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diff --git a/.gitattributes b/.gitattributes new file mode 100644 index 0000000..6833f05 --- /dev/null +++ b/.gitattributes @@ -0,0 +1,3 @@ +* text=auto +*.txt text +*.md text diff --git a/18101-0.txt b/18101-0.txt new file mode 100644 index 0000000..6257cc6 --- /dev/null +++ b/18101-0.txt @@ -0,0 +1,1022 @@ +The Project Gutenberg EBook of The Life of Friedrich Schiller, by +Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + + +Title: The Life of Friedrich Schiller + Introduction to German Translation + +Author: Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle + +Release Date: April 2, 2006 [EBook #18101] + +Language: German + +Character set encoding: UTF-8 + +*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK THE LIFE OF FRIEDRICH SCHILLER *** + + + + +Produced by Louise Hope, Thierry Alberto and the Online +Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net + + + + + + + [Illustrations / Abbildungen: + Relocated to end of text / Am Ende des Textes zurückgeschoben] + + * * * * * + + Thomas Carlyle + + LEBEN SCHILLERS, + + aus dem Englischen; + + eingeleitet + + durch + + GOETHE. + + + + + Frankfurt am Main, 1830. + Verlag von Heinrich Wilmans. + + + * * * * * + + Der hochansehnlichen + Gesellschaft + für ausländische + schöne Literatur, + zu + + Berlin. + + + * * * * * + +Als gegen Ende des vergangenen Jahres ich die angenehme Nachricht +erhielt, dass eine mir freundlich bekannte Gesellschaft, welche bisher +ihre Aufmerksamkeit inländischer Literatur gewidmet hatte, nunmehr +dieselbe auf die ausländische zu wenden gedenke, konnte ich in meiner +damaligen Lage nicht ausführlich und gründlich genug darlegen, wie sehr +ich ein Unternehmen, bey welchen man auch meiner auf das geneigteste +gedacht hatte, zu schätzen wisse. + +Selbst mit gegenwärtigem öffentlichen Ausdruck meines dankbaren Antheils +geschieht nur fragmentarisch was ich im bessern Zusammenhang zu +überliefern gewünscht hätte. Ich will aber auch das wie es mir vorliegt +nicht zurückweisen, indem ich meinen Hauptzweck dadurch zu erreichen +hoffe, dass ich nämlich meine Freunde mit einem Manne in Berührung +bringe, welchen ich unter diejenigen zähle, die in späteren Jahren sich +an mich thätig angeschlossen, mich durch eine mitschreitende Theilnahme +zum Handeln und Wirken aufgemuntert, und durch ein edles, reines +wohlgerichtetes Bestreben wieder selbst verjüngt, mich, der ich sie +heranzog, mit sich fortgezogen haben. Es ist der Verfasser des hier +übersetzten Werkes, Herr _Thomas Carlyle_, ein Schotte, von dessen +Thätigkeit und Vorzügen, so wie von dessen näheren Zuständen +nachstehende Blätter ein Mehreres eröffnen werden. + +Wie ich denselben und meine Berliner Freunde zu kennen glaube, so wird +zwischen ihnen und ihm eine frohe wirksame Verbindung sich einleiten und +beide Theile werden, wie ich hoffen darf, in einer Reihe von Jahren sich +dieses Vermächtnisses und seines fruchtbaren Erfolges zusammen erfreuen, +so dass ich ein fortdauerndes Andenken, um welches ich hier schliesslich +bitten möchte, schon als dauernd gegönnt, mit anmuthigen Empfindungen +voraus geniessen kann. + + in treuer Anhänglichkeit und Theilnahme. + + Weimar April + 1830. + + _J. W. v. Goethe._ + + * * * + +Es ist schon einige Zeit von einer allgemeinen Weltliteratur die Rede +und zwar nicht mit Unrecht: denn die sämmtlichen Nationen, in den +fürchterlichsten Kriegen durcheinander geschüttelt, sodann wieder +auf sich selbst einzeln zurückgeführt, hatten zu bemerken, dass sie +manches Fremde gewahr worden, in sich aufgenommen, bisher unbekannte +geistige Bedürfnisse hie und da empfunden. Daraus entstand das +Gefühl nachbarlicher Verhältnisse, und anstatt dass man sich bisher +zugeschlossen hatte, kam der Geist nach und nach zu dem Verlangen, auch +in den mehr oder weniger freyen geistigen Handelsverkehr mit aufgenommen +zu werden. + +Diese Bewegung währt zwar erst eine kurze Weile, aber doch immer lang +genug, um schon einige Betrachtungen darüber anzustellen, und aus ihr +bald möglichst, wie man es im Waarenhandel ja auch thun muss, Vortheil +und Genuss zu gewinnen. + + * * * + +Gegenwärtiges, zum Andenken _Schillers_, geschriebene Werk kann, +übersetzt, für uns kaum etwas Neues bringen; der Verfasser nahm seine +Kenntnisse aus Schriften, die uns längst bekannt sind, so wie denn +auch überhaupt die hier verhandelten Angelegenheiten bey uns öfters +durchgesprochen und durchgefochten worden. + +Was aber den Verehrern _Schillers_, und also einem jeden Deutschen, wie +man kühnlich sagen darf, höchst erfreulich seyn muss, ist: unmittelbar +zu erfahren, wie ein zartfühlender, strebsamer, einsichtiger Mann über +dem Meere, in seinen besten Jahren, durch _Schillers_ Productionen +berührt, bewegt, erregt und nun zum weitern Studium der deutschen +Literatur angetrieben worden. + +Mir wenigstens war es rührend, zu sehen, wie dieser, rein und ruhig +denkende Fremde, selbst in jenen ersten, oft harten, fast rohen +Productionen unsres verewigten Freundes, immer den edlen, wohldenkenden, +wohlwollenden Mann gewahr ward und sich ein Ideal des vortrefflichsten +Sterblichen an ihm auferbauen konnte. + +Ich halte deshalb dafür dass dieses Werk, als von einem Jüngling +geschrieben, der deutschen Jugend zu empfehlen seyn möchte: denn wenn +ein munteres Lebensalter einen Wunsch haben darf und soll, so ist es +der: in allem Geleisteten das Löbliche, Gute, Bildsame, Hochstrebende, +genug das Ideelle, und selbst in dem nicht Musterhaften, das allgemeine +Musterbild der Menschheit zu erblicken. + + * * * + +Ferner kann uns dieses Werk von Bedeutung seyn, wenn wir ernstlich +betrachten: wie ein fremder Mann die _Schillerischen_ Werke, denen wir +so mannigfaltige Kultur verdanken, auch als Quelle der seinigen schätzt, +verehrt und dies, ohne irgend eine Absicht, rein und ruhig zu erkennen +giebt. + +Eine Bemerkung möchte sodann hier wohl am Platze seyn: dass sogar +dasjenige, was unter uns beynahe ausgewirkt hat, nun, gerade in dem +Augenblicke welcher auswärts der deutschen Literatur günstig ist, +abermals seine kräftige Wirkung beginne und dadurch zeige, wie es auf +einer gewissen Stufe der Literatur immer nützlich und wirksam seyn +werde. + +So sind z. B. _Herders_ Ideen bey uns dergestalt in die Kenntnisse der +ganzen Masse übergegangen, dass nur wenige, die sie lesen, dadurch erst +belehrt werden, weil sie, durch hundertfache Ableitungen, von demjenigen +was damals von grosser Bedeutung war, in anderem Zusammenhange schon +völlig unterrichtet worden. Dieses Werk ist vor kurzem ins Französische +übersetzt; wohl in keiner andern Ueberzeugung als dass tausend gebildete +Menschen in Frankreich sich immer noch an diesen Ideen zu erbauen haben. + + * * * + +In Bezug auf das dem gegenwärtigen Bande vorgesetzte Bild sey folgendes +gemeldet: Unser Freund, als wir mit ihm in Verhältniss traten, war +damals in Edinburgh wohnhaft, wo er in der Stille lebend, sich im besten +Sinne auszubilden suchte, und, wir dürfen es ohne Ruhmredigkeit sagen, +in der deutschen Literatur hiezu die meiste Förderniss fand. + +Später, um sich selbst und seinen redlichen literarischen Studien +unabhängig zu leben, begab er sich, etwa zehen deutsche Meilen +südlicher, ein eignes Besitzthum zu bewohnen und zu benutzen, in die +Grafschaft Dumfries. Hier, in einer gebirgigen Gegend, in welcher der +Fluss Nithe dem nahen Meere zuströmt, ohnfern der Stadt Dumfries, an +einer Stelle welche Craigenputtock genannt wird, schlug er mit einer +schönen und höchst gebildeten Lebensgefährtin seine ländlich einfache +Wohnung auf, wovon treue Nachbildungen eigentlich die Veranlassung zu +gegenwärtigem Vorworte gegeben haben. + + * * * + +Gebildete Geister, zartfühlende Gemüther, welche nach fernem Guten sich +bestreben, in die Ferne Gutes zu wirken geneigt sind, erwehren sich kaum +des Wunsches, von geehrten, geliebten, weitabgesonderten Personen das +Portrait, sodann die Abbildung ihrer Wohnung, so wie der nächsten +Zustände, sich vor Augen gebracht zu sehen. + +Wie oft wiederholt man noch heutiges Tags die Abbildung von Petrarch’s +Aufenthalt in Vaucluse, Tasso’s Wohnung in Sorent! Und ist nicht immer +die Bieler Insel, der Schutzort Rousseau’s, ein seinen Verehrern nie +genugsam dargestelltes Local? + +In eben diesem Sinne hab’ ich mir die Umgebungen meiner entfernten +Freunde im Bilde zu verschaffen gesucht, und ich war um so mehr auf die +Wohnung Hrn. _Thomas Carlyle_ begierig, als er seinen Aufenthalt in +einer fast rauhen Gebirgsgegend unter dem 55ten Grade gewählt hatte. + +Ich glaube durch solch eine treue Nachbildung der neulich eingesendeten +Originalzeichnungen gegenwärtiges Buch zu zieren und dem jetzigen +gefühlvollen Leser, vielleicht noch mehr dem künftigen, einen +freundlichen Gefallen zu erweisen und dadurch, so wie durch +eingeschaltete Auszüge aus den Briefen des werthen Mannes, das Interesse +an einer edlen allgemeinen Länder- und Weltannäherung zu vermehren. + + * * * + + _Thomas Carlyle an Goethe._ + + Craigenputtock den 25. Septbr. 1828. + +“Sie forschen mit so warmer Neigung nach unserem gegenwärtigen +Aufenthalt und Beschäftigung, dass ich einige Worte hierüber sagen muss, +da noch Raum dazu übrig bleibt. Dumfries ist eine artige Stadt, mit etwa +15000 Einwohnern und als Mittelpunct des Handels und der Gerichtsbarkeit +anzusehen eines bedeutenden Districkts in dem schottischen +Geschäftskreis. Unser Wohnort ist nicht darin, sondern 15 Meilen +(zwei Stunden zu reiten) nordwestlich davon entfernt, zwischen den +Granitgebirgen und dem schwarzen Moorgefilde, welche sich westwärts +durch Gallovay meist bis an die irische See ziehen. In dieser Wüste von +Heide und Felsen stellt unser Besitzthum eine grüne Oase vor, einen Raum +von geackertem, theilweise umzäumten und geschmückten Boden, wo Korn +reift und Bäume Schatten gewähren, obgleich ringsumher von Seemöven und +hartwolligen Schaafen umgeben. Hier, mit nicht geringer Anstrengung, +haben wir für uns eine reine, dauerhafte Wohnung erbaut und +eingerichtet; hier wohnen wir in Ermangelung einer Lehr- oder andern +öffentlichen Stelle, um uns der Literatur zu befleissigen, nach eigenen +Kräften uns damit zu beschäftigen. Wir wünschen dass unsre Rosen und +Gartenbüsche fröhlich heranwachsen, hoffen Gesundheit und eine +friedliche Gemüthsstimmung, um uns zu fordern. Die Rosen sind freylich +zum Theil noch zu pflanzen, aber sie blühen doch schon in Hoffnung. + +Zwei leichte Pferde, die uns überall hintragen, und die Bergluft sind +die besten Aerzte für zarte Nerven. Diese tägliche Bewegung, der ich +sehr ergeben bin, ist meine einzige Zerstreuung; denn dieser Winkel +ist der einsamste in Brittanien, sechs Meilen von einer jeden Person +entfernt die mich allenfalls besuchen möchte. Hier würde sich Rousseau +eben so gut gefallen haben, als auf seiner Insel St. Pierre. + +Fürwahr meine städtischen Freunde schreiben mein Hierhergehen einer +ähnlichen Gesinnung zu und weissagen mir nichts Gutes; aber ich zog +hierher, allein zu dem Zweck meine Lebensweise zu vereinfachen und eine +Unabhängigkeit zu erwerben, damit ich mir selbst treu bleiben könne. +Dieser Erdraum ist unser, hier können wir leben, schreiben und denken +wie es uns am besten däucht , und wenn Zoilus selbst König der Literatur +werden sollte. + +Auch ist die Einsamkeit nicht so bedeutend, eine Lohnkutsche bringt uns +leicht nach Edinburgh, das wir als unser brittisch Weimar ansehen. Habe +ich denn nicht auch gegenwärtig eine ganze Ladung von französischen, +deutschen, amerikanischen, englischen Journalen und Zeitschriften, von +welchem Werth sie auch seyn mögen, auf den Tischen meiner kleinen +Bibliothek aufgehäuft! + +Auch an alterthümlichen Studien fehlt es nicht. Von einigen unsrer Höhen +entdeck’ ich, ohngefähr eine Tagereise westwärts, den Hügel, wo Agrikola +und seine Römer ein Lager zurückliessen; am Fusse desselben war ich +geboren, wo Vater und Mutter noch leben um mich zu lieben. Und so muss +man die Zeit wirken lassen. Doch wo gerath ich hin! Lassen Sie mich noch +gestehen, ich bin ungewiss über meine künftige literarische Thätigkeit, +worüber ich gern Ihr Urtheil vernehmen möchte; gewiss schreiben Sie mir +wieder und bald, damit ich mich immer mit Ihnen vereint fühlen möge.” + + * * * + +Wir, nach allen Seiten hin wohlgesinnten, nach allgemeinster Bildung +strebenden Deutschen, wir wissen schon seit vielen Jahren die Verdienste +würdiger schottischer Männer zu schätzen. Uns blieb nicht unbekannt, was +sie früher in den Naturwissenschaften geleistet, woraus denn nachher die +Franzosen ein so grosses Uebergewicht erlangten. + +In der neuern Zeit verfehlten wir nicht den löblichen Einfluss +anzuerkennen, den ihre Philosophie auf die Sinnesänderung der Franzosen +ausübte, um sie von dem starren Sensualism zu einer geschmeidigern +Denkart auf dem Wege des gemeinen Menschenverstandes hinzuleiten. Wir +verdankten ihnen gar manche gründliche Einsicht in die wichtigsten +Fächer brittischer Zustände und Bemühungen. + +Dagegen mussten wir vor nicht gar langer Zeit unsre ethisch-ästhetischen +Bestrebungen in ihren Zeitschriften auf eine Weise behandelt sehen, wo +es zweifelhaft blieb, ob Mangel an Einsicht oder böser Wille dabey +obwaltete; ob eine oberflächliche, nicht genug durchdringende Ansicht, +oder ein widerwilliges Vorurtheil im Spiele sey. Dieses Ereigniss haben +wir jedoch geduldig abgewartet, da uns ja dergleichen im eignen +Vaterlande zu ertragen genugsam von jeher auferlegt worden. + +In den letzten Jahren jedoch erfreuen uns aus jenen Gegenden die +liebevollsten Blicke, welche zu erwiedern wir uns verpflichtet fühlen +und worauf wir in gegenwärtigen Blättern unsre wohldenkenden Landsleute, +insofern es nöthig seyn sollte, aufmerksam zu machen gedenken. + + * * * + +Herr _Thomas Carlyle_ hatte schon den _Wilhelm Meister_ übersetzt und +gab sodann vorliegendes Leben _Schillers_ im Jahre 1825 heraus. + +Im Jahre 1827 erschien _German Romances_ in 4 Bänden, wo er, aus den +Erzählungen und Mährchen deutscher Schriftsteller als: _Musäus_, _La +Motte Fouqué_, _Tieck_, _Hoffmann_, _Jean Paul_ und _Goethe_, heraushob, +was er seiner Nation am gemässesten zu seyn glaubte. + +Die einer jeden Abtheilung vorausgeschickten Nachrichten von dem Leben, +den Schriften, der Richtung des genannten Dichters und Schriftstellers +geben ein Zeugniss von der einfach wohlwollenden Weise, wie der Freund +sich möglichst von der Persönlichkeit und den Zuständen eines jeden zu +unterrichten gesucht, und wie er dadurch auf den rechten Weg gelangt, +seine Kenntnisse immer mehr zu vervollständigen. + +In den Edinburgher Zeitschriften, vorzüglich in denen welche eigentlich +fremder Literatur gewidmet sind, finden sich nun, ausser den schon +genannten deutschen Autoren, auch _Ernst Schulz_, _Klingemann_, _Franz +Horn_, _Zacharias Werner_, Graf _Platen_ und manche andere, von +verschiedenen Referenten, am meisten aber von unserm Freunde, beurtheilt +und eingeführt. + +Höchst wichtig ist bey dieser Gelegenheit zu bemerken, dass sie +eigentlich ein jedes Werk nur zum Text und Gelegenheit nehmen, um +über das eigentliche Feld und Fach, so wie alsdann über das besondere +Individuelle, ihre Gedanken zu eröffnen und ihr Gutachten meisterhaft +abzuschliessen. + +Diese _Edinburgh Reviews_, sie seyen dem Innern und Allgemeinen, oder +den auswärtigen Literaturen besonders gewidmet, haben Freunde der +Wissenschaften aufmerksam zu beachten; denn es ist höchst merkwürdig, +wie der gründlichste Ernst mit der freysten Uebersicht, ein strenger +Patriotismus mit einem einfachen reinen Freysinn, in diesen Vorträgen +sich gepaart findet. + + * * * + +Geniessen wir nun von dort, in demjenigen was uns hier so nah +angeht, eine reine einfache Theilnahme an unsern ethisch-ästhetischen +Bestrebungen, welche für einen besondern Charakterzug der Deutschen +gelten können, so haben wir uns gleichfalls nach dem umzusehen, was +ihnen dort von dieser Art eigentlich am Herzen liegt. Wir nennen hier +gleich den Namen _Burns_, von welchem ein Schreiben des Herrn +_Carlyle’s_ folgende Stelle enthält. + +“Das einzige einigermassen Bedeutende, was ich seit meinem Hierseyn +schrieb, ist ein Versuch über _Burns_. Vielleicht habt Ihr niemals von +diesem Mann gehört, und doch war er einer der entschiedensten Genies; +aber in der tiefsten Classe der Landleute geboren und durch die +Verwicklungen sonderbarer Lagen zuletzt jammervoll zu Grunde gerichtet, +so dass was er wirkte verhältnissmässig geringfügig ist; er starb in der +Mitte der Manns-Jahre (1796).” + +“Wir Engländer, besonders wir Schottländer, lieben _Burns_ mehr als +irgend einen Dichter seit Jahrhunderten. Oft war ich von der Bemerkung +betroffen, er sey wenig Monate vor _Schiller_, in dem Jahr 1759 geboren +und keiner dieser beiden habe jemals des andern Namen vernommen. Sie +glänzten als Sterne in entgegengesetzten Hemisphären, oder, wenn man +will, eine trübe Erdatmosphäre fing ihr gegenseitiges Licht auf.” + +Mehr jedoch als unser Freund vermuthen mochte, war uns _Robert Burns_ +bekannt; das allerliebste Gedicht _John Barley-Corn_ war anonym zu uns +gekommen, und verdienter Weise geschätzt, veranlasste solches manche +Versuche unsrer Sprache es anzueignen. _Hans Gerstenkorn_, ein wackerer +Mann, hat viele Feinde, die ihn unablässig