span></span>, durch die Lage der über dem
+ <span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">circulus
+aequinoctialis</span></span> (Aequator) angegebenen Insel
+ Brandan, der im Norden des <span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">tropicus cancri</span></span>
+ <a name="corr24" id="corr24" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr">verzeichneten</span>
+Insel (<span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Cathay, </span><span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">oceanus oriental. indic.</span></span></span>),
+so wie der südlicher gelegenen Insel Cipango, nicht im Stande
+wäre, an die West-Indischen Inseln oder an Süd-Amerika zu
+denken – wenn man sich dieselben theils noch als Inseln,
+<span class="tei tei-pb" id="page25">[pg 25]</span><a name="Pg025" id="Pg025" class="tei tei-anchor"></a>theils als mit Ost-Indien zusammenhängend denkt. Nach dem
+geographischen System jenes Zeitalters, welches in Bezug auf
+das östliche Asien nebst den angrenzenden Theilen des Oceans
+fast einzig und allein auf die Erzählungen des Marco Polo,
+Balducci Pegoletti und Nicolas de Conti begründet war,
+glaubte man, daß unzählige Inseln, reich an Spezereien
+und Gold, in dem Meer von Cin, d. h. in den Gewässern
+von Japan, China und dem großen Archipelagus Ostindiens
+belegen seien. Die Weltkarte des Martin Behaim zeigt nun
+von 45° nördl. bis 40° südl. Br. eine Kette von Inseln,
+die den Enden Asiens gegenüber liegen und ist mehrfach, wie
+wir früher bemerkt, abgebildet, unter Anderem auch im Jahre
+1847 von dieser Erdkugel des Behaim ein Facsimile für die
+Pariser Akademie angefertigt worden.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Auf dem von Martin Behaim angefertigten Globus
+findet sich mitten im Ocean zwischen Europa und Asien eine
+ <span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">insula Antilia</span></span>, genannt
+ <span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Septem ritade (citade)</span></span>,
+verzeichnet. Sie liegt westlich der Canaros, fern von
+den Azoren in 24° Br., also fast unter dem Wendekreise des
+Krebses. Ueber die „Länge“ zu sprechen ist überflüssig, da
+diese von den verwirrten Begriffen abhängig ist, die man sich
+von der Entfernung zwischen Ouinsai und Cipango und den
+Küsten von Portugal bildet, man kann sich aber des Gedankens
+unwillkürlich nicht erwehren, daß diese „phantastische Wanderinsel“
+so ziemlich fast unter denselben Breitengraden wie die
+später als Antillen bezeichneten Inselgruppen gelegen ist, und
+<span class="tei tei-pb" id="page26">[pg 26]</span><a name="Pg026" id="Pg026" class="tei tei-anchor"></a>zwar um so mehr, als auf der Karte von <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Juan de la Cosa</span></span>
+aus dem Jahre 1500 die zu dieser Gruppe gehörigen Inseln
+Cuba, Espagnola auch noch nördlich des Wendekreises des
+Krebses liegen, auch Vespucci in seiner zweiten Reisebeschreibung
+(<span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Bandini pag. 44</span></span>.) Haiti
+ <span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">(Hispaniola) Isola
+d’Antiglia</span></span> nennt und, wie uns <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Bartholomäus de las
+Casas</span></span> lehrt, vorzugsweise die Portugiesen den Namen Antillen
+auf <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Hispaniola</span></span> anwendeten. Diese von Behaim verzeichnete
+Insel findet sich auch auf früheren Karten des vierzehnten
+Jahrhunderts, wenn auch nicht in dieser Lage, angegeben.
+Die älteste Angabe der Insel Antillia scheint nach
+von Humboldt’s kritischen Untersuchungen die im venetianischen
+Atlas des <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Andrea Bianco</span></span> (1436) zu sein, wo sie sich
+auf der fünften Karte des in der St. Markusbibliothek aufbewahrten
+Werkes findet. Wenn man, da die Karte keine
+Gradeintheilung hat, als Maßstab die Entfernung des Cap
+Vincent vom Cap Finisterre (5° 51') annimmt, so findet
+man als Abstand der Küsten von Portugal bis zum Mittelpunkt
+der azorischen Insel des Bianco 153 Seemeilen (statt
+247), dagegen als Abstand der Azoren von der Antillia 87
+Seemeilen. Diese letztere Insel läge mithin 240 Seemeilen
+westlich von den Küsten von Portugal, d. h. unter 27° 55'
+w. L. von Paris (in dem Meridian der Insel San Miguel
+der Azoren) und zwischen 33° 20' und 38° 30' Br. Auch
+die auf der Militärbibliothek in Weimar aufbewahrte Seekarte
+aus dem Jahre 1425 (1424?), einige Jahre älter als die
+<span class="tei tei-pb" id="page27">[pg 27]</span><a name="Pg027" id="Pg027" class="tei tei-anchor"></a>Karte des Bianco und offenbar italienischen Ursprungs, ist
+wegen des Namens Antillia bemerkenswerth. Sie stellt aber
+nur den nördlichen Theil der Insel Antillia, dagegen das
+ganze Rechteck der Satanshand dar. Der Abstand der Küste
+von Portugal vom Mittelpunkt der Gruppe der Azoren beträgt
+110 Seemeilen, während die Karte vom Jahre 1436, wie
+oben bemerkt, deren 153 gibt. Auf der zu Parma sich befindenden
+Welttafel von Beclario oder Bedrazio, einem Genuesen
+aus dem Jahre 1436, erblickt man auch die rechtwinkeligen
+Inseln Antillia und Sarastagio (Hand des Satans). Die
+Hafenkarten des Gracioso Benincasa von Ancona und seines
+Sohnes Andrea (1463 bis 1473) wurden auch häufig wegen
+des Namens der Insel Antillia angeführt, der sich auf ihnen
+finden soll; aber es scheint, daß man eine weit jüngere von
+Blaze Vouloudet im Jahre 1586 angefertigte Karte, auf der
+man westlich von Irland ein Land Scorafixa oder <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Scoeafixa</span></span>
+(Bacallaos?) erblickt, für eine Arbeit des Andrea Benincasa
+gehalten hat.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Auf den Karten des <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Juan de la Cosa</span></span> und <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Ribero</span></span>
+findet sich keine Spur von dem Namen der Antillen, auch auf
+der zu Parma aufbewahrten Weltkarte des Picigano (1367)
+kommt die Bezeichnung Antillia nicht, wohl aber, wie auf
+Behaim’s Globus, die <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Insula de Brazie (Brazir, Brazil)</span></span>
+vor. Die Insel des heiligen Brandan, die Behaim’s Globus
+ebenfalls angibt, nennt Andrea Bianco so wenig wie die
+Glückseligen Inseln. Auch ist bemerkenswerth, daß weder
+<span class="tei tei-pb" id="page28">[pg 28]</span><a name="Pg028" id="Pg028" class="tei tei-anchor"></a>Columbus, noch Gomara, Oviedo oder Acosta, noch die Karten
+von Amerika und die Welttafeln, welche seit dem Jahre
+1508 den Ausgaben des Ptolamais beigefügt werden, des
+Namens Antillia gedenken. Die erste Spur dieses Gebrauches
+des Namens findet von Humboldt in den <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Oceanis</span></span> des <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Peter
+Martyr d’Anghiera</span></span> (<span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Dec. lib. I. pag. II.</span></span> beendigt
+im Novbr. 1493). Hier findet man die geographische Benennung
+der Antillen in der Mehrzahl. Aber noch mehr;
+das einzige Mal, wo man in den Briefen des <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Amerigo Vespucci
+(c. 1500)</span></span> den Namen Columbus findet, steht er in
+Verbindung mit dem Namen Antillia, obgleich Columbus nie
+die Gesammtmasse der von ihm entdeckten <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Inseln von Inseln</span></span>
+unter eine gemeinschaftliche Benennung zusammenstellt.
+Uebrigens ist es mit dem Namen der Antilleninseln gegangen
+wie mit dem von Amerika. Der erstere wurde im Jahr 1493
+von Anghiera vorgeschlagen, der letztere von Ylacomylus, und
+bei beiden war mehr als ein Jahrhundert erforderlich, ehe der
+Gebrauch allgemein verbreitet war.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Martin Behaim schreibt bei der Insel Antillia Folgendes:
+„Als man zählt nach Christi Geburt 734 Jahre, als ganz
+Hispania von den Heiden aus Afrika genommen war<a id="noteref_38" name="noteref_38" href="#note_38"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">38</span></span></a>, da
+ <span class="tei tei-pb" id="page29">[pg 29]</span><a name="Pg029" id="Pg029" class="tei tei-anchor"></a>wurde bewohnt die oben beschriebene
+ <span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">insula Antilia</span></span>,
+ genannt <span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Septem ritade</span></span>, von einem Erzbischof von
+<span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Porto Portigal</span></span> mit sechs anderen Bischöfen, die zu Schiffe
+von Hispania dahin geflohen kamen mit ihrem Vieh, Hab’
+und Gut. <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Anno</span></span> 1414 ist ein Schiff aus Hispania ungefähr
+am nächsten dabei gewesen.“ Diese Angabe der Insel Antillia
+ist ein Beweis, daß allerdings Martin Behaim, wenn er auch
+nicht selbst auf dieser Insel gewesen, doch Nachrichten, Kenntnisse,
+Anzeichen (<span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">indicia</span></span>) von einem im Westen liegenden
+Lande gehabt haben muß. Diese können ihm durch Schiffer
+(und die Angabe unter 1414 weist darauf hin), durch Schiffbrüchige
+oder durch an die Ufer der Azoren angeschwemmte
+Gegenstände geworden sein, z. B. durch Fichtenstämme an den
+Küsten von Graciosa und Fayal, durch Leichname unbekannter
+Menschenracen an der Insel Flores, durch Stücke künstlich
+aber ohne eiserne Werkzeuge geschnitzten Holzes an der Insel
+Porto Santo und selbst durch Canots, die mit Häuten bedeckt
+und mit Menschen von einem gänzlich unbekannten Stamm
+besetzt gewesen, von welchen Gegenständen auch die Zeitgenossen
+des Columbus (s. <span lang="es" class="tei tei-foreign" xml:lang="es"><span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Vida del Almirante</span></span><span style="font-style: italic">, cap. 8
+pag. 6</span></span>) mit der kleinlichsten Genauigkeit reden und die auch
+von Columbus als Zeichen von Land im Westen betrachtet
+wurden. Sein Sohn Fernando sagt in der That: „Die Bewohner
+(<span lang="es" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="es"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">moradores</span></span>) erzählten meinem Vater, daß während
+die Winde vom Westen wehten ...“ aber der Admiral
+konnte diese Nachricht in irgend einem Hafen Portugals oder
+<span class="tei tei-pb" id="page30">[pg 30]</span><a name="Pg030" id="Pg030" class="tei tei-anchor"></a>Spaniens erhalten, da wir, wie v. Humboldt bemerkt, mit
+ Bestimmtheit aus der Handschrift der <span lang="es" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="es"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Historia de las
+Indias</span></span> von <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Las Casas</span></span> wissen, daß Columbus in Spanien
+im Kloster von Rabida die Reise des Pedro Velasco aus Palos
+kennen lernte, welcher von Fayal abgereist, nach einer Schifffahrt
+gegen Westen bis zu einer Entfernung von 150 Lieues
+(wonach er bis jenseits des östlichen Punktes des großen
+Tangstreifens gelangt sein müßte) die Insel Flores entdeckte.
+Auch ist es bei den großen astronomischen Kenntnissen Behaims
+wahrscheinlich, daß derselbe überzeugt gewesen sein muß, daß
+westlich von den Azoren noch andere Küsten anzutreffen seien,
+denn sonst hätte er wohl nicht den König von Portugal
+veranlaßt,<a id="noteref_39" name="noteref_39" href="#note_39"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">39</span></span></a>
+ehe noch Columbus seine Absichten erreicht, Expeditionen
+auszuschicken, um die Antillen zu entdecken, die freilich
+zurückkehrten, ohne ihren Zweck erreicht zu haben. Und
+dann, sollten nicht die Westwinde und insbesondere der aus
+dem Golf von Mexiko kommende, an der Ostküste von Nordamerika
+sich hinziehende und in der Richtung nach den Azoren
+laufende, südöstliche Auslauf des <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Golfstromes</span></span> dem auf der
+über ein Dritttheil des Weges nach Amerika in den Atlantischen
+Ocean hineingeschobenen Insel Fayal lebenden großen
+Seefahrer und Kosmographen die Lage des westlich gelegenen
+Landes verrathen haben?
+</p>
+
+<span class="tei tei-pb" id="page31">[pg 31]</span><a name="Pg031" id="Pg031" class="tei tei-anchor"></a>
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+So gewiß die Möglichkeit nicht gänzlich geleugnet werden
+kann, daß durch die Gewalt der Winde, die häufig mächtiger
+ist als die der Strömungen, phönizische und karthaginensische
+Schiffe, die für den Handel mit Zinn und Bernstein verwendet
+wurden, auf ihrem Wege durch den <span lang="la" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Sinus Oestrymnicus</span></span>
+verschlagen und an die Küste der Azoren geworfen
+wurden, daß ferner die Araber und die Normanen die azorischen
+Inseln besucht haben und daß sie von der Küste Siciliens
+und Tunis punische und cyrenäische Münzen mit sich haben
+führen können – so gewiß ist auch nicht zu leugnen, daß Columbus,
+zwischen dem und Behaim höchst wahrscheinlich Beziehungen
+stattgefunden haben, obgleich sie durch nichts unmittelbar
+nachgewiesen werden können, früher einmal zu Fayal
+gelandet sein könne und daß Behaim, der geraume Zeit daselbst
+gelebt, alle Anzeichen und Erfahrungen von westlich liegenden
+Ländern gesammelt habe. Auch wollen wir hier die Vermuthungen
+der portugiesischen Seefahrer anführen, welche vor
+und nach 1484 – das Jahr, in welchem Colon Portugal
+verläßt – die Gewässer außerhalb der Azoren besucht hatten.
+Hierher gehört 1) die Reise eines gewissen Diego de Tiene
+(Teyve?) zur Aufsuchung der <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Antillia</span></span>, dem als Pilot der
+obengenannte Pedro de Velasco diente, derselbe Seemann,
+welcher dem Admiral Don Colon im Kloster La Rabida bei
+Palos von dieser Reise erzählte; 2) die Reise des Ferdinand
+Dulmo (d’Ulmo, aus Ulm?), eines Capitäns der Terceira und
+Joh. Affonso, eines Pflanzers von Madeira, die eine Gesell<span class="tei tei-pb" id="page32">[pg 32]</span><a name="Pg032" id="Pg032" class="tei tei-anchor"></a>schaft
+ mit einem <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">deutschen</span></span> Ritter gebildet hatten, um eine
+große Insel oder das Festland im atlantischen Westen zu entdecken,
+wobei man voraussetzte, daß die <span lang="pt" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Ilha da sete
+cidades</span></span> (Insel der sieben Städte) und das Festland nicht
+ unter 40 Tagen erreicht werden möchten. <span lang="pt" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">E quanto ao
+Cavaleiro aleman</span></span>, heißt es in der Urkunde vom
+ 24. Juli 1486 pag. 66, <span lang="pt" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">que em companhia delles
+ha de hir, que elle aleman escolha dir em
+qualquer caravella que quizer</span></span>. „Der deutsche
+Ritter, bemerkt Peschel in seinem vortrefflichen Buche S. 617,
+ist <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">höchstwahrscheinlich</span></span> Martin Behaim, obgleich es viele
+Deutsche damals in Portugal gab. Ueber die Erfolge dieser
+Reise sind wir bis jetzt nicht unterrichtet.“ 3) Die nach portugiesischen
+Quellen i. J. 1464 gemachte, aber durch nichts
+bewiesene, oben erwähnte Entdeckung eines Theiles von Nord-Amerika,
+die später sog. <span lang="pt" class="tei tei-foreign" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic">Terra do Bacalhao</span></span>, durch den
+portugiesischen Seefahrer Joa Vaz Cortereal. Dazu gesellten
+sich noch die Vermuthungen von Land und Inseln, welche die
+Bewohner von Madeira, von den Canarien und auf den Azoren,
+jedes Jahr im fernen Westen auftauchen zu sehen glaubten,
+und die Aussagen dieser und jener Steuerleute, die versicherten,
+bei ihren Ueberfahrten nach Irland im Westen Land
+gesehen zu haben, welches sie für einen Theil der Tartarei
+u. s. w. ausgaben. So vorbereitet waren die Gemüther auf
+große Dinge worden und das 16. Jahrhundert hätte sicherlich
+auch ohne Colon’s Plan schon frühzeitig gefunden, da der
+<span class="tei tei-pb" id="page33">[pg 33]</span><a name="Pg033" id="Pg033" class="tei tei-anchor"></a>Gedanke durchaus nicht mehr neu war, daß man bei der unbestrittenen
+Annahme der Erde als kugelförmiger Körper recht
+wohl den Ostrand Asiens durch eine atlantische Ueberfahrt
+erreichen könnte. Hiermit soll aber der Ruhm des Genuesers,
+dessen Verdienst in der <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">absichtsvollen</span></span> Entdeckung neuer
+Seewege besteht, und dessen That die große Begebenheit um
+einen kostbaren Zeitraum beschleunigte, durchaus nicht herabgesetzt,
+zu gleicher Zeit aber auch das Verdienst seiner Zeitgenossen
+nicht unterschätzt werden, welche zur Lösung der Aufgabe
+mit beigetragen und Columbus in seinem Plan, nach
+Westen zu segeln, mit angeregt und bestärkt haben. Und wer
+wäre hierzu geeigneter gewesen, als sein Freund, der berühmte
+Seefahrer Martin Behaim, der auf der (wie schon bemerkt)
+über ein Dritttheil des Weges nach Amerika weit im Ocean
+liegenden Insel Fayal – dem Thule der gebildeten Welt –
+schon mit Einem Fuße in der Neuen Welt stand?
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Die Azoren, von den Portugiesen seit 1432–1449
+nach und nach entdeckt und in portugiesischen Urkunden schon
+1447 erwähnt, waren überdieß von thätigen und unternehmenden
+Seeleuten bewohnt, die mit Irland, Island u. s. w. in
+Verbindung standen und von denen schon im Allgemeinen
+erwartet werden konnte, daß sie befähigt und durch die natürlichen
+Verhältnisse angeregt waren, die Fahrten gegen <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Westen</span></span>
+fortzusetzen. Auch soll nach einer alten, sich immer wiederholenden
+Sage, die der Geschichtsschreiber der Azoren, Fructuosa
+bei Cordeyro und <span lang="pt" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Historia del Reyno de
+</span><span class="tei tei-pb" id="page34">[pg 34]</span><a name="Pg034" id="Pg034" class="tei tei-anchor"></a><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Portugal por Manuel de Faria y
+ Sousa</span></span>
+umständlich erwähnt, die aber Martin Behaim, Barros u. s. w.
+nicht kannten, auf Corvo ein Steinbild (ein Mann zu Roß,
+der mit der ausgestreckten Rechten gegen Nordwesten deutete)
+von den Entdeckern gefunden worden sein, durch welches Columbus
+nach einer neidischen Ueberlieferung eine Offenbarung
+von der Neuen Welt empfangen haben soll; jedoch scheint diese
+angebliche Reiterstatue – wenn nicht etwa ein vulkanisches
+Vorgebirge aus Basalt, Trachyt und emphibolischem Porphyr
+in Form eines Reiters gleich des Hestmann in Finnmarken
+oder ein Warnungssignal vor oceanischen Fahrten – wie die
+Bildsäulen des Hercules einem und demselben Cyklus systematischer
+Träumereien auf dem Gebiete der Geographie anzugehören.
+Im Uebrigen verbürgt sich der gelehrte Geschichtsschreiber
+Damião de Goes (<span lang="pt" class="tei tei-foreign" xml:lang="pt"><span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Chron. do Princ. D.
+Joam. Lisboa</span></span><span style="font-style: italic"> 1790 cap. IX. p. 119.</span></span>) für die Thatsache,
+daß einige Fragmente dieses Steinbildes nach Lissabon
+gekommen sind und setzt hinzu, daß die unleserlichen Buchstaben
+der Inschrift, von der 1529 ein Wachsabdruck genommen
+wurde, von Normannen herrühren könnten, also Runnen gewesen
+sein möchten. Auffallend bleibt es nur, daß Behaim,
+der, wie bemerkt, geraume Zeit auf den Azoren gelebt, nichts
+von diesem Steinbilde weiß.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Endlich liegt die Vermuthung nahe, daß ein solcher Seefahrer
+wie Martin Behaim in den besten Jahren, dem aber,
+so wie Columbus, nicht nur die von den Scandinaviern ge<span class="tei tei-pb" id="page35">[pg 35]</span><a name="Pg035" id="Pg035" class="tei tei-anchor"></a>machten
+ Weinlandsfahrten nach Nord-Amerika, sondern auch
+die von Seneca, Plato, Aristoteles, Eratosthenes, Diodor von
+Sicilien u. s. w. gegebenen dunkeln Andeutungen über einen
+unbekannten, im atlantischen Ocean liegenden Kontinent bekannt
+gewesen sein müssen, nicht nur alle darauf bezüglichen
+Zeichen und Angaben eingesammelt hat, sondern vielleicht auch
+selbst, wie wir eben bei der Reise des Ferdinand Dulmo angedeutet,
+nach der von ihm in 24° Breite verlegten Insel
+Antillia gesegelt ist. Diese Annahme einer westlichen Reise
+des Behaim, die von den Azoren nach der Zwischenstation der
+Bermudas und Bahamas und von hier nach den Antillen
+leicht und in kurzer Zeit (Columbus segelte auf seiner zweiten
+Reise von <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">Cadix</span></span> nach den Antillischen Inseln kaum <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">sechs</span></span>
+Wochen) auszuführen war, gewinnt dadurch an Wahrscheinlichkeit,
+daß Martin Behaim durch <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Regiomontans</span></span> verbessertes
+Astrolabium die Schiffer bekanntlich in den Stand gesetzt
+hat, mittelst dieses Instrumentes nach der Sonnenhöhe die
+Entfernungen zu bestimmen und sich auf offener See zurecht
+zu finden.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Zum Schluß unserer Abhandlung kommen wir endlich
+IV. auf den Einfluß, welchen Martin Behaim auf die Entdeckung
+der Patagonischen Meerenge ausgeübt hat. Zwei
+Werke, deren Autorität, wie bemerkt, nicht in Zweifel gezogen
+werden darf, die Dekaden des Herrera und die in der Ambrosianischen
+Bibliothek zu Mailand aufbewahrte und im Jahre
+1800 von Amoretti bekannt gemachte Handschrift des Piga<span class="tei tei-pb" id="page36">[pg 36]</span><a name="Pg036" id="Pg036" class="tei tei-anchor"></a>fetta
+ lassen auf gleiche Weise diesen Einfluß erkennen. Nach
+Herrera (<span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Dec. II, lib. II, cap.</span></span> 20 und 21;
+ <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">lib. IV.,
+ cap. 10, Tom. I, pag. 193, 195, 338</span></span>) zeigte Magellan am
+spanischen Hofe zu Valladolid dem Bischof von Burgos eine gemalte
+Erdkugel (<span lang="es" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="es"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">globo bien pintado</span></span>), auf welcher
+er den Weg verzeichnet hatte, den er zu nehmen gedachte, indem
+er die Meerenge absichtlich weiß ließ, damit man ihm
+sein Geheimniß nicht entwenden konnte. ... Er fügte hinzu,
+daß er um so gewisser wäre, eine Meerenge anzutreffen, als er
+sie gesehen hätte (ohne Angabe des Ortes) auf einer von Martin
+de Bohemia, einem von der Insel Fayal gebürtigen Portugiesen
+(?) und Kosmographen von großem Rufe angefertigten
+Seekarte, und daß diese Karte ihm viel Licht (<span lang="es" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="es"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">mucha luz</span></span>)
+ über jene <a name="corr36" id="corr36" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr">Meerenge</span> verschafft habe. Pigafetta, einer der achtzehn
+Reisegefährten des Magellan, welche das Glück hatten,
+am <a name="corr36-2" id="corr36-2" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr">6.</span> September 1522 Europa wiederzusehen, sagt: „Am
+21. Octbr. 1520 fanden wir eine Meerenge .... aber unser
+Anführer hatte Kunde (Magellan war nämlich die Küste jenseits
+des Vorgebirges St. Maria zur Mündung des Rio de
+Solis d. h. Rio de la Plata gefahren), daß er durch eine sonderbar
+verborgene Meerenge hindurchsteuern müsse, welche er
+aus einer in den Archiven (<span lang="es" class="tei tei-foreign" style="margin-right: -0.20em" xml:lang="es"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">tesoreria</span></span>) des Königs von
+Portugal (im Schatz des Königs Emanuel im Kloster von Alcobaca?)
+aufbewahrten und von einem ausgezeichneten Kosmographen
+Martino de Boemia angefertigten Seekarte <a name="corr36-3" id="corr36-3" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr">gesehen</span>
+habe.“
+</p>
+
+<span class="tei tei-pb" id="page37">[pg 37]</span><a name="Pg037" id="Pg037" class="tei tei-anchor"></a>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+So lautet Herrera’s und Pigafetta’s Bericht über den
+Einfluß Behaim’s auf die Entdeckung der Patagonischen Meerenge,
+der nicht abgestritten werden kann. Mag man sagen,
+daß Magellan fälschlich dem berühmten Nürnberger Kosmographen
+die besagte Karte zugeschrieben, daß öffentliche Urkunden,
+in welchen nur die auf Kosten der spanischen Regierung
+unternommenen Seefahrten verzeichnet sind, uns keine
+absolute Gewißheit geben, daß zu einer gewissen Epoche die
+Entdeckungen nur bis zu dieser oder jener Grenze und nicht
+weiter ausgedehnt worden seien, mag man ferner sagen, daß
+wahre oder falsche Nachrichten durch Beimengung von Muthmaßungen
+und Combinationen entstellt, daß die ungenauen
+Kenntnisse von der Gestaltung des Neuen Kontinents nach
+seiner Südspitze hin sich vor 1517 auf den alten Seekarten
+abgespiegelt haben werden, daß Magellan eine dieser Karten
+in den Archiven des Königs von Portugal gesehen habe, daß
+Magellan, wie das Tagebuch des Pigafetta andeutet, von dem
+Dasein einer Durchfahrt jenseit des Rio de la Plata überzeugt
+war, daß aber die in den Archiven gesehene Karte des Behaim
+mit einer australischen Meerenge, die Lage dieser Durchfahrt
+keineswegs angebe und jedenfalls (?) dem Trugbilde der
+Schoner’schen Erdkugel, auf welcher das angegebene Süd-Amerika
+oder Brasilien nur eine höchst fehlerhafte Copie einer
+alten Weltkarte des Ruysch zum Ptolemäus sei, gleiche, daß
+Magellan bereits mitten in der nach ihm benannten Straße
+<span class="tei tei-pb" id="page38">[pg 38]</span><a name="Pg038" id="Pg038" class="tei tei-anchor"></a>liegend, noch bezweifelt, ob es eine Meerenge oder ein trügerischer
+Golf sei, mag man dies Alles und noch viel mehr
+sagen, so können doch die oben angeführten, von gleichzeitigen
+Schriftstellern entlehnten thatsächlichen Zeugnisse nicht bezweifelt
+werden, welche klar und deutlich beweisen, <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">erstlich</span></span>,
+daß Magellan auf einer Karte in Portugal die besagte Meerenge
+verzeichnet gesehen hatte, welche er im Süden der Mündung
+des Rio de la Plata suchte, und <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">zweitens</span></span>, daß er
+diese Karte dem zehn Jahre vorher verstorbenen Behaim zuschreibt.
+Aus dem i. J. 1492 verfertigten Globus Behaim’s
+findet sich allerdings keine Spur einer Küste Brasiliens und
+ebensowenig eine Meerenge. – Wenn man nun auch vielleicht
+sagen könnte, daß Behaim auf seinen, an der südafrikanischen
+Küste gemachten Reisen, auf welchen er selbst bis zum 22° südl.
+Br. den Weg um Afrika angebahnt und den er auch auf seinem
+Globus vollständig angezeigt, obgleich ihn erst 1498 Vasco
+de Gama völlig zurückgelegt hat, wie früher die kompaßlosen
+Scandinavier von Island nach Grönland und Vinland, oder
+wie Cabral 1500 nach Brasilien getrieben worden sei, so ist
+doch mit Gewißheit anzunehmen, daß Martin Behaim vor dem
+Jahre 1494 nicht nach Brasilien und also auch nicht an die
+Magellanstraße gekommen ist. Daraus aber den Schluß ziehen
+zu wollen, daß Behaim die Anregung zur Entdeckung der
+Magellanstraße nicht hätte geben können, ist falsch, weil Behaim
+einerseits bei seinem langjährigen Aufenthalt auf Fayal
+<span class="tei tei-pb" id="page39">[pg 39]</span><a name="Pg039" id="Pg039" class="tei tei-anchor"></a>(bis 1506) überhaupt viele wahre oder muthmaßliche Angaben
+über die Gestaltung der Ostküste von Süd-Amerika dort einzusammeln
+im Stande gewesen ist und andererseits auch erst
+<span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">nach</span></span> dem Jahre 1492, wo er seinen Globus verfertigte, wenn
+er auch nicht selbst an den Entdeckungsreisen jener Periode
+theilgenommen, doch sehr wohl Kenntniß von dieser Meerenge
+erhalten hat, um auch eine Karte darüber anfertigen zu können,
+die Magellan gesehen.
+</p>
+
+<p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+Die von uns näher beleuchteten Aussagen der spanischen
+und portugiesischen Schriftsteller, das Buch der Chroniken von
+Hartmann Schedel, der von Behaim im Jahre 1492 zu Nürnberg
+verfertigte Globus und die gewichtigen Zeugnisse Herrera’s
+und Pigafetta’s beweisen unwidersprechlich, daß Martin
+Behaim aus Nürnberg ein berühmter außerordentlicher Mann
+gewesen ist, <span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="letter-spacing: 0.20em">der jedenfalls Columbus in seinem
+Plan, nach Westen zu segeln, bestärkt und wesentlich
+zur Ausführung des Planes von Columbus
+beigetragen hat</span></span>. Somit ist Behaim für die Entdeckung
+Amerika’s von wesentlichem Nutzen und Einfluß gewesen und
+der deutschen Wissenschaft kommt die Ehre zu, jenen berühmten
+Seefahrern: Columbus, Vespucci, Vasco de Gama, Magellan
+u. s. w. die Möglichkeit an die Hand gegeben zu haben,
+sich weiter in den Ocean hinaus zu wagen. In dieser Beziehung
+haben, wie ich schon früher bemerkt<a id="noteref_40" name="noteref_40" href="#note_40"><span class="tei tei-noteref"><span style="font-size: 60%; vertical-align: super">40</span></span></a>, neben den
+<span class="tei tei-pb" id="page40">[pg 40]</span><a name="Pg040" id="Pg040" class="tei tei-anchor"></a>Italienern, Spaniern, Portugiesen, Engländern und Franzosen
+auch die Deutschen infolge der natürlichen hohen Begabung
+des germanischen Geistes Theil an der Ehre, auf die Entdeckung
+und Entwickelung Amerika’s eben so bedeutend als wohlthätig
+eingewirkt zu haben.
+</p>
+ </div>
+ <div class="tei tei-back" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 6.00em">
+ <div class="tei tei-div" style="margin-bottom: 5.00em; margin-top: 5.00em">
+
+
+
+ <hr class="page" /><div class="tei tei-div" style="margin-bottom: 4.00em; margin-top: 4.00em">
+ <h1 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 3.46em; margin-top: 3.46em"><span style="font-size: 173%">Fußnoten</span></h1>
+ <dl class="tei tei-list-footnotes"><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_1" name="note_1" href="#noteref_1">1.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Cordeyro
+ Histor. Insulana</span></span><span style="font-style: italic"> lib. IX. cap. 8 fol. 494</span></span>.
+ Man findet in dieser Stelle und in F. Gaspar Fructuosa allerdings
+ Nachrichten über die geographischen und astronomischen
+ Kenntnisse Behaims, die aber so groß gewesen sein sollen, daß
+ seine Freunde und im Allgemeinen alle Einwohner ihn mit einer
+ abergläubischen Ehrfurcht betrachteten; so gewiß waren seine Bestimmungen
+ und seine Vorhersagungen.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_2" name="note_2" href="#noteref_2">2.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Die Entdeckung Amerika’s mit einem Atlas bisher ungedruckter
+ Karten. München 1859.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_3" name="note_3" href="#noteref_3">3.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Auch <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Barros</span></span>,
+ <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Maris Dialogos</span></span>, der Verfasser der <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Historia
+ insulana</span></span> und Andere sagen ausdrücklich, daß Behaim sich rühmte,
+ in Regiomontans Schule gelernt zu haben.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_4" name="note_4" href="#noteref_4">4.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Barros.
+ Asia</span></span><span style="font-style: italic">, Dec. 1–4, cap. 2.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_5" name="note_5" href="#noteref_5">5.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Herrera</span></span><span style="font-style: italic">,
+ dec. I, lib. I, cap. 2</span></span> und <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">dec. II, lib. 2,
+ cap. 19</span></span>.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_6" name="note_6" href="#noteref_6">6.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Riccioli,
+ Geographia rectific.</span></span><span style="font-style: italic"> lib. III, cap. 22, pag. 93.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_7" name="note_7" href="#noteref_7">7.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="pt" class="tei tei-foreign" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Jose
+ Bernardo F. Gama. Memorias historias de Provincia
+ de Pernambuco I, 19.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_8" name="note_8" href="#noteref_8">8.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="es" class="tei tei-foreign" xml:lang="es"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Gomara,
+ Histor. general. de las Indias, cap. 19 in
+ Barcia Histor. primit. de las Indas Occidentales. Madrid 1749.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_9" name="note_9" href="#noteref_9">9.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="fr" class="tei tei-foreign" xml:lang="fr"><span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Archives
+ literaires de l’Europe VI</span></span><span style="font-style: italic">, 265–375, 352–362.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_10" name="note_10" href="#noteref_10">10.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Historia
+ insulana</span></span>.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_11" name="note_11" href="#noteref_11">11.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="pt" class="tei tei-foreign" xml:lang="pt"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Saudades
+ da Terra</span></span>.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_12" name="note_12" href="#noteref_12">12.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Joh. Fr. Stuvens.
+ Dissertatio de vero Novi Orbis inventore.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_13" name="note_13" href="#noteref_13">13.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="es" class="tei tei-foreign" xml:lang="es"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Investigationes
+ historicas sobre los principales descubrimientos
+ de los Españoles en el mar Oceano del signo XV y
+ principios del </span><a name="corr18" id="corr18" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">XVI.</span></span><span style="font-style: italic; font-weight: 700"> Madrid 1794.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_14" name="note_14" href="#noteref_14">14.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Wagenseil Synops.
+ Hist. Universal. Wagenseilii Sacra
+ parentalia B. Georgio Frid. Behaimo dicata.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_15" name="note_15" href="#noteref_15">15.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Schon
+ Postel sagt in seiner im Jahre 1561 erschienenen
+ <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Cosmographia pag. 22</span></span>: <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">Ad
+ 54 grad</span></span> (südl. Breite)
+ <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">ubi est
+ Martini Bohemi fretum a Magaglianesis alias nuncupatum</span></span>.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_16" name="note_16" href="#noteref_16">16.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Histor. Nachr. von Nürnberger Mathematikern und Künstlern,
+ Nürnberg 1780, Fol., worin auch Behaims Erdkugel abgebildet
+ und S. 27 bis 31 eine Beschreibung von Behaims Leben
+ gegeben ist.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_17" name="note_17" href="#noteref_17">17.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Uranies Noricae Basis astronomico geographica 1697
+ fol. In epistola dedicatoria.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_18" name="note_18" href="#noteref_18">18.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">D. Mich. Friedr. Lochner.
+ Comment. de Ananasa sive
+ nuce pinea indica etc. Norimb. 1716.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_19" name="note_19" href="#noteref_19">19.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Jo. Wülfer in
+ Disquisitione de majoribus Oceani Insulis.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_20" name="note_20" href="#noteref_20">20.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Christoph Cellarius in Hist. Univers.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_21" name="note_21" href="#noteref_21">21.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Magnus
+ Daniel Omesius de claris quibusdam Norimbergensibus.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_22" name="note_22" href="#noteref_22">22.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span class="tei tei-foreign"><span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Diss. de columnis Herculis. Altdorfii 1794.</span></span><span style="font-style: italic">
+ 4. §. ult.</span></span>
+ Papowitsch hat in seinen Untersuchungen vom Meere (Nürnb. 1750)
+ S. 31 auch diesen Paragraph erläutert.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_23" name="note_23" href="#noteref_23">23.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Dom. Joh. Siegism. Mörlii orat. inaug.
+ de meritis Norimbergensium
+ in Geographiam.</span></span> Sie steht im <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Museo Norico</span></span><span style="font-style: italic"> p. 125.
+ Altd. 1759.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_24" name="note_24" href="#noteref_24">24.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="fr" class="tei tei-foreign" xml:lang="fr"><span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">De
+ Bieléfeld Progrés des Allemands dans les Sciences etc.
+ Chap. 3 des Inventions et des Decouverts des Allemands. Amsterdam
+ 1752.</span></span><span style="font-style: italic"> 13. pag. 72–76.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_25" name="note_25" href="#noteref_25">25.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Joh. Sigism. Fureri
+ oratio de Martino Behaimo</span></span> im <span class="tei tei-foreign"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Museo
+ Norico</span></span> S. 385–400.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_26" name="note_26" href="#noteref_26">26.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Im
+ Nürnberger Gelehrten Lexikon <span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span style="font-style: italic">I. pag. 35</span></span> und in den
+ Münzbelustigungen.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_27" name="note_27" href="#noteref_27">27.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="en" class="tei tei-foreign" xml:lang="en"><span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Robertson
+ History of the Discov. and </span><a name="corr19" id="corr19" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Settlem.</span></span><span style="font-style: italic; font-weight: 700"> of Americ.</span></span><span style="font-style: italic">
+ New-York 1829.</span></span></dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_28" name="note_28" href="#noteref_28">28.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="en" class="tei tei-foreign" xml:lang="en"><span class="tei tei-hi"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Washington Irving
+ Life and Voyages of Christ. Columbus.</span></span><span style="font-style: italic">
+ New-York 1831, II.</span></span> Appendix 267–270.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_29" name="note_29" href="#noteref_29">29.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Gebauer, Portugiesische Geschichte.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_30" name="note_30" href="#noteref_30">30.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Der erste Entdecker der neuen Welt, Christoph Colon,
+ gegen die ungegründeten Ansprüche, welche Amerikus Vespucci
+ und Martin Behaim auf diese Ehre machen, von E. Tozen.
+ Göttingen 1761.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_31" name="note_31" href="#noteref_31">31.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Diplomatische Geschichte Behaims von v. Murr. Nürnb.
+ 1778 (aus dem 6. Theil seines Journals zur Kunstgeschichte besonders
+ abgedruckt); zweite verbesserte Auflage Gotha 1801. Die
+ erste Ausgabe ist von J. Jansen in’s Französische <a name="corr19-2" id="corr19-2" class="tei tei-anchor"></a><span class="tei tei-corr">übersetzt.</span> Die
+ zweite kam mit der französischen Uebersetzung von <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Pigafetta’s</span></span>
+ italienischer Schifffahrtsbeschreibung <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Magellans</span></span> zu Paris 1801 ein.
+ Die dritte ist vom Verf. selbst zu Straßburg und Paris 1802
+ herausgegeben. Mit Abbildungen der Erdkugel Behaims.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_32" name="note_32" href="#noteref_32">32.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Allgem. Encyclopädie der Wissenschaften und Künste von
+ J. G. Ersch und J. G. Gruber. Leipzig 1822. s. Behaim.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_33" name="note_33" href="#noteref_33">33.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Kritische
+ Untersuchungen über die historische Entwickelung
+ der geographischen Kenntnisse in der neuen Welt von Alexander
+ v. Humboldt, aus dem Französischen übersetzt von Dr. J. L. Ideler.
+ Berlin 1836. 3. Bd.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_34" name="note_34" href="#noteref_34">34.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Geschichte und Zustände der Deutschen in Amerika von
+ Franz Löher, Cincinnati und Leipzig. 1847 S. 3–8. Nach dem
+ Verf. sah Martin Behaim Amerika auf einer seiner südwestlichen
+ Entdeckungsreisen im J. 1483, zehn Jahre früher, ehe Columbus
+ sich zur Reise anschickte.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_35" name="note_35" href="#noteref_35">35.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Geschichte des
+ Seefahrers Ritter Martin Behaim von Dr.
+ F. W. Ghillany. Eingeleitet durch eine Abhandlung über die
+ ältesten Karten des neuen Continents und den Namen von Amerika
+ von Alexander v. Humboldt. Nürnberg 1853. Mit einer
+ genauen Abbildung des Behaim’schen Globus vom Jahr 1492.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_36" name="note_36" href="#noteref_36">36.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen von Oskar Peschel.
+ Stuttgart und Augsburg 1858, Cotta. Dieses Werk gereicht der deutschen Wissenschaft zur Ehre
+ und gehört ohne Frage
+ zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Arbeiten unseres Jahrzehends.
+ Die Entdeckungen der Portugiesen sind meisterhaft und
+ mit großem Scharfsinn zusammengestellt; s. Behaim S. 28, 38,
+ 76, 80, 82, 88, 89, 90, 92, 101, 126, 127, 129, 131, 616–620
+ u. s. w.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_37" name="note_37" href="#noteref_37">37.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Die
+ von der Münchner Akademie veranstaltete Ausgabe
+ alter unbekannter Karten aus der Zeit der Entdeckung besorgten
+ Fr. Kunstmann und G. M. Thomas, und der erstere hat uns
+ einen Commentar und eine vortreffliche Arbeit über die Entdeckung
+ Amerika’s geliefert. (Die Entdeckung Amerika’s in einem Atlas
+ bisher ungedruckter Karten. München 1859.)</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_38" name="note_38" href="#noteref_38">38.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Behaim
+ setzt die Auswanderung „des Erzbischofs von
+ <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Porto Portigal</span></span>“ nach der Insel <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Antilia</span></span> oder
+ <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Septen citade</span></span>,
+ die Insel der sieben Städte genannt, in das Jahr 734, während
+ Columbus das Jahr 814 – die Epoche der Schlacht angiebt,
+ welche Musa an den Ufern des Guadalete gewann.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_39" name="note_39" href="#noteref_39">39.</a></dt><dd class="tei tei-notetext"><span lang="la" class="tei tei-foreign" xml:lang="la"><span class="tei tei-hi" style="margin-right: -0.20em"><span style="font-style: italic; letter-spacing: 0.20em">Herrera</span></span><span style="font-style: italic">, cap. VII.</span></span> und
+ <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic">Gaspar Fructuosa</span></span> in seiner
+ <span class="tei tei-name"><span style="font-style: italic; font-weight: 700">Historia insulana</span></span>.</dd><dt class="tei tei-notelabel"><a id="note_40" name="note_40" href="#noteref_40">40.</a></dt><dd class="tei tei-notetext">Geograph. Mitth. von Petermann. 1858.
+ Heft X.</dd></dl>
+ </div>
+
+
+ </div>
+ <hr class="doublepage" /><div class="boxed tei tei-div" style="margin-bottom: 5.00em; margin-top: 5.00em">
+ <a name="pdf1" id="pdf1"></a>
+ <h1 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 3.46em; margin-top: 3.46em"><span style="font-size: 173%">Bemerkungen zur Textgestalt</span></h1>
+
+
+
+ <p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Die Fußnoten wurden an das Ende des Textes versetzt.</p>
+
+
+
+
+
+ <p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">
+ Die Originalausgabe ist in Fraktur gesetzt. Passagen in Antiqua sind hier
+ kursiv wiedergegeben
+ (bis auf römische Zahlen und den Titel „Dr.“ im deutschen Satzzusammenhang).
+ Im Original kursive Passagen in Antiqua sind fett und kursiv gesetzt.
+ Sperrung ist so übernommen, ebenso Fettdruck auf der Titelseite.
+ Seitenzahlen in Literaturangaben werden in der Schrift der vorhergehenden Wörter wiedergegeben.