verfolgen und beschädigen, ja +zuletzt gar zu vernichten drohen. Aus allen diesen Unbilden geht er aber +doch am Ende triumphirend hervor, besonders zu Heil und Fröhlichkeit der +leidenschaftlichen Biertrinker. Gerade in diesem heitern genialischen +Anthropomorphismus zeigt sich _Burns_ als wahrhaften Dichter. + +Auf weitere Nachforschung fanden wir dieses Gedicht in der Ausgabe +seiner poetischen Werke von 1822, welcher eine Skizze seines Lebens +voransteht, die uns wenigstens von den Aeusserlichkeiten seiner Zustände +bis auf einen gewissen Grad belehrte. Was wir von seinen Gedichten uns +zueignen konnten, überzeugte uns von seinem ausserordentlichen Talent, +und wir bedauerten, dass uns die Schottische Sprache gerade da +hinderlich war, wo er des reinsten natürlichsten Ausdrucks sich gewiss +bemächtigt hatte. Im Ganzen jedoch haben wir unsre Studien so weit +geführt, dass wir die nachstehende rühmliche Darstellung auch als unsrer +Ueberzeugung gemäss unterschreiben können. + +Inwiefern übrigens unser _Burns_ auch in Deutschland bekannt sey, mehr +als das Conversations-Lexicon von ihm überliefert, wüsste ich, als der +neuen literarischen Bewegungen in Deutschland unkundig, nicht zu sagen; +auf alle Fälle jedoch gedenke ich die Freunde auswärtiger Literatur +auf die kürzesten Wege zu weisen: _The Life of Robert Burns. By J. G. +Lockhart. Edinburgh 1828._ rezensirt von unserm Freunde im _Edinburgh +Review_, December 1828. + +Nachfolgende Stellen daraus übersetzt, werden den Wunsch, das Ganze +und den genannten Mann auf jede Weise zu kennen, hoffentlich lebhaft +erregen. + + * * * + +“_Burns_ war in einem höchst prosaischen Zeitalter, dergleichen +Brittanien nur je erlebt hatte, geboren, in den aller ungünstigsten +Verhältnissen, wo sein Geist nach hoher Bildung strebend ihr unter dem +Druck täglich harter körperlicher Arbeit nach zu ringen hatte, ja unter +Mangel und trostlosesten Aussichten auf die Zukunft; ohne Förderniss als +die Begriffe, wie sie in eines armen Mannes Hütte wohnen, und allenfalls +die Reime von Ferguson und Ramsay, als das Muster der Schönheit +aufgesteckt. Aber unter diesen Lasten versinkt er nicht; durch Nebel +und Finsterniss einer so düstern Region entdeckt sein Adlerauge die +richtigen Verhältnisse der Welt und des Menschenlebens, er wächst an +geistiger Kraft und drängt sich mit Gewalt zu verständiger Erfahrung. +Angetrieben durch die unwiderstehliche Regsamkeit seines inneren Geistes +strauchelt er vorwärts und zu allgemeinen Ansichten, und mit stolzer +Bescheidenheit reicht er uns die Frucht seiner Bemühungen, eine Gabe +dar, welche nunmehr durch die Zeit als unvergänglich anerkannt worden.” + +“Ein wahrer Dichter, ein Mann in dessen Herzen die Anlage eines reinen +Wissens keimt, die Töne himmlischer Melodien vorklingen, ist die +köstlichste Gabe, die einem Zeitalter mag verliehen werden. Wir sehen +in ihm eine freyere, reinere Entwicklung alles dessen was in uns das +Edelste zu nennen ist; sein Leben ist uns ein reicher Unterricht und +wir betrauern seinen Tod als eines Wohlthäters, der uns liebte so wie +belehrte.” + +“Solch eine Gabe hat die Natur in ihrer Güte uns an _Robert Burns_ +gegönnt; aber mit allzuvornehmer Gleichgültigkeit warf sie ihn aus der +Hand als ein Wesen ohne Bedeutung. Es war entstellt und zerstört ehe +wir es anerkannten, ein ungünstiger Stern hatte dem Jüngling die Gewalt +gegeben, das menschliche Daseyn ehrwürdiger zu machen, aber ihm war eine +weisliche Führung seines eigenen nicht geworden. Das Geschick--denn so +müssen wir in unserer Beschränktheit reden--seine Fehler, die Fehler der +Andern lasteten zu schwer auf ihm, und dieser Geist, der sich erhoben +hatte, wäre es ihm nur zu wandern geglückt, sank in den Staub; seine +herrlichen Fähigkeiten wurden in der Blüthe mit Füssen getreten. Er +starb, wir dürfen wohl sagen, ohne jemals gelebt zu haben. Und so +eine freundlich warme Seele, so voll von eingebornen Reichthümern, +solcher Liebe zu allen lebendigen und leblosen Dingen! Das späte +Tausendschönchen fällt nicht unbemerkt unter seine Pflugschar, so wenig +als das wohlversorgte Nest der furchtsamen Feldmaus, das er hervorwühlt. +Der wilde Anblick des Winters ergötzt ihn; mit einer trüben, oft +wiederkehrenden Zärtlichkeit, verweilt er in diesen ernsten Scenen der +Verwüstung; aber die Stimme des Windes wird ein Psalm in seinem Ohr; +wie gern mag er in den sausenden Wäldern dahin wandern: denn er fühlt +seine Gedanken erhoben zu dem, der auf den Schwingen des Windes +einherschreitet. Eine wahre Poetenseele! sie darf nur berührt werden +und ihr Klang ist Musik.” + +“Welch ein warmes allumfassendes Gleichheitsgefühl! welche +vertrauenvolle, gränzenlose Liebe! welch edelmüthiges Ueberschätzen des +geliebten Gegenstandes! Der Bauer, sein Freund, sein nussbraunes Mädchen +sind nicht länger gering und dörfisch, Held vielmehr und Königin, er +rühmt sie als gleich würdig des Höchsten auf der Erde. Die rauhen Scenen +schottischen Lebens sieht er nicht im arkadischen Lichte, aber in dem +Rauche, in dem unebenen Tennenboden einer solchen rohen Wirthlichkeit +findet er noch immer Liebenswürdiges genug. Armuth fürwahr ist sein +Gefährte, aber auch Liebe und Muth zugleich; die einfachen Gefühle, der +Werth, der Edelsinn, welche unter dem Strohdach wohnen, sind lieb und +ehrwürdig seinem Herzen. Und so über die niedrigsten Regionen des +menschlichen Daseyns ergiesst er die Glorie seines eigenen Gemüths +und sie steigen, durch Schatten und Sonnenschein gesänftigt und +verherrlicht, zu einer Schönheit, welche sonst die Menschen kaum in +dem Höchsten erblicken.” + +“Hat er auch ein Selbstbewusstseyn, welches oft in Stolz ausartet, so +ist es ein edler Stolz, um abzuwehren, nicht um anzugreifen, kein kaltes +misslaunisches Gefühl, ein freyes und geselliges. Dieser poetische +Landmann beträgt sich, möchten wir sagen, wie ein König in der +Verbannung; er ist unter die Niedrigsten gedrängt und fühlt sich gleich +den Höchsten; er verlangt keinen Rang, damit man ihm keinen streitig +mache. Den Zudringlichen kann er abstossen, den Stolzen demüthigen, +Vorurtheil auf Reichthum oder Altgeschlecht haben bey ihm keinen Werth. +In diesem dunklen Auge ist ein Feuer, woran sich eine abwürdigende +Herablassung nicht wagen darf; in seiner Erniedrigung, in der äussersten +Noth vergisst er nicht für einen Augenblick die Majestät der Poesie und +Mannheit. Und doch, so hoch er sich über gewöhnlichen Menschen fühlt, +sondert er sich nicht von ihnen ab, mit Wärme nimmt er an ihrem +Interesse Theil, ja er wirft sich in ihre Arme und, wie sie auch seyen, +bittet er um ihre Liebe. Es ist rührend zu sehen, wie in den düstersten +Zuständen dieses stolze Wesen in der Freundschaft Hülfe sucht, und oft +seinen Busen dem Unwürdigen aufschliesst; oft unter Thränen an sein +glühendes Herz ein Herz andrückt, das Freundschaft nur als Namen kennt. +Doch war er scharf und schnellsichtig, ein Mann vom durchdringendsten +Blick, vor welchem gemeine Verstellung sich nicht bergen konnte. Sein +Verstand sah durch die Tiefen des vollkommensten Betrügers, und zugleich +war eine grossmüthige Leichtgläubigkeit in seinem Herzen. So zeigte sich +dieser Landmann unter uns: Eine Seele wie Aeolsharfe, deren Saiten vom +gemeinsten Winde berührt, ihn zu gesetzlicher Melodie verwandelten. Und +ein solcher Mann war es für den die Welt kein schicklicher Geschäft zu +finden wusste, als sich mit Schmugglern und Schenken herumzuzanken, +Accise auf den Talg zu berechnen und Bierfässer zu visiren. In solchem +Abmühen ward dieser mächtige Geist kummervoll vergeudet, und hundert +Jahre mögen vorüber gehen, eh uns ein gleicher gegeben wird, um +vielleicht ihn abermals zu vergeuden.” + + * * * + +Und wie wir den Deutschen zu ihrem _Schiller_ Glück wünschen, so wollen +wir in eben diesem Sinne auch die Schottländer segnen. Haben diese +jedoch unserm Freunde so viel Aufmerksamkeit und Theilnahme erwiesen, +so wär’ es billig, dass wir auf gleiche Weise ihren _Burns_ bey uns +einführten. Ein junges Mitglied der hochachtbaren Gesellschaft, der wir +gegenwärtiges im Ganzen empfohlen haben, wird Zeit und Mühe höchlich +belohnt sehen, wenn er diesen freundlichen Gegendienst einer so +verehrungswürdigen Nation zu leisten den Entschluss fassen und das +Geschäft treulich durchführen will. Auch wir rechnen den belobten +_Robert Burns_ zu den ersten Dichtergeistern, welche das vergangene +Jahrhundert hervorgebracht hat. + +Im Jahr 1829 kam uns ein sehr sauber und augenfällig gedrucktes +Octavbändchen zur Hand: _Catalogue of German Publications, selected and +systematically arranged for W. H. Koller and Jul. Cahlmann. London._ + +Dieses Büchlein, mit besonderer Kenntniss der deutschen Literatur, in +einer die Uebersicht erleichternden Methode verfasst, macht demjenigen +der es ausgearbeitet und den Buchhändlern Ehre, welche ernstlich das +bedeutende Geschäft übernehmen eine fremde Literatur in ihr Vaterland +einzuführen, und zwar so dass mann in allen Fächern übersehen könne +was dort geleistet worden, um so wohl den Gelehrten den denkenden Leser +als auch den fühlenden und Unterhaltung suchenden anzulocken und zu +befriedigen. Neugierig wird jeder deutsche Schriftsteller und Literator, +der sich in irgend einem Fache hervorgethan, diesen Catalog aufschlagen +um zu forschen: ob denn auch seiner darin gedacht, seine Werke, mit +andern Verwandten, freundlich aufgenommen worden. Allen deutschen +Buchhändlern wird es angelegen seyn zu erfahren: wie man ihren Verlag +über dem Canal betrachte, welchen Preis man auf das Einzelne setze +und sie werden nichts verabsäumen um mit jenen die Angelegenheit so +ernsthaft angreifenden Männern in Verhältniss zu kommen, und dasselbe +immerfort lebendig erhalten. + + * * * + +Wenn ich nun aber das von unserm Schottischen Freunde vor soviel +Jahren verfasste Leben _Schillers_, auf das er mit einer ihm so +wohl anstehenden Bescheidenheit zurücksieht, hiedurch einleite und +gegenwärtig an den Tag fördere, so erlaube er mir einige seiner neusten +Aeusserungen hinzuzufügen, welche die bisherigen gemeinsamen +Fortschritte am besten deutlich machen möchten. + + * * * + + _Thomas Carlyle an Goethe._ + + den 22. December 1829. + +“Ich habe zu nicht geringer Befriedigung zum zweitenmale den +_Briefwechsel_ gelesen und sende heute einen darauf gegründeten +Aufsatz über _Schiller_ ab für das _Foreign Review_. Es wird Ihnen +angenehm seyn zu hören, dass die Kentniss und Schätzung der auswärtigen, +besonders der deutschen Literatur, sich mit wachsender Schnelle +verbreitet so weit die englische Zunge herrscht; so dass bey den +Antipoden, selbst in Neuholland, die Weisen Ihres Landes ihre Weisheit +predigen. Ich habe kürzlich gehört, dass sogar in Oxford und Cambridge, +unsern beiden englischen Universitäten, die bis jetzt als die Haltpuncte +der insularischen eigenthümlichen Beharrlichkeit sind betrachtet worden, +es sich in solchen Dingen zu regen anfängt. Ihr _Niebuhr_ hat in +Cambridge einen geschickten Uebersetzer gefunden und in Oxford haben +zwei bis drei Deutsche schon hinlängliche Beschäftigung als Lehrer ihrer +Sprache. Das neue Licht mag für gewisse Augen zu stark seyn; jedoch kann +Niemand an den guten Folgen zweifeln, die am Ende daraus hervorgehen +werden. Lasst Nationen wie Individuen sich nur einander kennen und der +gegenseitige Hass wird sich in gegenwärtige Hülfleistung verwandeln, +und anstatt natürlicher Feinde, wie benachbarte Länder zuweilen genannt +sind, werden wir alle natürliche Freunde seyn.” + + * * * + +Wenn uns nach allen diesem nun die Hoffnung schmeichelt, eine +Uebereinstimmung der Nationen, ein allgemeineres Wohlwollen werde sich +durch nähere Kentniss der verschiedenen Sprachen und Denkweisen, nach +und nach erzeugen; so wage ich von einem bedeutenden Einfluss der +deutschen Literatur zu sprechen, welcher sich in einem besondern Falle +höchst wirksam erweisen möchte. + +Es ist nämlich bekannt genug, dass die Bewohner der drei brittischen +Königreiche nicht gerade in dem besten Einverständnisse leben, sondern +dass vielmehr ein Nachbar an dem andern genugsam zu tadeln findet, um +eine heimliche Abneigung bey sich zu rechtfertigen. + +Nun aber bin ich überzeugt, dass wie die deutsche ethisch-ästhetische +Literatur durch das dreifache Brittanien sich verbreitet, zugleich auch +eine stille Gemeinschaft von _Philogermanen_ sich bilden werde, welche +in der Neigung zu einer vierten, so nahverwandten Völkerschaft, auch +unter einander, als vereinigt und verschmolzen sich empfinden werden. + + * * * * * + + _Schillers Leben._ + + _Erster Abschnitt._ + + _Seine Jugend_ (1759-1784.) + +Unter allen Schriftstellern ist am Schluss des letzten Jahrhunderts +wohl keiner der Aufmerksamkeit würdiger, als _Friedrich Schiller_. +Ausgezeichnet durch glänzenden Geist, erhabenes Gefühl und edlen +Geschmack liess er den schönsten Abdruck dieser selten vereinigten +Eigenschaften in seinen Werken zurück. Der ausgebreitete Ruhm, welcher +ihm dadurch geworden, .......... + +.... es sind neue Formen der Wahrheiten, neue Grundsätze der Weisheit, +neue Bilder und Scenen der Schönheit, die er dem leeren formlosen +unendlichen Raum abgenommen; zum κτῆμα εἰς ἀεὶ oder zum ewigen +Eigenthum aller Geschlechter dieses Erdballs. [s. 301.] + +.......... die unsere Literatur, so reich sie auch schon an sich ist, +noch ungleich mehr bereichern würde. [_Anhang_, s. 54.] + + * * * * * + +_Nähere Bezeichnung der dargestellten Lokalitäten._ + +Titelkupfer, Thomas Carlyles Wohnung in der Graffschaft Dumfries, des + südlichen Schottlands. + +Titel-Vignette, dieselbe in der Ferne. + +Vorderseite des Umschlags, Wohnung Schillers in Weimar. + +Rückseite des Umschlags, einsames Häuschen in Schillers Garten, über der + Jenaischen Leutra, von ihm selbst errichtet; wo er in vollkommenster + Einsamkeit manches, besonders Maria Stuart schrieb. Nach seiner + Entfernung und erfolgtem Scheiden, trug man es ab, wegen + Wandelbarkeit, und man gedachte hier das Andenken desselben zu + erhalten. + + + [Illustration / Abbildung (Schillers Haus)] + + [Illustration / Abbildung (Carlyles Haus)] + + * * * * * + * * * * + * * * * * + +[Errors and Anomalies / Fehler und Unregelmäßigkeiten + +“genugsam” (three times / drei Mal) + _always without umlaut_ + _immer ohne Umlaut_ +ein Unternehmen, bey welchen man auch + _“welchen” in original: “welchem”?_ +etwa zehen deutsche Meilen + _“zehen” in original_ +westwärts // durch Gallovay + _“Gallovay” in original_ +_Burns_ war.... + _quotation marks in this passage as in original_ + _Anführungszeichen in diese Stelle wie im Original_ +glänzenden Geist, erhabenes Gefühl und edlen // Geschmack + _original has “Geschmach”_ + _im Original steht “Geschmach”_] + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of The Life of Friedrich Schiller, by +Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle + +*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK THE LIFE OF FRIEDRICH SCHILLER *** + +***** This file should be named 18101-0.txt or 18101-0.zip ***** +This and all associated files of various formats will be found in: + http://www.gutenberg.org/1/8/1/0/18101/ + +Produced by Louise Hope, Thierry Alberto and the Online +Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net + + +Updated editions will replace the previous one--the old editions +will be renamed. + +Creating the works from public domain print editions means that no +one owns a United States copyright in these works, so the Foundation +(and you!) can copy and distribute it in the United States without +permission and without paying copyright royalties. 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Redistribution is +subject to the trademark license, especially commercial +redistribution. + + + +*** START: FULL LICENSE *** + +THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE +PLEASE READ THIS BEFORE YOU DISTRIBUTE OR USE THIS WORK + +To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free +distribution of electronic works, by using or distributing this work +(or any other work associated in any way with the phrase "Project +Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project +Gutenberg-tm License (available with this file or online at +http://gutenberg.org/license). + + +Section 1. General Terms of Use and Redistributing Project Gutenberg-tm +electronic works + +1.A. By reading or using any part of this Project Gutenberg-tm +electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to +and accept all the terms of this license and intellectual property +(trademark/copyright) agreement. 