+ </p>
+
+ <p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Folgende mutmaßliche Druckfehler wurden korrigiert:</p>
+ <table summary="This is a list." class="tei tei-list" style="margin-bottom: 1.00em; margin-top: 1.00em"><tbody><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr13" class="tei tei-ref">S. 13</a>: „berühmte“ geändert in „berühmten“</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr14" class="tei tei-ref">S. 14</a>: Anführungszeichen vor „Columbus“ entfernt</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr17" class="tei tei-ref">S. 17</a>: Anführungszeichen hinter „Vespuzzi.“ hinzugefügt</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr18" class="tei tei-ref">S. 18</a>: Punkt hinter „XVI“ hinzugefügt</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr19" class="tei tei-ref">S. 19</a>: Punkt hinter „Settlem“ hinzugefügt</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr19-2" class="tei tei-ref">S. 19</a>: Punkt hinter „übersetzt“ hinzugefügt</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr22" class="tei tei-ref">S. 22</a>: Anführungszeichen hinter „hätten.“ entfernt</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr24" class="tei tei-ref">S. 24</a>: „verzeichzeichneten“ geändert in „verzeichneten“</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr36" class="tei tei-ref">S. 36</a>: „Merrenge“ geändert in „Meerenge“</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr36-2" class="tei tei-ref">S. 36</a>: Punkt hinter „6“ hinzugefügt</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><a href="#corr36-3" class="tei tei-ref">S. 36</a>: „gegesehen“ geändert in „gesehen“</td></tr></tbody></table>
+ <p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Nicht geändert wurden Schreibvarianten („Kompas“ und „Kompaß“;
+ „Ptolomäus“, „Ptolemäus“ und „Ptolamais“; „jenseit“ und „jenseits“) sowie heute
+ unübliche Wortformen wie „mehre“ statt „mehrere“.</p>
+ </div>
+ <hr class="doublepage" /><div class="tei tei-div" style="margin-bottom: 5.00em; margin-top: 5.00em">
+ <div id="pgfooter" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 4.00em; margin-top: 4.00em"><pre class="pre tei tei-div" style="margin-bottom: 3.00em; margin-top: 3.00em">***END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK MARTIN BEHAIM AUS NÜRNBERG***
+</pre><hr class="doublepage" /><div class="tei tei-div" style="margin-bottom: 3.00em; margin-top: 3.00em"><a name="rightpageheader2" id="rightpageheader2"></a><a name="pgtoc3" id="pgtoc3"></a><a name="pdf4" id="pdf4"></a><h1 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 3.46em; margin-top: 3.46em"><span style="font-size: 173%">Credits</span></h1><table summary="This is a list." class="tei tei-list" style="margin-bottom: 1.00em; margin-top: 1.00em"><tbody><tr><th class="tei tei-label tei-label-gloss">February 18, 2010  </th></tr><tr><td class="tei tei-item tei-item-gloss"><table summary="This is a list." class="tei tei-list" style="margin-bottom: 1.00em; margin-top: 1.00em"><tbody><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item">Project Gutenberg TEI edition 1</td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label"></th><td class="tei tei-item"><span class="tei tei-respStmt">
+ <span class="tei tei-resp">Produced by Karl Eichwalder, Norbert H. Langkau, Stefan Cramme
+ and the Online Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net
+ (This book was produced from scanned images of public domain material
+ from the Google Print project.)</span>
+ </span></td></tr></tbody></table></td></tr></tbody></table></div><hr class="doublepage" /><div class="tei tei-div" style="margin-bottom: 3.00em; margin-top: 3.00em"><a name="rightpageheader5" id="rightpageheader5"></a><a name="pgtoc6" id="pgtoc6"></a><a name="pdf7" id="pdf7"></a><h1 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 3.46em; margin-top: 3.46em"><span style="font-size: 173%">A Word from Project Gutenberg</span></h1><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">This file should be named
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+ commercial redistribution.</p></div><hr class="page" /><div id="pglicense" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 3.00em; margin-top: 3.00em"><a name="rightpageheader8" id="rightpageheader8"></a><a name="pgtoc9" id="pgtoc9"></a><a name="pdf10" id="pdf10"></a><h1 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 3.46em; margin-top: 3.46em"><span style="font-size: 173%">The Full Project Gutenberg License</span></h1><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em"><em class="tei tei-emph"><span style="font-style: italic">Please read this before you distribute or use this
+ work.</span></em></p><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">To protect the Project Gutenberg™ mission of promoting the free
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+ of the Full Project Gutenberg™ License (<a href="#pglicense" class="tei tei-ref">available with this file</a> or online
+ at <a href="http://www.gutenberg.org/license" class="tei tei-xref">http://www.gutenberg.org/license</a>).</p><div id="pglicense1" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h2 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.88em; margin-top: 2.88em"><span style="font-size: 144%">Section 1.</span></h2><h2 class="tei tei-head" style="text-align: center; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">General Terms of Use &amp; Redistributing Project Gutenberg™
+ electronic works</span></h2><div id="pglicense1A" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h3 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">1.A.</span></h3><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">By reading or using any part of this Project Gutenberg™ electronic
+ work, you indicate that you have read, understand, agree to
+ and accept all the terms of this license and intellectual
+ property (trademark/copyright) agreement. If you do not agree
+ to abide by all the terms of this agreement, you must cease
+ using and return or destroy all copies of Project Gutenberg™ electronic
+ works in your possession. If you paid a fee for obtaining a
+ copy of or access to a Project Gutenberg™ electronic work and you do not
+ agree to be bound by the terms of this agreement, you may
+ obtain a refund from the person or entity to whom you paid the
+ fee as set forth in paragraph <a href="#pglicense1E8" class="tei tei-ref">1.E.8.</a></p></div><div id="pglicense1B" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h3 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">1.B.</span></h3><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em"><span class="tei tei-q">„Project Gutenberg“</span> is a registered trademark. It may only be used on or
+ associated in any way with an electronic work by people who agree to be
+ bound by the terms of this agreement. There are a few things that you
+ can do with most Project Gutenberg™ electronic works even without complying with the
+ full terms of this agreement. See paragraph <a href="#pglicense1C" class="tei tei-ref">1.C</a> below. There are a lot of things you can
+ do with Project Gutenberg™ electronic works if you follow the terms of this
+ agreement and help preserve free future access to Project Gutenberg™ electronic
+ works. See paragraph <a href="#pglicense1E" class="tei tei-ref">1.E</a> below.</p></div><div id="pglicense1C" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h3 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">1.C.</span></h3><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">The Project Gutenberg Literary Archive Foundation (<span class="tei tei-q">„the Foundation“</span> or PGLAF), owns a compilation
+ copyright in the collection of Project Gutenberg™ electronic works. Nearly all the
+ individual works in the collection are in the public domain in the
+ United States. If an individual work is in the public domain in the
+ United States and you are located in the United States, we do not claim
+ a right to prevent you from copying, distributing, performing,
+ displaying or creating derivative works based on the work as long as all
+ references to Project Gutenberg are removed. Of course, we hope that you will support
+ the Project Gutenberg™ mission of promoting free access to electronic works by
+ freely sharing Project Gutenberg™ works in compliance with the terms of this
+ agreement for keeping the Project Gutenberg™ name associated with the work. You can
+ easily comply with the terms of this agreement by keeping this work in
+ the same format with its attached full Project Gutenberg™ License when you share it
+ without charge with others.</p></div><div id="pglicense1D" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h3 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">1.D.</span></h3><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">The copyright laws of the place where you are located also govern
+ what you can do with this work. Copyright laws in most countries are in
+ a constant state of change. If you are outside the United States, check
+ the laws of your country in addition to the terms of this agreement
+ before downloading, copying, displaying, performing, distributing or
+ creating derivative works based on this work or any other Project Gutenberg™ work.
+ The Foundation makes no representations concerning the copyright status
+ of any work in any country outside the United States.</p></div><div id="pglicense1E" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h3 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">1.E.</span></h3><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Unless you have removed all references to Project Gutenberg:</p><div id="pglicense1E1" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.E.1.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">The following sentence, with active links to, or other immediate
+ access to, the full Project Gutenberg™ License must appear prominently whenever any
+ copy of a Project Gutenberg™ work (any work on which the phrase <span class="tei tei-q">„Project Gutenberg“</span>
+ appears, or with which the phrase <span class="tei tei-q">„Project Gutenberg“</span> is associated) is
+ accessed, displayed, performed, viewed, copied or distributed:
+
+ </p><div class="block tei tei-q" style="margin-bottom: 1.80em; margin-left: 3.60em; margin-top: 1.80em; margin-right: 3.60em"><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 0.90em"><span style="font-size: 90%">This eBook is for the use of
+ anyone anywhere at no cost and with almost no
+ restrictions whatsoever. You may copy it, give it
+ away or re-use it under the terms of the Project
+ Gutenberg License included with this eBook or
+ online at </span><a href="http://www.gutenberg.org" class="tei tei-xref"><span style="font-size: 90%">http://www.gutenberg.org</span></a></p></div></div><div id="pglicense1E2" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.E.2.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">If an individual Project Gutenberg™ electronic work is derived from the public
+ domain (does not contain a notice indicating that it is posted with
+ permission of the copyright holder), the work can be copied and
+ distributed to anyone in the United States without paying any fees or
+ charges. If you are redistributing or providing access to a work with
+ the phrase <span class="tei tei-q">„Project Gutenberg“</span> associated with or appearing on the work, you
+ must comply either with the requirements of paragraphs <a href="#pglicense1E1" class="tei tei-ref">1.E.1</a> through 1.E.7 or obtain permission for
+ the use of the work and the Project Gutenberg™ trademark as set forth in paragraphs
+ <a href="#pglicense1E8" class="tei tei-ref">1.E.8</a> or 1.E.9.</p></div><div id="pglicense1E3" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.E.3.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">If an individual Project Gutenberg™ electronic work is posted with the permission
+ of the copyright holder, your use and distribution must comply with both
+ paragraphs <a href="#pglicense1E1" class="tei tei-ref">1.E.1</a> through 1.E.7 and any
+ additional terms imposed by the copyright holder. Additional terms will
+ be linked to the Project Gutenberg™ License for all works posted with the permission
+ of the copyright holder found at the beginning of this work.</p></div><div id="pglicense1E4" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.E.4.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg™ License terms from
+ this work, or any files containing a part of this work or any other work
+ associated with Project Gutenberg™.</p></div><div id="pglicense1E5" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.E.5.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
+ electronic work, or any part of this electronic work, without
+ prominently displaying the sentence set forth in paragraph <a href="#pglicense1E1" class="tei tei-ref">1.E.1</a> with active links or immediate access
+ to the full terms of the Project Gutenberg™ License.</p></div><div id="pglicense1E6" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.E.6.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">You may convert to and distribute this work in any binary,
+ compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including
+ any word processing or hypertext form. However, if you provide access
+ to or distribute copies of a Project Gutenberg™ work in a format other than
+ <span class="tei tei-q">„Plain Vanilla ASCII“</span> or other format used in the official
+ version posted on the official Project Gutenberg™ web site (http://www.gutenberg.org), you must, at
+ no additional cost, fee or expense to the user, provide a copy, a
+ means of exporting a copy, or a means of obtaining a copy upon
+ request, of the work in its original <span class="tei tei-q">„Plain Vanilla ASCII“</span> or
+ other form. Any alternate format must include the full Project Gutenberg™ License
+ as specified in paragraph <a href="#pglicense1E1" class="tei tei-ref">1.E.1.</a></p></div><div id="pglicense1E7" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.E.7.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Do not charge a fee for access to, viewing, displaying, performing,
+ copying or distributing any Project Gutenberg™ works unless you comply with
+ paragraph <a href="#pglicense1E8" class="tei tei-ref">1.E.8</a> or 1.E.9.</p></div><div id="pglicense1E8" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.E.8.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">You may charge a reasonable fee for copies of or providing access to
+ or distributing Project Gutenberg™ electronic works provided that</p><table summary="This is a list." class="tei tei-list" style="margin-bottom: 1.00em; margin-top: 1.00em"><tbody><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label">•  </th><td class="tei tei-item"><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
+ the use of Project Gutenberg™ works calculated using the method you already use to
+ calculate your applicable taxes. The fee is owed to the owner of the
+ Project Gutenberg™ trademark, but he has agreed to donate royalties under this
+ paragraph to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation. Royalty payments must be paid within 60 days
+ following each date on which you prepare (or are legally required to
+ prepare) your periodic tax returns. Royalty payments should be clearly
+ marked as such and sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the address specified in <a href="#pglicense4" class="tei tei-ref">Section 4, <span class="tei tei-q">„Information about donations to the
+ Project Gutenberg Literary Archive Foundation.“</span></a></p></td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label">•  </th><td class="tei tei-item"><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
+ you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he does
+ not agree to the terms of the full Project Gutenberg™ License. You must require such
+ a user to return or destroy all copies of the works possessed in a
+ physical medium and discontinue all use of and all access to other
+ copies of Project Gutenberg™ works.</p></td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label">•  </th><td class="tei tei-item"><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">You provide, in accordance with paragraph <a href="#pglicense1F3" class="tei tei-ref">1.F.3</a>, a full refund of any money paid for a
+ work or a replacement copy, if a defect in the electronic work is
+ discovered and reported to you within 90 days of receipt of the
+ work.</p></td></tr><tr class="tei tei-labelitem"><th class="tei tei-label">•  </th><td class="tei tei-item"><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">You comply with all other terms of this agreement for free
+ distribution of Project Gutenberg™ works.</p></td></tr></tbody></table></div><div id="pglicense1E9" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.E.9.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg™ electronic work or
+ group of works on different terms than are set forth in this agreement,
+ you must obtain permission in writing from both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
+ Hart, the owner of the Project Gutenberg™ trademark. Contact the Foundation as set
+ forth in <a href="#pglicense3" class="tei tei-ref">Section 3</a> below.</p></div></div><div id="pglicense1F" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h3 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">1.F.</span></h3><div id="pglicense1F1" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.F.1.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable effort to identify,
+ do copyright research on, transcribe and proofread public domain works
+ in creating the Project Gutenberg™ collection. Despite these efforts, Project Gutenberg™
+ electronic works, and the medium on which they may be stored, may
+ contain <span class="tei tei-q">„Defects,“</span> such as, but not limited to, incomplete,
+ inaccurate or corrupt data, transcription errors, a copyright or other
+ intellectual property infringement, a defective or damaged disk or other
+ medium, a computer virus, or computer codes that damage or cannot be
+ read by your equipment.</p></div><div id="pglicense1F2" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.F.2.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">LIMITED WARRANTY, DISCLAIMER OF DAMAGES — Except for the <span class="tei tei-q">„Right of
+ Replacement or Refund“</span> described in <a href="#pglicense1F3" class="tei tei-ref">paragraph
+ 1.F.3</a>, the Project Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project Gutenberg™ trademark, and any
+ other party distributing a Project Gutenberg™ electronic work under this agreement,
+ disclaim all liability to you for damages, costs and expenses, including
+ legal fees. YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
+ LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
+ PROVIDED IN PARAGRAPH F3. YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE TRADEMARK
+ OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE LIABLE TO
+ YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR INCIDENTAL
+ DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH DAMAGE.</p></div><div id="pglicense1F3" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.F.3.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">LIMITED RIGHT OF REPLACEMENT OR REFUND — If you discover a defect in
+ this electronic work within 90 days of receiving it, you can receive a
+ refund of the money (if any) you paid for it by sending a written
+ explanation to the person you received the work from. If you received
+ the work on a physical medium, you must return the medium with your
+ written explanation. The person or entity that provided you with the
+ defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a
+ refund. If you received the work electronically, the person or entity
+ providing it to you may choose to give you a second opportunity to
+ receive the work electronically in lieu of a refund. If the second copy
+ is also defective, you may demand a refund in writing without further
+ opportunities to fix the problem.</p></div><div id="pglicense1F4" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.F.4.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Except for the limited right of replacement or refund set forth in
+ <a href="#pglicense1F3" class="tei tei-ref">paragraph 1.F.3</a>, this work is provided
+ to you 'AS-IS,' WITH NO OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR
+ IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTIBILITY OR
+ FITNESS FOR ANY PURPOSE.</p></div><div id="pglicense1F5" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.F.5.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Some states do not allow disclaimers of certain implied warranties or
+ the exclusion or limitation of certain types of damages. If any
+ disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the law of
+ the state applicable to this agreement, the agreement shall be
+ interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by
+ the applicable state law. The invalidity or unenforceability of any
+ provision of this agreement shall not void the remaining provisions.</p></div><div id="pglicense1F6" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h4 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em">1.F.6.</h4><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">INDEMNITY — You agree to indemnify and hold the Foundation, the
+ trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
+ providing copies of Project Gutenberg™ electronic works in accordance with this
+ agreement, and any volunteers associated with the production, promotion
+ and distribution of Project Gutenberg™ electronic works, harmless from all
+ liability, costs and expenses, including legal fees, that arise directly
+ or indirectly from any of the following which you do or cause to occur:
+ (a) distribution of this or any Project Gutenberg™ work, (b) alteration,
+ modification, or additions or deletions to any Project Gutenberg™ work, and (c) any
+ Defect you cause.</p></div></div></div><div id="pglicense2" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h2 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.88em; margin-top: 2.88em"><span style="font-size: 144%">Section 2.</span></h2><h2 class="tei tei-head" style="text-align: center; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">Information about the Mission of Project Gutenberg™</span></h2><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Project Gutenberg™ is synonymous with the free distribution of electronic works
+ in formats readable by the widest variety of computers including
+ obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists because of the
+ efforts of hundreds of volunteers and donations from people in all walks
+ of life.</p><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Volunteers and financial support to provide volunteers with the
+ assistance they need, is critical to reaching Project Gutenberg™'s goals and
+ ensuring that the Project Gutenberg™ collection will remain freely available for
+ generations to come. In 2001, the Project Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a
+ secure and permanent future for Project Gutenberg™ and future generations. To learn
+ more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see
+ Sections <a href="#pglicense3" class="tei tei-ref">3</a> and <a href="#pglicense4" class="tei tei-ref">4</a> and the Foundation web page at <a href="http://www.pglaf.org" class="tei tei-xref">http://www.pglaf.org</a>.</p></div><div id="pglicense3" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h2 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.88em; margin-top: 2.88em"><span style="font-size: 144%">Section 3.</span></h2><h2 class="tei tei-head" style="text-align: center; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation</span></h2><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit 501(c)(3) educational corporation
+ organized under the laws of the state of Mississippi and granted tax
+ exempt status by the Internal Revenue Service. The Foundation's EIN or
+ federal tax identification number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter
+ is posted at <a href="http://www.gutenberg.org/fundraising/pglaf" class="tei tei-xref">http://www.gutenberg.org/fundraising/pglaf</a>. Contributions
+ to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by U.S.
+ federal laws and your state's laws.</p><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr.
+ S. Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are
+ scattered throughout numerous locations. Its business office is
+ located at 809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801)
+ 596-1887, email business@pglaf.org. Email contact links and up to date
+ contact information can be found at the Foundation's web site and
+ official page at <a href="http://www.pglaf.org" class="tei tei-xref">http://www.pglaf.org</a></p><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">For additional contact information:
+
+ </p><div class="block tei tei-address" style="margin-bottom: 1.80em; margin-left: 3.60em; margin-top: 1.80em; margin-right: 3.60em"><span class="tei tei-addrLine"><span style="font-size: 90%">Dr. Gregory B. Newby</span></span><br /><span class="tei tei-addrLine"><span style="font-size: 90%">Chief Executive and Director</span></span><br /><span class="tei tei-addrLine"><span style="font-size: 90%">gbnewby@pglaf.org</span></span><br /></div></div><div id="pglicense4" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h2 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.88em; margin-top: 2.88em"><span style="font-size: 144%">Section 4.</span></h2><h2 class="tei tei-head" style="text-align: center; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation</span></h2><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Project Gutenberg™ depends upon and cannot survive without wide spread public
+ support and donations to carry out its mission of increasing the number
+ of public domain and licensed works that can be freely distributed in
+ machine readable form accessible by the widest array of equipment
+ including outdated equipment. Many small donations ($1 to $5,000) are
+ particularly important to maintaining tax exempt status with the
+ IRS.</p><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">The Foundation is committed to complying with the laws regulating
+ charities and charitable donations in all 50 states of the United
+ States. Compliance requirements are not uniform and it takes a
+ considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
+ with these requirements. We do not solicit donations in locations where
+ we have not received written confirmation of compliance. To SEND
+ DONATIONS or determine the status of compliance for any particular state
+ visit <a href="http://www.gutenberg.org/fundraising/donate" class="tei tei-xref">http://www.gutenberg.org/fundraising/donate</a></p><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">While we cannot and do not solicit contributions from states where we
+ have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition
+ against accepting unsolicited donations from donors in such states who
+ approach us with offers to donate.</p><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">International donations are gratefully accepted, but we cannot make
+ any statements concerning tax treatment of donations received from
+ outside the United States. U.S. laws alone swamp our small staff.</p><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em">Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation methods and
+ addresses. Donations are accepted in a number of other ways including
+ checks, online payments and credit card donations. To donate, please
+ visit: <a href="http://www.gutenberg.org/fundraising/donate" class="tei tei-xref">http://www.gutenberg.org/fundraising/donate</a></p></div><div id="pglicense5" class="tei tei-div" style="margin-bottom: 2.00em; margin-top: 2.00em"><h2 class="tei tei-head" style="text-align: left; margin-bottom: 2.88em; margin-top: 2.88em"><span style="font-size: 144%">Section 5.</span></h2><h2 class="tei tei-head" style="text-align: center; margin-bottom: 2.40em; margin-top: 2.40em"><span style="font-size: 120%">General Information About Project Gutenberg™ electronic
+ works.</span></h2><p class="tei tei-p" style="margin-bottom: 1.00em"><span class="tei tei-name">Professor Michael S. Hart</span> is the
+ originator of the Project Gutenberg™ concept of a library of electronic works that
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+/F16 10.9091 Tf 93.543 548.934 Td [(2)-12504(Martin)-250(Behaim)-250(aus)-250(N\303\274rnberg)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(Im)-345(Jahre)-345(1491)-344(reiste)-345(Behaim)-345(nach)-345(seiner)-345(Vaterstadt)-344(N\374rnberg,)]TJ 0 -13.549 Td [(verfertigte)-469(daselbst)-469(seine)-470(ber\374hmte)-469(Weltkugel)-469(und)-469(kehrte)-469(im)]TJ 0 -13.549 Td [(Jahre)-470(1493)-470(nach)-470(Portugal)-471(und)-470(Fayal)-470(zur\374ck.)-910(Sp\344ter)-470(machte)]TJ 0 -13.549 Td [(er,)-473(wie)-429(er)-429(in)-429(einem)-428(Briefe)-429(aus)-429(Brabant)-429(vom)-428(11.)-787(M\344rz)-428(1494)]TJ 0 -13.55 Td [(an)-460(seinen)-459(Vetter,)-512(den)-460(Senator)-460(Michael)-459(Behaim)-460(in)-459(N\374rnberg,)]TJ 0 -13.549 Td [(berichtet,)-462(in)-419(vertrautem)-419(Auftrage)-419(des)-420(K\366nigs)-419(Johann)-419(II.)-419(noch)]TJ 0 -13.549 Td [(einige)-384(Reisen,)-416(auf)-384(welchen)-383(er)-384(ein)-383(Mal)-384(das)-383(Ungl\374ck)-384(hatte)-383(von)]TJ 0 -13.549 Td [(den)-223(Engl\344ndern)-224(und)-223(ein)-223(ander)-223(Mal)-224(von)-223(den)-223(Seer\344ubern)-223(gefangen)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-290(werden.)-370(Auch)-290(besuchte)-290(er)-290(noch)-290(ein)-290(Mal)-290(sein)-290(geliebtes)-290(Fayal)]TJ/F16 7.9701 Tf -72.755 0 Td [([7])]TJ/F16 10.9091 Tf 72.755 -13.55 Td [(und)-273(starb)-272(im)-273(Jahre)-272(1506)-273(in)-272(Lissabon)-273(mit)-272(Hinterlassung)-273(eines)-272(im)]TJ 0 -13.549 Td [(Jahre)-315(1489)-315(geborenen)-315(Sohnes.)-444(Wenn)-315(nun)-315(auch)-315(der)-314(N\374rnberger)]TJ 0 -13.549 Td [(Patricier)-457(seit)-458(seiner)-457(Fahrt)-457(mit)-457(Diego)-458(Cano)-457(selbst)-457(nichts)-457(\374ber)]TJ 0 -13.549 Td [(sich)-445(und)-446(den)-445(Schauplatz)-445(der)-446(Entdeckungen)-445(berichtet)-445(und)-445(die)]TJ 0 -13.549 Td [(wichtigen)-415(Jahre)-415(von)-414(1493)-415(resp.)-745(1494)-414(bis)-415(zu)-415(seinem)-415(Tode)-414(in)]TJ 0 -13.55 Td [(Dunkelheit)-358(bleiben,)-385(so)-358(ist)-358(doch)-358(aus)-358(mancherlei)-358(glaubw\374rdigen)]TJ 0 -13.549 Td [(und)-176(verb\374rgten)-176(Nachrichten)-176(und)-176(Thatsachen)-176(auf)-176(eine)-175(Theilnahme)]TJ 0 -13.549 Td [(Behaim)]TJ/F27 10.9091 Tf 33.939 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.632 0 Td [(s)-275(an)-275(den)-275(Entdeckungsreisen)-275(jener)-275(Periode)-275(zu)-274(schlie\337en.)]TJ -37.571 -13.549 Td [(Wir)-248(werden)-247(im)-248(Folgenden)-248(auf)-247(diese)-248(Thatsachen)-248(n\344her)-247(eingehen,)]TJ 0 -13.549 Td [(vorher)-152(jedoch)-152(eine)-152(historiographische)-152(Ehrenrettung)-152(des)-152(in)-152(neuerer)]TJ 0 -13.55 Td [(Zeit)-192(wiederum)-192(mehrfach)-191(an)-192(seinem)-192(Ruhme)-192(angegriffenen)-191(gro\337en)]TJ 0 -13.549 Td [(Kosmographen)-199(Martin)-199(Behaim)-200(im)-199(Lessing)]TJ/F27 10.9091 Tf 184.438 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(schen)-199(Sinne)-199(zu)-200(geben)]TJ -188.071 -13.549 Td [(versuchen.)]TJ 11.956 -18.459 Td [(Ebenso)-629(weit)-628(entfernt)-629(davon,)-723(die)-628(gro\337en)-629(Verdienste)-628(des)]TJ -11.956 -13.549 Td [(Columbus)-772(schm\344lern,)-903(als)-772(davon,)-903(die)-772(Verdienste)-772(unseres)]TJ 0 -13.549 Td [(d)-200(e)-200(u)-200(t)-200(s)-200(c)-200(h)-200(e)-200(n)-1071(Landsmannes)-1071(Behaim,)-1276(Zeitgenossen)-1070(von)]TJ 0 -13.549 Td [(Columbus,)-375(dessen)-350(Ruhm)-351(zu)-350(schm\344lern)-350(er)-350(nimmer)-350(beabsichtigt)]TJ 0 -13.549 Td [(hat,)-627(\374bersch\344tzen)-552(zu)-552(wollen,)-627(k\366nnen)-551(wir)-552(doch)-552(auch)-551(weder)]TJ 0 -13.55 Td [(unserer)-522(Ueberzeugung,)-591(noch)-522(unserem)-522(Patriotismus)-522(so)-522(gro\337e)]TJ 0 -13.549 Td [(Selbstverleugnung)-601(auferlegen,)-688(uns)-600(der)-601(Meinung)-600(Derjenigen)]TJ 0 -13.549 Td [(unterzuordnen,)-1072(welche)-907(Behaim)-907(als)-907(einen)-907(mittelm\344\337igen)]TJ 0 -13.549 Td [(Kosmographen)-535(und)-534(unge\374bten)-534(Astronomen)-535(darzustellen)-534(und)]TJ 0 -13.549 Td [(so)-550(die)-549(Grundbedingungen)-550(seines)-549(Rufes)-550(und)-549(Ruhmes,)-624(wenn)]TJ 0 -13.55 Td [(auch)-447(nicht)-447(zu)-446(zerst\366ren,)-496(doch)-447(zu)-447(ersch\374ttern,)-496(sich)-447(die)-446(wenig)]TJ 0 -13.549 Td [(dankenswerthe)-324(M\374he)-324(gegeben)-325(haben.)-472(Diese)-324(Versuche)-324(gr\374nden)]TJ
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+ -275.176 -30.759 Td [(sich)-512(vorz\374glich)-511(auf)-512(dessen)-511(ber\374hmte)-512(Weltkugel,)-577(welche)-511(die)]TJ/F16 7.9701 Tf 291.024 0 Td [([8])]TJ/F16 10.9091 Tf -291.024 -13.549 Td [(geographischen)-457(Ansichten)-458(des)-457(f\374nfzehnten)-457(Jahrhunderts)-457(nach)]TJ 0 -13.549 Td [(Ptolom\344us,)-244(Marco)-243(Polo)-242(und)-243(Mandeville)-242(veranschaulicht)-243(und)-242(auf)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-406(Aussagen)-406(eines)-406(Geschichtsschreibers)-406(der)-406(Azoren)-406(aus)-406(dem)]TJ 0 -13.55 Td [(siebenzehnten)-446(Jahrhundert,)-496(Namens)-446(Cordeyro.)-839(In)-446(Bezug)-446(auf)]TJ 0 -13.549 Td [(erstere)-388(sagt)-389(man,)-422(und)-389(wohl)-388(auch)-388(nicht)-388(ganz)-388(mit)-389(Unrecht,)-422(da\337)]TJ 0 -13.549 Td [(Behaim)-201(bei)-202(seinen)-201(Breitenangaben)-201(um)-201(12)-202(bis)-201(15\260)-201(irrte,)-211(die)-201(Fehler)]TJ 0 -13.549 Td [(seiner)-346(Breitenbestimmungen)-345(bei)-346(der)-346(Prinzessin-Insel)-345(beg\366nnen)]TJ 0 -13.549 Td [(und)-234(sich)-234(zuletzt)-235(auf)-234(mehr)-234(als)-234(16\260)-234(steigerten,)-238(da\337)-234(sein)-234(Island)-234(auch)]TJ 0 -13.55 Td [(f\344lschlich)-244(innerhalb)-244(des)-244(arktischen)-244(Kreises)-244(sich)-244(nach)-244(dem)-244(hohen)]TJ 0 -13.549 Td [(Norden)-235(erstrecke)-236(und)-235(was)-235(dergleichen)-236(Behauptungen)-235(mehr)-235(sind.)]TJ 0 -13.549 Td [(In)-499(Bezug)-500(auf)-499(Cordeyro,)-561(den)-500(einzigen)-499(Schriftsteller,)-561(welcher)]TJ 0 -13.549 Td [(Nachrichten)-289(\374ber)-290(Behaims)-289(letzte)-290(Schicksale)-289(enthalte,)-299(f\374hrt)-289(man)]TJ 0 -13.549 Td [(an:)-273(da\337)-261(dieser)-261(einige)-262(von)-261(dessen)-261(unerquicklichen)-261(astrologischen)]TJ 0 -13.55 Td [(Prophezeiungen)-447(mittheile)]TJ/F16 7.9701 Tf 113.957 3.959 Td [(1)]TJ/F16 10.9091 Tf 9.36 -3.959 Td [(und)-447(aussage,)-496(da\337)-447(Behaim)-447(auf)-447(den)]TJ -123.317 -13.549 Td [(Azoren)-263(den)-263(unheimlichen)-263(Ruf)-263(eines)-263(Meisters)-263(der)-262(astrologischen)]TJ 0 -13.549 Td [(Trugk\374nste)-383(hinterlassen)-384(habe.)-650(Mag)-383(dem)-383(sein,)-417(wie)-383(ihm)-383(wolle,)]TJ 0 -13.549 Td [(alle)-439(diese)-439(und)-439(andere)-439(Angaben)-439(k\366nnen)-439(den)-439(Ruf)-439(Behaims)-439(als)]TJ 0 -13.549 Td [(Kosmograph)-368(nicht)-369(verringern;)-427(denn)-369(sie)-368(beweisen)-368(nur,)-398(da\337)-368(der)]TJ 0 -13.55 Td [(Standpunkt)-424(der)-423(damaligen)-423(geographischen)-424(Wissenschaften)-423(im)]TJ 0 -13.549 Td [(A)-200(l)-200(l)-200(g)-200(e)-200(m)-200(e)-200(i)-200(n)-200(e)-200(n)-456(ein)-455(ungen\374gender)-456(gewesen)-456(ist.)-867(Es)-455(gen\374ge)]TJ/F16 7.9701 Tf 291.024 0 Td [([9])]TJ/F16 10.9091 Tf -291.024 -13.549 Td [(hier,)-529(nur)-473(darauf)-474(hinzuweisen,)-529(da\337)-473(viele)-473(der)-473(alten)-473(ber\374hmten)]TJ 0 -13.549 Td [(Weltkarten)-470(jener)-470(Zeit,)-525(z.)-911(B.)-470(die)-470(Karte)-470(der)-470(Milit\344rbibliothek)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-575(Weimar)-575(aus)-575(dem)-576(Jahre)-575(1424,)-656(die)-575(von)-575(Andreas)-575(Bianco)]TJ 0 -13.55 Td [(1436,)-592(des)-524(Genuesen)-524(Beclario)-523(oder)-524(Bedrazio)-524(aus)-524(dem)-523(Jahre)]TJ 0 -13.549 Td [(1436,)-284(die)-277(Hafenkarten)-277(der)-277(beiden)-277(Benincasa)-277(1463)-277(bis)-278(1473,)-283(des)]TJ 0 -13.549 Td [(Bartholom\344us,)-459(Bruder)-418(des)-417(Entdeckers)-418(von)-418(Amerika,)-459(aus)-417(dem)]TJ 0 -13.549 Td [(Jahre)-268(1488,)-273(des)-268(Juan)-268(de)-268(la)-268(Cosa,)-273(Reisegef\344hrten)-268(von)-268(Columbus,)]TJ
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+/F16 5.9776 Tf 52.998 124.746 Td [(1)]TJ/F43 8.9664 Tf 5.729 -3.809 Td [(Cordeyro)-445(Histor.)-836(Insulana)]TJ/F28 8.9664 Tf 108.902 0 Td [(lib.)-836(IX.)-445(cap.)-836(8)-445(fol.)-836(494)]TJ/F16 8.9664 Tf 97.72 0 Td [(.)-836(Man)-445(findet)-446(in)]TJ -218.578 -10.959 Td [(dieser)-494(Stelle)-494(und)-495(in)-494(F.)-494(Gaspar)-494(Fructuosa)-494(allerdings)-495(Nachrichten)-494(\374ber)-494(die)]TJ 0 -10.959 Td [(geographischen)-418(und)-418(astronomischen)-418(Kenntnisse)-418(Behaims,)-460(die)-418(aber)-418(so)-418(gro\337)]TJ 0 -10.959 Td [(gewesen)-326(sein)-325(sollen,)-345(da\337)-325(seine)-326(Freunde)-326(und)-325(im)-326(Allgemeinen)-325(alle)-326(Einwohner)]TJ 0 -10.959 Td [(ihn)-367(mit)-367(einer)-367(abergl\344ubischen)-367(Ehrfurcht)-367(betrachteten;)-425(so)-367(gewi\337)-367(waren)-367(seine)]TJ 0 -10.959 Td [(Bestimmungen)-250(und)-250(seine)-250(Vorhersagungen.)]TJ
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+/F16 10.9091 Tf 93.543 548.934 Td [(4)-12504(Martin)-250(Behaim)-250(aus)-250(N\303\274rnberg)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(des)-248(Ruysch)-247(in)-248(der)-247(r\366mischen)-247(Ausgabe)-248(des)-247(Ptolom\344us)-248(vom)-247(Jahre)]TJ 0 -13.549 Td [(1508,)-327(des)-311(Purdy)-311(u.)-434(s.)-434(w.,)-327(nicht)-311(nur)-312(viele)-311(Irrth\374mer)-311(und)-311(falsche)]TJ 0 -13.549 Td [(Breitenangaben,)-348(sondern)-328(\366fters,)-348(z.)-485(B.)-329(die)-328(Karten)-328(des)-329(in)-328(der)-328(St.)]TJ 0 -13.549 Td [(Marcusbibliothek)-303(aufbewahrten)-304(Atlas)-303(des)-303(Andreas)-303(Bianco)-304(u.)-409(s.)]TJ 0 -13.55 Td [(w.,)-218(gar)-210(keine)-210(Gradeintheilung)-209(haben.)-237(Man)-210(beeilte)-210(sich)-210(damals)-209(im)]TJ 0 -13.549 Td [(Allgemeinen,)-467(auf)-424(den)-424(Karten)-423(alles)-424(Dasjenige)-424(zu)-423(verzeichnen,)]TJ 0 -13.549 Td [(was)-616(man)-616(\374ber)-616(den)-616(Fortschritt)-616(der)-616(neuesten)-616(Entdeckungen,)]TJ 0 -13.549 Td [(gleichviel)-463(ob)-464(wahr)-463(oder)-463(unwahr,)-517(zu)-463(erfahren)-463(vermochte)-463(und)]TJ 0 -13.549 Td [(so)-461(kam)-461(es,)-514(da\337)-461(trotz)-461(der)-460(Ergebnisse)-461(neuer)-461(Forschungen)-461(und)]TJ 0 -13.55 Td [(trotz)-486(aller)-485(Erfahrungen)-485(und)-486(Kenntnisse)-485(unserer)-486(Tage)-485(falsche)]TJ 0 -13.549 Td [(Hypothesen)-530(und)-530(Resultate,)-600(z.)-1089(B.)-530(auf)-530(der)-530(Karte)-529(Amerika)]TJ/F27 10.9091 Tf 272.754 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.632 0 Td [(s)]TJ -276.386 -13.549 Td [(von)-418(Ruysch)-417(und)-418(auf)-417(der)-418(sonst)-417(sch\344tzenswerten)-418(Welttafel)-417(von)]TJ 0 -13.549 Td [(Purdy,)-416(u.)-649(s.)-648(w.)-649(angegeben)-383(wurden.)-648(Wenn)-383(auch)-383(hier)-383(und)-382(da)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-418(Fehlergrenzen)-418(der)-417(spanischen)-418(und)-418(portugiesischen)-417(Piloten)]TJ 0 -13.55 Td [(der)-279(damaligen)-279(Zeit)-279(bei)-279(Breitenangaben)-279(selten)-279(einen)-278(Breitengrad)]TJ 0 -13.549 Td [(\374berschritten,)-232(so)-229(best\344tigt)-228(wiederum)-228(das,)-232(was)-228(in)-228(dem)-228(Patent)-228(\374ber)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-257(Unwissenheit)-257(der)-256(Piloten)-257(gesagt)-257(wird)-257(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 185.878 0 Td [(Navarr.)-270(tom.)-271(III.)-257(pag.)]TJ -185.878 -13.549 Td [(299)]TJ/F16 10.9091 Tf 16.364 0 Td [(\051,)-218(vollst\344ndig)-210(Vespucci)]TJ/F27 10.9091 Tf 100.117 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.632 0 Td [(s)-210(Klagen)-210(\374ber)-211(den)-210(Mangel)-210(nautischer)]TJ/F16 7.9701 Tf -192.868 0 Td [([10])]TJ/F16 10.9091 Tf 72.755 -13.549 Td [(Kenntnisse)-476(bei)-476(den)-476(damaligen)-476(Seefahrern)-476(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 199.857 0 Td [(Bandini)-476(p.)-928(105)]TJ/F16 10.9091 Tf 74.413 0 Td [(\051.)]TJ -274.27 -13.55 Td [(Die)-382(von)-382(dem)-381(portugiesischen)-382(Schriftsteller)-382(Cordeyro)-382(in)-381(seiner)]TJ/F28 10.9091 Tf 0 -13.549 Td [(Historia)-492(insulana)]TJ/F16 10.9091 Tf 84.689 0 Td [(\374ber)-492(den)-492(N\374rnberger)-492(Seefahrer)-492(gemachten)]TJ -84.689 -13.549 Td [(Mittheilungen)-540(sind)-539(mit)-540(Vorsicht)-539(aufzunehmen,)-612(erstlich)-539(weil)]TJ 0 -13.549 Td [(Cordeyro,)-512(wie)-460(alle)-460(Portugiesen)-460(seiner)-460(Zeit,)-513(neidisch)-460(auf)-459(den)]TJ 0 -13.549 Td [(Ruhm)-302(des)-302(Fremden)-302(war)-303(und)-302(zweitens,)-315(weil)-302(er)-302(auch)-302(sonst)-302(keine)]TJ 0 -13.55 Td [(besondere)-168(Urtheilssch\344rfe)-168(und)-168(Genauigkeit)-168(in)-168(seinen)-168(Ausdr\374cken)]TJ 0 -13.549 Td [(an)-535(den)-535(Tag)-536(legt,)-606(wie)-535(dies)-536(aus)-535(einer)-535(Vergleichung)-535(mit)-535(den)]TJ 0 -13.549 Td [(Privatdokumenten)-442(der)-443(Familie)-442(Behaim,)-490(von)-443(denen)-442(er)-442(freilich)]TJ 0 -13.549 Td [(nicht)-310(die)-311(geringste)-310(Kenntni\337)-310(hatte,)-325(hervorgeht.)-431(So)-310(behauptet)-310(er)]TJ 0 -13.549 Td [(unter)-261(Anderem)-260(in)-261(seiner)]TJ/F28 10.9091 Tf 108.919 0 Td [(Hist.)-282(ins.)-281(pag.)-282(465)]TJ/F16 10.9091 Tf 81.043 0 Td [(,)-263(da\337)-261(Martin)-260(Behaim)]TJ -189.962 -13.549 Td [(z)-200(w)-200(e)-200(i)-464(S\366hne)-465(gehabt,)-518(von)-464(denen)-464(der)-465(\344lteste)-464(Martin)-464(gehei\337en)]TJ 0 -13.55 Td [(und)-342(noch)-342(jung)-342(gestorben)-341(sei;)-388(ferner,)-365(da\337)-342(die)-342(Portugiesen)-341(unter)]TJ 0 -13.549 Td [(Joa)-352(Vaz)-351(Cortereal)-352(schon)-352(1464)-351(einen)-352(Theil)-352(von)-351(Nord-Amerika,)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-369(sp\344ter)-368(sogenannte)]TJ/F28 10.9091 Tf 100.525 0 Td [(Terra)-369(de)-368(Bacalhao)]TJ/F16 10.9091 Tf 89.027 0 Td [(entdeckt)-369(h\344tten,)-398(und)]TJ -189.552 -13.549 Td [(beruft)-438(sich)-439(unter)-438(Hinweisung)-438(auf)]TJ/F28 10.9091 Tf 156.606 0 Td [(Gaspar)-438(Fructuosa)]TJ/F16 10.9091 Tf 87.137 0 Td [(auf)-438(eine)]TJ
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+ -275.176 -30.759 Td [(k\366nigl.)-799(Schenkungsurkunde)]TJ/F28 10.9091 Tf 132.528 0 Td [(d.)-799(d.)-800(Evora)]TJ/F16 10.9091 Tf 65.19 0 Td [(2.)-799(April)-433(1464,)-479(in)]TJ -197.718 -13.549 Td [(der)-449(aber)-449(keine)-449(Silbe)-449(davon)-450(steht,)-498(da\337)-449(Vaz)-449(das)-449(Bacalhaoland)]TJ 0 -13.549 Td [(besucht)-387(oder)-387(\374berhaupt)-387(etwas)-386(entdeckt)-387(habe.)-661(Der)-386(zweimalige)]TJ 0 -13.549 Td [(l\344ngere)-377(Aufenthalt)-378(des)-377(Behaim)-378(auf)-377(den)-377(Azoren)-378(\050von)-377(1486)-377(bis)]TJ 0 -13.55 Td [(1490)-427(und)-426(1494)-427(bis)-427(1506\051)-427(liefert)-426(aber)-427(gerade)-427(einen)-426(wichtigen)]TJ 0 -13.549 Td [(Grund)-604(gegen)-605(die)-604(angebliche)-604(Entdeckung)-605(eines)-604(Landes)-604(der)]TJ 0 -13.549 Td [(Baccallaos)-386(\050Neufundland\051;)-454(denn)-386(Behaim,)-420(der,)-420(als)-386(langj\344hriger)]TJ 0 -13.549 Td [(Bewohner)-412(der)-412(Azoren,)-453(doch)-412(Kenntni\337)-411(von)-412(diesem)-412(Westlande)]TJ 0 -13.549 Td [(h\344tte)-359(haben)-358(m\374ssen,)-386(kennt)-359(diese)-359(Entdeckung)-358(nicht)-359(und)-359(hat)-358(sie)]TJ/F16 7.9701 Tf 291.024 0 Td [([11])]TJ/F16 10.9091 Tf -291.024 -13.55 Td [(auch)-445(nicht)-446(auf)-445(seiner)-446(im)-445(Jahre)-446(1492)-445(angefertigten)-445(Weltkugel)]TJ 0 -13.549 Td [(angegeben.)-246(Kunstmann)]TJ/F16 7.9701 Tf 102.356 3.959 Td [(2)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.065 -3.959 Td [(hat)-237(auch)-236(in)-237(der)-237(neuesten)-236(Zeit)-237(schlagend)]TJ -109.421 -13.549 Td [(nachgewiesen,)-290(da\337)-282(die)-281(von)-282(Cordeyro)-282(erw\344hnte)-282(Entdeckung)-281(von)]TJ 0 -13.549 Td [(Nord-Amerika)-491(weder)-490(in)-491(der)-491(angef\374hrten)-490(Schenkungsurkunde)]TJ 0 -13.549 Td [(von)]TJ/F28 10.9091 Tf 18.823 0 Td [(Evora)]TJ/F16 10.9091 Tf 29.12 0 Td [(noch)-225(in)]TJ/F28 10.9091 Tf 34.613 0 Td [(Fructuosa)]TJ/F16 10.9091 Tf 44.847 0 Td [(,)-230(aus)-226(dem)-225(doch)-225(Cordeyro)-226(gesch\366pft)]TJ -127.403 -13.55 Td [(haben)-439(will,)-485(erw\344hnt)-439(werde.)-815(Historisch)-439(erwiesen)-438(ist)-439(nur,)-485(da\337)]TJ 0 -13.549 Td [(Gaspar)-431(Cortereal,)-475(der)-431(Sohn)-431(jenes)-430(Jao)-431(Vaz,)-476(im)-430(Jahre)-431(1500)-430(in)]TJ 0 -13.549 Td [(Gr\366nland)-492(und)-493(1501)-492(in)-492(Neufundland)-492(gewesen.)-977(Aus)-492(all)-492(dem)]TJ 0 -13.549 Td [(Gesagten)-238(geht)-239(zur)-238(Gen\374ge)-238(hervor,)-241(da\337)-238(die)-239(gegen)-238(Martin)-238(Behaim)]TJ 0 -13.549 Td [(angebrachten)-190(Verd\344chtigungen)-190(ohne)-190(allen)-190(Grund)-190(sind.)-230(Konnte)-189(es)]TJ 0 -13.55 Td [(doch)-176(sogar)-176(einem)-177(Columbus)-176(geschehen,)-191(da\337)-176(er)-176(die)-176(geographische)]TJ 0 -13.549 Td [(Breite)-306(der)-307(von)-306(ihm)-306(im)-306(Jahre)-306(1477)-307(besuchten)-306(Insel)-306(Irland)-306(falsch)]TJ 0 -13.549 Td [(bestimmte,)-447(indem)-408(er)-407(sagt,)-447(da\337)-408(deren)-407(s\374dlichste)-408(Gegend)-407(unter)]TJ 0 -13.549 Td [(dem)-250(dreiundsiebzigsten)-250(Breitengrade)-250(\050statt)-250(63\260\051)-250(liege.)]TJ 11.956 -17.186 Td [(Martin)-1149(Behaim,)-1373(Sch\374ler)-1149(des)-1149(Regiomontanus)]TJ/F16 7.9701 Tf 235.295 3.958 Td [(3)]TJ/F16 10.9091 Tf 17.016 -3.958 Td [(und)]TJ -264.267 -13.55 Td [(portugiesischer)-631(Kosmograph)-631(hat)-631(f\374r)-631(einen)-631(der)-630(gelehrtesten)]TJ 0 -13.549 Td [(Mathematiker)-485(und)-484(Astronomen)-484(seines)-485(Jahrhunderts)-484(gegolten.)]TJ 0 -13.549 Td [(Durch)-744(die)-744(Anfertigung)-743(seines)-744(Globus)]TJ/F27 10.9091 Tf 192.666 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 13.569 0 Td [(wohl)-744(eines)-744(der)]TJ -206.235 -13.549 Td [(ersten)-692(und)-691(\344ltesten,)-802(welche)-692(\374berhaupt)-692(existiren,)-802(den)-691(von)]TJ 0 -13.549 Td [(Bartolom\351)-248(Colon)-247(1488)-248(vollendeten)-247(mit)-247(eingerechnet)]TJ/F27 10.9091 Tf 231.938 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 8.154 0 Td [(hat)-248(er)-247(ein)]TJ/F16 7.9701 Tf 50.932 0 Td [([12])]TJ
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+/F16 5.9776 Tf 52.998 113.947 Td [(2)]TJ/F16 8.9664 Tf 5.729 -3.809 Td [(Die)-368(Entdeckung)-368(Amerika)]TJ/F27 8.9664 Tf 93.749 0 Td [(\031)]TJ/F16 8.9664 Tf 2.986 0 Td [(s)-368(mit)-368(einem)-367(Atlas)-368(bisher)-368(ungedruckter)-368(Karten.)]TJ -108.691 -10.959 Td [(M\374nchen)-250(1859.)]TJ/F16 5.9776 Tf 6.227 -7.31 Td [(3)]TJ/F16 8.9664 Tf 5.729 -3.809 Td [(Auch)]TJ/F28 8.9664 Tf 22.915 0 Td [(Barros)]TJ/F16 8.9664 Tf 24.908 0 Td [(,)]TJ/F28 8.9664 Tf 6.049 0 Td [(Maris)-390(Dialogos)]TJ/F16 8.9664 Tf 57.794 0 Td [(,)-425(der)-389(Verfasser)-390(der)]TJ/F43 8.9664 Tf 73.78 0 Td [(Historia)-390(insulana)]TJ/F16 8.9664 Tf 69.779 0 Td [(und)]TJ -267.181 -10.959 Td [(Andere)-243(sagen)-243(ausdr\374cklich,)-245(da\337)-243(Behaim)-243(sich)-243(r\374hmte,)-245(in)-243(Regiomontans)-243(Schule)]TJ 0 -10.959 Td [(gelernt)-250(zu)-250(haben.)]TJ
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+/F16 10.9091 Tf 93.543 548.934 Td [(6)-12504(Martin)-250(Behaim)-250(aus)-250(N\303\274rnberg)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(Meisterst\374ck)-313(seiner)-314(Zeit)-313(geliefert)-314(und)-313(dadurch)-314(auf)-313(Globus-)-313(und)]TJ 0 -13.549 Td [(Kompasverfertiger)-292(einen)-291(anregenden)-292(Einflu\337)-291(ge\374bt,)-302(was)-291(daraus)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-239(entnehmen)-240(ist,)-241(da\337)-239(diese)-240(in)-239(N\374rnberg)-239(so)-240(zahlreich)-239(waren,)-241(da\337)]TJ 0 -13.549 Td [(sie)-250(seit)-250(1510)-250(zu)-250(einer)-250(besonderen)-250(Zunft)-250(zusammentraten.)]TJ 11.956 -18.622 Td [(Der)-240(K\366nig)-241(Johann)-240(II.,)-242(f\374r)-240(den)-241(er)-240(mehre)-240(Landkarten)-240(zeichnete,)]TJ -11.956 -13.549 Td [(beehrte)-344(ihn)-343(fortdauernd)-344(mit)-343(seinem)-343(besondern)-344(Vertrauen.)-530(Von)]TJ 0 -13.549 Td [(seiner)-465(neunzehn)-464(Monate)-465(dauernden)-464(afrikanischen)-465(Reise)-464(nach)]TJ 0 -13.549 Td [(Lissabon)-719(zur\374ckgekehrt,)-837(wurde)-719(Behaim)-719(i.)-1657(J.)-719(1485)-719(zur)]TJ 0 -13.55 Td [(Belohnung)-501(seiner)-501(Verdienste)-501(zu)-501(Albassauas)-501(\050Alcobaca?\051)-1003(in)]TJ 0 -13.549 Td [(der)-337(St.)-510(Salvadors-Kirche)-336(vom)-337(K\366nig)-337(\366ffentlich)-336(zum)-337(Ritter)-336(des)]TJ 0 -13.549 Td [(Christusordens)-491(geschlagen,)-551(wobei)-491(ihm)-491(der)-491(Herzog)-491(Emanuel,)]TJ 0 -13.549 Td [(nachheriger)-396(Thronfolger,)-431(den)-396(rechten)-396(Sporn,)-431(der)-396(K\366nig)-395(selbst)]TJ 0 -13.549 Td [(den)-387(Degen)-386(umschnallte.)-660(Auch)-387(wurde)-386(er)-387(gemeinschaftlich)-386(mit)]TJ 0 -13.55 Td [(den)-254(beiden)-253(Aerzten)-254(des)-254(K\366nigs)-254(Johann)-253(II.,)]TJ/F28 10.9091 Tf 188.433 0 Td [(maestre)-254(Rodrigo)]TJ/F16 10.9091 Tf 75.834 0 Td [(und)]TJ/F28 10.9091 Tf -264.267 -13.549 Td [(maestre)-254(Josef)-254(Judio)]TJ/F16 10.9091 Tf 86.74 0 Td [(,)-255(zum)-254(Mitglied)-254(einer)]TJ/F28 10.9091 Tf 91.998 0 Td [(Junta)-254(de)-254(Mathematicos)]TJ/F16 10.9091 Tf -178.738 -13.549 Td [(gemacht,)-261(welche)-258(beauftragt)-259(war,)-261(eine)-258(Methode)-259(anzugeben,)-260(nach)]TJ 0 -13.549 Td [(der)-160(Sonnenh\366he)-160(zu)-160(schiffen)]TJ/F16 7.9701 Tf 118.533 3.959 Td [(4)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.483 -3.959 Td [(,)-178(mithin)-160(an)-160(der)-159(Construction)-160(eines)-160(f\374r)]TJ -123.016 -13.549 Td [(den)-182(Gebrauch)-182(der)-181(Schifffahrt)-182(bestimmten)]TJ/F28 10.9091 Tf 180.171 0 Td [(Astrolabiums)]TJ/F16 10.9091 Tf 60.172 0 Td [(arbeitete.)]TJ -240.343 -13.55 Td [(Als)-281(Beweis)-281(eines)-282(ganz)-281(besondern)-281(Vertrauens,)-289(das)-281(Behaim)-281(beim)]TJ 0 -13.549 Td [(K\366nig)-355(geno\337,)-356(m\374ssen)-355(hier)-355(ferner)-356(die)-355(Worte)-355(angef\374hrt)-355(werden,)]TJ 0 -13.549 Td [(deren)-337(sich)-338(der)-337(K\366nig)-337(in)-337(einem)-338(Handschreiben)-337(bediente:)]TJ/F27 10.9091 Tf 253.968 0 Td [(\036)]TJ/F28 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(Quia)]TJ/F16 7.9701 Tf -331.567 0 Td [([13])]TJ/F28 10.9091 Tf 72.755 -13.549 Td [(perspecta)-213(nobis)-214(jam)-213(diu)-213(integritas)-213(tua)-214(nos)-213(inducit)-213(ad)-213(credendum,)]TJ 0 -13.549 Td [(quod)-390(ubi)-391(tu)-390(es,)-425(est)-390(persona)-391(nostra)]TJ/F27 10.9091 Tf 157.14 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 9.101 0 Td [(u.)-671(s.)-670(f.)-671(\050weil)-390(wir)-391(schon)]TJ -166.241 -13.55 Td [(lange)-389(Deine)-389(Ehrenhaftigkeit)-389(erkannt)-389(haben,)-424(so)-389(f\374hlen)-388(wir)-389(uns)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-327(glauben)-328(veranla\337t,)-347(da\337)-327(wo)-327(Du)-328(bist,)-346(auch)-328(unsere)-327(Person)-327(ist.\051)]TJ 0 -13.549 Td [(Auch)-389(Kaiser)-389(Maximilian)-388(sagt)-389(von)-389(seinen)-389(Reisen,)-423(die)-389(sich)-388(auf)]TJ 0 -13.549 Td [(2300)-442(Meilen)-442(nur)-443(zur)-442(See)-442(erstrecken:)]TJ/F28 10.9091 Tf 175.845 0 Td [(Martino)-442(Bohemo)-442(nemo)]TJ -175.845 -13.549 Td [(unus)-304(imperii)-304(civium)-304(magis)-304(unquam)-304(peregrinator)-304(fuit,)-317(magisque)]TJ 0 -13.549 Td [(remotas)-189(adivit)-190(orbis)-189(regiones)]TJ/F16 10.9091 Tf 126.195 0 Td [(.)-230(Zu)-189(den)-189(Hauptverdiensten)-190(Behaims)]TJ -126.195 -13.55 Td [(geh\366rt)]TJ/F27 10.9091 Tf 33.945 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 11.527 0 Td [(abgesehen)-557(von)-556(seiner)-557(vermutheten)-557(Theilnahme)-556(an)]TJ -45.472 -13.549 Td [(den)-496(amerikanischen)-495(Entdeckungsreisen,)-557(auf)-496(die)-496(wir)-495(sogleich)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-222(sprechen)-222(kommen)]TJ/F27 10.9091 Tf 94.514 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 5.455 0 Td [(,)-228(da\337)-221(er)-222(an)-222(der)-222(gl\374cklichen)-222(Erfindung,)-228(das)]TJ
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+ -275.176 -30.759 Td [(Astrolabium)-176(bei)-176(der)-175(Schifffahrt)-176(zu)-176(g)-200(e)-200(b)-200(r)-200(a)-200(u)-200(c)-200(h)-200(e)-200(n,)-190(wesentlichen)]TJ 0 -13.549 Td [(Antheil)-630(hatte.)-1390(Auch)-630(darf)-630(man)-630(nicht)-630(vergessen,)-725(wie)-630(von)]TJ 0 -13.549 Td [(Humboldt)-494(in)-493(seinen)-494(kritischen)-494(Untersuchungen)]TJ/F28 10.9091 Tf 222.061 0 Td [(I.,)-555(pag.)-981(31)]TJ/F16 10.9091 Tf 55.842 0 Td [(,)]TJ -277.903 -13.549 Td [(bemerkt,)-204(da\337)-193(Behaim,)-204(Columbus,)-204(Vespucci,)-204(Gama)-193(und)-192(Magellan)]TJ 0 -13.55 Td [(Zeitgenossen)-387(von)-387(Regiomontanus,)-421(Paolo)-387(Toscanelli,)-421(Roderigo)]TJ 0 -13.549 Td [(Faleiro)-274(und)-274(anderen)-275(ber\374hmten)-274(Astronomen)-274(waren,)-280(welche)-274(ihre)]TJ 0 -13.549 Td [(tieferen)-255(Einsichten)-256(den)-255(Schifffahrern)-255(und)-256(Geographen)-255(ihrer)-255(Zeit)]TJ 0 -13.549 Td [(mittheilten.)]TJ 11.956 -17.075 Td [(Die)-923(neueren)-922(Untersuchungen)-923(haben)-922(unwidersprechlich)]TJ -11.956 -13.549 Td [(gelehrt,)-414(d)-200(a)-200(\337)-381(der)-381(weit)-381(im)-381(westlichen)-381(Ocean)-380(lebende)-381(ber\374hmte)]TJ 0 -13.549 Td [(Kosmograph)-576(M)-200(a)-200(r)-200(t)-200(i)-200(n)-1728(B)-200(e)-200(h)-200(a)-200(i)-200(m)-1728(a)-200(u)-200(s)-1728(N)-200(\374)-200(r)-200(n)-200(b)-200(e)-200(r)-200(g)]TJ 0 -13.549 Td [(j)-200(e)-200(d)-200(e)-200(n)-200(f)-200(a)-200(l)-200(l)-200(s)-1721(C)-200(o)-200(l)-200(u)-200(m)-200(b)-200(u)-200(s)-1722(i)-200(n)-1721(s)-200(e)-200(i)-200(n)-200(e)-200(m)-1721(P)-200(l)-200(a)-200(n)-200(,)]TJ 0 -13.55 Td [(n)-200(a)-200(c)-200(h)-1488(W)-200(e)-200(s)-200(t)-200(e)-200(n)-1487(z)-200(u)-1488(s)-200(e)-200(g)-200(e)-200(l)-200(n)-200(,)-1672(b)-200(e)-200(s)-200(t)-200(\344)-200(r)-200(k)-200(t)-1487(u)-200(n)-200(d)]TJ 0 -13.549 Td [(w)-200(e)-200(s)-200(e)-200(n)-200(t)-200(l)-200(i)-200(c)-200(h)-1512(z)-200(u)-200(r)-1513(A)-200(u)-200(s)-200(f)-200(\374)-200(h)-200(r)-200(u)-200(n)-200(g)-1512(d)-200(e)-200(s)-1512(P)-200(l)-200(a)-200(n)-200(e)-200(s)]TJ/F16 7.9701 Tf 291.024 0 Td [([14])]TJ/F16 10.9091 Tf -291.024 -13.549 Td [(v)-200(o)-200(n)-986(C)-200(o)-200(l)-200(u)-200(m)-200(b)-200(u)-200(s)-985(b)-200(e)-200(i)-200(g)-200(e)-200(t)-200(r)-200(a)-200(g)-200(e)-200(n)-986(h)-200(a)-200(t)-200(,)-1044(s)-200(o)-200(m)-200(i)-200(t)-985(f)-200(\374)-200(r)]TJ 0 -13.549 Td [(d)-200(i)-200(e)-793(E)-200(n)-200(t)-200(d)-200(e)-200(c)-200(k)-200(u)-200(n)-200(g)-793(A)-200(m)-200(e)-200(r)-200(i)-200(k)-200(a)]TJ/F27 10.9091 Tf 160.192 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 5.814 0 Td [(s)-793(v)-200(o)-200(n)-793(b)-200(e)-200(s)-200(o)-200(n)-200(d)-200(e)-200(r)-200(e)-200(m)]TJ -166.006 -13.549 Td [(N)-200(u)-200(t)-200(z)-200(e)-200(n)-520(g)-200(e)-200(w)-200(e)-200(s)-200(e)-200(n)-520(i)-200(s)-200(t)-200(.)-224(Die)-174(Gr\374nde)-173(f\374r)-173(diese)-173(Behauptungen)]TJ 0 -13.55 Td [(st\374tzen)-195(sich)]TJ/F27 10.9091 Tf 52.744 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.587 0 Td [(abgesehen)-195(von)-196(naheliegenden)-195(Vermuthungen)]TJ/F27 10.9091 Tf 198.782 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.586 0 Td [(auf)]TJ -266.699 -13.549 Td [(v)-200(i)-200(e)-200(r)-833(T)-200(h)-200(a)-200(t)-200(s)-200(a)-199(c)-200(h)-200(e)-200(n:)-305(I.)-278(auf)-277(die)-278(Aussagen)-277(der)-278(spanischen)-277(und)]TJ 0 -13.549 Td [(portugiesischen)-399(Schriftsteller;)-474(II.)-398(auf)-399(das)-399(Buch)-399(der)-399(Chroniken)]TJ 0 -13.549 Td [(von)-414(Hartmann)-414(Schedel)-415(in)-414(N\374rnberg,)-455(das)-414(erst)-414(lateinisch,)-455(dann)]TJ 0 -13.549 Td [(1493)-478(in)-478(deutscher)-477(Uebersetzung)-478(erschien;)-592(III.)-478(auf)-477(den)-478(i.)-933(J.)]TJ 0 -13.55 Td [(1492)-389(von)-388(Martin)-389(Behaim)-389(angefertigten)-389(Globus,)-423(der)-389(sich)-388(noch)]TJ 0 -13.549 Td [(gegenw\344rtig)-575(im)-576(Behaim)]TJ/F27 10.9091 Tf 111.933 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.632 0 Td [(schen)-575(Hause)-576(am)-575(Aegidienplatze)-575(in)]TJ -115.565 -13.549 Td [(N\374rnberg)-520(befindet,)-588(und)-520(IV.)-520(auf)-520(die)-520(Behauptung)-520(des)-520(Ritters)]TJ 0 -13.549 Td [(Pigafetta)-268(aus)-268(Vicenza,)-273(nach)-267(dem)-268(Magellan)-268(oder)-268(Magalh\343es)-268(eine)]TJ 0 -13.549 Td [(Karte)-504(des)-503(Ritters)-504(Martin)-503(Behaim)-504(gesehen,)-566(auf)-504(welcher)-503(eine)]TJ 0 -13.55 Td [(Meerenge)-250(nach)-250(der)-250(freien)-250(S\374dsee)-250(angegeben)-250(gewesen)-250(sei.)]TJ 11.956 -17.074 Td [(In)-485(Bezug)-486(auf)-485(Nr.)-957(I.)-485(ist)-486(zu)-485(bemerken,)-545(da\337)-485(der)-485(spanische)]TJ -11.956 -13.549 Td [(Schriftsteller)]TJ/F28 10.9091 Tf 61.653 0 Td [(Antonio)-486(de)-485(Herrera)]TJ/F16 10.9091 Tf 96.486 0 Td [(in)-486(seinen)-485(Decaden)]TJ/F16 7.9701 Tf 85.113 3.958 Td [(5)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.483 -3.958 Td [(,)-544(deren)]TJ -247.735 -13.55 Td [(Autorit\344t)-485(so)-485(wenig)-485(in)-485(Zweifel)-485(gezogen)-485(werden)-486(darf,)-543(als)-485(die)]TJ 0 -13.549 Td [(Handschrift)-335(des)-334(Pigafetta,)-356(sagt:)-419(Columbus)-335(sei)-334(in)-335(den)-334(Gr\374nden,)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(die)-321(ihn)-322(bestimmten,)-339(den)-322(Seeweg)-321(nach)-322(Ostindien)-321(gegen)-321(Westen)]TJ 0 -13.549 Td [(aufzusuchen,)-241(durch)-238(seinen)-239(F)-200(r)-200(e)-200(u)-200(n)-200(d,)-240(den)-239(Portugiesen)]TJ/F28 10.9091 Tf 237.426 0 Td [(Martin)-238(de)]TJ -237.426 -13.549 Td [(Bohemia)]TJ/F16 10.9091 Tf 42.104 0 Td [(\050nat\374rlich)-305(Niemand)-304(anders)-305(als)-304(Martin)-305(Behaim,)-318(dessen)]TJ -42.104 -13.549 Td [(Familie,)-349(wie)-330(oben)-329(bemerkt,)-350(aus)-329(B\366hmen)-330(stammt\051)-329(auf)-330(der)-329(Insel)]TJ/F16 7.9701 Tf -72.755 0 Td [([15])]TJ/F16 10.9091 Tf 72.755 -13.55 Td [(Fayal,)-500(einen)-450(g)-200(r)-200(o)-200(\337)-200(e)-200(n)-451(Kosmographen,)-500(best\344rkt)-450(worden.)-850(\050)]TJ/F27 10.9091 Tf 269.721 0 Td [(\036)]TJ/F28 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(Y)]TJ -274.565 -13.549 Td [(esta)-477(opionione)-476(le)-477(confirmo)-476(Martino)-477(de)-476(Bohemia,)-533(Portugues,)]TJ 0 -13.549 Td [(su)-514(amigo,)-579(natural)-513(de)-514(la)-514(Isla)-513(de)-514(Fayal,)-579(gran)-513(cosmografo.)]TJ/F27 10.9091 Tf 272.154 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.843 0 Td [(\051)]TJ -276.997 -13.549 Td [(Diese)-254(Nachricht,)-256(jedenfalls)-255(die)-254(wichtigste)-254(und)-255(bestimmteste,)-255(die)]TJ 0 -13.549 Td [(schon)-412(allein)-411(hinreichte,)-452(nicht)-412(nur)-411(Behaims)-412(n\374tzlichen)-411(Einflu\337)]TJ 0 -13.55 Td [(auf)-497(die)-497(Ausf\374hrung)-498(des)-497(Planes)-497(von)-497(Columbus)-497(zu)-497(beweisen,)]TJ 0 -13.549 Td [(sondern)-588(auch)-588(die)-588(innige)-588(Verbindung)-588(mit)-588(Letzterem,)-672(sowie)]TJ 0 -13.549 Td [(seinen)-315(Ruf)-315(als)-314(eines)-315(gro\337en)-315(Kosmographen)-315(zu)-314(best\344tigen,)-331(wird)]TJ 0 -13.549 Td [(mehr)-316(oder)-315(minder)-316(noch)-316(durch)-316(eine)-315(zweite)-316(Stelle)-316(des)-315(genannten)]TJ 0 -13.549 Td [(Schriftstellers)-243(best\344rkt,)-244(die)-243(aus)-243(dem)-243(italienischen)-243(Tagebuche)-242(des)]TJ 0 -13.55 Td [(Pigafetta)-429(entlehnt,)-474(auch)-429(den)-430(Ausdruck:)]TJ/F27 10.9091 Tf 184.309 0 Td [(\036)]TJ/F28 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(Martino)-429(de)-429(Boemia,)]TJ -189.153 -13.549 Td [(uomo)-432(eccellentissimo)]TJ/F16 10.9091 Tf 95.603 0 Td [(,)]TJ/F27 10.9091 Tf 2.727 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 9.551 0 Td [(jedoch)-432(ohne)-431(den)-432(Zusatz:)-613(geboren)-431(auf)]TJ -107.881 -13.549 Td [(Fayal,)-345(enth\344lt.)-477(Auch)-326(der)-325(spanische)-326(Schriftsteller)]TJ/F28 10.9091 Tf 218.899 0 Td [(Garcilasso)-326(de)]TJ -218.899 -13.549 Td [(la)-301(Vega)]TJ/F16 10.9091 Tf 37.483 0 Td [(schreibt,)-314(da\337)-302(ein)-301(ber\374hmter)-302(Geograph)-301(Martin)-302(Behenira)]TJ -37.483 -13.549 Td [(vornehmlich)-163(dem)-163(Colon)-163(Nachricht)-163(gegeben.)-221(Die)-162(vielbesprochene)]TJ 0 -13.55 Td [(und)-377(im)-378(Interesse)-377(Behaims)-377(so)-377(oft)-378(angezogene)-377(Stelle)-377(im)-377(Werke)]TJ 0 -13.549 Td [(des)-492(Riccioli)]TJ/F16 7.9701 Tf 54.463 3.959 Td [(6)]TJ/F16 10.9091 Tf 9.854 -3.959 Td [(\050geb.)-977(1598)-493(zu)-492(Ferrara,)-553(gestorben)-492(1671\051)-493(hei\337t)]TJ -64.317 -13.549 Td [(w\366rtlich:)]TJ/F27 10.9091 Tf 44.063 0 Td [(\036)]TJ/F28 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(Christophorus)-339(Columbus)-339(.....)-517(sive)-339(suopte)-339(ingenio)-339(ut)]TJ -48.907 -13.549 Td [(erat)-264(vir)-264(Astronomiae)-264(Cosmographiae)-264(et)-264(Physicas,)-267(gnarus)-264(..)-291(sive)]TJ 0 -13.549 Td [(indicio)-225(habito)-225(a)-226(Martino)-225(Bohema)-225(....)-242(aut,)-230(ut)-225(Hispani)-225(dictitant,)-230(ab)]TJ 0 -13.55 Td [(Alphonso)-156(Sanchez)-156(de)-156(Helua)-156(nauclero)-156(...)-219(cogitasset)-155(de)-156(navigatione)]TJ 0 -13.549 Td [(in)-448(Indiam)-448(occidentalem)]TJ/F27 10.9091 Tf 107.338 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 9.733 0 Td [(\050Ch.)-844(Columbus)-449(h\344tte)-448(entweder)-448(aus)]TJ/F16 7.9701 Tf -189.827 0 Td [([16])]TJ/F16 10.9091 Tf 72.756 -13.549 Td [(eigener)-496(Einsicht)-496(als)-496(ein)-497(in)-496(der)-496(Sternkunde,)-557(Erdbeschreibung)]TJ 0 -13.549 Td [(und)-404(Naturlehre)-404(erfahrener)-404(Mann)-404(oder)-404(zufolge)-404(der)-404(von)-404(Martin)]TJ 0 -13.549 Td [(Behaim,)-441(oder)-402(nach)-403(der)-402(Spanier)-403(Vorgeben)-402(von)-403(einem)-402(Schiffer)]TJ 0 -13.549 Td [(Namens)-199(Alfonso)-198(Sanchez)-199(erhaltenen)-198(Anzeige)]TJ/F27 10.9091 Tf 199.866 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.621 0 Td [(Angabe)]TJ/F27 10.9091 Tf 36.094 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.621 0 Td [(auf)-199(die)]TJ -251.202 -13.55 Td [(Schifffahrt)-274(nach)-274(Westindien)-274(gedacht)-274(\050gesonnen,)-280(sie)-274(f\374r)-274(m\366glich)]TJ 0 -13.549 Td [(gehalten\051.)-236(Diese)-210(Stelle,)-217(wie)-209(Wagenseil,)-218(L\366her)-209(u.)-237(s.)-236(w.)-236(\374bersetzen)]TJ
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+/F16 5.9776 Tf 52.998 114.108 Td [(7)]TJ/F43 8.9664 Tf 5.729 -3.809 Td [(Jose)-176(Bernardo)-175(F.)-176(Gama.)-225(Memorias)-175(historias)-176(de)-176(Provincia)-175(de)-176(Pernambuco)]TJ -11.956 -10.959 Td [(I,)-250(19.)]TJ/F16 5.9776 Tf 6.227 -7.31 Td [(8)]TJ/F43 8.9664 Tf 5.729 -3.809 Td [(Gomara,)-279(Histor.)-321(general.)-321(de)-274(las)-273(Indias,)-280(cap.)-321(19)-274(in)-273(Barcia)-274(Histor.)-321(primit.)]TJ -11.956 -10.959 Td [(de)-250(las)-250(Indas)-250(Occidentales.)-250(Madrid)-250(1749.)]TJ/F16 5.9776 Tf 6.227 -7.311 Td [(9)]TJ/F43 8.9664 Tf 5.729 -3.809 Td [(Archives)-250(literaires)-250(de)-250(l)]TJ/F47 8.9664 Tf 82.939 0 Td [(\031)]TJ/F43 8.9664 Tf 2.985 0 Td [(Europe)-250(VI)]TJ/F28 8.9664 Tf 39.112 0 Td [(,)-250(265)]TJ/F46 8.9664 Tf 17.932 0 Td [(\023)]TJ/F28 8.9664 Tf 4.484 0 Td [(375,)-250(352)]TJ/F46 8.9664 Tf 31.382 0 Td [(\023)]TJ/F28 8.9664 Tf 4.483 0 Td [(362.)]TJ
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+/F16 8.9664 Tf 46.771 286.207 Td [(in)-250(einem)-250(Atlas)-250(bisher)-250(ungedruckter)-250(Karten.)-250(M\374nchen)-250(1859.\051)]TJ/F16 5.9776 Tf 3.238 -7.31 Td [(33)]TJ/F16 8.9664 Tf 8.718 -3.809 Td [(Kritische)-930(Untersuchungen)-930(\374ber)-930(die)-930(historische)-931(Entwickelung)-930(der)]TJ -11.956 -10.959 Td [(geographischen)-361(Kenntnisse)-361(in)-361(der)-361(neuen)-361(Welt)-361(von)-360(Alexander)-361(v.)-583(Humboldt,)]TJ 0 -10.959 Td [(aus)-250(dem)-250(Franz\366sischen)-250(\374bersetzt)-250(von)-250(Dr.)-250(J.)-250(L.)-250(Ideler.)-250(Berlin)-250(1836.)-250(3.)-250(Bd.)]TJ/F16 5.9776 Tf 3.238 -7.311 Td [(34)]TJ/F16 8.9664 Tf 8.718 -3.809 Td [(Geschichte)-463(und)-463(Zust\344nde)-463(der)-462(Deutschen)-463(in)-463(Amerika)-463(von)-463(Franz)-463(L\366her,)]TJ -11.956 -10.959 Td [(Cincinnati)-364(und)-364(Leipzig.)-593(1847)-364(S.)-364(3)]TJ/F27 8.9664 Tf 128.46 0 Td [(\023)]TJ/F16 8.9664 Tf 4.483 0 Td [(8.)-592(Nach)-365(dem)-364(Verf.)-592(sah)-364(Martin)-364(Behaim)]TJ -132.943 -10.958 Td [(Amerika)-340(auf)-340(einer)-340(seiner)-340(s\374dwestlichen)-340(Entdeckungsreisen)-340(im)-340(J.)-340(1483,)-362(zehn)]TJ 0 -10.959 Td [(Jahre)-250(fr\374her,)-250(ehe)-250(Columbus)-250(sich)-250(zur)-250(Reise)-250(anschickte.)]TJ/F16 5.9776 Tf 3.238 -7.395 Td [(35)]TJ/F16 8.9664 Tf 8.718 -3.809 Td [(Geschichte)-317(des)-317(Seefahrers)-317(Ritter)-317(Martin)-316(Behaim)-317(von)-317(Dr.)-451(F.)-317(W.)-317(Ghillany.)]TJ -11.956 -10.959 Td [(Eingeleitet)-620(durch)-620(eine)-621(Abhandlung)-620(\374ber)-620(die)-620(\344ltesten)-621(Karten)-620(des)-620(neuen)]TJ 0 -10.959 Td [(Continents)-537(und)-538(den)-537(Namen)-538(von)-537(Amerika)-538(von)-537(Alexander)-538(v.)-1112(Humboldt.)]TJ 0 -10.958 Td [(N\374rnberg)-267(1853.)-303(Mit)-267(einer)-267(genauen)-268(Abbildung)-267(des)-267(Behaim)]TJ/F27 8.9664 Tf 210.587 0 Td [(\031)]TJ/F16 8.9664 Tf 2.986 0 Td [(schen)-267(Globus)-268(vom)]TJ -213.573 -10.959 Td [(Jahr)-250(1492.)]TJ/F16 5.9776 Tf 3.238 -7.311 Td [(36)]TJ/F16 8.9664 Tf 8.718 -3.809 Td [(Geschichte)-328(des)-327(Zeitalters)-328(der)-327(Entdeckungen)-328(von)-327(Oskar)-328(Peschel.)-483(Stuttgart)]TJ -11.956 -10.959 Td [(und)-270(Augsburg)-269(1858,)-275(Cotta.)-309(Dieses)-269(Werk)-270(gereicht)-270(der)-269(deutschen)-270(Wissenschaft)]TJ 0 -10.959 Td [(zur)-466(Ehre)-466(und)-466(geh\366rt)-466(ohne)-466(Frage)-466(zu)-466(den)-466(bedeutendsten)-466(wissenschaftlichen)]TJ 0 -10.959 Td [(Arbeiten)-592(unseres)-593(Jahrzehends.)-1277(Die)-593(Entdeckungen)-592(der)-593(Portugiesen)-592(sind)]TJ 0 -10.959 Td [(meisterhaft)-501(und)-501(mit)-500(gro\337em)-501(Scharfsinn)-501(zusammengestellt;)-626(s.)-1002(Behaim)-501(S.)]TJ 0 -10.958 Td [(28,)-250(38,)-250(76,)-250(80,)-250(82,)-250(88,)-250(89,)-250(90,)-250(92,)-250(101,)-250(126,)-250(127,)-250(129,)-250(131,)-250(616)]TJ/F27 8.9664 Tf 224.16 0 Td [(\023)]TJ/F16 8.9664 Tf 4.483 0 Td [(620)-250(u.)-250(s.)-250(w.)]TJ/F16 5.9776 Tf -225.405 -7.311 Td [(37)]TJ/F16 8.9664 Tf 8.718 -3.809 Td [(Die)-281(von)-282(der)-281(M\374nchner)-281(Akademie)-282(veranstaltete)-281(Ausgabe)-281(alter)-282(unbekannter)]TJ -11.956 -10.959 Td [(Karten)-427(aus)-427(der)-428(Z)1(eit)-428(der)-427(Entdeckung)-427(besorgten)-427(Fr.)-782(Kunstmann)-427(und)-427(G.)-427(M.)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(der)-278(K\374ste)-278(geschiffet,)-285(und)-278(nachdem)-278(sie)-278(\374ber)-278(die)-278(Linie)-277(gegangen,)]TJ 0 -13.549 Td [(in)-457(die)-457(a)-200(n)-200(d)-200(e)-200(r)-200(e)-1372(W)-200(e)-200(l)-200(t)-1372(g)-200(e)-200(k)-200(o)-200(m)-200(m)-200(e)-200(n)-1371(w)-200(\344)-200(r)-200(e)-200(n)-200(,)-1527(w)-200(o)]TJ 0 -13.549 Td [(i)-200(h)-200(r)-1424(S)-200(c)-200(h)-200(a)-200(t)-200(t)-200(e)-200(n)-200(,)-1592(w)-200(e)-200(n)-200(n)-1424(s)-200(i)-200(e)-1424(g)-200(e)-200(g)-200(e)-200(n)-1424(M)-200(o)-200(r)-200(g)-200(e)-200(n)]TJ 0 -13.549 Td [(g)-200(e)-200(s)-200(t)-200(a)-200(n)-200(d)-200(e)-200(n)-200(,)-1309(m)-200(i)-200(t)-200(t)-200(a)-200(g)-200(w)-200(\344)-200(r)-200(t)-200(s)-1197(u)-200(n)-200(d)-1197(z)-200(u)-200(r)-1196(R)-200(e)-200(c)-200(h)-200(t)-200(e)-200(n)]TJ 0 -13.55 Td [(g)-200(e)-200(f)-200(a)-200(l)-200(l)-200(e)-200(n)-1391(s)-200(e)-200(i;)-570(da\337)-464(sie)-463(solchergestalt)-464(eine)-464(n)-200(e)-200(u)-200(e)-1390(u)-200(n)-200(d)]TJ 0 -13.549 Td [(b)-200(i)-200(s)-200(h)-200(e)-200(r)-1310(u)-200(n)-200(b)-200(e)-200(k)-200(a)-200(n)-200(n)-200(t)-200(e)-1309(W)-200(e)-200(l)-200(t,)-484(welche)-436(in)-437(vielen)-436(Jahren)]TJ 0 -13.549 Td [(von)-492(keinem)-491(als)-492(den)-492(Genuesen,)-552(wiewohl)-491(vergeblich,)-552(gesucht)]TJ 0 -13.549 Td [(worden,)-289(entdeckt)-281(und)-281(da\337)-282(sie)-281(endlich)-281(nach)-281(einer)-281(26monatlichen)]TJ 0 -13.549 Td [(Schifffahrt)-242(zur\374ckgekommen)-243(und)-242(zum)-243(Wahrzeichen)-242(Pfeffer)-242(und)]TJ 0 -13.55 Td [(Paradiesk\366rner)-250(mitgebracht)-250(h\344tten.)]TJ 11.956 -14.576 Td [(Wiewohl)-231(in)-231(dieser)-230(Stelle)-231(thats\344chlich)-231(von)-231(e)-200(i)-200(n)-200(e)-200(r)-693(a)-200(n)-200(d)-200(e)-200(r)-199(e)-200(n)]TJ -11.956 -13.549 Td [(n)-200(e)-200(u)-200(e)-200(n)-1862(W)-200(e)-200(l)-200(t)-621(die)-621(Rede)-621(ist)-620(und)-621(man)-621(auch)-621(auf)-620(Grund)]TJ 0 -13.549 Td [(dieser)-530(Urkunde)-531(versucht)-530(hat,)-600(dem)-531(Martin)-530(Behaim)-530(die)-530(Ehre)]TJ 0 -13.55 Td [(der)-318(Entdeckung)-318(von)-318(Amerika)-318(\050Brasilien\051)-318(zuzuschreiben,)-334(indem)]TJ 0 -13.549 Td [(man)-231(angenommen)-231(hat,)-235(da\337)-231(Behaim,)-235(wie)-231(sp\344ter)-231(Cabral,)-234(durch)-231(die)]TJ 0 -13.549 Td [(von)-318(Congo)-319(nach)-318(Westen)-318(f\374hrenden)-319(Str\366mungen)-318(nach)-318(Brasilien)]TJ 0 -13.549 Td [(gelangt)-243(sei,)-244(und)-242(da\337)-242(der)-243(Verfasser)-242(jener)-243(Stelle)-242(in)-243(der)-242(N\374rnberger)]TJ 0 -13.549 Td [(Chronik,)-463(wenn)-421(er)-420(schon)-421(von)-420(Columbus)-421(etwas)-420(gewu\337t,)-463(sicher)]TJ 0 -13.55 Td [(dessen)-355(Namen)-355(genannt)-355(haben)-356(w\374rde,)-381(um)-355(den)-355(Ruhm)-355(Behaim)]TJ/F27 10.9091 Tf 272.754 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.632 0 Td [(s)]TJ -276.386 -13.549 Td [(gegen)-375(ihn)-376(herauszustellen,)-407(so)-375(scheint)-375(mir)-376(doch)-375(diese)-375(Urkunde)]TJ 0 -13.549 Td [(aus)-430(folgenden)-429(Gr\374nden)-430(von)-430(keinem)-429(sonderlichen)-430(Gewicht)-429(zu)]TJ 0 -13.549 Td [(sein.)-511(Die)-337(angef\374hrte)-337(Stelle)-337(ist)-337(n\344mlich)-337(dieselbe,)-359(welche)-336(in)-337(des)]TJ/F28 10.9091 Tf 0 -13.549 Td [(Aeneas)-393(Sylvius)]TJ/F16 10.9091 Tf 70.987 0 Td [(Buch)]TJ/F28 10.9091 Tf 27.316 0 Td [(d)-200(e)-1179(E)-200(u)-200(r)-200(o)-200(p)-200(a)-200(e)-1179(s)-200(u)-200(b)-1179(F)-200(r)-200(e)-200(d)-200(e)-200(r)-200(i)-200(c)-200(o)]TJ -98.303 -13.55 Td [(I)-200(I)-200(I)-200(.)-650(I)-200(m)-200(p)-200(e)-200(r)-200(a)-200(t)-200(o)-200(r)-200(e)-650(s)-200(t)-200(a)-200(t)-200(u)]TJ/F16 10.9091 Tf 135.376 0 Td [(aus)-217(diesem)-216(Chronikon)-217(einger\374ckt)]TJ -135.376 -13.549 Td [(ist.)-902(Dieser)]TJ/F28 10.9091 Tf 56.451 0 Td [(Aeneas)-467(Sylvius)]TJ/F16 10.9091 Tf 67.51 0 Td [(,)-522(nachheriger)-467(Pabst)-468(Pius)-467(II.)-467(\050gest.)]TJ/F16 7.9701 Tf -196.716 0 Td [([23])]TJ/F16 10.9091 Tf 72.755 -13.549 Td [(1464\051,)-233(ist)-229(\374brigens)-229(derselbe,)-233(der)-229(sich)-229(in)-229(seiner)-229(Weltbeschreibung)]TJ 0 -13.549 Td [(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(C)-200(o)-200(s)-200(m)-200(o)-200(g)-200(r)-200(a)-200(p)-200(h)-200(i)-200(a)]TJ/F16 10.9091 Tf 88.854 0 Td [(\051)-276(auf)]TJ/F28 10.9091 Tf 23.596 0 Td [(Nicolo)-276(Conti)]TJ/F16 10.9091 Tf 59.377 0 Td [(beruft,)-283(dessen)-277(25j\344hrige)]TJ -175.46 -13.549 Td [(Reisen)-184(\0501424)-184(bis)-184(1449\051)-183(in)-184(Indien)-184(bei)]TJ/F28 10.9091 Tf 157.057 0 Td [(Poggio)]TJ/F16 10.9091 Tf 33.522 0 Td [(\050Paris)-184(1723\051)-184(erw\344hnt)]TJ -190.579 -13.55 Td [(werden.)-816(Aber,)-486(auch)-439(abgesehen)-439(davon,)-486(so)-439(will)-439(der)-438(Verfasser)]TJ 0 -13.549 Td [(offenbar)-376(nur)-375(andeuten,)-407(da\337)-375(diese)-376(Seefahrer,)-406(nachdem)-376(sie)-375(\374ber)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-443(Mittellinie)-442(gesegelt,)-491(auf)-443(die)-442(s\374dliche)-443(Halbkugel)-443(der)-442(Erde)]TJ 0 -13.549 Td [(gekommen)-406(w\344ren;)-485(die)-406(Angabe,)-446(da\337)-406(nach)-407(Passirung)-406(der)-406(Linie)]TJ