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It exists +because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from +people in all walks of life. + +Volunteers and financial support to provide volunteers with the +assistance they need, is critical to reaching Project Gutenberg-tm's +goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will +remain freely available for generations to come. In 2001, the Project +Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure +and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. +To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation +and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 +and the Foundation web page at http://www.pglaf.org. + + +Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive +Foundation + +The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit +501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the +state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal +Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification +number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at +http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent +permitted by U.S. federal laws and your state's laws. + +The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. +Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered +throughout numerous locations. Its business office is located at +809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email +business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact +information can be found at the Foundation's web site and official +page at http://pglaf.org + +For additional contact information: + Dr. Gregory B. Newby + Chief Executive and Director + gbnewby@pglaf.org + + +Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg +Literary Archive Foundation + +Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide +spread public support and donations to carry out its mission of +increasing the number of public domain and licensed works that can be +freely distributed in machine readable form accessible by the widest +array of equipment including outdated equipment. Many small donations +($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt +status with the IRS. + +The Foundation is committed to complying with the laws regulating +charities and charitable donations in all 50 states of the United +States. 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Thus, we do not necessarily +keep eBooks in compliance with any particular paper edition. + + +Most people start at our Web site which has the main PG search facility: + + http://www.gutenberg.org + +This Web site includes information about Project Gutenberg-tm, +including how to make donations to the Project Gutenberg Literary +Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to +subscribe to our email newsletter to hear about new eBooks. diff --git a/18101-0.zip b/18101-0.zip Binary files differnew file mode 100644 index 0000000..0521572 --- /dev/null +++ b/18101-0.zip diff --git a/18101-8.txt b/18101-8.txt new file mode 100644 index 0000000..1ba5602 --- /dev/null +++ b/18101-8.txt @@ -0,0 +1,1022 @@ +The Project Gutenberg EBook of The Life of Friedrich Schiller, by +Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle + +This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with +almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + + +Title: The Life of Friedrich Schiller + Introduction to German Translation + +Author: Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle + +Release Date: April 2, 2006 [EBook #18101] + +Language: German + +Character set encoding: ISO-8859-1 + +*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK THE LIFE OF FRIEDRICH SCHILLER *** + + + + +Produced by Louise Hope, Thierry Alberto and the Online +Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net + + + + + + + [Illustrations / Abbildungen: + Relocated to end of text / Am Ende des Textes zurckgeschoben] + + * * * * * + + Thomas Carlyle + + LEBEN SCHILLERS, + + aus dem Englischen; + + eingeleitet + + durch + + GOETHE. + + + + + Frankfurt am Main, 1830. + Verlag von Heinrich Wilmans. + + + * * * * * + + Der hochansehnlichen + Gesellschaft + fr auslndische + schne Literatur, + zu + + Berlin. + + + * * * * * + +Als gegen Ende des vergangenen Jahres ich die angenehme Nachricht +erhielt, dass eine mir freundlich bekannte Gesellschaft, welche bisher +ihre Aufmerksamkeit inlndischer Literatur gewidmet hatte, nunmehr +dieselbe auf die auslndische zu wenden gedenke, konnte ich in meiner +damaligen Lage nicht ausfhrlich und grndlich genug darlegen, wie sehr +ich ein Unternehmen, bey welchen man auch meiner auf das geneigteste +gedacht hatte, zu schtzen wisse. + +Selbst mit gegenwrtigem ffentlichen Ausdruck meines dankbaren Antheils +geschieht nur fragmentarisch was ich im bessern Zusammenhang zu +berliefern gewnscht htte. Ich will aber auch das wie es mir vorliegt +nicht zurckweisen, indem ich meinen Hauptzweck dadurch zu erreichen +hoffe, dass ich nmlich meine Freunde mit einem Manne in Berhrung +bringe, welchen ich unter diejenigen zhle, die in spteren Jahren sich +an mich thtig angeschlossen, mich durch eine mitschreitende Theilnahme +zum Handeln und Wirken aufgemuntert, und durch ein edles, reines +wohlgerichtetes Bestreben wieder selbst verjngt, mich, der ich sie +heranzog, mit sich fortgezogen haben. Es ist der Verfasser des hier +bersetzten Werkes, Herr _Thomas Carlyle_, ein Schotte, von dessen +Thtigkeit und Vorzgen, so wie von dessen nheren Zustnden +nachstehende Bltter ein Mehreres erffnen werden. + +Wie ich denselben und meine Berliner Freunde zu kennen glaube, so wird +zwischen ihnen und ihm eine frohe wirksame Verbindung sich einleiten und +beide Theile werden, wie ich hoffen darf, in einer Reihe von Jahren sich +dieses Vermchtnisses und seines fruchtbaren Erfolges zusammen erfreuen, +so dass ich ein fortdauerndes Andenken, um welches ich hier schliesslich +bitten mchte, schon als dauernd gegnnt, mit anmuthigen Empfindungen +voraus geniessen kann. + + in treuer Anhnglichkeit und Theilnahme. + + Weimar April + 1830. + + _J. W. v. Goethe._ + + * * * + +Es ist schon einige Zeit von einer allgemeinen Weltliteratur die Rede +und zwar nicht mit Unrecht: denn die smmtlichen Nationen, in den +frchterlichsten Kriegen durcheinander geschttelt, sodann wieder +auf sich selbst einzeln zurckgefhrt, hatten zu bemerken, dass sie +manches Fremde gewahr worden, in sich aufgenommen, bisher unbekannte +geistige Bedrfnisse hie und da empfunden. Daraus entstand das +Gefhl nachbarlicher Verhltnisse, und anstatt dass man sich bisher +zugeschlossen hatte, kam der Geist nach und nach zu dem Verlangen, auch +in den mehr oder weniger freyen geistigen Handelsverkehr mit aufgenommen +zu werden. + +Diese Bewegung whrt zwar erst eine kurze Weile, aber doch immer lang +genug, um schon einige Betrachtungen darber anzustellen, und aus ihr +bald mglichst, wie man es im Waarenhandel ja auch thun muss, Vortheil +und Genuss zu gewinnen. + + * * * + +Gegenwrtiges, zum Andenken _Schillers_, geschriebene Werk kann, +bersetzt, fr uns kaum etwas Neues bringen; der Verfasser nahm seine +Kenntnisse aus Schriften, die uns lngst bekannt sind, so wie denn +auch berhaupt die hier verhandelten Angelegenheiten bey uns fters +durchgesprochen und durchgefochten worden. + +Was aber den Verehrern _Schillers_, und also einem jeden Deutschen, wie +man khnlich sagen darf, hchst erfreulich seyn muss, ist: unmittelbar +zu erfahren, wie ein zartfhlender, strebsamer, einsichtiger Mann ber +dem Meere, in seinen besten Jahren, durch _Schillers_ Productionen +berhrt, bewegt, erregt und nun zum weitern Studium der deutschen +Literatur angetrieben worden. + +Mir wenigstens war es rhrend, zu sehen, wie dieser, rein und ruhig +denkende Fremde, selbst in jenen ersten, oft harten, fast rohen +Productionen unsres verewigten Freundes, immer den edlen, wohldenkenden, +wohlwollenden Mann gewahr ward und sich ein Ideal des vortrefflichsten +Sterblichen an ihm auferbauen konnte. + +Ich halte deshalb dafr dass dieses Werk, als von einem Jngling +geschrieben, der deutschen Jugend zu empfehlen seyn mchte: denn wenn +ein munteres Lebensalter einen Wunsch haben darf und soll, so ist es +der: in allem Geleisteten das Lbliche, Gute, Bildsame, Hochstrebende, +genug das Ideelle, und selbst in dem nicht Musterhaften, das allgemeine +Musterbild der Menschheit zu erblicken. + + * * * + +Ferner kann uns dieses Werk von Bedeutung seyn, wenn wir ernstlich +betrachten: wie ein fremder Mann die _Schillerischen_ Werke, denen wir +so mannigfaltige Kultur verdanken, auch als Quelle der seinigen schtzt, +verehrt und dies, ohne irgend eine Absicht, rein und ruhig zu erkennen +giebt. + +Eine Bemerkung mchte sodann hier wohl am Platze seyn: dass sogar +dasjenige, was unter uns beynahe ausgewirkt hat, nun, gerade in dem +Augenblicke welcher auswrts der deutschen Literatur gnstig ist, +abermals seine krftige Wirkung beginne und dadurch zeige, wie es auf +einer gewissen Stufe der Literatur immer ntzlich und wirksam seyn +werde. + +So sind z. B. _Herders_ Ideen bey uns dergestalt in die Kenntnisse der +ganzen Masse bergegangen, dass nur wenige, die sie lesen, dadurch erst +belehrt werden, weil sie, durch hundertfache Ableitungen, von demjenigen +was damals von grosser Bedeutung war, in anderem Zusammenhange schon +vllig unterrichtet worden. Dieses Werk ist vor kurzem ins Franzsische +bersetzt; wohl in keiner andern Ueberzeugung als dass tausend gebildete +Menschen in Frankreich sich immer noch an diesen Ideen zu erbauen haben. + + * * * + +In Bezug auf das dem gegenwrtigen Bande vorgesetzte Bild sey folgendes +gemeldet: Unser Freund, als wir mit ihm in Verhltniss traten, war +damals in Edinburgh wohnhaft, wo er in der Stille lebend, sich im besten +Sinne auszubilden suchte, und, wir drfen es ohne Ruhmredigkeit sagen, +in der deutschen Literatur hiezu die meiste Frderniss fand. + +Spter, um sich selbst und seinen redlichen literarischen Studien +unabhngig zu leben, begab er sich, etwa zehen deutsche Meilen +sdlicher, ein eignes Besitzthum zu bewohnen und zu benutzen, in die +Grafschaft Dumfries. Hier, in einer gebirgigen Gegend, in welcher der +Fluss Nithe dem nahen Meere zustrmt, ohnfern der Stadt Dumfries, an +einer Stelle welche Craigenputtock genannt wird, schlug er mit einer +schnen und hchst gebildeten Lebensgefhrtin seine lndlich einfache +Wohnung auf, wovon treue Nachbildungen eigentlich die Veranlassung zu +gegenwrtigem Vorworte gegeben haben. + + * * * + +Gebildete Geister, zartfhlende Gemther, welche nach fernem Guten sich +bestreben, in die Ferne Gutes zu wirken geneigt sind, erwehren sich kaum +des Wunsches, von geehrten, geliebten, weitabgesonderten Personen das +Portrait, sodann die Abbildung ihrer Wohnung, so wie der nchsten +Zustnde, sich vor Augen gebracht zu sehen. + +Wie oft wiederholt man noch heutiges Tags die Abbildung von Petrarch's +Aufenthalt in Vaucluse, Tasso's Wohnung in Sorent! Und ist nicht immer +die Bieler Insel, der Schutzort Rousseau's, ein seinen Verehrern nie +genugsam dargestelltes Local? + +In eben diesem Sinne hab' ich mir die Umgebungen meiner entfernten +Freunde im Bilde zu verschaffen gesucht, und ich war um so mehr auf die +Wohnung Hrn. _Thomas Carlyle_ begierig, als er seinen Aufenthalt in +einer fast rauhen Gebirgsgegend unter dem 55ten Grade gewhlt hatte. + +Ich glaube durch solch eine treue Nachbildung der neulich eingesendeten +Originalzeichnungen gegenwrtiges Buch zu zieren und dem jetzigen +gefhlvollen Leser, vielleicht noch mehr dem knftigen, einen +freundlichen Gefallen zu erweisen und dadurch, so wie durch +eingeschaltete Auszge aus den Briefen des werthen Mannes, das Interesse +an einer edlen allgemeinen Lnder- und Weltannherung zu vermehren. + + * * * + + _Thomas Carlyle an Goethe._ + + Craigenputtock den 25. Septbr. 1828. + +"Sie forschen mit so warmer Neigung nach unserem gegenwrtigen +Aufenthalt und Beschftigung, dass ich einige Worte hierber sagen muss, +da noch Raum dazu brig bleibt. Dumfries ist eine artige Stadt, mit etwa +15000 Einwohnern und als Mittelpunct des Handels und der Gerichtsbarkeit +anzusehen eines bedeutenden Districkts in dem schottischen +Geschftskreis. Unser Wohnort ist nicht darin, sondern 15 Meilen +(zwei Stunden zu reiten) nordwestlich davon entfernt, zwischen den +Granitgebirgen und dem schwarzen Moorgefilde, welche sich westwrts +durch Gallovay meist bis an die irische See ziehen. In dieser Wste von +Heide und Felsen stellt unser Besitzthum eine grne Oase vor, einen Raum +von geackertem, theilweise umzumten und geschmckten Boden, wo Korn +reift und Bume Schatten gewhren, obgleich ringsumher von Seemven und +hartwolligen Schaafen umgeben. Hier, mit nicht geringer Anstrengung, +haben wir fr uns eine reine, dauerhafte Wohnung erbaut und +eingerichtet; hier wohnen wir in Ermangelung einer Lehr- oder andern +ffentlichen Stelle, um uns der Literatur zu befleissigen, nach eigenen +Krften uns damit zu beschftigen. Wir wnschen dass unsre Rosen und +Gartenbsche frhlich heranwachsen, hoffen Gesundheit und eine +friedliche Gemthsstimmung, um uns zu fordern. Die Rosen sind freylich +zum Theil noch zu pflanzen, aber sie blhen doch schon in Hoffnung. + +Zwei leichte Pferde, die uns berall hintragen, und die Bergluft sind +die besten Aerzte fr zarte Nerven. Diese tgliche Bewegung, der ich +sehr ergeben bin, ist meine einzige Zerstreuung; denn dieser Winkel +ist der einsamste in Brittanien, sechs Meilen von einer jeden Person +entfernt die mich allenfalls besuchen mchte. Hier wrde sich Rousseau +eben so gut gefallen haben, als auf seiner Insel St. Pierre. + +Frwahr meine stdtischen Freunde schreiben mein Hierhergehen einer +hnlichen Gesinnung zu und weissagen mir nichts Gutes; aber ich zog +hierher, allein zu dem Zweck meine Lebensweise zu vereinfachen und eine +Unabhngigkeit zu erwerben, damit ich mir selbst treu bleiben knne. +Dieser Erdraum ist unser, hier knnen wir leben, schreiben und denken +wie es uns am besten ducht , und wenn Zoilus selbst Knig der Literatur +werden sollte. + +Auch ist die Einsamkeit nicht so bedeutend, eine Lohnkutsche bringt uns +leicht nach Edinburgh, das wir als unser brittisch Weimar ansehen. Habe +ich denn nicht auch gegenwrtig eine ganze Ladung von franzsischen, +deutschen, amerikanischen, englischen Journalen und Zeitschriften, von +welchem Werth sie auch seyn mgen, auf den Tischen meiner kleinen +Bibliothek aufgehuft! + +Auch an alterthmlichen Studien fehlt es nicht. Von einigen unsrer Hhen +entdeck' ich, ohngefhr eine Tagereise westwrts, den Hgel, wo Agrikola +und seine Rmer ein Lager zurckliessen; am Fusse desselben war ich +geboren, wo Vater und Mutter noch leben um mich zu lieben. Und so muss +man die Zeit wirken lassen. Doch wo gerath ich hin! Lassen Sie mich noch +gestehen, ich bin ungewiss ber meine knftige literarische Thtigkeit, +worber ich gern Ihr Urtheil vernehmen mchte; gewiss schreiben Sie mir +wieder und bald, damit ich mich immer mit Ihnen vereint fhlen mge." + + * * * + +Wir, nach allen Seiten hin wohlgesinnten, nach allgemeinster Bildung +strebenden Deutschen, wir wissen schon seit vielen Jahren die Verdienste +wrdiger schottischer Mnner zu schtzen. Uns blieb nicht unbekannt, was +sie frher in den Naturwissenschaften geleistet, woraus denn nachher die +Franzosen ein so grosses Uebergewicht erlangten. + +In der neuern Zeit verfehlten wir nicht den lblichen Einfluss +anzuerkennen, den ihre Philosophie auf die Sinnesnderung der Franzosen +ausbte, um sie von dem starren Sensualism zu einer geschmeidigern +Denkart auf dem Wege des gemeinen Menschenverstandes hinzuleiten. Wir +verdankten ihnen gar manche grndliche Einsicht in die wichtigsten +Fcher brittischer Zustnde und Bemhungen. + +Dagegen mussten wir vor nicht gar langer Zeit unsre ethisch-sthetischen +Bestrebungen in ihren Zeitschriften auf eine Weise behandelt sehen, wo +es zweifelhaft blieb, ob Mangel an Einsicht oder bser Wille dabey +obwaltete; ob eine oberflchliche, nicht genug durchdringende Ansicht, +oder ein widerwilliges Vorurtheil im Spiele sey. Dieses Ereigniss haben +wir jedoch geduldig abgewartet, da uns ja dergleichen im eignen +Vaterlande zu ertragen genugsam von jeher auferlegt worden. + +In den letzten Jahren jedoch erfreuen uns aus jenen Gegenden die +liebevollsten Blicke, welche zu erwiedern wir uns verpflichtet fhlen +und worauf wir in gegenwrtigen Blttern unsre wohldenkenden Landsleute, +insofern es nthig seyn sollte, aufmerksam zu machen gedenken. + + * * * + +Herr _Thomas Carlyle_ hatte schon den _Wilhelm Meister_ bersetzt und +gab sodann vorliegendes Leben _Schillers_ im Jahre 1825 heraus. + +Im Jahre 1827 erschien _German Romances_ in 4 Bnden, wo er, aus den +Erzhlungen und Mhrchen deutscher Schriftsteller als: _Musus_, _La +Motte Fouqu_, _Tieck_, _Hoffmann_, _Jean Paul_ und _Goethe_, heraushob, +was er seiner Nation am gemssesten zu seyn glaubte. + +Die einer jeden Abtheilung vorausgeschickten Nachrichten von dem Leben, +den Schriften, der Richtung des genannten Dichters und Schriftstellers +geben ein Zeugniss von der einfach wohlwollenden Weise, wie der Freund +sich mglichst von der Persnlichkeit und den Zustnden eines jeden zu +unterrichten gesucht, und wie er dadurch auf den rechten Weg gelangt, +seine Kenntnisse immer mehr zu vervollstndigen. + +In den Edinburgher Zeitschriften, vorzglich in denen welche eigentlich +fremder Literatur gewidmet sind, finden sich nun, ausser den schon +genannten deutschen Autoren, auch _Ernst Schulz_, _Klingemann_, _Franz +Horn_, _Zacharias Werner_, Graf _Platen_ und manche andere, von +verschiedenen Referenten, am meisten aber von unserm Freunde, beurtheilt +und eingefhrt. + +Hchst wichtig ist bey dieser Gelegenheit zu bemerken, dass sie +eigentlich ein jedes Werk nur zum Text und Gelegenheit nehmen, um +ber das eigentliche Feld und Fach, so wie alsdann ber das besondere +Individuelle, ihre Gedanken zu erffnen und ihr Gutachten meisterhaft +abzuschliessen. + +Diese _Edinburgh Reviews_, sie