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+/F16 8.9664 Tf 93.543 73.45 Td [(Thomas,)-521(und)-467(der)-466(erstere)-467(hat)-467(uns)-466(einen)-467(Commentar)-467(und)-466(eine)-467(vortreffliche)]TJ 0 -7.308 Td [(Arbeit)-289(\374ber)-289(die)-289(Entdeckung)-289(Amerika)]TJ/F27 8.9664 Tf 134.367 0 Td [(\031)]TJ/F16 8.9664 Tf 2.986 0 Td [(s)-289(geliefert.)-367(\050Die)-288(Entdeckung)-289(Amerika)]TJ/F27 8.9664 Tf 136.803 0 Td [(\031)]TJ/F16 8.9664 Tf 2.986 0 Td [(s)]TJ
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+ -269.721 -30.759 Td [(der)-342(Schatten,)-366(wenn)-342(man)-342(gegen)-343(Morgen)-342(stehe,)-365(mittagw\344rts)-342(und)]TJ 0 -13.549 Td [(zur)-357(Rechten)-356(falle,)-384(wird)-356(wohl)-357(jeder)-356(richtig)-357(finden,)-383(der)-357(\374ber)-356(die)]TJ 0 -13.549 Td [(Linie)-247(hinausgekommen)-247(ist.)-249(Im)-247(Uebrigen)-247(ersehen)-247(wir)-247(aus)-247(diesem)]TJ 0 -13.549 Td [(Buch)-503(der)-503(Chroniken,)-566(in)-503(das)-503(Behaim)-503(das)-503(Capitel)]TJ/F28 10.9091 Tf 233.35 0 Td [(Portugalia)]TJ/F16 10.9091 Tf -233.35 -13.55 Td [(bei)-287(seiner)-287(in)-287(N\374rnberg)-287(als)-287(Kosmograph)-287(gefeierten)-286(Anwesenheit)]TJ 0 -13.549 Td [(vielleicht)-362(selbst)-362(eingetragen)-362(hat,)-390(da\337)-362(er)-362(als)-362(Befehlshaber)-362(eines)]TJ 0 -13.549 Td [(Fahrzeuges)-434(jene)-433(Entdeckungsreise)-434(mitgemacht)-433(habe,)-480(wenn)-433(er)]TJ 0 -13.549 Td [(auch)-381(die\337)-381(selbst)-382(auf)-381(seiner)-381(Weltkugel)-381(niemals)-382(behauptet.)-643(Die)]TJ 0 -13.549 Td [(betreffende)-236(Stelle)-236(hei\337t:)]TJ/F27 10.9091 Tf 107.176 0 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(da\337)-236(K\366nig)-236(Johann)-237(etlich)-236(galeren)-236(hinter)]TJ -112.02 -13.55 Td [(die)-509(seulen)-509(Herkuls)-509(geschickt)-509(und)-509(denselben)-509(Schiffen)-509(zween)]TJ 0 -13.549 Td [(patron)-504(gesetzt,)-568(nehmlich)]TJ/F28 10.9091 Tf 118.691 0 Td [(Jacobum)-504(Canum)]TJ/F16 10.9091 Tf 81.898 0 Td [(einen)]TJ/F28 10.9091 Tf 29.129 0 Td [(Portugalier)]TJ/F16 10.9091 Tf -229.718 -13.549 Td [(und)]TJ/F28 10.9091 Tf 21.335 0 Td [(Martin)-456(beheym)]TJ/F16 10.9091 Tf 73.564 0 Td [(einen)]TJ/F28 10.9091 Tf 28.6 0 Td [(teutschen)-456(von)-455(n\374rnberg)]TJ/F16 10.9091 Tf 107.502 0 Td [(.)]TJ/F27 10.9091 Tf 2.727 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 9.815 0 Td [(Es)-456(lie\337e)]TJ -243.543 -13.549 Td [(sich)-497(vielleicht)-497(nun)-497(aus)-497(dieser)-496(Stelle)-497(der)-497(Schlu\337)-497(ziehen,)-558(da\337)]TJ 0 -13.549 Td [(Behaim,)-284(da)-277(er)-278(E)-200(n)-200(t)-200(d)-200(e)-200(c)-200(k)-200(u)-200(n)-200(g)-200(s)-200(r)-200(e)-200(i)-200(s)-200(e)-200(n)-277(nach)-277(Afrika)-277(und)-277(zwar)]TJ 0 -13.55 Td [(als)-389(Befehlshaber)-390(gemacht,)-424(wahrscheinlich)-389(auch)-389(sp\344ter)-389(mehren)]TJ 0 -13.549 Td [(Entdeckungsreisen)-250(nach)-250(Westen)-250(beigewohnt)-250(hat.)]TJ/F16 7.9701 Tf 291.024 -16.935 Td [([24])]TJ/F16 10.9091 Tf -279.068 -13.122 Td [(Was)-288(III.)-289(den)-288(von)-288(Martin)-289(Behaim)-288(im)-288(Jahre)-289(1492)-288(zu)-288(N\374rnberg)]TJ -11.955 -13.549 Td [(angefertigten)-404(und)-404(daselbst)-404(noch)-404(aufbewahrten)-404(Globus)-404(betrifft,)]TJ 0 -13.549 Td [(so)-611(haben)-611(manche)-612(Schriftsteller)-611(behaupten)-611(wollen,)-702(da\337)-610(auf)]TJ 0 -13.549 Td [(demselben)-508(bereits)-508(die)-507(Menge)-508(der)-508(westlichen)-508(Inseln)-508(und)-507(die)]TJ 0 -13.549 Td [(\366stlichen)-155(K\374sten)-156(von)-155(S\374d-Amerika)-156(\050die)-155(Flachlande)-156(von)-155(Brasilien,)]TJ 0 -13.55 Td [(die)-442(Prajas)-443(von)-442(Pernambuco\051)-443(erschienen,)-490(wohin)-443(Behaim)-442(viele)]TJ 0 -13.549 Td [(Jahre)-318(fr\374her,)-335(ehe)-318(Columbus)-318(sich)-318(zur)-318(Reise)-318(anschickte,)-335(von)-318(den)]TJ 0 -13.549 Td [(Azoren)-276(aus)-275(gekommen)-276(sein)-276(soll.)-326(Man)-276(glaubte)-276(hieraus)-275(schlie\337en)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-371(k\366nnen,)-401(da\337)-371(Martin)-371(Behaim)-371(den)-371(Archipel)-371(der)-371(Azoren)-371(oder)]TJ 0 -13.549 Td [(Antillen)-436(entdeckt,)-482(dem)-436(Columbus)-435(nicht)-436(allein)-436(den)-436(Weg)-435(nach)]TJ 0 -13.55 Td [(dem)-412(\366stlichen)-411(Asien,)-453(sondern)-411(selbst)-412(das)-412(Vorhandensein)-411(eines)]TJ 0 -13.549 Td [(neuen)-327(Festlandes)-327(enth\374llt)-327(und)-328(auf)-327(diesen)-327(Globus)-327(die)-327(Meerenge)]TJ 0 -13.549 Td [(verzeichnet)-251(habe,)-252(welcher)-252(Magellan)-251(seinen)-251(Namen)-252(gegeben)-251(und)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-187(man)-187(mit)-187(gr\366\337erem)-188(Rechte)]TJ/F28 10.9091 Tf 128.976 0 Td [(F)-200(r)-200(e)-200(t)-200(u)-200(m)-561(B)-200(o)-200(h)-200(e)-200(m)-200(i)-200(c)-200(u)-200(m)]TJ/F16 10.9091 Tf 120.148 0 Td [(nennen)]TJ -249.124 -13.549 Td [(zu)-250(k\366nnen)-250(glaubte.)]TJ 11.955 -15.501 Td [(Bei)-328(n\344herer)-328(Betrachtung)-328(der)-328(h\366chst)-328(merkw\374rdigen)-328(Erdkugel)]TJ -11.955 -13.549 Td [(findet)-541(sich)-540(von)-541(diesen)-540(geographischen)-541(Angaben)-541(keine)-540(Spur)]TJ
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+/F16 10.9091 Tf 93.543 548.934 Td [(16)-12004(Martin)-250(Behaim)-250(aus)-250(N\303\274rnberg)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(auf)-452(derselben,)-503(womit)-453(jedoch)-452(nicht)-453(gesagt)-452(sein)-452(soll,)-503(da\337)-452(eine)]TJ 0 -13.549 Td [(k)-200(\374)-200(h)-200(n)-200(e)-439(Phantasie,)-486(abgesehen)-439(von)-439(der)-439(deutlich)-438(verzeichneten)]TJ/F28 10.9091 Tf 0 -13.549 Td [(I)-200(n)-200(s)-200(u)-200(l)-200(a)-942(A)-200(n)-200(t)-200(i)-200(l)-200(i)-200(a)]TJ/F16 10.9091 Tf 91.253 0 Td [(,)-330(durch)-314(die)-314(Lage)-314(der)-314(\374ber)-314(dem)]TJ/F28 10.9091 Tf 138.956 0 Td [(c)-200(i)-200(r)-200(c)-200(u)-200(l)-200(u)-200(s)]TJ -230.209 -13.549 Td [(a)-200(e)-200(q)-200(u)-200(i)-200(n)-200(o)-200(c)-200(t)-200(i)-200(a)-200(l)-200(i)-200(s)]TJ/F16 10.9091 Tf 92.325 0 Td [(\050Aequator\051)-196(angegebenen)-196(Insel)-196(Brandan,)-207(der)]TJ -92.325 -13.55 Td [(im)-576(Norden)-576(des)]TJ/F28 10.9091 Tf 77.623 0 Td [(t)-200(r)-200(o)-200(p)-200(i)-200(c)-200(u)-200(s)-1727(c)-200(a)-200(n)-200(c)-200(r)-200(i)]TJ/F16 10.9091 Tf 114.94 0 Td [(verzeichneten)-576(Insel)]TJ -192.563 -13.549 Td [(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(Cathay,)-463(o)-200(c)-200(e)-200(a)-200(n)-200(u)-200(s)-1262(o)-200(r)-200(i)-200(e)-200(n)-200(t)-200(a)-200(l)-200(.)-2286(i)-200(n)-200(d)-200(i)-200(c)-200(.)]TJ/F16 10.9091 Tf 217.024 0 Td [(\051,)-463(so)-421(wie)-421(der)]TJ -220.657 -13.549 Td [(s\374dlicher)-254(gelegenen)-253(Insel)-254(Cipango,)-254(nicht)-254(im)-254(Stande)-253(w\344re,)-255(an)-253(die)]TJ 0 -13.549 Td [(West-Indischen)-300(Inseln)-299(oder)-300(an)-300(S\374d-Amerika)-299(zu)-300(denken)]TJ/F27 10.9091 Tf 248.277 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 8.724 0 Td [(wenn)]TJ -257.001 -13.549 Td [(man)-180(sich)-179(dieselben)-180(theils)-179(noch)-180(als)-179(Inseln,)-194(theils)-179(als)-180(mit)-179(Ost-Indien)]TJ/F16 7.9701 Tf -72.756 0 Td [([25])]TJ/F16 10.9091 Tf 72.756 -13.55 Td [(zusammenh\344ngend)-434(denkt.)-800(Nach)-433(dem)-434(geographischen)-433(System)]TJ 0 -13.549 Td [(jenes)-323(Zeitalters,)-341(welches)-323(in)-322(Bezug)-323(auf)-323(das)-323(\366stliche)-323(Asien)-322(nebst)]TJ 0 -13.549 Td [(den)-279(angrenzenden)-279(Theilen)-279(des)-278(Oceans)-279(fast)-279(einzig)-279(und)-279(allein)-278(auf)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-219(Erz\344hlungen)-218(des)-219(Marco)-219(Polo,)-225(Balducci)-218(Pegoletti)-219(und)-218(Nicolas)]TJ 0 -13.549 Td [(de)-470(Conti)-469(begr\374ndet)-470(war,)-525(glaubte)-470(man,)-524(da\337)-470(unz\344hlige)-469(Inseln,)]TJ 0 -13.55 Td [(reich)-345(an)-344(Spezereien)-345(und)-345(Gold,)-368(in)-344(dem)-345(Meer)-345(von)-344(Cin,)-369(d.)-534(h.)-533(in)]TJ 0 -13.549 Td [(den)-268(Gew\344ssern)-268(von)-267(Japan,)-272(China)-268(und)-268(dem)-268(gro\337en)-267(Archipelagus)]TJ 0 -13.549 Td [(Ostindiens)-187(belegen)-186(seien.)-229(Die)-186(Weltkarte)-187(des)-186(Martin)-187(Behaim)-186(zeigt)]TJ 0 -13.549 Td [(nun)-304(von)-304(45\260)-303(n\366rdl.)-412(bis)-303(40\260)-304(s\374dl.)-412(Br.)-411(eine)-304(Kette)-303(von)-304(Inseln,)-317(die)]TJ 0 -13.549 Td [(den)-347(Enden)-347(Asiens)-347(gegen\374ber)-347(liegen)-347(und)-346(ist)-347(mehrfach,)-372(wie)-346(wir)]TJ 0 -13.55 Td [(fr\374her)-310(bemerkt,)-325(abgebildet,)-324(unter)-310(Anderem)-310(auch)-310(im)-310(Jahre)-309(1847)]TJ 0 -13.549 Td [(von)-383(dieser)-384(Erdkugel)-383(des)-384(Behaim)-383(ein)-383(Facsimile)-384(f\374r)-383(die)-383(Pariser)]TJ 0 -13.549 Td [(Akademie)-250(angefertigt)-250(worden.)]TJ 11.955 -18.459 Td [(Auf)-503(dem)-503(von)-503(Martin)-503(Behaim)-503(angefertigten)-503(Globus)-503(findet)]TJ -11.955 -13.549 Td [(sich)-266(mitten)-266(im)-266(Ocean)-266(zwischen)-266(Europa)-266(und)-266(Asien)-266(eine)]TJ/F28 10.9091 Tf 243.049 0 Td [(i)-200(n)-200(s)-200(u)-200(l)-200(a)]TJ -243.049 -13.549 Td [(A)-200(n)-200(t)-200(i)-200(l)-200(i)-200(a)]TJ/F16 10.9091 Tf 42.796 0 Td [(,)-179(genannt)]TJ/F28 10.9091 Tf 40.984 0 Td [(S)-200(e)-200(p)-200(t)-200(e)-200(m)-485(r)-200(i)-200(t)-200(a)-200(d)-200(e)-484(\050)-200(c)-200(i)-200(t)-200(a)-200(d)-200(e)-200(\051)]TJ/F16 10.9091 Tf 139.16 0 Td [(,)-179(verzeichnet.)]TJ -222.94 -13.549 Td [(Sie)-480(liegt)-480(westlich)-480(der)-480(Canaros,)-537(fern)-480(von)-480(den)-480(Azoren)-480(in)-479(24\260)]TJ 0 -13.549 Td [(Br.,)-412(also)-379(fast)-379(unter)-379(dem)-379(Wendekreise)-379(des)-380(Krebses.)-637(Ueber)-379(die)]TJ/F27 10.9091 Tf 0 -13.55 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(L\344nge)]TJ/F27 10.9091 Tf 27.262 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.375 0 Td [(zu)-232(sprechen)-232(ist)-232(\374berfl\374ssig,)-236(da)-232(diese)-232(von)-232(den)-232(verwirrten)]TJ -39.481 -13.549 Td [(Begriffen)-638(abh\344ngig)-638(ist,)-735(die)-638(man)-638(sich)-638(von)-638(der)-637(Entfernung)]TJ 0 -13.549 Td [(zwischen)-417(Ouinsai)-417(und)-418(Cipango)-417(und)-417(den)-417(K\374sten)-417(von)-417(Portugal)]TJ 0 -13.549 Td [(bildet,)-407(man)-375(kann)-375(sich)-375(aber)-376(des)-375(Gedankens)-375(unwillk\374rlich)-375(nicht)]TJ 0 -13.549 Td [(erwehren,)-469(da\337)-424(diese)]TJ/F27 10.9091 Tf 95.858 0 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(phantastische)-425(Wanderinsel)]TJ/F27 10.9091 Tf 118.547 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 9.478 0 Td [(so)-425(ziemlich)]TJ -228.727 -13.55 Td [(fast)-390(unter)-390(denselben)-389(Breitengraden)-390(wie)-390(die)-390(sp\344ter)-390(als)-389(Antillen)]TJ 0 -13.549 Td [(bezeichneten)-379(Inselgruppen)-379(gelegen)-379(ist,)-411(und)-379(zwar)-379(um)-379(so)-378(mehr,)]TJ/F16 7.9701 Tf -72.756 0 Td [([26])]TJ
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+ -269.721 -30.759 Td [(als)-325(auf)-326(der)-325(Karte)-325(von)]TJ/F28 10.9091 Tf 98.321 0 Td [(Juan)-325(de)-326(la)-325(Cosa)]TJ/F16 10.9091 Tf 76.618 0 Td [(aus)-325(dem)-326(Jahre)-325(1500)-325(die)]TJ -174.939 -13.549 Td [(zu)-322(dieser)-321(Gruppe)-322(geh\366rigen)-322(Inseln)-321(Cuba,)-340(Espagnola)-322(auch)-321(noch)]TJ 0 -13.549 Td [(n\366rdlich)-366(des)-366(Wendekreises)-367(des)-366(Krebses)-366(liegen,)-395(auch)-366(Vespucci)]TJ 0 -13.549 Td [(in)-369(seiner)-369(zweiten)-370(Reisebeschreibung)-369(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 170.617 0 Td [(Bandini)-369(pag.)-608(44)]TJ/F16 10.9091 Tf 75.206 0 Td [(.\051)-608(Haiti)]TJ/F28 10.9091 Tf -245.823 -13.55 Td [(\050)-200(H)-200(i)-200(s)-200(p)-200(a)-200(n)-200(i)-200(o)-200(l)-200(a)-200(\051)-882(I)-200(s)-200(o)-200(l)-200(a)-883(d)]TJ/F46 10.9091 Tf 137.191 0 Td [(\031)]TJ/F28 10.9091 Tf 5.815 0 Td [(A)-200(n)-200(t)-200(i)-200(g)-200(l)-200(i)-200(a)]TJ/F16 10.9091 Tf 53.641 0 Td [(nennt)-294(und,)-305(wie)-294(uns)]TJ/F28 10.9091 Tf -196.647 -13.549 Td [(Bartholom\344us)-289(de)-289(las)-288(Casas)]TJ/F16 10.9091 Tf 124.127 0 Td [(lehrt,)-299(vorzugsweise)-288(die)-289(Portugiesen)]TJ -124.127 -13.549 Td [(den)-454(Namen)-455(Antillen)-454(auf)]TJ/F28 10.9091 Tf 116.777 0 Td [(Hispaniola)]TJ/F16 10.9091 Tf 53.448 0 Td [(anwendeten.)-863(Diese)-454(von)]TJ -170.225 -13.549 Td [(Behaim)-300(verzeichnete)-300(Insel)-300(findet)-300(sich)-300(auch)-300(auf)-300(fr\374heren)-299(Karten)]TJ 0 -13.549 Td [(des)-359(vierzehnten)-359(Jahrhunderts,)-386(wenn)-358(auch)-359(nicht)-359(in)-359(dieser)-358(Lage,)]TJ 0 -13.55 Td [(angegeben.)-224(Die)-171(\344lteste)-171(Angabe)-171(der)-171(Insel)-171(Antillia)-171(scheint)-170(nach)-171(von)]TJ 0 -13.549 Td [(Humboldt)]TJ/F27 10.9091 Tf 44.248 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.632 0 Td [(s)-446(kritischen)-445(Untersuchungen)-445(die)-446(im)-445(venetianischen)]TJ -47.88 -13.549 Td [(Atlas)-409(des)]TJ/F28 10.9091 Tf 46.487 0 Td [(Andrea)-409(Bianco)]TJ/F16 10.9091 Tf 71.937 0 Td [(\0501436\051)-409(zu)-408(sein,)-448(wo)-409(sie)-409(sich)-408(auf)-409(der)]TJ -118.424 -13.549 Td [(f\374nften)-455(Karte)-454(des)-455(in)-454(der)-454(St.)-864(Markusbibliothek)-454(aufbewahrten)]TJ 0 -13.549 Td [(Werkes)-316(findet.)-448(Wenn)-316(man,)-332(da)-316(die)-316(Karte)-316(keine)-315(Gradeintheilung)]TJ 0 -13.55 Td [(hat,)-551(als)-491(Ma\337stab)-491(die)-490(Entfernung)-491(des)-491(Cap)-491(Vincent)-491(vom)-490(Cap)]TJ 0 -13.549 Td [(Finisterre)-512(\0505\260)-512(51'\051)-512(annimmt,)-578(so)-512(findet)-512(man)-512(als)-512(Abstand)-512(der)]TJ 0 -13.549 Td [(K\374sten)-362(von)-361(Portugal)-362(bis)-362(zum)-361(Mittelpunkt)-362(der)-362(azorischen)-361(Insel)]TJ 0 -13.549 Td [(des)-305(Bianco)-305(153)-304(Seemeilen)-305(\050statt)-305(247\051,)-318(dagegen)-305(als)-305(Abstand)-304(der)]TJ 0 -13.549 Td [(Azoren)-291(von)-291(der)-291(Antillia)-292(87)-291(Seemeilen.)-373(Diese)-291(letztere)-291(Insel)-291(l\344ge)]TJ 0 -13.55 Td [(mithin)-400(240)-399(Seemeilen)-400(westlich)-400(von)-399(den)-400(K\374sten)-400(von)-399(Portugal,)]TJ 0 -13.549 Td [(d.)-830(h.)-830(unter)-444(27\260)-443(55')-443(w.)-830(L.)-444(von)-443(Paris)-443(\050in)-444(dem)-443(Meridian)-443(der)]TJ 0 -13.549 Td [(Insel)-269(San)-269(Miguel)-269(der)-268(Azoren\051)-269(und)-269(zwischen)-269(33\260)-269(20')-269(und)-269(38\260)-268(30')]TJ 0 -13.549 Td [(Br.)-477(Auch)-326(die)-326(auf)-325(der)-326(Milit\344rbibliothek)-326(in)-326(Weimar)-325(aufbewahrte)]TJ 0 -13.549 Td [(Seekarte)-308(aus)-308(dem)-307(Jahre)-308(1425)-308(\0501424?\051,)-322(einige)-308(Jahre)-308(\344lter)-308(als)-307(die)]TJ 0 -13.55 Td [(Karte)-176(des)-176(Bianco)-177(und)-176(offenbar)-176(italienischen)-176(Ursprungs,)-191(ist)-176(wegen)]TJ/F16 7.9701 Tf 291.024 0 Td [([27])]TJ/F16 10.9091 Tf -291.024 -13.549 Td [(des)-398(Namens)-398(Antillia)-398(bemerkenswerth.)-693(Sie)-398(stellt)-398(aber)-398(nur)-397(den)]TJ 0 -13.549 Td [(n\366rdlichen)-261(Theil)-261(der)-261(Insel)-261(Antillia,)-264(dagegen)-261(das)-261(ganze)-261(Rechteck)]TJ 0 -13.549 Td [(der)-342(Satanshand)-341(dar.)-525(Der)-341(Abstand)-341(der)-342(K\374ste)-341(von)-342(Portugal)-341(vom)]TJ 0 -13.549 Td [(Mittelpunkt)-545(der)-544(Gruppe)-545(der)-545(Azoren)-544(betr\344gt)-545(110)-544(Seemeilen,)]TJ 0 -13.549 Td [(w\344hrend)-205(die)-204(Karte)-205(vom)-205(Jahre)-204(1436,)-214(wie)-205(oben)-204(bemerkt,)-214(deren)-204(153)]TJ 0 -13.55 Td [(gibt.)-298(Auf)-265(der)-266(zu)-266(Parma)-266(sich)-266(befindenden)-266(Welttafel)-266(von)-265(Beclario)]TJ 0 -13.549 Td [(oder)-395(Bedrazio,)-431(einem)-394(Genuesen)-395(aus)-395(dem)-395(Jahre)-395(1436,)-430(erblickt)]TJ 0 -13.549 Td [(man)-469(auch)-469(die)-469(rechtwinkeligen)-469(Inseln)-469(Antillia)-469(und)-469(Sarastagio)]TJ 0 -13.549 Td [(\050Hand)-217(des)-217(Satans\051.)-239(Die)-218(Hafenkarten)-217(des)-217(Gracioso)-217(Benincasa)-217(von)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(Ancona)-235(und)-236(seines)-235(Sohnes)-236(Andrea)-235(\0501463)-235(bis)-236(1473\051)-235(wurden)-235(auch)]TJ 0 -13.549 Td [(h\344ufig)-299(wegen)-299(des)-299(Namens)-299(der)-299(Insel)-298(Antillia)-299(angef\374hrt,)-312(der)-298(sich)]TJ 0 -13.549 Td [(auf)-251(ihnen)-250(finden)-251(soll;)-251(aber)-251(es)-250(scheint,)-251(da\337)-251(man)-250(eine)-251(weit)-250(j\374ngere)]TJ 0 -13.549 Td [(von)-497(Blaze)-496(Vouloudet)-497(im)-497(Jahre)-497(1586)-496(angefertigte)-497(Karte,)-558(auf)]TJ 0 -13.55 Td [(der)-303(man)-304(westlich)-303(von)-304(Irland)-303(ein)-303(Land)-304(Scorafixa)-303(oder)]TJ/F28 10.9091 Tf 238.216 0 Td [(Scoeafixa)]TJ/F16 10.9091 Tf -238.216 -13.549 Td [(\050Bacallaos?\051)-866(erblickt,)-506(f\374r)-456(eine)-455(Arbeit)-455(des)-455(Andrea)-455(Benincasa)]TJ 0 -13.549 Td [(gehalten)-250(hat.)]TJ 11.956 -16.004 Td [(Auf)-530(den)-530(Karten)-530(des)]TJ/F28 10.9091 Tf 100.062 0 Td [(Juan)-530(de)-530(la)-530(Cosa)]TJ/F16 10.9091 Tf 85.543 0 Td [(und)]TJ/F28 10.9091 Tf 22.144 0 Td [(Ribero)]TJ/F16 10.9091 Tf 35.474 0 Td [(findet)]TJ -255.179 -13.549 Td [(sich)-465(keine)-465(Spur)-464(von)-465(dem)-465(Namen)-465(der)-464(Antillen,)-519(auch)-465(auf)-464(der)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-358(Parma)-358(aufbewahrten)-359(Weltkarte)-358(des)-358(Picigano)-358(\0501367\051)-358(kommt)]TJ 0 -13.55 Td [(die)-421(Bezeichnung)-420(Antillia)-421(nicht,)-463(wohl)-421(aber,)-463(wie)-421(auf)-420(Behaim)]TJ/F27 10.9091 Tf 272.754 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.632 0 Td [(s)]TJ -276.386 -13.549 Td [(Globus,)-486(die)]TJ/F28 10.9091 Tf 57.662 0 Td [(Insula)-439(de)-438(Brazie)-439(\050Brazir,)-486(Brazil\051)]TJ/F16 10.9091 Tf 155.049 0 Td [(vor.)-816(Die)-439(Insel)]TJ -212.711 -13.549 Td [(des)-454(heiligen)-454(Brandan,)-504(die)-454(Behaim)]TJ/F27 10.9091 Tf 157.005 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.632 0 Td [(s)-454(Globus)-454(ebenfalls)-453(angibt,)]TJ -160.637 -13.549 Td [(nennt)-470(Andrea)-469(Bianco)-470(so)-469(wenig)-470(wie)-469(die)-470(Gl\374ckseligen)-469(Inseln.)]TJ 0 -13.549 Td [(Auch)-295(ist)-296(bemerkenswerth,)-307(da\337)-295(weder)-295(Columbus,)-307(noch)-295(Gomara,)]TJ/F16 7.9701 Tf -72.756 0 Td [([28])]TJ/F16 10.9091 Tf 72.756 -13.55 Td [(Oviedo)-479(oder)-479(Acosta,)-536(noch)-479(die)-479(Karten)-479(von)-479(Amerika)-479(und)-479(die)]TJ 0 -13.549 Td [(Welttafeln,)-617(welche)-544(seit)-544(dem)-544(Jahre)-544(1508)-544(den)-544(Ausgaben)-543(des)]TJ 0 -13.549 Td [(Ptolamais)-228(beigef\374gt)-229(werden,)-233(des)-228(Namens)-228(Antillia)-229(gedenken.)-242(Die)]TJ 0 -13.549 Td [(erste)-286(Spur)-285(dieses)-286(Gebrauches)-285(des)-286(Namens)-285(findet)-286(von)-285(Humboldt)]TJ 0 -13.549 Td [(in)-322(den)]TJ/F28 10.9091 Tf 31.263 0 Td [(Oceanis)]TJ/F16 10.9091 Tf 39.261 0 Td [(des)]TJ/F28 10.9091 Tf 18.053 0 Td [(Peter)-322(Martyr)-322(d)]TJ/F46 10.9091 Tf 67.012 0 Td [(\031)]TJ/F28 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(Anghiera)]TJ/F16 10.9091 Tf 44.115 0 Td [(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(Dec.)-466(lib.)-465(I.)-322(pag.)]TJ -206.97 -13.55 Td [(II.)]TJ/F16 10.9091 Tf 12.493 0 Td [(beendigt)-229(im)-229(Novbr.)-243(1493\051.)-244(Hier)-229(findet)-229(man)-229(die)-229(geographische)]TJ -12.493 -13.549 Td [(Benennung)-304(der)-304(Antillen)-303(in)-304(der)-304(Mehrzahl.)-411(Aber)-304(noch)-304(mehr;)-330(das)]TJ 0 -13.549 Td [(einzige)-337(Mal,)-360(wo)-337(man)-338(in)-337(den)-338(Briefen)-337(des)]TJ/F28 10.9091 Tf 185.111 0 Td [(Amerigo)-337(Vespucci)-338(\050c.)]TJ -185.111 -13.549 Td [(1500\051)]TJ/F16 10.9091 Tf 28.838 0 Td [(den)-310(Namen)-311(Columbus)-310(findet,)-326(steht)-311(er)-310(in)-310(Verbindung)-311(mit)]TJ -28.838 -13.549 Td [(dem)-218(Namen)-218(Antillia,)-224(obgleich)-218(Columbus)-218(nie)-218(die)-217(Gesammtmasse)]TJ 0 -13.549 Td [(der)-379(von)-379(ihm)-380(entdeckten)-379(I)-200(n)-200(s)-200(e)-200(l)-200(n)-1137(v)-200(o)-200(n)-1138(I)-200(n)-200(s)-200(e)-200(l)-200(n)-379(unter)-379(eine)]TJ 0 -13.55 Td [(gemeinschaftliche)-478(Benennung)-477(zusammenstellt.)-934(Uebrigens)-477(ist)]TJ 0 -13.549 Td [(es)-408(mit)-408(dem)-408(Namen)-408(der)-408(Antilleninseln)-408(gegangen)-408(wie)-408(mit)-407(dem)]TJ 0 -13.549 Td [(von)-397(Amerika.)-692(Der)-397(erstere)-397(wurde)-398(im)-397(Jahr)-397(1493)-397(von)-397(Anghiera)]TJ 0 -13.549 Td [(vorgeschlagen,)-543(der)-484(letztere)-485(von)-484(Ylacomylus,)-543(und)-484(bei)-484(beiden)]TJ 0 -13.549 Td [(war)-443(mehr)-444(als)-443(ein)-443(Jahrhundert)-443(erforderlich,)-492(ehe)-443(der)-443(Gebrauch)]TJ 0 -13.55 Td [(allgemein)-250(verbreitet)-250(war.)]TJ 11.955 -16.004 Td [(Martin)-238(Behaim)-238(schreibt)-237(bei)-238(der)-238(Insel)-238(Antillia)-238(Folgendes:)]TJ/F27 10.9091 Tf 248.679 0 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.843 0 Td [(Als)]TJ -265.477 -13.549 Td [(man)-467(z\344hlt)-467(nach)-467(Christi)-467(Geburt)-467(734)-466(Jahre,)-522(als)-467(ganz)-466(Hispania)]TJ
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+ -269.721 -30.759 Td [(von)-467(den)-468(Heiden)-467(aus)-467(Afrika)-468(genommen)-467(war)]TJ/F16 7.9701 Tf 202.057 3.959 Td [(38)]TJ/F16 10.9091 Tf 8.468 -3.959 Td [(,)-522(da)-467(wurde)-467(be-)]TJ/F16 7.9701 Tf 80.499 0 Td [([29])]TJ/F16 10.9091 Tf -291.024 -13.549 Td [(wohnt)-499(die)-499(oben)-499(beschriebene)]TJ/F28 10.9091 Tf 140.532 0 Td [(i)-200(n)-200(s)-200(u)-200(l)-200(a)-1497(A)-200(n)-200(t)-200(i)-200(l)-200(i)-200(a)]TJ/F16 10.9091 Tf 96.71 0 Td [(,)-561(genannt)]TJ/F28 10.9091 Tf -237.242 -13.549 Td [(S)-200(e)-200(p)-200(t)-200(e)-200(m)-1238(r)-200(i)-200(t)-200(a)-200(d)-200(e)]TJ/F16 10.9091 Tf 92.89 0 Td [(,)-453(von)-413(einem)-413(Erzbischof)-412(von)]TJ/F28 10.9091 Tf 132.326 0 Td [(Porto)-413(Porti-)]TJ -225.216 -13.549 Td [(gal)]TJ/F16 10.9091 Tf 17.987 0 Td [(mit)-371(sechs)-371(anderen)-370(Bisch\366fen,)-401(die)-371(zu)-371(Schiffe)-371(von)-371(Hispania)]TJ -17.987 -13.55 Td [(dahin)-416(geflohen)-416(kamen)-416(mit)-416(ihrem)-416(Vieh,)-457(Hab)]TJ/F27 10.9091 Tf 201.283 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 8.17 0 Td [(und)-416(Gut.)]TJ/F28 10.9091 Tf 48.148 0 Td [(Anno)]TJ/F16 10.9091 Tf -257.601 -13.549 Td [(1414)-421(ist)-420(ein)-421(Schiff)-420(aus)-420(Hispania)-421(ungef\344hr)-420(am)-421(n\344chsten)-420(dabei)]TJ 0 -13.549 Td [(gewesen.)]TJ/F27 10.9091 Tf 40.288 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 11.065 0 Td [(Diese)-570(Angabe)-571(der)-570(Insel)-570(Antillia)-570(ist)-571(ein)-570(Beweis,)]TJ -51.353 -13.549 Td [(da\337)-425(allerdings)-425(Martin)-424(Behaim,)-469(wenn)-425(er)-425(auch)-425(nicht)-425(selbst)-424(auf)]TJ 0 -13.549 Td [(dieser)-272(Insel)-272(gewesen,)-277(doch)-272(Nachrichten,)-278(Kenntnisse,)-277(Anzeichen)]TJ 0 -13.55 Td [(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(i)-200(n)-200(d)-200(i)-200(c)-200(i)-200(a)]TJ/F16 10.9091 Tf 43.396 0 Td [(\051)-205(von)-205(einem)-205(im)-205(Westen)-205(liegenden)-205(Lande)-205(gehabt)-205(haben)]TJ -47.029 -13.549 Td [(mu\337.)-356(Diese)-355(k\366nnen)-356(ihm)-356(durch)-356(Schiffer)-355(\050und)-356(die)-356(Angabe)-355(unter)]TJ 0 -13.549 Td [(1414)-305(weist)-305(darauf)-305(hin\051,)-319(durch)-305(Schiffbr\374chige)-305(oder)-305(durch)-304(an)-305(die)]TJ 0 -13.549 Td [(Ufer)-340(der)-340(Azoren)-339(angeschwemmte)-340(Gegenst\344nde)-340(geworden)-339(sein,)]TJ 0 -13.549 Td [(z.)-714(B.)-404(durch)-405(Fichtenst\344mme)-405(an)-404(den)-405(K\374sten)-404(von)-405(Graciosa)-404(und)]TJ 0 -13.55 Td [(Fayal,)-281(durch)-274(Leichname)-275(unbekannter)-274(Menschenracen)-275(an)-274(der)-274(In-)]TJ 0 -13.549 Td [(sel)-268(Flores,)-272(durch)-268(St\374cke)-268(k\374nstlich)-268(aber)-268(ohne)-268(eiserne)-267(Werkzeuge)]TJ 0 -13.549 Td [(geschnitzten)-365(Holzes)-365(an)-365(der)-364(Insel)-365(Porto)-365(Santo)-365(und)-365(selbst)-364(durch)]TJ 0 -13.549 Td [(Canots,)-386(die)-358(mit)-359(H\344uten)-359(bedeckt)-358(und)-359(mit)-358(Menschen)-359(von)-358(einem)]TJ 0 -13.549 Td [(g\344nzlich)-505(unbekannten)-504(Stamm)-504(besetzt)-505(gewesen,)-568(von)-504(welchen)]TJ 0 -13.55 Td [(Gegenst\344nden)-363(auch)-363(die)-363(Zeitgenossen)-363(des)-363(Columbus)-363(\050s.)]TJ/F28 10.9091 Tf 253.478 0 Td [(V)-200(i)-200(d)-200(a)]TJ -253.478 -13.549 Td [(d)-200(e)-200(l)-1435(A)-200(l)-200(m)-200(i)-200(r)-200(a)-200(n)-200(t)-200(e,)-535(cap.)-935(8)-479(pag.)-935(6)]TJ/F16 10.9091 Tf 177.104 0 Td [(\051)-478(mit)-479(der)-478(kleinlichsten)]TJ -177.104 -13.549 Td [(Genauigkeit)-285(reden)-284(und)-285(die)-284(auch)-285(von)-285(Columbus)-284(als)-285(Zeichen)-284(von)]TJ 0 -13.549 Td [(Land)-370(im)-370(Westen)-370(betrachtet)-370(wurden.)-610(Sein)-370(Sohn)-370(Fernando)-370(sagt)]TJ 0 -13.549 Td [(in)-291(der)-290(That:)]TJ/F27 10.9091 Tf 55.399 0 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(Die)-291(Bewohner)-290(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 70.561 0 Td [(m)-200(o)-200(r)-200(a)-200(d)-200(o)-200(r)-200(e)-200(s)]TJ/F16 10.9091 Tf 64.723 0 Td [(\051)-291(erz\344hlten)-290(meinem)]TJ -195.527 -13.55 Td [(Vater,)-265(da\337)-262(w\344hrend)-262(die)-261(Winde)-262(vom)-262(Westen)-262(wehten)-262(...)]TJ/F27 10.9091 Tf 237.368 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.7 0 Td [(aber)-262(der)]TJ -245.068 -13.549 Td [(Admiral)-209(konnte)-209(diese)-210(Nachricht)-209(in)-209(irgend)-209(einem)-209(Hafen)-209(Portugals)]TJ 0 -13.549 Td [(oder)-333(Spaniens)-333(erhalten,)-354(da)-334(wir,)-354(wie)-333(v.)-499(Humboldt)-333(bemerkt,)-354(mit)]TJ/F16 7.9701 Tf 291.024 0 Td [([30])]TJ/F16 10.9091 Tf -291.024 -13.549 Td [(Bestimmtheit)-389(aus)-389(der)-390(Handschrift)-389(der)]TJ/F28 10.9091 Tf 173.936 0 Td [(H)-200(i)-200(s)-200(t)-200(o)-200(r)-200(i)-200(a)-1168(d)-200(e)-1167(l)-200(a)-200(s)]TJ -173.936 -13.549 Td [(I)-200(n)-200(d)-200(i)-200(a)-200(s)]TJ/F16 10.9091 Tf 42.089 0 Td [(von)]TJ/F28 10.9091 Tf 20.271 0 Td [(Las)-358(Casas)]TJ/F16 10.9091 Tf 50.251 0 Td [(wissen,)-385(da\337)-358(Columbus)-358(in)-359(Spanien)-358(im)]TJ -112.611 -13.549 Td [(Kloster)-173(von)-173(Rabida)-173(die)-172(Reise)-173(des)-173(Pedro)-173(Velasco)-173(aus)-173(Palos)-172(kennen)]TJ
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+/F16 5.9776 Tf 50.009 102.828 Td [(38)]TJ/F16 8.9664 Tf 8.718 -3.809 Td [(Behaim)-200(setzt)-201(die)-200(Auswanderung)]TJ/F27 8.9664 Tf 116.753 0 Td [(\036)]TJ/F16 8.9664 Tf 3.981 0 Td [(des)-200(Erzbischofs)-201(von)]TJ/F28 8.9664 Tf 73.119 0 Td [(Porto)-200(Portigal)]TJ/F27 8.9664 Tf 52.116 0 Td [(\034)]TJ/F16 8.9664 Tf 5.777 0 Td [(nach)]TJ -263.702 -10.959 Td [(der)-245(Insel)]TJ/F28 8.9664 Tf 33.282 0 Td [(Antilia)]TJ/F16 8.9664 Tf 26.616 0 Td [(oder)]TJ/F28 8.9664 Tf 18.133 0 Td [(Septen)-245(citade)]TJ/F16 8.9664 Tf 48.019 0 Td [(,)-246(die)-246(Insel)-245(der)-245(sieben)-246(St\344dte)-245(genannt,)-247(in)-245(das)]TJ -126.05 -10.959 Td [(Jahr)-266(734,)-269(w\344hrend)-266(Columbus)-266(das)-265(Jahr)-266(814)]TJ/F27 8.9664 Tf 155.42 0 Td [(\023)]TJ/F16 8.9664 Tf 6.866 0 Td [(die)-266(Epoche)-265(der)-266(Schlacht)-266(angiebt,)]TJ -162.286 -10.959 Td [(welche)-250(Musa)-250(an)-250(den)-250(Ufern)-250(des)-250(Guadalete)-250(gewann.)]TJ
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+/F16 10.9091 Tf 93.543 548.934 Td [(20)-12004(Martin)-250(Behaim)-250(aus)-250(N\303\274rnberg)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(lernte,)-234(welcher)-229(von)-229(Fayal)-230(abgereist,)-233(nach)-230(einer)-229(Schifffahrt)-229(gegen)]TJ 0 -13.549 Td [(Westen)-306(bis)-307(zu)-306(einer)-306(Entfernung)-307(von)-306(150)-306(Lieues)-307(\050wonach)-306(er)-306(bis)]TJ 0 -13.549 Td [(jenseits)-302(des)-303(\366stlichen)-302(Punktes)-302(des)-303(gro\337en)-302(Tangstreifens)-302(gelangt)]TJ 0 -13.549 Td [(sein)-192(m\374\337te\051)-191(die)-192(Insel)-191(Flores)-191(entdeckte.)-231(Auch)-191(ist)-192(es)-191(bei)-192(den)-191(gro\337en)]TJ 0 -13.55 Td [(astronomischen)-325(Kenntnissen)-326(Behaims)-325(wahrscheinlich,)-344(da\337)-325(der-)]TJ 0 -13.549 Td [(selbe)-220(\374berzeugt)-220(gewesen)-220(sein)-220(mu\337,)-220(da\337)-220(westlich)-220(von)-220(den)-220(Azoren)]TJ 0 -13.549 Td [(noch)-299(andere)-299(K\374sten)-299(anzutreffen)-299(seien,)-311(denn)-299(sonst)-299(h\344tte)-299(er)-299(wohl)]TJ 0 -13.549 Td [(nicht)-335(den)-335(K\366nig)-335(von)-335(Portugal)-334(veranla\337t,)]TJ/F16 7.9701 Tf 179.764 3.959 Td [(39)]TJ/F16 10.9091 Tf 12.353 -3.959 Td [(ehe)-335(noch)-335(Columbus)]TJ -192.117 -13.549 Td [(seine)-396(Absichten)-397(erreicht,)-433(Expeditionen)-396(auszuschicken,)-433(um)-396(die)]TJ 0 -13.55 Td [(Antillen)-433(zu)-432(entdecken,)-478(die)-433(freilich)-433(zur\374ckkehrten,)-478(ohne)-432(ihren)]TJ 0 -13.549 Td [(Zweck)-227(erreicht)-227(zu)-227(haben.)-243(Und)-227(dann,)-231(sollten)-227(nicht)-227(die)-227(Westwinde)]TJ 0 -13.549 Td [(und)-442(insbesondere)-441(der)-442(aus)-442(dem)-441(Golf)-442(von)-442(Mexiko)-441(kommende,)]TJ 0 -13.549 Td [(an)-359(der)-359(Ostk\374ste)-359(von)-358(Nordamerika)-359(sich)-359(hinziehende)-359(und)-359(in)-358(der)]TJ 0 -13.549 Td [(Richtung)-435(nach)-435(den)-435(Azoren)-435(laufende,)-481(s\374d\366stliche)-435(Auslauf)-434(des)]TJ 0 -13.55 Td [(G)-200(o)-200(l)-200(f)-200(s)-200(t)-200(r)-200(o)-200(m)-200(e)-200(s)-211(dem)-210(auf)-211(der)-211(\374ber)-211(ein)-210(Dritttheil)-211(des)-211(Weges)-210(nach)]TJ 0 -13.549 Td [(Amerika)-464(in)-465(den)-464(Atlantischen)-464(Ocean)-464(hineingeschobenen)-464(Insel)]TJ 0 -13.549 Td [(Fayal)-351(lebenden)-350(gro\337en)-350(Seefahrer)-351(und)-350(Kosmographen)-351(die)-350(Lage)]TJ 0 -13.549 Td [(des)-250(westlich)-250(gelegenen)-250(Landes)-250(verrathen)-250(haben?)]TJ/F16 7.9701 Tf -72.755 0 Td [([31])]TJ/F16 10.9091 Tf 84.711 -13.925 Td [(So)-400(gewi\337)-399(die)-400(M\366glichkeit)-400(nicht)-400(g\344nzlich)-400(geleugnet)-399(werden)]TJ -11.956 -13.549 Td [(kann,)-445(da\337)-406(durch)-405(die)-406(Gewalt)-406(der)-406(Winde,)-445(die)-406(h\344ufig)-405(m\344chtiger)]TJ 0 -13.549 Td [(ist)-366(als)-365(die)-366(der)-366(Str\366mungen,)-394(ph\366nizische)-366(und)-365(karthaginensische)]TJ 0 -13.549 Td [(Schiffe,)-371(die)-347(f\374r)-347(den)-346(Handel)-347(mit)-347(Zinn)-347(und)-347(Bernstein)-346(verwendet)]TJ 0 -13.55 Td [(wurden,)-241(auf)-238(ihrem)-238(Wege)-238(durch)-239(den)]TJ/F28 10.9091 Tf 156.478 0 Td [(S)-200(i)-200(n)-200(u)-200(s)-715(O)-200(e)-200(s)-200(t)-200(r)-200(y)-200(m)-200(n)-200(i)-200(c)-200(u)-200(s)]TJ/F16 10.9091 Tf -156.478 -13.549 Td [(verschlagen)-251(und)-251(an)-251(die)-252(K\374ste)-251(der)-251(Azoren)-251(geworfen)-251(wurden,)-251(da\337)]TJ 0 -13.549 Td [(ferner)-156(die)-155(Araber)-156(und)-155(die)-155(Normanen)-156(die)-155(azorischen)-156(Inseln)-155(besucht)]TJ 0 -13.549 Td [(haben)-339(und)-340(da\337)-339(sie)-339(von)-340(der)-339(K\374ste)-339(Siciliens)-340(und)-339(Tunis)-339(punische)]TJ 0 -13.549 Td [(und)-439(cyren\344ische)-439(M\374nzen)-439(mit)-439(sich)-439(haben)-439(f\374hren)-439(k\366nnen)]TJ/F27 10.9091 Tf 260.688 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 10.244 0 Td [(so)]TJ -270.932 -13.55 Td [(gewi\337)-312(ist)-312(auch)-312(nicht)-312(zu)-312(leugnen,)-327(da\337)-312(Columbus,)-328(zwi)1(schen)-312(dem)]TJ 0 -13.549 Td [(und)-368(Behaim)-368(h\366chst)-368(wahrscheinlich)-368(Beziehungen)-367(stattgefunden)]TJ 0 -13.549 Td [(haben,)-679(obgleich)-593(sie)-594(durch)-593(nichts)-593(unmittelbar)-593(nachgewiesen)]TJ 0 -13.549 Td [(werden)-257(k\366nnen,)-258(fr\374her)-257(einmal)-257(zu)-257(Fayal)-257(gelandet)-257(sein)-257(k\366nne)-256(und)]TJ 0 -13.549 Td [(da\337)-157(Behaim,)-176(der)-157(geraume)-158(Zeit)-157(daselbst)-157(gelebt,)-176(alle)-157(Anzeichen)-157(und)]TJ
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+/F16 5.9776 Tf 96.781 80.91 Td [(39)]TJ/F28 8.9664 Tf 8.718 -3.809 Td [(H)-200(e)-200(r)-200(r)-200(e)-200(r)-200(a)]TJ/F40 8.9664 Tf 43.728 0 Td [(f)]TJ/F28 8.9664 Tf 6.401 0 Td [(f)-200(n)-200(s)-200(,)-490(cap.)-826(VII.)]TJ/F16 8.9664 Tf 62.733 0 Td [(und)]TJ/F28 8.9664 Tf 17.413 0 Td [(Gaspar)-442(Fructuosa)]TJ/F16 8.9664 Tf 71.688 0 Td [(in)-442(seiner)]TJ/F43 8.9664 Tf 36.315 0 Td [(Historia)]TJ -250.234 -10.959 Td [(insulana)]TJ/F16 8.9664 Tf 32.396 0 Td [(.)]TJ