seyen dem Innern und Allgemeinen, oder +den auswrtigen Literaturen besonders gewidmet, haben Freunde der +Wissenschaften aufmerksam zu beachten; denn es ist hchst merkwrdig, +wie der grndlichste Ernst mit der freysten Uebersicht, ein strenger +Patriotismus mit einem einfachen reinen Freysinn, in diesen Vortrgen +sich gepaart findet. + + * * * + +Geniessen wir nun von dort, in demjenigen was uns hier so nah +angeht, eine reine einfache Theilnahme an unsern ethisch-sthetischen +Bestrebungen, welche fr einen besondern Charakterzug der Deutschen +gelten knnen, so haben wir uns gleichfalls nach dem umzusehen, was +ihnen dort von dieser Art eigentlich am Herzen liegt. Wir nennen hier +gleich den Namen _Burns_, von welchem ein Schreiben des Herrn +_Carlyle's_ folgende Stelle enthlt. + +"Das einzige einigermassen Bedeutende, was ich seit meinem Hierseyn +schrieb, ist ein Versuch ber _Burns_. Vielleicht habt Ihr niemals von +diesem Mann gehrt, und doch war er einer der entschiedensten Genies; +aber in der tiefsten Classe der Landleute geboren und durch die +Verwicklungen sonderbarer Lagen zuletzt jammervoll zu Grunde gerichtet, +so dass was er wirkte verhltnissmssig geringfgig ist; er starb in der +Mitte der Manns-Jahre (1796)." + +"Wir Englnder, besonders wir Schottlnder, lieben _Burns_ mehr als +irgend einen Dichter seit Jahrhunderten. Oft war ich von der Bemerkung +betroffen, er sey wenig Monate vor _Schiller_, in dem Jahr 1759 geboren +und keiner dieser beiden habe jemals des andern Namen vernommen. Sie +glnzten als Sterne in entgegengesetzten Hemisphren, oder, wenn man +will, eine trbe Erdatmosphre fing ihr gegenseitiges Licht auf." + +Mehr jedoch als unser Freund vermuthen mochte, war uns _Robert Burns_ +bekannt; das allerliebste Gedicht _John Barley-Corn_ war anonym zu uns +gekommen, und verdienter Weise geschtzt, veranlasste solches manche +Versuche unsrer Sprache es anzueignen. _Hans Gerstenkorn_, ein wackerer +Mann, hat viele Feinde, die ihn unablssig verfolgen und beschdigen, ja +zuletzt gar zu vernichten drohen. Aus allen diesen Unbilden geht er aber +doch am Ende triumphirend hervor, besonders zu Heil und Frhlichkeit der +leidenschaftlichen Biertrinker. Gerade in diesem heitern genialischen +Anthropomorphismus zeigt sich _Burns_ als wahrhaften Dichter. + +Auf weitere Nachforschung fanden wir dieses Gedicht in der Ausgabe +seiner poetischen Werke von 1822, welcher eine Skizze seines Lebens +voransteht, die uns wenigstens von den Aeusserlichkeiten seiner Zustnde +bis auf einen gewissen Grad belehrte. Was wir von seinen Gedichten uns +zueignen konnten, berzeugte uns von seinem ausserordentlichen Talent, +und wir bedauerten, dass uns die Schottische Sprache gerade da +hinderlich war, wo er des reinsten natrlichsten Ausdrucks sich gewiss +bemchtigt hatte. Im Ganzen jedoch haben wir unsre Studien so weit +gefhrt, dass wir die nachstehende rhmliche Darstellung auch als unsrer +Ueberzeugung gemss unterschreiben knnen. + +Inwiefern brigens unser _Burns_ auch in Deutschland bekannt sey, mehr +als das Conversations-Lexicon von ihm berliefert, wsste ich, als der +neuen literarischen Bewegungen in Deutschland unkundig, nicht zu sagen; +auf alle Flle jedoch gedenke ich die Freunde auswrtiger Literatur +auf die krzesten Wege zu weisen: _The Life of Robert Burns. By J. G. +Lockhart. Edinburgh 1828._ rezensirt von unserm Freunde im _Edinburgh +Review_, December 1828. + +Nachfolgende Stellen daraus bersetzt, werden den Wunsch, das Ganze +und den genannten Mann auf jede Weise zu kennen, hoffentlich lebhaft +erregen. + + * * * + +"_Burns_ war in einem hchst prosaischen Zeitalter, dergleichen +Brittanien nur je erlebt hatte, geboren, in den aller ungnstigsten +Verhltnissen, wo sein Geist nach hoher Bildung strebend ihr unter dem +Druck tglich harter krperlicher Arbeit nach zu ringen hatte, ja unter +Mangel und trostlosesten Aussichten auf die Zukunft; ohne Frderniss als +die Begriffe, wie sie in eines armen Mannes Htte wohnen, und allenfalls +die Reime von Ferguson und Ramsay, als das Muster der Schnheit +aufgesteckt. Aber unter diesen Lasten versinkt er nicht; durch Nebel +und Finsterniss einer so dstern Region entdeckt sein Adlerauge die +richtigen Verhltnisse der Welt und des Menschenlebens, er wchst an +geistiger Kraft und drngt sich mit Gewalt zu verstndiger Erfahrung. +Angetrieben durch die unwiderstehliche Regsamkeit seines inneren Geistes +strauchelt er vorwrts und zu allgemeinen Ansichten, und mit stolzer +Bescheidenheit reicht er uns die Frucht seiner Bemhungen, eine Gabe +dar, welche nunmehr durch die Zeit als unvergnglich anerkannt worden." + +"Ein wahrer Dichter, ein Mann in dessen Herzen die Anlage eines reinen +Wissens keimt, die Tne himmlischer Melodien vorklingen, ist die +kstlichste Gabe, die einem Zeitalter mag verliehen werden. Wir sehen +in ihm eine freyere, reinere Entwicklung alles dessen was in uns das +Edelste zu nennen ist; sein Leben ist uns ein reicher Unterricht und +wir betrauern seinen Tod als eines Wohlthters, der uns liebte so wie +belehrte." + +"Solch eine Gabe hat die Natur in ihrer Gte uns an _Robert Burns_ +gegnnt; aber mit allzuvornehmer Gleichgltigkeit warf sie ihn aus der +Hand als ein Wesen ohne Bedeutung. Es war entstellt und zerstrt ehe +wir es anerkannten, ein ungnstiger Stern hatte dem Jngling die Gewalt +gegeben, das menschliche Daseyn ehrwrdiger zu machen, aber ihm war eine +weisliche Fhrung seines eigenen nicht geworden. Das Geschick--denn so +mssen wir in unserer Beschrnktheit reden--seine Fehler, die Fehler der +Andern lasteten zu schwer auf ihm, und dieser Geist, der sich erhoben +hatte, wre es ihm nur zu wandern geglckt, sank in den Staub; seine +herrlichen Fhigkeiten wurden in der Blthe mit Fssen getreten. Er +starb, wir drfen wohl sagen, ohne jemals gelebt zu haben. Und so +eine freundlich warme Seele, so voll von eingebornen Reichthmern, +solcher Liebe zu allen lebendigen und leblosen Dingen! Das spte +Tausendschnchen fllt nicht unbemerkt unter seine Pflugschar, so wenig +als das wohlversorgte Nest der furchtsamen Feldmaus, das er hervorwhlt. +Der wilde Anblick des Winters ergtzt ihn; mit einer trben, oft +wiederkehrenden Zrtlichkeit, verweilt er in diesen ernsten Scenen der +Verwstung; aber die Stimme des Windes wird ein Psalm in seinem Ohr; +wie gern mag er in den sausenden Wldern dahin wandern: denn er fhlt +seine Gedanken erhoben zu dem, der auf den Schwingen des Windes +einherschreitet. Eine wahre Poetenseele! sie darf nur berhrt werden +und ihr Klang ist Musik." + +"Welch ein warmes allumfassendes Gleichheitsgefhl! welche +vertrauenvolle, grnzenlose Liebe! welch edelmthiges Ueberschtzen des +geliebten Gegenstandes! Der Bauer, sein Freund, sein nussbraunes Mdchen +sind nicht lnger gering und drfisch, Held vielmehr und Knigin, er +rhmt sie als gleich wrdig des Hchsten auf der Erde. Die rauhen Scenen +schottischen Lebens sieht er nicht im arkadischen Lichte, aber in dem +Rauche, in dem unebenen Tennenboden einer solchen rohen Wirthlichkeit +findet er noch immer Liebenswrdiges genug. Armuth frwahr ist sein +Gefhrte, aber auch Liebe und Muth zugleich; die einfachen Gefhle, der +Werth, der Edelsinn, welche unter dem Strohdach wohnen, sind lieb und +ehrwrdig seinem Herzen. Und so ber die niedrigsten Regionen des +menschlichen Daseyns ergiesst er die Glorie seines eigenen Gemths +und sie steigen, durch Schatten und Sonnenschein gesnftigt und +verherrlicht, zu einer Schnheit, welche sonst die Menschen kaum in +dem Hchsten erblicken." + +"Hat er auch ein Selbstbewusstseyn, welches oft in Stolz ausartet, so +ist es ein edler Stolz, um abzuwehren, nicht um anzugreifen, kein kaltes +misslaunisches Gefhl, ein freyes und geselliges. Dieser poetische +Landmann betrgt sich, mchten wir sagen, wie ein Knig in der +Verbannung; er ist unter die Niedrigsten gedrngt und fhlt sich gleich +den Hchsten; er verlangt keinen Rang, damit man ihm keinen streitig +mache. Den Zudringlichen kann er abstossen, den Stolzen demthigen, +Vorurtheil auf Reichthum oder Altgeschlecht haben bey ihm keinen Werth. +In diesem dunklen Auge ist ein Feuer, woran sich eine abwrdigende +Herablassung nicht wagen darf; in seiner Erniedrigung, in der ussersten +Noth vergisst er nicht fr einen Augenblick die Majestt der Poesie und +Mannheit. Und doch, so hoch er sich ber gewhnlichen Menschen fhlt, +sondert er sich nicht von ihnen ab, mit Wrme nimmt er an ihrem +Interesse Theil, ja er wirft sich in ihre Arme und, wie sie auch seyen, +bittet er um ihre Liebe. Es ist rhrend zu sehen, wie in den dstersten +Zustnden dieses stolze Wesen in der Freundschaft Hlfe sucht, und oft +seinen Busen dem Unwrdigen aufschliesst; oft unter Thrnen an sein +glhendes Herz ein Herz andrckt, das Freundschaft nur als Namen kennt. +Doch war er scharf und schnellsichtig, ein Mann vom durchdringendsten +Blick, vor welchem gemeine Verstellung sich nicht bergen konnte. Sein +Verstand sah durch die Tiefen des vollkommensten Betrgers, und zugleich +war eine grossmthige Leichtglubigkeit in seinem Herzen. So zeigte sich +dieser Landmann unter uns: Eine Seele wie Aeolsharfe, deren Saiten vom +gemeinsten Winde berhrt, ihn zu gesetzlicher Melodie verwandelten. Und +ein solcher Mann war es fr den die Welt kein schicklicher Geschft zu +finden wusste, als sich mit Schmugglern und Schenken herumzuzanken, +Accise auf den Talg zu berechnen und Bierfsser zu visiren. In solchem +Abmhen ward dieser mchtige Geist kummervoll vergeudet, und hundert +Jahre mgen vorber gehen, eh uns ein gleicher gegeben wird, um +vielleicht ihn abermals zu vergeuden." + + * * * + +Und wie wir den Deutschen zu ihrem _Schiller_ Glck wnschen, so wollen +wir in eben diesem Sinne auch die Schottlnder segnen. Haben diese +jedoch unserm Freunde so viel Aufmerksamkeit und Theilnahme erwiesen, +so wr' es billig, dass wir auf gleiche Weise ihren _Burns_ bey uns +einfhrten. Ein junges Mitglied der hochachtbaren Gesellschaft, der wir +gegenwrtiges im Ganzen empfohlen haben, wird Zeit und Mhe hchlich +belohnt sehen, wenn er diesen freundlichen Gegendienst einer so +verehrungswrdigen Nation zu leisten den Entschluss fassen und das +Geschft treulich durchfhren will. Auch wir rechnen den belobten +_Robert Burns_ zu den ersten Dichtergeistern, welche das vergangene +Jahrhundert hervorgebracht hat. + +Im Jahr 1829 kam uns ein sehr sauber und augenfllig gedrucktes +Octavbndchen zur Hand: _Catalogue of German Publications, selected and +systematically arranged for W. H. Koller and Jul. Cahlmann. London._ + +Dieses Bchlein, mit besonderer Kenntniss der deutschen Literatur, in +einer die Uebersicht erleichternden Methode verfasst, macht demjenigen +der es ausgearbeitet und den Buchhndlern Ehre, welche ernstlich das +bedeutende Geschft bernehmen eine fremde Literatur in ihr Vaterland +einzufhren, und zwar so dass mann in allen Fchern bersehen knne +was dort geleistet worden, um so wohl den Gelehrten den denkenden Leser +als auch den fhlenden und Unterhaltung suchenden anzulocken und zu +befriedigen. Neugierig wird jeder deutsche Schriftsteller und Literator, +der sich in irgend einem Fache hervorgethan, diesen Catalog aufschlagen +um zu forschen: ob denn auch seiner darin gedacht, seine Werke, mit +andern Verwandten, freundlich aufgenommen worden. Allen deutschen +Buchhndlern wird es angelegen seyn zu erfahren: wie man ihren Verlag +ber dem Canal betrachte, welchen Preis man auf das Einzelne setze +und sie werden nichts verabsumen um mit jenen die Angelegenheit so +ernsthaft angreifenden Mnnern in Verhltniss zu kommen, und dasselbe +immerfort lebendig erhalten. + + * * * + +Wenn ich nun aber das von unserm Schottischen Freunde vor soviel +Jahren verfasste Leben _Schillers_, auf das er mit einer ihm so +wohl anstehenden Bescheidenheit zurcksieht, hiedurch einleite und +gegenwrtig an den Tag frdere, so erlaube er mir einige seiner neusten +Aeusserungen hinzuzufgen, welche die bisherigen gemeinsamen +Fortschritte am besten deutlich machen mchten. + + * * * + + _Thomas Carlyle an Goethe._ + + den 22. December 1829. + +"Ich habe zu nicht geringer Befriedigung zum zweitenmale den +_Briefwechsel_ gelesen und sende heute einen darauf gegrndeten +Aufsatz ber _Schiller_ ab fr das _Foreign Review_. Es wird Ihnen +angenehm seyn zu hren, dass die Kentniss und Schtzung der auswrtigen, +besonders der deutschen Literatur, sich mit wachsender Schnelle +verbreitet so weit die englische Zunge herrscht; so dass bey den +Antipoden, selbst in Neuholland, die Weisen Ihres Landes ihre Weisheit +predigen. Ich habe krzlich gehrt, dass sogar in Oxford und Cambridge, +unsern beiden englischen Universitten, die bis jetzt als die Haltpuncte +der insularischen eigenthmlichen Beharrlichkeit sind betrachtet worden, +es sich in solchen Dingen zu regen anfngt. Ihr _Niebuhr_ hat in +Cambridge einen geschickten Uebersetzer gefunden und in Oxford haben +zwei bis drei Deutsche schon hinlngliche Beschftigung als Lehrer ihrer +Sprache. Das neue Licht mag fr gewisse Augen zu stark seyn; jedoch kann +Niemand an den guten Folgen zweifeln, die am Ende daraus hervorgehen +werden. Lasst Nationen wie Individuen sich nur einander kennen und der +gegenseitige Hass wird sich in gegenwrtige Hlfleistung verwandeln, +und anstatt natrlicher Feinde, wie benachbarte Lnder zuweilen genannt +sind, werden wir alle natrliche Freunde seyn." + + * * * + +Wenn uns nach allen diesem nun die Hoffnung schmeichelt, eine +Uebereinstimmung der Nationen, ein allgemeineres Wohlwollen werde sich +durch nhere Kentniss der verschiedenen Sprachen und Denkweisen, nach +und nach erzeugen; so wage ich von einem bedeutenden Einfluss der +deutschen Literatur zu sprechen, welcher sich in einem besondern Falle +hchst wirksam erweisen mchte. + +Es ist nmlich bekannt genug, dass die Bewohner der drei brittischen +Knigreiche nicht gerade in dem besten Einverstndnisse leben, sondern +dass vielmehr ein Nachbar an dem andern genugsam zu tadeln findet, um +eine heimliche Abneigung bey sich zu rechtfertigen. + +Nun aber bin ich berzeugt, dass wie die deutsche ethisch-sthetische +Literatur durch das dreifache Brittanien sich verbreitet, zugleich auch +eine stille Gemeinschaft von _Philogermanen_ sich bilden werde, welche +in der Neigung zu einer vierten, so nahverwandten Vlkerschaft, auch +unter einander, als vereinigt und verschmolzen sich empfinden werden. + + * * * * * + + _Schillers Leben._ + + _Erster Abschnitt._ + + _Seine Jugend_ (1759-1784.) + +Unter allen Schriftstellern ist am Schluss des letzten Jahrhunderts +wohl keiner der Aufmerksamkeit wrdiger, als _Friedrich Schiller_. +Ausgezeichnet durch glnzenden Geist, erhabenes Gefhl und edlen +Geschmack liess er den schnsten Abdruck dieser selten vereinigten +Eigenschaften in seinen Werken zurck. Der ausgebreitete Ruhm, welcher +ihm dadurch geworden, .......... + +.... es sind neue Formen der Wahrheiten, neue Grundstze der Weisheit, +neue Bilder und Scenen der Schnheit, die er dem leeren formlosen +unendlichen Raum abgenommen; zum +ktma eis aei+ oder zum ewigen +Eigenthum aller Geschlechter dieses Erdballs. [s. 301.] + +.......... die unsere Literatur, so reich sie auch schon an sich ist, +noch ungleich mehr bereichern wrde. [_Anhang_, s. 54.] + + * * * * * + +_Nhere Bezeichnung der dargestellten Lokalitten._ + +Titelkupfer, Thomas Carlyles Wohnung in der Graffschaft Dumfries, des + sdlichen Schottlands. + +Titel-Vignette, dieselbe in der Ferne. + +Vorderseite des Umschlags, Wohnung Schillers in Weimar. + +Rckseite des Umschlags, einsames Huschen in Schillers Garten, ber der + Jenaischen Leutra, von ihm selbst errichtet; wo er in vollkommenster + Einsamkeit manches, besonders Maria Stuart schrieb. Nach seiner + Entfernung und erfolgtem Scheiden, trug man es ab, wegen + Wandelbarkeit, und man gedachte hier das Andenken desselben zu + erhalten. + + + [Illustration / Abbildung (Schillers Haus)] + + [Illustration / Abbildung (Carlyles Haus)] + + * * * * * + * * * * + * * * * * + +[Errors and Anomalies / Fehler und Unregelmigkeiten + +"genugsam" (three times / drei Mal) + _always without umlaut_ + _immer ohne Umlaut_ +ein Unternehmen, bey welchen man auch + _"welchen" in original: "welchem"?_ +etwa zehen deutsche Meilen + _"zehen" in original_ +westwrts // durch Gallovay + _"Gallovay" in original_ +_Burns_ war.... + _quotation marks in this passage as in original_ + _Anfhrungszeichen in diese Stelle wie im Original_ +glnzenden Geist, erhabenes Gefhl und edlen // Geschmack + _original has "Geschmach"_ + _im Original steht "Geschmach"_] + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of The Life of Friedrich Schiller, by +Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle + +*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK THE LIFE OF FRIEDRICH SCHILLER *** + +***** This file should be named 18101-8.txt or 18101-8.zip ***** +This and all associated files of various formats will be found in: + http://www.gutenberg.org/1/8/1/0/18101/ + +Produced by Louise Hope, Thierry Alberto and the Online +Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net + + +Updated editions will replace the previous one--the old editions +will be renamed. + +Creating the works from public domain print editions means that no +one owns a United States copyright in these works, so the Foundation +(and you!) can copy and distribute it in the United States without +permission and without paying copyright royalties. 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You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + + +Title: The Life of Friedrich Schiller + Introduction to German Translation + +Author: Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle + +Release Date: April 2, 2006 [EBook #18101] + +Language: German + +Character set encoding: UTF-8 + +*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK THE LIFE OF FRIEDRICH SCHILLER *** + + + + +Produced by Louise Hope, Thierry Alberto and the Online +Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net + + + + + + +</pre> + + +<div class = "mynote"> +A few typographical errors have been corrected. They have been +marked in the text with <ins class = "correction" title = +"like this">mouse-hover popups</ins>. +</div> +<br> +<br> + +<p class = "illustration"> +<span class = "pagenum">387</span> +<img src = "images/GermanCover.jpg" width = "423" height = "630" +alt = "cover of book with distant view of Carlyle's house"> +</p> + +<hr class = "divider"> + +<span class = "pagenum">389</span> + +<h3>Thomas Carlyle</h3> + +<h1><span class = "extended">Leben Schiller</span>s,</h1> + +<h4><span class = "extended">aus dem Englische</span>n;</h4> + +<h6 class = "extended">eingeleitet</h6> + +<h6>durch</h6> + +<h3><span class = "extended">Goeth</span>e.</h3> + +<hr class = "tiny"> +<hr class = "mid"> + +<h5>Frankfurt am Main, 1830.</h5> +<h6><span class = "extended">Verlag von Heinrich Wilman</span>s.</h6> + +<hr class = "divider"> + +<span class = "pagenum">391</span> + +<h6 class = "extended">Der hochansehnlichen</h6> + +<h3 class = "extended">Gesellschaft</h3> + +<h6>für ausländische</h6> + +<h4><span class = "extended">schöne Literatu</span>r,</h4> + +<h6>zu</h6> + +<h5><span class = "extended">Berli</span>n.</h5> + +<hr class = "divider"> + +<p> +<span class = "pagenum">393</span> +Als gegen Ende des vergangenen Jahres ich die angenehme Nachricht +erhielt, dass eine mir freundlich bekannte Gesellschaft, welche bisher +ihre Aufmerksamkeit inländischer Literatur gewidmet hatte, nunmehr +dieselbe auf die ausländische zu wenden gedenke, konnte ich in meiner +damaligen Lage nicht ausführlich und gründlich genug darlegen, wie sehr +ich ein Unternehmen, bey <ins class = "correction" title = +"so im Original: ‘welchem’?">welchen</ins> man auch meiner auf das +geneigteste gedacht hatte, zu schätzen wisse.</p> + +<p> +Selbst mit gegenwärtigem öffentlichen Ausdruck meines dankbaren Antheils +geschieht nur fragmentarisch was ich im bessern Zusammenhang zu +überliefern gewünscht hätte. Ich will aber auch das wie es mir vorliegt +nicht zurückweisen, indem ich meinen Hauptzweck dadurch zu erreichen +hoffe, dass ich nämlich meine Freunde mit einem Manne in Berührung +bringe, welchen ich unter diejenigen zähle, die in späteren Jahren sich +an mich thätig angeschlossen, mich +<span class = "pagenum">394</span> +durch eine mitschreitende Theilnahme zum Handeln und Wirken +aufgemuntert, und durch ein edles, reines wohlgerichtetes Bestreben +wieder selbst verjüngt, mich, der ich sie heranzog, mit sich fortgezogen +haben. Es ist der Verfasser des hier übersetzten Werkes, Herr <em>Thomas +Carlyle</em>, ein Schotte, von dessen Thätigkeit und Vorzügen, so wie +von dessen näheren Zuständen nachstehende Blätter ein Mehreres eröffnen +werden.</p> + +<p> +Wie ich denselben und meine Berliner Freunde zu kennen glaube, so wird +zwischen ihnen und ihm eine frohe wirksame Verbindung sich einleiten und +beide Theile werden, wie ich hoffen darf, in einer Reihe von Jahren sich +dieses Vermächtnisses und seines fruchtbaren Erfolges zusammen erfreuen, +so dass ich ein fortdauerndes Andenken, um welches ich hier schliesslich +bitten möchte, schon als dauernd gegönnt, mit anmuthigen Empfindungen +voraus geniessen kann.</p> + +<p align = "right"> +in treuer Anhänglichkeit und Theilnahme.</p> + +<p class = "inset1"> +Weimar April</p> +<p class = "inset2"> +1830.</p> + +<p align = "right"> +<em>J. W. v. Goethe.</em></p> + +<hr class = "divider"> + +<p> +<span class = "pagenum">395</span> +Es ist schon einige Zeit von einer allgemeinen Weltliteratur die Rede +und zwar nicht mit Unrecht: denn die sämmtlichen Nationen, in den +fürchterlichsten Kriegen durcheinander geschüttelt, sodann wieder auf +sich selbst einzeln zurückgeführt, hatten zu bemerken, dass sie manches +Fremde gewahr worden, in sich aufgenommen, bisher unbekannte geistige +Bedürfnisse hie und da empfunden. Daraus entstand das Gefühl +nachbarlicher Verhältnisse, und anstatt dass man sich bisher +zugeschlossen hatte, kam der Geist nach und nach zu dem Verlangen, auch +in den mehr oder weniger freyen geistigen Handelsverkehr mit aufgenommen +zu werden.</p> + +<p> +Diese Bewegung währt zwar erst eine kurze Weile, aber doch immer lang +genug, um schon einige Betrachtungen darüber anzustellen, und aus ihr +bald möglichst, wie man es im Waarenhandel ja auch thun muss, Vortheil +und Genuss zu gewinnen.</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +Gegenwärtiges, zum Andenken <em>Schillers</em>, geschriebene Werk kann, +übersetzt, für uns kaum etwas Neues bringen; +<span class = "pagenum">396</span> +der Verfasser nahm seine Kenntnisse aus Schriften, die uns längst +bekannt sind, so wie denn auch überhaupt die hier verhandelten +Angelegenheiten bey uns öfters durchgesprochen und durchgefochten +worden.</p> + +<p> +Was aber den Verehrern <em>Schillers</em>, und also einem jeden +Deutschen, wie man kühnlich sagen darf, höchst erfreulich seyn muss, +ist: unmittelbar zu erfahren, wie ein zartfühlender, strebsamer, +einsichtiger Mann über dem Meere, in seinen besten Jahren, durch +<em>Schillers</em> Productionen berührt, bewegt, erregt und nun zum +weitern Studium der deutschen Literatur angetrieben worden.</p> + +<p> +Mir wenigstens war es rührend, zu sehen, wie dieser, rein und ruhig +denkende Fremde, selbst in jenen ersten, oft harten, fast rohen +Productionen unsres verewigten Freundes, immer den edlen, wohldenkenden, +wohlwollenden Mann gewahr ward und sich ein Ideal des vortrefflichsten +Sterblichen an ihm auferbauen konnte.</p> + +<p> +Ich halte deshalb dafür dass dieses Werk, als von einem Jüngling +geschrieben, der deutschen Jugend zu empfehlen seyn möchte: denn wenn +ein munteres Lebensalter einen Wunsch haben darf und soll, so ist es +der: in allem Geleisteten das Löbliche, Gute, Bildsame, Hochstrebende, +genug das Ideelle, und selbst in dem nicht Musterhaften, das allgemeine +Musterbild der Menschheit zu erblicken.</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +Ferner kann uns dieses Werk von Bedeutung seyn, wenn wir ernstlich +betrachten: wie ein fremder Mann die <em>Schillerischen</em> Werke, +denen wir so mannigfaltige Kultur verdanken, auch als Quelle der +seinigen schätzt, verehrt +<span class = "pagenum">397</span> +und dies, ohne irgend eine Absicht, rein und ruhig zu erkennen +giebt.</p> + +<p> +Eine Bemerkung möchte sodann hier wohl am Platze seyn: dass sogar +dasjenige, was unter uns beynahe ausgewirkt hat, nun, gerade in dem +Augenblicke welcher auswärts der deutschen Literatur günstig ist, +abermals seine kräftige Wirkung beginne und dadurch zeige, wie es auf +einer gewissen Stufe der Literatur immer nützlich und wirksam seyn +werde.</p> + +<p> +So sind z. B. <em>Herders</em> Ideen bey uns dergestalt in die +Kenntnisse der ganzen Masse übergegangen, dass nur wenige, die sie +lesen, dadurch erst belehrt werden, weil sie, durch hundertfache +Ableitungen, von demjenigen was damals von grosser Bedeutung war, in +anderem Zusammenhange schon völlig unterrichtet worden. Dieses Werk ist +vor kurzem ins Französische übersetzt; wohl in keiner andern +Ueberzeugung als dass tausend gebildete Menschen in Frankreich sich +immer noch an diesen Ideen zu erbauen haben.</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +In Bezug auf das dem gegenwärtigen Bande vorgesetzte Bild sey folgendes +gemeldet: Unser Freund, als wir mit ihm in Verhältniss traten, war +damals in Edinburgh wohnhaft, wo er in der Stille lebend, sich im besten +Sinne auszubilden suchte, und, wir dürfen es ohne Ruhmredigkeit sagen, +in der deutschen Literatur hiezu die meiste Förderniss fand.</p> + +<p> +Später, um sich selbst und seinen redlichen literarischen Studien +unabhängig zu leben, begab er sich, etwa <ins class = "correction" title += "so im Original">zehen</ins> deutsche Meilen südlicher, ein eignes +Besitzthum zu +<span class = "pagenum">398</span> +bewohnen und zu benutzen, in die Grafschaft Dumfries. Hier, in einer +gebirgigen Gegend, in welcher der Fluss Nithe dem nahen Meere zuströmt, +ohnfern der Stadt Dumfries, an einer Stelle welche Craigenputtock +genannt wird, schlug er mit einer schönen und höchst gebildeten +Lebensgefährtin seine ländlich einfache Wohnung auf, wovon treue +Nachbildungen eigentlich die Veranlassung zu gegenwärtigem Vorworte +gegeben haben.</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +Gebildete Geister, zartfühlende Gemüther, welche nach fernem Guten sich +bestreben, in die Ferne Gutes zu wirken geneigt sind, erwehren sich kaum +des Wunsches, von geehrten, geliebten, weitabgesonderten Personen das +Portrait, sodann die Abbildung ihrer Wohnung, so wie der nächsten +Zustände, sich vor Augen gebracht zu sehen.</p> + +<p> +Wie oft wiederholt man noch heutiges Tags die Abbildung von Petrarch’s +Aufenthalt in Vaucluse, Tasso’s Wohnung in Sorent! Und ist nicht immer +die Bieler Insel, der Schutzort Rousseau’s, ein seinen Verehrern nie +genugsam dargestelltes Local?</p> + +<p> +In eben diesem Sinne hab’ ich mir die Umgebungen meiner entfernten +Freunde im Bilde zu verschaffen gesucht, und ich war um so mehr auf die +Wohnung Hrn. <em>Thomas Carlyle</em> begierig, als er seinen Aufenthalt +in einer fast rauhen Gebirgsgegend unter dem 55ten Grade gewählt +hatte.</p> + +<p> +Ich glaube durch solch eine treue Nachbildung der neulich eingesendeten +Originalzeichnungen gegenwärtiges Buch zu zieren und dem jetzigen +gefühlvollen Leser, vielleicht +<span class = "pagenum">399</span> +noch mehr dem künftigen, einen freundlichen Gefallen zu erweisen und +dadurch, so wie durch eingeschaltete Auszüge aus den Briefen des werthen +Mannes, das Interesse an einer edlen allgemeinen Länder- und +Weltannäherung zu vermehren.</p> + +<hr class = "tiny"> + +<h4><span class = "extended">Thomas Carlyle an Goeth</span>e.</h4> + +<p align = "right"> +Craigenputtock den 25. Septbr. 1828.</p> + +<p> +“Sie forschen mit so warmer Neigung nach unserem gegenwärtigen +Aufenthalt und Beschäftigung, dass ich einige Worte hierüber sagen muss, +da noch Raum dazu übrig bleibt. Dumfries ist eine artige Stadt, mit etwa +15000 Einwohnern und als Mittelpunct des Handels und der Gerichtsbarkeit +anzusehen eines bedeutenden Districkts in dem schottischen +Geschäftskreis. Unser Wohnort ist nicht darin, sondern 15 Meilen (zwei +Stunden zu reiten) nordwestlich davon entfernt, zwischen den +Granitgebirgen und dem schwarzen Moorgefilde, welche sich westwärts +durch <ins class = "correction" title = "so im Original">Gallovay</ins> +meist bis an die irische See ziehen. In dieser Wüste von Heide und +Felsen stellt unser Besitzthum eine grüne Oase vor, einen Raum von +geackertem, theilweise umzäumten und geschmückten Boden, wo Korn reift +und Bäume Schatten gewähren, obgleich ringsumher von Seemöven und +hartwolligen Schaafen umgeben. Hier, mit nicht geringer Anstrengung, +haben wir für uns eine reine, dauerhafte Wohnung erbaut und +eingerichtet; hier wohnen wir in Ermangelung einer Lehr- oder andern +öffentlichen Stelle, um uns der Literatur zu befleissigen, nach eigenen +Kräften uns damit zu beschäftigen. Wir wünschen +<span class = "pagenum">400</span> +dass unsre Rosen und Gartenbüsche fröhlich heranwachsen, hoffen +Gesundheit und eine friedliche Gemüthsstimmung, um uns zu fordern. Die +Rosen sind freylich zum Theil noch zu pflanzen, aber sie blühen doch +schon in Hoffnung.</p> + +<p> +Zwei leichte Pferde, die uns überall hintragen, und die Bergluft sind +die besten Aerzte für zarte Nerven. Diese tägliche Bewegung, der ich +sehr ergeben bin, ist meine einzige Zerstreuung; denn dieser Winkel ist +der einsamste in Brittanien, sechs Meilen von einer jeden Person +entfernt die mich allenfalls besuchen möchte. Hier würde sich Rousseau +eben so gut gefallen haben, als auf seiner Insel St. Pierre.</p> + +<p> +Fürwahr meine städtischen Freunde schreiben mein Hierhergehen einer +ähnlichen Gesinnung zu und weissagen mir nichts Gutes; aber ich zog +hierher, allein zu dem Zweck meine Lebensweise zu vereinfachen und eine +Unabhängigkeit zu erwerben, damit ich mir selbst treu bleiben könne. +Dieser Erdraum ist unser, hier können wir leben, schreiben und denken +wie es uns am besten däucht, und wenn Zoilus selbst König der Literatur +werden sollte.</p> + +<p> +Auch ist die Einsamkeit nicht so bedeutend, eine Lohnkutsche bringt uns +leicht nach Edinburgh, das wir als unser brittisch Weimar ansehen. Habe +ich denn nicht auch gegenwärtig eine ganze Ladung von französischen, +deutschen, amerikanischen, englischen Journalen und Zeitschriften, von +welchem Werth sie auch seyn mögen, auf den Tischen meiner kleinen +Bibliothek aufgehäuft!</p> + +<p> +Auch an alterthümlichen Studien fehlt es nicht. Von einigen unsrer Höhen +entdeck’ ich, ohngefähr eine Tagereise westwärts, den Hügel, wo Agrikola +und seine +<span class = "pagenum">401</span> +Römer ein Lager zurückliessen; am Fusse desselben war ich geboren, wo +Vater und Mutter noch leben um mich zu lieben. Und so muss man die Zeit +wirken lassen. Doch wo gerath ich hin! Lassen Sie mich noch gestehen, +ich bin ungewiss über meine künftige literarische Thätigkeit, worüber +ich gern Ihr Urtheil vernehmen möchte; gewiss schreiben Sie mir wieder +und bald, damit ich mich immer mit Ihnen vereint fühlen möge.”</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +Wir, nach allen Seiten hin wohlgesinnten, nach allgemeinster Bildung +strebenden Deutschen, wir wissen schon seit vielen Jahren die Verdienste +würdiger schottischer Männer zu schätzen. Uns blieb nicht unbekannt, was +sie früher in den Naturwissenschaften geleistet, woraus denn nachher die +Franzosen ein so grosses Uebergewicht erlangten.</p> + +<p> +In der neuern Zeit verfehlten wir nicht den löblichen Einfluss +anzuerkennen, den ihre Philosophie auf die Sinnesänderung der Franzosen +ausübte, um sie von dem starren Sensualism zu einer geschmeidigern +Denkart auf dem Wege des gemeinen Menschenverstandes hinzuleiten. Wir +verdankten ihnen gar manche gründliche Einsicht in die wichtigsten +Fächer brittischer Zustände und Bemühungen.</p> + +<p> +Dagegen mussten wir vor nicht gar langer Zeit unsre ethisch-ästhetischen +Bestrebungen in ihren Zeitschriften auf eine Weise behandelt sehen, wo +es zweifelhaft blieb, ob Mangel an Einsicht oder böser Wille dabey +obwaltete; ob eine oberflächliche, nicht genug durchdringende Ansicht, +<span class = "pagenum">402</span> +oder ein widerwilliges Vorurtheil im Spiele sey. Dieses Ereigniss haben +wir jedoch geduldig abgewartet, da uns ja dergleichen im eignen +Vaterlande zu ertragen genugsam von jeher auferlegt worden.</p> + +<p> +In den letzten Jahren jedoch erfreuen uns aus jenen Gegenden die +liebevollsten Blicke, welche zu erwiedern wir uns verpflichtet fühlen +und worauf wir in gegenwärtigen Blättern unsre wohldenkenden Landsleute, +insofern es nöthig seyn sollte, aufmerksam zu machen gedenken.</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +Herr <em>Thomas Carlyle</em> hatte schon den <em>Wilhelm Meister</em> +übersetzt und gab sodann vorliegendes Leben <em>Schillers</em> im Jahre +1825 heraus.</p> + +<p> +Im Jahre 1827 erschien <i>German Romances</i> in 4 Bänden, wo er, aus +den Erzählungen und Mährchen deutscher Schriftsteller als: +<em>Musäus</em>, <em>La Motte Fouqué</em>, <em>Tieck</em>, +<em>Hoffmann</em>, <em>Jean Paul</em> und <em>Goethe</em>, heraushob, +was er seiner Nation am gemässesten zu seyn glaubte.</p> + +<p> +Die einer jeden Abtheilung vorausgeschickten Nachrichten von dem Leben, +den Schriften, der Richtung des genannten Dichters und Schriftstellers +geben ein Zeugniss von der einfach wohlwollenden Weise, wie der Freund +sich möglichst von der Persönlichkeit und den Zuständen eines jeden zu +unterrichten gesucht, und wie er dadurch auf den rechten Weg gelangt, +seine Kenntnisse immer mehr zu vervollständigen.</p> + +<p> +In den Edinburgher Zeitschriften, vorzüglich in denen welche eigentlich +fremder Literatur gewidmet sind, finden sich nun, ausser den schon +genannten deutschen Autoren, +<span class = "pagenum">403</span> +auch <em>Ernst Schulz</em>, <em>Klingemann</em>, <em>Franz Horn</em>, +<em>Zacharias Werner</em>, Graf <em>Platen</em> und manche andere, von +verschiedenen Referenten, am meisten aber von unserm Freunde, beurtheilt +und eingeführt.</p> + +<p> +Höchst wichtig ist bey dieser Gelegenheit zu bemerken, dass sie +eigentlich ein jedes Werk nur zum Text und Gelegenheit nehmen, um über +das eigentliche Feld und Fach, so wie alsdann über das besondere +Individuelle, ihre Gedanken zu eröffnen und ihr Gutachten meisterhaft +abzuschliessen.