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+ -269.721 -30.759 Td [(Erfahrungen)-367(von)-367(westlich)-367(liegenden)-367(L\344ndern)-367(gesammelt)-367(habe.)]TJ 0 -13.549 Td [(Auch)-453(wollen)-454(wir)-453(hier)-453(die)-454(Vermuthungen)-453(der)-453(portugiesischen)]TJ 0 -13.549 Td [(Seefahrer)-524(anf\374hren,)-593(welche)-525(vor)-524(und)-524(nach)-525(1484)]TJ/F27 10.9091 Tf 228.292 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 11.175 0 Td [(das)-524(Jahr,)]TJ -239.467 -13.549 Td [(in)-397(welchem)-396(Colon)-397(Portugal)-397(verl\344\337t)]TJ/F27 10.9091 Tf 163.444 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 9.782 0 Td [(die)-397(Gew\344sser)-396(au\337erhalb)]TJ -173.226 -13.55 Td [(der)-392(Azoren)-392(besucht)-393(hatten.)-676(Hierher)-393(geh\366rt)-392(1\051)-392(die)-392(Reise)-392(eines)]TJ 0 -13.549 Td [(gewissen)-259(Diego)-259(de)-259(Tiene)-260(\050Teyve?\051)-277(zur)-259(Aufsuchung)-259(der)]TJ/F28 10.9091 Tf 245.165 0 Td [(Antillia)]TJ/F16 10.9091 Tf 32.738 0 Td [(,)]TJ -277.903 -13.549 Td [(dem)-181(als)-182(Pilot)-181(der)-182(obengenannte)-181(Pedro)-182(de)-181(Velasco)-181(diente,)-195(derselbe)]TJ 0 -13.549 Td [(Seemann,)-609(welcher)-536(dem)-537(Admiral)-537(Don)-537(Colon)-537(im)-537(Kloster)-536(La)]TJ 0 -13.549 Td [(Rabida)-425(bei)-425(Palos)-426(von)-425(dieser)-425(Reise)-425(erz\344hlte;)-513(2\051)-425(die)-425(Reise)-425(des)]TJ 0 -13.55 Td [(Ferdinand)-580(Dulmo)-581(\050d)]TJ/F27 10.9091 Tf 96.291 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(Ulmo,)-663(aus)-580(Ulm?\051,)-663(eines)-580(Capit\344ns)-581(der)]TJ -99.924 -13.549 Td [(Terceira)-407(und)-407(Joh.)-721(Affonso,)-446(eines)-407(Pflanzers)-406(von)-407(Madeira,)-446(die)]TJ 0 -13.549 Td [(eine)-221(Gesellschaft)-220(mit)-221(einem)-221(d)-200(e)-200(u)-200(t)-200(s)-200(c)-200(h)-200(e)-200(n)-220(Ritter)-221(gebildet)-220(hatten,)]TJ/F16 7.9701 Tf 291.024 0 Td [([32])]TJ/F16 10.9091 Tf -291.024 -13.549 Td [(um)-359(eine)-358(gro\337e)-359(Insel)-359(oder)-359(das)-358(Festland)-359(im)-359(atlantischen)-358(Westen)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-492(entdecken,)-552(wobei)-492(man)-492(voraussetzte,)-553(da\337)-492(die)]TJ/F28 10.9091 Tf 227.319 0 Td [(I)-200(l)-200(h)-200(a)-1476(d)-200(a)]TJ -227.319 -13.55 Td [(s)-200(e)-200(t)-200(e)-1245(c)-200(i)-200(d)-200(a)-200(d)-200(e)-200(s)]TJ/F16 10.9091 Tf 88.038 0 Td [(\050Insel)-415(der)-415(sieben)-415(St\344dte\051)-415(und)-415(das)-415(Festland)]TJ -88.038 -13.549 Td [(nicht)-383(unter)-382(40)-383(Tagen)-382(erreicht)-383(werden)-382(m\366chten.)]TJ/F28 10.9091 Tf 220.234 0 Td [(E)-1147(q)-200(u)-200(a)-200(n)-200(t)-200(o)]TJ -220.234 -13.549 Td [(a)-200(o)-1133(C)-200(a)-200(v)-200(a)-200(l)-200(e)-200(i)-200(r)-200(o)-1134(a)-200(l)-200(e)-200(m)-200(a)-200(n)]TJ/F16 10.9091 Tf 141.935 0 Td [(,)-410(hei\337t)-378(es)-377(in)-378(der)-378(Urkunde)-378(vom)]TJ -141.935 -13.549 Td [(24.)-579(Juli)-359(1486)-360(pag.)-578(66,)]TJ/F28 10.9091 Tf 108.021 0 Td [(q)-200(u)-200(e)-1079(e)-200(m)-1078(c)-200(o)-200(m)-200(p)-200(a)-200(n)-200(h)-200(i)-200(a)-1079(d)-200(e)-200(l)-200(l)-200(e)-200(s)]TJ -108.021 -13.549 Td [(h)-200(a)-1514(d)-200(e)-1515(h)-200(i)-199(r)-200(,)-1706(q)-200(u)-200(e)-1514(e)-200(l)-200(l)-200(e)-1514(a)-200(l)-200(e)-200(m)-200(a)-200(n)-1514(e)-200(s)-200(c)-200(o)-200(l)-200(h)-200(a)]TJ 0 -13.55 Td [(d)-200(i)-200(r)-1362(e)-200(m)-1362(q)-200(u)-200(a)-200(l)-200(q)-200(u)-200(e)-200(r)-1362(c)-200(a)-200(r)-200(a)-200(v)-200(e)-200(l)-200(l)-200(a)-1362(q)-200(u)-200(e)-1361(q)-200(u)-200(i)-200(z)-200(e)-200(r)]TJ/F16 10.9091 Tf 277.903 0 Td [(.)]TJ/F27 10.9091 Tf -277.903 -13.549 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(Der)-328(deutsche)-327(Ritter,)-348(bemerkt)-327(Peschel)-328(in)-328(seinem)-327(vortrefflichen)]TJ -4.844 -13.549 Td [(Buche)-185(S.)-184(617,)-198(ist)-184(h)-200(\366)-200(c)-200(h)-200(s)-200(t)-200(w)-200(a)-200(h)-200(r)-200(s)-200(c)-200(h)-200(e)-200(i)-200(n)-200(l)-200(i)-200(c)-200(h)-185(Martin)-184(Behaim,)]TJ 0 -13.549 Td [(obgleich)-357(es)-356(viele)-357(Deutsche)-357(damals)-356(in)-357(Portugal)-357(gab.)-570(Ueber)-356(die)]TJ 0 -13.549 Td [(Erfolge)-265(dieser)-264(Reise)-265(sind)-264(wir)-265(bis)-264(jetzt)-265(nicht)-264(unterrichtet.)]TJ/F27 10.9091 Tf 245.175 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.729 0 Td [(3\051)-265(Die)]TJ -252.904 -13.55 Td [(nach)-362(portugiesischen)-362(Quellen)-362(i.)-585(J.)-362(1464)-362(gemachte,)-390(aber)-361(durch)]TJ 0 -13.549 Td [(nichts)-289(bewiesene,)-300(oben)-289(erw\344hnte)-289(Entdeckung)-290(eines)-289(Theiles)-289(von)]TJ 0 -13.549 Td [(Nord-Amerika,)-400(die)-369(sp\344ter)-370(sog.)]TJ/F28 10.9091 Tf 143.279 0 Td [(Terra)-370(do)-369(Bacalhao)]TJ/F16 10.9091 Tf 85.639 0 Td [(,)-400(durch)-369(den)]TJ -228.918 -13.549 Td [(portugiesischen)-442(Seefahrer)-442(Joa)-443(Vaz)-442(Cortereal.)-826(Dazu)-442(gesellten)]TJ 0 -13.549 Td [(sich)-347(noch)-347(die)-346(Vermuthungen)-347(von)-347(Land)-347(und)-347(Inseln,)-371(welche)-346(die)]TJ 0 -13.549 Td [(Bewohner)-284(von)-284(Madeira,)-292(von)-284(den)-284(Canarien)-284(und)-284(auf)-284(den)-284(Azoren,)]TJ 0 -13.55 Td [(jedes)-287(Jahr)-287(im)-287(fernen)-287(Westen)-287(auftauchen)-287(zu)-287(sehen)-287(glaubten,)-296(und)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-297(Aussagen)-297(dieser)-296(und)-297(jener)-297(Steuerleute,)-308(die)-297(versicherten,)-308(bei)]TJ 0 -13.549 Td [(ihren)-480(Ueberfahrten)-481(nach)-480(Irland)-481(im)-480(Westen)-481(Land)-480(gesehen)-480(zu)]TJ 0 -13.549 Td [(haben,)-231(welches)-226(sie)-225(f\374r)-226(einen)-226(Theil)-226(der)-226(Tartarei)-226(u.)-242(s.)-242(w.)-241(ausgaben.)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(So)-459(vorbereitet)-460(waren)-459(die)-460(Gem\374ther)-459(auf)-460(gro\337e)-459(Dinge)-459(worden)]TJ 0 -13.549 Td [(und)-459(das)-459(16.)-877(Jahrhundert)-459(h\344tte)-459(sicherlich)-459(auch)-459(ohne)-458(Colon)]TJ/F27 10.9091 Tf 272.754 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.632 0 Td [(s)]TJ -276.386 -13.549 Td [(Plan)-295(schon)-295(fr\374hzeitig)-294(gefunden,)-306(da)-295(der)-295(Gedanke)-295(durchaus)-294(nicht)]TJ/F16 7.9701 Tf -72.755 0 Td [([33])]TJ/F16 10.9091 Tf 72.755 -13.549 Td [(mehr)-437(neu)-437(war,)-484(da\337)-437(man)-437(bei)-437(der)-437(unbestrittenen)-437(Annahme)-437(der)]TJ 0 -13.55 Td [(Erde)-355(als)-355(kugelf\366rmiger)-356(K\366rper)-355(recht)-355(wohl)-355(den)-355(Ostrand)-355(Asiens)]TJ 0 -13.549 Td [(durch)-484(eine)-484(atlantische)-483(Ueberfahrt)-484(erreichen)-484(k\366nnte.)-951(Hiermit)]TJ 0 -13.549 Td [(soll)-491(aber)-491(der)-491(Ruhm)-491(des)-491(Genuesers,)-551(dessen)-491(Verdienst)-491(in)-491(der)]TJ 0 -13.549 Td [(a)-200(b)-200(s)-200(i)-200(c)-200(h)-200(t)-200(s)-200(v)-200(o)-200(l)-200(l)-200(e)-200(n)-444(Entdeckung)-444(neuer)-443(Seewege)-444(besteht,)-492(und)]TJ 0 -13.549 Td [(dessen)-216(That)-216(die)-217(gro\337e)-216(Begebenheit)-216(um)-216(einen)-216(kostbaren)-216(Zeitraum)]TJ 0 -13.55 Td [(beschleunigte,)-604(durchaus)-533(nicht)-534(herabgesetzt,)-604(zu)-533(gleicher)-533(Zeit)]TJ 0 -13.549 Td [(aber)-343(auch)-342(das)-343(Verdienst)-342(seiner)-342(Zeitgenossen)-343(nicht)-342(untersch\344tzt)]TJ 0 -13.549 Td [(werden,)-432(welche)-396(zur)-396(L\366sung)-396(der)-396(Aufgabe)-396(mit)-396(beigetragen)-395(und)]TJ 0 -13.549 Td [(Columbus)-283(in)-282(seinem)-283(Plan,)-291(nach)-283(Westen)-282(zu)-283(segeln,)-291(mit)-282(angeregt)]TJ 0 -13.549 Td [(und)-193(best\344rkt)-194(haben.)-231(Und)-193(wer)-193(w\344re)-193(hierzu)-194(geeigneter)-193(gewesen,)-204(als)]TJ 0 -13.55 Td [(sein)-248(Freund,)-248(der)-248(ber\374hmte)-248(Seefahrer)-248(Martin)-248(Behai)1(m,)-249(der)-248(auf)-247(der)]TJ 0 -13.549 Td [(\050wie)-211(schon)-211(bemerkt\051)-211(\374ber)-210(ein)-211(Dritttheil)-211(des)-211(Weges)-211(nach)-210(Amerika)]TJ 0 -13.549 Td [(weit)-234(im)-234(Ocean)-234(liegenden)-234(Insel)-234(Fayal)]TJ/F27 10.9091 Tf 161.348 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 8.008 0 Td [(dem)-234(Thule)-234(der)-234(gebildeten)]TJ -169.356 -13.549 Td [(Welt)]TJ/F27 10.9091 Tf 23.935 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 8.182 0 Td [(schon)-250(mit)-250(Einem)-250(Fu\337e)-250(in)-250(der)-250(Neuen)-250(Welt)-250(stand?)]TJ -20.161 -18.459 Td [(Die)-377(Azoren,)-409(von)-377(den)-377(Portugiesen)-377(seit)-377(1432)]TJ/F27 10.9091 Tf 196.214 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 5.454 0 Td [(1449)-377(nach)-377(und)]TJ -213.624 -13.549 Td [(nach)-509(entdeckt)-509(und)-508(in)-509(portugiesischen)-509(Urkunden)-509(schon)-508(1447)]TJ 0 -13.549 Td [(erw\344hnt,)-635(waren)-558(\374berdie\337)-558(von)-558(th\344tigen)-557(und)-558(unternehmenden)]TJ 0 -13.55 Td [(Seeleuten)-255(bewohnt,)-257(die)-255(mit)-256(Irland,)-256(Island)-256(u.)-266(s.)-266(w.)-266(in)-255(Verbindung)]TJ 0 -13.549 Td [(standen)-313(und)-314(von)-313(denen)-314(schon)-313(im)-314(Allgemeinen)-313(erwartet)-313(werden)]TJ 0 -13.549 Td [(konnte,)-314(da\337)-301(sie)-302(bef\344higt)-301(und)-301(durch)-302(die)-301(nat\374rlichen)-301(Verh\344ltnisse)]TJ 0 -13.549 Td [(angeregt)-229(waren,)-233(die)-229(Fahrten)-229(gegen)-229(W)-200(e)-200(s)-200(t)-200(e)-200(n)-229(fortzusetzen.)-243(Auch)]TJ 0 -13.549 Td [(soll)-506(nach)-505(einer)-506(alten,)-570(sich)-505(immer)-506(wiederholenden)-506(Sage,)-569(die)]TJ 0 -13.549 Td [(der)-487(Geschichtsschreiber)-487(der)-487(Azoren,)-546(Fructuosa)-487(bei)-487(Cordeyro)]TJ 0 -13.55 Td [(und)]TJ/F28 10.9091 Tf 23.471 0 Td [(H)-200(i)-200(s)-200(t)-200(o)-200(r)-200(i)-200(a)-1954(d)-200(e)-200(l)-1955(R)-200(e)-200(y)-200(n)-200(o)-1954(d)-200(e)-1955(P)-200(o)-200(r)-200(t)-200(u)-200(g)-200(a)-200(l)]TJ/F16 7.9701 Tf -96.227 0 Td [([34])]TJ/F28 10.9091 Tf 72.756 -13.549 Td [(p)-200(o)-200(r)-1338(M)-200(a)-200(n)-200(u)-200(e)-200(l)-1338(d)-200(e)-1338(F)-200(a)-200(r)-200(i)-200(a)-1338(y)-1338(S)-200(o)-200(u)-200(s)-200(a)]TJ/F16 10.9091 Tf 227.296 0 Td [(umst\344ndlich)]TJ -227.296 -13.549 Td [(erw\344hnt,)-569(die)-504(aber)-505(Martin)-505(Behaim,)-569(Barros)-505(u.)-1014(s.)-1015(w.)-1014(nicht)]TJ 0 -13.549 Td [(kannten,)-474(auf)-429(Corvo)-430(ein)-429(Steinbild)-429(\050ein)-429(Mann)-430(zu)-429(Ro\337,)-429(der)-429(mit)]TJ 0 -13.549 Td [(der)-271(ausgestreckten)-271(Rechten)-272(gegen)-271(Nordwesten)-271(deutete\051)-271(von)-271(den)]TJ 0 -13.55 Td [(Entdeckern)-487(gefunden)-486(worden)-487(sein,)-546(durch)-487(welches)-486(Columbus)]TJ 0 -13.549 Td [(nach)-539(einer)-539(neidischen)-538(Ueberlieferung)-539(eine)-539(Offenbarung)-538(von)]TJ
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+ -269.721 -30.759 Td [(der)-460(Neuen)-460(Welt)-460(empfangen)-460(haben)-460(soll;)-565(jedoch)-460(scheint)-460(diese)]TJ 0 -13.549 Td [(angebliche)-525(Reiterstatue)]TJ/F27 10.9091 Tf 110.821 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 11.179 0 Td [(wenn)-525(nicht)-525(etwa)-524(ein)-525(vulkanisches)]TJ -122 -13.549 Td [(Vorgebirge)-266(aus)-266(Basalt,)-270(Trachyt)-266(und)-266(emphibolischem)-266(Porphyr)-266(in)]TJ 0 -13.549 Td [(Form)-248(eines)-247(Reiters)-248(gleich)-247(des)-247(Hestmann)-248(in)-247(Finnmarken)-248(oder)-247(ein)]TJ 0 -13.55 Td [(Warnungssignal)-358(vor)-358(oceanischen)-358(Fahrten)]TJ/F27 10.9091 Tf 187.705 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 9.36 0 Td [(wie)-358(die)-358(Bilds\344ulen)]TJ -197.065 -13.549 Td [(des)-649(Hercules)-649(einem)-649(und)-649(demselben)-649(Cyklus)-649(systematischer)]TJ 0 -13.549 Td [(Tr\344umereien)-288(auf)-289(dem)-288(Gebiete)-288(der)-288(Geographie)-289(anzugeh\366ren.)-364(Im)]TJ 0 -13.549 Td [(Uebrigen)-215(verb\374rgt)-214(sich)-215(der)-214(gelehrte)-215(Geschichtsschreiber)-214(Dami\343o)]TJ 0 -13.549 Td [(de)-192(Goes)-192(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 40.538 0 Td [(C)-200(h)-200(r)-200(o)-200(n)-200(.)-692(d)-200(o)-576(P)-200(r)-200(i)-200(n)-200(c)-200(.)-692(D)-200(.)-576(J)-200(o)-200(a)-200(m)-200(.)-692(L)-200(i)-200(s)-200(b)-200(o)-200(a)-192(1790)]TJ -40.538 -13.55 Td [(cap.)-287(IX.)-263(p.)-287(119.)]TJ/F16 10.9091 Tf 67.912 0 Td [(\051)-287(f\374r)-263(die)-262(Thatsache,)-266(da\337)-262(einige)-263(Fragmente)-262(dieses)]TJ -67.912 -13.549 Td [(Steinbildes)-301(nach)-301(Lissabon)-301(gekommen)-301(sind)-301(und)-301(setzt)-301(hinzu,)-313(da\337)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-443(unleserlichen)-443(Buchstaben)-442(der)-443(Inschrift,)-491(von)-443(der)-443(1529)-442(ein)]TJ 0 -13.549 Td [(Wachsabdruck)-485(genommen)-484(wurde,)-543(von)-485(Normannen)-484(herr\374hren)]TJ 0 -13.549 Td [(k\366nnten,)-307(also)-296(Runnen)-295(gewesen)-296(sein)-296(m\366chten.)-387(Auffallend)-295(bleibt)]TJ 0 -13.55 Td [(es)-407(nur,)-447(da\337)-407(Behaim,)-447(der,)-447(wie)-407(bemerkt,)-446(geraume)-408(Zeit)-407(auf)-407(den)]TJ 0 -13.549 Td [(Azoren)-250(gelebt,)-250(nichts)-250(von)-250(diesem)-250(Steinbilde)-250(wei\337.)]TJ 11.956 -18.459 Td [(Endlich)-242(liegt)-242(die)-243(Vermuthung)-242(nahe,)-244(da\337)-242(ein)-242(solcher)-242(Seefahrer)]TJ -11.956 -13.549 Td [(wie)-468(Martin)-467(Behaim)-468(in)-467(den)-468(besten)-467(Jahren,)-522(dem)-468(aber,)-522(so)-467(wie)]TJ 0 -13.549 Td [(Columbus,)-605(nicht)-534(nur)-535(die)-534(von)-534(den)-534(Scandinaviern)-534(gemachten)]TJ/F16 7.9701 Tf 291.024 0 Td [([35])]TJ/F16 10.9091 Tf -291.024 -13.549 Td [(Weinlandsfahrten)-460(nach)-461(Nord-Amerika,)-513(sondern)-460(auch)-460(die)-460(von)]TJ 0 -13.549 Td [(Seneca,)-329(Plato,)-329(Aristoteles,)-328(Eratosthenes,)-329(Diodor)-313(von)-313(Sicilien)-313(u.)]TJ 0 -13.55 Td [(s.)-298(w.)-297(gegebenen)-266(dunkeln)-266(Andeutungen)-266(\374ber)-266(einen)-265(unbekannten,)]TJ 0 -13.549 Td [(im)-176(atlantischen)-175(Ocean)-176(liegenden)-176(Kontinent)-175(bekannt)-176(gewesen)-175(sein)]TJ 0 -13.549 Td [(m\374ssen,)-248(nicht)-248(nur)-247(alle)-247(darauf)-248(bez\374glichen)-247(Zeichen)-248(und)-247(Angaben)]TJ 0 -13.549 Td [(eingesammelt)-336(hat,)-357(sondern)-336(vielleicht)-335(auch)-336(selbst,)-357(wie)-336(wir)-335(eben)]TJ 0 -13.549 Td [(bei)-203(der)-202(Reise)-203(des)-202(Ferdinand)-202(Dulmo)-203(angedeutet,)-212(nach)-202(der)-203(von)-202(ihm)]TJ 0 -13.549 Td [(in)-189(24\260)-190(Breite)-189(verlegten)-189(Insel)-190(Antillia)-189(gesegelt)-189(ist.)-230(Diese)-189(Annahme)]TJ 0 -13.55 Td [(einer)-225(westlichen)-226(Reise)-225(des)-225(Behaim,)-231(die)-225(von)-225(den)-226(Azoren)-225(nach)-225(der)]TJ 0 -13.549 Td [(Zwischenstation)-279(der)-278(Bermudas)-279(und)-278(Bahamas)-279(und)-278(von)-279(hier)-278(nach)]TJ 0 -13.549 Td [(den)-427(Antillen)-426(leicht)-427(und)-426(in)-426(kurzer)-427(Zeit)-426(\050Columbus)-427(segelte)-426(auf)]TJ 0 -13.549 Td [(seiner)-331(zweiten)-332(Reise)-331(von)-331(C)-200(a)-200(d)-200(i)-200(x)-332(nach)-331(den)-331(Antillischen)-331(Inseln)]TJ 0 -13.549 Td [(kaum)-402(s)-200(e)-200(c)-200(h)-200(s)-401(Wochen\051)-402(auszuf\374hren)-401(war,)-439(gewinnt)-402(dadurch)-401(an)]TJ 0 -13.55 Td [(Wahrscheinlichkeit,)-529(da\337)-473(Martin)-474(Behaim)-473(durch)]TJ/F28 10.9091 Tf 218.208 0 Td [(Regiomontans)]TJ/F16 10.9091 Tf -218.208 -13.549 Td [(verbessertes)-318(Astrolabium)-319(die)-318(Schiffer)-318(bekanntlich)-319(in)-318(den)-318(Stand)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(gesetzt)-389(hat,)-423(mittelst)-389(dieses)-388(Instrumentes)-389(nach)-389(der)-388(Sonnenh\366he)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-229(Entfernungen)-230(zu)-229(bestimmen)-230(und)-229(sich)-229(auf)-230(offener)-229(See)-229(zurecht)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-250(finden.)]TJ 11.956 -18.459 Td [(Zum)-427(Schlu\337)-428(unserer)-427(Abhandlung)-428(kommen)-427(wir)-428(endlich)-427(IV.)]TJ -11.956 -13.549 Td [(auf)-414(den)-414(Einflu\337,)-414(welchen)-414(Martin)-414(Behaim)-414(auf)-414(die)-414(Entdeckung)]TJ 0 -13.549 Td [(der)-326(Patagonischen)-326(Meerenge)-326(ausge\374bt)-327(hat.)-478(Zwei)-326(Werke,)-345(deren)]TJ 0 -13.55 Td [(Autorit\344t,)-193(wie)-178(bemerkt,)-193(nicht)-178(in)-178(Zweifel)-178(gezogen)-179(werden)-178(darf,)-192(die)]TJ 0 -13.549 Td [(Dekaden)-223(des)-223(Herrera)-224(und)-223(die)-223(in)-223(der)-223(Ambrosianischen)-223(Bibliothek)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-174(Mailand)-173(aufbewahrte)-174(und)-173(im)-174(Jahre)-174(1800)-173(von)-174(Amoretti)-173(bekannt)]TJ 0 -13.549 Td [(gemachte)-454(Handschrift)-453(des)-454(Pigafetta)-454(lassen)-453(auf)-454(gleiche)-453(Weise)]TJ/F16 7.9701 Tf -72.755 0 Td [([36])]TJ/F16 10.9091 Tf 72.755 -13.549 Td [(diesen)-519(Einflu\337)-518(erkennen.)-1056(Nach)-518(Herrera)-519(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 197.412 0 Td [(Dec.)-1056(II,)-518(lib.)-1056(II,)]TJ -197.412 -13.55 Td [(cap.)]TJ/F16 10.9091 Tf 26.412 0 Td [(20)-409(und)-409(21;)]TJ/F28 10.9091 Tf 55.469 0 Td [(lib.)-727(IV.,)-449(cap.)-727(10,)-449(Tom.)-727(I,)-409(pag.)-727(193,)-449(195,)]TJ -81.881 -13.549 Td [(338)]TJ/F16 10.9091 Tf 16.364 0 Td [(\051)-404(zeigte)-403(Magellan)-404(am)-404(spanischen)-403(Hofe)-404(zu)-404(Valladolid)-403(dem)]TJ -16.364 -13.549 Td [(Bischof)-444(von)-443(Burgos)-444(eine)-444(gemalte)-444(Erdkugel)-443(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 207.2 0 Td [(g)-200(l)-200(o)-200(b)-200(o)-1331(b)-200(i)-200(e)-200(n)]TJ -207.2 -13.549 Td [(p)-200(i)-200(n)-200(t)-200(a)-200(d)-200(o)]TJ/F16 10.9091 Tf 46.429 0 Td [(\051,)-390(auf)-361(welcher)-362(er)-361(den)-362(Weg)-362(verzeichnet)-361(hatte,)-390(den)-361(er)]TJ -46.429 -13.549 Td [(zu)-376(nehmen)-375(gedachte,)-407(indem)-376(er)-376(die)-375(Meerenge)-376(absichtlich)-375(wei\337)]TJ 0 -13.55 Td [(lie\337,)-382(damit)-383(man)-382(ihm)-383(sein)-382(Geheimni\337)-383(nicht)-382(entwenden)-382(konnte.)]TJ 0 -13.549 Td [(...)-474(Er)-325(f\374gte)-325(hinzu,)-343(da\337)-325(er)-325(um)-325(so)-324(gewisser)-325(w\344re,)-344(eine)-324(Meerenge)]TJ 0 -13.549 Td [(anzutreffen,)-424(als)-389(er)-390(sie)-389(gesehen)-389(h\344tte)-390(\050ohne)-389(Angabe)-389(des)-389(Ortes\051)]TJ 0 -13.549 Td [(auf)-400(einer)-399(von)-400(Martin)-400(de)-400(Bohemia,)-437(einem)-399(von)-400(der)-400(Insel)-399(Fayal)]TJ 0 -13.549 Td [(geb\374rtigen)-494(Portugiesen)-494(\050?\051)-981(und)-494(Kosmographen)-494(von)-493(gro\337em)]TJ 0 -13.55 Td [(Rufe)-269(angefertigten)-269(Seekarte,)-273(und)-269(da\337)-269(diese)-269(Karte)-269(ihm)-269(viel)-268(Licht)]TJ 0 -13.549 Td [(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(m)-200(u)-200(c)-200(h)-200(a)-857(l)-200(u)-200(z)]TJ/F16 10.9091 Tf 64.258 0 Td [(\051)-286(\374ber)-285(jene)-286(Meerenge)-286(verschafft)-286(habe.)-357(Pigafetta,)]TJ -67.891 -13.549 Td [(einer)-474(der)-473(achtzehn)-474(Reisegef\344hrten)-474(des)-473(Magellan,)-530(welche)-473(das)]TJ 0 -13.549 Td [(Gl\374ck)-413(hatten,)-454(am)-413(6.)-739(September)-413(1522)-412(Europa)-413(wiederzusehen,)]TJ 0 -13.549 Td [(sagt:)]TJ/F27 10.9091 Tf 24.843 0 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(Am)-319(21.)-458(Octbr.)-457(1520)-319(fanden)-319(wir)-319(eine)-320(Meerenge)-319(....)-457(aber)]TJ -29.687 -13.549 Td [(unser)-362(Anf\374hrer)-362(hatte)-363(Kunde)-362(\050Magellan)-362(war)-362(n\344mlich)-362(die)-362(K\374ste)]TJ 0 -13.55 Td [(jenseits)-206(des)-206(Vorgebirges)-205(St.)-236(Maria)-205(zur)-206(M\374ndung)-206(des)-206(Rio)-206(de)-205(Solis)]TJ 0 -13.549 Td [(d.)-678(h.)-678(Rio)-393(de)-392(la)-393(Plata)-393(gefahren\051,)-428(da\337)-392(er)-393(durch)-393(eine)-392(sonderbar)]TJ 0 -13.549 Td [(verborgene)-505(Meerenge)-505(hindurchsteuern)-505(m\374sse,)-569(welche)-505(er)-504(aus)]TJ 0 -13.549 Td [(einer)-349(in)-350(den)-349(Archiven)-349(\050)]TJ/F28 10.9091 Tf 105.515 0 Td [(t)-200(e)-200(s)-200(o)-200(r)-200(e)-200(r)-200(i)-200(a)]TJ/F16 10.9091 Tf 56.847 0 Td [(\051)-349(des)-350(K\366nigs)-349(von)-349(Portugal)]TJ -162.362 -13.549 Td [(\050im)-480(Schatz)-480(des)-480(K\366nigs)-480(Emanuel)-480(im)-480(Kloster)-480(von)-479(Alcobaca?\051)]TJ 0 -13.55 Td [(aufbewahrten)-435(und)-435(von)-435(einem)-435(ausgezeichneten)-435(Kosmographen)]TJ 0 -13.549 Td [(Martino)-250(de)-250(Boemia)-250(angefertigten)-250(Seekarte)-250(gesehen)-250(habe.)]TJ/F27 10.9091 Tf 249.327 0 Td [(\034)]TJ/F16 7.9701 Tf -322.083 0 Td [([37])]TJ
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+/F16 10.9091 Tf 93.543 548.934 Td [(26)-12004(Martin)-250(Behaim)-250(aus)-250(N\303\274rnberg)]TJ
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+ 0 -30.759 Td [(verfertigten)-342(Globus)-342(Behaim)]TJ/F27 10.9091 Tf 123.809 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(s)-342(findet)-342(sich)-342(allerdings)-342(keine)-342(Spur)]TJ -127.442 -13.549 Td [(einer)-232(K\374ste)-232(Brasiliens)-233(und)-232(ebensowenig)-232(eine)-232(Meerenge.)]TJ/F27 10.9091 Tf 246.592 0 Td [(\023)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.987 0 Td [(Wenn)]TJ -254.579 -13.549 Td [(man)-332(nun)-332(auch)-331(vielleicht)-332(sagen)-332(k\366nnte,)-352(da\337)-332(Behaim)-332(auf)-331(seinen,)]TJ 0 -13.549 Td [(an)-212(der)-212(s\374dafrikanischen)-212(K\374ste)-212(gemachten)-213(Reisen,)-219(auf)-212(welchen)-212(er)]TJ 0 -13.55 Td [(selbst)-277(bis)-278(zum)-277(22\260)-277(s\374dl.)-333(Br.)-332(den)-277(Weg)-277(um)-278(Afrika)-277(angebahnt)-277(und)]TJ 0 -13.549 Td [(den)-328(er)-329(auch)-328(auf)-328(seinem)-328(Globus)-328(vollst\344ndig)-329(angezeigt,)-347(obgleich)]TJ 0 -13.549 Td [(ihn)-231(erst)-231(1498)-231(Vasco)-231(de)-231(Gama)-231(v\366llig)-231(zur\374ckgelegt)-231(hat,)-235(wie)-230(fr\374her)]TJ 0 -13.549 Td [(die)-406(kompa\337losen)-405(Scandinavier)-406(von)-406(Island)-405(nach)-406(Gr\366nland)-405(und)]TJ 0 -13.549 Td [(Vinland,)-272(oder)-268(wie)-268(Cabral)-267(1500)-268(nach)-268(Brasilien)-268(getrieben)-267(worden)]TJ 0 -13.55 Td [(sei,)-284(so)-276(ist)-277(doch)-277(mit)-277(Gewi\337heit)-276(anzunehmen,)-284(da\337)-277(Martin)-276(Behaim)]TJ 0 -13.549 Td [(vor)-406(dem)-406(Jahre)-406(1494)-407(nicht)-406(nach)-406(Brasilien)-406(und)-406(also)-406(auch)-406(nicht)]TJ 0 -13.549 Td [(an)-348(die)-348(Magellanstra\337e)-348(gekommen)-348(ist.)-544(Daraus)-348(aber)-348(den)-347(Schlu\337)]TJ 0 -13.549 Td [(ziehen)-232(zu)-232(wollen,)-236(da\337)-232(Behaim)-232(die)-232(Anregung)-231(zur)-232(Entdeckung)-232(der)]TJ 0 -13.549 Td [(Magellanstra\337e)-200(nicht)-199(h\344tte)-200(geben)-200(k\366nnen,)-209(ist)-200(falsch,)-210(weil)-199(Behaim)]TJ 0 -13.55 Td [(einerseits)-161(bei)-160(seinem)-161(langj\344hrigen)-160(Aufenthalt)-161(auf)-160(Fayal)-161(\050bis)-160(1506\051)]TJ/F16 7.9701 Tf -72.755 0 Td [([39])]TJ/F16 10.9091 Tf 72.755 -13.549 Td [(\374berhaupt)-462(viele)-461(wahre)-461(oder)-462(muthma\337liche)-461(Angaben)-462(\374ber)-461(die)]TJ 0 -13.549 Td [(Gestaltung)-390(der)-390(Ostk\374ste)-389(von)-390(S\374d-Amerika)-390(dort)-389(einzusammeln)]TJ 0 -13.549 Td [(im)-416(Stande)-415(gewesen)-416(ist)-415(und)-416(andererseits)-416(auch)-415(erst)-416(n)-200(a)-200(c)-200(h)-415(dem)]TJ 0 -13.549 Td [(Jahre)-267(1492,)-271(wo)-266(er)-267(seinen)-267(Globus)-266(verfertigte,)-271(wenn)-267(er)-267(auch)-266(nicht)]TJ 0 -13.55 Td [(selbst)-330(an)-330(den)-329(Entdeckungsreisen)-330(jener)-330(Periode)-329(theilgenommen,)]TJ 0 -13.549 Td [(doch)-281(sehr)-281(wohl)-281(Kenntni\337)-280(von)-281(dieser)-281(Meerenge)-281(erhalten)-281(hat,)-288(um)]TJ 0 -13.549 Td [(auch)-457(eine)-456(Karte)-457(dar\374ber)-456(anfertigen)-457(zu)-457(k\366nnen,)-508(die)-456(Magellan)]TJ 0 -13.549 Td [(gesehen.)]TJ 11.956 -18.459 Td [(Die)-495(von)-496(uns)-495(n\344her)-495(beleuchteten)-496(Aussagen)-495(der)-495(spanischen)]TJ -11.956 -13.549 Td [(und)-297(portugiesischen)-296(Schriftsteller,)-309(das)-296(Buch)-297(der)-297(Chroniken)-296(von)]TJ 0 -13.549 Td [(Hartmann)-275(Schedel,)-281(der)-275(von)-274(Behaim)-275(im)-275(Jahre)-275(1492)-275(zu)-274(N\374rnberg)]TJ 0 -13.549 Td [(verfertigte)-247(Globus)-247(und)-248(die)-247(gewichtigen)-247(Zeugnisse)-247(Herrera)]TJ/F27 10.9091 Tf 253.693 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(s)-247(und)]TJ -257.326 -13.55 Td [(Pigafetta)]TJ/F27 10.9091 Tf 38.782 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(s)-246(beweisen)-247(unwidersprechlich,)-247(da\337)-246(Martin)-247(Behaim)-246(aus)]TJ -42.415 -13.549 Td [(N\374rnberg)-423(ein)-423(ber\374hmter)-422(au\337erordentlicher)-423(Mann)-423(gewesen)-422(ist,)]TJ 0 -13.549 Td [(d)-200(e)-200(r)-1042(j)-200(e)-200(d)-200(e)-200(n)-200(f)-200(a)-200(l)-200(l)-200(s)-1041(C)-200(o)-200(l)-200(u)-200(m)-200(b)-200(u)-200(s)-1042(i)-200(n)-1042(s)-200(e)-200(i)-200(n)-200(e)-200(m)-1041(P)-200(l)-200(a)-200(n)-200(,)]TJ 0 -13.549 Td [(n)-200(a)-200(c)-200(h)-1488(W)-200(e)-200(s)-200(t)-200(e)-200(n)-1487(z)-200(u)-1488(s)-200(e)-200(g)-200(e)-200(l)-200(n)-200(,)-1672(b)-200(e)-200(s)-200(t)-200(\344)-200(r)-200(k)-200(t)-1487(u)-200(n)-200(d)]TJ 0 -13.549 Td [(w)-200(e)-200(s)-200(e)-200(n)-200(t)-200(l)-200(i)-200(c)-200(h)-830(z)-200(u)-200(r)-830(A)-200(u)-200(s)-200(f)-200(\374)-200(h)-200(r)-200(u)-200(n)-200(g)-830(d)-200(e)-200(s)-830(P)-200(l)-200(a)-200(n)-200(e)-200(s)-829(v)-200(o)-200(n)]TJ 0 -13.55 Td [(C)-200(o)-200(l)-200(u)-200(m)-200(b)-200(u)-200(s)-771(b)-200(e)-200(i)-200(g)-200(e)-200(t)-200(r)-200(a)-200(g)-200(e)-200(n)-771(h)-200(a)-200(t.)-271(Somit)-257(ist)-257(Behaim)-257(f\374r)-257(die)]TJ 0 -13.549 Td [(Entdeckung)-390(Amerika)]TJ/F27 10.9091 Tf 94.537 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(s)-390(von)-390(wesentlichem)-390(Nutzen)-390(und)-390(Einflu\337)]TJ
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+ -269.721 -30.759 Td [(gewesen)-379(und)-380(der)-379(deutschen)-380(Wissenschaft)-379(kommt)-380(die)-379(Ehre)-379(zu,)]TJ 0 -13.549 Td [(jenen)-436(ber\374hmten)-436(Seefahrern:)-623(Columbus,)-483(Vespucci,)-482(Vasco)-436(de)]TJ 0 -13.549 Td [(Gama,)-302(Magellan)-291(u.)-375(s.)-374(w.)-374(die)-292(M\366glichkeit)-291(an)-292(die)-291(Hand)-291(gegeben)]TJ 0 -13.549 Td [(zu)-316(haben,)-332(sich)-316(weiter)-315(in)-316(den)-316(Ocean)-315(hinaus)-316(zu)-316(wagen.)-447(In)-315(dieser)]TJ 0 -13.55 Td [(Beziehung)-395(haben,)-431(wie)-395(ich)-395(schon)-395(fr\374her)-395(bemerkt)]TJ/F16 7.9701 Tf 218.618 3.959 Td [(40)]TJ/F16 10.9091 Tf 8.469 -3.959 Td [(,)-431(neben)-395(den)]TJ -227.087 -13.549 Td [(Italienern,)-553(Spaniern,)-554(Portugiesen,)-553(Engl\344ndern)-493(und)-492(Franzosen)]TJ/F16 7.9701 Tf 291.024 0 Td [([40])]TJ/F16 10.9091 Tf -291.024 -13.549 Td [(auch)-244(die)-244(Deutschen)-244(infolge)-244(der)-244(nat\374rlichen)-244(hohen)-244(Begabung)-244(des)]TJ 0 -13.549 Td [(germanischen)-429(Geistes)-430(Theil)-429(an)-430(der)-429(Ehre,)-475(auf)-429(die)-429(Entdeckung)]TJ 0 -13.549 Td [(und)-310(Entwickelung)-311(Amerika)]TJ/F27 10.9091 Tf 121.906 0 Td [(\031)]TJ/F16 10.9091 Tf 3.633 0 Td [(s)-310(eben)-311(so)-310(bedeutend)-310(als)-311(wohlth\344tig)]TJ -125.539 -13.55 Td [(eingewirkt)-250(zu)-250(haben.)]TJ
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+/F16 5.9776 Tf 50.009 69.951 Td [(40)]TJ/F16 8.9664 Tf 8.718 -3.809 Td [(Geograph.)-250(Mitth.)-250(von)-250(Petermann.)-250(1858.)-250(Heft)-250(X.)]TJ
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+/F16 18.9589 Tf 46.771 479.321 Td [(Bemerkungen)-250(zur)-250(Textgestalt)]TJ/F16 10.9091 Tf 0 -32.422 Td [(Die)-287(Originalausgabe)-286(ist)-287(in)-287(Fraktur)-286(gesetzt.)-360(Passagen)-287(in)-286(Antiqua)]TJ 0 -13.549 Td [(sind)-404(hier)-403(kursiv)-404(wiedergegeben)-404(\050bis)-403(auf)-404(r\366mische)-404(Zahlen)-403(und)]TJ 0 -13.549 Td [(den)-297(Titel)]TJ/F27 10.9091 Tf 42.841 0 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(Dr.)]TJ/F27 10.9091 Tf 14.236 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 8.085 0 Td [(im)-297(deutschen)-297(Satzzusammenhang\051.)-391(Im)-297(Original)]TJ -70.006 -13.55 Td [(kursive)-636(Passagen)-636(in)-636(Antiqua)-636(sind)-636(fett)-636(und)-636(kursiv)-635(gesetzt.)]TJ 0 -13.549 Td [(Sperrung)-194(ist)-194(so)-193(\374bernommen,)-205(ebenso)-194(Fettdruck)-194(auf)-194(der)-193(Titelseite.)]TJ 0 -13.549 Td [(Seitenzahlen)-573(in)-572(Literaturangaben)-573(werden)-573(in)-572(der)-573(Schrift)-572(der)]TJ 0 -13.549 Td [(vorhergehenden)-250(W\366rter)-250(wiedergegeben.)]TJ 0 -13.549 Td [(Folgende)-250(mutma\337liche)-250(Druckfehler)-250(wurden)-250(korrigiert:)]TJ 21.819 -19.004 Td [(S.)-250(13:)]TJ/F27 10.9091 Tf 28.189 0 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.843 0 Td [(ber\374hmte)]TJ/F27 10.9091 Tf 41.204 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.571 0 Td [(ge\344ndert)-250(in)]TJ/F27 10.9091 Tf 51.501 0 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(ber\374hmten)]TJ/F27 10.9091 Tf 46.658 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf -184.81 -13.549 Td [(S.)-250(14:)-250(Anf\374hrungszeichen)-250(vor)]TJ/F27 10.9091 Tf 133.614 0 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(Columbus)]TJ/F27 10.9091 Tf 44.858 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.571 0 Td [(entfernt)]TJ -190.887 -13.549 Td [(S.)-250(17:)-250(Anf\374hrungszeichen)-250(hinter)]TJ/F27 10.9091 Tf 144.523 0 Td [(\036)]TJ/F16 10.9091 Tf 4.844 0 Td [(Vespuzzi.)]TJ/F27 10.9091 Tf 43.32 0 Td [(\034)]TJ/F16 10.9091 Tf 7.571 0 Td [(hinzugef\374gt)]TJ -200.258 -13.55 Td 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+ <titlePart><hi rend="font-weight: bold; font-size: xx-large">Martin Behaim</hi>
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+ <titlePart><hi rend="font-size: x-large; font-weight: bold">Der geistige Entdecker Amerika’s.</hi></titlePart>
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+ <hi rend="font-size: small; gesperrt">Druck von G. Heinrich.</hi></docImprint>
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+ <hi rend="font-size: large">ehrfurchtsvoll gewidmet</hi>
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+ Ruhla, den 20. Juli 1859.
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+<pb n='5'/><anchor id='Pg005'/>
+<p>
+Martin Behaim wurde in Nürnberg um 1459 geboren.
+Derselbe stammte aus dem altadeligen Geschlechte der Herren
+<hi rend='gesperrt'>Behaim von Schwarzbach</hi>, die in <hi rend='gesperrt'>Böhmen</hi>, in dem
+Kreise Pilsen, an einem Wasser, die Schwarze genannt, – daher
+der Name Schwarzbach, – wohnten. Im neunten Jahrhundert
+wandten sie sich um der Religion willen aus Böhmen
+nach Nürnberg, daher der Zuname Behaim, Böheim, öfter
+auch <foreign lang="la" rend='antiqua'>Bohemus</foreign> und <foreign lang="la" rend='antiqua'>Martinus de Boemia</foreign>. Martin Behaim
+lernte anfänglich die Kaufmannschaft und trieb daneben unter
+der Leitung des berühmten Johann Regiomontanus (Müller
+aus Königsberg in Franken), der sich in den Jahren 1471
+bis 1475 in Nürnberg aufgehalten und dort die Verfertigung
+mathematischer Instrumente auf eine hohe Stufe erhoben
+hatte, mathematische und in der Folge auch nautische Wissenschaften.
+Hierauf machte Behaim in Handelsgeschäften große
+Reisen nach Venedig, wo schon um die Mitte des vierzehnten
+Jahrhunderts seine Vorfahren Albrecht und Fritz Behaim leb<pb n='6'/><anchor id='Pg006'/>haft
+ am Spezereihandel betheiligt waren, den sie hauptsächlich
+aus Böhmen verführten. Ebenso kam er auch nach Mecheln
+und Antwerpen in den Niederlanden, von wo er im Jahre
+1479 oder 1480 nach Lissabon und mit dem Strome niederländischer
+Auswanderer nach den Azoren gerathen ist. Behaim
+trat unter König Johann II. in portugiesische Dienste, machte
+mehre <hi rend='gesperrt'>Entdeckungsreisen</hi> zwischen den Wendekreisen, entdeckte
+mit Diego Cano die Küsten von Congo (1484, 1485
+und 1486) und gründete Niederlassungen auf den, wenn nicht
+schon früher, im Mittelalter von den Arabern und Normannen
+besuchten und in der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts von
+den Italienern aufgefundenen, im Jahre 1432 bis 1449 von
+den Portugiesen entdeckten Azoren. Hier heirathete er (1486)
+Johanna, die Tochter des erblichen Statthalters oder Lehnträgers
+Ritter Jobst Hurter von Moerkirchen auf den Inseln
+Fayal und Pico und hat aus der erstgenannten Insel mehre
+Jahre zugebracht, um die Ansiedelung auf derselben zu befördern.
+Im Jahre 1491 reiste Behaim nach seiner Vaterstadt
+Nürnberg, verfertigte daselbst seine berühmte Weltkugel
+und kehrte im Jahre 1493 nach Portugal und Fayal zurück.
+Später machte er, wie er in einem Briefe aus Brabant vom
+11. März 1494 an seinen Vetter, den Senator Michael Behaim
+in Nürnberg, berichtet, in vertrautem Auftrage des Königs
+Johann II. noch einige Reisen, auf welchen er ein Mal das
+Unglück hatte von den Engländern und ein ander Mal von
+den Seeräubern gefangen zu werden. Auch besuchte er noch
+<pb n='7'/><anchor id='Pg007'/>ein Mal sein geliebtes Fayal und starb im Jahre 1506 in
+Lissabon mit Hinterlassung eines im Jahre 1489 geborenen
+Sohnes. Wenn nun auch der Nürnberger Patricier seit seiner
+Fahrt mit Diego Cano selbst nichts über sich und den Schauplatz
+der Entdeckungen berichtet und die wichtigen Jahre von
+1493 resp. 1494 bis zu seinem Tode in Dunkelheit bleiben,
+so ist doch aus mancherlei glaubwürdigen und verbürgten
+Nachrichten und Thatsachen auf eine Theilnahme Behaim’s an
+den Entdeckungsreisen jener Periode zu schließen. Wir werden
+im Folgenden auf diese Thatsachen näher eingehen, vorher
+jedoch eine historiographische Ehrenrettung des in neuerer Zeit
+wiederum mehrfach an seinem Ruhme angegriffenen großen
+Kosmographen Martin Behaim im Lessing’schen Sinne zu
+geben versuchen.
+</p>
+
+<p>
+Ebenso weit entfernt davon, die großen Verdienste des
+Columbus schmälern, als davon, die Verdienste unseres <hi rend='gesperrt'>deutschen</hi>
+Landsmannes Behaim, Zeitgenossen von Columbus,
+dessen Ruhm zu schmälern er nimmer beabsichtigt hat, überschätzen
+zu wollen, können wir doch auch weder unserer Ueberzeugung,
+noch unserem Patriotismus so große Selbstverleugnung
+auferlegen, uns der Meinung Derjenigen unterzuordnen,
+welche Behaim als einen mittelmäßigen Kosmographen und
+ungeübten Astronomen darzustellen und so die Grundbedingungen
+seines Rufes und Ruhmes, wenn auch nicht zu zerstören,
+doch zu erschüttern, sich die wenig dankenswerthe Mühe
+gegeben haben. Diese Versuche gründen sich vorzüglich auf
+<pb n='8'/><anchor id='Pg008'/>dessen berühmte Weltkugel, welche die geographischen Ansichten
+des fünfzehnten Jahrhunderts nach Ptolomäus, Marco Polo
+und Mandeville veranschaulicht und auf die Aussagen eines
+Geschichtsschreibers der Azoren aus dem siebenzehnten Jahrhundert,
+Namens Cordeyro. In Bezug auf erstere sagt man,
+und wohl auch nicht ganz mit Unrecht, daß Behaim bei seinen
+Breitenangaben um 12 bis 15° irrte, die Fehler seiner Breitenbestimmungen
+bei der Prinzessin-Insel begönnen und sich zuletzt
+auf mehr als 16° steigerten, daß sein Island auch fälschlich
+innerhalb des arktischen Kreises sich nach dem hohen Norden
+erstrecke und was dergleichen Behauptungen mehr sind. In
+Bezug auf Cordeyro, den einzigen Schriftsteller, welcher Nachrichten
+über Behaims letzte Schicksale enthalte, führt man an:
+daß dieser einige von dessen unerquicklichen astrologischen
+Prophezeiungen mittheile<note place="foot"><foreign rend="antiqua" lang="la"><hi rend='italic'>Cordeyro
+ Histor. Insulana</hi> lib. IX. cap. 8 fol. 494</foreign>.