</p> + +<p> +Diese <i>Edinburgh Reviews</i>, sie seyen dem Innern und Allgemeinen, +oder den auswärtigen Literaturen besonders gewidmet, haben Freunde der +Wissenschaften aufmerksam zu beachten; denn es ist höchst merkwürdig, +wie der gründlichste Ernst mit der freysten Uebersicht, ein strenger +Patriotismus mit einem einfachen reinen Freysinn, in diesen Vorträgen +sich gepaart findet.</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +Geniessen wir nun von dort, in demjenigen was uns hier so nah angeht, +eine reine einfache Theilnahme an unsern ethisch-ästhetischen +Bestrebungen, welche für einen besondern Charakterzug der Deutschen +gelten können, so haben wir uns gleichfalls nach dem umzusehen, was +ihnen dort von dieser Art eigentlich am Herzen liegt. Wir nennen hier +gleich den Namen <em>Burns</em>, von welchem ein Schreiben des Herrn +<em>Carlyle’s</em> folgende Stelle enthält.</p> + +<p> +“Das einzige einigermassen Bedeutende, was ich seit meinem Hierseyn +schrieb, ist ein Versuch über <em>Burns</em>. +<span class = "pagenum">404</span> +Vielleicht habt Ihr niemals von diesem Mann gehört, und doch war er +einer der entschiedensten Genies; aber in der tiefsten Classe der +Landleute geboren und durch die Verwicklungen sonderbarer Lagen zuletzt +jammervoll zu Grunde gerichtet, so dass was er wirkte verhältnissmässig +geringfügig ist; er starb in der Mitte der Manns-Jahre (1796).”</p> + +<p> +“Wir Engländer, besonders wir Schottländer, lieben <em>Burns</em> mehr +als irgend einen Dichter seit Jahrhunderten. Oft war ich von der +Bemerkung betroffen, er sey wenig Monate vor <em>Schiller</em>, in dem +Jahr 1759 geboren und keiner dieser beiden habe jemals des andern Namen +vernommen. Sie glänzten als Sterne in entgegengesetzten Hemisphären, +oder, wenn man will, eine trübe Erdatmosphäre fing ihr gegenseitiges +Licht auf.”</p> + +<p> +Mehr jedoch als unser Freund vermuthen mochte, war uns <em>Robert +Burns</em> bekannt; das allerliebste Gedicht <i>John Barley-Corn</i> war +anonym zu uns gekommen, und verdienter Weise geschätzt, veranlasste +solches manche Versuche unsrer Sprache es anzueignen. <i>Hans +Gerstenkorn</i>, ein wackerer Mann, hat viele Feinde, die ihn unablässig +verfolgen und beschädigen, ja zuletzt gar zu vernichten drohen. Aus +allen diesen Unbilden geht er aber doch am Ende triumphirend hervor, +besonders zu Heil und Fröhlichkeit der leidenschaftlichen Biertrinker. +Gerade in diesem heitern genialischen Anthropomorphismus zeigt sich +<em>Burns</em> als wahrhaften Dichter.</p> + +<p> +Auf weitere Nachforschung fanden wir dieses Gedicht in der Ausgabe +seiner poetischen Werke von 1822, welcher eine Skizze seines Lebens +voransteht, die uns wenigstens +<span class = "pagenum">405</span> +von den Aeusserlichkeiten seiner Zustände bis auf einen gewissen Grad +belehrte. Was wir von seinen Gedichten uns zueignen konnten, überzeugte +uns von seinem ausserordentlichen Talent, und wir bedauerten, dass uns +die Schottische Sprache gerade da hinderlich war, wo er des reinsten +natürlichsten Ausdrucks sich gewiss bemächtigt hatte. Im Ganzen jedoch +haben wir unsre Studien so weit geführt, dass wir die nachstehende +rühmliche Darstellung auch als unsrer Ueberzeugung gemäss unterschreiben +können.</p> + +<p> +Inwiefern übrigens unser <em>Burns</em> auch in Deutschland bekannt sey, +mehr als das Conversations-Lexicon von ihm überliefert, wüsste ich, als +der neuen literarischen Bewegungen in Deutschland unkundig, nicht zu +sagen; auf alle Fälle jedoch gedenke ich die Freunde auswärtiger +Literatur auf die kürzesten Wege zu weisen: <i>The Life of Robert Burns. +By J. G. Lockhart. Edinburgh 1828.</i> rezensirt von unserm Freunde +im <i>Edinburgh Review</i>, December 1828.</p> + +<p> +Nachfolgende Stellen daraus übersetzt, werden den Wunsch, das Ganze und +den genannten Mann auf jede Weise zu kennen, hoffentlich lebhaft +erregen.</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +“<em>Burns</em> war in einem höchst prosaischen Zeitalter, dergleichen +Brittanien nur je erlebt hatte, geboren, in den aller ungünstigsten +Verhältnissen, wo sein Geist nach hoher Bildung strebend ihr unter dem +Druck täglich harter körperlicher Arbeit nach zu ringen hatte, ja unter +Mangel und trostlosesten Aussichten auf die Zukunft; ohne Förderniss als +die Begriffe, wie sie in eines armen Mannes Hütte wohnen, und allenfalls +die Reime von Ferguson +<span class = "pagenum">406</span> +und Ramsay, als das Muster der Schönheit aufgesteckt. Aber unter diesen +Lasten versinkt er nicht; durch Nebel und Finsterniss einer so düstern +Region entdeckt sein Adlerauge die richtigen Verhältnisse der Welt und +des Menschenlebens, er wächst an geistiger Kraft und drängt sich mit +Gewalt zu verständiger Erfahrung. Angetrieben durch die unwiderstehliche +Regsamkeit seines inneren Geistes strauchelt er vorwärts und zu +allgemeinen Ansichten, und mit stolzer Bescheidenheit reicht er uns die +Frucht seiner Bemühungen, eine Gabe dar, welche nunmehr durch die Zeit +als unvergänglich anerkannt worden.”</p> + +<p> +“Ein wahrer Dichter, ein Mann in dessen Herzen die Anlage eines reinen +Wissens keimt, die Töne himmlischer Melodien vorklingen, ist die +köstlichste Gabe, die einem Zeitalter mag verliehen werden. Wir sehen in +ihm eine freyere, reinere Entwicklung alles dessen was in uns das +Edelste zu nennen ist; sein Leben ist uns ein reicher Unterricht und wir +betrauern seinen Tod als eines Wohlthäters, der uns liebte so wie +belehrte.”</p> + +<p> +“Solch eine Gabe hat die Natur in ihrer Güte uns an <em>Robert +Burns</em> gegönnt; aber mit allzuvornehmer Gleichgültigkeit warf sie +ihn aus der Hand als ein Wesen ohne Bedeutung. Es war entstellt und +zerstört ehe wir es anerkannten, ein ungünstiger Stern hatte dem +Jüngling die Gewalt gegeben, das menschliche Daseyn ehrwürdiger zu +machen, aber ihm war eine weisliche Führung seines eigenen nicht +geworden. Das Geschick—denn so müssen wir in unserer +Beschränktheit reden—seine Fehler, die Fehler der Andern lasteten +zu schwer auf ihm, und dieser Geist, der sich erhoben hatte, wäre +<span class = "pagenum">407</span> +es ihm nur zu wandern geglückt, sank in den Staub; seine herrlichen +Fähigkeiten wurden in der Blüthe mit Füssen getreten. Er starb, wir +dürfen wohl sagen, ohne jemals gelebt zu haben. Und so eine freundlich +warme Seele, so voll von eingebornen Reichthümern, solcher Liebe zu +allen lebendigen und leblosen Dingen! Das späte Tausendschönchen fällt +nicht unbemerkt unter seine Pflugschar, so wenig als das wohlversorgte +Nest der furchtsamen Feldmaus, das er hervorwühlt. Der wilde Anblick des +Winters ergötzt ihn; mit einer trüben, oft wiederkehrenden Zärtlichkeit, +verweilt er in diesen ernsten Scenen der Verwüstung; aber die Stimme des +Windes wird ein Psalm in seinem Ohr; wie gern mag er in den sausenden +Wäldern dahin wandern: denn er fühlt seine Gedanken erhoben zu dem, der +auf den Schwingen des Windes einherschreitet. Eine wahre Poetenseele! +sie darf nur berührt werden und ihr Klang ist Musik.”</p> + +<p> +“Welch ein warmes allumfassendes Gleichheitsgefühl! welche +vertrauenvolle, gränzenlose Liebe! welch edelmüthiges Ueberschätzen des +geliebten Gegenstandes! Der Bauer, sein Freund, sein nussbraunes Mädchen +sind nicht länger gering und dörfisch, Held vielmehr und Königin, er +rühmt sie als gleich würdig des Höchsten auf der Erde. Die rauhen Scenen +schottischen Lebens sieht er nicht im arkadischen Lichte, aber in dem +Rauche, in dem unebenen Tennenboden einer solchen rohen Wirthlichkeit +findet er noch immer Liebenswürdiges genug. Armuth fürwahr ist sein +Gefährte, aber auch Liebe und Muth zugleich; die einfachen Gefühle, der +Werth, der Edelsinn, welche unter dem Strohdach wohnen, sind lieb und +ehrwürdig +<span class = "pagenum">408</span> +seinem Herzen. Und so über die niedrigsten Regionen des menschlichen +Daseyns ergiesst er die Glorie seines eigenen Gemüths und sie steigen, +durch Schatten und Sonnenschein gesänftigt und verherrlicht, zu einer +Schönheit, welche sonst die Menschen kaum in dem Höchsten +erblicken.”</p> + +<p> +“Hat er auch ein Selbstbewusstseyn, welches oft in Stolz ausartet, so +ist es ein edler Stolz, um abzuwehren, nicht um anzugreifen, kein kaltes +misslaunisches Gefühl, ein freyes und geselliges. Dieser poetische +Landmann beträgt sich, möchten wir sagen, wie ein König in der +Verbannung; er ist unter die Niedrigsten gedrängt und fühlt sich gleich +den Höchsten; er verlangt keinen Rang, damit man ihm keinen streitig +mache. Den Zudringlichen kann er abstossen, den Stolzen demüthigen, +Vorurtheil auf Reichthum oder Altgeschlecht haben bey ihm keinen Werth. +In diesem dunklen Auge ist ein Feuer, woran sich eine abwürdigende +Herablassung nicht wagen darf; in seiner Erniedrigung, in der äussersten +Noth vergisst er nicht für einen Augenblick die Majestät der Poesie und +Mannheit. Und doch, so hoch er sich über gewöhnlichen Menschen fühlt, +sondert er sich nicht von ihnen ab, mit Wärme nimmt er an ihrem +Interesse Theil, ja er wirft sich in ihre Arme und, wie sie auch seyen, +bittet er um ihre Liebe. Es ist rührend zu sehen, wie in den düstersten +Zuständen dieses stolze Wesen in der Freundschaft Hülfe sucht, und oft +seinen Busen dem Unwürdigen aufschliesst; oft unter Thränen an sein +glühendes Herz ein Herz andrückt, das Freundschaft nur als Namen kennt. +Doch war er scharf und schnellsichtig, ein Mann vom durchdringendsten +<span class = "pagenum">409</span> +Blick, vor welchem gemeine Verstellung sich nicht bergen konnte. Sein +Verstand sah durch die Tiefen des vollkommensten Betrügers, und zugleich +war eine grossmüthige Leichtgläubigkeit in seinem Herzen. So zeigte sich +dieser Landmann unter uns: Eine Seele wie Aeolsharfe, deren Saiten vom +gemeinsten Winde berührt, ihn zu gesetzlicher Melodie verwandelten. Und +ein solcher Mann war es für den die Welt kein schicklicher Geschäft zu +finden wusste, als sich mit Schmugglern und Schenken herumzuzanken, +Accise auf den Talg zu berechnen und Bierfässer zu visiren. In solchem +Abmühen ward dieser mächtige Geist kummervoll vergeudet, und hundert +Jahre mögen vorüber gehen, eh uns ein gleicher gegeben wird, um +vielleicht ihn abermals zu vergeuden.”</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +Und wie wir den Deutschen zu ihrem <em>Schiller</em> Glück wünschen, so +wollen wir in eben diesem Sinne auch die Schottländer segnen. Haben +diese jedoch unserm Freunde so viel Aufmerksamkeit und Theilnahme +erwiesen, so wär’ es billig, dass wir auf gleiche Weise ihren +<em>Burns</em> bey uns einführten. Ein junges Mitglied der hochachtbaren +Gesellschaft, der wir gegenwärtiges im Ganzen empfohlen haben, wird Zeit +und Mühe höchlich belohnt sehen, wenn er diesen freundlichen Gegendienst +einer so verehrungswürdigen Nation zu leisten den Entschluss fassen und +das Geschäft treulich durchführen will. Auch wir rechnen den belobten +<em>Robert Burns</em> zu den ersten Dichtergeistern, welche das +vergangene Jahrhundert hervorgebracht hat.</p> + +<p> +<span class = "pagenum">410</span> +Im Jahr 1829 kam uns ein sehr sauber und augenfällig gedrucktes +Octavbändchen zur Hand: <i>Catalogue of German Publications, selected +and systematically arranged for W. H. Koller and Jul. Cahlmann. +London.</i></p> + +<p> +Dieses Büchlein, mit besonderer Kenntniss der deutschen Literatur, in +einer die Uebersicht erleichternden Methode verfasst, macht demjenigen +der es ausgearbeitet und den Buchhändlern Ehre, welche ernstlich das +bedeutende Geschäft übernehmen eine fremde Literatur in ihr Vaterland +einzuführen, und zwar so dass mann in allen Fächern übersehen könne was +dort geleistet worden, um so wohl den Gelehrten den denkenden Leser als +auch den fühlenden und Unterhaltung suchenden anzulocken und zu +befriedigen. Neugierig wird jeder deutsche Schriftsteller und Literator, +der sich in irgend einem Fache hervorgethan, diesen Catalog aufschlagen +um zu forschen: ob denn auch seiner darin gedacht, seine Werke, mit +andern Verwandten, freundlich aufgenommen worden. Allen deutschen +Buchhändlern wird es angelegen seyn zu erfahren: wie man ihren Verlag +über dem Canal betrachte, welchen Preis man auf das Einzelne setze und +sie werden nichts verabsäumen um mit jenen die Angelegenheit so +ernsthaft angreifenden Männern in Verhältniss zu kommen, und dasselbe +immerfort lebendig erhalten.</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +Wenn ich nun aber das von unserm Schottischen Freunde vor soviel Jahren +verfasste Leben <em>Schillers</em>, auf das er mit einer ihm so wohl +anstehenden Bescheidenheit zurücksieht, hiedurch einleite und +gegenwärtig an +<span class = "pagenum">411</span> +den Tag fördere, so erlaube er mir einige seiner neusten Aeusserungen +hinzuzufügen, welche die bisherigen gemeinsamen Fortschritte am besten +deutlich machen möchten.</p> + +<hr class = "tiny"> + + +<h4><span class = "extended">Thomas Carlyle an Goeth</span>e.</h4> + +<p align = "right"> +den 22. December 1829.</p> + +<p> +“Ich habe zu nicht geringer Befriedigung zum zweitenmale den +<em>Briefwechsel</em> gelesen und sende heute einen darauf gegründeten +Aufsatz über <em>Schiller</em> ab für das <i>Foreign Review</i>. Es wird +Ihnen angenehm seyn zu hören, dass die Kentniss und Schätzung der +auswärtigen, besonders der deutschen Literatur, sich mit wachsender +Schnelle verbreitet so weit die englische Zunge herrscht; so dass bey +den Antipoden, selbst in Neuholland, die Weisen Ihres Landes ihre +Weisheit predigen. Ich habe kürzlich gehört, dass sogar in Oxford und +Cambridge, unsern beiden englischen Universitäten, die bis jetzt als die +Haltpuncte der insularischen eigenthümlichen Beharrlichkeit sind +betrachtet worden, es sich in solchen Dingen zu regen anfängt. Ihr +<em>Niebuhr</em> hat in Cambridge einen geschickten Uebersetzer gefunden +und in Oxford haben zwei bis drei Deutsche schon hinlängliche +Beschäftigung als Lehrer ihrer Sprache. Das neue Licht mag für gewisse +Augen zu stark seyn; jedoch kann Niemand an den guten Folgen zweifeln, +die am Ende daraus hervorgehen werden. Lasst Nationen wie Individuen +sich nur einander kennen und der gegenseitige Hass wird sich in +gegenwärtige Hülfleistung verwandeln, und anstatt +<span class = "pagenum">412</span> +natürlicher Feinde, wie benachbarte Länder zuweilen genannt sind, werden +wir alle natürliche Freunde seyn.”</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p> +Wenn uns nach allen diesem nun die Hoffnung schmeichelt, eine +Uebereinstimmung der Nationen, ein allgemeineres Wohlwollen werde sich +durch nähere Kentniss der verschiedenen Sprachen und Denkweisen, nach +und nach erzeugen; so wage ich von einem bedeutenden Einfluss der +deutschen Literatur zu sprechen, welcher sich in einem besondern Falle +höchst wirksam erweisen möchte.</p> + +<p> +Es ist nämlich bekannt genug, dass die Bewohner der drei brittischen +Königreiche nicht gerade in dem besten Einverständnisse leben, sondern +dass vielmehr ein Nachbar an dem andern genugsam zu tadeln findet, um +eine heimliche Abneigung bey sich zu rechtfertigen.</p> + +<p> +Nun aber bin ich überzeugt, dass wie die deutsche ethisch-ästhetische +Literatur durch das dreifache Brittanien sich verbreitet, zugleich auch +eine stille Gemeinschaft von <em>Philogermanen</em> sich bilden werde, +welche in der Neigung zu einer vierten, so nahverwandten Völkerschaft, +auch unter einander, als vereinigt und verschmolzen sich empfinden +werden.</p> + +<hr class = "divider"> + +<hr class = "tiny"> + +<span class = "pagenum">413</span> +<h4><span class = "extended">Schillers Lebe</span>n.</h4> + +<hr class = "tiny"> + +<h5><span class = "extended">Erster Abschnit</span>t.</h5> + +<hr class = "tiny"> + +<h5><span class = "extended">Seine Jugend</span> (1759-1784.)</h5> + +<p> +Unter allen Schriftstellern ist am Schluss des letzten Jahrhunderts wohl +keiner der Aufmerksamkeit würdiger, als <em>Friedrich Schiller</em>. +Ausgezeichnet durch glänzenden Geist, erhabenes Gefühl und edlen <ins +class = "correction" title = "original: Geschmach">Geschmack</ins>, +liess er den schönsten Abdruck dieser selten vereinigten Eigenschaften +in seinen Werken zurück. Der ausgebreitete Ruhm, welcher ihm dadurch +geworden, ..........</p> + +<p> +.... es sind neue Formen der Wahrheiten, neue Grundsätze der Weisheit, +neue Bilder und Scenen der Schönheit, die er dem leeren formlosen +unendlichen Raum abgenommen; zum <span title = +"Greek: ktêma eis aei">κτῆμα εἰς ἀεὶ</span> oder zum ewigen Eigenthum +aller Geschlechter dieses Erdballs. [s. 301.]</p> + +<p> +.......... die unsere Literatur, so reich sie auch schon an sich ist, +noch ungleich mehr bereichern würde. [<i>Anhang</i>, s. 54.]</p> + +<hr class = "divider"> + +<p class = "illustration"> +<span class = "pagenum"><ins class = "correction" title = +"section moved from beginning of text">383</ins></span> +<img src = "images/SchillerHouse.jpg" width = "403" height = "592" +alt = "Schiller's house in Weimar" title = "Schiller's house"> +</p> + +<hr class = "tiny"> + +<span class = "pagenum">384</span> +<h4>Nähere Bezeichnung der dargestellten Lokalitäten.</h4> + +<hr class = "tiny"> + +<p class = "hanging"> +Titelkupfer, Thomas Carlyles Wohnung in der Graffschaft Dumfries, des +südlichen Schottlands.</p> + +<p class = "hanging"> +Titel-Vignette, dieselbe in der Ferne.</p> + +<p class = "hanging"> +Vorderseite des Umschlags, Wohnung Schillers in Weimar.</p> + +<p class = "hanging"> +Rückseite des Umschlags, einsames Häuschen in Schillers Garten, über der +Jenaischen Leutra, von ihm selbst errichtet; wo er in vollkommenster +Einsamkeit manches, besonders Maria Stuart schrieb. Nach seiner +Entfernung und erfolgtem Scheiden, trug man es ab, wegen +Wandelbarkeit, und man gedachte hier das Andenken desselben zu +erhalten.</p> + +<hr class = "tiny"> + +<p class = "illustration"> +<span class = "pagenum">385</span> +<img src = "images/CarlyleHouse.jpg" width = "523" height = "321" +alt = "view of Carlyle's house" title = "Carlyle's house"> +</p> + + + + + + + + +<pre> + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of The Life of Friedrich Schiller, by +Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle + +*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK THE LIFE OF FRIEDRICH SCHILLER *** + +***** This file should be named 18101-h.htm or 18101-h.zip ***** +This and all associated files of various formats will be found in: + http://www.gutenberg.org/1/8/1/0/18101/ + +Produced by Louise Hope, Thierry Alberto and the Online +Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net + + +Updated editions will replace the previous one--the old editions +will be renamed. + +Creating the works from public domain print editions means that no +one owns a United States copyright in these works, so the Foundation +(and you!) can copy and distribute it in the United States without +permission and without paying copyright royalties. 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You may copy it, give it away or +re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included +with this eBook or online at www.gutenberg.org + + +Title: The Life of Friedrich Schiller + Introduction to German Translation + +Author: Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle + +Release Date: April 2, 2006 [EBook #18101] + +Language: German + +Character set encoding: ASCII + +*** START OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK THE LIFE OF FRIEDRICH SCHILLER *** + + + + +Produced by Louise Hope, Thierry Alberto and the Online +Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net + + + + + + + [Illustrations / Abbildungen: + Relocated to end of text / Am Ende des Textes zurueckgeschoben] + + * * * * * + + Thomas Carlyle + + LEBEN SCHILLERS, + + aus dem Englischen; + + eingeleitet + + durch + + GOETHE. + + + + + Frankfurt am Main, 1830. + Verlag von Heinrich Wilmans. + + + * * * * * + + Der hochansehnlichen + Gesellschaft + fuer auslaendische + schoene Literatur, + zu + + Berlin. + + + * * * * * + +Als gegen Ende des vergangenen Jahres ich die angenehme Nachricht +erhielt, dass eine mir freundlich bekannte Gesellschaft, welche bisher +ihre Aufmerksamkeit inlaendischer Literatur gewidmet hatte, nunmehr +dieselbe auf die auslaendische zu wenden gedenke, konnte ich in meiner +damaligen Lage nicht ausfuehrlich und gruendlich genug darlegen, wie sehr +ich ein Unternehmen, bey welchen man auch meiner auf das geneigteste +gedacht hatte, zu schaetzen wisse. + +Selbst mit gegenwaertigem oeffentlichen Ausdruck meines dankbaren Antheils +geschieht nur fragmentarisch was ich im bessern Zusammenhang zu +ueberliefern gewuenscht haette. Ich will aber auch das wie es mir vorliegt +nicht zurueckweisen, indem ich meinen Hauptzweck dadurch zu erreichen +hoffe, dass ich naemlich meine Freunde mit einem Manne in Beruehrung +bringe, welchen ich unter diejenigen zaehle, die in spaeteren Jahren sich +an mich thaetig angeschlossen, mich durch eine mitschreitende Theilnahme +zum Handeln und Wirken aufgemuntert, und durch ein edles, reines +wohlgerichtetes Bestreben wieder selbst verjuengt, mich, der ich sie +heranzog, mit sich fortgezogen haben. Es ist der Verfasser des hier +uebersetzten Werkes, Herr _Thomas Carlyle_, ein Schotte, von dessen +Thaetigkeit und Vorzuegen, so wie von dessen naeheren Zustaenden +nachstehende Blaetter ein Mehreres eroeffnen werden. + +Wie ich denselben und meine Berliner Freunde zu kennen glaube, so wird +zwischen ihnen und ihm eine frohe wirksame Verbindung sich einleiten und +beide Theile werden, wie ich hoffen darf, in einer Reihe von Jahren sich +dieses Vermaechtnisses und seines fruchtbaren Erfolges zusammen erfreuen, +so dass ich ein fortdauerndes Andenken, um welches ich hier schliesslich +bitten moechte, schon als dauernd gegoennt, mit anmuthigen Empfindungen +voraus geniessen kann. + + in treuer Anhaenglichkeit und Theilnahme. + + Weimar April + 1830. + + _J. W. v. Goethe._ + + * * * + +Es ist schon einige Zeit von einer allgemeinen Weltliteratur die Rede +und zwar nicht mit Unrecht: denn die saemmtlichen Nationen, in den +fuerchterlichsten Kriegen durcheinander geschuettelt, sodann wieder +auf sich selbst einzeln zurueckgefuehrt, hatten zu bemerken, dass sie +manches Fremde gewahr worden, in sich aufgenommen, bisher unbekannte +geistige Beduerfnisse hie und da empfunden. Daraus entstand das +Gefuehl nachbarlicher Verhaeltnisse, und anstatt dass man sich bisher +zugeschlossen hatte, kam der Geist nach und nach zu dem Verlangen, auch +in den mehr oder weniger freyen geistigen Handelsverkehr mit aufgenommen +zu werden. + +Diese Bewegung waehrt zwar erst eine kurze Weile, aber doch immer lang +genug, um schon einige Betrachtungen darueber anzustellen, und aus ihr +bald moeglichst, wie man es im Waarenhandel ja auch thun muss, Vortheil +und Genuss zu gewinnen. + + * * * + +Gegenwaertiges, zum Andenken _Schillers_, geschriebene Werk kann, +uebersetzt, fuer uns kaum etwas Neues bringen; der Verfasser nahm seine +Kenntnisse aus Schriften, die uns laengst bekannt sind, so wie denn +auch ueberhaupt die hier verhandelten Angelegenheiten bey uns oefters +durchgesprochen und durchgefochten worden. + +Was aber den Verehrern _Schillers_, und also einem jeden Deutschen, wie +man kuehnlich sagen darf, hoechst erfreulich seyn muss, ist: unmittelbar +zu erfahren, wie ein zartfuehlender, strebsamer, einsichtiger Mann ueber +dem Meere, in seinen besten Jahren, durch _Schillers_ Productionen +beruehrt, bewegt, erregt und nun zum weitern Studium der deutschen +Literatur angetrieben worden. + +Mir wenigstens war es ruehrend, zu sehen, wie dieser, rein und ruhig +denkende Fremde, selbst in jenen ersten, oft harten, fast rohen +Productionen unsres verewigten Freundes, immer den edlen, wohldenkenden, +wohlwollenden Mann gewahr ward und sich ein Ideal des vortrefflichsten +Sterblichen an ihm auferbauen konnte. + +Ich halte deshalb dafuer dass dieses Werk, als von einem Juengling +geschrieben, der deutschen Jugend zu empfehlen seyn moechte: denn wenn +ein munteres Lebensalter einen Wunsch haben darf und soll, so ist es +der: in allem Geleisteten das Loebliche, Gute, Bildsame, Hochstrebende, +genug das Ideelle, und selbst in dem nicht Musterhaften, das allgemeine +Musterbild der Menschheit zu erblicken. + + * * * + +Ferner kann uns dieses Werk von Bedeutung seyn, wenn wir ernstlich +betrachten: wie ein fremder Mann die _Schillerischen_ Werke, denen wir +so mannigfaltige Kultur verdanken, auch als Quelle der seinigen schaetzt, +verehrt und dies, ohne irgend eine Absicht, rein und ruhig zu erkennen +giebt. + +Eine Bemerkung moechte sodann hier wohl am Platze seyn: dass sogar +dasjenige, was unter uns beynahe ausgewirkt hat, nun, gerade in dem +Augenblicke welcher auswaerts der deutschen Literatur guenstig ist, +abermals seine kraeftige Wirkung beginne und dadurch zeige, wie es auf +einer gewissen Stufe der Literatur immer nuetzlich und wirksam seyn +werde. + +So sind z. B. _Herders_ Ideen bey uns dergestalt in die Kenntnisse der +ganzen Masse uebergegangen, dass nur wenige, die sie lesen, dadurch erst +belehrt werden, weil sie, durch hundertfache Ableitungen, von demjenigen +was damals von grosser Bedeutung war, in anderem Zusammenhange schon +voellig unterrichtet worden. Dieses Werk ist vor kurzem ins Franzoesische +uebersetzt; wohl in keiner andern Ueberzeugung als dass tausend gebildete +Menschen in Frankreich sich immer noch an diesen Ideen zu erbauen haben. + + * * * + +In Bezug auf das dem gegenwaertigen Bande vorgesetzte Bild sey folgendes +gemeldet: Unser Freund, als wir mit ihm in Verhaeltniss traten, war +damals in Edinburgh wohnhaft, wo er in der Stille lebend, sich im besten +Sinne auszubilden suchte, und, wir duerfen es ohne Ruhmredigkeit sagen, +in der deutschen Literatur hiezu die meiste Foerderniss fand. + +Spaeter, um sich selbst und seinen redlichen literarischen Studien +unabhaengig zu leben, begab er sich, etwa zehen deutsche Meilen +suedlicher, ein eignes Besitzthum zu bewohnen und zu benutzen, in die +Grafschaft Dumfries. Hier, in einer gebirgigen Gegend, in welcher der +Fluss Nithe dem nahen Meere zustroemt, ohnfern der Stadt Dumfries, an +einer Stelle welche Craigenputtock genannt wird, schlug er mit einer +schoenen und hoechst gebildeten Lebensgefaehrtin seine laendlich einfache +Wohnung auf, wovon treue Nachbildungen eigentlich die Veranlassung zu +gegenwaertigem Vorworte gegeben haben. + + * * * + +Gebildete Geister, zartfuehlende Gemuether, welche nach fernem Guten sich +bestreben, in die Ferne Gutes zu wirken geneigt sind, erwehren sich kaum +des Wunsches, von geehrten, geliebten, weitabgesonderten Personen das +Portrait, sodann die Abbildung ihrer Wohnung, so wie der naechsten +Zustaende, sich vor Augen gebracht zu sehen. + +Wie oft wiederholt man noch heutiges Tags die Abbildung von Petrarch's +Aufenthalt in Vaucluse, Tasso's Wohnung in Sorent! Und ist nicht immer +die Bieler Insel, der Schutzort Rousseau's, ein seinen Verehrern nie +genugsam dargestelltes Local? + +In eben diesem Sinne hab' ich mir die Umgebungen meiner entfernten +Freunde im Bilde zu verschaffen gesucht, und ich war um so mehr auf die +Wohnung Hrn. _Thomas Carlyle_ begierig, als er seinen Aufenthalt in +einer fast rauhen Gebirgsgegend unter dem 55ten Grade gewaehlt hatte. + +Ich glaube durch solch eine treue Nachbildung der neulich eingesendeten +Originalzeichnungen gegenwaertiges Buch zu zieren und dem jetzigen +gefuehlvollen Leser, vielleicht noch mehr dem kuenftigen, einen +freundlichen Gefallen zu erweisen und dadurch, so wie durch +eingeschaltete Auszuege aus den Briefen des werthen Mannes, das Interesse +an einer edlen allgemeinen Laender- und Weltannaeherung zu vermehren. + + * * * + + _Thomas Carlyle an Goethe._ + + Craigenputtock den 25. Septbr. 1828. + +"Sie forschen mit so warmer Neigung nach unserem gegenwaertigen +Aufenthalt und Beschaeftigung, dass ich einige Worte hierueber sagen muss, +da noch Raum dazu uebrig bleibt. Dumfries ist eine artige Stadt, mit etwa +15000 Einwohnern und als Mittelpunct des Handels und der Gerichtsbarkeit +anzusehen eines bedeutenden Districkts in dem schottischen +Geschaeftskreis. Unser Wohnort ist nicht darin, sondern 15 Meilen +(zwei Stunden zu reiten) nordwestlich davon entfernt, zwischen den +Granitgebirgen und dem schwarzen Moorgefilde, welche sich westwaerts +durch Gallovay meist bis an die irische See ziehen. In dieser Wueste von +Heide und Felsen stellt unser Besitzthum eine gruene Oase vor, einen Raum +von geackertem, theilweise umzaeumten und geschmueckten Boden, wo Korn +reift und Baeume Schatten gewaehren, obgleich ringsumher von Seemoeven und +hartwolligen Schaafen umgeben. Hier, mit nicht geringer Anstrengung, +haben wir fuer uns eine reine, dauerhafte Wohnung erbaut und +eingerichtet; hier wohnen wir in Ermangelung einer Lehr- oder andern +oeffentlichen Stelle, um uns der Literatur zu befleissigen, nach eigenen +Kraeften uns damit zu beschaeftigen. Wir wuenschen dass unsre Rosen und +Gartenbuesche froehlich heranwachsen, hoffen Gesundheit und eine +friedliche Gemuethsstimmung, um uns zu fordern. Die Rosen sind freylich +zum Theil noch zu pflanzen, aber sie bluehen doch schon in Hoffnung. + +Zwei leichte Pferde, die uns ueberall hintragen, und die Bergluft sind +die besten Aerzte fuer zarte Nerven. Diese taegliche Bewegung, der ich +sehr ergeben bin, ist meine einzige Zerstreuung; denn dieser Winkel +ist der einsamste in Brittanien, sechs Meilen von einer jeden Person +entfernt die mich allenfalls besuchen moechte. Hier wuerde sich Rousseau +eben so gut gefallen haben, als auf seiner Insel St. Pierre. + +Fuerwahr meine staedtischen Freunde schreiben mein Hierhergehen einer +aehnlichen Gesinnung zu und weissagen mir nichts Gutes; aber ich zog +hierher, allein zu dem Zweck meine Lebensweise zu vereinfachen und eine +Unabhaengigkeit zu erwerben, damit ich mir selbst treu bleiben koenne. +Dieser Erdraum ist unser, hier koennen wir leben, schreiben und denken +wie es uns am besten daeucht , und wenn Zoilus selbst Koenig der Literatur +werden sollte. + +Auch ist die Einsamkeit nicht so bedeutend, eine Lohnkutsche bringt uns +leicht nach Edinburgh, das wir als unser brittisch Weimar ansehen. Habe +ich denn nicht auch gegenwaertig eine ganze Ladung von franzoesischen, +deutschen, amerikanischen, englischen Journalen und Zeitschriften, von +welchem Werth sie auch seyn moegen, auf den Tischen meiner kleinen +Bibliothek aufgehaeuft! + +Auch an alterthuemlichen Studien fehlt es nicht. Von einigen unsrer Hoehen +entdeck' ich, ohngefaehr eine Tagereise westwaerts, den Huegel, wo Agrikola +und seine Roemer ein Lager zurueckliessen; am Fusse desselben war ich +geboren, wo Vater und Mutter noch leben um mich zu lieben. Und so muss +man die Zeit wirken lassen. Doch wo gerath ich hin! Lassen Sie mich noch +gestehen, ich bin ungewiss ueber meine kuenftige literarische Thaetigkeit, +worueber ich gern Ihr Urtheil vernehmen moechte; gewiss schreiben Sie mir +wieder und bald, damit ich mich immer mit Ihnen vereint fuehlen moege." + + * * * + +Wir, nach allen Seiten hin wohlgesinnten, nach allgemeinster Bildung +strebenden Deutschen, wir wissen schon seit vielen Jahren die Verdienste +wuerdiger schottischer Maenner zu schaetzen. Uns blieb nicht unbekannt, was +sie frueher in den Naturwissenschaften geleistet, woraus denn nachher die +Franzosen ein so grosses Uebergewicht erlangten. + +In der neuern Zeit verfehlten wir nicht den loeblichen Einfluss +anzuerkennen, den ihre Philosophie auf die Sinnesaenderung der Franzosen +ausuebte, um sie von dem starren Sensualism zu einer geschmeidigern +Denkart auf dem Wege des gemeinen Menschenverstandes hinzuleiten. Wir +verdankten ihnen gar manche gruendliche Einsicht in die wichtigsten +Faecher brittischer Zustaende und Bemuehungen. + +Dagegen mussten wir vor nicht gar langer Zeit unsre ethisch-aesthetischen +Bestrebungen in ihren Zeitschriften auf eine Weise behandelt sehen, wo +es zweifelhaft blieb, ob Mangel an Einsicht oder boeser Wille dabey +obwaltete; ob eine oberflaechliche, nicht genug durchdringende Ansicht, +oder ein widerwilliges Vorurtheil im Spiele sey. Dieses Ereigniss haben +wir jedoch geduldig abgewartet, da uns ja dergleichen im eignen +Vaterlande zu ertragen genugsam von jeher auferlegt worden. + +In den letzten Jahren jedoch erfreuen uns aus jenen Gegenden die +liebevollsten Blicke, welche zu erwiedern wir uns verpflichtet fuehlen +und worauf wir in gegenwaertigen Blaettern unsre wohldenkenden Landsleute, +insofern es noethig seyn sollte, aufmerksam zu machen gedenken. + + * * * + +Herr _Thomas Carlyle_ hatte schon den _Wilhelm Meister_ uebersetzt und +gab sodann vorliegendes Leben _Schillers_ im Jahre 1825 heraus. + +Im Jahre 1827 erschien _German Romances_ in 4 Baenden, wo er, aus den +Erzaehlungen und Maehrchen deutscher Schriftsteller als: _Musaeus_, _La +Motte Fouque_, _Tieck_, _Hoffmann_, _Jean Paul_ und _Goethe_, heraushob, +was er seiner Nation am gemaessesten zu seyn glaubte. + +Die einer jeden Abtheilung vorausgeschickten Nachrichten von dem Leben, +den Schriften, der Richtung des genannten Dichters und Schriftstellers +geben ein Zeugniss von der einfach wohlwollenden Weise, wie der Freund +sich moeglichst von der Persoenlichkeit und den Zustaenden eines jeden zu +unterrichten gesucht, und wie er dadurch auf den rechten Weg gelangt, +seine Kenntnisse immer mehr zu vervollstaendigen. + +In den Edinburgher Zeitschriften, vorzueglich in denen welche eigentlich +fremder Literatur gewidmet sind, finden sich nun, ausser den schon +genannten deutschen Autoren, auch _Ernst Schulz_, _Klingemann_, _Franz +Horn_, _Zacharias Werner_, Graf _Platen_ und manche andere, von +verschiedenen Referenten, am meisten aber von unserm Freunde, beurtheilt +und eingefuehrt. + +Hoechst wichtig ist bey dieser Gelegenheit zu bemerken, dass sie +eigentlich ein jedes Werk nur zum Text und Gelegenheit nehmen, um +ueber das eigentliche Feld und Fach, so wie alsdann ueber das besondere +Individuelle, ihre Gedanken zu eroeffnen und ihr Gutachten meisterhaft +abzuschliessen. + +Diese _Edinburgh Reviews_, sie seyen dem Innern und Allgemeinen, oder +den auswaertigen Literaturen besonders gewidmet, haben Freunde der +Wissenschaften aufmerksam zu beachten; denn es ist hoechst merkwuerdig, +wie der gruendlichste Ernst mit der freysten Uebersicht, ein strenger +Patriotismus mit einem einfachen reinen Freysinn, in diesen Vortraegen +sich gepaart findet. + + * * * + +Geniessen wir nun von dort, in demjenigen was uns hier so nah +angeht, eine reine einfache Theilnahme an unsern ethisch-aesthetischen +Bestrebungen, welche fuer einen