+ Man findet in dieser Stelle und in F. Gaspar Fructuosa allerdings
+ Nachrichten über die geographischen und astronomischen
+ Kenntnisse Behaims, die aber so groß gewesen sein sollen, daß
+ seine Freunde und im Allgemeinen alle Einwohner ihn mit einer
+ abergläubischen Ehrfurcht betrachteten; so gewiß waren seine Bestimmungen
+ und seine Vorhersagungen.</note> und aussage, daß Behaim auf den
+Azoren den unheimlichen Ruf eines Meisters der astrologischen
+Trugkünste hinterlassen habe. Mag dem sein, wie ihm wolle,
+alle diese und andere Angaben können den Ruf Behaims als
+Kosmograph nicht verringern; denn sie beweisen nur, daß der
+Standpunkt der damaligen geographischen Wissenschaften im
+<pb n='9'/><anchor id='Pg009'/><hi rend='gesperrt'>Allgemeinen</hi> ein ungenügender gewesen ist. Es genüge
+hier, nur darauf hinzuweisen, daß viele der alten berühmten
+Weltkarten jener Zeit, z. B. die Karte der Militärbibliothek
+zu Weimar aus dem Jahre 1424, die von Andreas Bianco
+1436, des Genuesen Beclario oder Bedrazio aus dem Jahre
+1436, die Hafenkarten der beiden Benincasa 1463 bis 1473,
+des Bartholomäus, Bruder des Entdeckers von Amerika, aus
+dem Jahre 1488, des Juan de la Cosa, Reisegefährten von
+Columbus, des Ruysch in der römischen Ausgabe des Ptolomäus
+vom Jahre 1508, des Purdy u. s. w., nicht nur viele
+Irrthümer und falsche Breitenangaben, sondern öfters, z. B.
+die Karten des in der St. Marcusbibliothek aufbewahrten
+Atlas des Andreas Bianco u. s. w., gar keine Gradeintheilung
+haben. Man beeilte sich damals im Allgemeinen, auf den
+Karten alles Dasjenige zu verzeichnen, was man über den
+Fortschritt der neuesten Entdeckungen, gleichviel ob wahr oder
+unwahr, zu erfahren vermochte und so kam es, daß trotz der
+Ergebnisse neuer Forschungen und trotz aller Erfahrungen und
+Kenntnisse unserer Tage falsche Hypothesen und Resultate,
+z. B. auf der Karte Amerika’s von Ruysch und auf der sonst
+schätzenswerten Welttafel von Purdy, u. s. w. angegeben wurden.
+Wenn auch hier und da die Fehlergrenzen der spanischen
+und portugiesischen Piloten der damaligen Zeit bei Breitenangaben
+selten einen Breitengrad überschritten, so bestätigt
+wiederum das, was in dem Patent über die Unwissenheit der
+Piloten gesagt wird
+(<foreign lang="la" rend='antiqua'>Navarr. tom. III. pag. 299</foreign>), voll<pb n='10'/><anchor id='Pg010'/>ständig
+ Vespucci’s Klagen über den Mangel nautischer Kenntnisse
+bei den damaligen Seefahrern (<foreign lang="la" rend='antiqua'>Bandini p. 105</foreign>). Die
+von dem portugiesischen Schriftsteller Cordeyro in seiner <foreign lang="la" rend='antiqua'>Historia
+insulana</foreign> über den Nürnberger Seefahrer gemachten
+Mittheilungen sind mit Vorsicht aufzunehmen, erstlich weil
+Cordeyro, wie alle Portugiesen seiner Zeit, neidisch auf den
+Ruhm des Fremden war und zweitens, weil er auch sonst keine
+besondere Urtheilsschärfe und Genauigkeit in seinen Ausdrücken
+an den Tag legt, wie dies aus einer Vergleichung mit den
+Privatdokumenten der Familie Behaim, von denen er freilich
+nicht die geringste Kenntniß hatte, hervorgeht. So behauptet
+er unter Anderem in seiner <foreign lang="la" rend='antiqua'>Hist. ins. pag. 465</foreign>, daß Martin
+Behaim <hi rend='gesperrt'>zwei</hi> Söhne gehabt, von denen der älteste Martin
+geheißen und noch jung gestorben sei; ferner, daß die Portugiesen
+unter Joa Vaz Cortereal schon 1464 einen Theil von
+Nord-Amerika, die später sogenannte <foreign lang="pt" rend='antiqua'>Terra de Bacalhao</foreign>
+entdeckt hätten, und beruft sich unter Hinweisung auf <name rend='antiqua'>Gaspar
+Fructuosa</name> auf eine königl. Schenkungsurkunde <foreign lang="la" rend='antiqua'>d. d. Evora</foreign>
+2. April 1464, in der aber keine Silbe davon steht, daß Vaz
+das Bacalhaoland besucht oder überhaupt etwas entdeckt habe.
+Der zweimalige längere Aufenthalt des Behaim auf den Azoren
+(von 1486 bis 1490 und 1494 bis 1506) liefert aber gerade
+einen wichtigen Grund gegen die angebliche Entdeckung eines
+Landes der Baccallaos (Neufundland); denn Behaim, der,
+als langjähriger Bewohner der Azoren, doch Kenntniß von
+diesem Westlande hätte haben müssen, kennt diese Entdeckung
+<pb n='11'/><anchor id='Pg011'/>nicht und hat sie auch nicht auf seiner im Jahre 1492 angefertigten
+ Weltkugel angegeben. Kunstmann<note place="foot">Die Entdeckung Amerika’s mit einem Atlas bisher ungedruckter
+ Karten. München 1859.</note> hat auch in der
+neuesten Zeit schlagend nachgewiesen, daß die von Cordeyro
+erwähnte Entdeckung von Nord-Amerika weder in der angeführten
+Schenkungsurkunde von <name rend='antiqua'>Evora</name> noch in <name rend='antiqua'>Fructuosa</name>,
+aus dem doch Cordeyro geschöpft haben will, erwähnt werde.
+Historisch erwiesen ist nur, daß Gaspar Cortereal, der Sohn
+jenes Jao Vaz, im Jahre 1500 in Grönland und 1501 in
+Neufundland gewesen. Aus all dem Gesagten geht zur Genüge
+hervor, daß die gegen Martin Behaim angebrachten Verdächtigungen
+ohne allen Grund sind. Konnte es doch sogar einem
+Columbus geschehen, daß er die geographische Breite der von
+ihm im Jahre 1477 besuchten Insel Irland falsch bestimmte,
+indem er sagt, daß deren südlichste Gegend unter dem dreiundsiebzigsten
+Breitengrade (statt 63°) liege.
+</p>
+
+<p>
+ Martin Behaim, Schüler des Regiomontanus<note place="foot">Auch <name rend='antiqua'>Barros</name>,
+ <name rend='antiqua'>Maris Dialogos</name>, der Verfasser der <foreign lang="la" rend='italic; antiqua'>Historia
+ insulana</foreign> und Andere sagen ausdrücklich, daß Behaim sich rühmte,
+ in Regiomontans Schule gelernt zu haben.</note> und
+portugiesischer Kosmograph hat für einen der gelehrtesten Mathematiker
+und Astronomen seines Jahrhunderts gegolten.
+Durch die Anfertigung seines Globus – wohl eines der ersten
+und ältesten, welche überhaupt existiren, den von Bartolomé
+<pb n='12'/><anchor id='Pg012'/>Colon 1488 vollendeten mit eingerechnet – hat er ein
+Meisterstück seiner Zeit geliefert und dadurch auf Globus- und
+Kompasverfertiger einen anregenden Einfluß geübt, was
+daraus zu entnehmen ist, daß diese in Nürnberg so zahlreich
+waren, daß sie seit 1510 zu einer besonderen Zunft zusammentraten.
+</p>
+
+<p>
+Der König Johann II., für den er mehre Landkarten
+zeichnete, beehrte ihn fortdauernd mit seinem besondern Vertrauen.
+Von seiner neunzehn Monate dauernden afrikanischen
+Reise nach Lissabon zurückgekehrt, wurde Behaim i. J. 1485
+zur Belohnung seiner Verdienste zu Albassauas (Alcobaca?)
+in der St. Salvadors-Kirche vom König öffentlich zum Ritter
+des Christusordens geschlagen, wobei ihm der Herzog Emanuel,
+nachheriger Thronfolger, den rechten Sporn, der König selbst
+den Degen umschnallte. Auch wurde er gemeinschaftlich mit
+den beiden Aerzten des Königs Johann II., <foreign lang="pt" rend='antiqua'>maestre Rodrigo</foreign>
+und <foreign lang="pt" rend='antiqua'>maestre Josef Judio</foreign>, zum Mitglied einer <foreign lang="pt" rend='antiqua'>Junta de
+Mathematicos</foreign> gemacht, welche beauftragt war, eine Methode
+ anzugeben, nach der Sonnenhöhe zu schiffen<note place="foot"><foreign lang="la" rend="antiqua"><hi rend='italic'>Barros.
+ Asia</hi>, Dec. 1&#x2013;4, cap. 2.</foreign></note>, mithin
+an der Construction eines für den Gebrauch der Schifffahrt
+bestimmten <foreign lang="la" rend='antiqua'>Astrolabiums</foreign> arbeitete. Als Beweis eines ganz
+besondern Vertrauens, das Behaim beim König genoß, müssen
+hier ferner die Worte angeführt werden, deren sich der König
+<pb n='13'/><anchor id='Pg013'/>in einem Handschreiben bediente:
+ „<foreign lang="la" rend='antiqua'>Quia perspecta nobis
+jam diu integritas tua nos inducit ad credendum,
+quod ubi tu es, est persona nostra</foreign>“ u. s. f. (weil wir
+schon lange Deine Ehrenhaftigkeit erkannt haben, so fühlen wir
+uns zu glauben veranlaßt, daß wo Du bist, auch unsere Person
+ist.) Auch Kaiser Maximilian sagt von seinen Reisen, die
+sich auf 2300 Meilen nur zur See erstrecken: <foreign lang="la" rend='antiqua'>Martino Bohemo
+nemo unus imperii civium magis unquam
+peregrinator fuit, magisque remotas adivit orbis
+regiones</foreign>. Zu den Hauptverdiensten Behaims gehört – abgesehen
+von seiner vermutheten Theilnahme an den amerikanischen
+Entdeckungsreisen, auf die wir sogleich zu sprechen
+kommen –, daß er an der glücklichen Erfindung, das Astrolabium
+bei der Schifffahrt zu <hi rend='gesperrt'>gebrauchen</hi>, wesentlichen Antheil
+hatte. Auch darf man nicht vergessen, wie von Humboldt
+in seinen kritischen Untersuchungen <foreign lang="la" rend='antiqua'>I.,
+ pag. 31</foreign>, bemerkt, daß
+Behaim, Columbus, Vespucci, Gama und Magellan Zeitgenossen
+von Regiomontanus, Paolo Toscanelli, Roderigo
+Faleiro und anderen <anchor id="corr13"/><corr sic="berühmte">berühmten</corr> Astronomen waren, welche
+ihre tieferen Einsichten den Schifffahrern und Geographen
+ihrer Zeit mittheilten.
+</p>
+
+<p>
+Die neueren Untersuchungen haben unwidersprechlich gelehrt,
+<hi rend='gesperrt'>daß</hi> der weit im westlichen Ocean lebende berühmte
+Kosmograph <hi rend='gesperrt'>Martin Behaim aus Nürnberg jedenfalls
+Columbus in seinem Plan, nach Westen zu
+segeln, bestärkt und wesentlich zur Ausführung
+<pb n='14'/><anchor id='Pg014'/>des Planes von Columbus beigetragen hat, somit
+für die Entdeckung Amerika’s von besonderem
+Nutzen gewesen ist.</hi> Die Gründe für diese Behauptungen
+stützen sich – abgesehen von naheliegenden Vermuthungen
+– auf <hi rend='gesperrt'>vier Thatsachen</hi>: I. auf die Aussagen
+der spanischen und portugiesischen Schriftsteller; II. auf das
+Buch der Chroniken von Hartmann Schedel in Nürnberg, das
+erst lateinisch, dann 1493 in deutscher Uebersetzung erschien;
+III. auf den i. J. 1492 von Martin Behaim angefertigten
+Globus, der sich noch gegenwärtig im Behaim’schen Hause am
+Aegidienplatze in Nürnberg befindet, und IV. auf die Behauptung
+des Ritters Pigafetta aus Vicenza, nach dem Magellan
+oder Magalhães eine Karte des Ritters Martin Behaim gesehen,
+auf welcher eine Meerenge nach der freien Südsee angegeben
+gewesen sei.
+</p>
+
+<p>
+In Bezug auf Nr. I. ist zu bemerken, daß der spanische
+ Schriftsteller <name rend='antiqua'>Antonio de Herrera</name> in seinen
+ Decaden<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua'><hi rend='italic'>Herrera</hi>,
+ dec. I, lib. I, cap. 2</foreign> und <foreign lang="la" rend='antiqua'>dec. II, lib. 2,
+ cap. 19</foreign>.</note>,
+deren Autorität so wenig in Zweifel gezogen werden darf, als
+die Handschrift des Pigafetta, sagt: <anchor id="corr14"/><corr sic='"Columbus'>Columbus</corr> sei in den
+Gründen, die ihn bestimmten, den Seeweg nach Ostindien
+gegen Westen aufzusuchen, durch seinen <hi rend='gesperrt'>Freund</hi>, den Portugiesen
+<name rend='antiqua'>Martin de Bohemia</name> (natürlich Niemand anders als
+Martin Behaim, dessen Familie, wie oben bemerkt, aus Böh<pb n='15'/><anchor id='Pg015'/>men
+ stammt) auf der Insel Fayal, einen <hi rend='gesperrt'>großen</hi> Kosmographen,
+bestärkt worden. („<foreign lang="es" rend='antiqua'>Y esta opionione le confirmo
+Martino de Bohemia, Portugues, su amigo,
+natural de la Isla de Fayal, gran cosmografo.</foreign>“)
+Diese Nachricht, jedenfalls die wichtigste und bestimmteste, die
+schon allein hinreichte, nicht nur Behaims nützlichen Einfluß
+auf die Ausführung des Planes von Columbus zu beweisen,
+sondern auch die innige Verbindung mit Letzterem, sowie seinen
+Ruf als eines großen Kosmographen zu bestätigen, wird mehr
+oder minder noch durch eine zweite Stelle des genannten Schriftstellers
+bestärkt, die aus dem italienischen Tagebuche des Pigafetta
+entlehnt, auch den Ausdruck: „<foreign lang="it" rend='antiqua'>Martino de Boemia,
+uomo eccellentissimo</foreign>,“ jedoch ohne den Zusatz: geboren
+auf Fayal, enthält. Auch der spanische Schriftsteller <name rend='antiqua'>Garcilasso
+de la Vega</name> schreibt, daß ein berühmter Geograph
+Martin Behenira vornehmlich dem Colon Nachricht gegeben.
+Die vielbesprochene und im Interesse Behaims so oft angezogene
+Stelle im Werke des Riccioli<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua'><hi rend='italic'>Riccioli,
+ Geographia rectific.</hi> lib. III, cap. 22, pag. 93.</foreign></note> (geb. 1598 zu Ferrara,
+gestorben 1671) heißt wörtlich: „<foreign lang="la" rend='antiqua'>Christophorus Columbus
+..... sive suopte ingenio ut erat vir Astronomiae
+Cosmographiae et Physicas, gnarus .. sive
+indicio habito a Martino Bohema .... aut, ut Hispani
+dictitant, ab Alphonso Sanchez de Helua
+nauclero ... cogitasset de navigatione in Indiam
+ <pb n='16'/><anchor id='Pg016'/>occidentalem</foreign>“ (Ch. Columbus hätte entweder aus eigener
+Einsicht als ein in der Sternkunde, Erdbeschreibung und Naturlehre
+erfahrener Mann oder zufolge der von Martin Behaim, oder
+nach der Spanier Vorgeben von einem Schiffer Namens Alfonso
+Sanchez erhaltenen Anzeige – Angabe – auf die Schifffahrt
+nach Westindien gedacht (gesonnen, sie für möglich gehalten).
+Diese Stelle, wie Wagenseil, Löher u. s. w. übersetzen zu wollen:
+„Columbus hätte niemals seine Reise nach Amerika unternommen,
+wenn Behaim ihm nicht den Weg gezeigt hätte“, ist
+jedenfalls, wie schon Tozen gezeigt, nicht statthaft, weil Riccioli
+selbst in Zweifel und Ungewißheit ist, was das <foreign lang="la" rend='antiqua'>sive-sive-aut</foreign>
+besagt und weil „<foreign lang="la" rend='antiqua'>indicio</foreign>“ nur mit „Wink“, „Fingerzeig“ oder
+mit „Andeutung“ „Anzeichen“ übersetzt werden kann. Diese
+Andeutungen, Anzeichen, können z. B. an den Azoren angeschwemmte
+Hölzer, Leichname u. s. w. gewesen sein, die auf
+ein westwärts gelegenes unbekanntes Land hindeuteten. Daß
+der Name Martin Behaims, wie von Murr behauptet, bei
+keinem einzigen portugiesischen Schriftsteller, außer im <name rend='antiqua'>Manoel
+Tellez de Sylva</name> in <foreign lang="la" rend='antiqua'>De Rebus gestis Joannis II.</foreign> vorkomme,
+dürfte dahin zu berichtigen sein, daß, wie schon erwähnt,
+Cordeyro und auch Jose Bernardo Gama von ihm
+spricht. „Die portugiesischen Schriftsteller“, sagt Franz Löher
+in seiner vortrefflichen Geschichte der Deutschen in Amerika
+(Cincinnati und Leipzig 1847) erklären auf das bestimmteste,
+daß Columbus erst, nachdem Behaim schon dagewesen, und
+auf dessen Angaben hin Amerika aufgesucht habe. So sagt
+ <pb n='17'/><anchor id='Pg017'/>Gama:<note place="foot"><foreign lang="pt" rend='antiqua; italic'>Jose
+ Bernardo F. Gama. Memorias historias de Provincia
+ de Pernambuco I, 19.</foreign></note> „Martin Behaim sah Pernambuco und entdeckte
+ Brasilien früher als Columbus und <anchor id="corr17"/><corr sic="Vespuzzi.">Vespuzzi.“</corr> Die spanischen
+Schriftsteller<note place="foot"><foreign lang="es" rend='antiqua; italic'>Gomara,
+ Histor. general. de las Indias, cap. 19 in
+ Barcia Histor. primit. de las Indas Occidentales. Madrid 1749.</foreign></note>
+ aber enthalten nirgends eine Stelle, welche
+diese Angaben ausdrücklich widerlegte; im Gegentheil bestätigen
+sie ohne Vorbehalt, daß sowohl Columbus als Magellan
+Freunde von Behaim gewesen, von demselben Karten und
+Nachrichten über das westliche Indien erhalten, und auf Grund
+derselben ihre Reisen dorthin unternommen hätten. Auch französische
+Gelehrte<note place="foot"><foreign lang="fr" rend='antiqua'><hi rend='italic'>Archives
+ literaires de l’Europe VI</hi>, 265&#x2013;375, 352&#x2013;362.</foreign></note> haben nicht gezögert, Behaim als den Mann
+anzuerkennen, der den Weg nach Amerika bereitete und zuerst
+befuhr. „In der That, seine Größe würde auch dann emporragen
+in der Geschichte, wenn seine Augen auch niemals an
+Brasiliens Küste umhergeschweift hätten; er wäre dennoch der
+geistige Entdecker des neuen Welttheils gewesen.“ Auch die
+portugiesischen Schriftsteller, Pater Cordeyro<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua; italic'>Historia
+ insulana</foreign>.</note>, gestützt auf
+ das Manuscript des Doktor Gaspar Fructuosa<note place="foot"><foreign lang="pt" rend='antiqua; italic'>Saudades
+ da Terra</foreign>.</note>, Mendo
+Trigozo (1812) und Garcao-Stockler (1819) u. s. w. geben
+ausführliche Nachrichten von Behaim und lassen seinen Verdiensten
+Gerechtigkeit wiederfahren. In Betreff der Deutschen,
+<pb n='18'/><anchor id='Pg018'/>welche Behaims Verdienste beleuchteten, schrieb Stüven in
+Frankfurt 1714 eine Abhandlung über den ersten Entdecker
+der Welt<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua; italic'>Joh. Fr. Stuvens.
+ Dissertatio de vero Novi Orbis inventore.</foreign></note> und Otto in New-York richtete an Franklin
+eine Denkschrift (abgedruckt in den <foreign lang="en" rend='antiqua'>Transactions of the
+American philosophical Society 1786 II. Nr. 35</foreign>)
+zum Erweise, daß Behaim der rechte Mann sei. Diese Behauptung
+des Deutsch-Amerikaners, daß Behaim Amerika
+entdeckt habe, suchte der Spanier Cladera<note place="foot"><foreign lang="es" rend='antiqua; italic'>Investigationes
+ historicas sobre los principales descubrimientos
+ de los Españoles en el mar Oceano del signo XV y
+ principios del <anchor id="corr18"/><corr sic="XVI">XVI.</corr> Madrid 1794.</foreign></note> zu widerlegen.
+ Auch Wagenseil<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua; italic'>Wagenseil Synops.
+ Hist. Universal. Wagenseilii Sacra
+ parentalia B. Georgio Frid. Behaimo dicata.</foreign></note> und Postel<note place="foot">Schon
+ Postel sagt in seiner im Jahre 1561 erschienenen
+ <foreign lang="la" rend='antiqua'>Cosmographia pag. 22</foreign>: <foreign lang="la" rend='antiqua'>Ad
+ 54 grad</foreign> (südl. Breite)
+ <foreign lang="la" rend='antiqua; italic'>ubi est
+ Martini Bohemi fretum a Magaglianesis alias nuncupatum</foreign>.</note>, Pigafetta, Jansen,
+ Doppelmayr<note place="foot">Histor. Nachr. von Nürnberger Mathematikern und Künstlern,
+ Nürnberg 1780, Fol., worin auch Behaims Erdkugel abgebildet
+ und S. 27 bis 31 eine Beschreibung von Behaims Leben
+ gegeben ist.</note>,
+ Wurzelbaum<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua; italic'>Uranies Noricae Basis astronomico geographica 1697
+ fol. In epistola dedicatoria.</foreign></note>,
+ Lochner<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua; italic'>D. Mich. Friedr. Lochner.
+ Comment. de Ananasa sive
+ nuce pinea indica etc. Norimb. 1716.</foreign></note>,
+ Wülfer<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua; italic'>Jo. Wülfer in
+ Disquisitione de majoribus Oceani Insulis.</foreign></note>,
+ Cellarius<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua; italic'>Christoph Cellarius in Hist. Univers.</foreign></note>,
+ <pb n='19'/><anchor id='Pg019'/>Omeis<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua; italic'>Magnus
+ Daniel Omesius de claris quibusdam Norimbergensibus.</foreign></note>, haben Martin Behaim die Entdeckung der neuen
+Welt zugeschrieben, und die Herren Chr. Gottl.
+Schwarz<note place="foot"><foreign rend='antiqua'><hi rend='italic'>Diss. de columnis Herculis. Altdorfii 1794.</hi>
+ 4. §. ult.</foreign>
+ Papowitsch hat in seinen Untersuchungen vom Meere (Nürnb. 1750)
+ S. 31 auch diesen Paragraph erläutert.</note>,
+ Mörl<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua; italic'>Dom. Joh. Siegism. Mörlii orat. inaug.
+ de meritis Norimbergensium
+ in Geographiam.</foreign> Sie steht im <foreign lang="la" rend='antiqua'><hi rend="italic">Museo Norico</hi> p. 125.
+ Altd. 1759.</foreign></note>, Bielefeld<note place="foot"><foreign lang="fr" rend='antiqua'><hi rend='italic'>De
+ Bieléfeld Progrés des Allemands dans les Sciences etc.
+ Chap. 3 des Inventions et des Decouverts des Allemands. Amsterdam
+ 1752.</hi> 13. pag. 72&#x2013;76.</foreign></note>,
+ Fürer<note place="foot"><foreign lang="la" rend='italic; antiqua'>Joh. Sigism. Fureri
+ oratio de Martino Behaimo</foreign> im <foreign rend='antiqua; italic'>Museo
+ Norico</foreign> S. 385&#x2013;400.</note>, Will, Peter van der Aa<note place="foot">Im
+ Nürnberger Gelehrten Lexikon <foreign lang="la" rend='antiqua'>I. pag. 35</foreign> und in den
+ Münzbelustigungen.</note> u. A.
+sagen in der Hauptsache Nichts Anderes. Die Amerikaner
+Robertson<note place="foot"><foreign lang="en" rend='antiqua'><hi rend='italic'>Robertson
+ History of the Discov. and <anchor id="corr19"/><corr sic="Settlem">Settlem.</corr> of Americ.</hi>
+ New-York 1829.</foreign></note>,
+ Washington Irving<note place="foot"><foreign lang="en" rend='antiqua'><hi rend='italic'>Washington Irving
+ Life and Voyages of Christ. Columbus.</hi>
+ New-York 1831, II.</foreign> Appendix 267&#x2013;270.</note> u. A. wollen dies freilich
+nicht anerkennen, ebenso als sie früher die (jetzt festgestellten)
+Entdeckungen der isländischen Nordmänner hartnäckig bestritten,
+und in Deutschland selbst sind bei Manchen z. B. Gebauer<note place="foot">Gebauer, Portugiesische Geschichte.</note>,
+ <pb n='20'/><anchor id='Pg020'/>Tozen<note place="foot">Der erste Entdecker der neuen Welt, Christoph Colon,
+ gegen die ungegründeten Ansprüche, welche Amerikus Vespucci
+ und Martin Behaim auf diese Ehre machen, von E. Tozen.
+ Göttingen 1761.</note>,
+ von Murr<note place="foot">Diplomatische Geschichte Behaims von v. Murr. Nürnb.
+ 1778 (aus dem 6. Theil seines Journals zur Kunstgeschichte besonders
+ abgedruckt); zweite verbesserte Auflage Gotha 1801. Die
+ erste Ausgabe ist von J. Jansen in’s Französische <anchor id="corr19-2"/><corr sic="übersetzt">übersetzt.</corr> Die
+ zweite kam mit der französischen Uebersetzung von <name rend='antiqua'>Pigafetta’s</name>
+ italienischer Schifffahrtsbeschreibung <name rend='antiqua'>Magellans</name> zu Paris 1801 ein.
+ Die dritte ist vom Verf. selbst zu Straßburg und Paris 1802
+ herausgegeben. Mit Abbildungen der Erdkugel Behaims.</note>,
+ Baur<note place="foot">Allgem. Encyclopädie der Wissenschaften und Künste von
+ J. G. Ersch und J. G. Gruber. Leipzig 1822. s. Behaim.</note> u. A. die Zweifel noch nicht
+ beseitigt. Wenn wir hier noch die Werke von Humboldt<note place="foot">Kritische
+ Untersuchungen über die historische Entwickelung
+ der geographischen Kenntnisse in der neuen Welt von Alexander
+ v. Humboldt, aus dem Französischen übersetzt von Dr. J. L. Ideler.
+ Berlin 1836. 3. Bd.</note>,
+ Franz Löher<note place="foot">Geschichte und Zustände der Deutschen in Amerika von
+ Franz Löher, Cincinnati und Leipzig. 1847 S. 3&#x2013;8. Nach dem
+ Verf. sah Martin Behaim Amerika auf einer seiner südwestlichen
+ Entdeckungsreisen im J. 1483, zehn Jahre früher, ehe Columbus
+ sich zur Reise anschickte.</note>, Ghillany<note place="foot">Geschichte des
+ Seefahrers Ritter Martin Behaim von Dr.
+ F. W. Ghillany. Eingeleitet durch eine Abhandlung über die
+ ältesten Karten des neuen Continents und den Namen von Amerika
+ von Alexander v. Humboldt. Nürnberg 1853. Mit einer
+ genauen Abbildung des Behaim’schen Globus vom Jahr 1492.</note>,
+ Oscar Peschel<note place="foot">Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen von Oskar Peschel.
+ Stuttgart und Augsburg 1858, Cotta. Dieses Werk gereicht der deutschen Wissenschaft zur Ehre
+ und gehört ohne Frage
+ zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Arbeiten unseres Jahrzehends.
+ Die Entdeckungen der Portugiesen sind meisterhaft und
+ mit großem Scharfsinn zusammengestellt; s. Behaim S. 28, 38,
+ 76, 80, 82, 88, 89, 90, 92, 101, 126, 127, 129, 131, 616&#x2013;620
+ u. s. w.</note> und Fr. Kunst<pb n='21'/><anchor id='Pg021'/>mann<note place="foot">Die
+ von der Münchner Akademie veranstaltete Ausgabe
+ alter unbekannter Karten aus der Zeit der Entdeckung besorgten
+ Fr. Kunstmann und G. M. Thomas, und der erstere hat uns
+ einen Commentar und eine vortreffliche Arbeit über die Entdeckung
+ Amerika’s geliefert. (Die Entdeckung Amerika’s in einem Atlas
+ bisher ungedruckter Karten. München 1859.)</note> anführen,
+ so glauben wir, wenn auch nicht erschöpfend,
+doch ziemlich vollständig auf die Behaim-Literatur
+hingewiesen zu haben, und wollen nur noch bemerken, daß in
+dem Werke von Ghillany – das neueste bedeutendste Werk
+über Behaim – in sehr lichtvoller Weise dargethan wird,
+daß Behaim wesentlich zur Ausführung des Planes von Columbus
+beigetragen habe.
+</p>
+<milestone unit="tb"/>
+<p>
+Wir kommen jetzt II. auf das Buch der Chroniken von
+Hartmann Schedel in Nürnberg, das erst lateinisch, dann
+1493 in deutscher Uebersetzung erschien, somit die nächste
+Jahreszahl nach der Entdeckung Amerikas durch Columbus
+trägt.
+</p>
+
+<p>
+Es heißt hier, daß König Johann II. von Portugal im
+Jahre 1483 <name rend='antiqua'>Jacob de Cano</name>, einen Portugiesen, und Martin
+Behaim, einen Deutschen aus Nürnberg, mit etlichen Galeeren
+<pb n='22'/><anchor id='Pg022'/>gegen Aethiopien ausgeschickt hätte; daß sie in dem südlichen
+Meere nicht weit von der Küste geschiffet, und nachdem sie
+über die Linie gegangen, in die <hi rend='gesperrt'>andere Welt gekommen
+wären, wo ihr Schatten, wenn sie gegen Morgen
+gestanden, mittagwärts und zur Rechten gefallen
+sei</hi>; daß sie solchergestalt eine <hi rend='gesperrt'>neue und bisher unbekannte
+Welt</hi>, welche in vielen Jahren von keinem als
+den Genuesen, wiewohl vergeblich, gesucht worden, entdeckt
+und daß sie endlich nach einer 26monatlichen Schifffahrt zurückgekommen
+und zum Wahrzeichen Pfeffer und Paradieskörner
+mitgebracht <anchor id="corr22"/><corr sic='hätten."'>hätten.</corr>
+</p>
+
+<p>
+Wiewohl in dieser Stelle thatsächlich von <hi rend='gesperrt'>einer anderen
+neuen Welt</hi> die Rede ist und man auch auf Grund
+dieser Urkunde versucht hat, dem Martin Behaim die Ehre der
+Entdeckung von Amerika (Brasilien) zuzuschreiben, indem man
+angenommen hat, daß Behaim, wie später Cabral, durch die
+von Congo nach Westen führenden Strömungen nach Brasilien
+gelangt sei, und daß der Verfasser jener Stelle in der Nürnberger
+Chronik, wenn er schon von Columbus etwas gewußt,
+sicher dessen Namen genannt haben würde, um den Ruhm
+Behaim’s gegen ihn herauszustellen, so scheint mir doch diese
+Urkunde aus folgenden Gründen von keinem sonderlichen Gewicht
+zu sein. Die angeführte Stelle ist nämlich dieselbe,
+welche in des <name rend='antiqua'>Aeneas Sylvius</name> Buch <foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>de Europae sub
+Frederico III. Imperatore statu</foreign> aus diesem
+Chronikon eingerückt ist. Dieser <name lang="la" rend='antiqua'>Aeneas Sylvius</name>, nach<pb n='23'/><anchor id='Pg023'/>heriger
+ Pabst Pius II. (gest. 1464), ist übrigens derselbe, der
+ sich in seiner Weltbeschreibung (<foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>Cosmographia</foreign>) auf
+<name rend='antiqua'>Nicolo Conti</name> beruft, dessen 25jährige Reisen (1424 bis
+1449) in Indien bei <name rend='antiqua'>Poggio</name> (Paris 1723) erwähnt werden.
+Aber, auch abgesehen davon, so will der Verfasser offenbar
+nur andeuten, daß diese Seefahrer, nachdem sie über die Mittellinie
+gesegelt, auf die südliche Halbkugel der Erde gekommen
+wären; die Angabe, daß nach Passirung der Linie der Schatten,
+wenn man gegen Morgen stehe, mittagwärts und zur
+Rechten falle, wird wohl jeder richtig finden, der über die Linie
+hinausgekommen ist. Im Uebrigen ersehen wir aus diesem
+Buch der Chroniken, in das Behaim das Capitel <foreign lang="la" rend='antiqua'>Portugalia</foreign>
+bei seiner in Nürnberg als Kosmograph gefeierten Anwesenheit
+vielleicht selbst eingetragen hat, daß er als Befehlshaber
+eines Fahrzeuges jene Entdeckungsreise mitgemacht habe, wenn
+er auch dieß selbst auf seiner Weltkugel niemals behauptet.
+Die betreffende Stelle heißt: „daß König Johann etlich galeren
+hinter die seulen Herkuls geschickt und denselben Schiffen zween
+patron gesetzt, nehmlich <name lang="la" rend='antiqua'>Jacobum Canum</name> einen <hi rend='antiqua'>Portugalier</hi>
+und <name rend='antiqua'>Martin beheym</name> einen <hi rend='antiqua'>teutschen von nürnberg</hi>.“
+Es ließe sich vielleicht nun aus dieser Stelle der
+Schluß ziehen, daß Behaim, da er <hi rend='gesperrt'>Entdeckungsreisen</hi>
+nach Afrika und zwar als Befehlshaber gemacht, wahrscheinlich
+auch später mehren Entdeckungsreisen nach Westen beigewohnt
+hat.
+</p>
+
+<milestone unit="tb"/>
+<pb n='24'/><anchor id='Pg024'/>
+ <p>
+Was III. den von Martin Behaim im Jahre 1492
+zu Nürnberg angefertigten und daselbst noch aufbewahrten
+Globus betrifft, so haben manche Schriftsteller behaupten wollen,
+daß auf demselben bereits die Menge der westlichen Inseln
+und die östlichen Küsten von Süd-Amerika (die Flachlande von
+Brasilien, die Prajas von Pernambuco) erschienen, wohin
+Behaim viele Jahre früher, ehe Columbus sich zur Reise anschickte,
+von den Azoren aus gekommen sein soll. Man glaubte
+hieraus schließen zu können, daß Martin Behaim den Archipel
+der Azoren oder Antillen entdeckt, dem Columbus nicht allein
+den Weg nach dem östlichen Asien, sondern selbst das Vorhandensein
+eines neuen Festlandes enthüllt und auf diesen
+Globus die Meerenge verzeichnet habe, welcher Magellan seinen
+Namen gegeben und die man mit größerem Rechte <foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>Fretum
+Bohemicum</foreign> nennen zu können glaubte.
+</p>
+
+<p>
+Bei näherer Betrachtung der höchst merkwürdigen Erdkugel
+findet sich von diesen geographischen Angaben keine
+Spur auf derselben, womit jedoch nicht gesagt sein soll, daß
+eine <hi rend='gesperrt'>kühne</hi> Phantasie, abgesehen von der deutlich verzeichneten
+ <foreign rend='antiqua; gesperrt'>Insula Antilia</foreign>, durch die Lage der über dem
+ <foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>circulus
+aequinoctialis</foreign> (Aequator) angegebenen Insel
+ Brandan, der im Norden des <foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>tropicus cancri</foreign>
+ <anchor id="corr24"/><corr sic="verzeichzeichneten">verzeichneten</corr>
+Insel (<foreign lang="la" rend='antiqua'>Cathay, <hi rend='gesperrt'>oceanus oriental. indic.</hi></foreign>),
+so wie der südlicher gelegenen Insel Cipango, nicht im Stande
+wäre, an die West-Indischen Inseln oder an Süd-Amerika zu
+denken – wenn man sich dieselben theils noch als Inseln,
+<pb n='25'/><anchor id='Pg025'/>theils als mit Ost-Indien zusammenhängend denkt. Nach dem
+geographischen System jenes Zeitalters, welches in Bezug auf
+das östliche Asien nebst den angrenzenden Theilen des Oceans
+fast einzig und allein auf die Erzählungen des Marco Polo,
+Balducci Pegoletti und Nicolas de Conti begründet war,
+glaubte man, daß unzählige Inseln, reich an Spezereien
+und Gold, in dem Meer von Cin, d. h. in den Gewässern
+von Japan, China und dem großen Archipelagus Ostindiens
+belegen seien. Die Weltkarte des Martin Behaim zeigt nun
+von 45° nördl. bis 40° südl. Br. eine Kette von Inseln,
+die den Enden Asiens gegenüber liegen und ist mehrfach, wie
+wir früher bemerkt, abgebildet, unter Anderem auch im Jahre
+1847 von dieser Erdkugel des Behaim ein Facsimile für die
+Pariser Akademie angefertigt worden.
+</p>
+
+<p>
+Auf dem von Martin Behaim angefertigten Globus
+findet sich mitten im Ocean zwischen Europa und Asien eine
+ <foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>insula Antilia</foreign>, genannt
+ <foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>Septem ritade (citade)</foreign>,
+verzeichnet. Sie liegt westlich der Canaros, fern von
+den Azoren in 24° Br., also fast unter dem Wendekreise des
+Krebses. Ueber die „Länge“ zu sprechen ist überflüssig, da
+diese von den verwirrten Begriffen abhängig ist, die man sich
+von der Entfernung zwischen Ouinsai und Cipango und den
+Küsten von Portugal bildet, man kann sich aber des Gedankens
+unwillkürlich nicht erwehren, daß diese „phantastische Wanderinsel“
+so ziemlich fast unter denselben Breitengraden wie die
+später als Antillen bezeichneten Inselgruppen gelegen ist, und
+<pb n='26'/><anchor id='Pg026'/>zwar um so mehr, als auf der Karte von <name rend='antiqua'>Juan de la Cosa</name>
+aus dem Jahre 1500 die zu dieser Gruppe gehörigen Inseln
+Cuba, Espagnola auch noch nördlich des Wendekreises des
+Krebses liegen, auch Vespucci in seiner zweiten Reisebeschreibung
+(<foreign lang="la" rend='antiqua'>Bandini pag. 44</foreign>.) Haiti
+ <foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>(Hispaniola) Isola
+d’Antiglia</foreign> nennt und, wie uns <name rend='antiqua'>Bartholomäus de las
+Casas</name> lehrt, vorzugsweise die Portugiesen den Namen Antillen
+auf <name rend='antiqua'>Hispaniola</name> anwendeten. Diese von Behaim verzeichnete
+Insel findet sich auch auf früheren Karten des vierzehnten
+Jahrhunderts, wenn auch nicht in dieser Lage, angegeben.
+Die älteste Angabe der Insel Antillia scheint nach
+von Humboldt’s kritischen Untersuchungen die im venetianischen
+Atlas des <name rend='antiqua'>Andrea Bianco</name> (1436) zu sein, wo sie sich
+auf der fünften Karte des in der St. Markusbibliothek aufbewahrten
+Werkes findet. Wenn man, da die Karte keine
+Gradeintheilung hat, als Maßstab die Entfernung des Cap
+Vincent vom Cap Finisterre (5° 51') annimmt, so findet
+man als Abstand der Küsten von Portugal bis zum Mittelpunkt
+der azorischen Insel des Bianco 153 Seemeilen (statt
+247), dagegen als Abstand der Azoren von der Antillia 87
+Seemeilen. Diese letztere Insel läge mithin 240 Seemeilen
+westlich von den Küsten von Portugal, d. h. unter 27° 55'
+w. L. von Paris (in dem Meridian der Insel San Miguel
+der Azoren) und zwischen 33° 20' und 38° 30' Br. Auch
+die auf der Militärbibliothek in Weimar aufbewahrte Seekarte
+aus dem Jahre 1425 (1424?), einige Jahre älter als die
+<pb n='27'/><anchor id='Pg027'/>Karte des Bianco und offenbar italienischen Ursprungs, ist
+wegen des Namens Antillia bemerkenswerth. Sie stellt aber
+nur den nördlichen Theil der Insel Antillia, dagegen das
+ganze Rechteck der Satanshand dar. Der Abstand der Küste
+von Portugal vom Mittelpunkt der Gruppe der Azoren beträgt
+110 Seemeilen, während die Karte vom Jahre 1436, wie
+oben bemerkt, deren 153 gibt. Auf der zu Parma sich befindenden
+Welttafel von Beclario oder Bedrazio, einem Genuesen
+aus dem Jahre 1436, erblickt man auch die rechtwinkeligen
+Inseln Antillia und Sarastagio (Hand des Satans). Die
+Hafenkarten des Gracioso Benincasa von Ancona und seines
+Sohnes Andrea (1463 bis 1473) wurden auch häufig wegen
+des Namens der Insel Antillia angeführt, der sich auf ihnen
+finden soll; aber es scheint, daß man eine weit jüngere von
+Blaze Vouloudet im Jahre 1586 angefertigte Karte, auf der
+man westlich von Irland ein Land Scorafixa oder <name rend='antiqua'>Scoeafixa</name>
+(Bacallaos?) erblickt, für eine Arbeit des Andrea Benincasa
+gehalten hat.
+</p>
+
+<p>
+Auf den Karten des <name rend='antiqua'>Juan de la Cosa</name> und <name rend='antiqua'>Ribero</name>
+findet sich keine Spur von dem Namen der Antillen, auch auf
+der zu Parma aufbewahrten Weltkarte des Picigano (1367)
+kommt die Bezeichnung Antillia nicht, wohl aber, wie auf
+Behaim’s Globus, die <name rend='antiqua'>Insula de Brazie (Brazir, Brazil)</name>
+vor. Die Insel des heiligen Brandan, die Behaim’s Globus
+ebenfalls angibt, nennt Andrea Bianco so wenig wie die
+Glückseligen Inseln. Auch ist bemerkenswerth, daß weder
+<pb n='28'/><anchor id='Pg028'/>Columbus, noch Gomara, Oviedo oder Acosta, noch die Karten
+von Amerika und die Welttafeln, welche seit dem Jahre
+1508 den Ausgaben des Ptolamais beigefügt werden, des
+Namens Antillia gedenken. Die erste Spur dieses Gebrauches
+des Namens findet von Humboldt in den <foreign lang="la" rend='antiqua'>Oceanis</foreign> des <name rend='antiqua'>Peter
+Martyr d’Anghiera</name> (<foreign lang="la" rend='antiqua'>Dec. lib. I. pag. II.</foreign> beendigt
+im Novbr. 1493). Hier findet man die geographische Benennung
+der Antillen in der Mehrzahl. Aber noch mehr;
+das einzige Mal, wo man in den Briefen des <name rend='antiqua'>Amerigo Vespucci
+(c. 1500)</name> den Namen Columbus findet, steht er in
+Verbindung mit dem Namen Antillia, obgleich Columbus nie
+die Gesammtmasse der von ihm entdeckten <hi rend='gesperrt'>Inseln von Inseln</hi>
+unter eine gemeinschaftliche Benennung zusammenstellt.
+Uebrigens ist es mit dem Namen der Antilleninseln gegangen
+wie mit dem von Amerika. Der erstere wurde im Jahr 1493
+von Anghiera vorgeschlagen, der letztere von Ylacomylus, und
+bei beiden war mehr als ein Jahrhundert erforderlich, ehe der
+Gebrauch allgemein verbreitet war.
+</p>
+
+<p>
+Martin Behaim schreibt bei der Insel Antillia Folgendes:
+„Als man zählt nach Christi Geburt 734 Jahre, als ganz
+Hispania von den Heiden aus Afrika genommen war<note place="foot">Behaim
+ setzt die Auswanderung „des Erzbischofs von
+ <name rend='antiqua'>Porto Portigal</name>“ nach der Insel <name rend='antiqua'>Antilia</name> oder
+ <name rend='antiqua'>Septen citade</name>,
+ die Insel der sieben Städte genannt, in das Jahr 734, während
+ Columbus das Jahr 814 – die Epoche der Schlacht angiebt,
+ welche Musa an den Ufern des Guadalete gewann.</note>, da
+ <pb n='29'/><anchor id='Pg029'/>wurde bewohnt die oben beschriebene
+ <foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>insula Antilia</foreign>,
+ genannt <foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>Septem ritade</foreign>, von einem Erzbischof von
+<name rend='antiqua'>Porto Portigal</name> mit sechs anderen Bischöfen, die zu Schiffe
+von Hispania dahin geflohen kamen mit ihrem Vieh, Hab’
+und Gut. <foreign lang="la" rend='antiqua'>Anno</foreign> 1414 ist ein Schiff aus Hispania ungefähr
+am nächsten dabei gewesen.“ Diese Angabe der Insel Antillia
+ist ein Beweis, daß allerdings Martin Behaim, wenn er auch
+nicht selbst auf dieser Insel gewesen, doch Nachrichten, Kenntnisse,
+Anzeichen (<foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>indicia</foreign>) von einem im Westen liegenden
+Lande gehabt haben muß. Diese können ihm durch Schiffer
+(und die Angabe unter 1414 weist darauf hin), durch Schiffbrüchige
+oder durch an die Ufer der Azoren angeschwemmte
+Gegenstände geworden sein, z. B. durch Fichtenstämme an den
+Küsten von Graciosa und Fayal, durch Leichname unbekannter
+Menschenracen an der Insel Flores, durch Stücke künstlich
+aber ohne eiserne Werkzeuge geschnitzten Holzes an der Insel
+Porto Santo und selbst durch Canots, die mit Häuten bedeckt
+und mit Menschen von einem gänzlich unbekannten Stamm
+besetzt gewesen, von welchen Gegenständen auch die Zeitgenossen
+des Columbus (s. <foreign lang="es" rend='antiqua'><hi rend='gesperrt'>Vida del Almirante</hi>, cap. 8
+pag. 6</foreign>) mit der kleinlichsten Genauigkeit reden und die auch
+von Columbus als Zeichen von Land im Westen betrachtet
+wurden. Sein Sohn Fernando sagt in der That: „Die Bewohner
+(<foreign lang="es" rend='antiqua; gesperrt'>moradores</foreign>) erzählten meinem Vater, daß während
+die Winde vom Westen wehten ...“ aber der Admiral
+konnte diese Nachricht in irgend einem Hafen Portugals oder
+<pb n='30'/><anchor id='Pg030'/>Spaniens erhalten, da wir, wie v. Humboldt bemerkt, mit
+ Bestimmtheit aus der Handschrift der <foreign lang="es" rend='antiqua; gesperrt'>Historia de las
+Indias</foreign> von <name rend='antiqua'>Las Casas</name> wissen, daß Columbus in Spanien
+im Kloster von Rabida die Reise des Pedro Velasco aus Palos
+kennen lernte, welcher von Fayal abgereist, nach einer Schifffahrt
+gegen Westen bis zu einer Entfernung von 150 Lieues
+(wonach er bis jenseits des östlichen Punktes des großen
+Tangstreifens gelangt sein müßte) die Insel Flores entdeckte.
+Auch ist es bei den großen astronomischen Kenntnissen Behaims
+wahrscheinlich, daß derselbe überzeugt gewesen sein muß, daß
+westlich von den Azoren noch andere Küsten anzutreffen seien,
+denn sonst hätte er wohl nicht den König von Portugal
+veranlaßt,<note place="foot"><foreign lang="la" rend='antiqua'><hi rend='gesperrt'>Herrera</hi>, cap. VII.</foreign> und
+ <name rend='antiqua'>Gaspar Fructuosa</name> in seiner
+ <name rend='antiqua; italic'>Historia insulana</name>.</note>
+ehe noch Columbus seine Absichten erreicht, Expeditionen
+auszuschicken, um die Antillen zu entdecken, die freilich
+zurückkehrten, ohne ihren Zweck erreicht zu haben. Und
+dann, sollten nicht die Westwinde und insbesondere der aus
+dem Golf von Mexiko kommende, an der Ostküste von Nordamerika
+sich hinziehende und in der Richtung nach den Azoren
+laufende, südöstliche Auslauf des <hi rend='gesperrt'>Golfstromes</hi> dem auf der
+über ein Dritttheil des Weges nach Amerika in den Atlantischen
+Ocean hineingeschobenen Insel Fayal lebenden großen
+Seefahrer und Kosmographen die Lage des westlich gelegenen
+Landes verrathen haben?
+</p>
+
+<pb n='31'/><anchor id='Pg031'/>
+<p>
+So gewiß die Möglichkeit nicht gänzlich geleugnet werden
+kann, daß durch die Gewalt der Winde, die häufig mächtiger
+ist als die der Strömungen, phönizische und karthaginensische
+Schiffe, die für den Handel mit Zinn und Bernstein verwendet
+wurden, auf ihrem Wege durch den <foreign lang="la" rend='antiqua; gesperrt'>Sinus Oestrymnicus</foreign>
+verschlagen und an die Küste der Azoren geworfen
+wurden, daß ferner die Araber und die Normanen die azorischen
+Inseln besucht haben und daß sie von der Küste Siciliens
+und Tunis punische und cyrenäische Münzen mit sich haben
+führen können – so gewiß ist auch nicht zu leugnen, daß Columbus,
+zwischen dem und Behaim höchst wahrscheinlich Beziehungen
+stattgefunden haben, obgleich sie durch nichts unmittelbar
+nachgewiesen werden können, früher einmal zu Fayal
+gelandet sein könne und daß Behaim, der geraume Zeit daselbst
+gelebt, alle Anzeichen und Erfahrungen von westlich liegenden
+Ländern gesammelt habe. Auch wollen wir hier die Vermuthungen
+der portugiesischen Seefahrer anführen, welche vor
+und nach 1484 – das Jahr, in welchem Colon Portugal
+verläßt – die Gewässer außerhalb der Azoren besucht hatten.
+Hierher gehört 1) die Reise eines gewissen Diego de Tiene
+(Teyve?) zur Aufsuchung der <name rend='antiqua'>Antillia</name>, dem als Pilot der
+obengenannte Pedro de Velasco diente, derselbe Seemann,
+welcher dem Admiral Don Colon im Kloster La Rabida bei
+Palos von dieser Reise erzählte; 2) die Reise des Ferdinand
+Dulmo (d’Ulmo, aus Ulm?), eines Capitäns der Terceira und
+Joh. Affonso, eines Pflanzers von Madeira, die eine Gesell<pb n='32'/><anchor id='Pg032'/>schaft
+ mit einem <hi rend='gesperrt'>deutschen</hi> Ritter gebildet hatten, um eine
+große Insel oder das Festland im atlantischen Westen zu entdecken,
+wobei man voraussetzte, daß die <foreign lang="pt" rend='antiqua; gesperrt'>Ilha da sete
+cidades</foreign> (Insel der sieben Städte) und das Festland nicht
+ unter 40 Tagen erreicht werden möchten. <foreign lang="pt" rend='antiqua; gesperrt'>E quanto ao
+Cavaleiro aleman</foreign>, heißt es in der Urkunde vom
+ 24. Juli 1486 pag. 66, <foreign lang="pt" rend='antiqua; gesperrt'>que em companhia delles
+ha de hir, que elle aleman escolha dir em
+qualquer caravella que quizer</foreign>. „Der deutsche
+Ritter, bemerkt Peschel in seinem vortrefflichen Buche S. 617,
+ist <hi rend='gesperrt'>höchstwahrscheinlich</hi> Martin Behaim, obgleich es viele
+Deutsche damals in Portugal gab. Ueber die Erfolge dieser
+Reise sind wir bis jetzt nicht unterrichtet.“ 3) Die nach portugiesischen
+Quellen i. J. 1464 gemachte, aber durch nichts
+bewiesene, oben erwähnte Entdeckung eines Theiles von Nord-Amerika,
+die später sog. <foreign lang="pt" rend='antiqua'>Terra do Bacalhao</foreign>, durch den
+portugiesischen Seefahrer Joa Vaz Cortereal. Dazu gesellten
+sich noch die Vermuthungen von Land und Inseln, welche die
+Bewohner von Madeira, von den Canarien und auf den Azoren,
+jedes Jahr im fernen Westen auftauchen zu sehen glaubten,
+und die Aussagen dieser und jener Steuerleute, die versicherten,
+bei ihren Ueberfahrten nach Irland im Westen Land
+gesehen zu haben, welches sie für einen Theil der Tartarei
+u. s. w. ausgaben. So vorbereitet waren die Gemüther auf
+große Dinge worden und das 16. Jahrhundert hätte sicherlich
+auch ohne Colon’s Plan schon frühzeitig gefunden, da der
+<pb n='33'/><anchor id='Pg033'/>Gedanke durchaus nicht mehr neu war, daß man bei der unbestrittenen
+Annahme der Erde als kugelförmiger Körper recht
+wohl den Ostrand Asiens durch eine atlantische Ueberfahrt
+erreichen könnte. Hiermit soll aber der Ruhm des Genuesers,
+dessen Verdienst in der <hi rend='gesperrt'>absichtsvollen</hi> Entdeckung neuer
+Seewege besteht, und dessen That die große Begebenheit um
+einen kostbaren Zeitraum beschleunigte, durchaus nicht herabgesetzt,
+zu gleicher Zeit aber auch das Verdienst seiner Zeitgenossen
+nicht unterschätzt werden, welche zur Lösung der Aufgabe
+mit beigetragen und Columbus in seinem Plan, nach
+Westen zu segeln, mit angeregt und bestärkt haben. Und wer
+wäre hierzu geeigneter gewesen, als sein Freund, der berühmte
+Seefahrer Martin Behaim, der auf der (wie schon bemerkt)
+über ein Dritttheil des Weges nach Amerika weit im Ocean
+liegenden Insel Fayal – dem Thule der gebildeten Welt –
+schon mit Einem Fuße in der Neuen Welt stand?
+</p>
+
+<p>
+Die Azoren, von den Portugiesen seit 1432&#x2013;1449
+nach und nach entdeckt und in portugiesischen Urkunden schon
+1447 erwähnt, waren überdieß von thätigen und unternehmenden
+Seeleuten bewohnt, die mit Irland, Island u. s. w. in
+Verbindung standen und von denen schon im Allgemeinen
+erwartet werden konnte, daß sie befähigt und durch die natürlichen
+Verhältnisse angeregt waren, die Fahrten gegen <hi rend='gesperrt'>Westen</hi>
+fortzusetzen. Auch soll nach einer alten, sich immer wiederholenden
+Sage, die der Geschichtsschreiber der Azoren, Fructuosa
+bei Cordeyro und <foreign lang="pt" rend='antiqua; gesperrt'>Historia del Reyno de
+<pb n='34'/><anchor id='Pg034'/>Portugal por Manuel de Faria y
+ Sousa</foreign>
+umständlich erwähnt, die aber Martin Behaim, Barros u. s. w.
+nicht kannten, auf Corvo ein Steinbild (ein Mann zu Roß,
+der mit der ausgestreckten Rechten gegen Nordwesten deutete)
+von den Entdeckern gefunden worden sein, durch welches Columbus
+nach einer neidischen Ueberlieferung eine Offenbarung
+von der Neuen Welt empfangen haben soll; jedoch scheint diese
+angebliche Reiterstatue – wenn nicht etwa ein vulkanisches
+Vorgebirge aus Basalt, Trachyt und emphibolischem Porphyr
+in Form eines Reiters gleich des Hestmann in Finnmarken
+oder ein Warnungssignal vor oceanischen Fahrten – wie die
+Bildsäulen des Hercules einem und demselben Cyklus systematischer
+Träumereien auf dem Gebiete der Geographie anzugehören.
+Im Uebrigen verbürgt sich der gelehrte Geschichtsschreiber
+Damião de Goes (<foreign lang="pt" rend='antiqua'><hi rend='gesperrt'>Chron. do Princ. D.
+Joam. Lisboa</hi> 1790 cap. IX. p. 119.</foreign>) für die Thatsache,
+daß einige Fragmente dieses Steinbildes nach Lissabon
+gekommen sind und setzt hinzu, daß die unleserlichen Buchstaben
+der Inschrift, von der 1529 ein Wachsabdruck genommen
+wurde, von Normannen herrühren könnten, also Runnen gewesen
+sein möchten. Auffallend bleibt es nur, daß Behaim,
+der, wie bemerkt, geraume Zeit auf den Azoren gelebt, nichts
+von diesem Steinbilde weiß.
+</p>
+
+<p>
+Endlich liegt die Vermuthung nahe, daß ein solcher Seefahrer
+wie Martin Behaim in den besten Jahren, dem aber,
+so wie Columbus, nicht nur die von den Scandinaviern ge<pb n='35'/><anchor id='Pg035'/>machten
+ Weinlandsfahrten nach Nord-Amerika, sondern auch
+die von Seneca, Plato, Aristoteles, Eratosthenes, Diodor von
+Sicilien u. s. w. gegebenen dunkeln Andeutungen über einen
+unbekannten, im atlantischen Ocean liegenden Kontinent bekannt
+gewesen sein müssen, nicht nur alle darauf bezüglichen
+Zeichen und Angaben eingesammelt hat, sondern vielleicht auch
+selbst, wie wir eben bei der Reise des Ferdinand Dulmo angedeutet,
+nach der von ihm in 24° Breite verlegten Insel
+Antillia gesegelt ist. Diese Annahme einer westlichen Reise
+des Behaim, die von den Azoren nach der Zwischenstation der
+Bermudas und Bahamas und von hier nach den Antillen
+leicht und in kurzer Zeit (Columbus segelte auf seiner zweiten
+Reise von <hi rend='gesperrt'>Cadix</hi> nach den Antillischen Inseln kaum <hi rend='gesperrt'>sechs</hi>
+Wochen) auszuführen war, gewinnt dadurch an Wahrscheinlichkeit,
+daß Martin Behaim durch <name rend='antiqua'>Regiomontans</name> verbessertes
+Astrolabium die Schiffer bekanntlich in den Stand gesetzt
+hat, mittelst dieses Instrumentes nach der Sonnenhöhe die
+Entfernungen zu bestimmen und sich auf offener See zurecht
+zu finden.
+</p>
+
+<p>
+Zum Schluß unserer Abhandlung kommen wir endlich
+IV. auf den Einfluß, welchen Martin Behaim auf die Entdeckung
+der Patagonischen Meerenge ausgeübt hat. Zwei
+Werke, deren Autorität, wie bemerkt, nicht in Zweifel gezogen
+werden darf, die Dekaden des Herrera und die in der Ambrosianischen
+Bibliothek zu Mailand aufbewahrte und im Jahre
+1800 von Amoretti bekannt gemachte Handschrift des Piga<pb n='36'/><anchor id='Pg036'/>fetta
+ lassen auf gleiche Weise diesen Einfluß erkennen. Nach
+Herrera (<foreign lang="la" rend='antiqua'>Dec. II, lib. II, cap.</foreign> 20 und 21;
+ <foreign lang="la" rend='antiqua'>lib. IV.,
+ cap. 10, Tom. I, pag. 193, 195, 338</foreign>) zeigte Magellan am
+spanischen Hofe zu Valladolid dem Bischof von Burgos eine gemalte
+Erdkugel (<foreign lang="es" rend='antiqua; gesperrt'>globo bien pintado</foreign>), auf welcher
+er den Weg verzeichnet hatte, den er zu nehmen gedachte, indem
+er die Meerenge absichtlich weiß ließ, damit man ihm
+sein Geheimniß nicht entwenden konnte. ... Er fügte hinzu,
+daß er um so gewisser wäre, eine Meerenge anzutreffen, als er
+sie gesehen hätte (ohne Angabe des Ortes) auf einer von Martin
+de Bohemia, einem von der Insel Fayal gebürtigen Portugiesen
+(?) und Kosmographen von großem Rufe angefertigten
+Seekarte, und daß diese Karte ihm viel Licht (<foreign lang="es" rend='antiqua; gesperrt'>mucha luz</foreign>)
+ über jene <anchor id="corr36"/><corr sic="Merrenge">Meerenge</corr> verschafft habe. Pigafetta, einer der achtzehn
+Reisegefährten des Magellan, welche das Glück hatten,
+am <anchor id="corr36-2"/><corr sic="6">6.</corr> September 1522 Europa wiederzusehen, sagt: „Am
+21. Octbr. 1520 fanden wir eine Meerenge .... aber unser
+Anführer hatte Kunde (Magellan war nämlich die Küste jenseits
+des Vorgebirges St. Maria zur Mündung des Rio de
+Solis d. h. Rio de la Plata gefahren), daß er durch eine sonderbar
+verborgene Meerenge hindurchsteuern müsse, welche er
+aus einer in den Archiven (<foreign lang="es" rend='antiqua; gesperrt'>tesoreria</foreign>) des Königs von
+Portugal (im Schatz des Königs Emanuel im Kloster von Alcobaca?)
+aufbewahrten und von einem ausgezeichneten Kosmographen
+Martino de Boemia angefertigten Seekarte <anchor id="corr36-3"/><corr sic="gegesehen">gesehen</corr>
+habe.“
+</p>
+
+<pb n='37'/><anchor id='Pg037'/>
+
+<p>
+So lautet Herrera’s und Pigafetta’s Bericht über den
+Einfluß Behaim’s auf die Entdeckung der Patagonischen Meerenge,
+der nicht abgestritten werden kann. Mag man sagen,
+daß Magellan fälschlich dem berühmten Nürnberger Kosmographen
+die besagte Karte zugeschrieben, daß öffentliche Urkunden,
+in welchen nur die auf Kosten der spanischen Regierung
+unternommenen Seefahrten verzeichnet sind, uns keine
+absolute Gewißheit geben, daß zu einer gewissen Epoche die
+Entdeckungen nur bis zu dieser oder jener Grenze und nicht
+weiter ausgedehnt worden seien, mag man ferner sagen, daß
+wahre oder falsche Nachrichten durch Beimengung von Muthmaßungen
+und Combinationen entstellt, daß die ungenauen
+Kenntnisse von der Gestaltung des Neuen Kontinents nach
+seiner Südspitze hin sich vor 1517 auf den alten Seekarten
+abgespiegelt haben werden, daß Magellan eine dieser Karten
+in den Archiven des Königs von Portugal gesehen habe, daß
+Magellan, wie das Tagebuch des Pigafetta andeutet, von dem
+Dasein einer Durchfahrt jenseit des Rio de la Plata überzeugt
+war, daß aber die in den Archiven gesehene Karte des Behaim
+mit einer australischen Meerenge, die Lage dieser Durchfahrt
+keineswegs angebe und jedenfalls (?) dem Trugbilde der
+Schoner’schen Erdkugel, auf welcher das angegebene Süd-Amerika
+oder Brasilien nur eine höchst fehlerhafte Copie einer
+alten Weltkarte des Ruysch zum Ptolemäus sei, gleiche, daß
+Magellan bereits mitten in der nach ihm benannten Straße
+<pb n='38'/><anchor id='Pg038'/>liegend, noch bezweifelt, ob es eine Meerenge oder ein trügerischer
+Golf sei, mag man dies Alles und noch viel mehr
+sagen, so können doch die oben angeführten, von gleichzeitigen
+Schriftstellern entlehnten thatsächlichen Zeugnisse nicht bezweifelt
+werden, welche klar und deutlich beweisen, <hi rend='gesperrt'>erstlich</hi>,
+daß Magellan auf einer Karte in Portugal die besagte Meerenge
+verzeichnet gesehen hatte, welche er im Süden der Mündung
+des Rio de la Plata suchte, und <hi rend='gesperrt'>zweitens</hi>, daß er
+diese Karte dem zehn Jahre vorher verstorbenen Behaim zuschreibt.
+Aus dem i. J. 1492 verfertigten Globus Behaim’s
+findet sich allerdings keine Spur einer Küste Brasiliens und
+ebensowenig eine Meerenge. – Wenn man nun auch vielleicht
+sagen könnte, daß Behaim auf seinen, an der südafrikanischen
+Küste gemachten Reisen, auf welchen er selbst bis zum 22° südl.
+Br. den Weg um Afrika angebahnt und den er auch auf seinem
+Globus vollständig angezeigt, obgleich ihn erst 1498 Vasco
+de Gama völlig zurückgelegt hat, wie früher die kompaßlosen
+Scandinavier von Island nach Grönland und Vinland, oder
+wie Cabral 1500 nach Brasilien getrieben worden sei, so ist
+doch mit Gewißheit anzunehmen, daß Martin Behaim vor dem
+Jahre 1494 nicht nach Brasilien und also auch nicht an die
+Magellanstraße gekommen ist. Daraus aber den Schluß ziehen
+zu wollen, daß Behaim die Anregung zur Entdeckung der
+Magellanstraße nicht hätte geben können, ist falsch, weil Behaim
+einerseits bei seinem langjährigen Aufenthalt auf Fayal
+<pb n='39'/><anchor id='Pg039'/>(bis 1506) überhaupt viele wahre oder muthmaßliche Angaben
+über die Gestaltung der Ostküste von Süd-Amerika dort einzusammeln
+im Stande gewesen ist und andererseits auch erst
+<hi rend='gesperrt'>nach</hi> dem Jahre 1492, wo er seinen Globus verfertigte, wenn
+er auch nicht selbst an den Entdeckungsreisen jener Periode
+theilgenommen, doch sehr wohl Kenntniß von dieser Meerenge
+erhalten hat, um auch eine Karte darüber anfertigen zu können,
+die Magellan gesehen.
+</p>
+
+<p>
+Die von uns näher beleuchteten Aussagen der spanischen
+und portugiesischen Schriftsteller, das Buch der Chroniken von
+Hartmann Schedel, der von Behaim im Jahre 1492 zu Nürnberg
+verfertigte Globus und die gewichtigen Zeugnisse Herrera’s
+und Pigafetta’s beweisen unwidersprechlich, daß Martin
+Behaim aus Nürnberg ein berühmter außerordentlicher Mann
+gewesen ist, <hi rend='gesperrt'>der jedenfalls Columbus in seinem
+Plan, nach Westen zu segeln, bestärkt und wesentlich
+zur Ausführung des Planes von Columbus
+beigetragen hat</hi>. Somit ist Behaim für die Entdeckung
+Amerika’s von wesentlichem Nutzen und Einfluß gewesen und
+der deutschen Wissenschaft kommt die Ehre zu, jenen berühmten
+Seefahrern: Columbus, Vespucci, Vasco de Gama, Magellan
+u. s. w. die Möglichkeit an die Hand gegeben zu haben,
+sich weiter in den Ocean hinaus zu wagen. In dieser Beziehung
+haben, wie ich schon früher bemerkt<note place="foot">Geograph. Mitth. von Petermann. 1858.
+ Heft X.</note>, neben den
+<pb n='40'/><anchor id='Pg040'/>Italienern, Spaniern, Portugiesen, Engländern und Franzosen
+auch die Deutschen infolge der natürlichen hohen Begabung
+des germanischen Geistes Theil an der Ehre, auf die Entdeckung
+und Entwickelung Amerika’s eben so bedeutend als wohlthätig
+eingewirkt zu haben.
+</p>
+ </body>
+ <back>
+ <div>
+ <pgIf output="pdf">
+ <then>
+ </then>
+ <else>
+ <div rend="page-break-before: always">
+ <head>Fußnoten</head>
+ <divGen type="footnotes"/>
+ </div>
+ </else>
+ </pgIf>
+ </div>
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+ <index index="pdf"/>
+ <head>Bemerkungen zur Textgestalt</head>
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+ <else>
+ <p>Die Fußnoten wurden an das Ende des Textes versetzt.</p>
+ </else>
+ </pgIf>
+
+ <pgIf output="txt"><then><p>Die Originalausgabe ist in Fraktur gesetzt.
+ In der Textfassung sind Passagen in Antiqua (bis auf römische Zahlen und „Dr.“
+ im deutschen Satzzusammenhang)
+ und Sperrung durch Unterstriche markiert, Fettdruck durch Sternchen.</p></then>
+ <else>
+ <p>
+ Die Originalausgabe ist in Fraktur gesetzt. Passagen in Antiqua sind hier
+ kursiv wiedergegeben
+ (bis auf römische Zahlen und den Titel „Dr.“ im deutschen Satzzusammenhang).
+ Im Original kursive Passagen in Antiqua sind fett und kursiv gesetzt.
+ Sperrung ist so übernommen, ebenso Fettdruck auf der Titelseite.
+ Seitenzahlen in Literaturangaben werden in der Schrift der vorhergehenden Wörter wiedergegeben.
+ </p>
+ </else></pgIf>
+ <p>Folgende mutmaßliche Druckfehler wurden korrigiert:</p>
+ <list>
+ <item><ref target="corr13">S. 13</ref>: „berühmte“ geändert in „berühmten“</item>
+ <item><ref target="corr14">S. 14</ref>: Anführungszeichen vor „Columbus“ entfernt</item>
+ <item><ref target="corr17">S. 17</ref>: Anführungszeichen hinter „Vespuzzi.“ hinzugefügt</item>
+ <item><ref target="corr18">S. 18</ref>: Punkt hinter „XVI“ hinzugefügt</item>
+ <item><ref target="corr19">S. 19</ref>: Punkt hinter „Settlem“ hinzugefügt</item>
+ <item><ref target="corr19-2">S. 19</ref>: Punkt hinter „übersetzt“ hinzugefügt</item>
+ <item><ref target="corr22">S. 22</ref>: Anführungszeichen hinter „hätten.“ entfernt</item>
+ <item><ref target="corr24">S. 24</ref>: „verzeichzeichneten“ geändert in „verzeichneten“</item>
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+ <item><ref target="corr36-2">S. 36</ref>: Punkt hinter „6“ hinzugefügt</item>
+ <item><ref target="corr36-3">S. 36</ref>: „gegesehen“ geändert in „gesehen“</item>
+ </list>
+ <p>Nicht geändert wurden Schreibvarianten („Kompas“ und „Kompaß“;
+ „Ptolomäus“, „Ptolemäus“ und „Ptolamais“; „jenseit“ und „jenseits“) sowie heute
+ unübliche Wortformen wie „mehre“ statt „mehrere“.</p>
+ </div>
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+ </text>
+</TEI.2>
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new file mode 100644
index 0000000..ef28835
--- /dev/null
+++ b/31321.txt
@@ -0,0 +1,1419 @@
+The Project Gutenberg EBook of Martin Behaim aus Nuernberg by Alexander
+Ziegler
+
+
+
+This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with almost no
+restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under
+the terms of the Project Gutenberg License included with this eBook or
+online at http://www.gutenberg.org/license
+
+
+
+Title: Martin Behaim aus Nuernberg
+
+Author: Alexander Ziegler
+
+Release Date: February 18, 2010 [Ebook #31321]
+
+Language: German
+
+Character set encoding: US-ASCII
+
+
+***START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK MARTIN BEHAIM AUS NUeRNBERG***
+
+
+
+
+
+ *Martin Behaim*
+
+ aus Nuernberg.
+
+ *Der geistige Entdecker Amerika's.*
+
+
+
+ Von
+
+ *Alexander Ziegler.*
+
+
+*Dresden,*
+_Druck von G. Heinrich._
+*1859.*
+
+
+
+
+
+ Dem
+
+ Germanischen Museum
+
+ in Nuernberg
+
+
+
+
+
+ ehrfurchtsvoll gewidmet
+
+
+
+ von dem
+
+
+
+ Verfasser.
+
+Ruhla, den 20. Juli 1859.
+
+
+
+
+
+
+Martin Behaim wurde in Nuernberg um 1459 geboren. Derselbe stammte aus dem
+altadeligen Geschlechte der Herren _Behaim von Schwarzbach_, die in
+_Boehmen_, in dem Kreise Pilsen, an einem Wasser, die Schwarze genannt, -
+daher der Name Schwarzbach, - wohnten. Im neunten Jahrhundert wandten sie
+sich um der Religion willen aus Boehmen nach Nuernberg, daher der Zuname
+Behaim, Boeheim, oefter auch _Bohemus_ und _Martinus de Boemia_. Martin
+Behaim lernte anfaenglich die Kaufmannschaft und trieb daneben unter der
+Leitung des beruehmten Johann Regiomontanus (Mueller aus Koenigsberg in
+Franken), der sich in den Jahren 1471 bis 1475 in Nuernberg aufgehalten und
+dort die Verfertigung mathematischer Instrumente auf eine hohe Stufe
+erhoben hatte, mathematische und in der Folge auch nautische
+Wissenschaften. Hierauf machte Behaim in Handelsgeschaeften grosse Reisen
+nach Venedig, wo schon um die Mitte des vierzehnten Jahrhunderts seine
+Vorfahren Albrecht und Fritz Behaim lebhaft am Spezereihandel betheiligt
+waren, den sie hauptsaechlich aus Boehmen verfuehrten. Ebenso kam er auch
+nach Mecheln und Antwerpen in den Niederlanden, von wo er im Jahre 1479
+oder 1480 nach Lissabon und mit dem Strome niederlaendischer Auswanderer
+nach den Azoren gerathen ist. Behaim trat unter Koenig Johann II. in
+portugiesische Dienste, machte mehre _Entdeckungsreisen_ zwischen den
+Wendekreisen, entdeckte mit Diego Cano die Kuesten von Congo (1484, 1485
+und 1486) und gruendete Niederlassungen auf den, wenn nicht schon frueher,
+im Mittelalter von den Arabern und Normannen besuchten und in der Mitte
+des vierzehnten Jahrhunderts von den Italienern aufgefundenen, im Jahre
+1432 bis 1449 von den Portugiesen entdeckten Azoren. Hier heirathete er
+(1486) Johanna, die Tochter des erblichen Statthalters oder Lehntraegers
+Ritter Jobst Hurter von Moerkirchen auf den Inseln Fayal und Pico und hat
+aus der erstgenannten Insel mehre Jahre zugebracht, um die Ansiedelung auf
+derselben zu befoerdern. Im Jahre 1491 reiste Behaim nach seiner Vaterstadt
+Nuernberg, verfertigte daselbst seine beruehmte Weltkugel und kehrte im
+Jahre 1493 nach Portugal und Fayal zurueck. Spaeter machte er, wie er in
+einem Briefe aus Brabant vom 11. Maerz 1494 an seinen Vetter, den Senator
+Michael Behaim in Nuernberg, berichtet, in vertrautem Auftrage des Koenigs
+Johann II. noch einige Reisen, auf welchen er ein Mal das Unglueck hatte
+von den Englaendern und ein ander Mal von den Seeraeubern gefangen zu
+werden. Auch besuchte er noch ein Mal sein geliebtes Fayal und starb im
+Jahre 1506 in Lissabon mit Hinterlassung eines im Jahre 1489 geborenen
+Sohnes. Wenn nun auch der Nuernberger Patricier seit seiner Fahrt mit Diego
+Cano selbst nichts ueber sich und den Schauplatz der Entdeckungen berichtet
+und die wichtigen Jahre von 1493 resp. 1494 bis zu seinem Tode in
+Dunkelheit bleiben, so ist doch aus mancherlei glaubwuerdigen und
+verbuergten Nachrichten und Thatsachen auf eine Theilnahme Behaim's an den
+Entdeckungsreisen jener Periode zu schliessen. Wir werden im Folgenden auf
+diese Thatsachen naeher eingehen, vorher jedoch eine historiographische
+Ehrenrettung des in neuerer Zeit wiederum mehrfach an seinem Ruhme
+angegriffenen grossen Kosmographen Martin Behaim im Lessing'schen Sinne zu
+geben versuchen.
+
+Ebenso weit entfernt davon, die grossen Verdienste des Columbus schmaelern,
+als davon, die Verdienste unseres _deutschen_ Landsmannes Behaim,
+Zeitgenossen von Columbus, dessen Ruhm zu schmaelern er nimmer beabsichtigt
+hat, ueberschaetzen zu wollen, koennen wir doch auch weder unserer
+Ueberzeugung, noch unserem Patriotismus so grosse Selbstverleugnung
+auferlegen, uns der Meinung Derjenigen unterzuordnen, welche Behaim als
+einen mittelmaessigen Kosmographen und ungeuebten Astronomen darzustellen und
+so die Grundbedingungen seines Rufes und Ruhmes, wenn auch nicht zu
+zerstoeren, doch zu erschuettern, sich die wenig dankenswerthe Muehe gegeben
+haben. Diese Versuche gruenden sich vorzueglich auf dessen beruehmte
+Weltkugel, welche die geographischen Ansichten des fuenfzehnten
+Jahrhunderts nach Ptolomaeus, Marco Polo und Mandeville veranschaulicht und
+auf die Aussagen eines Geschichtsschreibers der Azoren aus dem
+siebenzehnten Jahrhundert, Namens Cordeyro. In Bezug auf erstere sagt man,
+und wohl auch nicht ganz mit Unrecht, dass Behaim bei seinen Breitenangaben
+um 12 bis 15 deg. irrte, die Fehler seiner Breitenbestimmungen bei der
+Prinzessin-Insel begoennen und sich zuletzt auf mehr als 16 deg. steigerten,
+dass sein Island auch faelschlich innerhalb des arktischen Kreises sich nach
+dem hohen Norden erstrecke und was dergleichen Behauptungen mehr sind. In
+Bezug auf Cordeyro, den einzigen Schriftsteller, welcher Nachrichten ueber
+Behaims letzte Schicksale enthalte, fuehrt man an: dass dieser einige von
+dessen unerquicklichen astrologischen Prophezeiungen mittheile(1) und
+aussage, dass Behaim auf den Azoren den unheimlichen Ruf eines Meisters der
+astrologischen Trugkuenste hinterlassen habe. Mag dem sein, wie ihm wolle,
+alle diese und andere Angaben koennen den Ruf Behaims als Kosmograph nicht
+verringern; denn sie beweisen nur, dass der Standpunkt der damaligen
+geographischen Wissenschaften im _Allgemeinen_ ein ungenuegender gewesen
+ist. Es genuege hier, nur darauf hinzuweisen, dass viele der alten beruehmten
+Weltkarten jener Zeit, z. B. die Karte der Militaerbibliothek zu Weimar aus
+dem Jahre 1424, die von Andreas Bianco 1436, des Genuesen Beclario oder
+Bedrazio aus dem Jahre 1436, die Hafenkarten der beiden Benincasa 1463 bis
+1473, des Bartholomaeus, Bruder des Entdeckers von Amerika, aus dem Jahre
+1488, des Juan de la Cosa, Reisegefaehrten von Columbus, des Ruysch in der
+roemischen Ausgabe des Ptolomaeus vom Jahre 1508, des Purdy u. s. w., nicht
+nur viele Irrthuemer und falsche Breitenangaben, sondern oefters, z. B. die
+Karten des in der St. Marcusbibliothek aufbewahrten Atlas des Andreas
+Bianco u. s. w., gar keine Gradeintheilung haben. Man beeilte sich damals
+im Allgemeinen, auf den Karten alles Dasjenige zu verzeichnen, was man
+ueber den Fortschritt der neuesten Entdeckungen, gleichviel ob wahr oder
+unwahr, zu erfahren vermochte und so kam es, dass trotz der Ergebnisse
+neuer Forschungen und trotz aller Erfahrungen und Kenntnisse unserer Tage
+falsche Hypothesen und Resultate, z. B. auf der Karte Amerika's von Ruysch
+und auf der sonst schaetzenswerten Welttafel von Purdy, u. s. w. angegeben
+wurden. Wenn auch hier und da die Fehlergrenzen der spanischen und
+portugiesischen Piloten der damaligen Zeit bei Breitenangaben selten einen
+Breitengrad ueberschritten, so bestaetigt wiederum das, was in dem Patent
+ueber die Unwissenheit der Piloten gesagt wird (_Navarr. tom. III. pag.
+299_), vollstaendig Vespucci's Klagen ueber den Mangel nautischer Kenntnisse
+bei den damaligen Seefahrern (_Bandini p. 105_). Die von dem
+portugiesischen Schriftsteller Cordeyro in seiner _Historia insulana_ ueber
+den Nuernberger Seefahrer gemachten Mittheilungen sind mit Vorsicht
+aufzunehmen, erstlich weil Cordeyro, wie alle Portugiesen seiner Zeit,
+neidisch auf den Ruhm des Fremden war und zweitens, weil er auch sonst
+keine besondere Urtheilsschaerfe und Genauigkeit in seinen Ausdruecken an
+den Tag legt, wie dies aus einer Vergleichung mit den Privatdokumenten der
+Familie Behaim, von denen er freilich nicht die geringste Kenntniss hatte,
+hervorgeht. So behauptet er unter Anderem in seiner _Hist. ins. pag. 465_,
+dass Martin Behaim _zwei_ Soehne gehabt, von denen der aelteste Martin
+geheissen und noch jung gestorben sei; ferner, dass die Portugiesen unter
+Joa Vaz Cortereal schon 1464 einen Theil von Nord-Amerika, die spaeter
+sogenannte _Terra de Bacalhao_ entdeckt haetten, und beruft sich unter
+Hinweisung auf _Gaspar Fructuosa_ auf eine koenigl. Schenkungsurkunde _d.
+d. Evora_ 2. April 1464, in der aber keine Silbe davon steht, dass Vaz das
+Bacalhaoland besucht oder ueberhaupt etwas entdeckt habe. Der zweimalige
+laengere Aufenthalt des Behaim auf den Azoren (von 1486 bis 1490 und 1494
+bis 1506) liefert aber gerade einen wichtigen Grund gegen die angebliche
+Entdeckung eines Landes der Baccallaos (Neufundland); denn Behaim, der,
+als langjaehriger Bewohner der Azoren, doch Kenntniss von diesem Westlande
+haette haben muessen, kennt diese Entdeckung nicht und hat sie auch nicht
+auf seiner im Jahre 1492 angefertigten Weltkugel angegeben. Kunstmann(2)
+hat auch in der neuesten Zeit schlagend nachgewiesen, dass die von Cordeyro
+erwaehnte Entdeckung von Nord-Amerika weder in der angefuehrten
+Schenkungsurkunde von _Evora_ noch in _Fructuosa_, aus dem doch Cordeyro
+geschoepft haben will, erwaehnt werde. Historisch erwiesen ist nur, dass
+Gaspar Cortereal, der Sohn jenes Jao Vaz, im Jahre 1500 in Groenland und
+1501 in Neufundland gewesen. Aus all dem Gesagten geht zur Genuege hervor,
+dass die gegen Martin Behaim angebrachten Verdaechtigungen ohne allen Grund
+sind. Konnte es doch sogar einem Columbus geschehen, dass er die
+geographische Breite der von ihm im Jahre 1477 besuchten Insel Irland
+falsch bestimmte, indem er sagt, dass deren suedlichste Gegend unter dem
+dreiundsiebzigsten Breitengrade (statt 63 deg.) liege.
+
+Martin Behaim, Schueler des Regiomontanus(3) und portugiesischer Kosmograph
+hat fuer einen der gelehrtesten Mathematiker und Astronomen seines
+Jahrhunderts gegolten. Durch die Anfertigung seines Globus - wohl eines
+der ersten und aeltesten, welche ueberhaupt existiren, den von Bartolome
+Colon 1488 vollendeten mit eingerechnet - hat er ein Meisterstueck seiner
+Zeit geliefert und dadurch auf Globus- und Kompasverfertiger einen
+anregenden Einfluss geuebt, was daraus zu entnehmen ist, dass diese in
+Nuernberg so zahlreich waren, dass sie seit 1510 zu einer besonderen Zunft
+zusammentraten.
+
+Der Koenig Johann II., fuer den er mehre Landkarten zeichnete, beehrte ihn
+fortdauernd mit seinem besondern Vertrauen. Von seiner neunzehn Monate
+dauernden afrikanischen Reise nach Lissabon zurueckgekehrt, wurde Behaim i.
+J. 1485 zur Belohnung seiner Verdienste zu Albassauas (Alcobaca?) in der
+St. Salvadors-Kirche vom Koenig oeffentlich zum Ritter des Christusordens
+geschlagen, wobei ihm der Herzog Emanuel, nachheriger Thronfolger, den
+rechten Sporn, der Koenig selbst den Degen umschnallte. Auch wurde er
+gemeinschaftlich mit den beiden Aerzten des Koenigs Johann II., _maestre
+Rodrigo_ und _maestre Josef Judio_, zum Mitglied einer _Junta de
+Mathematicos_ gemacht, welche beauftragt war, eine Methode anzugeben, nach
+der Sonnenhoehe zu schiffen(4), mithin an der Construction eines fuer den
+Gebrauch der Schifffahrt bestimmten _Astrolabiums_ arbeitete. Als Beweis
+eines ganz besondern Vertrauens, das Behaim beim Koenig genoss, muessen hier
+ferner die Worte angefuehrt werden, deren sich der Koenig in einem
+Handschreiben bediente: "_Quia perspecta nobis jam diu integritas tua nos
+inducit ad credendum, quod ubi tu es, est persona nostra_" u. s. f. (weil
+wir schon lange Deine Ehrenhaftigkeit erkannt haben, so fuehlen wir uns zu
+glauben veranlasst, dass wo Du bist, auch unsere Person ist.) Auch Kaiser
+Maximilian sagt von seinen Reisen, die sich auf 2300 Meilen nur zur See
+erstrecken: _Martino Bohemo nemo unus imperii civium magis unquam
+peregrinator fuit, magisque remotas adivit orbis regiones_. Zu den
+Hauptverdiensten Behaims gehoert - abgesehen von seiner vermutheten
+Theilnahme an den amerikanischen Entdeckungsreisen, auf die wir sogleich
+zu sprechen kommen -, dass er an der gluecklichen Erfindung, das Astrolabium
+bei der Schifffahrt zu _gebrauchen_, wesentlichen Antheil hatte. Auch darf
+man nicht vergessen, wie von Humboldt in seinen kritischen Untersuchungen
+_I., pag. 31_, bemerkt, dass Behaim, Columbus, Vespucci, Gama und Magellan
+Zeitgenossen von Regiomontanus, Paolo Toscanelli, Roderigo Faleiro und
+anderen beruehmten Astronomen waren, welche ihre tieferen Einsichten den
+Schifffahrern und Geographen ihrer Zeit mittheilten.
+
+Die neueren Untersuchungen haben unwidersprechlich gelehrt, _dass_ der weit
+im westlichen Ocean lebende beruehmte Kosmograph _Martin Behaim aus
+Nuernberg jedenfalls Columbus in seinem Plan, nach Westen zu segeln,
+bestaerkt und wesentlich zur Ausfuehrung __des Planes von Columbus
+beigetragen hat, somit fuer die Entdeckung Amerika's von besonderem Nutzen
+gewesen ist._ Die Gruende fuer diese Behauptungen stuetzen sich - abgesehen
+von naheliegenden Vermuthungen - auf _vier Thatsachen_: I. auf die
+Aussagen der spanischen und portugiesischen Schriftsteller; II. auf das
+Buch der Chroniken von Hartmann Schedel in Nuernberg, das erst lateinisch,
+dann 1493 in deutscher Uebersetzung erschien; III. auf den i. J. 1492 von
+Martin Behaim angefertigten Globus, der sich noch gegenwaertig im
+Behaim'schen Hause am Aegidienplatze in Nuernberg befindet, und IV. auf die
+Behauptung des Ritters Pigafetta aus Vicenza, nach dem Magellan oder
+Magalhaes eine Karte des Ritters Martin Behaim gesehen, auf welcher eine
+Meerenge nach der freien Suedsee angegeben gewesen sei.
+
+In Bezug auf Nr. I. ist zu bemerken, dass der spanische Schriftsteller
+_Antonio de Herrera_ in seinen Decaden(5), deren Autoritaet so wenig in
+Zweifel gezogen werden darf, als die Handschrift des Pigafetta, sagt:
+Columbus sei in den Gruenden, die ihn bestimmten, den Seeweg nach Ostindien
+gegen Westen aufzusuchen, durch seinen _Freund_, den Portugiesen _Martin
+de Bohemia_ (natuerlich Niemand anders als Martin Behaim, dessen Familie,
+wie oben bemerkt, aus Boehmen stammt) auf der Insel Fayal, einen _grossen_
+Kosmographen, bestaerkt worden. ("_Y esta opionione le confirmo Martino de
+Bohemia, Portugues, su amigo, natural de la Isla de Fayal, gran
+cosmografo._") Diese Nachricht, jedenfalls die wichtigste und
+bestimmteste, die schon allein hinreichte, nicht nur Behaims nuetzlichen
+Einfluss auf die Ausfuehrung des Planes von Columbus zu beweisen, sondern
+auch die innige Verbindung mit Letzterem, sowie seinen Ruf als eines
+grossen Kosmographen zu bestaetigen, wird mehr oder minder noch durch eine
+zweite Stelle des genannten Schriftstellers bestaerkt, die aus dem
+italienischen Tagebuche des Pigafetta entlehnt, auch den Ausdruck:
+"_Martino de Boemia, uomo eccellentissimo_," jedoch ohne den Zusatz:
+geboren auf Fayal, enthaelt. Auch der spanische Schriftsteller _Garcilasso
+de la Vega_ schreibt, dass ein beruehmter Geograph Martin Behenira
+vornehmlich dem Colon Nachricht gegeben. Die vielbesprochene und im
+Interesse Behaims so oft angezogene Stelle im Werke des Riccioli(6) (geb.