besondern Charakterzug der Deutschen +gelten koennen, so haben wir uns gleichfalls nach dem umzusehen, was +ihnen dort von dieser Art eigentlich am Herzen liegt. Wir nennen hier +gleich den Namen _Burns_, von welchem ein Schreiben des Herrn +_Carlyle's_ folgende Stelle enthaelt. + +"Das einzige einigermassen Bedeutende, was ich seit meinem Hierseyn +schrieb, ist ein Versuch ueber _Burns_. Vielleicht habt Ihr niemals von +diesem Mann gehoert, und doch war er einer der entschiedensten Genies; +aber in der tiefsten Classe der Landleute geboren und durch die +Verwicklungen sonderbarer Lagen zuletzt jammervoll zu Grunde gerichtet, +so dass was er wirkte verhaeltnissmaessig geringfuegig ist; er starb in der +Mitte der Manns-Jahre (1796)." + +"Wir Englaender, besonders wir Schottlaender, lieben _Burns_ mehr als +irgend einen Dichter seit Jahrhunderten. Oft war ich von der Bemerkung +betroffen, er sey wenig Monate vor _Schiller_, in dem Jahr 1759 geboren +und keiner dieser beiden habe jemals des andern Namen vernommen. Sie +glaenzten als Sterne in entgegengesetzten Hemisphaeren, oder, wenn man +will, eine truebe Erdatmosphaere fing ihr gegenseitiges Licht auf." + +Mehr jedoch als unser Freund vermuthen mochte, war uns _Robert Burns_ +bekannt; das allerliebste Gedicht _John Barley-Corn_ war anonym zu uns +gekommen, und verdienter Weise geschaetzt, veranlasste solches manche +Versuche unsrer Sprache es anzueignen. _Hans Gerstenkorn_, ein wackerer +Mann, hat viele Feinde, die ihn unablaessig verfolgen und beschaedigen, ja +zuletzt gar zu vernichten drohen. Aus allen diesen Unbilden geht er aber +doch am Ende triumphirend hervor, besonders zu Heil und Froehlichkeit der +leidenschaftlichen Biertrinker. Gerade in diesem heitern genialischen +Anthropomorphismus zeigt sich _Burns_ als wahrhaften Dichter. + +Auf weitere Nachforschung fanden wir dieses Gedicht in der Ausgabe +seiner poetischen Werke von 1822, welcher eine Skizze seines Lebens +voransteht, die uns wenigstens von den Aeusserlichkeiten seiner Zustaende +bis auf einen gewissen Grad belehrte. Was wir von seinen Gedichten uns +zueignen konnten, ueberzeugte uns von seinem ausserordentlichen Talent, +und wir bedauerten, dass uns die Schottische Sprache gerade da +hinderlich war, wo er des reinsten natuerlichsten Ausdrucks sich gewiss +bemaechtigt hatte. Im Ganzen jedoch haben wir unsre Studien so weit +gefuehrt, dass wir die nachstehende ruehmliche Darstellung auch als unsrer +Ueberzeugung gemaess unterschreiben koennen. + +Inwiefern uebrigens unser _Burns_ auch in Deutschland bekannt sey, mehr +als das Conversations-Lexicon von ihm ueberliefert, wuesste ich, als der +neuen literarischen Bewegungen in Deutschland unkundig, nicht zu sagen; +auf alle Faelle jedoch gedenke ich die Freunde auswaertiger Literatur +auf die kuerzesten Wege zu weisen: _The Life of Robert Burns. By J. G. +Lockhart. Edinburgh 1828._ rezensirt von unserm Freunde im _Edinburgh +Review_, December 1828. + +Nachfolgende Stellen daraus uebersetzt, werden den Wunsch, das Ganze +und den genannten Mann auf jede Weise zu kennen, hoffentlich lebhaft +erregen. + + * * * + +"_Burns_ war in einem hoechst prosaischen Zeitalter, dergleichen +Brittanien nur je erlebt hatte, geboren, in den aller unguenstigsten +Verhaeltnissen, wo sein Geist nach hoher Bildung strebend ihr unter dem +Druck taeglich harter koerperlicher Arbeit nach zu ringen hatte, ja unter +Mangel und trostlosesten Aussichten auf die Zukunft; ohne Foerderniss als +die Begriffe, wie sie in eines armen Mannes Huette wohnen, und allenfalls +die Reime von Ferguson und Ramsay, als das Muster der Schoenheit +aufgesteckt. Aber unter diesen Lasten versinkt er nicht; durch Nebel +und Finsterniss einer so duestern Region entdeckt sein Adlerauge die +richtigen Verhaeltnisse der Welt und des Menschenlebens, er waechst an +geistiger Kraft und draengt sich mit Gewalt zu verstaendiger Erfahrung. +Angetrieben durch die unwiderstehliche Regsamkeit seines inneren Geistes +strauchelt er vorwaerts und zu allgemeinen Ansichten, und mit stolzer +Bescheidenheit reicht er uns die Frucht seiner Bemuehungen, eine Gabe +dar, welche nunmehr durch die Zeit als unvergaenglich anerkannt worden." + +"Ein wahrer Dichter, ein Mann in dessen Herzen die Anlage eines reinen +Wissens keimt, die Toene himmlischer Melodien vorklingen, ist die +koestlichste Gabe, die einem Zeitalter mag verliehen werden. Wir sehen +in ihm eine freyere, reinere Entwicklung alles dessen was in uns das +Edelste zu nennen ist; sein Leben ist uns ein reicher Unterricht und +wir betrauern seinen Tod als eines Wohlthaeters, der uns liebte so wie +belehrte." + +"Solch eine Gabe hat die Natur in ihrer Guete uns an _Robert Burns_ +gegoennt; aber mit allzuvornehmer Gleichgueltigkeit warf sie ihn aus der +Hand als ein Wesen ohne Bedeutung. Es war entstellt und zerstoert ehe +wir es anerkannten, ein unguenstiger Stern hatte dem Juengling die Gewalt +gegeben, das menschliche Daseyn ehrwuerdiger zu machen, aber ihm war eine +weisliche Fuehrung seines eigenen nicht geworden. Das Geschick--denn so +muessen wir in unserer Beschraenktheit reden--seine Fehler, die Fehler der +Andern lasteten zu schwer auf ihm, und dieser Geist, der sich erhoben +hatte, waere es ihm nur zu wandern geglueckt, sank in den Staub; seine +herrlichen Faehigkeiten wurden in der Bluethe mit Fuessen getreten. Er +starb, wir duerfen wohl sagen, ohne jemals gelebt zu haben. Und so +eine freundlich warme Seele, so voll von eingebornen Reichthuemern, +solcher Liebe zu allen lebendigen und leblosen Dingen! Das spaete +Tausendschoenchen faellt nicht unbemerkt unter seine Pflugschar, so wenig +als das wohlversorgte Nest der furchtsamen Feldmaus, das er hervorwuehlt. +Der wilde Anblick des Winters ergoetzt ihn; mit einer trueben, oft +wiederkehrenden Zaertlichkeit, verweilt er in diesen ernsten Scenen der +Verwuestung; aber die Stimme des Windes wird ein Psalm in seinem Ohr; +wie gern mag er in den sausenden Waeldern dahin wandern: denn er fuehlt +seine Gedanken erhoben zu dem, der auf den Schwingen des Windes +einherschreitet. Eine wahre Poetenseele! sie darf nur beruehrt werden +und ihr Klang ist Musik." + +"Welch ein warmes allumfassendes Gleichheitsgefuehl! welche +vertrauenvolle, graenzenlose Liebe! welch edelmuethiges Ueberschaetzen des +geliebten Gegenstandes! Der Bauer, sein Freund, sein nussbraunes Maedchen +sind nicht laenger gering und doerfisch, Held vielmehr und Koenigin, er +ruehmt sie als gleich wuerdig des Hoechsten auf der Erde. Die rauhen Scenen +schottischen Lebens sieht er nicht im arkadischen Lichte, aber in dem +Rauche, in dem unebenen Tennenboden einer solchen rohen Wirthlichkeit +findet er noch immer Liebenswuerdiges genug. Armuth fuerwahr ist sein +Gefaehrte, aber auch Liebe und Muth zugleich; die einfachen Gefuehle, der +Werth, der Edelsinn, welche unter dem Strohdach wohnen, sind lieb und +ehrwuerdig seinem Herzen. Und so ueber die niedrigsten Regionen des +menschlichen Daseyns ergiesst er die Glorie seines eigenen Gemueths +und sie steigen, durch Schatten und Sonnenschein gesaenftigt und +verherrlicht, zu einer Schoenheit, welche sonst die Menschen kaum in +dem Hoechsten erblicken." + +"Hat er auch ein Selbstbewusstseyn, welches oft in Stolz ausartet, so +ist es ein edler Stolz, um abzuwehren, nicht um anzugreifen, kein kaltes +misslaunisches Gefuehl, ein freyes und geselliges. Dieser poetische +Landmann betraegt sich, moechten wir sagen, wie ein Koenig in der +Verbannung; er ist unter die Niedrigsten gedraengt und fuehlt sich gleich +den Hoechsten; er verlangt keinen Rang, damit man ihm keinen streitig +mache. Den Zudringlichen kann er abstossen, den Stolzen demuethigen, +Vorurtheil auf Reichthum oder Altgeschlecht haben bey ihm keinen Werth. +In diesem dunklen Auge ist ein Feuer, woran sich eine abwuerdigende +Herablassung nicht wagen darf; in seiner Erniedrigung, in der aeussersten +Noth vergisst er nicht fuer einen Augenblick die Majestaet der Poesie und +Mannheit. Und doch, so hoch er sich ueber gewoehnlichen Menschen fuehlt, +sondert er sich nicht von ihnen ab, mit Waerme nimmt er an ihrem +Interesse Theil, ja er wirft sich in ihre Arme und, wie sie auch seyen, +bittet er um ihre Liebe. Es ist ruehrend zu sehen, wie in den duestersten +Zustaenden dieses stolze Wesen in der Freundschaft Huelfe sucht, und oft +seinen Busen dem Unwuerdigen aufschliesst; oft unter Thraenen an sein +gluehendes Herz ein Herz andrueckt, das Freundschaft nur als Namen kennt. +Doch war er scharf und schnellsichtig, ein Mann vom durchdringendsten +Blick, vor welchem gemeine Verstellung sich nicht bergen konnte. Sein +Verstand sah durch die Tiefen des vollkommensten Betruegers, und zugleich +war eine grossmuethige Leichtglaeubigkeit in seinem Herzen. So zeigte sich +dieser Landmann unter uns: Eine Seele wie Aeolsharfe, deren Saiten vom +gemeinsten Winde beruehrt, ihn zu gesetzlicher Melodie verwandelten. Und +ein solcher Mann war es fuer den die Welt kein schicklicher Geschaeft zu +finden wusste, als sich mit Schmugglern und Schenken herumzuzanken, +Accise auf den Talg zu berechnen und Bierfaesser zu visiren. In solchem +Abmuehen ward dieser maechtige Geist kummervoll vergeudet, und hundert +Jahre moegen vorueber gehen, eh uns ein gleicher gegeben wird, um +vielleicht ihn abermals zu vergeuden." + + * * * + +Und wie wir den Deutschen zu ihrem _Schiller_ Glueck wuenschen, so wollen +wir in eben diesem Sinne auch die Schottlaender segnen. Haben diese +jedoch unserm Freunde so viel Aufmerksamkeit und Theilnahme erwiesen, +so waer' es billig, dass wir auf gleiche Weise ihren _Burns_ bey uns +einfuehrten. Ein junges Mitglied der hochachtbaren Gesellschaft, der wir +gegenwaertiges im Ganzen empfohlen haben, wird Zeit und Muehe hoechlich +belohnt sehen, wenn er diesen freundlichen Gegendienst einer so +verehrungswuerdigen Nation zu leisten den Entschluss fassen und das +Geschaeft treulich durchfuehren will. Auch wir rechnen den belobten +_Robert Burns_ zu den ersten Dichtergeistern, welche das vergangene +Jahrhundert hervorgebracht hat. + +Im Jahr 1829 kam uns ein sehr sauber und augenfaellig gedrucktes +Octavbaendchen zur Hand: _Catalogue of German Publications, selected and +systematically arranged for W. H. Koller and Jul. Cahlmann. London._ + +Dieses Buechlein, mit besonderer Kenntniss der deutschen Literatur, in +einer die Uebersicht erleichternden Methode verfasst, macht demjenigen +der es ausgearbeitet und den Buchhaendlern Ehre, welche ernstlich das +bedeutende Geschaeft uebernehmen eine fremde Literatur in ihr Vaterland +einzufuehren, und zwar so dass mann in allen Faechern uebersehen koenne +was dort geleistet worden, um so wohl den Gelehrten den denkenden Leser +als auch den fuehlenden und Unterhaltung suchenden anzulocken und zu +befriedigen. Neugierig wird jeder deutsche Schriftsteller und Literator, +der sich in irgend einem Fache hervorgethan, diesen Catalog aufschlagen +um zu forschen: ob denn auch seiner darin gedacht, seine Werke, mit +andern Verwandten, freundlich aufgenommen worden. Allen deutschen +Buchhaendlern wird es angelegen seyn zu erfahren: wie man ihren Verlag +ueber dem Canal betrachte, welchen Preis man auf das Einzelne setze +und sie werden nichts verabsaeumen um mit jenen die Angelegenheit so +ernsthaft angreifenden Maennern in Verhaeltniss zu kommen, und dasselbe +immerfort lebendig erhalten. + + * * * + +Wenn ich nun aber das von unserm Schottischen Freunde vor soviel +Jahren verfasste Leben _Schillers_, auf das er mit einer ihm so +wohl anstehenden Bescheidenheit zuruecksieht, hiedurch einleite und +gegenwaertig an den Tag foerdere, so erlaube er mir einige seiner neusten +Aeusserungen hinzuzufuegen, welche die bisherigen gemeinsamen +Fortschritte am besten deutlich machen moechten. + + * * * + + _Thomas Carlyle an Goethe._ + + den 22. December 1829. + +"Ich habe zu nicht geringer Befriedigung zum zweitenmale den +_Briefwechsel_ gelesen und sende heute einen darauf gegruendeten +Aufsatz ueber _Schiller_ ab fuer das _Foreign Review_. Es wird Ihnen +angenehm seyn zu hoeren, dass die Kentniss und Schaetzung der auswaertigen, +besonders der deutschen Literatur, sich mit wachsender Schnelle +verbreitet so weit die englische Zunge herrscht; so dass bey den +Antipoden, selbst in Neuholland, die Weisen Ihres Landes ihre Weisheit +predigen. Ich habe kuerzlich gehoert, dass sogar in Oxford und Cambridge, +unsern beiden englischen Universitaeten, die bis jetzt als die Haltpuncte +der insularischen eigenthuemlichen Beharrlichkeit sind betrachtet worden, +es sich in solchen Dingen zu regen anfaengt. Ihr _Niebuhr_ hat in +Cambridge einen geschickten Uebersetzer gefunden und in Oxford haben +zwei bis drei Deutsche schon hinlaengliche Beschaeftigung als Lehrer ihrer +Sprache. Das neue Licht mag fuer gewisse Augen zu stark seyn; jedoch kann +Niemand an den guten Folgen zweifeln, die am Ende daraus hervorgehen +werden. Lasst Nationen wie Individuen sich nur einander kennen und der +gegenseitige Hass wird sich in gegenwaertige Huelfleistung verwandeln, +und anstatt natuerlicher Feinde, wie benachbarte Laender zuweilen genannt +sind, werden wir alle natuerliche Freunde seyn." + + * * * + +Wenn uns nach allen diesem nun die Hoffnung schmeichelt, eine +Uebereinstimmung der Nationen, ein allgemeineres Wohlwollen werde sich +durch naehere Kentniss der verschiedenen Sprachen und Denkweisen, nach +und nach erzeugen; so wage ich von einem bedeutenden Einfluss der +deutschen Literatur zu sprechen, welcher sich in einem besondern Falle +hoechst wirksam erweisen moechte. + +Es ist naemlich bekannt genug, dass die Bewohner der drei brittischen +Koenigreiche nicht gerade in dem besten Einverstaendnisse leben, sondern +dass vielmehr ein Nachbar an dem andern genugsam zu tadeln findet, um +eine heimliche Abneigung bey sich zu rechtfertigen. + +Nun aber bin ich ueberzeugt, dass wie die deutsche ethisch-aesthetische +Literatur durch das dreifache Brittanien sich verbreitet, zugleich auch +eine stille Gemeinschaft von _Philogermanen_ sich bilden werde, welche +in der Neigung zu einer vierten, so nahverwandten Voelkerschaft, auch +unter einander, als vereinigt und verschmolzen sich empfinden werden. + + * * * * * + + _Schillers Leben._ + + _Erster Abschnitt._ + + _Seine Jugend_ (1759-1784.) + +Unter allen Schriftstellern ist am Schluss des letzten Jahrhunderts +wohl keiner der Aufmerksamkeit wuerdiger, als _Friedrich Schiller_. +Ausgezeichnet durch glaenzenden Geist, erhabenes Gefuehl und edlen +Geschmack liess er den schoensten Abdruck dieser selten vereinigten +Eigenschaften in seinen Werken zurueck. Der ausgebreitete Ruhm, welcher +ihm dadurch geworden, .......... + +.... es sind neue Formen der Wahrheiten, neue Grundsaetze der Weisheit, +neue Bilder und Scenen der Schoenheit, die er dem leeren formlosen +unendlichen Raum abgenommen; zum +ktema eis aei+ oder zum ewigen +Eigenthum aller Geschlechter dieses Erdballs. [s. 301.] + +.......... die unsere Literatur, so reich sie auch schon an sich ist, +noch ungleich mehr bereichern wuerde. [_Anhang_, s. 54.] + + * * * * * + +_Naehere Bezeichnung der dargestellten Lokalitaeten._ + +Titelkupfer, Thomas Carlyles Wohnung in der Graffschaft Dumfries, des + suedlichen Schottlands. + +Titel-Vignette, dieselbe in der Ferne. + +Vorderseite des Umschlags, Wohnung Schillers in Weimar. + +Rueckseite des Umschlags, einsames Haeuschen in Schillers Garten, ueber der + Jenaischen Leutra, von ihm selbst errichtet; wo er in vollkommenster + Einsamkeit manches, besonders Maria Stuart schrieb. Nach seiner + Entfernung und erfolgtem Scheiden, trug man es ab, wegen + Wandelbarkeit, und man gedachte hier das Andenken desselben zu + erhalten. + + + [Illustration / Abbildung (Schillers Haus)] + + [Illustration / Abbildung (Carlyles Haus)] + + * * * * * + * * * * + * * * * * + +[Errors and Anomalies / Fehler und Unregelmaessigkeiten + +"genugsam" (three times / drei Mal) + _always without umlaut_ + _immer ohne Umlaut_ +ein Unternehmen, bey welchen man auch + _"welchen" in original: "welchem"?_ +etwa zehen deutsche Meilen + _"zehen" in original_ +westwaerts // durch Gallovay + _"Gallovay" in original_ +_Burns_ war.... + _quotation marks in this passage as in original_ + _Anfuehrungszeichen in diese Stelle wie im Original_ +glaenzenden Geist, erhabenes Gefuehl und edlen // Geschmack + _original has "Geschmach"_ + _im Original steht "Geschmach"_] + + + + + +End of the Project Gutenberg EBook of The Life of Friedrich Schiller, by +Johann Wolfgang von Goethe and Thomas Carlyle + +*** END OF THIS PROJECT GUTENBERG EBOOK THE LIFE OF FRIEDRICH SCHILLER *** + +***** This file should be named 18101.txt or 18101.zip ***** +This and all associated files of various formats will be found in: + http://www.gutenberg.org/1/8/1/0/18101/ + +Produced by Louise Hope, Thierry Alberto and the Online +Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net + + +Updated editions will replace the previous one--the old editions +will be renamed. + +Creating the works from public domain print editions means that no +one owns a United States copyright in these works, so the Foundation +(and you!) can copy and distribute it in the United States without +permission and without paying copyright royalties. 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