+1598 zu Ferrara, gestorben 1671) heisst woertlich: "_Christophorus Columbus
+..... sive suopte ingenio ut erat vir Astronomiae Cosmographiae et
+Physicas, gnarus .. sive indicio habito a Martino Bohema .... aut, ut
+Hispani dictitant, ab Alphonso Sanchez de Helua nauclero ... cogitasset de
+navigatione in Indiam __occidentalem_" (Ch. Columbus haette entweder aus
+eigener Einsicht als ein in der Sternkunde, Erdbeschreibung und Naturlehre
+erfahrener Mann oder zufolge der von Martin Behaim, oder nach der Spanier
+Vorgeben von einem Schiffer Namens Alfonso Sanchez erhaltenen Anzeige -
+Angabe - auf die Schifffahrt nach Westindien gedacht (gesonnen, sie fuer
+moeglich gehalten). Diese Stelle, wie Wagenseil, Loeher u. s. w. uebersetzen
+zu wollen: "Columbus haette niemals seine Reise nach Amerika unternommen,
+wenn Behaim ihm nicht den Weg gezeigt haette", ist jedenfalls, wie schon
+Tozen gezeigt, nicht statthaft, weil Riccioli selbst in Zweifel und
+Ungewissheit ist, was das _sive-sive-aut_ besagt und weil "_indicio_" nur
+mit "Wink", "Fingerzeig" oder mit "Andeutung" "Anzeichen" uebersetzt werden
+kann. Diese Andeutungen, Anzeichen, koennen z. B. an den Azoren
+angeschwemmte Hoelzer, Leichname u. s. w. gewesen sein, die auf ein
+westwaerts gelegenes unbekanntes Land hindeuteten. Dass der Name Martin
+Behaims, wie von Murr behauptet, bei keinem einzigen portugiesischen
+Schriftsteller, ausser im _Manoel Tellez de Sylva_ in _De Rebus gestis
+Joannis II._ vorkomme, duerfte dahin zu berichtigen sein, dass, wie schon
+erwaehnt, Cordeyro und auch Jose Bernardo Gama von ihm spricht. "Die
+portugiesischen Schriftsteller", sagt Franz Loeher in seiner vortrefflichen
+Geschichte der Deutschen in Amerika (Cincinnati und Leipzig 1847) erklaeren
+auf das bestimmteste, dass Columbus erst, nachdem Behaim schon dagewesen,
+und auf dessen Angaben hin Amerika aufgesucht habe. So sagt Gama:(7)
+"Martin Behaim sah Pernambuco und entdeckte Brasilien frueher als Columbus
+und Vespuzzi." Die spanischen Schriftsteller(8) aber enthalten nirgends
+eine Stelle, welche diese Angaben ausdruecklich widerlegte; im Gegentheil
+bestaetigen sie ohne Vorbehalt, dass sowohl Columbus als Magellan Freunde
+von Behaim gewesen, von demselben Karten und Nachrichten ueber das
+westliche Indien erhalten, und auf Grund derselben ihre Reisen dorthin
+unternommen haetten. Auch franzoesische Gelehrte(9) haben nicht gezoegert,
+Behaim als den Mann anzuerkennen, der den Weg nach Amerika bereitete und
+zuerst befuhr. "In der That, seine Groesse wuerde auch dann emporragen in der
+Geschichte, wenn seine Augen auch niemals an Brasiliens Kueste
+umhergeschweift haetten; er waere dennoch der geistige Entdecker des neuen
+Welttheils gewesen." Auch die portugiesischen Schriftsteller, Pater
+Cordeyro(10), gestuetzt auf das Manuscript des Doktor Gaspar Fructuosa(11),
+Mendo Trigozo (1812) und Garcao-Stockler (1819) u. s. w. geben
+ausfuehrliche Nachrichten von Behaim und lassen seinen Verdiensten
+Gerechtigkeit wiederfahren. In Betreff der Deutschen, welche Behaims
+Verdienste beleuchteten, schrieb Stueven in Frankfurt 1714 eine Abhandlung
+ueber den ersten Entdecker der Welt(12) und Otto in New-York richtete an
+Franklin eine Denkschrift (abgedruckt in den _Transactions of the American
+philosophical Society 1786 II. Nr. 35_) zum Erweise, dass Behaim der rechte
+Mann sei. Diese Behauptung des Deutsch-Amerikaners, dass Behaim Amerika
+entdeckt habe, suchte der Spanier Cladera(13) zu widerlegen. Auch
+Wagenseil(14) und Postel(15), Pigafetta, Jansen, Doppelmayr(16),
+Wurzelbaum(17), Lochner(18), Wuelfer(19), Cellarius(20), Omeis(21), haben
+Martin Behaim die Entdeckung der neuen Welt zugeschrieben, und die Herren
+Chr. Gottl. Schwarz(22), Moerl(23), Bielefeld(24), Fuerer(25), Will, Peter
+van der Aa(26) u. A. sagen in der Hauptsache Nichts Anderes. Die
+Amerikaner Robertson(27), Washington Irving(28) u. A. wollen dies freilich
+nicht anerkennen, ebenso als sie frueher die (jetzt festgestellten)
+Entdeckungen der islaendischen Nordmaenner hartnaeckig bestritten, und in
+Deutschland selbst sind bei Manchen z. B. Gebauer(29), Tozen(30), von
+Murr(31), Baur(32) u. A. die Zweifel noch nicht beseitigt. Wenn wir hier
+noch die Werke von Humboldt(33), Franz Loeher(34), Ghillany(35), Oscar
+Peschel(36) und Fr. Kunstmann(37) anfuehren, so glauben wir, wenn auch
+nicht erschoepfend, doch ziemlich vollstaendig auf die Behaim-Literatur
+hingewiesen zu haben, und wollen nur noch bemerken, dass in dem Werke von
+Ghillany - das neueste bedeutendste Werk ueber Behaim - in sehr lichtvoller
+Weise dargethan wird, dass Behaim wesentlich zur Ausfuehrung des Planes von
+Columbus beigetragen habe.
+
+
+
+Wir kommen jetzt II. auf das Buch der Chroniken von Hartmann Schedel in
+Nuernberg, das erst lateinisch, dann 1493 in deutscher Uebersetzung
+erschien, somit die naechste Jahreszahl nach der Entdeckung Amerikas durch
+Columbus traegt.
+
+Es heisst hier, dass Koenig Johann II. von Portugal im Jahre 1483 _Jacob de
+Cano_, einen Portugiesen, und Martin Behaim, einen Deutschen aus Nuernberg,
+mit etlichen Galeeren gegen Aethiopien ausgeschickt haette; dass sie in dem
+suedlichen Meere nicht weit von der Kueste geschiffet, und nachdem sie ueber
+die Linie gegangen, in die _andere Welt gekommen waeren, wo ihr Schatten,
+wenn sie gegen Morgen gestanden, mittagwaerts und zur Rechten gefallen
+sei_; dass sie solchergestalt eine _neue und bisher unbekannte Welt_,
+welche in vielen Jahren von keinem als den Genuesen, wiewohl vergeblich,
+gesucht worden, entdeckt und dass sie endlich nach einer 26monatlichen
+Schifffahrt zurueckgekommen und zum Wahrzeichen Pfeffer und Paradieskoerner
+mitgebracht haetten.
+
+Wiewohl in dieser Stelle thatsaechlich von _einer anderen neuen Welt_ die
+Rede ist und man auch auf Grund dieser Urkunde versucht hat, dem Martin
+Behaim die Ehre der Entdeckung von Amerika (Brasilien) zuzuschreiben,
+indem man angenommen hat, dass Behaim, wie spaeter Cabral, durch die von
+Congo nach Westen fuehrenden Stroemungen nach Brasilien gelangt sei, und dass
+der Verfasser jener Stelle in der Nuernberger Chronik, wenn er schon von
+Columbus etwas gewusst, sicher dessen Namen genannt haben wuerde, um den
+Ruhm Behaim's gegen ihn herauszustellen, so scheint mir doch diese Urkunde
+aus folgenden Gruenden von keinem sonderlichen Gewicht zu sein. Die
+angefuehrte Stelle ist naemlich dieselbe, welche in des _Aeneas Sylvius_
+Buch _de Europae sub Frederico III. Imperatore statu_ aus diesem Chronikon
+eingerueckt ist. Dieser _Aeneas Sylvius_, nachheriger Pabst Pius II. (gest.
+1464), ist uebrigens derselbe, der sich in seiner Weltbeschreibung
+(_Cosmographia_) auf _Nicolo Conti_ beruft, dessen 25jaehrige Reisen (1424
+bis 1449) in Indien bei _Poggio_ (Paris 1723) erwaehnt werden. Aber, auch
+abgesehen davon, so will der Verfasser offenbar nur andeuten, dass diese
+Seefahrer, nachdem sie ueber die Mittellinie gesegelt, auf die suedliche
+Halbkugel der Erde gekommen waeren; die Angabe, dass nach Passirung der
+Linie der Schatten, wenn man gegen Morgen stehe, mittagwaerts und zur
+Rechten falle, wird wohl jeder richtig finden, der ueber die Linie
+hinausgekommen ist. Im Uebrigen ersehen wir aus diesem Buch der Chroniken,
+in das Behaim das Capitel _Portugalia_ bei seiner in Nuernberg als
+Kosmograph gefeierten Anwesenheit vielleicht selbst eingetragen hat, dass
+er als Befehlshaber eines Fahrzeuges jene Entdeckungsreise mitgemacht
+habe, wenn er auch diess selbst auf seiner Weltkugel niemals behauptet. Die
+betreffende Stelle heisst: "dass Koenig Johann etlich galeren hinter die
+seulen Herkuls geschickt und denselben Schiffen zween patron gesetzt,
+nehmlich _Jacobum Canum_ einen _Portugalier_ und _Martin beheym_ einen
+_teutschen von nuernberg_." Es liesse sich vielleicht nun aus dieser Stelle
+der Schluss ziehen, dass Behaim, da er _Entdeckungsreisen_ nach Afrika und
+zwar als Befehlshaber gemacht, wahrscheinlich auch spaeter mehren
+Entdeckungsreisen nach Westen beigewohnt hat.
+
+
+
+Was III. den von Martin Behaim im Jahre 1492 zu Nuernberg angefertigten und
+daselbst noch aufbewahrten Globus betrifft, so haben manche Schriftsteller
+behaupten wollen, dass auf demselben bereits die Menge der westlichen
+Inseln und die oestlichen Kuesten von Sued-Amerika (die Flachlande von
+Brasilien, die Prajas von Pernambuco) erschienen, wohin Behaim viele Jahre
+frueher, ehe Columbus sich zur Reise anschickte, von den Azoren aus
+gekommen sein soll. Man glaubte hieraus schliessen zu koennen, dass Martin
+Behaim den Archipel der Azoren oder Antillen entdeckt, dem Columbus nicht
+allein den Weg nach dem oestlichen Asien, sondern selbst das Vorhandensein
+eines neuen Festlandes enthuellt und auf diesen Globus die Meerenge
+verzeichnet habe, welcher Magellan seinen Namen gegeben und die man mit
+groesserem Rechte _Fretum Bohemicum_ nennen zu koennen glaubte.
+
+Bei naeherer Betrachtung der hoechst merkwuerdigen Erdkugel findet sich von
+diesen geographischen Angaben keine Spur auf derselben, womit jedoch nicht
+gesagt sein soll, dass eine _kuehne_ Phantasie, abgesehen von der deutlich
+verzeichneten _Insula Antilia_, durch die Lage der ueber dem _circulus
+aequinoctialis_ (Aequator) angegebenen Insel Brandan, der im Norden des
+_tropicus cancri_ verzeichneten Insel (_Cathay, __oceanus oriental.
+indic._), so wie der suedlicher gelegenen Insel Cipango, nicht im Stande
+waere, an die West-Indischen Inseln oder an Sued-Amerika zu denken - wenn
+man sich dieselben theils noch als Inseln, theils als mit Ost-Indien
+zusammenhaengend denkt. Nach dem geographischen System jenes Zeitalters,
+welches in Bezug auf das oestliche Asien nebst den angrenzenden Theilen des
+Oceans fast einzig und allein auf die Erzaehlungen des Marco Polo, Balducci
+Pegoletti und Nicolas de Conti begruendet war, glaubte man, dass unzaehlige
+Inseln, reich an Spezereien und Gold, in dem Meer von Cin, d. h. in den
+Gewaessern von Japan, China und dem grossen Archipelagus Ostindiens belegen
+seien. Die Weltkarte des Martin Behaim zeigt nun von 45 deg. noerdl. bis 40 deg.
+suedl. Br. eine Kette von Inseln, die den Enden Asiens gegenueber liegen und
+ist mehrfach, wie wir frueher bemerkt, abgebildet, unter Anderem auch im
+Jahre 1847 von dieser Erdkugel des Behaim ein Facsimile fuer die Pariser
+Akademie angefertigt worden.
+
+Auf dem von Martin Behaim angefertigten Globus findet sich mitten im Ocean
+zwischen Europa und Asien eine _insula Antilia_, genannt _Septem ritade
+(citade)_, verzeichnet. Sie liegt westlich der Canaros, fern von den
+Azoren in 24 deg. Br., also fast unter dem Wendekreise des Krebses. Ueber die
+"Laenge" zu sprechen ist ueberfluessig, da diese von den verwirrten Begriffen
+abhaengig ist, die man sich von der Entfernung zwischen Ouinsai und Cipango
+und den Kuesten von Portugal bildet, man kann sich aber des Gedankens
+unwillkuerlich nicht erwehren, dass diese "phantastische Wanderinsel" so
+ziemlich fast unter denselben Breitengraden wie die spaeter als Antillen
+bezeichneten Inselgruppen gelegen ist, und zwar um so mehr, als auf der
+Karte von _Juan de la Cosa_ aus dem Jahre 1500 die zu dieser Gruppe
+gehoerigen Inseln Cuba, Espagnola auch noch noerdlich des Wendekreises des
+Krebses liegen, auch Vespucci in seiner zweiten Reisebeschreibung
+(_Bandini pag. 44_.) Haiti _(Hispaniola) Isola d'Antiglia_ nennt und, wie
+uns _Bartholomaeus de las Casas_ lehrt, vorzugsweise die Portugiesen den
+Namen Antillen auf _Hispaniola_ anwendeten. Diese von Behaim verzeichnete
+Insel findet sich auch auf frueheren Karten des vierzehnten Jahrhunderts,
+wenn auch nicht in dieser Lage, angegeben. Die aelteste Angabe der Insel
+Antillia scheint nach von Humboldt's kritischen Untersuchungen die im
+venetianischen Atlas des _Andrea Bianco_ (1436) zu sein, wo sie sich auf
+der fuenften Karte des in der St. Markusbibliothek aufbewahrten Werkes
+findet. Wenn man, da die Karte keine Gradeintheilung hat, als Massstab die
+Entfernung des Cap Vincent vom Cap Finisterre (5 deg. 51') annimmt, so findet
+man als Abstand der Kuesten von Portugal bis zum Mittelpunkt der azorischen
+Insel des Bianco 153 Seemeilen (statt 247), dagegen als Abstand der Azoren
+von der Antillia 87 Seemeilen. Diese letztere Insel laege mithin 240
+Seemeilen westlich von den Kuesten von Portugal, d. h. unter 27 deg. 55' w. L.
+von Paris (in dem Meridian der Insel San Miguel der Azoren) und zwischen
+33 deg. 20' und 38 deg. 30' Br. Auch die auf der Militaerbibliothek in Weimar
+aufbewahrte Seekarte aus dem Jahre 1425 (1424?), einige Jahre aelter als
+die Karte des Bianco und offenbar italienischen Ursprungs, ist wegen des
+Namens Antillia bemerkenswerth. Sie stellt aber nur den noerdlichen Theil
+der Insel Antillia, dagegen das ganze Rechteck der Satanshand dar. Der
+Abstand der Kueste von Portugal vom Mittelpunkt der Gruppe der Azoren
+betraegt 110 Seemeilen, waehrend die Karte vom Jahre 1436, wie oben bemerkt,
+deren 153 gibt. Auf der zu Parma sich befindenden Welttafel von Beclario
+oder Bedrazio, einem Genuesen aus dem Jahre 1436, erblickt man auch die
+rechtwinkeligen Inseln Antillia und Sarastagio (Hand des Satans). Die
+Hafenkarten des Gracioso Benincasa von Ancona und seines Sohnes Andrea
+(1463 bis 1473) wurden auch haeufig wegen des Namens der Insel Antillia
+angefuehrt, der sich auf ihnen finden soll; aber es scheint, dass man eine
+weit juengere von Blaze Vouloudet im Jahre 1586 angefertigte Karte, auf der
+man westlich von Irland ein Land Scorafixa oder _Scoeafixa_ (Bacallaos?)
+erblickt, fuer eine Arbeit des Andrea Benincasa gehalten hat.
+
+Auf den Karten des _Juan de la Cosa_ und _Ribero_ findet sich keine Spur
+von dem Namen der Antillen, auch auf der zu Parma aufbewahrten Weltkarte
+des Picigano (1367) kommt die Bezeichnung Antillia nicht, wohl aber, wie
+auf Behaim's Globus, die _Insula de Brazie (Brazir, Brazil)_ vor. Die
+Insel des heiligen Brandan, die Behaim's Globus ebenfalls angibt, nennt
+Andrea Bianco so wenig wie die Glueckseligen Inseln. Auch ist
+bemerkenswerth, dass weder Columbus, noch Gomara, Oviedo oder Acosta, noch
+die Karten von Amerika und die Welttafeln, welche seit dem Jahre 1508 den
+Ausgaben des Ptolamais beigefuegt werden, des Namens Antillia gedenken. Die
+erste Spur dieses Gebrauches des Namens findet von Humboldt in den
+_Oceanis_ des _Peter Martyr d'Anghiera_ (_Dec. lib. I. pag. II._ beendigt
+im Novbr. 1493). Hier findet man die geographische Benennung der Antillen
+in der Mehrzahl. Aber noch mehr; das einzige Mal, wo man in den Briefen
+des _Amerigo Vespucci (c. 1500)_ den Namen Columbus findet, steht er in
+Verbindung mit dem Namen Antillia, obgleich Columbus nie die Gesammtmasse
+der von ihm entdeckten _Inseln von Inseln_ unter eine gemeinschaftliche
+Benennung zusammenstellt. Uebrigens ist es mit dem Namen der
+Antilleninseln gegangen wie mit dem von Amerika. Der erstere wurde im Jahr
+1493 von Anghiera vorgeschlagen, der letztere von Ylacomylus, und bei
+beiden war mehr als ein Jahrhundert erforderlich, ehe der Gebrauch
+allgemein verbreitet war.
+
+Martin Behaim schreibt bei der Insel Antillia Folgendes: "Als man zaehlt
+nach Christi Geburt 734 Jahre, als ganz Hispania von den Heiden aus Afrika
+genommen war(38), da wurde bewohnt die oben beschriebene _insula Antilia_,
+genannt _Septem ritade_, von einem Erzbischof von _Porto Portigal_ mit
+sechs anderen Bischoefen, die zu Schiffe von Hispania dahin geflohen kamen
+mit ihrem Vieh, Hab' und Gut. _Anno_ 1414 ist ein Schiff aus Hispania
+ungefaehr am naechsten dabei gewesen." Diese Angabe der Insel Antillia ist
+ein Beweis, dass allerdings Martin Behaim, wenn er auch nicht selbst auf
+dieser Insel gewesen, doch Nachrichten, Kenntnisse, Anzeichen (_indicia_)
+von einem im Westen liegenden Lande gehabt haben muss. Diese koennen ihm
+durch Schiffer (und die Angabe unter 1414 weist darauf hin), durch
+Schiffbruechige oder durch an die Ufer der Azoren angeschwemmte Gegenstaende
+geworden sein, z. B. durch Fichtenstaemme an den Kuesten von Graciosa und
+Fayal, durch Leichname unbekannter Menschenracen an der Insel Flores,
+durch Stuecke kuenstlich aber ohne eiserne Werkzeuge geschnitzten Holzes an
+der Insel Porto Santo und selbst durch Canots, die mit Haeuten bedeckt und
+mit Menschen von einem gaenzlich unbekannten Stamm besetzt gewesen, von
+welchen Gegenstaenden auch die Zeitgenossen des Columbus (s. _Vida del
+Almirante__, cap. 8 pag. 6_) mit der kleinlichsten Genauigkeit reden und
+die auch von Columbus als Zeichen von Land im Westen betrachtet wurden.
+Sein Sohn Fernando sagt in der That: "Die Bewohner (_moradores_) erzaehlten
+meinem Vater, dass waehrend die Winde vom Westen wehten ..." aber der
+Admiral konnte diese Nachricht in irgend einem Hafen Portugals oder
+Spaniens erhalten, da wir, wie v. Humboldt bemerkt, mit Bestimmtheit aus
+der Handschrift der _Historia de las Indias_ von _Las Casas_ wissen, dass
+Columbus in Spanien im Kloster von Rabida die Reise des Pedro Velasco aus
+Palos kennen lernte, welcher von Fayal abgereist, nach einer Schifffahrt
+gegen Westen bis zu einer Entfernung von 150 Lieues (wonach er bis
+jenseits des oestlichen Punktes des grossen Tangstreifens gelangt sein
+muesste) die Insel Flores entdeckte. Auch ist es bei den grossen
+astronomischen Kenntnissen Behaims wahrscheinlich, dass derselbe ueberzeugt
+gewesen sein muss, dass westlich von den Azoren noch andere Kuesten
+anzutreffen seien, denn sonst haette er wohl nicht den Koenig von Portugal
+veranlasst,(39) ehe noch Columbus seine Absichten erreicht, Expeditionen
+auszuschicken, um die Antillen zu entdecken, die freilich zurueckkehrten,
+ohne ihren Zweck erreicht zu haben. Und dann, sollten nicht die Westwinde
+und insbesondere der aus dem Golf von Mexiko kommende, an der Ostkueste von
+Nordamerika sich hinziehende und in der Richtung nach den Azoren laufende,
+suedoestliche Auslauf des _Golfstromes_ dem auf der ueber ein Dritttheil des
+Weges nach Amerika in den Atlantischen Ocean hineingeschobenen Insel Fayal
+lebenden grossen Seefahrer und Kosmographen die Lage des westlich gelegenen
+Landes verrathen haben?
+
+So gewiss die Moeglichkeit nicht gaenzlich geleugnet werden kann, dass durch
+die Gewalt der Winde, die haeufig maechtiger ist als die der Stroemungen,
+phoenizische und karthaginensische Schiffe, die fuer den Handel mit Zinn und
+Bernstein verwendet wurden, auf ihrem Wege durch den _Sinus Oestrymnicus_
+verschlagen und an die Kueste der Azoren geworfen wurden, dass ferner die
+Araber und die Normanen die azorischen Inseln besucht haben und dass sie
+von der Kueste Siciliens und Tunis punische und cyrenaeische Muenzen mit sich
+haben fuehren koennen - so gewiss ist auch nicht zu leugnen, dass Columbus,
+zwischen dem und Behaim hoechst wahrscheinlich Beziehungen stattgefunden
+haben, obgleich sie durch nichts unmittelbar nachgewiesen werden koennen,
+frueher einmal zu Fayal gelandet sein koenne und dass Behaim, der geraume
+Zeit daselbst gelebt, alle Anzeichen und Erfahrungen von westlich
+liegenden Laendern gesammelt habe. Auch wollen wir hier die Vermuthungen
+der portugiesischen Seefahrer anfuehren, welche vor und nach 1484 - das
+Jahr, in welchem Colon Portugal verlaesst - die Gewaesser ausserhalb der
+Azoren besucht hatten. Hierher gehoert 1) die Reise eines gewissen Diego de
+Tiene (Teyve?) zur Aufsuchung der _Antillia_, dem als Pilot der
+obengenannte Pedro de Velasco diente, derselbe Seemann, welcher dem
+Admiral Don Colon im Kloster La Rabida bei Palos von dieser Reise
+erzaehlte; 2) die Reise des Ferdinand Dulmo (d'Ulmo, aus Ulm?), eines
+Capitaens der Terceira und Joh. Affonso, eines Pflanzers von Madeira, die
+eine Gesellschaft mit einem _deutschen_ Ritter gebildet hatten, um eine
+grosse Insel oder das Festland im atlantischen Westen zu entdecken, wobei
+man voraussetzte, dass die _Ilha da sete cidades_ (Insel der sieben Staedte)
+und das Festland nicht unter 40 Tagen erreicht werden moechten. _E quanto
+ao Cavaleiro aleman_, heisst es in der Urkunde vom 24. Juli 1486 pag. 66,
+_que em companhia delles ha de hir, que elle aleman escolha dir em
+qualquer caravella que quizer_. "Der deutsche Ritter, bemerkt Peschel in
+seinem vortrefflichen Buche S. 617, ist _hoechstwahrscheinlich_ Martin
+Behaim, obgleich es viele Deutsche damals in Portugal gab. Ueber die
+Erfolge dieser Reise sind wir bis jetzt nicht unterrichtet." 3) Die nach
+portugiesischen Quellen i. J. 1464 gemachte, aber durch nichts bewiesene,
+oben erwaehnte Entdeckung eines Theiles von Nord-Amerika, die spaeter sog.
+_Terra do Bacalhao_, durch den portugiesischen Seefahrer Joa Vaz
+Cortereal. Dazu gesellten sich noch die Vermuthungen von Land und Inseln,
+welche die Bewohner von Madeira, von den Canarien und auf den Azoren,
+jedes Jahr im fernen Westen auftauchen zu sehen glaubten, und die Aussagen
+dieser und jener Steuerleute, die versicherten, bei ihren Ueberfahrten
+nach Irland im Westen Land gesehen zu haben, welches sie fuer einen Theil
+der Tartarei u. s. w. ausgaben. So vorbereitet waren die Gemuether auf
+grosse Dinge worden und das 16. Jahrhundert haette sicherlich auch ohne
+Colon's Plan schon fruehzeitig gefunden, da der Gedanke durchaus nicht mehr
+neu war, dass man bei der unbestrittenen Annahme der Erde als kugelfoermiger
+Koerper recht wohl den Ostrand Asiens durch eine atlantische Ueberfahrt
+erreichen koennte. Hiermit soll aber der Ruhm des Genuesers, dessen
+Verdienst in der _absichtsvollen_ Entdeckung neuer Seewege besteht, und
+dessen That die grosse Begebenheit um einen kostbaren Zeitraum
+beschleunigte, durchaus nicht herabgesetzt, zu gleicher Zeit aber auch das
+Verdienst seiner Zeitgenossen nicht unterschaetzt werden, welche zur Loesung
+der Aufgabe mit beigetragen und Columbus in seinem Plan, nach Westen zu
+segeln, mit angeregt und bestaerkt haben. Und wer waere hierzu geeigneter
+gewesen, als sein Freund, der beruehmte Seefahrer Martin Behaim, der auf
+der (wie schon bemerkt) ueber ein Dritttheil des Weges nach Amerika weit im
+Ocean liegenden Insel Fayal - dem Thule der gebildeten Welt - schon mit
+Einem Fusse in der Neuen Welt stand?
+
+Die Azoren, von den Portugiesen seit 1432-1449 nach und nach entdeckt und
+in portugiesischen Urkunden schon 1447 erwaehnt, waren ueberdiess von
+thaetigen und unternehmenden Seeleuten bewohnt, die mit Irland, Island u.
+s. w. in Verbindung standen und von denen schon im Allgemeinen erwartet
+werden konnte, dass sie befaehigt und durch die natuerlichen Verhaeltnisse
+angeregt waren, die Fahrten gegen _Westen_ fortzusetzen. Auch soll nach
+einer alten, sich immer wiederholenden Sage, die der Geschichtsschreiber
+der Azoren, Fructuosa bei Cordeyro und _Historia del Reyno de __Portugal
+por Manuel de Faria y Sousa_ umstaendlich erwaehnt, die aber Martin Behaim,
+Barros u. s. w. nicht kannten, auf Corvo ein Steinbild (ein Mann zu Ross,
+der mit der ausgestreckten Rechten gegen Nordwesten deutete) von den
+Entdeckern gefunden worden sein, durch welches Columbus nach einer
+neidischen Ueberlieferung eine Offenbarung von der Neuen Welt empfangen
+haben soll; jedoch scheint diese angebliche Reiterstatue - wenn nicht etwa
+ein vulkanisches Vorgebirge aus Basalt, Trachyt und emphibolischem Porphyr
+in Form eines Reiters gleich des Hestmann in Finnmarken oder ein
+Warnungssignal vor oceanischen Fahrten - wie die Bildsaeulen des Hercules
+einem und demselben Cyklus systematischer Traeumereien auf dem Gebiete der
+Geographie anzugehoeren. Im Uebrigen verbuergt sich der gelehrte
+Geschichtsschreiber Damiao de Goes (_Chron. do Princ. D. Joam. Lisboa__
+1790 cap. IX. p. 119._) fuer die Thatsache, dass einige Fragmente dieses
+Steinbildes nach Lissabon gekommen sind und setzt hinzu, dass die
+unleserlichen Buchstaben der Inschrift, von der 1529 ein Wachsabdruck
+genommen wurde, von Normannen herruehren koennten, also Runnen gewesen sein
+moechten. Auffallend bleibt es nur, dass Behaim, der, wie bemerkt, geraume
+Zeit auf den Azoren gelebt, nichts von diesem Steinbilde weiss.
+
+Endlich liegt die Vermuthung nahe, dass ein solcher Seefahrer wie Martin
+Behaim in den besten Jahren, dem aber, so wie Columbus, nicht nur die von
+den Scandinaviern gemachten Weinlandsfahrten nach Nord-Amerika, sondern
+auch die von Seneca, Plato, Aristoteles, Eratosthenes, Diodor von Sicilien
+u. s. w. gegebenen dunkeln Andeutungen ueber einen unbekannten, im
+atlantischen Ocean liegenden Kontinent bekannt gewesen sein muessen, nicht
+nur alle darauf bezueglichen Zeichen und Angaben eingesammelt hat, sondern
+vielleicht auch selbst, wie wir eben bei der Reise des Ferdinand Dulmo
+angedeutet, nach der von ihm in 24 deg. Breite verlegten Insel Antillia
+gesegelt ist. Diese Annahme einer westlichen Reise des Behaim, die von den
+Azoren nach der Zwischenstation der Bermudas und Bahamas und von hier nach
+den Antillen leicht und in kurzer Zeit (Columbus segelte auf seiner
+zweiten Reise von _Cadix_ nach den Antillischen Inseln kaum _sechs_
+Wochen) auszufuehren war, gewinnt dadurch an Wahrscheinlichkeit, dass Martin
+Behaim durch _Regiomontans_ verbessertes Astrolabium die Schiffer
+bekanntlich in den Stand gesetzt hat, mittelst dieses Instrumentes nach
+der Sonnenhoehe die Entfernungen zu bestimmen und sich auf offener See
+zurecht zu finden.
+
+Zum Schluss unserer Abhandlung kommen wir endlich IV. auf den Einfluss,
+welchen Martin Behaim auf die Entdeckung der Patagonischen Meerenge
+ausgeuebt hat. Zwei Werke, deren Autoritaet, wie bemerkt, nicht in Zweifel
+gezogen werden darf, die Dekaden des Herrera und die in der
+Ambrosianischen Bibliothek zu Mailand aufbewahrte und im Jahre 1800 von
+Amoretti bekannt gemachte Handschrift des Pigafetta lassen auf gleiche
+Weise diesen Einfluss erkennen. Nach Herrera (_Dec. II, lib. II, cap._ 20
+und 21; _lib. IV., cap. 10, Tom. I, pag. 193, 195, 338_) zeigte Magellan
+am spanischen Hofe zu Valladolid dem Bischof von Burgos eine gemalte
+Erdkugel (_globo bien pintado_), auf welcher er den Weg verzeichnet hatte,
+den er zu nehmen gedachte, indem er die Meerenge absichtlich weiss liess,
+damit man ihm sein Geheimniss nicht entwenden konnte. ... Er fuegte hinzu,
+dass er um so gewisser waere, eine Meerenge anzutreffen, als er sie gesehen
+haette (ohne Angabe des Ortes) auf einer von Martin de Bohemia, einem von
+der Insel Fayal gebuertigen Portugiesen (?) und Kosmographen von grossem
+Rufe angefertigten Seekarte, und dass diese Karte ihm viel Licht (_mucha
+luz_) ueber jene Meerenge verschafft habe. Pigafetta, einer der achtzehn
+Reisegefaehrten des Magellan, welche das Glueck hatten, am 6. September 1522
+Europa wiederzusehen, sagt: "Am 21. Octbr. 1520 fanden wir eine Meerenge
+.... aber unser Anfuehrer hatte Kunde (Magellan war naemlich die Kueste
+jenseits des Vorgebirges St. Maria zur Muendung des Rio de Solis d. h. Rio
+de la Plata gefahren), dass er durch eine sonderbar verborgene Meerenge
+hindurchsteuern muesse, welche er aus einer in den Archiven (_tesoreria_)
+des Koenigs von Portugal (im Schatz des Koenigs Emanuel im Kloster von
+Alcobaca?) aufbewahrten und von einem ausgezeichneten Kosmographen Martino
+de Boemia angefertigten Seekarte gesehen habe."
+
+So lautet Herrera's und Pigafetta's Bericht ueber den Einfluss Behaim's auf
+die Entdeckung der Patagonischen Meerenge, der nicht abgestritten werden
+kann. Mag man sagen, dass Magellan faelschlich dem beruehmten Nuernberger
+Kosmographen die besagte Karte zugeschrieben, dass oeffentliche Urkunden, in
+welchen nur die auf Kosten der spanischen Regierung unternommenen
+Seefahrten verzeichnet sind, uns keine absolute Gewissheit geben, dass zu
+einer gewissen Epoche die Entdeckungen nur bis zu dieser oder jener Grenze
+und nicht weiter ausgedehnt worden seien, mag man ferner sagen, dass wahre
+oder falsche Nachrichten durch Beimengung von Muthmassungen und
+Combinationen entstellt, dass die ungenauen Kenntnisse von der Gestaltung
+des Neuen Kontinents nach seiner Suedspitze hin sich vor 1517 auf den alten
+Seekarten abgespiegelt haben werden, dass Magellan eine dieser Karten in
+den Archiven des Koenigs von Portugal gesehen habe, dass Magellan, wie das
+Tagebuch des Pigafetta andeutet, von dem Dasein einer Durchfahrt jenseit
+des Rio de la Plata ueberzeugt war, dass aber die in den Archiven gesehene
+Karte des Behaim mit einer australischen Meerenge, die Lage dieser
+Durchfahrt keineswegs angebe und jedenfalls (?) dem Trugbilde der
+Schoner'schen Erdkugel, auf welcher das angegebene Sued-Amerika oder
+Brasilien nur eine hoechst fehlerhafte Copie einer alten Weltkarte des
+Ruysch zum Ptolemaeus sei, gleiche, dass Magellan bereits mitten in der nach
+ihm benannten Strasse liegend, noch bezweifelt, ob es eine Meerenge oder
+ein truegerischer Golf sei, mag man dies Alles und noch viel mehr sagen, so
+koennen doch die oben angefuehrten, von gleichzeitigen Schriftstellern
+entlehnten thatsaechlichen Zeugnisse nicht bezweifelt werden, welche klar
+und deutlich beweisen, _erstlich_, dass Magellan auf einer Karte in
+Portugal die besagte Meerenge verzeichnet gesehen hatte, welche er im
+Sueden der Muendung des Rio de la Plata suchte, und _zweitens_, dass er diese
+Karte dem zehn Jahre vorher verstorbenen Behaim zuschreibt. Aus dem i. J.
+1492 verfertigten Globus Behaim's findet sich allerdings keine Spur einer
+Kueste Brasiliens und ebensowenig eine Meerenge. - Wenn man nun auch
+vielleicht sagen koennte, dass Behaim auf seinen, an der suedafrikanischen
+Kueste gemachten Reisen, auf welchen er selbst bis zum 22 deg. suedl. Br. den
+Weg um Afrika angebahnt und den er auch auf seinem Globus vollstaendig
+angezeigt, obgleich ihn erst 1498 Vasco de Gama voellig zurueckgelegt hat,
+wie frueher die kompasslosen Scandinavier von Island nach Groenland und
+Vinland, oder wie Cabral 1500 nach Brasilien getrieben worden sei, so ist
+doch mit Gewissheit anzunehmen, dass Martin Behaim vor dem Jahre 1494 nicht
+nach Brasilien und also auch nicht an die Magellanstrasse gekommen ist.
+Daraus aber den Schluss ziehen zu wollen, dass Behaim die Anregung zur
+Entdeckung der Magellanstrasse nicht haette geben koennen, ist falsch, weil
+Behaim einerseits bei seinem langjaehrigen Aufenthalt auf Fayal (bis 1506)
+ueberhaupt viele wahre oder muthmassliche Angaben ueber die Gestaltung der
+Ostkueste von Sued-Amerika dort einzusammeln im Stande gewesen ist und
+andererseits auch erst _nach_ dem Jahre 1492, wo er seinen Globus
+verfertigte, wenn er auch nicht selbst an den Entdeckungsreisen jener
+Periode theilgenommen, doch sehr wohl Kenntniss von dieser Meerenge
+erhalten hat, um auch eine Karte darueber anfertigen zu koennen, die
+Magellan gesehen.
+
+Die von uns naeher beleuchteten Aussagen der spanischen und portugiesischen
+Schriftsteller, das Buch der Chroniken von Hartmann Schedel, der von
+Behaim im Jahre 1492 zu Nuernberg verfertigte Globus und die gewichtigen
+Zeugnisse Herrera's und Pigafetta's beweisen unwidersprechlich, dass Martin
+Behaim aus Nuernberg ein beruehmter ausserordentlicher Mann gewesen ist, _der
+jedenfalls Columbus in seinem Plan, nach Westen zu segeln, bestaerkt und
+wesentlich zur Ausfuehrung des Planes von Columbus beigetragen hat_. Somit
+ist Behaim fuer die Entdeckung Amerika's von wesentlichem Nutzen und
+Einfluss gewesen und der deutschen Wissenschaft kommt die Ehre zu, jenen
+beruehmten Seefahrern: Columbus, Vespucci, Vasco de Gama, Magellan u. s. w.
+die Moeglichkeit an die Hand gegeben zu haben, sich weiter in den Ocean
+hinaus zu wagen. In dieser Beziehung haben, wie ich schon frueher
+bemerkt(40), neben den Italienern, Spaniern, Portugiesen, Englaendern und
+Franzosen auch die Deutschen infolge der natuerlichen hohen Begabung des
+germanischen Geistes Theil an der Ehre, auf die Entdeckung und
+Entwickelung Amerika's eben so bedeutend als wohlthaetig eingewirkt zu
+haben.
+
+
+
+
+
+
+FUSSNOTEN
+
+
+_ 1 Cordeyro Histor. Insulana__ lib. IX. cap. 8 fol. 494_. Man findet
+ in dieser Stelle und in F. Gaspar Fructuosa allerdings Nachrichten
+ ueber die geographischen und astronomischen Kenntnisse Behaims, die
+ aber so gross gewesen sein sollen, dass seine Freunde und im
+ Allgemeinen alle Einwohner ihn mit einer aberglaeubischen Ehrfurcht
+ betrachteten; so gewiss waren seine Bestimmungen und seine
+ Vorhersagungen.
+
+ 2 Die Entdeckung Amerika's mit einem Atlas bisher ungedruckter Karten.
+ Muenchen 1859.
+
+ 3 Auch _Barros_, _Maris Dialogos_, der Verfasser der _Historia
+ insulana_ und Andere sagen ausdruecklich, dass Behaim sich ruehmte, in
+ Regiomontans Schule gelernt zu haben.
+
+_ 4 Barros. Asia__, Dec. 1-4, cap. 2._
+
+_ 5 Herrera__, dec. I, lib. I, cap. 2_ und _dec. II, lib. 2, cap. 19_.
+
+_ 6 Riccioli, Geographia rectific.__ lib. III, cap. 22, pag. 93._
+
+_ 7 Jose Bernardo F. Gama. Memorias historias de Provincia de
+ Pernambuco I, 19._
+
+_ 8 Gomara, Histor. general. de las Indias, cap. 19 in Barcia Histor.
+ primit. de las Indas Occidentales. Madrid 1749._
+
+_ 9 Archives literaires de l'Europe VI__, 265-375, 352-362._
+
+_ 10 Historia insulana_.
+
+_ 11 Saudades da Terra_.
+
+_ 12 Joh. Fr. Stuvens. Dissertatio de vero Novi Orbis inventore._
+
+_ 13 Investigationes historicas sobre los principales descubrimientos de
+ los Espanoles en el mar Oceano del signo XV y principios del
+ __XVI.__ Madrid 1794._
+
+_ 14 Wagenseil Synops. Hist. Universal. Wagenseilii Sacra parentalia B.
+ Georgio Frid. Behaimo dicata._
+
+ 15 Schon Postel sagt in seiner im Jahre 1561 erschienenen _Cosmographia
+ pag. 22_: _Ad 54 grad_ (suedl. Breite) _ubi est Martini Bohemi fretum
+ a Magaglianesis alias nuncupatum_.
+
+ 16 Histor. Nachr. von Nuernberger Mathematikern und Kuenstlern, Nuernberg
+ 1780, Fol., worin auch Behaims Erdkugel abgebildet und S. 27 bis 31
+ eine Beschreibung von Behaims Leben gegeben ist.
+
+_ 17 Uranies Noricae Basis astronomico geographica 1697 fol. In epistola
+ dedicatoria._
+
+_ 18 D. Mich. Friedr. Lochner. Comment. de Ananasa sive nuce pinea
+ indica etc. Norimb. 1716._
+
+_ 19 Jo. Wuelfer in Disquisitione de majoribus Oceani Insulis._
+
+_ 20 Christoph Cellarius in Hist. Univers._
+
+_ 21 Magnus Daniel Omesius de claris quibusdam Norimbergensibus._
+
+_ 22 Diss. de columnis Herculis. Altdorfii 1794.__ 4. . ult._
+ Papowitsch hat in seinen Untersuchungen vom Meere (Nuernb. 1750) S.
+ 31 auch diesen Paragraph erlaeutert.
+
+_ 23 Dom. Joh. Siegism. Moerlii orat. inaug. de meritis Norimbergensium
+ in Geographiam._ Sie steht im _Museo Norico__ p. 125. Altd. 1759._
+
+_ 24 De Bielefeld Progres des Allemands dans les Sciences etc. Chap. 3
+ des Inventions et des Decouverts des Allemands. Amsterdam 1752.__
+ 13. pag. 72-76._
+
+_ 25 Joh. Sigism. Fureri oratio de Martino Behaimo_ im _Museo Norico_ S.
+ 385-400.
+
+ 26 Im Nuernberger Gelehrten Lexikon _I. pag. 35_ und in den
+ Muenzbelustigungen.
+
+_ 27 Robertson History of the Discov. and __Settlem.__ of Americ.__
+ New-York 1829._
+
+_ 28 Washington Irving Life and Voyages of Christ. Columbus.__ New-York
+ 1831, II._ Appendix 267-270.
+
+ 29 Gebauer, Portugiesische Geschichte.
+
+ 30 Der erste Entdecker der neuen Welt, Christoph Colon, gegen die
+ ungegruendeten Ansprueche, welche Amerikus Vespucci und Martin Behaim
+ auf diese Ehre machen, von E. Tozen. Goettingen 1761.
+
+ 31 Diplomatische Geschichte Behaims von v. Murr. Nuernb. 1778 (aus dem
+ 6. Theil seines Journals zur Kunstgeschichte besonders abgedruckt);
+ zweite verbesserte Auflage Gotha 1801. Die erste Ausgabe ist von J.
+ Jansen in's Franzoesische uebersetzt. Die zweite kam mit der
+ franzoesischen Uebersetzung von _Pigafetta's_ italienischer
+ Schifffahrtsbeschreibung _Magellans_ zu Paris 1801 ein. Die dritte
+ ist vom Verf. selbst zu Strassburg und Paris 1802 herausgegeben. Mit
+ Abbildungen der Erdkugel Behaims.
+
+ 32 Allgem. Encyclopaedie der Wissenschaften und Kuenste von J. G. Ersch
+ und J. G. Gruber. Leipzig 1822. s. Behaim.
+
+ 33 Kritische Untersuchungen ueber die historische Entwickelung der
+ geographischen Kenntnisse in der neuen Welt von Alexander v.
+ Humboldt, aus dem Franzoesischen uebersetzt von Dr. J. L. Ideler.
+ Berlin 1836. 3. Bd.
+
+ 34 Geschichte und Zustaende der Deutschen in Amerika von Franz Loeher,
+ Cincinnati und Leipzig. 1847 S. 3-8. Nach dem Verf. sah Martin
+ Behaim Amerika auf einer seiner suedwestlichen Entdeckungsreisen im
+ J. 1483, zehn Jahre frueher, ehe Columbus sich zur Reise anschickte.
+
+ 35 Geschichte des Seefahrers Ritter Martin Behaim von Dr. F. W.
+ Ghillany. Eingeleitet durch eine Abhandlung ueber die aeltesten Karten
+ des neuen Continents und den Namen von Amerika von Alexander v.
+ Humboldt. Nuernberg 1853. Mit einer genauen Abbildung des
+ Behaim'schen Globus vom Jahr 1492.
+
+ 36 Geschichte des Zeitalters der Entdeckungen von Oskar Peschel.
+ Stuttgart und Augsburg 1858, Cotta. Dieses Werk gereicht der
+ deutschen Wissenschaft zur Ehre und gehoert ohne Frage zu den
+ bedeutendsten wissenschaftlichen Arbeiten unseres Jahrzehends. Die
+ Entdeckungen der Portugiesen sind meisterhaft und mit grossem
+ Scharfsinn zusammengestellt; s. Behaim S. 28, 38, 76, 80, 82, 88,
+ 89, 90, 92, 101, 126, 127, 129, 131, 616-620 u. s. w.
+
+ 37 Die von der Muenchner Akademie veranstaltete Ausgabe alter
+ unbekannter Karten aus der Zeit der Entdeckung besorgten Fr.
+ Kunstmann und G. M. Thomas, und der erstere hat uns einen Commentar
+ und eine vortreffliche Arbeit ueber die Entdeckung Amerika's
+ geliefert. (Die Entdeckung Amerika's in einem Atlas bisher
+ ungedruckter Karten. Muenchen 1859.)
+
+ 38 Behaim setzt die Auswanderung "des Erzbischofs von _Porto Portigal_"
+ nach der Insel _Antilia_ oder _Septen citade_, die Insel der sieben
+ Staedte genannt, in das Jahr 734, waehrend Columbus das Jahr 814 - die
+ Epoche der Schlacht angiebt, welche Musa an den Ufern des Guadalete
+ gewann.
+
+_ 39 Herrera__, cap. VII._ und _Gaspar Fructuosa_ in seiner _Historia
+ insulana_.
+
+ 40 Geograph. Mitth. von Petermann. 1858. Heft X.
+
+
+
+
+
+BEMERKUNGEN ZUR TEXTGESTALT
+
+
+Die Fussnoten wurden an das Ende des Textes versetzt.
+
+Die Originalausgabe ist in Fraktur gesetzt. In der Textfassung sind
+Passagen in Antiqua (bis auf roemische Zahlen und "Dr." im deutschen
+Satzzusammenhang) und Sperrung durch Unterstriche markiert, Fettdruck
+durch Sternchen.
+
+Folgende mutmassliche Druckfehler wurden korrigiert:
+
+ S. 13: "beruehmte" geaendert in "beruehmten"
+ S. 14: Anfuehrungszeichen vor "Columbus" entfernt
+ S. 17: Anfuehrungszeichen hinter "Vespuzzi." hinzugefuegt
+ S. 18: Punkt hinter "XVI" hinzugefuegt
+ S. 19: Punkt hinter "Settlem" hinzugefuegt
+ S. 19: Punkt hinter "uebersetzt" hinzugefuegt
+ S. 22: Anfuehrungszeichen hinter "haetten." entfernt
+ S. 24: "verzeichzeichneten" geaendert in "verzeichneten"
+ S. 36: "Merrenge" geaendert in "Meerenge"
+ S. 36: Punkt hinter "6" hinzugefuegt
+ S. 36: "gegesehen" geaendert in "gesehen"
+
+Nicht geaendert wurden Schreibvarianten ("Kompas" und "Kompass";
+"Ptolomaeus", "Ptolemaeus" und "Ptolamais"; "jenseit" und "jenseits") sowie
+heute unuebliche Wortformen wie "mehre" statt "mehrere".
+
+
+
+
+
+***END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK MARTIN BEHAIM AUS NUeRNBERG***
+
+
+
+CREDITS
+
+
+February 18, 2010
+
+ Project Gutenberg TEI edition 1
+ Produced by Karl Eichwalder, Norbert H. Langkau, Stefan Cramme
+ and the Online Distributed Proofreading Team at
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+ images of public domain material from the Google Print
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